# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e406a7e-67fd-50a0-9244-62cbea9c9519
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2010 D-6319/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6319-2010_2010-09-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6319/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren B._______,
Nigeria,
D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 23. August 2010 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6319/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Nigeria am 29. Dezember 2006 verliess und auf dem Luftweg nach Ita-
lien gelangte, wo er erfolglos ein Asylverfahren durchlief,

dass er im Mai 2007 auf dem Luftweg von E._______ nach F._______ 
gelangt sei, wo er ein weiteres Mal erfolglos ein  Asylverfahren durch-
laufen habe, 

dass ihn die G._______ Behörden im Juli 2007 nach Italien zurückge-
wiesen  hätten,  wo  er  in  H._______  gelandet  sei  und  in  I._______ 
erneut ein Asylgesuch eingereicht habe, welches von den italienischen 
Behörden im Oktober 2007 ebenfalls negativ beantwortet worden sei, 

dass er sich bis im Juli 2010 in Italien aufgehalten habe, worauf er am 
4.  Juli  2010  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags  im 
J._______ ein Asylgesuch stellte, 

dass der Beschwerdeführer von den G._______ Behörden am 18. Mai 
2007 und von den italienischen Behörden am 18. Juli  2007 daktylo-
skopisch erfasst wurde, 

dass er am 15. Juli 2010 im EVZ summarisch zu seinen Asylgründen 
befragt  wurde,  wobei  er  darlegte,  er  sei  seit  2001  Mitglied  der 
K._______, habe als deren Wortführer viel Propaganda gemacht und 
werde deswegen vom L._______ gesucht,

dass er  im Jahre  2005 vom Sekretär  der  K._______ erfahren habe, 
dass die L._______ nach ihm sowie weiteren Mitgliedern suche,

dass die L._______ bereits viele Personen getötet  habe, weshalb er 
sich im Dezember 2006 zur Flucht entschlossen habe,

dass dem Beschwerdeführer  am 15. Juli  2010 das rechtliche Gehör 
unter anderem zu einer allfälligen Wegweisung nach Italien und zu ei-
nem möglichen Nichteintretensentscheid gewährt wurde,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird, 

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dass das BFM die italienischen Behörden am 22. Juli 2010 um Über -
nahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass von den italienischen Behörden keine Antwort einging,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  August  2010  -  eröffnet  am 
30. August 2010 - in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz 
nach Italien sowie den Vollzug spätestens am Tag nach Ablauf der Be-
schwerdefrist  anordnete und festhielt,  eine allfällige Beschwerde ge-
gen diese Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass das BFM zur Begründung anführte, aus dem Fingerabdruckver-
gleich mit der Datenbank EURODAC gehe hervor, dass der Beschwer-
deführer am 18. Juli 2007 in Italien ein Asylgesuch eingereicht habe, 

dass Italien gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkom-
men  [DAA,  SR  0.142.392.68]) und  auf das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist nicht 
geantwortet hätten, weshalb die Zuständigkeit gemäss Art. 20 Abs. 1 
Bst. c der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 
2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 
Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist,  
den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat 
gestellt hat (Dublin-II-Verordnung), auf Italien übergegangen sei,

dass die Rückführung, -  vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung - bis spätestens am 6. Februar 2011 zu erfolgen ha-
be, 

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dass  dem  Beschwerdeführer  dazu  das  rechtliche  Gehör  gewährt 
worden sei,  wobei  er  erklärt  habe, die Zuständigkeit  Italiens für  das 
Dublinverfahren verstanden zu haben, er in Italien keine Papiere und 
keine Arbeit gehabt habe und dort zudem viele Ausländer zwar Papie-
re, aber ebensowenig eine Arbeit hätten,

dass er keine weiteren Gründe zu Protokoll gegeben habe,

dass er in Italien um Schutz ersuchen könne und Arbeitsmarktbelange 
kein Wegweisungsvollzugshindernis darstellen würden,

dass der Wegweisungsvollzug nach Italien durchführbar sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  6.  September  2010 
(Poststempel) Beschwerde gegen diese Verfügung einreichte und be-
antragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Vorinstanz 
sei  anzuweisen,  ihr  Recht zum Selbsteintritt  auszuüben und sich für 
sein Asylverfahren als  zuständig  zu erklären,  im Sinne vorsorglicher 
Massnahmen sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Voll -
zugsbehörden seien anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien 
abzusehen,  bis  das Bundesverwaltungsgericht  über  die  Beschwerde 
entschieden habe, 

dass  er  zudem um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  sowie  um Ver-
zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,

dass der Beschwerdeführer in einer weiteren, vom 3. September 2010 
datierenden, an das BFM gerichteten Eingabe (Poststempel: 6. Sep-
tember 2010), die zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsge-
richt weitergeleitet wurde, im Wesentlichen um Aussetzung des Weg-
weisungsvollzuges und um Gewährung von Rückkehrhilfe ersuchte,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass mit Telefax vom 7. September 2010 der Vollzug der Wegweisung 
im  Rahmen  einer  vorsorglichen  Massnahme  (Art.  56  VwVG)  aus-
gesetzt wurde,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 8. September 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass aufgrund der Abklärungen des BFM feststeht und vom Beschwer-
deführer auch nicht bestritten wird, dass er am 18. Juli 2007 in Italien 
ein Asylgesuch einreichte und von den italienischen Behörden daktylo-
skopisch erfasst wurde, 

dass sich der Beschwerdeführer während insgesamt dreieinhalb Jah-
ren in Italien aufhielt, bevor er in die Schweiz weiterreiste,

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien fest-
steht und er diesen auch nicht bestreitet,

dass  angesichts  des  zuvor  festgestellten  Sachverhalts  und  der  ein-
schlägigen  Staatsverträge  (vgl.  DAA,  Dublin-II-Verordnung  und  Ver-
ordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 
mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003 
des Rates [Dublin-DVO]) Italien als für die Durchführung des Asylver-
fahrens zuständig zu erachten ist, 

dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 22. Juli 
2010 um Übernahme des Beschwerdeführers bis dato unbeantwortet 
liessen,  wodurch die Fiktion der  Zustimmung zur Aufnahme entsteht 
(vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), 

dass das BFM aufgrund dieser Sachlage zu Recht folgerte, Italien ha-
be den Beschwerdeführer zurückzuübernehmen,

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dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe sinngemäss 
geltend macht, im Fall einer Überstellung nach Italien drohe ihm eine 
unzulässige Abschiebung nach M._______,  womit  er  einen Verstoss 
gegen  das  Non-Refoulement-Gebot  und  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) befürchtet, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  festhält,  dass 
Italien sowohl Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli  1951 über 
die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und der EMRK 
ist und keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, dass sich Italien nicht 
an die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen hält,

dass  Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche pri -
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen, 

dass die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die 
Betreuung der  Flüchtlinge  im Flughafen Fiumicino  (Rom) organisiert 
und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbietet,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür er -
sichtlich  sind,  der  Beschwerdeführer  würde  im Falle  einer  Rückkehr 
nach Italien dort in eine existenzielle Notlage geraten,

dass der Verweis des Beschwerdeführers auf ein Rückschiebeabkom-
men  zwischen  Italien  und  M._______,  aufgrund  dessen  er  eine 
Rückschiebung  nach  M._______  zu  befürchten  habe,  mit  keinem 
fairen Asylverfahren rechnen könne und unmenschlicher Behandlung 
unterworfen sei, vorliegend unbehelflich ist, da der Beschwerdeführer 
unbestrittenermassen Zugang zum italienischen Asylverfahren erhielt 
und sein Asylgesuch geprüft wurde,

dass  darüber  hinaus  den  Akten  keine  Anhaltspunkte  zu  entnehmen 
sind, der in Italien gestellte Asylantrag sei nicht in einem rechtsstaat -
lich korrekten Verfahren geprüft und abgelehnt worden,

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen dreieinhalb Jahre in 
Italien  lebte  und  in  diesem Zusammenhang  nicht  geltend  macht,  er 
hätte nach M._______ zurückgeführt  werden sollen, weshalb auf die 

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diesbezüglichen  Ausführungen  zu  einer  befürchteten  Rückführung 
nach M._______ nicht weiter einzugehen ist,

dass der Beschwerdeführer keine Gründe vorbringen kann, die die Zu-
ständigkeit  der  Schweiz  zur  Durchführung  des  Asyl-  und  Wegwei-
sungsverfahrens  nach  sich  ziehen  würden  beziehungsweise  die  der 
Ausreise in den Drittstaat entgegen stünden,

dass  das  nicht  näher  substanziierte  Vorbringen  in  der  Beschwerde, 
wonach sich der Beschwerdeführer einer Operation {.......} zu unterzie-
hen habe, als nachgeschoben zu qualifizieren ist,  da er im Rahmen 
des  vorinstanzlichen  Verfahrens  keine  medizinischen  Probleme  gel-
tend machte (vgl. A 2/1),

dass ohnehin davon auszugehen ist,  dass der Beschwerdeführer bei 
Bedarf  auch in  Italien eine adäquate medizinische Betreuung in An-
spruch nehmen kann, weshalb der Eingang der in Aussicht gestellten 
Bestätigung nicht abzuwarten ist,

dass weder angesichts der Verhältnisse in Italien noch zufolge der in -
dividuellen Situation des Beschwerdeführers Anlass zur Ausübung des 
Selbsteintrittsrechts  im  Sinne  von  Art. 3  Abs. 2  Dublin-II-Verordnung 
besteht, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens im Sinne von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG, bei dem es um ein Überstellungsverfahren in den für die 
Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Mitgliedstaat  handelt,  system-
bedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art 44 
Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 - 4 des Bundesgesetzes vom 16.  De-

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zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20),

dass  nämlich  die  Frage  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
vielmehr  bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber 
stattfinden  muss,  namentlich  im  Rahmen eines  allfälligen  Selbstein-
trittsrechts im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung, welches, 
wie vorstehend ausgeführt wurde, nicht zur Anwendung gelangt,

dass in diesem Sinne das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung 
nach Italien zu Recht angeordnet hat,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
näher einzugehen, da diese nicht geeignet sind, zu einer anderen Be-
trachtungsweise zu führen,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der Hauptsache der Antrag 
auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und das 
Gesuch um Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses ge-
genstandslos werden,

dass es Sache der Vorinstanz ist,  über  das Gesuch um Gewährung 
von Rückkehrhilfe zu befinden,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent -
geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet einer 
allfälligen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das N._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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