# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48e5a9d2-81da-58c2-a411-86947d840936
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.10.2021 810 21 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-25_2021-10-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 20. Oktober 2021 (810 21 25) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Ausländerrecht 
 
 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / 
Schuldenwirtschaft / Straffälligkeit 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber i.V. 
Dimitri Schärer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

(RRB Nr. 105 vom 26. Januar 2021) 
 
 
 
 
A.  Am 2. Januar 1991 reiste der damals zwölfjährige A.____, Staatsangehöriger von Sri 
Lanka (geb. 1978), mit seiner Mutter in die Schweiz ein. Sein in der Schweiz wohnhafter Vater 
hatte für sie bereits ein Asylgesuch gestellt. Das ehemalige Bundesamt für Flüchtlinge lehnte 
das Gesuch mit Entscheid vom 8. August 1995 ab und verfügte die vorläufige Aufnahme. Seit 
dem 6. August 1998 ist A.____ im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung. Am 5. Dezember 2001 

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heiratete er B.____. Am 15. April 2004 kam die gemeinsame Tochter C.____ auf die Welt, wel-
che seit dem 29. Februar 2019 das schweizerische Bürgerrecht besitzt. 
 
B. Ab dem Jahr 2003 trat A.____ mehrfach strafrechtlich in Erscheinung. Die Delinquenz 
betraf vornehmlich den Bereich des Strassenverkehrsrechts. Er wurde insgesamt 17-mal per 
Strafbefehl verurteilt. Seine letzten Verurteilungen erfolgten in den Jahren 2016, 2017 und 
2018. Es wurden teilweise unbedingte Geldstrafen sowie eine Freiheitsstrafe von 100 Tagen 
ausgesprochen. 
 
C.  Mit Schreiben vom 3. Juli 2007 ermahnte das ehemalige Amt für Migration des Kan-
tons Basel-Landschaft (AfM, heute: Amt für Migration und Bürgerrecht, AFMB) A.____ aufgrund 
zahlreicher Betreibungen und 26 Verlustscheine. Gemäss dem Betreibungsregisterauszug des 
Betreibungsamts Basel-Landschaft (Betreibungsamt) vom 13. Juni 2007 hatte A.____ Verlust-
scheine in der Höhe von Fr. 40'820.80. 
 
D. Mit Schreiben vom 2. September 2009 und 3. Oktober 2011 verwarnte das damalige 
AfM A.____ erneut aufgrund seiner Verschuldung und Straffälligkeit. Ihm wurden der Widerruf 
der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz angedroht, wenn er seinen 
finanziellen Verpflichtungen in Zukunft nicht nachkomme und weiterhin Schulden anhäufe. Man 
erwarte von ihm zudem, dass er in Zukunft nicht mehr straffällig werde. 
 
E.  Zwischen dem 27. September 2013 und 29. Oktober 2019 gewährte das AFMB A.____ 
vier Mal das rechtliche Gehör zum geplanten Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung und der 
Wegweisung aus der Schweiz. Zur Begründung führte es dessen weiterhin angestiegenen 
Schulden sowie Straffälligkeit an. A.____ sowie seine Ehefrau und seine Tochter nahmen zu 
den Schreiben jeweils Stellung. 
 
F.  A.____ war am 19. Februar 2020 mit 92 Betreibungen in der Höhe von Fr. 228'879.20 
sowie 94 Verlustscheinen von gesamthaft Fr. 197'033.85 im Betreibungsregister des Betrei-
bungsamts eingetragen.  
 
G. Mit Verfügung vom 9. März 2020 verfügte das AFMB die Nichtverlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung von A.____ und wies ihn aus der Schweiz weg. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ seit dem Jahr 2003 durch strafrechtlich relevantes Ver-
halten auffalle und trotz Mahnung und zweier ausländerrechtlicher Verwarnungen weiterhin 
mutwillig Schulden generiert habe. Es seien auch keine wichtigen persönlichen Gründe ersicht-
lich, die einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machten. Auch sei ein persönli-
cher Härtefall nicht gegeben und es bestehe überdies keine Veranlassung, ihm die Aufenthalts-
bewilligung ermessensweise zu belassen. Schliesslich sei die Verfügung aufgrund des über-
wiegenden öffentlichen Interesses verhältnismässig. 
 
H.  Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 19. März 2020, vertreten durch 
Alain Joset, Advokat in Liestal, Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat). 

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I. Seit dem 27. April 2020 unterstehen A.____ und seine Ehefrau einer Lohnpfändung im 
Umfang von insgesamt Fr. 3'503.45. 
 
J. Mit Schreiben vom 8. September 2020 erstattete das Betreibungsamt Anzeige gegen 
A.____ wegen Pfändungsbetrugs. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (Staatsanwalt-
schaft) leitete sodann ein Untersuchungsverfahren gegen A.____ ein wegen betrügerischen 
Konkurses und Pfändungsbetrugs. 
 
K. Mit Beschluss (RRB) Nr. 105 vom 26. Januar 2021 wies der Regierungsrat die von 
A.____ erhobene Beschwerde gegen die Verfügung des AFMB ab. Er verfügte, dass A.____ 
die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Entscheids zu verlassen habe, und 
erwog, dass A.____ mit seinem Verhalten den Widerrufsgrund des Verstosses gegen die öffent-
liche Sicherheit und Ordnung erfüllt habe und ihn ein Verschulden an der Situation treffe. Es 
bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, seinen Aufenthalt in der Schweiz zu be-
enden. A.____ sei es zumutbar, nach Sri Lanka zurückzukehren. Ein persönlicher Härtefall lie-
ge nicht vor. 
 
L. Gegen den RRB Nr. 105 vom 26. Januar 2021 erhob A.____, weiterhin vertreten durch 
Advokat Alain Joset, mit Eingabe vom 8. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragt, es seien der ange-
fochtene RRB sowie die Verfügung des AFMB aufzuheben und das AFMB anzuweisen, ihm die 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eventualiter seien der angefochtene RRB sowie die Verfü-
gung des AFMB aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das AFMB zurückzuweisen; 
alles unter o/e-Kostenfolge. Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerdebegründung 
vom 12. April 2021 auf den Standpunkt, dass sowohl die Verfügung des AFMB vom 9. März 
2020 als auch der angefochtene Entscheid des Regierungsrats vom 26. Januar 2021 weder 
recht- noch verhältnismässig seien und den im vorliegenden Fall auf dem Spiel stehenden Inte-
ressen nicht rechtsgenüglich Rechnung getragen worden sei.  
 
M. Mit Eingabe vom 11. Mai 2021 liess sich der Beschwerdegegner vernehmen und 
schliesst auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
N. Mit Verfügung vom 2. Juni 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rah-
men einer Parteiverhandlung überwiesen. Der Beweisantrag des Beschwerdeführers auf Befra-
gung der Ehefrau und der Tochter wurde abgewiesen. 
 
O. Am 16. Juli 2021 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine Honorarno-
te ein. 
 
P. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Beschwerdeführer mit seinem Rechts-
vertreter sowie ein Vertreter des Regierungsrats teil. Die Parteien halten vollumfänglich an ihren 
Anträgen fest. Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
eingegangen. 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
gegeben.  
 
2. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen 
Entscheids und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da die übrigen formel-
len Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch die sachliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden.  
 
3. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
4. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht 
erfolgten. 
 
5. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die In-
tegration [AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Be-
hörde entscheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften 
und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufent-
halt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthalts-
bewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG oder 
völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; MARC SPESCHA, in: 
Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 
2019, N 1 ff. zu Art. 3 AIG; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-
länderrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und Auslän-
dern in der Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 

 
6. Im vorliegenden Fall ist vorab festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Sri Lanka 
keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch 
auf Aufenthalt in der Schweiz einräumt.  
 

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7.1 Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 8 der Konvention zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 und macht geltend, dass die 
Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz gegen sein 
Recht auf Familienleben nach Art. 8 EMRK verstossen würde. Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK 
sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und 
Familienlebens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch 
auf Aufenthalt oder Verbleib in einem anderen Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfer-
nungsmassnahme einem Ausländer, dessen Familienmitglieder hier weilen, die Anwesenheit 
untersagt und damit das Familienleben vereitelt (ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; 
BGE 135 I 153 E. 2.1; 130 II 281 E. 3.1). Zum geschützten Familienkreis gehört in erster Linie 
die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern 
(BGE 135 I 143 E. 1.3.1; 130 II 281 E. 3.1; 127 II 60 E. 1d/aa). Dabei wird vorfrageweise ge-
prüft, ob der sich in der Schweiz aufhaltende Familienangehörige über ein gefestigtes Anwe-
senheitsrecht verfügt und ob er eine hinreichend enge Beziehung zu einem Familienmitglied 
bzw. zur Schweiz hat. Der Beschwerdeführer ist der Vater der im gleichen Haushalt lebenden 
Tochter, welche seit dem 29. Februar 2019 das schweizerische Bürgerrecht besitzt und somit 
ein gefestigtes Anwesenheitsrecht hat. Die Vater-Tochter-Beziehung ist intakt und wird gelebt. 
Der Schutzbereich nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist eröffnet und der Beschwerdeführer kann sich 
darauf berufen.  
 
7.2 Indes gilt der grundrechtliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht 
absolut. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen 
werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer 
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, 
das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von 
strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freihei-
ten anderer notwendig ist.  
 
8.1 Nach Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG kann die zuständige Behörde eine Aufenthaltsbewilligung 
widerrufen bzw. nicht mehr verlängern, wenn die ausländische Person unter anderem erheblich 
oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland 
verstossen hat. Dies kann auch bei einer Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher oder privatrechtli-
cher Verpflichtungen der Fall sein. Die Schuldenwirtschaft vermag eine aufenthaltsbeendende 
Massnahme aber bloss dann zu rechtfertigen, wenn das erschwerende Merkmal der Mutwillig-
keit hinzutritt. Diese setzt ein von Absicht, Böswilligkeit oder qualifizierter Fahrlässigkeit getra-
genes Verhalten voraus. Die Verschuldung muss selbst verursacht und der betroffenen Person 
qualifiziert vorwerfbar sein, wobei zumindest ein erheblicher Ordnungsverstoss erforderlich ist, 
welcher aber bereits in einer qualifizierten Leichtfertigkeit liegen kann (Urteile des Bundesge-
richts 2C_724/2018 vom 24. Juni 2019 E. 3.1 und 2C_789/2017 vom 7. März 2018 E. 3.3.1; 
vgl. zum Ganzen auch: SPESCHA, a.a.O., N 11 zu Art. 62 AIG). Der Beweis der Mutwilligkeit 
obliegt der Migrationsbehörde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_27/2018 vom 10. September 
2018 E. 2.2). 

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8.2 Wurde die ausländische Person bereits ausländerrechtlich verwarnt, so ist entschei-
dend, ob danach weiterhin mutwillig Schulden angehäuft wurden oder nicht. Zu berücksichtigen 
ist dabei, dass sie zum Vornherein keine Möglichkeit hat, ausserhalb des Betreibungsverfah-
rens Schulden zu tilgen, wenn sie einem betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren unter-
liegt. Dies kann dazu führen, dass im Vergleich zu einem früheren Zeitpunkt dennoch weitere 
Betreibungen hinzukommen resp. der betriebene Betrag anwächst, ohne dass allein gestützt 
hierauf von einer mutwilligen Schuldenwirtschaft ausgegangen werden darf. Von entscheiden-
der Bedeutung ist, ob und welche Anstrengungen die betroffene Person zur Sanierung ihrer 
Situation vorkehrt: Positiv zu würdigen ist beispielsweise, wenn vorbestandene Schulden abge-
baut werden, während negativ ins Gewicht fällt, wenn sie trotz Verwarnung weiterhin in vor-
werfbarer Weise Schulden anhäuft (Urteile des Bundesgerichts 2C_724/2018 vom 24. Juni 
2019 E. 3.2; 2C_164/2017 vom 12. September 2017 E. 3.1 und 2C_273/2010 vom 6. Oktober 
2010 E. 3.4). 
 
8.3  Die Vorinstanz stellte diesbezüglich fest, dass der Beschwerdeführer vom AFMB unter 
anderem wegen seiner Schuldenwirtschaft zweimal ausländerrechtlich verwarnt worden sei. 
Trotz Schuldenrückzahlungen seinerseits habe sich dessen finanzielle Situation jeweils erheb-
lich verschlechtert und seine Verschuldung habe stetig zugenommen. Dabei seien die ergange-
nen Verwarnungen des AFMB vom 2. September 2009 und 3. Oktober 2011 als letzte Chancen 
zu verstehen gewesen. Diese hätten jedoch nicht dazu beitragen können, dass der Beschwer-
deführer seine finanziellen Verhältnisse längerfristig in den Griff bekomme. Obschon einige Ver-
lustscheine auf gesundheitliche Belange zurückzuführen seien, bleibe augenfällig, dass die im 
Zusammenhang mit Gesundheitskosten (Kantonsspital Baselland und E.____ Krankenversiche-
rung) entstandenen Verlustscheine betragsmässig einen Bruchteil des seit der letzten Verwar-
nung vom 3. Oktober 2011 gesamthaften Verlustschein-Betrags von Fr. 65'194.75 ausmachten. 
Es sei auch unklar, ob es sich bei den Gesundheitskosten lediglich um unbezahlte Prämien 
handle oder ob auch allfällige Behandlungskosten, Selbstbehalte etc. mitumfasst seien. Der 
grösste Teil der Schulden des Beschwerdeführers rühre von diversen Inkassofirmen. Der Be-
schwerdeführer habe zwar Anstrengungen unternommen, um seine Schulden abzubezahlen, 
jedoch habe er seit der Verwarnung im Jahre 2011 neue Schulden generiert, welche um ein 
Vielfaches höher seien als die im selben Zeitraum getätigten Schuldenrückzahlungen. Die fi-
nanzielle Situation des Beschwerdeführers habe sich – obschon er seit April 2019 in einem un-
befristeten Arbeitsverhältnis mit einem Pensum von 100 % stehe, er laufend Schulden tilge und 
den Verein "F.____" besuche – somit erheblich verschlechtert. Erst seit 2019 sei ein Wille er-
kennbar, die Schuldenvermehrung nachhaltig in den Griff zu bekommen respektive diese zu 
stoppen. Gründe, warum er mit der Schuldensanierung erst derart spät begonnen habe, mache 
er nicht geltend. Deswegen sei von einer mutwilligen Verschuldung auszugehen. 
 
8.4  Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er mit seiner Familie am Existenzminimum von 
monatlich insgesamt Fr. 4'390.-- lebe und sein Lohn und derjenige der Ehefrau gepfändet wür-
den (Stand 27. April 2020). Ihm und seiner Ehegattin sei es aufgrund der Lohnpfändung nicht 
möglich, mehr Schulden abzubauen, als im Rahmen des Verwertungsverfahrens machbar sei. 
Es sei ferner auch verständlich, dass es aufgrund der Lohnpfändung zu einer weiteren Ver-
schuldung kommen könne. Ihm sei positiv anzurechnen, dass er vom Verein "F.____" Hilfe an-

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genommen und Sanierungsmassnahmen getroffen habe. Es könne daher nicht angehen, dass 
die Vorinstanz eine mutwillige Schuldenwirtschaft annehme, obwohl er sehr darum besorgt sei, 
seine Schulden (im Rahmen des Möglichen) zu tilgen. 
 
8.5  Aus den in den Akten befindlichen Betreibungsregisterauszügen geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer im Jahr 2009 beim Betreibungsamt mit Verlustscheinen in der Höhe von 
Fr. 114'373.35 verzeichnet war. Der Betreibungsregisterauszug vom März 2019 weist sodann 
Verlustscheine in der Höhe von Fr. 191'906.95 auf. Schuldenwirtschaft liegt somit vor. Fraglich 
bleibt einzig, ob dem Beschwerdeführer Mutwilligkeit vorzuwerfen ist. Die Schulden des Be-
schwerdeführers sind kontinuierlich angestiegen, obwohl er mit Schreiben vom 2. September 
2009 und 3. Oktober 2011 wegen Schuldenwirtschaft ausländerrechtlich verwarnt wurde. Dem 
Beschwerdeführer ist zugute zu halten, dass es ihm in den Jahren 2015 bis 2018 gelungen ist, 
Schuldenrückzahlungen in der Höhe von Fr. 15'936.90 vorzunehmen. Allerdings hat der Be-
schwerdeführer seit der letzten Verwarnung vom 3. Oktober 2011 im Gegenzug Schulden in der 
Höhe von über Fr. 65'194.75 generiert. Er verdiente in den Jahren 2015 bis 2018 insgesamt 
Fr. 242'322.-- (vgl. Schreiben der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft vom 21. Februar 
2020). Dies entspricht einem durchschnittlichen Monatseinkommen von rund Fr. 5'000.-- und 
übersteigt das Existenzminimum seiner Familie in der Höhe von Fr. 4'390.-- (vgl. Berechnungs-
blatt des Betreibungsamts vom 27. April 2020). Daraus wird ersichtlich, dass es dem Be-
schwerdeführer möglich gewesen wäre, mit dem das Existenzminimum übersteigenden Teil 
seines Einkommens Schulden abzubauen. Zumindest musste ihm während dieses Zeitraums 
das Einkommen zur Bestreitung seines Lebensunterhalts ausreichen und eine Zunahme der 
Verschuldung hätte vermieden werden können. Dies war jedoch wie aus den Betreibungsregis-
terauszügen ersichtlich nicht der Fall, ergingen in den Jahren 2015 bis 2018 doch zahlreiche 
Betreibungen, namentlich von Krankenversicherungen und Inkassofirmen. Der Verlustscheinbe-
trag ist in dieser Zeitspanne um Fr. 61'014.60 angestiegen. Unverschuldete Gründe für die ver-
schlechterte Schuldensituation des Beschwerdeführers sind weder ersichtlich noch dargetan. 
Positiv zu würdigen ist, dass der Beschwerdeführer ab dem 6. Februar 2019 beim Verein 
"F.____" Hilfe geholt hat, um seiner Schuldensituation Herr zu werden. Zu beachten ist in die-
sem Zusammenhang, dass seine jüngsten Bemühungen letztlich nur unter Druck des Verfah-
rens zustande gekommen sind. Der Beschwerdeführer verschuldete sich während des laufen-
den Verfahrens und nach Gewährung des ersten rechtlichen Gehörs während weiterer fünfein-
halb Jahre, ehe er sich Hilfe holte. Selbst das Lohnpfändungsverfahren im Jahr 2017 vermochte 
bei ihm offenbar nichts auszulösen und er häufte weiterhin Schulden an. Schliesslich ergeben 
sich aus den Akten keinerlei Hinweise darauf, dass beim Beschwerdeführer ein kognitives Un-
vermögen als Ursache für die Verschuldung in Frage kommt. Seine diesbezügliche Behauptung 
bleibt denn auch unbelegt. Aus dieser Sachlage ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mutwil-
lig Schulden anhäufte. Der Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG ist damit erfüllt.  
 
9.1 Im Übrigen kann der Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung resp. deren Nichtverlänge-
rung aufgrund eines Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gemäss Art. 62 
Abs. 1 lit. c AIG geboten sein, wenn eine ausländische Person straffällig geworden ist. Im Un-
terschied zum Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG ist nicht erforderlich, dass eine Ver-
urteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe erfolgte (BGE 135 II 377 E. 4.2; Urteil des Bun-

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desgerichts 2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 3.1). Vielmehr kann der Widerrufsgrund 
gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG bereits dann erfüllt sein, wenn einzelne strafbare Handlungen 
für sich allein betrachtet noch keinen Widerruf rechtfertigen, deren wiederholte Begehung aber 
darauf hinweist, dass die betroffene Person nicht bereit ist, sich an die geltende Ordnung zu 
halten (BGE 139 I 16 E. 2.1; BGE 137 II 297 E. 3; Urteile des Bundesgerichts 2C_515/2017 
vom 22. November 2017 E. 2.1; 2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 3.1 und 
2C_161/2013 vom 3. September 2013 E. 2.4.1). Ob ein Ausländer willens und in der Lage ist, 
sich in die hier geltende Ordnung einzufügen, ist anhand einer Gesamtbetrachtung seines Ver-
haltens zu beurteilen (BGE 137 II 297 E. 3.3; Urteile des Bundesgerichts 2C_846/2014 vom 
16. Dezember 2014 E. 2.1 und 2C_160/2013 vom 15. November 2013 E. 2.1.1; SILVIA 
HUNZIKER, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über 
die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 19 zu Art. 63 AuG; SPESCHA, a.a.O., 
N 11 zu Art. 62 AIG). 
 
9.2 Die Vorinstanz hielt diesbezüglich im Wesentlichen fest, dass der Beschwerdeführer 
seit dem Jahr 2003 regelmässig strafrechtlich in Erscheinung getreten sei und gegen ihn zahl-
reiche administrativrechtliche Sanktionen verfügt worden seien. Sie sah es aufgrund der Viel-
zahl der Delikte und der über die Jahre anhaltenden Begehung als erwiesen an, dass eine wie-
derholte und erhebliche Missachtung der Rechtsordnung seitens des Beschwerdeführers vor-
liege und der Tatbestand des wiederholten Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung somit erfüllt sei, wenngleich es sich um keine schwerwiegenden Verstösse gegen das 
Strafrecht gehandelt habe und grossmehrheitlich nur bedingt vollziehbare Geldstrafen und/oder 
Bussen ausgesprochen worden seien. 
 
9.3 Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass es sich bei 
seinen Verurteilungen um wiederholte Ordnungsverstösse gehandelt habe, die in ihrer Mehrheit 
als relativ geringfügig zu bewerten seien, und nie jemand zu Schaden gekommen sei. Ferner 
handle es sich bei den Verstössen um abstrakte Gefährdungsdelikte. Geschützt werde damit 
regelmässig das höchst abstrakte Rechtsgut der Verkehrssicherheit und damit keine sogenann-
ten besonders schützenswerten Rechtsgüter. Mit Blick auf die nebst den Strassenverkehrsdelik-
ten begangenen Straftaten sei bei der Analyse des Strafmasses ersichtlich, dass bei den Verur-
teilungen nicht von einem hohen Verschulden ausgegangen worden sei. Ausserdem sei er auf-
grund seiner langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz sozial wie auch beruflich sehr gut inte-
griert. Daher sei im vorliegenden Fall besonders grosse Zurückhaltung beim Widerruf der Bewil-
ligung anzuwenden. Im Übrigen komme weit zurückliegenden Straftaten in der Regel keine 
grosse Bedeutung mehr zu.  
 
9.4  Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, ergingen gegen den Beschwerdeführer 
zwischen dem 19. Oktober 2003 und dem 22. November 2018 insgesamt 17 Strafbefehle und 
er wurde im Gesamten zu einer Freiheitsstrafe von 100 Tagen, zu Geldstrafen von 550 Ta-
gessätzen und zu Bussen in der Höhe von Fr. 3'030.-- verurteilt. Hinzu kommen insgesamt drei 
Entzüge des Führerausweises für eine Gesamtdauer von 6 Monaten, ein Führerausweisentzug 
auf unbestimmte Zeit, mehrere Verweigerungen des Lernfahr- und Führerausweises sowie 
mehrere Jahre andauernde Sperrfristen für den Lernfahr- und Führerausweis. Die Delinquenz 

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des Beschwerdeführers gab unter anderem Anlass zu den ihm gegenüber ergangenen auslän-
derrechtlichen Verwarnungen vom 2. September 2009 und 3. Oktober 2011. Wie sich aus der 
Chronologie seiner Delikte ergibt, konnten ihn weder die bereits ergangenen Strafbefehle noch 
die ausländerrechtlichen Verwarnungen davon abhalten, erneut strafrechtlich in Erscheinung zu 
treten. Dabei ist auffallend, dass sich die Delikte hauptsächlich dem Bereich des Strassenver-
kehrsrechts zuweisen lassen. Dabei bezweckt die Strassenverkehrsordnung unter anderem den 
Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer und deren Nichtbeachten kann gewichtige Rechtsgüter 
gefährden. Schwer wiegt, dass der Beschwerdeführer insgesamt acht Mal wegen Führens ei-
nes Fahrzeugs trotz Entzugs des Führerausweises verurteilt wurde. Das Fahren ohne Berechti-
gung nach Art. 95 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) vom 19. Dezember 1958 schützt zum 
einen Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer, zum anderen den Gehorsam gegenüber amtli-
chen Anordnungen (ADRIAN BUSSMANN, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N 4 f. zu Art. 95). Das Fahren ohne Berechtigung ist 
denn auch grundsätzlich geeignet, Leib und Leben von Drittpersonen zu gefährden (siehe auch 
Urteil des Bundesgerichts 2C_1015/2017 vom 7. August 2018 E. 4.2.1). Auch wenn es sich bei 
den vom Beschwerdeführer begangenen Taten mehrheitlich um Bagatelldelikte handelt, so 
kommt erschwerend der Umstand der Häufigkeit seiner Verstösse hinzu. Diese Häufung vermit-
telt unweigerlich den Anschein einer gewissen Unbelehrbarkeit vor der schweizerischen 
Rechtsordnung. Obschon das Vorliegen eines Widerrufsgrunds im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. c 
AIG bereits aufgrund der mutwilligen Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers bejaht wurde, 
ist dieser auch aufgrund des wiederholten Verstosses gegen die Rechtsordnung erfüllt. Dass 
sich der Beschwerdeführer seit seiner letzten Verurteilung im Jahr 2018 in strafrechtlicher Hin-
sicht nichts mehr hat zu Schulden kommen lassen, ändert an den vorstehenden Ausführungen 
nichts und seine strafrechtlichen Verurteilungen stellen einen wiederholten Verstoss gegen die 
öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG dar. 

 
10.1 In einem weiteren Schritt zu prüfen ist, ob die Massnahme im konkreten Fall auch ver-
hältnismässig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; BGE 135 II 377 E. 4). Dies erfordert eine Interessen-
abwägung, welche die wesentlichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 
E. 2.1). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die bekannten Kriterien wie Dauer 
der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, Wirtschafts- und 
Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad zu berücksichtigen 
(vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2; BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.). Entscheidend ist stets das Gesamtbild 
eines jeden Einzelfalles, welches anhand von sämtlichen der massgeblichen Kriterien zu beur-
teilen ist (BGE 139 I 145 E. 2.4). Die Interessenabwägung im Rahmen von Art. 96 AIG deckt 
sich mit jener nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK.  
 
10.2 Im Zusammenhang mit dem Widerrufsgrund der mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-
rechtlicher und privatrechtlicher Verpflichtungen ist zu berücksichtigen, dass die öffentlichen 
Interessen am Widerruf bzw. an der Nichtverlängerung der Bewilligung umso gewichtiger sind, 
je mehr sich eine ausländische Person verschuldet und sich trotz Verwarnung nicht um Schul-
dentilgung bemüht hat. Indessen ist das öffentliche Interesse an der Fernhaltung ausländischer 
Personen, welches einzig zum Schutz potentieller Gläubiger dient, grundsätzlich von geringe-
rem Gewicht als dasjenige, straffällige oder dauernd sozialhilfeabhängige Ausländerinnen und 

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Ausländer aus der Schweiz fernzuhalten (vgl. HUNZIKER, a.a.O., N 36 zu Art. 62 AuG). Neben 
der Höhe der Schulden und der Anwesenheitsdauer der pflichtvergessenen Schuldnerin ist ent-
scheidend, ob und inwiefern diese sich bemüht hat, ihre Verbindlichkeiten abzubauen und mit 
den Gläubigern nach einer Lösung zu suchen. Sind Schuldensanierungsbemühungen dargetan, 
liegt die Wegweisung der ausländischen Person nicht im Interesse der vorhandenen Gläubiger, 
da der Schuldenabbau dadurch kompromittiert würde (Urteil des Bundesgerichts 2C_789/2017 
vom 7. März 2018 E. 3.3.1). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz be-
steht – überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein 
schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit der ausländischen Person zur 
Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu beenden (BGE 139 
I 16 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
10.3 Die Vorinstanz hielt im Wesentlichen fest, dass der Beschwerdeführer trotz des langen 
Aufenthalts in der Schweiz nie einen Beruf erlernt und sich nicht an die Gesetze gehalten habe. 
Er habe vom AFMB vier Chancen erhalten, aber keine genutzt. Eine Wegweisung sei verhält-
nismässig, da mildere Mittel nicht zu einer Verhaltensänderung geführt hätten. 
 
10.4 Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass eine Weg-
weisung unverhältnismässig sei. Er führt zunächst seine lange Aufenthaltsdauer und seine so-
ziale sowie berufliche Integration in der Schweiz an. Ferner macht er auf die Beziehung zu sei-
ner Ehefrau und seiner Tochter aufmerksam, welche unter einer Trennung leiden würden. 
Überdies macht er geltend, dass er in Sri Lanka keine Verwandten mehr habe, die Landesspra-
che von Sri Lanka in Schriftform nicht beherrsche und seine berufliche Wiedereingliederung 
deswegen ungewiss sei. Er sei auch mit den dortigen Verhältnissen nicht mehr vertraut. 
 
10.5 Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer konstant, in erheblichem Umfang und 
qualifiziert vorwerfbar über Jahre hinweg Schulden angehäuft. Seine finanzielle Situation hat 
sich trotz der ausländerrechtlichen Verwarnung in den Jahren 2009 und 2011 verschlechtert. In 
den Jahren seit den Verwarnungen bis zur laufenden Pfändung hat der Beschwerdeführer 
Schulden in der Höhe von über Fr. 82'660.50 angehäuft (vgl. Betreibungsregisterauszüge vom 
22. Juli 2009 und vom 19. Februar 2020). Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführt, 
ihm könne die verschlechterte Schuldensituation aufgrund des laufenden Pfändungsverfahrens 
nicht vorgeworfen werden, kann er nicht gehört werden, weil dieses erst seit April 2020 und 
damit nach Anhäufung der vorstehenden Schulden läuft. Folglich kann sein diesbezügliches 
Argument, wonach es ihm aufgrund des Lohnpfändungsverfahrens unmöglich gewesen sei, 
weitere Schulden zu bezahlen, höchstens für den Zeitraum ab April 2020 gehört werden. Zu-
dem versäumte es der Beschwerdeführer selbst, ab dem Zeitpunkt der Lohnpfändung Forde-
rungen zu begleichen, welche in der Existenzminimumberechnung berücksichtigt wurden und 
somit fristgerecht hätten bezahlt werden können (Forderung der Krankenversicherung vom 
1. Mai 2020, 24. August 2020 sowie 30. Juli 2021, vgl. Betreibungsregisterauszug vom 20. Ok-
tober 2021, S. 8). Erst mit der Anhebung von zusätzlichen Betreibungsverfahren konnten diese 
Gläubiger befriedigt werden (vgl. Betreibungsregisterauszug vom 20. Oktober 2021, S. 8). Zu 
beachten ist ferner, dass die vom Beschwerdeführer angehäuften Schulden hauptsächlich nicht 
beglichene Forderungen von Krankenversicherungen sowie Inkassofirmen betreffen. Demzufol-

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ge hat er auch wiederkehrende öffentlich-rechtliche Verpflichtungen vernachlässigt. Dies 
schlägt sich bei der Gewichtung des öffentlichen Interesses zu seinen Ungunsten nieder.  
 
Im Rahmen des öffentlichen Interesses an einer Wegweisung des Beschwerdeführers fällt fer-
ner ins Gewicht, dass dieser zahlreiche Delikte begangen hat. Auch wenn die Delikte vornehm-
lich als Bagatelldelikte einzustufen sind, lassen die zahlreichen Gesetzesverstösse auf eine 
gewisse Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber der schweizerischen Rechtsord-
nung schliessen. Erstmals verurteilt wurde er im Jahr 2003. In der Folge beging er 16 weitere 
Delikte bis ins Jahr 2018. Der Beschwerdeführer wurde fast jährlich neu verurteilt. Zwar handel-
te es sich bei den Delikten um solche mit einem geringen Strafmass, es darf jedoch nicht ver-
kannt werden, dass der Beschwerdeführer trotz allem die Gefährdung anderer in Kauf nahm, 
indem er wiederholt gegen das Strassenverkehrsrecht verstiess. Seit 2018 und somit seit über 
dreieinhalb Jahren ist der Beschwerdeführer nicht mehr strafrechtlich in Erscheinung getreten. 
In Bezug auf seine Schuldensituation ist ihm zugute zu halten, dass er seit Februar 2019 den 
Verein "F.____" besucht, sich somit nachweislich um eine Schuldensanierung bemüht und seit 
dem 5. April 2019 einer Erwerbstätigkeit in einem Vollzeitpensum nachgeht. Zudem führt er 
anlässlich der heutigen Parteiverhandlung aus, dass er dieser unbefristeten Vollzeitanstellung 
weiterhin nachgehe und zusätzlich seit dem Jahr 2010 eine Erwerbstätigkeit als Zeitungsvertei-
ler in einem Teilzeitpensum ausübe. Ferner reicht er eine Bestätigung des Vereins "F.____" ein, 
die belegt, dass die gesetzlich angeordnete Bewährungshilfe vom 9. Mai 2019 bis 8. Mai 2020 
durchgeführt wurde und er auch nach der Bewährungszeit beim Verein "F.____" in Beratung 
geblieben ist. Gemäss dem eingereichten Auszug des Betreibungsamts vom 5. August 2021 
werden die Löhne des Ehepaars zudem weiterhin zu einer Quote von Fr. 3'104.90 gepfändet. 
Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Zukunft seine Schulden raten-
weise abbezahlen wird. Unter Berücksichtigung der Schuldenwirtschaft und der zahlreichen 
Delikte besteht dennoch ein öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung.  

 
10.6 Zu prüfen ist, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden 
Falles die dargelegten öffentlichen Interessen an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz über-
wiegen. 
 
10.7 Der Beschwerdeführer ist im Alter von 12 Jahren in die Schweiz eingereist und lebt seit 
30 Jahren in der Schweiz. Er hat somit einen grossen Teil seines Lebens in der Schweiz ver-
bracht. Die lange Anwesenheitsdauer spricht für ein gewichtiges privates Interesse am Verbleib 
in der Schweiz. Nach seiner Einreise in die Schweiz besuchte er die Realschule und absolvierte 
hier drei Jahre eine Lehre als Landmaschinenmechaniker, ehe er die Lehre vor dem vierten 
Lehrjahr abbrach. Eine Ausbildung hat er nie abgeschlossen. Dennoch ist es ihm – mit Aus-
nahme eines kurzen Unterbruchs – gelungen, stets einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Seit 
dem 5. April 2019 geht er einer Anstellung im Umfang von 100 % in einem Gastronomiebetrieb 
und zusätzlich seit 2010 einer Teilzeitstelle als Zeitungsverteiler nach. Es ist ihm anzurechnen, 
dass er Sanierungsmassnahmen getroffen und schliesslich auch professionelle Hilfe in An-
spruch genommen hat. An der heutigen Befragung führt er bestätigend aus, dass er das Ange-

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bot des Vereins "F.____" ab Mai 2020 weiterhin wahrgenommen und sein letzter Beratungster-
min vor drei Monaten stattgefunden habe. Es ist ihm bislang gelungen, Schulden in der Höhe 
von Fr. 54'327.30 zurückzuzahlen. Wie sich an der heutigen Parteiverhandlung gezeigt hat, 
spricht der Beschwerdeführer Deutsch und versteht Schweizerdeutsch. Der Beschwerdeführer 
lebt in einer intakten Ehe und hat eine siebzehnjährige Tochter, welche im elterlichen Haushalt 
lebt und seit dem 29. Februar 2019 das schweizerische Bürgerrecht besitzt. Eine Wegweisung 
würde dessen Tochter und dessen Ehefrau deshalb zweifellos hart treffen. Der Beschwerdefüh-
rer hat anlässlich der heutigen Verhandlung nochmals ausgeführt, dass die Beziehung zu sei-
ner Tochter und Ehefrau eng sei. Dieser Umstand wird nicht in Abrede gestellt, und es ist nicht 
ersichtlich, inwiefern eine Befragung der Ehefrau und der Tochter entscheidrelevante Erkennt-
nisse zeitigen könnte. Sein soziales Umfeld ist hier, er ist mit Nachbarn befreundet (vgl. Proto-
koll der Parteiverhandlung, Seite 2) und er hat keine Verwandten in seiner Heimat. Seine Ver-
wandten (seine Eltern sowie ein Onkel) wohnen ebenfalls in der Schweiz. Nach dem geschilder-
ten Hintergrund ist von einem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers auszuge-
hen.  
 
10.8 Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist festzustellen, dass das eruierte öffentliche Inte-
resse an der Wegweisung des Beschwerdeführers durch dessen private Interessen an einem 
Verbleib in der Schweiz, welche insbesondere mit Blick auf die lange Anwesenheitsdauer in der 
Schweiz und die hier gelebten familiären Beziehungen hoch zu gewichten sind, knapp überwo-
gen wird. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen 
Wegweisung aus der Schweiz erweisen sich demnach unter dem Gesichtspunkt der Verhält-
nismässigkeit als unzulässig. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.  
 
10.9 Das AFMB wird angewiesen, vor der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung eine 
Integrationsvereinbarung mit dem Beschwerdeführer abzuschliessen. Damit sollen die Weiter-
führung der Arbeitstätigkeit resp. das Absolvieren einer Weiterbildung und der Abbau der 
Schulden verbindlich festgehalten werden. 
 
11. Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AIG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013, E. 1.1; 
2A.737/2004 vom 30. März 2005, E. 2, in: Die Praxis 2006 Nr. 26 S. 184). Sollte der Beschwer-
deführer in absehbarer Zeit in relevanter Weise erneut straffällig werden, erneut Schulden ge-
nerieren sowie seiner Schuldensanierung nicht nachkommen und damit das durch das Gericht 
in ihn gesetzte Vertrauen enttäuschen, muss er mit einer Nichtverlängerung bzw. mit einem 
Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung rechnen.  
 
12.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu entscheiden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 

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umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem 
Regierungsrat aufzuerlegen.  
 
12.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug einer Anwältin bzw. eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens 
ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Regierungsrats zuzuspre-
chen. Der in der Honorarnote vom 15. Juli 2021 geltend gemachte Aufwand von 14.5833 Stun-
den für die Arbeit einer Volontärin und 1.0833 Stunden für die Arbeit des Rechtsvertreters sind 
umfangmässig nicht zu beanstanden. Der veranschlagte Stundenansatz von Fr. 180.-- für die 
Arbeit einer Volontärin sowie Fr. 280.-- für die Arbeit des Rechtsvertreters werden allerdings 
praxisgemäss reduziert auf Fr. 125.-- bzw. Fr. 250.--. Zum Gesamtaufwand hinzuzurechnen 
sind 3.5 Stunden à Fr. 125.-- für die Parteiverhandlung sowie die geltend gemachten Auslagen 
in der Höhe von Fr. 97.50. Demzufolge hat der Regierungsrat dem Beschwerdeführer eine re-
duzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'831.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwert-
steuer) zu bezahlen.  
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Regierungs-

rats des Kantons Basel-Landschaft Nr. 105 vom 26. Januar 2021 auf-
gehoben. Das Amt für Migration und Bürgerrecht des Kantons Basel-
Landschaft wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers nach Abschluss einer Integrationsvereinbarung zu 
verlängern. 
 

 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrecht-
lich verwarnt. 

   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanz-

lichen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen.  
 

 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden dem Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.-- wird dem Beschwerdeführer 
zurückerstattet. 
 

 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwer-
deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'831.15 (inkl. 
Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) auszurichten.  

 
 
 
 
Vizepräsident Gerichtsschreiber i.V.