# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6d84916-1338-5c26-9f5f-23df4b50d5d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.03.2010 C-1151/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1151-2008_2010-03-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1151/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Frankreich),
vertreten durch Advokat lic. iur. Nicolai Fullin, Y._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X.______,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA 
vom 18. Januar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1151/2008

Sachverhalt:

A.
Die gelernte  Krankenschwester  A._______ (nachfolgend: Versicherte 
oder Beschwerdeführerin), ist 1953 geboren und französische Staats-
angehörige. Sie wohnt in Frankreich und arbeitete seit Mai 1985 (mit  
einem Unterbruch) im Kanton W._______ als Operationsschwester mit 
Grenzgängerausweis G. Seit anfangs 2000 gesundheit lich angeschla-
gen (Polyarthralgien: Schmerzen in den Fingern, Fingerschwellungen, 
verminderte Fingerfertigkeit  und Erschöpfung; später Ausweitung der 
Beschwerden auf die Hände, die linke Schulter und den linken Ellbo-
gen, beide Füsse; etwa ab dem Jahr 2002 Symptome trockener Augen; 
act. IV/10, 29.3, 41.12, 41.13, 41.19), reduzierte sie im Frühling 2000 
ihr  Arbeitspensum  von  80%  auf  60%.  (act.  IV/9.2,  29.3,  30).  Am 
30. September  2004  wurde  bei  ihr  das  Goujerot-Sjögren-Syndrom 
diagnostiziert. Ab 3. November 2003 war sie zu 100% krank geschrie-
ben und ab 15. Januar 2004 in ihrer Tätigkeit als Operationsschwester 
vollständig arbeitsunfähig. Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Januar 
2006 aufgelöst (act. IV/14, 15, 25, 29).

Am 21. November 2004 stellte sie bei der IV-Stelle W._______ (nach-
folgend: IV W._______) einen Antrag zum Bezug von Leistungen der 
Invalidenversicherung  für  Erwachsene  (berufliche  Massnahmen;  act. 
IV/1, 4). 

B.
B.a Die IV W._______ ermittelte den Sachverhalt. Insbesondere holte 
sie ein rheumatologisches Gutachten von Dr. B._______ vom 23. Juni 
2005 mit Nachtrag vom 1. März 2006 ein (act. IV/18, 23). Da die Ver-
sicherte zuletzt in Teilzeit arbeitete, liess die IV-Stelle eine Haushalts-
abklärung  durchführen  (act.  IV/29).  Mit  Vorbescheid  vom  17. März 
2007 teilte sie mit, in Anwendung der gemischten Methode (60% Ar-
beitstätigkeit / 40% Haushalt) bestehe ein IV-Grad von 24%, weshalb 
die  Versicherte  keinen  Anspruch  auf  eine  Invalidenrente  habe  (act. 
IV/31).

B.b Gestützt auf die Einwendungen der Versicherten holte die IV-Stel -
le bei Dr. C._______ ein zweites rheumatologisches Gutachten vom 5. 
September 2007 ein (act. IV/41).

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B.c Mit neuem Vorbescheid vom 7. November 2007 (act. IV/44) teilte 
die Vorinstanz mit, bei einer Erwerbseinbusse von 53.66% als Pflege-
fachfrau  (Gewichtung:  80%)  und  einer  Einschränkung  von  22%  als 
Hausfrau  (Gewichtung:  20%)  bestehe  ein  Invaliditätsgrad  von  47%, 
und somit  habe die  Versicherte  ab 1. April  2004 Anspruch auf  eine 
Viertelsrente.

B.d Die Versicherte – vertreten durch Advokat Nicolai  Fullin – nahm 
am 22. November 2007 dazu Stellung. Sie rügte, einerseits sei im Er-
werbsvergleich  das  Invalideneinkommen  zu  hoch  angesetzt  worden. 
Bei Annahme eines korrekten Invalideneinkommens resultiere ein IV-
Grad von gerundet 50%, weshalb ihr mindestens eine halbe Rente zu-
stehe.  Ausserdem  sei  zu  Unrecht  kein  leidensbedingter  Abzug  vor-
genommen worden (act. IV/45). 

B.e Mit Verfügung vom  18.  Januar 2008 sprach die IV-Stelle für Ver-
sicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) der Beschwerde-
führerin eine Viertelsrente ab 1. April  2004 bei einem Invaliditätsgrad 
von 47% zu. Bezüglich derer Einwendungen stellte sie fest, dass das 
Invalideneinkommen korrekt  ermittelt  worden und hier  die  Vornahme 
eines leidensbedingten Abzugs nicht angezeigt sei (act. IV/48).

C.
C.a Die  Beschwerdeführerin  –  wiederum  vertreten  durch  Advokat 
Nicolai Fullin – reichte am 22. Februar 2008 gegen diesen Entscheid 
beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein.  Sie  beantragte  die 
Aufhebung der Verfügung vom 18. Januar 2008 und die Ausrichtung 
mindestens einer halben Invalidenrente ab 1. April 2004. Weiter sei ihr 
eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Sie rügte,  im 
Erwerbsvergleich seien das Valideneinkommen zu tief und das Invali-
deneinkommen zu hoch angesetzt worden. Dies müsse korrigiert wer-
den.  Im  Übrigen  sei  entgegen  der  Auffassung  der  IV-Stelle  ein  Lei-
densabzug  vorzunehmen. Mit  dem Verzicht  auf  die  Vornahme eines 
Leidensabzugs habe die Vorinstanz ihr Ermessen missbraucht (act. 1).

C.b In ihrer Vernehmlassung beantragte die Vorinstanz unter Bezug-
nahme auf die Stellungnahme der IV W._______, die Beschwerde sei 
abzuweisen  und  die  angefochtene  Verfügung  zu  bestätigen.  Die  IV 
W._______ stellte fest,  das Valideneinkommen sei tatsächlich zu tief 
angesetzt worden. Damit ergebe sich ein IV-Grad von 49% statt 47%. 
Die  Rügen  bezüglich  der  Höhe  des  Invalideneinkommens  würden 
jedoch  nicht  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  entsprechen  und 

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vorliegend  sei  kein  Leidensabzug  vorzunehmen,  da  die  Gründe  der 
Einschränkung  bereits  in  der  Berechnung  des  Invalidenlohnes 
beinhaltet seien (act. 3).

C.c Die Beschwerdeführerin stellte in ihrer Replik fest, dass die Vor-
instanz die Korrektur des Valideneinkommens anerkannt habe und da-
rauf  zu behaften sei. Sie führte  weiter  aus,  die Erörterungen der  IV 
W._______ dazu, weshalb kein Leidensabzug vorzunehmen sei, seien 
abwegig  und  in  vergleichbaren  Fällen  wäre  mit  Sicherheit  ein 
Leidensabzug  von  mindestens  10%  berücksichtigt  worden.  Hier  sei 
dies  deshalb  nicht  gemacht  worden,  weil  bereits  ein  minimaler 
Leidensabzug  einen  höheren  Rentenanspruch  zur  Folge  habe.  Die 
Beschwerdeführerin hielt demnach an ihren Anträgen fest. Am 15. Mai 
2008  leistete  sie  aufforderungsgemäss  den  auferlegten  Kostenvor-
schuss (act. IV/6, 7).

C.d Die Vorinstanz hielt in ihrer Duplik vom 27. Juni 2008 gemäss der 
Stellungnahme der IV-Stelle  W._______ vom 23. Juni  2008 an ihren 
Anträgen fest (act. 11). 

C.e Mit Verfügung vom 3. Juli  2008 schloss das Bundesverwaltungs-
gericht den Schriftenwechsel ab (act. IV/12). 

C.f Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  Verwaltungsgerichtsgesetz  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art.  69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen Verfügungen der IV-Stelle  für Versicherte im Ausland. Eine Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Die  Beschwerdeführerin  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teil-
genommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 

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ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Anfechtung  (Art.  59  des 
Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 
Abs. 1 VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert. Sie hat Herrn 
Advokat Nicolai Fullin am 27. April 2007 mit der Wahrung ihrer Interes-
sen beauftragt (act. 1.3). Der die Beschwerde unterzeichnende Nicolai 
Fullin ist somit rechtsgültig bevollmächtigt.

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) und auch der eingeforderte 
Kostenvorschuss fristgemäss bezahlt wurde, ist darauf einzutreten.

2.
2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das  ATSG anwendbar  ist.  Nach  Art. 1  Abs. 1  IVG sind  die  Bestim-
mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26 bis und 
28 – 70) anwendbar, soweit  das IVG nicht  ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht.

2.2 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in 
deren  Tätigkeitsgebiet  die  Grenzgängerin  eine  Erwerbstätigkeit  aus-
übt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Die 
Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. 

Da  die  Beschwerdeführerin  bei  Eintritt  des  geltend  gemachten  Ge-
sundheitsschadens  als  Grenzgängerin  im  Tätigkeitsgebiet  der  IV 
W._______ gearbeitet hat, war diese für die Entgegennahme und Prü-
fung der Anmeldung zuständig und wurde die angefochtene Verfügung 
vom 18. Januar 2008 zu Recht von der IVSTA erlassen. 

2.3
2.3.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  französische  Staatsangehörige  mit 
Wohnsitz  in  Frankreich,  so  dass vorliegend  das  am 1. Juni  2002  in 
Kraft  getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schwei-
zerischen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügig-
keit (nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen An-

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hang II betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-
heit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

2.3.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbstständige  sowie  deren  Familienan-
gehörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1),  haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungs-
bereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden 
Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grund-
sätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen 
dieses Staates.

2.3.3 Soweit  das  FZA  bzw. die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren 
gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestim-
mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie 
die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen In-
validenrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der an-
deren Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte gemäss 
Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 574/72  des  Rates  vom 21. März 
1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71 
(SR 0.831.109.268.11;  vgl. auch Art. 51 der  Verordnung 574/72)  be-
rücksichtigt. Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die 
vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die In-
validität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen 
Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften die-
ser  Staaten  festgelegten  Tatbestandsmerkmale  der  Invalidität  in  An-
hang V dieser  Verordnung als  übereinstimmend anerkannt  sind,  was 
für das Verhältnis zwischen Frankreich und der Schweiz (ebenso wie 
für  das Verhältnis  zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der 
Schweiz) nicht der Fall ist. 

2.3.4 Demnach  bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Be-
schwerdeführerin  auf  Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen 
Recht,  ins-besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die 
Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.4 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte bei der  

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Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt  des 
angefochtenen Verwaltungsaktes, hier  der Verfügung vom  18. Januar 
2008, eingetretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 
V 4 E. 1.2 mit Hinweisen), sind die ab 1. Januar 2003 geltenden Be-
stimmungen des ATSG anwendbar.

Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem  Rechts-
wechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den 
neuen Normen zu prüfen (pro  rata  temporis;  BGE 130 V 445). Ent-
sprechend  ist  das  IVG für  den  Zeitraum  vom  1.  Januar  2004  bis 
31. Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; 
AS 2003  3837,  nachfolgend  „aIVG“)  anwendbar,  ab  dem  1.  Januar 
2008  in  der  Fassung  gemäss  5.  IV-Revision  (Änderungen  vom 
6. Oktober 2006 [AS 2007 5129],  nachfolgend „IVG“). Die IVV ist  für 
den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in ihrer Fas-
sung vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3859) anwendbar, ab 
dem 1. Januar 2008 in der Fassung gemäss 5. IV-Revision (Änderun-
gen vom 28. September 2007 [AS 2007 5155]).

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss der Über-
schreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern  das  Gesetz  nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach  dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen  nicht.  Das  Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen).

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4.
Nicht im Streit liegt die von der Vorinstanz eingehend abgeklärte medi-
zinische  Situation  der  Beschwerdeführerin.  Das  Bundesverwaltungs-
gericht  sieht  keinen  Anlass,  diese  Beurteilung  in  Zweifel  zu  ziehen, 
weshalb  darauf  abgestellt  werden  kann.  Im  vorliegenden  Verfahren 
bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz den Einkommensvergleich nach der 
gemischten Methode korrekt  ermittelt  und zu Recht  keinen Leidens-
abzug vorgenommen hat. 

Zunächst  sind  jedoch  die  zur  Beurteilung  der  Streitsache  mass-
gebenden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung 
entwickelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung  hat,  wer  invalid  im  Sinn  des  Gesetzes  ist  (Art.  7,  8,  16 
ATSG; Art. 4,  28,  29  aIVG,  Art.  4,  28,  28a,  29  IVG)  und  beim Ver-
sicherungsfall mindestens während eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 
aIVG) bzw. während drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet hat. Diese 
zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. 

Die Beschwerdeführerin hat während zwanzig Jahren Beiträge an die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet (act. IV/9), so dass sie die gesetzliche Mindestbeitragsdauer 
erfüllt. Zu prüfen ist nachfolgend, ob und wenn ja, in welchem Grad sie 
im Sinne des Gesetzes in rentenbegründendem Ausmass invalid ge-
worden ist.

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art.  29 
Abs. 1  aIVG. Der  Rentenanspruch  entsteht  frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbs-
unfähig  geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krank-
heit, Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6). Neurechtlich haben nach 
Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Er-
werbsfähigkeit  nicht  durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-

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tens  zu 40% arbeitsunfähig  gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Bst. c). 

4.2.1 Bei  der  Bestimmung  der  durchschnittlichen  Arbeitsunfähigkeit 
während der Wartezeit ist unerheblich, auf welche gesundheitlich be-
dingten Ursachen die Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist. Die Ursa-
chen können verschiedener Natur sein und hintereinander oder kumu-
lativ auftreten. Die Wartezeit gilt als eröffnet, wenn aufgrund der Ver-
hältnisse  im  Einzelfall  eine  deutliche  Beeinträchtigung  der  Arbeits-
fähigkeit vorliegt, wobei eine Arbeitsunfähigkeit von 20 Prozent in der 
Regel bereits bedeutend ist (Kreisschreiben des Bundesamtes für So-
zialversicherungen  [BSV]  über  Invalidität  und  Hilflosigkeit  in  der  In-
validenversicherung  [KSIH],  Fassung  gültig  ab  1.  Januar  2008, 
Rz. 2009 f. mit Verweis auf AHI-Praxis 1998 S. 124). Gemäss Art. 88a 
Abs. 2  IVV ist  bei  einer  Verschlechterung der  Erwerbsfähigkeit  oder 
der Fähigkeit,  sich im Aufgabenbereich zu betätigen,  die anspruchs-
beeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesent-
liche  Unterbrechung  drei  Monate  angedauert  hat.  Art.  29bis IVV  ist 
sinngemäss anwendbar.

4.2.2 Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen 
geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch 
auf  eine Viertelsrente,  bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 
Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens  60  Prozent  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente  und  bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 aIVG, Art. 28 Abs. 2 IVG).

4.2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

Bei  Versicherten,  die nur zum Teil erwerbstätig  sind,  wird für  diesen 
Teil die Invalidität nach Artikel 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben 
auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätig-
keit nach Art. 28 Abs. 2bis aIVG bzw. Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 

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diesem Fall  sind  der  Anteil  der  Erwerbstätigkeit  und  der  Anteil  der 
Tätigkeit  im Aufgabenbereich  festzulegen und  der  Invaliditätsgrad in 
beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode, Art. 28 Abs. 2 ter 

aIVG bzw. Art. 28a Abs. 3 IVG).

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmög-
lichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Die  –  arbeitsmedizinische  –  Aufgabe 
der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern 
die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen 
leidensbedingt  eingeschränkt ist. Die Frage, welche konkreten beruf-
lichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der  medizinischen  Angaben  und  unter 
Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person in 
Frage kommen, ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, 
sondern  von  der  Verwaltung  bzw.  von  der  Berufsberatung  zu  be-
antworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts 
I 457/04  vom 26. Oktober  2004,  in: SVR 2006  IV  Nr. 10,  E. 4.1  mit 
Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.4 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisheri-
gen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, 
innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbs-
zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar 
erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es 
am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu ent-
scheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

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4.5 Der  Begriff  des  ausgeglichenen  Arbeitsmarktes  ist  ein  theoreti-
scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich 
der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab-
zugrenzen. Nach der Gerichtspraxis ist für die Annahme eines ausge-
glichenen  Arbeitsmarktes  zu  prüfen,  ob  die  verbliebene  Arbeitskraft 
nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  (unveröffentlichter  Entscheid  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus-
geglichene  Arbeitsmarkt  kennzeichnet  sich  durch  ein  Gleichgewicht 
zwischen  Angebot  von  Stellen  und  Nachfrage  nach  solchen;  dabei 
muss  zudem  ein  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  vorliegen,  und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek-
tuellen  Fähigkeiten wie  auch  hinsichtlich  des körperlichen  Einsatzes 
(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 321 E. 3b). Von einer solchen 
Arbeitsgelegenheit kann dort nicht gesprochen werden, wo die zumut-
bare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form vorhanden ist, dass sie 
der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt (das Bundesgericht 
verwendet in diesem Zusammenhang den Ausdruck  «absolut  einma-
lige Glücksfälle»: SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c), oder nur bei nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich  wäre  (ZAK  1989  322  E.  4a  am  Ende; vgl.  THOMAS LOCHER, 
Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage,  Bern  2003, 
S. 124,  und  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich  2009, 
Rz. 26 zu Art. 7, je mit weiteren Hinweisen). 

Massgebend ist, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Lei-
stungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lässt (BGE 110 V 276 E. 4b, ZAK 
1991 S. 321 E. 3b). Daraus folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung 
nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkre-
ten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig 
darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nut-
zen  könnte,  wenn  die  verfügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an 
Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b).

5.
Die Beschwerdeführerin verlangt, dass ihr ab 1. April 2004 mindestens 
eine  halbe  Rente  ausgerichtet  wird.  Sie  führt  aus,  die  medizinische 
Situation erscheine nunmehr als geklärt,  die Beschwerde richte sich 
gegen die Berechnung des IV-Grades.

Seite 11

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5.1 Die Vorinstanz hat den Invaliditätsgrad unter Anwendung der ge-
mischten  Methode  (oben  E. 4.2.3)  unter  der  Berücksichtigung,  dass 
die Versicherte ohne Behinderung zu 80% in ihrem Beruf und zu 20% 
im Haushalt  tätig wäre, festgelegt. Nachfolgend ist  zu prüfen, ob die 
Vorinstanz zu Recht die gemischte Berechnungsmethode angewandt 
hat. 

5.2 Gemäss bundesgerichtlicher Praxis ist  die Reduktion des zumut-
baren erwerblichen Arbeitspensums, ohne dass die dadurch frei wer-
dende  Zeit  für  die  Tätigkeit  in  einem  Aufgabenbereich  nach  Art.  5 
Abs. 1 IVG verwendet wird, für die Methode der Invaliditätsbemessung 
ohne  Bedeutung.  Das  heisst,  die  Invalidität  ist  ausschliesslich  nach 
den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach Art. 16 ATSG zu be-
messen (BGE 131 V 51 E. 5.1 und 5.2). Dient der arbeitsfreie Tag in-
des nicht der gezielten Freizeitgestaltung z. B. in Form eines intensiv 
betriebenen  Hobbies,  sondern  dazu,  Haushaltstätigkeiten  unter  der 
Woche zu erledigen, um diesbezüglich das Wochenende geniessen zu 
können, ist von einer zusätzlichen Tätigkeit im Aufgabenbereich – ne-
ben der Erwerbstätigkeit  –  nach Art. 5 Abs. 1 IVG auszugehen (vgl. 
Urteil 8C_373/2008 des Bundesgerichts vom 28. August 2008 E. 3.2). 

5.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin zu Be-
ginn ihrer Arbeitstätigkeit in V._______ während eines Jahres voll ge-
arbeitet hatte und im Jahr 1986 das Pensum auf 80% reduzierte. Im 
gleichen Jahr heiratete sie auch (vgl. act. IV/41.15, 41.19). Seither lebt 
sie  mit  ihrem  Ehemann  im  5-Zimmerhaus  der  Eltern.  Die  Ehe  ist  
kinderlos  (act.  IV/29.4).  Aus  den  Akten  geht  weder  hervor,  wie  das 
Ehepaar ursprünglich die Aufteilung der Haushaltsführung plante noch 
ob  die  Beschwerdeführerin  ihr  Pensum freiwillig  reduzierte,  um den 
frei gewordenen Tag für die Haushaltführung zu nutzen. Ebenfalls feh-
len in den Akten Angaben, dass die freie Zeit zum Beispiel zur Aus-
übung  eines  Hobbies  oder  für  sonstige  Freizeitaktivitäten  benutzt 
wurde. Aus dem Haushaltsbericht geht indessen hervor, dass anschei-
nend ein grösserer Anteil  der Hausarbeit  in ihrer  Verantwortung lag, 
gab sie doch an, wegen ihrer Erkrankung im Jahr 2000 habe sie es 
nur  noch  mit  grösster  Mühe  geschafft,  ihre  Arbeit  im  Spital  zu  ver-
richten,  und  keine  Energie  mehr  dafür  gehabt,  Essen  zuzubereiten 
oder Arbeit im Haushalt zu verrichten. Die Reduktion auf ein 60%-Pen-
sum habe es ihr dann erlaubt,  in der frei  gewordenen Zeit  vermehrt 
Therapien zu machen und sich auszuruhen. 

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5.4 Aus  diesen  Angaben  folgt,  dass  die  freiwillige  Reduktion  der 
Arbeitstätigkeit  im  Jahr  1986  auch  dazu  erfolgte,  den  Haushalt  des 
5- Zimmerhauses zu führen. Dies gilt, obwohl der Zweipersonenhaus-
halt ohne spezifische Pflichten gegenüber Kindern oder anderen Be-
treuungsbedürftigen grundsätzlich einen geringeren Einsatz erfordert. 
Jedenfalls ergeben sich insbesondere aus dem Haushaltsbericht Hin-
weise, dass die Hausarbeit bereits vor Krankheitsbeginn im Jahr 2000 
zum grösseren Teil im Aufgabenbereich der  Beschwerdeführerin lag. 
Deshalb war die Berechnung des Erwerbverlusts durch die Vorinstanz 
mittels gemischter Methode zutreffend. Die Anwendung dieser Metho-
de wurde im Übrigen von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt.

6.
Die  Beschwerdeführerin  rügt  beschwerdeweise  die  Festsetzung  des 
Validen- und des Invalideneinkommens einerseits (E. 6.1. f.) sowie den 
fehlenden Leidensabzug andererseits (E. 6.3 f.).

6.1 In  ihrer  Vernehmlassung  hat  die  Vorinstanz  das  Valideneinkom-
men neu aufgrund des Auszugs aus dem individuellen Konto der Be-
schwerdeführerin  zu  Gunsten der  Beschwerdeführerin  korrigiert,  wie 
von  dieser  beschwerdeweise  gefordert  (act.  IV/9.2;  Beschwerdeakte 
3). Die Berechnung entspricht  damit  der  bundesgerichtlichen Praxis. 
Somit ist von einem Valideneinkommen von Fr. 76'477 (berechnet auf 
eine Arbeitstätigkeit von 80%) auszugehen.

6.2 Weiterhin  von  der  Beschwerdeführerin  bestritten  ist  die  Fest-
setzung des Invalideneinkommens. 

6.2.1 Ist  kein tatsächlich erzieltes Invalidenerwerbseinkommen gege-
ben,  namentlich  weil  die  Versicherte  nach  Eintritt  des  Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er -
werbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne  beigezogen  werden  (ZAK  1991  S.  321  E.  3c,  1989 
S. 458 E. 3b, mit  weiteren Hinweisen). Dabei ist  auf die Statistik der  
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) der Lohnsätze, d.h. der standardisierten Brut-
tolöhne  (Tabellengruppe  A)  abzustellen,  welche  im  Zweijahresrhyth-
mus erscheint, wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) 
auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es aus-
serdem zu berücksichtigen, dass ihr generell  eine Arbeitszeit von 40 
Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die 
betriebsübliche  durchschnittliche  Arbeitszeit.  Dazu  kommt,  dass  die 

Seite 13

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Tabellenlöhne  Berufe  mit  unterschiedlichem Anforderungsniveau  be-
inhalten, wobei der Lohn mit steigendem Anforderungsniveau deutlich 
zunimmt: Das erste – und oberste – Anforderungsniveau umfasst an-
spruchsvolle und schwierigste Arbeiten. Das zweite beinhaltet die Ver-
richtung  selbständiger  und  qualifizierter  Arbeiten.  Beim  dritten  An-
forderungsniveau sind Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt und 
unter das vierte – und niedrigste – Anforderungsniveau fallen einfache 
und  repetitive  Tätigkeiten  (BGE  126  V  75  E.  3b/bb,  124  V  322 
E. 3b/aa). 

Das Gesamtgericht des Eidgenössischen Versicherungsgerichts hat in 
seiner  Sitzung  vom 11. November  2005  die  Berücksichtigung  regio-
naler  Löhne von Grossregionen gemäss TA 13 der  Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung abgelehnt  (vgl. Urteil  des Bundesgerichts  vom 
22. August 2006 E. 3.2.3 mit weiteren Hinweisen).

6.2.2 Demnach  ist  von  der  gesamtschweizerischen  Tabelle  auszu-
gehen. Die  Vorinstanz hat  sich  bei  der  Berechnung auf  die gesamt-
schweizerischen Tabelle TA1, bezogen. Wie sie in der Vernehmlassung 
zu  Recht  ausführt,  entspricht  dies  der  richtigen  Berechnungsgrund-
lage. Weshalb  sie  sich  in  der  Verfügung  auf  die  Tabelle  "Nordwest-
schweiz"  bezog, aber korrekterweise die Zahlen der Tabelle "Gesamt-
schweiz" annahm, kann hier offengelassen werden. 

Ebenfalls entspricht die vorliegende Berechnung gemäss Tabelle 2004 
der  bundesgerichtlichen  Praxis. Wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  darauf 
hinweist,  ist  für  die Berechnung der Tabellenlohn zum Zeitpunkt  des 
Anspruchsbeginns  ausschlaggebend  (BGE  129  V  222),  vorliegend 
2004. 

Die  Vorinstanz  legte  für  die  Berechnung  des  Invalideneinkommens 
Sektor  85,  Gesundheits-  und  Sozialwesen,  Anforderungsniveau  3, 
50% einer Vollstelle zu Grunde. Bei der Beschwerdeführerin handelt es 
sich  um  eine  sehr  gut  ausgebildete  und  qualifizierte  Operations-
schwester mit langjähriger Berufserfahrung im Spital V._______, wel-
che die angestammte Tätigkeit  nicht  mehr ausüben kann. Ihr  festge-
stelltes Valideneinkommen – umgerechnet auf 100% und 41.6 Stunden 
pro Woche – war deshalb auch gemessen an den Listenlöhnen 2004 
etwas höher als das Lohnniveau 1 + 2. Die Annahme von Lohnniveau 
3 (und nicht Lohnniveau 4) für das verbleibende Invalideneinkommen 
ist  aufgrund  der  objektiven  Fähigkeiten  und  der  Erfahrung  der  Be-

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schwerdeführerin ohne Zweifel angemessen. Ob, und wenn ja, inwie-
weit  das  Invalideneinkommen  zusätzlich  zur  Annahme  des  tieferen 
Anforderungsniveaus (Niveau 3 statt 1 oder 2) und der Reduktion auf 
50% einer  Vollzeitstelle  mittels  eines zusätzlichen Leidensabzugs zu 
korrigieren ist, ist nachfolgend einzugehen.

6.3 Die Beschwerdeführerin rügt, damit, dass die Vorinstanz vom er-
rechneten Invalideneinkommen keinen leidensbedingten Abzug vorge-
nommen habe, habe sie ihr Ermessen missbraucht. 

6.3.1 Das  Vorliegen  eines  Ermessensfehlers  stellt  eine  Rechtsver-
letzung dar und ist im Beschwerdefall vom Gericht zu korrigieren. Im 
Gegensatz  dazu  darf  das  Gericht  bei  einer  unangemessenen  Er-
messensausübung durch die Verwaltung grundsätzlich nicht eingreifen 
(vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwal-
tungsrecht,  5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 463 ff.,  insb. 473 
ff.).

6.3.2 Die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht herausgebildete 
Rechtsprechung, den mit Blick auf die Behinderung gewährten Abzug 
nicht  schematisch,  sondern  in  Berücksichtigung  der  gesamten  Um-
stände des Einzelfalles vorzunehmen, hat den Zweck, ausgehend von 
statistischen Werten ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der 
im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch möglichen 
Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit  am besten ent-
spricht. Dieser Gesichtspunkt verdient auch hinsichtlich der übrigen in 
Betracht  fallenden  einkommensbeeinflussenden  Merkmale,  des  Le-
bensalters,  der  Anzahl  Dienstjahre,  der  Nationalität/Aufenthaltskate-
gorie und des Beschäftigungsgrades, den Vorzug. Ein Abzug soll auch 
diesbezüglich nicht automatisch, sondern dann erfolgen, wenn im Ein-
zelfall  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der  Versicherte  wegen 
eines oder  mehrerer  dieser  Merkmale seine gesundheitlich bedingte 
(Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit un-
terdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug 
vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht 
fallenden Merkmale ist  auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen. 
Die  Verwaltung –  beziehungsweise im Beschwerdefall  das  Gericht  – 
hat kurz zu begründen, warum sie einen Abzug vom Tabel lenlohn ge-
währt,  insbesondere  welche  Merkmale  sie  bei  ihrer  gesamthaften 
Schätzung berücksichtigt (vgl. BGE 126 V 75 E. 5b/aa und 5b/cc f. mit 
ausführlichen Hinweisen auf die Kasuistik in E. 5a/cc). Daraus folgt im 

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Umkehrschluss, dass sie auch den Verzicht  auf  die Vornahme eines 
Leidensabzugs begründen muss.

6.4 Die  Vorinstanz  begründet  den  Verzicht  auf  die  Vornahme  eines 
Leidensabzugs damit, dass mit der Reduktion des Arbeitspensums die 
krankheitsbedingten Einschränkungen bereits berücksichtigt seien und 
weitere einkommensbeeinflussende Merkmale nicht  zutreffen würden 
(act. IV/44.3 und 48.7). In der Vernehmlassung führt  sie aus, die Be-
hinderung  halte  die  Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen  nur  davon 
ab, ihre bisherige Tätigkeit als Operationsschwester weiter auszuüben. 
Die weiteren Einschränkungen, insbesondere die Belastung der Hände 
– ausser der Reduktion auf 50% Belastbarkeit –, würden für die Aus-
übung einer alternativen Tätigkeit nicht besonders ins Gewicht fal len, 
der Gutachter habe auch ausdrücklich die Tätigkeit in einer Poliklinik, 
Betreuung von Patienten in einer Spezialsprechstunde oder Ähnliches 
genannt,  hier sei  nicht einmal das Rendement vermindert. Bezüglich 
der  Einschränkung  der  Bildschirmarbeit  sei  fraglich,  inwieweit  Dr. 
C._______  sich  dazu  als  Nichtfacharzt  äussern  dürfe. Er  habe  sich 
auch nur sehr zurückhaltend geäussert und aus den Akten sei dahin-
gehend nichts zu entnehmen. Aufgrund des Gutachtens könne auch 
nicht geschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin die Tätigkeit 
"auf möglichst viele Tage" verteilen müsse, wie sie argumentiere. So-
mit seien die gesundheitsbedingten Einschränkungen mit einer Rest-
arbeitsfähigkeit von 50% voll berücksichtigt und ein Abzug nicht ange-
bracht.

6.4.1 Bezüglich  typischer  feinmotorischer  Tätigkeiten  als  Kranken-
schwester z. B. in einer Poliklinik, wie Blutabnahme, Infusionen richten 
und stecken, Spritzen aufziehen, Hand- und Tastaturschreiben, finden 
sich auch im Gutachten von Dr. C._______ keine präzisen Hinweise, 
wie weit diese Tätigkeiten noch möglich und zumutbar sind, soweit die  
Belastungen  der  Hände  (heben,  stossen,  ziehen)  5  kg  nicht 
übersteigen. Dr. C._______  führt  lediglich  aus,  dass  die  Explorandin 
nicht  eine  Tätigkeit  ausüben  könne,  in  der  sie  nur  mit  den  Händen 
arbeiten  müsse,  und  dass  eine  Tätigkeit  als  Operationsschwester 
wegen  der  Arthralgien  des  Sjögren-Syndroms  und  der  Finger-
polyarthrose unmöglich sei (act. IV/41.23, 27). 

Die Argumentation der Vorinstanz, die Behinderung der Hände der Be-
schwerdeführerin falle  nicht  besonders ins Gewicht,  erweist  sich ge-
stützt  auf  das  Gutachten  von  Dr.  C._______  als  nicht  zutreffend, 

Seite 16

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gerade  weil  die  Tätigkeit  sowohl  als  Operations-  wie  auch  als 
„normale“ Krankenschwester viel manuelle Geschicklichkeit und auch 
Kraft  in  den  Händen  voraussetzt.  Dies  gilt  insbesondere  für  einen 
Einsatz auf der Notfallstation, wo wie im Operationssaal schnell agiert 
werden muss, weshalb eine solche Tätigkeit nicht in Frage kommt (act. 
IV/41.23;  im  Gegensatz  zur  unzutreffenden  Auffassung  von  Dr. 
B._______, act. IV/18.13).

6.4.2 Bezüglich  der  Einschränkung  bei  einer  Bildschirmtätigkeit  hat 
sich Dr. C._______ in seinem Gutachten dahingehend geäussert, dass 
eine ausschliessliche Bildschirmtätigkeit nicht angemessen, aber teil-
weise  Bildschirmarbeit  zumutbar  sei.  Die  Argumentation  der  Vor-
instanz,  Dr. C._______  hätte  sich  zu  diesem  Aspekt  nicht  äussern 
dürfen,  ist  insofern  problematisch,  als  dass  im  Dossier  augenme-
dizinische Akten fehlen, die Augenproblematik jedoch einen Teilaspekt 
des Sjögren-Syndroms bildet,  bei  dessen Beurteilung Dr. C._______ 
als  Rheumatologe  eindeutig  zuständig  war,  und  es  aufgrund  der 
Untersuchungsmaxime  Aufgabe  der  Vorinstanz  gewesen  wäre, 
bezüglich  dieses Teilaspekts  für  Klarheit  zu  sorgen. Es kann jedoch 
nicht  angehen,  dass  die  IV-Stelle  die  Beurteilung  der  Bildschirm-
tätigkeit durch den Obergutachter nunmehr mit der Begründung, dieser 
sei nicht der richtige Facharzt, nicht berücksichtigt.

6.4.3 Aus dem Gutachten von Dr. C._______ geht weiter hervor, dass 
die verbleibende 50%-Tätigkeit – zu leisten in 2 (– 3) vollen Tagen – 
der  Beschwerdeführerin  nicht  zumutbar  ist.  Der  Gutachter  präzisiert 
weiter, die Tätigkeit zu 50% [pro Arbeitstag] sei vorzugsweise auf zwei 
Tranchen, vor- und nachmittags, zu verteilen. Diese Einschränkung ist  
zu berücksichtigen. Derartige Tätigkeiten auf Qualifikationsstufe Kran-
kenschwester, ohne ständigen Einsatz der Hände, erscheinen in einer 
Poliklinik und allenfalls einer Arztpraxis als nur eingeschränkt vorhan-
den. Weil zusätzlich zu den verbleibenden manuellen Fähigkeiten auch 
Bildschirm-  und  Schreibarbeiten  erschwert  sind,  sind  wenig  Stellen 
denkbar, bei der die Beschwerdeführerin das aufgrund ihrer Fähigkei-
ten grundsätzlich objektive Leistungsniveau erreichen könnte. 

6.4.4 Zusätzlich wurden das Alter  von 54 Jahren im Verfügungszeit-
punkt und die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin während vielen 
Jahren (nur) als Operationsschwester gearbeitet hat, nicht berücksich-
tigt. Die Vorinstanz hat als Verweistätigkeit ausschliesslich eine Tätig-
keit im Spital, beziehungsweise allenfalls im Gesundheitswesen, ange-

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nommen  und  keinerlei  alternative  Tätigkeiten  geprüft.  Insbesondere 
bei einer denkbaren administrativen oder sonstigen alternativen Tätig-
keit fällt das Alter und die fehlende Qualifikation ins Gewicht. Das Gut-
achten  von  Dr.  C._______  lässt  indes  offen,  ob  z.  B.  Sekretariats -
arbeiten aufgrund der Handicaps der Hände und der Augen zumutbar 
sind. 

Gemäss den Akten hatte die Personalabteilung des Spitals V._______ 
versucht,  die  Beschwerdeführerin  intern  und  extern  in  anderen 
Spitälern für leichte Arbeit zu platzieren, dies sei jedoch aussichtslos 
gewesen (vgl. act. IV/50.2, Verlaufsprotokoll vom 29. August 2005). Bei 
derart  eingeschränkten Chancen dürfte  neben der  Behinderung,  der 
beruflichen Spezialisierung und der  reduzierten zeitlichen Belastbar-
keit auch das Alter eine Rolle gespielt haben. Das Auffinden einer zu-
mutbaren Stelle erweist sich somit objektiv gesehen als schwierig und 
käme  der  Kategorie  eines  einmaligen  Glücksfalls  nahe  (vgl.  oben 
E. 4.5).

6.5 Wie oben ausgeführt wurde, dient der Leidensabzug gemäss der 
Praxis  des  Bundesgerichts  der  Berücksichtigung  der  Umstände  des 
Einzelfalls bei Statistiklöhnen. Das Bundesgericht hat ausserdem wie-
derholt entschieden, dass in Fällen, in denen der Versicherte nur noch 
in  einer  Verweistätigkeit  arbeiten  kann,  ein  Leidensabzug  von  15  – 
20% zu berücksichtigen sei (z.B. Urteil  des Bundesgerichts  I  870/05 
vom 2. Mai 2007 E. 9). 

Die Vorinstanz hat vorliegend entgegen der bundesgerichtlichen Praxis 
keinen Leidensabzug vorgenommen. Unter den dargelegten Umstän-
den erweist sich ihre Argumentation als unzutreffend und stellt  einen 
Ermessensfehler dar. Dies ist durch das Gericht zu korrigieren. In Be-
rücksichtigung der obigen Ausführungen erscheint die Vornahme eines 
Leidensabzugs von 15% als angemessen. Somit ergibt sich folgender 
Erwerbsvergleich:  Validenlohn:  Fr.  76'477,  Invalidenlohn:  Fr. 28'663 
(Sektor  85 Gesundheitswesen,  Lohnniveau 3,  Frauen,  auf  41.6  Std. 
pro Woche, 50%, abzüglich eines Leidensabzugs von 15%). Dies er -
gibt einen Invaliditätsgrad von 62.52%, gewichtet auf 80% einen Invali-
ditätsgrad von 50.02%. Zusammen mit der gewichteten Einschränkung 
im Haushalt von 4.4% resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 54%, 
was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ergibt. 

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6.6 Abschliessend  ist  der  Beginn  des  Rentenanspruchs  zu  über-
prüfen.

Gemäss  den  Akten  hat  die  Beschwerdeführerin  nach  Ausbruch  der 
Krankheit ihr Pensum aus gesundheitlichen Gründen im Frühling 2000 
von 80% auf 60% reduziert. Ab 3. November 2003 war sie zu 100% 
krank geschrieben und ab 16. Januar 2004 dauernd zu 100% arbeits-
unfähig (act. IV/9, 15 S. 2, 25, 41.24). Somit begann die gesundheit -
liche Einschränkung im Jahr 2000. Unter Anwendung des Kreisschrei-
bens über Invalidität  und Hilflosigkeit  in der IV (KSIH) Rz. 2009 f. in 
Verbindung mit Art. 88a Abs. 2 IVV (oben E. 4.2.1) ist an dem von der 
Vorinstanz  festgesetzten  Beginn  des  Rentenanspruchs  per  1.  April 
2004 nichts zu beanstanden.

7.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei -
entschädigung.

7.1 Weder der unterliegenden Vorinstanz noch der obsiegenden Be-
schwerdeführerin sind Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 
und 2  VwVG). Der  geleistete  Kostenvorschuss von Fr. 400.--  ist  der 
Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

7.2 Der obsiegenden Partei kann nach Massgabe ihres Erfolges von 
Amtes  wegen  oder  auf  Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  er-
wachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-
gesprochen werden (Art.  64  Abs. 1  VwVG und Art. 7  ff. des  Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2). 

Da  keine  Honorarnote  eingereicht  wurde,  ist  die  Höhe  der  Ent-
schädigung aufgrund der Akten zu bestimmen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). 
Unter Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands wird die Partei-
entschädigung auf Fr. 2'500.-- festgelegt. Diese ist von der Vorinstanz 
zu leisten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen  und der  Beschwerdeführerin  ab 
1. April 2004 eine halbe Invalidenrente zugesprochen.

Seite 19

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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss in Höhe von Fr. 400.--   wird der Beschwerdeführerin zurück-
erstattet.

3.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 2'500.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rück-
erstattungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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