# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70f84912-8027-57a9-9a22-a1c04f207bd4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.12.2025 200 2025 576
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-576_2025-12-02.pdf

## Full Text

KV 200 2025 576
JAP/REL/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 2. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

CSS Kranken-Versicherung AG 
Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 4. September 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Die 1989 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war im Jahr 2024 bei der CSS Kranken-Versicherung AG (CSS bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch krankenpflegeversichert (Akten der CSS 
[act. II] 1). Am 16. Mai 2024 erfolgte gestützt auf eine ärztliche Einweisung 
die ärztliche fürsorgerische Unterberingung (FU) der Versicherten in die 
B.________ AG (act. II 6 S. 3 und S. 5). Mit Urteil KSE 24 364 vom 28. Mai 
2024 hiess das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht (KESG) die Be-
schwerde gegen die ärztliche FU gut (Akten der Versicherten [act. I] 4), 
worauf die Versicherte am 29. Mai 2024 aus den psychiatrischen Diensten 
B.________ entlassen wurde (act. II 36 ff.). Mit Leistungsabrechnungen 
vom 2. August 2024 (act. II 3) und vom 8. November 2024 (act. II 19) for-
derte die CSS von der Versicherten die Kostenbeteiligung von Fr. 2'657.65 
(Anteil an Franchise von Fr. 2'222.95, Selbstbehalt von Fr. 239.70) bzw. 
von Fr. 384.10 (Franchise von Fr. 384.10) betreffend die stationäre Unter-
bringung in den psychiatrischen Diensten B.________ vom 16. bis zum 
29. Mai 2024 ein. Nachdem die Versicherte die Zahlung verweigert hatte, 
weil die ärztliche FU gegen ihren Willen erfolgt und ihre Beschwerde dage-
gen vom KESG gutgeheissen worden sei (act. II 4), stellte sich die CSS auf 
den Standpunkt, dass die psychiatrischen Dienste B.________ als anord-
nende Stelle für die Behandlungskosten der als unrechtmässig eingestuften 
ärztlichen FU leistungspflichtig seien und forderte den bereits geleisteten 
Rechnungsbetrag zurück (vgl. act. II 8, 25 - 28). Die B.________ kam der 
Bitte um Rückerstattung des Betrages nicht nach und führte aus, dass im 
vorliegenden Fall klar eine Spitalbedürftigkeit vorgelegen habe, weshalb die 
Kosten der ärztlichen FU aus der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung (OKP) zu bezahlen seien (act. II 34). Die CSS anerkannte daraufhin 
mit Schreiben vom 17. März 2025 (act. II 39) ihre Leistungspflicht und for-
derte die Kostenbeteiligung für die bisher beanstandeten Leistungen von 
der Versicherten ein. Letztere verweigerte weiterhin die Zahlung der Kos-
tenbeteiligung (act. II 42), worauf die CSS am 28. März 2025 (act. II 44) 
eine Verfügung erliess und die hiergegen erhobene Einsprache (act. II 45) 
mit Entscheid vom 4. September 2025 abwies (act. II 47), ihre Zahlungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 3 -

pflicht aus der OKP für die Behandlung vom 16. bis zum 29. Mai 2024 in 
den psychiatrischen Diensten B.________ sowie für die Behandlung am 
Spital C.________ (act. II 12 S. 13) vom 16. Mai 2024 und für den Einsatz 
der D.________ (Einwohnergemeinde E.________ [act. II 12 S. 12]) vom 
selben Tag bejahte und die Pflicht der Versicherten zur Bezahlung der Kos-
tenbeteiligung bestätigte. 

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 4. September 2025 (act. II 47) erhob 
die Versicherte mit zwei Eingaben vom 10. und 12. September 2025 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss dessen Aufhebung. 

Am 16. September 2025 ersuchte die Beschwerdeführerin via Kontaktfor-
mular auf der Webseite des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern um 
Bestätigung ihrer Urteilsfähigkeit, worauf der Instruktionsrichter mit pro-
zessleitender Verfügung vom 17. September 2025 die Zuständigkeit des 
angerufenen Gerichts für die Bestätigung der Urteilsfähigkeit verneinte.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2025 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 4 -

Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – 
unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung – einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 4. Septem-
ber 2025 (act. II 47). Streitig und zu prüfen ist der Bestand (Verität) der von 
der Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdeführerin geltend ge-
machten Forderung aus Kostenbeteiligung für das Kalenderjahr 2024 und 
dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin als Trägerin der OKP für 
die Behandlung im Rahmen der ärztlichen FU vom 16. bis zum 29. Mai 
2024 in den psychiatrischen Diensten B.________ – und damit zusam-
menhängend für die vorgängige Notfallkonsultation am Spital C.________ 
(act. I 18) sowie für den Einsatz der D.________ jeweils am 16. Mai 2024 
(act. II 12 S. 11) – leistungspflichtig war.

Soweit sich die Beschwerdeführerin in der Beschwerde und in den weiteren 
Eingaben im vorliegenden Verfahren auf Aspekte wie die Grundrechtskon-
formität des FU-Instituts (Beschwerde S. 2) oder die Bestätigung ihrer Ur-
teilsfähigkeit durch das angerufene Gericht (Eingabe vom 16. September 
2025) bezieht, die ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegen, ist 
darauf nicht einzutreten (vgl. dazu auch die prozessleitende Verfügung vom 
17. September 2025).

1.3 Die Kostenbeteiligung der Beschwerdeführerin beträgt bei der ge-
wählten Franchise von Fr. 2'500.– (Art. 64 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 des Bun-
desgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung [KVG; SR 
832.10] i.V.m. Art. 93 Abs. 1 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die 
Krankenversicherung [KVV; SR 832.102]; vgl. act. II 1), einem maximalen 
Selbstbehalt von Fr. 700.– (Art. 64 Abs. 2 lit. b KVG i.V.m. Art. 103 Abs. 2 
KVV) sowie des Spitalkostenbeitrags von Fr. 195.– (13 Aufenthaltstage zu 
Fr. 15.– [Art. 64 Abs. 5 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und Abs. 1bis lit. a KVV]) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 5 -

höchstens Fr. 3'395.–. Der Streitwert liegt damit unter Fr. 20'000.–, weshalb 
die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die OKP übernimmt die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose 
oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen (Art. 25 Abs. 1 
KVG). 

2.2 Die Leistungen umfassen unter anderem die Untersuchungen, Be-
handlungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei Hausbesuchen, 
stationär, teilstationär oder in einem Pflegeheim durchgeführt werden von 
Ärzten, Chiropraktoren und Personen, die im Auftrag eines Arztes oder 
einer Ärztin Leistungen erbringen (Art. 25 Abs. 2 lit. a KVG), die ärztlich 
durchgeführten oder angeordneten Massnahmen der medizinischen Reha-
bilitation (Art. 25 Abs. 2 lit. d KVG), den Aufenthalt im Spital entsprechend 
dem Standard der allgemeinen Abteilung (Art. 25 Abs. 2 lit. e KVG) sowie 
einen Beitrag an die medizinisch notwendigen Transportkosten (Art. 25 
Abs. 2 lit. g KVG).

2.3 Die Leistungen nach den Art. 25 bis 31 KVG müssen wirksam, 
zweckmässig und wirtschaftlich sein (Art. 32 Abs. 1 Satz 1 KVG; BGE 145 
V 116 E. 3.2 S. 119). 

2.3.1 Unter den wirksamen und zugelassenen Massnahmen hat der Arzt 
oder die Ärztin jene zu wählen, welche am besten geeignet ist, den ange-
strebten medizinischen Erfolg zu bewirken (Zweckmässigkeit), und diesen 
mit einem optimalen Kosten-Nutzenverhältnis zu erzielen (Wirtschaftlich-
keit). Die medizinischen und pflegerischen Leistungen haben sich auf das 
zu beschränken, was im Interesse der versicherten Person liegt und für den 
Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). Erforderlich bzw. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 6 -

notwendig ist eine Leistung, wenn sie in medizinischer Hinsicht zur Erzie-
lung des Erfolgsunentbehrlich und unvermeidlich ist (vgl. GERHARD EUGS-
TER, Wirtschaftlichkeitskontrolle ambulanter ärztlicher Leistungen mit statis-
tischen Methoden, 2003, N. 130). Die veranlassten Leistungen müssen 
sodann nicht nur medizinisch notwendig sein, sondern sind auf wirtschaftli-
che Art und Weise zu erbringen. Die Notwendigkeit einer bestimmten me-
dizinischen Massnahme ist grundsätzlich nach objektiven Kriterien festzu-
stellen. Nicht entscheidend ist die subjektive Sicht der versicherten Person 
oder der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes (vgl. EUGS-
TER, a.a.O., N. 143).

2.3.2 Das Wirtschaftlichkeitsgebot bezieht sich nicht nur auf Art und Um-
fang der durchzuführenden diagnostischen und therapeutischen Massnah-
men, sondern auch auf die Behandlungsform, insbesondere die Frage, ob 
eine bestimmte Massnahme ambulant oder stationär durchzuführen ist und 
in welche Heilanstalt oder Abteilung einer solchen die versicherte Person 
vom medizinischen Standpunkt aus gehört (BGE 139 V 135 E. 4.4.3 
S. 140, 126 V 334 E. 2b S. 339).

2.3.3 Die Leistungspflicht für stationäre Behandlung setzt aus Gründen 
der Wirtschaftlichkeit zunächst voraus, dass sich die versicherte Person in 
einem Spital, d.h. einer Anstalt oder deren Abteilung aufhält, das der stati-
onären Behandlung akuter Krankheiten oder der stationären Durchführung 
von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation dient (Art. 39 Abs. 1 
KVG). Des Weiteren muss eine Krankheit vorliegen, welche eine Akutbe-
handlung oder medizinische Rehabilitation unter Spitalbedingungen erfor-
derlich macht. Spitalbedürftigkeit in diesem Sinne ist einerseits dann gege-
ben, wenn die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Mass-
nahmen nur in einem Spital zweckmässig durchgeführt werden können, 
anderseits auch dann, wenn die Möglichkeiten ambulanter Behandlung 
erschöpft sind und nur noch im Rahmen eines Spitalaufenthaltes Aussicht 
auf Behandlungserfolg besteht. Dabei kann eine Leistungspflicht für den 
Spitalaufenthalt auch dann bestehen, wenn der Krankheitszustand der ver-
sicherten Person einen solchen nicht unbedingt erforderlich macht, die me-
dizinische Behandlung jedoch wegen besonderer persönlicher Lebensum-
stände nicht anders als im Spital durchgeführt werden kann (BGE 126 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 7 -

323 E. 2b S. 326, 120 V 200 E. 6a S. 206; SVR 2012 KV Nr. 13 S. 52 
E. 3.1).

3.

3.1 Streitig ist der Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Konsul-
tation am Spital C.________ vom 16. Mai 2024 (act. II 12 S. 13), für die 
Transportkosten mit der D.________ am selben Tag (act. II 12 S. 12) als 
auch für den stationären Aufenthalt in den psychiatrischen Diensten 
B.________ vom 16. bis zum 29. Mai 2024 anlässlich der ärztlichen FU 
(act. II 3). Die Beschwerdeführerin bringt vor, diese medizinischen Behand-
lungen sowie der Einsatz der D.________ seien ohne ihre Zustimmung 
erfolgt und sie habe sich gar nicht behandeln lassen wollen, weshalb sie 
sich nicht an den entsprechenden Behandlungskosten beteiligen wolle und 
müsse (vgl. Einsprache vom 14. April 2025 [act. II 45]). Zudem sei mit dem 
Urteil des KESG vom 28. Mai 2024, KES 24 364, festgehalten worden, 
dass die ärztliche FU nicht notwendig und damit rechtswidrig gewesen sei, 
weshalb ihr die Kosten auch aus diesem Grund nicht in Rechnung gestellt 
werden dürften (Eingabe vom 20. März 2025 [act. II 42] und act. II 45 S. 2).

