# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce15c54c-96c0-5592-9cf4-144bb80da18a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.05.2021 200 2021 189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-189_2021-05-20.pdf

## Full Text

200 21 189 IV
KNB/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Mai 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2021, IV/21/189, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im August 2010 unter Hinweis auf Rücken-
probleme (Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Infiltration) bei der IV-
Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). In der Folge tätigte diese 
erwerbliche und medizinische Abklärungen. Gestützt auf die Aktenbeurtei-
lung von Dr. med. C.________, Praktische Ärztin sowie Fachärztin für 
Anästhesiologie und Allgemeine Innere Medizin vom Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD), vom 21. Juni 2011 (AB 21) verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 23. September 2011 (AB 23) bei einem Invaliditätsgrad von 12% einen 
Rentenanspruch. Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Im Juli 2020 (AB 24) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen 
erneuten Bandscheibenvorfall im Jahr 2019 bei der IVB zur Früherfassung 
und im August 2020 (AB 26) abermals zum Leistungsbezug an. Diese tätig-
te in der Folge Abklärungen. Gestützt auf die RAD-Aktenbeurteilung von 
Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, vom 13. November 2020 (AB 35) stellte 
die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 18. November 2020 (AB 
36) in Aussicht, das Leistungsbegehren abzuweisen, da aus medizinischer 
Sicht seit der rentenablehnenden Verfügung vom 23. September 2011 (AB 
23) keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten 
sei. Nach dagegen erhobenem Einwand (AB 38) holte die IVB bei Dr. med. 
D.________ eine weitere Aktenbeurteilung vom 29. Januar 2021 (AB 40) 
ein und verfügte am 2. Februar 2020 (AB 41) dem Vorbescheid entspre-
chend.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2021, IV/21/189, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 5. März 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch Für-
sprecher B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Bern vom 2. Februar 2021 sei vollum-
fänglich aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen IV-Leistungen gemäss IVG zu 
erbringen.

3. Es sei ein polydisziplinäres Gutachten zu erstellen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Be-
schwerdegegnerin.

5. Es sei dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren vor dem Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren 
und der Unterzeichnete als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 21. April 
2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 

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Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgenstand bildet die Verfügung vom 2. Februar 2021 
(AB 41). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invali-
denversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 
ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, 
soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu 
erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4

2.4.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-

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liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2018 
UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom August 
2020 (AB 26) eingetreten, womit die Eintretensfrage gerichtlich nicht zu be-
urteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für 
den Leistungsanspruch relevante Veränderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen eingetreten ist (vgl. E. 2.4.3 hiervor), wobei der Sachverhalt zum 
Zeitpunkt der leistungsablehnenden Verfügung vom 23. September 2011 

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(AB 23) mit demjenigen, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfü-
gung vom 2. Februar 2021 (AB 41) entwickelt hat, zu vergleichen ist (vgl. E. 
2.4.4 hiervor).

3.2 Die rentenablehnende Verfügung vom 23. September 2011 (AB 23) 
basierte auf der RAD-Aktenbeurteilung von Dr. med. C.________ vom 21. 
Juni 2011 (AB 21). Darin stellte diese keine Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden 
ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei Discopathie L4/5 und 
L5/S1, eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) sowie eine mittelgradig depressi-
ve Episode (ICD-10 F32.1; S. 3 f.). Als funktionelle Einschränkungen lägen 
eine schmerzbedingt eingeschränkte Beweglichkeit der LWS, besonders 
beim Heben, sowie ein Schwindel, Angstzustände, eine Panik- sowie eine 
Konzentrationsstörung vor. Die bisherige Tätigkeit sei nach den vorliegen-
den Unterlagen medizinisch-theoretisch sowohl nach hausärztlichen Anga-
ben als auch nach psychiatrischen Angaben noch zumutbar, falls der Ver-
sicherte nicht mehr als 20 kg heben und nicht in Zwangshaltung arbeiten 
müsse. Bezüglich der psychiatrischen Gesundheitsstörung sei es wichtig, 
dass der Versicherte am bisherigen Arbeitsplatz die normale Arbeitszeit ab-
leiste, ohne das Verrichten von Überstunden. Eine angepasste Tätigkeit 
sollte bezüglich der lumbalen Schmerzsymptomatik eine leichte bis mittel-
schwere (< 20 kg), wechselbelastende Arbeit sein, unter Vermeidung von 
Zwangshaltungen und häufigem Bücken bzw. häufigem Heben/Tragen von 
Lasten. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung des Hausarztes bzw. des 
G.________ habe in der „bisherigen Tätigkeit" eine 100%-ige Arbeitsfähig-
keit bestanden (S. 4).

3.3 In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. Februar 2021 
(AB 41) stützt sich die Beschwerdegegnerin auf die folgenden medizini-
schen Berichte:

3.3.1 Dr. med. D.________ diagnostizierte in der RAD-Aktenbeurteilung 
vom 13. November 2020 (AB 35) chronische Zervikobrachialgien rechts 
(mehretagere Diskopathie der HWS sowie Resorption einer rechtsbetonten 
Bandscheibenprotrusion C6/C7) und ein chronisches lumbales Schmerz-
syndrom L4-L5 und L5-S1. Erstmals seien 2010 Lumbalgien aufgetreten. 
2012 sei eine Facetteninfiltration durchgeführt worden. Eine 2013 durchge-

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führte epidurale Infiltration habe zu keiner Besserung geführt. Die bildge-
bende Abklärung habe keine pathologischen Befunde der LWS ergeben, 
welche eine operative Behandlung notwendig gemacht hätten. Es sei der 
Verdacht auf ein chronisches Schmerzsyndrom mit psychosozialer Überla-
gerung gestellt worden. Die rezidivierenden Lumbalgien hätten persistiert 
und es seien bis 2014 regelmässige Besuche im H.________erfolgt; ein 
operativer Eingriff sei nicht in Erwägung gezogen worden. Im Juli 2019 hät-
ten sich die chronischen Zervikobrachialgien mit Ausstrahlung in den rech-
ten Arm aber ohne Auftreten von sensomotorischen Defiziten verstärkt. Die 
MRI-Untersuchung habe degenerative Veränderungen C5-C6 mit mögli-
cher Tangierung der Wurzel C7 rechts durch eine Diskusprotrusion und ei-
ne Spondylodese C3-4 gezeigt. Eine stationäre Behandlung während einer 
Woche Ende Juli 2019 habe zu einer Stabilisierung der Situation geführt. 
Ab November 2019 habe der Versicherte wieder schrittweise seine Arbeit 
aufgenommen. Wegen erneuter Exazerbation der Schmerzen sei im Febru-
ar 2020 die MRI-Untersuchung wiederholt worden. Diese habe eine Re-
sorption der zervikalen Diskushernie C6/C7 gezeigt; somit habe keine Ner-
venkompression mehr vorgelegen. Die neurochirurgische Behandlung sei 
Ende Februar 2020 abgeschlossen worden. Am 3. August 2020 sei die Zu-
weisung in die Schmerzsprechstunde erfolgt. Es sei eine erneute Fazetten-
gelenksinfiltration durchgeführt worden (S. 3). Der dokumentierte Behand-
lungsverlauf sei nachvollziehbar. Es liege ein chronisches Schmerzsyn-
drom der HWS vor, ohne dass erklärbare pathologische Befunde in den 
bildgebenden Untersuchungen nachweisbar wären. Zurzeit erfolge im 
Schmerzzentrum eine symptomatische Schmerzbehandlung. Die Beurtei-
lungen der Behandler seien plausibel. Es lägen chronische Schmerzen vor, 
welche sich nur teilweise objektivieren liessen. Sowohl in der angestamm-
ten Tätigkeit wie auch in entsprechenden Verweistätigkeiten sei der Versi-
cherte nur zeitweise eingeschränkt. Aufgrund wiederkehrender Exazerbati-
onen der Beschwerden seien seit August 2019 drei kurzzeitige Phasen ver-
minderter Arbeitsfähigkeit aufgetreten. Eine anschliessende vollständige 
Wiederaufnahme der Arbeit sei jeweils wieder möglich gewesen. Somit sei 
seit August 2019 von einer relevanten Verschlechterung auszugehen, wo-
bei sich die Situation in der Zwischenzeit erneut stabilisiert habe. Es lägen 
keine neuen objektivierbaren Befunde vor, welche eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit erklären würden. Zumutbar seien dem Versicherten körper-

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lich leichte bis ausnahmsweise mittelschwere wechselbelastende Tätigkei-
ten, ganztags über achteinhalb Stunden und ohne zusätzliche Leistungs-
minderung. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen der HWS (z.B. längeres 
Sitzen mit vorgeneigtem Kopf), stereotype Kopfbewegungen, Rotation im 
Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, 
repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Be-
steigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach 
vorne geneigter Haltung sowie repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im 
Bereich der HWS. In Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könn-
ten Gewichte von 10-15 kg gehoben und getragen werden. Bei der aktuel-
len Tätigkeit (…) handle es sich um eine leidensangepasste Arbeit (S. 4 f.). 

3.3.2 Dr. med. D.________ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 29. 
Januar 2021 (AB 40) aus, am 22. Dezember 2020 sei auf Antrag des 
Hausarztes eine erneute MRI-Untersuchung der HWS durchgeführt wor-
den. Es fänden sich unverändert keine Nachweise einer Kompression neu-
raler Strukturen, der Spinalkanal sei nicht eingeengt und es zeigten sich 
keine Foraminalstenosen. Es bestünde eine Osteochondrose C5-C6 mit 
erosiver Begleitkomponente. Auf der Höhe C6-C7 lägen keine Anzeichen 
für eine Diskushernie vor. Insgesamt zeige das MRI keine richtungsgeben-
de Verschlechterung. Die beschriebene erosive Begleitkomponente bedeu-
te nicht per se, dass es zu einer dauerhaften Verschlechterung der degene-
rativen Veränderungen der HWS gekommen sei. Die degenerativen Verän-
derungen der HWS verliefen oftmals schubhaft, aktive Phasen mit Auftre-
ten erosiver Veränderungen wechselten sich dabei mit chronischen statio-
nären Phasen ab. Der MRI-Befund sei von keinem Wirbelsäulenspezialis-
ten interpretiert worden. Ausserdem würden keine klinischen Angaben zum 
aktuellen Gesundheitszustand des Versicherten gemacht. Es könne wei-
terhin an der RAD-Beurteilung resp. dem Zumutbarkeitsprofil vom 13. No-
vember 2020 festgehalten werden. Der MRI-Befund vom 22. Dezember 
2020 zeige keine richtungsgebende Verschlechterung. Es gebe keine ob-
jektivierbaren medizinischen Fakten, welche eine neue RAD-Beurteilung 
erforderlich machten. Das am 13. November 2020 erstellte Zumutbar-
keitsprofil berücksichtige die verminderte Belastbarkeit der HWS. Weitere 
medizinischen Abklärungen seien nicht angezeigt. Der Versicherte sei seit 
Auftreten der Zervikalgien mehrmals von Wirbelsäulenspezialisten unter-

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sucht und behandelt worden. Mehrmals seien MRI-Untersuchungen durch-
geführt worden. Die Befunde und therapeutischen Empfehlungen seien 
nachvollziehbar. Bei unverändert fehlender Kompression einer Nervenwur-
zel liege keine operative Indikation vor. Bei persistierenden Schmerzen sei 
eine Gelenks-Denervation vorgeschlagen worden. Auch dieser rein palliati-
ve, nichtinvasive Eingriff würde zu keiner Änderung der RAD-Einschätzung 
führen (S. 2 f.). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-

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sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.5 Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ untersuchte den Beschwerde-
führer nicht persönlich, sondern verfasste seine Stellungnahmen einzig 
aufgrund der Akten. Wie nachfolgend dargelegt, bestehen vorliegend zu-
mindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit seiner Aktenbeurteilungen 
(AB 35, 40), weshalb sie zur abschliessenden Beurteilung des Leistungs-
gesuchs nicht geeignet sind. Ebenfalls keine taugliche Entscheidgrundlage 
stellen die Berichte der behandelnden Ärzte wie auch des Hausarztes dar. 

