# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cebdc122-1e6f-5ac5-bffb-b94d8e606d62
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.02.2025 IV 2024/134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-134_2025-02-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/134

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.03.2025

Entscheiddatum: 25.02.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2025
Rentenerhöhungsgesuch. Art. 17 Abs. 1 ATSG. Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Das von der IV-Stelle 
eingeholte Verlaufsgutachten, gemäss welchem seit der letzten materiellen 
Überprüfung des Rentenanspruchs keine längerdauernde erhebliche 
Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten eingetreten ist, überzeugt, soweit es den Gesundheitszustand 
bis zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung betrifft. Die IV-Stelle 
hätte allerdings eine orthopädische Verlaufsabklärung vornehmen müssen, 
da zwischen der gutachterlichen Untersuchung und dem 
Verfügungszeitpunkt eine Schaftlockerung bei einem Status nach einem 
Knie-TEP-Wechsel links festgestellt worden ist, welche gemäss den 
behandelnden Ärzten zumindest einen Teil der persistierenden Schmerzen 
als auch die Belastungsintoleranz erklärt. Rückweisung der Sache zur 
Weiterführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2025, IV 
2024/134).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/17 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 25. Februar 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/134 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rentenrevision (Erhöhung) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/134 
 

 

2/17 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ bezog wegen einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem 

Syndrom, einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach politischer Haft vom 14. bis 

20. Lebensjahr und einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit vorwiegend 

narzisstischen Anteilen, unter Belastung auch paranoiden Anteilen, bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad 

von 50 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit und einem IV-Grad von 57 % ab dem 1. September 2007 

eine halbe IV-Rente (IV-act. 23, 42, 45). 

A.b Im Februar 2016 stellte der Versicherte ein Rentenerhöhungsgesuch (IV-act. 65). Der zuständige 

RAD-Arzt kam gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte zum Schluss, dass sich die neuen 

Diagnosen eines chronischen lumbospondylogenen Syndroms (mikrochirurgische Diskektomie L4/5 im 

Mai 2012) und eines schweren Schlafapnoesyndroms nicht wesentlich auf die Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit auswirkten. Mit Verfügung vom 24. Mai 2016 wies die IV-Stelle das 

Rentenerhöhungsgesuch bei einem IV-Grad von 54 % ab (IV-act. 79). Dagegen liess der Versicherte 

Beschwerde erheben (IV-act. 86). Am 6. Juli 2016 widerrief die IV-Stelle die Verfügung vom 24. Mai 

2016, um ihren Entscheid nochmals zu überprüfen (IV-act. 94). 

A.c Im Januar 2017 wurde der Versicherte polydisziplinär (allgemein-internistisch, rheumatologisch 

und psychiatrisch) durch die MEDAS Zentralschweiz begutachtet (IV-act. 120). Die Sachverständigen 

gaben im Gutachten vom 9. März 2017 die folgenden Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit an (IV-act. 120-37): 

1. Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) bei Akzentuierung von Persönlichkeitszügen 

(Z73.1) und bei aktenanamnestisch rezidivierenden depressiven Episoden, aktuell höchstens 

leichtgradige depressive Episode (F33.0); 

2. chronisches lumbales, teils thorakales Schmerzsyndrom mit/bei mässig ausgeprägten 

degenerativen Veränderungen betont der unteren lumbalen Wirbelsäule und Status nach 

mikrochirurgischer Diskektomie L4/5 rechts am 11. Mai 2012. 

Der rheumatologische Gutachter erklärte, dass der Versicherte über ein multifokales Schmerzsyndrom 

berichtet habe, welches generell schwierig erfassbar und auch in den Lokalisationen schwierig 

abgrenzbar sei. Eigentlich bestünden am ganzen Körper Schmerzen, aber linksseitig betont. 

Gesamthaft betrachtet hätten ausgeprägte Inkonsistenzen bestanden. Eindeutige vertebrale oder 

peripher-arthrogene Funktionseinschränkungen hätten sich keine ergeben. Wegen des 

Ganzkörperschmerzsyndroms und der vertebralen Schmerzproblematik sei dem Versicherten eine 

schwere körperliche Arbeit nicht mehr zumutbar. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne repetitives 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Heben von schweren Gewichten über 5-7.5 kg auf und über Schulterhöhe, ohne repetitives Heben von 

Gewichten über 10 kg auf und über Beckenhöhe und ohne Tätigkeiten mit fortgesetzten Vibrationen 

seien zu 100 % möglich. Der psychiatrische Gutachter führte aus, dass er keine mittelgradige oder 

schwere Depression, die über Stimmungsbeeinträchtigungen hinausgehe, welche man bei einer PTBS 

erwarten müsse, habe diagnostizieren können. Die Gutachter kamen in der polydisziplinären 

Beurteilung zum Schluss, dass dem Versicherten eine Schwerarbeit (zuletzt 2007 in der Textilindustrie) 

seit Jahren nicht mehr möglich sei. In einer körperlich adaptierten Tätigkeit bestehe seit Jahren eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 %. Den Beginn einer Verschlechterung bezüglich Schwerarbeit könne man auf 

Mai 2012 festsetzen, als der Versicherte wegen seiner Diskushernie L4/5 rechts operiert worden sei. 

Der zuständige RAD-Arzt notierte am 13. März 2017 (IV-act. 121), dass sich der Gesundheitszustand 

des Versicherten nicht relevant verändert habe. 

A.d Mit Verfügung vom 22. Mai 2017 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch bei einem IV-

Grad von 54 % ab (IV-act. 127). 

B.  

B.a Am 20. Dezember 2022 stellte der Versicherte ein weiteres Rentenerhöhungsgesuch (IV-act. 

136). Bereits am 28. Oktober 2022 war ein Bericht der Hausärztin Dr. med. B.___ bei der IV-Stelle 

eingegangen (IV-act. 134). Die Hausärztin hatte am 24. Oktober 2022 mitgeteilt, dass sich der 

Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert habe. Der Versicherte leide an Knieschmerzen, 

zu Beginn nur links, dann auch rechts. Im November 2019 sei eine Knie-TEP (Totalendoprothese) und 

bei Instabilität am 17. August 2022 ein Knie-TEP-Wechsel erfolgt. Der Versicherte leide zudem an 

multiplen Muskel- und Gelenkschmerzen. Seit Beginn der Knieschmerzen sei er nur an Gehstöcken 

mobil. Durch die Fehlbelastung sei es zu Daumengelenkschmerzen bds. und einer Verschlechterung 

der Rückenschmerzen gekommen. Der Versicherte sei in einer leidensangepassten Tätigkeit seit über 

drei Jahren zu 100 % arbeitsunfähig. Am 2. Dezember 2022 war zudem ein Bericht der Universitätsklinik 

Balgrist bei der IV-Stelle eingegangen (IV-act. 135). Eine Assistenzärztin Orthopädie hatte am 

17. November 2022 berichtet, dass es nach einer Knie-TEP 2019 bei Gonarthrose mit Meniskusläsion 

medial links zu einer deutlichen Verschlechterung der Beschwerdesymptomatik gekommen sei. Aktuell 

bestehe für körperliche Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in anderen 

Tätigkeiten könne aufgrund der psychiatrischen Diagnosen nicht beurteilt werden. 

B.b Im Revisionsfragebogen vom 10. Januar 2023 (IV-act. 140) gab der Versicherte an, dass sich 

sein Gesundheitszustand seit dem Jahr 2015 verschlechtert habe. Trotz der im Jahr 2022 neu 

eingesetzten Prothese im linken Knie bestünden die gleichen, jetzt noch stärkeren Symptome. Aufgrund 

der Schmerzen könne er sich nicht vorstellen, wieder zu arbeiten. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/17 

B.c Am 25. Januar 2023 gingen diverse Berichte der Universitätsklinik Balgrist ein (IV-act. 142 ff.). 

Dem Sprechstundenbericht vom 17. November 2022 (IV-act. 147) war zu entnehmen, dass sich drei 

Monate nach dem Knie-TEP-Wechsel links vom 17. August 2022 ein etwas protrahierter Verlauf gezeigt 

hatte. Der Versicherte hatte weiterhin von einer starken Schmerzsymptomatik und Schwellneigung 

berichtet. Das Instabilitätsgefühl und das Klackern waren im Vergleich zu präoperativ jedoch 

verschwunden. 

B.d Die Hausärztin berichtete der IV-Stelle am 17. Februar 2023 (IV-act. 153), dass der Versicherte 

wegen starker Knieschmerzen seit März 2018 voll arbeitsunfähig sei. Das Schmerzzentrum des 

Kantonsspitals St. Gallen hatte im Bericht vom 1. März 2019 (IV-act. 153-7 ff.) als Diagnosen u.a. eine 

chronische Schmerzstörung mit gemischten neuropathischen und nozizeptiven Anteilen und eine PTBS 

mit Panikattacken und psychischer Instabilität angegeben. Die Ärzte hatten festgehalten, dass die 

psychisch sehr angespannte Situation eine Auseinandersetzung mit der Schmerzsymptomatik fast 

unmöglich gemacht habe. Dieselbe Klinik hatte im Abschlussbericht vom 11. Januar 2021 festgehalten 

(IV-act. 153-31 ff.), dass der Versicherte weiterhin unter persistierenden Schmerzen beider Knie mit 

Schmerzausweitung in die Beine leide. Trotz intensiver ambulanter Therapie bleibe er zur 

Fortbewegung auf Unterarmgehstöcke angewiesen. Dem Austrittsbericht der Klinik C.___ vom 12. 

September 2022 (IV-act. 153-26 ff.) über die stationäre Rehabilitation vom 22. August bis 14. 

September 2022 war zu entnehmen, dass der Versicherte bis zum Austritt an Unterarmgehstützen 

sicher und selbständig mobil gewesen sei. Die Beweglichkeit des Knies und die Muskelkraft des 

gesamten Beines hätten aufgebaut werden können. 

B.e Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete der IV-Stelle am 10. 

März 2023 (IV-act. 155) über einen verschlechterten Gesundheitszustand. Die Diagnosen hätten sich 

nicht geändert. Der Versicherte leide an einer chronifizierten PTBS, an einer mittelschweren 

depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ED 06/2007) und an einer andauernden 

Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit vorwiegend narzisstischen Anteilen, unter 

Belastung auch paranoiden Anteilen. Dem Versicherten sei weder die bisherige noch eine andere 

Tätigkeit zumutbar. 

B.f RAD-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie, notierte am 20. Juli 2023 (IV-act. 156), dass die 

behandelnde Psychiaterin die Diagnose einer mittelschweren depressiven Episode mit somatischem 

Syndrom, ED 06/2007, angegeben habe. Im Gutachten aus dem Jahr 2017 sei jedoch eine "aktuell 

höchstens leichtgradige depressive Episode" festgestellt worden, was gegen die Diagnose der 

Behandlerin spreche. Gemäss der Hausärztin bestehe seit August (richtig: März) 2018 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten. Die Kniebeschwerden seien jedoch erst im Sprechstundenbericht 

vom 18. September 2019 nachvollziehbar beschrieben worden. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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B.g Die Hausärztin berichtete der IV-Stelle am 14. August 2023 über einen stationären 

Gesundheitszustand (IV-act. 160). Sie hielt erneut fest, dass der Versicherte wegen starker 

Knieschmerzen zu 100 % arbeitsunfähig sei. Im Ärztlichen Beiblatt notierte sie allerdings, dass sie 

weder die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen noch in anderen Tätigkeiten beurteilen könne. Der 

behandelnde Arzt der Universitätsklinik Balgrist hatte im Sprechstundenbericht vom 16. Februar 2023 

(Bericht vom 23. Februar 2023, IV-act. 160-7 f.) festgehalten, dass der Versicherte von der (Revisions-

)Operation nicht wesentlich profitiert habe. Die Stabilität sei zwar deutlich besser als zuvor, die 

Schwellneigung des Gelenks bestehe jedoch weiterhin, und der Versicherte sei zur Fortbewegung auf 

zwei Gehstöcke angewiesen. Nun bereite auch die rechte Seite bei bekannter Gonarthrose 

zunehmende Schmerzen. Als Befund hatte der Behandler einen deutlichen Erguss links angegeben. Er 

hatte erklärt, dass der Verlauf mit noch deutlicher Reizung des Gelenks schwierig sei. Sollte der 