3.2 Wie die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 4. September 2025 zutreffend ausgeführt hat (act. II 47 S. 5 
Ziff. 2.6), betreffen die hier streitigen Kostenbeteiligungen Leistungen von 
Ärzten, die der Diagnose (die Notfallbehandlung am 16. Mai 2024 im Spital 
C.________ [act. II 6 S. 5]) und der Behandlung einer Krankheit (Aufenthalt 
in den psychiatrischen Diensten B.________ [act. II 36 ff.]) dienten (vgl. 
E. 2.1 hiervor), oder medizinisch notwendige Transportkosten (Einsatz der 
D.________ [act. II 12 S. 11; vgl. E. 2.2 hiervor]). Diese Leistungen sind 
zweifellos grundsätzlich vergütungsfähig im Sinne von Art. 25 Abs. 1 KVG 
(vgl. 2.1 hiervor).

3.3 Zu prüfen ist weiter, ob die hier strittigen Leistungen des Spitals 
C.________, der D.________ sowie der psychiatrischen Dienste 
B.________ die Voraussetzungen gemäss Art. 32 abs. 1 Satz 1 KVG erfül-
len (vgl. E. 2.3 vorstehend) und dabei insbesondere, ob sie wirtschaftlich 
sind (vgl. E. 2.3.1 ff. vorstehend). Diesbezüglich ist sowohl für die Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 8 -

chung bzw. den eintägigen Aufenthalt am Spital C.________ vom 16. Mai 
2024 (act. II 12 S. 13) als auch für den Aufenthalt vom 16. bis zum 29. Mai 
2024 im Rahmen der ärztlichen FU die Voraussetzung klar erfüllt, dass sich 
die Beschwerdeführerin als versicherte Person in einem Spital aufgehalten 
hat, das der stationären Behandlung akuter Krankheiten oder der statio-
nären Durchführung von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation 
dient (vgl. E. 2.3.3 hiervor): Sowohl das Spital C.________ wie auch die 
psychiatrischen Dienste B.________, in welchen die Beschwerdeführerin 
stationär untergebracht war, erfüllen als auf der Spitalliste des Kantons 
Bern figurierenden Einrichtungen (vgl. "Spitalliste Akutsomatik 2019 - Über-
sicht der laufenden Anpassungen (Stand: 01.11.2025)" bzw. "Spitalliste 
Psychiatrie Kanton Bern 2020 – Übersucht der laufenden Anpassungen 
(Stand 1. Januar 2025)", beide abrufbar unter <www.gsi.be.ch> unter Ge-
sundheit/Gesundheitsversorger/Spitäler, Psychiatrie und Rehabilitati-
on/Spitallisten) diese Voraussetzung ohne weiteres. 

Des Weiteren muss die Beschwerdeführerin während der Hospitalisation 
eine Spitalbedürftigkeit aufgewiesen haben (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Diesbe-
züglich haben zunächst die untersuchenden Fachärzte des Spitals 
C.________ in ihrem Bericht (act. I 18) den Verdacht auf eine paranoide 
Schizophrenie, differentialdiagnostisch einer akut polymorph psychotischen 
Störung, geäussert und nach einem psychiatrischen Konsil in der Beurtei-
lung festgehalten, dass aufgrund der ersten Episoden mit Beziehungs- und 
Verfolgungswahn mit Ängsten einer Entführung und/oder Verletzung der 
minderjährigen Kinder ein Behandlungsbedürfnis im Sinne von weiterer 
Diagnostik und medikamentöser Behandlung der Grunderkrankung beste-
he (S. 2). Eine Hospitalisation sei dringend indiziert (S. 3). Nachdem die 
ärztliche FU mit Urteil des KESG vom 28. Mai 2024, KES 24 364 (act. I 4), 
aufgehoben worden war, stellten die behandelnden Fachärztinnen der 
psychiatrischen Dienste B.________ im Austrittsbericht vom 3. Juni 2024 
(act. II 36 S. 2 ff.) die Diagnose einer anhaltend wahnhaften Störung (ICD-
10: F.22) bzw. als Differentialdiagnose eine Schizophrenie, nicht näher 
bezeichnet (ICD-10: F20.0), und hielten fest, dass die Beschwerdeführerin 
wegen fehlender Krankheits- und Therapieeinsicht mit dem vorgeschlagen-
en Therapieplan nicht einverstanden gewesen sei und die Wahnsymptoma-
tik deshalb ohne medikamentöse Behandlung nicht regrediert sei (S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 9 -

Entgegen der Empfehlung der Behandler sei die Beschwerdeführerin in die 
alten Verhältnisse entlassen worden. Zudem empfahlen sie dringend eine 
medikamentöse Behandlung und allenfalls eine Einweisung zur stationären 
Begutachtung. Aufgrund dieser Berichte und auch gestützt auf die vertrau-
ensärztliche Beurteilung vom 12. März 2025 (act. II 38 S. 2 f.) ist die Spital-
bedürftigkeit der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 16. bis zum 29. Mai 
2024 zu bejahen, da alle involvierten Ärzte eine klare Behandlungsbedürf-
tigkeit im stationären Setting festhielten. Zur Festlegung der Leistungs-
pflicht durch die OKP kann es sodann keine Rolle spielen, ob für die ärztli-
che FU (act. II 6 S. 2 bzw. S. 5) die gesetzlichen Voraussetzungen gemäss 
den Art. 426 und 429 f. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) sowie Art. 27 des kantonalen Gesetzes vom 1. Februar 2012 über den 
Kindes- und Erwachsenenschutz (KESG; BSG 213.316) erfüllt waren oder 
nicht. Denn dies beschlägt nicht die Frage der Leistungspflicht der OKP, 
sondern allein, ob die Massnahme an sich rechtmässig im erwachsenen-
schutzrechtlichen Sinn war. Das KESG verneinte im Urteil KES 24 364 
denn auch einzig die für die Anordnung einer FU unter anderen kumulativ 
notwendige Voraussetzung der Selbstgefährdung nach Art. 426 Abs. 1 lit. a 
ZGB (vgl. dazu BGE 140 III 101 E. 6.2.3 S. 103), äusserte sich aber nicht 
zur Notwendigkeit einer Untersuchung oder Behandlung der Beschwerde-
führerin (vgl. act. I 4). Dass die Untersuchung am Spital C.________, der 
Transport mit der D.________ sowie die Behandlungen der psychiatrischen 
Dienste B.________ durch die Leistungserbringer entgegen dem Willen der 
Beschwerdeführerin erfolgte, ist im vorliegenden Kontext irrelevant, stellt 
die Einwilligung der Patientin bzw. deren Einschätzung der Notwendigkeit 
einer Behandlung doch keine Voraussetzung für die Leistungspflicht der 
OKP dar (vgl. E. 2.3.1 hiervor). Entscheidend ist einzig, dass die Be-
schwerdeführerin vom medizinischen Standpunkt aus in eine stationär 
durchzuführende Massnahme gehörte (vgl. E. 2.3.2 vorstehend), was ge-
stützt auf die vorliegenden medizinischen Akten – wie vorstehend dargelegt 
– erstellt ist.

3.4 Weiter vermag die Beschwerdeführerin aus der zunächst falschen 
Auskunft der Beschwerdegegnerin vom 29. August 2024 (act. II 10), wo-
nach die Kosten für eine unrechtmässige FU nicht durch die OKP und die 
versicherte Person, sondern von der anordnenden Stelle zu tragen seien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 10 -

(S. 2), nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Der Grundsatz von Treu und 
Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) umfasst einerseits 
den Anspruch auf Schutz berechtigten Vertrauens in Zusicherungen oder 
sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden, 
sofern sich dieses auf eine konkrete, den betreffenden Bürger berührende 
Angelegenheit bezieht und andererseits verbietet er sowohl den staatlichen 
Behörden wie auch Privaten, sich in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbe-
ziehungen widersprüchlich oder rechtsmissbräuchlich zu verhalten (BGE 
130 I 26 E. 8.1 S. 60, 127 II 49 E. 5a S. 56; Urteil des Eidg. Versicherungs-
gerichts [EVG; heute: Bundesgericht] H 157/04 vom 14. Dezember 2004 
E. 3.3.1). Vorliegend sind diese Voraussetzungen des Vertrauensschutzes 
von vornherein nicht erfüllt, da weder dargetan noch ersichtlich ist, welche 
Dispositionen die Beschwerdeführerin gestützt auf die falsche Auskunft 
bezüglich Zahlungspflicht traf, die nicht ohne Nachteil wieder rückgängig 
gemacht werden können. 

3.5 Schliesslich ist die Kostenbeteiligung auch in masslicher Hinsicht 
nicht zu beanstanden und wurde von der Beschwerdeführerin diesbezüg-
lich denn auch zu Recht nicht bestritten. Die Beschwerdeführerin hat sich 
von Gesetzes wegen an den Kosten der erbrachten Leistungen im Rahmen 
der von ihr gewählten Franchise von Fr. 2'500.– (Art. 64 Abs. 2 lit. a und 
Abs. 3 KVG i.V.m. Art. 93 Abs. 1 KVV; vgl. act. II 1), des Selbstbehalts von 
maximal Fr. 700.– (Art. 64 Abs. 2 lit. b KVG i.V.m. Art. 103 Abs. 2 KVV) und 
des Spitalkostenbeitrags von Fr. 15.– pro Tag (Art. 64 Abs. 5 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 KVV) zu beteiligen. Entgegen der Eingabe vom 12. Sep-
tember 2025 (S. 1 "Rechtsbegehren") ist festzuhalten, dass die Kostenbe-
teiligung im Zusammenhang mit der Behandlung am Spital C.________ am 
16. Mai 2024 der Beschwerdeführerin nicht doppelt in Rechnung gestellt 
wurde: Bei der Faktura vom 20. Juni 2024 im Betrag von Fr. 1'038.96 
(Rechnungs-Nr. ... [act. IIA 5 = act. II 12 S. 13]) handelt es sich um die 
Rechnung der Leistungserbringerin gegenüber der Beschwerdegegnerin. 
Jene vom 22. August 2025 im gleichen Betrag (Abrechnungsnummer ... 
[Akten der Beschwerdeführerin {act. IA} 4]) hat hingegen die Leistungsab-
rechnung der Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdeführerin 
zum Gegenstand. Eine vorgängige Zustimmung der Beschwerdeführerin 
zur Zahlung durch die Beschwerdegegnerin an die Leistungserbringer war 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 11 -

nicht erforderlich, da Kosten einer stationären Behandlung zwingend nach 
dem Zahlungssystem tiers payant, wonach der Krankenversicherer die 
Vergütung schuldet (Art. 42 Abs. 2 KVG), abzuwickeln sind.

4.

Nach dem Dargelegten hatte die Beschwerdegegnerin die besagten Rech-
nungen aus der OKP für die Leistungen im Zusammenhang mit der ärztli-
chen FU zu vergüten und belastete der Beschwerdeführerin korrekterweise 
ihre Kostenbeteiligung. Der Einspracheentscheid vom 4. September 2025 
(act. II 47) ist nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwer-
de abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss 
aus Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Dez. 2025, KV 200 2025 576

- 12 -

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- CSS Kranken-Versicherung AG, Recht & Compliance 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.