# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 602b6b5a-c232-5aaf-a9ff-d2d4c227937a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 17.10.2018 III 2018 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-13_2018-10-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 13

Entscheid vom 17. Oktober 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

1. Gemeinderat Morschach, 

2. Amt für Raumentwicklung ARE, 

3. Bezirksrat Schwyz, ,

4. Regierungsrat des Kantons Schwyz
Vorinstanzen

5. Einfache Gesellschaft B.________, bestehend aus:
5.1 C.________,
5.2 D.________,
5.3 E.________,
Beschwerdegegner,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. DA.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung: Neubau von sechs 
Mehrfamilienhäusern, Erschliessungsstrasse und Brücke)

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Sachverhalt:

A. Am 8. Juli 2014 reichten die einfache Gesellschaft B.________ und die 
Flurgenossenschaft B.________ beim Gemeinderat Morschach das Baugesuch 
für den Abbruch der Scheune und den Neubau von sechs Mehrfamilienhäusern 
(A1/A2, B1-B4, alles Erstwohnungen), inklusive Strasse, Bachverbauung und 
Brücken, auf den Grundstücken KTN 001.________ (10'733 m2) und 
KTN 002.________ (43 m2), B.________, Morschach ein. Entlang der westlichen 
Grundstücksgrenze von KTN 001.________ verläuft der F.________bach. Die 
beiden Grundstücke KTN 001.________ und KTN 002.________ befinden sich in 
der Wohnzone W3 im Geltungsbereich des Gestaltungsplans B.________ (vom 
Regierungsrat genehmigt mit RRB Nr. 793/2009 vom 7.7.2009) sowie im BLN-
Gebiet Nr. 1606 (Vierwaldstättersee mit Kernwald, Bürgenstock und Rigi). 

Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt (…) unter Hinweis auf die gleichzeitige 
Publikation für die Verlegung eines landwirtschaftlichen Fahrwegs mit Stütz- und 
Schutzmauer (…) publiziert und öffentlich aufgelegt. Innert Frist erhoben neben 
Dritten auch A.________ gemeinsam mit weiteren Miteinsprechern Einsprache. 

Am 21. Dezember 2015 reichten die einfache Gesellschaft B.________ und die 
Flurgenossenschaft B.________ eine Projektänderung (Projektänderungen Brü-
cken, Strasse, Bachverbauung und Werkleitungen) ein, welche im Amtsblatt (…) 
publiziert und öffentlich aufgelegt wurde. Hiergegen erhoben neben Dritten auch 
A.________ gemeinsam mit ihren Miteinsprechern erneut Einsprache. 

Mit Beschluss (BRB) Nr. 21/2016 vom 19. Februar 2016 stimmte der Bezirksrat 
Schwyz dem Neubau der Brücke über den F.________bach unter Auflagen zu. 
Das Amt für Raumentwicklung (ARE) erteilte mit Gesamtentscheid B2014-0902 
vom 24. März 2016 die kantonale Baubewilligung unter Auflagen und Nebenbe-
stimmungen. Gestützt auf diese beiden Bewilligungen erteilte der Gemeinderat 
Morschach mit Beschluss (GRB) B.2.2.2 2016-0313 vom 27. April 2016 die Bau-
bewilligung wie folgt:

1.1 Im Sinne der Erwägungen (…) wird der Einfachen Gesellschaft B.________ 
(…) die Baubewilligung für den Abbruch des bestehenden Stall sowie den 
Neubau von sechs MFH (A1 und A2 sowie B1 bis B4), dies gemäss 
Projektänderung vom 30.11.2015, inkl. Erschliessungsstrasse und Brücke, 
aber ohne Bachverbauung/Holzkastensperren und ohne neuen 
Fussgängersteg (…) unter Bedingungen und Auflagen erteilt. 

1.2 Für diejenigen Teile der Erschliessungsbrücke über den F.________bach, 
die nicht bereits im Gestaltungsplan vorgegeben sind, wird unter Hinweis auf 
den kantonalen Gesamtentscheid, E. II/ Ziff. 1, gestützt auf § 73 Abs. 1 lit. c 
PBG eine Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des 
Gewässerabstandes erteilt.

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1.3 Für den Eingriff in das Schutzobjekt Nr. 003.________, Niederhecke, dies 
zufolge Brückenneubau, wird gestützt auf Art. 8 Abs. 2 f. Schutzverordnung 
die Bewilligung erteilt, dies mit der Auflage einer Ersatzbestockung gemäss 
Baubewilligungsverfahren 2014-10/B2014-09 und der Auflage Ziff. 6 Bst. q 
nachstehend. Für die Erfüllung der Auflage haftet der Gemeinde gegenüber 
die Bauherrschaft (EG B.________).

2. Einspracheentscheide: 

2.1 Dem Ausstandsbegehren der Einsprecher Ziff. 1 [u.a. A.________] gegen 
Gemeindepräsident G.________ wird stattgegeben, dasjenige gegen RA lic. 
iur. H.________ dagegen wird abgelehnt. Auf das Ausstandsbegehren 
gegen I.________ wird nicht eingetreten, da dieser an der Instruktion der 
vorliegenden Baubewilligung nicht beteiligt war.

2.2 Die Einsprache Ziff. 1 von 
1. A.________,
2. (…)
3. (…)
wird, soweit auf sie eingetreten wird, unter Kostenfolge zu Lasten der 
Einsprecher, abgewiesen. 

2.3-2.5  (Weitere Einsprachen) 

2.6 Kosten Einsprachebehandlung: 
a) Die Kosten für die Behandlung der Einsprachen Ziff. 1 und Ziff 2 

werden (inkl. Aus-und Zufertigungen) auf Fr. 1'800.00 festgesetzt und 
gehen je hälftig zu Lasten der beiden Einsprecherschaften. (…)

3.-12. (Nebenbestimmungen; Gebühren; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung; 
Beilagen). 

B. Gegen diesen GRB B.2.2.2 2016-0313 vom 27. April 2016 (versandt am 
12. Mai 2016) erhoben neben Dritten (Verfahren VB 132/2016 [Verfahren II]) 
A.________ gemeinsam mit ihren Miteinsprechern am 1. Juni 2016 Beschwerde 
beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen (Verfahren 
VB 123/2016 [Verfahren I]): 

1. Es sei der baurechtliche Bewilligungsentscheid des Gemeinderates 
Morschach vom 27. April 2016 bezüglich kommunalem Baugesuch-
Nr. 2014-08 aufzuheben.

2. Es sei der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung (ARE) des 
Kantons Schwyz vom 24. März 2016 bezüglich kant. Baugesuch-Nr. B-2014-
0902 aufzuheben und das Baugesuch abzuweisen.

3. Es sei der Beschluss des Bezirksrates Schwyz vom 19. Februar 2016 
(Nr. 21/2016 F III 15) aufzuheben und das Baugesuch abzuweisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerschaft. 

C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 976/2017 vom 19. Dezember 2017 (versandt am 
017.________.12.2017) vereinigte der Regierungsrat die beiden Verfahren 
VB 123/2016 und VB 132/2016 und entschied wie folgt:

1. Die Beschwerden I und II werden abgewiesen.

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2. Die Kosten der Beschwerdeverfahren (inklusive Kanzleikosten) im Betrag 
von Fr. 2'000.-- werden je zur Hälfte (je Fr. 1'000.--) den Beschwerdeführern 
I und den Beschwerdeführern II auferlegt (…).

3. Den Beschwerdegegnern wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- 
zugesprochen. Davon haben die Beschwerdeführer I und die 
Beschwerdeführer II je die Hälfte (je Fr. 900.--) zu übernehmen, dies jeweils 
unter solidarischer Haftbarkeit.

4.-6 (Rechtsmittelbelehrung/Zustellung). 

D. Gegen diesen RRB Nr. 976/2017 vom 19. Dezember 2017 erheben (neben 
Dritten (Verfahren III 2018 12 und III 2018 21) auch A.________ mit Eingabe 
vom 12. Januar 2018 (Postaufgabe am selben Tag) fristgerecht Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht mit den folgenden Anträgen: 

1. Der angefochtene Beschwerdeentscheid Nr. 976/2017 des Regierungsrates 
Schwyz vom 19.12.2017 sei aufzuheben. Gleichzeitig seien damit der 
Entscheid des Gemeinderates Morschach vom 27.04.2016 sowie der 
Gesamtentscheid des ARE vom 24.03.2016 und der Entscheid des Bezirksrats 
Schwyz vom 19.02.2016 aufzuheben.

2. Das beschwerdegegnerische Baugesuch sei abzuweisen. Eventuell sei die Sa-
che zur Durchführung eines korrekten Verfahrens, zu ergänzenden Sachver-
haltsabklärungen und zur Neubeurteilung an den Gemeinderat (oder an den 
Regierungsrat) zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für alle Instanzen und der 
Beschwerdegegner.

E. Der Bezirk Schwyz (Ressort Umwelt) teilt am 16. Januar 2018 seinen Ver-
zicht auf eine Vernehmlassung mit. Mit Vernehmlassung vom 19. Januar 2018 
beantragt das Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter 
Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. Das ARE beantragt mit einer ge-
meinsamen Vernehmlassung vom 1. Februar 2018 für die Verfahren III 2018 12 
und III 2018 13 die Vereinigung der Verfahren und die Abweisung der Beschwer-
den unter Kostenfolgen. Der Gemeinderat beantragt am 7. Februar 2018 ver-
nehmlassend die Beschwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten der 
Beschwerdeführer abzuweisen, wobei die Beschwerde mit der parallelen 
Beschwerde (Verfahren VGE III 2018 21) gegen dasselbe Bauvorhaben (RRB 
976/2017) zu vereinigen sei. Die Beschwerdegegner lassen mit Vernehmlassung 
innert erstreckter Frist vom 26. April 2018 beantragen, die Beschwerde sei ab-
zuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen der Beschwerdeführer, dies 
unter solidarischer Haftbarkeit. Mit Replik vom 28. Mai 2018 lassen die Be-
schwerdeführer an der Beschwerde festhalten und die Abweisung der Anträge 
der Beschwerdegegner unter Kosten- und Entschädigungsfolgen beantragen. Mit 
Duplik innert erstreckter Frist vom 29. August 2018 lassen die Beschwerdegeg-
ner die Anträge gemäss ihrer Vernehmlassung bekräftigen.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1. Der Regierungsrat hat mit RRB Nr. 976/2017 vom 19. Dezember 2017 
(Erw. 1.1) die beiden Beschwerden gegen den GRB B.2.2.2 2016-0313 (Verfah-
ren VB 123/2016 und VB 132/2016) vereinigt (vgl. Ingress lit. B und C hiervor).

Der Regierungsrat verneinte eine Verletzung des Gewässerraumes durch die 
neu geplante Erschliessungstrasse. Das behördenverbindliche Gewässerraumin-
ventar der Gemeinde sei mit RRB Nr. 718 vom 1. Juli 2014 genehmigt worden. 
Dass beim Erlass des Gewässerrauminventars kein separates öffentliches Mit-
wirkungsverfahren durchgeführt worden sei, sei nicht zu beanstanden. Die 
Rechtswahrung bei richtplanerischen Akten erfolge bei der Umsetzung in das 
Nutzungsplanverfahren bzw. im konkreten Baubewilligungsverfahren. In diesem 
Sinne hätten die Beschwerdeführer auch im vorliegenden Baubewilligungsverfah-
ren ihre Anliegen vorbringen können. Nach Ansicht des Regierungsrates müss-
ten die verschärften Übergangsbestimmungen der Gewässerschutzverordnung 
(GSchV; SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 aufgrund des Gewässerrauminven-
tars nicht mehr angewendet werden. Die gewässerschutzrechtliche Bewilligungs-
fähigkeit sei im Baubewilligungsverfahren geprüft worden (Erw. 8.1.2 ff:). Die 
Festlegung der Breite des Gewässerraumes sei zu Recht nach Art. 41 Abs. 2 
lit. a GschV erfolgt, trotz der Situierung des Grundstückes im BLN-Gebiet 
Nr. 1606. Die Förderung naturnaher Bachabschnitte sei kein explizit erwähntes 
Schutzziel, welches eine Berechnungsweise nach Art. 41a Abs. 1 lit. a GSchV er-
fordern würde. Es sprächen keine Gründe für eine Erhöhung der Breite des Ge-
wässerraumes (Erw. 8.4.2 f.). Ob ein Gewässerraum für den von Süden nach 
Norden fliessenden F.________bach, der bei der südwestlichen Grenze von 
KTN 001.________ und der F.________strasse offen fliesse, auch im Bereich 
der Eindolung (ab der Parzelle KTN 004.________ über KTN 005.________, 
006.________ und teils 007.________, von wo er entlang der nordwestlichen 
Grenze von KTN 001.________ wieder offen fliesst) hätte ausgeschieden wer-
den müssen, bilde nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens (Erw. 8.5). Es 
hätten somit nicht die strengeren Übergangsbestimmungen der GSchV ange-
wendet werden müssen. Der Verlauf der Erschliessungsstrasse sei schon im Ge-
staltungsplan verbindlich festgelegt worden. Sie befinde sich ausserhalb des 
Gewässerraumes (Erw. 8.6). Unter Berücksichtigung der Höhe der Brücke sowie 
deren baulichen Ausmasse (Breite von 4.90 m, Spannweite von 4.71 m, Höhe 
von 0.65 m; Gefälle von 16 %) könne nicht gesagt werden, sie habe einen un-
zulässigen Einfluss auf das Orts- und Landschaftsbild. Aus welchen Gründen der 
Brückenübergang im BLN-Gebiet Nr. 1606 nicht zulässig sein sollte, werden von 
den Beschwerdeführern nicht im Ansatz dargelegt. Vielmehr greife der Brü-

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ckenübergang nur minimal in das BLN-Gebiet ein. Er genüge den (erhöhten) 
Eingliederungsanforderungen (Erw. 9.2). 

In Bezug auf die Hochwassersicherheit bestehe unbestrittenermassen Hand-
lungsbedarf. Mit Ausnahme der Brücke befänden sich die vorgesehenen Hoch-
bauten jedoch weit ausserhalb des Gewässerraumes. Zudem werde die Abfluss-
kapazität des F.________bachs durch die geplante Brücke nicht eingeschränkt. 
Mit der angeordneten Ersatzmassnahme der Uferbestockung sollte die Erosion 
zudem weitgehend reduziert werden können (Erw. 10.2). 

Das kommunale Schutzobjekt Nr. 003.________ (Niederhecke mit Bäumen) tan-
giere das Grundstück KTN 002.________ bzw. den geplanten Bachübergang 
nicht. Die gemeinderätlichen Bestrebungen, im Rahmen des laufenden Nut-
zungsplanverfahrens die Lage des Schutzobjektes anzupassen, spiele für das 
Beschwerdeverfahren keine Rolle (Erw. 11.1 f.).

Der Fussweg Nr. 017.________ soll im Bereich der Parzelle KTN 002.________ 
auf einer Länge von 6.75 m bis teilweise 2.1 m nach Westen verlegt werden. Von 
der bestehenden Linienführung werde daher nur leicht und ausschliesslich inner-
halb der bereits belasteten Parzelle KTN 002.________ abgewichen. Angesichts 
dieser unwesentlichen Wegverlegung sei zu Recht auf die Durchführung eines 
Wegverlegungsverfahrens gemäss § 13 Abs. 2 des Gesetzes über die öffentli-
chen Wege mit privater Unterhaltspflicht (WegrodelG; SRSZ 443.110) vom 
26. Februar 1958 verzichtet worden (Erw. 12.1.1 f.). 

