# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f770cd31-f105-54ae-8e82-f493082c9eb5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.09.2020 S 2019 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-28_2020-09-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 30. September 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 28

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Urteil S 2019 28

A. a) A.________, geb. 1971, war über die B.________ obligatorisch bei der Helsana 
Unfall AG (nachfolgend Helsana) gegen Unfälle versichert, als sie am 18. Oktober 2017 
einen Auffahrunfall (Heckkollision) erlitt. Sie fuhr an diesem Tag um ca. 9.40 Uhr im 
Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit auf der ___strasse in C.________ in Richtung Zentrum 
und bremste ab, um einem Auto das Einbiegen in die ___strasse zu ermöglichen, 
woraufhin das nachfolgende Auto ungebremst in ihr Auto prallte. Bei der Erstbehandlung 
am gleichen Tag diagnostizierte Dr. med. D.________ einen Status nach HWS-Distor-
sionstrauma mit cervico-cephalem Syndrom, Kreuz/LWS-Beschwerden links und 
passageren kognitiven Störungen. Die Helsana anerkannte ihre Leistungspflicht und 
erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.

b) Der beratende Arzt der Helsana, Dr. med. E.________, wies in seiner 
Stellungnahme vom 9. Mai 2018 darauf hin, der Endzustand sei spätestens 7 Monate 
nach dem Ereignis, d.h. per Ende Mai 2018, erreicht.

Mit Schreiben vom 15. Mai 2018 teilte die Helsana der Versicherten mit, sie könne sich ab 
sofort nicht mehr an den Kosten für die weitere Behandlung und Therapie beteiligen. 
Grund dafür sei, dass der Gesundheitszustand durch die Behandlung nicht mehr namhaft 
verbessert werden könne. Somit sei im Heilungsverlauf der so genannte Endzustand 
erreicht und der Leistungsanspruch erlösche.

c) Mit Verfügung vom 14. Juni 2018 stellte die Helsana die gesetzlichen Leistungen 
per 31. Mai 2018 ein und wies zur Begründung darauf hin, aus medizinischer Sicht 
hinterlasse das Ereignis vom 18. Oktober 2017 keine Folgen, welche die Erwerbsfähigkeit 
der Versicherten messbar beeinträchtigen könnten. Es resultiere keine unfallbedingte 
Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität. Somit seien auch die 
Voraussetzungen für weitere Geldleistungen (Invalidenrente/Integritätsentschädigung) 
nicht erfüllt.

d) Gegen die Verfügung vom 14. Juni 2018 liess die Versicherte am 13. Juli 2018 
Einsprache erheben und die weitere Leistungsausrichtung (insbesondere Taggelder und 
Heilbehandlungskosten) über den 31. Mai 2018 hinaus beantragen.

Mit Einspracheentscheid vom 7. Januar 2019 wies die Helsana die Einsprache ab und 
legte zur Begründung dar, der medizinische Endzustand sei bereits am 20. November 
2017 erreicht worden. Mangels unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit habe die Versicherte 

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Urteil S 2019 28

keinen Anspruch auf eine Rentenleistung, mithin auch nicht auf die Übernahme der 
Heilungskosten gestützt auf Art. 21 UVG. Die geklagten Beschwerden stellten keine 
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität dar. Ebenso 
wenig liege eine dauernde Beeinträchtigung vor. Jedenfalls sei die Erheblichkeitsgrenze 
von 5 % nicht erreicht, weshalb ohnehin auch kein Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung bestehe. Die seit April 2018 geklagten psychischen Beschwerden 
stünden ohnehin nicht in einem adäquat kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis 
vom 18. Oktober 2017. Da der Endzustand bereits seit dem 20. November 2017 erreicht 
worden sei, sei die Leistungseinstellung per 31. Mai 2018 demnach nicht zu beanstanden, 
zumal eine Einstellung bereits per 20. November 2017 zulässig gewesen wäre.

B. Am 7. Februar 2019 liess A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
Beschwerde einreichen und die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 7. Januar 2019 
beantragen. Die Helsana sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG 
(insbesondere Heilbehandlungsleistungen und Taggelder) auszurichten. Eventualiter sei 
ein unabhängiges medizinisches Gutachten einzuholen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Helsana. Zur Begründung liess die Beschwerdeführerin 
geltend machen, es sei nicht belegt und zudem aktenwidrig, dass ab dem 20. November 
2017 keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe. Der Fallabschluss sei verfrüht 
vorgenommen worden, da durch eine Fortsetzung der Physiotherapie und der 
Psychotherapie eine Verbesserung des Zustands zu erwarten sei. Aus diesem Grund 
könnten die Adäquanzkriterien noch gar nicht schlüssig beurteilt werden. Gestützt auf die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung BGE 134 V 109 E. 9.4 sei ein polydisziplinäres 
Gutachten einzuholen. Zudem liege ein verfrühter Fallabschluss vor, weshalb die 
Adäquanzkriterien noch gar nicht schlüssig beurteilt werden könnten.

C. Mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2019 beantragte die Helsana die 
Abweisung der Beschwerde vom 7. Februar 2019 und führte zur Begründung aus, die 
Beschwerdeführerin verkenne, dass die Leistungen vorliegend nicht aufgrund des 
Wegfalls der Kausalität eingestellt worden seien, sondern wegen des Erreichens des 
Endzustands per 20. November 2017.

D. In der Replik vom 13. März 2019 und in der Duplik vom 26. März 2019 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest. Auf ihre Ausführungen ist – soweit erforderlich – in den 
Erwägungen einzugehen.

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Urteil S 2019 28

E. Mit Eingabe vom 7. September 2020 teilte der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin dem Gericht mit, dass er deren Interessen nicht mehr vertrete.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde erhoben 
werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug 
beurteilt gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) 
das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht. Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat 
(Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin wohnt in C.________, weshalb das 
Verwaltungsgericht in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) 
örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
7. Januar 2019 wurde am 7. Februar 2019 fristgerecht der Post übergeben. Sie entspricht 
auch den übrigen formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG, BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 
14. Juni 2018) resp. des streitigen Einspracheentscheids (in casu 7. Januar 2019) 
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in zeitlicher Hinsicht 
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f. und 130 V 445 
E. 1.2, mit Verweis auf BGE 129 V 1 E. 1.2, 167 E. 1, 354 E. 1, je mit weiteren Hinweisen). 
Vorliegend geht es um die Frage, ob die Helsana zu Recht die Versicherungsleistungen 
per 31. Mai 2018 eingestellt und einen weiteren Leistungsanspruch der 
Beschwerdeführerin (insbesondere auf Heilbehandlungsleistungen und Taggelder) 
verneint hat. Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 

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Urteil S 2019 28

9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 
die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV, SR 832.202) in Kraft getreten. Dementsprechend sehen die 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und 
für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt werden (Abs. 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Der hier zu 
beurteilende Vorfall hat sich am 18. Oktober 2017 ereignet, weshalb die ab 1. Januar 2017 
gültigen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert 
werden.

3.
3.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 
UVG). 

3.2 Die erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das 
Vorliegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung. Als Unfall gilt die 
plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Artikel 
6 Abs. 2 UVG enumeriert abschliessend die Körperschädigungen, die, sofern sie nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind, auch ohne 
ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt werden. Aufgezählt werden a) 
Knochenbrüche, b) Verrenkungen von Gelenken, c) Meniskusrisse, d) Muskelrisse, e) 
Muskelzerrungen, f) Sehnenrisse, g) Bandläsionen und h) Trommelfellverletzungen. 
Überdies regelt Art. 9 UVG die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei 
Berufskrankheiten resp. den Berufskrankheiten gleichgestellten Krankheiten.

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Urteil S 2019 28

3.3
3.3.1 Gemäss UVG setzt die Leistungspflicht eines Unfallversicherers zudem voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 119 V 335 E. 1; 117 V 359 E. 4a mit Hinweisen). 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 
besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 
Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2; 129 V 402 E. 2.2; 125 V 456 E. 
5a). Mit der Theorie des adäquaten Kausalzusammenhangs wird dem rechtlich 
bestehenden Bedürfnis nach Eingrenzung und Auswahl von Tatsachen aus der 
natürlichen Kausalkette Rechnung getragen (BGE 123 V 98 E. 3b). Der Prüfung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs als einer Rechtsfrage kommt somit die Funktion einer 
Haftungsbegrenzung zu (BGE 117 V 369 E. 4a; 115 V 133 E. 7). 

Bei organisch nachweisbaren Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche 
Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 
praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität 
deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1). 

3.3.2 Bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfallfolgeschäden, für die ein natürlicher 
Kausalzusammenhang medizinisch zwar angenommen wird, jedoch nicht oder nicht 
hinreichend organisch nachweisbar ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b), ist demgegenüber 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 

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HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 
E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss beurteilt werden, ob 
die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 
Beeinträchtigungen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (vgl. dazu BGE 117 V 359 
E. 4b, 119 V 335 E. 1, 134 V 109 E. 6.2.1). 

Ist die Schleudertrauma-Rechtsprechung hingegen nicht anwendbar, so sind grundsätzlich 
die Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall 
entwickelt wurden (sog. Psycho-Praxis, BGE 115 V 133 E. 6c/aa), anzuwenden (BGE 138 
V 248 E. 4 mit Hinweisen). Sind die zum typischen Beschwerdebild eines 
Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben, 
treten diese aber im Vergleich zur vorliegenden ausgeprägten psychischen Problematik 
ganz in den Hintergrund, ist der adäquate Kausalzusammenhang praxisgemäss unter dem 
Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 133) zu 
beurteilen (BGE 123 V 98 E. 2a, Urteile BGer U 65/07 vom 14. Dezember 2007 E. 2.2 und 
8C_957/2008 vom 1. Mai 2009 E. 4.2 f.). 

Kommt die Psycho-Praxis zur Anwendung, ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als 
leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Der 
adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung 
ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und bei schweren 
Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, bei Unfällen des mittleren Bereichs 
nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten lässt. Es sind daher weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 
stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Gemäss Bundesgericht handelt es sich dabei um 
folgende sieben Kriterien: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;

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- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).

Diese Kriterien werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft bzw. sind einzig die 
physischen Komponenten zu berücksichtigen (vgl. Urteil BGer U 394/06 vom 19. Februar 
2008 E. 2.1 und 6.1). Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung 
ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die 
Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies 
trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren 
Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall 
zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428; 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 
Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge 
schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes 
beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene 
Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es 
sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu 
den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssten demnach von den weiteren, objektiv 
fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge 
davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die 
Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa), für eine Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens vier der sogenannten Adäquanzkriterien 
erfüllt oder ein einzelnes Kriterium in ausgeprägter Weise gegeben sein (Urteil BGer 
8C_762/2019 / 8C_763/
2019 vom 12. März 2020 E. 4.2.1.2). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch 
bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb, vgl. 
auch BGE 120 V 352 E. 5b/aa).

3.4 Hinsichtlich des Zeitpunktes der Adäquanzprüfung hat das Bundesgericht gestützt 
auf Art. 19 Abs. 1 UVG und die dazu ergangene Rechtsprechung erwogen, dass der 
Unfallversicherer den Fall abzuschliessen hat, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 

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Urteil S 2019 28

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1). 

Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes noch möglich ist, bestimmt sich 
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die 
Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende 
Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3). Die bei den psychischen 
Fehlentwicklungen nach Unfall anlässlich der Adäquanzprüfung einzig zu 
berücksichtigenden physischen Komponenten lassen sich im Zeitpunkt, in welchem von 
einer Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung mehr erwartet werden kann, zuverlässig beurteilen (BGE 134 V 109 
E. 6.1); mithin sind in solchen Fällen behandlungsbedürftige psychische 
Gesundheitsschäden kein Hindernis für den Fallabschluss (vgl. Urteil BGer 8C_347/2008 
vom 1. Mai 2009 E. 4.5 sowie Rumo-Jungo/
Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 144).

3.5 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 
Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person im 
Hinblick auf ihre persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2).

3.6 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c). 
Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten darf der 
Sozialversicherungsrichter jedoch den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 

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Urteil S 2019 28

Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge resp. der medizinischen Situation einleuchtet bzw. ob die 
Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit zahlreichen 
Hinweisen). In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass das 
Bundesgericht auch für den Bereich der Unfallversicherung festhielt, dass es einer 
Erfahrungstatsache entspreche, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen würden. Entsprechend seien hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu würdigen. 
Es komme ihnen entsprechend auch nicht derselbe Beweiswert zu wie den Berichten von 
Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt 
worden seien. Die Divergenz vom medizinischen Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen Arztes und vom medizinischen Begutachtungsauftrag lasse es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen, wenn 
sich die behandelnden und die beurteilenden Ärzte nicht einig seien (Urteil EVG U 58/06 
vom 2. August 2006 E. 2.2, mit einigen weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt 
Berichten von verwaltungs- bzw. versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zu, jedenfalls 
solange keine Zweifel an ihrer Schlüssigkeit aufkommen.

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass das Ereignis vom 18. Oktober 
2017 einen Unfall im Sinne des gesetzlichen Unfallbegriffs darstellt, für dessen 
gesundheitliche Folgen die Helsana grundsätzlich leistungspflichtig ist. Dieser Pflicht ist 
die Helsana denn auch nachgekommen. Mit Verfügung vom 14. Juni 2018 bzw. 
Einspracheentscheid vom 7. Januar 2019 stellte sie die erbrachten 
Versicherungsleistungen indes per 31. Mai 2018 ein, da der Endzustand erreicht worden 
sei und das Ereignis vom 18. Oktober 2017 aus medizinischer Sicht keine Folgen 
hinterlasse, welche die Erwerbsfähigkeit messbar beeinträchtigen könnten. 
Demgegenüber lässt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend machen, die 
Helsana habe den Fall zu früh abgeschlossen und es bestünden über den 31. Mai 2018 
hinaus Unfallfolgen, welche ihre Erwerbsfähigkeit in einem relevanten Ausmass 
beeinträchtigten. Den Akten ist zum Unfallhergang und zu dessen Folgen im Wesentlichen 
Folgendes zu entnehmen:

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Urteil S 2019 28

4.1 Gemäss Schadenmeldung vom 25. Oktober 2017 erlitt die Beschwerdeführerin am 
18. Oktober 2017 einen Auffahrunfall. Sie sei in C.________ auf der ___strasse in 
Richtung Zentrum unterwegs gewesen und habe abgebremst, um einem Auto das 
Einbiegen in die ___strasse zu ermöglichen. Die nachfolgende Fahrerin sei ungebremst in 
ihr Auto geprallt. Die Beschwerdeführerin gab an, sich beidseits am Rücken verletzt zu 
haben (BG-K1).

4.2 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. D.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Arztzeugnis-UVG vom 19. November 2017 einen Status nach HWS-
Distorsionstrauma mit cervico-cephalem Syndrom, Kreuz/LWS-Beschwerden links und 
passageren kognitiven Störungen. Es lägen ausschliesslich Unfallfolgen vor und es gebe 
keine besonderen Umstände, die den Heilverlauf ungünstig beeinflussen könnten. Weiter 
attestierte er der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit (ohne konkrete 
Prozentangabe) ab 18. Oktober 2017 bis 19. November 2017. Die Arbeitsaufnahme zu 
100 % werde ab 20. November 2017 erfolgen. Behandlungsabschluss sei voraussichtlich 
in acht Wochen (BG-M2).

4.3 Dem Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 
Beschleunigungstrauma vom 18. Oktober 2017, ausgefüllt vom behandelnden Arzt Dr. 
med. D.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, ist zu entnehmen, sofort nach dem 
Unfall sei Schwindel aufgetreten. Kopf- und Nackenschmerzen seien "sofort" bzw. "nach 
vier Stunden" aufgetreten. Ausserdem habe sie sofort Schmerzen im Becken/LWS links 
mit Ausstrahlung L5 links erlitten. Vor dem Unfallereignis hätten keine 
behandlungsbedürftigen Beschwerden vorgelegen. Doktor D.________ diagnostizierte ein 
kranio-zervikales Beschleunigungstrauma Grad I (Nackenbeschwerden mit Schmerz, 
Steifigkeitsgefühl oder nur Schmerzhaftigkeit) ohne somatische Befunde und mit normaler 
Beweglichkeit. Die Beschwerdeführerin sei ab 18. Oktober 2017 arbeitsunfähig (ohne 
konkrete Prozentangabe, BG-M1).

4.4 In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 5. Februar 2018 diagnostizierte 
Dr. D.________ einen Status nach HWS-Distorsionstrauma mit cervico-cephalem 
Syndrom, Kreuz/LWS-Beschwerden links und passageren kognitiven Störungen. Die 
Beschwerdeführerin gebe an, ca. zwei- bis dreimal pro Woche an HWS-Beschwerden zu 
leiden, oft mit Kopfweh. Die Physiotherapie bringe eine Linderung der Beschwerden. 
Zusätzlich bestehe eine depressive Entwicklung (Traurigkeit, kein Antrieb mit 
Schlafproblemen), welche seit einigen Monaten (bereits vor dem Unfall) mit Cipralex 

12

Urteil S 2019 28

20 mg therapiert worden sei. Seit 20. November 2017 habe die Beschwerdeführerin ihre 
Arbeit wieder zu 100 % aufgenommen (BG-M3). 

4.5 Dem UVG-Zwischenbericht vom 21. Februar 2018 ist zu entnehmen, dass sich die 
Beschwerdeführerin zu jenem Zeitpunkt in keiner Behandlung befand (BG-M5). Trotz 
wöchentlicher Physiotherapie und intravenöser Ozontherapie bestätigte Dr. D.________ 
am 8. April 2018 eine nur langsame, jedoch stetige Besserung der Beschwerden (BG-M6).

4.6 In seiner Stellungnahme vom 9. Mai 2018 führte der beratende Arzt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, aus, bei der 
Beschwerdeführerin liege eine leichte, nicht richtunggebende HWS-Distorsion mit 
protrahiertem Verlauf vor. Dafür mitverantwortlich sei eine unfallfremde depressive 
Entwicklung mit vorübergehender psychiatrischer Betreuung. Der Endzustand sei 
spätestens sieben Monate nach dem Ereignis, d.h. per Ende Mai 2018, erreicht (BG-M7).

4.7 In seinem Bericht vom 5. August 2018 diagnostizierte Dr. D.________ eine 
mittelschwere depressive Episode mit somatischen Beschwerden bei psychischer 
Dekompensation seit ca. 7. Mai 2018 und bei mittelschwerer Schlafapnoe. Ausserdem 
bestehe ein chronisches HWS-Syndrom bei Status nach HWS-Distorsionstrauma am 
18. Oktober 2017 (protrahierter Verlauf des HWS-Syndroms, chronische 
Rückenschmerzen bei Überlastung, chronische gastro-intestinale Beschwerden in Form 
von Meteorismus, Flatulenz). In der ersten Phase (Wochen) habe ein erfreulicher Verlauf 
mit rascher Zunahme der Arbeitsfähigkeit beobachtet werden können. Ab dem 
20. November 2017 habe die Beschwerdeführerin ihre Arbeit als Pflegefachfrau zu 100 % 
aufnehmen können. Die frühere depressive Problematik habe somit auf den primären 
Verlauf keinen Einfluss. Allerdings habe die Schmerzsymptomatik im weiteren Verlauf 
wider Erwarten nur ungenügend kontrolliert und gebessert werden können. Die 
Beschwerden (eingeschränkte HWS-Rotation, Triggerpunkte im Bereich der 
Nackenmuskulatur) stünden im klaren kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 
18. Oktober 2018, da vorher keine ähnlichen Beschwerden vorhanden gewesen seien. 
Infolge des chronischen unfallbedingten Schmerzsyndroms sei es sekundär (Fettdruck im 
Original) zu einer Verschlechterung der psychischen Lage gekommen (BG-M8).

4.8 Dem Bericht der Klinik F.________ vom 21. August 2018 lassen sich im 
Wesentlichen folgende Diagnosen entnehmen: rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2) sowie eine komplexe 

13

Urteil S 2019 28

Traumafolgestörung bzw. posttraumatische Belastungsstörung (F43.1). Hintergrund dieser 
komplexen Traumafolgestörung sei ein Unfallereignis aus dem Jahr 2002, bei dem eine 
Freundin bei einem gemeinsamen Autounfall verstarb. Der Unfall aus dem Jahr 2017 habe 
diese Erlebnisse wieder hochkommen lassen. Das Unfallereignis vom 18. Oktober 2017 
sei zumindest teilweise für die Beschwerden verantwortlich. Seit 18. Mai 2018 befinde sich 
die Beschwerdeführerin im multimodalen Behandlungsprogramm (Gruppen- und 
Einzelpsychotherapie, ärztliche Visiten, Pharmakotherapie, Singen, Rückengymnastik, 
Massagen, Spezialtherapien mit Tanz- und Bewegung, Mal- und Gestaltungstherapie 
sowie Ergotherapie). Nach eigenen Angaben habe die Beschwerdeführerin im Jahr 2002 
erstmals eine depressive Episode gehabt, nachdem eine Freundin bei einem 
gemeinsamen Autounfall verstorben sei. Nach einer kurzzeitigen Behandlung mit 
Escitalopram (Cipralex®) sei es zu einer vollständigen Remission gekommen. Diese habe 
ca. 10 Jahre angehalten. Im Jahr 2014 sei es zu einem Rezidiv gekommen. Die 
Beschwerdeführerin gab an, trotz medikamentöser und psychotherapeutischer 
Behandlung würden seither Residualsymptome bestehen (BG-M9).

5. In formeller Hinsicht lässt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der 
Aktenführungspflicht gemäss Art. 46 ATSG durch die Helsana rügen. Diese habe ihrem 
Rechtsvertreter nicht nummerierte Akten zugestellt, weshalb er nicht in der Lage gewesen 
sei, die entsprechenden Zitatstellen mit Nummern zu benennen.

5.1 Das ATSG regelt die Aktenführung in Art. 46, wonach für jedes Sozialversiche-
rungsverfahren alle Unterlagen, die massgeblich sein können, vom Versicherungsträger 
systematisch zu erfassen sind. Mit der Vorgabe einer "systematischen" Erfassung wählte 
der Gesetzgeber dabei bewusst eine recht offene Umschreibung; die Möglichkeiten der 
Aktenführung reichen damit von der physischen Erfassung der schriftlichen Akten in einem 
Aktendossier bis hin zu IT-gestützten Aktenerfassungssystemen. Immerhin muss die Ak-
tenführung nach festgelegten, allgemeinen, sachgerechten und zweckmässigen Kriterien 
erfolgen, sodass ein Nachweis der Verwaltungstätigkeit möglich ist und nachvollzogen 
werden kann, wie die Sachverhaltsabklärung erfolgt ist und wie der Weg der 
Entscheidfindung verlaufen ist (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. A., 2020, Art. 46 N 23 mit 
Verweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).

5.2 Im vorliegenden Verfahren reichte die Helsana dem Verwaltungsgericht 
zusammen mit ihrer Vernehmlassung die nummerierten Akten mit einem Verzeichnis ein 
(vgl. act. 3, S. 5). Damit ist sichergestellt, dass das Gericht die Sachverhaltsabklärung und 

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Urteil S 2019 28

den Entscheidfindungsprozess der Helsana anhand der zu einem bestimmten Zeitpunkt 
vorhandenen Akten ohne weiteres nachvollziehen kann, sodass der Hauptzweck der 
Aktenführungspflicht gemäss Art. 46 ATSG gewährleistet ist.

Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, ihr Rechtsvertreter habe von der 
Helsana keine nummerierten Akten bekommen. Selbst wenn diese Rüge – was jedoch an 
dieser Stelle offen bleiben kann – zutreffen würde, wäre eine Verletzung von Art. 46 ATSG 
zu verneinen. Dieser Artikel sieht keine Aktennummerierungspflicht vor. Es ist für das 
Gericht zudem nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargelegt, 
worin ihr Rechtsnachteil konkret bestehen soll, wenn ihr Rechtsvertreter die 
massgebenden Akten mittels Aktenverweisen statt mittels Nummern zitiert hat. Ihr 
Rechtsvertreter hat nämlich mit den von ihm eingereichten Rechtsschriften den Tatbeweis 
dafür erbracht, dass er bei der Wahrung der Rechte seiner Klientin die massgebenden 
Akten korrekt zitieren konnte. Nichts anderes lässt sich aus der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ableiten (BGE 130 II 473 E. 4.1), sodass sich die Rüge der 
Beschwerdeführerin als unbegründet erweist. Immerhin gilt es jedoch anzumerken, dass 
die systematische Aktenerfassung in jedem Stadium des Verfahrens gewährleistet sein 
soll und dem weiteren Optimierungsbedarf mit der Neufassung von Art. 8 Abs. 2 der 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11, 
in Kraft seit 1. Oktober 2019) entsprechend Nachdruck verliehen wurde.

6. Umstritten und zu prüfen ist, ob für die von der Beschwerdeführerin über den 
31. Mai 2018 hinaus noch geklagten Beschwerden ein auf den Unfall vom 18. Oktober 
2017 zurückzuführendes organisches Substrat objektiviert werden kann.

6.1 In diesem Zusammenhang bringt die Beschwerdeführerin verschiedene Rügen 
vor.

6.1.1 Vorab macht die Beschwerdeführerin geltend, beim Bericht des beratenden Arztes 
Dr. E.________ vom 9. Mai 2018 handle es sich um eine versicherungsinterne ärztliche 
Stellungnahme. Auf eine solche könne rechtsprechungsgemäss nur dann abgestellt 
werden, wenn nicht einmal geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
bestünden.

Doktor E.________ bezeichnet sich als beratenden Arzt der Helsana und gebraucht ihren 
Briefkopf. Selbst wenn er damit als versicherungsinterner Arzt zu qualifizieren wäre, was in 

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Urteil S 2019 28

casu jedoch offen bleiben kann, vermöchte die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren 
Gunsten abzuleiten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt nämlich auch 
den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und 
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte 
Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen (Urteil BGer 8C_677/2010 vom 
16. Dezember 2010 E. 4.5). In Beachtung der dargestellten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist der Beschwerdeführerin entgegen zu halten, dass auch die Berichte 
versicherungsinterner Ärzte der freien Beweiswürdigung unterliegen, was keine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs darstellt. Die von ihr vorgebrachte Rüge erscheint daher als 
haltlos, zumal sie den pauschal erhobenen Vorwurf betreffend die angeblich fehlende 
Objektivität versicherungsinterner Ärzte nicht konkretisiert.

6.1.2 Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin gegen Dr. E.________ vor, er 
äussere sich als Rheumatologe zu fachfremden Befunden, namentlich zu ihren 
psychischen Beschwerden.

Der Beschwerdeführerin ist entgegen zu halten, dass bei ihr unbestrittenermassen vor 
dem Ereignis vom 18. Oktober 2017 eine psychische Problematik bestanden hat. Bereits 
einige Monate vor dem Unfall bestand eine depressive Entwicklung, welche mit Cipralex 
20 mg behandelt wurde (Bericht von Dr. D.________ vom 5. Februar 2018). Da bei der 
Beantwortung der Rechtsfrage, ob die im Frühjahr 2018 aufgetretenen psychischen 
Probleme der Beschwerdeführerin zum Ereignis vom 18. Oktober 2017 in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang stehen, ohnehin nicht auf den Bericht 
von Dr. E.________ vom 9. Mai 2018 abgestellt wird (vgl. E. 8 nachfolgend), vermag die 
Beschwerdeführerin aus ihrem Hinweis betreffend fachfremde Befunde nichts zu ihren 
Gunsten abzuleiten.

6.1.3 In einer weiteren Rüge macht die Beschwerdeführerin geltend, der Bericht von 
Dr. E.________ vom 9. Mai 2018 sei nicht mehr aktuell, da ihm die ärztlichen Berichte der 
Klinik F.________ vom 21. August 2018 und der letzte Bericht von Dr. D.________, d.h. 
derjenige vom 5. August 2018, nicht bekannt gewesen seien. Ausserdem handle es sich 
beim Bericht von Dr. E.________ um eine Aktenbeurteilung ohne persönliche 
Untersuchung.

16

Urteil S 2019 28

Der Beschwerdeführerin ist entgegen zu halten, dass im Rahmen der freien 
Beweiswürdigung auf den Beweiswert der erwähnten Berichte – auch derjenigen der 
Aktenbeurteilung – einzugehen ist. Es ist zu prüfen, ob bzw. inwieweit der Bericht von 
Dr. D.________ vom 5. August 2018 und derjenige der Klinik F.________ vom 21. August 
2018 die ärztlichen Schlussfolgerungen von Dr. E.________ vom 9. Mai 2018 bestätigen 
oder ihnen allenfalls widersprechen. Aus ihrer pauschalen Rüge per se – wonach 
Dr. E.________ die beiden Berichte nicht gekannt habe – vermag die Beschwerdeführerin 
jedenfalls nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.

6.1.4 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Helsana treffe die 
Beweislast für die Behauptung des Wegfalls jeglicher Unfallursachen. Bei dieser Rüge 
übersieht die Beschwerdeführerin, dass die Helsana ihre Leistungen per 31. Mai 2018 
eingestellt hat, weil ihrer Ansicht nach der Endzustand erreicht worden sei und keine 
unfallbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit mehr objektiviert werden könne. 
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin behauptet die Helsana demnach nicht den 
Wegfall jeglicher Unfallursachen.

6.2 Zu einem allfälligen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
18. Oktober 2017 und den ab 1. Juni 2018 geltend gemachten Beschwerden ist in 
organischer Hinsicht festzuhalten, dass Dr. D.________ bei der Erstuntersuchung am 
Unfalltag das Vorliegen somatischer Befunde verneint und der HWS der 
Beschwerdeführerin eine normale Beweglichkeit attestiert hat (vgl. Dokumentationsbogen, 
Ziff. 7). Er diagnostizierte einen Status nach HWS-Distorsionstrauma mit cervico-cehpalem 
Syndrom, Kreuz/LWS-Beschwerden links und passageren kognitiven Störungen (Berichte 
vom 19. November 2017, vom 5. Februar 2018, vom 8. April 2018). Am 5. August 2018 
diagnostizierte er eine mittelschwere depressive Episode mit somatischen Beschwerden 
bei psychischer Dekompensation seit ca. 7. Mai 2018 und bei mittelschwerer Schlafapnoe. 
Ausserdem bestehe ein chronisches HWS-Syndrom bei Status nach HWS-
Distorsionstrauma am 18. Oktober 2017 (protrahierter Verlauf des HWS-Syndroms, 
chronische Rückenschmerzen bei Überlastung, chronische gastro-intestinale 
Beschwerden in Form von Meteorismus, Flatulenz). Des Weiteren ist bezüglich der HWS-
Beschwerden in den medizinischen Unterlagen seit dem 20. November 2017 durchgehend 
eine volle Arbeitsfähigkeit ausgewiesen (Bericht von Dr. D.________ vom 19. November 
2017, ärztlicher Zwischenbericht vom 5. Februar 2018, UVG-Zwischenbericht vom 
11. Februar 2018 (BG-M2 bis 4), ärztlicher Zwischenbericht vom 8. April 2018 (BG-M6). 
Entgegen der anderslautenden Darstellung der Beschwerdeführerin ist die Feststellung 

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Urteil S 2019 28

von Dr. D.________ (vgl. beispielsweise in seinem Bericht vom 8. April 2018), wonach sie 
ihre Arbeitstätigkeit ab dem 20. November 2017 wieder zu 100 % aufgenommen habe, 
gleichbedeutend mit der Attestierung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit. Es ist nicht 
ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht schlüssig, konkret und 
nachvollziehbar dargelegt, inwiefern diese wiederholte Feststellung von Dr. D.________ 
anders verstanden werden soll. In Kenntnis und in Nachachtung der Beurteilungen von 
Dr. D.________, der die Beschwerdeführerin noch am Unfalltag sowie in den folgenden 
Monaten regelmässig untersucht und behandelt hat, qualifizierte Dr. E.________ das 
Ereignis vom 18. Oktober 2017 als eine leichte, nicht richtunggebende HWS-Distorsion mit 
protrahiertem Verlauf (Bericht vom 9. Mai 2018). Da Dr. E.________ den Berichten des 
behandelnden Arztes Dr. D.________ nicht widerspricht, vermag die Beschwerdeführerin 
aus dem Umstand, dass es sich bei seinem Bericht vom 9. Mai 2018 um eine 
Aktenbeurteilung handelt, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.

Es bleibt mithin festzuhalten, dass sich den vorliegenden medizinischen Unterlagen seit 
dem 20. November 2017 bezüglich der HWS-Beschwerden durchgehend eine volle 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin entnehmen lässt und für die von ihr über den 
31. Mai 2018 hinaus noch geklagten Beschwerden kann nach dem Dargestellten kein auf 
den Unfall vom 18. Oktober 2017 zurückzuführendes organisches Substrat objektiviert 
werden, sodass sich eine Adäquanzprüfung erübrigt.

7. Umstritten und zu prüfen ist zudem, ob die von der Beschwerdeführerin über den 
31. Mai 2018 hinaus geltend gemachten organisch nicht objektivierbaren Beschwerden 
unfallkausal sind.

7.1 Da das Vorliegen einer adäquaten Unfallkausalität der ab dem 1. Juni 2018 von 
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden klar zu verneinen ist (vgl. E. 7.4 
f.), kommt der Adäquanzprüfung eine eigenständige Bedeutung zu und kann dergestalt 
vorgezogen werden (Urteil BGer U 19/06 vom 18. Oktober 2006 E. 2). Es kann daher im 
vorliegenden Fall offen bleiben, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom 18. Oktober 2017 und den ab dem 1. Juni 2018 von der Beschwerdeführerin 
geltend gemachten Beschwerden zu bejahen ist. Auf die Einholung eines von der 
Beschwerdeführerin unter Verweis auf BGE 134 V 109 E. 9.4 beantragten 
polydisziplinären Gutachtens kann verzichtet werden, da sich ein solches zu einem 
allfälligen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und 
dem beim Unfall erlittenen Schleudertrauma (Distorsion) der HWS zu äussern hätte 

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Urteil S 2019 28

(Erw. 9.5 des erwähnten BGE). Weitere Ausführungen zu den Vorbringen betreffend die 
natürliche Kausalität – und somit auch zur Frage, ob ein sogenanntes typisches 
Beschwerdebild nach Schleudertrauma vorliegt – erübrigen sich.

7.2 Vorab stellt sich bei der Adäquanzprüfung die Frage, ob sie nach den in BGE 115 
V 133 genannten Kriterien (Psycho-Praxis) oder nach der allgemeinen Adäquanzformel zu 
erfolgen hat. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass auch das sogenannte 
typische Beschwerdebild nach Schleudertrauma eine psychische Komponente beinhalten 
kann (unter anderem Affektlabilität, Depression und Wesensveränderung, BGE 134 V 109 
E. 6.2.1).

Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass bei der Beschwerdeführerin eine 
vorbestehende psychische Problematik besteht (vgl. beispielsweise Bericht von 
Dr. D.________ vom 5. Februar 2018). Ausserdem trat im Frühling 2018 erneut eine 
psychische Problematik auf. Da hinsichtlich der HWS-Beschwerden seit dem 20. No-
vember 2017 keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen ist, hingegen gestützt auf die 
psychiatrischen Diagnosen zumindest vorübergehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert wurde (Bericht der Klinik F.________ vom 21. August 2018), geht die psychische 
Komponente darüber hinaus, was das typische Beschwerdebild nach Schleudertrauma 
beinhalten kann. Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden bzw. bei 
psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall hat die Beurteilung der Adäquanz nach 
der sogenannten Psycho-Praxis (BGE 115 V 133, BGE 138 V 248 E. 4) zu erfolgen (vgl. 
Erw. 3.3.2 vorstehend). Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und den psychischen Gesundheitsschädigungen ist zunächst im 
Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er 
objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt (BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das 
Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – 
zwischen leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich den 
dazwischenliegenden mittelschweren Unfällen unterschieden wird (vgl. E. 3.3.2 
vorstehend).

7.3 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzu-
knüpfen (BGE 115 V 133 E. 6). Die Helsana hat das Ereignis vom 18. Oktober 2017 der 
Gruppe der leichten Unfälle zugeordnet.

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Urteil S 2019 28

7.3.1 Die Schwere des Unfalles bestimmt sich nach dem augenfälligen 
Geschehensablauf und nicht nach den Kriterien, welche bei der Beurteilung der Adäquanz 
bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden. Zu prüfen ist im Rahmen einer 
objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als 
schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung 
nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend sind der 
augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch 
Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen 
zugeordnet werden können. Derartigen dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht 
zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu 
tragen. Dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - Verletzungen, welche sich 
die versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichtspunkt der besonders 
dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende 
- äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- 
resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht (vgl. Urteil BGer 
8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.1 mit Verweis auf SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, 
E. 5.3.1, U 2/07).

7.3.2 Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 18. Oktober 
2017 um ca. 9.40 Uhr im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit auf der ___strasse in 
C.________ in Richtung Zentrum unterwegs gewesen ist. Sie bremste ab, um einem Auto 
das Einbiegen in die ___strasse zu ermöglichen, woraufhin das nachfolgende Auto 
ungebremst in ihr Auto prallte. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs, wie er von 
der Beschwerdeführerin gegenüber der Helsana und den behandelnden Ärzten geschildert 
worden ist, muss das Unfallereignis als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten 
Unfällen qualifiziert werden. Eine solche Beurteilung steht zudem in Einklang mit der 
Kasuistik. Beispielsweise qualifizierte das Bundesgericht einen Unfall, bei dem das 
Fahrzeug von der Strasse abgekommen ist und sich daraufhin überschlagen hat, als 
mittelschwer (Urteil BGer U 186/06 und U 213/06 vom 29. Oktober 2007 E. 7.2). Das 
Ereignis vom 18. Oktober 2017 ist somit als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten 
Unfällen zu qualifizieren.

7.4 Da der Unfall vom 18. Oktober 2017 als mittelschwer im Grenzbereich zu den 
leichten Unfällen zu qualifizieren ist, müssten demnach von den weiteren, objektiv 
fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge 

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Urteil S 2019 28

davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die 
Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa), für eine Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens vier der sogenannten Adäquanzkriterien 
erfüllt oder ein einzelnes Kriterium in ausgeprägter Weise gegeben sein (Urteil BGer 
8C_762/2019 / 8C_763/2019 vom 12. März 2020 E. 4.2.1.2). Es handelt sich dabei um die 
folgenden Kriterien: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 
auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche 
Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie Grad 
und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).

7.4.1 Ob das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der 
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegt, ist objektiv und nicht aufgrund des 
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person zu beurteilen. Zu 
beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen ist, die somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Es wird 
nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der 
nachfolgende Heilungsprozess wird ebenfalls nicht einbezogen (Urteil BGer 8C_44/2017 
vom 19. April 2017 E. 6.2.2).

Der Unfall vom 18. Oktober 2017 ereignete sich weder unter besonders dramatischen 
Begleitumständen, noch war er objektiv betrachtet von besonderer Eindrücklichkeit. 
Schliesslich verneinte das Bundesgericht das Vorliegen von dramatischen Begleit-
umständen des unmittelbaren Unfallgeschehens sogar bei einem Unfall, bei dem das 
Fahrzeug von der Strasse abkam und sich daraufhin überschlug (Urteil BGer U 186/06 
bzw. U 213/06 vom 29. Oktober 2007 E. 7.3).

7.4.2 Beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen ist 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 
auszulösen, zu berücksichtigen (Urteil BGer 8C_362/2014 vom 25. Juni 2014 E. 4.2.2). 
Die Diagnose einer HWS-Distorsion oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu 
behandelnden Verletzung genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der 
Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung (vgl. Urteil BGer 8C_193/2016 vom 
26. Oktober 2016 E. 5.4). 

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Urteil S 2019 28

Die beim Ereignis vom 18. Oktober 2017 von der Beschwerdeführerin erlittenen 
Verletzungen eines HWS-Distorsionstraumas mit cervico-cephalem Syndrom, Kreuz/LWS-
Be-schwerden links und passageren kognitiven Störungen (vgl. Bericht des 
erstbehandelnden Arztes Dr. med. D.________ vom 19. November 2017, BG-M2) sind 
weder als schwer noch von besonderer Art mit einer erfahrungsgemässen Eignung zur 
Auslösung psychischer Fehlentwicklungen im Sinne der zitierten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung zu qualifizieren.

7.4.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch bedingten ärztlichen 
Behandlung ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung 
sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine 
Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Gesamthaft betrachtet wird eine 
länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete Behandlung somatisch begründbarer 
Beschwerden vorausgesetzt. Dabei reichen ärztliche Verlaufskontrollen, medikamentöse 
Therapie sowie Physiotherapie nicht aus (BGE 140 V 356 E. 5.6.2, Urteil BGer 8C_344/
2013 vom 10. Oktober 2013 E. 10). 

Gemäss den vorliegenden Unterlagen bestand die Behandlung der Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen aus Medikamenteneinnahme, wöchentlicher Physiotherapie und aus 
intravenöser Ozontherapie mit Infusionen mit Vitamin B 12 (BG-M2, M3). Zudem lässt sich 
dem UVG-Zwischenbericht vom 21. Februar 2018 entnehmen, dass aktuell keine 
Behandlung stattfinde (BG-M5). Nachdem der beratende Arzt Dr. E.________ mit 
Beurteilung vom 9. Mai 2018 festgestellt hatte, dass der Endzustand spätestens sieben 
Monate nach dem Unfallereignis, d.h. Ende Mai 2018, erreicht worden sei (BG-M7), ist 
eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vorliegend nicht zu 
verzeichnen.

7.4.4 Das Kriterium der Dauerschmerzen setzt voraus, dass in der ganzen Zeit 
zwischen Unfall und Fallabschluss durchgehend körperliche Schmerzen bestehen, die auf 
organisch nachweisbare, unfallkausale Befunde zurückgehen. Psychische Beschwerden 
können selbst dann nicht in die Beurteilung der Adäquanz einbezogen werden, wenn sie 
körperlich imponieren (vgl. Urteile BGer 8C_359/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 6.4 und 
8C_933/2014 vom 22. April 2015 E. 3.2.2.3).

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Der behandelnde Arzt Dr. D.________ wies zwar darauf hin, dass die 
Schmerzsymptomatik im weiteren Verlauf wider Erwarten nur ungenügend habe 
kontrolliert und gebessert werden können (Bericht vom 5. August 2018, BG-M8). 
Allerdings ist zu beachten, dass in casu kein unfallbedingtes organisches Substrat 
festgestellt werden konnte: einen Status nach HWS-Distorsionstrauma mit cervico-
cephalem Syndrom, Kreuz/LWS-Beschwerden links und passageren kognitiven Störungen 
(Berichte von Dr. D.________ vom 19. November 2017 und vom 5. Februar 2018, BG-M2, 
M3); ein kranio-zervikales Beschleunigungstrauma Grad I (Nackenbeschwerden mit 
Schmerz, Steifigkeitsgefühl oder nur Schmerzhaftigkeit) ohne somatische Befunde und mit 
normaler Beweglichkeit (Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-
zervikalem Beschleunigungstrauma vom 18. Oktober 2017, BG-M1). Das Kriterium der 
Dauerschmerzen (im Sinne von auf organisch nachweisbare, unfallkausale Befunde 
zurückgehende körperliche Schmerzen) ist somit zu verneinen.

7.4.5 Vorliegend ist eine die Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehl-
behandlung nicht aktenkundig.

7.4.6 Schliesslich ist auf die Kriterien "schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen" und "Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit" 
einzugehen. In psychischer Hinsicht kann offen bleiben, ob die erwähnten Kriterien erfüllt 
sind oder nicht, da die Adäquanzkriterien bei der Anwendung der "Psycho-Praxis" unter 
Ausschluss psychischer Aspekte zu prüfen bzw. einzig die physischen Komponenten zu 
berücksichtigen sind (Urteil BGer U 394/06 vom 19. Februar 2008 E. 2.1 und 6.1). Auf 
einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen darf nicht schon aus der 
ärztlichen Behandlung (z.B. lange Dauer, Einnahme vieler Medikamente) und der 
geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf vielmehr besonderer Gründe, 
welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben. Der 
Umstand, dass trotz verschiedener Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine 
(vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnte, 
reicht allein nicht aus (Urteile BGer 8C_682/2013 vom 14. Februar 2014 E. 11.3 und 
8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.3 je mit Hinweisen). Des Weiteren sind beim 
Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nur jene Zeiten zu 
berücksichtigen, welche die versicherte Person aufgrund einer rein physischen 
Betrachtungsweise arbeitsunfähig war (vgl. Urteil BGer 8C_362/2014 vom 25. Juni 2014 
E. 4.2.7).

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Urteil S 2019 28

Am 19. November 2017 hielt der behandelnde Arzt Dr. D.________ fest, dass keine 
besonderen Umstände vorlägen, die den Heilverlauf ungünstig beeinflussen könnten (BG-
M2). Die Physiotherapie habe eine Beruhigung der HWS-Beschwerden bewirkt (ärztlicher 
Zwischenbericht von Dr. D.________ vom 5. Februar 2018, BG-M3). Am 21. Februar 2018 
befand sich die Beschwerdeführerin in keiner Behandlung (UVG-Zwischenbericht gleichen 
Datums, BG-M5). Im April 2018 berichtet Dr. D.________ von einer langsamen, jedoch 
stetigen Besserung der Beschwerden (Schmerzen und Bewegungseinschränkung (Bericht 
vom 8. April 2018, BG-M6). Des Weiteren standen im August 2018 bei der 
Beschwerdeführerin – abgesehen von der bei diesem Kriterium nicht zu beachtenden 
psychischen Thematik – eine Schmerzsymptomatik und als Beschwerden eine 
eingeschränkte HWS-Rotation und Triggerpunkte im Bereich der Nackenmuskulatur im 
Fokus der ärztlichen Behandlung (Bericht von Dr. D.________ vom 5. August 2018, BG-
M8). Allerdings ist zu erwähnen, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht 
bereits ab 20. November 2017 wieder voll arbeitsfähig gewesen ist (vgl. E. 7.2 vorstehend) 
und der beratende Arzt Dr. E.________ mit Beurteilung vom 9. Mai 2018 festgestellt hatte, 
dass der Endzustand spätestens sieben Monate nach dem Unfallereignis, d.h. Ende Mai 
2018, erreicht worden sei (BG-M7). Da sich schliesslich der Bericht der Klinik F.________ 
vom 21. August 2018 auf die psychische Thematik bezieht, sind auch die Kriterien 
"schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen" und "Grad und Dauer der 
physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit" zu verneinen.

7.4.7 Nach dem soeben Dargelegten ist festzustellen, dass keines der massgebenden 
Kriterien als erfüllt zu betrachten ist. Mangels Vorliegens von mindestens vier der 
sogenannten Adäquanzkriterien in einfacher Form oder eines einzelnen in besonders 
ausgeprägter Form ist es somit nicht zu beanstanden, dass die Helsana den adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 18. Oktober 2017 und den 
psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin nach der sog. Psycho-Praxis verneint 
hat.

8. Schliesslich lässt die Beschwerdeführerin einen verfrühten Fallabschluss nach 
Art. 19 UVG geltend machen, da durch die Fortsetzung der Physiotherapie und der 
Psychotherapie eine Verbesserung des Zustands zu erwarten sei.

8.1 Nach konstanter Rechtsprechung zu Art. 19 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer 
– sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der 

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Urteil S 2019 28

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf 
eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 
E. 4.1). Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG, 
dass die durch die weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen 
muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3). Der 
Fallabschluss setzt lediglich voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine 
erhebliche Verbesserung mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche 
Behandlung nicht länger erforderlich ist (Urteile BGer 8C_727/2012 vom 21. Dezember 
2012 E. 3.2.2 und 8C_585/2010 vom 5. November 2010 E. 8).

8.2 Zur Beurteilung der Frage nach dem korrekten Zeitpunkt des Fallabschlusses 
stellte die Helsana auf die Einschätzung des beratenden Arztes Dr. E.________ vom 
9. Mai 2018 ab, wonach spätestens sieben Monate nach dem Ereignis, d.h. per Ende Mai 
2018, der Endzustand erreicht worden sei (BG-M7). Dem ist vollumfänglich beizupflichten, 
zumal Dr. E.________ seine Beurteilung nachvollziehbar begründete, indem er darauf 
hinwies, dass es sich um eine leichte, nicht richtunggebende HWS-Distorsion mit 
protrahiertem Verlauf handle. Dafür mitverantwortlich sei eine unfallfremde depressive 
Entwicklung mit vorübergehender psychiatrischer Betreuung. In somatischer Hinsicht 
liegen keine davon abweichenden ärztlichen Beurteilungen vor. Vielmehr ging der 
erstbehandelnde Arzt Dr. D.________ lediglich von einer achtwöchigen Behandlung aus 
(Bericht vom 19. November 2017, BG-M2) und wies am 5. Februar 2018 darauf hin, die 
Beschwerdeführerin habe ihre Arbeit ab dem 20. November 2017 zu 100 % wieder 
aufnehmen können (BG-M3), da die frühere depressive Problematik auf den primären 
Verlauf keinen Einfluss habe (Bericht vom 5. August 2018, BG-M8). Was den psychischen 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin anbelangt, ist zudem zu erwähnen, dass sie 
erstmals im Jahr 2002 an einer depressiven Episode gelitten hat. Nach einer Behandlung 
kam es zu einer vollständigen Remission. Im Jahr 2014 kam es zu einem Rezidiv. Trotz 
medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung bestehen seither nach den 
Angaben der Klinik F.________ Residualsymptome (Bericht vom 21. August 2018, BG-
M9). Auch der behandelnde Arzt Dr. D.________ erwähnt die bereits vor dem Unfall 
bestehende depressive Entwicklung und durchgeführte Therapie (Berichte vom 5. Februar 
2018 und vom 5. August 2018, BG-M3 und M8). Schliesslich qualifizierte der beratende 
Arzt Dr. E.________ die depressive Entwicklung ebenfalls als unfallfremd (Stellungnahme 
vom 9. Mai 2018). Nach dem soeben Dargelegten ist festzuhalten, dass die psychische 

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Urteil S 2019 28

Problematik unfallfremder Genese ist und daher bei der Frage nach dem Zeitpunkt des 
Fallabschlusses nicht zu berücksichtigen ist. Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin ab 20. November 2017 aus somatischer Sicht ist der medizinische 
Endzustand gestützt auf die vorliegenden Unterlagen überwiegend wahrscheinlich sieben 
Monate nach dem Unfallereignis, d.h. per Ende Mai 2018, erreicht worden, sodass die 
Helsana den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen hat.

9. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d, 124 V 90 E. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b und Urteil BGer I 769/04 vom 
27. April 2005 E. 3).

Die Beschwerdeführerin beantragt die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens. 
Angesichts der klaren Rechtslage (Erreichen des Endzustands in somatischer Hinsicht, 
fehlender adäquater Kausalzusammenhang in psychiatrischer Hinsicht) kann darauf 
verzichtet werden. An dieser Beurteilung vermag auch der von der Beschwerdeführerin 
zitierte Entscheid des Bundesgerichts BGE 134 V 109 E. 9.4 nichts zu ändern (vgl. zur 
Begründung E. 6.1 vorstehend).

10. Nach dem Gesagten ist die Helsana für die von der Beschwerdeführerin über den 
31. Mai 2018 hinaus geltend gemachten Beschwerden nicht leistungspflichtig, da in 
somatischer Hinsicht der Endzustand erreicht worden und in psychiatrischer Hinsicht das 
Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten 
Unfallereignis vom 18. Oktober 2017 und den über den erwähnten Zeitpunkt hinaus von 
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden zu verneinen ist. Eine 
Verletzung der Begründungspflicht durch die Helsana ist nicht ersichtlich. Da sich auch der 
medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt erweist, ist die Beschwerde insgesamt 
unbegründet und daher vollumfänglich abzuweisen.

11. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 

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Urteil S 2019 28

Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

27

Urteil S 2019 28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Helsana Unfall AG, Zürich, sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 30. September 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am