# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1adebd9-9374-5437-a714-e8f6c597b59d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.08.2008 UV 2007/120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-120_2008-08-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/120

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 06.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2008
Art. 9 Abs. 2 UVG: Generalklausel; Verneinung der ausschliesslichen oder 
stark überwiegenden Verursachung einer Rhinopharyngitis sicca und eines 
Morbus Basedow durch die berufliche Tätigkeit mit zeitweiser Exposition zu 
einer Extrusionsanlage für kunststoffgeschützte Glasfasern (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. August 2008, UV 
2007/120).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 6. August 2008

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1952 geborene M.___ war ab 2. April 2003 bei der A.___ als 

Betriebsschlosser tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Am 31. Mai 2006 liess er der Suva eine Berufskrankheit melden und gab an, 

unter Atembeschwerden zu leiden (Suva-act. 1). Zuvor hatte der Versicherte Dr. med. 

B.___, Spezialarzt FMH für Oto-, Rhino-, Laryngologie, konsultiert. Dieser hatte beim 

Versicherten gemäss Bericht vom 20. März 2006 eine massive Rhinopharyngitis sicca, 

eine chronische Laryngitis sowie eine Nasenseptumdeviation diagnostiziert (Suva-act. 

2). Am 3. April 2006 hatte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, sodann 

bestätigt, er habe dem Versicherten empfohlen, den Arbeitsplatz aus medizinischen 

Gründen zu kündigen. Er leide unter einer massiven Entzündung des Nasen-

Rachenraums und die Exposition trockener, warmer und verschmutzter Luft führe 

regelmässig zu einer massiven Verschlechterung seiner Probleme (Suva-act. 3). Mit 

Schreiben vom 29. April 2006 war Dr. C.___ mit der Darstellung an Dr. med. D.___, 

Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, gelangt, der Versicherte sei bei seiner Tätigkeit 

häufig Kunststoffstaub ausgesetzt. Er gebe an, dass die Exposition seine Beschwerden 

verschlimmere. Es stelle sich die Frage, ob dies stimme (Suva-act. 3).

A.b   Am 19. Juni 2006 behandelte Dr. B.___ die beidseitige Nasenseptumdeviation des 

Versicherten sowie eine zusätzliche beidseitige Muschelhyperplasie operativ mit einer 

Septumplastik und einer Mucotomie (Suva-act. 32/5, 32/6). Mit ärztlichem Zeugnis vom 

12. August 2006 attestierte Dr. C.___ dem Versicherten ab 8. Mai 2006 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (Suva-act. 7). Mit Schreiben vom 15. Februar 2007 

legte Dr. C.___ der Suva eine Aufstellung betreffend die beim Versicherten seit dem 

Jahr 2004 durchgeführten Heilbehandlungen vor (Suva-act. 38), worauf diese die 

aufgeführten Kliniken bzw. Spitäler um Zustellung der jeweiligen medizinischen 

Unterlagen ersuchte (Suva-act. 39-42, 45/1). Laut Bericht des Departements Innere 

Medizin, Pneumologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 19. April 2005 war 

der Versicherte dort vom 6. bis 13. April 2004 hospitalisiert. Als Diagnosen wurden ein 

Morbus Basedow und der Verdacht auf eine akute Bronchitis gestellt (Suva-act. 48/1). 

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Am 16. und 23. März 2007 besuchte Dr. D.___ die A.___ und kam in seiner Beurteilung 

vom 29. März 2007 zum Schluss, es ergäben sich keine genügenden Hinweise für eine 

Berufskrankheit oder eine durch die beruflichen Einflüsse richtunggebend 

verschlechterte vorbestehende Krankheit. Gegen eine Berufskrankheit spreche vor 

allem auch der Umstand, dass trotz Arbeitsaussetzung seit Mai 2006 keine 

entscheidende Besserung der rhinopharyngitischen Beschwerden eingetreten sei. Die 

während längerer Zeit wegen mangelnder Therapiedisziplin ungenügend suprimierte 

Hyperthyreose als Folge des Morbus Basedow habe zudem die 

Schleimhautempfindlichkeit durch Austrocknen und Infektabwehrstörung erheblich 

verstärkt (Suva-act. 49).

