# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e915d0b4-00b8-5f5d-9b6d-ba35cbdd98af
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 25.10.2016 HG150082
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG150082_2016-10-25.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG150082-O U/ei 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Vizepräsident, und Oberrichterin 

Dr.Claudia Bühler, die Handelsrichter Attila Mathé, Dr. Samuel Ger-

net und Kaspar Wälti sowie der Gerichtsschreiber Dr. Moritz Vischer 

 

Urteil vom 25. Oktober 2016 

 

in Sachen 

 
A._____ AG,  

Klägerin in Nachlassstundung 

 

Sachwalter: Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ S.A.,  

Beklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Aberkennung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

 "Es sei festzustellen, dass die in Betreibung gesetzte Forderung in der 
Höhe von CHF 349'184 nebst Zins zu 5% seit dem 1. März 2014, Be-
treibung Nr. 1 des Betreibungsamts Zürich 3 (Zahlungsbefehl vom 
17. Oktober 2014) nicht besteht. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – auch im Blick auf die 
Kosten- und Entschädigungsfolgen des Rechtsöffnungsverfahrens vor 
dem Obergericht –, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu Lasten der Beklag-
ten." 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist ein schweizerisches Telekomunternehmen mit Sitz in C._____ 

(act. 2/1). 

Bei der Beklagten handelt es sich um ein Unternehmen aus Ecuador, das als 

Subunternehmerin der Klägerin technische Installationen auf ecuadorianischen 

Flughäfen ausführte (act. 23 Rz. 7). 

b. Prozessgegenstand 

Gegenstand des Prozesses bilden die zugunsten der Beklagten ausstehende drit-

te und vierte Teilzahlung (zuzüglich einer Zusatzzahlung) gemäss dem zwischen 

den Parteien am 18. Mai 2012 abgeschlossenen Subunternehmervertrag.  

B. Prozessverlauf  

Mit Eingabe vom 1. Mai 2015 (Datum Poststempel: 2. Mai 2015) reichte die Klä-

gerin die Klage samt Beilagen beim hiesigen Handelsgericht ein (act. 1; act. 2/1-

15). Nach Nachfristansetzung leistete sie den ihr mit Verfügung vom 5. Mai 2015 

(act. 3) auferlegten Kostenvorschuss von CHF 18'000.–. Noch innert der mit Ver-

fügung vom 30. Juni 2015 angesetzten Frist für die Klageantwort (act. 9) bean-

- 3 - 

tragte die Beklagte mit Eingabe vom 1. Juli 2015 die Sicherstellung ihrer Partei-

entschädigung (act. 11; act. 12/1-6). Nachdem sich die Klägerin hierzu nicht ver-

nehmen liess, wurde sie mit Verfügung vom 7. September 2015 verpflichtet, eine 

Sicherheit für die Parteientschädigung der Beklagten in der Höhe von 

CHF 22'500.– zu leisten (act. 15). Nach deren – wiederum innert Nachfrist – er-

folgtem Eingang wurde mit Verfügung vom 30. Oktober 2015 Frist für die Einrei-

chung der Klageantwort angesetzt (act. 21). Diese ging samt Beilagen fristgerecht 

hierorts ein (act. 23; act. 24; act. 25/2-13). Mit Verfügung vom 14. Dezember 2015 

wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und der Klägerin Frist bis 3. März 

2016 angesetzt für die Erstattung der Replik (act. 28). Die Klägerin reichte innert 

Frist keine Replik ein, weshalb androhungsgemäss Verzicht auf Replik anzuneh-

men ist. Am 11. März 2016 gewährte das Bezirksgericht Zürich der Klägerin eine 

definitive Nachlassstundung bis 12. September 2016. Am 30. Juni 2016 wurden 

die Parteien zur Hauptverhandlung auf den 25. Oktober 2016 vorgeladen 

(act. 35). Mit Urteil vom 27. September 2016 widerrief das Nachlassgericht am 

Bezirksgericht Zürich die bewilligte definitive Stundung und verfügte die Kon-

kurseröffnung mit Eintritt der Vollstreckbarkeit des Entscheides (act. 41). An der 

heutigen Hauptverhandlung erschien seitens der Klägerin lediglich der Sachwalter 

und der Rechtsvertreter der Beklagten (Prot. S. 18). Nach durchgeführter Haupt-

verhandlung erweist sich das vorliegende Verfahren als spruchreif; weitergehende 

Beweiserhebungen, wie von der Klägerin beantragt, drängen sich – wie zu zeigen 

sein wird – nicht auf. Gemäss heutigem Auszug aus dem Schweizerischen Han-

delsregister wurde der Konkurs über die Klägerin noch nicht eröffnet (act. 44). 

Erwägungen 

1. Formelles 

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts blieben vorliegend 

zu Recht unbestritten. Die Beklagte hat sich im Übrigen ausdrücklich auf das Ver-

fahren eingelassen (act. 23 Rz. 2).  

- 4 - 

2. Unbestrittener Sachverhalt 

Gemäss den übereinstimmenden Parteivorbringen erhielt die Klägerin im Jahr 

2011 den Zuschlag für die Auslieferung, Installation und Inbetriebnahme von 

Kommunikations- und Wettersystemen für die Flugsicherung von der Republik 

Ecuador, handelnd durch das Ministerio de Transporte y de Obras Publicas 

(MTOP). Zwecks Ausführung dieses Auftrags schloss die Klägerin mit der Beklag-

ten am 18. Mai 2012 einen Subunternehmervertrag. Die Beklagte zeigte sich für 

die Montage der durch die Klägerin gelieferten Systemkomponenten an 13 ver-

schiedenen Örtlichkeiten verantwortlich. Die Ausführung der Arbeiten verzögerte 

sich und konnte erst im März 2014 vollständig abgeschlossen werden. Zur zügi-

gen Vollendung der letzten Phase des Projekts wurde seitens der Klägerin eine 

Bankgarantie ausgestellt, welche die Beklagte aber nicht hatte abrufen können. 

Nachdem die Beklagte ihre Leistungen erbracht hatte, wurde die Klägerin als Ge-

neralunternehmerin durch das MTOP schliesslich entschädigt.  

3. Parteivorbringen zu den Streitpunkten 

3.1. Vorbemerkung 

Unabhängig der Parteirollenverteilung im Aberkennungsprozess hat die beklagte 

Gläubigerin den Bestand, den Umfang, die Fälligkeit und die Betreibbarkeit ihrer 

Forderung zu beweisen (BGE 131 III 268 E. 3.1; KUKO SchKG-VOCK, Art. 83 

SchKG Rz. 12e). 

3.2. Mangelhafte Erfüllung des Subunternehmervertrags durch die Beklagte 

Die Klägerin macht geltend, die Beklagte habe die ihr vereinbarungsgemäss über-

tragenen Aufgaben nur "schleppend und lückenhaft" umgesetzt (act. 1 Rz. 9). Die 

durch die Beklagte verursachten Verzögerungen hätten zu einem grossen Scha-

den der Klägerin in der Höhe von insgesamt CHF 1'668'000.– geführt (act. 1 

Rz. 15), welchen sie verrechnungsweise geltend mache (act. 1 Rz. 11). Trotz 

Mahnungen und Mängelrügen habe sich die Beklagte uneinsichtig gezeigt (act. 1 

Rz. 16). Die Klägerin habe daraufhin für die Fertigstellung der Arbeiten eigenes 

Personal aufbieten müssen.  

- 5 - 

Die Beklagte führt aus, die Verzögerungen seien auf die mangelnde Zahlungsmo-

ral der Klägerin zurückzuführen (act. 23 S. 9). Sie sei berechtigt gewesen, ihrer-

seits ihre Leistungen zu verweigern (act. 23 S. 10). Jedenfalls habe es keine 

massiven Vertragsverletzungen seitens der Beklagten gegeben. Die einzelnen 

Schadenspositionen bestünden demnach lediglich aus "Fantasiezahlen" und sei-

en aufgebauscht (act. 23 S. 9 f.). 

3.3. Vereinbarung über die Zahlungsmodalität vom 11. November 2013 

Die Klägerin weist die genannte Vereinbarung als Fälschung zurück (act. 1 

Rz. 20). Auch die Unterschrift der Beklagten entspreche ihrer elektronischen Vor-

lage, was für eine "Fabrizierung" des gesamten Dokuments spreche (act. 1 

Rz. 37). Es könne aber auch sein, dass der seitens der Klägerin unterzeichnende 

D._____ dieses Dokument ohne Genehmigung der klägerischen Organe nach-

träglich visiert habe (act. 1 Rz. 20). 

Die Beklagte entgegnet, selbst wenn die Relevanz der Vereinbarung ohnehin 

nicht zentral sei, würden die Ausführungen der Klägerin bestritten (act. 23 S 10). 

Denn das nachträgliche E-Mail der Beklagten vom November 2013 enthalte die 

gleichen Absprachen, welche auch von der Klägerin durch Errichtung einer Bank-

garantie umgesetzt worden seien (a.a.O.). Ohnehin seien die Ausstände von 

E._____, Leiter Projektmanagement der Klägerin, mit E-Mail vom 25. Oktober 

2013 bestätigt worden (act. 23 Rz. 13; act. 25/6.2).  

3.4. Vorgänge rund um die Ausstellung der Bankgarantie 

Die Klägerin führt aus, die Beklagte sei trotz Ausstellung einer Bankgarantie ihren 

Verpflichtungen nicht nachgekommen (act. 1 Rz. 26). Sie habe vielmehr am 

3. März 2013 (recte: 2014) diese Bankgarantie unrechtmässig zu beanspruchen 

versucht. Es sei der Klägerin ein weiterer Schaden entstanden (act. 1 Rz. 27 f.). 

Die Beklagte bringt vor, dass die Klägerin auf die Mitwirkung der Beklagten ange-

wiesen gewesen sei (act. 23 S. 11). Dies ergebe sich aus einer weiteren E-Mail 

von E._____ (a.a.O.; act. 25/8.2). Die Beanspruchung der Bankgarantie sei nicht 

unrechtmässig erfolgt. Es handle sich bei den Ausführungen der Klägerin erneut 

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um haltlose Schutzbehauptungen (act. 23 S. 11). Der Klägerin sei entsprechend 

kein Schaden entstanden (a.a.O.). 

4. Würdigung der Parteivorbringen und rechtliche Grundlagen 

4.1. Anwendbares Recht 

Die Parteien haben in Art. 23.1 des Subunternehmervertrags vom 18. Mai 2012 

eine rechtsgültige Rechtswahl zugunsten des schweizerischen Rechts – unter 

Ausschluss des Wiener Kaufrechts – getroffen (act. 25/2.2 S. 12). Daher ist 

Schweizer Recht anwendbar, was unbestritten ist. 

4.2. Forderung von CHF 349'184.– entsprechend USD 369'680.– 

Die Klägerin bestritt nie explizit, dass die dritte und vierte Teilzahlung zuzüglich 

einer Zusatzzahlung fällig und damit geschuldet sind. Sie macht insbesondere 

nicht geltend, dass die Beklagte die vertraglich geschuldeten Leistungen über-

haupt nicht erbracht hätte. Eine Bezahlung der Klägerin durch das MTOP wäre 

gemäss unbestrittenem Sachverhalt nicht erfolgt, hätte die Beklagte nicht gehörig 

erfüllt. Die Forderung der Beklagten gegenüber der Klägerin im Umfang von CHF 

349'184.–, entsprechend USD 369'680.–, ist im Übrigen auch durch den im Recht 

liegenden Subunternehmervertrag vom 18. Mai 2012 (act. 25/2.2) und dem die-

sen Betrag anerkennenden E-Mail des klägerischen E._____ vom 25. Oktober 

2013 (act. 25/6.2) ausgewiesen. Die Klägerin macht zwar geltend, die Beklagte 

sei ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen. Sie wirft der Beklagten nament-

lich schleppende und lückenhafte Vertragserfüllung vor. Ihre diesbezüglichen Be-

hauptungen bleiben jedoch pauschal und unsubstantiiert, weshalb sie unbeacht-

lich sind. Die Einrede der mangelhaften Erfüllung vermag dem Anspruch der Be-

klagten auf die dritte und vierte Teilzahlung (zuzüglich einer Zusatzzahlung) nicht 

entgegen zu stehen. 

Auch wenn die nachträglichen Erfüllungshandlungen der Klägerin, wie die Aus-

stellung der Bankgarantie, für die Gültigkeit der Vereinbarung über die Zahlungs-

modalität vom 11. November 2013 (act. 1/9) sprechen, kann diese Frage – wie 

die Beklagte zutreffend ausführte (act. 31 S. 10) – letztlich offen bleiben. Denn die 

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Beklagte vermag, wie gezeigt, den Beweis für Bestand und Höhe ihrer Forderung 

auf anderem Weg zu erbringen. Damit erübrigen sich auch die durch die Klägerin 

zum Entstehungsprozess der genannten Zahlungsmodalitätsvereinbarung offe-

rierten Zeugeneinvernahmen. 

4.3. Gegenforderung der Klägerin 

Auch die zur Verrechnung gebrachte Schadenersatzforderung bleibt diffus und 

unsubstantiiert. Die Klägerin fasst ihre Schadenspositionen in der Klageschrift 

vom 1. Mai 2015 in zwei farbigen Tabellen zusammen (act. 1 Rz. 15; act. 1 

Rz. 28) und verweist auf ein Schreiben vom 9. Juli 2013 (act. 2/7). Die Schaden-

ersatzforderung der Klägerin ist weder hinreichend substantiiert noch belegt. Aus-

serdem ist das Quantitativ unklar und nicht nachvollziehbar, zumal sich die Posi-

tionen und Beträge in der Klageschrift nicht mit denjenigen der Beilage decken. 

Demnach vermag die Klägerin mit ihren Verrechnungsforderungen nicht durchzu-

dringen.  

4.4. Zinsen 

Die eingeforderten Verzugszinsen von 5 Prozent seit 1. März 2014 blieben unbe-

stritten. Gemäss Subunternehmervertrag vom 18. Mai 2012 wurde für die vorge-

nannten Teilzahlungen ein bestimmter Verfalltag im Sinne von Art. 102 Abs. 2 OR 

verabredet (act. 25/2.2: Art. 12.2 S. 8). Am 1. März 2014 war die Klägerin somit 

ohne Weiteres in Verzug, weshalb seit diesem Datum Verzugszins in der Höhe 

von 5 Prozent durch sie geschuldet wird. 

5. Fazit 

Die Forderung der Beklagten ist ausgewiesen und fällig, während die Verrech-

nungsforderung der Klägerin nicht dargetan ist. Daher ist die Aberkennungsklage 

nach dem Ausgeführten vollumfänglich abzuweisen. Demzufolge wird die proviso-

rische Rechtsöffnung vom 27. März 2015 definitiv (Geschäfts-Nr. RT150019-O).  

Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass der offensichtliche Verschrieb der 

Beklagten in ihrer Klageantwort vom 24. November 2015 (CHF 349'148.– anstatt: 

- 8 - 

CHF 349'184; act. 23) ihr nicht zum Nachteil gereicht. Zum einen ist dieses Ver-

sehen von Amtes wegen richtig zu stellen und zum anderen geht aus dem Antrag 

der Beklagten klar hervor, dass sie vollumfängliche Klageabweisung beantragt.  

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Klägerin unterliegt vollumfänglich, weshalb sie kostenpflichtig wird (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Entsprechend den klägerischen Rechtsbegehren ist von einem 

Streitwert von CHF 349'184.– auszugehen. Daraus resultiert eine ordentliche Ge-

richtsgebühr von CHF 18'000.–. Sie ist aus dem klägerischen Vorschuss zu be-

ziehen. Angesichts der Verantwortung, des Zeitaufwands, der Schwierigkeit des 

Falls und der Notwendigkeit der Einreichung von deutschen Übersetzungen recht-

fertigt es sich, die Parteientschädigung gegenüber der Grundgebühr leicht auf 

CHF 22'500.– zu erhöhen (vgl. act. 45, Honorarnote). Die Parteientschädigung ist 

der Beklagten aus der durch die Klägerin geleisteten Sicherstellung auszurichten. 

Es wurde ausdrücklich keine Mehrwertsteuer verlangt (act. 45). 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Klage wird abgewiesen. 

Die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 27. März 2015 in 

der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes Zürich 3 (Zahlungsbefehl vom 

17. Oktober 2014) erteilte provisorische Rechtsöffnung für CHF 349'184.– 

nebst Zins zu 5 % seit 1. März 2014 ist damit definitiv.  

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 18'000.–. 

3. Die Kosten werden der Klägerin auferlegt und aus dem von ihr geleisteten 

Kostenvorschuss bezogen. 

4. Die Klägerin wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung in der 

Höhe von CHF 22'500.– zu bezahlen. Diese Entschädigung wird der Beklag-

ten – nach Rechtskraft dieses Urteils – von der Obergerichtskasse aus der 

von der Klägerin geleisteten Sicherheit ausbezahlt. 

- 9 - 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Obergerichtskasse. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 349'184.–. 

 

 
Zürich, 25. Oktober 2016 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Vizepräsident: 

 
 
 

Roland Schmid 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. Moritz Vischer 
 
 
 
 

	Urteil vom 25. Oktober 2016
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	Die Klägerin ist ein schweizerisches Telekomunternehmen mit Sitz in C._____ (act. 2/1).
	Bei der Beklagten handelt es sich um ein Unternehmen aus Ecuador, das als Subunternehmerin der Klägerin technische Installationen auf ecuadorianischen Flughäfen ausführte (act. 23 Rz. 7).
	b. Prozessgegenstand
	Gegenstand des Prozesses bilden die zugunsten der Beklagten ausstehende dritte und vierte Teilzahlung (zuzüglich einer Zusatzzahlung) gemäss dem zwischen den Parteien am 18. Mai 2012 abgeschlossenen Subunternehmervertrag.

	B. Prozessverlauf
	Mit Eingabe vom 1. Mai 2015 (Datum Poststempel: 2. Mai 2015) reichte die Klägerin die Klage samt Beilagen beim hiesigen Handelsgericht ein (act. 1; act. 2/1-15). Nach Nachfristansetzung leistete sie den ihr mit Verfügung vom 5. Mai 2015 (act. 3) aufer...

	Erwägungen
	1. Formelles
	Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts blieben vorliegend zu Recht unbestritten. Die Beklagte hat sich im Übrigen ausdrücklich auf das Verfahren eingelassen (act. 23 Rz. 2).

	2. Unbestrittener Sachverhalt
	Gemäss den übereinstimmenden Parteivorbringen erhielt die Klägerin im Jahr 2011 den Zuschlag für die Auslieferung, Installation und Inbetriebnahme von Kommunikations- und Wettersystemen für die Flugsicherung von der Republik Ecuador, handelnd durch da...

	3. Parteivorbringen zu den Streitpunkten
	3.1. Vorbemerkung
	Unabhängig der Parteirollenverteilung im Aberkennungsprozess hat die beklagte Gläubigerin den Bestand, den Umfang, die Fälligkeit und die Betreibbarkeit ihrer Forderung zu beweisen (BGE 131 III 268 E. 3.1; KUKO SchKG-Vock, Art. 83 SchKG Rz. 12e).
	3.2. Mangelhafte Erfüllung des Subunternehmervertrags durch die Beklagte
	Die Klägerin macht geltend, die Beklagte habe die ihr vereinbarungsgemäss übertragenen Aufgaben nur "schleppend und lückenhaft" umgesetzt (act. 1 Rz. 9). Die durch die Beklagte verursachten Verzögerungen hätten zu einem grossen Schaden der Klägerin in...
	Die Beklagte führt aus, die Verzögerungen seien auf die mangelnde Zahlungsmoral der Klägerin zurückzuführen (act. 23 S. 9). Sie sei berechtigt gewesen, ihrerseits ihre Leistungen zu verweigern (act. 23 S. 10). Jedenfalls habe es keine massiven Vertrag...
	3.3. Vereinbarung über die Zahlungsmodalität vom 11. November 2013
	Die Klägerin weist die genannte Vereinbarung als Fälschung zurück (act. 1 Rz. 20). Auch die Unterschrift der Beklagten entspreche ihrer elektronischen Vorlage, was für eine "Fabrizierung" des gesamten Dokuments spreche (act. 1 Rz. 37). Es könne aber a...
	Die Beklagte entgegnet, selbst wenn die Relevanz der Vereinbarung ohnehin nicht zentral sei, würden die Ausführungen der Klägerin bestritten (act. 23 S 10). Denn das nachträgliche E-Mail der Beklagten vom November 2013 enthalte die gleichen Absprachen...
	3.4. Vorgänge rund um die Ausstellung der Bankgarantie
	Die Klägerin führt aus, die Beklagte sei trotz Ausstellung einer Bankgarantie ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen (act. 1 Rz. 26). Sie habe vielmehr am 3. März 2013 (recte: 2014) diese Bankgarantie unrechtmässig zu beanspruchen versucht. Es sei d...
	Die Beklagte bringt vor, dass die Klägerin auf die Mitwirkung der Beklagten angewiesen gewesen sei (act. 23 S. 11). Dies ergebe sich aus einer weiteren E-Mail von E._____ (a.a.O.; act. 25/8.2). Die Beanspruchung der Bankgarantie sei nicht unrechtmässi...

	4. Würdigung der Parteivorbringen und rechtliche Grundlagen
	4.1. Anwendbares Recht
	Die Parteien haben in Art. 23.1 des Subunternehmervertrags vom 18. Mai 2012 eine rechtsgültige Rechtswahl zugunsten des schweizerischen Rechts – unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts – getroffen (act. 25/2.2 S. 12). Daher ist Schweizer Recht anwendba...
	4.2. Forderung von CHF 349'184.– entsprechend USD 369'680.–
	Die Klägerin bestritt nie explizit, dass die dritte und vierte Teilzahlung zuzüglich einer Zusatzzahlung fällig und damit geschuldet sind. Sie macht insbesondere nicht geltend, dass die Beklagte die vertraglich geschuldeten Leistungen überhaupt nicht ...
	Auch wenn die nachträglichen Erfüllungshandlungen der Klägerin, wie die Ausstellung der Bankgarantie, für die Gültigkeit der Vereinbarung über die Zahlungsmodalität vom 11. November 2013 (act. 1/9) sprechen, kann diese Frage – wie die Beklagte zutreff...
	4.3. Gegenforderung der Klägerin
	Auch die zur Verrechnung gebrachte Schadenersatzforderung bleibt diffus und unsubstantiiert. Die Klägerin fasst ihre Schadenspositionen in der Klageschrift vom 1. Mai 2015 in zwei farbigen Tabellen zusammen (act. 1 Rz. 15; act. 1 Rz. 28) und verweist ...
	4.4. Zinsen
	Die eingeforderten Verzugszinsen von 5 Prozent seit 1. März 2014 blieben unbestritten. Gemäss Subunternehmervertrag vom 18. Mai 2012 wurde für die vorgenannten Teilzahlungen ein bestimmter Verfalltag im Sinne von Art. 102 Abs. 2 OR verabredet (act. 25...
	5. Fazit
	Die Forderung der Beklagten ist ausgewiesen und fällig, während die Verrechnungsforderung der Klägerin nicht dargetan ist. Daher ist die Aberkennungsklage nach dem Ausgeführten vollumfänglich abzuweisen. Demzufolge wird die provisorische Rechtsöffnung...
	Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass der offensichtliche Verschrieb der Beklagten in ihrer Klageantwort vom 24. November 2015 (CHF 349'148.– anstatt: CHF 349'184; act. 23) ihr nicht zum Nachteil gereicht. Zum einen ist dieses Versehen von A...
	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Die Klägerin unterliegt vollumfänglich, weshalb sie kostenpflichtig wird (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Entsprechend den klägerischen Rechtsbegehren ist von einem Streitwert von CHF 349'184.– auszugehen. Daraus resultiert eine ordentliche Gerichtsgebühr von C...

	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Die Klage wird abgewiesen. Die mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 27. März 2015 in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes Zürich 3 (Zahlungsbefehl vom 17. Oktober 2014) erteilte provisorische Rechtsöffnung für CHF 349'184.– nebst...
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 18'000.–.
	3. Die Kosten werden der Klägerin auferlegt und aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss bezogen.
	4. Die Klägerin wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 22'500.– zu bezahlen. Diese Entschädigung wird der Beklagten – nach Rechtskraft dieses Urteils – von der Obergerichtskasse aus der von der Klägerin geleistet...
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die Obergerichtskasse.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...