# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 017c8c2b-f758-5dcd-9a69-c86989a1bccc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 04.10.2023 B 2023/140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-140_2023-10-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/140

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 04.03.2024

Entscheiddatum: 04.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 04.10.2023
Steuerrecht, Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit, Art. 31 Abs. 1 
StG. Der Zeitraum, innert welchem zwingend Gewinne zu erwirtschaften 
sind, damit noch von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen werden 
kann, lässt sich nicht generell festlegen. Stehen der steuerpflichtigen Person 
anderweitige positive Einkünfte zur Verfügung – wie vorliegend aus einer 
unselbständigen Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 80% –, die sie in 
die Lage versetzen, eine selbständige Erwerbstätigkeit trotz anhaltend hoher 
Verluste über einen längeren Zeitraum zu führen (Stichwort 
Querfinanzierung), stellt dieser Umstand ein (gewichtiges) Indiz dafür dar, 
dass die verlustbringende Tätigkeit eine vom wirtschaftlichen Erfolg 
unabhängige persönliche Passion zum Ausdruck bringt. Da es sich bei der 
selbständigen Erwerbstätigkeit um ein Dauerverhältnis handelt, ist es der 
Veranlagungsbehörde unbenommen, die tatsächlichen und die rechtlichen 
Gegebenheiten in jeder Veranlagungsperiode neu zu beurteilen 
(Verwaltungsgericht, B 2023/140).

Entscheid vom 4. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Schmid Etter

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführer,

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gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern 2019

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ ist Inhaber des Einzelunternehmens "Q.__" mit Sitz in Z.__ Das Unternehmen 

besteht seit 7. Januar 2002. Zuerst war es im Informatikhandel tätig, anschliessend im 

Bereich erneuerbarer Energien. Seit 2016 besteht der Zweck im Handel, Import und 

Export von Waren aller Art sowie im Anbieten von Dienstleistungen im Logistik-, 

Verzollungs- und Vorsorgebereich (www.zefix.ch). Das Unternehmen wird in einem 

Gewerberaum an der B.__ 001_ in Z.__ (Grundstück Nr. 0000_, Grundbuch Z.__) 

betrieben. Der Geschäftsraum steht im Miteigentum von A.__ sowie von dessen 

getrennt lebender Ehefrau. Er ist im Geschäftsvermögen aktiviert.

Seit 1. Februar 2018 ist A.__ zudem bei der R.__ AG, in Y.__, unselbständig 

erwerbstätig. A.__ hatte seinen Wohnsitz im Jahr 2019 in Z.__. Per 1. November 2019 

mietete er am Arbeitsort Z.__ zusätzlich eine 3½-Zimmerwohnung.

B.

In der Steuererklärung 2019 deklarierte A.__ nebst den Einkünften aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit einen Verlust aus der selbständigen Erwerbstätigkeit in der Höhe von 

CHF 27'575. Das deklarierte steuerbare Einkommen betrug CHF 14'000 und das 

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steuerbare Vermögen CHF Null. Das kantonale Steueramt liess den Verlust aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit sowie die Mehrkosten für den Wochenaufenthalt in Y.__ 

nicht zum Abzug zu. Ferner rechnete es den Mietwert des Gewerberaums zufolge 

privater Selbstnutzung auf, da dieser nicht mehr zum Geschäftsvermögen gehöre. A.__ 

wurde für die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 mit einem steuerbaren Einkommen 

von CHF 45'100 und ohne steuerbares Vermögen veranlagt. Die dagegen erhobene 

Einsprache wies das Kantonale Steueramt mit Entscheid vom 24. Mai 2022 ab.

Mit Entscheid vom 12. Juni 2023 wies die Verwaltungsrekurskommission den – nur 

noch auf die kantonalen Steuern bezogenen – Rekurs gegen den ablehnenden 

Einsprache-Entscheid des Kantonalen Steueramts ab.

C.

Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission erhob A.__ 

(Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 10. Juli 2023 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Verlust aus der selbständigen Erwerbstätigkeit 

von CHF 27'575 sei zu berücksichtigen und der Gewerberaum dem 

Geschäftsvermögen zuzuordnen. Die Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) 

verzichtete mit Schreiben vom 3. August 2023 auf eine Vernehmlassung. Am 22. 

August 2023 gab das Kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) den Verzicht auf eine 

Vernehmlassung bekannt, wobei es gleichzeitig den Antrag stellte, die Beschwerde sei 

abzuweisen. Auf die Vorbringen in den Eingaben dieses Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Entscheid der 

Vor-instanz vom 12. Juni 2023, worin diese den Rekurs abwies. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, StG, sGS 811.1, und Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, VRP, sGS 951.1). Die Beschwerde gegen den am 26. Juni 

2023 versandten Rekursentscheid wurde am 10. Juli 2023 und damit rechtzeitig 

erhoben. Sie erfüllt ausserdem in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (siehe zum Ganzen Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 161 StG in Verbindung mit 

Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Als Adressat des angefochtenen Entscheids ist der im 

Rekursverfahren unterlegene Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels 

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berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten.

2.  

Nach Art. 20 Abs. 1 StG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der 

Einkommenssteuer. Steuerbar sind gemäss Art. 31 Abs. 1 StG insbesondere alle 

Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und 

Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen 

Erwerbstätigkeit. Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder 

berufsmässig begründeten Kosten abgezogen (Art. 40 Abs. 1 StG). Nicht abziehbar 

sind die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere die Aufwendungen für den 

Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch die berufliche 

Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand (Art. 47 Abs. 1 StG). Diese 

Bestimmungen entsprechen den Vorgaben des Bundesgesetzes über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) 

und decken sich mit den Regelungen gemäss Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer (SR 642.11, DBG).

2.1. 

 2.2. 

Unter der selbständigen Erwerbstätigkeit wird eine Tätigkeit verstanden, bei der die 

natürliche Person auf eigenes Risiko, unter Einsatz der Produktionsfaktoren Arbeit, 

Kapital und gegebenenfalls Boden, in einer von ihr frei gewählten Arbeitsorganisation, 

dauernd oder vorübergehend, haupt- oder nebenberuflich, in jedem Fall aber 

gewinnstrebig am Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Ob eine selbständige Erwerbstätigkeit 

vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zu beurteilen; die 

einzelnen Begriffsmerkmale dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in 

unterschiedlicher Intensität auftreten. Auch wenn der Begriff im Normalfall die oben 

genannten Elemente umfasst, so bedeutet dies nicht, dass eine Tätigkeit, bei der 

einzelne dieser Elemente fehlen, automatisch nicht mehr selbständig ist (vgl. BGE 125 

II 113 E. 5b).

2.2.1. 

Die erforderliche Gewinnstrebigkeit setzt sich aus der generellen Gewinngeeignetheit 

des Vorgehens (objektives Element) und der individuellen Gewinnerzielungsabsicht der 

betreffenden Person (subjektives Element) zusammen. Der Tatbestand der 

2.2.2. 

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selbständigen Erwerbstätigkeit erfordert die skizzierte Gewinnstrebigkeit, er verlangt 

aber nicht, dass eine Gewinnsituation tatsächlich eintritt. Eine selbständige 

Erwerbstätigkeit kann demnach auch vorliegen, wo eine Betätigung erst nach längerer 

Zeit zu Einkünften führt oder wo vorübergehende Ertragseinbrüche, Investitionen, 

Amortisationen oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld etc. die betriebliche 

Rechnung negativ beeinflussen. Wird eine üblicherweise erwerbliche Tätigkeit aber auf 

Dauer ohne Gewinn ausgeübt, so lässt das Ausbleiben des finanziellen Erfolges 

regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung schliessen; denn wer wirklich eine 

Erwerbstätigkeit ausübt, wird sich in der Regel nach längeren beruflichen Misserfolgen 

von der Zwecklosigkeit seines Unterfangens überzeugen und die betreffende Tätigkeit 

aufgeben. Der Zeitraum, innert welchem zwingend Gewinne zu erwirtschaften sind, 

damit noch von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen werden kann, lässt sich 

nicht generell festlegen. Stehen der steuerpflichtigen Person anderweitige positive 

Einkünfte zur Verfügung, die sie in die Lage versetzen, eine selbständige 

Erwerbstätigkeit trotz anhaltend hoher Verluste über einen längeren Zeitraum zu führen 

(Stichwort Querfinanzierung), stellt dieser Umstand ein (gewichtiges) Indiz dafür dar, 

dass die verlustbringende Tätigkeit eine vom wirtschaftlichen Erfolg unabhängige 

persönliche Passion zum Ausdruck bringt (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 48 ff. zu Art. 18 DBG; vgl. zum Ganzen 

BGer, Urteil 2C_864/2021 vom 7. Juli 2022 E. 4.1 mit zahlreichen Hinweisen).

Da es sich bei der selbständigen Erwerbstätigkeit um ein Dauerverhältnis handelt, ist es 

der Veranlagungsbehörde unbenommen, die tatsächlichen und die rechtlichen 

Gegebenheiten in jeder Veranlagungsperiode neu zu beurteilen. Zeigt sich im 

individuell-konkreten Fall, dass die Betätigung überwiegend von "rein persönlichen 

Neigungen" oder ausserbetrieblichen Motiven beherrscht wird, fehlt eine selbständige 

Erwerbstätigkeit im steuerrechtlichen Sinn. Diesfalls handelt es sich beim angeblich 

geschäftsmässig begründeten Aufwand in Wahrheit um privaten Aufwand. Solcher ist 

nicht abzugsfähig (BGer, Urteil 2C_495/2019 vom 19. Juni 2020 E. 2.2.5). Die 

Verwaltung eigenen Vermögens stellt sodann keine Erwerbstätigkeit dar (Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 19c zu Art. 18 DBG).

2.2.3. 

Als Geschäftsvermögen gelten nach Art. 31 Abs. 2 StG alle Vermögenswerte, die ganz 

oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen. Das wesentliche 

Zuteilungskriterium ist folglich die aktuelle Zweckbestimmung, d.h. die tatsächliche 

Nutzung des Vermögensobjektes, während das Erwerbsmotiv, die buchmässige 

2.3. 

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3.  

Behandlung und die Herkunft der Mittel für sich genommen nicht entscheidend sind. 

Die aktuelle Zweckbestimmung, das Dienen eines Objekts für das Geschäft, lässt sich 

entweder unmittelbar feststellen oder ist mittelbar anhand von Indizien zu ermitteln, 

wobei die Gesamtheit der tatsächlichen Verhältnisse massgebend ist. Schwierigkeiten 

bereitet die Zuteilung von Alternativgütern, wie beispielsweise Liegenschaften, Autos, 

Wertschriften und Beteiligungen, die ebenso gut geschäftlich wie privat genutzt werden 

können. Nach dem Grundsatz der Präponderanz werden solche Vermögenswerte 

demjenigen Vermögensbereich zugeordnet, dem sie vorwiegend dienen (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 55; Richner/Frei/ Kaufmann/

Meuter, a.a.O., N 95 f. zu Art. 18 DBG).

Die Vorinstanz erwog zur Begründung ihres Entscheids, in den sechs Geschäftsjahren 

2014 bis 2019 habe der Beschwerdeführer mit seiner Einzelfirma einen Verlust von 

insgesamt CHF 59'247.77 erwirtschaftet. Nur in zwei von sechs Jahren habe ein 

positives Ergebnis resultiert. Eine Absicht zur nachhaltigen Gewinnerzielung ergebe 

sich aus diesen Zahlen nicht, zumal kein positiver Trend erkennbar sei. Im Jahr 2019 

seien keine Erträge aus geschäftlicher Tätigkeit angefallen. Dass der 

Beschwerdeführer, wie von ihm behauptet, im Jahr 2019 drei neue Kunden gewonnen 

und im Jahr 2020 entsprechende Umsätze erzielt habe, sei nicht ausreichend 

nachgewiesen.  

Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, im Jahr 2019 seien Überlegungen getätigt 

worden, die Tätigkeit der S.__ zu übernehmen. Im November 2019 sei er dafür während 

zwei Wochen in K.__ in das Tagesgeschäft eingearbeitet worden. Anschliessend sei die 

Übernahme vorerst trotzdem nicht zustande gekommen. Auch wegen Corona habe 

sich alles verzögert. Im Dezember 2020 habe er den umfangreichen Franchisevertrag 

zur Unterschrift erhalten. Im Jahr 2020 habe er für drei Firmen Dienstleistungen 

ausführen können. Er habe deren Produkte gelagert, verpackt und versendet. In den 

Monaten November 2020 und Dezember 2020 seien Umsätze von zusammen 

CHF 3'156.45 generiert worden. Im Jahr 2021 seien für eine Firma rund 950 

Bestellungen verpackt und versendet worden. Betrachte man die Jahre 2009 bis 2019, 

sei insgesamt ein Umsatz von CHF 214'406 erzielt worden, womit eine 

Gewinnerzielungsabsicht deutlich belegt sei.

3.1. 

Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, erzielte das Einzelunternehmen des 

3.2. 

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Beschwerdeführers im Jahr 2019 keine Einkünfte aus der Erbringung von 

Dienstleistungen. Der verbuchte Ertrag von CHF 9'120 bestand aus dem Mietertrag für 

einen Parkplatz von CHF 1'440 (vermietet an den Beschwerdeführer), dem Privatanteil 

des Beschwerdeführers an der Nutzung des Geschäftsfahrzeugs von CHF 2'880 und 

dem Privatanteil des Beschwerdeführers an der Nutzung des Gewerberaums von 

CHF 4'800 (vi-act. 8/1.7). Obschon unbestrittenermassen keine Einkünfte von Kunden 

generiert wurden, verbuchte der Beschwerdeführer Aufwände von CHF 6'663.15 für die 

Miete eines weiteren Lagerraums in X.__ sowie zweier Parkplätze inkl. Nebenkosten 

(Kto.Nrn. 6000 und 6030, vi-act. 8/1.6), von CHF 8'039.05 im Zusammenhang mit dem 

Geschäftsfahrzeug inkl. Versicherung (Kto.Nrn. 6200, 6210, 6230 und 6300, vi-act. 

8/1.7) sowie von CHF 5'491.63 für Verwaltungsaufwand (Kto.Nrn. 6500, 6510 und 

6513, vi-act. 8/1.6). Auf dem (im Jahr 2019 neu angeschafften) Geschäftsfahrzeug und 

auf dem Gewerberaum wurden erfolgsmindernde Abschreibungen in der Höhe von 

CHF 15'197.80 vorgenommen (vi-act. 8/1.6). Bereits im ebenfalls verlustreichen Vorjahr 

2018 standen einem Ertrag von total CHF 8'757.20, der immerhin noch mit wenigen 

Dienstleistungen an Dritte erzielt wurde, Aufwände (inkl. Abschreibungen) von CHF 

35'202.99 gegenüber (vi-act. 8/2.10). Die in den Verlustjahren 2018 und 2019 

verbuchten Aufwände waren damit nicht geringer als jene im Jahr 2017, als noch ein 

Gewinn erzielt wurde (vi-act. 8/3.6). Der sonstige Betriebsaufwand (Raumaufwand, 

Fahrzeug- und Transportaufwand, Versicherungen, Energie- und Entsorgungsaufwand 

sowie Verwaltungsaufwand) war im Jahr 2019 (CHF 20'207.78, vi-act. 8/1.6) sogar 

höher als im Jahr 2017 (CHF 19'750.45; vi-act. 8/3.6), obschon keine Dienstleistungen 

erbracht wurden. Dass der Beschwerdeführer gegen aussen ersichtlich am Markt 

auftrat und bestrebt war, neue Kunden zu generieren und Aufträge zu gewinnen, lässt 

sich den Akten nur für den Zeitraum im Herbst 2019 entnehmen. Aber auch jene 

Verhandlungen hinsichtlich der Übernahme der Tätigkeit einer Firma im 

Franchisesystem führten erst Ende 2020 zu einem Vertragsabschluss. Die in der Folge 

erzielten Einnahmen bewegen sich auf sehr geringem Niveau. Im Jahr 2020 waren es 

gemäss Angaben des Beschwerdeführers CHF 3'156.45. Für das Jahr 2021 wird in der 

Beschwerde gerade einmal ein einziger Auftrag (für die F.__) erwähnt. Dass sich die 

Auftragslage in den Jahren 2022 sowie im laufenden Jahr 2023 entscheidend 

verbessert hätte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Folglich ist davon 

auszugehen, dass aus der geltend gemachten selbständigen Erwerbstätigkeit seit 2018 

bis heute keine Gewinne generiert wurden.

Entscheidend hinzu kommt, dass der Schwerpunkt der Erwerbstätigkeit des 

Beschwerdeführers seit Aufnahme der unselbständigen Erwerbstätigkeit ab 1. Februar 

2018 nicht mehr beim Einzelunternehmen lag. Im Jahr 2018 verdiente er während 11 

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Monaten CHF 71'435 netto (vi-act. 8/2.20). Im Jahr 2019 war er an 211 Tagen und 

damit in einem durchschnittlichen Pensum von über 80 Prozent unselbständig 

erwerbstätig (vi-act. 8/1.14). Dabei erzielte er ein Einkommen von CHF 80'292 netto (vi-

act. 8/1.25). Der Beschwerdeführer verfügt somit seit 2018 über eine neue 

Haupteinkommensquelle, mit der er seinen Lebensunterhalt bestreitet und die es ihm 

erlaubt, die Verluste aus der selbständigen Erwerbstätigkeit aufzufangen. Auf die 

Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist er nicht mehr zwingend angewiesen. 

Die erwerbliche Zielsetzung der Firma steht folglich nicht mehr im Vordergrund, und 

der Beschwerdeführer kann dafür aufgrund seiner unselbständigen Erwerbstätigkeit 

auch nicht mehr gleich viel Zeit aufwenden. Ab November 2019 hielt er sich sodann 

unter der Woche in Weinfelden und nicht mehr in der Nähe des Geschäftslokals auf, 

was ebenfalls gegen die Ausübung einer selbständigen Tätigkeit mit ernsthafter 

Gewinnabsicht spricht. Damit läge höchstens eine selbständige Nebenerwerbstätigkeit 

vor, was sich dann aber auch in einer deutlichen Reduktion der geschäftsmässig 

begründeten Aufwände auswirken müsste. Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall, 

vielmehr macht es den Anschein, dass der Beschwerdeführer mit der Aufrechterhaltung 

einer selbständigen Nebenerwerbstätigkeit einen Teil seiner privaten 

Lebenshaltungskosten von den steuerbaren Einkünften in Abzug bringen möchte (so 

beispielsweise die Fahrkosten oder den Eigenmietwert des von ihm hauptsächlich zu 

Wohnzwecken genutzten Gewerberaums).

Zusammenfassend ist vor diesem Hintergrund im Jahr 2019 weder ein planmässiges 

Vorgehen noch ein zielgerichtetes Gewinnstreben für die Annahme einer selbständigen 

(Neben-)Erwerbstätigkeit erkennbar. Der Beschwerdeführer bestritt seinen 

Lebensunterhalt mit seiner unselbständigen Erwerbstätigkeit. Es fehlt zudem eine 

erkennbare Tendenz zu einer ausgeglichenen Rechnung in den Folgejahren. Die 

Tätigkeit des Einzelunternehmens steht auch nicht in einem betrieblichen oder 

wirtschaftlichen Zusammenhang mit der unselbständigen Haupterwerbstätigkeit des 

Beschwerdeführers als Montagearbeiter. Weder wird geltend gemacht noch ist 

erkennbar, dass der Betrieb der Einzelunternehmung direkt oder indirekt für die 

Erzielung der Einkünfte bei der R.__ von Bedeutung wäre. Der Beschwerdegegner 

versagte der selbständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2019 

somit zu Recht die Anerkennung. Damit entfällt auch die Zuordnung des Grundstücks 

Nr. 0000_ (Grundbuch Z.__) zum Geschäftsvermögen, womit der Beschwerdeführer 

den (um 30% reduzierten) Eigenmietwert von CHF 7'280 zufolge privater Nutzung zu 

versteuern hat. Selbst wenn die selbständige Erwerbstätigkeit steuerlich weiterhin 

akzeptiert worden wäre, wäre der Gewerberaum, in welchem der Beschwerdeführer bis 

3.3. 

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4.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 1'700 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der in gleicher Höhe geleistete 

Kostenvorschuss wird dem Beschwerdeführer angerechnet. Der Beschwerdeführer hat 

bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine Entschädigung 

ausseramtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 und 98  VRP); ohnehin hat er sich für das 

verwaltungsgerichtliche Verfahren nicht vertreten lassen.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1'700. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird ihm daran 

angerechnet.

zu seinem Wegzug im Jahr 2020 seit längerem wohnte (vi-act. 8/1.28), aufgrund der 

überwiegend privaten Nutzung nach dem Grundsatz der Präponderanz wohl als 

Privatvermögen zu qualifizieren und damit der Eigenmietwert zu besteuern gewesen. 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

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