A.c    Mit Verfügung vom 26. April 2007 lehnte es die Suva ab, Leistungen für eine 

Berufskrankheit zu erbringen (Suva-act. 55).

B.        

B.a   Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 

iur. E. Koller, St. Gallen, Einsprache (Suva-act. 56).

B.b Nachdem Dr. D.___ mit Schreiben vom 19. Juni 2007 zu den Standpunkten des 

Rechtsvertreters des Versicherten Stellung genommen hatte (Suva-act. 59), wies die 

Suva die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 29. Oktober 2007 ab (Suva-

act. 63).

C.        

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob M.___ mit Eingabe vom 29. November 

2007 Beschwerde mit dem Antrag, die Beschwerde sei zur Kenntnis zu nehmen und 

sein Schadenfall sei nochmals zu überprüfen. Die Ausführungen von Dr. D.___ würden 

nicht der Wahrheit entsprechen. So habe er nicht nur kurzzeitig in der Produktion 

gearbeitet. Eine Abzughaube sei erst errichtet worden, nachdem seine Krankheit 

aufgetreten sei und er seinen Vorgesetzten mitgeteilt habe, dass es nicht in Ordnung 

sei, ohne Abzughaube arbeiten zu müssen. Eine Staubmaske habe es nie gegeben. Es 

entspreche ausserdem nicht der Wahrheit, dass es ihm nach Aufgabe der Arbeit bei 

der A.___ nicht besser gegangen sei. Die Arbeit habe er nicht eigenmächtig, sondern 

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auf Empfehlung der Ärzte aufgegeben. Dr. D.___ habe sodann gar keine Kontrolle 

seines Arbeitsplatzes durchgeführt, sondern habe die ganze Zeit in der Kantine 

gesessen. Mit der Arbeitgeberin habe er ohne seine Anwesenheit gesprochen. M.___ 

reichte schliesslich zusätzliche Unterlagen ein.

C.b Am 16. Januar 2008 verfasste Dr. D.___ eine ärztliche Beurteilung zur Frage einer 

beruflichen Auslösung der gesundheitlichen Probleme des Versicherten, insbesondere 

der Affektionen im Bereich der oberen Luftwege und der Überfunktion der Schilddrüse 

als Folge seiner Tätigkeit bei der E.___ (Suva-act. 68).

C.c   In der Beschwerdeantwort vom 18. Februar 2008 beantragte die Suva Abweisung 

der Beschwerde.

C.d Mit Replik vom 10. März 2008 hielt der Beschwerdeführer unverändert an seinem 

Antrag und seinen Standpunkten fest. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung 

einer Duplik verzichtet.

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob der beim Beschwerdeführer am 4. Oktober 

2005 von der Klinik für Nuklearmedizin des KSSG diagnostizierte Morbus Basedow 

(Suva-act. 43) sowie die von Dr. B.___ am 20. März 2006 diagnostizierten Affektionen 

im Bereich der oberen Luftwege, insbesondere die Rhinopharyngitis sicca (Suva-act. 

2), Berufskrankheiten im Sinne des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) darstellen und somit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

auslösen.

2.         

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2.1    Gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG gelten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit 

ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 

verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Verlangt wird ein 

Kausalzusammenhang zwischen der verursachenden Arbeit einerseits und der 

Berufskrankheit andererseits. Er ist insofern ein qualifizierter, als der Listenstoff oder 

die Arbeit mindestens 50% aller mitwirkenden Ursachen ausmachen müssen. Ob dies 

im Einzelfall so ist, muss mit hinreichender Wahrscheinlichkeit dargetan werden 

(Alexandra Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich/

Basel/Genf 2003, S. 83, mit weiteren Hinweisen). Der Bundesrat hat gestützt auf die in 

Art. 9 Abs. 1 UVG enthaltene Kompetenzdelegation im Anhang 1 zur Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) eine Liste der schädigenden Stoffe und der 

arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt. Es ist unbestritten, dass beim 

Beschwerdeführer keine arbeitsbedingte Erkrankung gemäss Anhang 1 zur UVV in 

Frage steht. Aus den Akten geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer während 

seiner Arbeit als Betriebsschlosser bei der A.___ - eines Produktionsbetriebs für 

extrudierte Kunststoffprofile - zeitweise in der Produktion bzw. an einer Maschine für 

die Extrusion von glasfaserverstärkten Leitersprossen und Holmen arbeitete. Dabei 

entstanden thermische Zersetzungsprodukte des Bindemittels der Glasfaserstränge 

aus Polyethylen und Polypropylen unter Rauchentwicklung. Ferner wurde für 

Reinigungszwecke ein Granulat mit Polyacrylaten verwendet, das einen 

charakteristischen lästigen Geruch verbreitete (Suva-act. 11, 49/3). Mit den genannten 

Stoffen stehen jedoch unbestrittenermassen auch keine schädigenden Stoffe gemäss 

Anhang 1 zur UVV in Frage, womit der Beschwerdeführer keine Ansprüche aus 

Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG ableiten kann.

2.2    Als Berufskrankheiten gelten jedoch auch andere Krankheiten, von denen 

nachgewiesen ist, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche 

Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 UVG). Diese Generalklausel bezweckt, 

allfällige Lücken zu schliessen, wenn die bundesrätliche Liste entweder einen 

schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit, die durch die 

Arbeit verursacht wurde, nicht aufführt. Die Voraussetzung des "ausschliesslichen oder 

stark überwiegenden" Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG ist erfüllt, wenn die 

Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden 

ist (BGE 119 V 201 E. 2b). Die Leistungspflicht für eine Berufskrankheit gemäss der 

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Generalklausel von Art. 9 Abs. 2 UVG bedeutet nicht, dass der Unfallversicherer für 

jede Krankheit aufzukommen hat, die während der Arbeit aufgetreten ist. Die 

Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser Generalklausel ist - entsprechend 

der in BGE 114 V 111 f. E. 3c aufgrund der Materialien eingehend dargelegten 

legislatorischen Absicht, die Grenze zwischen krankenversicherungsrechtlicher 

Krankheit und unfallversicherungsrechtlicher Berufskrankheit nicht zu verwässern - an 

relativ strenge Beweisanforderungen gebunden. Verlangt wird, dass der Versicherte für 

eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige 

gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt 

nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte 

Berufstätigkeit zu berücksichtigen (vgl. BGE 126 V 190 E. 2b mit Hinweisen).

2.3    Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) ist die 

Voraussetzung einer zu mindestens 75 % durch eine berufliche Tätigkeit verursachten 

Krankheit erfüllt, wenn nachgewiesen ist, dass die Häufigkeit des Auftretens der 

Krankheit in einer bestimmten Berufsgruppe mindestens viermal höher ist als in der 

Bevölkerung im allgemeinen (BGE 116 V 136 E. 5c; RKUV 1999 Nr. U 326 S. 109 E. 2, 

119 Nr. U 273 S. 178 E. 3; Jean-Maurice Frésard, L'assurance-accidents obligatoire, in: 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 1998, Rz. 49). Gemäss Frésard (a.a.O.) hat 

diese Praxis zur Folge, dass nur in wenigen Fällen eine Berufskrankheit gestützt auf die 

Generalklausel von Art. 9 Abs. 2 UVG anerkannt werden kann. Bereits Maurer wies 

darauf hin, dass das Erfordernis der stark überwiegenden Ursache streng sei, weshalb 

es nur in seltenen Fällen erfüllt sein werde. Die Generalklausel werde daher in der 

Praxis als "Auffangnetz" eine eher bescheidene Rolle spielen (Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 222).

2.4    Der Verursachung einer Krankheit durch Listenstoffe/Listenarbeiten (Art. 9 Abs. 1 

UVG) oder durch die berufliche Tätigkeit (Art. 9 Abs. 2; Generalklausel) ist die dadurch 

bewirkte Verschlimmerung einer vorbestandenen Krankheit gleichgestellt (Urteil der 

I. sozialrechtlichen Abteilung vom 30. Oktober 2007 [U 416/06] i/S L., E. 4.1; BGE 117 

V 358 f.).

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2.5    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über die 

Rechte und Pflichten so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden zusätzlich Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, 

wenn hierzu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 

ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Th. Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 443 f.; vgl. Art. 43 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Die Verwaltung bzw. das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Sie haben ihren Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Die Verwaltung bzw. der Richter 

haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 125 V 195 E. 2 mit 

Hinweisen).

2.6    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Die Grundsätze zum Beweiswert 

ärztlicher Berichte und Gutachten, insbesondere betreffend Berichte von Hausärzten 

und Ärzten, die für die weitere, fachärztliche Behandlung aufgesucht werden (BGE 125 

V 352 E.3), wurden im Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2007 zutreffend 

dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.

3.         

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Die ärztliche Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva vom 16. Januar 

2008, verfasst von Dr. D.___ (Suva-act. 68), wurde von der Beschwerdegegnerin 

während des laufenden Beschwerdeverfahrens, das heisst pendente lite, eingeholt. 

Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als 

ordentliches Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht also mit 

Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem 

Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere 

oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der Rechtsprechung sind lediglich 

punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von Bestätigungen oder Rückfragen) 

zugelassen (vgl. BGE 127 V 232 f.; U. Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, Art. 61 

Rz. 65). Die zentrale und umfassende ärztliche Beurteilung von Dr. D.___ hinsichtlich 

der Frage, ob beim Beschwerdeführer von einer Berufskrankheit auszugehen sei, stellt 

diejenige vom 29. März 2007 (Suva-act. 49) dar. In der ärztlichen Beurteilung vom 16. 

Januar 2008 nahm Dr. D.___ demgegenüber einzig Stellung zu den vom 

Beschwerdeführer gegen ihn beschwerdeweise erhobenen Einwänden hinsichtlich 

einer mangelhaften Sachverhaltsabklärung sowie den vom Beschwerdeführer 

zusammen mit der Beschwerde eingereichten Dokumenten. Die fragliche ärztliche 

Beurteilung kann damit als punktuelle Abklärung bzw. Rückfrage bezeichnet werden, 

die zulässig war und keiner Missachtung des Devolutiveffekts gleichkommt. Der 

Beschwerdeführer konnte sich sodann nachträglich zur ärztlichen Beurteilung von Dr. 

D.___ im Rahmen des vom Versicherungsgericht angeordneten zweiten 

Schriftenwechsels äussern, womit auch dem Anspruch auf rechtliches Gehör Genüge 

getan ist (vgl. dazu Urteil des EVG vom 29. April 2003 i/S B., E. 1.3 [I 679/02]). Die 

ärztliche Beurteilung von Dr. D.___ vom 16. Januar 2008 kann demzufolge 

formellrechtlich berücksichtigt werden.

4.         

In tatsächlicher Hinsicht ist den Akten in Bezug auf den Krankheitsverlauf des 

Beschwerdeführers sowie dessen Arbeitsumstände bei der A.___ unbestrittenermassen 

zu entnehmen, dass im November 2003 in der Produktionshalle der A.___ eine 

Versuchsanlage für die Extrusion von glasfaserverstärkten Leitersprossen und Holmen 

installiert wurde. Im Dezember 2003 bzw. in der 50. Woche 2003 führte der 

Beschwerdeführer an der fraglichen Anlage während zehn Stunden Versuche mit 

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Glasfaserverschmelzung durch. Dabei wurden die 180 von einem Spindelbaum 

abgerollten, mit Polyethylen ummantelten Glasfaserstränge in der offenen Flamme bei 

etwa 400°C neben dem Extruder verschmolzen, wobei das Polyethylen unter 

Rauchentwicklung verglühte. Der zusammengeschmolzene Strang musste mit einer 

Trennscheibe zugespitzt und in die Führungsöse eingeführt werden, wobei 

glasfaserhaltiger Staub entstand. Ebenfalls im Dezember 2003 bzw. in der 51. Woche 

2003 führte der Beschwerdeführer während insgesamt sechs Stunden 

Produktionsversuche durch, wobei der verschmolzene Strang mit extrudiertem Luran 

für die Produktion von Leitersprossen und Holmen ummantelt wurde. Das Extrudieren 

und Ummanteln war nicht mit nennenswerten Immissionen verbunden. Anschliessend 

wurde der Extruder mit einem Reinigungsgranulat, u.a. bestehend aus Polyacrylaten, 

gereinigt, wobei sich jeweils der für Polyacrylate, wie bereits erwähnt, typische, häufig 

als lästig empfundene Geruch entwickelte (Suva-act. 14, 34/2, 49). Am 4. Januar 2004 

stellte sich der Beschwerdeführer mit Husten, Atemproblemen, Kopf- und 

Augenschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Schnupfen im Notfall des Kantonalen 

Spitals Rorschach vor (Suva-act. 45). In der ersten Januarwoche 2004 war der 

Beschwerdeführer krankgeschrieben. In der zweiten Januarwoche 2004 nahm er seine 

Tätigkeit wieder auf, wobei er erst im Februar 2004, während 45.3 Stunden, wieder in 

der Produktion (andere Bereiche: Mechanik, Unterhalt) tätig war. Während anfänglich 

an der Extrusionsanlage ohne Abzugsvorrichtung gearbeitet worden war und auch 

diverse Mitarbeiter wegen Atembeschwerden reklamiert hatten, wurde durch den 

Beschwerdeführer Ende Mai/Anfangs Juni 2004 eine Abzugshaube installiert. In der 24. 

bis 26. Juniwoche 2004 half der Beschwerdeführer abermals während insgesamt 25 

Stunden in der Produktion mit (Suva-act. 14, 34/3, 49). Im Oktober 2004, Februar und 

Juli 2005 sowie im Januar 2006 arbeitete der Beschwerdeführer sodann während 22, 

79 und 33 bzw. 40 Stunden in der Produktion (Suva-act. 34/3-5, 49). Seit Auftreten der 

rhinopharyngitischen Beschwerden arbeitete der Beschwerdeführer mit einer zur 

Verfügung gestellten Schutzmaske (Suva-act. 5, 49). Ab der zweiten Märzhälfte 2005 

war der Beschwerdeführer abermals wegen Krankheit arbeitsunfähig gewesen. Vom 6. 

bis 13. April 2005 hatte er sich stationär im Departement Innere Medizin, Pneumologie 

des KSSG aufgehalten, wo die Diagnose eines Morbus Basedow sowie die 

Verdachtsdiagnose einer akuten Bronchitis gestellt worden war (Suva-act. 48). Ab der 

zweiten Maiwoche 2005 hatte der Beschwerdeführer seine Arbeit wieder 

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aufgenommen. Ab Juli 2005 war wiederum eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit 

aufgrund der Schilddrüsenerkrankung erfolgt (14, 34/4, 43). Die rhinopharyngitischen 

Beschwerden hatten in der Folge offenbar einen wellenförmigen Verlauf gezeigt. Sie 

verstärkten sich bei Staub und Rauch bei der Arbeit, aber auch bei anderen 

unspezifischen Reizen (Suva-act. 49). Im März 2006 ergab die fachärztliche Abklärung 

durch Dr. B.___ eine massive Rhinopharyngitis sicca sowie eine chronische Laryngitis 

(Suva-act. 2). Am 5. Mai 2006 setzte der Beschwerdeführer seine Arbeit aus. Per 31. 

Juli 2006 kündigte er das Arbeitsverhältnis mit der A.___ (Suva-act. 34/5).

5.         

5.1    Der Beschwerdeführer leidet, wie bereits erwähnt, unter einem fachärztlich 

bestätigten Morbus Basedow (Suva-act. 43, 48). Beim Morbus Basedow handelt es 

sich um eine Autoimmunkrankheit (http://www.morbusbasedow.de/

Morbus_Basedow_Bain.htm; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., Berlin/

New York 2002, S. 159 und 1660 f., Das MSD Manual, 6. Aufl., München/Jena 2000, S. 

101). Der Morbus Basedow vermag damit laut Feststellung von Dr. D.___ keinen 

beruflichen Zusammenhang zu haben (Suva-act. 50). Die Ursachen des Morbus 

Basedow sind denn auch genetische Faktoren, Infektionen als mögliche Ursache, 

psychische und hormonelle Einflüsse sowie Umweltfaktoren. Letztere können latente 

Virusinfektionen, Arzneimittel oder Gewebeschäden sein, wie sie durch UV-Licht-

Exposition auftreten (Das MSD Manual, a.a.O., S. 1287; http://www.basedow.ch/?

rub=1012&dom=1).

5.2    Im weiteren stellt sich die Frage, ob in Bezug auf die Rhinopharyngitis ein 

beruflicher Zusammenhang in Betracht zu ziehen ist. Laut Dr. D.___ liegen keine 

genügenden Hinweise für eine Berufskrankheit bzw. eine mindestens 75%-ige 

Verursachung der Krankheit durch die berufliche Tätigkeit oder eine entsprechend 

durch die beruflichen Einflüsse dauerhaft und richtungsweisend verschlechterte 

vorbestandene Krankheit vor. In seinen ärztlichen Beurteilungen vom 29. März 2007 

(Suva-act. 49) und 16. Januar 2008 (Suva-act. 68) legt er die massgebenden, gegen 

eine Berufskrankheit bzw. eine Verschlimmerung einer vorbestandenen Krankheit 

sprechenden Tatsachen und Argumente dar. Verlauf und Befunde würden für eine 

Rhinopharyngitis sicca bei konstitutioneller Schleimhautschwäche, gestörte 

http://www.morbusbasedow.de/Morbus_Basedow_Bain.htm
http://www.morbusbasedow.de/Morbus_Basedow_Bain.htm
http://www.basedow.ch/?rub=1012&dom=1
http://www.basedow.ch/?rub=1012&dom=1

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anatomische Verhältnisse im Bereich der Nase und Vorschädigung durch 

Zigarettenrauch sprechen. Durch die Einwirkungen beim Probelauf der 

Extrusionsanlage für glasfaserverstärkte Sprossen und Holmen sei die Rhinopharyngitis 

möglicherweise manifest geworden, aufgrund der anamnestischen Angaben habe aber 

ein Infekt während den festtagsbedingten Ferien 03/04 die Symptomatik ausgelöst. Die 

Rhinopharyngitis tendiere meist zu einer Chronifizierung. In Betracht zu ziehen seien 

eine toxisch-irritative oder eine allergische Rhinitis mit Chronifizierung. Für ein 

allergisches Geschehen hätten sich nie Hinweise ergeben. Eine toxisch-irritative 

Rhinitis heile nach Aussetzen der schädigenden Einflüsse rasch ab. In diesem Falle 

würden während oder unmittelbar nach der Exposition streng arbeitskorrelierte 

Rhinitisbeschwerden auftreten, meist begleitet von Brennen und Tränen der Augen, 

Bindehautrötungen und Asthmasymptomen. Ohne Exposition würden sie spätestens 

nach 12 Stunden spontan abklingen. Beim Beschwerdeführer sei die Symptomatik erst 

exazerbiert als bereits eine wirksame Absaugung installiert gewesen sei und er eine 

geeignete Schutzmaske verwendet habe und zudem nur noch sporadisch die 

gefährdende Tätigkeit ausgeübt habe. Ein erster Schub habe sich ohne zeitliche 

Korrelation zur Bedienung der speziellen Extrusionsanlage bei der Exazerbation des 

Morbus Basedow gezeigt, die zu einer klinischen Abklärung geführt habe, und ein 

zweiter Schub im Frühjahr 2006, der die fachärztliche Abklärung (durch Dr. B.___) zur 

Folge gehabt habe. Ein Asthma könne mit der im konkreten Fall unauffälligen 

Lungenfunktion weitgehend ausgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer sei im 

übrigen zum weit überwiegenden Teil seiner Arbeitszeit wie die übrigen 19 Angestellten 

exponiert gewesen, die sich zwar vor der Installation der Absauganlage über den 

lästigen Geruch beschwert hätten, bei denen aber weder gesundheitliche Störungen 

aufgetreten noch deswegen ärztliche Behandlungen notwendig geworden seien. 

Während der Versuchsphase, d.h. bis Juni 2004, seien die Grenzwerte für Staub und 

thermische Zersetzungsprodukte vermutlich kurzzeitig überschritten worden. Für die 

restliche Zeit ergäben sich jedoch aus den Abklärungen keine Hinweise für eine 

unzulässig hohe Belastung, wie auch die Beschwerdefreiheit der Mitarbeiter beweise. 

Gegen eine Berufskrankheit spreche vor allem auch der Umstand, dass trotz 

Arbeitsaussetzung seit Mai 2006 keine entscheidende Besserung der 

rhinopharyngitischen Beschwerden eingetreten sei. Die während längerer Zeit wegen 

mangelnder Therapiedisziplin ungenügend suprimierte Hyperthyreose als Folge des 

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Morbus Basedow habe zudem die Schleimhautempfindlichkeit durch Austrocknen und 

Infektabwehrstörung erheblich verstärkt (Suva-act. 49, 68).

5.3     Zu den ärztlichen Beurteilungen von Dr. D.___ ist zu sagen, dass sie auf einer 

eingehenden Abklärung der Arbeitsumstände beruhen, eine mit diesen, aber auch mit 

den medizinischen Fakten und dem Krankheitsverlauf getätigte sorgfältige 

Auseinandersetzung umfassen, schlüssig begründet und ohne weiteres nachvollziehbar 

sind, und damit entgegen der nachfolgend zu behandelnden Argumente des 

Beschwerdeführers als überzeugende Grundlage für die Verneinung der beruflichen 

Auslösung der Rhinopharyngitis sicca dienen. - Der Beschwerdeführer hält zunächst 

dagegen, nicht nur kurzfristig am fraglichen Arbeitsplatz gearbeitet zu haben. Er sei für 

die Entwicklung der Produktion zuständig gewesen. Den Akten liegt eine von der A.___ 

geführte Arbeitseinteilungsliste des Beschwerdeführers im Bereich "Produktion" für die 

Jahre 2003 bis 2006 mit seinen konkret gearbeiteten Stunden bei. Die Anerkennung 

von Beschwerden als Berufskrankheit setzt, wie bereits erwähnt, voraus, dass die 

versicherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt 

war. Bis zum erstmaligen Auftreten der rhinopharyngitischen Beschwerden war jedoch 

der Beschwerdeführer sehr wohl erst kurzzeitig (an zwei Tagen während insgesamt 16 

Stunden) den fraglichen thermischen Zersetzungsprodukten ausgesetzt gewesen. Dr. 

D.___ weist ausserdem zutreffenderweise darauf hin, dass gemäss 

Arbeitseinteilungslisten zwischen den weiteren einzelnen, eindeutig als konzentriert zu 

bezeichnenden Arbeitseinsätzen in der Produktionshalle, immer wieder längere 

Arbeitsphasen in anderen Bereichen der Arbeitgeberin und damit lange Intervalle ohne 

Exposition zu den angeschuldigten Noxen folgten. Gegen eine berufliche Verursachung 

der rhinopharyngitischen Beschwerden spricht sodann die Tatsache, dass die 

entsprechenden Krankheitsphasen - diejenige von Weihnachten/Neujahr 03/04, bei 

welcher eine gewisse zeitliche Nähe nicht von vornherein verneint werden kann, einmal 

ausgenommen - zeitlich nie mit einer Expositionsphase korrelieren und überhaupt 

weniger Krankheitsphasen als Expositionsphasen vorliegen. Die Arbeitsabsenz im 

März/April/Mai 2005 erfolgte im übrigen aufgrund der Schilddrüsenerkrankung. Zwar ist 

es nachvollziehbar, dass auf die Expositionsphase in der Produktionshalle im 

Dezember 03 die Rhinopharyngitis sicca erstmals manifest geworden ist. Es ist 

indessen zwischen der Auslösung und der Verursachung der Rhinopharyngitis sicca zu 

unterscheiden. Der Umstand, dass eine Krankheit durch berufliche Tätigkeiten 

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ausgelöst worden ist, heisst nicht ohne weiteres, dass dieses Leiden im Sinn von Art. 9 

Abs. 2 UVG ausschliesslich oder stark überwiegend auch dadurch verursacht worden 

ist. Vielmehr kann eine vorbestandene krankhafte Veränderung (bei konstitutioneller 

Schleimhautschwäche, gestörten anatomischen Verhältnissen im Bereich der Nase und 

Vorschädigung durch Zigarettenrauch) durch eine berufliche Entwicklung lediglich 

aktualisiert werden. Massgebend ist schliesslich, dass die rhinopharyngitischen 

Beschwerden trotz Installation einer Abzugshaube und Tragen einer Schutzmaske 

auftraten und bei den weiteren Mitarbeitern der A.___ anschliessend keinerlei 

Beschwerden mehr auftraten. Das Argument von Dr. D.___, gegen eine Berufskrankheit 

spreche vor allem auch der Umstand, dass trotz Arbeitsaussetzung seit Mai 2006 keine 

entscheidende Besserung der rhinopharyngitischen Beschwerden eingetreten sei, 

spricht letztlich ebenfalls überzeugend gegen das Vorliegen einer Berufskrankheit und 

ist, entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers, sachverhaltsmässig - wie von Dr. 

D.___ in der ärztlichen Beurteilung vom 16. Januar 2008 (Suva-act. 68; vgl. 

insbesondere auch Suva-act. 14) zutreffend dargelegt - ausgewiesen.

6.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rhinopharyngitis sicca des 

Beschwerdeführers angesichts der obigen Umstände nicht mit hinreichender 

Wahrscheinlichkeit zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist und 

daher keine Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG darstellt. Das Gericht hat 

keine Veranlassung von den Beurteilungen von Dr. D.___ vom 29. März 2007 und 16. 

Januar 2008 abzuweichen oder weitere Untersuchungen betreffend die hier streitige 

Frage anzustellen. Es bestehen insbesondere auch keine konkreten Anhaltspunkte, 

dass die Abklärung der konkreten Arbeitsumstände durch Dr. D.___ vom 16. sowie 23. 

März 2007 regelwidrig oder unvollständig durchgeführt worden wäre. Im übrigen 

vermag der entsprechende Einwand des Beschwerdeführers an den in Ziff. 5.3 

dargelegten Umständen nichts zu ändern. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

29. Oktober 2007 (Suva-act. 63) ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen 

erhobene Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 

lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2008
	Art. 9 Abs. 2 UVG: Generalklausel; Verneinung der ausschliesslichen oder stark überwiegenden Verursachung einer Rhinopharyngitis sicca und eines Morbus Basedow durch die berufliche Tätigkeit mit zeitweiser Exposition zu einer Extrusionsanlage für kunststoffgeschützte Glasfasern (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. August 2008, UV 2007/120).

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