# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff052997-718b-5bda-b93c-23e158ebc36a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 20.03.2025 ZOR.2024.52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2024-52_2025-03-20.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 1. Kammer 

 

ZOR.2024.52  
(OF.2023.27)  

      

 

Entscheid vom 20. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Lindner, Präsident  

Oberrichter Holliger 

Oberrichterin Möckli         

Gerichtsschreiber Tognella 

 

 
   

Kläger   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Christof Wyss,  

[…] 

 

    
    

Beklagter   B._____,  

[…] 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Peter Krebs,  

[…]   

  

 

 
 

Gegenstand  Abänderung Volljährigenunterhalt 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der Beklagte ist der am tt.mm. 2004 geborene Sohn des Klägers und von 

dessen geschiedener Ehefrau C._____. Mit Urteil vom 31. März 2009 

sprach der Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich die Scheidung aus und 

genehmigte die Vereinbarung vom 5. März 2009 über die Scheidungsfol-

gen. Mit jener Vereinbarung wurde der Beklagte unter die elterliche Sorge 

der Mutter gestellt und der Kläger verpflichtete sich zur Bezahlung eines 

(indexierten) Kinderunterhaltsbeitrags von Fr. 2'000.00 bis zum ordentli-

chen Abschluss einer angemessenen Ausbildung des Kindes, auch über 

die Mündigkeit hinaus. 

 

2. 

2.1. 

Mit Klage vom 1. März 2023 an das Bezirksgericht Bremgarten beantragte 

der Kläger die Aufhebung seiner Unterhaltsverpflichtung unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten. 

 

2.2. 

Mit Klageantwort vom 12. Juni 2023 beantragte der Beklagte die Abwei-

sung der Klage, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschä-

digungsfolgen. Im Übrigen beantragte er die Verpflichtung des Klägers zur 

Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses von mindestens Fr. 6'000.00, 

eventualiter die unentgeltliche Rechtspflege.  

 

2.3. 

Mit Replik vom 28. September 2023 hielt der Kläger an seinen Anträgen 

fest und beantragte die Abweisung des Antrags des Beklagten auf Prozess-

kostenvorschuss. 

 

2.4. 

Mit Duplik vom 4. Dezember 2023 hielt der Beklagte an seinen Anträgen 

fest. 

 

2.5. 

An der Verhandlung vom 17. April 2024 plädierten die Parteien und sie 

wurden befragt. 

 

2.6. 

Mit Entscheid vom gleichen Tag (Verfahren SF.2023.99) verpflichtete der 

Präsident des Bezirksgerichts Bremgarten den Kläger in teilweiser Gutheis-

sung des Gesuchs des Beklagten zur Bezahlung eines Prozesskostenvor-

schusses von Fr. 3'000.00. 

 

 - 3 - 

 

 

2.7. 

Mit Entscheid vom gleichen Tag erkannte der Präsident des Bezirksge-

richts Bremgarten: 

 

" 1. 
In teilweiser Gutheissung der Klage wird die mit Scheidungsurteil des 
Bezirksgerichts Zürich vom 31.09.2009 (aaa) in Ziff. 4. begründete 
Pflicht des Klägers zur Leistung eines Volljährigenunterhaltes an den 
Beklagten wie folgt abgeändert: 
 
Die Unterhaltspflicht für den Zeitraum vom 01.08.2022 bis 31.08.2023 
wird aufgehoben.  
 
Ab 01.09.2023 wird der vom Kläger zu leistende Unterhaltsbeitrag um 
50% herabgesetzt. Die Unterhaltspflicht dauert bis zum Abschluss ei-
ner angemessenen Erstausbildung.  
 
2. 
Die im Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 31.09.2009 
(aaa) unter Ziff. 6. festgelegte Indexierung bleibt unverändert bestehen. 
Das heisst, der Unterhaltsbeitrag ist auch inskünftig per 1. Januar des 
neuen Jahres dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjah-
res anzupassen.  
 
Unter Berücksichtigung der einschlägigen Indexierung beläuft sich der 
vom Kläger zu leistende monatliche Unterhaltsbeitrag in der Zeit vom 
01.09.2023 bis 31.12.2023 auf Fr. 1'043.90 (107 Punkte per November 
2022) und ab 01.01.2024 auf Fr. 1'058.55 (108.5 Punkte per November 
2023), jeweils zuzüglich allfällig bezogener Ausbildungszulagen.  
 
3. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 4'280.00 (inkl. den Begründungskosten) 
wird den Parteien je zur Hälfte mit Fr. 2'140.00 auferlegt. Sie wird mit 
dem Vorschuss des Klägers von Fr. 4'280.00 verrechnet, so dass der 
Beklagte dem Kläger Fr. 2'140.00 direkt zu ersetzen hat.  
 
Der Beklagte wird für berechtigt erklärt, seinen Kostenanteil mit dem 
ihm gegen den Kläger zustehenden Prozesskostenvorschuss (Verfah-
ren SF.2023.99) zu verrechnen.  
 
4. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen." 
 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihm am 20. August 2024 in begründeter Ausfertigung zuge-

stellten Entscheid erhob der Beklagte mit Eingabe vom 19. September 

2024 fristgerecht Berufung mit den Anträgen: 

 

" 1. 
Der Entscheid des Präsidiums des Bezirksgerichts Bremgarten 
OF.2023.27 vom 17. April 2024 sei vollumfänglich aufzuheben und es 
sei wie folgt zu entscheiden: 
 
 

 - 4 - 

 

 

'1. 
Die Klage wird abgewiesen. 

 
[Ziff. 2 entfällt] 

 
3. 
Die Entscheidgebühr von CHF 4'280.00 (inkl. Begründungs-
kosten) wird dem Kläger auferlegt. 

 
4. 
Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 13'778.70 inkl. MwSt. und Spesen zu be-
zahlen.' 

 
 Eventualiter: 

Der Entscheid des Präsidiums des Bezirksgerichts Bremgarten 
OF.2023.27 vom 17. April 2024 sei teilweise aufzuheben und es sei wie 
folgt zu entscheiden: 
 
  '1. 

In teilweiser Gutheissung der Klage wird die mit Scheidungsur-
teil des Bezirksgerichts Zürich vom 31.09.2009 (aaa) in Ziff. 4 
begründete Pflicht des Klägers zur Leistung eines Volljährigen-
unterhalts an den Beklagten rückwirkend für den Zeitraum vom 
01.08.2022 bis 31.08.2023 sistiert. 
 
Im Übrigen wird die Abänderungsklage abgewiesen. 
 
[Ziff. 2. entfällt] 
 
3. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 4'280.00 (inkl. Begründungskos-
ten) wird dem Kläger zu 3/4 und dem Beklagten zu ¼ auferlegt. 
Sie wird mit dem Vorschuss des Klägers von Fr. 4'280.00 ver-
rechnet, so dass der Beklagte dem Kläger CHF 1'070.00 direkt 
zu ersetzen hat. 
 
Der Beklagte wird berechtigt erklärt, seinen Kostenanteil mit 
dem ihm gegen den Kläger zustehenden Prozesskostenvor-
schuss (Verfahren SF.2023.99) zu verrechnen. 
 
4. 
Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 6'889.35 inkl. MwSt. und Spesen zu be-
zahlen.' 

 
 3. [recte: 2.] 

Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Berufungskläger für 
das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss für die Ge-
richts- und Parteikosten von mindestens CHF 6'000.00 zu bezahlen. 
 
Eventualiter sei dem Berufungskläger die unentgeltliche Prozessfüh-
rung und der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes in der 
Person des Unterzeichneten zu gewähren. 
 
 
 

 - 5 - 

 

 

4. [recte: 3.] 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % MwSt. und Spe-
sen) zulasten des Berufungsbeklagten." 
 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 29. Oktober 2024 beantragte der Kläger: 

 

" 1. 
Die Berufung sei abzuweisen. 
 
2. 
Der Antrag des Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten, 
wonach der Berufungsbeklagte und Anschlussberufungskläger zu ver-
pflichten sei, ihm einen Prozesskostenvorschuss von mindestens 
CHF 6'000.00 zu bezahlen, sei vollständig, eventualiter im Umfang von 
mindestens CHF 3'000.00 abzuweisen. 
 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten 
des Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten." 

 

Mit gleichzeitig erhobener Anschlussberufung beantragte der Kläger: 

 

" 1. 
Der Entscheid des Präsidiums des Bezirksgerichts Bremgarten vom 
17. April 2024 (OF.2023.27) sei teilweise aufzuheben und 
 
a) 
es sei in teilweiser Gutheissung der Klage die mit Scheidungsurteil des 
Bezirksgericht Zürich vom 31. März 2009 (aaa) in Ziff. 4 begründete 
Pflicht des Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägers zur 
Leistung eines Volljährigenunterhalts an den Berufungskläger und An-
schlussberufungsbeklagten wie folgt abzuändern: 
 
Die Unterhaltspflicht sei für den Zeitraum vom 01. August 2022 bis 
31. August 2023 zu sistieren und ab 1. August 2024 vollumfänglich auf-
zuheben. 
 
Der vom Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger für den 
Zeitraum vom 01. September 2023 bis 31. Juli 2024 zu leistende Un-
terhaltsbeitrag sei um 50% herabzusehen. 
 
b) 
es sei die erstinstanzliche Entscheidgebühr von CHF 4'280.00 (inkl. der 
Begründungskosten) dem Berufungskläger und Anschlussberufungs-
beklagten zu 3/4 und dem Berufungsbeklagten und Anschlussberu-
fungskläger zu 1/4 aufzuerlegen. Sie sei mit dem Vorschuss des Beru-
fungsbeklagten und Anschlussberufungsklägers von CHF 4'280.00 zu 
verrechnen, so dass der Berufungskläger und Anschlussberufungsbe-
klagte dem Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger CHF 
3'210.00 direkt zu ersetzen hat. 
 
Der Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte sei für berech-
tigt zu erklären, seinen Kostenanteil mit dem ihm gegen den Berufungs-
beklagten und Anschlussberufungskläger zustehenden Prozesskos-
tenvorschuss (Verfahren SF.2023.99) zu verrechnen. 

 - 6 - 

 

 

c) 
der Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte sei zu verpflich-
ten, dem Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger für das 
erstinstanzliche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung 
(zuzüglich MwSt. und Barauslagen) zu bezahlen. 
 
2. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten 
des Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten."  
 

3.3. 

Mit Stellungnahme zur Berufungsantwort und Anschlussberufungsantwort  

vom 3. Dezember 2024 beantragte der Beklagte die Abweisung der An-

schlussberufung. Im Übrigen änderte er seinen Berufungsantrag Ziff. 1 wie 

folgt (Änderungen zur besseren Erkenntlichkeit durch das Gericht hervor-

gehoben mit Fettschrift und Durchstreichen): 

 

" 1. 
Der Entscheid des Präsidiums des Bezirksgerichts Bremgarten 
OF.2023.27 vom 17. April 2024 sei vollumfänglich aufzuheben und es 
sei wie folgt zu entscheiden: 
 

'1. 
Die Klage wird abgewiesen. 

 
[Ziff. 2 entfällt] 

 
3. 
Die Entscheidgebühr von CHF 4'280.00 (inkl. Begründungs-
kosten) wird dem Kläger auferlegt. 

 
4. 
Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 13'778.70 inkl. MwSt. und Spesen zu be-
zahlen.' 

 
 Eventualiter: 

Der Entscheid des Präsidiums des Bezirksgerichts Bremgarten 
OF.2023.27 vom 17. April 2024 sei teilweise aufzuheben und es sei wie 
folgt zu entscheiden: 
 
  '1. 

In teilweiser Gutheissung der Klage wird die mit Scheidungsur-
teil des Bezirksgerichts Zürich vom 31.09.2009 (aaa) in Ziff. 4 
begründete Pflicht des Klägers zur Leistung eines Volljährigen-
unterhalts an den Beklagten rückwirkend für den Zeitraum vom 
01.08.2022 bis 31.08.2023 sistiert. 
 
Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten für den Zeit-
raum vom 1. September 2023 bis 31. Juli 2024 den mit 
Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 
31.09.2009 (aaa) in Ziff. 4.) festgelegten Unterhaltsbeitrag 
zu bezahlen. 
 

 - 7 - 

 

 

Ab dem 1. August 2024 wird die Unterhaltspflicht bis auf 
Weiteres sistiert. 
 
Im Übrigen wird die Abänderungsklage abgewiesen. 
 
[Ziff. 2. entfällt] 
 
3. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 4'280.00 (inkl. Begründungskos-
ten) wird dem Kläger zu 3/4 und dem Beklagten zu ¼ auferlegt. 
Sie wird mit dem Vorschuss des Klägers von Fr. 4'280.00 ver-
rechnet, so dass der Beklagte dem Kläger CHF 1'070.00 direkt 
zu ersetzen hat. 
 
4. 
Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 6'889.35 inkl. MwSt. und Spesen zu be-
zahlen.' " 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Gegen das angefochtene Urteil ist die Berufung zulässig (Art. 308 ZPO). 

Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrich-

tige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 

ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Mit seinem Hauptantrag Ziffer 1 im Berufungsverfahren verlangt der Be-

klagte, dass der angefochtene Entscheid vollumfänglich aufgehoben und 

die Abänderungsklage abgewiesen wird. Zur Begründung macht er gel-

tend, die im angefochtenen Entscheid angeordnete Herabsetzung des Un-

terhaltsbeitrags um die Hälfte ab dem 1. September 2023 sei nicht bean-

tragt worden und verstosse daher gegen die Dispositionsmaxime (Berufung 

S. 5 f.). 

 

2.2. 

Diese Begründung geht fehl. Die Dispositionsmaxime verbietet nicht, den 

klägerischen Anspruch nur teilweise zu schützen bzw. weniger zuzuspre-

chen, als der Kläger verlangt. Unzulässig wäre es nur, dem Kläger etwas 

anderes bzw. einen Anspruch zuzusprechen, welchen dieser gar nicht gel-

tend gemacht hat (SEILER, in: Sutter-Somm / Lötscher / Leuenberger / Sei-

ler, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2025, 

N. 12 zu Art. 58 ZPO; GLASL / GLASL, in: BRUNNER / SCHWANDER / VISCHER, 

ZPO-Kommentar, 3. Aufl. 2025, N. 20 und Fn. 64 zu Art. 58 ZPO; STAEHE-

LIN / GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 4. Aufl. 2024, § 10 N. 4). 

 

 - 8 - 

 

 

2.3. 

Mit der Klage im vorliegenden Verfahren beantragte der Kläger die vollstän-

dige Aufhebung seiner Unterhaltsverpflichtung per 1. August 2022. Die Vo-

rinstanz hat diesem Antrag nur teilweise entsprochen, einerseits in zeitli-

cher Hinsicht, indem sie den Kläger nur für den Zeitraum vom 1. August 

2022 bis zum 31. August 2023 vollständig von seiner Unterhaltspflicht be-

freite, andererseits in betraglicher Hinsicht, indem sie den Unterhaltsbeitrag 

ab dem 1. September 2023 nicht ganz dahinfallen liess, sondern auf den 

hälftigen Betrag reduzierte. Damit bewegte sich die Vorinstanz im Rahmen 

der Anträge des Klägers, indem sie ihm weniger als beantragt zusprach; 

hingegen sprach sie ihm nichts zu, dass nicht beantragt worden wäre (wie 

z.B. eine Aufhebung der vor dem 1. August 2022 bestehenden Unterhalts-

verpflichtung). Eine Verletzung der Dispositionsmaxime liegt nicht vor. 

 

3. 

Mit Blick auf das Eventualbegehren Ziff. 1 des Beklagten (in der Form, wie 

es zuletzt mit der Eingabe vom 3. Dezember 2024 vorgebracht worden ist) 

und die Rechtsbegehren des Klägers stimmen die Parteien insofern über-

ein, dass in der Phase zwischen dem 1. August 2022 und dem 31. August 

2023 sowie ab dem 1. August 2024 (mindestens bis auf Weiteres) kein Un-

terhalt geschuldet sein soll. In diesen Phasen befand bzw. befindet sich der 

Beklagte (vorübergehend) nicht in einer Ausbildung. Für die erste Phase 

entspricht dies dem angefochtenen Entscheid (Dispositiv-Ziffer 1, zweiter 

Absatz) und kann auf die zutreffende Begründung der Vorinstanz verwie-

sen werden (E. II./ 7 des angefochtenen Entscheids). Für die Phase ab 1. 

August 2024 führt der Beklagte in seiner Eingabe vom 3. Dezember 2024 

(S. 4) aus, ab dann befinde er sich nicht (mehr) in einer Ausbildung bzw. 

benötige aus psychischen Gründen eine "Pause". Die Anträge stimmen so-

dann grundsätzlich überein, dass in der Phase vom 1. September 2023 bis 

31. Juli 2024, als der Beklagte eine Privatschule in Deutschland besuchte, 

Volljährigenunterhalt geschuldet sein soll.  

 

Umstritten ist, ob (nach dem Antrag des Beklagten) in der Phase vom 

1. September 2023 bis zum 31. Juli 2024 der unveränderte Unterhalt ge-

mäss Scheidungsurteil geschuldet sein soll, oder der Unterhaltsbeitrag (ge-

mäss Dispositiv-Ziffer 1, dritter Absatz, des angefochtenen Entscheids so-

wie den Anträgen des Klägers im Berufungsverfahren) um die Hälfte her-

abzusetzen ist. Im Weiteren ist zu klären, ob (gemäss den Anträgen des 

Beklagten) die Unterhaltspflicht ab dem 1. August 2024 bloss zu sistieren 

oder ob sie (gemäss den Anträgen des Klägers) definitiv aufzuheben ist. 

 

4. 

4.1. 

Gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB ist die Verpflichtung der Eltern zur Leistung 

von Unterhalt an ihr mündiges Kind unter anderem davon abhängig, ob es 

ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet werden kann. Unter dem 

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Gesichtspunkt der Zumutbarkeit sind nicht nur die wirtschaftlichen Verhält-

nisse der Eltern, sondern auch die persönliche Beziehung zwischen ihnen 

und ihrem Kind zu beachten. Eine Unzumutbarkeit unter diesem Gesichts-

punkt setzt voraus, dass das mündige Kind schuldhaft seinen Pflichten der 

Familie gegenüber nicht nachkommt bzw. ohne Grund aus eigenem Willen 

die persönlichen Beziehungen zu den Eltern abbricht oder sich grundlos 

dem persönlichen Verkehr mit ihnen entzieht. Das Kind muss die Verant-

wortung dafür tragen, dass das Eltern-Kind-Verhältnis erheblich gestört 

oder gar zerstört ist, und diese Verantwortung muss ihm subjektiv zum Vor-

wurf gereichen. Hat das Kind mit seinem Verhalten zwar dazu beigetragen, 

dass zwischen ihm und dem unterhaltspflichtigen Elternteil nie eine Bezie-

hung aufgebaut werden konnte, ist es aber nicht alleine dafür verantwort-

lich, so ist die Leistung von Volljährigenunterhalt zumutbar. Je jünger ein 

Kind ist, desto mehr ist es auf Volljährigenunterhalt angewiesen, aber auch 

umso weniger dazu fähig, von traumatisierenden Erfahrungen in der Eltern-

Kind-Beziehung Abstand zu gewinnen. Entsprechend höhere Anforderun-

gen sind daher an die Einrede der Unzumutbarkeit eines sich darauf beru-

fenden Elternteils zu stellen. Je älter hingegen ein Kind ist, desto weniger 

ist es im Allgemeinen auf Volljährigenunterhalt angewiesen, aber auch 

umso eher sollte es in der Lage sein, zu früheren Vorkommnissen Abstand 

zu gewinnen. Dies wiederum rechtfertigt es, entsprechend weniger hohe 

Anforderungen an die Einrede der Unzumutbarkeit des in Anspruch genom-

menen Elternteils zu stellen (BGE 129 III 375 E. 3 und Urteil des Bundes-

gerichts 5A_179/2015 vom 29. Mai 2015 E. 3.1. und 3.2.). 

 

4.2. 

Die Vorinstanz begründete die Herabsetzung des Unterhaltsbeitrags um 

die Hälfte kurz zusammengefasst damit, der Kläger habe den Kontakt zum 

Beklagten zwar nicht willentlich abgebrochen, seine Bemühungen zur 

Rückgewinnung des Vertrauens des Beklagten seit 2016 hätten sich aber 

in engen Grenzen gehalten. Es wäre vom Kläger zu erwarten gewesen, 

dass er unentwegt den Kontakt zum Beklagten gesucht hätte, zumindest 

solange, bis der Beklagte dem Kläger ausdrücklich mitgeteilt hätte, dass er 

keine weiteren Kontaktanfragen mehr wünsche. Eine grundsätzliche Ver-

weigerung des Unterhaltsanspruchs sei unter diesen Umständen nicht an-

gezeigt. Es sei aber davon auszugehen, dass der Beklagte derzeit kein 

aufrichtiges Interesse an der Kontaktnahme zum Kläger hege. Inzwischen 

müsse sich auch der Beklagte eine Mitverantwortung für den anhaltenden 

Kontaktabbruch zum Kläger anrechnen lassen. Im Falle einer beidseitigen 

Verantwortung für das Fehlen einer persönlichen Beziehung sei eine Kür-

zung des Unterhaltsanspruchs in Erwägung zu ziehen. Zu diesem Zweck 

sei eine Interessenabwägung vorzunehmen. Dem Beklagten würden durch 

die Herabsetzung keine Nachteile erwachsen, welche er nicht durch Unter-

haltsleistungen seiner Mutter oder die Aufnahme einer eigenen Erwerbstä-

tigkeit ausgleichen könnte. Auch eine Reduktion der Lebenshaltungskosten 

(insb. der Wohnkosten) wäre in Betracht zu ziehen. Es seien keine 

 - 10 - 

 

 

überwiegenden persönlichen Interessen des Beklagten ersichtlich, welche 

einer Herabsetzung des Unterhaltsanspruchs entgegenstünden. Durch die 

hälftige Herabsetzung werde der Mitverantwortung des Beklagten für den 

anhaltenden Kontaktabbruch zwischen den Parteien genügend Rechnung 

getragen (E. II./ 5 und 6 des angefochtenen Entscheids). 

 

4.3. 

Mit der Berufung (S. 7 ff.) macht der Beklagte geltend, die Vorinstanz sei 

ohne Abklärungen und in Verletzung der Untersuchungsmaxime davon 

ausgegangen, dass seine Auslagen im Falle einer Kürzung des Unterhalts-

anspruchs durch seine Mutter aufgefangen werden könnten. Dies sei nicht 

zutreffend: Die Mutter werde selber (in rechtlich unverbindlicher Weise) vor-

übergehend von ihrem Partner finanziell unterstützt und habe hohe Schul-

den. Sie sei nicht in der Lage, für die Auslagen des Beklagten für die Zeit 

seiner Ausbildung aufzukommen, insbesondere auch, da es bis zum Er-

stabschluss seiner Ausbildung noch einige Jahre dauern dürfte, da der Be-

klagte erst die Schule (mittlere Reife) abgeschlossen habe. Der Kläger ma-

che auch nicht geltend, dass er den Unterhalt finanziell nicht zu leisten ver-

möge. Dieser habe in der Vergangenheit selbst den Kontakt abgebrochen 

und sich trotz zweier Treffen bisher nie dafür entschuldigt. Der Beklagte 

könne aufgrund seiner psychischen Instabilität nicht gut mit Druck umge-

hen, wobei ihn eine Reduktion des Unterhaltsbeitrags enormem Druck aus-

setzten würde, da die Finanzierung seiner Lebenskosten während seiner 

Ausbildungszeit in Frage stehen würde. Er sei sich bewusst, dass seine 

Mutter die fehlenden Unterhaltsbeiträge nicht aufzufangen vermöge. 

 

4.4. 

4.4.1. 

Mit der Vorinstanz (E. 6.1. des angefochtenen Entscheids) ist davon aus-

zugehen, dass der nach einem heftigen elterlichen Trennungskonflikt er-

folgte Kontaktabbruch zwischen den Parteien im Sommer 2014 dem da-

mals erst 10-jährigen, unter der Obhut seiner Mutter stehenden Beklagten 

nicht vorgeworfen werden kann.    

 

Gemäss Sachdarstellung des Klägers (Replik S. 4 f. sowie 9, act. 46 f. und 

51) war der Loyalitätskonflikt des Beklagten auf ein rechtswidriges, unko-

operatives Verhalten der Mutter als damaliger Alleininhaberin der elterli-

chen Sorge und ihre negative Beeinflussung des Beklagten in Bezug auf 

den Kläger zurückzuführen; im Jahre 2015 habe der Kläger, wie später 

auch das Familiengericht des Bezirksgerichts Bremgarten als Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde in seinem Entscheid vom 17. März 2016 re-

signiert und keine weiteren, ohnehin aussichtslosen Anläufe zur Durchset-

zung des Kontakts zum Beklagten  gegen dessen Willen mehr wahrgenom-

men, auch wenn er dem Beklagten noch bis Sommer 2017 regelmässig 

zum Geburtstag und zu Weihnachten Karten oder Briefe geschickt habe 

(Replik S. 5, act. 47).  

 - 11 - 

 

 

 

Zwischen Sommer 2017 und dem 18. Geburtstag des Beklagten kam es – 

wenn man vom abschlägig beurteilten Gesuch des Klägers bei der KESB 

Bremgarten, Auskunft über den Gesundheitszustand, das Befinden und die 

Entwicklung des Beklagten zu erhalten, (Klagebeilagen 4-6) absieht (vgl. 

dazu den Schluss der vorliegenden E. 4.4.1), nur noch zu einem einzigen 

Kontaktversuch des Klägers: Im Frühling 2021 (und somit nach einer fast 

vierjährigen, offenbar vollständigen Kontaktstille) kontaktierte der Kläger 

den (damals 16, bald 17-jährigen) Beklagten per E-Mail und erkundigte sich 

nach dessen Befinden, worauf dieser knapp mit "es geht mir gut. kein grund 

zur sorge" reagierte. Auf die daraufhin gestellte Frage des Klägers nach 

einem Treffen reagierte der Beklagte mit einem simplen "warum?", worauf 

der Kläger seinen Wunsch nach einem Wiedersehen begründete. Darauf 

reagierte der Kläger nicht mehr (Klageantwortbeilage 2).  

 

Der nächste (wiederum schriftliche) Kontaktaufnahme des Klägers erfolgte 

erst auf den Zeitpunkt der Volljährigkeit des Beklagten. Am 21. Juli 2022, 

d.h. am Vortag von dessen 18. Geburtstag, verfasste der Kläger folgendes 

(maschinenschriftliches) Schreiben an diesen (Klageantwortbeilage 4): 

 

" Lieber B._____ 
 
Du wirst am 22. Juli 2022 volljährig. Dazu hätte ich dir gerne persönlich 
gratuliert. Leider verweigerst du seit Jahren jeglichen Kontakt zu mir. Ich 
muss das akzeptieren, aber ich möchte, das du weisst, dass unsere Tür 
für die Zukunft jeder Zeit weiterhin für dich offen bleibt.  
 
Ich habe in der Vergangenheit monatlich Unterhaltsbeiträge gezahlt, die 
mit Erreichen deiner Volljährigkeit direkt an Dich ausgezahlt werden wür-
den. Aufgrund deiner Kontaktverweigerung bin ich nicht mehr verpflichtet, 
dir Unterhaltsbeiträge zu bezahlen. 
 
Aus diesem Grund stelle ich meine Unterhaltszahlungen für dich ab 1. Au-
gust 2022 ein. Gleichzeitig werde ich eine Klage auf Aufhebung meiner 
Unterhaltspflicht dir gegenüber einleiten. Um den Prozess zu verhindern, 
kannst du jederzeit freiwillig mir gegenüber schriftlich auf deine Unterhalts-
beiträge verzichten. Dann muss der Prozess nicht durchgeführt werden. 
 
In Liebe  
 
(Unterschrift)" 
 

Es mag sein, dass sich der Kläger bei seiner Zurückhaltung von den Aus-

führungen des Bezirksgerichts Bremgarten, Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde, vom 17. März 2016 leiten liess, dass im Fall der Eltern dem 

Familiengericht nichts anderes übrigbleibe, als zu "kapitulieren"; hoffentlich 

führe aber die Aufhebung sämtlicher (Kindeschutz-) Massnahmen zumin-

dest zu einer Beruhigung der Situation; schliesslich bleibe zu hoffen, dass 

der Beklagte eines Tages von sich aus den Kontakt zum Kläger aufnehmen 

werde (Klage S. 5, act. 5 mit Hinweis vgl. Klagebeilage 3 S. 22. f.). Es 

 - 12 - 

 

 

bedarf indes keiner ausführlichen Darlegungen, dass aus einer solchen Be-

merkung nicht ein Verschulden des Beklagten abgeleitet werden kann, 

wenn er diese "Hoffnung" (Klage act. 5) des Klägers nicht erfüllte. Denn er 

war zu jenem Zeitpunkt erst rund zehnjährig und konnte den Kontaktab-

bruch zum Kläger – nach allgemeiner Lebenserfahrung – kaum richtig ein-

ordnen, erst recht nicht, wenn er – wie vom Kläger betont (vgl. etwa Klage, 

S. 4, act. 4; Replik S. 4 und 8 f., act. 46 und 50 f.) – massgeblich durch die 

Mutter negativ gegen diesen beeinflusst gewesen sein sollte. Auf jeden Fall 

vermag es nicht zu erstaunen, dass ein Kind, dass während seiner ganzen 

Pubertät keinen Kontakt mit einem Elternteil erlebt hat, beim ersten Ver-

such einer Kontaktnahme durch diesen zurückhaltend reagiert. Dies gilt 

erst recht, wenn das Kind – wie vorliegend der Beklagte – mit psychischen 

Problemen zu kämpfen hat; denn, als der Kläger Ende März 2021 erstmals 

nach fast vier Jahren wieder via E-Mail Kontakt aufnahm (Klageantwortbei-

lage 3), befand sich der Beklagte gerade in einer (zweiten) achtmonatigen 

(7. Dezember 2020 bis 9. Juli 2021) stationären Behandlung wegen einer 

depressiven Episode (Austrittsbericht der D._____, Q._____, vom 24. Au-

gust 2021 Duplikbeilage 5). Im Übrigen hat der Beklagte auf diesen Kon-

taktversuch zweimal geantwortet. Dass diese Antworten monosyllabisch 

ausfielen ("es geht mir gut. kein grund zur sorge" und "warum?") kann ihm 

unter den Umständen kaum angelastet werden. 

 

Insgesamt ist für die Zeit bis zur Einleitung des vorliegenden Verfahrens 

betreffend Abänderung Mündigen- bzw. Volljährigenunterhalt durch den 

Kläger kein Verhalten des Beklagten ersichtlich, das als eine Einschrän-

kung der Unterhaltspflicht rechtfertigende Kontaktverweigerung ausgelegt 

werden könnte. In der Klage (S. 5 f., act. 5 f.) hatte im Übrigen der Kläger 

dem Beklagten (ausschliesslich) vorgeworfen, dass – nachdem er (Kläger) 

vergeblich gehofft habe, dass dieser dereinst den Kontakt zu ihm wieder 

aufnehme (wie es das Familiengericht Bremgarten in seinem Entscheid aus 

dem Jahr 2016 in Betracht gezogen habe) – der Beklagte in seiner Stel-

lungnahme, die er am 18. Januar 2021 im Rahmen des vom Kläger Ende 

2020 bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bremgarten einge-

leiteten Akteneinsichtsgesuchs (Klagebeilagen 4-6) erstattet habe, "erneut" 

gezeigt habe, dass er nichts mit ihm (Kläger) zu tun haben wolle. Diese 

Stellungnahme (Klagebeilage 6) vermag als Reaktion eines 16 ½-jährigen 

Kindes auf den Versuch des Klägers, nach dreieinhalb Jahren ohne Kon-

takt sich über eine Behörde (und nicht persönlich beim Beklagten) über 

dessen Gesundheit, Befinden und Entwicklung zu erkundigen, wenig zu er-

staunen.  

 

4.4.2. 

Zu prüfen bleibt, ob seit der Klageeinleitung eine Kontaktverweigerung von 

Seiten des Beklagten nachgewiesen ist.  

 

 - 13 - 

 

 

4.4.2.1. 

Bis zum Zeitpunkt des Abschlusses des erstinstanzlichen Verfahrens 

(17. April 2024, an dem die Hauptverhandlung mit Parteibefragung statt-

fand) gab es keinen weiteren Kontaktversuch (vgl. Beklagter, wonach sich 

die Parteien nur an der Friedensrichterverhandlung gesehen hätten 

[act. 113], vgl. auch der Kläger in der Befragung, wonach der Beklagte "den 

Schritt" [zum Kontaktaufbau] machen müsse [act. 112], was in Anbetracht 

der in E. 4.4.1 wiedergegebenen Vorgeschichte als kaum adäquate Erwar-

tungshaltung des Klägers zu qualifizieren ist).  

 

4.4.2.2. 

Den Ausführungen der Parteien im Berufungsverfahren ist zu entnehmen, 

dass es inzwischen (neben Kontakten per Whatsapp) zu zwei persönlichen 

Treffen gekommen ist, wobei das letzte Treffen im Juli 2024 stattgefunden 

habe (Berufung S. 8, Berufungsantwort S. 12 und 15, Berufungsantwort-

beilagen 1-3). Aus der Whatsapp-Korrespondenz der Parteien zwischen 

dem 10. Juli 2024 und dem 20. Oktober 2024 ergibt sich, dass der Kläger 

weiteren Kontakt wünschte und Vorschläge für weitere gemeinsame Unter-

nehmungen machte. 

 

Diese Kontaktinitiativen des Klägers sind begrüssenswert, haben allerdings 

noch nicht zu der von ihm erhofften zufriedenstellenden persönlichen Be-

ziehung geführt. Auch wenn ausweislich der vorliegenden Nachrichten eine 

gewisse Zurückhaltung des Beklagten zu spüren ist, so ist dazu Folgendes 

festzuhalten. Erstens entzieht sich der Beklagte dem Kontakt zum Kläger 

nicht (vgl. die nicht eben kurzen E-Mail-Konversationen und Chats, Beru-

fungsantwortbeilage 1 und 3 sowie die beiden unbestrittenen Treffen). 

Zweitens ist dem Beklagten grundsätzlich beizupflichten, dass in Anbe-

tracht der gesamten (während Jahren praktisch inexistenten gemeinsa-

men) Entwicklung, der Aufbau des Kontakts zwischen den Parteien wohl 

Zeit braucht, und zwar aufgrund seiner psychiatrischen Vorgeschichte mit 

mehrmonatigen stationären Aufenthalten (vgl. Duplikbeilagen 4 und 5) eher 

mehr als unter "gewöhnlichen Umständen". Zu erwähnen ist etwa folgende 

Antwort des Beklagten auf den Vorhalt des Klägers, seine Antworten seien 

einsilbig: 

 

" meine einsilbigen ausreden ist meine art. wenn ich sage dass ich es nicht 
beschreiben kann oder sonst was dann weil es ist oder ich nicht will und 
dann druck machen ist so ziemlich das schlechteste was man machen 
kann" 

 

Diese für den Beklagten eher langen Ausführungen veranlassten den Klä-

ger zur (eher kurzen) Bemerkung, "Ich glaub, dann lass ich Dich mal besser 

in Ruhe", worauf der Beklagte zurückschrieb, "tut mir leid aber ich bin ein-

fach in keiner guten verfassung" (Berufungsantwortbeilage 3 S. 3). Nicht 

nur bei dieser Gelegenheit ist eine nicht unerhebliche Ungeduld des Klä-

gers gegenüber dem Beklagten – den er nicht (mehr bzw. noch nicht 

 - 14 - 

 

 

wieder) gut kennt und von dem er zumindest aufgrund des vorliegenden 

Verfahrens weiss, dass er in der Vergangenheit grosse psychische Prob-

leme mit zwei mehrmonatigen stationären Aufenthalten hatte (vgl. Duplik-

beilagen 4 und 5) – zu spüren. Bereits am 8. Juli 2024 teilte er seinem Sohn 

mit, "so brauchen wir auch nicht weiter machen" (Berufungsantwortbeilage 

1 S. 2). Auch scheinen die (wohl gut gemeinten, aber doch sehr fordernden) 

Ratschläge des Klägers aufgrund des (noch) weitgehend fehlenden Bezie-

hungsverhältnisses dem Aufbau eines solchen kaum zuträglich (vgl. E-Mail 

vom 25. Juli 2024, Berufungsantwortbeilage 2; Whatsapp-Nachricht vom 

3. August 2024, Berufungsantwortbeilage 3 S. S. 3), sondern eher geeig-

net, den Dialog zu erschweren(vgl. Berufungsantwortbeilage 3 S. 3 mit ab-

wehrenden Antworten des Beklagten und  genervten Gegenreaktionen des 

Klägers: "B._____, so kommen wir nicht weiter! Entweder wir fangen an zu 

kommunizieren oder wir blockieren uns"; vgl. auch Berufungsantwortbei-

lage 3 S. 4, wo der Kläger dem Beklagten – nach einem einmonatigen 

Chatunterbruch ungeduldig formulierte – Anfrage zu einem Treffen ["ich 

gehe mal davon aus, dass du immer noch beschäftigt bist"] auf dessen Ant-

wort, er sei "einfach nur depressiv", vorwarf, sich nicht helfen zu lassen).  

 

4.4.3. 

Insgesamt ist nicht nachzuweisen, dass sich der Beklagte angemessenen 

Kontakten mit dem Kläger, die zunächst auf ein Kennenlernen bzw. auf ei-

nen behutsamen Wiederaufbau einer persönlichen Beziehung gerichtet 

sein müssen, grundsätzlich entziehen würde. Eine Unterhaltsreduktion 

scheint auf jeden Fall zum heutigen Zeitpunkt verfrüht und (noch) nicht ge-

rechtfertigt.  

 

5. 

5.1. 

Im Weiteren stellt sich die Frage, ob die Unterhaltsverpflichtung des Klä-

gers ab dem 1. August 2024 zufolge anderer Gründe als der fehlenden 

persönlichen Beziehung nur sistiert oder endgültig aufgehoben werden soll. 

 

5.2. 

Der Beklagte hat zwar im Sommer 2024 in Deutschland den Schulab-

schluss der "Mittleren Reife" erlangt, aber danach nicht, wie geplant, die 

Schule mit der Zielsetzung des Abiturs fortgesetzt. Er führt dazu aus, er 

habe sich mit den Prüfungen zur "Mittleren Reife" extrem schwer getan und 

habe sich deshalb zu unsicher gefühlt, um das Abitur zu machen. Er habe 

sich kurzfristig dazu entschieden, sich eine Auszeit von einem Jahr zu neh-

men. Er sei psychisch in keiner guten Verfassung und brauche die Auszeit, 

um sich zu stabilisieren. Es fehle ihm keineswegs der Ausbildungswille, er 

habe sich aus gesundheitlichen / psychischen Gründen zu einer Auszeit 

entschieden (Eingabe vom 3. Dezember 2024 S. 6 ff.). 

 

 - 15 - 

 

 

5.3. 

Art. 277 Abs. 2 ZGB sieht Volljährigenunterhalt bis zum Abschluss  einer 

angemessenen Ausbildung vor. Die Erstausbildung eines Kindes ist abge-

schlossen, wenn sie dem Kind die Ausübung einer angemessenen Er-

werbstätigkeit ermöglicht. Die Erlangung einer Maturität sowie ein anderer 

allgemeiner Schulabschluss gelten nicht als abgeschlossene Erstausbil-

dung (MAIER, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, N. 245 f.). Einem 

Ausbildungsabschluss gleichgesetzt wird ein willkürlicher bzw. zurechen-

barer Ausbildungsabbruch nach Volljährigkeit (FOUNTOULAKIS, in Basler 

Kommentar, 7. Aufl. 2022, , N. 13 zu Art. 277 ZGB).  

 

Ein Ausbildungsabbruch lässt den Unterhaltsanspruch während einer 

neuen Ausbildung jedoch nicht erlöschen, wenn dieser nicht das Resultat 

fehlenden Willens resp. Fleisses bildet. Dies ist insbesondere dann der Fall, 

wenn der Abbruch auf psychische Probleme zurückgeht, die im Zusam-

menhang mit familiären Konflikten stehen. Massgebend sind die konkreten 

Umstände (AESCHLIMANN / SCHWEIGHAUSER, in FamKommentar Schei-

dung, 4. Aufl. 2022, N. 62 zu Allg. Bem. zu Art. 276-293 ZGB; HAUSHERR / 

SPYCHER / BÄHLER, a.a.O., Kap. 6 N. 204; FOUNTOULAKIS, a.a.O., N. 22 zu 

Art. 277 ZGB). 

 

5.4. 

Der Kläger gesteht im Grundsatz zu, dass seine Unterhaltspflicht nur zu 

sistieren und nicht endgültig aufzuheben ist, falls der Beklagte seine Aus-

bildung aus psychischen Gründen oder im Hinblick auf eine Neuorientie-

rung unterbrochen hat (Anschlussberufung S. 14). Die Angaben des Be-

klagten, dass er den geplanten Ausbildungsweg (Weiterführung der Schule 

bis zum Abitur) aus psychischen Problemen abgebrochen hat, jedoch seine 

Ausbildung bloss bis zu seiner Stabilisierung unterbrechen möchte, sind 

glaubhaft. Der Beklagte wurde im Alter von 15 und von 16 Jahren je über 

ein halbes Jahr stationär psychiatrisch behandelt (Duplikbeilagen 4 und 5). 

Im Austrittbericht der D._____ vom 24. August 2021 (Duplikbeilage 5 S. 12) 

wurde ausgeführt, dass die Fortschritte noch fragil seien und das Familien-

system weiterer Unterstützung bedürfe. Aus dem ärztlichen Attest von Dr. 

med. E._____ vom 31. Januar 2023 (Duplikbeilage 6) geht hervor, dass 

sich der Beklagte ausgeprägte Ritzernarben zugefügt hatte. In der 

Whatsapp-Kommunikation mit dem Kläger im August und September 2024 

(Berufungsantwortbeilage 3 S. 4) berichtete der Beklagte, in keiner guten 

Verfassung, unter Druck, depressiv und überfordert zu sein. Es kann damit 

davon ausgegangen werden, dass der Beklagte seine Ausbildung nicht aus 

Unlust oder fehlendem Ausbildungswillen, sondern infolge psychischer 

Probleme unterbrochen hat. Dementsprechend ist die Unterhaltspflicht des 

Klägers nur zu sistieren und nicht definitiv aufzuheben. 

 

 - 16 - 

 

 

5.5. 

Ob und in welchem Umfang die Leistung von Volljährigenunterhalt dem 

Kläger bei einer Wiederaufnahme der Ausbildung des Beklagten noch zu-

mutbar sein wird, wird von den dannzumaligen konkreten Umständen ab-

hängen wie der Art der Ausbildung, dem Alter des Beklagten, den finanzi-

ellen Verhältnissen der Parteien sowie der Mutter des Beklagten und da-

von, wie sich die persönliche Beziehung der Parteien bis zum dannzumali-

gen Zeitpunkt entwickelt haben wird. Soweit sich die Parteien dannzumal 

nicht einvernehmlich über einen Unterhaltsbeitrag einigen können, wird 

möglicherweise erneut eine gerichtliche Klärung notwendig sein. 

 

6. 

6.1. 

Die Vorinstanz hat ihre Verfahrenskosten den Parteien je hälftig auferlegt 

und sie je ihre eigenen Parteikosten tragen lassen (Dispositiv-Ziffer 3 und 

4 des angefochtenen Entscheids). Beide Parteien verlangen im Berufungs-

verfahren die Abänderung der vorinstanzlichen Kostenverteilung je zu ihren 

Gunsten. 

 

6.2. 

Die Vorinstanz begründete die Kostenverteilung gestützt auf Art. 106 Abs. 

1 und 2 ZPO mit dem Verfahrensausgang: Im Grundsatz habe der Kläger 

eine hälftige Reduktion der bestehenden Unterhaltsbeiträge erwirkt, wes-

halb eine je hälftige Kostentragung angemessen sei (angefochtener Ent-

scheid E. III.). 

 

6.3. 

Nach Art. 106 ZPO werden die Prozesskosten (d.h. Gerichtskosten und 

Parteientschädigung; Art. 95 Abs. 1 ZPO) nach dem Ausgang des Verfah-

rens verteilt. Art. 107 ZPO lässt jedoch in verschiedenen Konstellationen – 

gemäss lit. c unter anderem in familienrechtlichen Verfahren – eine Kos-

tenverteilung nach Ermessen zu. Es kann somit dem Umstand Rechnung 

getragen werden, dass solchen Verfahren ein familiärer Konflikt zugrunde-

liegt, für welchen beide Parteien in den meisten Fällen jedenfalls morali-

sche Verantwortung tragen. Dies trifft auch auf das vorliegende Verfahren 

zu: Es kann dazu auf die ausführliche Darstellung der Vorinstanz in E. II./4-

6 des angefochtenen Entscheids verwiesen werden.  

 

Zwar werden nach der obergerichtlichen Rechtsprechung die Prozesskos-

ten in den entsprechenden Rechtsmittel- oder – wie hier – Abänderungs-

verfahren, bei denen den Parteien ein Urteil zu den materiellen Streitfragen 

bereits vorliegt, grundsätzlich nach dem Prozessausgang verteilt (vgl. an-

stelle vieler: Entscheid der 5. Zivilkammer des Obergerichts 

ZSU.2023.193/203 vom 20. November 2023 E. 6.2). Jedoch war der Be-

klagte im Scheidungsverfahren, in welchem sein Unterhalt ursprünglich 

festgesetzt wurde, selber noch nicht Partei, und im vorliegenden 

 - 17 - 

 

 

Abänderungsverfahren stand erstmals die persönliche Zumutbarkeit der 

Unterhaltszahlungen und damit die persönliche Beziehung zwischen den 

Parteien im Vordergrund. Es rechtfertigt sich die erstinstanzlichen Prozess-

kosten den Parteien somit gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO je hälftig 

aufzuerlegen. Im Ergebnis ist die vorinstanzliche Kostenregelung zu bestä-

tigen. 

 

7. 

Demgegenüber sind die Prozesskosten des obergerichtlichen Verfahrens 

nach dem Verfahrensausgang zu verlegen.  Der Beklagte obsiegt mit sei-

ner Berufung, soweit er die von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

grundsätzlich vorgenommene Herabsetzung des Volljährigenunterhaltsbei-

trags gemäss Scheidungsurteilt um die Hälfte rückgängig gemacht wissen 

will. Der Kläger obsiegt demgegenüber mit seiner Anschlussberufung inso-

weit, als ab 1. August 2024 seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem 

Beklagten (vorläufig) sistiert wird. Mit Blick auf diesen Prozessausgang sind 

die zweitinstanzlichen Gerichtskosten den Parteien hälftig aufzuerlegen 

und die Parteien haben ihre Parteikosten selber zu tragen (Art. 106 Abs. 2 

ZPO).  

 

8. 

8.1. 

Im Weiteren beantragt der Beklagte mit seiner Berufung, der Kläger sei zu 

verpflichten, ihm für das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvor-

schuss für die Gerichts- und Parteikosten zu bezahlen. 

 

8.2. 

Zum Zeitpunkt der Einreichung der Berufung vom 19. September 2024 be-

stand, nachdem der Beklagte seit Ende Juli 2024 sich nicht mehr in einer 

Ausbildung befand, keine Unterhaltsverpflichtung des Klägers mehr 

(vgl. oben E. 3 und 5). Dementsprechend entfällt auch die Grundlage dafür, 

ihn zur Zahlung eines Prozesskostenvorschusses zu verpflichten. Dieser 

Antrag ist daher abzuweisen. 

 

9. 

Der Beklagte beantragt (eventualiter) im Berufungsverfahren die unentgelt-

liche Rechtspflege mit unentgeltlicher Rechtsverbeiständung. Die Voraus-

setzungen dafür richten sich nach Art. 117 f. ZPO und sind erfüllt. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung und der Anschlussberufung wird 

der Entscheid des Präsidenten des Familiengerichts Bremgarten vom 

 - 18 - 

 

 

17. April 2024 in Dispositiv-Ziffer 1 aufgehoben und durch folgende Bestim-

mung ersetzt: 

 

 1. 
In teilweiser Gutheissung der Klage wird die mit Scheidungsurteil des 
Bezirksgerichts Zürich vom 31.09.2009 (aaa) in Ziff. 4. begründete 
Pflicht des Klägers zur Leistung eines Volljährigenunterhaltes an den 
Beklagten wie folgt abgeändert: 
 
Die Unterhaltspflicht für den Zeitraum vom 01.08.2022 bis 31.08.2023 
wird aufgehoben. [gemäss insoweit nicht angefochtenem vorinstanzli-
chem Urteil] 
 
[Unterhaltspflicht vom 01.09.2023 bis 31.07.2023 (recte 31.07.2024 ge-
mäss Berichtigung vom 14. April 2025) bleibt unverändert gemäss 
Scheidungsurteil bestehen] 
 

.  Ab 01.08.2024 wird die Unterhaltspflicht bis auf Weiteres sistiert. 
 

2. 

Soweit mit der Berufung oder der Anschlussberufung mehr oder etwas an-

deres verlangt wird, werden sie abgewiesen. 

 

3. 

Das Gesuch des Beklagten, den Kläger zur Bezahlung eines Prozesskos-

tenvorschusses für das Berufungsverfahren zu verpflichten, wird abgewie-

sen. 

 

4. 

Das Gesuch des Beklagten um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege wird gutgeheissen und lic. iur. Peter Krebs, Fürsprecher, Baden, wird 

zu seinem unentgeltlichen Rechtsvertreter bestellt. 

 

5. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 2'500.00 werden den Par-

teien je zur Hälfte mit Fr. 1'250.00 auferlegt. Der Kostenanteil des Beklag-

ten wird aufgrund der ihm gewährten unentgeltlichen Rechtpflege unter 

dem Vorhalt der späteren Nachzahlung (Art. 123 ZPO) aber einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. 

 

6. 

Es werden keine zweitinstanzlichen Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

[…]   

 
 

 

 - 19 - 

 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens Fr. 

30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-

tung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt mehr als Fr. 30'000.00. 

 

 
   

Aarau, 20. März 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 1. Kammer 

Der Präsident:     Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Lindner      Tognella