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**Case Identifier:** 3710a998-931f-55c1-a828-b25186f261c7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2019 200 2019 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-65_2019-08-07.pdf

## Full Text

200 19 65 IV
KOJ/GET/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. August 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. Dezember 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), Mutter dreier Kinder und zuletzt im Rahmen eines Teilzeitpen-
sums als ... erwerbstätig, meldete sich im August 2017 unter Hinweis auf 
seit Januar 2017 bestehende „Erschöpfungsdepressionen, Panikattacken, 
Angst“ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], [act. II] 1; 18 S. 9). Die IVB klärte den Sachverhalt in 
erwerblicher Hinsicht ab und zog Berichte der behandelnden Ärzte sowie 
die Akten des Krankentaggeldversicherers bei. Mit Vorbescheid vom 
30. Mai 2018 (act. II 34) stellte sie die Ablehnung eines Leistungsan-
spruchs in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben und 
Berichte behandelnder Ärzte einreichen (act. II 41), woraufhin die IVB bei 
Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine 
Begutachtung veranlasste (Expertise vom 6. September 2018 [act. II 55.1]). 
Nach erneuter Durchführung des Vorbescheidverfahrens (act. II 56 ff.) ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 12. Dezember 2018 (act. II 63) einen 
Anspruch auf Leistungen der IV. In der Begründung hielt sie fest, die gel-
tend gemachten Beschwerden seien aus rechtlicher Sicht nicht invalidisie-
rend. 

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 25. Januar 2019 Beschwerde erheben. Sie 
stellt das folgende Rechtsbegehren: 

In Aufhebung der Verfügung vom 12. Dezember 2018 sei der Leistungsan-
spruch der Beschwerdegegnerin (recte: Beschwerdeführerin) im Hinblick auf 
Eingliederungsmassnahmen bzw. berufliche Massnahmen zu bejahen, und 
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die entsprechenden Massnahmen in 
die Wege zu leiten. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2019 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. Dezember 2018 
(act. II 63). Zum Streitgegenstand ist Folgendes festzuhalten: In der Verfü-
gung vom 12. Dezember 2018 verneinte die Beschwerdegegnerin den An-
spruch auf IV-Leistungen in grundsätzlicher Hinsicht („Das 
Leistungsbegehren wird abgewiesen“), womit sie auch das beschwerde-
weise gestellte Gesuch um Zusprechung von Eingliederungsmassnahmen 
nach Art. 14a IVG (vgl. Beschwerde, Rechtsbegehren S. 2 sowie S. 3) ab-
schlägig beschied. Dieses wird demnach vom Anfechtungsobjekt miter-

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fasst. Selbst jedoch, wenn mit Blick auf Seite 2 der angefochtenen Verfü-
gung, worin die Beschwerdegegnerin die Nichterfüllung der Leistungsvor-
aussetzungen einzig auf (nicht näher bezeichnete) berufliche Massnahmen 
sowie die Rente bezog, davon auszugehen wäre, dass es hinsichtlich des 
geltend gemachten Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen bzw. in 
diesem Rahmen auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die 
berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG formal an einem Anfechtungs-
objekt fehlte, änderte sich unter dem Gesichtspunkt der Eintretensfrage 
nichts: Denn zum Streitgegenstand gehören auch die weiteren nach dem 
Sachverhalt und der Aktenlage konkret in Betracht fallenden 
Leistungsansprüche, welche die Beschwerdegegnerin hätte abklären und 
worüber sie hätte verfügen sollen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 28. Januar 2008, 9C_858/2007, E. 2.2). Diesfalls wäre darauf 
hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin unter Berufung auf den Bericht 
ihrer behandelnden Ärztin Dr. med. D.________ vom 18. November 2018, 
welche ein aufbauendes Belastbarkeitstraining als indiziert erachtete (act. II 
61 S. 2), bereits im Vorbescheidverfahren geltend machte, eine 
„strukturierte Eingliederung“ wäre wünschenswert (act. II 61 S. 1), weshalb 
die Beschwerdegegnerin insoweit eine Verfügung hätte erlassen müssen 
(vgl. auch E. 5 hinten). Selbst wenn die Verfügung vom 12. Dezember 2018 
die Eingliederungsmassnahmen nach Art. 14a IVG nicht mitumfasste, wäre 
demnach vollumfänglich auf die beschwerdeweise gestellten 
Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin einzutreten. 

