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**Case Identifier:** 33ec6b8f-f3d6-59cf-a958-b6355f9884f1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2010 C-5392/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5392-2009_2010-09-07.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5392/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Israel,
vertreten durch Galili Tomer, Attorney at law, 
4 Ezra St. Eshkol Center, IL-76200 Rehovot,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5392/2009

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1958  geborene,  verheiratete  Schweizerbürgerin 
X._______ lebt seit ihrer Geburt in Israel (act. 1). Sie hat in Israel bis 
im  Jahr  2007  als  Buchhalterin  gearbeitet  und  seit  dem  Jahr  1995 
Beiträge  an  die  freiwillige  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invaliden-
versicherung entrichtet (AHV/IV, act. 1 und 4). Sie hat am 27. Novem-
ber 2007 ein Gesuch auf Ausrichtung von Leistungen der schweizeri -
schen Invalidenversicherung (IV) eingereicht (act. 1).

B.
Mit  Verfügung vom 9. Juli  2009 (act. 49)  hat  die  mit  dem Leistungs-
gesuch  befasste  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend: 
IVSTA) gemäss Vorankündigung im Vorbescheid  vom 19. März  2009 
(act. 40) das Leistungsbegehren von X._______ abgewiesen.

Die  IVSTA  zog  zur  Beurteilung  des  Gesuchs  namentlich  folgende 
Unterlagen  bei:  den  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber  (act. 7),  den 
Fragebogen  für  den  Versicherten  und  den  Fragebogen  für  die  im 
Haushalt  tätigen  Versicherten  vom 9. März  2008  (act. 8  und  9),  die 
Atteste  von  Dr. med. A._______,  Rheumatologe,  vom  22. Juni  2007 
(act. 15)  und  vom  9. März  2008  (act. 12),  die  Gutachten  von 
Prof. B._______,  Arzt  für  Innere  Medizin  und  Rheumatologie,  vom 
10. Juli 2006 (act. 13) und vom 20. Mai 2008 (act. 44), den Bericht von 
Dr. med. C._______, Ärztin für „Beschäftigungsmedizin“, vom 14. Mai 
2007  (act. 14),  den  Arztfragebogen  (Verfasser  unleserlich;  act. 36), 
den Bericht von Dr. med. D._______, Psychiater, vom 3. Februar 2009 
(act. 37)  sowie  die  medizinischen  Stellungnahmen  von 
Dr. med. E._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin,  vom  18. Mai  2008 
(act. 17), vom 15. März 2009 (act. 39) und vom 2. Juli 2009 (act. 48).

Die  Ärzte  diagnostizierten  bei  X._______  im  Wesentlichen  eine 
Fibromyalgie.

C.
Gegen die Verfügung vom 9. Juli  2009 hat  X._______ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin),  vertreten durch Rechtsanwalt  Tomer Galili,  am 
27. August  2009  (Posteingang)  Beschwerde  beim  Bundes-
verwaltungsgericht erhoben. Sie beantragte die Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sowie die Zusprache von mindestens einer Vier-

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telsrente. Zur Begründung führte sie aus, sie sei aufgrund der Fibro-
myalgie nicht mehr arbeitsfähig.

D.
Am 16. September  2009 ist  der  mit  Zwischenverfügung vom 31. Au-
gust  2009  einverlangte  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 400.-- 
beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen.

E.
Mit  Vernehmlassung vom 25. Januar 2010 hat  die IVSTA die Abwei-
sung der Beschwerde beantragt, da sich alleine aus der Diagnose der 
Fibromyalgie keine Invalidität  ableiten lasse,  sofern keine objektiven, 
funktionellen Einschränkungen des Bewegungsapparates vorlägen.

F.
Die Beschwerdeführerin liess sich nicht mehr vernehmen.

G.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-
weismittel  ist  –  soweit  für  die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts ande-
res bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmun-
gen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. 

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Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 
bundesgesetzlich  geregelten Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  anwendbar  (Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-
sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass sie  im Sinne  von Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist darauf einzutreten.

2.  

2.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, dei bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs sind bis zum 31. Dezem-
ber 2007 das IVG und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 
und  die  IVV  in  der  Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision, 
AS 2003 3837 beziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 
2004 bis 31. Dezember 2007) anwendbar. Am 1. Januar 2008 sind die 
Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV  vom  28. September  2007  (5. IV-Revision,  AS 2007 5129  bezie-
hungsweise AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Renten-
anspruch auf die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Be-
stimmungen der erwähnten Erlasse in der seit diesem Datum gelten-
den Fassung anwendbar.

Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen materiell nicht verändert 

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haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteiliges vermerkt  – 
die Bestimmungen lediglich in der ab 1. Januar 2008 gültig gewesenen 
Fassung zitiert.

2.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.  

3.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 
IVG (4. IV-Revision) die rentenberechtigten Versicherten, die bei Ein-
tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Bei träge an 
die schweizerische Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein 
Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs 
an, so werden die Leistungen in Abweichung von Artikel  24 Absatz 1 
ATSG lediglich für  die  zwölf  der  Anmeldung vorangehenden Monate 
ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung]).

3.2 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei  
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 2  IVG  [5. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als  50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur  an Versicherte  ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für Israel nicht der Fall ist.

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3.3 Der Rentenanspruch nach Artikel 28 entsteht nach den Vorschrif-
ten  der  4. IV-Revision frühestens in  dem Zeitpunkt,  in  dem der  Ver-
sicherte  mindestens  zu  40% bleibend  erwerbsunfähig  (Art.  7  ATSG) 
geworden ist  (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG [4. IV-Revision])  oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 
lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision 
haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder  herstellen,  erhalten 
oder  verbessern  können,  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  arbeitsunfähig  (Art. 6 
ATSG) gewesen sind und nach Ablauf  dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid  (Art. 8  ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a  bis  c  IVG [5. IV-
Revision]).

3.4

3.4.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG 
ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.4.2 Gemäss  Rechtsprechung  setzt  die  Annahme  einer  invalidisie-
renden (psychischen) Gesundheitsstörung im Sinne von Art.  4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG, namentlich auch einer soma-
toformen Schmerzstörung oder Fibromyalgie, zunächst eine fachärzt-
lich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissenschaftlich 
anerkannten  Klassifikationssystem  voraus  (BGE 132 V 65  E. 3.4, 
130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4, 130 V 396). Wie jede andere psychische 
Beeinträchtigung  begründet  indes  auch  eine  diagnostizierte  anhal-

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tende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. 
Vielmehr  besteht  eine  Vermutung,  dass  die  somatoforme  Schmerz-
störung  oder  ihre  Folgen  mit  einer  zumutbaren  Willensanstrengung 
überwindbar  sind.  Bestimmte  Umstände,  welche  die  Schmerzbewäl-
tigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in 
den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person 
alsdann nicht über die für den Umgang mit  den Schmerzen notwen-
digen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vorder-
grund  steht  die  Feststellung  einer  psychischen  Komorbidität  von er-
heblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können 
auch  weitere  Faktoren,  so  insbesondere  chronische  körperliche  Be-
gleiterkrankungen,  ein  mehrjähriger,  chronifizierter  Krankheitsverlauf 
mit  unveränderter  oder  progredienter  Symptomatik  ohne  länger-
dauernde Rückbildung, ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Le-
bens, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer inner-
seelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlas-
tenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die 
Krankheit") und das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem the-
rapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Per-
son. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die 
entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmswei-
se – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu 
verneinen  (BGE 131 V 49  E. 1.2  mit  Hinweisen;  vgl.  auch  den  am 
1. Januar 2008 in Kraft getretenen Art. 7 Abs. 2 ATSG). Diese Grund-
sätze gelten auch für gewisse Somatisierungsstörungen, die zum glei-
chen  Symptomenkomplex  mit  pathogenetisch-ätiologisch  unklaren 
syndromalen  Beschwerdebildern  ohne  nachweisbare  organische 
Grundlage gehören (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 70/07 vom 
14. April 2008 E. 5).

Bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im Besonderen ist 
zu  beachten,  dass  diese  wesentlich  durch  psychosoziale  Probleme 
und/oder emotionale Konflikte verursacht werden (vgl. BGE 130 V 396 
E. 6.1). Dabei  ist  zu differenzieren: Soweit  psychosoziale  und sozio-
kulturelle Faktoren selbständig und insofern direkte Ursache der Ein-
schränkung der  Arbeitsfähigkeit  sind,  liegt  keine Krankheit  im Sinne 
der Invalidenversicherung vor. Wenn und soweit solche Umstände zu 
einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, 
indem  sie  einen  verselbständigten  Gesundheitsschaden  aufrechter-

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halten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invalidi -
tätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können 
sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteile des BGer 
9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 4.2, 9C_578/2007 vom 13. Februar 
2008 E. 2.2 und I 514/06 vom 25. Mai 2007 E. 2.2.2.2, mit Hinweisen; 
vgl. auch BGE 127 V 294 E. 5a und SVR 2008 IV Nr. 62). 

Die  Fibromyalgie  ist  eine von der  WHO anerkannte Erkrankung des 
rheumatischen Formenkreises (ICD-10: M79.70), ein nichtentzündlich 
bedingtes  Schmerzsyndrom  mit  chronischen  Weichteilbeschwerden, 
das klinisch als generalisierte Tendomyopathie mit  chronischen Mus-
kelschmerzen  beschrieben  wird,  die  von  subjektiven  Begleitsympto-
men  wie  Morgensteifigkeit,  Müdigkeit,  peripheren  Parästhesien  und 
Schwellungsgefühlen  an  den  Händen,  Spannungskopfschmerz  und 
Reizkolon  überlagert  werden. Die  Diagnose  lautet  auf  ausgedehnte, 
seit  mindestens drei  Monaten bestehende Schmerzen in rechter und 
linker Körperhälfte,  ober-  und unterhalb der  Hüfte sowie mindestens 
11 von 18 schmerzhaften Druckpunkten bei Druck von ca. 4 kg/cm (Ur-
teil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-5948/2007  vom  2. Juli  2009 
E. 5.3 mit Hinweisen). 

Die  Fibromyalgie  weist  zahlreiche  mit  den  somatoformen  Schmerz-
störungen  gemeinsame  Aspekte  auf.  Die  Grundsätze,  welche  die 
Rechtsprechung  im  Rahmen  der  somatoformen  Schmerzstörungen 
entwickelt hat, sind deshalb analog anzuwenden in Fällen, in welchen 
die  Frage  zu  klären  ist,  ob  eine  diagnostizierte  Fibromyalgie  invali-
disierende  Auswirkungen  hat  (BGE 132 V 65;  Urteile  des  BGer 
I 288/04 vom 13. April  2005 E. 5.2,  und I 645/05 vom 13. April  2006 
E. 3.2.1).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversiche-
rungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüg-
lich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die  ärzt -
lichen Auskünfte  sind sodann eine wichtige Grundlage für  die  Beur-
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret 
noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; 
AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

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3.5.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel  zu  würdigen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Be-
schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-
nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 
Beweise frei,  das heisst  ohne förmliche Beweisregeln,  sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, 
dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv 
zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterla-
gen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen  Rechtsanspruches 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medi-
zinischen Berichten den Prozess nicht  erledigen,  ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

3.5.2 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all -
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Be-
weismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten  oder  in  Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu 
das Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 
E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als  vereinbar, Richtlinien für  die Beweiswür-
digung  in  Bezug  auf  bestimmte  Formen medizinischer  Berichte  und 
Gutachten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti -
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 

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würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.5.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit  bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-
det erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

3.6 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt 
werden, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichter -
werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu-
wendende  Methode  der  Invaliditätsgradbemessung  hat  (allgemeine 
Methode des Einkommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische 
Methode des Betätigungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung 
mit  Art. 28  Abs. 2,  Abs. 2bis und  Abs. 2ter IVG  [4. IV-Revision]  und 
Art. 28a IVG [5. IV-Revision]).

3.6.1 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unver-
änderten  Umständen  täte,  wenn  keine  gesundheitliche  Beeinträchti-
gung bestünde. So sind insbesondere bei  im Haushalt  tätigen Versi-
cherten  die  persönlichen,  familiären,  sozialen  und  erwerblichen  Ver-
hältnisse ebenso wie  allfällige  Erziehungs-  und Betreuungsaufgaben 
gegenüber  Kindern,  das  Alter,  die  beruflichen  Fähigkeiten  und  die 
Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu be-
rücksichtigen. Die  Statusfrage  beurteilt  sich  praxisgemäss nach  den 
Verhältnissen,  wie sie sich bis  zum Erlass der angefochtenen Verfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im 
Gesundheitsfall  ausgeübten  (Teil-)Erwerbstätigkeit  der  im  Sozialver-
sicherungsrecht  übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit  ausreicht  (vgl.  BGE 133 V 504  E. 3.3,  133 V 477  E. 6.3, 
125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen).

3.6.2 Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für Hausfrauen, die 
vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens nicht ganztägig erwerbstä-
tig  waren,  die  sogenannte  gemischte  Methode  anzuwenden  (vgl. 

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BGE 130 V 393 mit  Hinweisen). Dabei  wird die Invalidität  im Bereich 
der Erwerbstätigkeit aufgrund des Einkommensvergleichs bestimmt, im 
Bereich der üblichen Tätigkeit im Haushalt jedoch anhand des Betäti -
gungsvergleichs bemessen (Art. 28 Abs. 2ter IVG [4. IV-Revision]  und 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Danach wird zunächst der Anteil der Erwerbstä-
tigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande-
rem im Haushalt)  bestimmt,  wobei  sich  die  Frage,  in  welchem Aus-
mass  die  versicherte  Person  ohne  gesundheitliche  Beeinträchtigung 
erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beur-
teilt. Der Invaliditätsgrad ergibt sich schliesslich aus einer Addition der 
in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten.

Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt  zum Erwerbseinkommen,  das  sie  erzielen  könnte,  wenn sie 
nicht  invalid  geworden  wäre  (sogenanntes  Valideneinkommen).  Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenüber gestellt  werden, worauf sich 
aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (all-
gemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE 130 V 343 
E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Ver-
hältnisse  im  Zeitpunkt  des  (hypothetischen)  Beginns  des  Rentenan-
spruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invalideneinkommen  auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass res-
pektive  bis  zum  Einspracheentscheid  zu  berücksichtigen  sind 
(BGE 129 V 222 E. 4). Für  die  Ermittlung des Einkommens, welches 
der Versicherte ohne Invalidität  erzielen könnte (Valideneinkommen), 
ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozial-
versicherungsrecht allgemein gültigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je 
mit Hinweisen)  als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der rea-
len Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 
empirischer  Erfahrung  entspricht,  dass  die  bisherige  Tätigkeit  ohne 
Gesundheitsschaden  fortgesetzt  worden  wäre.  Ausnahmen  von  die-

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sem Grundsatz müssen ebenfalls mit  überwiegender Wahrscheinlich-
keit  erwiesen  sein,  damit  sie  berücksichtigt  werden können. Für  die 
Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er-
werblichen  Situation  auszugehen,  in  welcher  die  versicherte  Person 
konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men  nach  Eintritt  der  Invalidität  mehr  gegeben,  namentlich  weil  die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
zumindest  keine  zumutbare  Erwerbstätigkeit  aufgenommen  hat,  so 
sind nach der  Rechtsprechung die  gesamtschweizerischen Tabellen-
löhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472  E. 4.2.1). 
Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) im 
jeweiligen Wirtschaftssektor.

4.
Nachfolgend ist  zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren der 
Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei nicht mehr arbeits-
fähig, da sie zufolge der Schmerzen stark eingeschränkt sei.

4.2 Die  IVSTA entgegnet,  es  sei  den ärztlichen  Unterlagen zwar  zu 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin an Fibromyalgie leide, es sei 
jedoch  weder  eine  psychiatrische  Diagnose  noch  eine  somatische 
Komorbidität festgestellt worden, weshalb davon auszugehen sei, dass 
die Schmerzen überwindbar seien. Eine Arbeitsunfähigkeit liege daher 
nicht vor.

4.3  

4.3.1 Den Attesten von Dr. med. A._______, Arzt für Rheumatologie, 
vom 22. Juni 2007 und vom 9. März 2008 ist  zu entnehmen, die Be-
schwerdeführerin leide an Fibromyalgie. Sie sei nicht mehr in der Lage 
als Buchhalterin zu arbeiten respektive einer Tätigkeit ausserhalb ihres 
Hauses  nachzugehen.  Die  Arbeitsunfähigkeit  betrage  mindestens 
80%.

4.3.2 Gemäss  den  Gutachten  von  Prof. B._______,  Arzt  für  Innere 
Medizin und Rheumatologie, vom 10. Juli 2006 und vom 20. Mai 2008 
leidet die Beschwerdeführerin an Fibromyalgie, weshalb ihre Arbeits-
fähigkeit auf vier bis fünf Stunden pro Tag, ohne lange Reisen, redu-
ziert sei.

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4.3.3 Dr. med. C._______,  Ärztin  für  "Beschäftigungsmedizin",  attes-
tiert  der Beschwerdeführerin in ihrem Bericht  vom 14. Mai  2007 das 
Vorliegen einer Fibromyalgie sowie einer nicht näher bezeichneten de-
pressiven Störung.

4.3.4 Dem Arztfragebogen  (act. 36)  ist  zu  entnehmen,  dass  bei  der 
Beschwerdeführerin  eine  Fibromyalgie  mit  vielen  tender  points  vor-
liege. Sie sei seit dem Jahr 2006 zu 50% arbeitsunfähig und ab dem 
20. Juli 2007 liege eine volle Arbeitsunfähigkeit vor.

4.3.5 Dem Bericht  von Dr. med. D._______,  Psychiater,  vom 3. Feb-
ruar  2008  ist  zu  entnehmen,  dass  bei  der  Beschwerdeführerin  an-
lässlich der durchgeführten Untersuchung keine akute oder chronische 
Psychopatholgie habe festgestellt werden können.

4.3.6 Dr. med. E._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin,  attestiert  der 
Beschwerdeführerin  in  seinen  medizinischen  Stellungnahmen  vom 
15. März 2009 und vom 2. Juli 2009 eine Fibromyalgie, welche jedoch 
mangels weiterer Gesundheitsprobleme überwindbar und somit  nicht 
invalidisierend sei.

4.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Ärzte  übereinstim-
mend davon ausgehen, bei der Beschwerdeführerin liege eine Fibro-
myalgie vor. Insbesondere mit dem von Prof. B._______ durchgeführ-
ten Dolorimeter-Test wurde der von der Beschwerdeführerin an den für 
die Fibromyalgie typischen tender points und den geprüften Kontroll-
punkten empfundene Schmerz nachvollziehbar aufgezeigt. An 16 der 
18 geprüften tender points konnte eine auffällige, an den Kontrollpunk-
ten  hingegen  kaum eine  Empfindlichkeit  festgestellt  werden. Zudem 
stimmen die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden mit 
dem Bild  einer  Fibromyalgie  überein. Hinweise  für  eine  Aggravation 
oder Simulation liegen nicht vor.

Bei der Einschätzung einer zusätzlichen psychischen Beeinträchtigung 
sind  sich  die  Ärzte  allerdings  nicht  einig.  Dr. med. D._______, 
Psychiater, geht davon aus, es liege keine psychische Erkrankung vor. 
Dr. med. C._______,  welche  allerdings  nicht  Psychiaterin  sondern 
"Beschäftigungsmedizinierin"  ist,  attestiert  der  Beschwerdeführerin 
eine nicht näher bezeichnete depressive Störung. 

Dr. med. A._______, Arzt für Rheumatologie, Prof. B._______, Arzt für 
Innere Medizin und Rheumatologie, sowie der (unbekannte) Arzt, der 

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den Fragebogen ausgefüllt hat, gehen davon aus, die Arbeitsfähigkeit 
der  Beschwerdeführerin  sei  erheblich  eingeschränkt.  Aus  den  ärzt -
lichen Unterlagen geht allerdings nicht hervor, wie die attestierte Ein -
schränkung  der  Arbeitsfähigkeit  begründet  wird  und  ob  es  sich  um 
eine Beurteilung der Zumutbarkeit der Überwindung oder eher um eine 
rheumatologische  Einschätzung  handelt.  Der  auf  Anraten  von 
Dr. med. E._______ des medizinischen Dienstes  der  IVSTA befragte 
Psychiater, Dr. med. D._______, hat sich mangels einer entsprechen-
den Aufforderung durch die IVSTA (vgl. act. 18 und 32) nicht zur Frage 
der  zumutbaren  Überwindung  geäussert,  obwohl  es  bei  Vorliegen 
einer Fibromyalgie rechtsprechungsgemäss die eigentlich zu klärende 
Frage wäre, um die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu 
können. 

Abschliessend  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  –  entgegen  der  Ein-
schätzung  von  Dr. med. E._______  –  gemäss  bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung  nicht  nur  das  Vorliegen  von  (Begleit-)Erkrankungen 
sondern auch weitere Faktoren (wie beispielsweise ein mehrjähriger, 
chronifizierter  Krankheitsverlauf)  einer zumutbaren Überwindung ent-
gegenstehen könnten und nicht ohne weiteres davon auszugehen ist, 
Fibromyalgie sei  ein überwindbarer Zustand und somit  nicht  invalidi-
sierend. 

Es ist  demnach festzuhalten,  dass bei  der  Beschwerdeführerin zwar 
von  allen  Ärzten  das  Vorliegen  einer  Fibromyalgie  bestätigt  wurde, 
jedoch unklar bleibt, inwiefern sie dadurch eingeschränkt ist respektive 
ob und inwiefern es ihr zumutbar ist, diesen Zustand zu überwinden. 
Obwohl ein psychiatrischer Bericht eingeholt worden ist, kann nicht auf 
diesen abgestellt werden, da der beurteilende israelische Arzt, welcher 
die  schweizerische  Rechtsprechung  nicht  kennt,  nicht  darüber  infor-
miert wurde, dass er die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Zumut-
barkeit der Überwindung abzuklären hat. Ferner kann nicht auf die Ein-
schätzungen der Arbeitsfähigkeit der anderen Ärzte abgestellt werden, 
da sie nicht begründet sind.

Indem die  IVSTA die Frage,  ob die  bei  der  Beschwerdeführerin  dia-
gnostizierte Fibromyalgie zumutbarerweise überwindbar ist, nicht wei-
ter  abgeklärt  hat,  obwohl  einige  Ärzte  der  Beschwerdeführerin  eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestierten und aufgrund der Ak-
ten nicht ohne weiteres von einer Überwindbarkeit ausgegangen wer-
den  kann,  hat  sie  den  Sachverhalt  unvollständig  ermittelt.  Die  Be-

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schwerde ist daher teilweise gutzuheissen und die angefochtene Ver-
fügung ist  aufzuheben. Die Sache ist  an die IVSTA zurückzuweisen, 
damit  diese eine psychiatrische Abklärung durchführe und unter Be-
rücksichtigung der von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze 
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ermitt-
le respektive den Invaliditätsgrad festlege.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  beschwerde-
führenden  Partei  (BGE 132 V 215  E. 6),  so  dass  der  Beschwerde-
führerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihr ist der geleiste-
te Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- nach Eintritt der Rechts-
kraft des vorliegenden Entscheids auf ein von ihr bekannt zu geben-
des Konto zurückzuerstatten.

Der  unterliegenden  Vorinstanz  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzuer-
legen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-
sprechen (Art. 64  Abs. 1  VwVG in  Verbindung mit  Art. 7  Abs. 1  des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie all-
fällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Die Be-
schwerdeführerin ist vorliegend anwaltlich vertreten. Ihr ist daher eine 
Parteientschädigung  für  die  ihr  entstandenen  notwendigen  Kosten 
zuzusprechen. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Partei-
entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). 
Eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 800.-  erscheint  unter 
Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwandes als angemessen. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 9. Juli 2009 aufgehoben und die Sache an die 
Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägun-
gen vorgeht und über den Rentenanspruch neu verfügt.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  geleistete  Kosten-
vorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 400.--  wird  der  Beschwerdeführerin 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine  Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 800.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: For-
mular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen  gemäss den  Art. 82 ff.,  90 ff. und  100  des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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