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**Case Identifier:** 50a0e950-c050-5e5a-af10-8c0279a9968d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.05.2019 200 2019 265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-265_2019-05-29.pdf

## Full Text

200 19 265 IV
JAP/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Mai 2019

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), … mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA), ersuchte die Eid-
genössische Invalidenversicherung (IV) im Januar 2018 nach nicht 
bestandener Berufslehre als … EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) 
um „Hilfe/Unterstützung für Lehrstellensuche als …“ (Akten der IV-Stelle 
Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 3 S. 1 – 8; 7 S. 
3). Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab, zog Berichte 
behandelnder Ärzte bei – darunter einen Austrittsbericht der psychiatri-
schen Dienste C.________ vom 9. Oktober 2017, in welchem u.a. eine 
akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophre-
nie diagnostiziert wurde (act. II 20 S. 9) – und veranlasste bei der 
D.________ (nachfolgend MEDAS [vgl. www.suissemedap.ch]) eine inter-
disziplinäre Begutachtung (Expertise vom 3. Juli 2018 [act. II 42.1 ff.]). Mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 26. September 2018 (act. II 
47) verneinte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 20% einen Anspruch 
auf eine Invalidenrente, sprach dem Versicherten „im Hinblick auf die Aus-
übung einer angepassten Erwerbstätigkeit“ jedoch Frühinterventionsmass-
nahmen in Form eines Coachings durch die Abklärungsstelle E.________ 
zu (act. II 40), wobei keine Festanstellung realisiert werden konnte (act. II 
51 S. 4). In der Folge organsierte die Abklärungsstelle E.________ einen 
Schnuppereinsatz und im Anschluss daran eine dreimonatige „Referenzer-
arbeitung“ als … bei einem externen Arbeitgeber, wofür die IVB dem Versi-
cherten Unterstützung gewährte (Mitteilung vom 17. Oktober 2018 [act. II 
49]). Nachdem die Abklärungsstelle E.________ im Abschlussbericht vom 
11. Januar 2019 (act. II 55 S. 2 – 8) festgehalten hatte, der Versicherte sei 
aufgrund seiner unzureichenden Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
nicht vermittelbar (S. 6), stellte die IVB mit Vorbescheid vom 7. Januar 
2019 (act. II 54) die Abweisung eines Anspruchs auf berufliche Massnah-
men bzw. deren Abschluss in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte 
durch die Sozialen Dienste der Stadt Langenthal Einwand erheben (act. II 
62 S. 1 f.). Mit Verfügung vom 5. März 2019 (act. II 67) entschied die IVB 
wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 3

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 4. April 2019 Beschwerde erheben. Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung vom 5. März 2019 sei aufzuheben und dem Beschwerde-
führer seien weiterhin gestützt auf die Bestimmungen des IVG berufliche 
Massnahmen zuzusprechen.

2. Eventualiter seien die Akten zur Neubeurteilung an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen und der medizinische Sachverhalt, und daraus ab-
leitend die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers, sei 
erneut zu evaluieren.

3. Dem Gesuchsteller sei im Beschwerdeverfahren das Recht zur unentgelt-
lichen Rechtspflege zu erteilen, unter Beiordnung des Unterzeichnenden 
als amtlicher Rechtsbeistand.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 29. April 2019 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 4

gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. März 2019 (act. II 
67). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
berufliche Massnahmen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliede-
rungsmassnahmen bestehen u.a. in Massnahmen beruflicher Art (Berufs-
beratung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeits-
vermittlung, Kapitalhilfe [Abs. 3 lit. b]). 

2.2 Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz 
keinen Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen ge-
währt werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmass-
nahmen unterliegen jedoch dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit. In 
diesem Sinn ist insbesondere von Bedeutung, dass die fragliche 
Massnahme – unter prospektiver Betrachtung – eingliederungswirksam ist, 

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was eine objektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit der betroffenen 
Person voraussetzt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 23. 
Oktober 2012, 9C_644/2012, E. 3; SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der 
Invalidenversicherung, 2011, S. 75 N. 124). Liegen diese Voraussetzungen 
nicht vor, fehlt es an der Geeignetheit der Massnahme (vgl. E. 2.1 vorne). 
Um festzustellen, ob eine Eingliederungsmassnahme geeignet ist, die 
Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (Art. 
8 Abs. 1 lit. a IVG), ist eine Prognose über die Erfolgsaussichten der 
beantragten Massnahme anzustellen. So werden Massnahmen beruflicher 
Art nicht zugesprochen, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach zum 
Scheitern verurteilt sind (BUCHER, a.a.O., S. 75 f., N. 125). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bei Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden – angefochtenen Verfügung vom 5. März 2019 (act. II 67; BGE 
131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die Aktenlage gestützt auf die 
Berichte der involvierten Ärzte sowie Eingliederungsfachpersonen im We-
sentlichen wie folgt: 

3.1.1 Vom … 2017 war der Beschwerdeführer in den psychiatrischen 
Diensten C.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 9. Oktober 
2017 (act. II 20 S. 9 f.) wurde eine akute polymorphe psychotische Störung 
mit Symptomen einer Schizophrenie (ICD-10 F23.1), eine CK-Erhöhung 
(Kreatinkinase) unklarer Ätiologie sowie eine Schlafstörung diagnostiziert 
(S. 9). Der Beschwerdeführer habe auf die medikamentöse Behandlung 

https://www.swisslex.ch/doc/aol/4aefb9de-a525-4c71-9db6-0ff6f912cceb/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/4aefb9de-a525-4c71-9db6-0ff6f912cceb/a1a1d458-104b-4ea1-903d-b25052d89755/source/document-link

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 6

schnell und gut reagiert. Im Kontakt sei er offener und freundlicher erlebt 
worden, obwohl er ein gewisses Mass wortkarg geblieben sei. Die Schlaf-
problematik habe sich verbessert. Auffällige Verhaltensmuster seien am 
Ende der Behandlung nicht mehr beobachtet worden. Der Beschwerdefüh-
rer sei in verbessertem Zustand nach Hause entlassen worden (S. 10).

3.1.2 Im polydisziplinären, auf einer internistischen, neurologischen und 
psychiatrischen Untersuchung beruhenden MEDAS-Gutachten vom 3. Juli 
2018 (act. II 42.1 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen ge-
stellt (act. II 42.1 S. 5): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Reaktion auf Belastung und Anpassungsstörung mit vorübergehenden 
psychotischen Symptomen (ICD-10 F43.28)

• DD: St. n. akuter polymorpher psychotischer Störung mit Symptomen ei-
ner Schizophrenie (ICD-10 F23.1)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• CK-aemie, ED 14. September 2017
- CK 1818 U/I am 19. September 2017 (Spital G.________)
- Aktuell (Medexperts): 407 U/I
- Ätiologie: im Rahmen körperlicher Anstrengung mit Krafttraining
- keine Hinweise auf eine epileptische Genese/kein Anhalt auf ei-

ne Myopathie oder eine Myositis/kein vorangehendes Trauma

• Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56.0)

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, auf 
der krampfhaften Suche nach einer Arbeitsstelle sei der Beschwerdeführer 
in einen Stresszustand mit Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit geraten, ei-
nem Zustand von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchti-
gung, der im allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindere 
und während des Anpassungsprozesses nach belastenden Lebensereig-
nissen auftrete. Einhergehend damit sei das Gefühl, mit den alltäglichen 
Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder 
fortsetzen zu können. Aus heutiger Sicht handle es sich um eine Reaktion 
auf Belastung und Anpassungsstörung mit psychosenahen Symptomen wie 
mutistischem Verhalten und erhöhter Affektanspannung, wie auch einer 
vorübergehenden qualitativen Bewusstseinsstörung. Differenzialdiagnos-
tisch sei eine akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen ei-

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ner Schizophrenie in Erwägung zu ziehen, wobei zu bemerken sei, dass 
sich der psychopathologische Zustand nach Einnahme von Olanzapin 
rasch verbessert habe. Erst der Verlauf werde zeigen, ob der Zustand rein 
psychogener Natur gewesen sei oder sich eine psychotische Störung aus 
dem schizophrenen Formenkreis herauskristallisieren werde. Differenzia-
lätiologisch habe die Einnahme von Drogen oder sonstigen psychotropen 
Substanzen, wie auch eine hirnorganische Störung, einschliesslich Epilep-
sie, ausgeschlossen werden können (S. 5).

Der Beschwerdeführer bleibe stressanfällig, es bestehe aktuell eine leichte 
Sedierung aufgrund der Medikation. Er verfüge sonst über gute mentale 
und emotionale Ressourcen, habe einen guten Willen, bemühe sich um 
eine Arbeitsstelle. Das soziofamiliäre Verhältnis sei intakt und stelle für ihn 
eine wichtige Unterstützung dar. Die (psychiatrisch begründete) Arbeits-
fähigkeit betrage sowohl in der bisherigen wie auch in einer angepassten 
Tätigkeit 80% – aufgrund der verminderten Stresstoleranz und aktuell auf-
grund der leichten Sedierung durch die Medikation (S. 6). Aus neurologi-
scher oder internistischer Sicht ergäben sich keine Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit (S. 7).

3.1.3 Im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 11. Januar 2019 
(act. II 55 S. 2 – 8) hielten die zuständigen Eingliederungsfachpersonen 
fest, während der dreimonatigen Referenzerarbeitung im Bereich … habe 
der Beschwerdeführer seine Leistungsfähigkeit von 20% nicht steigern 
können. Er sei nicht vermittelbar (S. 6).

3.1.4 Der behandelnde Arzt, Dr. med. F.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, hielt im zu Handen des Rechtsvertreters des 
Beschwerdeführers erstellten Bericht vom 3. April 2019 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 4) fest, die von der Beschwerdegegnerin veran-
lasste „Arbeitsabklärung“ habe ergeben, dass ein Arbeiten nur in enger 
Begleitung und unter steter Nachkontrolle möglich gewesen sei, dies bei 
einer Leistungsfähigkeit von vermutlich unter 20%. Die hierzu in Wider-
spruch stehende Einschätzung im MEDAS-Gutachten sei nicht nachvoll-
ziehbar, da ein nachgewiesener invalidisierender Gesundheitsschaden 
bestehe. Wenngleich die in den psychiatrischen Diensten C.________ ge-
stellte Diagnose einer akuten polymorphen psychotischen Störung mit 

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Symptomen einer Schizophrenie (ICD-10: F23.1) aus aktueller Sicht ver-
mutlich nicht gesichert sei, so habe sie doch klaren Krankheitswert und 
beeinträchtige die Arbeits- und Leistungsfähigkeit erheblich (S. 2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Vorliegend erlauben die im Recht liegenden Akten eine zuverläs-
sige Beurteilung der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen.

3.3.1 Zunächst erfüllt das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
3. Juli 2018 (act. II 42.1 ff.) die beweismässigen Voraussetzungen an einen 
medizinischen Bericht (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 
232, 125 V 351 E. 3a S. 352), weshalb darauf abgestellt werden kann. 
Danach liegt eine Reaktion auf Belastung und Anpassungsstörung mit vor-
übergehenden psychotischen Symptomen (ICD-10 F43.28 [DD: St. n. aku-
ter polymorpher psychotischer Störung mit Symptomen einer 
Schizophrenie, ICD-10 F23.1]) vor, welche die Arbeitsfähigkeit in der bishe-
rigen und in einer den Leiden angepassten Tätigkeit um 20% einschränkt. 
In somatischer Hinsicht bestehen keine Gesundheitsbeeinträchtigungen mit 
Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit (act. II 42.1 S. 5 – 7). 

Was der Beschwerdeführer dagegen unter Verweis auf den Bericht des 
behandelnden Psychiaters Dr. med. F.________ vom 3. April 2019 (act. I 
4) vorbringt (Beschwerde, S. 7 Art. 5), verfängt nicht: Wichtigste Grundlage 
gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben 
standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit 
Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung 
(Entscheid des BGer vom 23. April 2019, 8C_8/2019, E. 5.2.1). Weder der 
Beschwerdeführer noch Dr. med. F.________ machen geltend, die 

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Gutachter (und insbesondere der psychiatrische Experte) seien dabei nicht 
lege artis vorgegangen. Dergleichen ist auch anderweitig nicht ersichtlich. 
Ebenso wenig benennen der Beschwerdeführer und Dr. med. F.________ 
objektive Gesichtspunkte, welche im Rahmen der Begutachtung ausser 
Acht gelassen worden und die geeignet wären, zu einer abweichenden 
Beurteilung zu führen. Sodann räumt Dr. med. F.________ selber ein, die 
in den psychiatrischen Diensten C.________ gestellte Diagnose einer aku-
ten polymorphen psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophre-
nie (ICD-10 F23.1) sei aktuell nicht gesichert, wobei er auch nicht geltend 
macht, die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe sich 
nach der Begutachtung verschlechtert (act. I 4). Soweit er dennoch in Be-
zug auf diese Diagnose von einem klaren Krankheitswert ausgeht und dar-
aus direkt auf eine massgebliche funktionelle Beeinträchtigung zu 
schliessen scheint, kann ihm deshalb nicht gefolgt werden. Zudem ist inva-
lidenversicherungsrechtlich ohnehin nicht in erster Linie die Diagnose 
massgebend, sondern der Schweregrad der Symptomatik und die damit 
verbundenen Funktions-einschränkungen sowie der lege artis erhobene 
psychopathologische Befund (Entscheid des BGer vom 28. Juni 2018, 
9C_273/2018, E. 4.2). Letzterer präsentierte sich anlässlich der 
Begutachtung bescheiden (act. II 42.3 S. 4 f.), so dass die gestützt darauf 
attestierte, allein 20%ige medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit und 
die festgestellten funktionellen Einschränkungen in Form einer 
(medikamentös bedingten) leichten Sedierung sowie der Neigung des 
Beschwerdeführers zu Stress und Dekompensation – bei im Übrigen guten 
mentalen und emotionalen Ressourcen (act. II 42.1 S. 6) – nachvollziehbar 
und schlüssig ist. 

3.3.2 Sodann beschreibt der Coachingbericht der Abklärungsstelle 
E.________ vom 11. Januar 2019 (act. II 55 S. 2 – 8) das vom 
Beschwerdeführer während der beruflichen Eingliederungsmassnahmen 
gezeigte Verhalten und funktionelle Leistungsniveau hinreichend 
differenziert. Indem sich die dreimonatige Referenzerarbeitung auf den 
angestammten bzw. den vom Beschwerdeführer erlernten Beruf als … EBA 
bezog und ihm während der gesamten und damit repräsentativen 
Abklärungsdauer eine hohe Arbeitsmotivation sowie grosser Einsatz 
attestiert wurden (S. 6), kann – entsprechend der Zielsetzung der 

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Abklärungsmassnahmen (vgl. S. 3) – auf die in diesem Bericht getroffenen 
Feststellungen (grundsätzlich) abgestellt werden, was denn auch der 
Beschwerdeführer nicht in Frage stellt.

3.3.3 Zusammenfassend erweist sich der Sachverhalt als hinreichend 
abgeklärt und der eventualiter beantragten Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegnerin zwecks Reevaluierung des (medizinischen) 
Sachverhalts bedarf es nicht.

4.

