# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecf75e78-53b8-5fae-aa10-830ca4bf3eda
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.01.2018 I 2017 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-77_2018-01-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 77

Entscheid vom 10. Januar 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
verbeiständet durch B.________, Amtsbeistandschaft 1, 
Postfach 1241, 6431 Schwyz,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke,
Industriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenleistungen der IV)

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Sachverhalt:

A. Die Eltern von A.________ (geb. am ________) ersuchten die IV-Stelle 
Schwyz am 8. Mai 1998 um Gewährung medizinischer Massnahmen zur Be-
handlung einer postnatal verursachten Epilepsie. Das Gesuch wurde mit Verfü-
gung vom 27. Juli 1998 abgelehnt (IV-act. 7). Mit Abklärungsbericht vom 28. 
September 2001 beantragte C.________ (heilpädagogische Früherzieherin) bei 
der IV-Stelle die Kosten-übernahme für Früherziehung als pädagogisch-
therapeutische Massnahme ab 5. September 2001 bis zur Einschulung (IV-act. 
6). Mit Mitteilung vom 11. Januar 2002 gewährte die IV-Stelle Sonderschulmass-
nahmen im Rahmen einer heilpädagogischen Früherziehung vom 6. September 
2001 bis 31. Juli 2003 (IV-act. 4). Mit Verfügung vom 7. Juli 2003 wurde die Kos-
tenübernahme für heilpädagogische Früherziehung bis 31. Juli 2004 verlängert 
(IV-act. 1).

B. Am 1. Juni 2004 (Posteingang) meldeten die Eltern A.________ bei der     
IV-Stelle zum Bezug von IV-Leistungen für Versicherte vor dem 20. Alters-
jahr aufgrund eines allgemeinen seelisch-geistigen Entwicklungsrückstands an 
(IV-act. 9). Nach Abklärungen beim Dienst für Sonderschulung (Amt für Schul-
dienste) hat die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. August 2004 Kostengutsprache 
für Sonderschulmassnahmen vom 1. August 2004 bis 31. Juli 2006 erteilt (IV- 
act. 15). Nachdem sich nach einer Probephase zeigte, dass A.________ ab Ja-
nuar 2006 in die Kleinklasse reintegriert werden konnte, hob die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 30. Dezember 2005 die Sonderschulmassnahmen in der Heil-
pädagogischen Tagesschule D.________ auf (IV-act. 19).

Am 30. April 2010 hat die Vormundschaftsbehörde Schwyz für A.________ 
E.________ als Beiständin ernannt (IV-act. 21).

C. Ab August 2011 besuchte A.________ die Werkschule an der Mittelpunkt-
schule J.________. Am 4. Dezember 2012 (Posteingang) erfolgte bei der IV-
Stelle (durch die Eltern sowie die damalige Beiständin von A.________) eine wei-
tere Anmeldung für Minderjährige und für medizinische Massnahmen (insbeson-
dere für eine Berufsberatung) vor dem 20. Altersjahr aufgrund eines Entwick-
lungsrückstands und Sprachverzögerung (IV-act. 22). Mit Vorbescheid vom 29. 
Januar 2013 teilte die IV-Stelle der Beiständin von A.________ mit, dass vorge-
sehen sei, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 31). Dagegen erhob die 
Beiständin am 19. Februar 2013 Einwände (IV-act. 33). Nach weiteren Abklärun-
gen sowie Durchführung mehrerer IQ-Tests durch die IV-Berufsberaterin 
K.________, teilte die IV-Stelle der Beiständin von A.________ am 20. August 
2013 mit, dass Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungs-

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möglichkeiten hinsichtlich einer erstmaligen beruflichen Ausbildung durch die IV-
Berufsberatung gewährt werde (IV-act. 49).

D. Nach einem Schnupperaufenthalt für eine Anlehre mit Wohnplatz sowohl 
bei der L.________ (Institution) als auch bei der M.________ (Institution) in 
N.________ im Februar/März 2014 unterzeichneten A.________ und seine El-
tern am 15. Mai 2014 einen Ausbildungsvertrag für eine zweijährige Praktische 
Ausbildung (PrA) nach INSOS als Praktiker PrA Bäckerei in der M.________ (In-
stitution) in N.________ vom 3. August 2014 bis 3. Juli 2016 (IV-act. 51 und 
55ff.). In der Folge gewährte die IV-Stelle gemäss Mitteilung vom 23. Juli 2014 
Kostengutsprache für die Mehrkosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung 
zum Praktiker PrA Bäckerei bei der M.________ (Institution) in N.________ ab 3. 
August 2014 bis 2. August 2015 in der Höhe von monatlich Fr. 9'420.-- (Ausbil-
dung: Fr. 4'620.-- pro Monat; Wohnen: Fr. 4'800.-- pro Monat). Sie hielt zudem 
fest, das zweite Ausbildungsjahr könne übernommen werden, wenn gemäss der 
durchgeführten Standortbestimmung gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres 
zumindest gute Aussichten auf eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt be-
stehen. Während der Dauer der Massnahme werde ein kleines IV-Taggeld ab 
1. Juni 2015 unter Anrechnung des Lehrlingslohnes von Fr. 300.-- ausgerichtet 
(IV-act. 60). Nach Abklärung des Ausbildungsverlaufs gewährte die IV-Stelle mit 
Mitteilung vom 7. Mai 2015 Kostengutsprache für das zweite Ausbildungsjahr ab 
3. August 2015 bis 2. August 2016. Ab 1. Juni 2015 (18. Altersjahr) wurde 
A.________ für die Dauer der Massnahme ein kleines Taggeld im Betrag von Fr. 
34.60 zugesprochen (IV-act. 74).

E. Mit Beschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) 
________ vom 12. Mai 2015 wurde O.________ zum Beistand nach Art. 394 
i.V.m. Art. 395 ZGB für A.________ ernannt. Seine Aufgaben umfassen u.a. 
stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft besorgt zu sein, für eine 
angemessene Ausbildung und Erwerbstätigkeit zu sorgen, A.________ für ent-
wicklungsfördernde Tagesstrukturen inkl. soziale Kontakte zu motivieren und ihn 
beim Erledigen der administrativen sowie finanziellen Angelegenheiten zu vertre-
ten, insbesondere sein gesamtes Einkommen und Vermögen sorgfältig zu ver-
walten (IV-act. 79).

F. Am 1. Juli 2015 (Posteingang) meldete der Beistand A.________ bei der 
IV-Stelle zum Leistungsbezug für Erwachsene an (IV-act. 77). Mit Mitteilung vom 
23. Februar 2016 gewährte die IV-Stelle A.________ Beratung und Unterstüt-
zung bei der Stellensuche durch die IV-Arbeitsvermittlung (IV-act. 87). Nachdem 
nach Abschluss der Ausbildung zum Bäcker-Praktiker zunächst keine geeignete 

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Stelle gefunden werden konnte, wurde A.________ in der Bäckerei M.________ 
(Institution) weiterhin beschäftigt (IV-act. 94), wofür die IV-Stelle am 19. Septem-
ber 2016 für den Zeitraum vom 3. August 2016 bis 31. Oktober 2016 Kostengut-
sprache erteilte (IV-act. 101 und 104). Die Berufsberatung wurde aufgrund des 
erfolgreichen Abschlusses der Ausbildung zum Praktiker PrA Bäckerei mit Mittei-
lung vom 19. September 2016 abgeschlossen (IV-act. 100).

