# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d27ae2fd-f775-5ce1-bf04-c0d3b3a005d1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.06.2021 725 20 359/156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-359-156_2021-06-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Juni 2021 (725 20 359 / 156)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Heilkosten- und der Taggeldleistungen erfolgte zu Recht 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1990 geborene A.____ arbeitete zuletzt ab 23. März 2017 im Paketverteilungszent-
rum der B._____ AG in X.____ als Betriebsangestellter für die Personalberatung C.____. Am 
13. September 2017 erlitt er einen Arbeitsunfall, als sein linker Arm zwischen zwei Förderbänder 
eingezogen und in mehreren Bereichen gequetscht wurde. Für diesen Unfall erbrachte die zu-
ständige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) bis zum 30. April 2018 die gesetzli-
chen Leistungen (vgl. Verfügung vom 6. Juni 2018). Nachdem A.____, vertreten durch Rechts-
anwalt Daniel Altermatt, Einsprache gegen die Einstellung der Leistungen erhob, kam die Suva 

 

 
 
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aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse auf ihren Entscheid zurück und erbrachte auch über 
diesen Zeitpunkt hinaus die gesetzlichen Leistungen (vgl. Schreiben der Suva vom 19. Septem-
ber 2018, Suva Akte 95). In der Folge unterzog sich der Versicherte weiteren medizinischen Un-
tersuchungen. Gestützt auf diese Abklärungsergebnisse teilte die Suva dem Versicherten mit 
Schreiben vom 1. November 2019 mit, dass sie die vorübergehenden Leistungen per Ende De-
zember 2019 einstellen werde. Am 27. Dezember 2019 verfügte sie androhungsgemäss die Ein-
stellung der Heilkosten- und der Taggeldleistungen per Ende Dezember 2019 und lehnte einen 
Anspruch des Versicherten auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung ab. Daran hielt sie 
auch auf Einsprache hin in ihrem Entscheid vom 19. August 2020 fest.  
 
A.2 Bereits am 28. Februar 2018 hatte sich A.____ unter Hinweis auf andauernde Beschwer-
den aus dem Unfall vom 13. September 2017 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Nachdem die zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt hatte, lehnte sie mit Verfü-
gung vom 25. Juni 2018 einen Leistungsanspruch des Versicherten ab. Die dagegen erhobene 
Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), mit Urteil vom 5. September 2019 rechtskräftig ab.  
 
B. Gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 19. August 2020 erhob A.____, weiterhin 
vertreten durch Rechtsanwalt Altermatt, am 21. September 2020 Beschwerde beim Kantonsge-
richt und beantragte, es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. August 
2020 aufzuheben und es sei die Sache zur Prüfung des Renten- und Integritätsentschädigungs-
anspruchs an die Suva zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im 
Wesentlichen vor, dass sich die Suva in ihrem Entscheid auf unzureichende medizinische Unter-
lagen stütze. Weder die Arbeitsfähigkeit noch der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung sei 
rechtsgenügend abgeklärt. Weiter machte er geltend, dass auf das gestützt auf die Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) erhobene Invalideneinkommen ein 
leidensbedingter Abzug von mindestens 20 % zu gewähren sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Oktober 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 7. Januar 2021, Duplik vom 
4. Februar 2021) hielten die Parteien an den gestellten Anträgen und den Ausführungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-

 

 
 
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schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte über den 31. Dezember 2019 hinaus An-
spruch auch Leistungen der Suva hat. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass 
des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 19. August 2020 entwickelt hat. Dieser 
Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-
fugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
 
3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher 
und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei-
sen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürli-
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Be-
schwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruches nicht (vgl. BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 

 

 
 
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4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 
in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch 
verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 

 

 
 
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4.4.1 Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich auf versicherungsin-
terne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Mai 2019, 9C_143/2019, E. 4.1 mit Hinweisen).  
 
4.4.2 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen oder Ärzten darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des 
therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärztinnen und 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wich-
tige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 
im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung der umstrittenen Fragen liegen zahlreiche medizinische Akten vor, 
die vom Gericht in ihrer Gesamtheit gewürdigt wurden. Für den Entscheid erweisen sich insbe-
sondere die nachfolgenden Unterlagen als massgebend: 
 
6.2 Mit Arztzeugnis UVG vom 25. September 2017 diagnostizierten die erstbehandelnden 
Ärzte der Notfallstation des Spitals D.____ ein Quetschtrauma des linken Unterarms mit gross-
flächiger Hautablederung und Abschürfung. Röntgenaufnahmen hätten aber keine Frakturen der 
linken Hand, des linken Handgelenks oder des linken Unterarms gezeigt. Zudem habe sich kein 
Anhaltspunkt für eine Luxation im linken Ellbogengelenk ergeben. Der Versicherte sei vom 13. bis 
18. September 2017 hospitalisiert gewesen; eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe sicher bis 
zum 8. Oktober 2017. Eine Arbeitsaufnahme erfolge gemäss klinischer Kontrolle im Verlauf. 
 

 

 
 
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6.3 Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, Spital D.____, diagnostizierte in ihrem Sprechstunden-
bericht vom 9. November 2017 eine trifragmentäre Fraktur am Os trapezium der linken Hand bei 
Status nach Quetschtrauma am 13. September 2017 und eine volarseitige Abscherverletzung am 
linken Unterarm bei Status nach Quetschtrauma am 13. September 2017. Es sei die Anlage eines 
Scaphoid-Gipses veranlasst worden, um der noch nicht vollständig abgeheilten Wunde am dor-
salen Unterarm die regelmässige Wundbehandlung gewährleisten zu können.  
 
6.4 Dr. E.____ führte am 15. März 2018 aus, dass sie im Status keine zielführende Patho-
logie finde. Der Bewegungsumfang im Handgelenk sei seitengleich symmetrisch normal, die Dau-
menopposition betrage Kapandji 5 und die Daumenextension sei seitengleich symmetrisch und 
normal. Es fänden sich weder Handgelenksschwellungen noch solche an den Fingergelenken. 
Die Narbe am Unterarm heile langsam zu, die Familie sei aber mit der Wundpflege offensichtlich 
überfordert und es bestünde der Verdacht auf Manipulation, denn die Narbe heile nur sehr lang-
sam. Aus ihrer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit ganz klar gegeben. Sie ersuche daher um eine kreis-
ärztliche Untersuchung, um die Arbeitsfähigkeit des Versicherten festlegen zu können. 
 
6.5 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, hielt in seiner Beurteilung vom 24. April 2018 fest, dass bildmorpho-
logisch die Trapeziumfraktur im Bereich des linken Handgelenks konsolidiert sei. Bezüglich des 
klinischen Verlaufs der Hautablederungsverletzung sei aktenmässig eine langsame Heilung fest-
gestellt worden. Gemäss den beschriebenen klinischen Befunden und der vorhandenen Bildge-
bung sehe er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Bereich mit Paketverarbeitung und 
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Weitere Abklärungen oder Behandlungen seien nicht indiziert.  
 
6.6 Am 3. September 2018 teilte Dr. F.____ sodann mit, dass er an seiner Beurteilung be-
treffend Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht festhalte, nachdem dem CT vom 
8. August 2018 und dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. G.____, FMH Chirurgie und 
Handchirurgie, eine Malunion zu entnehmen sei. Es bestehe daher eine 100%ige Arbeitsunfähig-
keit im angestammten Tätigkeitsbereich der Paketverarbeitung. Dem Beschwerdeführer sei je-
doch auch mit den Beschwerden an der linken Hand eine angepasste leichte bis mittelschwere 
Tätigkeit zumutbar. Bei deren Verrichtung dürfe er repetitive Arbeiten ausführen, aber keinen 
Vibrationsbelastungen ausgesetzt sein und keine Leitern oder Gerüste besteigen. Feinmotori-
sche Tätigkeiten könne er jedoch erledigen.  
 
6.7 Die behandelnde Ärztin Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates sowie Handchirurgie, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 
11. März 2019 eine Funktionseinschränkung des linken Handgelenks und Unterarms bei Status 
nach schwerem Quetschtrauma am 13. September 2017, eine zentrale Verarbeitungsstörung mit 
Quadrantensyndrom und Läsion des Nervus cutaneus antebrachii medialis links, ein neurogenes 
Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) links sowie eine Läsion des dorsalen intercarpalen Ligaments 
des linken Handgelenks. Für die nächsten sechs Wochen sei der Patient zu 100 % arbeitsunfä-
hig. Bei Beschwerdepersistenz zu diesem Zeitpunkt komme es gegebenenfalls zur Planung einer 
diagnostischen Arthroskopie des linken Handgelenks.  
 

 

 
 
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6.8 Dr. F.____ empfahl in seiner ärztlichen Beurteilung vom 22. März 2019 den nächsten 
Untersuchungsbericht von Dr. H.____ abzuwarten, zumal der medizinische Endzustand bezüg-
lich des linken Handgelenks noch nicht erreicht sei. Aktuell sei dem Beschwerdeführer auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt bezogen auf das linke Handgelenk eine ganztägige, leichte bis mittel-
schwere Tätigkeit zumutbar, ohne Vibrationsbelastungen bezüglich des linken Handgelenks, 
ohne repetitive Greiftätigkeiten, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie ohne ab-
sturzgefährdete Positionen. Feinmotorische Tätigkeiten könne er hingegen auch mit der linken 
Hand ausüben.  
 
6.9 Dr. H.____ berichtete am 11. Juni 2019, dass die am 24. April 2019 durchgeführte diag-
nostische Infiltration in Höhe des Daumensattelgelenks eine deutliche und anhaltende Schmerz-
linderung gebracht habe. In ihrem Bericht vom 29. Juli 2019 bestätigte sie einen sehr erfreulichen 
Heilungsverlauf.  
 
6.10 Am 17. September 2019 fand in der Klinik I.____ eine CT-Untersuchung des linken 
Handgelenks und der linken Hand statt (vgl. Suva Akte 181). Dabei wurde festgestellt, dass die 
Trapeziumfraktur konsolidiert sei. Weiter gäbe es keine Hinweise auf eine posttraumatische Rhi-
zarthrose oder eine STT-Arthrose.  
 
6.11 Am 1. Oktober 2019 diagnostizierte Dr. H.____ eine beginnende Arthrose in Höhe des 
STT-Gelenks nach konservativ behandelter Trapeziumfraktur bei Status nach schwerem 
Quetschtrauma am linken Unterarm am 13. September 2017 mit Weichteilverletzung am ventra-
len Unterarm und sekundärer Wundheilung, eine regrediente Verarbeitungsstörung mit Quadran-
tensyndrom, einen Status nach Läsion des Nervus cutaneus antebrachii medialis links und ein 
regredientes TOS links. Aktuell bestünde eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Der Versicherte habe zwi-
schenzeitlich versucht, die Arbeitsfähigkeit zu steigern, was schmerzbedingt nicht möglich gewe-
sen sei. Schmerzen seien vor allem beim Heben von schweren Gegenständen im Daumensattel-
gelenk aufgetreten. Zusätzlich würden gelegentlich einschiessende elektrisierende Beschwerden 
im Daumenballen beschrieben. In der klinischen Untersuchung habe sich ein isolierter Druck-
schmerz in Höhe des Daumensattelgelenks und des STT-Gelenks gezeigt. Die Abspreizung des 
Daumens in der Handebene betrage 45°, die Daumenopposition gelinge bis zum Metacarpale-V-
Köpfchen. Hinweise für ein Complex Regional Pain Syndrom (CRPS) lägen aber nicht vor. Der 
Faustschluss und die Fingerstreckung gelängen vollständig und die Beweglichkeit im Handgelenk 
entspreche der Gegenseite. Weiter bestehe ein positives Tinelzeichen in Höhe der Rascetta ohne 
Ausstrahlung in die Finger. Zudem sei der Phalentest nach 30 Sekunden positiv mit Angabe von 
Kribbelparästhesien im Ringfinger; eine Thenaratrophie läge aber nicht vor. Die flächige Narbe 
am Unterarm mit der Grösse von 5 x 8 cm sei aktuell reizlos, gelegentlich trete aber dort Juckreiz 
auf. Der Versicherte habe seit Februar 2019 einen erfreulichen Heilungsverlauf mit einer deutli-
chen Verbesserung der Belastbarkeit der linken oberen Extremität erzielt. Aktuell könne er in 
seinem zuletzt ausgeübten Beruf als Mitarbeiter in der Logistik 50 % arbeiten. Eine Steigerung 
sei schmerzbedingt aber nicht möglich. Die posttraumatisch aufgetretene Verarbeitungsstörung 
mit Quadrantensyndrom habe sich durch intensive Ergotherapie deutlich verbessert und das neu-

 

 
 
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rogene TOS sei unterdessen vollständig regredient. Handchirurgisch bestehe keine weitere Ver-
besserungsmöglichkeit. Eine Wiedervorstellung sei nicht vereinbart worden, könne aber bei zu-
nehmenden Beschwerden jederzeit in der Sprechstunde erfolgen.  
 
6.12 Der Kreisarzt Dr. F.____ hielt unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Berichte 
von Dr. H.____ mit Beurteilung vom 21. Oktober 2019 fest, dass die Trapeziumfraktur vollständig 
konsolidiert sei. Eine posttraumatische Rhizarthrose oder eine STT-Arthrose sei im Rahmen der 
CT-Diagnostik vom 17. September 2019 nicht festgestellt worden. Entscheidend sei nach seiner 
Auffassung auch, dass laut Dr. H.____ das neurogene TOS vollständig regredient sei. Die bereits 
am 22. März 2019 formulierte Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt könne daher be-
stätigt werden (vgl. hiervor E. 6.8). Dem Versicherte sei bezüglich des linken Handgelenks auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine ganztägige leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Vibrati-
onsbelastungen bezüglich des linken Handgelenks, ohne repetitive Greiftätigkeiten, ohne das 
Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie ohne absturzgefährdete Positionen zumutbar. Fein-
motorische Tätigkeiten seien betreffend die linke Hand zumutbar. 
 
7.1 Die Suva stützte sich in den angefochtenen Entscheiden (Verfügung vom 27. Dezember 
2019 und Einspracheentscheid vom 19. August 2020) auf die Ausführungen von Dr. F._____ vom 
22. März 2019 und 21. Oktober 2019. Sie ging deshalb davon aus, dass zwischen dem Ereignis 
vom 13. September 2017 und den noch geklagten Beschwerden im Bereich der linken Hand mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Kausalität mehr vorliege, weshalb sie über den 31. De-
zember 2019 hinaus keine Leistungen schulde. Dieser Auffassung ist zu folgen. Zwar ist 
Dr. F.____ als Kreisarzt ein verwaltungsinterner Arzt, weshalb ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen wären, falls auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seines 
Berichts bestünden (vgl. oben E. 4.4.1; BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.2, je mit 
Hinweisen). Solche Zweifel sind in Bezug auf seine Ausführungen nicht zu erkennen. Dr. F.____ 
führte unter Berücksichtigung der ausführlichen bildgebenden Abklärungen und den bis dahin 
ergangenen Berichten einleuchtend und nachvollziehbar aus, dass der Beschwerdeführer im 
Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht mehr an traumatischen Beschwerden gelitten hat. Seine 
Einschätzung der medizinischen Situation erscheint widerspruchsfrei und schlüssig. Die unfall-
bedingten funktionellen Restbeschwerden berücksichtigte er im Rahmen des Zumutbarkeitspro-
fils, indem er davon ausging, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit in der Pa-
ketverarbeitung nicht mehr möglich sei. Hingegen erachtete er – nach eingehender Auseinander-
setzung mit dem medizinischen Sachverhalt – eine adaptierte Tätigkeit, welche die attestierten 
Beschwerden berücksichtigt, als 100 % zumutbar, was nicht zu beanstanden ist. 
 
7.2 Daran ändern auch die Ausführungen in der Beschwerde nichts. Der Beschwerdeführer 
bestreitet im Wesentlichen die attestierte Arbeitsfähigkeit. Er macht geltend, die Zumutbarkeits-
beurteilung von Dr. F.____ stehe im Widerspruch zu den Feststellungen der behandelnden Ärztin 
Dr. H.____, wonach ihm in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Logistiker nur noch ein Pensum 
von 50 % zumutbar sei. Der Beschwerdeführer scheint bei dieser Argumentation nicht berück-
sichtigt zu haben, dass Dr. F.____ die angestammte Arbeit im Paketdienst als unzumutbar be-
zeichnete und keine Arbeitsfähigkeit mehr bescheinigte. Weiter steht aber fest, dass auch die 

 

 
 
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behandelnde Ärztin von einem erfreulichen Heilungsverlauf ausging und eine deutliche Verbes-
serung der Belastbarkeit der linken oberen Extremität bestätigte. Sie erachtete den Beschwerde-
führer bereits im Juli 2019 in der Tätigkeit als Logistiker zu 50 % arbeitsfähig und empfahl, das 
Pensum nach vier Wochen zu erhöhen. Am 1. Oktober 2019 hielt Dr. H.____ dazu fest, dass der 
Beschwerdeführer insbesondere beim Heben von schweren Gegenständen Schmerzen im Dau-
mensattelgelenk gehabt habe, weshalb eine Steigerung schmerzbedingt nicht möglich gewesen 
sei. Aus diesen Ausführungen wird deutlich, dass die behandelnde Handchirurgin die Arbeitsfä-
higkeit einzig auf die bisherige Tätigkeit als Logistiker bezog und keine Beurteilung in einer Ver-
weistätigkeit vornahm. Die angestammte Arbeit beinhaltet aber offenbar auch körperlich schwere 
Anteile, weshalb sie der Einschätzung von Dr. F.____ nicht entspricht, der dem Beschwerdefüh-
rer wegen den Restbeschwerden nur noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutet. Bei der 
Ausübung einer Arbeit, welche diesem Zumutbarkeitsprofil ohne Heben von schweren Lasten 
entspricht, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer die beklagten Schmerzen nicht mehr aufweist. Sein Hinweis, wonach der Beruf des Logis-
tikers auch leichte und mittelschwere Anteile beinhalte, ändert nichts an der Tatsache, dass dabei 
auch körperlich schwere Bereiche zu erledigen sind. Diese verursachen gemäss Ausführungen 
von Dr. H.____ Schmerzen und sind deshalb unter Berücksichtigung der kreisärztlichen Beurtei-
lung eben nicht mehr zumutbar. Die vom Kreisarzt attestierte Arbeitsfähigkeit leuchtet umso mehr 
ein, als die bildgebende Diagnostik vom 17. September 2019 gezeigt hat, dass die Trapezium-
fraktur vollständig konsolidiert ist und keine posttraumatische Rhizarthrose oder eine STT-
Arthrose festgestellt werden konnte und sich auch das neuroge TOS vollständig zurückgebildet 
hat (vgl. Bericht von Dr. H.____ vom 1. Oktober 2019). Insgesamt ergibt sich somit aus den vor-
liegenden medizinischen Akten nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert der kreisärztlichen 
Beurteilung von Dr. F.____ in Zweifel zu ziehen.  
 
8. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.1 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi-
cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die von der Suva vorgenommene 
Bemessung der Vergleichseinkommen hält einer richterlichen Überprüfung stand und wird vom 
Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. Er macht einzig geltend, dass von dem gestützt auf 
die LSE des BFS berechneten Invalideneinkommens ein leidensbedingter Abzug von mindestens 
20 % vorzunehmen ist. Dabei verkennt der Beschwerdeführer jedoch, dass selbst bei Gewährung 
des gemäss BGE 126 V 75 möglichen Maximalabzugs von 25 % auf das Invalideneinkommen 
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würden. Bei einer Gegenüberstellung des 
zu Recht aufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin berechneten Valideneinkommens 
von Fr. 45'401.-- (vgl. Vernehmlassung vom 19. August 2020 E. 5.3; Urteile des Bundesgerichts 
vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1 und vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4).) und 
des gestützt auf die LSE 2018 bemessenen Invalideneinkommens in Höhe von Fr. 51'744.-- 
(Fr. 68'992.-- x 0.75; vgl. Vernehmlassung der Suva vom 19. August 2020 E. 4.4) resultiert der 
für den Anspruch auf eine Invalidenrente erforderliche Invaliditätsgrad von 10 % nicht (vgl. Art. 
18 Abs. 1 UVG). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Suva in ihrem Entscheid davon 
ausging, dass der Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit ein rentenausschliessendes Ein-
kommen erzielen kann. Unter diesen Umständen erübrigen sich weitergehenden Ausführungen 
zu dem von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Einkommensvergleich. 

 

 
 
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9.1 Zu prüfen ist weiter die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung abgelehnt hat. 
 
9.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der Verordnung 
über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsschaden als dau-
ernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang be-
steht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unab-
hängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). Laut Art. 25 
Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie wird 
entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den am Unfalltag gel-
tenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdiensts nicht übersteigen darf. Nach Art. 25 Abs. 
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in 
Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der 
Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als ge-
setzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (vgl. BGE 113 V 218 E. 2a, RKUV1988 Nr. 
U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewich-
tet. 
 
9.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden 
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In diesem 
Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Be-
messungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizini-
schen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und er-
gänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar (vgl. BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a mit Hinweis).  
 
9.4 Bei der Bestimmung des Schweregrads einer gesundheitlichen Beeinträchtigung handelt 
es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fachärztliche Mit-
hilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkun-
digen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelasse-
nen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von einem medizi-
nischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beurteilung der ein-
zelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
9.5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung der Frage, ob der Beschwer-
deführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat, zu Recht auf die Beurteilung von 
Dr. F.____ vom 21. Oktober 2019. Er ging unter Berücksichtigung der am 17. September 2019 in 

 

 
 
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der Klinik I.____ stattgefundenen CT-Diagnostik des linken Handgelenks und der linken Hand 
davon aus, dass die Trapeziumfraktur vollständig konsolidiert war und keine posttraumatische 
Rhizarthrose oder STT-Arthrose festgestellt wurde. Wie bereits oben in Erwägung 7.1 f. festge-
halten, überzeugt diese Beurteilung, weshalb das Vorgehen von Dr. F.____ nicht zu beanstanden 
ist. Zudem erfolgte seine Einschätzung des Integritätsschadens auf einer korrekten Anwendung 
des Anhangs 3 der UVV bzw. der massgeblichen Tabelle 5 "Integritätsentschädigung gemäss 
UVG", wonach erst bei mässigen Handgelenks- oder Rhizarthrosen ein entschädigungspflichtiger 
Integritätsschaden vorliegt. Eine solche Arthrose liegt beim Beschwerdeführer – entgegen seiner 
Auffassung – jedoch nachgewiesenermassen nicht vor, weshalb ein Anspruch auf eine Integri-
tätsentschädigung zu Recht verneint wurde. Auf welcher Grundlage Dr. H.____ in ihrem Bericht 
vom 1. Oktober 2019 eine beginnende Arthrose diagnostizierte, ist nicht nachvollziehbar, denn 
gemäss den Angaben im Bericht der Klinik I.____ vom 17. September 2019, auf welchen sich 
auch die behandelnde Ärztin bezieht, wird das Vorliegen einer Arthrose grundsätzlich verneint. 
Da aber auch Dr. H.____ aktuell nur eine beginnende Arthrose in der Höhe des STT-Gelenks 
erwähnte, bestätigte sie, dass beim Beschwerdeführer keine mindestens mässigen arthrotischen 
Veränderungen vorliegen, welche einen entschädigungspflichtigen Integritätsschaden begründen 
könnten. Der Beschwerdeführer kann daher unter diesem Aspekt nichts zu seinen Gunsten ab-
leiten. 
 
9.5.2.1 Auch der Einwand des Beschwerdeführers, die Suva habe nicht geprüft, ob und in wel-
chem Ausmass er in Zukunft mit einer Arthrosebildung rechnen müsse, kann nicht gehört werden. 
Gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV werden voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens 
angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim-
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war. Eine voraussehbare Verschlim-
merung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsentschädigung eine Ver-
schlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden kann. Die 
blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des Integritätsschadens genügt hingegen nicht. Diese 
Prognose im Sinne einer fallbezogenen medizinischen Beurteilung über die voraussichtliche künf-
tige Entwicklung der Gesundheitsbeeinträchtigung ist, wie die Beurteilung der einzelnen Integri-
tätsschäden an sich, eine Tatfrage, die der Arzt bzw. die Ärztin zu beurteilen hat (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts vom 14. Januar 2013, 8C_244/2012, E 4.2 mit weiteren Hinweisen und vom 
6. September 2010, 8C_32/2010, E. 2.6.2 mit Hinweisen). 
 
9.5.2.2 Vorliegend enthalten weder die kreisärztliche Beurteilung von Dr. F.____ vom 21. Okto-
ber 2019 noch die Berichte der behandelnden Ärztin Dr. H.____ ausreichende Hinweise auf eine 
voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens im Rechtssinne. Somit ist die Ableh-
nung eines Anspruchs einer Integritätsentschädigung auch in dieser Hinsicht nicht zu beanstan-
den. 
 
10. Bei dieser Sachlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen in Form eines ex-
ternen versicherungsmedizinischen Gutachtens, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, nicht 
auf, weshalb von deren Anordnung abgesehen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör um-
fasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur 
Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen 

 

 
 
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nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. 
Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhan-
denen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser dem-
nach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist 
dem Gesagten zufolge hier aber der Fall. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist 
nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 
E. 1d).  
 
11. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
19. August 2020 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
12. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Eine Parteientschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zugesprochen (Art. 
61 lit g ATSG e contrario). 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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