# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b701bdff-27ac-5833-a62f-8c3f2a7628f3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 01.11.2011 RT110174
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT110174_2011-11-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT110174-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. G. Pfister, Vorsitzender, lic. iur. M. Spahn und 

Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke. 

Urteil vom 1. November 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Klägerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch C._____ AG 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Affoltern vom 31. Mai 2011 (EB110030) 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 31. Mai 2011 erteilte die Vorinstanz der Klägerin in 

der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts D._____ (Zahlungsbefehl vom 10. Ja-

nuar 2011) gestützt auf eine zwischen den Parteien geschlossene Ratenvereinba-

rung vom 17. Februar 2011 provisorische Rechtsöffnung für Fr. 6'446.70 nebst 

5 % Zins seit 11. November 2008, für Fr. 663.– Verzugsschaden, für Fr. 16.15 

aufgelaufene Kosten und für die Betreibungskosten sowie für Kosten und Ent-

schädigung gemäss jenem Entscheid (Urk. 2). 

b) Hiergegen hat der Beklagte am 25. Oktober 2011 fristgerecht Be-

schwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 1 S. 2): 

"Es sei die Nichtigkeit des Urteils über die Erteilung der provisorischen 
Rechtsöffnung der Einzelrichterin Nr. EB110030-A/U/ha vom 31. Mai 2011 
festzustellen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz." 

2. a) Für das erstinstanzliche wie für das Beschwerdeverfahren kommt 

die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur 

Anwendung (Art. 404 f. ZPO). 

b) Der Beklagte beantragt zwar, es sei die Nichtigkeit des angefochtenen 

Urteils festzustellen – wofür der Beschwerde weder eine Begründung zu entneh-

men ist noch irgendwelche Anhaltspunkte bestehen –, doch ist sein Rechtsmittel-

antrag nach Treu und Glauben dahingehend zu verstehen, dass das angefochte-

ne Urteil vollumfänglich aufgehoben werden soll. 

c) Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. 

unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegen-

partei verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

- 3 - 

3. a) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, in der vom Beklagten un-

terzeichneten Ratenvereinbarung vom 17. Februar 2011 (Urk. 3/2) anerkenne der 

Beklagte sowohl den Bestand der Forderung als auch seine Leistungspflicht ge-

genüber der Gläubigerin und auch die Fälligkeit ergebe sich daraus; jene Urkunde 

genüge damit als provisorischer Rechtsöffnungstitel (Urk. 2 S. 3 f.). Der Beklagte 

habe dagegen geltend gemacht, dass diese Schuldanerkennung unzutreffende 

Angaben enthalte, denn er habe das Angebot der Klägerin ausschliesslich von 

Oktober 2001 bis Ende 2004 in Anspruch genommen; der Beklagte berufe sich 

damit zwar auf einen Irrtum, er vermöge jedoch keine objektiven Anhaltspunkte 

aufzuzeigen, welche seine Vorbringen über den Rang blosser Behauptungen zu 

erheben vermöchten, womit seine Einwendungen nicht glaubhaft gemacht worden 

seien (Urk. 2 S. 5 f.). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Sutter-Somm/Hasen-

böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizer.ischen Zivilprozessord-

nung, N 15 zu Art. 321 ZPO), d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Einzel-

nen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensicht-

lich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer 

Ansicht nach leidet. Was nicht gerügt wird, hat Bestand. Werden keine oder un-

genügende Rügen erhoben, stellt dies nicht einen behebbaren Mangel dar (vgl. 

Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur ergänzenden Begründung anzuset-

zen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen. 

c) Die Begründung der Beschwerde beschränkt sich auf den einzigen 

Satz "Ich habe nur ein Jahresvertrag unterschrieben" (Urk. 1 S. 2). Dies stellt kei-

ne genügende Begründung bzw. Rüge dar, denn damit wird keine konkrete 

Rechtsverletzung oder unrichtige Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht und 

setzt sich der Beklagte mit den vorinstanzlichen Erwägungen in keiner Weise 

auseinander. Darüberhinaus wäre dieses Vorbringen auch neu (vor Vorinstanz 

hatte der Beklagte noch geltend gemacht, er habe das Angebot der Klägerin von 

Oktober 2001 bis Ende 2004, mithin rund drei Jahre lang, in Anspruch genom-

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men; Urk. 2 S. 5, nicht als unzutreffend gerügt) und damit im Beschwerdeverfah-

ren unzulässig (Art. 326 ZPO). 

d) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. 

4. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwen-

dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzulegen und 

ausgangsgemäss dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

b) Der Klägerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren 

keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

5. Der Beklagte ist darauf hinzuweisen, dass die Frist von 20 Tagen zur 

Erhebung der Aberkennungsklage (Disp.-Ziff. 5 des angefochtenen Urteils) durch 

das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht tangiert wird. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auf-

erlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage einer 

Kopie von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Affoltern, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

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6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 7'125.85. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

In diesem Verfahren stehen die Fristen nicht still (Art. 145 ZPO). 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 1. November 2011 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
ss 

	Urteil vom 1. November 2011
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Affoltern, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...