# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e581f6e9-64cf-565c-9ae4-ca8712f46cd0
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-09-27
**Language:** de
**Title:** Entsprechend dem Ergebnis der erfolgten Begutachtung ist von einem gegenüber dem Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache verbesserten Gesundheitszustand auszugehen. Da in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt, erweist sich der 10%ige leidensbedingter Abzug als angemessen.
**Docket/Reference:** IV.2012.00476
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00476.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00476
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiber Rangoni-Bertini
Urteil
vom
27. September 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Marco Mona
Langstrasse 4, 8004 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1960,
erlitt 1979 eine Verletzung des linken Knies mit einer Luxation der Patella, die operativ behandelt werden musste (Urk. 6/77 S. 41). Ab dem
1. Oktober 2001
war er
bei der
Y.___
AG in einem 100%igen Pensum als Lagermitarbeiter
tätig
(
Urk.
6/6 S. 1).
Nachdem der Versi
cherte
infolge Schmerzen am linken Knie
und
lumbaler
Rückenschmerzen
mit Ausstrahlung in das rechte Bein
arbeitsunfähig geworden war, kündigte ih
m
der Arbeitgeber am
26.
Mai 2003 das Arbeitsverhältnis
per Ende Juli 2003
(Urk.
6/6 S. 7)
.
Am 4. Mai 2004 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die persönlichen (
Urk.
6/2-3), beruflichen (
Urk.
6/4-6 und
Urk.
6/11), erwerblichen (
Urk.
6/7) und medizinischen (
Urk.
6/8-10
, Urk. 6/13-15,
Urk.
6/18-20 und
Urk.
6/23-24
) Verhältnisse des Versicherten ab und liess ihn am
5. Dezemb
er 2005 durch die
Z.___
rheumatolo
gisch begutachten, welche ihm in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige
Ar
beitsunfähigkeit
und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit attestierte mit dem Hinweis, dass mit einer Steigerung derselben auf 70
%
innerhalb von 3 bis
6 Monaten zu rechnen sei
(
Urk.
6/44 S. 18 Ziff. 6)
. Mit
Verfügung vom 24. Mai 2006 (
Urk.
6/58) wurde dem Versicherten ab dem 1. Januar 2004 eine ganze Invalidenrente bei einem 71%igen Invaliditätsgrad zugesprochen.
Am 2
2.
Februar 2010 erfolgte beim Versicherten in der Neurochirurgischen Klinik des
A.___
eine partielle
Hemilaminektomie
am Lendenwirbelkörper 1/2 links mit vollständiger Tu
morexstirpation (
Urk.
6/77 S. 54 f.
).
1.2
Anlässlich eine
s
im Jahr 2011
eingeleiteten
Revision
sverfahrens
klärte die IV-Stelle die medizinischen (
Urk.
6/69-73) Verhältnisse des Ve
rsicherten erneut ab, liess ihn am 26.
September 2011 durch
Dr.
med. und Dr. sc. nat. ETH
B.___
, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie und zertifizierte medizinische Gutachterin SIM, begutachten (Gutachten vom 8. Oktober 2011,
Urk.
6/77) und
liess
am 5. und 6. Oktober
2011
vom
C.___
eine Evaluation der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchführen (
Urk.
6/78).
Diese Abklärungen ergaben, dass der Versicherte in einer
leidensan
gepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei
(
Urk.
6/77 S. 43
Abs.
2 und
Ziff. 9.3)
.
Nach erfolgtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/81 ff.) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. März 2012 (
Urk.
2) die Invalidenrente des Versicherten mit
der Begründung ein, sein Invaliditätsgrad betrage
,
bei
Gewährung eines 10%igen leidensbedingten Abzugs,
nur noch 26
%
(
Urk.
2 S. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 23. März 2012 (
Urk.
2) liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Mona
(
Urk.
3)
, am 4. Mai 2012 Beschwerde erheben und den Antrag stellen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, eventu
aliter sei die Sache zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen (Urk. 1 S. 2). Am 4. Juni 2012 schloss die IV-Stelle auf
Beschwerdeab
weisung
(
Urk.
5).
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die weiteren Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemein
en Teil des Sozialversicherungs
rechts
; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und
in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sin
ne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar
.
1.3
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2
.
2.1
Streitgegenstand bildet die am 23. März 2012 (
Urk.
2) verfügte
Aufhebung
der
Invalidenrente
. Zu prüfen ist daher, ob aufgrund der getroffenen Abklärungen seit der
Rentenzusprache
vom 24. Mai 2006 (
Urk.
6/58) eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den medizinischen
und/oder erwerblichen
Verhältnis
sen angenommen werden kann, welche eine Herabsetzung oder Aufhebung der ganzen Rente rechtfertigt.
2.2
Während die IV-Stelle aufgrund der Beurteilung von
Dr.
B.___
von einem
gegenüber dem Zeitpunkt der
Rentenzusprache
verbesserten Gesundheitszu
stand
ausging, wendet
d
er
Beschwerdeführer
ein, die Situation sei unverändert geblieben und es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts
vor
. Dr.
B.___
übersehe insbesondere, dass es sich bei der im Jahr 20
10
durchgeführten Operation um eine solche zur Entfernung eines Tumors im Bereich der Lendenwirbelsäule
(LWS)
gehandelt habe
, womit lediglich eine in
zwischen eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes habe ver
bessert werden können,
während sich am Zustand
, wie er sich im Jahr 2004 präsentiert habe,
nichts geändert habe
(
Urk.
1 S. 3-5 Ziff. 3-4).
3.
3.1
Die ursprüngliche, mit Verfügung vom 24. Mai 2006 erfolgte
Rentenz
usprache
beruhte im Wesentlichen auf dem rheumatologischen Gutachten der
Z.___
vom 27. Dezember 2005, in welchem folgende Diagnosen gestellt wurden (
Urk.
6/44 S. 15 Ziff. 4):
1.
Gonarthrose
links mit
Femurkondylennekrose
lateral
-
Status nach Arthroskopie, medialer und lateraler
Teilmeniskektomie
,
Débridement
des lateralen
Femurokondylus
und
Lavage
des linken
Knie am 27. März 2003
-
Status nach Arthroskopie
des linken
Knie mit Gelenkstoilette, medialer und lateraler Meniskus-Teilresektion und
Notch
-Plastik am 29. Oktober 2004
-
Chondrocalcinose
des linken
Knie
-
Status nach Patella-
Rezentrierung
links bei Patella-Luxation 1979
2.
c
hronisches
lumbospondylogenes
Syndrom rechts, am ehesten S1 im März 2005
-
Status nach
radikulärer
Reizung rechts, am ehesten S1 im März 2005
-
breitbasige
rechtsbetonte
Diskusprotrusion
L5/S1 und mediale Diskus
-
protrusion
L4/5 (CT LWS im März 2005)
3.
l
eichtgradiges
Thor
a
kovertebral
-Syndrom
-
Wirbelsäulenf
ehlfor
m und -
f
ehlhaltung
4.
i
ntermittierende Arthralgien der Fingergelenke II-IV rechts, unklarer Zuord
nung.
Im Vordergrund stünden Knieschmerzen links und lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das rechte Bein. Im Jahr 2001 hätten die
Belastungs
schmerzen
im linken Knie
mit einer Schwellung
angefangen. Die radiologischen Abklärungen hätten eine ausgedehnte
Chondrocalcinose
des linken Knies und deutliche Veränderungen des Knorpels und des Menis
kus
ergeben, worauf am 27. März 2003 und am 29. Oktober 2004 Arthroskopien vorgenommen worden seien. Nachdem aus orthopädischer Sicht die gelenkerhaltenden Operationen ausgeschöpft
gewesen seien
,
sei
im März 2005 die Indikation zur
Kniearthro
plastik
links gestellt
worden
, wobei sich der Versicherte nicht für einen solchen Eingriff habe entscheiden können
(
Urk.
6/44 S. 15-16 Ziff. 5)
.
Parallel zu den genannten Beschwerden hätten sich chronische Rückenschmer
zen tieflumbal mit Ausstrahlung in den rechten Oberschenkel dorsal, zum Teil bis in die Ferse, entwickelt, die weder durch medikamentöse Behandlung noch
durch
wiederholte ambulante Physiotherapien hätten anhaltend beeinflusst werden können. Weiter bestünden seit einem Jahr permanente Schmerzen im Bereich des Schultergürtels und des thorakalen Rückens rechts (
Urk.
6/44
S. 16-17).
In den aktuellen konventionellen Röntgenaufnahmen fänden sich im Bereich der
LWS
keine degenerativen Veränderungen, während im Bereich des linken Kniegelenkes eine erhebliche
Chondrocalcinose
und Zeichen einer leichten Arthrose
femorotibial
und
femoropatellär
ersichtlich
seien
. Insgesamt handle es sich um eine
Gonarthrose
links mit
Femurkondylennekrose
lateral bei
Chondro
calcinose
. Die persistierenden Belastungsschmerzen des linken Knies seien durch die kernspintomographisch und
arthroskopisch
gefundenen, erheblichen struk
turellen Veränderungen erklärt. Weiter liege ein chronisches
Lumbovertebral
syndrom
vor, welches nur
teilweise durch die Wirbelsäulenf
ehlform und die mässigen degenerativen Veränderungen erklärt werden könne. Die Schmer
z
-
a
usstrahlung und die
d
ermatom
übergreifende
Sensibilitätsstörung sei
en
als
pseudoradikulär
bedingt zu interpretieren
,
und es fänden sich keine Hinweise für das Vorliegen einer
lumboradikulären
Problematik. Der therapierefraktäre Verlauf und der Umgang des Versicherten mit den
lumbospondylogenen
Beschwerden, die Selbstlimitierung in der im Juni 2004 erfolgten
EFL
und die positiven
Waddell
-Zeichen wiesen auf eine
chronifizierte
Schmerzverarbeitung
hin. Ferner bestünde ein
leichtgradiges
Thorakovertebralsyndrom
rechts bei Wirbelsäulenfehlform und –
fehlhaltung
. Die intermittierenden Arthralgien der Fingergelenke der rechten Hand könnten nicht eingeordnet werden, wobei ein Zusammenhang mit der
Chondrocalcinose
möglich sei. Hinweise für eine ent
zündlich-rheumatische Erkrankung, insbesondere eine rheumatoide Arthritis, fehlten (
Urk.
6/44 S. 17-18).
Aus rheumatologischer Sicht sei die zuletzt ausgeübte, körperlich anspruchs
volle Tätigkeit als Lagermitarbeiter bleibend nicht mehr zumutbar, was bereits im orthopädischen Kurzgutachten vom 6. Oktober 2004 von Dr
. med.
D.___
, Facharzt für o
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rates, von der
Klinik E.___
(
Urk.
6/20)
festgehalten worden sei.
Eine körperlich leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit sei hingegen zu 50
%
zu
mutbar. Aufgrund der somatischen Befunde sei im Verlauf, nach Durchführung einer aktiven ambulanten Physiotherapie und anschliessend einer medizinischen Trainingstherapie, einer psychotherapeutischen Betreuung und einer allfälligen interdisziplinären Rehabilitation, nach 3 bis 6 Monaten mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 70
%
zu rechnen. Dabei seien kniende und hock
ende Posi
tion
en
sowie eine längerdauernde rücken
flektierte Tätigkeit zu vermeiden (
Urk.
6/44 S. 18 Ziff. 6-7).
3.2
Am 2
2.
Februar 2010 erfolgte beim Versicherten in der Neurochirurgischen Klinik des
A.___
eine partielle
Hemilaminektomie
am Lendenwirbelkörper 1/2 links mit vollständiger Tumor
exstirpation (
Urk.
6/77 S. 55).
Bereits seit 2003 sei beim Versicherten eine Raumforderung am
Conus
medullaris
bekannt gewesen, die in den letzten 6 Jahren grössenprogredient gewesen sei und aufgrund welcher zwei Schmerzsyndrome im Bereich der
LWS
beschrieben worden seien. Seit 2005 habe zudem ein rechtsseitiger Schmerz im Bereich der Ferse, der Unter- und der Oberschenkelrückseite bestanden. Diese Schmerzen hätten beim Laufen zugenommen und es habe keine Linderung durch Anteflexion bestanden. Weiter hätten ein taubes Gefühl im Bereich der rechten Ferse und der Unterschenkelrückseite und seit Oktober 2009 eine progrediente Lumbalgie auf der Höhe des Lendenwirbelkörpers 1/2 bestanden. Die Schmerzintensität sei mit 8 von 10 Punkten angegeben worden, wobei der Schmerz nicht ausstrahle. Eine Inkontinenz oder Drangsymptomatik sei verneint worden.
Nebenbefundlich
habe der Versicherte ein Taubheitsgefühl des kleinen und des Ringfingers an der rechten Hand erwähnt, wobei diese Symptomatik häufig am Morgen direkt nach dem Aufstehen bestehe (
Urk.
6/77 S. 54).
Die Operation sei komplikationsfrei durchgeführt worden und sowohl Mobilisa
tion als auch Kostaufbau hätten sich problemlos gestaltet. Gegenüber dem
Ein
trittsstatus
habe sich der Zustand bezüglich der Schmerzen erheblich verbessert und es bestünden keine sensomotorische
n
Defizite (
Urk.
6/77 S. 55).
Im späteren Bericht vom 9. März 2011
berichtete die
Neurochirurgische Klinik des
A.___
darüber
, dass der Versicherte anlässlich der Sprechstunde vom 15. Juni 2010 unverändert über bekannte, chronische Rückenschmerzen sowie
über
Schmerzen in beiden Knien, insbesondere linksseitig, geklagt habe. Er sei durch die Schäden im linken Knie eingeengt, weshalb dort eventuell eine weitere Operation notwendig sei (Urk. 6/69
S. 2
Ziff. 3.4). Was die durchgeführte Re
sektion des Tumors angeh
e
, habe das am 7. Juni 2010 durchgeführte MRI einen sehr erfreulichen Befund mit vollständiger Resektion des Tumors und ohne jeg
lichen Hinweis für ein
en
Rest- oder
Rezidivtumor
gezeigt (
Urk.
6/69
S. 2
Ziff. 3.6). Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, dass der Versicherte in der ange
stammten Tätigkeit seit dem 15. Juni 2010 zu 50
%
arbeitsfähig sei. Zur Ar
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit wurden hingegen keine An
gaben gemacht (Urk. 6/69 S. 4 Ziff. 5.2).
3.3
Dr.
F.___
, Fachärztin für p
hysikalische Medizin und Rehabilitation, bei wel
cher sich der Versicherte seit dem Jahr 2002 in Behandlung befindet, stellte im Arztbericht vom 10. Juli 2011 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit
(
Urk.
6/73 S. 1 Ziff. 1.1)
:
1.
chronisches
lumbospondylogenes
und rezidivierendes vorwiegend sensibles
lumboradikuläres
Reizsyndrom S1 rechts bei rechts
betonten
Protrusionen
L4/5 und L
5/S1
2.
Status nach
Ependyn
om
im Bereich des
Conus
medullaris
,
Hemilami
nekt
o
mie
und Tumorexstirpation am 2
2.
Februar 2010
3.
c
hronisches
Reizknie
bei
Gonarthrose
links
-
Status nach
zwei
maligen Kniearthroskopien
-
Status nach Zerrung des vorderen Kreuzbandes
4.
Coxarthrose
beidseits.
Es bestünden nach wie vor
belastsungsabhängige
Lumbalgien mit zum Teil
spondylogenen
und zum Teil auch
radikulären
Ausstrahlungen bei deutlichen degenerativen Veränderungen der distalen
LWS
mit
Protrusionen
L4/5
und L5/S1. Seit der T
umorexstirpation lumbal hätten s
ich die
Schmerzausstrahlun
gen
zwar
etwas gebessert, die Lumbalgien seien aber nach wie vor vorhanden, und der Versicherte sei in seiner Lebensqualität beeinträchtigt. Infolge der Kniebeschwerden mit
Gonarthrose
und
Reizknie
links sei
er
auch in seiner Mo
bilität behindert (
Urk.
6/73 S. 5).
Zur bisherigen Tätigkeit äusserte sich
Dr.
F.___
dahingehend, dass dem Versi
cherten lange stehende und sitzende Arbeit
en
, langes Gehen auf u
nebenem
Boden und das Steigen von Treppen nicht zumutbar seien. Zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserte sie sich hingegen nicht (
Urk.
6/73 S. 2 Ziff. 1.7).
3.4
Das
C.___
führte
zur
am 5. und 6. Oktober 2011
durchgeführten
E
FL
aus
(
Urk.
6/78 S. 2)
, das
Leistungsverhalten und die Konsistenz des Versicherten bei den Tests seien mässig gewesen. Die funktionelle Leistungsgrenze habe je
doch bei den Hebe- und Tragetests beobachtet werden können. Die beobachtete Leistungsfähigkeit bei diesen Tests entspreche einer leichten bis mittelschweren Arbeit. Die Anforderungen in der angestammten Tätigkeit als Lagerist – was unter d
i
e Kategorie der schweren Arbeit falle – erfülle der Versicherte nur teil
weise, weshalb ihm diese Tätigkeit unzumutbar sei.
Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit seltenem Hantieren von Gewichten bis maximal 15 kg sei dem Versicherten zuzumuten. Tätigkeiten im Knien seien
ihm
selten (d.h. insgesamt bis etwa 30 Minut
en) zuzumuten. Tätigkeiten wie
„
Rotation im Stehen, Rotation im Sitzen, Gehen und Leiter steigen
“
seien
ihm
während insgesamt etwa drei Stunden zuzumuten. Eine Tätigkeit, die solche Einschränkungen berücksichtige, sei
ihm
ganztags zumutbar
(Urk.
6/
78 S. 3 am Anfang).
3.5
Im
von der IV-Stelle eingeholten Gutachten
vom 8. Oktober 2011 stellte Dr.
B.___
folgende Diagnosen (
Urk.
6/77 S. 40 Ziff. 7.1-2):
A.
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
1.
leichte lateral betonte
Gonarthrose
links bei
-
Chondrocalcinose
mit aktiviertem
osteochondralen
Defekt am latera
len
Femurkondylus
und mässigem Kniegelenkergu
ss (MRI vom September 2011) bei
-
Status nach Unfall im April 1979 mit
Patellaluxation
links mit operativer Behandlung
-
zweimaliger
arthroskopischer
Behandlung (am 28. März 2003 und 29. Oktober 2004) mit
Teilmeniskektomie
,
K
norpelabrasio
am late
ralen
Femurocondylus
mit
-
jetzt normaler Beweglichkeit beider Knie und
-
deutlicher Besserung der
Umfangsdifferenz an den Beinen
gegen
über Dezember 2005
2.
mässige
Coxarthrosen
beidseits (Röntgen
vom
September 2011)
3.
lumbospondylogene
Beschwerden rechts bei
-
Status nach operativer Entfernung eines
Ependynoms
im Bereich des
Conus
medullaris
am 2
2.
Februar 2010 mit
-
vollständiger Entfernung des
Ependynoms
und unauffälligem Lo
kalbefund der LWS (MRI
vom
Juni 2010)
-
ohne
radikuläre
Zeichen
;
B.
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
1.
Adipositas Grad I (BMI 32.0 kg/m
2
)
2.
Chondrocalcinose
mit
-
Hand rechts: Verkalkung im Diskus
triangularis
(Röntgen vom September 2011) und
-
Knie rechts: erhebliche Verkalkung der Restmenis
kus
und des
Gelenk
knorpels (MRI vom September 2011 und Röntgen vom Dezember 2005).
Die Umgangsdifferenzen an den Beinen hätten sich gegenüber der Untersu
chung vom Dezember 2005 im Rahmen des Gutachtens der
Z.___
deutlich gebessert. Zehn
Zentimeter oberhalb des
Patellarands
sei damals eine Umfangsminderung links von zwei Zentimeter festgestellt worden, die nun auf dieser Höhe nur noch einen Zentimeter betrage. Während der maximale Wadenumfang damals rechts ein halber Zentimeter grösser als links gewesen sei, sei nun der linke Wadenumfang sogar anderthalb Zentimeter grösser als der rechte. Ein wesentlicher Mindergebrauch des linken Beins habe daher in den letzten Jahren nicht stattgefunden (Urk. 6/77 S. 41 Ziff. 8
Abs.
2).
Nach der operativen Entfernung des
Ependynoms
im Februar 2010 sei der Lo
kalbefund des LWS gemäss MRI vom Juni 2010 unauffällig. Wesentliche dege
nerative Veränderungen bestünden nicht und
radikuläre
Zeichen seien nicht nachweisbar. Trotzdem gebe der Beschwerdeführer
lumbospondylogene
Schmerzen an; Schmerzmittel oder andere Medikamente brauche er jedoch nicht.
In der angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Versicherte durch die eingeschränkte Funktion des linken Knies, beider Hüftgelenke und der
LWS
seit dem 27. Januar 2003 nicht mehr arbeitsfähig (
Urk. 6/77 S. 42 und S. 43 Ziff.
9.2 am Ende).
Unter Berücksichtigung der Resultate der E
FL
vom Oktober 2011 könne der Versi
cherte Lasten bis 15 kg hantieren, entsprechend einem leichten bis mittel
schweren Belastungsniveau. Bei der Arbeit könne er nie kriechen. Kniende Tätigkeiten seien ihm selten
zumutbar
(insgesamt bis zu 30 Minuten pr
o Ar
beitstag). Tätigkeiten wie
„
Rotation im Stehen, Rotation im Sitzen,
Gehen und Benutzen einer Leiter
“
könne er insgesamt bis zu drei Stunden pro Arbeitstag ausführen.
In einer adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte nie langfristig arbeitsunfähig gewesen. Bis August 2010 sei er in einer adaptierten Tätigkeit zu 70
%
arbeits
fähig gewesen. Nach Abschluss der Rekonvaleszenz der erfolgreichen lumbalen
Operation im Februar
2010 sei er ab dem 1. September 2010 in einer adaptier
ten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (Urk. 6/77 S. 43).
4.
4.1
Massgeblich
für die
urspr
üngliche
Rentenzusprache
waren
einerseits die Knie
schmerzen links und andererseits die lumbalen Rückenschmerzen mit Aus
strahlung in das rechte Bein
, zum Teil bis in die Ferse
(
Urk.
6/44 S. 1
5 Ziff.
5 am Anfang
und S. 16
Abs.
2 am Anfang
i.V.m
. Urk. 6/45 S. 2
Abs.
4). Während die Belastungsschmerzen des linken Knies durch die kernspintomographisch und
arthroskopisch
festgestellten erheblichen strukturellen Veränderungen er
klärt werden konnten,
liess sich das chronische
Lumbovertebral
-Syndrom nur teilweise durch die Wirbelsäulen-
Fehlform
und die mässigen degenerativen Veränderungen erklären (
Urk.
6/44 S. 17 am Ende und S. 18 am Anfang).
Im Zusammenhang mit der am 2
2.
Februar 2010 erfolgten Tu
morexstirpation (
Urk.
6/77 S. 54 f.
) zeigte sich, dass die Schmerz
en
im Bereich der
LWS
, der Unter- sowie der Oberschenkelrückseite
und der Ferse
mindestens teilweise
durch die ab 2003 grössenprogredient
e
Raumforderung am
Conus
medullaris
verursacht waren. Durch die komplikationsfrei
durchgeführte Operation konnte
deshalb
der
Zustand bezüglich der Schmerzen
erheblich verbessert
werden, wo
mit auch
keine sensomotorische
n
Defizite
mehr bestanden
(
Urk.
6/77 S. 55).
Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung, wonach die Ope
ration in Bezug auf den im Jahr 200
4
festgestellten Gesundheitsschaden nichts geändert habe
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
4)
, ist
festzuhalten, dass die im Jahr 2010 er
folgreich durchgeführte Tumorexstirpation
zu
eine
r
Verbesserung der
für die
Rentenzusprache
massgeblich gewesenen Schmerzen im lumbale
n Bereich und im
rechten
Bein
beigetragen
hat.
4.2
4.2.1
Aufgrund der am
26. September 2011
von
Dr.
B.___
durchgeführten Begut
achtung
ging die IV-Stelle
sowohl in Bezug auf das linke Knie als auch
hin
sichtlich der
LWS
von einem im Vergleich zur im Jahr 200
4
vorhandenen Situ
ation verbesserten Zustand aus
.
4.2.2
Das Gutachten von
Dr.
B.___
beruht auf einer eingehenden
Anamneseerhe
bung
, setzt sich
mit den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers
auseinan
der, würdigt die bisherigen Akten und legt die S
chlussfolgerungen in begrün
deter
und nachvollziehbarer Weise dar. Damit genügt das Gutachten den von der Rechtsprechung entwickelten formellen Anforderungen (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 352 E.3a, 122 V 160 E.1c).
Bei ihrer Beurteilung berücksichtigte Dr.
B.___
zudem die durch das
C.___
am 5. und 6. Oktober 2011 durchge
führte E
FL
des Versicherten (
Urk.
6/77 S. 26 und S. 43
i.V.m
.
Urk.
6/78).
4.2.3
Während im Gutachten der
Z.___
lateral betont
e
und vor allem bei Belastung
bestehende Knieschmerzen links und eine auf 30 Minuten be
schränkte
Gehdauer
festgestel
lt w
orden waren
, zeigte sich anlässlich der Un
tersuchung durch
Dr.
B.___
eine normale Beweglichkeit beider Knie und es wurde festgehalten, dass
der Versicherte kein Schmerzmittel brauche. Zudem
zeigte eine
ausgedehnte Blutuntersuchung einen normalen Befund. Der Um
stand, dass sich die Umfangsdifferenzen an den Beinen gegenüber der Untersu
chung der
Z.___
deutlich gebessert haben, weist darauf hin, dass
in den letzten Jahren kein wesentlicher Mindergebrauch des linken Beines
statt
gefunden hat
. Dass der Versicherte das linke Bein vermehrt einsetzt
,
zeigt, dass sich der Zustand des linken Knies verbessert hat
(
Urk.
6/77 S. 41
und S. 46
Ziff.
11
).
Auch die von der
Z.___
beschriebenen chronischen Rückenschmer
zen, die damals durch die festgestellten mässigen degenerativen Veränderungen der LWS nur teilweise erklärt werden konnten, sind nach den eigenen Angaben des Beschwerdeführers seit der Tumoroperation zurückgegangen, so dass er auch aus diesem Grund keine Medikamente mehr benötigt. Andere objektive Befunde, die auf massgebliche Rückenschmerzen schliessen liessen, bestehen nicht (
Urk.
6/77 S. 41
Ziff.
8). Auch hier liegt demnach eine Besserung des Ge
sundheitszustands vor
.
4.2.
4
Aufgrund dieser Ausführungen überzeugt die
Beurteilung von
Dr.
B.___
, wonach
seit der
ursprünglichen
Rentenzusprache
eine Verbesserung des Ge
sundheitszustandes des Versicherten eingetreten ist und er nun in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist
.
4.
3
Auch der
Berichte
der behandelnden Ärzte und Institu
tionen
stehen zu
r Beurtei
lung
von
Dr.
B.___
nicht im Widerspruch
.
Die Neurochirurgische
Klinik des
A.___
berichtete nach der am 2
2.
Februar 2010 erfolgten Operation von einem sehr erfreulichen Befund mit vollständiger Re
sektion des Tumors und ohne jeglichen Hinweis für ein
en
Rest- oder Rezidiv
-
tumor (
Urk.
6/69
Ziff.
3.6-7). Sie attestierte dem Versicherten zwar lediglich eine
50%ige
Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit, ohne sich jedoch zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu äussern
(Urk. 6/69 S. 4
Ziff.
5.2).
Gleiches gilt in Bezug auf die Beurteilung von
Dr.
F.___
,
die
lange stehende und sitzende Arbeit, langes
Gehen auf u
nebenem Boden und das Steigen von Treppen
als für den Versicherten unzumutbar erachtet
e
, sich
zur
Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit
jedoch
auch nicht äusserte
(
Urk.
6/73 S. 2 Ziff.
1.7).
4.
4
Das Gutachten von
Dr.
B.___
erweist sich somit als überzeugend und wird durch die Berichte der behandelnden Ärzte und Institutionen nicht in Frage gestellt. Es genügt damit in jeder Hinsicht den für ein derartiges Beweismittel geltenden Anforderungen, weshalb darauf abgestellt werden kann.
Im Ergebnis ist somit festzuhalten,
dass beim
Versicherten entsprechend der
von
Dr.
B.___
vorgenommenen Beurteilung
in einer leidensangepassten Tä
tigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt.
5.
5.1
D
ie
von der IV-Stelle
zur Vornahme des
Einkommensvergleich
s
(
Urk.
6/79)
heran
gezogenen Zahlen
sind
aufgrund der Aktenlage nicht zu beanstande
n und we
rd
en
vo
m
Beschwerdefü
hrer
zu Recht nicht bestritten.
D
er
Versicherte
macht jedoch geltend, es sei anstell
e des vorgenommenen leidensbedingten Abzugs
in der Höhe von 10% ein solcher in der
maximalen H
öhe von 25
%
zu gewähren
.
5.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Annahme eines gegenüber dem statistischen Tabellenlohn um lediglich 10
%
verminderten Einkommens bei einem Versicherten angemessen, der leichte Hilfsarbeiten ohne weitere Ein
schränkungen nur noch halbtags verricht
en kann (Urteil I 38/96 vom 27.
März
1996).
Vorliegend ist der Beschwerdeführer in einer
leidensange
passten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig, weshalb die Annahme eines
leidensbe
dingten
Abzugs in der Höhe von 10
%
seitens der IV-Stelle entgegen der Auf
fassung des
Versicherten
als angemessen erscheint.
Es sei an dieser Stelle ausserdem darauf hingewiesen, dass sogar bei Annahme eines - wie erwähnt nicht gerechtfertigten -
25
%igen Leidensabzugs lediglich eine 3
8
%ige Invalidität resultieren würde, welche nicht zu einer Rente berechti
gen würde (dieser
Prozentualwert
ergibt sich aus einem
Vergleich zwischen dem
Valideneinkommen
in der Höhe von
Fr.
74‘709.
95 und dem um 25
%
reduzier
ten Inv
alideneinkommen in der Höhe von
Fr.
46‘250.30 [Fr. 61‘667.10 x 75
%
]
).
5.3
Entsprechend der von der IV-Stelle vorgenommenen Invaliditäts
bemess
ung
(
Urk.
6/79)
ist
deshalb
von einem Invaliditätsgrad von 26
%
auszugehen
.
6.
Da
der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers unter 40
%
liegt,
erweist
sich di
e
Rentenaufhebung als richtig, w
eshalb
die angefochtene Verfügung (Urk. 2) korrekt und die Beschwerde abzuweisen
ist
.
7.
D
er
heute
54
-jährige Versicherte bezog
von Januar 2004
bis April 2012
und somit während mehr als
8
Jahren eine ganze Invalidenrente. Wegen des Alters, der langen Rentendauer und der daraus folgenden langjährigen
Arbeitsabsti
nenz
wird
er
gegebenenfalls nicht in der Lage sein, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort selbst wieder einzugliedern, um die noch vorhandene Ar
beitsfähigkeit zu verwerten.
Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach bei Aufhebung langjähriger Renten diesen Umständen Rechnung zu tragen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009, vom 10. September 2010, E. 4.2.2, SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86; Urteil 9C_228/2010 vom 26. April 2011, E. 3.3),
sind
von der IV-Stelle
Eingliederungsmassna
hmen
in Betracht zu ziehen
, wobei der Ver
weis auf die Möglichkeit, sich bei einem Regionalen
Arbeitsvermittlungszent
rum
(RAV) zu melden
(
Urk.
1 S. 5-6
Ziff.
6
), als ungenügende
Massnahme
zu betrachten ist.
8
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Ent
sprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Marco Mona
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GrünigRangoni-Bertini
GR/AL/JMversandt