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**Case Identifier:** 4bb1ac65-1f0a-5baa-b1af-3a66e1f7082e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.11.2018 UV 2017/102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-102_2018-11-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/102

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.11.2018

Entscheiddatum: 12.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 12.11.2018
Art. 6 UVG: Verneinung eines Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall 
mit Sturz auf die linke Schulter und einer Rotatorenmanschettenläsion im 
Sinne einer direkten Unfallverletzung oder einer richtunggebenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes. Anerkennung einer 
Leistungspflicht für eine vorübergehende Verschlimmerung eines 
degenerativen Vorzustandes. Status quo sine vel ante per 
Leistungseinstellungsdatum mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 12. November 2018, UV 2017/102).

Entscheid vom 12. November 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili             

Geschäftsnr.                                                                                                                

UV 2017/102          

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Gebert, Hauptstrasse 51, 9434 Au SG,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), wohnhaft in B.___ in C.___, war aufgrund seiner 

Tätigkeit als Maler bei der D.___ AG bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Am 26. Oktober 2015 liess er durch seine Arbeitgeberin melden, er sei am 

21. Oktober 2015 aus einer Höhe von etwa 8 Metern von einem Baugerüst auf die linke 

Körperseite gestürzt (Suva-act. 1). Die Erstbehandlung hatte am Unfalltag in der 

Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) stattgefunden, 

wo eine Rippenkontusion links sowie eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) 

links nach Sturz diagnostiziert worden waren. Darüber hinaus war eine schmerzhaft 

eingeschränkte Beugung des linken Schultergelenks festgestellt worden. Die 

röntgenologische Untersuchung des linken Schultergelenks hatte normale 

osteoartikuläre Strukturen des linken Schultergelenks zur Darstellung gebracht und 

auch auf den Röntgenbildern des Thorax sowie des linken OSG hatten keine 

dislozierten Rippenfrakturen bzw. frischen ossären Läsionen ausgemacht werden 

können. Der Versicherte war medikamentös behandelt worden. Für das OSG war für 4 

bis 6 Wochen ein Malleosprint (Sprunggelenk-Orthese) verschrieben worden. 

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Ausserdem hatte man dem Versicherten vom 21. bis 23. Oktober 2015 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert. Im Untersuchungsbericht war eine Verlaufskontrolle durch 

den Hausarzt Dr. med. E.___, Arzt für Allgemeinmedizin, vermerkt worden, der 

gegebenenfalls eine weitere Arbeitsunfähigkeit evaluieren sollte (Suva-act. 2 ff.). Mit 

Schreiben vom 28. Oktober 2015 sprach die Suva dem Versicherten Leistungen für 

Heilbehandlung sowie Taggelder zu (Suva-act. 10, vgl. auch Suva-act. 8, 11).

A.b  Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 10. November 2015 stellte Dr. E.___ beim 

Versicherten die Diagnosen posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis (PHS) 

links, Thoraxkontusion links sowie Distorsion OSG links. Weiter hielt er fest, dass die 

Heilung relativ schnell verlaufen sei und gegenwärtig eine Physiotherapie stattfinde. Die 

Behandlung könne Mitte/Ende November 2015 abgeschlossen werden und die 

Arbeitsaufnahme sei auf Ende November 2015 vorgesehen (Suva-act. 15, vgl. auch 14). 

Am 8. Dezember 2015 teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er am 13. 

Dezember 2015 wieder zu arbeiten anfange. Der linke Fuss sei noch geschwollen und 

bereite bei Belastung ein Druckgefühl und Schmerzen. Die Physiotherapie und die 

ärztliche Behandlung seien abgeschlossen (Suva-act. 17, vgl. auch Suva-act. 2, 18).

A.c  Mit Schreiben vom 1. September 2016 meldete der Rechtsvertreter des 

Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. D. Gebert, Altstätten, der Suva, dass die 

Unfallfolgen entgegen der anfänglichen Annahme doch noch nicht ganz verheilt seien. 

Der Versicherte habe nach wie vor Schmerzen, welche auf das Unfallereignis vom 21. 

Oktober 2015 zurückzuführen seien, weshalb er wieder eine Therapie aufgenommen 

habe (Suva-act. 20). Zuvor hatte sich der Versicherte am 20. Juni 2016 in der 

Unfallchirurgischen Ambulanz des Krankenhauses F.___ in C.___ untersuchen lassen, 

deren diensthabender Arzt chronische posttraumatische Schmerzen linke und rechte 

Schulter diagnostiziert hatte (Suva-act. 28). Eine sodann am 4. Juli 2016 durch Dr. 

G.___, H.___ in C.___, durchgeführte MRI-Untersuchung beider Schultergelenke hatte 

unter anderem beidseitige Impingementveränderungen und links eine transmurale 

Ruptur im dorsalen Ansatz der Supraspinatussehne gezeigt (Suva-act. 32).

A.d  Am 21. September 2016 informierte der Versicherte die Suva darüber, dass er nun 

fest bei der Firma I.___ angestellt sei. Vor ca. zwei Monaten habe er sich bei Dr. med. 

J.___, Facharzt für Orthopädie, in Behandlung begeben. Er habe seit dem Sturz immer 

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Schmerzen gehabt, vor allem auf der linken Seite, aber auch rechts. Die Physiotherapie 

sei durchgehend gelaufen (Suva-act. 24).

A.e  Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 7. Oktober 2016 hielt Dr. J.___ fest, dass der 

Versicherte nach dem 11. Juli 2016 nicht mehr bei ihm vorstellig geworden sei. Eine 

Arbeitsunfähigkeit habe er ihm nie bescheinigt (Suva-act. 29).

A.f  Am 17. Oktober 2016 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

K.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, zur Beurteilung der Unfallkausalität vor, welche dieser in einer 

Kurzbeurteilung vom 18. Oktober 2016 verneinte (Suva-act. 30).

A.g  Mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 teilte die Suva dem Rechtsvertreter des 

Versicherten mit, dass gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 18. Oktober 2016 kein 

sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. 

Oktober 2015 und den gemeldeten Schulterbeschwerden links bestehe. Die Suva sei 

demzufolge nicht leistungspflichtig und könne daher keine Versicherungsleistungen 

erbringen (Suva-act. 31).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte, vertreten durch seinen 

Rechtsvertreter, am 16. November 2016 Einsprache erheben (Suva-act. 36). 

Rechtsanwalt Gebert reichte eine "eidesstattliche Erklärung" des Versicherten vom 21. 

Oktober 2016 (Suva-act. 33), eine ärztliche Bescheinigung von Dr. J.___ vom 27. 

Oktober 2016 (Suva-act. 35) und eine schriftliche Bestätigung von Dr. E.___ vom 3. 

November 2016 (Suva-act. 34) ein.

B.b  Am 2. Dezember 2016 liess sich Dr. K.___ ausführlich zur Frage der 

Unfallkausalität vernehmen (Suva-act. 41), worauf die Suva die Einsprache des 

Versicherten mit Einspracheentscheid vom 14. März 2017 abwies (Suva-act. 43).

C.  

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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 28. April 2017 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau erheben. Darin wurde 

beantragt, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 

14. März 2017 bzw. deren Verfügung vom 18. Oktober 2016 sei aufzuheben. Dem 

Beschwerdeführer seien die infolge des Unfalls vom 21. Oktober 2015 gesetzlich 

geschuldeten Versicherungsleistungen gemäss UVG (weiterhin) auszurichten. 

Eventualiter sei die Sache zur weiteren (medizinischen) Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten der Beschwerdegegnerin. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

ersuchte ausserdem um Ansetzung einer Nachfrist zur ausführlichen 

Beschwerdebegründung (act. G 1).

C.b Mit Entscheid vom 2. Mai 2017 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau 

den Antrag auf Ansetzung einer Nachfrist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung 

unter Hinweis darauf, dass die Beschwerdeschrift vom 28. April 2017 den gesetzlichen 

Anforderungen genüge, ab (act. G 2).

C.c Mit Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.d In der Replik vom 19. Juni 2017 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an seinen Anträgen unverändert fest (act. G 7). Mit Schreiben vom 28. Juni 2017 

erneuerte die Beschwerdegegnerin ihrerseits den Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde, verzichtete aber auf eine einlässliche Duplik (act. G 9).

C.e Mit Schreiben vom 18. Oktober 2017 teilte das Verwaltungsgericht des Kantons 

Thurgau den Verfahrensparteien mit, dass es seine örtliche Zuständigkeit zur 

Behandlung der Beschwerde nicht als gegeben betrachte, sondern das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen als örtlich zuständig ansehe. Der 

Beschwerdeführer habe nie Wohnsitz in der Schweiz gehabt und der Wohnsitz seiner 

letzten schweizerischen Arbeitgeberin - der I.___ GmbH - habe sich in L.___ befunden. 

Es räumte den Verfahrensparteien die Gelegenheit ein, zur Frage der örtlichen 

Zuständigkeit Stellung zu nehmen (act. G 11). Während die Beschwerdegegnerin mit 

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Schreiben vom 19. Oktober 2017 das Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau als 

örtlich unzuständig bezeichnete und die Überweisung der Beschwerde an das 

zuständige Gericht verlangte (act. G 13), stellte sich Rechtsanwalt Gebert in seinem 

Schreiben vom 7. November 2017 auf den Standpunkt, es sei auf den Zeitpunkt des 

Unfalls bzw. der Einleitung des vorinstanzlichen Verfahrens abzustellen, womit es mit 

der Richtigkeit der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung seine Bewandtnis habe. 

Sollte jedoch das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau an seiner Auffassung 

festhalten, habe er gegen eine Weiterleitung der hängigen Beschwerde an das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen nichts einzuwenden (act. G 14).

C.f  Mit Entscheid vom 22. November 2017 trat das Verwaltungsgericht des Kantons 

Thurgau auf die Beschwerde nicht ein und überwies die Streitsache 

zuständigkeitshalber an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (act. G 0).

C.g Mit Schreiben vom 28. November 2017 teilte das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen den Verfahrensparteien die Einschreibung des 

Beschwerdeverfahrens bei sich mit (act. G 15).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, 

nachdem ein Unfallereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Der Wohnsitz des Beschwerdeführers befindet sich in B.___ in C.___. Das zuständige 

Versicherungsgericht ergibt sich somit aus Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

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den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1). Die 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin haben ausschliesslich diesen Wohnsitz ergeben. 

Auch der Beschwerdeführer selber macht nicht geltend, dass er je in der Schweiz 

Wohnsitz genommen hätte. Der Wahlgerichtsstand am letzten schweizerischen 

Wohnsitz des Beschwerdeführers gemäss Art. 58 Abs. 2 ATSG steht somit nicht zur 

Verfügung (vgl. dazu auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2015, Art. 58 Rz. 33). Der Beschwerdeführer arbeitete zum Zeitpunkt des Unfalls vom 

21. Oktober 2015 bei der D.___ AG im Kanton Thurgau (Suva-act. 1). Sicher ab 21. 

September 2016 war er bei der I.___ GmbH mit Sitz in L.___ fest angestellt (Suva-act. 

24). Die I.___ GmbH ist offenbar auch bei der Agentur der Beschwerdegegnerin in L.___ 

als letzte Arbeitgeberin gemeldet. Die letzte Arbeitgeberin des Beschwerdeführers im 

Sinne von Art. 58 Abs. 2 ATSG befand sich daher im Kanton St. Gallen. Für eine andere 

Betrachtungsweise als die Anknüpfung an den Wohnsitz der letzten Arbeitgeberin lässt 

Art. 58 Abs. 2 ATSG keinen Raum. Die Bestimmung sieht insbesondere keine 

Anknüpfung an die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Unfalls vor. Im UVG ist keine 

abweichende Regelung vorgesehen (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 58 N 34). Das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ist demnach für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig (Art. 58 Abs. 2 ATSG).

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach 

nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig 

auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

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E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt 

indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs muss mit dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein bzw. 

verneint werden können. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).

3.2  Ist es durch einen Unfall zu keiner neuen strukturellen Gesundheitsschädigung 

gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten Körper, kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung als vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung 

eines Vorzustandes in Betracht. Bei einer vorübergehenden Verschlimmerung hat der 

Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 

stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem 

Erreichen des Status quo sine - dem (krankhaften) Gesundheitszustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall 

früher oder später eingestellt hätte - oder dem Status quo ante - dem Zustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat - entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 

bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009, E. 4.3 mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Von einer 

richtunggebenden Verschlimmerung spricht die Rechtsprechung dann, wenn 

medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante 

je wieder erreicht werden können (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit 

Hinweisen).

3.3  Gemäss Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt, 

wobei ein Rückfall einen besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 

22 UVG darstellt (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Bei einem 

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Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten 

Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

möglicherweise sogar zu einer (weiteren) Arbeitsunfähigkeit kommt. Da der Rückfall 

begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis anschliesst, kann er eine Leistungspflicht 

des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den 

erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall 

erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c).

3.4  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich 

um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier - 

anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter) 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/ HOLZER, 

a.a.O., S. 4, 79).

4.   

4.1  Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin ursprünglich eine Leistungspflicht 

im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 21. Oktober 2015 anerkannt und 

Leistungen für Heilbehandlung sowie Taggelder erbracht hat (Suva-act. 10, vgl. auch 

Suva-act. 8, 11). Offensichtlich gestützt auf den ärztlichen Zwischenbericht von Dr. 

E.___ vom 10. November 2015, worin dieser mitteilte, die Behandlung dauere 

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voraussichtlich bis Mitte/Ende November 2015 (Suva-act. 15), angesichts der 

Beendigung der Physiotherapie am 30. November 2015 (act. G 1.4) und der 

telefonischen Mitteilung des Beschwerdeführers vom 8. Dezember 2015, er fange am 

13. Dezember 2015 wieder an zu arbeiten (Suva-act. 17), wurden die Leistungen für 

Heilbehandlung sowie die Taggelder eingestellt bzw. der Schadenfall formlos 

abgeschlossen. Mit Schreiben vom 1. September 2016 meldete der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers erneut eine Schmerzproblematik an, welche auf das 

Unfallereignis vom 21. Oktober 2015 zurückzuführen sei und eine Heilbehandlung 

erfordere (Suva-act. 20). Laut Rechnung der Dipl. Physiotherapeutin M.___ vom 25. Juli 

2016 war der Beschwerdeführer ab 11. Mai 2016 wegen Schmerzen in beiden 

Schultern erneut zur Physiotherapie gegangen (act. G 1.3 f.). Am 20. Juni 2016 hatte er 

sich sodann in die unfallchirurgische Ambulanz des Krankenhauses F.___ begeben. 

Dort war die Diagnose chronische posttraumatische Schmerzen linke sowie rechte 

Schulter gestellt worden (Suva-act. 28). Am 4. Juli 2016 war beim Beschwerdeführer 

eine MRI-Untersuchung beider Schultern durch Dr. G.___ vorgenommen worden (Suva-

act. 32). Mit dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 14. März 2017 (Suva-act. 43), wie bereits mit der diesem zu 

Grunde liegenden Verfügung vom 18. Oktober 2016 (Suva-act. 31), wurde dem 

Beschwerdeführer eröffnet, dass zwischen dem versicherten Ereignis vom 21. Oktober 

2015 und den gemeldeten Schulterbeschwerden links ein natürlicher 

Kausalzusammenhang nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sei und damit keine Versicherungsleistungen aus der Unfallversicherung 

erbracht werden könnten. In der Verfügung, im angefochtenen Einspracheentscheid 

und auch in der Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2017 (act. G 4) verwendet die 

Beschwerdegegnerin den Begriff Rückfall und betrachtet die Schadenmeldung vom 1. 

September 2016 (Suva-act. 20) offensichtlich als Rückfallmeldung. Die entsprechende 

Beweislast würde hier bzw. bei der Frage, ob beim Rückfall ein erneuter 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, bei der 

versicherten Person liegen (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen).

4.2  Aus den Akten ist jedoch nicht ersichtlich, dass jemals eine schriftliche Mitteilung 

zu einer Leistungseinstellung im Sinn von Art. 51 Abs. 2 ATSG oder gar eine förmliche 

Verfügung ergangen ist (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Grundsätzlich wurde damit im 

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vorliegenden Fall kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls vorgenommen. Auch 

der zeitliche Ablauf der in Erwägung 4.1 dargelegten Sachlage, wonach von der letzten 

dokumentierten Heilbehandlung bzw. Physiotherapie vom 30. November 2015 (act. G 

1.4) bis zur nächsten Physiotherapie bei derselben Physiotherapeutin am 11. Mai 2016 

und der Behandlung im Krankenhaus F.___ lediglich 5 ½ Monate bzw. rund knapp 

sieben Monate vergangen sind, liesse es nicht als gerechtfertigt erscheinen, von einem 

Rückfall auszugehen (vgl. dazu BGE 134 V 145). Wie es sich letztlich mit der 

Beweislastverteilung bzw. damit verhält, ob im vorliegenden Fall von einem Rückfall 

oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, kann jedoch im Hinblick auf die 

nachfolgenden Erwägungen insofern offen bleiben, als sich die Frage, wer die Folgen 

einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, erst stellt, wenn es sich als unmöglich 

erweisen sollte, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4 f., 

29; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Wie zu zeigen sein wird, trifft dies vorliegend 

nicht zu. Im Übrigen ist entscheidend und hat als unbestritten zu gelten, dass der 

Beschwerdeführer Versicherungsleistungen erst (wieder) ab Beginn der Heilbehandlung 

der linken Schulter, d.h. frühestens ab 11. Mai 2016, geltend macht. Die Frage nach 

dem Vorliegen von Brückensymptomen wird dabei ein mögliches Indiz für oder gegen 

das Vorhandensein einer natürlichen Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden 

und dem Unfall vom 21. Oktober 2015 bilden (vgl. nachfolgende Erwägung 9.3.2).

5.   

5.1  Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Schulterbeschwerden 

links im Zusammenhang mit dem Unfall vom 21. Oktober 2015 leistungspflichtig ist, 

wird von dieser insbesondere gestützt auf die Beurteilung von Dr. K.___ vom 1. 

Dezember 2016 (Suva-act. 41) verneint.

5.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

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des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 352 E. 3a und 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. U 

133 S. 312 f. E. 1b). Der Umstand, dass Dr. K.___ seine Beurteilung ausschliesslich 

aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, 

steht dem Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen. Für die Beweistauglichkeit 

entscheidend ist, ob schon genügend Unterlagen von anderen persönlichen 

Untersuchungen vorliegen (vgl. dazu RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371; Urteile des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 1. Februar 2010, 8C_792/2009, E. 5, und vom 26. Januar 2010, 8C_833/2009, E. 

5.1). Dr. K.___ legt die Anamnese ("Aktenmässiger Verlauf") bzw. die Ergebnisse der im 

konkreten Fall durchgeführten ärztlichen Untersuchungen lückenlos dar. Der 

Physiotherapiebericht vom 11. April 2017 (act. G 1.3) sowie die Rechnungen, welche 

Aufschluss über die einzelnen durchgeführten Behandlungen geben (act. G 1.4), 

wurden erst im Beschwerdeverfahren eingereicht. Als Facharzt der orthopädischen 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates ist auch die Fachkompetenz 

des Kreisarztes nicht in Frage zu stellen.

6.   

6.1  Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlichen 

Beschwerden hat in der Regel als gegeben zu gelten, wenn sich mittels apparativer 

Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, Computertomogramm [CT], 

Kernspintomogramm [MRT], Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund im 

Sinn eines strukturellen Gesundheitsschadens erheben lässt (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 

134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit 

zahlreichen Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/22

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6.2  Beim Beschwerdeführer wurde noch am Unfalltag (21. Oktober 2015) in der Klinik 

für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG eine röntgenologische Untersuchung des 

linken Schultergelenks durchgeführt, welche keine Zeichen für eine frische ossäre 

Läsion zeigte (Suva-act. 4). Klinisch wurde in der ZNA des KSSG eine schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung erhoben. Eine konkrete Diagnose wurde in Bezug auf die 

linke Schulter nicht gestellt (Suva-act. 3). Gestützt auf das unauffällige radiologische 

Untersuchungsergebnis sowie die Angaben des Beschwerdeführers - er sei aus einer 

Höhe von etwa 8 Metern von einem Baugerüst gestürzt und habe sich die linke 

Körperseite geprellt (Suva-act. 1, 3) - diagnostizierte der nachbehandelnde Hausarzt 

Dr. E.___ im ärztlichen Zwischenbericht vom 10. November 2015 eine posttraumatische 

PHS links (Suva-act. 15). Bei der am 4. Juli 2016 durchgeführten MRT-Untersuchung 

des linken Schultergelenks durch Dr. G.___ zeigte sich sodann ein coracohumerales 

und subacromiales Impingement mit flächigen Sehnenbinnendegenerationen im Sinne 

von Partialrissbildungen, eine transmurale Ruptur im dorsalen Aspekt des Ansatzes der 

Supraspinatussehne mit flüssigkeitsmarkierter Bursa subacromialis-subdeltoidea, ein 

oberflächenirreguläres Tuberculum majus mit sublamellärer Zyste wie bei 

Ansatztendinose sowie eine mässige Abnutzung im Acromioclaviculargelenk (Suva-act. 

32). Insbesondere in der transmuralen Ruptur im dorsalen Aspekt des Ansatzes der 

Supraspinatussehne ist eine strukturelle Gesundheitsschädigung zu sehen, was unter 

den Verfahrensparteien grundsätzlich unbestritten ist. Streitig ist hingegen, ob es sich 

bei der Supraspinatussehnenruptur um eine beim Unfall vom 21. Oktober 2015 direkt 

erlittene Verletzung handelt (vgl. act. G 1, S. 5 Ziff. 4.4).

6.3  Der Feststellung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der Beschwerde 

vom 28. April 2017 - ursächlich für eine Ruptur sei generell ein traumatisches Ereignis 

und seien nicht degenerative Verschleisserscheinungen (act. G 1, S. 5 Ziff. 4.4) - kann 

nicht gefolgt werden. So können Rupturen und Risse traumatisch sowie degenerativ 

bedingt sein (vgl. ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. 

Aufl. Bern 2005, S. 628; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1623, S. 

1681). Gerade in Bezug auf eine Rotatorenmanschettenläsion gilt es zu beachten, dass 

die Rotatorenmanschette, welche unter anderem aus der Supraspinatussehne besteht, 

zur Degeneration neigt. Allerdings können die Sehnen der Rotatorenmanschette auch 

als Folge eines Traumas ein- oder abreissen (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 628, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/22

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724 f., 728 ff; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1681; PSCHYREMBEL, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1576, 1646).

6.4  Zu prüfen ist mithin, ob es sich bei der transmuralen Ruptur der 

Supraspinatussehne des Beschwerdeführers um eine direkte Unfallverletzung oder um 

einen degenerativen Vorzustand handelt und - sollte letzteres der Fall sein - ob der 

degenerative Vorzustand eine richtunggebende Verschlimmerung erfahren hat. Kommt 

lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes in Betracht, stellt 

sich schliesslich die Frage, wann der unfallkausale Anteil bzw. der durch den Unfall 

ausgelöste Beschwerdeschub als überwiegend wahrscheinlich abgeheilt betrachtet 

werden konnte. Dr. K.___ setzt sich in seiner Beurteilung vom 1. Dezember 2016 (Suva-

act. 41) umfassend mit den obgenannten Fragen auseinander.

6.5 

6.5.1      Er diskutiert insbesondere das Ergebnis der MRT-Untersuchung von Dr. G.___ 

vom 4. Juli 2016 (Suva-act. 32), welches - wie in Erwägung 6.2 dargelegt - für den 

Nachweis einer unfallkausalen Gesundheitsschädigung die massgebende Grundlage 

bildet. Er gibt korrekt die von Dr. G.___ in Bezug auf das linke Schultergelenk 

beschriebenen Befunde eines mässig enger gestellten Subacromialraums, einer 

flächigen Verdickung und Ödematisierung sowie eine Sehnenbinnendegeneration der 

ansatznahen Supraspinatus- und Subscapularissehne mit einem transmuralen Defekt 

von ca. 6 mm im hinteren Anteil der Supraspinatussehne mit Flüssigkeit im darüber 

liegenden Schleimbeutelkomplex, einer Ansatztendinose der Supraspinatussehne mit 

zystischer Veränderung am Tuberculum majus und Oberflächenirregulationen, einer 

Acromioclaviculargelenksarthrose sowie degenerative Veränderungen des 

Gelenklippenkomplexes wieder. Er stellt fest, dass Dr. G.___ - gleich wie bei der 

rechten Schulter - die flächigen Sehnenbinnendegenerationen und die kleine, die 

gesamte Sehnendicke durchgreifende Läsion der Supraspinatussehne als Folgen des 

unter dem Schulterdach und dem Rabenschnabelfortsatz gelegenen Engpasssyndroms 

respektive der Arthrose des Acromioclaviculargelenks interpretiere. Auch wenn sich 

diese Interpretation aus den Formulierungen von Dr. G.___ nicht wörtlich erschliesst, 

erscheint sie doch folgerichtig. Wie von Dr. K.___ zutreffend erkannt, erhob Dr. G.___ in 

der rechten Schulter nahezu identische Schädigungen wie in der linken Schulter (einen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/22

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eingeengten Subacromialraum mit vor allem bursaseitigen flächigen 

Partialrissbildungen bis subtotaler Ruptur, eine verdickte und flächig inhomogen 

ödematisierte Supraspinatussehne sowie im ventralen und dorsalen Aspekt der 

Supraspinatussehne Signalanhebungen im Sinne von Defektbildungen, keine sichere 

transmurale Ruptur sowie eine Abnutzung im Acromioclaviculargelenk mit 

Gelenkskapselödem). Rechtsseitig schreibt der Radiologe schliesslich 

zusammenfassend von grossflächigen Impingementveränderungen der 

Supraspinatussehne "bei Einengung des Subacromialraums" mit vor allem 

bursaseitigen flächigen Partialrissbildungen bis subtotaler Ruptur. Auch in der 

Zusammenfassung zum linksseitigen MRT-Untersuchungsergebnis führt Dr. G.___ das 

Impingement mit flächigen Sehnenbinnendegenerationen im Sinne von 

Partialrissbildungen, die transmurale Ruptur im dorsalen Aspekt des Ansatzes der 

Supraspinatussehne mit flüssigkeitsmarkierter Bursa subacromialis-subdeltoidea sowie 

die mässige Abnutzung im Acromioclaviculargelenk auf (Suva-act. 32). Anhand der 

vorliegenden Akten lässt sich ausserdem im Bereich der rechten Schulter keine 

Unfallbeteiligung nachweisen. Eine solche ist weder im Echtzeitbefund der ZNA des 

KSSG vom 21. Oktober 2015 (Suva-act. 3, vgl. auch Suva-act. 4) noch im ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. E.___ vom 10. November 2015 (Suva-act. 15) dokumentiert. 

Von ärztlicher Seite wurden Schmerzen der rechten Schulter erstmals im Bericht des 

Krankenhauses F.___ vom 20. Juni 2016 diagnostiziert (Suva-act. 28), welche seit 11. 

Mai 2016 mit Physiotherapie behandelt wurden (act. G 1.3 f.). Die vergleichende 

Interpretation bzw. Gleichsetzung mit rechts von Dr. K.___ erscheint damit ohne 

Weiteres schlüssig. Dies zumal Dr. G.___ die linksseitige transmurale Ruptur im 

Supraspinatussehnenansatz als Teil ("mit") der Sehnenbinnendegenerationen in beiden 

Sehnen anführt.

6.5.2      Dr. K.___ erläutert in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur den 

Degenerationsprozess, der sich aus einer Einengung des Subacromialraumes 

entwickeln kann. Ein solcher könne (z.B. verursacht durch knöcherne Exostosen eines 

Schulterdachsporns, Arthrose des AC-Gelenks oder Einlagerungen von Kalk in der 

Supraspinatussehne) zur Schädigung der Rotatorenmanschette führen. Die ständige 

mechanische Beeinträchtigung beim Gleitvorgang durch den Subacromialraum führe 

altersbedingt zur Störung der Gewebsstruktur bis hin zu Nekrosen und bis zur 

Rissbildung der Sehnenmanschette. Laut medizinischer Literatur entsteht sodann 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/22

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durch die Einklemmungen der Rotatorenmanschettensehnen im Engpass zwischen 

dem Akromion und dem Humeruskopf auch das Impingement-Syndrom, welches Dr. 

G.___ im Zusammenhang mit den Sehnenbinnendegenerationen erwähnt und welches 

eine häufige degenerative Erkrankung im Bereich des Schultergelenks darstellt (vgl. 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 724 ff.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1576).

6.5.3      Beim Beschwerdeführer wurde eine Acromioclaviculargelenksarthrose mit 

irregulärer Gelenksspaltverschmälerung und Gelenkskapselödem als verursachende 

Faktoren für eine Rotatorenmanschettenruptur festgestellt. Ergänzend kommen die 

Befunde Tendinose, Zyste und flüssigkeitsmarkierte bzw. entzündliche Veränderung an 

der Bursa hinzu, welche grundsätzlich krankheitsbedingte Leiden darstellen und im 

Zusammenhang mit einem degenerativen Prozess auftreten können (vgl. DEBRUNNER, 

a.a.O., S. 583, 587, 628, 725 ff.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 297, 1782 "Tendopathie"; 

ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 280, 1807, 1808 "Tendopathie", 2019; PROMETHEUS, 

LernAtlas der Anatomie, Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 4. Aufl. Stuttgart 

2014, S. 63). Damit präsentiert sich letztlich eine umfassende degenerative Problematik 

in der linken Schulter. Hinzuzufügen bleibt, dass auch die von Dr. J.___ im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 7. Oktober 2016 (Suva-act. 29) diagnostizierte Labrumläsion 

nicht als Unfallverletzung gesehen werden kann. So beschrieb Dr. G.___ im MRT-

Untersuchungsbericht vom 4. Juli 2016 das Labrum glenoidale ventrocranial links als 

etwas degeneriert und signalangehoben (und rechts ohne pathologischen Befund) 

(Suva-act. 20).

6.5.4      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hinsichtlich der transmuralen Ruptur 

im dorsalen Aspekt des Supraspinatussehnenansatzes der linken Schulter vor dem 

Hintergrund des gesamten radiologischen Untersuchungsergebnisses mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem degenerativen 

Vorzustand auszugehen ist.

6.5.5      Dr. K.___ fügt schlüssig hinzu, dass ein rein degenerativer Prozess ohne 

unfallbedingten Ursachenbeitrag im Falle des Beschwerdeführers (im Zeitpunkt des 

Unfalls war er __ Jahre alt) auch epidemiologisch begründet sei (vgl. dazu 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1576). Schäden oder Zusammenhangstrennungen der 

Rotatorenmanschette seien mit zunehmendem Alter häufig Folgen von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/22

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Abnutzungserscheinungen und könnten auch ohne ursächliches Unfallereignis 

vorkommen.

6.5.6      Überzeugende Erkenntnisse für seine Kausalitätsbeurteilung entnimmt Dr. 

K.___ schliesslich der Art und Weise, wie eine Beschwerdeproblematik auftritt, sowie 

dem zeitlichen Ablauf. Eine traumatisch bedingte Rissbildung der Rotatorenmanschette 

führe in der Regel zu einem scharfen Schmerz im Schultergelenk mit Ausstrahlung in 

den seitlichen Oberarm, unmittelbarem Funktionsverlust bestimmter Bewegungen, 

abhängig vom geschädigten Anteil der Sehnenmanschette, und einem Gefühl des 

Zerreissens. Insbesondere der unmittelbare Eintritt dieser Phänomene sei 

charakteristisch für eine akut traumatische Schädigung der Rotatorenmanschette. 

Dagegen zeige sich der Beschwerdeverlauf im Falle eines degenerativen Geschehens 

schleichend und die Funktionsausfälle könnten teilweise durch sich parallel 

etablierende Kompensationsmechanismen aufgefangen werden (Suva-act. 41). In 

Würdigung der vorliegenden Akten legt Dr. K.___ überzeugend und schlüssig dar, dass 

der Beschwerdeverlauf im konkreten Fall auf ein degeneratives Geschehen hinweist. 

So werde zwar nach dem Unfallereignis von einer schmerzhaften Einschränkung der 

Beugung des linken Schultergelenks berichtet (vgl. Suva-act. 3). Bei einer traumatisch 

bedingten Rotatorenmanschettenläsion wäre allerdings nicht von einer 

uneingeschränkten Funktion des linken Schultergelenks und Wiederaufnahme einer 

schwer körperlich belastenden Tätigkeit nach sechs Wochen auszugehen (vgl. dazu 

auch nachfolgende Erwägung 8.3). Tatsächlich war der Beschwerdeführer bereits rund 

drei Wochen nach dem Unfall wieder zu 100% in seinem Beruf als Maler mit hoher 

Beanspruchung der Schultergelenke, insbesondere auch durch Arbeit über der 

Horizontalen (vgl. Suva-act. 1 f., 15, 17), arbeitsfähig. Dies, obwohl der medizinischen 

Literatur entnommen werden kann, dass die typische Klinik einer 

Rotatorenmanschettenruptur die Unfähigkeit umfasse, den Arm nicht mehr aktiv über 

die Horizontale heben zu können (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 728; PSCHYREMBEL, 

a.a.O., S. 1576).

6.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Dr. K.___ anhand überzeugender 

Anhaltspunkte schlüssig darlegt, weshalb die im MRT-Untersuchungsbericht von Dr. 

G.___ umschriebene transmurale Ruptur im dorsalen Anteil der Supraspinatussehne 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine durch den Unfall 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/22

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vom 21. Oktober 2015 verursachte Verletzung darstellt, sondern einem degenerativen 

Vorzustand geschuldet ist. Der von Dr. J.___ in der ärztlichen Bescheinigung vom 27. 

Oktober 2016 vertretene Standpunkt, es sei von einer traumatischen Schädigung 

auszugehen (Suva-act. 35), vermag die Beurteilung von Dr. K.___ nicht in Frage zu 

stellen. Dr. J.___ begründet seine Schlussfolgerung insbesondere mit der Aussage des 

Beschwerdeführers, er habe vor dem Unfall niemals Beschwerden im Bereich der 

Schulter verspürt. Diese Tatsache reicht indessen nicht aus, um von einer 

Unfallkausalität auszugehen (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche Formel "post 

hoc ergo propter hoc"; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 [U290/06] E. 4.2; ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn. 1205). 

Folglich vermag auch die Mitteilung von Dr. E.___ vom 3. November 2016 keine andere 

Kausalitätsbeurteilung zu begründen (Suva-act. 34).

7.   

Eine richtunggebende Verschlimmerung der fraglichen transmuralen Ruptur im 

Supraspinatussehnenansatz ist laut Dr. K.___ ebenfalls auszuschliessen. Es liegen 

keine objektiven Gesichtspunkte vor, welche diese Schlussfolgerung in Frage stellen 

würden. Genauso wie eine unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur als objektiviert 

gilt, wenn sie durch einen entsprechenden apparativen/bildgebenden 

Untersuchungsbefund (wie Röntgen, CT, MRT, Arthroskopie) erhoben wird (vgl. 

Erwägung 6.1), gilt dies grundsätzlich für eine richtunggebende Verschlimmerung einer 

vorbestehenden Rotatorenmanschettenruptur, beispielsweise in Form der Erweiterung 

eines Teilrisses zu einer transmuralen Ruptur. Es erscheint naheliegend, dass sich eine 

solche Entwicklung wahrnehmbar vom Vorzustand bzw. der altersüblichen Progression 

abheben muss. Aus denselben Überlegungen heraus, wie sie in der Erwägung 6.5 zu 

einer traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenruptur angestellt worden sind, lässt 

sich jedoch von den am 4. Juli 2016 erhobenen, umfassenden degenerativen Befunden 

auch keine richtunggebende Verschlimmerung abgrenzen. Bezeichnenderweise 

erwähnt Dr. G.___ im MRT-Untersuchungsbericht auch keine solche (vgl. Suva-act. 32).

8.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/22

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8.1  Die Beschwerdegegnerin hat indes ihre Leistungspflicht für eine vorübergehende 

unfallkausale Gesundheitsschädigung anerkannt. Eine weitere bzw. erneute 

Leistungspflicht im Zusammenhang mit den am 1. September 2016 gemeldeten 

Schulterbeschwerden links (Suva-act. 20) lehnt sie dagegen - wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen - zu Recht ab.

8.2  Vor dem Hintergrund der Unfallschilderung - Sturz in die Tiefe von einem 

Baugerüst mit Prellung der linken Körperseite (Suva-act. 1) - und dem von der ZNA des 

KSSG am 21. Oktober 2015 erhobenen Befund einer (bloss) schmerzhaft 

eingeschränkten Beugefähigkeit des linken Schultergelenks (Suva-act. 3) geht Dr. K.___ 

in seiner Beurteilung nachvollziehbar von einer Prellung des linken Schultergelenks aus. 

Dementsprechend hatte ursprünglich auch Dr. E.___ im ärztlichen Zwischenbericht 

vom 10. November 2015 (Suva-act. 15) einzig eine - durch das Ereignis offenbar 

aktivierte - posttraumatische PHS links - laut medizinischer Literatur eine Bezeichnung 

für eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Rahmen eines degenerativen 

Prozesses (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 725; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1377; ROCHE 

LEXIKON, a.a.O., S. 1430) - diagnostiziert. Eine Prellung ohne begleitende strukturelle 

Läsion stellt eine einfache Weichteilverletzung dar, welche nach der medizinischen 

Erfahrung auch ohne spezifische Behandlung innert kurzer Zeit folgenlos abheilt und 

bei der sich die damit verbundenen Beschwerden demzufolge gänzlich zurückbilden 

(vgl. dazu medizinische Erfahrungsmedizin gemäss DEBRUNNER, a.a.O., S. 412). 

Diese medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen des 

Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden.

8.3 

8.3.1      Medizinische Erfahrungstatsachen beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf 

medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine 

Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich 

eben als solche präsentieren. Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen 

Ausnahmefall vor. Es ist davon auszugehen, dass der Heilungsprozess der vom 

Beschwerdeführer am 21. Oktober 2015 erlittenen Prellung optimal verlaufen ist und 

demnach für die am 1. September 2016 gemeldeten und frühestens ab Mai 2016 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/22

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behandelten Schulterbeschwerden links lediglich die degenerativen Vorzustände eine 

nachvollziehbare Erklärung bilden.

8.3.2      Obwohl ein Sturz aus angeblich ca. 8 Metern Höhe in der Regel 

schwerwiegende Verletzungen zu verursachen vermag, sind solche - wie der 

vorliegende, glücklich verlaufene Fall zeigt - nicht zwingend. Vorliegend liess sich 

anlässlich der klinischen Erstuntersuchung in der ZNA des KSSG vom 21. Oktober 

2015 in Bezug auf die linke Schulter einzig eine schmerzhaft eingeschränkte Beugung 

erheben, was nicht auf eine Prellung von besonderer Schwere schliessen lässt. 

Abgesehen von einer zusätzlichen röntgenologischen Untersuchung wurde keine 

weiterführende Diagnostik in die Wege geleitet. Therapiemässig wurde lediglich eine 

medikamentöse Behandlung veranlasst. Im Weiteren wurde eine dreitägige 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Suva-act. 3). Die Weiterbehandlung erfolgte durch den 

Hausarzt Dr. E.___, der im ärztlichen Zwischenbericht vom 10. November 2015 einen 

relativ guten Heilverlauf beschrieb und eine gute Prognose abgab. Der 

Beschwerdeführer befand sich in einer Physiotherapie und konsultierte im Abstand von 

10 bis 14 Tagen Dr. E.___. Die Dauer der voraussichtlichen Behandlung legte dieser auf 

Mitte/Ende November 2015 fest (Suva-act. 15). Laut Rechnung vom 30. November 

2015 war am selben Tag auch die vorerst letzte physiotherapeutische Behandlung 

durchgeführt worden (act. G 1.4). Ab Mitte Dezember 2015 arbeitete der 

Beschwerdeführer wieder zu 100% als Maler (Suva-act. 17 f.). Laut Rechnung vom 25. 

Juli 2016 sowie Physiotherapiebericht vom 11. April 2017 liess sich der 

Beschwerdeführer ab 11. Mai 2016 erneut wegen Schmerzen in der linken Schulter 

behandeln (act. G 1.4). Am 20. Juni 2016 begab er sich sodann in die unfallchirurgische 

Ambulanz des Krankenhauses F.___, deren Ärzte chronische posttraumatische 

Schmerzen in der linken sowie rechten Schulter diagnostizierten. Laut 

Untersuchungsbericht gab der Beschwerdeführer an, seit zwei Monaten immer noch 

Schmerzen zu haben (Suva-act. 28). Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist 

insofern zuzustimmen, als damit nicht - wie von Dr. K.___ angenommen (Suva-act. 30) 

- von einem Zeitraum von siebeneinhalb Monaten ohne diagnostizierte 

Brückensymptome ausgegangen werden kann. Dennoch spricht der zeitliche Ablauf 

gegen eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der am 1. September 2016 

erneut angemeldeten bzw. ab Mai 2016 behandelten Schulterbeschwerden links. 

Angesichts des von Dr. E.___ erklärten Behandlungsabschlusses Mitte/Ende November 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/22

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2015, dem fünfeinhalb Monate dauernden Intervall ohne Behandlung und vor allem der 

durchgehenden Arbeitsfähigkeit in einem schulterbelastenden Beruf erscheint die 

Festlegung des Status quo sine vel ante von Dr. K.___ per Ende November 2015 ohne 

Weiteres überzeugend (vgl. Suva-act. 41). Durch die Erklärung des Rechtsvertreters 

des Beschwerdeführers in der Replik vom 19. Juni 2017 (act. G 7) - der 

Beschwerdeführer sei nach Abschluss der ersten Physiotherapiebehandlung nicht 

schmerzfrei gewesen, er habe sich einfach nicht weiter behandeln lassen, habe 

Schmerzmittel zu sich genommen und sei zunächst davon ausgegangen, es werde 

schon gut kommen - lässt sich der festgelegte Leistungseinstellungszeitpunkt nicht 

anzweifeln. Dr. K.___ gelangt zum schlüssigen Ergebnis, dass der umfassende 

degenerative Vorzustand einen hinreichenden Grund für die fortdauernd geklagten 

Beschwerden in der linken Schulter bildet. Dass zunächst von einer unfallbedingten 

Schädigung ausgegangen

wurde, nach einem Behandlungsunterbruch von fünfeinhalb Monaten hingegen nicht 

mehr, überzeugt. Die Gründe dafür wurden vorstehend dargelegt.

8.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass der Unfall 

vom 21. Oktober 2015 für die am 1. September 2016 gemeldeten und frühestens ab 

Mai 2016 erneut behandelten Schulterbeschwerden links verantwortlich gemacht 

werden kann. Demgemäss ist ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 

Beschwerdegegnerin abzuweisen.

9.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. März 2017 abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22

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Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.11.2018
	Art. 6 UVG: Verneinung eines Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Sturz auf die linke Schulter und einer Rotatorenmanschettenläsion im Sinne einer direkten Unfallverletzung oder einer richtunggebenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes. Anerkennung einer Leistungspflicht für eine vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes. Status quo sine vel ante per Leistungseinstellungsdatum mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. November 2018, UV 2017/102).

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