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**Case Identifier:** 38003d70-3aab-5041-bb44-38d26f7150b1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 29.01.2015 DB.2014.142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2014-142_2015-01-29.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.142 
1 ST.2014.172 
 
 
 

Entscheid 
 
 

 29. Januar 2015 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Walter Balsiger, Steuerrichter Anton Tobler, Steuerrichter Mi-
chael Ochsner und Gerichtsschreiberin Vivienne Blunschi 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
,   
 Beschwerdeführerin/
 Rekurrentin,  
vertreten durch Zambra Finanz AG,  
Schaffhauserstrasse 63, Postfach 1353, 8152 Glattbrugg,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2012 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2012 

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1 DB.2014.142 
1 ST.2014.172 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. Die 1951 geborene A (nachfolgend die Pflichtige) war rund 40 Jahre für die 

B AG tätig, ehe sie per 31. Januar 2012 nach letztlich einvernehmlicher Auflösung des 

Arbeitsverhältnisses in den vorzeitigen Ruhestand trat. Am 30. April 2012 wurde ihr in 

der Folge eine Kapitalleistung aus der beruflichen Vorsorge in der Höhe von  

Fr. 135'298.- ausbezahlt. Diese wurde mit Veranlagungsverfügung bzw. Einschät-

zungsentscheid der Steuerkommissärin vom 19. September 2012 nach Massgabe von 

Art. 38 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 

(DBG) bzw. § 37 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) getrennt vom übrigen 

Einkommen besteuert. Am 1. Oktober 2013 erfolgte eine steuerbehördliche Berichti-

gung bzw. wurde die separate Besteuerung dieser Kapitalleistung zurückgenommen 

(Festsetzung der Leistung auf Fr. 0.-). Grund dafür war das Ergebnis des ordentlichen 

Veranlagungs- bzw. Einschätzungsverfahren der Steuerperiode 2012, welches hier im 

Streit liegt und nachfolgend zu beurteilen ist.  

 

 

 B. In der Steuererklärung 2012 deklarierte die Pflichtige einkommensseitig 

neben der ab dem 1. Februar 2012 erhaltenen Rente von Fr. 112'365.- einen letzten 

Lohn der B AG von Fr. 211'303.-. Dem Lohnausweis für die Zeit vom 1. - 31. Janu-

ar 2012 war dabei zu entnehmen, dass in diesem ein arbeitgeberseitiger Einkauf von 

Fr. 198'500.- in die berufliche Vorsorge der Pflichtigen enthalten war. Dabei erfasste 

die B AG den letzteren Betrag zunächst im Bruttolohn, brachte ihn unter dem Titel ei-

nes Einkaufs in die berufliche Vorsorge jedoch wieder zum Abzug, sodass ein Netto-

lohn von Fr. 12'803.- resultierte. Die Pflichtige deklarierte im Ergebnis ebenfalls diesen 

Nettolohn, indem sie den Vorsorgeeinkauf von Fr. 198'500.- auf der Seite der Einkom-

mensabzüge aufführte.   

 

 Mit Veranlagungsverfügung (Direkte Bundessteuer 2012) bzw. Einschät-

zungsentscheid (Staats- und Gemeindesteuern 2012) vom 1. Oktober 2013 rechnete 

die Steuerkommissärin den vorerwähnten Vorsorgeeinkauf 2012 im Umfang der im 

gleichen Jahr bezogenen Kapitalleistung von Fr. 135'298.- einkommensseitig auf; dies 

unter Hinweis auf das Vorliegen einer Sperrfristverletzung. Aufgrund dieser Korrektur 

resultierten die folgenden Steuerfaktoren: 

 

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1 ST.2014.172 

  Direkte Bundessteuer  Staats- und Gemeindesteuern 

            Fr.            Fr. 

Steuerbares Einkommen 275'300.- 274'400.- 

Steuerbares Vermögen   1'994'000.-. 

 

 

 C. Hiergegen liess die Pflichtige am 31. Oktober 2013 Einsprache erheben 

und geltend machen, der nicht zum Abzug zugelassene Betrag von Fr. 135'298.- quali-

fiziere als vorsorgeähnliche Leistung (Abgangsentschädigung bzw. Kapitalabfindung) 

und sei deshalb zum Vorsorgetarif zu besteuern; sinngemäss war damit der Antrag 

verbunden, den deklarierten Vorsorgeeinkauf im Rahmen der ordentlichen Veranla-

gung bzw. Einschätzung im vollen Umfang steuermindernd zu berücksichtigen. Zur 

Begründung wurde insbesondere die Vereinbarung betreffend die Auflösung des Ar-

beitsverhältnisses der Pflichtigen vorgelegt. Dieser gemäss hatte sich die B AG ver-

pflichtet, der Pflichtigen eine einmalige Einlage von Fr. 198'500.- netto in die Pensions-

kasse zu leisten; dies mit dem Ziel, sie bis zum Erreichen des ordentlichen Pensions-

alters, sowie auch darüber hinaus, so zu stellen, wie wenn sie ordentlich pensioniert 

worden wäre. Auf diese Vereinbarung Bezug nehmend liess die Pflichtige vorbringen, 

bei einer Kündigung mit gleichzeitiger vorzeitiger Pensionierung, könne von einer 

missbräuchlichen Steuerumgehung nicht die Rede sein. Wenn sie sich "einen Teil" 

(sinngemäss den Betrag von Fr. 135'298.-) habe auszahlen lassen, so liege darin kei-

ne Steuerumgehung, weil sie ja tatsächlich vorzeitig pensioniert worden sei und ihr  

somit die Teilauszahlung für die Bestreitung der Lebenshaltungskosten bis zum Zeit-

raum der ordentlichen Pensionierung gedient habe. Eine andere Sichtweise würde 

darauf hinauslaufen, dass sie wegen der Sperrfrist ihre Vorsorge gar nicht hätte ver-

wenden können bzw. sie in dieser Zeit vom Vermögen hätte leben müssen. Die Sperr-

frist habe Missbräuche zu verhindern und nicht die Finanzierung einer vorzeitigen Pen-

sionierung mit einer Missbrauchssteuer zu belasten. Die Kapitalauszahlung von 

Fr. 135'298.- entstamme im Übrigen zusätzlichem Sparkapital, welches die Vorsorge-

stiftung als Folge eines sehr guten Geschäftsgangs der Pflichtigen ab 2000 zugespro-

chen habe. Das eigene Einbringen dieser Summe zwecks Teilfinanzierung der gesam-

ten Vorsorgelücke von Fr. 198'500.- hätte zur Folge gehabt, dass die Pflichtige einen 

Teil der Vorsorgelücke selbst hätte finanzieren müssen. Alternativ betrachtet hätte die 

B AG diese zusätzliche Finanzierung deshalb auch direkt an die Pflichtige auszahlen 

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können, was also ebenfalls als vorsorgerechtliche Kapitalabfindung zu betrachten wä-

re.  

 

 Mit Entscheiden vom 16. Juli 2014 hielt das kantonale Steueramt am Vorlie-

gen einer Sperrfristverletzung fest und wies die Einsprachen ab. 

 

 

 D. Hiergegen liess die Pflichtige am 23. Juli 2014 Beschwerde bzw. Rekurs 

erheben und beantragen, das ihr ausbezahlte ausserordentliche Sparkapital von 

Fr. 135'298.- als Abgangsentschädigung mit Vorsorgecharakter zu qualifizieren und als 

vorsorgeähnliche Leistung zum Vorsorgetarif zu besteuern; sinngemäss wurde damit 

wiederum auch der Antrag gestellt, den deklarierten Vorsorgeeinkauf im vollen Umfang 

steuermindernd zu berücksichtigen. Zur Begründung wurde insbesondere betont, dass 

es sich bei der ausbezahlten Kaptalleistung um langjähriges Sparkapital gehandelt 

habe, welches bereits per 2007 vorhanden gewesen sei und das Resultat von Sparka-

pitalansprüchen der Vorsorgeeinrichtung aus den Jahren 2000 bis 2006 darstelle. Ein 

missbräuchlicher, steuerlich motivierter zeitnaher Einkauf und Kapitalbezug betreffend 

dieses Sparkapitals liege damit nicht vor.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss am 12. August 2014 auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) stimmte in ihrer Stellung-

nahme vom 6. Oktober 2014 dem Vorliegen einer Sperrfristverletzung zu, vertrat je-

doch die Auffassung, dass die streitbetroffene Kapitalleistung der B AG bei Qualifikati-

on als Abgangsentschädigung mit Vorsorgecharakter tatsächlich zum Vorsorgetarif 

besteuert werden könne. Ob eine solche Abgangsentschädigung vorliege, lasse sich 

gestützt auf die Akten jedoch nicht beurteilen, weil eine der diesbezüglichen Voraus-

setzungen (Kapitalleistung dient der Schliessung einer durch die vorzeitige Pensionie-

rung bedingten Deckungslücke) bisher nicht thematisiert worden sei bzw. der Sachver-

halt insoweit nicht abschliessend geklärt sei.  

 

 Mit Eingabe vom 24. Oktober 2014 liess die Pflichtige zur Stellungnahme der 

ESTV replizieren, dass gestützt auf die bereits eingereichten Unterlagen der Nachweis 

einer Deckungslücke von Fr. 198'500.- explizit erbracht worden sei.  

 

 Auf weitere Stellungnahmen verzichteten die Parteien.  

 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Von den Einkünften werden laut Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. § 31 

Abs. 1 lit. d StG die gemäss Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, Prä-

mien und Beiträge zum Erwerb von Ansprüchen aus Einrichtungen der beruflichen 

Vorsorge abgezogen. Diese Bestimmungen vollziehen die bundesrechtliche Vorschrift 

von Art. 81 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (BVG), wonach die von den Arbeitnehmern 

und Selbstständigerwerbenden nach Gesetz oder reglementarischen Bestimmungen 

geleisteten Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen bei den direkten Steuern des Bundes, 

der Kantone und Gemeinden abziehbar sind. Abzugsfähig sind dabei nicht nur die or-

dentlichen Beiträge an die Vorsorgeeinrichtung, sondern auch die Beiträge für den Ein-

kauf von Lohnerhöhungen, von Beitragsjahren, von Vorfinanzierungen für Frühpensio-

nierungen oder von im Rahmen einer Scheidung übertragenen Austrittsleistungen 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 33 N 81 

DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 31 N 79 StG; RB 1996 

Nr. 48; VGr, 23. Januar 2002 = StE 2002 B 27.1 Nr. 26).  

 

 b) Zu beachten sind hingegen die Einkaufsbeschränkungen von Art. 79b 

Abs. 3 BVG, in der Fassung vom 3. Oktober 2003, in Kraft seit 1. Januar 2006. Dem-

nach dürfen bei getätigten Einkäufen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb 

der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zurückgezogen werden.  

 

 aa) Die bundesgerichtliche Rechtsprechung liess den Abzug von Vorsorgebei-

trägen schon vor Inkrafttreten von Art. 79b BVG dann nicht zu, wenn eine Steuerum-

gehung vorlag (zu diesem Begriff vgl. u.a. BGE 131 II 627 E. 5.2 S. 635 f.; ASA 78, 289 

E. 5.1; StE 2004 A 21.13 Nr. 6 E. 3.1), insbesondere bei missbräuchlich steuerminimie-

renden, zeitlich nahen Einkäufen und Kapitalbezügen in/von Vorsorgeeinrichtungen, 

d.h. im Fall von gezielt vorübergehenden und steuerlich motivierten Geldverschiebun-

gen in die 2. Säule, mit denen nicht die Schliessung von Beitragslücken angestrebt, 

sondern die Pensionskasse als steuerbegünstigtes Kontokorrent zweckentfremdet 

wird. Denn das Ziel eines Einkaufs von Beitragsjahren besteht im Aufbau bzw. der 

Verbesserung der beruflichen Vorsorge. Dieses Ziel wird namentlich dann offensicht-

lich verfehlt, wenn die gleichen Mittel kurze Zeit später – bei kaum verbessertem Versi-

cherungsschutz – der Vorsorgeeinrichtung wieder entnommen werden (vgl. zum Gan-

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zen BGE 131 II 627 E. 4.2 u. 5.2 S. 633 ff.; BGE 131 II 593 E. 4 S. 603 ff.; ASA 78,  

289 E. 5; RDAF 2009 II 9 E. 4 u. 5; StE 2004 A 21.13 Nr. 6 E. 3; StR 2007, 636 E. 4.1;  

StR 2003, 879 E. 3.2; BGr, 3. März 2008, 2C_555/2007, E. 3 u. 4, sowie 13. Ap-

ril 2006, 2A.705/2005, E. 5). 

 

 bb) Diese Praxis ist auch Grundlage der Bestimmung von Art. 79b Abs. 3 BVG 

(BGr, 12. März 2010, 2C_658/2009 = ASA 79, 685 = StR 2010, 860 E. 2.1). In letzte-

rem Entscheid erwog das Bundesgericht, Art. 79b Abs. 3 BVG sei zwar eine primär 

vorsorgerechtliche Norm, beruhe aber klar auf steuerrechtlichen Motiven. Dem Wort-

laut nach regle sie zwar nur das Problem der Zulässigkeit einer Kapitalauszahlung in-

nert drei Jahren seit der Einzahlung und äussere sich scheinbar nicht direkt zur Frage, 

ob diese Einzahlung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden dürfe. Die par-

lamentarischen Beratungen zu Art. 79b Abs. 3 BVG liessen jedoch unmissverständlich 

erkennen, dass mit der Sperrfrist dieselben Missbräuche der Steuerminimierung be-

kämpft werden sollten, welche schon die bundesgerichtliche Praxis zur Verweigerung 

der Abzugsberechtigung wegen Steuerumgehung veranlasst hätten. Aus Entstehungs-

geschichte, Wortlaut und Systematik ergebe sich deshalb mit Blick auf die steuerrecht-

liche Problematik Folgendes: Art. 79b Abs. 3 BVG übernehme und konkretisiere die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Verweigerung der Abzugsberechtigung wegen 

Steuerumgehung im Sinn einer einheitlichen und verbindlichen Gesetzesregelung. 

Wenn diese Vorschrift die getätigten Einkäufe für die "daraus resultierenden Leistun-

gen" einer dreijährigen Kapitalrückzugssperre unterwerfe, so sei das sodann nicht – 

wie sich aus dem Wortlaut zu ergeben scheine – als eine notwendigerweise direkte 

Verknüpfung zwischen dem Einkauf und der Leistung zu verstehen. Einer solchen Ver-

knüpfung müsse ohnehin entgegengehalten werden, dass die einbezahlten Beträge 

nicht ausgesondert und die Leistungen aus Vorsorgeeinrichtungen nicht aus bestimm-

ten Mitteln, sondern aus dem Vorsorgekapital der versicherten Person insgesamt fi-

nanziert werden. Diesen Gesichtspunkten werde eine Praxis gerecht, welche Art. 79b 

Abs. 3 BVG so auslege, dass jegliche Kapitalauszahlung in der Dreijahresfrist miss-

bräuchlich sei und jede während der Sperrfrist erfolgte Einzahlung vom Einkommens-

abzug somit ausgeschlossen werden müsse. Zusammenfassend hielt das Bundesge-

richt fest, gestützt auf Art. 79b Abs. 3 BVG seien Kapitalauszahlungen in der 

Dreijahresfrist konsequent und grundsätzlich ausnahmslos mit missbräuchlicher Steu-

erminimierung gleichzusetzen.  

 

 

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 2. a) Im Zeitpunkt ihrer Pensionierung per Ende Januar 2012 war die Pflichtige 

im Rahmen ihrer beruflichen Vorsorge seit 39 Jahren bei der Pensionskasse der B AG 

Personalvorsorgestiftung versichert; die in dieser Zeit angesparte Freizügigkeitsleis-

tung belief sich auf Fr. 1'554'612.55 (Stand 1. Januar 2012; vgl. Versicherungsausweis; 

R-act. 3/6). Aus dieser Versicherung wurde ihr im Anschluss an die Pensionierung am 

30. April 2012 eine Kapitalleistung von Fr. 135'298.- ausbezahlt (vgl. die diesbezügli-

che Meldung der Pensionskasse). Die dergestalt ausbezahlte Summe entsprach dem 

in der Freizügigkeitsleistung enthaltenen "Sparkapital", welches in den jährlichen Ver-

sicherungsausweises jeweils separat ausgewiesen wurde (vgl. Versicherungsausweise 

2007, 2010 und 2012). Dass dieses Sparkapital jeweils gesondert ausgewiesen wor-

den ist, ändert nichts daran, dass es sich im Kreislauf der gebundenen beruflichen 

Vorsorge befunden hat; von vornherein nicht weiter hilft damit der Pflichtigen der Hin-

weis darauf, dass dieses Sparkapital schon länger bestanden habe und arbeitgebersei-

tig finanziert worden sei. Im Übrigen war die Auszahlung dieses Sparkapitals keines-

wegs zwingend, lässt sich doch einem Schreiben der Pensionskasse vom März 2010 

entnehmen, dass das Sparkapital etwa auch für die Erhöhung der Überbrückungsrente 

bis zum Beginn der AHV-Rentenzahlung verwendet werden könne.  

 

 Erhielt die Pflichtige per Ende April 2012 eine Kapitalauszahlung aus ihrer 

beruflichen Vorsorge in der vorerwähnten Höhe, so sind nach dem Gesagten gestützt 

auf die Sperrfristregelung von Art. 79b Abs. 3 BVG und die diesbezügliche bundesge-

richtliche Rechtsprechung in den drei vorausgehenden Jahren getätigte Einkäufe in die 

berufliche Vorsorge missbräuchlich und damit einkommensseitig nicht absetzbar im 

Sinn von Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. d StG.  

 

 b) Im vorliegenden Fall hat im Januar 2012 und damit kurz vor dem Kapitalbe-

zug bzw. innerhalb der Sperrfrist ein Einkauf in die berufliche Vorsorge in der Höhe von 

Fr. 198'500.- stattgefunden. Getätigt hat diesen jedoch nicht die Pflichtige, sondern in 

Form einer Einmaleinlage ihre Arbeitgeberin, was zur Frage führt, ob in einer solchen 

Konstellation die Sperrfristregelung womöglich differenziert zu handhaben ist. In einem 

gleich gelagerten Fall hat das Steuerrekursgericht erst kürzlich entschieden, dass dem 

nicht so ist bzw. dass die Sperrfristregelung uneingeschränkt anwendbar bleibt 

(vgl. StRG, 7. April 2014, 1 DB.2013.249 + 1 ST.2013.294, auch zum Folgenden). 

  

 

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 c) Hätte die Pflichtige den Vorsorgeeinkauf von Fr. 198'500.- aus eigenen Mit-

teln selbst getätigt, so wäre diesem die steuerliche Abzugsfähigkeit aufgrund der 

Sperrfristregelung im Umfang der zeitnahen Kapitalauszahlung von Fr. 135'298.- ohne 

weiteres abzusprechen. Als Folge davon resultierte einerseits eine einkommensseitige 

Aufrechnung in diesem Betrag (Zulassung eines Abzugs für Vorsorgeeinkauf von 

Fr. 63'202.-  statt Fr. 198'500.-); anderseits wäre auf die Besteuerung der ausbezahlten 

Kapitalleistung von 135'298.- zu verzichten, weil die Auszahlung unter diesen Umstän-

den durch die nicht zulässige, aber gleichwohl getätigte Einzahlung neutralisiert würde  

(vgl. zu diesem klassischen Fall der Verletzung der Sperrfristregelung etwa: StRG, 

27. Mai 2013, 1 DB.2013.10 + 1 ST.2013.10).  

 

 Hier wurde der Vorsorgeeinkauf nun aber nicht von der Pflichtigen, sondern 

von deren Arbeitgeberin (der B AG) finanziert; dies vor dem Hintergrund der primär 

arbeitgeberseitig gewünschten, letztlich jedoch einvernehmlichen Auflösung des Ar-

beitsverhältnisses und der damit einhergehenden vorzeitigen Pensionierung der Pflich-

tigen. In Frage steht damit eine arbeitgeberseitige Kapitalabfindung, welche nicht an-

lässlich der vorzeitigen Pensionierung an die Pflichtige ausbezahlt, sondern zu deren 

Gunsten in die Vorsorgeeinrichtung der B AG eingebracht wurde. Die ESTV spricht in 

diesem Zusammenhang von einer "Kapitalabfindung des Arbeitgebers, welche direkt in 

die Vorsorgeeinrichtung seines Betriebs einbezahlt wird" und beschreibt diese Form 

der arbeitgeberseitigen Kapitalabfindung unter steuerlichen Aspekten wie folgt (vgl. 

deren Kreisschreiben Nr. 1 vom 3. Oktober 2002: Die Abgangsentschädigung resp. 

Kapitalabfindung des Arbeitgebers, Ziff. 3.3): 

 

 " In der Praxis kommt es vor, dass der Arbeitgeber eine Kapitalabfindung  

(d.h. eine Einlage) zugunsten des Arbeitnehmers direkt in die Vorsorgeeinrich-

tung seines Betriebes einbezahlt, um damit – unter anderem – bestehende 

und allenfalls künftige Vorsorgelücken des ausscheidenden Arbeitnehmers 

schliessen zu können. Auch eine so verwendete Kapitalabfindung ist als 

Lohnbestandteil im Lohnausweis aufzuführen.   

 

 Eine solche Direkteinzahlung in die Vorsorgeeinrichtung ist nur zulässig, wenn  

 • ein Arbeitsverhältnis noch besteht;  

 • das Vorsorgereglement einen solchen Einkauf vorsieht;  

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 • eine entsprechende Vorsorgelücke im Zeitpunkt des Austritts aus der Firma 
bereits bestanden hat;  

 • infolge des Austritts aus dem Unternehmen und dessen Vorsorgeeinrichtung 
eine Vorsorgelücke entsteht (…)  

 

 Vom Arbeitgeber nach Gutdünken erbrachte Einlagen gehören grundsätzlich 

zum massgebenden Lohn. Dasselbe gilt für reglementarisch vorgesehene 

Sonderzuwendungen, mit denen einzelne Arbeitnehmer individuell begünstigt 

werden. Sofern der Arbeitgeber Arbeitnehmer-Einlagen für den Einkauf in die 

Vorsorgeeinrichtung übernimmt, sind solche Einlagen als Bestandteil des 

massgebenden Bruttolohns im Lohnausweis (separat) aufzuführen. Damit der 

Arbeitnehmer den Einkauf steuerlich geltend machen kann, muss die geleiste-

te Einkaufssumme im Lohnausweis separat (Rubrik "Versicherungsbeiträge") 

ausgewiesen werden (Beispiel 4 im Anhang)." 

 

 d) Die B AG hat diese Vorgaben der ESTV teilweise korrekt umgesetzt, indem 

sie im Lohnausweis 2012 einerseits die Kapitalleistung von Fr. 198'500.- in den Brutto-

einkünften erfasste (dort allerdings nicht separat aufführte) und andererseits Beiträge 

für den Einkauf in die berufliche Vorsorge in gleicher Höhe wieder vom Bruttolohn in 

Abzug brachte (Ziff. 10.2).  

 

 Bei dieser Sachlage ist mithin davon auszugehen, dass der Pflichtigen per 

Januar 2012 im Umfang einer arbeitgeberseitigen Kapitalabfindung von Fr. 198'500.- 

Lohn zugeflossen ist, welcher sogleich und direkt für einen Einkauf in die berufliche 

Vorsorge verwendet worden ist. Auf diesem Lohn wurden gemäss Lohnausweis denn 

auch die üblichen Sozialversicherungsbeiträge abgezogen (insb. AHV-Beiträge; 

vgl. Ziff. 9). Damit ist steuerlich nicht nur ein Einkommensabfluss (Vorsorgeeinkauf), 

sondern auch ein Einkommenszufluss (Kapitalabfindung) zu beurteilen. 

 

 e) Was zunächst den Vorsorgeeinkauf von Fr. 198'500.- anbelangt, kann die-

ser im Umfang des anschliessenden Kapitalbezugs von Fr. 135'298.- aufgrund der 

Sperrfristregelung von Art. 79b Abs. 3 BVG einkommensseitig nicht zum Abzug ge-

bracht werden; der zulässige Einkauf reduziert sich damit auf die verbleibende Diffe-

renz von Fr. 63'202.-. Wie sich aus dem bereits erwähnten Bundesgerichtsentscheid 

ableitet (vgl. E. 1b/bb), handelt es sich bei der Sperrfrist nämlich um eine verobjekti-

vierte Frist, die keine Ausnahmen erlaubt und bei der es auf die subjektiven Beweg-

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gründe der steuerpflichtigen Person nicht ankommt (VGr Basel-Stadt, 12. August 2013, 

VD.2012.219/240).  

 

 Kann die Pflichtige die per Januar  2012 erhaltene Kapitalabfindung 

Fr. 198'500.- nur im Umfang eines Einkaufs von Fr. 63'202.-  in die berufliche Vorsorge 

einbringen, so verbleibt eine Restkapitalabfindung von Fr. 135'298.- und stellt sich da-

mit noch die Frage, wie diese zu versteuern ist. Während die Vorinstanz von der or-

dentlichen Besteuerung im Sinn Art. 17 Abs. 1 DBG bzw. § 17 Abs. 1 StG ausgeht, 

verlangt die Pflichtige die gesonderte Besteuerung als "Kapitalleistung aus Vorsorge" 

zum reduzierten Tarif im Sinn von Art. 17 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 38 DBG bzw. § 17 

Abs. 2 StG i.V.m. § 37 StG.  

 

 

 3. a) Die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) hat in ihrer Loseblattsamm-

lung "Vorsorge und Steuern" den Anwendungsfall A.3.1.12 publiziert, welcher exakt 

den hier vorliegenden Sachverhalt betrifft. Der Musterfall steht denn auch unter dem 

Titel "Arbeitgeberfinanzierter Einkauf bei Frühpensionierung und nachfolgender Kapi-

talbezug".  

 

 Die SSK kommt bei der Lösung dieses Musterfalls zunächst ebenfalls zum 

Schluss, dass ein arbeitgeberfinanzierter Vorsorgeeinkauf im Umfang eines anschlies-

senden Kapitalbezugs des Begünstigten innerhalb der Sperrfrist steuerlich nicht ab-

setzbar ist.  

 

 In einem 2. Schritt  gibt sie vor, dass die vom Arbeitgeber ausgerichtete Leis-

tung zu qualifizieren bzw. zu prüfen sei, ob ordentlicher Lohn oder eine Kapitalabfin-

dung mit Vorsorgecharakter vorliege. Von letzterem sei gemäss (vorstehend in  

E. 2c erwähntem) Kreisschreiben der ESTV auszugehen, wenn die Leistung aus-

schliesslich und unwiderruflich dazu diene, die mit den Risiken Alter, Invalidität und 

Tod verbundenen finanziellen Folgen zu mildern. Dazu gehörten auch freiwillig geleis-

tete Entschädigungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, um die durch den vor-

zeitigen Austritt (Frühpensionierung) entstandenen Lücken in dessen beruflicher Vor-

sorge zu schliessen. Damit Abgangsentschädigungen steuerlich als Vorsorgeleistun-

gen qualifiziert werden könnten, seien kumulativ folgende Voraussetzungen zu erfüllen:  

 

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 die steuerpflichtige Person verlässt das Unternehmen ab dem vollendeten  

55. Altersjahr;  

 

 die (Haupt-) Erwerbstätigkeit wird definitiv aufgegeben oder muss aufgegeben 

werden;  

 

 durch den Austritt aus dem Unternehmen und dessen Vorsorgeeinrichtung 

entsteht eine (künftige) Vorsorgelücke.  

 

 Nachdem diese Voraussetzungen in der Konstellation des Musterfalls (Varian-

te 1) erfüllt waren, schloss die SSK darauf, dass die Abgangsentschädigung – soweit 

aufgrund des späteren Kapitalbezugs innert Sperrfrist nicht als Vorsorgeeinkauf ab-

setzbar – gesondert zum Vorsorgetarif steuerbar sei.  

 

 Die Lösung der SSK führt damit letztlich zum gleichen steuerlichen Ergebnis, 

wie wenn keine Sperrfristkorrektur vorgenommen würde, indem anstelle der (späteren) 

Kapitalauszahlung die (frühere) Abgangsentschädigung in gleichem Umfang gesondert 

zum Rentensatz besteuert wird.  

 

 Die Informationsschrift "TREX - Der Treuhandexperte" orientiert sich in der 

von der Pflichtigen eingereichten Ausgabe vom Mai 2012 offensichtlich ebenfalls an 

dieser SSK-Lösung (vgl. Ledergerber/Lazzarini: Die Kapitalabfindung durch den Ar-

beitgeber, TREX 2012, 272 ff. Ziff. 5.4, Variante C). Sinngemäss lässt damit auch die 

Pflichtige ein Vorgehen gemäss SSK-Lösung verfechten.  

 

 b) Festzuhalten ist dazu zunächst, dass Lösungsvorschläge der SSK im Rah-

men von Musterfällen für die kantonalen Steuerverwaltungen und die Gerichte nicht 

verbindlich sind; die rechtliche Prüfung im konkreten Anwendungsfall kann ohne weite-

res zu einem anderen Resultat führen.  

 

 c) Im vorliegenden Fall ist entgegen der Auffassung der Pflichtigen nicht ein-

wandfrei nachgewiesen, dass die oben angeführten Voraussetzungen betreffend eine 

mögliche Qualifikation der Abgangsentschädigung als arbeitgeberseitige Vorsorgeleis-

tung eingehalten sind: Zwar liess ihr die B AG die Kapitalabfindung von Fr. 198'500.- 

per Januar 2012 mit Blick auf ihre Frühpensionierung zukommen, war sie zu diesem 

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Zeitpunkt über 55 Jahre alt, gab sie ihre Erwerbstätigkeit definitiv auf und entstand ihr 

aufgrund der Frühpensionierung mit Blick auf das (bei der B AG) ordentliche Pensions-

alter von 62 Jahren wohl auch eine Vorsorgelücke. Ob die Letztere den Betrag von 

Fr. 198'500.- erreichte, ist jedoch fraglich. Eine diesbezügliche konkrete Berechnung 

der Pensionskasse liegt nicht vor. In Ziffer 2 der Vereinbarung betreffend Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses ist allerdings festgehalten, dass die Arbeitgebereinlage von 

Fr. 198'500.- dazu diene, die Versicherte sowohl bis zum Erreichen des ordentlichen 

Pensionsalters als auch darüber hinaus (inkl. Überbrückungsrente) so zu stellen, wie 

wenn sie ordentlich pensioniert worden wäre (vgl. Auflösungsvereinbarung vom 

29. Februar/7. März 2012). Der Pflichtigen fehlten bis zur ordentlichen Pensionierung 

lediglich noch 19 Monate (vgl. Versicherungsausweis per 1.1.2012); in dieser Zeit-

spanne hätte sie bei einem versicherten Lohn von zuletzt Fr. 147'800.- bzw. Jahresbei-

trägen von Fr. 13'305.- (Versicherte) bzw. Fr. 19'958.- (Arbeitgeber) noch rund  

Fr. 50'000.- an Sparbeiträgen einbringen/vereinnahmen können, um alsdann im Alter 

62 die volle Rente zu erhalten; insoweit ist von einer (künftigen) Lücke auszugehen. 

Sollte gemäss der vorstehenden Formulierung die Pflichtige schon im Zeitpunkt der 

frühzeitigen Pensionierung gleich gestellt werden, wie wenn sie ordentlich pensioniert 

worden wäre, so ersetzte die arbeitgeberseitige Abfindung im Umfang der verbleiben-

den rund Fr. 150'000.- offensichtlich auch Lohn, welcher ihr bei ordentlicher Pensionie-

rung noch zugeflossen wäre (vgl. dazu auch nachfolgend lit. e) bzw. diente sie der Fi-

nanzierung der (ersatzweise) vorzeitig einsetzenden Berentung. In diesem letzteren 

Sinn kann ebenfalls von einer entstehenden Lücke ausgegangen werden (längere 

Laufzeit der Rente wegen vorzeitiger Pensionierung bei unverändertem Sparkapital), 

doch ist deren genaue Höhe nicht bekannt.  

 

 Soweit die Pflichtige in ihrer Replik zum Nachweis der Vorsorgelücke eine 

arbeitgeberseitige erstellte rudimentäre Berechnung einreichte, hilft diese nicht weiter. 

Zum einen wurde diese Berechnung offensichtlich nicht von der Pensionskasse, son-

dern von der B AG erstellt. Ausgegangen wird dabei von einer Gegenüberstellung zwi-

schen ordentlicher Pensionierung per 1. September 2013 (Alter 62) sowie frühzeitiger 

Pensionierung per 1. Oktober 2011 (nicht 31. Januar 2012); dabei werden "Altersren-

ten lebenslänglich", "Überbrückungsrenten" (bis 1. September 2015 und damit also 

AHV-Überbrückungsrenten) sowie "Renten total" verglichen und werden darauf basie-

rend "Kosten Finanzierung" von Fr. 150'000.- festgehalten. Eine Vorsorgelücke per 

31. Januar 2012 von Fr. 198'500.- lässt sich mit einer solchen Berechnung nicht nach-

weisen.  

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 d) Eine zusätzliche Sachverhaltsuntersuchung zu letzterem Punkt kann ent-

gegen der Auffassung der ESTV unterbleiben. Geht man nämlich zugunsten der Pflich-

tigen von der grundsätzlichen Möglichkeit einer arbeitgeberseitigen Vorsorgeleistung 

(Kapitalabfindung) aus, so gilt Folgendes:  

 

 aa) Nur wenn die B AG der Pflichtigen mit Blick auf die Frühpensionierung, die 

definitive Einstellung der Erwerbstätigkeit und die Tatsache einer (nachgewiesenen) 

Vorsorgelücke die Abgangsentschädigung von Fr. 198'500.- direkt ausbezahlt hätte, 

qualifizierte diese als Vorsorgeleistung bzw. "gleichartige Kapitalabfindung des Arbeit-

gebers" im Sinn von Art. 17 Abs. 2 DBG bzw. § 17 Abs. 2 StG; diesfalls hätte die 

Pflichtige die Kapitalabfindung von Fr. 198'500.- folglich per 2012 getrennt vom übrigen 

Einkommen  zum Rentensatz versteuern müssen. Hinzugekommen wäre im Rahmen 

dieser gesonderten Besteuerung die im gleichen Jahr bezogene Kapitalauszahlung 

aus der Kaderversicherung (Fr. 135'298.-). Insgesamt wäre mithin im Steuerjahr 2012 

eine Kapitalleistung von rund Fr. 333'798.- gesondert vom übrigen Einkommen zum 

privilegierten Rentensatz zu versteuern gewesen. Das Zusammenzählen der beiden 

Kapitalleistungen in der gleichen Steuerperiode hätte sich bei den Staats- und Ge-

meindesteuern auf den reduzierten Rentensatz erhöhend ausgewirkt (der diesbezügli-

che Steuersatz nimmt Mass an einem Zehntel der Kapitalleistung). Zu beachten ist 

sodann, dass die Pflichtige die ihr im Alter 61 von der Arbeitgeberin ausbezahlte Vor-

sorgeleistung selbstredend nicht wieder – mit Blick auf eine Rentenverbesserung – in 

den Vorsorgekreislauf hätte einbringen können. Tritt im Rahmen einer Frühpensionie-

rung der Vorsorgefall ein und werden dabei (vom Arbeitgeber oder von der Vorsorge-

einrichtung) Kapitalleistungen ausgerichtet, so sind die Letzteren dem Vorsorgekreis-

lauf definitiv entzogen und deshalb im Auszahlungsjahr gesondert zu besteuern. Das 

nicht bezogene Kapital bildet alsdann das verbleibende Rentensubstrat. 

 

 bb) Im vorliegenden Fall wurde nun aber nicht so vorgegangen. Die Einbrin-

gung der Abgangsentschädigung in den Vorsorgekreislauf zur Schliessung der durch 

die Frühpensionierung entstehenden Vorsorgelücke (soweit diese ausgewiesen wäre) 

zielte nach dem Gesagten darauf ab, der Pflichtigen bereits per Ende des Arbeitsver-

hältnisses die gleichen Rentenverhältnisse zu sichern, wie wenn sie sich nicht vorzeitig 

hätte pensionieren lassen. Dergestalt liegt keine (Vorsorgecharakter aufweisende und 

sofort zum Rentensatz steuerbare) Kapitalauszahlung an die Pflichtige vor, sondern ein 

Vorsorgeeinkauf zur Verbesserung der Vorsorgesituation, welcher – vorbehältlich der 

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Sperrfristregelung – steuerlich auch absetzbar ist. Mit dem Ziel der Verbesserung der 

Vorsorgesituation ist es alsdann aber nicht vereinbar, wenn die getätigte Einzahlung 

von Fr. 198'500.- in Form eines unmittelbar anschliessenden Kapitalbezugs von 

Fr. 135'298.- der beruflichen Vorsorge sogleich wieder entzogen wird, denn im ent-

sprechenden Umfang verbessert sich die Vorsorgesituation nicht. Bei der gewählten 

Vorgehensweise wurden die im Vorsorgekreislauf angesparten Beiträge lediglich im 

Umfang der Differenz zwischen der Einzahlung und dem anschliessenden Bezug 

(= Fr. 63'202.-) erhöht; nur in diesem Umfang wurde damit im Ergebnis eine Verbesse-

rung der Vorsorgesituation erreicht, weshalb der darüber hinaus getätigte Einkauf auf-

grund der Sperrfristregelung steuerlich nicht abgesetzt werden kann.  

 

 Hat die B AG der Pflichtigen eine Abgangsentschädigung von Fr. 198'500.- 

(zwecks Einzahlung in die berufliche Vorsorge und Verbesserung der Altersrente) zu-

gestanden und wurde die Leistung (aufgrund des gleichzeitigen Kapitalbezugs) letztlich 

aber lediglich im Nettobetreffnis von Fr. 63'202.- ihrer beruflichen Vorsorge zugeführt, 

so verbleibt ein Restanteil von Fr. 135'298.-, welcher mit einer Verbesserung der beruf-

lichen Vorsorge nichts zu tun hat und deshalb als ordentlicher Lohn qualifiziert. Als 

solche wurde die (ganze) Abgangsentschädigung denn auch auf dem Lohnausweis 

aufgeführt und dem Lohncharakter entsprechend wurden auch die Sozialversiche-

rungsbeiträge abgeführt.   

 

 Eine auf den Restanteil von Fr. 135'298.- beschränkte Umqualifikation der 

Abgangsentschädigung in eine "gleichartige Kapitalabfindung" im Sinn von Art. 17 

Abs. 2 DBG bzw. § 17 Abs. 2 StG führte im Ergebnis zu den Steuerfolgen, welche die 

Sperrfristregelung gerade verhindern will: Anstelle der Kapitalleistung aus der berufli-

chen Vorsorge würde dergestalt eine gleich hohe arbeitgeberseitige Kapitalleistung 

gesondert zum Rentensatz von Art. 38 DBG bzw. § 37 StG besteuert. Eine solche Um-

qualifikation muss indes daran scheitern, dass die B AG der Pflichtigen eben gerade 

keine solche vorsorgerechtliche Kapitalleistung ausgerichtet hat. Hätte sie dies getan, 

so wäre nach dem bereits Gesagten die Leistung als Ganzes zusammen mit der Kapi-

talleistung aus der Vorsorgeeinrichtung im Jahr der Auszahlung gesondert zum Ren-

tensatz zu versteuern gewesen und hätte die Pflichtige danach auch keine Möglichkeit 

mehr gehabt, durch Vorsorgeeinkäufe eine Rentenverbesserung zu erreichen.  

 

 Unter diesen Umständen lässt sich der Lösungsvorschlag der SSK im Anwen-

dungsfall A.3.1.12 nicht halten und ist mit dem kantonalen Steueramt und entgegen der 

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Auffassung der ESTV in deren Beschwerde- bzw. Rekursantwort davon auszugehen, 

dass die Abgangsentschädigung, welche die B AG dem Vorsorgekonto der Pflichtigen 

hat gutschreiben lassen, im Umfang des anschliessenden Kapitalbezugs durch die 

Pflichtige als ordentlich zu versteuerndes Einkommen im Sinn von Art. 17 Abs. 1 DBG 

bzw. § 17 Abs. 1 StG qualifiziert.  

 

 e) Für die Qualifikation der arbeitgeberseitigen Kapitalleistung als Lohn spre-

chen im Übrigen auch folgende Umstände: 

 

 Hintergrund der vorzeitigen Pensionierung der Pflichtigen bildet der Umstand, 

dass die B AG die Auflösung des beinahe 40jährigen Arbeitsverhältnisses mit der als 

Personalchefin tätigen Pflichtigen wünschte und letztlich gegen deren Willen auch 

durchsetzte. Ohne die einvernehmliche Regelung mit der Abgangsentschädigung wäre 

es offensichtlich zu einem Rechtsstreit betreffend die Beendigung bzw. Kündigung des 

Arbeitsverhältnisses gekommen. Dies ergibt sich aus dem von der Pflichtigen im Zu-

sammenhang mit der Auflösung ihrer Arbeitsverhältnisses erstellten (undatierten) Pro-

tokoll. In diesem ist festgehalten, dass die B AG davon ausging, das Arbeitsverhältnis 

der Pflichtigen per Ende 2011 mit einer Frist von 12 Monaten auf Ende 2012 kündigen 

zu können. Als die Pflichtige dies in Abrede stellte, wurde ihr angedroht, im Kündi-

gungsfall jede Stunde mit irgendwelchen Arbeiten absitzen zu müssen. In der Folge 

wurde die Kündigung mit Schreiben der B AG vom 10. August 2011 auf den 

31. Dezember 2012 tatsächlich auch ausgesprochen. Sicher ist damit, dass der Pflich-

tigen beim Szenario der arbeitgeberseitigen Kündigung (mit womöglich anschliessen-

dem Rechtsstreit vor Arbeitsgericht) noch Lohnansprüche bis mindestens Ende 2012 

zugestanden hätten; dies bei einem Jahreslohn von rund Fr. 180'000.-. Wenn sie nun 

im Rahmen der erwähnten Vereinbarung anfangs März 2012 einwilligte, die Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses entgegen der ausgesprochenen Kündigung auf den 31. Janu-

ar 2012 vorzuverlegen und sich im Gegenzug von der B AG eine Abgangsentschädi-

gung von Fr. 198'500.- ausbedingte, so qualifiziert die Letztere primär als Ersatz für 

den ansonsten noch bis zum rechtmässig möglichen Kündigungstermin (mindestens 

also bis Ende 2012) weiterlaufenden Lohn. Wenn alsdann dieser Schlusslohn noch in 

die Vorsorge eingebracht wurde, um der Pflichtigen die frühzeitig einsetzende Rente zu 

verbessern, so ist der entsprechende Einkauf steuerlich nicht absetzbar, soweit an-

schliessend gleich wieder ein Kapitalbezug erfolgt und dergestalt die Rentenverbesse-

rung im entsprechenden Umfang neutralisiert wird. Im Umfang der zeitgleichen Ein- 

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und Auszahlung von Vorsorgegeldern bleibt es folglich bei ordentlichem (Schluss-

)Lohn.  

 

 

 4. Gestützt auf diese Erwägungen sind die Rechtsmittel abzuweisen. Aus-

gangsgemäss sind die Beschwerde- und Rekurskosten der Pflichtigen aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). Die Zusprechung einer im Bereich der 

direkten Bundessteuer von Amts wegen zu prüfenden Parteientschädigung entfällt 

(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 - 3 des Bundesgesetzes über das Verwal-

tungsverfahren vom 20. Dezember 1968). 

  

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Der Rekurs wird abgewiesen.  

 

[…]