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**Case Identifier:** edc06d56-e9a1-54c0-862d-55b73b67bf35
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.06.2024 720 23 107 / 130 (720 2023 107 / 130)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-107---130_2024-06-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Juni 2024 (720 23 107 / 130) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Vorinstanz wird angehalten, den medizinischen Sachverhalt ergänzend abzuklären zu 

lassen. Hernach wird sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu 

befinden haben. 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 A.____, geboren 1987, meldete sich am 21. Januar 2013 unter Hinweis auf Dauerübel-
keit und Erbrechen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) nahm in der Folge Abklärungen vor und sprach ihr Frühinterventi-
onsmassnahmen zu (Mitteilungen vom 19. April 2013). Einen Anspruch von A.____ auf Einglie-

 

 
 
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derungsmassnahmen verneinte sie mit der Begründung, dass diese seit Juni 2013 wieder in 
ihrem gewünschten Beschäftigungsgrad von 80 % arbeite und den Fallabschluss wünsche (Mit-
teilung vom 28. Juni 2013). 
 
A.2 Am 19. September 2020 meldete sich A.____ erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. 
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen, hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse 
ab, wobei sie die Versicherte beim Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) bidisziplinär 
(psychiatrisch und gynäkologisch) untersuchen liess (Expertise vom 11. Mai 2022). Gestützt auf 
die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermittelte die IV-Stelle in Anwendung der gemischten 
Bemessungsmethode mit einem Erwerbsanteil von 50 % und einem Haushaltsanteil von 50 % 
ab 1. Januar 2015 einen Invaliditätsgrad von 53 % und ab 1. April 2021 einen solchen von 
36 %. In der Folge sprach sie A.____ für den Zeitraum vom 1. März 2021 bis 30. Juni 2021 eine 
befristete halbe Rente zu (Verfügung vom 2. März 2023). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 15. April 
2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 2. März 2023 aufzuhe-
ben und es sei die Sache zur neutralen Prüfung des Rentenanspruchs an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen und einer un-
genügenden Haushaltsabklärung beruhe. Zudem sei die Bemessung der Invalidität nicht zutref-
fend erfolgt. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Juni 2023 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. B.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD), vom 19. April 2023 
bei. 
 
D. Mit Replik vom 18. Oktober 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren 
und den bisherigen Vorbringen fest. Gleichzeitig reichte sie einen Bericht des behandelnden 
Arztes C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. März 2023 ein. Dazu liess sich 
die IV-Stelle mit Duplik vom 22. November 2023 vernehmen. Unter Berücksichtigung der Aus-
führungen im Bericht von Dr. B.____ vom 30. Oktober 2023 hielt sie an ihrem Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest. 
 
E. Mit Instruktionsverfügung vom 24. November 2023 wurde die Angelegenheit der Dreier-
kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 18. Januar 2024 zog das Kantonsgericht in Betracht, 
die angefochtene Verfügung vom 2. März 2023 aufzuheben und die Angelegenheit zur Durch-
führung weiterer medizinischer Abklärungen und anschliessender Neubeurteilung an die IV-
Stelle zurückzuweisen. Der Versicherten wurde im Hinblick auf eine mögliche Schlechterstel-
lung Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Beschwerderückzug eingeräumt. 
 

 

 
 
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G. Am 27. März 2024 liess die Beschwerdeführerin mitteilen, dass sie an ihrer Beschwerde 
vollumfänglich festhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b VPO beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 15. April 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 
1.  Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der 
Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 
gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch 
ab 1. März 2021 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der 
bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Fol-
genden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
1.3 Da das Kantonsgericht den vorliegenden Fall bereits an der Urteilsberatung vom 
18. Januar 2024 eingehend beraten hatte, ergeht der Entscheid im Zirkulationsverfahren ge-
mäss § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsordnung (Verwaltungs-
prozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2. März 2023 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). Später eingereichte ärztliche Berichte sind aber zu be-
rücksichtigen, wenn daraus Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Verfü-
gungserlasses gezogen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2015, 
9C_48/2015, E. 3.2.1). 
 

 

 
 
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3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. b). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist.  
 
3.3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1). Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich (z.B. Haus-
halt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in 
welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; 
Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach 
Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 
 
3.3.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig, teilzeitig oder als nichterwerbstätig einzustu-
fen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, 
wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden 
könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (vgl. BGE 133 V 504 
E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt täti-
gen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, 
das Alter, berufliche Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 
Begabungen zu berücksichtigen. 
 

 

 
 
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3.4 Die IV-Stelle geht davon aus, dass die Versicherte als Gesunde zu 50 % einer ausser-
häuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 50 % im Haushalt beschäftigt wäre, was 
zur Anwendung der gemischten Methode führe. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin 
geltend, sie wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen in einem höheren Ausmass als 
50 % erwerbstätig. Ab Dezember 2022 hätte sie ihre Erwerbstätigkeit auf mindestens 80 % auf-
gestockt. Spätestens mit dem Eintritt der jüngeren Tochter in den Kindergarten im August 2023 
würde sie wieder einer Vollzeitarbeit nachgehen. 
 
3.5 Die Beschwerdeführerin gab im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 2. Juli 2021 
selbst an, dass sie bei guter Gesundheit das Arbeitspensum nach der Geburt ihrer ersten Toch-
ter (im August 2015) von 100% auf 50 % reduziert hätte und bis heute in diesem Pensum er-
werbstätig wäre. Sobald beide Kinder in der Schule bzw. im Kindergarten seien, hätte sie ihr 
Pensum stetig erhöht bis auf maximal 80 %. Diese Aussage bestätigte sie am 12. Juli 2021 un-
terschriftlich. Dabei fällt ins Gewicht, dass die im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 2. Juli 
2021 gestellte Frage, wie viele Stunden sie heute ohne gesundheitliche Einschränkung berufs-
tätig sein würde, hinreichend klar war und die Versicherte gegen die Bemessung des Erwerbs-
bereichs, wie er im "Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit" festgehalten wurde, unmit-
telbar nach Kenntnisnahme keinen Einwand erhob. Hinweise dafür, dass sich die Beschwerde-
führerin betreffend das hypothetische Arbeitspensum im Gesundheitsfall geirrt hätte, sind eben-
falls nicht ersichtlich. Eine zwischenzeitlich eingetretene Änderung der persönlichen und berufli-
chen Verhältnisse, die eine abweichende Beurteilung rechtfertigen würde, ist zudem weder 
ausgewiesen noch substantiiert dargetan. Allein die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin – 
wie sie geltend macht – vor der Geburt ihrer Kinder (2015 und 2018) stets zu 100 % gearbeitet 
habe, lässt im hier relevanten Zeitraum (von 19. September 2020 [IV-Anmeldung] bis 2. März 
2023 [Verfügungszeitpunkt]) angesichts des jungen Alters der Kinder nicht zwingend auf ein 
höheres Pensum im Gesundheitsfall schliessen. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, 
von den Angaben der Beschwerdeführerin vom 12. Juli 2021 im "Fragebogen zur Ermittlung der 
Erwerbstätigkeit" abzuweichen. Eine Pensenerhöhung ist ab dem Eintritt der jüngeren Tochter 
in den Kindergarten im August 2023 in Betracht zu ziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die von 
der IV-Stelle vorgenommene Aufteilung von je 50 % auf Erwerb und Haushalt nicht zu bean-
standen. 
 
4.1 Streitig ist weiter, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesundheitlichen Be-
einträchtigungen im Haushalt eingeschränkt ist. 
 
4.2 Im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Haushalt ist nicht die medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in 
der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt. Dafür bedarf es in der Regel einer Abklärung 
an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; Urteil des Bundesgerichts vom 6. September 
2017, 9C_373/2017, E. 3.1 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts des Abklärungsbe-
richts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (vgl. BGE 134 V 231 
E. 5.1) – verschiedene Faktoren zu beachten. Eine Haushaltsabklärung ist beweiskräftig, wenn 
sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver-
hältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen 

 

 
 
