# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c950788-d242-5e88-84e8-ad8b2a430c52
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-17
**Language:** de
**Title:** Rentenrevision, gestützt auf MEDAS-Gutachten Verbesserung in psychischer Hinsicht.
**Docket/Reference:** IV.2012.01252
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.01252.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.01252
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
17. Januar 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann
Sautter & Ammann Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 12, Postfach 25, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
,
IV-Stelle, sprach der 1969 geborenen
X.___
mit Verfügung vom 4. August 2004 mit Wirkung ab 1. April 2004
bei einem Invaliditätsgrad von 100 %
eine ganze Rente der Inva
lidenversicherung zu (Urk. 7/30).
Am 30. Oktober 2007 wurde der Versicherten mitgeteilt, bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades sei keine rentenbeeinflussende Änderung festgestellt worden, weshalb sie weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Invalidenrente habe
(
Urk.
7/39).
1.2
Im Oktober 2010 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (Urk. 7/43).
Sie holte einen Auszug
aus dem Individuellen Konto (IK) der Versi
cherten (Urk. 7/45) sowie Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 7/46+47) ein und ordnete eine
polydisziplinäre
medizinische
Abklärung beim
Begutachtungsinstitut Y.___
an (Urk. 7/49).
Das Gutachten wurde am 20. Januar 2012 erstattet (Urk. 7/55).
Gestützt auf das Gutachten stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1. Februar 2012 in Aussicht, die bisherige Rente aufzuheben (Urk. 7/58
-
59).
Die
Versicherte
erhob dagegen
Einwände
(Urk. 7/67, Urk. 7/71)
und
reichte
weitere medizinische Berichte
ein
(
Berichte des Spitals
Z.___
,
O.___
, vom Mai 2012, sowie
ein
Bericht
des
Ambulatorium
s
A.___
, vom 5. Juni 2012,
Urk. 7/70).
D
ie Gutachter
des Instituts Y.___
nahmen zu
diesen neu
einge
reichten Akten
am
28. August 2012
Stellung
(Urk. 7/73
).
Nachdem die Versi
cherte Gelegenheit erhalten hatte, sich zu
der
Stellungnahme
der
Y.___
-Gutachter
zu äussern (Eingabe
der Versicherten
vom 1. Oktober 2010 unter Beilage eines weiteren Berichts des
Ambulatoriums
A.___
, Urk. 7
/75+76), verfügte die IV-Stelle a
m 25. Oktober 2012
im angekündigten Sinne und stell
t
e die zuvor aus
gerichtete Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die auf
schiebende Wirkung entzogen (Urk. 2 [= 7/78]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. November 2012 Beschwerde und beantragte, es sei ihr weiterhin eine ganze Invali
denrente aus
zurichten (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2013 beantragte die IV-Stelle,
die Beschwerde sei abzuweisen und
die
angefochtene Verfügung sei
mit
der sub
stituierten Begründung der Wiedererwägung zu schützen (Urk. 6). Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 25. Februar 2013 an ihren Anträgen fest und liess zwei Berichte
des Ambulatoriums
A.___
auflegen (Urk. 10, Urk. 11/1
-
2). Die IV-Stelle verzichtete am 21. März 2013 auf Duplik (
Urk.
14),
was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 22. März 2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.2
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher
Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit
der ursprünglichen Rentenverfü
gung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125
V
368 E. 2 S. 369).
Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonder
en ist zu beachten, dass die Er
mittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge aufweisende Ele
mente und Schritte umfasst. Zu denken ist namentlich an die durch eine Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall bedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] und Art. 6 ATSG). Hier beda
rf es für die Annahme zweifello
ser Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessensbetätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt d
er rechtskräftigen Rentenzuspre
chung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (vgl. dazu Urteile des Bun
desgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 2.2 und vom 3. November 2008, 9C_562/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; ferner BGE 129 V 433 Erw. 3, 125
V
368 E. 2 und 3).
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.4
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den
Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
Diese im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende), Chronic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe
gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet, nicht hingegen,
wenn sich die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer Cancer-related Fatigue stellt (
BGE
139 V 346
E. 3
mit Hinweisen
).
1.5
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von
wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die IV-Stelle, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich ab Dezember 2011 erheblich verbessert, so dass keine A
rbeitsunfähigkeit mehr vorliege (Urk. 2). In der Beschwerdeantwort
brachte
die IV-Stelle sodann
ausserdem vor
,
im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache im Jahr 2004 sei die Arbeitsfähigkeit nicht rechtsgenüglich abge
klärt worden und die damalige Rentenzusprache erweise sich
bereits
deshalb
als zweifellos unrichtig. Die rentenaufhebende Verfügung s
ei
daher
mit
der substi
tuierten Begründung
der Wiedererwägung zu schützen
(Urk. 6).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte
demgegenüber
geltend, ihr Gesundheitszus
tand habe sich nicht verbessert und s
ie
sei
weiterhin
vollständig
arbeits
un
fähig
. Auf das Gutachten
des Instituts Y.___
könne
entgegen der Auffassung der IV-Stelle
nicht abge
stellt werden
(Urk. 1, Urk. 10).
3.
3.1
3.1
.1
D
r. med.
B.___
, Innere Medizin FMH,
berichtete am
15. März 2004
von einem rezidivierenden
Schmerzsyndrom verschiedener Lokalisation sowie eine
r
schwere
n
depressive
n
Reaktion. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.
B.___
nicht und wies darauf hin, dass dies durch den Psychiater zu beurteilen sei
(Urk. 7/23).
3.1.2
Dr. med.
C.___
, Oberärztin
in der psychiatrischen und p
sychothe
rape
utischen Einrichung
D.___
,
diagnost
izierte in ihrem Bericht vom
8.
resp. 13.
April 2004
(Urk. 7/25)
rezidivierende depressive Episoden, geg
enwärtig mittelgradig (ICD-10 F
33.1)
,
sowie
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vermeidenden, abhängigen Zügen (ICD-10 F61.0)
. Sie berichtete, die Beschwer
deführerin sei deprimiert, freudlos, hoffnungslos
und
ratlos. Der Antrieb sei deutlich reduziert
. Die Beschwerdeführerin habe Insuffizienzgefühle und ein schwer gestörtes Vitalgefühl.
Es sei ihr
keine Arbeitstätigkeit mehr zumutbar
.
3.
1.3
Gestützt auf diese Berichte kam d
er Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
am 28. Juni 2004
zum Schluss, dass ein
psychiatrisches
, IV-relevantes Leiden aus
gewiesen und eine vollständige
Arbeits
unfähig
keit gegeben sei (Urk. 7/26/3), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. August 2004 der Beschwerdeführe
rin
mit Wirkung ab 1. Januar 2004
eine ganze Rente zusprach
(Urk. 7/30)
.
3.2
Mit Verlaufsbericht
des Ambulatoriums
A.___
vom 24. Oktober 2007 (Urk. 7/37)
wurde mitgeteilt,
der Gesundheitszustand der B
eschwerdeführerin sei stationär und
es bestehe weiterhin eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin komme zu zweiwöchentlichen Gesprächsterminen. Es sei zu einer leichten Stimmungsaufhellung gekommen.
Die Beschwerdeführerin
öffne sich zwar langsam, aber in deutlicher Weise. Wenn
sie
sich weiter in diese Richtung entwickle, sei eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz denk
bar
(Urk. 7/37/2+3)
.
Gestützt auf diesen Bericht teilte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin
am 30. Oktober 2007
mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente (Urk. 7/39).
4.
4.1
Am 5. Dezember 2011
wurde die Beschwerdeführerin in der Begutachtungsstelle
Y.___
allgemeininternistisch und psychiatrisch untersucht (Gutachten vom 2
0.
Januar 2012, Urk. 7/55
).
D
ie Gutachter
stellten
die
folgende
n
Diagnosen (Urk. 7/55/13):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
-
Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
-
Adipositas (BMI 30 kg/m
2
, ICD-10 E66.0)
-
Substituierte Hypothyreose (ICD-10 E03.9), aktuell unter Substitution euthyreot.
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde
ausgeführt
, die Stimmung
der Beschwer
deführerin
sei leicht herabgesetzt gewesen,
jedoch
nicht eigentlich depressiv. Die Psychomotorik
sei
lebhaft
und der Antrieb unauffällig
gewesen
. Die Beschwerdeführerin habe einen guten affektiven Kontakt aufgenommen
.
D
ie affektive Modulationsfähigkeit sei erhalten gewesen.
Die Beschwerdeführerin habe einen wachen Eindruck gemacht und sei bewusstseinsklar gewesen.
S
ie
habe keine
Zeichen von Konzentrationsschwäche gezeigt. Sie habe gut auf die gestellten Fragen eingehen können und die Merkfähigkeit und die Gedächtnisleistungen seien intakt gewesen. Es habe sich kein Gedankenabreissen gezeigt. Die Beschwerdeführerin habe einen ruhigen und entspannten Eindruck gemacht und aus ihren Schilderungen hätten sich keine Hinweise auf Veränderungen der Stimmung und des Antr
iebs im Laufe des Tages gege
ben (Urk. 7/55/10).
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, d
ie in
den Akten erwähnte depressive Stö
rung
sei nicht mehr vorhanden
.
Die Beschwerdeführerin fühle sich in der Bezie
hung mit ihrem Ehemann wohl. Sie sei seit 1,5 Jahren nicht mehr mit Antide
pressiva behandelt worden, ohne dass zurzeit depressive Symptome nachweis
bar wären. Die Beschwerdeführerin
sei gerne mit ihrem Ehemann sowie
mit der Tochter ihrer Cousine
zusammen
und hätte gerne selber Kinder, wobei sie sich auch vorstellen könne, sich selber um die Kinder zu kümmern.
Vor
zehn
Tagen sei eine künstliche Insemination durchgeführt worden. Die Beschwerdeführerin sei sodann in der Lage, sich alleine ausser Haus zu bewegen und pflege inner
halb der Familie rege soziale Kontakte. Sie sei ohne Schwierigkeiten in der Lage, mehrmals pro Jahr
nach E.___
zu fliegen. Die Beschwerdeführerin habe letzt
mals vor sechs Monaten einen passiven Todeswunsch gehabt, Suizidgedanken und Suizidimpulse seien von ihr verneint worden. Zum jetzigen Zeitpunkt seien keine depressiven Symptome mehr feststellbar, es bestehe einzig eine ausge
prägte Müdigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Aufgrund dieser Symptome
könne einzig
die Diagnose einer Neurasthenie
gestellt werden
(Urk. 7/55/11).
Ein sozialer Rückzug lasse sich nicht feststellen. Dass alle therapeutischen Bemühungen
gescheitert seien
, hange wesentlich damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin auf Grund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation zeige, sich trotz allfälliger Restbeschwerden aktiv um ihre Genesung zu bemühen und sich den Belastungen der Arbeitswelt wie
der auszusetzen. Schwere, lebensgeschichtliche Belastungen würden sich nicht finden, Hinweise auf unbewusste Konflikte fehlten und ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht vorhanden.
Aus
psychiatrischer Sicht könne es der
Beschwerdeführerin daher zugemutet werden,
trotz der geklagten Beschwerden
die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen
. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/55/11
-
12
).
Der psychiatrische Gutachter führte weiter aus, der Einschätzung der behandeln
den
Ärzte des Ambulatoriums
A.___
, welche
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vermeidenden und abhän
gigen Zügen sowie eine Dysthymie
diagnostiziert und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert
hätten, könne nicht gefolgt werden
. Es seien
keine depressiven Symptome mehr vor
hand
en und die Beschwerdeführerin werde seit 1,5 Jahren nicht mehr antidepressiv behandelt
. Eine Dysthymie
könne ebenfalls nicht diagnostiziert werden und
habe im Übrigen auch keinen Ei
nfluss auf die Arbeitsfähigkeit, da es sich dabei um gelegentlich auftretende, leichte depressive Verstimmungen handle.
Eine Persönlichkeitsstörung, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige, könne ebenfalls nicht diagnostiziert werden. Die Beschwerdeführerin habe von 1985 bis 2001
in einem 100 %-Pensum gearbeitet, ohne irgendwelche Schwierigkei
ten
an den Arbeitsplätzen
gehabt zu haben
.
Die Beschwerdeführerin habe eventuell etwas Mühe, sich zu wehren und habe sich auch gegenüber den sexu
ellen Belästigungen eines ehemaligen Mitarbeiters kaum wehren können.
Im Alltag
sei sie aber durch abhängige oder vermeidende Züge einer Persönlichkeitsstörung nicht eingeschränkt. Sie habe einen guten Kontakt
mit ihrem Ehe
mann und pflege regelmässig soziale Kontakte. Eine Persönlichkeitsstörung schränke aber definitionsgemäss die Arbeitsfähigkeit ab Eintritt ins Erwachse
nenalter ein und störe auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese Voraussetzungen seien nicht gegeben
, so dass diese Diagnose nicht gestellt werden könne. Zurzeit könne einzig eine Neu
rasthenie diagnostiziert werden, die depressive Störung sei remittiert.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr
(Urk. 7/55/12).
In der Gesamtbeurteilung
hielten die Gutachter fest, dass aus
somatischer Sicht bei adäquat subsituierter Hypothyreose keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit
bestehe. Aus psychiatrischer Sicht sei festzustellen, dass eine früher beschriebene depressive Störung als remittiert eingestuft werden müsse und die diagnostizierte Neurasthenie die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke
, da die Symptome mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien
. Zusammenfassend resultiere aus interdisziplinärer Sicht, dass bei der Beschwer
deführerin weder somatisch noch psychiatrisch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellbar sei
.
Bezüglich des zeitlichen Verlaufs der Arbeits
unfähigkeit führten die Gutachter aus, aufgrund der anamnestischen Angaben, den Untersuchungsbefunden und den vorliegenden Dokumente
sei
davon
aus
zugehen
, dass vor einigen Jahren eine Depression erheblichen Ausmasses vor
gelegen habe.
Die Beschwerdeführerin habe schon vor einiger Zeit die Antide
pressiva abgesetzt, habe geheiratet und es bestehe ein Kinderwunsch.
Da das
Ambulatorium
A.___
noch im Mai 2011 einen gleichen Zustand erwähnt habe – was für sie allerding
s
nicht mehr nachvollziehbar sei - könne die von ihnen festgestellte Arbeitsfähigkeit spätestens ab Dezember 2011 sicher bestätigt werden
(Urk. 7/55/13
-
14).
4.2
Am
28. August 2012 nahmen die Gutachter
des Instituts Y.___
zu
den
im Rahmen des Vorbescheidsverfahrens von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten (Berichte des Spitals
Z.___
,
O.___
, vom Mai 2012, sowie ein Bericht des Ambulatoriums
A.___
, vom 5. Juni 2012
, Urk. 7/70
) Stellung (Urk. 7/73).
Hinsichtlich der Berichte der
O.___
des Spitals Z.___
– die Beschwerdeführerin war dort vom 3.-5. Mai 2012 hospitalisiert (Urk. 7/70/4-6) – führten sie aus, dass es sich bei der dort vorgenommenen Konisation und Curettage aufgrund eines auffälligen PAP-Abstriches um einen häufigen Routineeingriff handle
,
der keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe
.
Zum Bericht des Ambulato
riums
A.___
vom 5. Juni 2012
, in dem
eine rezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig leichte Episode, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit vermeidenden und abhängigen Zügen sowie eine Dysthymie als Diagnosen auf
geführt und eine Arbeitsunfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt von 100 % attestiert worden war, führten die Gutachter aus
, weder eine leichte depressive Episode noch eine Dysthymie würden eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri
scher Sicht begründen.
Eine Persönlichkeitsstörung könne sodann nicht diag
nostiziert werden. Die Beschwerdeführerin habe insbesondere während
17
Jah
ren vollzeitlich und ohne grössere Schwierigkeiten gute Arbeitsleistungen erzielt. Dies sei mit dem Vorhandensein einer Persönlichkeitsstörung nicht ver
einbar. Eine solche schränke die Arbeitsfähigkeit und die Beziehungsfähigkeit ab Eintritt ins Erwachsenenalter massiv ein. Die erhöhte Müdigkeit sei im Rah
men einer Neurasthenie zu sehen, die aber vorliegend keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe.
Es liege keine schwere psychiatrische Komorbidität vor.
4.
3
4.3
.1
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag das Gutach
ten
des Instituts Y.___
vom 20. Januar 2012 zu überzeugen. Es beruht auf sorgfältigen und allseitigen Untersuchungen (Urk.
7
/
55/6-7 und 9-10
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk.
7
/
55/6 und 8-9
) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (Urk.
7
/
55/4-5)
. Die
Beurteilung
der Gutachter
is
t schlüssig und nachvollziehbar. Der psychiatrische Gutachter setzte sich
ausser
dem
mit der abweichenden Einschätzung der behandelnden Therapeuten de
s
Ambulatoriums
A.___
hinreichend auseinander
und legte schlüssig dar, dass
entgegen
jen
er
Einschätzung
aus psychiatrischer Sicht
keine Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit mehr
bestehe
(Urk.
7
/55/12 und Urk.
7
/73).
4.3.2
Da es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens praxisgemäss nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt (vgl. etwa Urteil des Bundesge
richts 8C_639/2011 vom 5. Januar 2012 E. 4.3.1), ist das Vorbringen der Beschwerdeführerin,
die
psychiatrische Untersuchung
habe weniger als eine Stunde gedauert
, vor dem Hintergrund der vollständigen und schlüssigen gut
achterlichen Beurteilung unbehelflich. Aufgrund der detaillierten Angaben im Gutachten (Urk.
7
/
55
/8-10
) erscheint es im Übrigen als fraglich, ob die Untersu
chung nicht länger gedauert hat als d
ie
Beschwerdeführer
in
behauptet.
Ins Leere zielt
sodann auch der Einwand der Beschwerdeführerin, der psychiatrische Gut
achter habe
keinerlei
Tests
durchgeführt
. Psychologische Tests können zwar eine Ergänzung sein, entscheidend ist indessen die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2011 vom 5. Januar 2012 E. 4.3.1). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, weshalb eine psychologische Testung hätte durchgeführt werden müssen.
Unbehelflich ist auch d
as Vorbringen der Beschwerdeführerin, der psychiatrische Gutachter habe keine Fremdanamnese eingeholt
.
Fremdanamnestische Abklärungen sind
bei der psychiatrischen Begutachtung
nicht unerlässlich
. Eine Fremdanamnese kann zwar eine zentrale Erfahrungsquelle für den Arzt darstellen, allerdings muss sich der medizinische Sachverständige von entsprechenden Erhebungen einen wesentlichen Erfahrungsgewinn versprechen können
(Urteil des Bundesgerichts I 58/06 vom 1
3.
Juni 2006 E. 2.3).
D
em psychiatrischen Gutachter
lagen die Berichte
des Ambulatoriums
A.___
vor
(
Urk.
8/48/4-5). Es ist nicht ersicht
lich und wird im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht ausgeführt
,
was für
weitere
fremdanamnestische
Angaben
noch
hätten eingeholt werden müssen.
Die Beschwerdeführerin bringt schl
iesslich
vor, der psychiatrische Gutachter habe ihre Angaben nicht richtig wiedergegeben
(Urk. 1 S. 6-8). Es
bestehen
indes
keinerlei Anhaltspunkte, dass dem so wäre. So führt
e
die Beschwerdefüh
rerin in der Beschwerdeschrift beispielsweise aus, die Behauptung des psychiat
rischen Gutachters,
sie habe 17 Jahre ohne irgendwelche Schwierigkeiten gear
beitet, treffe nicht zu
(Urk. 1 S. 7 f.)
.
Gemäss dem in den Akten liegenden Lebenslauf der Beschwerdeführerin begann sie im Jahr 1985 zu arbeiten (Urk. 7/18/2). Eine erste temporäre Arbeitsunfähigkeit ist im Oktober 2000 aus
gewiesen (Urk. 7/15/2)
, per Ende Juli 2001 wurde der Beschwerdeführerin sodann aufgrund wiederholter krankheitsbedingter Absenzen gekündigt (Urk. 7/10/4)
. Mit Blick auf die durchgehend guten Arbeitszeugnisse (Urk.
7
/18/3-5) und
den
IK-Ausz
ug
, aus
dem
hervorgeht, dass die Beschwerde
führerin bis dahin fast durchgehend arbeits
tätig war (Urk.
7
/22), ist die Annahme der Gutachters bezüglich Erwerbstätigkeit nicht zu beanstanden; dass allfällige Probleme nach 16 und nicht nach 17 Jahren auftraten, vermag seine Schlussfolgerungen nicht in Frage zu stellen.
4.3
.3
Auch die Berichte des Ambulatoriums
A.___
geben zu keiner anderen Beurtei
lung
der Arbeitsfähigkeit Anlass.
D
ie am Ambulatorium
A.___
durchgeführte neuropsychologische Untersuchung
, welche
teilweise nach Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 25. Oktober 2012
stattfand
(Urk. 11/1+2), vermag den Entscheid der IV-Stelle nicht in Frage zu stellen
, d
a der Erlass de
r
angefochtenen
Verfügung
die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen),
und
bloss diejenigen tatsächlichen Umstände zu berücksichtigen
sind
, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet haben.
I
m Übri
gen
ergibt sich
aus dem
Bericht
über die neuropsychologische Untersuchung
nicht
, ob eine Symptomvalidierung durchgeführt
worden ist
;
damit fehlt es aber von vornherein an der erforderlichen Beweiskraft.
Was den Bericht
des Ambulatoriums
A.___
vom 25. September 2012
betrifft (Urk. 7/75), so wiederholten die behandelnden Therapeuten lediglich ihre
bereits bekannte
Einschätzung
.
Da d
er psychiatrische
Gutachter
bereits
einge
hend zu den
Einschätzungen der behandelnden Therapeuten des Ambulatoriums
A.___
Stellung
genommen und
in nachvollziehbarer Weise
ausgeführt hatte
,
dass entgegen derer Ansicht keine Persönlichkeitsstörung vorliege und eine leichte depressive Episode sowie eine Dysthymie zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führ
ten
, kann auf deren Beurteilung
, die Beschwerdeführerin sei nicht arbeitsfähig,
nicht abgestellt werden
.
In diesem Zusammenhang ist
auch
darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache, dass Haus
ärzte und behandelnde Spezialärzte (so etwa Urteil des damaligen Eidgenössi
schen Versicherungsgerichts in Sachen H. vom 2
1.
Februar 2005, I 570/04,
E.
5.1 mit Hinweisen) mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rech
nung tragen soll und darf (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
4.4
Zusammenfassend ist daher gestützt auf das Gutachten
des Instituts Y.___
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin verbessert hat und ihr eine volle
Arbeitsfähig
keit zugemutet werden kann. Bei dieser Sachlage
liegt ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor und es kann offenbleiben, ob die Verfügung, mit welcher die ursprüngliche Rente zugesprochen wurde, nicht als zweifell
os unrichtig zu betrachten wäre
, was bei
Annahme eines unveränderten Gesund
heitszustandes allenfalls hätte geprüft werden müssen.
Die angefochtene rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle vom 25. Oktober 2012 erweist sich als rechtens, was zu
r
Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
Die K
osten
des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Christina Ammann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu
enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler