# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f1917c2-da2a-51f0-ab29-99796615186b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.01.2024 LZ230011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ230011_2024-01-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LZ230011-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Achermann

Beschluss und Urteil vom 25. Januar 2024

in Sachen

A._____, 
Beklagter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter

gegen

1. B._____, 
2. C._____, 
Klägerinnen, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerinnen

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Horgen vom 20. Oktober 2022 (FK220018-F)

- 2 -

Rechtsbegehren:

der Klägerinnen 1-2 (Urk. 1 S. 2 i.V.m. Prot. I. S. 8 f., sinngemäss):

1. Das Kind C._____ sei unter die alleinige Obhut der Mutter zu stel-
len.

2. Die Eltern von C._____ konnten sich mit Vereinbarung bezüglich 
Obhut, Betreuung und Ferien einigen. Die entsprechende Verein-
barung vom 19. Mai 2022 ist eingereicht mit dem Ersuchen, diese 
zu genehmigen.

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, für die Klägerin 2 folgende im 
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhalts-
beiträge (zuzügl. Familienzulagen) zu bezahlen:
 CHF 2'040.– (davon CHF 1'400.– Barunterhalt und CHF 640.– 

Betreuungsunterhalt), rückwirkend per 1. August 
2021 bis 15. Oktober 2021

 CHF 2'040.– (davon CHF 1'400.– Barunterhalt und CHF 640.– 
Betreuungsunterhalt), 16. Oktober 2021 bis 
31. August 2032

 CHF 1'900.– (davon CHF 1'900.– Barunterhalt), 1. September 
2031 bis tt.mm.2038

 CHF 1'600.– (davon CHF 1'600.– Barunterhalt), ab tt.mm.2038 
bis zum Abschluss einer angemessenen Erstaus-
bildung

Es sei festzustellen, dass der Beklagte grundsätzlich einen Betreu-
ungsunterhalt für die Zeit vom 01. August 2021 bis 15. Oktober 2021 
von ca. CHF 3'500.– schulden würde, jedoch ein Manko besteht. Ab 
1. September 2021 bis 31. August 2025 würde er grundsätzlich min-
destens CHF 2'000.– Betreuungsunterhalt schulden.
Der Vater sei zudem zu verpflichten, ausserordentliche Kosten (mehr 
als CHF 100.00 pro Ausgabeposition, z.B. Zahnarztkosten, Kosten für 
schulische Förderungsmassnahmen, Schullager, Sportausrüstung, 
etc.) zur Hälfte zu übernehmen, sofern diese Kosten nicht von Dritten, 
insbesondere von Versicherungen, übernommen werden.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) 
zulasten des Beklagten.

des Beklagten (Urk. 21/3 sinngemäss):

Es sei der Beklagte zu verpflichten, für die Klägerin 2 folgende monatli-
che Unterhaltsbeiträge zu leisten:

  Fr. 1'500.– aktuell bis zum Eintritt der Klägerin 2 in den 
Kindergarten

- 3 -

 Fr. 1'300.– ab Kindergarten bis zum Abschluss der Schulzeit
 Fr. 1'000.– ab Lehrbeginn bis zum Lehrabschluss

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren
am Bezirksgericht Horgen vom 20. Oktober 2022:

(Urk. 47 S. 21 ff. = Urk. 37 S. 21 ff.)

1. Das Kind C._____, geboren am tt.mm.2020, wird unter die alleinige Obhut der 

Klägerin 1 gestellt.

2. Die Vereinbarung der Klägerin 1 und des Beklagten vom 19. Mai 2022 über 

die Obhut und die Besuchsrechtsregelung für die Tochter C._____ wird ge-

nehmigt. Sie lautet wie folgt:

"1. Das Kind C._____, geb. tt.mm.2020, wird unter die alleinige Obhut der 

Mutter gestellt. Der Wohnsitz von C._____ ist bei der Mutter.

2. Der Vater wird für berechtigt und verpflichtet erklärt, C._____ wie folgt 

zu betreuen:

a) ab sofort bis 31. Juli 2022

Dienstags 15.00 h – 19.00 h

Donnerstags 13.00 h – 19.00 h

Sonntags 12.00 h – 19.00 h

b) ab 1. August 2022 bis 31. Dezember 2022

Dienstags 15.00 h – 19.00 h

in den geraden Wochen, Donnerstag 13.00 h – 19.00 h

in den ungeraden Wochen, Donnerstag 13.00 h – Freitag 8.00 h (Beginn Kita)

Sonntags 12.00 bis 19.00 h

c) ab 1. Januar 2023 bis 31. März 2024

Dienstags 15.00 h – 19.00 h

in den geraden Wochen, Donnerstag 13.00 – 19.00 h

in den ungeraden Wochen, Donnerstag 13.00 – Freitag 8.00 h (Beginn Kita)

in den geraden Wochen, Samstag 19.00 h – Sonntag 19.00 h

in den ungeraden Wochen, Sonntag 12.00 – 19.00 h

- 4 -

d) ab April 2024

Dienstags 15.00 – 19.00 h

Donnerstags ab Schulschluss – 19.00 h

Jedes zweite Wochenende Freitag 19.00 h – Sonntag 19.00 h

Hinsichtlich der Ferien und Feiertage vereinbaren die Parteien was folgt:

e) Die Mutter betreut C._____ jedes Jahr während den Osterfeiertagen; der 

Vater betreut C._____ jedes Jahr an den Pfingstfeiertagen. In Bezug auf die 

Weihnachtsferien vereinbaren die Parteien was folgt: Die erste Woche der 

Weihnachtsferien verbringt C._____ während zwei aufeinanderfolgenden Jah-

ren (erstmals 2022) mit der Mutter und die zweite Woche der Weihnachtsferien 

verbringt C._____ mit dem Vater. Im dritten Jahr verbringt C._____ die erste 

Woche der Weihnachtsferien mit dem Vater und die zweite Woche mit der Mut-

ter. Danach beginnt der vorstehende Regelungszyklus erneut.

f) Der Vater ist berechtigt, C._____ bis zu ihrem Eintritt in den Kindergarten 

während 2 Wochen in die Ferien zu nehmen. Ab Eintritt von C._____ in den 

Kindergarten betreut er sie während 3 und nach Eintritt in die Mittelstufe wäh-

rend 4 Ferienwochen."

3. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 noch ausstehende Unter-

haltsbeiträge für die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 den 

Betrag von Fr. 9'900.– an die Klägerin 1 zu bezahlen. Dieser Betrag ist zahl-

bar innert 90 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.

Der Betrag basiert auf einer Unterhaltsverpflichtung in der Höhe von 

Fr. 1'700.– pro Monat abzüglich bereits erfolgter Zahlungen des Beklagten in 

der Höhe von 14'100.–.

4. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 folgende Unterhaltsbeiträge 

zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Familien- bzw. Kinder- 

und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:

Fr. 1'700.– ab 1. Oktober 2022 bis 31. Juli 2032

- 5 -

Fr. 1'000.– ab 1. August 2032 bis zum ordentlichen Abschluss einer an-

gemessenen Erstausbildung der Klägerin 2.

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an die Klägerin 1 zahlbar, 

solange das Kind im Haushalt der Klägerin 1 lebt und keine eigenen Ansprü-

che gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfän-

ger bezeichnet.

5. Der Beklagte wird zudem verpflichtet, ausserordentliche Kinderkosten (z.B. 

Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen, etc.), über 

welche sich die Klägerin 1 und der Beklagte vorgängig verständigt haben, 

zur Hälfte zu übernehmen, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherun-

gen, für diese Kosten aufkommen.

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 4 basieren auf dem Landes-

index für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende 

September 2022 mit 104.6 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). 

Sie werden jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausge-

hend vom jeweiligen Indexstand per Ende November des Vorjahres, erst-

mals auf den 1. Januar 2024, nach folgender Formel angepasst:

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr Ein-

kommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unterhalts-

beiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung ange-

passt.

Fällt der Index unter den Stand von Ende September 2022, berechtigt dies 

nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

- 6 -

7. Mit den Unterhaltsbeiträgen gemäss Ziffer 4 ist der gebührende Unterhalt 

der Klägerin 2 nicht gedeckt. Es fehlen die folgenden monatlichen Beträge 

für den Betreuungsunterhalt:

1. August 2021 bis 31. Oktober 2021: Fr. 2'720.– 

1. November 2021 bis 28. Februar 2022: Fr. 620.–

1. März 2022 bis 31. Juli 2024: Fr. 610.–

1. August 2024 bis 31. März 2030: Fr. 210.–

1. April 2030 bis 31. Juli 2032: Fr. 400.–

8. Die Entscheidgebühr wird auf CHF 3'600.– festgesetzt. 

Verzichten die Parteien auf eine Begründung des Entscheids, wird die 

Entscheidgebühr auf zwei Drittel ermässigt.

9. Die Gerichtskosten werden der Klägerin 1 und dem Beklagten je zur Hälfte 

auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Klägerin 1 und der Beklagte 

werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.

10. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

11. [Mitteilungssatz]

12. [Rechtsmittel: Berufung, Frist 30 Tage]

Berufungsanträge:

des Beklagten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (Urk. 46 
S. 1 f., sinngemäss):

1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 wie folgt zu ändern:
3. Der Vater, A._____, wird verpflichtet, für die Tochter, 

C._____, für noch ausstehende Unterhaltsbeiträge der Zeit 
vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 den Betrag von 

- 7 -

Franken 4'100.– an die Mutter, B._____, zu bezahlen. Die-
ser Betrag ist zahlbar innert 90 Tagen ab Rechtskraft des 
Urteils des Obergerichts.

4. Der Vater, A._____, wird verpflichtet, für die Tochter, 
C._____, folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger 
gesetzlicher und/oder vertraglicher Familien- bzw. Kinder- 
und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:
Fr. 1'400.– ab Oktober 2022 bis 31. Juli 2032
Fr. 1'200.– ab August 2032 bis 31. Juli 2035
Fr. 1'000.– ab 1. August 2035 bis zum ordentlichen Ab-

schluss einer angemessenen Erstausbildung 
der Tochter C._____.

2. Unter Kostenfolgen zulasten der Gegenpartei.

der Klägerinnen, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägerin-
nen 1+2 (Urk. 56, sinngemäss):

1. Es seien die Anträge des Berufungsklägers abzuweisen.
2. In Abänderung der Dispositivziffer 3 sei der Beklagte zu verpflich-

ten, für die Klägerin 2 noch ausstehende Unterhaltsbeiträge für 
die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 in der Höhe 
von Fr. 15'500.– an die Klägerin 1 zu bezahlen. Dieser Betrag ist 
zahlbar innert 180 Tagen ab Rechtskraft des Urteils des Oberge-
richts.

3. In Abänderung der Dispositivziffer 4 sei der Beklagte zu verpflich-
ten, für die Klägerin 2 folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich Fa-
milien- bzw. Kinder- und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen: 
Fr. 1'700.– ab 1. Oktober 2022, dazu Fr. 100.– ab 1. Septem-

ber 2027, bis 31. Juli 2032.
Fr. 1'400.– ab 1. August 2032 bis tt.mm.2038
Fr. 1'200.– ab tt.mm.2038 bis zum Abschluss einer angemes-

senen Erstausbildung.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, die Gerichtskosten sowie eine 

Teilentschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.– für die gesamten 
Prozesskosten an die Klägerin 1 zu bezahlen.

- 8 -

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien sind die unverheirateten Eltern der am tt.mm.2020 geborenen 

C._____. Mit Eingabe vom 3. Juni 2022 machten die Klägerinnen bei der Vorin-

stanz ein Verfahren betreffend Obhut, Besuchsrecht und Kinderunterhalt hängig 

(Urk. 1). Mit Urteil und Verfügung vom 20. Oktober 2022 wurde das Verfahren vor 

der Vorinstanz abgeschlossen (Urk. 47). Im Übrigen kann für die Prozessge-

schichte auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen werden (Urk. 47 S. 4). 

2. Mit Eingabe vom 13. März 2023 (Datum Poststempel 14. März 2023) erhob 

der Beklagte, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte ("Beklagte") innert 

Frist (vgl. Urk. 38/2) Berufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen 

(Urk. 46; Urk. 49). Nachdem mit Verfügung vom 16. März 2023 ein Kostenvor-

schuss eingefordert worden war (Urk. 50), stellte der Beklagte mit Eingabe vom 

27. März 2023 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 52; Urk. 53/1-18) 

und leistete den Kostenvorschuss (Urk. 54). Am 23. März 2023 teilte die bisherige 

Rechtsvertreterin der Klägerinnen, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungs-

klägerinnen 1 und 2 ("Klägerinnen") mit, sie vertrete diese im Berufungsverfahren 

nicht mehr (Urk. 51). Mit Verfügung vom 19. April 2023 wurde Frist zur Einreichung 

der Berufungsantwort angesetzt (Urk. 55), welche am 23. Mai 2023 – unter Erhe-

bung einer Anschlussberufung – fristgerecht erstattet wurde (Urk. 56; Urk. 57; 

Urk. 58/50-55). Mit Verfügung vom 30. Mai 2023 wurde von der Klägerin 1 ein Kos-

tenvorschuss eingefordert (Urk. 59). Nachdem die Klägerin 1 ein Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege gestellt hatte (Urk. 60; Urk. 61; Urk. 62/I.A-II.G), leistete 

auch sie den Kostenvorschuss (Urk. 63). Mit Verfügung vom 16. Juni 2023 wurde 

Frist zur Beantwortung der Anschlussberufung angesetzt (Urk. 64), welche der Be-

klagte mit Eingabe vom 14. Juli 2023 (Datum Poststempel 17. Juli 2023) fristge-

recht erstattete (Urk. 65; Urk. 66; Urk. 67/1-4). Mit Verfügung vom 14. August 2023 

wurde die Anschlussberufungsantwort den Klägerinnen zur Kenntnisnahme zuge-

stellt und ihnen Frist zur Stellungnahme zu den neuen Unterlagen und Behauptun-

gen angesetzt (Urk. 68). Innert verlängerter Frist (Urk. 69-72) nahmen die Kläge-

rinnen mit Eingabe vom 25. August 2023 (Datum Poststempel 28. August 2023) 

- 9 -

Stellung (Urk. 73; Urk. 74; Urk. 75/70/1-8). Diese Stellungnahme wurde dem Be-

klagten mit Verfügung vom 22. September 2023 mit dem Hinweis, dass die zu den 

Finanzen eingereichten Unterlagen bereits im Recht lägen und die Betreuung nicht 

Gegenstand des Berufungsverfahrens sei, zugestellt (Urk. 76). Es erfolgen keine 

weitere Eingaben.

3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-45). Das Berufungs-

verfahren ist spruchreif.

II. Materielle Beurteilung

1. Prozessuale Vorbemerkungen

1.1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache und 

folglich über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einsch-

liesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_1049/2019 vom 25. August 2021, E. 3).

1.2. In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinrei-

chend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den ange-

fochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist, respektive an einem der ge-

nannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Das setzt 
(im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, 

dass die Berufung erhebende Partei die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, 

die sie anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend 

präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-

gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden, beziehungsweise 

aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. 

Die pauschale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung 

genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 

2015, E. 2.1). Von der Berufungsinstanz kann nicht erwartet werden, dass sie von 

sich aus in den Vorakten die Argumente zusammensucht, die zur Berufungsbe-

- 10 -

gründung geeignet sein könnten (OGer ZH NP220014 vom 16.11.2022, E. II.1, 

S. 5; BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.4). Das obere kantonale Ge-

richt hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die 

Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der Berufungsschrift in 

rechtsgenügender Weise erhoben werden (BGE 142 III 413 E. 2.2.4). Dabei ist die 

Rechtsmittelinstanz weder an die Argumente der Parteien noch an die Erwägungen 

der Vorinstanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 

ZPO). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der uneingeschränkten Untersu-

chungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 

2021, E. 5.1 nicht publ. in BGE 147 III 301). Auf die Parteivorbringen ist insoweit 

einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist (vgl. BGE 134 I 83 

E. 4.1).

1.3. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorlie-

gend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersuchungs- 

und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen er-

forscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche 

der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien im Be-

rufungsverfahren zudem neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbrin-

gen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum Tragen (BGE 147 III 301 E. 2.2; BGE 

144 III 349 E. 4.2.1).

1.4. Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 5 (Obhut, Betreu-

ungsregelung, Regelung betreffend ausserordentliche Kinderkosten). Diese Ziffern 

sind in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 ZPO), was vorzumerken ist. Nicht 

angefochten wurde die Indexklausel (Dispositiv-Ziffer 6). Diese hängt aber untrenn-

bar mit den angefochtenen Unterhaltsbeiträgen zusammen, weshalb sie nicht 

rechtskräftig zu erklären ist.

- 11 -

2. Unterhalt

2.1. Vorbemerkungen

2.1.1. Gegenstand des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens bildet der Unterhalt. 

Während der Beklagte tiefere Unterhaltsbeiträge verlangt und insbesondere die 

vorinstanzliche Festsetzung seines Einkommens kritisiert (Urk. 46), beantragen die 

Klägerinnen neben dem Festhalten am vorinstanzlich festgesetzten – ihrer Ansicht 

nach ohnehin zu tief angesetzten – Einkommen des Beklagten die Zusprechung 

höherer Unterhaltsbeiträge (Urk. 56). 

2.1.2. Die Betreuungsregelung bildet nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens 

(vorne Erw. II.1.4). Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Parteien ist nicht ein-

zugehen (Urk. 65 S. 1 f.; Urk. 73 S. 2-5).

2.1.3. Beide Elternteile sorgen gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, in 

Form von Pflege, Erziehung und Geldzahlung für den Unterhalt des Kindes (Art. 

276 Abs. 1 und 2 ZGB). Es entspricht einem allgemeinen Grundsatz im Unterhalts-

recht, dass eine vorhandene Arbeitskapazität umfassend auszuschöpfen ist (BGE 

147 III 265 E. 7.4). Geht es um Kinderunterhalt – insbesondere im Verhältnis zu 

minderjährigen Kindern (BGer 5A_90/2017 vom 24. August 2017, E. 5.3.1) – und 

liegen enge wirtschaftliche Verhältnisse vor, besteht eine besondere Anstren-

gungspflicht (BGE 147 III 265 E. 7.4). Gemäss dem Schulstufenmodell wird ab Be-

ginn der obligatorischen Schulzeit des jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 

50 % des obhutsberechtigten Elternteils als zumutbar erachtet (BGE 144 III 481 

E. 4.7.6). Nebenbeschäftigungen können bei einem Vollzeitpensum regelmässig 

nicht erwartet werden; erbringt aber der obhutsberechtigte Elternteil einen ausser-

ordentlichen Beitrag, ist auch dem unterhaltsverpflichteten Elternteil regelmässig 

mehr zuzumuten (FamKomm Scheidung/Schweighauser, Art. 285 ZGB N 136). 

Dies hat auch bei klar überobligatorischen Arbeitsanstrengungen des obhutsbe-

rechtigten Elternteils zu gelten. Gemäss konstanter Praxis ist ein Einkommen aus 

einem bisherigen Nebenerwerb so lange weiterhin zu berücksichtigen, als die Aus-

übung der Nebenerwerbstätigkeit trotz neu eingetretener Gegebenheiten als noch 

zumutbar erscheint (OGer ZH LE190004 vom 17.07.2019, E. II.B.2.4 m.H.a BGer 

- 12 -

5P.469/2006 vom 4. Juli 2007, E. 3.2.1; OGer ZH LE170049 vom 22.11.2017, 

E. III.B.3.3.3). Die Frage der Zumutbarkeit einer Nebenbeschäftigung ist ein Ermes-

sensentscheid (OGer ZH LZ220014 vom 24.11.2022, E. II.7.5 m.H.).

2.2. Einkommen des Beklagten

2.2.1. Die Vorinstanz erwog, der Beklagte arbeite als Landschaftsgärtner in der 

von ihm betriebenen D._____ GmbH in einem 100 %-Pensum. In den Jahren 

2020/2021 habe er damit ein Einkommen von Fr. 71'031.– und Fr. 79'329.– erzielt, 

was unter Ausklammerung der damals von ihm bezogenen Kinderzulage von mo-

natlich Fr. 200.– einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 6'065.– entspreche 

(Urk. 47 S. 9 f.). Darüber hinaus habe der Beklagte in den vergangenen Jahren 

durch seine Engagements beim E._____ und dem F._____ sowie seine Tätigkeit 

bei der Feuerwehr einen Nebenverdienst erzielt. Im Jahr 2020 habe sich dieser auf 

Fr. 11'971.– und im Jahr 2021 auf Fr. 4'016.– belaufen, was durchschnittlichen 

Fr. 666.– pro Monat entspreche. Der Beklagte habe – so die Vorinstanz weiter – an 

der Hauptverhandlung zwar ausgeführt, das Geschäft lasse den Nebenerwerb nicht 

mehr zu; da der Beklagte aber bei seiner eigenen Unternehmung angestellt sei und 

über die Zulässigkeit des Nebenerwerbs werde entscheiden können, erscheine 

seine Darstellung nicht plausibel und es sei folglich davon auszugehen, dass der 

Beklagte auch in Zukunft seiner Nebentätigkeit nachgehen werde. Gesamthaft ging 

die Vorinstanz von einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 6'730.– aus 

(Urk. 47 S. 10).

2.2.2. Der Beklagte rügt, er habe die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr bereits im 

Oktober 2020 wegen interner Differenzen und aus absolut eigener Überzeugung 

gekündigt. Es sei ihm nach 20 Jahren Feuerwehrdienst aufgrund der Betreuungs-

aufgaben für seine Kinder schlicht nicht mehr möglich, diesen wieder aufzunehmen. 

Er sei Offizier gewesen und habe entsprechend Pikettdienst leisten müssen, was 

als alleinstehender Vater nicht machbar sei (Urk. 46 S. 1; Urk. 65 S. 1). Der Nebe-

nerwerb als Instruktor am Ausbildungszentrum … [Berufsrichtung] in G._____ 

werde nach zweijähriger Übergangsfrist nicht länger von seinem Arbeitgeber getra-

gen. Bis anhin seien diese Tage zur Verfügung gestellt worden, was nun aufgrund 

der beträchtlichen Mehrkosten nicht mehr gehe. Hinzu komme, dass sein Arbeitge-

- 13 -

ber seit Sommer 2021 einen 100 %-Lohn für ein 80 %-Pensum auszahle. Der Ne-

benerwerb beim F._____, für welchen er gewisse Kapitel der Kalkulationshilfe für 

Gärtner bearbeitet habe, werde auch bald wegfallen. Diese Arbeit werde etappen-

weise an Dritte vergeben und es sei eine Frage der Zeit, bis er nicht mehr gebraucht 

werde. Es sei deshalb wenigstens eine Übergangsfrist anzusetzen, um einen ver-

gleichbaren Nebenerwerb zu finden. Er betreue während der vereinbarten Betreu-

ungszeiten selbst, was ihm wichtig sei. Es sei deshalb fragwürdig, ob überhaupt ein 

Arbeitspensum von 100 % gefordert werden könne, geschweige denn, ob mit den 

vergangenen Nebenerwerben, die er zum Grossteil in seiner Freizeit ausgeübt 

habe, gerechnet werden dürfe. Es sei deshalb von einem Nettoeinkommen von 

Fr. 6'065.– auszugehen (Urk. 46 S. 2; Urk. 65 S. 1).

2.2.3. Die Klägerinnen tragen vor, der Beklagte habe seine Tätigkeit bei der Feu-

erwehr bis zu seiner Kündigung im Oktober 2020 stets ausüben können, trotz Be-

treuungsaufgaben für seinen Sohn. Die Betreuungsregelung der Tochter der Par-

teien sei – mit Ausnahme des Sonntags – an jene des Sohnes angelehnt worden, 

womit die Betreuung keine neue Einschränkung darstelle. Die Feuerwehrübungen 

fänden unter der Woche und am Abend statt, womit die Tätigkeit mit der vereinbar-

ten Kinderbetreuung bis 19.00 Uhr vereinbar sei. Sollte eine Übung früher begin-

nen, so könne die Klägerin 1 die Betreuung übernehmen (Urk. 56 S. 1 f.). Dies gelte 

für alle Nebenerwerbstätigkeiten. Die Entscheidung des Arbeitgebers des Beklag-

ten beziehungsweise seiner Mutter, ihm ab 2022 die Vergütungen für seine Nebe-

nerwerbe beim H._____ und beim E._____ zu entziehen, sei nicht haltbar. Unab-

hängig davon, ob der Beklagte einen 100 %-Lohn für ein 80 %-Pensum beziehe, 

sei ein 80 %-Pensum für die Kinderbetreuung nicht nötig (Urk. 56 S. 2). Am vor-

instanzlich festgestellten Einkommen sei festzuhalten, obwohl bereits dieses zu tief 

festgesetzt worden sei (Urk. 56 S. 2 f.; Urk. 73 S. 2).

2.2.4. Das Einkommen, das der Beklagte im Rahmen seiner Haupttätigkeit bei 

der D._____ GmbH erwirtschaftet, wurde von der Vorinstanz anhand der Lohnaus-

weise der Jahre 2020 und 2021 ermittelt (Urk. 47 S. 9 f.). Bei schwankenden Ein-

kommen – wie sie hier vorliegen – ist es üblich, einen Durchschnittslohn zu ermit-

teln, womit dem Vorgehen der Vorinstanz zu folgen ist (vgl. FamKomm Schei-

- 14 -

dung/Schweighauser, Art. 285 N 141). Dass die Jahre 2017 und 2018 dabei nicht 

berücksichtigt wurden, ist – entgegen der Ansicht der Klägerinnen (Urk. 56 S. 2) – 

nicht zu beanstanden. Einerseits liegen diese Jahre weit zurück und andererseits 

gab der Beklagte zu diesen Jahren zu Protokoll, er habe damals sehr viel gearbeitet 

und auf Freizeit verzichtet (Urk. 27/5 f.; Prot. I S. 13; vgl. Urk. 75/70/1). Die Kläge-

rinnen tragen weiter vor, die Vorinstanz habe versehentlich zu hohe Kinderabzüge 

berücksichtigt (Urk. 56 S. 2). Wie nachstehend aufzuzeigen ist, kann dem nicht ge-

folgt werden. Die Vorinstanz hat vielmehr zu wenig Kinderabzüge berücksichtigt: 

Die Klägerinnen belegen, dass die Kinderzulage während des Mutterschaftsurlaubs 

– d.h. bis Ende Juni 2020 – an die Klägerin 1 ausgerichtet wurde (Urk. 58/52/1). 

Auch belegen sie, dass die Kinderzulage ab Mitte Oktober 2021 an die Klägerin 1 

ausgerichtet wurde (Urk. 58/52/2). In den Lohnausweisen des Beklagten sind für 

das Jahr 2020 Kinderzulagen von Fr. 2'400.– (mit der Bezeichnung "C._____"; 

Urk. 5/19) und für das Jahr 2021 von Fr. 4'293.– ausgewiesen (Urk. 21/8a). Aus 

dem Lohnausweis 2021 wird ersichtlich, dass Kinderzulagen für zwei Kinder aus-

gewiesen werden; eines erhielt Fr. 2'400.– und das andere Fr. 1'893.–. Bei erstem 

handelt es sich um den Sohn des Beklagten und bei letzterem um die Klägerin 2, 

für welche im 2021 während 9.5 Monaten – wie von den Klägerinnen geltend ge-

macht (Urk. 56 S. 2) – über den Beklagten Kinderzulagen in der Höhe von monat-

lich Fr. 200.– (Fr. 1'893.– / 9.5 Monate) bezogen wurden (vgl. Urk. 5/15). Die im 

Lohnausweis 2021 ausgewiesenen Kinderzulagen sind damit bei der Einkommens-

ermittlung zu berücksichtigen. Gemäss Lohnausweis 2020 kamen die gesamten 

Kinderzulagen von Fr. 2'400.– der Klägerin 1 zu; das zweite Kind des Beklagten 

wird nicht erwähnt (Urk. 5/19). Der Lohnausweis lässt sich nicht mit der Tatsache 

in Einklang bringen, dass die Klägerin 1 während ihres Mutterschaftsurlaubs, das 

heisst bis Juni 2020, die Kinderzulagen selbst bezog. Der Beklagte äusserte sich 

dazu nicht. Kinderzulagen sind staatliche, im Bundesgesetz über Familienzulagen 

geregelte Leistungen. Die Arbeitgeberin des Beklagten ist als GmbH zur Buchfüh-

rung und Rechnungslegung verpflichtet (Art. 957 ff. OR). Es ist nicht davon ausge-

hen, dass die im Lohnausweis 2020 ausgewiesenen Kinderzulagen nicht korrekt 

sind. Wahrscheinlicher ist, dass ein Teil der ausgewiesenen Kinderzulagen auf das 

andere Kind des Beklagten entfielen. Auch für die Einkommensermittlung des Jah-

- 15 -

res 2020 sind folglich die im Lohnausweis 2020 aufgeführten Kinderzulagen zu be-

rücksichtigen. Das durchschnittliche Nettoeinkommen beläuft sich damit auf 

Fr. 5'985.– ([Fr. 71'031.– ./. Fr. 2'400.– + Fr. 79'329.– ./. Fr. 4'293.–] / 24 Monate; 

Urk. 5/19; Urk. 21/8a). Da die finanziellen Verhältnisse der Parteien sehr knapp 

sind, ist diese leichte Abweichung von der vorinstanzlichen Feststellung zu berück-

sichtigen.

2.2.5. Mit Bezug auf die Nebeneinkommen des Beklagten ist festzuhalten, dass 

Einkommen aus Nebenerwerben so lange zu berücksichtigen sind, als die Aus-

übung der Nebentätigkeit trotz neuer Gegebenheiten als zumutbar erscheint; einem 

unterhaltsverpflichteten Elternteil kann insbesondere dann mehr zugemutet wer-

den, wenn der obhutsberechtigte Elternteil überobligatorische Anstrengungen auf 

sich nimmt (vorne Erw. II.2.1.3). Die Klägerin 1 stieg im Herbst 2021, als die Kläge-

rin 2 knapp eineinhalb Jahre alt war, wieder ins Berufsleben ein und arbeitet zurzeit 

mit einem 42 %-Pensum (unten Erw. II.2.3). Sie nimmt damit überobligatorische Ar-

beitsanstrengungen auf sich (vgl. vorne Erw. II.2.1.3). Bereits aus diesem Grund 

können auch dem Beklagten überobligatorische Anstrengungen zugemutet wer-

den. Da er anscheinend für ein 80 %-Pensum mit einer 100%-Entlöhnung entschä-

digt wird (Prot. I S. 11; Urk. 46 S. 2), ist eine Ausschöpfung seiner Arbeitskraft über 

die effektiv geleisteten 80 % zumutbar. Seine Betreuungsaufgaben, insbesondere 

jene am Dienstagnachmittag und Donnerstag, ändern daran nichts (vgl. Urk. 47 

S. 21 f.; Urk. 56 S. 1 f.). Selbst wenn der Beklagte effektiv ein Vollzeitpensum leis-

ten würde, wären ihm aufgrund der Anstrengungen der Klägerin 1 und der bereits 

in der Vergangenheit ausgeübten Nebentätigkeiten weitere Anstrengungen zuzu-

muten.

2.2.6. Die Vorinstanz hat drei Nebenerwerbstätigkeiten berücksichtigt: Die Enga-

gements beim E._____ und beim F._____ sowie die Tätigkeit bei der Feuerwehr 

(Urk. 47 S. 10).

2.2.7. Der Beklagte rügt die Berücksichtigung seines Einkommens aus der Feu-

erwehr. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beklagte im Oktober 2020 seinen Aus-

tritt aus der Feuerwehr erklärte (Urk. 67/3). Der Austritt erfolgte damit beinahe ein 

Jahr vor der Trennung der Parteien im August 2021 (Urk. 47 S. 4). Die Klägerinnen 

- 16 -

machen nicht geltend, im Oktober 2020 gegen diesen Austritt opponiert zu haben. 

Auf die Gründe für den Austritt kommt es nicht an (Urk. 67/3; Urk. 73 S. 1). Seit 

dem Austritt sind mehrere Jahre vergangen, sodass – entgegen den Klägerinnen – 

nicht mehr von einem vorübergehenden Rücktritt ausgegangen werden kann 

(Urk. 56 S. 2). Der Beklagte gab anlässlich der vorinstanzlichen Parteibefragung im 

September 2022 an, seinen letzten Sold erhalten zu haben (Prot. I S. 11). Die Feu-

erwehrtätigkeit kann folglich weder als bisheriger Nebenerwerb qualifiziert werden, 

noch bestehen Anzeichen für eine mutwillige Aufgabe der Tätigkeit im Zusammen-

hang mit der Trennung der Parteien. Der aus der Feuerwehrtätigkeit erzielte Nebe-

nerwerb ist folglich nicht zu berücksichtigen (2020: Fr. 9'831.– [Urk. 5/18, Aufstel-

lung über Einkünfte aus unselbständigem Nebenerwerb], 2021: Fr. 458.– 

[Urk. 21/7, Aufstellung über Einkünfte aus unselbständigem Nebenerwerb], 

Urk. 21/8d]). 

2.2.8. Nicht ersichtlich ist hingegen, weshalb die anderen Nebenerwerbstätigkei-

ten nicht mehr zu berücksichtigen wären: Mit Bezug auf seine Tätigkeit beim 

F._____ trug der Beklagte vor, er überarbeite gewisse Kapitel der Kalkulationshilfe 

für Gärtner, wobei diese Arbeit etappenweise an Dritte vergeben werde und es eine 

Frage der Zeit sei, bis er nicht mehr gebraucht werde (Urk. 46 S. 2). Damit unter-

lässt er es, detailliert zu behaupten, wann er mit einem Wegfall der Tätigkeit rech-

net. Auch behauptet er nicht, die Tätigkeit sei bereits weggefallen, womit das An-

setzen einer Übergangsfrist ausser Betracht fällt (vgl. Urk. 46 S. 2). Auch die Aus-

führungen des Beklagten, wonach sich seine Arbeitgeberin sein Engagement beim 

E._____ aufgrund der beträchtlichen Mehrkosten nach zweijähriger Übergangsfrist 

nicht mehr leisten könne, blieben unsubstantiiert. Seine Behauptung, Ende Jahr 

müsse jede Firma Gewinn schreiben, wenn sie längerfristig überleben wolle, erklärt 

nicht, weshalb sein Nebenerwerb beim E._____ nicht mehr von seiner Arbeitgebe-

rin, bei der es sich um ein Familienunternehmen handelt, getragen werden solle 

(Urk. 65 S. 1; Urk. 46 S. 2; vgl. Prot. I S. 11). Auch aus einem Schreiben von 

I._____, Geschäftsführerin der A._____ GmbH, vom 2. März 2023 ergibt sich nicht, 

dass die Tätigkeit beim Bildungszentrum und F._____ nicht mehr ermöglicht würde. 

Aus dem Schreiben ergibt sich vielmehr das Gegenteil, indem festgehalten wird, 

die Firma stelle den Beklagten ab 2022 für Lehrlingskurse zur Verfügung, solange 

- 17 -

dieser Freude daran habe (Urk. 49; Urk. 45). Damit gelingt dem Beklagten der Be-

weis des Wegfalls seines Nebenerwerbs beim E._____ nicht. 

2.2.9. Der zu berücksichtigende Nebenverdienst belief sich im Jahr 2020 auf 

Fr. 2'140.– (Urk. 5/18, Aufstellung über Einkünfte aus unselbständigem Nebener-

werb: Fr. 468.– [E._____] + Fr. 1'250.– [F._____] + Fr. 422.– [J._____, vgl. Urk. 56 

S. 2; Urk. 65 S. 1]. Im Jahr 2021 beträgt der Nebenverdienst Fr. 3'558.– (Urk. 21/7, 

Aufstellung über Einkünfte aus unselbständigem Nebenerwerb: Fr. 2'808.– 

[E._____] + Fr. 750.– [F._____]). Dies resultiert in einem durchschnittlichen Mo-

natseinkommen von Fr. 240.– (Fr. 2'140.– + Fr. 3'558.– / 24 Monate). 

2.2.10. Weiteres Einkommen in der Form von Unterstützung durch die Eltern oder 

Freundin wurde weder substantiiert behauptet, noch ist solches ersichtlich 

(Urk. 73 S. 1; vgl. Urk. 65 S. 2).

2.2.11. Zusammenfassend ist von einem monatlichen Nettoeinkommen von 

Fr. 6'225.– (Fr. 5'985.– [Haupttätigkeit] + Fr. 240.– [Nebentätigkeiten]) auszuge-

hen.

2.3. Einkommen der Klägerin 1

2.3.1. Die Vorinstanz erwog, die Klägerin 1 arbeite seit dem 21. Februar 2022 als 

Empfangsmitarbeiterin bei der K._____ AG in einem 42 %-Pensum und erziele ei-

nen monatlichen Nettoverdienst von rund Fr. 2'110.–. Zuvor sei sie seit 15. Oktober 

2021 am selben Ort temporär angestellt gewesen, wobei für jene Zeit vom selben 

Lohn ausgegangen werden könne. Ausgehend vom Schulstufenmodell müsse die 

Klägerin 1 – so die Vorinstanz weiter – ab 1. August 2024 auf 50 % (Fr. 2'510.–), 

ab 1. August 2032 auf 80 % (Fr. 4'020.–) und ab tt.mm.2036 (Fr. 5'025.–) auf 100 % 

aufstocken (Urk. 47 S. 10 f.). 

2.3.2. Die Klägerinnen rügen, der Nettolohn der Klägerin 1 habe sich während der 

Zeit vom 1. November 2021 bis 28. Februar 2022 auf Fr. 1'800.–, inkl. 13. Monats-

lohn und abzüglich der Kinderzulage von Fr. 300.–, belaufen. Das von der Vorin-

stanz angenommene Einkommen sei falsch (Urk. 56 S. 4).

- 18 -

2.3.3. Der Beklagte äusserte sich nicht zum Einkommen der Klägerin 1 (vgl. 

Urk. 47; Urk. 65).

2.3.4. Die Klägerin 1 ist seit dem 21. Februar 2022 mit einem 42 % bei der 

K._____ AG angestellt (Urk. 5/7/2; Urk. 56 S. 5). Damit erzielt sie ein effektiv aus-

bezahltes Nettoeinkommen von Fr. 2'113.– (inkl. 13. Monatslohn, ohne Kinderzu-

lagen von Fr. 300.–; Urk. 5/7/2; Urk. 5/8/2 S. 2; Prot. I S. 6, 14; vgl. Urk. 17/6). Wei-

teres Nebeneinkommen wurde der Klägerin 1 ab dem Moment der Festanstellung 

korrekterweise nicht angerechnet (vgl. Prot. I S. 14; Urk. 24; Urk. 5/7, Urk. 17/5 = 

Urk. 25/9; Urk. 25/7). Das von der Vorinstanz festgehaltene gerundete Einkommen 

von Fr. 2'110.– ist korrekt. Obwohl die quellenbesteuerte Klägerin 1 obligatorisch 

nachträglich im ordentlichen Verfahren veranlagt wird (hinten Erw. II.2.5.7), ist mit 

dem effektiv ausbezahlten Einkommen zu rechnen und es besteht kein Anlass, das 

Einkommen um den seit der Festanstellung sehr geringen Quellensteuerabzug zu 

erhöhen (Urk. 5/8/2; vgl. Urk. 62/I.B; § 87 f. StG ZH [631.1]).

2.3.5. Die Klägerinnen rügen, das vor der Festanstellung bei der K._____ AG 

erwirtschaftete Einkommen sei tiefer als Fr. 2'110.– gewesen. Gemäss Lohnaus-

weis 2021 belief sich der Nettolohn für die Zeit vom 15. Oktober bis 31. Dezember 

2021 auf Fr. 4'566.– (Fr. 6'720.– [Urk. 5/2] ./. Fr. 760.– [Kinderzulagen; 

Urk. 58/52/2] ./. Fr. 774.80 [11.53 % Ferien- und Feiertagsentschädigung; Prot. I 

S. 6] ./. Fr. 619.– [Quellensteuerabzug; Urk. 5/2]). Von Anfang 2022 bis Mitte Fe-

bruar 2022 erwirtschaftete die Klägerin 1 insgesamt Fr. 2'610.– (Urk. 5/8/1: 

Fr. 474.85 + Fr. 474.80 + Fr. 967.60 + Fr. 1'099.95 + Fr. 475.– ./. Fr. 480.– [Kinder-

zulagen] ./. Fr. 402.65 [11.53 % Ferien- und Feiertagsentschädigung; Prot. I S. 6]). 

Auch in die gerügte Zeitspanne fällt der bei der L._____ GmbH von Dezember 2021 

bis Februar 2022 erwirtschaftete Lohn von Fr. 471.55 (netto; Urk. 5/8/3; vgl. 

Urk. 5/3). Insgesamt verdiente die Klägerin 1 in der Zeit vom 15. Oktober 2021 bis 

zum 20. Februar 2022 monatlich durchschnittlich Fr. 1'800.– ([Fr. 4'566.– + 

Fr. 2'610.– + Fr. 471.55] / 4.25 Monate). Für die Zeit vom 15. Oktober 2021 bis Mitte 

Februar 2022 ist damit – wie von den Klägerinnen gefordert – ein Einkommen von 

Fr. 1'800.– und nicht wie von der Vorinstanz angenommen Fr. 2'110.– zu berück-

sichtigen.

- 19 -

2.3.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass an den von der Vorinstanz ange-

nommenen Einkommen von Fr. 2'110.– (ab 21. Februar 2022), von Fr. 2'510.– (ab 

1. August 2024), von Fr. 4'020.– (ab 1. August 2032) und von Fr. 5'025.– (ab 

1. April 2036) festzuhalten ist. Vom 15. Oktober 2021 bis zum 20. Februar 2022 

verdiente die Klägerin 1 monatlich durchschnittlich Fr. 1'800.–; zuvor (vom 1. Au-

gust 2021 bis 14. Oktober 2021) hat sie kein Einkommen erwirtschaftet (Prot. I 

S. 8). 

2.4. Einkommen der Klägerin 2

2.4.1. Die Vorinstanz ging von Kinderzulagen von Fr. 300.– pro Monat aus 

(Urk. 47 S. 14).

2.4.2. Die Klägerinnen rügen, es sei von den im Kanton Zürich üblichen Fr. 200.– 

auszugehen. Die zusätzlichen Fr. 100.–, welche aus den höheren Zulagen des 

Kantons Zug resultierten, seien der Klägerin 1 zu belassen (Urk. 56 S. 6). Im vorin-

stanzlichen Verfahren trugen die Klägerinnen vor, die Kinderzulagen hätten bis Fe-

bruar 2022 Fr. 200.– betragen; ab der Festanstellung hätten sie sich auf Fr. 300.– 

erhöht (Prot. I S. 8).

2.4.3. Bei der Unterhaltsberechnung sind sämtliche Einkünfte des Kindes mitzu-

berücksichtigen (FamKomm Scheidung/Aeschlimann/Schweighauser, Allgemeine 

Bemerkungen zu Art. 276–293 N 66a m.H.a. BGE 147 III 265 E. 7.1). Kinderzula-

gen kommen dem Kind zu (vgl. Art. 285a ZGB). Es ist kein Grund ersichtlich, Kin-

der- und Ausbildungszulagen nicht in ihrer effektiv bezogenen Höhe zu berücksich-

tigen. Weiter ergibt sich aus den Akten, dass die Kinderzulagen bereits vor der 

Festanstellung Fr. 300.– pro Monat ausmachten (Urk. 58/52/2). Vor Stellenantritt 

der Klägerin 1 sind die in Zürich ausgerichteten Fr. 200.– zu berücksichtigen. 

2.5. Bedarf

2.5.1. Der Bedarf der Parteien präsentiert sich wie folgt (Urk. 47 S. 11 f., Ände-

rungen zum vorinstanzlichen Urteil grau markiert):

- 20 -

Beklagter

Klägerin 1
(entspricht in allen 

Phasen den 
Lebenshaltungs-

kosten)

Klägerin 2 
(C._____)

1) Grundbetrag Fr. 1'200.– Fr. 1'350.–

Fr. 400.–
(Phase 1-4)

Fr. 600.–
(ab Phase 5)

2) Wohnkosten Fr. 1'500.– Fr. 1'200.– Fr. 600.– 

3) Krankenkasse (KVG) Fr. 273.– Fr. 228.– Fr. 98.–

4) Mobilität Fr. 50.–

Fr. 134.–
(Phase 1)

Fr. 163.–
(ab Phase 2)

5) Fremdbetreuung Fr. 400.–(Phasen 1-6)

6) Auswärtige Verpflegung Fr. 220.–

Fr. 90.–
(Phase 1)

Fr. 110.–
(Phasen 2-6)

Fr. 175.–
(Phase 7)

Fr. 220.–
(ab Phase 8) 

7) Unterhaltsverpflichtung 

Fr. 1'300.–
(Phasen 1-3)

Fr. 1'200.–
(Phasen 4, 5)

Fr. 1'000.–
(Phasen 6-8)

Fr. 0.–
(Phase 9)

8) Steuern

Fr. 0.–
(Phasen 1-3, 5)

Fr. 30.–
(Phasen 4, 6)

Fr. 265.–
(Phase 7)

Fr. 265.–
(Phase 8)

Fr. 0.–
(Phasen 1-3, 5)

Fr. 13.–
(Phase 4, 6)

Fr. 165.–
(Phase 7)

Fr. 262.–
(Phase 8)

Fr. 0.–
(Phasen 1-3, 5)

Fr. 0.–
(Phase 4, 6)

Fr. 55.–
(Phase 7)

Fr. 88.–
(Phase 8)

- 21 -

Fr. 635.–
(Phase 9)

Fr. 435.–
(Phase 9)

Fr. 0.–
(Phase 9)

9) Radio-/TV-Gebühren

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 30.–
(ab Phase 7)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 30.–
(ab Phase 7)

10) Versicherungspauschale

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 30.–
(ab Phase 7)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 30.–
(ab Phase 7)

11) Kommunikationskosten

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 120.–
(ab Phase 7)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 120.–
(ab Phase 7)

12) Krankenkasse (VVG)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 50.–
(ab Phase 7)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 50.–
(ab Phase 7)

Fr. 0.–
(Phasen 1-6)

Fr. 15.–
(ab Phase 7)

Fr. 3'002.–
(Phase 1)

Fr. 4'543.–
(Phasen 1-3)

Fr. 3'051.–
(Phasen 2,3)

Fr. 4'473.–
(Phase 4)

Fr. 3'064.–
(Phase 4)

Fr. 1'498.–
(Phase 1-4)

Fr. 4'443.–
(Phase 5)

Fr. 3'051.–
(Phase 5)

Fr. 4'273.–
(Phase 6)

Fr. 3'064.–
(Phase 6)

Fr. 1'698.–
(Phasen 5, 6)

Fr. 3'511.–
(Phase 7)

Fr. 1'368.–
(Phase 7)

Fr. 4'738.–
(Phasen 7 und 8)

Fr. 3'653.–
(Phase 8)

Fr. 1'401.–
(Phase 8)

Total

Fr. 4'108.–
(Phase 9)

Fr. 3'826.–
(Phase 9)

Fr. 1'313.–
(Phase 9)

- 22 -

2.5.2. Zur Methodik ist festzuhalten, dass das Bundesgericht die Berechnungs-

weise in seinem Leitentscheid vom 11. November 2020 (BGE 147 III 265) verbind-

lich vorgegeben hat. Massgebend ist die zweistufige Methode, bei welcher die zur 

Verfügung stehenden finanziellen Mittel und der Bedarf ermittelt werden und an-

schliessend die vorhandenen Ressourcen auf die beteiligten Familienmitglieder so 

verteilt werden, dass in einer bestimmten Reihenfolge das betreibungsrechtliche 

beziehungsweise bei genügenden Mitteln das familienrechtliche Existenzminimum 

gedeckt und dann ein verbleibender Überschuss ermessensweise verteilt wird 

(BGE 147 III 265 E. 7). Auf der Bedarfsseite sind zu diesem Zweck die einzelnen 

Positionen aufzulisten. Steuern, Kommunikations- und Versicherungskosten sowie 

– unter anderem – über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende 

Krankenkassenprämien sind erst im Rahmen des familienrechtlichen Existenzmini-

mums zu berücksichtigen (BGE 147 III 265 E. 7.2). Dabei sind zunächst die Steuern 

zu decken (Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, 2023, N 1057 f.; vgl. BGer 

5A_36/2023 vom 5. Juli 2023, E. 4.3.2 m.H.a. BGE 147 III 265 E. 7.2). Diese Vor-

gehensweise ist anzuwenden. Dem methodischen Vorgehen der Vorinstanz, wel-

che über alle Phasen hinweg die Bedarfspositionen für Kommunikation, Serafe, 

Versicherungen und Steuern berücksichtigte, um gestützt darauf die Lebenshal-

tungskosten der Klägerin 1 sowie den fehlenden Betreuungsunterhalt zu bestim-

men (Urk. 47 S. 11 ff.), kann bei den vorliegenden knappen Verhältnissen nicht ge-

folgt werden. Daran ändert nichts, dass die Parteien das methodische Vorgehen 

der Vorinstanz nicht kritisierten; die Berufungsinstanz wendet das Recht von Amtes 

wegen an (vorne Erw. II.1.2). Die vorinstanzlich festgestellten und unangefochten 

gebliebenen Bedarfszahlen der Wohnkosten, der obligatorischen Krankenkassen-

prämien und der Fremdbetreuungskosten geben zu keinen Bemerkungen Anlass 

und sind zu übernehmen (Positionen 2, 3 und 5; Urk. 47 S. 11 ff.). Ergänzend ist 

zu den einzelnen Positionen Folgendes hinzuzufügen:

2.5.3. Der Grundbetrag (1) bestimmt sich anhand der Richtlinien für die Berech-

nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums der Konferenz der Betrei-

bungs- und Konkursbeamten der Schweiz (BGE 147 III 265 E. 7.2). Der Grundbe-

trag beträgt für ein Kind bis zum Alter von 10 Jahren Fr. 400.– und danach 

Fr. 600.–. Die von den Klägerinnen angeführte Zürcher Kinderkosten-Tabelle 2021 

- 23 -

ist nicht (mehr) massgeblich (vgl. Urk. 56 S. 6; BGE 147 III 265 E. 6.4; BSK ZPO-

Geiser/Fountoulakis, Art. 285 N 5).

2.5.4. Die Mobilitätskosten (4) sind von der Vorinstanz zu übernehmen (Urk. 47 

S. 13). Während der Phase 1 sind bei der Klägerin Fr. 134.– einzusetzen (erste 

2.5 Monate Fr. 0.– [vom 1. August 2021 bis 14. Oktober 2021], weitere 11.5 Monate 

Fr. 163.–).

2.5.5. Die auswärtige Verpflegung (6) ist grundsätzlich gerichtsüblich mit 
Fr. 220.– für ein 100 %-Pensum und entsprechend reduziert für die geringen Pen-

sen der Klägerin 1 zu berücksichtigen. Während der Phase 1 sind bei der Klägerin 1 

Fr. 90.– einzusetzen (erste 2.5 Monate Fr. 0.– [vom 1. August 2021 bis 14. Oktober 

2021], weitere 11.5 Monate Fr. 110.–).

2.5.6. Der Beklagte ist gegenüber seinem Sohn M._____ (geb. tt.mm.2014) aus 

früherer Ehe unterhaltspflichtig. Gemäss Scheidungsurteil vom 20. November 2019 

leistet er Unterhaltszahlungen (7) von Fr. 1'300.– bis 31. August 2027, vom 1. Sep-

tember 2027 bis 31. Dezember 2030 sind es Fr. 1'200.– und ab 1. Januar 2031 bis 

zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Erstausbildung Fr. 1'000.– 

(Urk. 5/22). Die Frage, ob der Beklagte aufgrund der knappen finanziellen Verhält-

nisse eine Abänderung dieser Unterhaltsbeiträge beantragen muss, um eine 

Gleichbehandlung seiner zwei Kinder zu erreichen (vgl. Hausheer et al., Handbuch 

des Unterhaltsrechts, 3. Aufl. 2023, N 08.9; Coskun-Ivanovic, Unterhaltsrecht in 

Fortsetzungsfamilien, in: FamPra 2023, S. 858; vgl. Urk. 56 S. 5), ist vorliegend zu 

verneinen. Wie nachstehend aufzuzeigen ist, entfällt ein Grossteil des nicht gedeck-

ten Unterhalts der Klägerin 2 auf bereits vergangene Phasen. Eine Abänderung zu 

Lasten eines unterhaltsberechtigten Kindes kann frühestens ab dem Zeitpunkt der 

Einreichung der entsprechenden Klage verlangt werden (FamKomm Schei-

dung/Aeschlimann, Art. 286 ZGB N 17; Hausheer et al., a.a.O., N 09.75 ff.). Die 

Unkosten für die Anstrengung einer solchen Klage übersteigen im aktuellen Zeit-

punkt den finanziellen Nutzen, weshalb die im Scheidungsurteil festgelegten Unter-

haltspflichten gegenüber seinem Sohn vollumfänglich im Bedarf des Beklagten be-

rücksichtigt werden (vgl. zum diesbezüglichen Ermessen: Hausheer et al., a.a.O., 

N 08.142). Hingegen ist gerechtfertigt, in der Phase 9, welche im Jahr 2038 mit der 

- 24 -

Volljährigkeit der Klägerin 2 beginnt, keine Unterhaltszahlungen an M._____ mehr 

zu berücksichtigen, weil davon auszugehen ist, dass dieser bis dann eine ange-

messene Erstausbildung abgeschlossen haben wird.

2.5.7. Zu den Steuern (8) ist einleitend festzuhalten, dass die Klägerin 1 im Kan-

ton Zürich an der Quelle besteuert wird (Urk. 5/8/2; Art. 38 Abs. 1 Bst. a StHG; 

§ 87 f. StG ZH). Personen, die der Quellensteuer unterliegen, werden obligatorisch 

nachträglich im ordentlichen Verfahren veranlagt, wenn sie über Einkünfte verfü-

gen, die nicht der Quellensteuer unterliegen (§ 93 Abs. 1 lit. b StG ZH). Unterhalts-

beiträge über Fr. 3'000.– stellen solche Einkünfte dar (Ziffer 14 Abs. 1 lit. c 

des Merkblatts des kantonalen Steueramtes über die Quellenbesteuerung von Ar-

beitnehmerinnen und Arbeitnehmern [ZStB-Nummer 87.3]; vgl. § 23 lit. f StG ZH). 

Die Klägerin 1 wird folglich ab der Trennung nachträglich im ordentlichen Verfahren 

(nach-)veranlagt werden. Die an der Quelle abgezogene Steuer wird bei der or-

dentlichen Veranlagung zinslos angerechnet (§ 93 Abs. 5 StG ZH). Die mutmassli-

che Steuerbelastung der Klägerin 1 ist deshalb gleich wie beim Beklagten anhand 

der im ordentlichen Verfahren geltenden Grundsätze zu ermitteln und im Bedarf zu 

berücksichtigen.

2.5.7.1. Die finanzielle Situation der Parteien lässt während der Phasen 1 bis 3 so-

wie 5 keine Berücksichtigung der Steuern zu. Dass bei der quellenbesteuerten Klä-

gerin 1 geringe Steuern automatisch mit dem Quellensteuerabzug vom Einkommen 

abzogen werden, hat vernachlässigbare Auswirkungen, sodass dem Beklagten aus 

der Nichtberücksichtigung seiner Steuern keine Nachteile erwachsen (vgl. vorne 

Erw. II.2.3).

2.5.7.2. Während der Phasen 4 und 6 sind die vorhandenen Mittel nach Deckung 

des Existenzminimums der Familienmitglieder beinahe aufgebraucht; übrig sind 

Fr. 43.–. Die Steuerbelastung kann damit nicht vollständig, sondern nur anteils-

weise berücksichtigt werden. Die Steuerlast des Beklagten (unter Berücksichtigung 

des Abzugs für die Unterhaltsbeiträge an die Klägerin 2 und seinen Sohn M._____) 

ist aufgrund des auf ihn anwendbaren Grundtarifs höher als jene der Klägerin 1 

(unter Berücksichtigung der erhaltenen Unterhaltsbeiträge als Einkommen), welche 

vom reduzierten Familientarif und Kinderabzügen profitieren kann. Konkret stehen 

- 25 -

einem steuerbaren Einkommen des Beklagten von rund Fr. 32'000.– (Phase 4) 

bzw. rund Fr. 33'500.– (Phase 6) auf Seiten der Klägerin 1 rund Fr. 32'000.– 

(Phase 4) bzw. rund Fr. 34'500.– (Phase 6) gegenüber (je etwas tiefer für Staats- 

und Gemeindesteuer und etwas höher für direkte Bundessteuer; vgl. Phase 7 für 

Details betreffend die Abzüge). Dies führt zu einer Steuerbelastung von rund 

Fr. 2'000.– (Phase 4) bzw. rund Fr. 2'200.– (Phase 6) des Beklagten und Fr. 950.– 

(Phase 4) bzw. rund Fr. 1'000.– (Phase 6) der Klägerin. Damit entfallen rund 70 % 

der gesamten Steuerlast auf den Beklagten und 30 % auf die Klägerin 1. Die nach 

Deckung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vorhandenen Fr. 43.– sind 

während der Phasen 4 und 6 mit Fr. 30.– beim Beklagten und mit Fr. 13.– bei der 

Klägerin 1 zu berücksichtigen. Bei einem Betrag in dieser Höhe kann die Ausschei-

dung eines auf die Klägerin 2 entfallenden Anteils unterbleiben.

2.5.7.3. Während der Phase 7 können die Steuern voll berücksichtigt werden. Beim 

Beklagten fällt eine geschätzte jährliche Steuerbelastung von rund Fr. 3'150.– an 

(Fr. 2'930.– Staats- und Gemeindesteuer, Fr. 220.– direkte Bundessteuern; Grund-

tarif; Berechnungsgrundlage: Einkommen Fr. 74'700.–, unter Berücksichtigung üb-

licher Abzüge für Berufsauslagen und Versicherungsprämien von rund Fr. 8'000.– 

sowie dem Abzug für Unterhaltsbeiträge für beide Kinder von Fr. 26'000.–). Bei der 

Klägerin 1 beträgt die geschätzte jährliche Steuerbelastung rund Fr. 2'600.– 

(Fr. 2'380.– Staats- und Gemeindesteuer, Fr. 220.– direkte Bundessteuer; redu-

zierter Tarif [Verheirateten-/Elterntarif]; Berechnungsgrundlage: Einkommen 

Fr. 51'840.– aus Erwerbstätigkeit [inkl. Kinderzulagen] und rund Fr. 14'000.– Unter-

haltsbeiträge, unter Berücksichtigung üblicher Abzüge [inkl. Kinderabzügen] von 

rund Fr. 17'000.–). Damit resultieren monatliche Steuerbelastungen von gerundet 

Fr. 265.– des Beklagten und Fr. 220.– der Klägerin 1. Davon sind bei der Kläge-

rin 2, deren Barunterhaltsbeitrag zuzüglich der von der Klägerin 1 bezogenen Kin-

derzulagen rund einen Viertel des von der Klägerin 1 versteuerten Einkommens 

ausmacht, Fr. 55.– im Bedarf zu berücksichtigen, womit bei der Klägerin 1 noch 

Fr. 165.– einzusetzen sind (vgl. BGE 147 III 457, E. 4.2.3.5).

2.5.7.4. Für die Phase 8 kann auf vorstehende Erwägungen zur Phase 7 verwiesen 

werden. Die Steuerbelastung des Beklagten bleibt gleich. Bei der Klägerin 1 steigt 

- 26 -

die Steuerbelastung aufgrund ihres höheren Einkommens. Die Steuerbelastung be-

trägt rund Fr. 4'200.– (Fr. 3'700.– Staats- und Gemeindesteuer, Fr. 500.– direkte 

Bundessteuer; reduzierter Tarif [Verheirateten-/Elterntarif]; Berechnungsgrund-

lage: Einkommen Fr. 63'900.– aus Erwerbstätigkeit [inkl. Kinderzulagen] und rund 

Fr. 14'000.– Unterhaltsbeiträge, unter Berücksichtigung üblicher Abzüge [inkl. Kin-

derabzügen] von rund Fr. 17'000.–). Damit resultieren monatliche Steuerbelastun-

gen von gerundet Fr. 265.– des Beklagten und Fr. 350.– der Klägerin 1. Davon ist 

bei der Klägerin 2, deren Barunterhaltsbeitrag zuzüglich der von der Klägerin 1 be-

zogenen Kinder-/Ausbildungszulagen rund einen Viertel des von der Klägerin 1 ver-

steuerten Einkommens ausmacht, Fr. 88.– im Bedarf zu berücksichtigen, womit bei 

der Klägerin 1 Fr. 262.– einzusetzen sind (vgl. BGE 147 III 457, E. 4.2.3.5).

2.5.7.5. In der Phase 9, welche mit der Volljährigkeit der Klägerin 2 beginnt, sind 

die Unterhaltsbeiträge steuerfrei und müssen von der unterhaltsberechtigten Per-

son nicht als Einkommen versteuert werden. Sie können aber vom Unterhalts-

schuldner auch nicht mehr in Abzug gebracht werden (Art. 24 lit. e DBG; § 24 lit. e 

StG ZH). Beim Beklagten fällt damit eine geschätzte jährliche Steuerbelastung von 

rund Fr. 7'600.– an (Fr. 6'700.– Staats- und Gemeindesteuer, Fr. 900.– direkte 

Bundessteuern; Grundtarif; Berechnungsgrundlage: Einkommen Fr. 74'700.–, un-

ter Berücksichtigung üblicher Abzüge für Berufsauslagen und Versicherungsprä-

mien von rund Fr. 8'000.–). Bei der Klägerin 1 beträgt die geschätzte jährliche Steu-

erbelastung rund Fr. 5'200.– (Fr. 4'650.– Staats- und Gemeindesteuer, Fr. 550.– 

direkte Bundessteuer; Grundtarif [vgl. § 35 II i.V.m. § 34 I a StG ZH]; Berechnungs-

grundlage: Einkommen Fr. 63'900.– aus Erwerbstätigkeit [inkl. Ausbildungszula-

gen], unter Berücksichtigung üblicher Abzüge für Berufsauslagen und Versiche-

rungsprämien von rund Fr. 9'000.–). Damit resultieren monatliche Steuerbelastun-

gen von gerundet Fr. 635.– des Beklagten und Fr. 435.– der Klägerin 1. Bei der 

Klägerin 2 sind aufgrund der mutmasslichen Geringfügigkeit keine Steuern zu be-

rücksichtigen.

2.5.8. Aufgrund der knappen finanziellen Verhältnisse können die Positionen 10 

bis 12 des familienrechtlichen Existenzminimums während der Phasen 1 bis 6 nicht 

berücksichtigt werden. Ab der Phase 7 sind für die Radio-/TV-Gebühren die noto-

- 27 -

rischen Fr. 30.–, für die Versicherungspauschale und für die Kommunikationskos-

ten die gerichtsüblichen Fr. 30.– und Fr. 120.– zu berücksichtigen. Die Kosten für 

die Zusatzkrankenversicherung sind beim Beklagten mit Fr. 50.– (vgl. Urk. 5/20/2) 

und bei der Klägerin 2 mit Fr. 15.– (vgl. Urk. 5/11) zu berücksichtigen. Im Sinne 

einer Gleichbehandlung sind auch bei der Klägerin 1, welche zurzeit nachvollzieh-

barerweise keine Zusatzversicherung abgeschlossen hat (Urk. 5/10), Fr. 50.– in ih-

rem Bedarf einzusetzen.

2.6. Unterhaltsberechnung 

2.6.1. Phase 1 (1. August 2021 bis 30. September 2022)

2.6.1.1. Es rechtfertigt sich, für den aus Sicht der Vorinstanz rückwirkend geschul-

deten Unterhalt (Urk. 47 S. 16) eine separate Phase zu bilden. Das Durchschnitts-

einkommen der Klägerin 1 lag während der Phase 1 vom 1. August 2021 bis 

30. September 2022 bei Fr. 1'640.– (vorne Erw. II.2.3.6: erste 2.5 Monate Fr. 0.– 

[vom 1. August 2021 bis 14. Oktober 2021], weitere 4.25 Monate Fr. 1'800.– [vom 

15. Oktober 2021 bis 20. Februar 2022], weitere 7.25 Monate Fr. 2'110.–, [ab 

21. Februar 2022]). Das Einkommen der Klägerin 2 ist mit Fr. 282.– zu berücksich-

tigen (vorne Erw. II.2.4: erste 2.5 Monate Fr. 200.–, weitere 11.5 Monate 

Fr. 300.–). Beim Beklagten ist von einem Einkommen von Fr. 6'225.– auszugehen 

(vorne Erw. II.2.2.11). 

2.6.1.2. Dem Beklagten verbleiben nach Deckung seines Bedarfs Fr. 1'682.– 

(Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'543.–). Nach Deckung des Barbedarfs der Klägerin 2 verblei-

ben ihm Fr. 466.– (Fr. 1'682.– ./. Fr. 1'216.– [Fr. 1'498.– ./. Fr. 282.– Kinderzula-

gen]). Damit kann er einen Teil des Betreuungsunterhalts decken. Der geschuldete 

Betreuungsunterhalt von Fr. 1'362.– (Fr. 3'002.– [Lebenshaltungskosten Kläge-

rin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 1'640.–) bleibt im Umfang von Fr. 896.– ungedeckt 

(Fr. 1'362.– ./. Fr. 466.–). Während der Phase 1 hat der Beklagte für die Klägerin 2 

damit einen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 1'680.– (davon Fr. 466.– Betreu-

- 28 -

ungsunterhalt) zu leisten. Es besteht ein Manko von Fr. 896.– (Betreuungsunter-

halt), welches festzuhalten ist (Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO). 

2.6.2. Phase 2 (1. Oktober 2022 bis 31. Juli 2024)

2.6.2.1. Die zweite Phase dauert bis zum Beginn der obligatorischen Schulzeit der 

Klägerin 2 im Sommer 2024.

2.6.2.2. Der effektiv zu leistende Unterhaltsbeitrag bleibt gleich wie in der Phase 1. 

Das Einkommen des Beklagten und sein Bedarf sind unverändert. Ihm verbleiben 

nach der Deckung seines Bedarfs Fr. 1'682.–. Nach Deckung des Barbedarfs der 

Klägerin 2 verbleiben ihm Fr. 484.– (Fr. 1'682.– ./. Fr. 1'198.– [Fr. 1'498.– ./. 

Fr. 300.– Kinderzulagen]). Damit kann er einen Teil des Betreuungsunterhalts de-

cken. Der geschuldete Betreuungsunterhalt von Fr. 941.– (Fr. 3'051.– [Lebenshal-

tungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'110.–) bleibt im Umfang von 

Fr. 457.– ungedeckt (Fr. 941.– ./. Fr. 484.–). Während der Phase 2 hat der Beklagte 

für die Klägerin 2 damit einen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 1'680.– (davon 

484.– Betreuungsunterhalt) zu leisten. Es besteht ein Manko von Fr. 457.– (Betreu-

ungsunterhalt), welches festzuhalten ist (Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO).

2.6.3. Phase 3 (vom 1. August 2024 bis 31. August 2027)

Ab Beginn der Phase 3 ist der Klägerin 1 ein 50 %-Pensum anzurechnen 

und damit Fr. 2'510.– (vorne Erw. II.2.3.6). Die Bedarfszahlen bleiben unverändert. 

Der effektiv zu bezahlende Unterhalt bleibt mit gerundet Fr. 1'680.– gleich wie in 

der Phase 2. Der Betreuungsunterhalt verringert sich auf Fr. 541.– (Fr. 3'051.– [Le-

benshaltungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'510.–). Davon kann der 

Beklagte, wie in Phase 2, Fr. 484.– decken. Das Manko verringert sich auf Fr. 57.– 

(Fr. 3'051.– [Lebenshaltungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'510.– 

./. den Überschuss des Beklagten von Fr. 484.–). Während der Phase 3 hat der 

Beklagte für die Klägerin 2 einen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 1'680.– (davon 

Fr. 484.– Betreuungsunterhalt) zu leisten. Es besteht ein Manko von Fr. 57.– (Be-

treuungsunterhalt), welches festzuhalten ist (Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO).

2.6.4. Phase 4 (vom 1. September 2027 bis 31. März 2030)

- 29 -

Aufgrund der knappen Verhältnisse rechtfertigt es sich, die per 1. Septem-

ber 2027 eintretende Reduktion der Unterhaltsbeiträge an den Sohn M._____ um 

Fr. 100.– zu berücksichtigen (vorne Erw. II.2.5.6). Damit besteht kein Manko mehr. 

Neben dem Barbedarf der Klägerin 2 von Fr. 1'198.– [Fr. 1'498.– ./. Fr. 300.– Kin-

derzulagen]) kann der Beklagte mit seinem nach der Deckung seines Bedarfs üb-

rigen Fr. 1'752.– (Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'473.–) den Betreuungsunterhalt von Fr. 554.– 

(Fr. 3'064.– [Lebenshaltungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'510.–) 

übernehmen. Während der Phase 4 resultiert damit ein Unterhaltsbetrag von ge-

rundet Fr. 1'750.–, davon Fr. 554.– als Betreuungsunterhalt. 

2.6.5. Phase 5 (1. April 2030 bis 31. Dezember 2030)

Die Klägerin 2 wird am tt.mm.2030 zehnjährig, womit sich ihr Grundbetrag 

um Fr. 200.– erhöht. Dem Beklagten verbleiben nach Deckung seines Bedarfs 

Fr. 1'782.– (Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'443.–). Nach Deckung des Barbedarfs der Kläge-

rin 2 verbleiben ihm Fr. 384.– (Fr. 1'782.– ./. Fr. 1'398.– [Fr. 1'698.– ./. 

Fr. 300.– Kinderzulagen]). Damit kann er einen Teil des Betreuungsunterhalts de-

cken. Der geschuldete Betreuungsunterhalt von Fr. 541.– (Fr. 3'051.– [Lebenshal-

tungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'510.–) bleibt im Umfang von 

Fr. 157.– ungedeckt (Fr. 541.– ./. Fr. 384.–). Der Beklagte hat damit während der 

Phase 5 für die Klägerin 2 einen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 1'780.– (davon 

Fr. 384.– Betreuungsunterhalt) zu leisten. Es besteht ein Manko von Fr. 157.– (Be-

treuungsunterhalt), welches festzuhalten ist (Art. 282 Abs. 1 lit. c ZPO).

2.6.6. Phase 6 (1. Januar 2031 bis 31. Juli 2032)

Per 1. Januar 2031 reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge an den Sohn 

M._____ um Fr. 200.– (vorne Erw. II.2.5.6). Der Beklagte ist mit den nach der De-

ckung seines Bedarfs übrigen Fr. 1'952.– (Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'273.–) in der Lage, 

den gesamten Barunterhalt der Klägerin 2 von Fr. 1'398.– (Fr. 1'698.– ./. 

Fr. 300.– Kinderzulagen) sowie den Betreuungsunterhalt von Fr. 554.– (Fr. 3'064.– 

[Lebenshaltungskosten Klägerin 1] ./. ihr Einkommen von Fr. 2'510.–) zu decken. 

Während der Phase 6 resultiert damit ein Unterhaltsbetrag von gerundet 

Fr. 1'950.–, davon Fr. 554.– als Betreuungsunterhalt. Der Unterhaltsbeitrag von 

- 30 -

Fr. 1'950.– überschreitet den Berufungsantrag der Beklagten um Fr. 150.–. Beim 

Kinderunterhalt entscheidet das Gericht ohne Bindung an die Parteianträge 

(Art. 296 Abs. 3 ZPO). Daher gilt das Verschlechterungsverbot (Verbot der refor-

matio in peius) nicht (vgl. auch BGE 149 III 172 E. 3.4.1).

2.6.7. Phase 7 (1. August 2032 bis 31. März 2036)

2.6.7.1. Mit dem Übertritt der Klägerin 2 in der Oberstufe erhöht sich das Arbeits-

pensum der Klägerin 1 auf 80 %. 

2.6.7.2. Dem Beklagten verbleiben nach Deckung seines Bedarfs Fr. 1'487.– 

(Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'738.–). Nach Deckung des Barbedarfs der Klägerin 1 verblei-

ben ihm Fr. 419.– (Fr. 1'487.– ./. Fr. 1'068.– [Fr. 1'368.– ./. Fr. 300.– Kinderzula-

gen]). Die Klägerin 1 kann mit ihrem Einkommen von Fr. 4'020.– ihre Lebenshal-

tungskosten von Fr. 3'511.– decken, womit kein Betreuungsunterhalt mehr anfällt. 

Der Überschuss des Beklagten von Fr. 419.– ist im Verhältnis 2/3 zu 1/3 verteilen 

(BGer 5A_668/2021 vom 19. Juli 2023 E. 2, zur amtlichen Publikation bestimmt), 

womit Fr. 140.– der Klägerin 2 zukommen und Fr. 279.– beim Beklagten verblei-

ben. Der Unterhaltsbetrag ist damit während der Phase 7 auf gerundet Fr. 1'200.– 

(Fr. 1'068.– plus Fr. 140.–) festzulegen.

2.6.8. Phase 8 (1. April 2036 bis 31. März 2038)

2.6.8.1. Mit Erreichen des 16. Lebensjahrs der Klägerin 2 erhöht sich das Arbeits-

pensum der Klägerin 1 auf 100 %.

2.6.8.2. Die Klägerinnen tragen vor, der Beklagte wolle die Ausbildung aus finanzi-

ellen Gründen auf eine Lehre beschränken. Um die Wahl der Ausbildung zu ge-

währleisten, sei er zu verpflichten, sich an den Studien-/Ausbildungs- und Bedarfs-

kosten in einem Betrag, der Fr. 1'200.– nicht unterschreiten solle, zu beteiligen 

(Urk. 56 S. 6; vgl. Urk. 21/3).

2.6.8.3. Was eine angemessene Erstausbildung ist, kann nicht abstrakt, sondern 

nur bezogen auf ein Einzelfall bestimmt werden. Es genügt an dieser Stelle festzu-

halten, dass sowohl ein Studium als auch eine Lehre eine angemessene Erstaus-

- 31 -

bildung darstellen können (Art. 277 Abs. 2 ZGB sowie statt vieler: BSK ZGB I-Foun-

toulakis, Art. 277 N 12).

2.6.8.4. Dem Beklagten verbleiben nach Deckung seines erweiterten Bedarfs 

Fr. 1'487.– (Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'738.–). Nach Deckung des Barbedarfs der Kläge-

rin 1 verbleiben ihm Fr. 386.– (Fr. 1'487.– ./. Fr. 1'101.– [Fr. 1'401.– ./. Fr. 300.– 

Kinderzulagen]). Die Klägerin 1 kann mit ihrem Einkommen von Fr. 5'025.– ihre 

Lebenshaltungskosten von Fr. 3'653.– decken, womit kein Betreuungsunterhalt 

mehr anfällt. Der Überschuss des Beklagten von Fr. 386.– ist grundsätzlich im Ver-

hältnis 2/3 zu 1/3 verteilen, wobei es sich vorliegend mit Blick auf die finanziellen 

Verhältnisse der Klägerin 1 rechtfertigt, davon leicht abzuweichen (vgl. BGer 

5A_668/2021 vom 19. Juli 2023 E. 2, zur amtlichen Publikation bestimmt) und der 

Klägerin 2 etwas weniger als 1/3, konkret Fr. 100.–, zukommen zu lassen, sodass 

Fr. 286.– beim Beklagten verbleiben. Der Unterhaltsbetrag ist damit auf gerundet 

Fr. 1'200.– (Fr. 1'101.– plus Fr. 100.–) festzulegen.

2.6.9. Phase 9 (ab 1. April 2038 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemes-

senen Erstausbildung)

2.6.9.1. Ab Erreichen des 18. Lebensjahrs der Klägerin 2 entfallen die rechtlichen 

Betreuungspflichten und der Unterhalt ist zwischen den Eltern im Verhältnis ihrer 

Leistungsfähigkeit aufzuteilen (BGE 147 III 265 E. 8.5). Eine Überschussverteilung 

an das volljährige, sich noch in Ausbildung befindende Kind ist nicht vorzunehmen 

(BGE 147 III 265 E. 7.2).

2.6.9.2. Dem Beklagten verbleiben nach Deckung seines erweiterten Bedarfs 

Fr. 2'117.– (Fr. 6'225.– ./. Fr. 4'108.–). Der Klägerin 1 verbleiben nach Deckung ih-

res erweiterten Bedarfs Fr. 1'199.– (Fr. 5'025.– ./. Fr. 3'826.–). Der Beklagte trägt 

damit 65 % und die Klägerin 1 35 % zur gesamten Leistungsfähigkeit bei. Dem 

steht ein Unterhaltsanspruch der Klägerin 2 von Fr. 1'013.– gegenüber (Fr. 1'313.– 

./. Fr. 300.– [Ausbildungszulagen]). Der Unterhaltanspruch der Klägerin 2 ist vom 

Beklagten zu 65 % und konkret Fr. 650.– und von der Klägerin 1 zu 35 % und damit 

Fr. 363.– aufzubringen.

- 32 -

2.6.9.3. Die Parteien sind darauf hinzuweisen, dass die Klägerin 2 einen sich allen-

falls veränderten Unterhaltsanspruch (z.B. wegen Auszugs oder zusätzlicher Aus-

bildungs- und damit verbundener Mobilitätskosten) ab Volljährigkeit selbstständig 

durchsetzen kann und die Vereinbarung einer einvernehmlichen Unterhaltsrege-

lung in einem solchen Fall möglich ist.

2.7. Ausstehende rückwirkende Unterhaltsbeiträge

2.7.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien seien sich einig, dass der Beklagte seit 

September 2021 Zahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 14'100.– an den Unterhalt 

der Klägerin 2 geleistet habe. Diese seien an seine Unterhaltspflicht anzurechnen. 

Die vom Beklagten beantragte Verrechnung sei nicht zulässig. Ausgehend von ei-

ner Unterhaltspflicht von Fr. 1'700.– schulde der Beklagte – so die Vorinstanz wei-

ter – bis zum Urteilszeitpunkt Kinderunterhaltsbeiträge im Gesamtbetrag von 

Fr. 23'800.–, was unter Berücksichtigung der geleisteten Fr. 14'100.– noch ausste-

henden Unterhaltsbeiträge für die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 

von Fr. 9'900.– ergebe (Urk. 47 S. 16 f.).

2.7.2. Der Beklagte rügt, die Vorinstanz gehe von einem hypothetischen Einkom-

men aus, welches auch für die rückwirkende Unterhaltszahlung verwendet werde, 

was nicht zulässig sei (Urk. 46 S. 2). Für die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. Sep-

tember 2022 seien bloss Fr. 4'100.– geschuldet (Urk. 46 S. 1).

2.7.3. Die Klägerinnen rügen, die ausstehenden Unterhaltsbeiträge beliefen sich 

auf Fr. 15'500.– (Urk. 56 S. 3). Diese bestünden zum einen aus einem Betrag von 

Fr. 9'400.–, welcher dem im Urteil festgesetzten Betrag von Fr. 9'900.– abzüglich 

Fr. 500.– entspreche, welche der Beklagte zwischen der Verhandlung vom 

13. September 2022 und Ende September 2022 geleistet habe. Zum andern be-

stünden ausstehende Unterhaltsbeiträge in der Höhe der Hälfte des fehlenden Be-

treuungsunterhalts von August 2021 bis Februar 2022, unter Berücksichtigung der 

besonderen Umstände in diesem Zeitraum. Von August 2021 bis Oktober 2021 be-

laufe sich der monatliche Betreuungsunterhalt auf Fr. 2'820.–, was einer Gesamt-

lücke von Fr. 8'460.– entspreche. Von November 2021 bis Februar 2022 ergebe 

sich ein Betreuungsunterhalt von Fr. 920.–, was insgesamt Fr. 3'760.– entspräche. 

- 33 -

Diese Summe von Fr. 12'220.– könne nicht vernachlässigt werden, weshalb sie – 

unter Berücksichtigung der schwierigen Umstände nach der Trennung – den Bei-

trag ihres fehlenden Existenzminimums zur Hälfte einfordere (Urk. 56 S. 4 f.; 

Urk. 58/54/1 f.).

2.7.4. Die vorinstanzliche Unterhaltsberechnung wurde vorstehend angepasst 

(Erw. II.2.6). Auf die Argumentation der Klägerinnen zum noch offenen Betreuungs-

unterhalt und zu ihrem Existenzminimum (vgl. Urk. 56 S. 4 f.) ist deshalb nicht wei-

ter einzugehen. Festzuhalten ist einzig, dass dem Beklagten sein Existenzminimum 

zu belassen ist und deshalb im Umfang des festgehaltenen Mankos zurzeit keine 

ausstehenden Zahlungen festgestellt werden können (vgl. weiter Art. 286a ZGB). 

Für die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 resultieren Unterhaltsbei-

träge von Fr. 23'520.– (14 Monate x Fr. 1'680.–). Die bis Ende September 2022 

zusätzlich geleistete Zahlung von Fr. 500.–, blieb unbestritten und ist zu berück-

sichtigen (vorne Erw. II.1.3). Es ist folglich von geleisteten Zahlungen von 

Fr. 14'600.– auszugehen. Für die Zeit vom 1. August 2021 bis 30. September 2022 

sind Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 8'920.– (Fr. 23'520.– ./. Fr. 14'600.–) 

offen. Der Beklagte ist zu verpflichten, diesen Betrag innert 90 Tagen ab Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zu bezahlen.

2.8. Fazit

Die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 sowie die davon miterfasste Dispositiv-Ziffer 7 

des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Hor-

gen vom 20. Oktober 2022 sind aufzuheben und zu ersetzen. Zudem ist die Index-

klausel (Dispositiv-Ziffer 6) aufzuheben und den aktuellen Verhältnissen anzupas-

sen (Stand Ende Dezember 2023 mit 106.2 Punkten). Die Dispositiv-Ziffern 3, 4, 6 

und 7 sind durch folgende Fassung zu ersetzen: 

" (…)

3. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 für die Zeit vom 1. August 

2021 bis 30. September 2022 ausstehende Unterhaltsbeiträge im Betrag von 

Fr. 8'920.– an die Klägerin 1 zu bezahlen. Dieser Betrag ist zahlbar innert 90 

Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.

- 34 -

Der Betrag basiert auf einer Unterhaltsverpflichtung in der Höhe von 

Fr. 1'680.– pro Monat (davon Fr. 466.– Betreuungsunterhalt) abzüglich be-

reits erfolgter Zahlungen des Beklagten in der Höhe von Fr. 14'600.–.

4. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 folgende Unterhaltsbeiträge 

zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Familien- bzw. Kinder- 

und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:

a) Fr. 1'680.– vom 1. Oktober 2022 bis 31. August 2027 
(davon 484.– Betreuungsunterhalt)

b) Fr. 1'750.– 1. September 2027 bis 31. März 2030
(davon Fr. 554.– Betreuungsunterhalt)

c) Fr. 1'780.– 1. April 2030 bis 31. Dezember 2030
(davon Fr. 384.– Betreuungsunterhalt)

d) Fr. 1'950.– 1. Januar 2031 bis 31. Juli 2032
(davon Fr. 554.– Betreuungsunterhalt)

e) Fr. 1'200.– 1. August 2032 bis 31. März 2038

f) Fr.  650.– ab 1. April 2038 bis zum ordentlichen Abschluss ei-
ner angemessenen Erstausbildung.

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an die Klägerin 1 zahlbar, 

solange das Kind im Haushalt der Klägerin 1 lebt und keine eigenen Ansprü-

che gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfän-

ger bezeichnet.

(…)

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 4 basieren auf dem Landesin-

dex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende De-

zember 2023 mit 106.2 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie 

werden jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausgehend 

vom jeweiligen Indexstand per Ende November des Vorjahres, erstmals auf 

den 1. Januar 2025, nach folgender Formel angepasst:

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

alter Index

- 35 -

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr Ein-

kommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unterhalts-

beiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung ange-

passt.

Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2023, berechtigt dies 

nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

7. Der Klägerin 2 fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts jeden Monat 

die folgenden Beträge für den Betreuungsunterhalt (Art. 282 Abs. 1 lit. c 

ZPO):

a) Fr. 896.– 1. August 2021 bis 30. September 2022

b) Fr. 457.– 1. Oktober 2022 bis 31. Juli 2024

c) Fr. 57.– 1. August 2024 bis 31. August 2027 

d) Fr. 157.– 1. April 2030 bis 31. Dezember 2030 

(…)"

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens

Die in einem selbständigen Verfahren von der Klägerin 1 erhobene Be-

schwerde gegen die Kosten- und Entschädigungsfolgen des angefochtenen Urteils 

(Dispositiv-Ziffern 9 und 10) wurde mit Urteil vom 31. März 2023 abgewiesen (Ge-

schäfts-Nr.: RZ230007). Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung 

(Dispositiv-Ziffern 8-10) erweist aufgrund der nur geringfügigen Anpassung der Un-

terhaltsbeiträge nach wie vor angemessen und ist zu bestätigen. 

2. Unentgeltliche Rechtspflege 

2.1. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos er-

scheint (Art. 117 ZPO). Als bedürftig gilt eine Person dann, wenn sie die Kosten 

eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für 

- 36 -

die Deckung des eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Fa-

milie erforderlich sind (BGE 141 III 369 E. 4.1). Die gesuchstellende Partei hat so-

wohl ihre Einkommens- als auch ihre Vermögensverhältnisse vollständig darzule-

gen und soweit möglich zu belegen (vgl. Art. 119 Abs. 2 ZPO). Die unentgeltliche 

Rechtspflege umfasst unter anderem die Befreiung von Vorschussleistungen und 

von Gerichtskosten (Art. 118 Abs. 1 lit. a und b ZPO). Eine Partei, der die unent-

geltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie 

dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).

2.2. Unter Berücksichtigung des Gesamtbedarfs des Beklagten sowie der für die 

Klägerin 2 zu leistenden Unterhaltsbeiträge verbleiben ihm nicht mehr genügend 

Mittel zur Tragung der Kosten des Prozesses (vorne Erw. II.2.6; Urk. 53/2-4, 5). 

Weiter ist ausgewiesen, dass er über kein namhaftes Vermögen verfügt (Urk. 53/1, 

6-13; Urk. 21/7; vgl. Urk. 75/70/3), weshalb er grundsätzlich insgesamt als mittellos 

zu qualifizieren ist. Dasselbe gilt für die Klägerin 1, die unter Berücksichtigung ihres 

Bedarfs und ihres Einkommens sowie der Unterhaltsbeiträge des Beklagten nicht 

über genügend Mittel zur Tragung der Prozesskosten verfügt (vorne Erw. II.2.6; 

Urk. 62/I.A, B, II.A-G).

2.3. Trotz der grundsätzlich ausgewiesenen Mittellosigkeit haben sowohl der Be-

klagte als auch die Klägerin 1 den Kostenvorschuss von je Fr. 3'000.– gleichzeitig 

mit ihren Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege geleistet (Urk. 52; Urk. 54; 

Urk. 60; Urk. 63). Weder der Beklagte noch die Klägerin 1 machen geltend, sich für 

die Vorschusszahlung verschuldet zu haben (vgl. KUKO ZPO-Jent-Sørensen, 

Art. 117 N 18a). Da mit ihren jeweiligen Kostenvorschüssen die auf sie entfallenden 

Kostenanteile vollständig gedeckt werden (hinten Erw. III.3), haben sowohl der Be-

klagte als auch die Klägerin 1 als in diesem Umfang leistungsfähig zu gelten. Mit 

anderen Worten ist deshalb nicht von Mittellosigkeit auszugehen, weil keine die 

Kostenvorschüsse übersteigenden Kosten anfallen. Die Gesuche der Parteien um 

unentgeltliche Rechtspflege sind daher abzuweisen.

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens

- 37 -

3.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren richtet sich nach 

§ 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2 und § 5 der Gebührenverordnung des 

Obergerichts des Kantons Zürich (GebV OG, LS 211.11) und ist unter Berücksich-

tigung von § 4 Abs. 1 bis Abs. 3 GebV OG auf Fr. 5'000.– festzusetzen.

3.2. Strittig war der für die Klägerin 2 zu leistende Unterhalt. Gerechnet mit einer 

mutmasslichen Unterhaltspflicht bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres obsiegen 

die Parteien mit ihren Anträgen je rund zur Hälfte, womit sie die Kosten hälftig zu 

tragen haben (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Nach Praxis der entscheidenden Kammer wer-

den in Verfahren der vorliegenden Art Kindern keine Prozesskosten auferlegt. 

3.3. Die Gerichtskosten sind aus den von beiden Parteien geleisteten Kostenvor-

schüssen zu beziehen, dies im Verhältnis von je 50 % und damit je Fr. 2'500.– (vgl. 

Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

3.4. Ausgangsgemäss sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen. Im Übri-

gen wären ohnehin – auch bei anderem Verfahrensausgang – aus folgenden Grün-

den keine Parteientschädigungen zuzusprechen gewesen: Als Parteientschädi-

gung gelten neben dem Ersatz notwendiger Auslagen die Kosten einer berufsmäs-

sigen Vertretung sowie – in begründeten Fällen – eine angemessene Umtriebsent-

schädigung, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung für nicht berufsmässig vertretene 

Parteien stellt eine Ausnahme dar (BSK ZPO-Rüegg/Rüegg, Art. 95 N 21). Die von 

den Klägerinnen beantragte Teilentschädigung von Fr. 5'000.– (Urk. 56 S. 6) wurde 

weder begründet, noch wurden Auslagen belegt, weshalb keine Entschädigung 

hätte zugesprochen werden können. Der Beklagte hat seinerseits keine Parteient-

schädigung beantragt, womit eine solche nicht hätte zugesprochen werden können 

(vgl. Art. 105 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 5 des Urteil des Ein-

zelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 

20. Oktober 2022 in Rechtskraft erwachsen sind.

- 38 -

2. Das Gesuch des Beklagten um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungs-

verfahren wird abgewiesen.

3. Das Gesuch der Klägerin 1 um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungs-

verfahren wird abgewiesen.

4. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Es wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung und der Anschlussberufung werden 

die Dispositiv-Ziffern 3, 4, 6 und 7 des Urteils des Einzelgerichts im verein-

fachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 20. Oktober 2022 aufge-

hoben und durch folgende Fassung ersetzt:

" (…)

3. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 für die Zeit vom 1. Au-

gust 2021 bis 30. September 2022 ausstehende Unterhaltsbeiträge im 

Betrag von Fr. 8'920.– an die Klägerin 1 zu bezahlen. Dieser Betrag ist 

zahlbar innert 90 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.

Der Betrag basiert auf einer Unterhaltsverpflichtung in der Höhe von 

Fr. 1'680.– pro Monat (davon Fr. 466.– Betreuungsunterhalt) abzüglich 

bereits erfolgter Zahlungen des Beklagten in der Höhe von 

Fr. 14'600.–.

4. Der Beklagte wird verpflichtet, für die Klägerin 2 folgende Unterhalts-

beiträge zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Fami-

lien- bzw. Kinder- und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:

a) Fr. 1'680.– vom 1. Oktober 2022 bis 31. August 2027 
(davon 484.– Betreuungsunterhalt) 

b) Fr. 1'750.– 1. September 2027 bis 31. März 2030
(davon Fr. 554.– Betreuungsunterhalt)

- 39 -

c) Fr. 1'780.– 1. April 2030 bis 31. Dezember 2030
(davon Fr. 384.– Betreuungsunterhalt)

d) Fr. 1'950.– 1. Januar 2031 bis 31. Juli 2032
(davon Fr. 554.– Betreuungsunterhalt)

e) Fr. 1'200.– 1. August 2032 bis 31. März 2038

f) Fr.  650.– ab 1. April 2038 bis zum ordentlichen Ab-
schluss einer angemessenen Erstausbildung.

Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus an die Klägerin 1 zahl-

bar, solange das Kind im Haushalt der Klägerin 1 lebt und keine eige-

nen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen 

Zahlungsempfänger bezeichnet.

(…)

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 4 basieren auf dem 

Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, 

Stand Ende Dezember 2023 mit 106.2 Punkten (Basis Dezember 2020 

= 100 Punkte). Sie werden jeweils auf den 1. Januar eines jeden Ka-

lenderjahres, ausgehend vom jeweiligen Indexstand per Ende Novem-

ber des Vorjahres, erstmals auf den 1. Januar 2025, nach folgender 

Formel angepasst:

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
neuer Unterhaltsbeitrag =

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich 

ihr Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die 

Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommensstei-

gerung angepasst.

Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2023, berechtigt 

dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

- 40 -

7. Der Klägerin 2 fehlen zur Deckung des gebührenden Unterhalts jeden 

Monat die folgenden Beträge für den Betreuungsunterhalt (Art. 282 

Abs. 1 lit. c ZPO):

a) Fr. 896.– 1. August 2021 bis 30. September 2022

b) Fr. 457.– 1. Oktober 2022 bis 31. Juli 2024

c) Fr. 57.– 1. August 2024 bis 31. August 2027 

d) Fr. 157.– 1. April 2030 bis 31. Dezember 2030 

(…)"

2. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositiv-Zif-

fern 8-10) wird bestätigt.

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.– festgesetzt.

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

zu je 50 % auferlegt und im Betrag von je Fr. 2'500.– mit den von ihnen ge-

leisteten Kostenvorschüssen verrechnet.

5. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

- 41 -

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
mehr als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 25. Januar 2024

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

lic. iur. A. Huizinga

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Achermann

versandt am:
lm