# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad73465b-efeb-57f4-b36a-9e1901695984
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-03
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.11.2021 III 2021 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-70_2021-11-03.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 70
III 2021 71

Entscheid vom 3. November 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer (Verfahren III 2021 70), und

B.________,
Beschwerdeführerin (Verfahren III 2021 71),

beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) D.________,
Vorinstanz,

Gegenstand ZGB (Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 
i.V.m. Art. 395 ZGB)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ______) und B.________ (geb. ______) haben am 
__.__.1991 geheiratet. Sie sind Eltern des Sohnes E.________ (geb. _____). 
Dem Gericht sind die Eltern aus früheren Beschwerdeverfahren bekannt. Der 
Ehemann war seit August 1990 bei der F.________ angestellt. Am __.__.2001 
erlitt er im G.________ infolge eines Badeunfalles eine Tetraplegie sub C4. Die 
Unfallversicherung sprach ihm mit Verfügung vom 24. Juni 2003 ausgehend von 
einem IV-Grad von 100% eine Komplementärrente zur IV-Rente (der Invaliden-
versicherung), eine Integritätsentschädigung sowie eine Hilflosenentschädigung 
schweren Grades zu (vgl. VGE I 2019 74+77+100 vom 9.9.2020, Ingress A). 

Die Ehefrau bezog infolge ihres Geburtsgebrechens (congenitale geistige Behin-
derung) zunächst gemäss Verfügung der IV-Stelle vom 7. November 1990 rück-
wirkend ab 1. Juli 1990 eine ganze IV-Rente. Im Zuge einer im Jahre 2006 (nach 
der Geburt des Sohnes) eingeleiteten Rentenrevision gelangte die IV-Stelle zum 
Ergebnis, dass sinngemäss die Ehefrau auch ohne Behinderung keiner Erwerbs-
tätigkeit nachgehen, sondern zu 100% als Mutter und Hausfrau tätig wäre, wobei 
im Rahmen eines Betätigungsvergleichs keine rentenbegründende Invalidität re-
sultiere. Im anschliessenden Beschwerdeverfahren erkannte das Verwaltungsge-
richt mit Entscheid I 2007 69 vom 29. Juni 2007, dass der IV-Grad nach der ge-
mischten Methode (50% Teilerwerbstätigkeit/ 50% Haushalt, Familie) zu ermitteln 
sei. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine Begutachtung der Ehefrau, worauf 
die IV-Stelle am 30. April 2008 eine Herabsetzung der bisher ganzen IV-Rente 
auf eine Viertelsrente verfügte. Dagegen beschwerte sich die Ehefrau, vertreten 
durch eine Anwältin der H.________, beim Verwaltungsgericht, welches mit Ent-
scheid I 2008 131 vom 16. September 2008 einen Anspruch auf eine halbe IV-
Rente gewährte (siehe Archiv Nr. 391/08).  

B. Am 27. Februar 2020 reichte die für das Ehepaar zuständige Mitarbeiterin 
der I.________ (Regionalstelle __________: J.________), der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde (KESB) D.________ eine detaillierte Meldung ein, 
wonach der Unterstützungsbedarf des Ehepaars "im Rahmen der freiwilligen So-
zialberatung von I.________ nicht gedeckt werden" könne (vgl. KESB-Dossier 
des Ehemanns, nachfolgend Vi-act. I-1.2, S. 4 oben; siehe auch KESB-Dossier 
der Ehefrau, nachfolgend Vi-act. II-1.2, S. 4 oben).

In der Folge verzögerten sich die Abklärungsbemühungen zum einen wegen der 
eingetretenen Corona-Situation, welche unmittelbare Gespräche (Anhörungen) 
mit den Betroffenen zeitweise verunmöglichte. Zum andern teilte die zuständige 
Mitarbeiterin der I.________ mit, dass der Ehemann aktuell stationär im 

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K.________ sei und die Ehefrau im August ins Spital müsse, weshalb ein An-
hörungstermin erst im September 2020 möglich sei (Vi-act. I-1.7). Eine weitere 
Verzögerung entstand, weil die für das Ehepaar zuständige und mit den konkre-
ten Verhältnissen vertraute Mitarbeiterin der I.________ am __.__.2020 tödlich 
verunfallte (Vi-act. I-1.10).

Am 16. Oktober 2020 erkundigte sich die zuständige Fachmitarbeiterin der KESB 
bei der I.________, wer die Nachfolge der verstorbenen, für das Ehepaar zu-
ständigen Mitarbeiterin sei (Vi-act. I-1.11). In der Antwort vom 22. Oktober 2020 
teilte L.________ von der I.________ mit, dass sie das Ehepaar früher betreut 
habe und an einem gemeinsamen Gespräch teilnehmen würde, falls dies das 
Ehepaar wünsche (Vi-act. I-1.12). Erste und anschliessende Terminvorschläge 
waren erfolglos (Vi-act. I-1.13 bis I-1.18).

Am 16. Februar 2021 trafen sich das Ehepaar, eine Delegation der KESB, die 
vorgesehene Mandatsträgerin sowie L.________ von der I.________ zu 
einem gemeinsamen Gespräch, an welchem die vorgesehene Lösung vorgestellt 
und besprochen wurde (Vi-act. I-1.23).

C. Mit Beschluss Nr. IA/008/11/2021 vom 17. März 2021 hat die KESB 
D.________ für A.________ per 17. März 2021 eine Vertretungsbeistandschaft 
nach Art. 394 ZGB i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet (Dispositiv-Ziffer 1). In Dispositiv-
Ziffer 2 wurde was folgt festgelegt:

Als Beiständin wird M.________ (…) ernannt und beauftragt:
a. stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für A.________ be-

sorgt zu sein und ihn bei allen in diesem Zusammenhang erforderlichen 
Handlungen soweit notwendig zu vertreten;

b. ihn beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten zu vertreten, ins-
besondere sein gesamtes Einkommen und Vermögen sorgfältig zu verwal-
ten;

c. als Ansprechperson für alle involvierten Fachstellen zur Verfügung zu ste-
hen;

d. nötigenfalls Antrag auf Anpassung der behördlichen Massnahmen an ver-
änderte Verhältnisse zu stellen;

e. der KESB D.________ bis spätestens am 17. Juni 2021 ein Inventar über 
die zu verwaltenden Vermögenswerte per 17. März 2021 einzureichen;

f. per 28. Februar 2023 ordentlicherweise Rechenschaftsbericht mit Rech-
nung und Belegen für die Zeit vom 17. März 2021 bis 28. Februar 2023 zu 
erstellen und bis spätestens 30. April 2023 der KESB D.________ einzu-
reichen.

Zudem wurde die (private) Mandatsträgerin zu einem Anlass der KESB vom 
16. September 2021 eingeladen, an welchem es um die Führung der Beistand-
schaft durch private Mandatsträger ging (Dispositiv-Ziffer 3). Die Verfahrenskos-
ten wurden auf Fr. 275.-- festgelegt und dem Verbeiständeten auferlegt (Disposi-

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tiv-Ziffer 4). Mit der Rechtsmittelbelehrung hat die KESB D.________ einer allfäl-
ligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen (Dispositiv-Ziffer 5). 

D. Ein analoger Beschluss mit den gleichen Anordnungen wurde von der 
KESB D.________ hinsichtlich der Ehefrau mit Beschluss Nr. IA/007/11/2021 
vom 17. März 2021 angeordnet.

E. Gegen diese am 26. März 2021 ausgehändigten KESB-Beschlüsse liessen 
A.________ und B.________ rechtzeitig am 26. April 2021 beim Verwaltungsge-
richt je eine separate Beschwerde einreichen mit den folgenden (gleichlauten-
den) Rechtsbegehren:

1. Der Beschluss der Vorinstanz vom 17.03.2021 (Beschluss Nr. …) sei aufzuhe-
ben.

2. Ev. zu Ziff.1
a. Der Beschluss der Vorinstanz vom 17.03.2021 (Beschluss Nr. …) sei auf-

zuheben.
b. Die Vorinstanz sei anzuweisen, eine Begleitbeistandschaft zu errichten.
c. Die Vorinstanz sei anzuweisen, eine geeignete Beistandsperson (nicht 

M.________ …) als Beiständin zu ernennen und mit folgenden Aufgaben 
zu beauftragen:
- Unterstützung beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten,
- als Ansprechperson für alle involvierten Fachstellen zur Verfügung zu 

stehen.

3. Die aufschiebende Wirkung der vorliegenden Beschwerde sei wiederherzustel-
len.

4. Dem Beschwerdeführer (bzw. der Beschwerdeführerin) sei die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm (ihr) der unterzeichnende Rechts-
vertreter als amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen.

F. Mit gerichtlicher Verfügung vom 27. April 2021 wurde im Rahmen einer 
prima-facie-Beurteilung die entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde 
nicht wiederhergestellt.

Mit Vernehmlassungen vom 9. Juni 2021 bzw. 14. Juni 2021 beantragte die 
KESB D.________, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers. Zu diesen Vernehmlassun-
gen nahmen der Beschwerdeführer bzw. die Beschwerdeführerin in Eingaben 
vom 30. Juli 2021 Stellung. Innert angesetzter Frist bis 26. August 2021 verzich-
tete die Vorinstanz auf die Erstattung von weiteren Bemerkungen.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die beiden vorliegenden Beschwerden III 2021 70 und 71 des Ehepaars 
betreffen die gleiche Thematik, weshalb sich eine Verfahrensvereinigung recht-
fertigt.

2. In den beiden Rechtsmitteleingaben hat der Rechtsvertreter die Bestim-
mungen und Regelungen, welche für eine Beistandschaft von Bedeutung sind, 
an sich zutreffend dargelegt. Nachfolgend wird die Rechtslage nochmals wieder-
holt und namentlich die konstante Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur 
Wahl der richtigen Massnahme (siehe Erw. 2.6) ergänzt. 

2.1 Die Erwachsenenschutzbehörde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine 
volljährige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen 
Störung oder eines ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustandes ihre 
Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 
1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB, SR 210). Die Belastung und der 
Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 390 Abs. 2 
ZGB). Die Beistandschaft wird auf Antrag der betroffenen oder einer naheste-
henden Person oder von Amtes wegen errichtet (Art. 390 Abs. 3 ZGB). Die 
Behörde umschreibt die Aufgabenbereiche der Beistandschaft (Personensorge, 
Vermögenssorge, Rechtsverkehr) entsprechend den Bedürfnissen der betroffe-
nen Person (Art. 391 Abs. 1 und 2 ZGB).

2.2 Zentrales Anliegen des Erwachsenenschutzrechts ist das Selbstbestim-
mungsrecht. Das Gesetz verzichtet daher weitgehend auf gesetzlich umschrie-
bene, starre Massnahmen zum Schutz hilfsbedürftiger Menschen (Bundesge-
richtsurteil 5A_667/2013 vom 12.11.2013 Erw. 6.1).

2.3.1  Eine Begleitbeistandschaft wird mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Per-
son errichtet, wenn diese für die Erledigung bestimmter Angelegenheiten beglei-
tende Unterstützung braucht (Art. 393 Abs. 1 ZGB). Die Begleitbeistandschaft 
schränkt die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein (Art. 393 Abs. 2 
ZGB). 

2.3.2  Eine Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 Abs. 1 ZGB) wird angeordnet, 
wenn die hilfsbedürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht selbst erledi-
gen kann und deshalb vertreten werden muss. Diese Form der Beistandschaft 
kann gegen den Willen der hilfsbedürftigen Person angeordnet werden (zit. Urteil 
5A_667/2013 vom 12.11.2013 Erw. 6.1). Diese Massnahme schränkt die Hand-
lungsfähigkeit der verbeiständeten Person nicht ein, sofern die Erwachsenen-

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schutzbehörde nicht eine andere Anordnung trifft (vgl. Art. 394 Abs. 2 ZGB). 
Auch wenn die Handlungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, muss die betroffene 
Person sich die Handlungen der Beistandsperson anrechnen oder gefallen las-
sen (Art. 394 Abs. 3 ZGB).

2.3.3  Die Mitwirkungsbeistandschaft (Art. 396 Abs. 1 ZGB) wird errichtet, wenn 
bestimmte Handlungen der hilfsbedürftigen Person zu deren Schutz der Zustim-
mung des Beistands oder der Beiständin bedürfen. Dabei wird die Handlungs-
fähigkeit von der verbeiständeten Person von Gesetzes wegen entsprechend 
eingeschränkt (Art. 396 Abs. 2 ZGB).

2.3.4  Nach Art. 397 ZGB können die Begleit-, die Vertretungs- und die Mitwir-
kungsbeistandschaft miteinander kombiniert werden.

2.4 Damit eine Beistandschaft errichtet werden kann, muss ein Schwäche-
zustand vorliegen, der diese Massnahme für die Interessenwahrung und den 
Schutz der hilfsbedürftigen Person als angezeigt erscheinen lässt. Ein solcher, in 
der Person liegender Schwächezustand allein genügt für die Anordnung einer 
Beistandschaft noch nicht. Vielmehr braucht es als soziale Voraussetzung zu-
sätzlich stets ein daraus resultierendes teilweises oder gänzliches Unvermögen, 
die eigenen Angelegenheiten hinreichend zu besorgen bzw. entsprechende Voll-
machten zu erteilen (vgl. Helmut Henkel, in: Basler Kommentar zum ZGB, N 2 zu 
Art. 390 ZGB). Als Voraussetzung für die Anordnung behördlicher Massnahmen 
müssen Schwächezustand und Unvermögen (als soziale Voraussetzung) zu-
sammen eine relevante Gefährdung des Wohls der betroffenen Person bewirken, 
zu deren Behebung ein Eingreifen der Erwachsenenschutzbehörde auch unter 
den Aspekten Selbstbestimmung (Art. 388 Abs. 2 ZGB), Subsidiarität und Ver-
hältnismässigkeit (Art. 389 ZGB) unumgänglich erscheint. Schwächezustand und 
Unvermögen können auch lediglich punktueller Natur sein (vgl. Henkel, a.a.O., 
N 4 zu Art. 390 ZGB; VGE III 2016 132 vom 21.12.2016 Erw. 2.4, publ. in EGV-
SZ 2016 B 16.3; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.3).

2.5 In Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen 
des Erwachsenenschutzes den Maximen der Subsidiarität und der Verhältnis-
mässigkeit. 

2.5.1  Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass behördliche Massnahmen 
nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf 
andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist (Botschaft vom 28.6.2006 zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Perso-
nenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7042 Ziff. 2.2.1). Ist die gebotene Unter-

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stützung der hilfsbedürftigen Person anderweitig − durch die Familie, andere 
nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste − gewährleistet, so 
ordnet die Erwachsenenschutzbehörde keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB). Der Grundsatz der Subsidiarität betrifft somit das Verhältnis der 
erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen zu − sofern zielführend − vorrangig 
zu verwirklichenden alternativen Lösungen (vgl. VGE III 2017 29 vom 5.5.2017 
Erw. 1.2 mit Hinweis; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.4.1). 

2.5.2  Kommt die Erwachsenenschutzbehörde zum Schluss, die vorhandene Un-
terstützung der hilfsbedürftigen Person reiche nicht aus, so muss ihre Massnah-
me verhältnismässig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 
ZGB). Es gilt der Grundsatz "So viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig 
staatlicher Eingriff wie möglich" (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7017 Ziff. 1.3.4 in fine; 
BGE 140 III 49 Erw. 4.3.1 S. 51). Die angeordnete Massnahme ist auf die Hilfs-
bedürftigkeit der betroffenen Person abzustimmen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). Unter 
verschiedenen geeigneten Varianten ist die zurückhaltendste Lösung zu wählen. 
Diese muss zudem in einem vernünftigen Verhältnis zur Einschränkung des 
Selbstbestimmungsrechts stehen. Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung 
sind ferner die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu 
berücksichtigen (Art. 390 Abs. 2 ZGB); diese Interessen können eine weiterge-
hende Massnahme rechtfertigen, jedoch nicht die Massnahme an sich begrün-
den (erwähntes Urteil 5A_617/2014 vom 1.12.2014 Erw. 4.1 mit Hinweis; VGE III 
2017 29 vom 5.5.2017 Erw. 1.3; VGE III 2018 204 vom 15.1.2019 Erw. 1.4.2).

2.6 Nach konstanter Rechtsprechung bleibt die Wahl der richtigen Massnahme 
ein Ermessensentscheid (vgl. VGE III 2018 152 vom 18.12.2018 Erw. 1.6 mit 
Verweis auf Art. 4 ZGB), der stark von der genauen Kenntnis des Sachverhalts 
abhängt. Angesichts dieses Beurteilungsspielraums hält sich das angerufene Ge-
richt bei der Überprüfung solcher Entscheide grundsätzlich zurück. Es greift na-
mentlich dann ein, wenn grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten 
Grundsätzen abgewichen wird, wenn Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die 
keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn rechtserhebliche Umstände ausser 
Acht gelassen werden. Sodann drängt sich die Korrektur von Ermessensent-
scheiden auf, die im Ergebnis offensichtlich unbillig, in stossender Weise unge-
recht sind (Bundesgerichtsurteil 5A_795/2014 vom 14.4.2015 Erw. 4.2.2 mit Hin-
weisen, u.a. auf BGE 138 III 699 Erw. 3.1, S. 671; VGE III 2018 204 vom 
15.1.2019 Erw. 1.5 Prot. 2019, S. 006).

3.1 Was den Schwächezustand des Beschwerdeführers anbelangt, ist unbe-
stritten, dass er an einer sensomotorisch kompletten Tetraplegie sub C4 leidet 

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(siehe auch VGE I 2019 74+77+100 vom 9.9.2020, wobei hier festzuhalten ist, 
dass damals der gleiche Rechtsvertreter mitwirkte). Soweit dieser Schwächezu-
stand des Beschwerdeführers hinsichtlich der Bewältigung von administrativen 
Angelegenheiten (inkl. Verkehr mit Behörden Ämtern, Versicherungen etc.) und 
von finanziellen Angelegenheiten durch ein hinreichendes Leistungsvermögen 
der Ehefrau (inkl. entsprechende kognitive Fähigkeiten) aufgefangen werden 
könnte, würde sich offenkundig die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft 
erübrigen. 

3.2.1 In diesem Zusammenhang interessiert die Beantwortung der Fragestellung, 
aus welchen Gründen die Beschwerdeführerin (Ehefrau) IV-Rentenleistungen 
bezieht. Die Antwort ergibt sich aus dem Gerichtsentscheid I 2008 131 vom 
16. September 2008, welcher die Beschwerdeführerin betrifft und ihr von daher 
bekannt ist. Soweit die Beschwerdeführerin ihrem aktuellen Rechtsvertreter die-
sen Gerichtsentscheid nicht offengelegt hat (damals war die Beschwerdeführerin 
durch eine andere Rechtsanwältin vertreten, welche für die H.________ arbeite-
te), kann sie hier nichts zu ihren Gunsten ableiten. Vielmehr würde ein solches 
Verschweigen von bedeutsamen Fakten dafür sprechen, dass sie mit der Bewäl-
tigung der Situation bzw. der Einschätzung von Zusammenhängen überfordert 
ist.

3.2.2  Im angesprochenen Streit mit der IV-Stelle, welche die Herabsetzung ihrer 
ursprünglichen ganzen IV-Rente (wegen kongenitaler Oligophrenie) nach dem 
Wechsel in die Mutterrolle (Geburt eines Sohnes) betraf, wurde eine Begutach-
tung mit IQ-Testung durchgeführt. Lic.phil. N.________ (_________) führte in 
seinem Gutachten vom 23. Januar 2008 u.a. aus (auszugsweise aus dem zit. 
VGE entnommen, Fettdruck nicht im Original):

In der neuropsychologischen Untersuchung im allgemeinen Verhalten nette, 
freundliche, kooperative Mitarbeit. Frau B.________ kommt gemeinsam mit einer 
Betreuerin der O.________ zur Untersuchung nach _____, alleine wäre sei damit 
überfordert gewesen. Sie wirkt unsicher und unbeholfen, bemüht sich aber jeder-
zeit um gute Leistungen, soweit ihr dies möglich ist. (…)
Die neuropsychologischen Befunde sind auf dem beiliegenden Leistungsprofil dar-
gestellt und weiter oben ergänzend kommentiert. Zusammenfassend besteht ein 
unterdurchschnittliches Gesamtniveau, wie sich dies auch im IQ von 74 ausdrückt 
(S. Profil Punkt 10.). Dabei zeigt sich ein Ungleichgewicht zwischen dem verbalen 
und dem figuralen Bereich (T26 vs. T38 entsprechend einem IQ-Wert von 64 vs. 
82). Der Gesamtwert liegt deutlich über jenem, der im Jahr 1984 festgestellt wurde 
(IQ 60), was eine positive Entwicklung dokumentiert3. Das Tempo der Patientin ist 
insgesamt (kognitiv und motorisch) langsam (Profil Punkt 9.). Bei einfachen 
Routineanforderungen bemüht sich die Patientin, kontrolliert zu arbeiten, was ihr 
(ohne verstärkten äusseren Zeitdruck) auch gelingt.
In der Aufmerksamkeit / Konzentrationsfähigkeit (Profil Punkt 1.) sind die Resultate 
dann qualitativ recht gut, wenn die Patientin in ihrem eigenen Tempo vorgehen 

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kann. Sie arbeitet dann sorgfältig, bleibt quantitativ aber unter der Norm. Die Reak-
tionszeiten sind generell langsam und unter Zeitdruck treten erhöhte Aufmerksam-
keitslücken auf.
Lernen und Gedächtnis (Profil Punkt 2.) sind im figural-räumlichen Bereich insge-
samt deutlich besser, als im verbalen. Sprachliche Informationen erfasst die Pati-
entin nur ungenügend, sowohl bei repetitivem Vorgehen, als auch (und noch deut-
licher), wenn sie rel. viele Informationen innert kurzer Zeit aufnehmen soll. Im figu-
ralen Bereich liegen die Leistungen mehrheitlich in der (unteren) Norm.
Die Sprachfunktionen (Profil Punkt 3) liegen auf bescheidenem Niveau. Frau 
B.________ kann sich in einfacher Sprache mündlich ausdrücken. Der aktive 
Wortschatz und die Wortgeläufigkeit sind gering, schriftsprachlich hat sie Mühe 
(langsames Lesen, unsicheres Lesesinnverständnis, schwache Orthografie). Der 
Umgang mit Zahlen (Profil Punkt 4.) ist auf sehr einfacher Ebene korrekt. Darüber 
hinaus mangelt es am Ausführen von Rechenoperationen und (bei Textrechnun-
gen) am mathematischen Denken. Sprachlich formulierte Probleme kann die Pati-
entin nur auf sehr einfachem Niveau in das entsprechende mathematische Vorge-
hen transformieren.
Die figurale Wahrnehmung (Profil Punkt 5) ist genügend, wobei das blosse Erken-
nen deutlich besser ist, als das (komplexere) inhaltliche Erfassen / Gewichten von 
Informationen. Die räumliche Verarbeitung (Profil Punkt 6) liegt im unteren Norm-
bereich. Anforderungen an das räumliche Vorstellungsvermögen machen der Pati-
entin Mühe und im konstruktiv-praktischen Bereich geht sie wenig strukturiert vor. 
Komplexe / exekutive Funktionen (Profil Punkt 7.) sind schwach, insgesamt noch 
ausgeprägter im verbalen Bereich als im figuralen. Die Abstraktionsfähigkeit ist ge-
ring. Situationen und logische Zusammenhänge erfasst die Patientin oberflächlich 
bis undifferenziert und ungewohnte Anforderungen, welche kognitive Flexibilität 
und Spontaneität des Denkens erfordern, sind ungenügend4.
Die in unserer Untersuchung am Rande geprüfte Handmotorik (Profil Punkt 8.) 
zeigt eine auch in diesem Bereich bestehende Verlangsamung, nicht nur auf Ebe-
ne der Handgeschicklichkeit, sondern auch bei grundlegender sensomotorischer 
Anforderung. 
Insgesamt besteht eine mittelschwere neuropsychologische Funktions-
störung, funktionell-hirnlokalisatorisch mit Schwergewicht linkshemisphärisch und 
v.a. frontal ausgeprägt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine seit jeher beste-
hende Störung i.S. einer zerebralen Entwicklungsstörung. Die in den Akten 
erwähnte Diagnose einer geistigen Behinderung kann heute insofern präzisiert 
werden, als es sich beim vorliegenden IQ um eine leichte Intelligenz-
minderung bzw. geistige Behinderung handelt. Die Patientin hat zwar im verba-
len Bereich sowie in exekutiven Funktionen namhafte Defizite5, verfügt aber im 
figural-räumlichen Bereich über etliche Fähigkeiten im unteren Normalbereich. Sie 
hat ja auch im Alltag bewiesen (bzw. tut dies auch heute), dass sie durchaus über 
Ressourcen verfügt (abgeschlossene Ausbildung auf einfachem Niveau, Erlangen 
des Führerausweises, Tätigkeit als Mutter und Hausfrau, Pflege des Ehemannes). 
Therapeutisch sind im neuropsychologischen Bereich keine Massnahmen erforder-
lich. Wichtig ist eine angepasste Anforderungssituation in Beruf und Alltag.
Prognostisch sind im neuropsychologischen Bereich keine Veränderungen 
zu erwarten.
Ihre spezifische Frage zur Arbeitsfähigkeit:
„Wie beurteilen Sie die Arbeitsfähigkeit der Versicherten für einfache Hilfsarbeiten 
in der freien Wirtschaft?“
Praktisch ist Frau B.________ in der jetzigen Lebenssituation mit dem behinderten 
Ehemann (Tetraplegiker) und dem Kleinkind aus neuropsychologischer Sicht abso-

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lut am Anschlag. Solange alles seinen gewohnten Lauf nimmt, kann sie die Anfor-
derungen des Alltags bewältigen. Abweichungen (wie sie unausweichlich immer 
wieder vorkommen werden) bringen sie aus dem Konzept und sie benötigt dann 
zusätzliche äussere Unterstützung, welche sie durch die Betreuerin der 
O.________ erhält. Mein Eindruck ist aber trotzdem der, dass es längerfristig be-
trachtet sinnvoll wäre, wenn sich eine Möglichkeit der Entlastung von Frau 
B.________ einrichten liesse, z.B. indem der Ehemann nicht nur einen Nachmittag 
/ Woche auswärts weilen würde, was ihr etwas Freiraum verschaffen und einer 
Dekompensation vorbeugen könnte.
Eine zusätzliche Erwerbstätigkeit ausser Haus ist m.E. in der jetzigen Situation 
nicht möglich. Mit ihren beschränkten Ressourcen wäre Frau B.________ nicht 
dazu in der Lage. 
Theoretisch, unter Annahme einer familiären Situation ohne behinderten Ehemann 
und ohne Kind erachte ich Frau B.________ in der freien Wirtschaft im ange-
stammten Bereich (Hauswirtschaft) bzw. in der privaten Reinigung bei reinen Rou-
tinetätigkeiten als 50% leistungsfähig bezogen auf eine (zumutbare) 100%-ige Ar-
beitszeit. Sie ist exakt aber langsam, bräuchte bei einer Erwerbstätigkeit eine klare 
äussere Struktur und Führung sowie ein verständnisvolles Umfeld, so wie sie es 
bei der letzten Anstellung vorfand.

3.2.3  Diese gutachtlich evaluierte mittelschwere neuropsychologische Funkti-
onsstörung der Beschwerdeführerin, welche im IV-Verfahren als eine seit jeher 
bestehende Störung im Sinne einer zerebralen Entwicklungsstörung (leichte In-
telligenzminderung bzw. geistige Behinderung) beurteilt wurde, deckt sich mit 
den Erfahrungen der anfangs 2020 zuständigen Mitarbeiterin der I.________, 
welche (in Unkenntnis des zit. Gutachtens) in ihrer Gefährdungsmeldung an die 
Vorinstanz u.a. ausführte (Vi-act. I-1.2, S. 3 unterhalb der Mitte): 

(…) Das Ehepaar ist mit der Situation überfordert und scheint den Überblick verlo-
ren zu haben. Für mich ist nicht immer klar, inwieweit das Ehepaar die besproche-
nen Inhalte wirklich versteht und einordnen bzw. die Konsequenzen einschätzen 
kann (…). 

