# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70e1a786-8a29-52cc-bbaa-a5500ac398c2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.08.2020 I 2020 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-31_2020-08-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 31

Entscheid vom 11. August 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität; HWS-Distorsion)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1967) ist bei der D.________ angestellt und war dadurch 
bei der  C.________ gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obli-
gatorisch versichert, als sie als Lenkerin eines im Stau stehenden Motorfahrzeu-
ges am 17. August 2018 einen Heckauffahrunfall erlitt. Als Folge dieses Unfalles 
zog sich A.________ eine HWS-Distorsion Grad II mit anfänglich vollständiger 
Arbeitsunfähigkeit zu. Ab dem 3. September 2018 konnte die Arbeitsfähigkeit auf 
60% und ab 2. Oktober 2018 auf 80% gesteigert werden bis am 4. März 2019 die 
volle Arbeitsfähigkeit wieder erreicht wurde. Die C.________ anerkannte insoweit 
ihre Leistungspflicht. 

B. Mit Bericht vom 8. Februar 2019 informierte Dr.med. E.________ (Facharzt 
FMH für Allgemeine Innere Medizin) die C.________ über ein weiteres Ereignis 
vom Wochenende des 26./27. Januar 2019, bei welchem eine Passagierin bei 
der Bahnhofeinfahrt eines Zuges gegen A.________ gefallen sei und sie an die 
Wand gestossen wurde, was den Fallabschluss verzögere. Ab dem 10. Mai 2019 
war sie erneut vollständig arbeitsunfähig. Am 20. Mai 2019 ging bei der 
C.________ ein Kostengutsprachegesuch für eine stationäre psychosomatische 
Rehabilitation für A.________ ein. 

C. Mit Verfügung vom 30. Juli 2019 stellte dir C.________ die Versicherungs-
leistungen per 30. April 2019 mangels natürlicher und adäquater Kausalität zwi-
schen den noch bestehenden Beschwerden und dem Unfallereignis ein. Dage-
gen erhob A.________ am 16. September 2019 Einsprache, die mit Einspra-
cheentscheid vom 12. März 2020 abgewiesen wurde.

D. Am 15. April 2020 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz rechtzeitig Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der C.________ vom 12. März 2020 sei aufzuheben.

2. Die C.________ sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen für die Folgen 
des Unfallereignisses vom 17. August 2018 über den 30. April 2019 hinaus fort-
dauernd zu erbringen.

3. Unter Entschädigungsfolge.

E. Mit Vernehmlassung vom 16. Juni 2020 beantragt die C.________ die Ab-
weisung der Beschwerde.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles 
oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] vom 20.3.1981). Der Unfallversicherer haf-
tet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in ei-
nem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum 
versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 Erw. 3). Dabei spielt die Adäquanz 
als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 
ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv aus-
gewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitge-
hend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 Erw. 2). Objektivierbar 
sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des 
Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von orga-
nisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen 
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärun-
gen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 Erw. 5.1). Sind die geklagten 
Beschwerden natürlich unfallkausal, nicht aber in diesem Sinne objektiv ausge-
wiesen, so ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehens-
ablauf auszugehen, und es sind gegebenenfalls weitere unfallbezogene Kriterien 
einzubeziehen (BGE 134 V 109 Erw. 2.1). Hat - wie im vorliegenden Fall - die 
versicherte Person einen Unfall erlitten, welcher die Anwendung der Schleuder-
trauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hierbei die durch BGE 134 V 109 
Erw. 10 präzisierten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht an-
wendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, welche für psychische 
Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 Erw. 
6c/aa S. 140), anzuwenden (BGE 134 V 109 Erw. 2.1 vgl. auch SVR 2017 UV 
Nr. 8 S. 27, Urteil BGer 8C_193/2016 Erw. 3.3). 

1.2 Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie 
mit Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsent-
schädigung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 
109 Erw. 4; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, Urteil BGer 8C_537/2009 Erw. 6). Ob 
eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach 

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Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be-
griffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch 
weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoff-
te Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 109 Erw. 4.3). Weder eine 
weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer Badekur - 
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf 
deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand 
der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststel-
lungen beurteilt werden (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 Erw. 3.1; Urteile 
BGer 8C_285/2016 vom 22.7.2016 Erw. 7.1 und 8C_970/2012 vom 31.7.2013 
Erw. 2.3).

Bei der Rechtsprechung, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem 
Unfall entwickelt wurde (BGE 115 V 133 Erw. 6c/aa), stellen noch behandlungs-
bedürftige psychische Leiden keinen Grund für einen Aufschub des Fallab-
schlusses dar, da die psychischen Beeinträchtigungen für die Beurteilung der 
Adäquanz bei dieser Praxis unberücksichtigt bleiben (Urteile BGer 8C 465/2011 
vom 7.9.2011 Erw. 5.1 und 8C 1004/2009 vom 13.4.2010 Erw. 4.2). Hingegen 
kann bei Massgeblichkeit der Schleudertraumapraxis der Fall erst abgeschlossen 
werden, wenn insgesamt keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
mehr zu erwarten ist (vgl. Urteile BGer 8C_817/2007 vom 11.12.2008 Erw. 3.2 
und 8C_493/2018 vom 12.9.2018 Erw. 3.2).

1.3 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 nor-
mierten Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherungsträger die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt 
grundsätzlich auch im Gerichtsverfahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 43 
Rz. 28). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang 
Abklärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies 
der Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Be-
reiche abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwal-
tung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tat-
sache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über-
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 
das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und 

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die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 
138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Unter-
suchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der 
verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismateri-
als besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in 
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 
261 Erw. 3b; Urteil 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes 
Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten 
verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei 
beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge 
keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Be-
weiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 
2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) 
vom 18. April 1999 erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf 
BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.5 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

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der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch UVG-
Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf 
Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss 
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstellungs-
verhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr beson-
derer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 
V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Er-
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa-
tienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hin-
weisen). 

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Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverlässig. Für 
die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persön-
lichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). Dem 
reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser 
Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines 
an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengutachten sind 
insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und oh-
ne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung 
zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behin-
derung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem Aktengut-
achten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die über-
wiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht 
werden (BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_523/2018 vom 5.11.2018 
Erw. 5.2; 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

2.1 Mit Verfügung vom 30. Juli 2019 stellte die C.________ die Versicherungs-
leistungen per 30. April 2019 ein. Gemäss beratendem Arzt seien die Beschwer-
den sechs Monate nach dem Ereignis als abgeheilt zu betrachten, zumal der 
Nachweis struktureller Läsionen des Hirns bzw. der HWS nicht erbracht worden 
sei. Da ein organisches Substrat fehle, habe eine spezifische Adäquanzprüfung 
zu erfolgen. Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges fehle es 
an den massgebenden Voraussetzungen. Die weitere Leistungspflicht sei daher 
mangels natürlicher und adäquater Kausalität zwischen den noch bestehenden 
Beschwerden und dem versicherten Ereignis zu verneinen (Vi-act. A34).

2.2 Mit Einsprache vom 16. September 2019 weist die Beschwerdeführerin auf 
ihre Vorbelastung sowie den bei bereits fortgeschrittenem Heilungsverlauf einge-
tretenen Rückfall (Ereignis vom 26.1.2019) hin, weshalb die anhaltenden Be-
schwerden auch nach sechs Monaten nach Unfallereignis noch unfallkausal sei-
en. Weil der Rückfall im Zeitrahmen der obligatorischen Leistungspflicht der 
C.________ bis sechs Monate nach dem Unfallereignis geschehen sei, sei die 
Kausalkette zwischen dem Ereignis vom 17. August 2019 und den anhaltenden 
Beschwerden nicht zu lang. Demgegenüber sei der Bericht des beratenden Arz-
tes der C.________ weder schlüssig noch widerspruchsfrei. Zudem machte sie 
geltend, es liege ein mittelschwerer Unfall vor und es seien ausser dem Kriterium 
der ärztlichen Fehlbehandlung alle Kriterien erfüllt, weshalb die Adäquanz zu be-
jahen sei. Die C.________ habe Leistungen über den 30. April 2019 hinaus zu 
erbringen.

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2.3 Im Einspracheentscheid vom 12. März 2020 hält die C.________ fest, der 
beratende Arzt, Dr.med. G.________ (Facharzt FMH Neurologie), sei im Bericht 
vom 26. September 2019 [recte 26.6.2019] zur Beurteilung gelangt, die neuro-
psychologischen Einschränkungen ohne strukturelle Läsionen des Hirns, wie 
zum Beispiel Mikroblutungen, seien unfallkausal nicht zu erklären; die HWS-
Beschwerden seien nach einer Dauer von über sechs Monaten seit Unfall als 
abgeheilt zu betrachten. Im Einspracheverfahren seien die Akten zusätzlich dem 
beratenden Arzt der Generaldirektion, Dr.med. H.________ (Facharzt Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation und Facharzt Rheumatologie), vorgelegt wor-
den. Dieser sei am 6. Februar 2020 zum Schluss gekommen, unter Berücksichti-
gung der Fragilisierung sei ein leicht verzögerter Verlauf von ca. acht Monaten 
plausibel und nachvollziehbar; nicht nachvollziehbar sei hingegen, dass das 
zweite Ereignis vom 26. Januar 2019 zu einer Verschlimmerung der Beschwer-
den und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit geführt haben solle. Im Zeitpunkt der 
erneuten Arbeitsunfähigkeit im Mai 2019 sei der Endzustand bereits erreicht ge-
wesen und eine erneute Exazerbation unfallkausal nicht nachvollziehbar. Dem-
gegenüber sei die Argumentation der Beschwerdeführerin und von Dr.med. 
E.________ der Formel "post hoc ergo propter hoc" zuzuordnen und bezüglich 
Dr.med. E.________ müsse der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, 
dass Hausärzte eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen würden. Den Berich-
ten der von der Beschwerdeführerin zugezogenen Neurologin Dr.med. 
F.________ (Fachärztin FMH für Neurologie) könne lediglich entnommen wer-
den, welche Beschwerden sie beklagte und dass diese seit dem 17. August 2018 
bestehen würden. Weshalb und wie diese Beschwerden und das Unfallereignis 
zusammenhängen würden, werde indes nicht erklärt. Auch Formulierungen wie 
"Status nach Trauma" oder "posttraumatisch", wie sie auch die Rehaklinik 
________ verwende, seien lediglich anamnestische Feststellungen ohne Aussa-
ge zur Kausalität. Daher seien die Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht 
überwiegend wahrscheinlich in einem natürlich kausalen Zusammenhang zum 
nicht gemeldeten Ereignis vom 26. Januar 2019 und auch nicht mehr zum Ereig-
nis vom 17. August 2018. Die Frage der natürlichen Kausalität könne indes oh-
nehin offengelassen werden, da der adäquate Kausalzusammenhang nicht ge-
geben sei. Entgegen der Darstellung in der Einsprache sei keines der massge-
benden Kriterien erfüllt. 

3. Vor Verwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin geltend, der Ein-
spracheentscheid beruhe auf einem unzutreffend und unvollständig festgestellten 
Sachverhalt sowie auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung.

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Was das Unfallereignis vom 17. August 2018 sowie das Ereignis vom 
26./27. Januar 2019 und den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin anbe-
langt, so ergibt sich aus den Akten:

3.1.1 Mit Unfallmeldung vom 29. August 2018 meldete die Arbeitgeberin der Be-
schwerdeführerin, diese sei am 17. August 2018 in Wollerau mit ihrem Auto an 
einer Ampel gestanden und ein anderes Auto hinter ihr habe nicht angehalten 
und sei in ihr Auto gefahren. Sie habe ein Schleudertrauma erlitten und sei seit 
dem 17. August 2018 100% arbeitsunfähig. Die Erstbehandlung sei am Unfalltag 
im ________-Spital erfolgt (Vi-act. A1). 

3.1.2 Im Formular 'Regressprüfung' führte die Beschwerdeführerin zum Unfall-
hergang am 20. September 2018 aus: "[Name] drove into the back of my car, in 
________, while standing still in a traffic line (not moving). […] I was under 
schock, but still ok. 2H later it became very bad & went to the Hospital (my hus-
band drove me)" (Vi-act. A2).

3.1.3 Gemäss unfallanalytischem Gutachten vom 17. Juni 2019 betrug die kolli-
sionsbedingte Geschwindigkeitsänderung zwischen 6.5 und 11.1 km/h bzw. et-
was tiefer (bis zu 2 km/h), falls das Fahrzeug der Beschwerdeführerin resp. beide 
Fahrzeuge in der Kollisionsphase gebremst war/waren; mithin könne von einem 
Mittelwert von 8.8 km/h ausgegangen werden. Bei der Kollision wirkte auf das 
Fahrzeug der Beschwerdeführerin eine mittlere Beschleunigung zwischen 1.2 
und 3.1 g; eine relevante Drehung ihres Fahrzeuges erfolgte nicht. Die Be-
schwerdeführerin bewegte sich infolge der Kollision in einem Winkel von 0° zur 
Fahrzeugachse nach hinten (Vi-act. A21).

3.2.1 Der erstbehandelnde Arzt am ________-Spital dokumentierte im ersten 
Arztzeugnis UVG am 17. August 2018 als Befund: Klinisch: Schmerz HWS; neu-
rologisch o.B., sowie als Röntgenbefund: Steilstellung HWS; keine Fraktur, keine 
Listhesis. Als vorläufige Diagnose notierte er "HWS Distorsion bei Auffahrunfall 
(HWS Myogelose; Muskelhartspann)". Er bezeugte eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit vom 17. bis 25. August 2018 (Vi-act. M1).

3.2.2 Im Notfallbericht vom 25. August 2018 (zum Untersuch vom 17.8.2018) no-
tierte Dr.med. K.________ (Facharzt Chirurgie) die Diagnose "akute HWS Myo-
gelose (Muskelhartspann, post-traumatisch), bei Auffahrunfall". Die Beschwerde-
führerin sei angeschnallt im Stau gestanden (Geschwindigkeit 0 km/h), als plötz-
lich ein Auto auf sie aufgefahren sei. Schleuderbewegung der HWS, ohne direk-
tes Trauma, keine Kopfprellung, keine Bewusstlosigkeit, keine Amnesie, das Air-
bagsystem sei nicht ausgelöst worden. Sie sei mit Nackenschmerz und Schmerz 

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im Bereich LWS ins Spital gekommen. Dr.med. K.________ dokumentierte (u.a. 
gestützt auf den Röntgenbefund HWS, LWS und Thorax in 2 Ebenen vom 
17.8.2018, Vi-act. M4) folgenden Befund:

Bei der körperlichen Untersuchung (…): schmerzbedingt Bewegungseinschrän-
kung der HWS, ohne neurologische Ausfälle oder Defizite, Gangbild normal. Keine 
Kraftminderung der Extremitäten.

Röntgen HWS in 2 Ebenen: Steilstellung der HWS, ohne Listhesis. Dens o.B. Kei-
ne Fraktur. Röntgen LWS in 2 Ebenen: keine Fraktur, keine Listhesis. 

3.2.3 Dr.med. K.________ füllte am 17. August 2018 auch den Dokumentations-
bogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma aus 
(Vi-act. M17). Demgemäss bestanden weder Bewusstlosigkeit, noch Gedächtnis-
lücken oder Angst- und/oder Schreckreaktion. Die Beschwerdeführerin klagte 
über sofortige Kopfschmerzen, Nackenschmerzen mit Intensität 6 (von 10) und 
Ausstrahlung in die Schulter rechts, Schwindel und Übelkeit aber kein Erbrechen. 
Zudem über Schmerzen im Becken und rechten Arm. Frühere Unfälle verneinte 
sie ebenso wie behandlungsbedürftige Beschwerden vor dem Unfall bezüglich 
Kopf, Nacken, Rücken oder anderes. Ruhe-, Druck- oder Stauchungsschmerzen 
der HWS wurden verneint, jedoch Bewegungsschmerzen angegeben. Die neuro-
logische Untersuchung war unauffällig, der GCS-Score betrug 15, andere Auffäl-
ligkeiten (auch Psyche) oder äussere Verletzungen wurden verneint. Als vorläufi-
ge Diagnose wurde eine HWS-Distorsion Grad II gestellt. 

3.3 Ein am 6. September 2018 erstelltes MRT HWS ergab bei klinischer Anga-
be "HWS-Distorsion nach Auffahrunfall am 17.8.2018 Armschwäche rechts. Dis-
kushernie zervikal?" folgenden Befund (Vi-act. M3):

Wenige mitdargestellte Strukturen der hinteren Schädelgrube unauffällig. Keine 
Anomalie am kraniozervikalen Übergang oder atlanto-axial. Keine relevante Skoli-
ose.
HWK2/3: Normale Bandscheibe.
HWK3/4: Minimales zirkuläres Bulging, belanglos.
HWK4/5: leichte zirkuläre Protrusion, keine Hernie.
HWK5/6: Mittelgradige zirkuläre Protrusion der Bandscheibe, breitbasig dorsal, oh-
ne Kontakt zum Myelon oder sonstige neurale Kompression. Auch keine foramina-
le Stenose.
HWK6/7: leichte zirkuläre Protrusion, nicht kompressiv.
In den obersten BWS-Niveaus keine relevante Diskopathie.
Reguläre Darstellung der Facettengelenke, keine speziell über der Altersnorm lie-
gende Degeneration, keine Zeichen einer Aktivation nach KM-Gabe. Keine Signal-
anomalie in den Weichteilen perivertebral. Gesamtes zervikales Myelon von nor-
malem Kaliber und Signal.

Dr.med. M.________ (Facharzt Radiologie) gelangte zur Beurteilung von ledig-
lich leichten Diskopathien in den mittleren/unteren HWS-Niveaus, HWK5/6 mit-

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telgradige zirkuläre Protrusion; nirgends Nachweis einer neuralen Kompression; 
keine Hernie; keine Fraktur oder sonstige, klar posttraumatische Veränderung.

3.4 In Beantwortung der Fragen der C.________ berichtete Dr.med. 
E.________ am 6. Dezember 2018, er habe die Beschwerdeführerin am 22. Au-
gust 2018 erstmals aufgrund des Unfalles gesehen. Sie habe bereits 1999 einen 
Heckauffahrunfall erlitten, später einen Frontalunfall mit Hirnerschütterung und 
2011 einen Fahrradunfall in Basel. Sie klage seit dem Unfall über Schmerzen der 
HWS, Kopfschmerzen, sowie durch die Schmerzen verursachte kognitive Ein-
schränkungen. Als objektiven Befund notiert er, die HWS-Rotation in Endstellung 
beidseits sei schmerzhaft, rechts mehr als links, thorakale paravertebrale 
Schmerzen rechts parascapulär bei Inklination und Reklination, raschere Ermü-
dung bei der Arbeit sowie kognitive Einschränkungen. Unfallfremde Faktoren 
würden das Beschwerdebild nicht beeinflussen. Er stellte als Diagnose ein HWS-
Distorsionstrauma. Sie sei zu 80% [recte 20%; vgl. Vi-act. M16/B1] arbeitsun-
fähig, bei schwerer körperlicher Arbeit sei die Arbeitsfähigkeit deutlich geringer. 
Mit einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 100% könne in vier bis acht Wochen 
gerechnet werden. Die Behandlung bestehe zurzeit aus Physiotherapie zur De-
tonisierung, Osteopathie und Bedarfsanalgesie mit Ibuprofen. Dies zeige eine 
deutliche Verminderung der Schmerzen und dadurch sei sie wieder leistungs-
fähiger im Alltag sowie am Arbeitsplatz. Diese Therapie solle weitergeführt wer-
den. Mit dem Behandlungsabschluss sei in sechs bis acht Wochen zu rechnen 
(Vi-act. M6 und M6a).

3.5 Am 8. Februar 2019 informierte Dr.med. E.________ die C.________, der 
Behandlungsabschluss sei für den 29. Januar 2019 geplant gewesen. Am Wo-
chenende vom 26./27. Januar 2019 habe die Beschwerdeführerin indes einen 
Rückfall erlitten. Beim Einfahren eines Zuges in den HB Zürich sei eine andere 
Passagierin gegen sie gefallen, wobei sie gegen die Wand gestossen worden 
sei. Seither leide sie wieder unter starken Kopf- sowie Nacken-Schmerzen, die 
erneut mit Schmerzmedikation, Osteopathie und Physiotherapie behandelt wer-
den müssten. Der Rückfall führe zu einer Verzögerung des Unfallabschlusses; 
die nächste Verlaufskontrolle sei für den 4. März 2019 geplant (Vi-act. M7).

3.6 Gemäss Arztbericht Dr.med. E.________ vom 12. April 2019 klage die Be-
schwerdeführerin seit dem Unfall über Schmerzen der HWS, Kopfschmerzen so-
wie durch die Schmerzen verursachte kognitive Einschränkungen. Sie seien 
durch den Rückfall wieder verstärkt, jetzt aber insgesamt besser; speziell die ko-
gnitiven Beschwerden seien stark regredient. Als objektiven Befund wiederholt er 
den Bericht vom 6. Dezember 2018 (vgl. oben Erw. 3.4), wobei die HWS-

12

Rotation jetzt frei sei. Unfallfremde Faktoren beeinflussten das Beschwerdebild 
nach wie vor nicht. Seit dem 4. März 2019 sei sie wieder voll arbeitsfähig. Die 
bisherige Therapie solle weitergeführt werden, mit dem Behandlungsabschluss 
sei in vier bis sechs Wochen zu rechnen (Vi-act. M9).

3.7 Ab 10. Mai 2019 attestierte Dr.med. E.________ der Beschwerdeführerin 
erneut eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Am 16. Mai 2019 meldete Dr.med. 
E.________ die Beschwerdeführerin zur stationären psychosomatischen Rehabi-
litation an, worauf die Reha ________ am 20. Mai 2019 (bei der C.________ und 
beim Krankenversicherer) ein Kostengutsprachegesuch für eine voraussichtlich 
28-tägige stationäre Rehabilitation einreichte (Vi-act. M10, M11). Am 21. Mai 
2019 bestätigt C.________ den Eingang des Kostengutsprachegesuches für eine 
psychosomatische Rehabilitation und stellte die Gesuchsprüfung in Aussicht, 
wozu ein Bericht mit Begründung der Rehabilitation angefordert wurde (Vi-act. 
A15). Hierzu unterbreitete Dr.med. E.________ der C.________ die Anmeldung 
zur stationären Rehabilitation. Als Einweisungsgrund nennt er (Vi-act. M11):

A) Diagnose St.n. Beschleunigungstrauma der HWS mit/bei
- Heckauffahrunfall am 17.08.2018
St.n. Fahrradunfall 2011
St.n. Heckauffahrunfall 1999

B) Funktionsdefizit HWS-Rotation in Endstellung beidseits schmerzhaft rechts 
mehr als links, thorakale paravertebrale Schmerzen rechts pa-
rascapulär bei Inklination und Reklination. Raschere Ermü-
dung bei der Arbeit sowie kognitive Einschränkung.

D) Relevante Begleiterkrankung Übergewicht BMI 29

Unter Ärztlicher Bestätigung der Klinikbedürftigkeit markierte er neuropsychologi-
sche Defizite sowie, dass eine ambulante Behandlung ausser Betracht falle. Sie 
weise behindernde Schmerzen auf. Behandlungsziel sei die Rückführung an den 
angestammten Arbeitsplatz als CEO.

3.8 Bei klinischer Angabe/Fragestellung "HWS-Distorsion nach Auffahrunfall 
am 17.8.2018, Kognitives Defizit. Raschere Ermüdung. Nachweis von Mikroblu-
tung?" wurde am 17. Juni 2019 ein MRT des Schädels nativ und nach Kontrast-
mittelgabe triplanar durchgeführt (Vi-act. M12). Dr.med. N.________ (Facharzt 
Radiologie) berichtete dem Hausarzt als Befund und Beurteilung:

Befund
Keine Diffusionsrestriktion. Alters entsprechend weite innere sowie äussere Li-
quorräume, der rechte Seitenventrikel leicht schmäler wie der linke, anlagebedingt. 
Regelrechte kortikomedulläre Differenzierung. Einzelne unspezifische Marklagerlä-
sion des Hirnparenchyms. Keine pathologischen Suszeptibilitätsartefakte, keine 
pathologische Kontrastmittelaufnahme des Hirnparenchyms. Regelrechte Kon-
trastmittelfüllung der basalen Zerebralarterien sowie der Hirnvenen. Kein vermehr-

13

tes durales Enhancement. Unauffällige Mittellinienstrukturen sowie hintere Schä-
delgrube. Regelrechte mesiale Temporallappenstrukturen. Normale Abbildung der 
Orbita sowie des Felsenbeins. Nasennebenhöhlen sowie Mastoidzellen belüftet. 
Unauffälliger kraniozervikaler Übergang sowie mitabgebildete zervikale Weichteile.

Beurteilung
Keine Blutungsresiduen. Keine posttraumatischen Parenchymdefekte. Altersent-
sprechend zur Darstellung kommendes Hirnparenchym. Keine strukturelle Läsion 
ursächlich für genannte Symptomatik abgrenzbar.

3.9 Am 26. Juni 2019 gab Dr.med. G.________ (Facharzt FMH Neurologie) als 
beratender Arzt der C.________ seine Stellungnahme ab (Vi-act. M13). Nach 
Zusammenfassung des aktenmässigen Verlaufes gelangte er zur Beurteilung:

Der Verlauf ist unauffällig, indem nach einer anfänglichen Besserung und Errei-
chen einer vollen Arbeitsfähigkeit ab 04.03.2019 später ab 10.05.2019 […], rund 
7½ Monate nach Unfall eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Unfallkausal 
ist dies ohne strukturelle Läsionen des Hirns nicht erklärbar. Bei kleinen Mikroblu-
tungen wäre ein solcher Verlauf möglich, denn sobald A.________ wieder starken 
Anforderungen ausgesetzt ist, würden sich durch die Mikroblutungen bedingte ko-
gnitive Minderleistungen manifestieren. Es finden sich in der ergänzend durchge-
führten MRI-Untersuchung des Schädels jedoch keine Mikroblutungen, die neuro-
psychologischen Minderleistungen sind unfallkausal nicht erklärbar. An der HWS 
zeigen sich lediglich degenerativ bedingte Veränderungen. 

Ich habe nichts gegen eine Rehabilitation einzuwenden, doch soll diese zu Lasten 
der Krankenversicherung stattfinden, nicht zu Lasten der Unfallversicherung.

Gemäss Dr.med. G.________ liegen keine unfallbedingten organischen Schädi-
gungen vor. Die noch geklagten Beschwerden stehen s.E. nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang mit dem Unfall vom                
17. August 2018. Die Gesundheit der Beschwerdeführerin sei schon vor dem Un-
fall in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen durch eine Spon-
dylolisthesis L5 über S1 nach anterior von 1.3 cm (wobei er einen Verschrieb 
vermutet und 1.3 mm annimmt). Für Dr.med. G.________ ist ein Unfall wie der 
erlittene durchaus geeignet, vorübergehend HWS-Beschwerden herbeizuführen, 
doch dürften diese gemäss Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 
nach 6 Monaten als abgeheilt betrachtet werden. Allfällige, über diese Frist hin-
ausgehende Beschwerden seien bis zum Beweis vom Gegenteil als unfallfremd 
zu erachten. Vorliegend könne unfallkausal nicht erklärt werden, weshalb zuerst 
nach einigen Monaten eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht worden sei, während 
diese gut zwei Monate später wieder auf 0% festgesetzt worden sei. Von einer 
weiteren medizinischen Behandlung könne unfallkausal keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes erwartet werden. 

3.10 Vom 18. Juni 2019 bis 24. Juli 2019 war die Beschwerdeführerin zur psy-
chosomatischen Rehabilitation stationär in der Reha ________ (Vi-act. M14). 

14

Gemäss Austrittsbericht vom 30. Juli 2019 wurden als Hauptsymptome bei Ein-
tritt anhaltende, invalidisierende Beschwerden im Bereich der HWS, besonders 
bei HWS-Rotation in Endstellung rechts mehr als links (VAS 7/10) angegeben 
sowie zusätzlich thorakal paravertebral parascapulär rechtsbetonte Schmerzen 
besonders bei Inklination und Reklination. Sie habe auch über eine rasche Er-
müdbarkeit mit kognitiver Einschränkung bei der Arbeit und im Alltag berichtet, 
was zu Einbussen in der soziofamiliären und beruflichen Partizipationsfähigkeit 
geführt habe.

Bei myofaszialen Schmerzen im Bereich des Rückens und der HWS seien re-
gelmässige myofasziale Infiltrationen im Bereich der Schulter- und Nackenmus-
kulatur mit Linderung der Beschwerden durchgeführt worden, nach denen die 
Beschwerdeführerin über fast komplette Beschwerdefreiheit mit uneingeschränk-
ter Beweglichkeit der HWS berichtet habe. Sie sei in ein stationäres multimodales 
Rehabilitationsprogramm integriert worden und habe physisch und psychisch 
Fortschritte erzielen können. Die Schmerzen seien besser kontrolliert und ver-
standen worden. Auch die emotionale Labilität sei ihr zunehmend bewusst ge-
worden und es hätten Strategien zur Bewältigung gelernt und angewendet wer-
den können. Auch die besonders initial noch auffallenden kognitiven Auffälligkei-
ten mit Wortverwechslungen, Vergesslichkeit hätten verbessert werden können. 
Sie habe in gebessertem Zustand ins häusliche Umfeld austreten können; die 
Therapien würden ambulant fortgeführt. Ab dem 1. August 2019 erfolge ein er-
neuter Arbeitsversuch mit schrittweiser Steigerung des Pensums.

3.11 Am 26. August 2019 liess sich die Beschwerdeführerin durch           
Dr.med. F.________ neurologisch untersuchen. Diese berichtete Dr.med. 
E.________ am Folgetag (Vi-act. M15):

Diagnosen
- Belastungsabhängig verstärktes Zervikozephalsyndrom, rasche Ermüdbarkeit, 

Konzentrationserschwernis, Gedächtnisschwäche und emotionale Labilität bei
- Beschleunigungstrauma bei Heckauffahrunfall am 17.08.2018 mit HWS-

Distorsion
- Sturz mit Fahrrad mit Kopfanprall und Commotio cerebri 2011
- Autounfall mit Frontalkollision mit Kopfanprall 1985

- Anamn. Anpassungsstörung bei Obigem und belastender Arbeitsplatzsituation
- Migräne, zum Teil mit ophtalmischer und sensibler Aura

[…]

Beurteilung
Frau A.________ leidet anamnestisch seit einer Heckauffahrkollision am 
17.06.2016 [rechte 17.8.2018] mit HWS-Distorsion an einem wechselnd intensiv 
ausgeprägten Beschwerdekomplex mit zervikozephalen Schmerzen, rascher Er-
müdbarkeit, kognitiver Einschränkung, verminderter Belastbarkeit und "Dünnhäu-

15

tigkeit" mit vermehrter Neigung zum Weinen, die zu Einbussen in der soziofami-
liären und beruflichen Partizipationsfähigkeit führten. Durch eine multimodale Re-
habilitationstherapie zur Zeit ambulant an der RehaKlinik ________ nach einem 
stationären Aufenthalt vom 18.6. bis 24.07.2019 konnte eine Besserung des Zu-
stands erreicht werden, sodass Frau A.________ seit anfangs August als Finanz-
chefin wieder teilarbeitsfähig ist, eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit unter 
Fortführen der obigen Therapie ist geplant. Die aktuelle neurologische Standortbe-
stimmung erfolgte auf Wunsch von Frau A.________. Es ergeben sich anamnes-
tisch und klinisch aus neurologischer Sicht keine neuen Aspekte. Weiterhin beste-
hen klinisch und bei zuvor bereits normal ausgefallenen MRI-Untersuchungen von 
Schädel und Halswirbelsäule keine Hinweise für eine strukturelle Schädigung des 
zentralen Nervensystems oder eine andere neurologische Erkrankung als Ursache 
der Beschwerden. Ich empfehle darum die bisher erfolgreichen Massnahmen wei-
terzuführen. Ob der ganze, beklagte, invalidisierende Beschwerdekomplex allein 
im Rahmen der HWS-Distorsion zu erklären ist, müsste, insbesondere falls versi-
cherungstechnisch relevant, im Rahmen einer optimal interdisziplinären Begutach-
tung geklärt werden.

3.12 Mit ärztlichem Bericht zuhanden des Rechtsanwaltes der Beschwerdefüh-
rerin führte Dr.med. E.________ am 13. September 2019 aus (Vi-act. M16):

Zervikozephalsyndrom mit rascher Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche und 
emotionaler Labilität mit/bei
- St.n. Beschleunigungstrauma bei Heckauffahrunfall am 17.08.2019 [recte 2018] 

mit HWS-Distorsion
- St.n. Sturz mit Fahrrad mit Kopfanprall und Commotio cerebri 2011
- St.n. Autounfall mit Frontalkollision mit Kopfanprall 1985

Die Beschwerdeführerin habe nach dem Heckauffahrunfall starke belastungsab-
hängige Nacken- und Kopfschmerzen beklagt. Zudem sei sie seither schneller 
überlastet und erschöpft, was ihre Arbeitsfähigkeit negativ beeinflusse. Ana-
mnestisch habe sie als Kind an Dyslexie gelitten, was ihr seit dem Unfall wieder 
vermehrt zu schaffen mache. Die bildgebende Diagnostik im Nachgang zum Un-
fall habe keine eindeutigen unfallkausale posttraumatische Veränderungen und 
Pathologien gezeigt. Die Symptomatik habe im Verlauf durch Analgesie, Physio-
therapie und Osteopathie verbessert werden können, so dass die Arbeitsun-
fähigkeit am 4. März 2019 auf 0% habe reduziert werden können. Am Wochen-
ende vom 26./27. Januar 2019 sei es zu einem Rückfall gekommen, als beim 
Einfahren des Zuges in den HB Zürich eine Passagierin gegen die Beschwerde-
führerin gefallen sei und sie an die Wand gestossen habe. Seither beklage sie 
erneut vermehrt auftretende starke Kopf- sowie Nacken-Schmerzen. Der Rückfall 
habe wieder zu einer 100% Arbeitsunfähigkeit und einer Verzögerung des Un-
fallabschlusses geführt. Aufgrund der - trotz Analgesie und Therapien - persistie-
renden Beschwerden und zunehmend auch psychisch belastenden Situation 
durch die Leistungseinschränkungen vor allem im Zusammenhang mit dem Be-
ruf, sei vom 18. Juni bis 24. Juli 2019 eine stationäre Rehabilitation in der Reha-

16

klinik ________ erfolgt mit bislang erfreulichem Resultat. Es sei geplant, die Ar-
beitsunfähigkeit ab dem 16. September 2019 auf 0% zu reduzieren. 

Speziell zur Unfallkausalität der Beschwerden führte Dr.med. E.________ aus:

Da die Patientin durch die zwei früheren Unfallereignisse (2011 und 1985) beide 
jeweils mit Kopfanprall und Commotio cerebri bereits vorbelastet ist, sind auch die 
nach den sechs Monaten seit Unfallereignis noch bestehenden Beschwerden als 
unfallkausal zu werten, da bei bestehendem Vorzustand eine HWS-Distorsion nicht 
per se nach sechs Monaten als abgeheilt betrachtet werden kann.

Zudem kommt, dass die Patientin bei bereits fortgeschrittenem Heilungsverlauf 
Ende Januar 2019 einen Rückfall erlitten hat, was erneut zu einer akuten Ver-
schlechterung geführt hat. Hätte die Patientin das Ereignis Ende Januar nicht erlit-
ten, wäre es höchstwahrscheinlich nicht zu einer erneuten Verschlechterung der 
Symptomatik und keiner erneuten Arbeitsunfähigkeit gekommen. Ohne erneute 
Beschwerden und Arbeitsunfähigkeit hätte sich auch die psychische Belastungssi-
tuation am Arbeitsplatz nicht so entwickelt und der Aufenthalt in der Rehaklinik 
________ wären höchstwahrscheinlich weder indiziert noch notwendig gewesen. 
Sämtliche Therapien und Behandlungen, die seit dem Rückfall Ende Januar 2019 
geschehen sind, sind somit kausal zum Unfallereignis vom 17.08.2019. Zudem 
kommt, dass erstens ein Autounfall dieser Art nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge dazu geeignet ist einen Erfolg 
der Art des Eingetretenen, namentlich die von der Patientin beklagten Beschwer-
den herbeizuführen. Gleiches gilt für das Rückfall-Ereignis Ende Januar. Ein Stoss 
von einer Person mit durchschnittlichem Körpergewicht gegen eine Wand ist nach 
der allgemeinen Lebenserfahrung und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
durchaus geeignet, Beschwerden im Rahmen von Nackenverspannungen, Kopf-
schmerzen herbeizuführen, speziell wenn ein noch nicht abgeheilter (noch nicht 
sechs Monate seit Unfallereignis!!) Vorzustand bei St. n. HWS-Distorsion besteht. 
Da der Rückfall im Zeitrahmen der obligatorischen Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers C.________, namentlich (bei einem HWS-Distorsionstrauma bis sechs 
Monate nach Unfallereignis) geschehen ist, ist die Kausalkette zwischen dem Un-
fallereignis am 17.08.2018 und den bis heute anhaltenden und behandelten Be-
schwerden nicht zu lang. Die bis zum aktuellen Zeitpunkt behandelten Beschwer-
den sowie veranlassten Therapien, ebenso der Aufenthalt in der Rehaklinik 
________ sind somit kausal zum Unfallereignis vom 17.08.2019.

Aus der Zusammenfassung der Arbeitsunfähigkeitszeugnisse durch Dr.med. 
E.________ ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin vom 27. August bis 2. Sep-
tember 2018 100% arbeitsunfähig war, vom 3. September bis 1. Oktober 2018 
40%, vom 2. Oktober 2018 bis 1. März 2019 20% und ab dem 4. März 2019 voll 
arbeitsfähig. Ab dem 10. Mai 2019 war sie erneut 100% arbeitsunfähig. Nach 
dem Reha-Aufenthalt (18.6. bis 24.7.2019) war sie vom 1. bis 15. August 2019 
60% arbeitsunfähig, anschliessend bis Ende August 50%, vom 1. bis 15. Sep-
tember 2019 40% und ab 16. September 2019 wieder voll arbeitsfähig, wovon 
zwei Tage Homeoffice (Vi-act. M16/B1).

17

3.13 Im Rahmen des Einspracheverfahrens hat die C.________ sämtliche ad-
ministrativen und medizinischen Akten dem beratenden Arzt der Generaldirektion 
Dr.med. H.________ vorgelegt (Vi-act. M18). In seiner Beurteilung vom 6. Fe-
bruar 2020 hält dieser fest, aufgrund der belegten Ereignisse mit Kopfanprall und 
Commotio cerebri von 1985 und 2011 könne von einer leichten Fragilisierung 
ausgegangen werden, was allenfalls bei der Beurteilung des unfallkausalen zeit-
lichen Verlaufs zu berücksichtigen sei. Der für Heckauffahrunfälle geltende 
Harmlosigkeitswert bzw. die entsprechende Verletzungsschwelle liege gemäss 
Literatur zwischen  10 - 15 km/h, was auch der Bundesgerichtsrechtsprechung 
entspreche. Diese Schwelle sei beim Ereignis vom 17. August 2018 nicht erreicht 
worden, da das Fahrzeug der Beschwerdeführerin gebremst gewesen sei. Dies 
bestätige sich auch in der Tatsache, dass keine strukturellen, traumatischen Ver-
letzungen im Bereich der HWS und des Kraniums festzustellen seien. Damit ha-
be das Ereignis vom 17. August 2018 mit HWS-Distorsionstrauma zu einem re-
gulären Verlauf mit leichter Verzögerung aufgrund der erwähnten Fragilisierung 
geführt; in Übereinstimmung mit den Guidelines-Angaben sei demnach die An-
nahme eines ca. 8-monatigen Verlaufs (Leistungseinstellung am 30.4.2019) 
plausibel und nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar sei dagegen, dass ein wei-
teres Ereignis vom 26./27. Januar 2019 das Beschwerdebild verschlimmert ha-
ben solle. Sie habe weitergearbeitet, ab 4. März 2019 zu 100%, und sei erst ab 
dem 10. Mai 2019 als voll arbeitsunfähig eingeschätzt worden. Dies sei im Rah-
men eines posttraumatischen Verlaufs auch unter Berücksichtigung allfälliger 
Einflüsse durch den Vorfall am HB Zürich nicht zu erklären, ausser man berück-
sichtige unfallfremde Einflüsse. Eine plausible unfallkausale Erklärung für die ne-
gative Entwicklung ab dem 10. Mai 2019 liege nicht vor. Die von Dr.med. 
F.________ erwähnte Anpassungsstörung auch im Rahmen der belastenden Ar-
beitsplatzsituation wirke in dieser Hinsicht dagegen überzeugend.

Insgesamt erachtete Dr.med. H.________ die geklagten Beschwerdebilder aus 
unfallkausaler Sicht als genügend abgeklärt und ebenso der Vorzustand. Nach 
Wiedergabe der bildgebend nachgewiesenen organischen Befunde stellte er fest, 
es seien durch das Ereignis vom 17. August 2018 keine strukturellen Verände-
rungen nachweisbar. Auch die Beschwerdeführerin erwähne in ihrer Rechts-
schrift keine unfallbedingten organischen Befunde. Von einer weiteren Behand-
lung sei unfallbedingt keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu 
erwarten. Der unfallbedingte Gesundheitszustand stagniere seit dem 4. März 
2019. Durch frühere Unfälle bestehe eine leichte Fragilisierung der HWS und des 
Neurokraniums, was sich nicht in der Intensität oder anderweitigen Besonderhei-
ten der Beschwerden auswirke, sondern in leichter Art im zeitlichen Verlauf. 
Gemäss Guidelines sei zu erwarten, dass ein HWS-Distorsionstrauma vom 

18

Schweregrad QTF II nach ca. 6 Monaten ausgeheilt sei; durch die Fragilisierung 
könne der Verlauf länger dauern, dies sei bei der Leistungseinstellung nach ca. 8 
Monaten per 30. April 2019 berücksichtigt und entspreche dem erwarteten Ver-
lauf der unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit. Auch die unfallanalytisch festgestellten 
Werte für das Delta-v weise auf den durch die Fakten gestützte Verlaufsentwick-
lung hin. 

4.1.1 Die Beschwerdeführerin verweist auf die Rechtsprechung zur Beweiswer-
tigkeit der Berichte versicherungsinterner Ärzte. Als Versicherungsärzte seien 
Dr.med. G.________ und Dr.med. H.________ befangen. Zudem stellten ihre 
Beurteilungen reine Aktengutachten dar, der aktuelle medizinische Sachverhalt 
stehe nicht fest, die Beurteilungen seien daher nicht beweistauglich. Um die 
Auswirkungen der fortbestehenden Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit beurtei-
len zu können, hätte zumindest eine umfassende körperliche Untersuchung vor-
genommen werden müssen.

4.1.2 Rechtsprechungsgemäss kann auf Aktengutachten abgestellt werden, 
wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht 
(Urteil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3 m.w.H.). Die Beschwerdeführe-
rin zeigt nicht auf, inwiefern der medizinische Sachverhalt nicht genügend abge-
klärt sein soll. Befunde wurden mehrfach bildgebend erhoben wie auch klinisch. 
Die Befunde widersprechen sind nicht (auffallend ist höchstens, dass einzig im 
Bericht der Physiotherapie Reha ________ linksseitige Beschwerden betont 
werden, wogegen in sämtlichen übrigen Berichten festgehalten ist, die Schmer-
zen seien rechts mehr als links; vgl. Vi-act. M14 und oben Erw. 3). Die beiden 
Versicherungsärzte gehen nicht von abweichenden Befunden aus. Ihre Beurtei-
lungen basieren nachweislich auf dem aktenmässigen Verlauf, insbesondere 
auch auf den von Dr.med. E.________ und Dr.med. F.________ erhobenen Be-
funden. Mithin geht es allein um eine ärztliche Beurteilung eines medizinisch 
feststehenden Sachverhalts, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass reine Ak-
tengutachten erstellt wurden.

4.2 Vor allem aber stellten die Versicherungsärzte einhellig und ebenso in 
Übereinstimmung mit sämtlichen ärztlichen Berichten fest, das Unfallereignis 
vom 17. August 2018 habe zu keinen strukturellen, traumatischen Verletzungen 
geführt. Dies bestätigen explizit auch Dr.med. E.________ (vgl. oben Erw. 3.12) 
und Dr.med. F.________ (vgl. oben Erw. 3.11). Auch die Beschwerdeführerin 
selbst macht zu Recht keine solchen geltend. Daran ändert nichts, dass Dr.med. 
E.________ in seinen Berichten vom 6. Dezember 2018 und 12. April 2019 (vgl. 

19

oben Erw. 3.4 und 3.6) Schmerzen bei HWS-Rotation in Endstellung beidseits, 
rechts mehr als links, thorakale paravertebrale Schmerzen rechts parascapulär 
bei Inklination und Reklination sowie rascherer Ermüdung bei der Arbeit und ko-
gnitive Einschränkungen als 'objektive Befunde' beschreibt. Denn von organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nur dann gesprochen werden, wenn 
die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt 
wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich 
anerkannt sind (BGE 138 V 248 Erw. 5.1; Urteil 8C_387/2018 vom 16.11.2018 
Erw. 3.3). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhän-
gig sind. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde 
fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, das eine 
Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Auch aus dem Vorlie-
gen von Schmerzen kann noch nicht auf organisch (hinreichend) nachweisbare 
Unfallfolgen geschlossen werden, weil sich die Feststellung von Schmerzen einer 
wissenschaftlichen Beweisführung entzieht (Urteil BGer 8C_123/2018 vom 
18.9.2018 Erw. 4.1.1). Nachdem vorliegend die ärztlichen Berichte diesbezüglich 
übereinstimmen, bestehen für das Gericht keine Zweifel an der Feststellung, 
dass keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen vorliegen. Entspre-
chend besteht auch kein Grund für eine fachärztliche Begutachtung, sind doch 
keine abweichenden Diagnosen oder Befunde aktenkundig.

4.3 Liegen keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen vor, schliesst 
dies nicht aus, dass eine versicherte Person dennoch Beschwerden beklagt und 
ggfs. auch ein klinischer Befund vorliegt (z.B. Muskelhartspann; vgl. Urteil BGer 
8C_286/23018 vom 7.9.2018 Erw. 6.2 m.w.H.). Es mag selbst zutreffen, dass 
diese natürlich unfallkausal sind. Entgegen der Ausführung der Beschwerdefüh-
rerin reicht eine (überwiegend wahrscheinliche) natürliche Kausalität zwischen 
einem Unfallereignis und geklagten Beschwerden aber nicht aus, damit der Un-
fallversicherer leistungspflichtig ist (vgl. Beschwerde Rz. 14). Vielmehr setzt die 
Leistungspflicht eines Unfallversicherers voraus, dass zwischen dem Unfallereig-
nis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (BGE 134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). Ist 
die Adäquanz zu verneinen, kann die Frage der natürlichen Kausalität offen ge-
lassen werden. Steht nämlich aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, 
dass ein allfällig bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat 
und damit nicht rechtsgenüglich wäre, ist die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht entscheidrelevant (BGE 135 V 465 Erw. 
5.1). Die C.________ stellte im angefochtenen Einspracheentscheid denn auch 

20

zu Recht fest, die Frage nach der natürlichen Kausalität könne letztlich offen 
bleiben, da die Adäquanz zu verneinen sei.

4.4 Die Diagnose eines am 17. August 2018 erlittenen HWS-Distorsionstrau-
mas Grad II ist allseits unbestritten. Unbestritten ebenso das Vorliegen eines im 
Zusammenhang mit HWS-Verletzungen typischen Beschwerdebildes mit Sym-
ptomen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächt-
nisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 6.2.1; 
BGE 117 V 359 Erw. 4b). Bei Fehlen organischer objektiv ausgewiesener Unfall-
folgen, aber Vorliegen eines Schleudertraumas oder äquivalenten Verletzungen 
der HWS sowie Schädel-Hirntraumen hat die C.________ hinsichtlich der nicht 
objektivierbaren Beschwerden zu Recht eine Adäquanzprüfung nach der soge-
nannten Schleudertrauma-Praxis vorgenommen (BGE 138 V 248 Erw. 4; BGE 
134 V 109 Erw. 2).

4.5.1 Die Beschwerdeführerin rügt einen zu frühen Fallabschluss bzw. eine zu 
frühe Adäquanzprüfung. 

Bei der Schleudertrauma-Praxis ist die Prüfung der Adäquanz in jenem Zeitpunkt 
vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-
Beschwerdebild - dessen psychische und physische Komponenten nicht leicht zu 
differenzieren sind - gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse-
rung mehr zu erwarten ist (BGE 134 V 109 Erw. 4.3 und Erw. 6.2; Urteil BGer 
8C_674/2019 vom 3.12.2019 Erw. 4.1 m.w.H.).

4.5.2 Aufgrund des Heilverlaufs sowie der aktenkundigen ärztlichen Berichte 
könne gemäss Beschwerdeführerin im Einstellungszeitpunkt per 30. April 2019 
von einer weiteren Behandlung nach wie vor eine namhafte Besserung der Be-
schwerden erwartet werden. Um einer Chronifizierung vorzubeugen, sei sie vom 
18. Juni bis 24. Juli 2019 in der Reha ________ in stationärer Behandlung gewe-
sen und sie sei nach wie vor in ärztlicher Behandlung. Es sei aktenkundig, dass 
wegen den Unfallfolgen eine fortgesetzte ärztliche Behandlung und Kontrolle er-
forderlich sei. Die Fortsetzung sei nach wie vor indiziert und eine Besserung des 
Gesundheitszustandes werde prognostiziert. Entsprechend sei die Adäquanzprü-
fung zu früh erfolgt.

4.5.3 Entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung ging die C.________ 
indes zu Recht vom Erreichen des Endzustandes spätestens per 30. April 2019 
aus. Der Gesundheitszustand war genügend abgeklärt und es liegen weder wi-

21

dersprüchliche Befunde noch ungeklärte Beschwerden vor, so dass eine Beurtei-
lung möglich war.

Aufgrund des Unfallereignisses vom 17. August 2018 war die Beschwerdeführe-
rin bei Dr.med. E.________ in Behandlung. Anfangs Dezember 2018 äusserte 
dieser, die Behandlung bestehe aus Physiotherapie zur Detonisierung, Osteopa-
thie und Bedarfsanalgesie mit Ibuprofen; die volle Arbeitsfähigkeit werde in 4 bis 
8 Wochen erreicht, mithin rund Ende Januar 2019 (Vi-act. M6). Anfangs Februar 
2019 informierte er über einen Zwischenfall am 26./27. Januar 2019, bei wel-
chem die Beschwerdeführerin im Zug durch eine Passagierin an die Wand ge-
stossen worden sei. Genaueres zu diesem Ereignis ist nicht bekannt; die Be-
schwerdeführerin erstattete hierzu nie Meldung. Auch in den Diagnoselisten er-
scheint das Ereignis nicht. Gemäss Dr.med. E.________ führte es aber zu einem 
Wiedererstarken der Kopf- und Nackenschmerzen und dadurch erneuter 
Schmerzmedikation, Osteopathie und Physiotherapie sowie Verzögerung des 
Fallabschlusses. Auf die dannzumal attestierte Arbeitsfähigkeit von 80% hatte 
der Zwischenfall aber keinen Einfluss. Die volle Arbeitsfähigkeit wurde am 4. 
März 2019, mithin rund einen Monat später als ursprünglich erwartet, dennoch 
erreicht. Bezüglich des Zwischenfalles Ende Januar hielt Dr.med. E.________ 
am 12. April 2019 fest, die Beschwerden seien dadurch wieder verstärkt, jetzt 
aber insgesamt besser, speziell die kognitiven Beschwerden seien stark regre-
dient. Er prognostizierte einen Fallabschluss in vier bis sechs Wochen, wobei die 
Behandlung weiterhin wie bereits im Dezember 2018 aus Physiotherapie zur De-
tonisierung, Osteopathie und Bedarfsanalgesie mit Ibuprofen bestand. 

Unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung stellte die C.________ 
zu Recht fest, dass Ende April 2019 keine eigentliche ärztliche, hochfrequente 
Behandlung mehr stattfand und dass weder Physiotherapie, noch Osteopathie 
oder eine medikamentöse Bedarfsanalgesie genügen, um den Fallabschluss 
hinauszuzögern. Ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten 
sowie manualtherapeutische Behandlungen gelten nicht als kontinuierliche, mit 
einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesund-
heitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung 
(Urteile BGer 8C_674/2019 vom 3.12.2019 Erw. 4.3; 8C 306/2016 vom 
22.9.2016 Erw. 5.3; 8C_306/2016 vom 22.9.2016 Erw. 5.3). Eine allfällige blosse 
Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine 
blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass der Versicherte etwa von Phy-
siotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil BGer 8C_172/2018 vom 
4.6.2018 Erw. 4.3 m.w.H.). Zudem hatte die Beschwerdeführerin die volle Ar-
beitsfähigkeit bereits am 4. März 2019, mithin rund acht Wochen vor Fallab-
schluss erreicht. Einen Monat später bzw. rund drei Wochen vor Fallabschluss 

22

beschrieb Dr.med. E.________ die Beschwerden als insgesamt gebessert, na-
mentlich die kognitiven als stark regredient, die HWS-Rotation als frei. Die Beur-
teilung von Dr.med. H.________ ist daher nachvollziehbar und schlüssig, wo-
nach im Zeitpunkt des Fallabschlusses Ende April 2019 von einer weiteren Be-
handlung unfallbedingt keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
mehr zu erwarten war. 

Diese Beurteilung untermauert Dr.med. H.________ mit Verweis auf Guidelines 
und Rechtsprechung mit der Feststellung, dass bei einem Heckauffahrunfall mit 
einem Delta-v Mittelwert von 8.8 km/h und einer mittleren Beschleunigen zwi-
schen 1.2 und 3.1g, ohne Drehung des Fahrzeuges und einer Bewegung der Be-
schwerdeführerin von 0° sowie ohne strukturelle, traumatische Verletzungen mit 
einem Fallabschluss nach rund achtmonatigem Verlauf zu rechnen ist, wenn da-
bei auch eine leichte Fragilisierung aufgrund früherer Ereignisse berücksichtigt 
wird. Der tatsächliche Verlauf vermag diese Beurteilung nicht zu widerlegen. Zum 
einen entspricht es den auch von Dr.med. E.________ gestellten Prognosen und 
zum andern erreichte die Beschwerdeführerin die volle Arbeitsfähigkeit bereits 
schon per 4. März 2019. 

Nachvollziehbar ist auch die Beurteilung von Dr.med. H.________, im Rahmen 
eines posttraumatischen Verlaufes, selbst unter Berücksichtigung allfälliger Ein-
flüsse des Ereignisses vom 26./27. Januar 2019, sei nicht erklärbar, dass die Be-
schwerdeführerin anfangs März 2019 die volle Arbeitsfähigkeit (ärztlich attestiert) 
erlangt habe, und dann per 10. Mai 2019 wieder vollständig arbeitsunfähig sei. 
Erklärbar sei dies ggfs. unter Berücksichtigung unfallfremder Faktoren, wie der 
von Dr.med. F.________ erwähnten Anpassungsstörung im Rahmen der belas-
tenden Arbeitsplatzsituation. Auf eine solche Arbeitsplatzproblematik weist auch 
Dr.med. E.________ hin, wobei dessen Ausführung, wonach letztlich auch die 
Arbeitsplatzproblematik auf die Beschwerden zurückzuführen seien, da es bei 
Ausbleiben des Januar-Ereignisses höchstwahrscheinlich auch nicht zu einer er-
neuten Verschlechterung der Symptomatik und damit keiner erneuten Arbeitsun-
fähigkeit gekommen wäre, reine Mutmassung bleibt (vgl. oben Erw. 3.12). Und 
entgegen dieser Mutmassung hat er selber bereits anfangs März 2019 eine volle 
Arbeitsfähigkeit attestiert und insgesamt eine Besserung der Beschwerden, na-
mentlich auch der kognitiven festgestellt. 

4.5.4 Nachdem die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 17. August 2018 keine 
strukturellen, traumatischen Verletzungen erlitt, die volle Arbeitsfähigkeit per 4. 
März 2019 wieder erlangt hat, der behandelnde Arzt am 12. April 2019 gesamt-
haft eine Besserung feststellte, insbesondere auch der kognitiven Beschwerden, 
und er einen Fallabschluss in vier bis sechs Wochen prognostizierte und nach-

23

dem zu diesem Zeitpunkt seit längerem keine auf eine namhafte Verbesserung 
des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Recht-
sprechung mehr erfolgte, hat die C.________ die Adäquanzprüfung zu Recht per 
Ende April 2019 vorgenommen. 

5. Die Adäquanz überprüfte die C.________ nach der Schleudertrauma-
Praxis. Dies auch gemäss Beschwerdeführerin zu Recht.

5.1.1 Den Ausgangspunkt der Adäquanzbeurteilung bildet das (objektiv erfassba-
re) Unfallereignis. Nach der bundesgerichtlichen Schleudertraumapraxis (analog 
zu den bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen) 
wird für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall ver-
langt, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Ar-
beits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewis-
se Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die 
Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei − ausge-
hend vom augenfälligen Geschehensablauf − zwischen banalen bzw. leichten 
Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwi-
schen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate 
Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallge-
schehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Um-
stände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als di-
rekte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzu-
beziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 
abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise 
erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kri-
terium oder müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 109 Erw. 10.1; 
BGE 117 V 359 Erw. 6; BGE 117 V 369 Erw. 4b und c).

5.1.2 Die C.________ stellte bezüglich Qualifikation des Unfallereignisses vom 
17. August 2018 (vgl. oben Erw. 3.1) fest, Auffahrkollisionen auf ein Fahrzeug 
würden rechtsprechungsgemäss in der Regel als mittelschwere Unfälle im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet, wobei das Bundesgericht bei 
niedrigen Delta-v unter 10 bis 15 km/h im Einzelfall auch auf einen leichten Unfall 
geschlossen habe. Vorliegend könne die Frage letztlich offenbleiben, da die 
Adäquanz selbst bei der Annahme eines mittelschweren Unfalles im Grenzbe-
reich zu den leichten zu verneinen sei.

24

5.1.3 Für die Beschwerdeführerin stellt das Unfallereignis ein mindestens mittel-
schweres dar, ohne dass sie weiter konkretisieren würde, ob mittelschwer im en-
geren Sinne oder im Grenzbereich zu den leichteren (oder gar schwereren). Die-
se Eingrenzung ist insofern wesentlich, als die Adäquanz je unterschiedlich beur-
teilt wird. Bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Ereignis-
sen müssen vier der massgeblichen Kriterien erfüllt sein. Bei mittelschweren Un-
fällen im engeren Sinne genügen deren drei. Ist ein einzelnes Kriterium in aus-
geprägter Weise gegeben, ist die Adäquanz in beiden der genannten Fälle gege-
ben (vgl. Urteil BGer 8C_762/2019 vom 12.3.2020). Sind weniger als die gefor-
derten Kriterien erfüllt, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zu vernei-
nen. 

Der Katalog dieser Kriterien lautet (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.3):
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

5.2.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Ein-
drücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des 
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten 
ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen 
kann (Urteil BGer 8C_398/2012 vom 6.11.2012 Erw. 6.1 mit Beispielen aus der 
Rechtsprechung).

Das Unfallereignis vom 17. August 2017 war nicht gekennzeichnet von beson-
ders dramatischen Umständen. Es handelt sich um einen wenig eindrücklichen 
Auffahrunfall, indem die Beschwerdeführerin im Stau (vor einem Kreisel) still-
stand und das nachfahrende Fahrzeug nicht früh genug abbremste und dadurch 
mit einem Delta-v zwischen 6.5 und 11.1 km/ (oder tiefer) mit der Beschwerde-
führerin in Fahrtrichtung kollidierte. Der Airbag wurde nicht ausgelöst, zu einem 
Kopfanprall kam es nicht (Vi-act. M17). An den Fahrzeugen (Porsche 911 Turbo 
Cabriolet und Mercedes-Benz CLK 55 AMG) entstand geringer Sachschaden 
(vgl. Bilder der Unfallfahrzeuge), deren Reparatur auf Fr. 2'317.04 resp. 
Fr. 1'791.03 geschätzt wurde. Es wurde ein Verkehrsunfall-Berichtsformular aus-
gefüllt. Beide Fahrer konnten die Fahrt mit ihren Fahrzeugen fortsetzen (Vi-act. 

25

A21). Dass der Zusammenprall unvermittelt kam und die Beschwerdeführerin un-
vorbereitet traf, ändert nichts an der fehlenden Eindrücklichkeit.

5.2.2 Um das Kriterium 'Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen' 
zu erfüllen, sind Verletzungen von Nöten, die erfahrungsgemäss geeignet sind, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen (vgl. BGE 140 V 356 Erw. 5.5; Urteil 
SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, Urteil BGer 8C_398/2012 Erw. 6.2.1 f., je mit Hinweisen 
auf die Rechtsprechung). Die Beschwerdeführerin erlitt keine strukturellen, trau-
matischen Verletzungen. Diagnostiziert wurde eine HSW-Distorsion Grad II. Die 
Diagnose einer HWS-Distorsion oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu 
behandelnden Verletzung genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteri-
ums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung (BGE 134 V 109 
Erw. 10.2.2). Eine von der Beschwerdeführerin vorgebrachte posttraumatische 
Belastungsstörung wurde nicht diagnostiziert. 

5.2.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer einer spezifischen ärztlichen 
Behandlung ist nicht erfüllt. Dieses ist nicht allein nach einem zeitlichen Mass-
stab zu beurteilen. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung 
sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes 
zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer 
gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes ge-
richtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manual-
therapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse 
Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Einzig der Ab-
klärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren kommt auch nicht die Qua-
lität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (Urteile BGer 8C_344/2013 vom 
10.10.2013 Erw. 10 und 8C_729/2012 vom 4.4.2013 Erw. 8.3). Vorliegend be-
schränkte sich die Behandlung auf Physiotherapie zur Detonisierung, Osteopa-
thie und medikamentöse Bedarfsanalgesie sowie Verlaufskontrollen beim Haus-
arzt. Spezifische ärztliche Behandlungen im Sinne des Kriteriums erfolgten ent-
gegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht.

5.2.4 Beim Kriterium der Dauerbeschwerden können adäquanzrelevant nur in 
der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG 
ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die 
Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Be-
einträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Le-
bensalltag erfährt. Nach dem Gesagten ist das Kriterium in der Kurzform wie folgt 
zu präzisieren: erhebliche Beschwerden (BGE 134 V 109 Erw. 10.2.4). Ohne die 
von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden zu bagatellisieren, ergibt 

26

sich aus den medizinischen Akten doch, dass sie die Arbeit rund zwei Wochen 
nach dem Unfall zu 40% wieder aufnehmen und einen Monat später auf 80% 
steigern konnte. Die volle Arbeitsfähigkeit wurde am 4. März 2019 erreicht. Das 
Kriterium von besonderen, im Alltag beeinträchtigenden Dauerbeschwerden ist 
nicht erfüllt. Selbst wenn das Kriterium als erfüllt beurteilt würde, wäre die 
Adäquanz nicht zu bejahen, ist es doch auf keinen Fall in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt.

5.2.5 Es ist unbestritten, dass das Kriterium einer ärztlichen Fehlbehandlung, 
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, nicht erfüllt ist.

5.2.6 Auch liegen kein schwieriger Heilungsverlauf und keine erheblichen Kom-
plikationen vor. Es bedürfte dazu besonderer Gründe, welche die Genesung be-
einträchtigt oder verzögert haben (Urteil BGer U 479/05 vom 6.2.2007 Erw. 8.5 
in: SVR 2007 UV Nr. 25). Vorliegend entspricht der Verlauf durchaus dem nach 
einem Auffahrunfall mit erlittenem HWS-Distorsionstrauma zu Erwartenden. We-
der die Fragilisierung aufgrund der früher erlittenen Unfälle, noch der Zwischen-
fall vom Januar 2019, die zu einem leicht verzögerten Verlauf führten, stellen be-
sondere Gründe dar, um das Kriterium zu erfüllen. 

5.2.7 Bleibt das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit. Dieses bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im 
angestammten Beruf (Urteil BGer 8C_488/2017 vom 27.11.2017 Erw. 6.9 
m.w.H.). Nachdem die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit als Finanzdirektorin 
nach rund zwei Wochen teilzeitlich wieder aufnehmen und bald steigern konnte 
und die volle Arbeitsfähigkeit nach rund 6½ Monaten wieder erreicht hat, ist die-
ses Kriterium nicht erfüllt. 

5.3 Damit ist nicht zu beanstanden, dass die C.________ die adäquate Unfall-
kausalität der über den 30. April 2019 hinaus geklagten Beschwerden verneint 
hat. Von den notwendigen Kriterien der Adäquanzprüfung ist keines in besonders 
ausgeprägter Weise erfüllt und es sind auch nicht mindestens drei Kriterien er-
füllt, was notwendig wäre, würde das Unfallereignis als mittelschweres im enge-
ren Sinne qualifiziert.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Die C.________ hat die Leistungen zu Recht per 30. April 
2019 eingestellt. 

7. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben; Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung besteht nicht (Art. 61 lit. a und g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 11. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. September 2020