# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 768f60a5-9359-568a-b442-4e686b5f6896
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-12-21
**Language:** de
**Title:** Rente, Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit bei kongenital bedingter ausgeprägter Hüftarthrose und Einschränkungen auch in einer sitzenden Tätigkeit.
**Docket/Reference:** IV.2015.00038
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00038.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00038
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiber Schetty
Urteil
vom
21. Dezember 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap
Grütlistrasse
20, 8002 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die im Jahre 1975 geborene
X.___
verfügt über keine berufliche Aus
bil
dung und reiste im Mai 1999 aus dem
Y.___
in die Schweiz ein (
Urk.
7/12 S. 1-4). Aufgrund einer kongenitalen Hüftdysplasie rechts leidet die Versicherte
mittlerweile an einer ausgeprägten
Coxarthrose
rechts (
Urk.
7/18).
Seit Januar 2007 ist sie als Reinigungsmitarbeiterin in einem Pensum von
ca.
50
%
erwerbs
tä
tig (
Urk.
7/19 S. 9). Im Zusammenhang mit den bestehenden Hüftproblemen meldete sich die Versicherte am 2
8.
Februar 2014 bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich
(SVA)
, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/12 S.
8). Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensange
passten
Tätigkeit stellte diese mit Vorbescheid vom 1
7.
Oktober 2014 die Ab
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/45) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 2
6.
November 2014 fest (
Urk.
7/48 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Vertreterin der Versicherten am
9.
Januar 2015 Beschwerde und beantragte, es sei der Beschwerdeführerin eine Rente der Invalidenversi
cherung zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin; weiter sei ein zweiter Schriftenwec
hsel anzuordnen
(
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Februar 2015 beantragte die
Beschw
e
rde
gegne
rin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin mit Mit
teilung vom
4.
Februar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Mit Schreiben vom 2
0.
April 2015 reichte die Vertreterin der Beschwerdeführe
rin
einen ergänzenden ärztlichen Bericht der Klinik
Z.___
vom 7. Januar 2015
ein (
Urk.
9 f.), welcher der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 2
3.
April 2015 zur freige
stellten Stellungnahme unterbreitet wurde (
Urk.
11); diese liess
sich
in der Folge nicht weiter vernehmen (
Urk.
13).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Al
l
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von
Ge
burts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
lie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal
ten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
tho
de der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, ge
mischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übri
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
träch
tigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei
sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme eine
r im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozialversiche
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforder
lich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinwei
sen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arzt
berichtes
ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist,
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung de
r medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Ex
per
ten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c, je mit Hinwei
sen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der
Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit als Reinigungskraft nur noch zu maxi
mal 50
%
zuzumuten sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit unter Be
rück
sich
tigung von regelmässig wechselnder Belastung zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, ohne Knien, Kauern und Hocken, Steigen auf Leitern und Gerüste, ohne häufi
ges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Untergrund sei jedoch von
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, was zu einem
rentenaus
schliessen
den
Invaliditätsgrad führe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte die Vertreterin der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass auch in einer angepassten Tätigkeit keine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Auf die anderslautende Einschätzung des Facharztes des RAD könne mangels eigener Abklärungen nicht abgestellt werden, zudem würden die Be
richte der behandelnden Ärzte hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit keine Angaben enthalten
(
Urk.
1 S. 3, vgl. auch
Urk.
9).
3.
3.1
Die für den Bericht der
Klinik A.___
vom 1
4.
Februar 2014 verantwortli
chen
Fachärzte diagnostizierten eine ausgeprägte
Coxarthrose
recht
s
bei konge
nitaler Hüftdysplasie rechts sowie Status nach operativer Korrektur
. Es zeige sich ein deutlich hinkendes Gangbild rechts bei Beckenschiefstand. Die Be
schwerde
füh
rerin sei aktuell noch erstaunlic
h wenig schmerzgepla
gt bei deut
lich fortge
schrit
tener
Coxarthrose
rechts. Eine Arbeitsunfähigkeit als Reini
gungskraft sei
durchaus indiziert, wobei eine Arbeit mit geringerer körperlicher Belastung besser
wäre. Eine längere sitzende Tätigkeit sei bei eingeschränkter Hüftflexion bei 30° nicht mehr indiziert als eine stehende Tätigkeit. Aktuell sei die Beschwerde
füh
rer
in
zu beschwerdearm
,
um mittels komplexer Hüfttotalpro
these eine defini
tive
Behandlung der Schmerzursache anzugehen. Möglich wäre auch eine
Hüftge
lenks
infiltration
,
um die Prothesenimplantat
ion so lange wie möglich hinauszu
zögern bei der noch jungen Patientin (
Urk.
7/18).
3.2
Dr.
med.
B.___
, Facharzt FMH für Allg
e
meinmedizin, führte in seinem Bericht vom 2
0.
Mai 2014 aus, dass die Beschwerdeführerin die im Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit entstandenen Schmerzen mit Ruhezeiten und gelegentlichen Schmerzmitteleinnahmen recht gut kontrollieren könne. Bei vermehrter
Ar
beits
tätigkeit
komme es jedoch zu Ruhe- und Nachtschmerzen
. Im Augenblick dränge
sich keine Änderung des therapeutischen Vorgehens auf, auch erscheine eine Umschulung kaum sinnvoll angesichts des Aufwandes und der Unsicher
heit, ob
eine sitzende Tätigkeit nicht ebenso viele Beschwerden hervorrufen würde (
Urk.
7/2
0 S. 5).
3.3
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie (RAD),
führte in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Juni 2014 aus, dass die 50%ige Ar
beits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit sicher das Maximum darstelle. Für eine angepasste Tätigkeit mit regelmässig wechselnder Belastung zwischen Sit
zen, Stehen und Gehen, ohne Knien, Kauern und Hocken, Steigen auf Leitern und
Gerüste, ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Unter
grund sei
jedoch nicht von einer wesentlichen Einschränkung der Arbeitsfähig
keit auszu
gehen (
Urk.
7/23 S. 3 f.).
3.4
Dr.
med.
D.___
, Chefarzt Sportmedizin und Swiss
Olympic
Medical Center an der Klinik
Z.___
, hielt in seinem Bericht vom
7.
Januar 2015 fest, dass
es sich bei der Beschwerdeführerin um eine arbeitswillige, positiv eingeste
llte und einsatzfreudige Arbeit
nehmerin handle. Die Arbeitsbelastung in der ange
stam
m
ten Tätigkeit bei einem Pensum von 50
%
sei am obersten Limit anzusie
deln. Aufgrund der geschätzt
en Mitarbeit und Ausstrahlung wü
rden der Be
schwerde
führerin innerhalb des Teams auch schwerere Arbeiten abgenommen und sie sei von solchen dispensiert. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit in die
sem Bereich sei sicherlich nicht zu erwarten (
Urk.
10).
4.
Unbestritten und durch die medizinischen Akten belegt ist, dass die Beschwer
deführerin ihre Leistungsgrenze durch die ausgeübte Tätigkeit als
Reinigungs
mitarbeiterin
bei einem Pensum von 50
%
erreicht hat. Zu berücksichtigen gilt es dabei auch, dass sie von den schwersten Arbeiten dispensiert ist (vgl. auch
Urk.
7/17 S. 2), so dass in einem gewissen Masse bereits von einer angepassten Tätigkeit gesprochen werden kann. In diesem Zusammenhang ist weiter anzu
merken, dass aufgrund der eingeschränkten Hüftflexion längere sitzende Tätig
keiten
wohl kaum
besser geeignet sind als stehende. Vor diesem Hintergrund ver
mag die Einschätzung von
Dr.
C.___
, welcher sich als einzige Fachperson zu einer Ar
beitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit äussert, nicht zu überzeugen, zumal
es
sich dabei allein um eine Aktenbeurteilung handelt.
Da auch in einer sitzenden Tätigkeit
kaum
eine
un
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
be
steht, kann vorliegend nicht ohne weiteres auf eine uneingeschränkte Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit geschlossen werden, auch wenn es denk
bar erscheint, dass in einer optimal angepassten Tätigkeit ein höhe
res
Pensum geleistet werden könnte als in der angestammten Tätigkeit.
Insge
samt erscheint
es unumgänglich den medizinischen Sachverhalt im Rahmen ei
nes orthopä
di
schen
Gutachtens umfassend abzuklären.
Angesichts der Teilerwerbstätigkeit der
Beschwerdeführerin wird gegebenenfalls auch die Statusfrage (vgl. E. 1.3
hie
vor
)
zu prüfen sein.
Die Sache ist daher an die  Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne
ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die Rückweisung einer Sache kommt einem Obsiegen der Beschwerdeführerin gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von
Art.
61
lit
. g ATSG, namentlich unter Berücksichti
gung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Prozesses auf
Fr.
1'5
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird
in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
2
6.
November 2014
aufgehoben und die Sache an die SVA, IV-Stelle, zurückge
wiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägun
gen, über den
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt. Rech
nun
g und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zu
gestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessent
schädigung
von
Fr.
1'5
00
.-- (
inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsdienst Integration Handicap
unter Beilage einer Kopie von Urk. 13
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubSchetty