# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3bf5808-aaf5-53c5-90ad-748a3cd8b8da
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1995-08-25
**Language:** de
**Title:** Gebäudehöhe. Firsthöhe. Für Flachdachbauten massgebliches Profil bei fehlenden Geschosszahlvorschriften.
**Docket/Reference:** BRKE I Nr. 0264/1995
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_I_264_1995_728.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 264/1995 vom 25. August 1995 in BEZ 1995 Nr. 36

6.b) Gemäss heute gültiger Bau- und Zonenordnung der Gemeinde X. bestehen 
für Bauten in der Zone W 1.3 m3/m2 keine Geschosszahlbeschränkungen mehr. Die 
Bau- und Zonenordnung schreibt lediglich vor, dass Bauten in der betreffenden Zo-
ne eine Gebäudehöhe von maximal 6,5 m und eine Firsthöhe von maximal 4 m auf-
weisen  dürfen.  Zudem  ist  gemäss  Ziff.  221bis BZO  die  Aufteilung  der  Nutzung  auf 
Dach-, Unter- und Vollgeschosse innerhalb der Gebäude- und Firsthöhe frei. Damit 
erübrigt  es  sich  auch,  die  vorliegend  geplante  Aufstockung  einer  bestimmten  Ge-
schosskategorie  zuzuteilen.  Als  Folge  der  liberalisierten  kommunalen  Vorschriften,
welche  grundsätzlich  innerhalb  der  Höhenprofile  eine  freie  Geschosskonfiguration 
und Nutzungsverteilung zulassen, kann nämlich im Falle von Flachdachbauten nicht 
mehr  verlangt  werden,  dass  Gebäudeteile,  welche  über  die  für  die  Gebäudehöhe 
gültige  Profillinie hinaus in den - theoretischen - Profilbereich eines maximal zuläs-
sigen Satteldaches ragen, deutlich als Dachgeschosse erkennbar sein müssen. Dies 
hat zur Folge, dass Flachdachbauten innerhalb des für Bauten mit Satteldach zuläs-
sigen Profils grundsätzlich frei gestaltet werden können.

c) Das streitbetroffene Gebäude ist eine Flachdachbaute an Hanglage. Die pro-
jektierte  Aufstockung  beschlägt  die  bergseitige  Hälfte  des  darunter  liegenden  Ge-
schosses. An der rückwärtig gelegenen Nordfassade wird - wie auch an den beiden 
Seitenfassaden  - die  zulässige  Gebäudehöhe  von  6,5  m  eingehalten.  Der  südliche 
Teil  der  Aufstockung  ragt  jedoch  über  die  für  die  Gebäudehöhe  gültige  Profillinie 
hinaus. Da die - theoretische - Profillinie für ein Satteldach indessen ohne weiteres 
gewahrt wird, ist das Projekt aus den vorgenannten Gründen nicht zu beanstanden. 
Davon abgesehen weist die - der Hanglage angepasste - in den Plänen eingezeich-
nete Dachprofillinie durchwegs Neigungswinkel von weniger als 45° auf, so dass das 
Projekt  selbst  dann  nicht  zu  beanstanden  wäre,  wenn  derjenige  Teil  der  Aufsto-
ckung, welcher die Gebäudehöhe überschreitet, - gleichsam als Attikageschoss - un-
terhalb eines Dachprofiles mit 45°-Winkel liegen müsste (VB 93/0077).