Versicherte in den nächsten drei Monate nicht doch eine gewisse Beschwerdelinderung verspüren, 

wäre eine Infiltration die nächste Option. Zunächst werde nun die rechte Seite infiltriert, um so auch 

eine gewisse Entlastung der linken Seite zu erreichen. Im Sprechstundenbericht vom 15. Juni 2023 

hatte derselbe Arzt festgehalten (IV-act. 160-9 f.), dass der Versicherte von der Infiltration im Bereich 

des rechten Kniegelenks profitiert habe und die Schmerzen insgesamt regredient seien. Im Bereich des 

linken Kniegelenks habe der Versicherte über eine Schwellneigung sowie ein Instabilitätsgefühl geklagt 

und er sei zur Fortbewegung (weiterhin) auf zwei Gehstöcke angewiesen. Aufgrund des erhöhten 

Infektrisikos werde von einer erneuten Infiltration des linken Kniegelenks abgesehen. Der Versicherte 

solle in der kommenden Zeit eine Rahmenorthese linksseitig tragen. Sollte es in den nächsten sechs 

Monaten zu keiner Besserung der Beschwerden kommen, sei eine Infiltration des linken Kniegelenks 

zu diskutieren. Aus kniechirurgischer Sicht sei aktuell von einem weiteren Revisionseingriff abzusehen. 

B.h Dr. D.___ berichtete der IV-Stelle am 7. Oktober 2023 über einen unveränderten 

Gesundheitszustand (IV-act. 162). Die Stimmung sei anhaltend depressiv und mutlos. 

B.i RAD-Arzt Dr. E.___ empfahl am 13. Oktober 2023 eine polydisziplinäre Begutachtung in den 

Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie (IV-act. 167). 

B.j Die Begutachtung erfolgte im Januar 2024 durch die SMAB AG (IV-act. 180). Die 

Sachverständigen gaben im Gutachten vom 1. März 2024 die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) an: 

1. Posttraumatische Belastungsstörung (F43.1); 

2. Reizzustand linkes Kniegelenk bei Status nach Knie-TEP-Wechsel am 17. August 2022 nach 

Flexions-Instabilität bei Status nach Knie-TEP-Implantation links am 19. November 2019; 

3. Gonarthrose rechts mit Instabilität; 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4. Status nach mikrochirurgischer Diskektomie L4/5 rechts 2012 mit verbliebener 

Minderbelastungsfähigkeit. 

Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten beginnende degenerative HWS-Veränderungen, 

beginnende Daumensattelgelenks-, Heberden- und Bouchardarthrosen links, ein Schlafapnoe-

Syndrom unter CPAP-Beatmung, eine arterielle Hypertonie, ein gastroösophagealer Reflux, eine 

Hyperlipidämie, eine Adipositas, ein Verdacht auf einen chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp 

mit perikranieller Schmerzempfindlichkeit und unspezifische Sensibilitätsstörungen der Hände und 

Beine. Der allgemein-internistische Gutachter erklärte, dass auf seinem Gebiet keine Diagnosen mit 

funktionellen Auswirkungen auf die berufsbezogene Arbeitsfähigkeit vorlägen und deshalb aus 

internistischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Der psychiatrische Gutachter Dr. 

med. F.___ führte aus, dass es mittlerweile zu einer Chronifizierung der PTBS gekommen sei. Die 

zusätzliche Annahme einer Diagnose aus dem depressiven Spektrum sei nicht sicher möglich. 

Versicherungsmedizinisch hätte eine solche auch keine zusätzliche Bedeutung, da sich die affektiven 

und kognitiven Beeinträchtigungen ebenso gut durch die PTBS erklären liessen. Hinweise dafür, dass 

es durch die anhaltende PTBS im Laufe der Jahre zu einer Persönlichkeitsänderung gekommen sei, 

bestünden keine. Die Folgen der PTBS bedeuteten auf funktioneller Ebene eine reduzierte 

psychomentale Ausdauer und Belastbarkeit, eine verminderte Stress- und Frustrationstoleranz, eine 

nach unten verschobene Wahrnehmungsschwelle für Stressoren und ein subjektiv akzentuiertes 

Insuffizienzgefühl. Das Zusammenspiel dieser Beeinträchtigungen bedeute praktisch für jede Art von 

Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von (weiterhin) 50 %. Die Anwesenheitszeit betrage 

6 Stunden pro Tag. Zusätzlich sei das Rendement um 30 % vermindert, da die Konzentrations- und 

Aufmerksamkeitsleistungen mit zunehmender Inanspruchnahme abnähmen. Diese Einschätzung gelte 

seit der letzten psychiatrischen Begutachtung im Februar 2017. Der orthopädische Gutachter Dr. med. 

G.___ hielt in seinem Teilgutachten fest, dass sich in der aktuellen Röntgendiagnostik der LWS 

deutliche degenerative Veränderungen gezeigt hätten. Bei der klinischen Untersuchung seien nur 

geringe lokale Beschwerden der LWS ohne signifikante Funktionseinschränkung angegeben worden. 

Es habe sich eine gute Beweglichkeit der LWS ohne radikuläre Symptomatik gezeigt. Es bestehe eine 

Minderbelastbarkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die 

der Verfügung vom 22. Mai 2017 zugrunde gelegen habe, habe sich insoweit eine Veränderung des 

Gesundheitszustandes ergeben, als am 19. November 2019 bei einer Gonarthrose links der Einbau 

einer Knie-TEP erfolgt sei. Ein TEP-Wechsel wegen Instabilität sei am 17. August 2022 erfolgt. Aktuelle 

Röntgenbilder des linken Kniegelenks zeigten einen Normalbefund bei TEP ohne Lockerung. Klinisch 

sei das linke Knie frei beweglich und bandstabil gewesen. Der Versicherte habe Druckschmerzen im 

Bereich des medialen Gelenkspaltes angegeben. Es habe sich ein deutlicher Kniegelenkserguss links 

gezeigt, was für eine deutliche Reizsymptomatik spreche. Mit einer Verbesserung durch medizinische 

Massnahmen sei nicht mehr zu rechnen. Es bestehe auf Dauer eine verminderte Belastbarkeit des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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linken Kniegelenks. Aktuelle Röntgenbilder des rechten Kniegelenks zeigten eine deutliche Varus-

Gonarthrose. Klinisch sei das rechte Knie frei beweglich gewesen. Der Versicherte habe 

Druckschmerzen im Bereich des medialen Gelenkspaltes und eine geringe mediale Aufklappbarkeit 

angegeben. Die verminderte Belastbarkeit des rechten Kniegelenks könne auch durch den Einbau einer 

TEP nicht gesteigert werden. Der Versicherte habe bei der Anamnese Nackenschmerzen angegeben. 

Röntgenbilder der HWS hätten beginnende degenerative Veränderungen gezeigt. Bei der klinischen 

Untersuchung habe sich an der HWS jedoch ein unauffälliger Befund gezeigt. Der Versicherte habe 

auch über Handbeschwerden geklagt. Radiologisch hätten sich beginnende Arthrosen von Daumen 

und Fingergelenken gezeigt. Der Versicherte habe Druckschmerzen im Endgelenk des Kleinfingers 

angegeben. Bei der klinischen Untersuchung habe sich keine Schwellung oder Rötung gezeigt; 

sämtliche Finger seien ohne Funktionseinschränkungen frei beweglich gewesen. Der orthopädische 

Gutachter wies darauf hin, dass die angegebenen Schmerzen auf einem Niveau von bis zu 8/10 beim 

Fehlen von verbalen und nonverbalen Schmerzzeichen zum Zeitpunkt der Schmerzangabe und beim 

Fehlen von Funktionseinschränkungen nicht in der angegebenen Höhe nachvollzogen werden könnten. 

Beschwerden am linken Knie seien beim vorliegenden Erguss nachvollziehbar, nicht jedoch der 

genannte passive Tagesablauf, da keine signifikante Muskelatrophie am linken Bein vorgelegen habe 

und die massive Hornhautbildung der Fusssohlen beidseits nur durch ein intensives Gehen erklärt 

werden könne. In der letzten Tätigkeit als Textilmitarbeiter könne dem Versicherten keine 

Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden. Für wechselbelastende Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 

Lasten bis zu 10 kg ohne Arbeiten in Vorneige oder Zwangshaltungen, ohne kniende oder hockende 

Tätigkeiten, ohne Ersteigen von Leitern und Gerüsten und ohne Nässe- und Zugluftexposition bestehe 

aus orthopädischer Sicht seit dem letzten Gutachten vom 9. März 2017 eine volle Arbeitsfähigkeit. Diese 

sei nur durch 100 %ige Arbeitsunfähigkeiten für jeweils sechs Wochen nach der Knie-TEP-

Erstimplantation (ab 19. November 2019) und der Knie-TEP-Wechseloperation (ab 17. August 2022) 

sowie während der stationären Reha unterbrochen worden. Die neurologische Gutachterin führte aus, 

dass sich im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die der Verfügung vom 22. Mai 2017 zugrunde 

gelegen habe, insoweit eine Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben habe, als sich der 

Verdacht auf einen primären chronischen Kopfschmerz, der im Vorgutachten 2017 nicht erwähnt werde, 

ergeben habe. Es handle sich hierbei aber nicht um eine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit. Aus rein neurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt längerfristig 

eingeschränkt gewesen. Die Gutachter hielten in der interdisziplinären Beurteilung fest, dass die 

Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit 0 % und für eine leidensadaptierte Tätigkeit 50 % 

betrage. Die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit habe sich seit der letzten Begutachtung 

im März 2017 nicht geändert. In adaptierten Tätigkeiten sei es nur zu temporären Änderungen der 

Arbeitsfähigkeit aufgrund der Knie-TEP-Implantation links 2019, des TEP-Wechsels 2022 und der damit 

verbundenen Reha gekommen. RAD-Arzt Dr. E.___ notierte am 6. März 2024 (IV-act. 182), dass das 

Gutachten vom 1. März 2024 umfassend, schlüssig, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei sei. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/134 
 

 

8/17 

B.k Mit Vorbescheid vom 16. März 2024 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung 

seines Rentenerhöhungsgesuchs an (IV-act. 187). Zur Begründung hielt sie fest, dass auf das 

Gutachten der SMAB AG abzustellen sei. Als Einkommen ohne Invalidität gelte das letzte regelmässige 

Erwerbseinkommen als Textilarbeiter aus dem Jahr 2005. Dieses sei der Nominallohnentwicklung 

angepasst worden. Beim Einkommen mit Invalidität werde auf die Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE 2020, Niv. 1, Männer, der 

Nominallohnentwicklung angepasst) abgestützt. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ein 

Invaliditätsgrad von 54 % und damit ein unveränderter Anspruch auf eine halbe Rente. 

B.l Dagegen wendete der Versicherte am 2. Mai 2024 ein (IV-act. 198), dass sein 

Gesundheitszustand instabil sei und die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen abzuwarten seien. 

Er habe wieder enorme Probleme mit seinem linken Knie. Der behandelnde Arzt der Universitätsklinik 

Balgrist empfehle eine dritte Operation. Er (der Versicherte) warte noch auf eine Zweitmeinung eines 

Orthopäden. Wenn er sitze, verspüre er ein Ameisenlaufen im linken Bein und beim Laufen habe er 

massive Schmerzen. Auch das rechte Knie sollte operiert werden. Auch das ständige Zittern der Beine 

mache ihm Mühe. Er bitte um die Ausrichtung einer ganzen Rente. Die behandelnden Ärzte hatten im 

Sprechstundenbericht der Universitätsklinik Balgrist vom 23. April 2024 festgehalten (IV-act. 198-4 ff.), 

dass sich radiologisch (Röntgen Knie links vom 23. April 2024) eine Schaftlockerung femoral gezeigt 

habe und dass diese zumindest einen Teil der persistierenden Schmerzen als auch die 

Belastungsintoleranz erkläre. Ihrer Meinung nach sei eine Revisionsoperation notwendig. Die bisherige 

Tätigkeit sei dem Versicherten aktuell und voraussichtlich auf zukünftig nicht zumutbar. 

B.m Am 6. Mai 2024 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 201), dass bis zum Entscheid 

über eine allfällige Operation an der gutachterlichen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit von 50 % 

festgehalten werde. Die IV-Stelle bat den Versicherten, bis am 31. Mai 2024 mitzuteilen, ob er sich für 

oder gegen die Operation entschieden habe. 

B.n Der Versicherte informierte die IV-Stelle am 16. Mai 2024 darüber (IV-act. 204), dass er am 20. 

August 2024 einen Termin in der Universitätsklinik Balgrist habe und danach eine Entscheidung treffen 

werde. Bis dahin werde er sich noch von türkischen Ärzten beraten lassen. Am 27. Mai 2024 teilte die 

behandelnde Psychiaterin der IV-Stelle telefonisch mit (IV-act. 203), dass der Versicherte die Frist nicht 

einhalten könne, da er noch eine dritte Meinung einholen werde. 

B.o Mit Verfügung vom 30. Mai 2024 wies die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch wie angekündigt 

ab (IV-act. 205). Zum Einwand hielt sie fest, der medizinische Sachverhalt sei im Rahmen einer 

polydisziplinären Begutachtung im Januar 2024 umfassend und rechtsgenüglich abgeklärt worden. 

Gesamthaft sei von einem weitgehend stabilen Gesundheitszustand auszugehen, zumal der 

Versicherte zu einer dritten Operation nicht bereit sei. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/134 
 

 

9/17 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 20. Juni 

2024 (Postaufgabe: 21. Juni 2024) Beschwerde (act. G 1). Er beantragte die Zusprache einer ganzen 

IV-Rente. Zur Begründung hielt er fest, er werde bezüglich eines erneuten medizinischen Eingriffs am 

linken Bein Ende Juni 2024 eine Zweitmeinung eines türkischen Arztes einholen. Die ständigen 

Schmerzen beeinflussten seine Psyche. Die von den Gutachtern angegebene Arbeitsfähigkeit von 50 

% in angepassten Tätigkeiten könne er nicht umsetzen. Ausserdem sei es nicht realistisch, dass er mit 

bald 60 Jahren in einem Bewerbungsverfahren in die engere Auswahl kommen würde und damit eine 

reale Chance hätte, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Der Beschwerdeführer stellte 

schliesslich noch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren. 

C.b Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 9. August 2024 die Abweisung 

der Beschwerde (act. G 3). Zur Begründung hielt sie fest, dass vorliegend das IVG in der bis zum 31. 

Dezember 2021 gültigen Fassung anzuwenden sei, da der Beschwerdeführer am 1. Januar 2022 

bereits über 55 Jahre alt gewesen und der Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 entstanden sei. 

Der mit dem Einwand eingereichte Arztbericht vom 23. April 2024 gehe übereinstimmend mit dem 

SMAB-Gutachten von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aus. Zur 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten äussere sich der Arztbericht nicht. Die im Arztbericht 

empfohlene Revisionsoperation diene der Behebung einer aseptischen Schaftlockerung am linken 

künstlichen Kniegelenk und stelle keinen instabilen Gesundheitszustand oder eine Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes dar. Die im Arztbericht erwähnten Schmerzen und die Belastungsintoleranz 

des linken Knies sowie der Kniegelenkserguss seien im Gutachten berücksichtigt worden. Es sei nicht 

ersichtlich, dass die Schmerzen am linken Knie seit der Begutachtung infolge der Schaftlockerung 

schlimmer geworden wären. Dem SMAB-Gutachten vom 1. März 2024 komme ein voller Beweiswert 

zu. Die von den Gutachtern genannten Adaptionskriterien seien nicht derart einschränkend, dass es 

von vornherein ausgeschlossen sei, dass der Beschwerdeführer eine entsprechende Tätigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt finde. Zu denken sei beispielsweise an Aufsichts- oder 

Überwachungsaufgaben. Der Beschwerdeführer verfüge über mehr als 15 Jahre Arbeitserfahrung bei 

unterschiedlichen Arbeitgebern. Ohnehin erforderten Hilfsarbeiten keine besonderen Vorkenntnisse 

und kein besonderes Bildungsniveau. Auch eine längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt wirke sich in 

diesem Sektor nicht erheblich nachteilig aus. Des Weiteren bestünden für einfache Hilfsarbeiten sehr 

kurze Einarbeitungszeiten. Der Beschwerdeführer sei im Gutachtenszeitpunkt 59 Jahre alt gewesen, 

womit ihm noch eine Erwerbsdauer von sechs Jahren verblieben sei, was das Finden einer 

entsprechenden Stelle allenfalls erschwert, jedoch nicht von vorherein ausgeschlossen habe. Die 

Resterwerbsfähigkeit sei daher verwertbar. Demnach sei die angefochtene Verfügung nicht zu 

beanstanden. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/17 

C.c Das Gericht bewilligte am 13. August 2024 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten) für das Beschwerdeverfahren (act. G 4). 

C.d Der Beschwerdeführer teilte dem Gericht am 6. September 2024 mit (act. G 6), der Arzt in H.___ 

habe ihm gesagt, dass die dritte Operation keinen Nutzen, sondern eine Verstärkung der Schmerzen 

zur Folge haben würde. Er fühle sich psychisch nicht bereit für eine dritte Operation. Die behandelnden 

Ärzte hatten im Sprechstundenbericht der Universitätsklinik Balgrist vom 30. August 2024 angegeben 

(act. G 6.1), dass durch die Kniegelenkspunktion links am 10. Mai 2024 eine Infektion habe 

ausgeschlossen werden können. Am linken Knie hätten reizfreie Haut- und Weichteile und keine Rötung 

und Schwellung bestanden. Die Schmerzsymptomatik persistiere weiterhin. Zusätzlich zeige sich eine 

schwere Arthrose des rechten Kniegelenks. Eine erneute Revisionsoperation, die am ehesten eine 

Möglichkeit zur Verbesserung der Schmerzsymptomatik darstelle, wünsche der Beschwerdeführer 

aktuell nicht. 

C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8). 

C.f Am 22. Januar 2025 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht über eine 

Magnetresonanztomographie (MRT) der Halswirbelsäule (HWS) vom 14. Januar 2025 ein (IV-act. 10). 

In der Beurteilung waren eine mediorechtslaterale Protrusion und eine degenerative Veränderung KWK 

5/6 mit mittelgradiger foraminaler Stenose rechts und rezessaler Einengung, eine Irritation der rechten 

C6-Wurzel, eine leicht- bis mittelgradige diskoossäre foraminale Stenose HWK 6/7 rechts, eine 

mögliche Irritation der foraminalen rechten C7-Wurzel, eine leicht- bis mittelgradige diskoossäre 

foraminale Stenose HWK 4/5 links und eine mögliche Irritation der foraminalen linken C5-Wurzel 

festgehalten. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu (vgl. act. G 11). 

Erwägungen 

1.  

1.1 Am 1. Januar 2022 ist die Gesetzesrevision "Weiterentwicklung der IV" (WEIV) in Kraft getreten, 

mit welcher unter anderem ein stufenloses Rentensystem eingeführt worden ist. Gemäss lit. c der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 gilt für Rentenbezüger, deren 

Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser 

Änderung das 55. Altersjahr vollendet haben, das bisherige Recht. Der Beschwerdeführer bezieht seit 

dem 1. September 2007 eine halbe IV-Rente und ist im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung (1. 

Januar 2022) 57 Jahre alt gewesen. Somit bleibt vorliegend das alte Rentensystem bzw. die IV-

Gesetzgebung in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/17 

1.2 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad 

der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.201). Der Beschwerdeführer bezieht seit dem 1. 

September 2007 aus psychischen Gründen eine halbe Invalidenrente. Im Dezember 2022 hat er ein 

Rentenerhöhungsgesuch gestellt und eine Verschlechterung insbesondere seines physischen 

Gesundheitszustandes geltend gemacht. Der Beschwerdeführer hat hierzu auf die Berichte seiner 

Hausärztin vom 24. Oktober 2022 und der Universitätsklinik Balgrist vom 17. November 2022 

verwiesen. Diesen war übereinstimmend zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer im November 

2019 eine Knie-TEP links eingesetzt worden und bei Instabilität im August 2022 ein Knie-TEP-Wechsel 

erfolgt war und dass er weiterhin an Kniebeschwerden links litt. Damit hat der Beschwerdeführer eine 

Verschlechterung seines Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht. Die Beschwerdegegnerin ist 

deshalb zu Recht auf das Revisionsgesuch eingetreten. 

2.  

2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird die Rente von 

Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 

(Art. 17 Abs. 1 ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung). 

2.2 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu 

beeinflussen, Anlass zur Rentenrevision. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen 

Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 

V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). 

2.3 Gegenstand dieses Verfahrens ist, ob die Beschwerdegegnerin das Erhöhungsgesuch des 

Beschwerdeführers vom Dezember 2022 zu Recht abgewiesen hat. Der Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers ist letztmals anlässlich der Revisionsverfügung vom 22. Mai 2017 materiell geprüft 

worden. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse, namentlich die 

Arbeitsfähigkeit oder die erwerblichen Verhältnisse des Beschwerdeführers, zwischen dem 22. Mai 

2017 und dem 30. Mai 2024 (Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung) derart verändert 

haben, dass daraus eine Änderung des Invaliditätsgrades resultiert, welche zu einer Änderung des 

Rentenanspruchs führt. 

3.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.1 Als Nächstes ist zu prüfen, ob zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Revisionsverfügung auf das 

Gutachten der SMAB AG vom 1. März 2024 abgestellt werden kann. 

3.2 Während der psychiatrische Gutachter keine Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes seit der letzten Revisionsverfügung hat ausmachen können, hat die 

behandelnde Psychiaterin in ihren Verlaufsberichten vom 10. März 2023 und vom 7. Oktober 2023 eine 

Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands bejaht und dem Beschwerdeführer eine volle 

Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten attestiert. Im Unterschied zum psychiatrischen Gutachter ist 

die behandelnde Psychiaterin davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer − neben der 

unumstrittenen Diagnose einer PTBS − an einer mittelschweren depressiven Episode mit somatischem 

Syndrom und an einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung leide. Die 

behandelnde Psychiaterin hatte diese Diagnosen allerdings bereits in ihrem Verlaufsbericht vom 30. 

Januar 2016 angegeben und dem Beschwerdeführer bereits damals eine volle Arbeitsunfähigkeit für 

alle Tätigkeiten attestiert (siehe IV-act. 67-1 ff.). Dem Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 9. 

März 2017 ist hingegen zu entnehmen, dass der psychiatrische Gutachter nicht von einer 

Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne, sondern lediglich von einer Akzentuierung von 

Persönlichkeitszügen ausgegangen war, und dass er eine mittelgradige oder schwere Depression, die 

über Stimmungsbeeinträchtigungen hinausginge, die man bei einer posttraumatischen Störung 

erwarten müsse, nicht hatte diagnostizieren können. Der psychiatrische Gutachter der SMAB AG ist in 

seinem Teilgutachten vom 7. Februar 2024 zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen: Er hat erklärt, 

dass die zusätzliche Annahme einer Diagnose aus dem depressiven Spektrum nicht sicher möglich sei, 

aber auch keine zusätzliche Bedeutung hätte, da sich die affektiven und kognitiven Beeinträchtigungen 

ebenso gut durch die PTBS erklären liessen. In diesem Zusammenhang hat er auch darauf 

hingewiesen, dass der Beschwerdeführer Antidepressiva in nicht antidepressiv wirksamen Dosen 

erhalte. Hinweise dafür, dass es durch die PTBS im Laufe der Jahre zu einer Persönlichkeitsänderung 

gekommen sei, bestünden keine. Der psychiatrische Gutachter der SMAB AG ist von einer 

unveränderten, 50 %igen Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgegangen. Zusammenfassend 

ist festzuhalten, dass die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin bereits mit dem Gutachten der 

MEDAS Zentralschweiz vom 9. März 2017 widerlegt worden ist. Das Gutachten der SMAB AG vom 1. 

März 2024 hat bestätigt, dass es sich bei der Beurteilung der behandelnden Psychiaterin um eine 

andere Beurteilung des gleichen Gesundheitszustandes gehandelt hat. Die unterschiedliche 

medizinische Beurteilung durch die behandelnde Psychiaterin und die Gutachter ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen, dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss dazu neigen, 

die pessimistische Selbsteinschätzung ihrer Patienten zu teilen. Zusammenfassend ist festzuhalten, 

dass auf die überzeugende Einschätzung des psychiatrischen Gutachters der SMAB AG abzustellen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ist, wonach seit der letzten Revisionsverfügung (Mai 2017) keine längerdauernde, wesentliche 

Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten ist. 

3.3 Der Beschwerdeführer hat sich seit der letzten materiellen Überprüfung seines Rentenanspruchs 

(Verfügung vom 22. Mai 2017) einer Knie-TEP links (November 2019) und im August 2022 einem Knie-

TEP-Wechsel links unterzogen. Die behandelnden Ärzte der Universitätsklinik Balgrist haben im 

Sprechstundenbericht vom 16. Februar 2023 angegeben, dass der Versicherte von der 

Revisionsoperation nicht wesentlich profitiert habe. Zwar sei die Stabilität deutlich besser als zuvor, es 

bestünden jedoch weiterhin eine Schwellneigung und eine deutliche Reizung des Gelenks. Der 

Versicherte sei zur Fortbewegung auf zwei Gehstöcke angewiesen. Der orthopädische Gutachter der 

SMAB AG hat im Januar 2024 neue Röntgenbilder des linken Knies veranlasst. Diese haben einen 

Normalzustand bei einer Knie-TEP ohne Lockerungszeichen gezeigt (IV-act. 180-59, 180-94 f.). Der 

orthopädische Gutachter hat in seinem Teilgutachten festgehalten, dass das linke Knie frei beweglich 

und bandstabil gewesen sei. Der Versicherte habe Druckschmerzen im Bereich des medialen 

Gelenkspaltes angegeben. Es habe sich ein deutlicher Kniegelenkserguss links gezeigt, was für eine 

deutliche Reizsymptomatik spreche. Es bestehe eine dauerhaft verminderte Belastbarkeit des linken 

Kniegelenks. Wie die behandelnden Ärzte der Universitätsklinik Balgrist ist auch der orthopädische 

Gutachter der SMAB AG davon ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer körperliche (mittelschwere 

und schwere) Tätigkeiten (und damit auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Texilmitarbeiter) nicht 

mehr zumutbar sind. Wechselbelastende, körperliche leichte Tätigkeiten (zu den weiteren 

Adaptionskriterien siehe IV-act. 180-64) hat der orthopädische Gutachter hingegen als voll zumutbar 

erachtet. Zur Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten hat sich die Unversitätsklinik Balgrist nicht 

geäussert. Die behandelnde Hausärztin hingegen hat dem Beschwerdeführer im Bericht vom 17. 

Februar 2023 wegen starker Knieschmerzen ab März 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert und 

auch adaptierte Tätigkeiten als nicht mehr zumutbar erachtet. Im Bericht vom 14. August 2023 hat sie 

festgehalten, dass wegen der starken Knieschmerzen seit März 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit 

bestehe. In Widerspruch zu dieser Aussage und auch zu den Angaben im Bericht vom 17. Februar 

2023 hat sie im Beiblatt zu ihrem neuesten Bericht allerdings angegeben, dass sie die Arbeitsfähigkeit 

in der bisherigen wie auch in anderen Tätigkeiten nicht beurteilen könne (IV-act. 160-4 ff.). Die 

unterschiedlichen Angaben der Hausärztin zeugen von einer Unsicherheit bei der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, was angesichts des multiplen Beschwerdebildes mit 

somatischen und psychischen Komponenten nachvollziehbar ist. Zudem neigen Hausärztinnen und 

Hausärzte erfahrungsgemäss dazu, die subjektive Selbsteinschätzung ihrer Patienten zu übernehmen. 

Dies ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch hier der Fall gewesen. Gerade in Fällen wie dem 

Vorliegenden, in dem Hinweise auf Inkonsistenzen bestehen, ist eine kritische Hinterfragung der 

subjektiven Angaben der versicherten Personen unerlässlich. Der orthopädische Gutachter der SMAB 

hat beispielweise darauf hingewiesen, dass die angegebenen Schmerzen auf einem Niveau von bis zu 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8 (von 10) beim Fehlen von verbalen und nonverbalen Schmerzzeichen zum Zeitpunkt der 

Schmerzangabe und beim Fehlen von Funktionseinschränkungen nicht in der angegebenen Höhe 

nachvollzogen werden könnten. Auch sei der geschilderte passive Tagesablauf nicht nachvollziehbar, 

da keine signifikante Muskelatrophie am linken Bein vorgelegen habe und die massive Hornhautbildung 

der Fusssohlen beidseits nur durch ein intensives Gehen verursacht sein könne. Der orthopädische 

Gutachter hat in seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht nur die verminderte Belastbarkeit des linken 

Knies, sondern auch die verminderte Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule (deutliche degenerative 

Veränderungen) und des rechten Knies (Varus-Gonarthrose), die Nackenbeschwerden (beginnende 

degenerative Veränderungen der HWS) und die Handbeschwerden (beginnende Arthrosen von 

Daumen und Fingergelenken) berücksichtigt. Gesamthaft überzeugt seine Einschätzung, dass die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus orthopädischer Sicht − mit Ausnahme der 

vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten in allen Tätigkeiten nach den Knieoperationen − 

weiterhin nur in qualitativer, nicht jedoch in quantitativer Hinsicht eingeschränkt ist. Da auch die 

neurologischen und allgemein-internistischen Teilgutachten überzeugen, kann vollumfänglich auf das 

Gutachten der SMAB abgestellt werden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seit der letzten 

materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers im Mai 2017 bis zur 

Untersuchung durch die Sachverständigen der SMAB im Januar 2024 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine längerdauernde erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes und 

der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingetreten ist. Der Beschwerdeführer ist bis und mit 

Januar 2024 in einer körperlich adaptierten Tätigkeit somit überwiegend wahrscheinlich weiterhin zu 

50 % arbeitsfähig gewesen. 

3.4 Zu prüfen bleibt, ob zwischen der Begutachtung durch die SMAB AG und dem Verfügungserlass 

(30. Mai 2024) eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit verbunden der 

Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Während auf den durch die SMAB AG veranlassten Röntgenbilder vom 

24. Januar 2024 nämlich keine Lockerungszeichen ersichtlich gewesen sind, hat die durch die 

Universitätsklinik Balgrist am 23. April 2024 durchgeführte Röntgenuntersuchung des linken Knies eine 

Schaftlockerung femoral gezeigt (wobei in der Diagnoseliste weiterhin lediglich von einem Verdacht auf 

eine aseptische Schaftlockerung femoral die Rede ist; IV-act. 198-5 f.). Die Ärzte der Universitätsklinik 

Balgrist haben festgehalten, dass die Schaftlockerung zumindest einen Teil der persistierenden 

Schmerzen und auch die Belastungsintoleranz erkläre. Sie haben deshalb eine nochmalige 

Revisionsoperation empfohlen. Der Beschwerdeführer hat sich gegen diese Operation entschieden. 

Zwischen der gutachterlichen Untersuchung und der Untersuchung in der Universitätsklinik Balgrist 

liegen drei Monate. Es ist also möglich, dass es in dieser Zeit zu einer Schaftlockerung gekommen ist. 

Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Schaftlockerung zu einer Erhöhung der 

Schmerzen geführt und die Belastungstoleranz noch einmal reduziert hat. Der Beschwerdeführer hat 

den Bericht der Universitätsklinik Balgrist vom 23. April 2024 zusammen mit seinem Einwand vom 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2. Mai 2024 eingereicht. Die Beschwerdegegnerin hat also noch vor Verfügungserlass Kenntnis von 

diesem Bericht bzw. der darin beschriebenen Schaftlockerung gehabt. Sie hätte daher vor dem Erlass 

der angefochtenen Verfügung vom 30. Mai 2024 bezogen auf die Frage nach einer Schaftlockerung 

eine orthopädische Verlaufsabklärung durchführen müssen. Indem sie dies unterlassen hat, hat sie ihre 

Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. 

3.5 Der Beschwerdeführer hat dem Gericht nach dem Abschluss des Schriftenwechsels einen Bericht 

über eine MRT-Untersuchung der HWS vom 14. Januar 2025 eingereicht (act. G 10). Die von den 

Sachverständigen der SMAB AG in Auftrag gegebene Röntgenuntersuchung der HWS vom 24. Januar 

2024 hat als Befund eine fortgeschrittene Osteochondrose HWK 4-6 und eine moderate Degeneration 

der Facettengelenke gezeigt (IV-act. 180-94 f.). Die Sachverständigen sind im Gutachten vom 1. März 

2024 zum Schluss gekommen, dass die beginnenden degenerativen Veränderungen an der HWS 

keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, da der klinische Untersuch der HWS unauffällig gewesen 

sei, bei der Untersuchung keine Beschwerden mehr angegeben und keine Funktionseinschränkungen 

demonstriert worden seien (vgl. IV-act. 180-61 f.). Insbesondere unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass die Sachverständigen der SMAB AG über aktuelle bildgebende Befunde der HWS 

verfügt haben, überzeugt ihre Beurteilung bis zum Untersuchungszeitpunkt (Januar 2024). Das Gericht 

setzt sich aus medizinischen Laien zusammen, weshalb es nicht beurteilen kann, ob es zwischen der 

Begutachtung im Januar 2024 und der MRT-Untersuchung im Januar 2025 zu einer Verschlechterung 

der HWS-Situation gekommen ist, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

hat. Da die Sache ohnehin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, wird diese bei ihren 

weiteren medizinischen Abklärungen auch den neuen MRT-Befund der HWS vom 14. Januar 2025 

einbeziehen müssen. 

3.6 Der Beschwerdeführer hat schliesslich noch geltend gemacht, unter Berücksichtigung seiner 

gesundheitlichen Situation und seines Alters sei es nicht realistisch, dass er in einem 

Bewerbungsverfahren in die engere Auswahl kommen würde und damit eine reale Chance hätte, auf 

dem ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Ob eine versicherte Person die verbliebene Resterwerbsfähigkeit 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwerten kann, lässt sich nicht nach einer allgemeinen 

Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Die Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit ist anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint. Fehlt es an einer 

wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 

einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 

2014, 9C_272/2014 E. 2.1 mit Hinweisen; Urteil vom 15. März 2023, 9C_403/2022 E. 5.1 mit 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Hinweisen). Der Arbeitsmarkt hat sich seit der letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs 

im Mai 2017 nicht nachhaltig geändert, weshalb diesbezüglich keine Überprüfung möglich ist. Geändert 

hat sich der Sachverhalt nur insoweit, als der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefochtenen 

Verfügung sieben Jahre älter, nämlich 59 Jahre alt, gewesen ist und dass sich seine Abwesenheit vom 

Berufsleben noch einmal verlängert hat. Die lange Abwesenheit vom Berufsleben ist bei Hilfsarbeiten, 

welche in der Regel eben gerade keinen grossen Einarbeitungsaufwand erfordern, allerdings irrelevant. 

Das fortgeschrittene Alter macht die Stellensuche zwar schwieriger, unmöglich ist es jedoch nicht, 

sechs Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen Pensionsalters eine Arbeitsstelle zu finden. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die erwerbliche Situation des Beschwerdeführers seit der 

letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs am 22. Mai 2017 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht wesentlich verändert hat. 

3.7 Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufzuheben und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens, 

namentlich zur orthopädischen Verlaufsabklärung betreffend die Schaftlockerung femoral bei einem 

Status nach einem Knie-TEP-Wechsel links und zur Abklärung einer allfälligen Verschlechterung der 

HWS-Situation an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

4.  

4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen 

Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 

E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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17/17 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Sache wird zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2025
	Rentenerhöhungsgesuch. Art. 17 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Das von der IV-Stelle eingeholte Verlaufsgutachten, gemäss welchem seit der letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs keine längerdauernde erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten eingetreten ist, überzeugt, soweit es den Gesundheitszustand bis zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung betrifft. Die IV-Stelle hätte allerdings eine orthopädische Verlaufsabklärung vornehmen müssen, da zwischen der gutachterlichen Untersuchung und dem Verfügungszeitpunkt eine Schaftlockerung bei einem Status nach einem Knie-TEP-Wechsel links festgestellt worden ist, welche gemäss den behandelnden Ärzten zumindest einen Teil der persistierenden Schmerzen als auch die Belastungsintoleranz erklärt. Rückweisung der Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2025, IV 2024/134).

		2026-01-28T04:41:18+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen