# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9bce666-4679-52cb-a184-1c9577c902f4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.12.2014 PS140276
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS140276_2014-12-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS140276-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler. 

Urteil vom 17. Dezember 2014 

in Sachen 

 

A._____ GmbH, Geschäftsführer: B._____,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

Stiftung C._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Dietikon vom 3. Dezember 2014 (EK140429) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

Am 3. Dezember 2014 eröffnete das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Dietikon 

auf Begehren der Gläubigerin vom 23. Oktober 2014 nach vorangegangener 

Betreibung über die Schuldnerin den Konkurs (act. 5). Der Entscheid wurde der 

Schuldnerin am 4. Dezember 2014 zugestellt (act. 6/7).  

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2014 (gleichentags überbracht) erhob die 

Schuldnerin beim Obergericht rechtzeitig Beschwerde mit dem Antrag, die 

Konkurseröffnung aufzuheben. Sie macht sinngemäss geltend, die in Betreibung 

gesetzte Forderung mittlerweile bezahlt zu haben und zahlungsfähig zu sein (act. 

2; Beilagen: act. 4/1–10). Nach Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist reichte 

die Schuldnerin am 17. Dezember 2014 einige Belege nach (act. 7 und 8) 

Die erstinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 6). 

II. 

1. Mit der Beschwerde können neue Tatsachen geltend gemacht werden, wenn 
diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 Abs. 1 

SchKG). Macht der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft, kann die 

Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung auch aufheben, wenn der Schuldner 

durch Urkunden beweist, dass (erst) während der Rechtsmittelfrist die Schuld, 

einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt wurde, der geschuldete Betrag bei 

der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt wurde oder der 

Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet hat (Art. 174 Abs. 2 

SchKG).  

2. Im vorliegenden Verfahren steht der Konkursaufhebungsgrund der 
nachträglichen Schuldtilgung in Frage (Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG). Zur Tilgung 

der Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, gehört es, sicherzustellen, 

- 3 - 

dass der Gläubigerin die Kosten des Konkursgerichtes und des Konkursamtes, 

wofür sie einen Vorschuss von Fr. 1'800.– geleistet hat, ersetzt werden können. 

Nach erfolgter Konkurseröffnung gehören zu den "Kosten" auch die Kosten des 

Konkursgerichtes und die Kosten des Konkursamtes (KUKO SchKG-Diggelmann, 

2. Aufl., Art. 172 N 3 und Art. 174 N 10). 

Die Schuldnerin belegt mit einer Quittung, dass sie am 15. Dezember 2014 beim 

Betreibungsamt Dietikon die in Betreibung gesetzte Forderung einschliesslich 

Zinsen und Betreibungskosten gezahlt hat (act. 4/1). Nicht belegt hat die 

Schuldnerin, dass sie die Kosten des konkursgerichtlichen Verfahrens und jene 

des Konkursamtes sichergestellt hat. 

Der urkundliche Nachweis dafür, dass die Schuld, einschliesslich der Zinsen und 

Kosten, innerhalb der Beschwerdefrist getilgt wurde, ist somit nicht erbracht. Die 

Voraussetzungen für die Aufhebung des Konkurses sind deshalb nicht erfüllt. Die 

Beschwerde ist abzuweisen.  

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Schuldnerin auch für das 
Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Entschädigungen sind nicht zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der 

Schuldnerin auferlegt. Die Kostenforderung wird beim Konkursamt Dietikon 

vorsorglich zur Kollokation angemeldet. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

- 4 - 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, an das Konkursamt Dietikon und – unter Rücksendung 

der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, ferner mit besonderer 

Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das 

Betreibungsamt Dietikon, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
versandt am: 
 
 
 

	Urteil vom 17. Dezember 2014
	Erwägungen:
	I.
	II.
	1. Mit der Beschwerde können neue Tatsachen geltend gemacht werden, wenn diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 Abs. 1 SchKG). Macht der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft, kann die Rechtsmittelinstanz die Konku...
	2. Im vorliegenden Verfahren steht der Konkursaufhebungsgrund der nachträglichen Schuldtilgung in Frage (Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG). Zur Tilgung der Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, gehört es, sicherzustellen, dass der Gläubigerin di...
	3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Schuldnerin auch für das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Entschädigungen sind nicht zuzusprechen.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt und der Schuldnerin auferlegt. Die Kostenforderung wird beim Konkursamt Dietikon vorsorglich zur Kollokation angemeldet.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4.  Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 2, an das Konkursamt Dietikon und – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregis...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...