# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e9c67b6-a753-5be4-abec-27b1c59dabbc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-09
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 09.08.2018 ABS 2018 180
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2018-180_2018-08-09.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Aufsichtsbehörde in Betrei-
bungs- und Konkurssachen

Cour suprême
du canton de Berne

Autorité de surveillance
en matière de poursuite
et de faillite

Entscheid
ABS 18 180 Beschwerde
ABS 18 223 Gesuch uR 

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 04
Fax +41 31 634 50 53
aufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 9. August 2018

Besetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichter Hurni, Oberrichterin 
Grütter 
Gerichtsschreiberin Mosimann

Verfahrensbeteiligte A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________

Beschwerdeführer

gegen

Betreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Emmen-
tal, Dunantstrasse 7C, 3400 Burgdorf

Gegenstand Beschwerde (SchKG 17)

Gesuch von C.________ (Schuldner) um unentgeltliche Rechts-
pflege vom 5. Juni 2018

2

Regeste:

Einkommenspfändung; Eingriffsprivileg bei in Betreibung gesetzten Unterhaltsforderungen:

- Ein Eingriff in das Existenzminimum des Schuldners anlässlich einer Einkommenspfän-
dung ist dann zulässig, wenn als betreibender Gläubiger ein Familienmitglied des 
Schuldners auftritt, das ihn für Unterhaltsforderungen betreibt, auf welche er zur De-
ckung seines eigenen Notbedarfs angewiesen ist.

- Dieses «Eingriffsprivileg» steht dem Unterhaltsgläubiger für Ansprüche bis ein Jahr vor 
Zustellung des Zahlungsbefehls zu.

- Das Betreibungsamt muss nicht von sich aus ohne konkrete Anhaltspunkte von Amtes 
wegen abklären, ob allenfalls die Voraussetzungen für das Eingriffsprivileg gegeben 
sind. Der Gläubiger hat spätestens mit dem Fortsetzungsbegehren das Betreibungsamt 
auf diesen Umstand hinzuweisen und entsprechende Unterlagen, insbesondere zu sei-
nem Einkommen und Notbedarf, einzureichen (E. 14.1).

Erwägungen:

I.

1.

1.1 A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer/Gläubiger) ist der volljährige Sohn 
von C.________ (nachfolgend: Schuldner). Der Beschwerdeführer betreibt den 
Schuldner für Kinder- und Ausbildungszulagen für die Jahre 2012 bis 2016 (Betrei-
bungs-Nr. ________ des Betreibungsamtes Emmental-Oberaargau, Dienststelle 
Emmental). 

Im Zahlungsbefehl vom 19. April 2017 (Beschwerdebeilage [BB] 2) wird eine For-
derung aufgeführt in Höhe von CHF 7‘971.35 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. April 
2017 für Kinder- und Ausbildungszulagen betreffend die Monate Juli 2012 – Sep-
tember 2012, November 2013, Juli 2014 – Dezember 2014, Januar 2015 – Juni 
2015, Dezember 2015 und Januar 2016 bis Dezember 2016. 

1.2 Da der Schuldner Rechtsvorschlag erhob, beantragte der Beschwerdeführer die 
definitive Rechtsöffnung, jedoch lediglich im Umfang von CHF 5‘454.00. Während 
des Rechtsöffnungsverfahrens zog der Schuldner seinen Rechtsvorschlag im Um-
fang von CHF 4‘473.30 zzgl. Zins zu 5 % seit dem 1. Mai 2017 zurück respektive 
anerkannte er, dem Beschwerdeführer diesen Betrag zu schulden (vgl. E. 6 des 
Rechtsöffnungsentscheids vom 21. Februar 2018, BB 3). Das Regionalgericht 
Emmental-Oberaargau stellte in seinem Entscheid vom 21. Februar 2018 fest, dass 
der Schuldner die Hauptforderung im Betrag von CHF 4‘473.30 zzgl. Zins zu 5 % 
seit 1. Mai 2017 anerkannt habe. Im Umfang von CHF 410.00 wurde auf das 
Rechtsöffnungsgesuch nicht eingetreten. Soweit weitergehend wurde das 
Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen (BB 3). 

3

1.3 Am 16. März 2018 stellte der Beschwerdeführer das Fortsetzungsbegehren in der 
genannten Betreibung für den Betrag von CHF 4‘473.30 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. 
Mai 2017 (BB 4).

2. Nach dem Erlass der Pfändungsankündigung wurde am 26. März 2018 die Pfän-
dung vollzogen. Der Schuldner gab anlässlich der Pfändung zu Protokoll, dass er 
mit E.________ in einem Konkubinat lebe, wobei aus dieser Beziehung keine Kin-
der hervorgegangen seien. Er arbeite an 4-5 Tagen pro Woche als Taxichauffeur 
bei der F.________ AG in H.________ (Arbeitsort). Die Arbeitszeiten seien flexibel 
und der Lohn variabel. Für die Miete bezahle er CHF 650.00 und die Krankenkas-
senprämien würden sich auf monatlich CHF 412.60 belaufen. Nachdem die vom 
Betreibungsamt eingeforderten Belege eingegangen waren, berechnete dieses das 
betreibungsrechtliche Existenzminimum des Schuldners. Einem durchschnittlichen 
Monatslohn von CHF 2‘345.15 (exkl. Ausbildungszulagen) steht ein Existenzmini-
mum von CHF 3‘228.30 (Grundbetrag: CHF 850.00; Mietzins inkl. NK: CHF 650.00; 
Krankenkasse: CHF 320.70; Auswärtige Verpflegung: CHF 220.00; Arbeitsfahrten: 
CHF 897.60) gegenüber. Da keine pfändbare Lohnquote resultierte, stellte die 
Dienststelle Emmental am 25. April 2018 die Pfändungsurkunde nach Art. 115 des 
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) als Ver-
lustschein aus (BB 5). 

3. Dagegen erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 2. Mai 2018 (Postaufgabe am selben Tag) Beschwerde bei der 
Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen des Kantons Bern. Er stellte 
folgende Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung des Betreibungsamtes Emmental-Oberaargau, Dienststelle Emmental 
vom 25. April 2018 (Verlustschein) sei aufzuheben.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die Berechnung des Existenzminimums 
neu vorzunehmen und festzustellen, dass dem Schuldner im Minimum CHF 1‘019.15 
von seinem monatlichen Nettoverdienst gepfändet werden kann. Es sei der Nettover-
dienst des Schuldners, C.________, in der Höhe von Minimum CHF 1‘019.15 zu pfän-
den. 

3. Der vorliegenden Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

Der Beschwerdeführer rügt, im Bedarf des Schuldners werde zu Unrecht ein Betrag 
von CHF 650.00 als Mietkosten berücksichtigt. Vor dem Bezirksgericht K.________ 
sei ein Unterhaltsabänderungsverfahren hängig. Dort habe sich herausgestellt, 
dass der Schuldner keine Miete bezahle. Er lebe mit seiner Lebenspartnerin 
E.________ zusammen. Die Wohnung stehe im Eigentum der Lebenspartnerin. 
Aus den Bankunterlagen sei für die Zeitspanne von 2017 bis 2018 gerade mal eine 
Zahlung in der Höhe von CHF 750.00 an E.________ eruierbar. Die Zahlung von 
CHF 1‘216.00 an E.________ sei für das Erlebnishotel Étoile gewesen und stelle 
kein Mietzins dar. Ferner habe das Betreibungsamt nicht berücksichtigt, dass der 
Schuldner lediglich ein 80 %-Pensum habe, weshalb betreffend auswärtige Ver-
pflegung maximal ein Betrag von CHF 176.00 angerechnet werden könne (17,6 x 

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CHF 10.00). Bei der Berechnung der Fahrzeugkosten dürften entsprechend einem 
80 %-Pensum ebenfalls nur mit 17 Tagen gerechnet werden. Es komme jedoch 
hinzu, dass aus den Unterlagen keine Mobilitätskosten hervorgehen würden. Es 
werde davon ausgegangen, dass der Schuldner das Taxi für den Arbeitsweg be-
nutzen dürfe und somit keine zusätzlichen Kosten habe. Nur weil keine Abmachung 
bzgl. Arbeitsweg bestehe, heisse das noch lange nicht, dass der Schuldner nicht 
das Taxi für Kundenfahrten benützen dürfe, welche von seinem Wohnort nach 
H.________ (Arbeitsort) oder umgekehrt erfolgen würden. Aus den Bankauszügen 
seien Ausgaben von monatlich durchschnittlich CHF 100.00 in Tankstellenshops 
ersichtlich, wobei nicht klar sei, ob das Geld für Benzin, Zigaretten oder Nahrungs-
mittel ausgegeben werde. Es sei maximal ein Betrag von CHF 100.00 als Arbeits-
wegkosten einzusetzen. Im Übrigen würden Arbeitswegkosten von CHF 897.00 in 
keinem Verhältnis zum erzielten Nettoverdienst von CHF 2‘345.15 pro Monat ste-
hen. Aufgrund des geringen Einkommens gehe der Beschwerdeführer zudem da-
von aus, dass der Schuldner in den Genuss der Prämienverbilligung komme, wes-
halb von einer Krankenkassenprämie von CHF 200.00 pro Monat auszugehen sei. 
Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf eine Zahlung vom 31. Mai 2016 
für einen Hauswartlohn an der G.________ (Adresse). Es sei davon auszugehen, 
dass der Schuldner diesem Hauswartjob nach wie vor nachgehe und hierfür monat-
lich CHF 900.00 kassiere und dies zu verheimlichen versuche. Da die Rede von 
der «2. Tranche» sei, sei anzunehmen, dass der Schuldner über weitere Konten 
verfüge, welche bis zum heutigen Zeitpunkt im Unterhaltsverfahren nicht preisge-
geben worden seien. Selbst wenn man vom Nettoeinkommen von CHF 2‘345.15 
(exkl. Ausbildungszulagen) ausgehe, resultiere nach Abzug der korrekt berechne-
ten Auslagen ein Betrag von monatlich CHF 1‘019.15 über dem Existenzminimum, 
weshalb mindestens in diesem Umfang der Lohn zu pfänden sei. 

4. Am 4. Mai 2018 verfügte der Präsident der Aufsichtsbehörde, der Beschwerde 
werde keine aufschiebende Wirkung erteilt, da mit dem Verlustschein keine voll-
streckbaren Handlungen angeordnet worden seien. Ferner wurde eine Kopie der 
Beschwerde dem Betreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Emmental 
zur Vernehmlassung zugestellt. Eine Kopie der Beschwerde ging ebenfalls an den 
Schuldner zur allfälligen Stellungnahme. 

5. Das Betreibungsamt beantragte in seiner Vernehmlassung vom 16. Mai 2018, die 
Beschwerde sei abzuweisen. 

Das Betreibungsamt führt aus, unbestrittenermassen arbeite der Schuldner im 
Stundenlohn und zwar durchschnittlich 139 Stunden pro Monat (Durchschnitt An-
zahl Stunden von April 2017 bis März 2018). Der Schuldner arbeite mit flexiblen 
Arbeitszeiten während maximal fünf Tagen die Woche. Folglich sei das Betrei-
bungsamt bei der Berechnung des Existenz-Minimums von 22 Arbeitstagen (maxi-
maler Ansatz) im Monat ausgegangen. Es bestehe keine Abmachung mit dem Ar-
beitgeber, dass der Schuldner das Taxi für den Arbeitsweg benutzen dürfe. Auf-
grund seiner sehr unregelmässigen Arbeitszeiten benutze der Schuldner das Auto 
seiner Lebenspartnerin, um nach H.________ (Arbeitsort) zu gelangen. Die Ausla-
gen dafür habe er selbst zu tragen. Dem Fahrzeug Skoda Fabia komme daher 

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Kompetenzcharakter i.S.v. Art. 92 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG zu, weshalb die festen und 
veränderlichen Kosten ohne Amortisation zu berechnen seien. Bei einem Arbeits-
weg von 40.8 km pro Weg und CHF 0.50 pro Kilometer, würden sich die Arbeits-
wegkosten bei 22 Arbeitstagen auf CHF 897.60 belaufen. Wiederum aufgrund der 
auf 4-5 Tagen verteilten Arbeitsstunden habe das Betreibungsamt für die auswärti-
ge Verpflegung CHF 220.00 pro Monat berücksichtigt. Gemäss der Prämienrech-
nung der Krankenversicherung und dem Dokument über die verarbeiteten Zahlun-
gen würden die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung CHF 320.70 
betragen, wobei eine Prämienverbilligung letztmals per Juni 2017 erteilt worden sei 
(VB 9 und 10). Ferner habe der Schuldner für die Monate Januar 2018 bis März 
2018 Mietzinszahlungen von durchschnittlich CHF 650.00 belegt (VB 11 – 13). Die 
Zahlung von CHF 1‘216.00 an das Erlebnishotel Étoile habe E.________ mit dem 
Mietzins für Januar und Februar (je CHF 650.00) verrechnet. Weiter weist das Be-
treibungsamt darauf hin, dass selbst unter Berücksichtigung von 17,6 Arbeitstagen 
anstatt deren 22 und entsprechend tieferen Kosten für Arbeitsweg und auswärtiges 
Essen um insgesamt CHF 241.12, kein pfändbares Einkommen resultieren würde. 
Abschliessend hält das Betreibungsamt fest, dass der Beschwerdeführer sein Mit-
wirkungsrecht bereits mit Stellung des Fortsetzungsbegehrens hätte ausüben müs-
sen. Auf dem Fortsetzungsbegehren seien Vermögensgegenstände und Einnah-
mequellen zu nennen. Das Betreibungsamt hätte so den Schuldner zu weiteren 
möglichen Einnahmequellen befragen können. Der Verlustschein berechtige im Üb-
rigen den Gläubiger dazu, ohne neuen Zahlungsbefehl innert 6 Monaten die Forts-
etzung der Betreibung zu verlangen. Das Betreibungsamt werde dann an der Pfän-
dung den Schuldner damit konfrontieren oder eigene Abklärungen treffen. 

6. Der durch Rechtsanwalt D.________ vertretene Schuldner beantragte in seiner 
Stellungnahme vom 5. Juni 2018 ebenfalls, die Beschwerde sei abzuweisen. Fer-
ner stellte er den Antrag, die Verfahrenskosten seien dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen und dieser sei zu verurteilen, dem Schuldner für das Beschwerdeverfah-
ren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen, deren Festlegung in das 
pflichtgemässe Ermessen der Beschwerdeinstanz gestellt werde. 

Der Schuldner führt zusammengefasst aus, das Betreibungsamt habe sein Exis-
tenzminimum korrekt berechnet. Insbesondere erziele er keinen regelmässigen 
Hauswartlohn.  

Gleichentags stellte der Schuldner zudem für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, unter Beiordnung von Rechtsan-
walt D.________ als amtlicher Anwalt (Verfahren ABS 18 223). 

7. Mit Eingabe vom 22. Juni 2018 (Postaufgabe am selben Tag) nahm der Beschwer-
deführer schriftlich Stellung zur Vernehmlassung des Betreibungsamtes sowie zur 
Stellungnahme des Schuldners und hielt dabei an seinen Anträgen in der Be-
schwerde fest. 

Gestützt auf neu eingereichte Belastungsanzeigen und Kontoauszüge der 
J.________ (Bank) (BB 19 – 23), welche aus dem Verfahren betreffend Volljähri-
genunterhalt vor dem Bezirksgericht in K.________ stammen, macht der Be-
schwerdeführer geltend, der Schuldner habe in der Zeit von Juni 2016 bis heute 

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(insgesamt 24 Monate) nachweislich Mietzinsaufwendungen von CHF 4‘400.00 
übernommen. Dies ergebe monatlich durchschnittlich CHF 183.00. Folglich seien 
Mietkosten von lediglich CHF 183.00 belegt. Insbesondere habe der Schuldner mit 
der Zahlung von CHF 1‘216.00 Ferienkosten übernommen und seien diese nicht 
als Mietzins anzurechnen. Der Beschwerdeführer verweist auf die neu eingereich-
ten Bankbelege und macht geltend, es seien keinerlei Ausgaben für Mobilitätskos-
ten ersichtlich. Es sei davon auszugehen, dass der Schuldner entweder das Taxi 
für den Arbeitsweg benütze oder aber seine Lebenspartnerin ihm den Arbeitsweg 
finanziere. Mangels effektiv angefallener Mobilitätskosten seien auch keine solchen 
im Existenzminimum anzurechnen. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass der 
Schuldner keinen Hauswartlohn erhält. Der Beschwerdeführer habe früher, als er 
beim Schuldner auf Besuch gewesen sei, mit diesem zusammen Hauswartarbeiten 
erledigt. Es sei davon auszugehen, dass der Schuldner und dessen Lebenspartne-
rin als Nebenjob die Hauswartarbeiten im Haus an der G.________ (Adresse) 
übernehmen und sich das Einkommen teilen würden. Schliesslich macht der Be-
schwerdeführer geltend, das Auto sei nicht Kompetenzgut, da die Berufsauslagen 
in keinem vernünftigen Verhältnis zum Einkommen stehen würden. Der Grund der 
Unpfändbarkeit – Schutz der wirtschaftlichen Existenz des Schuldners – falle weg. 
Zu beachten wären daher lediglich die effektiv anfallenden Mobilitätskosten. Solche 
seien jedoch vom Schuldner weder belegt, noch würden sie aus den Kontobewe-
gungen hervorgehen. Für den Fall, dass die Aufsichtsbehörde davon ausgehe, 
dass das Existenzminimum korrekt berechnet worden sei, sei zu beachten, dass es 
sich um Kinder-/Ausbildungszulagen des Beschwerdeführers handle. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei deshalb bei der Betreibung von Unter-
haltsforderungen ein Eingriff in das Existenzminimum des Schuldners möglich. Aus 
dem familienrechtlichen Verfahren ergebe sich, dass das Existenzminimum des 
Beschwerdeführers bei CHF 2‘671.00 liege und das Einkommen CHF 1‘723.90 be-
trage (Einkommen von CHF 971.90 und IV-Kinderrente von CHF 752.00). Der Be-
schwerdeführer sei auf diese Unterhaltsansprüche angewiesen, um sein Existenz-
minimum zu decken. Das Betreibungsamt hätte eine proportionale Herabsetzung 
sowohl des Existenzminimums des Schuldners als auch des Beschwerdeführers 
vornehmen müssen. 

8. Je ein Doppel der Eingabe wurde dem Betreibungsamt und dem Schuldner zur 
Kenntnis zugestellt. 

II.

9. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage 
vorschreibt, kann gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder Konkursamts bei 
der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Be-
schwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG). 

Die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen des Kantons Bern ist zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 10 Abs. 1 des Ein-
führungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

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[EGSchKG; BSG 281.1] und Art. 28 Abs. 3 des Organisationsreglements des 
Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11].

10. Der Beschwerdeführer ist Gläubiger der in Betreibung gesetzten Forderungen und 
daher durch den angefochtenen Verlustschein beschwert, weshalb er zur Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 11 Abs. 3 EGSchKG so-
wie Art. 65 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]).

11. Die Aufsichtsbehörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 20a Abs. 2 
Ziff. 2 SchKG). Deshalb ist auch das Vorbringen von Noven zulässig. Die nachträg-
lich eingereichten Beweismittel des Beschwerdeführers wie auch des Schuldners 
sind somit zuzulassen.

Zudem wendet die Aufsichtsbehörde das Recht von Amtes wegen an (Art. 20a 
Abs. 1 VRPG).

12. Die Beschwerde muss binnen zehn Tagen seit dem Tag, an dem der Beschwerde-
führer von der Verfügung Kenntnis erhalten hat, angehoben werden (Art. 17 Abs. 2 
SchKG). 

Die Pfändungsurkunde wurde dem Beschwerdeführer am 26. April 2018 zugestellt. 
Die am 2. Mai 2018 der Schweizerischen Post aufgegebene Beschwerde erfolgte 
fristgerecht. 

III.

13.

13.1 Gemäss Art. 93 Abs. 1 SchKG kann Erwerbseinkommen so weit gepfändet wer-
den, als es nach dem Ermessen des Betreibungsbeamten für den Schuldner und 
seine Familie nicht unbedingt notwendig ist. Massgebend für die Bestimmung der 
pfändbaren Quote sind die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtli-
chen Existenzminimums der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der 
Schweiz vom 1. Juli 2009 (vgl. Beilage 1 zum Kreisschreiben Nr. B 1 der Aufsichts-
behörde in Betreibungs- und Konkurssachen das Kantons Bern vom 1. Januar 
2011). 

13.2 Lebensnotwendige Auslagen wie Mietzins oder Krankenkassenprämien etc., die 
nicht im richtlinienmässigen Grundnotbedarf enthalten sind, können als individuelle 
Zuschläge berücksichtigt werden (Berechnungsrichtlinien der Konferenz der Be-
treibungs- und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009; Kreisschreiben der 
Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern, Nr. B 1 
vom 1. Januar 2011, Ziffern II 1 bis 8). Dabei muss es sich jedoch um tatsächlich 
geschuldete und effektiv bezahlte Auslagen handeln, was der Schuldner anhand 
schriftlicher Belege nachzuweisen hat. 

Einfachheitshalber - da die Betreibungsbehörde den Zahlungsverkehr des Schuld-
ners nicht ständig überwachen kann - begnügt sich die Praxis mit einem Zahlungs-
nachweis für die drei letzten Monate vor der Pfändung. Als Beweismittel kommen 

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Quittungen, Post- oder Bankkontoauszüge oder eine Zahlungsbestätigung des 
Versicherers in Frage. Blosse Fakturen oder Vertragspolicen genügen für den Zah-
lungsnachweis nicht - sie vermögen nur die Zahlungspflicht, nicht aber erfolgte 
Zahlungen zu beweisen. Diese Nachweispflicht soll verhindern, dass dem Exis-
tenzminimum Ausgaben zugeschlagen werden, die der Schuldner bloss behauptet, 
möglicherweise aber nicht dem angegebenen Zweck zuführt, wodurch die pfän-
denden Gläubiger geschädigt würden (BGE 121 III 20 E. 3 S. 22 ff.; Effektivitäts-
grundsatz).

13.3 Ändern sich während der Dauer der Einkommenspfändung die für die Bestimmung 
des pfändbaren Betrags massgebenden Verhältnisse, so ist die Pfändung revisi-
onsweise diesen neuen Verhältnissen anzupassen. Das Gleiche gilt für nachträgli-
che Beweisergänzungen (BGE 121 III 20 E. 3b S. 23). Auch dem Gläubiger steht 
das Recht zu, ein Revisionsbegehren zu stellen. Dieses ist beim Betreibungsamt 
anzubringen (vgl. GEORGES VONDER MÜHLL, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 54 zu Art. 93 SchKG).

14.

