# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42e98cbf-f925-54c9-ad29-4aa8182fde34
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2008 D-2259/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2259-2007_2008-08-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2259/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Maurice Brodard, Richter Bendicht Tellenbach,
Gerichtsschreiberin Anna Kühler.

A._______, geboren Z._______, Nepal,
alias B._______, geboren Z._______, Nepal,
alias C._______, geboren Y._______, 
Grossbritannien,
vertreten durch lic. iur. Fidan Köle, Freiplatzaktion Zürich, 
Rechtshilfe Asyl und Migration, 
V._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 23. Feb-
ruar 2007 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2259/2007

Sachverhalt:

A.
Der  Beschwerdeführer,  ein  nepalesischer  Staatsangehöriger  aus 
G._______, reiste  mit einem P._______ Pass in die Schweiz ein und 
stellte  am  28. Dezember  2006  im  W._______  ein  Asylgesuch.  Mit 
Verfügung  vom  28.  Dezember  2006  wurde  ihm  die  Einreise  in  die 
Schweiz vorläufig verweigert und es wurde ihm für die Dauer des wei-
teren  Asylverfahrens  bis  spätestens  am  11.  Januar  2007  der 
W._______ als Aufenthaltsort zugewiesen. 

Am  29.  Dezember  2006  wurde  der  Beschwerdeführer  von  der 
F._______ zu seinen Personalien und zu seinem Reiseweg befragt. Er 
brachte vor, dass er mit  Hilfe eines Schleppers über H._______ und 
U._______  in  die  Schweiz,  sodann  in  die  S._______  und  wieder 
zurück in die Schweiz gereist sei. Nebst dem P._______ Pass gab er 
einen Führerausweis von P._______ sowie eine Kopie eines auf den 
Beschwerdeführer lautenden nepalesischen Passes zu den Akten. Die 
beiden P._______ Ausweise erwiesen sich in der Ausweisprüfung als 
gefälscht.  Per  Telefax  wurden  zudem  Kopien  einer  Identitätskarte, 
eines  Schulzeugnisses  sowie  einer  Polizeibestätigung  zu  den  Akten 
gereicht.

Am  4. Januar  2007  wurde  der  Beschwerdeführer  vom BFM zu  den 
Asylgründen angehört. Er brachte im Wesentlichen vor, dass er in Ne-
pal aufgrund der politischen Aktivitäten seines Vaters und seiner Mut-
ter nicht sicher sei vor Verfolgung durch die Q._______. Seine Eltern 
seien umgebracht und seine Schwester verschleppt worden. Sein Va-
ter  sei  Politiker  und  Anhänger  der  I._______  gewesen.  Nach  der 
Einführung der Demokratie in Nepal im Jahr 1991 habe sich sein Vater 
für  die Partei  L._______ engagiert  und sei  zum Vizepräsidenten der 
Gemeinde G._______ gewählt worden. Er habe grosse Probleme mit 
den  Q._______  gehabt,  weshalb  er  nicht  mehr  für  eine  zweite 
Amtszeit  kandidiert  habe,  sich  aber  im  Geheimen  gegen  die 
Q._______ engagiert habe. Seine Mutter sei Lehrerin gewesen und sei 
am  4. September  2001,  zusammen  mit  anderen  Lehrern,  in  ihrer 
Schule umgebracht worden. Er habe deswegen Anzeige bei der Polizei 
und bei den lokalen Vertretern der Vereinten Nationen erstattet. Seine 
Dorfgemeinschaft  habe  gegen  die  Q._______  protestiert.  Daraufhin 
seien  die  Personen,  welche  sich  an  dem  Protest  beteiligt  hätten, 
entführt  worden.  Er  habe  zusammen  mit  anderen  eine  Beschwerde 

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einreichen  wollen,  aber  bevor  es  dazu  gekommen  sei,  seien  die 
Q._______  am  24. März  2003  in  das  Haus  seiner  Familie 
eingedrungen  und  hätten  seinen  Vater  umgebracht.  Er  und  seine 
Schwester  seien  von  den  Q._______  gekidnappt  und  gefesselt 
worden. Er wisse nicht, wohin seine Schwester gebracht worden sei. 
Er  sei  nach  R._______  gebracht  und  gezwungen  worden,  sich  der 
Armee der Q._______ anzuschliessen, andernfalls, so sei ihm gedroht 
worden,  werde er  umgebracht. Als  er  sich  zunächst  noch  geweigert 
habe,  sei  er  geschlagen  und  misshandelt  worden.  So  seien  ihm 
glühende  Zigaretten  auf  dem  Handgelenk  ausgedrückt  worden.  Die 
Q._______  hätten  ihn  in  einem  Camp  festgehalten.  Dort  habe  er 
Schiessübungen und körperliches Training absolvieren müssen. Stets 
sei er geschlagen und getreten worden. Am 27. April 2004 habe er aus 
dem Camp fliehen können. Nach der  Flucht  sei  er  nach N._______ 
gelangt,  wo  er  durch  einen  Kollegen  Arbeit  gefunden  habe  und 
während  ungefähr  zweier  Jahre  gearbeitet  habe.  Er  habe  sich  in 
N._______ jedoch nicht sicher gefühlt  und habe versteckt gelebt. Im 
Frühjahr 2005 habe ihm ein Freund erzählt, er habe seinen Namen auf 
einer  schwarzen  Liste  der  Q._______  vermerkt  gesehen,  offenbar 
werde er von den Q._______ gesucht. Mit der Hilfe eines Schleppers 
habe er fliehen können. Die Situation in seinem Heimatland habe sich 
verschlechtert. Falls er nach Nepal zurückkehren müsste, würde er von 
den  Q._______  umgebracht  werden.  Er  habe  kein  Zuhause  mehr. 
Selber sei er nie politisch aktiv gewesen. Er habe nie aufgrund seines 
Glaubens Schwierigkeiten in seinem Heimatland gehabt. 

B.
Mit Schreiben vom 5. Januar 2007 bat das BFM das Verbindungsbüro 
des Amtes des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flücht-
linge (UNHCR) für die Schweiz und Liechtenstein um eine Beurteilung 
der Voraussetzungen für  die Einreise gemäss alt  Art. 23 Abs. 3 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31). Das UNHCR be-
antragte  mit  Schreiben  vom 9. Januar  2007,  dem Beschwerdeführer 
die Einreise zu gewähren und das Gesuch im ordentlichen Verfahren 
prüfen zu lassen. Zwar erscheine eine Verfolgung des Beschwerdefüh-
rers durch die Q._______ als unwahrscheinlich, sie könne jedoch nicht 
ausgeschlossen werden. 

C.
Am 11. Januar  2007 bewilligte  das  BFM dem Beschwerdeführer  die 
Einreise in die Schweiz zur Prüfung seines Asylgesuchs gestützt auf 

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Art. 21 AsylG. Er wurde an das E._______ gewiesen, wo er am am 31. 
Januar  2007  erneut  befragt  und  am  16.  Februar  2007  vom  BFM 
angehört wurde. Auf die Aussagen wird, soweit entscheidwesentlich, in 
den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit Verfügung vom 23. Februar 2007 lehnte das BFM das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug an. Zur Begründung führte es im Wesentli-
chen an, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderun-
gen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten wür-
den. Auf die Begründung wird in den Erwägungen eingegangen.

E.
Mit  Eingabe vom 26. März  2007 erhob der  Beschwerdeführer  durch 
seinen Rechtsvertreter Beschwerde und beantragte, die Verfügung des 
BFM sei aufzuheben, es sei ihm unter Zuerkennung der Flüchtlingsei-
genschaft Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen. In formeller Hinsicht ersuchte er um den Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses sowie um die Gewährung der  unent-
geltlichen Prozessführung. Auf die Begründung und die eingereichten 
Beweismittel  wird,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den  Erwägungen 
eingegangen.

F.
Mit Zwischenverfügung vom 2. April 2007 wurde der Beschwerdeführer 
aufgefordert, innert sieben Tagen nach Erhalt der Zwischenverfügung 
das  in  der  Rechtsmitteleingabe  angeführte  Beweismittel nachzurei-
chen,  andernfalls  werde  aufgrund  der  bestehenden  Aktenlage  ent-
schieden.  Ferner  wurde  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
verzichtet und festgehalten, dass über das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR 172.021)  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  befunden  werde. 
Mit  Schreiben  vom 5. April  2007  reichte  der  Beschwerdeführer  den 
verlangten Bericht ein. 

G.
Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 22. Mai 2008 die 
Abweisung der Beschwerde, da die Beschwerdeschrift keine neuen er-
heblichen  Tatsachen  oder  Beweismittel  enthalte,  welche  eine  Ände-

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rung des Standpunktes rechtfertigen könnten.  Mit Zwischenverfügung 
vom 25. Mai 2007 verfügte der Instruktionsrichter des Bundesverwal-
tungsgerichts, dass die Vernehmlassung des BFM dem Beschwerde-
führer ohne Replikrecht zur Kenntnis zu bringen zu sei. 

H.
Mit Schreiben vom 18. März 2008 reichte der Beschwerdeführer durch 
seine  Rechtsvertreterin  ein  als  "neues  Beweismittel"  bezeichnetes 
Schreiben  der  Menschenrechtsorganisation  J._______  in  K._______ 
vom 25. Juni 2007 ein, um damit die von ihm geschilderten Vorfälle, 
insbesondere  den  Angriff  der  Q._______  auf  sein  Haus,  die 
Ermordung seiner Eltern sowie seine Entführung zu bestätigen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnah-
me im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  daher  zuständig  für  die Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde  und  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig  (Art. 105 
AsylG;  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Ju-
ni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 ff. 
VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

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3.

3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tra-
gen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4.

4.1 Das BFM hält die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vor-
bringen aus verschiedenen Gründen nicht für glaubhaft. 

Zunächst sei es nicht plausibel, dass die  Milizionäre der Q._______ 
eine Person entführen und militärisch ausbilden würden, deren Eltern 
zuvor  von  ihnen  umgebracht  worden  seien.  Erwartungsgemäss  sei 
davon  auszugehen,  dass  diese  die  durch  das  Training  erworbene 
Fertigkeit  gelegentlich gegen ihre Peiniger  einsetzen würde. Sodann 
seien  die  Schilderungen  des  Beschwerdeführers,  was  seine  Zeit  im 
Camp  und  seine  Flucht  betrifft,  zu  wenig  substanziiert.  So  sei  der 
Beschwerdeführer  bezeichnenderweise  nicht  in  der  Lage  gewesen, 
präzisierende  Angaben  über  die  Marke  der  Waffe,  an  welcher  er 
ausgebildet  worden  sei  und  über  das  Kaliber  der  verwendeten 
Munition zu machen. Des Weiteren sei er nicht in der Lage gewesen, 
seine konkrete Ausbildung an der Waffe zu schildern. Er habe lediglich 
ausgesagt,  immer dasselbe Training  absolviert  zu  haben  und immer 
wieder  die  gleichen  Übungen  durchgeführt  zu  haben,  die  darin 

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bestanden  hätten,  auf  Mannsscheiben  schiessen  zu  müssen.  Der 
Beschwerdeführer  habe  seine  Schilderung  auf  das  Anführen  von 
Allgemeinplätzen  reduziert.  Es  habe  ihr  an  Detailreichtum,  an 
Konkretisierung  und  Differenzierung  gemangelt.  Die  Aussagen  zur 
geltend gemachten Flucht aus dem Camp der Q._______-Milizionäre 
seien schlichtweg realitätsfremd, da das Camp mit Bestimmtheit über 
ein  zuverlässiges  Sicherheitsdispositiv  verfügt  hätte,  weswegen  ein 
Flüchtiger  mehrere  Schikane  zu  überwinden  und  Wachposten  zu 
täuschen gehabt  hätte. Der Gesuchsteller  habe aber keine Angaben 
über  solche  Sicherheitsmassnahmen  gemacht.  Angesichts  der 
substanzlosen Schilderung und der realitätsfremden Elemente in der 
Begründung  des  Beschwerdeführers  könne  ihm  nicht  geglaubt 
werden, dass er von Q._______ entführt worden, mehr als ein Jahr im 
Camp  von  R._______  festgehalten  worden  und  am  27.  April  2004 
geflohen sei. In der Folge sei auch unglaubhaft, dass der Beschwerde-
führer  anschliessend von nepalesischen Q._______ gesucht  worden 
sei. Es sei offensichtlich, dass es sich dabei um ein Konstrukt handle, 
seien seine diesbezüglichen Aussagen doch kaum nachvollziehbar. Es 
sei  insbesondere  nicht  nachvollziehbar,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine Anstrengungen unternommen habe zu erfahren, in welcher Ort-
schaft sein Freund eine schwarze Liste der Q._______ mit seinem Na-
men gesehen habe. Insgesamt hielten die Vorbringen des Beschwer-
deführers  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7 
AsylG  nicht  stand,  so  dass  ihre  Asylrelevanz  nicht  geprüft  werden 
müsse. 

4.2 Der Beschwerdeführer bringt zur Frage der Glaubhaftigkeit auf Be-
schwerdeebene  vor,  dass  das  BFM  bei  seiner  Argumentation  aus-
schliesslich mit hypothetischen Behauptungen operiere, was allein an-
hand  der  Konjunktivform  ersichtlich  werde.  Das  BFM  stelle  bei  der 
Würdigung der Glaubhaftigkeit der Angaben demnach nicht auf Tatsa-
chen, sondern vielmehr auf die eigene Interpretation der Sachlage ab. 
Es berücksichtige den Umstand nicht, dass für Gruppierungen wie die-
jenige der  Q._______ jeder  neu gewonnene Kämpfer  einen Triumph 
bedeute und dabei dem jeweiligen familiären Umfeld möglicherweise 
keine  grosse  Beachtung  geschenkt  werde.  Grundsätzlich  seien  alle 
jüngeren Männer von den Q._______ mitgenommen worden. Es liege 
ferner auf  der Hand,  dass die Q._______-Milizen gerade gegen den 
Beschwerdeführer,  welcher  nach  der  Ermordung  seiner  Eltern  und 
ohne anderweitige Beziehungen gleichsam schutzlos dagestanden sei, 
hemmungslos vorgegangen seien. 

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Des Weiteren sei zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer aus 
gebildeten  Verhältnissen  stamme.  Er  habe  die  Schule  besucht  und 
auch studiert. Sein Vater sei als Politiker, seine Mutter als Lehrerin tä-
tig gewesen. Im Zeitpunkt, als seine Familie durch die Q._______ zer-
stört worden sei, sei er noch in Ausbildung gewesen. Er habe keinen 
Militärdienst geleistet und sei zum ersten Mal mit Waffen konfrontiert 
worden, als er durch die Q._______ dazu gezwungen worden sei. Vor 
diesem Hintergrund entspreche es der allgemeinen Lebenserfahrung, 
dass  er  seine  von  den  Q._______  erhaltene  Waffe  nicht  genau 
bezeichnen, sondern lediglich beschreiben könne. Zudem habe er die 
Fragen betreffend die Ausbildung an der Waffe jeweils in realitätsnaher 
Art  und  Weise  beantwortet  und  den  Ausbildungsplatz  nicht  ganz 
unpräzise  umschrieben.  Der  Umstand  des  stets  gleich  verlaufenden 
Trainings könne ferner nicht ihm zur Last gelegt werden, denn es sei 
durchaus  denkbar,  dass  tatsächlich  immer  die  gleichen  Übungen 
absolviert worden seien. 

Was seine Schilderungen der Flucht angehe, so habe er angegeben, 
mehrmals  Fluchtversuche  unternommen  und  sich  bei  seiner  zuletzt 
gelungenen Flucht auch Verletzungen zugezogen zu haben. Die Flucht 
sei also nicht ungehindert vonstatten gegangen. Überhaupt sei der Be-
schwerdeführer während der Befragung lediglich ein einziges Mal auf-
gefordert worden, seine Flucht zu schildern, und das BFM habe es un-
terlassen,  ihn  auf  die  vermeintlich  fehlenden  Angaben  hinzuweisen 
oder  nachzufragen.  Dies  könne  ihm  nicht  zur  Last  gelegt  werden. 
Schliesslich  sei  das  Argument  des  BFM  unbehelflich,  er  habe  sich 
nicht  genau darüber informiert,  in welcher Ortschaft  sein Freund die 
schwarze Liste mit  seinem Namen gesehen habe. Erstens seien alle 
übrigen  Angaben  des  Beschwerdeführers,  welche  er  in  diesem  Zu-
sammenhang vorgebracht habe, nicht berücksichtigt worden. Zweitens 
sei  es  dem  Beschwerdeführer  bei  der  Einschätzung  seiner  Gefähr-
dungslage in erster Linie darum gegangen zu erfahren, ob er auf der 
schwarzen Liste stehe oder nicht. Es erscheine denn auch nachvoll-
ziehbar, dass sein Interesse nicht in erster Linie dem Ort gegolten ha-
be, wo sich diese Liste befunden habe, zumal die von den Q._______ 
gesuchten Personen nicht lediglich an einem begrenzten Ort gesucht 
würden. 

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4.3

4.3.1 Grundsätzlich sind Vorbringen dann glaubhaft,  wenn sie genü-
gend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich 
nicht  in  vagen  Schilderungen  erschöpfen,  in  wesentlichen  Punkten 
nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch 
nicht den Tatsachen oder allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darü-
ber hinaus muss die asylsuchende Person persönlich glaubwürdig er-
scheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vor-
bringen  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abstützt,  aber 
auch  dann,  wenn  sie  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder  bewusst 
falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt oder 
unbegründet  nachschiebt,  mangelndes  Interesse  am Verfahren  zeigt 
oder  die  nötige  Mitwirkung  verweigert.  Glaubhaftmachung  bedeutet 
ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweis-
mass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an 
den Vorbringen des Gesuchstellers. Eine Behauptung gilt  bereits  als 
glaubhaft  gemacht,  wenn der  Richter  von ihrer  Wahrheit  nicht  völlig 
überzeugt  ist,  sie  aber  überwiegend für  wahr  hält,  obwohl  nicht  alle 
Zweifel beseitigt sind. Für die Glaubhaftmachung reicht es demgegen-
über nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber 
in Würdigung der gesamten Aspekte wesentliche oder überwiegende 
Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. 
Entscheidend ist im Sinne einer Gesamtwürdigung, ob die Gründe, die 
für die Richtigkeit  der Sachverhaltsdarstellung sprechen, überwiegen 
oder nicht; dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. 
die diesbezüglich auch heute zutreffende Rechtsprechung der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [ARK] in  den  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2005 Nr. 21 E. 6.1, mit weiteren Hinweisen).

4.3.2 Was die Schilderungen des Beschwerdeführers  zu  seiner  Ent-
führung betrifft, hegt das BFM berechtigte Zweifel an der Glaubhaftig-
keit  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers.  Es  ist  jedenfalls  nicht 
plausibel, dass der Beschwerdeführer, nachdem seine Eltern von den 
Q._______ umgebracht worden seien, von Q._______-Milizen entführt 
und in ein Camp gebracht worden sei, dort festgehalten und misshan-
delt  und  schliesslich  gezwungen  worden  sei,  sich  den  Q._______ 
anzuschliessen  sowie  sich  militärisch  ausbilden  zu  lassen.  Es  ist 
fraglich,  ob  die  Q._______ von der  "Ausbildung"  eines  unter  diesen 
Umständen Entführten einen Nutzen hätten. Es wäre – wie das BFM 

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zutreffend festhielt – erwartungsgemäss vielmehr davon auszugehen, 
dass  die  angeblichen  Entführer  kein  Interesse  daran  gehabt  hätten, 
ihn  militärisch  auszubilden.  In  diesem  Lichte  besehen  entbehrt  das 
Vorbringen des Beschwerdeführers, trotz der geltend gemachten Ver-
brechen an seiner Familie entführt  und zu einer militärischen Ausbil-
dung gezwungen worden zu sein, der Logik und widerspricht auch der 
allgemeinen Erfahrung. Der Einwand des Beschwerdeführers, dass die 
Q._______  auf  der  Suche  nach  neuen  Kämpfern  der  familiären 
Herkunft der von ihnen Entführten keine Beachtung geschenkt hätten, 
da sie auf neue Kämpfer angewiesen seien und jeden jungen Mann 
aufgenommen hätten, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, wa-
ren  die  Entführungen  und  Zwangsrekrutierungen  durch  die 
Q._______,  vor  allem  in  ländlichen  Gegenden  Nepals  eine 
weitverbreitete  Praxis,  wie  Berichte  von 
Menschenrechtsorganisationen belegen. Dies hält auch das UNHCR in 
seiner  Stellungnahme  vom  9.  Januar  2007  fest.  Es  ist  dem 
Beschwerdeführer  allerdings  nicht  gelungen,  glaubhaft  zu  machen, 
dass  er  die  von  ihm  geschilderte  Entführung  selbst  erlebte.  Seine 
Aussagen bezüglich seiner Entführung sind zu wenig substanziiert und 
es  fehlt  ihnen  an  der  erforderlichen  Begründungsdichte  und 
Realitätsnähe, weshalb sie in der pauschalen Art und Weise, wie sie 
von ihm vorgebracht wurden, nicht zu überzeugen vermögen. Auch in 
der Beschwerdeschrift finden sich dazu keine näheren Ausführungen. 
Dabei ist zu berücksichtigten, dass der Beschwerdeführer gemäss sei-
nen eigenen Angaben in einem gebildeten Umfeld aufgewachsen war 
und nach einer zehnjährigen Schulbildung mit Mittelschulabschluss in 
seinem Heimatland ein Studium in Angriff  genommen hatte, bevor er 
das Land verliess. Es kann angesichts dieses familiären Hintergrunds 
und  des  Bildungsstands  des  Beschwerdeführers  erwartet  werden, 
dass  ihm  eine  substanziierte  Schilderung  der  Vorfälle  grundsätzlich 
möglich war. Die eingereichte Polizeibestätigung ist  zum Beweis der 
Vorbringen nicht tauglich, weil sie lediglich in Kopie eingereicht wurde 
und inhaltlich nur bestätigen soll,  dass eine Anzeige wegen der Ent-
führung des Beschwerdeführers und der Ermordung seines Vaters ge-
macht worden sei (vgl. A12/10, S. 4). Damit steht aber nicht fest, dass 
die vorgebrachten Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben.

Die Aussagen des Beschwerdeführers sind zudem widersprüchlich. So 
wird in dem vom 18. März 2008 datierten, nachgereichten Schreiben 
der  Menschenrechtsorganisation  J._______  festgehalten,  Grund  für 
die  Entführung  des  Beschwerdeführers  seien  seine  politischen 

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Aktivitäten.  Der  Beschwerdeführer  sei  einer  der  Anführer  der 
Protestaktionen  der  Dorfbewohner  gegen  die  Q._______  gewesen, 
weshalb  der  Zorn  der  Q._______  sich  gegen  ihn  gerichtet  habe. 
Daraufhin  hätten  diese  gedroht,  seine  Familie  und  andere  Anführer 
seines  Dorfes  zu  töten. Anlässlich  seiner  ersten  Befragung  gab  der 
Beschwerdeführer  zwar  an,  die  Dorfgemeinschaft  habe  gegen  das 
Vorgehen  der  Q._______  protestiert  (vgl.  A12/10,  S.  4),  verneinte 
jedoch, selbst politisch aktiv gewesen zu sein (vgl. A12/10, S. 7). Das 
nachträglich  eingereichte Schreiben der  Menschenrechtsorganisation 
J._______,  mit  welchem  die  Vorfälle  bestätigt  werden  sollen,  taugt 
damit nicht, die Schilderungen des Beschwerdeführers zu seiner Ent-
führung glaubhafter erscheinen zu lassen. Schliesslich sind auch seine 
Vorbringen zum Verbleib seiner Schwester widersprüchlich, stellte sich 
doch bei der Anhörung heraus, dass ihm ihr Aufenthaltsort bekannt ist 
– sie befinde sich "an der angegebenen Adresse" in Nepal. Gleichzei-
tig machte er jedoch geltend, er habe keine Informationen über sie und 
wisse nicht, wo sie sich befinde (vgl. A28/9, S. 3).

4.3.3 Dasselbe gilt  in Bezug auf die Ausführungen des Beschwerde-
führers zu seiner Festnahme im Camp und zu seiner Flucht. So gab er 
anlässlich seiner ersten Befragung an, bis zu seiner Flucht ein Jahr im 
Camp der Q._______ festgehalten worden zu sein (vgl. A12/10, S. 4 f.; 
Entführung am 24. März 2003, Flucht am 27. April 2004). Im Schreiben 
der  Menschenrechtsorganisation  J._______  wird  jedoch  ausgeführt, 
dass er bis zu seiner Flucht zwei Jahre im Camp verbracht habe. Auch 
dieser  Widerspruch  ist  für  die  Beurteilung  der  Glaubhaftigkeit  der 
Vorbringen des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Allerdings legt 
das  BFM  einen  zu  strengen  Massstab  an,  wenn  es  dem 
Beschwerdeführer  zur  Last  legt,  dass er  nicht  in  der  Lage gewesen 
sei, die Marke der Waffe zu nennen, an welcher er ausgebildet worden 
sei,  und  über  das  Kaliber  der  verwendeten  Munition  Auskunft  zu 
geben.  Diese  Auskünfte  können  –  auch  wenn  in  Anbetracht  seiner 
Ausbildung  erwartet  werden  darf,  dass  der  Beschwerdeführer  auch 
darüber  substanziierte  Angaben  machen  könnte  –  vorliegend  nicht 
massgeblich sein, da sie lediglich Nebenpunkte betreffen. Dies ändert 
jedoch nichts daran, dass es im Ergebnis zweifelhaft erscheint, ob der 
Beschwerdeführer  die  von  ihm  geltend  gemachte  Festhaltung  im 
Camp und die militärische Ausbildung tatsächlich erlebt hat, sind seine 
Ausführungen diesbezüglich doch auf Allgemeinplätze beschränkt und 
zu wenig detailliert. Auch die Schilderung der Flucht aus seinem Lager 
ist zu wenig substanziiert, wie das BFM zur Recht festgehalten hat.

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4.4 Eine Gesamtwürdigung ergibt nach dem Gesagten, dass die Schil-
derungen des Beschwerdeführers hinsichtlich seiner Flüchtlingseigen-
schaft  als unglaubhaft  zu beurteilen sind. Seine Vorbringen genügen 
den  Anforderungen  an  das  Glaubhaftmachen  gemäss  Art.  7  AsylG 
deshalb  nicht.  Der  Beschwerdeführer  kann  unter  diesen  Umständen 
auch  nichts  aus  dem  Vorbringen  ableiten,  er  sei  im  Camp gefoltert 
worden.

5.
Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, dass er bei einer Rückkehr in 
sein Heimatland mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verfolgt werde. 
Die Lage in Nepal sei trotz der eingeleiteten Friedensprozesse derart 
labil,  dass  ihm  eine  nochmalige  Festnahme  durch  die  Q._______ 
drohe. Mit einer Verfolgung sei insbesondere aufgrund des politischen 
Engagements seiner Familienangehörigen zu rechnen, welche Anhän-
ger der I._______ gewesen seien. Hierzu ist  festzuhalten, dass eine 
asylsuchende  Person  die  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  von 
Art. 3 AsylG  praxisgemäss  dann  erfüllt,  wenn  sie  Nachteile  von  be-
stimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise mit beachtlicher Wahr-
scheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zeit  berechtigterweise  befürchten 
muss,  welche  ihr  gezielt  und  aufgrund  bestimmter,  in  Art. 3 Abs.  1 
AsylG aufgezählter Verfolgungsmotive im Heimat- oder Herkunftsstaat 
zugefügt  worden sind  beziehungsweise zugefügt  zu  werden drohen. 
Um eine begründete Furcht vor künftigen Verfolgungsmassnahmen als 
asylrelevant im Sinne von Art. 3 AsylG zu bejahen, muss glaubhaft ge-
macht werden, dass begründeter Anlass zur Annahme besteht, die Be-
fürchtung  werde  sich  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in  ab-
sehbarer Zeit verwirklichen. (vgl. EMARK 2006 Nr. 1 S. 9 f., 2005 Nr. 7 
S. 69 f., 1994 Nr. 5 S. 47, 1993 Nr. 11 S. 71). Eine bloss entfernte Mög-
lichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es müssen konkrete Indizien 
und tatsächliche Anhaltspunkte dargelegt werden, welche den Eintritt 
der erwarteteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Moti-
ve  erfolgenden  –  Benachteilung  als  wahrscheinlich,  realistisch  und 
nachvollziehbar erscheinen lassen. 

Auch wenn es zutreffend wäre, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
der Tatsache,  dass die Anhänger der I._______ bei  den Wahlen am 
T._______ klar unterlegen  sind, gewisse Nachteile zu erwarten hätte, 
sind aufgrund der massgeblichen Verbesserung der allgemeinen Lage 
in Nepal (siehe dazu die nachfolgende Erwägung 7.4.4) Übergriffe auf 
I._______ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. An die-

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ser Stelle kann zwar lediglich eine Prognose darüber abgegeben wer-
den, ob sich die Befürchtungen des Beschwerdeführers in Zukunft ver-
wirklichen oder nicht. Angesichts der massgeblichen Verbesserung der 
allgemeinen  Lage  ist  aber  nicht  davon  auszugehen,  dass  der 
Beschwerdeführer  bei  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  einer 
Verfolgung ausgesetzt wäre, welche die Intensität von Art. 3 AsylG er-
reicht. Deshalb  vermögen die  geltend gemachten Nachteile  den An-
forderungen an den Flüchtlingsbegriff im Sinne von Art. 3 AsylG nicht 
zu genügen. An dieser  Würdigung vermag auch das Vorbringen des 
Beschwerdeführers nichts zu ändern, eine Vergeltung aufgrund seiner 
Flucht  ins Ausland sei möglich, würde er in sein Heimatland zurück-
kehren müssen. Es liegen aufgrund der unglaubhaften Aussagen (vgl. 
E. 4.3)  keine Hinweise vor,  dass  der  Beschwerdeführer  durch seine 
Ausreise aus Nepal und die Asylgesuchseinreichung im Ausland einen 
Grund für zukünftige Verfolgung gesetzt hat. 

6.

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

7.

7.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

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So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei-
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.3 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER, 
Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das 
in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-
foulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach un-
ter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
ner  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinwei-
sen;  EGMR,  Bensaid  gegen  Grossbritannien,  Urteil  vom 6.  Februar 
2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die all-
gemeine Menschenrechtssituation im  Heimatstaat lässt  den Wegwei-

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sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig 
erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung so-
wohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen 
zulässig.

7.4

7.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8. 
März 2002, BBl 2002 3818).

7.4.2 Das BFM hält  fest, es herrsche in Nepal keine Situation allge-
meiner Gewalt. Ende April 2006 seien in Nepal sowohl die Regierung 
auch als das Parlament vom König wieder eingesetzt worden. Zudem 
hätten  die  Maoisten  einen  dreimonatigen  Waffenstillstand  verkündet 
und ihre Kooperationsbereitschaft mit der neuen Regierung im Hinblick 
auf  die  vorgesehene  verfassungsgebende  Versammlung  bekundet. 
Darauf  habe  die  Regierung  ihrerseits  mit  einem Waffenstillstand  re-
agiert,  welcher  seither  eingehalten  werde.  Zeichen  dieser  Entspan-
nung  der  Lage  sei,  dass  die  nepalesische  Regierung  inhaftierte 
Maoisten entlassen habe und dass die nepalesische Regierung und 
die  Maoisten  im  August  2006  Bedingungen  für  die  beiderseitige 
Entwaffnung  formuliert  hätten.  Weder  die  im  Heimatstaat  des 
Beschwerdeführers  herrschende  politische  Situation  noch  andere 
Gründe  würden  gegen  die  Zumutbarkeit  der  Rückführung  in  den 
Heimatstaat sprechen. 

7.4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Beschwerde die vom 
BFM vorgenommene Würdigung der Lage. Trotz der Annäherung auf 
politischer Ebene sehe der Alltag in  Nepal nicht  viel  anders aus als 
vorher. Die Maoisten beherrschten noch immer ganze Teile des Lan-
des. Nachrichtenagenturen würden täglich  von gewaltsamen Ausein-
andersetzungen berichten. Die entscheidende Frage der Entwaffnung 
der maoistischen Truppen scheine noch ungelöst zu sein, wie der Be-
richt der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) festhalte. Der Entwaff-
nungsprozess  scheine jedenfalls  nicht  erfolgreich  zu  verlaufen,  wes-
halb zum heutigen Zeitpunkt von einer sich stabilisierenden Lage nicht 

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die Rede sein könne. Im Falle des Scheiterns der Reformen werde es 
wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen, zumal sowohl 
die Armee wie die Maoisten neue Rekruten anwerben würden. Dies 
belege auch der Bericht des UNHCR. Die Lage könne jederzeit eska-
lieren, so dass die Maoisten wieder freie Hand bekommen und gegen 
Personen wie den Beschwerdeführer noch radikaler vorgehen könnten. 
Damit  sei  es  nicht  zumutbar,  die  Wegweisung  zu  vollziehen.  Ange-
sichts der landesweiten Präsenz der Maoisten stehe dem Beschwer-
deführer auch keine sichere inländische Aufenthaltsalternative offen. 

7.4.4 Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, dass die allge-
meine Lage in Nepal nicht durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine 
Situation  allgemeiner  Gewalt  gekennzeichnet  ist,  aufgrund  derer  die 
Zivilbevölkerung als konkret gefährdet bezeichnet werden müsste (vgl. 
dazu die Analyse der  allgemeinen Lage in  Nepal  im Urteil  der ARK 
vom 17. Oktober 2006  [EMARK 2006 Nr. 31 E. 4.3.3. – 4.3.5. S. 331 
ff.]). Diese Einschätzung wird durch die seitherigen Entwicklungen be-
stärkt.  Friedensgespräche  zwischen  den  maoistischen  Rebellen  und 
der Sieben-Parteien-Allianz mündeten am 21. November 2006 in ein 
umfassendes  Friedensabkommen,  welches  unter  anderem  die  Ver-
staatlichung des Vermögens des nepalesischen Königshauses sowie 
die Entwaffnung der Rebellen und Teildemobilisierung der Armee unter 
Aufsicht  der  UNO vorsieht.  Mitte  Dezember  2006  schlossen  Nepals 
Regierungsallianz und die maoistischen Rebellen ihre Verhandlungen 
zu einer Übergangsverfassung ab, welche die  Monarchie  vorüberge-
hend ausser Kraft setzte. Nach Auflösung des bisherigen Parlamentes 
wurde am 15. Januar 2007 eine neue Übergangsregierung eingesetzt, 
an der sich erstmals auch die Maoisten beteiligten. Im Januar 2007 er-
richtete der UNO-Sicherheitsrat die im Friedensabkommen vorgesehe-
ne UNO-Mission (UNMIN),  welche u.a. die Entwaffnung der  maoisti-
schen Rebellen beaufsichtigt, den Waffenstillstand überwacht und die 
Wahlen der verfassunggebenden Versammlung unterstützt (vgl. hierzu 
auch  den  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE 
D-5331/2007 vom 16. November 2007 mit  weiteren Hinweisen sowie 
den Bericht des UNHCR "UNHCR's Position On The International Pro-
tection  Needs  of  Asylum-Seekers  From Nepal"  vom Juli  2007).  Am 
10. April 2008 fanden landesweite Wahlen für eine verfassunggebende 
Versammlung statt,  aus welchen die Maoisten als stärkste Kraft  her-
vorgingen. Diese  verfügen  jedoch  laut  Medienberichten  alleine  nicht 
über die Mehrheit in der verfassunggebenden Versammlung und sind 
auf die Unterstützung anderer Parteien angewiesen. Die neu gewählte 

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verfassunggebende  Versammlung,  welche  auch  als  Übergangsparla-
ment dient, rief Ende Mai 2008 die Republik aus (vgl. hierzu NZZ vom 
29. Mai 2008; NZZ vom 28. Mai 2008; NZZ vom 15. April  2008). Die 
Maoisten  sind  somit,  insbesondere  durch  die  Wahl  des  früheren 
Maoistenführers  Prachanda  zum  Ministerpräsidenten  (vgl.  NZZ  vom 
15. August 2008) in den politischen Prozess eingebunden worden, was 
zu einer weiteren Stabilisierung der Lage in Nepal führen dürfte. Mit 
der  Entscheidung  für  ein  parlamentarisches  System  ist  zudem  der 
Weg  für  eine  Koalitionsregierung  geebnet  worden.  Es  kann  zusam-
menfassend von einer massgeblichen Verbesserung der Lage in Nepal 
ausgegangen  werden.  Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  des-
halb den Vollzug der Wegweisung nach Nepal nicht als generell unzu-
mutbar. 

7.4.5 Auch  die  individuelle  Situation  des  Beschwerdeführers  spricht 
vorliegend  nicht  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs. 
Aufgrund der  Aktenlage besteht  kein Grund zur Annahme, er  sei  im 
Fall einer Rückkehr aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer 
oder gesundheitlicher Natur konkret gefährdet oder Lebensumständen 
ausgesetzt,  die ihm eine menschenwürdige Existenz verunmöglichen 
würden (vgl. EMARK 1994 Nr. 19 E. 6.a und b S. 148). Der junge und 
gesunde  Beschwerdeführer  lebte  seit  seiner  Geburt  in  G._______. 
Seine Freundin,  seine Schwester  und einige Bekannte leben,  wie er 
geltend macht, nach wie vor dort. Der Beschwerdeführer kann deshalb 
bei seiner Rückkehr auf bestehende soziale Beziehungen zurückgrei-
fen. Er verfügt zudem über eine gewisse Arbeitserfahrung und eine gu-
te Ausbildung, konnte er doch, wie er geltend machte, die Mittelschule 
abschliessen und die Universität besuchen, bevor er sein Heimatland 
verliess. Er spricht nebst Nepali auch Hindi und hat gewisse Englisch-
kenntnisse. Es bestehen deshalb Chancen auf eine berufliche Integra-
tion in seinem Heimatstaat. Es kann unter diesen Umständen davon 
ausgegangen werden, dass es ihm im Fall der Rückkehr in seine Hei-
mat aus eigener Kraft oder allenfalls mit Unterstützung seines Umfelds 
gelingen wird, sich eine wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen 
(siehe  zu  den  hier  massgeblichen  Kriterien  PETER BOLZLI, in:  MARC 
SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND (Hrsg.),  Kommentar  Migrations-
recht, Zürich 2008, Art. 83 AuG, Rz. 15 f.). Es bestehen somit Aussich-
ten auf eine soziale und berufliche Wiedereingliederung. Unter diesen 
Umständen kann dem Beschwerdeführer zugemutet werden, allenfalls 
auch eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative in  Anspruch zu neh-
men. 

Seite 17

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Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zu-
mutbar. 

7.5 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 
83 Abs. 2 AuG).

8.
Insgesamt ist  der durch die Vorinstanz verfügte Vollzug der Wegwei-
sung  zu  bestätigen.  Die  Vorinstanz  hat  den  Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesag-
ten  fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht 
(Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

10.
Der Beschwerdeführer ersucht um die Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Danach kann die 
Beschwerdeinstanz eine bedürftige Partei, deren Begehren nicht aus-
sichtslos erscheinen, auf Gesuch davon befreien, Verfahrenskosten zu 
bezahlen. Der Beschwerdeführer ist seit beinahe einem Jahr erwerbs-
tätig, weshalb nicht von seiner Bedürftigkeit auszugehen ist. Das Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist somit ab-
zuweisen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die auf insgesamt Fr. 600.-- 
festzusetzenden Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 
Abs. 1 VwVG; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 18

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- das M._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Anna Kühler

Versand: 

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