# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a984c1ea-c967-599b-b282-bb918cc01ae5
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-01
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 01.05.2020 605 2019 175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2019-175_2020-05-01.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2019 175

Urteil vom 1. Mai 2020

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Yann Hofmann, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Max B. Berger

gegen

SUVA, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Knie, Rückfall, Kausalität

Beschwerde vom 26. Juni 2019 gegen den Einspracheentscheid vom 
27. Mai 2019

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1990, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. November 2010 
als Maurerpolier bei der C.________ AG mit Sitz in B.________. Er war im Rahmen dieser Anstel-
lung bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 23. November 2017 stürzte er beim Joggen im Wald und verletzte sich am linken Knie. Die 
Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen. Am 30. Januar 2018 unterzog er sich einer Arthros-
kopie des linken Knies. Die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.

B. Am 8. März 2018 erhielt die Suva eine Rückfallmeldung mit Rückfalldatum 5. Januar 2018.

Mit Verfügung vom 16. Juli 2018 verneinte die Suva einen sicheren oder wahrscheinlichen Kausal-
zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 23. November 2017 und den Kniebeschwerden.

Nach weiteren Abklärungen hob die Suva mit Verfügung vom 15. November 2018, bestätigt durch 
Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019, ihre Verfügung vom 16. Juli 2018 auf und stellte ihre Leis-
tungen per 23. Januar 2018 ein.

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Max 
B. Berger, am 26. Juni 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, 
der Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 sei aufzuheben und ihm die gesetzlichen Leistungen 
über den 23. Januar 2018 hinaus zu erbringen, eventualiter sei die Sache an die Suva zurückzu-
weisen für die Veranlassung eines neutralen Gutachtens. Zur Begründung bringt er vor, zwar habe 
ein Vorzustand bestanden, jedoch habe sich dieser nicht ausgewirkt. Erst in Folge des Ereignisses 
vom 23. November 2017 sei es zum Meniskusriss gekommen.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 5. September 2019 ihre Ausführungen im Einspra-
cheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Sie habe ihre Leistungspflicht einzig 
für die Knieprellung bzw. -kontusion anerkannt, nicht aber für den Meniskusriss.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 26. Juni 2019 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 27. Mai 2019 
ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdi-
ges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Suva auch 
über den 23. Januar 2018 hinaus leistungspflichtig ist.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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2.

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten.

Der hier zu beurteilende Vorfall hat sich am 23. November 2017 ereignet, weshalb die seit 1. Janu-
ar 2017 in Kraft stehenden Normen Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.

3.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausal-
zusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen 
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweis-
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht 
hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3 
mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6). Dabei kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", 
wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.3. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst mani-
fest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche 
und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krank-
hafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 
oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Dieser muss nicht den 
Nachweis unfallfremder Ursachen erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen 
des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil 
BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit Hinweisen). Dabei können medizinische Erfah-

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rungssätze, zumindest soweit sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen, berücksichtigt 
werden (Urteil BGer 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

Die Beweislastverteilung bezüglich des Wegfalls der Unfallkausalität gilt jedoch nur für Schädigun-
gen, welche bei der Anerkennung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers auch wirklich zur 
Diskussion standen. Der Nachweis des Dahinfallens der Unfallkausalität von Beschwerden, welche 
im Rahmen einer Leistungsanerkennung gar nicht thematisiert worden sind, trifft demnach nicht 
den Unfallversicherer. Vielmehr ist es an der versicherten Person nachzuweisen, ob es sich bei 
einer später festgestellten Verletzung um eine Unfallfolge handelt (Urteil BGer 8C_855/2018 vom 
14. März 2019 E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil BGer 8C_819/2016 vom 4. August 2016 E. 6.2).

3.4. Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre 
und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn 
diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 
schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen).

3.5. Die Versicherungsleistungen werden nach Art. 11 UVV auch für Rückfälle und Spätfolgen 
gewährt. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten 
Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 
besteht (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).

Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen behaftet werden, 
weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leis-
tungsansprecher, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit das Vorliegen eines 
natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten 
Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 
Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderun-
gen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Im 
Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten des Versicherten aus, der aus dem unbe-
wiesen gebliebenen natürlichen Kausalzusammenhang als anspruchsbegründender Tatsache 
Rechte ableiten wollte. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfall-
versicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen 
dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil BGer 8C_506/2008 vom 
5. März 2009 E. 3.1 mit Hinweisen).

3.6. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte 
von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärz-

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te mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des 
Administrativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Rich-
tigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund 
der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchun-
gen vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Die Kreisärzte der Suva sind nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich 
der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und 
Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über beson-
ders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Im Verhältnis zu den Allgemein-
praktikern kommt ihnen eine spezialärztliche Stellung zu, wobei diese neben überwachenden und 
korrigierenden auch beratende Funktionen umfasst (Urteil BGer 8C_510/2007 3. Oktober 2008 
E. 7.5.4, bestätigt in Urteil BGer 8C_316/2019 vom 24. Oktober 2019 E. 5.4).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

4.

Es ist streitig, ob die Suva auch über den 23. Januar 2018 hinauf für den Unfall vom 23. November 
2017 leistungspflichtig ist.

4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, zwar habe ein Vorzustand bestanden, dieser habe sich 
jedoch nicht ausgewirkt. Erst in Folge des Unfalls vom 23. November 2017 sei es zum Meniskus-
riss gekommen. Die Suva habe es unterlassen darzulegen, weshalb die Beschwerden ab dem 
29. Januar 2019 [recte: 23. Januar 2018] nicht mehr in einem Kausalzusammenhang zum Unfall 
stehen. Sie habe den Unfall als versichertes Ereignis anerkannt und Heilungskosten und für den 
Rückfall Taggelder übernommen. Die einmal anerkannte Leistungspflicht entfalle erst, wenn die 
Suva nachweise, der Status quo sine bzw. quo ante sei erreicht. Weiter habe sich der Suva-Arzt 
zur Rekonvaleszenzzeit nach der Operation (ein bis zwei Monate) nicht aber zur gesamten Abhei-
lungszeit der konkreten Unfallverletzung geäussert. In offensichtlicher Missdeutung dieser medizi-
nischen Beurteilung versuche die Suva den Nachweis der weggefallenen Kausalität zu erbringen. 
Überdies führe keiner der Suva-Ärzte aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit sein Meniskus auch 
ohne Unfallereignis in absehbarer Zeit gerissen wäre. Es habe unbestritten ein Vorzustand vorge-
legen, der den Meniskusriss privilegiert habe. Ohne den Sturz beim Joggen wäre der Meniskus 
jedoch nicht gerissen. Es sei nicht belegt, dass die zystische Raumforderung in absehbarer Zeit 
auch ohne das schädigende Ereignis zu einem Meniskusriss geführt hätte. Ferner bewerte auch 
der Operateur die Unfallkausalität als überwiegend wahrscheinlich.

4.2. Gemäss der Unfallmeldung vom 28. Dezember 2017 (Suva-Akten Nr. 1) ist der Beschwer-
deführer beim Joggen gestützt und hat sich das linke Knie verletzt. Es bestand direkt nach dem 
Ereignis keine Arbeitsunfähigkeit.

Die Erstbehandlung fand am 21. Dezember 2017 bei Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemei-
ne Innere Medizin, statt. Der Beschwerdeführer habe sich beim Joggen am 23. November 2017 
das linke Knie verdreht. Klinisch fand sich ein positives Meniskuszeichen. Gestützt auf ein Röntgen 
stellte er die Diagnose eines Horizontalrisses des Hinterhornes und des Korpus des medialen 

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Meniskus bei Kniedistorsionstrauma am 23. November 2017. Er bestätigte eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit ab dem 17. Januar 2018 bis voraussichtlich dem 4. März 2018 (vgl. Bericht vom 
29. März 2018; Suva-Akten Nr. 12).

Gemäss dem Bericht zum Knie-MRI vom 29. Dezember 2017 (Suva-Akten Nr. 9) bestand ein hori-
zontaler Riss des Hinterhornes und des Corpus des medialen Meniskus mit dorsolateral angren-
zender septierter zystischer Läsion, vereinbar mit einer Meniskuszyste, Differentialdiagnose (DD) 
Ganglion. Als Klinik wurde eine Kniedistorsion links am 23. November 2017 und ein positives 
Meniskuszeichen medial angegeben.

Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, bestätigte am 17. Januar 2018 (Suva-Akten Nr. 11) die Diagnosen. Bei Status nach Knie-
distorsion links am 23. November 2017. Seit diesem Zeitpunkt würden mediale belastungsabhängi-
ge Knieschmerzen sowie eine Ergussbildung im linken Kniegelenk bestehen. Es liege eine symp-
tomatische mediale Meniskusläsion, zusätzliche ein Ganglion oder eine Meniskuszyste medial 
dorsal, vor. Der gleiche Facharzt nahm am 30. Januar 2018 eine Diagnostische Arthroskopie, Teil-
resektion des medialen Meniskushinterhorns des linken Knies mit Resektion der Plica mediopatel-
laris vor. Der mediale Meniskus zeigte im Hinterhornbereich eine Unterflächenläsion mit Übergang 
in eine horizontale Läsion (vgl. Operationsbericht vom 1. Februar 2018; Suva-Akten Nr. 14).

Vom 8. März 2018 (Suva-Akten Nr. 5) datiert die Rückfallmeldung. Das Datum des Rückfalls 
wurde mit dem 5. Januar 2018 angegeben.

Dr. med. F.________, Fachärztin für Neurochirurgie der Suva, erklärte in ihrem Kurzbericht vom 
11. April 2018 (Suva-Akten Nr. 15), es läge eine Kniedistorsion ohne assoziierte strukturelle Läsio-
nen vor. Im MRI seien ausschliesslich degenerative Schäden beschrieben worden. Dies bestätigte 
sie in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 14. Mai 2018 (Suva-Akten Nr. 20) Gemäss dem Operations-
bericht würden rein degenerative Veränderungen des medialen Meniskushinterhorns und Korpus 
beschrieben und operiert. Diese Läsionen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht als 
Folge des Ereignisses vom 23. November 2017 entstanden.

Der behandelte Orthopäde wies am 6. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 22) darauf hin, der Beschwerde-
führer sei beim Joggen gestürzt und habe dabei eine Kniedistorsion erlitten, weshalb die Kosten zu 
übernehmen seien.

Am 12. Juni 2018 (Suva-Akten Nr. 23) war der Hausarzt nicht mit der Sichtweise der Suva einver-
standen. Der Beschwerdeführer sei bis zum Unfallereignis völlig beschwerdefrei gewesen und 
habe nie über Knieschmerzen geklagt. Beim Joggen sei es zu einer Kniedistorsion gekommen mit 
im MRI nachgewiesenen Riss des Hinterhorns und des Korpus des medialen Meniskus. Der 
behandelnde Orthopäde habe am 17. Januar 2018 die Läsionen klar auf die Kniedistorsion zurück-
geführt. Da der Patient bezüglich des Knies vorher beschwerdefrei gewesen sei, sei der Kausalzu-
sammenhang klar ersichtlich. Ob ein Meniskusriss rein degenerativ oder traumatisch bedingt sei, 
sei interoperativ wohl sehr schwer zu beurteilen.

Nach den Einwänden der behandelnden Ärzte bestätigte die Suva-Ärztin am 9. Juli 2018 (Suva-
Akten Nr. 25) ihre Ansicht. Es lägen keine Hinweise für unfallkausale strukturelle Läsionen im 
linken Knie vor.

Am 30. Juli 2018 (Suva-Akten Nr. 34) erklärte der behandelnde Orthopäde, es sei tatsächlich 
schwierig zu beurteilen, ob ein Meniskusriss rein degenerativ oder unfallbedingt entstanden sei. Da 

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der Beschwerdeführer vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei, sei davon auszugehen, dass 
die Meniskusläsion überwiegend wahrscheinlich durch diesen Unfall entstanden sei.

Am 18. September 2018 nahm Dr. med. G.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates der Suva, Stellung zum Fall. Die Frage der Administrati-
on, wie lange die Rekonvaleszenzzeit nach der Operation vom 30. November 2018 sei, impliziere, 
dass die Administration aus administrativen/juristischen Gründen die Operation vom 30. Januar 
2018 übernehme. Durch die zuständige Suva-Ärztin sei festgehalten worden, der strukturelle 
Zustand am linken Knie sei nicht durch das Ereignis vom 23. November 2017, sondern durch 
einen degenerativen Zustand, unabhängig vom Unfall, verursacht worden. Gestützt auf die Litera-
tur seien Läsionen innerhalb der Meniskussubstanz (im MRI Risse Grad I und II) und horizontale 
Läsionen (im MRI Risse Grad III) als degenerative Veränderungen zu werten. Dies werde vorlie-
gend unterstrichen durch den Nachweis von zystischen Veränderungen in der MRI-Untersuchung. 
Aus ärztlicher Sicht sei festzuhalten, dass mit der Übernahme des Eingriffs am nicht unfallkausal 
geschädigten Meniskus sich definitv ein anderer struktureller Zutand im Kniegelenk finde. Überli-
cherweise stelle sich bei einer Arthroskopie nach ein bis zwei Monaten ein gutes Ergebnis ein. 
Jedoch müsse darauf hingewiesen werden, dass mit der Resektion eines Teils des Meniskus sich 
degenerative Veränderungen einstellen würden, welche weitere operative Eingriffe im Sinne von 
Arthroskopien, einer Umstellungsosteotomie oder eines prothetischen Gelenkersatzes bedürfen.

In seinem Kurzbericht vom 22. Oktober 2018 (Suva-Akten Nr. 38) erklärte der Suva-Arzt, ein bis 
zwei Monate nach dem Ereignis würden Unfallfolgen im Bechwerdebild mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit keine Rolle mehr spielen.

4.3. Die Suva vertritt den Standpunkt, sie habe nie generell ihre Leistungspflicht für die Knie-
Problematik anerkannt, sondern einzig und allein hinsichtlich einer Kniekontusion. Es sei deshalb 
am Beschwerdeführer, den Nachweis zu erbringen, dass der Meniskusriss mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 23. November 2017 zurückzuführen sei. 

Die Suva bestätigte am 2. Januar 2018 (Suva-Akten Nr. 2) ihre Leistungspflicht. Da keine Arbeits-
unfähigkeit von mindestens drei Tagen bestanden habe, bestehe kein Taggeldanspruch. Demge-
genüber werde sie für die Heilungskosten aufkommen. Am Tag der Einreichung der Rückfallmel-
dung, informierte der Arbeitgeber telefonisch (Suva-Akten Nr. 7), der Beschwerdeführer müsse 
sich einer Kniearthroskopie unterziehen. Nachdem die Suva in der Folge ihre Leistungspflicht 
zunächst generell ausschloss (Suva-Akten Nr. 16, 21, 26, 28), anerkannte sie nach weiteren 
Abklärungen mit Verfügung vom 15. November 2018 (Suva-Akten Nr. 39) ihre Leistungspflicht für 
eine durch den Unfall verursachten vorübergehenden Verschlimmerung während zwei Monaten, 
verneinte aber ab dem 24. Januar 2018 und damit auch für die Operation vom 30. Januar 2018 
ihre Leistungspflicht. 

Die Suva hat sich somit erst in der Verfügung vom 15. November 2018 festgelegt, für welche 
Verletzung sie genau aufkommt, weshalb sie sich nicht auf die vorgenannte Rechtsprechung beru-
fen kann, wonach es am Beschwerdeführer sei, die Unfallkausalität des Meniskusrisses zu bewei-
sen.

4.4. Dennoch kann vorliegend im Ergebnis der Suva gefolgt werden. Zwar handelt es sich bei 
der Suva-Ärztin nicht um eine Fachärztin in orthopädischer Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates. Ihren Berichten kann jedoch nicht schon deshalb der Beweiswert abgespro-
chen werden. Wie gesehen, handelt es sich bei Suva-Kreisärzten, unabhängig von ihrer Fachdiszi-
plin, allgemein um Fachärzte der Unfallmedizin mit besonders ausgeprägten traumatologischen 

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Kenntnissen und Erfahrungen. Ferner stützte sie sich auf die vorhandenen, auch bildgebenden, 
Unterlagen und hatte damit Kenntnis von den Berichten des behandelnden Orthopäden.

Zudem wurde ihre Sichtweise, wonach der Meniskusriss nicht durch den Unfall verursacht worden 
sei, sondern degenerativer Natur sei vom Suva-Arzt bestätigt. Gemäss der Literatur seien horizon-
tale Läsionen als degenerative Veränderungen zu werten, was hier durch das Vorliegen zystischer 
Veränderungen unterstrichen werde. Beide Suva-Ärzte fassen jeweils die Unterlagen korrekt 
zusammen und begründen ihre Sichtweise nachvollziehbar. Nicht nur die Suva-Ärztin verneinte die 
Unfallkausalität des Meniskusrisses. Ebenso wies der Suva-Arzt explizit darauf hin, das Knie sei 
nicht durch den Unfall verletzt worden. Er hielt einzig fest, wenn er zu Dauer der Rekonvaleszenz 
gefragte werde, wolle die Administration offenbar die Operation übernehmen. Auch nahm er expli-
zit zur Frage Stellung, ab welchem Zeitpunkt von einem Status quo sine vel ante auszugehen sei, 
auch wenn dieser Bericht sehr kurz gehalten ist.

Weiter halten sowohl der Hausarzt als auch der behandelnde Orthopäde fest, es sei schwierig zu 
beurteilen, ob ein Meniskusriss rein degenerativ oder unfallbedingt entstanden sei. Für die Beja-
hung der Kausalität führen beide nur ins Feld, vorher sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei 
gewesen. Dies mag aus ihrer Optik des behandelnden Arztes zwar durchaus richtig sein. Wie dar-
gestellt genügt jedoch die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schä-
digung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, 
eben gerade nicht zur Bejahung der Kausalität, auch wenn die Ärzte die Kausalität mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit bejahen.

Demgegenüber erklärten die behandelnden Ärzte eben gerade nicht, der degenerative Vorzustand 
hätte ohne Unfallereignis nicht behoben werden müssen, wie es der Beschwerdeführer geltend 
macht. Ebenfalls nicht zu seinen Gunsten ableiten kann er aus Art. 36 Abs. 2 UVG, da diese 
Bestimmung Invalidenrenten und Integritätsentschädigungen betrifft, und damit für den vorliegen-
den Fall nicht relevant ist, worauf die Suva bereits im Einspracheentscheid hingewiesen hat.

Ebenso gegen eine Unfallkausalität spricht der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst knapp 
einen Monat nach dem Unfall den Hausarzt aufsuchte und zudem erst ab dem 17. Januar 2018 
eine Arbeitsunfähigkeit bestand. Der Beschwerdeführer ging damit noch über einen Monat seiner 
Arbeit als Maurerpolier im Familienunternehmen weiter nach, was bei einem direkt durch den 
Unfall verursachten Meniskusriss wohl nicht der Fall gewesen wäre. So erklärte der Beschwerde-
führer an anderer Stelle, abgesehen von der bekannten Raumforderung habe er vor dem Unfall 
ein intaktes Knie gehabt; alles andere sei mit Blick auf die bei seiner Arbeit nötigen Belastung des 
Knies nicht wahrscheinlich, womit er bestätigt, dass sein Knie bei der Arbeit belastet wird.

5.

Zusammenfassend hat die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht über den 23. Januar 2018 hinaus 
verneint. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Meniskusriss degenerativer 
Natur ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigen sich weitere Abklärungen, wie vom 
Beschwerdeführer beantragt. Der Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 ist zu bestätigen und die 
Beschwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

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Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschä-
digung. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 1. Mai 2020/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: