# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90602d59-c875-59a8-8466-39de3d4a2c8e
**Source:** Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** FR 604_2009_82_83_15_10_10.pdf
**Docket/Reference:** 604_2009_82_83_15_10_10.pdf
**URL:** https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/tc/_www/files/pdf28/604_2009_82_83_15_10_10.pdf

## Full Text

604 2009-82 
604 2009-83 

Urteil vom 15. Oktober 2010 

STEUERGERICHTSHOF 

BESETZUNG 

Präsident:  Hugo Casanova 
Beisitzer:  Berthold Buchs, Geneviève Jenny,  
Albert Nussbaumer, Hans Brügger 

PARTEIEN 

X., Beschwerdeführer, vertreten durch die Stadelmann Treuhand, Ch. de 
Jolimont 14, 1700 Fribourg,    

gegen 

KANTONALE  STEUERVERWALTUNG,  Rue  Joseph-Piller  13,  Postfach, 
1701 Freiburg, Vorinstanz,     

GEGENSTAND 

Einkommens-  und  Vermögenssteuer  der  natürlichen  Personen;  Ge-
Liegenschafts-
winnungskosten 
unterhalt) 

für  Nachdiplomstudium, 

(Auslagen 

Beschwerde  vom  8. Juni  2009  gegen  den Einspracheentscheid  vom  7. Mai 
2009; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2007 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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S a c h v e r h a l t  

A.  X. wohnt in A., wo er ein Einfamilienhaus besitzt. Er steht seit 1995 in den Diensten 
der  Y.  AG.  Per  1.  Januar  2001  wurde  er  zum  Geschäftsleiter  der  Tochtergesellschaft  Z. 
ernannt.  Als  solcher  ist  er  direkt  dem  Generaldirektor  der  Y.  AG  unterstellt.  Im  Herbst 
2008  schloss  er  an  der  "…  Fachhochschule  Wirtschaft  und  Verwaltung"  ein  Nach-
diplomstudium "FH Integrated Management Executive Master of Business Administration" 
ab.  

In  seiner  Steuererklärung,  welche  er  am  9.  Dezember  2008  für  die  Steuerperiode  2007 
einreichte, machte X. einen Abzug für Weiterbildungskosten und sonstige Berufsauslagen 
in  der  Höhe  von  15'118  Franken  sowie  Liegenschaftsunterhaltskosten  im  Betrag  von 
47'649 Franken geltend.  

Gemäss  Veranlagungsanzeige  vom  22.  Januar  2009  wurde  unter  dem  Titel  "Berufs-
auslagen/Weiterbildung"  (Code  2.130)  nur  der  Pauschalabzug  von  3'800  Franken 
gewährt.  Zudem  wurden  die  abzugsfähigen  Liegenschaftsunterhaltskosten  (Code  4.310) 
auf 27'869 Franken festgesetzt. Zur Begründung dieser Abweichungen von der Steuerer-
klärung wurde ausgeführt: "(2.130) Reine Ausbildungskosten sind nicht zum Abzug zuge-
lassen.  (4.310)  Umgebungsarbeiten  gehören  zu  den  nicht  abzugsberechtigten  <anderen 
Kosten>."  Unter  Berücksichtigung  der  übrigen  Elemente  ergab  sich  ein  steuerbares 
Einkommen von … 

B.  Am  20.  Februar  2009  erhob  X.  gegen  diese  Veranlagung  Einsprache.  Nebst  einem 
vorliegend nicht mehr zur Diskussion stehenden Punkt machte er geltend: 

"2130 Berufsauslagen/Weiterbildung: Reine Ausbildungskosten sind nicht zum 

Abzug zugelassen 

Die von mir absolvierte Weiterbildung, den MBA-Lehrgang, habe ich aufgrund einer Ziel-

vereinbarung mit meinem Arbeitgeber absolviert (siehe Kopie in der Beilage). Diese Ziel-

vereinbarung  wurde  im  Hinblick  auf  meine  berufliche  Entwicklung  innerhalb  des  Unter-

nehmens getroffen: die Position die ich mittelfristig antreten werde, verlangt nach einem 

höheren  Fachdiplom.  Ich  bitte  Sie  deshalb,  die  von  mir  eingereichten  Weiterbildungs-

kosten über CHF 15'118 in Abzug zu bringen. 

… 

"4310  Unterhaltskosten  Privatliegenschaften:  Umgebungsarbeiten  gehören  zu 

den nicht abzugsberechtigten anderen Kosten 

Betrifft Liegenschaft in A.: beim Bau des Hauses (durch den Vorbesitzer) wurde auf der 

Ostseite  das  Nahbaurecht  genutzt  und  in  der  Folge  das  Gelände  zum  angrenzenden 

Grundstück sehr steil abgegraben, ohne eine spezielle Stützvorrichtung einzubauen. Vor 

gut zwei Jahren wurde auf dem angrenzenden Grundstück ein Zweifamilienhaus gebaut, 

und die Nachbarn haben ihrerseits das Nahbaurecht für ihre Garage/Unterstand genutzt. 

Ich  habe  aus  folgenden  Gründen  eine  Stützmauer  errichten  lassen:  einerseits  aufgrund 

der Aufforderung des Nachbarn (zu recht) und gemäss Bauvorschriften, das Terrain auf 

das  ursprüngliche  Niveau  anzugleichen,  andererseits  aufgrund  starker  Regenfälle, 

welche  das  Erdreich  ständig  aufgeweicht  und  ins  rutschen  gebracht  haben.  Eine 

Bepflanzung  mit  Sträuchern  war  leider  nicht  stark  genug.  Aus  diesen  Gründen  erachte 
ich den Gesamtabzug von CHF 42'882.00 (gemäss Beilage) als gerechtfertigt." 

 
 
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Diese Einsprachebegehren wurden mit Entscheid vom 7. Mai 2009 abgewiesen. Die Kan-
tonale Steuerverwaltung hielt unter Berufung auf die einschlägige Rechtsprechung daran 
fest,  dass  es  sich  beim  Nachdiplomstudium  um  eine  Ausbildung  handle.  Zudem  seien 
Kosten  im  Zusammenhang  mit  der  Terraingestaltung  gemäss  Ziff.  8.1.1,  8.1.3a  und 
8.1.5a  des  "besonderen  Merkblattes  für  den  tatsächlichen  Kostenabzug  bei  Privat-
liegenschaften"  nicht  als  abzugsberechtigte  Unterhaltskosten  zu  betrachten.  Die  ausge-
führten  Arbeiten  stellten  eine  Verbesserung  dar  und  seien  somit  als  Mehrwert  einzu-
stufen. Ebenso wenig seien Ausgaben für den Liegenschaftsgärtner sowie die Prämie für 
die "Bauherrenversicherung" abzugsfähig. 

C.  Mit  Eingabe  vom  8.  Juni  2009  reichte  X.  nunmehr vertreten  durch  die  Stadelmann 
Treuhand,  gegen  den  Einspracheentscheid  beim  Kantonsgericht  Beschwerde  ein.  Er 
beantragt  neu,  Kosten  für  das  Nachdiplomstudium  MBA  im  Betrag  von  11'318  Franken 
als Weiterbildungskosten und 10'000 Franken (2/3 der Kosten von 15'000 Franken für die 
Stützmauer) als zusätzliche Unterhaltskosten der Liegenschaft zu berücksichtigen. 

Der  mit  Verfügung  vom  17.  November  2009  festgesetzte  Kostenvorschuss  von 
500 Franken wurde fristgemäss einbezahlt. 

In  ihrer  Beschwerdeantwort  vom  10.  bzw.  16.  Juli  2009  schliesst  die  Kantonale  Steuer-
verwaltung auf Abweisung. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung. 

Am 14. August 2009 reichte der Beschwerdeführer seine Gegenbemerkungen ein. 

Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die Erwägungen des angefoch-
tenen Entscheides werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen darge-
legt und gewürdigt. 

E r w ä g u n g e n  

I.  Direkte Bundessteuer (604 09-82) 

1. 
a)  Unselbständig  Erwerbstätige  können  als  Berufskosten  unter  anderem  die  mit 
dem  Beruf  zusammenhängenden  Weiterbildungs-  und  Umschulungskosten  abziehen 
(Art. 26  Abs.  1  lit.  d  des  Bundesgesetzes  vom  14.  Dezember  1990  über  die  direkte 
Bundessteuer  [DBG;  SR  642.11]);  nicht  abziehbar  sind  die  übrigen  Kosten  und  Auf-
wendungen,  insbesondere  die  Ausbildungskosten  (Art.  34  lit.  b  DBG).  Eine  praktisch 
gleiche  Regelung  der  Weiterbildungs-  und  Umschulungskosten  enthält  Art.  8  der  Ver-
ordnung  vom  10. Februar  1993  über  den  Abzug  von  Berufskosten  der  unselbständigen 
Erwerbstätigkeit  bei  der  direkten  Bundessteuer  (SR  642.118.1).  Im  Kreisschreiben  der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung (vom 22. September 1995) betreffend den Abzug von 
Berufskosten  der  unselbständigen  Erwerbstätigkeit  (ASA  Bd.  64,  692  ff.)  werden  die 
abziehbaren  Weiterbildungskosten  als  Kosten  umschrieben,  "die  anfallen,  um  im  ange-
stammten  Beruf  auf  dem  Laufenden  zu  bleiben  bzw.  um  den  steigenden  oder  neuen 
Anforderungen  zu  genügen  …  Dazu  gehören  auch  die  Kosten  für  das  Auffrischen  und 
Überarbeiten  von  bereits  Erlerntem  (z.B.  branchenbedingte  Wiederholungs-  oder  Fort-
bildungskurse,  Seminare,  Kongresse,  etc.).  Ferner  können  Kosten  für  Sprachkurse  und 
Prüfungen  unter  diese  Kategorie  fallen  (vgl.  BGE  in  ASA  57,  645  und  62,  403).  Ebenso 
sind weiterhin abziehbar die Kosten der Weiterbildung, wenn auf einem bereits erlernten, 
ausgeübten  Beruf  aufgebaut  wird;  z.B.  kaufmännischer  Angestellter  wird  dipl.  Buch-

 
 
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halter/Bücherexperte,  Maler  legt  Meisterprüfung  ab."  Als  nicht  abzugsfähig  bezeichnet 
werden hingegen "Ausbildungskosten, die anfallen, um die notwendigen Fähigkeiten und 
Kenntnisse  zur  Ausübung  eines  Berufes  zu  erlernen,  z.B.  Lehre,  Handelsschule,  Matura, 
Studium,  usw.",  wobei  betont  wird,  dass  das  DBG  hier  die  bisher  geübte  Praxis 
weiterführe. 

Mit  dem  erforderlichen  Zusammenhang  zwischen  den  Weiterbildungs-  sowie  Umschu-
lungskosten  und  dem  Beruf  soll  nach  dem  Willen  des  Gesetzgebers  dasselbe  Kriterium 
angewendet  werden  wie  bei  den  Gewinnungskosten  Selbständigerwerbender;  dort 
können  die  geschäfts-  oder  berufsmässig  begründeten  Kosten  abgezogen  werden 
(Art. 27 Abs. 1 DBG). Aufwendungen sind dann geschäftsmässig begründet, wenn sie mit 
dem  erzielten  Erwerb  unternehmenswirtschaftlich  unmittelbar  und  direkt  zusammen-
hängen. 

b)  In  der  Lehre  wird  insbesondere  auf  die  zwei  Erfordernisse  hingewiesen,  welche 
für die Abzugsfähigkeit von Weiterbildungskosten allgemein verlangt werden, nämlich die 
Notwendigkeit der Auslagen sowie den unmittelbaren Zusammenhang der Weiterbildung 
mit der Berufsausübung. Dabei können jene Ausgaben als notwendig betrachtet werden, 
deren Vermeidung dem Steuerpflichtigen nicht zugemutet werden darf. Der unmittelbare 
Zusammenhang  mit  der  Berufsausübung  muss  auch  in  zeitlicher  Hinsicht  für  die  mass-
gebende Bemessungsperiode gegeben sein; Kosten für eine künftige Tätigkeit sind nicht 
Gewinnungskosten, weil der Zusammenhang zum (gegenwärtig besteuerten) Arbeitsein-
kommen  fehlt  (vgl.  HANS  ZEHNDER,  Die  Behandlung  der  Kosten  für  Ausbildung  und 
berufliche Weiterbildung im schweizerischen Steuerrecht, Diss. ZH 1985, 55 ff.). Mit dem 
Beruf  zusammenhängende  Weiterbildungskosten  sind  Auslagen,  um  im  angestammten 
Beruf auf dem Laufenden zu bleiben bzw. um dessen steigenden oder neuen Anforderun-
gen zu genügen. Kosten für den Berufsaufstieg werden als abzugsfähig betrachtet, soweit 
sie  zu  besseren  Qualifikationen  für  den  bisherigen  Beruf  führen  bzw.  dazu  dienen,  dass 
der Steuerpflichtige den Anforderungen des bisherigen Berufes besser gerecht wird (vgl. 
PETER  LOCHER,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundessteuer,  I.  Teil, 
Therwil/Basel  2001,  N.  60  ff.  zu  Art.  26;  B.  KNÜSEL  in  Zweifel  /  Athanas  [Hrsg.],  Kom-
mentar zum schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Aufl., Basel 2008, N. 8 f. zu Art. 26; J.-
B.  ECKERT  in  Yersin  /  Noël  [Hrsg.],  Commentaire  romand  de  la  loi  sur  l'impôt  fédéral 
direct, Basel 2008, N. 45 und 53 zu Art. 26). Denkbar ist auch, dass derselbe Lehrgang 
bei  einem  Steuerpflichtigen  Weiterbildung  sein  kann,  während  er  beim  anderen  Aus-
bildung darstellt (vgl. MICHAEL BEUSCH, Bildungskosten - Eine Analyse der Abgrenzung von 
Aus- und Weiterbildungskosten anhand neuerer Entwicklungen in der Rechtsprechung, in 
Steuerrecht  2006  -  Best  of  zsis,  49  ff.,  74  und  80  [Online-Erscheinungsdatum: 
30.6.2004],  mit  einem  ergänzenden  "Beiblatt  Bildungskosten  -  Anmerkungen  des  Her-
ausgebers";  FABIAN  BAUMER,  Steuerliche  Aspekte  der  Aus-  und  Weiterbildung,  StR  2004, 
S. 810 ff., 813). 

c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind grundsätzlich alle Kosten der 
Weiterbildung abzugsfähig, die objektiv mit dem gegenwärtigen Beruf des Steuerpflichti-
gen  im  Zusammenhang  stehen  und  die  der  Steuerpflichtige  zur  Erhaltung  seiner  beruf-
lichen Chancen für angezeigt hält, auch wenn sich die Ausgabe als nicht absolut unerläss-
lich  erweist,  um  die  gegenwärtige  berufliche  Stellung  nicht  einzubüssen.  Als  "mit  dem 
Beruf  zusammenhängende  Weiterbildungskosten"  sind  indessen  nur  solche  Kosten  ab-
ziehbar,  die  im  Rahmen  des  bereits  erlernten  und  ausgeübten  Berufs  anfallen,  nicht 
dagegen  die  "Ausbildungskosten"  im  Sinne  von  Art.  34  lit.  b  DBG  für  die  erstmalige 
Aufnahme  einer  Berufstätigkeit  bzw.  für  einen  neuen  (oder  zusätzlichen)  Beruf.  Zur 
Anerkennung  als  abzugsfähige  Weiterbildungskosten  ist  es  aber  nicht  notwendig,  dass 

 
 
 
 
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der  Steuerpflichtige  das  Erwerbseinkommen  ohne  die  streitige  Auslage  überhaupt  nicht 
hätte erzielen können; vielmehr ist lediglich darauf abzustellen, ob die Aufwendungen für 
die Erzielung des Einkommens nützlich sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen 
des  Üblichen  liegen.  Dazu  gehören  nicht  nur  Anstrengungen,  um  den  Stand  bereits  er-
worbener  Fähigkeiten  zu  erhalten,  sondern  vor  allem  auch  der  Erwerb  verbesserter 
Kenntnisse  für  die  Ausübung  des  gleichen  Berufs.  Abzugsfähig  sind  insbesondere  Fort-
bildungskosten  zur  Sicherung  der  bisherigen  Stelle  ohne  im  Wesentlichen  zusätzliche 
Berufschancen.  Hingegen  sind  Auslagen  für  eine  Fortbildung,  die  zum  Aufstieg  in  eine 
eindeutig  vom  bisherigen  Beruf  zu  unterscheidende  höhere  Berufsstellung  (sog.  Berufs-
aufstiegskosten)  oder  gar  zum  Umstieg  in  einen  anderen  Beruf  dient,  keine  Weiter-
bildungskosten  im  Sinne  von  Art.  26  Abs.  1  lit.  d  DBG.  Sie  werden  nicht  für  eine 
Weiterbildung im Rahmen des bereits erlernten und ausgeübten Berufs erbracht, sondern 
letztlich  für  eine  neue  Ausbildung.  Auslagen,  die  anfallen,  um  die  notwendigen  Fähig-
keiten  und  Kenntnisse  zur  Ausübung  eines  eigentlichen  Berufs  zu  erlernen  (z.B.  Lehre, 
Handelsschule,  Matura,  Studium,  Nachdiplomstudien  usw.),  sind  demnach  als  Ausbil-
dungskosten auch dann nicht abziehbar, wenn die Fortbildung berufsbegleitend absolviert 
wird,  im  Ergebnis  aber  dem  Aufstieg  in  eine  vom  bisherigen  Beruf  eindeutig  unter-
scheidbare höhere Berufsstellung dient (BGE 124 II 29; 113 Ib 114; Urteile 2A.623/2004 
vom 6. Juli 2005, StE 2006 B 22.3 Nr. 86, 2A.277/2003 vom 18. Dezember 2003, E. 2.1, 
StR 2004, 451 und 2C_589/2007 vom 9. April 2008, StE 2008 B 22.3 Nr. 96). 

In zwei der jüngeren Urteile (2A.277/2003 vom 18. Dezember 2003, StR 2004, 451 und 
2A.623/2004  vom  6.  Juli  2005,  StE  2006  B  22.3  Nr.  86)  hat  das  Bundesgericht  die 
Kosten für ein (berufsbegleitend absolviertes) MBA-Nachdiplomstudium nicht zum Abzug 
zugelassen.  Es  betonte,  die  Ausbildung  zum  MBA  stelle  grundsätzlich  eine  eigentliche 
Grundausbildung  dar.  Sie  führe  zu  einem  eigenständigen  Berufsabschluss,  der  für  den 
Absolventen  über  einen  Eigenwert  verfüge.  Dabei  verhalte  es  sich  grundsätzlich  nicht 
anders,  ob  der  MBA  im  Anschluss  an  einen  BBA  oder  an  eine  Ausbildung  zum  Betriebs-
ökonomen HWV erworben werde. Wesentlich für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit der 
Kosten  für  Zusatzausbildungen  sei  nicht  nur  der  Vergleich  zwischen  der  bestehenden 
Grundausbildung  und  den  neu  erworbenen  Kenntnissen.  Zu  berücksichtigen  seien  auch 
der  aktuell  ausgeübte  Beruf  und  die  Auswirkungen  der  Zusatzausbildung  auf  die 
gegenwärtige und künftige Berufstätigkeit. Es gehe nicht an, bei Absolventen eines MBA-
Kurses,  die  über  eine  ökonomische  Grundausbildung  verfügen,  eher  von  einer  abzugs-
fähigen  Weiterbildung  auszugehen  als  bei  solchen,  die  von  einem  anderen  Fach  (z.B. 
technische  Berufe)  her  kommen.  Entscheidend  müsse  vielmehr  sein,  dass  mit  der 
Zusatzausbildung  zum  MBA  im  Ergebnis  ein  eigenständiger  Berufsabschluss  ("Titel")  er-
worben werde, der auf dem Stellenmarkt anerkannt und honoriert werde und die Berufs-
aussichten  des  Absolventen  erheblich  verbessere.  Auch  bei  bereits  vorhandener  ökono-
mischer Grundausbildung bedeute der MBA nicht lediglich eine Vertiefung und Aktualisie-
rung  der  schon  vorhandenen  Kenntnisse,  sondern  er  führe  zu  wesentlichen  Zusatz-
kenntnissen und einem zusätzlichen Titel mit eigenem Wert. Im Urteil 2C_589/2007 vom 
9.  April  2008,  StE  2008  B  22.3  Nr.  96  hat  das  Bundesgericht  diese  Rechtsprechung 
bestätigt  und  einem  Steuerrevisor,  der  an  der  Hochschule  für  Wirtschaft  (HWZ)  berufs-
begleitend das Studium der Betriebsökonomie mit dem Ziel eines Bachelors of Science in 
Business  Administration  (BBA)  aufgenommen  hatte,  den  Abzug  der  entsprechenden 
Kosten verweigert. In der Besprechung dieses Urteils durch URS R. BEHNISCH / ANDREA OPEL 
(Die  steuerrechtliche  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  im  Jahre  2008,  ZBJV  2009, 
508 f.)  wird  denn  auch  betont,  damit  dürfte  -  angesichts  der  deckungsgleichen  Rechts-
lage bezüglich der direkten Bundessteuer und kantonalen Steuern - den teilweise weniger 
restriktiven  kantonalen  Praxen  der  Boden  entzogen  sein.  Zuletzt  hat  das  Bundesgericht 
im  Urteil  2C_750/2009  vom  26.  Mai  2010,  StR  2010,  675  (vgl.  auch  das  Urteil 

 
 
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2C_70/2010 vom 26. August 2010) ausdrücklich an dieser Praxis festgehalten. Dabei hat 
es  allerdings  gleichzeitig  betont,  es  komme  einzig  auf  die  Natur  der  Ausbildung  an, 
sodass deren Benennung als MBA für sich allein noch nicht genüge, um den Kostenabzug 
auszuschliessen. 

d)  Im  Lichte  dieser  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  hat  der  hiesige  Steuer-
gerichtshof in jüngerer Zeit den Abzug der Kosten für ein (berufsbegleitend absolviertes) 
BBA-  und  MBA-Studium  unter  dem  Titel  Weiterbildung  ebenfalls  wiederholt  abgelehnt 
(vgl.  insbesondere  die  Urteile  604  2008-253/254  vom  27.  März  2009  sowie  607  2008-
29/30, beide am 2. Juli 2009 veröffentlicht unter http://admin.fr.ch/kg, Letzteres auch in 
FZR  2009,  78,  und  die  dort  erwähnten  Entscheide,  sowie  seither  auch  die  unveröffent-
lichten  Urteile  607  2009-18/19  vom  12.  März  2010  und  604  2009-12/13  vom  18.  Juni 
2010).  In  den  beiden  veröffentlichten  Urteilen  hat der  Steuergerichtshof  allerdings  auch 
seinem  Unbehagen  Ausdruck  gegeben.  Einerseits  hat  er  unter  Hinweis  auf  die  kritische 
jüngere  Lehre  darauf  hingewiesen,  dass  die  systematische  Ablehnung  des  Abzuges  für 
die Kosten eines MBA-Nachdiplomstudiums im Verhältnis zur älteren Rechtsprechung des 
Bundesgerichts  als  restriktiver  erscheine.  Die  vom  Bundesgericht  praktizierte  unter-
schiedliche  Behandlung  der  Kosten  für  einen  LLM-  oder  MBA-Titel  einerseits  und  jener 
eines  Meister-  oder  Bücherexpertendiploms  andererseits  schaffe  in  gewissen  Fällen  eine 
stossende Rechtsungleichheit. Andererseits sei festzustellen, dass in diesem Bereich auch 
eine unterschiedliche Praxis der Kantone bestehe. Im Übrigen spreche heute Vieles dafür, 
die  privaten  Bildungsinitiativen  vermehrt  zu  fördern.  Insofern  bestehe  ohne  Zweifel  ein 
Handlungsbedarf. Dementsprechend seien denn auch auf politischer Ebene verschiedene 
Vorstösse  unternommen  worden,  um  ein  grosszügigeres  Konzept  der  steuerlichen  Be-
rücksichtigung  von  Weiterbildungskosten  zu  schaffen.  Nichtsdestoweniger  gelangte  der 
Steuergerichtshof  zum  Schluss,  dass  er  von  rein  steuerpolitischen  Erwägungen  abzu-
sehen  und  die  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  zur  geltenden  Gesetzgebung  zu  be-
folgen  habe.  Es  sei  Sache  des  Gesetzgebers,  in  Kenntnis  dieser  Praxis  allenfalls  ge-
wünschte neue Optionen zu realisieren. Daran  ist weiterhin festzuhalten. Dies gilt heute 
umso mehr, als der Bundesrat  kürzlich die Vernehmlassung zum Bundesgesetz über die 
steuerliche  Behandlung  der  Aus-  und  Weiterbildungskosten  durchgeführt  hat,  mit  dem 
neu auch Kosten für eine freiwillige berufliche Umschulung und für einen Berufsaufstieg - 
allerdings  bei  der  direkten  Bundessteuer  auf  einen  Maximalbetrag  von  4'000  Franken 
beschränkt - als Steuerabzug zugelassen werden sollen. In den entsprechenden Erläute-
rungen  wird  ausdrücklich  betont,  dass  heute  Bildungskosten  nur  abgezogen  werden 
können,  wenn  sie  mit  dem  aktuellen  Beruf  zusammenhängen  oder  für  die  zwingende 
berufliche  Umschulung  und  den  Wiedereinstieg  notwendig  sind  (vgl.  die  Mitteilung  des 
Eidgenössischen  Finanzdepartements  vom  16.  April  2010  sowie  Jurius,  Kosten  für 
Umschulung von Steuern abziehen, in: Jusletter 19. April 2010). Damit ist der Bundesrat 
für  das  noch  geltende  Recht  offensichtlich  auch  von  der  restriktiven  Praxis  des  Bundes-
gerichts ausgegangen. 

e) Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer zunächst Ausbildungen zum Auto-
mechaniker  mit  Eidgenössischem  Fähigkeitsausweis,  zum  Eidgenössisch  diplomierten 
Verkaufskoordinator und zum Eidgenössisch diplomierten Verkaufsleiter absolviert. In der 
Folge  ist  er  gemäss  eigenen  Angaben  im  Jahr  2001  zum  Geschäftsführer  eines  KMU-
Dienstleistungsbetriebes mit 55 Mitarbeitern aufgestiegen, wobei er laufend verschiedene 
berufsbegleitende Kurse (EDV; Führung usw.) besuchte.  In den Jahren 2006 - 2008 hat 
er  dann  berufsbegleitend  an  der  "…  Fachhochschule  für  Wirtschaft  und  Verwaltung"  das 
vorliegend  zur  Diskussion  stehende  Nachdiplomstudium  "FH  Integrated  Management 
Executive  Master  of  Business  Administration"  absolviert  und  erfolgreich  abgeschlossen. 
Gemäss  der  vorne  dargelegten  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  handelt  es  sich  bei 

 
 
 
 
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diesem  Studium  grundsätzlich  jedoch  nicht  um  eine  blosse  Weiterbildung,  sondern  um 
eine  eigentliche  Zusatzausbildung  mit  dem  Erwerb  eines  autonomen  Titels.  Dies  wird 
auch  durch  die  hohen  jährlichen  Kosten  bestätigt,  welche  dem  Beschwerdeführer  offen-
sichtlich  nicht  zuzumuten  gewesen  wären,  wenn  es  bloss  darum  gegangen  wäre,  der 
bisher  ausgeübten  Berufstätigkeit  besser  gerecht  zu  werden.  Vielmehr  hat  sich  der  Be-
schwerdeführer  damit  die  Türen  für  wesentliche  neue  Karrierenschritte  geöffnet.  Dies 
wird  auch  durch  die  "Einverständniserklärung  Arbeitgeber  zur  Anmeldung"  bestätigt, 
welche  der  Verwaltungsratspräsident  und  Vizepräsident  der  Y.  AG  am  7.  August  2005 
unterzeichnet  hat.  Dort  wird  die  Frage,  "Weshalb  bieten  Sie  Ihrem  Mitarbeiter  die 
Möglichkeit,  das  Nachdiplomstudium  FH  in  Integrated  Management  Executive  …  zu 
besuchen?" mit folgenden Hinweisen beantwortet: 

"  -   Er  hat  keinen  Universitätsabschluss,  dies  ist  hinderlich  für  eine  internationale 

Karriere; Lücke kann mit dieser Ausbildung ein wenig geschlossen werden 

  -  Er hat zudem keine <General Management School> besucht 

  -  Er gilt als <high potential>". 

Das gleiche Bild ergibt sich aus den eigenen Angaben des Beschwerdeführers, welcher in 
seiner  Einsprache  betonte:  "Diese  Zielvereinbarung  [mit  meinem  Arbeitgeber]  wurde  im 
Hinblick  auf  meine  berufliche  Entwicklung  innerhalb  des  Unternehmens  getroffen:  die 
Position  die  ich  mittelfristig  antreten  werde,  verlangt  nach  einem  höheren  Fachdiplom." 
Daran  ändert  auch  das  später  eingereichte  Schreiben  der  Y.  AG  vom  11.  August  2009 
nichts. Dort wird darauf hingewiesen, dass die als "LL6" (Leadership Level) eingestuften 
sechs  Mitglieder  des  Managementteams  der  Y.  AG,  zu  denen  der  Beschwerdeführer 
gehört,  entweder  Hochschulabsolventen  sind  oder  nach  der  Berufslehre  einen  MBA-
Lehrgang  absolviert  haben.  Damit  wird  gerade  bestätigt,  dass  es  sich  dabei  um  den 
minimalen Ausbildungsstandard handelt, der für diese Funktion erforderlich ist. Dass eine 
vorausgesetzte  Ausbildung  allenfalls  erst  nach  dem  Stellenantritt  absolviert  wird,  macht 
sie  nicht  zur  Weiterbildung.  Ebenso  wenig  kann  es  darauf  ankommen,  dass  sich  der 
Arbeitgeber  "aus  Gründen  von  Konzernweisungen"  nicht  an  den  Kosten  beteiligt  hat, 
obwohl er dies angeblich gerne getan hätte.  

Unter  diesen  Umständen ist  somit  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  berechtigt  war,  den 
Abzug der geltend gemachten Bildungskosten zu verweigern. Daran ändert auch die vom 
Beschwerdeführer  noch  angerufene  Tatsache  nichts,  dass  vereinzelte  andere  Kantone 
eine  grosszügigere  Praxis  kennen  und  einen  MBA  -  zumindest  in  gewissen  Fällen  -  als 
Weiterbildung  anerkennen.  Massgebend  ist,  dass  die  vorliegend  gerügte  Praxis  der  frei-
burgischen  Veranlagungsbehörden  der  Auslegung  entspricht,  welche  vom  Bundesgericht 
unter der noch geltenden Gesetzgebung bis anhin vorgegeben wurde. Demzufolge muss 
die  Beschwerde  -  trotz  des  bereits  geäusserten  Unbehagens  -  in  diesem  Punkt  abge-
wiesen werden. 

2. 
a) Gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG können bei Liegenschaften im Privatvermögen insbe-
sondere  die  Unterhaltskosten  abgezogen  werden.  Die  entsprechenden  Ausführungsvor-
schriften sind in der Verordnung des Schweizerischen Bundesrats (vom 24. August 1992) 
über  den  Abzug  der  Kosten  von  Liegenschaften  des  Privatvermögens  bei  der  direkten 
Bundessteuer (SR 642.116) enthalten. Die Kantonale Steuerverwaltung, welche auch als 
kantonale  Verwaltung  für  die  direkte  Bundessteuer  bestimmt  wurde  (Art. 1  des  Aus-
führungsbeschlusses vom 5. Januar 1995 zum Bundesgesetzes über die direkte Bundes-
steuer,  SGF  634.1.11),  verfügt  zudem  über  ein  "Besonderes  Merkblatt  für  den  tatsäch-
lichen  Kostenabzug  bei  Privatliegenschaften  sowie  für  Investitionen,  die  dem  Energie-
sparen  und  dem  Umweltschutz  dienen"  (nachfolgend  Merkblatt),  welches  den  Steuer-

 
 
- 8 - 

pflichtigen  abgegeben  wird.  Dieses  soll  der  einheitlichen  Rechtsanwendung  (sowohl  im 
Bereich  der  direkten  Bundesteuer  als  auch  der  Kantonssteuer)  dienen.  Es  enthält  nebst 
den  allgemeinen  Grundsätzen  insbesondere  einen  ausführlichen  Ausscheidungskatalog 
über die Abgrenzung der abziehbaren Unterhalts-, Energiespar- und Umweltschutzkosten 
von den (nicht abziehbaren) wertvermehrenden Aufwendungen und anderen Kosten. 

Die steuerlich zu berücksichtigenden Gewinnungskosten sind einerseits von den Lebens-
haltungskosten und andererseits von den Anlagekosten (Aufwendungen für die Anschaf-
fung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen, Art. 34 lit. d DBG) 
abzugrenzen.  Im  Gegensatz  zu  den  wertvermehrenden  Aufwendungen  besteht  der  be-
sondere Charakter der abzugsfähigen Unterhaltskosten darin, dass sie der Erhaltung des 
nutzungsfähigen  Zustandes  der  Liegenschaft  dienen.  Unterhaltskosten  umfassen  also 
hauptsächlich  diejenigen  Ausgaben  für  die  Instandstellung  einer  Liegenschaft,  welche 
bezwecken,  die  normale  Abnützung  infolge  des  Gebrauchs  sowie  des  Zeitablaufs  auszu-
gleichen;  sie  sind  dazu  bestimmt,  die  Liegenschaft  als  Einkommensquelle  zu  erhalten. 
Nicht darunter fallen hingegen jene Auslagen, welche den Wert der Liegenschaft und das 
daraus  fliessende  Einkommen  im  Vergleich  zum  ursprünglichen  Zustand  erhöhen  (zum 
Begriff  der  Unterhaltskosten  vgl.  auch  BGE  133  II  287).  Unter  die  nicht  abzugsfähigen 
Lebenshaltungskosten werden zudem jene Aufwendungen subsumiert, welche primär der 
Befriedigung persönlicher Bedürfnisse und Liebhabereien dienen, sodass eine wirtschaft-
liche  Konnexität  zur  blossen  Erhaltung  des  steuerbaren  Einkommens  gar  nicht  erst 
besteht.  Dabei  handelt  es  sich  insbesondere  um  Auslagen,  die  aus  rein  persönlicher 
Neigung heraus getätigt werden, ohne dass der Nutzungswert beeinflusst wird (z.B. Farb-
tonänderungen,  Ersatz  von  Produkten  kurz  nach  deren  Investition  usw.;  vgl.  BERNHARD 
ZWAHLEN,  in:  Zweifel  /  Athanas,  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht  I/2b, 
2. Aufl.,  Basel  2008,  N  19  f.  zu  Art.  32  DBG;  NICOLAS  MERLINO,  in  Commentaire  romand 
LIFD,  Basel  2008,  N  109  ad  Art.  32).  Besondere  Fragen  stellen  sich,  wenn  es  um  die 
Sanierung  von  Beginn  weg  mangelhafter  Werke  geht.  In  einem  jüngeren  Entscheid  hat 
das  Bundesgericht  festgehalten,  wenn  überhaupt  keine  intakte  und  gebrauchsfähige 
Anlage  erstellt  worden  sei,  so  stelle  die  Behebung  der  ursprünglichen  Mängel  keine 
Erhaltung oder Wiederherstellung eines zuvor bestehenden Wertes. Diesfalls könnten die 
entsprechenden  Aufwendungen  nicht  als  abzugsfähige  Unterhaltskosten  qualifiziert 
werden  (Urteil  2C_57/2008  vom  11.  Dezember  2008,  StE  2009  B  25.6  Nr.  57  /  RDAF 
2009 II 467  Erw. 2.3 ff.; vgl. auch das Urteil 2C_677/2008 vom 29.  Mai 2009 Erw. 3.3 
und  3.4;  vgl.  dazu  z.B.  auch  BERNHARD  ZWAHLEN,  Die  einkommenssteuerrechtliche 
Behandlung von Liegenschaftskosten, Basel 1986, 110 f. sowie StR 1971, 62 ff. Ziff. 5). 
Auf jeden Fall auszuschliessen sind nachträgliche, faktisch ergänzende Anlagekosten, da 
diese  als  solche  ja  auch  nicht  abzugsfähig  gewesen  wären,  wenn  der  Bauherr  das  ent-
sprechende Werk schon bei der Überbauung der Liegenschaft erstellt hätte. 

Im Zusammenhang mit Umgebungsarbeiten ist insbesondere zu beachten, dass die Aus-
lagen  für  den  Unterhalt  des  Umschwungs  (Garten,  usw.)  bei  selbstbewohnten  Liegen-
schaften  nur,  aber  immerhin  insofern  als  Gewinnungskosten  in  Betracht  fallen  können, 
als  die  entsprechende  Einrichtung  überhaupt  für  die  Festsetzung  des  Eigenmietwertes 
von (wesentlicher) Bedeutung ist (vgl. FZR 2000, 178 sowie die unveröffentlichten Urteile 
4F  2005-22/23  vom  8.7.2005  Erw.  2c;  4F  2003-172  vom  17.6.2005  Erw.  3,  4F  2006-
157/158  vom  5.10.2007  Erw.  7  und  607  2008-19/20  vom  23.7.2009  Erw.  4b;  GVP  SG 
2008,  Nr.  30;  RtiD  I  2009,  391;  Bundesgerichtsurteil  2A.683/2004  vom  15.7.2005; 
ZWAHLEN, 118 f.). 

Die Beweislast dafür, dass Auslagen im Zusammenhang mit einer Liegenschaft Unterhalt 
betreffen und mithin abzugsfähigen Charakter haben, trägt der Steuerpflichtige. Wie der 

 
 
- 9 - 

Steuergerichtshof bereits in seinem Urteil 4F 95 202 vom 28. Mai 1999 entschieden hat, 
ist die schematische Anwendung von Erfahrungszahlen (Schätzung der auszuscheidenden 
Anteile),  wie  sie  im  vorne  erwähnten  Merkblatt  zum  Ausdruck  kommt,  aus  Praktikabili-
tätsgründen  und  im  Sinne  einer  gewissen  Gleichbehandlung  grundsätzlich  durchaus  zu-
lässig  und  angebracht.  Gleichzeitig  wurde  jedoch  betont,  diese  Verwaltungsverordnung 
vermöge die Justizbehörde nicht in allen Fällen zwingend zu binden. Vielmehr stehe den 
Steuerpflichtigen im konkreten Fall der Nachweis offen, dass sie höhere Unterhaltskosten 
zu  tragen  gehabt  hätten  als  der  Betrag,  der  sich  aus  der  Anwendung  des  Merkblatts 
ergebe. Dabei gälten die allgemeinen Regeln der  Beweislastverteilung. Diese Rechtspre-
chung wurde in der Folge wiederholt bestätigt (vgl. etwa die Urteile 604 2009-56/57 vom 
7. Mai 2010, 607 2008-19/20 vom 23. Juli 2009 sowie die dort erwähnten Entscheide). 

b)  Im  vorliegenden  Fall  ist  einzig  umstritten,  ob  die  vom  Beschwerdeführer  mit 
15'000  Franken  bezifferten  Kosten  für  eine  neu  erstellte  Stützmauer  zu  2/3  als 
Unterhaltskosten  abzugsfähig  seien  oder  nicht.  In  der  Einsprache  wurde  der  verlangte 
Abzug  damit  gerechtfertigt,  dass  beim  Bau  des  Hauses  auf  der  Ostseite  das  Näher-
baurecht genutzt und in der Folge das Gelände zum angrenzenden Grundstück sehr steil 
abgegraben  worden  sei,  ohne  eine  spezielle  Stützvorrichtung  einzubauen.  Vor  gut  zwei 
Jahren  sei  auf  dem  angrenzenden  Grundstück  ein  Zweifamilienhaus  gebaut  worden, 
wobei  die  Nachbarn  ihrerseits  das  Näherbaurecht  für  ihre  Garage  bzw.  den  Unterstand 
genutzt  hätten.  Die  Stützmauer  sei  dann  errichtet  worden,  um  -  den  Bauvorschriften 
entsprechend  -  das  Terrain  auf  das  ursprüngliche  Niveau  anzugleichen.  Zudem  hätten 
starke Regenfälle das Erdreich ständig aufgeweicht und ins Rutschen gebracht haben, da 
die Bepflanzung mit Sträuchern nicht stark genug gewesen sei. An dieser Argumentation 
hält der Beschwerdeführer auch im vorliegenden Verfahren noch fest, wobei er nun erst-
mals präzisiert, die Böschung sei nur ungenügend mit eingelassenem Holz gesichert ge-
wesen.  Mit  der  geringen  Terrainkorrektur  seien  auch  die  Stützmauer  erstellt  bzw.  die 
bestehenden  Holzabstützungen  ersetzt  worden.  Somit  liege  ein  Ersatz  mit  besserer 
Qualität im Sinne von Ziff. 8.3.1 des Merkblattes vor. 

Die  Vorinstanz  hat  im  angefochtenen  Entscheid  die  Rechnung  "B.,  Umgebung;  15'000 
Franken"  ausschliesslich  den  wertvermehrenden  Kosten  zugewiesen.  Zur  Begründung 
legte  sie  insbesondere  dar,  für  die  Abgrenzung  der  Unterhaltskosten  von  den 
wertvermehrenden Kosten sei vom Zustand der Liegenschaft im Erwerbszeitpunkt auszu-
gehen.  Alle  Ausgaben,  die  der  Steuerpflichtige  seit  dem  Erwerb  mache,  um  den  ur-
sprünglichen Zustand des Grundstücks oder Gebäudes zu verbessern, seien nicht abzugs-
fähige  Aufwendungen  zur  Verbesserung  der  Einkommensquelle.  Abziehbar  seien  somit 
nur die Aufwendungen, welche der Erhaltung der Liegenschaft in dem Zustand dienten, in 
dem  sie  der  Steuerpflichtige  erworben  habe.  Unter  Berücksichtigung  von  Ziff.  8.1.1, 
8.1.3  und  8.1.5a  des  Merkblattes  seien  die  Kosten  im  Zusammenhang  mit  der  Terrain-
gestaltung  (Verbesserung)  nicht  als  abzugsberechtigte  Unterhaltskosten  zu  betrachten. 
In  ihrer  Beschwerdeantwort  präzisiert  die  Vorinstanz  noch,  beim  nachträglich  notwendi-
gen  Bau  einer  Stützmauer  sei  zu  beachten,  dass  ein  neues,  vorher  nicht  vorhandenes 
Element erstellt worden sei. Dieses sei als Investition zu betrachten und müsse als Mehr-
wert qualifiziert werden. 

Die steuerliche Berücksichtigung der Auslagen für Umgebungsarbeiten wird in Ziff. 8 des 
Merkblattes  umschrieben.  Dabei  werden  insbesondere  die  "Kosten  für  Pflanzen  und  den 
Gärtner  infolge  Anbau"  sowie  jene  für  "Terraingestaltung  /  Neugestaltung  /  ausgraben, 
auffüllen,  planieren,  usw."  vollumfänglich  als Mehrwert  qualifiziert  (Ziff.  8.1.1  und  8.1.2 
des Merkblattes). Unter dem Titel "Feste Einfriedung, Stütz- und Gartenmauern" wird in 
Ziff. 8.1.3 unterschieden: 

 
 
 
- 10 - 

"a) Ersteinbau / Erweiterung:    

1/1 Mehrwert 

b) Reparatur / gleichwertiger Ersatz:  

1/1 Unterhalt 

c) Ersatz bei besserer Qualität:  

1/3 Mehrwert, 2/3 Unterhalt 

d) natürliche Zäune (Tuja, usw.): 

1/1 andere Kosten" 

Diese Grundsätze sind - abgesehen von der allfälligen Berücksichtigung gewisser Kosten 
für  die  Bepflanzung  -  weitgehend  auch  in  den  Ausscheidungskatalogen  der  anderen 
Kantone  festgehalten  (vgl.  z.B.  "Merkblatt  des  kantonalen  Steueramtes  Zürich  über  die 
steuerliche Abzugsfähigkeit von Kosten für den Unterhalt und die Verwaltung von Liegen-
schaften",  Ziff.  5;  "Veranlagungshandbuch  für  die  natürlichen  Personen"  des  Kantons 
Solothurn,  Ziff.  6.2;  "Merkblatt  Liegenschaftsunterhalt"  des  Kantons  Aargau,  S. 21  f.; 
"Dienstanleitung zum Steuergesetz" des Kantons Obwalden, S. 16 f.). 

Im  Lichte  dieser  Grundsätze  hat  der  Steuergerichtshof  im  Urteil  4F  2005-22/23  vom 
8.7.2005  Erw.  3  den  Abzug  für  Liegenschaftsunterhaltskosten  auf  2/3  der  Auslagen  für 
den (teilweisen) Ersatz einer bereits bestehenden Stützmauer beschränkt; hingegen war 
der  Ersatz  einer  Hecke  durch  eine  neue  Stützmauer  steuerlich  nicht  zu  berücksichtigen. 
In einem andern Fall gab die "Sanierung" einer Böschung (Ersatz der bestehenden Grün-
böschung  durch  eine  Stützmauer  aus  Eisenbahnschwellen  keinen  Anspruch  auf  einen 
Abzug  von  Liegenschaftsunterhaltskosten.  Dabei  fiel  nebst  den  grundsätzlichen  Über-
legungen zusätzlich ins Gewicht, dass mit dem Ersatz der schrägen Böschung durch eine 
vertikale Stützwand die nutzbare ebene Fläche des Umschwungs vergrössert worden war, 
wobei  die  Stützwand  mit  dem  gleichzeitig  eingebauten  Schwimmbad  ein  Ganzes  bildete 
(Urteil 4F 2003-172 vom 17.6.2005 Erw. 3). 

Für den vorliegenden Fall ist somit davon auszugehen, dass  ein teilweiser Abzug höchs-
tens bei einem eigentlichen Ersatz einer Böschungssicherung aus Holz durch eine Stütz-
mauer  im  gleichen  Umfang  in  Frage  käme.  Dabei  ist  zu  beachten,  dass  der  übliche  Be-
wuchs mit Bäumen und Sträuchern nicht als solche Böschungssicherung aus Holz gilt. Es 
ist  jedoch  weder  dargetan  noch  behauptet,  dass  eine  eigentliche  Stützwand  aus  Holz 
ersetzt  worden  ist.  Vielmehr  ging  es  darum,  den  von  Beginn  weg  bestehenden  Mangel 
der zu steilen und bloss begrünten Böschung zu beheben. Zudem war mit der Ausübung 
des Näherbaurechts und den entsprechenden Anpassungen ein Terraingewinn verbunden, 
was  ebenfalls  einen  Mehrwert  geschaffen  hat  (vgl.  dazu  die  Rechung  B.  vom  29.  März 
2007, wo von "Garagenerweiterung / Kelleranbau die Rede ist; die letzte Rechnung vom 
16.  November  2007  lässt  insofern  keine  nützlichen  Schlüsse  zu,  als  bloss  vage 
"Umgebungsarbeiten,  Fläche  Südseite,  ausgeführt  bis  heute"  im  Betrag  von  53'000 
Franken  erwähnt  werden).  Unter  diesen  Umständen  hat  die  Vorinstanz  den  streitigen 
Abzug der Liegenschaftsunterhaltskosten zu Recht verweigert. Somit erweist sich die Be-
schwerde auch in diesem Punkt als unbegründet. 

3.  Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  sind  die  Kosten  in  Anwendung  von 
Art. 144  Abs.  1  DBG  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen.  Die  Höhe  der  Verfahrens-
kosten wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). Das heisst, dass 
insbesondere  der  Tarif  vom  17.  Dezember  1991  der  Verfahrenskosten  und  Entschädi-
gungen in der Verwaltungsjustiz zur Anwendung gelangt (vgl. Art 146 f. VRG). 

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf 200 Franken fest-
zusetzen. 

 
 
 
 
 
 
 
- 11 - 

II.  Kantonssteuer (604 09-83) 

4. 
a) Die vorne in Erwägung 1 dargelegten Grundsätze betreffend die Weiterbildungs- 
und Ausbildungskosten gelten auch im Bereich der Kantonssteuern. Die entsprechenden, 
gleichlautenden  Gesetzesbestimmungen  sind  in  Art.  27  Abs.  1  lit.  d  und  35  lit.  b  des 
Gesetzes  vom  6.  Juni  2000  über  die  Kantonssteuern  (DStG;  SGF  631.1)  sowie  Art.  9 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  14.  Dezember  1990  über  die  Harmonisierung  der 
direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  [StHG;  SR  642.14])  enthalten  (vgl.  auch 
MARKUS  REICH,  in  Zweifel  /  Athanas,  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht, 
Bd. I/1,  2.  Aufl.,  Basel/Genf/München  2002,  N.  13  zu  Art.  9  StHG  sowie  das  Bundes-
gerichtsurteil 2C_589/2007 vom 9. April 2008, StE 2008 B 22.3 Nr. 96 Erw. 5).  

Die Ausführungsvorschriften wurden in der Verordnung der Finanzdirektion vom 21. März 
2001  über  den  Abzug  von  Berufskosten  bei  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  (SGF 
631.411) erlassen. Dessen Art. 7 Abs. 1 hält fest: "Abziehbar sind Weiterbildungskosten, 
die objektiv mit dem gegenwärtigen Beruf der steuerpflichtigen Person in einem unmittel-
baren  Zusammenhang  stehen.  Darunter  fallen  Auslagen,  die  der  Festigung  der  Stellung 
innerhalb des angestammten Berufes dienen (z.B. Meisterprüfung, höhere Fachprüfung), 
aber auch Kosten zur Wahrung und Erweiterung nicht spezifischer Fachkenntnisse (z. B. 
Sprachkurs),  sofern  sie  berufsbezogen  sind  und  nicht  allein  persönlichen  Interessen 
dienen. Berücksichtigt werden somit Kosten für Kurse, Bücher, Material, Fahrkosten, Ver-
pflegungskosten und Unterkunft. Nicht abzugsfähig sind reine Ausbildungskosten." 

b)  Angesichts  der  mit  dem  Recht  der  direkten  Bundessteuer  übereinstimmenden 
gesetzlichen  Regelung  kann  für  die  Rechtsanwendung  auf  die  Ausführungen  in  Erwä-
gung 1 verwiesen werden. Demzufolge ist auch bei Beurteilung des Rekurses betreffend 
die Kantonssteuer davon auszugehen, dass die Vorinstanz ihre eher restriktive Praxis be-
züglich Weiterbildungskosten auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung abstützen kann. 

a) Auch gemäss Art. 33 Abs. 2 DStG können bei Liegenschaften im Privatvermögen 
5. 
insbesondere  die  Unterhaltskosten  sowie  die  Investitionen,  die  dem  Energiesparen  und 
dem  Umweltschutz  dienen,  abgezogen  werden,  jedoch  nicht  die  Aufwendungen  für  die 
Anschaffung,  Herstellung  oder  Wertvermehrung  von  Vermögensgegenständen  (Art.  35 
lit. d).  Die  Einzelheiten  sind  in  der  Verordnung  der  Kantonalen  Finanzdirektion  (vom 
21. März  2001)  über  den  Abzug  der  Kosten  bei  Privatliegenschaften  und  der  Investi-
tionen, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, sowie der Kosten für die 
Restaurationsarbeiten  an  unbeweglichen  Kulturgütern  (SGF  631.421)  geregelt.  Die 
Kantonale  Steuerverwaltung  verfügt  zudem  über  das  vorne  in  Erw.  2  bereits  erwähnte 
Merkblatt. 

Das StHG enthält in seiner für die Steuerperiode 2007 anwendbaren Fassung noch keine 
besondere  Vorschrift  betreffend  die  Liegenschaftsunterhaltskosten.  Diese  fallen  jedoch 
unter  die  Generalklausel  der  abzugsfähigen  Gewinnungskosten,  welche  in  Art.  9  Abs.  1 
StHG  enthalten  ist  (vgl.  MARKUS  REICH  in:  Zweifel  /  Athanas,  Kommentar  zum  Schwei-
zerischen Steuerrecht I/1, 2. Aufl., Basel 2002, N 20a zu Art. 9 StHG). Im Übrigen kann 
am Rande vermerkt werden, dass Abs. 3 der Bestimmung, welche den Abzug der Investi-
tionen vorsieht, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, in Zukunft auch 
die  Unterhaltskosten  erfassen  wird  (vgl.  die  am  1. Januar  2010  in  Kraft  getretene  neue 
Fassung). 

b)  Angesichts  der  analogen  Regelung  im  Bundesrecht  und  im  kantonalen  Recht 
kann sich der Steuergerichtshof mit dem Hinweis begnügen, dass der Rekurs betreffend 
die Kantonssteuer in diesem Punkt aus den vorne in Erw. 2 dargelegten Gründen gleich 

 
 
 
 
- 12 - 

zu  beurteilen  ist  wie  jener  betreffend  die  direkte  Bundessteuer.  Demzufolge  ist  er  in 
diesem Punkt ebenfalls abzuweisen. 

6.  Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG). Dabei gelangt der Tarif vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten  und  Entschädigungen  in  der  Verwaltungsjustiz  zur  Anwendung  (vgl. 
Art 146 f. VRG). 

Im  vorliegenden  Fall  erscheint  es  angemessen,  die  Gerichtsgebühr  auf  300 Franken 
festzusetzen. 

D e r   H o f   e r k e n n t :  

I.  Direkte Bundessteuer (604 2009-82) 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Die Kosten (Gebühr: 200 Franken) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Diese 

Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

II.  Kantonssteuer (604 2009-83) 

3.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

4.  Die Kosten (Gebühr: 300 Franken) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Diese 

Gerichtsgebühr wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Der  vorliegende  Entscheid  kann  sowohl  bezüglich  der  veranlagten  direkten  Bundes-
steuern als auch der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. 73 StHG und 82 ff. des 
Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  (BGG;  SR  173.110)  innert 
30 Tagen seit Eröffnung mit einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
beim Bundesgericht, Lausanne, angefochten werden. 

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache 
an  die  Behörde,  die  entschieden  hat,  zulässig,  sofern  nur  dieser  Teil  des  Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG). 

402.38; 402.95