# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a7f4374-bf95-5b0b-a917-7cfd3cc167f0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.07.2018 III 2017 177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-177_2018-07-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 177

Entscheid vom 16. Juli 2018

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,

2. B.________,

3. C.________,
Beschwerdeführer,
Zustelladresse für Beschwerdeführer 1-3:
A.________,

4. D.________, als Willensvollstrecker im Nachlass von 
E.________ (gest. _____2017),
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y.________

gegen

1. Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 
8832 Wollerau,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. W.________,

2. Tiefbauamt, Postfach 1251, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Verkehrsanordnungen (Felsenstrasse / Felsenmattstrasse, Wollerau)

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Sachverhalt:

A. Im Amtsblatt Nr. F.________ publizierte der Gemeinderat die mit Beschluss 
(GRB Nr. 2016.50) vom 7. März 2016 genehmigte Zusammenlegung des Bau-
/Projektbewilligungsverfahrens für die Querverbindung Hauptstrasse - Felsen-
strasse mit dem Enteignungsverfahren. Gegen dieses Vorhaben liess 
E.________ Einsprache erheben und die Abweisung des Strassenprojektes ver-
langen. Aufgrund der Bearbeitung der für die Inbetriebnahme der neuen Verbin-
dungsstrasse vorgesehenen Verkehrsanordnungen durch das Ressort Tiefbau 
ergaben sich für das Strassenbauprojekt notwendige Projektanpassungen. Es 
drängte sich daher eine Neuauflage des angepassten Projektes auf, wobei die 
vorgesehenen Verkehrsanordnungen gleichzeitig öffentlich aufgelegt werden 
sollten (vgl. GRB Nr. 2016.237 vom 26.9.2016, Sachverhalt). 

B.1 Im Amtsblatt Nr. G.________ wurde unter dem Betreff "Gemeinde Wollerau 
/ Querverbindung Hauptstrasse-Felsenstrasse Zusammenlegung Bau-
/Projektgenehmigungs- und Enteignungsverfahren" folgendes publiziert:

Mit Beschluss vom 26. September 2016 (GRB Nr. 2016.237) hat der Gemeinderat 
die Zusammenlegung des Bau-/Projektbewilligungsverfahrens mit dem Enteig-
nungsverfahren aus verfahrensökonomischen Gründen genehmigt. Es ist deshalb 
explizit darauf hinzuweisen, dass gemäss § 32 Enteignungsgesetz vom 22. April 
2009 (EntG, SRSZ 470.100) und § 5 Verordnung zum Enteignungsgesetz vom 
30. November 2010 (VEntG, SRSZ 470.111) enteignungsrechtlich relevante Rü-
gen, soweit diese die Pläne betreffen, bereits im Bau-/Projektbewilligungsverfahren 
anzubringen sind. 
Gemäss § 16 des Strassengesetzes vom 15. September 1999 (StraG, SRSZ 
442.110) wird das Bauprojekt Querverbindung Hauptstrasse-Felsenstrasse (kom-
munale Basiserschliessung) inklusive des Landerwerbsplans während 20 Tagen 
auf der Gemeinde Wollerau öffentlich aufgelegt. 
(…). 

B.2 Im gleichen Amtsblatt ________ wurde gemäss Beschluss des Gemeinde-
rats Wollerau (GRB Nr. 2016.204) vom 22. August 2016, genehmigt vom Tief-
bauamt des Kantons Schwyz am 7. November 2016 (Vi-act. III/01/ Beilage 15), 
betreffend Verkehrsanordnungen auf der Felsenstrasse, der neuen Verbindungs-
strasse Felsenstrasse-Hauptstrasse, der Hauptstrasse sowie der Felsenmatt-
strasse und Felsenrainstrasse in Wollerau, was folgt publiziert:

a) "Einfahrt verboten" (SSV-Signal Nr. 2.02) mit dem Zusatz "ausgenommen 
Fahrrad" (SSV-Symbol Nr. 5.31) auf der Felsenstrasse talwärts bei der Fel-
senmattstrasse. 

b) "Einbahn mit Gegenverkehr von Radfahrern" (SSV-Signal Nr. 4.08.1) berg-
wärts auf der Felsenstrasse ab der Alten Wollerauerstrasse bis zur Einmün-
dung Felsenmattstrasse.

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c) "Abbiegen nach links verboten" (SSV-Signal Nr. 2.43) mit dem Zusatz "aus-
genommen Fahrrad" (SSV-Symbol Nr. 5.31) bei den Einmündungen Felsen-
mattstrasse und Felsenrainstrasse in die Felsenstrasse. 

d) "Kein Vortritt" (SSV-Signal Nr. 3.02) bei der Einmündung der Verbindungs-
strasse Felsenstrasse-Hauptstrasse in die Hauptstrasse. 

e) "Abbiegen nach links verboten" von der Hauptstrasse in die Verbindungs-
strasse Felsenstrasse-Hauptstrasse. 

(…). 

B.3 Im Amtsblatt Nr. H.________ wurde der Punkt c) der in der Vorwoche pu-
blizierten Verkehrsanordnungen wie folgt berichtigt:

"Abbiegen nach links verboten" (SSV-Signal Nr. 2.43) mit dem Zusatz "ausge-
nommen Fahrrad" (SSV-Symbol Nr. 5.31) bei den Einmündungen Felsenmatt-
strasse und der Zufahrtsstrasse zu den Liegenschaften Felsenstrasse Nr. 40, 48a, 
50, 52 in die Felsenstrasse. 

Die Felsenrainstrasse sei somit nicht von der Signalisation "Abbiegen nach links 
verboten" (SSV-Signal Nr. 2.43) betroffen. Es wurde erneut auf die Möglichkeit 
zur Einsichtnahme in die Unterlagen sowie die Beschwerdemöglichkeit an den 
Regierungsrat hingewiesen. 

C. Am 28. November 2016 erhoben A.________, B.________ und 
C.________ Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz (Verfahren 
VB 297/2016 [Verfahren III]) mit den folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss des Gemeinderates Wollerau vom 22. August 2016 sei aufzu-
heben. 

2. Die Verkehrsanordnungen vom Tiefbauamt des Kantons Schwyz, veröffent-
licht im Amtsblatt vom 11. November 2016 und vom 18. November 2016 seien 
aufzuheben. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner. 

Am 30. November 2016 erhoben fünf weitere Privatpersonen Beschwerde beim 
Regierungsrat (Verfahren VB 293/2016 [Verfahren I]). 

Am 1. Dezember 2016 erhob E.________ Beschwerde beim Regierungsrat mit 
den folgenden Anträgen (Verfahren VB 295/2016 [Verfahren II]): 

1. Der Beschluss des Gemeinderats Wollerau vom 22.08.2016 betreffend Ver-
kehrsanordnungen auf der Felsenstrasse, der neuen Verbindungsstrasse 
Felsenstrasse - Hauptstrasse, der Hauptstrasse sowie der Felsenmattstrasse 
und Felsenrainstrasse sei aufzuheben. 

2. Der Beschluss des Tiefbauamts des Kantons Schwyz vom 07.11.2016 be-
treffend die Genehmigung des Beschlusses des Gemeinderats Wollerau vom 
22.08.2016 gemäss vorstehender Ziff. 1 sei aufzuheben. 

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3.1 Die im Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. G.________ und im Amtsblatt des 
Kantons Schwyz Nr. H.________ publizierten Verkehrsanordnungen in Woller-
au seien nicht zu erlassen. 

3.2 Eventualiter sei die Sache zur Durchführung des ordnungsgemässen Verfah-
rens an die Erlassbehörde zurück zu weisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

D. Der Regierungsrat vereinigte die drei Beschwerdeverfahren und entschied 
mit Beschluss (RRB) Nr. 656/2017 vom 29. August 2017 wie folgt:

1. Die Beschwerden I, II und III werden im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 2400.-- 
werden den Beschwerdeführern Ziff. I, II und III zu je einem Drittel (je 
Fr. 800.--) auferlegt und mit deren Kostenvorschüssen (je Fr. 800.--) verrech-
net. 

3. Der Gemeinde Wollerau wird eine Parteientschädigung von Fr. 1500.-- zuge-
sprochen, welche je zu einem Drittel (Fr. 500.--) von den Beschwerdeführern 
I, II und III zu tragen ist, dies unter solidarischer Haftbarkeit.

(4./5. Rechtsmittelbelehrung/Zustellung). 

E. Mit Eingabe vom 26. September 2017 (Postaufgabe am gleichen Tag) las-
sen A.________, B.________, C.________ und E.________, vertreten durch 
Rechtsanwältin MLaw Y.________, gegen den am 6. September 2017 zugestell-
ten RRB rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
einreichen mit den folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz Nr. 656/2017 vom 
29.08.2017 sei aufzuheben.

2. Der Beschluss des Gemeinderats Wollerau vom 22.08.2017 betreffend Ver-
kehrsanordnungen auf der Felsenstrasse, der neuen Verbindungsstrasse Fel-
senstrasse - Hauptstrasse, der Hauptstrasse sowie der Felsenmattstrasse und 
Felsenrainstrasse sei aufzuheben. 

3. Der Beschluss des Tiefbauamts des Kantons Schwyz vom 07.11.2016 betref-
fend die Genehmigung des Beschlusses des Gemeinderats Wollerau vom 
22.08.2016 gemäss vorstehender Ziff. 2 sei aufzuheben. 

4.1 Die Sache sei zur Durchführung des ordnungsgemässen Verfahrens an den 
Regierungsrat des Kantons Schwyz, eventualiter an die Gemeinde Wollerau, 
zurück zu weisen. 

4.2 Eventualiter seien die im Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. G.________ und 
im Amtsblatt des Kantons Schwyz Nr. H.________ publizierten Verkehrsan-
ordnungen in Wollerau nicht zu erlassen. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

F. Mit Vernehmlassung vom 19. Oktober 2017 beantragt das instruierende 
Sicherheitsdepartement des Kantons Schwyz (SID) die Abweisung der Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.

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G. Am 17. November 2017 teilte der Rechtsvertreter des Gemeinderats dem 
Verwaltungsgericht mit, dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer dem 
kommunalen Tiefbauamt telefonisch mitgeteilt habe, sie vertrete im pendenten 
Projektbewilligungs- und Enteignungsverfahren die Interessen sämtlicher Erben 
des am ______ 2017 verstorbenen E.________ sel. und habe um Ansetzung ei-
nes Termins für eine Besprechung mit den Gemeindevertretern ersucht. Die Ge-
meinde Wollerau gehe deshalb davon aus, dass die Erben von E.________ sel. 
allenfalls an einer Aufrechterhaltung der Einsprache gegen das kommunale 
Strassenbauprojekt nicht mehr interessiert seien. 

Mit Schreiben vom 28. November 2017 informiert die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht, dass ihr Mandat in Bezug auf die 
Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 erloschen sei. 

Mit Schreiben vom 29. November 2017 ersuchte das Verwaltungsgericht die 
Rechtsvertreterin um den Nachweis, dass die Erben von E.________ sel. als 
Partei ins vorliegende Verfahren eingetreten sowie gewillt sind, das Verfahren 
weiter zu führen und die Rechtsvertreterin hierzu legitimiert haben. Am 7. De-
zember 2017 stellt die Rechtsvertreterin dem Verwaltungsgericht ein vom Einzel-
richter des Bezirksgerichts Höfe am 3. Oktober 2017 ausgestelltes Willensvoll-
streckerzeugnis (Bf-act. 4) zu, wonach E.________ sel. Herrn D.________, als 
Willensvollstrecker bestimmt hat. Gleichzeitig reicht die Rechtsvertreterin eine 
von D.________ unterzeichnete Prozessvollmacht "in Sachen: Querverbindung 
Hauptstrasse-Felsenstrasse, Wollerau betreffend: Signalisation" ein (Bf-act. 5).

H. Mit Vernehmlassung vom 16. Februar 2018 beantragt der Gemeinderat 
Wollerau die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführer, soweit darauf einzutreten 
sei. 

I. Mit Schreiben vom 19. Februar 2018 ersuchte das Verwaltungsgericht die 
Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 um Mitteilung bis spätestens 12. März 2018, ob 
sie an der Beschwerde festhalten. Im Schreiben wurde zudem den übrigen Ver-
fahrensparteien die Änderung der Parteibezeichnung des Beschwerdeführers 
Ziff. 4 angezeigt. Im Weiteren wurde den Beschwerdeführern Frist angesetzt, um 
eine Stellungnahme zu den Vernehmlassungen einzureichen. 

J. Mit Eingabe vom 7. März 2018 halten die Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 an 
ihren Anträgen in der Beschwerde vom 26. September 2017 fest. In der Be-
schwerde an den Regierungsrat und in der Beschwerdeschrift ans Verwaltungs-
gericht sei alles gesagt worden. Auf eine weitere Stellungnahme werde verzich-
tet. 

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K. Mit vorab per E-Mail übermittelter Eingabe vom 10. April 2018 informiert 
der Beschwerdeführer Ziff. 4 das Verwaltungsgericht über Vergleichsgespräche 
mit der Gemeinde und ersucht im Einverständnis mit der Gemeinde um eine 
Fristerstreckung zur Einreichung einer Stellungnahme. 

L. Auf ein (weiteres) Fristerstreckungsgesuch der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 
3 hin, welches mit Vergleichsverhandlungen begründet wurde, setzte das Ver-
waltungsgericht eine letztmalige Frist an und erklärte, es gehe davon aus, dass 
bei einem Vergleich auch die Interessen der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 
berücksichtigt würden. Mit Schreiben vom 14. Mai 2018 erklärte der Beschwerde-
führer Ziff. 4, diese Vermutung sei nicht korrekt.

M. Mit Schreiben vom 25. Mai 2018 teilt der Beschwerdeführer Ziff. 4 mit, die 
Vergleichsverhandlungen seien erfolgreich gewesen. Es werde daher um Ab-
schreibung des Verfahrens infolge Vergleichs ersucht. Die Parteien verzichteten 
gegenseitig auf Parteientschädigungen. Allfällige Gerichtskosten trage die Ge-
meinde. Der Vollständigkeit halber werde noch einmal festgehalten, dass der 
Abschreibungsantrag nur namens des Beschwerdeführers Ziff. 4, nicht aber im 
Auftrag der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 gestellt werde.

Mit Eingabe vom 7. Juni 2018 bestätigt der Gemeinderat, dass die Parteien 
(d.h. die Gemeinde als Kaufrechtsnehmerin und der Beschwerdeführer Ziff. 4 
bzw. die Erben des E.________ sel. als Kaufrechtsgeber) am 24. Mai 2018 einen 
Kaufrechtsvertrag betreffend den Erwerb des für den Bau der Querverbindung 
benötigten Landes notariell haben beurkunden lassen. 

N. Mit VGE III 2018 103 vom 8. Juni 2018 schrieb der Einzelrichter die 
Beschwerde des Beschwerdeführers Ziff. 4 infolge Rückzugs als gegenstandslos 
am Protokoll ab. 

O. Mit Schreiben vom 18. Juni 2018 teilt der Gemeinderat dem Verwaltungs-
gericht unter Beilage des GRB Nr. 2018.174 vom 11. Juni 2018 mit, dass der 
Gemeinderat das Strassenbauprojekt gemäss der öffentlichen Planauflage im 
Amtsblatt Nr. G.________ bewilligt und die Einsprachen abgewiesen habe. Hier-
zu liessen sich die Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 innert Frist (4.7.2018) nicht 
vernehmen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Verfahrensvereinigung wie auch die Verfahrenstrennung werden im 
Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 nicht 

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ausdrücklich erwähnt (vgl. VGE 411+412+413/96 vom 17.12.1996 Erw. 1). Nach 
konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das 
Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig 
ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen 
Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen 
(vgl. statt vieler VGE III 2011 151+155 vom 18.1.2012, Erw. 1; VGE 603+606/92 
vom 23.9.1992 Erw. 1). Fehlt es an diesen Voraussetzungen, ist von einer Ver-
fahrensvereinigung abzusehen. Haben verschiedene Parteien ohne Notwendig-
keit gemeinsam ein Rechtsmittel ergriffen und drängt sich nicht initial eine Tren-
nung der Verfahren auf, ist es ebenso denkbar, dass sich die Voraussetzungen 
für die Beurteilung in einem einzigen (vereinigten) Entscheid während eines Ver-
fahrens ändern können, beispielsweise wenn eine beschwerdeführende (Mit-) 
Partei im Verlaufe des Verfahrens Abstand von der Beschwerde nimmt und die 
Beschwerde hinsichtlich dieser Partei ohne weiteres und unabhängig vom Aus-
gang des von den übrigen (Mit-)Parteien weiter geführten Verfahrens abge-
schrieben werden kann. Dies ist vorliegend der Fall (vgl. vorstehend Ingress 
lit. G ff.), weshalb das Verfahren betreffend den Beschwerdeführer Ziff. 4 abge-
trennt wurde. Dieses Verfahren wurde mit dem VGE III 2018 103 vom 8. Juni 
2018 abgeschrieben. Die Nennung des Beschwerdeführers Ziff. 4 im Rubrum er-
folgt - analog der Nennung der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 zum VGE III 2018 
103 vom 8. Juni 2018 - nur der Klarheit halber. 

2.1 Die Verkehrsproblematik bzw. Verkehrsüberlastung in Wollerau, insbe-
sondere im Zentrum von Wollerau (welche daraus resultiert, dass die meisten 
Verkehrsbeziehungen über das Dorfzentrum führen) ist (gerichts-)notorisch 
(vgl. VGE III 2015 228 vom 15.10.2016 Erw. 2.4.2; VGE III 2009 41+42 vom 
28.7.2009 Erw. 5.7.2; RRB Nr. 643/2011 vom 21.6.2011 Erw. 5.5.2; RRB Nr. 
259/2014 vom 11.3.2014 Erw. 8.4.1 f.; vgl. auch Verkehrsgutachten "Zentrum 
Wollerau" vom 27.9.2013 [erstellt durch Reumund + Kuster, Büro für Raum-
planung AG]).

Die Gemeinde Wollerau plant daher auf dem Grundstück KTN 001_____ die Er-
stellung einer Verbindungsstrasse von der Felsenstrasse her (mit Abzweigung im 
Bereich des Grundstückes KTN 002_____ zur (östlich gelegenen Haar-
nadelkurve der) Hauptstrasse (Verbindungsstrasse Felsenstrasse - Hauptstrasse, 
nachfolgend: Verbindungsstrasse). Diese Verbindungsstrasse bildet im kommu-
nalen Erschliessungsplan vom 7. März 2010 (vom Regierungsrat genehmigt mit 
RRB Nr. 1069/2010 vom 19.10.2010) als Basiserschliessungsstrasse Teil des 
verbindlichen Planinhalts. Dadurch soll der Dorfkern von einem Teil des Durch-

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gangsverkehrs entlastet werden (vgl. GRB Nr. 2016.204 vom 22.8.2016, "Sach-
verhalt"). 

Parallel zur Errichtung der Verbindungsstrasse ist auch eine Änderung der Ver-
kehrsführung geplant. Der motorisierte Individualverkehr sowie der öffentliche 
Verkehr sollen auf der Felsenstrasse ab der Alten Wollerauerstrasse bis zur Fel-
senmattstrasse nur noch im Einrichtungsverkehr bergwärts geführt werden. 

Gegen dieses neue Verkehrsregime bzw. die betreffenden Verkehrsanordnungen 
richtet sich die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde.

2.2 Sofern in der von den Beschwerdeführern Ziff. 1 bis 4 gemeinsam einge-
reichten Beschwerde Fragestellungen thematisiert werden, die den Beschwerde-
führer Ziff. 4 betreffen (vgl. z.B. S. 5 oben [Durchschneidung des landwirtschaft-
lichen Grundstückes des Beschwerdeführers Ziff. 4]; S. 11 [Enteignung]; S. 20 f. 
[Schutz des Eigentums und der Wirtschaftsfreiheit]), ist hierauf angesichts der 
Trennung der Verfahren und des VGE III 2018 103 vom 8. Juni 2018 (vgl. vor-
stehend Ingress lit. N) nicht mehr einzugehen. Das gleiche gilt für Rügen, welche 
sich auf das Projektgenehmigungs- und Enteignungsverfahren beziehen (soweit 
sie nicht im Rahmen der geltend gemachten Koordination der beiden Verfahren 
vorgebracht werden). Projektgenehmigung (und Enteignung) sind nicht Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens. 

3.1 Gemäss Art. 82 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 ist es grundsätzlich Sache 
des Bundes, den Strassenverkehr zu regeln. Den Kantonen kommt aber die 
Kompetenz zum Erlass von örtlichen Verkehrsbeschränkungen zu. Die Kantone 
können die ihnen verbleibenden Befugnisse an die Gemeinden delegieren (Art. 3 
Abs. 2 Satz 2 des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 741.01] vom 
19.12.1958). Es wird unterschieden zwischen den - vollständigen oder zeitlich 
beschränkten - Fahrverboten nach Art. 3 Abs. 3 SVG und den „anderen 
Beschränkungen oder Anordnungen“ gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG (vgl. 
Bundesgerichtsurteil 2A.38/2006 vom 13.7.2006 Erw. 1.1). Letztere können 
erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen 
Betroffener vor Lärm und Luftverschmutzung, die Beseitigung von 
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, die Sicherheit, die 
Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder 
andere in den örtlichen Verhältnissen liegende Gründe dies erfordern (Art. 3 Abs. 
4 SVG). 

