# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6875e654-84ea-5f94-ad01-97e57d422817
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.10.2024 SK.2023.35
**Docket/Reference:** SK.2023.35
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2023-35_2024-10-09

## Full Text

Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; eventualiter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; Förderung der Prostitution; Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen; Gewaltdarstellungen; Pornografie; Unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe.;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; eventualiter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; Förderung der Prostitution; Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen; Gewaltdarstellungen; Pornografie; Unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe.;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; eventualiter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; Förderung der Prostitution; Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen; Gewaltdarstellungen; Pornografie; Unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe.;;Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; eventualiter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; Förderung der Prostitution; Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen; Gewaltdarstellungen; Pornografie; Unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe.

Urteil vom 9. Oktober 2024 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Sylvia Frei, Vorsitz 
Joséphine Contu Albrizio und Maric Demont, 
Gerichtsschreiberin Elena Inhelder  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 
Staatsanwältin des Bundes Sabrina Beyeler 
 
und 
 
als Privatklägerschaft: 

B., vertreten durch Rechtsanwältin Elke Fuchs 
 

 gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Jakob 
Frauenfelder 
 

Gegenstand  Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz; eventualiter Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz; Förderung 
der Prostitution; Herstellen, Verbergen, Weiter-
schaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen; 
Gewaltdarstellungen; Pornografie; Unrechtmäs-
siger Bezug von Leistungen einer Sozialversi-
cherung oder der Sozialhilfe 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2023.35 

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SK.2023.35 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei schuldig zu sprechen: 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 
Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG; 

− der Förderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 lit. c StGB; 

− des Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und gifti-
gen Gasen im Sinne von Art. 226 Abs. 2 aStGB 

− der mehrfachen Gewaltdarstellungen im Sinne von Art. 135 Abs.1 und 
Abs. 1bis aStGB; 

− der Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 4 StGB; 

− des mehrfachen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversi-
cherung oder der Sozialhilfe im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB. 

2. A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren zu bestrafen, unter Anrechnung der 
erstandenen Haft und teilweiser Anrechnung der freiheitsentziehenden Ersatz-
massnahmen. 

3. A. sei für 12 Jahre des Landes zu verweisen. 
 
Es sei die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informations-
system anzuordnen. 

4. Es sei der Kanton Zürich als Vollzugskanton zu bestimmen.  

5. Anträge für die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte: 

5.1 Die mit Verfügung vom 24. Februar 2023 beschlagnahmten Gelder im Gesamt-
betrag von Fr. 8'750.-- seien zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten zu 
verwenden. 

5.2 Die folgenden, mit Verfügung vom 22. Februar 2023 beschlagnahmten Gegen-
stände seien einzuziehen und nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids durch 
die Iagernden Behörden unbrauchbar zu machen oder zu vernichten: 

 

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SK.2023.35 

6. Es sei die Zustimmung zur Löschung des von A. erstellten DNA-Profils (PCN 1) 
und der von A. erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach 
Ablauf der gesetzlichen Frist zu erteilen. 

7. Es sei über die Zivilansprüche der Privatklägerschaft zu entscheiden. 

8. Die auferlegbaren Kosten des Vorverfahrens in der Höhe von Fr. 63’696.15, zu-
züglich der erstinstanzlichen Verfahrenskosten, seien voIIumfänglich A. aufzuer-
legen. 

9. Die amtliche Verteidigung von A. sei für ihre Aufwendungen in gerichtlich zu be-
stimmender Höhe aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

A. sei zu verpflichten, der Eidgenossenschaft die Entschädigung für seine amtli-
che Verteidigung zurückzubezahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben. 

Ass-ID Gegenstand 
12594 1 Sprengmittelsicherung (Plastiksack «POLIZEI-Spurensicherung»)  
12595 1 Klebstreifen, transparent auf Tragtasche 
12596 1 Tragtasche “Happy Birthday” 
12597 Kunststofffolie HDPE 
12598 Kunststoffsack transparent (2), verschweisst 
12599 Kunststoffsack weiss (2) verknotet 
12600 Pyrot/grün ab Tragtasche 
12601 Verpackungsmaterial mit braunen Klebbändern 
12602 Kunststoffsack opak 
12603 Kunststoffsack weiss (1) verknotet 
12604 Kunststoffsack transparent (1), verschweisst 
12605 Klebstreifen transparent auf Tragtasche 
12606 Klebestreifen, transparent auf Tragtasche 
101032 Minigripsack mit gewerblichem Emulsions-Sprengstoff, total ca. 877 g 
101041 Weisse Masse (1) (Rückstellmuster) 

Unterasservat aus Ass-ID 101032 
101033 Minigripsack mit gewerblichem Emulsions-Sprengstoff, total ca. 750 g 
101042 Weisse Masse (2) (Rückstellmuster) 

Unterasservat aus Ass-ID 101033 
101034 Sprengzünder mit Zeitstufenmarke 
101035 Sprengzünder ohne Zeitstufenmarke 
101039 Unterleibchen weiss, Grösse unbekannt, aus Plastiksack «Happy Birthday» 
101040 T-Shirt schwarz, Grösse L, Marke BLAKLÄDER, Camion Transport, aus Plastiksack 

«Happy Birthday» 
12564 1 Mobiltelefon Apple iPhone 6s mit schwarzer Schutzhülle 

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SK.2023.35 

Anträge der Privatklägerschaft 

1. Es sei der Beschuldigte im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen und ange-
messen zu bestrafen. 

2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin einen Schadenersatz in 
Höhe von Fr. 10'000.-- nebst 5% Zins seit dem 27. August 2019 zu bezahlen. 

3. Eventualiter oder im illiquiden Umfang sei festzustellen, dass der Beschuldigte 
gegenüber der Privatklägerin aus den dem vorstehenden Antrag zugrunde lie-
genden Ereignis dem Grundsatze nach zur Leistung von Schadenersatz ver-
pflichtet ist. 

4. Es sei der Beschuldigte zu verpflichten, der Privatklägerin eine angemessene 
Genugtuung in Höhe von mindestens Fr. 15’000.--, kaufkraftbereinigt, nebst 
5% Zins seit dem 27. August 2019 zu bezahlen.  

5. Die Untersuchungs- und Gerichtskosten, einschliesslich der Kosten der unent-
geltlichen Rechtsvertretung der PrivatkIägerin, seien der Beschuldigten (recte: 
dem Beschuldigten) aufzuerlegen, wobei die Kosten der anwaltlichen Vertretung 
einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen sind. 

Anträge der Verteidigung: 

1. A. sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen. 

2. Sämtliche Verfahrenskosten, einschliesslich derjenigen der unentgeltlichen 
Rechtsvertretung der Privatklägerin, und jedenfalls auch diejenigen der amtli-
chen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

3. Dem Beschuldigten sei für die erstandene Haft eine angemessene Genugtuung 
zuzusprechen. 

4. Allfällige Zivilforderungen seien abzuweisen, eventualiter auf den Weg des Zivil-
prozesses zu verweisen. 

5. Das beschlagnahmte Bargeld sei dem Beschuldigten herauszugeben, eventuali-
ter bei einem Schuldspruch sei es zur Deckung der Verfahrenskosten heranzu-
ziehen.  

6. Das Mobiltelefon iPhone 6S sei zu Gunsten der Verfahrenskosten zu verwerten, 
allenfalls einzuziehen. Die restlichen beschlagnahmten Gegenstände seien zu 
vernichten. 

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Sachverhalt: 

A. Gestützt auf ein Schreiben des Bundesministeriums für Inneres der Republik 
Österreich, österreichische Botschaft in Sarajewo, vom 3. Oktober 2016, an das 
Bundeskriminalamt Wien, Zentralstelle Bekämpfung Schlepperkriminalität/Men-
schenhandel, zuhanden der Zürcher Kantonspolizei, demzufolge A. (nachfol-
gend: Beschuldigter) zusammen mit C. einen Raub in einer Wohnung einer ser-
bischen Familie in der Nähe von Zürich plane, eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Zürich-Limmat am 4. Oktober 2016 ein Strafverfahren gegen die Obgenannten 
(BA pag. 10.01.001 ff.). Gleichzeitig ordnete sie eine Echtzeitüberwachung der 
auf den Beschuldigten eingelösten Mobiltelefonnummer sowie die Observation 
mit technischen Überwachungsgeräten des von ihm genutzten Personenwagens 
Audi A3 (BA pag. 10.01.0011), sowie mit Verfügung vom 7. Oktober 2016 die 
Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs des Beschuldigten an; die 
Zufallsfunde wurden in der Folge vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons 
Zürich genehmigt (BA pag. 9.01.0001 ff.). 

B. Im Rahmen der genannten Überwachungsmassnahmen wurden in der Nacht vom 
11. März 2017 mehrere Gespräche zwischen dem Beschuldigten und weiteren 
männlichen Personen aufgezeichnet, in denen über einen geplanten Sprengstoff-
anschlag auf ein Auto mit C4-Sprengstoff gesprochen wurde. Ermittlungen erga-
ben, dass eine der verwendeten Rufnummern mit deutscher Vorwahl auf einen 
Exponenten der Gruppierung «United Tribuns» lautete (BA pag. 10.01.0059). 
Anlässlich eines weiteren überwachten Gesprächs teilte der Beschuldigte sei-
nem Gesprächspartner mit, dass die Polizei in Stuttgart und Böblingen Wohnun-
gen durchsucht habe, das, wonach sie gesucht hätten, aber seit Freitag bei D. 
sei (BA pag. 10.01.0065; -0069 ff.). Am 1. Juni 2017 verhaftete die Kantonspoli-
zei Zürich den Beschuldigten und führte u.a. bei ihm und bei D. Hausdurchsu-
chungen durch (BA pag. 10.01.0087). Im Rahmen derselben wurden ca. 2 kg 
Sprengstoff in einer von D. gemieteten Garage sichergestellt. Dieser Zufallsfund 
wurde vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Zürich genehmigt (BA 
pag. 9.01.0014 ff.; 18.02.0058 ff.). 

C. Am 20. Juni 2017 ersuchte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat die Bundes-
anwaltschaft um Übernahme des Verfahrens gegen den Beschuldigten (BA 
pag. 2.02.0004 ff.). Letztere akzeptierte am 30. Juni 2017 die Übernahme des 
Verfahrens mit Bezug auf das Herstellen, Verbergen, Weiterverschaffen von 
Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 StGB), was die Staatsanwaltschaft 
Zürich-Limmat in ihrer Abtretungsverfügung vom 3. Juli 2017 bestätigte und fest-
hielt, dass die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten bezüglich des Vor-
wurfs der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub von ihr unter der Verfah-
rensnummer […] weitergeführt werde (BA pag. 2.2.9; 1.00.1; 10.01.0207 f.).  

D. Der Beschuldigte wurde mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des 
Kantons Zürich vom 2. Juni 2017 in Untersuchungshaft versetzt (BA 

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pag. 6.02.0019 ff.). Mit Entscheid vom 28. Juli 2017 des Zwangsmassnahmen-
gerichts des Kantons Bern wurde der Beschuldigte unter Anordnung von Ersatz-
massnahmen (Ausweis- und Schriftensperre sowie Meldepflicht) aus der Unter-
suchungshaft entlassen (BA pag. 6.02.0057 ff.). Die Ersatzmassnahmen wurden 
in der Folge mehrfach verlängert, teilweise unter Reduktion der Häufigkeit der 
Meldepflicht (BA pag. 6.02.0062 f.; -0070; -0088 ff.). 

E. In der Zeitspanne vom 2. Juni 2017 bis 6. Dezember 2018 wurde auf Antrag der 
Verteidigung namens und im Auftrag des Beschuldigten ein abgekürztes Verfah-
ren durchgeführt, welches jedoch letztlich scheiterte (BA pag. Rubrik 4).  

F. Mit Gerichtsstandsanfrage vom 27. September 2017 ersuchte die Staatsanwalt-
schaft Zürich-Limmat die Bundesanwaltschaft um Übernahme des Strafverfah-
rens gegen den Beschuldigten wegen Gewaltdarstellungen (Art. 135 StGB), 
Pornografie (Art. 197 StGB) sowie Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz 
(BA pag. 2.02.0016 ff.). Die Bundesanwaltschaft übernahm das Strafverfahren 
mit Schreiben vom 4. Oktober 2017 (BA pag. 2.02.0173 f.).  

G. Die Bundesanwaltschaft dehnte das gegen den Beschuldigten wegen Herstel-
lens, Weiterschaffens und Verbergens von Sprengstoffen und giftigen Gasen ge-
führte Strafverfahren schliesslich auf D. und †E. (Vater des Beschuldigten) aus. 
Mit Verfügung vom 4. Oktober 2017 erfolgte eine weitere Ausdehnung des gegen 
den Beschuldigten geführten Verfahrens auf die Tatbestände der Pornografie 
(Art. 197 StGB) und Gewaltdarstellungen (Art. 135 StGB) und mit Verfügung vom 
28. März 2019 auf Art. 86 HMG (BA pag. 1.00.0004 f.). Die Bundesanwaltschaft 
vereinigte mit Verfügung vom 22. Februar 2023 die Strafverfolgung in der Hand 
der Bundesbehörden (BA pag. 2.02.0220 f.). 

H. Das Verfahren gegen †E. wegen Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von 
Sprengmitteln und giftigen Gasen wurde mit Verfügung vom 1. März 2018 infol-
gedessen Ablebens rechtskräftig eingestellt (BA pag. 3.00.0003). Das gegen D. 
geführte Verfahren wurde mit Strafbefehl vom 27. Februar 2018 rechtskräftig ab-
geschlossen (BA pag.3.00.0004 ff.). 

I. Am 30. April 2020 eröffnete die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich ein 
Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen Förderung der Prostitution zu-
lasten von B. (nachfolgend: Privatklägerin) sowie wegen Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz (BA pag. 2.02.0178). Da sich der Verdacht betref-
fend Förderung der Prostitution auf mittäterschaftliches Handeln zusammen mit 
F. bezog, wurde das Verfahren zunächst – in Rücksprache mit der Bundesan-
waltschaft – von der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich geführt (BA 
pag. 2.02.0178). Mit Gerichtsstandsanfrage vom 19. Januar 2021 ersuchte die 
Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich schliesslich um Übernahme des gegen 
den Beschuldigten wegen Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 StGB ge-
führten Verfahrens (BA pag. 2.02.0179). Die Bundesanwaltschaft bestätigte die 

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Übernahme des Verfahrens mit Schreiben vom 28. Januar 2021 (BA 
2.02.0182 f.).  

J. Mit Schreiben vom 9. September 2021 richtete sich die Staatsanwaltschaft Win-
terthur Unterland mit einer Gerichtsstandsanfrage betreffend Veruntreuung an 
die Bundesanwaltschaft (BA pag. 2.02.0186), aufgrund derer die Bundesanwalt-
schaft mit Schreiben vom 12. Oktober 2021 die Übernahme dieses Verfahrens 
bestätigte (BA pag. 2.02.0214; 2.02.0216). Mit Verfügung vom 22. Februar 2023 
vereinigte die Bundesanwaltschaft die Strafuntersuchung gestützt auf Art. 26 
Abs. 2 StGB in der Hand der Bundesanwaltschaft (BA pag. 2.02.0220 f.) 

K. Am 17. Mai 2023 kündigte die Bundesanwaltschaft dem Beschuldigten den 
bevorstehenden Abschluss des Strafverfahrens an. Sie hielt fest, die hier frag-
lichen Tatbestände zur Anklage zu bringen sowie das Verfahren wegen der Tat-
bestände der Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), Widerhandlungen ge-
gen das Heilmittelgesetz (Art. 86 und 87 HMG) sowie Widerhandlung gegen das 
Sportförderungsgesetz (Art. 22 SpoFöG) einzustellen (BA pag. 3.01.0001 ff.). 
Am 14. Juni 2023 erliess die Bundesanwaltschaft eine entsprechende Teilein-
stellungsverfügung wegen Veruntreuung, Widerhandlungen gegen das Heilmit-
telgesetz und Widerhandlung gegen das Sportförderungsgesetz (BA 
pag. 3.01.0005 ff.). Sie hielt darin ausdrücklich fest, dass über die Entschädigung 
und Genugtuung sowie über die Entschädigung der amtlichen Verteidigung mit 
der Hauptsache entschieden werde (Ziff. 5 der Teileinstellungsverfügung vom 
14. Juni 2023; BA pag. 3.01.0012). 

L. Die Bundesanwaltschaft erhob am 30. August 2023 Anklage gegen den Beschul-
digten wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), eventualiter wegen 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), 
Förderung der Prostitution (Art. 195 lit. c StGB), Herstellen, Verbergen, Weiter-
schaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 StGB), Gewalt-
darstellungen (Art. 135 Abs. 1 und Abs. 1bis aStGB), Pornografie (Art. 197 Ziff. 4 
StGB) sowie unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung 
oder der Sozialhilfe (Art. 148a Abs. 1 StGB; SK pag. 25.100.001 ff.). 

M. Mit Eingabe vom 11. Dezember 2023 (Posteingang: 13. Dezember 2023) bean-
tragte die Verteidigung namens und im Auftrag des Beschuldigten dessen voll-
umfänglichen Freispruch von Schuld und Strafe unter Kostenauflage zulasten 
des Staates und unter Geltendmachung einer Entschädigung für die erstandene 
Haft (SK pag. 25-521-001 ff.). Die Parteien wurden eingeladen, sich bereits vor 
der Hauptverhandlung zur besagten Eingabe zu äussern. Sowohl die Bundesan-
waltschaft als auch die Privatklägerin erklärten daraufhin, dass eine Äusserung 
derzeit verfrüht sei und sie sich an der Hauptverhandlung je in ihren Parteivorträ-
gen dazu äussern würden (SK pag. 25.510.083 f.; 25.551.002 f.). 

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N. Im Laufe der Prozessvorbereitung holte die Vorsitzende von Amtes wegen einen 
Strafregisterauszug über den Beschuldigten, Führungsberichte der Gefängnisse 
Z. und Y., einen Betreibungsregisterauszug über den Beschuldigten sowie die 
den Beschuldigten betreffenden Steuerunterlagen ein (SK pag. 25.250003 f.; 
25.231.1.001 f.; 25.231.2.001 ff.; 25.231.3.001 ff.; 25.231.001 ff.; 
25.231.7.001 ff.). Im Weiteren wurden diverse Akten des Strafverfahrens in 
Sachen Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich und Privatklägerschaft gegen 
F. (Verfahrensnummer des Obergerichts des Kantons Zürich: […]), darunter ins-
besondere der Entscheid des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2023 betreffend 
Abweisung der von F. erhobenen Beschwerde in Strafsachen sowie eine Rechts-
kraftbescheinigung des Entscheids des Obergerichts Zürich, I. Strafkammer, 
vom 9. Februar 2023, zu den Akten erkannt (SK pag. 25.262.1.002 ff.). 

O. Die Vorsitzende eröffnete am 22. April 2024 in Anwesenheit der Bundesanwalt-
schaft, der Rechtsvertretung der Privatklägerschaft und des Verteidigers des Be-
schuldigten die Hauptverhandlung. Der ordnungsgemäss vorgeladene Beschul-
digte, welcher den Empfang der Vorladung unterschriftlich bestätigt hatte, blieb 
der Hauptverhandlung unentschuldigt fern (SK pag. 25.331.006). 

In der Folge lud die Strafkammer des Bundesstrafgerichts die Parteien zur neu 
auf den 27. Juni 2024 angesetzten Hauptverhandlung vor. Auch zu dieser Haupt-
verhandlung erschien der ordnungsgemäss vorgeladene Beschuldigte, der den 
Erhalt der zweiten Vorladung bestätigt hatte, unentschuldigt nicht (SK 
pag. 25.331.013). Die Hauptverhandlung wurde infolgedessen in seiner Abwe-
senheit durchgeführt (Art. 336 Abs. 4 i.V.m. Art. 366 ff. StPO).  

P. Die Vorsitzende gab den Parteien an der Hauptverhandlung vom 27. Juni 2024 
bekannt, die Vorwürfe des Besitzes von Gewaltdarstellungen und verbotener 
Pornografie als mehrfache Tatbegehung zu würdigen, da sich die Vorwürfe je-
weils auf mehrere Dateien beziehen. Einen entsprechenden Würdigungsvorbe-
halt brachte die Vorsitzende auch hinsichtlich der Widerhandlung gegen 
Art. 148a Abs. 1 StGB an, da sich der Anklagevorwurf auf zwei unterschiedliche, 
nicht deklarierte Nebentätigkeiten bezog (SK pag. 25.720.007). 

Q. Für das zweimalige unentschuldigte Nichterscheinen zur Hauptverhandlung 
wurde der Beschuldigte mit separater Verfügung zu einer Busse verurteilt ([Ver-
fahrensnummer: SN.2024.15]; SK pag. 25.913.001 ff.). 

R. Das Urteil wurde am 9. Oktober 2024 mündlich in Anwesenheit der Bundesan-
waltschaft, der Rechtsvertreterin der Privatklägerin und des Verteidigers des Be-
schuldigten eröffnet (SK pag. 25.720.003 ff.). 

S. Die schriftliche Begründung hat vorliegend von Gesetzes wegen zu erfolgen 
(Art. 82 Abs. 1 StPO). Mit Schreiben vom 21. Oktober 2024 meldete Rechts-
anwalt Frauenfelder, namens und im Auftrag des Beschuldigten, Berufung gegen 

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das vorliegende Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts an (SK 
pag. 25.940.001). 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales und Vorfragen 

1.1 Bundesgerichtsbarkeit 

1.1.1 Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Die Anklage lautet auf 
qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 
lit. c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), eventualiter Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG), Förderung der Prostitution 
(Art. 195 lit. c StGB), Herstellen, Verbergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen 
und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 StGB), Gewaltdarstellungen (Art. 135 Abs. 1 
und Abs. 1bis StGB), Pornografie (Art. 197 Ziff. 4 StGB) sowie unrechtmässigen 
Bezug von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a 
Abs. 1 StGB). Gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. d StPO unterstehen die Verbrechen und 
Vergehen der Artikel 224-226ter StGB der Bundesgerichtsbarkeit. Für die übrigen 
Anklagepunkte sieht das Gesetz keine Ausnahme vor, weshalb diesbezüglich 
grundsätzlich kantonale Gerichtsbarkeit gegeben ist. Die Bundesanwaltschaft 
vereinigte die Strafverfolgung und Beurteilung der grundsätzlich in die kantonale 
Gerichtsbarkeit fallenden Straftatbestände gestützt auf Art. 26 Abs. 2 StPO in der 
Hand der Bundesbehörden (siehe dazu Prozessgeschichte lit. G und J). Dem-
nach ist für alle angeklagten Taten Bundesgerichtsbarkeit gegeben. 

1.2 Die Kompetenz des Kollegialgerichts der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
ergibt sich aus Art. 19 Abs. 2 StPO e contrario i.V.m. Art. 36 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vom 
19. März 2010 (StBOG; SR 173.71). 

1.3 Beweisverwertbarkeit  

1.3.1 Die im vorliegenden Verfahren mittels geheimer Überwachungsmassnahmen er-
hobenen Beweismittel sind verwertbar. Einwände dagegen gab es von keiner 
Partei. 

1.3.2 Hinsichtlich der Verwertbarkeit der Einvernahmen des Beschuldigten, die nach 
dem Antrag auf ein abgekürztes Verfahren und bis zu dessen Ablehnung erfolg-
ten, gilt Folgendes: 

1.3.2.1 Erklärungen, die von den Parteien im Hinblick auf das abgekürzte Verfahren ab-
gegeben wurden, können nach der Ablehnung eines Urteils im abgekürzten 

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Verfahren in einem nachfolgenden ordentlichen Verfahren nicht verwertet wer-
den (Art. 362 Abs. 4 StPO). Insbesondere Geständnisse der beschuldigten Per-
son hinsichtlich der anzuklagenden Sachverhalte werden damit hinfällig, wenn 
sie im Zusammenhang mit dem abgekürzten Verfahren gemacht wurden. Dem-
gegenüber bleiben Geständnisse der beschuldigten Person, die ausserhalb der 
im Rahmen des abgekürzten Verfahrens geführten Einvernahmen erfolgten, also 
bspw. in der vorausgehenden Voruntersuchung, verwertbar. Entscheidend ist, ob 
die Zugeständnisse im Hinblick auf das abgekürzte Verfahren gemacht wurden 
(GREINER/JAGGI, in: Niggli et al. [Hrsg.], Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 362 
StPO N. 30 f.).  

1.3.2.2 In casu wurde in der Zeitspanne vom 2. Juni 2017 bis 6. Dezember 2018 auf 
Antrag des Verteidigers des Beschuldigten (noch im Rahmen des von der Staats-
anwaltschaft Zürich-Limmat geführten Verfahrens) ein abgekürztes Verfahren 
durchgeführt, welches letztlich scheiterte (BA pag. Rubrik 4). Folglich sind die 
vom Beschuldigten in dieser Zeitspanne getätigten Aussagen, die im Hinblick auf 
das abgekürzte Verfahren erfolgt sind, gemäss Art. 362 Abs. 4 StPO nicht ver-
wertbar. Darunter fallen die Einvernahmen des Beschuldigten vom 2. Juni 2017 
(BA pag. 13.02.0012 ff.) und vom 22. Juni 2017 (BA pag. 13.02.0021 ff.) sowie 
dessen Aussagen im Rahmen der Konfrontationseinvernahme mit D. vom 
10. Juli 2017 (BA pag. 13.01.0029 ff.) und entsprechende Dokumente, in denen 
diese Aussagen wiedergegeben wurden (BA pag. 10.01.0085 ff.; siehe dazu 
auch BA pag. 18.10.0001 ff.). Die entsprechenden Akten resp. Aussagen des 
Beschuldigten, die dieser im Hinblick auf das abgekürzte Verfahren tätigte, wur-
den – mit nachfolgender Ausnahme – bereits im Vorverfahren aus den Akten 
entfernt resp. geschwärzt, womit die Aktenaussonderung vor der Hauptverhand-
lung resp. vor Anklageerhebung erfolgte; die entfernten Aktenstücke wurden in 
den Verfahrensordnern mit Platzhaltern gekennzeichnet. 

Nicht bereits im Vorverfahren geschwärzt wurden indes die Aussagen des 
Beschuldigten im Rahmen seiner Einvernahme vom 15. August 2017 (BA 
pag. 2.02.0034 ff.). Zwar lautete das – von der Bundesanwaltschaft in diesem Zeit-
punkt geführte – Verfahren gegen den Beschuldigten bis dahin auf Herstellen, Ver-
bergen, Weiterschaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 225 StGB). 
Der Vorwurf der Pornografie (Art. 197 aStGB) und Gewaltdarstellungen (Art. 135 
Abs. 1 und Abs. 1bis aStGB) war neu hinzugekommen und das entsprechende 
Verfahren wurde zunächst von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat eröffnet 
und in der Folge auf entsprechende Anfrage erst am 27. September 2017 von 
der Bundesanwaltschaft übernommen (vgl. BA pag. 1.00.0004; 2.02.0012 ff.). Der 
vorgenannte Verdacht rührte indes aus der Durchsuchung des beim Beschuldig-
ten anlässlich seiner Verhaftung wegen Herstellens, Weiterschaffens und Ver-
bergens von Sprengstoffen und giftigen Gasen sichergestellten iPhones 6S und 
dieses Verfahren war zum damaligen Zeitpunkt bereits ein abgekürztes (BA 
pag. 2.02.0019 ff.), weshalb der Beschuldigte davon ausgehen durfte, dass die 
zu diesem Zeitpunkt gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe Gegenstand ein und 

- 11 - 

SK.2023.35 

desselben Strafverfahrens, eben des abgekürzten Verfahrens, waren. Demnach 
erfolgten die vom Beschuldigten am 15. August 2017 getätigten Aussagen im 
Rahmen dieses abgekürzten Verfahrens. Entsprechend sind die Aussagen des 
Beschuldigten vom 15. August 2017, die im Zusammenhang mit dem Vorwurf 
der Gewaltdarstellungen und Pornografie erfolgten, gestützt auf Art. 362 Abs. 4 
StPO nicht verwertbar. Die weiteren Einvernahmen des Beschuldigten erfolgten 
hingegen entweder vor Einleitung des abgekürzten Verfahrens oder nach dessen 
Scheitern und sind somit verwertbar. 

1.3.3 Hinsichtlich der Einvernahmen von †E. und D., an denen dem Beschuldigten 
nicht teilnehmen konnte resp. ihm kein Konfrontationsrecht eingeräumt wurde, 
stellt sich die Frage der Verwertbarkeit. Rechtsanwalt Frauenfelder brachte im 
Rahmen der Hauptverhandlung vor, dass die von †E. im Rahmen seiner Einver-
nahme vom 5. Juni 2017 getätigten Aussagen mangels erfolgter Konfrontation, 
welche auf ein Säumnis der Bundesanwaltschaft zurückzuführen sei, nicht ver-
wertbar seien (BA pag. 13.3.1 ff.; SK pag. 25.721.091).  

1.3.3.1 Eine beschuldigte Person hat in einem Strafverfahren das Recht, bei Beweiser-
hebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte, insbesondere bei der 
Befragung von Belastungszeugen, anwesend zu sein und einvernommenen Per-
sonen Fragen zu stellen (Art. 147 StPO, Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK; BGE 131 I 476 
E. 2.2; 125 I 127 E. 6c/ee). Art. 147 Abs. 1 StPO sieht somit ein Teilnahme- und 
Fragerecht der Parteien, namentlich für die beschuldigte Person, vor (Art. 104 
Abs. 1 lit. a StPO). Kein solches Teilnahmerecht besteht demgegenüber im poli-
zeilichen Ermittlungsverfahren, soweit es sich um selbstständige Ermittlungen 
gemäss Art. 306 StPO handelt (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario; BGE 143 IV 
397 E. 3.3.2). Ein Teilnahmerecht der Parteien besteht lediglich bei polizeilichen 
Einvernahmen, welche von der Staatsanwaltschaft an die Polizei delegiert wur-
den. Beweise, die in Verletzung von Art. 147 StPO erhoben wurden, dürfen nicht 
zulasten der Partei verwertet werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 
StPO; BGE 143 IV 397 E. 3.3.1; 139 IV 25 E. 4.2 und 5.4.1; Urteile 
6B_1092/2022 vom 9. Januar 2023 E. 2.3.1; 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 
E. 1.3.1). 

Eine belastende Zeugenaussage ist grundsätzlich nur verwertbar, wenn die be-
schuldigte Person wenigstens einmal während des Verfahrens angemessen und 
hinreichend Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an 
den Belastungszeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; je mit 
Hinweisen). Dies gilt auch für die Einvernahme von Auskunftspersonen (Urteile 
6B_1092/2022 vom 9. Januar 2023 E. 2.3.3; 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 
E. 1.3.4; je mit Hinweisen).  

Damit die Verteidigungsrechte gewahrt sind, muss die beschuldigte Person 
namentlich in der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer Aussage zu prüfen und 
den Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und infrage zu stellen 

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SK.2023.35 

(BGE 133 I 33 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 6B_426/2023 vom 16. August 
2023 E. 2.1.2; 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.4; 6B_383/2019, 
6B_394/2019 vom 8. November 2019 E. 8.1.2, nicht publ. in: BGE 145 IV 470; je 
mit Hinweisen). Dies setzt in aller Regel voraus, dass sich die einvernommene 
Person in Anwesenheit der beschuldigten Person (nochmals) zur Sache äussert 
(BGE 140 IV 172 E. 1.5; Urteile des Bundesgerichts 6B_426/2023 vom 16. Au-
gust 2023 E. 2.1.2; 6B_1092/2022 vom 9. Januar 2023 E. 2.3.3; je mit Hinweis). 
Dabei ist keineswegs erforderlich, dass die befragte Person ihre Angaben wort-
wörtlich wiederholt. Sofern sie Angaben zur Sache macht, darf im Rahmen einer 
Gesamtwürdigung auch auf die Ergebnisse der früheren Beweiserhebung ergän-
zend zurückgegriffen werden. Beschränkt sich die neuerliche Einvernahme im 
Wesentlichen auf eine formale Bestätigung der früheren Aussagen, wird es der 
beschuldigten Person hingegen verunmöglicht, ihre Verteidigungsrechte wirk-
sam wahrzunehmen (BGE 143 IV 457 E. 1.6.1 ff.; Urteile des Bundesgerichts 
6B_426/2023 vom 16. August 2023 E. 2.1.2; 6B_1092/2022 vom 9. Januar 2023 
E. 2.3.3; 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.4; je mit Hinweis). 

Der Anspruch, einem Belastungszeugen Fragen zu stellen, gilt allerdings nur 
dann absolut, wenn das betreffende Zeugnis den einzigen oder einen wesentli-
chen Beweis darstellt. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist da-
bei zu prüfen, wie weit die anderen Beweismittel für sich einen Schuldspruch zu 
tragen vermöchten. Würden diese allein für einen Schuldspruch zwar nicht aus-
reichen, aber immerhin einen schweren Tatverdacht begründen, so kann die Be-
rücksichtigung der Aussagen auch ohne Möglichkeit zu einer wirksamen Aus-
übung des Fragerechts als zusätzlicher Mosaikstein zum Schuldspruch führen, 
ohne dass dadurch die Verteidigungsrechte verletzt werden (BGE 133 I 33 
E. 4.4.1; siehe dazu auch Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2019.55 vom 28. Juli 
2020 E. 1.7.2) 

1.3.3.2 Gemäss konstanter Rechtsprechung kann von einer direkten Konfrontation der 
beschuldigten Person mit einer befragten Person oder auf deren ergänzende Be-
fragung nur unter besonderen Umständen abgesehen werden, insbesondere 
dann, wenn eine persönliche Konfrontation nicht möglich ist. Die ausgebliebene 
Konfrontation mit Belastungszeugen verletzt die Garantie aber nicht, wenn diese 
berechtigterweise das Zeugnis verweigern oder die erneute Befragung nicht 
möglich ist, weil sie trotz angemessener Nachforschungen unauffindbar bleiben, 
dauernd oder für lange Zeit zur Einvernahme unfähig werden oder in der Zwi-
schenzeit verstorben sind. Die Verwertbarkeit der ursprünglichen Aussage erfor-
dert allerdings, dass die beschuldigte Person zu den belastenden Erklärungen 
hinreichend Stellung nehmen konnte, diese sorgfältig geprüft wurden und ein 
Schuldspruch sich nicht allein darauf abstützt. Ausserdem darf der Umstand, 
dass die beschuldigte Person ihre Rechte nicht (rechtzeitig) wahrnehmen konnte, 
nicht in der Verantwortung der Behörde liegen (vgl. dazu: BGE 131 I 476 E. 2.2 
und E. 2.3.4; Urteile 6B_1454/2022 vom 20. März 2023 E. 2.3.4; 6B_1395/2021 
vom 9. Dezember 2022 E. 11.2.3; 6B_173/2022 vom 27. April 2022 E. 1.3.1; 

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6B_1219/2019 vom 24. April 2020 E. 2.1; 6B_699/2018 vom 7. Februar 2019 
E. 1.3; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichts-
hofs für Menschenrechte (EGMR; vgl. Urteil des EGMR i.S. Al-Khawaja und 
Tahery gegen Grossbritannien vom 15. Dezember 2011, Nrn. 26766/05 und 
22228/06, § 119, 120 ff., 126 ff.; Urteile 6B_1196/2018 vom 6. März 2019 E. 2; 
6B_699/2018 vom 7. Februar 2019 E. 1.3; je mit Hinweisen) kann selbst ein strei-
tiges Zeugnis von ausschlaggebender Bedeutung ("preuve unique ou détermi-
nante") ohne Konfrontation mit dem Belastungszeugen auch verwertbar sein, 
wenn ausreichend kompensierende Faktoren gegeben sind, die den Anspruch 
des Beschuldigten auf ein faires Verfahren und die Überprüfung der Verlässlich-
keit des Beweismittels gewährleisten (zum Ganzen Urteile 6B_1196/2018 vom 
6. März 2019 E. 2; 6B_699/2018 vom 7. Februar 2019 E. 1.3; 6B_34/2013 vom 
17. Juni 2013 E. 1.5.1; je mit Hinweisen; Urteil des EGMR i.S. Ferrantelli gegen 
Italien vom 7. August 1996, Recueil Cour EDH 1996-III S. 937, Ziff. 52 f.).  

1.3.3.3 Das vorliegende Verfahren wurde zunächst neben dem Beschuldigten auch ge-
gen †E. und D. geführt (vgl. Prozessgeschichte Lit. G).  

†E. wurde von der Bundesanwaltschaft am 5. Juni 2017 einvernommen. Gemäss 
den Akten informierte †E. die Bundesanwaltschaft telefonisch am 19. Dezember 
2017 über seine Abwesenheit vom 22. Dezember 2017 bis ca. 19. Januar 2018 
(BA pag. 16.03.0001). Weder davor noch danach erfolgte eine Konfrontations-
einvernahme mit dem Beschuldigten. 

Am 27. Februar 2018 wurde die Bundeanwaltschaft vom Verteidiger des Be-
schuldigten über den Tod von dessen Vater, †E. in Kenntnis gesetzt. Letzterer 
brach am 27. Februar 2018 infolge eines Herzinfarkts in einer Arztpraxis in X. 
zusammen, wurde ins Unispital transportiert, wo er verstarb (BA pag. 6.02.0072). 
Der gegen †E. an diesem Tag erlassene Strafbefehl wurde aufgrund von dessen 
Ableben durch eine Einstellungsverfügung gleichen Datums ersetzt (BA 
pag. 3.00.0003). 

1.3.3.4 Aktenkundig ist, dass zwischen der ersten Einvernahme von †E. und dessen Tod 
rund 8.5 Monate verstrichen, wovon †E. ungefähr einen Monat im Ausland ver-
brachte. Zu jenem Zeitpunkt befand sich die Strafuntersuchung im Anfangssta-
dium und wurde gegen mehrere Personen geführt. In der hier interessierenden 
Zeitspanne wurde vom Verteidiger des Beschuldigten nie die Durchführung einer 
Konfrontationseinvernahme beantragt. Das Ableben von †E. war zudem unvor-
hergesehen resp. unerwartet, so dass die Bundesanwaltschaft auch in zeitlicher 
Hinsicht nicht von einer Dringlichkeit für die allfällige Durchführung einer Kon-
frontationseinvernahme ausgehen musste. Der Beschuldigte wurde zudem in di-
versen Einvernahmen mit den Aussagen von †E. konfrontiert und konnte sich 
dazu äussern. Die Aussagen von †E. im hier interessierenden Sachverhalt sind 
weder die einzigen noch die wesentlichsten Beweise. Nach dem Gesagten sind 
die Aussagen von †E. verwertbar. 

- 14 - 

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1.3.3.5 D. wurde am 4. Juni 2017 als beschuldigte Person wegen Herstellens, Verber-
gens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen einvernommen. Am 
10. Juli 2017 erfolgte die Konfrontationseinvernahme mit dem Beschuldigten 
noch im Rahmen des gegen letzteren geführten abgekürzten Verfahrens (dazu 
vorne, Prozessgeschichte Lit. E.). Zwar sind die Aussagen des Beschuldigten in-
folge des gescheiterten, abgekürzten Verfahrens nicht verwertbar, jedoch blei-
ben die Aussagen von D. grundsätzlich unter diesem Gesichtspunkt insofern ver-
wertbar, als sie sich nicht auf die unverwertbaren Aussagen des Beschuldigten 
stützen. Letztlich wurde D. am 9. Oktober 2020 – infolge rechtskräftiger Verurtei-
lung mit Strafbefehl vom 27. Februar 2018 – in der Rolle als Zeuge einvernom-
men, unter Gewährung des Teilnahmerechts des Beschuldigten. Zwar wurden 
D. an besagter Einvernahme diverse frühere Aussagen vorgehalten, indes äus-
serte er sich auch noch einmal einlässlich und auf eine Weise zur Sache, die es 
dem anwesenden Verteidiger des Beschuldigten ermöglichte, diese Aussagen in 
kontradiktorischer Weise auf die Probe zu stellen. Zudem sind die Aussagen von 
D. im vorliegenden Sachverhaltskomplex weder die einzigen noch die wesent-
lichsten Beweise, vielmehr reihen sie sich – wie zu zeigen sein wird (E. 2.3.5) – 
in weitere Beweismittel, insbesondere die Erkenntnisse aus den geheimen Über-
wachungsmassnahmen, ein. Der Verwertbarkeit der Aussagen von D. steht so-
mit nichts entgegen.  

1.4 Anwendbares Recht 

1.4.1 Gemäss dem strafrechtlichen Rückwirkungsverbot (Art. 2 Abs. 1 StGB) wird ein 
Täter grundsätzlich nach dem Recht beurteilt, das im Zeitpunkt der Tatbegehung 
in Kraft stand. Art. 2 Abs. 2 StGB sieht indes vor, dass das neue Recht anzuwen-
den ist, wenn es für den Täter das mildere ist als das zum Zeitpunkt der Tat 
geltende (sog. lex mitior). Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder ist, 
beurteilt sich nicht nach einer abstrakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug 
auf den konkreten Fall (Grundsatz der konkreten Vergleichsmethode; BGE 134 
IV 82 E. 6.2.1). Sind mehrere Taten zu beurteilen, ist für jede einzelne gesondert 
zu prüfen, ob das neue oder das alte Recht anwendbar ist.  

1.4.2 Der Beschuldigte soll die verfahrensgegenständlichen Straftaten im Zeitraum von 
ca. 2015 bis 4. Mai 2020 begangen haben. Seither wurde das Strafgesetzbuch 
verschiedenen Revisionen unterzogen, insbesondere im Bereich des Sanktionen-
rechts. Die strafbaren Handlungen liegen damit teils vor, teils nach dem Inkraft-
treten des neuen Sanktionenrechts am 1. Januar 2018. Da dieses primär den 
Anwendungsbereich der Geldstrafe einschränkt (Wegfall des teilbedingten Voll-
zugs, Verkürzung der maximalen Anzahl Tagessätze auf 180, Festlegung einer 
Tagessatzuntergrenze) und kurze Freiheitsstrafen (bis sechs Monate) wieder 
einführt, kann es gegenüber dem vorliegend im Tatzeitpunkt geltenden Recht 
grundsätzlich nicht als milder qualifiziert werden (vgl. TRECHSEL/VEST, Schwei-
zerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 2 StGB N. 11). 
Eine weitere Änderung einzelner Straftatbestände trat mit der Revision über die 

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Harmonisierung der Strafrahmen per 1. Juli 2023 in Kraft. Die Anwendbarkeit des 
jeweiligen Rechts wird nachfolgend je gesondert bei den konkreten Straftatbe-
ständen geprüft. 

2. Materielles 

2.1 Qualifizierte Widerhandlung gegen das BetmG (Art. 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. 
Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG) 

2.1.1 Anklagevorwurf 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten in Anklageziffer 1.1 zunächst 
zusammengefasst vor, in der Zeit von ca. März/April 2019 bis 8. Juli 2019 und 
von ca. 8. August bis 13./14. September 2019 an ca. 3 bis 4 Tagen pro Woche 
durchschnittlich je ca. 2.5 Gramm Kokaingemisch, mit einem Reinheitsgehalt von 
mindestens 60 %, zu einem Preis von Fr. 100.-- pro Gramm, insgesamt ca. 
144 Gramm Kokaingemisch, d.h. 86.4 Gramm Reinsubstanz an F. verkauft zu 
haben. An zwei weiteren Tagen, unter anderem am 19. August 2019, habe er 
zudem jeweils ca. 10 Gramm Kokaingemisch, insgesamt ca. 20 Gramm Kokain-
gemisch, d.h. 12 Gramm Reinsubstanz Kokain an Vorgenannte veräussert, wobei 
letztere davon 122 Gramm für ihren Eigenkonsum verwendet und ca. 42 Gramm 
an andere Personen, darunter der Privatklägerin, weiterverkauft habe. Insgesamt 
habe der Beschuldigte ca. 164 Gramm Kokaingemisch, d.h. 98.4 Gramm Rein-
substanz Kokain veräussert. Mit der vorsätzlichen Veräusserung von Betäu-
bungsmitteln in dieser Menge habe er zumindest in Kauf genommen, dass er die 
Gesundheit von vielen Menschen gefährdet habe. 

2.1.2 Rechtliches 

2.1.2.1 Infolge der Revision über die Harmonisierung der Strafrahmen vom 1. Juli 2023 
erfuhr die Strafdrohung von Art. 19 Abs. 2 aBetmG insofern eine Änderung, als 
die Freiheitsstrafe nun nicht mehr mit einer Geldstrafe verbunden werden kann. 
In casu erweist sich das neuere Recht nicht als das mildere, da beim Beschul-
digten auf das Ausfällen einer zusätzlichen Geldstrafe zu verzichten ist (Art. 2 
Abs. 1 StGB, s. E. 1.4.2). 

2.1.2.2 Gemäss Art. 19 Abs. 1 aBetmG macht sich unter anderem strafbar, wer Betäu-
bungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem anderen 
verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c). 

Ein schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a aBetmG liegt vor, wenn der Täter 
weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar 
die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. In objektiver Hinsicht 
verlangt der Tatbestand eine direkte oder indirekte Gefährdung der Gesundheit 
vieler Menschen. In subjektiver Hinsicht ist erforderlich, dass der Täter von dieser 

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Gefährdung wusste oder hätte wissen müssen. Die objektive und die subjektive 
Voraussetzung müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hin-
weisen).  

Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Schwelle zum qualifizierten 
Fall überschritten und von einer Gefährdung vieler Menschen (d.h. von mind. 
20 Personen) auszugehen, wenn ein Betäubungsmittelgemisch mindestens 
18 Gramm reines Kokain enthält. Somit bildet die reine Betäubungsmittelmenge 
trotz des im Gesetzestext nicht mehr explizit enthaltenen Mengenbezugs weiter-
hin ein zentrales Kriterium zur Konkretisierung der Gesundheitsgefahr für viele 
Menschen (BGE 150 IV 213 E. 1.4 m.w.H.; 145 IV 312 E. 2.1.1 ff.). Für die Frage 
des Vorliegens eines mengenmässig schweren Falls ist unerheblich, ob der Täter 
die Betäubungsmittel in einer einzigen grossen Portion oder in vielen kleinen Teil-
mengen, ob er sie gestützt auf einen einzigen Willensentschluss oder gestützt 
auf mehrere Willensentschlüsse in Verkehr bringt. Die Betäubungsmittelmengen 
der einzelnen Handlungen sind zu addieren, um das Vorliegen eines mengen-
mässig schweren Falles zu bestimmen (BGE 150 IV 213 E. 1.6.2.7). 

2.1.3 Tatsächliches 

2.1.3.1 Zentrale Beweismittel bilden für den hier zu beurteilenden Anklagesachverhalt 
die Aussagen von F. und der Privatklägerin. Zudem liegen auch diverse Chat-
Unterhaltungen vor. 

2.1.3.2 Bei den Akten liegt eine Chat-Unterhaltung zwischen dem Beschuldigten und F. 
vom 14. August 2019, worin Letztere diesem mitteilte, dass ein Stammkunde von 
ihr zur Privatklägerin komme, und ihn aufforderte, ihr davor noch einen «Stein» 
zu bringen. Der Beschuldigte antwortete daraufhin, dass er ihr «alles was sie 
brauche» bringe. Mit «Stein», so F., habe sie Kokain gemeint (BA 
pag. B02.02.004.0282), sie habe es aber immer anders genannt (BA 
pag. B02.02.002.0374). 

Am 5. November 2019 informierte F. den Beschuldigten via WhatsApp, dass die 
von der Polizei aufgegriffene Privatklägerin der Polizei von ihm erzählt habe, da 
ihr Urin positiv auf Drogen getestet worden sei (BA pag. B02.02.002.0170 ff.). 
Der Beschuldigte schrieb ihr am 10. November 2019 «Schmeisse deine telefon 
weg und kaufe dir ein neues, wenn sie die wo du hast nicht kontrolliert haben» 
(BA pag. B02.02.002.0171). Im weiteren Chat-Verlauf schilderte F., dass sie al-
les gelöscht und ein neues Handy habe (BA pag. B02.02.002.0179). Der Be-
schuldigte antwortete darauf, sie solle der Polizei einfach sagen, «ich hab mit dir 
sex gehabt und fertig» (BA pag. B02.02.002.0179). 

2.1.3.3 F. gab im gegen sie geführten Verfahren an, dass der Beschuldigte und sie  
sich im März oder April 2019 kennen gelernt und sich jeden zweiten oder dritten 
Tag getroffen hätten, und er ihr dabei Kokain geliefert habe (BA 

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pag. B02.02.004.0274 ff.; BA02.02.002.0365 f.; -0368; B02.02.004.0274; -0300; 
-0303; B02.02.005.0394 f.). Er sei ihr Dealer für Kokain gewesen (BA 
pag. B018.11.001.0226; B02.02.004.0301). Pro Mal seien das ein oder zwei 
Gramm gewesen, zwei Mal habe sie zudem je 10 Gramm gekauft, wobei sie 
Fr. 100.-- pro Gramm bezahlt, und in der Woche zwischen Fr. 500 bis 600.-- aus-
gegeben habe (BA pag. B02.02.004.0275; -0303; BA02.02.002.0368 f.; -0371 ff.; 
-0377; -0399; B02.02.005.0422 f.). Auch die Privatklägerin habe Kokain von ihm 
konsumiert, dieses aber selbst bezahlen müssen, wobei diese das Geld ihr habe 
übergeben müssen, und sie habe es dann dem Beschuldigten gegeben (BA 
pag. B02.02.004.0275; B02.02.002.0375 f.; B02.02.005.0394). Das letzte Mal 
habe sie am 13./14. September 2019 Kokain vom Beschuldigten gekauft (BA 
pag. B02.02.002.0371 f.; -0377; B02.02.005.0422 f.). Von den beim Beschuldig-
ten gekauften Drogen habe sie ca. 42 Gramm an insgesamt mindestens acht 
Personen für deren Eigenkonsum verkauft (BA pag. B02.02.002.0364 ff.; 
B02.02.004.0273 ff.; B02.02.005.0393 ff.; -0422 ff.; B018.11.001.0273). Unter 
anderem räumte sie anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit dem Beschul-
digten ein, auch ihrem (Ex-)Schwager, Kokain weitergegeben zu haben (BA 
pag. B02.02.002.0374; vgl. auch B018.11.001.0273). Auf Vorhalt, dass sie ge-
mäss ihren Angaben in der Zeit vom 8. August bis ca. 13./14. September 219 
somit insgesamt ca. 122 Gramm Kokaingemisch vom Beschuldigten erworben 
habe, gab F. an, dass dies zutreffend sei (BA pag. B02.02.005.0423). 

Zudem räumte F. ein, beim Beschuldigten Schulden in Höhe von Fr. 1'000.-- zu 
haben, da sie von ihm 10 Gramm Kokain für einen Escort-Kunden gekauft, dieser 
sie aber über den Tisch gezogen habe (BA pag. B02.02.002.0365 f.; 
B02.02.004.0291 f.; B02.02.005.0393 f.). Der Beschuldigte bestätigte, dass F. 
bei ihm Schulden habe, gab aber an, er habe ihr das Geld geliehen (BA 
pag. B02.02.002.0364 f.). 

Bei der Befragung an der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Winterthur 
relativierte F. zwar die Menge an Betäubungsmitteln, zeigte sich im Übrigen aber 
geständig hinsichtlich des mehrfachen Kaufs und teilweisen Weiterverkaufs von 
Kokain vom Beschuldigten. Schliesslich wurde sie mit Urteil vom 6. Oktober 2021 
des Bezirksgerichts Winterthur wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, wegen Kaufs von 164 Gramm Kokaingemisch, Ver-
kaufs von 42 Gramm davon an mindestens acht weitere Personen für Eigenkon-
sum und Konsums der weiteren 122 Gramm, rechtskräftig verurteilt (BA 
pag. 18.11.01.0487 ff.; -0685). 

2.1.3.4 Die Privatklägerin belastete den Beschuldigten ebenfalls. Im Vorverfahren gab 
sie zusammengefasst an, dass sie in der Zeit bei F. fast jeden zweiten Tag 
ein Säckchen Kokain, ca. 1. Gramm für Fr. 100.--, konsumiert habe (BA 
pag. B2.02.004.0021 f.). Der Beschuldigte sei fast täglich bei ihnen gewesen und 
habe Drogen gebracht, die in Säckchen verpackt gewesen seien (BA 
pag. B02.02.004.0013: -0115). F. habe die Drogen dann auf den Tisch geleert, 

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mit einer (Bank-)Karte diese zerkleinert, zwei Linien gemacht, eine für sie und 
eine für sich selbst und dann hätten sie die Drogen konsumiert (BA 
pag. B02.02.004.0014). Sie habe ihr ganzes Geld F. gegeben und habe die Dro-
gen von ihr bekommen, weshalb sie die Drogen nicht direkt beim Beschuldigten 
habe bezahlen müssen (BA pag. B02.02.004.0020 ff.; -0044). 

2.1.3.5 Der Beschuldigte stritt im Vorverfahren ab, mit dieser Betäubungsmittelangele-
genheit etwas zu tun zu haben (BA pag. B02.2.1.72 ff.; -229 ff.; B02.2.2.354;  
-378 ff.; 13.2.140 ff.). 

2.1.3.6 Der Anklagevorwurf betreffend die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmit-
telgesetz, der Beschuldigte habe F. Kokain gebracht und verkauft, stützt sich 
nach dem Gesagten im Wesentlichen auf Zugeständnisse und Angaben von F. 
– die sich damit nota bene selbst belastete – und der Privatklägerin. Die Aussa-
gen von F. und der Privatklägerin decken sich im Wesentlichen. Zudem sind auch 
diverse Chat-Unterhaltungen aktenkundig, die den Anklagesachverhalt stützen. 
Für die Strafkammer des Bundesstrafgerichts ist nach dem Gesagten der Ankla-
gesachverhalt, mit Ausnahme der Menge des durch den Beschuldigten veräus-
serten Kokains (vgl. hierzu sogleich), in objektiver Hinsicht rechtsgenügend er-
stellt. 

2.1.3.7 Hinsichtlich der Menge des veräusserten Kokains ist Folgendes festzuhalten: 

Der Reinheitsgehalt des vom Beschuldigten verkauften Kokains liess sich vorlie-
gend nicht eruieren. Ausgehend von den Analysestatistiken der Schweizerischen 
Gesellschaft für Rechtsmedizin ist für das Jahr 2019 und bei einer Portionsgrösse 
von weniger als 1 Gramm Kokain somit von einem Reinheitsgehalt von 
ca. 60% auszugehen (<https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und-Toxiko-
logie/Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_Ge-
haltsstatistik_SGRM_2019.pdf>, zuletzt besucht am: 7. Oktober 2024).  

F. gab an, vom Beschuldigten ab März/April bis 8. Juli und vom 8. August bis 
13./14. September 2019, jeden zweiten oder dritten Tag, jeweils 1 bis 2 resp. 2 
bis 3 Gramm Kokain gekauft zu haben, zwei Mal habe sie zudem 10 Gramm 
gekauft. Ausgehend davon, d.h. von drei Käufen pro Woche, von als Durch-
schnittswert 1.5 Gramm Kokaingemisch während einer Dauer von rund 15 Wo-
chen, ergeben sich 67.5 Gramm, zuzüglich der zusätzlich erworbenen zweimal 
10 Gramm, somit 87.5 Gramm Kokaingemisch. Bei einem Reinheitsgrad von 
60 % entspricht dies 52.5 Gramm reinem Kokain. 

2.1.4 Rechtliche Würdigung 

2.1.4.1 Der Beschuldigte veräusserte insgesamt 87.5 Gramm Kokaingemisch, 
52.5 Gramm reines Kokain, mehrheitlich abgepackt in 1 Gramm Säckchen, an 
F., womit der objektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c aBetmG erfüllt ist. 

https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und-Toxikologie/Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_Gehaltsstatistik_SGRM_2019.pdf
https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und-Toxikologie/Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_Gehaltsstatistik_SGRM_2019.pdf
https://sgrm.ch/inhalte/Forensische-Chemie-und-Toxikologie/Fachgruppe_Chemie/Statistiken/Cocain_und_Heroin/Cocain_Heroin_Gehaltsstatistik_SGRM_2019.pdf

- 19 - 

SK.2023.35 

Die objektive Grenze zum mengenmässig schweren Fall im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 lit. a aBetmG von 18 Gramm reinem Kokain ist vorliegend um fast das 
Dreifache überschritten. Der Verkauf von 52,5 Gramm reinem Kokain war somit 
geeignet, eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen herbeizuführen. Der 
qualifizierte Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. c aBemtG in Verbindung mit Art. 19 
Abs. 2 lit. a aBetmG ist damit in objektiver Hinsicht erfüllt. 

2.1.4.2 Die Veräusserung von Kokain in abgepackten 1 Gramm Säckchen erfolgte offen-
sichtlich vorsätzlich, wusste der Beschuldigte zweifellos, dass es sich um Betäu-
bungsmittel handelte und wollte diese gegen Entgelt auch veräussern. Zwar ver-
äusserte der Beschuldigte die hier relevante Menge von 52,5 Gramm reines Ko-
kain einzig an F., wusste dabei aber nicht nur um deren intensiven Konsum, son-
dern auch darum, dass diese einen Teil des Kokains regelmässig an die Privat-
klägerin für deren Konsum weitergab. Darüber hinaus wusste der Beschuldigte 
um die Weitergabe eines Teils des von F. gekauften Kokains an deren Schwager 
und auch darum, dass diese rund 10 Gramm Kokain an einen Escort-Kunden 
weitergab. Vor diesem Hintergrund konnte der Beschuldigte keineswegs die Ge-
wissheit gehabt haben, dass F. das von ihm gekaufte Kokain nur selbst resp. nur 
mit der Privatklägerin zusammen konsumierte und nicht noch an weitere Perso-
nen weitergeben würde. Mit dem regelmässigen Verkauf der als erheblich zu 
qualifizierenden Drogenmenge an F. nahm der Beschuldigte mithin eine Gefähr-
dung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a aBetmG zumindest in Kauf. Somit erfüllt 
der Beschuldigte auch die subjektiven Tatbestandselemente des qualifizierten 
Falles von Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a aBetmG. 

2.2 Förderung der Prostitution (Art. 195 lit. c StGB) 

2.2.1 Anklagevorwurf 

In Ziff. 1.2 wirft die Anklage dem Beschuldigten zusammengefasst vor, sich der 
Förderung der Prostitution gemäss Art. 195 lit. c StGB strafbar gemacht zu haben, 
indem er mit F. arbeitsteilig und dem gemeinsamen Tatplan entsprechend in der 
Zeit vom 8. August bis 17. September 2019 die Handlungsfähigkeit der Privatklä-
gerin, die der Prostitution nachging, durch Überwachung von Ort, Zeit, Ausmass 
oder Vorgabe von anderen Umständen der Prostitution beeinträchtigt habe. Die 
von der Privatklägerin durch die Prostitution generierten Einnahmen sollen der 
Beschuldigte und die Mittäterin zunächst zu 50 %, ab 22. August zu 100 % ein-
kassiert und unter sich im Verhältnis 70:30, davon 30 % zugunsten des Beschul-
digten, geteilt haben. Der Beschuldigte und seine Mittäterin hätten die Privatklä-
gerin in eine finanzielle (Abnahme des Prostitutionserlöses, angebliche Schul-
den), emotionale (er als deren Liebhaber und Freund, F. als grosse Schwester) 
und psychische (soziale Isolation) Abhängigkeit ihnen gegenüber gebracht, diese 
kontrolliert und bestraft und dadurch eine Machtposition ihr gegenüber innege-
habt, weshalb diese nicht mehr vollkommen frei gewesen sei und keine andere 
Möglichkeit gesehen habe, als ihre angeblichen Schulden bei dem Beschuldigten 

- 20 - 

SK.2023.35 

und F. durch kontrolliertes Anbieten von sexuellen Dienstleistungen zu beglei-
chen.  

2.2.2 Rechtliches 

2.2.2.1 Der Förderung der Prostitution nach Art. 195 lit. c StGB macht sich strafbar, wer 
die Handlungsfreiheit einer Person, die Prostitution betreibt, dadurch beeinträch-
tigt, dass er sie bei dieser Tätigkeit überwacht oder Ort, Zeit, Ausmass oder an-
dere Umstände der Prostitution bestimmt. Geschütztes Rechtsgut ist die Ent-
scheidungsfreiheit der sich prostituierenden Person, die nicht ausgebeutet wer-
den darf (siehe Urteil des Bundesgerichts 6P.162/2001 bzw. 6S.619/2001 vom 
22. März 2002 E. 6a mit Hinweis). Von dieser Bestimmung wird erfasst, wer sich 
der sich prostituierenden Person gegenüber in einer Machtposition befindet, die 
es ihm erlaubt, deren Handlungsfreiheit einzuschränken und festzulegen, wie sie 
ihrer Tätigkeit im Einzelnen nachzugehen hat oder in Einzelfällen bestimmte Ver-
haltensweisen zu erzwingen. Die Strafbarkeit setzt voraus, dass auf die be-
troffene Person ein gewisser Druck ausgeübt wird, dem sie sich nicht ohne Wei-
teres entziehen kann, sodass sie in ihrer Entscheidung, ob und wie sie dem Ge-
werbe nachgehen will, nicht mehr vollständig frei ist, und dass die Überwachung 
oder die bestimmende Einflussnahme ihrem Willen oder ihren Bedürfnissen zu-
widerläuft (vgl. BGE 129 IV 81 E. 1.2; 126 IV 76 E. 2 mit Hinweisen). Dabei kann 
es sich um Anweisungen an die Prostituierte hinsichtlich Arbeitsort, Arbeitszeit 
und Dauer, zu bedienende Kunden, vorzunehmender Handlungen oder Sexual-
praktiken oder des Ausmasses abzuliefernder Anteile handeln (KASPAR MENG, 
Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 195 N 25) 

Ob unzulässiger Druck im Sinne von Art. 195 lit. c StGB ausgeübt wird, entschei-
det sich nach den Umständen des jeweiligen Falles (BGE 129 IV 81 E. 1.3 f. und 
BGE 125 IV 269 E. 2 sowie beispielsweise in den Urteilen 6P.195/2006 bzw. 
6S.433/2006 vom 9. Dezember 2006 E. 3.2.2; 6P.39/2004 bzw. 6S.107/2004 
vom 23. Juli 2004 E. 5.4.; 6P.162/2001 bzw. 6S.619/2001 vom 22. März 2002 
E. 6). Keine Rolle spielt, ob die Prostitution freiwillig oder unfreiwillig ausgeübt 
wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_476/2015 vom 26. November 2015 E. 3) 

Das formale Einverständnis der betroffenen Person ist unwirksam, wenn ihre Ent-
scheidungsfreiheit durch wirtschaftliche Not wesentlich eingeschränkt war. Die 
Strafbarkeit des Ausbeuters entfällt nicht, wenn das Opfer sich auf die Ausbeu-
tung einlässt. Art. 195 lit. c StGB gewährt auch Personen strafrechtlichen Schutz, 
die aufgrund ihrer ausweglosen oder gar verzweifelten wirtschaftlichen und so-
zialen Lage bereit sind, auf ihre Handlungsfreiheit zeitweise zu verzichten, um 
als Prostituierte arbeiten zu können (BGE 129 IV 81 E. 1.4).  

2.2.2.2 Nach der konstanten Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, 
Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise 
mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht 

- 21 - 

SK.2023.35 

(BGE 133 IV 76 E. 2.7). Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den 
Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts 
so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Das blosse Wollen der Tat, der 
subjektive Wille allein genügt zur Begründung von Mittäterschaft nicht. Der Mittäter 
muss vielmehr bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung der Tat auch tat-
sächlich mitwirken. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigent-
lichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Tatbestands-
mässige Ausführungshandlungen sind nicht notwendige Voraussetzung für die 
Annahme von Mittäterschaft (vgl. BGE 143 IV 361 E. 4.10; 135 IV 152 E. 2.3.1; 
Urteile des Bundesgerichts 6B_712/2017 vom 23. Mai 2018 E. 2.3.2, nicht publ. 
in BGE 144 IV 198; 6B_116/2012 vom 30. März 2012 E. 2.3). Dass der Mittäter 
bei der Fassung des gemeinsamen Tatentschlusses mitwirkt, ist nicht erforder-
lich; es genügt, dass er sich später den Vorsatz seiner Mittäter zu eigen macht 
(BGE 130 IV 58 E. 9.2.1). Die Begründung für diese Praxis liegt unter anderem 
darin, dass gerade raffinierte Delinquenten sich bei der Tatausführung häufig im 
Hintergrund halten und die «Handarbeit» andern überlassen. Solche Delinquen-
ten sind Mittäter, obschon sie sich zur Zeit der Tatausführung allenfalls an einem 
ganz anderen Ort aufhalten und auf den Geschehensablauf und die Details der 
Tatausführung keinen Einfluss mehr haben (BGE 108 IV 88 E. I.2/a). Immer aber 
ist entscheidend, dass der Beteiligte sich dem Tatentschluss unter Bedingungen 
oder im Masse assoziiert, dass er nicht als nebensächlicher, sondern hauptsäch-
licher Teilnehmer erscheint («qui le font apparaître comme un participant non pas 
secondaire, mais principal», BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteil 6B_1052/2020 vom 
19. Juli 2021 E. 2.1.2). Insofern ist Mittäterschaft gleichwertiges koordiniertes Zu-
sammenwirken bei Begehung einer strafbaren Handlung (TRECHSEL/GETH, in: 
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, N. 13 Vor 
Art. 24 StGB; TRECHSEL/NOLL/PIETH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner 
Teil I, 7. Aufl. 2017, S. 192). Indiz für Mittäterschaft ist das Interesse an der Tat, 
insbesondere die anteilsmässige Beteiligung an der Beute (TRECHSEL/JEAN-
RICHARD, Praxiskommentar StGB, 3. Aufl. 2018, N 15 zu Vor Art. 24). In subjek-
tiver Hinsicht verlangt Mittäterschaft Vorsatz und einen gemeinsamen Tatent-
schluss, der auch bloss konkludent bekundet werden kann, wobei Eventualvor-
satz genügt (BGE 133 IV 76 E. 2.7; 130 IV 58 E. 9.2.1; 126 IV 84 E. 2c/aa S. 88; 
Urteil des Bundesgerichts 6B_950/2016 vom 10. April 2017 E. 2.1.2). 

2.2.3 Tatsächliches 

2.2.3.1 F. wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 6. Oktober 2021 der För-
derung der Prostitution gemäss Art. 195 lit. c StGB zu Lasten der Privatklägerin, 
begangen in Mittäterschaft mit dem Beschuldigten, schuldig gesprochen. Das 
Obergericht des Kantons Zürich bestätigte die Verurteilung mit Entscheid vom 
9. Februar 2023. Die dagegen erhobene Beschwerde von F. wurde vom Bundes-
gericht am 9. Oktober 2023 abgewiesen (SK pag. 25.262.1.062 ff.). Zusammen-
gefasst erachteten die Gerichte es als erstellt, dass F. zusammen mit dem Be-
schuldigten die Privatklägerin bezüglich ihrer Ausübung der Prostitution vom ca. 

- 22 - 

SK.2023.35 

10. August bis 17. September 2019 unter Druck setzte, kontrollierte sowie man-
nigfaltig auf sie einwirkte und ihr praktisch die gesamten durch sie erzielten Ein-
nahmen wegnahm. Gemäss den Erkenntnissen der Gerichte bestand das er-
zeugte Abhängigkeits- bzw. Machtverhältnis einerseits in finanzieller Hinsicht, 
durch Geltendmachung von Schulden für die Reise in die Schweiz, Miete und 
Essen, Drogen etc., andererseits auch in emotionaler Hinsicht, da sich F. als 
grosse Schwester bzw. Freundin und der Beschuldigte sich als Liebhaber resp. 
Freund ausgaben (BA pag. B018.11.001.0417; -0675). 

2.2.3.2 Zentrale Beweismittel sowohl im Verfahren gegen F. aber auch im Verfahren 
gegen den Beschuldigten bilden die Chatverläufe des Beschuldigten mit F. und 
das für die Privatklägerin aufgeschaltete einschlägige Inserat. Ebenso bilden die 
Aussagen des Beschuldigten, von F., der Privatklägerin sowie des Zeugen G. 
und der Zeugin H. wesentliche Beweismittel (BA pag. B02.02.001.62 ff.; 
B02.02.002.0001 ff.; B02.02.003.0001 ff.; B02.02.004.001 ff.; 
B02.02.0005.0001 ff.). Bereits hier gilt es anzumerken, dass die Aussagen der 
Privatklägerin zwar teilweise ambivalent erscheinen, diese indes nicht alleiniges 
Beweismittel darstellen. Vielmehr ergeben ihre Aussagen, wie nachfolgend zu 
zeigen sein wird, zusammen mit den Sachbeweisen, insbesondere den umfang-
reichen und eindeutigen Chat-Nachrichten zwischen dem Beschuldigten und F., 
ein eindeutiges, stimmiges Ganzes, welches die Realität aufzeigt, in welcher die 
Privatklägerin mehrere Wochen leben musste. 

2.2.3.3 Erstellt und unbestritten ist zunächst, dass die mittellose Privatklägerin am 
8. August 2019 mit F. per Flugzeug aus Ungarn in die Schweiz einreiste, um am 
Wohnort von F. der Prostitution nachzugehen (BA pag. B02.02.004.0011, -0157; 
-0238 f.; B02.02.005.0387 ff.). Dies bestätigten auch der Zeuge G. sowie H., die 
Schwester von F. (BA pag. B02.02.004.0079 f.; B02.02.004.182). Die Privat-
klägerin verfügte weder über Geld noch über ein eigenes Mobiltelefon und lebte 
in Ungarn in ärmlichen Verhältnissen (BA pag. B02.02.004.0006 f.; -142; 
B02.02.005.0373; 18.11.001.0012 ff.). F. bezahlte der Privatklägerin am Vortag 
der Abreise eine Maniküre und organisierte mit G. die Bezahlung des Fluges 
für die Privatklägerin (BA pag. B02.02.004.0086; -0098; -0122; -0124; 
B02.02.005.0371; -0389 ff.). Dabei war gemäss übereinstimmenden Aussagen 
der Privatklägerin und F. abgemacht, dass die Privatklägerin das Geld für die 
Maniküre sowie das Flugticket mit ihrem ersten Verdienst aus der Prostitution 
abbezahlen müsse (BA pag. B02.02.004.0012; -0141; B02.02.005.390).  

2.2.3.4 Hinsichtlich der Erstellung des einschlägigen Inserats und des ersten sexuellen 
Kontakts des Beschuldigten mit der Privatklägerin, ergibt sich aus den Akten was 
folgt: 

F. schrieb dem Beschuldigten am 5. August 2019 – und somit einige Tage vor 
ihrer Einreise mit der Privatklägerin in die Schweiz – «Jetzt nehm ich eine Frau 
mit ... wäre nicht schlecht wenn würdest du ihr probieren.» (BA 

- 23 - 

SK.2023.35 

pag. B02.02.001.0094; B02.02.005.0245). Der Beschuldigte fragte daraufhin hin 
«Was für frau nehmst du mit»» (BA pag. B02.02.001.0094 f.; B02.02.005.0246; 
s. auch B02.02.04.276). F. antwortete ihm, dass sie zuvor noch nicht gearbeitet 
habe, sie ihr die Hälfte des Geldes gebe, aber sie wissen müssten, «wie ist sie 
im Bett» (BA pag. B02.02.001.94; B02.02.005.0246). Der Beschuldigte schrieb 
daraufhin «Und ich soll schauen ob sie was kann?» und kurz später «Test ficker 
war ich noch nie» (BA pag. B02.02.001.95). Am 9. August 2019 und damit einen 
Tag nach Einreise von F. mit der Privatklägerin in die Schweiz, schrieb der 
Beschuldigte F. «Aber du must ihr sagen sie soll sich beweisen bei mir weil 
ansonsten wird sie nichts machen wenn ich probiere» (BA pag. B02.02.001.97). 
Am Mittag des 10. August 2019 unterhielten sich der Beschuldigte und F. dann 
über den Geschlechtsverkehr zwischen Ersterem und der Privatklägerin (BA 
pag. B02.02.001.100). Um 16:54 Uhr schrieb der Beschuldigte F. «Ich hab sie 
normal und langsam gefickt nicht so wie ich weiss wie ein idiot wo letztes mall 
fickt» (BA pag. B02.02.001.0106). 

Dass der Beschuldigte die sexuellen Fähigkeiten der Privatklägerin im Hinblick auf 
deren Tätigkeit als Prostituierte – ohne deren Kenntnis – «testete», ergibt sich nicht 
nur aus dem vorgenannten Chat-Verlauf, sondern wird auch vom Beschuldigten 
anerkannt (BA pag. B02.02.001.0225; B02.02.002.0379 ff.). F. und die Privatklä-
gerin bestätigten dies in ihren Einvernahmen ebenfalls (BA pag. B02.02.004.14 f.; 
-0114; -0146 ff.; -0164; -0235 ff.; -0277 ff.; B02.02.005.0391). Zweck dieses 
«Testens» sei es nach Angaben des Beschuldigten gewesen, dass er F. mitteilen 
könne, was sie über die sexuellen Fähigkeiten der Privatklägerin ihren Stamm-
klienten erzählen könne (BA pag. B02.02.001.225). Dies bestätigte alsdann auch 
F. (BA pag. B02.02.004.0278). 

Weiter räumte der Beschuldigte ein, anlässlich dieses ersten Treffens am 10. Au-
gust 2019 mit dem Mobiltelefon von F. Fotos der Privatklägerin für Inserate auf 
einschlägigen Webseiten erstellt zu haben (BA pag. B02.02.001.0224 f.; 
B02.02.002.0380). Die Privatklägerin bestätigte, dass der Beschuldigte Fotos 
von ihr gemacht und sie ihn dafür mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt habe 
(BA pag. B02.02.004.0114; -0147). Auch F. gab an, dass der Beschuldigte die 
Fotos erstellt habe (BA pag. B02.02.004.0235). 

