# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a463c110-82ba-503a-a52b-25953ea28f14
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2010 D-6709/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6709-2010_2010-09-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6709/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. September 2010 /
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6709/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – 
seinen  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am  13.  August  2010 
verliess  und  via  B._______  und  ihm  unbekannte  Länder  am 
16. August 2010 illegal in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum C._______ um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 24. August 
2010 zur  Person (BzP)  und der  Anhörung zu den Asylgründen vom 
6. September 2010 im D._______ insbesondere geltend machte, er sei 
seit  September  2009  als  Wächter  der  „(...)“  zur  Bewachung  der 
Gemeinde E._______ angestellt gewesen,

dass am (...) die Wahlen des neuen Generalpräsidenten in E._______ 
stattgefunden  hätten,  wobei  er  und  seine  Berufskollegen  sich  zum 
Dorfzentrum  aufgemacht  hätten,  um  für  die  nötige  Sicherheit  zu 
sorgen,

dass sie plötzlich von der Polizei beschossen worden seien, da diese 
sie für MASSOB-Mitglieder gehalten habe,

dass fünf Wächter der (...) dabei ums Leben gekommen seien,

dass er nach F._______ geflüchtet sei, wo er von einem Freund erste 
Informationen über  die  Ursachen und Folgen des Polizeibeschusses 
erhalten habe,

dass er nach drei Tagen nach E._______ zurückgekehrt sei und sich 
zu Hause versteckt gehalten habe,

dass  er  und  sein  Vater  am  27.  Mai  2010  gerade  in  der  Küche  be-
ziehungsweise vor dem Haus gewesen seien, als er Motorenlärm und 
mehrere Schüsse gehört habe,

dass er gewusst habe, dass auf seinen Vater geschossen worden sei  
und er keinen Moment gezögert habe, um durch den Hinterhof nach 
G._______ zu flüchten,

dass  ein  Freund  ihm  nach  zweitägigem  Aufenthalt  in  G._______ 
mitgeteilt  habe,  die  Polizei  sei  vorgefahren  und  habe  die  Bewohner 
nach ihm befragt,

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dass er sich daraufhin als Frau verkleidet habe und unbemerkt habe 
entkommen können,

dass er nach H._______ gelangt sei, wo er einen ihm nahestehenden 
Pfarrer aufgesucht habe, von dem er erfahren habe, sein Vater sei ge-
tötet worden,

dass der Pfarrer ihn daraufhin mit B. bekannt gemacht habe, der seine 
Ausreise organisiert habe,

dass er sich am 13. August 2010 mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach 
B._______ begeben habe, von wo aus er noch am selben Abend in ein 
ihm unbekanntes Land geflogen sei,

dass er einen gefälschten nigerianischen Reisepass benutzt habe,

dass er nach einem Hotelaufenthalt und mehreren Zugfahrten mit der 
Bahn in die Schweiz gelangt sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mehrmals  aufgefordert  wurde,  innert 
48 Stunden Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, er dieser Auf-
forderung indessen bis dato keine Folge leistete,

dass das BFM mit Verfügung vom 14. September 2010 – gleichentags 
persönlich  eröffnet –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31) auf  das  Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer habe 
erklärt, seine Identitätskarte, den Berufsausweis der (...) und weitere 
Dokumente zu Hause in Nigeria zurückgelassen zu haben,

dass  er  von  niemandem eine  Telefonnummer  habe  und  auch  sonst 
niemanden in seinem Heimatland erreichen könne, wobei  dies auch 
für den ihm nahestehenden Pfarrer gelte,

dass er auch seine ehemalige Schule oder seinen ehemaligen Arbeit -
geber nicht kontaktieren könne, da er und seine Berufskollegen alle-
samt von der Polizei gesucht würden,

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dass diese Aussagen als Standardvorbringen vieler Gesuchsteller zu 
werten  seien,  die  nicht  gewillt  seien,  den  Asylbehörden  ihre  Reise- 
und Identitätspapiere auszuhändigen,

dass dies umso mehr gelte, als der Beschwerdeführer sich während 
seines etwa dreimonatigen Aufenhalts in H._______ und insbesondere 
im Hinblick auf die Ausreise Papiere hätte ausstellen lassen können,

dass das Fehlen jeglichen nachvollziehbaren Bemühens, seine Identi -
tät  durch  rechtsgenügliche,  authentische  Papiere  zu  belegen,  den 
Schluss zulasse,  der Beschwerdeführer  sei  nicht  bereit,  solche Aus-
weisdokumente abzugeben,

dass  die  Art  und  Weise  wie  der  Beschwerdeführer  die  Reise  von 
seinem Herkunftsland nach Europa  habe bewältigen  können als  ein 
starkes Indiz  für  die bewusste Nichtabgabe von Ausweispapieren zu 
werten sei,

dass die Aussagen,  welche der Beschwerdeführer  diesbezüglich ge-
macht habe, äusserst oberflächlich seien,

dass er nicht gewusst habe, wie viel  der Pfarrer für seine Reise be -
zahlt habe,

dass er darüber hinaus weder die Länder, durch die er bis B._______ 
gefahren sei, noch die Stadt in B._______, von der er abgeflogen sei, 
gekannt habe,

dass er im Weiteren nicht gewusst habe, mit welcher Fluggesellschaft 
er wie viele Stunden geflogen sei, in welchem europäischen Land er 
gelandet und auf welchem Weg er in die Schweiz gereist sei,

dass der Beschwerdeführer ebenso wenig habe angeben können, ob 
der von ihm benutzte gefälschte Reisepass mit einem Visum versehen 
gewesen sei,

dass  diese  Aussage  unglaubhaft  sei,  zumal  eine  ausreisewillige 
Person ein grundsätzliches Interesse an einer derartigen Frage habe,

dass er zudem geltend gemacht habe, weder bei seiner Ausreise aus 
Nigeria, noch auf dem Weg bis B._______ jemals kontrolliert worden 
zu sein,

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dass diese Angaben der allgemeinen Erfahrung widersprächen, da der 
Beschwerdeführer  in  I._______  und  J._______  hätte  ein-  und 
ausreisen müssen, um überhaupt erst an die Grenze zu B._______ zu 
gelangen,

dass er den Umstand, wonach er trotzdem nie kontrolliert worden sei,  
damit begründete, er sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren,

dass  dieser  Erklärungsversuch  behelfsmässig  sei  und  nicht  gehört 
werden könne,

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  stereotyp,  oberflächlich 
und realitätsfremd seien,

dass  sie  darauf  schliessen  liessen,  er  beabsichtige  nicht  nur,  die 
wahren Umstände zu seinem Reiseweg und seine wahre Identität zu 
verheimlichen,  sondern  wolle  auch  nicht  offenlegen,  mit  welchen 
Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass  seine  Identität  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  von 
Ausweisdokumenten nicht feststehe,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem Beschwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere 
einzureichen,

dass die unglaubhaften Angaben über den Reiseweg erste Zweifel an 
der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgung eröffneten (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 1998 Nr. 17 E. 4b S. 150),

dass diese Zweifel durch massive Widersprüche in den Ausführungen 
des Beschwerdeführers verstärkt würden,

dass  er  bereits  anlässlich  der  BzP  in  widersprüchlicher  Weise  ge-
schildert habe, einerseits von seinem Vater in E._______, andererseits 
erst  vom  Pfarrer  in  H._______  erfahren  zu  haben,  er  sei  für  ein 
Mitglied der MASSOB gehalten und deshalb von der Polizei  gesucht 
worden (vgl. Befragungsprotokoll vom 24. August 2010; A1, S. 6 f.),

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dass  der  Beschwerdeführer  bei  derselben  Befragung  ferner  erklärt 
habe,  ein  Freund  in  F._______  habe  ihn  unterrichtet,  fünf  seiner 
Berufskollegen seien in E._______ erschossen worden,

dass er  demgegenüber  im Rahmen der  Anhörung angegeben habe, 
sein Vater habe ihm dies zu Hause mitgeteilt  (vgl. A1,  S. 7 und An-
hörungsprotokoll vom 6. September 2010; A8, S. 5),

dass er bei der BzP im Weiteren geltend gemacht habe, er wisse nicht, 
wer  seinen  Vater  erschossen  habe,  in  der  Anhörung  jedoch  erklärt 
habe, es habe sich dabei um die Polizei gehandelt,

dass man ihm dies später erzählt habe (vgl. A1, S. 8; A8, S 6),

dass  der  Beschwerdeführer  weitere  widersprüchliche  Angaben  in 
Bezug  auf  die  Anzahl  der  Schüsse  auf  seinen  Vater  sowie  die  in 
G._______ vorgefahrenen Polizeiwagen gemacht habe (vgl. A1, S. 6, 
8; A8, S. 7),

dass er entsprechende Vorhalte nicht habe entkräften können (vgl. A8, 
S. 8),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund der zahlreichen 
und  höchst  widersprüchlichen  Aussagen  offensichtlich  unglaubhaft 
seien,

dass seine Ausführungen des Weiteren unplausibel seien und jeglicher 
Logik widersprächen,

dass nicht gehört werden könne, die Polizei habe die Wächter, welche 
mit speziellen Westen uniformiert und sogar als „(...)“ gekennzeichnet 
gewesen seien, für MASSOB-Mitglieder gehalten,

dass  dies  umso  mehr  gelte,  als  die  (...)  vor  diesem Vorfall  mit  der 
Polizei nie Probleme gehabt habe,

dass die Polizei nach dem Ereignis nicht bemerkt haben wolle, dass es 
sich  bei  den  Toten  und  Beschossenen  um  die  von  der  Gemeinde 
E._______ beauftragten und mit besagten Westen und Ausweisen ver-
sehenen  Sicherheitskräfte  gehandelt  habe,  könne  nicht  geglaubt 
werden,

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dass  der  Beschwerdeführer  keinerlei  Anstalten  unternommen haben 
wolle, um sich bei  den Behörden unter Vorzeigen seines Berufsaus-
weises zu melden, sei ebenso wenig zu hören,

dass auf  die Erwähnung weiterer  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den 
Darlegungen des Beschwerdeführers verzichtet werden könne,

dass die summarische Prüfung seiner Vorbringen insgesamt zum Er-
gebnis führe, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich nicht, 
womit  aufgrund der  Aktenlage auch keine zusätzlichen Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses erforderlich seien,

dass demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  15. September 2010 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob und dabei sinngemäss beantragte, es sei die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben, auf  sein Asylgesuch einzutreten und die Flücht-
lingseigenschaft festzustellen,

dass  er  insbesondere  geltend  machte,  er  habe  bereits  ausgeführt, 
weshalb er seine Heimat Nigeria verlassen habe,

dass dort die Sicherheit für sein Leben nicht mehr garantiert sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  17.  September  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass es sich um eine sogenannte  Laienbeschwerde handelt,  an  die 
keine  hohen  formellen  Anforderungen  zu  stellen  sind,  weshalb  zu 
Gunsten  des  Beschwerdeführers  auf  die  insoweit  frist-  und  form-
gerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2 
AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

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dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht  in  der  Lage (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf-
grund der Anhörung sowie gestützt auf Art.  3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich aufgrund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  gesamten  Akten 
davon  ausgeht,  der  Beschwerdeführer  habe  die  ihm  obliegende 
gesetzliche Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8  Abs. 1 Bst. b AsylG) miss -
achtet,

dass  darüber  hinaus  in  der  angefochtenen  Verfügung  überzeugend 
dargelegt  wurde,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aus der  Rechtsmitteleingabe nicht  hevorgeht,  weshalb  der  Be-
schwerdeführer keine Identitätspapiere im Original abgegeben hat,

dass sich sodann die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen 
klar präsentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
der eindeutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer 
erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

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dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden  Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass der Beschwerde nicht  zu entnehmen ist,  weshalb das Bundes-
verwaltungsgericht zu einer anderen Einschätzung als die Vorinstanz 
gelangen  sollte,  zumal  sich  der  Beschwerdeführer  in  keiner  Art  und 
Weise mit den Ausführungen des Bundesamtes auseinandersetzt,

dass sich angesichts der gesamten Umstände die Erkenntnis  ergibt,  
es bestehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses noch gar zur direkten Feststellung der  Flüchtlings-
eigenschaft  (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 
E. 2.1),

dass das BFM somit gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 

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(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet,

dass  darüber  hinaus  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar  erweist,  wenn  sie  im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  aufgrund  von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen,

dass  insbesondere  davon  auszugehen  ist,  der  junge  und  gemäss 
Akten gesunde Beschwerdeführer werde in seiner Heimat eine neue 
Existenz  aufbauen  können,  zumal  er  die  Schule  besuchte,  über 
Arbeitserfahrung verfügt und Kenntnisse der englischen Sprache auf-
weist,

dass  im Übrigen  aufgrund seiner  unglaubhaften Asylgründe und vor 
dem  Hintergrund,  dass  er  seit  seiner  Geburt  bis  zur  Ausreise  in 
Nigeria  gelebt  haben  will,  davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerde-
führer  verfüge  in  seiner  Heimat  nach  wie  vor  über  ein  tragfähiges 
soziales  Beziehungsnetz,  welches  ihm  bei  der  Wiedereingliederung 
behilflich sein kann,

dass auch keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind,  auf-
grund  derer  unter  Umständen  geschlossen  werden  könnte,  der  Be-

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schwerdeführer  gerate  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenz-
bedrohende  Situation,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  - 
übereinstimmend mit der Vorinstanz - als zumutbar zu bezeichnen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
zu  bestätigen  ist  und  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 12

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  BFM,  D._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, D._______ (vorab per  Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N 
_______,  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht; Beilage: Empfangs-
bestätigung)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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