3.2.1  Die verfahrensrechtlichen Vorgaben für funktionelle Anordnungen ergeben 
sich aus der Signalisationsverordnung (SSV; SR 741.21) vom 5. September 

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1979. Gemäss Art. 107 Abs. 1 SSV sind verfügte örtliche Verkehrsanordnungen 
gemäss Art. 3 Abs. 3 und 4 SVG, die durch Vorschrifts- oder Vortrittssignale oder 
durch andere Signale mit Vorschriftscharakter angezeigt werden, mit 
Rechtsmittelbelehrung zu veröffentlichen. Diese Signale dürfen erst angebracht 
werden, wenn die Verfügung vollstreckbar ist. Dies gilt auch für das in Art. 25 
SSV geregelte Signal "Abbiegen verboten" (vgl. VGE III 2011 202 vom 23.5.2012 
Erw. 4.2.4), das in Art. 18 Abs. 3 SSV geregelte Signal "Einfahrt verboten", das in 
Art. 46 Abs. 3 SSV geregelte Signal "Einbahn mit Gegenverkehr von Radfahrern" 
und das in Art. 36 Abs. 2 SSV geregelte Signal "Kein Vortritt" (vgl. Art. 107 Abs. 3 
SSV). 

3.2.2  Die bundesrechtlichen Vorgaben sind im kantonalen Strassengesetz wie 
folgt umgesetzt: Gemäss § 36 des Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) 
vom 15. September 1999 ist der Strassenträger zuständig, 
Verkehrsanordnungen nach Massgabe des Bundesrechts und der kantonalen 
Planungen zu treffen. Solche Anordnungen können auch im Rahmen eines 
Projektbeschlusses erfolgen. Die Strassenverordnung (StraV; SRSZ 442.111) 
vom 18. Januar 2000 präzisiert, dass die Exekutive des Strassenträgers die 
Verkehrsanordnungen anordnet (§ 18 Abs. 1 StraV). Bei Hauptstrassen verfügt 
die Fachstelle (= Tiefbauamt, § 2 Abs. 1 StraV) nach Rücksprache mit der 
Kantonspolizei (§ 18 Abs. 2 StraV), welche Verkehrsbeschränkung mit dem 
Hinweis auf den Beschwerdeweg im kantonalen Amtsblatt zu veröffentlichen ist 
(§ 20 Abs. 2 StraV). Verkehrsanordnungen von Gemeinden und Bezirken, die 
länger als 60 Tage dauern oder sich periodisch wiederholen, bedürfen hingegen 
der Genehmigung des vom Regierungsrat bezeichneten Amtes bzw. des 
Tiefbauamtes (§ 37 Abs. 1 StraG i.V.m. § 18 Abs. 3 StraV i.V.m. § 2 Abs. 1 
StraV). Der Genehmigungsbeschluss des Tiefbauamtes wird während 20 Tagen 
öffentlich aufgelegt. Während der Auflagefrist kann beim Regierungsrat 
Beschwerde erhoben werden (§ 37 Abs. 2 StraG). 

4. Umstritten ist, ob die Vorinstanzen dem Gebot der Koordination von stras-
senbaulichem (Verbindungsstrasse) und strassenverkehrsrechtlichem (Verkehrs-
anordnungen) Verfahren nachgekommen sind bzw. inwieweit die beiden Verfah-
ren zu koordinieren sind.

4.1.1  Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss festgehalten, den strit-
tigen Verkehrsanordnungen läge unbestrittenermassen ein Gesamtkonzept zu-
grunde. Der Gemeinderat Wollerau habe die Verkehrsanordnungen (Einbahnver-
kehr, Linksabbiegeverbot, Vortrittsregel) im Hinblick auf den Neubau der Verbin-
dungsstrasse bereits im Rahmen der Ortsplanungsrevision vom 7. März 2010 
vorgesehen und darüber informiert. Dem Gebot der materiellen Koordination sei 

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damit Rechnung getragen worden. Ausserdem hätten der Gemeinderat und das 
Tiefbauamt sowohl die Verkehrsanordnungen als auch das Projektgenehmi-
gungsverfahren gleichzeitig im Amtsblatt publiziert, sodass den Betroffenen die 
Möglichkeit eingeräumt worden sei, den Rechtsmittelweg in Kenntnis des gesam-
ten Massnahmepakets einzuschlagen. Insoweit seien die strassenbaulichen und 
strassenverkehrsrechtlichen Verfahren bisher auch formell koordiniert worden 
(angefocht. RRB Erw. 4.5). 

Im Weitern stellte sich der Regierungsrat die Frage, ob auch im Rechtsmittelver-
fahren die beiden Verfahren weiterhin koordiniert werden müssten. Obwohl der 
Gemeinderat im angefochtenen Beschluss festgehalten habe, dass es sich bei 
der Einbahnregelung und dem Projektgenehmigungsverfahren um eine Einheit 
handle, sei nicht ohne weiteres zu schliessen, dass die erwähnten Massnahmen 
in einer Weise voneinander abhängig seien, dass sie auch verfahrensmässig 
koordiniert werden müssten. Zwischen den Verkehrsanordnungen und dem Neu-
bau der Verbindungsstrasse bestünde nur ein tatsächlicher, nicht aber ein recht-
licher Zusammenhang. Die Verbindungsstrasse könne auch ohne Verkehrsan-
ordnungen errichtet werden und umgekehrt. Die beiden Bewilligungen seien nicht 
untrennbar miteinander verbunden. Eine gegenseitige Abhängigkeit bestehe 
allerdings darin, dass der Gemeinderat die Verbindungsstrasse möglicherweise 
nicht erstellen werde, wenn die Verkehrsanordnungen nicht bewilligt würden. Es 
bestehe lediglich das Risiko, dass eines der beiden Verfahren vergeblich durch-
geführt werde, sofern das andere Verfahren nicht bewilligt werde. Dieser Um-
stand vermöge zwar eine formelle Koordination als wünschenswert erscheinen 
lassen, begründe aber keine entsprechende Pflicht. Eine formelle Koordination 
sei insoweit nicht notwendig. Der Regierungsrat hält schliesslich fest, dass die 
Verkehrsanordnungen - insb. das Vortrittsverbot bei der Einmündung der Ver-
bindungsstrasse in die Hauptstrasse und das Linksabbiegeverbot auf die Haupt-
strasse - sinnvollerweise erst zu signalisieren seien, wenn die Verbindungs-
strasse realisiert sei (angefocht. RRB Erw. 4.6).

4.1.2  In der Beschwerde vom 26. September 2017 wird an der Rüge festgehal-
ten, der angefochtene RRB verletze die Koordinationspflicht nach Art. 25a des 
Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 so-
wie § 36 StraG. Voraussetzung für die Geltung der Koordinationspflicht sei, dass 
(i.) ein Bauvorhaben vorliege, das mehrere Verfügungen kantonaler und/oder 
kommunaler Behörden erfordere und dass (ii.) die verschiedenen Verfügungen 
für das Bauvorhaben erforderlich seien. Beide Anforderungen seien erfüllt. Die 
Querverbindungsstrasse und die Verkehrsanordnungen bildeten sowohl nach 
den Behauptungen der Erlassbehörde als auch des Regierungsrats eine Einheit. 

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Die Verfahren seien zwingend zu koordinieren. Entgegen den Erwägungen des 
angefochtenen Beschlusses, es bestehe lediglich ein tatsächlicher, nicht aber ein 
rechtlicher Zusammenhang - was in krassem Widerspruch zu den Ausführungen 
des Gemeinderates stehe -, könnten die beiden Massnahmen nicht von einander 
getrennt werden. Ohnehin sei ein faktischer Zusammenhang für die Bejahung 
der Koordinationspflicht ausreichend. Könnten die Verkehrsanordnungen nicht 
oder nicht wie geplant umgesetzt werden, könne die Querverbindungsstrasse 
selbst nach den Ausführungen des Gemeinderates die gewünschten Ziele nicht 
erreichen. Diesfalls fehle es an einem öffentlichen Interesse für die Erstellung der 
Querverbindungsstrasse (und im umgekehrten Fall am öffentlichen Interesse an 
den Verkehrsanordnungen), welches laut den Vorinstanzen in der Verbesserung 
der Verkehrssicherheit und der Entlastung des Dorfkernes begründet sei. Auch 
hieraus ergebe sich zwingend ein Koordinationsbedarf. Es habe jedoch weder 
eine materiell noch formell koordinierte gesamthafte Beurteilung beider (der bau-
lichen und verkehrsrechtlichen) Massnahmen stattgefunden (Beschwerde S. 6 ff. 
Ziff. III.1 ff.).

4.2.1  Erfordert die Errichtung oder die Änderung einer Baute oder Anlage Ver-
fügungen mehrerer Behörden, so ist eine Behörde zu bezeichnen, die für aus-
reichende Koordination sorgt (Art. 25a Abs. 1 RPG). Die für die Koordination ver-
antwortliche Behörde kann die erforderlichen verfahrensleitenden Anordnungen 
treffen (Abs. 2 lit. a); sorgt für eine gemeinsame öffentliche Auflage aller Ge-
suchsunterlagen (lit. b); holt von allen beteiligten kantonalen und eidgenössi-
schen Behörden umfassende Stellungnahmen zum Vorhaben ein (lit. c); und 
sorgt für eine inhaltliche Abstimmung sowie möglichst für eine gemeinsame oder 
gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen (lit. d). Die Verfügungen dürfen keine 
Widersprüche enthalten (Art. 25a Abs. 3 RPG). Diese bundesrechtlichen Vor-
gaben stellen Minimalanforderungen dar (Dussy, in: FHB Öffentliches Baurecht, 
Rz. 7.95). 

4.2.2  Die Koordinationspflicht soll verhindern, "dass im Hinblick auf die Errich-
tung oder Änderung von Bauten oder Anlagen notwendige Verfügungen isoliert 
und ohne Berücksichtigung der anderen massgebenden Rechts- und Sachge-
biete erlassen werden" (Abegg/Dörig, Koordinationspflichtige Bauvorhaben bei 
Schutzobjekten, in: Schriften zum Energierecht, Band 5, Zürich/St. Gallen 2017, 
S. 23 Rz. 33 mit Verweis auf Botschaft zur RPG-Revision 1994, S. 1084).

4.2.3  Vor dem Inkrafttreten von Art. 25a RPG (1.1.1997) hat das Bundesgericht 
die Koordinationspflicht vom Bestehen eines engen Sachzusammenhangs ab-
hängig gemacht. Mit dem Erlass von Art. 25a RPG wurde auf dieses Erfordernis 

12

verzichtet. Der Anwendungsbereich wurde erweitert, indem nun alle für die Er-
richtung oder Änderung einer Baute oder Anlage erforderlichen Verfügungen von 
der Koordinationspflicht erfasst werden, unabhängig davon, ob zwischen den 
Vorschriften ein enger Zusammenhang besteht. Das Bundesgericht verzichtete 
in der Folge generell auf das Erfordernis des engen Sachzusammenhangs und 
verlangte in Übereinstimmung mit dem Wortlaut des neuen Artikels und der 
Botschaft einzig, dass für ein Bauvorhaben Verfügungen mehrerer Behörden er-
forderlich sind. Um den Anwendungsbereich der Koordinationspflicht dennoch 
sinnvoll zu begrenzen, hat das Bundesgericht gewisse Vorbehalte angebracht 
(Abegg/Dörig, a.a.O., S. 14 Rz. 18 u.a. mit Hinweisen auf Bundesgerichtsurteil 
1C_529/2014 vom 13.10.2015 Erw. 2.4). Verfügungen ohne direkten Einfluss auf 
das Bauvorhaben sind für dessen Beurteilung nicht erforderlich und müssen 
daher nicht mit dem Baubewilligungsverfahren koordiniert werde, denn Art. 25a 
Abs. 1 RPG verlangt lediglich eine "ausreichende Koordination" (Abegg/Dörig, 
a.a.O., S. 18 Rz. 25). Nebst der inhaltlichen Abstimmung verfolgt das Gebot der 
(formellen) Koordination den Zweck, eine Staffelung der Verfahren und damit die 
Wiederholung von Einsprache- und Rechtsmittelverfahren zu inhaltlich gleichen 
oder gleichartigen Streitpunkten zu vermeiden. Der Instanzenzug soll nicht 
mehrmals durchlaufen werden müssen. Gleichzeitig ist erforderlich, dass die Par-
teirechte der Einsprache- und Rechtsmittelbefugten und sonstigen Verfahrensbe-
teiligten nicht beschränkt werden (vgl. Bundesgerichtsurteile 1C_236/2013 vom 
4.2.2014 Erw. 3.1). 

4.3.1  Das Gebot der Koordination von strassenbaulicher und strassenverkehrs-
rechtlicher Verfahren verlangt in materieller Hinsicht, dass die Rechtsanwendung 
inhaltlich abgestimmt wird, wenn für die Verwirklichung eines Projekts verschie-
dene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind und zwischen diesen 
Vorschriften ein derart enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht ge-
trennt und unabhängig voneinander angewendet werden dürfen (Bundesge-
richtsurteile 1C_236/2013 vom 4.2.2014 Erw. 3.1; 1C_14/2011 vom 26.4.2011 
Erw. 2.1; 1A.141/2006+1A.179/2005+1P.411/2005 vom 27.9.2006 Erw. 5.1 
[mit Bezug auf die Koordination von raumplanerischen und umweltrechtlichen 
Verfahren] mit Verweis auf BGE 120 Ib 400 Erw. 5). In formeller Hinsicht folgt aus 
der Koordinationspflicht, dass dort, wo für die Errichtung oder Änderung einer 
Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden nötig sind, eine Behörde zu 
bezeichnen ist, die für ausreichende Koordination zu sorgen hat (vgl. Art. 25a 
Abs. 1 RPG). So sind unter anderem die Gesuchsunterlagen gemeinsam öffent-
lich aufzulegen und dürfen die Verfügungen keine Widersprüche enthalten 
(Art. 25a Abs. 2 lit. b und Abs. 3 RPG). 

13

4.3.2  Sind die baulichen und verkehrsrechtlichen Massnahmen derart mitein-
ander verknüpft, dass bei unkoordiniertem Vorgehen die Verkehrsmassnahmen 
nicht oder nur teilweise greifen und/oder zu unklaren oder sogar rechtswidrigen 
Verkehrssituationen führen würden, bedarf es einer inhaltlichen und zeitlichen 
Koordination. Eine solche Koordinationsregel sieht das kantonale Recht in § 36 
StraG vor. Danach können Verkehrsanordnungen auch im Rahmen eines Pro-
jektbeschlusses erfolgen. Dies erscheint dann problemlos, wenn es sich nur um 
Markierungen sowie um nicht zu verfügende und zu veröffentlichende Signale 
handelt. In diesem Fall wird einzig zu beachten sein, dass die Kantonspolizei in 
das Verfahren miteinzubeziehen (§ 18 Abs. 2 StraV) und im Projektgenehmi-
gungsbeschluss der Klarheit halber festzuhalten ist, welche Verkehrsanordnun-
gen nebst der Genehmigung des Bauprojektes angeordnet werden bzw. welche 
in einem separaten Verfahren noch anzuordnen oder zu verfügen und zu ver-
öffentlichen sein werden. Wenn es um publikationspflichtige Verkehrsbeschrän-
kungen geht, würde eine blosse Anordnung im Rahmen des Projektbeschlusses 
(§ 36 StraG) ohne Publikation mit Rechtsmittelbelehrung Art. 107 Abs. 1 SSV wi-
dersprechen. Verlangt hier der sachliche Konnex, dass die baulichen und stras-
senverkehrsrechtlichen Massnahmen gleichzeitig umgesetzt werden, kann es 
sich empfehlen, dass die strassenbauliche Planauflage sowie die durch 
das Tiefbauamt vorzunehmende Verfügung und Veröffentlichung der Verkehrs-
beschränkungen (§ 18 Abs. 2 und § 20 Abs. 2 StraV) gleichzeitig erfolgen. Eine 
allfällige Beschwerde gegen die verfügte und publizierte Verkehrsbeschränkung 
könnte der Regierungsrat dann gleichzeitig und inhaltlich koordiniert mit der 
Projektgenehmigung beurteilen (zum Ganzen: EGV-SZ 2010 B.8.7).

Eine Koordination erscheint auch dann sinnvoll, wenn die baulichen Mass-
nahmen nicht vor der rechtskräftigen Bewilligung der Signalisationen realisiert 
werden können (VGE III 2011 202 vom 23.5.2012 Erw. 4.3.1 zweiter Absatz). 

4.4.1  Der Gemeinderat hat mit dem Beschluss Nr. 2016.204 vom 22. August 
2016 einleitend festgehalten, die (neu zu errichtende) Verbindung Hauptstrasse - 
Felsenstrasse diene nicht primär der Erschliessung eines bestimmten Bauge-
bietes, sondern der Entlastung des Dorfkerns von einem Teil des Durchgangs-
verkehrs und der Hauptstrasse. Der Einbahnverkehr auf der Felsenstrasse sei 
gleichzeitig mit der Realisierung der Strasse anzuordnen. Werde das neue Ver-
kehrsregime nicht umgesetzt, so würde die Felsenstrasse nach Inbetriebnahme 
der Verbindungsstrasse (Hauptstrasse - Felsenstrasse) als Schleichweg/Abkür-
zung benutzt. Das Strassenbauprojekt mit dem neuen Verbindungsstück und die 
Verkehrsanordnung seien "in diesem Sinne als Einheit zu verstehen" (vgl. auch 
Vernehmlassung des Gemeinderates vom 6.3.2017 in den regierungsrätlichen 

14

Verfahren [VB 293/2016, VB 295/2016 und VB 297/2016] S. 4 f. Ziff. III.1). Auf 
die Zielsetzung der Entlastung des Engpasses im Bereich Felsenstrasse / Alte 
Wollerauerstrasse durch die Verbindung Felsenstrasse - Hauptstrasse und den 
gleichzeitig anzuordnenden Einbahnverkehr auf der Felsenstrasse hatte der Ge-
meinderat im Übrigen bereits mit "Bericht und Antrag zum Sachgeschäft Revision 
der Ortsplanung" zur a.o. Gemeindeversammlung vom 3. Februar 2010 infor-
miert. 

4.4.2  Wenn der Gemeinderat die Errichtung der neuen Strassenverbindung und 
die beabsichtigten Verkehrsanordnungen im "Sinne einer Einheit" versteht, orien-
tiert er sich am übergeordneten Ziel der Entlastung des Dorfkernes. Allein mit der 
neuen Strassenverbindung ohne die Verkehrsanordnungen würde die Felsen-
strasse nach Auffassung des Gemeinderates als Schleichweg benutzt. Ob damit 
dennoch auch eine Entlastung des Dorfkernes verbunden wäre, lässt sich nicht 
beurteilen und ist für die vorliegende Beurteilung auch nicht relevant. Indes ist 
eine zusätzliche Nutzung der Felsenstrasse verkehrsplanerisch nicht gewollt und 
stünde insbesondere im Widerspruch zur beabsichtigten Erhöhung der Verkehrs-
sicherheit auf der (teils engen) Felsenstrasse und zur Absicht, den (zukünftig) 
zusätzlichen Verkehr, von dem aufgrund der Überbauung der Baulandreserven 
im oberen Bereich der Felsenstrasse auszugehen ist, nicht mehr durch die enge 
Felsenstrasse Richtung Zentrum zu lenken (vgl. Bericht der R+K vom 18.3.2014 
S. 4 Ziff. 1.1). Daraus kann indessen nicht abgeleitet werden, dass sich der Bau 
der Verbindungsstrasse ohne die geplanten Verkehrsanordnungen nicht realisie-
ren lässt bzw. diese für ersteren unabdingbar sind. Jedenfalls kann nicht gesagt 
werden, dass vorliegend ein enger Sachzusammenhang zwischen strassenbau-
licher Massnahme und Verkehrsanordnungen im Sinne einer gegenseitigen un-
trennbaren Abhängigkeit besteht. Der Bau der Verbindungsstrasse erfordert die 
vorgesehenen Verkehrsanordnungen auf der Felsenstrasse (bzw. die diesbezüg-
liche Bewilligung) nicht; die Verkehrsanordnungen sind grundsätzlich ohne er-
kennbaren direkten Einfluss auf die Verbindungsstrasse. 

Nichts anderes ergibt sich aus der Tatsache, dass die Verkehrsanordnungen nur 
getroffen werden, wenn auch die Verbindungsstrasse realisiert wird. Indes gilt 
auch dies nur mit Vorbehalt. Ein Einbahnregime auf der Felsenstrasse (mit den 
entsprechend erforderlichen Verkehrsanordnungen) liesse sich grundsätzlich 
auch ohne Verbindungsstrasse realisieren; mit der neuen Verbindungsstrasse 
wird auch bezweckt, "die Umwege durch die Einbahn so klein wie möglich zu hal-
ten" (Bericht der R+K vom 18.3.2014 S. 4 Ziff. 1.1 unten). Andernfalls wäre ein 
erheblicher Umweg (via Samstagernstrasse, Fürti) von rund einem Kilometer in 
Kauf zu nehmen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 

15

besteht mithin keine derartige Abhängigkeit der beiden strassenbaulichen Mass-
nahmen und der Verkehrsanordnungen, dass sich ein zwingender Koordina-
tionsbedarf ergibt. Der von den Beschwerdeführern genannte Entscheid des 
Verwaltungsgerichts St. Gallen (Nr. B 2013/232 und B 2013/267 vom 16.4.2014; 
vgl. Beschwerde S. 9 Ziff. 3.2 unten) ist für den vorliegend zu beurteilenden 
Sachverhalt nicht einschlägig. In jenem Fall stand die Verbreiterung des Fuss-
gängerbereiches auf Kosten der Fahrbahnbreite für den motorisierten Verkehr 
zur Diskussion; die verbleibende Fahrbahnbreite bedingte indessen (zwingend) 
eine Einbahnregelung, damit sie für den motorisierten Verkehr genügen konnte. 
Ein solcher (unverzichtbarer) Konnex zwischen der Verkehrsanordnung und der 
Verbindungsstrasse besteht vorliegend, wie dargelegt, gerade nicht (vgl. auch 
Entscheid VB.2007.00298 des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 
15.11.2007 betr. Neugestaltung Strassenräume am Kreuzplatz, Erw. 3: die Ände-
rung der Verkehrsvorschriften setzte den Strassenbau voraus und umgekehrt 
wäre der Strassenbau ohne die Änderung der Verkehrsvorschriften sinnlos ge-
wesen; dies kann vorliegend nicht gesagt werden). 

4.4.3  Die von den Beschwerdeführern verlangte verfahrensrechtliche (formelle 
und materielle) Koordination zwischen strassenbaulicher und strassenverkehrs-
rechtlicher Massnahmen, indem in einem einzigen Entscheid die beiden Mass-
nahmen beurteilt werden, ist vorliegend mithin nicht zwingend nötig. Es ist dem 
Regierungsrat, auf dessen zutreffende Erwägungen verwiesen werden kann, zu-
zustimmen, dass die strittigen Verkehrsanordnungen und der Neubau der Ver-
bindungsstrasse nicht untrennbar miteinander verbunden sind, sondern 
grundsätzlich unabhängig voneinander umgesetzt werden können. Dem - im 
Lichte des anvisierten Zieles der Dorfkernentlastung - nicht bestreitbaren Konnex 
der beiden Massnahmen wurde mit der gleichzeitigen Publikation (vgl. vorste-
hend Ingress lit. A und B) unter koordinativen Gesichtspunkten hinreichend 
Rechnung getragen. Damit wurde es allfälligen Betroffenen ermöglicht, in Kennt-
nis des ganzen Massnahmepakets zu entscheiden, ob sie den Rechtsmittelweg 
beschreiten wollen oder nicht (vgl. auch GRB Nr. 2016.237 vom 26.9.2016 S. 1 
unten [Vi-act. III/01 Beilage 15]). Es fällt denn auch auf, dass die Beschwerdefüh-
rer Ziff. 1 bis 3 mit ihrer Verwaltungsbeschwerde vom 28. November 2016 (wie 
auch der Beschwerdeführer Ziff. 4 mit seiner Verwaltungsbeschwerde vom 
1.12.2016) die Koordinationsproblematik nicht explizit aufgegriffen haben. 

Wie der Regierungsrat dargelegt hat, besteht allenfalls das Risiko, dass eines 
der beiden Verfahren vergeblich durchgeführt wird, falls die verkehrsrechtliche 
oder bauliche Massnahme nicht bewilligungsfähig wäre und daher von der 
Umsetzung des Massnahmenpakets abgesehen würde. Mit seiner Eingabe vom 

16

7. Juni 2018 erklärt der Gemeinderat in diesem Sinne, der Bau der Querver-
bindung werde selbstverständlich nur realisiert, wenn das Projekt und die damit 
einhergehenden funktionellen Verkehrsanordnungen rechtskräftig bewilligt bzw. 
erlassen seien. Eine Pflicht zur (formellen) Koordination lässt sich aus diesem 
Konnex zwischen Bau der Querverbindung und funktionellen Verkehrsanordnun-
gen dennoch nicht ableiten. 

5.1 Die Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 rügen, die Verkehrsanordnungen seien 
unzulässig (Beschwerde S. 14 ff. Ziff. 5.1 ff.). Es fehle an einem öffentlichen 
Interesse für die Verkehrsanordnungen. Der Gemeinderat Wollerau stütze sich 
hierbei auf den Bericht der R+K Büro für Raumplanung AG vom 18. März 2014, 
in welchem die Ergebnisse mehrerer Verkehrsmessungen zusammengefasst 
worden seien. Dieser Bericht sei für den Nachweis des öffentlichen Interesses 
untauglich da die Messungen u.a. während einer Bauphase auf der Felsenstras-
se stattgefunden hätten (Beschwerde S. 15 ff. Ziff. 5.2.1). Die Einbahnregelung 
führe nicht zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Felsenstrasse. 
Dem Begegnungsfall Personenwagen-Personenwagen genüge die Felsenstras-
se (Beschwerde S. 17 f. Ziff. 5.2.2). Die Verkehrsanordnungen seien auch nicht 
verhältnismässig. Sie seien nicht geeignet, die Verkehrssicherheit auf der Fel-
senstrasse zu verbessern, weil durch das vorgesehene Einbahnregime die Sei-
tenstrasse an der Felsenstrasse, welche die Liegenschaften KTN 003_____, 
KTN 004_____ und weitere erschliesse, durch die bestehende Spitzkurve von 
Norden her nicht bzw. nur schwerlich vorwärts befahrbar würde, was zu einer 
Gefährdung der Verkehrssicherheit führe. Last- und Lieferfahrzeuge müssten 
rückwärts in diese Strasse einfahren, was gegen Art. 17 der Verkehrsregelnver-
ordnung (VRV; SR 741.11) vom 13. November 1962 verstosse (Beschwerde S. 
18 f. Ziff. 5.3.1). Die Verkehrsanordnungen seien auch nicht erforderlich. Die ak-
tuelle Verkehrssituation auf der Felsenstrasse sei nicht gefährlich. Durch die Ver-
kehrsanordnungen würde keine Entlastung des Kreisels Zentrum bewirkt (Be-
schwerde S. 20 Ziff. 5.3.2). Schliesslich würden die privaten Interessen, konkret 
der Schutz des Eigentums (Art. 26 BV) und das Gebot der Schonung der Land-
schaft und der Schutz von Kulturland (Art. 3 Abs. 2 RPG), ein allfälliges öffentli-
ches Interesse überwiegen.

5.2 Mit Art. 3 Abs. 4 SVG besteht unbestrittenermassen die gesetzliche Grund-
lage für die geplanten Verkehrsanordnungen. 

5.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss den Verlauf der 
Felsenstrasse (unterteilt in verschiedene Abschnitte [Abzweigungen Felsenrain-
strasse, Felsenmattstrasse, ebenfalls "Felsenstrasse"]) beginnend vom Gebiet 

17

Fürti im Südwesten bis zur Alten Wollerauerstrasse (ab welcher nach rund 53 m 
in westlicher Richtung die Erlenstrasse in südwestlicher Richtung abzweigt), wo 
die Felsenstrasse scharf nach Osten dreht und zum Kreisel im Dorfzentrum führt, 
beschrieben. Die Verkehrsanordnung habe zur Folge, dass die Felsenstrasse 
ab der alten Wollerauerstrasse bis zur Abzweigung der Felsenmattstrasse mit 
Motorfahrzeugen nur noch bergwärts befahren werden dürfe (Erw. 5.3.3). 

Betreffend die Auswirkungen und die Wirksamkeit der geplanten Verkehrsanord-
nungen hat sich der Regierungsrat auf den Bericht der R+K vom 18. März 2014 
bezogen. Diesem Bericht liegen Messungen des Verkehrsstromes während je 
sieben Tagen Ende Juni 2013 (Ist-Zustand), Anfang Oktober 2013, Ende Oktober 
2013 sowie Ende November 2013 (mit Signalisation der provisorischen Einbahn-
regelung auf der Felsenstrasse) zu Grunde. Dabei zeigte sich eine Verkehrs-
reduktion unter dem Einbahnregime auf der Erlenstrasse und der Alten Woller-
auerstrassse in beide Richtungen. Im Einbahnbereich der Felsenstrasse stieg die 
Zahl der bergwärts fahrenden Fahrzeuge von rund 707 auf rund 1'330, während 
sich die gesamten Fahrbewegungen zuvor auf 1'450 beliefen. 

Bei einer Entlastung von bisher rund 741 talwärts fahrenden Fahrzeugen, die den 
Knotenpunkt Felsenstrasse/Alte Wollerauerstrasse/Erlenstrasse nicht mehr pas-
sierten, konnte der Regierungsrat das öffentliche Interesse an der Massnahme 
zu Recht bejahen. Dabei trug er bei seiner Würdigung des Berichts der R+K auch 
dem Umstand Rechnung, dass die Messung von Ende November 2013 zu relati-
vieren war, weil im Bereich der unteren Felsenstrasse gebaut und die Strecke 
teils mit einer Lichtsignalanlage geregelt wurde (Erw. 5.3.4). Hierauf wurde auch 
im Bericht aufmerksam gemacht (S. 7 f. Ziff. 2.1.2 ff., S. 14 Ziff. 4.2). 

Ebenso besteht kein Anlass, die vom Regierungsrat infolge der Verkehrsan-
ordnungen bejahte Verbesserung der Verkehrssicherheit in Abrede zu stellen 
(Erw. 5.3.5). Auch wenn die gesamte Felsenstrasse mit einem Trottoir versehen 
ist, verunmöglichen Fahrbahnbreiten von nur 3.20 m bis 3.53 m (Bereich der 
Grundstücke KTN 005_____ und KTN 006_____) ein Kreuzen zweier Fahrzeuge 
ohne Ausweichen auf (private) Vorplätze, Einfahrten und Trottoire. Mag auch im 
Einzelfall ein Abbiegen in die von der Felsenstrasse in einem mehr oder weniger 
spitzen Winkel abzweigenden (Stich-)Strässchen für bergwärts fahrende Fahr-
zeuge (Lastwagen u.ä.) im Vergleich mit einem Abbiegen für talwärts fahrende 
Fahrzeuge erschwert sein, können solche Ausnahmefälle die verbesserte Ver-
kehrssicherheit nicht wieder negativ kompensieren. Dass (grössere) Fahrzeuge 
nur rückwärts einfahren können, ist nicht anzunehmen, zumal davon auszugehen 
ist, dass bereits bis anhin nicht alle Anfahrten auch grösserer Fahrzeuge aussch-
liesslich von Süden (d.h. talwärts) her erfolgten. Zudem kann entgegen der An-

18

sicht der Beschwerdeführer (Beschwerde S. 18 Ziff. 5.3.1) ein Rückwärtseinfah-
ren in die Seitenstrassen gestützt auf Art. 17 Abs. 2 f. VRV bei gegebenen Vor-
aussetzungen durchaus zulässig sein. Berechtigt ist auch die vom Sicherheits-
departement vernehmlassend vorgebrachte Ergänzung, dass mit dem geplanten 
Einbahnverkehr auch sichergestellt werden kann, dass der zukünftige Verkehr 
von zurzeit noch unbebautem Bauland (insb. Grundstücke KTN 007_____ und 
KTN 008_____ sowie der nördliche Teil des Grundstücks KTN 001_____) sowohl 
östlich als auch westlich der Felsenstrasse nicht über das Dorfzentrum bzw. den 
Knotenpunkt Felsenstrasse/Alte Wollerauerstrasse/Erlenstrasse geleitet wird 
(Vernehmlassung S. 2 Ziff. 2; vgl. Bericht der R+K vom 18.3.2014 S. 4 Ziff. 1.1 
zweites Lemma).

Diese im öffentlichen Interesse liegenden positiven Konsequenzen der Verkehrs-
anordnung erweisen sich bei der gebotenen objektiven Betrachtungsweise als 
gewichtiger denn die privaten Interessen, welche im Zeichen der Fortführung des 
bestehenden Verkehrsregimes geltend gemacht werden. Dies gilt namentlich für 
den Nachteil eines (geringfügig) längeren Weges für Fahrten in Richtung Norden, 
den die vorgesehenen Verkehrsanordnungen und das damit einhergehende Ein-
bahnregime mit sich bringen. Gerade mit der Verbindungsstrasse wird indessen 
unter anderem der Zweck verfolgt, diesen Nachteil möglichst gering zu halten. 
Inwieweit ins Eigentum der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 eingegriffen wird, ist 
nicht ersichtlich. Durch die Verkehrsanordnungen werden sie in der im Rahmen 
des Gesetzes zulässigen Nutzung ihres Grund und Bodens nicht beeinträchtigt. 
An der Erschliessung ihrer Grundstücke ändert sich - wie auch bei den weiteren 
Eigentümern von Liegenschaften im Einzugsbereich der Felsenstrasse - nichts. 
Mit der Verkehrsanordnung werden der Schutz von Landschaft und der Schutz 
von Kulturland nicht tangiert; der für die Verbindungsstrasse erforderliche Land-
bedarf ist bescheiden; abgesehen davon ist diese im kommunalen Erschlies-
sungsplan bereits vorgesehen. 

5.4 Unbegründet ist im Sinne der vorstehenden Ausführungen zum öffentlichen 
Interesse an der Verkehrsanordnung auch die Bestreitung der Verhältnismässig-
keit der Verkehrsanordnungen. Die Eignung und Erforderlichkeit der Verkehrsan-
ordnungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie auch zur zahlenmäs-
sig belegten Entlastung des Verkehrs im Bereich des Dorfzentrums (Erlenstras-
se, Alte Wollerauerstrasse, Felsenstrasse) kann nicht wirklich bestritten werden. 
Anderweitige und überdies ebenso geeignete Massnahmen sind nicht erkennbar 
und werden von den Beschwerdeführern auch nicht vorgeschlagen. Nachdem 
die einzige ersichtliche negative Auswirkung im erwähnten (geringfügig) längeren 
Weg der Anstösser im Einbahnbereich der Felsenstrasse für Fahrten in Richtung 

19

Norden besteht, ist auch die Verhältnismässigkeit im engeren Sinn (Zweck-Mittel-
Relation) gewahrt. 

6.1 Die Beschwerde erweist sich somit insgesamt als unbegründet und ist 
daher abzuweisen. 

6.2 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- sind dem Verfah-
rensausgang entsprechend den Beschwerdeführern Ziff. 1 bis 3 unter solidari-
scher Haftbarkeit aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

6.3 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerde-
führer Ziff. 1 bis 3 - unter solidarischer Haftbarkeit - der beanwalteten Gemeinde 
eine Parteientschädigung auszurichten. Diese wird in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 
1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungs-
gericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 
die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermes-
sens auf Fr. 1'700.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) festgesetzt.

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde der Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 2'500.-- festgelegt und den Beschwerdeführern Ziff. 1 bis 3 
unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Sie haben am 4. Oktober 2017 
einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Die Beschwerdeführer Ziff. 1 bis 3 - unter solidarischer Haftbarkeit - haben 
der beanwalteten Gemeinde eine Parteientschädigung von Fr. 1'700.-- (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) zu entrichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht, BGG; SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). 

5. Zustellung an:
 den Beschwerdeführer Ziff. 1 (3/R)
 die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers Ziff. 4 (2/R; z.K.)
 den Rechtsvertreter des Gemeinderates (2/R)
 den Regierungsrat
 das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
 und das Tiefbauamt.

Schwyz, 16. Juli 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

21

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. Juli 2018