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**Case Identifier:** 032ebad0-de13-5052-84d5-55ed7f214a29
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.10.2018 200 2018 596
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-596_2018-10-16.pdf

## Full Text

200 18 596 UV
FUR/GET/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Oktober 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. Juli 2018 (12.258.311/3156)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2018, UV/18/596, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ist bei der B.________ AG im … angestellt und dadurch bei der 
AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Fol-
gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (Akten der AXA [act. II] 
A1). 

Mit Schadenmeldung UVG vom 14. September 2017 liess der Versicherte 
der AXA mitteilen, dass er am … 2017 beim Velofahren gestürzt sei und 
sich dabei eine Prellung an der Lendenwirbelsäule (LWS) zugezogen habe 
(act. II A1). Die AXA anerkannte mit Schreiben vom 20. September 2017 
(Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4) ihre Leistungspflicht, indem sie die 
gesetzlichen Leistungen erbrachte. Am 27. September 2017 präzisierte der 
Versicherte gegenüber der AXA, er sei unterwegs mit dem Mountainbike 
gewesen, von den Pedalen gerutscht „und dann mit dem Rücken in den 
Sattelspitz geprallt“; gestürzt sei er aber nicht (act. II A4). Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, welcher den Versi-
cherten am 13. September 2017 erstmals behandelt hatte, diagnostizierte 
im Arztzeugnis UVG vom 8. Oktober 2017 (Akten der AXA [IIA] M4) einen 
Verdacht auf eine traumatische Diskushernie und attestierte eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit. In der Folge legte die AXA das medizinische Dossier 
ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Beurteilung 
vor. Gestützt auf dessen Bericht vom 10. November 2017 (act. IIA M6 S. 2 
f.) teilte sie dem Versicherten am 21. November 2017 (act. II A7) formlos 
mit, ab dem 6. Oktober 2017 bestehe (zufolge fehlender Kausalität zwi-
schen dem Ereignis vom … 2017 und den geklagten Rückenbeschwerden) 
kein Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, was 
die AXA – nachdem der Versicherte damit nicht einverstanden war (act. II 
A12) – mit Verfügung vom 13. Februar 2018 (act. II A18) bestätigte. Dage-
gen opponierte der Versicherte mit beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, eingereichter Eingabe vom 
10. März 2018 (act. II A27), welche das Gericht mit Urteil vom 13. März 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2018, UV/18/596, Seite 3

2018 (VGE UV/2018/213 [act. II A28]) an die AXA zur Behandlung als Ein-
sprache überwies. Mit Entscheid vom 30. Juli 2018 (act. II A30) wies die 
AXA die Einsprache ab. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 30. August 2018 Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides vom 30. Juli 2018. In der Begründung macht der 
Beschwerdeführer geltend, entgegen der Auffassung der AXA seien die 
Rückenbeschwerden unfallbedingt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 28. September 2018 beantragt die AXA (nach-
folgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 13. Februar 2018 (act. II 
A18) bestätigende Einspracheentscheid vom 30. Juli 2018 (act. II A30). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung in Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom … 2017 bezüglich der Rückenbeschwerden.  

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) 
sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 
und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

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(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie zur Frage 
der Kausalität zwischen dem Ereignis vom … 2017 und den geklagten Rü-
ckenbeschwerden äussern sich die (medizinischen) Akten im hier massge-
blichen Beurteilungszeitraum bis zum angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 30. Juli 2018 im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Dr. med. C.________ hielt im Überweisungsschreiben vom 
18. September 2017 (act. IIA M5) an Dr. med. E.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
fest, am 13. September 2017 habe der Beschwerdeführer über Rücken-
schmerzen im Bereich der unteren LWS mit Ausstrahlung nach gluteal 
rechts, nach Kontusion am … 2017 daselbst, geklagt. Röntgenologisch 
(vgl. act. IIA M1) habe sich eine leichte Arthrose im Facettengelenk L5/S1 
rechts sowie eine rechtskonvexe Skoliose ergeben. Er habe ein nichtstero-
idales Antiphlogistikum verordnet und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert. Am 18. September 2017 habe der Beschwerdeführer unverändert 
über Rückenbeschwerden bzw. über ausstrahlende Schmerzen lumbal 
rechts geklagt. Er habe die Arbeitsunfähigkeit bis am 27. September 2017 
verlängert.

3.1.2 Mit Bericht vom 29. September 2017 (act. IIA M3) diagnostizierten 
PD Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, und Dr. med. E.________ lumbois-
chialgiforme Schmerzen rechtsseitig mit Verdacht auf Diskushernie lumbal 
bei Status nach Verhebetrauma vor einigen Wochen. Der Beschwerdefüh-
rer arbeite als …. Beim … habe er einen einschiessenden stechenden 
Schmerz im Rücken verspürt, seitdem habe er tieflumbale Rückenschmer-
zen mit gelegentlichen Ausstrahlungen über dem dorsalen Oberschenkel. 
Es beständen keine neurologischen Ausfallserscheinungen. Der radiologi-
sche Befund zeige ein regelrechtes Alignement ohne relevante Gefühlss-
törungen oder Frakturen (S. 1). Es bestehe der klinische Verdacht auf eine 
Diskusherniation mit der Differentialdiagnose eines muskulär bedingten 
Rückenschmerzes nach Verhebetrauma. Es werde ein MRI durchgeführt; 
das weitere Procedere richte sich nach dem entsprechenden Befund (S. 2).

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3.1.3 Ein am 6. Oktober 2017 (act. IIA M2) durchgeführtes MRI der LWS 
wurde wie folgt beurteilt: „Allenfalls initiale Chondrose bei Hinweisen auf 
einen durchgemachten Morbus Scheuermann mit initialer Protrusion des 
Diskus L5/S1. Beginnende Intervertebralarthrose.“

3.1.4 Am selben Tag erfolgte eine Facettengelenksinfiltration im Bereich 
L5/S1. Unter Indikation hielten PD Dr. med. F.________ und E.________ 
im Bericht vom 10. Oktober 2017 (act. I 6) fest, im MRI zeige sich keine 
relevante Neurokompression, aber die entsprechenden segmentalen Ver-
änderungen. 

Im Bericht vom 31. Oktober 2017 (act. IIA M9) diagnostizierten die Dres. 
med. F.________ und E.________ persistierende, teils immobillsierende 
Lumbalgien bei Status nach Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits bei 
beginnender Segmentdegeneration L5/S1, sowie hypertrophen Facettenge-
lenken mit Makroinstabilität. Es gehe dem Beschwerdeführer nicht gut. Er 
habe nach wie vor die tieflumbalen gürtelförmigen Ausstrahlungen und Rü-
ckenschmerzen über dem L5- und S1-Bereich und „über die ISG“. Die 
Spritze habe wenig Wirkung gebracht. Der Beschwerdeführer habe einen 
Arbeitsversuch gestartet, welcher frustran gewesen sei. 

Die Bild-Befundung zeige aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht keinen Inter-
ventionsbedarf. Es habe allenfalls an mehreren Orten geringe degenerative 
Veränderungen. Der Hauptbefund sei nach wie vor das Segment L5/S1. 
Bei dieser prolongierten Schmerzsymptomatik sei eine rheumatologische 
Abklärung durchaus sinnvoll. Insbesondere, da sich hier im tief thorakalen 
Bereich auch Zeichen eines durchgemachten Scheuermann zeigten. Allen-
falls könnte es sich bei diesen Beschwerden noch um eine Manifestation 
einer Sakroiliitis handeln, welche mit der typischen Blutuntersuchung dann 
ausgeschlossen und gegebenenfalls auch gut therapiert werden könnte. In 
der jetzigen Situation sei der Beschwerdeführer als … nicht einsatzfähig (S. 
1).

3.1.5 Im Bericht vom 10. November 2017 (act. IIA M6 S. 2 f.) hielt der 
beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.________, fest, der 
Beschwerdeführer habe am … 2017 „beim Mountainbiking“ ein wahrschein-
lich weitgehend axiales Trauma des unteren Rumpfanteils erlitten und im 

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Verlauf tieflumbale Rückenschmerzen verspürt. Eine Arbeitsunfähigkeit sei 
aber offenbar vorderhand nicht eingetreten. Hierbei habe möglicherweise 
ein zusätzliches Verhebetrauma beim … mitgespielt, worüber aber keine 
näheren Angaben vorlägen. Im Rahmen der folgenden Abklärungen hätten 
sich weder konventionellradiologisch noch in einer MRT morphologische 
Hinweise auf ein stattgehabtes Trauma von Relevanz ergeben. Dies 
schliesse das Auftreten von Rückenschmerzen nicht aus, doch dürften die-
se am wahrscheinlichsten auf eine segmentale Hypomobilität des lumbo-
sakralen Übergangs und/oder eine muskuläre Affektion zurückzuführen 
sein. Aufgrund der doch deutlichen Latenz zwischen dem Ereignis vom … 
2017 und dem Beginn einer Arbeitsunfähigkeit am 16. September 2017, die 
traumabedingt typischerweise sofort zu erwarten wäre, sei ein kausaler 
Zusammenhang (mit dem Ereignis vom … 2017) nur möglich (S. 2). Selbst 
wenn man initial von einem überwiegend wahrscheinlichen kausalen Zu-
sammenhang zwischen dem Ereignis und der durch Rückenschmerzen 
bedingten Arbeitsunfähigkeit ausginge, habe ein morphologischer status 
quo sine jedenfalls spätestens mit der MRT vom 6. Oktober 2017 belegt 
werden können (S. 3).

3.1.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
diagnostizierte im Bericht vom 18. Januar 2018 (act. IIA M7) ein chroni-
sches Lumbospondylogensyndrom bei Facettengelenkskontusionen L4 bis 
S1. Der Beschwerdeführer sei vom 18. Dezember 2017 bis am 5. Januar 
2018 in der Rehaklinik Leukerbad in teilstationärer muskuloskelettaler Re-
habilitation gestanden. Dr. med. C.________ habe nacheinander eine Frak-
tur, eine Sakroiliitis sowie eine Diskushernie oder aktivierte 
Spondylarthrosen ausgeschlossen. Er – Dr. med. G.________ – habe di-
verse Therapien verordnet. Dies habe vor allem in der letzten Woche einen 
massiven Kraftzuwachs bewirkt, praktisch ohne Schmerzen, obwohl der 
Beschwerdeführer die Medikamente abgesetzt habe. 

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

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Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.3 Die im Recht liegenden Akten erlauben eine zuverlässige Beurtei-
lung der sich vorliegend stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen. Damit 
erübrigen sich allfällige zusätzliche Abklärungen beim behandelnden Phy-
siotherapeuten (vgl. Beschwerde, S. 2). 

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht bis zum 6. Ok-
tober 2017 anerkannt (vgl. act. II A18, A30; act. I 4), was die Qualifikation 
des Ereignisses vom … 2017 als Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) im-
pliziert bzw. voraussetzt. Sodann kann mit Blick auf das Ergebnis (vgl. E. 
3.5 f. sogleich) offen bleiben, wie es sich mit dem von den Dres. med. 
F.________ und E.________ im Bericht vom 29. September 2017 (act. IIA 
M3) erwähnten Verhebetrauma verhält: Zum einen ist ein solches Ereignis 

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aus den übrigen Akten nicht ersichtlich, zum andern macht der Beschwer-
deführer selber auch nicht geltend, es habe sich im massgeblichen Beurtei-
lungszeitraum ein Verhebetrauma (oder ein anderweitiges, allenfalls ab-
klärungsbedürftiges Ereignis) im Sinne von Art. 4 ATSG zugetragen. 
Vielmehr bringt er beschwerdeweise insoweit vor, es sei (nach dem Ereig-
nis vom … 2017) „bei jedem Aufheben vom … zu immer stärker werdenden 
Schmerzen“ gekommen (vgl. Beschwerde, S. 1), welche gewohnten, tägli-
chen Vorgänge ohnehin nicht als tatbeständlich im Sinne von Art. 4 ATSG 
zu qualifizieren wären. 

3.5 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. 
D.________, hat in seiner – auf den Berichten der behandelnden Ärzte 
sowie den Ergebnissen der bildgebenden Untersuchungen beruhenden 
und damit voll beweiswertigen – Stellungnahme vom 10. November 2017 
(act. IIA M6 S. 2 f.; vgl. E. 3.2.2 vorne) überzeugend dargelegt, dass die 
Rückenbeschwerden am ehesten funktioneller Natur seien – im Sinne einer 
segmentalen Hypomobilität des lumbosakralen Übergangs und/oder einer 
muskulären Affektion – und dass Hinweise auf durch das Ereignis vom … 
2017 bedingte strukturelle Veränderungen im Sinne von morphologischen 
Hinweisen fehlten. Sein daraus gezogener Schluss, wonach es mit Blick 
auf die erst knapp zwei Wochen später attestierte Arbeitsunfähigkeit sehr 
fraglich sei, inwieweit das nämliche Ereignis überhaupt einen Einfluss auf 
die Entwicklung der beim Beschwerdeführer vorliegenden Symptomatik 
gehabt habe bzw. spätestens mit dem MRT vom 6. Oktober 2017 (vgl. act. 
IIA M2) habe ein morphologischer status quo sine belegt werden können, 
ist nachvollziehbar und überzeugt auch mit Blick auf die übrigen, im Recht 
liegenden medizinischen Berichte: So ist zunächst darauf hinzuweisen, 
dass keiner der behandelnden Ärzte die Kausalität zwischen dem Ereignis 
vom … 2017 diskutiert, geschweige denn (klar und in einer den beweis-
mässigen Anforderungen genügenden Weise) bejaht hat. Weiter geht aus 
ihren Berichten hervor, dass eine (durch das Ereignis vom … 2017 beding-
te) strukturelle Schädigung der LWS nicht überwiegend wahrscheinlich 
erstellt ist. Vielmehr hielt der behandelnde Arzt Dr. med. G.________ unter 
Bezugnahme auf Dr. med. C.________ fest, nacheinander hätten eine 
Fraktur, eine Sakroiliitis sowie eine Diskushernie oder aktivierte Spondylar-
throsen ausgeschlossen werden können (act. IIA M7). Die Dres. med. 

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F.________ und E.________ stellten sodann lediglich „allenfalls an mehre-
ren Orten geringe degenerative Veränderungen“ fest (act. IIA M9 S. 1). 
Ferner liegen auch keine Berichte vor, welche sich mit der ausführlichen 
Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 10. November 2017 ausein-
andersetzen respektive Aspekte benennen, welche vom beratenden Arzt 
der Beschwerdegegnerin allenfalls ausser Acht gelassen worden wären, 
wobei derlei auch anderweitig nicht ersichtlich ist. 

Soweit der Beschwerdeführer sodann vorbringt, er sei zum „Zeitpunkt des 
Unfalls“ beschwerdefrei gewesen und habe am 26. August 2017 noch das 
Alpenbrevet mit dem Rennrad absolviert (Beschwerde, S. 3), kann er auch 
daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, ist doch für den Nachweis einer 
unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung die Formel „post hoc, ergo 
propter hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 
E. 4.2.3), nicht massgebend. Auch bestehen entgegen dem Beschwerde-
führer keine Hinweise auf seitens der Beschwerdegegnerin im Verwal-
tungsverfahren angeblich begangene „Formfehler“ (Beschwerde, S. 2). 
Insbesondere kommt dem in den Akten erwähnten Verhebetrauma (vgl. 
E. 3.4 vorne) als mögliche weitere Ursache der Rückenbeschwerden im 
Rahmen der Kausalitätsbeurteilung keine ausschlaggebende Bedeutung 
zu, hat doch Dr. med. D.________ den Ursache-Wirkung-Zusammenhang 
– wie dargelegt – aus anderen Gründen verneint. Schliesslich ist auch des-
sen Festlegung des status quo sine per 6. Oktober 2017 entgegen dem 
Beschwerdeführer (Beschwerde, S. 2) nicht zu beanstanden, muss doch 
der genaue Zeitpunkt lediglich mehr oder weniger genau geschätzt werden 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 4. November 2016, 
8C_506/2016, E. 3.2.1). Vorliegend deckt sich dieser im Übrigen mit dem 
Zeitpunkt der bildgebenden MRI-Untersuchung (act. IIA M2), mittels wel-
cher feststand, dass beim Ereignis vom … 2017 überwiegend wahrschein-
lich keine strukturellen Verletzungen an der LWS resultierten, so dass 
jedenfalls nicht von einer willkürlichen Festlegung des Leistungseinstel-
lungszeitpunktes ausgegangen werden kann.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Okt. 2018, UV/18/596, Seite 12

3.6 Aus dem Dargelegten folgt, dass es insbesondere mit Blick auf 
den Bericht von Dr. med. D.________ vom 10. November 2017 (act. IIA M6 
S. 2 f.) fraglich erscheint, ob das Ereignis vom … 2017 überhaupt natürlich 
kausal zu den im weiteren Verlauf behandlungsbedürftigen Rückenbe-
schwerden war und ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ur-
sprünglich zu Recht anerkannt hat. Dies kann jedoch offen bleiben. Denn 
so oder anders ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit erstellt, dass jedenfalls per 6. Oktober 2017 keine Unfallfolgen 
(mehr) vorlagen bzw. der status quo sine (vgl. E. 2.3 vorne) in diesem Zeit-
punkt erreicht war. 

3.7 Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
30. Juli 2018 (act. II A30) somit nicht zu beanstanden und die dagegen 
gerichtete Beschwerde abzuweisen. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Partei-
entschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- AXA Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.