1.2 Die Beschwerdeführer rügen insbesondere den fehlenden/ungenügenden 
Ersatz für die unbewilligte Zerstörung des durch die Schutzverordnung zur Erhal-
tung des Orts- und Landschaftsbildes der Gemeinde Morschach (Schutzverord-
nung Morschach; SchV) kommunal geschützten Schutzobjektes 
Nr. 003.________. Während der Regierungsrat die Hecke auf KTN 
002.________ grundsätzlich als "nicht-inventarisiert" bestritten habe, habe der 
Gemeinderat deren Schutz bejaht, ohne jedoch einen expliziten Schutz veran-
lasst zu haben (Beschwerde Ziff. 1 S. 4 ff.)

Trotz Vorliegen einer Bundesaufgabe sei für die geplante Brücke keine Interes-
senabwägung unter dem Gesichtspunkt der BLN-Anforderungen für den geplan-
ten Brückenbau auf KTN 001/002.________ ersichtlich. Dem Erfordernis der 
grösstmöglichen Schonung und der erhöhten Anforderung an den Brückenbau 
werde keine Beachtung geschenkt. Ersatzmassnahmen für den BLN-Eingriff 
würden fehlen (Beschwerde Ziff. 2 S. 4 und 10 ff.)

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Trotz Ortsüblichkeit der öffentlichen Ausschreibung von Wegverlegungen in der 
Gemeinde solle keine öffentliche Auflage einer Wegverlegung auf KTN 
002.________ vorgenommen werden (Beschwerde Ziff. 3 S. 4 und 15 ff.).

Es fehle eine Beurteilung der Hochwassersicherheit für den F.________bach. 
Bezüglich der Ursachenproblematik der Dole unterliege das AWB einer Fehlein-
schätzung. Tiefbauten an und im Gewässerraum würden ohne vorgängige Ufer-
stabilisierungen sowohl den Erosionsvorgang wie auch den Destabilisierungs-
vorgang erhöhen. Eine Geschieberückhaltungsanlage werde zulasten Mensch 
und erheblichen Sachwerten nicht verfügt (Beschwerde Ziff. 4 S. 4 und 17 ff.).

Erforderlich sei eine Maximierung der Gewässerraumbreite infolge Hochwasser-
sicherheit. Revitalisierung und BLN-Gebiet 1606 seien für den Regierungsrat 
kein Thema. Die eingedolten Bereiche würden nicht in die Gewässerraumaus-
scheidung aufgenommen. Tiefbauanlageteile wie Strasse/Stützmauern seien im 
Gewässerraum unzulässig. Es bestehe eine Verletzung der Koordinationspflicht, 
was die Gewässerbelange betreffe (Beschwerde Ziff. 5 S. 4 und 24 ff.).

2.1 Im GRB B.2.2.2 2016-0313 vom 27. April 2016 hat der Gemeinderat in der 
Disp.-Ziff. 1.3 statuiert, gestützt auf Art. 8 Abs. 2 f. SchV werde für den Eingriff 
zufolge des Brückenneubaus in das Schutzobjekt Nr. 003.________, Niederhe-
cke, die Bewilligung erteilt, dies mit der Auflage einer Ersatzbestockung gemäss 
Baubewilligungsverfahren Nr. 2014-10/B2014-09 und der Auflage Ziff. 6 Bst. q. 
Für die Erfüllung der Auflage haftet der Gemeinde gegenüber die Bauherrschaft 
(EG B.________) (vgl. Ingress lit. A hiervor). 

In Erw. 14.3 lit. f (S. 23 f.) hat der Gemeinderat u.a. ausgeführt, das Schutzobjekt 
Nr. 003.________ "Niederhecke mit Bäumen" befinde sich innerhalb des Gestal-
tungsplan-Perimeters L.________, somit ausserhalb des Gestaltungsplans 
B.________. Trotzdem werde es durch das Brückenprojekt berührt. Gemäss ei-
ner Begehung durch den damaligen Baupräsidenten im April 2013, verlaufe die 
Hecke hinter dem öffentlichen Weg dem Bachlauf folgend von KTN 
Nr. 008.________ über KTN Nr. 002.________ und ende auf KTN 
Nr. 009.________. Das sei so in den rechtskräftigen Einspracheentscheid vom 
14. Mai 2013 eingeflossen. Die Hecke sei in der Zwischenzeit auf KTN 
002.________ gerodet worden, wofür eine Bewilligung gemeindeseits nicht erteilt 
worden sei. Die Behauptung der Bauherrschaft, die geschützte Hecke befinde 
sich ausserhalb des Brückenbereichs, treffe somit nicht zu. Dies sei jedoch inso-
fern unbeachtlich als kompensatorisch für den mit dem Brückenbau erfolgenden 
Eingriff eine Ersatzbestockung erfolge, welche Gegenstand des Baugesuchs 
B2014-1009 (kant. Gesamtentscheid) sei, womit gleichzeitig auch einer Bewilli-
gungsvoraussetzung nach Art. 8 Abs. 2 SchV entsprochen werde.

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2.2 Die Schutzverordnung Morschach ist laut Art. 5 Abs. 1 lit. d BauR ein 
kommunales Planungsmittel. Das Verzeichnis der geschützten Bauten und Ob-
jekte gemäß KIGBO und das Verzeichnis der geschützten Natur- und Land-
schaftsschutzobjekte im Anhang dieser Verordnung bilden zusammen mit dem 
Landwirtschafts-, Schutz- und Wintersportzonenplan (Landschaftsplan) M.1:5'000 
einen integrierenden Bestandteil dieser Verordnung (Art. 1 Abs. 2 SchV). Die be-
sonders schützenswerten Objekte werden nach Art. 2 Abs. 2 SchV im Land-
schaftsplan als Schutzzone oder geschützte Einzelobjekte ausgeschieden. 

Nach Art. 13 Abs. 1 SchV sind Hecken, Feldgehölze, Gehölzgruppen sowie Ein-
zelbäume und Baumgruppen landschaftsgestalterisch und ökologisch von gros-
ser Bedeutung. Die besonders schützenswerten Objekte werden im Land-
schaftsplan als geschützte Einzelobjekte ausgeschieden. Die übrigen schüt-
zenswerten Objekte sind nach Möglichkeit zu erhalten. Soweit erforderlich, trifft 
der Gemeinderat geeignete Massnahmen. Die im Landschaftsplan bezeichneten 
Hecken, Feldgehölze, Gehölzgruppen sowie Einzelbäume und Baumgruppen 
sind gemäss Art. 13 Abs. 2 SchV in ihrem Bestand zu erhalten. Sie sind bei Ab-
gang zu ersetzen. Ihre Beseitigung ist bewilligungspflichtig. Eingriffe in Schutz-
zonen und geschützte Einzelobjekte bedürfen der Bewilligung des Gemeindera-
tes. Diese kann erteilt werden, wenn der Eingriff für den Erhalt der Objekte not-
wendig ist oder ein überwiegendes Interesse nachgewiesen wird und das Objekt 
dadurch nicht nachhaltig und unwiederbringlich geschmälert wird (Art. 8 Abs. 2 
SchV). Bei einem bewilligten Eingriff hat der Verursacher Massnahmen zum best-
möglichen Schutz des Schutzobjektes zu treffen und für die Wiederherstellung 
oder für angemessenen Ersatz zu sorgen (Art. 8 Abs. 3 SchV).

2.3 Im Anhang 2 SchV (Verzeichnis der geschützten Natur- und Landschafts-
schutzobjekte) wird das Schutzobjekt Nr. 003.________ als "Niederhecke mit 
Bäumen, (…)" bezeichnet. 

Gemäss dem auf der Homepage der Gemeinde Morschach (Morschach.ch → 
Verwaltung → Abteilungen von A-Z → Bauamt) publizierten Landwirtschafts-, 
Schutz- und Wintersportplan (Landschaftsplan) M. 1:5000, vom Gemeinderat er-
lassen am 3./27. Februar 1998, an der Urnenabstimmung angenommen am 28. 
November 1999, vom Regierungsrat genehmigt am 3. Juni 1998 / 13. März 2001 
(nachgeführte Fassung vom 31. Oktober 2006) verläuft das Schutzobjekt Nr. 
003.________ entlang des (eingedolten) Abschnittes des F.________bachs im 
Bereich der östlichen Grenzen des Grundstücks KTN 010.________ zu den be-
nachbarten Grundstücken KTN 004.________, 005.________ und 006.________ 
und weiter auf KTN 007.________ und KTN 008.________ (vormals KTN 
002.________) entlang dem (nun offenen) F.________bach, wo sie im Bereich 

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der Mitte des M.________hauses auf KTN 011.________ endet. Das Schutzob-
jekt Nr. 003.________ auf KTN 007.________ hat zudem einen 'Abzweiger' ge-
gen Westen. Die Parzelle KTN 002.________ wird vom Schutzobjekt Nr. 
003.________ gemäss diesem Landschaftsplan klar nicht tangiert. 

2.4 Im Amtsblatt (…) wurde in Anwendung von § 25 Abs. 2 PBG die Auflage 
des Entwurfs für eine Ortsplanungsrevision in der Gemeinde Morschach publi-
ziert. Im öffentlich aufgelegten Entwurf 'Zonenplan Landschaft' liegt der nördliche 
Abschluss des Schutzobjektes Nr. 003.________ nicht mehr auf KTN 
008.________ im Bereich der Mitte des M.________hauses auf KTN 
011.________, sondern an der Grenze KTN 007.________/008.________ (vgl. 
Bf-act. 5.03 S. 2). Anlässlich einer Begehung infolge einer Einsprache Dritter 
vom 12. Dezember 2012 zeigte sich, dass der nördlichste Teil des Schutzobjekts 
Nr. 003.________ nunmehr im Bereich der Erschliessungsstrasse 
J.________gasse, im Grenzbereich der Parzellen KTN 002.________ und 
009.________, zu liegen kommt (vgl. GRB B1.4.2 2013-0362 vom 14. Mai 2013 
[Bf-act. 5.05]), womit die Einsprache gutzuheissen war (vgl. auch GRB B1.4.2 
2013-0364 = Bf-act. 5.06). 

2.5 Wie der Gemeinderat im GRB B.2.2.2 2016-0313 vom 27. April 2016 (Erw. 
14.3 lit. c/aa S. 17) u.a. ausgeführt hat, wurde die im November 2012 öffentliche 
aufgelegte Ortsplanungsrevision im Januar 2014 abgebrochen. Eine Beschluss-
fassung der Gemeindeversammlung über den Entwurf für eine Ortsplanungsrevi-
sion (§ 27 PBG) erfolgte demnach ebensowenig; wie eine Genehmigung durch 
den Regierungsrat (§ 28 PBG). 

Die Ansicht des Gemeinderates (GRB B.2.2.2 2016-0313, Erw. 14.3 lit. f S. 23) 
kann daher nicht geteilt werden, über den Verlauf des Schutzobjektes 
Nr. 003.________ sei 'rechtskräftig' entschieden worden. Die Bestrebungen des 
Gemeinderates, die Lage dieses Schutzobjektes im Rahmen einer im Januar 
2014 abgebrochenen (und im Jahre 2016 wieder aufgenommenen) Nutzungs-
planrevision zu definieren bzw. zu korrigieren, sind für die Beurteilung im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren ohne Belang.

2.6.1  Als zutreffend erweist sich dagegen die Beurteilung des Regierungsrates, 
dass das Schutzobjekt Nr. 003.________, wie es im geltenden Landschaftsplan 
ausgeschieden ist, den Bereich der Bachüberquerung durch die Brücke 
J.________ nicht tangiert (vgl. Erw. 2.3 hiervor; angefochtener RRB Nr. 
976/2017 Erw. 11.2). Auch wenn entlang des F.________bachs, im Bereich zwi-
schen dem M.________haus auf KTN 011.________ bis KTN 002.________ ei-
ne Hecke vorhanden war, welche im Jahre 2011 auf KTN 002.________ ohne 

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Bewilligung der Gemeinde gerodet wurde (vgl. Erw. 2.1 hiervor), ändert dies 
nichts daran, dass für die Bestimmung des konkreten Standorts des Schutzob-
jekts Nr. 003.________ der geltende Landschaftsplan (als integrierender 
Bestandteil der Schutzverordnung gemäss Art. 2 Abs. 2 SchV) massgebend ist 
und nicht die von den Beschwerdeführern aufgelegten Fotos aus den Jahren 
2000 und 2011 (vgl. Bf-act. 1.2).

2.6.2  Unzutreffend ist der Vorhalt der Beschwerdeführer, der Landschaftsplan 
M. 1:5000 sei äussert unpräzise. Vielmehr lässt sich dem auf der Homepage der 
Gemeinde Morschach publizierten, geltenden Landschaftsplan (vgl. Erw. 2.3 
hiervor) namentlich der nördliche Abschluss des Schutzobjektes Nr. 
003.________ im Bereich der Mitte des M.________hauses auf KTN 
011.________ mit hoher Genauigkeit entnehmen. Diese Situierung stimmt im 
Übrigen mit jener in dem von den Beschwerdegegnern im vorinstanzlichen Ver-
fahren zu den Akten gegebenen Landschaftsplan (Vorlage für die Gemeindever-
sammlung vom 11.11.1997 = VB 123/2016-act. V-07 Bel. 11) überein, worin das 
Schutzobjekt Nr. 003.________ in einem gleichartigen Abstand zur südlichen 
Grenze der Parzelle KTN 009.________ (welches der Zone "Übriges Gemeinde-
gebiet" zugeordnet und daher von den umliegenden Grundstücken in der Bauzo-
ne farblich abgegrenzt ist) eingezeichnet ist, welche eine Tangierung von KTN 
002.________ durch das Schutzobjekt Nr. 003.________ ausschliesst. 

2.6.3  Das Inventar der 'Schutzwürdigen Natur- und Landschaftsobjekte' (Bf-act. 
1.1) bildete zweifellos eine erhebliche Grundlage für die Schutzverordnung und 
den Landschaftsplan. Dieses Inventar vermag die Situierung des Schutzobjektes 
Nr. 003.________ gemäss dem hierfür verbindlichen Landschaftsplan indes nicht 
in zu Frage stellen, was umso mehr gelten muss, als die Lage der in drei Ab-
schnitte geteilten Hecke am Fuss des zum B.________ ansteigenden Hanges im 
Inventarblatt des Schutzobjektes Nr. 003.________ (in Bf-act. 1.1) nicht abge-
grenzt, sondern lediglich durch eine (fehlerhafte) Koordinate definiert wird, wel-
che (berichtigt) der Lage des westlichen Abzweigers entspricht. Ebensowenig 
wird das Schutzobjekt Nr. 003.________ durch die Fotoaufnahme vom 8. August 
1991 auf dem erwähnten Inventarblatt oder von den Beschwerdeführern aufge-
legten Fotos aus den Jahren 2000 und 2011 (vgl. Bf-act. 1.2) festgelegt. 

Soweit im RRB Nr. 1045/2003 vom 12. August 2003 (Bf-act. 1.3) die Frage offen-
gelassen wurde, ob und inwiefern das Schutzobjekt Nr. 003.________ durch die 
im Gestaltungsplan L.________ aufgezeigte Weiterführungsmöglichkeit der Er-
schliessungsstrasse ins Gebiet B.________ tangiert wird (vgl. VGE 1047/03 + 
1048/03 vom 29.1.2004 Erw. 5.5, i.S. Beschwerde gegen RRB Nr. 1045/2003), 

11

wird auch dadurch die Verbindlichkeit des massgebenden Landschaftsplans nicht 
in Frage gestellt.

2.7 Dem Regierungsrat ist somit beizupflichten, dass das Schutzobjekt Nr. 
003.________, wie es im geltenden Landschaftsplan ausgeschieden ist, den Be-
reich der Bachüberquerung durch die Brücke J.________ nicht tangiert bzw. 
greift diese nicht ins Schutzobjekt Nr. 003.________ ein. Daran vermag auch 
nichts zu ändern, dass das Amt für Natur und Landschaftsschutz (ANJF) im 
Fachbericht zuhanden des Gesamt-entscheides B2014-0902 vom 24. März 2016 
(vgl. VB 123/2016-act. III.-02 Gesamtentscheid/Fachberichte B2 und B3) offen-
bar - ohne Auseinandersetzung mit dem geltenden Landschaftsplan - der Ansicht 
war, das Brückenvorhaben auf KTN 002.________ betreffe das kommunale Na-
turschutzobjekt Nr. 003.________. 

Demzufolge konnte der Regierungsrat auf eine Erörterung verzichten, ob die an-
geordnete Bestockung des F.________bachufers (zwecks Reduktion der Erosion 
sowie als ökologische Ersatzmassnahme für den Eingriff in den F.________bach 
durch die geplante Erschliessungsbrücke J.________, vgl. VB 123/2016-act. III.-
02 Gesamtentscheid B2 Kap. II. Ziff. 5; VB 123/2016-act. III.-02 Beilage 3) zu-
gleich einen angemessenen Ersatz (vgl. Art. 8 Abs. 3 SchV) für einen Eingriff in 
das Schutzobjekt Nr. 003.________ darstellt. 

Aus denselben Gründen erübrigen sich weitere Ausführungen zu den Vorbringen 
der Beschwerdeführer betreffend die angebliche Fehleinschätzung des Gemein-
derates hinsichtlich der Frage angemessener Ersatzmassnahmen für das Schut-
zobjekt Nr. 003.________.

3.1 Die Grundstücke KTN 001.________ (10'733 m2) und KTN 002.________ 
(43 m2) liegen in der Zone W3 der Gemeinde Morschach, im Geltungsbereich 
des Gestaltungsplans B.________ (vgl. GR-act. 3) sowie im BLN-Gebiet 
Nr. 1606. Entlang der westlichen Grundstücksgrenze von KTN 001.________ 
verläuft der F.________bach. Dieser fliesst (von Norden nach Süden) im süd-
westlichen Randbereich von KTN 001.________ offen entlang der 
F.________strasse, bevor er auf KTN 004.________ in eine Eindolung mündet, 
ab welcher er eingedolt über die Parzellen KTN 004.________, 005.________, 
006.________ und teilweise über KTN 007.________ verläuft. Anschliessend 
fliesst der F.________bach wieder offen entlang der westlichen Grundstücks-
grenze von KTN 001.________ und danach über KTN 009.________, wo er in 
westliche Richtung abbiegt und entlang der nördlichen Grundstücksgrenzen von 
KTN 012.________, 013.________, 014.________ bis 015.________ verläuft, 
wo er erneut in eine Eindolung mündet.

12

Der Gestaltungsplan B.________ wurde am 19. Juni 2007 auf Antrag der Be-
schwerdegegner Ziff. 5 vom Gemeinderat erlassen (vgl. Aktenverzeichnis zu 
VB 132/2016 [nachfolgend: VB 132/2016-act.] V.-11 Bel. 26; GR-act. 3 u. 4). 
Gemäss dem Gestaltungsplan B.________ soll das Baugrundstück KTN 
001.________ (mit Ausnahme des in einer zweiten Etappe im südöstlichen Par-
zellenbereich vorgesehenen Doppeleinfamilienhauses) mit einer Erschliessungs-
strasse von der J.________gasse her, durch eine Brücke über den 
F.________bach (ab KTN 002.________) erschlossen werden (vgl. VB 
132/2016-act. V.-11 Bel. 26 Ziff. 1 Abs. 2 und Ziff. 3.3.4).

Der Regierungsrat hat den Gestaltungsplan B.________ mit RRB Nr. 993/2009 
vom 7. Juli 2009 unter Auflagen genehmigt (VB 132/2016-act. V.-11 Bel. 27). In 
Erw. 2.3 Abs. 3 hat der Regierungsrat festgehalten, der Spielraum für die Pla-
nung der Erschliessungsstrasse sei durch den Anschluss an das Gebiet 
L.________ und durch die einzuhaltende Mindesthöhe bei der Querung des 
F.________bachs eingeschränkt.

3.2 Das Baugesuch 'Abbruch Stall, Neubau 6 MFH Erschliessungsstrasse und 
Brücke, Projektänderung vom 30.11.2015' sieht vor, in Verlängerung der 
bestehenden Erschliessungsstrasse L.________ (J.________gasse) auf KTN 
016.________, ab KTN 002.________ eine auf Mikropfählen fundierte Brücke 
über den F.________bach zum Baugrundstück KTN 001.________ zu erstellen 
(nachfolgend: Brücke J.________) (VB 123/2016-act. III.-02 Gesuchsunterlagen 
B7). Die Brücke weist eine Breite von 4.90 m und eine Spannweite von 4.71 m 
sowie zwei Schleppplatten mit einer Länge von 2.73 m (auf KTN 002.________) 
resp. 2.89 m (auf KTN 001.________) auf. Der Fussweg entlang dem 
F.________bach wird durch Rampen angehoben und über die Brücke (die 
Schlepplatte auf der Unterwasserseite) geführt. Dessen Ausbaubreite beträgt 
0.9 m (vgl. Plan Nr. 2294_1-110B Brücke J.________ vom 30.11.2015 = VB 
123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5; Baubeschrieb Brücke J.________, 
Projektänderung vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 Gesuchsunterlagen 
B7, angefochtener RRB Nr. 976/2017 Erw. 9.2).

3.3 Art. 38 Abs. 2 lit. b GSchG lässt als Ausnahme u.a. die Überdeckung eines 
Fliessgewässers für Verkehrsübergänge zu, d.h. um die Überquerung des Ge-
wässers durch Verkehrsanlagen zu ermöglichen (vgl. Fritsche in: Hettich/Jansen/ 
Norer [Hrsg.], Kommentar GSchG/WBG 2016, [nachstehend Komm. GSchG/ 
WBG] N 15 zu Art. 38 GSchG; BGE 130 II 313 Erw. 3.6 i.f.; Urteil des BGer 
1C_533/2010 vom 20.7.2011 Erw. 4.1.1). Die Bewilligung für die Erstellung von 
standortgebundenen, im öffentlichen Interesse liegenden Anlagen wie Fuss- und 
Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brücken (Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV) ist 

13

als ordentliche Bewilligung zu verstehen (vgl. Kehrli, Bauen im Gewässerraum 
und Uferstreifen, URP 2015, S. 863 Fn. 3, S. 685). Art. 41c Abs. 1 GSchV gilt 
unabhängig davon, ob die Kantone den Gewässerraum bereits festgelegt haben 
oder nicht. Die Übergangsbestimmungen legen lediglich die Minimaldimensionen 
des Gewässerraums für den Zeitraum fest, solange noch keine planerische Um-
setzung stattgefunden hat. Sie haben aber keine Auswirkungen auf die 
grundsätzliche Anwendbarkeit der übrigen Regelungen, insb. auch nicht der Be-
stimmung von Art. 41c GSchV (vgl. Caviezel/Giovannini, Rechtsfragen und Spiel-
räume im Gewässerraum, Chur 2017, Rz. 51 S. 24 mit Hinweisen in Fn 87 auf 
BGE 140 II 437 Erw. 2.3 [Rüschlikon II] und 140 II 428 Erw. 2.3 [Dagmersellen]; 
Kehrli, URP 2015, S. 683 f.).

Nach kantonalem Recht kann die zuständige Bewilligungsbehörde gemäss § 73 
Abs. 1 lit. c PBG für Bauten und Anlagen innerhalb der Bauzonen Ausnahmen 
von den im PBG oder in den Bauvorschriften der Gemeinden festgelegten Be-
stimmungen bewilligen, wenn besondere Verhältnisse es rechtfertigen, insbe-
sondere wenn Art, Zweckbestimmung oder Dauer des Gebäudes eine Abwei-
chung nahelegen. Ausnahmen von kantonalen Abstandsvorschriften, zu deren 
Erteilung die Bewilligungsbehörde der Gemeinde zuständig ist, bedürfen über-
dies der vorgängigen Zustimmung des zuständigen Amtes (§ 76 Abs. 3 PBG).

3.4 Brücken sind ihrem Zweck entsprechend immer standortgebunden. Auch 
standortgebundenen Anlagen sind im Gewässerraum indes nur zugelassen, 
wenn sie im öffentlichen Interesse liegen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass 
lediglich im privaten Interesse liegende Anlagen nicht erstellt werden dürfen, 
auch wenn sie standortgebunden sind (vgl. Fritsche Komm. GSchG/WBG, N 114 
N 117 zu Art. 36a GSchG). Im Urteil 1C_569/2016, 1C_571/2016, 1C_575/2016 
vom 21. Juni 2017 hat das Bundesgericht in Erw. 7.1 ausgeführt, die Erschlies-
sung des Gebiets B.________ mittels der im Gestaltungsplan vorgesehenen 
Brücke J.________ stelle auch eine öffentliche Aufgabe dar. Die Gemeinde sei 
nach Art. 19 Abs. 2 RPG zur fristgemässen Erschliessung der Bauzonen ver-
pflichtet; hierfür seien die Flurgenossenschaften L.________ und B.________ 
gegründet, d.h. öffentlich-rechtliche Körperschaften, gebildet worden. Insofern 
bestehe grundsätzlich auch ein öffentliches Interesse an der Realisierung der 
Brücke (so auch Kehrli, URP 2015 S. 689). Damit steht fest, dass es sich bei der 
geplante Brücke J.________ nicht nur um eine standortgebundene, sondern 
auch um eine im öffentlichen Interesse liegende Anlage handelt. 

3.5 Der Bezirksrat hat als zuständige Behörde gemäss § 4 Abs. 1 VVzWRG mit 
BRB Nr. 21/2016 vom 19. Februar 2016 die Ausnahmebewilligung gemäss Art. 
38 Abs. 2 lit. b GSchG erteilt (BR-act. 3). Die kantonalen Fachstellen haben das 

14

Projekt geprüft, mit dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen zur Erteilung der 
gewässerschutzrechtlichen (Ausnahme)Bewilligungen für die Brücke J.________ 
gegeben sind. Das ARE hat im Gesamtentscheid B2014-0902 vom 24. März 2016 
der Abweichung von den Gewässerabstandsvorschriften (nach § 66 Abs. 2 PBG 
resp. Art. 58 BauR) zugestimmt, soweit diese nicht bereits vom Gestaltungsplan 
erfasst sind und die kantonale Baubewilligung erteilt. Es handle sich um Anlagen, 
die wegen ihrer Zweckbestimmung (Brücken, bauliche Anpassungen bestehen-
der Anlagen) eine Abweichung von den (kantonalen und kommunalen) Gewäs-
serabstandsvorschriften offenkundig nahelegen würden (VB 123/2016-act. III.-02 
Gesamtentscheid B2 Kap. II. Ziff. 1). Das AFU und das AWB stimmten einer Aus-
nahmebewilligung für die Brücke gemäss Art. 38 Abs. 2 lit. b GSchG (i.V.m. § 41 
Abs. 2 des Wasserrechtsgesetzes [SRSZ 451.100; WRG] vom 11.9.1973) zu. Mit 
der geplanten Brücke werde das Abflussprofil nicht eingeengt und das notwendi-
ge Freibord eingehalten (VB 123/2016-act. III.-02 Gesamtentscheid/Fachberichte 
B2 Kap. II. Ziff. 2b und Ziff. 5 sowie B3). 

3.6 Hinsichtlich der Oberkante der Erschliessungsbrücke J.________ bei der 
Überquerung des F.________bachs an der Grenze KTN 001/002.________ auf 
der Kote von 648.05 m.ü.M. (vgl. Querprofil Nr. 102 in den Plänen Nr. 2294_1-
102A Situation Erschliessung B.________ sowie Nr. 2294_1-105B Erschliessung 
B.________ vom 30.11.2015; Plan Nr. 2294_1-110B Brücke J.________ Grund-
riss 1:50 = VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5) hat der Gemeinde-
rat in GRB B2.2.2 2016-0313 (Erw. 14.3 lit. e/aa S. 017.________) darauf hinge-
wiesen, dass das Verwaltungsgericht im Entscheid VGE 1047/03 + 1048/03 vom 
29. Januar 2004 in Erw. 5.3 (i.S. Beschwerde gegen RRB 1045/2003 = Bf-act. 
1.3) darauf erkannt hatte, dass eine Detailregelung - wonach bei einer Erschlies-
sung des Gebietes B.________ über den F.________bach die Oberkante der 
Brücke eine Höhe von mindestens rund 648.50 m.ü.M. betragen müsste - im Ver-
fahren über den Erlass eines Gestaltungsplans nicht verlangt werden dürfe.

Die in der Folge vom Gemeinderat am 26. Oktober 2004 / 4. Oktober 2005 erteil-
te Baubewilligung für die Erschliessungsstrasse L.________ habe bei der Gren-
ze KTN 016.________/002.________ in der Mittelachse eine Höhe von 647.40 
m.ü.M. aufgewiesen und bei der Grenze KTN 001/002.________ eine Höhe von 
648.28 m.ü.M. (vgl. Pläne Nr. 8982.2-21 Erschliessung Gestaltungsplangebiet 
L.________, Situation Strassenplan sowie Nr. 8982.2-24 Längenprofil, je mit Ge-
nehmigungsvermerk vom 4.10.2005 = VB 123/2016-act. V.-07 Bel. 4 f.). Auf die-
se in einem Baubewilligungsverfahren festgesetzten Koten könne sich die Bau-
herrschaft berufen. Mit einer Höhe von effektiv 648.05 m.ü.M. sei die mögliche 
Höhenkote nicht voll ausgeschöpft worden. Sodann seien die dem Brückenpro-
jekt zugrunde gelegten Höhen so gewählt, dass die hochwassertechnischen 

15

Durchflusshöhen gewährleistet seien. Eine Absenkung sei aufgrund der ein-
schlägigen Freibord-Normen nicht möglich. Zudem hätte eine tiefere Übergangs-
quote zu noch höheren Steigungen als die nun max. vorgesehenen 17% (vgl. Art. 
9 Abs. 2 SBV) geführt (GRB B2.2.2 2016-0313 Erw. 14.3 lit. e/aa S. 21). Der 
Standort der Brücke ergebe sich aus den Gestaltungsplänen L.________ und 
B.________ (vgl. GR-act. 1 bis 3) sowie der (vorerwähnten) Baubewilligung für 
die Erschliessungsstrasse L.________ vom 4. Oktober 2005. Die Brückenhöhe 
sei nicht massiv, sondern folge dem heute am Ende der J.________gasse be-
stehenden gewachsenen Terrain von 647.40 m.ü.M. (Anfangshöhe), dabei an-
steigend (mit einem Gefälle von 16%) auf 648.05 m.ü.M. bei der Grenze KTN 
001/002.________ (= Bachmitte), woraus sich eine Höhe von bis zu 0.65 m er-
gebe. Damit könne nicht von einer massiven Höhe gesprochen werden (GRB 
B2.2.2 2016-0313 Erw. 14.3 lit. e/bb i.f. S. 23). 

3.7 Diese Beurteilung des Gemeinderates erweist sich als zutreffend. Der 
Standort und die Anfangshöhe der Brücke J.________ werden durch die Er-
schliessungspläne des Gestaltungsplangebietes L.________ (vgl. VB 123/2016-
act. V.-07 Bel. 4 f.) verbindlich vorgegeben, was im Genehmigungsbeschluss 
betreffend den Gestaltungsplan B.________ RRB Nr. 793/2009 zu Recht nicht in 
Frage gestellt worden ist (vgl. VB 132/2016-act. V.-11 Bel. 27 Erw. 2.3; vgl. Erw. 
3.1 hiervor). Die Anfangshöhe von 647.40 m.ü.M bei der Mittelachse an der 
Grenze KTN 016.________/002.________ liegt denn auch 1.1 m tiefer, als die im 
RRB 1045/2003 vom 12. August 2003 und im anschliessenden Verwaltungsge-
richtsverfahren (VGE 1047/03 + 1048/03 vom 29.1.2004 Erw. 5.3) diskutierte Ko-
te von 648.50 m.ü.M. bei der Grenze zum Gestaltungsplangebiet L.________ 
(vgl. Erw. 3.6 erster Absatz hiervor).

Die Höhe der Brücke J.________ wird neben der vorgegebenen Anfangshöhe 
am vorgegebenen Standort (von 647.40 m.ü.M. bei der Mittelachse an der Gren-
ze KTN 016.________/002.________) sodann durch die notwendige 
Freibordhöhe definiert (vgl. Erw. 3.5 i.f. und 3.6 zweiter Absatz hiervor). Sie steigt 
bis zur Überquerung des F.________bachs an der Grenze KTN 
001/002.________ auf eine Kote von 648.05 m.ü.M. (Oberkante Belag) an (vgl. 
Erw. 3.6 hiervor). Die Möglichkeiten einer tieferen Übergangskote bei Absenkung 
des bestehenden Bachbetts oder einer Teilverlegung des F.________bachs 
ostwärts auf einer Länge von ca. 30 m, wie sie im VGE 1047/03 + 1048/03 vom 
29. Januar 2004 in Erw. 5.3 (mit Hinweis u.a. auf den damals angefochtenen 
RRB 1045/2003 Erw. 4.6) noch als mögliche Varianten festgehalten wurden, 
stehen vorliegend sowohl aufgrund der beim Anschluss an das Gebiet 
L.________ gegebenen Anfangshöhe, als auch vor dem Hintergrund der geän-
derten gewässerschutzrechtlichen Bestimmungen ausser Frage. 

16

Inwiefern der Umstand, dass sich die Grenze KTN 001/002.________ (Mitte 
F.________bach) wo in den Erschliessungsplänen des Gestaltungsplangebietes 
L.________ die Höhenkote von 648.28 m.ü.M. ausserhalb des Perimeters des 
Gestaltungsplanes L.________ befindet (vgl. VB 123/2016-act. V.-07 Bel. 4 f.) 
gegen die Bewilligung der projektierte Brücke J.________ (mit einer Kote von 
648.05 m.ü.M. Oberkante Belag an der Grenze KTN 001/002.________; vgl. 
Erw. 3.6 hiervor) sprechen sollte, ist nicht erkennbar und wird von den 
Beschwerdeführern auch nicht erhellt. 

Die Brücke J.________ ist im Siedlungsgebiet der Gemeinde Morschach, am 
östlichen Rand der Überbauung L.________ situiert, am Standort, welcher durch 
die besagten Erschliessungspläne des Gestaltungsplangebietes L.________ 
vorgegeben ist. Ihre Dimensionierung (vgl. Erw. 3.2 hiervor) beschränkt sich auf 
das funktionell Notwendige. Wegen ihrer topografischen Lage am Fusse des zum 
B.________ ansteigenden Hanges sowie der westlich davor liegenden 
Überbauung L.________ (vgl. VB 132/2016-act. V.-11 Bel. 29) ist die 
Einsehbarkeit dieser Brücke stark eingeschränkt. Einen störenden, gar 
unzulässigen Einfluss dieser Brücke mit ihren moderaten Dimensionen auf das 
Orts- und Landschaftsbild ist nicht zu erkennen und wurde von den Vorinstanzen 
zu Recht verneint. Wie der Regierungsrat zutreffend festgehalten hat, greift 
dieser im öffentlichen Interesse liegende Brückenübergang (vgl. Erw. 3.4 hiervor) 
nur minimal in das BLN-Gebiet Nr. 1606 (angefochtener RRB Nr. 976/2017 Erw. 
9.2) ein, und vermag auch dessen erhöhten Eingliederungsanforderungen zu 
genügen. 

3.8.1  Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern monierten, fehlenden Aus-
einandersetzung der Vorinstanzen bezüglich des Eingriffs in das BLN-Gebiet Nr. 
1606 durch das Brückenvorhaben J.________ ist anzufügen, dass der Regie-
rungsrat bereits im RRB Nr. 1945 vom 7. November 1995 - im Rahmen von Be-
schwerden (u.a. der heutigen Beschwerdeführer) gegen die Ortsplanung Mor-
schach (Gebiet B.________/K.________) - ausgeführt hat, die Eignung des 
Plangebietes B.________/K.________ sei anlässlich der ersten, unter dem Re-
gime des RPG durchgeführten Nutzungsplanung im Jahre 1985 und dem Beste-
hen des BLN-Objekts Nr. 1606 seit 1983, als Bauland bejaht worden. Das Plan-
gebiet liege nicht in einer besonders schönen und wertvollen Landschaft inner-
halb dieses BLN-Gebietes, sondern sei den Bauzonen zugeordnet worden. Der 
östliche Teil dieses Gebiets befinde sich wegen dessen Steilheit zwar an einer 
landschaftlich exponierten Lage. Es sei indessen zu berücksichtigen, dass dort 
eine Gestaltungsplanpflicht bestehe, womit den Anliegen des Landschaftsschut-
zes hinreichend Rechnung getragen werden könne (vgl. Bg-act. 1 S. 21 f.). Das 
Verwaltungsgericht sah im VGE 725 + 728/95 vom 30. April 1996 dieses vor-

17

instanzliche Planungsergebnis durch die Einwände der damaligen Beschwerde-
führer nicht in Frage gestellt (vgl. Bg-act. 2 S. 11).

3.8.2  Beim Erlass des Gestaltungsplans B.________ am 19. Juni 2007 hat der 
Gemeinderat aufgrund der Hanglage die Erfüllung von gestalterisch erhöhten An-
forderungen (Art. 22 BauR) verlangt (VB 132/2016-act. V.-11 Bel. 26 Ziff. 3.1). 
Die Gestaltung gemäss Richtprojekt erachtete er als vertretbar, wobei er sich 
Auflagen im Baubewilligungsverfahren vorbehielt (Ziff. 3.3.6). In Ziff. 4 hielt der 
Gemeinderat weiter u.a. fest, dem Richtprojekt werde vergleichsweise erhöhte 
Bedeutung zukommen. Es sei in jedem Fall zu gewährleisten, dass der Gestal-
tungsplan effektiv als bauliche Einheit realisiert werde. Die Sicherstellung dieser 
Rahmenbedingung werde mit Art 13 SBV gewährleistet, der eine für die MFH 
einheitliche Baukörpertypologie verlange. Das Baugrundstück KTN 
001.________ soll (mit Ausnahme des in einer zweiten Etappe im südöstlichen 
Parzellenbereich vorgesehenen Doppeleinfamilienhauses) mit einer Erschlies-
sungsstrasse von der J.________gasse her, durch eine Brücke über den 
F.________bach (ab KTN 002.________) erschlossen werden (vgl. Ziff. 1 Abs. 2 
und Ziff. 3.3.4). 

Zu letzterem Punkt hat der Regierungsrat im Genehmigungsbeschluss RRB Nr. 
793/2009 festgestellt, dass der Spielraum für die Planung der Erschliessungs-
strasse durch den Anschluss an das Gebiet L.________ und durch die einzuhal-
tende Mindesthöhe bei der Querung des F.________bachs eingeschränkt sei 
(vgl. VB 132/2016-act. V.-11 Bel. 27 Erw. 2.3; vgl. Erw. 3.1 hiervor).

3.8.3  Der Gemeinderat hat sich demnach bereits beim Erlass des Gestaltungs-
plans B.________ einlässlich mit den erhöhten Anforderung an die Einordnung 
gemäss Art. 22 BauR befasst und darin entsprechende Vorgaben statuiert. Zwar 
hat er sich diesbezüglich insbesondere auf die exponierte Hanglage bezogen 
und nicht explizit auf den Umstand, dass sich das Grundstück KTN 
001.________ (wie weite Teile des Gemeindegebietes) im BLN-Gebiet Nr. 1606 
befindet. Dies schadet indes insofern nicht, als gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. b BauR 
an die Gestaltung von Bauten und Anlagen an exponierten Hanglagen und in den 
Landschaftsschutzgebieten gemäss BLN dieselben erhöhten Anforderungen gel-
ten. Im Übrigen entspricht dieses Vorgehen dem Planungsergebnis im RRB Nr. 
1945 vom 7. November 1995 S. 22 (vgl. Erw. 3.8.1 hiervor). 

3.8.4  Bei der gegebenen Sachlage durfte sich der Gemeinderat im 
Baubewilligungsverfahren bezüglich Einordung/Gestaltung grundsätzlich mit der 
Prüfung begnügen, ob das konkrete Bauprojekt die im Gestaltungsplans 
B.________ formulierten Vorgaben erfülle, ohne dadurch sein ihm bei der 

18

Einordungsfrage zukommendes Ermessen bereits zu unterschreiten. Der 
Gemeinderat hat sich indessen nicht darauf beschränkt, sondern er hat sich im 
GRB B.2.2.2 2016-0313 (Ziff. 14.3 lit. e/aa und e/bb S. 22 f.) einlässlich mit der 
geplanten Brücke, deren Standort, Dimensionen und Höhe (entsprechend dem 
vorhandenen Planungsspielraum) dem Eingriff in das BLN-Gebiet Nr. 1606 sowie 
den Vorbringen der Beschwerdeführer auseinandergesetzt (vgl. auch Erw. 3.6 
Absatz 2 hiervor).

3.8.5  Der Gemeinderat hat somit in durchaus angemessener Weise geprüft, ob 
das Brückenvorhaben J.________ den (erhöhten) Eingliederungsanforderungen 
resp. den entsprechenden Vorgaben im Gestaltungsplan B.________ genüge. 
Daran ändert auch nichts, dass sich das Baugebiet im BLN-Gebiet Nr. 1606 be-
findet. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass der Regierungsrat nicht in den 
Ermessensspielraum des Gemeinderates eingegriffen, sondern sich vielmehr 
dessen Beurteilung angeschlossen hat. Der abschliessenden Feststellung des 
Regierungsrats, dass das Brückenprojekt nur minimal in das BLN- Gebiet Nr. 
1606 eingreife, und dessen erhöhten Eingliederungsanforderungen zu genügen 
vermag, ist zuzustimmen (vgl. angefochtener RRB Nr. 976/2017 Erw. 9.1.2 f.; vgl. 
Erw. 3.7 letzter Absatz hiervor). Anzufügen ist, dass u.a. als ökologische Ersatz-
massnahme für den Eingriff in den F.________bach durch die geplante Brücke 
J.________, eine Bestockung des F.________bachufers statuiert worden ist (vgl. 
Erw. 2.7 hiervor).

4.1 Im Baugesuch 'Abbruch Stall, Neubau 6 MFH Erschliessungsstrasse und 
Brücke, Projektänderung vom 30.11.2015' ist vorgesehen, dass der Fussweg 
entlang dem F.________bach (öffentlicher Fussweg mit privater Unterhaltspflicht 
Nr. 017.________) durch Rampen angehoben und über die Brücke (die 
Schleppplatte auf KTN 002.________) geführt wird (vgl. Erw. 3.2 hiervor). Dies 
bedingt eine Verschiebung des Fussweges auf einer Länge von 6.70 m um bis 
zu 2.10 m nach Westen. Die Ausbaubreite des Fussweges beträgt 0.9 m (vgl. 
Plan Nr. 2294_1-110B Brücke J.________ vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. 
III.-02 in Gesuchsunterlagen B5; Baubeschrieb Brücke J.________, Projektände-
rung vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 Gesuchsunterlagen B7, 
angefochtener RRB Nr. 976/2017 Erw. 9.2). 

4.2 Gemäss § 13 des Gesetzes über die öffentlichen Wege mit privater 
Unterhaltspflicht (WegrodelG, SRSZ 443.110) vom 26. Februar 1958 entscheidet 
der Gemeinderat über Abrufung oder Verlegung oder Änderung solcher Wege 
(Abs. 1). Vor seinem Entscheid ist durch eine Publikation in ortsüblicher Weise 
eine Frist von 30 Tagen zur Geltendmachung von Einsprachen anzusetzen (Abs. 
2). 

19

Unbestrittenerweise wurde die Verlegung des öffentlichen Fussweges Nr. 
017.________ im Bereich der projektierten Brücke J.________ nicht im Sinne 
von § 13 Abs. 2 WegrodelG öffentlich ausgeschrieben. Der Regierungsrat 
schützte im angefochtenen RRB Nr. 976/2017 (Erw. 12.1.2) den Verzicht auf ein 
Wegverlegungsverfahren gemäss § 13 Abs. 2 WegrodelG mit der Begründung, 
dass von der bestehenden Linienführung nur leicht und ausschliesslich innerhalb 
der belasteten Parzelle KTN 002.________ abgewichen werde. Insgesamt seien 
die Änderungen am Fussweg so gering, dass sie nicht als wesentliche 
Wegverlegung zu beurteilen seien. 

4.3 In der Rechtsprechung wird ein Wegverlegungsverfahren gemäss § 13 
Abs. 2 WegrodelG (nur) dann verlangt, wenn es sich um eine wesentliche Weg-
verlegung handelt. In EGV-SZ 2005 C10.1 (Erw. 8.3) erachtete der Regierungs-
rat eine Wegverschiebung um drei bis elf Meter als wesentlich. Im RRB 
Nr. 92/2013 vom 29. Januar 2013 erläuterte der Regierungsrat, sofern eine 
Wegverlegung keine zusätzlichen Parzellen belaste, stelle dies ein Argument 
gegen eine wesentliche Wergverlegung dar. Gegen eine wesentliche Verlegung 
spreche auch, wenn die bisherige Linienführung ohne grosse Abweichungen 
beibehalten werde und weitere erheblichen Änderungen unterbleiben würden. 
Als wesentlich sei eine Wegverlegung beurteilt worden, bei der eine mindestens 
20 m lange Wegstrecke um rund vier bis acht Meter verschoben, neu erstellt, 
rollstuhlgängig gemacht und ein neuer Zugang und der Bau einer Treppe geplant 
waren (Erw. 2.4). Im konkreten Fall beurteilte der Regierungsrat die Verlegung 
eines Fussweges auf einer Länge von ca. 12 m bis teilweise 3.4 m, bei nur 
leichter Abweichung von der bestehenden Linienführung nicht als wesentliche 
Wegverlegung und stellte zusammenfassend fest, dass die Vorinstanz zu Recht 
auf die Durchführung eines Wegverlegungsverfahren gemäss § 13 Abs. 2 
WegrodelG (damals noch WegrodelVO) verzichtet habe (Erw. 2.5 f.) (vgl. Beilage 
10 zur Einsprachevernehmlassung des Beschwerdegegners vom 26.6.2015 [VB 
123/2016-act. II-01 Baudossier 2014/08/10]). 

Das Verwaltungsgericht folgte in VGE III 2013 27 vom 25.9.2013 der Berufung 
der damaligen Beschwerdeführerin auf den formell-rechtlichen Anspruch auf 
Durchführung eines Wegverlegungsverfahrens nach § 13 Abs. 2 WegrodelG 
(damals WegrodelVO) nicht und schützte die Beurteilung des Regierungsrats, mit 
dem Ergebnis, dass auf die Durchführung eines Wegverlegungsverfahrens nach 
§ 13 Abs. 2 WegrodelG (damals WegrodelVO) verzichtet werden konnte, da 
keine wesentliche Wegverlegung vorliege (Erw. 4.9). 

4.4 In casu erfordert der Bau der Brücke J.________ notgedrungen eine leichte 
Anpassung der bestehenden Linienführung des öffentlichen Fusswegs Nr. 

20

017.________ (vgl. Erw. 4.1 hiervor). Dabei handelt es sich offensichtlich um ei-
ne geringfügige Anpassung innerhalb der belasteten Parzelle. Im Lichte der so-
eben angeführten Rechtsprechung ist demnach festzuhalten, dass keine 
wesentliche Wegverlegung vorliegt und somit zu Recht auf die Durchführung 
eines Wegverlegungsverfahrens nach § 13 Abs. 2 WegrodelVO verzichtet 
werden konnte. Das öffentliche Interesse bleibt im vorliegenden Fall gewahrt, da 
die durchgängige und unbeschränkte Begehbarkeit durch die Querung über die 
projektierte Brücke J.________ unbeeinträchtigt bestehen bleibt. 

Darüber hinaus bringen die Beschwerdeführer nicht substantiiert vor, inwiefern 
die Wegverlegung erheblich sein soll. Dass sich der öffentliche Fussweg Nr. 
017.________ entlang dem F.________bach und die neu zu erstellende Er-
schliessungsstrasse des Gestaltungsplangebietes B.________ von der 
J.________gasse her (mit der Brücke über den F.________bach) künftig kreu-
zen, ergibt sich topografisch zwangsläufig. Dies ist nicht Folge der Weganpas-
sung bei der Brücke J.________ und macht aus der geringfügigen Anpassung 
keine erhebliche Wegverlegung.

Soweit sich die Beschwerdeführer auf eine vom damaligen Gesuchsteller als 
'unwesentliche Abweichung vom bestehenden Weg' bezeichnete Wegverlegung 
in der Gemeinde Morschach von 1994/1995 berufen, in welcher der Gemeinderat 
gestützt auf den Antrag der vorberatenden Wegrodel- und 
Vermessungskommission beschlossen hat, dass ein Wegverlegungsverfahren 
nach § 13 Abs. 2 WegrodelG (damals WegrodelVO) durchzuführen sei, lässt 
daraus nichts für das vorliegende Verfahren ableiten. Einerseits lassen sich aus 
dem aufgelegten Protokollauszug der Gemeinde Morschach vom 11. September 
1995 (Bf-act. 3.1) nicht entnehmen, welche Gründe zum damaligen Antrag der 
vorberatenden Kommission führten, der wiederum den Gemeinderat zum 
Beschluss veranlasste, es sei ein Wegverlegungsverfahren nach § 13 Abs. 2 
WegrodelG (damals WegrodelVO) durchzuführen. Andererseits wiederlegt 
bereits der Umstand an sich, dass der Gemeinderat einen entsprechenden 
Beschluss fasste, die Darlegung der Beschwerdeführer, in der Gemeinde 
Morschach bestehe eine Praxis resp. habe eine solche bestanden, dass für 
jegliche, auch geringfügige Anpassungen an öffentlichen Wegen mit privater Un-
terhaltspflicht ein Wegverlegungsverfahren nach § 13 Abs. 2 WegrodelG 
durchgeführt werde. Wenn dem so wäre, hätte es weder einen Antrag der 
vorberatenden Kommission gebraucht noch eines Beschlusses des 
Gemeinderates darüber bedurft, ob für die damals beantragte Wegverlegung ein 
Wegverlegungsverfahren nach § 13 Abs. 2 WegrodelG (damals WegrodelVO) 
durchzuführen sei. 

21

Eine Verpflichtung zur Durchführung eines Wegverlegungsverfahrens nach § 13 
Abs. 2 WegrodelG für die vorliegend fragliche, geringfügige Anpassung der 
Linienführung des öffentliche Fussweg Nr. 017.________ innerhalb der belaste-
ten Parzelle ergibt sich aus jenem Verfahren nicht. Dasselbe gilt für die von den 
Beschwerdeführern weiter aufgelegten (drei) Publikationen von (teilweisen) 
Wegverlegungen in der Gemeinde Morschach aus den Jahren 1998 bis 2001 (Bf-
act. 3.1).

5.1.1  Nach Erlass des Gestaltungsplans B.________ am 19. Juni 2007 und der 
Genehmigung durch den Regierungsrat am 7. Juli 2009 (vgl. Erw 3.1 hiervor) tra-
ten per 1. Januar 2012 die Änderungen des GSchG vom 11. Dezember 2009 
(Renaturierung) in Kraft. 

In Art. 36a Abs. 1 GSchG werden die Kantone verpflichtet, nach Anhörung der 
betroffenen Kreise den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer (Gewässer-
raum) festzulegen, der zur Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Ge-
wässer, zum Schutz vor Hochwasser und im Interesse der Gewässernutzung er-
forderlich ist. Sie haben zudem dafür zu sorgen, dass der Gewässerraum bei der 
Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt sowie extensiv gestaltet und bewirt-
schaftet wird (Art. 36a Abs. 3 GSchG). Die Festlegung des Gewässerraums für 
Fliessgewässer und stehende Gewässer sowie die extensive Gestaltung und Be-
wirtschaftung des Gewässerraums werden gestützt auf Art. 36a Abs. 2 GSchG  
in Art. 41a - 41c GSchV sowie in den Übergangsbestimmungen zur Änderung 
der GSchV vom 4. Mai 2011 (ÜbgBest GSchV) näher ausgeführt. Nach Art. 41a 
Abs. 2 GSchV muss die Breite des Gewässerraums für Fliessgewässer mit einer 
Gerinnesohle von weniger als 2 m natürlicher Breite mindestens 11 m betragen. 
Die Kantone legen den Gewässerraum gemäss den Artikeln 41a und 41b GSchV 
bis zum 31. Dezember 2018 fest. Solange sie den Gewässerraum nicht festge-
legt haben, gelten bei Fliessgewässern mit einer Gerinnesohle bis 12 m Breite 
die Vorschriften für Anlagen nach Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV entlang von Ge-
wässern auf einem beidseitigen Streifen mit einer Breite von je 8 m plus die Brei-
te der bestehenden Gerinnesohle (Abs. 1 und 2a ÜbgBest GSchV). 

5.1.2  Die Bestimmungen zum Uferstreifen sind ab Datum ihres Inkrafttretens 
(1.6.2011) direkt anwendbar und bedürfen keiner gesetzgeberischen Umsetzung 
durch die Kantone. Sie gehen weniger weit reichenden, generell-abstrakten kan-
tonalen Gewässerabständen vor (vgl. Fritsche Komm. GSchG/WBG N 72 zu Art. 
36a GSchG, mit Hinweisen u.a. auf das Urteil des BGer 1C_505/2011 vom 
1.2.2012 Erw. 3.1.3 u. 3.3). Art. 36a GSchG und die ausführenden Bestimmun-
gen dienen der Durchsetzung wichtiger öffentlicher Interessen, nämlich insb. der 
Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, dem Schutz vor 

22

Hochwasser und der Gewässernutzung. Mit Abs. 2 ÜbgBest GSchV soll sicher-
gestellt werden, dass in diesem Bereich nach Inkrafttreten der geänderten Ver-
ordnung keine neuen Bauten und Anlagen mehr errichtet werden. Diese Zielset-
zung verlangt, dass die neuen Bestimmungen auch in hängigen Rechtsmittelver-
fahren Anwendung finden (Fritsche, Komm. GSchG/WBG, N 73 zu Art. 36a 
GSchG; mit Hinweisen u.a. auf die Urteile des BGer 1C_505/2011 vom 1.2.2012 
Erw. 3.1.3; 1C_821/2013 / 1C_825/2013 vom 30.3.2015 Erw. 5.1; BGE 139 II 
470 Erw. 4.2). 

Abs. 2 ÜbgBest GSchV verdrängt nicht nur generell-abstrakte kantonale Gewäs-
serabstände, sondern auch solche, die etwa in Form von Baulinien, Freihaltezo-
nen, Baubereichen in Kernzonen- oder Sondernutzungsplänen auf Stufe Nut-
zungsplanung festgelegt worden sind. Allerdings ist zu beachten, dass mit derar-
tigen nutzungsplanerischen Festlegungen, soweit sie nach umfassender Interes-
senabwägung zustande gekommen sind und den materiellen Kriterien von Art 
36a GSchG bzw. Art. 41 a und 41b GSchV entsprechen, der Gewässerraum be-
reits ausgeschieden ist, was die Geltung von Abs. 2 ÜbgBest GSchV zum Ufer-
streifen in solchen Fällen ausschliesst (vgl. Fritsche, Komm. GSchG/WBG, N 74 
zu Art. 36a GSchG).

5.1.3  Auch mit der Regelung in Art. 36a GSchG liegt es wie bis anhin an den 
Kantonen, den bundesrechtlichen Auftrag zu vollziehen und die Gewässerräume 
festzulegen. Die Kantone sind generell für den Vollzug der Gewässerschutzge-
setzgebung zuständig, weshalb auch die dafür notwendige Rechtsetzung in ihrer 
Kompetenz liegt. Die Kantone haben alle Bestimmungen zu erlassen, die für die 
Umsetzung des bundesrechtlichen Auftrags notwendig sind. Sie müssen das 
Verfahren bestimmen und die Zuständigkeiten festlegen. Es steht ihnen frei, die 
Gewässerräume selber festzulegen oder diese Aufgabe an die Gemeinden zu 
delegieren (vgl. Kehrli, Gewässerraum festlegen, Worauf die Kantone in Recht 
und Praxis achten müssen, in: VLP-ASPAN Raum & Umwelt 4/2017, S. 10).

5.2.1  Der Regierungsrat hat mit RRB Nr. 1102/2012 vom 27. November 2012 für 
die Gewässerrauminventare innerhalb der Bauzonen das weitere Vorgehen fest-
gelegt, mit der Quintessenz, dass die Gemeinden mit Unterstützung und Beglei-
tung der zuständigen kantonalen Ämter (Amt für Wasserbau [AWB] und Amt für 
Umweltschutz [AFU]) und unter Einbezug und Mitwirkung der Bevölkerung 
(§ 8 PBV) ein behördenverbindliches Gewässerrauminventar erlassen können, 
welches der Genehmigungspflicht durch den Regierungsrat unterliegt und im 
Rahmen der nächsten Ortsplanungsrevision in der Nutzungsplanung umzusetzen 
ist. Nach Ansicht des Regierungsrates müssen die verschärften 

23

Übergangsbestimmungen mit der Genehmigung des Inventars nicht mehr 
angewendet werden (vgl. EGV-SZ 2014 B 8.4 Erw. 2.2 S. 97). 

5.2.2  Der Gemeinderat Morschach hat am 3. Juni 2014 das behördenverbindli-
che Gewässerrauminventar innerhalb der Bauzone verabschiedet, wobei für den 
F.________bach aufgrund seiner geringen Breite von einem Gewässerraum von 
11 m Breite (im Sinne von Art. 41a Abs. 2 lit. a GSchV) ausgegangen wurde. Im 
Bereich der Eindolung des F.________bachs auf den Parzellen 007.________ 
bis 004.________ wurde auf die Festlegung des Gewässerraums verzichtet (VB 
132/2016-act. II.-01 Beilage 2; vgl. auch den vom AFU auf der Basis der Erhe-
bungen vom 10.7.2012 erstellten Ökomorphologie-Report vom 22.3.2018 = Bg-
act. 1, wonach die Breite der Gewässersole des F.________bachs unterhalb der 
Eindolung auf KTN 007.________ bis zur Abbiegung in westliche Richtung auf 
KTN 009.________ [= Gewässerabschnitte 3 und 4] 0.8 m beträgt). 

Dieses Gewässerrauminventar wurde vom Regierungsrat mit RRB Nr. 718/2014 
vom 1. Juli 2014 erlassen (Bf-act. 8; publ. im Amtsblatt Nr. […]).

5.3 In Behandlung einer gegen den RRB Nr. 718/2014 erhobenen Beschwerde 
hat das Verwaltungsgericht in VGE III 2014 152 vom 4. Dezember 2014 (aus-
zugsweise publiziert in EGV-SZ 2014 B 8.4) festgehalten, der Erlass und die 
Genehmigung eines solchen behördenverbindlichen (richtplanerisch) 
kommunalen Gewässerrauminventars entspreche grundsätzlich den Vorgaben 
von Art. 36a GSchG. Solange allerdings keine grundeigentümerverbindliche 
Umsetzung vorliege, was aufgrund von RRB Nr. 1102/2012 vom 27. November 
2012 nicht zweifelhaft sei, könne konsequenterweise bis zur 
grundeigentümerverbindlichen Festlegung die gewässerschutzrechtliche 
Bewilligungsfähigkeit im Baubewilligungsverfahren auf Rüge hin und von Amtes 
wegen uneingeschränkt überprüft werden. Zudem komme dem Regierungsrat 
und mithin dem Kanton weiterhin die Oberaufsicht über den Schutz der 
Gewässer zu (§ 3 Abs. 1 Einführungsgesetz zum Gewässerschutzgesetz 
[EGzGSchG; SRSZ 712.110] vom 19.4.2000). Ein Richtplan vermöge allgemein 
verbindliches Recht nicht abzuändern (Waldmann/ Hänni, Handkommentar RPG 
2006, Art. 9 N 16). Insofern könne durch das vom Regierungsrat festgelegte 
Vorgehen (noch) keine umfassende Rechtssicherheit geschaffen werden. Ob die 
verschärften Übergangsbestimmungen im konkreten Anwendungsfall nicht mehr 
angewendet werden müssten bzw. welcher Gewässerabstand einzuhalten sei 
und wie es sich mit der verbindlichen Festsetzung des Gewässerraums im Sinne 
von Art. 36a GSchG verhalte, sei - falls eine grundeigentümerverbindliche 
Festlegung fehle - im Baubewilligungsverfahren zu beurteilen, bei welchem auch 
der Kanton involviert und für die Einhaltung des Gewässerschutzrechts letztlich 

24

verantwortlich sei (§§ 1 ff. EGzGSchG; § 83 PBG; §§ 38 ff. VVzPBG; vgl. EGV-
SZ 2014 B 8.4 Erw. 2.3 S. 98).

5.4 Diese Rechtsprechung schliesst im Ergebnis an das Urteil des Verwaltungs-
gerichts des Kantons Aargau vom 27. September 2012 (WNO.2012.2, publ. in 
URP 2013 S. 145 ff.) an, worin u.a. einerseits festgestellt wurde, dass die 
Kantone die Mindestbreiten nicht abweichend zur Bundesregelung generell-
abstrakt festlegen dürfen (Erw. II.6.3) und andererseits, dass im Baugebiet, 
insbesondere im dicht besiedelten Gebiet, die Möglichkeit bestehe, die 
Gewässerräume nach den bundesrechtlichen Vorgaben und unter Abwägung der 
massgebenden Interessen (Art. 41a Abs. 4 und Art. 41b Abs. 3 GSchV) 
anlässlich eines Baubewilligungsverfahrens festzulegen oder die ÜbgBest 
GSchV anzuwenden (Erw. II.7).

