# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73c30a11-2ff7-50fc-bc12-920ff27c9f4c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.04.2010 D-2742/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2742-2010_2010-04-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2742/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...),
alias A._______, geboren (...),
alias A._______, geboren (...),
alias A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel Püntener,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM 
vom 6. April 2010 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2742/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am 
16. Dezember  2009  aus  dem  Heimatstaat  ausreiste  und  am 
5. Februar 2010 in der Schweiz ein zweites Mal um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Befragung vom 15. Februar 2010 im Empfangs- 
und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  M._______  geltend  machte,  er  habe 
sich im Oktober 2009 auf Anordnung der französischen Behörden in 
den Heimatstaat  begeben und dort  einige Zeit  aufgehalten,  bevor er 
am 2. Februar 2010 in einem Container in die Schweiz gelangt sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 6. April 2010 – eröffnet am 14. April 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung nach Frankreich verfügte, den Beschwerdeführer – unter 
Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die 
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen,  den  Kanton  N._______  verpflichtete,  die  Wegweisungsver-
fügung zu vollziehen, feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen die 
vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,  und dem 
Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenver-
zeichnis aushändigte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  zwar  geltend  gemacht,  den  Dublinraum  für 
mindestens  drei  Monate  verlassen  zu  haben,  doch  sei  dies  un-
wahrscheinlich,  weil  eine Person,  die  im Heimatstaat  Verfolgung be-
fürchte, kaum freiwillig auf eigene Faust und mit ihr nicht zustehenden 
Papieren dorthin zurückkehre,

dass  er  mit  Hilfe  der  französischen  Behörden  ganz  einfach  dorthin 
hätte zurückkehren können,

dass er sich während ungefähr acht Jahren nicht mehr im Heimatstaat 
aufgehalten  habe,  weshalb  die  geltend  gemachte  polizeiliche 
Festnahme kurz nach der Einreise als unwahrscheinlich erscheine,

dass die eingereichte Hotelquittung aus Colombo keinerlei Beweiswert 
aufweise,

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dass  diese  Erwägungen  des  BFM  den  französischen  Behörden  im 
Ersuchen vom 22. Februar  2010 mitgeteilt  worden seien,  verbunden 
mit der Stellungnahme, die Schweiz betrachte Frankreich für das Asyl- 
und Wegweisungsverfahren als zuständig,

dass  sich  Frankreich  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober 
2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Euro-
päischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Be-
stimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-
Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR  0.142.392.68])  und  auf  das 
Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island  und  dem 
Königreich  Norwegen  über  die  Umsetzung,  Anwendung  und  Ent-
wicklung des Schengen-Besitzstands und über die Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags 
(Übereinkommen  vom  17.  Dezember  2004,  SR  0.362.32)  für  die 
Durchführung  des  Asylverfahrens  für  zuständig  erklärt  und  am 
19. März  2010  einer  Übernahme  des  Beschwerdeführers  –  gestützt 
auf Art. 16 Abs. 1 Bst e VO Dublin – zugestimmt habe,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
(Art. 19  Abs. 3  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom 
18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Be-
stimmung des  Mitgliedstaates,  der  für  die  Prüfung  eines  von einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  [VO  Dublin])  oder  Verlängerung  (Art. 19  Abs. 4  VO 
Dublin) – bis spätestens zum 20. September 2010 zu erfolgen habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  am  15. Februar  2010  das  rechtliche 
Gehör gewährt worden sei, 

dass er bei dieser Gelegenheit gesagt habe, im Falle einer Rückkehr 
nach  Frankreich  würde  er  von  den  französischen  Behörden  sicher 
aufgefordert werden, das Land zu verlassen, und dann müsse er er-
neut in die Schweiz kommen,

dass er  damit  in  seiner  Stellungnahme zu einer  allfälligen Rückkehr 
nach  Frankreich  nichts  Substantielles  zu  entgegnen  vermocht  habe, 
was gegen die Zuständigkeit  Frankreichs für die Durchführung eines 
Asyl- und Wegweisungsverfahrens sprechen würde, 

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dass auf sein Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass die Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und Möglichkeit  des Vollzugs zu 
bejahen seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. April 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichen 
und die nachfolgend aufgeführten Anträge stellen liess:

1. Die Verfügung des BFM vom 6. April 2010 sei aufzuheben und die 
Sache  zur  Feststellung  des vollständigen und richtigen  rechtserheb-
lichen  Sachverhalts  und  zur  Neubeurteilung  an  das  BFM zurückzu-
weisen.
2. Eventuell  sei  die  Verfügung  des  BFM vom 6.  April  2010  aufzu-
heben  und  das  BFM  anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers materiell einzutreten.
3. Eventuell  sei  die  Verfügung  des  BFM vom 6. April  2010  in  den 
Punkten 2 – 6 des Dispositivs aufzuheben und die Unzulässigkeit des 
Wegweisungsvollzugs  nach  Frankreich  und  nach  Sri  Lanka  festzu-
stellen.  Das  BFM  sei  anzuweisen,  den  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz vorläufig aufzunehmen.
4. Eventuell  sei  die  Verfügung  des  BFM vom 6. April  2010  in  den 
Punkten 2 – 6 des Dispositivs aufzuheben und die Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs  nach  Frankreich  und  nach  Sri  Lanka  festzu-
stellen.  Das  BFM  sei  anzuweisen,  den  Beschwerdeführer  in  der 
Schweiz vorläufig aufzunehmen.
5. Die  durch das BFM mit  Verfügung vom 6. April  2010 entzogene 
aufschiebende Wirkung der  Verwaltungsbeschwerde sei  unverzüglich 
wiederherzustellen. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme sei das 
Amt  für  Migration  des  Kantons  Basel-Landschaft  sofort  anzuweisen, 
von Vollzugshandlungen abzusehen. Eine Kopie  der  entsprechenden 
Anordnung  sei  dem  unterzeichneten  Anwalt  sofort  per  Telefax 
zuzustellen.
6. Vor  Gutheissung  der  vorliegenden  Verwaltungsbeschwerde  sei 
dem unterzeichneten Anwalt eine angemessene Frist zur Einreichung 
einer  detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteient-
schädigung anzusetzen.

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 21. April 2010 
(per  Telefax)  den  Vollzug  der  Wegweisung  gestützt  auf  Art. 56  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021) vorsorglich aussetzte,

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dass die  vorinstanzlichen Akten am 22. April  2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]), 

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG  und  Art. 52 
VwVG),

dass  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  einzig  zu  prüfen  ist,  ob 
das BFM gestützt auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist und  infolge-
dessen die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters respektive 
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und 
es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

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dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machte, er habe 
den Dublinraum nachgewiesenermassen für  mindestens drei  Monate 
verlassen, 

dass die Vorinstanz in diesem Zusammenhang in spekulativer Weise 
von  einem  anderen  Sachverhalt  ausgegangen  sei,  indessen  den 
rechtserheblichen Sachverhalt weder vollständig noch richtig abgeklärt 
habe, beispielsweise mittels Botschaftsabklärung,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  eine  in  der  Schweiz  vorläufig 
aufgenommene  srilankische  Staatsangehörige  zu  heiraten  gedenke, 
weshalb vor diesem Hintergrund seine Überstellung nach Frankreich 
angesichts  des  Grundsatzes  der  Einheit  der  Familie  und  im  Sinne 
einer  Vorwirkung  von  Art.  8  der  Konvention  vom 4. November  1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101) gar nicht zulässig sei,

dass eine durch das BFM durchgeführte Abfrage der Eurodac-Daten-
bank ergab,  dass  der  Beschwerdeführer  am 24. September  2008 in 
Grossbritannien  daktyloskopisch  erfasst  worden  ist  und  er  dort  ein 
Asylgesuch gestellt hat,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs am 15. Februar 2010 geltend machte, er sei von den britischen 
Behörden  nach  Frankreich  überstellt  worden,  weil  er  dort  zuvor  ein 
Asylverfahren eingeleitet habe (B3/2),

dass das BFM in der Folge am 22. Februar  2010 an Frankreich ein 
begründetes  Ersuchen  um  Übernahme  des  Beschwerdeführers  im 
Sinne von Art. 16 Abs. 1 Bst. e VO Dublin stellte,

dass  die  französischen  Behörden  am  19.  März  2010  entgegen  der 
diesbezüglichen  Feststellung  des  BFM  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung  nicht  der  Übernahme,  sondern  gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1 
Bst. e  VO  Dublin  der  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers 
zugestimmt haben,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu dem von ihm in Frank-
reich anhängig gemachten Asylverfahren somit tatsachenkonform sind,

dass demgegenüber das Vorbringen, wonach er nach seinem Aufent-
halt  in  Frankreich  das  Hoheitsgebiet  der  Mitgliedstaaten  für 

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mindestens  drei  Monate  verlassen  habe,  lediglich  behauptet,  nicht 
aber bewiesen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  angesichts  der  ihm  obliegenden 
Mitwirkungspflichten  den  Zeitpunkt  seiner  angeblichen  Ausreise  aus 
dem Hoheitsgebiet  der Mitgliedstaaten,  die Dauer seines Aufenthalts 
ausserhalb  des  Hoheitsgebiets  sowie  den  Zeitpunkt  der  Wiederein-
reise in das Hoheitsgebiet  zu beweisen hätte, weil  auch im Asylver-
fahren der strikte Beweis einzufordern ist, wenn dies in Bezug auf die 
behaupteten  Tatsachen  möglich  ist  (vgl.  WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel, 
Rz. 11.148,

dass  bezüglich  der  Glaubhaftigkeit  der  diesbezüglichen  Vorbringen 
des Beschwerdeführers zur Vermeidung von Wiederholungen auf die 
grundsätzlich  zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass eine "Hotelquittung aus Colombo", auch wenn sie auf den Namen 
des  Beschwerdeführers  ausgestellt  ist,  keinen  Beweis  für  einen 
tatsächlichen Aufenthalt  des Beschwerdeführers  in  Colombo erbringt 
und diesen überdies nicht einmal glaubhaft erscheinen lässt,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Einreichung  von  (erheblichen) 
Beweismitteln  (wie  z.B.  Flugtickets,  Ein-  oder  Ausreisestempel  des 
Heimatstaats)  längst  Gelegenheit  gehabt  hätte  und  er  –  spätestens 
seit  ihm die Verfügung vom 6. April  2010 eröffnet worden ist  – auch 
allen Anlass gehabt hätte,  Beweismittel,  die geeignet  sind,  die oben 
genannten, wesentlichen Behauptungen zu belegen, auf Beschwerde-
ebene umgehend einzureichen,

dass  unter  diesen  Umständen  im  Sinne  einer  antizipierten  Beweis-
würdigung (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356 f.) davon auszugehen ist, 
der  Beschwerdeführer  verfüge  über  keine  Beweismittel,  die  den 
dreimonatigen  Aufenthalt  ausserhalb  des  Hoheitsgebiets  der 
Mitgliedstaaten belegen könnten,

dass  folglich  kein  Anlass  besteht,  dem  Beschwerdeführer  Frist  zur 
nachträglichen Einreichung von Beweismitteln anzusetzen,

dass der entscheidwesentliche Sachverhalt erstellt ist, und es keinen 
Anlass  gibt,  von  Amtes  wegen  irgendwelche  Beweise  zu  erheben, 

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weshalb die Kassation der angefochtenen Verfügung ausser Betracht 
fällt,

dass der Beschwerdeführer somit angesichts der Beweislosigkeit der 
von ihm behaupteten Tatsachen keine Rechte aus ihnen ableiten kann 
(vgl. Art. 8  des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 
1907 [ZGB, SR 210]),

dass  angesichts  dessen  und  der  einschlägigen  Staatsverträge  (vgl. 
DAA; VO Dublin; Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 
2. September  2003 mit  Durchführungsbestimmungen zur  Verordnung 
[EG] Nr. 343/2003 des Rates [Dublin-DVO]) Frankreich insbesondere 
gemäss  Art. 16  Abs. 1  Bst. e  VO  Dublin  als  zuständig  für  die 
Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zu erachten ist,

dass Frankreich Signatarstaat  der EMRK sowie des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30)  ist  und  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen, 
Frankreich  würde  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden 
Verpflichtungen halten,

dass  sich  die  Verlobte  des  Beschwerdeführers  lediglich  im  Rahmen 
einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz aufhält,  weshalb der Be-
schwerdeführer  aus  Art. 8  EMRK mangels  eines  gefestigten Aufent-
haltsrechts  keine  Rechte  ableiten  kann  (vgl.  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts D-2555/2007 E. 6.2.3),

dass sich der Beschwerdeführer ebensowenig auf den Grundsatz der 
Einheit der Familie berufen kann, da ein Verlöbnis keine Familie bildet,

dass  einer  Heirat  des  Beschwerdeführers  mit  seiner  Verlobten 
ausserhalb der Schweiz nichts entgegensteht,

dass kein Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts im Sinne von 
Art. 3 Abs. 2 VO Dublin Anlass besteht,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 

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der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der 
Zulässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichtein-
tretensentscheides  ist,  weshalb  auf  die  Frage  einer  drohenden  Ver-
letzung des Non-Refoulement-Gebots an dieser Stelle nicht weiter ein-
zugehen ist,

dass sich ferner die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem 
Aspekt  von  Art.  83  Abs.  1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (Au, 
SR 142.20)  stellt,  sondern  ebenfalls  vor  der  Prüfung  des  Nichtein-
tretens im Rahmen des Selbsteintrittsrechts,

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach  Frankreich  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  be-
zeichnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N   (per 
Kurier, in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand: 

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