G. Am 8. November 2016 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen Ar-
beitsversuch bei der Bäckerei Konditorei P.________ vom 1. November 2016 bis 
30. April 2017 (IV-act. 108, 110 und 112). Am 22. Dezember 2016 brach 
A.________ den Arbeitsversuch vorzeitig ab (IV-act. 114-3/3).

H. Mit Vorbescheid vom 23. März 2017 teilte die IV-Stelle A.________ mit, 
dass vorgesehen sei, ihm ab 1. Januar 2017 eine Dreiviertels-Invalidenrente zu-
zusprechen (IV-act. 122). Dagegen erhob der Beistand von A.________ am 3. 
Mai 2017 Einwände (IV-act. 124). Mit Verfügung vom 20. Juni 2017 hielt die IV-
Stelle am Vorbescheid fest (IV-act. 126f.).

I. Gegen diese am 23. Juni 2017 eingegangene Verfügung erhebt der vom 
Beistand von A.________ eingesetzte Rechtsvertreter am 23. August 2017 
rechtzeitig (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 
lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000) Beschwerde mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

Die Verfügung vom 20.6.2017 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin 
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen nach IVG, 
namentlich eine ganze Rente ab 1.6.2015 (Vollendung 18. Altersjahr), zu ge-
währen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der Beschwerde-
gegnerin.

In prozessualer Hinsicht wurde folgender Antrag gestellt:

Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.

Ein weiteres Gesuch lautete wie folgt:

Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und 
ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu be-
stellen.

J. Mit Vernehmlassung vom 13. September 2017 beantragt die IV-Stelle, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit voraus (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 3 und 6ff. ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 
IVG). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG). 

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der ihr verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invali-
dität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das 
die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (vgl. 
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3.A., Art. 28a 
N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbs-
unfähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d; 106 V 
86 Erw. 2b; 105 V 139 Erw. 1c; 98 V 166 Erw. 2). Wer nicht mindestens teilweise 
arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein 
(vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

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1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 
IVG, N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4; 105 V 156 
Erw. 1). 

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regel-
mässig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit 
Hinweis).

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

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nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3.A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
ergibt sich aus den Akten was folgt:

2.1 Am 28. September 2001 teilte C.________ (heilpädagogische Früh-
erzieherin der Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder) der IV-Stelle mit, 
dass der Versicherte ein sehr zurückhaltendes, empfindsames Kind mit einem 
grossen Entwicklungsrückstand vor allem im sprachlichen, sozial-emotionalen 
und auch kognitiven Bereich sei. Er zeige zum Teil ein heterogenes Entwick-
lungsprofil. Seine durchschnittlichen Testresultate wiesen Entwicklungsrückstän-
de im Bereich von ca. 13 Monaten auf; IQ Kramer: 74, EQ Vademecum 71 (IV-
act. 6-3/6).

2.2 Gemäss Bericht von Q.________ (Heilpädagogin der Frühberatungs- und 
Therapiestelle für Kinder) vom 10. Juni 2003 hat der Versicherte beim K-ABC 
(Kaufmann Assessment Battery for Children) folgende Resultate erreicht: Einzel-
heitliches Denken: IQ 75, Ganzheitliches Denken: IQ 74, Gesamtwert: IQ 74 (IV-
act. 3-1/2).

2.3 Mit Bericht vom 14. Juli 2004 hielt lic.phil. F.________ (Psychologin, Dienst 
für Sonderschulung, Amt für Schuldienste) folgende Beurteilung fest (IV-act. 13-
1/2):

Der V. [A.] ist ein ruhiger, stiller Knabe, der gerne beobachtet. Im Kindergarten 
erleben wir ihn hauptsächlich alleine und in geringem Kontakt zu den anderen 
Kindern. In der Zweiersituation öffnet sich der V. [A.] zunehmend, bleibt aber 
vorsichtig und sehr angepasst. Der V. [A.] arbeitet motiviert und mit Interesse, 
wenn die Aufgabenstellung nicht überfordernd ist. Dann ist auch eine gute 
Ausdauer beobachtbar. Das Umsetzen von Gelerntem ist deutlich erschwert.
Der Logopädin Frau R.________ zufolge besteht eine Spracherwerbsstörung. Die 
Aussprache ist schwer verständlich, Wortschatz und Sprachverständnis sind 

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reduziert. Der V. [A.] ermüdet sichtlich durch die Übersetzung des Gesprächs in 
seine Muttersprache. Es bereitet ihm grosse Mühe, sich auf eine Sprache zu 
konzentrieren. Die auditive Merkfähigkeit ist nicht altersentsprechend. Daneben 
bestehen grosse Schwierigkeiten im fein- und graphomotorischen Bereich, 
insbesondere bei räumlichen Aufgabenstellungen. Gute, durchschnittliche 
Fähigkeiten erzielte der V. im Erkennen von Gesetzmässigkeiten und deren 
Umsetzung sowie im Bilden von Kategorien.

2.4 Am 8. Juni 2005 erfolgte erneut eine Beurteilung durch den Dienst für Son-
derschulung (lic.phil. G.________, Psychologin und lic.phil. H.________, Leite-
rin), gemäss welcher beim Versicherten aufgrund der aktuellen Testergebnisse 
(IQ nach K-ABC = 77) sowie Beobachtungen aller Beteiligten ein allgemeiner 
seelisch-geistiger Entwicklungsrückstand im Grenzbereich zwischen einer Son-
derschulbedürftigkeit und einer allgemeinen Lernbehinderung bestehe (IV-act. 
16-1/2).

2.5 Gemäss Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.med. I.________ (Allgemein-
medizin FMH) vom 24. Januar 2013 entspreche ein IQ von ca. 75 noch keinem 
Gesundheitsschaden im Sinne der IV. Ein weiterer Faktor sei ein Status nach 
Spracherwerbsverzögerung, früher in Logopädie. Die sprachlichen Probleme 
würden die Arbeitsfähigkeit in einer handwerklichen Tätigkeit ebenfalls nicht ein-
schränken (IV-act. 30-3/3).

2.6 Zur Abklärung des intellektuellen Niveaus des Versicherten wurden am 
22. April 2013 zwei IQ-Tests (Zahlenverbindungstest, ZVT; Standard Progressive 
Matrices, SPM) durchgeführt. Gemäss Schlussbericht der IV-Berufsberaterin 
K.________ vom 29. April 2013 seien beide Tests nichtsprachliche Intelligenz-
tests. Der Matrizentest SPM messe die allgemeine Intelligenz im Sinne Spear-
mans (g-Faktor), der Zahlenverbindungstest sei ein spezifischer Intelligenztest 
zur Messung der kognitiven Leistungsgeschwindigkeit. Der Versicherte erreiche 
beim ZVT-Test einen IQ-Wert von 65 und beim SPM-Test einen IQ-Wert von 58 
bis 61. Es sei anzumerken, dass der Versicherte beim Matrizentest sehr schnell 
vorwärts gehe, obwohl er keinen Zeitdruck habe. Er sei mit dem Test nach 20 
Minuten fertig. Ein Durchgang betrage normalerweise 30 bis 45 Minuten. Aus-
serdem übertrage er die Resultate ungenau auf das Antwortblatt. Der Versicherte 
erreiche in beiden IQ-Tests Werte in einem IV-relevanten Bereich. Da die Tester-
gebnisse relativ übereinstimmend seien, erübrige sich eine weitere Testung (IV-
act. 39).