Gemäss den Anmerkungen von Hans W. Stutz zu diesem Urteil (in URP 2013 
S. 163) wirft die Festlegung des Gewässerraums in einem 
Baubewilligungsverfahren verschiedene Probleme auf: Zunächst könne eine 
ungeordnete, zufällige Festlegung für einzelne Grundstücke zu einem Flickwerk 
führen. Bei den Planungsarbeiten müsse ein genügend gross gewählter 
Perimeter betrachtet werden; nur so lassen sich die verschiedenen öffentlichen 
und privaten Interessen (namentlich der betroffenen Ober- und Unterlieger) 
sachgerecht berücksichtigen und könnten zweckmässige Gesamtergebnisse 
erzielt werden. Das Baubewilligungsverfahren sei für eine solche umfassende 
Interessenabwägung in der Regel nicht geeignet. Zudem könnten die Betroffenen 
ihre Mitwirkungsrechte nur im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens (Baurekurs 
usw.) nachträglich ausüben. Art. 36a Abs. 1 GSchG verlange jedoch, dass die 
Betroffenen vor der Festlegung des Gewässerraums angehört würden. 

In diesem Sinne hält auch Jeannette Kehrli (Spielräume der Kantone in der Ge-
setzgebung und der Rechtsanwendung, in: URP 2016, S. 744) dafür, dass die 
Anforderungen von Art. 36a Abs. 1 GSchG die Festlegung der Gewässerräume 
im Baubewilligungsverfahren jedenfalls in Kantonen ausschliesse, die im Baube-
willigungsverfahren kein Einspracheverfahren kennen, da sich diesfalls die "An-
hörung" auf das Rechtsmittelverfahren beschränken würde.

5.5 Im Kanton Schwyz kann während der Auflagefrist gegen ein Bauvorhaben 
nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes öffentlich-rechtliche 
Einsprache bei der Bewilligungsbehörde erhoben werden, welche diese beurteilt 
(vgl. § 80 Abs. 1, 2 und 4 PBG). Über das Baugesuch und allfällige öffentlich-
rechtliche Einsprachen ist gleichzeitig Beschluss zu fassen (§ 81 Abs. 2 Satz 1 
PBG).

25

5.6 Die Beurteilung der gewässerschutzrechtlichen Bewilligungsfähigkeit des 
Bauvorhabens im Baubewilligungsverfahren (nach Massgabe des 
behördenverbindlichen Gewässerrauminventars und insbesondere auch unter 
Abwägung der massgebenden Interessen [Art. 41a Abs. 3 ff. GSchV]) erweist 
sich als rechtmässig. 

Konkret verhält es sich so, dass es sich beim Verlauf des F.________bachs ent-
lang der westlichen Grenze des Gestaltungsplangebietes (Grundstücksgrenze 
von KTN 001.________) um einen genügend grossen, zusammenhängenden 
Gewässerabschnitt handelt, um die verschiedenen öffentlichen und privaten 
Interessen sachgerecht zu berücksichtigen und zweckmässige 
Gesamtergebnisse erzielen zu können (vgl. Plan Nr. 2294_1-102A Situation Er-
schliessung B.________ vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchs-
unterlagen B5; vgl. auch die Abschnittsklassifizierung in dem vom AFU auf der 
Basis der Erhebungen vom 10.7.2012 erstellten Ökomorphologie-Report vom 
22.3.2018 [= Bf-act. 5.09 f.; Bg-act. 8]; Erw. 5.2.2 hiervor).

5.7 Nach der Brücke J.________ (vgl. dazu Erw. 3.2 hiervor) zweigt auf KTN 
001.________ aus der neuen Erschliessungsstrasse B.________ eine Stich-
strasse in Richtung Norden ab, als Zufahrt zu den im Nordwestbereich der Par-
zelle projektierten Häusern A1 und A2. Die neue Erschliessungsstrasse dreht an 
dieser Stelle hangaufwärts in Richtung Süden und nach rund 70 m (unterhalb der 
projektierten Häuser B2 und B3) in einer Haarnadelkurve wieder nach Norden 
und erschliesst derart die östlich (bergwärts) gelegenen Häuser B1 und B2. Die 
südöstlich situierten Häuser B3 und B4 werden ab der Haarnadelkurve durch ei-
ne in südlicher Richtung weiter führende Stichstrasse erschlossen (vgl. Plan 
Nr. 2294_1-102A Situation Erschliessung B.________ vom 30.11.2015 = VB 
132/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5).

Die Linienführung der Erschliessungsstrasse wurde im Sinne der Disp.-Ziff. 3 des 
RRB Nr. 793/2009 vom 7. Juli 2009 (vgl. Erw. 3.1 hiervor) gegenüber jener im 
Gestaltungsplan 1 - 500 (Plan Nr. 210-40 vom 20.1.2006; GR-act. 3) optimiert 
und schmaler (ohne Trottoir) geplant. Dadurch hält die gegen Süden auf KTN 
001.________ hangaufwärts drehende Erschliessungsstrasse an der engsten 
Stelle zum F.________bach (gegenüber dem südlichen Bereich von KTN 
008.________, nahe der Grenze zu KTN 007.________) sowohl den kantonalen 
und kommunalen Gewässerabstand von mindestens 5 m gegenüber der Bö-
schungskante des F.________bachs ein (vgl. § 66 PBG; Art. 58 kommunales 
Baureglement [BauR]), als auch die im behördenverbindlichen Gewässerraumin-
ventar vom 3. Juni 2014 festgelegte, minimale Breite des Gewässerraums von 
5.5 m ab der Mittelachse des F.________bachs gemäss Art. 41a Abs. 2 lit. b 

26

GSchV (vgl. Bestätigung und Detailansicht der N.________ vom 17.2.2015 = VB 
123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B6). Auch wenn sich diese Breite aus 
dem Plan Nr. 2294_1-102A Situation Erschliessung B.________ vom 30. No-
vember 2015 (VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5) nicht exakt 
herausmessen lässt, setzen jedenfalls sowohl die Beschwerdegegner in der Be-
schwerdeantwort im vorinstanzlichen Verfahren vom 1. September 2016 (VB 
123/2016-act. V.-07 Ziff. 3.2), als auch der Gemeinderat (in GRB B2.2.2-2016-
0313 Erw. 14.3 lit. c/dd) und der Regierungsrat (in RRB Nr. 976/2017 Erw. 8.6) 
als gegeben voraus, dass die Erschliessungsstrasse einen Abstand von 5.5 m 
gegenüber der Mittelachse des F.________bachs einhält, so dass diesbezüglich 
von einem verbindlichen Planinhalt auszugehen ist.

Die projektierten sechs Mehrfamilienhäuser (A1/A2, B1-B4) halten durchgehend 
einen grösseren Abstand gegenüber dem F.________bach ein (vgl. Plan Nr. 
247-30 Situation = VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5).

6.1.1  Gemäss den Ausführungen des AWB (Mitbericht vom 28.6.2016 zur Stel-
lungnahme des ARE vom 4.7.2016) handelt es sich beim F.________bach um 
ein Fliessgewässer in einem naturfremden resp. stark beeinträchtigten Zustand, 
bei welchem eine Bestockung der Ufer weitgehend fehlt. Die vom AFU erhobe-
nen ökomorphologischen Aufnahmen gingen von einer aktuellen Sohlenbreite 
von 0.8 m aus. Da keine Breitenvariabilität vorhanden sei, werde die vorhandene 
Sohlenbreite mit einem Korrekturfaktor von 2 multipliziert, was eine natürliche 
Sohlenbreite von 1.6 m ergebe (vgl. VB 123/2016-act. III.-02 Beilage 3). 

6.1.2  Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 976/2017 vom 19. De-
zember 2017 u.a. ausgeführt, es sei nicht weiter zu beanstanden, dass beim Er-
lass des behördenverbindlichen Gewässerrauminventars kein (separates) öffent-
liches Mitwirkungsverfahren durchgeführt worden sei, da nach der verwaltungs-
gerichtlichen Rechtsprechung die Rechtswahrung bei richtplanerischen Akten 
(wie dies auch das Gewässerrauminventar darstelle) im Zuge der Umsetzung in 
das Nutzungsplanungsverfahren, bei dem die entsprechenden individualrechtli-
chen Verfahrensgarantien einzuhalten seien, bzw. im konkreten Baubewilligungs-
verfahren erfolge. In diesem Sinne hätten die Beschwerdeführer im vorliegenden 
Baubewilligungsverfahren ihre Anliegen vorbringen können (Erw. 8.2.4; vgl. auch 
Erw. 5.3 und 5.6 hiervor).

Nach Art. 41a Abs. 2 lit. a GSchV müsse der Gewässerraum daher mindestens 
11 m betragen. Der F.________bach befinde sich zwar im BLN-Gebiet Nr. 1606. 
Die Förderung naturnaher Bachabschnitte sei indessen kein explizites Schutzziel 
des BLN-Gebietes Nr. 1606 (Teilraum 1: Urnersee), welches eine Berechnungs-

27

weise des Gewässerraums nach Art. 41a Abs. 1 lit. a GSchV erfordern würde 
(Erw. 8.4.2). 

Gründe, welche für eine Erhöhung der Breite des Gewässerraums gemäss Art. 
41a Abs.3 GSchV sprechen würden, seien vorliegend nicht ersichtlich. Zwar be-
stehe ein gewisser Handlungsbedarf in Bezug auf den Hochwasserschutz. Unter 
anderem wegen der Eindolung des F.________bachs auf KTN 007.________ bis 
004.________ resp. der geringe Abflusskapazität bestehe offenbar ein gewisses 
Überschwemmungsrisiko. Eine Verbreiterung des Gewässerraums auf dem Bau-
grundstück könnte dieser Problematik jedoch keine Abhilfe schaffen, zumal die 
von den Beschwerdegegnern geplanten Baukörper einen erheblichen Abstand 
zum Gewässerraum aufweisen würden. Nach Art. 41d Abs. 3 GSchV hätten die 
Kantone bis Ende 2014 eine Renaturierungsplanung für Fliessgewässer erstellen 
müssen. Die für die Planung von Revitalisierungen zuständigen Ämter (AWB, 
AFU, ANJF) hätten für den F.________bach bis anhin keine Revitalisierung vor-
gesehen (Karten strategische Revitalisierungsplanung vom 17.12.2014, vgl. Erw. 
6.4.1 ff. hiernach). Eine Offenlegung des F.________bachs dürfte aufgrund der 
örtlichen Verhältnisse (Verlauf der Strasse) kaum möglich sein. Es treffe somit 
nicht zu, dass eine Verbreiterung des Gewässerraums unter Berücksichtigung 
von Art. 41a Abs. 3 lit. b GSchV geboten gewesen wäre (Erw. 8.4.3). 

Ob für den eingedolten Bereich des F.________bachs auf den vom Bauvorhaben 
nicht betroffenen Parzellen KTN 007.________ bis KTN 004.________ ein Ge-
wässerraum hätte ausgeschieden werden müssen, bilde nicht Gegenstand des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens (Erw. 8.5).

6.2 Die Bestimmung der Breite des Gewässerraums entlang von Fliessgewäs-
sern gemäss Art. 41a GSchV orientiert sich an der etablierten Schlüsselkurve ge-
mäss dem Leitbild Fliessgewässer Schweiz, für eine nachhaltige Gewässerpolitik 
(hrsg. vom BUWAL/BWG/BLW/ARE, 2003). Der Gewässerraum umfasst die Ge-
rinnesohle und den Raum auf beiden Uferseiten des Gewässers. Der minimale 
Gewässerraum gemäss Art. 41a Abs. 2 GSchV dient der Sicherstellung der 
natürlichen Gewässerfunktionen und des Hochwasserschutzes. In für die Förde-
rung der Biodiversität vorrangigen Gebieten muss ein breiterer Gewässerraum 
gemäss Art. 41a Abs. 1 GSchV ausgeschieden werden. In Landschaften von na-
tionaler Bedeutung und kantonalen Landschaftsschutzgebieten ist dieser breitere 
Gewässerraum nur dann verlangt, wenn die Schutzziele dieser Gebiete explizit 
gewässerbezogen sind. In bestimmten Fällen (z.B. Schutz vor Hochwasser, Revi-
talisierung, bestimmte Schutzziele) muss der minimale Gewässerraum gemäss 
Art. 41a Abs. 3 GSchV erweitert werden (vgl. BAFU/BLW/ARE, Merkblatt Ge-
wässerraum und Landwirtschaft, 2014, Ziff. 2.1 S. 2 f.). 

28

Laut dem Merkblatt "Festlegung der Gewässerräume" des Umweltdepartements 
des Kantons Schwyz vom 29. März 2018 ist in Naturschutzgebieten von natio-
naler und kantonaler Bedeutung die verschärfte Schlüsselkurve nach Art. 41a 
Abs. 1 GSchV anzuwenden. Bei kommunalen Naturschutzgebieten und in BLN-
Gebieten erfolgt die Bemessung des Gewässerraums ohne spezifische Schutz-
ziele für Fliessgewässer nach Art. 41a Abs. 2 GSchV (vgl. Ziff. 2.13 S. 2; Ziff. 4.1 
S. 5 i.f.).

6.2.1  In der Beschreibung des BLN-Objekts 1606 "Vierwaldstättersee mit Kern-
wald, Bürgenstock und Rigi“ (einsehbar auf https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/ 
home/themen/landschaft/fachinformationen) werden für das eine Fläche von 
37‘124 ha umfassende BLN-Gebiet folgende gewässerbezogene Schutzziele (3.) 
aufgeführt: 

3.2 Die vielfältige Seen- und Berglandschaft in ihrer Authentizität erhalten.
3.3 Das in weiten Teilen ungestörte Zusammenspiel zwischen offener See-

fläche, sanften Ufergebieten und schroffen Felswänden erhalten.
3.7 Die Gewässer und ihre Lebensräume in einem natürlichen und naturnahen 

Zustand erhalten.
3.8 Die natürlichen Seeufer, die Flachwasserzonen und die Unterwasserwiesen 

mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarten erhalten.

6.2.2  Das BLN-Gebiet 1606 wird in sechs Teilräume (Urnersee, Klewenalp, Rigi, 
Bürgenstock, Westliche Seebuchten, Kernwald und Alpnachersee), mit je eige-
nen spezifischen Schutzzielen gegliedert. Für den Teilraum Urnersee (mit östlich 
und westlich angrenzenden Bergketten), in welchem das Baugebiet B.________ 
in Morschach liegt, lauten die gewässerbezogenen spezifischen Schutzziele (5.) 
wie folgt: 

5.1 Die Berg- und Seenlandschaft des Urnersees mit dem Mosaik aus kultur-
landschaftlichen und natürlichen Räumen erhalten.

5.4 Die ungestörten Übergänge zwischen offener Seefläche, sanften Ufergebie-
ten und unberührten Felswänden erhalten.

Die Schutzziele für das gesamte Gebiet des BLN-Objektes 1606 werden auch für 
diesen Teilraum für gültig erklärt.

6.2.3  Für das gesamte Gebiet des BLN-Objektes 1606 werden somit die Erhal-
tung der vielfältigen Seen- und Berglandschaft in ihrer Authentizität sowie der 
natürlichen Seeufer, der Flachwasserzonen und die Unterwasserwiesen mit ihren 
charakteristischen Pflanzen- und Tierarten (Ziff. 3.2 und 3.8) und in Ziff. 3.7 in 
allgemeinerer Art die Erhaltung der Gewässer und ihre Lebensräume in einem 
natürlichen und naturnahen Zustand als Schutzziele genannt. Bei den spezifi-
schen Schutzzielen für den Teilraum Urnersee werden der Erhalt der Berg- und 
Seenlandschaft mit dem Mosaik aus kultur-landschaftlichen und natürlichen 

29

Räumen sowie der ungestörten Übergänge zwischen offener Seefläche, sanften 
Ufergebieten und unberührten Felswänden (Ziffer 5.1 und 5.4) aufgeführt. Bei der 
Beschreibung der Lebensräume werden zudem die Auengehölze und Riedland-
schaften der Flussmündungen genannt (Ziff. 4.3).

6.2.4  Die Ausführungen des AWB im Mitbericht vom 28. Juni 2016 (VB 
132/2016-act. III.-02 Beilage 3), dass für den Teilraum "Urnersee" des BLN-
Gebiet 1606 keine expliziten Schutzziele für Fliessgewässer bestehen, welche 
die Berechnungsweise des Gewässerraums gemäss Art. 41a Abs. 1 lit. a GSchV 
erfordern, erweisen sich somit als zutreffend. Daran ändert auch nichts, dass im 
Anschluss an die spezifischen Schutzziele (wie bei sämtlichen anderen Teilräu-
men) die Anmerkung angebracht ist, dass die Schutzziele für das gesamte Ge-
biet des BLN-Objektes 1606 auch für diesen Teilraum gültig sind. Denn die 
Schutzziele für das gesamte Gebiet des BLN-Objektes 1606 führen selber keine 
spezifischen Schutzziele für Fliessgewässer. 

Daraus folgt sowohl aufgrund des Merkblatts "Gewässerraum und Landwirt-
schaft" (hrsg. v. BAFU/BLW/ARE, S. 3), als auch des Merkblatts "Festlegung der 
Gewässerräume" (hrsg. v. kantonalen Umweltdepartements, S. 5), dass der Um-
stand, wonach das Baugebiet B.________ in Morschach im Teilraum "Urnersee" 
des BLN-Gebiets 1606 liegt, nicht zur Folge hat, dass die Bemessung des Ge-
wässerraums des F.________bach nach Art. 41a Abs. 1 GSchV zu bemessen 
wäre. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass der Kanton Nidwalden das 
Wiederherstellen von Strukturen wie z.B. naturnahe Bachabschnitte, als Entwick-
lungsziel in sein BLN-Konzept aufgenommen hat. Dem Regierungsrat ist somit 
beizupflichten, dass die Ausscheidung des Gewässerraums des 
F.________bachs korrekt nach Art. 41a Abs. 2 GSchV erfolgt ist (vgl. angefoch-
tener RRB Nr. 976/2017 Erw. 8.4.2).

6.3 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Wasserbau (SR 
721.00; WBG) vom 21. Juni 1991 gewährleisten die Kantone den Hochwasser-
schutz in erster Linie durch den Unterhalt der Gewässer und durch raumplaneri-
sche Massnahmen. Bei den raumplanerischen Massnahmen geht es in erster Li-
nie um die vom Gesetz als prioritär eingestufte bau- und planungsrechtliche Um-
setzung von Erkenntnissen über die räumliche Verteilung von Hochwassergefah-
ren (sog. Gefahrenkarten) (vgl. Hepperle, Komm. GSchG/WBG, N 8 zu Art. 3 
WBG). Reicht dies nicht aus, so müssen Massnahmen wie Verbauungen, Ein-
dämmungen, Korrektionen, Geschiebe- und Hochwasserrückhalteanlagen sowie 
alle weiteren Vorkehrungen, die Bodenbewegungen verhindern, getroffen werden 
(Art. 3 Abs. 2 WBG). 

30

6.3.1  Betreffend die von den Beschwerdeführern verlangte Erhöhung der Breite 
des Gewässerraums des F.________bachs zur Gewährleistung des Schutzes 
vor Hochwasser (Art. 41a Abs. 3 lit. a GSchV) ist vorab festzuhalten, dass der an 
den behördenverbindlich ausgeschiedenen Gewässerraum des 
F.________bachs angrenzende Bereich auf KTN 001.________ in der kantona-
len Naturgefahrenkarte (öffentlich einsehbar im Internet-Geoportal WebGIS des 
Kantons Schwyz; bei aktivem Naturgefahren-Thema kann auf eine Fläche ge-
klickt werden, woraufhin in einem Popup-Fenster die an dieser Stelle geltenden 
Gefahrenprozesse und deren -stufen aufgezeigt werden) in Bezug auf Hochwas-
sergefahr und Murgang nahezu durchgehend der gelben (geringen) Gefährdung 
und gelb-weiss gestreiften (Rest)Gefährdung zugeordnet ist. Einzig der unmittel-
bare Bereich bei der Eindolung auf KTN 004.________ sowie ein schmaler Spi-
ckel im untersten (nordwestlichen) Bereich auf KTN 001.________, beginnend 
gegenüber KTN 002.________, sind in Bezug auf Hochwassergefahr und Mur-
gang der blauen (mittleren) Gefährdung zugeteilt. 

6.3.2  Eine Erhöhung der nach Art. 41a Abs. 2 lit. a GSchV berechnete Breite 
des Gewässerraums des F.________bach zum Schutz vor Hochwasser ist auf-
grund der kantonalen Naturgefahrenkarte (als raumplanerische Massnahme, vgl. 
Erw. 6.3 hiervor) nicht erforderlich. Das AFU stellte im Mitbericht vom 27. Juni 
2016 denn auch klar, dass das Gewässerrauminventar in enger Zusammenarbeit 
mit der Gemeinde, dem AWB, dem ARE und dem AFU entstanden sei und die In-
teressen und Vorgaben von Gewässer- und Hochwasserschutz bei der Aus-
scheidung berücksichtigt und in die Inventare eingeflossen seien (vgl. VB 
123/2016-act. III.-02 Beilage 1).

6.3.3  Das AWB hat im Fachbericht zuhanden des Gesamtentscheides B2014-
0902 vom 24. März 2016 darauf hingewiesen, dass die Hochwasserschutzpro-
blematik vor allem durch die Eindolung auf den Parzellen KTN 007.________ bis 
004.________ und deren geringen Abflusskapazität verursacht werde und fest-
gehalten, dass mit der verlangten Bestockung des F.________bachs die Erosion 
weitestgehend reduziert werden könne (vgl. VB 123/2016-act. III.-02 Gesamtent-
scheid B2 Kap. II. Ziff. 5/Fachbericht AWB B3). Der ausgeschiedene Gewässer-
raum von 11 m des F.________bachs sei für die Gewährleistung der Hochwas-
sersicherheit ausreichend (vgl. Mitbericht des AWB vom 28.6.2016 = VB 
123/2016-act. III.-02 Beilage 3). Der im ursprünglichen Baugesuch vom 8. Juli 
2014 geplanten Bachverbauung oberhalb der Eindolung auf den Parzellen KTN 
007.________ bis 004.________ mittels Holzkastensperren versagte das AWB 
die Zustimmung wegen der sich daraus ergebenden Einengung des Abflusspro-
fils und mangels Vereinbarkeit mit Art. 37 GSchG (vgl. Schreiben 'Rechtliches 

31

Gehör' des ARE vom 017.________.10.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 Schrif-
tenwechsel B12). Ebenso stellte sich das AWB wegen erhöhter Verklausungsge-
fahr gegen einen Geschiebesammler (mit Rechen) vor der Eindolung (vgl. VB 
123/2016-act. III.-02 Beilage 3 S. 4 mit Verweis auf die Ergänzung der 
P.________ AG vom 15.1.2015 zu ihrem Gutachten vom 30.9.2013 = VB 
123/2016-act. II.-01 in Baumappe 2014-08/10). 

Das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) hat im Mitbericht vom 23./24. Juni 
2016 bezüglich Hochwassergefährdung festgehalten, im Bachabschnitt unterhalb 
der Eindolung nach KTN 007.________ beschränke sich die Problematik auf die 
Erosion. Dieser könne durch ingenieurbiologische Massnahmen (z.B. Faschinen) 
und geeignete Uferbestockung begegnet werden. Voraussetzung seien fachge-
rechte Ausführung, Kontrolle und Unterhalt (u.a. periodisches Zurückschneiden, 
um ein Einwachsen des Abschlussquerschnitts zu verhindern) (vgl. VB 123/2016-
act. III.-02 Beilage 2). 

Dementsprechend hat auch der Gemeinderat im GRB B.2.2.2 2016-0313 vom 
27. April 2016 in Erw. 14.3 lit. d/aa und d/bb (unter Verweis auf den Fachbericht 
des AWB vom 24.3.2016) festgestellt, dass vor allem oberhalb der Eindolung auf 
KTN 004.________ ein gewisser Handlungsbedarf bestehe. Es seien Massnah-
men notwendig, mit denen die weitere Erosion eingedämmt, die bestehenden 
Auskolkungen behoben und Neubildungen vermieden würden, namentlich durch 
Stabilisierung der angerissenen Böschungsborde vor dem Einlauf in die Eindo-
lung auf KTN 004.________ mittels geeigneter Bepflanzung. Vor dem Einlauf in 
die Eindolung sei zudem ein einfacher Geschiebesammler (Metallstäbe) vorzu-
sehen. Ein Pflichtenheft für den von der Flurgenossenschaft B.________ zu ge-
währleistenden, laufenden Unterhalt liege vor (vgl. Vi-act V.-07 Bel. 14 S. 4 f.). 

Die O.________ AG, Ingenieurbüro, welche für die Beschwerdegegnerin Ziff. 6 
das Pflichtenheft 'Unterhalt F.________bach' erstellte und für die 'Unterhalts-
massnahmen F.________bach' besorgt war/ist (vgl. VB 132/2016-act. V.-07 Bel. 
15 f. und 19 f.) bestätigte in ihrer Beurteilung vom 30. August 2016, dass mit ei-
ner rechtsseitigen Bachuferbestockung auf KTN 001.________ oberhalb der 
Brücke J.________ sowie oberhalb der Eindolung auf KTN 004.________, vor 
und nach der neuen Doppeleinfamilienhaus-Brücke die Uferauskolkung und das 
Erodieren der Uferpartien nachhaltig eingedämmt und damit ein Freiwerden von 
Geschiebe weitgehend eliminiert werde, so dass allenfalls höchstens ein einfa-
cher Geschiebesammler (Grobrechen) vor der Eindolung in Betracht gezogen 
werden könnte. Dieser allfällige Grobrechen habe jedoch nichts mit dem aktuel-
len Bauvorhaben zu tun und sei nicht durch dieses verursacht, sondern wäre al-
lenfalls separat in Betracht zu ziehen (vgl. VB 123/2016-act. V.-07 Bel. 14; vgl. 
dazu auch GRB B.2.2.2 2016-0315 Erw. 4.3.4 S. 8 f. mit Verweis auf Gutachten 

32

P.________ AG vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen 
B7 sowie VB 123/2016-act. III.-02 Gesamtentscheid B2 Kap. II. Ziff. 5). 

6.3.4  Mit Ausnahme der projektierten Erschliessungsbrücke J.________ und die 
hier nicht interessierende, separate Erschliessungsbrücke für das Doppeleinfami-
lienhaus oberhalb der Eindolung auf KTN 004.________ (vgl. dazu den vorlie-
gend nicht angefochtenen RRB Nr. 977/2017) - als im Gewässerraum standort-
gebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen gemäss Art. 4a Abs. 1 
Satz 1 GSchV (vgl. dazu Erw. 3.3 f. hiervor) - liegen die auf KTN 001.________ 
geplanten Bauten und Anlagen weit ausserhalb der Bereiche mit mittlerer Hoch-
wassergefährdung. Die Brücke J.________ hält das notwendige Freibord ein und 
engt das Abflussprofil des F.________bachs nicht ein, so dass sich durch den 
Brückenneubau keine Hochwassergefährdung ergibt, wie das AWB im Fachbe-
richt zuhanden des Gesamtentscheides B2014-0902 vom 24. März 2016 (vgl. VB 
123/2016-act. III.-02 Gesamtentscheid B2 Kap. II. Ziff. 5) sowie im Mitbericht vom 
28. Juni 2016 (vgl. VB 123/2016-act. III.-02 Beilage 3 mit Verweis auf das Gutach-
ten P.________ AG vom 30.11.2015 = VB 123/2016-act. III.-02 in Gesuchsunter-
lagen B7) bestätigt hat. Eine Erhöhung der Hochwassergefährdung wurde auch 
hinsichtlich der geringen zusätzlichen Meteorwassermenge ausgeschlossen, 
welche aufgrund des Bauvorhabens in den F.________bach eingeleitet werden 
soll (vgl. GRB B.2.2.2 2016-0313 Erw. 14.3 lit. d/bb S. 20 mit Hinweis auf die Be-
rechnung der Q.________ AG vom 25.6.2014 = VB 1232/2016-act. III.-02 in Ge-
suchsunterlagen B5). 

In GRB B.2.2.2 2016-0315 (Erw. 4.3.4 S. 8 f. und Disp.-Ziff. 6 b+c S. 12) hat der 
Gemeinderat auch festgestellt, dass im Bereich des Felswandfusses bis zum Be-
ginn der Eindolung in Sachen Hochwasserschutz ein gewisser Handlungsbedarf 
vorhanden ist und er darauf besteht, dass die Flurgenossenschaft B.________ 
(mit Unterstützung der Flurgenossenschaft F.________strasse), entsprechend 
ihrer statutarischen Verpflichtung die Sanierung mit den auch in GRB B.2.2.2 
2016-0313 (Erw. 14.3 lit. d/aa) genannten Massnahmen angeht (vgl. dazu Erw. 
6.3.3 dritter Absatz hiervor; vgl. auch VB 123/2016-act. V.-07 Bel. 14 S. 4 f.). 

6.3.5  Als Zwischenfazit ergibt sich somit, dass die zuständigen kantonalen Fach-
instanzen einen Handlungsbedarf in Bezug auf den Hochwasserschutz nament-
lich aufgrund der Problematik der Erosion erkannt haben, wobei dieser Gefähr-
dung insbesondere mit geeigneter Uferbestockung sowie Kontrolle und Unterhalt 
wirksam begegnet werden kann. Hierauf bezieht sich offensichtlich auch die 
Feststellung des AWN im Schreiben 'Gemeinde Morschach, Nachführung inte-
grale Naturgefahrenkarte, Ergebnis der öffentlichen Mitwirkung' vom 19. Dezem-
ber 2017 (Bf-act. 4.1 lit. I S. 4), dass sich der F.________bach wasserbaulich in 

33

einem ungenügenden Zustand befinde (vgl. auch Mitbericht des AWN vom 
24.6.2016 = VB 123/2016-act. III.-02 Beilage 2 i.f.). Eine Verbreiterung des Ge-
wässerraums des F.________bachs zum Schutz vor Hochwasser wurde von den 
kantonalen Fachinstanzen dagegen übereinstimmend als nicht erforderlich beur-
teilt. Auch der von der geringen Abflusskapazität der Eindolung des 
F.________bachs (ausserhalb des Baugrundstückes) auf KTN 004.________ 
ausgehende Hochwassergefährdung lässt sich nicht mittels einer Verbreiterung 
des Gewässerraums begegnen (vgl. angefochtener RRB Nr. 976/2017 Erw. 
8.4.3). Dies entspricht der kantonalen Naturgefahrenkarte sowie dem erwähnten 
Schreiben des AWN vom 19. Dezember 2017 (Bf-act. 14 lit. l S. 5), wonach bei 
einem allfälligen Hochwasserereignis das ausufernde Wasser nicht in nördlicher 
Richtung (wie der F.________bach) abfliesst, sondern über die westlich an KTN 
004.________ angrenzende F.________strasse. 

Eine Erhöhung der Hochwassergefährdung aufgrund der geplanten Bauten und 
Anlagen auf KTN 001.________ wurde von kantonalen Fachinstanzen mit nach-
vollziehbarer Begründung verneint (vgl. Erw. 6.3.3. f. hiervor), weswegen der 
Feststellung des Regierungsrates RRB Nr. 976/2017 (Erw. 10.2) gefolgt werden 
kann, dass ein Umweltbericht nicht erforderlich ist. Eine Erweiterung der nach 
Art. 41a Abs. 2 lit. a GSchV berechneten Breite des Gewässerraums des 
F.________bachs zum Schutz vor Hochwasser erweist sich aufgrund der kanto-
nalen Naturgefahrenkarte sowie der Abklärungen der Fachinstanzen als nicht er-
forderlich. Auf deren umfassende Beurteilung der Hochwassersicherheit (auch im 
Sinne des Genehmigungsbeschlusses RRB Nr. 793/2009 vom 7.7.2009 = VB 
132/2016-act. V.-11 Bel. 27 Erw. 2.4) kann abgestellt werden.

Anzufügen ist, dass auch jene Stelle, an der sich die Erschliessungstrasse (ge-
genüber dem südlichen Bereich von KTN 008.________, nahe der Grenze zu 
KTN 007.________) bis auf knapp 5 m der Böschungskante des 
F.________bachs annähert (vgl. Erw. 4.3 hiervor), rund 2 m über dem Niveau 
dieser Böschungskante situiert ist, und in der kantonalen Naturgefahrenkarte in 
Bezug auf Hochwassergefahr und Murgang der gelben (geringen) Gefährdung 
zugeordnet ist (vgl. Höhenangaben auf dem Plan Nr. 247-30 Situation vom 
30.11.2015 = VB 132/2016-act. III.-02 in Gesuchsunterlagen B5). 

6.4 Das AWB hat in seinem Mitbericht vom 28. Juni 2016 (vgl. vorstehend 
Erw. 6.1.1) u.a. auch festgehalten, eine Offenlegung des eingedolten Abschnitts 
(ab KTN 004.________ bis 007.________; vgl. Erw. 3.1 hiervor; Plan 
Nr. 2294_1-102A Situation Erschliessung B.________ vom 30.11.2015) sei auf-
grund der örtlichen Situation (Verlauf mehrheitlich in der Strasse) nicht möglich. 
Die nach der Methodik des BAFU (Vollzugshilfe Renaturierung der Gewässer 

34

'Revitalisierung Fliessgewässer - Strategische Planung', vgl. auch Art. 41d 
GschV) auf der Grundlage der ökomorphologischen Erhebungen erstellte Revita-
lisierungsplanung ('Plausibilisierter Nutzen für Natur und Landschaft im Verhält-
nis zum voraussichtlichen Aufwand' [= Karten strategische Revitalisierungspla-
nung vom 17.12.2014, abrufbar auf sz.ch/behoerden/umwelt-
naturlandschaft/wasserbau/revitalisierungsplanung]) beinhalte für den fraglichen 
Abschnitt am F.________bach keine Massnahmen zur Revitalisierung.

Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 976/2017 (Erw. 8.4.3) diese 
fachliche Beurteilung bestätigt und festgehalten, dass eine Verbreiterung des 
Gewässerraums unter Berücksichtigung von Art. 41a Abs. 3 lit. b GschV nicht 
geboten war. Der Gemeinderat hat in seiner Vernehmlassung vom 7. Februar 
2018 (S. 5) bekräftigt, dass eine Revitalisierung des F.________bachs nicht 
vorgesehen sei und begründet dargelegt, dass und weswegen eine 
Revitalisierung die Biodiversität nicht fördern könne. Abgesehen davon würde 
eine Revitalisierung durch die Brücke J.________ nicht verunmöglicht.

6.4.1  Die auf der Einschätzung der kantonalen Fachinstanzen und der beigezo-
genen Experten beruhende Beurteilung der Vorinstanzen erweist sich angesichts 
der gebotenen Zurückhaltung des Verwaltungsgerichts bei der Beurteilung von 
technischen Spezialfragen, wenn bei der Ermittlung ein Fachgremium mitwirkte, 
bei welchem das Fachwissen ausgeprägter vorhanden ist als beim Verwaltungs-
gericht (VGE III 2018 42 vom 27.7.2018 Erw. 4.4.2; VGE III 2011 202 vom 
23.5.2012 Erw. 6.2; VGE 710/00 vom 31.8.2001 Erw. 3, je mit weiteren Hinwei-
sen; vgl. Urteil BGer 8C_818/2010 vom 2.8.2011 Erw. 3.4 mit Hinweisen), als 
nachvollziehbar, plausibel und rechtmässig. Einerseits ist das Revitalisierungspo-
tenzial des F.________bachs als gering zu veranschlagen, weshalb für dieses 
Gewässer zu Recht keine Revitalisierung vorgesehen wurde. Zum andern ist 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen entsprechend die Erforderlichkeit 
einer Erhöhung der Breite des Gewässerraums des F.________bachs - zur Ge-
währleistung des für eine allfällige Revitalisierung erforderlichen Raumes - auf-
grund der nach der Methodikvorgabe des BAFU vorgenommenen fachlichen Ab-
klärungen verneint haben, was nicht zu beanstanden ist. 

6.4.2  Aufgrund von Art. 38a Abs. 1 Satz 2 GSchG, wonach der Nutzen einer 
Revitalisierung und deren wirtschaftliche Folgen in einem ausgewogenen Ver-
hältnis stehen müssen, beschränkt sich das Revitalisierungsgebot auf die wich-
tigsten der verbauten und eingeengten Gewässer. Absicht ist, durch diese plane-
rische Priorisierung ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erreichen (vgl. 
Fritsche, Komm. GSchG/WBG, N 16 zu Art. 38a GSchG). Das Revitalisierungs-
gebot wird folglich nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die kantonale Revita-

35

lisierungsplanung auf die wichtigsten der verbauten und eingeengten Gewässer 
beschränkt. 

Eine allfällige künftige Revitalisierung wird zudem weder durch die geplanten 
Brücken, welche nur einen minimalen Teil des F.________bachs beschlagen, 
noch die weiteren auf KTN 001.________ projektierten Bauten und Anlagen, 
welche deutlich über dem Niveau der Böschungskante des F.________bachs zu 
liegen kommen (vgl. Erw. 5.2.4 i.f. hiervor), negativ präjudiziert. Anzufügen ist, 
dass standortgebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen (wie 
Brücken) gemäss Art. 41c Abs. 1 Satz 1 GSchV im Gewässerraum erstellt 
werden dürfen, unabhängig davon, ob dessen Breite nach Art. 41a Abs. 1 oder 
Abs. 2 GSchV berechnet oder nach Art. 41a Abs. 3 GSchV erhöht worden ist. 

6.5 Soweit sich die Beschwerdeführer dagegen wenden, dass im Rahmen des 
behördenverbindlichen Gewässerrauminventars im eingedolten Bereich des 
F.________bachs (ab KTN 004.________ bis 007.________; vgl. Erw. 3.1 hier-
vor; Plan Nr. 2294_1-102A Situation Erschliessung B.________ vom 30.11.2015) 
kein Gewässerraum ausgeschieden worden ist, ist darauf hinzuweisen, dass 
gemäss Art. 41a Abs. 5 lit. b GSchV auf die Festlegung des Gewässerraums bei 
eingedolten Gewässer verzichtet werden kann, wenn keine überwiegenden In-
teressen entgegenstehen. In vergleichbarer Weise wie das AWB im Mitbericht 
vom 28. Juni 2016 (VB 123/2016-act. III.-02 Beilage 3) und der Regierungsrat im 
angefochtenen RRB Nr. 976/2017 (Erw. 8.4.3) haben auch das BAFU im erläu-
ternden Bericht vom 20. April 2011 zur Parlamentarischen Initiative Schutz und 
Nutzung der Gewässer (07.492) - Änderung der Gewässerschutz-, Wasserbau-, 
Energie- und Fischereiverordnung (S. 12) sowie Fritsche (in Komm. 
GSchG/WBG, N 64 zu Art. 36a GSchG) den Verzicht auf die Ausscheidung des 
Gewässerraums bei eingedolten Fliessgewässern damit legitimiert, dass ohne ein 
konkretes Projekt in vielen Fällen unklar sei, wo der Gewässerlauf bei einer allfäl-
ligen zukünftigen Ausdolung angelegt werde. 

Überwiegende öffentliche Interessen, namentlich Gründen des Hochwasser-
schutzes (vgl. Fritsche, Komm. GSchG/WBG, N 64 zu Art. 36a GSchG) stehen in 
casu einem Verzicht auf die Ausscheidung des Gewässerraumes im eingedolten 
Bereich nicht entgegen (vgl. Erw. 6.3.1 und 6.3.3 ff. hiervor). Sodann würde sich 
für das vorliegende Verfahren selbst dann nichts ändern, wenn in diesem einge-
dolten Abschnitt anstelle des nicht festgelegten Gewässerraums der Uferstreifen 
von 10 m (8 m plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle) ab Uferlinie 
gemäss Abs. 2 lit. a ÜbgBest GSchV gelten würden, denn keine der geplanten 
Bauten und Anlagen auf KTN 001.________ kommt im Bereich des Uferstreifens 
gemäss ÜbgBest GSchV entlang des eingedolten Bereichs zu liegen. Durch das 

36

Bauprojekt auf KTN 001.________ wird der für eine allfällige spätere Ausdolung 
benötigte Raum nicht tangiert.

6.6.1  Gemäss den ökomorphologischen Aufnahmen des AFU vom 10. Juli 2012 
beträgt die Breite der Gewässersohle des Gewässerabschnittes oberhalb der 
Eindolung auf KTN 004.________ (Abschnittnummer 6) 2 m, wobei die Breiten-
variabilität eingeschränkt ist (vgl. Bf-act. 5.10). Laut dem erläuternden Bericht 
des BAFU vom 20. April 2011 zur Parlamentarischen Initiative Schutz und Nut-
zung der Gewässer (07.492) - Änderung der Gewässerschutz-, Wasserbau-, 
Energie- und Fischereiverordnung (1 S. 11) sowie dem vom BAFU/BLW/ARE 
herausgegebenen Merkblatt "Gewässerraum und Landwirtschaft" (2014; Ziff. 2.1 
S. 2 f.) ist bei nicht vorhandener Breitenvariabilität ein Korrekturfaktor von 2 an-
zuwenden und bei eingeschränkter Breitenvariabilität ein solcher von 1.5. Nach 
dieser Berechnungsweise entspricht eine Gewässersohle von 2 m mit einge-
schränkter Breitenvariabilität einer natürlichen Sohlenbreite von 3 m. Bei einer 
Gerinnesohle von 3 m natürlicher Breite beträgt der Gewässerraum gemäss Art. 
41a Abs. 2 lit. b GSchV mindestens 14.5 m (2,5-fache Breite der Gerinnesohle 
plus 7 m).

6.6.2  Das AWB hat im Mitbericht vom 28. Juni 2016 (VB 123/2016-act. III.-02 
Beilage 3) im Sinne der soeben aufgezeigten Berechnungsweise dargelegt, dass 
die vorhandene Sohlenbreite von 0.8 m des F.________bachs (unterhalb der 
Eindolung von KTN 007.________ [Abschnittnummern 3 und 4]; vgl. dazu Bg-
act. 8) mit einem Korrekturfaktor von 2 (nicht vorhandene Breitenvariabilität) mul-
tipliziert, eine natürliche Sohlenbreite von 1.6 m ergibt, mit der Folge, dass der 
Gewässerraum gemäss Art. 41a Abs. 2 lit. a GSchV total 11 m beträgt (vgl. Erw. 
6.1 hiervor). 

6.6.3  In den Akten findet sich - soweit ersichtlich - weder ein Korrekturfaktor zur 
Bestimmung der natürlichen Sohlenbreite des in seiner Breitenvariabilität einge-
schränkten Bachabschnittes oberhalb der Eindolung auf KTN 004.________ 
(Abschnittnummer 6), noch erläuternde Hinweise darauf, aus welchen Gründen 
bei diesem Gewässerabschnitt - anders als im Bereich unterhalb der Eindolung 
von KTN 007.________ - auf einen solchen Korrekturfaktor verzichtet wurde re-
sp. werden konnte. Mithin wäre in Anwendung der einschlägigen Berechnungs-
modalitäten für den Abschnitt des F.________bachs oberhalb der Eindolung auf 
KTN 004.________ wohl von einer natürlichen Breite der Gerinnesohle von 3 m 
(2 m x 1.5) auszugehen, woraus ein Gewässerraum von (mindestens) 14.5 m re-
sultiert.

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Für das vorliegende Verfahren ist dies ohne Einfluss. Die südwestliche Gebäu-
deecke des Einfamilienhauses B4 - welches sich als einzige Baute in der Nähe 
dieses Gewässerabschnittes befindet - wahrt nicht nur die Breite des Gewässer-
raums von 7.25 m ab der Mittelachse des F.________bachs in diesem Abschnitt 
ein, sondern auch die Breite des Uferstreifens von 10 m (8 m plus die Breite der 
bestehenden Gerinnesohle) ab Uferlinie (aus dem Plan Nr. 2294_1-102A Situati-
on Erschliessung B.________ vom 30.112015 gemessen; zur Messweise vgl. 
Fritsche, Komm. GSchG/WBG, N 71 zu Art. 36a GSchG), d.h. auch die ver-
schärften Übergangsbestimmungen. Eine abschliessende Beurteilung des hier 
minimal einzuhaltenden Gewässerabstandes erübrigt sich daher. 

6.7.1  Im Ergebnis gebietet weder der Umstand, dass das Baugebiet B.________ 
im Teilraum "Urnersee" des BLN-Gebietes 1606 liegt, eine Bemessung des Ge-
wässerraums des F.________bachs nach Art. 41a Abs. 1 GSchV noch ist eine 
Erhöhung der berechneten Breite des Gewässerraums aufgrund von Art. 41a 
Abs. 3 lit. a und b GSchV erforderlich (vgl. Erw. 6.2 ff.). Die Ausscheidung des 
Gewässerraums des F.________bachs nach Art. 41a Abs. 2 GSchV im Rahmen 
des vorliegenden Baubewilligungsverfahren erweist sich als sachgerecht und ist 
mithin nicht zu beanstanden. 

Der nicht erfolgten Ausscheidung eines Gewässerraums im eingedolten Ab-
schnitt des F.________bachs auf KTN 007.________ bis 004.________ stehen 
keine überwiegenden Interessen entgegen. Im Übrigen hätte selbst die Geltung 
der Uferstreifen gemäss Abs. 2 lit. a ÜbgBest GSchV (anstelle des nicht festge-
legten Gewässerraums) keine Folge für vorliegendes Verfahren, da im Bereich 
dieses Uferstreifens keine Bauten oder Anlagen auf KTN 001.________ geplant 
sind. 

6.7.2  Vom Bauvorhaben 'Abbruch Stall, Neubau 6 MFH Erschliessungsstrasse 
und Brücke, Projektänderung vom 30.11.2015' beschlägt einzig die im Gewäs-
serraum standortgebundene Brücke J.________ den sachgerecht nach Art. 41a 
Abs. 2 GSchV ausgeschiedenen Gewässerraum. Dieser Brückenneubau ge-
währleistet die hochwassertechnischen Durchflusshöhen und engt das Abfluss-
profil des F.________bachs nicht ein, so dass sich durch den Brückenneubau 
keine Hochwassergefährdung ergibt (vgl. Erw. 6.3.4 hiervor). Die weiteren projek-
tierten Bauten und Anlagen auf KTN 001.________ sind ausserhalb des Gewäs-
serraums situiert und führen zu keiner Erhöhung der Hochwassergefährdung 
(vgl. Erw. 5.7 hiervor). Das Bauvorhaben erfordert keine über die angeordnete 
Uferbestockung, als ingenieurbiologischen Massnahmen zur Stabilisierung der 
Böschungsborde (und als Ersatzmassnahme für den Eingriff in den 

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F.________bach), sowie der Kontrolle und fachgerechten Unterhalt gemäss 
Pflichtenheft hinausgehende Massnahmen (vgl. Erw. 6.3.3 hiervor). 

Der vor allem wegen der Eindolung auf KTN 007._____