# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee93d8d0-5b2f-5b53-bb27-ed82de385768
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.01.2023 715 2022 146 / 11 (715 22 146 / 11)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2022-146---11_2023-01-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. Januar 2023 (715 22 146 / 11) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht nur, wenn glaubhaft dargetan werden 

kann, dass die geltend gemachten Arbeitsausfälle in direktem Zusammenhang mit der 
Pandemie respektive den von behördlicher Seite in diesem Kontext ergriffenen Massnah-

men stehen. 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Olivier Bieri, Rechtsan-
walt, Marktplatz 18, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Ergänzende Massnahmen ALV, Güterstrasse 107, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Kurzarbeitsentschädigung (Corona) 

 
 
 
A. Die A.____ ist eine im Handelsregister eingetragene Gesellschaft mit Sitz in München-
stein und bezweckt gemäss Handelsregisterauszug die Beratung von Unternehmen und Organi-
sationen aller Art im In- und Ausland. Sie erbringt Dienstleistungen im Bereich der Personalver-
mittlung, des Coachings, der IT-Projektberatung und der Konzeptionierung. Vom 16. März 2020 

 
 
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bis 30. November 2021 verfügte die A.____ für die Abteilung B.____ über eine Bewilligung zur 
Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung infolge der Auswirkun-
gen der Covid-19-Pandemie. Mit Voranmeldung vom 18. Oktober 2021 beantragte die A.____ 
beim Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland (KIGA) für die Abteilung 
B.____ eine weitere Bewilligung zur Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum 
1. November 2021 (richtig: 1. Dezember 2021) bis 28. Februar 2022 für alle fünf Mitarbeitenden 
bei einem voraussichtlichen Arbeitsausfall von 40 %. Mit Verfügung vom 23. November 2021 er-
hob das KIGA Einspruch gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung. In der Begrün-
dung wies es darauf hin, dass es sich bei dem geltend gemachten Arbeitsausfall nicht mehr um 
einen aussergewöhnlichen handle, der mit der Pandemie begründet werden könne, sondern die-
ser Ausfall sei dem normalen Betriebsrisiko zuzuschreiben und somit nicht anrechenbar. Die da-
gegen erhobene Einsprache vom 14. Dezember 2021 wies die Einspracheinstanz des KIGA mit 
Entscheid vom 21. April 2022 ab. Zur Begründung führte sie an, dass mit Blick auf die Umsatz-
zahlen für die Kundensegmente Gastro, Event und (Luft)Verkehr davon auszugehen sei, dass im 
Betrieb während des Jahres 2021 grundsätzlich noch ein pandemiebedingter Arbeitsausfall an-
gefallen sei. Dementsprechend habe der Betrieb auch über eine Bewilligung zur Ausrichtung von 
Kurzarbeitsentschädigung bis zum 30. November 2021 verfügt. Nun mache die Einsprecherin 
auch für die Monate Dezember 2021 sowie Januar und Februar 2022 einen auf wirtschaftlichen 
Gründen beruhenden und unvermeidbaren sowie ausserordentlichen (auf die Pandemie zurück-
zuführenden) Arbeitsausfall geltend. Mit Blick auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt sei der vor-
liegend ab Dezember 2021 geltend gemachte Arbeitsausfall nicht mehr hinreichend plausibel auf 
das Auftreten des Coronavirus respektive auf die Pandemie zurückzuführen, um noch als aus-
serordentlich und damit anrechenbar zu gelten. Die Lage habe sich ab Dezember 2021 weitge-
hend erholt, was sich aus allgemeinen Berichten zur Konjunktur ergebe (Adecco Group Swiss 
Job Market Index der Universität Zürich sowie Analysen der Konjunkturforschungsstelle der ETH 
Zürich). Auch sei das Kundensegment Gastro, Event und (Luft)Verkehr mit 24 % im Jahr 2019 
nur ein kleiner Teil der Geschäftstätigkeit. Die Gesuchstellerin habe ferner mehr als eineinhalb 
Jahre Zeit gehabt, sich in anderen Bereichen ihrer Dienstleistungen zu etablieren. Damit wäre 
der für die drei genannten Kundensegmente geltend gemachte Arbeitsausfall – selbst wenn die-
ser noch als pandemiebedingt betrachtet würde – unter dem Gesichtspunkt der Vermeidbarkeit 
nicht anrechenbar. 
 
B. Dagegen erhob die A.____, vertreten durch Advokat Olivier Bieri, mit Eingabe vom 24. 
Mai 2022 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie beantragte, 
der angefochtene Entscheid vom 21. April 2022 sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen 
Leistungen respektive Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum vom 1. Dezember 2021 bis 
zum 28. Februar 2022 zuzusprechen. Eventualiter sei der Entscheid vom 21. April 2022 aufzu-
heben und zwecks Klärung des Sachverhalts sowie zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. Vorliegend genüge es, wenn die Arbeitgeberin glaubhaft mache, dass die Arbeitsaus-
fälle pandemiebedingt seien. Tatsache sei, dass sie während der Pandemie mehrfach die Vo-
raussetzungen für Kurzarbeit ohne Weiteres erfüllt habe. Nun soll dies plötzlich nicht mehr der 
Fall sein, nicht einmal unter dem Beweismass des Glaubhaftmachens. Ferner handle es sich bei 
der Voranmeldung für Kurzarbeit um eine geschäftsindividuelle Prognose des Unternehmens, 

 
 
