# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6749edf1-47f4-5fab-af82-0b6f2d79ee92
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.09.2014 S 2014 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-58_2014-09-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 58

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 3. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tobias Figi, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG (Heilbehandlung)

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1. A._____ war seit dem 1. Januar 1987 zu 70 % bei der C._____ als 

Verwaltungssekretärin tätig und in dieser Eigenschaft für kurzfristige 

Leistungen bei der B._____ AG und für langfristige Leistungen bei der 

D._____ AG obligatorisch unfallversichert. Am 30. September 2011 erlitt 

sie im Ausland einen Unfall. Dabei zog sie sich ein Schädel-Hirn-Trauma, 

eine Luxationsfraktur C6/C7 sowie eine Polyfraktur des rechten 

Handgelenkes zu. Die B._____ anerkannte ihre Leistungspflicht für die 

Folgen dieses Ereignisses. 

2. Am 11. April 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von 

Versicherungsleistungen an. Mit Verfügung vom 9. Oktober 2012 sprach 

die IV-Stelle A._____ bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab dem 

1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu und legte diese mit 

Verfügung vom 27. November 2012 auf Fr. 1'732.-- fest. Am 

25. November 2012 erreichte A._____ das ordentliche Rentenalter. Seit 

dem 1. Dezember 2012 bezieht sie eine AHV-Rente in der Höhe der 

zugesprochenen IV-Rente. 

3. Mit Schreiben vom 17. April 2013 beauftragte die B._____ die H._____ 

AG, mit der medizinischen Begutachtung von A._____. Im Gutachten vom 

17. Juli 2013 kamen Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie, Dr. med. F._____, Facharzt für Innere Medizin FMH, 

sowie die konsularisch beigezogene Dr. med. G._____, Fachärztin für 

Neurologie, aufgrund einer eingehenden Untersuchung von A._____ und 

der zugestellten sowie beigebrachten Unterlagen zum Schluss, A._____ 

leide infolge des Unfalles vom 30. September 2011 an einem 

posttraumatischen cervicospondylogenen Syndrom bei Status nach 

operativ versorgter Luxationsfraktur C6/7 mit bleibender Einschränkung 

der statischen Belastbarkeit der Halswirbelsäule, der Halswirbelsäulen-

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Beweglichkeit sowie sensibler Schädigung im distalen Teil vom Segment 

C5 rechts, Status nach osteosynthetisch versorgter und ehemals 

intraarticulärer, distaler Radiusfraktur rechts ohne gravierende 

funktionsrelevante Folgen, jedoch mit glaubhaften Beschwerden 

insbesondere bei langfristiger und intensiver Beanspruchung, Status nach 

Commotio cerebri, Heiserkeit unklarer Ätiologie sowie Verdacht auf ein 

Carpaltunnelsyndrom rechts, evtl. im Zusammenhang mit der erlittenen 

Radiusfraktur. Eine namhafte Besserung dieses Gesundheitszustands sei 

nicht mehr zu erwarten. Zur Minderung der Beschwerden seien jedoch 

befund- und symptomorientierte medikamentöse und z.B. 

physiotherapeutische Behandlungsmassnahmen der Halswirbelsäule 

sinnvoll. In ihrer angestammten Tätigkeit als Verwaltungssekretärin sei 

A._____ aufgrund der durch den Unfall vom 30. September 2011 

erlittenen Verletzungen zu 100 % arbeitsunfähig. Dagegen seien ihr 

leichte, die Halswirbelsäule biomechanisch nicht beanspruchende und 

konzentrativ nicht anspruchsvolle Tätigkeiten zu 50 % (4.5 Stunden) 

zumutbar.

4. Die D._____ AG, die mit der B._____ einen Zusammenarbeitsvertrag 

geschlossen hat, eröffnete anfangs Januar 2014 das 

unfallversicherungsrechtliche Verfahren für die langfristigen 

Versicherungsleistungen. Mit Verfügung vom 14. Mai 2014 sprach sie 

A._____ in der Folge ausgehend von einem versicherten Verdienst von 

Fr. 51'790.-- und einem Invaliditätsgrad von 64 % ab dem 1. Januar 2014 

eine Rente in der Höhe von Fr. 967.-- sowie eine Integritätsentschädigung 

im Betrag von Fr. 31'500.-- zu. 

5. Mit Verfügung vom 22. Januar 2014 stellte die B._____ die kurzfristigen 

Leistungen (Heilungskosten und Taggelder) per 31. Dezember 2013 ein. 

Dagegen reichte A._____ Einsprache bei der B._____ ein und beantragte 

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die Übernahme der Kosten für die zur Behandlung der Unfallfolgen 

weiterhin erforderlichen Heilbehandlungen. Dieses Begehren wies die 

B._____ mit Einspracheentscheid vom 11. April 2014 ab.

6. Gegen diesen Einspracheentscheid gelangte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) mit Beschwerde vom 7. Mai 2014 an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin beantragte sie, es 

seien die Verfügung der B._____ vom 22. Januar 2014 und der 

Einspracheentscheid vom 11. April 2014 aufzuheben. Es sei die B._____ 

zu verpflichten, für alle nach dem 1. Januar 2014 anfallenden 

unfallbedingten medizinischen Massnahmen, welche der Erhaltung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin dienten, aufzukommen. 

7. In der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2014 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde.

8. Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 10. Juni 2014 unter 

Vertiefung ihrer Argumentation an ihren Anträgen fest. Die 

Beschwerdegegnerin nahm zu diesen Ausführungen in der Duplik vom 

17. Juni 2014 unter Erneuerung ihrer Anträge Stellung. 

Auf die Ausführungen der Verfahrensparteien und die eingereichten 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes 

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über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, 

in welchem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte 

zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Die versicherte 

Beschwerdeführerin wohnt in Schiers, weshalb die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts 

zu bejahen. Als Adressatin des Einspracheentscheids vom 11. April 2014 

ist die Beschwerdeführerin von diesem Entscheid überdies berührt und 

weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten (Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG). 

2. Die Akten des Verfahrens S 14 13, welches dieselben Parteien betrifft, 

werden beigegezogenen und der nachfolgenden Beurteilung zugrunde 

gelegt.

3. a) Streitig und zu prüfen ist vorliegend der Heilbehandlungsanspruch der 

Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2014.

b) Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen, nämlich auf ambulante 

Behandlung durch einen Arzt, Zahnarzt oder auf deren Anordnung hin auf 

Behandlung durch eine medizinische Hilfsperson sowie den 

Chiropraktiker (lit. a); die vom Arzt oder Zahnarzt verordneten Arzneimittel 

und Analysen (lit. b); die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der 

allgemeinen Abteilung des Spitals (lit. c); die ärztlich verordneten Nach- 

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und Badekuren (lit. d) und die der Heilung dienenden Mittel (lit. e). Die 

sich aus Art. 10 UVG im Einzelnen ergebenden Ansprüche auf 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen hat der Bundesrat in den Art. 15 

ff. der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

konkretisiert (vgl. RAFFAELLA BIAGGI, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN 

[Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Sozialversicherungen, Opferhilfe, 

Sozialhilfe, Beraten und Prozessieren, Basel 2014, Rz. 17.21). 

c) Art. 10 UVG regelt nicht, bis zu welchem Zeitpunkt die versicherte Person 

solche Leistungen nach einem erlittenen Unfall beanspruchen kann. Laut 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht dies aus Art. 19 UVG 

hervor. Danach hat der Unfallversicherer, sofern allfällige 

Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen sind, die Heilbehandlung und 

das Taggeld solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 

Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 

erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, hat er den Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen, einschliesslich der 

Heilbehandlung, mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen 

(BGE 140 V 130 E.2.2; 134 V 109 E.4.1; Urteil des Bundesgerichts 

8C_81/2013 vom 16. April 2013 E.3.1.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ 

PIERRE HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143). In diesem 

sich an die Behandlungsphase anschliessenden Verfahrensstadium 

können einer versicherten Person Heilbehandlungen nur mehr unter den 

in Art. 21 Abs. 1 UVG verankerten Voraussetzungen zugesprochen 

werden. Im dazwischen liegenden Bereich, wenn weder von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung im 

Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erwartet werden kann, noch die 

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Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG erfüllt sind, hat der 

Unfallversicherer keine Heilbehandlung zu übernehmen. An seine Stelle 

tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer, welcher die Kosten für 

die Heilbehandlungen im gesetzlich geschuldeten Umfang zu 

übernehmen hat (BGE 140 V 130 E.2.2; 134 V 109 E.4.2; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_1011/2010 vom 19. Mai 2011 E.5.1; BIAGGI, a.a.O., 

Rz. 17.84; kritisch dazu: FELIX HUNZIKER BLUM, Doch: Langfrist-

Heilbehandlungen gibt es auch im UVG, in: HAVE 2014 S. 130 ff., S. 132 

ff.).

d) Die D._____ AG, die mit der Beschwerdegegnerin einen 

Zusammenarbeitsvertrag im Sinne von Art. 70 Abs. 2 UVG geschlossen 

hat, sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 14. Mai 2014 

ausgehend von einem versicherten Verdienst von Fr. 51'790.-- und einem 

Invaliditätsgrad von 64 % ab dem 1. Januar 2014 eine Rente in der Höhe 

von Fr. 967.-- sowie eine Integritätsentschädigung im Betrag von 

Fr. 31'500.-- zu. Die Beschwerdeführerin hat diese Verfügung nicht 

angefochten und bestreitet deren Richtigkeit auch im vorliegenden 

Verfahren nicht. Damit gilt als erstellt, dass sich der Gesundheitszustand 

durch eine weitere medizinische Behandlung nicht mehr namhaft 

verbessern lässt, womit die zuständigen Unfallversicherer die 

vorübergehenden Leistungen zu Recht unter gleichzeitiger Prüfung der 

langfristigen Versicherungsleistungen eingestellt haben. In diesem 

Verfahrensstadium haben sie die Kosten für begehrte 

Heilbehandlungsmassnahmen im Sinne von Art. 10 UVG nach dem 

vorangehend Ausgeführten nur mehr zu tragen, wenn die 

Voraussetzungen von Art. 21 UVG erfüllt sind.

4. a) Die Beschwerdeführerin räumt diesbezüglich ein, gemäss dem Gutachten 

der H._____ AG vom 17. Juli 2013 in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 

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50 % erwerbsfähig zu sein und damit nicht als voll invalid im Sinne von 

Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG zu gelten. Jedoch erfülle sie die 

Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG. Danach sei der 

Unfallversicherer verpflichtet, die Kosten für eine Heilbehandlung nach 

Rentenfestsetzung zu übernehmen, wenn eine versicherte Person 

dauernd der Behandlung und Pflege bedürfe, um die ihr verbliebene 

Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Der diesbezüglich in Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG verwendete Begriff der Erwerbsfähigkeit setze keine Lohneinbusse 

voraus, weshalb lediglich die hypothetische, medizinisch bestimmte 

Erwerbsfähigkeit einer versicherten Person massgebend sei. Diese werde 

nicht durch die Pensionierung tangiert und sei im Falle der 

Beschwerdeführerin unfallbedingt beeinträchtigt. Im Übrigen sei darauf 

hinzuweisen, dass eine versicherte Person, die an einer Berufskrankheit 

leide, auch nach der Pensionierung Anspruch auf die Übernahme von 

Heilbehandlungskosten habe. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb es 

sich in Bezug auf Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG anders verhalten sollte. Eine 

anderslautende Auslegung von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG würde zu einer 

sachlich nicht zu rechtfertigenden Ungleichbehandlung führen.

b) Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, Art. 21 

Abs. 1 lit. c UVG bezwecke, den Versicherer vor höheren 

Rentenzahlungen zu bewahren, indem dieser die Kosten von 

Heilbehandlungen übernehme, welche zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit 

einer versicherten Person erforderlich seien. Nach Wortlaut, Sinn und 

Zweck von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG sei eine solche Kostenübernahme 

ausgeschlossen, wenn eine Rentenbezügerin, wie die 

Beschwerdeführerin, die Erwerbstätigkeit altershalber aufgegeben habe. 

Die Kosten für notwendige Heilbehandlungen habe in solchen Fällen die 

obligatorische Krankenpflegeversicherung zu tragen, ungeachtet dessen, 

ob diese Behandlungen unfallkausal seien. Die gegen diese Auslegung 

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von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG erhobene Kritik richte sich an den 

Gesetzgeber, welcher grundsätzlich davon ausgehe, dass die 

Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente zu Lasten des 

Krankenversicherers gehe und davon in Art. 21 UVG Ausnahmen 

statuiere, dabei jedoch Rückfälle und Spätfolgen sowie Berufskrankheiten 

anders behandle als eine fortdauernde Behandlung nach Festsetzung der 

Rente. Diese Ungleichbehandlung könne durch die Beschwerdegegnerin 

nicht beseitigt werden. Diese habe vielmehr das Gesetz anzuwenden und 

die darin vorgesehenen Leistungen zu entrichten. 

c) Gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer Rentenbezügern 

nach der Festsetzung der Rente die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen (Art. 10-13 UVG) zu gewähren, wenn sie an einer 

Berufskrankheit leiden (lit. a), unter einem Rückfall oder Spätfolgen leiden 

und die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich 

verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann 

(lit. b), wenn sie zur Erhaltung ihrer verbleibenden Erwerbsfähigkeit 

dauernd der Behandlung und Pflege bedürfen (lit. c) oder erwerbsunfähig 

sind und ihr Gesundheitszustand durch medizinische Vorkehren 

wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt 

werden kann (lit. d). Diese Aufzählung von Fällen, in denen der 

Unfallversicherer in der Rentenphase unfallkausale Pflegeleistungen zu 

vergüten hat, ist abschliessend (vgl. Botschaft des Bundesrats vom 

18. August 1976, BBl 1976 III 141, 192).

d) Im vorliegenden Fall ist diesbezüglich in tatsächlicher Hinsicht erstellt und 

wird von keiner Verfahrenspartei bestritten, dass die Beschwerdeführerin 

nicht an einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 UVG leidet (Art. 21 

Abs. 1 lit. a UVG). Im Weiteren sind sich die Verfahrensparteien darin 

einig, dass die zu behandelnden gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 

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Beschwerdeführerin weder als Rückfall noch als Spätfolgen des am 

30. September 2011 erlittenen Unfalls anzusehen sind (Art. 21 Abs. 1 

lit. b UVG). Feststeht im Weiteren, dass die Beschwerdeführerin infolge 

der durch den Unfall erlittenen Verletzungen nicht vollständig 

erwerbsunfähig und damit nicht vollinvalid im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. 

c UVG ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2011/2010 vom 19. Mai 

2011 E.5.3). Als Grundlage für die begehrte Kostenübernahme fällt 

demzufolge nur mehr Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG in Betracht. 

5. a) Ob die Beschwerdeführerin, welcher die D._____ AG mit Verfügung vom 

14. Mai 2014 eine Rente zugesprochen hat, gestützt auf diese 

Bestimmung die gewünschte Kostenübernahme beanspruchen kann, 

hängt vom Inhalt der fraglichen Rechtsnorm ab, der mittels Auslegung zu 

ermitteln ist. Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der 

Bestimmung. Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverständlichen 

Wortlaut einer Norm darf nur ausnahmsweise abgewichen werden. Dies 

trifft etwa zu, wenn triftige Gründe dafür vorliegen, dass der Wortlaut nicht 

den wahren Sinn der Norm wiedergibt. Solche Gründe können sich aus 

der Entstehungsgeschichte der Bestimmung (historische Auslegung), aus 

ihrem Sinn und Zweck (teleologische Auslegung) oder aus der 

Bedeutung, die der fraglichen Norm im Zusammenhang mit anderen 

Vorschriften (systematische Auslegung) beigemessen wird, ergeben 

(BGE 137 V 13 E.5.1; 135 V 215 E.7.1; 128 V 20 E.3a; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_68/2010 vom 17. Januar 2010 E.5.1). Eine historisch 

orientierte Auslegung ist demnach für sich allein nicht entscheidend. 

Indes vermag nur sie die Regelungsabsicht des Gesetzgebers 

aufzuzeigen, welche wiederum zusammen mit den zu ihrer Verfolgung 

getroffenen Wertentscheidungen verbindliche Richtschnur für die 

richterliche Auslegung bleibt, auch wenn das Gesetz mittels 

teleologischer Auslegung oder Rechtsfortbildung veränderten, vom 

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Gesetzgeber nicht vorausgesehenen Umständen angepasst wird 

(BGE 137 V 13 E.5.1; 129 I 12 E.3.3; Urteil des Bundesgerichts 

9C_68/2010 vom 17. Januar 2010 E.5.1).

b) Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG knüpft den Anspruch auf die Übernahme der 

Kosten für Pflegeleistungen im Sinne von Art. 10 UVG an den Begriff der 

Erwerbsfähigkeit an. Dessen Gegenstück, die Erwerbsunfähigkeit, hat seit 

dem Inkrafttreten des ATSG für die Unfallversicherung in Art. 7 ATSG 

eine gesetzliche Umschreibung erfahren (Art. 1 Abs. 1 UVG). Diese 

Bestimmung steht in engem Zusammenhang zu Art. 8 ATSG (GUSTAVO 

SCARZAZZINI/MARC HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., 

Basel 2012, § 7 N. 16). Danach gilt als Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Nicht erwerbstätige 

Minderjährige gelten als invalid, wenn die Beeinträchtigung ihrer 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit voraussichtlich eine 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zur Folgen haben wird (Art. 8 

Abs. 2 Satz 1 ATSG). Diese gesetzliche Umschreibung wird für volljährige 

Versicherte, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig gewesen sind und denen 

keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann, dahingehend ergänzt, als 

diese als invalid anzusehen sind, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich 

im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG). Das 

ATSG kennt folglich unterschiedliche Invaliditätsbegriffe, wobei sich Art. 7 

ATSG auf den für erwerbstätige Versicherte geltenden Invaliditätsbegriff 

bezieht (UELI KIESER, ATSG-Kommentar [nachfolgend: ATSG-

Kommentar], 2. Aufl., Zürich/ Basel/Genf 2009, Art. 7 N. 35). Welcher 

dieser Invaliditätsbegriffe im Einzelfall zur Anwendung gelangt, hängt 

neben dem Alter vom versicherungsrechtlichen Status einer versicherten 

Person ab. Für diesen ist massgebend, ob eine versicherte Person im 

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interessierenden Zeitpunkt als Gesunde bei ansonsten unveränderten 

Umständen erwerbstätig gewesen wäre oder nicht. Diese für die 

Bestimmung des versicherungsrechtlichen Status massgebende 

Sachlage kann sich im Laufe der Zeit verändern, mit der Folge, dass 

vormals erwerbstätige Personen als ganz oder teilweise nicht 

erwerbstätig einzustufen sind oder ein ursprünglich bestehender Status 

als Nichterwerbstätiger (ganz oder teilweise) zum Erwerbsstatus wird 

(BGE 133 V 504 E.3.3; 104 V 241 E.2; 97 V 241, 134 V 131 E.3 

[Revision]). Diese vom Bundesgericht in der Invalidenversicherung in 

langjähriger Rechtsprechung entwickelten Grundsätze haben in Art. 7 und 

8 ATSG ihren Niederschlag (vgl. BGE 130 V 343 E.3.2 und 3.3) und damit 

Eingang in die Unfallversicherung gefunden. 

c) In der Unfallversicherung kann freilich von diesen für die Bestimmung des 

massgeblichen Invaliditätsbegriffs, einschliesslich des hier 

interessierenden Begriffs der (dauerhaften) Erwerbs(un)fähigkeit, 

geltenden Grundsätzen abgewichen werden, wenn der Gesetzgeber dies 

vorsieht (Art. 2 ATSG; KIESER, ATSG-Kommentar, Art. 2 N. 10 ff. und 

N. 30). Von dieser Möglichkeit hat er im Bereich der Bemessung der 

rentenbegründenden Invalidität in Sonderfällen Gebrauch gemacht. Diese 

in Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 UVV verankerten Regelungen gehen 

indessen allesamt von der Annahme aus, dass die versicherte Person als 

Gesunde im für die Beurteilung des Rentenanspruchs rechtserheblichen 

Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwerbstätig gewesen 

wäre. Sie regeln folglich die Situation von Versicherten nach der 

Erwerbsaufgabe nicht (ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 362). Für diese Personengruppe 

existiert in der Unfallversicherung demnach keine vom ATSG 

abweichende Umschreibung des Begriffs der (dauerhaften) 

Erwerbsunfähigkeit. Demzufolge ist Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG ausgehend 

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von dem im ATSG verankerten Begriff der (dauerhaften) 

Erwerbsunfähigkeit auszulegen. Dies hat zur Folge, dass nur versicherte 

Personen als erwerbunfähig anzusehen sind, die im interessierenden 

Zeitpunkt als Gesunde bei ansonsten unveränderten Umständen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hätten. 

In den übrigen Fällen gelten sie als nicht erwerbstätig. Für den in Art. 21 

Abs. 1 lit. c UVG verwendeten Begriff der Erwerbsfähigkeit als positives 

Gegenstück zur Erwerbsunfähigkeit bedeutet dies, dass von einer durch 

Behandlung sowie Pflege zu erhaltenden Erwerbsfähigkeit nur 

gesprochen werden kann, wenn eine Person versicherungsrechtlich als 

Erwerbstätige zu qualifizieren ist.

d) Dieses Ergebnis, das sich aus dem Wortlaut von  Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 

unter Beizug der im ATSG enthaltenden gesetzlichen Umschreibung der 

(dauerhaften) Erwerbsunfähigkeit ergibt, überzeugt vor dem Hintergrund 

des mit dieser Bestimmung verfolgten Ziels. Denn Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG bezweckt, versicherte Person zu befähigen, die ihnen nach einem 

Unfall verbliebene Restarbeitsfähigkeit auszunutzen und auf diese Weise 

den Eintritt einer rentenbegründenden Invalidität zu verhindern, zu 

vermindern oder zu beheben. Insofern setzt Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG den 

allgemein gültigen Grundsatz "Eingliederung vor Rente" um, wonach die 

Eingliederung Priorität vor der Berentung geniesst (Art. 19 Abs. 1 UVG, 

Art. 16 ATSG). Diese Zielsetzung kann bei versicherten Personen, die im 

Gesundheitsfall keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würden und folglich 

keine Integration in den Arbeitsmarkt anstreben, von vornherein nicht 

erreicht werden. Folgerichtig schliesst Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG diese 

Personengruppe vom nach der Rentenfestsetzung bestehenden 

Heilbehandlungsanspruch aus (gl.M., aber im Ergebnis ablehnend: 

MAURER, a.a.O., FN 962b). 

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e) Soweit die Beschwerdeführerin gegen dieses Auslegungsergebnis 

einwendet, Art. 21 Abs. 1 lit. a UVG billige dem an einer Berufskrankheit 

leidenden Rentner den Heilbehandlungsanspruch voraussetzungslos zu, 

trifft dies zu. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzen 

jedoch die übrigen Tatbestände von Art. 21 Abs. 1 UVG in 

unterschiedlichem Masse eine erwerbliche (Art. 21 Abs. 1 lit. b und c 

UVG) oder gesundheitliche (Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG) 

Eingliederungswirksamkeit voraus (BGE 116 V 45 E.3b, vgl. auch 

BGE 124 V 52). Davon ausgehend kritisiert MAURER die 

voraussetzungslose Gewährung von Heilbehandlungen nach der 

Rentenfestsetzung gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. a UVG als 

systemwidrige Privilegierung von an einer Berufskrankheit leidenden 

Versicherten (MAURER, a.a.O., FN 960). Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin bietet Art. 21 Abs. 1 lit. a UVG deshalb keinen Anlass 

für eine über den Wortlaut von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG hinausgehende 

Auslegung. 

f) Nichts anderes ergibt sich aus der historischen Auslegung. In der der 

Einführung von Art. 21 UVG zugrunde liegenden Botschaft zum 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. August 1976 (BBl 

1976 III 141 ff.) hielt der Bundesrat im Wesentlichen fest, die Möglichkeit 

der Gewährung einer notwendigen Heilbehandlung nach der Zusprache 

einer Invalidenrente werde durch Art. 21 UVG im Vergleich zum 

geltenden Recht erweitert. Dabei würden die Tatbestände abschliessend 

umschrieben, welche eine Übernahme von Behandlungskosten nach sich 

zögen (BBl 1976 III 191 f.). Die eidgenössischen Räte haben Art. 21 UVG 

auf der Grundlage dieser Ausführungen in der vorgeschlagenen Fassung 

diskussionslos angenommen (vgl. Amtl. Bull. SR 1980 S. 464 ff., 149 ff, 

249 ff. und 278 ff.; Amtl. Bull. NR 1981 S. 18 ff. und 30 ff.; Amtl. Bull 

SR 1980 S. 464 ff. und 493 ff.; Amtl. Bull. SR 1981 S. 54 und 181). 

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Daraus kann gefolgert werden, dass der historische Gesetzgeber mit der 

Schaffung von Art. 21 UVG eine Ausdehnung der von der 

Unfallversicherung nach Abschluss der Behandlungsphase zu tragenden 

Heilungskosten bezweckt hat. Indes sah das bis zum Inkrafttreten des 

UVG geltende Bundesgesetz über die Kranken- und Unfallversicherung 

(KUVG) eine Pflicht zur Gewährung ärztlicher Behandlung über die initiale 

Behandlungsphase hinaus nur in sehr engen Grenzen vor (BGE 116 V 41 

E.2d). Die gesetzlich vorgesehene, zeitlich unbefristete Übernahme von 

nach der Rentenfestsetzung anfallenden Behandlungskosten stellte daher 

für sich allein bereits eine deutliche Erweiterung der vormaligen 

Leistungen der Unfallversicherung dar. Folglich wird der vom historischen 

Gesetzgeber angestrebte Fortschritt keineswegs vereitelt, wenn der 

Heilbehandlungsanspruch teilinvalider Unfallopfer gemäss Art. 21 Abs. 1 

lit. c UVG an die erwerbliche Eingliederungswirksamkeit geknüpft wird. 

Die Materialien stehen einer wortlautgetreuen Auslegung der fraglichen 

Regelung somit nicht entgegen (gl.M. Urteil des 

Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich, UV.2006.00108, vom 

7. November 2008, E.3.4). 

g) Aus dem vorangehend Ausgeführten ergibt sich, dass Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG gestützt auf Art. 1 Abs. 1 UVG unter Zugrundelegung des im ATSG 

definierten Begriffs der Erwerbsunfähigkeit auszulegen ist. Dies hat zur 

Folge, dass nur versicherte Personen als erwerbsfähig im Sinne von 

Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG gelten, die im interessierenden Zeitpunkt als 

Gesunde bei ansonsten unveränderten Umständen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hätten. Dieses 

Auslegungsergebnis steht nicht im Widerspruch zur Intention des 

historischen Gesetzgebers und wird durch die teleologische Auslegung 

gestützt. Schliesslich kommt der im Falle des Vorliegens einer 

Berufskrankheit voraussetzungslos gewährten Heilbehandlung nach 

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Rentenfestsetzung singulären Charakter zu, weshalb diese Regelung 

keine über den Wortlaut hinausgehende Auslegung erheischt. Dieses in 

Anwendung der massgeblichen Auslegungsmethoden gewonnene 

Ergebnis bedeutet für Versicherte, die im für die Beurteilung des strittigen 

Anspruchs massgeblichen Zeitpunkt als Gesunde mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen wären, dass 

diese als Nichterwerbstätige einzustufen sind, womit sie gestützt auf 

Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG keine Heilbehandlung beanspruchen können. 

6. a) Das angerufene Gericht ist sich bewusst, mit dieser Auslegung des 

Begriffs der (dauerhaften) Erwerbs(un)fähigkeit von der bei der 

Rentenfestsetzung üblichen Definition abzuweichen (vgl. PETER OMLIN, 

Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Arbeiten aus dem 

juristischen Seminar der Universität Freiburg, Diss. Freiburg 1995, 

S. 177). Danach wird der rentenbegründende Invaliditätsgrad der 

versicherten Person nach der Erwerbsaufgabe nach den für 

Erwerbstätige geltenden Methoden (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs und die ausserordentlichen 

Bemessungsverfahren) ermittelt. Dieses Vorgehen begründet OMLIN 

damit, dass die in der Invalidenversicherung zur Bestimmung des 

versicherungsrechtlichen Status entwickelten Regelungen in der 

Unfallversicherung, die aus der klassischen Idee der obligatorischen 

Arbeitnehmerversicherung herausgewachsen sei und grundsätzlich nur 

erwerbstätige Personen versichere, nicht anwendbar seien (OMLIN, a.a.O., 

S. 177, 242 f.). MAURER erachtet die zum versicherungsrechtlichen Status 

entwickelten Grundsätze hingegen als massgebend, postuliert jedoch mit 

Blick auf die erwerbliche Ausrichtung der Unfallversicherung die für 

erwerbstätige Versicherte geltenden Methoden der Invaliditätsbemessung 

analog auf versicherte Personen nach der Erwerbsaufgabe anzuwenden, 

da der für die Invaliditätsbemessung von nicht erwerbstätigen 

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Versicherten massgebende Betätigungsvergleich in der 

Unfallversicherung nicht vorgesehen sei (MAURER, a.a.O., S. 362 f.). Im 

Ergebnis führen beide Ansätze dazu, den rentenbegründenden 

Invaliditätsgrad nach der Erwerbsaufgabe nach der zuletzt ausgeübten 

Erwerbstätigkeit zu ermitteln (OMLIN, a.a.O., S. 177, 242 f.; MAURER, 

a.a.O., S. 363). Ob dieses für die Bemessung des rentenbegründenden 

Invaliditätsgrad von nicht erwerbstätigen Versicherten praktizierte 

Vorgehen zutreffend ist, hat das Bundesgericht, soweit ersichtlich, bis 

anhin nicht entschieden. Jedenfalls nach Inkrafttreten des ATSG, in 

welchem der in der Unfallversicherung geltende Invaliditätsbegriff in Art. 7 

und Art. 8 ATSG eine anderslautende positivrechtliche Umschreibung 

erfahren hat, erweist sich die geltende Praxis nur unter Annahme einer 

ausfüllungsbedürftigen gesetzlichen Lücke als rechtmässig. 

b) Bei dieser Ausgangslage erscheint es nur zulässig, den im Rentenbereich 

für nicht erwerbstätige Versicherte geltenden Begriff der (dauerhaften) 

Erwerbs(un)fähigkeit für die Auslegung von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 

heranzuziehen, wenn sich diese Regelung im Hinblick auf nicht 

erwerbstätige Versicherte als lückenhaft erweist. Nach der 

bundegerichtlichen Rechtsprechung und Lehre liegt eine Lücke vor, wenn 

ein Gesetz für eine Frage, ohne deren Beantwortung die 

Rechtsanwendung nicht möglich ist, keine Regelung enthält (echte Lücke) 

oder als lückenhaft empfunden wird, weil sie zu einem im Hinblick auf die 

Zielsetzung des Gesetzes sachlich unbefriedigenden Resultat führt (sog. 

unechte Lücke). Ob im einen wie im anderen Fall eine Lückenfüllung 

zulässig ist, wird kontrovers beurteilt, braucht jedoch im vorliegenden Fall 

nicht entschieden zu werden, da Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG in Bezug auf 

nicht erwerbstätige Versicherte weder eine echte noch unechte Lücke 

aufweist (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich 2010, N. 237 ff.; PIERRE 

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TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 25 N. 7 ff., je m.w.H.).

c) Wird diesbezüglich nämlich, wie in Art. 1 Abs. 1 UVG vorgeschrieben, auf 

den im ATSG umschriebenen Begriff der (dauerhaften) Erwerbs(un)-

fähigkeit abgestellt, sind Versicherte nach Erwerbaufgabe als nicht 

erwerbstätig einzustufen, womit sie zur Erhaltung ihrer Erwerbsfähigkeit 

nicht (mehr) dauernd der Pflege und Behandlung bedürfen. Deshalb 

können sie ungeachtet der Umstände des Einzelfalles nicht in den 

Genuss der von der Unfallversicherung gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG über die Behandlungsphase hinaus zu gewährenden 

Heilbehandlung kommen. Hierbei handelt es sich jedoch keineswegs um 

ein singuläres Ergebnis. Vielmehr geht der Gesetzgeber davon aus, dass 

die Kosten für die Heilbehandlung nach der Rentenfestsetzung 

grundsätzlich von der Krankenpflegeversicherung zu tragen sind. Nur in 

aussergewöhnlichen Fällen, die Art. 21 Abs. 1 UVG abschliessend 

umschreibt, wird der Unfallversicherer verpflichtet, die Kosten von 

Heilbehandlungen nach der Rentenfestsetzung zu übernehmen. Der 

diesbezüglich für versicherungsrechtlich als nicht erwerbstätig 

einzustufende Personen bestehende Ausschlussgrund stellt damit nur 

eine von vielen Restriktionen dar. Insofern deutet nichts darauf hin, dass 

der Gesetzgeber die Situation dieser Versicherten in Art. 21 Abs. 1 lit. c 

UVG nicht regeln wollte. Damit liegt diesbezüglich keine echte Lücke vor. 

Die Annahme einer unechten Lücke verbietet sich schon allein deshalb, 

weil das in Anwendung der massgeblichen Auslegungsmethoden für 

Versicherte nach Erwerbsaufgabe gewonnene Auslegungsergebnis mit 

Blick auf Sinn und Zweck von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG durchaus zu 

überzeugen vermag (vgl. E.5d hiervor). Demzufolge erweist sich Art. 21 

Abs. 1 lit. c UVG nicht als lückenhaft, weshalb die im Rentenbereich 

übliche Definition der dauerhaften Erwerbsunfähigkeit für Personen, 

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welche im Gesundheitsfall im für die Beurteilung des geltend gemachten 

Anspruchs massgeblichen Zeitpunkt mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht erwerbstätig gewesen wären, für die Auslegung 

von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG nicht massgebend ist. 

7. a) Für die Beschwerdeführerin bedeutet dies, dass sie die begehrte 

Heilbehandlung nur beanspruchen kann, wenn sie als Gesunde im 

Zeitpunkt der Zusprache der Rente, mithin am 1. Januar 2014, mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte 

und sie zur Erhaltung der ihr nach dem Unfall vom 30. September 2011 

verbliebenen Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege 

bedarf. Bei der Beurteilung dieser Anspruchsvoraussetzungen ist zu 

beachten, dass allein das Erreichen des ordentlichen Rentenalters noch 

nicht eine Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 7 bzw. Art. 8 Abs. 1 

ATSG nach sich zieht. Entscheidend ist, ob die versicherte Person im 

Gesundheitsfall im rechterheblichen Zeitpunkt mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit noch erwerbstätig gewesen wäre. Davon ist 

insbesondere auszugehen, wenn sie nach dem Erreichen des 

gesetzlichen Rentenalters weiterhin erwerbstätig und damit versichert war 

(vgl. OMLIN, a.a.O., S. 242).

b) Die Beschwerdeführerin hat am 25. November 2012 das gesetzliche 

Rentenalter erreicht. Dass sie ohne den Unfall vom 30. September 2011 

über diesen Zeitpunkt hinaus erwerbstätig gewesen wäre, hat die von 

Anfang an anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin nie geltend gemacht. 

Unter diesen Umständen erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, 

dass sie als Gesunde mit Erreichen des AHV-Alters aus dem 

Arbeitsmarkt ausgeschieden und damit bei Entstehung des 

Rentenanspruchs am 1. Januar 2014 nicht mehr erwerbstätig gewesen 

wäre. Damit ist sie für die Zwecke der Beurteilung der begehrten 

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Heilbehandlung als Nichterwerbstätige einzustufen, womit sie die für die 

begehrte Kostenübernahme erforderlichen Voraussetzungen von Art. 21 

Abs. 1 lit. c UVG nicht erfüllt. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin 

den Antrag der Beschwerdeführerin auf Übernahme der Kosten für die 

Behandlung unfallkausaler Gesundheitsschäden zu Recht abgelehnt. Bei 

diesem Ergebnis ist der Beweisantrag der Beschwerdeführerin, Dr. med. 

I._____ als Zeugen zur Eingliederungswirksamkeit der begehrten 

Behandlung einzuvernehmen, abzulehnen. Die vorliegende Beschwerde 

erweist sich folglich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

8. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist unter 

Vorbehalt vorliegend ausser Betracht fallender Ausnahmen kostenlos 

(Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdegegnerin kann als zuständige 

Unfallversicherungsgesellschaft keine aussergerichtliche 

Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g e contrario ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]