# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8a9d7b0-92dd-597a-8e47-73fcd86750d5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2010 E-6284/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6284-2010_2010-09-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6284/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; 
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______, geboren (...),
Irak,
vertreten durch lic. iur. D. Del Duca, Rechtsanwalt,
Rechtsberatungsstelle für Asyl Suchende C._______, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Zuweisung an den Kanton; Verfügung des BFM vom 
26. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6284/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 27. Oktober 
2009 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mittels  Zuweisungsentscheid 
vom 19. November 2009 für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton 
B._______ zuteilte,

dass gemäss Mitteilung des Migrationsamtes des Kantons B._______ 
vom 10. Mai  2010 der  Beschwerdeführer  am 1. April  2010 den ihm 
zugewiesenen  Wohnort  verlassen  habe  und  seither  unbekannten 
Aufenthalts sei, 

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  mit  Abschreibungsbeschluss  vom 
24. Juni 2010 als gegenstandslos geworden abschrieb,

dass der Beschwerdeführer in der Folge durch die Polizei aufgefunden 
und  das  Asylverfahren  am  10.  August  2010  wieder  aufgenommen 
wurde,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  24.  August  2010  den 
Beschwerdeführer wiederum dem Kanton B._______ zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  am  26.  August  2010  den  Zuweisungs-
entscheid entgegennahm,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. September 2010 beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liess, 
die Verfügung des BFM vom 26. August  2008 (recte: Verfügung vom 
24. August 2010) sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, 
ihn dem Kanton C._______ zuzuweisen, 

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  beantragen  liess,  es  sei  ihm  die 
unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  zu bewilligen,  es sei  auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, und es sei ihm 
in  der  Person  des  Unterzeichnenden  ein  unentgeltlicher 
Rechtsvertreter beizugeben,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31) i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass es sich beim Entscheid über die Zuweisung einer asylsuchenden 
Person an einen Kanton gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG um eine selb-
ständig  beim  Bundesverwaltungsgericht  anfechtbare  Zwischenverfü-
gung handelt (Art. 107 Abs. 1 AsylG), 

dass ein Zuweisungsentscheid des Bundesamts gemäss Art. 27 Abs. 3 
letzter  Satz AsylG -  welcher als  lex spezialis  der allgemeinen Regel 
von Art.  106 Abs. 1  AsylG vorgeht  (vgl. Art.  106 Abs. 2  AsylG)  -  in 
materieller Hinsicht nur mit der Begründung angefochten werden kann, 
er verletze den Grundsatz der Einheit der Familie, 

dass diese Rüge in der Beschwerde explizit erhoben wird, indem der 
Beschwerdeführer geltend macht, sein im Kanton C._______ lebender 
Bruder sei krank und auf seine Hilfe angewiesen, weshalb es gegen 
den Grundsatz der Einheit der Familie verstosse, wenn er nicht bei ihm 
leben könne, 

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  der  Vorinstanz  teilgenom-
men hat,  durch den angefochtenen  Entscheid  besonders  berührt  ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111 Bst. e AsylG),

dass es sich, wie nachstehend aufgezeigt, vorliegend um eine solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG das BFM die Asylsuchenden den 
Kantonen  zuweist  und  dabei  den  schützenswerten  Interessen  der 
Asylsuchenden sowie der Kantone Rechnung trägt,

dass  gemäss  Art.  22  Abs.  1  der  Asylverordnung  1  über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) das BFM dabei bereits in der 
Schweiz  lebende  Familienangehörige  und  die  Staatsangehörigkeit 
Asylsuchender  sowie  besonders  betreuungsintensive  Fälle 
berücksichtigt,

dass  die  Verteilung  nach  einem Schlüssel  gemäss  Art.  21  AsylV  1 
erfolgt,

dass nach Art. 22 Abs. 2 AsylV 1 ein Kantonswechsel vom BFM nur 
bei Zustimmung beider Kantone, bei Anspruch auf Einheit der Familie 
oder  bei  schwerwiegender  Gefährdung  der  asylsuchenden  Person 
oder anderer Personen verfügt wird,

dass,  wie  bereits  erwähnt,  der  Zuweisungsentscheid  der  Vorinstanz 
gemäss  Art.  27  Abs.  3  AsylG  nur  mit  der  Begründung  angefochten 
werden kann, er verletze den Grundsatz der Einheit der Familie,

dass  übereinstimmend mit  dem BFM festzuhalten ist,  dass  sich  der 
von  Art. 27  Abs. 3  AsylG  erfasste  Begriff  der  Familieneinheit  grund-
sätzlich am im Asylrecht geltenden Familienbegriff im Sinne von Art.  1 
Bst. e AsylV 1 orientiert, 

dass  über  die  Kernfamilie  hinausgehend der  Familienbegriff  gemäss 
Art. 27  Abs. 3 AsylG grundsätzlich jenem von Art. 8  der  Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-

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http://www.admin.ch/ch/d/sr/142_311/index.html

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freiheiten (EMRK,  SR 0.101)  entspricht,  wonach  auch  die  Beziehun-
gen zwischen allen nahen Verwandten, die in der Familie eine wesent-
liche Rolle spielen können, erfasst werden, 

dass  als  solchermassen  erweitertes  Familienleben  das  Verhältnis 
zwischen Grosseltern und ihren Enkeln beziehungsweise Enkelinnen, 
zwischen Onkeln/Tanten sowie ihren Nichten und Neffen sowie auch 
zwischen Geschwistern anerkannt wird, sofern eine nahe, echte und 
tatsächlich gelebte Beziehung zwischen den Angehörigen besteht, 

dass im Verhältnis zwischen diesen Verwandten ausserhalb der Kern-
familie die Berufung auf den Grundsatz der Familieneinheit  im Sinne 
von Art. 27 Abs. 3 AsylG gemäss Rechtsprechung - nebst einer nahen, 
echten und tatsächlich gelebten Beziehung - grundsätzlich ein beson-
deres  Abhängigkeitsverhältnis  voraussetzt  (BVGE  2008/47  E. 4.1 
S. 677 ff.),

dass ein solches Abhängigkeitsverhältnis besteht,  wenn eine Person 
behindert  ist  oder aus einem anderen Grund auf die Hilfe einer Per-
son, die in der Schweiz lebt, besonders angewiesen ist, 

dass dabei ein besonderes Engagement des in der Schweiz lebenden 
Angehörigen gegeben sein muss, indem dieser die verwandte Person 
nicht bloss finanziell oder moralisch unterstützt, sondern sich persön-
lich  um  sie  kümmert  (Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr. 21  E. 6c 
S. 200 f., EMARK 2001 Nr. 24 E. 3 S. 191 f.),

dass  der  Wunsch  des  Beschwerdeführers,  bei  seinem  Bruder  im 
Kanton C._______ zu leben, überaus verständlich ist,  sich aber aus 
dem  vorliegend  massgeblichen  Art.  27  Abs.  3  AsylG  kein 
Rechtsanspruch auf  Zuteilung zu einem bestimmten Kanton ableiten 
lässt,

dass der Beschwerdeführer zwar noch minderjährig ist, dennoch seine 
Beziehung zu seinem (...) Jahre älteren Bruder nicht unter den Schutz 
der Kernfamilie fällt,

dass  dem  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  baldigen  Volljährigkeit 
zugemutet werden kann, selbstständig zu leben, zumal er auch alleine 
in die Schweiz reiste,

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dass  ein  Abhängigkeitsverhältnis  vorliegend  nicht  anzunehmen  ist, 
obwohl ein solches vom Beschwerdeführer vorgebracht wird,

dass es zur Bejahung eines Abhängigkeitsverhältnisses insbesondere 
nicht  genügt,  dass  der  Bruder  des  Beschwerdeführers  in  seiner 
Kindheit die Funktion seines blinden Vaters übernahm, 

dass  der  Beschwerdeführer  des  Weiteren  auch  geltend  macht,  sein 
Bruder  sei  gesundheitlich  angeschlagen  und  leide  an  (...)  und  (...),  
weshalb er auf Hilfe angewiesen sei,

dass  gemäss  der  durch  die  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK)  unter  damals  geltendem  Recht  begründeten  Praxis  zur 
Familienvereinigung  in  der  Regel  vorausgesetzt  wurde,  dass  der  im 
Ausland  gebliebene  Familienangehörige  auf  die  Hilfe  des  in  der 
Schweiz als anerkannter Flüchtling lebenden Verwandten angewiesen 
sei,  aber  gleichzeitig  auch  festgehalten  wurde,  ausnahmsweise 
könnten  "besondere  Umstände"  gerade  im umgekehrten  Fall  liegen, 
indem  die  in  der  Schweiz  lebende  Person  der  Hilfe  von 
zurückgebliebenen Angehörigen bedürfe (vgl. EMARK 1994 Nr. 9),

dass  diese  Erkenntnisse  in  EMARK 2000  Nr. 4  (E.  5b)  S. 42)  zum 
damaligen Art. 51 AsylG aufgenommen wurden,

dass in BVGE 2008/47 unter anderem auf die genannten zwei Urteile 
verwiesen und zusammenfassend festgehalten wird, die Berufung auf 
den  Grundsatz  der  Einheit  der  Familie  setze  ein 
Abhängigkeitsverhältnis gemäss der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK 
beziehungsweise Art. 51 Abs. 2 AsylG voraus (vgl. E. 4.1.2 und 4.1.4),

dass  somit  vorliegend  auch  zu  prüfen  ist,  ob  der  Bruder  des 
Beschwerdeführers  aufgrund  seiner  gesundheitlichen  Probleme  auf 
die Hilfe des Beschwerdeführers angewiesen ist, 

dass dies vorliegend zu verneinen ist,  zumal die geltend gemachten 
gesundheitlichen Probleme des Bruders des Beschwerdeführers nicht 
dazu  führen,  dass  dieser  notwendigerweise  auf  die  physische 
Anwesenheit  des Beschwerdeführers angewiesen ist  und dauernd in 
Abhängigkeit und in Gemeinschaft mit ihm leben müsste (vgl. EMARK 
2000 Nr. 21 E. 6c.cc S. 201),

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dass  die  erforderliche  medizinische  Betreuung  des  Bruders  des 
Beschwerdeführers  nicht  zwingend  durch  den  Beschwerdeführer 
selbst gewährt werden muss, zumal diese auch durch Dritte erbracht 
werden  kann,  sowie  dies  auch  bis  anhin  durch  die  Spitex  der  Fall 
gewesen ist,

dass bezüglich der vorgebrachten psychischen Probleme des Bruders 
des  Beschwerdeführers  zwar  festzuhalten ist,  dass  die  Anwesenheit 
des  Beschwerdeführers  sehr  wahrscheinlich  einen  positiven Einfluss 
haben  würde,  aus  der  Rechtsmittelschrift  demgegenüber  aber 
hervorgeht,  dass  der  Bruder  des  Beschwerdeführers  bereits  seit 
fünfzehn Monaten medizinisch fachliche Hilfe erhalte,

dass sein Bruder auch diesbezüglich nicht zwingend auf die Betreuung 
des  Beschwerdeführers  angewiesen  ist,  um  seine  Erfahrungen 
verarbeiten zu können,

dass  anzunehmen  ist,  dass  auch  in  der  Rechtsmittelschrift  als 
Beweismittel  angebotene  Arztberichte  in  diesen  Fragen  zu  keinem 
anderen Ergebnis führen dürften, 

dass deshalb – im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung – diese 
Beweismittel nicht abzuwarten beziehungsweise anzufordern sind (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 17 E. 8 S. 111f., EMARK 2003 Nr. 13 E. 4c S. 84)

dass  schliesslich  anzumerken  ist,  dass  es  dem  Beschwerdeführer 
auch  ohne  Kantonswechsel  ohne  Weiteres  möglich  ist,  per  Telefon 
oder  mittels  gelegentlicher  Besuche  Kontakt  mit  seinem  Bruder  zu 
pflegen,

dass vor diesem Hintergrund der Bruder des Beschwerdeführers auch 
nicht "aus einem anderen Grund" im Sinne von Art. 38 AsylV 1 auf die 
Hilfe eines anderen nahen Angehörigen angewiesen ist,

dass  mithin  festzustellen  ist,  dass  die  Kantonszuweisung  des  Be-
schwerdeführers  den Grundsatz der Einheit der Familie im Sinne von 
Art. 27  Abs. 3  AsylG  nicht  verletzt und  die  Beschwerde  demnach 
abzuweisen ist,

dass mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um 
Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  gegenstandslos 
ist,

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dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 
65 Abs. 1 VwVG und um Bestellung eines Anwaltes gemäss Art. 65 
Abs.  2  VwVG  zufolge  Aussichtslosigkeit  der  Rechtsbegehren 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 
1-3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.600.- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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