# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1920d2d-eee7-58ae-b9e2-fb6e0df5d9bc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.07.2009 E-4207/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4207-2009_2009-07-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4207/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Bangladesh,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4207/2009

Das Bundesverwaltungsgericht 

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren  (VwVG,  SR  172.021),  des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 29. Januar 2009 illegal verliess und am 19. Mai 2009 in der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ am 25. Mai 
2009 summarisch befragt und am 5. Juni 2009 gemäss Art. 29 Abs. 1 
AsylG vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde,

Seite 2

E-4207/2009

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen anführte, 
er stamme aus dem Dorf C._______, Distrikt D._______,

dass Vertreter der Awami League nach dem Wahlsieg dieser Partei bei 
den Wahlen vom 29. Dezember 2008 von seinem Vater, einem Händler 
und  lokal  einflussreichen  Mitglied  der  Bangladesh  National  Party 
(BNP), wiederholt Geldzahlungen verlangt hätten,

dass sein Vater schliesslich am 15. Januar 2009 weitere Forderungen 
zurückgewiesen  habe,  weshalb  er  verprügelt  und  das  Geschäft 
geplündert worden sei,

dass sie von einem Schlägertrupp daran gehindert worden seien, auf 
dem Polizeiposten im Nachbarort eine Anzeige wegen dieser Vorfälle 
einzureichen,

dass  zwei  Tage  später  das  Haus  eines  lokalen  Führers  der  Awami 
League abgebrannt sei,

dass  sein  Vater  beschuldigt  worden  sei,  diesen  Brand  aus  Rache 
gelegt zu haben und von einer Dorfversammlung deshalb zur Zahlung 
einer Summe von 2 Mio Taka innert einer Woche verurteilt worden sei,

dass am 26. Januar  2009 sein  jüngerer  Bruder  entführt  worden sei, 
weil sein Vater bis dahin die geforderte Summe nicht bezahlt habe und 
mit dessen Ermordung gedroht worden sei, falls keine Zahlung erfolge,

dass sie gleichentags auf dem Polizeiposten eine Anzeige wegen die-
ses  Vorfalls  hätten  aufgeben  wollen,  die  Polizei  sich  aber  geweigert 
habe, etwas zu unternehmen,

dass am Abend desselben Tages mehrere Personen das Haus seiner 
Familie umstellt und dieses in Brand gesteckt hätten,

dass er und seine Familie durch die Hintertür hätten entkommen kön-
nen, weil einer der Angreifer sie habe passieren lassen, und sie in den 
benachbarten Ort E._______ geflüchtet seien,

dass sein Vater in der Folge einen Schlepper damit beauftragt habe, 
ihn ausser  Landes zu bringen und dieser  seine Ausreise organisiert 
habe,

Seite 3

E-4207/2009

dass  er  mithilfe  des  Schleppers  durch  ihm  unbekannte  Länder  per 
Auto und Boot in die Schweiz gelangt sei,

dass er auf seiner Reise keine Reisepapiere gehabt habe und bei den 
Kontrollen der Schlepper oder der Chauffeur die Sache jeweils gere-
gelt hätten ohne dass er selber befragt worden wäre,

dass er im Übrigen in seinem Heimatland im Besitz einer Wählerkarte 
mit Foto gewesen sei, welche er aber im Haus seiner Familie zurück-
gelassen habe,

dass der Beschwerdeführer zum Beleg seiner Vorbringen eine Wohn-
sitzbestätigung einreichte, welche ihm angeblich vom Schlepper über-
geben wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2009 - gleichentags eröffnet 
- in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur  Begründung im Wesentlichen anführte,  es könne 
ausgeschlossen  werden,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der  geschil-
derten Art  und Weise ohne Reisepapiere in die Schweiz gelangt sei, 
weshalb  davon  auszugehen  sei,  er  verheimliche  den  Asylbehörden 
seine Identitätspapiere,

dass er demzufolge keine entschuldbaren Gründe für die unterbliebe-
ne Einreichung von rechtsgenüglichen Identitätspapieren habe,

dass  der  Beschwerdeführer  im Weiteren nach seinen Schilderungen 
selber  nur  einen  unbedeutenden  körperlichen  Übergriff  erlebt  habe 
und zudem seine Vorbringen in wesentlichen Punkten der allgemeinen 
Erfahrung widersprechen und unlogisch erscheinen würden,

dass  namentlich  nicht  nachvollziehbar  sei,  dass  Straffälle  von  der 
Dorfbevölkerung geregelt und Zahlungsverpflichtungen durch die Ent-
führung von Kindern  der  Zahlungspflichtigen Nachachtung verschafft 
werde, 

dass die  Vorbringen des Beschwerdeführers vor  diesem Hintergrund 
als Konstrukt zu bewerten seien,

Seite 4

E-4207/2009

dass er somit die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nicht erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit an das BFM gerichteter Eingabe vom 
23. Juni 2009 (Poststempel) - beim BFM am 24. Juni 2009 eingegan-
gen, am 30. Juni 2009 per Telefax zuständigkeitshalber an das Bun-
desverwaltungsgericht übermittelt - gegen diesen Entscheid beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss des-
sen Aufhebung sowie die Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeur-
teilung beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 

Seite 5

E-4207/2009

Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 

Seite 6

E-4207/2009

Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung in 
rechtsgenüglicher  Weise  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinrei-
chen von derartigen Dokumenten keine entschuldbaren Gründe vorlie-
gen, 

dass  aufgrund der  äusserst  vagen und  realitätsfremden Schilderung 
des Reiseweges und der unplausiblen Ausführungen des Beschwerde-
führers, er habe die Reise von seinem Heimatland in die Schweiz ohne 
Reisepapiere  bewältigt  und sei  dabei  nirgends persönlich kontrolliert 
worden, davon auszugehen ist, er habe für seine Reise authentische 
Reise-  und  Identitätspapiere  verwendet,  welche  er  jedoch  in  Verlet-
zung seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht  (vgl.  Art. 8  Abs. 1  Bst. b 
AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält, 

dass im Übrigen die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellte nach-
trägliche Einreichung von Identitätspapieren nicht zur Aufhebung des 
Nichteintretensentscheids zu führen vermag (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 
E. 5 S. 108 ff.),

dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zwei-
felsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit 
in Frage gestellt ist, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  den Akten  in  Beachtung  der  im Urteil  BVGE 2007/8 
festgelegten Richtlinien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe 
weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch 

Seite 7

E-4207/2009

zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32  Abs. 3 
Bstn. b und c AsylG),

dass  namentlich  die  vom Beschwerdeführer  geschilderten Übergriffe 
lediglich  lokalen Charakter  haben,  und entgegen seinen Befürchtun-
gen nicht  von einer  begründeten Furcht  vor  landesweiter  Verfolgung 
auszugehen ist, weshalb er über eine interne Fluchtalternative verfügt, 

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeeingabe  in  welcher  der 
Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  die  Beibringung  weiterer  Doku-
mente in Aussicht stellt und auf seine Geführdung im Heimatstaat hin-
weist,  offensichtlich  nicht  geeignet  sind,  zu  einer  anderen  Einschät-
zung zu führen,  

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer-
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

Seite 8

E-4207/2009

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  Bangladesch  noch  individuelle 
Gründe des jungen, alleinstehenden und gemäss Aktenlage gesunden 
Beschwerdeführers auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rück-
kehr schliessen lassen,  weshalb der Vollzug der  Wegweisung vorlie-
gend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 
1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-4207/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (...). 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

Seite 10