# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e862952-fafa-5025-b68e-402da4e69369
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.04.2024 PS240058
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS240058_2024-04-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PS240058-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Beschluss vom 9. April 2024

in Sachen

A._____ [Bundesland],
Gesuchsteller und Beschwerdeführer

vertreten durch Landratsamt B._____

gegen

C._____,
Gesuchsgegner und Beschwerdegegner

betreffend Arrest

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksge-
richtes Zürich vom 18. März 2024 (EQ240039)

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Erwägungen:

1.1. Mit Eingabe vom 6. März 2024 (Eingangsdatum: 14. März 2024) gelangte 

der Gesuchsteller an die Vorinstanz mit folgendem sinngemässen Begehren 

(act. 1):

Es sei das Lohnguthaben des Gesuchsgegners bei der D._____ AG, E._____-

str. …, … Zürich, für eine Forderung von Fr. 4'121.39 und Fr. 4'902.68 zu verar-

restieren.

Mit Urteil vom 18. März 2024 wies die Vorinstanz dieses Begehren ab 

(act. 3 = act. 6 = act. 8 = act. 11/3, fortan act. 6).

1.2. Gegen dieses Urteil erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 27. März 

2024 (Eingangsdatum 2. April 2024) Beschwerde bei der Kammer (act. 7).

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1 – 4). Das Verfah-

ren ist spruchreif.

2.1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide in Arrestsachen ist infolge des 

Ausschlusses der Berufung nur die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zulässig 

(Art. 319 lit. a ZPO i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 6 ZPO). Als Beschwerdegründe kön-

nen unrichtige Rechtsanwendung oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfest-

stellung geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist schriftlich 

und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Es ist im Einzelnen darzule-

gen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid unrichtig sei und inwie-

fern er abgeändert werden sollte (Begründungslast). Zur Begründung muss we-

nigstens rudimentär dargelegt werden, an welchen Mängeln der angefochtene 

Entscheid nach Auffassung der Partei leidet, was eine Auseinandersetzung mit 

den vorinstanzlichen Erwägungen voraussetzt. Andernfalls ist auf die Beschwerde 

nicht einzutreten. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Be-

weismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO; 

nur in einer Beschwerde gegen den Arresteinspracheentscheid gemäss Art. 278 

Abs. 3 SchKG können neue Tatsachen geltend gemacht werden). 

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2.2. Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, setzt der Arrest das Glaubhaftmachen 

von Arrestgegenständen, eines Arrestgrundes und einer Arrestforderung voraus 

(Art. 272 Abs. 1 SchKG). Dies verlangt zum einen ein schlüssiges Vorbringen und 

zum anderen, dass die Tatsachendarlegungen dem Gericht als wahrscheinlich er-

scheinen. Auch wenn die Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis nicht 

zu hoch anzusetzen sind, vermögen blosse Behauptungen des Arrestgläubigers 

nicht zu genügen, auch wenn sie in sich schlüssig sind. Vielmehr müssen objek-

tive Anhaltspunkte vorliegen, welche die Behauptungen stützen. In diesem Sinn 

ist eine Beweisführung mindestens in den Grundzügen erforderlich (BSK SchKG 

II-STOFFEL, 3. Auflage, Art. 272 N 4 ff.; vgl. auch KUKO SchKG-MEIER-DIETERLE, 

2. Auflage, Art. 272 N 13 f.). Das Gericht würdigt die Glaubhaftmachungsmittel frei 

(Art. 157 ZPO). Es verfügt bei der Prüfung des Gesuchs und der Frage, ob die 

Voraussetzungen glaubhaft gemacht worden sind, über einen grossen Ermes-

sensspielraum, in welches die Rechtsmittelinstanz nur mit Zurückhaltung eingreift 

(BSK ZPO-SPRECHER, 3. Auflage, Art. 261 N 77).

3. Die Vorinstanz wies das Arrestgesuch mangels Glaubhaftmachens eines 

Arrestgegenstands ab. Als solchen führte der Gesuchsteller ein Lohnguthaben 

des Gesuchsgegners bei der D._____ AG, E._____-strasse …, … Zürich, an (vgl. 

act. 1 S. 1).

Die Vorinstanz führte zur Begründung aus, es ergebe sich weder aus dem 

Gesuch noch den eingereichten Beilagen, aufgrund welcher Umstände der Ge-

suchsteller zum Schluss komme, dass der Gesuchsgegner eine entsprechende 

Forderung gegenüber der D._____ AG habe (act. 6 E. 2.3.).

4. Ein ausdrücklicher Antrag ist der Beschwerde des Gesuchstellers nicht zu 

entnehmen. Es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass er die Aufhebung 

des angefochtenen Urteils und die Gutheissung des bei der Vorinstanz gestellten 

Arrestbegehrens beantragt. Seine Beschwerde begründet der Gesuchsteller da-

bei einzig mit Tatsachen und Unterlagen, die er im Beschwerdeverfahren neu vor-

bringt resp. einreicht (behördliche Auskunft zum bestehenden Arbeitsverhältnis 

sowie direkte Korrespondenz mit der D._____ AG, act. 7 i.V.m. act. 9/1-3). Auf 

diese ist aufgrund des Novenverbots nicht einzugehen (vgl. E. 2.1. vorstehend 

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i.f.). Damit kommt der Gesuchsteller seiner Begründungsobliegenheit nicht nach, 

und auf die Beschwerde ist entsprechend nicht einzutreten.

Es steht dem Gesuchsteller allerdings offen, gestützt auf die neuen Tatsa-

chen und Beilagen – sowie unter Hinweis auf E. 3 des angefochtenen Urteils – 

sein Arrestgesuch erneut bei der Vorinstanz einzureichen. 

5. Ausgangsgemäss wird der Gesuchsteller für das Beschwerdeverfahren 

kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist 

unter Berücksichtigung des Streitwerts von rund CHF 9'000.– (vgl. act. 1) und in 

Anwendung von Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG auf CHF 350.– festzu-

setzen und dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung ist man-

gels Einbezug des Gesuchsgegners in das vorliegende Verfahren nicht zuzuspre-

chen.

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 350.– festgesetzt und 

dem Gesuchsteller auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an den Gesuchsteller auf dem Rechtshilfeweg sowie 

an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG sowie ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
rund CHF 9'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw B. Lakic

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