# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 735ba521-e06d-535d-bc79-8cee6f7c0b18
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.04.2024 LE230026
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE230026_2024-04-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LE230026-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. M. Reuss Valentini

Beschluss und Urteil vom 18. April 2024

in Sachen

A._____, 
Gesuchstellerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

B._____, 
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____

betreffend Eheschutz

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, vom 22. Mai 2023 (EE220224-L)

Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung,
vom 22. Mai 2023:
(Urk. 52 S. 60 ff.)

"1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit 30. August 2022 
getrennt leben. 

- 2 -

 2. Die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse … in … Zürich wird, inkl. 
Hausrat und Mobiliar, für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin 
zur alleinigen Benutzung zugewiesen. Der Gesuchsgegner ist berechtigt, 
seine persönlichen Gegenstände und Effekten aus der ehelichen Wohnung 
mitzunehmen.

 3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin – soweit nicht be-
reits erfolgt – auf erstes Verlangen sämtliche sich in seinem Besitz befinden-
den Wohnungsschlüssel (inkl. Keller- und Briefkastenschlüssel) auszuhändi-
gen. Von einer Strafdrohung nach Art. 292 StGB wird abgesehen.

 4. Die Obhut für die Kinder D._____, geboren am tt.mm.2011, und E._____, 
geboren am tt.mm.2013, wird beiden Parteien mit wechselnder Betreuung 
übertragen. Der gesetzliche Wohnsitz der Kinder ist bei der Mutter.

 5. Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuung der Kinder wie folgt 
zu übernehmen: 

- In den ungeraden Kalenderwochen:

- Von Montagmorgen Schulbeginn bis Mittwoch Schulschluss am 
Mittag,

- von Freitagnachmittag Schulschluss bzw. ab 18:00 Uhr, bis Sonn-
tagabend, 18:00 Uhr;

- in den geraden Kalenderwochen:

- Von Mittwoch Schulschluss am Mittag bis Freitag Schulschluss 
am Mittag,

- am Sonntagabend ab 18:00 Uhr (bis Mittwoch der darauffolgen-
den Woche, Schulschluss am Mittag);

- in geraden Jahren am 24. Dezember, am zweiten Neujahrsfeier-
tag (2. Januar) sowie über die Osterfeiertage von Karfreitag bis 
und mit Ostermontag und in ungeraden Jahren am 25. Dezember, 
über die Neujahrsfeiertage vom 31. Dezember bis am 1. Januar 
sowie von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag;

- während der Hälfte der Schulferien.

Die Eltern sprechen sich mindestens drei Monate im Voraus über 
die Ausübung des Ferienbetreuungsrechts ab. Können sie sich nicht ei-
nigen, so kommt dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Ent-
scheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu, in Jahren mit 
ungerader Jahreszahl der Mutter.

- 3 -

In der übrigen Zeit werden die Kinder von der Mutter betreut.

 6. Der Antrag der Gesuchstellerin, es sei für die Kinder D._____ und E._____ 
eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten, wird ab-
gewiesen.

 7. Der Antrag der Gesuchstellerin, es sei für die Kinder D._____ und E._____ 
eine kinderpsychologische Therapie zu installieren, wird abgewiesen.

 8. Der Antrag der Gesuchstellerin, es sei den Kindseltern gestützt auf Art. 307 
ZGB die Weisung zu erteilen, den Kurs «Kinder im Blick» bei der Beratungs-
stelle F._____ zu besuchen, wird abgewiesen. 

 9. a) Die Eltern werden verpflichtet, diejenigen Kosten für die Kinder, die 
während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringen 
(insb. Verpflegung, Alltagsbekleidung, Anteil Miete) jeweils selber zu über-
nehmen. Sie sind berechtigt, die von ihnen bezogenen Kinder- und Betreu-
ungszulagen hierfür zu verwenden.

b) Der Vater wird verpflichtet, der Mutter folgende monatliche Beiträge an 
die Kinderkosten zu bezahlen: 

- Fr. 1'680.– (Fr. 840.– pro Kind) ab 1. Februar 2023 bis und mit
31. März 2023,

- Fr. 2'400.– (Fr. 1'200.– pro Kind) für den Monat April 2023,

- Fr. 2'740.– (Fr. 1'370.– pro Kind) ab 1. Mai 2023 bis und mit 
31. Juli 2023,

- Fr. 1'840.– (Fr. 920.– pro Kind) ab 1. August 2023 für die wei-
tere Zeit des Getrenntlebens.

Die Beiträge an die Kinderkosten sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils 
auf den Ersten eines jeden Monats. 

Ein Betreuungsunterhalt ist nicht geschuldet.

c) Die Mutter wird verpflichtet, die regelmässig anfallenden Kinderkosten 
(wie Krankenkasse, Gesundheitskosten, Sport- und Musikkosten, Frei-
zeitkurse, Sportbekleidung und -ausrüstung, Schulkosten, Kosten für 
den öffentlichen Verkehr, Handy, Taschengeld, etc.) zu bezahlen.

d) Der Vater wird verpflichtet, zusätzlich zu den monatlichen Beiträgen an 
die Kinderkosten die Kosten für den Mittagshort zu bezahlen.

- 4 -

e) Die Eltern werden verpflichtet, ausserordentliche Kinderkosten (mehr 
als Fr. 300.– pro Ausgabeposition, z.B. Zahnarztkosten, Kosten für 
schulische Förderungsmassnahmen, etc.) je zur Hälfte zu überneh-
men. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die 
Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt ha-
ben. Kommt keine Einigung zustande, hat der veranlassende Elternteil 
die entsprechende Ausgabe einstweilen allein zu tragen; die gerichtli-
che Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

f) Die Eltern werden verpflichtet, die Kosten für die Kinder, die während 
den 6,5 Wochen Schulferien bei ihnen anfallen, seien es die Kosten für 
den Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. Ausflüge, selber zu bezah-
len.

 10. Persönliche Unterhaltsbeiträge an die Gesuchstellerin sind nicht geschuldet.

 11. Der Antrag der Gesuchstellerin, es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, 
ihr für die Monate August 2022 bis Januar 2023 an ihren Unterhalt und den-
jenigen der Kinder eine Zahlung von Fr. 12'000.– zu leisten, wird abgewie-
sen.

 12. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 9b vorstehend basiert 
auf folgenden Grundlagen: 

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen 
separat:

 Vater: Fr. 8'370.– (60% Pensum sowie Tantiemen)
Fr. 10'020.– (April bis Juli 2023 vorüberge-

hend 80% Pensum sowie Tantie-
men)

 Mutter: Fr. 5'900.– (70% Pensum)

 Kinder: die Familien- und Betreuungszulagen von derzeit
insgesamt Fr. 330.– pro Kind.

Familienrechtlicher Bedarf:

1. Februar 2023 bis 31. März 2023: 

 Mutter: Fr. 3'842.–

 Vater: Fr. 4'039.–

 D._____: Fr. 1'556.–

- 5 -

 E._____: Fr. 1'549.–

April 2023:

 Mutter: Fr. 3'907.–

 Vater: Fr. 4'157.–

 D._____: Fr. 1'640.–

 E._____: Fr. 1'633.–

1. Mai 2023 bis 31. Juli 2023: 

 Mutter: Fr. 4'420.–

 Vater: Fr. 3'795.–

 D._____: Fr. 2'367.–

 E._____: Fr. 2'365.–

ab 1. August 2023:

 Mutter: Fr. 4'362.–

 Vater: Fr. 3'719.–

 D._____: Fr. 2'416.–

 E._____: Fr. 2'408.–

 13. Das Auto Volvo ZH … wird der Gesuchstellerin zur Benützung auf eigene 
Kosten zugeteilt. 

 14. Von einer Zuweisung der Vespa an den Gesuchsgegner unter Übernahme 
der Kosten wird abgesehen.

 15. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Anordnung der Gütertrennung wird abge-
wiesen.

 16. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'800.– festgesetzt.

 17. Die Kosten werden zu 3/4 der Gesuchstellerin und zu 1/4 dem Gesuchsgeg-
ner auferlegt.

- 6 -

 18. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine reduzierte 
Parteientschädigung (1/2) von Fr. 2'250.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

 19. [Schriftliche Mitteilung] 

 20. [Berufung]" 

Berufungsanträge:

der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 51 S. 2):

"1. Es sei Dispositiv Ziff. 10 des Urteils des BG Zürich vom 22. Mai 2023 
(EE220224) aufzuheben und es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, 
der Berufungsklägerin persönliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen 
(zahlbar monatlich im Voraus):

Phase 1, Februar und März 2023: Fr. 40.00
Phase 2, April 2023: Fr. 418.00
Phase 3, Mai bis Juli 2023: Fr. 546.00
Phase 4, ab August 2023: Fr. 170.00.

 2. Es sei Dispositiv Ziff. 15 des Urteils des BG Zürich vom 22. Mai 2023 
(EE220224) aufzuheben und es sei mit Wirkung per 4. Oktober 2022 die Gü-
tertrennung anzuordnen.

 3. Es seien Dispositiv Ziff. 17 und 18 des Urteils des BG Zürich vom 22. Mai 
2023 (EE220224) aufzuheben und es seien die Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens durch das Obergericht nach 
Obsiegen und Unterliegen zu verteilen, eventualiter seien die Verfahrens-
kosten den Parteien hälftig aufzuerlegen mit Wettschlagung der Parteient-
schädigungen. 

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) zu Lasten des 
Berufungsbeklagten."

des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 57 S. 2):

"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen; 

 2. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer, 
zulasten der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin."

Erwägungen:

A. Sachverhalt / Prozessgeschichte

- 7 -

1. Die Parteien heirateten am tt. August 2005. Der Ehe entsprangen zwei Töch-
ter, D._____, geboren am tt.mm.2011, und E._____, geboren am tt.mm.2013. Seit 

dem 30. August 2022 leben die Parteien getrennt (Urk. 52 S. 5, 9). 

2. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2022 machte die Gesuchstellerin und Berufungs-
klägerin (fortan Gesuchstellerin) vor Vorinstanz ein Eheschutzverfahren anhängig 

(Urk. 1). Am 7. Februar 2023 fand eine mündliche Verhandlung statt (Prot. I S. 4 ff.) 

und am 1. März 2023 wurden D._____ und E._____ gerichtlich angehört (Urk. 22). 

Die Parteien erstatteten in der Folge diverse weitere Eingaben. Die letzte Zuschrift 

stammt vom Gesuchsgegner und Berufungsbeklagten (fortan Gesuchsgegner) und 

datiert vom 12. Mai 2023 (vgl. Urk. 51 S. 5 f. m.H.; Urk. 46). In der Folge fällte die 

Vorinstanz am 22. Mai 2023 den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 47 = 

Urk. 52), wobei Urk. 46 der Gesuchstellerin zugestellt wurde. 

3. Dagegen erhob die Gesuchstellerin rechtzeitig (vgl. Urk. 48) mit Zuschrift vom 
5. Juni 2023 Berufung mit den eingangs erwähnten Anträgen (Urk. 51 S. 2). Den 

ihr auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– bezahlte sie fristgerecht (Urk. 54 

und 55). Die innert Frist (vgl. Urk. 56) erstattete Berufungsantwort des Gesuchs-

gegners mit den eingangs zitierten Anträgen datiert vom 30. August 2023 (Urk. 57). 

Zur Berufungsantwort samt Beilagen (Urk. 57 und 59/1-7) äusserte sich die Ge-

suchstellerin innert erstreckter Frist (vgl. Urk. 59 und 61) mit Eingabe vom 5. Okto-

ber 2023 unter Einreichung diverser Unterlagen (Urk. 62, 63 und 64/1-10). Innert 

gewährter Fristerstreckung bezog der Gesuchsgegner dazu wiederum mit Zuschrift 

vom 6. November 2023 unter Einreichung einer neuen Beilage Stellung (Urk. 67 

und 68/1). Dazu liess sich die Gesuchstellerin in Ausübung ihres Replikrechts innert 

zehn Tagen mit Eingabe vom 27. November 2023 verlauten (Urk. 70). Diese Ein-

gabe wurde dem Gesuchsgegner am 6. Dezember 2023 zur Kenntnisnahme zuge-

stellt (Prot. II S. 8; Urk. 71). Weitere Eingaben erfolgten nicht. Mit Präsidialverfü-

gung vom 7. Februar 2024 wurde den Parteien der Eintritt der Urteilsberatungs-

phase mitgeteilt (Urk. 72). 

B. Vorbemerkungen / Prozessuales

- 8 -

1. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft im Umfang der Anträge 
(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten wurden vorliegend die Dispositivziffern 1 

bis 8 und 11 bis 14 des Urteils des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 7. Ab-

teilung, vom 22. Mai 2023. Der Eintritt der Rechtskraft dieser Dispositivziffern ist 

vorzumerken. Die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 9 des Urteils 

wurden zwar ebenfalls nicht angefochten (Urk. 51 S. 2 f.), allerdings hängen sie mit 

dem angefochtenen ehelichen Unterhalt eng zusammen und können deshalb 

gleichwohl neu beurteilt werden (Art. 282 Abs. 2 ZPO analog; vgl. auch Art. 296 

Abs. 3 ZPO). Dies gilt auch für die Grundlagen der Unterhaltsbeiträge (Dispositiv-

ziffer 12). Diesbezüglich hat demgemäss keine Vormerknahme der (Teil-)Rechts-

kraft zu erfolgen.

2. Am 26. September 2023 wurde die Ehescheidung mittels Einreichung eines 
gemeinsamen Scheidungsbegehrens der Parteien beim Bezirksgericht Zürich 

rechtshängig gemacht (Urk. 62 S. 11 Rz 29; Urk. 64/9; Urk.  67 S. 8 Rz 29). Die 

Einleitung des Scheidungsverfahrens führt weder zur Gegenstandslosigkeit des 

Eheschutz- bzw. Berufungsverfahrens noch zum Verlust der Zuständigkeit des 

Eheschutz- bzw. Berufungsgerichts. Vielmehr bleibt das zuständigkeitshalber (d.h. 

vor Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens) angerufene Ehe-

schutzgericht für die Regelung des Getrenntlebens zuständig, selbst wenn eine der 

Parteien während des noch laufenden Eheschutzverfahrens das Scheidungsge-

richt anruft. Es spielt mithin keine Rolle, ob das Eheschutzgericht vor oder erst nach 

Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens entscheidet (BGE 138 III 

646 Erw. 3.3.2; BGE 137 III 614 Erw. 3.2.2; BGE 129 III 60 Erw. 2 und 3). Mass-

nahmen, die das Eheschutzgericht erlässt, bleiben in Kraft, solange das Schei-

dungsgericht sie nicht abändert (Art. 276 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 179 Abs. 1 ZGB). 

Das Eheschutzgericht führt das bei ihm hängige Verfahren ordentlich, das heisst 

unter Berücksichtigung sämtlicher nach Art. 229 ZPO (und gegebenenfalls Art. 317 

ZPO) massgebenden Tatsachen, zu Ende. Unerheblich bleibt, ob diese Tatsachen 

vor oder nach Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens eingetreten sind (vgl. 

BGE 148 III 95 E. 4.3-4.6).

- 9 -

3. Betreffend die summarische Natur des vorliegenden Eheschutz(beru-
fungs)verfahrens sowie das Erfordernis der blossen Glaubhaftmachung der tat-

sächlichen Verhältnisse kann vorweg auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausfüh-

rungen verwiesen werden (Urk. 52 S. 6 f.). 

4. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGE 142 III 413 
Erw. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die 

Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechts-

fragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessen-

heitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, Erw. 3.1). Die Berufung ist zu 

begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Es ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern 

der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-

trachten ist. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vor-

instanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, 

auf denen seine Kritik beruht. Es genügt nicht, lediglich auf die vor erster Instanz 

vorgetragenen Vorbringen zu verweisen, auf frühere Prozesshandlungen 

hinzuweisen oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise zu kritisieren 

(BGE 138 III 374 Erw. 4.3.1). Auf Rügen, die eine sachbezogene 

Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils vermissen 

lassen, ist nicht einzutreten. Die Parteien sind grundsätzlich gehalten, 

erstinstanzlich gestellte Beweisanträge, denen nicht entsprochen wurde, vor der 

zweiten Instanz zu wiederholen (BGE 144 III 394 Erw. 4.2). Diese 

Begründungsanforderungen gelten sinngemäss auch für den Inhalt der 

Berufungsantwort (BGer 5A_660/2014 vom 17. Juni 2015, Erw. 4.2 m.w.H.; BGer 

4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, Erw. 2.4.2). Abgesehen von offensichtlichen 

Mängeln hat sich das Berufungsgericht grundsätzlich auf die Beurteilung der in der 

Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen 

Beanstandungen zu beschränken. Die Rügen der Parteien geben mithin das 

Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz vor; der angefochtene Entscheid ist 

grundsätzlich nur auf die gerügten Punkte hin zu überprüfen. In rechtlicher Hinsicht 

ist das Berufungsgericht, in Anwendung des Grundsatzes iura novit curia, bei 

dieser Prüfung jedoch weder an die Erwägungen der ersten Instanz noch an die 

- 10 -

mit den Rügen vorgetragenen Argumente der Parteien gebunden. In tatsächlicher 

Hinsicht ist es nicht an die Feststellungen des erstinstanzlichen Gerichts gebunden, 

auch wenn mangels entsprechender Sachverhaltsrügen der Parteien im 

Berufungsverfahren der erstinstanzliche Entscheid nach dem Gesagten in der 

Regel als Grundlage des Rechtsmittelverfahrens dient (BGE 144 III 394 Erw. 4.1.4 

mit Hinweis auf BGE 142 III 413 Erw. 2.2.4 und weitere Entscheide). Das 

Berufungsgericht kann die Rügen der Parteien folglich auch mit abweichenden Er-

wägungen gutheissen oder abweisen (sog. Motivsubstitution; BGer 2C_124/2013 

vom 25. November 2013, Erw. 2.2.2; Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböh-

ler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 318 N 21; Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zü-

rich 2013, N 1507; für das Verfahren vor Bundesgericht: BGE 138 III 537 Erw. 2.2; 

137 III 385 E. 3; BSK BGG-Meyer/Dormann, Art. 106 N 11 f.).

5. Die Berufung der Gesuchstellerin richtet sich einzig gegen die Abweisung der 
Gütertrennung und die Abweisung ihres Antrags auf Zusprechung ehelicher Unter-

haltsbeiträge gemäss Dispositivziffer 10 und 15 des angefochtenen Urteils. Wird 

der Unterhaltsbeitrag für den Ehegatten angefochten, so kann die Rechtsmittelin-

stanz auch die nicht angefochtenen Unterhaltsbeiträge für die Kinder neu beurteilen 

(Art. 282 Abs. 2 ZPO analog im Eheschutzrechtsmittelverfahren, vgl. OGer ZH 

LE210022 vom 2.12.2021, S. 37; vgl. auch SOG 2021 Nr. 9 vom 24.06.2021). Vor-

liegend sind deshalb auch die nicht angefochtenen Kinderunterhaltsbeiträge ge-

mäss Dispositivziffer 9 des Urteils vom 22. Mai 2023 zu prüfen. Der eheliche Un-

terhalt unterliegt der Dispositionsmaxime, während für den Kinderunterhalt unab-

hängig von der Art des Verfahrens die Offizialmaxime gilt (Art. 296 Abs. 3 ZPO; 

BGE 147 III 301 Erw. 2.2). Der Betreuungsunterhalt ist dabei eine Kategorie des 

Kindesunterhalts (BGE 144 III 481 Erw. 4.3). Nur im Bereich der Dispositionsma-

xime ist das Gericht an die Parteianträge gebunden (Art. 58 ZPO). Nun besteht 

aber zwischen dem Kinder- und dem Ehegattenunterhalt eine Interdependenz: Die 

für den Kinderunterhalt gewonnenen Erkenntnisse können nicht für den im gleichen 

Entscheid beurteilten ehelichen Unterhalt ausgeblendet bzw. im Rahmen der vor-

zunehmenden Gesamtrechnung separiert werden. Dies betrifft nicht nur die Sach-

verhaltsermittlung; es muss sinngemäss auch für die unmittelbar damit verknüpfte 

rechtliche Operation der Bestimmung der Unterhaltshöhe gelten. Die Summe der 

- 11 -

Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge darf grundsätzlich nicht höher sein als die 

Summe der beantragten Alimente (vgl. OGer ZH LY220047 vom 2.10.2023, S. 31; 

vgl. auch BGer 5A_112/2020 vom 28. März 2022, Erw. 2.2; BGE 149 III 172 Erw. 

3.4.1). Es ist eine gemeinsame Berechnung durchzuführen (Six, Eheschutz, Ein 

Handbuch für die Praxis, 2. A., Bern 2014, S. 104, N 2.61), weil die wirtschaftliche 

Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners nur einheitlich ermittelt werden kann. 

Daran ändert nichts, dass im Ergebnis unter neuem Unterhaltsrecht der Unterhalts-

anspruch des Ehegatten nach Art. 163 ZGB klar vom Unterhaltsanspruch der Kin-

der nach Art. 276 i.V.m. Art. 285 ZGB zu unterscheiden ist. Insbesondere der Be-

treuungsunterhalt (Art. 285 Abs. 2 ZGB), welcher zwar Kinderunterhalt ist, aber 

wirtschaftlich dem betreuenden Ehegatte zugutekommt, steht in engem Zusam-

menhang mit dem Ehegattenunterhalt (vgl. dazu auch BGE 149 III 172 Erw. 3.4.1). 

Somit schlägt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1 ZPO) 

auch hinsichtlich der Ermittlung der (möglichen) Ehegattenunterhaltsbeiträge durch 

(vgl. OGer ZH LE170035 vom 8.12.2017, S. 11). Zudem können Noven selbst dann 

vorgebracht werden, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht er-

füllt sind (BGE 144 III 349 Erw. 4.2.1). Somit sind im Berufungsverfahren, soweit 

die Unterhaltsbeiträge betroffen sind, sämtliche Noven zu hören, auch wenn sie 

bereits vor Vorinstanz hätten vorgebracht werden können (OGer ZH LE190037 

vom 7.05.2020, S. 14, Erw. 5, OGer ZH LE190019 vom 3.10.2019, Erw. II.3.1; BGE 

147 III 301 Erw. 2.2 m.w.H.). Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Ausführungen 

des Gesuchsgegners betreffend die Urheberrechtsentschädigungen und die dies-

bezüglich eingereichten Abrechnungen der G._____ vom 3. Februar 2023 und 

31. März 2023 (Urk. 59/1-2; vgl. demgegenüber: Urk. 62 S. 4). Die Parteien tragen 

indes auch bei Geltung der Untersuchungsmaxime die Last, die relevanten Tatsa-

chenbehauptungen aufzustellen, zu bestreiten und wenn nötig zu substantiieren 

(z.B. OGer ZH LE150023 vom 30.09.2015, Erw. II.4.3). 

Hinsichtlich der angefochtenen Abweisung des Antrags der Gesuchstellerin auf An-

ordnung der Gütertrennung gelten demgegenüber die Dispositionsmaxime (Art. 58 

Abs. 1 ZPO) und für die Sachverhaltsermittlung die eingeschränkte (abge-

schwächte) Untersuchungsmaxime (Art. 272 ZPO), weshalb Noven nur unter den 

Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig sind. 

- 12 -

6. Auch wenn der Gesuchsgegner selbst keine Berufung gegen das erstinstanz-
liche Urteil vom 22. Mai 2023 erhoben hat, bleibt es ihm unbenommen, sich zu den 

Einkommens- und Bedarfszahlen zu äussern und insbesondere geltend zu ma-

chen, die Vorinstanz habe sein Einkommen falsch berechnet (vgl. demgegenüber: 

Urk. 62 S. 3 Rz 6). Lediglich im Ergebnis darf er (hinsichtlich der Ehegattenunter-

haltsbeiträge) nicht besser gestellt werden als gemäss dem angefochtenen Urteil. 

C. Unterhaltsbeiträge

1. Die Vorinstanz verpflichtete den Gesuchsgegner für vier verschiedene Zeit-
phasen zur Bezahlung von monatlichen Kinderunterhaltsbeiträgen an die Gesuch-

stellerin für die beiden unter der alternierenden Obhut der Parteien mit je hälftiger 

Betreuung stehenden gemeinsamen Töchter, D._____, geboren am tt.mm.2011, 

und E._____, geboren am tt.mm.2013, im Umfang von insgesamt Fr. 1'680.–, 

Fr. 2'400.–, Fr. 2'740.– und Fr. 1'840.–. Dabei erklärte sie die Parteien berechtigt, 

die von ihnen je bezogenen Kinder- und Betreuungszulagen (Fr. 626.– Gesuchstel-

lerin, Fr. 34.– Gesuchsgegner, vgl. Urk. 52 S. 36) für die Kinderkosten während 

ihrer Betreuungszeit zu verwenden (Urk. 52 S. 50, 61 f. Dispositivziffer 9.b). Dies 

blieb unangefochten (Urk. 51 S. 2). Persönliche Unterhaltsbeiträge an die Gesuch-

stellerin setzte die Vorinstanz mit Blick auf die Zahlen keine fest, zumal das Ein-

kommen der Gesuchstellerin ihren Bedarf zuzüglich ihres Überschussanteils über-

steige. Zu beachten sei sodann, dass ihrer Darstellung gemäss nicht mehr mit einer 

Wiedervereinigung der Parteien zu rechnen sei und sie eigentlich die Scheidung 

wünschten (Urk. 52 S. 51; Urk. 12 Rz 50, S. 62, Dispositivziffer 10). Die Über-

schussverteilung nahm die Vorinstanz nach grossen und kleinen Köpfen vor, indem 

sie den Eltern je einen Drittel des Überschusses und den beiden Kindern je einen 

Sechstel zuwies. Der Überschussanteil der Kinder wurde gesamthaft bei der Ge-

suchstellerin eingesetzt, zumal sie sämtliche Kinderkosten für Hobbies, Freizeit etc. 

zu bezahlen habe (Urk. 52 S. 46 ff.). Ihrem Entscheid legte die Vorinstanz ein mo-

natliches Nettoeinkommen der Gesuchstellerin von Fr. 5'900.– sowie ein solches 

des Gesuchsgegners in der Höhe von Fr. 8'370.– bzw. vorübergehend von April 

2023 bis Juli 2023 von Fr. 10'020.– zu Grunde (Urk. 52 S. 30, 36). Bezüglich des 

Einkommens des Gesuchsgegners wurde erwogen, dieser verdiene als Angestell-

- 13 -

ter beim H._____ in zwei Teilzeitpensen von insgesamt 60 % von September 2022 

bis und mit März 2023 sowie ab August 2023 ein monatliches Nettoeinkommen von 

Fr. 4'970.–. Von April 2023 bis und mit Juli 2023 habe er vorübergehend in einem 

80 %-Pensum gearbeitet und ein Einkommen von monatlich rund Fr. 6'620.– netto 

erzielt (Urk. 52 S. 33). Der Gesuchsgegner habe sodann glaubhaft dargetan, dass 

er derzeit keiner weiteren selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit 

nachgehe und keine weiteren Projekte realisiere. Allerdings erhalte er seit Jahren 

und bis heute regelmässig Urheberrechtsentschädigungen von G._____. Durch-

schnittlich habe er in den Jahren 2020 bis und mit 2023 (Februar) Fr. 3'416.– pro 

Monat erzielt. Noch im Februar 2023 seien ihm Fr. 7'688.– ausbezahlt worden. Weil 

es sich hierbei um schwankende Einkünfte handle, sei rechtsprechungsgemäss auf 

den Durchschnittswert einer als massgebend erachteten Zeitspanne, vorliegend ei-

ner solchen von rund drei Jahren bzw. 38 Monaten, abzustellen. Entsprechend sei 

von weiteren Einkünften des Gesuchsgegners von gerundet Fr. 3'400.– pro Monat 

auszugehen. Weil ein Überschuss resultiere, beide Parteien in einem vergleichba-

ren Pensum erwerbstätig seien (60 % bzw. 70 %) und die Kinder zu gleichen Teilen 

betreuen würden, wobei die Einkommensverhältnisse der Parteien die Finanzie-

rung eines solchen Betreuungsmodells ohne Weiteres erlauben würden, sei der 

Gesuchsgegner - entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin - nicht dazu angehal-

ten, mehr als 60 % zu arbeiten. Im Übrigen solle der gesundheitlich angeschlagene 

Gesuchsgegner (vgl. koronare Herzkrankheit, 4-fache Bypass-Operation am 3. Juli 

2022) auf ärztliche Empfehlung zumindest bis Ende Mai 2023 nicht mehr als 60 % 

arbeiten (Urk. 52 S. 34 ff.; Urk. 17/2, /3). 

2. Die Gesuchstellerin rügt, die vorinstanzliche Argumentation sei nicht haltbar. 
Solange die Ehe andauere, hätten beide Ehegatten im Rahmen der verfügbaren 

Mittel einen Anspruch auf eine gleiche Lebenshaltung. Diesem Grundsatz der 

Gleichbehandlung sei die Vorinstanz nicht nachgekommen, indem der Überschuss 

unter den Ehegatten nicht aufgeteilt worden sei. Betreffend Phase 1 habe die 

Vorinstanz den Überschuss zwar auf grosse und kleine Köpfe aufgeteilt und den 

Überschussanteil der Kinder effektiv verteilt. Der Überschussanteil der Gesuchstel-

lerin sei aber nicht verteilt worden. Der Gesuchsgegner habe in dieser Phase über 

eine Leistungsfähigkeit von Fr. 4'331.– verfügt. Damit bezahle er den Barbedarf der 

- 14 -

Kinder bei ihm zu Hause (Fr. 646.– + Fr. 648.–) sowie Fr. 1'680.– an den Bedarf 

der Kinder im Haushalt der Gesuchstellerin in der Form von Unterhaltsbeiträgen. 

Es verbleibe ihm ein Überschuss von Fr. 1'357.–. Die Gesuchstellerin verfüge in 

dieser Phase über eine Leistungsfähigkeit von Fr. 2'058.–. Damit habe sie sich im 

Umfang von Fr. 782.– am Barbedarf der Kinder zu beteiligen. Es verbleibe ihr ein 

Überschuss von Fr. 1'275.–. Der Überschussanteil des Gesuchsgegners sei 

Fr. 80.– grösser als jener der Gesuchstellerin, was aufgrund des Gleichbehand-

lungsgrundsatzes unzulässig sei. Der Gesuchsgegner schulde ihr in der Phase 1 

gerundet Fr. 40.– an persönlichen Unterhaltsbeiträgen. Auch in den folgenden Pha-

sen 2 bis 4 setze sich die das Gleichbehandlungsgebot verletzende Berechnungs-

weise der Vorinstanz fort. Es seien ihr vielmehr monatliche Ehegattenunterhalts-

beiträge von Fr. 418.– in der Phase 2 (April 2023), Fr. 546.– in der Phase 3 (Mai 

bis Juli 2023) und Fr. 170.– in der Phase 4 (ab August 2023) zuzusprechen. Dass 

dem Gesuchsgegner kein höherer Überschussanteil zuzugestehen sei als ihr, er-

gebe sich nicht nur aus der einschlägigen konstanten bundesgerichtlichen Recht-

sprechung, sondern auch aus dem Umstand, dass sie die Kinder trotz alternieren-

der Obhut mit je hälftiger Betreuung leicht höher betreue, nämlich jeden Freitagmit-

tag, und zudem auch ein höheres Erwerbspensum (70 %) als der Gesuchsgegner 

(60 %) bewältige (Urk. 51 S. 3-6; vgl. auch Urk. 62 S. 2). 

Was das Einkommen des Gesuchsgegners anbelange, habe er in der von ihm gel-

tend gemachten Periode von anfangs 2023 bis zum 11. Juli 2023 gar nicht weniger 

Urheberrechtsentschädigungen erhalten als in der Vergangenheit, nämlich durch-

schnittlich rund Fr. 3'200.– pro Monat und damit ziemlich genau das, was die Vor-

instanz angenommen habe. Es treffe somit nicht zu, dass die Entschädigungen aus 

Tantiemen abgenommen hätten. Aus den eingereichten Belegen gehe zudem her-

vor, dass die Urheberrechtsentschädigungen offenbar erst mit erheblicher zeitlicher 

Verzögerung (von ein bis zwei Jahren) bezahlt würden. Es sei daher nicht ansatz-

weise glaubhaft gemacht, dass er für die erst im Jahr 2022 ausgestrahlte letzte 

Staffel der Fernsehserie "I._____" künftig nicht noch hohe Zahlungen erhalte. Die 

Eingänge würden zudem stark schwanken. Die Vorinstanz habe entsprechend rich-

tig einen Durchschnitt aller Jahre und Monate angenommen und nicht nur auf das 

Vorjahr 2022 abgestellt, wo die Einkünfte aus Tantiemen rund Fr. 4'600.– pro Mo-

- 15 -

nat ausgemacht hätten. Ausserdem gebe es auch andere Filme, an denen der Ge-

suchsgegner beteiligt sei. Es stimme nicht, dass er aktuell nebst seiner Tätigkeit 

bei der H._____ nicht noch Filmprojekte als selbständiger Drehbuchautor realisiere, 

die wiederum zu Tantiemeneinkünften führen würden. Sie wisse von den Kindern 

und aus eigener Wahrnehmung, dass der Gesuchsgegner quasi immer am Arbei-

ten sei. Er sei mit Sicherheit an neuen Projekten dran. Er habe nachweislich schon 

im erstinstanzlichen Verfahren bezüglich seiner Einkünfte aus selbständiger Er-

werbstätigkeit nicht die Wahrheit gesagt. Zudem werde die Serie "I._____" nach 

wie vor im TV ausgestrahlt, z.B. aktuell auf L._____, und könne nicht nur auf 

N._____, sondern auch auf diversen anderen Streaming-Anbietern geschaut wer-

den. Die neu seitens des Gesuchsgegners geltend gemachte Sparquote habe die-

ser weder substantiiert, geschweige denn belegt. Darüber hinaus würden die tren-

nungsbedingten Mehrkosten und der Mindererwerb des Gesuchsgegners eine all-

fällige Sparquote kompensieren. Aus den aktenkundigen Steuererklärungen 2020 

und 2021 sei sodann ersichtlich, dass das Vermögen abgenommen habe, man mit-

hin zur Deckung der Lebenshaltungskosten Ersparnisse habe anzehren müssen. 

Die ihr zugeteilten Überschussanteile der Kinder würden für deren Freizeitaktivitä-

ten (Fussball, Musik), Taschengeld, Handy und Katzen verbraucht. Dies ändere 

nichts daran, dass sie für sich selbst ebenfalls Anspruch auf ihren Überschussanteil 

habe (Urk. 62 S. 3 ff.). 

3. Der Gesuchsgegner hält dafür, er schulde der Gesuchstellerin keinen eheli-
chen Unterhalt. Die Vorinstanz habe sein Einkommen zu hoch berechnet. Es treffe 

nicht zu, dass er regelmässige Urheberrechtsentschädigungen von der G._____-

image von durchschnittlich Fr. 3'400.– pro Monat erhalte. Er habe zwar in den Jah-

ren 2018 bis 2021 einzelne Filmprojekte realisieren können, die ihm Tantiemen ein-

gebracht hätten. Werde ein Film jedoch einmal ausgestrahlt, komme eine Wieder-

holung der Ausstrahlung nur noch ausnahmsweise vor. Die höchsten Tantiemen 

erhalte ein Autor bei der Erstausstrahlung seines Films, mit einem Faktor 3 des 

Grundansatzes. Alle weiteren Wiederholungen würden nur noch mit dem einfachen 

Ansatz belohnt, und die Häufigkeit der Ausstrahlungen nehme markant ab. Sein 

letztes realisiertes Filmprojekt sei 2021 produziert und Anfang 2022 ausgestrahlt 

worden. Es handle sich dabei um die letzte Staffel der Fernsehserie "I._____" 

- 16 -

(2018-2021). Seit seiner Herzoperation im Sommer 2022 arbeite er nicht mehr als 

Autor und Serienproduzent und er habe auch keine neuen, externen Filmprojekte 

geplant, womit ihm selbstredend auch keine neuen Tantiemen mehr zustünden. Im 

Jahr 2023 habe er bisher Tantiemen für sieben Monate von knapp Fr. 8'500.– er-

halten. Bis Ende Jahr 2023 schätze die G._____ noch Tantiemenausschüttungen 

an ihn von maximal Fr. 3'000.–. Das ergäbe dann im Jahr 2023 Tantiemeneinnah-

men von weniger als Fr. 1'000.– pro Monat. Im kommenden Jahr 2024 würden 

kaum mehr substanzielle Tantiemeneinnahmen anfallen. Dies habe er in der per-

sönlichen Befragung vor Vorinstanz denn auch bestätigt. Die Aufrechnung von 

Fr. 3'400.– pro Monat sei daher auch in Zukunft nicht haltbar. Spätestens ab Januar 

2024 sei ihm einzig das Grundeinkommen von Fr. 4'970.– netto monatlich anzu-

rechnen. Es erschliesse sich auch nicht, warum er neben der hälftigen Betreuung 

der Kinder im Alter von knapp zehn und zwölf Jahren ein höheres Arbeitspensum 

versehen müsste, was die Gesuchstellerin auch nicht geltend mache. Sodann sei 

der von der Gesuchstellerin strapazierte Gleichbehandlungsgrundsatz allenfalls zu 

seinen Lasten verletzt. Die Gesuchstellerin habe in ihrer Berufung selber ausge-

führt, dass seine Tantiemeneinnahmen stets gespart und nicht für den Lebensun-

terhalt der Familie verbraucht worden seien. Die Vorinstanz habe die Überschuss-

verteilung zugunsten der Gesuchstellerin vorgenommen, indem sie ihr den Über-

schussanteil der Kinder gesamthaft zugewiesen habe. In Tat und Wahrheit ver-

bleibe aber gar kein Überschuss (Urk. 57 S. 4 ff.). 

4.1. Die erste Instanz hat sich einleitend zutreffend zu den rechtlichen Grundlagen 
der Unterhaltsbeiträge geäussert (vgl. Urk. 52 S. 27 f.). Zu betonen bleibt, dass der 

Unterhaltsanspruch eines Ehegatten während der ganzen Dauer der Ehe seine 

Grundlage ausschliesslich in Art. 163-165 ZGB hat (BGE 130 III 537 Erw. 3.2; OGer 

ZH LE140032 vom 8.04.2015, Erw. B). Daran vermag auch der Umstand nichts zu 

ändern, dass das Ende der Ehe zufolge tiefer Zerrüttung absehbar ist. Zwar sind 

die geltenden Kriterien gemäss Art. 125 ZGB bei der Festsetzung von Unterhalts-

beiträgen im Eheschutzverfahren miteinzubeziehen, wenn eine Wiedervereinigung 

der Eheleute unwahrscheinlich ist (vgl. BGE 128 III 65 Erw. 4a und BGE 137 III 385 

Erw. 3.1; BGE 147 III 301 Erw. 6.2; vgl. auch Urk. 56 S. 10), was hier mit Blick auf 

das bereits eingeleitete Scheidungsverfahren (vgl. Urk. 64/9) der Fall ist. Die ge-

- 17 -

setzliche Grundlage zur Unterhaltsberechnung bildet aber weiterhin Art. 163 ZGB 

und nicht Art. 125 ZGB (vgl. auch Maier, Berechnung ehelicher und nachehelicher 

Unterhaltsbeiträge, Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der konkreten Festset-

zung, AJP 10/2020 S. 1281). Die Parteien sind nach wie vor miteinander verheira-

tet, schulden einander gemäss Art. 159 Abs. 1 ZGB Treue und Beistand und haben 

gemeinsam für den gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen. Dies hat zur 

Folge, dass - im Gegensatz zum nachehelichen Unterhalt - der Grundsatz des An-

spruchs auf Teilhabe an der Lebenshaltung massgebend ist, auf die sich die Ehe-

gatten verständigt haben und die sie tatsächlich gelebt haben. Ausgangspunkt für 

die Ermittlung des Beitrages an den Unterhalt des fordernden Ehegatten ist der 

während des gemeinsamen Haushaltes zuletzt gelebte Standard, auf dessen 

Fortführung bei genügenden Mitteln beide Teile Anspruch haben (BGE 119 II 314 

Erw. 4b/aa). Reichen die vorhandenen Mittel nicht aus, um diesen Standard 

aufrecht zu erhalten, haben Kinder und Ehegatten Anspruch auf den gleichen 

Lebensstandard (BGE 137 III 102 Erw. 4.2).

Die Gesuchstellerin hat höchstens Anspruch auf den ihr gebührenden Bedarf, wel-

cher, wie eingangs erwähnt, dem vor der Trennung zuletzt gelebten ehelichen Stan-

dard entspricht (BGE 140 III 337 Erw. 4.2.1; BGE 147 III 293 Erw. 4.4). Der eheliche 

Standard entspricht dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben 

zuzüglich des betragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen 

Überschuss; daher ist zunächst der Überschuss während des Zusammenlebens zu 

ermitteln, der rechnerisch nach den üblichen Teilungsgrundsätzen zu verteilen ist 

(BGE 147 III 293 Erw. 4.4). Dies bedeutet, dass eine allfällige Sparquote vom Über-

schuss zu subtrahieren ist (BGE 147 III 265 Erw. 7.3 [S. 285]). Als Referenzperiode 

für die Berechnung der Sparquote bzw. des ehelichen Standards dienen grundsätz-

lich die letzten zwölf Monate vor der Trennung (OGer ZH LE210015 vom 

24.01.2022, Erw. D.2.5.; OGer ZH LE210005 vom 24.09.2021, Erw. III.1.6.; OGer 

ZH LE170064 vom 06.03.2018, Erw. III.A.3.5.; Christine Arndt/Paul Langner, Neu-

ere Entwicklungen im Recht des nachehelichen Unterhalts in guten finanziellen 

Verhältnissen, in: Andrea Büchler/Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], Achte Schweizer 

Familienrecht§Tage, 28./29. Januar 2016 in Zürich, 2016, S. 177 ff., S. 184 f.; 

siehe demgegenüber BGer 5A_1037/2019 vom 22. April 2020, Erw. 3 und 3.3, wo-

- 18 -

nach es nicht willkürlich ist, den zuletzt gemeinsam gelebten Standard aufgrund 

eines Stellenwechsels an dem in den letzten sechs Monaten vor der Aufhebung 

des gemeinsamen Haushalts erwirtschafteten Einkommen zu messen). Die 

Kinderunterhaltsbeiträge sollen sodann den Bedürfnissen der Kinder sowie der 

Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen (BGE 137 III 59 Erw. 

4.2.1). Dabei enthält das Gesetz keine Regel in dem Sinne, dass der Unterhaltsan-

spruch des minderjährigen Kindes seine Obergrenze im Lebensstandard fände, 

den seine verheirateten Eltern im Zeitpunkt ihrer Trennung zuletzt lebten (BGer 

5A_491/2020 vom 19. Mai 2021, Erw. 4.4; siehe BGE 147 III 293, E. 4.4; BGer 

5A_44/2020 vom 8. Juni 2021, Erw. 5.2.1).

4.2. Die Vorinstanz bildete vier unterschiedliche Phasen der Unterhaltsberech-
nung, nämlich Phase 1 (Februar 2023 und März 2023, als der Gesuchsgegner 60 % 

erwerbstätig war und noch keine eigene Wohnung hatte), Phase 2 (April 2023, als 

der Gesuchsgegner sein Arbeitspensum vorübergehend für vier Monate auf 80 % 

aufstockte), Phase 3 (Mai 2023 bis Juli 2023, als der Gesuchsgegner 80 % er-

werbstätig war und eine eigene Wohnung bezog) und Phase 4 (ab August 2023, 

als der Gesuchsgegner wieder 60 % erwerbstätig war; Urk. 52 S. 37). Diese Pha-

senbildung wird im Berufungsverfahren nicht beanstandet (Urk. 51 S. 2, 4 f.; Urk. 57 

S. 4, 7 f.) und ist beizubehalten.

4.3. Unbestritten blieb der von der Vorinstanz für die ersten drei Phasen berech-
nete familienrechtliche Bedarf der Parteien und der beiden Töchter (Urk. 52 S. 38, 

42, 43 f.; Urk. 51 S. 4 ff.; Urk. 57 S. 7 Rz 12; Urk. 62 S. 7). Was die Phase 4 (ab 

August 2023) anbelangt, besucht die ältere Tochter der Parteien, D._____, seit Au-

gust 2023 das Gymnasium J._____ (Urk. 62 S. 8). In ihrem von der Vorinstanz er-

mittelten Bedarf sind keine Schulkosten enthalten (Urk. 52 S. 44). Die von der Ge-

suchstellerin im Berufungsverfahren neu und, wie eingangs erwähnt (vgl. Erw. B.5), 

zulässigerweise geltend gemachten Schulkosten (Urk. 62 S. 8) gehören jedoch in 

den Bedarf der Tochter (vgl. BGE 147 III 265 Erw. 7.2). Gemäss Kostenschätzung 

der Kantonsschule J._____ sind jährliche Kosten von zirka Fr. 630.– (ca. Fr. 500.– 

Lehrmittel, Spezialdossiers, Schul- und Verbrauchsmaterial, ca. Fr. 50.– Schulrei-

sen/Exkursionen, ca. Fr. 40.– Kopien und andere Unkosten, ca. Fr. 40.– Theater 

- 19 -

oder Kinoeintritte) und damit rund Fr. 50.– pro Monat zu erwarten (Urk. 64/3). 

Wenngleich es sich hierbei nicht um tatsächlich bereits angefallene, sondern pro-

gnostizierte Kosten handelt (vgl. Urk. 67 S. 7), erscheint diese Schätzung realis-

tisch und diese (künftig zu erwartenden) Kosten sind zu übernehmen. Dass 

D._____ bereits Schulbücher von älteren Gymnasiastinnen umsonst erhalten ha-

ben soll (Urk. 67 S. 7), ist bestritten (Urk. 70 S. 2) und wurde weder näher substan-

tiiert, geschweige denn belegt. Allenfalls künftig anfallende Kosten für die (fakulta-

tive) Aufgabenstunde (vgl. Urk. 62 S. 8; Urk. 64/3) sind demgegenüber nicht anzu-

rechnen, weil sie zurzeit effektiv nicht bezahlt werden. Zudem blieb unbestritten, 

dass der Gesuchsgegner die Aufgabenhilfe übernehmen kann (Urk. 67 S. 7; 

Urk. 70 S. 2). Die geltend gemachten Kosten für den Klavierunterricht von D._____, 

den Fussball, das Taschengeld, die Katze und das Handy beider Töchter (vgl. 

Urk. 62 S. 8) sind aus den von der Vorinstanz unangefochtenermassen (vgl. 

Urk. 57 S. 7; Urk. 67 S. 5 f.) vollumfänglich der Gesuchstellerin zugewiesenen 

Überschussanteilen der Töchter zu finanzieren. Sodann ist der Gesuchstellerin 

zwar beizupflichten, dass für D._____ die von der Vorinstanz in deren Bedarf beim 

Gesuchsgegner eingesetzten Fremdbetreuungskosten von Fr. 160.– (Urk. 52 S. 

44) nicht mehr anfallen. Allerdings ist es notorisch, dass Kosten für die Mittagsver-

pflegung im Gymnasium (Mensa, auswärts) anwachsen (Urk. 62 S. 9 f.). Mit Blick 

auf die alternierende Obhut mit hälftiger Betreuung der Parteien rechtfertigt es sich, 

im Bedarf von D._____ bei beiden Elternteilen je Fr. 80.– für die auswärtige Mit-

tagsverpflegung einzusetzen. 

4.4. Wie darzutun sein wird (vgl. Erw. C.4.6), ist jedoch von einem gegenüber je-
nem der Vorinstanz um rund Fr. 400.– bzw. ab August 2023 rund Fr. 1'100.– tiefe-

ren Einkommen des Gesuchsgegners auszugehen. Dies wirkt sich auf die Steuer-

belastung aus. Die Beträge für die laufenden Steuern in den Bedarfen der Parteien 

und ihrer Töchter sind daher von Amtes wegen anzupassen. Entgegen der Vorin-

stanz (vgl. Urk. 52 S. 38, 41 ff.) ist dabei, ungeachtet der alternierenden Obhut, 

nicht in beiden Haushalten ein Steueranteil für die Töchter auszuscheiden, sondern 

einzig in deren Bedarf bei der Gesuchstellerin, weil diese Kinderunterhaltsbeiträge 

vom Gesuchsgegner erhält, welche zu versteuern sind (vgl. BGE 147 III 457 Erw. 

4.2.3.5.). Allein die Gesuchstellerin ist überdies berechtigt, die Kinderabzüge gel-

- 20 -

tend zu machen und nur sie wird nach dem Verheirateten-Tarif besteuert (vgl. BGer 

5A_446/2019 vom 5. März 2020, Erw. 4.3.2; OGer ZH LE220065 vom 11.07.2023, 

Erw. IV.3.4.1, mit Hinweisen). 

Mit Hilfe des Zürcher Steuerrechners ergibt sich für die Phase 1 bei der Gesuch-

stellerin ein monatlicher Steuerbetrag von rund Fr. 550.–, wovon je Fr. 75.– für die 

beiden Töchter und Fr. 400.– für sie selbst auszuscheiden sind, und beim Gesuchs-

gegner ein solcher von rund Fr. 660.–. In der Phase 2 resultiert ein monatlicher 

Steuerbetrag für die Gesuchstellerin von rund Fr. 660.–, davon entfallen je 

Fr. 110.– auf die Töchter und Fr. 440.– auf sie selbst. Beim Gesuchsgegner ist die 

Steuerlast auf rund Fr. 840.– pro Monat anzusetzen. Betreffend die Phase 3 ergibt 

sich für die Gesuchstellerin ein monatlicher Betrag für die laufenden Steuern von 

insgesamt rund Fr. 720.–, wovon Fr. 460.– für sie selbst und je Fr. 130.– für die 

beiden Töchter auszusondern sind. In Bezug auf den Gesuchsgegner ist in dieser 

Phase von einem Steuerbetrag von rund Fr. 770.– pro Monat auszugehen. Und 

schliesslich ergeben sich in der Phase 4 Steuerbetreffnisse von total rund Fr. 570.– 

für die Gesuchstellerin, davon Fr. 410.– für sie selbst und je Fr. 80.– für die beiden 

Töchter, und rund Fr. 590.– für den Gesuchsgegner. 

4.5. Nicht strittig ist das von der ersten Instanz ermittelte monatliche Einkommen 
der Gesuchstellerin, welche in einem 70 %-Pensum als Journalistin in der …-Re-

daktion des H._____ arbeitet, in der Höhe von Fr. 5'900.– netto pro Monat (ohne 

Kinderzulagen und GAV-Vollzugskostenbeitrag, einschliesslich Anteil 13. Monats-

lohn; Urk. 52 S. 29 f. m.H.; Urk. 51 S. 3; Urk. 57 S. 4). 

4.6. Das Einkommen des Gesuchsgegners besteht aus seinem regelmässigen 
monatlichen Erwerbseinkommen (ohne Betreuungszulage und Vollzugskostenbei-

trag, einschliesslich Anteil 13. Monatslohn) beim H._____ von rund Fr. 4'970.– 

netto (von September 2022 bis und mit März 2023 und ab August 2023 im 60 %-

Pensum) bzw. rund Fr. 6'620.– netto (von April 2023 bis und mit Juli 2023 im vor-

übergehenden 80 %-Pensum; Urk. 52 S. 33; Urk. 17/16; Urk. 35/5). Dazu kommen 

Urheberrechtsentschädigungen von G._____, deren Höhe umstritten ist. 

- 21 -

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass die Gesuchstellerin im Berufungsverfahren 

nicht mehr geltend macht, der Gesuchsgegner habe sein im Zuge der Trennung 

von 70 % auf 60 % reduziertes Arbeitspensum (vgl. Urk. 52 S. 33, 35) aufzustocken 

(Urk. 51 S. 3; Urk. 62 S. 2 ff.; Urk. 70; vgl. Urk. 57 S. 6 Rz 9). Im Rahmen des Ehe-

schutzverfahrens ist diese Pensumsreduktion mit der Vorinstanz (Urk. 52 S. 35) 

denn auch nicht zu beanstanden. Im Hinblick auf die kommende Scheidung ist al-

lerdings zu bemerken, dass das Schulstufenmodell (BGE 144 III 481 Erw. 4.7.9) 

auf die alleinige Obhut zugeschnitten ist. Bei der alternierenden Obhut kann von 

den Elternteilen grundsätzlich ein höheres Mindestpensum erwartet werden, wel-

ches mit Blick auf das Alter der beiden Töchter der Parteien gegenwärtig bei je etwa 

70 % liegt (vgl. Jungo/Aebi-Müller/Schweighauser, Der Betreuungsunterhalt, 

FamPra.ch 2017, S. 163, 170). 

Aufgrund der Kontoauszüge der Migros Bank von Februar 2020 bis Februar 2023 

(Urk. 30/1) hat die Vorinstanz ein monatliches Durchschnittseinkommen aus Urhe-

berrechtsentschädigungen des Gesuchgsgegners von der G._____ von rund 

Fr. 3'400.– netto ermittelt (Urk. 52 S. 34; Urk. 30/1). Im Berufungsverfahren reicht 

der Gesuchsgegner nunmehr diverse Abrechnungen der G._____ betreffend die 

Urheberrechtsentschädigungen ein, welche er bis im Juli 2023 ausbezahlt erhielt 

(Urk. 59/1-5). Von Januar 2023 bis und mit Juli 2023 bekam der Gesuchsgegner 

insgesamt Urheberrechtsentschädigungen in der Höhe von Fr. 20'750.80 

(Fr. 7'648.95 am 2.02.2023 [Urk. 30/1] + Fr. 39.35 am 16.02.2023 [Urk. 30/1 und 

Urk. 59/1] + Fr. 511.50 am 31.03.2023 [Urk. 59/2] + Fr. 2'711.15 am 1.06.2023 

[Urk. 59/3] + Fr. 568.00 am 6.07.2023 [Urk. 59/4] + Fr. 9'271.85 am 11.07.2023 

[Urk. 59/5, davon Fr. 4'609.00 Nachzahlung Senderecht Schweiz 2022]; vgl. auch 

Urk. 62 S. 4 Rz 10). Dies entspricht rund Fr. 3'000.– pro Monat (Fr. 20'750.– : 7). 

Dass die G._____ bis Ende Jahr 2023 noch Tantiemen-Ausschüttungen von maxi-

mal Fr. 3'000.– schätze, vermag der Gesuchsgegner weder näher zu substantiie-

ren, geschweige denn mit Belegen (z.B. einer Bestätigung der G._____) zu unter-

mauern. Solches erscheint nicht glaubhaft. Plausibel ist allerdings, dass die Urhe-

berrechtsentschädigungen, welche überwiegend aus der vom Gesuchsgegner ver-

fassten Erfolgsserie "I._____" herrühren, stetig abnehmen. So leuchtet ein, dass 

der Gesuchsgegner die höchsten Tantiemen bei der Erstausstrahlung seiner Er-

- 22 -

folgsserie "I._____" (2018 bis 2021) bekam und die Wiederholungen weniger ein-

bringen (vgl. Urk. 57 S. 5). Im Spitzenjahr 2022 erzielte der Gesuchsgegner auf den 

Monat umgerechnete Urheberrechtsentschädigungen von rund Fr. 4'600.– 

(Urk. 30/1; Urk. 52 S. 34). Im Jahr 2023 (bis Juli 2023) waren es, wie dargetan, 

noch rund Fr. 3'000.– pro Monat bzw. ohne die Nachzahlung 2022 rund Fr. 2'300.– 

monatlich (Fr. 20'750.80 - Fr. 4'609.– : 7). Entgegen der Vorinstanz kann somit für 

die Ermittlung des künftigen Einkommens des Gesuchsgegners nicht einfach auf 

die Durchschnittszahlen der Jahre 2020 bis 2023 abgestellt werden. Laut dem Ge-

suchsgegner wurde sein letztes realisiertes Filmprojekt 2021 produziert und an-

fangs 2022 ausgestrahlt. Es handelt sich dabei um die letzte Staffel der Fernseh-

serie "I._____" (2018-2021). Dass der Gesuchsgegner derzeit bzw. seit seiner 

Herz-operation im Sommer 2022 keine weiteren Projekte (als selbständiger Dreh-

buchautor) realisiert, hat er, in Übereinstimmung mit der Einschätzung der Vorin-

stanz (vgl. Urk. 52 S. 34), glaubhaft ausgeführt (Prot. I S. 33), weshalb ihm auch 

keine neuen Tantiemen mehr zustehen (Urk. 57 S. 5 oben). Die Mutmassungen der 

Gesuchstellerin über weitere Einnahmen, weil der Gesuchsgegner laut den Kindern 

und eigenen Wahrnehmungen, wenn er nicht beim H._____ sei, in seinem Atelier 

ständig am Arbeiten sei, vermag sie durch nichts zu untermauern. Im Übrigen führte 

der Gesuchsgegner vor Vorinstanz glaubhaft aus, dass es Jahre dauere, bis eine 

neue Serie entwickelt sei. Er habe während seiner Erkrankungszeit auch einem 

Kollegen geholfen, ein Konzept für eine Serie zu erarbeiten, ausgehend von einer 

Dokumentation, die dieser gemacht habe. Diese sei beim K._____ eingereicht, je-

doch abgelehnt worden. Er sage nicht, dass es in Zukunft keine Projekte mehr ge-

ben werde, aber aufgrund seines 60 %-Pensums und der künftigen (hälftigen) Kin-

derbetreuung ziehe er es im Moment nicht in Betracht (Prot. I S. 33). Die Urheber-

rechtsentschädigungen werden allerdings, worauf die Gesuchstellerin richtig hin-

gewiesen hat (vgl. Urk. 62 S. 4 f.), meistens erst mit erheblicher zeitlicher Verzöge-

rung (teilweise über zwei Jahre später) vergütet (beispielsweise beziehen sich die 

Abrechnungen vom 31.03.2023 und 1.06.2023 auf Ausstrahlungen aus dem Jahr 

2021 [Urk. 59/2, /3]). Es kann daher davon ausgegangen werden, dass der Ge-

suchsgegner auch im Jahr 2024 noch Entschädigungen für sein letztes 2021 reali-

siertes Filmprojekt erhält, zumal die Serie wiederholt und auch noch im Jahr 2023 

- 23 -

ausgestrahlt wurde (z.B. im August 2023 auf L._____ [Urk. 64/1]; vgl. auch 

Urk. 59/5 S. 3, wonach der Gesuchsgegner für die Ausstrahlung von "I._____ 3" 

auf L._____ am 23. März 2023 mit Fr. 1'198.– sonderentschädigt wurde). Hinzu 

kommt, dass die Erfolgsserie "I._____" auch auf Streamingdiensten wie N._____ 

etc. (vgl. Urk. 62 S. 6; Urk. 64/1) zu sehen ist, wenngleich daraus laut dem Ge-

suchsgegner (Urk. 67 S. 4), im Unterschied zu linearen Sendern, keine Tantiemen 

resultieren. Obwohl die Autoren (und auch Produzenten; vgl. demgegenüber: Prot. 

I S. 33) notorischerweise bei Streamingdiensten geringere Entschädigungen erhal-

ten, ist gleichwohl davon auszugehen, dass der Gesuchsgegner auch hieraus ei-

nen gewissen Verdienst erzielt.

Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich, dem Gesuchsgegner von Januar 2023 bis 

und mit Juli 2023 die tatsächlich durchschnittlich erzielten monatlichen Einkünfte 

aus Urheberrechten in der Höhe von rund Fr. 3'000.– anzurechnen. Ab August 

2023 erscheint es realistisch und angemessen, noch von solchen Einkünften in der 

Höhe von Fr. 2'300.– pro Monat auszugehen. Es bleibt dem Scheidungsgericht 

überlassen, das Einkommen des Gesuchsgegners im Verlaufe des Jahres 2024 

und fortan näher zu bestimmen, insbesondere auch mit Blick auf das künftig zu-

mutbare Arbeitspensum. Dass der Gesuchsgegner ab August 2023 nur noch Ent-

schädigungen von Fr. 1'000.– pro Monat generieren soll und ab Januar 2024 kaum 

mehr substanzielle Tantiemeneinnahmen anfallen sollen (Urk. 57 S. 5), vermochte 

dieser demgegenüber nicht hinreichend zu plausibilisieren. Insbesondere reichte 

er im Berufungsverfahren keine weiteren Auszüge seines Kontos bei der Migros 

Bank (ab März 2023) mehr ein, worauf die Urheberrechtsentschädigungen der 

G._____ jeweils überwiesen wurden (Urk. 30/1), um seinen Standpunkt zu unter-

mauern. Was die einzig offerierte Zeugin der G._____, M._____ (Urk. 57 S. 5), an-

belangt, ist Folgendes zu bemerken: Ob das Gericht im Eheschutzverfahren Be-

weismassnahmen anordnet, liegt in seinem pflichtgemässen Ermessen. In 

Nachachtung des summarischen Verfahrenscharakters ist im Rahmen von Ehe-

schutzmassnahmen in aller Regel auf zeitintensive oder weitläufige Beweismass-

nahmen zu verzichten, denn im Gegensatz zur Scheidung steht beim Eheschutz 

nicht eine definitive und dauerhafte Lösung im Vordergrund. Das Gericht hat viel-

mehr anhand der rasch greifbaren Beweismittel nach pflichtgemässem Ermessen 

- 24 -

zu entscheiden (Six, a.a.O., S. 1 f. N 1.02; BGer 5P.388/2003 vom 7. Januar 2004, 

E. 2.1). Es wäre dem Gesuchsgegner ohne weiteres möglich und zumutbar gewe-

sen, eine schriftliche Bestätigung der G._____ über die behauptete Entwicklung 

seiner Urheberrechtsentschädigungen beizubringen. 

Zusammengefasst beläuft sich das dem Gesuchsgegner anzurechnende monatli-

che Einkommen von Februar 2023 (Beginn Unterhaltsbeitragspflicht) bis und mit 

März 2023 auf Fr. 7'970.– (Fr. 4'970.– + Fr. 3'000.–), von April 2023 bis und mit Juli 

2023 auf Fr. 9'620.– (Fr. 6'620.– + Fr. 3'000.–) und ab August 2023 auf Fr. 7'270.– 

(Fr. 4'970.– + Fr. 2'300.–). 

4.7. Unterhaltsberechnung

4.7.1.  Vorauszuschicken ist, dass die vorinstanzlichen, unbestrittenen Bedarfszah-
len (Urk. 52 S. 38, 42-44) um die vorstehend erwähnten Änderungen hinsichtlich 

der Schulkosten, der Fremdbetreuungs- bzw. Essenskosten von D._____ (nur 

Phase 4) und der Steuerbetreffnisse der Parteien und der Töchter (sämtliche Pha-

sen) zu korrigieren sind (vgl. nachstehende Tabelle). 

4.7.2.  Der Gesuchsgegner macht im Berufungsverfahren neu eine Sparquote be-
stehend aus den angesparten Tantiemen geltend. Es trifft zu, dass die Tantiemen-

einnahmen des Gesuchsgegners auf seinem Sparkonto bei der Migros Bank - wo-

bei die Gesuchstellerin keine Kenntnis von diesen Einkünften hatte - grossmehr-

heitlich gespart und nicht für den Lebensunterhalt der Familie verbraucht wurden. 

Sie wurden zunächst auch nicht versteuert (nunmehr aber offenbar nachdeklariert), 

weshalb die Vermögensstände der Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 

nicht aussagekräftig sind (Urk. 51 S. 9 ff.; Urk. 4/14; Urk. 14/18; Urk. 57 S. 7, 11 f.; 

Urk. 62 S. 7; Urk. 67 S. 5, 9; Urk. 68/1). Angesichts der grossen Schwankungen 

der Urheberrechtsentschädigungen rechtfertigt es sich, hier von einer längeren Re-

ferenzperiode für die Ermittlung der Sparquote von 2020 bis und mit August 2022 

auszugehen (die Parteien leben seit 30. August 2022 getrennt, Urk. 52 S. 60, Dis-

positivziffer 1). Entsprechend resultiert eine durchschnittliche Sparquote von rund 

Fr. 2'650.– pro Monat (rund Fr. 112'500.– Gutschriften - rund Fr. 27'600.– Belas-

- 25 -

tungen : 32 Monate). Diese Sparquote ist zunächst um die trennungsbedingten 

Mehrkosten zu bereinigten. 

4.7.3.  Der monatliche familienrechtliche Bedarf während des Zusammenlebens be-
trug rund Fr. 9'390.– (Fr. 1'700.– Grundbetrag Ehepaar + Fr. 600.– Grundbetrag 

D._____ + Fr. 400.– Grundbetrag E._____ + Fr. 3'150.– eheliche Wohnung 

[Urk. 4/4] + Fr. 1'162.– Krankenkasse für die ganze Familie [Urk. 14/20, /21] + 

Fr. 230.– Kommunikationskosten [Urk. 52 S. 41] + Fr. 30.– Hausrat- und Haftpflicht-

versicherung + Fr. 432.– Arbeitsweg [Urk. 52 S. 40] + Fr. 200.– Mehrauslagen aus-

wärtige Verpflegung [Urk. 52 S. 41] + Fr. 486.– zusätzliche Gesundheitskosten 

[Urk. 52 S. 29 f.; Urk. 17/24 {einschliesslich der hohen Gesundheitskosten des Ge-

suchsgegners im Jahr 2022 von rund Fr. 3'732.–}] + rund Fr. 1'000.– gemeinsame 

Steuern [Urk. 4/18 und kantonalzürcherischer Steuerrechner]). Zunächst lebten die 

Parteien das Nestmodell in der ehelichen Wohnung, wobei sie keine zusätzlichen 

Wohnkosten für ihre Aussenstationen geltend machten. Per Mai 2023 bezog der 

Gesuchsgegner seine Wohnung (Urk. 52 S. 39 m.H.). Von Februar 2023 (Beginn 

Unterhaltsbeitragspflicht) bis und mit April 2023 beläuft sich der durchschnittliche 

Gesamtbedarf auf Fr. 10'886.– pro Monat (2 x Fr. 10'789.– + Fr. 11'079.– = 

Fr. 32'657.– : 3), ab Mai 2023 beträgt er Fr. 12'665.– (vgl. nachstehende Tabelle). 

Von Februar 2023 bis und mit April 2023 ergeben sich somit trennungsbedingte 

Mehrkosten von rund Fr. 1'500.– und ab Mai 2023 solche von Fr. 3'275.– 

(Fr. 10'886.– bzw. Fr. 12'665.– Gesamtbedarf während des Getrenntlebens vs. 

Fr. 9'390.– Gesamtbedarf während des Zusammenlebens). Sodann ist zulasten 

der bisherigen Sparquote (ausgenommen die Phasen 2 und 3, als der Gesuchs-

gegner vorübergehend 80 % erwerbstätig war) der trennungsbedingte Minderer-

werb des Gesuchsgegners von Fr. 828.– monatlich (Fr. 5'798.– - Fr. 4'970.–), wel-

cher sein Arbeitspensum per September 2022 von 70 % auf 60 % reduzierte 

(Urk. 52 S. 33), zu berücksichtigen (vgl. OGer ZH LE230010 vom 14. 08.2023, Erw. 

D.10.5., S. 52.; OGer ZH LE220041 vom 1.12.2023, Erw. IV.3.5.3, S. 36). Von Fe-

bruar 2023 bis und mit März 2023 ist vom resultierenden Überschuss vorweg eine 

bereinigte Sparquote von noch rund Fr. 320.– pro Monat in Abzug zu bringen 

(Fr. 2'650.– durchschnittliche Sparquote während des Zusammenlebens - 

Fr. 1'500.– trennungsbedingte Mehrkosten - Fr. 828.– Minderverdienst Gesuchstel-

- 26 -

ler). Im April 2023 beläuft sich die korrigierte Sparquote auf Fr. 1'150.– (Fr. 2'650.– 

- Fr. 1'500.–) pro Monat. Ab Mai 2023 wird die bisherige Sparquote durch die tren-

nungsbedingten Mehrkosten von Fr. 3'275.– pro Monat und ab August 2028 über-

dies durch den monatlichen Minderverdienst des Gesuchsgegners kompensiert. 

4.7.4.  Der gebührende Bedarf der Gesuchstellerin entspricht, wie bereits erwähnt, 
dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben zuzüglich des be-

tragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss. Wie 

dargetan, ist von einem Gesamtbedarf der Parteien während des Zusammenlebens 

von Fr. 9'390.– pro Monat auszugehen. Das verfügbare Einkommen betrug zuletzt 

Fr. 13'245.– pro Monat (vgl. Urk. 14/18 [Gemeinsame Steuererklärung 2021, Ge-

samteinkommen von Fr. 158'945.– : 12 Monate]), der monatliche Überschuss ent-

sprechend Fr. 3'855.–, wovon der Gesuchstellerin (grosser Kopf) ein Drittel bzw. 

Fr. 1'285.– pro Monat zustehen. Dieser Überschussanteil bildet die Obergrenze. 

4.7.5.  Entsprechend resultiert folgende neue Berechnung:  
Phase 1:
Februar 23 
und März 23

Phase 2: 
April 23

Phase 3:
Mai 23 bis
Juli 23

Phase 4:
ab August 23

Einkommen 
GSin

Fr. 5'900 Fr. 5'900 Fr. 5'900 Fr. 5'900

Einkommen 
GG

Fr. 7'970 Fr. 9'620 Fr. 9'620 Fr. 7'270

Einkommen 
D._____ bei 
GSin

Fr. 313 Fr. 313 Fr. 313 Fr. 313

Einkommen 
D._____ bei 
GG

Fr. 17 Fr. 17 Fr. 17 Fr. 17

Einkommen 
E._____ bei 
GSin

Fr. 313 Fr. 313 Fr. 313 Fr. 313

Einkommen 
E._____ bei 
GG

Fr. 17 Fr. 17 Fr. 17 Fr. 17

Gesamtein-
kommen

Fr. 14'530 Fr. 16'180 Fr. 16'180 Fr. 13'830

Bedarf GSin Fr. 3'881 Fr. 3'921 Fr. 4'465 Fr. 4'415
Bedarf GG Fr. 4'073 Fr. 4'253 Fr. 3'931 Fr. 3'751

- 27 -

Bedarf 
D._____ bei 
GSin

Fr. 859 Fr. 894 Fr. 1'439 Fr. 1'519

Bedarf 
D._____ bei 
GG

Fr. 562 Fr. 562 Fr. 699 Fr. 779

Bedarf 
E._____ bei 
GSin

Fr. 851 Fr. 886 Fr. 1'432 Fr. 1'382

Bedarf 
E._____ bei 
GG

Fr. 563 Fr. 563 Fr. 699 Fr. 859

Gesamtbe-
darf

Fr. 10'789 Fr. 11'079 Fr. 12'665 Fr. 12'705

Überschuss Fr. 3'741 Fr. 5'101 Fr. 3'515 Fr. 1'125
minus Spar-
quote

Fr. 320 Fr. 1'150

verbleiben-
der Über-
schuss

Fr. 3'421 Fr. 3'951

Überschuss-
anteil GSin

Fr. 1'140 Fr. 1'285 (limi-
tiert)

Fr. 1'172 Fr. 375

Überschuss-
anteil GG

Fr. 1'140 Fr. 1'317 Fr. 1'172 Fr. 375

Überschuss-
anteil 
D._____

Fr. 570 Fr. 658 Fr. 585 Fr. 187

Überschuss-
anteil 
E._____

Fr. 570 Fr. 658 Fr. 585 Fr. 187

4.7.6.  Bei der vorliegenden alternierenden hälftigen Betreuung tragen beide Eltern-
teile den Barbedarf der Kinder (einschliesslich Überschussanteile) je nach ihrer 

Leistungsfähigkeit. Dabei gilt ein Elternteil als leistungsfähig, wenn er mit seinem 

Einkommen seinen Bedarf zu decken vermag und darüber hinausgehend über ei-

nen Überschuss verfügt (vgl. BGer 5A_727/2018 vom 22. August 2019, Erw. 

4.3.2.2. und 4.3.2.3.). Unangefochten blieb, dass die Überschussanteile der Töch-

ter gesamthaft auf der Seite der Gesuchstellerin eingesetzt wurden und diese im 

Gegenzug verpflichtet wurde, daraus sämtliche Kinderkosten für Hobbies, Freizeit 

etc. zu übernehmen (vgl. Urk. 52 S. 46, 62; Urk. 51 S. 4 ff.; Urk. 57 S. 7; Urk. 62 

S. 7; Urk. 67 S. 5). Die Kinder- bzw. Betreuungszulagen sind vorab vom Barbedarf 

- 28 -

der Töchter abzuziehen (BGE 137 III 59 Erw. 4.2.3). Die Vorinstanz beliess den 

Parteien die von ihnen je bezogenen Kinderzulagen (Fr. 626.– Gesuchstellerin, 

Fr. 34.– Gesuchsgegner; Urk. 52 S. 36) zur Deckung jener Kosten für die Kinder, 

die während der jeweiligen Betreuungszeit anfallen (Urk. 52 S. 50, 61, Dispositiv-

ziffer 9 lit. a), und sprach die Kinderunterhaltsbeiträge entsprechend ohne Kinder-

zulagen zu (Urk. 52 S. 61, Dispositivziffer 9 lit. b). Dies kann so übernommen wer-

den (vgl. auch Urk. 51 S. 2, 4 ff.).  

4.7.7.  a) In der Phase 1 (Februar 2023 und März 2023) verfügt die Gesuchstel-
lerin über einen Überschuss von Fr. 2'019.– (Fr. 5'900.– Einkommen - Fr. 3'881.– 

Bedarf) und der Gesuchsgegner über einen solchen von Fr. 3'897.– (Fr. 7'970.– 

Einkommen - Fr. 4'073.– Bedarf). Vom Bedarf der beiden Töchter samt Über-

schussanteile abzüglich der gesamten Kinderzulagen (Fr. 660.–) hat die Gesuch-

stellerin dementsprechend 34 % (Fr. 2'019.– : Fr. 5'916.–) und der Gesuchsgegner 

66 % (Fr. 3'897.– : Fr. 5'916.–) zu tragen. Somit ergeben sich die folgenden Kin-

derunterhaltsbeiträge für D._____ und E._____ für die Gesuchstellerin: 

- Fr. 551.– Barunterhalt D._____ (Fr. 859.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 570.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 565.– [34 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 1'661.–]). 

- Fr. 546.– Barunterhalt E._____ (Fr. 851.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 570.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 562.– [34 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 1'654.–). 

In dieser Phase ergibt sich ein (theoretischer) monatlicher Unterhaltsbeitrag für die 

Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 248.– (Fr. 5'900.– Einkommen Gesuchstellerin 

+ Fr. 551.– bzw. Fr. 546.– Kinderunterhaltsbeiträge für D._____ bzw. E._____ - 

Fr. 3'881.– Bedarf Gesuchstellerin - Fr. 1'140.– Überschussanteil Gesuchstellerin - 

Fr. 1'116.– bzw. Fr. 1'108.– Barbedarfe der Töchter bei der Gesuchstellerin einsch-

liesslich Überschussanteile abzüglich Kinderzulagen der Gesuchstellerin (vgl. auch 

folgende Kontrollrechnung beim Gesuchsgegner: Fr. 7'970.– Einkommen Ge-

- 29 -

suchsgegner - Fr. 4'073.– Bedarf Gesuchsgegner - Fr. 1'140.– Überschussanteil 

Gesuchsgegner - Fr. 1'091.– Barbedarfe der Töchter beim Gesuchsgegner ohne 

Kinderzulagen Gesuchsgegner - Fr. 551.– bzw. Fr. 546.– Kinderunterhaltsbeiträge 

- Fr. 248.– ehelicher Unterhaltsbeitrag = Fr. 321.– bzw. rund Fr. 320.– dem Ge-

suchsgegner verbleibende Sparquote, welche er mit den Tantiemen erwirtschaftet). 

b) In der Phase 2 (April 2023) verfügt die Gesuchstellerin über einen Überschuss 
von Fr. 1'979.– (Fr. 5'900.– Einkommen - Fr. 3'921.– Bedarf) und der Gesuchsgeg-

ner über einen solchen von Fr. 5'367.– (Fr. 9'620.– Einkommen - Fr. 4'253.– Be-

darf). Vom Barbedarf der beiden Töchter samt Überschussanteil abzüglich der ge-

samten Kinderzulagen (Fr. 660.–) hat die Gesuchstellerin dementsprechend 27 % 

(Fr. 1'979.– : Fr. 7'346.–) und der Gesuchsgegner 73 % (Fr. 5'367.– : Fr. 7'346.–) 

zu tragen. Somit ergeben sich die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge für D._____ 

und E._____ für die Gesuchstellerin: 

- Fr. 757.– Barunterhalt D._____ (Fr. 894.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 658.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 482.– [27 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 1'784.–]). 

- Fr. 751.– Barunterhalt E._____ (Fr. 886.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 658.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 480.– [27 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 1'777.–]). 

In dieser Phase ergibt sich ein (theoretischer) monatlicher Unterhaltsbeitrag für die 

Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 268.– (Fr. 5'900.– Einkommen Gesuchstellerin 

+ Fr. 757.– bzw. Fr. 751.– Kinderunterhaltsbeiträge für D._____ bzw. E._____ - 

Fr. 3'921.– Bedarf Gesuchstellerin - Fr. 1'285.– (limitierter) Überschussanteil Ge-

suchstellerin - Fr. 2'470.– Barbedarfe der Töchter bei der Gesuchstellerin einsch-

liesslich Überschussanteile abzüglich Kinderzulagen der Gesuchstellerin (vgl. auch 

folgende Kontrollrechnung beim Gesuchsgegner: Fr. 9'620.– Einkommen Ge-

suchsgegner - Fr. 4'253.– Bedarf Gesuchsgegner - Fr. 1'317.– Überschussanteil 

Gesuchsgegner - Fr. 1'091.– Barbedarfe der Töchter beim Gesuchsgegner ohne 

- 30 -

Kinderzulagen Gesuchsgegner - Fr. 757.– bzw. Fr. 751.– Kinderunterhaltsbeiträge 

- Fr. 268.– ehelicher Unterhaltsbeitrag - Fr. 32.– Differenz limitierter Überschuss 

Gesuchstellerin vs. resultierender Überschuss = Fr. 1'151.– bzw. rund Fr. 1'150.– 

dem Gesuchsgegner verbleibende Sparquote, welche er mit den Tantiemen erwirt-

schaftet). 

c) In der Phase 3 (Mai 2023 bis Juli 2023) verfügt die Gesuchstellerin über einen 
Überschuss von Fr. 1'435.– (Fr. 5'900.– Einkommen - Fr. 4'465.– Bedarf) und der 

Gesuchsgegner über einen solchen von Fr. 5'689.– (Fr. 9'620.– Einkommen - 

Fr. 3'931.– Bedarf). Vom Barbedarf der beiden Töchter samt Überschussanteil ab-

züglich der gesamten Kinderzulagen (Fr. 660.–) hat die Gesuchstellerin dement-

sprechend 20 % (Fr. 1'435.– : Fr. 7'124.–) und der Gesuchsgegner 80 % 

(Fr. 5'689.– : Fr. 7'124.–) zu tragen. Somit ergeben sich die folgenden Kinderunter-

haltsbeiträge für D._____ und E._____ für die Gesuchstellerin: 

- Fr. 1'232.– Barunterhalt D._____ (Fr. 1'439.– Bedarf bei der Gesuchstellerin 

+ Fr. 585.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 479.– [20 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 2'393.–]). 

- Fr. 1'227.– Barunterhalt E._____ (Fr. 1'432.– Bedarf bei der Gesuchstellerin 

+ Fr. 585.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 477.– [20 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 2'386.–]). 

In dieser Phase ergibt sich ein (theoretischer) monatlicher Unterhaltsbeitrag für die 

Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 693.– (Fr. 5'900.– Einkommen Gesuchstellerin 

+ Fr. 1'232.– bzw. Fr. 1'227.– Kinderunterhaltsbeiträge für D._____ bzw. E._____ 

- Fr. 4'465.– Bedarf Gesuchstellerin - Fr. 1'172.– Überschussanteil Gesuchstellerin 

- Fr. 3'415.– Barbedarfe der Töchter bei der Gesuchstellerin einschliesslich Über-

schussanteile abzüglich Kinderzulagen der Gesuchstellerin (vgl. auch folgende 

Kontrollrechnung beim Gesuchsgegner: Fr. 9'620.– Einkommen Gesuchsgegner - 

Fr. 3'931.– Bedarf Gesuchsgegner - Fr. 1'172.– Überschussanteil Gesuchsgegner 

- Fr. 1'364.– Barbedarfe der Töchter beim Gesuchsgegner ohne Kinderzulagen Ge-

- 31 -

suchsgegner - Fr. 1'232.– bzw. Fr. 1'227.– Kinderunterhaltsbeiträge - Fr. 693.– 

ehelicher Unterhaltsbeitrag = Fr. 1.– bzw. rund Fr. 0.–). 

d) In der Phase 4 (ab August 2023) verfügt die Gesuchstellerin über einen Über-
schuss von Fr. 1'485.– (Fr. 5'900.– Einkommen - Fr. 4'415.– Bedarf) und der Ge-

suchsgegner über einen solchen von Fr. 3'519.– (Fr. 7'270.– Einkommen - 

Fr. 3'751.– Bedarf). Vom Barbedarf der beiden Töchter samt Überschussanteil ab-

züglich der gesamten Kinderzulagen (Fr. 660.–) hat die Gesuchstellerin dement-

sprechend 30 % (Fr. 1'485.– : Fr. 5'004.–) und der Gesuchsgegner 70 % 

(Fr. 3'519.– : Fr. 5'004.–) zu tragen. Somit ergeben sich die folgenden Kinderunter-

haltsbeiträge für D._____ und E._____ für die Gesuchstellerin: 

- Fr. 747.– Barunterhalt D._____ (Fr. 1'519.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 187.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 646.– [30 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 2'155.–]). 

- Fr. 627.– Barunterhalt E._____ (Fr. 1'382.– Bedarf bei der Gesuchstellerin + 

Fr. 187.– Überschussanteil - Fr. 313.– Kinderzulagen Gesuchstellerin - 

Fr. 629.– [30 %-iger Anteil der Gesuchstellerin am Gesamtbedarf samt 

Überschussanteil abzüglich totale Kinderzulagen von Fr. 2'098.–]). 

In dieser Phase ergibt sich ein (theoretischer) monatlicher Unterhaltsbeitrag für die 

Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 165.– (Fr. 5'900.– Einkommen Gesuchstellerin 

+ Fr. 747.– bzw. Fr. 627.– Kinderunterhaltsbeiträge für D._____ bzw. E._____ - 

Fr. 4'415.– Bedarf Gesuchstellerin - Fr. 375.– Überschussanteil Gesuchstellerin - 

Fr. 2'649.– Barbedarfe der Töchter bei der Gesuchstellerin einschliesslich Über-

schussanteile abzüglich Kinderzulagen der Gesuchstellerin (vgl. auch folgende 

Kontrollrechnung beim Gesuchsgegner: Fr. 7'270.– Einkommen Gesuchsgegner - 

Fr. 3'751.– Bedarf Gesuchsgegner - Fr. 375.– Überschussanteil Gesuchsgegner - 

Fr. 1'604.– Barbedarfe der Töchter beim Gesuchsgegner ohne Kinderzulagen Ge-

suchsgegner - Fr. 747.– bzw. Fr. 627.– Kinderunterhaltsbeiträge - Fr. 165.– eheli-

cher Unterhaltsbeitrag = Fr. 1.– bzw. rund Fr. 0.–). 

- 32 -

4.7.8.  Die Vorinstanz hat in sämtlichen vier Zeitphasen höhere Kinderunterhalts-
beiträge zugesprochen, als gemäss vorstehender Berechnung resultieren (vgl. 

Phase 1: Fr. 1'097.– vs. Fr. 1'680.– Vorinstanz, Phase 2: Fr. 1'508.– vs. Fr. 2'400.– 

Vorinstanz, Phase 3: Fr. 2'459.– vs. Fr. 2'740.– Vorinstanz und Phase 4: Fr. 1'374.– 

vs. Fr. 1'840.– Vorinstanz). Die vorinstanzlichen Kinderunterhaltsbeiträge sind, 

ausgenommen betreffend die bloss dreimonatige Phase 3, auch höher als die sich 

vorliegend ergebenden monatlichen Gesamtunterhaltsbeiträge (Fr. 1'345.– Phase 

1, Fr. 1'776.– Phase 2, Fr. 3'152.– Phase 3 und Fr. 1'539.– Phase 4). Im Ergebnis 

(ausgehend von einer rund zweijährigen Geltungsdauer der eheschutzrichterlichen 

Unterhaltsregelung) unterliegt die Gesuchstellerin, welche zusätzlich zu den nicht 

angefochtenen erstinstanzlichen Kinderunterhaltsbeiträgen Unterhaltsbeiträge für 

sich persönlich fordert, jedenfalls deutlich. Ehegattenunterhaltsbeiträge wären vor-

liegend höchstens zu Lasten der vorinstanzlichen Kinderunterhaltsbeiträge festzu-

legen. Die Phase 3, in der während dreier Monate gesamthaft gegenüber der Vor-

instanz um Fr. 1'236.– (3 x Fr. 412.–) höhere Unterhaltsbeträge resultieren, wird 

durch die anderen Phasen, in denen tiefere Unterhaltsbeiträge resultieren, mehr 

als kompensiert. Die Berufung ist daher vollumfänglich abzuweisen. 

4.7.9.  Zwar gilt das Verschlechterungsverbot betreffend Kinderunterhaltsbeiträge, 
welche der uneingeschränkten Offizialmaxime unterliegen (vgl. Art. 296 Abs. 3 

ZPO), nicht. Von einer Reduktion der vorinstanzlich zugesprochenen Kinderunter-

haltsbeiträgen ist indessen gleichwohl abzusehen. Einerseits hat der Gesuchsgeg-

ner selbst keine Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil erhoben (vgl. auch 

Urk. 59/6; Urk. 57 S. 3 Rz 3), andererseits ist das Scheidungsverfahren, wie er-

wähnt, bereits hängig, und es bleibt denn auch dem Scheidungsgericht überlassen, 

die künftige Einkommensentwicklung des Gesuchsgegners zu beurteilen. Hinzu 

tritt, dass der familienrechtliche Bedarf des Gesuchsgegners und der beiden Töch-

ter in seinem Haushalt in sämtlichen Phasen auch bei Belassung der von der Vor-

instanz festgelegten Kinderunterhaltsbeiträge gedeckt ist und auch ein Überschuss 

verbleibt: 

Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4
Einkommen 
GG

Fr. 7'970 Fr. 9'620 Fr. 9'620 Fr. 7'270

- 33 -

Bedarf GG Fr. 4'073 Fr. 4'253 Fr. 3'931 Fr. 3'751
Bedarf Töch-
ter bei GG 
ohne KZ GG

Fr. 1'091 Fr. 1'091 Fr. 1'364 Fr. 1'604

vorinstanzl. 
K-UHB

Fr. 1'680 Fr. 2'400 Fr. 2'740 Fr. 1'840

Überschuss 
GG

Fr. 1'126 Fr. 1'876 Fr. 1'585 Fr. 75

4.8.  Zusammengefasst bleibt es nach dem Gesagten somit bei den von der Vorin-
stanz gemäss Dispositivziffer 9 festgelegten Kinderunterhaltsbeiträgen samt Moda-

litäten. Ebenso ist Dispositivziffer 10 zu bestätigen, wonach keine persönlichen Un-

terhaltsbeiträge an die Gesuchstellerin festzulegen sind. 

Dispositivziffer 12, worin die Vorinstanz die finanziellen Eckdaten für die Unterhalts-

beiträge (Einkommen/familienrechtlicher Bedarf) festhielt (Urk. 52 S. 63), wäre an-

zupassen. Die Deklarationspflichten (Art. 282 Abs. 1 ZPO; Art. 129 ZGB) betreffen 

indessen nur das Scheidungsverfahren. Im Eheschutzverfahren müssen die Refe-

renzwerte nicht im Dispositiv aufgeführt werden. Es reicht aus, wenn diese aus den 

Erwägungen hervorgehen (vgl. OGer ZH LE120085 vom 14.03.2013, Erw. B.8, 

S. 23; OGe ZH LE170001 vom 26.09.2017, Erw. D.2.5, S. 50). Auch resultieren 

keine Fehlbeträge hinsichtlich der Töchter, welche im Dispositiv zu deklarieren wä-

ren (vgl. Art. 287a ZGB; Art. 301a lit. c ZPO). Dispositivziffer 12 ist daher aufzuhe-

ben. 

D. Gütertrennung

1. Die Vorinstanz wies das Begehren der Gesuchstellerin um Anordnung der Gü-
tertrennung per 4. Oktober 2022 mangels Anzeichen für das Vorliegen einer kon-

kreten Gefährdungssituation hinsichtlich ihrer finanziellen Interessen ab. Sie erwog, 

die Gesuchstellerin habe gemäss ihren eigenen Angaben gewusst, dass der Ge-

suchsgegner über ein Sparkonto bei der Migros Bank verfüge, sie habe jedoch 

keine Kenntnis über die Höhe des aktuellen Kontoguthabens gehabt. Der Gesuchs-

gegner habe auf Gesuch hin darüber Auskunft gegeben und ihr den Kontoauszug 

per 20. Februar 2023 zukommen lassen (Urk. 30/1). Die Vermutung der Gesuch-

stellerin, er habe dieses Guthaben inzwischen verbraucht, sei widerlegt worden. Es 

sei zwar zutreffend, dass der Gesuchsgegner sie offenbar nicht über die Höhe der 

- 34 -

regelmässig auf das Konto überwiesenen Tantiemen informiert habe. Anlässlich 

der Verhandlung vom 7. Februar 2023 sei der Gesuchsgegner indes lediglich da-

nach gefragt worden, ob er an der erneuten Ausstrahlung der Serie "I._____" etwas 

verdiene, was er denn auch bejaht habe. Er habe in diesem Zusammenhang er-

klärt, die Serie sei vom Streamingdienst N._____ aufgenommen worden, wofür er 

aber nur sehr wenig Geld erhalte (Prot. I S. 33). Der Gesuchsgegner habe vorlie-

gend nicht wahrheitswidrig behauptet, in der Vergangenheit keine Tantiemen er-

halten zu haben, wovon auch die Gesuchstellerin realistischerweise nicht ausge-

hen könne. Die Gesuchstellerin habe Einsicht in den aktuellen Auszug des Spar-

kontos des Gesuchsgegners bei der Migros Bank erhalten. Dass der Gesuchsgeg-

ner über weitere Vermögenswerte verfüge, von denen sie keine Kenntnis habe bzw. 

die er vor ihr verheimliche, sei von der Gesuchstellerin nicht behauptet worden. 

Weshalb sie schliesslich davon ausgehe, der Gesuchsgegner werde das Guthaben 

auf seinem Sparkonto bis zur Scheidung verbrauchen und/oder beiseiteschaffen, 

wenn die Gütertrennung nicht angeordnet werde, sei von ihr nicht dargelegt und 

entsprechend nicht glaubhaft gemacht worden. Ein finanzielles Risiko der Gesuch-

stellerin bei einer Fortsetzung des Güterstandes der Errungenschaftsbeteiligung 

sei insgesamt nicht ersichtlich (Urk. 52 S. 56 f.). 

2. Die Gesuchstellerin rügt, wie sie bereits vor Vorinstanz vorgebracht habe, 
strebe sie die Scheidung an, wobei auch der Gesuchsgegner bekräftigt habe, dass 

die Ehe seit Jahren problembehaftet sei. Mit Blick auf die hochstrittig erfolgte Tren-

nung, wobei Gewaltschutzmassnahmen gegenüber dem Gesuchsgegner hätten 

angeordnet werden müssen, und die vom Gesuchsgegner anlässlich der vor-

instanzlichen Verhandlung gestartete eigentliche Schlammschlacht gegenüber der 

Gesuchstellerin sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Parteien wieder als Paar zu-

sammenfänden, äusserst gering. Ein wichtiges Kriterium für die Anordnung der Gü-

tertrennung im Eheschutzverfahren sei daher erfüllt. Zudem habe sie mit dem Ge-

waltschutzurteil vom 6. Dezember 2022 glaubhaft gemacht, dass eine Fortführung 

der Ehe ihre persönliche Integrität verletzen oder ernsthaft gefährden würde, zumal 

sie während der 18-jährigen Ehe immer wieder vom Gesuchsgegner geschubst und 

geschlagen worden sei und es auch nach der Trennung zu aggressivem und dro-

hendem Verhalten des Gesuchsgegners ihr gegenüber gekommen sei. Sodann sei 

- 35 -

auch die wirtschaftliche Sicherheit der Gesuchstellerin (bzw. ihre finanziellen Inter-

essen) gefährdet. Sie habe keine Kenntnis von den durchschnittlichen Einkünften 

des Gesuchsgegners in der Höhe von monatlich Fr. 3'400.– aus Tantiemen gehabt, 

zumal der Gesuchsgegner diese Einkünfte, welche auf das Migros Bank Sparkonto 

… geflossen seien, in den Steuererklärungen 2020 und 2021 (insbesondere in den 

Wertschriftenverzeichnissen) nie angegeben habe. Vor Vorinstanz habe er wahr-

heitswidrig protokollieren lassen, dass seine Serie (I._____) zwar vom Streaming-

dienst N._____ aufgenommen worden sei, dies aber nur sehr wenig Geld gäbe, 

obschon er anfangs 2023 damit tatsächlich Fr. 4'600.– pro Monat verdient habe. Er 

habe die Einkünfte aus Tantiemen in der erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung 

verschwiegen, weil er dieses Geld nicht mit der Gesuchstellerin teilen wolle, sei es 

mit Blick auf die Festlegung der Unterhaltsbeiträge an sie oder als ihren hälftigen 

Errungenschaftsanteil. Sie habe vor Vorinstanz einen Editionsantrag hinsichtlich 

des Sparkontos des Gesuchsgegners bei der Migros Bank gestellt, zumal sie zwar 

um dessen Existenz gewusst habe, darüber aber, mit Ausnahme eines Saldobe-

legs per 15. Januar 2019, keine weiteren Informationen gehabt habe. Die Konto-

auszüge habe sie am 14. März 2023 erhalten. Erst dadurch habe sie Kenntnis von 

den erheblichen Einkünften des Gesuchsgegners aus Tantiemen bekommen und 

die Vorinstanz mittels Eingabe (Urk. 28) darüber informiert. Stutzig habe sie die 

(wahrheitswidrige) Aussage des Gesuchsgegners gemacht, dass er keine anderen 

Mittel habe, als jene auf dem gemeinsamen Postfinance-Konto, um seine Säule 3a 

zu bezahlen. Dadurch sei die Gefährdung ihrer finanziellen Interessen hinreichend 

glaubhaft gemacht. Wenn keine Gütertrennung angeordnet werde, könne der Ge-

suchsgegner das Errungenschaftsguthaben auf dem Sparkonto bei der Migros 

Bank im Umfang von immerhin rund Fr. 200'000.– bis zur Scheidung verbrauchen 

und so ihren hälftigen Anspruch vereiteln. Bei einem ungerechtfertigten Verbrauch 

oder einer Beiseiteschaffung des Geldes mittels Barabhebung von unauffälligen 

Beträgen durch den Gesuchsgegner wäre es für sie im Rahmen der Scheidung 

äussert schwierig, eine Hinzurechnung im Sinne von Art. 208 ZGB nachweisen zu 

können. Zur Sicherung ihres güterrechtlichen Anspruchs sei die Anordnung der Gü-

tertrennung daher dringend geboten, zumal eine Scheidung gegen den Willen des 

Gesuchsgegners erst ab August 2024 möglich sein werde und ihm daher noch viel 

- 36 -

Zeit bleibe, um das Geld beiseite zu schaffen. Die Tatsache, dass er ihr die Ein-

künfte aus den Tantiemen verschwiegen und wahrheitswidrig behauptet habe, er 

habe mit Ausnahme des gemeinsamen Kontos bei der Postfinance keine Erspar-

nisse mehr, seien entgegen der erstinstanzlichen Auffassung qualifizierte Indizien 

dafür, dass er ihre finanziellen Ansprüche vereiteln wolle. Wenn ein Ehepartner 

versuche, erhebliches Einkommen bei der Unterhaltsberechnung zu verschweigen, 

und gegenüber dem Gericht unwahre Angaben mache, könnten die finanziellen An-

sprüche des anderen ohne weiteres als gefährdet erachtet werden. Dies gelte umso 

mehr, als bei der Anordnung der Gütertrennung im Rahmen eines Eheschutzver-

fahrens die Hürden nicht so hoch seien, wie wenn während des Zusammenlebens 

ein Güterrechtstatbestand im Sinne von Art. 185 ZGB angerufen werde. Die Par-

teien seien nicht mehr wirtschaftlich miteinander verflochten und aufgrund des Gra-

des der Zerrüttung auch nicht mehr in der Lage, vernünftig miteinander zu wirt-

schaften (Urk. 51 S. 6 ff.). 

Inzwischen sei die Ehescheidung mittels Einreichung eines gemeinsamen Schei-

dungsbegehrens am 26. September 2023 am Bezirksgericht Zürich anhängig ge-

macht worden (Urk. 62 S. 11 Rz 29; Urk. 64/9). Zu klären sei im vorliegenden Be-

rufungsverfahren somit, ob der Stichtag für die güterrechtliche Auseinandersetzung 

auf den 4. Oktober 2022 zu liegen komme (Datum Eingabe Eheschutz) oder auf 

den 26. September 2023 (Datum Einreichung Scheidung). Dazwischen liege ein 

langer Zeitraum von rund einem Jahr. Seit Aufnahme des Getrenntlebens im Au-

gust 2022 habe sie keine Kenntnis davon, was der Gesuchsgegner mit seinem Ver-

mögen gemacht habe, ob seine Ersparnisse noch vorhanden seien oder er sie bei-

seite geschafft habe. Entscheidend sei die Frage, ob die wirtschaftlichen Interessen 

der Gesuchstellerin im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Eheschutzurteils gefährdet 

gewesen seien und ob deshalb die Gütertrennung hätte angeordnet werden müs-

sen. Das Gewaltschutzverfahren sei nicht ansatzweise inszeniert. Dass das gegen 

den Gesuchsgegner angestrengte Strafverfahren wegen Tätlichkeit inzwischen ein-

gestellt worden sei, ändere nichts daran, dass die Gefährdung der Persönlichkeit 

der Gesuchstellerin anhand der Feststellung des Zwangsmassnahmegerichts im 

Gewaltschutzurteil hinreichend glaubhaft gemacht worden sei, zumal es dort nicht 

nur um den isolierten Vorfall vom Herbst 2022 gegangen sei, sondern um eine jah-

- 37 -

relange Vorgeschichte mit drohendem und aggressivem Verhalten des Gesuchs-

gegners, welches immer wieder in gewalttätigen Ausbrüchen gemündet habe. Es 

stimme nicht, dass sie ein Suchtverhalten zeige; sie konsumiere keine Drogen und 

nur selten Alkohol. Die Gefährdung ihrer Persönlichkeit habe sie bereits vor Vorin-

stanz anlässlich der Hauptverhandlung geltend gemacht. Seit der Edition des Kon-

toauszuges per 20. Februar 2023 habe der Gesuchsgegner im Übrigen keine 

Transparenz mehr geschaffen. Niemand wisse, ob das Geld noch da sei. Einen 

neuen Editionsantrag könne sie, entgegen der Auffassung des Gesuchsgegners, 

im Rechtsmittelverfahren nicht stellen und im Scheidungsverfahren habe noch nicht 

einmal eine Verhandlung stattgefunden, sodass ein Editionsantrag im jetzigen Ver-

fahrensstadium kaum gutgeheissen würde (Urk. 62 S. 11 ff.). 

3. Der Gesuchsgegner hält entgegen, die Gesuchstellerin bediene sich aller er-
denklichen Mittel, um ihn als Vater ihrer beiden Töchter zur Unperson zu diskredi-

tieren. So habe sie ein Gewaltschutzverfahren inszeniert, womit er aus der eheli-

chen Wohnung gewiesen und ihm ein Kontakt- und Rayonverbot bis 9. Dezember 

2022 erteilt worden sei. Das von der Gesuchstellerin angestrengte Strafverfahren 

wegen Tätlichkeiten sei mittlerweile mit Verfügung vom 2. August 2023 eingestellt 

worden. In der Tat sei allerdings das eheliche Zerwürfnis zwischen den Parteien 

gross. Dies genüge aber für die Anordnung der Gütertrennung bei weitem nicht. Er 

gefährde die Persönlichkeit der Gesuchstellerin in keiner Weise, zumal die Parteien 

seit Ende Oktober 2022 getrennt lebten. Jeder Nachweis einer Gefährdung der Per-

sönlichkeit der Gesuchstellerin fehle vollständig und stelle zudem ein unzulässiges 

Novum dar. Die Vorbringen der Gesuchstellerin betreffend deren angebliche, von 

der Vorinstanz zu Recht verneinte Gefährdung der wirtschaftlichen Sicherheit seien 

weitgehend aktenwidrig. So habe die Gesuchstellerin vor Vorinstanz zu Protokoll 

gegeben, sie wisse, dass der Gesuchsgegner ein Konto bei der Migros Bank be-

sitze, und habe sogar einen Beleg über den Kontostand vom 15. Januar 2019 ein-

gereicht. Daraufhin habe sie die Edition eines Kontoauszuges der Migros Bank für 

den Zeitraum vom 15. Januar 2019 bis zum 7. Februar 2023 verlangt (was sie im 

Vorfeld der Eheschutzverhandlung vom 7. Februar 2023 kein einziges Mal getan 

habe), worauf er ihr umgehend den gewünschten Kontoauszug per 20. Februar 

2023 übermittelt habe. Daraus sei ersichtlich, dass der Kontosaldo gegenüber 2019 

- 38 -

um fast Fr. 100'000.– angewachsen sei, womit er zugunsten der Gesuchstellerin 

Errungenschaftsvermögen geäufnet habe. Dass er über weitere Vermögenswerte 

verfüge, von denen die Gesuchstellerin keine Kenntnis habe bzw. die er vor ihr 

verheimliche, sei von der Gesuchstellerin nicht behauptet worden. Auch habe sie 

nicht dargelegt, weshalb sie davon ausgehe, dass er das Guthaben auf seinem 

Sparkonto bis zur Scheidung verbrauchen und/oder beiseiteschaffen werde, wenn 

die Gütertrennung nicht angeordnet werde. Ein finanzielles Risiko der Gesuchstel-

lerin bei einer Fortsetzung des Güterstandes der Errungenschaftsbeteiligung sei 

insgesamt nicht ersichtlich. Zutreffend sei, dass die Parteien das Migros Bankkonto 

in den gemeinsamen Steuererklärungen nicht aufgeführt hätten. Er habe dieses 

Konto inzwischen nachdeklariert, wobei die mitunterzeichnende Gesuchstellerin für 

die versäumte Deklaration mitverantwortlich sei. Selbst wenn eine Gütertrennung 

angeordnet würde, gingen die zu erwartenden Nachsteuern zulasten beider Par-

teien. Die Nachsteuern würden die zu teilende Errungenschaft schmälern. Er habe 

vor Vorinstanz nicht wahrheitswidrig behauptet, er habe in der Vergangenheit keine 

Tantiemen erhalten. Die Gesuchstellerin nenne keine einzige Einkommens- und/

oder Vermögensposition der Parteien, die im angefochtenen Urteil ungeklärt ge-

blieben sei. Die theoretische Hypothese, dass er das Migros Bankkonto belasten 

könnte, belege eine konkrete Gefährdung ebenfalls nicht. Im Übrigen habe er der 

Gesuchstellerin bereits mehrfach erklärt, mit einer Scheidung einverstanden zu 

sein. Eine bloss abstrakte Gefährdung der finanziellen Interessen eines Ehegatten 

reiche für die von der Gesuchstellerin anbegehrte Gütertrennung nicht aus. Irgend-

welche Vorkehren des Gesuchsgegners, die finanziellen Ansprüche der Gesuch-

stellerin zu gefährden, habe diese nicht einmal behauptet (Urk. 57 S. 8 ff.). Für die 

inzwischen erfolgte Nachdeklarierung der Tantiemeneinnahmen auf dem Migros 

Bankkonto fielen im Übrigen Nachsteuern von rund Fr. 50'000.– an, welche die Ge-

suchstellerin im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung mitzutragen 

habe (Urk. 67 S. 9). 

4. Ist die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts begründet, so muss das Ge-
richt auf Begehren eines Ehegatten die Gütertrennung anordnen, wenn es die Um-

stände rechtfertigen (Art. 176 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). Wie bereits die Vorinstanz korrekt 

ausführte (vgl. Urk. 52 S. 53 f.), ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

- 39 -

ein unverrückbarer Trennungswille eines Ehegatten allein für die Anordnung der 

Gütertrennung nicht (mehr) ausreichend. Erforderlich sind vielmehr weitere, am Ka-

talog von Art. 175 ZGB orientierte Umstände, wobei das Kriterium der Gefährdung 

wirtschaftlicher Interessen im Vordergrund steht. Eine abstrakte Gefährdung der 

finanziellen Interessen eines Ehegatten reicht nicht aus; es braucht Anzeichen für 

das Vorliegen einer konkreten Gefährdungssituation. Die Gefährdung ist vom ersu-

chenden Ehegatten glaubhaft zu machen. Die Anordnung der Gütertrennung stellt 

einen schweren Eingriff in den Güterstand dar. Er darf nicht zu leichtfertig vorge-

nommen werden, denn mit der Gütertrennung verlieren die Ehegatten güterrechtli-

che Anwartschaften (BGer 5A_945/2014 vom 26. Mai 2015 Erw. 7.2; BGE 116 II 

21). 

Die Gesuchstellerin verlangte vor Vorinstanz die Anordnung der Gütertrennung per 

4. Oktober 2022 (Urk. 52 S. 54 m.H.). Neu haben die Parteien, wie erwähnt, nach 

dem angefochtenen Urteil vom 22. Mai 2023 am 26. September 2023 bei der Vor-

instanz ein Scheidungsverfahren anhängig gemacht (Urk. 62 S. 11; Urk. 64/9; 

Urk. 67 S. 8 Rz 29). Damit wird der Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung der 

Parteien spätestens per diesem Datum aufgelöst (Art. 120 Abs. 1 ZGB i.V.m. 

Art. 204 Abs. 2 ZGB; vgl. auch Art. 207 Abs. 1 ZGB). Zu prüfen ist, ob die Güter-

trennung bzw. der Stichtag für die güterrechtliche Auseinandersetzung im Rahmen 

des Scheidungsverfahrens bereits rund ein Jahr früher anzuordnen ist (vgl. auch 

Urk. 62 S. 11). Zwar hat der Gesuchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren zu-

nächst die Tantiemeneinkünfte auf seinem Sparkonto bei der Migros Bank ver-

schwiegen (vgl. Urk. 15 S. 3, 12 f.; Prot. I S. 23, 33). Er hat aber der Gesuchstellerin, 

welche um die Existenz dieses Kontos wusste und selber einen Auszug desselben 

per 15. Januar 2019 eingereicht hatte (Urk. 14/25; Urk. 62 S. 13 Rz 36; Urk. 67 S. 

9 Rz 36), auf deren anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung am 7. Fe-

bruar 2023 gestellten Editionsantrag hin (Urk. 12 S. 3, Antragziffer 15) am 14. März 

2023 einen Kontoauszug per 20. Februar 2023 herausgegeben (Urk. 28 S. 2; 

Urk. 30/1). Per 20. Februar 2023 belief sich der Saldo auf Fr. 200'953.35 

(Urk. 30/1). Irgendwelche konkreten Anhaltspunkte, wonach der Gesuchsgegner 

dieses nunmehr offengelegte Errungenschaftsvermögen, woran die Gesuchstel-

lerin bei der Scheidung grundsätzlich hälftig partizipiert (Art. 215 Abs. 1 ZGB), ver-

- 40 -

schleudern oder beiseiteschaffen würde, vermochte die Gesuchstellerin nicht dar-

zutun. Eine bloss abstrakte Gefährdung ihrer finanziellen Interessen genügt für die 

Anordnung der Gütertrennung jedenfalls nicht. Die Gesuchstellerin behauptete zu-

dem nicht, geschweige denn substantiierte sie, dass der Gesuchsgegner allfällige 

weitere Einkünfte oder Vermögenswerte verheimlicht. Im Übrigen könnte sie sich 

im Scheidungsverfahren bei Bedarf auf die Hinzurechnung gemäss Art. 208 ZGB 

berufen. 

Was die von der Gesuchstellerin geltend gemachte Gefährdung ihrer Persönlichkeit 

anbelangt, ist festzuhalten, dass es im Zuge der Trennung der Parteien zu einem 

Gewaltschutzverfahren kam und Gewaltschutzmassnahmen gegenüber dem Ge-

suchsgegner angeordnet und auch verlängert wurden (vgl. Urk. 14/2, /3, /4; 

Urk. 17/10, /11). Damit war eine Gefährdung der Persönlichkeit der Gesuchstellerin 

zwar hinreichend glaubhaft gemacht. Allerdings wurde das gegen den Gesuchs-

gegner geführte Strafverfahren wegen Tätlichkeiten gegenüber der Gesuchstellerin 

mit Verfügung des Stadtrichteramtes der Stadt Zürich vom 2. August 2023 einge-

stellt (Urk. 59/7). Laut Äusserungen der Gesuchstellerin im Gewaltschutzverfahren 

trug auch eine "Affäre" ihrerseits zur definitiven Trennung der Parteien bei 

(Urk. 14/3 S. 4; vgl. auch Prot. I S. 15, Urk. 67 S. 11). Die Parteien haben vor Vor-

instanz überdies beide übereinstimmend die bereits praktizierte alternierende Ob-

hut mit hälftiger Betreuung über ihre beiden Töchter beantragt, welche denn auch 

angeordnet wurde, wobei die Vorinstanz entsprechend die Kommunikations- und 

Kooperationsfähigkeit der Parteien bejahte (Urk. 52 S. 16). Eine völlige Zerstritten-

heit lag damit nicht vor, wonach allenfalls auch eine wirtschaftliche Verbundenheit 

nicht mehr länger zumutbar wäre. Zudem begründete die Gesuchstellerin vor Vor-

instanz ihren Antrag betreffend Anordnung der Gütertrennung per 4. Oktober 2022 

(Urk. 1 S. 2, Antragziffer 9) einzig mit dem unverrückbaren Trennungswillen und 

der angeblichen Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Sicherheit bzw. ihrer finanziellen 

Ansprüche (Urk. 12 S. 27; Prot. I S. 20). Die nachgeschobene Gefährdung ihrer 

Persönlichkeit im Zusammenhang mit der Begründung der Gütertrennung im Beru-

fungsverfahren erfolgt daher verspätet, zumal keine neuen Vorkommnisse geltend 

gemacht wurden (Art. 317 Abs. 1 ZPO; Urk. 57 S. 10). Vor Vorinstanz äusserte sie 

sich zwar zur häuslichen Gewalt, allerdings nicht im Zusammenhang mit der Gü-

- 41 -

tertrennung, sondern der ehelichen Wohnung (Urk. 62 S. 12 m.H. auf Urk. 12 S. 5; 

Urk. 14/1). Sodann ist darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend um eine atypi-

sche Konstellation handelt, weil nicht jener Ehepartner, welcher die Errungenschaft 

vergrössert, die Gütertrennung verlangt, damit der andere nicht mehr daran parti-

zipiert, sondern die Gesuchstellerin, welche selbst keine namhafte Errungenschaft 

äufnet, das Guthaben auf der Migros Bank aber zugunsten ihres hälftigen güter-

rechtlichen Anspruchs quasi einfrieren will. Dies erscheint indes nur schon deshalb 

unbillig, weil der Gesuchsgegner mit Blick auf die Abweisung der Berufung höhere 

Kinderunterhaltsbeiträge zu leisten hat, als rechnerisch eigentlich geschuldet wä-

ren. 

Zusammengefasst rechtfertigen die vorliegenden Gesamtumstände die um rund 

ein Jahr vorgezogene Anordnung der Gütertrennung per 4. Oktober 2022 nicht. Die 

vorinstanzliche Abweisung des entsprechenden Antrags der Gesuchstellerin 

(Urk. 52 S. 64, Dispositivziffer 15) ist daher in Abweisung der Berufung der Gesuch-

stellerin zu bestätigen. 

E. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Die Vorinstanz setzte ihre Entscheidgebühr mit Blick auf das nicht übermässig 
komplexe, jedoch gleichwohl leicht überdurchschnittlich aufwendige Verfahren auf 

Fr. 3'800.– fest (Urk. 52 S. 58, 64, Dispositivziffer 16), was unangefochten blieb 

(Urk. 51 S. 2). Die Kosten wurden der Gesuchstellerin zu drei Vierteln und dem 

Gesuchsgegner zu einem Viertel auferlegt und die Gesuchstellerin dementspre-

chend verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das erstinstanzliche Verfahren eine auf 

die Hälfte reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'250.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen 

(Urk. 52 S. 58 f., 64, Dispositivziffern 17 und 18). Im Berufungsverfahren bleibt es 

hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge und der Gütertrennung beim angefochtenen Ent-

scheid und damit bei der ausgangsgemässen, nicht beanstandeten (Urk. 51 S. 15 

Rz 29) Kosten- und Entschädigungsregelung der Vorinstanz. 

2. Im Berufungsverfahren unterliegt die Gesuchstellerin sowohl hinsichtlich der 
verlangten Ehegattenunterhaltsbeiträge als auch der Gütertrennung, weshalb ihr 

die Kosten vollumfänglich aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichts-

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gebühr ist dabei auf Fr. 4'000.– festzulegen (§ 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und 2 lit. b; § 12 

Abs. 1 und 2 GebV OG) und mit dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kosten-

vorschuss von Fr. 3'000.– (Urk. 55) zu verrechnen. Im Mehrbetrag von Fr. 1'000.– 

wird die Obergerichtskasse Rechnung stellen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Ferner ist die 

Gesuchstellerin zur Leistung einer Parteientschädigung an den anwaltlich vertrete-

nen Gesuchsgegner in der Höhe von Fr. 4'000.– einschliesslich 7.7 % Mehrwert-

steuer (Urk. 57 S. 2; Urk. 67 S. 2) zu verpflichten (§ 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 11 Abs. 1 

bis 3, § 13 Abs. 1 bis 3 AnwGebV). 

Es wird beschlossen:

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1 bis 8, 11, 13 und 14 des 

Urteils des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, vom 

22. Mai 2023 in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts am Bezirks-

gericht Zürich, 7. Abteilung, vom 22. Mai 2023 - sofern noch nicht in Rechts-

kraft erwachsen - bestätigt. Davon ausgenommen ist die Dispositivziffer 12 

(finanzielle Grundlagen), die ersatzlos aufgehoben wird. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuch-

stellerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– verrech-

net. Im Mehrbetrag stellt die Obergerichtskasse Rechnung. 

4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das Beru-

fungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.– zu bezahlen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein, und die Obergerichtskasse.

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Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über vorsorgli-
che Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt über 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Zürich, 18. April 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. M. Reuss Valentini

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