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Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wo-
bei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss der 
Berichtstext plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben 
stehen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4.3 Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Scha-
denminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom 
Grundsatz auszugehen, dass einer leistungsansprechenden Person im Rahmen der Schaden-
minderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen 
Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt 
tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die 
Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine 
möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann 
die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam 
und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und 
in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditäts-
bedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als 
die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung 
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Er-
werbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Geht es um die Mitar-
beit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemein-
schaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Die Abklärung 
erstreckt sich im Haushalt daher auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangehö-
rigen, welche im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist und weitergeht 
als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung 
(BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
4.4 Die IV-Stelle gab eine Haushaltsabklärung in Auftrag. Diese wurde am 2. Juli 2021 am 
Wohnort der Versicherten vorgenommen. Im hierzu erstellten Bericht vom 22. Juli 2021 wurden 
richtigerweise vorab die krankheitsbedingten Beschwerden und Einschränkungen festgehalten 
sowie die konkreten Wohnverhältnisse beschrieben. Im Weiteren wurden die einzelnen Aufga-
benbereiche im Haushalt gesondert definiert und die entsprechenden Einschränkungen der 
Versicherten festgehalten. Dabei wurden auch die unter dem Aspekt der Schadenminderungs-
pflicht berücksichtigten Beiträge des Lebenspartners umschrieben. Insgesamt kommt der Be-
richt zum Schluss, dass unter Berücksichtigung der familiär üblichen Mithilfe des Lebenspart-
ners eine Einschränkung der Versicherten im Haushalt von 5 % bestehe. Die Beschwerdeführe-
rin erhebt Einwände gegen diese Feststellungen. Sie macht im Wesentlichen geltend, ange-
sichts der ausgeprägten somatischen und psychischen Beschwerden sei nicht nachvollziehbar, 
dass sie im Haushalt kaum eingeschränkt sei. Dies gelte umso mehr, als der psychiatrische 
Gutachter von einer Einschränkung in der Haushaltsführung von 10 % ausgehe. Schliesslich sei 
die Abklärung durch den Umzug in ein Doppel-Einfamilienhaus überholt.  
 

 

 
 
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4.5 Der Argumentation der Beschwerdeführerin kann nicht beigepflichtet werden. Zunächst 
entspricht der Haushaltsbericht in formeller Hinsicht den bundesgerichtlichen Anforderungen an 
einen beweistauglichen Bericht. Er wurde aufgrund von Erhebungen vor Ort in Anwesenheit der 
Versicherten durch eine hierfür geschulte Fachperson erstellt. Diese hatte Kenntnis von den 
sich aus dem medizinischen Akten ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen, sie 
beurteilte sämtliche Aufgabenbereiche (Haushaltführung, Ernährung, Wohnungspflege, Einkauf, 
Wäsche), gewichtete sie und beschrieb sorgfältig und ausführlich die jeweiligen Fähigkeiten und 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin in den einzelnen Bereichen. Dabei berücksichtigte 
sie, dass diese bei der Erledigung der im Haushalt anfallenden Arbeiten nicht an zeitliche Vor-
gaben gebunden ist und deren Besorgung auch bei einem Teilzeitpensum weitgehend frei ein-
teilen kann. Weiter wurde die ihr obliegende Schadenminderungspflicht einbezogen. Zudem 
hielt sich die Abklärungsperson an die Bandbreite gemäss Rz. 3087 des Kreisschreibens über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH; Stand: 1. Januar 2021). Anhalts-
punkte dafür, dass sie die Aufgabenbereiche ermessensfehlerhaft gewichtet, die Angaben der 
Versicherten unzureichend berücksichtigt, oder die in den einzelnen Bereichen bestehenden 
Einschränkungen nicht korrekt beschrieben und bewertet hätte, sind weder ersichtlich noch 
substantiiert dargetan. Es lässt sich vielmehr festhalten, dass sich der Berichtstext als plausibel, 
begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen erweist und in 
Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben der Versicherten steht. Zwar 
geht der psychiatrische Gutachter von einer etwas höheren Einschränkung in der Haushaltsfüh-
rung von 10 % aus. Jedoch erscheint die Einschätzung im Haushaltsbericht, wonach eine ge-
schätzte Einschränkung von 5 % bestehe, unter Berücksichtigung der zumutbaren Mithilfe des 
Lebenspartners der Beschwerdeführerin im gemeinsamen Haushalt im Rahmen der Schaden-
minderungspflicht nachvollziehbar, wie sich auch aus dem Gutachten des ZMB vom 11. Mai 
2022 ergibt (vgl. ebenda, Ziff. 8.2). Der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte zwi-
schenzeitliche Umzug in ein Doppel-Einfamilienhaus ist nicht belegt und kann daher nicht be-
rücksichtigt werden. Bei dieser Sachlage durfte die IV-Stelle in antizipierter Beweiswürdigung 
auf weitere Abklärungen verzichten. Da keine feststellbare Fehleinschätzung vorliegt, besteht 
kein Anlass, von den entsprechenden Angaben im Abklärungsbericht vom 22. Juli 2021 abzu-
weichen. 
 
5.1 Zur Ermittlung des Invaliditätsgrads ist weiter die Frage zu beantworten, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterla-
gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt 
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu 
wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 135 V 465 E. 4.4, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 
8C_879/2014, E. 5.3). 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin war vom 10. bis 25. März 2021 im Spital D.____ hospitalisiert. 
Im Austrittsbericht vom 20. April 2021 wurden eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; 
ICD-10 F43.1), eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) und eine sonstige Endometriose (ICD-10 
N80.8) diagnostiziert. Die Versicherte habe an einem multimodularen Therapieprogramm teil-
genommen. Dabei sei versucht worden, das Repertoire an Bewältigungsstrategien zu erweitern. 
Sie berichte, im Alltag wiederholt mit Flashbacks konfrontiert zu sein, die jeweils eine grosse 
Verzweiflung auslösen würden. Sie würde verschiedene Situationen meiden und sei dadurch im 

 

 
 
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Alltag sehr eingeschränkt. Der Versicherten sei nahegelegt worden, eine Trauma-spezifische 
Behandlung anzugehen. 
 
6.3 Am 22. April 2021 hielt der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, fest, dass die Versicherte seit circa Mitte 2014 aufgrund einer komplexen 
PTBS (kPTBS) nicht mehr arbeitsfähig (ev. "arbeitstätig") sei. Bei Status nach Hospitalisation im 
Spital D.____ vom 10. bis 25. März 2021 habe sich die Situation etwas beruhigt. Die Versicher-
te sei aber noch nicht stabil genug, um sich mit den traumatischen Erfahrungen auseinanderzu-
setzen. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei unklar. 
 
6.4 Die IV-Stelle veranlasste beim ZMB ein gynäkologisch-psychiatrisches Gutachten, wel-
ches am 11. Mai 2022 erstattet wurde. Die Gutachter diagnostizierten mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit ein psychisch überlagertes, teilweise somatoformes Schmerzsyndrom des Ab-
domens in Fokussierung auf das kleine Becken und die Darmtätigkeit bei Endometriose und 
eine Traumafolgestörung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde eine subklinische 
interstitielle Zystitis. Bei der Explorandin habe sich bereits im Teenageralter eine ausgeprägte 
Dysmenorrhoe und Hypermenorrhoe eingestellt. Im Alter von 26 Jahren sei wegen einer ruptu-
rierten Ovarialzyste notfallmässig eine Laparoskopie durchgeführt und dabei auch die Endomet-
riose diagnostiziert worden. In den Jahren 2014, 2019 und 2020 seien weitere operative Eingrif-
fe erfolgt. Beim letzten Eingriff seien die patho-anatomischen Befunde deutlich weniger ausge-
prägt gewesen als bei den vorangegangenen Operationen. Es sei also im Verlauf eine Besse-
rung eingetreten. Vor diesem Hintergrund seien die von der Explorandin geschilderten unver-
ändert persistierenden diffusen abdominalen Beschwerden nicht hinreichend erklärbar. Die 
Ausführungen der Explorandin würden allgemein deutlich überzeichnet erscheinen. Es müsse 
ein persistierender somatoformer Schmerz respektive eine psychosomatische Überlagerung 
angenommen werden. Somatisch sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20-30 % an-
zunehmen. Im Home-Office oder bei flexibler Arbeitszeit könne die Arbeitsfähigkeit bis 100 % 
gehen. In psychiatrischer Hinsicht sei eine komplexe psychische Störung zu bestätigen. Im 
Rahmen einer psychiatrischen Hospitalisation im März 2021 sei die Diagnose einer PTBS ge-
stellt worden. Die Versicherte sei von ihrem Bruder jahrelang sexuell missbraucht worden. Zu-
dem habe sie über eine emotionale Mangelerfahrung durch die Eltern berichtet. Die Versicherte 
habe sehr plausibel Intrusionen mit Wiedererleben von früheren Situationen geschildert. Ihre 
Angaben seien in sich schlüssig und emotional nachvollziehbar. Es sei auf eine intensive Be-
fragung aufgrund einer möglichen Retraumatisierung verzichtet worden. Eine traumaspezifische 
Behandlung habe bisher noch nicht etabliert werden können. Insgesamt bestünde ein komple-
xes somatisches und psychiatrisches Beschwerdebild, welches die Durchhaltefähigkeit und 
Belastbarkeit der Versicherten erheblich einschränke. Aus gesamtmedizinischer Sicht sei der 
Versicherten die bis 2014 ausgeübte Tätigkeit als medizinische Praxisassistentin (noch) nicht 
zumutbar. Es seien ihr aber nach Austritt aus dem Spital D.____ ab circa April 2021 angepasste 
Verweistätigkeiten von maximal vier Stunden pro Tag möglich. Als Mutter zweier minderjähriger 
Töchter sei ihre Belastbarkeit herabgesetzt und sie sei dadurch weiter eingeschränkt, weshalb 
die Arbeitsfähigkeit aktuell 40 % betrage. Das mögliche Arbeitsplatzprofil müsse die Möglichkeit 
beinhalten, jederzeit eine Toilette aufsuchen zu können und es müsse sich um eine ruhige, kör-
perlich leicht- bis mittelschwere Tätigkeit handeln, die die Versicherte alleine oder in einem klei-

 

 
 
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nen Team ohne regen Kundenkontakt ausüben könne. In ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mut-
ter sei anlässlich der Haushaltsabklärung eine 5 %ige Einschränkung attestiert worden. Diese 
Einschränkungen erschienen unter Aufbietung der vorhandenen Ressourcen (Lebenspartner) 
nachvollziehbar. Der Versicherten seien verschiedene Tätigkeiten körperlich schwerer Natur im 
Haushalt wohl nur mit fremder Hilfe möglich. Insgesamt werde die Einschränkung im Haushalt 
gutachterlich etwas höher mit 10 % eingeschätzt. 
 
6.5 Die Beschwerdeführerin liess sich am 22. September 2022 von Dr. med. F.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, fachärztlich untersuchen. Im Bericht vom 29. September 2022 
führte er aus, dass bei der Versicherten die Kriterien einer kPTBS erfüllt seien. Aktuell betrage 
die Arbeitsunfähigkeit 70-80% und die Einschränkung im Haushalt aufgrund einer beeinträchtig-
ten Selbstorganisation und dem phobischen Vermeidungsverhalten der Versicherten mindes-
tens 30-40%. 
 
6.6 Am 16. März 2023 nahm der behandelnde Arzt Dr. C.____ Stellung zum Gutachten des 
ZMB vom 11. Mai 2022. Dabei hielt er auch fest, dass die Diagnose einer somatoformen 
Schmerzstörung fragwürdig sei, da die Beschwerden der Beschwerdeführerin durchaus eine 
organische Ursache hätten. Zudem sei bei der Versicherten am ehesten eine kPTBS zu diag-
nostizieren. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Versicherte 
nach dem Austritt aus dem Spital D.____ ab April 2021 wieder zu 40 % arbeitsfähig sein soll. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 2. März 2023 bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf das bidiszipli-
näre Gutachten des ZMB vom 11. Mai 2022. Sie ging demgemäss davon aus, dass die Versi-
cherte bis März 2021 vollständig arbeitsunfähig war und ihr nach dem Austritt aus dem Spital 
D.____ ab April 2021 angepasste Verweistätigkeiten von maximal vier Stunden pro Tag zumut-
bar seien. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Die Beurteilung im Gutachten des ZMB ergibt hinsichtlich des erhobenen 
somatischen und psychischen Befunds ein nachvollziehbares Bild über den Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin. Sie selbst macht denn auch nicht geltend, dass ihre im Interview 
gemachten Angaben im Gutachten nicht korrekt wiedergegeben worden seien. Es ist daher 
nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts 
auf das Gutachten des ZMB abgestellte. Dies gilt umso mehr, als aus den Berichten der 
Dres. med. F.____ und C.____ vom 22. September 2022 und 16. März 2023 keine Gesichts-
punkte hervorgehen, welche die Beurteilung des Gesundheitszustands durch die Gutachter in 
Frage stellen könnten. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass (auch) eine urologi-
sche Begutachtung hätte durchgeführt werden müssen, findet diese Forderung in den vorlie-
genden medizinischen Unterlagen jedoch keine Stütze. Die Akten geben keinen Anlass, die 
Notwendigkeit einer solchen Begutachtung anzunehmen.  
 

 

 
 
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7.2 Es besteht aber in Bezug auf die berufliche Leistungsfähigkeit und den Verlauf der Ar-
beitsfähigkeit weiterer Abklärungsbedarf, kann doch die für den Einkommensvergleich massge-
bende berufliche Leistungsfähigkeit der Versicherten in einer Verweistätigkeit nicht zweifelsfrei 
nachvollzogen werden. Grund dafür ist, dass die Gutachter bei der Einschätzung der Arbeitsfä-
higkeit in Verweistätigkeiten auch die Belastungen der Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich 
einbezogen. Damit kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie die Leistungsfähigkeit im Er-
werbs- und Aufgabenbereich vermischten (vgl. Ziff. 8.1 des Gutachtens). Zudem leuchtet der im 
Gutachten beschriebene zeitliche Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht ein. Die Gutachter hielten 
fest, dass die Arbeitsfähigkeit von 40 % seit dem Austritt der Beschwerdeführerin aus dem Spi-
tal D.____ (am 25. März 2021) ab circa April 2021 gelte. Für die Zeit davor sei aufgrund der 
Akten von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. Ziffer 4.9.1 des Gutachtens). 
Diese Beurteilung wirft Fragen auf, wurde doch im Austrittsbericht des Spitals D.____ vom 
20. April 2021 weder eine Verbesserung des Gesundheitszustands festgestellt noch eine Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen. Eine gesundheitliche Verbesserung lässt sich auch 
nicht aus der übrigen medizinischen Aktenlage ableiten. Damit ist unklar ob, und wenn ja, ab 
wann von einer massgebenden Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführe-
rin auszugehen ist. Folglich sind die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren mit 
Blick auf die berufliche Leistungsfähigkeit der Versicherten in einer Verweistätigkeit und den 
Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar beurteilt. Bei diesen Unklarheiten hätte die 
Beschwerdegegnerin bei den Gutachtern des ZMB nachfragen und eine Stellungnahme einho-
len müssen. Indem sie dies unterliess, missachtete sie die bundesrechtlichen Beweiswürdi-
gungsregeln und den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 
 
8. Rechtsprechungsgemäss können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei ent-
scheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. 
Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, 
wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gut-
achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserhebli-
chen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, 
wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage be-
gründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtli-
chen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.). Da es die IV-Stelle unterliess, 
die Arbeitsfähigkeit der Versicherten resp. den Verlauf derselben bis zum Erlass der angefoch-
tenen Verfügung vom 2. März 2023 mit der gebotenen Sorgfalt abzuklären, und es nicht die 
Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklä-
rungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen.  
 
9. Diese wird angehalten, den medizinischen Sachverhalt beim ZMB ergänzend abzuklä-
ren zu lassen. Dabei ist insbesondere die für den Einkommensvergleich massgebende berufli-
che Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer zumutbaren Verweistätigkeit sowie de-
ren zeitlicher Verlauf zu klären (vgl. E. 7.2 hiervor). Hernach wird die IV-Stelle über den Leis-
tungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu befinden haben. Hierbei wird der Sachverhalt 
massgebend sein, wie er sich bis zum Erlass der neuen Verfügung entwickelt hat. Die IV-Stelle 
wird daher ab dem Eintritt der jüngeren Tochter der Beschwerdeführerin in den Kindergarten im 

 

 
 
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August 2023 eine allfällige Erhöhung des Arbeitspensums und zudem eine Neubeurteilung im 
Aufgabenbereich zu prüfen haben. Sodann wird sie bei der Invaliditätsbemessung die im Zeit-
punkt des Erlasses der neuen Verfügung aktuellsten statistischen Daten und Vorgaben beach-
ten müssen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
10.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Nach Art. 69 
Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto-
nalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen 
wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt 
das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens 
einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Hebt das Kantonsgericht eine 
bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im 
Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in 
prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-
Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit 
Hinweisen). Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit der IV-Stelle auferlegt. Der 
geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Der obsiegenden Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 24. November 2023 aufgefordert, bis zum 8. De-
zember 2023 seine detaillierte Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. Gleichzeitig wurde 
er darauf hingewiesen, dass das Honorar nach Ermessen festgesetzt werde, falls bis zum ge-
nannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der Folge reichte der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin keine Kostennote ein, sodass das Honorar ankündigungsgemäss nach 
Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen 
sowie des zeitlichen Aufwands für die vorliegend zu beurteilende Beschwerde erscheint eine 
pauschale Parteientschädigung zugunsten der Beschwerdeführerin von insgesamt Fr. 2’200.-- 
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Demnach hat die Beschwerde-
gegnerin der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung von 
Fr. 2’200.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-

 

 
 
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sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft vom 2. März 2023 aufgehoben und die Angelegenheit 
wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass 
einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2’200.-- (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

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