Entsprechend dem Urteil des Beschuldigten über die sexuellen Fähigkeiten der 
Privatklägerin entwarf F. den Text für das einschlägige Inserat, wie diese selbst 
einräumte (BA pag. B02.02.004.0278; B02.02.005.373; B02.02.002.0379 ff.). 
Auf Frage, wer für das Inserat bezahlt habe, bestätigte F., dass sie dafür bezahlt 
habe (BA pag. B02.02.005.0373). Die Privatklägerin hat nach eigenen Angaben 
nicht gewusst, was im Inserat stand, da sie mangels Deutschkenntnissen den 
Inhalt nicht habe verstehen können (BA pag. B02.02.004.0010 f.; -0050; -147 f.). 
Dass die Privatklägerin keine Deutschkenntnisse hatte, bestätigten auch F. 
(BA pag. B02.02.004.0278; B02.02.005.0404), der Beschuldigte (BA 
pag. B02.02.001.0243) und G. (BA pag. B02.02.04.0079). 

- 24 - 

SK.2023.35 

Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschuldigte am 10. August 2019 Fotos 
der Privatklägerin erstellte und ihre sexuellen Fähigkeiten «testete», damit F. auf 
dieser Grundlage in der Folge ein einschlägiges Inserat zur Anpreisung der Privat-
klägerin und deren sexuellen Dienstleistungen anfertigen konnte. Weiter erstellt ist, 
dass die Privatklägerin das Inserat und deren Inhalt ohne Übersetzung mangels 
Deutschkenntnissen nicht verstanden haben konnte. Für die Festlegung der Preise 
für die sexuellen Dienstleistungen fehlten ihr alsdann die Kenntnisse betreffend 
die Verhältnisse in der Schweiz, so dass unwahrscheinlich erscheint, dass sie 
selbst dieselben bestimmt haben konnte. Damit ist erstellt und im Grundsatz auch 
unbestritten, dass die Festlegung der von der Privatklägerin gemäss Inserat zu 
erbringenden Dienstleistungen und die Preise sowie deren Beschreibung ohne 
vorgängige Rücksprache mit derselben durch den Beschuldigten und F. erfolgten. 

2.2.3.5 In Bezug auf die in der Folge vorgespielte Verliebtheit des Beschuldigten in die 
Privatklägerin, ergibt sich aus den Akten was folgt: 

Am 10. August 2019 um 16:53 Uhr schrieb der Beschuldigte F. folgende Nach-
richt «Aber ist gut wenn sie sich verliebt dann haben wir das ganze geld» und 
«Dann habe ich vorher meine tasche» (BA pag. B02.02.001.105). Danach 
tauschen der Beschuldigte und F. mehrere Textnachrichten über die Aufteilung 
des Prostitutionserlöses der Privatklägerin aus, wobei der Beschuldigte schliess-
lich festhält «Dann hast du 70 und ich 30», «Und sie meine «liebe»» (BA 
pag. B02.02.001.109). F. bezeichnete dies als gute Idee und der Beschuldigte 
schrieb «wir schauen ich hab selber von eine so mit meiner schwester in 6 wo-
chen 15000 genomen und die liebt mich noch aber ich sie nicht» (BA 
pag. B02.02.001.0111). Im Verlaufe der Konversation warf F. auf, dass sie die 
«liebe Schwester» sein könne (BA pag. B02.02.001.0114). Sie fügte an, dass 
«wenn wir zusammen gute Team dann wir behalten sie etwas länger» (BA 
pag. B02.02.001.0119). Am 11. August 2019 schrieb F. dem Beschuldigten dann 
folgende Nachricht: «Und ich habe extra gesagt ah du warst gestern so schnell 
mit ihr im Bett weil du bist verliebt» (BA pag. B02.02.001.0122). Am 13. August 
2019 schrieb der Beschuldigte, dass die Privatklägerin «für arbeiten und nicht 
zum verlieben» sei (BA pag. B02.02.005.0007). Ein paar Stunden später schrieb 
F. dem Beschuldigten «sie möchte von dir eine T-Shirt, weil sie vermisst dich.» 
(BA pag. B02.02.005.0012). Der Beschuldigte antwortete daraufhin «sie be-
kommt T-Shirt und ich meine motivation tasche» (BA pag. B02.02.005.00012 ff.) 

In der Folge gab F. dem Beschuldigten Anweisungen, welche Nachrichten er zur 
Untermauerung seiner angeblichen Verliebtheit schreiben solle, so beispiels-
weise, dass er sie schön finde oder sie liebe (BA pag. B02.02.001.0226 ff.; -0358 f. 
und 0386 ff.; B02.02.005.0406). Der Beschuldigte verfasste daraufhin unter 
anderem die folgenden Textnachrichten: «wunderschön ich liebe sie», «und 
sagst du ich lieb dich Schatzi», «kuss kusses für B.» (BA pag. B02.02.002.0015 ff.; 
-0356; -0386 ff. B02.02.004.0339; B02.02.005.0284). Diese Nachrichten sendete 
der Beschuldigte an F., die diese wiederum der Privatklägerin zeigte und ggf. 

- 25 - 

SK.2023.35 

übersetzte, da die Privatklägerin zu diesem Zeitpunkt über kein Mobiltelefon ver-
fügte. Sie war es auch, die die Privatklägerin über die Verliebtheit des Beschul-
digten informierte (BA pag. B02.02.001.0226 ff.; B02.02.002.0358 f. und -0386 ff.; 
B02.02.005.0406).  

Der Beschuldigte räumte im Vorverfahren ein, dass F. gewollt habe, dass er sich 
als Liebhaber der Privatklägerin ausgebe und er einige Male mitgespielt habe 
(BA pag. B02.02.001.0165; -0225). Er habe den Liebhaber nicht spielen wollen, 
aber mitgespielt, wobei er damit habe bewirken wollen, «dass Frau B. arbeiten 
kann und ich meinen Teil bekomme von den Escort-Fahrten oder von der 
Abmachung mit Frau F.» (BA pag. B02.02.001.0227). Weiter gab er zu Protokoll, 
dass man nicht sagen könne, dass er Liebe vorgespielt habe (BA 
pag. B02.02.001.0358). Er habe etwa zwei bis drei Mal mitgespielt, so einmal mit 
dem T-Shirt, welches er F. für die Privatklägerin gegeben habe und er habe auf 
Verlangen von F. auch Liebesgrüsse per Voicemessage verschickt (BA 
pag. B02.02.001.0387; B02.02.002.0355). 

F. bestätigte, dass der Beschuldigte die Sprachnachrichten mit den Liebesbe-
kundungen auf ihr Verlangen aufgenommen habe (BA pag. B02.02.002.0387). 
Die Privatklägerin habe erst erfahren, dass das nur vorgespielt gewesen sei, als 
sie dem Beschuldigten gesagt habe, er müsse nicht mehr den Liebhaber spielen 
(BA pag. B02.02.002.0387). 

Die Privatklägerin ihrerseits gab an, sich in den Beschuldigten verliebt zu haben 
(BA pag. B02.02.004.0174 ff.). Sie habe deswegen auch um ein T-Shirt vom 
Beschuldigten gebeten, um mit dessen Duft einschlafen zu können 
(B02.02.004.0015). Er habe ihr auch Sprachnachrichten gemacht und F. habe 
ihr eine Nachricht des Beschuldigten an sie übersetzt, in der gestanden habe «sie 
ist wunderschön, ich liebe sie» (BA pag. B02.02.002.0015 ff.; B02.02.004.0046). 
Die Privatklägerin gab schliesslich zu Protokoll: «Ich habe es so empfunden, 
dass ich mein Schutzschild gefunden habe und dass ich meine Liebe gefunden 
habe, aber es ist nicht so gekommen.» (BA pag. B02.02.004.0046). 

Dass der Beschuldigte und F. der Privatklägerin vorspielten, dass Ersterer in die 
Privatklägerin verliebt sei, ergibt sich nach dem Gesagten nicht nur aus den Chat-
Nachrichten zwischen dem Beschuldigten und F. sowie den Aussagen der Pri-
vatklägerin und F., sondern wird auch vom Beschuldigten anerkannt. Ebenso er-
stellt ist, insbesondere aufgrund der einschlägigen Chat-Nachrichten, dass der 
Beschuldigte und F. gezielt auf diese Verliebtheit hingearbeitet haben, um die 
Privatklägerin auszunutzen resp. ihr den Prostitutionserlös abzunehmen. 
Dadurch, dass sie die Privatklägerin in den Glauben versetzten, dass der Be-
schuldigte in diese verliebt sei, machten sie die Privatklägerin nicht nur leichter 
manipulierbar und gefügig, sondern schufen eine emotionale Abhängigkeit, was 
sich nicht zuletzt darin widerspiegelte, dass die Privatklägerin in einer Einver-
nahme aussagte, sie habe im Beschuldigten ihr «Schutzschild» gesehen. 

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2.2.3.6 In Bezug auf die Vorgaben von Ort, Zeit, Preisen und Umständen der Prostitu-
tionstätigkeit der Privatklägerin sowie die diesbezüglichen Absprachen des Be-
schuldigten und F. lässt sich den Akten folgendes entnehmen: 

Erstellt und unbestritten ist zunächst, dass der erste Freier der Privatklägerin in 
der Schweiz G. war, wobei das Treffen von F. organisiert wurde, damit die Pri-
vatklägerin das Flugticket abarbeiteten konnte. Die Privatklägerin erbrachte als-
dann weitere sexuelle Dienstleistungen an G., ohne dass sie dafür Geld erhielt, 
was sowohl die Privatklägerin als auch G. und F. bestätigten. So hielt die Privat-
klägerin dazu fest, dass sie es habe «gratis» machen müssen, sie dies aber nicht 
gewollt habe (BA pag. B02.02.004.0048 f.; -0141). G. bezahlte gemäss eigenen 
Angaben und den Angaben von F. und der Privatklägerin dafür Einkäufe im 
Lebensmittelgeschäft I. für die Familie von F. (BA pag. B02.02.004.0141). In die-
sem Zusammenhang führte G. aus, er habe Dienstleistungen für die Privatkläge-
rin entrichtet und im Lebensmittelgeschäft I. bezahlt, dort habe er «die Lebens-
mittel bezahlt für die ganze Familie», der Privatklägerin habe er aber keinen ein-
zigen Franken gegeben (BA pag. B02.02.004.0082 f.; -0093 f.). Dass die Privat-
klägerin die Dienstleistungen auf Anweisung von F. hin und mit erkennbarem 
Unwillen erbrachte, ergibt sich insbesondere aus den Aussagen der Privatkläge-
rin (BA pag. B02.02.004.0049), aber auch aus dem Umstand, dass F. ihr G., von 
dem sie den Flug der Privatklägerin bezahlen liess, zuhielt. 

In der Folge arbeitete die Privatklägerin gemäss den übereinstimmenden Aussa-
gen von ihr und F. bis zur polizeilichen Intervention am 17. September 2019 als 
Prostituierte, vorwiegend an ihrem Wohnort und damit in der Wohnung von F. 
(BA pag. B02.02.004.0162; -0125; -0239). Dies bestätigte auch G., der angab, 
dass die Privatklägerin die Kunden fast immer in der Wohnung bedient habe, 
wobei F. diese empfangen und dann zur Privatklägerin ins Zimmer geführt habe 
(BA pag. B02.02.004.0081). Auch H. gab an, dass die Privatklägerin an ihrem 
Wohnort gearbeitet habe (BA pag. B018.11.001.0077; -0084).  

Während der Prostitutionstätigkeit der Privatklägerin tauschten sich der Beschul-
digte und F. regelmässig, fast täglich, über deren Tätigkeit bzw. deren Verhalten 
via WhatsApp aus. So informierte F. den Beschuldigten am 14. August 2019 bei-
spielsweise darüber, dass ihr Stammkunde zur Privatklägerin komme, woraufhin 
der Beschuldigte wissen wollte, wann er komme (BA pag. B02.02.0020 ff.). 
Nachdem der besagte Stammkunde bereits nach zwei statt drei Stunden wieder 
ging, worüber F. ihn informierte, erkundigte sich der Beschuldigte, ob er den vol-
len Preis bezahlt habe (BA pag. B02.02.005.0049). F. antwortete daraufhin «Er 
wollte 600 geben aber hab ihm gesagt jetzt mach für mich minus .. so hat 
900 plus 200» (BA pag. B02.02.005.0049). Der Beschuldigte erwähnte im Ver-
laufe der Konversation immer wieder, dass die Privatklägerin arbeiten solle, so 
schrieb er am 17. August 2019 beispielsweise «Sie soll arbeiten heute ist Sams-
tag» (BA pag. B02.02.005.0139). Daraufhin informierte F. den Beschuldigten, 
dass ein Kunde der Privatklägerin Fr. 2'500.-- gezahlt habe, die Privatklägerin 

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das Geld aber genommen habe und sie dem Kunden deshalb gesagt habe, er 
müsse nochmals zahlen (BA pag. B02.02.005.0147). Der Beschuldigte erkun-
digte sich zudem regelmässig bei F., ob die Privatklägerin arbeitete, so fragte er 
sie beispielsweise am 27. August 2019 «Die hure arbeitet oder nein?» (BA 
pag. B02.02.005.0265 f.; -0269; -0289 f.).  

Zusammengefasst ergibt sich aus dem umfangreichen Chatverkehr mit aller 
Deutlichkeit, dass sich der Beschuldigte und F. regelmässig, fast täglich, über 
die Tätigkeit bzw. das Verhalten der Privatklägerin austauschten (BA 
pag. B02.02.005.0001). Teil dieser Unterhaltung waren auch Fotos und Videos, 
welche die Privatklägerin bei der Arbeit zeigten (BA pag. B02.02.005.0044; -115; 
-0118). Die Chat-Nachrichten zeigen sodann, dass sie darüber hinaus planten, 
eine weitere Frau «zu holen» (BA pag. B02.02.004.0356).  

Dass der Beschuldigte und F. nicht nur virtuell in engem Kontakt standen, son-
dern auch physisch, ergibt sich im Weiteren aus den übereinstimmenden Aussa-
gen der Privatklägerin und F., denen zufolge der Beschuldigte fast täglich, jeden-
falls mehrmals pro Woche vorbeigekommen sei, mithin um Kokain abzuliefern, 
welches F. für sich selbst und die Privatklägerin kaufte (siehe dazu E. 2.1.3.3 f.; 
B02.02.002.0367 ff.; -0371; -0373; B02.02.004.0013 ff.; -0165; -274 f.; 
B02.02.004.0274 ff.; -0282 ff.; -0302; -308 ff.; B02.02.005.0394 ff.; -0398; -0410). 

Aus dem Chatverlauf zwischen dem Beschuldigten und F. ergibt sich zudem, dass 
die Terminvereinbarungen zunächst, mangels Deutschkenntnissen der Privatklä-
gerin, von F. übernommen wurden. Sie war es auch, die das einschlägige Inserat 
aufschaltete und die entsprechenden Kontaktanfragen erhielt, verfügte die Privat-
klägerin doch erstellter- und unbestrittenermassen nicht über ein Mobiltelefon. F. 
beschwerte sich beim Beschuldigten, dass dies den Kunden vor Ort dann aber 
auffallen würde (BA pag. B02.02.001.101). Der Beschuldigte riet ihr daraufhin 
«Sagst du das du über google translet schreibe» (BA pag. B02.02.001.101). Dass 
die Terminvereinbarung anfänglich über F. lief, gab auch die Privatklägerin zu 
Protokoll. So habe F. alles im Voraus abgemacht und ihr die Kunden dann ge-
bracht (BA pag. B02.02.004.0042; -0157 f.). Dies widerspiegeln auch die Aussa-
gen von G., der angab, dass F. die Kunden jeweils empfangen und sie der Privat-
klägerin vorgestellt und zu ihr ins Zimmer geführt habe (BA pag. B02.02.004.0081; 
-0102). Dass F. es war, welche die (Stamm-)Kunden empfing, bestätigte auch der 
Beschuldigte, der zu Protokoll gab: «Soweit ich weiss von Frau F., dass Frau F. 
die Stammkunden empfangen hat. Die Stammkunden haben gedacht, sie kom-
men bei Frau F., aber dann wo die Kunden bei der Wohnung waren, hat Frau F. 
sie dann bei [der Privatklägerin] vermittelt.» (BA pag. B02.02.002.0003). Die ihr 
gebrachten Kunden habe die Privatklägerin nach eigenen Angaben nicht ablehnen 
können, weil F. ihr gesagt habe, dass sie Schulden beim Beschuldigten hätten 
(BA pag. B02.02.004.040; -0158). Einmal habe F. sie in der Nacht geweckt und 
ihr gesagt, sie solle aufwachen, da es einen Freier gebe, der im Auto eine Dienst-
leistung wolle (BA pag. B02.02.004.0161). Mitunter habe sie auch sexuelle Dienst-

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leistungen erbringen müssen, die sie nicht wollte, u.a. Analverkehr und ohne 
Kondom (BA pag. B02.02.004.148, B02.02.004.192). Sie habe auch während ihrer 
Menstruation arbeiten müssen, so die Privatklägerin (BA pag. B02.02.004.0054; 
-0160 ff.). Dass die Privatklägerin während ihrer Periode arbeitete, wusste auch 
der Beschuldigte, welcher im Chat-Verlauf mit F. am 17. August 2019 schrieb 
«Egal periode viele idiot gerne» (BA pag. B02.02.001.409).  

Dass F. der Privatklägerin diverse Kunden zuhielt und diese weder die Kunden 
noch die von F. angebotenen sexuellen Dienstleistungen ablehnen konnte, ergibt 
sich auch aus einem einschlägigen Chat-Verlauf zwischen ihr und J., der am 
15. August 2019 schrieb, dass er «noch nie hatte sex mit so einer jungen 
Frau..ihre Muschi war eng.». Am 29. August 2019 fragte er, ob die Privatklägerin 
«lust auf ihn habe» woraufhin F. antwortete «Nein sie hat heute mit seine Freund 
3 Stunden gefickt aber sie macht wenn ich sage.», woraufhin J. schrieb «Bitte 
lass mich mit B. ficken» (BA pag. B02.02.005.0378). Auf Vorhalt der entspre-
chenden Nachricht und konfrontiert mit dem Vorwurf, dass die Privatklägerin be-
stimmen könne, mit wem die Privatklägerin Sex habe, gab F. an, «dass sie Einer 
Frau nicht sagen [könne], was sie machen solle, wenn sie das nicht machen 
möchte.» (BA pag. B02.02.005.0379). Auf Vorhalt ihrer Nachricht vom 2. Sep-
tember 2019 an J., dass er «ohne Gummi ficken heut aber du muss 200 bezah-
len» und vom 4. September 2019 «kannst vorbei komme bis 15 Uhr aber nur mit 
B.», verweigerte F. die Aussage (BA pag. B02.02.005.0379 f.). 

Nach etwa zwei Wochen, d.h. ca. ab dem 21. August 2019, will die Privatklägerin 
die Termine mit den Freiern auch selbst vereinbart haben (BA 
pag. B02.02.004.0158). Dazu habe ihr F. gewisse Antworten auf einem Blatt 
Papier notiert (BA pag. B02.02.004.0151), mit diesem und google translate habe 
sie dann mit Freiern kommuniziert (BA pag. B02.02.004.0041). Diese Angaben 
werden durch ein bei den Akten liegendes, von F. unterzeichnetes Blatt Papier 
mit handgeschriebenen Antworten auf üblicherweise von Freiern gestellten Fra-
gen, so beispielsweise «Was sind deine Tabus. Ich mache alles nur mit» oder 
auch die Preise, untermauert (BA pag. B02.02.004.0171).  

Dass die Terminvereinbarungen auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus-
schliesslich über die Privatklägerin lief, zeigt sich insbesondere an einer Unter-
haltung zwischen F. und «K.». Gemäss den F. vorgehaltenen Chat-Nachrichten 
mit «K.», vom 30. August 2019, pries diese die Privatklägerin auch Ende August 
noch an (BA pag. B02.02.005.0382). Am 12. September 2019 fragte F. «K.», 
nachdem dieser versucht hatte, sich direkt mit der Privatklägerin zu unterhalten, 
ob er nun kommen möchte, und vereinbarte schliesslich mit ihm einen Termin 
mit der Privatklägerin für den nächsten Tag (BA pag. B02.02.005.0382). 

Während ihrer Tätigkeit als Prostituierte habe die Privatklägerin nach eigenen 
Angaben viele Freier, etwa drei bis vier Freier pro Tag gehabt, wobei es auch 
vorgekommen sei, dass eine oder zwei Wochen niemand gekommen sei (BA 

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pag. B018.11.001.0034 B02.02.004.0044 f.). Drei der Freier seien für je eine 
Stunde geblieben und der vierte Freier sei für eine halbe Stunde gekommen (BA 
pag. B02.02.004.0154). Am Donnerstag habe sie nicht fix gearbeitet, um sich 
auszuruhen (BA pag. B02.02.004.0163).  

Auf Vorhalt der Angaben der Privatklägerin bestritt F. die Anzahl und gab an, 
dass diese nicht viel gearbeitet habe. Sie präzisierte in der Folge, «für sie waren 
2-3 Kunden viel, für mich sind 5-6 Kunden wenig» (BA pag. B02.02.002.0386). 
Dass sie insgesamt 100 Freier bedient habe, könne nicht sein (BA 
pag. B02.02.004.0238). 

Dass die Privatklägerin viele Feier bediente, bestätigte indes auch G., der prä-
zisierte, dass es schnell auch mehr Freier als bei F. waren (BA 
pag. B02.02.004.0089). H. konnte die Anzahl Freier nicht beziffern, gab aber 
an «Es waren so viele Männer, die da aus- und eingingen.» (BA 
pag. B018.11.001.0089). 

Im Lichte der vorgenannten Faktoren ist erstellt, dass der Beschuldigte von der 
Privatklägerin Fotos für einschlägige Inserate erstellte und ihre sexuellen Fähig-
keiten «testete». Seinem Urteil entsprechend verfasste F. daraufhin das entspre-
chende Inserat und legte darin nicht nur die von der Privatklägerin zu erbringen-
den sexuellen Dienstleistungen, sondern auch die Preise dafür fest. Die darüber 
generierten Anfragen beantwortete F. zumindest in der ersten Zeit der Tätigkeit 
der Privatklägerin mangels Deutschkenntnissen für letztere und dirigierte ihr – in 
Ab- resp. Rücksprache mit dem Beschuldigten – entsprechend die Termine, so-
wie die zu erbringenden sexuellen Dienstleistungen und Preise, mitunter auch 
den Ort der Tätigkeit. Etwa ab dem 21. August 2019 übergab F. der Privatklägerin 
handschriftliche Notizen mit vorgegebenen Antworten, anhand deren sie künftig 
auch selbst Termine mit Kunden vereinbaren sollte. Erstellt ist weiter, dass sich 
F. und der Beschuldigte laufend über die Tätigkeit der Privatklägerin austausch-
ten, diese mithin bei der Ausübung auch überwachten. Die Anzahl der Freier, 
welche die Privatklägerin zu bedienen hatte, kann zwar nicht abschliessend eru-
iert werden, lässt sich jedoch ausgehend von drei bis vier Freiern täglich auf min-
destens 100 Freier für den Tatzeitraum schätzen. 

2.2.3.7 Zur Wegnahme der Einnahmen aus der Prostitutionstätigkeit der Privatklägerin 
durch F. und deren Verteilung zwischen ihr und dem Beschuldigten ergibt sich 
aus bei den Akten, was folgt: 

Aus dem bei den Akten liegenden Chatverlauf zwischen F. und dem Beschuldigten 
ist ein ständig wiederkehrender Austausch über die Einnahmen der Privatkläge-
rin und über die Verteilung derselben ersichtlich. So schrieb F. dem Beschuldig-
ten, dass die Privatklägerin nur für sie beide da sei (BA pag. B02.02.0005.0233) 
und der Beschuldigte wiederum, dass man sie maximal ausnutzen sollte (BA 
pag. B02.02.001.0330; -354; B02.02.005.0026). Der Beschuldigte schrieb weiter 

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«sie muss auch etwas machen, sonst nimmst du mehr geld für die sache» und riet 
ihr «ich würde ihr nix lassen, nur vielleicht minimum (BA pag. B02.02.001.0050; 
B02.02.005.0190). Er war es auch, der F. schrieb, dass sie das ganze Geld haben 
würden, wenn sich die Privatklägerin in ihn verliebe (BA pag. B02.02.001.0268). 
Die Privatklägerin habe dann seine «Liebe» und F. erhalte von seinem Anteil 
20% (BA pag. B02.02.004.0331 ff.). F. beklagte sich zunächst, woraufhin der Be-
schuldigte ihr erklärte, dass er ihr von seinem Anteil noch 20 % gäbe, und fasste 
zusammen «Dann hast du 70 und ich 30» und «sie meine liebe» (BA 
pag. B02.02.004.0338). Das Verhältnis von 70-30 ergibt sich auch aus einer 
Nachricht von F. vom 19. August 2019 an den Beschuldigten, in welcher sie fest-
hielt «wir sind 70-30» (BA pag. B02.02.005.0190). 

Die Privatklägerin gab im Vorverfahren an, dass sie von ihren Einnahmen F. 
zunächst 50 %, ab ca. dem 21. August 2019 dann die gesamten erwirtschafte-
ten Einnahmen abgeben musste (BA pag. B02.02.004.0011 ff.; -0018 f.; 0043 ff.; 
-0115; -0149 f.; -0150; -0153). Nach dem Grund für die Abgabe ihrer Einnahmen 
gefragt, gab sie an, die 50 % seien für «Rechnungen, Lebensmittel» gedacht 
gewesen. Zudem habe ihr die Privatklägerin gesagt, dass sie (die Privatklägerin 
und F.) Schulden beim Beschuldigten hätten und auch die Wohnung bezahlt wer-
den müsse (BA pag. B02.02.004.0012; -0018 f.; -0040; -0115; -0154). F. habe 
ihr mitgeteilt, dass der Beschuldigte sie beide schlagen würde, wenn sie die 
Schulden nicht bezahlen würden (BA pag. B02.02.004.0019). Aus diesem Grund 
habe sie auch, wie von F. verlangt, während ihrer Periode gearbeitet (BA 
pag. B02.02.004.0054). Die Privatklägerin habe sich von F. unter Druck gesetzt 
und ausgenutzt gefühlt (BA pag. B02.02.004.0041; -0057) 

F. gab im Vorverfahren an, dass sie von der Privatklägerin kein Geld erhalten 
habe, da diese nicht gearbeitet oder ihr Geld für Drogen ausgegeben habe (BA 
pag. B02.02.002.0382; B02.02.005.0388; -0410). F. bestätigte, dass sie der 
Privatklägerin angegeben habe, dass sie Schulden beim Beschuldigten hätten 
(BA pag. B02.02.005.0393; -0399 f.). Das Geld für die Drogen habe nicht die 
Privatklägerin, sondern sie selbst dem Beschuldigten gegeben (BA 
pag. B02.02.005.0393). F. verneinte die Frage, ob der Beschuldigte je Geld 
aus dem Prostitutionserlös der Privatklägerin erhalten habe (BA 
pag. B02.02.002.0382). Sie habe ihm aber angeboten, dass sie ihm 30 % von 
ihrem hälftigen Anteil an den Einnahmen der Privatklägerin geben werde; dies 
sei für Escort gewesen (BA pag. B02.02.002.0382 f.). 

Der Beschuldigte räumte ein, dass zwischen F. und der Privatklägerin eine Auf-
teilung von 50:50 vereinbart gewesen sei. F. habe ihm von ihrem hälftigen Anteil 
30 % geben wollen, sowohl für Escortfahrten als auch wenn er ihr Kunden ver-
mitteln würde (BA pag. B02.02.002.0162; -0351; -383). Die Frage, ob er jemals 
Geld aus der Prostitution der Privatklägerin erhalten habe, verneinte er (BA 
pag. B02.02.002.0382). Weiter bestätigte er auch, dass F. bei ihm Schulden ge-
habt habe, nicht aber die Privatklägerin (BA pag. B02.02.002.0351). 

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H. gab anlässlich ihrer Zeugeneinvernahme an, dass die Privatklägerin und F. 
eine Aufteilung von 50 % abgesprochen hätten. Die Privatklägerin habe am An-
fang Geld gehabt, nach ca. zwei Wochen habe sie dann kein Geld mehr gehabt, 
aber habe nicht sagen können, wieso (BA pag. B02.02.004.0193; -0205). F. habe 
ihr zudem gesagt, «dass sie mehr Geld als die 50 % von ihr nehmen wolle» (BA 
pag. B02.02.004.0193). 

Aufgrund der einschlägigen Chat-Nachrichten und den Aussagen der Privatklä-
gerin, des Beschuldigten und H. ist erstellt, dass erstere ihre Einnahmen zu min-
destens 50 % an F. übergab. Als erstellt zu erachten ist aufgrund des Chatver-
laufs zwischen F. und dem Beschuldigten sowie den Aussagen der Privatklägerin 
und H. weiter, dass die Privatklägerin ab ca. dem 22. August 2019 die gesamten 
erwirtschafteten Einnahmen an F. übergeben musste. Dass F. der Privatklägerin 
gegenüber nicht nur die Kosten für Miete und Lebensmittel geltend machte, son-
dern auch angebliche Schulden gegenüber dem Beschuldigten, insbesondere für 
das konsumierte Kokain, ist als dann unbestritten. Damit intensivierte F. die von 
ihr geschaffene finanzielle Abhängigkeit laufend. Die bei ihr wohnhafte Privatklä-
gerin, die ausser ihr keine Bezugspersonen in der Schweiz und keine Deutsch-
kenntnisse hatte, sah sich nach eigenen Angaben unter Druck gesetzt, ihre Ein-
nahmen F. zu übergeben, war sie doch bei ihr wohnhaft und arbeitete illegal in 
der Schweiz und hatte zudem keine andere Möglichkeit, um ihre angeblichen 
Schulden zu begleichen. Die Drohkulisse der Schläge durch den Beschuldigten 
(siehe dazu insbesondere auch nachfolgende E. 2.2.3.8) erledigte das Weitere. 

Dass die Geldbeträge zwischen F. und dem Beschuldigten im Verhältnis 70:30 
(30 % für den Beschuldigten) geteilt werden sollten, ist unbestritten (BA 
pag. B02.02.004.0016; B02.02.004.0279; B02.02.005.0190; B02.02.001.162 ff.; 
-169). Strittig ist indes, ob sich der Anteil des Beschuldigten auf die Gesamtein-
nahmen oder den Anteil von F. an den Einnahmen im Umfang von 50 % bezieht. 
So oder anders wollten der Beschuldigte und F. die Privatklägerin offensichtlich 
ausnutzen, wie insbesondere aus den vorgenannten Chat-Nachrichten ersicht-
lich ist. Er selbst rühmte sich denn auch damit, dass er mit seiner Schwester 
zusammen durch dieses Vorgehen einer Frau innerhalb von 6 Wochen 
Fr. 15'000.-- abgenommen hätte (BA pag. B02.02.004.0343). Dies widerspiegelt 
sich auch in weiteren Ideen des Beschuldigten und F.s, wie insbesondere einem 
vorgetäuschten Krankenhausaufenthalt des Beschuldigten. So schrieb dieser 
«ich weiss noch eine idee besser zum geld nehmen ... ich nächste Woche auto-
unfall dann krankenhaus, ... grosse Rechnung für Krankenhaus .... wir machen 
dann halbe halbe für Krankenhaus» (BA pag. B02.02.001.0334 f; - 0338 f.). Da-
ran zeigt sich klar, dass die anfängliche Unterstützung der unerfahrenen und mit 
den hiesigen Gegebenheiten sowie der Sprache nicht vertrauten Privatklägerin 
bei ihrem Einstieg in die Prostitution durch F. als grosse Schwester oder Mentorin 
und den Beschuldigten als Freund und Liebhaber, aus reinem Eigeninteresse 
erfolgte und Grundlage der immer massiveren Ausbeutung der Privatklägerin 
darstellte. 

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2.2.3.8 Neben der bereits erläuterten Abhängigkeit in finanzieller und emotionaler Hin-
sicht (Verliebtheit, Schwester), bauten der Beschuldigte und F. ihre Machtposi-
tion resp. das Abhängigkeitsverhältnis gegenüber der Privatprivatklägerin weiter 
aus, insbesondere indem sie geeignete Strafen absprachen, der Privatklägerin 
diese androhten oder gar in die Tat umsetzten. So versetzte der Beschuldigte die 
Privatklägerin auf Idee von F. hin mittels Sprachnachricht in Angst, indem er ihr 
damit drohte, sie zu schlagen, sollte sie einen Freier ohne Kondom bedienen. 
F. gab ihm hierzu den Text vor, worin sie schrieb «mache bitte eine voice und 
sehr laut sage ich bringe dich um weil hast du ohne gefickt und schlage auch F.... 
aber du muss richtig böse laut sagen» (BA pag. B02.02.001.0404; -0237). An 
anderer Stelle schrieb er im Chat «Die bekommt schläge für ficken ohne», «ich 
schlage sie dann sofort wenn ich sie sehe» oder «dann schlage ich sie morgen 
wenn ich komme alleine» (BA pag. B02.02.005.0211; B02.02.001.0409; -0246). 
F. teilte dies der Privatklägerin mit (BA pag. B02.02.001.0233; -0237; -0246; 
B02.02.02.352 f.; -0390; B02.02.004.0019; -0054; -0062 ff.; -0159; -0167; -0290; 
B02.02.005.0151; -0211; -0401). Ab diesem Zeitpunkt fürchtete sich die Privat-
klägerin vor dem Beschuldigten (BA pag. B02.02.004.0061). Der Beschuldigte 
räumte dabei selbst ein, dass er solche Nachrichten verfasst habe, weil er ge-
dacht habe, die Privatklägerin würde sich dann benehmen. Dabei wusste er, dass 
F. mit diesen Nachrichten beabsichtigte, der Privatklägerin Angst zu machen (BA 
pag. B02.02.001.0237 ff.; B02.02.002.0353; -0390). Dass die Privatklägerin vor 
dem Beschuldigten Angst hatte, bestätigte auch F. (BA pag. B02.02.005.0401; 
B02.02.004.0020; -0061 f). Sie war es denn auch, die die Privatklägerin tat-
sächlich schlug und dies dem Beschuldigten mitteilte (BA pag. B02.02.004.0050; 
-0151 f.; -0190; -0209; -0244; B02.02.005.0392; -0411; B02.02.005.0068; -0123; 
-0126 ff.; -0136; -0154, 123). Schliesslich nahm F. der Privatklägerin ihr zwischen-
zeitlich erhältlich gemachtes Mobiltelefon weg, was sie auch dem Beschuldigten 
mitteilte (BA pag. B02.02.002.0008 f.; B02.02.004.0151 f.; B02.02.005.0216 f.; 
B02.2.4.151 f.; 2.2.1.231 f.; 2.2.4.151 f.). Insofern wurde der Beschuldigte von F. 
laufend über die Bestrafung der Privatklägerin informiert, warf selber mögliche 
Bestrafungen in den Raum, wie z.B. «nehm ihr handy» oder «gebe ihr nichts von 
das geld von gester ... Das ist straffe.» (BA pag. B02.02.005.0130; -0216) und ver-
fasste Nachrichten mit entsprechenden Drohungen. Dass der Beschuldigte und F. 
die Privatklägerin schlecht behandelten, zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass 
sie diese als «Hure» und «Schlampe» bezeichneten (BA pag. B02.02.004.0356; 
B02.02.005.0068; -0124; -0269). Mit diesem Vorgehen erhöhten der Beschul-
digte und F. die Drohkulisse und den auf die Privatklägerin ausgeübten Druck 
weiter, so dass sie sich diesem nicht mehr entziehen konnte. 

2.2.3.9 Schliesslich lässt sich erstellen, dass die Privatklägerin aus ärmlichen Verhältnis-
sen stammt, zuvor noch nie als Prostituierte gearbeitet hatte und leicht beeinfluss-
bar war (BA pag. B02.02.004.0100; -0116 f.; -0119 f.; -0153; -0181; -0183; -0278; 
B02.02.005.0389; B02.02.004.0309). Aus dem Bericht über die Opferbegleitung 
vom 16. September 2021 ergibt sich überdies eine ausgeprägte Vulnerabilität der 

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Privatklägerin, wobei bereits geringer Druck von aussen genügt habe, um sie 
unter Kontrolle zu bringen. Der Bericht attestiert ihr zudem insbesondere, leicht-
gläubig und leicht beeinflussbar zu sein (BA pag. B018.11.001.0356 ff.). 

2.2.3.10 Für die Strafkammer des Bundesstrafgerichts ist nach dem Gesagten der Ankla-
gesachverhalt, mit der nachfolgenden Relativierung in zeitlicher Hinsicht, in ob-
jektiver Hinsicht rechtsgenügend erstellt. 

2.2.4 Rechtliche Würdigung 

2.2.4.1 In objektiver Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob aufgrund des erstellten Sachverhalts 
auf die Privatklägerin ein Druck ausgeübt wurde, dem sich diese nicht ohne Wei-
teres entziehen konnte, so dass sie in der Entscheidung, ob sie der Prostitutions-
tätigkeit nachgehen wollte, nicht mehr vollständig frei war und diese Einfluss-
nahme ihrem Willen zuwiderlief. In einem zweiten Schritt sind alsdann die Tat-
handlungen und (Mit-)Täterschaft des Beschuldigten zu prüfen. 

Gemäss dem erstellten Sachverhalt bestand eine mannigfaltige Abhängigkeit der 
Privatklägerin von F. und dem Beschuldigten, in emotionaler (der Beschuldigte 
als Liebhaber und «Schutzschild», F. als grosse Schwester; [E. 2.2.3.5]), finan-
zieller (Miete, Lebensmittel, angebliche Schulden, Abnahme des Prostitutionser-
löses [E. 2.2.3.7]) und faktischer (Wohnort bei F., mangelnde Deutschkenntnisse, 
illegale Arbeitstätigkeit in der Schweiz, soziale Isolation, Versorgung mit Kokain 
[s. dazu E. 2.2.3.4; 2.2.3.7) Hinsicht. Dabei überwachten F. und der Beschuldigte 
die Tätigkeit der Privatklägerin und bestimmten Ort, Preis, teilweise Zeit und Aus-
mass sowie die Umstände der Prostitutionstätigkeit der Privatklägerin, mitunter 
dass diese Analverkehr anzubieten und auch während ihrer Periode zu arbeiten 
hatte (s. dazu E. 2.2.3.4; 2.2.3.6). Diese Machtposition wurde durch Sanktionen, 
insbesondere die Androhung von Schlägen bei Nichteinhalten der Vorgaben und 
die Wegnahme des Mobiltelefons intensiviert (E. 2.2.3.8), wobei die Drohungen 
einzig zum Ziel haben konnten, den Druck auf die Privatklägerin aufrecht und 
ihren Handlungsspielraum klein zu halten. 

Die charakterlich bereits wenig druckresistente Privatklägerin (s. dazu E. 2.2.3.9), 
die mittellos sowie in der Schweiz sozial isoliert war und über keine Deutsch-
kenntnisse verfügte, konnte sich dem dadurch geschaffenen Druck nicht entzie-
hen und war in ihrer Handlungsfreiheit und sexuellen Selbstbestimmung entspre-
chend eingeschränkt. Keine Rolle spielt dabei, dass die Privatklägerin sich grund-
sätzlich freiwillig prostituierte und sich teilweise nicht an die Anweisungen des 
Beschuldigten und F. hielt. Entscheidend ist, dass diese die Privatklägerin kon-
trolliert und unter Druck setzten, so dass diese sich dem Druck nicht ohne Wei-
teres entziehen konnte und damit nicht mehr vollständig frei war, in der Entschei-
dung, ob resp. in welchem Ausmass sie der Prostitutionstätigkeit nachgehen 
wollte. Angesichts der Tatsache, dass die Privatklägerin sämtliche Einnahmen 
an F. abgeben musste, um nicht ohne Bleibe in einem ihr fremden Land zu 

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enden, und sich gezwungen sah zu arbeiten, um die Schulden beim Beschuldig-
ten zu begleichen und dessen Schläge zu entgehen, kann von einer freiwilligen 
Tätigkeit ohnehin nicht die Rede sein. 

2.2.4.2 Tathandlung und Täterschaft des Beschuldigten 

Der Beschuldigte bestreitet im vorgenannten Abhängigkeitsverhältnis und Macht-
gefilde seine Mittäterschaft. Wenn überhaupt, habe er nur im Hintergrund und 
ohne Tatmacht gehandelt (SK pag. 25.721.086 ff.). Diese Behauptungen des Be-
schuldigten stehen in klarem Kontrast zum erstellten Sachverhalt. So war der 
Beschuldigte von Anfang an in das Geschehen involviert und wurde von seiner 
Mittäterin über sämtliche Umstände, insbesondere über die Tätigkeit der Privat-
klägerin, deren erbrachte Dienstleistungen, bediente Freier, deren Verdienst, die 
Abnahme des Prostitutionserlöses und deren Sanktionierung informiert resp. in-
formierte sich diesbezüglich bei F. Zwar blieb er tatsächlich häufig im Hinter-
grund, machte der Privatklägerin keine direkten Vorschriften – was denn auch 
bereits aus sprachlichen Gründen nicht möglich gewesen wäre –, schlug sie nicht 
und nahm ihr auch den Prostitutionserlös nicht ab, für all das war F. zuständig. 
Die Tatbeiträge des Beschuldigten gehen aber weit über das sich informieren 
lassen und Erteilen von Ratschlägen – wie von ihm behauptet – hinaus. Vielmehr 
unterstützte er mit aktiven Handlungen die Abhängigkeit der Privatklägerin von 
der Mittäterin einerseits und trug wesentlich zur Schaffung eines Abhängigkeits-
verhältnisses von ihm selbst bei. So erklärte sich der Beschuldigte zunächst be-
reit, die sexuellen Fähigkeiten der Privatklägerin zu testen, und tat dies in der 
Folge auch. Weiter erstellte er Fotos der Privatklägerin und lieferte mit seinem 
Urteil über deren sexuelle Fähigkeiten die Grundlage für den Text für das ein-
schlägige Inserat, in welchem die sexuellen Dienstleistungen der Privatklägerin 
angeboten resp. ihr vorgegeben wurden und auf dessen Basis F. ihr in der Folge 
die Termine mit den Freiern organisierte. Zusammen mit F. schuf er nach diesem 
ersten Kontakt mit der Privatklägerin durch Vorgaukeln, in diese verliebt zu sein, 
eine emotionale Abhängigkeit derselben von ihm. Dies unterstrich er nicht nur 
mit für die Privatklägerin bestimmten Text- und Sprachnachrichten, sondern auch 
durch Übergabe eines seiner T-Shirts auf deren Wunsch hin. Ohne sein Zutun, 
wäre diese emotionale Manipulation und die damit geschaffene Hörigkeit der Pri-
vatklägerin überhaupt nicht möglich gewesen. Diese Machtposition baute er ge-
meinsam mit F. laufend aus, war diese doch sein Sprachrohr zur Privatklägerin, 
die weder über ein Mobiltelefon noch Deutschkenntnisse verfügte. Darüber hin-
aus schufen der Beschuldigte und F. gemeinsam eine Drohkulisse mit Schlägen, 
sowohl für die Nichteinhaltung von Vorgaben betreffend sexuelle Dienstleistun-
gen als auch um angebliche Schulden einzutreiben. Diese Drohkulisse fusst we-
sentlich auf den Sprach- und Textnachrichten des Beschuldigten, war er es doch, 
der diese erstellte, um die Privatklägerin regelrecht in Angst zu versetzen und 
dadurch gefügig zu machen resp. zur Arbeit weiter anzutreiben. Durch ebendie-
ses Zusammenwirken bewirkten der Beschuldigte und F. gemeinsam ein Abhän-
gigkeitsverhältnis in faktischer, finanzieller und emotionaler Hinsicht der Privat-

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klägerin. Die Machtstellung des Beschuldigten beruhte dabei auf seiner Position 
als Liebhaber einerseits und als Bestrafer andererseits. Angesichts des hohen 
Kokainkonsums der Privatklägerin und der Tatsache, dass sie die Betäubungs-
mittel ausschliesslich über F. bezog, welche diese wiederum beim Beschuldigten 
kaufte, machte sich der Beschuldigte (zusammen mit F.) nicht nur die emotionale 
und finanzielle Abhängigkeit d