# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b4adefb-7805-50c9-9cd1-502a5f929558
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.03.2014 E-1233/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1233-2014_2014-03-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1233/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Esther Karpathakis, 

mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;  

Gerichtsschreiber Jonas Fischer. 

   Parteien 
 

A._______, 

Pakistan,   

vertreten durch B._______,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 30. Januar 2014 / N (…). 

 

 

E-1233/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Angehöriger des sunnitischen Glaubens, 

eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 26. Januar 2013 ver-

liess und über C._______, D._______ und E._______ reiste sowie 

schliesslich am 22. Mai 2013 von einem unbekannten Land herkommend 

in die Schweiz einreiste,  

dass er am 23. Mai 2013 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel um 

Asyl nachsuchte, am 5. Juni 2013 die Befragung zur Person (Protokoll in 

den Akten BFM: A4/10) und am 25. Juli 2013 die Anhörung zu den Asyl-

gründen (Protokoll in den Akten BFM: A12/16) stattfand, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im Wesent-

lichen geltend machte, er sei (…) als Student im (…) in F._______ in sei-

ner Funktion als Vize-Präsident einer Studentenverbindung erstmals mit 

Mitgliedern der Gruppierung (...) konfrontiert worden, die versucht hätten 

Studenten für den Djihad zu rekrutieren, 

dass letztere Studenten unter Druck gesetzt, ihnen gedroht und gefordert 

hätten, man solle Geld für den Djihad sammeln – wobei sie zu diesem 

Zweck in der Kantine eine Sammelbüchse aufgestellt hätten − und die 

Djiad-Ausbildung in Waziristan, Afghanistan oder Kaschmir absolvieren, 

dass sie den Beschwerdeführer angesprochen hätten, weil sie sich auf-

grund seiner Eigenschaft als Vizepräsident einer Studentenverbindung 

einen guten Eindruck auf die Studenten erhofft und sich von dieser Vor-

bildfunktion neue Mitglieder versprochen hätten, 

dass der Beschwerdeführer die Anliegen der Gruppierung als erste Per-

son am College klar abgelehnt und den Mitgliedern klar gesagt habe, sie 

sollten am College keine Propaganda machen, was diese als Beleidigung 

aufgefasst hätten, 

dass der College-Direktor den Beschwerdeführer für seine Haltung ge-

rühmt und die Mitglieder der Gruppierung mit einem Verbot belegt habe, 

das College-Gelände zu betreten, worauf Polizisten den College-Eingang 

bewacht hätten, 

dass die Sammelbüchse, die in der Kantine aufgestellt worden sei da-

nach wieder entfernt worden sei, was die Mitglieder der Gruppierung wei-

ter verärgert habe, 

E-1233/2014 

Seite 3 

dass nach diesen Ereignissen eine Gruppe von sechs, sieben oder acht 

Leuten, darunter G._______, den Beschwerdeführer am (…) bei einer 

(…) verprügelt und ihn beschuldigt hätten, kein Moslem zu sein und die 

Djihad-Bewegung zu verhindern, weshalb sie ihn beseitigen würden, 

dass ein (…) diese Szene mitbekommen, interveniert und weitere Leute 

um Hilfe angerufen habe, worauf einer der Angreifer ihn mit einer 

Schusswaffe am Bein verletzt habe, 

dass die Angreifer geflüchtet seien und die zu Hilfe geeilten Leute den 

Beschwerdeführer und den (…) mit einem Personenfahrzeug nach 

H._______ ins Spital gefahren hätten, wo der Beschwerdeführer zehn 

oder zwölf Tage verbracht habe, 

dass der Vater des Beschwerdeführers bereits vor seiner Rückkehr aus 

dem Spital eine Anzeige bei der Polizei (FIR) aufgegeben und den Be-

schwerdeführer geheissen habe, nicht mehr auf dasselbe College zu ge-

hen und er seine Studien am (…) in H._______ fortgesetzt habe, 

dass die Polizei sich zwar zunächst nicht ernsthaft um die Anzeige des 

Vaters gekümmert, jedoch später überall Razzien durchgeführt habe, 

nachdem I._______ 2004 alle terroristischen Organisationen in Pakistan 

verboten habe, 

dass die Anzeige des Vaters so letztlich dazu geführt habe, dass die An-

greifer ins Gefängnis gekommen seien und auch ein Verfahren gegen sie 

eröffnet worden sei, 

dass der Beschwerdeführer und sein Vater während des laufenden Ver-

fahrens – der Beschwerdeführer habe als Geschädigter daran teilge-

nommen und ausgesagt − immer wieder, zwischen 25 und 30 Mal, telefo-

nisch bedroht worden seien für den Fall, dass sie weiterhin am Verfahren 

teilnehmen würden, 

dass der Beschwerdeführer daraufhin beschlossen habe, die ganze Sa-

che zu vergessen und auch seinem Vater geraten habe, nicht mehr vor 

Gericht zu erscheinen, 

dass der Beschwerdeführer seinen Collegeabschluss gemacht und weit 

weg in eine andere Stadt gezogen sei sowie alle Telefonnummern ge-

löscht habe, da die Drohungen nicht aufgehört hätten, 

E-1233/2014 

Seite 4 

dass er sein Ingenieursstudium 2009 abgeschlossen und danach gear-

beitet habe, 

