# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0df32d62-f2cd-5b6e-b520-5b635694e58d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 07.05.2025 102 2025 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_102-2025-14_2025-05-07.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

102 2025 14
102 2025 15

Urteil vom 7. Mai 2025

II. Zivilappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richter: Catherine Overney, Michel Favre
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Silvia Aguirre

Parteien A.________, Gesuchsteller und Beschwerdeführer,

gegen

B.________, Gesuchsgegner und Beschwerdegegner    

Gegenstand Definitive Rechtsöffnung (Art. 80 SchKG)

Beschwerde vom 27. Januar 2025 gegen den Entscheid der Präsiden-
tin des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 9. Januar 2025

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 9. Januar 2205 trat die Präsidentin des Zivilgerichts des Seebezirks nicht 
auf das Gesuch von A.________ um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betreibung 
Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks ein und auferlegte ihm die Gerichtskosten von 
CHF 200.-.

B. A.________ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) beschwerte sich am 27. Januar 2025 
(Postaufgabe) über diesen Entscheid. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids und eine Parteientschädigung von CHF 3'500.-. Gleichzeitig beantragt er die unentgelt-
liche Rechtspflege.

C. Der II. Zivilappellationshof hat die Akten der Vorrichterin beigezogen.

Erwägungen

1.

1.1. Mangels Berufungsfähigkeit unterliegt der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid vom 
25. August 2023 der Beschwerde (Art. 309 Bst. b Ziff. 3 i.V.m. Art. 319 Bst. a ZPO).

1.2. Als Rechtsmittelinstanz für das erstinstanzliche Gericht am Betreibungsort ist der II. Zivilap-
pellationshof in funktioneller und örtlicher Hinsicht zuständig (Art. 84 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 
SchKG und Art. 46 ZPO e contrario, Art. 321 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 52 des Justizgesetzes vom 
31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1], Art. 17 Abs. 1 Bst. c des Reglements für das Kantonsgericht betref-
fend seine Organisation und seine Arbeitsweise vom 22. November 2012 [RKG; 131.11]).

1.3. Gemäss Art. 251 Bst. a ZPO werden Entscheide in Rechtsöffnungssachen im summarischen 
Verfahren gefällt. Im summarischen Verfahren beträgt die Beschwerdefrist 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 
ZPO).

Für die Berechnung, die Einhaltung und den Lauf der Fristen gelten die Bestimmungen der ZPO, 
sofern das SchKG nichts anderes bestimmt (Art. 31 SchKG). Fristen, die durch eine Mitteilung oder 
den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 142 
Abs. 1 ZPO). Die Zustellung einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, gilt 
am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die Person mit einer 
Zustellung rechnen musste (Art. 138 Abs. 3 Bst. a ZPO).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2025 zur Abholung 
gemeldet (vgl. Akten der Zivilgerichtspräsidentin, act. 6a). Da der Beschwerdeführer das Einschrei-
ben nicht abgeholt hat, gilt dieses als am 18. Januar 2025 als zugestellt (Zustellfiktion). Er hat das 
Verfahren eingeleitet und musste deshalb mit einer Zustellung rechnen. Mit Eingabe vom 27. Januar 
2025 wurde die Rechtsmittelfrist eingehalten. Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

1.4. Mit der Beschwerde kann einerseits eine unrichtige Rechtsanwendung gerügt werden (Art. 
320 Bst. a ZPO). Diesbezüglich entscheidet das Kantonsgericht mit voller Kognition. Anderseits 

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kommt als Beschwerdegrund die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts in Frage 
(Art. 320 Bst. b ZPO). In tatsächlicher Hinsicht ist somit lediglich eine Willkürprüfung vorgesehen.

1.5. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen 
(Art. 326 ZPO).

1.6. Über eine Beschwerde kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

2.

Der Beschwerdeführer macht eine unrichtige Rechtsanwendung und eine fehlerhafte Feststellung 
des Sachverhalts geltend. Er bestreitet, die Schreiben vom 28. November und 24. Dezember 2024, 
mit welchen er aufgefordert wurde, den Zahlungsbefehl einzureichen, erhalten zu haben. Er behaup-
tet, dass diese an eine falsche Adresse gesandt wurden. 

2.1. Den Akten der Vorinstanz ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer generell einge-
schriebene Postsendungen nicht abholt (vgl. act. 4, 6a, 7a, 9 und 11, Akten Vorinstanz). Weiter 
ergibt sich, dass sämtliche Einschreiben an die D.________, in E.________, gesandt wurden und 
somit an die vom Beschwerdeführer in seinem Gesuch verwendete Adresse (act. 1). 

Den angeforderten Zahlungsbefehl Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks reichte er erst 
am 14. Januar 2025 (act. 9/2) ein, obwohl ihm das nicht abgeholte Einschreiben vom 28. November 
2024 bereits am 24. Dezember 2024 nochmals mit A-Post zugestellt wurde. 

Bei Erlass des angefochtenen Entscheids vom 9. Januar 2025 war somit der vorgenannte Zahlungs-
befehl nicht vorhanden. 

2.2. Als Gesuchsteller musste der Beschwerdeführer mit der Zustellung von gerichtlichen Akten 
und Verfügungen rechnen, weshalb für ihn die Zustellfiktion gilt. 

2.3. Das Rechtsöffnungsgesuch ist kurz zu begründen und diesem sind insbesondere der 
Rechtsöffnungstitel und der Zahlungsbefehl beizulegen (vgl. STAEHELIN, in Basler Kommentar Bun-
desgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, Art. 84 N. 36a). Der Rechtsöffnungs-
richter hat zu prüfen, ob eine gültige Betreibung und ein gültiger Rechtsvorschlag vorliegen. Fehlen 
diese, so mangelt es an einem Rechtsschutzinteresse und auf das Gesuch um Rechtsöffnung kann 
infolge Fehlens einer Prozessvoraussetzung nicht eingetreten werden (vgl. STAEHELIN, Art. 84 
N. 64).

Der Vorrichterin lag bei ihrem Entscheid kein Zahlungsbefehl vor, so dass sie auf das Gesuch vom 
21. November 2024 nicht eintreten konnte.

2.4. Der Entscheid vom 9. Januar 2025 ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach 
abzuweisen.

3.

Der Beschwerdeführer beantragt die unentgeltliche Rechtspflege.

3.1. Gemäss Art. 117 ZPO hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht über die not-
wendigen Mittel verfügt und wessen Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen. Es obliegt dem 
Gesuchsteller, das Vorliegen dieser Vorgaben zu begründen.

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3.2. Das Gesuch des Beschwerdeführers enthält weder Angaben zu seiner finanziellen Situation 
noch eine Begründung zur Nicht-Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren. Das Gesuch ist folglich 
bereits aus diesem Grund abzuweisen. Zudem hätte eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 
sich bei vernünftiger Überlegung nicht zum Prozess entschlossen und die Rechtsbegehren müssten 
somit als aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher 
auch aus diesem Grund abzuweisen.

4.

Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädigung, werden der unterlie-
genden Partei auferlegt (Art. 95 Abs. 1 Bst. a und b, 106 Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer ist mit 
seinen Anträgen nicht durchgedrungen und hat daher die Prozesskosten zu tragen. Die Gerichts-
kosten sind namentlich in Berücksichtigung der in Betreibung gesetzten Summe auf pauschal 
CHF 100.- festzusetzen (Art. 48 und 61 Abs. 1 GebV SchKG). 

Es wurde gemäss Art. 322 ZPO keine Vernehmlassung eingeholt und der Gegenpartei sind keine 
weiteren Umstände entstanden; es ist somit keine Parteientschädigung auszurichten.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

III. Die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens werden A.________ auferlegt.

Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 100.- festgesetzt.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim Bun-
desgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzun-
gen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen

Freiburg, 7. Mai 2025 /mdu

Der Vizepräsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin