# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db099203-6037-5ce4-9c4e-4157bab77451
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-23
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 23.02.2024 Z1 2023 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2023-29_2024-02-23.pdf

## Full Text

20231219_112842_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2023 29

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter A. Staub
Ersatzrichterin A. Amsler Mercier
Gerichtsschreiberin K. Heidelberger

Urteil vom 23. Februar 2024

in Sachen

A.________, gesetzlich vertreten durch die Mutter B.________,
diese wiederum vertreten durch Rechtsanwältin C.________,
Kläger und Berufungsbeklagter,

gegen

D.________,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,
Beklagter und Berufungskläger,

betreffend

Abänderung Unterhaltsbeitrag
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 12. Juni 2023)

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Rechtsbegehren

Beklagter und Berufungskläger

1. Dispositiv Ziff. 3.1 des Urteils des Kantonsgerichts Zug EV 2021 50 sei abzuändern und wie folgt 
neu zu formulieren:

"Der Beklagte wird verpflichtet, an den Unterhalt des Klägers folgende monatliche Beiträge zu 
bezahlen, zahlbar im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, je zuzüglich allfälliger Familien- 
und/oder Ausbildungszulagen:

Phase I: Ab 1. August 2023 bis zum Auszug der Kindsmutter und des Klägers aus der Wohnung 
an der ________ in G.________
- Barunterhalt CHF 0.00
- Betreuungsunterhalt CHF 0.00

Phase II: Ab Auszug der Kindsmutter und des Klägers aus der Wohnung an der ________ in 
G.________ bis zum 30. Juni 2027
- Barunterhalt CHF 1'893.00
- Betreuungsunterhalt CHF 301.00

Phase III: Ab 1. Juli 2027 bis 30. Juni 2029
- Barunterhalt CHF 1'965.00

Phase IV: Ab 1. Juli 2029 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung, so-
lange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Be-
klagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet
- Barunterhalt CHF 1'057.00"

2. Es seien die Akten der Vorinstanz der Verfahren EV 2021 50 beizuziehen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des Berufungsbeklagten.

Kläger und Berufungsbeklagter

1. Die Berufung des Berufungsklägers und Beklagten sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7 % MWST) zulasten des Berufungsklä-
gers und Beklagten.

Sachverhalt

1.1 A.________ (nachfolgend: Kläger), geboren am tt.mm.2011, ist der Sohn von B.________ 
(nachfolgend: Mutter oder Kindsmutter) und D.________ (nachfolgend: Beklagter oder Va-
ter). Mutter und Vater (nachfolgend gemeinsam: Eltern) waren und sind nicht miteinander 
verheiratet. Die Kindesanerkennung erfolgte am 28. Juli 2011 (act. 1/2).

1.2 Am 1. September 2011 schlossen die Eltern einen Unterhaltsvertrag. Darin verpflichtete sich 
der Beklagte – zumindest falls er nicht mehr mit dem Kläger und der Mutter im selben Haus-
halt leben sollte – zur Leistung folgender monatlicher Unterhaltsbeiträge: CHF 1'645.00 von 

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der Geburt bis zum vollendeten 6. Altersjahr, CHF 1'845.00 bis zum vollendeten 12. Alters-
jahr und CHF 2'230.00 bis zur Vollendung der Ausbildung, mindestens aber bis zum voll-
endeten 18. Altersjahr. Mit Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde G.________ vom 
12. September 2011 wurde der Unterhaltsvertrag genehmigt (act. 1/2).

2.1 Nach erfolglosem Schlichtungsverfahren beim Friedensrichteramt G.________ reichte der 
Kläger gegen den Beklagten am 18. März 2021 beim Einzelrichter am Kantonsgericht Zug 
eine Abänderungsklage ein. Er beantragte, dass er unter die alleinige Obhut der Mutter zu 
stellen und dem Beklagten ein Besuchsrecht einzuräumen sei. Zudem machte er im Wesent-
lichen gegenüber dem Unterhaltsvertrag höhere Unterhaltsbeiträge geltend (act. 1). In der 
Klageantwort vom 17. Mai 2021 beantragte der Beklagte im Wesentlichen, der Kläger sei 
unter seine Obhut zu stellen und er (der Beklagte) habe für den Unterhalt des Klägers auf-
zukommen (act. 7).

2.2 Der Einzelrichter lud den Kläger für den 2. Juni 2021 zu einer Anhörung ein (act. 8). Ob der 
Kläger zur Anhörung erschien oder nicht, ergibt sich aus den Akten nicht. Dem angefochte-
nen Entscheid ist lediglich zu entnehmen, der Kläger habe sich "partout nicht äussern" wollen 
(act. 47 E. 6.2.5).

2.3 Am 21. Oktober 2021 wurden die Mutter und der Beklagte zur Sache befragt. Im Anschluss 
fand eine Instruktionsverhandlung (Vergleichsverhandlung) statt. Die Parteien konnten sich 
nicht einigen (act. 18).

2.4 Mit Entscheid des Einzelrichters vom 21. Juni 2022 wurden die Parteien aufgefordert, ver-
schiedene Urkunden einzureichen (act. 22).

2.5 Am 26. August 2022 wies der Einzelrichter den Antrag des Beklagten, es sei für den Kläger 
eine Kindesvertretung einzusetzen, ab (act. 32).

2.6 An einer weiteren Instruktionsverhandlung vom 10. November 2022 schlossen die Parteien 
einen Vergleich mit Widerrufsvorbehalt. Der Vergleich wurde widerrufen (act. 35-37).

2.7 Am 17. Februar 2023 fand die Hauptverhandlung statt (act. 41-43).

2.8 Am 12. Juni 2023 fällte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug folgenden Entscheid 
(act. 47):

" 1. Der Kläger, A.________, geb. tt.mm.2011, wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der 
Mutter, B.________, sowie dem Beklagten, D.________, belassen.

2.1 Die Obhut über den Kläger wird der Mutter zugeteilt.

2.2 Der Beklagte wird berechtigt und verpflichtet, den Kläger wie folgt zu betreuen:
- jeden Donnerstagabend, Schulschluss, bis Freitagmorgen, Schulbeginn, mit der Auflage, 

den Kläger am Donnerstag von der Schule abzuholen und am Freitag zur Schule zu bringen; 
- jedes zweite Wochenende von Freitagabend, Schulschluss, bis Montagmorgen, Schulbeginn 

mit der Auflage, den Kläger am Freitagabend von der Schule abzuholen und am Montag-
morgen zur Schule zu bringen;

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- während drei Wochen Schulferien, wobei das Wahlrecht betreffend Ferienbetreuung in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl dem Beklagten und in Jahren mit gerader Jahreszahl der Mut-
ter anheimfällt. Der eine Elternteil hat dem anderen Elternteil das Besuchsrecht drei Monate 
im Voraus schriftlich anzukündigen. 

3.1 Der Beklagte wird verpflichtet, an den Unterhalt des Klägers folgende monatliche Beiträge zu 
bezahlen, zahlbar im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, je zuzüglich allfälliger Famili-
en- und/oder Ausbildungszulagen: 

Phase I: Ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids bis zum 1. August des Jahres, in welchem 
der Kläger in die Oberstufe eintritt
- Barunterhalt: CHF 2'233.00;
- Betreuungsunterhalt: CHF 1'498.00.

Der Barunterhalt reduziert sich auf CHF 1'533.00 und der Betreuungsunterhalt reduziert sich auf 
CHF 98.00, solange der Kläger mit der Mutter in der Liegenschaft des Beklagten an der 
________ in G.________ wohnhaft ist und der Mutter keine Mietkosten anfallen.

Phase II: Ab 1. August des Jahres, in welchem der Kläger in die Oberstufe eintritt bis zum 
30. Juni 2027 
- Barunterhalt: CHF 2'236.00;
- Betreuungsunterhalt: CHF    367.00.

Phase III: Ab 1. Juli 2027 bis 30. Juni 2029 
- Barunterhalt: CHF 2'525.00.

Phase IV: Ab 1. Juli 2029 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung, so-
lange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Be-
klagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet 
- Barunterhalt: CHF 1'325.00.

3.2 Die in Dispositiv-Ziff. 3.1 festgelegten Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand März 2023 = 106.0 Punkte (Basis 
Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 
2024 dem Indexstand November des Vorjahres proportional anzupassen und auf ganze Franken 
aufzurunden. 

Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index
106.0

Der Unterhaltspflichtige kann diese Anpassung insoweit verweigern, als sein Einkommen nicht 
durch Reallohnerhöhung, Teuerungszulage oder sonst wie der Teuerung entsprechend erhöht 
wird. Er verwirkt für das fragliche Jahr den Verweigerungsanspruch, sofern er diesen dem Un-
terhaltsberechtigten nicht bis zum 31. Januar urkundlich nachweist.

4. An ausserordentlichen Kinderkosten (wie z.B. Zahnkorrekturen, Sehhilfen, schulische Förde-
rungsmassnahmen etc.), über welche sich die Eltern vorgängig verständigt haben und welche 
den Betrag von CHF 300.00 übersteigen, beteiligen sich beide Elternteile je zur Hälfte, soweit 
nicht Dritte (wie z.B. Versicherungen) für diese Kosten aufkommen.

5. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-Renten werden ausschliesslich 
der Mutter angerechnet.

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6. Der Antrag auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses wird zufolge Gegenstandslosigkeit 
abgeschrieben. 

7. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 6'000.00 Entscheidgebühr (inkl. ES 2023 66)
CHF 827.50 Kosten für die Übersetzung
CHF 6'827.50 Total

Die Gerichtskosten werden dem Beklagten auferlegt. Der Beklagte hat dem Kläger die Kosten 
des Schlichtungsverfahrens im Umfang von CHF 370.00 zu ersetzen. 

8. Der Beklagte hat dem Kläger eine Parteientschädigung von CHF 16'863.80 (MWST inbegriffen) 
zu bezahlen."

3. Gegen diesen Entscheid reichte der Beklagte mit Eingabe vom 13. Juli 2023 Berufung mit 
eingangs genanntem Rechtsbegehren ein (act. 51). In der Berufungsantwort vom 26. Sep-
tember 2023 stellte der Kläger seinerseits das eingangs genannte Rechtsbegehren (act. 57). 
In der Replik vom 29. November 2023 (act. 60) und der Duplik vom 16. Januar 2024 (act. 64) 
hielten die Parteien je an ihrem Rechtsbegehren fest.

Eine Berufungsverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Erwägungen

1. Der Kläger, die Mutter und der Beklagte sind französische Staatsangehörige. Sie haben ihren 
Wohnsitz (noch) im Kanton Zug. Die internationale, örtliche, sachliche und funktionelle Zu-
ständigkeit der angerufenen Gerichte ist (unbestrittenermassen) gegeben. In der Sache ist 
schweizerisches Recht anwendbar. Es kann hierzu auf die zutreffende E. 2 im angefochte-
nen Entscheid verwiesen werden (zur Zulässigkeit eines solchen Verweises vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_88/2020 vom 11. Februar 2021 E. 3.4 m.w.H.).

2. Strittig ist im Berufungsverfahren einzig noch die Höhe des geschuldeten Bar- und Betreu-
ungsunterhalts (Dispositiv-Ziffer 3.1 des angefochtenen Entscheids). Im Übrigen ist festzu-
halten, dass der Entscheid der Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen ist. Dies betrifft die ge-
meinsame elterliche Sorge (Dispositiv-Ziffer 1), die Regelung der Obhut und des Besuchs-
rechts (Dispositiv-Ziffern 2.1 und 2.2), die Indexierung der Unterhaltsbeiträge (Dispositiv-
Ziffer 3.2), die Regelung betreffend die ausserordentlichen Kinderkosten (Dispositiv-Ziffer 4), 
die Anrechnung der Erziehungsgutschriften (Dispositiv-Ziffer 5) sowie der Entscheid über die 
Gegenstandslosigkeit des Antrags auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses (Dispositiv-
Ziffer 6).

3. Bevor auf die Rügen des Beklagten im Einzelnen eingegangen wird, ist in prozessualer Hin-
sicht Folgendes festzuhalten:

3.1 Neue Vorbringen sind im Berufungsverfahren grundsätzlich nur noch unter den Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Danach sind neue Tatsachen und Beweismittel 
nur noch zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden 

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(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor-
gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Art. 296 ZPO statuiert jedoch für Kin-
derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind – 
den uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatz und den Offizialgrundsatz, weshalb das 
Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an 
die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, die der umfassenden Untersuchungsmaxime un-
terstehen, können die Parteien auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismit-
tel unbeschränkt vorbringen. Die Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht für 
Verfahren, in denen Kinderbelange zu beurteilen sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1).

3.2 Der Untersuchungsgrundsatz entbindet die Parteien indessen nicht davon, durch Hinweise 
zum Sachverhalt oder Bezeichnung von Beweisen am Verfahren mitzuwirken. Sie müssen 
das Gericht über den Sachverhalt orientieren und ihm die verfügbaren Beweismittel nennen 
(Urteile des Bundesgerichts 5A_702/2020 vom 21. Mai 2021 E. 4.4 und 5A_1037/2019 vom 
22. April 2020 E. 2.5, je unter Hinweis auf BGE 128 III 411 E. 3.2.1 und 130 I 180 E. 3.2).

3.3 Ungeachtet der Untersuchungs- und Offizialmaxime ist jedoch zu beachten, dass das Beru-
fungsverfahren als eigenständiges Verfahren ausgestaltet ist. Es dient nicht der Vervollstän-
digung des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstin-
stanzlichen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entspre-
chend ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der 
Berufungskläger aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in 
tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven 
oder neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nach-
zukommen, genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf seine Vorbringen vor 
erster Instanz verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt 
oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Ein-
zelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen ar-
gumentativ auseinandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. 
Die Begründung muss hinreichend explizit sein, sodass sie von der Berufungsinstanz einfach 
nachvollzogen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_72/2021 vom 28. September 
2021 E. 7.3.2 m.w.H., insbesondere auf BGE 142 III 413 E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1).

Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvorausset-
zung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt die Berufungsinstanz darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsge-
richts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen 
verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_350/2019 vom 26. Oktober 2020 E. 4.1 und 5A_342/2020 vom 4. März 2021 E. 3.3).

4. Strittig ist unter anderem die Höhe des von der Vorinstanz ermittelten Einkommens des Be-
klagten.

4.1 Die Vorinstanz legte das durchschnittliche Nettoeinkommen auf CHF 13'447.00 pro Monat 
fest. Zur Begründung führte sie aus, der Beklagte habe seit 1. August 2022 einen unbefriste-

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ten Arbeitsvertrag bei der F.________ erhalten. Er mache geltend, sein monatliches Ein-
kommen belaufe sich auf CHF 12'118.00. Da Unterhaltsbeiträge für die Zukunft gesprochen 
würden und der Beklagte seit längerer Zeit erstmals einen unbefristeten Vertrag erhalten ha-
be, rechtfertige es sich – im Einklang mit den Ausführungen des Beklagten – auf das bei der 
F.________ generierte Einkommen abzustellen. Der Beklagte verkenne allerdings, dass 
nicht auf das vertraglich festgelegte, sondern auf das effektiv erzielte Einkommen abzustel-
len sei. Gestützt auf die vom Beklagten eingereichten Lohnabrechnungen von Oktober bis 
Dezember 2022 ergebe sich ein durchschnittliches Nettoeinkommen von rund 
CHF 13'447.00 pro Monat (= [CHF 14'534.80 Oktober 2022 + CHF 15'507.30 November 
2022 + CHF 10'297.80 Dezember 2022] / 3; act. 7 E. 8.2.2).

4.2 Der Beklagte rügt, die Vorinstanz verkenne, dass maximal ein 100%-Einkommen angerech-
net werden dürfe. Das von der Vorinstanz kalkulierte Einkommen von CHF 13'447.00 basiere 
auf der Annahme, dass der Beklagte jeden Monat Überstunden leisten und dies vom Arbeit-
geber auch genehmigt werde. Eine derartige Garantie habe der Beklagte nicht. Aufgrund der 
hohen Anwalts- und Gerichtskosten sowie der beiden Haushalte, die er vollständig selbst fi-
nanziert habe, habe er seine Möglichkeiten, einen höheren Erwerb zu erzielen voll ausschöp-
fen müssen. Es sei ihm jedoch nicht zumutbar, diesen Zustand über längere Dauer aufrecht-
zuerhalten. Dies müsse auch nicht gefordert werden, da auch mit einem tieferen Einkommen 
der Bedarf des Klägers gedeckt werden könne. Grundsätzlich könne "von einem Ehegatten" 
nicht erwartet werden, dass er einem Arbeitspensum von mehr als 100 % nachgehe. Von 
diesem Grundsatz dürfe nur abgewichen werden, wenn die Nebenerwerbstätigkeit auch nach 
Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes möglich und zumutbar sowie wenn dies aufgrund 
knapper finanzieller Verhältnisse notwendig sei. Indem die Vorinstanz davon ausgehe, dass 
der Beklagte über die nächsten zehn Jahre in der Lage sein werde, mehr als 100 % zu arbei-
ten, stelle sie den Sachverhalt falsch fest, übe ihr Ermessen falsch aus und lege der Unter-
haltsberechnung ein willkürliches Einkommen zu Grunde (act. 51 Rz 9).

4.3 Bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrages ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Ein-
kommen des Unterhaltspflichtigen auszugehen. Bei unselbständig Erwerbstätigen besteht 
dieses aus dem monatlichen Nettolohn gemäss monatlichen Lohnabrechnungen oder Jah-
reslohnausweis. Zu diesem Nettoeinkommen gehören nicht nur der feste Lohnbestandteil, 
sondern beispielsweise auch effektiv bezahlte Provisionen, Gratifikationen oder Boni, Ver-
waltungsrats- oder Delegiertenhonorare und Trinkgelder, aber auch Spesenentschädigun-
gen, soweit ihnen keine tatsächlichen Auslagen gegenüberstehen. Werden Einkommensbe-
standteile unregelmässig oder in unregelmässiger Höhe (beispielsweise Provisionen, Trink-
gelder, Akkordlohn) oder gar nur einmalig (beispielsweise 13. Monatslohn) ausbezahlt, ist 
von einem schwankenden Einkommen auszugehen. Solchen Schwankungen ist dadurch 
Rechnung zu tragen, dass auf einen Durchschnittswert einer als massgebend erachteten 
Zeitspanne abgestellt wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_686/2010 vom 6. Dezember 
2010 E. 2.3; Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, N 632).

Grundsätzlich kann von Unterhaltspflichtigen kein Arbeitspensum von mehr als 100 % erwar-
tet werden. Es besteht daher für einen Unterhaltspflichtigen mit Vollpensum grundsätzlich 
keine Obliegenheit, Überstunden zu leisten oder einer Nebenerwerbstätigkeit nachzugehen 
(vgl. Maier, a.a.O., N 644). Das gilt jedenfalls für die Festlegung eines Erwerbseinkommens 
für die Zukunft und solange keine knappen finanziellen Verhältnisse vorliegen. Davon zu un-

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terscheiden ist das bereits erzielte Einkommen, soweit dieses massgebend ist, um die Un-
terhaltspflicht vor und bis zum gerichtlichen Entscheid festzulegen. Bei diesem Einkommen 
sind Lohnzahlungen, die in der Vergangenheit erfolgten, so beispielsweise auch Überstun-
den, grundsätzlich stets zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_466/2015 
vom 8. März 2016 E. 4.2.1; Maier, a.a.O., N 646).

4.4 An der Hauptverhandlung im erstinstanzlichen Verfahren berechnete der Beklagte den von 
ihm ermittelten Nettomonatslohn wie folgt: Gemäss Arbeitsvertrag erhalte er einen Stunden-
ansatz von brutto CHF 84.98 und die Arbeitszeit betrage 40 Stunden pro Woche. Unter 
Berücksichtigung der Ferien- und Feiertage seien dies 161 Stunden pro Monat. Damit erziele 
er einen durchschnittlichen Bruttomonatslohn von CHF 13'653.00. Abzüglich der Sozialleis-
tungen von 8,78 % sowie der Einzahlung in die zweite Säule von CHF 336.05 erziele er ei-
nen Nettomonatslohn von CHF 12'188.00 (act. 43 Rz 14 erstes Lemma). Die Vorinstanz 
rechnete demgegenüber, wie erwähnt, jeweils mit den in den Monaten Oktober bis Dezember 
2022 auf den Lohnabrechnungen ausgewiesenen Nettobeträgen und mittelte diese (act. 47 
E. 8.2.2).

Obwohl vom Beklagten so dargestellt, lag der Unterschied dieser zwei Methoden nicht nur in 
den Überstunden. Die in den drei Lohnabrechnungen aufgeführten Arbeitsstunden variierten 
wie folgt: 183,51 Stunden im Oktober, 194,45 im November und 131,10 im Dezember 2022. 
Das entspricht durchschnittlich 169,69 Stunden, was bei 161 Arbeitsstunden im Monat (diese 
Zahl blieb unbestritten) Überstunden von durchschnittlich 8,69 pro Monat entspricht. Diese 
Überstunden hat die Vorinstanz bei ihrer Berechnung (stillschweigend) zwar mitberücksich-
tigt. Die Vorinstanz zog aber noch weitere Faktoren mit ein. So wurden in den Lohnabrech-
nungen Leistungen für "Mehrarbeit 25% MS/PS" vergütet. Die Vergütungen betrugen in den 
drei Monaten Oktober bis Dezember 2022 brutto CHF 66.30, CHF 133.45 und CHF 106.70, 
somit durchschnittlich brutto CHF 102.15. Auch diese rechnete die Vorinstanz (stillschwei-
gend) mit ein. Schliesslich zog die Vorinstanz in ihre Berechnung auch die in den Lohnab-
rechnungen mit "Stundenlohn FT Ant. 3.2%" bezeichneten Positionen ein. Diese beliefen 
sich in den drei Monaten auf brutto CHF 499.15, CHF 528.90 und CHF 356.60, durchschnitt-
lich brutto CHF 461.55. Der Unterschied zwischen der von der Vorinstanz angewandten und 
der vom Beklagten propagierten Methode zeigt sich mithin auf drei Ebenen: Überstunden, 
Zuschlag "Mehrarbeit" sowie "FT Ant. 3.2%". Die von der Vorinstanz ebenfalls (stillschwei-
gend) miteinbezogene Position "Nachtarbeit 25%" ist vernachlässigbar. Denn diese Position 
kommt nur in der Lohnabrechnung November 2022 vor und beläuft sich bloss auf CHF 19.15 
brutto.

4.5 Die Vorinstanz rechnete den "FT Ant. 3.2%" mit ein. "FT Ant. 3.2%" steht für "Bank holiday 
compensation (3.2%)" (s. Bst. h des Assignment Contracts [act. 43/1]). "Bank holiday" ist die 
englische Bezeichnung für gesetzliche Feiertage. Bei diesem Lohnbestandteil handelt es sich 
mithin um eine Entschädigung für den auf gesetzliche Feiertage entfallenden Teil des Lohns. 
Derartige Lohnbestandteile sind typisch bei Arbeitnehmenden, die im Stundenlohn beschäf-
tigt sind. Sie beziehen sich aber üblicherweise auf den Ferienlohn: Soweit Arbeitnehmende 
während der Ferien keinen Lohn ausbezahlt erhalten, muss der auf ihre Ferien entfallende 
Teil des Lohns im Stundenansatz enthalten sein (vgl. Art. 329d Abs. 1 OR). Dasselbe trifft 
auch auf die Entschädigung "FT Ant. 3.2%" zu. Dieser Lohnbestandteil wird dem Beklagten 
zusammen mit seinem Stundenlohn ausbezahlt, aber nur bei effektiv geleisteten Arbeitsstun-

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den. Dies im Gegensatz zu seinem Ferienlohn, der ihm nicht mit dem Stundenlohn ausbe-
zahlt, sondern zurückbehalten und dann während der Ferien (oder am Ende des Anstellungs-
verhältnisses) entrichtet wird ("Holiday compensation retained"; s. Bst. j des Assignment 
Contracts: "[…] will be paid to the employee when the holidays are taken – resp. at the end 
of the assignment"). Wenn für die Ermittlung des Durchschnittseinkommens alle für diese 
drei Monate ausgerichteten Feiertagsentschädigungen "FT Ant. 3.2%" hinzugerechnet wer-
den wollten, müsste aber zwingend mitberücksichtigt werden, wie viele Feiertage es in die-
sen drei Monaten tatsächlich gab. Wären beispielsweise keine Feiertage in diese drei Mona-
te gefallen, würde dies bedeuten, dass dem Beklagten ein Lohn angerechnet würde, wie er 
ihn erhielte, wenn er an sämtlichen Feiertagen arbeiten würde. Die Vorinstanz berücksichtig-
te jedoch nicht, wie viele gesetzliche Feiertage es in den Monaten Oktober bis Dezember 
2022 tatsächlich gab. Daher ist ihre Berechnung methodisch falsch.

4.6 Mit Bezug auf die Berücksichtigung der Überstunden sodann ist Folgendes festzuhalten: Drei 
Monate, in denen jeweils im Durchschnitt 8,69 Überstunden geleistet wurden, sind noch nicht 
repräsentativ, um das "bisher erzielte" Einkommen zu ermitteln. Dies umso weniger, als der 
Beginn des "Assignment Contracts" vom 1. August 2022 datiert und es in der Einarbeitungs-
phase nach allgemeiner Lebenserfahrung nicht unüblich ist, dass häufiger Überstunden ge-
leistet werden als später. Hinzu kommt, dass keine knappen finanziellen Verhältnisse vorlie-
gen. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz die Überstunden bei der Bemessung des 
Einkommens des Beklagten zu Unrecht mitberücksichtigt.

4.7 Das Einkommen des Beklagten ist demnach korrekterweise wie folgt zu berechnen: Sein 
Stundenlohn beträgt brutto CHF 95.00 (inkl. Feiertags- und Ferienentschädigung; Bst. h des 
"Assignment Contracts"). Unter Hinzurechnung von ermessensweise jährlich rund acht Feier-
tagen, die auf einen Werktag fallen, ergibt sich eine Jahresarbeitszeit von 46,4 Wochen (= 52 
Wochen ./. 4 Wochen Ferien ./. 1,6 Woche Feiertage) zu je 5 Arbeitstagen. Bei einer Stun-
denzahl von 40 pro Woche ("40 hours per week"; Bst. g des "Assignment Contracts") resul-
tiert ein jährlicher Bruttolohn von CHF 176'320.00 (= 46,4 x 40 x CHF 95.00). Davon abzu-
ziehen sind zunächst die Sozialabgaben (ohne Pensionskassenbeitrag). Anders als bei der 
Berechnung des Beklagten (er rechnet mit 8,78 %) beziehen sich die Prozentzahlen, deren 
Total zwar 8,78 ergibt, nicht alle auf den gesamten Bruttolohn; die Basis ist unterschiedlich. 
Werden die Beträge aller Sozialabgaben addiert und zum Bruttolohn ins Verhältnis gesetzt, 
resultiert für die Monate Oktober bis Dezember 2022 ein Durchschnitt von bloss 8,08 %, 
ergebend CHF 14'246.65 im Jahr (= CHF 176'320.00 x 8,08 %). Der Pensionskassenbei-
trag war in allen drei Monaten konstant CHF 336.05, entsprechend CHF 4'032.60 im Jahr. 
Folglich beläuft sich der Nettolohn auf CHF 158'040.75 im Jahr (= CHF 176'320.00 ./. 
CHF 14'246.65 ./. CHF 4'032.60) bzw. auf gerundet CHF 13'170.05 im Monat.

4.8 Umstritten ist weiter, ob dem Beklagten aus der Vermietung von Zimmern über Airbnb ein 
weiteres Einkommen anzurechnen ist.

4.8.1 Der Kläger führte in der Berufungsantwort aus, der Beklagte erziele ein weiteres Einkommen, 
weil er Zimmer in seiner Liegenschaft in H.________ für CHF 151.00 pro Nacht als Airbnb 
vermiete. Zum Beweis legte er einen "Internetausdruck: Chambre H.________" ins Recht 
(act. 57 Rz 9). Der Beklagte erwiderte in der Berufungsreplik, es sei zwar seine Idee gewe-
sen, Zimmer zu vermieten. Er habe aber damit bisher "ein tatsächliches Einkommen" nicht 

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erzielen können, da "es sich bei H.________ doch nicht gerade um eine gefragte touristische 
oder gut erschlossene Ortschaft" handle (act. 60 Ad. 9). Der Kläger wiederum legte seiner 
Berufungsduplik einen Ausdruck aus dem Portal Airbnb samt Rezensionen ins Recht. Aus 
diesem – so der Kläger – ergebe sich, dass der Beklagte seine Liegenschaft zwischen Mai 
und Oktober 2023 mindestens zehnmal vermietet habe und seine Gäste vorwiegend sehr zu-
frieden gewesen seien. Wie hoch das genaue Einkommen daraus sei, belege der Beklagte 
nicht. Die Einnahmen seien jedoch aufgrund der vorliegenden Belege mit monatlich mindes-
tens CHF 700.00 zu veranschlagen (act. 64 Rz 4). Der Beklagte reichte hierauf keine Stel-
lungnahme mehr ein.

4.8.2 Was der Beklagte mit seiner Aussage, "ein tatsächliches Einkommen" habe er nicht erzielen 
können, genau meint, bleibt unklar. Diese Aussage lässt aber den Schluss zu, dass der Be-
klagte mit der Vermietung von Zimmern über Airbnb ein Einkommen erzielt. Über die Höhe 
dieses Einkommens macht der Beklagte keinerlei Angaben. Der Kläger behauptete, dem Be-
klagten sei für die Vermietung ein monatliches Einkommen von mindestens CHF 700.00 an-
zurechnen. Der Beklagte bestritt diese Behauptung nicht. Auf dieses Einkommen ist dem-
nach abzustellen. 

4.8.3 Ein Zusatzeinkommen von CHF 700.00 ist im Übrigen durchaus plausibel. Gemäss unbestrit-
ten gebliebenen Behauptungen des Klägers vermietete der Beklagte die Zimmer zwischen 
Mai und Oktober 2023 mindestens zehn Mal. Zudem ergibt sich aus den eingereichten Bele-
gen, dass er insgesamt drei Schlafzimmer mit neun Betten vermietet, diese Zimmer von bis 
zu acht Personen gleichzeitig gemietet werden können und der Beklagte damit ein Einkom-
men von brutto CHF 417.00 pro Nacht erzielen kann (act. 64/1). Wenn davon ausgegangen 
wird, dass nicht jede Person, die beim Beklagten ein Zimmer gemietet hat, eine Rezension 
schreibt, so kann mit mindestens zwei Buchungen pro Monat gerechnet werden. Falls jede 
Buchung für durchschnittlich zwei Nächte ist, dann belaufen sich die monatlichen Einnahmen 
bereits auf über CHF 600.00 im Monat (= 2 Buchungen x 2 Nächte x CHF 151.00 pro Nacht 
und Buchung). 

4.8.4 An der Richtigkeit der Behauptung des Klägers, wonach der Beklagte mit der Vermietung von 
Zimmern über Airbnb durchschnittlich CHF 700.00 (netto) pro Monat verdient, bestehen so-
mit keine Zweifel. Daher ist es nicht erforderlich, diesbezüglich weitere Beweise zu erheben. 
Zudem würde sich am Unterhaltsbeitrag selbst bei Anrechnung eines höheren Einkommens 
aus der Zimmer-Vermietung nichts ändern, da der Unterhaltsbeitrag plafoniert ist (s. E. 8.2).

4.9 Unerheblich ist sodann, ob der Beklagte – wie der Kläger behauptet (act. 64 Rz 14) – bei 
einem Auszug der Kindsmutter und des Klägers aus der Liegenschaft in G.________ über 
erhebliche zusätzliche Mieteinnahmen verfügen wird. Wegen der Plafonierung des Unter-
haltsbeitrages hätte auch dies keine Auswirkungen auf den Unterhalt. Ausserdem steht noch 
nicht fest, wann die Kindsmutter und der Kläger ausziehen.

4.10 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass das monatliche Nettoeinkommen des Beklagten 
gerundet CHF 13'870.00 (= CHF 13'170.05 + CHF 700.00) beträgt und nicht CHF 13'447.00 
(so die Vorinstanz; zu den Auswirkungen dieses leicht höheren Einkommens auf die Unter-
haltsberechnung vgl. E. 8).

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5. Strittig ist ferner, ob im monatlichen Bedarf des Beklagten der hälftige Grundbetrag für ein 
Ehepaar oder Paar in kostensenkender Wohn-/Lebensgemeinschaft (also CHF 850.00) oder 
aber der Grundbetrag für eine alleinstehende Person (also CHF 1'200.00) zu berücksichtigen 
ist. Unbestritten ist, dass der Beklagte mit einer I.________ (Staatsangehörigen aus 
I.________) liiert ist.

5.1 Die Vorinstanz rechnete mit CHF 850.00 pro Monat, was sie zusammengefasst wie folgt be-
gründete: Aus den vom Kläger eingereichten Unterlagen gehe hervor, dass der Beklagte sei-
ne neue Partnerin "zumindest religiös angetraut" habe. Des Weiteren gehe aus der E-Mail-
Korrespondenz des Beklagten von Anfang November 2022 hervor, dass er seine Partnerin 
ab Mitte November 2022 in seiner Liegenschaft im Kanton Zürich aufgenommen habe und 
die Partnerin mindestens bis Ende Februar 2023 in der Schweiz wohnhaft gewesen sei. Zum 
Zeitpunkt der Hauptverhandlung am 17. Februar 2023 sei noch unklar gewesen, wann sie die 
Schweiz wieder verlassen müsse. Damit sei davon auszugehen, dass die Partnerin über 
90 Tage in der Schweiz residiert habe; zumindest sei das Abreisedatum am 17. Februar 
2023 noch unklar gewesen. Hätte die Partnerin ein Visum Typ C (ohne weiteren Aufenthalts-
titel), dürfte sie aber maximal 90 Tage in der Schweiz verweilen; zudem müssten für den Er-
halt des Visums bestätigte Flugbuchungen (inkl. Rückreiseticket) vorliegen und damit das 
Rückflugdatum bekannt sein. Dies lege den Schluss nahe, dass die Partnerin über ein Visum 
Typ D (mit Aufenthaltstitel) verfüge oder dieses zumindest zum Zwecke der Wohnsitznahme 
beantragt haben müsse. Auch würden die Ausführungen des Beklagten bzw. seines Rechts-
vertreters, wonach sie "noch" keinen Aufenthaltstitel habe und "vorerst" nur sporadisch in der 
Schweiz lebe, nahe, dass zumindest ein Antrag auf einen entsprechenden Aufenthaltstitel 
gestellt worden sei. Lediglich der Vollständigkeit halber sei darauf hinzuweisen, dass das 
Visum Typ C mehrfach beantragt werden könne, sodass es der Partnerin durchaus auch 
dann möglich sei, über mehrere Monate im Jahr in der Schweiz zu leben. In Anbetracht des-
sen sei die Briefkastenbeschriftung mit Gravur (auch aus migrationsrechtlichen Gründen) ein 
starkes Indiz dafür, dass die Partnerin in der Liegenschaft des Beklagten zumindest gross-
mehrheitlich wohnhaft und eine dauerhafte Wohnsitznahme geplant sei. Von Seiten des Be-
klagten seien zumindest keine substanziierten Bestreitungen erfolgt. Er unterlasse es, ge-
naue Ausführungen zum Aufenthaltsstatus der Partnerin zu machen. Er erläutere nicht wei-
ter, wie sich das "sporadische" Wohnen in der Schweiz konkret gestalte. Zur Briefkastenbe-
schriftung führe er lediglich aus, diese habe symbolischen Charakter. Im Übrigen offeriere 
der Beklagte auch keine Beweise zu seinen Behauptungen. Es wäre ihm aber beispielsweise 
ohne Weiteres möglich gewesen, das Visum bzw. den Visumsantrag seiner Partnerin oder 
das Flugticket (insbesondere das für das Visum Typ C benötigte Rückreiseticket) vorzulegen. 
Da selbst im vorliegenden Verfahren, das vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht werde, 
bei anwaltlich vertretenen Parteien auf die Behauptungen und Beweisanträge der rechtskun-
digen Parteivertreter abgestellt werden könne, müsse gestützt auf das Ausgeführte und die 
vorliegenden Akten davon ausgegangen werden, dass die Partnerin überwiegend in der Lie-
genschaft des Beklagten wohnhaft sei und ein Antrag auf eine Aufenthaltsbewilligung geprüft 
werde, wenn er [recte: sie] nicht bereits ausgestellt worden sei. Damit liege eine Wohn- bzw. 
Lebensgemeinschaft vor. Auf Seiten des Klägers werde folglich der hälftige Grundbetrag für 
ein Paar in Wohn- oder Lebensgemeinschaft eingesetzt. Unabhängig vom Zivilstatus der in 
Wohngemeinschaft lebenden Partner werde in solchen Fällen davon ausgegangen, dass die 
Kosten partnerschaftlich getragen würden (act. 47 E. 8.1.3.1.2).

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5.2 Der Beklagte wendet ein, er befinde sich in einer Fernbeziehung. Seine Partnerin wohne 
nicht in der Schweiz, sondern in I.________. Für die Schweiz habe sie kein Aufenthaltsrecht. 
Er sei mit ihr nicht verheiratet. Daran ändere auch ein Bild einer Kostümparty nichts. Dass es 
sich dabei um eine Hochzeit handle, werde bestritten. Indem die Vorinstanz aufgrund dieser 
Bilder und einem Flug in die Schweiz sowie einer Beschriftung am Briefkasten direkt anneh-
me, dass seine Partnerin mit ihm zusammenwohne, stelle sie den Sachverhalt falsch fest. 
Der Kläger habe ausgeführt, dass es sich bei der Beschriftung um eine symbolische Geste 
handle. Etwas anderes könne daraus auch nicht gedeutet werden. Ihm zu unterstellen, dass 
er das Nichtvorhandensein einer Heirat nicht belegt habe, sei absurd. Selbstverständlich 
würden ihm keine Unterlagen vorliegen, da gerade keine Heirat stattgefunden habe. Statt-
dessen müsste der Berufungskläger [recte: Kläger bzw. Berufungsbeklagte] bzw. im Rahmen 
der Offizialmaxime die Vorinstanz eine solche Heirat bzw. das behauptete Konkubinat bele-
gen. Indem diese Beweislast dem Beklagten auferlegt werde, finde eine unerlaubte Beweis-
lastumkehr statt (act. 51 Rz 11). 

Aus der Anschrift am Briefkasten einen verbindlichen Wohnsitz abzuleiten, sei denn auch 
falsch. Der Vorinstanz wäre es ein Leichtes und im Rahmen der Offizialmaxime auch eine 
Pflicht gewesen, die Wohnverhältnisse abzuklären, indem beispielsweise beim Einwohner-
amt von H.________ nachgefragt werde, wie viele Personen an der Adresse des Beklagten 
angemeldet seien. Anzumerken sei, dass der Beklagte selbst seinen Wohnsitz weiterhin in 
G.________ habe. Er sei Eigentümer von zwei Wohnungen und behalte sich das Recht vor, 
nach dem Auszug der Kindsmutter die Wohnung in G.________ wieder zu beziehen (act. 51 
Rz 12). 

Selbst wenn seine Partnerin während der ihr migrationsrechtlich erlaubten Zeiträume den 
Beklagten besuchen würde, wäre dies noch keine Grundlage, um eine Wohn- und Lebens-
gemeinschaft anzunehmen. Insbesondere wäre es migrationsrechtlich nicht einmal zulässig 
und könne auch nicht belegt werden, dass die Partnerin grossmehrheitlich beim Beklagten 
leben würde, wie dies die Vorinstanz missverständlich feststelle. Der Beklagte bezahle 
nachweislich sämtliche Ausgaben der Wohnung allein. Dies gelte auch für seine persönli-
chen Ausgaben, die im Grundbedarf abgedeckt seien (act. 51 Rz 13).

5.3 Die Richtlinien der Justizkommission des Obergerichts Zug vom 10. Dezember 2009 für die 
Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (nachfolgend: Richtlinien Exis-
tenzminimum) sehen in Ziffer I.3 vor, dass für ein Ehepaar, zwei in einer eingetragenen Part-
nerschaft lebende Personen oder ein Paar mit Kindern ein Grundbetrag von CHF 1'700.00 
einzusetzen ist. Verfügen (nicht verheiratete) Partner des in einer kinderlosen, kostensen-
kenden Wohn-/Lebensgemeinschaft lebenden Schuldners ebenfalls über Einkommen, so ist 
gemäss Ziffer I.5 der Richtlinien Existenzminimum der Ehegatten-Grundbetrag einzusetzen 
und dieser in der Regel (aber maximal) auf die Hälfte herabzusetzen. Nach bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung sind für die Anwendung des Ehepaaransatzes allerdings nicht der Zi-
vilstand, sondern einzig die wirtschaftlichen Verhältnisse und damit die Tatsache massge-
bend, ob der Schuldner alleinstehend ist oder ob er von der Kostenersparnis eines Paar-
haushaltes profitiert. Massgebend für die Anwendung des Ehepaaransatzes ist, dass eine 
Hausgemeinschaft besteht und diese partnerschaftlicher Natur ist. Nicht von Belang ist hin-
gegen, ob die im gleichen Haushalt lebende Ehefrau (oder Lebenspartnerin) arbeitet bzw. 
objektiv einer Erwerbsarbeit nachgehen könnte, und ebenso wenig ist von Belang, ob und in 

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welchem Umfang sie sich an den Kosten des Haushaltes tatsächlich beteiligt (vgl. BGE 144 
III 502 E. 6.6; Maier, a.a.O., N 934; je mit Hinweisen).

5.4 Zunächst ist festzuhalten, dass die Rügen des Beklagten, es habe keine Heirat stattgefun-
den, ein "verbindlicher Wohnsitz" oder die Anmeldung in H.________ seien nicht nachgewie-
sen und er bezahle sämtliche Ausgaben der Wohnung allein, an den Erwägungen der Vor-
instanz vorbeigehen. Die Vorinstanz führte – zu Recht – aus, der Zivilstand sei kein Kriteri-
um. Ebenso wenig erwog die Vorinstanz, dass ein "verbindlicher Wohnsitz" oder eine Anmel-
dung beim Einwohnerregister H.________ Kriterien für die Anwendung des Ehegattengrund-
betrags seien. Sie hielt zudem ausdrücklich fest, dass es nicht darauf ankomme, wer tatsäch-
lich was bezahle. Folglich ist diesbezüglich auf die Berufung nicht einzutreten (vgl. E. 3.3). 

5.5 Soweit in diesem Punkt auf die Berufung dennoch einzutreten ist, ist sie unbegründet: Die 
Vorinstanz führte zutreffend aus, der Beklagte lege nicht dar, wie sich das "sporadische" 
Wohnen der Lebenspartnerin in der Schweiz konkret gestalte. Es ist – selbst bei Geltung der 
Untersuchungsmaxime – nicht die Aufgabe des Zivilgerichts, anwaltlich vertretene Parteien 
nach genauen Angaben zu fragen, insbesondere dann nicht, wenn die betreffende Frage – 
wie hier – zwischen den Parteien im Prozess ausgiebig thematisiert wurde. Zum relevanten 
Sachverhalt, insbesondere über die Dauer des Aufenthalts der Partnerin in H.________, 
machte der Beklagte nicht einmal rudimentäre Angaben. Vielmehr bestritt er bloss die rechtli-
che Würdigung, wonach keine Wohngemeinschaft vorliege. Damit ist er seinen prozessualen 
Pflichten nicht nachgekommen (vgl. E. 3.2).

5.6 Hinzu kommt, dass der Beklagte selbst ausführte, seine Partnerin wohne "vorerst" nur spo-
radisch in H.________. Offenbar geht sogar der Beklagte davon aus, dass, erstens, die Part-
nerin bereits sporadisch dort wohnt, und, zweitens, sie sich dort endgültig niederlassen will. 
Dafür spricht auch, dass der Beklagte die Erwägung der Vorinstanz, wonach er womöglich 
bereits ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestellt habe, in der Berufung 
nicht dementiert. Zu Recht hat die Vorinstanz im Weiteren auch die Briefkastenbeschriftung 
mit Gravur als Indiz dafür gewertet, dass die Partnerin beim Beklagten wohnt. Der Beklagte 
übersieht in diesem Zusammenhang, dass die Vorinstanz den Sachverhalt sehr wohl unter-
sucht und ihr Urteil aufgrund mehrerer Indizien gebildet hat. Verfügt das Gericht über genü-
gende Grundlagen für eine sachgerechte Entscheidung, kann es – dies gilt auch bei der Un-
tersuchungsmaxime – auf weitere Beweiserhebungen verzichten (Urteil des Bundesgerichts 
5A_468/2017 vom 18. Dezember 2017 E. 6.1 mit Hinweisen). Unter Würdigung der Aus-
führungen der Parteien in ihren Rechtschriften und der Beweismittel kam die Vorinstanz da-
her zu Recht (und ohne Verletzung der Untersuchungsmaxime) zum Schluss, dass die Part-
nerin und der Beklagte in H.________ eine dauerhafte Hausgemeinschaft partnerschaftlicher 
Natur bilden. Für die Annahme einer solchen Wohn- und Lebensgemeinschaft ist es nicht er-
forderlich, dass die Wohnung ganzjährig ununterbrochen von beiden Partnern bewohnt wird.

5.7 Selbst wenn aber der Beklagte und seine Lebenspartnerin in H.________ noch keine Wohn-
gemeinschaft bilden würden, so muss nach dem Gesagten zumindest davon ausgegangen 
werden, dass eine solche unmittelbar bevorsteht. Auch in diesem Fall würde es sich recht-
fertigen, bereits ab Rechtskraft des Abänderungsentscheids (Beginn der abgeänderten Un-
terhaltspflicht) von einem hälftigen Ehegattengrundbetrag auszugehen.

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5.8 Sodann ist dem Beklagten entgegenzuhalten, dass die von ihm erwähnten Abklärungen (Ein-
holen von Wohnsitz- oder Meldebestätigungen) nicht geeignet wären, um ein Urteil darüber 
abzugeben, ob eine Wohngemeinschaft besteht. Eine Wohngemeinschaft kann selbst dann 
bestehen, wenn eine oder beide Partner am betreffenden Ort (noch) nicht formell gemeldet 
sind. Umgekehrt muss eine Wohngemeinschaft aber selbst dann nicht zwingend bestehen, 
bloss weil beide Partner an diesem Ort gemeldet sind.

5.9 Des Weiteren wurden im Berufungsverfahren neue Umstände vorgebracht, die auf eine 
Wohngemeinschaft in H.________ hindeuten. Zu erwähnen ist insbesondere der Screenshot 
über das Instagram-Profil von "J.________", der Partnerin des Beklagten. Auf diesem Profil 
stellt sie sich kurz vor. Bei dieser Vorstellung folgt auf das Wort "Native" das Wappen von 
I.________. Auf die anschliessende Wendung "Live in" folgen das Wappen von I.________ 
sowie das Wappen der Schweiz. Sie gibt damit an, unter anderem in der Schweiz zu leben. 
"Live in" ist mehr als Ferienbesuche oder dergleichen. Zudem lernt sie offenbar Deutsch und 
hat bereits das Sprachlevel A1.3 erreicht oder möchte dieses zumindest erreichen. Denn auf 
das in ihrem Profil erwähnte Wort "Learn" folgt das Wappen von Deutschland und anschlies-
send die Bemerkung "A1.3" (act. 57/3).

5.10 Die Aussagen des Beklagten werden zudem auch nicht glaubhafter, wenn sein Aussagever-
halten mit Bezug auf die Hochzeit in I.________ gewürdigt wird: Er bestreitet, dass er in 
I.________ zivil oder religiös geheiratet haben soll. Diese Bestreitung erfolgte, nachdem der 
Kläger Fotos, gefunden auf TikTok, ins Recht gelegt hatte, auf denen der Beklagte und seine 
Partnerin in festlichem Gewand zu sehen sind (act. 35/2). Dieses Gewand wird von Braut-
paaren an ________ Hochzeiten, beispielsweise in I.________, üblicherweise getragen. Der 
Beklagte behauptete in der Folge, es habe sich nur um einen Kostümball gehandelt. Bereits 
diese Behauptung wirkt wenig glaubhaft. Dass sich zwei Partner auf einem Kostümball als 
Brautpaar verkleiden, ist zumindest hierzulande eher unwahrscheinlich. Hätte der angebliche 
Kostümball aber tatsächlich stattgefunden, wäre es dem Beklagten ein Leichtes gewesen, 
Fotos von diesem Anlass mit weiteren "kostümierten" Personen einzureichen, um seine Be-
hauptung zu plausibilisieren. Dies tat er bezeichnenderweise nicht. Stattdessen reichte der 
Kläger ein weiteres auf TikTok gefundenes Foto ein. Dieses stammt offensichtlich vom sel-
ben Anlass. Auf diesem Foto strecken der Beklagte und seine Partnerin demonstrativ ihre 
Hände mit je einem Trauring am Ringfinger in die Kamera (act. 57/2). Hinzu kommt, dass 
auch das auf den Fotos ersichtliche Dekor im Hintergrund (opulente weisse Blumengestecke 
mit u.a. denselben weissen Rosen, die sich auch im Strauss der Partnerin des Beklagten 
wiederfinden) klar für eine Hochzeit und gegen einen Kostümball spricht. Am Umstand, dass 
der Beklagte und seine Partnerin in I.________ zumindest religiös geheiratet haben, beste-
hen demnach keine Zweifel. Wie erwähnt, ist jedoch nicht dieser Status relevant, sondern 
einzig das Vorliegen einer Hausgemeinschaft partnerschaftlicher Natur.

5.11 Als weiteres Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Vorinstanz im Bedarf des Be-
klagten zu Recht einen Grundbetrag von CHF 850.00 berücksichtigte.

6. Schliesslich ist strittig, wie hoch die Kosten für die Liegenschaft des Beklagten in 
H.________ sind.

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6.1 Die Vorinstanz führte zur Höhe der Wohnkosten Folgendes aus: Der Beklagte wohne derzeit 
in seiner zweiten Liegenschaft an der ________ in H.________. Auf dieser Liegenschaft 
würden drei Festhypotheken lasten. Der Beklagte mache einen monatlichen Zinssatz von 
CHF 1'176.50 sowie nicht bezifferte Nebenkosten geltend, unterlasse jedoch genauere Aus-
führungen dazu. Auch diese Berechnung [gemeint wohl die Zinsberechnung] erschliesse sich 
dem Gericht nicht. Die Hypothek mit der Vertragsnummer ________ belaufe sich auf 
CHF 250'000.00 und der Hypothekarzins betrage 2,26 %, was jährliche Kosten von 
CHF 5'650.00 und monatliche Kosten von CHF 470.85 verursache. Die Hypothek mit der 
Vertragsnummer ________ belaufe sich auf CHF 250'000.00. Der Hypothekarzins betrage 
2,37 % und damit entstünden Kosten von CHF 5'925.00 pro Jahr bzw. CHF 493.75 pro Mo-
nat. Die Hypothek mit der Vertragsnummer ________ im Umfang von CHF 333'000.00 mit 
einem Hypothekarzins von 2,46 % verursache jährliche Kosten von CHF 8'191.80 bzw. mo-
natliche Kosten von CHF 682.65. Gestützt auf die Akten ergäben sich folglich monatliche 
Kosten von CHF 1'647.25 (CHF 470.85 + CHF 493.75 + CHF 682.65). Da er in einer Wohn-
gemeinschaft lebe, sei ihm die Hälfte davon, d.h. rund CHF 824.00 anzurechnen. Konkrete 
Ausführungen, welche Nebenkosten und in welchem Umfang diese beim Beklagten anfallen 
könnten, seien keine erfolgt, weshalb ihm kein weiterer Betrag angerechnet werden könne 
(act. 47 E. 8.1.3.2.2).

6.2 Der Beklagte rügt, die Versicherungskosten, die Nebenkosten sowie die Unterhaltskosten, 
die ihm als Eigentümer anfallen würden, würden unberücksichtigt bleiben. Im Zeitpunkt der 
Verhandlung sei der Beklagte gerade erst in die neue Liegenschaft eingezogen, sodass er 
noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten habe. Selbstverständlich würden aber auch 
bei dieser Liegenschaft Nebenkosten anfallen. Damit stelle die Vorinstanz den Sachver-
halt falsch fest bzw. ignoriere die geltende Untersuchungs- und Offizialmaxime. Praxis-
gemäss müsste mit einer Pauschale gerechnet werden. Bei einem Einfamilienhaus seien die 
Nebenkosten mit 1 % des Wertes zu veranschlagen. Der Kaufpreis der Liegenschaft be-
trage CHF 1'250'000.00. Die Nebenkosten seien damit mit CHF 12'500.00 pro Jahr bzw. 
CHF 1'040.00 pro Monat zu berücksichtigen. Damit seien dem Beklagten Wohnkosten von 
monatlich CHF 2'690.00 anzurechnen, was im Vergleich zu den Wohnkosten der Kindsmutter 
und des Klägers ohne Weiteres angemessen sei (act. 51 Rz 15).

6.3 Besitzt der Unterhaltspflichtige eine eigene, von ihm bewohnte Liegenschaft, so ist anstelle 
des Mietzinses der Liegenschaftsaufwand zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Dieser besteht 
aus dem Hypothekarzins (ohne Amortisation), den öffentlich-rechtlichen Abgaben und den 
(durchschnittlichen) notwendigen Unterhaltskosten (Ziffer II.1 der Richtlinien Existenzmini-
mum). Für die Nebenkosten kann entweder pauschal oder konkret gerechnet werden. Das 
Bundesgericht lässt es zu, dass für Nebenkosten eine Pauschale – namentlich eine solche 
von 1 % des Verkehrswertes der Liegenschaft – eingesetzt wird (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 5.2.2.2.2.1.3 m.H.; Maier, a.a.O., N 974).

6.4 Vorliegend kann dem Beklagten nicht zur Last gelegt werden, dass er keine konkreten Aus-
führungen zu den Nebenkosten gemacht hat. Es ist unbestritten, dass er zum Zeitpunkt der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung erst gerade in die neu erworbene Liegenschaft eingezo-
gen war. Unter diesen Umständen konnten von ihm noch keine konkreten Ausführungen ver-
langt werden. Sodann blieb zunächst unbestritten, dass der Kaufpreis CHF 1'250'000.00 be-
trug. Erst in der Berufungsduplik kritisierte der Kläger, beim ins Recht gelegten Kaufvertrag, 

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auf dem dieser Preis aufgeführt sei, handle es sich nur um einen nicht unterzeichneten Ent-
wurf (act. 64 Rz 11). Dessen ungeachtet ist zu berücksichtigen, dass sich eine pauschalierte 
Festlegung der Nebenkosten nicht am (subjektiven) Kaufpreis, sondern am (objektiven) Ver-
kehrswert zu messen hat. Nähere Angaben zur Liegenschaft oder zum Verkehrswert macht 
der anwaltlich vertretene Beklagte jedoch keine. Die von ihm ausgehend von CHF 1,25 Mio. 
geltend gemachten monatlichen Nebenkosten von CHF 1'040.00 scheinen denn auch eher 
hoch, insbesondere auch wenn berücksichtigt wird, dass Energiekosten (ausser Heizkosten) 
mit dem Grundbetrag abgedeckt sind (s. Ziffer I der Richtlinien Existenzminimum: "Beleuch-
tung, Kochstrom"; Maier, a.a.O., N 972). Ermessensweise ist deshalb von Nebenkosten in 
der Höhe von monatlich CHF 800.00 auszugehen. Davon ist wegen der Wohngemeinschaft 
(E. 5) die Hälfte im Bedarf des Beklagten bei den Wohnkosten (nebst Hypothekarkosten) zu 
berücksichtigen. Damit belaufen sich seine Wohnkosten auf CHF 1'224.00 (= CHF 824.00 + 
[CHF 800.00 / 2]) pro Monat.

6.5 Die im Bedarf des Beklagten zu berücksichtigenden Wohnkosten sind somit auf monatlich 
CHF 1'224.00 (anstatt CHF 824.00) festzusetzen (zu den Auswirkungen auf die Unterhalts-
berechnung vgl. E. 8).

7. Umstritten ist weiter, wie hoch die Kosten für die Wohnung in G.________ sind. Diese Woh-
nung ist im Eigentum des Beklagten und wird zurzeit vom Kläger und seiner Mutter bewohnt. 
Diese plant indessen, mit dem Kläger nach Frankreich zu ziehen.

7.1 Die Vorinstanz setzte diese Kosten auf CHF 2'100.00 fest, dies mit folgender Begründung: 
Der Beklagte bezahle einen monatlichen Hypothekarzins von CHF 1'053.05. Zudem habe 
er jährliche Kosten (im Jahr 2020) von CHF 12'526.90 und damit monatliche Kosten von 
CHF 1'043.90 an die Stockwerkeigentümergesellschaft zu entrichten. Damit würden sich ak-
tuell monatliche Wohnkosten für die Liegenschaft in G.________ von CHF 2'096.95 ergeben, 
wobei die Kosten an die Stockwerkeigentümergesellschaft jährlich variieren würden (act. 47 
E. 8.1.3.2.1).

7.2 Der Beklagte rügt, die Kosten würden sich nicht mehr lediglich auf CHF 2'100.00 belaufen, 
sondern hätten sich inzwischen erhöht. Die Nebenkosten, die für die Stockwerkeigentümer-
gesellschaft [recte: Stockwerkeigentümergemeinschaft] zu leisten seien, würden quartals-
weise CHF 4'050.00 und damit monatlich CHF 1'350.00 betragen. Nebst den von der Vor-
instanz korrekt errechneten Hypothekarzinsen von CHF 1'053.00 seien die Nebenkosten von 
CHF 1'350.00, die Kosten für die Parkplätze von CHF 135.00 und 60.00 sowie des durch die 
Kindsmutter genutzten Bastelraumes von CHF 105.00 zu berücksichtigen. Ebenso seien in 
der Berechnung der Vorinstanz die Kosten der obligatorischen Gebäudeversicherung von 
CHF 150.00 unberücksichtigt geblieben. Es würden damit insgesamt Wohnkosten in 
G.________ von CHF 2'853.00 anfallen (act. 51 Rz 16). Es sei davon auszugehen, dass die-
se [Wohn-]Situation auch nach dem 1. August 2023 und damit dem Oberstufeneintritt des 
Klägers bestehe. Folglich sei die in Phase 1 festgehaltene Verrechnung auch für die nachfol-
genden Phasen zu berücksichtigen. Ab dem Auszug der Kindsmutter und des Klägers aus 
der Wohnung in G.________ seien die Wohnkosten aufgrund der Leistungsfähigkeit der 
Kindsmutter auf maximal CHF 2'100.00 zu reduzieren, da andernfalls der Überschuss des 
Klägers für die Wohnkosten der Kindsmutter zweckentfremdet würde (act. 51 Rz 17 und 19).

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7.3 Der Liegenschaftsaufwand bei selbstbewohntem Wohneigentum besteht, wie erwähnt, aus 
dem Hypothekarzins (ohne Amortisation) und den Nebenkosten. Die Nebenkosten können 
entweder pauschal oder konkret berechnet werden (vorne E. 6.3). Keine Wohnkosten sind 
hingegen Aufwendungen für die Benutzung von Räumen, die nicht dem eigentlichen Wohn-
zweck dienen (z.B. Miete eines Bastelraums). Ebenfalls nicht zu den Wohnkosten gehören 
die Kosten der Parkplatzmiete für ein Fahrzeug, dem kein Kompetenzcharakter zukommt 
(Maier, a.a.O., N 972).

7.4 Für die Ermittlung der Nebenkosten stellte die Vorinstanz auf die Heiz- und Betriebskosten-
rechnung der K.________ AG vom 3. Februar 2021 für das Jahr 2020 ab. Diese belief sich 
auf CHF 12'526.90, was CHF 1'043.90 im Monat entspricht (act. 7/9 S. 4). Ausserdem führte 
die Vorinstanz aus, dass diese Kosten jährlich variieren. Damit brachte die Vorinstanz deut-
lich zum Ausdruck, dass auf den Betrag von monatlich CHF 1'043.90 abzustellen ist, selbst 
wenn die Beiträge in gewissen Jahren leicht höher (oder tiefer) sind. Der Beklagte reicht nun 
eine "Budgeterwartung / Budget: 07.2023" für das dritte Quartal 2023 bis und mit das zweite 
Quartal 2024 in der Höhe von CHF 4'050.00 pro Quartal ins Recht. Gestützt darauf behaup-
tet er, die Nebenkosten würden monatlich CHF 1'350.00 (= CHF 4'050.00 / 3) betragen. Die-
se Argumentation ist unbegründet. Zunächst ist festzuhalten, dass die Vorinstanz ausdrück-
lich von variierenden Nebenkosten ausging. Daher hätte der Beklagte substanziiert behaup-
ten und begründen müssen, dass entweder die Methode des Kantonsgerichts, das Variieren 
der Kosten unberücksichtigt zu lassen, falsch ist oder dass es sich um mehr als bloss variie-
rende Kosten bzw. um mehr als bloss eine vorübergehende Erhöhung der Nebenkosten 
handelt. Der Berufungskläger tat jedoch weder das eine noch das andere. Deshalb ist in-
soweit auf die Berufung gar nicht einzutreten (E. 3.3).

Doch selbst wenn darauf eingetreten würde, nützte dies dem Beklagten nichts. Denn Be-
hauptungen (oder Belege), die auf eine dauerhafte Erhöhung hindeuten, sind nicht akten-
kundig. Der Beklagte legte bloss Budgets ab dem dritten Quartal 2023 ins Recht, unterliess 
es aber, beispielsweise die Abrechnungen für die Jahre 2021 und 2022 einzureichen. Der 
Grund für die höheren Budgets wird nirgends erwähnt. Es wäre aber vorliegend essenziell, 
diesen Grund zu kennen. Denn höhere Budgets können mit bevorstehenden besonderen In-
vestitionen, die nicht (oder nicht ganz) aus dem Erneuerungsfonds bezahlt werden, zusam-
menhängen. Solche Investitionen wiederum sind nicht ohne Weiteres im laufenden Unterhalt 
zu berücksichtigen. Mangels Angaben hierzu ist unverändert von Nebenkosten in der Höhe 
von monatlich CHF 1'043.90 auszugehen.

7.5 Mit Bezug auf die geltend gemachten Kosten für die Gebäudeversicherung von CHF 150.00 
unterlässt es der Beklagte, darzutun und zu belegen, dass diese Versicherung nicht, wie üb-
lich, von der Verwaltung der Stockwerkeigentümergemeinschaft abgeschlossen und entspre-
chend aus den Beiträgen der Stockwerkeigentümer finanziert wird. Die bereits erwähnte Ab-
rechnung vom 3. Februar 2021 (act. 7/9 S. 4) enthält denn auch eine Position "Versicherun-
gen" in der Höhe von CHF 428.10. Davon abgesehen legte der Beklagte auch keinen einzi-
gen Beleg über die Kosten der Gebäudeversicherung von angeblich CHF 150.00 ins Recht. 
Diese geltend gemachten Kosten sind demnach nicht mitzuberücksichtigen.

7.6 Ebenso wenig im Bedarf des Klägers zu berücksichtigen sind die Kosten für den Parkplatz 
der Mutter. Dem Fahrzeug der Mutter kommt unbestrittenermassen keine Kompetenzqualität 

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im Sinne von Art. 92 SchKG zu. Ebenfalls unberücksichtigt zu bleiben haben die Kosten für 
den Bastelraum. Solche Kosten sind aus dem Überschuss zu bezahlen.

Speziell ist vorliegend, dass der Beklagte Eigentümer der Liegenschaft ist und er bereits für 
die Kosten des Parkplatzes und des Bastelraums aufkommt (vgl. act. 51/5). Bei der Unter-
haltsberechnung kann diesem Umstand allerdings keine Rechnung getragen werden. Es ist 
dem Beklagten aber grundsätzlich unbenommen, mit der Mutter einen Vertrag über die ent-
geltliche Benützung dieser Objekte (Parkplatz und Bastelraum) abzuschliessen oder – falls 
sich die Kindsmutter weigert – ihr die Benützungsbefugnis zu entziehen.

7.7 Ob der Beklagte noch "freien Zugang zur Wohnung, der Benutzung seines Zimmers und da-
mit verbunden auch der Nutzung der weiteren Räume, wie Küche, Bad etc." beansprucht (so 
der Kläger [act. 64 Rz 12]), ist unerheblich. Erstens legt der Kläger nicht dar, ob bzw. wie oft 
der Beklagte diesen Zugang beansprucht. Zweitens wäre dem Kläger aber ohnehin nicht ge-
dient, wenn im Bedarf des Beklagten ein Teil der Wohnkosten für G.________ berücksichtigt 
würde. Dann nämlich erhöhte sich der Bedarf des Beklagten, während sich der Bedarf des 
Klägers und der Kindsmutter verringert. Dies wiederum könnte höchstens zu tieferen Unter-
haltsbeiträgen führen.

7.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Wohnkosten für die Liegenschaft 
in G.________ zu Recht mit CHF 2'100.00 bezifferte. Davon entfallen 1/3 auf den Kläger und 
2/3 auf die Mutter.

8. Nachfolgend ist gestützt auf die vorangehenden Erwägungen zu ermitteln, wie sich die 
(leicht) geänderten Zahlen auf die Unterhaltsberechnung auswirken. Dabei ist nach der Be-
rechnungsweise der Vorinstanz zu verfahren, zumal diese Berechnungsweise von keiner 
Partei gerügt wurde. Im Unterschied zum vorinstanzlichen Entscheid ist das monatliche Ge-
samteinkommen des Beklagten um CHF 423.00 höher (vorne E. 4.10) und sein monatlicher 
Gesamtbedarf um CHF 400.00 höher (vorne E. 6.5). Dies gilt für alle Phasen. 

8.1 Nach dem Gesagten ergeben sich folgende Gesamtüberschüsse und Überschussanteile 
(1/5) des Klägers (vgl. act. 47 E. 8.3.1-8.3.4; Beträge in CHF):

Phase I Mutter Beklagter Kläger
Nettoeinkommen 2'000.00 13'870.00 300.00
Familienrechtl. Exmin. 3'498.00 4'676.00 1'433.00
Manko / Überschuss -1'498.00 9'194.00 -1'133.00
Gesamtüberschuss 6'573.00
1/5 davon 1'312.60

Phase II Mutter Beklagter Kläger
Nettoeinkommen 3'200.00 13'870.00 300.00
Familienrechtl. Exmin. 3'567.00 5'004.00 1'436.00
Manko / Überschuss -367.00 8'866.00 -1'136.00
Gesamtüberschuss 7'363.00
1/5 davon 1'472.60

Phase III Mutter Beklagter Kläger

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Nettoeinkommen 4'000.00 13'870.00 300.00
Familienrechtl. Exmin. 3'643.00 5'032.00 1'725.00
Manko / Überschuss 357.00 8'838.00 -1'425.00
Gesamtüberschuss 7'770.00
1/5 davon 1'554.00

Phase IV Mutter Beklagter Kläger
Nettoeinkommen 4'000.00 13'870.00 350.00
Familienrechtl. Exmin. 3'532.00 5'791.00 1'675.00
Manko / Überschuss 468.00 8'079.00 -1'325.00

8.2 Die Vorinstanz plafonierte den Überschussanteil des Klägers in den Phasen I-III auf monat-
lich CHF 1'100.00 (act. 47 E. 8.3.1.3, 8.3.2 und 8.3.3). Gegen diese Plafonierung opponier-
ten die Parteien (zu Recht) nicht. Die vorstehende Tabelle zeigt, dass trotz der neuen Ein-
kommens- und Bedarfszahlen beim Beklagten der errechnete Überschussanteil des Klägers 
den Betrag von CHF 1'100.00 in diesen drei Phasen auch weiterhin übersteigt. Demzufolge 
ändert sich am Ergebnis nichts.

Für die Phase IV (ab Volljährigkeit des Klägers) entfällt, wie die Vorinstanz zutreffend aus-
führte, der Anspruch des Klägers auf einen Anteil am Überschuss. Die Vorinstanz hielt fest, 
dass der Beklagte in der Phase IV mit einem Überschuss von CHF 8'056.00 deutlich leis-
tungsfähiger sei als die Mutter mit einem Überschuss von CHF 468.00 im Monat. Entspre-
chend verpflichtete sie einzig den Beklagten, für den (vollen) Barunterhalt des Klägers auf-
zukommen (act. 47 E. 8.3.4). Neu beträgt der Überschuss des Beklagten zwar nicht mehr 
CHF 8'056.00, sondern nur noch CHF 7'962.00. Dies ändert aber nichts am nach wie vor 
deutlichen Leistungsgefälle. Mithin hat der Beklagte in der Phase IV – unverändert gegenü-
ber dem angefochtenen Entscheid – für den gesamten Barunterhalt des Klägers auf-
zukommen. Auch in dieser Phase bleiben die Anpassungen beim Einkommen und Bedarf 
des Beklagten daher im Ergebnis folgenlos.

9. Als Gesamtergebnis ist somit festzuhalten, dass sich – trotz einzelner Korrekturen beim Ein-
kommen und Bedarf des Beklagten – an den von der Vorinstanz ermittelten und festgelegten 
Unterhaltsbeiträgen nichts ändert. Die Berufung ist somit vollumfänglich abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

10. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Beklagten aufzuerlegen und 
dieser ist zu verpflichten, dem Kläger eine Parteientschädigung zu leisten (Art. 106 Abs. 1 
ZPO). 

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10.1 Angesichts des beschränkten Aufwands und der beschränkten Schwierigkeit der im Beru-
fungsverfahren zu klärenden Fragen rechtfertigt es sich, die Entscheidgebühr ermessens-
weise auf CHF 4'000.00 festzusetzen (vgl. § 3 Abs. 1, § 11 Abs. 2 und § 15 Abs. 1 KoV OG). 

10.2 Die von der Rechtsvertreterin des Klägers in der Berufungsduplik geltend gemachte Parteien-
tschädigung von pauschal CHF 7'500.00 ist in Anbetracht des verhältnismässig geringen Auf-
wands im Berufungsverfahren – trotz des doppelten Schriftenwechsels – zu hoch. Ein Honorar 
in dieser Höhe lässt sich auch nicht mit der behaupteten Verletzung der "Mitwirkungspflicht und 
der Eventualmaxime" durch den Beklagten begründen (vgl. act. 64 Rz 16). Angemessen ist ein 
Honorar von ermessensweise CHF 4'000.00 (vgl. § 4 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 AnwT). Unter Hin-
zurechnung der Auslagenpauschale von 3 % (§ 25 AnwT) und der Mehrwertsteuer von 7,7 % 
(§ 25a AnwT; die Rechtsvertreterin des Klägers macht einen Mehrwertsteuersatz von 7,7 % 
geltend) resultiert eine Parteientschädigung von gerundet CHF 4'435.00.

Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid des Kan-
tonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 12. Juni 2023 wird bestätigt, soweit er nicht bereits in 
Rechtskraft erwachsen ist.

2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 4'000.00 wird dem Beklagten auf-
erlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe verrechnet. 

3. Der Beklagte hat den Kläger für das Berufungsverfahren mit CHF 4'435.00 (inkl. MWST) zu 
entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie 
unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

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5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EV 2021 50)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber K. Heidelberger
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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