# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a11a53f4-90ac-5a09-b9b5-6f22209abff0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.10.2023 200 2023 347
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-347_2023-10-30.pdf

## Full Text

200 23 347 UV
LOU/SVE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Oktober 2023

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. März 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2023, UV/23/347, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
am 11. November 2018 als Beifahrer einen Autounfall mit Schleudertrauma 
erlitt (Akten der Suva [act. II, IIA], act. II 1, 7). Die Suva gewährte im Zu-
sammenhang mit diesem Ereignis die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen in Form von Taggeldern und Heilbehandlung (act. II 9, 20). Gestützt 
auf eine ärztliche Beurteilung durch den Suva-Kreisarzt 
Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, vom 10. März 2020 (act. II 167) samt Stel-
lungnahme vom 23. April 2020 (act. II 191) sowie eine arbeitsmedizinische 
Beurteilung von Dr. med. D.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 
3. April 2020 (act. II 184) schloss die Suva den Fall mit Verfügung vom 
29. April 2020 (act. II 194) per selbem Datum ab und stellte die Versiche-
rungsleistungen auf den gleichen Zeitpunkt hin ein. Nach dagegen erhobe-
ner Einsprache (act. II 203, 214) veranlasste die Suva eine orthopädische 
Begutachtung des Versicherten durch Dr. med. E.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
und med. pract. F.________, Assistenzärztin (Gutachten vom 4. Dezember 
2020 [act. IIA 248] samt Stellungnahmen vom 30. Juni [act. IIA 273] und 
18. Oktober 2021 [act. IIA 288]). Da die Suva dieses Gutachten samt Stel-
lungnahmen als nicht voll beweiskräftig erachtete (vgl. act. IIA 305), liess 
sie durch Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, ein Aktengutachten erstellen 
(Gutachten vom 30. September 2022 [act. IIA 329]). Gestützt darauf ver-
neinte sie mit Einspracheentscheid vom 20. März 2023 (act. IIA 336) einen 
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 11. November 2018 
und dem später festgestellten und am 27. Mai 2019 operierten Gesund-
heitsschaden im Bereich der linken Schulter.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2023, UV/23/347, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 8. Mai 2023 Beschwerde und beantragte, in 
Aufhebung des Einspracheentscheides vom 20. März 2023 sei die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 
UVG-Leistungen auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 12. Mai 
2023 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. März 
2023 (act. IIA 336). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-

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schwerdegegnerin für die Schulterbeschwerden links im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 11. November 2018.

Daran ändert nichts, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 
29. April 2020 (act. II 194) ihre gesetzliche Leistungspflicht per selbem Da-
tum einstellte. Denn einem Einspracheentscheid kommt voller Devolutivef-
fekt zu, indem er an die Stelle der ursprünglichen Verfügung tritt. Anfech-
tungsobjekt im kantonalen Beschwerdeverfahren bildet demnach aussch-
liesslich der Einspracheentscheid (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 411 f.; 
BVR 2010 S. 411 E. 1.4; HERZOG/DAUM, Kommentar zum Gesetz über die 
Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 60 N. 30), mit 
welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für Gesundheits-
schäden im Bereich der linken Schulter abgelehnt hat (act. IIA 336).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]).

Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 

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147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181, 148 V 356 E. 3 
S. 358 f.).

2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele („conditio sine qua non“; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

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Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 26. März 2019, 8C_824/2018, E. 3.2). Ins-
besondere ist der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. 
dessen Wegfallens in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachper-
sonen zu führen (Entscheid des BGer vom 23. Dezember 2022, 
8C_410/2022, E. 4.2).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und zwischen den Parteien unbestritten 
ist, dass das Ereignis vom 11. November 2018 einen Unfall im Rechtssinne 
(Art. 4 ATSG) darstellt (vgl. E. 2.1 hiervor). Streitig und zu prüfen ist jedoch 
die Unfallkausalität in Bezug auf die Schulterbeschwerden.

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.2.1 Im Bericht über die Notfallkonsultation im Spital H.________ vom 
11. November 2018 (act. II 16) wurde eine HWS-Distorsion bei Auffahrun-
fall am selben Datum diagnostiziert. 

3.2.2 Im Bericht über die Konsultation vom 13. November 2018 (act. II 15) 
im Praxiszentrum I.________, wurden persistierende Schulterschmerzen 
nach HWS-Distorsion bei Autounfall am 11. November 2018 diagnostiziert. 

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3.2.3 Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht über 
die Sprechstunde vom 21. Dezember 2018 (act. II 29) eine traumatische 
Bursitis subacromialis links mit Verdacht auf traumatische SLAP-Läsion 
und begleitender Bicepssehnentendinopathie.

3.2.4 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. K.________, Facharzt für Chirurgie, 
führte in der Aktennotiz vom 11. Februar 2019 (act. II 37) aus, der Be-
schwerdeführer habe eine SLAP-Läsion. Die Kausalität müsse anerkannt 
werden.

3.2.5 Am 27. Mai 2019 führte Dr. med. J.________ beim Beschwerdefüh-
rer eine Operation in Form einer Schulterarthroskopie links mit Bicepsteno-
dese, Supraspinatussehnenoberflächenraffnaht, Bursektomie und Acro-
mioplastik durch (act. II 80).

Derselbe Arzt diagnostizierte im Bericht über die Sprechstunde vom 
21. November 2019 (act. II 125) ein postoperatives chronisches regionales 
Schmerzsyndrom linker Arm (CRPS Typ 1) bei Status nach Schulterarthro-
skopie links mit Bicepstenodese, Supraspinatussehnenoberflächen-
raffnaht, Bursektomie und Acromioplastik vom 27. Mai 2019 und Rehabilita-
tionsverzögerung linker Ellenbogen.

3.2.6 Dr. med. C.________ bejahte in der Stellungnahme vom 9. Januar 
2020 (act. II 140) einen ursächlichen und wahrscheinlichen Zusammen-
hang der Ellenbogenproblematik mit dem Unfall.

Derselbe Arzt hielt in der Stellungnahme vom 27. Februar 2020 (act. II 157) 
fest, bei Durchsicht des Dossiers sei zu bezweifeln, dass der geltend ge-
machte Schaden an der linken Schulter unfallkausal sei. Im OP-Bericht sei 
das ventrale Labrum als intakt dokumentiert. Die OP sei das klassische 
Standardvorgehen bei Impingementsymptomatik. 

In der ärztlichen Beurteilung vom 10. März 2020 (act. II 167) führte 
Dr. med. C.________ aus, der Beschwerdeführer sei als Beifahrer an einer 
Frontalkollision zweier PKWs beteiligt gewesen. Das Delta-V könne als 
relativ gering angenommen werden, da sich die Airbags nicht ausgelöst 
hätten. Es seien ein HWS-Beschleunigungstrauma sowie einen Monat 

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nach dem Ereignis ein Schulterschaden geltend gemacht worden. Eine 
Beteiligung des Schultergelenks im Rahmen der Kollision sei eher zu be-
zweifeln. Der Sicherheitsgurt sei über die rechte Schulter verlaufen. Ein 
plötzliches reflexartiges Abstützen der Schulter nach vorne hätte allenfalls 
das Labrum glenoidale postero-inferior bzw. posterior schädigen können, 
jedoch nicht anteroinferior. Vom Aspekt her habe sich der Labrumschaden 
intraoperativ eher als aufgefasert gezeigt und sei somit eher durch ständige 
Mikrotraumatisierung als durch ein einmaliges Ereignis hervorgerufen wor-
den. Die SLAP-II-Läsion gelte in der Fachliteratur als degenerativer Scha-
den, insbesondere als Folge ständiger Mikrotraumatisierungen wie sie bei 
Wurfsportarten vorkomme. Da der Beschwerdeführer als ... arbeite, seien 
häufige Bewegungen des Schultergelenks von unten nach oben bis Über-
kopf vorauszusetzen. Somit sei eine ständige Mikrotraumatisierung des 
Labrums durchaus gegeben. Zusammengefasst sei eine Schädigung des 
linken Schultergelenkes im Rahmen der Frontalkollision zweier PKWs eher 
unwahrscheinlich. Die vorgefundene SLAP-II-Läsion sei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit als ständige Mikrotraumatisierung im Rahmen des Be-
rufes zu sehen. Daher sei der Schaden nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit durch den Verkehrsunfall hervorgerufen worden.

3.2.7 In der arbeitsmedizinischen Beurteilung vom 3. April 2020 
(act. II 184) führte Dr. med. D.________ aus, der Beschwerdeführer sei 
zum Zeitpunkt des Unfalls 30 Jahre alt gewesen, wonach man davon aus-
gehen könne, dass er bis dahin maximal 15 Jahre als ... gearbeitet habe. 
Obwohl die Arbeit als ... immer wieder mit Arbeiten über Kopf verbunden 
sei, sei diese Berufsklasse in der Arbeitsmedizin nicht dafür bekannt, 
übermässig häufig Schulterbeschwerden zu entwickeln, die durch Über-
kopfarbeiten verursacht werden könnten. So fänden sich auch beim Be-
schwerdeführer in den Röntgenbildern und auch im Befund zum MRT vom 
4. Februar 2020 keine Hinweise auf wesentliche degenerative Veränderun-
gen im Bereich der Rotatorenmanschette links. Die Leitmuskeln seien in-
takt und wiesen keine bis nur geringe Veränderungen auf, die man als Fol-
ge dauernder Beanspruchung durch Überkopfarbeiten sonst kenne. In der 
Tat scheine eine isolierte SLAP-II-Läsion am Glenohumeralgelenk vorzu-
liegen mit Bicepstendinopathie. Erwähnenswert sei auch eine anlagebe-

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dingte ungünstige Form des Acromions, bei der gehäuft subacromiale Eng-
passsyndrome aufträten.

3.2.8 Dr. med. E.________ und med. pract. F.________ stellten im Gut-
achten vom 4. Dezember 2020 (act. IIA 248) folgende Diagnosen (S. 29 
Ziff. 6):

1. Capsulitis adhaesiva Schulter links bei
2. Status nach Arthroskopie der linken Schulter mit Bicepstenodese im cranialen 

Sulcus intertubercularis, Supraspinatussehnenoberflächenraffnaht, Busektomie 
und Acromioplastik vom 27. Mai 2019;

3. Scapulo-thorakale Dyskinesie links;
4. Capsulitis adhaesiva Ellenbogen links.

Die Frage, ob sich der Beschwerdeführer beim Unfallereignis vom 11. No-
vember 2018 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Gesundheitsschäden 
an der linken Schulter zugezogen habe, wurde mit „nein“ beantwortet. Wei-
ter wurde festgehalten, es bestehe nur ein möglicher kausaler Zusammen-
hang zwischen dem dokumentierten Unfallereignis vom 11. November 
2018 und den Schulterbeschwerden. Der in der Literatur beschriebene ty-
pische Traumamechanismus dieser Verletzung beinhalte eine Erwartungs-
haltung mit Kontraktion des Bicepsmuskels, eine kraftvolle Traktion der 
Sehne oder eine Abstützbewegung des ausgestreckten Armes. Als Beifah-
rer sei es eher unwahrscheinlich, dass einer dieser Mechanismen aufgetre-
ten sei, zumal der Beschwerdeführer während der Befragung versichert 
habe, nicht auf den Unfall gefasst gewesen zu sein und sich nicht abge-
stützt oder festgehalten zu haben. Daher könne der Unfall für die Verlet-
zung nur als möglich kausal angesehen werden. Der Status quo ante sei 
mit der Operation am 27. Mai 2019 erreicht worden, was durch die MRI-
Untersuchung bestätigt worden sei. Allerdings stellten die Bewegungsein-
schränkung der Schulter, das Streckdefizit des Ellenbogens und die scapu-
lo-thorakale Dyskinesie sekundäre Folgen der Schulterverletzung dar, wel-
che nicht im Sinne eines Status quo sine aufgetreten seien. Ca. fünf Mona-
te postoperativ sei in der Regel der Status quo ante erreicht. Zum Untersu-
chungszeitpunkt liege jedoch eine deutliche Einsteifung des Ellenbogens 
und der Schulter mit Ruhe- und Nachtschmerzen vor, welche dem Bild ei-
ner Capsulitis adhaesiva entsprechen könnte, welche mit hoher Wahr-
scheinlichkeit sekundär sei, d.h. in der Folge der Verletzung und/oder der 
dadurch bedingten Operation aufgetreten sei (S. 31 f. Ziff. 7).

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An dieser Einschätzung wurde mit Stellungnahmen vom 30. Juni 
(act. IIA 273) und 18. Oktober 2021 (act. IIA 288) festgehalten.

3.2.9 In der Stellungnahme vom 27. März 2021 (act. IIA 264) z.H. des 
Rechtsanwalts des Beschwerdeführers führte Dr. med. L.________, Fach-
arzt für Chirurgie, unter anderem aus, die Beurteilung von 
Dr. med. E.________ sei nicht ausreichend begründbar. Beim erst 30-
jährigen Beschwerdeführer lägen keine degenerativ bedingten Schäden 
vor. Insofern lägen Schäden vor, die unmittelbar nach dem Unfall objekti-
viert und dann entsprechend operativ angegangen worden seien. Einer-
seits sei auch nicht nachvollziehbar, dass der Gutachter einen unfallbeding-
ten Schaden verneine, andererseits aber davon ausgehe, dass ein Status 
quo ante mit der Operation vom 27. Mai 2019 erreicht worden sei. Die 
Capsulitis adhaesiva der linken Schulter, die scapulo-thorakale Dyskinesie 
links wie auch die Capsulitis adhaesiva des linken Ellenbogens wären al-
lerdings sekundär als Folgen der Verletzung bzw. der dadurch bedingten 
Operation entstanden. Hier bestehe ein klarer Widerspruch. Es könne nicht 
von einem Status quo ante ausgegangen und gleichzeitig von sekundären 
Folgen gesprochen werden, welche dann nicht dem Unfall zugeordnet wür-
den. Zusammenfassend seien die Suva-Kreisärzte von unfallbedingten 
Folgen ausgegangen, die letztlich operiert worden seien. Mit der durchge-
führten Operation sei es zu anatomischen Veränderungen der linken Schul-
ter gekommen, sodass dementsprechend weder ein Status quo ante noch 
ein Status quo sine postuliert werden könne. Der Beschwerdeführer leide 
weiterhin an unfallbedingten strukturellen Schäden, die mit dem Unfall vom 
11. November 2018 gesetzt worden seien.

3.2.10 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, welcher den Beschwerdeführer 
bereits im Rahmen des invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens or-
thopädisch begutachtet hatte (vgl. hierzu Gutachten vom 16. November 
2021 [act. IIA 300]), stellte im orthopädisch-traumatologischen Aktengut-
achten z.H. der Beschwerdegegnerin vom 30. September 2022 
(act. IIA 329) folgende Diagnosen (S. 15 Ziff. 4):

• Multidirektionale Belastungs- und Bewegungseinschränkung des linken Schulter-
gelenkes bei Capsulitis adhaesiva (ICD-10 M75.0) mit/bei:

- einem Abduktionsdefizit von 70°;

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- einem Anteversionsdefizit von 30°;

- einem Aussenrotationsdefizit von 20°;

- scapulo-thorakaler Dyskinesie;

- Status nach am 11. November 2018 erlittener Kontusion/Distorsion des 
linken Schultergelenkes im Rahmen eines Auffahrunfalls;

- Status nach am 27. Mai 2019 erfolgter Arthroskopie des linken Schulterge-
lenkes mit Bicepstenodese, Supraspinatussehnenoberflächenraffnaht, 
Bursektomie und Acromioplastik.

• Bewegungseinschränkung des linken Ellenbogengelenkes bei Capsulitis adhae-
siva und weichem Anschlag (ICD-10 M25.62) mit:

- einem Streckdefizit von 30°;

- einem Aussenrotationsdefizit von 30°.

Dr. med. G.________ führte aus, im Rahmen des in Rede stehenden Un-
fallereignisses habe der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit eine Kontusion des linken Schultergelenkes erlitten. Für die im wei-
teren Verlauf am 7. Dezember 2018 gestellte Erstdiagnose einer linksseiti-
gen SLAP-II-Läsion sowie einer Teilruptur des mittleren glenohumeralen 
Ligamentes sowie die postoperativ am 4. Dezember 2020 von 
Dr. med. E.________ gestellte Verlaufsdiagnose einer Capsulitis adhaesiva 
des linken Schulter- und Ellenbogengelenkes sowie einer scapulo-
thorakalen Dyskinesie bestehe indessen nur ein möglicher kausaler Zu-
sammenhang mit dem am 11. November 2018 erlittenen Unfall. Im Rah-
men des Unfallereignisses sei es aus orthopädisch-chirurgischer Sicht nicht 
zu einer operationsbedürftigen Verletzung des linken Schultergelenks ge-
kommen. Die am 7. Dezember 2018 erstmals objektivierte linksseitige 
SLAP-II-Läsion nebst Teilruptur des mittleren glenohumeralen Ligamentes 
stehe in keinem kausalen Zusammenhang mit dem am 11. November 2018 
erlittenen Unfallereignis. Ergo seien bei der Operation vom 27. Mai 2019 
auch keine unfallbedingten Gesundheitsschäden adressiert worden. Der 
typische Traumamechanismus dieser Verletzung bedinge eine Erwar-
tungshaltung mit Kontraktion des Bizepsmuskels im Sinne einer kraftvollen 
Traktion der Sehne oder eine Abstützbewegung des ausgestreckten Ar-
mes. Dies sei nach Aktenlage jedoch nicht vorgelegen. Nach eingehendem 
Studium der Aktenlage, der Bildgebung sowie insbesondere anhand der 
klinischen Untersuchung liege aus orthopädisch-
versicherungsmedizinischer Sicht kein Gesundheitsschaden nach dem 
Kriterium der überwiegenden Wahrscheinlichkeit vor. Nach orthopädisch-

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chirurgischer Lehrmeinung sowie unter Verweis auf die Leitlinien der Swiss 
Orthopedics sei mit einem Übergang in den Vorzustand nach einem längst 
währenden Behandlungsintervall von drei Monaten auszugehen (S. 16 f. 
Ziff. 5).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2023, UV/23/347, Seite 13

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4 Das Gutachten von Dr. med. G.________ vom 30. September 2022 
(act. IIA 329) erfüllt die von der Rechtsprechung gestellten Beweisanforde-
rungen an ein Aktengutachten und erbringt vollen Beweis. Im Rahmen des 
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahrens hatte der Gutachter am 
19. Oktober 2021 zudem eine klinische Exploration des Beschwerdeführers 
durchgeführt (act. IIA 329 S. 3; vgl. Gutachten vom 16. November 2021 
[act. IIA 300]). Überdies konnte er sich aufgrund der medizinischen Akten 
einschliesslich der bildgebenden Untersuchungen ein gesamthaft lückenlo-
ses Bild verschaffen. Zudem konnte rechtsprechungsgemäss insbesondere 
die Kausalität auch lediglich im Rahmen eines Aktenberichts erörtert wer-
den (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, E. 4.2). 
Dr. med. G.________ hat sich in seiner Beurteilung in Kenntnis der medizi-
nischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Befunden und Be-
schwerden auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerung insbesondere 
auch auf die bildgebenden Untersuchungen sowie operativen Befunde ge-
stützt. 

Der Orthopäde zeigte nachvollziehbar auf, dass der Beschwerdeführer im 
Rahmen des Unfallereignisses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
Kontusion des linken Schultergelenkes erlitten hat, es dadurch allerdings 
aus orthopädisch-chirurgischer Sicht nicht zu einer operationsbedürftigen 
Verletzung des linken Schultergelenkes gekommen ist. Er legte bezug-
nehmend auf medizinische Literatur einleuchtend dar, dass der typische 
Traumamechanismus der am 7. Dezember 2018 gestellten Erstdiagnose 
einer linksseitigen SLAP-II-Läsion sowie einer Teilruptur des mittleren gle-
nohumeralen Ligamentes eine Erwartungshaltung mit Kontraktion des Bi-
cepsmuskels im Sinne einer kraftvollen Traktion der Sehne oder eine Ab-
stützbewegung des ausgestreckten Armes bedingt, was jedoch gemäss 
Akten hier nicht vorliegt (act. IIA 329 S. 16 f. Ziff. 5). Diese Einschätzung 
leuchtet ein, enthalten doch insbesondere die Berichte der erstbehandeln-

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den Ärzte – wie auch sämtliche weiteren sich in den Akten befindlichen 
Berichte – keine Hinweise auf einen solchen Mechanismus. Vielmehr wur-
de im Rahmen der Erstbehandlung einzig eine HWS-Distorsion diagnosti-
ziert (vgl. act. II 15 f.). Mithin überzeugt die Schlussfolgerung von Dr. med. 
G.________, wonach die am 7. Dezember 2018 erstmals objektivierte 
linksseitige SLAP-II-Läsion nebst Teilruptur des mittleren glenohumeralen 
Ligamentes nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereig-
nis vom 11. November 2018 steht, womit bei der Operation vom 27. Mai 
2019 auch keine unfallbedingten Gesundheitsschäden adressiert wurden 
(act. IIA 329 S. 16 Ziff. 5). Das Auftreten von Beschwerden nach einem 
Unfallereignis erbringt für sich allein denn auch keinen genügenden Nach-
weis für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheits-
schädigung: Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschwerden 
beständen erst seit dem Unfallereignis vom 11. November 2018 (Be-
schwerde S. 7), beruft er sich auf die Regel „post hoc ergo propter hoc“, 
welche im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung nicht massgebend ist (BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 156 E. 4.2). Dass 
Dr. med. J.________ anlässlich der Konsultation vom 21. Dezember 2018 
eine traumatische Bursitis subacromialis links mit Verdacht auf traumati-
sche SLAP-Läsion und begleitender Bicepssehnentendinopathie diagnosti-
zierte (act. II 29), begründet ebenfalls keine Unfallkausalität, vermag doch 
die medizinische Verwendung des Begriffs „Trauma“ aus rechtlicher Sicht 
keine Rückschlüsse auf einen allfälligen natürlich-kausalen Zusammen-
hang zwischen den Schulterbeschwerden und dem Unfall vom 5. Dezem-
ber 2018 zu begründen (Entscheid des BGer vom 29. Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 6.1). Auch sonst enthalten die sich in den Akten befin-
denden medizinischen Berichte keine Hinweise, die Zweifel an der Ein-
schätzung von Dr. med. G.________ zu wecken vermöchten. Ebenso steht 
die vom Beschwerdeführer referenzierte erste kurze Stellungnahme durch 
den Suva-Kreisarzt Dr. med. C.________ vom 9. Januar 2020 (act. II 140; 
Beschwerde S. 5), worin dieser die Kausalität (zunächst) bejahte, der Ein-
schätzung von Dr. med. G.________ nicht entgegen. Denn Dr. med. 
C.________ selber bezweifelte nach erneuter Vorlage in seiner Stellung-
nahme vom 27. Februar 2020 (act. II 157) die Unfallkausalität und vernein-
te schliesslich im weiteren Bericht vom 10. März 2020 (act. II 167) gestützt 

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auf die zwischenzeitlich eingeholten Bildunterlagen eine Kausalität mit dem 
Hinweis auf vorbestehende degenerative Schädigungen. 

Nach dem Dargelegten ist gestützt auf das Aktengutachten von Dr. med. 
G.________ vom 30. September 2022 (act. IIA 329) erstellt, dass der Be-
schwerdeführer sich im Rahmen des Unfalles vom 11. November 2018 
überwiegend wahrscheinlich (vgl. zum Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) zwar eine Schulterkontu-
sion, allerdings keinen darüber hinausgehenden Gesundheitsschaden zu-
gezogen hat, womit auch die am 7. Dezember 2018 erstmals objektivierte 
linksseitige SLAP-II-Läsion nebst Teilruptur des mittleren glenohumeralen 
Ligamentes überwiegend wahrscheinlich in keinem kausalen Zusammen-
hang zum Unfallereignis vom 11. November 2018 steht. Abschliessend ist 
festzuhalten, dass entsprechend der arbeitsmedizinischen Beurteilung von 
Dr. med. D.________ vom 3. April 2020 (act. II 184) die isolierte SLAP-II-
Läsion mit Bicepstendinopathie am linken Schultergelenk auch nicht durch 
die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers verursacht worden ist, was 
zwischen den Parteien denn auch unbestritten ist.

Der Sachverhalt ist folglich rechtsgenüglich abgeklärt und weitere Beweis-
massnahmen erübrigen sich (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 
144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Gestützt darauf lehnte die Beschwerde-
gegnerin ihre Leistungspflicht für die Beschwerden an der linken Schulter 
damit zu Recht ab.

4.

Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
20. März 2023 (act. IIA 336) nicht zu beanstanden und die dagegen erho-
bene Beschwerde abzuweisen.

5.

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5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.