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**Case Identifier:** d080d8ba-fe0f-5a2f-80ab-586016a74643
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.01.2021 IV 2018/221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-221_2021-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/221

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.08.2021

Entscheiddatum: 19.01.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2021
Art. 16 ATSG, Art. 28 Abs. 2 IVG. Der Versicherte erhielt Unterstützung bei 
der beruflichen Wiedereingliederung von der Unfall- und der 
Invalidenversicherung, die erfolgreich verlief. Es liegen besonders stabile 
Verhältnisse vor, die verbleibende Arbeitsfähigkeit wird in zumutbarer Weise 
ausgenützt und das erzielte Einkommen ist angemessen. Ein erneuter 
Berufswechsel ist nicht zumutbar. Beim Invalideneinkommen ist daher auf 
das in der neuen Tätigkeit erzielbare Einkommen und nicht auf 
Tabellenlöhne abzustellen. Zusprache einer halben Rente (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2021, IV 
2018/221).

Entscheid vom 19. Januar 2021

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

IV 2018/221

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Celina Schenkel, Rosengasse 16, 

8200 Schaffhausen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter), gelernter Fahrrad- und Motorfahrradmechaniker, 

arbeitete für die B.___ AG als Verkehrswegebauer/Baumaschinenführer am Standort 

C.___, als er am 24. August 2009 bei Strassenarbeiten von einem Personenwagen 

überfahren wurde. Er erlitt dabei Verletzungen an der Brust- und Lendenwirbelsäule, 

eine offene Unterschenkelfraktur rechts, Binnenläsionen des rechten Knies, eine 

ventrale Schulterluxation rechts sowie Rippenserienfrakturen (IV-act. 3-2, 9f., 15; vgl. 

Fremdakten Suva [nachfolgend: UV-act.], 1-53ff., 113). Es erfolgten stationäre 

Behandlungen im Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG) vom 25. August 2009 

bis 17. September 2009 (UV-act. 1-37ff.) und anschliessend bis 29. Oktober 2009 in 

der Rehaklinik D.___ (UV-act. 1-22ff.). Die Suva richtete Versicherungsleistungen aus 

(UV-act. 1-112).

A.a. 

Am 10. Dezember 2009 meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-

Leistungen an (IV-act. 9). Da er sich in den folgenden Monaten gut von den Unfallfolgen 

erholte und ab dem 1. Oktober 2010 wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden konnte (vgl. UV-act. 3f.), teilte ihm die IV-Stelle mit Schreiben 

vom 30. September 2010 mit, dass sie die Eingliederungsberatung abschliesse (IV-act. 

39; zum Gesundheitszustand siehe den Suva-kreisärztlichen 

A.b. 

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Abschlussuntersuchungsbericht vom 7. Oktober 2010, UV-act. 5). Am 24. Mai 2011 

sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 10 % zu (UV-act. 6-3ff.). Da das bisherige Arbeitsverhältnis 

durch die B.___ AG aus wirtschaftlichen Gründen per 31. Juli 2011 aufgelöst worden 

war, arbeitete der Versicherte ab dem 1. November 2011 als Monteur von 

Balkonverglasungen/Cover-Monteur bei der E.___. AG, (nachfolgend: Arbeitgeberin; 

UV-act. 7-17/103/114). Mit Verfügung vom 21. Februar 2012 wies die IV-Stelle das 

Gesuch des Versicherten um eine Invalidenrente wegen wiedererlangter 100%iger 

Arbeitsfähigkeit ab (IV-act. 46).

Am 24. Oktober 2012 kontaktierte der Versicherte wegen zunehmender 

Beschwerden im Lendenwirbelbereich die Suva (UV-act. 7-114). Im November 2012 

erfolgten bildgebende Untersuchungen an der Wirbelsäule und am rechten Knie im 

KSSG (UV-act. 7-63f./108ff.). Am 20. März 2013 meldete die Arbeitgeberin der Suva 

einen Rückfall per 6. November 2012 (UV-act. 7-103). In der Stellungnahme vom 8. 

April 2013 ging Kreisarzt Dr. med. F.___ hinsichtlich der seit rund einem halben Jahr 

bestehenden Beschwerden vom Vorliegen einer Rückfallkausalität aus, denn die von 

den Ärzten des KSSG erhobenen degenerativen Veränderungen seien eine Folge der 

spondylodetisch versorgten L5-Frakur (UV-act. 7-57). Am 5. Juli 2013 legte Dr. F.___ 

das Zumutbarkeitsprofil für eine Arbeit wie folgt fest: leichte bis mittelschwere 

wechselbelastende Tätigkeit (mehr sitzend als gehend) ohne repetitive, ausladende 

körperferne Bewegungen des rechten Arms, ohne Arbeiten in Schulterhöhe sowie über 

Kopf, ohne Einnehmen von Zwangshaltungen wie Knien, Hocken und Rumpfvorneige. 

Zu vermeiden seien längere Wegstrecken auf unebenem Untergrund sowie Tätigkeiten 

in Schräglagen. Er ging von einer vollschichtigen Vermittelbarkeit des Versicherten auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus (UV-act. 7-30f.). Die Suva beauftragte die auf 

Coaching und Beratung spezialisierte Suter & Suter GmbH, Zürich, den Versicherten 

bei der beruflichen Neuorientierung zu unterstützen (UV-act. 7-15ff.).

A.c. 

Am 16. Februar 2014 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von 

Leistungen (berufliche Integration/Rente) bei der IV-Stelle an (IV-act. 49; vgl. UV-act. 

7-5). Mit Schreiben vom 20. März 2014 gewährte ihm die IV-Stelle Berufsberatung (IV-

act. 54). In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 12. August 2014 erachtete 

es RAD-Arzt Dr. med. G.___ als plausibel und nachvollziehbar, dass der Versicherte 

A.d. 

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aufgrund der stattgehabten Verletzungen vermehrt Beschwerden habe. Hinsichtlich der 

Arbeitsfähigkeit empfahl Dr. G.___, sich auf die Unterlagen der Suva abzustützen. Dem 

Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes könne zugestimmt werden (IV-act. 63).

Am 17. September 2014 erteilte die IV-Stelle die Kostengutsprache für die von der 

Suva veranlasste berufliche Abklärung in Form eines Praktikums als Arbeitsagoge beim 

Verein H.___ vom 1. August bis 31. Oktober 2014 (IV-act. 69; vgl. UV-act. 7-6ff., 

10-87ff.). Da die Rückmeldungen bezüglich des Praktikums allseitig positiv waren, 

erteilte die IV-Stelle am 13. Januar 2015 Kostengutsprache für die Umschulung zum 

Arbeitsagogen vom 1. November 2014 bis 15. Februar 2017 (IV-act. 78, 80; vgl. UV-

act. 10-76f.). Bereits wenige Monate nach Ausbildungsstart zeigte sich, dass der 

Versicherte die gestellten Anforderungen insbesondere im administrativen und 

schulischen Bereich nicht zu erfüllen vermochte. Am 26. November 2015 brach er 

deshalb die Umschulungsmassnahme ab (IV-act. 90, 93ff.; UV-act. 10-38ff./48). Am 21. 

Dezember 2015 erfolgte die formelle Mitteilung der IV-Stelle über den Abbruch der 

beruflichen Massnahme (IV-act. 98).

A.e. 

Daraufhin veranlasste die Suva eine psychiatrische und neuropsychologische 

Untersuchung des Versicherten (UV-act. 10-22ff.). Die am 11. Februar 2016 

durchgeführte Untersuchung in der Klinik für Neurologie des KSSG ergab von leicht bis 

mittelschwer reichende kognitive Minderleistungen. Im Vordergrund ständen 

mittelschwere verbale Lern- und Gedächtnisstörungen für Einzelinformationen sowie 

Arbeitsgedächtnisstörungen und leichte bis mittelschwere Konzentrationsstörungen. 

Aufgrund der leicht verminderten kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit sei von 

einem erhöhten Zeitbedarf auszugehen. Eine raschere Ermüdbarkeit sei denkbar. Auch 

müsse damit gerechnet werden, dass beispielsweise in einem Gespräch Informationen 

zwar verstanden, jedoch teilweise nicht aufgenommen und einzelne Inhalte somit nicht 

beachtet bzw. vergessen würden. Es sei davon auszugehen, dass die objektivierten 

kognitiven Minderleistungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem 

Unfall bestanden hätten (Bericht vom 29. Februar 2016, IV-act. 102).

A.f. 

Vom 4. Januar bis 8. März 2016 war der Versicherte im Psychiatrie-Zentrum I.___, 

J.___ (nachfolgend: PZ J.___), in ambulanter Behandlung. Die Klinikärzte 

diagnostizierten eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10: F70) und eine 

A.g. 

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Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2). Sie stellten insbesondere Minderleistungen bei 

der Lern- und Merkfähigkeit, der Arbeitsgeschwindigkeit sowie der 

Konzentrationsleistung fest (vgl. Arztbericht vom 28. Juni 2016, IV-act. 122-2ff.; vgl. 

auch UV-act. 22). An der von der Suva einberufenen Besprechung vom 8. März 2016 

erklärten die Ärzte des PZ J.___, dass eine berufliche Ausbildung, welche einen 

theoretischen bzw. einen schulischen Teil beinhalte, den Versicherten überfordere. 

Vereinbart wurde, dass die Stellensuche auf den handwerklichen Bereich unter 

Berücksichtigung der Fähigkeiten des Versicherten (Mofa-/Fahrradmechaniker, 

Strassenbau oder ähnliches) fokussiert werde (UV-act. 12-8f.). In Betracht gezogen 

wurde seitens des Versicherten und des Coaching-Büros auch eine Tätigkeit als Bus-

Chauffeur (UV-act. 19). Der Versicherte verzichtete jedoch einstweilen auf eine 

Umschulung und wünschte sich Unterstützung bei der Eingliederung (vgl. 

Strategiegespräch vom 20. Juni 2016, IV-act. 117).

Am 29. Juli 2016 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen Arbeitsversuch 

im Betrieb Radsport Frei GmbH, Au, vom 9. August bis 30. September 2016 (IV-act. 

128).

A.h. 

In der Stellungnahme vom 11. August 2016 erklärte RAD-Arzt Dr. G.___ gestützt 

auf den neuropsychologischen Bericht des KSSG vom 29. Februar 2016 (IV-act. 102) 

und den psychiatrischen Bericht des PZ J.___ vom 28. Juni 2016 (IV-act. 122-2ff.), 

dass dem Versicherten nur Tätigkeiten mit geringen kognitiven Anforderungen 

zuzumuten seien. Zudem sei das Kriterienprofil hinsichtlich der somatischen Störung zu 

beachten (IV-act. 131).

A.i. 

Am 28. September 2016 verlängerte die IV-Stelle den Arbeitsversuch bis 28. 

Februar 2017 (IV-act. 136; vgl. UV-act. 34). Die Erkenntnisse aus dem sechsmonatigen 

Arbeitsversuch waren gemäss der Arbeitgeberin eine Verlangsamung um 30 bis 40 %, 

das Fehlen von Multitasking-Fähigkeiten und die Unmöglichkeit des Einsatzes im 

Kundenkontakt. Ein Angebot für eine Festanstellung blieb – offenbar auch wegen der 

akuten behandlungsbedürftigen Rückenschmerzen – aus. Offeriert wurde eine 

Anstellung mit einem 80%-Pensum und einem Monatslohn von Fr. 2'500.-, was seitens 

der IV-Stelle – offenbar wegen des tiefen Lohns – nicht unterstützt wurde (IV-act. 

160-4/7, UV-act. 41, 46). Die Nachkontrolle vom 7. März 2017 in der Klinik für 

A.j. 

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Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG 

ergab den Verdacht einer symptomatischen Anschlussdegeneration L3/L4 mit/bei 

Spondylarthrosen L5/S1 beidseits (UV-act. 50).

Am 23. Mai 2017 genehmigte die IV-Stelle einen dreimonatigen Arbeitsversuch 

vom 8. Mai bis 8. Juli 2017 als Fahrradmechaniker im Betrieb K.___ GmbH (IV-act. 145; 

vgl. Eingliederungsplan vom 2./12. Mai 2017, IV-act. 143). Am 31. Juli 2017 genehmigte 

sie die Verlängerung des Arbeitsversuchs bis 31. Oktober 2017 (IV-act. 154; vgl. IV-act. 

152f. und UV-act. 57). Der Arbeitsversuch ergab ebenfalls eine Verlangsamung um ca. 

40 % (neue Aufträge 50 %, bei Routineaufträgen 30 %), die Nichteinsetzbarkeit im 

Verkauf (fehlendes Fachwissen und Multitasking) und im Bestellwesen (fehlende 

kognitive Fähigkeiten; IV-act. 160-7).

A.k. 

Auf Anfrage hin teilte die E.___. AG der Suva am 23. Oktober 2017 mit, dass der 

Versicherte ohne den Unfall im Jahr 2017 Fr. 78'000.- verdienen würde (UV-act. 67).

A.l. 

Die K.___ GmbH offerierte dem Versicherten eine unbefristete Anstellung ab dem 

1. November 2017 mit einem Bruttogehalt von Fr. 2'646.- pro Monat bzw. Fr. 34'398.- 

pro Jahr (Basislohn von Fr. 4'200.- pro Monat, Arbeitspensum von 90 %, 

Leistungseinschränkung von 30 %; vgl. Besprechungsprotokoll vom 26. Oktober 2017, 

UV-act. 66-2). Am 27. Oktober 2017 erfolgte die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages 

(IV-act. 159). Geregelt wurde zudem die Zusammenarbeit mit der IV-Stelle bzw. die 

Entschädigung an die Arbeitgeberin bei Arbeitsunfähigkeit des Versicherten innert 

dreier Jahre (IV-act. 158). Die zuständige Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle 

hielt in einer Notiz vom 20. November 2017 fest, dass der Versicherte somit erfolgreich 

eingegliedert sei (IV-act. 160-8).

A.m. 

Am 5. Januar 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen 

Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen habe, denn er habe mit ihrer 

Unterstützung im erlernten Beruf als Fahrrad- und Motorfahrradmechaniker eine 

Festanstellung erhalten, weshalb keine weiteren beruflichen Massnahmen angezeigt 

seien (IV-act. 164).

A.n. 

Mit Vorbescheid vom 8. Januar 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, 

dass vorgesehen sei, das Gesuch um eine Invalidenrente abzuweisen. Begründet 

A.o. 

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wurde dies damit, dass er in der angestammten Tätigkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 

70'070.- (Stand 2014) erzielen würde. In einer leidensangepassten Tätigkeit könnte er 

ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiter gemäss den 

Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ein 

Einkommen von Fr. 66'453.- erzielen. Damit liege ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 5 % vor (IV-act. 167).

Am 13. Februar 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

Beat Keller, Schaffhausen, Einwand gegen den Vorbescheid vom 8. Januar 2018. 

Gefordert wurde, dass beim Valideneinkommen vom letzten Gehalt bei der B.___ AG 

von Fr. 76'154.- (Stand 1. Januar 2010) auszugehen und beim Invalideneinkommen auf 

das derzeitige Einkommen von Fr. 32'400.- abzustellen sei. Es bestehe daher 

zumindest ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (IV-act. 168).

A.p. 

Am 13. Februar 2018 erfolgte eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung des 

Versicherten durch Dr. med. L.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates. Zur Arbeitsfähigkeit erklärte er, dass der 

Versicherte in einer leichten bis gelegentlich mittelschweren leidensadaptierten 

Tätigkeit in einem 70%igen Pensum einsetzbar sei. Nicht mehr zumutbar seien 

Tätigkeiten mit repetitivem Knien, Hocken, Kauern, ständigem Arbeiten auf unebenem 

Untergrund oder in Hanglagen, in widrigen Witterungsverhältnissen, mit repetitivem 

Steigen auf Leitern und Gerüste oder Arbeiten in absturzgefährdetem Bereich. Nicht 

mehr ausgeführt werden könnten Tätigkeiten, die verbunden seien mit körperferner 

repetitiver Gewichtsbelastung des rechten Schultergelenks auf Horizontalhöhe oder 

über Kopf. Mittelschwere, schwere und schwerste Lasten könnten nicht mehr getragen 

werden. Nicht mehr ausgeführt werden könnten Tätigkeiten mit repetitiver Inklinations- 

und Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule sowie Arbeiten in Zwangshaltungen der 

Wirbelsäule (UV-act. 77).

A.q. 

In der Einwandergänzung vom 13. März 2018 erklärte der Rechtsvertreter, dass 

der Versicherte im Jahr 2018 gemäss den Angaben der Firma E.___. AG ein 

Einkommen von Fr. 78'000.- und ausgehend vom letzten Lohn bei der B.___ AG ein 

solches von etwa Fr. 80'000.- erzielen würde. Im Weiteren wurde verlangt, dass die IV-

Stelle entsprechend der kreisärztlichen Einschätzung vom 15. Februar 2018 ebenfalls 

A.r. 

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B.  

von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausgehe. Beim 

Invalideneinkommen sei auf den derzeitig erzielten Lohn als Fahrradmechaniker bei der 

K.___ GmbH abzustellen. Sollte dennoch von den Tabellenlöhnen ausgegangen 

werden, so seien die teilweise Arbeitsunfähigkeit sowie ein Tabellenlohnabzug von 

25 % zu berücksichtigen (IV-act. 172). Am 2. Mai 2018 informierte der Rechtsvertreter 

die IV-Stelle über die Verfügung der Suva vom 20. April 2018 betreffend Rente und 

Integritätsentschädigung (IV-act. 173). Die Suva war darin von einem versicherten 

Jahresverdienst von Fr. 78'627.- und gestützt auf die Tabellenlöhne der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) und in Berücksichtigung einer 70%igen Leistungsfähigkeit 

von einem Invalideneinkommen von Fr. 47'265.- für das Jahr 2017 ausgegangen. Sie 

hatte einen unfallbedingten Invaliditätsgrad von 39 % ermittelt und eine entsprechende 

Rente von Fr. 2'044.30 monatlich verfügt. Die früher bereits zugesprochene 

Integritätsentschädigung hatte sie basierend auf einer Integritätseinbusse von 

insgesamt 30% erhöht (IV-act. 173-2ff.).

Mit Verfügung vom 22. Mai 2018 wies die IV-Stelle den Anspruch auf eine 

Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 5 % ab (IV-act. 174).

A.s. 

Gegen die Verfügung vom 22. Mai 2018 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 25. Juni 2018. Der Beschwerdeführer beantragt darin deren Aufhebung und die 

Zusprache einer halben Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung der 

Angelegenheit zu neuer Prüfung an die Beschwerdegegnerin; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Gefordert wird insbesondere, 

dass beim Valideneinkommen von Fr. 78'390.- ausgegangen und beim 

Invalideneinkommen auf das derzeit erzielte Einkommen von Fr. 34'398.- abgestellt 

werde, da der Beschwerdeführer bei der derzeitigen Tätigkeit als Fahrradmechaniker 

ideal eingegliedert sei (act. G 1).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 

12. September 2018 die Abweisung der Beschwerde, da kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad vorliege. Beim Invalidenlohn sei auf den Tabellenlohn für Hilfsarbeiter 

von Fr. 67'522.- abzustellen, denn der Beschwerdeführer schöpfe mit der Tätigkeit als 

Fahrradmechaniker seine Restarbeitsfähigkeit nicht aus. Ein Tabellenlohnabzug sei 

B.b. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente 

der Invalidenversicherung hat. Dieser beantragt in der Beschwerde vom 25. Juni 2018 

die Zusprache zumindest einer halben Rente (act. G 1) und in der Replik vom 5. 

November 2018 zumindest einer Viertelsrente (act. G 8). Die Beschwerdegegnerin 

verneint bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 5 % einen Rentenanspruch.

nicht gerechtfertigt, denn der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere 

Arbeiten zumutbar seien, bilde auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit keinen 

Grund für einen Abzug, weil der Tabellenlohn Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl 

von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse (act. G 4).

In der Replik vom 5. November 2018 lässt der Beschwerdeführer, nun vertreten 

durch Rechtsanwältin Celina Schenkel, MLaw, Schaffhausen, an den Anträgen 

vollumfänglich festhalten. Gerügt wird, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der 

Leistungsfähigkeit nicht auf den aktuellsten Kreisarztbericht vom 15. Februar 2018 (act. 

G 8.1) abgestellt habe. Gefordert wird, beim Invalideneinkommen vom derzeitigen Lohn 

von Fr. 34'398.- auszugehen, denn gemäss der Beschwerdegegnerin sei er mit der 

Festanstellung als Fahrradmechaniker nun erfolgreich eingegliedert. Ein Berufswechsel 

sei nach dem hart erarbeiteten Wiedereinstieg als Fahrradmechaniker nicht zumutbar. 

Beim effektiven Lohn ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 56 % und damit Anspruch 

auf eine halbe Rente. Eventualiter bzw. für den Fall, dass das Versicherungsgericht 

vom hypothetischen Tabellenlohn von Fr. 47'265.33 ausgehen sollte (70 % des 

Tabellenlohns für Hilfsarbeiter von Fr. 67'522.-), sei ein leidensbedingter Abzug von 

10 % gerechtfertigt. Dies ergebe einen Invaliditätsgrad von 45 %, womit der 

Beschwerdeführer zumindest Anspruch auf eine Viertelsrente habe (act. G 8).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 28. November 2018 auf 

die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

B.d. 

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2.  

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie 

aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen).

2.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). Die 

Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Für das gesamte Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten 

2.4. 

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3.

Vorweg zu prüfen ist, ob der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ausreichend geklärt sind.

(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

 3.1. 

Gemäss dem neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik für 

Neurologie des KSSG vom 29. Februar 2016 zeigten sich beim Beschwerdeführer von 

leicht bis mittelschwer reichende kognitive Minderleistungen, mittelschwere verbale 

Lern- und Gedächtnisstörungen sowie leichte bis mittelschwere 

Konzentrationsstörungen. Es wurde von leicht verminderter kognitiver 

Verarbeitungsgeschwindigkeit, erhöhtem Zeitbedarf und denkbarer rascherer 

Ermüdbarkeit ausgegangen (IV-act. 102). Diese Einschätzungen werden im 

psychiatrischen Arztbericht des PZ J.___ vom 28. Juni 2016 bestätigt. Die Klinikärzte 

diagnostizierten insbesondere eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10: F70) und eine 

Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2; IV-act. 122-2ff.), welchen sie Auswirkungen auf die 

Lern- und Merkfähigkeit, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Konzentrationsleistung 

beimassen. Am 11. August 2016 erklärte RAD-Arzt Dr. G.___, dass dem 

Beschwerdeführer nur Tätigkeiten mit geringen kognitiven Anforderungen zuzumuten 

seien. Zusätzlich sei das Kriterienprofil hinsichtlich der somatischen Störung zu 

beachten (IV-act. 131).

3.1.1. 

In somatischer Hinsicht sind dem Beschwerdeführer gemäss dem Bericht des 

Kreisarztes Dr. F.___ vom 5. Juli 2013 leichte bis mittelschwere wechselbelastende 

Tätigkeiten (mehr sitzend als gehend) ohne repetitive, ausladende körperferne 

Bewegungen des rechten Arms, ohne Arbeiten in Schulterhöhe sowie über Kopf, ohne 

Einnehmen von Zwangshaltungen wie Knien, Hocken und Rumpfvorneige zumutbar. Zu 

vermeiden seien längere Wegstrecken auf unebenem Untergrund sowie Tätigkeiten in 

Schräglage. Dr. F.___ ging von einer vollschichtigen Vermittelbarkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt aus (UV-act. 7-30f.). In der versicherungsmedizinischen 

3.1.2. 

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Beurteilung vom 12. August 2014 empfahl RAD-Arzt Dr. G.___, dass hinsichtlich der 

Arbeitsfähigkeit auf die Suva-Beurteilung abzustützen sei (IV-act. 63).

Im Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Februar 2018 erachtete Kreisarzt Dr. 

L.___ den Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit in einem 70%-

Pensum einsetzbar (vgl. zum Zumutbarkeitsprofil Sachverhalt A.q). Die beiden von der 

Suva initiierten und von der Beschwerdegegnerin unterstützten sechsmonatigen 

Arbeitsversuche als Fahrradmechaniker in den Jahren 2016 und 2017 ergaben eine 

Leistungsminderung von 30 bis 40 % (UV-act. 41) bzw. 30 bis 50 % (IV-act. 160-7). Für 

die Zukunft wurde noch von einer 30%igen Leistungsminderung sowie der 

Nichteinsetzbarkeit im Verkauf (fehlendes Fachwissen und Multitasking) und im 

Bestellwesen (fehlende kognitive Fähigkeiten) ausgegangen (UV-act. 66-2).

3.1.3. 

In Würdigung der Einschätzungen der Fachärzte sowie der Erkenntnisse aus den 

mehrmonatigen Praktika ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer 

leidensangepassten Tätigkeit (insbesondere einer handwerklich leichten und den 

intellektuellen Ressourcen angepassten) zu 70 % arbeitsfähig ist und es sich bei der 

Arbeitsstelle als Fahrradmechaniker (Festanstellung seit dem 1. November 2017, IV-

act. 159) um eine solche Tätigkeit mit einer 70%igen Arbeitsfähigkeit handelt (vgl. UV-

act. 77-7f.). Die Aussage der Beschwerdegegnerin, dass die Arbeitsstelle als 

Fahrradmechaniker nicht leidensadaptiert sei (vgl. act. G 4-5), ist nicht belegt und 

widerspricht der Aktenlage, absolvierte der Beschwerdeführer doch erfolgreich zwei 

sechsmonatige Praktika als Fahrradmechaniker und erhielt daraufhin vom letzten 

Praktikumsbetrieb einen Festanstellungsvertrag (vgl. bspw. das Verlaufsprotokoll vom 

20. November 2017, IV-act. 160). Selbst die Beschwerdegegnerin ging von einer 

erfolgreichen Eingliederung aus (vgl. IV-act. 160-8) und beendete daraufhin ihre 

Eingliederungsbemühungen (vgl. Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 

2018, IV-act. 164-1). Der weitere Einwand der Beschwerdegegnerin, dass der 

kreisärztliche Abschlussbericht und insbesondere die Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

aus somatischer Sicht von 70 % nicht zutreffend seien, beruht lediglich auf 

Vermutungen bzw. nicht auf aktuellen ärztlichen Einschätzungen (act. G 4-5). Zudem 

sprach sich der RAD in seinen Einschätzungen vom 12. August 2014 und 11. August 

2016 für das Abstellen auf die ärztlichen Einschätzungen der Suva aus (IV-act. 63, 131). 

Bei dieser Ausgangslage wäre es Sache der Beschwerdegegnerin gewesen, die 

kreisärztliche Einschätzung vom 15. Februar 2018 zu widerlegen, bspw. durch ein 

Gutachten oder einen ausführlichen Bericht des RAD. Da die kreisärztliche 

Einschätzung vom 15. Februar 2018 (UV-act. 77) nachvollziehbar ist, insbesondere 

hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils und der Arbeits-/Leistungsfähigkeitsschätzung zu 

3.2. 

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4.

Im Weiteren ist der Grad der Invalidität zu bestimmen.

überzeugen vermag und den Erkenntnissen aus den Praktika entspricht, ist von einer 

70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit – wozu auch die 

Anstellung als Fahrradmechaniker zählt – auszugehen.

Da der Beschwerdeführer als Vollerwerbstätiger zu qualifizieren ist, ist nachfolgend 

ein reiner Einkommensvergleich durchzuführen (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 

IVG; vgl. BGE 128 V 29 E. 1; 130 V 343 E. 3.4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 

2014, 9C_152/2014, E. 3.1). Dafür wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

4.1. 

Da mangels gegenteiliger Hinweise davon auszugehen ist, dass der 

Beschwerdeführer als Gesunder im gleichen Umfang in seiner bisherigen Tätigkeit 

weitergearbeitet hätte, bildet das zuletzt vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte 

Einkommen einen wichtigen Anhaltspunkt für die Bestimmung des 

Valideneinkommens. Gemäss Aktenlage war der Beschwerdeführer nach dem Unfall im 

Jahr 2009 ab September 2010 bei der B.___ AG wieder voll arbeitsfähig und verlor die 

Anstellung per 31. Juli 2011 aus wirtschaftlichen Gründen (UV-act. 7-17). Zwischen 

August und Oktober 2011 war er in der Lage, offenbar vermittelt über ein Temporär-

Büro, Fr. 24'406.- zu verdienen (IV-act. 52-1), sodass die Arbeitsfähigkeit auch 

während dieser drei Monate nicht eingeschränkt gewesen sein dürfte. Nach dem am 1. 

November 2011 bei der E.___. AG erfolgten Stellenantritt ist weiterhin keine 

Arbeitsunfähigkeit aktenkundig (UV-act. 7-17/103/114). Seitens der E.___. AG wurden 

ab 2012 bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses am 31. Juli 2014 Absenzen 

ausdrücklich verneint (IV-act. 56-3 unten). Bei diesem Sachverhalt erscheint es nicht 

gerechtfertigt, von der Vermutung abzuweichen, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

mit der entsprechenden Entlöhnung ohne Eintritt der Arbeitsunfähigkeit weiterhin 

ausgeübt worden wäre. Folglich bemisst sich das Valideneinkommen nicht wie vom 

Beschwerdeführer geltend gemacht nach dem früheren Einkommen bei der B.___ AG, 

sondern nach dem Einkommen bei der E.___. AG. Im Jahr 2013 erzielte der 

Beschwerdeführer ein Einkommen von Fr. 70'700.- (vgl. den Auszug aus dem 

individuellen Konto des Jahres 2013, IV-act. 52-1). Gemäss der schriftlichen Auskunft 

4.2. 

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der E.___. AG vom 23. Oktober 2017 hätte der Beschwerdeführer bei ihr im Jahr 2017 

Fr. 78'000.- verdient (Fr. 6'000.- x 13, UV-act. 67-1). Der mitgeteilte Verdienst und die 

damit verbundene Lohnentwicklung erscheinen in Anbetracht der zusätzlichen 

branchenspezifischen Berufserfahrung realistisch zu sein, weshalb darauf abzustellen 

ist. In Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0.5 % für das Jahr 2018 

beträgt der Validenlohn somit Fr. 78'390.-.

 4.3. 

Beim Invalideneinkommen verlangt der Beschwerdeführer, dass auf den im Jahr 

2018 erzielten Verdienst als Fahrradmechaniker (90%-Pensum) von Fr. 34'398.- pro 

Jahr abgestellt werde, denn er habe eine Festanstellung, bei der er seine verbliebene 

Leistungsfähigkeit voll ausschöpfe. Der Lohn sei in Anbetracht der 30%igen 

Leistungsminderung angemessen und nicht etwa ein Soziallohn (act. G 1). Die 

Beschwerdegegnerin vertritt die Ansicht, dass nicht auf den aktuellen Verdienst als 

Fahrradmechaniker abzustellen sei, da der Beschwerdeführer seine Leistungsfähigkeit 

mit der Anstellung bei der K.___ GmbH nicht voll verwerte. Dem Beschwerdeführer sei 

eine leidensangepasste Tätigkeit im Umfang eines 100%-Pensum zumutbar, weshalb 

der Invalidenlohn gestützt auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik mit 

Fr. 67'522.- anzusetzen sei (act. G 4).

4.3.1. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflicherwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret 

steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf 

Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer 

Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. 

Rechtsprechungsgemäss werden hierzu in der Regel die Tabellenlöhne gemäss den 

vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 

(LSE) herangezogen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 129 V 475 E. 4.2.1). Zu prüfen ist somit, ob 

bei der vom Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit als Fahrradmechaniker besonders 

4.3.2. 

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stabile Verhältnisse vorliegen, die verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise 

ausgenützt wird und das erzielte Einkommen angemessen ist.

Der Beschwerdeführer hat seit dem 1. November 2017 eine (unbefristete) 

Festanstellung als Fahrradmechaniker. Der Anstellung vorausgegangen sind 

umfangreiche Eingliederungsmassnahmen. Diese wurden initiiert und finanziert durch 

die Suva und die Beschwerdegegnerin. Im Rahmen dieser Massnahmen absolvierte 

der Beschwerdeführer erfolgreich zwei sechsmonatige Praktika als Fahrradmechaniker 

(vgl. IV-act. 128, 136, 145, 154). Er erhielt vom zweiten Praktikumsbetrieb einen 

Festanstellungsvertrag (vgl. IV-act. 159). Daraufhin erachtete die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer als erfolgreich eingegliedert (IV-act. 160-8) und beendete die 

Eingliederungsmassnahmen/ beruflichen Massnahmen (IV-act. 164). Der zweite 

Praktikumsbetrieb hatte die Fähigkeiten des Beschwerdeführers während des 

halbjährigen Praktikums genau evaluiert und war darüber mit der Beschwerdegegnerin 

und der Suva im Austausch gestanden. Im Wissen um die Einschränkungen hatte er 

den Beschwerdeführer fest angestellt. Die Beeinträchtigungen hatte sie in Pensum und 

Lohn berücksichtigt. Die praxisgemäss erforderliche Stabilität des Arbeitsverhältnisses 

ist vor diesem Hintergrund als gegeben zu betrachten.

4.3.3. 

Umstritten ist, ob der Beschwerdeführer mit der Anstellung als 

Fahrradmechaniker in einem 90%-Pensum die Restarbeitsfähigkeit in zumutbarer 

Weise ausnützt. Wie aus den Akten ersichtlich ist, gestaltete sich die 

Wiedereingliederung – trotz Unterstützung durch eine von der Suva beauftragte 

Beratungs- und Coaching-Unternehmung – insbesondere wegen der gesundheitlichen 

und intellektuellen Einschränkungen als schwierig. So musste die 

Umschulungsmassnahme zum Arbeitsagogen aus gesundheitlichen bzw. intellektuellen 

Gründen abgebrochen werden (vgl. IV-act. 90, 93ff., 98). Bei der in Betracht gezogenen 

Tätigkeit als Buschauffeur ergaben die Abklärungen insgesamt betrachtet durchaus 

berechtigte Zweifel an der Eignung (UV-act. 19-1, 23-1, 62-13/15, IV-act. 160-2). In 

Anbetracht dessen ist der Entscheid der involvierten Stellen, sich künftig auf 

Tätigkeitsgebiete zu beschränken, in welchen der Beschwerdeführer seine beruflichen 

Vorkenntnisse (erlernter Beruf, bisherige Tätigkeitsgebiete) verwerten kann, als 

nachvollziehbar, zweckmässig und zielführend einzustufen. Diese Fokussierung kann 

dem Beschwerdeführer unter den konkreten Umständen nicht zum Nachteil gereichen, 

gingen doch die involvierten Stellen, obwohl sich bereits beim ersten sechsmonatigen 

Praktikum als Fahrradmechaniker eine Leistungseinschränkung um 30 bis 40 % zeigte, 

weiterhin von einer optimalen Arbeitstätigkeit für den Beschwerdeführer aus. Die 

Beschwerdegegnerin bewilligte ein weiteres sechsmonatiges Praktikum als 

4.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Fahrradmechaniker. Dieses ergab erneut eine Leistungsminderung von zirka 30 %. 

Selbst als dem Beschwerdeführer eine Festanstellung als Fahrradmechaniker mit 

einem um 30 % reduzierten Lohn angeboten wurde, äusserten sich die involvierten 

Versicherer nicht kritisch. Im Gegenteil, die Beschwerdegegnerin ging von einer 

erfolgreichen Wiedereingliederung aus (vgl. IV-act. 160-8) und schloss daraufhin ihre 

Eingliederungsmassnahmen ab (vgl. IV-act. 164). Die Aussage der 

Beschwerdegegnerin, die Tätigkeit als Fahrradmechaniker entspreche dem Wunsch 

des Beschwerdeführers (vgl. Strategieprotokoll vom 18. Dezember 2017, IV-act. 162, 

Feststellungsblätter "Berufliche Massnahmen" vom 5. Januar 2018, IV-act. 163, und 

"Rente/Rentenrevision" vom 8. Januar 2018, IV-act. 165), verschweigt, dass die 

involvierten Stellen diese Fokussierung förderten, denn die Tätigkeit des 

Fahrradmechanikers wurde – wie erwähnt – übereinstimmend als optimal 

leidensangepasst betrachtet. Dass der Beschwerdeführer trotz der erfolgreichen 

Wiedereingliederung erneut den Beruf wechseln soll – in der Beschwerdeantwort 

werden leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie 

Verpackungsarbeiten und leichtere Arbeiten bei der Lager- und 

Ersatzteilbewirtschaftung genannt (vgl. act. G4-5) –, ist auch in Anbetracht der 

mehrjährigen Wiedereingliederungsbemühungen mit erheblicher Eigenanstrengung des 

Beschwerdeführers weder nachvollziehbar noch zumutbar. Hinzu kommt, dass es der 

Beschwerdeführer aufgrund der somatischen und intellektuellen Einschränkungen mit 

Sicherheit auch künftig schwer haben dürfte, in der freien Wirtschaft in einem anderen, 

nicht angepassten Bereich angestellt zu werden und zu bleiben, denn mit einer 

Verbesserung der intellektuellen und der seit Jahren bestehenden somatischen 

Einschränkungen kann gemäss den Ärzten nicht gerechnet werden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Februar 2019, 9C_479/2018, E. 4.2 mit Verweisen).

Zu klären bleibt, ob dem Beschwerdeführer nicht nur ein 90%iges, sondern ein 

100%iges Arbeitspensum als Fahrradmechaniker zumutbar wäre. Dazu ist 

festzustellen, dass die Notwendigkeit der Reduktion des Arbeitspensums um 10 % 

nicht durch Arztberichte belegt ist. Zudem erachtet die Arbeitgeberin eine Steigerung 

des Arbeitspensums auf 100 % als möglich (vgl. UV-act. 66-2). Folglich ist von einer 

freiwilligen Reduktion des Arbeitspensums um 10 % auszugehen, welche bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens nicht berücksichtigt werden kann. Massgebend 

ist daher das Gehalt eines 100%igen Arbeitspensums bei 70%iger Leistungsfähigkeit.

4.3.5. 

Zu beurteilen bleibt die Angemessenheit des bei einem 100%-Pensum und 

70%iger Leistungsfähigkeit als Fahrradmechaniker im tatsächlichen Anstellungsbetrieb 

erzielbaren Einkommens von Fr. 38'220.- (Fr. 34'398.- / 90 x 100). Wie aus den Akten 

4.3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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ersichtlich ist, ging die Arbeitgeberin bei der Lohnfestsetzung von einem Jahreslohn 

von Fr. 54'600.- (Fr. 4'200.- x 13, 100%-Pensum, keine Leistungseinschränkungen) aus 

(UV-act. 66-2). Gemäss der Brutto-Lohnempfehlung 2018 2rad Schweiz (vgl. UV-act. 

64-3) liegt der Monatslohn (bei 12 Monatslöhnen pro Jahr) eines Fahrradmechanikers 

EFZ oder eines Kleinmotorrad- und Fahrradmechanikers EFZ nach der Lehre bei 

Fr. 3'800.- bis Fr. 4'200.- (Fr. 45'600.- bis Fr. 50'400.- pro Jahr) und bei bis zu 5 Jahren 

Berufserfahrung bei Fr. 4'200.- bis Fr. 4'700.- (Fr. 50'400.- bis Fr. 56'400.- pro Jahr). 

Der Beschwerdeführer übte den erlernten Beruf als Kleinmotorrad- und 

Fahrradmechaniker nach der Lehre nicht aus und verfügt infolgedessen über keine 

qualifizierte Berufserfahrung. Folglich liegt der dem Anstellungsvertrag (vgl. IV-act. 159, 

160-7) zugrunde gelegte Lohn von Fr. 54'600.- über der maximalen Gehaltsempfehlung 

für Lehrabgänger von Fr. 50'400.-. Auch mit Blick auf das Alter und die frühere 

Berufserfahrung des Beschwerdeführers bei der B.___ AG und der E.___. AG gibt es 

folglich keine Veranlassung, im Lohn von Fr. 54'600.- eine Soziallohnkomponente zu 

erblicken. Relevant bleibt somit die konkrete beruflich-erwerbliche Situation, dies 

allerdings bezogen auf ein Vollpensum. Das Invalideneinkommen beträgt somit 

Fr. 38'220.-.

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'390.- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 38'220.- ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 40'170.-. Der Invaliditätsgrad 

beträgt abgerundet 51 % (Fr. 40'170.- / Fr. 78'390.-).

4.4. 

Abschliessend bleibt der Rentenbeginn zu prüfen. Ab Sommer 2012 ist von einer 

erneuten und stetig zunehmenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch die 

LWS- und Kniebeschwerden auszugehen. Die damalige Tätigkeit als Monteur für 

Balkonverglasungen konnte in Bezug auf die Verletzungsfolgen nur begrenzt angepasst 

werden (UV-act. 7-38/57/108/114, 36-3f./9). Aufgrund des von Kreisarzt Dr. F.___ am 5. 

Juli 2013 festgelegten Zumutbarkeitsprofils muss davon ausgegangen werden, dass 

der Beschwerdeführer spätestens ab diesem Zeitpunkt in seiner damaligen Tätigkeit 

als Monteur von Balkonverglasungen nur noch eingeschränkt arbeitsfähig war (vgl. UV-

act. 7-30f.). Da jedoch bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses (31. Juli 2014) keine 

gesundheitsbedingten Absenzen zu verzeichnen waren (vgl. IV-act. 56-3, 64-2), ist 

anzunehmen, dass die Arbeit ausreichend an die Leiden bzw. an die gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst werden konnte. In Anbetracht 

dessen und des Praktikumsbeginns per 1. August 2014 (vgl. IV-act. 67, 69) sowie der 

Einschätzung des RAD vom 12. August 2014, der von einer Ungeeignetheit der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit ausging (vgl. IV-act. 63-2), ist eine Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 40 % in der angestammten Tätigkeit ab dem 1. August 2014 hinreichend 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.  

Entscheid

ausgewiesen. Das Wartejahr war somit am 1. August 2015 erfüllt. Am 16. Februar 2014 

hatte sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle 

angemeldet (IV-act. 49). Da der Beschwerdeführer vom 1. August 2014 bis 26. 

November 2015 Taggelder von der Invalidenversicherung erhielt (vgl. IV-act. 98), 

konnte in dieser Zeit kein Rentenanspruch entstehen (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG). In 

Nachachtung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und Art. 29 Abs. 1, 2 und 3 IVG entsteht der 

Rentenanspruch am 1. November 2015.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 

Verfügung vom 22. Mai 2018 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine halbe Rente 

mit Wirkung ab dem 1. November 2015 zuzusprechen. Die Sache ist zur Berechnung, 

Verfügung und Auszahlung der Invalidenrente an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Bei der Ausrichtung der Rentenleistungen wird die 

Beschwerdegegnerin zu beachten haben, dass der Beschwerdeführer ab 9. August 

2016 verschiedentlich IV-Taggeldleistungen bezogen hat (vgl. IV-act. 133, 138, 147, 

156). Dies führt – unter Vorbehalt von Art. 20  Abs. 1 IVV – dazu, dass für die IV-

Taggeldperiode keine Rentenleistungen geschuldet sind bzw. der Rentenanspruch 

unterbrochen wird (Art. 29 Abs. 2 IVG; Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Bundesgesetz 

über die Invalidenversicherung [IVG], in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Zürich/

Basel/Genf 2014, Art. 29 N 12).

5.1. 

ter

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis 

Fr. 1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- 

erscheint als angemessen. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdegegnerin die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist ihm zurückzuerstatten.

5.2. 

bis

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 22. Mai 2018 aufgehoben und 

dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. November 2015 eine halbe Rente 

zugesprochen. Die Sache wird zur Berechnung, Verfügung und Auszahlung der Rente 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2021
	Art. 16 ATSG, Art. 28 Abs. 2 IVG. Der Versicherte erhielt Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung von der Unfall- und der Invalidenversicherung, die erfolgreich verlief. Es liegen besonders stabile Verhältnisse vor, die verbleibende Arbeitsfähigkeit wird in zumutbarer Weise ausgenützt und das erzielte Einkommen ist angemessen. Ein erneuter Berufswechsel ist nicht zumutbar. Beim Invalideneinkommen ist daher auf das in der neuen Tätigkeit erzielbare Einkommen und nicht auf Tabellenlöhne abzustellen. Zusprache einer halben Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2021, IV 2018/221).

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