Streitig und zu prüfen ist demnach der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der IV im Sinne von Eingliederungsmassnahmen bzw. 
beruflichen Massnahmen, unter Einschluss allfälliger Integrationsmass-
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a 
IVG. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bei Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden – angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2018 (act. II 63; 
BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage 
im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Vom … bis … 2017 befand sich die Beschwerdeführerin im psych-
iatrischen Dienst E.________ in stationärer Behandlung. Im entsprechen-
den Austrittsbericht vom 1. Mai 2017 (act. II 6.2 S. 7 – 10) wurden im 

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Wesentlichen eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst [ICD-10 
F41.0]) sowie eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelschwere 
Episode (ICD-10 F33.1) bei Belastung (Patchworkfamilie, stark pubertie-
rende 18jährige Tochter und Abgrenzungsschwierigkeiten am Arbeitsplatz) 
diagnostiziert (S. 7). Bei Austritt habe sich der Psychostatus wie folgt prä-
sentiert: „Etwas stabiler, nach wie vor oft erschöpft, schnell in Ängsten, 
keine Suizidalität“ (S. 9).

3.1.2 Vom …. bis ….. 2017 erfolgte in der Klinik F.________ ein weiterer 
stationärer Aufenthalt. Im Austrittsbericht vom 4. Juli 2017 (act. II 6.2 S. 3 – 
6) wurden ein Verdacht auf eine generalisierte Angststörung (ICD-10 
F41.1) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel-
gradige Episode (ICD-10 F33.1), diagnostiziert (S. 3). In der Zusammen-
schau von Anamnese, allen Befunden und unter Berücksichtigung des 
weiteren Verlaufes habe es sich diagnostisch um eine mittelgradige Episo-
de einer rezidivierenden depressiven Störung vor dem Hintergrund einer 
psychosozialen Belastungssituation gehandelt. Zusätzlich habe auch der 
Verdacht auf eine generalisierte Angststörung bestanden, wobei sich diese 
aktuell nicht sicher von der depressiven Symptomatik habe abgrenzen las-
sen, weshalb es bei der Verdachtsdiagnose geblieben sei. Schliesslich 
habe die Beschwerdeführerin angegeben, dass sie ihren Zustand als hin-
reichend stabilisiert einschätze, so dass die Behandlung ambulant fortge-
setzt werden könne. Es sei ihr dringend eine ambulante Fortsetzung der 
psychotherapeutischen Behandlung empfohlen worden (S. 5).

3.1.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, hielt im Bericht vom 25. November 2017 (act. II 23 S. 2 – 7) fest, es 
erfolge zweimal pro Monat eine psychotherapeutische Behandlung (S. 3). 
Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit 1. Juni 2017 bis auf weiteres 100% (S. 
4). 

3.1.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, hielt im zu Handen des Krankentaggeldversicherers aufgrund der Ak-
ten verfassten Bericht vom 11. Januar 2018 (act. II 25.2) fest, es finde sich 
noch eine eher unspezifische Symptomatik, die aber weder mit kognitiven 
Beeinträchtigungen noch mit schweren psychopathologischen Symptomen 
einhergehe. Es werde aktuell eine ambulante Behandlung mit nicht sehr 

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intensiver Frequenz und ohne eine ausgebaute Medikation durchgeführt. 
Insgesamt dürfe bei krankheitswertigen Restbeschwerden aus psychiatri-
scher Sicht von einem Erkrankungszustand ausgegangen werden, der 
doch eine zumindest teilweise Arbeitsfähigkeit (weniger als 50%, d. h. zu 
Beginn zu etwa 30%) als gerechtfertigt ausweise (S. 1).

3.1.5 Vom … bis … 2018 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Klinik 
F.________. Im Austrittsbericht vom 6. März 2018 (act. II 32 S. 5 ff.) wur-
den eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) sowie psychische und 
Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika im Sinne eines Ab-
hängigkeitssyndroms (ICD-10 F13.2) diagnostiziert (S. 5). 

Im zu Handen des Krankentaggeldversicherers verfassten Bericht der Kli-
nik F.________ vom 27. März 2018 (act. II 33.2 S. 5 f.) wurde festgehalten, 
insgesamt sei es zu einer sehr guten Teilremission der depressiven Sym-
ptomatik gekommen mit guter Besserung der Stimmung, einer Abnahme 
von Angstzuständen und Panikattacken. Darüber hinaus hätten sich die 
Vitalgefühle sehr gut gebessert. Schliesslich sei es auch zu einer guten 
Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus gekommen. Die Beschwerdeführe-
rin habe sich nach dem Klinikaustritt als zu 100% arbeitsfähig eingeschätzt 
(S. 6).

3.1.6 Mit zu Handen des Krankentaggeldversicherers erstelltem Bericht 
vom 25. April 2018 (act. II 33.2 S. 4) hielt Dr. med. G.________ fest, seit 
ca. Mitte April 2018 sei die Beschwerdeführerin zu 100% arbeitsfähig.

Mit weiterem Bericht vom 18. Juni 2018 (act. II 41 S. 2 f.) hielt sie fest, die 
Beschwerdeführerin habe Mitte April 2018 in einem Altersheim einen Ar-
beitsversuch gewagt, welcher infolge einer Panikattacke schon nach ein 
paar Stunden habe abgebrochen werden müssen (S. 2). Aktuell sei die 
Beschwerdeführerin zu 100% arbeitsunfähig (S. 3).

3.1.7 Dr. med. C.________ hielt im Gutachten vom 6. September 2018 
(act. II 55.1) in diagnostischer Hinsicht fest, aktuell liege eine rezidivierende 
depressive Störung F33, „als mittelgradig anzunehmen von spätestens 
April 2017 bis Dezember 2017“, sowie eine Panikstörung F40.0 und eine 
generalisierte Angststörung F41 nach ICD-10 vor, relevant insbesondere 
seit Anfang 2018 (S. 24 f.). Die bisherige Tätigkeit als … sei nicht mehr 

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zumutbar bzw. die Arbeitsfähigkeit betrage 0% (S. 28). Eine den Leiden 
angepasste Tätigkeit sei im Umfang von 50% zumutbar. Die bisherige 
Tätigkeit sei spätestens seit April 2017 nicht mehr durchführbar, zunächst 
bei Dominieren der depressiven Komponente (2017), ab 2018 durch das 
Dominieren der Angststörung. Hinsichtlich einer leidensadaptierten Tätig-
keit sei von April 2017 bis Dezember 2017 im Rahmen insbesondere von 
Depressivität, vermutlich aber auch dem Vorhandensein bereits von Angst-
störung, von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Dies wer-
de auch sichtbar durch die Inanspruchnahme von zwei vollstationären 
Aufenthalten. Ab Ende 2017 bzw. ab Anfang 2018 könne die depressive 
Symptomatik als weitgehend remittiert gelten und im Rahmen der Angst-
störung von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit 
ausgegangen werden (S. 29). 

3.1.8 Dr. med. Karin D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, hielt im Bericht vom 18. November 2018 (act. II 61 S. 2) fest, 
zur Zeit liege bei der Beschwerdeführerin neben der seit Jahren bestehen-
den generalisierten Angststörung eine mittelgradig ausgeprägte Depression 
vor. Auf Grund der depressiven Symptomatik sei eine Wiederaufnahme 
ihrer Tätigkeit bei der … nicht möglich. Eine berufliche Wiedereingliederung 
sei aber mittelfristig denkbar und wünschenswert. Ein baldiges aufbauen-
des Belastbarkeitstraining wäre hierfür die geeignetste Intervention.

3.2

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.2.2 Das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 6. September 2018 
(act. II 55.1), welches in der medizinischen Einschätzung mit den Berichten 
der behandelnden Ärzte im Wesentlichen übereinstimmt (vgl. E. 3.1.1 ff.), 
erfüllt die vorerwähnten Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2.1 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis. Gegenteiliges wird denn auch von keiner Seite vor-
gebracht (vgl. Beschwerde, S. 5).

Danach liegt bei der Beschwerdeführerin (mit Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit) eine (weitgehend, jedoch unvollständig remittierte) rezidivierende de-
pressive Störung F33, „als mittelgradig anzunehmen von spätestens April 
2017 bis Dezember 2017“, sowie eine Panikstörung F40.0 und eine gene-
ralisierte Angststörung F41 nach ICD-10 vor, relevant insbesondere seit 
Anfang 2018 (S. 24 f.; 28). Für die angestammte Tätigkeit (als …) besteht 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (S. 28), während eine den Leiden ange-
passte Tätigkeit im Umfang von 50% (S. 29) zumutbar ist. Diese Einschät-
zung gilt gemäss dem Gutachter ab Anfang 2018, während bis Ende 2017 
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als 
auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist (vgl. S. 29). Demnach 
kann auch in zeitlicher Hinsicht bzw. in Bezug auf den gesamten Beurtei-
lungszeitraum (vgl. E. 3.1 vorne) auf das Gutachten von Dr. med. 
C.________ abgestellt werden. 

4.

4.1 Zu prüfen ist zunächst, ob die medizinisch-theoretisch festgestellte 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.2.2 hiervor) auch eine Invalidität im Rechtssin-
ne begründet (vgl. E. 2.1 vorne), was die Beschwerdegegnerin verneint 
(vgl. act. II 63 S. 2). 

4.2

4.2.1 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

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bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

4.2.2 Zunächst sollen die Sachverständigen die (psychiatrische) Dia-
gnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob 
die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Sodann erfolgt gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung die Prüfung, ob ein psychischer Ge-
sundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, 
anhand des für somatoforme Störungen entwickelten strukturierten norma-
tiven Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427 ff., 141 V 281 E. 4.1 
S. 296 ff.). Es gilt – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) 
anderseits (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 295) – im Regelfall nach gemeinsa-
men Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten 
(E. 4.1.3 S. 297 f.), welche sich in die Kategorien „funktioneller Schwere-
grad“ (E. 4.3 S. 298 f.) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303 f.). 
Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Anerkennung 
eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die 
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen 
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs-
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sind (E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). Dabei ist dem klaren Willen des 
Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im 
Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Vali-
dität“ der versicherten Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 
S. 295) und die materielle Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

4.2.3 Rechtsprechungsgemäss liegt es nicht allein in der Zuständigkeit 
der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, 
abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) 
verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu 
einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter 
Höhe und Ausprägung) führt. Die Frage, ob und in welchem Umfang die 

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Feststellungen in einem medizinischen Gutachten anhand der 
rechtserheblichen Indikatoren auf die Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, 
ist rechtlicher Natur und damit frei überprüfbar. Darum kann aus rechtlicher 
Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in einer 
Expertise abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert gänzlich 
einbüsste. Darin liegt weder eine Geringschätzung der ärztlichen 
Beurteilung noch eine gerichtliche Kompetenzanmassung, sondern es ist 
notwendige Folge des rein juristischen Charakters der 
sozialversicherungsrechtlichen Begriffe von Arbeits-/Erwerbsunfähigkeit 
und Invalidität (vgl. Entscheid des BGer vom 25. Juni 2018, 8C_74/2018, E. 
5.1).

4.3

4.3.1 Zur Kategorie „funktioneller Schweregrad“ und dem Komplex 
„Gesundheitsschädigung“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) respektive 
dem Ausmass der Psychopathologie hielt der Experte Dr. med. 
C.________ fest, es fänden sich weder quantitative noch qualitative Be-
wusstseinsstörungen noch Orientierungsstörungen. Kognitive Störungen 
hätten während der Begutachtung nicht objektiviert werden können, könn-
ten jedoch im Laufe eines längeren Arbeitstages oder mehrtägiger Belas-
tung durchaus auftreten im Sinne einer Störung von der Aufmerksamkeit, 
was sich dann auf Güte und Tempo der zu leistenden Arbeit auswirken 
könnte. Ein psychotisches oder psychosenahes Erleben und Verhalten 
liege sodann nicht vor. Die Emotionalität sei nicht geprägt von andauern-
den depressiven Affekten, auch nicht von andauernden aggressiven Affek-
ten; Angst besetzte Affekte hingegen fänden sich immer wieder und fast 
ständig. Dadurch sei auch die emotionale Belastbarkeit reduziert, mögli-
cherweise auch die Frustrationstoleranz. Depressive Verstimmungen stän-
den nicht im Vordergrund, Stimmungslabilität auch nicht. Sodann lägen 
Antriebsstörungen im eigentlichen Sinne nicht vor, zeitweise möge der An-
trieb gehemmt sein, eine dauerhafte Einschränkung desselben sei aller-
dings bei den vorliegenden Störungsbildern nicht zu begründen, eher träten 
immer wieder motorische Unruhe oder innere Unruhe auf. Ferner sei eine 
Tendenz zur Somatisierung gegeben, ohne dass ein eigenständiges 

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Störungsbild aus diesem Bereich vorliegen würde. Schliesslich lägen auch 
keine Verhaltensauffälligkeiten vor (act. II 55.1 S. 23 f.).

Diese Einschätzung deckt sich mit der von Dr. med. C.________ festge-
stellten, allein bescheidenen objektiven Befundlage (S. 17 f.), womit sich 
die Ausprägung der diagnoserelevanten Symptome nicht als erheblich dar-
stellt. 

4.3.2 Zum Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –re-
sistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299) folgt aus den Akten, dass die 
Beschwerdeführerin seit 2017 drei stationäre Behandlungen in Anspruch 
nahm (act. II 6.2 S. 3 – 10; 32 S. 5 ff.). Dazwischen erfolgte zweimal pro 
Monat eine ambulante psychotherapeutische Behandlung (act. II 23 S. 3; 
25.3 S. 1), welche bereits Dr. med. H.________ als niederfrequent 
qualifizierte und auch die medikamentöse Behandlung als nicht ausgebaut 
bezeichnete (act. II 25.2 S. 1). Dr. med. C.________ hielt dazu fest, die 
bisherige Therapie sei nicht durchgängig lege artis im Sinne der Leitlinien 
der Fachgesellschaften, aber dennoch teilweise angemessen und in Ab-
schnitten auch konsequent erfolgt. Die therapeutischen Optionen seien 
jedoch nicht erschöpft. Es sei versäumt worden, eine durchgängige Phar-
makotherapie zu installieren. Auf ambulantem Gebiet seien die therapeuti-
schen Massnahmen – wie in der Klinik F.________ begonnen im Februar 
2018 – nicht ausreichend fortgesetzt worden; stattdessen sei es zu dem 
Versuch gekommen, Benzodiazepine zu entziehen (act. II 55.1 S. 30). 

Auch wenn die Therapierbarkeit eines Leidens für sich allein nichts über 
den invalidisierenden Charakter einer psychischen Störung aussagt (BGE 
143 V 409 E. 4.2.1 S. 412), gilt die Frage, ob eine Therapie durchgeführt 
wird, gleichwohl als Indiz für den Leidensdruck der versicherten Person und 
damit den Schweregrad der Störung (BGE 143 V 409 E. 4.2.1 S. 412 und 
E. 4.4 S. 414). 

Einerseits kann der Umstand, wonach die in der Klinik F.________ 
erfolgten und zu einer sehr guten Teilremission der Symptomatik führenden 
therapeutischen Massnahmen (vgl. act. II 33.2 S. 6) nicht weitergeführt 
wurden, nicht der Beschwerdeführerin angelastet werden, zumal keine 
Hinweise dafür bestehen, dass sie deren Fortführung je abgelehnt hätte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 13

(Dr. med. C.________ qualifiziert die bisherige Kooperation der Beschwer-
deführerin denn auch als ausreichend, vgl. act. II 55.1 S. 25). Andererseits 
lässt der Umstand einer nur zweimal pro Monat erfolgenden psychothera-
peutischen Behandlung sowie der offenbar fehlende Bedarf an medika-
mentöser Therapie nicht den Schluss auf einen erheblichen Leidensdruck 
zu. Dr. med. C.________ hielt denn auch fest, Art, Dosis und Intensität der 
Pharmakotherapie sprächen „nicht unbedingt“ für ein schweres Leiden (S. 
23). 

Schliesslich weist Dr. med. C.________ zwar darauf hin, dass die Be-
schwerdeführerin eigenständig einen Arbeitsversuch im Frühjahr 2018 
durchgeführt habe (S. 25). Dieser einmalige Versuch einer Selbsteingliede-
rung dauerte indessen nur zwei Stunden (vgl. S. 27; act. II 41 S. 2), so 
dass daraus nichts Aussagekräftiges in Bezug auf den Leidensdruck abge-
leitet werden kann. Anzufügen ist in diesem Zusammenhang, dass die Be-
schwerdeführerin auf die Frage des Gutachters, ob sie sich eine den 
Leiden angepasste Tätigkeit vorstellen könne, angab, es im Moment nicht 
zu wissen (act. II 55.1 S. 11, 15). 

Insgesamt weist der Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder 
-resistenz“ nicht auf eine ausgeprägte Beschwerdeproblematik hin. 

4.3.3 Sodann finden sich weder im Gutachten von Dr. med. C.________ 
noch in den übrigen Akten Hinweise auf eine ressourcenraubende 
psychische oder somatische Komorbidität (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 
S. 300; vgl. act. II 55.1 S. 25). 

4.3.4 In Bezug auf den Komplex „Persönlichkeit“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302) ergeben sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer 
Persönlichkeitsstörung (vgl. auch act. II 55.1 S. 22). Weiter hielt Dr. med. 
C.________ insoweit fest, zum Persönlichkeitsbild und zur biografischen 
Persönlichkeitsentwicklung liessen sich keine erwerbsrelevanten Defizite 
objektivieren (S. 19), so dass insoweit kein ressourcenhemmender Faktor 
gegeben ist. 

4.3.5 Hinsichtlich des Komplexes „Sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 
E. 4.3.3 S. 303) geht aus den Akten zwar hervor, dass die 
Beschwerdeführerin wiederholt Auseinandersetzungen mit einer ihrer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 14

Töchter hatte bzw. hat (vgl. act. II 6.2 S. 8; 55.1 S. 15) und sich die im April 
2017 manifestierende mittelgradige depressive Episode gestützt auf die 
echtzeitlichen Berichte wesentlich vor dem Hintergrund einer 
psychosozialen Belastungssituation zu erklären war (vgl. act. II 6.2 S. 5). 
Indessen remittierte die depressive Symptomatik ab Ende 2017 weitgehend 
(act. II 33.2 S. 6; 55.1 S. 29), wobei Dr. med. C.________ festhielt, der 
soziale Kontext erscheine nicht in erwerbsrelevantem Ausmass gestört 
(vgl. S. 25). Dies steht im Einklang mit den weiteren Angaben der 
Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter, ihr Ehemann sei ihr eine 
grosse Stütze (S. 12). Auch habe sie Kollegen, wenngleich die Kontakte 
vermindert seien. Dr. med. C.________ hielt in der Folge zu den 
Ressourcen fest, die Familie und insbesondere die Beziehung zum 
Ehemann verblieben intakt; auch bestehe eine kollegiale Unterstützung (S. 
15, 27), womit im sozialen Kontext – trotz Hinweisen auf einen leichten 
sozialen Rückzug (vgl. S. 18) – insgesamt von nicht unerheblichen 
Kompensationspotentialen auszugehen ist. 

4.3.6 Im Rahmen der Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 
S. 303 f.) geht mit Blick auf den Indikator einer gleichmässigen 
Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 
Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303) aus dem Gutachten von 
Dr. med. C.________ hervor, dass die Beschwerdeführerin in der Freizeit 
Velo fährt, Yoga macht und mit dem Hund spazieren geht (act. II 55.1 S. 
13). Ob sich das Aktivitätenniveau nach Eintritt der geltend gemachten 
Beschwerden wesentlich verändert hat, geht indessen weder aus den 
spontanen Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. S. 11) noch aus der 
vertiefenden Befragung durch den Gutachter (vgl. insbesondere S. 13) 
hervor. Auch beim Tagesablauf werden keine beschwerdebedingten 
Einschränkungen erwähnt (vgl. S. 16). Auch ergeben sich keine Hinweise 
dahingehend, dass die Beschwerdeführerin ein Hobby aufgegeben hätte 
oder beschwerdebedingt nur in reduziertem Umfang auszuüben in der 
Lage wäre. Vielmehr gab sie in diesem Zusammenhang an, dass sie „ihren 
Kleinen viel fahren müsse, z.B. zum Hockey, deswegen habe sie auch ein 
eigenes Auto“ (S. 16). Soweit Dr. med. C.________ insoweit festhielt, die 
diskutierten Einschränkungen in Erwerb und Beruf schienen ähnlich 
ausgeprägt wie in den sonstigen Lebensbereichen und das gegenwärtig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 15

erhebbare Aktivitätsniveau erscheine mit dem Niveau (sozialer) Aktivitäten 
zuvor durchaus verändert (vgl. S. 24), lässt sich dies deshalb nicht ohne 
weiteres nachvollziehen. Im Übrigen relativierte der Gutachter die Relevanz 
des von ihm als reduziert erachteten Aktivitätenniveaus selber, indem er 
präzisierte, dass eine unmittelbare Kausalität mit der angenommenen 
Krankheit hier nicht zwingend vorgegeben sei, da bei Entwicklungen dieser 
Art auch weitere Faktoren eine Rolle spielen könnten (S. 24). Insgesamt ist 
somit nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass das Aktivitätenniveau 
der Beschwerdeführerin im Vergleich zu den Verhältnissen, wie sie sich vor 
Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen präsentierten, wesentlich 
eingeschränkt ist. 

4.4 Zusammenfassend ist – im Lichte der Standardindikatoren von 
BGE 141 V 281 respektive einer objektivierten Zumutbarkeitsprüfung unter 
ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285) – die im Gutachten von Dr. 
med. C.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit respektive eine 
invalidenversicherungsrechtlich relevante Invalidität (vgl. E. 2.1 vorne) 
beweismässig nicht hinreichend erstellt. 

4.5 Der in der angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 2018 (act. 
II 63) verneinte Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ist 
demnach nicht zu beanstanden (vgl. auch die Ausführungen in E. 5 
hiernach). Ist das Vorliegen einer rechtlich relevanten Invalidität zu 
verneinen, besteht entgegen der Beschwerdeführerin kein Anspruch auf 
berufliche Massnahmen, soweit sie solche gestützt auf den von ihr 
errechneten Invaliditätsgrad von 26% (Beschwerde, S. 6) geltend macht, 
wobei diesfalls offen bleiben kann, wie es sich mit der beschwerdeweise 
aufgeworfenen Statusfrage verhält. 

5.

Die Beschwerdeführerin macht einen Anspruch auf Integrationsmassnah-
men zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG 
geltend. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 16

5.1 Nach Art. 14a Abs. 1 IVG haben Versicherte, die seit mindestens 
sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind, 
Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche 
Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die 
Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art 
geschaffen werden können. Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss 
Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen 
zur sozial-beruflichen Rehabilitation (lit. a) und 
Beschäftigungsmassnahmen (lit. b). Der Anspruch auf Integrationsmass-
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 
14a Abs. 1 IVG setzt eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nur 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 1 ATSG), sondern 
auch in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 2 ATSG) 
voraus (BGE 137 V 1).

5.2 Vorliegend sind einzig die Folgen eines psychischen – nicht aber 
eines somatischen – Gesundheitsschadens zu beurteilen. Diesbezüglich 
wird der Beschwerdeführerin seitens des Gutachters Dr. med. C.________ 
in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige und in einer den Leiden angepass-
ten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. II 55.1 S. 28 f.). 
Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.3 f. vorne), kann dieser ärztlichen Ein-
schätzung jedoch gestützt auf die Prüfung der Standardindikatoren nicht 
gefolgt werden und eine massgebliche Arbeitsunfähigkeit liegt nicht vor. 
Damit fehlt es auch an der grundlegenden Anspruchsvoraussetzung für 
Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG (zum Verhältnis von Art. 14a 
IVG zu Art. 6 ATSG vgl. BGE 137 V 1 E. 7.2 S. 10 ff.). Das entsprechende 
Begehren der Beschwerdeführerin ist unbegründet.

6.

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch 
der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Die angefochtene Verfügung 
erweist sich als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 17

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe zu entnehmen.

7.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 18

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. August 2019, IV/19/65, Seite 19

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.