14.1 Vom Grundsatz, dass nicht in das Existenzminimum des Schuldners eingegriffen 
werden kann, gibt es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Ausnahme 
und zwar dann, wenn als betreibender Gläubiger ein Familienmitglied des Schuld-
ners auftritt, das ihn für Unterhaltsforderungen betreibt, auf welche er zur Deckung 
seines eigenen Notbedarfs angewiesen ist. Dieses «Eingriffsprivileg» steht dem 
Unterhaltsgläubiger für Ansprüche bis ein Jahr vor Zustellung des Zahlungsbefehls 
an den Schuldner zu (BGE 123 III 332 E. 1 S. 332 f.; BGE 116 III 10 E. 2 S. 12 f.; 
BGE 111 III 13 E. 5 S. 15 f.); das hat auch für nicht weitergeleitete Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen zu gelten. Trotz anderweitiger Lehrmeinungen betreffend Mo-
dalitäten des Eingriffsprivilegs (GEORGES VONDER MÜHLL, a.a.O., N. 41 zu Art. 93 
SchKG; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: Kurzkommentar, Schuldbetreibungs- und 
Konkursgesetz, 2. Aufl. 2014, N. 64 zu Art. 93 SchKG; THOMAS WINKLER, in: Kom-
mentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG, 4. Aufl. 
2017, N. 64 zu Art. 93 SchKG) besteht aus Sicht der Aufsichtsbehörde kein Grund, 
von der klaren und bewährten Bundesgerichtspraxis abzuweichen.

Allerdings ist zu bemerken, dass das Betreibungsamt nicht von sich aus ohne kon-
krete Anhaltspunkte von Amtes wegen Abklärungen vornehmen muss, ob allenfalls 
die Voraussetzungen für ein sog. Eingriffsprivileg gegeben sind. Vielmehr hätte der 
Beschwerdeführer (vgl. BB 2) das Betreibungsamt spätestens mit dem Fortset-
zungsbegehren auf diesen Umstand hinweisen und entsprechende Unterlagen, 
insbesondere auch zu seinem Einkommen und Notbedarf, einreichen müssen. 

14.2 Aus den Akten geht nicht hervor und der Beschwerdeführer macht auch nicht gel-
tend, dass er bereits vor dem Betreibungsamt dargetan hätte, die Voraussetzungen 
wären gegeben, um in das Existenzminimum des Schuldners eingreifen zu dürfen. 
Er bringt dies erst in seiner Replik im Beschwerdeverfahren vor. Dem Betreibungs-
amt kann daher kein Fehlverhalten vorgeworfen werden. Da die Pfändung bereits 
vollzogen ist, müsste der Beschwerdeführer ein Revisionsbegehren beim Betrei-
bungsamt stellen und belegen, dass er auf den Unterhaltsbeitrag respektive auf die 

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Kinder- und Ausbildungszulagen angewiesen ist, um sein eigenes Existenzmini-
mum zu decken. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten. 

Da, wie nachfolgend noch ausgeführt wird, die Beschwerde aus anderen Gründen 
gutzuheissen und die Sache zu weiteren Abklärungen an das Betreibungsamt 
zurückzuweisen ist, kann der Beschwerdeführer seine Darlegungen zum Ein-
griffsprivileg bei dieser Gelegenheit vor dem Betreibungsamt einbringen. 

Das Betreibungsamt hat diesfalls nach der Formel des Bundesgerichts eine neue 
Berechnung der pfändbaren Lohnquote vorzunehmen. Bei unbestimmtem respekti-
ve variablem Einkommen lautet die Formel zur Berechnung der pfändbaren Quote 
in Prozenten wie folgt (BGE 74 III 46; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, a.a.O., N. 67 zu 
Art. 93 SchKG):

Notbedarf des Gläubigers x 100
= % des Nettoeinkommens

Notbedarf des Schuldners + Notbedarf des Gläubigers 

Gemäss Geschäftsprotokoll des Betreibungsamtes wurde der Zahlungsbefehl dem 
Schuldner am 1. Mai 2017 zugestellt. Das Eingriffsprivileg gilt folglich aufgrund der 
Jahresfrist (vgl. E. 14.1 oben) nur für Forderungen betreffend die Periode Mai 2016 
bis April 2017. Da Gegenstand des vorliegenden Betreibungsverfahrens Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen lediglich bis und mit Dezember 2016 sind, würde ein all-
fälliges Eingriffsprivileg für ausstehende Zulagen von Mai 2016 bis Dezember 2016 
gelten.

14.3 Der vom Beschwerdeführer zum Thema Eingriffsprivileg in seiner Replik gestellte 
Beweisantrag auf Beizug der Verfahrensakten Nr. 2B2 17 18 beim Bezirksgericht 
K.________ betreffend Volljährigenunterhalt ist mangels Relevanz für das Be-
schwerdeverfahren abzuweisen. 

14.4 Zu prüfen bleibt, ob das Betreibungsamt die Existenzminimums-Berechnung im 
Übrigen korrekt vorgenommen hat. 

15.

15.1 Umstritten sind die Kosten für den Arbeitsweg des Schuldners. Entgegen der An-
sicht des Beschwerdeführers geht die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Kon-
kurssachen nicht davon aus, dass der Schuldner das Taxi seines Arbeitsgebers für 
seinen Arbeitsweg benutzen kann. Ferner ist es unrealistisch, dass er just zu Ar-
beitsbeginn und Arbeitsende einen Kunden hat, der ein Taxi für dieselbe Strecke 
wie sein Arbeitsweg benötigt. Der Schuldner benutzt hingegen gemäss Angaben 
des Betreibungsamtes und seinen eigenen Angaben das Auto seiner Lebenspart-
nerin für den Arbeitsweg. Über ein eigenes Auto verfügt er nicht. Dem Beschwerde-
führer ist zuzustimmen, dass ein Auto, das nicht dem Schuldner persönlich gehört, 
nicht «Kompetenzgut» i.S.v. Art. 92 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG darstellen kann. Da je-
doch aufgrund der Arbeitszeiten die Benützung des öffentlichen Verkehrs (ÖV) 
nicht möglich ist und entsprechend eine Berücksichtigung der ÖV-Kosten nicht in 
Frage kommt, sind ihm jene Kosten anzurechnen, die ihm tatsächlich durch die 
Benützung des Autos der Lebenspartnerin anfallen. Diese hat er zu belegen. Es 
kann folglich nicht mit einer Pauschale pro Kilometer gerechnet werden. 

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Massgeblicher Zeitpunkt für die Ermittlung des pfändbaren Einkommens ist der 
Zeitpunkt der Vornahme der Einkommenspfändung (BGE 102 III 10 E. 4 S. 16). Es 
ist daher zu prüfen, ob der Schuldner nachweisen kann, welche Kosten er für das 
Auto in den letzten drei Monaten vor der Pfändung, d.h. vor dem 26. März 2018, 
übernommen hat und ob er sich an jährlich anfallenden Ausgaben für das Auto 
(z.B. Strassenverkehrssteuer, Versicherung, Autoservice usw.) beteiligt. Aus den 
vom Beschwerdeführer eingereichten Kontoauszügen der J.________ (Bank) be-
treffend das Privatkonto des Schuldners ist ersichtlich, dass der Schuldner in unre-
gelmässigen Abständen an verschiedenen Tankstellenshops Zahlungen getätigt 
hat. Ob er das Geld für Benzin oder für andere Sachen ausgegeben hat, kann dar-
aus nicht eruiert werden. Da der Schuldner bisher vom Betreibungsamt noch keine 
Gelegenheit erhalten hat, unter diesem Aspekt seine allfälligen Arbeitswegkosten 
zu belegen, ist die Sache an das Betreibungsamt zwecks weiterer Abklärungen 
zurückzuweisen. Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen.

Angesichts des Missverhältnisses zwischen Einkommen und durch den Schuldner 
geltend gemachten Berufsauslagen wird das Betreibungsamt bei dieser Gelegen-
heit auch der Frage nachgehen können, ob dem Schuldner allenfalls ein Stellen- 
oder ein Wohnortwechsel zuzumuten ist, damit er die Arbeitswegkosten reduzieren 
kann. 

16.

16.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, für die Wohnkosten 
komme ausschliesslich die Lebenspartnerin des Schuldners auf, weshalb ihm keine 
Kosten anzurechnen seien. In seiner Replik hält er dafür, dem Schuldner monatli-
che Wohnkosten von CHF 183.00 anzurechnen (vgl. Ziff. 7 oben). 

16.2 Zu prüfen ist, ob das Betreibungsamt zu Recht den Nachweis der Mietzinszahlung 
für drei Monate vor der Pfändung als erbracht betrachtet hat. 

16.3 Die Lebenspartnerin führt in ihrer E-Mail vom 6. April 2018 (BB 6) an Rechtsanwalt 
L.________ aus, es sei grundsätzlich vereinbart gewesen, dass ihr der Schuldner 
monatlich CHF 900.00 für die Wohnkosten überweise. Aufgrund seines geringen 
und monatlich unterschiedlichen Einkommens (Arbeitslosenkasse, Sozialamt) sei 
dies meist nicht möglich gewesen. Der Schuldner habe sich stattdessen an den 
Auslagen für den täglichen Lebensunterhalt beteiligt und vereinzelt auch mal etwas 
Schönes (ein «Seelenmümpfeli») spendiert. So gesehen habe er nicht immer fix 
CHF 900.00 monatlich bezahlt. Mal sei es mehr und mal weniger gewesen. Da der 
Schuldner seit Frühjahr 2017 ein Einkommen – wenn auch ein sehr tiefes – habe, 
hätten sie sich kürzlich wieder darauf geeinigt, dass der Schuldner ab April 2018 
wieder die vereinbarte Mietzinszahlung von monatlich CHF 900.00 bezahle. 

16.4 Anlässlich der Pfändung gab der Schuldner zu Protokoll, monatliche Wohnkosten 
von CHF 650.00 zu haben (Rückseite der VB 2). 

Aus der Belastungsanzeige vom 6. April 2018 geht hervor, dass der Schuldner sei-
ner Lebenspartnerin CHF 900.00 für die Miete des Monats März 2018 überwiesen 
hat. Ferner hat er gemäss Kontoauszug vom 1. Februar 2018 bis 28. Februar 2018 
an das Erlebnishotel Étoile einen Betrag von CHF 1‘216.00 überwiesen (BB 9), 

11

wobei er geltend macht, diese Zahlung habe er für gemeinsame Ferien mit seiner 
Lebenspartnerin getätigt und die Lebenspartnerin habe sie mit dem Mietzins für die 
Monate Januar und Februar 2018 verrechnet. 

Es ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass das Betreibungsamt - insbesonde-
re unter Berücksichtigung der E-Mail der Lebenspartnerin - die Übernahme der Ho-
telkosten als zur Verrechnung gebrachter Mietzins berücksichtigt hat. Im Betrag für 
die Hotelkosten ist jedoch auch der eigene Anteil des Schuldners enthalten, re-
spektive beträgt der Anteil der Lebenspartnerin an den Ferienkosten lediglich 
CHF 608.00 und kann man sie auch nur in diesem Umfang die Zahlung mit Miet-
kosten verrechnen. Für die Monate Januar 2018 bis März 2018 hat der Schuldner 
folglich durchschnittlich CHF 502.65 ([CHF 900.00 + CHF 608.00] / 3) bezahlt, wel-
che als Mietkosten berücksichtigt werden können. Die Existenzminimumsberech-
nung ist somit zu korrigieren. Im Rahmen der Neuberechnung durch das Betrei-
bungsamt hat der Schuldner jedoch die Gelegenheit nachzuweisen, dass er für die 
Monate April 2018 bis Juli 2018 die Mietzinszahlungen in Höhe des von ihm gel-
tend gemachten Betrages vorgenommen hat mit der Folge, dass ihm ein höherer 
Betrag angerechnet werden könnte, sofern diese Mietkosten denn auch in einem 
vernünftigen Verhältnis zu den effektiv anfallenden Liegenschaftskosten stehen. 

17. Dass der Schuldner trotz eines Arbeitspensums von 80 % nicht nur an vier, son-
dern manchmal auch an fünf Arbeitstagen pro Woche arbeitet, wird vom Be-
schwerdeführer nicht explizit bestritten. Er macht lediglich pauschal geltend, bei ei-
nem 80 %-Pensum könne für die auswärtige Verpflegung nur mit 17,6 Arbeitstagen 
gerechnet und folglich maximal CHF 176.00 pro Monat berücksichtigt werden.

Das Betreibungsamt hat sein Ermessen nicht überschritten, wenn es im Bedarf des 
Schuldners für die auswärtige Verpflegung durchschnittlich CHF 220.00 berück-
sichtigt. Gemäss dem Kreisschreiben Nr. B1, Beilage 1, Ziff. II.4.a) können zwi-
schen CHF 9.00 und CHF 11.00 Franken für jede auswärtige Hauptmahlzeit ange-
rechnet werden. Selbst wenn von durchschnittlich 19.8 Arbeitstagen ([17.6 + 22] / 
2) ausgegangen würde, jedoch CHF 11.00 pro Hauptmahlzeit gerechnet würden, 
käme man auf einen durchschnittlichen Betrag von monatlich CHF 217.80.

Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 

18. In seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer die Höhe der berücksichtigten 
Krankenkassenprämien des Schuldners. Soweit verständlich geht der Beschwerde-
führer in seiner Replik nun ebenfalls davon aus, dass die vom Betreibungsamt 
berücksichtigten Krankenkassenprämien in Höhe von CHF 320.70 pro Monat be-
legt sind (vgl. Replik, Rz. 17). Diese ergeben sich aus den vom Betreibungsamt 
eingereichten Beilagen 9 und 10. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich und 
entsprechend ist auch der in der Beschwerde gestellte Beweisantrag auf Edition 
einer aktuellen Krankenkassenabrechnung des Schuldners abzuweisen.

19. Der Beschwerdeführer wirft dem Schuldner schliesslich vor, seinen Lohn aus einer 
Hauswartstätigkeit nicht angegeben zu haben. In seiner Beschwerde macht der 
Beschwerdeführer gestützt auf eine Zahlung 31. Mai 2016 mit dem Betreff «HW-
Lohn (Balkone/Terrassen H M3) 2. Tranche» geltend, der Schuldner kassiere mo-

12

natlich CHF 900.00 als Hauswart an der G.________ (Adresse) (Kontoauszug der 
J.________ (Bank) vom 1. Mai 2016 bis 31. Mai 2016, BB 7). 

Im Zeitpunkt des Pfändungsvollzugs verfügte das Betreibungsamt über die Anga-
ben des Schuldners, wonach er an 4-5 Arbeitstagen pro Woche seiner Arbeit als 
Taxifahrer nachgehe. Dem Betreibungsamt ist folglich kein Fehlverhalten vorzuwer-
fen, wenn es nicht weitere Abklärungen zu möglichen weiteren Einnahmequellen 
getätigt hat. 

Ob der Schuldner aktuell Einnahmen als Hauswart erzielt, kann im Rahmen der 
Neuberechnung des Existenzminimums vom Betreibungsamt abgeklärt werden. 

20. Das Betreibungsamt stellte in seiner Existenzminimumsberechnungs dem Ein-
kommen des Schuldners inkl. Ausbildungszulagen von CHF 2‘635.15 Lebenskos-
ten von CHF 3‘228.30 gegenüber. Daraus resultierte ein Manko von CHF 593.15. 

Der Schuldner geht demgegenüber von einem Manko von CHF 883.15 aus, da er 
die Ausbildungszulagen nicht berücksichtigt. 

Aus den eingereichten Unterlagen geht hervor, dass der Schuldner dem Be-
schwerdeführer die Ausbildungszulagen für die Monate Dezember 2017, Januar 
2018 und März 2018 weitergeleitet hat (Belastungsanzeigen vom 15. Januar 2018 
und 13. Februar 2018 [BB 9] sowie vom 6. April 2018 [BB 21]). Für den Monat Fe-
bruar 2018 findet sich kein Nachweis. Kann der Schuldner im Rahmen der Neube-
rechnung durch das Betreibungsamt belegen, dass er drei Monate hintereinander 
dem Schuldner die Ausbildungszulagen weitergeleitet hat, sind diese entweder im 
Existenzminimum des Schuldners zu berücksichtigen oder vom Einkommen für die 
Berechnung der pfändbaren Lohnquote in Abzug zu bringen. 

IV.

21. Im betreibungs- und konkursrechtlichen Beschwerdeverfahren werden weder Ge-
richtskosten erhoben noch Parteientschädigungen gesprochen (Art. 20a SchKG) 
und Art. 61 Abs. 2 sowie Art. 62 Abs. 2 der Gebührenverordnung zum Bundesge-
setz über Schuldbetreibung und Konkurs [GebV SchKG; SR 281.35]).

Das vom Schuldner gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist folglich le-
diglich unter dem Aspekt der Tragung der eigenen Anwaltskosten zu prüfen. 

22. Zuständig für die Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege für das 
Beschwerdeverfahren ist der Präsident (vgl. Art. 11 Abs. 3 EGSchKG i.V.m. Art. 
111 Abs. 4 VRPG). Die Behandlung durch das Kollegialgericht schadet indessen 
nicht und ist aus prozessökonomischen Gründen sinnvoll.

23.

23.1 Gemäss Art. 29 Abs. 3 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV; SR 101) hat 
eine bedürftige Partei in einem für sie nicht aussichtslosen Verfahren Anspruch auf 
unentgeltliche Rechtspflege; soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat 
sie ausserdem Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand. Diese verfas-

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sungsrechtliche Minimalgarantie gilt nicht nur im Straf- und Zivilprozess sowie im 
Verwaltungsbeschwerde- und Verwaltungsgerichtsverfahren (BGE 125 V 32, E. 
4a), sondern auch in anderen staatlichen Verfahren, namentlich dem Beschwerde-
verfahren vor der Aufsichtsbehörde (vgl. COMETTA/MÖCKLI: Basler Kommentar, 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 29 ff. zu Art. 
20a SchKG m.w.H.).

23.2 Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie die Verfahrenskosten nicht aufzubringen 
vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen notwendi-
gen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind (BGE 141 III 
369 E. 4.1 S. 371). Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten 
wirtschaftlichen Situation des Gesuchstellers respektive des Schuldners im Zeit-
punkt der Einreichung des Gesuchs (BGE 141 III 369 E. 4.1 S. 371), wobei der 
Schuldner mitwirkungspflichtig ist. 

23.3 Als einzigen Nachweis für seine Bedürftigkeit reicht der Schuldner die Existenzmi-
nimumsberechnung des Betreibungsamtes vom 25. April 2018 ein, welche Gegen-
stand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist. Die Aufsichtsbehörde ist durch 
diese Berechnung nicht gebunden. Wie oben ausgeführt wurde, konnte der 
Schuldner gemäss aktuellem Aktenstand für die Monate Januar 2018 bis März 
2018 Wohnkosten von durchschnittlich CHF 502.65 im Monat nachweisen. Ferner 
sind die Arbeitswegkosten, welche im Umfang von CHF 897.60 in die Existenzmi-
nimumsberechnung eingeflossen sind, nach Auffassung der Aufsichtsbehörde 
momentan nicht belegt. 

Für das vorliegende uR-Gesuch ist von einem Notbedarf von CHF 1‘893.35 
(CHF 850.00 Grundbetrag; CHF 502.65 Wohnkosten; CHF 320.70 KVG-Prämien; 
CHF 220.00 auswärtige Verpflegung) auszugehen. Bei einem durchschnittlichen 
Einkommen von CHF 2‘345.15 resultiert ein monatlicher Überschuss von 
CHF 451.80, respektive in einem Jahr von CHF 5‘421.60. Da gegenwärtig keine 
Einkommenspfändung läuft, ist der Schuldner somit in der Lage, seinen Anwalt für 
das Verfassen der 7-seitigen Stellungnahme (inkl. Deckblatt und letzte Seite, wel-
che lediglich die Unterschrift und Hinweise enthält) zu entschädigen. Das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen, soweit es nicht gegenstands-
los geworden ist.

23.4 Im Übrigen ist ein amtlicher Anwalt nur dann beizuordnen, wenn dies objektiv not-
wendig ist. 

Objektiv notwendig ist die Rechtsverbeiständung, wenn der Sachverhalt oder die 
sich stellenden Rechtsfragen komplex oder die Rechtskenntnisse des Gesuchstel-
lers unzureichend sind oder wenn bedeutende Interessen auf dem Spiel stehen 
(BGE 122 III 392 E. 3c S. 394; Urteil des Bundesgerichts 5P.346/2004 vom 8. No-
vember 2004 E. 2.2). Die Untersuchungsmaxime macht eine anwaltliche Vertretung 
nicht ohne weiteres unnötig (Urteil des Bundesgerichts 5A_692/2009 vom 5. Janu-
ar 2010 E. 3.1; BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183), aber Natur und Besonderheit des im 
Übrigen weitgehend formlosen SchKG-Beschwerdeverfahrens rechtfertigen es, für 
die Notwendigkeit der Verbeiständung durch einen Rechtsanwalt einen strengen 
Massstab anzulegen (BGE 122 I 8 E. 2c S. 10). 

14

Bei einer Existenzminimumsberechnung gemäss Art. 93 SchKG ist i.d.R. kein an-
waltlicher Beistand nötig (vgl. COMETTA/MÖCKLI, a.a.O. N 33 ff. zu Art. 20a). Dies 
gilt auch für den vorliegenden Fall, zumal das Eingriffsprivileg, welches zugegebe-
nermassen eine Berechnung verkompliziert, erst in der Replik vorgebracht wurde 
und damit im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung noch kein Thema war. Ferner 
wurde das Eingriffsprivileg im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht geprüft, 
sondern wird allenfalls Gegenstand vor dem Betreibungsamt sein. Zu keinem ande-
ren Ergebnis führt der Umstand, dass der Beschwerdeführer anwaltlich vertreten 
war. Das Gebot der Waffengleichheit führt nicht automatisch dazu, dass die um 
unentgeltliche Rechtspflege ersuchende Person Anspruch auf einen Anwalt hat, 
falls die Gegenseite anwaltlich vertreten ist (BGE 112 Ia 7 E. 2c S. 11; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_145/2010 vom 7. April 2010 E. 3.5).

15

Die Aufsichtsbehörde entscheidet:

1. Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, wird sie in dem Sinne gutgeheissen, als 
die Pfändungsurkunde bzw. der Verlustschein vom 25. April 2018 in der Betreibung 
Nr. ________ (Verlustscheins Nr. ________) aufgehoben wird. Die Sache wird an das 
Betreibungsamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Emmental zu weiteren Abklärun-
gen und Neuberechnung der Lohnpfändungsquote im Sinne der Erwägungen zurück-
gewiesen. 

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen gesprochen.

3. Das vom Schuldner gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt D.________ wird abgewiesen, soweit es nicht als gegen-
standslos abzuschreiben ist.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin B.________
- dem Schuldner, vertreten durch Rechtsanwalt D.________
- Betreibungs- und Konkursamt Emmental-Oberaargau

Bern, 9. August 2018 Im Namen der Aufsichtsbehörde
in Betreibungs- und Konkurssachen

Der Präsident:

Oberrichter Studiger

Die Gerichtsschreiberin:

Mosimann

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen kann innert 
zehn Tagen nach der Eröffnung beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden. Wegen Rechtsverweige-
rung oder Rechtsverzögerung durch die kantonale Aufsichtsbehörde ist die Beschwerde jederzeit zulässig (Art. 
72 Abs. 2 Bst. a, Art. 95 ff., Art. 100 des Bundesgerichtsgesetzes [BGG; SR 173.110]). Die Beschwerden sind 
an die folgende Adresse einzureichen: Schweizerisches Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.

Hinweis:
Der Entscheid ist rechtskräftig.