# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bba0dd78-af14-56cf-bf3c-53417aad84d9
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-15
**Language:** de
**Title:** Mitwirkung im Betrieb des Ehemannes und damit auch die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation strittig, auf Haushaltsabklärungsbericht kann abgestellt werden; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2017.00997
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00997.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00997
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiber P. Sager
Urteil
vom
15. Januar 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
AIBNetz
Y.___
Bahnhofstrasse 2, Postfach 1114, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1973, Mutter von drei Kindern (Jahrgang 1998, 1999, 2008), ist seit dem
1.
August 2014 als Tagesmutter und seit dem
1.
August 2015 als Waldspielgruppenleiterin tätig (
Urk.
7/28;
Urk.
7/34/3)
.
Unter Hinweis auf
eine Sehbehinderung meldete
sie
sich am 2
6.
Juli 2016 bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Im Zusammenhang mit ihrer Seh
behinderung meldete
sie
sich am 1
9.
August 2016 zudem für den Bezug von Hilfsmitteln an (
Urk.
7/7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, klärte
in der Folge
die medizinische und erwerbliche Situation ab
. Mit Mitteilung vom 1
3.
September 2016 wurden der Versicherten die Kostenüber
nahme für Frühinterventionsmassnahmen in Form
zweier
Ausbildungskurse
im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung («Naturfarbe» und «Sauwetter»)
mitge
teilt (
Urk.
7/22). Mit weiterer Mitteilung vom 1
3.
September 2016 wurde die Arbeitsplatzerhaltung abgeschlossen (
Urk.
7/23). Mit Mitteilung vom 2
0.
Septem
ber 2016 wurde der Versicherten die Kostenübernahme für Lupenbrillen und
Kantenf
iltergläser mitgeteilt (
Urk.
7/27).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/37;
Urk.
7/43) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
9.
Juli 2017 schliesslich einen Rentenanspruch (
Urk.
7/48 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1
4.
September 2017
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr ein Invaliditätsgrad von mindestens 61
%
anzurechnen (
Urk.
1 S. 2 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Oktober 2017 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 30.
Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG)
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen,
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung,
IVG)
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
un
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten
und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück
sichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil
)Erwerbstätigkeit
der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen wer
den (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.4
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG entspricht der Ein
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgaben
bereich (
Art.
6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungs
pflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grund
satz auszu
gehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schaden
minderungs
pflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu ent
wickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftli
chen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familien
gemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungs
leistungen zu erwarten
wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminde
rungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalt
tätigkeit in einzelnen Funk
tionen oder insgesamt auf die übrigen Familien
mitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3
des
Schweizeri
sche
n
Zivilgesetzbuch
es
(ZGB)
zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar,
3.
Aufl., Basel 2006,
N.
9 zu
Art.
272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu
Art.
159 ZGB), an der Schaden
minderungspflicht der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durch
setzbar ist, ist auch in Bezug auf den Haushalt
bereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E.
4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 3
0.
November 2009 E. 4.1-3).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
;
vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilf
losigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeig
nete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Ein
schrän
kung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahme
fällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu
berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnis
sen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchti
gungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berück
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Überein
stimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl.
auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflo
sigkeit). Diese Beweis
würdigungs
kriterien sind nicht nur für die im Abklä
rungs
bericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haus
halt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundes
gerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinwei
sen
).
1.6
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab, denen in beweis
mässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
rechtli
cher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2), gestützt auf die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 14.
November 2016 (
Urk.
7/36/3-4), davon aus, dass in der bisherigen Tätigkeit als Dentalassistentin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Die der
zeitigen Tätigkeiten als Waldspielgruppenleiterin und Tagesmutter könn
t
e
n
als angepasste Tätigkeit betrachtet werden. Gemäss Abklärungen des Aussendienstes habe sich gezeigt, dass eine Qualifikation von 55
%
im Erwerb und 45
%
im Haushalt ausgewiesen sei (S. 1 unten). Bei einem Invaliditätsgrad im Erwerbs
be
reich von 34
%
und einer Einschränkung von gerundet 36
%
im Haushalt resul
tiere ein Invaliditätsgrad von
gesamthaft 35
%
(S. 2 oben). Bei einem erstmaligen Gesuch, bei dem die Person bereits vor der Rentenprüfung einer Teilerwerbstätig
keit nachgegangen sei, werde bis zum Entscheid vom Bundesrat weiterhin die gemischte Methode angewendet (S. 2 unten).
In der Beschwerdeantwort vom 2
0.
Oktober 2017 (
Urk.
6) führte die Beschwerde
gegnerin näher aus, weshalb von einer Qualifikation von 55
%
im Erwerb und 45
%
im Haushalt auszugehen sei, eine Mitarbeit im Betrieb des Ehemannes nicht überwiegend wahrscheinlich sei und der Haushaltsabklärungs
bericht entspre
chend beweiskräftig und nicht anzuzweifeln sei.
2.2
Die Beschwerdeführerin
hielt
demgegenüber
fest
(
Urk.
1),
es entspreche nicht den Tatsachen,
dass sie im Gespräch vor Ort klar und eindeutig erklärt habe, dass sie keinen Anteil/keine Leistung in der Geschäftstätigkeit des Ehemannes innegehabt habe (S. 3 unten). Das
s
weder im Abklärungsgespräch noch im
Bericht des
Gespräch
s
zur Standortbestimmung etwas über die Mitwirkung im Geschäft des Ehemannes
g
eschrieben worden sei, beruhe darauf, dass auf diese wichtige Frage seitens des Abklärungsdienstes trotz Andeutungen nicht eingegangen worden sei (S. 4 oben). Die
nichtentlöhnte
Mitarbeit im Geschäft des Ehemannes von durch
schnittlich 25
%
sei in der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung mit
einzubeziehen (S. 4 unten). Weiter könn
t
en die vom Abklärungsdienst bei der Haushaltstätigkeit ermittelten Einschränkungen aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes aus näher dargelegten Gründen (vgl. S. 5) nicht nachvollzogen werden. Die Einschränkung im Haushalt sei daher auf 82
%
heraufzusetzen (S. 7 oben). Bei einem Invaliditätsgrad von 25
%
bei der Mitarbeit im Betrieb des Ehemannes, bei einem Invaliditätsgrad im übrigen Erwerbsbereich von 18.7
%
und einem Invaliditätsgrad von 16.4
%
im Haushalt resultiere gesamthaft ein Invaliditäts
grad von 60.1
%
(S. 7 unten). Gemäss der neuesten Rechtsprechung des Bundes
gerichts sei davon auszugehen, dass das heutige Berechnungsmodell in Fällen mit einer ähnlichen Ausgangslage wie im Fall Di
Trizio
mit Blick auf die Achtung des Familienlebens nicht mehr angewendet werden könne (S. 8 oben).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und in diesem Zusammenhang insbesondere
die sozialversicherungsrechtliche Qualifi
ka
tion und
das Ausmass der Einschränkungen im Aufgaben- und im Erwerbs
be
reich.
3.
3.1
Dr.
Z.___
, Fachärztin für
Ophthalmologie
, Oberärztin
Uni
versitätsspital
A.___
, nannte im Bericht vom 3
0.
August 2016 (Urk.
7/26/1-3 =
Urk.
7/30/1-3 =
Urk.
7/31/1-3) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine beidseitige Netzhautdystrophie, am ehesten inkompletter Typ II CSNB (
congenital
stationary
night
blindness
). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine beidseitige leichtgra
dige Blepharitis mit qualitativer Benetzungsstöru
ng sowie eine
beginnende
Presbyopie
(
Ziff.
1.1). Die Beschwerdeführerin
habe
über eine sich beidseits lang
sam verschlechternde Sehschärfe mit teilweise grossen Schwankungen, insbeson
dere eine Zunahme der Blendung sowie eine generelle
Visusminderung
, insbe
sondere auch nachts mit zunehmenden Orientierungsschwierigkeiten
,
berichtet
. Im direkten Untersuch bestehe ein unauffälliger Fundus. Im
Elektroretinogramm
bestehe beidseits eine reduzierte Stäbchenzapfenantwort, relativ zur Voruntersu
chung von 2012 beidseits verschlechtert (
Ziff.
1.4). Durch die beidseits deutlich
e
Visusreduktion
sowie die ausgeprägte Blendung sei eine Arbeitsfähigkeit in jedem Beruf deutlich reduziert. Insgesamt sei durch die Umschulung zur Kindergärtnerin (richtig wohl
:
Waldspielgruppenleiterin) bereits eine angepasste Tätigkeit gefun
den worden. Andere Tätigkeiten (z.B. Arbeiten am Computer oder feinmotorische Arbeiten
)
wären bei dieser
Visusminderung
deutlich weniger gut geeignet
(
Ziff.
1.7). Die Einschränkungen
liessen
sich leider nur teilweise mit medi
zini
schen Massnahmen vermindern
. Prinzipiell sei eine Anmeldung an die Low Vision Beratung erfolgt, wo eine optimale Korrektur, gegebenenfalls Verbesse
rung für die Nähe sowie Kantenfiltergläser zur Reduktion der Blendung auspro
biert würden (
Ziff.
1.8). Eine Erhöhung der Einsatzfähigkeit werde aufgrund der nicht-reversiblen, sondern eher progredienten
Visusminderung
wahrscheinlich nicht möglich sein (
Ziff.
1.9). Zur Angabe der Zumutbarkeit verschiedener Arbei
ten hielt
Dr.
Z.___
fest, dass Arbeiten mit hohen visuellen Herausforderun
gen/Verletzungsgefahr
aufgrund des
schlechten
Visus
und
des
binokulare
n
Sehen
s
prinzipiell nicht zumutbar seien, wie auf Leitern/Gerüste steigen sowie verletzungsanfällige Tätigkeiten (z.B. Arbeiten mit scharfen Messern oder Ähnli
chem). Insgesamt sei sicherlich das Konzentrationsvermögen beziehungsweise die Belastbarkeit durch die erhöhte visuelle Anstrengung und damit auftretende Ermüdung/Kopf
schmerzen reduziert (S. 3 oben).
3.2
Dr.
B.___
, Fach
a
rzt für
Ophthalmologie
, nannte im Bericht vom 1.
September 2016 (
Urk.
7/21/8-9) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit einen Verdacht auf beidseitige Netzhautdystrophie
, Differential
diagnose
CSNB (kongenitale stationäre
Nachtblindheit, inkompletter Typ 2) bekannt seit 200
7.
Die Beschwerdeführerin, welche drei Kinder habe, arbeite als Hausfrau sowie einen halben Tag pro Woche zusätzlich als Waldspiel
gruppenleiterin. Sie könne diese Arbeiten zum aktuellen Zeitpunkt noch ausüben, habe sich aber zuletzt als überlastet bezeichnet und im Rahmen der Konsultationen
holokranielle
Kopfschmerzen sowie Nausea beklagt. Eine ent
sprechende erweiterte Abklärung erfolge durch die Augenklinik des
A.___
(S. 2
Ziff.
1.6). Durch die reduzierte Sehleistung insbesondere im Nahbereich, sei die Lesearbeit massiv erschwert und die Beschwerdeführerin fühle sich überfordert. Die aktuelle Arbeit als Hausfrau und (ein halber Tag pro Woche) als Waldspielgruppenleiterin werde allerdings noch durchgeführt. Die bisherige Tätigkeit dürfte aus medizinischer Sicht noch zumutbar sein. Sämtliche Arbeiten, welche mit Naharbeit verbunden seien, ins
besondere Lesearbeiten, seien allerdings massiv erschwert. Ebenfalls könne der halbe Tag pro Woche als Waldspielgruppenleiterin noch als zumutbar angesehen werden. Es bestehe eine erhebliche Reduktion der Leistungsfähigkeit wegen der visuellen Einschränkung. Autofahren sei nicht mehr möglich. Die Lesearbeit dürfte ohne entsprechende Sehhilfen massiv (weniger als vier Stunden pro Tag) reduziert sein. Mittels vergrösserter Sehhilfen müsse dann die Arbeitssituation respektive Belastbarkeit neu evaluiert werden. Die Beschwerdeführerin sei seitens der Augenklinik
A.___
an der Zürcher Sehhilfe angemeldet (S. 2
Ziff.
1.7). Ver
grössernde Sehhilfen, Kantenfiltergläser, allenfalls Kleinbildschirm-Lesegerät und Textprogramme am PC mit vergrössernder Schrift könn
t
en die Arbeitsfähigkeit bezüglich Naharbeit inklusive Lesen verbessern (S. 2
Ziff.
1.8). Aus
seiner
Sicht sei insbesondere die Belastbarkeit betreffend Lesearbeit deutlich reduziert.
An einem
allfällig künftige
n
Arbeitsplatz, an dem die Beschwerdeführerin Lesearbeit ver
richten müsse, sollte Ruhe herrschen, damit
sie
sich konzentrieren könne. Die Lesearbeit mit vergrössernden Sehhilfen erfordere deutlich mehr Zeit und sei ent
sprechend anstrengend (S. 2 unten).
3.3
C.___
, Facharzt für Arbeitsmedizin, RAD, führte in der Stellungnahme vom 1
4.
November 2016 (
Urk.
7/36/3-4) aus,
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei die Tätigkeit als Dentalassistentin auf Grund der pro
gre
dienten
Visuseinschränkung
nicht mehr möglich
,
und
es sei
spätestens seit Februar 2016
von einer vollständigen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszu
gehen (S. 3
f.
unten).
Derzeit sei eine Einschränkung nach
Rz
8065 des
Kreis
schreiben
s
über Invalidität und Hilflosigkeit in der IV (KSIH
; hochgradige Seh
schwäche
)
noch nicht erfüllt (S. 4 oben).
Im bisherigen Umfang seien die der
zei
tigen Tätigkeiten aktuell weiterhin ausführbar. Die derzeitigen
Tätigkeiten als Waldspielgruppenleiterin und Tagesmutter seien als angepasste Tätigkeiten anzusehen
(S.
4
Mitte).
In einer ideal an die Behinderung angepassten Tätigkeit (an die
Visuseinschrän
kung
angepasste
[r]
Tätigkeiten/Blindenarbeitsplatz mit einer entsprechenden Hilfs
mittelversorgung) sei aus versicherungsmedizinischer Sicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dies sei allerdings nur nach entsprechen
den Schulungsmassnahmen umsetzbar. Es sei nicht davon auszugehen, dass wei
tere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Arbeitsun
fä
higkeit führen würden (S. 4 unten).
3.4
Am
3.
Februar 2017 berichtete die Abklärungsperson über die am
2.
Februar 2017 durchgeführte Haushaltsabklärung (
Urk.
7/34). Zu Beginn und Ausmass der Beschwerden nannte sie die
Diagnose
einer beidseitigen Netzhau
t
dystrophie
(S. 1
Ziff.
1, vgl. vorstehend E. 3.1-2). Zu ihren Beschwerden befragt, habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, sie werde schnell und stark geblendet. Unter guten Lichtbedingungen sehe sie alles verschwommen. Feinabstimmungen könne sie nicht wahrnehmen. Die Filterbrille verschlechtere die Farbenerkennung. Die ursprünglich verblassten Farben würden damit zu einem Einheitston verschm
e
l
zen. Schnelle Bewegungen könne die Beschwerdeführer
in
nicht regi
strieren und wenn sie sich selbst schnell bewege
,
werde ihr übel. Sie sei im Alltag auf einen ruhigen Rhythmus angewiesen. Hast und Eile dürften nicht entstehen. Die Tätig
keiten müssten entsprechend in den zeitlichen Rahmen gestellt werden. Um einen Text erkennen zu können
,
benötige sie eine Lupenbrille. Sie sei orientiert über elektronische Hilfsmittel und weitere mögliche Hilfen/Beratungen. Sie sei eben
falls im Kontakt mit der Sehhilfe. Im Moment müsse sie sich in die noch relativ neue Situation der vorliegenden Seheinschränkung eingewöhnen (S. 2 oben).
Zur Qualifikation führte die Abklärungsperson aus, die Beschwerdeführerin wäre bei guter Gesundheit zu 50 bis maximal 60
%
erwerbstätig. Die Tochter sei intensiv auf die mütterliche Präsenz angewiesen. Ein höheres Arbeitspensum wäre nebst der Familien- und Hausarbeit auch bei guter Gesundheit nicht möglich (S.
4
Ziff.
2.5). Entsprechend qualifizierte sie die Abklärungsperson als zu 55
%
im Erwerb und zu 45
%
im Haushalt Tätige und begründete dies damit, dass die Beschwerdeführerin vor Ort und im Standortgespräch übereinstimmend angege
ben habe, bei guter Gesundheit durchschnittlich 55
%
im Erwerb zu stehen
.
Die Beschwerdeführerin habe
dies mit der notwendigen Präsenz bei der Kinder
betreu
ung und zu Gunsten der
Tätigkeit im Haushalt begründet
(S. 4 Ziff.
2.6 und
Ziff.
2.6.1).
Zum Bereich «Haushaltsführung»
hielt die Abklärungsperson fest, es bestehe keine Einschränkung (S.
5
Ziff.
6.1).
Im Bereich «Ernährung»
seien die visuelle Kontrolle der Lebensmittel/des Vorrats sowie die Übernahme aller gründlichen Reinigungsarbeiten als Einschränkung anrechenbar. Die Mithilfe der Familienmitglieder am Mittagstisch sei zumutbar. Es sei verständlich, dass die Beschwerdeführerin heute nicht mehr schnell eine Mahlzeit zubereiten könne, wenn sie den Morgen in der Waldspielgruppe ver
bringe. An diesen Tagen könnte die freie Mahlzeit des Abends zur Entlastung der Beschwerdeführerin und des Ehemannes verlegt werden. Oder es könnte eine vor
bereitete Mahlzeit aufgewärmt werden, was der Beschwerdeführerin sicher selbst möglich wäre. Es stehe zudem ein Steamer zur Verfügung und das Rege
nerieren von Speisen gelinge damit schonend und könne vorprogrammiert werden.
Es resultiere eine Einschränkung von 30
%
(S.
5
f.
Ziff.
6.2).
Zum Bereich «Wohnungspflege» hielt die Abklärungsperson fest,
es sei zumutbar,
dass es sich um eine Altbauwohnung handle und sich die Pflege der Räume ent
sprechend schwierig gestalte. Die Beschwerdeführerin könne sich nur in geringem Mass daran beteiligen. Weder dem Ehemann noch den Söhnen werde bei der Wohnungspflege eine zusätzliche Mitwirkungspflicht auferlegt. Sie seien nebst dem beruflichen Engagement in anderen Belangen des Haushalts bereits zusätz
lich eingebunden. Entsprechend resultiere eine Einschränkung von 80
%
(S. 6
Ziff.
6.3).
Z
um Bereich «Einkauf und weitere Besorgungen»
führte die Abklärungsperson aus,
es sei zumutbar,
dass der Wocheneinkauf gemeinsam erledigt werde
und dass Kleineinkäufe von den
Kinder
n übernommen würden
. Mit Hilfe entsprechender elektronischer Hilfsmittel könnte die Beschwerdeführerin die Administration wieder selbst erledigen. Ebenso
könnte sie die Vorratshaltung mit entsprechenden Listen vereinfachen. Es entstehe keine anrechenbare Einschränkung in diesem Bereich (S. 6 f.
Ziff.
6.4).
Im Bereich «Wäsche und Kleiderpflege» ermittelte die Abklärungsperson eine
Ein
schränkung von 20
%
, indem die Hilfe der Söhne, der Tochter und des Ehemannes berücksichtigt wurde (S. 7
Ziff.
6.5).
Zum Bereich
«
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen
»
hielt die Abklärungsperson fest, dass der älteste Sohn erwachsen sei und der zweite Sohn kurz vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter stehe. Dieser benötige Unter
stützung und Begleitung auf seinem Weg, sei jedoch nicht auf weitere Unter
stützung angewiesen.
Die noch junge Tochter könne von der Mutter erzogen wer
den.
Als anrechenbare Einschränkung gelte
die visuelle Kontrolle
der Kleidung, welche nicht möglich und
der Vater
nicht immer anwesend sei. Dies gelte auch für die Betreuungsaufgaben bei der Pflegetochter an zwei Wochentagen. Bei regelmässigen Besuchen der Fachstellen (einmal wöchentlich Besuch eines Psychologen) könne die Beschwerdeführerin auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Es sei zumutbar, diese Wege zu erlernen und Randstunden zu ver
einbaren, damit die Reizüberflutung geringgehalten werden könne. Die visuelle Kontrolle der Aufgaben und die Wahrnehmung von Terminen (z.B. Schulbesuche) sei dem Vater im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht zumut
bar. Freizeitunter
nehmungen, die Begleitung/Überwachung erfordern würden, seien teils dem Vater zuzumuten und würden teils als anrechenbare Ein
schränkung gelten.
Es resultiere eine Einschränkung von
40
%
(S.
7
f. Ziff.
6.
6
).
Zum
Bereich «Verschiedenes»
führte die Abklärungsperson aus, dass die Beschwer
deführerin der Pflege der Zimmerpflanzen selbständig nachgehe. Der kleine Familienhund werde von allen gemeinsam umsorgt. Die Tätigkeit als Trainerin für Geräteturnen habe die Beschwerdeführerin behinderungsbedingt aufgeben müssen. Es resultiere eine Einschränkung von 50
%
(S. 8
Ziff.
6.7).
Zusammenfassend resultierte eine gesamthafte Einschränkung von
35.5
%
(S.
8
Ziff.
6.8
).
Da die Restarbeitsfähigkeit nicht voll ausgeschöpft werde, könne eine allfällige Wechselwirkung
vorliegend nicht berücksichtigt werden (S. 8
Ziff.
8).
3.5
Dr.
B.___
(vorstehend E. 3.2), führte im Bericht vom
5.
April 2017 (
Urk.
7/41) aus, mit der Lupenbrille betrage die Lesedauer maximal 30 Minuten, dies in einer Lesedistanz von etwa 10 cm. Mit der Nahbrille könne eine Schrift, welche min
destens die Grösse der Schrift der «Schweizer Illustrierten» umfasse, maximal 30
Minuten gelesen werden. Am Computer betrage die Arbeitsdauer mit der Nah
brille maximal 20 Minuten, dann würden «Augenbrennen» und starke Kopf
schmerzen auftreten. Die Arbeit in der Waldspielgruppe könne ohne Unterbruch während maximal vier Stunden geleistet werden. Zurzeit arbeite die Beschwerde
führerin zweimal einen halben Tag pro Woche. Subjektiv werde die maximal erträgliche Belastung auf etwa dreimal einen
halben Tag pro Woche geschätzt.
4.
4.1
Massgebend für die Qualifikation
einer versicherten Person
als Vollzeit-, Teil- oder N
ichterwerbstätige
ist die Frage, in welchem Umfang
sie
eine Erwerbs
tätig
keit
ausüben würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen
ihre
persönlichen, familiären, sozialen und erwerbli
chen Verhältnisse, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die per
sönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vorstehend E.
1.3).
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
4.2
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die Beschwerdeführerin als zu 55
%
im Erwerb und zu 45
%
im Haushalt tätige (vgl. vorstehend E. 2.1).
Die Qualifikation von 55
%
im Erwerbsbereich wurde von der Besc
hwerdeführe
rin nicht bestritten (vgl.
Urk.
1 S. 7
Ziff.
11)
und ist nach Lage der Akten auch nicht zu beanstanden. So gab die Beschwerdeführerin anlässlich des Standortge
sprächs vom 2
3.
August 2016 an, bei guter Gesundheit
aufgrund
der gesund
heit
lichen Probleme der Tochter und der dadurch benötigten umfassenderen Betreu
ung zirka 50 bis 60
%
zu arbeiten (vgl.
Urk.
7/10/3
-4
). Diese Aussage wiederholte die Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltsabklärung vor Ort und fügte hinzu, dass ein höheres Pensum nebst der Familien- und Hausarbeit auch bei guter Gesundheit nicht möglich wäre (vgl.
Urk.
7/34/4
Ziff.
2.5).
Bestritten wurde von der Beschwerdeführerin dagegen die Qualifikation im Haus
haltsbereich von 45
%
dahingehend, dass die
nichtentlöhnte
Mitarbeit im Geschäft des Ehemannes ebenfalls zu berücksichtigen sei (vgl.
Urk.
1
Ziff.
7). Dass die Beschwerdeführerin durchschnittlich zu 25
%
unentgeltlich im Geschäft ihres Ehemannes arbeitete/arbeiten würde, ist vorliegend
und
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. So ergeben sich weder aus dem Anmeldeformular vom 2
6.
Juli 2016 (vgl.
Urk.
7/1), dem Bericht über das Standortgespräch vom 2
3.
August 2016 (vgl.
Urk.
7/10) noch dem Bericht über die Haushaltsabklärung vom
3.
Februar 2017 (vgl.
Urk.
7/34) irgend
welche
Anhaltspunkte
dafür
, dass die Beschwerdeführerin den Ehemann in seinem Betrieb unterstützte oder ihn unterstützen würde.
Zur bereits im Verwaltungsverfahren vorgebrachten Rüge, wonach die Abklä
rungsperson nicht auf die Andeutungen über die Mitwirkung im Geschäft des Ehemannes eingegangen sei und diese abgeblockt habe (vgl.
Urk.
7/43 Ziff.
8), führte die Abklärungsperson
in der Stellungnahme vom 3
0.
Juni 2017
aus, dass im Gespräch die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin genau erhoben wor
den sei. Vor Ort sei klar und eindeutig erklärt worden, dass die Beschwerde
führerin keinen Anteil/keine Leistung in der Geschäftstätigkeit des Ehemannes innegehabt habe. Dieser habe im Jahr 2008 die Garage seines Vaters übernommen und dort alle anfallenden Alltagsarbeiten inklusiv der laufenden Administration alleine
erledigt
. Diese Angaben würden mit dem Rapport aus dem Gespräch zur Standortbestimmung übereinstimmen. Nirgends werde die Mitwirkung im Geschäft des Ehemannes beschrieben (vgl.
Urk.
7/46/2 unten).
Die
se
Ausführungen erscheinen nachvollziehbar,
zumal
der Ehemann der Beschwerdeführerin sowohl am Standortgespräch als auch
anlässlich
der Abklä
rung vor Ort anwesend
war
und ebenfalls nicht über eine entsprechende Mithilfe im Betrieb
berichtete
. Zur Erwerbsbiographie führte die Abklärungsperson sodann weiter aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer zunehmenden Einschrän
kungen die Arbeit in der Zahnmedizin habe aufgeben müssen und nach neuen Möglichkeiten im Erwerb gesucht habe. Sie habe damals Ausbildungsmodule im alternativen medizinischen Bereich absolviert und habe im feinstofflichen Bereich therapeutisch tätig sein wollen. Der Ehemann habe ab Beginn jedoch als Hilfs
person beigezogen werden müssen, da die Beschwerdeführer
in
die notwendigen Eingaben im Computer nicht habe vornehmen können. Sie sei also neben ihrem Mann gestanden und habe diesen angewiesen, was einzugeben sei. Dieser Zustand sei auf Dauer nicht haltbar gewesen, so dass der Ehemann schliesslich übernommen habe. Diese selbständige Tätigkeit sei nicht ergänzend zum ursprünglichen Erwerbsanteil geplant gewesen, sondern als Ersatz dafür. Diese habe jedoch behinderungsbedingt ebenfalls aufgegeben werden müssen (vgl.
Urk.
7/43/2 unten f.). Angesichts dieser Aus
führungen ist davon auszugehen, dass die von der Beschwerdeführerin nun vorgebrachte Mitarbeit im Betrieb des Ehemannes der behinderungsbedingt gescheiterten selbständigen Erwerbstätig
keit entspricht
, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jedoch nicht eine Mitarbeit im Geschäft des Ehemannes betrifft
. Eine erhebliche Mithilfe im Umfang von 25
%
widerspricht im Übrigen auch den
Angaben der Beschwerdeführerin, dass sie aufgrund der gesund
heitlichen Probleme und dem damit verbundenen Mehr
aufwand in der Betreuung der Tochter im Gesund
heitsfall nicht mehr als 60
%
arbeiten würde (vgl.
Urk.
7/10 S. 4 oben).
Denn
die Beschwerdeführerin
käme
bei einer 60%igen ausser
häuslichen Tätigkeit und einer Mitarbeit von 25
%
im Betrieb des Ehemannes auf ein Pensum von 85
%
. Eine Betreuung der Tochter im angegeben Masse und die Bewältigung des Haushalts wäre bei einem derart hohen Pensum
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nicht mehr
wie gewünscht
möglich.
4.3
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den sogenannten Aussagen der ersten Stunde (vgl. vorstehend E. 1.6) der Beschwerdeführerin zu ihrer Erwerbs
biographie zu Recht den höheren Beweiswert zuerkannt als deren nachträglicher Sachverhaltsdarstellung. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht als zu 55
%
im Erwerb und zu 45
%
im Haushalt tätige qualifiziert.
5
.
5
.1
In medizinischer Hinsicht und bezüglich Arbeitsfähigkeit ist von den Feststellun
gen
in der Stellungnahme
von
C.___
des RAD (vgl.
vorstehend E.
3.
3
) auszugehen
.
Den übrigen Arztberichten ist
hinsichtlich der Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nichts zu entnehmen, was
zu anderen Schlüssen
als den in der RAD-Stellungnahme angeführten veranlassen würde.
Somit ist von einer Arbeitsfähigkeit in - näher umschriebenen
-
ange
passten T
ätigkeiten von 100
%
auszugehen. Dies wurde
von der Besch
werde
führerin nicht bestritten
.
5
.2
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung im Erwerbsbereich (vgl.
Urk.
7/35,
Urk.
2 S. 2) wurde von der Beschwerdeführerin
ebenfalls
nicht bestritten und gibt nach Lage der Akten zu keinen Beanstan
dungen Anlass. Bei einem
Valideneinkommen
in der Höhe
von Fr.
45'526.-- und einem Invalideneinkommen
in der Höhe
von
Fr.
30'071.80
ergibt sich eine
Erwerbseinbusse von
Fr.
15'454.20
, was eine Einschränkung im Erwerbsbereich von
34
%
entspricht
.
Bei einem Anteil des erwerblichen Bereichs von 55
%
ergibt dies anteilig einen Invaliditätsgrad von
gerundet
19
%
(55
%
x 0.34).
Darauf ist abzustellen.
6.
6.1
Nach der Rechtsprechung stellt der durch die IV-Stelle eingeholte Bericht über die Abklärung vor Ort eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt tätigen Versicherten dar.
Für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes ist analog auf die Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a und b, BGE 122 V 160 E. 1c) zurückzugreifen. Sind die entsprechenden Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5) erfüllt, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift
diesfalls
in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehl
ein
schätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungs
resultate (zum Beispiel infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbe
sondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht.
6.2
Die zuständige Abklärungsperson führte
zur Beurteilung der Beeinträchtigungen im Haushaltsbereich
am
2.
Februar 2017
eine Abklärung
an Ort und Stelle
im Beisein des Ehemannes
durch. Sie hat dabei unter Berücksichtigung der
von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Leiden und Behinderungen sowie der Familien- und der Wohnverhältnisse, der technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung
der Beschwerdeführerin
im Haushaltsbereich von
35.5
%
festgestellt.
Der von der Abklärungsperson verfasste Bericht vom
3.
Februar
2017 (vgl.
vor
stehend E.
3.4
) befasst sich umfassend mit den einzelnen Haushalts
bereichen und deren prozentualer Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Bereichen.
Ebenfalls berücksichtigt wurde die altersentsprechende Mitwirkungspflicht der beiden Söhne sowie des Ehemannes der Beschwerdeführerin. Der Abklärungsbe
richt ist sodann schlüssig und in nachvollziehbarer Weise begründet. Es sind vor
liegend keine besonderen Umstände gegeben, welche den Abklärungsbericht als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestellten Anforderungen, so dass für die
Entscheidfindung
grundsätzlich darauf abgestellt werden kann.
6.3
Soweit die Beschwerdeführerin mit Verweis auf ihren Gesundheitszustand pauschal vorbringt, dass in den Bereichen Haushalt, Ernährung, Wäsche und Klei
derpflege, Betreuung von Kindern oder andren Familienangehörigen und Ver
schiedenes von mindestens 80
%
und im Einkauf und weitere Besorgungen von mindestens 100
%
auszugehen sei (vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
8
und
Ziff.
11
), vermag dies die von der Abklärungsperson in Berücksichtigung der Schadenminderun
gs
pflicht getroffenen Einschränkungen in den einzelnen Bereichen nicht in Frage zu stellen. Gerade die Schadenminderungspflicht ist von erheblicher Relevanz
und wird von der Beschwerdeführerin in ihren in den einzelnen Bereichen geltend gemachten Einschränkungen wohl nicht berück
sichtigt.
So geht die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter, als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (vgl.
vor
stehend E. 1.4).
Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass die Beschwerde
führerin anlässlich des Standortgesprächs
vom 2
3.
August 2016
zu den Ein
schränkungen
vorbrachte
, dass sie den Haushalt weit
gehend noch selber erledige, dafür aber mehr Zeit als früher benötige und Pausen machen müsse (vgl.
Urk.
7/10 S. 5 Ziff.
5)
, was im Hinblick auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde entsprechend höher zu gewichten ist als die
späteren Darstellungen, welche
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
rechtli
cher oder anderer Art beeinflusst sein können
(vgl.
vorste
hend E. 1.6).
6.4
Zusammenfassend ist gemäss Abklärungsbericht vom
3.
Februar 2017 von eine
r Einschränkung im Haushaltsbereich von 35.5
%
auszugehen, was bei einem Anteil des Haushaltsbereiches von 45
%
einem gewichteten Teilinvaliditätsgrad von
gerundet
16
%
entspricht (45
%
x 0.355).
7.
7.1
Der Gesamtinvaliditätsgrad berechnet sich mittels Addition der Teilinvali
ditäts
grade. Demnach resultiert bei einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
19
% (vgl. vorstehend E.
5.2
)
und einem solchen von
16
% im Haus
haltsbereich (vgl. vorstehend E.
6.4
) ein Gesamtinvaliditätsgrad von
35
%
, was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründet.
Die angefochtene Verfügung vom
1
9.
Juli 2017
erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.2
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am 1
9.
Juli 2017 und somit vor dem Inkrafttreten der Verordnungsänderung am 1. Januar 2018 ergangen, weshalb die revidierten Bestimmungen noch nicht zur Anwendung gelangen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_462/2017 vom 30. Januar 2018 E. 5.3 mit Hinweisen).
Nach Absatz 1 der Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom 1. Dezem
ber 2017 ist für am 1. Januar 2018 laufende
Dreiviertelsrenten
, halbe Renten und
Viertelsrenten
, die in Anwendung der gemischten Methode zuge
sprochen wurden, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzu
leiten. Eine allfällige Erhöhung der Rente erfolgt auf den
1.
Januar 201
8.
Wurde eine Rente vor dem 1. Januar 2018 wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads einer teilerwerbstätigen versicherten Person, die sich zusätzlich im Aufgabenbe
reich betätigte, verweigert, so wird eine neue Anmeldung geprüft, wenn die Berechnung des Invaliditätsgrads nach Artikel 27
bis
Absätze 2–4 IVV voraussicht
lich zu einem Rentenanspruch führt (Absatz 2 der Übergangs
bestimmung).
7.3
Nach dem Gesagten bleibt es
der Beschwerdeführerin unbenommen, sich bei der Bes
chwerdegegnerin neu anzumelden.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
AIBNetz
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei
zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannP. Sager