dass er und ein Kollege nach einem Besuch bei einem kranken Freund in 

J._______ am (…) unvermittelt von zwei Personen beschossen worden 

seien, sein Kollege tödlich getroffen und er selbst durch einen Glassplitter 

an der rechten Schulter verletzt worden sei, 

dass er einen der Angreifer, G._______., erkannt habe und es sich um 

die Täter von früher gehandelt habe, die in der Zwischenzeit während 

sechs bis sieben Jahre im Gefängnis gewesen seien, 

dass sie seinen Vater angerufen und gesagt hätten, der Beschwerdefüh-

rer sei verantwortlich für ihre Gefängnisstrafe und falls sie ihn finden wür-

den, bekäme der Vater nicht einmal mehr seine Leiche zu sehen,  

dass sie nach diesem Überfall erneut bei der Polizei Anzeige erstattet 

hätten, diese eine Razzia durchgeführt und gesagt habe, keiner der An-

greifer sei zu Hause gewesen, woraufhin sie höhere Polizeibeamte kon-

taktiert und diese den Polizeiposten instruiert hätten, die Angreifer festzu-

nehmen, 

dass die Polizei auch gesagt habe, die Angreifer hätten sich in die gesetz-

losen Gebiete K._______ zurückgezogen, wo die Polizei keine Macht ha-

be, 

dass der Beschwerdeführer weiterhin bedroht worden sei, weshalb er 

sich zu einem Freund seines Vaters nach L._______ begeben und dort 

versteckt habe, bis sein Vater ihm gesagt habe, er habe (…) studiert und 

solle ins Ausland gehen und dort arbeiten, 

dass der Beschwerdeführer schliesslich angab, er sei mit den Angreifern 

nicht persönlich verfeindet, sonder diese hätten sich für Beleidigungen 

rächen wollen, 

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 

vom 30. Januar 2014 – eröffnet am 6. Februar 2014 − ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei offensicht-

lich fehlender Asylrelevanz könne darauf verzichtet werden, auf allfällige 

Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen einzugehen, 

E-1233/2014 

Seite 5 

dass es allerdings einen grundlegenden Vorbehalt hinsichtlich der Glaub-

haftigkeit der Vorbringen anbrachte, weil es dem Beschwerdeführer mög-

lich und zumutbar gewesen wäre, diese mittels geeigneter Beweismittel, 

wie zum Beispiel Gerichtsurteil oder Identitätskarte zu belegen, was er al-

lerdings nicht getan habe, 

dass das BFM die mangelnde Asylrelevanz der Vorbringen vorab mit dem 

seitens der pakistanischen Behörden gewährten Schutz, sowohl nach 

dem ersten als auch nach dem zweiten Überfall, begründete, 

dass darüber hinaus die Motivation der Verfolger nicht den für die Aner-

kennung der Flüchtlingseigenschaft erforderlichen Gründen entspreche, 

dass sich die Verfolger nach den Angaben des Beschwerdeführers für die 

Gefängnisstrafen, die aufgrund seiner Aussagen zustande gekommen 

seien, hätten rächen wollen, und Rache eine der in Art. 3 AsylG genann-

ten Verfolgungsmotivationen betrachtet werden könne, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und mög-

lich erweise, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. März 2014 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm politisches Asyl 

zu gewähren, gegebenenfalls sei die Unzulässigkeit oder die Unzumut-

barkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige 

Aufnahme anzuordnen, 

dass er in formeller Hinsicht begehrte, es sei ihm unentgeltliche Rechts-

pflege zu gewähren, 

dass er zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, zwischen dem 

ersten Überfall (…) und dem zweiten (…) habe die Regierung in Pakistan 

geändert und sich die allgemeine Lage in Pakistan verschlechtert bzw. sie 

sei als gesetzeslos einzustufen, 

dass die heutige Polizei entweder unfähig oder nicht willens sei, den Be-

schwerdeführer vor seinen Verfolgern zu schützen,  

dass die angefochtene Verfügung auf der falschen Annahme basiere, der 

Beschwerdeführer sei aus Rache verfolgt worden, wo doch der wahre 

Grund seine klaren Worte gegen die Djihadisten sei, 

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Seite 6 

dass der Beschwerdeführer nebst zwei Polizeirapporten zu den beiden 

Angriffen mit dazugehöriger Übersetzung in die englische Sprache meh-

rere Dokumente zur allgemeinen Lage in Pakistan zu den Akten reichte, 

dass auf weitere Einwände, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

Erwägungen einzugehen ist, 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 

Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-

zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

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Seite 7 

dass aus dem vagen Hinweis, der Beschwerdeführer sei betreffend Ak-

teneinsicht nicht informiert worden, nicht hervorgeht, inwiefern ein ent-

sprechender Mangel vorliegen könnte, zumal seiner Rechtsvertreterin 

seitens des BFM mit Verfügung vom 4. März 2014 Akteneinsicht gewährt 

worden ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das BFM zu Recht erwägt, den geltend gemachten Nachteilen des 

