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**Case Identifier:** 006d12a8-2d08-5c3f-802d-653032d16adf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-11-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 01.11.2004 SKG 2004 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2004-56_2004-11-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 01. November 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 04 56

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Richter Schäfer und Vital 
Aktuar ad hoc Pinchera

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In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des X., Beschwerdeführer,

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Albula vom 18. Au-
gust 2004, mitgeteilt am 4. Oktober 2004, in Sachen des K a n t o n s  Z . , Beschwer-
degegner, gegen den Beschwerdeführer, 

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. Das Verkehrsamt des Kantons Z. entzog X. mit Entscheid vom 03. No-
vember 2003 für die Dauer von zwei Monaten den Führerausweis und verfügte, es 
seien die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- innert 30 Tagen zu bezahlen. Dieser Ent-
scheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Mangels Zahlung erliess das 
Betreibungsamt B. am 22. April 2004 auf Begehren des Verkehrsamtes des Kantons 
Z. einen Zahlungsbefehl gegen X. für die Forderung im Betrag von Fr. 200.-- (Be-
treibungs-Nr. 20040272). Dagegen erhob X. Rechtsvorschlag.

B. Mit Rechtsöffnungsbegehren vom 8. Juli 2004 ersuchte das Verkehrs-
amt des Kantons Z. den Bezirksgerichtspräsidenten Albula um Erteilung der defini-
tiven Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 20040272 gegen X. für den verfügten 
Betrag von Fr. 200.--, für die Betreibungskosten von Fr. 30.-- und für die Parteien-
tschädigung von Fr. 100.--. Das Gesuch wurde mit der in Rechtskraft erwachsenen 
Verfügung begründet. Als Urkunden wurden unter anderem die Verfügung vom 03. 
November 2003 mit Rechtskraftbescheinigung, der Computerauszug der Rechnung 
Nr. 140388 und rechtliche Grundlagen des Kantons Z. beigelegt. Mit Schreiben vom 
14. Juli 2004 lud der Bezirksgerichtspräsident Albula die Parteien zur Rechtsöff-
nungsverhandlung vom 18. August 2004 ein und eröffnete dem Gesuchsgegner die 
Möglichkeit, bis zum 31. Juli 2004 schriftlich Stellung zu nehmen. Die Parteien wur-
den aufgefordert, allfällige weitere Beweise bis spätestens zur Rechtsöffnungsver-
handlung vorzulegen. Der Gesuchsgegner machte von der Aufforderung zur Stel-
lungnahme keinen Gebrauch. Zur Rechtsöffnungsverhandlung vom 18. August 
2004 erschien keine der Parteien.

C. Mit Entscheid vom 18. August 2004, mitgeteilt am 4. Oktober 2004, 
erkannte der Bezirksgerichtspräsident Albula wie folgt: 

„1. Die definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 20040272 des Betrei-
bungsamtes B. gegen X. wird für die Forderungssumme von Fr. 200.00 
erteilt.

2. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Albula von Fr. 150.-- gehen 
zulasten von X. und werden unter Erteilung des Regressrechtes beim 
Kanton Z. erhoben und mit dem durch ihn geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3. X. hat den Kanton Z. ausseramtlich mit Fr. 100.-- zu entschädigen. 

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

Begründend wurde dargelegt, dass sich der Kanton Z. im vorliegenden Fall 
gemäss Art. 2 des Konkordates über die Gewährung gegenseitiger Rechtshilfe zur 

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Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Ansprüche auf den rechtskräftigen Entscheid 
des Verkehrsamtes berufe, worin der Betrag von Fr. 200.-- festgehalten sei. Der 
Gesuchsgegner wende nicht ein, dieser Betrag sei gestundet oder getilgt worden. 
Ebenso wenig bringe er vor, er habe sich zur Angelegenheit nicht äussern oder er 
habe kein Rechtsmittel ergreifen können. 

D. Gegen diesen Entscheid erhob X. am 13. Oktober 2004 Beschwerde 
beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit dem sinngemässen Begeh-
ren, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und das Gesuch um definitive 
Rechtsöffnung abzuweisen. 

E. Der Beschwerdegegner beantragte in der Vernehmlassung vom 20. 
Oktober 2004 die Abweisung der Beschwerde und verwies auf das Rechtsöffnungs-
begehren vom 8. Juli 2004 und sämtliche beigefügten Akten. Mit Schreiben vom 27. 
Oktober 2004 verzichtete das Bezirksgerichtspräsidium Albula, unter Hinweis auf 
die Erwägungen im angefochtenen Entscheid, auf die Einreichung einer Vernehm-
lassung. 

F. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie die 
Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Entscheide des Rechtsöffnungsrichters in Rechtsöffnungssa-
chen kann nach Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden 
(ZPO; BR 320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverord-
nung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GVV zum SchKG; 
BR 220.100) innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbe-
schwerde an den Kantonsgerichtsausschuss erhoben werden. Nach Art. 236 Abs. 
3 ZPO in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO ist in der Beschwerde mit kurzer 
Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche 
Abänderungen beantragt werden. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten.

2.a) Der Kantonsgerichtsausschuss prüft nur im Rahmen der Beschwerde-
anträge, ob der angefochtene Entscheid oder das vorausgehende Verfahren Ge-
setzesbestimmungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich 

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sind (Art. 235 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 236 Abs. 3 ZPO). Abgestellt wird 
dabei auf die Entscheidgrundlagen, wie sie bereits dem vorinstanzlichen Richter zur 
Verfügung standen (Art. 235 Abs. 2 ZPO). Die Einlage neuer Beweismittel im Be-
schwerdeverfahren ist unzulässig (Art. 233 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 236 
Abs. 3 ZPO), es sei denn es handle sich um solche zu prozessualen Fragen, die 
von Amtes wegen abzuklären sind, wie etwa örtliche Zuständigkeit bzw. Wohnsitz 
und Gerichtsstand, fristgerechte Parteivorladung oder die Frage der Partei- und Pro-
zessfähigkeit (vgl. PKG 1981 Nr. 24; 1979 Nr. 19; Nay, Zivilprozessordnung und 
Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Graubünden, Chur 1986, N 6 zu Art. 236). 
Der Kantonsgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz hat somit bei der Beurtei-
lung eines Falles von den gleichen tatsächlichen Voraussetzungen auszugehen wie 
der Vorderrichter.

b) Der Beschwerdeführer reichte mit seiner Beschwerdeschrift vom 13. 
Oktober 2004 diverse neue Akten ins Recht (act. 01/2 [Verfügung vom 09. März 
2004 mit Zahlungsbestätigung], act. 01/3 [Schreiben des Verkehrsamtes Z. vom 22. 
Januar 2004 betreffend Deponierung des Führerausweises], act. 01/4 [Gesuch um 
Wiedererwägung vom 19. Januar 2004], act. 01/5 [Vorladung zur Befragung durch 
die Kantonspolizei Z. vom 05. Januar 2004], act. 01/6 [Telefax an die Gemeindever-
waltung A. vom 05. September 2000], act. 01/7 [Schriftenempfangschein der Ge-
meinde A. vom 28. Juni 2000], act. 01/8 [Zeitungsartikel der BAZ vom 13. Oktober 
2004]). Alle diese Unterlagen haben der Vorinstanz gemäss detailliertem Aktenver-
zeichnis des Bezirksgerichtes Albula nicht vorgelegen. Die aufgezählten Akten wer-
den daher vom Novenverbot erfasst. 

3.a) Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens gemäss Art. 80 ff. SchKG 
ist ausschliesslich die Frage, ob für die in Betreibung gesetzte Forderung ein 
Rechtstitel besteht, welcher die durch den Rechtsvorschlag des Schuldners be-
wirkte Hemmung des Betreibungsverfahrens zu beseitigen vermag. Über den ma-
teriellen Bestand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter hingegen nicht zu 
befinden (Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. 
Auflage, Bern 2003, § 19 N 22). 

b) Nach Art. 80 Abs. 1 SchKG müssen zwei Voraussetzungen für die Ge-
währung der definitiven Rechtsöffnung erfüllt sein. Die Forderung muss einerseits 
auf einem gerichtlichen Urteil beruhen und andererseits vollstreckbar sein. Gericht-
lichen Urteilen gleichgestellt sind nach Art. 80 Abs. 2 Ziff. 3 SchKG Verfügungen 
und Entscheide kantonaler Verwaltungsbehörden über öffentlich-rechtliche Ver-

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pflichtungen, soweit das kantonale Recht dies vorsieht. Laut Art. 27 Ziff. 3 GVV zum 
SchKG sind Entscheide und Verfügungen der zuständigen Behörden anderer Kan-
tone über öffentlich-rechtliche Ansprüche gemäss interkantonaler Übereinkommen 
gerichtlichen Urteilen gleichgestellt. Im Konkordat über die Gewährung gegenseiti-
ger Rechtshilfe zur Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Ansprüche (im Folgenden: 
Konkordat; SR 281.22; BR 220.310), dem alle Kantone beigetreten sind, verpflich-
ten sich die Kantone zur Leistung gegenseitiger Rechtshilfe zur Vollstreckung der 
auf öffentlichem Recht beruhenden Ansprüche auf Geld- oder Sicherheitsleistungen 
zugunsten des Kantons oder der Gemeinden (Art. 1 Abs. 1 des Konkordates). Die 
Rechtshilfe wird gemäss Art. 1 Abs. 2 des Konkordates im Betreibungsverfahren 
durch die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung gewährt. 

c) Damit ein Verwaltungsakt als Rechtsöffnungstitel gelten kann, muss 
er einer Reihe von Mindestanforderungen genügen, die den Rechtsschutz des 
Schuldners in ähnlich umfassender Weise wie ein Gerichtsurteil sicherstellen sollen 
(PKG 1987 Nr. 27). Richtig abgefasste Verwaltungsentscheide über Abgaben müs-
sen eine Rechtsmittelbelehrung enthalten. Diese Vorschrift beruht auf der 
grundsätzlichen Überlegung, dass vollstreckbare Behördenentscheide über Abga-
ben eindeutig in ihrem Verfügungscharakter erkennbar sein müssen und sich des-
halb in ihrer Form von blossen Rechnungen, Mahnungen oder provisorischen Ver-
fügungen zu unterscheiden haben. Dem Adressaten muss ohne weiteres klar wer-
den, welche Amtsstelle welche Forderung geltend macht und vor allem, dass die 
Verfügung vollstreckt werden kann, wenn sie nicht angefochten wird (vgl. PKG 1992 
Nr. 29; 1987 Nr. 27). Die Verfügung des Verkehrsamtes Z. vom 03. November 2003 
betreffend Entzug des Führerausweises findet sich bei den Akten. Bei dieser Verfü-
gung handelt es sich zweifellos um eine Verfügung im Sinne von § 6 der Verordnung 
über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Z. (SRSZ 234.110). Sie ist mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehen (Ziffer 6), aus Ziffer 5 geht klar hervor, welcher Be-
trag innert welcher Frist geschuldet ist und daraus ist weiter ersichtlich, an welche 
Amtsstelle der Betrag zu leisten ist. Zudem wird der Verfügungsadressat X. darauf 
hingewiesen, dass bei Nichtbezahlung nach Ablauf der 30-tägigen Zahlungsfrist die 
Betreibung eingeleitet und damit die Forderung vollstreckt werde.

d) Nach Art. 80 Abs. 1 SchKG muss der entsprechende Verwaltungsakt 
ausserdem vollstreckbar sein, damit die definitive Rechtsöffnung gewährt werden 
kann. Vollstreckbar sind rechtskräftige Entscheide oder Verfügungen von Verwal-
tungs- und Gerichtsbehörden, die nach der Gesetzgebung des Kantons, in dem sie 
erlassen wurden, im Sinne von Art. 80 Abs. 2 SchKG einem gerichtlichen Urteil 

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gleichgestellt sind (Art. 2 des Konkordates). Im vorliegenden Fall sind die Behörden, 
das heisst das Verkehrsamt des Kantons Z., unter anderem berechtigt, gestützt auf 
§ 71 der Verordnung über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Z. Gebühren 
zu erheben. Diese Gebühren bzw. Verfahrenskosten sind gemäss § 76 ff. der Ver-
ordnung über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Z. auf dem Wege der 
Schuldbetreibung (§ 78 Abs. 1 lit. a der vorgenannten Verordnung) vollstreckbar. In 
§ 78 Abs. 2 dieser Verordnung wird explizit darauf hingewiesen, dass Verfügungen 
und Entscheide, die auf eine Geldzahlung oder Sicherheitsleistung gehen, einem 
Gerichtsurteil im Sinne von Art. 80 Abs. 2 SchKG gleichgestellt sind. Daher ist der 
Verfügung vom 03. November 2003 mit den zu bezahlenden Verfahrenskosten von 
Fr. 200.-- gestützt auf § 11 der Verordnung über die Motorfahrzeugabgaben des 
Kantons Z. (SRSZ 782.310) sowie gestützt auf den Regierungsbeschluss über die 
Gebühren für Motorfahrzeuge und Motorfahrzeugführer nach Strassenverkehrsge-
setz (SRSZ 782.311) die gleiche Wirkung wie einem gerichtlichen Urteil zuzuschrei-
ben.

Die Vollstreckbarkeit setzt weiter voraus, dass das Verfahren zur Festset-
zung öffentlich-rechtlicher Ansprüche folgende beiden Anforderungen erfüllt (Art. 3 
des Konkordates): Der Betriebene muss Gelegenheit gehabt haben, sich zur Sache 
zu äussern, eine Einsprache bei der verfügenden Behörde zu erheben oder von 
einem anderen, die Überprüfung des Sachverhaltes gewährleistenden Rechtsmittel 
Gebrauch zu machen. Der Betriebene muss ebenso auf das gegen den Entscheid 
oder die Verfügung zulässige ordentliche Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und 
die Rechtsmittelfrist aufmerksam gemacht worden sein. Aus Ziffer 6 der Verfügung 
vom 03. November 2003 geht hervor, dass X. die Möglichkeit eingeräumt wurde, 
dagegen innert zwanzig Tagen seit deren Erhalt beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Z. schriftlich Beschwerde zu erheben. Damit ist der Beschwerdeführer auf das 
zulässige Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und die Rechtsmittelfrist schriftlich 
aufmerksam gemacht worden. Er hat denn auch diesbezüglich keine Rüge erhoben.

Rechtskräftig sind alle ordnungsgemäss eröffneten Entscheide, die nicht 
mehr mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden können (vgl. Pan-
chaud/Caprez, Die Rechtsöffnung, 2. Aufl., Zürich 1980, § 133). Bei den Akten findet 
sich ein Schreiben des Verwaltungsgerichts des Kantons Z. vom 30. Juni 2004, mit 
welchem bestätigt wird, dass gegen die Verfügung vom 03. November 2003 keine 
Beschwerde eingereicht wurde. Die Verfügung des Verkehrsamtes des Kantons Z. 
ist daher in Rechtskraft erwachsen und damit vollstreckbar.

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4.a) Gemäss Art. 6 des Konkordates stehen dem Betriebenen folgende 
Einreden zu: 

„a) der urkundliche Beweis, dass die Schuld seit Erlass des Urteils getilgt 
oder gestundet wurde;

b) dass die Schuld verjährt ist;

c) dass die kantonale Behörde, welche den Entscheid erlassen hat, nicht 
zuständig war, dass der Betriebene nicht gehörig vorgeladen wurde 
oder nicht gesetzlich vertreten war;

d) dass ihm der Entscheid nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise 
eröffnet wurde.“

Dem Rechtsöffnungsrichter ist es verwehrt, andere als diese Einwände zu 
prüfen. Er hat nicht über die sachliche Begründetheit und die Rechtmässigkeit eines 
Entscheides zu befinden, sondern eben nur zu prüfen, ob dieser rechtskräftig und 
damit vollstreckbar ist (vgl. PKG 1984 Nr. 31). Andere Mängel als diejenigen nach 
Art. 6 des Konkordates sind grundsätzlich im ordentlichen Rechtsmittelverfahren 
geltend zu machen. Eine Ausnahme besteht nur – was vorliegend nicht der Fall ist 
– bei nichtigen Verfügungen, welche von Amtes wegen zu beachten sind und von 
den Vollstreckungsorganen nicht vollzogen werden dürfen (vgl. BGE 129 I 361). 

b) Der Beschwerdeführer macht in seiner Rechtsöffnungsbeschwerde 
geltend, dass es für den Bezirksgerichtspräsidenten eine Ehrensache sein sollte, 
die Bezirkseinwohner gegen die Willkür externer Verwaltungseinheiten zu verteidi-
gen. Das Polizeidepartement des Kantons Z. habe zu seinem Bedauern keinerlei 
Verständnis dafür gezeigt, dass er nach dem Tod seiner Ehefrau besonders auf den 
Führerausweis angewiesen wäre. Er bezweifle, dass die Vorschriften des Eidgenös-
sischen Justiz- und Polizeidepartements bei Tempomessungen im Verkehr einge-
halten worden seien. Im Übrigen habe er die Schuld aus der auferlegten Busse ge-
tilgt. Zwecks Ergänzung seiner Argumente erbitte er um eine Audienz und um die 
Gewährung vorsorglicher Massnahmen, damit er als Unternehmer durch das an-
hängige Verfahren nicht in Verruf gerate. 

c) Soweit der Beschwerdeführer die Tilgung seiner Schuld gemäss Art. 
6 des Konkordates geltend macht, geht es dabei offensichtlich nicht um die Verfü-
gung vom 03. November 2003. Vielmehr bezieht sich seine Einrede der Tilgung der 
Schuld auf die Verfügung vom 09. März 2004, mit welcher ihm sein Führerausweis 
gegen Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 200.-- ausgehändigt wurde. Mit der 
dargelegten Einrede übersieht der Beschwerdeführer, dass zum einen die Bezah-
lung der Forderung aus der Verfügung vom 09. März 2004 vom Beschwerdegegner 

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gar nicht bestritten wird und zum anderen der Beschwerdegegner die Betreibung 
von X. gestützt auf die rechtskräftige Verfügung vom 03. November 2003 eingeleitet 
hat. Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer die Forderung aus der Verfügung 
vom 03. November 2003, die sich ebenfalls auf Fr. 200.-- beläuft, getilgt hat, finden 
sich nicht in den Akten. Somit unterliegt der Beschwerdeführer mit der Behauptung 
der Tilgung der zur Diskussion stehenden Schuld einem Irrtum. Finden sich in den 
Akten keine Hinweise auf die Begleichung der Forderung aus der Verfügung vom 
03. November 2003 und beruft sich der Beschwerdeführer überdies auf keine an-
dere Einrede im Sinne von Art. 6 des Konkordates, so sind die Verfahrenskosten 
nach wie vor geschuldet. Daher ist gestützt auf die rechtskräftige und damit voll-
streckbare Verfügung vom 03. November 2003 die definitive Rechtsöffnung zu er-
teilen.

d) Gemäss Art. 234 Abs. 4 ZPO in Verbindung mit Art. 236 Abs. 3 ZPO 
findet im Rechtsöffnungsbeschwerdeverfahren keine mündliche Verhandlung statt. 
Daher ist die von X. beantragte Audienz abzulehnen. Würde der Beschwerdeführer 
in einer Audienz neue Beweise vorlegen wollen, so wäre dies ohnehin unbehelflich, 
da der Richter im Beschwerdeverfahren, wie bereits ausgeführt, aufgrund des No-
venverbots (Art. 233 Abs. 2 ZPO in Verbindung mit Art. 236 Abs. 3 ZPO) keine 
neuen Beweismittel berücksichtigen darf. Des Weiteren ist die Anfechtung der an-
geblich mangelhaften Geschwindigkeitsmessung und des Verhaltens des Verkehrs-
amtes Z. im vorliegenden Verfahren nicht statthaft; handelt es sich doch dabei um 
im Rechtsöffnungsverfahren nicht zu behandelnde Fragen des materiellen Bestan-
des der Forderung. X. hätte die Einwände vielmehr innerhalb der in der Verfügung 
vom 03. November 2003 gewährten 20-tägigen Frist mittels formgerechter Be-
schwerde an das Verwaltungsgericht Z. erheben müssen. Da er dies jedoch unter-
liess, ist die Verfügung in Rechtskraft erwachsen und daher mit ordentlichen 
Rechtsmitteln, erst recht mit der Rechtsöffnungsbeschwerde, nicht mehr anfecht-
bar. Seine Vorbringen bezüglich Tempomessung und Verhalten des Verkehrsamtes 
des Kantons Z. sind demzufolge unbeachtlich. Ausserdem geht es entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers nicht an, dass Bezirkseinwohner durch den jeweili-
gen Bezirksgerichtspräsidenten von rechtskräftigen Kostenauflagen befreit werden. 
Vielmehr hat der Bezirksgerichtspräsident im Sinne des Gleichbehandlungsgrund-
satzes zu handeln und Recht zu sprechen, was im vorliegenden Fall auch gesche-
hen ist. Schliesslich ist auch von der Gewährung vorsorglicher Massnahmen zur 
Wahrung des Rufs des Beschwerdeführers als Unternehmer abzusehen, zumal er 
das vorliegende Verfahren selbst zu vertreten hat und es nicht Aufgabe des Gerich-

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tes sein kann, ihn vor den Konsequenzen der in Rechtskraft erwachsenen Verfü-
gung zu bewahren. 

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine 
Einrede im Sinne von Art. 6 des Konkordates vorbringt, welche die Rechtskraft oder 
die Vollstreckbarkeit der Verfügung vom 03. November 2003 zu entkräften vermag. 
Der Bezirksgerichtspräsident Albula hat daher die definitive Rechtsöffnung zu Recht 
erteilt. Die Rechtsöffnungsbeschwerde von X. ist somit abzuweisen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von Fr. 200.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(vgl. Art. 48 SchKG in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 der Gebührenverordnung zum 
SchKG [GebVSchKG; SR 281.35]). Mangels eines Antrages ist dem Beschwerde-
gegner keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 62 Abs. 1 GebVSchKG).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 200.-- gehen zu Lasten des 

Beschwerdeführers.
3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: