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**Case Identifier:** 384901bc-b703-5bef-b4fb-640c9821f587
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.09.2025 200 2025 433
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-433_2025-09-26.pdf

## Full Text

IV 200 2025 433 
JAP/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. September 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Juni 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborenen A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Be-
schwerdeführerin) wurden nach einer Anfang 2021 bei der IV-Stelle … er-
folgten Anmeldung für Hilfsmittel am 22. Februar 2021 orthopädische 
Serienschuhe für die Zeit vom 22. Dezember 2020 bis 31. Dezember 2030 
zugesprochen (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwer-
degegnerin; act. II] 19.6, 19.8, 19.14). Nachdem die Versicherte ihren 
Wohnsitz von ... nach ... verlegt hatte, meldete sie sich im August 2023 
unter Hinweis auf Fibromyalgie, Desorientierung, Schmerzen, Gedächtnis-
verlust und ein Post-OP Karpaltunnelsyndrom beidseits bei der IVB für die 
berufliche Integration bzw. den Rentenbezug an (act. II 1). Die IVB holte in 
der Folge die Akten der IV-Stelle … ein (act. II 6, 19.1 - 19.17), nahm er-
werbliche und medizinische Abklärungen vor (act. II 12, 16, 27) und führte 
ein Erstgespräch durch (act. II 23). Am 2. Oktober 2023 (act. II 24) teilte die 
IVB mit, aufgrund des Gesundheitszustandes der Versicherten seien zur 
Zeit keine Eingliederungsmassnahmen angezeigt. Im weiteren Verlauf liess 
die IVB die Versicherte durch die C.________ (MEDAS) polydisziplinär 
begutachten (Expertise vom 24. Februar 2025 [act. II 89.1 - 89.8]). 

Mit Vorbescheid vom 3. März 2025 (act. II 92) stellte die IVB die Vernei-
nung des "Anspruchs auf Leistungen der Invalidenrente" in Aussicht, da 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege und die bisherige Er-
werbstätigkeit der Versicherten im bisherigen Umfang möglich und zumut-
bar sei. Dagegen erhob die Versicherte Einwände (act. II 99, 102, 105). 
Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; act. II 106), verfügte die IVB am 5. Juni 2025 (act. II 107) wie vorbe-
scheidweise angekündigt. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 5. Juni 2025 (act. II 107) erhob die Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, mit Eingabe vom 4. Juli 2025 
Beschwerde. Sie beantragt, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
seien der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 1. Februar 2024 die gesetzli-
chen IV-Invalidenrentenleistungen (mindestens 50 %) zuzusprechen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 14. August 2025 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 5. Juni 2025 (act. II 107).

1.2.1 Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechts-
pflege ist das Rechtsverhältnis, welches – im Rahmen des durch die Verfü-
gung bestimmten Anfechtungsgegenstandes – den aufgrund der Be-
schwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. 
Anfechtungs- und Streitgegenstand sind danach identisch, wenn die Ver-
waltungsverfügung insgesamt angefochten wird (BGE 131 V 164 E. 2.1 
S. 165; SVR 2010 BVG Nr. 14 S. 53, C-2399/2006 E. 4.1).

Streitgegenstand bildet das aufgrund der Beschwerdebegehren tatsächlich 
angefochtene Rechtsverhältnis. Anfechtungs- und Streitgegenstand bezie-
hen sich auf ein (materielles) Rechtsverhältnis, sei es auf eines (z.B. Ren-
tenanspruch), sei es auf mehrere Rechtsverhältnisse (z.B. Eingliederungs- 
und Rentenanspruch). Bezieht sich also die Beschwerde nur auf einzelne 
der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht 
beanstandeten – verfügungsweise festgelegten – Rechtsverhältnisse zwar 
wohl zum Anfechtungs-, aber nicht zum Streitgegenstand (BGE 125 V 413 
E. 2a S. 415).

1.2.2 Wenngleich der Titel der angefochtenen Verfügung vom 5. Juni 
2025 (act. II 107) allenfalls suggeriert, sie beziehe sich nur auf den Ren-
tenanspruch ("Kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenrente"), geht aus 
dem Dispositiv und der Begründung ohne weiteres hervor, dass die Be-
schwerdegegnerin einen Leistungsanspruch integral verneinte. Weil die 
Beschwerdeführerin mit ihrem Rechtsbegehren allerdings die "gesetzlichen 
IV-Invalidenrentenleistungen (mindestens 50 %)" fordert, ist der Streitge-
genstand enger als der Anfechtungsgegenstand. Streitig und zu prüfen ist 
folglich einzig der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin macht einen Eröffnungsfehler und die Ver-
letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend (Beschwerde S. 3 f. 
III.) Sie bringt vor, die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2025 (act. II 
107) sei fälschlicherweise der vormaligen Rechtsvertretung, der 
D.________, eröffnet worden und trotz entsprechendem Ersuchen und 
Nachhaken sei der Zugang zur Tonaufnahme zum MEDAS-Gutachten erst 
nach Eröffnung der Verfügung erfolgt. 

2.2

2.2.1 Solange die Partei die Vollmacht nicht widerruft, macht der Versi-
cherungsträger seine Mitteilungen an die Vertretung (Art. 37 Abs. 3 ATSG).

Nach der Rechtsprechung ist nicht jede mangelhafte Eröffnung schlechthin 
nichtig mit der Konsequenz, dass die Rechtsmittelfrist nicht zu laufen be-
ginnen könnte (SVR 2019 IV Nr. 64 S. 206, 8C_485/2018 E. 5.3). 

2.2.2 Aus dem im gesamten Sozialversicherungsrecht des Bundes an-
wendbaren Grundsatz, dass den Parteien aus mangelhafter Eröffnung kei-
ne Nachteile erwachsen dürfe (Art. 49 Abs. 3 ATSG), folgt, dass dem 
beabsichtigten Rechtsschutz schon dann Genüge getan wird, wenn eine 
objektiv mangelhafte Eröffnung trotz ihres Mangels ihren Zweck erreicht. 
Das bedeutet nichts anderes, als dass nach den konkreten Umständen des 
Einzelfalles zu prüfen ist, ob die betroffene Partei durch den gerügten 
Eröffnungsmangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden 
ist. Richtschnur für die Beurteilung dieser Frage ist der auch in diesem pro-
zessualen Bereich geltende Grundsatz von Treu und Glauben, an welchem 
die Berufung auf Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet (BGE 122 V 
189 E. 2 S. 194; SVR 2019 IV Nr. 64 S. 206, 8C_485/2018 E. 5.3).

2.3

2.3.1 Das Akteneinsichtsrecht gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. a ATSG ist Teil 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]). Es handelt sich um einen verfahrensrechtlich begründeten 

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Anspruch, welcher der versicherten Person, sofern überwiegende Privatin-
teressen gewahrt bleiben, für die sie betreffenden Daten zusteht und sich 
grundsätzlich auf alle verfahrensbezogenen Akten bezieht (BGE 140 V 464 
E. 4.1 S. 467). 

2.3.2 Es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfü-
gungsadressat vor Erlass eines ihm nachteiligen Verwaltungsaktes zum 
Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist eng mit 
dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die 
versicherte Person kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und 
geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit ein-
geräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei 
ihrer Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 387 E. 3.1 S. 388, 115 V 297 
E. 2e S. 302; RKUV 1992 U 152 S. 198 E. 2c).

2.3.3 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die An-
hörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentschei-
dung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres 
Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d aa S. 437; 
SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1).

Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die betroffene 
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äus-
sern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 IV 
Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 
E. 3.3.1).

2.4 Die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2025 (act. II 107) wurde 
der D.________ eröffnet, obwohl diese ihre Vollmacht im April 2025 wider-
rufen (act. II 101; vgl. auch act. II 110/1), Rechtsanwältin B.________ ihre 
Mandatierung notifiziert und die Einwandschreiben verfasst hatte 

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(act. II 102 f.). Der Beschwerdeführerin erwuchs aus dem Eröffnungsfehler 
jedoch kein Nachteil (vgl. E. 2.2.2 hiervor), erhielt die Rechtsvertreterin 
doch rechtzeitig Kenntnis von der Verfügung und konnte sie innerhalb der 
Beschwerdefrist eine hinreichend begründete Beschwerde einreichen.

Nicht gefolgt werden kann der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, 
wenn sie der Verwaltung vorwirft, ihr sei entgegen ihrem Antrag kein bzw. 
nur verspätet Zugang zu den Audiodateien der Begutachtung gewährt wor-
den (Beschwerde S. 3 f.). Die Rechtsvertreterin erhob am 9. April 2025 
Einwand (act. II 102) und ergänzte diesen mit Eingabe vom 6. Mai 2025 
(act. II 105). In letzterer Eingabe führte sie aus, "Aufgrund dieser Aus-
führungen wird ergänzend zur eingereichten Stellungnahme beantragt: 1. 
Es sei eine neuropsychologische Abklärung durchzuführen und in die Beur-
teilung miteinzubeziehen. 2. Die Tonaufnahmen aus der Begutachtung bei 
der MEDAS seien zu edieren.". Damit wurden von der rechtskundigen Ver-
tretung Beweisanträge gestellt. Ein derart formulierter Antrag stellt jedoch 
gerade kein Akteneinsichtsgesuch dar, was der Rechtsvertreterin hätte klar 
sein müssen. In den Schreiben vom 9. April wie 6. Mai 2025 finden sich 
denn auch anderweitig keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Rechtsver-
treterin damals ein Akteneinsichtsgesuch für die Tonaufnahmen gestellt 
bzw. die Herausgabe überhaupt gewünscht hätte. Entgegen der Annahme 
der Rechtsvertreterin in ihrer E-Mail vom 10. Juni 2025 an die Beschwer-
degegnerin (act. II 109) hatte sie deshalb bis zu diesem Zeitpunkt keinen 
Antrag auf Akteneinsicht im Sinne der Zustellung der Tonaufnahmen ge-
stellt. Nach Erhalt der E-Mail vom 10. Juni 2025 stellte die Beschwerde-
gegnerin der Rechtsvertreterin am 11. Juni 2025 unverzüglich einen 
Streaming-Zugang zur Audiodatei zur Verfügung (act. II 111 f.). Damit liegt 
hinsichtlich der Zustellung der Audiodateien keine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin vor. Abgesehen davon, war 
es der Rechtsvertreterin ohne weiteres möglich, innert der gesetzlichen 
Rechtsmittelfrist eine rechtsgenügliche Beschwerdeschrift zu verfassen. 
Selbst wenn eine Gehörsverletzung erfolgt wäre, wäre diese deshalb nicht 
schwer und gälte angesichts der uneingeschränkten Kognition des angeru-
fenen Gerichts als geheilt (vgl. E. 2.3.3 hiervor). 

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3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

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3.3 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen 
sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollzie-
hen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten 
sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters 
(BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtli-
che psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

3.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Mass-gabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-

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lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

4.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen: 

4.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führ-
te im Bericht vom 1. September 2023 (act. II 16/3 ff.; vgl. auch den Bericht 
vom 17. Januar 2024 [act. II 50]) die folgenden Dauerdiagnosen auf:

1. Vordere Kreuzbandruptur links [24. Februar 2020]
2. Vd. a. axiale Spondylarthritis [4. April 2018]
3. Fibromyalgie [2000]
4. Hypermobilitätssyndrom [4. April 2018]
5. St.n. CTS beidseitig [5. März 2020]

Es bestehe eine extrem reduzierte Belastungsfähigkeit des ganzen Körpers 
(nur physisch). Aus diesem Grund könnten nur leichte und wechselbelas-
tende Tätigkeiten ausgeführt werden, initial wohl auch teilzeitlich. 

4.2 Im (korrigierten) Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 2. Fe-
bruar 2024 (act. II 35/3 ff.) im Zusammenhang mit dem Aufenthalt vom 12. 
Oktober bis 7. Dezember 2023 wurden die folgenden Diagnosen aufge-
führt: 

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10: F33.1)

2. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41) 

3. Fibromyalgie (ICD-10: M79.70)
WPI: 10 (Ellenbogen bds., Abdomen [Flanke und Epigastrium], Hüfte 
bds., Handgelenke bds., BWS, retrosternal)
SS: 7 (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, unerholsamer Schlaf, Konzentrati-
onsstörungen, Muskelschmerzen, Reizdarm mit Obstipation und Diarr-

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hoe, Muskelschwäche links, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Juckreiz, 
trockene Augen, Hämatomneigung)

Die Beschwerdeführerin berichte im Eintrittsgespräch über starke Überfor-
derungsgefühle in Bezug auf ihre Arbeit und den Alltag vor dem Hinter-
grund ihrer jahrelang bestehenden Schmerzstörung. Sie sei aktuell 
arbeitslos, habe ihre Stelle als ... im ... gekündigt und sei vor kurzer Zeit 
nach ... umgezogen. Zudem berichte sie über ausgeprägte Trauergefühle 
über den Verlust ihrer besten Freundin vor etwa einem halben Jahr. Ihre 
grössten Sorgen seien existenziell: die Suche nach einer angemessenen 
Arbeit bei schneller Überforderung aufgrund starker Schmerzen. Ihre Ziele 
für den Aufenthalt beinhalteten unter anderem die Normalisierung des 
Schlafs. Die Beschwerdeführerin sei in verbessertem psychischem Zustand 
und in gegenseitigem Einvernehmen aus der Klinik in die vorbestehenden 
Wohnverhältnisse ausgetreten. Zum Entlassungszeitpunkt hätten keine 
Anhaltspunkte für eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestanden. 
Die Beschwerdeführerin werde weiterhin als nur 20 % arbeitsfähig betrach-
tet. Eine Arbeitsunfähigkeit zu 80 % bis inklusive 17. Dezember 2023 sei 
attestiert worden. Es werde eine schrittweise Integration aufgrund der deut-
lichen Schmerzproblematik und daraus resultierenden psychischen Implika-
tionen sowie dem zum Austritt noch vorhandenen depressiven Erleben 
empfohlen.

4.3 Lic. phil. G.________, eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut 
FSP, führte im Bericht vom 23. Juni 2024 (act. II 58/3 ff.) die folgenden 
Diagnosen auf: 

 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10: F33.1) 

 Chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41) 

 Fibromyalgie (aus Akten entnommen ICD-10: M79.70)

Die Beschwerdeführerin befinde sich seit dem 21. August 2023 in seiner 
psychotherapeutischen Behandlung, wobei bisher 18 ambulante Sitzungen 
stattgefunden hätten. Die schwerleidende Patientin habe aufgrund der 
chronischen Schmerzproblematik (bestehend seit zirka 2002) ihren gelieb-
ten Job als ... und ... im ... aufgeben müssen, da der Arbeitgeber nicht ge-

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willt gewesen sei, ein für die Beschwerdeführerin bewältigbares Aufgaben-
profil zu errichten. Damit sei die wichtigste Ressource für die Bewältigung 
der chronischen Schmerzen sowie eine wichtige Quelle für den Selbstwert 
und eine identitätsstiftende Aufgabe weggebrochen. Die Konzentrations-
probleme, die Gedächtnisstörungen, der verminderte Antrieb reduzierten 
die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im angestammten Beruf sowie auch in 
einer leidangepassten Tätigkeit. Die schmerzbedingten Schlafstörungen, 
gepaart mit dem Morgentief, führten zu starker Tagesmüdigkeit und beding-
ten einen erhöhten Pausenbedarf und verlängerte Regenerationsphasen. 
Das Energieniveau sei generell sehr tief, weshalb die Belastbarkeit ebenso 
gering sei. Die Beschwerdeführerin werde im August ein 20%-Pensum als 
... in ... antreten. Als prognostische Einschätzung könne die Beschwerde-
führerin in dieser Funktion im besten Fall ein Arbeitspensum von 50 % er-
reichen. An dieses Pensum müsse sie aber sukzessive herangeführt 
werden, indem sie pro … eine Steigerung zwischen 5 - 10 % machen kön-
ne. Eine neuropsychologische Abklärung der kognitiven Beeinträchtigun-
gen sei dringend indiziert. Um der Beschwerdeführerin den mentalen Druck 
zu nehmen, wäre eine, zumindest vorübergehende, Berentung sehr vorteil-
haft.

4.4 Im Bericht des Spitals H.________ vom 30. August 2024 (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 3/6 - 11) zur neuropsychologischen Abklärung 
vom 29. August und 4. September 2024 wurden die folgenden Diagnosen 
aufgeführt: 

1. Kognitiver Normalbefund
bei deutlich reduzierter Belastbarkeit und erhöhter Ermüdbarkeit im 
Rahmen der Dg. 2 und whs. weiter akzentuiert durch Dg. 3

2. Aktenanamnestisch: Chronische Schmerzstörung mit körperlichen und 
psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)

3. Aktenanamnestisch: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)

In der neuropsychologischen Untersuchung liessen sich testpsychologisch 
keine relevanten Beeinträchtigungen in den untersuchten kognitiven Berei-
chen objektivieren, so dass die Befunde zusammenfassend als kognitiver 
Normalbefund interpretiert würden. Die Belastbarkeit sei jedoch deutlich 
reduziert und die Ermüdbarkeit erhöht. Aufgrund der stärkeren Schmerzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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der Beschwerdeführerin hätten vermehrt kürzere Pausen eingelegt werden 
müssen, in denen sie aufstehen oder sich habe bewegen können. Auch 
von der Beschwerdeführerin werde der Zusammenhang der kognitiven 
Leistungsfähigkeit mit den Schmerzen erläutert. 

4.5 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 24. Februar 2025 
(act. II 89.1 - 89.8) mit Untersuchungen in den Fachgebieten Orthopädie, 
Psychiatrie, Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie wurden in der 
interdisziplinären Gesamtbeurteilung die folgenden objektivierbaren Dia-
gnosen aufgeführt (act. II 89.1/5 f.): 

 Prae-Adipositas = Übergewicht (BMI 25.6 kg/m2) 
 St.n. Asthma bronchiale

 anamnestisch seit Umzug ins … gebessert
 Probleme in Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensgestaltung Z73 

(ICD-10) 
 Persönlichkeitsakzentuierung (selbstunsicher-vermeidend) Z73.1

 Chronisches Schmerzsyndrom R52.2 (ICD-10)
 Impingement-Syndrom rechte Schulter mit Bursitis subacromialis bei 

Rundrücken 
 Chronisches Wirbelsäulensyndrom - funktional leichtgradig

 mit Segmentdegeneration sowie Protrusion L4/5 bei Anulusruptur 
und Rezessusstenose links L3/4

 St.n. VKB-Teilruptur linkes Knie 02/2020
 Tractus-Iliotibialis-Syndrom rechtsseitig
 Vastus medialis-lnsuffizienz beidseits
 St.n. Karpaltunnelsyndrom beidseits 03/2020

 St.n. Operation rechts 24. Juli 2020, links 28. August 2020 
 St.n. Radiusfraktur rechts

 24. Februar 1999 operativ versorgt 
 folgenlos ausgeheilt

 keine entzündlich-rheumatische Erkrankung

Zum objektivierbaren Funktions- und Fähigkeitsprofil gaben die Sachver-
ständigen an (act. II 89.1/6 f. Ziff. 4.3 f.), aus allgemein-internistischer Sicht 
bestünden keine Funktionsstörungen; die Ressourcen seien nicht beein-
trächtigt. Es fänden sich keine medizinisch-psychiatrisch begründbaren 
Funktionsstörungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die jetzt vorge-
brachten Beschwerden seien überwiegend auf die wirtschaftliche und so-
ziale Situation der Beschwerdeführerin nach Aufgabe ihrer Beschäftigung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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als ... zurückzuführen. Eine depressive Symptomatik sei zum Untersu-
chungszeitpunkt nicht nachweisbar. Es sei fraglich, ob in der Vergangen-
heit eine entsprechende depressive Symptomatik von eigenständigem 
Krankheitswert bestanden habe. Auf psychiatrischem Fachgebiet bestün-
den keine wesentlichen Einschränkungen des Zumutbarkeitsprofils. Jedoch 
seien erhöhte Kränkbarkeit und leicht erhöhte Stressvulnerabilität anzu-
nehmen und dürften auch in der Vergangenheit immer wieder teilweise zu 
Symptombildung geführt haben. Dieses sei auch für berufliche Tätigkeiten 
zu beachten. Es sollte entsprechend auf eine gute Adaptation des Arbeits-
umfeldes und der Arbeitsanforderungen geachtet werden mit wertschät-
zendem Arbeitsumfeld, mit Vermeidung von übermässigem Konflikt- und 
Stressniveau, keine Nachtschichtarbeit, die Tätigkeit sollte den körperlichen 
Ressourcen angemessen sein. Eine entzündlich rheumatische Erkrankung 
habe bis dato nicht diagnostiziert werden können, somit ergebe sich aus 
internistisch-rheumatologischer Sicht keine Einschränkung von Fähigkei-
ten, Ressourcen und Belastungen. Die Bewertung gelte ebenso retrospek-
tiv. Auf orthopädischem Gebiet zeige die Beschwerdeführerin eine 
Fehlhaltung der Wirbelsäule mit muskulärer Dysbalance und degenerative 
Veränderungen im Bereich der LWS. Entzündliche Veränderungen würden 
hier im MRT von Oktober 2023 nicht beschrieben. Es fänden sich eine 
Vastus medialis Insuffizienz sowie eine Tractus-Iliotibialis-Reizung rechts-
seitig mit Bursitis trochanterica. Diese Gesundheitsbeschwerden seien aber 
physiotherapeutischen Massnahmen ausreichend gut zugänglich. Dies 
gelte auch für das Impingement-Syndrom im Bereich der rechten Schulter 
bei Scapuladyskinesie, das ebenso durch physiotherapeutische Massnah-
men im Rahmen der Brustwirbelsäulen-Gymnastik in den Griff zu bekom-
men sein dürfte. Mit Hilfe einer guten technischen Versorgung könne die 
Mobilität in beiden Füssen, auch die Belastbarkeit gut kompensiert werden, 
so dass von dieser Seite keine Einschränkungen zu erwarten seien. Auf 
orthopädischem Gebiet ergebe sich folgendes Fähigkeitsprofil: Die Be-
schwerdeführerin sei in der Lage zumindest leichte, gelegentlich leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten, mit Heben und Tragen von Gewichten von 10 
bis gelegentlich 15 kg, in rückenschulgerechter Haltung in temperierten 
Räumen im Wechsel zwischen Gehen, Stehen und Sitzen zu verrichten. 
Vermieden werden sollten mittelschwere Tätigkeiten sowie schwere Tätig-
keiten mit Heben und Tragen von Gewichten oberhalb von 15 kg ausser-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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halb des Körperlotes, ruckartige Bewegungen, ständiges Heben beider 
Arme über Schulterhöhe. Erschütterungen und ruckartige Bewegungen der 
Lendenwirbelsäule. Sie sollte keiner Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition 
ausgesetzt werden.

Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als ... wurde festgehalten 
(act. II 89.1/7 f. Ziff. 4.5 f.), es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (8.5 Stun-
den pro Tag ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit); es bestehe eine 
Arbeitsfähigkeit (Pensum x Leistung) von 100 %, entsprechend einer Ar-
beitsunfähigkeit von 0 (in Worten Null) %. Dies gelte sowohl für die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit als ... wie auch für die aktuelle Tätigkeit als ... . Diese 
Einschätzung gelte auch retrospektiv (ausgenommen Zeiten stationärer 
Massnahmen). Die …. , welche gemäss den Angaben der Beschwerdefüh-
rerin zu tragen seien, könnten einzeln getragen werden, so dass hier keine 
grosse Belastung auftrete. 

Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wurde angegeben 
(act. II 89.1/8 Ziff. 4.7), auch für allfällige angepasste Tätigkeiten bestünden 
keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, weder hinsichtlich Präsenzzeit 
noch in der Leistungsfähigkeit, sofern diese, wie die angestammten, nicht 
mit schweren körperlichen Belastungen verbunden seien. Arbeitsfähigkeit 
100 %/Arbeitsunfähigkeit 0 %.

4.6 Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
führte im Bericht vom 9. April 2025 (act. I 5) aus, sie betreue die Be-
schwerdeführerin seit Mai 2024. Bei chronic widespread pain Syndrome 
und Fibromyalgiesyndrom habe sich eine intermittierend sehr schmerzge-
plagte Patientin gezeigt, welche offen für medizinische und alternativmedi-
zinische Verfahren sei. Die Schmerzen seien mal mehr und mal weniger im 
Griff, entsprechend sei auch der Gemütszustand der Beschwerdeführerin, 
jedoch sei sie stets bemüht, das Positive in der Sache zu sehen, was nicht 
immer gleich gut gelinge. Die Beschwerdeführerin berichte immer wieder 
glaubhaft von Konzentrationsstörungen und Mühe den (beruflichen) Alltag 
zu strukturieren. Ein in der Praxis durchgeführter MoCa(Montreal Cognitive 
Assessment)-Test sei grenzwertig normal ausgefallen. Sie sei letztes Jahr 
sehr besorgt gewesen bezüglich ihrer finanziellen Situation und habe sich 
über die Möglichkeit als ... zu arbeiten sehr gefreut. Gleichzeitig habe sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

- 16 -

aber auch gemerkt, wie stark sie diese Anstellung herausgefordert habe. 
Die Beschwerdeführerin benötige je … für .... Auch habe sie sich bis … 
noch nicht ... können. Die Kriterien für eine Depression seien aus hausärzt-
licher Sicht erfüllt (gedrückte Stimmung, Interessenlosigkeit, erhöhte Er-
müdbarkeit, Schlafstörungen, veränderter Appetit, Hoffnungslosigkeit in 
Bezug auf die Zukunft). Die Stimmung schwanke mit dem Verlauf der 
Schmerzen - es gebe bessere und schlechtere Tage. Eine 100%ige Ar-
beitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt sei aus hausärztlicher Sicht auch mit 
Anpassung des Arbeitsplatzes aktuell unrealistisch.

4.7 Lic. phil. G.________ führte in der Stellungnahme vom 23. Juni 
2025 (act. I 3) zum psychiatrischen MEDAS-Teilgutachten zuhanden der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin aus, die Beschwerdeführerin 
befinde sich seit dem 21. August 2023 in seiner ambulanten psychothera-
peutischen Behandlung. Die Behandlung erfolge aufgrund einer rezidivie-
renden depressiven Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode (ICD-10: 
F33.1), sowie einer chronischen Schmerzstörung mit körperlichen und psy-
chischen Faktoren (ICD-10: F45.41). Es hätten bisher 35 Sitzungen stattge-
funden, wobei die zeitlichen Abstände zwischen den Sitzungen maximal 
vier Wochen betragen hätten. Lic. phil. G.________ beanstandet im Zu-
sammenhang mit der Diskrepanz bezüglich der Einschätzung der vorhan-
denen depressiven Symptomatik durch die behandelnden Fachpersonen 
und die Gutachter, im Gutachten werde keine systematische Exploration 
der depressiven Symptomatik dokumentiert und es sei auch in der Testdia-
gnostik auf depressionsspezifische Selbst- und Fremdbeurteilungsinstru-
mente verzichtet worden. Weiter sei auch der Empfehlung einer 
umfassenden neuropsychologischen Abklärung nicht gefolgt respektive 
lediglich ein REY-Memory-Test durchgeführt worden. Im Weiteren werde 
im psychiatrischen Teilgutachten das Vorhandensein einer chronischen 
Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) in Abrede gestellt, mit der Begründung, dass kein psychiatrisch 
relevantes Beschwerdebild habe festgestellt werden können. Es gebe aber 
sehr wohl eine psychiatrisch bedeutsame Symptomatik, die mit der Dia-
gnose Chronisches Schmerzsyndrom (ICD-10: R52.2) in enger Verbindung 
stehe. Diese beiden Syndrome beeinflussten sich in negativer Weise 
wechselseitig und seien somit hoch relevant für die Beurteilung der Belast-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

- 17 -

barkeit der Beschwerdeführerin. Es sei eine erneute psychiatrische Begut-
achtung mit Einbezug der neuen Erkenntnisse aus der neuropsychologi-
schen Abklärung sowie ergänzender testdiagnostischer Untersuchungen 
unabdingbar.

5.

5.1

5.1.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

5.1.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

5.2 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 24. Februar 2025 
(act. II 89.1 - 89.8) erfüllt die an den Beweiswert einer medizinischen Ex-
pertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Das Gutachten ist 
voll beweiskräftig, da es – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte 
umfassend abhandelt und in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

- 18 -

Weiter leuchtet es in der medizinischen Beurteilung ein und die darin gezo-
genen Schlussfolgerungen werden eingehend begründet.

5.2.1 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV 
Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 
E. 3). Vorliegend sind den Stellungnahmen der Hausärztin Dr. med. 
I.________ vom 9. April 2025 (act. I 5) und des behandelnden lic. phil. 
G.________ vom 23. Juni 2025 (act. I 3) keine Aspekte zu entnehmen, die 
im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind. 
Der psychiatrische Sachverständige Dr. med. J.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Praktischer Arzt, führte eine umfas-
sende Anamneseerhebung durch (act. II 89.4/2 ff. Ziff. 3), erhob den psy-
chopathologischen Befund in Anlehnung an das AMDP(Arbeitsge-
meinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie)-System 
(act. II 89.4/6 ff. Ziff. 4) und tätigte labortechnische Zusatzabklärungen so-
wie testpsychologische Zusatzuntersuchungen (act. II 89.4/8 Ziff. 4.3, 
89.6/1). Dass keine testdiagnostische Abklärung der depressiven Sympto-
matik erfolgt ist (vgl. Beschwerde S. 6 IV.1. i.V.m. act. I 3 S. 2 f.), schadet 
nicht, da – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (Beschwerde-
antwort S. 3 C./Ziff. 5) – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhe-
bung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend ist. 
Den Testverfahren kommt im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung 
höchstens eine ergänzende Funktion zu (SVR 2022 IV Nr. 56 S. 181, 
8C_804/2021 E. 4.1.3). Dr. med. J.________ setzte sich auch nachvoll-
ziehbar und überzeugend mit den Vorakten auseinander und nahm insbe-
sondere zu den divergierenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte 
Stellung, welche das Vorliegen einer affektiven Symptomatik bzw. einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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chronischen Schmerzstörung postuliert hatten (act. II 89.4/10 ff. Ziff. 6.2). 
Zwar ist der Bericht des lic. phil. G.________ vom 23. Juni 2025 (act. I 3) 
nicht allein deshalb unbeachtlich, weil es sich nicht um eine fachärztliche 
Einschätzung handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_515/2024 
[zur Publikation vorgesehen] vom 23.  Mai 2025 E. 4.3), dessen Kritik am 
psychiatrischen Gutachten verfängt jedoch nicht (Beschwerde S. 6 IV.1.). 
So bedurfte es unter anderem nicht zwingend einer neuropsychologischen 
Abklärung (im Übrigen ergab der diesbezügliche Bericht des Spitals 
H.________ vom 30. August 2024 [act. I 3/6 - 11] denn auch einen kogniti-
ven Normalbefund), denn die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter 
Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite ist grundsätzlich 
Aufgabe des psychiatrischen bzw. neurologischen Facharztes. Eine neuro-
psychologische Abklärung stellt lediglich – aber immerhin – eine Zusatzun-
tersuchung dar, welche bei begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen 
ist (Urteil des BGer 8C_127/2022 vom 8. Juli 2022 E. 5.3). Vorliegend ist 
keine solche begründete Indikation ersichtlich. 

5.2.2 Entgegen der Argumentation in der Beschwerde, S. 5 f. IV.1., sind 
keine relevanten Differenzen zwischen den Tonaufnahmen und den schrift-
lichen Expertisen zu erkennen.

Was das psychiatrische Teilgutachten vom 26. Dezember 2024 (act. II 
89.4) anbelangt ist festzuhalten, dass der psychiatrische Sachverständige 
in Gegenwart der Beschwerdeführerin die im Gutachten wiedergegebenen 
Aussagen diktierte und sie die Möglichkeit hatte, bei Bedarf zu intervenie-
ren bzw. allfällige unzutreffende Passagen zu korrigieren. Es wurde korrekt 
wiedergegeben, die Beschwerdeführerin benötige Unterstützung (Akten der 
Beschwerdegegnerin [act. IIA; Psychiatrische Tonspur ab 5min 8sec; vgl. 
dazu auch ab 26min 10sec]; act. II 89.4/3 Ziff. 3.1) und sie sei seit 24 Jah-
ren am Kämpfen, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen (act. IIA [Psychiatri-
sche Tonspur ab 23min 18sec]; act. II 89.4/3 Ziff. 3.2). Die im Gutachten 
erwähnte längere Arbeitslosigkeit zwischen der Tätigkeitsaufgabe als ... 
Ende Mai 2023 und Beginn der Tätigkeit als ... am 10. August 2024 (act. II 
89.4/4 f. Ziff. 3.2) wurde so von Dr. med. J.________ in Anwesenheit der 
Beschwerdeführerin diktiert und blieb von ihr unwidersprochen (act. IIA 
[Psychiatrische Tonspur ab 50min 19sec]); es ist nicht ersichtlich, inwiefern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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dies nicht korrekt sein soll, ist diese zwischenzeitliche Arbeitslosigkeit doch 
aktenkundig (act. II 1/5 Ziff. 4.4, 17/1, 33/1 am Ende, 36/4). Schliesslich 
wurde auch die anlässlich des Explorationsgesprächs beschriebene Wohn-
situation (act. IIA [Psychiatrische Tonspur ab 52min 47sec]) sehr wohl im 
schriftlichen Teilgutachten berücksichtigt (act. II 89.4/5 Ziff. 3.2).

Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde, S. 5 IV.1., wird im rheu-
matologischen Teilgutachten vom 10. Oktober 2024 (act. II 89.2) festgehal-
ten, dass die Beschwerdeführerin mit der körperlich anstrengenden Arbeit 
als ... nicht mehr zurechtgekommen sei (act. IIA [Rheumatologische Ton-
spur ab 4min 44 sec {act. II 89.2/4 Ziff. 3.2} und ab 10min 50sec und 11min 
13sec {act. II 89.2/3 Ziff. 3.1}]).

Bezüglich des allgemeininternistischen Teilgutachtens vom 23. September 
2024 (act. II 89.1) ist festzuhalten, dass entgegen den Ausführungen in der 
Beschwerde, S. 5 IV.1., alle Medikamente, welche die Beschwerdeführerin 
gegenüber dem Gutachter erwähnt hat, im Gutachten aufgeführt wurden 
und auch festgehalten wurde, dass es nebst dem "Medikamenten-Plan" 
vom 6. August 2024 auch noch eine aktuellere Medikamentenliste vom 
22. August 2024 gibt (act. IIA [Allgemeininternistische Tonspur 5min 1sec, 
von 5min 34sec bis 8min 29sec]; act. II 89.1/39 Ziff. 3.2). Soweit die Be-
schwerdeführerin geltend macht, sie habe dem Gutachter mitgeteilt, bei 
ihrer Arbeit als ... habe sie ... machen müssen (act. IIA [Allgemeininternisti-
sche Tonspur ab 26min 24sec]), der Gutachter schreibe aber nur von ... 
("..."; act. II 89.1/38 Ziff. 3.2), ist festzuhalten, dass die Sachverständigen 
darauf hingewiesen haben (act. II 89.1/7 Ziff. 4.5), dass die … einzeln ge-
tragen werden könnten, so dass hier keine grosse Belastung auftrete. 

Was das orthopädische Teilgutachten vom 25. August 2024 (act. II 89.3) 
betrifft, erwähnte die Beschwerdeführerin entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde, S. 5 f. IV.1., nur einmal, dass "ihr das zu schnell" gegan-
gen sei (act. IIA [Orthopädische Tonspur ab 17min 33sec]), als der Gutach-
ter die Zukunftsvorstellungen der Beschwerdeführerin bezüglich des 
Krankheitsverlaufs diktierte bzw. wiedergab.

Zu den Einwänden bezüglich der interdisziplinären Gesamtbeurteilung (Be-
schwerde S. 6 IV.1) ist festzuhalten, dass physikalische Massnahmen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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wenn sie zu Hause durchgeführt werden, immer in "Eigenregie" erfolgen, 
da der Physiotherapeut oder die Physiotherapeutin zu Hause nicht anwe-
send ist. Somit wurde schriftlich von den mündlichen Ausführungen nichts 
Abweichendes festgehalten (act. IIA [Orthopädische Tonspur von 7min 
57sec - 9min 51 sec]; act. II 89.1/4 Ziff. 4.2). Dass offenbar fälschlicherwei-
se festgehalten wurde, die Beschwerdeführerin könne sich in normalem 
Schuhwerk fortbewegen (act. II 89.1/4 Ziff. 4.2; der Beschwerdeführerin 
wurde im Jahr 2021 von Seiten der IV Kostengutsprache für orthopädische 
Serienschuhe erteilt [act. II 19.6]), schadet nicht, denn im orthopädischen 
Teilgutachten wurde festgehalten (act. II 89.3/12 Ziff. 7.2), mit Hilfe einer 
guten technischen Versorgung könne die Mobilität in beiden Füssen, auch 
die Belastbarkeit gut kompensiert werden, so dass von dieser Stelle keine 
Einschränkungen zu erwarten seien. Schliesslich ist auch nicht zu bean-
standen, dass "Pseudobeschwerden" erwähnt wurden (act. II 89.4/Ziff. 4.2), 
da sich Hinweise auf eine Beschwerdeausweitung ergaben und sich im 
Rahmen der Beschwerdevalidierung ein erhöhtes Ausmass an Scheinbe-
schwerden ergab. 

5.2.3 Vorliegend ist gestützt auf das voll beweiskräftige MEDAS-
Gutachten vom 24. Februar 2025 (act. II 89.1 - 89.8) erstellt, dass bei der 
Beschwerdeführerin in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig-
keit keine Arbeitsunfähigkeit besteht und die gegenteiligen Einschätzungen 
der behandelnden Ärzte an dieser Beurteilung keine auch nur geringen 
Zweifel zu begründen vermögen. Folglich ist die Durchführung eines struk-
turierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 (vgl. BGE 145 V 215 
E. 7 S. 228 und E. 3.3 hiervor) nicht erforderlich. 

5.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin das Vorliegen 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens und den Anspruch auf eine 
Invalidenrente zu Recht verneint. Die Beschwerde ist demnach abzuwei-
sen.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2025, IV 200 2025 433

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.