# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b89abca8-e362-54b2-90ce-b703025606ef
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-30
**Language:** de
**Title:** Zeitpunkt Fallabschluss, Adäquanzbeurteilung hinsichtlich der psychischen Beschwerden, Invaliditätsbemessung und Beurteilung des Integritätsschadens im angefochtenen Einspracheentscheid sind nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.  (hängig)
**Docket/Reference:** UV.2022.00206
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2022.00206.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2022.00206
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Engesser
Urteil
vom
30. November 2023
in Sach
en
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Yannik Müller
Weber Wyler von
Gleichenstein
, Business Tower
Zürcherstrasse
310, Postfach, 8501 Frauenfeld
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1987,
war seit dem
3.
Mai 2018 bei der
Y.___
GmbH,
Z.___
, als Zaunmonteur angestellt und als solcher obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 1
5.
Oktober 2019 brach beim Schaufeln von Beton vo
n der Lade
fläche
eines
Lieferwagen
s
der Schaufelstiel
,
worauf der Versicherte das Gleichgewicht verlor, vom Lieferwagen herunter
stürzte
und sich dabei
einen
Knochenb
ruch am rechten Unterarm zuzog (
Urk.
13/4). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung;
Urk.
13/5
,
Urk.
13/220
)
und legte die Sache
am 1
0.
Januar 2022 ihrer Kreisärztin med.
pract
.
A.___
, Fachärztin für Chirurgie, zur Stellungnahme vor (
Urk.
13/211). Mit Schreiben vom 1
1.
Januar 2022 teilte sie dem Versicherten die Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 2
8.
Februar 2022 mit (Urk.13/212) und verneinte mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2022 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung (
Urk.
13/230).
Die vom Versicherten dagegen
am 1
8.
März
2022
erhobene und am 1
3.
Juni 2022 ergänzend begründete
Ein
sprache (
Urk.
13/240
,
Urk.
13/262) wies die Suva mit
Einsprache
e
ntscheid
vom 2
9.
September 2022 ab (
Urk.
13/282 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Yannik Müller, am 3
1.
Oktober 2022 Beschwerde mit den Anträgen, der angefochtene
Ein
spracheentscheid
der Suva vom 2
9.
September 2022 sowie die Verfügung vom 1
4.
Februar
2022 seien vollumfänglich aufzuheben, es seien zusätzliche Ab
klärungen zu treffen, insbesondere sei zur Klärung der Natur seiner psychischen Beeinträchtigungen und des natürlichen Kausalzusammenhangs eine externe psychologische Begutachtung anzuordnen
,
und es seien ihm über den 2
8.
Februar 2022 hinaus die vollen gesetzlichen Leistungen zu erbringen, also rückwirkend ab 2
8.
Februar 2022 Taggelder und Übernahme der Heilungskosten; eventualiter sei der Fallabschluss frühestens per
1.
Juni 2022 vorzunehmen. Ferner seien ihm eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung auszurichten. In formeller Hinsicht stellte er sodann ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung für die Gerichtskosten unter Einsetzung von Rechtsanwalt Yannik Müller als unentgelt
licher Rechtsvertreter (
Urk.
1
S. 2
). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Januar 2023 schloss die Beschwerdegegnerin
unter Beilage der Stellungnahme von Kreisarzt
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom
5.
Januar 2023 (
Urk.
13/298)
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12), worauf
dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 1
9.
Januar 2023
Rechtsanwalt Yannik Müller als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt
wurde
(
Urk.
14). Die Parteien
hielten mit Replik vom 1
2.
Mai 2023 (
Urk.
18) beziehungsweise Duplik vom 1
0.
August 2023 (
Urk.
23) an ihren jeweiligen Anträgen fest.
Letztere wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
4.
August 2023 zur Kenntnisnahme zu
gestellt (
Urk.
24).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2021 vom 14. April 2021 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3). Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 4.1.2 und 8C_299/2022 vom 5. September 2022 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.
3
1
.
3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Un
fallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 3.4).
1.
3
.
2
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 er
gangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzu
stellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_493/2021 vom 4. März 2022 E. 3.3.3 mit Hinweisen).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vor
genommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich
(BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.3.3
Bei
schweren Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen
, d
enn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6b; RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90 E. 3b)
.
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie beispielsweise einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann
hingegen
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung
-
aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse
-
ohne aufwendige Abklärungen im psychischen Bereich davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen
(vgl. nachstehende E. 4.4.1)
.
1.4
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.
5
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens ab
gestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden an
gemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Ver
sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
zum Fall
abschluss
aus,
aus den medizinischen Unterlagen ergebe sich übereinstimmend, dass
zu diesem Zeitpunkt
keine Vorschläge für erfolgsversprechende «konventionelle» Behandlungen mehr im Raum gestanden
hätten
. In Betracht ge
zogen worden sei lediglich noch eine Gelenkembolisation, wobei die Wortwahl der behandelnden Ärzte darauf schliessen l
a
sse, dass diese eine ins Gewicht fallende Verbesserung bloss als möglich betrachten würden. Daher müsse auch diesbezüglich eine realistische Aussicht auf eine namhafte Besserung der Unfall
folgen verneint werden. Somit sei nicht davon auszugehen, dass von Behandlungen über den 2
8.
Februar 2022 hinaus noch eine namhafte Besserung der Unfallfolgen zu erwarten gewesen wäre
, w
eshalb die Behandlung im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG auf diesen Zeitpunkt abzuschliessen sei und der An
spruch auf Heilkosten- und Taggeldleistungen ende (
Urk.
2 S. 5).
Sodann führte die Beschwerdegegnerin aus, i
n den Akten fänden sich ver
schiedentlich Hinweise auf eine psychische Problematik
, wobei
zu prüfen
sei
,
in
wieweit
es sich dabei um die natürliche und adäquate Folge des Unfalls handle (
Urk.
2 S. 6). Es sei davon auszugehen, dass der Sturz von der
Ladefläche
des Lieferwagens aus deutlich weniger als zwei Metern Höhe erfolgt sei, weshalb das Ereignis als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren sei.
Die Adäquanz könne daher nur bejaht werden, wenn mindestens vier der sieben Adäquanzkriterien erfüllt seien oder eines besonders ausgeprägt gegeben sei. Dies sei hier nicht der Fall und die Adäquanz eines etwaigen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 1
5.
Oktober 2019 und einer psychischen Problematik
sei
zu verneinen.
Sie
sei für die psychische Proble
ma
tik
daher
nicht leistungspflichtig (
Urk.
2 S. 7 f.).
Zum Rentenanspruch
bezüglich der kausalen Unfallfolgen
führte die Beschwerdegegnerin aus, der
Beschwerdeführer
sei im Unfallzeitpunkt als Zaun
monteur bei der
Y.___
GmbH angestellt gewesen
,
so dass
für das
Valideneinkommen
auf den mutmasslichen Lohn
bei
der
Y.___
GmbH
in der Höhe von
Fr.
59'800.-- (13 x
Fr.
4'600.--)
abzustellen
sei (
Urk.
2 S. 10 f.).
Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von med.
pract
.
A.___
sei dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr
möglich
, auf dem all
gemeine Arbeitsmarkt sei ihm jedoch eine
angepasste
Tätigkeit
in voller Präsenz
zu
mutbar
. Diese Beurteilung werde durch die behandelnden Ärzte gestützt und es bestehe kein Anlass, davon abzuweichen oder weitere Abklärungen anzustellen (
Urk.
2 S. 11 f.). Das Invalideneinkommen sei gestützt auf
die
Lohnstruktur
erhebung 2020
zu berechnen,
was
einen Jahreslohn von
Fr.
66'661.56 für das Jahr 2022
ergebe
(
Urk.
2 S. 13). In Anbetracht der Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit erscheine höchstens ein leidensbedingter Abzug von 5
%
als vertretbar, die Aufenthaltsbewilligung B rechtfertige keine Erhöhung. Das zumut
bare Einkommen reduziere sich somit auf
Fr.
63'328.4
8.
Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
59'800.-- resultiere keine Einkommenseinbusse, wes
halb ein Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen sei (
Urk.
2 S. 14).
In ihrer Beurteilung vom 1
0.
Januar 2022 habe med.
pract
.
A.___
einen erheblichen Integritätsschaden aufgrund der Unfallfolgen verneint und eine Verschlimmerung aktuell als nicht überwiegend wahrscheinlich erachtet. In den Akten würden sich
keine
Gründe für ein Abweichen von
dieser
Beurteilung finden, weshalb darauf abzustellen sei
(
Urk.
2 S. 16).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor,
zwar treffe es zu, dass die medizinischen Massnahmen betreffend die somatischen Beschwerden mittler
weile ausgeschöpft erscheinen würden
.
Im
Zeitpunkt des Fallabschlusses per 2
8.
Februar 2022
hätten die behandelnden Ärzte jedoch noch eine
Prednison
therapie
, eine Lymphdrainage und eine Gelenksembolisation vorgeschlagen
(
Urk.
1 S. 10 f.).
Letztere
sei
dann
am
4.
April 2022
auch
vorgenommen worden, wobei der Eingriff retrospektiv nicht zu einer klinisch signifikanten Beschwerde
besserung geführt habe, prognostisch habe jedoch eine realistische
Aussicht
auf eine namhafte Besserung der Beschwerden bestanden.
Der
Fall
sei somit
frühestens
am
1.
Juni 2022 abzuschliessen gewesen, als festgestanden habe, dass auch die Gelenksembolisation keine Besserung gebracht habe (
Urk.
1 S. 11).
In psychischer Hinsicht habe
die
behandelnde Psychotherapeutin festgehalten, dass er wegen des Berufsunfalles vom 1
5.
September 2019 an einer mittel
gradigen depressiven Episode sowie an einer
chronischen
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren leide, wobei weiter
hin
regelmässig Psychotherapie
notwendig
sei (
Urk.
1 S. 13). Beim Ereignis vom 1
5.
Oktober
2019 handle es sich offensichtlich um einen mittelschweren Unfall, allenfalls
dem
Grenzbereich
zu
den
leichten Unfällen
zuzuordnen
, weshalb die Adäquanz genauer zu prüfen sei. Es seien zumindest die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, der körperlichen Dauerschmerzen, des schwierigen Heilungsverlaufs und
der
erhebliche
n
Komplikationen sowie des Grads und der Dauer der physischen Arbeitsunfähigkeit - jeweils in ausgeprägter Weise - erfüllt (
Urk.
2 S. 16
f.
). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden sei daher zu bejahen
, weshalb ins
besondere bezüglich der Natur der psychischen Beschwerden sowie des natürlichen Kausalzusammenhanges
zusätzliche Abklärungen anzustellen
seien
.
D
er Fallabschluss erweise sich auch in dieser Hinsicht als verfrüht (
Urk.
1 S. 18).
Zum Anspruch auf eine Invalidenrente führte der Beschwerdeführer aus, die Beschwerdegegnerin habe hinsichtlich des
Valideneinkommens
zu Recht auf den beim bisherigen Arbeitgeber erzielten
Jahreslohn abgestellt.
Das Invaliden
einkommen sei dagegen definitiv zu hoch angesetzt, da er ohne Unfallereignis deutlich weniger verdient hätte.
Es
sei maximal vom gleichen Einkommen aus
zugehen, wie er ohne das Unfallereignis verdient hätte. Zudem
sei
ein Tabellen
lohnabzug von 25
%
vorzunehmen,
aufgrund der Einschränkungen im Belastungsprofil, wobei er faktisch als
Einhänder
zu qualifizieren sei
,
und
auf
grund
der
unfallkausalen psychischen Probleme. Zudem sei er mazedonischer Staatsbürger mit Aufenthaltsbewilligung B, verfüge über keine in der Schweiz abgeschlossene Ausbildung und habe sprachliche Defizite (
Urk.
1 S. 20 f.).
Schliesslich liege zweifellos ein erheblicher und dauernder Integritätsschaden vor, wovon auch die behandelnden Ärzte ausgehen würden. Gemäss Tabelle 1 beziffere sich der Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten im Bereich des Ellenbogens auf 10-25%, wobei sich vorliegend ins
gesamt eine Integritätsentschädigung vom 25
%
rechtfertige (
Urk.
1 S. 22).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort,
ob mit der Lymph
drainage eine ins Gewicht fallende Verbesserung habe erwartet werden können, dürfe in Frage gestellt werden
.
Die Einschätzung der behandelnden Ärzte, wonach die Rahmenbedingungen für
eine
erfolgreiche Gelenksembolisation beim Beschwerdeführer gegeben seien, scheine sehr von Zweckoptimismus geprägt
gewesen
zu sein. Sie sei in Unkenntnis der Akten abgegeben worden und lasse namentlich die psychische Komorbidität
ausser Acht
. In Anbetracht des gesamten Heilverlaufs falle es schwer, vorliegend an einen Idealfall zu glauben. Die Voraussetzung, dass eine Therapie eine zweckmässige Heilbehandlung darstellen müsse, sei vorliegend nicht erfüllt, zumal die Gelenkembolisation keine wissen
schaftlich anerkannte Behandlung darstelle und keine Verbesserung der unfall
bedingten Gesundheitsschäden habe erwarten lassen (
Urk.
12 S. 3 f.).
Die Behauptung eines Sturzes aus mehreren Metern finde in den Akten keinen Anhalt. Umstände, welche das Ereignis
vom 1
5.
Oktober
2019 als gravierender
denn
mittelschwer im Grenzbereich zu leicht erscheinen liessen, seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Allgemein dürf
t
e
n
bei der Beurteilung der Kriterien nur auf die somatischen Unfallfolgen beruhende Umstände berück
sichtigt werden. Daher vermöchten die erhobenen Einwände die Beurteilung der Adäquanz im
Einspracheentscheid
nicht zu entkräften (
Urk.
12 S. 4).
Organisch nicht hinreichend nachweisbare beziehungsweise psychische
Beschwerden
dürf
t
en mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs zum
Ereignis vom 1
5.
Oktober 2019 bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht berücksichtigt werden, weshalb nicht von
Einhändigkeit
gesprochen werden könne. Es fänden sich zahlreiche Urteile, in denen das Bundesgericht bei Behinderungen der oberen Extremität von einem Abzug abgesehe
n
oder einen solchen von lediglich 5
%
zugestanden habe.
Soweit
in diesen Urteilen bei ähn
lichen Entscheiden
-
aber auf der
adominanten
Seite
-
gänzlich auf einen Abzug verzichtet w
erde
, k
ö
nn
e
ein Abzug von 5
%
auf jeden Fall vorliegend nicht als unangemessen gelten (
Urk.
12 S. 5).
Es sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die
vom Beschwerdeführer
angeführten Passagen aus verschiedenen ärztlichen Stellungnahmen die Beurteilung des Integritätsschadens durch med.
pract
.
A.___
in Frage stellen sollten. Keine Fach
person habe die angeführten Befunde im Hinblick auf einen Integritätsschaden evaluiert und sich mit der Beurteilung
von
med.
pract
.
A.___
auseinandergesetzt
. Auch hinsichtlich des Integritätsschaden
s
seien sodann nicht hinreichend nach
weisbare beziehungsweise psychische Beschwerden nicht zu berücksichtigen (
Urk.
6 S. 6).
2.4
Der Beschwerdeführer legte in der Replik
im Wesentlichen
dar,
die Beschwerde
gegnerin führe nicht aus, weshalb sie in der Gelenksembolisation keine wissen
schaftlich anerkannte Behandlung sehe. Zum anderen argumentiere
sie
betreffend den Genesungszustand
widersprüchlich
. Die Zweckmässigkeit der
L
ymphdrainage vernein
e sie sinngemäss aufgrund des guten Status und diejenige der Gelenks
embolisation aus entgegengesetzten Gründen. Nicht nachvollziehbar sei auch, weshalb sie den bisher komplizierten Verlauf und die psychische Verfassung als Selektionskriterien für die Gelenksembolisation
ansehe
(
Urk.
18 S. 3).
Gemäss den behandelnden Ärzten
sei
ihm lediglich eine leichte Tätigkeit zumut
bar
;
einzig
Kreisärztin med.
pract
.
A.___
habe
eine mittelschwere Tätigkeit
für
zu
mutbar
erachtet
. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, wonach keine der Beurteilung von med.
pract
.
A.___
widersprechende ärztliche Einschätzungen vor
lägen, treffe daher nicht zu
. Die Beschwerdegegnerin hätte eine Evaluation der
funktionellen
Leistungsfähigkeit in Auftrag geben müssen
(
Urk.
18 S. 8 f.
)
.
Er habe keineswegs mutwillig ein niedrigeres Einkommen als das Durchschnitts
einkommen im Kompetenzniveau 1 erzielt. Die Beschwerdegegnerin habe daher
zunächst
eine
Parallelisierung
des Validen- und Invalideneinkommens um 11
%
vorzunehmen. Das Invalideneinkommen betrage somit vor dem Leidensabzug
Fr.
59'800.--. In einem weiteren Schritt sei zu ermitteln, ob und in welcher Höhe das ermittelte Invalideneinkommen aufgrund eines Leidensabzuges herabzu
setzen sei. Ein pauschaler Verweis auf die Rechtsprechung betreffend nicht
ver
gleichbare
Einzelfälle gehe fehl. Die von der Beschwerdegegnerin angeführten Urteile seien mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbar (
Urk.
18 S. 11
f.
).
Zwar treffe es zu, dass einzig med.
pract
.
A.___
explizit zur Einschätzung der Integritätsentschädigung befragt worden sei. Aus den ärztlichen Gutachten der Behandler würden jedoch
die für die
Beurteilung der für die Bemessung eines Int
e
gritätsschadens wesentlichen
Kriterien
hervorgehen. Sein Integritätsschaden sei allein schon deshalb
offensichtlich
, weil sein dominanter Arm derart geschädigt sei, dass er für sei
ne
angestammte Arbeit zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Neben dem eingeschränkten Tätigkeitsspektrums des dominanten Armes seien auch die
chronischen
Schmerzen zu berücksichtigen (
Urk.
18 S. 14).
2.5
Die Beschwerdegegnerin führte schliesslich in der Duplik aus,
der mit der Replik eingereichte Artikel zur Gelenksembo
l
isation
vermöge
, ohne dass eine Fach
person einen Bezug zum konkreten Fall hergestellt hätte, die Beurteilung von
Dr.
B.___
vom
4.
Januar 2023 nicht in Frage zu stellen. Zudem könne
gestützt
darauf nicht von einer breiten wissenschaftlichen Anerkennung der Gelenks
embolisation die Rede sein (
Urk.
23 S. 2).
Ob dem Beschwerdeführer in Anbetracht der somatischen Unfallfolgen eine mittelschwere oder nur noch eine leichte Tätigkeit zugemutet werden könne, sei letztlich nicht entscheidend. Ausschlaggebend sei, dass übereinstimmend eine an
gepasste Tätigkeit als zumutbar erachtet werde. Denn der gewährte Abzug von 5
%
trage auch dem Erfordernis einer leichten Tätigkeit ausreichend Rechnung. Für eine
Parallelisierung
bestehe kein Raum, da der für den Einkommensvergleich herangezogene Lohn auf einem GAV beruhe (
Urk.
23 S. 3).
3.
3.1
Nachdem der Beschwerdeführer
am 1
5.
Oktober 2019
bei der Arbeit rückwärts
von der Ladefläche eines
Transporter
s
gefallen und auf den rechten Ellbogen und die rechte Hüfte gestürzt war,
stellte
er
sic
h
gleichentags
notfallmässig im Spital
C.___
vor. Die behandelnden Ärzte stellten die Diagnose einer Radiusköpfchen
fraktur rechts (dominant) Manson Typ I und hielten fest, bei grenzwertiger Operationsindikation und seitens des Patienten ablehnender Haltung gegen ein operatives Verfahren, hätten sie sich für ein konservatives Vorgehen entschieden (
Urk.
13/1/1).
3.2
Ebenfalls am 1
5.
Oktober 2019
stellte sich der Beschwerdeführer sodann
mit persistierenden Schmerzen
in der chirurgischen Klinik d
es Spitals
D.___
vor, wo
eine Ruhigstellung mittels Oberarm-Gipsschiene für maximal 5-7 Tage mit anschliessender belastungsfreier Mobilisation angeordnet wurde (
Urk.
13/3/2).
3.
3
Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich der Konsultation vom 2
5.
Oktober 2019 immer noch über stärkste Schmerzen geklagt und sich in der radiologischen Kontrolle
eine leichte Dislokation des Frakturfragments gezeigt
hatte
(
Urk.
13/21/5),
führte
Dr.
med.
E.___
, leitender Arzt Chir
urgie,
am
3
1.
Oktober 2019 in der chirurgischen Klinik des Spitals
D.___
eine offene Reposition
und
Schraubenosteosynthese
am
Radiusköpfchen rechts mit zwei 2.0 mm Schrauben durch. Im Austrittsbericht vom
4.
November 2019 führten die behandelnden Ärzte aus, der
peri
- und postoperative Verlauf habe sich unauf
fällig gezeigt und die postoperative radiologische Kontrolle habe regelrechte Stellungsverhältnisse und intaktes Osteosynthesematerial gezeigt (
Urk.
13/14/1
;
vgl. Operationsbericht vom
5.
November 2019,
Urk.
13/12).
3.
4
Am 1
7.
Dezember 2019 berichtet
e
Dr.
E.___
, nach erfolgter Osteosynthese liege lediglich radiologisch eine schöne Situation vor. Die deutlich eingeschränkte Gelenksbeweglichkeit sei nicht gut. Nun müsse die Therapie drastisch gesteigert werden und auch die Medikation
sei
an
zu
passen. Darüber hinaus sei die Arbeits
un
fähigkeit bis Ende Jahr verlängert worden (
Urk.
13/27/2 f.).
Auch anlässlich der Kontrolle vom 2
4.
Januar 2020 berichtete
Dr.
E.___
weiterhin
von einem klinisch nicht zufriedenstellenden Befund. Zwar habe sich schon eine Steigerung der Bewegungsradien gezeigt,
doch
sei der Beschwerde
führer noch deutlich eingeschränkt und könne seiner beruflichen Tätigkeit
weiterhin
nicht nachkommen (
Urk.
13/31/2).
Am
5.
Februar 2020
hielt
Dr.
E.___
einen von der
bildgeberischen
Kontrolle her regulären Verlauf
fest
. Bei jedoch ausgeprägter Beschwerdesymptomatik und ein
geschränkter Beweglichkeit werde in einem nächsten Schritt eine intraartikuläre Infiltration durchgeführt, wovon er sich eine deutliche Beschwerdelinderung
ver
spreche
und die Möglichkeit, die
Beweglichkeit
zu steigern (
Urk.
13/
37/2).
Letztere wurde am 1
8.
Februar 2020 durchgeführt, worauf in der Bewegungs
prüfung eine bessere Pro- und Supination habe erreicht werden können, der Beschwerdeführer aber noch eine sehr deutliche Bewegungseinschränkung empfunden habe (
Urk.
13/38/1).
3.
5
Am 2
2.
Mai 2020 wurde der Beschwerdeführer in der Schultersprechstunde der Universitätsklinik
F.___
untersucht, wobei
PD
Dr.
med.
G.___
, leitender Arzt Schulterchirurgie,
die Diagnose unklarer Restbeschwerden am Ellenbogen rechts, Differentialdiagnose Irritation durch Osteosynthesematerial beziehungsweise
residuelle
Inflammation stellte (
Urk.
13/58/1). Nach Durch
führung einer CT-
Untersuchung
hielt
Dr.
G.___
die
Beschwerden
am ehesten
als
durch
eine
residuelle
Inflammation bedingt. Er empfahl eine erneute
Durch
führung
der therapeutischen Infiltration des Ellbogens (
Urk.
13/63/1 f.).
Drei Monate nach Durchführung der Infiltration, am 2
5.
September 2020 berichtete
Dr.
G.___
, der Beschwerdeführer habe nicht auf die intraartikuläre Infiltration angesprochen. Bei sichtlichem Leidensdruck einerseits schmerzbedingt und andererseits bewegungseinschränkungsbedingt sei mit dem Beschwerdeführer die Option der operativen Revision erwogen worden (
Urk.
13/86/2 f.).
3.
6
Am
7.
Dezember 2020 führte
Dr.
G.___
nach gestellter
Diagnose von Rest
beschwerden
am
Ellbogen
rechts
mit
radiokapitellären
Adhäsionen und störendem Osteosynthesematerial eine
Materialentfernung (
OSME
)
Radius
köpfchen,
Adhäsiolyse
, Raffung LCL mit 1x1.8 mm
Juggerknot
und Narben
revision
am
Ellbogen rechts durch (
Urk.
13/103/2). Im Austrittsbericht vom
9.
Dezember 2020 berichteten die behandelnden Ärzte über einen problemlosen
peri
- und postoperativen Verlauf mit problemloser Mobilisation
(
Urk.
13/102/2). Zwei Wochen postoperativ
hielt
Dr.
G.___
am
2
3.
Dezember 2023
einen
regelre
c
hten Verlauf mit noch zu erwartenden Restschmerzen
fest
(
Urk.
13/112/2). Sechs Wochen postoperativ
beschrieb er
eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Schmerzreduktion (
Urk.
13/118/2). Vier Monate post
operativ hielt
er
fest, bei entsprechender Vorgeschichte seien belastungs
abhängige Schmerzen in diesem Zeitpunkt nicht untypisch. Bei eingeschränkter Beweglichkeit empfehle er die Weiterführung der Physiotherapie (
Urk.
13/131/2).
Sechs Monate postoperativ, am
1
8.
Juni 2021 hielt er sodann unveränderte Rest
beschwerden trotz regelmässiger Physiotherapie fest. Bei neu diffuser Sensibilitätsminderung in der Hand und gemäss dem Physiotherapeuten Verdacht
auf
eine Pathologie des
Nervus
ulnaris
sei eine neurologische Abklärung geplant. Zwischenzeitlich
sei
en
die
Physiotherapie und d
ie
100%igen Arbeitsunfähigkeit
fortzusetzen
(
Urk.
13/154/3).
3.
7
Am 2
3.
Juli 2021 erfolgte eine neurologische und neurophysiologische Ab
klärung durch PD
Dr.
med.
H.___
, Facharzt für Neurologie, die einen anamnestisch klinisch und neurophysiologisch unauffälligen Befund ohne Hin
weis für ein
Sulcus
ulnaris
Syndrom oder
ein Carpaltunnelsyndrom (
CTS
)
rechts ergab. Die Befunde sprächen gegen ein
T
horacic
-outlet-Syndrom (
TOS
)
und
Hin
weise auf ein Nerven-
Entrapment
bestünden nicht (
Urk.
13/168/2 f.).
3.
8
Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 2
3.
Juli 202
1
hielt
Dr.
G.___
chronische Restbeschwerden aufgrund einer bestehenden Irritation des Ep
i
condylus
radialis
sowie zusätzlich scheinbar des
Nervus
ulnaris
im
Sulcus
-Gebiet mit positivem
Tinelzeichen
und neurovegetativer Symptomatik fest und empfahl eine Vor
stellung in der handchirurgischen Sprechstunde (
Urk.
13/184/3).
3.
9
L
ic. phil
.
I.___
, eidgenössisch diplomierte Psychotherapeutin, bei welcher der Beschwerdeführer am 3
1.
März 2021 eine Behandlung auf
genommen hatte, stellte in ihrem Bericht vom 2
5.
August 2021 die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) sowie einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, bestehend seit dem Berufsunfall am 1
5.
September (richtig: Oktober) 2019
(
Urk.
13/183/2).
3.10
Dr.
med.
J.___
, Oberärztin Handchirurgie an der Universitätsklinik
F.___
hielt in ihrem Bericht vom 1
5.
November 2021 betreffend die Sprech
stunde vom 2
2.
Oktober 2021 fest, es zeigten sich Restbeschwerden mit Hypo
sensibilität in der gesamten rechten Extremität, jedoch ohne neurologisches Korrelat. Somit bestehe keine Indikation zur Dekompression des
Cubitkanals
(
Urk.
13/200/3).
3.
1
1
Am 2
3.
Dezember 2021 berichtete
Dr.
G.___
, es bestehe eine komplizierte und langwierige Leidensgeschichte in den letzten zwölf Monaten. Aus ellbogen
chirurgischer Sicht zeige sich eine ausgeschöpfte Situation mit bereits erfolgter konservativer und operativer Intervention. Das durchgeführte MRI habe keine neuen Informationen gebracht und weiterhin einen chronischen Reizzustand ge
zeigt. Entsprechend werde die Behandlung abgeschlossen. Er bitte den Hausarzt um Evaluation einer weiteren Anbindung an eine Schmerzklinik oder eine Ein
holung einer fachärztlichen orthopädischen Zweitmeinung. Zudem bitte er um die weitere Evaluation der Fortführung der Arbeitsfähigkeit sowie langfristig einer Umschulung zur Wiedererlangung eines Berufes bei sehr jungem Patienten
alter (
Urk.
13/206/3).
3.1
2
Kreisärztin med.
pract
.
A.___
hielt in ihrer Stellungnahme vom
1.
Januar 2022 mit Hinweis auf die abgeschlossene Behandlung in der Schulterchirurgie/Orthopädie
F.___
fest
, dass von einer weiteren Behandlung nicht mehr überwiegend wahr
scheinlich eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitsschadens zu erwarten sei. Insofern sei der medizinische Endzustand anzunehmen und der administrative Fallabschluss zu empfehlen. Die angestammte Tätigkeit als Zaun
monteur sei nicht mehr zumutbar. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei dem Beschwerdeführer eine bis mittelschwere Tätigkeit in voller Präsenz zuzumuten, ohne Schläge und Vibrationen auf die rechte obere Extremität, ohne Arbeiten mit vibrierenden Maschinen sowie ohne repetitive
Umwendbewegungen
für die rechte obere Extremität. Unfallfremde Folgen lägen im Sinne der psychischen
Beeinträchtigungen
vor. Der erlittene Integritätsschaden erreiche die
Erheblich
keitsgrenze
angesichts der
korrekte
n
Konsolidation der
ehemaligen
Fraktur in der Bildgebung
sowie
d
er
erhobenen klinischen Befunde mit hervorragendem, an
nähernd physiologischen Bewegungsausmass
bei weitem nicht
. Eine
Verschlimmerung
könne aktuell nicht als überwiegend wahrscheinlich angesehen werden und dürfe daher nicht beachtet werden (
Urk.
13/211/7).
3.1
3
Prof.
Dr.
med.
K.___
und
Dr.
med.
L.___
, beides Fachärzte für Radiologie am Zentrum für Mikrotherapie der Klinik
M.___
, hielten am
2.
März 2022 fest, beim Beschwerdeführer bestünden therapieresistente Gelenk
schmerzen, welche die Lebensqualität relevant einschränken
würden
. Die Gelenksembolisation stelle ein innovatives minimalinvasives und komplikations
armes Behandlungsverfahren dar, welches das Behandlungsspektrum bei
Patienten
mit chronischen Gelenkschmerzen (Osteoarthrosen oder
Tendino
pathien
) erweitere. Bei guter Patientenselektion sei das Resultat eine rasch ein
setzende und im Idealfall
langanhaltende
Beschwerdelinderung. Diese Rahmen
bedingung erachte er beim Beschwerdeführer als gegeben, zumal er einer operativen Behandlung gegenüber zurückhaltend eingestellt sei (
Urk.
13/247/3).
3.1
4
Dr.
G.___
hielt in seinem an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gerichteten Bericht vom
7.
März 2022 fest
,
für eine Quantifizierung des noch möglichen Leistungsprofils
sei
eine funktionelle
Evaluation
der Leistungsfähig
keit zielführend.
Die Schmerzkomponente sei selbstverständlich nicht objektivier
bar, ansonsten seien die Untersuchungsbefunde nur minimal unterschiedlich zur Gegenseite. Beim aktuellen Leidensdruck sei seiner Ansicht nach die Arbeits
fähigkeit als Zaunbauer nicht gegeben. Für eine nicht den Ellbogen belastende Tätigkeit, weder repetitiv noch kräftemässig, bestehe wohl keine wesentliche Ein
schränkung. Bis 5 kg sollte eine Arbeit ohne wesentliche Repetitionen unein
geschränkt möglich sein (
Urk.
13/267/1). Aus seiner Sicht gebe es keine Optionen, zumindest mit einem chirurgischen Vorgehen, die Situation zu verbessern. Eine Prognose sei in diesem Fall sehr schwierig,
tendenziell
sei sie eher ungünstig, da sich bereits chronische Schmerzen eingestellt hätten (
Urk.
13/267/2).
3.1
5
Dr.
med.
N.___
, Fachärztin für Allgemeine Medizin, führte am 1
7.
März 2022 aus, der Beschwerdeführer sei aktuell sicherlich psychisch in einem nicht kompensierten Zustand. Sie enthalte sich explizit einer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Zaunbauer in psychischer Hinsicht und verweise auf die behandelnden Fa
ch
personen. Der Beschwerdeführer sei in einem chronischen Schmerzzustand, weshalb sie ihn an die Schmerzklinik
M.___
überwiesen habe und für die Arbeitsfähigkeit auf die Fachärzte verweisen
müsse
. Klar sei, dass er mit der aktuellen Problematik seiner Arbeit als Zaunbauer nicht nach
gehen könne. Die Mikroembolis
a
tion in der
S
chmerzklinik sollte definitiv durch
geführt
werden, damit auch hier gesagt werden könne, dass sämtliche konservativen Massnahmen ausgeschöpft seien. Eine Prognose könne mangels
Ausschöpfung
der konservativen Massnahmen nicht gestellt werden (
Urk.
13/269/1).
3.1
6
Dr.
med.
O.___
, Facharzt für Chirurgie am Zentrum für Unfallchirurgie der Klinik
M.___
, stellte am
9.
März 2022 die Diagnosen eines Status nach Radiusköpfchenfraktur rechts, einer
Arthrofibrose
des rechten Ellbogengelenkes mit Bewegungseinschränkung bezüglich Pro- und Supination sowie einer
chronischen
Schwellung des rechten Vorderarmes und der rechten Hand im Sinne eines Inaktivitätsödems und hielt fest,
eine
Arthrofibrose
mit Bewegungs
einschränkung sei im
A
llgemeinen schmerzhaft, so dass die bewegungs
abhängigen Schmerzen objektivierbar seien. Der Beschwerdeführer s
ei
als Zaun
bauer zu 0
%
arbeitsfähig (
Urk.
13/273/1). Möglich
sei
eine leichte Arbeit
mit
Produktionsmaschinen, eventuell eine leichte Arbeit in der
Montage
von leichten Geräten. Diese Arbeit könne er zu 100
%
ausführen. Eine chirurgische Therapie zur
Verbesserung
der Funktion des rechten Ellbogens sei seines Erachtens nicht möglich. Ein erneute
Arthrolyse
bringe im Allgemeinen keine funktionelle Ver
besserung. Eventuell könnte das Inaktivitätsödem durch Lymphdrainage in der Physiotherapie behandelt werden (
Urk.
13/273/2)
.
3.1
7
Am
4.
April 2022 führten Prof.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
eine Gelenk
s
embolisation
periartikulär
am Ellbogen rechts durch, welche komplikationslos verlief (
Urk.
13/253/2). Am
1.
Juni 2022 berichteten sie,
es sei
bedauerlicherweise nicht zu einer klinisch signifikanten Beschwerdebesserung gekommen (
Urk.
13/272/2).
3.1
8
Dr.
med.
P.___
, Oberarzt Schulter- und Ellbogenchirurgie an der Klinik
Q.___
, hielt in seinem Bericht vom 1
3.
Juni 2022 fest, es bestehe eine frustrane Situation. Aus seiner Sicht sei die Einschätzung von
Dr. O.___
betreffend die Arbeitsunfähigkeit korrekt. Auch er denke, dass leichte Tätigkeiten noch zumutbar seien
,
und empfehle eine entsprechende Umschulung (
Urk.
13/274/2).
Am. 1
8.
August 2022 ergänzte er, auch nach ausführlicher Diskussion mit den leitenden Ärzten, sehe er keine weiteren Therapieoptionen. Nach kompletter Diagnostik inklusive ausgiebiger neurologischer und handchirurgischer Ab
klärung sei die Ursache der Beschwerden weiterhin nicht klar. Er empfehle das Fortführen der physiotherapeutischen Behandlung (
Urk.
13/278/1).
3.1
9
Kreisarzt
Dr.
B.___
hielt am
5.
Januar 2023 fest,
der
Behandlungsverlauf des Beschwerdeführer
s
bei Status nach operativ optimaler Rekonstruktion der nur leicht dislozierten und als Typ I nach Mason eingestuften Radiusköpfchenfraktur
sei
als regelrecht zu bezeichnen. Die vom Beschwerdeführer über einen Verlauf von mehr als zwanzig Monate
beklagte
erhebliche Beschwerdesymptomatik sei
durch die klinischen und bildgebenden Untersuchungen aus rein somatischer Sicht nicht erklärbar. Unter Berücksichtigung der psychotherapeutischen Be
richte, worin neben einer mittelgradigen depressiven Episode eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert worden s
ei
, sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass bei den vom Beschwerdeführer beklagten erheblichen
Beschwerden
nicht somatische, sondern eher
psychische
Ursachen im Vordergrund s
tünd
en. Es sei
daher
überwiegend
wahrscheinlich davon auszugehen, dass bis auf leichte posttraumatische Beschwerden und Funktionsbeeinträchtigungen des rechten
Ellbogengelenks
, wie sie typischerweise nach gut
verheilten
Frakturen des Radiusköpfchens zu er
warten seien, ein überwiegender Anteil der vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden der Entwicklung einer chronischen somatoformen Schmerzstörung geschuldet sei (
Urk.
13/298/7 f.).
Bei der Methode der Gelenk
s
embolisation hand
le
es sich um eine neuartige schmerztherapeutische Behandlungsmassnahme, welche medizinisch weder zu
gelassen noch anerkannt, noch im vorliegenden Fall unter Berücksichtigung der psychischen Komorbidität und des frustranen Therapieverlaufs über zwei Jahre als zielführend beurteilt werden müsse (
Urk.
13/298/8).
Die Indikation zur
Behandlung
mit einer Gelenksembolisa
t
ion sollte, so die aktuelle Studienlage, als
ultima
ratio
bei der Behandlung von therapieresistenten Arthrosen,
Tendino
pathien
und bei der
Frozen
Shoulder
gestellt werden. Im vorliegenden Fall habe
bei
Status nach optimaler operativer Rekonstruktion der Radiusköpfchenfraktur unter Berücksichtigung der nahezu physiologischen Parameter und dem
dringenden
Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung
,
keine Indikation zur Durchführung einer Gelenksembolisation bestanden. Überwiegend wahr
scheinlich sei dadurch keine Verbesserung der anhaltend beklagten Beschwerde
symptomatik zu erwarten gewesen (
Urk.
13/298/9).
3.
20
Im mit der Beschwerde eingereichten Verlaufsbericht von
lic.
phil
.
I.___
hielt diese fest, es sei bisher keine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten (
Urk.
3/3 S. 2).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob der von der Beschwerdegegnerin per 2
8.
Februar 2022 vorgenommene Fallabschluss rechtmässig ist.
In diesem Zusammenhang ist vorab zu betonen, dass der Abschluss des Falles durch den Unfallversicherer lediglich voraussetzt, dass von weiteren medizinischen
Mass
nahmen
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet
werden kann (vgl. vorstehende E. 1.
2
), nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung
nicht länger erforderlich ist. Es geht dabei nicht um den «Endzustand der medizinischen Behandlung und Therapie», mithin um das Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung (Urteil des Bundesgerichts 8C_366/2021 vom 10. November 2021 E. 6.6 mit Hinweis). Ärztliche Verlaufskontrollen, die Ein
nahme von Medikamenten sowie manualtherapeutische Behandlungen gelten nicht als kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit
auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung
en
im Sinne der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.3 mit Hinweis).
Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die kreisärztlichen Beurteilungen von med.
pract
.
A.___
vom
1.
Januar 2022
, wonach von weiteren Heilbehandlungen keine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei
(
Urk.
13/211)
,
und
auf diejenige von
Dr.
B.___
vom
5.
Januar 2023
, der dieselbe Ansicht vertritt, insbesondere auch hinsichtlich der in Betracht gezogenen Gelenksembolisation
(
Urk.
13/298). Der Beschwerdeführer bringt dagegen
unter Verweis auf die
Berichte der behandelnden Ärzte
Dr. O.___
sowie Pr
of
.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
vor,
es
hätten in diesem
Zeitpunkt weitere Behandlungsoptionen bestanden
(
Urk.
1 S. 9 ff.).
4.3
H
auptsächlich
steht
zur Diskussion, ob von der von
Prof.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
am
4.
April 2022 durchgeführten Gelenk
s
embolisation peria
r
tikulär am Ellbogen rechts (
Urk.
13/253/2) prospektiv eine massgebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes
bzw. der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers zu er
warten war.
Dazu ist zunächst festzuhalten, dass die
Gelenksembolisation
einzig der Schmerzreduktion
dient
und demnach nicht auf die Heilung, sondern auf die Symptombekämpfung ausgerichtet
ist
. Die
Durchführung dieser Behandlung
steht damit einem Fallabschluss
rechtsprechungsgemäss
nicht entgegen (Urteile des Bundesgerichts 8C_363/2020 vom 29. September 2020 E. 4.1 mit Hinweis, 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E. 5.1.2.2).
Kreisarzt
Dr.
B.___
gelangte
zudem
zum Schluss, die Gelenksembolisation sei
bei Status nach optimaler operativer Rekonstruktion der Radiusköpfchenfraktur und
dem
dringenden
Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung nicht indiziert (
Urk.
13
/298/9)
.
Prof.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
begründeten dagegen in ihrem Bericht vo
m
2.
März 2022
nicht näher, inwiefern der Beschwerdeführer
konkret
die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Gelenksembolisation er
fülle
(
Urk.
13/247/3)
.
Auffallend ist, dass
sie Osteoarthrosen oder
Tendinopathien
als Indikationen für eine Gelenksembolie
bezeichneten, jedoch
nicht darauf ein
gingen
,
inwiefern
diese
für die
Beschwerden des Beschwerdeführers
ursächlich
waren
.
Den Umstand, dass
aufgrund
der
von der behandelnden Psychologin gestellten Diagnose einer
chronischen
Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Beschwerden
(
Urk.
13/183/2)
davon auszugehen
ist
, dass
auch
psychische Ursachen
eine Rolle spielen, diskutierten
Prof.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
ebenfalls
nicht
.
Zwar mag es zutreffen, dass eine psychische Komor
bidität nicht als Kontraindikation diskutiert wird, wie dies der Beschwerdeführer vorbringt
(
Urk.
18 S. 4)
. Indessen erscheint es nicht als überzeugend, einer soma
tischen Behandlung eine erhebliche Besserungsaussicht zu bescheinigen, ohne den Einfluss und das
Ausmass
der psychischen Beschwerdekomponente über
haupt nur in Betracht zu ziehen.
Vor diesem Hintergrund
erscheint die Beurteilung von Prof.
Dr.
K.___
und
Dr.
L.___
nicht als geeignet,
auch nur geringe
Zweifel an der Einschätzung von
Dr.
B.___
zu wecken, wonach
eine Aussicht auf eine
massgebliche
Besserung der Beschwerden durch die Durch
führung einer Gelenksembolisation zu verneinen
sei
(
Urk.
13/298/9)
.
Daran ändert auch die Einschätzung der Hausärztin
Dr.
N.___
vom
7.
März 2022 nichts,
äusserte
sie sich doch nicht zu den Erfolgsaussichten der Gelenks
embolisation, sondern begründete ihre Einschätzung einzig damit, dass danach gesagt werden könne, dass alle konservativen Möglichkeiten
ausgeschöpft
seien
(Urk.13/269/1)
.
Die begründete
Aussicht auf eine
massgebliche
Besserung lässt sich daraus nicht ableiten.
Was die von
Dr. O.___
vorgeschlagene Lymphdrainage in der Physiotherapie betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass er diese
nur eventuell als zielführend erachtete
(
Urk.
13/273/2)
. Eine Prognose für eine
massgebliche
Besserung ergibt sich daraus nicht.
Zudem genüg
t
rechtsprechungsgemäss
die weitere Durch
führung von Physiotherapie nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern
(Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2021 vom 2
5.
Januar 2022 E. 9.2).
Da darüber hinaus die
übrigen
Behandler keine weiteren Behandlungsoptionen anbieten konnten
(
Urk.
13/267/2,
Urk.
13/
273/2)
, ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus
gegangen, dass
die vorübergehenden Leistungen per 2
8.
Februar 2022 einzu
stellen seien
.
4.4
4.4.1
Zu prüfen
ist des Weiteren
anhand der
«
Psycho-Praxis
»
(BGE 115 V 139)
, ob die
bei
Fallabschluss und Einstellung der Versicherungsleistungen per 2
8.
Februar 2022
vom Beschwerdeführer geklagten
psychischen Beschwerden
, welche von der behandelnden Psychologin auf eine mittelgradige depressive Episode sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren zurück
geführt wurden
(
Urk.
13/183/2,
Urk.
3/3 S. 1)
,
in einem adäquaten Kausal
zusammenhang mit dem Unfall vom 1
5.
Oktober 2019 standen
(vgl. dazu auch vorstehende E.
1.2
)
.
Die Beschwerdegegnerin stufte den Unfall
, bei
dem der Beschwerdeführer von der Ladefläche
eines
Lieferwagens auf den Boden gestürzt war,
als mittelschwer im Grenzbereich zu leicht ein
(
Urk.
2 S. 7)
.
Dies blieb vom Beschwerdeführer un
bestritten
(
Urk.
18 S. 6)
und ist
nicht zu beanstanden
angesichts des Umstandes, dass
praxisgemäss
g
e
wöhnliche
Stürze grundsätzlich als leicht
(Urteil des Bundesgerichts 8C_896/2014 vom 2
8.
September 2015
E.
6
m.w.H
.
)
, solche
aus
einer Höhe von etwa zwei bis vier Metern in die Tiefe hingegen als im engeren Bereich mittelschwere Unfälle (Urteil des Bundesgerichts 8C_66/2021 vom
6.
Juli 2021 E. 7.3) qualifiziert werden, wobei davon auszugehen ist, dass der Sturz von der Lade
fläche
eines Lieferwagens
aus weniger als zwei Metern Höhe erfolgte.
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Un
falles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Um
stände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt
würdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Diese Kriterien werden einzig unter Berücksichtigung der somatischen Aspekte des Gesundheitsschadens geprüft. Bei mittelschweren Unfällen im
Grenz
bereich
zu den leichten Unfällen
-wie dem vorliegenden -
kann die
Unfall
adäquanz
der gesundheitlichen Beschwerden nur bejaht werden, wenn
entweder
ein einzelnes
Kriterium
in ausgeprägter Weise oder aber mindestens vier in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_632/2018 vom 1
0.
Mai 2019 E. 8.3, 8C_747/2012 vom 2
2.
Januar 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5).
4.4.2
Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass keines der Kriterien erfüllt
ist
(
Urk.
2 S.
7
f.)
, wogegen der
Beschwerdeführer den Standpunkt
vertritt
, dass
die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, der körper
lichen Dauerschmerzen, des schwierigen Heilverlaufs und erheblicher Komplikationen sowie des Grads und der Dauer der physischen Arbeitsunfähig
keit - jeweils in ausgeprägter Weise - er
f
üllt seien
(
Urk.
1 S.
16
ff.).
Unbestritten geblieben und
aktenmässig
ausgewiesen ist, dass die Kriterien
der
besonders dramatische
n
Begleitumstände oder besondere
n
Eindrücklichkeit des Unfalles
, der
Schwere oder besondere
n
Art der erlittenen Verletzungen,
sowie der
ärztliche
n
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert
hat,
nicht
gegeben
waren (vgl.
Urk.
1 S. 16 ff.,
Urk.
2 S. 7 f.,
Urk.
18 S. 6 f.).
4.4.3
Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung setzt eine länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden voraus (BGE 140 V 356 E. 5.6.2 mit Hinweisen), wobei dies nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, in
wieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist (SVR 2022 UV Nr. 27 S. 110, Urteil des Bundesgerichts 8C_518/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.4.4). Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärzt
liche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein (SVR 2019 UV Nr. 41 S. 155, Urteil des Bundesgerichts 8C_627/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 4.1.2).
Die Radiusköpfchenfraktur, die sich der Beschwerdeführer beim Ereignis vom 1
5.
Oktober 2019 zugezogen hatte, wurde am 3
1.
Oktober 2019 im Spital
D.___
operativ versorgt
(
Urk.
13/12)
. Nachdem der Beschwerdeführer trotz objektiv zu verzeichnender optimaler operativer Rekonstruktion der Fraktur weiterhin Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung beklagte
(
Urk.
13/
37/2)
und sich zwei zwischenzeitlich im Februar und Juni 2020 durchgeführte intra
artikuläre Infiltrationen als
wenig
wirkungs
voll
erwiesen hatten
(
Urk.
13/38/1,
Urk.
13/86/2)
, wurde am
7.
Dezember 2020 eine erneute Operation durchgeführt, wobei das Osteosynthesematerial entfernt wurde
(
Urk.
13/103/2)
. Seither
erfolgten - abgesehen von der am
4.
April 2022 durchgeführten Gelenks
embolisation, von der indessen keine
massgebliche
Besserung der Unfallfolgen zu erwarten war und
die deshalb
ausser
Acht zu bleiben hat (
vgl
. vorstehende E
4.3
) - einzig ärztliche
Verlaufskontrollen, weitere Abklärungen in neurologischer und handchirurgischer Hinsicht sowie Physiotherapie und
eine
medikamentöse Schmerzbehandlung
(vgl. vorstehende E. 3.7 ff.)
, die allesamt den Anforderungen an eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit
auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung nicht erfüllen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_647/2018 vom 16. Januar 2019 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 E. 4.5.4 und 8C_394/2022 vom 8. November 2022 E. 9.1, je mit Hinweisen)
.
Somit wurden
sämtliche zu berücksichtigenden medizinischen Interventionen innerhalb von 14 Monaten nach dem Unfall durchgeführt,
wobei die Operation vom
7.
Dezember 2020 durchaus auch zu einem früheren Zeitpunkt hätte geplant wer
den können und aus beim Beschwerdeführer liegenden Gründen herausgezögert wurde
(
Urk.
13/90).
Eine
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung
liegt nicht
vor.
4.4.4
Z
u verneinen ist
auch
das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen,
da darauf
nicht schon aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden darf.
Vielmehr bed
arf
e
s dafür besonderer Gründe,
welche die Genesung bis zum Fall
abschluss beeinträchtigt oder verzögert haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_627/2019 vom 10. März 2020 E. 5.4.3 mit Hinweisen)
.
Der Umstand, d
ass Beschwerden trotz
Durchführung von verschiedenen
Behandlungen persistieren - wie dies der Beschwerdeführer vorbringt (
Urk.
1 S. 17) - genügt
somit
nicht
(Urteile des Bundesgerichts 8C_582/2021 vom 11. Januar 2022 E. 12.4 und 8C_627/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 4.1.4, je mit Hinweisen,
Urteil des Bundesgerichts 8C_1015/2008 vom 6. April 2009 E. 5.4.3)
.
Weitere Anhalts
punkte für einen schwierigen Heilverlauf oder erhebliche Komplikationen sind nicht ersichtlich.
4.4.6
Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähig
keit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf, sondern auch auf leidensadaptierte Tätigkeiten (Urteil des Bundesgerichts 8C_627/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 4.1.5 mit Hinweisen). Eine volle Arbeits
unfähigkeit während rund drei Jahren genügt nach der Rechtsprechung, um dieses Kriterium zu erfüllen (Urteil des Bundesgerichts 8C_627/2019 vom 10. März 2020 E. 5.4.5 mit Hinweis
).
Der Beschwerdeführer war
gemäss
über
einstimmender Einschätzung von med.
pract
.
A.___
und den behandelnden
Ärzten
jedenfalls seit März
2022, mithin
knapp
zwei
einhalb
Jahre nach dem Unfall
ereignis - unter Ausschluss der psychischen Beschwerden - in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
13/211/7,
Urk.
13/267/1,
Urk.
13/273/2)
. Das Kriterium ist daher nicht erfüllt, schon gar nicht in besonders ausgeprägter Weise.
4.4.4
Zu prüfen bleibt das
K
riterium der körperlichen Dauerschmerzen, welches in
dessen mangels Erfüllung weitere
r
Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter Weite gegeben sein müsste
. Der Beschwerdeführer klagt über
Schmerzen des rechten Armes und des Ellenbogens
, insbesondere
bei
endgradiger
Extension, die auch in der Nacht
auftreten
könn
t
en und bei Belastung zun
ä
hmen
(
Urk.
13
/206/2
,
Urk.
13
/268/1)
.
Von körperlichen
Dauerschmerzen
- insbesondere in besonders ausgeprägter Weise -
kann
indessen
nicht
gesprochen werden
, zumal zu berück
sichtigen ist, dass
psychische Beschwerden in diesem Zusammenhang nicht miteinzubeziehen sind, auch wenn sie körperlich imponieren (Urteil des Bundes
gerichts 8C_394/2022 vom 8. November 2022 E. 8.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 E. 4.5.5 mit Hin
weisen) und beim Beschwerdeführer zusätzlich eine
chronische
Schmerzstörung
mit insbeson
d
ere psychischen Faktoren
diagnostiziert wurde, die gemäss Ein
schätzung von
Dr.
B.___
einen massgeblichen Anteil an der Beschwerde
symptomatik hat (
Urk.
13/298/8).
4.4.8
Nach dem Gesagten ist die Adäquanz
der psychischen Beschwerden zum Unfall
ereignis
zu verneinen, weshalb auf Weiterungen zur Frage der natürlichen Kausalität verzichtet werden kann (BGE 135 V 465 E. 5.1). Damit erübrigen sich allfällige weitere medizinische Abklärungen, wie sie vom Beschwerdeführer gefordert werden, da diese der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammen
hangs dienen würden, nicht jedoch der Beantwortung der Rechtsfrage der Adäquanz (Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2013 vom 18. September 2013 E. 5.1 mit weiterem Hinweis).
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist weiter, ob
die Beschwerdegegnerin den
Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat.
Gemäss
der Einschätzung von
Kreisärztin
med.
pract
.
A.___
ist der Beschwerde
führer in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
13/211/7)
. Diese Einschätzung stimmt
grundsätzlich
mit derjenigen der
behandelnden Ärzte
über
ein, wobei
diese
abweichend von med.
pract
.
A.___
nicht mittelschwere, sondern lediglich leichte Tätigkeiten als zumutbar erachte
te
n (
Urk.
13/267/1,
Urk.
13/273/2,
Urk.
13/274/2)
.
Weshalb dem Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sein sollten, begründeten die behandelnden Ärzte indessen nicht und gingen insbesondere auf die - vorliegend für die Festsetzung der
Arbeitsfähigkeit
nicht zu berücksichtigende - psychische Komponente der Beschwerden nicht ein, so dass ihre Beurteilung nicht überzeugt. Da zudem die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen ist, dass
behandelnde Arztpersonen mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), sind die
Einschätzungen der behandeln
d
en Ärzte vor
liegend nicht geeignet, an der Beurteilung von med.
pract
.
A.___
auch nur geringe Zweifel zu erwecken.
5.2
Zum Einwand der fehlenden Durchführung einer Abklärung der beruflichen Leistungsfähigkeit ist festzuhalten, dass bei zuverlässiger ärztlicher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Regel keine Notwendigkeit besteht, die Rechtsfrage der Erwerbsunfähigkeit durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Ausnahmsweise kann eine solche erforderlich sein, wenn mehrere involvierte Ärzte eine solche angesichts eines multiplen und schwierig einzu
schätzenden Krankheitsbildes ausdrücklich befürworten (Urteil des Bundes
gerichts 8C_711/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 3.5). Solche Umstände
macht
e
d
er
Beschwerdeführer nicht geltend und
solche
sind auch nicht ersichtlich. Weitergehende Abklärungen zur beruflichen Leistungsfähigkeit de
s
Beschwerde
führer
s
erweisen sich daher nicht als erforderlich (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen).
5.
3
5.
3
.1
Beim in der Folge durchgeführten Einkommensvergleich
stellte die
Beschwerde
gegnerin
für das
Valideneinkommen
auf die
Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin
Y.___
GmbH
ab
, wonach der
mutmassliche
Lohn des Beschwerdeführers im Jahr 2022 monatlich
Fr.
4‘600.-- betragen
(
Urk.
13/155/1)
und sich im Jahr 2022 entsprechend dem anwendbaren Gesamtarbeitsvertrag Holzbauindustrie nicht erhöht hätte
, was zu einem
Valideneinkommen
von
Fr.
59‘800.-- (
Fr.
4‘600.-- x 13) führte
(
Urk.
2 S. 10)
.
D
as Invalideneinkommen
bestimmte
die Beschwerdegegnerin dagegen
gestützt auf
den Tabellenlohn
ge
mäss
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2020 (TA1_tirage_skill_level, nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Kompetenzniveau 1, Zentralwert, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik
;
Urk.
2 S. 12 f.
)
.
Der Männerlohn beträgt
Fr. 5'261.--
monatlich
. Angepasst
an die betriebsübliche Arbeitszeit und die Nominallohnentwicklung
ergibt sich
für das Jahr 2022 ein Einkommen in der Höhe von
Fr.
66‘015.60 (Fr. 5'261.-- x
12 :
40 x 41.7 : 2298
x 2305).
Diese Bemessungsgrundlagen werden vom Beschwerdeführer grund
sätzlich nicht bestritten
;
angesichts des Umstandes, dass das
Valideneinkommen
unter dem Invalideneinkommen liegt, macht er jedoch geltend, dass eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vorzunehmen und das Invaliden
einkommen auf
Fr.
59‘800.-- zu reduzieren sei
(
Urk.
18 S.
1
2 f.)
.
Den Akten lässt sich entnehmen, dass die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers dem Gesamtarbeitsvertrag
(GAV)
für die Schweizerische Holz
industrie unterstellt ist (
Urk.
13/
155/1
) und der Beschwerdeführer bei ihr als Zaunmonteur angestellt war
, wobei er
ein Einkommen von
Fr.
4‘600.-- erzielte beziehungsweise im Jahr 2021 erzielt hätte
(
Urk.
13/157/
1.
Dieses entspricht dem beziehungsweise übersteigt das im GAV festgelegte Mindesteinkommen
für un
gelernte Angestellte
(
Fr.
3‘982.-- seit April 2017 resp.
Fr.
4‘091.-- seit
1.
Januar 2023; vgl.
Gesamtarbeitsvertrag
für die schweizerische Holzindustrie
1.
April 2017
und
Zusatzvereinbarung 2023
, abrufbar unter:
https://www.holz-bois.ch/verband/gesamtarbeitsvertrag
)
, weshalb es
rechtsprechungsgemäss
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_541/2021 vom 1
8.
Mai 2022 E 4.2.2
m.w.H
.) nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden
kann und für eine Parallelisierung kein Raum bleibt.
Zu bemerken ist sodann, dass selbst bei einer
gemäss
den Berechnungen des Beschwerdeführers durchgeführten Parallelisierung der Ver
gleichseinkommen aufgrund des nicht zu beanstandenden leidensbedingten Ab
zuges von 5
%
(vgl. nachfolgend E.
5.3.3) kein rentenbegründender Invaliditäts
grad von mindestens 10
%
resultieren würde.
5.
3
.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die ver
bliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Um
stände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
Es entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass faktische
Einhändig
keit
oder Beschränkung der dominanten Hand als
Zudienhand
einen Abzug von 20-25 % zu rechtfertigen vermag. Mit Urteil 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 hat das Bundesgericht aber auch einen Abzug bei einer versicherten Person mit Einschränkungen der dominanten Hand verneint (E. 3.2 und E. 4.2.2). Gleich entschied es mit Urteil 8C_174/2019 vom 9. Juli 2019 bezüglich einer ver
sicherten Person mit Einschränkungen des
adominanten
Arms (E. 5.1.2 und E. 5.2.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.1 mit Hinweisen).
Das Bundesgericht geht dann von einer funktionellen
Einarmigkeit
oder
Ein
händigkeit
aus, wenn eine versicherte Person eine Hand nur noch als
Zudienhand
einsetzen kann (vgl. Urteil 8C_587/2019 vom 3
0.
Oktober 2019 E. 7.3). Es ver
neinte eine faktische
Einarmigkeit
etwa bei einem Versicherten, der mit der nicht dominanten Hand vollzeitlich ohne Einschränkung der Feinmotorik nur noch leichte Tätigkeiten verrichten konnte (Urteil 8C_477/2016 vom 2
3.
November 2016 E. 4.3).
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei als funktionell einarmig an
zusehen, ist zwar davon auszugehen, dass
die
Belastbarkeit
seines
rechten dominanten Arms vermindert
ist
. Die Beweglichkeit der rechten Schulter und des Handgelenks sowie die Funktionsfähigkeit der rechten Hand sind jedoch erhalten
, diejenige des Ellbogens zumindest annähernd
. Der Beschwerdeführer kann
ge
mäss
der beweiswerten kreisärztlichen Beurteilung mit dem betroffenen Arm weiterhin mittelschwere Tätigkeiten ohne Schläge und Vibrationen sowie ohne vibrierende Maschinen und repetitive
Umwendbewegungen
ausüben. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
Urk.
1 S. 20)
liegen somit keine Ein
schränkungen
vor, die mit jenen einer faktischen
Einarmigkeit
zu vergleichen sind.
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, führt
sodann
nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte
bis mittelschwere
Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 8C_61/2018 vom 2
3.
März 2018 E. 6.5.2 mit weiteren Hinweisen).
Die psychische Einschränkung ist sodann
mangels Adäquanz
(vgl. vorstehende E. 4.4)
bei der Bestimmung des Leidens
abzuges nicht zu berücksichtigen.
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht darlegte,
bilde
t
auch der Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers (Aufenthaltsbewilligung B) keinen
zwingenden
Grund, einen
(zusätzlichen)
Abzug vorzunehmen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_350/2021 vom 2
3.
Februar 2023 E
.
4.2).
Eine ungenügende Ausbildung ist sodann nicht abzugsrelevant, da diesem Aspekt bei der Wahl des Kompetenz
niveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7).
Schliesslich
rechtfertigen auch die mangelnden Sprachkenntnisse bei Hilfstätigkeiten im untersten Kompetenzniveau
recht
sprechungsgemäss
keinen Abzug (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.3.4 mit Hinweis).
Eine Erhöhung des von der Beschwerdegegnerin gewährten Leidensabzugs von 5
%
erscheint somit unter Berücksichtigung der erwähnten Rechtsprechung nicht als gerechtfertigt.
5.3.4
Sind die von der Beschwerdegegnerin errechneten Vergleichseinkommen nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, ergibt sich dementsprechend keine unfall
bedingte
Einkommenseinbusse
und hat sie
den
Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint.
6.
Der Beschwerdeführer bemängelt
schliesslich
, dass ihm die Beschwerdegegnerin keine Integritätsentschädigung zugesprochen hat
(
Urk.
1 S. 21 f.,
Urk.
18
S
. 13 ff.)
.
Med.
pract
.
A.___
kam in ihrer Beurteilung vom 1
0.
Januar 2022 zum Schluss,
d
er erlittene Integritätsschaden erreiche die
Erheblichkeitsgrenze
zur Ausrichtung einer Integritätsentschädigung bei weitem nicht
,
und begründete dies
über
zeugend
mit der korrekten Konsolidation der Fraktur, de
n
erhobenen klinischen Befunde
n
mit hervorragenden, annähernd physiologischen Bewegungsausmass
en
und den objektivierbaren Faktoren (
Urk.
13/211/7). Der Beschwerdeführer ver
weist dagegen auf
die von den behandelnden Ärzten festgehaltenen Bewegungs
einschränkungen, die fortbestehenden Schmerzen sowie die psychische Beeinträchtigung (
Urk.
1 S. 21 f.).
Zunächst ist festzuhalten, dass keiner der behandelnden Ärzte zur Frage der Integritätsentschädigung Stellung nahm
, sondern der
Beschwerdeführer selbst eine Einschätzung vornahm, worauf von
v
ornherein nicht abgestellt werden kann.
Zudem
erreichen
sowohl die von med.
pract
.
A.___
angenommenen, als auch die vom Beschwerdeführer gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte angeführten Bewegungseinschränkungen bei
w
eitem nicht
die
gemäss
Suva-Tabelle 1 für eine Zusprache einer Integritäts
entschädigung bei Funktionsstörungen der oberen Extremitäten erforderliche Schwere.
Insbesondere liegt weder eine Aufhebung von Supination noch Pronation vor.
Da des Weiteren die psychischen Beschwerden des Beschwerde
führer
s
aufgrund der mangelnden Unfallkausalität bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung nicht zu berücksichtigen sind, vermögen
die Vorbringen
des Beschwerdeführers keine Zweifel an der Einschätzung von med.
pract
.
A.___
zu wecken und die Beschwerdegegnerin hat ihm gestützt darauf zu Recht keine Integritätsentschädigung zugesprochen.
7.
Nach dem Gesagten ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
9.
September 2022 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.
8
.
8
.1
Das Verfahren ist kostenlos. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2) erweist sich vor diesem Hintergrund als obsolet.
8.2
8.2.1
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Yannik Müller
, ist für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen aus der Gerichtskasse zu entschädigen
.
Nach der Rechtsprechung sind nur jene Auf
wendungen entschädigungspflichtig, die in einem kausalen Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte im Prozess stehen und zudem notwendig und
ver
hältnismässig
sind, da es sich nur in diesem Umfang rechtfertigen lässt, die Kosten der Staatskasse oder gegebenenfalls dem Prozessgegner aufzuerlegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_857/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 3.1).
8
.
2.
2
Rechtsanwalt
Yannik Müller
machte mit Honorarnote vom 2
4.
August 2023 einen Aufwand von insgesamt 34.05 Stunden sowie Barauslagen von
Fr.
224.95 zuzüglich Mehrwertsteuer geltend (
Urk.
25). Dieser Zeitaufwand is
t
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen.
So umfasst die
Replik auf die rund sechsseitige Beschwerdeantwort (
Urk.
12) 16 Seiten, auf denen den knappen Ausführungen der Beschwerdegegnerin mancher
orts mit Wiederholungen dessen begegnet wird, was bereits in der Beschwerde
schrift dargetan worden ist
.
Dies zeigt sich exemplarisch
hinsichtlich de
r
Aus
führungen zur Adäquanz,
welche die Beschwerdegegnerin in der Beschwerde
antwort auf knapp einer halben Seite
erörterte
, wobei sie im Vergleich zum
Ein
spracheentscheid
nichts Neues vorbrachte
, während der Beschwerdeführer diesem Punkt drei Seiten widmete (
Urk.
18) und zudem stundenlange Recherchen geltend macht (
Urk.
25 S. 2).
Eine Replik soll
indessen
der
beschwerdeführenden
Partei in erster Linie dazu dienen, die Vorbringen der gegnerischen Partei direkt zu kommentieren und insbesondere zu allfälligen neuen Aspekten in diesen Vor
bringen Stellung zu nehmen; hingegen besteht kein Recht, im Rahmen der Replik Aspekte vorzutragen oder näher zu beleuchten, die bereits mit der Beschwerde dargetan worden sind oder hätten dargetan werden können (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_451/2021 vom 6. Oktober 2021 E. 3.2). Der Aufwand, den der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für die Replik getätigt hat, übersteigt somit bei
w
eitem den Umfang, der als erforderlich und
gerechtfertigt
erscheint. Zu ent
schädigen ist daher nicht der geltend gemachte Zeitaufwand
für die Replik und damit zusammenhängende Recherchen
von insgesamt 20 Stunden, sondern viel
mehr ein Zeitaufwand von 2 Stunden.
Im Übrigen erscheint der geltend gemachte Aufwand als vertretbar, weshalb
insgesamt von einem
A
ufwand
von
16,
05
Stunden
auszugehen ist
.
Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
220.-- resultiert daraus eine Ent
schädigung für den Zeitaufwand von
Fr.
3‘531
.-- (
16,
05
x
Fr.
220.--). Hinzu kommt der Auslagenersatz, den der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers als Pauschale von 3
%
bemessen hat
und der sich
demgemäss
auf
Fr.
1
05
.
90
beläuft
. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 7.7% ergibt sich ein Betrag von
Fr.
3‘917
.--
, mit dem der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Yannik Müller, Frauenfeld,
wird mit
Fr.
3’917
.--
(inkl. Barauslagen und MWST) aus der
Gerichtskasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht ge
mäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Yannik Müller
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
FehrEngesser