# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90531e1c-0aae-5c98-89fc-020d681219c2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 30.08.2016 S 2016 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-1_2016-08-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 1

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 30. August 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler,

Beschwerdeführerin

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war seit April 2006 als Reinigungskraft bei der B._____ AG an-

gestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) obligatorisch unfallversichert. Am 9. April 2011 machte sie beim 

Hinuntersteigen von einer Leiter einen Fehltritt und verletzte sich am rech-

ten Knie. Mit Schadenmeldung vom 18. April 2011 wurde der Unfall der 

Suva gemeldet.

2. Mit Bericht vom 18. Mai 2011 gab Dr. med. C._____ vom Kantonsspital 

Graubünden gestützt auf eine ambulante Untersuchung an, A._____ habe 

eine Distorsion im Kniegelenk erlitten. Es liege eine rezidivierende retro-

patelläre Instabilität vor, zudem eine Trochleadysplasie, eine MPFL Elon-

gation und ein grosses osteochondrales intraartikuläres Flake als freier 

Gelenkskörper. Am 29. Juni 2011 wurde der freie Gelenkskörper im Kan-

tonsspital Graubünden operativ entfernt und eine MPFL Rekonstruktion 

mit Gracilis Graft ipsilateral eingesetzt. 

3. In der Folge entwickelte A._____ ein Schmerzsyndrom und konnte die 

Arbeit nicht wieder aufnehmen. Am 24. Februar 2012 fand eine kreisärzt-

liche Untersuchung statt und vom 13. bis 27. April 2012 unterzog sich 

A._____ einer arbeitsorientierten Rehabilitation in einer Rehaklinik. Auch 

danach blieb sie als Reinigungskraft arbeitsunfähig.

4. Mit Verfügung vom 28. August 2012 schloss die Suva den Fall per Ende 

Mai 2012 ab. Sie stützte sich dabei auf die Aussage ihres Kreisarztes, 

wonach die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt 

seien. Gegen diese Verfügung erhob A._____ Einsprache. Am 11. März 

2013 zog die Suva ihre Verfügung zurück und erklärte sich bereit, weiter-

hin für die Heilkosten aufzukommen und Taggeld auszurichten. Dies 

nachdem der Kniespezialist Dr. med. D._____ mit Bericht vom 22. Januar 

2013 mitgeteilt hatte, das Schmerzsyndrom werde durch eine mediale pa-

tellofemorale Hyperpression hervorgerufen und in einem ersten Schritt sei 

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die Entfernung des ehemaligen Transplantates notwendig, danach even-

tuell eine nochmalige MPFL Rekonstruktion. 

5. Am 17. Juli 2013 wurde an der E._____ Klinik eine arthroskopische Nar-

benresektion und eine Resektion des intrartikulär verlaufenden MPFL 

Graftes vorgenommen. Der Heilverlauf war zunächst positiv, so dass im 

Dezember 2013 ein Arbeitsversuch beim bisherigen Arbeitgeber begon-

nen werden konnte. Mit Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 25. 

Juli 2014 führte der Kreisarzt aus, bei der Patientin bestehe ein anhalten-

des Schmerzsyndrom am rechten Kniegelenk, wahrscheinlich im Rahmen 

von mehreren Faktoren (Vernarbungen und Knorpeldefekt im Bereiche 

des medialen Femurkondylus, femoropatelläres Schmerzsyndrom). Es 

solle eine schrittweise Steigerung der Arbeitstätigkeit versucht werden. 

Mit Schreiben vom 6. Oktober 2014 teilte der Hausarzt Dr. med. F._____ 

mit, 11 Arbeitsstunden pro Woche schienen im Moment das Maximum zu 

sein. Mit der Steigerung auf 15 Stunden hätten die Schmerzen sehr stark 

zugenommen. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2014 erklärte sich die Suva 

vorübergehend mit einer Arbeitstätigkeit von 11 Stunden pro Woche ein-

verstanden. Mit ärztlicher Beurteilung vom 23. Oktober 2014 gab der 

Kreisarzt an, es bestehe unterdessen ein chronifiziertes Schmerzsyn-

drom. Mit einer namhaften Verbesserung des Beschwerdebildes könne 

nicht mehr gerechnet werden, es sei der Endzustand erreicht. 

6. Die Suva veranlasste hierauf eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung auf 

den Fachgebieten Orthopädie-Traumatologie, Neurologie und Psychiatrie 

durch ihre Abteilung Versicherungsmedizin. Mit Bericht vom 20. April 

2015 kamen die Experten zum Schluss, dass medizinisch der Endzustand 

erreicht sei. Es verbleibe ein Restzustand mit Belastungs- und zum Teil 

Ruheschmerzen und einer leicht eingeschränkten Beugefähigkeit des 

rechten Kniegelenks bei Vernarbung im medialen Weichteilbereich. Die-

ser Restzustand sei überwiegend wahrscheinlich die Folge der unfallbe-

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dingten Behandlungsmassnahmen. In der angestammten Tätigkeit als 

Reinigungskraft bestehe eine auf 11 Stunden pro Woche reduzierte Ar-

beitsfähigkeit. Die Experten erstellten ein Zumutbarkeitsprofil für eine an-

gepasste Tätigkeit und verneinten das Vorliegen eines unfallbedingten In-

tegritätsschadens. Mit Schreiben vom 7. Juli 2015 beanstandete A._____ 

diese Gesamtbeurteilung in verschiedenen Punkten. Am 20. Juli 2015 teil-

te die Suva mit, sie werde die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 1. 

September 2015 einstellen. Hiergegen erhob A._____ keine Einwände.

7. Mit Verfügung vom 21. August 2015 lehnte die Suva die Ausrichtung einer 

Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung ab. Die gegen diese 

Verfügung erhobene Einsprache vom 18. September 2015 wies die Suva 

mit Entscheid vom 18. November 2015 ab. Sie stellte auf die Interdiszi-

plinäre Gesamtbeurteilung ihrer Abteilung Versicherungsmedizin ab und 

führte aus, bei einem Invalideneinkommen von Fr. 47'370.-- (LSE 2012, 

TA1, Kompetenzniveau 1, Leidensabzug 10 %) und einem Validenein-

kommen von Fr. 47'981.-- ergebe sich ein nicht rentenbegründender Inva-

liditätsgrad von 1.27 %.

8. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführerin) am 30. Dezember 2015 Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden. Sie beantragte, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zur weiteren Ab-

klärung der quantitativen Leistungseinschränkung an die Suva zurückzu-

weisen. Eventualiter sei eine Invalidenrente auf der Basis eines Invali-

ditätsgrades von mindestens 10 % ab wann rechtens und eine Integritäts-

entschädigung zuzusprechen. Zur Begründung machte sie im Wesentli-

chen geltend, der medizinische Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt. 

Sie sei vor dem Unfall in einem Teilzeitpensum von ca. 65 % beschäftigt 

gewesen, das Gutachten der Abteilung Versicherungsmedizin erwähne 

dies in seinen Schlussfolgerungen nicht. Das Invalideneinkommen sei 

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falsch bemessen worden. Es hätte auf das tatsächlich erzielte Einkom-

men abgestellt werden müssen. Falls dennoch auf die LSE abgestellt 

werde, sei ein Leidensabzug von 25 % zu berücksichtigen. Die Überle-

gungen der Gutachter zur Integritätsentschädigung seien nicht nachvoll-

ziehbar, die chronischen strukturellen Veränderungen an ihrem Knie führ-

ten genau wie eine Arthrose zu belastungsabhängigen Leistungsein-

schränkungen und Ruheschmerzen, so dass die Einbusse gestützt auf 

die UVG-Tabelle 5 analog zu einer mässigen Arthrose festgelegt werden 

könnte.

9. Die Suva beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. Februar 2016 die 

Abweisung der Beschwerde. Der medizinische Sachverhalt sei vollständig 

abgeklärt. Aus der interdisziplinären Gesamtbeurteilung gehe hervor, 

dass sich die Ausführungen zu einer angepassten Tätigkeit auf eine Voll-

zeittätigkeit bezögen. Das Abstellen auf die LSE sei gerechtfertigt und der 

Leidensabzug von 10 % angemessen. Eine Integritätsentschädigung ste-

he der Beschwerdeführerin nicht zu, die Einschätzung von Dr. med. 

G._____ sei überzeugend und schlüssig.

10. In einem zweiten Schriftenwechsel (Replik vom 11. April 2016, Duplik 

vom 19. April 2016) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest und ver-

tieften ihre jeweiligen Argumentationen. 

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den 

Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegan-

gen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

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1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesge-

setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim Versi-

cherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versi-

cherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorlie-

gend hat die Beschwerdeführerin Wohnsitz in Chur (GR), weshalb die ört-

liche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales Ver-

sicherungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und Verfü-

gungen in Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht 

der Beschwerde unterliegen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

18. November 2015, mit welchem die Suva die Einsprache der heutigen 

Beschwerdeführerin abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches An-

fechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als 

formelle und materielle Adressatin des angefochtenen Einspracheent-

scheids ist die Beschwerdeführerin berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die 

zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutre-

ten.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Suva den Anspruch der Beschwerdefüh-

rerin auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu Recht 

verneint hat. Die streitigen Tatfragen sind dabei nach dem im Sozialversi-

cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-

keit zu klären (BGE 129 V 177 E.3.1).

3. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf 

eine Invalidenrente, wenn sie infolge eines Unfalles mindestens zu 10 

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Prozent invalid ist. Als Invalidität gilt bei erwerbstätigen Versicherten die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 8 Abs. 1  ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Zur Bestimmung 

des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutba-

re Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. In-

valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Validen-

einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass Validen- und Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 

V 343 E.3.4.2). Vorliegend ist das Valideneinkommen von Fr. 47'981.-- 

nicht bestritten, uneinig sind sich die Parteien hingegen über das Invali-

deneinkommen.

4. a) Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist die Frage entscheidend, 

welche Arbeitsleistungen einer Versicherten in welchem Umfang noch 

zugemutet werden können, beziehungsweise wie gross die Arbeitsfähig-

keit in einer optimal angepassten Tätigkeit ist. Für die Beantwortung die-

ser Frage ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall der Richter) auf Un-

terlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fach-

leute zur Verfügung stellen (BGE 125 V 256 E.4). Aufgabe des Arztes ist 

es, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und 

Stellung zu nehmen zu der Frage, in welchem Umfang und bezüglich 

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welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.4, 125 V 

261  E.4). 

b) Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in sozialversiche-

rungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c 

ATSG). Der Beweiswert der ärztlichen Stellungnahmen hängt deshalb 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob sie für die 

streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beru-

hen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorak-

ten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizini-

schen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und 

in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist folg-

lich grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch dessen 

Bezeichnung als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E.5.1). Den-

noch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien Beweiswür-

digung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizini-

scher Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu-

stellen. Danach kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungs-

interner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach-

vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi-

zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der 

befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen. Allerdings kommt den Berichten versicherungsinterner 

medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu 

wie einem gerichtlichen Gutachten oder einem Gutachten eines versiche-

rungsexternen Gutachters, welches nach Art. 44 ATSG in Auftrag gege-

ben wurde. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 

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Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 

465 E.4.4). 

5. a) Vorliegend hat die Suva auf die „Interdisziplinäre Gesamtbeurteilung auf 

den Fachgebieten Orthopädie-Traumatologie, Neurologie und Psychiatrie 

mit Untersuchung vom 11. März 2015“ ihrer Abteilung Versicherungsme-

dizin vom 20. April 2015 abgestellt. Darin wurde der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin folgendermassen beschrieben (Suva-act. 364 

S. 45): 
„Nach zweimaliger Retinaculum-Operation am rechten Kniegelenk bei Patella- 

und Condylendysplasie beidseits besteht aktuell ein schmerzhafter Vernar-

bungszustand im rechten Kniegelenk. Zudem findet sich eine Defektheilung am 

rechten lateralen Femurcondylus nach Ausbruch eines Knorpel-

Knochenfragments, das entfernt wurde. Ein neurologisches Leiden konnte nicht 

objektiviert werden. Es konnte keine neurologische Diagnose gestellt werden. 

Eine schwerwiegende psychische Störung konnte nicht festgestellt werden. Die 

psychischen Beeinträchtigungen, die zum Teil als Anpassungsstörung oder de-

pressive Symptomatik beschrieben wurden, sind im Rahmen einer normalpsy-

chologischen Reaktion auf die ungünstige Entwicklung des somatischen Leidens 

und der berechtigten Sorge um die Zukunft erklärbar. Von weiteren Massnah-

men ist keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Der 

Endzustand ist erreicht.“ 

In der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurde die Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft mit 11 Stunden pro Wo-

che angegeben und die Anforderungen an eine angepasste Tätigkeit 

wurden differenziert beschrieben (Suva-act. 364 S. 45 und 46). Dieser 

Einschätzung hat die Suva - aus den nachfolgend dargelegten Gründen - 

zu Recht volle Beweiskraft beigemessen.

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b) Die Verfasser der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung, Dr. med. 

G._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, Dr. med. H._____, Fachärztin für Neurologie 

FMH, und med. pract. I._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-

pie FMH, sind für die Beurteilung aller relevanten Leiden der Beschwerde-

führerin qualifiziert. Sie haben sich gestützt auf die Akten mit der Vorge-

schichte vertraut gemacht und eine eingehende persönliche Untersu-

chung vorgenommen. Die sorgfältig erhobenen Befunde haben sie so-

dann einleuchtend beurteilt und ihre Ergebnisse haben sie in interdiszi-

plinären Konsensgesprächen auf nachvollziehbare Weise zusammenge-

führt.

c) Es liegen keine ärztlichen Unterlagen vor, welche Zweifel an der Interdis-

ziplinären Gesamtbeurteilung wecken würden. Vielmehr wird sie bestätigt 

durch Dr. med. K._____ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der In-

validenversicherung (IV), welcher in seiner Abschlussbeurteilung vom 12. 

Mai 2015 (Suva-act. 372) angab, die IV könne auf die Einschätzung der 

Versicherungsmedizin der Suva abstellen. Die Interdisziplinäre Gesamt-

beurteilung deckt sich sodann in den wesentlichen Punkten mit der Beur-

teilung des Kreisarztes Dr. med. L._____, Facharzt für Chirurgie, speziell 

Allgemein- und Unfallchirurgie, welcher mit ärztlicher Beurteilung vom 23. 

Oktober 2014 (Suva-act. 337) angab, es bestehe unterdessen ein chroni-

fiziertes Schmerzsyndrom, welches nur teilweise mit den objektivierbaren 

Befunden korreliere. Mit einer namhaften Verbesserung des Beschwer-

debildes könne nicht mehr gerechnet werden, es sei der Endzustand er-

reicht. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. 

d) Die Beschwerdeführerin beanstandet die Einschätzung der Arbeitsfähig-

keit in der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung. Ihre Einwände sind - wie 

nachstehend im Detail gezeigt wird - nicht begründet.

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aa) Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei vor dem Unfall teilzeitbe-

schäftigt gewesen mit einem Arbeitspensum von ca. 65 %. Das Gutach-

ten erwähne diese Tatsache in seinen Schlussfolgerungen nicht. Es sei 

deshalb nicht klar, auf welches Erwerbstätigkeitspensum sich die Aussa-

ge über die Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit beziehe. Die streiti-

ge Aussage in der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung lautet wie folgt 

(Suva-act. 364 S. 45 und 46):
„In der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft besteht eine bei 11 Stunden 

pro Woche reduzierte Arbeitsfähigkeit. 

In einer angepassten Tätigkeit sind der Versicherten folgende Tätigkeiten zu-

mutbar:

- eine halbe Stunde gehen auf ebenem Gelände, unterbrochen von Pausen 

von ca. 5 Minuten

- ausnahmsweise Arbeiten in der Hocke

- ausnahmsweise Treppensteigen, wenn ein Handlauf zur Verfügung steht

- heben und tragen von Lasten bis 10 kg bis Lendenhöhe bis zur Strecke von 

20 Metern

- Arbeiten mit den oberen Extremitäten uneingeschränkt

- sitzende Tätigkeiten, wenn das rechte Kniegelenk frei gebeugt und gestreckt 

werden kann. 

Nicht zumutbar sind dauernde kniende oder in der Hocke auszuführende Arbei-

ten, Leiter besteigen.“

Diese Aussage ist in dem Sinne zu interpretieren, dass in angepasster 

Tätigkeit ein volles Pensum zumutbar ist. Es finden sich keine Hinweise 

darauf, dass sich die Versicherungsmediziner mit ihren Ausführungen zur 

leidensangepassten Tätigkeit auf eine Teilzeittätigkeit beziehen würden. 

Bezöge sich das Zumutbarkeitsprofil auf eine Teilzeittätigkeit, so wäre zu 

erwarten, dass dies explizit angegeben wird. Dies, weil es im Allgemeinen 

üblich und auch sinnvoll ist, dass die medizinischen Experten die Arbeits-

fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in Bezug zu einem vollen Arbeits-

pensum setzen. Nur damit werden die gesundheitlichen Einschränkungen 

adäquat beschrieben. Würde die Arbeitsfähigkeit in Bezug zu einem allfäl-

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ligen vorherigen Teilzeitpensum gesetzt, ergäbe sich eine Verzerrung und 

eine unnötige Verkomplizierung. Entsprechend sieht denn auch die „Leit-

linie zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nach Unfall und bei Krankheit“ 

der SIM (Swiss Insurance Medicine – Interessengemeinschaft Versiche-

rungsmedizin Schweiz) als Regelfall die Schätzung der Arbeitsunfähigkeit 

im Hinblick auf ein volles Arbeitspensum vor. Als spezielle Situation er-

wähnt die Leitlinie bei einer Teilzeitbeschäftigung die – vorliegend bereits 

abgeschlossene - Taggeldperiode, wo die Einschränkungen in zeitlicher 

und leistungsmässiger Hinsicht so anzugeben seien, dass sich daraus der 

Grad der Arbeitsunfähigkeit für das Teilzeitpensum ergebe (vgl. Leitlinie 

S. 8; http://www.swiss-insurance-medicine.ch/de/leitlinie-zur-beurteilung-

der-arbeitsunfaehigkeit.html, zuletzt besucht am 26. September 2016). 

Auch die „Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der eidgenös-

sischen Invalidenversicherung“ der Schweizerischen Gesellschaft für Ver-

sicherungspsychiatrie, welche im Bereich der Unfallversicherung sinn-

gemäss anwendbar sind, sehen explizit vor, dass die quantitative Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit in Prozent des Gesamtpensums oder in 

Stunden anzugeben sei (vgl. Leitlinien S. 17; http://www.swiss-insurance-

medicine.ch/de/Leitlinien_IV-Gutachten.html, zuletzt besucht am 26. Sep-

tember 2016; BGE 140 V 260 E.3.2.2). Entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin ist also bei einer gutachterlichen Angabe zur Arbeits-

fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit grundsätzlich davon auszugehen, 

dass diese sich auf ein volles Arbeitspensum bezieht.

bb) Den Versicherungsmedizinern war bekannt, dass die Beschwerdeführerin 

vor dem Unfall ein Teilzeitpensum inne gehabt hatte. Dies einerseits auf-

grund entsprechender Hinweise in den Vorakten (Suva-act. 364 S. 4 [or-

thopädischer Teil], S. 24 [neurologischer Teil], S. 31 [psychiatrischer 

Teil]), und andererseits weil sich die Beschwerdeführerin in der orthopädi-

schen Anamneseerhebung detailliert über ihre Arbeitssituation vor dem 

Unfall geäussert hatte (Suva-act. 364 S. 19). Darauf nimmt Dr. med. 

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G._____ in seiner Beurteilung ausdrücklich Bezug (Suva-act. 364 S. 23). 

Hinweise darauf, dass er die beschriebene angepasste Tätigkeit nicht in 

einem 100%igen Pensum für zumutbar erachtet, finden sich in der or-

thopädischen Beurteilung indessen keine (Suva-act. 364 S. 22 ff.). 

cc) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Umschreibung der zumutba-

ren Tätigkeit beziehe sich auf ein Teilzeitpensum. Wie solle ein volles 

Pensum ausgeführt werden, wenn zum Beispiel kurze Pausen von zirka 5 

Minuten notwendig seien und diverse körperliche Beeinträchtigungen 

nicht mehr zumutbar seien. Dieses Argument ist unbehelflich. Die Pausen 

sind gemäss der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung nicht generell not-

wendig. Das Zumutbarkeitsprofil (vgl. vorne E. 5d/aa; Suva-act. 364 S. 45 

und 46) sieht die Pausen vielmehr nur für den Fall einer gehenden Tätig-

keit vor. Arbeiten mit den oberen Extremitäten und sitzende Tätigkeiten 

sind nach dem Zumutbarkeitsprofil unbeschränkt zumutbar, wenn das 

rechte Kniegelenk jederzeit frei gebeugt und gestreckt werden kann. Ein 

volles Pensum ist zum Beispiel denkbar in vorwiegend sitzenden Kontroll- 

und Überwachungstätigkeiten oder an einer Ladenkasse. Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin geht aus dem Gutachten nirgends her-

vor, weshalb sie unter Beachtung der von den Gutachtern beschriebenen 

Einschränkungen nicht vollzeitlich in einer dem Leiden angepassten 

Tätigkeit tätig sein könnte. 

dd) Die Beschwerdeführerin argumentiert, wenn man das Leistungspotenzial 

in der derzeit ausgeübten Tätigkeit in der Reinigung von 11 Stunden pro 

Woche vergleiche mit dem behaupteten 100 % Potenzial in angepasster 

Tätigkeit, sei die Differenz bei nahezu gleicher Arbeit nicht nachvollzieh-

bar. Dem kann nicht gefolgt werden, weil es sich eben gerade nicht um 

nahezu gleiche Arbeit handelt. Die bisher ausgeübte Tätigkeit in der Rei-

nigung bringt zahlreiche Belastungen für die Knie mit sich, wie Gehen, 

Tragen der Putzutensilien, in die Hocke gehen, Treppensteigen und auf 

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Leitern steigen. Dass die Gutachter die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-

führerin in einer solch kniebelastenden Tätigkeit als erheblich einge-

schränkt einschätzen, ist nachvollziehbar. Eine dem Zumutbarkeitsprofil 

entsprechende angepasste Tätigkeit belastet demgegenüber die Knie nur 

minimal. Dass die Arbeitsfähigkeit in einer solchen vorwiegend sitzenden 

Tätigkeit uneingeschränkt ist, ist ebenfalls nachvollziehbar, liegen bei der 

Beschwerdeführerin doch nebst den Knieproblemen keine weiteren ge-

sundheitsbedingten Einschränkungen vor.

ee) Der RAD-Arzt der Invalidenversicherung, Dr. med. K._____, hat in seiner 

Abschlussbeurteilung (Suva-act. 372 S. 2) das Zumutbarkeitsprofil aus 

der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung zitiert und dazu ausgeführt, in 

angepasster Tätigkeit bestehe eine „vollpensige Zumutbarkeit“. Dies be-

kräftigt, dass bei der Interpretation der Aussagen zur Arbeitsfähigkeit in 

der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung keinerlei wesentlichen Unklar-

heiten bestehen.

ff) Die Beschwerdeführerin beruft sich sodann auf das Urteil des Bundesge-

richtes 8C_975/2012 vom 1. Juli 2013, wo in Erwägung 2.2. ausgeführt 

wurde, dass der Sachverhalt zumindest in Bezug auf das zumutbare zeit-

liche Arbeitspensum in einer den gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

angepassten Tätigkeit zusätzlicher ärztlicher Abklärung bedürfe. Daraus 

vermag die Beschwerdeführerin jedoch nichts zu ihren Gunsten abzulei-

ten. Anders als im zitierten Urteil ist vorliegend der medizinische Sach-

verhalt vollständig abgeklärt, und das zumutbare zeitliche Arbeitspensum 

in angepasster Tätigkeit wurde mit genügender Klarheit umschrieben.

gg) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die fehlende Angabe des quanti-

tativen Umfangs einer zumutbaren angepassten Tätigkeit begründe Zwei-

fel an der Richtigkeit des versicherungsinternen Gutachtens, so dass 

entweder gestützt auf Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG dieser Mangel 

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durch eine Nachfrage bei den Gutachtern zu beheben oder gestützt auf 

Art. 44 ATSG ein versicherungsexternes Gutachten einzuholen sei. Dem 

kann nicht gefolgt werden. Wie gezeigt ist das versicherungsinterne Gut-

achten voll beweiskräftig und enthält keine Unklarheiten. Es bestehen mit 

anderen Worten keinerlei Zweifel an der Zuverlässigkeit der versiche-

rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so dass kein Anspruch auf Ein-

holung eines versicherungsexternen Gutachtens besteht (BGE 135 V 465 

E.4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_170/2015 vom 29. September 2015 

E.2). Der medizinische Sachverhalt ist umfassend abgeklärt, und von wei-

teren Abklärungen sind keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu 

erwarten (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 

E.4). Die Suva hat deshalb zu Recht auf eine klärende Nachfrage bei den 

Gutachtern und auf die Einholung eines versicherungsexternen Gutach-

tens verzichtet. Anlass hierfür besteht - aus den eben genannten Gründen 

- auch im vorliegenden Verfahren nicht.

e) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Suva zu Recht 

auf das Zumutbarkeitsprofil in der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung ih-

rer Abteilung Versicherungsmedizin vom 20. April 2015 abgestellt hat und 

von einem 100%-Pensum in leidensadaptierter Tätigkeit ausgegangen ist.

6. a) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der In-

validität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 

und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Ver-

dienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E.2.3). 

- 16 -

b) Vorliegend arbeitet die Beschwerdeführerin in einem Umfang von 11 

Stunden pro Woche aufgeteilt auf vier Tage bei ihrem bisherigen Arbeit-

geber als Reinigungskraft. Mit diesem rund 25%igen Arbeitspensum 

schöpft sie die ihr verbleibende Restarbeitsfähigkeit (vgl. Interdisziplinäre 

Gesamtbeurteilung) nicht in zumutbarer Weise voll aus. Als Reinigungs-

kraft verdient sie deutlich weniger, als sie in einer leidensangepassten 

Tätigkeit verdienen könnte, wo gemäss der interdisziplinären Gesamtbe-

urteilung ein 100%-Pensum zumutbar ist. Entgegen der Ansicht der Be-

schwerdeführerin sind damit die Voraussetzungen für ein Abstellen auf 

den tatsächlich erzielten Verdienst nicht erfüllt. Damit soll nicht gesagt 

sein, dass die Beschwerdeführerin problemlos eine geeignete 100%ige 

Arbeitsstelle finden könnte. Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades 

kommt es nämlich nicht darauf an, wie die Beschäftigungslage und die 

Chancen der Versicherten bei der Stellensuche tatsächlich aussehen. 

Vielmehr ist im Rahmen der Invaliditätsbemessung im Sinne einer abs-

trakten Annahme von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen 

und anzunehmen, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit, wie sie die 

versicherte Person trotz ihres Gesundheitsschadens noch zu leisten ver-

mag (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 856/06 vom 10. 

Mai 2007 E.4.2). 

7. a) Kann bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf das 

tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, weil die versi-

cherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens ihre verbleibende 

Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft, so können 

nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe-

bungen (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen 

(DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E.2.3). Dabei ist 

im Bereich der Unfallversicherung bei der Bemessung der Vergleichsein-

kommen grundsätzlich von einem Vollzeitpensum auszugehen, unabhän-

- 17 -

gig davon, ob die versicherte Person vor dem Unfall eine Teilzeit- oder ei-

ne Vollzeiterwerbstätigkeit ausgeübt hat. Massgebend ist, welches die 

Verdienstmöglichkeiten einer versicherten Person sind, von der ange-

nommen wird, dass sie diese Verdienstmöglichkeiten voll ausnützt (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_664/2007 vom 14. April 2008 E.6.2). Im vorlie-

genden Fall hat die Suva auf die LSE 2012 abgestellt (TA 1, Total, Kom-

petenzniveau 1, Frauen). Den dadurch ermittelten Wert von Fr. 4‘112.-- 

hat sie unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Ar-

beitszeit von 41.7 Stunden sowie einer Nominallohnsteigerung von 0.7 % 

für das Jahr 2013 und von jeweils 0.8 % für 2014 und 2015 aufgerechnet 

auf ein Jahreseinkommen von Fr. 52‘633.--. Dieses Vorgehen ist korrekt 

und die Berechnung an sich wird von der Beschwerdeführerin denn auch 

zu Recht nicht beanstandet. 

b) Wird das Invalideneinkommen wie vorliegend auf der Grundlage von sta-

tistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Aus-

gangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getra-

gen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 

Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Alter, Dauer der Be-

triebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf-

tigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der so ge-

nannte  Leidensabzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann er-

folgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versi-

cherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre Restar-

beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-

schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung des Lei-

densabzugs ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall massgebend, wobei der Ab-

zug vom statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-

zen ist (BGE 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5). Die Frage, ob 

ein Leidensabzug vorzunehmen ist, stellt eine Rechtsfrage dar, während 

- 18 -

es sich bei jener nach der Höhe des Abzuges um eine typische Ermes-

sensfrage handelt. Bei der Überprüfung des Leidensabzugs erstreckt sich 

die Kognition des kantonalen Versicherungsgerichts auch auf die Beurtei-

lung der Angemessenheit (BGE 137 V 71 E.5.2). Allerdings darf das So-

zialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die 

Stelle desjenigen der Verwaltung setzen. Vielmehr muss es sich auf Ge-

gebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessens-

ausübung als nahe liegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E.6). 

c) Vorliegend hat die Suva einen Leidensabzug von 10 % vorgenommen. 

Diesen hat sie damit begründet, dass die Beschwerdeführerin aufgrund 

des Zumutbarkeitsprofils gewisse leidensbedingte Einschränkungen hat. 

Dies ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin sollte gemäss 

Zumutbarkeitsprofil nur noch eine halbe Stunde am Stück gehen, nur 

ausnahmsweise in der Hocke arbeiten und nur ausnahmsweise Treppen-

steigen sowie keine schweren Lasten tragen. Sitzende Tätigkeiten sind ihr 

uneingeschränkt zumutbar, sofern das rechte Bein dabei frei bewegt wer-

den kann (Interdisziplinäre Gesamtbeurteilung, Suva-act. 364 S. 45). Op-

timal angepasst ist deshalb, wie bereits erwähnt, eine vorwiegend sitzen-

de Tätigkeit, bei welcher die körperlichen Einschränkungen kaum zum 

Tragen kommen. Diese relativ geringen körperlichen Einschränkungen 

rechtfertigen entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keinen höhe-

ren Leidensabzug. Sodann liegen auch keine weiteren Umstände vor, 

welche einen höheren Leidensabzug rechtfertigen würden. Die Be-

schwerdeführerin war im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentschei-

des 50 Jahre alt. Ein solches Alter wird nach der Rechtsprechung bei 

Hilfsarbeiten üblicherweise nicht als wesentlicher Nachteil auf dem Ar-

beitsmarkt gewertet, weil Hilfsarbeiten auf den hypothetischen ausgegli-

chenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden 

und sich das Alter in diesen Tätigkeiten nicht lohnsenkend auswirkt (Urtei-

le des Bundesgerichts 9C_160/2013 vom 28. August 2013 E.4.2 und I 

- 19 -

39/04 vom 20. Juli 2004 E.2.4). Auch der Migrationshintergrund führt vor-

liegend nicht zur Annahme, dass die Beschwerdeführerin schlechtere 

Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte. Zum einen lebt sie schon seit 1986 

in der Schweiz und beherrscht die deutsche Sprache recht gut, und zum 

anderen kann die Nationalität ohnehin vernachlässigt werden, weil die 

statistischen Löhne aufgrund der Einkommen der schweizerischen und 

der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst werden (Urteil des Bundes-

gerichts I 39/04 vom 20. Juli 2004 E.2.4). Dem Ausbildungsstand der Be-

schwerdeführerin wurde durch das Abstellen auf das Kompetenzniveau 1 

(einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) bereits genü-

gend Rechnung getragen, so dass es im Rahmen des Leidensabzugs 

nicht nochmals zu berücksichtigen ist. Wie gezeigt ist der Beschwerdefüh-

rerin eine angepasste Tätigkeit in einem vollen Pensum zumutbar, wes-

halb sich vorliegend die Frage nach einem Abzug für eine Teilzeittätigkeit 

von Vornherein gar nicht stellt. Es kann somit abschliessend festgehalten 

werden, dass ein Leidensabzug von 10 % angemessen und nicht zu be-

anstanden ist.

d) Die Suva hat somit das Invalideneinkommen in korrekter Weise auf Fr. 

47‘370.-- (Fr. 52‘633.-- x 0.9) festgelegt. Stellt man dieses Invalidenein-

kommen dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 47‘981.-- ge-

genüber, ergibt sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 

1.27 %. Weil gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG ein Anspruch auf eine Invaliden-

rente erst ab einem Invaliditätsgrad von 10 % besteht, hat die Suva den 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Die Be-

schwerde ist deshalb in diesem Punkt unbegründet.

8. a) Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Inte-

gritätsentschädigung hat. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die Versicherte 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 

- 20 -

geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädi-

gung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt und ist entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abzustufen (Art. 25 UVG). Die Schwere 

des Integritätsschadens wird nach dem medizinischen Befund beurteilt. 

Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle 

Versicherten gleich, er wird abstrakt und egalitär bemessen (BGE 124 V 

29 E.3c). Gemäss Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversiche-

rung (UVV; SR 832.202) gelten für die Bemessung der Integritätsent-

schädigung die Richtlinien des Anhangs 3. In diesem Anhang finden sich 

Richtwerte, welche für eine Reihe von häufig vorkommenden Integritäts-

schäden die Höhe der Integritätseinbusse in Prozenten des maximal ver-

sicherten Verdienstes bestimmen. Diese Richtwerte hat die Suva weiter-

entwickelt, indem sie für weitere Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet 

hat. Diese so genannten Suva-Tabellen stellen keine Rechtssätze, son-

dern Verwaltungsweisungen dar, die als solche für das im Streitfall ange-

rufene Versicherungsgericht nicht verbindlich sind. Soweit sie allerdings 

Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll, sind sie nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar und vom angerufenen 

Versicherungsgericht im Einzelfall zu beachten (BGE 124 V 29 E.1c). 

Findet sich für einen zu beurteilenden Gesundheitsschaden weder im An-

hang 3 zur UVV noch in den Suva-Tabellen ein Richtwert, so ist die 

Schwere des Integritätsschadens durch den Vergleich mit den geregelten 

Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3). 

Die Beurteilung der Integritätseinbusse obliegt nach der Rechtsprechung 

den ärztlichen Sachverständigen. Von einem medizinischen Laien kann 

eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden, da die Ausschöpfung 

des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entspre-

chende Fachkenntnisse voraussetzt (Urteil des Bundesgerichts U 121/06 

vom 23. April 2007 E.4.2).

- 21 -

b) Im vorliegenden Fall kamen die Versicherungsmediziner in der Interdiszi-

plinären Gesamtbeurteilung vom 20. April 2015 zum Schluss, es lägen 

keine unfallbedingten Integritätsschäden vor (Suva-act. 364 S. 46). Die 

Beschwerdeführerin beanstandet diese Einschätzung in den Fachgebie-

ten Neurologie und Psychiatrie nicht, und es sind auch keinerlei Hinweise 

dafür ersichtlich, dass die neurologische und psychiatrische Beurteilung 

nicht fachgerecht wären. Nicht einverstanden ist die Beschwerdeführerin 

mit der Einschätzung im Bereich Orthopädie. Dazu gab Dr. med. G._____ 

folgende Beurteilung ab (Suva-act. 364 S. 23):

„Das rechte Knie ist voll streckbar und über 90 Grad beugbar. Gestützt auf die 
UVG-Tabelle 2 „Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten“ besteht damit 

keine Funktionsstörung des rechten Kniegelenks, die eine entschädigungspflich-

tige Integritätseinbusse erreichen würde. 

Auch liegt keine Gelenksinstabilität vor. Eine traumatisch bedingte Patellaluxa-

tion besteht nicht und lag nie vor. Damit ist aus der UVG-Tabelle 6 „Gelenksin-

stabilitäten“ keine Integritätseinbusse abzuleiten.

Die Knorpel- und subchondrale Knochenveränderung am lateralen Femurcondy-

lus ist vorbestehend und nicht unfallkausal. Eine unfallkausale Femoro-Tibial-

Arthrose liegt nicht vor. Eine unfallkausale Femoro-Patellar-Arthrose ist ebenfalls 

nicht vorhanden. Damit entfällt ein Integritätsschaden gemäss Tabelle 5 „Arthro-

sen“.

Unter Berücksichtigung aller möglichen Einbussen sind demnach in der Summe 

keine unfallbedingten Integritätsschäden vorliegend, die eine Entschädigung er-

forderten.“

Diese Einschätzung ist aufgrund der medizinischen Aktenlage schlüssig 

und nachvollziehbar. Es finden sich in den Akten keine ärztlichen Berich-

te, welche einen Integritätsschaden bejahen würden. Und es finden sich 

auch keine orthopädischen Befunde, welche von denjenigen, die Dr. med. 

G._____ erhobenen hat (Suva-act. 364 S. 20), wesentlich abweichen 

würden. 

- 22 -

c) Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass 

die Gutachter eine unfallkausale Femoro-Tibial-Arthrose und/oder Femo-

ro-Patellar-Arthrose ausschlössen. Die chronische Entzündung im Nar-

bengewebe, im Femoro-Tibial-Gelenk und im Femoro-Patellar-Gelenk sei 

durch das MRI ausgewiesen. Dem kann nicht gefolgt werden. Der Be-

schwerdeführerin fehlen die medizinischen Fachkenntnisse, um die Inte-

gritätseinbusse in ihrem Kniegelenk fachgerecht einzuschätzen. Zudem 

ist das Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar. Eine 

chronische Entzündung im Narbengewebe hat keinen ersichtlichen Zu-

sammenhang mit einer Arthrose, welche ja im Wesentlichen in einer 

Knorpeldegeneration besteht. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin ist 

auch nicht substanziiert. Als Quelle nennt sie nur „das MRI“ (Beschwer-

deschrift S. 8), ohne genau anzugeben, auf welches MRI sie sich mit ih-

ren Ausführungen bezieht. Analysiert man die MRI und CT Ergebnisse 

(Zusammenstellung in der Interdisziplinären Gesamtbeurteilung, Suva-

act. 364 S. 21), so finden sich keine Hinweise auf die behauptete Entzün-

dung und deren Unfallkausalität. Dr. med. G._____ bezeichnet die Knor-

pelveränderungen und subchondralen Veränderungen am lateralen Fe-

murcondylus als vorbestehend (Suva-act. 364 S. 23). Eine abweichende 

ärztliche Beurteilung findet sich in den Akten nicht. Auch die übrigen in-

volvierten Ärzte waren stets übereinstimmend der Meinung, dass ein Teil 

der Schäden im rechten Knie der Beschwerdeführerin krankhaften Ur-

sprungs sei. So fanden sich denn auch bereits im MRI vom 4. Mai 2011 

(Suva-act. 6) beginnende Knorpelschäden im medialen Kompartiment 

und eine schwere femoropatelläre Dysplasie. Der Hausarzt Dr. med. 

F._____ bezog sich mit Arztzeugnis vom 22. Juni 2011 (Suva-act. 12) auf 

diese Befunde und gab an, es lägen nicht ausschliesslich Unfallfolgen 

vor, die Trochleadysplasie sei vorbestehend. Im Austrittsbericht der Re-

haklinik vom 1. Mai 2012 (Suva-act. 81) war ausdrücklich von „vorbe-

schädigten Knieverhältnissen“ und von einer „vorbestehenden unfallfrem-

den Knieproblematik“ die Rede. Entgegen der Ansicht der Beschwerde-

- 23 -

führerin ist die Einschätzung des Integritätsschadens durch Dr. med. 

G._____ nachvollziehbar und schlüssig.

d) Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege gemäss den gutachterli-

chen Feststellungen ein schmerzhafter chronischer Endzustand im Be-

reich der Narben und der medialen Gelenkanteile vor. Diese chronischen 

strukturellen Veränderungen führten genau wie eine Arthrose zu belas-

tungsabhängigen Leistungseinschränkungen und zu Ruheschmerzen, so 

dass sie regelmässig Schmerzmittel benötige. Die Integritätseinbusse sei 

deshalb analog zu derjenigen bei einer mässigen Arthrose festzulegen. 

Grundsätzlich kann eine solche analoge Festlegung der Integritätseinbus-

se durchaus angebracht sein. Nach der Rechtsprechung ist nämlich, wie 

erwähnt, die Schwere des Integritätsschadens durch den Vergleich mit 

den in der Verordnung (UVV) und den Suva-Tabellen geregelten Fällen 

zu bestimmen, wenn sich für einen zu beurteilenden Gesundheitsschaden 

weder im Anhang 3 zur UVV noch in den Suva-Tabellen ein Richtwert fin-

det (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3). Allerdings kann 

nur ein Arzt diesen Vergleich fachgerecht vornehmen. Insbesondere 

dann, wenn wie vorliegend unfallkausale und krankheitsbedingte Schädi-

gungen vorliegen und deshalb nicht auf das Beschwerdebild insgesamt 

abgestellt werden kann. Vorliegend kam Dr. med. G._____ nach umfas-

sender Befunderhebung und sorgfältiger Analyse des Verlaufs und der 

aktuellen Beschwerden zum Schluss, bei den unfallbedingten Schädigun-

gen sei die Erheblichkeitsgrenze von Art. 24 Abs. 1 UVG nicht erreicht. 

Darauf hat die Suva zu Recht abgestellt. Entsprechend hat sie den An-

spruch der Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung zu 

Recht verneint und die Beschwerde ist auch in diesem Punkt nicht be-

gründet.

9. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. November 2015 erweist 

sich somit als rechtmässig und die Beschwerde ist abzuweisen. Gerichts-

- 24 -

kosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren 

nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. Eine aussergerichtli-

che Entschädigung steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 28. Februar 

2017 abgewiesen (8C_754/2016).