2.7 Gemäss Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.med. I.________ vom 16. Mai 
2013 gäbe es Diskrepanzen punkto IQ, weshalb ein valider IQ-Test (wie HAWIK 
oder K-ABC) wiederholt werden solle (IV-act. 40-4/4).

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2.8 Am 1. Juli 2013 wurde von der IV-Berufsberaterin K.________ mit dem 
Versicherten ein IQ-Test PSB-R 6-13 von Lukesch, Mayrhofer und Kormann 
(2004) durchgeführt (vgl. Schlussbericht vom 13. August 2013, IV-act. 46). Im 
Ergebnis zeigte sich:

Das Sachwissen und die sprachliche Leistungsfähigkeit (Verbalfaktor V) sind beim 
V. [A.] mit einem IQ von 59,5 unterdurchschnittlich ausgeprägt.
Das Schlussfolgernde Denken (Reasoning Faktor R) ist mit einem IQ von 89,5 un-
terdurchschnittlich bis durchschnittlich ausgeprägt.
Mit einem IQ-Wert von 77,5 ist die Testleistung beim Konzentrationsfaktor (K) als 
unterdurchschnittlich bis durchschnittlich zu bezeichnen.
Der Gesamt-IQ beträgt 64 und ist unterdurchschnittlich ausgeprägt. Bei einer Reli-
abilität von r = 0.90 und einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% beträgt das Konfi-
denzintervall +/- 9.3. Der wahre IQ-Wert liegt somit mit einer Wahrscheinlichkeit 
von 95% zwischen 56 und 73.

In der Stellungnahme hielt die Berufsberaterin fest, dass der Versicherte einen 
Gesamt-IQ von 64 erreiche. Sein intellektuelles Potential befinde sich somit in ei-
nem unterdurchschnittlichen und IV-relevanten Bereich. Seine Einschränkungen 
hätten auch Auswirkungen auf andere Bereiche wie Hygiene, Körperpflege und 
Besorgungen, bei denen er wenig Selbständigkeit zeige und noch Anleitung und 
Führung benötige.

2.9 Der RAD-Arzt Dr.med. I.________ hielt mit Stellungnahme vom 19. August 
2013 fest, die neuen Abklärungen würden ergeben, dass der IQ unter 70 liege 
bzw. um 60 bis 65, je nach Test. Ausbildung und Berentung sei für ihn in Ord-
nung (IV-act. 48-4/4).

2.10 Im Bildungsbericht mit Wohnbereich zum ersten Ausbildungssemester des 
Versicherten sowie im Standortgespräch vom 26. Februar 2015 zum ersten Se-
mester in der M.________ (Institution) wurde u.a. festgehalten, dass der Versi-
cherte als fröhlicher und humorvoller junger Mann erlebt werde. Er arbeite sehr 
gerne und fühle sich sichtlich wohl im Team der Bäckerei. Seine enorme Hilfsbe-
reitschaft und seine positive Grundhaltung wirkten sehr schön auf seine Mitler-
nenden in der Zusammenarbeit. Auffallend sei, dass der Versicherte weiterhin 
Entwicklungsbedarf bei sauberen und geordneten Arbeiten habe. In der Kommu-
nikation habe er Mühe, sich klar auszudrücken. Er habe Wortfindungsprobleme 
und wolle oft schnell sprechen. Beruhige er sich, könne er sich viel verständlicher 
ausdrücken. Weiterhin falle bei Ofenarbeiten auf, dass er Mühe habe, Bleche 
oder Formen richtig zu platzieren (IV-act. 64-4/4). Wichtige Themen (Entwick-
lungsfelder) seien Sorgfalt, Sauberkeit und das vollständige Beenden von Arbei-
ten. Im persönlichen Bereich seien es die Themen der emotionalen Regulierung, 
der Strukturierung der Freizeit und das Erlernen von hauswirtschaftlichen Fähig-

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keiten. Die Einschätzung des Versicherten und dem Umfeld differierten in einigen 
Punkten. Es zeige sich, dass es dem Versicherten schwer falle, sich im persönli-
chen Bereich unterstützen zu lassen. Seine Emotionalität als Reaktion auf die 
Umwelt im M.________ (Institution) und den damit verbundenen Herausforde-
rungen würden zum Teil Sorgen machen, weil der Versicherte keinen Umgang 
damit finde, der auf eine ausgleichende Balance hindeute. Es würden sich in den 
letzten Wochen Belastungsreaktionen beim Versicherten zeigen (IV-act. 65).

2.11 Vom 2. bis 6. März 2015 absolvierte der Versicherte ein externes Praktikum 
bei der Bäckerei S.________. In der Auswertung wurde u.a. festgehalten, dass 
es dem Versicherten schon gut gelinge, das Brot aufzuarbeiten und den Teig 
herzustellen. Wenn er darin gefördert werde, könne er sehr gut im ersten Ar-
beitsmarkt mithalten. Bei den feinmotorischen Arbeiten zeige er weniger Talent 
und benötige noch viel Förderung und Unterstützung. Die Arbeitsleistung (in %) 
gemessen an einem Lehrabgänger sei schwer einzuschätzen. Nach der Ausbil-
dung werde er in einzelnen Aufgaben (Brot aufarbeiten, eher grobmotorische 
Aufgaben) eine nahezu 100%-ige Arbeitsleistung erreichen. Insgesamt werde die 
Arbeitsleistung zwischen 60 und 80% liegen. Nach der Ausbildung würden die 
Chancen sehr gut stehen, einen grossen Teil des Lohnes zu erwirtschaften. Herr 
S.________ würde den Versicherten aufgrund seines Verhaltens sofort einstellen 
(IV-act. 69).

2.12 Im Bildungsbericht mit Wohnbereich von der M.________ (Institution) zum 
zweiten Ausbildungssemester (welcher am 15. September 2015 bei der IV-Stelle 
einging) wurde zusammenfassend festgehalten, dass der Ausbildungsstand des 
Versicherten gut sei. Er habe im zweiten Semester leider immer noch zu viele 
Momente gehabt, in denen er ungenau gearbeitet habe. Seine Arbeitsgeschwin-
digkeit sei hoch. Das Aufarbeiten der Brote gelinge ihm sehr gut, er habe ein 
ausserordentlich gutes Teiggefühl. Die Arbeitshinweise im Arbeitsalltag wiesen 
stets darauf hin, dass er sich sehr vertiefte Gedanken über die Abläufe mache 
und aktuell sowie spontan auch ansprechen könne. Mit seinen Mitlernenden 
komme er gut zurecht. Er helfe gerne, sage aber auch, wenn es ihm zu viel wer-
de. Die Zusammenarbeit mit dem Versicherten sei sehr angenehm, besonders 
für Extraeinsätze an Feiertagen usw. sei er immer bereit gewesen (IV-act. 81-
9/14).

2.13 Vom 2. November 2015 bis 10. Dezember 2015 absolvierte der Versicherte 
ein weiteres externes Praktikum bei der Firma T.________ In der Beurteilung 
wurde u.a. festgehalten, dass die handwerklichen Fähigkeiten des Versicherten 
noch erweitert und die Arbeitsgeschwindigkeit, Ausdauer und Fitness gefördert 

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werden sollten. Die Körperhygiene des Versicherten sei mangelhaft gewesen 
und habe die Mitarbeiter belastet. Der Versicherte könne nach guter und genauer 
Einarbeitung bis zu 40% Arbeitsleistung erbringen und bei Einstieg ins Berufsle-
ben nach Abschluss der Ausbildung Fr. 1'900.-- erzielen. Einstellen würde der 
Betrieb den Versicherten nicht, weil er auf die Selbständigkeit des Versicherten 
angewiesen wäre. Ein Nischenplatz in einem kleinen oder auch sehr grossen Be-
trieb würde als realistisch angesehen. Ergänzend wurde festgehalten, dass sich 
der Versicherte sehr überschätze und von einer EFZ-Ausbildung spreche. Nach 
Einschätzung des Praktikumbetriebes werde er grosse Mühe haben, überhaupt 
das EBA-Niveau zu erlangen. Der Versicherte sei leider nicht selbständig und 
sehr passiv gewesen. Eigeninitiative habe er nicht zeigen können. Er wirke sehr 
unsicher. Genaue und andauernde Begleitung sei notwendig gewesen, sonst 
seien die Aufgaben nur unvollständig oder unsauber erledigt worden. Der Versi-
cherte sei immer pünktlich und anständig gewesen (IV-act. 84-11/12).

2.14 Im Standortgespräch mit der M.________ (Institution) vom 3. Februar 2016 
führte der Ausbilder des Versicherten aus (IV-act. 90), dass Dauerthemen die 
Hygiene, das unsorgfältige Schaffen und die sprachlichen Schwierigkeiten des 
Versicherten seien. Er zeige ca. 10-20% Zuverlässigkeit in der selbständigen 
Auftragserfüllung. Seine Arbeitsfähigkeit liege bei 40% bei gleichbleibenden, 
nacheinander folgenden Arbeiten. Deshalb wäre ein Grossbetrieb mit Teamarbeit 
im ersten Arbeitsmarkt sinnvoll. Die Betreuungsperson Wohnen hielt fest, dass 
sie seit eineinhalb Jahren um eine gute, entwicklungsfördernde Begleitung ringe, 
die der Versicherte hartnäckig ablehne. Er habe von zu Hause wenig Wissen und 
Struktur in den verschiedensten lebenspraktischen Kompetenzen mitgebracht. 
Nachdem er mehrmals erzählt habe, dass seine Eltern ihn als Versager bezeich-
nen, weil er Hilfe von Fremden (IV/Beistand) annehme, sei der Loyalitätskonflikt 
im Versicherten als Ursache für sein Verhalten verständlicher geworden. Der 
Versicherte habe eine andere Einschätzung von sich und seinen Fähigkeiten, 
was das Erlernen von Kompetenzen für ein selbständiges Wohnen erschwere. Er 
schiebe oft Dinge in den Vordergrund als Problem, die mit dem eigentlichen Kon-
flikt nichts zu tun hätten. Ihm fehle es in vielen Bereichen an einer tragbaren in-
neren Struktur (Freizeitgestaltung / Essen / Finanzen / Hygiene und Sauberkeit 
allgemein). Ziel für die Zukunft sei das Bestehen der Prüfung und die Eingliede-
rung in den ersten Arbeitsmarkt (mit Teilrente). Das empfohlene Arbeitsfeld für 
den Versicherten sei ein Grossbetrieb mit Teamarbeit, in dem die Aufgaben 
nacheinander und ohne schnelle Abwechslung stattfinden bzw. gleichmässig 
stattfinden könnten. Eine Wohnbegleitung sei als Unterstützung empfohlen, weil 
der Versicherte grosse Schwierigkeiten in der Selbst-organisation seines Lebens 
zeige (Tendenz zur Verwahrlosung).

12

2.15 Aus dem Bildungsbericht mit Wohnbereich der M.________ (Institution) 
vom 6. April 2016 ergibt sich, dass der Ausbildungsstand des Versicherten gut 
sei. Er habe auch im dritten Semester leider immer noch zu viele Momente ge-
habt, in welchen er ungenau gearbeitet habe, was sich zunehmend auf seine Ar-
beitsgeschwindigkeit auswirke, weil Arbeitsschritte geteilt werden mussten, um 
ihn verstärkt kontrollieren zu können. Das Aufarbeiten von 2-Strang Zöpfen be-
herrsche er selbständig. Mit seinen Mitlernenden komme der Versicherte weiter-
hin sehr gut zurecht. Er helfe gerne, sage aber auch, wenn es ihm zu viel werde. 
Die Zusammenarbeit mit dem Versicherten erschwere sich öfter, weil er die 
Grenzen seines selbständigen Arbeitens überschreite, was manchmal zu Unruhe 
und Missverständnissen führe. Abläufe und Strukturen halte er dauerhaft mit we-
nig Unterstützung gut ein (IV-act. 91-1/8).

2.16 Vom 26. bis 29. Juli 2016 konnte der Versicherte in der Bäckerei 
U.________ in V.________ zur Probe arbeiten. Allerdings konnte der Versicherte 
nicht eingestellt werden, weil der Arbeitgeber Bedenken hatte, für den Versicher-
ten die nötige Zeit aufbringen und ihm alles beibringen zu können, was er für den 
Hochbetrieb in den Wintermonaten in V.________ beherrschen müsse. Der Ver-
sicherte komme mit der anfallenden Informationsmenge, welche für die Arbeiten 
im Betrieb wichtig seien, und dem Zeitdruck nicht klar. Es bestehe zudem ein 
Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, welche eine solche Betreuung übernehmen 
könnten. Der Arbeitgeber hätte den Versicherten gerne eingestellt. Er sei ein po-
sitiver und guter Mitarbeiter (IV-act. 97-11/12).

2.17 Am 24. August 2016 teilte ein Mitarbeiter der M.________ (Institution) der 
IV-Stelle telefonisch mit, dass sich in letzter Zeit ganz klar gezeigt habe, dass der 
Versicherte seinen Alltag inkl. Wohnen nicht alleine meistern könne. Zudem 
müsse man auch die Leistungseinschätzung vom Ausbildungsabschluss revidie-
ren. Der Lohn, welcher angegeben worden sei, könne auch ganz klar nicht erzielt 
werden. Es wurde vereinbart, einen neuen Bericht zu erstellen. Der Versicherte 
hätte am Tag zuvor schnuppern gehen können, sei aber im Betrieb nicht er-
schienen. Man habe ihn dann auch nicht erreichen können und ihn polizeilich 
ausschreiben müssen. Er sei am Nachmittag völlig erschöpft bei ihnen aufge-
taucht und habe geäussert, mit der Situation total überfordert zu sein. Man werde 
ihn jetzt wieder bei ihnen in der Bäckerei aufnehmen (IV-act. 105-2/6).

2.18 Die Bäckerei Konditorei P.________ hat dem Versicherten eine Chance für 
einen Arbeitsversuch geboten. Während des (geplanten) Arbeitsversuchs von 
sechs Monaten sollte die effektive Leistung in der freien Wirtschaft eruiert wer-

13

den. Zudem war das Ziel, eine unbefristete Anstellung nach erfolgtem Arbeits-
versuch zu erlangen (IV-act. 112-1/4).

Mit Schreiben vom 22. Dezember 2016 hat der Versicherte den Arbeitsversuch 
abgebrochen, weil er sich beruflich und privat umorientieren möchte. Der letzte 
Arbeitstag wurde auf den 23. Dezember 2016 festgelegt (IV-act. 114-3/3).

Der zuständige Job Coach teilte der IV-Stelle mit, dass der Versicherte verliebt 
sei und mit seiner (aus Österreich stammenden) Freundin nach W.________ 
auswandern wolle. Der Versicherte habe jeglichen Bezug zur Realität verloren. 
Er sei vermehrt zu spät zur Arbeit gekommen, die Motivation lasse nach und da-
mit auch die Qualität der Arbeit des Versicherten (IV-act. 115-2/7).

In der Leistungsbeurteilung vom 19. Januar 2017 zum Arbeitsversuch bei der 
Bäckerei Konditorei P.________ wurde festgehalten, dass sich der Versicherte, 
solange er voll motiviert gewesen sei und sich auf seine Arbeit konzentriert habe, 
als guter Hilfsarbeiter erwiesen habe. Er habe schnell dazu gelernt und viele 
Tätigkeiten selbständig (jedoch stets unter Kontrolle) durchgeführt. Wenn der 
Versicherte gut motiviert und integriert sei, mache er gemäss Herrn P.________ 
einen guten Job mit einem Leistungspensum von 60%. Er habe ihn mit den Ler-
nenden in seinem Betrieb verglichen und würde anhand von sei-
nen Leistungen einen Lehrlingslohn vom zweiten bis dritten Lehrjahr (Fr. 800.-- 
bis Fr. 1'200.--) vorschlagen. Wenn er nur in einer Bäckerei arbeite, wären 
Fr. 1'500.-- angemessen (IV-act. 118-3/3).

2.19 Am 2. Februar 2017 erfolgte ein Abschlussbericht des Job Coaches des 
M.________ (Institution). Demgemäss sei der Versicherte ausgehend von Fr. 
4'000.-- für einen Bäcker mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) bei einer 40h/Woche 
zu 40% leistungsfähig. Notwendige Rahmenbedingungen, besondere Betreuung, 
Hilfsmittel etc. bestünden keine. Zudem wurden die möglichen Tätigkeitsfelder 
bei einem Einsatz in der freien Wirtschaft bzw. im ersten Arbeitsmarkt beschrie-
ben. Betreffend Einsatz im geschützten Rahmen wurde festgehalten, in zahlrei-
chen Gesprächen mit dem Versicherten habe sich herausgestellt, dass sich sei-
ne Wahrnehmung von der Realität stark unterscheide. Dies zeige sich in ver-
schiedensten Bekundungen und daraus resultierenden Handlungen des Versi-
cherten. Immer wieder habe er davon gesprochen, sich als Bäcker selbständig 
zu machen, zu reisen und auszuwandern. Immer wieder habe es Gespräche ge-
geben, in welchen die Wohnsituation des Versicherten Thema gewesen sei. 
Hierbei sei es um die Vorstellung des Versicherten gegangen, selbständig ohne 
Begleitung zu wohnen. Der Versicherte leide sodann unter starken Schweiss-
ausbrüchen, weshalb Massnahmen zur Einhaltung von Hygiene-Sauberkeit er-
griffen werden müssten. Des Weiteren habe die Diskrepanz zwischen der Wahr-

14

nehmung des Versicherten und der tatsächlichen Wirklichkeit Einfluss auf die 
Konstanz der einzelnen Arbeitsschritte und die Leistungsfähigkeit des Versicher-
ten (IV-act. 119-3f./10). Aufgrund der eingeschränkten Selbstwahrnehmung, 
Qualität, Quantität und Leistungsfähigkeit schätzen der Job Coach sowie der Lei-
ter der Bäckerei P.________ eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeits-
markt derzeit als schwierig ein (IV-act. 119-8/10). In der abschliessenden Stel-
lungnahme wurde sodann festgehalten, dass auf den Abschlussbericht, welcher 
zum Abschluss der beruflichen Massnahme (erfolgreicher PrA-Abschluss) zuge-
stellt worden sei, verwiesen werde. Damals sei die Leistungsfähigkeit des Versi-
cherten höher eingestuft worden als heute. Während der Ausbildung habe der 
Versicherte viel Konstanz, Leistungsbereitschaft und Durchhaltewille gezeigt. 
Auch während dieser Zeit habe er sich überschätzt, sich jedoch bis zu einem 
gewissen Grad unterstützen lassen, so dass sie gute Rückmeldungen der Prakti-
ka-Anbieter im ersten Arbeitsmarkt erhielten. Der Versicherte sei im Betrieb als 
gute Hilfskraft einsetzbar gewesen. Nachdem er die Zusage und wenige Wochen 
später die überraschende Absage der Bäckerei X.________ erhalten habe (Ju-
ni/Juli 2016), sei der Versicherte stark verunsichert gewesen und habe Unzuver-
lässigkeit, Freiheitsdrang, Verwahrlosungstendenzen gezeigt, die er während der 
Ausbildung nur vereinzelt und selten an den Tag gelegt habe. Er sei in eine per-
sönliche Krise gerutscht, von der er sich bis zum Abschluss der Massnahme 
nicht habe erholen können. Sehr stark geprägt sei der Versicherte vom Denken, 
dass er kein "Sozialfall" sein wolle und keine Beistandschaft benötige. Offenbar 
gelte in der Familie des Versicherten die Idee, vom Staat unterstützt zu werden, 
als etwas Ungutes. Dieser Freiheitsdrang habe vielleicht auch dazu geführt, dass 
er den Arbeitsversuch abgebrochen habe und nun nach W.________ gereist sei. 
Die Institution bedaure den Entscheid des Versicherten. Sie hätten viele Integra-
tionsbemühungen unternommen, weil sie überzeugt seien, dass der Versicherte 
in einem geeigneten Umfeld gute Leistungen erbringen könne. Gerade im Wohn- 
und Freizeitbereich benötige er aber dringend Unterstützung (IV-act. 119-10/10).

2.20 Gemäss Auskunft des Beistands bleibe der Versicherte in der Schweiz und 
wandere nicht nach W.________ aus. Neu sei er in Y.________ wohnhaft. Aktu-
ell könne er sich eine Arbeit nicht vorstellen (IV-act. 120).

3.1 Im konkreten Fall ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten, dass der 
Versicherte eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufweist, welche zu einer ein-
geschränkten Leistungsfähigkeit im erwerblichen Bereich (in invalidenversiche-
rungsrechtlich relevantem Ausmass) führt. Bereits als Kleinkind war der Versi-
cherte auf Sonderschulmassnahmen im Rahmen einer heilpädagogischen Früh-
erziehung angewiesen. Anschliessend konnten die Einschulung mittels Klein-

15

klasse sowie der Besuch der Werkschule erfolgen. Mit der IV-Berufsberatung 
konnte für den Versicherten eine zweijährige Praktische Ausbildung nach INSOS 
als Praktiker PrA Bäckerei mit gleichzeitiger Wohnbegleitung organisiert werden. 
Nach einem Eingliederungsversuch im ersten Arbeitsmarkt ging die IV-Stelle 
beim Versicherten von einer Leistungsfähigkeit von 40% aus und ermittelte einen 
Anspruch auf eine IV-Dreiviertelsrente. Der Versicherte macht jedoch geltend, 
dass eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen sei, weshalb er An-
spruch auf eine ganze IV-Rente habe.

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist somit, ob der Versicherte auf dem ausge-
glichenen ersten Arbeitsmarkt leistungs- bzw. erwerbsfähig ist (gemäss IV-Stelle) 
oder nicht (gemäss Beschwerdeführer).

3.2 Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. vorstehende Erw. 1.3) umfasst auch 
sogenannte Nischenarbeitsplätze als Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen 
Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers 
rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen wer-
den, wenn die zumutbare Tätigkeit nurmehr in so eingeschränkter Form möglich 
ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur 
unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitge-
bers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vorn-
herein ausgeschlossen erscheint (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_277/2016 vom 
15.3.2017 Erw. 4.1).

4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Versicherte während seiner Ausbildung 
im geschützten Rahmen sowie in den externen Praktika insbesondere einen gu-
ten Ausbildungsstand erreichen konnte. Das Aufarbeiten der Brote gelang ihm 
sehr gut, und er hat ein ausserordentlich gutes Teiggefühl. Er machte sich ver-
tiefte Gedanken über die Abläufe und konnte diese ansprechen (vgl. vorstehende 
Erw. 2.12). Zudem wurde u.a. jeweils seine Pünktlichkeit und anständige Art po-
sitiv hervorgehoben (Erw. 2.13). Allerdings wies er während der ganzen Ausbil-
dungszeit Defizite in den Bereichen Sorgfalt, Sauberkeit und das vollständige 
Beenden von Arbeiten auf. Das ungenaue Arbeiten wirkte sich sodann auf seine 
Arbeitsgeschwindigkeit aus, weil so eine verstärkte Kontrolle erforderlich wurde 
(vgl. vorstehende Erw. 2.10 und 2.15). Dementsprechend wurde bei einem ex-
ternen Praktikum u.a. festgehalten, dass die handwerklichen Fähigkeiten des 
Versicherten noch erweitert und die Arbeitsgeschwindigkeit gefördert werden 
sollten. Nachdem beim ersten Praktikum noch von einer Arbeitsleistung zwischen 
60 und 80% ausgegangen wurde (und festgehalten wurde, dass der Versicherte 
aufgrund seines Verhaltens sofort eingestellt würde), wurde im zweiten Praktikum 
noch eine Arbeitsleistung von 40% (und ein Einkommen von Fr. 1'900.--) als rea-

16

listisch beurteilt, wobei eine gute und genaue Einarbeitung sowie ein Nischen-
platz in einem kleinen oder auch sehr grossen Betrieb erforderlich sei. Der Prak-
tikumsbetrieb lehnte eine Einstellung des Versicherten mangels Selbständig-keit 
ab. Der Versicherte sei nicht selbständig, sehr passiv und ohne Eigeninitiative 
gewesen. Er habe auch unsicher gewirkt. Gemäss Bericht des Praktikumsbetrie-
bes war eine genaue und andauernde Begleitung des Versicherten notwendig, 
ansonsten die Aufgaben nur unvollständig und unsauber erledigt worden wären 
(vorstehende Erw. 2.11 und 2.13). Auch der Betrieb in V.________, in welchem 
der Versicherte im Hinblick auf einen Eingliederungsversuch einige Schnupper-
tage absolvierte, konnte den Versicherten mangels genügender Betreuung nicht 
einstellen (vorstehende Erw. 2.16: der Versicherte komme mit der anfallenden In-
formationsmenge, welche für die Arbeiten im Betrieb wichtig seien, und dem 
Zeitdruck nicht klar; es bestehe zudem ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, 
welche eine solche Betreuung übernehmen könnten). Der Ausbildungsbetrieb 
M.________ (Institution) beurteilte anschliessend die Leistungsfähigkeit des Ver-
sicherten ebenfalls mit 40% bei gleichbleibenden nacheinander folgenden Arbei-
ten, sinnvollerweise in einem Grossbetrieb mit Teamarbeit, in dem die Aufgaben 
nacheinander und ohne schnelle Abwechslung bzw. gleichmässig stattfinden 
können, wobei der Versicherte ca. 10 bis 20% Zuverlässigkeit in der selbständi-
gen Auftragserfüllung zeige (Erw. 2.14). Dazu wurde jedoch eine Wohnbeglei-
tung als Unterstützung empfohlen, weil der Versicherte grosse Schwierigkeiten in 
der Selbstorganisation seines Lebens zeigt (Tendenz zur Verwahrlosung). Dem 
Versicherten fehle es in vielen Bereichen an einer tragbaren inneren Struktur 
(Freizeitgestaltung, Essen, Finanzen, Hygiene und Sauberkeit allgemein; vorste-
hende Erw. 2.14). Die Zusammenarbeit mit dem Versicherten erschwerte sich 
zudem öfter, weil er die Grenzen seines selbständigen Arbeitens überschreite, 
was manchmal zu Unruhe und Missverständnissen führte (vgl. Erw. 2.15).

Im August 2016 wurde im Ausbildungsbetrieb M.________ (Institution) davon 
ausgegangen, dass der Versicherte seinen Alltag inkl. Wohnen nicht alleine 
meistern könne, dass er mit der Situation (Eingliederung in den ersten Arbeits-
markt) total überfordert sei, und dass die Leistungseinschätzung im Ausbildungs-
abschluss sowie der angegebene Lohn revidiert werden müssten (vgl. Erw. 
2.17). Im November 2016 konnte der Versicherte jedoch einen Arbeitsversuch 
starten (nachdem ihm die Verantwortung überlassen und er sich selbst einen 
Schnuppereinsatz organisieren musste) und erwies sich als guter Hilfsarbeiter. Er 
hat gemäss seinem Arbeitgeber schnell dazugelernt und viele Tätigkeiten 
selbständig (jedoch unter Kontrolle) durchgeführt, weshalb der Arbeitgeber dem 
Versicherten eine Leistungsfähigkeit von 60% (bei 100%-iger Anwesenheit; IV-
act. 94-2/4, 112-2/4) attestierte, jedoch mit einem Lohn von Fr. 800.-- bis 1'200.-- 

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bzw. wenn er in einer Bäckerei arbeitet Fr. 1'500.-- (vgl. Erw. 2.18). Im Ab-
schlussbericht vom 2. Februar 2017 wurde hingegen festgehalten, dass der Ar-
beitgeber die jetzige Leistung des Versicherten mit 40% Leistungsfähigkeit beur-
teile, ausgehend von einem Monatslohn von Fr. 4'000.-- pro Monat für einen Bä-
cker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Wenige Wochen nach Be-
ginn des Arbeitsversuchs sei es zu einem Leistungsabfall gekommen.

Sobald es zu einer Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung des Versicherten 
und der tatsächlichen Wirklichkeit kommt, leidet die Konstanz der einzelnen Ar-
beitsschritte und die Leistungsfähigkeit sowie die Motivation des Versicherten. 
Der beim Versicherten eintretende Realitätsverlust kann zu Unzuverlässigkeit, 
Motivationslosigkeit und damit zu einer schlechteren Qualität bzw. sogar Abbruch 
der Arbeit des Versicherten führen (vgl. vorstehende Erw. 2.18f.). Im Verlauf der 
Ausbildung wurde mehrfach festgehalten, dass sich der Versicherte sehr über-
schätzt und Mühe hatte, sich unterstützen zu lassen (vgl. Erw. 2.10 und 2.13). 
Ergänzend wurde im Februar 2015 dazu ausgeführt, dass die Emotionalität als 
Reaktion auf die Umwelt im M.________ (Institution) und den damit verbundenen 
Herausforderungen zum Teil Sorgen machen würden, weil der Versicherte kei-
nen Umgang damit finde, der auf eine ausgleichende Balance hindeute. Es wür-
den sich in den letzten Wochen Belastungsreaktionen beim Versicherten zeigen 
(vgl. Erw. 2.10). Im Abschlussbericht vom Februar 2017 wurde festgehalten, dass 
sich der Versicherte auch während der Ausbildung überschätzte (z.B. indem er 
sich als Bäcker selbständig machen, reisen und auswandern sowie selbständig 
wohnen wollte), sich jedoch bis zu einem gewissen Grad unterstützen liess, so 
dass es gute Rückmeldungen der Praktika-Anbieter im ersten Arbeitsmarkt gab 
und der Versicherte im Betrieb als gute Hilfskraft einsetzbar war (vorstehende 
Erw. 2.17ff.). Zwischen Juni und August 2016, als die Eingliederung des Versi-
cherten im ersten Arbeitsmarkt angegangen wurde, kam es jedoch zu einer 
Überforderung des Versicherten mit der Situation. Er lief davon und kehrte nach 
kurzer Zeit völlig erschöpft wieder zurück. Beim Arbeitsversuch im November 
2016 erwies sich der Versicherte zunächst wieder als guter Hilfsarbeiter. Bereits 
nach wenigen Wochen brach er den Arbeitsversuch jedoch ab mit dem Wunsch 
auszuwandern, sich umzuorientieren bzw. zu verreisen.

Demgemäss wurden im Abschlussbericht vom 2. Februar 2017 zwar mögliche 
Tätigkeitsfelder für einen Einsatz in der freien Wirtschaft bzw. im ersten Arbeits-
markt sowie die Leistungsfähigkeit des Versicherten formuliert, gleichzeitig wurde 
in der Begründung zur Frage, weshalb eine Tätigkeit im geschützten Rahmen 
angezeigt sei, ausgeführt, dass sich die Wahrnehmung des Versicherten von der 
Realität stark unterscheide, was sich in verschiedensten Bekundungen und dar-
aus resultierenden Handlungen zeige. Immer wieder habe der Versicherte davon 

18

gesprochen, sich als Bäcker selbständig zu machen, zu reisen und auszuwan-
dern. Letzteres sei vom Versicherten mit dem Abbruch des Arbeitsversuches in 
die Tat umgesetzt worden. Zudem sei auch die Wohnsituation des Versicherten 
thematisiert worden, wobei der Versicherte sich vorstelle, selbständig ohne Be-
gleitung wohnen zu können. Des Weiteren seien Massnahmen zur Einhaltung 
von Hygiene-Sauberkeit erforderlich und die Diskrepanz zwischen der Wahr-
nehmung des Versicherten und der tatsächlichen Wirklichkeit habe Einfluss auf 
die Konstanz der einzelnen Arbeitsschritte und die Leistungsfähigkeit des Versi-
cherten. Aus diesen Gründen bzw. aufgrund der eingeschränkten Selbstwahr-
nehmung, der Qualität, Quantität und Leistungsfähigkeit des Versicherten wurde 
im Abschlussbericht die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt als schwierig 
eingeschätzt. Abschliessend wurde im Bericht vom Februar 2017 festgehalten, 
dass der Versicherte in einem geeigneten Umfeld gute Leistungen erbringen 
könne und gerade im Wohn- und Freizeitbereich dringend Unterstützung benöti-
ge. Das ergibt sich auch aus einer Stellungnahme des Job Coaches des Versi-
cherten gegenüber der IV-Stelle vom Oktober 2016, wonach das Job Coaching 
während der sechsmonatigen Eingliederungsmassnahme sinnvoll wäre und an-
schliessend durch die Betreuungspersonen vom betreuten Wohnen übernommen 
werden könnte (vgl. IV-act. 105-5/6).

4.2 Daraus erhellt, dass beim Versicherten insbesondere in einem geschützten 
Rahmen bzw. Umfeld eine (gute) Leistungsfähigkeit von ca. 40% resultierte. Al-
lerdings benötigt er dazu eine enge Begleitung bzw. ständige Kontrollen während 
der Arbeit, was für den Arbeitgeber einen hohen (zeitlichen) Aufwand verursa-
chen würde, weshalb bereits darum nur ein Nischenarbeitsplatz in Frage kom-
men könnte. Die eingeschränkte Selbstwahrnehmung bzw. der Umgang des 
Versicherten mit Herausforderungen führte während der Ausbildung (auch 
während der externen Praktika), bei welcher der Versicherte vollumfänglich un-
terstützt wurde, kaum zu negativen Folgen. Erst beim Arbeitsversuch, als der 
Versicherte lediglich (aber immerhin) noch durch den Job Coach unterstützt wur-
de und jeweils in einem Hotelzimmer übernachtete (vgl. IV-act. 115-3f./7), kam es 
innert weniger Wochen zum Abbruch der Massnahme. Es ist davon auszugehen, 
dass der Versicherte, wie bereits vor dem Arbeitsversuch, mit der Situation über-
fordert war. Demnach ist die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des (allerdings 
noch sehr jungen) Versicherten auf dem ersten Arbeitsmarkt selbst bei einem Ni-
schenarbeitsplatz fraglich (vgl. aber auch noch nachfolgend unter Erwägung 4.3). 
Ohne Unterstützung des Versicherten u.a. in den Bereichen Wohnen, Freizeit, 
Hygiene und Arbeit kommt es beim Versicherten zu einer Überforderung und 
Verwahrlosung (vgl. auch IV-act. 124-2/2; wonach die Hotelmanagerin des Ho-
tels, in welchem der Versicherte während des Arbeitsversuchs wohnte, ihn prak-

19

tisch betreuen und unterstützen musste; zudem reiste der Versicherte tatsächlich 
nach W.________ und kehrte einen Monat später verwahrlost und krank zurück). 
Der Unterstützungsbedarf des Versicherten zeigt sich auch in der Beistandschaft, 
mit welcher er bei der Organisation einer geeigneten Wohnsituation, bei der Su-
che einer Erwerbstätigkeit, bei sozialen Kontakten, in administrativen und finan-
ziellen Angelegenheiten unterstützt wird (vgl. Ingress lit. E; vgl. auch Bundesge-
richtsurteil 9C_910/2011 vom 30.3.2012 Erw. 6). Der Versicherte vermag somit 
(derzeit) nur in einem geschützten Umfeld eine Leistungsfähigkeit von 40% zu er-
langen und das notwendige Durchhaltevermögen sowie die notwendige Zuver-
lässigkeit und die erforderliche Hygiene aufzuweisen, was sich auch am geschei-
terten Arbeitsversuch zeigt. Es ist somit davon auszugehen, dass eine Beschäfti-
gung des Versicherten an einem ungeschützten Arbeitsplatz (derzeit) nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre, weshalb der Versicherte (noch) nicht im Stande ist, seine Arbeits-
fähigkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt zu verwerten.

Wird die Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realisti-
scherweise nicht mehr nachgefragt bzw. fehlt es (hier noch) an einer wirtschaftli-
chen Verwertbarkeit derselben, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (Bundesgerichtsurteil 
9C_277/2016 vom 15.3.2017 Erw. 4.3 m.w.H.).

4.3 Angesichts des jugendlichen Alters des Beschwerdeführers sowie einer 
Leistungsfähigkeit von immerhin 40% in einem geschützten Umfeld werden die 
Verfahrensbeteiligten mit Nachdruck ermuntert, die Anstrengungen für eine Ein-
gliederung des Beschwerdeführers im ersten Arbeitsmarkt weiterzuführen. Mit 
zunehmendem Alter, mit entsprechenden Entwicklungsfortschritten sowie mit ei-
nem geeigneten Betreuungsumfeld darf erwartet werden, dass ein erfolgverspre-
chender Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelingen kann. Im Übrigen bedarf es 
keiner ausführlichen Begründung, dass der Versicherte mit einer solchen künfti-
gen Tätigkeit Wertschätzung erfahren und dadurch insgesamt profitieren könnte.

5.1 Zu prüfen ist nachfolgend der Zeitpunkt des Rentenbeginns. Die IV-Stelle 
hat eine IV-Rente ab dem 1. Januar 2017 zugesprochen mit der Begründung, 
dass dem Versicherten vom 3. August 2014 bis 31. Dezember 2016 IV-Taggel-
der entrichtet worden seien, was für diese Zeitspanne keinen Rentenanspruch 
begründe. Der Beschwerdeführer beantragt eine ganze IV-Rente ab 1. Juni 
2015, wobei er den Antrag lediglich mit der Klammerbemerkung "Vollendung 
18. Altersjahr" begründet. Weitere Ausführungen der Parteien finden sich dazu 
nicht.

20

5.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs, 
jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt. 
Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach 
Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

5.3 Zum Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer das 18. Altersjahr vollendete, 
befand er sich in der erstmaligen Ausbildung zum Praktiker PrA Bäckerei (vom 
3. August 2014 bis 2. August 2016) und erhielt ein kleines Taggeld in der Höhe 
eines durchschnittlichen Lehrlingslohnes (IV-act. 80-1/3). Anschliessend 
arbeitete und wohnte er zur Überbrückung vom 3. August 2016 bis 31. Oktober 
2016 weiterhin im M.________ (Institution) unter Zusprache eines IV-Taggeldes 
(IV-act. 101f.). Auch für den Arbeitsversuch vom 1. November 2016, welcher per 
Ende Dezember 2016 abgebrochen wurde, erhielt der Beschwerdeführer ein 
Taggeld zugesprochen (IV-act. 110). Solange der Beschwerdeführer während 
der IV-Massnahmen Taggelder erhalten hat, ist kein Rentenanspruch 
entstanden. Der Rentenanspruch ist somit erst nach Abbruch des 
Arbeitsversuchs bzw. mit dem Wegfall des Taggeldanspruchs entstanden. 
Dementsprechend hat die IV-Stelle den Rentenbeginn zu Recht auf den 1. 
Januar 2017 festgelegt (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit 
in der Invalidenversicherung [KSIH] des Bundesamtes für Sozialversicherungen 
[BSV], Stand: 1.1.2017, Rz. 2026 m.V.a. AHI-Praxis 2001 S. 152).

6. Was den in der Beschwerde gestellten Antrag auf einen zweiten Schriften-
wechsel anbelangt, drängen sich die folgenden Bemerkungen auf.

6.1 Gemäss Art. 61 ATSG, wonach für das Verfahren vor dem kantonalen Ver-
sicherungsgericht grundsätzlich das kantonale Verfahrensrecht für anwendbar 
erklärt wird, muss das kantonale Verfahren einfach und rasch sein (Art. 61 lit. a 
ATSG). Elemente des raschen Verfahrens sind namentlich kurze Fristen, Ver-
zicht auf einen zweiten Schriftenwechsel und ein Verfahrensabschluss innert 
nützlicher Frist (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 61 Rz. 42). Gemäss § 41 
des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 kann die Rechtsmittelinstanz auf Antrag der Vorinstanz oder der 
Parteien oder von Amtes wegen einen zweiten Schriftenwechsel anordnen. 

6.2 Vernehmlassend werden von der Vorinstanz zum Sachverhalt grundsätz-
lich keine neuen Tatsachen vorgebracht. Die Voraussetzungen (im Sinne von 
BGE 119 V 317 Erw. 1), welche einen zweiten Schriftenwechsel als unerlässlich 
erachten liessen, sind hier nicht gegeben. Abgesehen davon ist auf die höch-
strichterliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach ein bereits mit der Verwal-

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tungsgerichtsbeschwerde gestellter Antrag auf Anordnung eines zweiten Schrif-
tenwechsels als verfrüht gilt, da zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht beurteilt wer-
den kann, ob eine Stellungnahme zu den Eingaben der Beschwerdegegnerin 
oder der Vorinstanz erforderlich sein würde (Bundesgerichtsurteile 1C_240/2008 
und 1C_241/2008 vom 27.8.2008 Erw. 7; 4A_59/2008 vom 20.6.2008 Erw. 1; 
8C_549/2007 vom 30.5.2008 Erw. 3; 1A.276/2004 vom 12.7.2005 Erw. 2).

6.3 Bei dieser Sach- und Rechtslage ist der bereits in der Beschwerde gestellte 
Antrag für einen zweiten Schriftenwechsel verfrüht und hier nicht zu beachten. 
Sodann hat der Beschwerdeführer nach der Zustellung der Vernehmlassung kei-
nen zweiten Schriftenwechsel beantragt und sich zum Inhalt dieser Vernehmlas-
sung nicht geäussert. In diesem Sinne ist von der Durchführung eines weiteren 
Schriftenwechsels abzusehen.

7.1 Dem vorliegenden Gesamtergebnis entsprechend werden die Verfahrens-
kosten zu 3/4 der IV-Stelle und zu 1/4 dem Beschwerdeführer auferlegt.

7.2 Soweit der Beschwerdeführer obsiegt, hat er Anspruch auf eine reduzierte 
Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz. Soweit er unterliegt, ist ihm in der 
Person von Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke ein unentgeltlicher Rechtsbei-
stand zu bestellen, da im konkreten Fall die Voraussetzungen für die unentgeltli-
che Rechtspflege (inkl. Rechtsverbeiständung) erfüllt sind.

7.3 Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) abzustellen, welcher für das Honorar 
in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht. Nach § 2 GebTRA ist die Vergütung nach der Wichtigkeit 
der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung 
sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung all 
dieser Aspekte ist die reduzierte, von der Vorinstanz zu bezahlende Parteien-
tschädigung ermessensweise auf Fr. 1'500.-- festzulegen. Nach den gleichen 
Grundsätzen ist das vom Staat zu erbringende Honorar für die unentgeltliche 
Verbeiständung auf Fr. 500.-- festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen insoweit teilweise gutge-
heissen und die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 20. Juni 2017 
dahingehend abgeändert, dass der Beschwerdeführer ab 1. Januar 2017 
Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. Im Übrigen werden die Beteiligten 
eingeladen, im Sinne der Ausführungen unter Erwägung 4.3 die Bemühun-
gen für eine berufliche Eingliederung fortzusetzen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwer-
deführer zu 1/4 (Fr. 125.--) und der Vorinstanz zu 3/4 (Fr. 375.--) auferlegt. 
Die Vorinstanz hat ihren Kostenanteil von Fr. 375.-- innert 30 Tagen seit 
Zustellung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Gerichts zu 
überweisen. Der Verfahrenskostenanteil des Beschwerdeführers wird unter 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und unter Vorbehalt der 
Rückerstattungspflicht (siehe nachstehend Ziff. 5) auf die Gerichtskasse 
genommen.

3. Für das vorliegende teilweise Obsiegen wird dem Beschwerdeführer zu 
Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- 
zugesprochen.

4. Im Übrigen wird dem Beschwerdeführer für das teilweise Unterliegen im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung ge-
währt und Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke als unentgeltlicher Rechts-
beistand bestellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein reduziertes 
Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 500.-- zuzusprechen.

5. Der Beschwerdeführer hat seinen Verfahrenskostenanteil von Fr. 125.-- 
und den Honoraranteil von Fr. 500.-- für die unentgeltliche Rechtsverbei-
ständung dem Gericht zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren 
seit Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

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7. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (3/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern.

Schwyz, 10. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. Januar 2018