# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8f84c06-9e0d-5e66-9d54-16fa9603ed96
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 21.07.2021 VV210003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VV210003_2021-07-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 

 

Geschäfts-Nr. VV210003-O/U 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Ober-

richter lic. iur. A. Huizinga und Oberrichter lic. iur. A. Wenker sowie 

die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu 

 

Beschluss vom 21. Juli 2021 
 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Kläger 

 

gegen 

 

C._____ AG,  
Beklagte 

 

betreffend Umteilung Prozess Nr. MO210104-D des Bezirksgerichts Dielsdorf 
in Sachen 1. A._____ und 2. B._____ gegen C._____ AG betreffend Anfech-
tung der Mietzinserhöhung 
 
 

- 2 - 

 
Erwägungen: 

1. Mit Verfügung vom 21. Juni 2021 überwies die Paritätische Schlichtungs-

behörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Dielsdorf die Akten 

des Verfahrens MO210104-D betreffend Anfechtung der Mietzinserhöhung 

an die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich, mit 

dem Ersuchen, den Prozess einem anderen Gericht des Kantons Zürich zu-

zuweisen. Zur Begründung brachte sie vor, bei der Beklagten C._____ AG 

(fortan: Beklagte) handle es sich um eine juristische Person, deren Verwal-

tungsratsmitglied u.a. D._____, ein langjähriges Mitglied der Paritätischen 

Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Diels-

dorf, sei. D._____ sei seit ca. 1970 als Beisitzer tätig. Sämtliche Beisitzerin-

nen und Beisitzer, ein grosser Teil der Gerichtsschreiberinnen und Gerichts-

schreiber sowie auch die Leitende Gerichtsschreiberin arbeiteten mit 

D._____ regelmässig zusammen und würden ihn auch persönlich näher 

kennen. D._____ nehme sodann ab und zu an gesellschaftlichen Anlässen 

des Gerichts teil. Teilweise bestehe sogar ein freundschaftliches Verhältnis. 

Es liege daher ein Ausschlussgrund im Sinne von Art. 47 Abs. 1 lit. f ZPO 

vor (act. 1).  

2. Mit Verfügung vom 24. Juni 2021 wurden die Parteien zur allfälligen Stel-

lungnahme eingeladen (act. 3). Innert Frist liessen sie sich nicht vernehmen. 

3. Zuständig zur Behandlung des vorliegenden Gesuchs um Umteilung ist die 

Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich als mittelbare 

Aufsichtsbehörde (§ 80 Abs. 2 GOG; bestätigt durch den Beschluss der Re-

kurskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom 18. April 2013, 

Geschäfts-Nr. KD130001-O, E. 3.1 f.). 

4. Kann ein Gericht infolge Ausstands nicht mehr durch den Beizug von Er-

satzmitgliedern besetzt werden oder ist der Beizug von solchen nicht ange-

bracht, so überweist die Aufsichtsbehörde die Streitsache einem anderen 

Gericht gleicher sachlicher und funktionaler Zuständigkeit (§ 117 GOG). 

- 3 - 

5. Beim Bezirksgericht Dielsdorf handelt es sich um ein mittelgrosses Landge-

richt. Als Vorsitzende der Paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und 

Pachtsachen amten nebst der Leitenden Gerichtsschreiberin Gerichts-

schreiberinnen und Gerichtsschreiber des Bezirksgerichts (§ 64 Abs. 1 lit. a 

GOG). Ihnen stehen Schlichterinnen und Schlichter zur Seite. Es erscheint 

glaubhaft, dass aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit des als Schlich-

ter tätigen Verwaltungsratsmitglieds der Beklagten, D._____, zu den Mitglie-

dern und Mitarbeitern des Bezirksgerichts und der Paritätischen Schlich-

tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen ein kollegiales, wenn nicht sogar 

freundschaftliches Verhältnis besteht. Es ist daher nicht angebracht, die 

Vorsitzenden und weiteren Beisitzer ein Verfahren behandeln zu lassen, das 

gegen ein Unternehmen eingeleitet wurde, dessen Verwaltungsratsmitglied 

ein Kollege ist. Gegen aussen könnte dadurch der Eindruck erweckt werden, 

sie seien nicht ausreichend unabhängig, auch wenn sich vorliegend die Vor-

sitzenden sowie die Schlichterinnen und Schlichter selbst nicht zur Frage 

des Ausstandes geäussert haben.  

6. Aufgrund der besagten Umstände erscheint es weder aus der Sicht der Ver-

fahrensbeteiligten noch aus der Sicht der Öffentlichkeit angebracht, die 

Streitsache durch die Schlichtungsbehörde des Bezirksgerichts Dielsdorf 

beurteilen zu lassen. Das Verfahren ist daher der Paritätischen Schlich-

tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Zürich zur wei-

teren Behandlung zu überweisen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Das bei der Paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen 

des Bezirksgerichts Dielsdorf hängige Verfahren MO210104-D wird der Pari-

tätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksge-

richts Zürich zur Behandlung überwiesen. 

- 4 - 

2. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- die Kläger,  

- die Beklagte, 

- die Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des 

Bezirksgerichts Zürich und 

- die Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des 

Bezirksgerichts Dielsdorf, unter Rücksendung der Akten MO210104-D 

und mit dem Hinweis, die Akten des Verfahrens MO210104-D nach 

Abschreibung am Register direkt der Paritätischen Schlichtungsbehör-

de in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Zürich zu übersen-

den. 

3. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an ge-
rechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 

13/15, Postfach, 8021 Zürich, schriftlich Rekurs eingereicht werden. 

Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der 

angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind 

genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. 

Der Rekurs hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Zürich, 21. Juli 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

Verwaltungskommission 
Gerichtsschreiberin: 

 
 
 
 

lic. iur. A. Leu 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 21. Juli 2021
	Erwägungen:
	1. Mit Verfügung vom 21. Juni 2021 überwies die Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Dielsdorf die Akten des Verfahrens MO210104-D betreffend Anfechtung der Mietzinserhöhung an die Verwaltungskommission des Ob...
	2. Mit Verfügung vom 24. Juni 2021 wurden die Parteien zur allfälligen Stellungnahme eingeladen (act. 3). Innert Frist liessen sie sich nicht vernehmen.
	3. Zuständig zur Behandlung des vorliegenden Gesuchs um Umteilung ist die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich als mittelbare Aufsichtsbehörde (§ 80 Abs. 2 GOG; bestätigt durch den Beschluss der Rekurskommission des Obergerichts d...
	4. Kann ein Gericht infolge Ausstands nicht mehr durch den Beizug von Ersatzmitgliedern besetzt werden oder ist der Beizug von solchen nicht angebracht, so überweist die Aufsichtsbehörde die Streitsache einem anderen Gericht gleicher sachlicher und fu...
	5. Beim Bezirksgericht Dielsdorf handelt es sich um ein mittelgrosses Landgericht. Als Vorsitzende der Paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen amten nebst der Leitenden Gerichtsschreiberin Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreibe...
	6. Aufgrund der besagten Umstände erscheint es weder aus der Sicht der Verfahrensbeteiligten noch aus der Sicht der Öffentlichkeit angebracht, die Streitsache durch die Schlichtungsbehörde des Bezirksgerichts Dielsdorf beurteilen zu lassen. Das Verfah...

	Es wird beschlossen:
	1. Das bei der Paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Dielsdorf hängige Verfahren MO210104-D wird der Paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Zürich zur Behandlung überwiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	- die Kläger,
	- die Beklagte,
	- die Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Zürich und
	- die Paritätische Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirksgerichts Dielsdorf, unter Rücksendung der Akten MO210104-D und mit dem Hinweis, die Akten des Verfahrens MO210104-D nach Abschreibung am Register direkt der Paritätischen Schli...
	3. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, bei der Rekurskommission des Obergerichts, Hirschengraben 13/15, Postfach, 8021 Zürich, schriftlich Rekurs eingereicht werden.
	Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen.
	Der Rekurs hat keine aufschiebende Wirkung.