Sodann wies diese Fachperson glaubhaft darauf hin, dass die Beratung des 
Ehepaars wegen fehlender Kooperation, Unzuverlässigkeit und Misstrauen der 
Beschwerdeführerin sehr schwierig war, gewisse Informationen habe sie trotz 
Nachfragen nicht erhalten; zudem habe sich das Ehepaar erst gemeldet, "wenn 
die Situation bereits eskaliert" sei. 

3.2.4  Dass sich am oben dargelegen, im erwähnten Gerichtsentscheid themati-
sierten Leistungsvermögen (der Beschwerdeführerin) zwischenzeitlich etwas 
massgeblich geändert habe, wird hier weder substantiiert vorgebracht, noch ist 
dies ersichtlich. Sodann bezieht die Beschwerdeführerin gemäss den eingereich-
ten Unterlagen für die unentgeltliche Rechtspflege (URP) weiterhin die damals 
zugesprochenen IV-Rentenleistungen. Soweit der Rechtsvertreter vor Verwal-
tungsgericht mit der sinngemässen Argumentation, wonach die Beschwerdefüh-
rerin ohne weiteres in der Lage sei, die in den Dispositiv-Ziffer 2 lit. b bis d der 

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beiden Beschlüsse aufgelisteten Aufgaben selbständig zu bewältigen bzw. zu or-
ganisieren (hinsichtlich der Dispositiv-Ziffer 2 lit. a siehe nachfolgend Erw. 4.2), 
faktisch geltend machen möchte, dass die damaligen, einen IV-Rentenanspruch 
bewirkenden kognitiven Einschränkungen der Beschwerdeführerin zwischenzeit-
lich weggefallen seien, hätte dies konsequenterweise zur Folge, dass die Be-
schwerdeführerin diese Verbesserung der IV-Stelle melden müsste, worauf in der 
Folge (sofern solche Verbesserungen tatsächlich zuträfen) die betreffenden Ren-
tenleistungen (gegebenenfalls teilweise) aufgehoben und (soweit möglich) 
zurückgefordert würden. Ob sich die Beschwerdeführerin bzw. ihr Rechtsvertreter 
dieser Konsequenzen bewusst sind, ist fraglich, kann hier aber offen bleiben. 
Denn im erwähnten Entscheid beurteilte das Verwaltungsgericht das erwähnten 
Gutachten vom 23. Januar 2008 als beweiskräftig (wonach die evaluierte mittel-
schwere neuropsychologische Funktionsstörung als eine seit jeher bestehende 
Störung im Sinne einer zerebralen Entwicklungsstörung mit leichter Intelligenz-
minderung bzw. als geistige Behinderung zu qualifizieren ist).

4.1 Im Lichte dieser Angaben gibt die vorinstanzliche Vorgehensweise, für das 
Ehepaar eine Vertretungsbeistandschaft (ohne Einschränkung der Handlungs-
fähigkeit) zu errichten, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 
grundsätzlich keinen Anlass zur Beanstandung. Jedenfalls wird diesbezüglich der 
Beurteilungsspielraum, welcher der Vorinstanz in solchen Fragen zusteht, nicht 
überschritten (siehe aber nachfolgend). 

4.2 Einzig hinsichtlich der Wohnsituation besteht kein Unterstützungsbedarf, 
nachdem die Wohnsituation seit vielen Jahren unverändert ist (vgl. Adresse im 
VGE I 2008 131 vom 16.9.2008 sowie Mietvertrag in den URP-Unterlagen, wo-
nach die aktuell benutzte Wohnung am 25. Februar 2002 und mithin vor bald 20 
Jahren gemietet wurde). In diesem Sinne ist die in der Dispositiv-Ziffer 2 lit. a 
formulierte Aufgabe ersatzlos zu streichen.

4.3 Am dargelegten Ergebnis vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführer 
vor Verwaltungsgericht nichts zu ändern. Soweit der Rechtsvertreter geltend 
macht, dass sich die unklare Lage hinsichtlich der Pflegekosten durch den (von 
ihm initiierten) VGE I 2019 74+77+100 vom 9. September 2020 deutlich ent-
spannt habe (und auch Kostenbeteiligungen vom Tisch seien), ändert dies nichts 
daran, dass grundsätzlich weiterhin administrative und finanzielle Angelegenhei-
ten zu bewältigen sind, welche das gutachtlich erstellte, eingeschränkte (kogniti-
ve) Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin oftmals überfordern werden. 
Dies gilt erst recht, als die Zusammenarbeit der Beschwerdeführerin mit involvier-
ten Institutionen nach der Aktenlage bzw. dem bisherigen Verlauf unzuverlässig 