Beschwerdeführers mangle es an der asylrechtlichen Relevanz, weil die 

pakistanischen Behörden ihm Schutz gewährten, 

dass vorab auf die entsprechende ausführliche Erwägung in der ange-

fochtenen Verfügung verwiesen werden kann,  

dass der Einwand in der Beschwerde, wonach sich die Lage in Pakistan 

inzwischen verschlechtert habe und die Sicherheitsbehörden nicht in der 

Lage seien, den Beschwerdeführer zu schützen, zu keiner anderen Ge-

wichtung führt, 

dass es nämlich keinem Staat gelingt, die absolute Sicherheit aller seiner 

Bürger jederzeit und überall zu garantieren, 

dass für die Annahme eines hinreichenden – die Flüchtlingseigenschaft 

ausschliessenden – Schutzes erforderlich ist, dass eine funktionierende 

und effiziente Schutz-Infrastruktur zur Verfügung steht, wobei in erster Li-

nie an polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe sowie an ein 

Rechts- und Justizsystem zu denken ist, das eine effektive Strafverfol-

gung ermöglicht, 

dass die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsystems 

dem Betroffenen darüber hinaus einerseits objektiv zugänglich und ihm 

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Seite 8 

andererseits individuell zumutbar sein muss (vgl. BVGE 2011/51 E. 6.1, 

7.3 f. m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer offensichtlich einen solchermassen um-

schriebenen Schutz seitens der heimatlichen Behörden erhalten hat und 

nicht ersichtlich ist, weshalb ihm ein solcher nicht auch in Zukunft gewährt 

werden sollte, 

dass die eingereichten Beweismittel nichts bewirken, zumal sie gerade 

belegen, dass die Polizei nicht untätig geblieben ist, 

dass es darüber hinaus dem Beschwerdeführer in Bezug auf den zweiten 

Angriff (…) nicht gelungen ist flüchtlingsrechtlich relevante Argumente ins 

Feld zu führen, die diese unvermittelte Schiesserei als etwas anderes als 

einen persönlichen Racheakt der Täter erscheinen liessen, wie das BFM 

zutreffend festhält, 

dass der diesbezügliche Einwand in der Beschwerde nichts anderes be-

wirkt, 

dass der Beschwerdeführer nämlich genau zu diesem Punkt sowohl in 

der ersten Befragung vom 5. Juni 2013 (A4/10, S. 7) als auch während 

der Anhörung vom 25. Juli 2013 (A12/16, S. 6, 7) darlegt, der Angriff sei 

das Resultat einer persönlichen Kränkung der Täter, welche aufgrund 

seiner Anzeige bei der Polizei eine mehrjährige Gefängnisstrafe hätten 

verbüssen müssen, 

dass er sowohl anlässlich der Kurzbefragung als auch nach der Anhörung 

zu den Asylgründen mit seiner Unterschrift bestätigte, dass die entspre-

chenden Protokolle seinen Aussagen und der Wahrheit entsprächen und 

er damit auch über ausreichend Gelegenheit verfügt hätte, sich zu allfälli-

gen Motiven der Verfolger im Hinblick auf die asylrechtliche Relevanz in 

konkretisierender Weise zu äussern, 

dass zwar die Zweifel des BFM an der Glaubwürdigkeit des Beschwerde-

führers, weil er nicht in der Lage sei, das Gerichtsurteil einzureichen, be-

rechtigt sind, zumal er laut eigenen Angaben von einem Anwalt vertreten 

gewesen sei, letztlich aber die Frage der Glaubhaftigkeit der Vorbringen 

aufgrund der fehlenden Asylrelevanz offen bleiben kann,  

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dass es dem Beschwerdeführer damit insgesamt nicht gelungen ist, seine  

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bun-

desamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass der Be-

schwerdeführer in Pakistan eine menschenrechtswidrige Behandlung im 

Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des 

Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

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Seite 10 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. Novem-

ber 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101) droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsland aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage in Pakistan, noch individuelle Gründe 

auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im oben um-

schriebenen Sinne schliessen lassen,  

dass der Beschwerdeführer abgesehen vom pauschalen Hinweis, die all-

gemeine Lage in Pakistan sei als gesetzeslos einzustufen, keine valablen 

Argumente anführt, die Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung in der 

vorinstanzlichen Verfügung aufkommen lassen würde und auch die bei-

den Notizen zur allgemeinen Sicherheits- und Menschenrechtslage in 

Pakistan offensichtlich nichts zu seinen Gunsten bewirken,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es letzterem obliegt, bei der Beschaffung gülti-

ger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1-3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessfüh-

rung zu behandeln bleibt und – unabhängig von seiner bisher nicht beleg-

ten Bedürftigkeit - abzuweisen ist, da sich die Beschwerdebegehren als 

aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erweisen,  

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Seite 11 

dass die Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.− demzufolge dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen sind. 

 (Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1233/2014 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Karpathakis Jonas Fischer 

 

 

Versand: