# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe5010e8-1ba4-50e4-9ed2-5bdd8cf39b2d
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-01-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.01.2021 SK.2020.35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2020-35_2021-01-22.pdf

## Full Text

Urteil vom 22. Januar 2021 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Vorsitz 
Martin Stupf und Alberto Fabbri, 
Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 
a.i. Staatsanwalt des Bundes Andreas Affolter, 
 
und 
 
als Privatklägerschaft: 
 
1. Bank B., 
2. Finanzinstitut C., Unternehmenssicherheit, 
3. D. AG, 
4. E., 
5. F., 
6. G., 
7. H., 
8. I., 
9. J., 
10. K., 
11. L., 
12. M., 
13. N. GmbH, 
14. O., 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2020.35 

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SK.2020.35 

15. P., 
16. Q., 
17. R., 
18. S., 
 

 gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Andrea 
Janggen 
 

Gegenstand  Mehrfache unbefugte Datenbeschaffung und Versuch 
dazu, mehrfacher gewerbsmässiger betrügerischer 
Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfa-
che bandenmässige Geldwäscherei 

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SK.2020.35 

Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei schuldig zu sprechen 
- der mehrfachen unbefugten Datenbeschaffung (Art. 143 Abs. 1 StGB) und des 

Versuchs dazu (Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB); 
- des mehrfachen gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenver-

arbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 2 StGB) und 
- der mehrfachen bandenmässigen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB). 
 

2. A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten zu bestrafen. 
 
 Die ausgestandene Untersuchungshaft von 156 Tagen sei auf die Strafe anzurech-

nen (Art. 51 StGB). 
 
3. Der Kanton Basel-Stadt sei als Vollzugskanton zu bestimmen (Art. 74 Abs. 2 StBOG 

i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StPO). 
 
4. Zulasten von A. und zugunsten der Eidgenossenschaft sei eine Ersatzforderung in 

gerichtlich zu bestimmender Höhe zu begründen (Art. 71 Abs. 1 StGB). 
 
5. Die Zivilklagen seien gerichtlich zu beurteilen. 
 
6. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens in der Höhe 

von Fr. 160'314.-- (Gebühren: Fr. 20'000.--, Auslagen: Fr. 140'314.--) und den ge-
richtlich zu bestimmenden Kosten des Hauptverfahrens, seien A. aufzuerlegen 
(Art. 426 Abs. 1 StPO). 

 
7. Rechtsanwalt Andrea Janggen sei für die amtliche Verteidigung von A. in gerichtlich 

zu bestimmender Höhe aus der Bundeskasse zu entschädigen (Art. 135 Abs. 1 
StPO). 

 
A. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung zurückzubezahlen, sobald es 
ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

 
8. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst sei die Zustimmung zur 

Löschung der von A. erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten 
(PCN 41 500625 75) nach Ablauf der gesetzlichen Frist zu erteilen (Art. 17 Abs. 1 
lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erken-
nungsdienstlicher Daten). 

 

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SK.2020.35 

Anträge der Privatklägerin Bank B.: 

1. A. sei der mehrfachen unbefugten Datenbeschaffung (Art. 143 Abs. 1 StGB) und 
des Versuchs dazu (Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), des mehrfachen 
gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
(Art. 147 Abs. 2 StGB) sowie der bandenmässigen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 
StGB) schuldig zu sprechen. 

 
2. Eventualiter sei A. anstelle der mehrfach begangenen versuchten unbefugten Da-

tenbeschaffung (Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) des mehrfach begange-
nen versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
(Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig zu sprechen. 

 
3. A. sei nach Ermessen des Gerichts zu bestrafen. 
 
4. A. sei zu verpflichten, der Privatklägerschaft Bank B. Fr. 83'382.-- als Schaden-

ersatz zu bezahlen, zzgl. Zins von 5 % auf den Betrag Fr. 11'272.-- ab 19.04.2013, 
auf den Betrag Fr. 2'650.-- ab 07.01.2014, auf den Betrag Fr. 20'000.-- ab 
21.05.2013, auf den Betrag Fr. 3'960.-- ab 29.05.2013, auf den Betrag Fr. 7'650.-- 
ab 10.06.2014, auf den Betrag Fr. 18'000.-- ab 25.09.2013 und auf den Betrag 
Fr. 19'850.-- ab 17.02.2014 (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). 

 
5. Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich A. aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). 
 

Anträge der Privatklägerin Finanzinstitut C.: 

A. sei zu verpflichten, dem Finanzinstitut C. Fr. 46'843.45 als Schadenersatz zu bezahlen, 
zzgl. Zins von 5 % für Fr. 8'500.-- vom 12.03.2015 bis 19.09.2017, Fr. 3'900.-- vom 
25.03.2015 bis 01.05.2015, Fr. 3'108.19 ab 30.03.2015, Fr. 49'500.-- vom 26.05.2015 bis 
14.03.2016, Fr. 39'500.-- ab 15.03.2016 und Fr. 3'128.76 ab 01.06.2015. 
 

Anträge der übrigen Privatklägerschaft: 

D. AG 
- A. sei zu verpflichten, der D. AG einen Schadenersatz von Fr. 22'885.34 zu be-

zahlen. 

E. 
- A. sei zu verpflichten, E. einen Schadenersatz von Fr. 7'173.84 und eine Genug-

tuung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 

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SK.2020.35 

F. 
- A. sei zu verpflichten, F. einen Schadenersatz von Fr. 10'745.65 und eine Ge-

nugtuung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 

G. 
- A. sei zu bestrafen. 
- A. sei zu verpflichten, G. einen Schadenersatz von Fr. 36'000.-- zu bezahlen. 

H. 
- A. sei zu bestrafen. 

I. 
- A. sei zu verpflichten, I. einen Schadenersatz von Fr. 5'171.-- und eine Genugtu-

ung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 

J. 
- A. sei zu verpflichten, J. einen Schadenersatz von EUR 11'000.-- zu bezahlen. 

K. 
- A. sei zu verpflichten, K. einen Schadenersatz von Fr. 2'550.-- und eine Genug-

tuung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 

L. 
- A. sei zu bestrafen. 
- A. sei zu verpflichten, L. einen Schadenersatz von Fr. 18'000.-- zu bezahlen. 

M. 
- A. sei zu bestrafen. 

N. GmbH 
- A. sei zu verpflichten, der N. GmbH einen Schadenersatz von Fr. 2'700.-- zu be-

zahlen. 

O. 
- A. sei zu bestrafen. 
- A. sei zu verpflichten, O. einen Schadenersatz von Fr. 19'850.-- sowie eine Ge-

nugtuung von Fr. 5'000.-- zu bezahlen. 

P. 
- A. sei zu bestrafen. 

Q. 
- A. sei zu bestrafen. 

R. 
- A. sei zu bestrafen. 

S. 
- A. sei zu bestrafen. 

 

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SK.2020.35 

Anträge der Verteidigung: 

I. 
 
A. sei freizusprechen: 
 
1. vom Vorwurf der mehrfachen unbefugten Datenbeschaffung und des Versuchs dazu 

gemäss Ziff. 1.1.1 und Ziff. 1.1.2 der Anklageschrift vom 17. August 2020; 
 
2. vom Vorwurf des mehrfachen gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage in den Fällen 1-39, 41, 45-48, 52, 54-58 und 61 gemäss 
Ziff. 1.2 der Anklageschrift vom 17. August 2020; 

 
3. vom Vorwurf der mehrfachen bandenmässigen Geldwäscherei in mittelbarer Täter-

schaft gemäss Ziff. 1.3.1 der Anklageschrift vom 17. August 2020. 
 

II. 
 
A. sei hingegen schuldig zu erklären: 
 
1. des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage in 

den Fällen 40, 42-44, 49-50, 53, 59 und 60 gemäss Ziff. 1.2 der Anklageschrift vom 
17. August 2020; 

 
2. des versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Fall 51 gemäss Ziff. 1.2.1 der Anklageschrift vom 17. August 2020; 
 
und sie sei in Anwendung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen 
 
zu verurteilen: 
 
1. zu einer bedingten Freiheitsstrafe in der Höhe von 10 Monaten; 
 
2. zur Zahlung von höchstens einem Sechstel der anfallenden Verfahrenskosten. 
 

III. 
 
Privatklagen seien, mit Ausnahme allfälliger Privatklagen betreffend die Fälle 40, 42-44, 
49-50, 51, 53, 59 und 60, abzuweisen. 
 

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SK.2020.35 

IV. 
 
Weiter sei zu verfügen: 
 
1. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gestützt auf die eingereichte Honorar-

note gerichtlich zu bestimmen. 
 
2. Es seien die weiteren Verfügungen von Amtes wegen zu treffen. 
 

Prozessgeschichte: 

A. Gestützt auf die Verdachtsmeldung der Meldestelle für Geldwäscherei vom 
11. Februar 2013 gemäss Art. 9 des Bundesgesetzes vom 10. Oktober 1997 über 
die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (GwG; 
SR 955.0) eröffnete die Bundesanwaltschaft am 18. Februar 2013 eine Strafunter-
suchung gegen Unbekannt wegen Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und betrüge-
rischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 StGB) (BA pag. 1-
0-1; 5-3-3, -21). Es bestand der Anfangsverdacht, dass mittels «gephishter» Daten 
eine unrechtmässige Zahlung von einem Kundenkonto der Bank B. zugunsten der 
Täterschaft ausgelöst wurde. 

B. Mit Verfügung vom 12. Mai 2015 dehnte die Bundesanwaltschaft das Strafverfah-
ren auf A. und am 23. Juni 2015 auf T. aus (BA pag. 1-0-2 f.). 

C. Die Bundesanwaltschaft führte vom 1. Mai 2013 bis 17. Juli 2015 geheime Über-
wachungsmassnahmen (Echtzeit und rückwirkende Telefonkontrollen; Audio- und 
Videoüberwachungen; Observationen; Einsatz von IMSI-Catcher) durch. Im Zeit-
raum vom 18. Februar 2013 bis 4. Juni 2013 ordnete sie gegenüber der Bank B. 
Kontensperren an. Am 6. Mai 2013 verlangte die Bundesanwaltschaft von der 
Bank B. die Phishing-Daten heraus und ersuchte um Informationen über das tech-
nische Vorgehen der Täterschaft. Sodann fanden am 22. Juni 2015 bzw. 1. Juli 
2015 am Domizil bzw. am Arbeitsplatz von A. Durchsuchungen statt, wobei even-
tuell beweisrelevante Gegenstände von der Bundesanwaltschaft sichergestellt 
wurden. Am 23. September 2015 verlangte die Bundesanwaltschaft von der da-
maligen Arbeitgeberin der Beschuldigten die Arbeitszeitpläne heraus (BA pag. 7-
1-1-1 ff.; 7-1-4-1 f.; 7-4-0-1 f.; 8-2-6, -8; 8-2-16, -20; 9-1-11 ff., 9-24-22). 

D. A. wurde am 22. Juni 2015 in Basel verhaftet und befand sich bis zum 13. Novem-
ber 2015 in Untersuchungshaft (BA pag. 6-1-0-1; 6-1-0-77). Mit ihr zusammen 
wurde auch T. verhaftet. Er wurde mit Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 

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17. September 2015 wegen versuchter Mittäterschaft im Rahmen eines betrügeri-
schen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 StGB i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB) sowie versuchter Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. 
Art. 22 Abs. 1 StGB) zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt, bedingt voll-
ziehbar mit einer Probezeit von zwei Jahren (BA pag. 3-0-1, -3). Der Strafbefehl 
ist in Rechtskraft erwachsen. 

E. Mit Verfügung vom 5. Juli 2018 dehnte die Bundesanwaltschaft die Strafverfolgung 
gegen Unbekannt und A. sachlich auf die Straftatbestände der unbefugten Daten-
beschaffung (Art. 143 Abs. 1 StGB) sowie des gewerbsmässigen betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 2 StGB) aus (BA 
pag. 1-0-4). 

F. Am 14. Juni 2019 trennte die Bundesanwaltschaft die Strafuntersuchung gegen 
Unbekannt vom Verfahren gegen A. ab und sistierte das entsprechende Verfahren 
(BA pag. 1-0-5). 

G. Am 17. August 2020 erhob die Bundesanwaltschaft beim hiesigen Gericht Anklage 
gegen A. wegen mehrfacher unbefugter Datenbeschaffung und Versuchs dazu 
(Art. 143 Abs. 1 StGB; Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), mehrfachen 
gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
(Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB) und mehrfacher bandenmässiger Geldwäscherei 
(Art. 305bis Ziff. 1 und 2 lit. b StGB). 

H. Mit Verfügung des Vorsitzenden vom 7. September 2020 wurde die Privatkläger-
schaft eingeladen anhand eines beigelegten Formulars im Sinne von Art. 120 
Abs. 1 StPO schriftlich mitzuteilen, ob sie an den ihnen zustehenden Rechten als 
Partei sowie ihren Schadenersatz- und/oder Genugtuungsforderungen festhalten 
oder darauf verzichten. In der Folge zogen fünf Privatkläger ihre Straf- und Zivil-
klage zurück (TPF pag. 19.400.001 f.; 19.554.001; 19.558.001, 19.565.003, 
15.571.002, 15.573.002). 

I. Mit prozessleitender Verfügung vom 7. September 2020 forderte der Vorsitzende 
die Bank B. und das Finanzinstitut C. auf, anhand einer tabellarischen Aufstellung 
mitzuteilen, welche Forderungen der Privatklägerschaft allenfalls bereits durch die 
Finanzinstitute gedeckt worden seien. Die Bank B. sowie das Finanzinstitut C. teil-
ten mit Schreiben vom 18. September 2020 mit, bei welchen Privatklägern sie den 
durch das Phishing entstandenen Schaden aus Kulanzgründen aufgrund von Ent-
schädigungsvereinbarungen (teilweise) entschädigt haben. Mit Eingabe vom 
23. November 2020 teilte die Bank B. aufforderungsgemäss dem Gericht mit, wel-
che Geldüberweisungen nach den inkriminierten Taten vor Belastung der Konten 
der Privatkläger gestoppt werden konnten (TPF pag. 19.400.001 f.; 19.551.001 f.; 
19.551.027 f.; 19.552.005). 

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J. Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte das Bundesstrafgericht von Amtes we-
gen die erforderlichen Beweismittel zu den persönlichen und finanziellen Verhält-
nissen der Beschuldigten ein (Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 
8. Januar 2021; Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes Basel-Stadt 
vom 8. Januar 2021; Steuerunterlagen der Steuerverwaltung des Kantons Basel-
Stadt 2019 [TPF pag. 19.231.1.002; 19.231.2.004 ff.; 19.231.3.002]).  

K. Die Hauptverhandlung fand am 21. Januar 2021 in Anwesenheit der Anklägerin 
sowie der Beschuldigten und ihrem Verteidiger am Sitz des Bundesstrafgerichts 
statt. Das Urteil der Strafkammer wurde am 22. Januar 2021 in Anwesenheit der 
erwähnten Parteien eröffnet und mündlich begründet (TPF pag. 19.720.001, -010; 
19.940.003, -007). 

L. Am 1. Februar 2021 meldete die Beschuldigte fristgerecht Berufung gegen das 
Urteil an (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO). 

 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Schweizerische Gerichtsbarkeit 

1.1.1 Gemäss Territorialitätsprinzip ist der schweizerischen Strafhoheit unterworfen, 
wer in der Schweiz ein Verbrechen oder Vergehen verübt. Art. 3 StGB regelt den 
räumlichen Geltungsbereich des schweizerischen Strafgesetzes und bestimmt 
damit die Reichweite der nationalen Strafgewalt (BGE 128 IV 145 E. 2d). Was 
als inländische Tatverübung gilt, folgt aus Art. 8 StGB. Nach dessen Abs. 1 gilt 
ein Verbrechen oder Vergehen sowohl am Begehungs- als auch am Erfolgsort 
als begangen. 

1.1.2 Gemäss Anklagevorwurf soll die Beschuldigte in zwei Fällen aus den Niederlan-
den aus mittels Telefonanrufen die E-Banking-Zugangsdaten (PIN-Codes) von 
Personen in der Schweiz beschafft haben (TPF pag. 19.100.009). Mit den «ge-
phishten» Daten seien von deren Konten bei der Bank B. bzw. des Finanzinsti-
tuts C. mit Sitz in der Schweiz unrechtmässig Gelder auf Konten von sog. Finanz-
agenten («Money-Mules») überwiesen worden. Da ein mutmasslicher Deliktser-
folg in der Schweiz eingetreten ist, liegt ein örtlicher Anknüpfungspunkt in der 
Schweiz vor. Die schweizerische Gerichtsbarkeit ist demnach gegeben. 

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1.2 Bundesgerichtsbarkeit 

1.2.1 Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Mit Verfügung vom 
18. Februar 2013 eröffnete die Bundesanwaltschaft eine Strafuntersuchung ge-
gen Unbekannt wegen Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und betrügerischen 
Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 StGB) (BA pag. 1-0-1). 
Es bestand der Verdacht, dass eine international agierende Gruppierung, – de-
ren Drahtzieher sich vorwiegend in den Niederlanden aufgehalten habe – mittels 
«gephishter» Daten unrechtmässig Zahlungen von Kundenkonten der Bank B. 
zu ihren Gunsten ausgelöst habe. Die Hintermänner sollen teilweise auf nieder-
ländischem, schweizerischem und deutschem Territorium agiert haben. 

Im vorliegenden Phishing-Komplex gelangten einige kantonale Staatsanwalt-
schaften mit Gerichtsstandsanfragen (Art. 39 StPO) an die Bundesanwaltschaft 
(BA pag. 2-0-1/-7/-10/-83). Die Bundesanwaltschaft übernahm zwecks Verfol-
gung der Hintermänner diejenigen kantonalen Verfahren, welche einen internati-
onalen Konnex aufwiesen (BA pag. 2-0-8; 2-0-79). 

1.2.2 Gemäss Rechtsprechung der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts sind 
die kantonalen Strafverfolgungsbehörden für die Verfolgung und Beurteilung der 
in der Schweiz handelnden sog. Finanzmanager («Money-Mules») zuständig, 
während für die Verfolgung der Hintermänner der Phishing-Fälle, welche über-
wiegend aus dem Ausland operieren, Bundeszuständigkeit gegeben ist (Be-
schluss der Beschwerdekammer BG.2011.27 vom 12. Oktober 2011 E. 2.3 und 
2.5). Vorliegend begründete die Verdachtslage bei Eröffnung der Strafuntersu-
chung die Bundeszuständigkeit. Die Bundesgerichtsbarkeit für die Beurteilung 
der Anklage ist somit gegeben. Im Übrigen darf die Strafkammer des Bundes-
strafgerichts ihre Zuständigkeit nach Anklageerhebung nur aus besonders trifti-
gen Gründen verneinen (BGE 133 IV 235 E. 7.1). Solche wurden vorliegend we-
der geltend gemacht noch sind sie ersichtlich. 

1.2.3 Die Kompetenz des Kollegialgerichts der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
ergibt sich aus Art. 19 Abs. 2 StPO e contrario i.V.m. Art. 36 Abs. 1 und 2 des 
Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden 
des Bundes (StBOG; SR 173.71). 

1.3 Anwendbares Recht 

1.3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB wird nach geltendem Recht beurteilt, wer nach des-
sen Inkrafttreten eine Straftat begangen hat. Massgebend ist der Zeitpunkt der 
Vornahme der tatbestandsmässigen Handlung (POPP/BERKEMEIER, Basler Kom-
mentar, 4. Aufl. 2019, Art. 2 StGB N. 5). Als Ausnahme bestimmt Art. 2 Abs. 2 
StGB, dass eine Tat, die vor Inkrafttreten des Gesetzes begangen wurde, nach 

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dem neuen Recht zu beurteilen ist, wenn dieses für den Täter milder ist (lex 
mitior). 

1.3.2 Der Beschuldigten wird vorgeworfen, sich zwischen dem 2. November 2012 und 
19. Juni 2015 der mehrfachen unbefugten Datenbeschaffung und des Versuchs 
dazu (Art. 143 Abs. 1 StGB; Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) sowie 
des mehrfachen gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenver-
arbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB) schuldig gemacht zu haben. Aus-
serdem habe sie sich vom 25. März 2015 bis 30. März 2015, vom 26. März 2015 
bis 1. April 2015 und vom 18. Juni 2015 bis 22. Juni 2015 der mehrfachen ban-
denmässigen Geldwäscherei (Art. 305bis  Ziff. 1 und 2 lit. b StGB) schuldig ge-
macht. 

1.3.3 Die im Tatzeitpunkt geltenden Straftatbestände gemäss Art. 143 Abs. 1 StGB 
und Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB entsprechen – abgesehen von den mit der Re-
vision des Sanktionenrechts, in Kraft seit 1. Januar 2018, einhergehenden Ände-
rungen (Revision vom 19. Juni 2015; AS 2016 1249) – dem Recht im Urteilszeit-
punkt. Dasselbe gilt – mit Ausnahme der vorliegend nicht interessierenden Er-
gänzung um das Herrühren von Vermögenswerten aus qualifizierten Steuerver-
gehen (eingeführt mit dem Bundesgesetz vom 12. Dezember 2014 zur Umset-
zung der 2012 revidierten Empfehlungen der Groupe d’action financière, in Kraft 
seit 1. Januar 2016, AS 2015 1389) – für den Straftatbestand von Art. 305bis Ziff. 1 
und Ziff. 2 lit. b StGB. Anzuwenden ist somit das im Tatzeitpunkt geltende Recht 
(Art. 2 Abs. 1 StGB). Auf intertemporalrechtliche Fragen, die sich angesichts der 
erwähnten Revision des Sanktionenrechts stellen, wird an entsprechender Stelle 
eingegangen (E. 6.1.1). 

1.4 Würdigungsvorbehalt 

1.4.1 Will das Gericht den Sachverhalt rechtlich anders würdigen als die Staatsanwalt-
schaft in der Anklageschrift, so eröffnet es dies den anwesenden Parteien und 
gibt ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme (Art. 344 StPO). Ein solcher Würdi-
gungsvorbehalt will sicherstellen, dass das Gericht nicht eine rechtliche Würdi-
gung des Sachverhalts vornimmt, zu der die Beschuldigte nicht hat Stellung neh-
men können. 

1.4.2 Der Vorsitzende behielt sich mit Schreiben an die Parteien vom 11. Januar 2021 
gemäss Art. 344 StPO vor, den unter dem Tatbestand der mehrfachen versuch-
ten unbefugten Datenbeschaffung gemäss Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB dargestellten Sachverhalt (Anklagepunkt 1.1.2 [S. 11 ff. der Anklage-
schrift]) auch unter dem Tatbestand des versuchten betrügerischen Missbrauchs 
einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

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StGB zu würdigen. Der Würdigungsvorbehalt hatte keine wesentliche Neuaus-
richtung der Verteidigung zur Folge. Der Vorsitzende gab den Parteien Gelegen-
heit, sich dazu im Rahmen ihrer Parteivorträge zu äussern, so dass die Partei-
rechte umfassend gewahrt wurden (TPF pag. 19.720.004). 

2. Zum Modus Operandi und zur Aufgabenteilung bei den Vishing-Fällen 

Der Begriff «Vishing» steht vorliegend für Voice-Phishing und bezeichnet die or-
ganisierte Datenbeschaffung via Telefon. Nachfolgend wird der Einfachheit hal-
ber Phishing synonym für Phishing/Vishing verwendet. Der gesamte Ablauf der 
Phishing-Attacken erfolgte innerhalb einer international organisierten Gruppie-
rung in strenger Aufgabenteilung. Im Rahmen der Angriffsvorbereitung für die 
Voice-Phishing-Attacken sammelten die sog. «Techniker» (IT-Spezialisten) die 
E-Mail-Adressen der Bankkunden aus dem Internet, an welche sie später die 
eigentlichen Phishing-Mails versandten. Der getäuschte Bankkunde klickte dann 
im Phishing-Mail den vermeintlichen Link seiner Bank an und gab auf der ge-
fälschten Phishing-Webseite die verlangten Bankkundendaten ein. Sodann er-
folgte in einem zweiten Schritt die Voice-Phishing Kontaktaufnahme durch die 
«Telefonistinnen» bzw. die «Call-Agentinnen», welche sich als Mitarbeiterinnen 
des entsprechenden Geldinstituts ausgaben. Sie verwickelten die Gesprächs-
partner in Diskussionen um die Sicherheit im E-Banking und brachten sie dazu, 
vertrauliche Daten, insbesondere den Sicherheitscode, zu übermitteln. Die «Te-
lefonistinnen» waren für die Phishing-Fälle unentbehrlich: Nur sie beherrschten 
die Muttersprache der Opfer und waren so in der Lage, das Vertrauen der ge-
täuschten Bankkunden zu gewinnen und deren E-Banking-Zugangsdaten zu er-
fragen. Ohne ihren Tatbeitrag wären die Phishing-Fälle nicht möglich gewesen. 
Mit den Informationen der «Telefonistinnen» loggten sich die weiteren «Mittäter» 
simultan, d.h. noch während des Telefonats, in den echten E-Mail Banking-Ac-
count des Opfers ein und lösten die entsprechenden Onlinetransaktionen auf das 
Konto der «Money-Mules» aus. Um zu verhindern, dass der Bankkunde den in 
Auftrag gegebenen Transfer vor der tatsächlichen Überweisung bemerkte, wurde 
er telefonisch angewiesen, sich in den nächsten 24 Stunden nicht in sein E-Ban-
king-Account einzuloggen, damit das angebliche Sicherheitsupdate abgeschlos-
sen werden könne. Sodann stellten die «Money-Mules» der Täterschaft ihr Bank-
konto zur Verfügung, um die illegalen Transaktionen zu ermöglichen. Sie wurden 
von der Täterschaft kurz vor der geplanten Transaktion informiert, dass ein be-
stimmter Betrag auf ihr Konto überwiesen wird. Gegen eine Provision von 10 bis 
15% leiteten die «Money-Mules» das Geld auf ein von der Täterschaft genanntes 
Konto weiter oder übergaben es in bar einem für die Täterschaft tätigen «Geld-
kurier». Die sog. «Organisatoren» koordinierten die Phishing-Scripts, die Rekru-

- 13 - 

SK.2020.35 

tierung und Betreuung der «Telefonistinnen», das Einkassieren und den Trans-
port des inkriminierten Geldes durch die Kuriere sowie die Anwerbung von «Mo-
ney-Mules». Es handelte sich um die sog. Hintermänner. Aus parallelen Ermitt-
lungsverfahren in Deutschland, den Niederlanden und Belgien ist bekannt, dass 
die Täterschaft auf dieser Stufe vorwiegend nigerianischer Herkunft war (BA pag. 
10-2-98, -101; 10-2-107). 

3. Mehrfache unbefugte Datenbeschaffung und Versuch dazu (Art. 143 Abs. 1 
StGB; Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) 

3.1 Anklagevorwurf 

3.1.1 Die Bundesanwaltschaft wirft der Beschuldigten vor, sie habe zwischen dem 
2. November 2012 und 19. Juni 2015 als «Call-Agentin» einer international akti-
ven Tätergruppierung die vertraulichen elektronischen E-Banking-Zugangsdaten 
(PIN-Codes) von mindestens 57 Personen beschafft, um sich und ihre Mittäter 
unrechtmässig zu bereichern. Die Tätergruppierung um die Beschuldigte habe 
zuvor die E-Mail-Adressen der Bankkunden (geschädigten Personen) im Internet 
gesammelt und diese mit Phishing-E-Mails angeschrieben. Diese E-Mails seien 
hinsichtlich Gestaltung, Farbgebung und Inhalt den E-Mails der Bank B. oder des 
Finanzinstituts C. nachgeahmt gewesen. Den angeschriebenen Bankkunden sei 
vorgetäuscht worden, sie seien von der jeweiligen Bank im Hinblick auf ein  
E-Banking-Update verfasst worden. Die getäuschten Bankkunden hätten einen 
in den Phishing-E-Mails enthaltenen Link angeklickt, womit sie auf eine von der 
Tätergruppierung um die Beschuldigte zuvor installierte Phishing-Webseite um-
geleitet worden seien. Die Bankkunden hätten auf der Phishing-Webseite ihre 
Telefonnummer sowie gewisse Bankkundendaten (Name, Geburtsdatum, Ad-
resse, Kontonummer) eingegeben, welche automatisch an eine auf der Phishing-
Webseite hinterlegte E-Mail-Adresse der Tätergruppierung um die Beschuldigte 
gesandt worden sei. Sodann habe die Beschuldigte zur telefonischen Kontakt-
aufnahme mit den Bankkunden die «gephishten» Telefonnummern verwendet. 
Sie habe sich am Telefon gegenüber den Bankkunden als Bankangestellte «Frau 
Meier» der jeweiligen Bank ausgegeben und bezugnehmend auf die zuvor be-
schriebenen Phishing-E-Mails vorgegeben, das angekündigte E-Banking-Update 
durchzuführen. Die Beschuldigte habe die Bankkunden am Telefon unter Ver-
wendung der zuvor «gephishten» Bankkundendaten und mittels Social Enginee-
ring (zwischenmenschlicher Manipulation) dazu gebracht, ihre geheimen E-Ban-
king-Zugangsdaten (PIN-Code) zu den jeweiligen Bankkonten mitzuteilen. Sie 
habe auf diese Weise Kenntnis zu geschützten Daten erhalten, welche sie für 
ihre Zwecke bzw. zum gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauch einer Da-
tenverarbeitungsanlage habe verwenden können. Die E-Banking-Zugangsdaten 

- 14 - 

SK.2020.35 

seien nicht für die Beschuldigte bestimmt gewesen und sie sei nicht berechtigt 
gewesen, über diese Daten zu verfügen oder diese zu verwenden. Die Beschul-
digte habe wissentlich und willentlich gehandelt. Insbesondere habe sie gewusst, 
dass die E-Banking-Zugangsdaten nicht für sie bestimmt und gegen ihren unbe-
fugten Zugriff besonders gesichert gewesen seien. Sie habe ferner in der Absicht 
gehandelt, sich und ihre Mittäter sowie die «Money-Mules» unrechtmässig zu 
bereichern. 

Der Beschuldigten werden konkret die folgenden Phishing-Fälle zum Vorwurf ge-
macht: (Auflistung gemäss Anklage) 
 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Delikt-
summe 
(Mule-
Konto) 

58 
 
(10-02-
0195) 

02.11.2012 
 
(11:48 h) 

Stadt Basel: 
[…] 
 
Tel.nr. 1 

„AA.“ 
[Sicherheitsdienst Bank B.] 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
19'500.00 
 
[…] 

1 
 
(B10-
02-01-
0001) 

22.11.2012 
 
(09:51 h) 

Hotel in Baden-Würt-
temberg oder an-
derswo in der Umge-
bung von Basel 

D. AG 
 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
37'000.00 
 
[…] 

59 
 
(10-02-
0197) 

22.11.2012 
 
(10:56 h) 

„BB.“ 
[Sicherheitsdienst Bank B.] 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
14'000.00 
 
[…] 

2 
 
(B10-
02-01-
0005) 

22.11.2012 
 
(18:00 h) 

CC. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
21'000.00 
 
[…] 

60 
 
(10-02-
0199) 

06.12.2012 
 
(15:49 h) 

Umgebung von Basel „DD.“ 
[Sicherheitsdienst Bank B.] 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
12'700.00 
 
[…] 

61 
 
(10-02-
0201) 

18.12.2012 
 
(09:37 h) 

Hotel EE. oder an-
derswo in der Umge-
bung von Basel 

„FF.“ 
[Sicherheitsdienst Bank B.] 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
11'500.00 
 
[…] 

3 
 
(B10-
02-01-
0025) 

18.12.2012 
 
(11:51 h) 

Hotel EE. oder an-
derswo in der Umge-
bung von Basel 

GG. 
 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
24'000.00 
 
[…] 

4 
 
(B10-
02-01-
0029) 

18.12.2012 
 
(13:05 h) 

HH. 
 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
75'000.00 
 
[…] 

18.12.2012 
 
(13:15 h) 

CHF 
61'000.00 
 
[…] 

5 
 
(B10-
02-01-
0034) 

18.12.2012 
 
(14:15 h) 

II. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
46'000.00 
 
[…] 

6 
 
(B10-
02-01-
0057) 

18.12.2012 
 
(11:27 h) 

JJ. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
18'000.00 
 
[…] 

7 
 
(B10-
02-01-
0064) 

19.12.2012 
 
(10:47 h) 

KK. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
8'500.00 
 
[…] 

- 15 - 

SK.2020.35 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Delikt-
summe 
(Mule-
Konto) 

8 
 
(B10-
02-01-
0085) 

27.12.2012 
 
(09:23 h) 

Umgebung von Basel LL. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
15'500.00 
 
[…] 

MM. 
 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
3'800.00 
 
Überwei-
sung auf 
Konto von 
LL. 

9 
 
(B10-
02-01-
0122) 

09.01.2013 
 
(12:09 h) 

Stadt Basel: 
[…] 
 
Tel.nr. 2 

NN. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
12'500.00 
 
[…] 

10 
 
(B10-
02-01-
0126) 

15.01.2013 
 
(08:27 h) 

OO. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
45'000.00 
 
[…] 

11 
 
(B10-
02-01-
0130) 

16.01.2013 
 
(09:58 h) 

Stadt Basel: 
[…] 
 
Tel.nr. 2 

E. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
17'200.00 
 
[…] 

12 
 
(B10-
02-01-
0148) 

16.01.2013 
 
(10:17 h) 

F. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
15'100.00 
 
[…] 

13 
 
(B10-
02-01-
0157) 

16.01.2013 
 
(11:21 h) 

Genossenschaft PP. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
58'000.00 
 
[…] 

14 
 
(B10-
02-01-
0161) 

16.01.2013 
 
(08:55 h) 

G. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
36'000.00 
 
[…] 

15 
 
(B10-
02-01-
0176) 

16.01.2013 
 
(13:18 h) 

Stiftung QQ. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
68'000.00 
 
[…] 

16 
 
(B10-
02-01-
0194) 

16.01.2013 
 
(15:08 h) 

RR. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
13'000.00 
 
[…] 

17 
 
(B10-
02-01-
0198) 

16.01.2013 
 
(15:35 h) 

TT. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
52'000.00 
 
[…] 

18 
 
(B10-
02-01-
0219) 

16.01.2013 
 
(17:09 h) 

AAA. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
17'300.00 
 
[…] 

19 
 
(B10-
02-01-
0241) 

Phishing 
16.01.2013 
(09:25 h) 

BBB. † 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
17'500.00 
 
[…] E-Banking 

23.01.2013 
(15:34 h) 

Umgebung von Basel 
oder anderswo 

20 
 
(B10-
02-01-
0246) 

1. Phishing 
16.01.2013 
(12:07 h) 

Stadt Basel: 
[…] 
 
Tel.nr. 2 

I. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

 

- 16 - 

SK.2020.35 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Delikt-
summe 
(Mule-
Konto) 

20 
 
(B10-
02-01-
0246) 

2. Phishing 
E-Banking 
31.01.2013 
(17:12 h) 

Umgebung von Ba-
sel: Hotel CCC. in 
Baden-Württemberg 
oder anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 3 

I. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
11'300.00 
 
[…] 

21 
 
(B10-
02-01-
0260) 

Phishing 
05.02.2013 
(12:10 h) 

Hotel DDD. in Z. (BL) 
oder anderswo in der 
Nähe von Z. (BL), 
Y. (BL) oder X. (BL) 
 
Tel.nr. 3 

EEE. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
12'000.00 
 
[…] 

E-Banking 
12.02.2013 
(10:23 h) 

Umgebung von Basel 
oder anderswo 

22 
 
(B10-
02-01-
0264) 

12.02.2013 
 
(11:43 h) 

J. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
11'000.00 
 
[…] 
CHF 
12'000.00 
 
[…] 

23 
 
(B10-
02-01-
0274) 

13.02.2013 
 
(11:31 h) 

K. 
 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
10'200.00 
 
[…] 

24 
 
(B10-
02-01-
0291) 

13.02.2013 
 
(12:18 h) 

L. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
36'000.00 
 
[…] 

25 
 
(B10-
02-01-
0299) 

13.02.2013 
 
(14:58 h) 

FFF. Bank B. 
 
[…] 

CHF 
16'200.00 
 
(DE31 
7002 
0270 0015 
0610 64) 

26 
 
(B10-
02-01-
0303) 

27.02.2013 
 
(09:41 h) 

Stadt Basel: 
[…] 
 
Tel.nr. 2 

M. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
14'000.00 
 
[…] 

27 
 
(B10-
02-01-
0307) 

25.06.2013 
 
(15:05 h) 

Stadt Basel: 
Hotel GGG.l 
oder anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 4 

HHH. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
32'500.00 
 
[…] 

28 
 
(B10-
02-01-
0312) 

28.08.2013 
 
(09:56 h) 

Stadt Basel: 
Hotel GGG. oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 5 

N. GmbH 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
5'300.00 
 
[…] 

29 
 
(B10-
02-02-
0001) 

28.08.2013 
 
(10:33 h) 

O. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
39'700.00 
 
[…] 

30 
 
(B10-
02-02-
0009) 

28.08.2013 
 
(10:33 h) 

III. Bank B. 
 
[…] 

CHF 
25'000.00 
 
Überwei-
sung auf 
Konto von 
O. 

31 
 
(B10-
02-02-
0017) 

28.08.2013 
 
(12:02 h) 

JJJ. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
18'300.00 
 
[…] 

- 17 - 

SK.2020.35 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Delikt-
summe 
(Mule-
Konto) 

32 
 
(B10-
02-02-
0021) 

29.08.2013 
 
(09:21 h) 

Stadt Basel: 
Hotel GGG. oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 6 

KKK. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
3'700.00 
 
[…] 

33 
 
(B10-
02-02-
0030) 

04.09.2013 
 
(10:45 h) 

Stadt Basel: 
Hotel LLL. oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 6 

P. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
28'200.00 
 
[…] 

34 
 
(B10-
02-02-
0039) 

10.03.2015 
 
(13:06 h) 

Hotel MMM. in Basel 
oder Hotel DDD in 
Z. (BL) oder an-
derswo in der Umge-
bung von Basel 
 
Tel.nr. 7] 

NNN. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
251'002.0
0 
 
[…] 

35 
 
(B10-
02-02-
0051) 

10.03.2015 
 
(14:21 h) 

OOO. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
8'124.00 
 
[…] 

36 
 
(B10-
02-02-
0054) 

10.03.2015 
 
(17:23 h) 

PPP. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
10'900.00 
 
[…] 
CHF 
12'456.80 
 
[…] 

37 
 
(B10-
02-02-
0061) 

11.03.2015 
 
(13:10 h) 

Q. 
 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
7'020.65 
 
[…] 

38 
 
(B10-
02-02-
0083) 

12.03.2015 
 
(14:00 h) 

Hotel MMM. in Basel 
oder Hotel DDD. in 
Z. (BL) oder an-
derswo in der Umge-
bung von Basel 
 
Tel.nr. 7 

QQQ. AG, 
 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
8'500.00 
 
[…] 

39 
 
(B10-
02-02-
0086) 

12.03.2015 
 
(15:39 h) 

R. 
 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
7'300.00 
 
[…] 

40 
 
(B10-
02-02-
0093) 

24.03.2015 
 
(11:18 h) 

Stadt Basel: 
Hotel RRR. oder Ho-
tel LLL. oder an-
derswo 

SSS. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
23'100.00 
 
[…] 

41 
 
(B10-
02-02-
0129) 

24.03.2015 
 
(12:26 h) 

Stadt Basel: 
Hotel RRR. oder Ho-
tel LLL. oder an-
derswo 

AAAA. & BBBB. 
 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
11'820.33 
 
[…] 

42 
 
(B10-
02-02-
0132) 

25.03.2015 
 
(13:19 h) 

 
Stadt Basel: 
Hotel RRR. oder Ho-
tel LLL. oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 8 

S. 
 
Tel. […] 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
17'500.00 
 
[…] 

43 
 
(B10-
02-02-
0144 

25.03.2015 
 
(15:08 h) 

TTT. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
15'000.00 
 
[…] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
3'900.00 
 
[…] 

44 
 
(B10-
02-02-
0147) 

30.03.2015 
 
(15:22 h) 

Stadt Basel: 
[…]strasse oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 8 

CCCC. AG 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
2'982.91 
 
[…] 

- 18 - 

SK.2020.35 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Delikt-
summe 
(Mule-
Konto) 

45 
 
(B10-
02-02-
0150) 

14.04.2015 
 
(09:18 h) 

Stadt Basel: 
Hotel DDDD. oder 
anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 9 

EEEE. AG Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
20'852.15 
 
[…] 

46 
 
(B10-
02-02-
0153) 

16.04.2015 
 
(17:16 h) 

FFFF. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
1'076.73 
 
[…] 

47 
 
(B10-
02-02-
0160) 

16.04.2015 
 
(12:12 h) 

GGGG. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
2'000.00 
 
[…] 

48 
 
(B10-
02-02-
0163) 

16.04.2015 
 
(14:52 h) 

Stadt Basel: 
Hotel DDDD. oder 
anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 9 

HHHH. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
10'800.00 
 
[…] 

49 
 
(B10-
02-02-
0166) 

26.05.2015 
 
(10:48 h) 

Stadt Basel: 
Hotel MMM. oder 
anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 10 

IIII. SA 
 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
49'500.00 
 
[…] 

51 
 
(B10-
02-02-
0179) 

1. Phishing 
28.05.2015 
(14:08 h) 

Hotel RRR. in Basel 
 
Tel.nr. 10 

JJJJ. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
9'200.00 
 
[…] 2. Phishing 

01.06.2015 
(11:23 h) 
 

[…]strasse in Y. (BL) 
 
Tel.nr. 10 

E-Banking 
01.06.2015 
(14:18 h) 

50 
 
(B10-
02-02-
0172) 

Phishing 
E-Banking 
01.06.2015 
 
(11:46 h) 

[…]strasse in Y. (BL) 
 
Tel.nr. 10 

KKKK. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
3'002.65 
 
[…] 

E-Banking 
(13:25 h) 

CHF 
7'530.00 
 
[…] 

52 
 
(B10-
02-02-
0186) 

16.06.2015 
 
(15:33 h) 

Amsterdam oder 
Umgebung 

LLLL. Finanzinstitut C. 
 
[…] 

CHF 
49'500.00 

53 
 
(B10-
02-02-
0194) 

19.06.2015 
 
(13:22 h) 

MMMM. AG 
MMMMM. 

Bank B. 
 
[…] 

CHF 
87'000.00 
 
[…] 

3.1.2 Weiter wird der Beschuldigten vorgeworfen, sie habe zwischen dem 30. März 
2015 und 27. Mai 2015 bei vier Bankkunden versucht die E-Banking-Zugangs-
daten (PIN-Code) zu beschaffen, indem sie die Bankkunden angerufen habe. Es 
sei allerdings zu keinem Telefongespräch (Phishing-Gespräch) mit den Bankkun-
den gekommen. Sie habe sich und ihre Mittäter mit den «gephishten» E-Banking-
Zugangsdaten unrechtmässig bereichern wollen. 

Der Beschuldigten werden konkret die folgenden Fälle vorgeworfen: 
 

- 19 - 

SK.2020.35 

Fall 
(pag.) 

Tatzeit Tatort 
(Tätertelefon) 

Geschädigte Person 
(Telefonnummer) 

Bank 
(Konto) 

Deliktsumme 
(Mule-Konto) 

54 
 
(B10-
02-02-
0197) 

30.03.2015 
 
(17:20 h) 

Stadt Basel: 
[…]strasse oder an-
derswo in der Nähe 
der […]strasse 
 
Tel.nr. 8 

NNNN. 
 
Tel. […] 

- - 

55 
 
(B10-
02-02-
0199) 

30.03.2015 
 
(17:02 h) 

SSS. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
(-) 

- 

56 
 
(B10-
02-02-
0201) 

27.05.2015 
 
(13:48 h) 

Stadt Basel: 
Hotel RRR. oder 
anderswo in der 
Nähe der […]strasse 
 
Tel.nr. 10 

OOOO. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
(-) 

- 

57 
 
(B10-
02-02-
0203) 

27.05.2015 
 
(11:57 h, 
13:51 h, 14:55 
h, 
16:47 h, 18:27 
h) 

PPPP. 
 
Tel. […] 

Finanzinstitut C. 
 
(-) 

- 

28.05.2015 
(09:53 h, 
13:57 h) 

3.2 Tatsächliches 

3.2.1 In tatsächlicher Hinsicht ist aufgrund der Akten erstellt und im Wesentlichen un-
bestritten, dass die Gruppierung um die Beschuldigte mittels Phishing-E-Mails 
Bankkunden getäuscht und dazu gebracht hat, einen Link anzuklicken, der sie 
auf vermeintliche Webseiten ihrer Bank geleitet hat. Die Bankkunden haben in 
der Folge ihre Telefonnummer sowie Bankkundendaten (Namen, Geburtsdatum, 
Adresse, Kontonummer) in das Formular dieser Phishing-Webseite eingegeben, 
wodurch diese automatisch auf ein E-Mailaccount der Tätergruppe um die Be-
schuldigte transferiert wurden (BA pag. 10-2-98, -100; 5-1-3 ff.; B10-2-1-1 ff.; 
B10-2-2-1 ff.). 

3.2.2 In Bezug auf 9 Personen in 10 Fällen (Fälle 40, 42-44, 49, 50 [2 E-Bankings], 53, 
59 und 60) hat die Beschuldigte anerkannt, dass sie die auf die beschriebene 
Weise (vgl. E. 3.2.1) erlangten Telefonnummern in der Folge angewählt hat. Sie 
hat sich als Bankmitarbeiterin ausgegeben und vorgegeben, dafür zuständig ge-
wesen zu sein, das in den E-Mails angekündigte Systemupdate durchzuführen 
(TPF pag. 19.721.040; 19.731.007 ff.; BA pag. 13-1-106). Dadurch hat sie die 
Bankkunden dazu gebracht, ihr die geheimen E-Banking Daten (PIN-Code etc.) 
mitzuteilen. 

In Bezug auf vier weitere Personen (Fälle 54-57) soll die Gruppierung um die 
Beschuldigte die Bankkundendaten auf dieselbe Weise beschafft haben. Sie soll 
in der Folge versucht haben, telefonisch die betreffenden E-Banking-Zugangs-
daten zu beschaffen. Die Beschuldigte bestreitet in den Fällen 54 und 55, dass 

- 20 - 

SK.2020.35 

sie die Person gewesen sei, welche die betreffenden Kontaktaufnahmen ver-
sucht habe. Die übrigen zwei Fälle bestreitet sie zwar nicht, gestand sie indes 
nicht ausdrücklich ein (BA pag. 13-1-136). 

3.2.3 Aufgrund des Ergebnisses in rechtlicher Hinsicht (vgl. E. 3.4 f.) kann offen blei-
ben, ob der Nachweis erbracht ist, dass die Beschuldigte in sämtlichen Fällen die 
Täterin war. 

3.3 Rechtliches 

3.3.1 Gemäss Art. 143 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, sich oder 
einen anderen unrechtmässig zu bereichern, sich oder einem anderen elektro-
nisch oder in vergleichbarer Weise gespeicherte oder übermittelte Daten be-
schafft, die nicht für ihn bestimmt und gegen seinen unbefugten Zugriff beson-
ders gesichert sind. 

3.3.2 Tatobjekt: Daten 

a) Der Gesetzgeber hat auf eine Legaldefinition des Begriffs «Daten» verzichtet. 
Während die Botschaft noch davon sprach, dass Daten «Informationen über 
einen Sachverhalt [sind, die] maschinell ohne weiteres in eine visuell erkennbare, 
vor allem lesbare Form zurückgeführt werden können», geht die herrschende 
Lehre mittlerweile davon aus, dass unter den Daten alle Notate verstanden wer-
den, die Gegenstand menschlicher Kommunikation sein können (ACKERMANN/ 
VOGLER/BAUMANN/EGLI, Strafrecht, Individualinteressen, 2019, S. 156; WEISSEN-
BERGER, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 143 StGB N. 8; DONATSCH, StGB 
Kommentar, Schweizerisches Strafgesetzbuch mit V-StGB-MStG und JStG, 
20. Aufl. 2018, Art. 143 StGB N. 1).  

b) Zudem müssen die Daten «elektronisch oder in vergleichbarer Weise [gespei-
chert] sein». Als elektronisch gespeichert können an sich nur Daten gelten, die 
in einem elektronischen Speicher abgelegt sind. Magnetische und optische Spei-
chermedien (Beispiele Harddisk, CD-ROM) sind keine solchen elektronischen 
Speicher. Daten die sich auf solchen Speichern befinden, können aber als «in 
vergleichbarer Weise» gespeichert gelten und sind somit ebenfalls von Art. 143 
StGB erfasst (ACKERMANN/VOGLER/BAUMANN/EGLI, a.a.O., S. 157). 

c) Ob unter den genannten Voraussetzungen Zugangsdaten bspw. zu E-Ban-
king-Konti unter den Datenbegriff subsumiert werden können, ist nicht ohne Wei-
teres klar. Typischerweise sind Passwörter von Phishing-Opfern gerade nicht auf 
einer Festplatte gespeichert, sondern «physisch» d.h. auf Schriftstücken vorhan-
den und/oder von der geschädigten Person auswendig gelernt. So wird sie meist 
erst durch die Phishing-Mails oder ähnliches dazu gebracht, die Zugangsdaten 
in eine elektronische Form zu bringen und anschliessend dem Täter elektronisch 

- 21 - 

SK.2020.35 

zu übertragen (STUCKI, Die Strafbarkeit von Phishing nach StGB, Jusletter, 9. Ja-
nuar 2012, Rz. 5). Gemäss STUCKI können Zugangsinformationen nicht unter 
den Datenbegriff subsumiert werden, da zum Zeitpunkt, indem die Täterschaft 
die Phishing-Mails versendet, diese eine genaue Kombination von Sicherheits-
elementen von den geschädigten Personen erhalten möchte. Erst die geschä-
digte Person könne diese Informationen in brauchbarer Art und Weise zur Verfü-
gung stellen. Das Ziel der Täterschaft seien also nicht primär elektronisch gesi-
cherte Daten (STUCKI, a.a.O., Rz. 6). 

d) Gemäss herrschender Lehre fallen unter den Datenbegriff Daten, die sich in 
einem automatisierten Datenverarbeitungsprozess befinden (STRATENWERTH/ 
JENNY/BOMMER, Besonderer Teil I, 7. Aufl. 2010, § 14 N. 26). Nach einer abwei-
chenden Meinung im Schrifttum sollen digital übermittelte Tonaufnahmen wie 
auch Live-Töne unter den Datenbegriff subsumiert werden können (WEISSENBER-
GER, a.a.O., Art. 143 StGB N. 10). Indes soll dies nur unter der Voraussetzung 
der Fall sein, dass die betreffenden Daten auf dem Weg der automatisierten Da-
tenverarbeitung verwertbar sind oder in eine sinnlich wahrnehmbare Form über-
führt werden können (WEISSENBERGER, a.a.O.). 

e) Die Daten dürfen weiter nicht für die Täterschaft «bestimmt» sein. Ausschlag-
gebend ist dabei, ob nach dem Willen der berechtigten Person, die Daten der 
Täterschaft für ihre Zwecke zur Verfügung stehen sollen oder nicht (GISIN, 
Phishing, Kriminalistik 2008, S. 6; WEISSENBERGER, a.a.O., Art. 143 StGB N. 14). 
Weiter müssen die Daten gegen den Zugriff von unberechtigten besonders ge-
schützt sein (etwa durch Zugangscode, Verschlüsselung). In anderen Worten 
wird vom Datenberechtigten verlangt, dass er im Rahmen des Zumutbaren und 
des in der konkreten Situation Üblichen, Massnahmen getroffen hat, um die Da-
ten vor einem unerlaubten Zugriff zu schützen (DONATSCH, a.a.O., Art. 143 StGB 
N. 4). 

3.3.3 Tathandlung: Überwindung eines Hindernisses 

a) Von einem tatbestandsmässigen Beschaffen ist nach herrschender Lehre 
dann auszugehen, wenn die Täterschaft die Zugriffsschranken überwunden oder 
umgangen hat und auf die Daten zugreifen kann (WEISSENBERGER, a.a.O., 
Art. 143 StGB N. 23; STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, a.a.O., § 14 N. 31). Inso-
fern hängt die erforderliche Tathandlung eng mit der Notwendigkeit der Siche-
rung der Daten zusammen. 

b) Social Engineering 

Unter Social Engineering versteht man die zwischenmenschliche Beeinflussung 
mit dem Ziel, eine Person zu bestimmten Verhaltensweisen zu veranlassen, zum 

- 22 - 

SK.2020.35 

Beispiel zur Preisgabe von vertraulichen Informationen (REICHART, Betrugsver-
suche im Zahlungsverkehr im digitalen Zeitalter, SZW/RSDA 2019, S. 392). Da-
bei wird zum Beispiel die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit einer Person aus-
genutzt, mit dem Ziel an Daten zu gelangen oder die Person zu bestimmten Ak-
tionen zu bewegen (Bericht BKP vom Januar 2020, National Risk Assessment 
[NRA], Betrug und Phishing zwecks betrügerischen Missbrauchs einer Datenver-
arbeitungsanlage als Vortat zur Geldwäscherei, S. 23). 

Ob die Täterschaft, welche mittels Social Engineering Daten erhältlich macht, 
einen Schutzmechanismus überwindet, ist umstritten. Gemäss WEISSENBERGER 
soll der Tatbestand von Art. 143 StGB auch eine Überwindung von Zugangs-
schranken mittels Täuschung, Kniffe, List oder dergleichen erfassen. So sei es 
unerheblich, auf welche Weise eine Sicherung ausgeschaltet werde, sofern eine 
solche überhaupt bestehe (WEISSENBERGER, a.a.O., Art. 143 StGB N. 24). Ähn-
lich argumentieren auch GERMANN und WICKI-BIRCHLER: Sofern die mittels Social 
Engineering erlangten Daten dazu dienen würden, im Nachgang eine technische 
Schranke zu überwinden, falle das Verhalten unter Art. 143 StGB (GERMANN/WI-
CKI-BIRCHLER, Hacking und Hacker im Schweizer Recht, AJP 2020, S. 87; ähn-
lich MÜLLER, La cybercriminalité économique au sens étroit, Analyse approfondie 
du droit suisse et aperçu de quelques droits étrangers, Genève 2012, S. 83). 

AMMANN hingegen geht davon aus, dass kein Schutzmechanismus überwunden 
werde, wenn die geschädigte Person freiwillig, aufgrund eines Irrtums die Daten 
bekannt gebe (AMMANN, Sind Phishing-Mails strafbar?, AJP 2006, S. 197). Wie 
auch PIETH setzt er ein informatikspezifisches Überwinden der Zugangsschran-
ken voraus (AMMANN, a.a.O; PIETH, Strafrecht Besonderer Teil, 2. Aufl. 2018, 
S.166). 

3.4 Subsumtion 

a) Die Täterschaft beschaffte sich in einer ersten Vorbereitungsphase die Perso-
nendaten wie Namen, Telefonnummer, Vertragsnummer, Geburtsdatum und das 
E-Banking Passwort bei den Bankkunden mittels Spam-E-Mails. Obschon Mittä-
ter diese Daten beschafft haben, ist bei vorliegender Konstellation und auch auf-
grund der Formulierung der Anklage nicht ganz klar, ob auch der Beschuldigten 
dieses Beschaffen der Daten vorgeworfen wird. Die Anklage bei vier Delikten 
wegen blossen Versuchs der Beschaffung deutet eher daraufhin, dass diese Vor-
bereitungshandlungen der Mittäter der Beschuldigten nicht mitvorgeworfen wer-
den. Aufgrund des Ergebnisses in rechtlicher Hinsicht kann diese Frage indessen 
offenbleiben, ob die Vorbereitungshandlungen mitangeklagt sind. 

b) Die Eingaben der Kontonummern etc. durch die geschädigten Personen auf 
der Phishing-Website führten dazu, dass die betreffenden Daten (Name, Tele-
fonnummer, Vertragsnummer, Geburtsdatum und E-Banking Passwort) sich in 

- 23 - 

SK.2020.35 

elektronischer Form auf dem Cache des Computers der Betroffenen und gleich-
zeitig auf einem Server bzw. auf dem E-Mailaccount der Täterschaft befanden. 
Insoweit handelt es sich bei den eingegebenen Personen- und Kontodaten um 
elektronische Daten im Sinne des Tatbestands (vgl. E. 3.3.2). Anders verhält es 
sich indes in Bezug auf die per Telefon durch List erlangten E-Banking Zugangs-
daten (Benutzername, Passwort und PIN-Code). In dieser zweiten Konstellation 
dem sog. Social Engineering (vgl. E. 3.3.3b) wurden die PIN-Codes mündlich in 
einem Telefongespräch übermittelt, sodass als Angriffsobjekt nicht die vom Tat-
bestand geforderten elektronischen Daten vorliegen. Diesbezüglich mangelt es 
an der erforderlichen elektronischen Speicherung resp. Übermittlung der betref-
fenden Daten. Obschon aufgrund der Digitalisierung die Gesprächsinhalte auf 
digitale Weise übermittelt wurden, fehlt es an dem nach der ratio legis vom Tat-
bestand erforderlichen Datenverarbeitungsprozess (vgl. STRATENWERTH/JENNY/ 
BOMMER, a.a.O., § 14 N. 26). Selbst wenn man der Mindermeinung folgt, die auch 
digital übermittelte Live-Töne als elektronische Daten betrachtet (vgl. E. 3.3.2d), 
fehlt es in casu an der von dieser Doktrin diesbezüglich geforderten digitalen 
Transformation der Daten, damit diese als Angriffsobjekt des Tatbestands in Be-
tracht kommen. Hat doch die Beschuldigte die betreffenden Daten rein akustisch 
durch ihren Telefonanruf bzw. im Gespräch erlangt. 

c) In Bezug auf die Tatbestandsvoraussetzung der Überwindung einer besonde-
ren Sicherung wurden in der ersten Konstellation die Daten durch die Betroffenen 
bewusst auf einem Webformular eingegeben, wobei sie irrtümlicherweise davon 
ausgingen, dass sie die Daten auf einem Server der Bank eingeben. Tatsächlich 
gaben sie die Daten indes freiwillig – im falschen Glauben sie seien auf der Web-
seite ihrer Bank – in ein Formular ein, welches die Daten unmittelbar auf elektro-
nische Weise auf einen Server der Täterschaft transferierte. Insofern fehlt es bei 
diesem Modus Operandi an dem vom Tatbestand geforderten Beschaffen von 
elektronisch gespeicherten Daten, die gegen den unbefugten Zugriff besonders 
gesichert sind. Die Informationen wurden erst zu elektronischen Daten, als sie in 
den Computer eingegeben wurden. Da die Geschädigten die Daten durch die 
Eingabe selber auf den Server der Täterschaft übertrugen, waren sie zu keinem 
Zeitpunkt besonders gesichert. Der Tatbestand von Art. 143 Abs. 1 StGB ist so-
mit in der ersten Konstellation – sofern man diese als angeklagt betrachtet – des-
halb nicht erfüllt, weil keine besondere Sicherung durch die Täterschaft überwun-
den wurde. 

Selbst wenn man in der zweiten Konstellation die Ansicht vertreten würde auch 
Live-Töne am (digitalen) Telefon, die rein technisch betrachtet bei jedem Emp-
fänger nur automatisiert in eine sinnlich wahrnehmbare Form übertragen wer-
den – würde es sich um tatbeständliche Angriffsobjekte im Sinne von Daten han-
deln –, fehlte es vorliegend an der Überwindung einer besonderen Sicherung. 

- 24 - 

SK.2020.35 

Obschon die erforderlichen Sicherungsmechanismen nicht zwingend elektro-
nisch sein müssen, sondern diese auch physischer Art (z.B. physische Schran-
ken wie Hardware) sein können, fällt eine quasi «intellektuelle Sicherung» im Ge-
dächtnis von Geschädigten, wie sie in casu durch Täuschung überwunden 
wurde, nach der ratio legis nicht darunter. 

d) Im Übrigen sei in Bezug auf die in unmittelbarer Folge im Hinblick auf die 
Durchführung des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 
verwendeten Daten darauf hingewiesen, dass diesbezüglich ohnehin ein Fall von 
unechter Konkurrenz vorliegen würde. Zwischen Art. 143 und Art. 147 StGB kann 
zwar u.U. echte Konkurrenz vorliegen. Zum einen liegt echte Konkurrenz vor, 
wenn den unbefugt beschafften Daten selber ein ökonomischer Wert zukommt 
(vgl. FIOLKA, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 147 StGB N. 47), was vorlie-
gend nach dem juristisch-ökonomischen Vermögensbegriff offensichtlich nicht 
der Fall wäre. Zum anderen liegt echte Konkurrenz vor, wenn Daten «zeitlich und 
ablaufmässig abgeschichtet» zunächst von einem Computersystem entnommen 
werden, um sie dann in einer Datenverarbeitungsanlage i.S.v. Art. 147 StGB ein-
zusetzen (vgl. FIOLKA, a.a.O., m.Hinw.). Da vorliegend die Daten unmittelbar 
nach der Erlangung verwendet wurden, würde es hier an der erforderlichen zeit-
lichen Distanz fehlen. Nach dem Gesagten wäre in Fällen wie diesen die mehr-
fach unbefugte Datenbeschaffung bereits als mitbestrafte Vortat zum betrügeri-
schen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage abgegolten. 

e) In Bezug auf die lediglich versuchten Delikte (Fälle 54-57) wäre der Tatbestand 
von Art. 143 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB grundsätzlich relevant, sofern die 
Vorgehensweise des Täters nicht bereits als versuchter betrügerischer Miss-
brauch einer Datenverarbeitungsanlage zu werten wäre. Wie nachfolgend aufzu-
zeigen ist, verbietet indes vorliegend der Anklagegrundsatz – trotz Würdigungs-
vorbehalts – eine Verurteilung nach Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB 
(vgl. E. 4.6.1).  

3.5 Da die in Bezug auf Art. 143 Abs. 1 StGB umschriebenen Lebenssachverhalte, 
die in einem betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 
(Art. 147 Abs. 1 StGB) münden – bis auf zwei Fälle (siehe nachfolgend E. 4.4.6.2 
[Fälle 26 und 27]) –, zu einer diesbezüglichen Verurteilung führen, hat lediglich 
in Bezug auf vier Fälle (Fälle 54-57), – die nur als mehrfach versuchte unbefugte 
Datenbeschaffungen angeklagt sind – ein Freispruch zu erfolgen. 

3.6 Im Ergebnis ist die Beschuldigte in Bezug auf Anklageziffer 1.1.2 vom Vorwurf 
der mehrfachen versuchten unbefugten Datenbeschaffung im Sinne von Art. 143 
Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen. 

- 25 - 

SK.2020.35 

4. Mehrfacher gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer Datenver-
arbeitungsanlage (Art. 147 Abs. 1 und 2 StGB) 

4.1 Anklagevorwurf 

Die Beschuldigte soll zwischen den beiden Deliktszeiträumen vom 2. November 
2012 bis 4. September 2013 und vom 10. März 2015 bis 19. Juni 2015 die bei 
den Bankkunden durch Voice-Phishing erfragten E-Banking-Zugangsdaten di-
rekt an ihre anwesenden Mittäter weitergegeben haben, welche diese Daten zeit-
gleich dazu verwendet hätten, um am Computer den E-Banking-Zahlungsauftrag 
zugunsten des jeweiligen «Mule-Kontos» zu erteilen. Sie habe in Mittäterschaft 
in mindestens 57 Fällen durch unbefugte Verwendung von Daten auf elektroni-
sche Datenverarbeitungsvorgänge eingewirkt und soll dadurch versucht haben, 
Vermögensverschiebungen im Gesamtbetrag von Fr. 1'585'768.22 bei 57 Bank-
kunden herbeizuführen. Effektiv sei bei 27 Personen ein Schaden von insgesamt 
Fr. 616'685.56 verursacht worden. In 26 Fällen hätten die Banken die Überwei-
sungen nach den ausgeführten Zahlungsaufträgen gestoppt, bevor die Gelder 
auf den «Mule-Konten» hätten gutgeschrieben werden können. In fünf Fällen hät-
ten die Banken die erteilten Zahlungsaufträge nicht ausgeführt. Durch die jeweils 
erteilten Zahlungsaufträge seien die Vermögen der Bankkunden in einer Weise 
gefährdet worden, dass sie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zumindest 
vorübergehend vermindert gewesen seien. Die Beschuldigte soll gewerbsmässig 
gehandelt haben. Am Verbrechenserlös sei sie anteilsmässig mit mindestens  
2-3 % beteiligt gewesen. Sie sei darauf eingerichtet gewesen, mit ihrer delikti-
schen Tätigkeit relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften 
Beitrag an ihren Lebensunterhalt dargestellt hätten. 

4.2 Rechtliches 

4.2.1 Gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB macht sich des betrügerischen Missbrauchs einer 
Datenverarbeitungsanlage schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern 
unrechtmässig zu bereichern, durch unrichtige, unvollständige oder unbefugte 
Verwendung von Daten oder in vergleichbarer Weise auf einen elektronischen 
oder vergleichbaren Datenverarbeitungs- oder Datenübermittlungsvorgang ein-
wirkt und dadurch eine Vermögensverschiebung zum Schaden eines anderen 
herbeiführt oder eine Vermögensverschiebung unmittelbar darnach verdeckt. 
Handelt die Täterschaft gewerbsmässig, so wird sie nach Abs. 2 derselben Be-
stimmung strenger bestraft. 

4.2.2 Der Tatbestand wurde geschaffen, um den sog. Computerbetrug, bei welchem 
nicht ein Mensch, sondern eine Maschine getäuscht wird und der daher nicht 
unter den klassischen Betrugstatbestand fällt, erfassen zu können. Die Bestim-
mung von Art. 147 StGB lehnt sich stark an den Tatbestand des Betruges an. 

- 26 - 

SK.2020.35 

Dabei tritt an die Stelle der arglistigen Täuschung und der Erweckung eines Irr-
tums beim Täuschungsopfer die Datenmanipulation und an die Stelle der Ver-
mögensdisposition des Betrugsopfers die vom Computer vorgenommene Ver-
mögensverschiebung zu Lasten Dritter. 

4.2.3 Mit der Variante der «unbefugten Verwendung von Daten» will das Gesetz den 
Fall erfassen, wo Daten zwar richtig, und dementsprechend unverfälscht, aber 
von einer unberechtigten Person, welche nicht über die Daten verfügen darf, ver-
wendet werden (BBI 1991 II 1021; TRECHSEL/CRAMERI, Schweizerisches Straf-
gesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 147 StGB N. 6). Typischer An-
wendungsfall ist die Benutzung einer Codekarte an einem Geldausgabeautoma-
ten durch den Nichtberechtigten (vgl. BGE 129 IV 315 E. 2.2.1). Weiter erfüllt den 
Tatbestand gemäss herrschender Lehre auch, wer durch Phishing-Mails gesam-
melte Daten verwendet, um Überweisungen vom Konto der geschädigten Person 
zu seinen oder zugunsten eines Dritten zu veranlassen (TRECHSEL/CRAMERI, 
a.a.O., Art. 147 StGB N. 6; AMMAN, a.a.O., S. 200). 

4.2.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sowie herrschender Lehre ist es 
irrelevant auf welche Art und Weise die Täterschaft die für die Manipulation ver-
wendeten Daten erlangte (Urteil des Bundesgerichts 6B_606/2015 vom 7. Okto-
ber 2015 E. 3.3.2; DONATSCH, Strafrecht III, 11. Aufl. 2018, S. 256; FIOLKA, 
a.a.O., Art. 147 StGB N. 11). 

4.2.5 Die Tatvarianten müssen – analog zum Tatbestandsmerkmal des Irrtums beim 
Betrug – in der Folge zu einem unrichtigen Ergebnis des Datenverarbeitungsvor-
gangs führen (ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal; vgl. FIOLKA, a.a.O., 
Art. 147 StGB N. 36). 

4.2.6 Die durch das unrichtige Ergebnis ausgelöste Vermögensverschiebung kann in 
der Auszahlung eines Barbetrages oder etwa in der Gutschrift auf ein Konto lie-
gen. Die Vermögensverschiebung muss wie beim Betrug nach Art. 146 StGB 
einen Vermögensschaden bewirken (BGE 129 IV 315 E. 2.1; Urteil des Bundes-
gerichts 6B_606/2015 vom 7. Oktober 2015 E. 3.3.1 m.w.H.). Gemäss konstanter 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt ein Vermögensschaden in einer Ver-
minderung der Aktiven bzw. Vermehrung der Passiven; dasselbe gilt, wenn das 
Vermögen in einem Masse gefährdet wird, dass es in seinem wirtschaftlichen 
Wert vermindert ist. Letzteres ist der Fall, wenn der Gefährdung im Rahmen einer 
sorgfältigen Bilanzierung durch Wertberichtigung oder Rückstellung Rechnung 
getragen werden muss (BGE 129 IV 124 E. 3.1 m.Hinw.). 

4.2.7 Über den Vorsatz hinaus wird in Anlehnung an den Betrug nach Art. 146 StGB 
im subjektiven Tatbestand zudem noch eine Bereicherungsabsicht gefordert 
(FIOLKA, a.a.O., Art. 147 StGB N. 40). 

- 27 - 

SK.2020.35 

4.2.8 Gewerbsmässigkeit 

Inhaltlich wird die Gewerbsmässigkeit gleich wie beim Betrug nach Art. 146 StGB 
umschrieben (FIOLKA, a.a.O., Art. 147 StGB N. 42). Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung handelt die Täterschaft gewerbsmässig, wenn sich aus der Zeit 
und den Mitteln, die sie für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit 
der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestreb-
ten und erzielten Einkünften ergibt, dass die deliktische Tätigkeit nach der Art 
eines Berufes ausgeübt wird. Die Täterschaft muss die Tat mehrfach begangen 
haben und dabei die Absicht verfolgen, ein Erwerbseinkommen zu erlangen. Aus 
ihren Taten muss geschlossen werden können, sie sei weitergehend zu einer 
Vielzahl von unter den fraglichen Tatbestand fallenden Taten bereit gewesen. 
Entscheidend ist, ob durch deliktische Handlungen Einkünfte angestrebt werden, 
die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung der Lebensgestal-
tung darstellen; dann ist die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben (vgl. Ur-
teile des Bundesgerichts 6B_290/2016 vom 15. August 2016 E. 1.2 m.w.H. und 
6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 2.4.1). Dabei kann bereits eine quasi 
«nebenberufliche» Tätigkeit als Voraussetzung für die Gewerbsmässigkeit genü-
gen (BGE 119 IV 129 E. 3a). Die im gewerbsmässigen Handel liegende erhöhte 
soziale Gefährlichkeit ist auch gegeben, wenn die deliktische Tätigkeit nicht die 
einzige oder die hauptsächliche Einnahmequelle des Täters bildet, sondern 
schon dann, wenn damit lediglich ein Nebenerwerb erzielt wird. Nicht relevant ist 
die Relation der deliktischen Einnahmen zum ordentlichen Erwerbseinkommen 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 2.4.1). Bei der 
Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 147 Abs. 2 StGB handelt es sich um ein 
persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB (Urteil des Bundesgerichts 
6B_207/2013 vom 10. September 2013 E. 1.3.2). 

Subjektiv setzt Gewerbsmässigkeit insbesondere eigennütziges Handeln voraus 
und kommt bei fremdnützigem Handeln nur in Betracht, wenn der Täter zumin-
dest mittelbar auch eigene finanzielle Vorteile anstrebt. Entscheidend ist der 
Nachweis der für die Gewerbsmässigkeit kennzeichnenden Absicht als innere 
Tatsache. Die Absicht muss auf eine nicht unbedeutende und fortlaufende Ein-
kommensquelle gerichtet sein, weshalb Gewerbsmässigkeit nicht allein aufgrund 
mehrfacher Tatbegehung hergeleitet werden kann. Damit die Voraussetzungen 
sachlich-rechtlich überprüft werden können, sind die Umstände, aus denen auf 
die Absicht gewerbsmässigen Handelns – wie beispielsweise Umfang und Dauer 
der Tatgewinne, die der Täter erzielen wollte – zu schliessen ist, in den Urteils-
gründen präzise darzulegen (Urteil des Bundesgerichts 6B_3/2016 vom 28. Ok-
tober 2016 E. 3.4). 

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SK.2020.35 

4.3 Beweismittel 

4.3.1 Personalbeweise 

a) In der Hafteinvernahme vom 23. Juni 2015 wollte sich die Beschuldigte nicht 
zum Tatvorwurf äussern. Als sie gefragt wurde, ob sie noch etwas beizufügen 
habe, stellte sie die Gegenfrage: «Haben Sie Beweise»? (BA pag. 13-1-3). 

b) Bei der Einvernahme vom 24. Juni 2015 sagte sie aus, sie habe an drei «Sit-
zungen» teilgenommen. Weiter gab sie an, sie habe (am Telefon) «immer» den 
Aliasnamen «Frau Meier» verwendet und sei am Verbrechenserlös mit 2-3 % 
beteiligt gewesen (BA pag. 13-1-10 f.). 

c) In der Einvernahme vom 7. Juli 2015 wurden der Beschuldigten die Telefon-
aufnahmen in den Phishing-Fällen 58-61 vorgespielt. Im Fall 58 erkannte sie die 
Stimme, wollte aber dazu nichts sagen. Zu Fall 59 wollte sie gar nichts sagen. 
Bei den Fällen 60 und 61 glaubte sie, ihre eigene Stimme zu erkennen. Sodann 
wurden ihr die in den Fällen 42, 44 und 40 geführten Telefongespräche mit den 
Bankkunden vorgehalten, wobei sie sich als Sprecherin erkannte (BA pag. 13-1-
16 ff.). 

d) Bei der Einvernahme vom 19. August 2015 gab sie den Phishing-Fall 51 zu, 
nachdem ihr die Protokolle der Audioüberwachung aus dem Hotel RRR. in Basel 
vom 28. Mai 2015 vorgelegt wurden. Sie gestand auch ein, in den ein bis zwei 
vorangehenden Tagen Phishings getätigt zu haben (Fälle 49 und 50). Sie stritt 
ab, in der Zeit vom 10. bis 12. März 2015 Phishings begangen zu haben (Fälle 
34-39). Auf Vorlage einer Liste mit Fällen, bei welchen eine «Frau Meier» als 
Telefonistin in Erscheinung getreten sein soll, gestand die Beschuldige ein, dass 
sie die Täterin in den Fällen 2, 6, 8, 11 f., 20, 22, 24, 27, 29, 30, 33 f., 36-39, 42, 
45 und 46-48 «sein könnte» (BA pag. 13-1-31 ff.33/ -53 ff.). 

e) In der Schlusseinvernahme vom 5. Juli 2018 hat die Beschuldigte die Phishing-
Fälle 40, 42-51 und 53-57 zugegeben sowie den ihr und ihren Mittätern vorge-
worfenen Modus Operandi bestätigt. Die Fälle 1-8, 11-33, 41, 50 und 52 bestritt 
sie zwar nicht, gestand diese aber auch nicht ausdrücklich ein. Die Fälle 9, 10, 
sowie 34-39 stritt sie ab. Im Zusammenhang mit dem beim Voice-Phishing ver-
wendeten Aliasnamen erklärte die Beschuldigte, den Namen «Meier» und «Mül-
ler» hätten alle «Telefonistinnen» benützt. Sie bejahte, dass ihr Tatbeitrag, d.h. 
das telefonische Beschaffen der E-Banking-Zugangsdaten für die Tatausfüh-
rung, d.h. das Bewirken der unbefugten Geldüberweisungen derart wesentlich 
gewesen sei, dass die Tat damit gestanden oder gefallen sei. An der Tatplanung 
sei sie aber nicht «gross» beteiligt gewesen (BA pag. 13-1-105 ff.). 

- 29 - 

SK.2020.35 

Zur ihrem Beweggrund befragt, gab die Beschuldigte zu, dass sie mit der Absicht 
gehandelt habe, die erfragten E-Banking-Zugangsdaten zum Bewirken von un-
befugten Geldüberweisungen auf «Mule-Konten» zu verwenden. Sie war ausser-
dem geständig, beim Bewirken der unbefugten Geldüberweisungen mit Berei-
cherungsabsicht gehandelt zu haben, d.h. insbesondere in der Absicht, zuerst 
(unmittelbar) die «Money-Mules» und danach (mittelbar) sich selber und ihre 
Komplizen zu bereichern (BA pag. 13-1-117). 

Abschliessend zu den beim Voice-Phishing deliktisch verwendeten SIM-Karten 
befragt, sagte die Beschuldigte aus, sie habe die SIM-Karten für die Phishings 
immer von ihren Mittätern erhalten; diese seien auch an andere Telefonistinnen 
weitergegeben worden. (BA pag. 13-1-108/114 f./117/121) 

f) Bei der ergänzenden Schlusseinvernahme vom 25. Juni 2020 nahm die Be-
schuldigte Abstand von ihren vorgängigen Geständnissen in den Fällen 44-48, 
51 und 53-57. Sie habe den Namen «Frau Meier» benutzt, aber damit hätten 
auch andere gearbeitet. Es könne sein, dass sie auch den Namen «Müller» ver-
wendet habe (BA pag. 13-1-129/136/143). 

g) An der Hauptverhandlung vom 21. Januar 2021 war die Beschuldige in Bezug 
auf 9 geschädigte Personen in 10 Phishing-Fällen (Fälle 40, 42-44, 49, 50 [2 E-
Bankings], 53, 59 und 60) geständig. Als sie nach der Tatausführung gefragt 
wurde, sagte sie aus, es sei ihr jeweils von den «Bossen» drei Wochen im Voraus 
ein Datum für das Phishing genannt worden. Es habe mehrere «Bosse» gege-
ben. Sie sei mit den «Bossen» QQQQ. und RRRR. freundschaftlich verbunden 
gewesen und habe diese auch privat getroffen. Der eine sei Nigerianer. Auf 
Frage, wie QQQQ. richtig heisse, sagte sie aus, sie wisse den richtigen Namen 
nicht mehr. Die «Bosse» hätten meistens in Basel Wohnungen oder ein Hotel-
zimmer gemietet. Manchmal sei sie die einzige Telefonistin gewesen. Zum Mo-
dus Operandi befragt, sagte sie aus, neben ihr seien Leute gewesen, welche die 
Phishing-Mails versandt hätten. Sie habe dann eine Liste mit Personennamen 
und Telefonnummern erhalten, welche sie angerufen habe. Es habe Leute gege-
ben, welche auf dem Laptop nach Erhalt der Codes die Transfers gemacht hät-
ten. Sie wisse aber nicht, ob sie am Telefon den Namen «Frau Meier» oder «Frau 
Müller» benutzt habe. Alle Telefonistinnen hätten die Namen benutzt. Es bedeute 
übrigens nicht, dass sie «gephisht» habe, wenn sie frei gehabt habe. So sei es 
vorgekommen, dass sie sich mit den «Bossen» getroffen habe und zum selben 
Zeitpunkt habe eine andere «Call-Agentin» «gephisht». Sie selber habe die de-
liktisch verwendeten SIM-Karten nie selber gekauft. Zu ihrem deliktischen Ge-
winn befragt, bestätigte die Beschuldigte, dass sie 2-3 % des deliktisch erlangten 
Geldes als Lohn erhalten habe. Das Geld sei natürlich ein Motiv gewesen (TPF 
pag. 19.731.005-7/10-12/14-16/18/22). 

- 30 - 

SK.2020.35 

4.3.2 Sachbeweise 

4.3.2.1 Das Beweismaterial besteht vorliegend im Wesentlichen aus den erhobenen 
technischen Daten im Zusammenhang mit den Phishing-Attacken (Antennen-
standorte, IP-Adressen, Gerätekonfigurationen), Überwachungsmassnahmen 
(rückwirkende und aktive Telefonüberwachungen, Audio- und Videoüberwachun-
gen), Arbeitszeitnachweisen, SIM-Karten, Bankbelegen sowie sichergestellten 
elektronischen Datenträgern der Beschuldigten (Mobiltelefon und iPad) (BA pag. 
10-2-122/124-126/134). 

Auf den Inhalt der einzelnen Beweismittel wird im einschlägigen Kontext näher 
eingegangen (siehe unten E. 4.4.5.1 f.). 

4.3.2.2 Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigte mit QQQQ., von 
Sierra Leone, und RRRR., von Nigeria, «zusammengearbeitet» hat. Es handelt 
sich bei den beiden um die Organisatoren im vorliegenden Phishing-Komplex. 
Die Tätergruppierung hat spätestens ab August 2012 versucht, mit Phishing-E-
Mails Kunden der Bank B. und ab Dezember 2014 Kunden des Finanzinstituts C. 
zur Datenherausgabe zu veranlassen. Die Täter trafen sich in unregelmässigen 
Abständen in Hotelzimmern oder anderen geeigneten Räumlichkeiten, vorwie-
gend in der Stadt Basel, um die Voice-Phishings durchzuführen. Es traten bei 
den Phishing-Fällen verschiedene unbekannte, Schweizerdeutsch sprechende 
Frauen als Telefonistinnen im Namen der Finanzinstitute auf. In der Schweiz hat 
sich die Täterschaft von August 2012 bis Juni 2015 unrechtmässig Zugang zu 
mindestens 210 Konten der Bank B. und 37 Konten des Finanzinstituts C. be-
schafft und unrechtmässig Transaktionen ausgelöst, wobei die Gesamtsumme 
der schweizweit ausgelösten Transaktionen ca. Fr. 6,8 Mio betragen hat. Die an-
gerufenen Kunden schöpften in einigen Fällen Verdacht und meldeten sich nach 
dem Telefongespräch bei ihrem Finanzinstitut, welches die Informationen betref-
fend den illegalen Zugriff, zusammen mit den verfügbaren technischen Daten 
(Geschäftskonto, «Mule-Konto», IP-Adresse, Gerätekonfiguration und den Zeit-
punkt des Onlinezugriffs der Täterschaft auf die betreffenden Konten) an die Bun-
deskriminalpolizei (nachfolgend: BKP) übermittelte. Bei den Ermittlungen fiel 
schon bald eine baseldeutsch sprechende Telefonistin auf, welche den getäusch-
ten Bankkunden gegenüber als «Frau Meier» auftrat, und meistens aus Basel 
telefonierte. Die BKP beantragte bei einigen der Nummern die aktive Telefon-
überwachung sowie die rückwirkenden Verbindungsdaten an. Eine Baseldeutsch 
sprechende Telefonistin, welche sich bei einer Vielzahl von Voice-Phishings als 
Mitarbeiterin der Bank B. und des Finanzinstituts C. ausgegeben und unter dem 
Namen «Meier» die Zugangscodes der Bankkunden erschlichen hat, konnte mit-
tels Telefonüberwachung als A. (Beschuldigte) identifiziert werden. Die gesamte 

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SK.2020.35 

Deliktsserie in der Schweiz brach ab, als die Beschuldigte am 22. Juni 2015 ver-
haftet wurde (BA pag. 10-2-101 f.; 10-2-167). 

4.4 Beweiswürdigung 

4.4.1 Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Das Gebot soll sicherstellen, 
dass der Richter nicht verpflichtet ist, etwas als erwiesen zu erachten, wenn es 
dies nach seiner Überzeugung nicht ist, oder umgekehrt etwas als nicht erwiesen 
anzusehen, worüber für ihn kein Zweifel besteht (HOFER, Basler Kommentar, 
2. Aufl. 2014, Art. 10 StPO N. 58). Überzeugt zeigen darf sich das Gericht nur, 
wenn es jeden vernünftigen Zweifel ausschliessen kann. Die Überzeugung muss 
durch gewissenhaft festgestellte Tatsachen und logische Schlussfolgerungen be-
gründet werden; dadurch wird die Herleitung des Beweisergebnisses objektiv 
nachvollziehbar (HOFER, a.a.O., Art. 10 StPO N. 61). Gemäss Art. 10 Abs. 3 StPO 
geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus, 
wenn unüberwindliche Zweifel daran bestehen, dass die tatsächlichen Voraus-
setzungen der angeklagten Tat erfüllt sind. Diese Bestimmung konkretisiert den 
verfassungsmässigen Grundsatz der Unschuldsvermutung (in dubio pro reo; 
Art. 32 Abs. 1 und Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Sie verbietet es, bei der rechtlichen Wür-
digung eines Straftatbestands von einem belastenden Sachverhalt auszugehen, 
wenn nach objektiver Würdigung der gesamten Beweise ernsthafte Zweifel be-
stehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich so verwirklicht hat, oder wenn eine 
für die beschuldigte Person günstigere Tatversion vernünftigerweise nicht aus-
geschlossen werden kann. Indes kann keine absolute Gewissheit verlangt wer-
den; abstrakte und theoretische Zweifel sind kaum je ganz auszuräumen 
(BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 m.w.H.). 

4.4.2 Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung auch ein indi-
rekter Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die 
nicht unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu be-
weisende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl 
von Indizien, welche für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrschein-
lichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten oder insofern 
Zweifel offen lassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das den 
Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter erlaubt (Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.2.3 mit Hinwei-
sen). Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichgestellt (BGE 144 IV 345 
E. 2.2.3.4). Sachverhaltsalternativen sind nur zu prüfen, wenn die Indizienlage 
widersprüchlich oder ambivalent ist (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.7). 

- 32 - 

SK.2020.35 

4.4.3 Im Vorverfahren bestritt die Beschuldigte einige Sachverhalte, an eine Vielzahl 
von Vorgängen konnte oder wollte sie sich nicht erinnern oder sie bestritt die 
Begehung beziehungsweise die Beteiligung daran explizit ab. In der ergänzen-
den Schlusseinvernahme nahm sie wieder Abstand von ihren vorgängigen Ge-
ständnissen in den Fällen 44-48, 51-57 (BA pag. 13-1-27/32 f./-109/-112/-114-
117/-144/-146). Zudem wollte sie – trotz ihrer vielen intensiven Kontakte zur ni-
gerianischen Diaspora in Basel – die Namen der Hintermänner nicht kennen, ob-
wohl sie mit ihnen in Hotelzimmern «phishte» und ihnen die durch das Voice-
Phishing erlangten PIN-Codes für die Zahlungsaufträge an die Banken übergab 
(TPF pag. 19.731.006). Ihre Aussagen erfolgten stets zielgerichtet und passten 
sich im Laufe des Verfahrens ständig der Beweislage an (vgl. oben E. 4.3.1). 
Dies spricht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschuldigten. Insge-
samt gestand sie diejenigen Sachverhalte ein (Fälle 40, 42-44, 49-50, 53, 59 und 
60), in welchen eine erdrückende Beweis- bzw. Indizienlage vorliegt. Sie ist eben-
falls geständig, was den Modus Operandi betrifft. So kann als erstellt gelten, dass 
die Tätergruppierung durch die unbefugte Verwendung von Bankdaten auf elekt-
ronische Datenverarbeitungsanlagen eingewirkt und dadurch Vermögensver-
schiebungen zulasten von Bankkunden ausgelöst bzw. auszulösen versucht hat. 

4.4.4 Direkte Sach- oder Personalbeweise von Zeugen oder Auskunftspersonen, dass 
die Beschuldigte in den nicht eingestandenen Fällen «gephisht» hat, liegen nicht 
vor. Mangels direkter objektiver Beweise bedarf es somit zum Nachweis der Tä-
terschaft einer Indizienkette, die in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugt, das Zweifel 
ausschliesst, dass sie die Täterin war. 

4.4.5 Die Täterschaft der Beschuldigten stützt sich auf folgende Indizien: 

4.4.5.1 Allgemeines 

a) Beweisrelevant sind zunächst die erhobenen Arbeitszeitnachweise bei der da-
maligen Arbeitgeberin der Beschuldigten, der SSSS. AG. Ein Vergleich der De-
liktzeitpunkte mit den Arbeitszeitnachweisen ergibt, dass die Phishing-Telefonate 
in 60 Fällen erfolgten, als die Beschuldigte arbeitsfrei hatte. Es wäre lebensfremd 
anzunehmen, dass es eine Koinzidenz sein soll, dass die Beschuldigte – bis auf 
Fall 50 – immer am Deliktzeitpunkt arbeitsfrei hatte. Vielmehr ist es naheliegend, 
dass die Beschuldigte nach der jeweiligen Ankündigung der «Sessions» jeweils 
für die betreffenden Termine freigenommen hat (BA pag. 7-4-0-4, -79; 10-2-171; 
10-2-186, -192). 

b) Als gewichtiges Indiz ist auch der Umstand zu werten, dass sich die Beschul-
digte als «Telefonistin» mit dem Aliasnamen «Frau Meier» bei den Bankkunden 
meldete und ihre Stimme in den aufgezeichneten deliktischen Telefonaten auch 
erkannt wurde. Die Stimme der Beschuldigten konnte bei insgesamt neun 

- 33 - 

SK.2020.35 

Phishing-Telefonaten aufgezeichnet werden. Vier Aufnahmen stammen dabei 
von der Ermittlungsabteilung der Bank B. (Fälle 58-61 [BA pag. 5-1.28; 13-1-28]), 
viermal konnten Voice-Phishing-Gespräche (Fälle 42, 44, 54, 55) auf der aktiven 
Telefonüberwachung mitgeschnitten werden (Beilage 32, CD 19-20) und ein Te-
lefongespräch (Fall 51) konnte via Audioüberwachung im Hotel RRR. in Basel 
aufgezeichnet werden. Gemäss den Erkenntnissen aus der Überwachung des 
Fernmeldeverkehrs und den Aussagen der Geschädigten hat die Beschuldigte 
bei den Phishing-Telefonaten stets den Namen «Meier» verwendet und nie einen 
anderen Namen benutzt. Die Geschädigten, welche sich an den Aliasnamen 
«Meier» der «Telefonistin» erinnern konnten, haben deren Dialekt als Basel-
deutsch beschrieben, was dem Dialekt der Beschuldigten entspricht (Fälle 6, 
11 f., 24, 44; BA pag. B10-2-1-59/132/293; B10-2-148). Ausserdem gibt es kei-
nen Fall, bei welchem sich die Geschädigten an den Namen «Meier» erinnern 
konnten und gleichzeitig Hinweise vorliegen, welche gegen die Täterschaft der 
Beschuldigten sprechen würden. Vielmehr bestehen in diesen Fällen – nebst 
dem Baseldeutsch – verschiedene weitere Indizien, welche für die Beschuldigte 
als Täterin sprechen: Die überwachten Telefongespräche der «Call-Agentinnen» 
ergaben keine Hinweise, dass andere «Telefonistinnen» den gleichen Aliasna-
men verwendet hätten. Auch konnte die Beschuldige nie einen (echten) Namen 
einer anderen «Frau Meier» nennen oder nur schon eine konkrete Beschreibung 
abgeben. Der Einwand der Beschuldigten, es hätten andere «Telefonistinnen» 
den Aliasnamen «Meier» verwendet ist daher unglaubhaft. Es ist mithin als er-
stellt zu betrachten, dass sich ausschliesslich die Beschuldigte mit dem Aliasna-
men «Meier» bei den Bankkunden meldete (BA pag. 7-4-0-1 ff.; 7-5-0-4 ff.; 10-2-
166 f./170 f./186 ff.).  

c) Ein weiteres Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten ist die zeitliche Häu-
fung der Taten an einzelnen oder darauffolgenden Tagen, welche von ihr als 
«Sessions» bezeichnet wurden. Deliktscharakteristisch wurden in einer Vielzahl 
von Phishing-Fällen übereinstimmende IP-Adressen, Geräte (PC, iPad)-Konfigu-
rationen und dieselbe Rufnummer verwendet (gleiche IP-Adressen: Fälle: 1 und 
2; Fälle: 3, 6 und 7; Fälle: 11 und 12; Fälle: 16 und 18; Fälle: 29 und 30; Fälle: 35 
und 36; Fälle: 37 und 38; Fälle: 40 und 41; Fälle: 46 und 48; Fälle: 44 und 50; 
gleiche Geräte-Konfigurationen: Fälle: 1 und 2; Fälle 3-6, 11 f., 15 f., 17 und 20; 
Fälle 7 und 8; Fälle 9, 22 f. und 25; Fälle 14 und 18; Fälle 19, 21 und 24; Fälle 
28-30 und 32; Fälle 35, 37, 39 und 41; Fälle 46 f.; gleiche Rufnummern: Fälle: 9-
19 und 26; Fälle: 28-31; Fälle 32 f.; Fälle: 34 f., 37, 39 und 41; Fälle: 42 und 44; 
Fälle: 46 und 47; Fälle: 50 f. und 57). Da die Beschuldigte in den genannten Fäl-
len 2, 6, 8, 11 f., 20, 22, 24, 29 f., 33, 36, 39, 42, 44 und 51 nachweislich den 
Aliasnamen «Meier» verwendete, ist die Täterschaft in diesen Phishing-Fällen 
ebenfalls erstellt (vgl. E. 4.4.5.1 b). Sodann hatten die Organisatoren in den 
Phishing-Fällen 3-7, 28-31, 33, 35-39 und 49 in Hotels in Basel eingecheckt. Die 

- 34 - 

SK.2020.35 

Hotels lagen jeweils im Umkreis der Antennenstandorte, über welche die für die 
Phishing-Anrufe verwendeten Rufnummern verbunden waren. In diesen Fällen 
konnte aufgrund des Antennenstandortes nachgewiesen werden, dass sich die 
Beschuldigte zum Tatzeitpunkt am Tatort befand (BA pag. 10-1-129 ff.). Ferner 
hat aufgrund der Überwachung des Fernmeldeverkehrs als erstellt zu gelten, 
dass sie ab dem 10. März 2015 (Fälle 34-61) als alleinige Telefonistin mit den 
Organisatoren «phishte». Die räumliche und zeitliche Koinzidenz sowie die fall-
übergreifende Übereinstimmung der genannten Kriterien indizieren ebenfalls die 
(Mit-)Täterschaft der Beschuldigten. 

d) Die beim Voice-Phishing verwendeten SIM-Karten wurden unter Verwendung 
von weiblichen, türkisch oder südländisch klingenden Phantasienamen mit Ad-
ressen in der Region Basel gekauft. Die polizeiliche Auswertung der SIM-Karten 
ergab, dass die einzige SIM-Karte, welche auch von anderen Telefonistinnen ver-
wendet wurden, diejenige mit der Rufnummer Tel.nr. 3 im Fall 20 ist. Alle übrigen 
SIM-Karten / Rufnummern wurden einzig von der Beschuldigten für die Vishing-
Telefonate benutzt (BA pag. 10-2-168; B10-2-3-44/46/48/50/53/96/101/122 f.). 
Der Einwand der Beschuldigten, sie habe keine SIM-Karten gekauft und andere 
Telefonistinnen hätten diese auch gebraucht, ist daher als Schutzbehauptung 
einzustufen. 

e) Weitere gewichtige Indizien für die Täterschaft bilden Printscreens von Bu-
chungen von Hotelzimmern, in welchen die Phishing-Sessions durchgeführt wur-
den (Fälle 45-48) sowie von abgeschlossenen Phishing-Vorgängen bzw. erfolg-
reich durchgeführten Finanztransaktionen (Fälle 56 und 57), die auf dem Smart-
Phone der Beschuldigten beschlagnahmt wurden. Sodann belegen WhatsApp-
Chat-Protokolle zwischen der Beschuldigten und der unmittelbaren Täterschaft 
(Fälle 34-39), dass sie mit diesen zum Tatzeitpunkt im Hotel beim «Phishen» 
zugegen war. 

4.4.5.2 Zu den einzelnen vorgeworfenen Phishing-Fällen: 

Fälle 1 und 2 

Ein gewichtiges Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten ist der Umstand, dass 
sie zum Tatzeitpunkt am 22. November 2012 von ihrer Arbeit frei genommen 
hatte. Der Geschädigte CC. konnte sich im Fall 2 an den Namen «Meier» der 
angeblichen Bankangestellten am Telefon erinnern. Erstellt ist somit die Täter-
schaft in diesem Fall, weil nur die Beschuldigte diesen Aliasnamen verwendete 
(vgl. E. 4.4.5.1b). Da die Gerätekonfigurationen des für die unbefugten Geldüber-
weisungen verwendeten Computers in den Fällen 1 und 2 identisch sind und die 
Phishings zeitnah erfolgten, ist ihr auch Fall 1 anzurechnen. Die Annahme, dass 

- 35 - 

SK.2020.35 

eine andere Telefonistin «gephisht» haben soll, ist lebensfremd (BA pag. 10-2-
186; B10-2-1-13 ff.). 

Fälle 3 bis 7 

Erwiesen ist, dass der Boss bzw. Komplize QQQQ. der Beschuldigten am 17. De-
zember 2012 im Hotel EE. in Basel eincheckte. Dies geht aus entsprechenden 
Hotelbuchungen hervor. Die Phishing-Fälle wurden unmittelbar nach der Ankunft 
von QQQQ. am 18./19. Dezember 2012 in Basel begangen. Auffällig ist, dass die 
Beschuldigte an diesen Tagen Ferien hatte. Es kann aufgrund der zeitlichen 
Koinzidenz als erstellt gelten, dass sie den arbeitsfreien Tag nutzte, um mit 
QQQQ. in Basel zu «phishen». Sodann konnte sich im Fall 6 der Geschädigte 
JJ. an den Namen «Meier» der angeblichen Bankangestellten am Telefon erin-
nern, welcher der Beschuldigten zuzuordnen ist (vgl. E. 4.4.5.1 b). Die Täter-
schaft ist somit in all denjenigen Fällen erstellt, welche einen Konnex zu Fall 6 
aufweisen. Aufgrund der übereinstimmenden Konfigurationen des für die unbe-
fugten Geldüberweisungen verwendeten Computers (Fälle 3-6, 11, 12, 15-17 und 
20 sowie in den Fällen 7 und 8) und IP-Adressen (Fälle 3, 6 und 7) ist dies zwei-
felfrei in den Fällen 3 bis 5 und 7 der Fall (BA pag. 10-2-105/128/186 f.; B10-2-1-
60; Beilage 32, CD 1). 

Fälle 8-10 

Erstellt ist, dass die Beschuldigte in den Fällen 8 und 9 zum Tatzeitpunkt (27. De-
zember 2012 bzw. 15. Januar 2013) von der Arbeit frei genommen hatte. Im Fall 
10 erfolgte das Phishing am 15. Januar 2013 morgens um 08:21 Uhr, und somit 
vor dem Arbeitsbeginn der Beschuldigten. TTTT. konnte sich im Fall 8 explizit an 
den Namen «Meier» der angeblichen Bankangestellten am Telefon erinnern. 
Dies spricht in diesem Fall 8 für die Täterschaft der Beschuldigten, da aus-
schliesslich sie sich mit diesem Aliasnamen meldete (vgl. E. 4.4.5.1 b). Ein ge-
wichtiges Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten ist ausserdem der überein-
stimmende Antennenstandort in den Fällen 9 und 10. Die Konfiguration des für 
die unbefugten Geldüberweisungen verwendeten Computers ist im Fall 9 iden-
tisch wie im Fall 22, bei welchem sich die Beschuldigte ebenfalls mit dem Alias-
namen «Frau Meier» meldete. Dies spricht für die Täterschaft der Beschuldigten 
in den Fällen 9 und 10. Aufgrund der zusätzlich übereinstimmenden Geräte-Kon-
figurationen in den Fällen 7 und 8, sowie des Umstands, dass die im Fall 9 und 
10 verwendete SIM-Karte ausschliesslich von der Beschuldigten verwendet 
wurde, ist die Täterschaft zweifelsfrei erstellt (BA pag. 10-2-130/186/188; B10-2-
1-111; B10-2-1-304; B10-2-4-2 f.). 

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Fälle 11-18 

Erstellt ist, dass die Beschuldigte zum Tatzeitpunkt am 16. Januar 2013 von der 
Arbeit frei genommen hatte. Sodann konnten sich die Privatkläger E. und F. in 
den Fällen 11 und 12 an den von der Beschuldigten verwendeten Aliasnamen 
«Meier» erinnern. Diesen verwendete, wie bereits ausgeführt wurde, nur die Be-
schuldigte (vgl. E. 4.4.5.1b). Der Beschuldigten sind somit alle übrigen Fälle zu-
zurechnen, welche einen Konnex zu den beiden Fällen aufweisen. In sämtlichen 
Fällen wurden die gleiche SIM-Karte / Rufnummer verwendet, welche aus-
schliesslich von der Beschuldigten verwendet wurde. Ausserdem sprechen die 
identischen IP-Adressen in den Fällen 11, 12 und 16 dafür, dass die Beschuldigte 
als «Telefonistin» tätig war. Schliesslich waren die Gerätekonfigurationen in den 
Fällen 11, 12, 15-17 identisch wie im Fall 20, bei welchem sich die Beschuldige 
beim Voice-Phishing mit «Frau Meier» meldete. Überdies war in den Fällen 9-10 
und 26 die für die telefonische Beschaffung der E-Banking-Zugangsdaten ver-
wendete Rufnummer Tel.nr. 2 identisch, welche ausschliesslich von der Beschul-
digten verwendet wurde. Diese fallübergreifende Übereinstimmung der Indizien 
spricht klar für die Täterschaft der Beschuldigten (BA pag. 10-2-130/186, -188; 
B10-2-1-134/152/304; B10-2-4-2 f.). 

Fälle 19 und 20 

Für die Täterschaft der Beschuldigten spricht, dass sie zum Tatzeitpunkt am 
23. Januar 2013 (Fall 19) sowie am 31. Januar 2013 (Fall 20) Ferien bzw.  
arbeitsfrei hatte und sich im Fall 20 mit «Frau Meier» meldete (vgl. E. 4.4.5.1b). 
Sie verwendete die gleiche Rufnummer wie in den Fällen 9-18, bei welchen ihre 
(Mit-)Täterschaft nachgewiesen ist. Ausserdem wurde die im Fall 19 verwendete 
SIM-Karte / Rufnummer ausschliesslich von der Beschuldigten benutzt. Ein wei-
teres gewichtiges Indiz zum Nachweis ihrer Phishing-Anrufe ist zudem, dass die 
Gerätekonfiguration im Fall 19 die gleiche ist wie im Fall 24, bei welchem sie mit 
dem Aliasnamen «Frau Meier» als «Telefonistin» agierte, welcher ihr zuzuordnen 
ist. Sodann ist die Gerätekonfiguration im Fall 20 dieselbe wie im Fall 12, bei 
welchem sie sich ebenfalls mit «Frau Meier» meldete. Beweismässig ist daher 
zweifelsfrei erstellt, dass die Beschuldigte in den Fällen 19 und 20 «gephisht» hat 
(BA pag. 10-2-130/-186, -188; B10-2-1-254; B10-2-4-2 f.). 

Fälle 21-25 

Erwiesen ist, dass die Beschuldigte zum Tatzeitpunkt am 12./13. Februar 2013 
arbeitsfrei (Ferien und Pikettruhetag) hatte. Die Privatkläger J. und L. konnten 
sich erinnern, dass sich die angebliche Bankangestellte in den Fällen 22 und 24 

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mit dem Namen «Frau Meier» meldete. Dieser Aliasname wurde nur von der Be-
schuldigten verwendet (vgl. E. 4.4.5.1b). Ausserdem ist ihr das Voice-Phishing 
im Fall 23 anzurechnen ist, zumal der Anruf nur 47 Minuten vor dem Phishing im 
Fall 24 erfolgte. Aus der unmittelbaren zeitlichen Abfolge der Taten wäre auch 
hier die Annahme lebensfremd, dass eine andere «Call-Agentin» «gephisht» ha-
ben könnte. Erstellt ist ferner, dass die Gerätekonfigurationen in den Fällen 22, 
23 und 25 dieselben sind wie im Fall 9, bei welchem ihre Täterschaft nachgewie-
sen ist. Die Verknüpfung der genannten Indizien spricht klar für ihre Täterschaft 
der Beschuldigten (BA pag. 10-1-130/-186, -188; B10-2-1-269/-294). 

Fall 26 

Im vorliegenden Fall sprechen lediglich zwei Indizien (arbeitsfrei am Tattag vom 
27. Februar 2013; identische Rufnummer wie in den Fällen 9-20) für die Täter-
schaft der Beschuldigten. Es ist nicht auszuschliessen, dass ausnahmsweise 
eine andere Telefonistin «gephisht» hat. Der angeklagte Sachverhalt ist daher 
nicht erstellt (BA pag. 13-1-118; B10-2-4-2 f.; 10-2-188). 

Fall 27 

Im vorliegenden Fall sprechen lediglich zwei Indizien (arbeitsfrei am Tattag vom 
25. Juni 2013; Antennenstandort in Basel) für die Täterschaft der Beschuldigten. 
Auch hier kann zugunsten der Beschuldigten nicht ausgeschlossen werden, dass 
ausnahmsweise eine andere Telefonistin «phishte». Der angeklagte Sachverhalt 
lässt sich nicht nachweisen (BA pag. 10-2-188). 

Fälle 28-32 

Beweisrelevant ist zunächst eine WhatsApp-Nachricht, welche die Beschuldigte 
am 28. August 2013 um 02:37 Uhr morgens von ihrem «Boss» erhielt. Aus dieser 
geht hervor, dass sie am 28. August 2013 in das Hotel GGG. in Basel bestellt 
wurde. Es ist aus nachfolgenden Gründen als erstellt zu betrachten, dass es sich 
um den Treffpunkt für die fünf Phishing-Fälle vom 28./29. August 2013 handelte: 
Für die Täterschaft der Beschuldigten spricht, dass sie zum Tatzeitpunkt arbeits-
frei hatte und sich in den Fällen 29 und 30 mit dem Aliasnamen «Frau Meier» 
meldete, welcher ausschliesslich ihr zuzuordnen ist (vgl. E. 4.4.5.1b). Sodann 
ergab die Auswertung der erhobenen technischen Daten, dass in den Fällen 28 
bis 31 die gleiche SIM-Karte mit der gleichen Rufnummer Tel.nr. 5 für die Be-
schaffung der E-Bankingzugangsdaten verwendet wurde, wobei der Antennen-
standort beim Hotel GGG. lag. Die Rufnummer wurde ausschliesslich von der 
Beschuldigten verwendet. Beweismässig ist somit erstellt, dass sie zum Tatzeit-
punkt im Hotel GGG. «phishte». Angesichts der zeitlichen und technischen Koin-

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zidenzen und der erwähnten Indizien kann bei realistischer Betrachtung ausge-
schlossen werden, dass eine andere «Call-Agentin» in den Fällen 28 und 31 «ge-
phisht» haben könnte. Schliesslich steht ausser Frage, dass sie auch im Fall 32 
«phishte», verwendete sie doch die gleiche Rufnummer wie im Fall 33, bei wel-
chem sie sich mit «Frau Meier» meldete (BA pag. 10-2-117/188 f.; B10-2-4-1-; 
B10-2-3-115; B10-2-4-6; B10-2-4-7). 

Fall 33 

Beweismässig ist aufgrund einer WhatsApp-Nachricht zwischen der Beschuldig-
ten und ihrem «Boss» vom 4. September 2013, um 05:55 Uhr, erstellt, dass sie 
am Tattag für das Phishing in das Hotel LLL. in Basel bestellt wurde. Auch in 
diesem Fall nahm sie sich für die «Phishing-Session» vom 4. September 2013 
arbeitsfrei. Ein starkes Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten ist weiter, dass 
sie sich als «Telefonistin» mit «Frau Meier» meldete und das Hotel im Sendebe-
reich der Antennenzelle lag, über welche die ausschliesslich von ihr verwendete 
Rufnummer Tel.nr. 6 beim Phishing sich verband. Ausserdem stimmt die verwen-
dete Rufnummer mit dem Phishing-Fall 32 überein, bei welchem die (Mit-)Täter-
schaft der Beschuldigten nachgewiesen ist. Somit ist als erstellt zu betrachten, 
dass die Beschuldigte mit ihrem «Boss» im Hotel «phishte» (BA pag. 10-2-
110/119/177/189; B10-2-2-33; B10-2-4-1; B10-2-2-22). 

Fälle 34-39 

Erstellt ist, dass die «Bosse» RRRR. und QQQQ. für die Zeit vom 10. bis 13. März 
2015 ein Zimmer im Hotel MMM. in Basel gebucht hatten. In diesem Zeitraum 
wurden die Phishing-Fälle 34 bis 39 durchgeführt. Die Beschuldigte hatte an den 
Tatdaten vom 10. März 2015 (Fälle 34-37), 11. März 2015 (Fall 37) und 12. März 
2015 (Fälle 38 und 39) arbeitsfrei, was ein gewichtiges Indiz für ihre (Mit-)Täter-
schaft ist. Aufgrund eines Chats zwischen der Beschuldigten mit QQQQ. vom 
10. bis 12. März 2015 liegt zunächst nahe, dass sie ihn am Tattag vom 10. März 
2015 im Hotel MMM. in Basel besuchte. Es ging im Chat darum, dass ihr «Boss» 
einen Adapter für seinen Laptop benötigte. Die Beschuldigte antwortete, dass sie 
«viele davon» an ihrem Arbeitsort habe und dass sie zusammen später ein Taxi 
nehmen und ein solches Gerät holen gehen können. Der Chat lautet wie folgt: 

10.03.2015 (07:57) Boss QQQQ.: «Hello girl yo need to buy adapter for my laptop. 

Hi.» 

10.03.2015 (08:05) Beschuldigte: «I’m already on my way» 

10.03.2015 (08.06) Beschuldigte: «I have at my work a lot we can go by taxi and 

get it later» 

10.03.2015 (08:30) Boss QQQQ.: «Where are you? Waiting for you» 

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10.03.2015 (08:44) Beschuldigte: «I’m here. Which room?» 

11.03.2015 (07:58) Boss QQQQ.: «Hi» 

11.03.2015 (07:59) Boss QQQQ.: «Good morning» 

12.03.2015 (06:56) Boss QQQQ.: «Hi. Good morning» 

12.03.2015 (06:56) Beschuldigte: «I’m there at 8.30» 

12.03.2015 (06:56) Boss QQQQ.: «No 8» 

12.03.2015 (06:57) Boss QQQQ.: «Pls» 

12.03.2015 (06:58) Boss QQQQ.: «Please we have an appointement. Please call. 

Now» 

12.03.2015 (07:12) Beschuldigte: «Sorry! I’m there in 10 min» 

Zum Aufenthaltszweck ihrer «Bosse» in Basel befragt, erklärte sie am 19. August 
2015, dass RRRR. und QQQQ. in der Zeit vom 10. bis 12. März 2015 «nicht nur 
zum Phishing» nach Basel gekommen seien (BA pag. 13-1-32). In der 
Schlusseinvernahme vom 5. Juli 2018 bestritt die Beschuldigte die Taten. Sie sei 
zum Tatzeitpunkt nicht im Hotel MMM. in Basel gewesen. Auf Vorhalt einer 
WhatsApp Konversation zwischen der Beschuldigten und dem «Boss» QQQQ. 
vom 10.-12. März 2015 (vgl. oben), welche ihre Behauptung widerlegte, sagte 
sie: «Scheisse. Aber es kann immer noch sein, dass ich nicht gesphisht habe …» 
(BA pag. 13-1-113; 10-2-117). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 21. Januar 
2021 sagte sie weitgehend gleichbleibend aus. Auf Vorhalt der WhatsApp Kon-
versation, wonach hervorgeht, dass sie die Mittäter im Tatzeitraum getroffen hat 
und nach einem Hotelzimmer fragt, räumte sie ein, dass sie die Beteiligten ge-
troffen habe (TPF pag. 19.731.17). Es kann daher als erstellt gelten, dass sich 
die Beschuldigte am 10. März 2015 mit ihren «Bossen» im Hotel MMM. traf. Auf-
grund der Ergebnisse der Mobiltelefonüberwachung ist ferner nachgewiesen, 
dass sie am 10. März 2015, um 08.50 Uhr, weiter zum Hotel DDD. in Z. (BL) 
fuhren. In unmittelbarer Nähe der Antenne, über welche die privaten Mobiltele-
fone der Beschuldigten am 10. März 2015 zwischen 09.57 und 18:50 Uhr mit dem 
Netz verbunden waren, befindet sich das Hotel DDD. in Z. (BL). Dass sich die 
Beschuldige im Hotel DDD. in Z. (BL) befand, geht auch aus dem folgenden 
Chatverkehr vom 10. März 2015 mit ihrer Schwester hervor: 

10.03.2015 (12:08) BBBBB.: «AAAAA.: how come? ...Muesch mir verzelle 

[…]» 

[…] 

10.03.2015 (21:35) BBBBB.: «Wells hotel sind denn?» 

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10.03.2015 (21:52) Beschuldigte: «Nei CCCCC. und 2 anderi aber mir zwei göhn 

in e anders in Basel. Sie sind Hotel DDD.» 

10.03.2015 (21:54) BBBBB.: «Ja guet DDD. isch au scheisse. Haha» 

[…] 

10.03.2015 (21:56) Beschuldigte: «CCCCC. isch sooo lieb hey, ich dänk jedesmol 

nonun […]» 

10.03.2015 (21:57) BBBBB.: «Guet so lieb isch er sicher nid wenn er lüt 

vrarscht […]. Odr ischer robin hood style? […]» 

10.03.2015 (21:58) Beschuldigte: «Ja aber zu sinne lüt sich er ebe schon korräkt 

und teilt immer alles korräkt. Aber fremdi ver-

arscht er halt, ja genau che […]» 

Im Ergebnis ist der Nachweis erbracht, dass die Beschuldigte mit QQQQ. im Ho-
tel DDD. in Z. (BL) die Phishings in den Fällen 34-36 vollzog. 

Sodann sendete im Fall 37 die persönliche Mobiltelefonnummer der Beschuldig-
ten am Tattag vom 11. März 2015, um 12:05 Uhr, via Antenne an der […]strasse. 
In dieses Sendegebiet fällt der Mobilfunkmast für das Hotel MMM. Das Phishing 
bzw. die Abbuchung ab dem Bankkonto des Geschädigten erfolgte um 13:10 Uhr. 
Es kann daher als erstellt gelten, dass die Beschuldigte das Phishing im Fall 37 
im Hotel MMM. in Basel vornahm.  

In den Fällen 38 und 39 sandte die persönliche Mobiltelefonnummer der Beschul-
digten am Tattag vom 12. März 2015 an gleicher Adresse. Die Beschuldigte be-
fand sich somit wiederum am Tatort im Hotel MMM. Ein gewichtiges Indiz für die 
Täterschaft der Beschuldigten ist ausserdem, dass sie sich im Fall 36 mit «Frau 
Meier» meldete und die IP-Adressen in den Fällen 35 und 36 sowie 37 und 38 
identisch sind. Ausserdem war die für die Beschaffung der E-Banking-Zugangs-
daten verwendete Rufnummer in den Fällen 34, 37 und 39 identisch, was eben-
falls für die Täterschaft der Beschuldigten spricht, verwendete doch ausschliess-
lich sie diese (BA pag. 10-2-117 f./131/179, -181 f./190 f.; B10-2-3-38; TPF pag. 
19.731.17; B10-2-4-1; B10-2-2-59). 

Fall 40 

Die Beschuldigte ist geständig. Das Geständnis deckt sich mit belastenden Indi-
zien und ist mithin glaubhaft im Sinne von Art. 160 StPO. Sie hatte am Tattag 
vom 24. März 2015 arbeitsfrei. Sodann wurde die gleiche IP-Adresse wie im 

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Phishing-Fall 41 verwendet und die Taten am gleichen Tag begangen. Ausser-
dem verwendete sie das gleiche «Mule-Konto» wie im Fall 53 [BA pag 10-2-191; 
B10-2-2-196]). Die (Mit-)Täterschaft der Beschuldigten ist somit erstellt. 

Fall 41 

Erwiesen ist, dass die Beschuldigte im Tatzeitpunkt vom 24. März 2015 arbeits-
frei hatte. Sodann wurde im Fall 40 die gleiche IP-Adresse wie im Fall 41 verwen-
det und die Taten am gleichen Tag begangen. Da im Fall 40 ein Personalbeweis 
in Form eines Geständnisses vorliegt, ist als erstellt zu betrachten, dass sie beide 
Phishings beging. Ausserdem sprechen die identischen Geräte-Konfigurationen 
in den Fällen 35, 37, 49 und 41 für ihre (Mit-)Täterschaft. Dass bei einer solchen 
fallübergreifenden Übereinstimmung von Indizien eine andere «Call-Agentin» in 
Basel im Einsatz gewesen sein soll, wie es die Beschuldigte vorbringt (BA pag. 
13-1-112), ist lebensfremd und ist als reine Schutzbehauptung zu werten (BA 
pag. 10-2-128/190 f.; B10-2-2-93). 

Fall 42 

Die Beschuldigte ist geständig. Das Geständnis deckt sich mit mehreren belas-
tenden Indizien: Sie hatte am Tattag vom 25. März 2015 arbeitsfrei und verwen-
dete als «Call-Agentin» den Aliasnamen «Frau Meier». Ausserdem wurde die im 
Telefonat mit der Privatklägerin S. verwendete SIM-Karte / Rufnummer aus-
schliesslich von der Beschuldigten verwendet. Dass sie bei der anschliessenden 
Kontaktaufnahme mit der «Money-Mule» DDDDD. dieselbe Telefonnummer ver-
wendete, belegt ihre Täterschaft zusätzlich (BA pag. 10-2-110/191; B10-2-2-
135/139; B10-2-4-8; 10-2-3-55 ff.; B10-2-3-71; B10-2-4-9). 

Fälle 43 und 44 

Auch diesbezüglich ist die Beschuldigte geständig. Das Geständnis deckt sich 
mit belastenden Indizien: Die Beschuldigte hatte an den Tattagen vom 25. und 
30. März 2015 arbeitsfrei und verwendete im Fall 44 den Aliasnamen «Meier», 
welcher ausschliesslich von ihr verwendet wurde. Ausserdem ist auffällig, dass 
im Fall 44 die gleiche Rufnummer wie im Phishing-Fall 42 verwendet wurde, wel-
chen die Beschuldigte eingestand (BA pag. 10-2-191; B10-2-3-72; B10-2-4-9). 
Die (Mit-)Täterschaft ist mithin erstellt.  

Fälle 45-48 

Es kann aus nachfolgenden Gründen als erstellt gelten, dass die Phishings vom 
14. bis 16. April 2015 während des Aufenthalts der «Bosse» QQQQ. und RRRR. 
im Hotel DDD. in Basel begangen wurden: Die Beschuldigte gab in der 

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Schlusseinvernahme zu, in diesem Hotel Phishing-Anrufe gemacht zu haben. Ein 
gewichtiges Indiz für die Täterschaft der Beschuldigten ist ferner, dass sie wäh-
rend der «Phishing-Sessions» Ferien hatte und auf ihrem Smartphone die Hotel-
buchung für RRRR. gefunden wurde. Dass das für die Phishings verwendete Te-
lefon sowie das private Mobiltelefon der Beschuldigten mit der Rufnummer 
Tel.nr. 11 in den Fällen 46 und 47 mit demselben Antennenstandort beim Hotel 
DDDD. in Basel verbunden war, beweist die (Mit-)Täterschaft der Beschuldigten, 
zumal auch das bei der Beschuldigten sichergestellte iPad am 16. April 2015 
(Fälle 46-48) mit dem drahtlosen Netzwerk (WLAN) des Hotels DDDD. in Basel 
verbunden war. Sodann sprechen die identische Geräte-Konfiguration und über-
einstimmend verwendete Rufnummer Tel.nr. 9 in den Fällen 46 und 47 für ihre 
Täterschaft. Ausserdem verwendete ausschliesslich die Beschuldigte als «Call-
Agentin» diese Rufnummer. Vor diesem Hintergrund bestehen keine Zweifel da-
ran, dass die Beschuldigte am 14. und 16. April 2015 in den Fällen 45-48 «ge-
phisht» hat (BA pag. 10-2-116/-125/-185/191 f.; B10-2-2-154/161; B10-2-4-10; 
B10-2-3-98; B102-2-4-9) 

Fall 49 

Die Beschuldigte anerkennt den Anklagesachverhalt. Das Geständnis deckt sich 
mit objektiven Beweismitteln: So hatte sie am Tattag vom 26. Mai 2015 arbeitsfrei 
und auf ihrem sichergestellten Smartphone wurde die E-Banking-Zahlungsbestä-
tigung vom Phishing gefunden. Auf dem Smartphone ist überdies ein Foto mit 
einer online übermittelten Zahlung in der Höhe von Fr. 49'500.-- ab