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**Case Identifier:** efbc48a9-bcce-59a1-8894-88fa9989b6f2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.09.2023 725 2023 75 / 196 (725 23 75 / 196)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-75---196_2023-09-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  7. September 2023 (725 23 75 / 196) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückfall; Kausalität von Zahnschäden; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel 
Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Richtiplatz 1, 8304 
Wallisellen, Postfach, 8010 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.a Der 1967 geborene A.____ war bei der B.____-Vereinigung angestellt und über seine 
Arbeitgeberin bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (Allianz) obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert. Nach-
dem er am 23. November 2007 eine mehrfragmentäre Jochbogen-Fraktur links durch einen 
Faustschlag ins Gesicht erlitten hatte, erbrachte die Allianz in der Folge die erforderlichen Versi-
cherungsleistungen. Am 15. April 2008 teilte A.____ der Allianz mit, dass er im C.____-Spital zur 

 

 
 
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Kontrolle gewesen und seine Behandlung vorerst abgeschlossen sei. Entsprechend wurde auch 
auf Seiten der Allianz der Fall formlos abgeschlossen. 
 
A.b Am 14. Juni 2016 meldete A.____ der Allianz einen Rückfall. Auf dem Frageblatt "Rück-
fall" vom 27. Juli 2016 gab er an, an Zahnschmerzen zu leiden. Mit Verfügung vom 13. August 
2018 lehnte die Allianz ihre Leistungspflicht für die Behandlung der Zähne 24, 25 und 27 ab. In 
Bezug auf den Zahn 26 stellte die Allianz fest, dass die Leistungen für die unfallkausalen Behand-
lungen bereits erbracht worden seien. Dafür würden keine weiteren Leistungen mehr erbracht 
werden. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Allianz mit Einspracheentscheid vom 
1. Februar 2023 ab.  
 
B. Mit Schreiben vom 3. März 2023 erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Darin beantragte er, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm 
die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, namentlich die Erstattung sämtlicher bisher abge-
lehnter Kosten für die unfallbedingten Zahnbehandlungen. Ausserdem sei ein Gerichtsgutachten 
einzuholen; eventualiter sei die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Vor-instanz zu-
rückzuweisen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 29. März 2023 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 3. März 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 In der obligatorischen Unfallversicherung werden nach Art. 6 Abs. 1 UVG, soweit dieses 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun-
fällen und Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person 

 

 
 
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Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versi-
cherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein 
Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des versi-
cherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 
Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Un-
falltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer 
Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
2.2 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt. Dabei handelt es sich um das 
Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt.  
 
3. Wie eingangs erwähnt, erlitt der Beschwerdeführer am 23. November 2007 eine mehr-
fragmentäre Jochbogen-Fraktur links durch einen Faustschlag ins Gesicht. Dieses Ereignis 
wurde von der Beschwerdegegnerin als Unfall anerkannt und sie übernahm nach Eingang der 
Unfallmeldung die Kosten für die notwendigen Behandlungen. Nachdem der Beschwerdeführer 
am 15. April 2008 mitgeteilt hatte, dass er im C.____-Spital zur Kontrolle gewesen und seine 
Behandlung vorerst abgeschlossen sei, schloss auch die Beschwerdegegnerin den Fall formlos 
ab. Am 14. Juni 2016 meldete der Versicherte einen Rückfall und gab auf dem Frageblatt "Rück-
fall" am 27. Juli 2016 an, an Zahnschmerzen im Bereich Backenzahn oben links (Nr. 25) zu lei-
den. Unter diesen Umständen hat die Beschwerdegegnerin das neue Leistungsbegehren des 
Versicherten vom 14. Juni bzw. 27. Juli 2016 zu Recht als Rückfallmeldung behandelt. 
 
4. Im Folgenden ist deshalb zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin nach Eingang der 
Rückfallmeldung des Versicherten zu Recht lediglich einen Teil der geltend gemachten Behand-
lungskosten im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. November 2007 als unfallkausal an-
erkannt hat.  
 
4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit) ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht (BGE 142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des na-
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetre-
tene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittel-
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusam-
men mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass 
auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereig-
nis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht 
– im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

 

 
 
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eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
142 V 435 E. 1, 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Für eine Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers muss zwischen dem Un-
fallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adäquater 
Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate 
Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er-
scheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Un-
fallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 
5b/bb).  
 
4.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Ent-
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). Der Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig 
aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, 
für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislo-
sigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich 
als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirk-
lichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
4.4 Bei der Beurteilung der Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung für Rück-
fälle (Art. 11 UVV) gilt es zu beachten, dass Rückfälle begrifflich an ein bestehendes Unfallereig-
nis anschliessen. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversiche-
rers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der 
seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adä-
quater Kausalzusammenhang besteht. Ferner ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der 
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hangs beim Grundfall oder bei früheren Rückfällen behaftet werden kann, weil die unfallkausalen 

 

 
 
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Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen 
eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge geltend gemachten Be-
schwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers; da-
bei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser 
der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung ist (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2016, 8C_592/2016, E. 2.2 mit Hinweisen). 
Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (Urteil des Bundes-
gerichts vom 19. Juni 2014, 8C_193/2014, E. 2 mit Hinweisen).  
 
5.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 am Ende, mit Hin-
weis). 
 
6. Zur Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts liegen im Wesentlichen folgende medi-
zinischen Berichte vor: 
 
6.1 Zahn 24 

 

 
 
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6.1.1 Dr. med. dent. D.____, beratender Zahnarzt der Beschwerdegegnerin, führt mit Bericht 
vom 19. September 2016 aus, es würden in Bezug auf Zahn 24 keine Röntgenbilder des relevan-
ten Zeitraumes 2015/16 vorliegen. Zahn 24 sei gemäss Krankengeschichte am 21. Juli 2015 mit 
einer Kompositfüllung versorgt worden. Als Zusatz sei der Vermerk „sehr tief!" angebracht wor-
den. Es müsse also von einer tiefen, somit pulpanahen Karies ausgegangen werden. Im Zahn-
schaden-Formular (ZSF) vom 19.08.2016 werde bei Zahn 24 ein Vitalitätsverlust nach indirekter 
Überkappung im Jahr 2015 festgehalten; dies stelle eine typische Komplikation einer fortgeschrit-
tenen Karies dar. Bei Zahn 24 müsse von Behandlungen ausgegangen werden, die in einem 
kausalen Zusammenhang mit der Kariesentwicklung an den beiden Zähnen stehe. Da Karies 
einen unfallfremden Faktor darstelle, sei ein natürlicher Kausalzusammenhang mit dem versi-
cherten Ereignis nicht wahrscheinlich. 
 
6.1.2 Der behandelnde Zahnarzt Dr. med. dent. E.____ hält mit Schreiben vom 27. Februar 
2018 fest, nach klinischer und radiologischer Untersuchung des Versicherten vom 7. Dezember 
2017 habe sich beim Zahn 24 bukkal eine Fistel mit Sekretentleerung gezeigt. Der Umfang der 
Osteolyse lasse mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Spätfolge nach Unfall schliessen. Der Pa-
tient sei geschlagen worden, was einen Jochbeinbruch mit anschliessender komplizierter Opera-
tion zur Folge gehabt habe. In der Zwischenzeit habe der Zahn 24 extrahiert werden müssen. 
Intraoperativ habe sich eine umfangreiche Osteolyse von 10×10mm gezeigt.  
 
6.1.3 Am 24. April 2018 nimmt Dr. D.____ nochmals Stellung. Die Röntgenbilder bis 2015 
würden keine Pathologie zeigen, die in einem unfallkausalen Zusammenhang stehen könnte. 
Hätte der Zahn 24 im koronalen Bereich eine unfallkausale Infraktur aufgewiesen, wäre dies ins-
besondere im Zuge der Versorgung mit einer Kompositfüllung am 21. Juli 2015 festgestellt wor-
den, da nach Entfernung der vorbestehenden Füllung Infrakturen im Bereich des Kavitätenbo-
dens visuell hätten erkannt werden können. Am 25. Juli 2015 sei eine Füllung mit Pulpaüberkap-
pung vorgenommen worden. Das bedeute, dass die Karies bis an die Pulpa bzw. ganz in die 
Pulpa gekommen sei. Es habe daher ein erhöhtes Risiko für eine Pulpakomplikation bestanden. 
Der Versicherte sei auch darauf hingewiesen worden, dass als Spätfolge eine Wurzelbehandlung 
infolge eines absterbenden Zahnnervs notwendig werden könne. Die Röntgenbilder aus den Jah-
ren 2017 und 2019 würden nun das typische radiologische Erscheinungsbild dieser Komplikation 
als periapikale Osteolyse (entzündungsbedingter Knochenverlust im Bereich der Wurzelspitze) 
zeigen. Somit liege ganz klar ein kausaler Zusammenhang zwischen der Kariesbehandlung vom 
21. Juli 2015 an Zahn 24 und der im Dezember 2017 bzw. Januar 2018 eingetretenen Pulpakom-
plikation. Ein kausaler Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. November 2007 sei nicht wahr-
scheinlich, weil "der Kausalzusammenhang mit der Kariesbehandlung an Zahn 24 konkurrenzie-
rend zur Unfallkausalität überwiegend wahrscheinlich" sei.  
 
6.1.4 Auf die Frage nach einer Teilkausalität der Gesundheitsschädigung an den  
Zähnen 24-26 zum Unfallereignis vom 23. November 2007 hält Dr. D.____ am 5. Juni 2019 hand-
schriftlich (und soweit entzifferbar) fest, in Bezug auf Zahn 24 sei ein "kausaler Zusammenhang 

 

 
 
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mit Karies nicht wahrscheinlich". Die "pulpanahe Kariesentfernung" … sei "überwiegend wahr-
scheinlich für Vitalitätsverlust verantwortlich aufgrund zeitlicher Nähe (siehe KG-Eintrag)"; dies 
werde "von Dr. E.____ argumentativ nicht berücksichtigt". 
 
6.1.5 Am 24. Juli 2019 hält Dr. D.____ fest: "Vitalitätsverlust des Zahnes 24 kausal zu tiefer 
Karies → unfallfremder Vorzustand". 
 
6.2 Zahn 25 
 
Im Bericht vom 19. September 2016 nimmt Dr. D.____ auch zum Zahn 25 Stellung. Er hält fest, 
dass die Kariesentwicklung bereits ein Jahr vor dem Unfall begonnen habe. Das Röntgenbild vom 
3. Juli 2006 (ein Jahr vor dem Unfall) zeige eine ausgedehnte Füllung mit beginnender Sekun-
därkaries. Aus dem Röntgenbild vom 5. August 2009 ergebe sich, dass sich diese Sekundärka-
ries zu einer pulpanahen, bis in den Wurzelbereich ausgedehnten Karies weiterentwickelt habe. 
Am 6. November 2009 sei eine Wurzelbehandlung eingeleitet und der Zahn 25 in den folgenden 
Jahren mit verschiedenen, immer aufwendigeren Rekonstruktionen bis ins Jahr 2012 versorgt 
worden. Diese Behandlungen würden insgesamt in einem kausalen Zusammenhang mit der Ka-
riesentwicklung an Zahn 25, beginnend bereits ein Jahr vor dem Unfallereignis, stehen. Insbe-
sondere sei der negative Verlauf durch verspätete Behandlung der Karies begünstigt worden, so 
dass sich als Komplikation der Karies eine Nerv-Entzündung (Pulpitis) entwickelt habe, die mit 
einer Wurzelbehandlung habe therapiert werden müssen. Ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen den an Zahn 25 vorgenommenen Behandlungen mit dem versicherten Unfallereignis 
sei nicht wahrscheinlich. Auch ein teilkausaler Zusammenhang könne überwiegend wahrschein-
lich ausgeschlossen werden. Die Kariesentwicklung an Zahn 25 sei sicher ein unfallfremder Fak-
tor und der radiologisch dokumentierte Kariesverlauf erkläre die notwendig gewordenen Behand-
lungen an Zahn 25 vollumfänglich, so dass der Einfluss eines Zahntraumas keine notwendige, 
bzw. auch keine teilweise notwendige Voraussetzung darstelle. 
 
 
  

 

 
 
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6.3 Zahn 26 
 
6.3.1 Zu Zahn 26 führt Dr. D.____ im Bericht vom 19. September aus, dass das Röntgenbild 
vom 5. August 2009 eine behandlungsbedürftige Karies mesial in Nachbarschaft zu Zahn 25 
zeige. Aus den vorliegenden Kopien der Krankengeschichte gehe hervor, dass die Füllungsthe-
rapie an Zahn 26 am 19. September 2011 erfolgt sei. Das Röntgenbild vom 3. November 2011 
zeige diese mesiale Füllung mittlerer Grösse an Zahn 26. An Zahn 26 sei auffällig, dass sich das 
koronale Pulpakavum in den Jahren 2009 bis 2012 vergrössert habe und im Pulpakavum Verän-
derungen im Sinne einer „dystrophischen Verkalkung" (Zeichen einer Pulpadegeneration) er-
kennbar seien. Im Bereich des mesialen Pulpahornes würden sich zusätzlich Anzeichen eines 
internen Granuloms zeigen. Damit ergebe sich in der Summe das typische Bild einer Pulpa nach 
Zahntrauma, das allein durch die Karies bzw. Füllungstherapie nicht umfassend zu erklären sei, 
vielmehr den Einfluss einer unfallkausalen Infraktur wahrscheinlich mache. In der Krankenge-
schichte werde mit Eintrag vom Oktober 2012 (Tag nicht lesbar) ein „evt. disto-pal. Höcker Haar-
riss" vermutet. Dieser nach klinischer Untersuchung erhobene Verdacht sei mit dem geschilder-
ten radiologischen Befund vereinbar. Typischerweise würden Infrakturen zeitnah zum schaden-
stiftenden Ereignis oft nur minimale Symptome zeigen und könnten deshalb über eine gewisse 
Zeit unentdeckt bleiben. Vorliegend wäre dies ein Zeitraum von fünf Jahren, was nach klinischer 
Erfahrung durchaus in einem zu erwartenden Bereich liege. Oft merke man diese Art der Zahn-
fraktur erst, wenn es zu Komplikationen ausgehend vom Zahnnerv (Pulpitis) komme und in der 
Folge der umliegende Knochen und das Zahnfleisch entzündet seien. Die an Zahn 26 vorgenom-
menen Behandlungen in Form der Wurzelbehandlung mit anschliessender Füllungstherapie wür-
den in einem überwiegend wahrscheinlichen, natürlichen teilkausalen Zusammenhang mit dem 
versicherten Ereignis stehen. Teilkausal deshalb, weil die Entwicklung der Karies an Zahn 26 
zusätzlich zur Infraktur den Zustand der Zahnpulpa negativ beeinflusst und zur Entwicklung der 
Pathologie beigetragen habe. Zwar sei auch bei Zahn 26 eine Karies-therapie durchgeführt wor-
den, die keinen kausalen Zusammenhang mit dem versicherten Ereignis habe. Das Vorhanden-
sein der Karies vermöge die pulpalen Irritationen mit daraus resultierendem Vitalitätsverlust aber 
nicht ausreichend zu erklären. Die dystrophischen Verkalkungen und die Entwicklung eines in-
ternen Granuloms als typische traumabedingte Spätfolgen würden einen natürlichen teilkausalen 
Zusammenhang zwischen den Beschwerden, bzw. Behandlungen an Zahn 26 und dem versi-
cherten Ereignis überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen. 
 
6.3.2 In einer Aktennotiz vom 28. Juni 2019 wird eine telefonische Auskunft von Dr. med. dent. 
F.____ festgehalten, wonach als ,,verstopfter Gewebebereich", wie es der Versicherte ausge-
drückt habe, eine Entzündung an der Wurzelspitze (apical) angenommen werden müsse. Dies 
sei eine Form der chronischen Entzündung. Aufgrund dieser apicalen Entzündung habe der Zahn 
entfernt werden müssen. 
 
  

 

 
 
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6.4 Zahn 27 
 
6.4.1  In Bezug auf Zahn 27 führt Dr. D.____ im Bericht vom 19. September 2016 aus, es wür-
den keine Röntgenbilder des relevanten Zeitraumes 2015/16 vorliegen. Zahn 27 sei gemäss 
Schreiben des Versicherten vom 27. Juli 2016 am 20. Juli 2015 mit einer Füllung versorgt wor-
den, nachdem sich im Sommer 2015 leichte Beschwerden bemerkbar gemacht hätten. Bei Zahn 
27 müsse von Behandlungen ausgegangen werden, die in einem kausalen Zusammenhang mit 
der Kariesentwicklung an den beiden Zähnen stehe. Da Karies einen unfallfremden Faktor dar-
stelle, sei ein natürlicher Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis nicht wahrschein-
lich. 
 
6.4.2 Am 8. August 2018 hält Dr. D.____ auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin fest, 
Zahn 27 habe keine Füllung.  
 
7. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 13. August 2018 bzw. im Ein-
spracheentscheid vom 1. Februar 2023 vollumfänglich auf die Einschätzung ihres beratenden 
Arztes Dr. D.____ abgestellt und daher die natürliche Kausalität zwischen den Beschwerden an 
den Zähnen 24, 25 und 27 und dem Unfallereignis vom 23. November 2007 verneint. Lediglich in 
Bezug auf Zahn 26 hat sie den Kausalzusammenhang bejaht und diesbezüglich Leistungen er-
bracht. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Argumentation des Vertrauensarztes sei 
schwer verständlich, wenn nicht offen widersprüchlich ausgefallen. Er habe übersehen, dass der 
Unfall nicht die einzige Ursache einer Verletzung und der behandlungsbedürftigen Beschwerden 
sein müsse, sondern dass eine Teilkausalität genüge. 
 
7.1 Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, sind die Ausführungen von Dr. D.____ 
zum Zahn 24 widersprüchlich. Einerseits gibt er an, die Karies sei nicht unfallkausal, anderseits 
führt er am 24. April 2018 – schwer verständlich – aus, dass ein kausaler Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 23. November 2007 nicht wahrscheinlich sei, weil der Kausalzusammenhang 
mit der Kariesbehandlung an Zahn 24 konkurrenzierend zur Unfallkausalität überwiegend wahr-
scheinlich sei. Dies lässt sich durchaus so verstehen, dass sowohl die Kariesbehandlung als auch 
der Unfall eine Teilursache für die Beschwerden bilden. Auf die explizite Nachfrage der Beschwer-
degegnerin nach einer Teilkausalität führt Dr. D.____ am 5. Juni 2019 sinngemäss aus, ein kau-
saler Zusammenhang mit Karies sei nicht wahrscheinlich. Die pulpanahe Kariesentfernung sei 
überwiegend wahrscheinlich für den Vitalitätsverlust verantwortlich aufgrund zeitlicher Nähe; dies 
werde von Dr. E.____ argumentativ nicht berücksichtigt. Auch diese Antwort bringt keine Klärung, 
wird doch gerade die von der Beschwerdegegnerin gestellte und entscheidende Frage, ob der 
Unfall eine Teilkausalität begründe, nicht beantwortet. Des Weiteren nimmt Dr. D.____ auch zur 
Aussage von Dr. E.____, der Umfang der Osteolyse lasse mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine 
Spätfolge nach Unfall schliessen und in der Zwischenzeit habe der Zahn 24 extrahiert werden 
müssen, nicht konkret Stellung. Er führt zwar aus, die Röntgenbilder vom 7. Dezember 2017 so-
wie vom 19. Januar 2018 würden das typische radiologische Erscheinungsbild dieser Komplika-
tion als periapikale Osteolyse zeigen. Dies lässt aber die Frage offen, ob die Osteolyse überwie-
gend wahrscheinlich unfallbedingt entstanden ist. Des Weiteren trägt auch die Ausführung von 
Dr. D.____ vom 24. Juli 2019 (vgl. Ziff. 6.1.5 hiervor: "Vitalitätsverlust des Zahnes 24 kausal zu 

 

 
 
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tiefer Karies → unfallfremder Vorzustand") nichts zur Klärung der Kausalitätsfrage bei. Insbeson-
dere ist nicht relevant, wie sich der unfallfremde Vorzustand  
präsentierte, sondern ob der Unfall die späteren Beschwerden (mit-)verursacht hat. Es  
bleiben somit jedenfalls geringe Zweifel an den Ausführungen von Dr. D.____ in Bezug auf die 
Frage nach einer (Teil-)Kausalität zwischen Unfallereignis und den Beschwerden an Zahn 24. 
 
7.2 Hingegen liegen keine Zweifel in Bezug auf die Ausführungen von Dr. D.____ zu den 
Zähnen 25 und 26 vor.  
 
7.2.1 Dass die vorbestehende Karies an Zahn 25 und die verspätete Behandlung die alleinige 
Ursache für die notwendige Wurzelbehandlung gebildet haben, ist nachvollziehbar und überzeu-
gend, weshalb diesbezüglich auf die Ausführungen von Dr. D.____ abgestellt werden kann. Dem-
nach hat die Vorinstanz ihre Leistungspflicht für die Behandlungen an Zahn 25 zu Recht verneint.  
 
7.2.2 Nicht umstritten ist sodann die Begründung von Dr. D.____ in Bezug auf Zahn 26. Somit 
ist die (Teil-)Kausalität zwischen Unfallereignis und den entstandenen Beschwerden an diesem 
Zahn mit der Vorinstanz zu bejahen. Folglich hat die Beschwerdegegnerin die erfolgten Behand-
lungen zu Recht übernommen.  
 
7.3 Was den Zahn 27 anbelangt, ist die Lage insofern unklar, als gestützt auf die Akten gar 
keine Beschwerden aufgetreten sind und auch keine Behandlungen durchgeführt wurden. 
Dr. D.____ verweist in seiner ersten Stellungnahme vom 19. September 2016 auf Ausführungen 
des Beschwerdeführers, wonach Zahn 27 mit einer Füllung versorgt worden sei. Der Beschwer-
deführer hält in seinem Schreiben vom 4. April 2018 an die Allianz selbst fest, in einem früheren 
Schreiben irrtümlich eine Füllung in Zahn 27 angegeben zu haben. Dr. D.____ hält am 8. August 
2018 denn auch fest, Zahn 27 habe keine Füllung. Weder aus den weiteren Eingaben des Be-
schwerdeführers noch aus anderen Aktenstücken ergeben sich Hinweise auf Beschwerden bzw. 
erfolgte Behandlungen an Zahn 27, welche eine Folge des Unfallereignisses bilden könnten. Im 
Übrigen hat der Beschwerdeführer in seiner Einsprache gegen die Verfügung vom 13. August 
2018 ausdrücklich die Übernahme der Kosten für die Zähne 24-26 beantragt, weshalb der Zahn 
27 auch nicht Gegenstand des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids war. Demzu-
folge kann Zahn 27 auch nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden.  
 
7.4 Was die in früheren Schreiben geltend gemachten Beschwerden wie Sinusitis, Ausseno-
hrentzündung und Abnahme der Immunkräfte anbelangt, ist festzuhalten, dass einerseits die Be-
schwerdegegnerin die Kosten für die Behandlung der Aussenohrentzündung links bereits er-
bracht hat und andererseits diese Beschwerden weder in der Einsprache noch im Einsprache-
entscheid und auch nicht in der vorliegend zu beurteilenden Beschwerde erwähnt werden. Somit 
bilden diese Beschwerden nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens.  
 
8.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mindestens geringe Zweifel an der Beurteilung 
der Kausalitätsfrage zum Zahn 24 bestehen und die Vorinstanz diesbezüglich eine verwaltungs-
externe gutachterliche Beurteilung einzuholen hat. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzu-

 

 
 
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heissen, der Einspracheentscheid vom 1. Februar 2023 teilweise aufzuheben und die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde 
abzuweisen.  
 
8.2 Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 13. August 2018 zum Zahn 26 
festhält, die unfallkausalen Behandlungen seien bereits erbracht worden und mangels Unfallkau-
salität würden keine weiteren Leistungen ausgerichtet, ist in Erinnerung zu rufen, dass die Be-
schwerdegegnerin zukünftige Behandlungen durchaus zu übernehmen hat, sollten neue Be-
schwerden auftreten, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzu-
führen sind. Die Beschwerdegegnerin kann nicht bereits heute zukünftige Beschwerden als nicht 
unfallkausal bezeichnen und deren allfällige medizinisch notwendige Behandlungen ablehnen.  
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht – wie hier – einen bei ihm angefochtenen 
Entscheid auf und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung 
an die Verwaltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als 
(vollständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 
2017, 9C_209/2017, E. 3.1). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Diese wird vom Gericht festgesetzt und ohne 
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen. In der Honorarnote vom 26. April 2023 hat der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers für den Zeitraum vom 16. August 2018 bis 26. April 2023 einen Aufwand von 
14. Stunden und 5 Minuten (inklusive eine Stunde Nachbesprechung) geltend gemacht, was an-
gesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen grundsätzlich nicht zu beanstanden 
ist. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass im Verfahren vor Kantonsgericht praxisgemäss ledig-
lich der erbrachte Aufwand ab Einspracheentscheid, vorliegend ab 1. Februar 2023, berücksich-
tigt werden kann, was einem Aufwand von 13 Stunden entspricht. Die Bemühungen sind zu dem 
in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung ge-
langenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die 
in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 44.20. Die Beschwerdegegnerin hat dem 
Beschwerdeführer demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'547.85 (13 Stunden 
à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 44.20 sowie 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 

 

 
 
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oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
10.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil vom 30. Oktober 
2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch das Urteil vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
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://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid vom 1. Februar 2023 teilweise aufgehoben, die Angelegen-
heit zur weiteren Abklärung betreffend Zahn 24 und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG hat dem Beschwer-
deführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'547.85 (inkl. 
Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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