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weshalb allgemein erhobene Statistikwerte über die Erholung der Wirtschaftslage nicht aus-
schlaggebend seien. In der damaligen Zeit sei die Situation sehr ungewiss gewesen und die Öff-
nung Mitte Februar 2022 sei überraschend erfolgt. Persönliche Kundenkontakte hätten wegen 
der Zurückhaltung der Kundinnen und Kunden immer noch nicht stattgefunden. Zu berücksichti-
gen sei auch, dass etwa sechs bis neun Monate vergehen würden bis ein Auftrag zustande 
komme. Ferner handle es sich beim Entscheid über die Voranmeldung nicht um eine generell-
abstrakte Betrachtung aus der Retrospektive. Es sei Sache der Öffentlichen Arbeitslosenkasse 
Baselland und nicht der Beschwerdegegnerin, das konkrete Ausmass der effektiven Kurzarbeit 
nach erfolgter Anmeldung für die jeweiligen Abrechnungsperioden zu prüfen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 20. Juni 2022 beantragte das KIGA die Abweisung der Be-
schwerde. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland habe den Anspruch auf Kurzarbeitsent-
schädigung für die Abrechnungsperioden Dezember 2021 und Januar 2022 mit Verfügung vom 
30. Mai 2022 infolge verspäteter Geltendmachung des jeweiligen Entschädigungsanspruchs ab-
gelehnt. Es werde deshalb beantragt, dass auf die Beschwerde einzig in Bezug auf den Zeitraum 
vom 1. bis 28. Februar 2022 einzutreten und dementsprechend lediglich dieser Zeitraum materiell 
zu überprüfen sei. Im Entscheid sei ausführlich begründet worden, dass der geltend gemachte 
Arbeitsausfall nicht mehr hinreichend plausibel auf die Pandemie zurückzuführen sei. Zutreffend 
sei, dass die von der kantonalen Amtsstelle im Rahmen des Voranmeldeverfahrens vorgenom-
mene Beurteilung auf einer Prognose beruhe und naturgemäss nicht retrospektiv erfolgen könne. 
Allerdings verkenne die Beschwerdeführerin, dass im Einspracheverfahren die Sachverhaltsent-
wicklungen bis zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides massgebend seien, wo-
mit auch Statistiken zur Konjunkturlage berücksichtigt werden dürften. Das KIGA habe der Be-
schwerdeführerin im Rahmen seiner durchaus als wohlwollend zu bezeichnenden Vollzugspraxis 
letztmals mit Verfügung vom 10. Mai 2021 die Bewilligung für die maximale Dauer von sechs 
Monaten erteilt. Am 31. Mai 2021 erfolgten sodann weitere Öffnungsschritte, weshalb seitens des 
SECO ab Abrechnungsperiode Juni 2021 eine Plausibilitätsprüfung von Arbeitsausfällen von über 
50 % angeordnet worden sei, wobei namentlich auch der Zusammenhang zwischen Arbeitsaus-
fall und Pandemie sowie die vorübergehende Natur des Arbeitsausfalls habe überprüft werden 
müssen. Per 1. September 2021 sei zudem das ordentliche Voranmeldeverfahren wieder einge-
führt worden, was insbesondere eine wieder einlässlichere Begründung der Notwendigkeit der 
Kurzarbeit (Fragen 9-12 des Voranmeldeformulars) und damit auch eine eingehendere Prüfungs-
pflicht mit sich gebracht habe. Schliesslich habe sich die Erholung der Wirtschaft insgesamt und 
insbesondere in der Branche der Beschwerdeführerin weiter fortgesetzt. Vor dem Hintergrund 
dieser Entwicklungen und Geschehnisse seit Mai 2021 hätten somit grundsätzlich genügend 
sachliche Gründe dafür bestanden, rund sechs Monate später in vertretbarer Weise einen ab-
schlägigen Entscheid zu erlassen; mithin könne die Ablehnung des Anspruchs auf Kurzarbeits-
entschädigung ab 1. Dezember 2021 jedenfalls nicht willkürlich oder gegen das Vertrauensprinzip 
verstossend bezeichnet werden. Ferner habe kein anderer Betrieb in der gleichen Branche und 
im gleichen Zeitraum über eine Bewilligung verfügt. 
 
D. Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 22. August 2022 an ihren Anträgen fest. 
Unter dem Beweismass des Glaubhaftmachens könne der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädi-
gung nicht verneint werden. Auch sei diesbezüglich auf die Tatsache zu verweisen, dass sie im 

 
 
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massgeblichen Zeitraum tatsächlich Einbussen in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit aufgrund der 
Pandemiesituation erlitten habe, was mit Blick auf den Standpunkt der Vorinstanz, wonach eine 
retrospektive Beurteilung zulässig sein solle, ebenso zu berücksichtigen wäre. Der pauschale und 
abstrakte Vergleich mit anderen Unternehmen aus derselben Branche sei nicht rechtens. Die 
individuellen Gegebenheiten würden dabei ausser Acht gelassen. Sodann sei der Ansicht der 
Vorinstanz zu widersprechen, dass man sich im Dezember 2021 längstens an die Pandemie ge-
wöhnt habe und Kundenkontakte unter Einhaltung der Schutzkonzepte ohne Weiteres möglich 
gewesen seien. Festzuhalten sei, dass die Kundensegmente Gastro, Event und (Luft)Verkehr zu 
den am stärksten betroffenen wirtschaftlichen Bereichen überhaupt gehörten. Diese Branchen 
hätten sich noch nicht erholt. Inwiefern in diesen extrem geschädigten Branchen Anpassungen 
von ihrer Seite überhaupt möglich oder nützlich gewesen sein sollten, sei in keiner Weise ersicht-
lich und werde somit bestritten. 
 
E. Mit Duplik vom 6. September 2022 hielt die Vorinstanz an ihren Äusserungen in der 
Vernehmlassung fest. Im vorliegenden Fall sei nicht der Anfall eines Arbeitsausfalles an sich, 
sondern dessen Anrechenbarkeit, das heisse die hinreichend plausible Rückführung auf pande-
miebedingte wirtschaftliche Gründe im Allgemeinen sowie in Bezug auf die Kundensegmente 
Gastro, Event und (Luft)Verkehr verneint worden. Zudem sei die Vermeidbarkeit eines Arbeits-
ausfalles bejaht worden. Die Beschwerdeführerin lege nach wie vor nicht dar, inwiefern sich ihr 
Geschäftsmodell von denjenigen Modellen der direkten Konkurrenz respektive anderer Betriebe 
ihrer Branche wesentlich unterscheide und worin die individuellen Gegebenheiten beständen. Im 
Übrigen bleibe festzustellen, dass die Beschwerdeführerin weder im Einsprache- noch im Be-
schwerdeverfahren irgendwelche konkreten Nachweise dafür geliefert habe, dass der geltend 
gemachte Arbeitsausfall noch immer im Zusammenhang mit der Pandemie beziehungsweise den 
Schutzmassnahmen stehen würde. Es liege auf der Hand, dass die blosse Behauptung dieses 
Zusammenhangs nach über eineinhalb Jahren seit Beginn der Pandemie und insbesondere mit 
Blick auf die Branche der Beschwerdeführerin auch unter dem Beweismass des Glaubhaftma-
chens nicht mehr genügen könne. Das KIGA sei nach wie vor der Auffassung, dass aufgrund der 
stabilen wirtschaftlichen Lage im einzig noch massgebenden Monat Februar 2022 für die im Be-
reich Personalrekrutierung und Consulting tätigen Mitarbeitenden kein Risiko eines Arbeitsplatz-
verlustes bestanden habe und die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung nicht der Arbeits-
platzerhaltung gedient hätte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 i. V. m. Art. 57 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist ein 
Gericht als letzte kantonale Instanz für die Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der 
Sozialversicherung sachlich zuständig. Örtlich zuständig ist bei Streitigkeiten betreffend Kurzar-
beitsentschädigung nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i. V. m. Art. 119 Abs. 1 lit. b der Verordnung über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. Au-
gust 1983 die Rekursinstanz am Ort des betroffenen Betriebes. Dieser liegt vorliegend im Kanton 

 
 
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Basel-Landschaft. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Damit ist es auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde vom 24. Mai 2022 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin macht Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum Dezember 
2021 bis Ende Februar 2022 geltend. In diesem Zusammenhang weist die Beschwerdegegnerin 
in ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2022 darauf hin, dass die Öffentliche Arbeitslosenkasse 
Baselland den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung für die Abrech-
nungsperioden Dezember 2021 und Januar 2022 mit Verfügung vom 30. Mai 2022 infolge ver-
späteter Geltendmachung des jeweiligen Entschädigungsanspruchs abgelehnt habe. Da diese 
Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, beantragt das KIGA, dass auf die Be-
schwerde lediglich hinsichtlich des Monats Februar 2022 einzutreten sei. 
 
2.2 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das Kurzarbeitsentschädi-
gungsverfahren zweistufig ist und sich unterteilt in die bei der kantonalen Amtsstelle einzusen-
dende Voranmeldung (Art. 36 AVIG) und den bei der gewählten Arbeitslosenkasse geltend zu 
machenden Entschädigungsanspruch. Dieser ist unabhängig von der Voranmeldung innerhalb 
der hierfür normierten Frist einzureichen (Art. 38 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 61 AVIV; 
Urteil des Bundesgerichts vom 13. September 2022, 8C_386/2022, E. 4.2). Gemäss Art. 38 Abs. 
1 AVIG hat der Arbeitgeber den Anspruch seiner Arbeitnehmer auf Kurzarbeitsentschädigung 
innert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode gesamthaft für den Betrieb bei der 
von ihm bezeichneten Kasse geltend zu machen. Entschädigungen, die der Arbeitgeber nicht 
fristgemäss geltend macht, werden ihm nicht vergütet (Art. 39 Abs. 3 AVIV). Bei der in Art. 38 
Abs. 1 AVIG vorgesehenen Frist handelt es sich nicht um eine blosse Ordnungsfrist, sondern um 
eine Verwirkungsfrist, deren Nichtwahrung das Erlöschen des Anspruchs zur Folge hat. Die drei-
monatige Frist beginnt nach Ablauf der jeweiligen Abrechnungsperiode, unabhängig davon, ob 
die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 36 Abs. 4 AVIG oder die Rekursbehörde bereits einen Ent-
scheid über die Auszahlung gefällt hat (vgl. BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum AVIG, 5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2019, S. 292 und THOMAS NUSSBAUMER, 
Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Si-
cherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 2423 f.). Ist der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ver-
wirkt, erübrigt es sich, dass das Gericht ein Sachurteil über die Rechtmässigkeit des Entscheides 
der kantonalen Amtsstelle betreffend Auszahlung fällt (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts St. 
Gallen vom 23. Juli 2010). Folglich ist – wie die Vorinstanz zurecht geltend macht – auf die Be-
schwerde einzig in Bezug auf den Zeitraum vom 1. bis 28. Februar 2022 einzutreten. 
 
3.1 Es gilt somit zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin für Februar 2022 Anspruch auf Kurz-
arbeitsentschädigung hat, namentlich, ob der geltend gemachte Arbeitsausfall anrechenbar ist. 
 
3.2 Nach Art. 31 Abs. 1 lit. b und d AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit 
verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn der 

 
 
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Arbeitsausfall anrechenbar sowie voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, 
dass durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhalten werden können. Voraussetzung für die Anre-
chenbarkeit des Arbeitsausfalles ist, dass er auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und un-
vermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG). Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen 
Gründe – in Berücksichtigung des präventiven Charakters der Kurzarbeitsentschädigung – sehr 
weit aus und versteht darunter sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt und 
nicht nur den Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebotenen 
Gütern und Dienstleistungen (BGE 128 V 305 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts vom 20. Dezem-
ber 2017, 8C_549/2017, E. 3.2 und vom 2. November 2006, C 279/05, E. 1, je mit Hinweisen). 
 
3.3 Ein auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführender und an sich grundsätzlich anrechen-
barer Arbeitsausfall gilt jedoch dann nicht als anrechenbar, wenn er branchen-, berufs- oder be-
triebsüblich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht wird (Art. 33 Abs. 
1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regelmässig wiederkehrende Arbeitsausfälle von 
der Kurzarbeitsentschädigung ausschliessen (BGE 121 V 371 E. 2a, 119 V 357 E. 1a, je mit 
Hinweisen). Ebenfalls nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, wenn er durch betriebsorganisa-
torische Massnahmen, andere übliche Betriebsunterbrechungen oder durch Umstände bedingt 
ist, die zum normalen Betriebsrisiko des Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a 2. Satzteil 
AVIG; ARV 2004 Nr. 5 S. 58 E. 2.1). 
 
3.4 Gemäss Art. 32 Abs. 3 AVIG regelt der Bundesrat für Härtefälle die Anrechenbarkeit von 
Arbeitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen, auf wetterbedingte Kundenausfälle oder auf 
andere vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind. Er kann abwei-
chende längere Karenzfristen vorsehen und bestimmen, dass der Arbeitsausfall nur bei vollstän-
diger Einstellung oder erheblicher Einschränkung des Betriebes anrechenbar ist. Arbeitsausfälle, 
die auf behördliche Massnahmen oder andere nicht vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände 
zurückzuführen sind, sind anrechenbar, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirt-
schaftlich tragbare Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar machen 
kann (Art. 51 Abs. 1 AVIV i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AVIG). 
 
4.1 Beabsichtigt ein Arbeitgeber, für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung geltend 
zu machen, so muss er diese der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Beginn der 
Kurzarbeit schriftlich voranmelden. Der Bundesrat kann für Ausnahmefälle kürzere Voranmelde-
fristen vorsehen. Die Voranmeldung ist zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als drei Monate 
dauert (Art. 36 Abs. 1 AVIG). In der Voranmeldung muss der Arbeitgeber unter anderem Ausmass 
und voraussichtliche Dauer der Kurzarbeit angeben (Art. 36 Abs. 2 lit. b AVIG) sowie die Notwen-
digkeit der Kurzarbeit begründen und anhand der durch den Bundesrat bestimmten Unterlagen 
glaubhaft machen, dass die Anspruchsvoraussetzungen nach den Art. 31 Abs. 1 und 32 Abs. 1 
lit. a AVIG erfüllt sind. Die kantonale Amtsstelle kann weitere zur Prüfung nötige Unterlagen ein-
verlangen (Art. 36 Abs. 3 AVIG). Die kantonale Amtsstelle prüft, ob die Anspruchsvoraussetzun-
gen glaubhaft gemacht worden sind und die Notwendigkeit der Kurzarbeit begründet ist. Hält sie 
eine oder mehrere Anspruchsvoraussetzungen für nicht erfüllt, erhebt sie durch Verfügung Ein-
spruch gegen die Auszahlung der Entschädigung (Art. 36 Abs. 4 Satz 1 AVIG). 
 

 
 
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4.2 Art. 17a und 17b des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnun-
gen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz) vom 25. Sep-
tember 2020 sahen für die Kurzarbeitsentschädigung gewisse Abweichungen vom AVIG vor. Zu-
dem wurde der Bundesrat in Art. 17 Covid-19-Gesetz ermächtigt, in gewissen – näher genannten 
– Bereichen abweichende Bestimmungen zu erlassen. Von dieser Befugnis machte er mit dem 
Erlass der Verordnungen über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusam-
menhang mit dem Coronavirus (Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung vom 20. März 
2020) Gebrauch. Am 19. März 2021 beschloss die Bundesversammlung, Art. 17b Abs. 1 Covid-
19-Gesetz abzuändern und legte in Abweichung von Art. 36 Abs. 1 AVIG fest, dass keine Voran-
meldefrist für Kurzarbeit einzuhalten ist (in Kraft [rückwirkend] vom 1. September 2020 bis zum 
31. Dezember 2021; danach verlängert bis 31. Dezember 2022). Sodann war die Voranmeldung 
zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als sechs Monate dauerte.  
 
5.1 Wie in der Botschaft vom 12. August 2020 zum Covid-19-Gesetz (BBI 2020 2068 
S.  6563 ff.) in Ziff. 2.3.8 ausgeführt wird, besteht Sinn und Zweck der Kurzarbeitsentschädigung 
nicht in der Existenzsicherung des Betriebs beziehungsweise der Deckung von Umsatz- oder 
Betriebseinbussen, sondern im Erhalt von Arbeitsplätzen durch die Verhinderung von kurzfristig 
aufgrund des Arbeitsrückgangs ausgesprochenen Kündigungen (BGE 147 V 359 E. 4.6.3). Nach 
den laufend aktualisierten Weisungen des SECO "Sonderregelungen aufgrund der Pandemie" 
kann eine Pandemie aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und der Schwere nicht als 
normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinn von Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIV 
betrachtet werden, selbst wenn unter Umständen jeder Arbeitgeber davon betroffen sein kann. 
Demnach sind Arbeitsausfälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistun-
gen, die auf die Pandemie zurückzuführen sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG 
anrechenbar. Die Arbeitgeber müssen allerdings glaubhaft darlegen, dass die Arbeitsausfälle auf 
die Pandemie zurückzuführen sind, wobei der einfache Hinweis auf die Pandemie nicht (mehr) 
als Begründung genügt (Weisung 2021/16 vom 1. Oktober 2021, S. 10). Mit der schrittweisen 
Lockerung der Massnahmen entfiel für die betroffenen Betriebe in den meisten Fällen die behörd-
liche Massnahme als Begründung für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, so dass der 
Betrieb grundsätzlich wieder aufgenommen werden musste, sobald dies erlaubt war (Weisung 
2020/10 vom 22. Juli 2020, S. 9). Als Ausnahme sehen die Weisungen unter anderem vor, dass 
der Anspruch weiterhin gegeben sein kann, wenn ein Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen nur 
einen Teil der Arbeitnehmenden wieder beschäftigen kann, der anrechenbare Arbeitsausfall auf 
die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zurückzuführen ist und die übrigen Anspruchsvoraus-
setzungen erfüllt sind (Weisung 2021/16 vom 1. Oktober 2021, S. 12; vgl. zum Ganzen: Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. November 2021, 8C_555/2021, E. 3.3.1). Abrechnungen mit einem 
Arbeitsausfall von über 50 % für eine Abrechnungsperiode ab Juni 2021 müssen vom Betrieb 
gegenüber der Arbeitslosenkasse jeweils begründet und mit plausiblen betrieblichen Unterlagen 
untermauert werden. Dauerbezüger sollen insbesondere angehalten werden, zum Nachweis der 
Plausibilität der geltend gemachten Arbeitsausfälle darzulegen, dass die auf die wirtschaftlichen 
Gründe zurückzuführenden Arbeitsausfälle weiterhin unvermeidbar sind; noch immer Arbeitsaus-
fälle vorliegen, die auf die Pandemie beziehungsweise auf die damit verbundenen behördlichen 
Massnahmen zurückzuführen sind und der Arbeitsausfall weiterhin als vorübergehend betrachtet 

 
 
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wird und erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeitsentschädigung Arbeitsplätze erhalten wer-
den können (Weisung 2021/16 vom 1. Oktober 2021, S. 13). 
 
5.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die 
Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und 
gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Ge-
richt weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine über-
zeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der 
Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, 
Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen). Dabei ist grund-
sätzlich diejenige Fassung mit zu berücksichtigen, die der Entscheidbehörde im Verfügungszeit-
punkt vorgelegen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 24. November 2021, 8C_555/2021, E. 4.2). 
 
5.3 Die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-
19-Epidemie vom 19. Juni 2020, ersetzt durch die gleichlautende Verordnung vom 23. Juni 2021 
und vom 16. Februar 2022 (in Kraft bis 31. März 2022) und den damit eingeführten Erleichterun-
gen in Bezug auf die Kurzarbeit enthält für die vorliegend zu beurteilende Problematik keine ein-
schlägigen Bestimmungen. Insbesondere erfuhr die Einspruchsmöglichkeit des kantonalen Am-
tes gemäss Art. 36 Abs. 4 AVIG dadurch keine Einschränkungen; auch bietet die Covid-19-Ver-
ordnung Arbeitslosenversicherung keinen Anlass, von der in der Weisung 2021/16 weiterhin pos-
tulierten Begründungspflicht abzuweichen (vgl. Urteile des Sozialversicherungsgerichts des Kan-
tons Zürich vom 22. Juni 2022, AL.2022.00048, E. 2 und 3, sowie vom 31. August 2022, 
AL.2022.00145, E. 1.7). 
 
6.1 Strittig ist, ob die Beschwerdeführerin glaubhaft machen konnte, dass der von ihr im 
Februar 2022 geltend gemachte und gemäss Voranmeldung vom 18. Oktober 2021 geschätzte 
Arbeitsausfall von 40 % (effektiv 55,75 % gemäss Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsent-
schädigung für Februar 2022 vom 18. Mai 2023) weiterhin auf die Pandemie zurückzuführen und 
unvermeidbar war. Beim Glaubhaftmachen sind die Beweisanforderungen herabgesetzt, indem 
nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung des Versicherungsträgers begründet zu 
werden braucht; es reicht bereits aus, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sa-
chumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög-
lichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsände-
rung nicht erstellen lassen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf, 2020, 
N. 58 zu Art. 43; Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2016, 9C_367/2016, E. 2.2).  
 
6.2 Die betroffene Betriebsabteilung der Beschwerdeführerin ist mehrheitlich mit Consulting 
und Projekt Services im Bereich Personalentwicklung tätig und berät beziehungsweise unterstützt 
Unternehmen in Potenzialbeurteilungen und bei der Auswahl von Kaderpersonen mittels Asses-
sments. Aufgrund der bestehenden Coronasituation – so die Beschwerdeführerin – seien beste-
hende Aufträge gestoppt beziehungsweise unterbrochen worden und aufgrund des "Social Dis-
tancing" seien keine Assessments vor Ort durchgeführt worden. Auch ihrerseits seien Kunden-

 
 
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besuche aufgrund der Homeofficepflicht respektive Homeofficeempfehlung nicht möglich gewe-
sen. Zudem seien die Kundinnen und Kunden trotz Lockerungen sehr zurückhaltend und hätten 
ebenfalls mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. Deshalb sei es im Moment sehr 
schwierig, neue Aufträge zu generieren. Zu beachten sei auch, dass in akquise- und personen-
basierten Branchen das Wiederanlaufen der Geschäftstätigkeit ihre Zeit brauche. Es vergingen 
im Schnitt sechs bis neun Monate, bis ein Geschäft beziehungsweise ein Auftrag zustande 
komme. Dies zeige sich auch an den aktuellen Zahlen, die sich seit dem Ende der Corona-Mass-
nahmen und der Normalisierung des Geschäftsalltags inklusive persönlichen Kundengesprächen 
langsam, aber stetig verbesserten. Diese Umstände könnten nicht ausser Acht gelassen werden 
und das individuelle Geschäftsmodell sei vorliegend zu berücksichtigen. Allgemeine Wirtschafts-
daten könnten zwar Indizien über die allgemeine Lage liefern, jedoch sei der Einzelfall zu prüfen 
und entsprechend zu würdigen. 
 
6.3 Die Vorinstanz begründete ihre ablehnende Haltung im Einspracheentscheid vom 
21. April 2022 damit, dass mit Blick auf die dargelegte Situation auf dem Arbeitsmarkt der geltend 
gemachte Arbeitsausfall nicht mehr hinreichend plausibel auf das Auftreten des Coronavirus res-
pektive die Pandemie zurückzuführen sei, um noch als ausserordentlich und damit anrechenbar 
zu gelten. Dies zeige sich nicht zuletzt auch darin, dass kein anderer Betrieb aus der Branche im 
fraglichen Zeitraum über eine Bewilligung zur Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung verfügt 
habe. Es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin infolge der Pandemie der Hilfe zur Erhal-
tung der Arbeitsplätze bedurft habe. Sie habe denn auch vom 16. März 2020 bis zum 30. Novem-
ber 2021 während etwas mehr als eineinhalb Jahren die Bewilligung erhalten. Zwar sei es glaub-
haft, dass die Kundensegmente Gastro, Event und (Luft)Verkehr wirtschaftlich noch nicht wieder 
die volle Kapazität erreicht hätten, jedoch sei die betroffene Betriebsabteilung der Beschwerde-
führerin in der Personalvermittlung von Fachkräften und Kaderleuten tätig; die Vermittlung an 
Kunden der betroffenen Branchen sei damit lediglich ein Teil ihres Geschäftes. Zwischenzeitlich 
habe sich die Nachfrage nach Fachleuten im hier interessierenden Zeitraum insgesamt mehr als 
erholt. Die Beschwerdeführerin habe sodann auch mehr als eineinhalb Jahre Zeit gehabt, sich in 
den anderen – im Jahr 2019 doch immerhin 76 % ihres Geschäfts ausmachenden – Kundenseg-
menten weiter zu etablieren. 
 
7. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Vorinstanz zu Unrecht eine ret-
rospektive Beurteilung vorgenommen und statistische Daten miteinbezogen habe, die erst nach 
Verfügungserlass zugänglich waren, ist festzuhalten, dass der Überprüfungszeitraum grundsätz-
lich den Sachverhalt umfasst, wie er sich bis zum Erlass des Einspracheentscheids verwirklicht 
hat (BGE 145 V 409 E. 2.1). Mithin durfte sie die entsprechenden statistischen Auswertungen der 
Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich sowie den Adecco Group Swiss Job Market Index der 
Universität Zürich mitberücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. November 2021, 
8C_503/2021, E. 4.1), wonach sich die Pandemielage der Schweizer Volkswirtschaft im Zeitraum 
ab Dezember 2021 weitgehend erholt habe und nunmehr ein richtiggehender Mangel an Fach-
kräften in vielen Branchen herrsche. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden Ausführungen der 
Vorinstanz in Ziff. 14 ihres Einsprachentscheids vom 21. April 2022 sowie in Ziff. 3 und 4 ihrer 
Vernehmlassung vom 20. Juni 2022 verwiesen werden. 
 

 
 
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8.1 Die Vorinstanz führte ferner an, dass für die Verneinung des Anspruchs auf Kurzarbeits-
entschädigung neben der positiven allgemeinen Wirtschaftslage beziehungsweise der positiven 
Situation in der Branche der Beschwerdeführerin auch die Auswirkungen der Corona-Massnah-
men auf die berufliche Tätigkeit entscheidend seien. Was Letzteres betreffe sei insbesondere auf 
das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 9. April 2022, 
AL.2021.00357, zu verweisen, in welchem der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung eines 
Stellenvermittlungsbüros für den Zeitraum 1. Juni 2021 bis 30. November 2021 zu beurteilen ge-
wesen sei und das Gericht diesen Anspruch sogar unter den erhöhten Anforderungen der Wie-
dererwägung verneint habe.  
 
8.2 Was das seitens der Vorinstanz angeführte Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zü-
rich anbelangt, handelt es sich bei dem betroffenen Unternehmen um eine Stellenvermittlungs-
firma, deren Kernbereich im Bankensektor liegt. Diese Tätigkeit war – so das Zürcher Sozialver-
sicherungsgericht – trotz zeitweise geltenden (aber später weitgehend aufgehobenen) behördli-
chen Massnahmen unter Berücksichtigung von geeigneten und leicht umsetzbaren Schutzkon-
zepten (gelüftete Räume, Masken und Abstand bei direkten Kontakten oder gängige Videokon-
ferenzen), welche auch den persönlichen Kontakt ermöglichten, durchaus gut möglich. Dies gelte 
auch für den behaupteten Nischenbereich des Private Bankings, teilweise im Offshore Markt. Das 
Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass ihre potentiell zu vermittelnden Klienten (sogenannte 
Relationship Manager) wegen nur unter erschwerten Bedingungen möglichen persönlichen Kun-
denkontakten – auch noch im Juni 2021 – keinen Stellenwechsel in Betracht gezogen hätten, 
vermöge aufgrund der dargelegten praktikablen Schutzkonzepte und der damals wieder erlaub-
ten Reisen nicht ohne Weiteres zu überzeugen, seien doch auch andere Gründe für den Nach-
fragerückgang in diesem Bereich denkbar. Soweit die Beschwerdeführerin moniere, der Be-
schwerdegegner habe die besondere Situation von ihr als "Nischenplayerin" nicht berücksichtigt, 
sei anzumerken, dass ein Betrieb, der sich auf ein derart eng beschränktes Geschäftsbild spezi-
alisiere, ein vorhersehbares Risiko eingehe, weshalb der in diesem Bereich allenfalls erlittene 
Arbeitsausfall zum normalen Betriebsrisiko gehöre (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des 
Kantons Zürich vom 9. April 2022, AL.2021.00357, E. 3.2). 
 
8.3 In diesem von der Vorinstanz herangezogenen Fall des Kantons Zürich handelte es sich 
zwar um eine Stellenvermittlungsfirma in einem anderen Kernbereich, das Urteil lässt aber den-
noch Rückschlüsse hinsichtlich der Einschränkungen in der Tätigkeit und des normalen Betriebs-
risikos zu. Dies entbindet vorliegend jedoch nicht von der Prüfung der konkreten Situation im hier 
massgebenden Monat Februar 2022. Zu beurteilen ist folglich einerseits die pandemische Lage 
und deren Auswirkungen auf die Tätigkeit der Beschwerdeführerin und andererseits, ob ein Ar-
beitsausfall vermeidbar gewesen wäre. 
 
9.1 In Bezug auf die pandemische Lage gab das Bundesamt für Gesundheit in der Medien-
mitteilung vom 17. Dezember 2021 bekannt, dass der Bundesrat verschärfte Massnahmen gegen 
die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen hatte. Ab dem 20. Dezember 2021 hatten zu den 
Innenräumen von Restaurants, von Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltun-
gen im Innern nur noch geimpfte und genesene Personen Zugang (2G). Damit sollte das Risiko 
reduziert werden, dass nicht immunisierte Personen infiziert würden. Als zusätzlicher Schutz 

 
 
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musste an diesen Orten eine Maske getragen und es durfte nur im Sitzen gegessen und getrun-
ken werden. Wo die Maske nicht getragen oder nicht im Sitzen konsumiert werden konnte, wie in 
Discos und Bars, waren nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich 
ein negatives Testresultat vorweisen konnten (2Gplus). Personen, deren Impfung, Auffrischimp-
fung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurücklag, waren von der Testpflicht ausge-
nommen. Ausserdem galt erneut eine Homeofficepflicht und private Treffen waren auf zehn Per-
sonen beschränkt. 
 
Diese Massnahmen wurden beschlossen, weil die epidemiologische Lage besorgniserregend 
war; die Zahl der Hospitalisationen nahm weiter zu und die Auslastung der Intensivpflegestatio-
nen war in einzelnen Regionen sehr hoch. Ferner rechnete man vor Weihnachten mit einem mar-
kanten Anstieg von Ansteckungen mit der Omikron-Variante, die ansteckender als die Delta-Va-
riante war. Am 19. Januar 2022 verlängerte der Bundesrat angesichts der angespannten Lage in 
den Spitälern die Homeofficepflicht und die Kontaktquarantäne bis Ende Februar 2022 und die 
restlichen Massnahmen bis Ende März 2022 (vgl. Medienmitteilung des Bundesamtes für Ge-
sundheit vom 19. Januar 2022). Per 3. Februar 2022 hob der Bundesrat die Homeofficepflicht 
und die Kontaktquarantäne auf. Die Homeofficepflicht wurde in eine Homeofficeempfehlung ge-
ändert (Medienmitteilung des Bundesamtes für Gesundheit vom 2. Februar 2022). Schliesslich 
wurden am 17. Februar 2022 fast alle Massnahmen aufgehoben. Läden, Restaurants, Kulturbe-
triebe und öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie Veranstaltungen waren wieder ohne Maske 
und Zertifikat zugänglich. Aufgehoben war auch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz und die Home-
officeempfehlung. Es blieb lediglich die Isolation positiv getesteter Personen und die Masken-
pflicht im öffentlichen Verkehr. Diese galten zum Schutz besonders vulnerabler Personen noch 
bis Ende März 2022; danach erfolgte die Rückkehr in die normale Lage. 
 
9.2 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die pandemische Lage Ende 
2021 mit Verbreitung der Omikron-Variante und einer Zunahme der infizierten Personen und der 
Spitaleintritte zunächst besorgniserregend aussah. Dies änderte sich aber sehr rasch, als im Ja-
nuar 2022 klar wurde, dass sich die Situation positiv entwickelte und die Omikron-Variante zu 
milderen Verläufen führte, was eine schnelle Öffnung und Aufhebung der Massnahmen im Feb-
ruar 2022 nach sich zog. 
 
9.3 Angesichts der Tatsache, dass bereits Anfang Februar 2022 die Homeofficepflicht auf-
gehoben worden war, waren auch persönliche Kontakte wieder möglich und Assessments sowie 
Kundengespräche vor Ort konnten stattfinden (vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts des 
Kantons Zürich vom 22. Juni 2022, AL. 2022.00048, E. 4.3 zur blossen Homeofficeempfehlung). 
Es ist deshalb davon auszugehen, dass die betroffene Abteilung der Beschwerdeführerin ihre 
Arbeit im Februar 2022 wieder voll aufnehmen konnte, da diese nicht mehr durch die Schutzmas-
snahmen tangiert war. Diesbezüglich bestätigte die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 22. 
August 2022, dass sie keine weitere Voranmeldung für die Monate ab März 2022 eingereicht 
habe, weil es im Februar 2022 zur Aufhebung aller Corona-Massnahmen gekommen sei, die sehr 
schnell eine Normalisierung der persönlichen Kontakte mit sich gebracht habe. Sofern doch noch 
anfangs Februar 2022 eine Zurückhaltung in Kundenkontakten zu spüren gewesen wäre, ist zu 
beachten, dass auch im Bereich der Personalrekrutierung online Termine und Besprechungen 

 
 
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stattfinden konnten. Insofern ist es nicht ungewöhnlich, dass ein erstes Bewerbungsgespräch 
online geführt wird und ein nachfolgendes vor Ort, was angesichts der Öffnung Mitte Februar 
2022 kein Problem gewesen sein sollte (vgl. auch die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 
in Ziff. 4 ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2022). Ein Zusammenhang der geltend gemachten 
Arbeitsausfälle mit der Pandemie lässt sich somit nicht glaubhaft begründen. 
 
10. Mit der Vorinstanz ist weiter darin einig zu gehen, dass der Arbeitsausfall wohl vermeid-
bar gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin hätte sich schon seit längerer Zeit vermehrt auf an-
dere Kundensegmente konzentrieren können, wie sie es auch selbst in ihrem früheren Gesuch 
angekündigt hatte (vgl. Vernehmlassung vom 20. Juni 2022, Ziff. 4, vorletzter Abschnitt). Ein 
Festhalten an diesem Kundensegment (Gastro, Event und [Luft]Verkehr) liegt im eigenen Be-
triebsrisiko und kann nicht später mit der Begründung, es handle sich um ein besonders durch 
die Pandemie betroffenes Segment zu einer Kurzarbeitsentschädigung führen, die über das Ende 
der behördlichen Massnahmen hinausgeht. 
 
11. Zuletzt ist darauf hinzuweisen, dass sich die vorherige langandauernde Bewilligung der 
Kurzarbeitsentschädigung nicht im Sinne des Vertrauensprinzips zugunsten der Beschwerdefüh-
rerin auswirkt. Die frühere Bewilligung war klar und unmissverständlich auf die frühere Zeitperiode 
ausgerichtet und die Weiterführung wurde explizit von einem weiteren Antrag und einer erneuten 
Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen abhängig gemacht. Die Vorinstanz hat dazu ausführlich 
in ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2022 Stellung genommen. Dem gibt es nichts mehr hinzu-
zufügen. 
 
12. Zusammenfassend ist folglich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft 
darzulegen vermochte, dass die von ihr geltend gemachten Arbeitsausfälle im Februar 2022 in 
direktem Zusammenhang mit der Pandemie respektive den von behördlicher Seite in diesem 
Kontext ergriffenen Massnahmen stehen. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Vo-
rinstanz die Arbeitsausfälle als nicht anrechenbar einstufte und Einspruch gegen die Auszahlung 
von Kurzarbeitsentschädigung erhob. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen, soweit da-
rauf eingetreten werden kann. 
 
13. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Das das AVIG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 22. August 2022 eine 
Parteientschädigung geltend macht, weil die Ausführungen der Vorinstanz über das falsche Be-
weismass ganz wesentlich für die Einreichung der Beschwerde gewesen seien und dieser Um-
stand, namentlich für den Fall einer Niederlage, im Rahmen des Kostenentscheides zu berück-
sichtigen sei, kann ihr nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass im Einspracheentscheid die 
Standardtextbausteine zum Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aufgeführt sind 
und – wie das KIGA in ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2022 richtig erwähnt hat – wohl besser 
weggelassen worden wären, um Missverständnissen über das Beweismass vorzubeugen. Die 

 
 
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entscheidende Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem geltend gemachten Arbeitsaus-
fall und der Pandemie als Ursache wurde hingegen richtigerweise unter dem Beweismass des 
Glaubhaftmachens geprüft, was aus Ziff. 15 des Einspracheentscheides vom 21. April 2022 her-
vorgeht (vgl. auch Ziff. 2 der Duplik vom 6. September 2022). 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann, abgewie-
sen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.