4.1

4.1.1 Im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 11. Januar 2019 
(act. II 55 S. 2 – 8) hielten die zuständigen Eingliederungsfachpersonen 
fest, der Beschwerdeführer habe im Rahmen der dreimonatigen Referen-
zerarbeitung im Bereich … bei sehr sozialem Arbeitgeber in wohlwollen-
dem Arbeitsumfeld sowie einfachen stark adaptierten und ausgewählten 
Tätigkeiten in enger Begleitung und unter Nachkontrolle der ausgeführten 
Tätigkeiten eine Leistung von 20% bei wiederholt mangelnder Qualität er-
bracht (S. 5). Aktuell sei der Beschwerdeführer nicht vermittelbar. Trotz 
hoher Arbeitsmotivation und grossem Einsatz habe er seine stark reduzier-
te Leistungsfähigkeit in angestammter Tätigkeit während der drei Monate 
nicht steigern können. Seine Arbeitsfähigkeit sei aktuell unzureichend, um 
im ersten Arbeitsmarkt selbständig ein ausreichendes Einkommen zu gene-
rieren. Eine Leistungssteigerung in einer anderen als der gelernten Tätig-
keit (niederschwelligere Tätigkeit z.B. als Mitarbeiter in einem …- oder …, 
wo er seine Kenntnisse in der … einsetzen könne) sei im Moment nicht zu 
erwarten (S. 6).

4.1.2 Angesichts dieser in Rücksprache mit dem Arbeitgeber (vgl. act. II 
55 S. 7 f.) festgehaltenen Abklärungsergebnisse sind (weitere) berufliche 
Eingliederungsmassnahmen offensichtlich nicht erfolgversprechend. Dabei 
kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, wonach im Bericht der Ab-
klärungsstelle E.________ vom 11. Januar 2019 eine Leistungsfähigkeit 
von allein 20% festgestellt wurde, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn 

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entscheidend ist, dass die von den Eingliederungsfachpersonen 
beobachtete eingeschränkte Leistungsfähigkeit mit Blick auf die 
(überzeugenden) Einschätzungen im MEDAS-Gutachten vom 3. Juli 2018 
(vgl. E. 3.3.1 vorne) nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mit 
invalidenversicherungsrechtlich allein massgeblichen, krankheitsbedingten 
Faktoren zu begründen ist. So wurde – wie dargelegt – die vom 
begutachtenden Psychiater attestierte und im Gesamtgutachten rezipierte 
(geringe) Arbeitsunfähigkeit von 20% (act. II 42.3 S. 8; 42.1 S. 6) allein mit 
der medikamentös bedingten leichten Sedierung sowie der Neigung des 
Beschwerdeführers zu Stress und Dekompensation begründet, was die 
während der Referenzerarbeitung gezeigte, stark eingeschränkte 
Leistungsfähigkeit nicht hinreichend erklärt. Insbesondere vermag die 
leichte Sedierung die während der Referenzerarbeitung beobachtete stark 
verlangsamte Arbeitsweise entgegen der in der Beschwerde (S. 4 Art. 3) 
implizit vertretenen Auffassung nicht hinreichend zu erklären: Zum einen 
verneinte der Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern 
gesundheitliche Probleme im Allgemeinen (vgl. act. II 42.2 S. 2; 42.3 S. 1) 
und gegenüber dem psychiatrischen Gutachter eine gesteigerte 
Schläfrigkeit im Speziellen (act. II 42.3 S. 2); auch absolviere er täglich sein 
Fitnessprogramm im Fitnesszentrum (wobei der internistische Gutachter 
den Beschwerdeführer als ausgesprochen muskulös beschrieb [S. 13]) und 
er fühle sich sehr gut und fit (act. II 42.3 S. 3 und 9 f.). Zum anderen konnte 
auf der Befundebene weder in neurologischer (act. II 42.2 S. 4) noch in 
internistischer (act. II 42.3 S. 13) Hinsicht eine rasche Ermüdbarkeit 
festgestellt werden. Gegenteils beschrieb der internistische Gutachter den 
Beschwerdeführer als „topfit“ (S. 14). Sodann befundete der psychiatrische 
Gutachter zwar – wie dargelegt – eine leichte Sedierung (act. II 42.3 S. 4), 
bezeichnete deren Ausmass in Anbetracht der medikamentösen 
Behandlung jedoch als „erstaunlich“ gering (S. 5). Weitere 
(krankheitsbedingte) funktionelle Beeinträchtigungen wurden im MEDAS-
Gutachten medizinisch nicht festgestellt. Auch aus dem Bericht der Ab-
klärungsstelle E.________ vom 11. Januar 2019 lassen sich keine 
Hinweise auf von den Gutachtern allenfalls nicht festgestellte, medizinisch 
begründbare Beeinträchtigungen entnehmen, so dass die – trotz hoher 
Arbeitsmotivation und grossem Einsatz des Beschwerdeführers (vgl. act. II 
55 S. 6) – allein geringe Leistungsfähigkeit nicht überwiegend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 12

wahrscheinlich allein auf krankheitsbedingten Faktoren beruht und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebend ist. 

Soweit deshalb die vom Beschwerdeführer (und von Dr. med. F.________ 
[vgl. act. I 4]) am MEDAS-Gutachten geübte Kritik dahingehend zu 
verstehen ist, dass das darin attestierte funktionelle Leistungsvermögen im 
Lichte der von den Eingliederungsfachpersonen beschriebenen 
Beobachtungen unzutreffend wäre mit der Folge, dass auch die von der 
Beschwerdegegnerin durchgeführten beruflichen Abklärungen als 
ungeeignet erschienen und dem Beschwerdeführer folgend „nicht 
auszuschliessen“ wäre, dass er in einer „niederschwelligen Tätigkeit“ eine 
den Anforderungen genügende Leistung zu erbringen in der Lage wäre 
(Beschwerde, S. 5), kann ihm nicht gefolgt werden. Vielmehr 
korrespondierte die Referenzerarbeitung mit dem im MEDAS-Gutachten 
erstellten medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofil, zumal die 
Anforderungen am Arbeitsplatz im Verlauf der Massnahme stark reduziert 
wurden (act. II 55 S. 4). Dennoch schlossen die 
Eingliederungsfachpersonen eine Leistungssteigerung auch in Bezug auf 
eine niederschwelligere Tätigkeit „im Moment“ ausdrücklich aus (S. 6). 
Wenn der Beschwerdeführer deshalb selbst unter diesen Voraussetzungen 
eine unzureichende Leistungsfähigkeit präsentierte, liegt dieser Umstand – 
wie dargelegt – nicht überwiegend wahrscheinlich (ausschliesslich) in 
invaliditätsbedingten Faktoren begründet. 

4.2 Kann demnach auf dem Wege weiterer beruflicher Massnahmen 
keine eingliederungswirksame Erwerbsmöglichkeit erreicht werden, besteht 
unter keinem Titel von Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG Anspruch auf entsprechende 
weitere Vorkehren, namentlich nicht auf (hypothetisch) in Betracht fallende 
Umschulung (Art. 17 IVG) und Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG). Nichts 
anderes gilt in Bezug auf den beschwerdeweise ausdrücklich erwähnten 
Arbeitsversuch nach Art. 18a IVG i.V.m. Art. 6bis der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201; 
Beschwerde, S. 6 Art. 4), geht es insoweit doch darum, die tatsächliche 
Leistungsfähigkeit einer versicherten Person während maximal sechs Mo-
naten im ersten Arbeitsmarkt zu testen (vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., S. 
218, Rz. 1). Nichts wesentlich Anderes erfolgte vorliegend, indem die drei-

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monatige Referenzerarbeitung im ersten Arbeitsmarkt Aufschluss über die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie Eignung des Beschwerdeführers in 
der von ihm bevorzugten Tätigkeit (vgl. act. II 42.3 S. 12) als …geben sollte 
(act. II 55 S. 3; vgl. auch <www…..ch>, Rubrik: Berufliche Integrati-
on/Berufliche Massnahmen/Referenzerarbeitung). Dass eine Verlängerung 
auf sechs Monate zu anderen Ergebnissen geführt hätte oder – im Rahmen 
eines Arbeitsversuchs im Sinne von Art. 18a IVG – führen würde, ist in An-
betracht der im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 11. Januar 
2019 dokumentierten ungenügenden Leistungen (vgl. E. 4.1.2 vorne) nicht 
zu erwarten, zumal dem Beschwerdeführer sehr einfache Tätigkeiten in 
enger Begleitung zugewiesen wurden, welche auch Rückschlüsse auf das 
Leistungspotential für Hilfsarbeiten ausserhalb des Bereichs … zulassen. 

4.3 Zusammenfassend wird der grundsätzliche Arbeitswille des 
Beschwerdeführers nicht verkannt. Indessen fehlt es dem Dargelegten 
zufolge in Bezug auf die in Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG abschliessend (vgl. 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., S. 120, Rz. 43) aufgezählten beruflichen Mass-
nahmen an der objektiven Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
und in der Folge an der Geeignetheit derartiger Massnahmen (vgl. E. 2.1 f. 
vorne), womit die Beschwerdegegnerin einen entsprechenden Anspruch zu 
Recht verneint hat. 

4.4 Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 5. März 2019 nicht 
zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist der Beschwerdeführer als unterlie-
gend zu betrachten. Damit wird er kostenpflichtig (Art. 108 VRPG), weshalb 
nachfolgend vorab das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu prüfen ist. 

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 14

gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der dokumentierten 
finanziellen Verhältnisse respektive seiner Sozialhilfebedürftigkeit ausge-
wiesen (act. I 5). Im Weiteren ist die Beschwerde nicht als aussichtslos zu 
qualifizieren und die anwaltliche Verbeiständung ist geboten, weshalb die 
Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechts-
pflege vorliegend erfüllt sind. Das entsprechende Gesuch des Beschwerde-
führers ist somit gutzuheissen und es ist ihm Rechtsanwalt B.________ als 
amtlicher Anwalt beizuordnen.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs.1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festgesetzt 
und dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 5.1 hiervor) wird der Be-
schwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 
SR 272) –  vorläufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

5.3 Infolge Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ 
als amtlicher Anwalt bleibt dessen amtliches Honorar festzulegen.

5.3.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 15

des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWSt.) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

5.3.2 Mit Kostennote vom 8. Mai 2019 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Aufwand von 11.75 Stunden geltend, was nicht zu beanstanden ist. 
Gestützt darauf ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf total 
Fr. 3‘763.90 festzusetzen (Honorar: Fr. 3‘172.50; Auslagen: Fr. 322.30; 
MWSt.: Fr. 269.10 [7.7% auf Fr. 3‘494.80]). Nicht zu entschädigen sind die 
Barauslagen im Betrag von Fr. 120.--, welche im Tätigkeitsnachweis unter 
„…“ aufgeführt sind (vgl. S. 1) und nicht unter die notwendigen Auslagen 
subsumiert werden können (vgl. SVR 2003 IV Nr. 32 S. 99 E. 6.4). Soweit 
es sich beim nämlichen Posten um die Entschädigung für den Bericht von 
Dr. med. F.________ vom 3. April 2019 (vgl. act. I 4) handelt, besteht keine 
Vergütungspflicht, da dieser Bericht für die Beurteilung des Anspruchs nicht 
unerlässlich im Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG war (vgl. E. 3.3.1 und 4.1.2 
vorne; SVR 2017 UV Nr. 17 S. 60 E. 5, 2014 IV Nr. 11 S. 45 E. 5.1 und 
5.4).  

Demnach ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 2‘350.-- (11.75 
Stunden x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 203.20 [gemäss Darstel-
lung unter der Rubrik „amtliches Honorar“ in der Honorarnote vom 8. Mai 
2019] und MWSt. von 7.7% auf Fr. 2‘553.20, ausmachend Fr. 196.60, total 
somit eine Entschädigung von Fr. 2‘749.80, auszurichten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

5.4 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als öffentlichrechtliche 
Anstalt des Kantons Bern keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 61 
Ingress ATSG i.V.m. Art. 104 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 1 lit. a VRPG sowie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 16

Art. 2 Abs. 1 des Einführungsgesetzes vom 23. Juni 1993 zum 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [EG IVG; BSG 841.21]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘763.90 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘749.80 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 17

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2019, IV/19/265, Seite 18