# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4746ed31-2d13-537c-8806-69312958ee0e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 16.06.2023 BK 2023 145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-145_2023-06-16.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 145

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 16. Juni 2023

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Fürsprecher Dr. B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Rechtsverzögerung 

Strafverfahren wegen Betrugs, Nötigung, unbefugten Eindringens 
in ein Datenverarbeitungssystem etc.

Beschwerde gegen die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland betreffend Rechtsverzögerung im Verfahren
BM 19 39999

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen die Beschuldigte ein Strafverfahren wegen Betrugs, Nötigung, 
unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem sowie Sachentziehung, 
evtl. Diebstahls oder Veruntreuung. Am 6. April 2023 reichte die Beschuldigte 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, 
Beschwerde ein und beantragte, es sei festzustellen, dass das Beschleunigungs-
gebot verletzt sei, und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, unverzüglich, 
spätestens aber innert 4 Wochen gemäss Art. 318 Abs. 1 StPO vorzugehen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Verfahrensleiter der Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekam-
mer) eröffnete am 13. April 2023 ein Beschwerdeverfahren. Die Generalstaatsan-
waltschaft verzichtete am 28. April 2023 auf eine Stellungnahme. 

2. Die Beschwerde ist zulässig gegen Verfügungen und konkrete Verfahrenshandlun-
gen der Strafverfolgungsbehörden, aber auch gegen Unterlassungen unter Ein-
schluss der Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 Bst. a 
der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Beschwerden wegen 
Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung sind an keine Frist gebunden 
(Art. 396 Abs. 2 StPO). Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer in Strafsachen 
ergibt sich aus Art. 13 Bst. c StPO i.V.m. Art. 35 des Gesetzes über die Organisati-
on der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts (OrR OG; BSG 
162.11). Die Beschwerdeführerin ist Beschuldigte und hat ein aktuelles und prakti-
sches Interesse an einer Durchführung des Verfahrens innert angemessener Frist. 
Sie ist somit zur Beschwerde legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die formgerech-
te Beschwerde ist einzutreten.

3. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch 
auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Art. 6 Ziff. 1 der Konventi-
on zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ver-
mittelt diesbezüglich keinen weitergehenden Schutz als Art. 29 Abs. 1 BV. Gemäss 
Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Strafbehörden die Strafverfahren unverzüglich an 
die Hand und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Das 
Beschleunigungsgebot verpflichtet die Behörden, ein Strafverfahren mit der gebo-
tenen Beförderung zu behandeln, nachdem die beschuldigte Person darüber in 
Kenntnis gesetzt wurde. Sie soll nicht länger als notwendig den Belastungen eines 
Strafverfahrens ausgesetzt sein. Die Beurteilung der angemessenen Verfahrens-
dauer entzieht sich starren Regeln. Ob sich die Dauer als angemessen erweist, ist 
in jedem Einzelfall unter Würdigung aller konkreten Umstände zu prüfen (BGE 143 
IV 373 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Erforderlich ist eine Gesamtwürdigung der im jewei-
ligen Einzelfall gegebenen Umstände. Dass eine einzelne Verfahrenshandlung zu 
einem früheren Zeitpunkt hätte vorgenommen werden können, verletzt das Be-
schleunigungsgebot für sich allein gesehen noch nicht. Erforderlich ist, dass die 
Behörden bei objektiver Betrachtung des Einzelfalls in der Lage gewesen wären, 

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den Fall als solchen innert wesentlich kürzerer Zeit abzuschliessen. Dies ist dann 
anzunehmen, wenn das Verfahren über einen Zeitraum von mehreren Monaten 
hinweg nicht betrieben wurde oder in einer Haftsache die Untersuchung über einen 
Zeitraum von acht Monaten hinweg faktisch ruht, weil der als Gutachter beauftragte 
Sachverständige untätig bleibt und sich nach einem ersten Aktenstudium für be-
fangen erklärt. Gleiches gilt, wenn das Nichtbetreiben darauf zurückzuführen ist, 
dass der Ausgang eines anderen Verfahrens abgewartet wurde. Allerdings sollen 
Phasen der Inaktivität durch Phasen besonderer Beschleunigung kompensiert wer-
den können. Dass die Strafverfolgungsbehörden und/oder die Gerichte unzweck-
mässig organisiert sind, entschuldigt Verzögerungen ebenso wenig wie eine unzu-
reichende personelle und/oder sachliche Ausstattung, es sei denn, es handelt sich 
um bloss vorübergehende und nicht vorhersehbare Engpässe. Der Komplexität des 
Verfahrens und dem Umfang der Sache ist insoweit Rechnung zu tragen, als die 
Behandlung schwieriger Sach- und Rechtsfragen notwendigerweise eine gewisse 
Zeit in Anspruch nimmt. Demgegenüber kann eine Verletzung des Beschleuni-
gungsgebots auch gerade darin liegen, dass die Strafbehörden eine rechtlich mög-
liche und von der Sache her gebotene Beschränkung des Verfahrensgegenstands 
nicht vorgenommen haben. Aufgetretene Verzögerungen können dadurch kom-
pensiert werden, dass in anderen Verfahrensabschnitten mit besonderer Beschleu-
nigung agiert wird (WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessord-
nung, 3. Aufl. 2020, N. 9 ff. zu Art. 5 StPO).

4.

4.1 Der Beschwerdeführerin wird im Zusammenhang mit dem Ableben ihres (ehemali-
gen) Lebenspartners zusammengefasst vorgeworfen, sie habe verschwiegen, nicht 
mehr seine Lebenspartnerin zu sein, habe sich wie eine Alleinerbin aufgeführt und 
die Erben und den Willensvollstrecker so zu Handlungen genötigt, welche diese 
nicht hätten vornehmen müssen, und sie habe durch arglistige Täuschung die 
C.________ veranlasst, ihr unberechtigterweise die Freizügigkeitsleistung auszu-
bezahlen. Weiter habe sie durch Manipulationen am Hauptmobiltelefon des Ver-
storbenen Daten gelöscht (bzw. löschen lassen), welche belegt hätten, dass sie 
nicht mehr die Lebenspartnerin des Verstorbenen gewesen sei, habe sich unbefugt 
am Tresor bedient und Vermögenswerte aus der Erbschaft weggeschafft. Die 
Strafanzeige vom 16. September 2019 mit 30 Beilagen ging am 17. September 
2019 bei der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental Oberaargau ein, welche am 
18. September 2019 eine Kontosperre verfügte sowie die Bank aufforderte, ihr ei-
nen Kontoauszug für den Zeitraum ab 13. Juni 2019 einzureichen. Nach Gerichts-
standsanfrage vom 19. September 2019 erklärte sich die Staatsanwaltschaft (Bern-
Mittelland) am 14. Oktober 2019 bereit, das Verfahren zu übernehmen und eröffne-
te am 10. November 2020 das Verfahren wegen vorgenannter Delikte. In der Zeit 
vom 14. Oktober 2019 bis zur Eröffnung des Verfahrens sind keine Untersu-
chungshandlungen ersichtlich. Mit Ausnahme der Strafanzeige und der edierten 
Bankunterlagen (wenige Seiten) gab es keine Beweismittel zu würdigen. Die Straf-
anzeige umfasst 17 Seiten und nach vorgenommenen Ergänzungen insgesamt 36 
Beilagen. Weder der Aktenumfang noch die rechtliche Ausgangslage rechtfertigen 
ein Untätigbleiben von mehr als einem Jahr zwischen der Übernahme des Verfah-

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rens im Oktober 2019 und der Eröffnung des Verfahrens im November 2020. Be-
reits in dieser Zeitspanne liegt daher eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes 
vor. 

4.2 Nach der Eröffnung des Verfahrens erfolgten diverse Ermittlungshandlungen (vgl. 
Ermittlungsauftrag an die Polizei vom 11. November 2020, Aufforderung zur Her-
ausgabe von drei Handys des Verstorbenen vom 11. November 2020, Behandlung 
Antrag der Beschwerdeführerin auf Einstellung des Verfahrens vom 8. Januar 
2021, Einvernahme des Privatklägers am 15. März 2021, Einvernahme der Be-
schwerdeführerin vom 25. März 2021, Nachtrag der Polizei vom 20. Mai 2021). Mit 
Schreiben vom 9. September 2021 ersuchte die Staatsanwaltschaft die Beschwer-
deführerin um Einreichung einer von dieser verfassten E-Mail an den Verstorbe-
nen. Diesem Ersuchen kam die Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2021 nach. Die 
ursprünglich auf den 18. November 2021 angesetzte Einvernahme der Beschwer-
deführerin musste in der Folge abgesetzt werden, da der zuständige Staatsanwalt 
krankheitsbedingt ausfiel. Nachdem die Terminumfrage am 24. November 2021 of-
fenbar ergebnislos verlaufen war, erfolgte erst am 9. Februar 2022 auf Nachfrage 
der Beschwerdeführerin eine weitere Terminumfrage. Schliesslich konnten die Ein-
vernahme der Beschwerdeführerin am 6. April 2022 bzw. die insgesamt fünf Zeu-
geneinvernahmen am 6. Juli 2022 stattfinden. Am 11. Juli 2022 stellte der Privat-
kläger Antrag auf Herausgabe der drei Mobiltelefone des Verstorbenen an ihn. Die 
Beschwerdeführerin wiedersetzte sich diesem Antrag in ihrer Stellungnahme vom 
10. August 2022 nicht. Am 19. Oktober 2022 fragte der Privatkläger bei der Staats-
anwaltschaft betreffend Herausgabe der Handys nach. Die Aufhebung der Be-
schlagnahme bzw. Herausgabe der Handys verfügte die Staatsanwaltschaft am 
20. Oktober 2022. Seither sind aus den Akten keine weiteren Ermittlungshandlun-
gen erkennbar. Auf die Nachfragen der Beschwerdeführerin vom 21. Oktober 2022 
mit Antrag auf Einstellung sowie vom 9. Januar 2023, erneut mit dem Antrag auf 
Einstellung, eventualiter um Aufhebung der Kontosperre, reagierte die Staatsan-
waltschaft erst nach nochmaligen Nachfragen der Beschwerdeführerin vom 14. Fe-
bruar 2023 und 17. März 2023 (mit in Aussichtstellen einer Beschwerde wegen 
Rechtsverzögerung, wenn bis am 24. März 2023 keine Antwort erfolge) mit Erlass 
einer Verfügung vom 23. März 2023, mit welcher die Anträge abgewiesen wurden 
und den Parteien mitgeteilt wurde, dass es derzeit gelte, die Anklageschrift zu era-
rbeiten. 

Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass zumindest auch im Zeitraum vom 
Oktober 2022 bis dato eine Rechtsverzögerung vorliegt, weil das Verfahren quasi 
stillgestanden ist. Dieser Stillstand von fünf Monaten kann auch nicht mit dem Ver-
fassen der Anklageschrift erklärt werden. Mit Blick darauf, dass seit Juli 2022 keine 
neuen Beweismittel mehr erhoben wurden, hätten die Würdigung der Beweise und 
der Abschluss der Voruntersuchung schon viel früher erfolgen müssen. Der Nach-
trag der Polizei mit Auswertung der Mobiltelefone lag sogar schon seit dem 20. Mai 
2021 vor. Auch mit Blick auf die bisherigen Untersuchungshandlungen, die zu wür-
digenden Beweismittel und die sich stellenden Rechtsfragen erscheint die bisherige 
Verfahrensdauer von mehr als dreieinhalb Jahren mit den zeitweise immer wieder 
langen Phasen, in denen das Verfahren nicht vorangetrieben wurde, als zu lang. 
Es ist festzustellen, dass die Staatsanwaltschaft das Beschleunigungsgebot ver-

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letzt hat. Die Rechtsverzögerungsbeschwerde ist insofern gutzuheissen. Der Um-
stand, dass die Staatsanwaltschaft letztlich innerhalb der von der Beschwerdefüh-
rerin angesetzten Frist eine Verfügung erlassen hat, macht das Einreichen einer 
Beschwerde mit Blick auf die bisherigen Verzögerungen und den Umstand, dass 
der Zeithorizont für den Abschluss der Voruntersuchung nach wie vor offengeblie-
ben ist, nicht rechtsmissbräuchlich.

5. Gemäss Art. 397 Abs. 4 StPO kann die Beschwerdekammer der Staatsanwalt-
schaft im Fall einer Rechtsverzögerung Weisungen erteilen und für deren Einhal-
tung Fristen setzen. Mit Blick auf die Komplexität, den Umfang des Verfahrens und 
die festgestellte Verletzung des Beschleunigungsgebotes wird die Staatsanwalt-
schaft angewiesen, bis spätestens Ende Juli 2023 das Verfahren abzuschliessen 
bzw. Frist nach Art. 318 StPO anzusetzen. Die vom Beschwerdeführer beantragten 
4 Wochen erscheinen mit Blick auf das vorliegende Beschwerdeverfahren, 
während dessen sich die Akten bei der Beschwerdekammer befunden haben, so-
wie mit Blick auf allfällige dringende Fälle zu knapp, weshalb die Beschwerde inso-
fern nur teilweise gutzuheissen ist. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Kanton Bern die Verfahrenskosten, 
bestimmt auf CHF 1‘200.00 (Art. 423 Abs. 1 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Um-
stand, dass dem Begehren, die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, unverzüglich, 
spätestens aber innert 4 Wochen gemäss Art. 318 Abs. 1 StPO vorzugehen, nicht 
vollumfänglich entsprochen wurde, rechtfertigt keine Kostenausscheidung. 

7. Der Beschwerdeführerin ist für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren dem-
entsprechend eine Entschädigung auszurichten, zumal der Beizug eines Verteidi-
gers geboten ist. Die Beschwerdeführerin hat die Entschädigung ins richterliche 
Ermessen gestellt. Gemäss Art. 17 Abs. 1 Bst. g Ziffer 1 der Parteikostenverord-
nung (PKV; BSG 168.811) beträgt der Honorarrahmen in Beschwerdeverfahren 
(Art. 393 bis 397 StPO) betreffend nicht instanzabschliessende Verfügungen und 
Verfahrenshandlungen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der erstinstanzli-
chen Gerichte CHF 500.00 bis 5'000.00. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst 
sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand und 
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 
des Kantonalen Anwaltsgesetzes [KAG; BSG 168.11]). Der Streitgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens war auf die Frage der Rechtsverzögerung begrenzt, was 
weder sachverhaltsmässig noch rechtlich einen grossen Aufwand bedeutet. Die 
Entschädigung hat demzufolge im unteren Bereich des Rahmentarifs zu liegen. Die 
Beschwerdekammer erachtet eine Entschädigung von CHF 1‘000.00 (inkl. Ausla-
gen und MWST) als angemessen. 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Es wird festgestellt, dass die Regionale 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland das Beschleunigungsgebot verletzt hat. Die 
Staatsanwaltschaft wird angewiesen, das Verfahren beförderlich fortzuführen und bis 
Ende Juli 2023 Frist nach Art. 318 StPO anzusetzen. 

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’200.00, trägt der Kanton 
Bern. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren eine 
Entschädigung von CHF 1’000.00 ausgerichtet. 

4. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin, v.d. Fürsprecher B.________ (per Ein-

schreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwalt D.________

(mit den Akten – per Kurier)
- dem Straf- und Zivilkläger, v.d. Fürsprecher E.________ (per B-Post)

Bern, 16. Juni 2023 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.