In der ursprünglichen Verfügung vom 23. September 2011 (AB 23) wurde 
einzig über den Rentenanspruch befunden. In der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 2. Februar 2021 (AB 41) wurde über den Leistungsanspruch 
als Ganzes, d.h. – wie die Beschwerdegegnerin selber ausführt – über be-
rufliche Massnahmen und den Rentenanspruch befunden (AB 41/1). Somit 
kann der Beschwerdegegnerin – zumindest was allfällige Eingliederungs-
massnahmen anbelangt – nicht gefolgt werden, wenn sie das Leistungsge-
such mit der Begründung, aus medizinischer Sicht sei seit der Verfügung 
vom 23. September 2011 keine leistungsrelevante Veränderung des Ge-
sundheitszustandes eingetreten (AB 41/1), abweist. Vielmehr hätte hin-
sichtlich der beruflichen Massnahmen eine allseitige Überprüfung erfolgen 
müssen. Dies gilt ebenfalls hinsichtlich der Rentenfrage, wie nachfolgend 
zu zeigen ist: Selbst der RAD-Arzt Dr. med. D.________ geht in der Akten-
beurteilung vom 13. November 2020 aus medizinischer Sicht – seit der 
Verfügung vom 23. September 2011 – von einer Verschlechterung und 

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damit einem Revisionsgrund aus (AB 35/3 f.). Dass er annimmt, die Situati-
on habe sich in der Zwischenzeit stabilisiert (AB 35/4 Ziff. 1d), ändert daran 
nichts. Denn unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist das Erfordernis 
einer auf Dauer gerichteten Änderung und damit das Bestehen eines medi-
zinischen Revisionsgrundes mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit im 
Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV erfüllt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2012, 9C_530/2012, E. 5.2). Hinweise, dass 
dies vorliegend der Fall ist, sind auch den weiteren Akten zu entnehmen. 
Ab Ende August 2019 wurde der Beschwerdeführer bis Ende März 2020, 
d.h. während sieben Monaten, vom H.________und danach ab Ende Mai 
2020 vom Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, immer wieder und für verschiedene Prozentsätze (100%, 50%, 
30%, 25%; AB 27/7 ff., 31/3) arbeitsunfähig geschrieben. Im MRI vom 22. 
Dezember 2020 (AB 38/2) wurde eine im Vergleich zur Untersuchung vom 
24. Juli 2019 neu aufgetretene erosive Begleitkomponente der Osteochon-
drose auf Höhe C5/6 beschrieben. Hingegen habe sich die Diskushernie 
C6/7 weitgehend zurückgebildet; es bestehe nur noch eine Restprotrusion 
(AB 38/2). Der neue Befund wurde auch vom Hausarzt Dr. med. 
E.________ im Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 4. Januar 2020 
bestätigt. Weiter führte dieser aus, der Beschwerdeführer leide an einem 
komplexen Schmerzsyndrom im Bereich der Wirbelsäule; eine Steigerung 
der Arbeitsfähigkeit sei aktuell nicht absehbar (AB 38/1). Soweit RAD-Arzt 
Dr. med. D.________ nach Vorlage dieser Unterlagen ohne den Be-
schwerdeführer persönlich zu untersuchen, zum Schluss gelangt, die MRI-
Untersuchung zeige insgesamt keine „richtungsweisende Verschlechte-
rung‟ und es sei nach wie vor am postulierten Zumutbarkeitsprofil festzu-
halten, überzeugt dies nicht bzw. genügt dies nicht für eine abschliessende 
Beurteilung, zumal er selbst festhält, klinische Angaben zum aktuellen Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers würden fehlen (AB 40/2 f.). Wei-
ter spricht Dr. med. E.________ im Bericht vom 3. März 2021 (Akten des 
Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 7) von einem komplexen zer-
vikalen und lumbalen Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen 
(deutlich erosive Begleitkomponente an der HWS) und Diskushernien an 
der HWS sowie starker psychischer Aggravation. Um den Alltag bewältigen 
zu können, sei der Beschwerdeführer täglich auf Schmerzmittel angewie-
sen; eine vollständige Arbeitsfähigkeit sei aktuell nicht absehbar. Damit 

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sind den medizinischen Akten hinreichend Hinweise zu entnehmen, dass 
sich der Gesundheitszustand seit 2011 in wesentlichem Umfang geändert 
haben könnte und der Feststellung des RAD, weitere medizinische Ab-
klärungen seien nicht angezeigt, kann nicht gefolgt werden. Zudem wäre es 
an der Beschwerdegegnerin gelegen, berufliche Abklärungen vorzuneh-
men, insbesondere Rückfragen beim Arbeitgeber zu tätigen, was sie gänz-
lich unterlassen hat. Denn bereits der Früherfassung vom 18. Juli 2020 (AB 
24) und der Leistungsanmeldung vom 29. August 2020 (AB 26) ist zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer seit 2013/2014 (auch) im … arbeitet 
(vgl. u.a. auch Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 17. Sep-
tember 2013 [AB 31/88]). Sodann teilte die Arbeitgeberin dem Rechtsver-
treter mit Schreiben vom 22. Februar 2021 (BB 8) auf dessen Nachfrage 
mit, aufgrund der jahrelangen körperlichen Belastung sei es zu körperlichen 
Beschwerden gekommen. Sie hätten den zuverlässigen und langjährigen 
Mitarbeiter nicht verlieren wollen und ihm im Jahr 2013 eine Umschulung 
ins … ermöglicht. Aufgrund der seit zwei Jahren auftretenden Beschwerden 
im Nacken und der damit verbundenen Erhöhung oder Veränderung der 
Medikation, um die Schmerzen erträglicher zu machen, sei die Belastbar-
keit rapide gesunken und die Fehleranfälligkeit sehr stark angestiegen, 
trotz einem seit längerer Zeit ausgeführten Arbeitspensum von (lediglich 
noch) 50%. Der Beschwerdeführer könne sich zum Teil nicht mehr an Din-
ge erinnern, welche er zuvor jahrelang erledigt habe. Ebenfalls könne er 
Aufträge, welche zum Tagesgeschäft gehörten, nicht mehr richtig und zu-
verlässig erledigen. Der Beschwerdeführer werde aus Wahrnehmung der 
sozialen Verantwortung weiterbeschäftigt; aus rein wirtschaftlicher Sicht 
wäre eine Kündigung grundsätzlich sinnvoller. Ihm würden nur noch die 
einfachen Aufträge zur Bearbeitung übergeben. Auch diese würden von 
ihm oft nicht einwandfrei erledigt, wie man es von ihm aus der Vergangen-
heit gekannt habe. Mithin steht namentlich auch die Frage im Raum, ob es 
sich beim Einkommen des Beschwerdeführers nunmehr um einen Sozial-
lohn handeln könnte. 

3.6 Zusammenfassend erlauben die im Recht liegenden medizinischen 
und erwerblichen Berichte vorliegend keine abschliessende Beurteilung, 
d.h. sie bilden keine zuverlässige Entscheidgrundlage. Die Beschwerde-

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gegnerin ist ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ff. ATSG nicht hinreichend 
nachgekommen und es wäre an ihr und dem RAD gewesen, auf die Veran-
lassung weiterer Abklärungen hinzuwirken. Diese Mängel sind nicht auf 
dem Weg der Beweiswürdigung zu beheben. Die Beschwerde erweist sich 
als offensichtlich begründet und die Sache ist in Gutheissung der Be-
schwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den me-
dizinischen wie auch den erwerblichen Sachverhalt rechtsgenüglich abklärt, 
wobei sie vorgängig (nochmals) eine aktuelle bildgebende Untersuchung 
anordnet und in der Folge eine polydisziplinäre Untersuchung (namentlich 
orthopädisch, neurologisch, psychiatrisch) veranlasst. Anschliessend hat 
sie über das Leistungsbegehren neu zu verfügen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf Er-
satz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 28. April 2021 wird die Parteientschädigung auf Fr. 
2‘822.05 festgesetzt (Aufwand von 12.84 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich 
Auslagen von Fr. 52.30 sowie Mehrwertsteuer von Fr. 201.75). Diesen Be-
trag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

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4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege als gegenstandslos geworden abzuschreiben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 2. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘822.05 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt 
wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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