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**Case Identifier:** 64ff9cb6-6bb5-5356-96fa-356da3135fe1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 09.05.2022 B 2021/149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2021-149_2022-05-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/149

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 30.06.2022

Entscheiddatum: 09.05.2022

Entscheid Verwaltungsgericht, 09.05.2022
Unterstützungswohnsitz. Rückweisung zur Klärung der örtlichen 
Zuständigkeit. Art. 4 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 ZUG (SR 851.1). Art. 86 Abs. 1 
AuG (SR 142.20). Art. 82 Abs. 1 AsylG (SR 142.31). Art. 3 SHG (sGS 381.1). 
Art. 20 Abs. 1 und 2 IPRG (SR 291). Art. 3 Abs. 2 SHG enthält keinen 
umfassenden Verweis auf das ZUG. Art. 1 Abs. 3 ZUG ist dementsprechend 
vom Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG nicht mitumfasst. Bestätigung des 
vorinstanzlichen Rückweisungsentscheids durch das Verwaltungsgericht 
(Verwaltungsgericht, B 2021/149).

Entscheid vom 9. Mai 2022

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Politische Gemeinde X.__,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Severin Gabathuler, Glaus & Partner 

Rechtsanwälte, Obergasse 28, Postfach 133, 8730 Uznach,

gegen

Departement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 

9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

K.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armin Linder, rohner thurnherr wiget & partner, 

Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,

und

Politische Gemeinde A.__,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Unterstützungswohnsitz / Rückweisung zur Klärung der örtlichen Zuständigkeit

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

K.__, geb. 1995, von Afghanistan, reiste am 7. Juli 2009 als unbegleiteter 

minderjähriger Asylsuchender in die Schweiz ein. Als vorläufig Aufgenommener verfügt 

er über eine ausländerrechtliche Bewilligung F. Vom 10. Oktober 2009 bis 

31. September 2015 war K.__ im Durchgangsheim B.__ in A.__ untergebracht. In 

diesem Zeitraum wurde er im Rahmen von fürsorgerischen Unterbringungen in der 

psychiatrischen Klinik Wil und in der Klinik C.__ in D.__ (SG) behandelt. Mit Verfügung 

vom 21. November 2011 hatte die Vormundschaftsbehörde A.__ für K.__ eine 

Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 392 Ziffer 3 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (in der am 1. Januar 2011 gültigen Fassung, ZGB, SR 210) errichtet. 

Nach Eintritt der Volljährigkeit am 31. Mai 2013 wurde anstelle der 

Kindesschutzmassnahme mit Verfügung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

A.a. 

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(KESB) Q.__ vom 2. August 2013 eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 Abs. 1 

und Art. 395 Abs. 1 ZGB (in der am 1. Januar 2013 gültigen Fassung) errichtet (act. G 

15/6/1 "Rekurssache"). Ab 1. Oktober 2015 war K.__ im Wohn- und Pflegezentrum E.__ 

in F.__ (TG) fürsorgerisch untergebracht. Weil eine dortige Unterbringung für einen 

jungen Erwachsenen nicht länger geeignet erschien, nahm seine Beiständin Kontakt 

mit der therapeutischen Wohngemeinschaft Y.__ in X.__ (SG) auf. Dort hält sich K.__ 

seit dem 14. August 2017 auf. Mit Verfügung vom 3. November 2017 hob die KESB 

Q.__ die fürsorgerische Unterbringung von K.__ rückwirkend per 14. August 2017 auf. 

Die therapeutischen Kosten der Unterbringung von K.__ werden seit Eintritt in die 

Wohngemeinschaft gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung für soziale 

Einrichtungen (IVSE; sGS 381.31) vom Amt für Soziales übernommen (vgl. act. G 

15/6/2 und 15/6/26 "Rekurssache"). Mit Gesuchen vom 9. Februar 2018 beantragte die 

Beiständin bei den Sozialämtern X.__ und A.__ für K.__ eine Kostengutsprache für 

Pensionskosten, Kleidergeld, Taschengeld und Hygienegeld (act. G 15/6/3 und 15/6/21 

Beilage "Rekurssache"). Bis zum 31. Dezember 2017 hatte das Migrationsamt 

St. Gallen die vorerwähnten Kosten ohne Präjudiz übernommen. Bis zum 31. Dezember 

2018 übernahm das Migrationsamt weiterhin (ohne Präjudiz) die variablen Kosten 

(Krankenkassenprämie, Krankenkassenfranchisen und -selbstbehalte, Aufwendungen 

für die Beiständin; act. G 15/6/20 "Rekurssache").

Im Rahmen der Klärung eines Zuständigkeitskonflikts zwischen der KESB Q.__ und der 

KESB Z.__ entschied die Verwaltungsrekurskommission (VRK) am 28. März 2018, der 

Aufenthaltsort von K.__ befinde sich (bei fehlendem vorbestehendem Wohnsitz) seit 

dem 14. August 2017 in der Wohngemeinschaft Y.__ in X.__. Daher gelte X.__ als 

zivilrechtlicher Wohnsitz und die KESB Z.__ sei für die 

Erwachsenenschutzmassnahmen örtlich zuständig (act. G 15/6/5 "Rekurssache"). Am 

3. Mai 2018 verfügte die KESB Z.__ dementsprechend die Übernahme der am 

2. August 2013 von der KESB Q.__ angeordneten Beistandschaft für K.__ (act. G 

15/6/7 "Rekurssache"). Mit Verfügung vom 25. April 2018 hatte das Sozialamt X.__ eine 

Kostengutsprache für K.__ vollumfänglich abgelehnt (act. G 15/6/6 "Rekurssache"). 

Den gegen diese Verfügung von Rechtsanwalt lic. iur. Armin Linder, St. Gallen, für K.__ 

erhobenen Rekurs (act. G 15/6/8 und 15/6/12 "Rekurssache") wies der Gemeinderat 

X.__ mit Beschluss vom 26. September 2018 ab (act. G 15/6/13 "Rekurssache"). 

Nachdem der Rechtsvertreter gegen diesen Beschluss beim Departement des Innern 

(DI) Rekurs erhoben hatte, widerrief der Gemeinderat X.__ den Beschluss aufgrund von 

Verfahrensfehlern am 23. Januar 2019 (act. G 15/6/10 "Widerrufsverfahren"). Das beim 

DI anhängig gemachte Verfahren wurde abgeschrieben (act. G 15/6/16 

A.b. 

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B.  

"Widerrufsverfahren"). Am 12. März 2019 verfügte der Gemeindepräsident X.__ als 

vorsorgliche Massnahme die Auszahlung der Unterbringungskosten von K.__ an die 

Institution Y.__ rückwirkend ab 1. Januar 2019 und bis zur Klärung der Frage des 

Unterstützungswohnsitzes (act. G 15/6/6 "vorsorgliche Massnahmen").

Nach erneuter Durchführung des Verfahrens wies der Gemeinderat X.__ den Rekurs 

gegen die Verfügung vom 25. April 2018 mit Entscheid vom 30. Oktober 2019 im Sinn 

der Erwägungen ab (Dispositivziffer 1), verzichtete auf die Erhebung von Gebühren 

(Dispositivziffer 2) und sprach dem Rechtsvertreter eine Entschädigung aus 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu (Dispositivziffer 3; act. G 15/6/31 

"Rekurssache"). Den von Rechtsanwalt Linder für K.__ dagegen erhobenen Rekurs 

(act. G 15/1 und 15/4) hiess das DI mit Entscheid vom 17. Juni 2021 insoweit gut, als 

Ziffer 1 und 3 des Entscheids vom 30. Oktober 2019 aufgehoben wurden und die 

Angelegenheit an die Gemeinde X.__ zur Klärung der örtlichen Zuständigkeit nach Art. 

30 ff. des Bundesgesetzes über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger (SR 

851.1, Zuständigkeitsgesetz, ZUG) zurückgewiesen wurde (act. G 2).

A.c. 

Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt MLaw Severin Gabathuler, X.__, für die 

Gemeinde X.__ mit Eingabe vom 1. Juli 2021 Beschwerde (act. G 1). In der 

Beschwerdeergänzung vom 20. August 2021 stellte Rechtsanwalt Gabathuler die 

Anträge, der Entscheid vom 17. Juni 2021 sei aufzuheben und der Entscheid der 

Beschwerdeführerin vom 30. Oktober 2019 zu bestätigen. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten des Staates (act. G 11).  

Der Beschwerdeergänzung liegt eine Darlegung des Beistandes des 

Beschwerdegegners vom 21. Juni 2021 bei, aus welcher sich der weitere Verlauf 

(Sachverhaltsentwicklung in der Zeit vor Erlass des angefochtenen Entscheids) wie 

folgt ergibt: freiwilliger Eintritt des Beschwerdegegners in die Klinik Wil mit Dauer vom 

20. September bis 9. Dezember 2019 (amtsärztliche fürsorgerischer Unterbringung); 

nach Rückkehr ins Y.__, X.__, am 9. Dezember 2019 erneute fürsorgerische 

Unterbringung in der Klinik Wil am 10. Dezember 2019; Entlassung aus der Klinik Wil 

am 15. Juni 2020 und selbständiges Wohnen des Beschwerdeführers (mit 

Nachbetreuungsvereinbarung) in X.__; freiwilliger Eintritt des Beschwerdeführers in die 

Wohnstätte G.__, H.__, am 20. Oktober 2020; erneute fürsorgerische Unterbringung in 

B.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann ist die politische 

Gemeinde X.__ zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 

VRP). Weiter entspricht die Beschwerdeeingabe vom 1. Juli 2021 in Verbindung mit der 

Beschwerdeergänzung vom 20. August 2021 (act. G 1 und 11) zeitlich, formal und 

inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).

Bei einem Rückweisungsentscheid wie dem vorliegend angefochtenen handelt es sich 

grundsätzlich um einen Vor- bzw. Zwischenentscheid. Dieser ist als (anfechtbarer) 

Endentscheid zu behandeln, wenn er die im Verfahren aufgeworfenen Streitfragen 

entscheidet und verbindliche Weisungen für die Neubeurteilung erlässt. Ein 

Rückweisungsentscheid ist aber dann als Zwischenentscheid zu betrachten, wenn die 

der Klinik Wil am 25. Oktober 2020; Verlegung in die Klinik R.__, S.__ ZH am 21. April 

2021, mit fürsorgerischer Unterbringung (act. G 12).

Am 7. Juli 2021 hat der zuständige Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts das 

vom Rechtsvertreter des Beschwerdegegners dem Sicherheits- und Justizdepartement 

eingereichte und von diesem dem Verwaltungsgericht zuständigkeitshalber 

überwiesene Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für 

das Beschwerdeverfahren bewilligt (act. G 8-10).

B.b. 

Die Vorinstanz teilte am 27. August 2021 den Verzicht auf eine Vernehmlassung mit 

und überwies die Akten (act. G 14). Der Beschwerdegegner beantragte unter Verzicht 

auf eine Vernehmlassung Abweisung der Beschwerde (act. G 19). Die 

Beschwerdebeteiligte legte in der Vernehmlassung vom 8. Oktober 2021 ihren 

Standpunkt dar (act. G 23).

B.c. 

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden 

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

B.d. 

bis

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Angelegenheit zu neuer Entscheidung - d.h. mit offenem Ausgang - zurückgewiesen 

wird; ohne dass also bestimmte Streitfragen abschliessend entschieden werden und 

der Vorinstanz für ihren Entscheid eine gewisse Entscheidungsfreiheit bleibt (Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt an den Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 1036; T. Kamber, in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, St. Gallen/

Zürich 2020, N 23 zu Art. 56 VRP). Mit Blick auf das in Art. 82 lit. i.V.m. Art. 93 Abs. 1 

lit. a BGG festgehaltene Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für die 

Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden werden ebenfalls die verschiedenen 

Konstellationen betreffend die Rückweisung unterschieden: Dient die Rückweisung 

einzig noch der Umsetzung des vom vorinstanzlichen Gericht Angeordneten und 

verbleibt somit kein Entscheidungsspielraum mehr, handelt es sich materiell nicht - wie 

bei Rückweisungsentscheiden sonst grundsätzlich der Fall - um einen 

Zwischenentscheid, gegen den ein Rechtsmittel letztinstanzlich bloss unter den 

Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zulässig ist, sondern um einen von beiden 

Parteien anfechtbaren Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Enthält der 

Rückweisungsentscheid demgegenüber Anordnungen, die den Beurteilungsspielraum 

der Verwaltung zwar nicht gänzlich, aber doch wesentlich einschränken, stellt er einen 

Zwischenentscheid dar. Dieser bewirkt in der Regel keinen nicht 

wiedergutzumachenden Nachteil, weil die rechtsuchende Person ihn später zusammen 

mit dem neu zu fällenden Endentscheid anfechten kann (vgl. BGer 9C_736/2019 vom 

13. Mai 2020 E. 3.4; vgl. zum Ganzen ausführlich VerwGE B 2018/227 vom 19. August 

2019 E. 1.3-1.5 mit weiteren Hinweisen; VerwGE B 2020/46 vom 27. September 2020 

E. 1.3.1).

Vorliegend legte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Nichtanwendbarkeit 

von Art. 1 Abs. 3 ZUG sowie die Klärung der örtlichen Zuständigkeit gestützt auf Art. 30 

ff. ZUG verbindlich fest mit der Feststellung, dass es keiner Zuweisung des 

Beschwerdegegners durch den Kanton (Migrationsamt) bedürfe (vgl. nachstehende E. 

2.2). Aufgrund dieser Weichenstellung diente die Rückweisung im Wesentlichen der 

Umsetzung des von der Vorinstanz Angeordneten. Der Beschwerdeführerin wäre somit 

hinsichtlich der Frage der anwendbaren Zuständigkeitsregelung kein 

Entscheidungsspielraum mehr verblieben, hätte sie den vorinstanzlichen Entscheid in 

Rechtskraft erwachsen lassen. Auf die materielle Prüfung der Beschwerde ist daher 

einzutreten.

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2.  

Streitig ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid den Rekurs des 

Beschwerdegegners zu Recht insoweit guthiess, als sie die Dispositivziffern 1 und 3 

des Beschlusses der Beschwerdeführerin vom 30. Oktober 2019 aufhob und die Sache 

zur Klärung der örtlichen Zuständigkeit an die Beschwerdeführerin zurückwies. Dem 

vorerwähnten Beschluss liegt die (erstinstanzliche) Verfügung vom 25. April 2018 

zugrunde, mit welcher das Sozialamt X.__ eine Kostengutsprache für den 

Beschwerdegegner vollumfänglich abgelehnt hatte (act. G 15/6/6 "Rekurssache"). Die 

Rechtmässigkeit von Verwaltungsakten ist, soweit keine anderslautende 

übergangsrechtliche Regelung besteht, grundsätzlich nach der Rechtslage im 

Zeitpunkt ihres (erstinanzlichen) Ergehens zur beurteilen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, 

Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 293 m.H.). Gemäss Art. 86 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG; SR 

142.20, in Kraft gewesen bis 30. November 2019) regeln die Kantone die Festsetzung 

und die Ausrichtung der Sozialhilfe und der Nothilfe für vorläufig aufgenommene 

Personen. Dabei sind die Artikel 80a bis 84 des Asylgesetzes (SR 142.31, AsylG) für 

Asylsuchende anwendbar. Nach Art. 82 Abs. 1 Satz 1 AsylG gilt für die Ausrichtung von 

Sozialhilfeleistungen und Nothilfe kantonales Recht. Für den Kanton St. Gallen kommt 

dementsprechend das Sozialhilfegesetz (sGS 381.1, SHG) zur Anwendung (Art. 1 

SHG). Die innerkantonale Zuständigkeit für die persönliche Sozialhilfe liegt gemäss Art. 

3 Abs. 1 SHG bei den politischen Gemeinden. Zuständigkeit, Unterstützungswohnsitz 

und Verfahren richten sich nach dem ZUG (Art. 3 Abs. 2 SHG). Zuständig für die 

(betreuende und finanzielle) Sozialhilfe ist grundsätzlich die politische Gemeinde am 

Unterstützungswohnsitz (Art. 3 Abs. 2 SHG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 ZUG). Hat der 

Bedürftige keinen Unterstützungswohnsitz, richtet sich die Unterstützungspflicht nach 

dem Aufenthaltsort (Art. 3 Abs. 2 SHG i.V.m. Art. 11 Abs. 1 ZUG).

2.1. 

Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid zur Frage der Tragweite des 

Verweises in Art. 3 Abs. 2 SHG aus, der Botschaft zum SHG (ABl 1997, 1791) sei zu 

entnehmen, dass Art. 3 Abs. 2 SHG keinen vollumfänglichen Verweis auf das ZUG 

darstelle, sondern nur Unterstützungswohnsitz, Zuständigkeit und Verfahren umfasse. 

Diese Auslegung dränge sich umso mehr auf, als im Zeitpunkt des Erlasses von Art. 3 

Abs. 2 SHG (1. Januar 1999) die damalige Fassung von Art. 1 Abs. 3 ZUG bereits eine 

Weiterverweisung auf die besonderen Erlasse des Bundes enthalten habe (BBl 1977, 

1009, BBl 1990, 1663). Auch die grammatikalische Auslegung führe zum Ergebnis, 

2.2. 

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dass sich das SHG ausschliesslich betreffend Zuständigkeit, Unterstützungswohnsitz 

und Verfahren nach dem ZUG richte. Art. 1 ZUG unter dem Kapitel "Zweck und 

Geltungsbereich" sei vom Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG nicht umfasst. Mit dem Hinweis 

auf BGE 143 V 451 E. 8.2 werde ausser Acht gelassen, dass der dort zur Anwendung 

kommende Art. 18 Abs. 2 des Sozialhilfegesetzes des Kantons Schwyz ausdrücklich 

die Anwendbarkeit von abweichenden Bestimmungen über den 

Unterstützungswohnsitz gemäss Bundesrecht auch im innerkantonalen Verhältnis 

vorsehe. Das SHG enthalte keine derartige Bestimmung, weshalb der Entscheid nicht 

einschlägig sei. Im Kanton St. Gallen liege die Zuständigkeit für die Unterbringung, 

Betreuung und Finanzierung für Asylsuchende bei den Gemeinden. Die 

Gemeindezuständigkeit sei von Gesetzes wegen ab dem Zeitpunkt der Zuweisung an 

den Kanton gegeben. Es handle sich um eine innerkommunale Angelegenheit, für 

welche keine kantonale Stelle zuständig sei. Da vorliegend der zivilrechtliche Wohnsitz 

des Beschwerdegegners (am Ort der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Y.__) feststehe, 

sei eine Zuweisung durch das Migrationsamt (Art. 85 Abs. 5 Satz 2 AuG) nicht 

notwendig; die Verordnung über die Aufnahme von Asylsuchenden (sGS 381.12, VAA; 

in Kraft gewesen bis 30. Juni 2019) gelange nicht zur Anwendung (Schreiben des 

Vorstehers des Sicherheits- und Justizdepartements vom 13. März 2017 und des 

Migrationsamtes vom 6. April 2018; act. G 15/6/21 Beilagen "Rekurssache"). Im 

Weiteren werde im Rahmen der subsidiären Zuweisung von Asylsuchenden/vorläufig 

Aufgenommenen vom Kanton an die Gemeinden die Zahl der bereits in der jeweiligen 

Gemeinde gemeldeten Asylsuchenden/vorläufig Aufgenommenen im Rahmen der 

Zuweisungsquote berücksichtigt (Art. 4 ff. VAA), weshalb Gemeinden, in denen sich 

Institutionen wie die Wohngemeinschaft Y.__ befänden, nicht ungleich für die 

Sozialhilfe von dort untergebrachten vorläufig Aufgenommenen aufzukommen hätten 

(act. G 2 S. 8-11).

Die Beschwerdeführerin wendet diesbezüglich unter anderem ein, die Auslegung der 

Vorinstanz dränge sich mit Blick auf die Botschaft zum SHG nicht auf, zumal Art. 1 

Abs. 3 ZUG darin keine Erwähnung finde. Der Botschaft lasse sich nicht entnehmen, 

dass diese Bestimmung nicht zur Anwendung kommen solle. Es sei nicht 

nachvollziehbar, inwiefern die Vorinstanz aus der Botschaft herleiten wolle, dass Art. 1 

Abs. 3 ZUG vom Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG nicht mitumfasst sein solle. Nicht 

nachvollziehbar sei sodann, inwiefern Art. 20 Abs. 1  BehG (sGS 381.4) die 

vorinstanzlichen Darlegungen stützen sollten. Auch soweit die Vorinstanz den Wortlaut 

von Art. 3 Abs. 2 SHG zur Begründung ihrer Auslegung heranziehe, könne ihr nicht 

gefolgt werden. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz liessen sich die 

2.3. 

bis

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verwiesenen Themen (Unterstützungswohnsitz, Zuständigkeit, Verfahren) nicht 

eindeutig den Titeln und Kapiteln des ZUG zuzuordnen. Indem die Vorinstanz Art. 1 

Abs. 3 ZUG vom Verweis (in Art. 3 Abs. 2 SHG) nicht mitumfasst sehen wolle, stelle sie 

eine Auslegung an, welche im Widerspruch zu derjenigen des Bundesgerichts (in BGE 

143 V 451) stehe. Im Weiteren vermöge der von der Vorinstanz angeführte Hinweis auf 

eine nachgelagerte Berücksichtigung der Zuweisungsquote im Falle einer subsidiären 

Zuweisung von vorläufig Aufgenommenen die Ungleichbehandlung, welche zum 

Zeitpunkt vor einer solchen Zuweisung bestehe, nicht zu negieren. Es wäre 

zweckdienlicher, eine Ungleichbehandlung zwischen den Gemeinden gar nicht erst 

entstehen zu lassen, sondern bereits bei erster Gelegenheit die Zuweisungsquote nach 

Art. 4 ff VAA zu berücksichtigen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb es im Sinn des 

Gesetzgebers sein solle, die sozialhilferechtliche und die ausländerrechtliche 

Zuständigkeit auseinanderdriften zu lassen. Der Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG enthalte 

dementsprechend auch die Ausnahmeregelung von Art. 1 Abs. 3 ZUG. Der als Kann-

Bestimmung formulierte Art. 85 Abs. 5 Satz 2 AuG sei kantonalrechtlich dahingehend 

ausgestaltet worden, dass eine Zuweisung erfolgen müsse. Die Betreuung und die 

sozialhilferechtliche Zuständigkeit liege daher nach wie vor beim Kanton. Zur 

Anwendbarkeit von Art. 6 Abs. 1 VAA gelange man vorliegend auch ohne "Umweg" 

über Art. 3 Abs. 2 SHG, denn Art. 1 Abs. 2 SHG enthalte einen Vorbehalt zugunsten die 

Sozialhilfe nach der besonderen Gesetzgebung. Eine solche besondere Gesetzgebung 

sei in der VAA zu erblicken. Die von der Vorinstanz verfügte Rückweisung sei daher zu 

Unrecht erfolgt (act. G 11 S. 5-9).

 2.4. 

Eine natürliche Person hat ihren Wohnsitz im Sinne des Bundesgesetzes über das 

Internationale Privatrecht (SR 291, IPRG) in dem Staat, in dem sie sich mit der Absicht 

dauernden Verbleibens aufhält (Art. 20 Abs. 1 lit. a IPRG) bzw. ihren gewöhnlichen 

Aufenthalt in dem Staat, in dem sie während längerer Zeit lebt, selbst wenn diese Zeit 

zum vornherein befristet ist (lit. b). Nach Art. 20 Abs. 2 zweiter Satz IPRG bildet der 

gewöhnliche Aufenthalt Ersatzanknüpfung, sofern eine natürliche Person weder in der 

Schweiz noch im Ausland einen Wohnsitz aufweist. Gemäss Art. 20 Abs. 2 letzter Satz 

IPRG sind (im internationalen Verhältnis) die Bestimmungen des Zivilgesetzbuches (SR 

210, ZGB) über Wohnsitz und Aufenthalt nicht anwendbar (vgl. BGer 4A_36/2016 vom 

14. April 2016, E. 3.4 mit vielen Hinweisen). Demgegenüber kommt bei Begründung 

eines Wohnsitzes in der Schweiz im innerstaatlichen Verhältnis, d.h. für die 

Bestimmung des Wohnsitzortes innerhalb der Schweiz, das ZGB zur Anwendung (vgl. 

2.4.1. 

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D. Staehelin, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, N 4 zu Art. 23 ZGB 

mit Hinweisen in Verbindung mit N 2 zu Art. 25 ZGB). - Wie im Entscheid der VRK vom 

28. März 2018 festgestellt, befindet sich der zivilrechtliche Wohnsitz des 

Beschwerdegegners (bei fehlendem vorbestehenden Wohnsitz) gemäss Art. 20 Abs. 2 

IPRG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 ZGB seit dem 14. August 2017 am Aufenthaltsort in X.__, 

solange er sich in der dortigen therapeutischen Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Y.__ 

aufhält. Im erwähnten Entscheid konnte dementsprechend die Frage offengelassen 

werden, ob die Voraussetzungen einer tatsächlichen Wohnsitznahme im Sinn von 

Art. 20 Abs. 1 lit. a IPRG bzw. Art. 23 Abs. 1 ZGB erfüllt sind (act. G 15/6/5 

"Rekurssache"). Von diesem in Rechtskraft erwachsenen Entscheid ist für die 

nachstehenden Darlegungen auszugehen.

Das öffentliche Recht knüpft zur Bestimmung des Wohnsitzes meist am zivilrechtlichen 

Wohnsitzbegriff an, wobei der zivilrechtliche Wohnsitz in einer „funktionalisierenden 

Auslegung“ zur angemessenen Berücksichtigung der Interessen der Beteiligten und der 

Allgemeinheit teilweise modifiziert wird. Nach einem Teil der Lehre ist einer 

funktionalisierenden Auslegung des zivilrechtlichen Wohnsitzbegriffs, welche die daran 

anknüpfenden Rechtsfolgen berücksichtigt, zwar grundsätzlich zuzustimmen. Jedoch 

sei im Interesse der Rechtssicherheit an der Einheitlichkeit des zivilrechtlichen 

Wohnsitzbegriffs festzuhalten; unterschiedliche Auslegungen seien nur in geringem 

Umfang zuzulassen (D. Staehelin, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I a.a.O., N 3 

zu Art. 23 des Zivilgesetzbuches). Der Begriff des (selbstredend vom Zivilrecht 

definierten) zivilrechtlichen Wohnsitzes lässt sich nicht ohne Weiteres in der Weise 

„umdeuten“, dass dem "Gesamtzweck" einer öffentlich-rechtlichen Regelung 

Rechnung getragen werden kann. Andernfalls ergäben sich unter Umständen, je nach 

Fragestellung und Rechtsgebiet, unterschiedliche zivilrechtliche Wohnsitze, was sich 

mit Art. 20 Abs. 2 Satz 1 IPRG („Niemand kann an mehreren Orten zugleich Wohnsitz 

haben“) nicht vereinbaren liesse (vgl. VerwGE B 2017/61 vom 27. September 2018 

E. 4.1).

Ausgehend vom Wortlaut des Verweises in Art. 3 Abs. 2 SHG auf das ZUG betreffend 

Zuständigkeit, Unterstützungswohnsitz und Verfahren (d.h. auf die entsprechenden Art. 

20 ff. und 29 ff. ZUG) kann der unter dem Titel "Allgemeine Bestimmungen" und der 

Kapitelüberschrift "Zweck und Geltungsbereich" fungierende Art. 1 Abs. 3 ZUG im 

Verweis nicht als enthalten gelten. Wenn in der Botschaft zum SHG festgehalten wird, 

dass mit Art. 3 Abs. 2 SHG das gesetzgeberische Ziel verwirklicht werde, wonach 

2.4.2. 

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hinsichtlich der Zuständigkeit zwischen Bundes- und kantonalem Recht 

Übereinstimmung herbeigeführt werden solle (ABl 1997, 1791), so lässt sich auch 

daraus insofern kein Verweis auf Art. 1 ZUG ableiten, als in der Botschaft am selben 

Ort die verwiesenen Bestimmungen der damaligen Fassung des ZUG explizit angeführt 

wurden, ohne indes den Art. 1 ZUG zu nennen (ABl 1997, 1791). Soweit in VerwGE B 

2016/189 vom 27. September 2018 E. 2.2 von der Anwendbarkeit der "Grundsätze des 

ZUG" gesprochen wird, bezieht sich dies auf die in der vorangehenden E. 2.1 des 

gleichen Entscheids angeführten Art. 12 Abs. 1, 33 Abs. 1 und 34 ZUG. Auch hieraus 

lässt sich somit kein umfassender Verweis auf das ZUG in Art. 3 Abs. 2 SHG ableiten.

Die Feststellung der Beschwerdeführerin, wonach der dem BGE 143 V 451 (E. 4.3) 

zugrunde liegende Verweis in § 18 Abs. 2 des Gesetzes über die Sozialhilfe des 

Kantons Schwyz (SRSZ 380.100) sich nicht auf die Ausnahmen im ZUG beschränke 

und sich nicht auf die Ausnahmeregelung von Art. 1 Abs. 3 ZUG beziehe (act. G 11 S. 6 

f.), ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. So erklärt die erwähnte Bestimmung 

ausdrücklich abweichende Bestimmungen über den Unterstützungswohnsitz gemäss 

Bundesrecht (mit einer nicht abschliessenden ["usw."] Aufzählung von dazugehörigen 

Sachverhalten) auch im innerkantonalen Verhältnis als anwendbar. Ein umfassender 

Verweis auf abweichendes Bundesrecht, wie ihn die erwähnte schwyzerische 

Bestimmung enthält, findet sich in Art. 3 Abs. 2 SHG nicht, weshalb die Vorinstanz den 

BGE 143 V 451 vorliegend zu Recht als nicht einschlägig und Art. 1 Abs. 3 ZUG vom 

Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG als nicht mitumfasst erachtete.

Nachdem der zivilrechtliche Wohnsitz des Beschwerdegegners am Aufenthaltsort 

(Art. 24 Abs. 2 ZGB) im Entscheid der VRK vom 28. März 2018 bereits festgelegt war, 

als sich die vorliegend streitige Zuweisungsfrage im Nachgang zu der am 25. April 

2018 verfügungsweise erfolgten Ablehnung der Kostengutsprache durch die 

Beschwerdeführerin (act. G 15/6/6 "Rekurssache") stellte, konnte die gestützt auf 

Art. 85 Abs. 5 AuG in Art. 4 ff. VAA vorgesehene (subsidiäre) Regelung betreffend 

Verteilung/migrationsrechtliche Zuweisung der vorläufig Aufgenommenen auf die 

Gemeinden nach Massgabe der Zuweisungsquote nicht mehr zur Anwendung 

gelangen. Einer migrationsrechtlichen (kantonalen) Zuweisung bedurfte es m.a.W. nicht 

mehr. Hieran würde sich selbst dann nichts ändern, wenn - mit der Beschwerdeführerin 

- eine Anwendbarkeit von Art. 1 Abs. 3 ZUG und Art. 85 Abs. 5 AuG aus Art. 1 Abs. 2 

SHG ("Es [das SHG] wird angewendet, soweit nicht öffentliche Sozialhilfe nach der 

besonderen Gesetzgebung geleistet wird") abzuleiten wäre, zumal es keinen Sinn 

2.4.3. 

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machen würde, trotz des bereits zuvor begründeten zivilrechtlichen Wohnsitzes des 

Beschwerdegegners (am Aufenthaltsort in der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft) 

zusätzlich noch eine migrationsrechtliche Zuweisung an eine Gemeinde vorzunehmen. 

Hinzu kommt in diesem Zusammenhang, dass entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin (act. G 11 S. 9 Rz. 48) weder Art. 85 Abs. 5 AuG noch die Art. 2 

Abs. 1 und 3 Abs. 1 lit. a VAA eine Verpflichtung zur Zuweisung der vorläufig 

Aufgenommenen an eine Gemeinde statuieren; dies jedenfalls nicht für Konstellationen 

wie der vorliegenden. Etwas Anderes lässt sich auch der Antwort der Regierung vom 

29. Mai 2018 zur Interpellation der CVP-GLP-Fraktion vom 19. Februar 2018 (51.18.04) 

nicht entnehmen. Die Vorinstanz prüfte somit die vorliegende Angelegenheit zu Recht 

gestützt auf Art. 86 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 82 Abs. 1 AsylG und Art. 3 Abs. 2 SHG 

betreffend Unterstützungswohnsitz, Zuständigkeit und Verfahren.

Zutreffend erscheint im Weiteren der Hinweis der Vorinstanz, dass im Rahmen der 

subsidiären Zuweisung von Asylsuchenden/vorläufig Aufgenommenen vom Kanton an 

die Gemeinden die Zahl der bereits in der jeweiligen Gemeinde gemeldeten 

Asylsuchenden/vorläufig Aufgenommenen im Rahmen der Zuweisungsquote 

berücksichtigt wird (Art. 4 ff. VAA), weshalb Gemeinden, in denen sich Institutionen wie 

die Wohngemeinschaft Y.__ befinden, nicht ungleich für die Sozialhilfe von dort 

untergebrachten vorläufig Aufgenommenen aufzukommen haben. Wenn die 

Beschwerdeführerin festhält, dass dies die vor einer Zuweisung bestehende 

Ungleichbehandlung einer Gemeinde nicht zu negieren vermöge (act. G 11 Rz. 41), ist 

festzuhalten, dass der Soll-Bestand gemäss Art. 4 VAA und die Zuweisungsquote nach 

Art. 5 VAA nicht nur die vom Kanton zugewiesenen, sondern sämtliche in der 

Gemeinde gemeldeten vorläufig Aufgenommenen (während der Dauer der Ausrichtung 

der Globalpauschalen des Bundes) umfasst. Eine von der Beschwerdeführerin geortete 

Ungleichbehandlung vor einer Zuweisung ist von daher nicht erkennbar. Zum weiteren 

Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass nach sieben Jahren keine Anrechnung an 

den Soll-Bestand mehr erfolge, womit diejenigen Gemeinden benachteiligt würden, die 

vorläufig Aufgenommene ohne Berücksichtigung der Zuweisungsquote finanzieren 

müssten (act. G 11 Rz. 42), ist festzuhalten, dass der Wegfall der Ausrichtung der 

Globalpauschalen des Bundes sich gleichermassen auf den Soll-Bestand (Art. 4 VAA) 

und die Zahl der in der Gemeinde gemeldeten Personen nach Art. 4 Abs. 1 VAA 

auswirkt. Eine Veränderung der Zuweisungsquote (Art. 5 Abs. 1 VAA) resultiert daraus 

im Ergebnis nicht. Dementsprechend kann sich auch keine Benachteiligung in dem von 

der Beschwerdeführerin geschilderten Sinn ergeben. Ein hiervon abweichendes 

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3.  

Ergebnis lässt sich auch aus dem Hinweis der Beschwerdeführerin (act. G 11 Rz. 44) 

auf VerwGE B 2011/154 vom 20. März 2012 E. 2.1 nicht ableiten.

Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz im Weiteren aus, es könne zwar 

bestimmt werden, welche Sozialhilfebehörde innerkantonal für die Unterstützung 

Bedürftiger zuständig sei (VerwGE B 2016/189 vom 27. September 2018 E. 2.2 m.H.). 

Weder das SHG noch das ZUG würden allerdings regeln, wie vorzugehen sei, wenn 

sich keine der angerufenen Gemeinden als zuständig erachte. Ein negativer 

Kompetenzkonflikt dürfe sich nicht zulasten der hilfesuchenden Person auswirken 

(Praxishilfe der St. Gallischen Konferenz der Sozialhilfe [KOS-Praxishilfe, Kap. G1 und 

G2; Neubezeichnung ab 1. Januar 2021: KOS-Handbuch]). Es obliege nicht der 

bedürftigen Person, den Zuständigkeitskonflikt zu klären (GVP 2004 Nr. 24). Bestehe 

der Konflikt zwischen zwei Gemeinden, dränge sich in der Regel eine Vereinbarung 

über die vorläufige und unpräjudizielle Gewährung von finanzieller Unterstützung auf, 

um zu verhindern, dass die bedürftige Person einer existenziellen Notlage ausgesetzt 

bleibe (VerwGE B 2008/95 vom 22. Januar 2009 E. 3.2 m.H.). Gestützt auf die Akten 

(act. G 15/6/6 und Beilage [E-Mailverkehr] zu act. G 15/6/21 "Rekurssache") ergebe 

sich nicht, dass die Beschwerdeführerin und die Beschwerdebeteiligte in Bezug auf die 

sozialhilferechtliche Zuständigkeit für den Beschwerdegegner jemals in gegenseitigem 

Austausch gestanden hätten. Die Sozialämter der beiden Gemeinden hätten ihre 

örtliche Zuständigkeit verneint und den Beschwerdegegner an die jeweils andere 

politische Gemeinde verwiesen, ohne das für Zuständigkeitsstreitigkeiten vorgesehene 

Verfahren nach Art. 30 ff. ZUG zu durchlaufen. Die Beschwerdeführerin hätte (anstelle 

des Erlasses einer leistungsablehnenden Verfügung) zunächst mit der 

Beschwerdebeteiligten in Kontakt treten und einen Einigungsversuch machen müssen. 

Bei Nichtzustandekommen einer Einigung wäre eine Unterstützungsanzeige an die 

Beschwerdebeteiligte zu richten und im Fall einer Einsprache ein Einspracheentscheid 

(Art. 33 ZUG) zu fällen gewesen. Die Frage, ob sich die örtliche Zuständigkeit gemäss 

ZUG nach dem Unterstützungswohnsitz oder nach dem Aufenthaltsort richte und in 

welcher Gemeinde der Beschwerdegegner seinen Unterstützungswohnsitz bzw. 

Aufenthaltsort habe, sei nicht im (vorinstanzlichen) Rekursverfahren zu klären. Es liege 

nicht der Kompetenz des DI (Vorinstanz), ein Verfahren nach Art. 3 Abs. 2 SHG i.V.m. 

Art. 30 ff. ZUG vorwegzunehmen. Die Angelegenheit sei daher an die 

Beschwerdeführerin zur Klärung der örtlichen Zuständigkeit nach Art. 30 ff. ZUG 

zurückzuweisen. Die Rückweisung komme keinem prozessualen Leerlauf gleich, zumal 

3.1. 

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die Beschwerdeführerin - im Unterschied zum Sozialamt - bis anhin der Ansicht 

gewesen sei, die Zuständigkeit liege nicht bei einer anderen Gemeinde, sondern beim 

Kanton. Abgesehen vom Gesuch der ehemaligen Beiständin des Beschwerdegegners 

vom 9. Februar 2018 sei die Beschwerdebeteiligte betreffend die Frage der örtlichen 

Zuständigkeit nie einbezogen worden. Es bedürfe zwischen den in Frage kommenden 

Gemeinden zwingend einer vorgängigen Klärung nach Art. 30 ff. ZUG. Im Übrigen habe 

die Rückweisung für den Beschwerdegegner keine Nachteile, da seine Kosten für die 

Dauer der Zuständigkeitsklärung durch die Beschwerdeführerin getragen würden (act. 

G 2 S. 11-14).

Die Beschwerdeführerin legt hierzu dar, ein von der Vorinstanz unterstellter 

interkommunaler negativer Zuständigkeitskonflikt liege nicht vor. Die 

Beschwerdeführerin habe sich im Entscheid vom 30. Oktober 2019 nicht dazu 

geäussert, ob sie ihre Zuständigkeit verneinen würde, wenn nicht der Kanton zuständig 

wäre. Mit der auferlegten Durchführung eines Verfahrens nach Art. 30 ff. ZUG werde 

der Beschwerdeführerin die Möglichkeit genommen, ihre Zuständigkeit zu bejahen, 

was ein Verfahren nach Art. 30 ff. ZUG obsolet machen würde. Gehe die Vorinstanz 

davon aus, dass das Verfahren nach Art. 30 ff. ZUG durch das Sozialamt der 

Beschwerdeführerin durchzuführen wäre, hätte die Angelegenheit an dieses 

zurückgewiesen werden müssen. Jedenfalls sei die Rückweisung an die 

Beschwerdeführerin (Gemeinderat) mit gleichzeitiger Anordnung der Durchführung 

eines Verfahrens nach Art. 30 ff. ZUG nicht zu rechtfertigen (act. G 11 S. 9).  

3.2. 

Mit Verfügung vom 25. April 2018 hatte das Sozialamt der Beschwerdeführerin eine 

Kostengutsprache für K.__ vollumfänglich abgelehnt mit der Empfehlung an die 

damalige Beiständin des Beschwerdegegners, bei der Beschwerdebeteiligten ein 

entsprechendes Gesuch zu stellen (act. G 15/6/6 "Rekurssache"). Im vorliegenden 

Verfahren stellt sich die Beschwerdebeteiligte für den Fall, dass dem vorinstanzlichen 

Entscheid gefolgt werde, auf den Standpunkt, dass ab dem 1. Januar 2018 die 

Beschwerdeführerin für die Unterstützung des Beschwerdegegners zuständig sei (act. 

G 23 S. 3). Ein negativer Zuständigkeitskonflikt lässt sich von daher nicht in Abrede 

stellen, auch wenn die Beschwerdeführerin die Abweisung des Rekurses gegen die 

Verfügung vom 25. April 2018 im Entscheid vom 30. Oktober 2019 nicht mit einem 

Zuständigkeitskonflikt zwischen den beiden Gemeinden, sondern mit der Zuständigkeit 

des Kantons zur Zuweisung eines Unterstützungswohnsitzes begründet hatte (act. G 

15/6/31 "Rekurssache"). So hat die Beschwerdeführerin denn auch im vorliegenden 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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4.  

 

Verfahren ihre Zuständigkeit weder bejaht noch verneint, obschon sie wie erwähnt 

beanstandet hatte, dass ihr die Möglichkeit genommen werde, dies zu tun. Die 

Sachverhaltsentwicklung in der Zeit vor Erlass des angefochtenen Entscheids (vgl. act. 

G 12 und vorne Sachverhalt B.a) spricht ebenfalls für eine Abklärungsbedürftigkeit der 

interkommunalen Zuständigkeit. Der Rückweisungsentscheid der Vorinstanz 

(Rückweisung an die politische Gemeinde und nicht an den Gemeinderat oder das 

Sozialamt) lässt sich angesichts der geschilderten Gegebenheiten nicht beanstanden.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des Verfahrens von der 

Beschwerdeführerin zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 3'000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Auf die Kostenerhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP); der 

geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.

4.1. 

Die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte haben keinen 

Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 

98  VRP; A. Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 20 zu Art. 98

VRP). Demgegenüber kommt der "obsiegende" Beschwerdegegner für eine 

ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren in Betracht. Er stellte 

einen Entschädigungsantrag, ohne materiell Stellung zum Verfahren zu nehmen, wobei 

er darauf hinwies, dass sein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt 

worden sei (act. G 19). Das Verwaltungsgericht spricht Pauschalentschädigungen nach 

Ermessen gemäss Art. 6, 19 und Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung zu 

(sGS 963.75, HonO). Eine Entschädigung kann sich angesichts der gegebenen 

Verhältnisse (act. G 19) lediglich auf den Aufwand für das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung und das Studium der Verfahrensakten beziehen. Mit Blick 

hierauf ist eine Entschädigung des Beschwerdegegners durch die Beschwerdeführerin 

mit insgesamt CHF 1'800 zuzüglich Barauslagen (4 %) von CHF 72, mangels Antrag 

ohne Mehrwertsteuer, angemessen (Art. 28  und 29 HonO). Die bewilligte 

unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung wird bei diesem 

Verfahrensausgang gegenstandslos.

4.2. 

bis

bis

bis

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'000, unter Verrechnung mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe.  

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt den Beschwerdegegner ausseramtlich mit 

CHF 1'800, zuzüglich Barauslagen von CHF 72, ohne Mehrwertsteuer.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 09.05.2022
	Unterstützungswohnsitz. Rückweisung zur Klärung der örtlichen Zuständigkeit. Art. 4 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 ZUG (SR 851.1). Art. 86 Abs. 1 AuG (SR 142.20). Art. 82 Abs. 1 AsylG (SR 142.31). Art. 3 SHG (sGS 381.1). Art. 20 Abs. 1 und 2 IPRG (SR 291). Art. 3 Abs. 2 SHG enthält keinen umfassenden Verweis auf das ZUG. Art. 1 Abs. 3 ZUG ist dementsprechend vom Verweis in Art. 3 Abs. 2 SHG nicht mitumfasst. Bestätigung des vorinstanzlichen Rückweisungsentscheids durch das Verwaltungsgericht (Verwaltungsgericht, B 2021/149).

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		2025-07-19T01:47:00+0200
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