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**Case Identifier:** 326522c9-e730-5f10-a1a2-e2fd676f616f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-04-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.04.2021 C-1284/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1284-2018_2021-04-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Verfahren vor dem BGer mit Urteil  

vom 01.09.2021 abgeschrieben 

(9C_319/2021) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-1284/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  A p r i l  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, c/o B._______, (Deutschland), 

vertreten durch lic. iur. Viktor Györffy, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

C._______, (Deutschland),  

Beschwerdegegnerin,  

 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Auszahlung der Kinderrente 

zur IV-Rente des Vaters; Verfügungen der IVSTA  

vom 29. Januar 2018. 

 

 

C-1284/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am (…) 1978 geborene A._______ (nachfolgend: Versicherter) ist 

syrisch-schweizerischer Doppelbürger und wohnt in Deutschland (vgl. 

Vorakten [nachfolgend: IV-act.] 1/7, 79, 323/2). Mit Verfügung vom 15. Mai 

2008 sprach die IV-Stelle des Kantons D._______ dem dannzumal in der 

Schweiz wohnhaften Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % 

eine ganze ordentliche Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

(IV) mit Wirkung ab 1. April 2008 zu (IV-act. 20). Der Anspruch des Versi-

cherten auf die entsprechenden Geldleistungen der IV wurde am 10. Feb-

ruar 2011 (IV-act. 104) und 29. September 2015 (IV-act. 263) im Rahmen 

von zwei amtlichen Revisionen durch die IV-Stelle für Versicherte im Aus-

land (IVSTA) bestätigt. 

A.b Der Versicherte war vom 31. Oktober 2010 (Eheschliessung) bis am 

11. Februar 2015 (Rechtskraft des Scheidungsurteils) mit der in Deutsch-

land wohnhaften C._______ (geb. […] 1995) verheiratet (IV-act. 121, 

336/3, 362/4). Der gemeinsame Sohn E._______ wurde am (…) 2013 ge-

boren (IV-act. 262, 336/1-2).  

B.  

B.a Mit Eingabe vom 8. September 2015 liess der Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwalt Viktor Györffy, bei der IVSTA das Gesuch stellen, es 

sei ihm eine Kinderrente für sein Kind E._______ auszurichten und auszu-

zahlen (IV-act. 261). 

B.b Nachdem der Versicherte bei der IVSTA bereits Kinderrenten für ins-

gesamt fünf Kinder beantragt und teils bezogen hatte (vgl. IV-act. 116 ff.), 

welche – wie er später zugab – nicht seine eigenen waren (vgl. IV-

act. 268 f.), sah sich die IVSTA gezwungen, zukünftige Kinderrenten für 

den Versicherten nur nach erfolgter Vaterschaftsabklärung zuzusprechen 

(IV-act. 277). Da die Mutter von E._______ an der Abklärung aber nicht 

vorbehaltlos mitwirken wollte und vorgängig eine zumindest teilweise Ab-

tretung der zu erwartenden Rente zugunsten des Kindes verlangte (IV-

act. 295/5 f.), bemühte sich der Versicherte in Deutschland um die gericht-

liche Erwirkung eines Vaterschaftstestes (IV-act. 338). Mit Urteil des Amts-

gerichts G._______ (D) vom 14. Juni 2017 wurde der entsprechende An-

trag des Versicherten jedoch zurückgewiesen, da E._______ unbestritte-

nermassen vom Versicherten abstamme und dessen rechtliche Vaterschaft 

C-1284/2018 

Seite 3 

durch die Vorlage öffentlicher Urkunden ausgewiesen sei (IV-act. 339). Die 

IVSTA sah in der Folge von der Voraussetzung einer Vaterschaftsabklä-

rung ab (IV-act. 346, 350 f.).  

B.c Mit Schreiben vom 2. November 2017 (IV-act. 348) machte die IVSTA 

C._______ auf die Möglichkeit aufmerksam, die Direktauszahlung der Kin-

derrente an sich zu beantragen. Der Versicherte hatte sich zuvor gegen ein 

solches Vorgehen ausgesprochen und den Erlass einer Verfügung ver-

langt, welche die Kinderrente für E._______ und deren Ausrichtung an ihn 

festlege (IV-act. 341). C._______ liess der IVSTA mit Eingabe ihrer Rechts-

vertreterin vom 13. November 2017 jedoch mitteilen, dass sie um die se-

parate Auszahlung der Kinderrente an sich ersuche, da das Kind 

E._______ bei ihr lebe, sich in ihrer Obhut befinde und der geschiedene 

Ehegatte keine Unterhaltszahlungen leiste. Ausserdem beantragte sie aus-

drücklich die Nachzahlung von Leistungen, wobei sie auf mögliche Ansprü-

che der Sozialhilfeträger hinwies (IV-act. 352). Das Jobcenter F._______ 

stellte dementsprechend bei der IVSTA mit Schreiben vom gleichen Tag 

einen Antrag auf Auszahlungen von Sozialleistungen (IV-act. 353). Die IV-

STA informierte den Versicherten daraufhin mit Brief vom 27. November 

2017, dass die Kinderrente direkt dem anderen Elternteil ausbezahlt 

werde, da die entsprechenden Bedingungen erfüllt seien. Gleichzeitig 

machte sie darauf aufmerksam, dass der rentenberechtigte Elternteil die 

Nachzahlung der Kinderrente im Umfang der tatsächlich erbrachten Unter-

haltsleistungen beanspruchen könne (IV-act. 355). In der Folge gingen bei 

der IVSTA diverse Unterlagen ein (IV-act. 357), unter anderem eine vom 

Versicherten und C._______ am 21. bzw. 20. November 2017 unterzeich-

nete Verzichtserklärung, wonach die gesamte Kinderrente an die Mutter 

von E._______ überwiesen werden soll (IV-act. 357/4). Mit Eingabe vom 

8. Januar 2018 teilte der Versicherte der IVSTA allerdings mit, dass er seine 

Verzichtserklärung widerrufe und nicht einverstanden sei, dass die Kinder-

rente an die Mutter des Kindes ausbezahlt werde (IV-act. 364). 

B.d Mit Verfügungen vom 29. Januar 2018 sprach die IVSTA dem Versi-

cherten für E._______ betreffend die Zeit vom 1. Februar 2013 bis 28. Feb-

ruar 2015 eine ordentliche Kinderrente in der Höhe von monatlich Fr. 663.- 

(IV-act. 368 = BVGer-act. 1/2) und für die Zeit ab dem 1. März 2015 eine 

solche Kinderrente im Betrag von monatlich Fr. 666.- zu (IV-act. 369 = 

BVGer-act. 1/3), wobei sie die Überweisung der geschuldeten Beträge an 

die Adresse von C._______ vorsah, den nachzuzahlenden Rentenbetrag 

von insgesamt Fr. 39'891.- (Fr. 16'581.- für die Zeit von Februar 2013 bis 

Februar 2015 sowie Fr. 23'310.- für die Zeit von März 2015 bis Januar 

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Seite 4 

2018) aber auf einem Wartekonto einbehielt, da das Meldeverfahren mit 

dem Jobcenter F._______ noch nicht abgeschlossen sei (IV-act. 368/4, 

369/4). 

C.  

C.a Gegen diese Verfügungen erhob der Versicherte (nachfolgend: Be-

schwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Viktor Györffy, mit 

Eingabe vom 1. März 2018 (BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht (Eingang: 2. März 2018). Der Versicherte stellte die An-

träge, die Verfügung der IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) vom 29. Januar 

2018 sei aufzuheben, die Kinderrente sei an den Beschwerdeführer und 

nicht an C._______ zu überweisen, eventualiter sei die Sache an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen zwecks Vornahme weiterer Abklärungen und 

neuer Verfügung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Vorinstanz. Ausserdem beantragte der Beschwerdeführer die Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.  

C.b In ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2018 (BVGer-act. 5) stellte die 

Vorinstanz den Antrag auf Abweisung der Beschwerde bzw. "Gutheissung" 

der angefochtenen Verfügungen (BVGer-act. 5). 

C.c Nachdem das Gesuch des Beschwerdeführers um Kostenerlass auf-

forderungsgemäss mit Angaben und Unterlagen ergänzt bzw. präzisiert 

worden war (vgl. BVGer-act. 4 mit Beilagen), hiess der Instruktionsrichter 

mit Zwischenverfügung vom 24. Mai 2018 (BVGer-act. 6) das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege gut, so dass auf die Erhebung von Verfahrens-

kosten zu verzichten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung 

wurde mit gleicher Zwischenverfügung ebenfalls gutgeheissen. Als gericht-

lich bestellter Anwalt wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Viktor 

Györffy beigeordnet. 

C.d Mit Replik vom 17. September 2018 (BVGer-act. 13) hielt der Be-

schwerdeführer sinngemäss an den beschwerdeweise gestellten Anträgen 

fest. 

C.e Die Vorinstanz erneuerte mit Duplik vom 24. Oktober 2018 (BVGer-

act. 16) die Anträge auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der 

angefochtenen Verfügungen.  

C.f Mit Zwischenverfügung vom 5. März 2020 (BVGer-act. 22) wurde 

C._______ als Gegenpartei in das Beschwerdeverfahren einbezogen, da 

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Seite 5 

sie Adressatin der angefochtenen Verfügungen ist und durch den Ausgang 

des vorliegenden Verfahrens in schützenswerten Interessen betroffen sein 

könnte.  

C.g C._______ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nahm mit Eingabe 

vom 23. Mai 2020 (BVGer-act. 29) die ihr eingeräumte Gelegenheit zur 

Stellungnahme wahr und verlangte sinngemäss die Auszahlung der Kin-

derrente an sich. 

C.h Die Vorinstanz hielt in der darauffolgenden Stellungnahme vom 

19. August 2020 (BVGer-act. 32) sinngemäss an ihren bisherigen Anträgen 

fest.  

C.i Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 10. September 2020 

(BVGer-act. 36) ebenfalls zur Eingabe der Beschwerdegegnerin Stellung 

und erneuerte mit seinen Ausführungen sinngemäss seine beschwerde-

weise gestellten Anträge. 

C.j Mit Eingabe vom 16. September 2020 (BVGer-act. 38) äusserte sich 

der Beschwerdeführer zur letzten Stellungnahme der Vorinstanz, welche – 

seiner Ansicht nach – die angefochtene Verfügung nicht zu stützen ver-

mag. 

C.k Mit Verfügung vom 23. November 2020 ordnete die Vorinstanz an, 

dass der einbehaltene Nachzahlungsbetrag von Fr. 39'891.- wie folgt aus-

zuzahlen ist: Nach Rechtskraft der Verfügung sind Fr. 27'323.15 an das 

Jugendcenter F._______ und Fr. 2'275.60 an das Stadtjugendamt 

G._______ auszuzahlen. Die Auszahlung des Restbetrages von 

Fr. 10'292.25 soll nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens an die Be-

schwerdegegnerin erfolgen. Der Beschwerdeführer liess (auch) gegen die 

Verfügung vom 23. November 2020 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erheben. Das Beschwerdeverfahren wird unter der Verfah-

rensnummer C-139/2021 geführt. 

C.l Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-

gegangen. 

 

 

C-1284/2018 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beur-

teilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die be-

sonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1). Nach den allgemeinen in-

tertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen Verfahrensregeln Anwen-

dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch die angefochtenen Verfü-

gungen berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist 

daher einzutreten, nachdem der Beschwerdeführer aufgrund der gewähr-

ten unentgeltlichen Rechtspflege keinen Kostenvorschuss zu leisten hat. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 

2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die 

Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu 

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Seite 7 

sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Ab-

weichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6). 

3.  

3.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3). Ein allfälliger Leistungsanspruch 

ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab 

diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445 

E. 1). Vorliegend steht die Aus- bzw. Nachzahlung von Kinderrenten mit 

Wirkung ab 1. Februar 2013 zur Diskussion (vgl. E. 4.1). Deshalb finden 

jene massgeblichen Vorschriften Anwendung, die ab diesem Zeitpunkt Gül-

tigkeit hatten und spätestens beim Verfügungserlass (hier: 29. Januar 

2018) in Kraft standen.  

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 29. Januar 2018) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 Der Beschwerdeführer besitzt das Schweizer Bürgerrecht und wohnt in 

Deutschland. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 

1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des 

FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen 

Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind 

auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Soweit das FZA bzw. die 

auf dieser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte 

keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richten sich die Ausgestal-

tung des Verfahrens und die materielle Prüfung indessen auch im Anwen-

dungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweize-

rischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 

vom 16. Januar 2013 E. 4). 

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Seite 8 

4.  

4.1 Anfechtungsobjekt bilden vorliegend die beiden Verfügungen vom 

29. Januar 2018, mit welchen die Vorinstanz dem Beschwerdeführer für 

seinen Sohn E._______ betreffend die Zeit vom 1. Februar 2013 bis 

28. Februar 2015 eine ordentliche Kinderrente in der Höhe von monatlich 

Fr. 663.- (BVGer-act. 1/2) und für die Zeit ab dem 1. März 2015 eine solche 

Kinderrente im Betrag von monatlich Fr. 666.- (BVGer-act. 1/3) zusprach, 

wobei sie die Überweisung der geschuldeten Beträge an die Adresse der 

Beschwerdegegnerin vorsah, den nachzuzahlenden Rentenbetrag (für die 

Zeit von Februar 2013 bis Januar 2018) von insgesamt Fr. 39'891.- aber 

auf einem Wartekonto einbehielt (vgl. auch Sachverhalt Bst. B.d).  

4.2 Die vorinstanzliche Verfügung vom 23. November 2020, mit welcher 

über die Ansprüche von deutschen Fürsorgestellen bezüglich des auf dem 

erwähnten Wartekonto einbehaltenen Rentenbetrages von Fr. 39'891.- be-

funden wurde (vgl. Sachverhalt Bst. C.k), bildet im vorliegenden Verfahren 

nicht Anfechtungsobjekt. Die entsprechende Beschwerde wird im Verfah-

ren C-139/2021 behandelt, wobei der Entscheid noch nicht spruchreif ist. 

Einer Vereinigung der beiden Verfahren bedarf es nicht. Die hier streitige 

Frage nach dem Vorliegen der Voraussetzungen für die direkte Auszahlung 

der Kinderrente an die Beschwerdegegnerin kann unabhängig von den 

(vorbehaltenen) Ansprüchen der deutschen Sozialhilfestellen geprüft und 

entschieden werden (vgl. dazu E. 6.2.5 ff. und 6.3.5). 

4.3 Bestand, Höhe und Beginn des Anspruchs auf die besagte Kinderrente 

sind vorliegend nicht umstritten. Streitig und zu prüfen ist hier einzig, ob die 

Vorinstanz zu Recht die direkte Überweisung der Kinderrente des Be-

schwerdeführers an die Beschwerdegegnerin verfügt hat. Entsprechend 

den Vorbringen des Beschwerdeführers (BVGer-act. 1 S. 4, 13 S. 5, 38 

S. 2) ist davon auszugehen, dass die verfügte Überweisung der Renten-

leistungen an die Beschwerdegegnerin – nebst dem Zeitraum von Februar 

2013 bis Januar 2018 – auch den Zeitraum ab 1. Februar 2018 betrifft, da 

die zweite Verfügung (BVGer-act. 1/3) den Anspruch auf Kinderrente bzw. 

deren Überweisung ab 1. März 2015 (ohne zeitliche Befristung) regelt 

(S. 1) und in der beiliegenden Abrechnung, welche Bestandteil der Verfü-

gung bildet, neben der Nachzahlung (März 2015 bis Januar 2018) auch die 

laufende Rente für den Monat Februar 2018 ausdrücklich erwähnt wird 

(S. 3). Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz in der Duplik (BVGer-

act. 16) sind dementsprechend nicht nur die Rentennachzahlungen, son-

dern ist auch die laufende Kinderrente auf ein Wartekonto gebucht worden. 

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Seite 9 

Ebenso ergibt sich aus einem vorinstanzlichen Schreiben an die Beschwer-

degegnerin, dass vorliegend die direkte Aus- und Nachzahlung der Kinder-

rente zur Diskussion steht (IV-act. 348/2). Streitgegenstand bildet hier 

demzufolge – entgegen der in weiteren Eingaben geäusserten Ansicht der 

Vorinstanz (BVGer-act. 5 S. 2, 32) – der Auszahlungsmodus nicht nur der 

Rentennachzahlungen (Februar 2013 bis Januar 2018), sondern auch der 

laufenden Rente (ab Februar 2018). Für die hier streitige Frage der Aus-

zahlung der Kinderrente, welche zu den Aufgaben der Ausgleichskassen 

gehört (Art. 60 Abs. 1 Bst. c IVG), muss kein Vorbescheidverfahren durch-

geführt werden (vgl. Art. 73bis Abs. 1 IVV [SR 831.201] i.V.m. Art. 57 Abs. 1 

Bst. c-f IVG e contrario). Der Beschwerdeführer erhielt im Vorverfahren je-

doch die Gelegenheit, sich zur vorgesehenen Regelung betreffend die Aus-

zahlung der Kinderrente zu äussern (vgl. E. 5.3.3). 

5.  

Zunächst sind die formellen Rügen des Beschwerdeführers zu prüfen. 

5.1  

5.1.1 Der Beschwerdeführer macht einerseits beschwerdeweise geltend, 

er verfüge nicht über alle relevanten vorinstanzlichen Akten. Auf sein Ak-

teneinsichtsgesuch vom 2. Februar 2018 hin seien ihm von der Vorinstanz 

bislang keine Akten oder Daten zugestellt worden. Die mit der Sendung 

vom 11. Dezember 2017 verschickten Kassenakten würden kein Aktenver-

zeichnis und keine Aktennummerierung enthalten. Dies sei mit den gelten-

den Grundsätzen der Aktenführung gemäss Art. 46 ATSG nicht vereinbar. 

Der Beschwerdeführer rügt folglich eine Verletzung seines Rechts auf Ak-

teneinsicht und damit seines Anspruchs auf rechtliches Gehör und auf ein 

faires Verfahren gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK (BVGer-act. 1 

S. 2 ff.). In seiner Replik erneuerte der Beschwerdeführer die entspre-

chende Rüge und ergänzte, dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 

28. Februar 2018 nochmals alle Akten ab November 2017 geschickt habe, 

wobei es sich um 30 Aktenstücke im Umfang von ca. 80 Seiten handle, 

welche wiederum weder paginiert noch mit einem Aktenverzeichnis verse-

hen seien. Dem Bundesverwaltungsgericht seien im Übrigen die IV-Akten 

und die Kassenakten in einem einzigen durchnummerierten Aktenbestand 

eingereicht worden, während er im Rahmen der Akteneinsicht von der Vor-

instanz die IV-Akten und die Kassenakten in jeweils getrennten Beständen 

erhalten habe. Dadurch ergebe sich eine komplett andere Nummerierung. 

Das beim Bundesverwaltungsgericht eingereichte Aktenverzeichnis sei mit 

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Seite 10 

den Anforderungen an eine ordentliche Aktenführung nicht vereinbar; viel-

mehr handle es sich um ein detailliertes Beilagenverzeichnis. Es bleibe da-

mit unklar, welche Akten bei der Vorinstanz effektiv vorhanden seien und 

ob das Bundesverwaltungsgericht und der Beschwerdeführer die vollstän-

digen Akten erhalten hätten (BVGer-act. 13 S. 2 ff.). Gestützt auf diese Rü-

gen verlangt der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügungen (BVGer-act. 1 S. 4; vgl. BVGer-act. 13 S. 4). Andererseits bean-

tragt er in seiner Beschwerde die Aufhebung der angefochtenen Verfügun-

gen auch deshalb, weil die Vorinstanz ihren Entscheid, die Kinderrenten für 

seinen Sohn E._______ an die Beschwerdegegnerin aus- und nachzuzah-

len, nicht begründet habe, obwohl er sein Nichteinverständnis vor Erlass 

der Verfügung wiederholt zum Ausdruck gebracht habe. Der Beschwerde-

führer ist der Ansicht, die Vorinstanz habe damit ihre Begründungspflicht 

und seinen Anspruch auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren ver-

letzt (BVGer-act. 1 S. 4 f.). 

5.1.2 Die Vorinstanz weist in ihrer Vernehmlassung den Vorwurf einer nicht 

ordentlichen Aktenführung zurück. Sie führt dazu aus, sie habe dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 11. Dezember 

2017 sämtliche Kassen- und IV-Akten ordnungsgemäss paginiert und mit 

einem Aktenverzeichnis zugesendet. Bei den sodann mit vorinstanzlichem 

Brief vom 28. Februar 2018 – als Beilagen – verschickten aktuellen Akten 

handle es sich mengenmässig um eine marginale Anzahl von Dokumen-

ten, weshalb es unangebracht sei, von einer nicht nachvollziehbaren und 

nicht kontrollierbaren Aktenführung der Verwaltung zu sprechen (BVGer-

act. 5 S. 2). In ihrer Duplik führt die Vorinstanz ergänzend an, dem Rechts-

vertreter des Beschwerdeführers mit der zweiten Sendung auf dessen aus-

drücklichen Wunsch hin nur noch die neu angehäuften IV- und Kassenak-

ten zugestellt zu haben. Dass dabei auf ein chronologisches, fortführendes 

Beilagenverzeichnis verzichtet worden sei, stelle keine Gehörsverletzung 

dar, nachdem die Beschwerde auf einer vollständigen Aktenlage beruhe 

und sich der Beschwerdeführer vor einer Instanz äussern könne, welche 

sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüfe 

(BVGer-act. 16 S. 1). Die Vorinstanz äussert sich im Beschwerdeverfahren 

nicht (ausdrücklich) zum Vorwurf der mangelhaften Begründung der ver-

fügten Überweisung der Kinderrente an die Beschwerdegegnerin. 

5.2  

5.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 ATSG haben die Parteien An-

spruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der 

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Seite 11 

Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-

wirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar. Nach der Rechtspre-

chung bildet die Aktenführungspflicht von Verwaltung und Behörden das 

Gegenstück zum – aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden – Akteneinsichts- und 

Beweisführungsrecht, indem die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts 

durch die versicherte Person eine Aktenführungspflicht der Verwaltung vo-

raussetzt (BGE 138 V 218 E. 8.1.2; 130 II 473 E. 4.1; 124 V 372 E. 3b; 124 

V 389 E. 3a). Zudem ergibt sich die Pflicht zur sorgfältigen Aktenführung 

auch aus dem Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; SVR 

2011 IV Nr. 44 [Urteil des BGer 8C_319/2010 vom 15. Dezember 2010] 

E. 2.2.2; Urteil des BVGer C-6549/2014 vom 22. Juni 2016 E. 5.2.2 

m.w.H.).  

5.2.2 Die Behörde ist verpflichtet, ein vollständiges Aktendossier über das 

Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ordnungsgemäss Akteneinsicht 

gewähren und bei einem Weiterzug diese Unterlagen an die Rechtsmittel-

instanz weiterleiten zu können. Die Behörde hat alles in den Akten festzu-

halten, was zur Sache gehört (BGE 124 V 372 E. 3b; 115 Ia 97 E. 4c). Der 

verfassungsmässige Anspruch auf eine geordnete und übersichtliche Ak-

tenführung (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV) verpflichtet die Behörden und Gerichte, 

die Vollständigkeit der im Verfahren eingebrachten und erstellten Akten si-

cherzustellen (SVR 2011 IV Nr. 44 [Urteil des BGer 8C_319/2010 vom 

15. Dezember 2010] E. 2.2.1; Urteil des BGer 5A_341/2009 vom 30. Juni 

2009 E. 5.2). Für die dem ATSG unterstellten Versicherer wurde in Art. 46 

ATSG die Aktenführungspflicht auf Gesetzesstufe konkretisiert. Danach 

sind für jedes Sozialversicherungsverfahren alle Unterlagen, die massge-

blich sein können, vom Versicherungsträger systematisch zu erfassen 

(BGE 138 V 218 E. 8.1.2). Ferner sind die Unterlagen von Beginn weg in 

chronologischer Reihenfolge abzulegen; bei Vorliegen eines Gesuchs um 

Akteneinsicht und spätestens im Zeitpunkt des Entscheides ist das Dossier 

zudem durchgehend zu paginieren (zit. Urteil 8C_319/2010 E. 2.2.2). In 

der Regel ist auch ein Aktenverzeichnis zu erstellen, welches eine chrono-

logische Auflistung sämtlicher in einem Verfahren gemachten Eingaben 

enthält (Urteil des BGer 2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 3.2 [nicht publ. 

in BGE 137 I 247]; zit. Urteil 8C_319/2010 E. 2.2.2; Urteil des BGer 

8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1).  

5.2.3 Das Aktenverzeichnis besteht im Detail aus einer Laufnummer, der 

Anzahl Seiten jedes erfassten Dokuments, dem Eingangsdatum des Do-

kuments, einer Dokumenten-ID sowie einer kurzen Beschreibung der Do-

C-1284/2018 

Seite 12 

kumentart oder dessen Inhalts (zit. Urteil 8C_319/2010 E. 2.2.2 m.H.). Be-

schränken sich die Kurzbeschreibungen der einzelnen Dokumente auf nur 

rudimentär wiedergebende Formulierungen, wird das Akteneinsichtsrecht 

zwar erschwert, aber nicht verunmöglicht. Ein in diesem Sinne mangelhaf-

tes Aktenverzeichnis bewirkt keine nicht heilbare Verletzung des rechtli-

chen Gehörs (zit. Urteil 8C_319/2010 E. 2.3.1; vgl. dazu E. 5.2.5). 

5.2.4 Einen wesentlichen Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 BV garantierten 

Anspruchs auf rechtliches Gehör bildet die Begründungspflicht. Diese soll 

verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, 

und es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung bzw. den Ein-

spracheentscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur 

möglich, wenn sich sowohl die Partei wie auch die Rechtsmittelinstanz über 

die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung 

stützt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tat-

beständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander-

setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-

chen Gesichtspunkte beschränken (statt vieler: BGE 124 V 180 E. 1a; Ur-

teil des EVG [heute: BGer] I 3/05 vom 17. Juni 2005 E. 3.1.3 m.H., veröf-

fentlicht in: SVR 2006 IV Nr. 27). 

5.2.5 Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt grund-

sätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache 

selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 132 V 387 

E. 5.1; PATRICK SUTTER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 29 Rz. 17 oder WALDMANN/BICKEL, in: Wald-

mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, 

Art. 29 Rz. 106). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders 

schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als 

geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor 

einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 

Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Ein Verstoss 

gegen die Begründungspflicht stellt in der Regel keine besonders schwer-

wiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, insbesondere wenn die 

Überlegungen der Behörde zumindest im Kern nachvollzogen werden kön-

nen (vgl. Urteil des BGer 1C_39/2017 vom 13. November 2017 E. 2.1). 

Eine mangelhafte Begründung kann daher im Rahmen des Beschwerde-

verfahrens geheilt werden, indem die Vorinstanz dort ihre Entscheidgründe 

C-1284/2018 

Seite 13 

darlegt und die Rechtsmittelinstanz der betroffenen Partei im Rahmen ei-

nes zweiten Schriftenwechsels die Möglichkeit einräumt, sich dazu zu äus-

sern (LORENZ KNEUBÜHLER, Kommentar zum VwVG, a.a.O., Art. 35 Rz. 22 

m.w.H.). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist aber 

selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs ab-

zusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 

Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 

(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 

beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 

136 V 117 E. 4.2.2.2 m.w.H.). 

5.3  

5.3.1 Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers replikweise einge-

reichten Dokumente (Beilagen zu BVGer-act. 13) zeigen deutlich, dass ihm 

von der Vorinstanz – auf seine Akteneinsichtsgesuche vom 29. November 

2017 (IV-act. 359) und 2. bzw. 19. Februar 2018 (IV-act. 372, 376) hin – 

(auch) unpaginierte und ohne entsprechendes Aktenverzeichnis verse-

hene Akten zugestellt wurden. Dass dem Rechtsvertreter – wie von der 

Vorinstanz geltend gemacht – mit Schreiben vom 11. Dezember 2017 

(BVGer-act. 13/1) sämtliche Kassen- und IV-Akten ordnungsgemäss pagi-

niert und mit einem Aktenverzeichnis zugesendet worden sein sollen, lässt 

sich den von ihr eingereichten Vorakten nicht entnehmen. Die Vorinstanz 

kann sich mit dem Hinweis auf einen aktenkundigen Auszug aus einer Do-

kumentenliste des Dossiers (IV-act. 377-2/2) nicht entlasten. Die mit der 

Replik eingereichten vorinstanzlichen Akten, welche gemäss Aussagen 

des Rechtsvertreters mit der Sendung der Vorinstanz vom 11. Dezember 

2017 übermittelt wurden, enthalten jedenfalls keine Nummerierung 

(BVGer-act. 13/2) und stimmen mit der besagten Dokumentenliste nicht 

bzw. nur teilweise überein. Dass die mit vorinstanzlichem Schreiben vom 

28. Februar 2018 (BVGer-act. 13/3) dem Beschwerdeführer bzw. dessen 

Rechtsvertreter zugestellten Akten ab November 2017 (BVGer-act. 13/4) 

(ebenfalls) weder nummeriert noch mit einem Aktenverzeichnis versehen 

waren, wird von der Vorinstanz im Übrigen nicht bestritten. Dass es sich 

bei dieser (zweiten) vorinstanzlichen Aktensendung – entgegen der Ansicht 

der Vorinstanz – nicht nur um einige wenige Aktenstücke handelte, zeigt 

der Umfang der replikweise eingereichten Beilagen, welcher – wie vom Be-

schwerdeführer zu Recht betont wird – ca. 30 Dokumente bzw. rund 80 

Seiten betrifft (BVGer-act. 13/4). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die 

vorinstanzliche Aktenführung nicht der dargelegten Rechtsprechung 

C-1284/2018 

Seite 14 

(E. 5.2) entsprach und dem Beschwerdeführer folglich auch nicht ord-

nungsgemäss Akteneinsicht gewährt werden konnte. 

5.3.2 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte die Vorinstanz auffor-

derungsgemäss als Beilage zur Vernehmlassung die Vorakten samt Ver-

zeichnis in Papierform ein (vgl. BVGer-act. 2, 5). Das mit "Bordereau de 

pièces" betitelte und vom 23. April 2018 datierende vorinstanzliche Akten-

verzeichnis enthält folgende Rubriken: "Doc-N°" (Dokumenten-Nr.), "No-

mbre pages" (Anzahl Seiten), "Date d'entrée" (Eingangsdatum), "ID-Doc" 

(Dokumenten-ID) sowie "Type de document" (Dokumentart). Damit ent-

spricht das von der Vorinstanz erstellte Aktenverzeichnis im Wesentlichen 

den erwähnten Anforderungen gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung (E. 5.2.3). Dass die im Verzeichnis enthaltenen Umschreibungen 

der Dokumentart eher knapp gehalten und nicht in jedem Fall aussagekräf-

tig sind, fällt nicht ins Gewicht. Wie erwähnt, bewirkt dies keine nicht heil-

bare Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Unterlagen sind zudem – wie 

von der Rechtsprechung gefordert (E. 5.2.2) – durchgehend paginiert und 

chronologisch aufgelistet. Soweit ersichtlich, sind alle für das vorliegende 

Verfahren massgeblichen Akten erfasst. Bei den seitens des Beschwerde-

führers genannten vorinstanzlichen Aktenstücken (IV-act. 354, 361, 377), 

welche mit der Sendung vom 28. Februar 2018 nicht zugestellt worden 

seien (BVGer-act. 13 S. 3), handelt es sich um Telefonnotizen bzw. interne 

Dokumente, in welche im Beschwerdeverfahren Einsicht gewährt wurde. 

Sämtliche (in Papierform eingereichten) vorinstanzlichen Akten wurden 

dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers antragsgemäss zur Einsicht-

nahme zugestellt (BVGer-act. 7, 8). Die Unterlagen, welche aus der Zeit 

nach dem Verfügungszeitpunkt (29. Januar 2018) datieren, sind für das 

vorliegende Verfahren grundsätzlich nicht zu beachten (vgl. dazu E. 3.2). 

Folglich ist nicht ausschlaggebend, dass gewisse vom Beschwerdeführer 

mit der Replik eingereichte Akten (BVGer-act. 13/4, letzte vier Seiten) sich 

nicht bei den Vorakten befinden. Von einer nicht hinnehmbaren Unsicher-

heit in Bezug auf den Aktenstand ist unter den genannten Umständen im 

vorliegenden Zeitpunkt – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

(BVGer-act. 13 S. 4) – jedenfalls nicht auszugehen. Die beanstandete Neu- 

bzw. Durchnummerierung der gesamten Vorakten durch die Vorinstanz än-

dert daran nichts.  

5.3.3 Die (aktenkundigen) angefochtenen Verfügungen vom 29. Januar 

2018 enthalten hinsichtlich der darin angeordneten Überweisung der Kin-

derrente an die Beschwerdegegnerin keine Ausführungen, obwohl bei den 

Beilagen, welche als Bestandteil der Verfügung gelten, jeweils auch eine 

C-1284/2018 

Seite 15 

Begründung aufgelistet wird (vgl. IV-act. 368, 369 = BVGer-act.1/2, 1/3). 

Da die Auszahlungsfrage im Vorverfahren bzw. im Verfügungszeitpunkt 

umstritten war, erscheint die Verfügung diesbezüglich mangelhaft begrün-

det. Allerdings teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer bzw. dessen 

Rechtsvertreter vor Verfügungserlass mit Schreiben vom 27. November 

2017 mit, dass die Kinderrente direkt dem anderen Elternteil ausbezahlt 

werde, da die entsprechenden Bedingungen – welche dargelegt wurden – 

erfüllt seien (IV-act. 355). Es war dem Beschwerdeführer unter diesen Um-

ständen dennoch möglich, im beanstandeten Punkt sachgerecht Be-

schwerde zu erheben (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). Zudem hielt die Vor-

instanz ihre wesentlichen Entscheidgrundlagen in der Vernehmlassung 

(BVGer-act. 5) fest und der Beschwerdeführer konnte sich im Rahmen des 

zweiten Schriftenwechsels einlässlich dazu äussern (BVGer-act. 13). Die 

Rüge des Beschwerdeführers, wonach die vorinstanzliche Vernehmlas-

sung nur Darlegungen zur Rechtslage, aber keinen Bezug zur konkreten 

Sachlage enthalte (BVGer-act. 13 S. 4 Rz. 1), stösst ins Leere, da die Vor-

instanz vernehmlassungsweise (wenn auch kurz) aufzählt, auf welche 

Sachverhaltselemente bzw. Dokumente sie die verfügte Nachzahlung an 

die Beschwerdegegnerin stützt (vgl. BVGer-act. 5 S. 2). 

5.3.4 Nach dem Gesagten würde die Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz zu einem formalistischen Leerlauf und unnötigen Verzögerungen 

führen, zumal für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache alle notwen-

digen Informationen und Beweismittel vorliegen (vgl. Urteile des BGer 

9C_464/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 7.3 und C_1026/2010 vom 7. Ok-

tober 2011 E. 2.1). Das Bundesverwaltungsgericht verfügt über volle Kog-

nition (vgl. E. 2) und der Beschwerdeführer konnte sich im Rahmen des 

Schriftenwechsels einlässlich äussern zu den von der Vorinstanz im Be-

schwerdeverfahren eingereichten, grundsätzlich ordnungsgemäss geführ-

ten Vorakten und gemachten Ausführungen (BVGer-act. 7). Die mangel-

hafte Aktenführung der Vorinstanz im Verwaltungsverfahren bzw. die damit 

einhergehende Verletzung des Gehörsanspruchs des Beschwerdeführers 

ist folglich als im Beschwerdeverfahren geheilt zu betrachten. Das Gleiche 

gilt für die mangelhafte Begründung der angefochtenen Verfügungen be-

treffend die Aus- bzw. Nachzahlung der Kinderrente an die Beschwerde-

gegnerin und die dadurch verursachte Gehörsverletzung seitens des Be-

schwerdeführers. Auch diesbezüglich ist aus den genannten Gründen 

(E. 5.3.3) von einer Heilung im Beschwerdeverfahren auszugehen. 

C-1284/2018 

Seite 16 

6.  

Im Folgenden ist die streitige Frage zu prüfen, ob die Vorinstanz am 29. Ja-

nuar 2018 zu Recht mit Wirkung ab 1. Februar 2013 die direkte Überwei-

sung der Kinderrente des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin 

verfügt hat. 

6.1  

6.1.1 Der Beschwerdeführer verneint in seiner Beschwerde (BVGer-act. 1 

S. 4 ff.) die Zulässigkeit der Überweisung aller ab Geburt seines Sohnes 

E._______ zu entrichtenden Kinderrenten an die Beschwerdegegnerin. Er 

führt zur Begründung im Wesentlichen Folgendes an: Es fehle zunächst 

der vorausgesetzte Antrag der Beschwerdegegnerin betreffend Direktaus-

zahlung der Kinderrente, nachdem im Fragebogen die entsprechende 

Frage mit "Nein" angekreuzt worden sei (Rz. 6, 10). Zudem sei in der mass-

geblichen, nach deutschem Recht vorgenommenen Unterhaltsregelung in 

Bezug auf die Kinderrente nichts festgelegt worden (Rz. 5, 8). Auch habe 

er in der Vergangenheit teilweise bereits Unterhaltsleistungen erbracht 

(Rz. 7). Es sei deshalb unklar und hätte von der Vorinstanz abgeklärt wer-

den müssen, ob und in welcher Höhe überhaupt noch ein Anspruch auf 

Kinderunterhalt bestehe bzw. in wieweit dieser Anspruch durch Zahlung 

des Unterhalts oder durch Bevorschussung gedeckt worden sei (Rz. 7, 15). 

Mangels Vornahme dieser Abklärungen habe die Vorinstanz den Untersu-

chungsgrundsatz verletzt. Auf eine Rückweisung der Sache an die Vor-

instanz sei aber zu verzichten, da die Voraussetzungen zur Auszahlung der 

Kinderrente an die Beschwerdegegnerin nicht erfüllt seien. Vielmehr sei die 

Kinderrente deshalb an den Beschwerdeführer auszuzahlen (Rz. 17). Die 

Beschwerdegegnerin sei im Übrigen wieder verheiratet und es bestehe 

Grund zur Annahme, dass die Kinderrente – wenn sie an die Beschwerde-

gegnerin ausgerichtet würde – von ihr und ihrem Ehemann für andere Zwe-

cke verwendet würde (BVGer-act. 36 Rz. 8). 

6.1.2 Die Vorinstanz legt in der Vernehmlassung (BVGer-act. 5) die 

Rechtsgrundlagen für die von ihr verfügte Aus- bzw. Nachzahlung der Kin-

derrenten an die Beschwerdegegnerin dar und stützt ihren Antrag auf Ab-

weisung der Beschwerde auf folgende Sachverhaltselemente: Fragebogen 

vom 5. Dezember 2017 (Beschwerdeführer; IV-act. 362/1), Fragebogen 

vom 20. November 2017 (Beschwerdegegnerin; IV-act. 357/1), Verzichts-

erklärung vom 20. November 2017 (IV-act. 357/4), telefonische Absichts-

erklärung vom 24. November 2017 (IV-act. 354). 

C-1284/2018 

Seite 17 

6.1.3 Die Beschwerdegegnerin macht in ihrer Stellungnahme (BVGer-

act. 29) geltend, der Beschwerdeführer habe trotz einer gerichtlichen Ent-

scheidung bislang nie Unterhaltszahlungen für den gemeinsamen Sohn 

E._______ bezahlt. Das Kind lebe seit Geburt in ihrem Haushalt und be-

finde sich in ihrer Obhut. Die Kinderrente stehe daher nicht dem Beschwer-

deführer, sondern ihrem Sohn E._______ zu. Die massgebliche Frage be-

treffend die Direktauszahlung im Fragebogen habe sie fälschlicherweise 

mit "Nein" beantwortet, da ihr die Fragen nicht gut übersetzt bzw. erklärt 

worden seien. Die Beschwerdegegnerin verweist weiter auf die vom Be-

schwerdeführer unterschriebene Verzichtserklärung vom 21. November 

2017 sowie die seit dem 6. Dezember 2016 bei ihr liegende alleinige Sor-

gevollmacht.  

6.2  

6.2.1 Männer und Frauen, denen eine Invalidenrente zusteht, haben für je-

des Kind, das im Falle ihres Todes eine Waisenrente der Alters- und Hin-

terlassenenversicherung beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinder-

rente (Art. 35 Abs. 1 IVG). 

6.2.2 Gemäss Art. 35 Abs. 4 Satz 1 IVG wird die Kinderrente wie die Rente 

ausbezahlt, zu der sie gehört, mithin grundsätzlich an den rentenberech-

tigten Elternteil. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über die zweckge-

mässe Verwendung (Art. 20 ATSG) und abweichende zivilrichterliche An-

ordnungen (Art. 35 Abs. 4 Satz 2 IVG). Der Bundesrat kann die Auszahlung 

für Sonderfälle in Abweichung von Art. 20 ATSG regeln, namentlich für Kin-

der aus getrennter oder geschiedener Ehe (Art. 35 Abs. 4 Satz 3 IVG). 

6.2.3 Der Bundesrat hat – gestützt auf die erwähnte Delegation – in Art. 82 

Abs. 1 IVV festgelegt, dass für die Auszahlung der Renten sowie der Hilf-

losenentschädigung für Volljährige unter anderem Art. 71ter AHVV (SR 

831.101) sinngemäss gilt. Dessen Abs. 1 lautet: "Sind die Eltern des Kin-

des nicht oder nicht mehr miteinander verheiratet oder leben sie getrennt, 

ist die Kinderrente auf Antrag dem nicht rentenberechtigten Elternteil aus-

zuzahlen, wenn diesem die elterliche Sorge über das Kind zusteht und es 

bei ihm wohnt. Abweichende vormundschaftliche oder zivilrichterliche An-

ordnungen bleiben vorbehalten." Dasselbe gilt gemäss Abs. 2 von Art. 71ter 

AHVV auch für die Nachzahlung von Kinderrenten (Satz 1). Hat der ren-

tenberechtigte Elternteil seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind aber 

erfüllt, so steht ihm die Nachzahlung im Umfang der monatlich erbrachten 

Leistungen zu (Satz 2). 

C-1284/2018 

Seite 18 

6.2.4 Dementsprechend sieht Art. 285a ZGB (in Kraft seit 1.1.2017) – wie 

bereits aArt. 285 ZGB (in Kraft bis 31.12.2016) – vor, dass Sozialversiche-

rungsrenten, die dem unterhaltspflichtigen Elternteil zustehen, zusätzlich 

zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen sind, soweit das Gericht es nicht anders 

bestimmt (Abs. 2). Entstehen sie allerdings erst nachträglich, so hat der 

unterhaltspflichtige Elternteil diese Beträge an das Kind zu zahlen; der bis-

herige Unterhaltsbeitrag vermindert sich von Gesetzes wegen im Umfang 

dieser neuen Leistungen (Abs. 3). 

6.2.5 Die erwähnte Direktauszahlung der Kinderrente an das Kind bzw. 

den sorgeberechtigten Elternteil (als gesetzlichen Vertreter) nach Art. 71ter 

AHVV ist zu unterscheiden von einer Drittauszahlung gemäss Art. 20 ATSG 

(vgl. zum Ganzen: MARKUS KRAPF, Die Koordination von Unterhalts- und 

Sozialversicherungsleistungen für Kinder, Diss. Freiburg 2004, Rz. 527 ff.). 

Während die Direktauszahlung eine sozialversicherungsrechtliche Vollstre-

ckungsmassnahme darstellt (KRAPF, a.a.O., Rz. 527), handelt es sich bei 

Art. 20 ATSG um eine Norm, welche einen Fürsorgezweck verfolgt (KRAPF, 

a.a.O., Rz. 530) bzw. die Sicherung der sozialversicherungsrechtlichen 

Leistung ordnet (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 20 

Rz. 6). Die Bestimmung von Art. 20 ATSG regelt unter dem Titel "Gewähr-

leistung zweckgemässer Verwendung" die Auszahlung von Geldleistungen 

an einen Dritten oder eine Behörde, der oder die der berechtigten Person 

gegenüber gesetzlich oder sittlich unterstützungspflichtig ist oder diese 

dauernd fürsorgerisch betreut. Art. 20 Abs. 2 Satz 1 ATSG statuiert ein Ver-

rechnungsverbot in Bezug auf das Verhältnis zwischen empfangenden 

Dritten oder Behörden und der versicherten Person. Ausgenommen vom 

Verrechnungsverbot sind gemäss Art. 20 Abs. 2 Satz 2 ATSG Nachzahlun-

gen von Leistungen im Sinne von Art. 22 Abs. 2 ATSG.  

6.2.6 Der unter der Überschrift "Sicherung der Leistung" stehende Art. 22 

ATSG statuiert in Abs. 1 ein allgemeines Abtretungs- und Verpfändungs-

verbot für den Anspruch auf Leistungen von Sozialversicherungsträgern 

und sieht in Abs. 2 als Ausnahme davon die Abtretung von Nachzahlungen 

an Arbeitgeber oder die öffentliche oder private Fürsorge, soweit diese Vor-

schusszahlungen leisten (Bst. a), sowie an eine Versicherung, die Vorleis-

tungen erbringt (Bst. b), vor. Aus der Entstehungsgeschichte von Art. 22 

Abs. 2 ATSG geht hervor, dass es nach dem Willen des Gesetzgebers ei-

nerseits darum ging, die Drittauszahlungsregelung auf die Nachzahlungen 

von Sozialversicherungsleistungen einzuschränken, und andererseits da-

C-1284/2018 

Seite 19 

rum, eine vollständige gesetzliche Grundlage für Drittauszahlungen der In-

validenversicherung nach Massgabe von Art. 85bis IVV zu schaffen (vgl. 

BGE 136 V 286 E. 5.2 m.w.H.). 

6.2.7 Gemäss Art. 85bis Abs. 1 IVV, welcher unter der Überschrift "Nach-

zahlungen an bevorschussende Dritte" steht, können Arbeitgeber, Einrich-

tungen der beruflichen Vorsorge, Krankenversicherungen, öffentliche und 

private Fürsorgestellen oder Haftpflichtversicherungen mit Sitz in der 

Schweiz, welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vor-

schussleistungen erbracht haben, verlangen, dass die Nachzahlung dieser 

Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleistungen verrechnet und an sie aus-

bezahlt wird. Vorbehalten bleibt gemäss Art. 85bis Abs. 1 IVV die Verrech-

nung nach Art. 20 AHVG (SR 831.10). 

6.3  

6.3.1 Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin sind erwiese-

nermassen seit dem 11. Februar 2015 rechtskräftig geschieden (vgl. Sach-

verhalt Bst. A.b). Weiter ist aktenkundig und unbestritten, dass der Be-

schwerdegegnerin das alleinige Sorgerecht über den gemeinsamen Sohn 

E._______ zusteht (IV-act. 357/10), welcher auch bei ihr wohnt (IV-

act. 357/13).  

6.3.2 Streitig und zu klären ist allerdings, ob ein Antrag der Beschwerde-

gegnerin auf Aus- und Nachzahlung der Kinderrenten für E._______ an 

sich vorliegt. Die Beschwerdegegnerin liess der Vorinstanz – auf entspre-

chende Anfrage hin (IV-act. 348) – bereits mit Eingabe ihrer Rechtsvertre-

terin vom 13. November 2017 (Eingang: 15. November 2017) fristgemäss 

mitteilen, dass sie die Aus- und Nachzahlung der besagten Kinderrente für 

E._______ an sich beantrage, wobei hinsichtlich der Nachzahlung auf all-

fällige Ansprüche des Jobcenters F._______ hingewiesen wurde (IV-

act. 352). Gemäss aktenkundiger Telefonnotiz vom 24. November 2017 

richtete der Beschwerdeführer der Vorinstanz gleichentags telefonisch aus, 

dass er mit der Auszahlung der Kinderrente an die Beschwerdegegnerin 

einverstanden sei (IV-act. 354). In der Folge informierte die Vorinstanz den 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. November 2017, dass die Kin-

derrente direkt dem anderen Elternteil ausbezahlt werde, da die erwähnten 

Bedingungen erfüllt seien. Gleichzeitig machte sie den Beschwerdeführer 

aber darauf aufmerksam, dass der rentenberechtigte Elternteil die Nach-

zahlung der Kinderrente im Umfang der tatsächlich erbrachten Unterhalts-

leistungen beanspruchen könne, und gewährte ihm die Möglichkeit, innert 

C-1284/2018 

Seite 20 

gesetzter Frist allfällige Einwände und Bemerkungen, unter Beifügung der 

Beweismittel, schriftlich mitzuteilen (IV-act. 355). Daraufhin gingen bei der 

Vorinstanz am 28. November 2017 diverse Dokumente ein: Zum einen 

wurde der am 20. November 2017 ausgefüllte und von der Beschwerde-

gegnerin unterschriebene (vorinstanzliche) Fragebogen betreffend Kinder, 

deren Eltern getrennt, geschieden oder nicht miteinander verheiratet sind 

(Formular für den nicht rentenberechtigten Elternteil), eingereicht (IV-act. 

357/1-3). In diesem Fragebogen wurde die Frage, ob die Direktzahlung der 

IV-Kinderrente an sich gewünscht werde, mit "nein" angekreuzt (IV-

act. 357/2). Zum anderen ging bei der Vorinstanz mit der gleichen Sendung 

eine Verzichtserklärung ein, welche die Unterschrift des Beschwerdefüh-

rers vom 21. November 2017 und diejenige der Beschwerdegegnerin vom 

20. November 2017 trägt (IV-357/4). In diesem Dokument erklärt der Be-

schwerdeführer, dass er auf die Kinderrente für seinen Sohn E._______ 

sowie jegliche Ansprüche und Forderungen gegenüber der Vorinstanz ver-

zichtet. Beide Parteien beantragen in der Verzichtserklärung die Überwei-

sung der gesamten Kinderrente auf das Konto der Beschwerdegegnerin. 

Im gleichzeitig eingereichten Formular "Antrag auf Auszahlung der AHV/IV-

Leistungen auf ein persönliches Bank- oder Postkonto", welches der Be-

schwerdeführer ebenfalls am 21. November 2017 unterzeichnet hatte, 

wurde als Zahlungsadresse für die Kinderrente das in der Verzichtserklä-

rung aufgeführte Konto der Beschwerdeführerin eingetragen (IV-act. 356). 

Aus den dargelegten Umständen ist zu schliessen, dass die Beschwerde-

gegnerin die Aus- und Nachzahlung der Kinderrente für E._______ an sich 

beantragt. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-

hen, dass im besagten Fragebogen die Frage nach der Direktauszahlung 

der Kinderrente an die Beschwerdegegnerin versehentlich mit "nein" ange-

kreuzt wurde. Andernfalls würden die gleichzeitig eingereichten Unterlagen 

(Verzichtserklärung, Antragsformular betreffend Auszahlung), wonach die 

Kinderrente unmissverständlich an die Beschwerdegegnerin aus- und 

nachzuzahlen ist, keinen Sinn ergeben. Die im Beschwerdeverfahren zu 

diesem Versehen gemachten Erklärungen der Beschwerdegegnerin sind 

glaubwürdig, zumal der Fragebogen auch flüchtig ausgefüllt erscheint. Der 

vom Beschwerdeführer am 8. Januar 2018 schriftlich vorgenommene Wi-

derruf seiner Verzichtserklärung (IV-act. 364) ändert am Gesagten im Üb-

rigen nichts. Für die direkte Auszahlung der Kinderrente an den nicht ren-

tenberechtigten Elternteil ist das Einverständnis des rentenberechtigten El-

ternteils nicht erforderlich. 

C-1284/2018 

Seite 21 

6.3.3 Gemäss den obigen Ausführungen waren die Voraussetzungen für 

die direkte Auszahlung der ab Februar 2018 laufenden Kinderrente 

(Fr. 666.- pro Monat) an die Beschwerdegegnerin im Verfügungszeitpunkt 

somit erfüllt. Abweichende zivilrechtliche Anordnungen sind keine ersicht-

lich. Laut aktenkundigem Beschluss des Amtsgerichts G._______ (D) vom 

19. Januar 2018 (IV-act. 370/1-2) hat der Beschwerdeführer ab Februar 

2018 an E._______ zu Handen der Beschwerdegegnerin einen monatli-

chen Kindesunterhalt in Höhe von 100 % des Mindestunterhalts der Düs-

seldorfer Tabelle nach der jeweiligen Altersstufe ohne Abzug eines Kinder-

geldanteils zu zahlen (derzeit 348 Euro). Von dem Bezug bzw. der Auszah-

lung der schweizerischen IV-Kinderrente für E._______ ist in diesem Be-

schluss nicht die Rede. Die Zusprechung dieser Kinderrente erfolgte denn 

auch erst mit den angefochtenen Verfügungen vom 29. Januar 2018, mit-

hin zu einem späteren Zeitpunkt. Hinzu kommt, dass die beschlossene Un-

terhaltsleistung ohnehin weniger beträgt als die nachträglich zugespro-

chene IV-Kinderrente (vgl. dazu KRAPF, a.a.O., Rz. 548). Dass der besagte 

deutsche Beschluss gemäss deutschem Recht gefällt wurde, ist ohne Be-

lang und ändert nichts. Auch der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 

inzwischen wieder verheiratet ist, hat hinsichtlich der verfügten Direktaus-

zahlung keine Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin ist verpflichtet, die an 

sie überwiesene IV-Kinderrente – entsprechend dem gesetzlichen Zweck 

– ausschliesslich für den Unterhalt und die Erziehung von E._______ zu 

verwenden (vgl. BGE 103 V 131 E. 3). Aus dem Gesagten folgt, dass die 

laufende Kinderrente ab Februar 2018 – gemäss dem hier anwendbaren 

schweizerischen Recht (vgl. E. 6.2.3, 6.2.4) – direkt an die Beschwerde-

gegnerin auszuzahlen ist. Ob seit Februar 2018 Unterhaltsleistungen er-

bracht wurden, ist hier nicht zu klären, zumal sich die gerichtliche Überprü-

fung des Sachverhalts auf den Zeitraum bis zum Verfügungserlass (29. Ja-

nuar 2018) beschränkt (vgl. E. 3.2). Die angefochtene zweite Verfügung 

vom 29. Januar 2018 ist daher nicht zu beanstanden. 

6.3.4 Was die Nachzahlungen der Kinderrente für die Zeit von Februar 

2013 bis Januar 2018 (insgesamt Fr. 39'891.-) betrifft, sind die Vorausset-

zungen für eine direkte Überweisung an die Beschwerdegegnerin ebenfalls 

erfüllt. Der Beschwerdeführer hat – trotz entsprechender vorinstanzlicher 

Aufforderung – im Verwaltungsverfahren innert Frist weder Einwände er-

hoben noch Unterlagen eingereicht, welche auf von ihm im besagten Zeit-

raum erbrachte Unterhaltsleistungen hätten schliessen lassen. Massge-

bend sind in diesem Zusammenhang übrigens die vom pflichtigen Elternteil 

tatsächlich geleisteten Unterhaltsbeiträge (vgl. die Erläuterungen des BSV 

zu den Änderungen der AHVV auf den 1. Januar 2002, in: AHI-Praxis 

C-1284/2018 

Seite 22 

1/2002 S. 16; vgl. auch KRAPF, a.a.O., Rz. 551 ff.). Entsprechende sub-

stantiierte Ausführungen oder Beweismittel fehlen auch im Beschwerde-

verfahren. Im Übrigen wird nicht geltend gemacht oder belegt, dass der 

Beschwerdeführer – gemäss dem erwähnten Beschluss des Amtsgerichts 

G._______ vom 19. Januar 2018 – den für seinen Sohn E._______ rück-

ständigen Kindesunterhalt für die Zeit von November 2017 bis Januar 2018 

in der Höhe von 1'024 Euro aufgrund gesetzlichen Anspruchsübergangs 

an die Unterhaltsvorschusskasse der Stadt G._______ (450 Euro) bzw. an 

das Jobcenter F._______ (574 Euro) geleistet hätte. Dass der Beschwer-

deführer teilweise Unterhaltsleistungen für E._______ erbracht haben soll, 

was seitens der Beschwerdegegnerin bestritten wird (vgl. bereits IV-

act. 352), erscheint daher als pauschale Schutzbehauptung. Vielmehr 

ergibt sich bereits aus dem aktenkundigen Schreiben des Jobcenters 

F._______ vom 13. November 2017, dass seitens dieser Anstalt des öf-

fentlichen Rechts für E._______ seit Geburt Leistungen gewährt werden, 

da sich der Beschwerdeführer seit der Geburt des Kindes der bestehenden 

Unterhaltsverpflichtung entzieht (IV-act. 353). Eine Verletzung des Unter-

suchungsgrundsatzes durch die Vorinstanz ist unter diesen Umständen 

nicht zu erkennen. 

6.3.5 Nicht zu beanstanden ist auch der Umstand, dass die Vorinstanz laut 

den angefochtenen Verfügungen den nachzuzahlenden Rentenbetrag (für 

die Zeit von Februar 2013 bis Januar 2018) von gesamthaft Fr. 39'891.- bis 

zum Abschluss des Meldeverfahrens mit dem Jobcenter F._______ auf ei-

nem Wartekonto einbehielt. Die Abtretungs- und Verrechnungsmöglichkeit 

von Nachleistungen der IV bis zur Höhe von erbrachten (Vorschuss-)Leis-

tungen der Fürsorgestellen ist gesetzlich vorgesehen (vgl. E. 6.2.5 ff.) und 

der Einbehalt von IV-Nachzahlungen auf einem Wartekonto bis zum Ab-

schluss des entsprechenden Meldeverfahrens entspricht der zulässigen 

Praxis (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer C-1166/2011, C-1136/2011, C-

1167/2011 vom 14. Juli 2011). Es handelt sich bei der Sicherstellung eines 

Nachzahlungsbetrages (auf dem Wartekonto) bis zum abschliessenden 

Entscheid über allfällige Drittansprüche um eine vorsorgliche Massnahme 

(vgl. Urteil des BVGer C-8671/2010, C-1570/2011 vom 29. August 2013 E. 

2.6.4). Dass die Vorinstanz vorliegend in einem ersten Schritt die umstrit-

tene Direktauszahlung der aus- und nachzuzahlenden Kinderrente an die 

Beschwerdegegnerin grundsätzlich bejahte und die Verfügung über eine 

allfällige Drittauszahlung der nachzuzahlenden Kinderrente an bevor-

schussende Fürsorgestellen als zweiten Schritt aufschob, ist nicht zu kriti-

sieren, da diese beiden Schritte – wie aufgezeigt (E. 6.2.5 ff.) – zu unter-

scheiden sind und die verfügte Direktauszahlung der nachzuzahlenden 

C-1284/2018 

Seite 23 

Kinderrente an die Beschwerdegegnerin mit dem Vorbehalt von Drittan-

sprüchen infolge der Alimentenbevorschussung für E._______ verbunden 

war (vgl. BVGer-act. 5, 16; siehe auch Urteil des EVG I 831/04 vom 9. Feb-

ruar 2006 E. 4.1). Gemäss den angefochtenen Verfügungen sind der Be-

schwerdegegnerin daher nur die nach der Prüfung der erwähnten Drittan-

sprüche verbleibenden Nachzahlungen der Kinderrente zu überweisen. Ob 

und in welchem Umfang diese Drittansprüche zu berücksichtigen sind, wird 

im hängigen Verfahren C-139/2021 zu klären sein. Eine Verletzung der vor-

instanzlichen Untersuchungspflicht ist somit auch in diesem Punkt zu ver-

neinen.  

6.4 Nach dem Gesagten erweist sich die vorliegende Beschwerde als un-

begründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

7.  

Es bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung 

zu befinden. 

7.1 Das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist bei 

Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG). Rechtspre-

chungsgemäss betreffen Streitigkeiten über die Auszahlung von Renten 

aber nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen 

(BGE 129 V 362 E. 2). Demzufolge sind im vorliegenden Verfahren keine 

Verfahrenskosten zu erheben.  

7.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der 

Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (Art. 8 Abs. 1 

VGKE). Unnötiger Aufwand wird nicht entschädigt (Art. 8 Abs. 2 VGKE). 

Das Gericht setzt die Entschädigung für die amtlich bestellten Anwälte und 

Anwältinnen aufgrund der Kostennote fest (Art. 14 Abs. 2 Satz 1 VGKE). 

Die Art. 8-11 VGKE sind sinngemäss anwendbar (Art. 12 VGKE).  

Die obsiegende Beschwerdegegnerin wurde im vorliegenden Verfahren – 

soweit ersichtlich – weder anwaltlich noch nichtanwaltlich berufsmässig 

vertreten. Sie hat daher keinen Anspruch auf Parteientschädigung, zumal 

C-1284/2018 

Seite 24 

sie auch keine entsprechenden Vertretungskosten geltend macht (vgl. 

BVGer-act. 29). Die obsiegende Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch 

auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Der Rechtsvertreter des un-

terliegenden Beschwerdeführers hat indessen Anspruch auf ein amtliches 

Honorar. In seiner (aktualisierten) Honorarnote vom 16. September 2020 

(BVGer-act. 39) macht er für die Bemühungen im Zeitraum vom 30. Januar 

2018 bis 17. September 2020 einen Betrag von insgesamt Fr. 4'769.90 gel-

tend, welcher sich zusammensetzt aus einem Honorar von Fr. 4'290.- (19.5 

Stunden à Fr. 220.-), Spesen von Fr. 126.60 sowie einer Mehrwertsteuer 

von Fr. 353.30. Vor dem Hintergrund, dass nur der notwendige Aufwand zu 

entschädigen ist (vgl. Urteil des BGer 8C_426/2018 vom 10. August 2018 

E. 5.3), erscheint der geltend gemachte Zeitaufwand von insgesamt 19.5 

Stunden unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Auf-

wands, der Bedeutung der Streitsache und ihrer Schwierigkeit als zu hoch, 

weshalb die Honorarnote zu kürzen ist. Mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle 

und die im Sozialversicherungsrecht herrschende Untersuchungsmaxime 

(vgl. dazu Urteil des EVG I 786/05 vom 12. September 2006 E. 4.1) ist der 

geltend gemachte Zeitaufwand im Zusammenhang mit der Erarbeitung der 

Beschwerde (5 Std.), Replik (4 Std.) und Stellungnahme (zur Eingabe der 

Beschwerdegegnerin; 4.5 Std.) von total 13.5 Stunden auf 10 Stunden zu 

reduzieren. Die Rechtsschriften enthalten teilweise Wiederholungen (vgl. 

BVGer-act. 1, 13) und namentlich die erwähnte Stellungnahme ist etwas 

weitschweifig (BVGer-act. 36). Zu beachten ist weiter, dass der Rechtsver-

treter den Beschwerdeführer bereits im Verwaltungsverfahren vertreten 

hatte, weshalb der Einarbeitungsaufwand weitgehend entfiel und insbe-

sondere die für die Abfassung der Beschwerde aufgewendete Zeit entspre-

chend tiefer ausfiel (vgl. z.B. Urteil des EVG I 322/04 vom 22. September 

2004 E. 5.1). Der Umfang des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtsverbei-

ständung bezieht sich sodann nur auf die Vertretung innerhalb des laufen-

den Verfahrens, wobei der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung für die Be-

messung des Umfangs entscheidend ist (KAYSER/ALTMANN, in: Kommentar 

zum VwVG, a.a.O., Art. 65 Rz. 50 m.H.). Der vor Einreichung der vorlie-

genden Beschwerde bzw. des Antrags um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung geltend gemachte Aufwand von 60 Minuten für den 

Zeitraum vom 30. Januar 2018 bis 28. Februar 2018 kann daher nicht be-

rücksichtigt werden. Insgesamt ist damit ein Aufwand von 15 Stunden zum 

geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 220.- zu entschädigen, was ein 

Honorar von Fr. 3'300.- ergibt. Die geltend gemachten Auslagen von 

Fr. 124.40 für den Zeitraum ab Beschwerde- bzw. Gesuchseinreichung 

sind ausgewiesen und nach Art. 9 Abs. 1 Bst. b VGKE zu ersetzen. Bei der 

C-1284/2018 

Seite 25 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist auch bei Wohnsitz des (unterlie-

genden) Beschwerdeführers im Ausland ein Mehrwertsteuerzuschlag ge-

mäss Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE in der Höhe von 7.7 % zu gewähren (BGE 

141 III 560 E. 2 und 3; vgl. auch Urteil des BVGer C-6407/2019 vom 30. Ja-

nuar 2020). Dem Rechtsvertreter ist somit zu Lasten der Gerichtskasse 

eine Entschädigung von Fr. 3'688.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer-

zuschlag) zuzusprechen. 

7.3 Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege garantiert keine defini-

tive Übernahme der Kosten durch den Staat (BGE 122 I 322 E. 2c). Ge-

langt der Beschwerdeführer später zu hinreichenden Mitteln, so ist er ver-

pflichtet, dem Bundesverwaltungsgericht Honorar und Kosten seines amt-

lich bestellten Rechtsvertreters zu vergüten (vgl. Art. 65 Abs. 4 VwVG). 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Rechtsanwalt lic. iur. Viktor Györffy wird zu Lasten der Gerichtskasse ein 

amtliches Honorar von Fr. 3'688.10 zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage:  

Formular Zahladresse) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

C-1284/2018 

Seite 26 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Patrizia Levante 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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