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**Case Identifier:** c29b9b31-c4d6-5902-8c9c-0c84a043e713
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2018 I 2018 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-29_2018-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 29

Entscheid vom 9. August 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1955, verheiratet, Mutter zweier erwachsener 
Kinder) meldete sich am 23. August 2014 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 1). Hinsichtlich der Art der gesundheitlichen Beeinträchtigungen gab sie Na-
ckenschmerzen links an, mit Ausstrahlung in den Arm, Taubheit und Parästhesi-
en beider Hände und teils auch in den Beinen (IV-act. 1-6/7). Am 27. Januar 
2014 hatte sie sich einer Diskektomie C4-5 und C5-6 unterzogen (vgl. IV-act. 18-
4/12).

B. Beim Erstgespräch vom 8. Oktober 2014 gab A.________ an, sie könne 
nicht mehr arbeiten (IV-act. 14-2/5). Am 20. Oktober 2014 teilte die IV-Stelle 
Schwyz A.________ den Abschluss der Frühinterventionsmassnahmen mit (IV-
act. 17-1/2).

C. Mit Vorbescheid vom 1. April 2015 teilte die IV-Stelle A.________ mit, dass 
vorgesehen sei, das Leistungsbegehren (bei einem errechneten IV-Grad von 
13%) abzuweisen (IV-act. 34). Dagegen liess A.________ am 29. April sowie am 
18. Mai 2015 Einwände erheben (IV-act. 37 und 39).

D. Am 24. Juli 2015 teilte die IV-Stelle A.________ mit, dass zur Klärung der 
Leistungsansprüche eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung notwendig 
sei (vgl. IV-act. 44). Mit Schreiben vom 1. September 2015 liess A.________ die 
IV-Stelle informieren, dass sie mit der vorgesehenen MEDAS-Begutachtung nicht 
einverstanden sei. Vielmehr sei eine BEFAS-Abklärung durchzuführen (IV-act. 
46). Am 29. Oktober 2015 verfügte die IV-Stelle gegenüber A.________, sie hal-
te an der MEDAS-Begutachtung fest. Wie sie bereits in der Mitteilung vom 24. 
Juli 2015 ausgeführt habe, werde der Zeitpunkt der Abklärung mit ihr direkt ver-
einbart (IV-act. 49). Gegen diese Zwischenverfügung liess A.________ am 
12. November 2015 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben, welche mit 
VGE I 2015 114 vom 6. April 2016 abgewiesen wurde (IV-act. 58). Der Begutach-
tungsauftrag wurde der MEDAS C.________ zugelost. Das interdisziplinäre 
C.________-Gutachten wurde am 18. März 2017 erstattet (IV-act. 74).

E. Nach einer weiteren Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes 
(RAD) sowie nach Einholung eines weiteren Abklärungsberichtes (Haushalt) vom 
24. August 2017 (IV-act. 78) eröffnete die IV-Stelle A.________ mit Vorbescheid 
vom 1. September 2017, dass vorgesehen sei, das Leistungsbegehren abzuwei-
sen (IV-act. 79). Dagegen liess A.________ am 4. Oktober 2017 Einwände erhe-
ben (IV-act. 82). Dazu nahm der RAD sowie der Abklärungsdienst am 11. De-
zember 2017 bzw. am 23. Februar 2018 Stellung (IV-act. 84-9/9 und 86). Mit Ver-

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fügung vom 8. März 2018 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-act. 
87 = Bf-act. 2).

F. Dagegen liess A.________ am 23. März 2018 rechtzeitig Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 8. März 2018 sei da-
hingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente zu-
steht.

2. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 8. März 2018 zu ergänzenden Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen.

3. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 
8. März 2018 dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin Einglie-
derungsmassnahmen zustehen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

G. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2018 beantragte die IV-Stelle, die Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der 
Beschwerdeführerin. Am 2. Mai 2018 reichte die Beschwerdeführerin die Replik 
ein. Die Duplik der IV-Stelle erfolgte am 22. Mai 2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit voraus (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20] vom 19.6.1959, sowie Art. 3 und 6ff. des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 
SR 830.1] vom 6.10.2000 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG). Invalidität ist die voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung 
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesund-
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

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1.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des Inva-
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invaliden-
einkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit er-
zielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die versi-
cherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ihr 
verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität stets 
auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versi-
cherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (vgl. Ulrich 
Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 
3. Aufl., 2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

1.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, 
wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf 
abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (vgl. Art. 28a Abs. 2 IVG; so genannte spezifische Methode bzw. 
Betätigungsvergleich, vgl. auch VGE I 2015 19 vom 11.6.2015 Erw. 1.3 mit wei-
teren Hinweisen). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gilt 
insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreuung 
von Angehörigen (vgl. Art. 27 Satz 1 der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung [IVV; SR 831.201] vom 17.1.1961).

1.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 
im Betrieb des Ehegatten (oder der Ehegattin) mitarbeiten, wird für diesen Teil 
die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt, wobei das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird, 
und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27bis 
Abs. 3 lit. a und b IVV). Waren die Versicherten daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle ist der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Gatten und der Anteil der Tätigkeit im 

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Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu 
bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; so genannte gemischte Methode der Invali-
ditätsbemessung; Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, 
Art. 16 N 29 f.). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen 
bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die 
versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand 
der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Art. 27bis Abs. 3 lit. b IVV 
und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

1.5 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die Versicherte in Frage 
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zu-
mutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 28 = ZAK 1983, S. 497 
ff.; 106 V 88; 105 V 141; 98 V 169; Rüedi, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aus der 
Sicht des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, ZAK 1980, S. 159). Wer nicht 
mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mit-
hin nicht invalid sein (ZAK 1985, S. 224 mit Hinweisen).

1.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 138 V 218 Erw. 6). Die behördliche und richterliche Abklärungs-
pflicht umfasst indessen nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet 
oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streiti-
gen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über 
den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen 
haben Verwaltungsbehörden und Gericht zusätzliche Abklärungen stets vorzu-
nehmen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 
Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (SVR 1999 IV 
Nr. 10 Erw. 2c; AHI 1994 S. 212 Erw. 4a; BGE 117 V 282 Erw. 4a mit Hinweis 
auf 110 V 52 Erw. 4a).

1.7.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
dieser Fachleute ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

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zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 Erw. 4). Diese ärztlichen 
Angaben dienen als wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 
141 V 281 Erw. 5.2.1; 140 V 193 Erw. 3.2; 132 V 93 Erw. 4, je mit weiteren 
Hinweisen).

1.7.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Für den Beweiswert eines Arzt-
berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). 

1.7.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass allgemein praktizierende 
Hausärzte wie behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aus-sagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten grundsätzlich mehr Gewicht  
zukommt (vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; 
Bundesgerichtsurteil 9C_395/2016 vom 25.8.2016 Erw. 4.1; 9C_11/2016 vom 
22.2.2016 Erw. 4.3.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und 
Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteile des 
Bundesgerichts 9C_419/2008 vom 12.3.2008 Erw. 3.3; I 701/05 vom 5.1.2007 
Erw. 2 mit Hinweisen).

1.7.4  Zum Beweiswert einer Haushaltsabklärung sind analog zur Rechtspre-
chung zur Beweiskraft von Arztberichten verschiedene Faktoren zu berücksichti-
gen (Urteil des eidg. Versicherungsgerichts I 741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). 
Hier ist ebenfalls wesentlich, dass als Berichterstatterin eine qualifizierte Person 
wirkt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus 

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den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchti-
gungen und Behinderungen − auch mit Blick auf eine allfällige erwerbliche Be-
schäftigung − hat. Ferner sind nebst der Aussage der betroffenen Person zur 
Haushaltsbewältigung und Erwerbstätigkeit zusätzlich die Angaben von Famili-
enangehörigen und anderen im gleichen Haushalt Lebenden zu berücksichtigen, 
wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind (Ur-
teil des eidg. Versicherungsgerichts I 741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Schliess-
lich muss die Haushaltsabklärung plausibel begründet und detailliert bezüglich 
der einzelnen Haushaltsverrichtungen sein und in Übereinstimmung mit den an 
Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt 
sind, darf der Richter nur in das Ermessen der Abklärungsperson eingreifen, 
wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtig-
keit der Abklärungsresultate vorliegen (Urteil des eidg. Versicherungsgerichts I 
741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Nach konstanter Rechtsprechung ist den Aus-
sagen der versicherten Person im Rahmen der Haushaltsabklärung erhöhtes 
Gewicht beizumessen, da diese noch nicht von möglichen versicherungsrechtli-
chen Überlegungen geprägt sind (Hansjörg Seiler, Anforderungen an die Beweis-
führung zu Status und Invalidität in der IV-Haushaltsabklärung, in René Schaff-
hauser/ Franz Schlauri [Hrsg.]: Sozialversicherungsrechtstagung 2009, S. 18f.; 
BGE 117 V 194 Erw. 3b S. 195). Analoges geht aus der Beweismaxime hervor, 
wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 
anderer Art beeinflusst sein können. Wenn der Versicherte seine Darstellung im 
Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die er unmittelbar gemacht hat, 
meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfü-
gung des Versicherers (BGE 121 V 45 Erw. 2a mit Hinweis auf BGE 115 V 143 
Erw. 8c; RKUV 1988 Nr. U 55 S. 363 Erw. 3b/aa mit Hinweisen).

1.8 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 
Sozialversicherung, 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a, Bundesgerichtsurteil 
8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 148 Erw. 
5.3).

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2.1 Der Gesundheitszustand der Versicherten bis zum 6. April 2016 wurde 
bereits im Verwaltungsgerichtsentscheid (VGE) I 2015 114 wie folgt dargelegt 
(Erw. 3.1ff.; wobei die IV-Akten im Zitat jeweils um eine Ziffer von den IV-Akten 
im vorliegenden Verfahren verschoben sind, bspw. IV-act. 7 im Zitat = IV-act. 6 in 
den vorliegenden Akten):

3.1 Der medizinischen Aktenlage ist u.a. zu entnehmen, dass sich die Ver-
sicherte ab Mitte 2013 bei ihrem Hausarzt, Dr.med. E.________ (Innere Medizin 
FMH, Sonographie SGUM, ________) über progrediente cervicale Schmerzen mit 
Ausstrahlung in beide Händen beklagt hat. Anhand der MRT der HWS vom 
25. November 2013 (…) wurde sie zur weiteren Beurteilung einer allfälligen opera-
tiven Sanierung an Dr.med. F.________ (Fachärztin für Neurologie, ________) 
überwiesen (vgl. IV-act. 7-1/4 [Anamnese]), welche im Bericht vom 4. Dezember 
2013 eine Dekompression der Cervikalkanalstenose als indiziert erachtete (vgl. IV-
act. 17-3/5). 

3.2 Im ambulanten Sprechstundenbericht der chirurgischen Klinik D.________ 
vom 22. Januar 2014 hielten Dres.med. H.________ (Chefarzt Neurochirurgie) und 
G.________ (Oberarzt Neurochirurgie) die Operationsindikation zur Dekompressi-
on (C4/5 und C5/6) als auch zur Stellungskorrektur (Relordosierung) aufgrund der 
drohenden Zunahme der Myelopathie als klar gegeben (vgl. IV-act. 19-3/12). Bei 
der Diagnose „Spinalkanalstenose C4/5 und C5/6 mit Kyphosierung der HWS und 
Myelopathiesignal auf Höhe C4, zerviko-brachiales Schmerzsyndrom C5 und /oder 
C6 rechts sowie beginnende Myelopathie“ führte Dr.med. G.________ am 27. Ja-
nuar 2014 eine anteriore Diskektomie C4-5 und C5-6 mit anterior release sowie 
Fusion mittels Shell-Cages sowie einer CSLP-VA-Platte durch (vgl. IV-act. 19-
4/12). Nach komplikationslosem Operationsverlauf, einer postoperativen Kontrolle 
mittels CT und Röntgen, welche einen regelrechten Befund zeigten, einem eben-
falls komplikationslosen stationären postoperativen Verlauf ohne signifikante 
Schluckbeschwerden und beginnend rückläufigen Defiziten an den oberen Extre-
mitäten konnte die Versicherte am 30. Januar 2014 in gutem Allgemeinzustand mit 
blanden Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden (vgl. IV-act. 19-7/12).

3.3 Im ambulanten Sprechstundenbericht der Dres.med. H.________ und 
G.________ vom 27. Februar 2014 wurde unter ‘Zwischenanamnese‘ u.a. festge-
halten, die Patientin habe noch Nackenschmerzen bei gewissen Bewegungen der 
Halswirbelsäule und ebenso vom Nacken ausstrahlende Schmerzen in die rechte 
Schulter, die Armschmerzen auf der rechten Seite seien aber vollständig regre-
dient. Die Gefühlsstörung in den Händen sowie das Kribbeln seien in etwa statio-
när geblieben seit Austritt, wobei sich die Gefühlsstörung aber unmittelbar nach 
der Operation bereits verbessert gehabt habe (und auch so geblieben sei) (vgl. IV-
act. 19-9/12).

3.4 Der Hausarzt Dr.med. E.________ berichtete am 12. September 2014 u.a., 
die Patientin sei in einem reduzierten Allgemeinzustand. Sie habe weiterhin bren-
nende Sensationen in die Arme beidseits. Trotz der durchgeführten Operation ha-
be ihr Beschwerdebild nicht vollkommen schmerzfrei behandelt werden können. 
Zwischenzeitlich sei eine Infiltration im Juli 2014 im Spital M.________ erfolgt, 
worunter sich eine Verbesserung gezeigt habe. Die Patientin habe aber weiterhin 
Schmerzen und werde zusätzlich mit Analgetika behandelt. Sie sei seit 26. No-
vember 2013 bis auf weiteres arbeitsunfähig. Trotz intensiver Physiotherapie und 

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Schmerzmedikation habe aktuell bei der Patientin keine Verbesserung der Sym-
ptomatik erzielt werden können. Eine Reintegration in den Arbeitsprozess habe 
nicht erfolgen können (IV-act. 7-1f./14). 

3.5 Im ambulanten Sprechstundenbericht der Dres.med. H.________ und 
G.________ vom 16. September 2014 wird unter ‘Zwischenanamnese‘ u.a. festge-
halten, die Patientin sei traurig, dass sich bezüglich der Feingefühlsstörung in den 
Händen und bezüglich der Feinmotorikstörung nichts getan habe. Ebenso habe sie 
jetzt wieder Schmerzen im Nackenbereich, teilweise mit Ausstrahlung in die rechte 
Schulter. Kurz vor den Sommerferien habe sie eine ganz schlechte Zeit mit ver-
mehrten Schmerzen gehabt. Sie sei vom Hausarzt auch zur Schmerztherapie im 
Spital M.________ angemeldet worden und habe dort einen Termin gehabt. Sie 
beschreibe auch Schmerzen in den Unterarmen und Händen, wie wenn man sie 
mit Nägeln stechen würde. Sie berichte auch über ein teilweises Klemmgefühl im 
Halsbereich und einer eingeschränkten HWS-Beweglichkeit. Sie habe die Arbeit 
nicht wieder aufnehmen können. Während den Sommerferien in der Türkei an der 
Wärme habe sie keine Therapie gehabt und auch keine Schmerzmittel benötigt 
und habe unter Abstinenz körperlicher Anstrengungen eine gute Zeit gehabt. Unter 
‘Procedere‘ wurde u.a. ausgeführt, leider sei es bei der Patientin bezüglich den 
myelopathischen Beschwerden (Feinmotorikstörung der Hände, Sensibilitätss-
törung) nicht zu einer Besserung gekommen. Es sei ihr nochmals erklärt, worden, 
dass der Sinn der Operation gewesen sei, eine weitere Progredienz mit Läh-
mungserscheinungen der oberen und unteren Extremitäten zu verhindern. Die 
Schmerzen schienen eher myofaszial zu sein, da es unter Wärme doch zu einer 
deutlichen Besserung, auch unter Schmerzmittelkarenz, gekommen sei. Die Pati-
entin werde Ende September 2014 im Spital M.________ einen erneuten Termin 
beim PAIN-Dienst haben. Das Dekompressionsergebnis chirurgisch sowie die heu-
tige Stellungskontrolle seien korrekt. Neurologisch sei hier kein Handlungsbedarf 
angebracht. Die Patientin solle konsiliarisch für eine elektrophysiologische Unter-
suchung aufgeboten werden (vgl. IV-act. 19-11/12). 

3.6 In der RAD-Stellungnahme vom 2. Oktober 2014 beurteilte med.prakt. 
N.________ die medizinischen Akten als ungenügend für einen Entscheid. Sie 
empfahl den Sprechstundenbericht des D.________ (Spitals) (Neurologie und ra-
diologischer Befund) der letzten Kontrolle, den Bericht präoperativ von Dr.med. 
F.________ sowie genaue Angaben betreffend die Tätigkeit der Versicherten bei 
der O.________ einzuholen "(Belastungsprofil fehlt)" (vgl. IV-act. 11-2f./3).

3.7 In der RAD-Stellungnahme vom 27. Oktober 2014 erachtete med.prakt. 
N.________ die medizinischen Akten als genügend für eine Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit sei die Versicherte seit November 2013 
zu 100% arbeitsunfähig. Betreffend angepasster Tätigkeiten empfahl sie eine BE-
FAS-Abklärung wegen des komplizierten Gesundheitsschadens HWS/obere Ex-
tremitäten (IV-act. 21-3/3).

3.8 Dr.med. G.________ hielt im Schreiben an den Vertrauensärztlichen Dienst 
der Vorinstanz vom 21. November 2014 u.a. fest, prinzipiell sei eine Arbeits-
wiederaufnahme aus chirurgischer Sicht (korrektes bildgebendes postoperatives 
Resultat, keine neurologischen Defizite, elektrophysiologisch keine Hinweise auf 
Denervation) wieder möglich im angestammten Beruf. Die Patientin müsse jedoch 
sehr schwere Lasten tragen, was nach solch einem operativen Eingriff und auch 
mit den persistierenden Schmerzen verboten sei. Lasten sollten max. 5kg 
betragen. Eine angepasste Tätigkeit müsste vielseitig sein, mit häufigem Posi-

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tionswechsel und nicht andauernd Verharren in bestimmten Positionen. Ebenso 
müsste der Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet sein. Lasten seien so gut wie 
keine zu heben, höchstens bis 5kg über eine kurze Zeitdauer (unter 1 min). Eine 
solche Tätigkeit wäre aus seiner Sicht ab sofort möglich (IV-act. 27).

3.9 In der RAD-Stellungnahme vom 16. Juni 2015 führte med.prakt. N.________ 
aus, es würden Differenzen zwischen der subjektiven Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit der Versicherten und den Angaben des behandelnden 
Neurochirurgen bestehen (der auch keine quantitativen Angaben zur 
Arbeitsfähigkeit gemacht habe). Da bei der letzten Stellungnahme die Angaben 
des Operateurs vom November 2014 noch nicht vorgelegen hätten, empfehle sie 
bei teilweiser subjektiver Persistenz der Beschwerden einen postoperativen 
Verlaufsbericht bei Dr.med. F.________ einzuholen, mit der Fragestellung (IV-act. 
41-13/13): 

- Lassen sich postoperativ die von der Versicherten angegebenen 
Feinmotorikstörungen und die Sensibilitätsstörungen objektivieren?

- Bitte mit klinischen Befund zum Vergleich
- Erscheinen weitere therapeutische Massnahmen notwendig?
- Sind weiter Abklärungen indiziert?

Auf Anfrage der Vorinstanz nach einem Verlaufsbericht mit vorstehender Frage-
stellung vom 17. Juni 2015 (IV-act. 42-2ff./4) hin, teilte Dr.med. F.________ laut 
"Feststellungsblatt BM/Rente vom 30. Juni 2015" mit, dass sie die Versicherte nur 
einmalig am 4. Dezember 2013 gesehen habe (vgl. IV-act. 44-3/3; vgl. auch 
Schreiben von Dr.med. F.________ vom 13.10.2014 mit übereinstimmenden 
Inhalt, IV-act. 17-1/5).

3.10 In der RAD-Stellungnahme vom 16. Juni 2015 [recte: 21. Juli 2015] erwarte-
te der unterzeichnende RAD-Arzt - laut Vernehmlassung der Vorinstanz vom 
18. Januar 2016 Ziff. 5.5: Dr.med. I.________ (Allgemeinmedizin FMH, RAD Zen-
tralschweiz) - von einer Untersuchung durch Dr.med. F.________ kein 
abschliessendes Resultat. Er empfahl eine MEDAS-Abklärung in den Disziplinen 
allgemeine innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie (IV-act. 44-
3/3).

2.2 Für den Zeitraum nach dem zitierten VGE vom 6. April 2016 lässt sich den 
Akten der folgende medizinische Verlauf entnehmen:

2.2.1  Im C.________-Gutachten vom 18. März 2017 wurden von Dr.med. 
J.________ (Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates FMH, zertif. med. Gutachterin SIM), Dr.med. K.________ 
(Facharzt für Neurologie FMH, Vertrauensarzt SGV, zertif. med. Gutachter SIM, 
zertif. Arbeitsfähigkeitsassessor SIM), med.prakt. P.________ (Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, Vertrauensarzt SGV) und Dr.med. L.________ 
(Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und. Rheumatologie), welche die Ver-
sicherte jeweils am 8. oder 11. November bzw. 5. Dezember 2016 untersuchten, 
folgende Diagnosen gestellt (IV-act. 74-17/44):

Diagnosen mit Relevanz für die AF (Verkäuferin)

11

Chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit teilweise zervikozephaler 
Ausstrahlung ohne neurologische Ausfälle mit/bei:

• St. n. anteriorer Diskektomie C4/5 u. C5/6, sowie Fusion mittels Shell-Cages u. 
CSLP-VA-Platte am 27.01.2014 bei zervikaler Spinalkanalstenose C4-C6 bei 
radikulärem Zervikalsyndrom mit/bei mediolateraler Diskushernie auf Höhe 
C4/5 mit Verdrängung des Myelons auf dieser Höhe und einer vorgeschalteten 
Myelopathie und einer linksseitigen foraminalen Engstellung mit wahrscheinli-
cher Kompression der Nervenwurzel C5 linksseitig und einer Diskusprotrusion 
auf Höhe C5/C6 mit rechtsbetonter foraminaler Enge und einer möglichen 
Kompression der Nervenwurzel C6 rechtsseitig gemäss präoperativem MRI 
vom 25.11.2013.

• stationäre fokale Myelopathie auf Höhe C4 mit möglichem residualem, neur-
opathischem Schmerz an den Händen und auch an den Füssen.

• Klinisch-neurologisch keine manifeste Radikulopathie (insbesondere auch 
nicht C7-segmental)

Diagnosen ohne Relevanz für die AF
keine

Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter was folgt aus (IV-act. 74-18/44):

Beschreibung des positiven und negativen Fähigkeitsprofils / Ressourcen
• körperlich leichte, adaptierte Arbeiten sind zumutbar.
• Das Heben und Tragen von schweren Lasten über 5 kg bis max. 10 kg bds ist 

nicht mehr zumutbar, wie auch Arbeiten mit monotoner Kopfhaltung und 
Überkopfarbeiten bds, sowie das Hantieren mit schlagenden und vibrierenden 
Maschinen sind nicht mehr zumutbar. Arbeiten mit sehr hoher Anforderung an 
feinmotorische Präzision sind nicht zumutbar.

Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit (Verkäuferin /Haushalt)
• 80% im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils (sofern der Arbeitsplatz 

entsprechend angepasst werden kann
• Arbeitsfähigkeit im Haushalt bei bestehender Möglichkeit der Delegation auch 

an Familienmitglieder für körperlich schwerere Tätigkeiten: AF 100% (wegen 
besserer zeitlicher Flexibilität der Haushaltstätigkeit, kleiner 2-Personen-Haus-
halt !).

Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeit
• 80% im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils (für ausserhäusliche Tätigkeiten)

Retrospektive Bewertung der Arbeitsfähigkeit (angestammte / 
Verweistätigkeit) mit Aktenbezugnahme
• Von Januar - Juli 2014 bestand eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit sowohl 

angestammt, wie auch in Verweistätigkeit nach der HWS OP vom 27.01.2014.
• Ab Juli 2014 war sicherlich eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit möglich mit 

sukzessivem AF-Aufbau über 3 Monate bis zur postulierten AF von 80%.

Prognose und Empfehlungen zu Therapie- und Integrationsmassnahmen
• Physiotherapie, Optimierung der Schmerzmedikation nach Bedarf, 

probatorische Gabe, z.B. Gabapentin oder Pregabalin.

Des Weiteren haben die Gutachter die vom Bundesgericht mit Urteil 
9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 (publiziert mit BGE 141 V 281) aufgestellten 

12

Standardindikatoren im konkreten Fall geprüft und wie folgt beurteilt (IV-act. 74-
18ff./44):

1. Gesundheitsschaden
(…)
Die Versicherte leidet an einer reduzierten HWS Belastbarkeit bei St. n. einer gros-
sen HWS-OP vom Januar 2014. Daneben besteht eine stationäre fokale Myelopa-
thie auf Höhe C4 mit möglichem residualem, neuropathischem Schmerz an den 
Händen und auch an den Füssen.
Es besteht kein Suchtleiden.
Wesentliche Inkonsistenzen konnten neurologisch, dem federführenden Fachge-
biet, nicht festgestellt werden.
Es besteht sicherlich ein Migrationshintergrund, eher niedriger schulischer und be-
ruflicher Bildungsstand (geringe Lese-Schreibkenntnisse). Die Versicherte ist je-
doch gut integriert in der Familie.
Bezüglich der Persönlichkeitsdiagnostik kann festgestellt werden, dass die Versi-
cherte nicht über wesentliche traumatische Erlebnisse in Kindheit und Jugend be-
richtet. Dies macht das Bestehen einer Persönlichkeitsstörung weitgehend un-
wahrscheinlich. Zudem hat die Versicherte bis zur stattgehabten Operation vor 
dem Hintergrund des Bandscheibenvorfalls ihren Alltag und ihr Leben sowie die 
Berufs- und Arbeitstätigkeit gestaltet, Beziehungen gehalten, Kinder erzogen und 
im Arbeitsleben gestanden. Dies macht ebenfalls das Bestehen einer Persönlich-
keitsstörung unwahrscheinlich. Auch hat sie den Einschnitt in ihrem 19. Lebensjahr 
von den Eltern "zu einer Tante in die Schweiz geschickt zu werden" überwunden 
und aus dieser Krise auch eine Chance zu einem Leben in der Schweiz, unter wohl 
besseren Bedingungen als am Heimatort, genutzt. Dies weist ebenso auf das Be-
stehen von Resilienzen und Ressourcen hin, so dass davon auszugehen ist, dass 
die Versicherte auch die gegenwärtig bestehenden Umstände überwinden können 
sollte.
Es lässt sich auch kein Einschnitt, Einbruch im Sinne einer lebensverändernden Si-
tuation explorieren und feststellen, der psychiatrischerseits psychodynamisch als 
Auslöser für eine psychiatrische Störung angenommen werden könnte.

2. Sozialer Kontext
(…)
Im Rahmen der leitliniengerechten Anamneseerhebung wurden auch das soziale 
Umfeld und die Tagesaktivitäten beschrieben. Wir verweisen auf die Gutachten. 
Ein Arbeitstraining hat noch nicht stattgefunden. Die Versicherte ist gut familiär in-
tegriert, es besteht guter psychosozialer Support. Es bestehen keine relevanten 
psychosozialen Belastungsfaktoren mit direkten krankheitswertigen Folgen.

3. Diagnosen
(…)
Die funktionelle Einschränkung betrifft alle Lebensbereiche.
Neurologische und orthopädische Aspekte der zervikalen Pathologie überlagern 
sich hinsichtlich des Schmerzsyndroms.

4. Behandlung und Eingliederung
(…)
Die Behandlungen wurden lege artis durchgeführt.

13

Die weitere Therapie hat konservativ zu erfolgen. Zur Behandlung neuropathischer 
Schmerzanteile sind weitere Behandlungsoptionen verfügbar, sofern benötigt.
Eingliederungsmassnahmen sind im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils zumutbar.
Das Störungsbild wirkt sich nur hinsichtlich des Fähigkeitsprofils und der leichten 
quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus.

5. Konsistenz
(…)
Die Beschwerden der Versicherten sind nur teilweise nachvollziehbar, insbesonde-
re nicht im angegebenen Ausmass.
Insbesondere im Rahmen der neurologischen Untersuchung zeigen sich gewisse 
Befundinkonsistenzen z.B. bezüglich der angegebenen Beschwerde- und 
Schmerzausprägung versus der nur geringen medizinischen Inanspruchnahme 
von Analgetika und medizinischer Behandlung/Kontrollen. So ist auch im Serum 
der Versicherten trotz Angabe einer Einnahme von Mirtazapin 15mg morgens wie 
auch abends kein Wirkstoff detektierbar, trotz der langen biologischen Halbwerts-
zeit des Medikamentes. Dieser Befund steht im Widerspruch zur bewussten Aus-
sage der Versicherten bezüglich der Medikamenteneinnahme.
Die aktenkundige Angabe von geringer Arbeitsfähigkeit auch im Haushalt (siehe 
Haushaltsabklärung) kann nicht im unbemerkt beobachteten Bewegungsverhalten 
objektiviert werden, wo z.B. das Be- und Entkleiden, das Hantieren auch mit Knöp-
fen etc. feinmotorisch nicht beeinträchtigt erscheint. Die in der gezielten Untersu-
chung angegebene Überempfindlichkeit auf Berührungs- und Schmerzimpulse sind 
bei Ablenkung nicht im Ausdrucksverhalten beobachtbar.
Eine krankheitsbedingte Unfähigkeit zur Therapieadhärenz besteht nicht.
Zuletzt vor Eintritt der GS arbeitete die Versicherte nach ihren Angaben auch nur in 
Teilzeit bei O.________ mit ca. 45%.

6. Arbeitsfähigkeit
6.1 Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit (inkl. zeitlicher Verlauf)
80% vollschichtig mit vermehrten Pausen, sofern der Arbeitsplatz entsprechend 
dem Zumutbarkeitsprofil angepasst werden kann.

6.2 Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
80% vollschichtig mit vermehrten Pausen im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils
Von Januar - Juli 2014 bestand eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit sowohl ange-
stammt, wie auch in Verweistätigkeit nach der HWS OP vom 27.01.2014.
Ab Juli 2014 war sicherlich eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit möglich mit sukzessivem 
AF Aufbau über 3 Monate bis zur postulierten AF von 80%.

7. Zusatzfragen des Rechtsvertreters
1. Was genau ist die Ursache der neu aufgetretenen Gefühlsstörung in den 
Füssen?
2. Welchen Einfluss haben diese Gefühlsstörungen auf die Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit?
Es erscheint gut denkbar, dass im Rahmen mit der vordiagnostizierten zervikalen 
Myelopathie Restbeschwerden bestehen mit neuropathischem Schmerz an den 
Händen wie auch an den Füssen, konkrete motorische Störungsmuster insbeson-
dere spastisch sowie ataktische Störungen liegen hingegen nicht vor.
Die subjektiv angegebenen sensiblen Störungen an den Füssen dürften in diesem 
Zusammenhang der zervikalen Myelopathie als Residuum zu betrachten sein, zu-

14

mal eine Polyneuropathie auch messtechnisch (siehe aktuelle NLG N. suralis nor-
mal) und klinisch (Vibrationsempfinden 8/8) ausgeschlossen sind.
Gleichwohl ist das Ausmass der sensiblen Störungen nicht als so relevant zu ver-
anschlagen, betrachtet man die fehlende Reflexanhebung an den Beinen, das 
Fehlen von ataktischen Störungen oder anderer Gangstörungen.
Selbst wenn also diese leichten sensiblen Störungen der Füsse bestehen (letztlich 
ist es eine subjektive Beschreibung), so fehlen Zeichen der funktionalen Relevanz.

2.2.2  Der RAD-Arzt Q.________ (Facharzt Allgemeine Medizin) beurteilte das 
C.________-Gutachten mit Stellungnahme vom 8. Juni 2017 als in allen Belan-
gen nachvollziehbar und schlüssig. Zudem wies er auf die im Gutachten erwähn-
ten Inkonsistenzen bezüglich der geäusserten Beschwerden hin (IV-act. 75-7/7). 
Diese Beurteilung bestätigte der RAD-Arzt zudem auch am 11. Dezember 2017 
bzw. nach Eingang der Einwände der Versicherten, da keine neuen medizini-
schen Tatsachen vorliegen würden. Die Arbeitsfähigkeit und das ergonomische 
Profil seien im Rahmen einer Konsensfindung durch die Gutachter (resp. den 
Fallführer) erarbeitet worden. Die Argumentation des Rechtsvertreters der Versi-
cherten hinsichtlich der Inkonsistenzen (besonders bezogen auf das Medikament 
Mirtazapin) sei für den RAD-Arzt nicht nachvollziehbar (IV-act. 84-9/9).

3.1 In der Beschwerde an das Verwaltungsgericht wird u.a. sinngemäss gel-
tend gemacht, dass das MEDAS-Gutachten weder nachvollziehbar noch schlüs-
sig sei. Es verharmlose die Beeinträchtigungen der Versicherten erheblich. Ins-
besondere sei das Gutachten sehr widersprüchlich. So gehe es in der zusam-
menfassenden Beurteilung von einer 80%-igen Restarbeitsfähigkeit in einer so-
genannt leichteren Tätigkeit aus, dabei heisse es in der neurologischen Teilbeur-
teilung ausdrücklich, es sei davon auszugehen, dass "körperlich leichte, adaptier-
te, zumindest sehr leichte Arbeiten" möglich sein sollten, was nicht dasselbe sei. 
Es sei unklar, was denn eine sehr leichte Arbeit bedeute und ob es überhaupt 
Stellen dafür auf dem sogenannten ausgeglichenen Arbeitsmarkt gebe. Offenbar 
habe der Fallführer (der Orthopäde) das entsprechende ergonomische Profil era-
rbeitet, welcher nur sein Profil übernommen und die sehr leichten Tätigkeiten ein-
fach übergangen habe. 

3.2 Soweit die Versicherte die Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens in Frage 
stellt, kann ihr vorliegend nicht gefolgt werden. Allein eine in der Konsensbeurtei-
lung von einem Teilgutachten abweichenden Formulierung der Arbeitsfähigkeit 
vermag nicht ohne weiteres die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen. 
Aus dem orthopädischen Teilgutachten ergibt sich, dass der Versicherten das 
Heben und Tragen von schweren Lasten über 5 - 10 kg wie auch Arbeiten mit 
monotoner Kopfhaltung und Überkopfarbeiten bds. sowie das Hantieren mit 
schlagenden und vibrierenden Maschinen nicht mehr zumutbar sind. Dass der 

15

Versicherten nur noch körperlich leichte, adaptierte Arbeiten zumutbar sind, kann 
dem orthopädischen Teilgutachten mit diesem Wortlaut nicht entnommen wer-
den. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Formulierung aus dem neurologi-
schen Teilgutachten. Dieser Umstand sowie die weiteren Ausführungen sowohl 
in der Konsensbeurteilung als auch in den Teilgutachten und die Unterschriften 
der Gutachter zeigen auf, dass die interdisziplinäre Beurteilung unter Berücksich-
tigung sämtlicher Teilgutachten und im Einklang aller Gutachter erfolgt ist. Der 
neurologische Teilgutachter begründete sodann seine Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit ("In Gesamtschau ist davon auszugehen, dass körperlich leichte, adap-
tierte, zumindest sehr leichte Arbeiten möglich sein sollten. Allenfalls sind Tätig-
keiten mit erhöhter Anforderungen an feinmotorische Präzision ungeeignet.") wie 
folgt: Es erscheine zwar gut denkbar, dass im Rahmen mit der vordiagnostizier-
ten zervikalen Myelopathie Restbeschwerden mit neuropathischem Schmerz an 
den Händen wie auch an den Füssen bestehen würden, konkrete motorische 
Störungsmuster, insbesondere spastisch sowie ataktische Störungen würden 
hingegen nicht vorliegen. Die subjektiv angegebenen sensiblen Störungen an 
den Füssen dürften im Zusammenhang mit der zervikalen Myelopathie als Resi-
duum zu betrachten sein, zumal eine Polyneuropathie auch messtechnisch und 
klinisch (Vibrationsempfinden 8/8) ausgeschlossen sei. Gleichwohl sei das Aus-
mass der sensiblen Störungen nicht als so relevant zu veranschlagen, betrachte 
man die fehlende Reflexanhebung an den Beinen, das Fehlen von ataktischen 
Störungen oder anderer Gangstörungen. Selbst wenn diese leichten sensiblen 
Störungen der Füsse bestehen würden (letztlich sei es eine subjektive Beschrei-
bung), so fehlten Zeichen der funktionalen Relevanz. Dazu führt der neurologi-
sche Teilgutachter weiter aus, dass beim unbemerkten Beobachten das Be- und 
Entkleiden durchaus zügig, flüssig und ohne erkennbare Beeinträchtigung erfolgt 
sei. Zuknöpfen, Überziehen der Strümpfe und jegliches Hantieren sei dabei ohne 
erkennbare Einschränkung erfolgt (IV-act. 74-29/44). Die direkte Untersuchung 
bezüglich der angegebenen Dysästhesien, Dysalgesie an Händen und Füssen 
sei zwar mit mimischem doch sehr bewegtem Ausdrucksverhalten als sehr unan-
genehm und sehr abwehrend beantwortet worden, die unbemerkte Untersuchung 
jedoch sei sowohl an den Händen als auch an den Füssen tadellos möglich ge-
wesen. Auch die Schmerzstärke mit VAS 6-7/8 auch zum Zeitpunkt der Untersu-
chung erscheine nicht zwangsläufig mit dem Ausdrucksverhalten kongruent. Eine 
gewisse Akzentuierung, Überbewertung scheine zumindest teilweise zu beste-
hen (IV-act. 74-25/44). Als auffallend wurde im neurologischen Teilgutachten zu-
dem beurteilt, dass die Einnahme der Analgetika für die subjektiv doch stark be-
lastet angegebenen Nackenschmerzen recht nieder ausfalle und lediglich als 
Bedarfsmedikation eingenommen werde. Gut geholfen habe der Versicherten 

16

Remeron, was entsprechend auch annehmen lassen müsse, dass hier doch 
ängstliche Aspekte eine Rolle spielen könnten, wobei neben dem thymoleptanal-
getischen Effekt von Remeron auch ein schlafanstossender Effekt bestehe. An-
derseits sei im Serum der Versicherten trotz Angabe einer Einnahme von Mirta-
zapin 15mg morgens wie auch abends kein Wirkstoff detektierbar, trotz der lan-
gen biologischen Halbwertszeit des Medikamentes. Dieser Befund stehe im Wi-
derspruch zur bewussten Aussage der Versicherten bezüglich der Medikamen-
teneinnahme (IV-act. 74-29/44). Dass bei der Versicherten auch Ängste eine Rol-
le spielen könnten, bestätigt sie gegenüber dem Gutachter selbst bei der Befra-
gung nach einer allfälligen Einschätzung für eine ideal leidensangepasste Tätig-
keit, bei welcher sie beschrieb, dass sie sehr gerne etwas arbeiten würde, auch 
schon zur Ablenkung, aber Ängste bestehen würden. Dasselbe gelte beim Spa-
zierengehen oder Laufen. Sie habe keine Schmerzen in den Beinen, sei jedoch 
aus Angst stets auf die Begleitung einer Person angewiesen (vgl. IV-act. 74-
24/44).

Nach dem Gesagten ist entgegen den Vorbringen der Versicherten nicht davon 
auszugehen, dass ihre Beschwerden im MEDAS-Gutachten verharmlost worden 
sind. Vielmehr wurde ausführlich und nachvollziehbar dargelegt, welche Umstän-
de gegen gewisse, von der Versicherten geschilderte Beschwerden, zumindest in 
der von der Versicherten vorgebrachten und objektiv nicht überprüfbaren Inten-
sität, sprechen. Dementsprechend ist auch das im Konsens erfolgte Zumutbar-
keitsprofil nicht zu beanstanden.

Soweit die Versicherte geltend macht, ihr Gesundheitszustand habe sich seit 
dem letzten Untersuchungstag vom 5. Dezember 2016 bei der Gutachterstelle 
bis zur Haushaltabklärung vom 22. August 2017 noch verschlechtert, kann dem 
nicht ohne weiteres gefolgt werden. Gegenüber der Abklärungsperson führte die 
Versicherte am 22. August 2017 u.a. aus, dass weiterhin die chronischen 
Schmerzen im Nacken, in beiden Händen und in beiden Füssen im Vordergrund 
stehen würden. In den Händen und Füssen hätten die Taubheitsgefühle zuge-
nommen. Die Versicherte traue sich nicht, alleine zu spazieren, weil sie immer 
wieder stolpere. In diesem Jahr sei sie drei Mal gestürzt (IV-act. 78-2/8). Bereits 
im Rahmen der Haushaltabklärung vom 25. Februar 2015 machte die Versicher-
te gegenüber der Abklärungsperson geltend, vielfach zu stolpern und schon ein-
mal gestürzt zu sein (IV-act. 32-2/10). Gegenüber dem neurologischen Teilgut-
achter gab sie sodann an, Angst davor zu haben, alleine spazieren zu gehen  
(IV-act. 74-24/44). Eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der 
MEDAS-Begutachtung vermag die Versicherte somit nicht darzulegen. Hinzu 
kommt, dass (gemäss neurologischem Teilgutachten), wenn die neuropathischen 
Schmerzqualitäten eine Rolle spielen sollten, die bisherige Therapie noch nicht 

17

ausgeschöpft ist. Die Gabe von Membranstabilisatoren wie z.B. Gabapentin oder 
Pregabalin sei bisher noch nicht versucht worden (IV-act. 74-29/44). Die Ein-
nahme von Medikamenten könnte demnach einer Verschlechterung allenfalls 
entgegenwirken bzw. sogar zu einer Verbesserung der geschilderten Beschwer-
den führen. Es ist jedoch nicht aktenkundig, dass die Versicherte sich aufgrund 
einer allfälligen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands in ärztliche Be-
handlung begeben hat.

Im Übrigen beruht das MEDAS-Gutachten auf einer umfassenden Untersuchung 
der Versicherten. Es berücksichtigt die vorhandenen medizinischen Akten sowie 
die geltend gemachten Beschwerden und ist in den Schlussfolgerungen 
nachvollziehbar. Zudem stimmt es mit den weiteren medizinischen Akten 
weitgehend überein. Es wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich, 
dass relevante Befunde übersehen oder nicht berücksichtigt wurden. Insgesamt 
ist festzuhalten, dass die C.________-Begutachtung die beweisrechtlichen 
Anforderungen der Rechtsprechung erfüllt. Das MEDAS-Gutachten bildet eine 
genügende beweiskräftige Grundlage zur Beurteilung der Frage nach den 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit. Weitere medizinische 
Abklärungen sind nicht erforderlich. Die (beanwaltete) Versicherte bestreitet 
sodann auch nicht substantiiert das Vorliegen einer Restarbeitsfähigkeit von 80% 
im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils unabhängig davon ob eine leichte oder eine 
sehr leichte Arbeit zumutbar ist.

4.1 Umstritten ist weiter die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Versi-
cherten. Die Versicherte macht geltend, dass eine (verwertbare) 80%ige Restar-
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit völlig illusorisch sei. Eine 
Restarbeitsfähigkeit von 80% könne die Versicherte im ersten Arbeitsmarkt si-
cher nicht verwerten. Wenn es schon für Gesunde schwierig sei, eine sich auf 
einfache Tätigkeiten beschränkende Stelle zu finden, so müsse bei einem be-
stimmten, im Einzelfall zu würdigenden Mass an gesundheitlich bedingten Ein-
schränkungen bei der Ausübung einer schon seltenen Tätigkeit davon ausge-
gangen werden, dass das Leistungsvermögen auch bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage nicht mehr Gegenstand von Angebot und Nachfrage bilde und die 
Restarbeitsfähigkeit in der betroffenen Tätigkeit nicht mehr wirtschaftlich verwert-
bar sei. Hier sei insbesondere zu beachten, dass bereits leichte Tätigkeiten für 
die Versicherte "zu viel" seien, in der neurologischen Beurteilung sei ausdrücklich 
lediglich von zumindest sehr leichten Arbeiten die Rede. Vorliegend könne bei 
der am 15. Dezember dieses Jahres 63 Jahre alt werdenden Versicherten unter 
Berücksichtigung aller Umstände garantiert nicht mehr von einer Arbeitsgelegen-
heit gesprochen werden. Zu beachten sei insbesondere auch, dass die Versi-

18

cherte gar nicht richtig lesen und schreiben könne. Bürotätigkeiten würden daher 
gar nicht in Frage kommen. Die Versicherte getraue sich nicht einmal alleine 
spazieren zu gehen, weil sie immer wieder stolpere. Sollten am Fehlen einer Ar-
beitsgelegenheit wider Erwarten noch irgendwelche Zweifel bestehen, müsste 
eine allfällig verbliebene Arbeitsfähigkeit und deren Verwertbarkeit wenigstens 
eingehend mittels einer praktischen Arbeitsabklärung eruiert werden.

4.2 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielba-
re Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, 
wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind. Zu berücksichtigen ist u.a., 
dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze um-
fasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem Ent-
gegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Bundesgerichtsur-
teil 9C_922/2013 vom 19.5.2014 Erw. 3.5.2 m.w.H.).

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbe-
sondere kann von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die 
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt, oder dass sie 
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit-
gebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum 
Vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts I 45/06 vom 5.3.2006 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen; vgl. auch Bun-
desgerichtsurteil 9C_941/2012 vom 20.3.2013 Erw. 4.1.1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in 
der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren 
persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer 
versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren 
Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar 
ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine 
vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali-
denrente begründet. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das ver-
bliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwer-
ten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von 
den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffen-
heit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 
und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlich-

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=20.03.2013_9C_941-2012

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keitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher 
Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten 
Bereich sein (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_825/2016 vom 10.7.2017 Erw. 4.5 
m.V.a. BGE 138 V 457 Erw. 3.1 m.w.H.). Indessen hat das Bundesgericht in der 
Regel die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit nur bei über 60-
jährigen versicherten Personen, welchen lediglich noch eine Aktivitätsdauer von 
weniger als fünf Jahren verblieb, verneint (vgl. dazu Bundesgerichtsurteil 
8C_113/2016 vom 6.7.2016 Erw. 4.3).

Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der ver-
sicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälli-
gen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Massgeblicher Stichtag für die Be-
antwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der 
Tag, ab dem eine volle oder teilweise Erwerbstätigkeit medizinisch zumutbar ist. 
Die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die 
medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststel-
lung erlauben (vgl. BGE 138 V 457 Erw. 3.2ff.).

4.3 Im konkreten Fall stand die medizinische Zumutbarkeit einer Erwerbstätig-
keit mit dem MEDAS-Gutachten vom 18. März 2017 fest. Die Versicherte war zu 
diesem Zeitpunkt 61-jährig. Somit stand ihr noch eine Aktivitätsdauer von weni-
ger als fünf bzw. drei Jahren zur Verfügung.

Das Verwaltungsgericht hat in VGE I 2017 113 vom 11. April 2018 (Erw. 7.4) die 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
bereits ausführlich wie folgt dargelegt:

Verneint hat das Bundesgericht die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit etwa 
bei einem 64 1/2-jährigen Versicherten, der zwar noch leichte, in 
Wechselpositionen ausführbare Tätigkeiten ohne Heben schwerer Lasten 
ausführen konnte, aber für feinmotorische Arbeiten keine Fertigkeiten und keinerlei 
berufliche Erfahrungen mitbrachte (Urteil BGer 9C_979/2009 vom 10.2.2010 Erw. 
4 und 5). Als unverwertbar erachtet wurde auch die 50%ige, durch verschiedene 
Auflagen zusätzlich limitierte Leistungsfähigkeit eines knapp 64-jährigen 
Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden 
(Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 401/01 vom 4.4.2002 Erw. 4c und d), 
ebenso die 50%ige Arbeitsfähigkeit einer im 64. Altersjahr und rund zehn Monate 
vor dem Erreichen des AHV-Alters stehenden Versicherten (Urteil 9C_153/2011 
vom 22.3.2012 Erw. 3.3). Einem im demselben Altersjahr stehenden Versicherten 
(acht Monate vor der Pensionierung), der neun Jahre ohne Arbeit war und seit 
mehr als fünf Jahren eine Teilrente bezog und daneben noch zu 50 % arbeitsfähig 
war, sprach das Bundesgericht ebenfalls die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit ab (Urteil 9C_145/2011 vom 30.5.2011 Erw. 3.4; zum Ganzen: 
9C_847/2015 vom 30.12.2015 Erw. 4.1.2). Verneint wurde in der neueren 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch die Verwertbarkeit eines im 

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massgebenden Zeitpunkt 60-jährigen Versicherten, der während den letzten 20 
Jahren als Portier überwiegend mittelschwere bis schwere Arbeiten ausgeführt 
hatte und welcher auch für körperlich leichte Tätigkeiten und Tätigkeiten, welche 
feinmotorische Fähigkeiten erforderten, eingeschränkt war bzw. diese nur sehr 
eingeschränkt ausüben konnte (Urteil BGer 9C_954/2012 vom 10.5.2013 Erw. 
3.2.1).
Demgegenüber bejahte das Bundesgericht die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit bei einem 62 3/4-jährigen Versicherten, welcher nur noch 
vorwiegend sitzende oder wechselbelastende Arbeiten ausführen konnte, an den 
oberen Extremitäten aber nicht beeinträchtigt war und dem somit feinmotorische 
Tätigkeiten trotz fehlender diesbezüglicher Erfahrung in Form von Sortier- und 
Überwachungsarbeiten möglich waren (Urteil 8C_345/2013 vom 10.9.2013 Erw. 
4.3.3). Auch bei einem 61 Jahre alten Versicherten, der leichte Tätigkeiten nur 
noch vorwiegend sitzend aber vollzeitlich verrichten konnte und in seiner 
Feinmotorik nicht beeinträchtigt war, erachtete es die Chancen auf eine Anstellung 
als intakt (Urteil 8C_330/2015 vom 19.8.2015 Erw. 3.2). Bejaht wurde sie im 
Weiteren bei einem 63-jährigen Versicherten, welcher die bisherige Tätigkeit im 
Bereich Zuschnitt/Verkauf nicht mehr ausüben konnte, in einer adaptierten 
Tätigkeit jedoch vollständig arbeitsfähig war (Urteil 9C_536/2015 vom 21.3.2016 
Erw. 4.2) sowie bei einem 60-jährigen Hausabwart/Reinigungsmitarbeiter, welcher 
nurmehr vorwiegend sitzende oder wechselbelastende Arbeiten ausführen kann 
und keine Erfahrung mit feinmotorischen Tätigkeiten hatte (Urteil 8C_345/2013 
vom 10.9.2013 Erw. 4.3.2 und 4.3.3). Bejaht wurde die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit zudem bei einem 60-jährigen Flachdachmonteur bei Status 
nach zweimaliger zerebrovaskulärer Ischämie mit geringem residuellem 
sensomotorischem Hemisyndrom und leichten kognitiven Defiziten bei einer 
Arbeitsfähigkeit von 70% in einer adaptierten Tätigkeit (Urteil 8C_434/2017 vom 
3.1.2018 Erw. 7.2.2), bei einem Hilfsarbeiter in verschiedenen Baugewerben mit 
einer Aktivitätsdauer von noch knapp vier Jahren (über 60-jährig) und einer 
Arbeitsfähigkeit in geeigneten Verweistätigkeiten (körperlich leicht, 
wechselbelastend) von 80% (Urteil 8C_910/2015 vom 19.5.2016 Erw. 4.3.2 und 
4.3.3), bei einem 61-jährigen Montagearbeiter ohne Berufsausbildung mit voller 
Arbeitsfähigkeit bei adaptierter Tätigkeit (Urteil 9C_680/2014 vom 15.5.2015 Erw. 
6.2.4), bei einem 60-jährigen Gleisbauer, mit einer Restarbeitsfähigkeit von 60% in 
einer angepassten Tätigkeit (Urteil 9C_168/2015 vom 13.4.2016 Erw. 7.5.und 7.6) 
und einem 63,5 Jahre alten Servicetechniker, welcher nur mehr vorwiegend 
sitzende und nicht mehr körperlich schwere Arbeiten in einem Vollzeitpensum 
ausüben kann (Urteil 9C_847/2015 vom 30.12.2015 Erw. 4.2 und 4.3). 

Im erwähnten VGE wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht bei 
einem 59-jährigen Versicherten, welchem noch eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit 
(bei einer Leistungseinschränkung von 20% wegen erhöhtem Pausenbedarfs) in 
einer Tätigkeit ohne Heben von schweren Lasten und ohne monotone 
Rumpfhaltung zumutbar war, unter Ausschluss rein sitzender, rein stehender 
oder rein gehender Tätigkeiten und unter Ausschluss von Tätigkeiten mit Gehen 
auf unebenem Boden, ständigem Treppensteigen oder ständigem Besteigen von 
Leitern oder Gerüsten; ohne Behinderungen an den oberen Extremitäten und 
ohne feinmotorischen Beeinträchtigungen.

21

4.4 Der Versicherten ist eine körperlich leichte, adaptierte Tätigkeit zu 80% 
(aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs) ohne das Heben und Tragen von 
schweren Lasten über 5 kg bds. zumutbar, unter Ausschluss von Tätigkeiten mit 
monotoner Kopfhaltung und Überkopfarbeiten bds. sowie Hantieren mit schla-
genden und vibrierenden Maschinen. Auch Tätigkeiten mit sehr hoher Anforde-
rung an feinmotorische Präzision sind nicht mehr zumutbar. Die angestammte 
Tätigkeit in der O.________ (Regale auffüllen, Ablaufdatum der Lebensmittel 
kontrollieren, vgl. IV-act. 14-2/5, 32-3/10), ist der Versicherten insoweit nicht 
mehr zumutbar, als die Tätigkeit nicht an das Zumutbarkeitsprofil angepasst ist, 
wie bspw. das Transportieren von Waren über 5 kg sowie Überkopfarbeiten. 
Kann die Tätigkeit an das Zumutbarkeitsprofil der Versicherten angepasst wer-
den, so wäre sie ihr weiterhin zu 80% zumutbar. Dasselbe gilt auch für die bishe-
rige Tätigkeit der Versicherten für die R.________ (Heimarbeit). Gegenüber den 
MEDAS-Gutachtern machte die Versicherte geltend, dass sie diese Heimarbeit 
heute nicht mehr bewältigen könne. Der Ehemann würde manchmal noch Arbeit 
mit nach Hause bringen, diese dann jedoch meist alleine verrichten, wobei die 
(unregelmässigen) Einkünfte dann auf den Namen der Versicherten geschrieben 
würden (IV-act. 74-32/44). Noch im März 2015 führte die Versicherte gegenüber 
der Abklärungsperson Haushalt aus, dass sie weiterhin Heimarbeit verrichte, 
wenn es ihr möglich sei. Sie packe zuhause bspw. S.________ (Gegenstand) in 
die Geschenkbox ein oder schraube einzelne Teile zusammen (IV-act. 32-3/10). 
Soweit demnach die Heimarbeit aus Arbeiten besteht, welche sehr hohe Anfor-
derungen an die feinmotorische Präzision stellen (wie bspw. das Zusammen-
schrauben kleinster Einzelteile), so sind diese der Versicherten nicht mehr zu-
mutbar. Handelt es sich hingegen um Verpackungsarbeiten, welche keine hohen 
feinmotorischen Fähigkeiten erfordern, so sind diese der Versicherten weiterhin 
zumutbar. Nachdem der Versicherten ihre bisherige Tätigkeit zumindest ange-
passt weiterhin zumutbar ist, sie demnach bei einer neuen, ähnlichen Tätigkeit 
kaum Einarbeitungszeit benötigt (nachdem sie ihre bisherige Tätigkeit nur seit re-
lativ kurzer Zeit nicht mehr ausübt) und auch bereits erstellt ist, dass solche Ar-
beiten für die Versicherte, welche nicht richtig lesen und schreiben kann, beste-
hen, ist im konkreten Fall die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen, 
zumal in der Rechtsprechung davon ausgegangen wird, dass Hilfsarbeiten auf 
dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 
altersunabhängig nachgefragt werden (Bundesgerichtsurteile 8C_657/2010 vom 
19.11.2010 Erw. 5.2.3; 9C_646/2010 vom 23.2.2011 Erw. 4). Das Finden einer 
entsprechenden Stelle erscheint demnach nicht von vornherein ausgeschlossen, 
auch wenn die Verwertbarkeit in Berücksichtigung der konkreten Umstände 
(gesundheitliche Einschränkungen und Alter) sicherlich erschwert ist. Der 

22

Versicherten stehen, neben den erwähnten bisherigen, angepassten Tätigkeiten, 
grundsätzlich auch noch weitere Hilfsarbeitertätigkeiten offen, welche weder eine 
Ausbildung noch Kenntnisse im Lesen und Schreiben erfordern und keine 
erhöhten Anforderungen an die Feinmotorik stellen. Zu denken ist etwa an 
einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung 
und Überwachung von automatischen Maschinen und Produktionseinheiten, die 
mit keiner körperlichen Anstrengung verbunden sind (vgl. Bundesgerichtsurteil 
8C_12/2013 vom 13.2.2013 Erw. 3.2). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt hält eine 
Anzahl verschiedener derartiger Arbeitsstellen bereit (vgl. Bundesgerichtsurteile 
8C_25/2012 vom 3.7.2012 Erw. 4.2 in fine, mit Hinweisen; 8C_100/2012 vom 
29.3.2012 Erw. 3.4). Die Versicherte kann dabei von ihren Erfahrungen in ihren 
bisherigen Tätigkeiten profitieren. Zusammenfassend ist eine wirtschaftliche 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
mithin zu bejahen. Von beruflichen Massnahmen (wie z.B. eine Umschulung und 
Berufsberatung), welche über die Unterstützung im Rahmen der Stellensuche 
hinausgehen, sowie von einer praktischen Arbeitsabklärung kann demnach 
vorliegend abgesehen werden (vgl. dazu auch nachfolgende Erw. 7.3.2).

5.1 Die Versicherte macht geltend, dass im Haushalt grössere 
Einschränkungen bestehen würden als im Ausmass von 6.8%. Sie sei lediglich 
bei der "Haushaltsführung" nicht nennenswert eingeschränkt. In den Bereichen 
"Ernährung", "Wohnungspflege", "Einkauf und weitere Besorgungen" und 
"Wäsche und Kleiderpflege" sei sie deutlich eingeschränkt. Gesamthaft resultiere 
eine Einschränkung von gegen 50% (22.5% + 12% + 4.2% + 8%).

5.2 Bei der Schadenminderungspflicht handelt es sich um einen allgemeinen 
Grundsatz des Haftpflicht- und Versicherungsrechts (BGE 133 V 511 Erw. 4.3). 
Sie bedeutet, dass einem Leistungsansprecher Massnahmen zuzumuten sind, 
die ein vernünftiger Mensch in derselben Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei 
Entschädigung zu erwarten hätte (Urteil 4C.177/2006 vom 22.9.2006 Erw. 2.2). 
Die Schadenminderungspflicht ist namentlich auch im Haushalt von erheblicher 
Bedeutung; ihr Umfang ergibt sich nicht direkt aus der medizinischen Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit (BGE 130 V 97 Erw. 3.3.3). Nach der Rechtsprechung hat 
die versicherte Person Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkun-
gen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihr eine 
möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten er-
möglichen. Der Umstand, dass diese Arbeiten nur mühsam und mit höherem 
Zeitaufwand bewältigt werden können, begründet nicht ohne weiteres eine Inva-
lidität. Zudem wird die Unterstützung durch Familienangehörige vorausgesetzt, 
welche weiter geht als im Gesundheitsfall (BGE 130 V 97 Erw. 3.3.3). 

23

Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei einer im Haushalt tätigen Person nur in-
soweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden 
können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet 
werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder 
doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Geht es um die Mitarbeit von 
Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familien-
gemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten 
wären (Bundesgerichtsurteil 8C_828/2011 vom 27.7.2012 Erw. 4.1.1). Allerdings 
darf unter dem Titel der Schadenminderungspflicht die Bewältigung der Haus-
halttätigkeit nicht in einzelne Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Famili-
enmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festge-
stellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmit-
glied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entspre-
chenden Teilfunktion in Frage kommt (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts I 681/02 vom 11.8.2003 Erw. 4.4).

5.3 Im konkreten Fall ist unbestritten, dass die Versicherte im Gesundheitsfall 
zu 75% einer Erwerbstätigkeit nachgehen und zu 25% den Haushalt erledigen 
würde.

Die im Abklärungsbericht enthaltene Gewichtung der Tätigkeitsfelder entspricht 
den Vorgaben des KSIH (Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung, Rz. 3087). Zudem wurde die Haushaltabklärung in Kennt-
nis der medizinischen Akten (inkl. MEDAS-Gutachten) vorgenommen.

Unbestritten ist des Weiteren, dass im Bereich "Haushaltsführung" keine Ein-
schränkung vorliegt. Die Versicherte und ihr Ehemann vermögen einen Grossteil 
der Haushaltarbeiten gemeinsam auszuführen. Darunter fallen ein Grossteil der 
Mahlzeitenzubereitung, die Küchenordnung, das Einkaufen sowie weitere Besor-
gungen und die Wäschepflege. Eine solche Arbeitsaufteilung ist, bei einem Zwei-
Personenhaushalt, in welchem der Ehemann Vollzeit arbeitet und die Versicherte 
im Gesundheitsfall ebenfalls zu einem Pensum von 75% erwerbstätig wäre, 
grundsätzlich zumutbar. Es wird demnach vom Ehemann nicht erwartet, dass er 
den Grossteil des Haushaltes alleine erledigt aber eine erhebliche Mithilfe wird zu 
Recht angenommen. Zudem werden der Versicherten im Rahmen des Zumut-
barkeitsprofils leichte Tätigkeiten ohne sehr hohe Anforderungen an feinmotori-
sche Präzision (wie bspw. einfache Mahlzeiten zubereiten, allenfalls unter Ver-
wendung von Halbfertigprodukten wie bereits gerüstete Salate etc., Tisch decken 
und abräumen, tägliche leichte Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie leichte 
Einkäufe) zugetraut. Gewisse Tätigkeiten, wie die Tageskehr und Einkaufspla-
nung, vermag die Versicherte neben der Haushaltsführung auch noch alleine 

24

auszuführen. Bei denjenigen Tätigkeiten, welche der Ehemann seit Beschwerde-
beginn zumindest grösstenteils alleine vornehmen muss und bei welchen der 
Versicherten wenig bis keine Mithilfe zugemutet werden kann, wurde im Ab-
klärungsbericht jeweils eine Einschränkung berücksichtigt. Darunter fallen teil-
weise das tägliche Zubereiten der Mahlzeiten, die Jahresreinigung der Küche, 
die Wochenkehr und die saisonale Reinigung der Wohnung. Zudem wurde in der 
Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 23. Februar 2018 nachvollziehbar 
ergänzt, dass im Sinne der Schadenminderungspflicht auch entsprechende 
Hilfsmittel für die Reinigung zu verwenden sind (wie Roboter für das Staubsau-
gen, Böden aufnehmen und die Fensterreinigung, Badezimmerbürsten mit Tele-
skop, Greifzangen, leicht zu bedienende Bügeleisen sowie Reinigungsmittel, 
welche nur noch ein Aufsprühen und Abspülen und kein Schrubben mehr erfor-
dern). Bei dieser Sachlage ist die vom Abklärungsdienst ermittelte Einschrän-
kung im Haushalt von 6.8% nicht zu beanstanden. Selbst wenn man bei der Wä-
sche- und Kleiderpflege noch eine teilweise Einschränkung von je 25% berück-
sichtigen würde (weil der Ehemann einen Grossteil der Arbeit ausführt, wobei der 
Versicherten durchaus gewisse Arbeiten zumutbar sind), was die gesamthafte 
Einschränkung Haushalt um 5% auf 11.8% erhöhen würde (Wäsche waschen 
etc. und Wäsche zusammenlegen etc. je eine Behinderung von 12.5% = total 
25%; bei einer Gewichtung von 20% ergibt sich eine Beeinträchtigung von 5%; 
6.8% + 5% = 11.8%), resultierte daraus kein rentenbegründender IV-Grad, wie 
nachfolgend (in Erw. 6.2.3) dargelegt wird. Bei einer unbestrittenen Gewichtung 
von 25% resultiert bei der Versicherten für den Haushalt eine Invalidität von 2% 
bzw. maximal 3%.

6.1 Die Versicherte macht des Weiteren geltend, dass sie zumindest Anspruch 
auf eine IV-Viertelsrente hätte.

6.2.1  Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgte sowohl im Abklärungsbericht 
als auch in der angefochtenen Verfügung ohne Berücksichtigung des geänderten 
Art. 27bis IVV, welcher die neue Berechnung der Invalidität bei Teilerwerbstäti-
gen regelt (vgl. vorstehende Erw. 1.4). Dies wird vernehmlassend von der IV-
Stelle anerkannt. Des Weiteren ist die Ermittlung des Valideneinkommens und 
des Invalideneinkommens gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne (TA1, 2014), wel-
che für Frauen im Kompetenzniveau 1 ein monatliches Einkommen von 
Fr. 4'300.-- vorsehen, grundsätzlich unbestritten.

Angepasst an die Nominallohnentwicklung per 2016 und unter Berücksichtigung 
der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche er-
gibt sich bei einem Vollzeitpensum (vgl. Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV) ein jährliches 
hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 54'517.50.

25

Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80% resultiert ein Einkommen von Fr. 43'614.--. 
Des Weiteren gewährte die IV-Stelle einen leidensbedingten Abzug von 15%.

Die Versicherte macht geltend, dass sie aufgrund der hier noch relevanten ge-
sundheitlichen Einschränkungen (höchstens sehr leichte Arbeiten seien noch 
möglich) auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einer Mitbewerberin ohne Ein-
schränkungen extrem stark benachteiligt sei, was sich auf das Lohnniveau aus-
wirke. Deshalb rechtfertige es sich in jedem Fall, den höchstzulässigen Abzug 
von 25% vorzunehmen.

6.2.2  Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert 
(Tabellenlohn) um maximal 25% zu kürzen, wenn persönliche und berufliche 
Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, 
Nationalität resp. Aufenthaltskategorie oder Beschäftigungsgrad Auswirkungen 
auf die Lohnhöhe haben und die versicherte Person deswegen die verbliebene 
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 
Erw. 5.2; 126 V 75 Erw. 5b/aa-cc S. 80). Die Rechtsprechung gewährt 
insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine 
versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in 
ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 Erw. 5a/bb; Urteil BGer 
8C_805/2016 vom 22.3.2017 Erw. 3.1).  

6.2.3  Im konkreten Fall ist der Anspruch auf die Gewährung eines leidensbe-
dingten Abzugs grundsätzlich unbestritten. Dass die Versicherte selbst im Rah-
men körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten in ihrer Leistungsfähigkeit einge-
schränkt ist, trifft zu. Allerdings wird der erhöhte Pausenbedarf bereits im Rah-
men des um 20% reduzierten Arbeitspensums berücksichtigt. Die weiteren Ein-
schränkungen werden sodann grösstenteils bereits im Rahmen körperlich leich-
ter Hilfsarbeitertätigkeiten abgedeckt, weshalb sich vorliegend nicht der Abzug 
des Maximalbetrages von 25% rechtfertigt. Der Abzug der IV-Stelle in der Höhe 
von 15% ist somit nicht zu beanstanden. Selbst wenn jedoch ein leidensbeding-
ter Abzug von 25% gewährt würde, vermag vorliegend kein rentenbegründender 
IV-Grad zu resultieren.

Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15% resultiert ein In-
valideneinkommen von Fr. 37'071.90. Daraus ergibt sich für die Erwerbstätigkeit 
eine Beeinträchtigung von 32%. Gewichtet anhand des Beschäftigungsgrades, 
den die Versicherte hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (vgl. Art. 27bis 
Abs. 3 lit. b IVV), nämlich 75%, ergibt sich eine Invalidität im Erwerb von 24%. 

26

Bei einer Invalidität im Haushalt von 2% bzw. maximal 3% (vgl. vorstehend Erw. 
5.3) ergibt sich ein IV-Grad von 26% bzw. 27%.

Berücksichtigt man einen leidensbedingten Abzug von 25% so resultierte ein In-
valideneinkommen von Fr. 32'710.50, was eine Beeinträchtigung für die Erwerbs-
tätigkeit von 40% ergibt. Gewichtet anhand des Beschäftigungsgrades von 75% 
(vgl. dazu auch der erläuternde Bericht des Bundesamtes für Sozialversicherun-
gen zur Änderung der IVV betreffend die Invaliditätsbemessung für teilerwerbs-
tätige Versicherte [gemischte Methode] per Januar 2018, Anpassungen zur An-
wendung der gemischten Methode nach dem Urteil 7186/09 des Europäischen 
Gerichtshofs für Menschenrechte vom 2. Februar 2016, zu finden unter: Medi-
enmitteilung des BSV vom 17.5.2017: Die Invalidität von Teilerwerbstätigen soll 
ausgewogener berechnet werden - Dokumente), resultiert eine Invalidität im Er-
werb von 30% bzw. ein IV-Grad von 32% bzw. maximal 33%.

7.1 Die Versicherte macht schliesslich geltend, Anspruch auf Arbeitsvermitt-
lung, Berufsberatung und Integrationsmassnahmen zu haben.

7.2.1  Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben u.a. 
Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten 
Arbeitsplatzes (vgl. Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG). 

7.2.2  Gemäss Art. 15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der 
Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, 
Anspruch auf Berufsberatung. Der Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG) 
setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur berufli-
chen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin 
behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und 
Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf 
wählen zu können (Bundesgerichtsurteil I 761/01 vom 18.10.2002 Erw. 4.3; Mey-
er/Reich-muth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3.A., S. 184). Des 
Weiteren muss die versicherte Person, um Anspruch auf Massnahmen nach 
Art. 15 IVG zu haben, über die erforderlichen schulischen 
Grundvoraussetzungen für einen Erfolg versprechenden Beginn einer beruflichen 
Massnahme (Berufslehre, Anlehre, Umschulung) verfügen (vgl. 
Bundesgerichtsurteil I 547/99 vom 12.10.2001 Erw. 6). Art. 15 IVG ist keine 
Grundlage, um auf Kosten der Invalidenversicherung  Lücken im 
Grundschulwissen auszufüllen (zit. Bundesgerichtsurteil I 547/99 m.V.a. 
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 15 N 3 
m.w.H.).

27

7.2.3  Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent 
arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur 
Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern 
dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher 
Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG).

7.3.1  Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung ausgeführt, dass in 
Bezug auf die Suche einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Pensum von 
80% grundsätzlich keine invaliditätsbedingte Einschränkung besteht. Ausserdem 
seien Eingliederungsmassnahmen aufgrund der subjektiven Krankheits- und 
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung nicht zielführend. Sollte sich die Versicherte 
wider Erwarten für die Stellensuche im Rahmen der festgelegten Zumutbarkeit 
zur Verfügung stellen, könne sie sich trotzdem bei der IV zur Verwertung der 
Resterwerbsfähigkeit melden. Dementsprechend würde der Versicherten 
Arbeitsvermittlung gewährt.

7.3.2  Was die Berufsberatung betrifft, so geht es vorliegend nicht darum, eine 
Erfolg versprechende berufliche Massnahme im Sinne einer Berufslehre, Anlehre 
oder Umschulung vorzubereiten, da dafür die ausbildungsmässigen 
Erfordernisse nicht gegeben sind (geringe Lese- und Schreibkenntnisse; vgl. 
Bundesgerichtsurteil I 547/99 vom 12.10.2001 Erw. 6). Zudem ist vorliegend 
nicht ersichtlich, dass die Versicherte infolge ihres Gesundheitszustandes nicht in 
der Lage ist, einen der Behinderung angepassten Beruf zu wählen oder dass die 
gesundheitlichen Einschränkungen eine Berufsberatung nötig machten. Für die 
Versicherte kommen wie bereits erwähnt grundsätzlich verschiedenste körperlich 
leichte, adaptierte Tätigkeiten in Frage. Massnahmen wie Berufswahlgespräche, 
Neigungs- und Begabungstests erscheinen für die Wahl einer solchen Tätigkeit 
nicht erforderlich (vgl. Bundesgerichtsurteil I 761/01 vom 18.10.2002 Erw. 4.3; 
vgl. auch VGE I 2017 28 vom 18.9.2017 Erw. 7.4).

7.3.3  Die Versicherte ist in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 80% arbeits-
fähig. Die Voraussetzung einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 14a 
Abs. 1 IVG ist demnach nicht erfüllt, weshalb kein Anspruch auf 
Integrationsmassnahmen besteht.

8.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet.

8.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Verfahrenskosten 
der Beschwerdeführerin auferlegt. Ein Anspruch auf Parteientschädigung entfällt.

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin aufer-
legt. Sie hat am 28. März 2018 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- be-
zahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und an das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern (A).

Schwyz, 9. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. September 2018