# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6ff99d8-a6b8-5719-998e-3c7c22b35e43
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.08.2021 S 2019 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-173_2021-08-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. August 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Leistungen)

S 2019 173

2

Urteil S 2019 173

A. a) Der Versicherte A.________, Jahrgang 1960, meldete sich am 5. November 2015 
bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug (berufliche Integration und Rente) an und 
verwies zur Begründung auf persistierende Atemprobleme und sehr rasche Ermüdung 
nach Herzinfarkt (kathetertechnischer Eingriff mit Stenteinlage; IV-act. 1 ff.).

b) Mit Vorbescheid vom 16. Februar 2017 (IV-act. 43) teilte die IV-Stelle dem 
Versicherten mit, dass sie eine Abweisung seines Leistungsbegehrens beabsichtige. Zur 
Begründung legte sie dar, die Beurteilung des RAD habe ergeben, dass zum heutigen 
Zeitpunkt eine gesundheitsbedingte dauerhafte Einschränkung in seiner angestammten 
Tätigkeit nicht ausgewiesen sei. Ein Anspruch auf Leistungen bestehe daher nicht.

c) Nach dem Einwand vom 15. März 2017 (IV-act. 46) liess die IV-Stelle diverse 
Abklärungen und Begutachtungen durchführen (vgl. unter anderem Polydisziplinäres ABI-
Gutachten vom 6. März 2018 [IV-act. 73] und psychiatrisches Gutachten von Dr. med. 
C.________, FMH Psychiatrie Psychotherapie, vom 14. Dezember 2018 [IV-act. 100]). 
Des Weiteren liess der Versicherte das psychiatrische Privatgutachten von Dr. med. 
D.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. April 2019 (IV-
act. 107) einreichen.

In Würdigung der umfangreichen Aktenlage verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 
14. November 2019 (BF-act. 2) einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der 
Invalidenversicherung und legte zur Begründung dar, für sämtliche nicht schweren und nur 
gelegentlich mittelschweren Tätigkeiten, die nicht in WS-Zwangshaltung ausgeführt 
werden müssten, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Somit könne bei voller 
Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten weiterhin davon ausgegangen werden, dass 
klar kein Anspruch auf eine IV-Rente bestehe. Hinsichtlich allfälliger beruflicher 
Eingliederungsmassnahmen fehle es an der subjektiven Eingliederungsbereitschaft und 
damit an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit des Versicherten.

B. Am 16. Dezember 2019 liess A.________ beim Verwaltungsgericht Beschwerde 
einreichen und die Aufhebung der Verfügung vom 14. November 2019 beantragen. Die IV-
Stelle sei zu verpflichten, ihm rückwirkend eine ganze Invalidenrente zu gewähren. Sie sei 
zudem zu verpflichten, ihm die Kosten von Fr. 7'450.– für das im Rahmen des 
Vorbescheidverfahrens eingereichte Privatgutachten vom 1. April 2019 samt 
Stellungnahme vom 3. September 2019 zu ersetzen. Eventualiter sei der 
Beschwerdeführer durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Subeventualiter 

3

Urteil S 2019 173

sei die Sache zwecks Einholung eines Gutachtens und anschliessender Entscheidung 
über den Leistungsanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten der IV-Stelle. Schliesslich sei ein zweiter Schriftenwechsel 
anzuordnen (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 5).

D. In ihren Rechtsschriften vom 27. April 2020 (act. 11) und vom 14. Mai 2020 
(act. 13) hielten die Parteien an ihren Anträgen und Begründungen fest. Auf ihre 
Ausführungen ist – soweit notwendig – in den Erwägungen einzugehen.

E. Am 6. Juli 2020 liess der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht den 
Sprechstundenbericht des Kantonsspitals E.________ vom 26. Juni 2020 und den Bericht 
von Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, vom 
10. Juni 2020 zukommen (act. 15).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
14. November 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 16. Dezember 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 

4

Urteil S 2019 173

31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 14. November 2019; diese ging 
frühestens am 15. November 2019 beim damaligen Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 16. Dezember 2019 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit in Nachachtung von Art. 38 Abs. 3 ATSG gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-

5

Urteil S 2019 173

kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. Vorab macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geltend.

4.1 Zur Begründung der geltend gemachten Verletzung des rechtlichen Gehörs legt 
der Beschwerdeführer dar, er habe im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung nicht über die 
vollständigen Akten verfügt und keine volle Kenntnis der Sache gehabt. Die angefochtene 
Verfügung basiere nämlich auf der versicherungsärztlichen Stellungnahme des RAD-
Psychiaters G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. 
September 2019, welche nicht aktenkundig sei.

In der angefochtenen Verfügung stellte die IV-Stelle auf den somatischen Teil des ABI-
Gutachtens vom 6. März 2018 und auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.________ 
vom 14. Dezember 2018 ab (vgl. E. 4.3 der angefochtenen Verfügung). 

6

Urteil S 2019 173

Unbestrittenermassen verfügte der Beschwerdeführer über diese Unterlagen. Schliesslich 
hielt der RAD-Psychiater G.________ in seiner Stellungnahme vom 26. September 2019 
im Wesentlichen fest, dass auf das Gutachten von Dr. C.________ abzustellen sei. Da die 
Stellungnahme des RAD-Psychiaters G.________ vom 26. September 2019 somit nicht 
entscheidrelevant war und ist, kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer tatsächlich 
erst im gerichtlichen Verfahren davon Kenntnis erhalten hat. Selbst wenn dies zutreffen 
sollte, hat er sich im vorliegenden Verfahren mehrfach ausführlich dazu äussern können, 
sodass die – wenn überhaupt zu bejahende – geringfügige Gehörsverletzung als geheilt 
zu gelten hätte.

4.2 In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer ausserdem eine Verletzung der 
Aktenführungspflicht durch die IV-Stelle rügen. Es fehle nämlich seine Stellungnahme vom 
16. September 2019 und zwei Beilagen (Stellungnahme von Dr. D.________ vom 
3. September 2019 und Fallblatt der Klinik H.________ vom 29. August 2019). 
Schliesslich fehle es an einem Aktenverzeichnis.

4.2.1 Das ATSG regelt die Aktenführung in Art. 46, wonach für jedes Sozialversiche-
rungsverfahren alle Unterlagen, die massgeblich sein können, vom Versicherungsträger 
systematisch zu erfassen sind. Mit der Vorgabe einer "systematischen" Erfassung wählte 
der Gesetzgeber dabei bewusst eine recht offene Umschreibung; die Möglichkeiten der 
Aktenführung reichen damit von der physischen Erfassung der schriftlichen Akten in einem 
Aktendossier bis hin zu IT-gestützten Aktenerfassungssystemen. Immerhin muss die Ak-
tenführung nach festgelegten, allgemeinen, sachgerechten und zweckmässigen Kriterien 
erfolgen, sodass ein Nachweis der Verwaltungstätigkeit möglich ist und nachvollzogen 
werden kann, wie die Sachverhaltsabklärung erfolgt ist und wie der Weg der 
Entscheidfindung verlaufen ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 46 N 23 
mit Verweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).

4.2.2 Im vorliegenden Verfahren reichte die IV-Stelle dem Verwaltungsgericht 
zusammen mit ihrer Vernehmlassung die nummerierten Akten mit einem Verzeichnis ein. 
Damit ist sichergestellt, dass das Gericht die Sachverhaltsabklärung und den Entscheidfin-
dungsprozess der IV-Stelle anhand der zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen 
Akten ohne weiteres nachvollziehen kann, sodass der Hauptzweck der 
Aktenführungspflicht gemäss Art. 46 ATSG gewährleistet ist.

7

Urteil S 2019 173

Insbesondere sind die vom Beschwerdeführer erwähnten Unterlagen, nämlich seine 
Stellungnahme vom 16. September 2019 und zwei Beilagen (Stellungnahme von 
Dr. D.________ vom 3. September 2019 und Fallblatt der Klinik H.________ vom 
29. August 2019) in den dem Gericht einreichten Akten enthalten, allerdings an deren 
Schluss und nicht nummeriert. Diesen Umstand erklärt die IV-Stelle damit, dass die 
erwähnten Unterlagen direkt an ihren Rechtsdienst eingereicht worden seien, bei diesem 
zeitweise verblieben seien, da er diese für den Erlass der Verfügung gebraucht habe und 
erst danach dem Dossier zugefügt worden seien. In diesem Zusammenhang ist darauf 
hinzuweisen, dass mit Wirkung ab 1. Oktober 2019 die soeben dargelegte gesetzliche 
Bestimmung (Art. 46 ATSG) u.a. durch Art. 8 der Verordnung über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) konkretisiert worden ist. Während in 
Art. 8 Abs. 1 ATSV vorgesehen ist, dass die Aktenführung systematisch und chronologisch 
erfolgen muss, wird in Art. 8 Abs. 2 ATSV festgelegt, dass ein vollständiges 
Aktenverzeichnis zu führen ist. Damit sich die Verfahrensträger an die neue Bestimmung 
anpassen können, enthält Art. 18b Abs. 2 ATSV eine Übergangsfrist von drei Jahren bis 
die Akten nach Art. 8 Abs. 2 ATSV geführt werden müssen. Es ist für das Gericht zudem 
nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, worin sein 
Rechtsnachteil konkret bestehen soll, wenn seine Rechtsvertretung die massgebenden 
Akten teilweise mittels Aktenverweisen statt mittels Nummern zitiert hat, zumal es sich 
dabei um selber eingereichte Akten handelt. Seine Rechtsvertretung hat nämlich mit den 
eingereichten Rechtsschriften den Tatbeweis dafür erbracht, dass sie bei der Wahrung der 
Rechte ihres Klienten die massgebenden Akten korrekt zitieren konnte. Nichts anderes 
lässt sich aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ableiten (BGE 130 II 473 E. 4.1). 
Aus dem zeitweisen Fehlen der von ihm selbst eingereichten Unterlagen im Aktendossier 
sind dem Beschwerdeführer somit keine Nachteile entstanden, da die Unterlagen dem 
Rechtsdienst der IV-Stelle bei der Verfassung bzw. bei der Begründung der 
angefochtenen Verfügung vorgelegen haben und auch gewürdigt worden sind. Eine 
diesbezügliche Verletzung des rechtlichen Gehörs ist jedenfalls nicht ersichtlich.

5. In der angefochtenen Verfügung vom 14. November 2019 verneinte die IV-Stelle 
einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Aus den vorliegenden Akten ergibt sich 
im Wesentlichen das Folgende:

5.1 Im Auftrag der IV-Stelle erstattete das Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH 
(ABI), Basel, am 6. März 2018 ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie, Kardiologie 

8

Urteil S 2019 173

und Dermatologie (IV-act. 73). Die Fachärzte des ABI hielten als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.1), 
DD generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1), ein chronisches zervikospondylogenes 
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0/M53.1) und ein chronisches lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-10 M54.5) fest. Sie erwähnten weitere Diagnosen ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. In der Gesamtbeurteilung kamen die Fachärzte aus 
polydisziplinärer Sicht zur Überzeugung, dass beim Beschwerdeführer für die 
angestammte Tätigkeit oder für körperlich mittelschwer und schwer belastende berufliche 
Tätigkeiten keine zumutbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Für körperlich leichte bis 
intermittierend mittelschwere angepasste Tätigkeiten, bei denen der Beschwerdeführer die 
Möglichkeit habe, seinen Bewegungsdrang bei der Arbeit einzubauen und wo er nicht 
unter fremden Menschen arbeiten müsse, bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 50 %. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe seit 
Januar 2016, aus körperlicher Sicht ab März 2017. Berufliche Massnahmen könnten 
aufgrund der subjektiven Krankheits- und Behinderungsüberzeugung des 
Beschwerdeführers nicht empfohlen werden, da sie kaum erfolgversprechend 
durchgeführt werden könnten.

5.2 In seiner Stellungnahme vom 3. April 2018 nahm Dr. med. I.________, Facharzt 
Allgemeine Innere Medizin FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, zum 
somatischen Teil des ABI-Gutachtens Stellung. Der somatische Teil des Gutachtens sei 
inhaltlich und formal grösstenteils korrekt und vermöge die an ein medizinisches 
Gutachten gestellten Qualitätskriterien mehrheitlich zu erfüllen. Die degenerativen 
Wirbelsäulenveränderungen und partiell auch die kardiale Problematik bedingten, dass 
dem Beschwerdeführer körperlich schwere und überwiegend mittelschwere Tätigkeiten 
ebenso wie Arbeiten in WS-Zwangshaltungen dauerhaft nicht mehr zumutbar seien. 
Aufgrund der Hyperhidrose-Problematik sei dem Beschwerdeführer zudem das Tragen 
einer schweisstreibenden Schutzbekleidung nicht zuzumuten. Darüber hinausgehende 
Einschränkungen beständen aktuell aber nicht und hätten aus rein somatischer Sicht auch 
in der Vergangenheit über keinen längeren Zeitraum bestanden (IV-act. 80).

5.3 Dem "provisorischen Austrittsbericht" der Klinik J.________ vom 7. Dezember 
2018 betreffend den Klinikaufenthalt des Beschwerdeführers vom 28. August bis 
12. [recte: 22.] November 2018 (IV-act. 100 S. 27 ff.) lassen sich folgende Diagnosen 
entnehmen: Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01, seit ca. 2012), leichtgradige 

9

Urteil S 2019 173

depressive Episode (ICD-10 F31.0 [recte: F32.0]) und eine chronische Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41). 

Dem "korrigierter definitiver Austrittsbericht" der Klinik J.________ vom 7. Februar 2018 
[recte: 2019] betreffend den Klinikaufenthalt des Beschwerdeführers vom 28. August bis 
22. November 2018 (IV-act. 105) lassen sich folgende Diagnosen entnehmen: 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) und eine Agoraphobie mit 
Panikstörung (ICD-10 F40.01, seit ca. 2012). Nachdem eine leichtgradige Verbesserung 
der affektiven Beschwerdesituation bei Persistenz der Schmerzproblematik habe erreicht 
werden können, sei der Beschwerdeführer in die vorbestehende Wohn- und 
Betreuungssituation entlassen worden.

5.4 Im Auftrag der IV-Stelle Zug erstellte Dr. C.________ am 14. Dezember 2018 ein 
psychiatrisches Gutachten (IV-act. 100) und diagnostizierte einen Status nach depressiver 
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21) vor dem Hintergrund einer psychosozialen 
Belastungssituation. Anhand der von ihm erhobenen klinischen Befunde und der 
berichteten Symptome ergäben sich zu beiden Untersuchungszeitpunkten keine 
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer schweren Angststörung und/oder invalidisierender 
Schmerzen und/oder einer krankheitswertigen Depression mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit. Diese Beurteilung sei kongruent mit den Verhaltensbeobachtungen 
anlässlich der letzten Hospitalisation in der Klinik J.________. Aus deren Austrittsbericht 
ergäben sich keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte aufgrund der Schmerzen, der 
Ängste und/oder der Depression im alltäglichen Funktionsniveau beeinträchtigt gewesen 
sei. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen dem subjektiven Schmerzerleben und dem 
beobachteten Verhalten. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei eine invalidisierende 
Angststörung ausschliessbar. Zu beiden Untersuchungszeitpunkten beim Referenten 
fänden sich beim Beschwerdeführer sowohl auf der Befundebene als auch abgestützt auf 
die Exploration keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer an einer 
krankheitswertigen psychiatrischen Erkrankung mit Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit 
leide. Diese Beurteilung sei kongruent mit den fremdanamnestischen telefonischen 
Angaben der behandelnden Ärzte und dem Austrittsbericht der Klinik J.________ vom 
7. Dezember 2018. Trotz angegebener hoher Schmerzintensität der Rückenbeschwerden 
anlässlich der Zweituntersuchung habe der Versicherte nie einen schmerzerfüllt leidenden 
Eindruck gemacht. Der Verdacht einer Aggravation werde im Bericht der Klinik 
J.________ vom 7. Dezember 2018 bestätigt. Doktor C.________ konnte daher aus 

10

Urteil S 2019 173

psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit oder anderen Tätigkeiten feststellen.

5.5 Im Auftrag des Beschwerdeführers erstattete Dr. D.________ am 22. April 2019 
ein versicherungspsychiatrisches Gutachten (IV-act. 107) und stellte folgende Diagnosen: 
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.O, ab ca. 2001); generalisierte Angststörung 
(ICD-10 F41.1, ab 2014 bzw. 2016) und chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41); reaktive depressive Beschwerden im Rahmen der 
erwähnten Diagnosen. Zur Arbeitsfähigkeit gab Dr. D.________ an, dass in der bisherigen 
Tätigkeit seit April 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. In einer 
angepassten Tätigkeit (körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit üblichen 
Pausenmöglichkeiten, mit geringen kognitiven Anforderungen, mit wenig Zeitdruck, ohne 
soziale Anforderungen und in hellen lüftbaren Räumen mit geringer personeller Dichte) 
könnte der Versicherte ein Pensum von 4 Stunden pro Tag bei einer Leistung von 50 % 
leisten, woraus sich eine Arbeitsfähigkeit von 20–30 % ergebe.

5.6 Die IV-Stelle legte das Privatgutachten von Dr. D.________ dem von ihr 
beauftragten Gutachter Dr. med. C.________ zur Stellungnahme vor. In seiner 
Stellungnahme vom 4. Juni 2019 führte Dr. C.________ aus, dass der Beschwerdeführer 
bei ihm – anders als bei Dr. D.________ – mehr auf die körperlichen Beschwerden als auf 
die Ängste zu sprechen gekommen sei. Im klinischen Untersuch seien weder die 
Antriebsstörung, Antriebsverminderung, eingeschränkte kognitive Funktionen noch eine 
verminderte affektive Schwingungsfähigkeit objektivierbar gewesen. Der psychischen 
Belastung einer 3- und 2-stündigen Exploration sei der Beschwerdeführer bei ihm 
gewachsen gewesen. Es hätten sich insbesondere keine vegetativen auf Ängste 
hindeutenden Zeichen gefunden. Er habe anders als der Privatgutachter überprüft, 
inwieweit das subjektive Erleben mit den Fremdbeobachtungen korreliere. Aus dem 
provisorischen Austrittsbericht der Klinik J.________ vom 7. Dezember 2018 gehe deutlich 
hervor, dass eine hohe Diskrepanz zwischen dem subjektiven Erleben des 
Beschwerdeführers und seinem Verhalten bestehe. Das berichtete frühmorgendliche 
Erwachen, die hoch eingeschränkte soziale Beziehungs- und Bezugsfähigkeit, die starken 
inneren Unruhegefühle, wie sie der Beschwerdeführer Dr. C.________ berichtet habe, 
würden nicht mit dem Austrittsbericht korrelieren. Der IV-Gutachter Dr. C.________ habe 
sich anders als der Privatgutachter Dr. D.________ bei der Diagnose weniger auf das 
subjektive Erleben des Beschwerdeführers, sondern mehr auf die erhobenen Befunde und 
Beobachtungen sowie die fremdanamnestischen Angaben inklusive Beobachtungen 

11

Urteil S 2019 173

während der zweimonatigen Hospitalisation vom 28. August bis 22. November 2018 in der 
Klinik J.________ abgestützt. Folgerichtig sei er daher zum Schluss gekommen, dass 
beim Beschwerdeführer die diagnostischen Kriterien für eine generalisierte Angststörung 
(ICD-10 F41.1) nicht erfüllt seien. Diese Beurteilung sei kongruent mit dem Austrittsbericht 
der Klinik J.________ vom 7. Dezember 2018, in welchem die Diagnose auch nicht 
erwähnt werde. Da der Beschwerdeführer zudem der Meinung sei, aufgrund seiner 
Beschwerden rentenberechtigt zu sein, sei die Entwicklung körperlicher Symptome aus 
psychischen Gründen (ICD-10 F68.0) nicht auszuschliessen (IV-act. 110).

5.7 In seiner Stellungnahme von 3. September 2019 gab der Privatgutachter Dr. 
D.________ unter anderem an, dass die Annahme von Dr. C.________, er habe bei 
seiner Diagnostik zu stark auf das subjektive Erleben des Beschwerdeführers abgestellt 
und die in den Akten beschriebenen Inkonsistenzen nicht ausreichend gewürdigt, nicht 
zutreffe. Er arbeite mit einer zweischrittigen Vorgehensweise, um zu einer validen 
Diagnose zu gelangen. Er habe sich mit den in den Austrittsberichten der Klinik 
J.________ beschriebenen lnkonsistenzen in seinem Gutachten kritisch 
auseinandergesetzt. Anders als Dr. C.________ habe er aber in diese 
Fremdbeobachtungen wenig Vertrauen, was die Objektivität angehe. Die von Dr. 
C.________ angegebenen Inkonsistenzen seien für ihn weitgehend erklärbar. In der 
Stellungnahme von Dr. C.________ vermisse er eine kriterienbezogene 
Auseinandersetzung mit der von ihm gestellten Diagnose. Um die Diagnose der 
generalisierten Angststörung (GAD) zu widerlegen, müsste man eigentlich die relevanten 
Kriterien einzeln diskutieren und aufzeigen, warum diese nicht erfüllt sein sollten. Aus 
seiner Sicht seien diese Kriterien erfüllt.

5.8 Am 26. September 2019 nahm der RAD-Psychiater G.________ abschliessend 
Stellung zu den beiden Stellungnahmen von Dr. C.________ und Dr. D.________. Doktor 
D.________ glaube im Gegensatz zu Dr. C.________ den fremdanamnestischen 
Angaben (wie z.B. anlässlich des Aufenthalts in der Klinik J.________) nicht und 
berücksichtige die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Beschwerden stärker. Der 
Beschwerdeführer sei immerhin über 2 ½ Monate stationär behandelt und klinisch 
beobachtet worden, sodass Symptome einer (durchgehend bestehenden) Angststörung in 
einem interdisziplinären Behandlungsteam einer psychiatrischen Spezialstation hätten 
auffallen müssen. Insofern gehe es bei Dr. D.________ letztendlich um eine 
"Glaubensfrage", die, wenn man ausschliesslich auf die subjektiven Angaben des 
Versicherten abstütze, auch zu anderen diagnostischen Ergebnissen führe. Doktor 

12

Urteil S 2019 173

C.________ habe sich mit der Diagnose der GAD anhand der diagnostischen Kriterien 
gemäss ICD-10 auseinandergesetzt und diese für seine versicherungsmedizinische 
Einschätzung berücksichtigt. Insofern sei die Kritik von Dr. D.________, Dr. C.________ 
habe keine kriterienbezogene Auseinandersetzung mit der Diagnose einer GAD 
durchgeführt, nicht nachvollziehbar.

6. Im vorliegenden Fall stützt sich die IV-Stelle in somatischer Hinsicht auf den 
entsprechenden Teil des ABI-Gutachtens vom 6. März 2018 (IV-act. 73) und auf die RAD-
Stellungnahme von Dr. I.________ vom 3. April 2018 (IV-act. 80) ab. Aus somatischer 
Sicht bestehe lediglich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinsichtlich körperlich 
schwerer und überwiegend mittelschwerer Tätigkeiten sowie Tätigkeiten in WS-Zwangs-
haltungen. Für alle übrigen Tätigkeiten bestehe aus somatischer Sicht keine 
Einschränkung. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, in somatischer 
Hinsicht bestünden Unklarheiten. In psychiatrischer Sicht stützt sich die IV-Stelle auf das 
Gutachten von Dr. C.________ vom 14. Dezember 2018 (IV-act. 100) und auf seine 
Stellungnahme vom 4. Juni 2019 (IV-act. 110) ab. Der Gutachter verneint das Vorliegen 
einer Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer 
der Ansicht, es sei auf das Privatgutachten des Psychiaters Dr. D.________ vom 22. April 
2019 (IV-act. 107) und auf seine Stellungnahme vom 3. September 2019 abzustellen, der 
ihm eine Arbeitsunfähigkeit attestiere. Umstritten und zu prüfen ist somit, ob in casu von 
einem rentenberechtigenden Invaliditätsgrad auszugehen sei.

7. An dieser Stelle ist auf die psychiatrische Thematik einzugehen.

7.1 In diagnostischer Hinsicht geht Dr. C.________ von einem Status nach 
depressiver Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21) vor dem Hintergrund einer 
psychosozialen Belastungssituation aus. Demgegenüber diagnostiziert der Privatgutachter 
Dr. D.________ eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.0), eine generalisierte 
Angststörung (ICD-10 F41.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) und reaktive depressive Beschwerden im Rahmen 
der erwähnten Diagnosen.

7.1.1 In diesem Zusammenhang verweist der Beschwerdeführer auf die vom 
behandelnden Psychiater Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, "im Jahr 2016", von der Klinik J.________ im Jahr 2017 und von Dr. med. 

13

Urteil S 2019 173

L.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, im ABI-Gutachten vom 6. März 2018 in 
Betracht gezogenen Diagnosen, welche von Dr. C.________ unterschlagen worden seien.

Mit dem Hinweis "im Jahr 2016" meint der Beschwerdeführer mutmasslich den Bericht des 
damaligen behandelnden Psychiaters Dr. K.________ vom 5. September 2016 (IV-
act. 32). Diesem Bericht lässt sich entnehmen, die Faktoren Konzentrationsfähigkeit, 
Auffassungsvermögen, Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien beim 
Beschwerdeführer stark eingeschränkt. Gleichzeitig soll seine Fahrtauglichkeit zu bejahen 
sein, was als widersprüchlich erscheint. Dazu hielt der RAD-Psychiater N.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, bei einer mittel- bis schwergradigen 
depressiven Störung sei eine Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben, weshalb wohl eine 
Meldung an das Strassenverkehrsamt angezeigt gewesen wäre. Auffällig sei auch, dass 
trotz unzureichender Wirkung die medikamentöse Behandlung nicht verändert worden sei 
(Stellungnahme vom 20. Oktober 2016; IV-act. 36). N.________ verwies zudem auf die 
von RAD-Arzt Dr. I.________ festgestellten Inkonsistenzen (vgl. Stellungnahme vom 
17. Oktober 2016; IV-act. 34). Dem Beschwerdeführer sei es nämlich möglich gewesen, 
für eine Zahnbehandlung in den M.________ zu reisen. Bei einer anhaltenden 
depressiven Symptomatik wäre nach über 9-monatiger Behandlung auch eine stationäre 
Behandlung zu erwägen gewesen. Zusammengefasst müsse eingeschätzt werden, dass 
an dem von Dr. K.________ beschriebenen Schweregrad der psychischen Problematik 
erhebliche Zweifel geäussert werden müssten. Zudem handle es sich um behandelbare 
und besserungsfähige psychische Störungen, die bei Ausschöpfen aller therapeutischen 
Möglichkeiten eine gute Prognose besässen und keinen dauerhaften psychischen 
Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit begründen könnten.

Nach der Lektüre des vom Beschwerdeführer erwähnten Berichts der Klinik J.________ 
vom 21. August 2017 (IV-act. 53) empfahlen die beiden damals zuständigen RAD-
Fachärzte Dr. I.________ und N.________ eine polydisziplinäre Begutachtung (vgl. 
Stellungnahmen je vom 7. September 2017; IV-act. 54 f.). Diese wurde durch das ABI 
durchgeführt. Soweit der Beschwerdeführer rügen lässt, Dr. C.________ lasse eine 
Auseinandersetzung mit den Feststellungen des psychiatrischen ABI-Teilgutachtens 
missen, ist ihm die Stellungnahme seiner Rechtsvertretung vom 25. April 2018 (IV-act. 77) 
entgegen zu halten, wonach das ABI-Gutachten zahlreiche grobe Mängel aufweise und 
diesem daher keine Beweiskraft zukomme. Auch Dr. K.________ äusserte sich in der 
Stellungnahme vom 8. April 2018 (IV-act. 78) dahingehend, dass die psychiatrische 
Begutachtung durch den ABI-Psychiater Dr. L.________ oberflächlich, sachlich fehlerhaft 

14

Urteil S 2019 173

und widersprüchlich sei. In eine ähnliche Richtung ging auch die Stellungnahme des RAD-
Psychiaters N.________ vom 29. März 2018 (IV-act. 79), der davon sprach, dass ihn das 
psychiatrische Teilgutachten nicht überzeuge. Somit waren sich alle Beteiligten einig, dass 
auf das psychiatrische ABI-Teilgutachten nicht abgestellt werden könne, was dann zur 
neuen psychiatrischen Begutachtung durch Dr. C.________ führte.

Entgegen der vom Beschwerdeführer geäusserten Rüge werden von Dr. C.________ 
keine Diagnosen unterschlagen. Vielmehr setzt er sich im Gutachten und der ergänzenden 
Stellungnahme sogar ausführlich mit den von anderen Psychiatern gestellten Diagnosen 
auseinander und begründet ausführlich und nachvollziehbar, weshalb er gewisse 
Diagnosen nicht stellen kann.

7.1.2 Doktor C.________ legt in seinem Gutachten vom 14. Dezember 2018 auf den 
Seiten 48 ff. schlüssig und nachvollziehbar dar, aus welchen Gründen beim 
Beschwerdeführer die diagnostischen Kriterien für eine generalisierte Angststörung nicht 
erfüllt sind. Unter anderem verweist Dr. C.________ auf den provisorischen 
Austrittsbericht der Klinik J.________ vom 7. Dezember 2018 betreffend den stationären 
Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 28. August bis 22. November 2018. Die 
behandelnden Klinikärzte stellten die Diagnose einer generalisierten Angststörung nicht. 
Zudem ist diesem Bericht zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer nach eigenen 
Angaben einzig auf die Musiktherapie eingelassen und nicht abgebrochen habe. Die 
behandelnde Physiotherapeutin berichtete über verpasste Termine bzw. über verspätetes 
Erscheinen und erwähnte eine Diskrepanz zwischen Schmerzgebaren, Ansprüchen, 
Forderungen und subjektivem Leiden und dem vom Beschwerdeführer gezeigten 
Engagement und Willen für Veränderung/Verbesserung und den somatischen Diagnosen. 
In der handlungs- und werkorientierten Therapie hatte der Beschwerdeführer ebenfalls 
grosse Mühe, sich zu motivieren und zeigte nur wenig Engagement (IV-act. 100 S. 29). 
Des Weiteren lässt sich auch dem "korrigierter definitiver Austrittsbericht" vom 7. Februar 
2019 keine Diagnose einer generalisierten Angststörung entnehmen. Bezüglich 
Inkonsistenzen sind die beiden Dres. C.________ und D.________ ganz offensichtlich 
sehr unterschiedlicher Meinung. Doktor C.________ zeigt diese Inkonsistenzen und 
Diskrepanzen im Verhalten des Beschwerdeführers anhand von Beispielen und seinen 
Beobachtungen konkret auf, wobei er sich auch auf den bereits erwähnten provisorischen 
Austrittsbericht der Klinik J.________ vom 7. Dezember 2018 berufen kann. In seiner 
Stellungnahme vom 3. September 2019 gelingt es Dr. D.________ nicht, die von Dr. 
C.________ konkret aufgezeigten Inkonsistenzen zu erklären oder zu beseitigen. Sein 

15

Urteil S 2019 173

Hinweis, er habe wenig Vertrauen in Fremdbeobachtungen (immerhin diejenigen von 
Fachärzten und Mitarbeitern der Klinik J.________), vermag die Inkonsistenzen nicht 
wegzudiskutieren. Das Gutachten von Dr. C.________ vermag somit in diagnostischer 
Hinsicht zu überzeugen.

7.2 In Würdigung der Beweiskraft des Gutachtens von Dr. C.________ ist ausserdem 
zu erwähnen, dass die Tagesform eines Exploranden im psychischen Bereich eine Rolle 
spielen kann. Doktor C.________ hat den Beschwerdeführer an zwei verschiedenen 
Tagen mit einem Abstand von zwei Wochen begutachtet, nämlich am 11. September 2018 
von 13:00 bis 16:00 Uhr und am 25. September 2018 von 9:00 bis 11:00 Uhr. So war es 
Dr. C.________ möglich, seine bei der ersten Begutachtung erhaltenen Eindrücke zu 
verifizieren oder falsifizieren. Demgegenüber begutachte Dr. D.________ den 
Beschwerdeführer nur einmal, nämlich am 29. März 2019, von 8:53 bis 12:35 Uhr. Somit 
hat sich Dr. C.________ klar eingehender mit dem Beschwerdeführer befasst als 
Dr. D.________. Zu beachten ist des Weiteren, dass Dr. D.________ keine 
fremdanamnestischen Auskünfte eingeholt (Dr. C.________ sehr wohl; vgl. S. 40 ff. seines 
Gutachtens) und seinen Fokus vor allem auf die subjektiven Angaben des 
Beschwerdeführers gerichtet hat, ohne die von Dr. C.________ aufgezeigten 
Inkonsistenzen zwischen dem subjektiven Erleben und den Fremdbeobachtungen zu 
berücksichtigen. Auch erweist sich das Gutachten von Dr. C.________, der im Gegensatz 
zu Dr. D.________ geprüft hat, ob das subjektive Erleben mit den Fremdbeobachtungen 
korreliert, als widerspruchsfrei. Im Gegensatz zur Dr. D.________ befasst sich Dr. 
C.________ ausführlich mit den medizinischen Vorakten und den diversen 
Inkonsistenzen, beispielsweise berücksichtigt er in seiner Stellungnahme vom 4. Juni 2019 
auch den – im Privatgutachten von Dr. D.________ ebenfalls dargestellten – "korrigierter 
definitiver Austrittsbericht" der Klinik J.________ vom 7. Februar 2019 und würdigt die 
während des längeren stationären Aufenthalts von den behandelnden Ärzten gewonnenen 
psychiatrischen Erkenntnisse. Demgegenüber übernimmt Dr. D.________ im 
Wesentlichen ungefiltert die subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers. 
Schliesslich unterscheidet sich wohl auch die Auftragssituation der beiden Gutachter: 
Doktor C.________ hatte – im Gegensatz zum Privatgutachter Dr. D.________ – den 
Auftrag, ein neutrales und objektives psychiatrisches IV-Gutachten zu erstellen.

7.3 Es bleibt mithin festzuhalten, dass die ausführlichen Feststellungen von 
Dr. C.________ in seinem Gutachten überzeugend und nachvollziehbar sind. Er 
begründete in seinem Gutachten und in seiner Stellungnahme vom 4. Juni 2019 schlüssig 

16

Urteil S 2019 173

und nachvollziehbar, aus welchen Gründen er an den von ihm gestellten Diagnosen und 
seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers festhalte. Dabei nimmt er 
auch konkret Stellung zu den Divergenzen des Privatgutachtens von Dr. D.________ und 
schloss mit nachvollziehbarer Begründung die früher gestellten Diagnosen einer 
Agoraphobie mit Panikstörung, einer generalisierten Angststörung und einer chronischen 
Schmerzstörung aus. Demgegenüber vermag das Privatgutachten von Dr. D.________ 
keinen Zweifel an der Beweiskraft und Verwertbarkeit des Gutachtens von Dr. C.________ 
zu begründen. Da das Gutachten von Dr. C.________ die bundesgerichtlichen Kriterien 
für die Beweiskraft und Verwertbarkeit medizinischer Gutachten in der 
Invalidenversicherung vollumfänglich erfüllt, ist darauf abzustellen.