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ausfiel. Dass im Übrigen die Beschwerdeführer in rechtlichen Verfahren durch 
einen von der H.________ finanzierten Rechtsanwalt unterstützt werden, wie an-
lässlich der Anhörung vom 16. Februar 2021 festgehalten wurde, reicht 
grundsätzlich nicht aus, zumal der Rechtsvertreter nicht substantiiert geltend 
macht, dass er das Ehepaar regelmässig im Alltag unterstütze und sicherstelle, 
dass laufende administrative bzw. finanzielle Angelegenheiten des Ehepaars von 
ihm kontrolliert bzw. unterstützend (rechtzeitig) erledigt werden.

4.4 Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Eignung der eingesetzten Mandatsträge-
rin. Diesbezüglich ist die Aktenlage wenig aussagekräftig, weshalb sich in diesem 
Punkt eine Rückweisung an die Vorinstanz aufdrängt. Nachdem der Beschwerde 
gegen die von der Vorinstanz angeordnete Vertretungsbeistandschaft die auf-
schiebende Wirkung entzogen (und vom Gericht nicht wiederhergestellt) wurde, 
hatte die eingesetzte Beistandsperson seit Ende März 2021 (Aushändigung der 
Ernennungsurkunde) in den betreffenden Aufgabengebieten die Beschwerdefüh-
rer zu unterstützen und beispielsweise bis 17. Juni 2021 ein Inventar über die zu 
verwaltenden Vermögenswerte einzureichen. Anhand dieser konkreten Aufgabe-
nerfüllung sowie unter Einbezug der bisherigen Erfahrungen, welche durch Be-
fragung der involvierten Personen und Institutionen (Ausgleichskasse betr. EL, 
Steuererklärung, Spitex etc.) abzuklären sein wird, wird sich die Vorinstanz ein 
konkretes Bild machen können, ob sich die eingesetzte Mandatsträgerin für die 
betreffenden Aufgaben eignet, oder ob gegebenenfalls eine andere Lösung vor-
zuziehen sein wird.

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit als unbegründet abzu-
weisen, als sie sich gegen die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 lit. b bis lit. g der erwähn-
ten KESB-Beschlüsse richtet. Hingegen ist die Beschwerde insoweit teilweise 
gutzuheissen, als zum einen Dispositiv-Ziffer 2 lit. a der erwähnten Beschlüsse 
ersatzlos aufgehoben wird und zum andern hinsichtlich der Einsetzung der Man-
datsträgerin (Dispositiv-Ziffer 2, 1. Teil) die Sache an die Vorinstanz zurückge-
wiesen wird, damit sie die Eignung der Beistandsperson im Sinne der Erwägun-
gen (nach Massgabe der bisherigen Erfahrungen) überprüfen kann.

5.2 Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird im konkreten Fall verzichtet. 
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird den beanwalteten Beschwer-
deführern für das dargelegte Teilobsiegen eine reduzierte Parteientschädigung 
zulasten der Vorinstanz bzw. des Kantons zugesprochen. In Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher 
für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 

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GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, 
Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in 
Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist das Honorar (inkl. Auslagen und 
MwSt) auf Fr. 1'000.-- festzulegen. Soweit die Beschwerdeführer unterliegen, 
wird ihnen die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt. Ihnen wird nach 
den gleichen, vorstehend dargelegten Kriterien ein Honorar von Fr. 2'000.-- 
gewährt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerden III 2021 70 und III 2021 71 werden insoweit gutgeheis-
sen, als die Dispositiv-Ziffer 2 lit. a der angefochtenen KESB-Beschlüsse 
vom 17. März 2021 ersatzlos aufgehoben werden und die Sache an die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen die 
Eignung der eingesetzten Mandatsträgerin nach dem bisherigen Verlauf 
überprüfen und gegebenenfalls nach Massgabe der Abklärungsergebnisse 
neu beschliessen kann. Im Übrigen werden die beiden Beschwerden ab-
gewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Den Beschwerdeführern wird für das Teilobsiegen zu Lasten der Vor-
instanz eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- (inkl. MwSt 
und Auslagen) zugesprochen.

4. Soweit die Beschwerdeführer unterliegen, wird ihnen die unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung gewährt und es wird Rechtsanwalt C.________ als 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Ihm wird aus der Gerichtskasse ein 
Honorar von Fr. 2'000.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen. Die Be-
schwerdeführer haben diesen Betrag dem Gericht zurückzuerstatten, wenn 
sie dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides 
in der Lage sind (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; 
SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

6. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführer (2/R)

- die Vorinstanz (2/R, für sich und die Beiständin sowie Retournierung der 
KESB-Akten)

- und das Departement des Innern (z.K.).

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Schwyz, 3. November 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. November 2021