# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44161cce-14be-5fe7-b753-413275fdf222
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2009 C-2630/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2630-2007_2009-09-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2630/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter Michael Peterli, 
Richterin Vera Marantelli,
Gerichtsschreiber Marc Hunziker.

A._______,
vertreten durch Herr lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, 
Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2630/2007

Sachverhalt:

A.

A.a
Die  am  7. April  1944  geborene,  verheiratete,  in  ihrem  Heimatstaat 
wohnhafte  serbische Staatsangehörige  A._______,  die von 1972 bis 
1985  in  der  Schweiz  gearbeitet  und  während  dieser  Zeit  angeblich 
obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet hatte, meldete sich am 
24. Januar  2005 beim serbischen Versicherungsträger  zuhanden der 
IV-Stelle zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an. 

A.b
In der Folge zog die IV-Stelle verschiedene Unterlagen wirtschaftlichen 
und medizinischen Inhalts zu den Akten, insbesondere:

- die von der Gesuchstellerin am 14. Dezember 2005 ausgefüllten 
Fragebögen,  denen  zu  entnehmen  ist,  dass  sie  seit  ihrer 
Rückkehr nach Serbien im Jahre 1985 nur noch im Haushalt tätig 
gewesen  sei  und  dass  sie  unter  Knie-,  Rücken-  und 
Schulterschmerzen  leide  und  nur  mit  starken  Schmerzmitteln 
einigermassen leben könne;

- die in den Jahren 2004 bis 2006 erstellten ärztlichen Unterlagen, 
aus  denen hervorgeht,  dass  die  Versicherte  an Schlaflosigkeit, 
Depressionen,  Verknöcherung  der  Wirbelsäule  sowie  an 
Herzproblemen leide.

A.c
Nach  Einsicht  in  diese  Unterlagen  hielt  der  IV-Stellenarzt  Dr.  med. 
B._______  in  seinem  Bericht  vom  22. August  2006  dafür,  dass  die 
Versicherte an keinen schwerwiegenden psychischen Probleme leide 
und  eine  Arbeitsunfähigkeit  nicht  mit  aussermedizinischen  Gründen 
gerechtfertigt  werden  könne.  Ebenso  wenig  werde  sie  durch  die 
geltend  gemachten  Schlafstörungen  in  der  Haushaltsführung 
behindert. Mangels Krankheitsbild, das geeignet sei eine längerfristige 
Arbeitsunfähigkeit  herbeizuführen,  empfehle  er  sämtliche 
Versicherungsleistungen abzulehnen (act. 39).

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B.
Nach Erlass  des  Vorbescheids  am 4. September  2006  (act. 41)  und 
unter  Berücksichtigung  des  aufgrund  nachgereichter  medizinischen 
Unterlagen von IV-Stellearzt  Dr. med. B._______ am 5. Januar  2007 
verfassten Berichtes (act. 49) wies die IV-Stelle das Leistungsbegeh-
ren mit Verfügung vom 2. März 2007 ab. Dabei führte sie im Wesentli-
chen  aus,  dass  bei  der  nicht  erwerbstätigen  Versicherten  keine 
Unmöglichkeit  vorliege,  sich  im  bisherigen  Aufgabenbereich,  der 
Führung des Haushaltes, zu betätigen. Im Übrigen würden die von ihr 
nach  dem  Vorbescheid  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  nur 
die  bekannten  Gesundheitsbeeinträchtigungen  bestätigen  und  keine 
neuen Elemente enthalten (act. 50).

C.
Gegen  die  Verfügung  vom  2. März  2007  erhob  A._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  mit  Eingabe  vom  12. April  2007 
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Unter Einreichung weite-
rer medizinischer Unterlagen beantragte die Beschwerdeführerin sinn-
gemäss, die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr eine Invali-
denrente  zuzusprechen  oder  eventualiter  ihren  Gesundheitszustand 
erneut abklären zu lassen. Zur Begründung machte die Beschwerde-
führerin im Wesentlichen geltend, dass aus den eingereichten medizi-
nischen Unterlagen eine mindestens 50 % Arbeitsunfähigkeit für jegli-
che Tätigkeit hervorgehe. Ausserdem sei trotz verschiedenen gesund-
heitlichen Beschwerden nur die Beurteilung durch einen IV-Stellenarzt 
anstelle derjenigen durch eine Fachgruppe eingeholt worden. 

D.
Mit Vernehmlassung vom 20. Juli 2007 beantragte die IV-Stelle (nach-
folgend: Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde und die Bestäti-
gung der angefochtenen Verfügung. Dabei führte sie im Wesentlichen 
aus,  dass  der  beurteilende  Arzt  nach  erneutem Aktenstudium unter 
Einbezug der beschwerdeweise eingereichten ärztlichen Berichten zur 
Schlussfolgerung gelange, dass die bestehenden Leiden keine renten-
begründende Behinderung im Haushalt verursachten. Im Übrigen be-
stehe keine Bindung der schweizerischen Invalidenversicherung an die 
Beurteilung ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, ande-
rer Behörden und Ärzte.

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E.
Mit  Eingabe vom 26. Juli  2007 brachte  die  Beschwerdeführerin  zum 
erneuten Bericht  des IV-Stellenarztes im Wesentlichen vor,  dass die 
Beurteilung  wiederum  nur  von  einem  Einzelarzt  anstelle  von  einer 
Fachgruppe vorgenommen worden sei. Auch hätten mehrere handge-
schriebene,  medizinische Unterlagen mangels  Lesbarkeit  nicht  über-
setzt  und deshalb nicht beurteilt  werden können. Im Übrigen sei die 
Beschwerdeführerin bereit, sich in der Schweiz multidisziplinär unter-
suchen zu lassen. 

F.
Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 26. Juli 2007 wurde der Vor-
instanz am 2. August 2007 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

G.
Der  mit  Zwischenverfügung  vom  2. August  2007  vom  zuständigen 
Instruktionsrichter  geforderte  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von 
Fr. 400.-  ist  beim  Bundesverwaltungsgericht  am  17.  August  2007 
eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-
Stelle  für  Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bun-
desverwaltungsgerichts  gehört  (Art. 33  Bst. d VGG; vgl.  auch  Art. 69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachge-
biet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Das VwVG findet keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, 
soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG,  SR 830.1)  anwendbar  ist 
(Art. 3 Bst. dbis VwVG).

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1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-
gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 2. März 2007. Die 
Beschwerdeführerin  hat  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 ATSG)  Be-
schwerde erhoben. Durch die Verfügung ist sie besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung 
(Art. 59 ATSG). Nachdem auch der eingeforderte Kostenvorschuss ge-
leistet wurde, ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten.

1.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Aushilfe  in  anderen  Abteilungen ver-
pflichtet.  Vorliegend  ist  der  Vorsitz  im  Beschwerdeverfahren  Mitte 
März 2009 auf die Abteilung II übergegangen. Der Spruchkörper setzt 
sich neu zusammen aus Richter Hans Urech und Richterin Vera Ma-
rantelli der Abteilung II und Richter Michael Peterli der Abteilung III.

2.
Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermes-
sens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kan-
tonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).

3.
Nach dem Zerfall  der  Föderativen Volksrepublik  Jugoslawien blieben 
zunächst  die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwi-
schen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen 
Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR 0.831.109. 
818.1; im Folgenden: Abkommen) für alle Staatsangehörigen des ehe-
maligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 
381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit gewissen 
Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, 
Mazedonien),  nicht  aber  mit  Serbien,  neue Abkommen über  Soziale 
Sicherheit abgeschlossen. Für die Antragstellerin als serbische Staats-
angehörige findet demnach weiterhin das schweizerisch-jugoslawische 
Abkommen Anwendung. Nach  Art. 2  des  im  Zeitpunkt  des  Erlasses 
der streitigen Verfügung vom 2. März 2007 anwendbaren Abkommens 
stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten 
und Pflichten unter den in Art. 1 des Abkommens genannten Rechts-
vorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bundesgesetzgebung 
über die Invalidenversicherung gehört,  einander gleich, soweit  nichts 
anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich der Vorausset-

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zungen des Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente sowie 
der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 des Abkom-
mens  aufgestellten  Grundsatz  der  Gleichstellung  abweichen,  finden 
sich  weder  im  Abkommen  selbst  noch  in  anderen,  auf  Serbien  an-
wendbaren völkerrechtlichen Vereinbarungen.

Nach dem Gesagten bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung nach dem 
schweizerischen Recht, insbesondere dem IVG, der Verordnung über 
die  Invalidenversicherung  vom  17.  Januar  1961  (IVV,  SR  831.201), 
dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 
2002 (ATSV, SR 830.11).

4.

4.1 Zu  prüfen  ist,  ob  die  Beschwerdeführerin  Anspruch  auf  eine 
schweizerische  Invalidenrente  hat.  Weil  in  zeitlicher  Hinsicht 
grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massgebend  sind,  die  bei  der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, 
und weil nach ständiger Praxis der Sozialversicherungsgerichte in der 
Regel  auf  den  bis  zum  Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen 
Verwaltungsaktes  (hier:  2. März  2007)  eingetretenen  Sachverhalt 
abgestellt wird (BGE 132 V 2 E. 1, 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind 
im vorliegenden Fall  die  auf  den 1. Januar  2004 in  Kraft  getretenen 
Bestimmungen der 4. IV-Revision anwendbar. Nicht zu berücksichtigen 
sind  damit  die  durch  die  5. IV-Revision  eingeführten  Änderungen, 
welche am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129).  Im 
Folgenden  werden  deshalb  jeweils  die  ab  1. Januar  2004  bis  Ende 
2007 gültigen Bestimmungen des IVG und der  IVV  zitiert  (AS 2003 
3837).

4.2 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 1  Abs. 1 IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG-Normen  zur  Ar-
beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 
und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schwei-
zerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches  Versicherungsge-
richt [EVG]) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthalte-
nen Legaldefinitionen in  aller  Regel  um eine formellgesetzliche Fas-
sung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden 
Begriffen vor Inkrafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit 
keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung 
übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl.  BGE 130  V  343 

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E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht 
zu  einer  Modifizierung  der  bisherigen  Judikatur  zur  Invaliditätsbe-
messung bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin nach der 
angestammten Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist 
(BGE 129 V 224 E. 4.3, 131 V 53 E. 5.1.2).

5.

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Nach  Art. 4 IVG  kann  die  Invalidität  Folge  von  Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald sie 
die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor-
derliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

5.2 Anspruch  auf  eine  ganze Invalidenrente  besteht  gemäss  Art. 28 
Abs. 1 IVG bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 %, derjenige 
auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem  solchen  von  mindestens  60 %, 
derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der Invalidität von 50 % 
und derjenige auf eine Viertelsrente ab einem solchen von 40 %. Ge-
mäss Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben.  Nach  der  Rechtsprechung  des  EVG  stellt 
Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift,  sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Wei-
se  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenüberge-
stellt  werden,  worauf  sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit  die fraglichen Erwerbseinkommen 
nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im 
Einzelfall  bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 
Annäherungswerte  miteinander  zu  vergleichen  (allgemeine  Methode 

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des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und 
b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Dagegen gelten gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG 
Volljährige,  die vor der Beeinträchtigung ihrer  körperlichen, geistigen 
oder  psychischen  Gesundheit  nicht  erwerbstätig  waren  und  denen 
eine Erwerbstätigkeit  nicht  zugemutet  werden,  als invalid,  wenn eine 
Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betäti-
gen. Zum Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten zäh-
len nach Art. 27 IVV insbesondere die übliche Tätigkeit  im Haushalt, 
die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tä-
tigkeiten. Bei nichterwerbestätigen Personen ist somit ein Betätigungs-
vergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der ver-
minderten Leistungsfähigkeit zu bestimmen.

5.4 Der Begriff  der Invalidität  ist  demnach nicht  nach dem Ausmass 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der dar-
aus folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 
V 275 E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 
betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur 
im angestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn 
erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten 
(Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätz-
lich nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen 
zu ermitteln. Das heisst,  dass  es  bei  der  Bemessung  der  Invalidität 
einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktio-
nellen  Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem vom 
Arzt  festgelegten Grad  der  funktionellen  Einschränkung übereinstim-
men müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Ver-
waltung und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen ange-
wiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls  auch andere Fachleute zur 
Verfügung gestellt haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet 
werden können (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Be-
urteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der 
Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung und im Beschwerde-
fall dem Gericht.

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5.5 Hinsichtlich der Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente 
schreibt Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung) vor, dass der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG 
frühestens in dem Zeitpunkt  entsteht,  in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40 % (bei einer im Ausland wohnenden Person wie vor-
liegend  50 %)  bleibend  erwerbsunfähig  bzw.  bleibend  invalid  (vgl. 
THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,  Bern 2003, 
§52 N13) geworden ist  (Bst. a: Dauerinvalidität)  oder  während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens  40 % (im Aus-
land 50 %) arbeitsunfähig gewesen war (Bst. b: langdauernde Krank-
heit).

Für  die  Annahme bleibender  Invalidität  im  Sinne  von  Art. 29  Abs. 1 
Bst. a IVG  und  Art. 29 IVV  ist  nach  ständiger  Rechtsprechung  des 
EVG die überwiegende Wahrscheinlichkeit erforderlich, dass ein weit-
gehend stabilisierter,  im Wesentlichen irreversibler  Gesundheitsscha-
den vorliegt, welcher die Erwerbsfähigkeit der versicherten Person vor-
aussichtlich  dauernd  in  rentenbegründendem  Ausmass  beeinträchti-
gen wird. Als relativ stabilisiert kann ein ausgesprochen labil gewese-
nes  Leiden  nur  dann  betrachtet  werden,  wenn  sich  sein  Charakter 
deutlich in der Weise geändert hat, dass vorausgesehen werden kann, 
in  absehbarer Zeit  werde keine praktisch erhebliche Wandlung mehr 
erfolgen (BGE 119 V 102 E. 4a mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung 
führt  dazu, dass die Annahme bleibender Invalidität  im Rahmen von 
Art. 29 IVG Seltenheitswert hat; in Betracht fällt sie etwa bei Amputati-
onen (ULRICH MEYER-BLASER,  Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
IVG, Zürich 1997,  S. 232 f.,  mit  weiteren Hinweisen). Fehlen die ge-
nannten  restriktiven  Kriterien,  so  ist  die  Frage,  wann  ein  allfälliger 
Rentenanspruch  entsteht  und  mithin  der  Versicherungsfall  eintritt, 
stets nach Massgabe von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG zu prüfen. Mit der 
in  dieser  Bestimmung vorgesehenen Wartezeit  von einem Jahr  wird 
eine  Abgrenzung  zwischen  den  Aufgaben  der  Invalidenversicherung 
und  denjenigen  der  sozialen  Kranken-  und  Unfallversicherung  be-
zweckt; letztere haben während der Wartezeit  in  erster  Linie für den 
Erwerbsausfall bei Krankheit oder Unfall aufzukommen (BGE 111 V 23 
E. 3a).  Nach  Art. 29ter IVV  liegt  ein  wesentlicher  Unterbruch  der  Ar-
beitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG vor, wenn die 
versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll 
arbeitsfähig war.

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6.
Die Bescherdeführerin arbeitete bis 1985 in der Schweiz und war seit 
ihrer Rückkehr nach Serbien im selben Jahr nur noch im Haushalt tätig 
gewesen. Unter diesen Umständen ist für die Zeit ab Gesuchseinrei-
chung (resp. ein Jahr zuvor, also Januar 2004 [vgl. Art. 48 IVG in der 
bis  zum 31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassung])  allein  auf-
grund der ärztlichen Angaben zu prüfen,  ob die Beschwerdeführerin 
bis zum 2. März 2007 eine rentenbegründende Invalidität erlitten hat. 

7.

7.1 Den  Akten  zu  entnehmen  ist,  dass  die  Beschwerdeführerin  im 
Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides an Schlaflosigkeit, Depres-
sionen,  Verknöcherung  der  Wirbelsäule  sowie  an  Herzproblemen litt 
und immer noch leidet. 

7.2
Da die  Beschwerdeführerin  in  den letzten Jahren ausschliesslich  im 
Haushalt  tätig war, gilt  es festzustellen, in welchem Masse sie durch 
ihre Leiden behindert wird, sich in diesem Aufgabenbereich zu betäti-
gen. 

8.

8.1 Erforderlich ist im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich der Be-
weisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit.  Dieser  Grad  über-
steigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit bzw. einer Hy-
pothese und liegt anderseits unter demjenigen der strikten Annahme 
der  zu  beweisenden  Tatsache.  Die  Wahrscheinlichkeit  ist  insoweit 
überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Ein-
wände  entgegenstehen (UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  Zürich  2003, 
Art. 43  Rz. 23;  THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungs-
rechts, Bern 2003, § 68, Rz. 43 ff.).

8.2 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist,  in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen der  Expertin  oder  des Experten begründet  sind. 
Zudem sind Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund 

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eingehender  Beobachtungen  und  Untersuchungen  sowie  nach  Ein-
sicht in die Akten erstellt wurden, grundsätzlich volle Beweiskraft zuzu-
erkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit 
sprechen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich we-
der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten  oder  in  Auftrag  gegebenen Stellungnahme als  Bericht  oder 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3A, BGE 122 V 157 E. 1c).

8.3 Der beigezogene IV-Stellenarzt, auf dessen Berichte sich die Vor-
instanz abstützt, hat sich am 22. August 2006, am 5. Januar 2007 so-
wie am 10. Juli 2007 sehr klar dahingehend geäussert, dass das von 
der Beschwerdeführerin geltend gemachte Krankheitsbild sie nicht in 
der  Haushaltsführung behindere. So seien im EKG keine Anzeichen 
für eine Ischämie oder einen Infarkt erkennbar. Die Depression sei nur 
von moderater Stärke und werde auch behandelt. Im Übrigen sei die 
Verknöcherung der Wirbelsäule bei einer über sechzigjährigen Person 
ein absolut normales Phänomen. 

8.4 Im vorliegenden Fall sind die Befunde des beigezogenen IV-Stel-
lenarztes  klar  und  schlüssig,  wonach  die  Beschwerdeführerin  durch 
ihre Leiden nicht beeinträchtigt werde, sich in ihrem Aufgabenbereich 
zu betätigen. Für das Bundesverwaltungsgericht gibt es keine ersichtli-
chen Gründe, davon abzuweichen, die medizinischen Unterlagen wei-
teren IV-Stellenärzten zu unterbreiten oder eine Begutachtung in der 
Schweiz anzuordnen. Zumal  die Beschwerdeführerin  am 14. Dezem-
ber 2005 im sich an im Haushalt tätige Versicherte richtende Fragebo-
gen unter anderem angab, sie sei imstande, die Fenster zu putzen, die 
Betten zu machen sowie zu waschen und zu bügeln (act. 13). Die für 
die  Zusprechung einer  schweizerischen  Invalidenrente  massgebliche 
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 % für Perso-
nen im Ausland (vgl. E. 5.2) lag gemäss dem massgeblichen Beweis-
grad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  (BGE 126  V  360  E. 5b) 
zum  massgeblichen  Zeitpunkt  des  angefochtenen  Entscheides  vom 
2. März  2007  ganz offensichtlich  nicht  vor,  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist. 

8.5 Zu ergänzen bleibt,  dass  die  Kriterien  ausländischer  Ärzte  oder 
Versicherungsträger  für  die  Annahme  einer  Arbeitsunfähigkeit  die 
schweizerischen  Behörden  in  keiner  Weise  binden  (vgl.  ZAK  1989 
S. 320 E. 2). Insbesondere können der sich nach Erlass der angefoch-
tenen  Verfügung  allenfalls  verschlechternde  Gesundheitszustand  so-

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wie aussermedizinische Gründe, wie etwa das Alter der Beschwerde-
führerin, nicht berücksichtigt werden.

9.

9.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand  und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200  -  1'000 
Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Für das vor-
liegende Verfahren sind die Verfahrenskosten auf Fr 400.- festzusetzen 
und der Beschwerdeführerin als der unterliegenden Partei  aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind mit dem geleis-
teten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

9.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Die  unterliegende  Beschwerdeführerin 
hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e 
contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref.-Nr. 725.44.607.155)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Marc Hunziker

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid  kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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