8. In somatischer Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, bereits Ende 
Oktober 2019 und somit im für die Beurteilung relevanten Zeitpunkt, hätten 
Drehschwindelepisoden mit Übelkeit, Erbrechen und zusätzlichem Schwankschwindel 
sowie eine Hörschwellenminderung beidseits bestanden. Diese hätten mehrere 
Hospitalisationen notwendig gemacht und würden nach wie vor anhalten. Zum 
Verfügungszeitpunkt sei die somatische Ursache nicht geklärt gewesen und sei es auch 
heute nicht abschliessend. Der Bericht des Kantonsspitals E.________ vom 3. April 2020 
nenne unter anderem die Diagnose eines PPPD und erwähne eine Menière-
Vorerkrankung. Allerdings sei gemäss dem behandelnden Psychiater Dr. K.________ eine 
genaue Abgrenzung zu Symptomen der Angsterkrankung schwierig. Ausserdem bestehe 
eine myofasziale Schmerzproblematik an der Kaumuskulatur, welche ebenfalls erst nach 
dem Begutachtungszeitpunkt aufgetreten sei.

Den bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vorliegenden Akten lässt sich nicht 
entnehmen, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitlichen 
Probleme einen dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden und nicht therapierbaren 
Gesundheitsschaden beim Beschwerdeführer verursacht haben sollen. Dementsprechend 
weist die IV-Stelle darauf hin, ihr seien bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung keine 
Hörprobleme des Beschwerdeführers bekannt gewesen. Ebensowenig sei sie verpflichtet 
gewesen, ohne entsprechende Hinweise seitens des Beschwerdeführers in dieser 
Richtung abzuklären. Aus dem neu aufgelegten Bericht des Kantonsspitals E.________ 
vom 3. April 2020 (HNO-Klinik; BF-act. 10) ergibt sich die neue Differentialdiagnose (DD) 
eines Menière-Syndroms als mögliche Erklärung für den vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten Schwindel. Aus dieser Differentialdiagnose kann jedoch nicht abgeleitet 
werden, es habe zum Verfügungszeitpunkt bereits ein neues die Arbeitsfähigkeit 

17

Urteil S 2019 173

einschränkendes somatisches Leiden bestanden. Was den Bericht von Dr. K.________ 
vom 12. März 2020 (BF-act. 11) betrifft, so ist darin von “ménièreformen Symptomen“, die 
seit Ende Oktober 2019 aufgetreten sein sollen, die Rede. Die Lektüre des Berichts drängt 
die Vermutung auf, dass der behandelnde Psychiater Dr. K.________ diese Symptome 
lediglich deswegen aufgeführt hat, weil sie ihm vom Beschwerdeführer geschildert worden 
sind. Er kann diese Symptome nämlich offensichtlich diagnostisch nicht einordnen bzw. 
von den Symptomen der von ihm diagnostizierten psychiatrischen Krankheitsbildern nicht 
abgrenzen. Was der Beschwerdeführer in diesem Verfahren aus diesem Bericht von Dr. 
K.________ für sich ableiten will, ist daher unklar. Soweit in diesem Bericht auch rein 
psychiatrische Diagnosen aufgelistet werden, kann auf das beweistaugliche psychiatrische 
Gutachten von Dr. C.________ verwiesen werden. Aus den weiteren vom 
Beschwerdeführer eingereichten Berichten von Dr. F.________ vom 18. November 2019 
und vom 10. Juni 2020 (BF-act. 6 und 13) und des Kantonsspitals E.________ vom 
26. Juni 2020 (HNO-Klinik; BF-act. 12) vermag der Beschwerdeführer in casu nichts zu 
seinen Gunsten abzuleiten. Es bleibt somit festzuhalten, dass sich der medizinische 
Sachverhalt als genügend abgeklärt erweist, sodass eine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verneinen und der Antrag des 
Beschwerdeführers um gerichtliche Begutachtung abzuweisen ist. Es bleibt somit 
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten, d.h. in einer nicht 
schweren und nur gelegentlich mittelschweren Tätigkeit, die nicht in WS-Zwangshaltung 
ausgeführt werden muss, voll arbeitsfähig ist.

9. Ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
ist nun zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Invaliditätsgrad erreicht, der zu einem 
Rentenanspruch führt oder nicht.

9.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Valideneinkommen (Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Re-
gel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGer 9C_644/2015 vom 
3. Mai 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).

18

Urteil S 2019 173

9.2
9.2.1 Betreffend Valideneinkommen stellen beide Parteien übereinstimmend auf das 
vom Beschwerdeführer bei der O.________ AG im Jahr 2015 erzielte Einkommen von 
Fr. 74'620.– ab, was nicht zu beanstanden ist. Hochgerechnet auf das Jahr 2016 ergibt 
sich ein Betrag von Fr. 75'142.35 (vgl. BFS-Tabelle "Quartalsschätzung der 
Nominallohnentwicklung" für die Jahre 1991–2021).

9.2.2 Betreffend Invalideneinkommen macht der Beschwerdeführer geltend, er sei in 
einer leidensangepassten körperlich leichten bis nur gelegentlich mittelschweren Tätigkeit 
ohne WS-Zwangshaltung zu höchstens 25 % arbeitsfähig. Des Weiteren sei von einem 
leidensbedingten Abzug von mindestens 20 % auszugehen, da die Kriterien 
Teilzeitbeschäftigung, fehlende Berufsbildung, mangelhafte Deutschkenntnisse und Alter 
als erfüllt zu betrachten seien, sodass ein Invalideneinkommen von Fr. 13'548.– bzw. ein 
Invaliditätsgrad von 82 % resultiere.

Dem Beschwerdeführer ist entgegen zu halten, dass er in einer leidensangepassten 
Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Zum leidensbedingten Abzug ist festzuhalten, dass 
angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten 
Tätigkeit das Kriterium Teilzeitbeschäftigung nicht erfüllt ist. Ausserdem ist er Schweizer 
Bürger, lebt seit 1981 grösstenteils bzw. seit 1990 permanent in der Schweiz und war 
mehrere Jahre als Produktionsmitarbeiter mit einem monatlichen Gehalt von Fr. 5'740.– 
tätig. Angesichts dieser Umstände sind sowohl die Kriterien einer fehlenden Berufsbildung 
als auch von mangelhaften Deutschkenntnissen nicht erfüllt. Schliesslich kommt dem Alter 
im Zusammenhang mit dem Leidensabzug nur beschränkte Bedeutung zu, da dem 
Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein möge, als invaliditätsfremder 
Faktor regelmässig ausser Betracht fällt. Ausserdem steht fest, dass sich das Alter bei 
Frauen im Alterssegment von 40 bis 64/65 bei Stellen ohne Kaderfunktion eher 
lohnerhöhend auswirkt (BGer 8C_558/2017 vom 1. Februar 2018 E. 5.3.2). Beim 
Beschwerdeführer handelt es sich zwar um einen Mann, sodass die erwähnte 
Rechtsprechung nicht eins zu eins auf ihn angewendet werden kann. Angesichts der vom 
Bundesgericht ebenfalls erwähnten Invaliditätsfremde dieses Faktors ist das Kriterium 
Alter jedenfalls zu verneinen, sodass kein Leidensabzug vorzunehmen ist. Ausgehend von 
der BFS-Tabelle "T1_tirage_skill_level", Kompetenzniveau 1 für das Jahr 2016 wäre 
nämlich von einem jährlichen Einkommen von Fr. 64'668.– (12 x Fr. 5'389.–) bzw. 
aufgerechnet auf 42,7 Wochenstunden im Jahr 2016 (vgl. BFS-Tabelle "Jährliche und 

19

Urteil S 2019 173

wöchentliche Normalarbeitszeit der Vollzeiterwerbstätigen für das Jahr 2016", Männer) 
von einem solchen von Fr. 69'033.10 auszugehen.

9.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 75'142.35 und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 69'033.10 ergibt sich ein Einkommensverlust von 6'109.25 und somit ein nicht 
rentenberechtigender Invaliditätsgrad von 8,15 %.

Um zu veranschaulichen, dass selbst sehr grosszügige Annahmen zu Gunsten des 
Beschwerdeführers nicht zu einem rentenberechtigenden Invaliditätsgrad führen würden, 
erfolgen die nachfolgenden Ausführungen. Ginge man zu Gunsten des 
Beschwerdeführers davon aus, dass der auf Seite 20 im rheumatologischen Teil des ABI-
Gutachtens erwähnte – vom RAD-Arzt Dr. I.________ in seiner Stellungnahme vom 
3. April 2018 aber nicht übernommene – erhöhte Pausenbedarf des Beschwerdeführers 
auch bei körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten nur eine Arbeitsfähigkeit von 
80 % erlauben würde und würde man zudem einen Leidensabzug von höchstens 5 % 
anerkennen (was sich beides jedoch nicht rechtfertigt), ergäbe sich für das 
Invalideneinkommen das Folgende: Bei einer hypothetischen Arbeitsfähigkeit von lediglich 
80 % ist von einem Betrag von Fr. 55'226.50 auszugehen (80 % von Fr. 69'033.10). 
Würde man des Weiteren einen leidensbedingten Abzug von 5 % annehmen, resultierte 
ein Betrag von Fr. 52'465.15. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 75'142.35 und einem 
Invalideneinkommen von Fr. 52'465.15 ergäbe sich ein Einkommensverlust von 
Fr. 22'677.20 und somit ebenfalls ein nicht rentenberechtigender Invaliditätsgrad von 
30,20 %.

10. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die IV-Stelle zu Recht von einer 
vollen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten 
Tätigkeit ausgegangen ist, sodass ein Rentenanspruch zu verneinen ist. Folglich erweist 
sich die angefochtene Verfügung vom 14. November 2019 als rechtens, weshalb die 
Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

11. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, die auf Fr. 800.– festzusetzen und dem Verfahrensaus-
gang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ist. Da eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs zu verneinen ist, rechtfertigt sich keine Reduzierung der 
Spruchgebühr. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen. 

20

Urteil S 2019 173

Des Weiteren beantragt der Beschwerdeführer, ihm seien die Kosten für das im Rahmen 
des Vorbescheidverfahrens eingereichte Privatgutachten von Dr. D.________ vom 1. April 
2019 [recte: 22. April 2019] samt Stellungnahme vom 3. September 2019 von Fr. 7'450.– 
zu ersetzen. Mangels Obsiegens des Beschwerdeführers entfällt eine Verpflichtung der IV-
Stelle zur Vergütung der Gutachterkosten; dies gilt umso mehr, als sich der medizinische 
Sachverhalt nicht erst aufgrund der vom Beschwerdeführer beigebrachten 
Untersuchungsergebnisse schlüssig hat feststellen lassen (vgl. BGE 115 V 62 E. 5c; 
RKUV 2004 Nr. U 503 S. 186; 2000 Nr. U 362 S. 44 E 3b). Der Antrag des 
Beschwerdeführers um Rückerstattung der Kosten von Fr. 7'450.– zu Lasten der IV-Stelle 
für das von ihm in Auftrag gegebene Privatgutachten von Dr. D.________ vom 22. April 
2019 und seiner Stellungnahme vom 3. September 2019 ist somit abzuweisen.

21

Urteil S 2019 173

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 16. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am