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**Case Identifier:** bd610f97-098d-52f2-a3a0-e6c01ca553a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.02.2007 B 2006/189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-189_2007-02-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/189

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.02.2007

Entscheiddatum: 27.02.2007

Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 27. Februar 2007
Oeffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 3 VöB (sGS 841.11). 
Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung, Abweisung 
der Beschwerde aufgrund nachvollziehbarer und plausibler Bewertung der 
Zuschlagskriterien (Verwaltungsgericht B 2006/189).

Oeffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 3 VöB (sGS 841.11). 

Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung, Abweisung der 

Beschwerde aufgrund nachvollziehbarer und plausibler Bewertung der 

Zuschlagskriterien (Verwaltungsgericht B 2006/189).

 

Urteil vom 27. Februar 2007

 

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

Parametrix Solutions AG, Freiburgstrasse 566, 3172 Niederwangen b. Bern,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Dr.iur. Jürg Roth, Fürsprech und Notar,

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Leberngasse 9, 4603 Olten,

gegen

 

Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Moosbruggstrasse 11, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Nexus Medizinsoftware und -systeme AG, Wydenmöösli-strasse 20, 8280 Kreuzlingen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

 

Einführung und Entwicklung eines Patientenmanagement-systems für die 

Spitalverbunde des Kantons St. Gallen

und das Bürgerspital St. Gallen

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen schrieb im Amtsblatt vom 29. 

Mai 2006 die Einführung und Entwicklung eines Patientenmanagementsystems (PMS) 

für die Spitalverbunde des Kantons St. Gallen und das Bürgerspital St. Gallen im 

offenen Verfahren aus. Innert der bis 20. Juli 2006 laufenden Eingabefrist gingen 

insgesamt drei gültige Angebote ein, nämlich eines der T-Systems Schweiz AG, 

Zollikofen, zum Preis von Fr. 6'159'294.--, eines der Nexus Medizinsoftware und -

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systeme AG, Kreuzlingen, zum Preis von Fr. 6'209'375.-- sowie eines der Parametrix 

Solutions AG, Niederwangen, zum Preis von Fr. 2'694'912.--. Mit Verfügung vom 27. 

September 2006 vergab das Gesundheitsdepartement den Zuschlag für Fr. 

6'209'375.-- der Nexus Medizinsoftware und -systeme AG. Als Begründung wurde 

angeführt, die berücksichtigte Offerte sei zwar im Preis wesentlich teurer als das 

preisgünstigste Angebot, weise jedoch insbesondere bei den Zuschlagskriterien 

"Anforderungen Projektumsetzung", "Anforderungen Anbieterin" und 

"Referenzbesuche" einen wesentlich höheren Erfüllungsgrad auf. Die angebotene 

Lösung qualifiziere sich durch eine umfassende Funktionalität und gegenüber den 

anderen Angeboten zusätzlich durch ein überzeugendes, den Anforderungen 

entsprechendes Projektvorgehen und durch eine solide, breit abgestützte 

Kompetenzbasis. Es wurde eine Zusammenfassung der Gewichtungen der einzelnen 

Zuschlagskriterien aufgeführt. Danach wurde die Offerte der Nexus Medizinsoftware 

und -systeme AG mit 798 Punkten und jene der Parametrix Solutions AG mit 761 

Punkten bewertet.

B./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 7. Oktober 2006 erhob die Parametrix 

Solutions AG Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben, das Ausschreibungsverfahren sei zu wiederholen und der 

Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im wesentlichen vorgebracht, das 

Angebot der Beschwerdeführerin sei bezüglich des Kriteriums "Anforderungen 

Funktionen" gleich bewertet worden wie jenes der Beschwerdegegnerin. Die 

markanten Bewertungsdifferenzen bei den Kriterien "Anforderungen Projektumsetzung" 

und "Anforderungen Anbieterin" sowie "Referenzbesuche" seien nicht nachvollziehbar.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. Oktober 2006, das 

Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen.

Die Beschwerdegegnerin liess sich zum Begehren um aufschiebende Wirkung nicht 

vernehmen.

Der Präsident des Verwaltungsgerichts erteilte der Beschwerde mit Verfügung vom 17. 

Oktober 2006 im Sinne der Erwägungen provisorisch die aufschiebende Wirkung. Zur 

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Begründung führte er an, aufgrund der Zuschlagsverfügung allein sei nicht schlüssig 

nachvollziehbar, worauf sich die Bewertungen der einzelnen Elemente der 

Zuschlagskriterien stützten und weshalb die Offerte der Beschwerdeführerin bei 

verschiedenen Kriterien schlechter bewertet worden sei als jene der 

Beschwerdegegnerin. Deshalb sei die Beschwerdeführerin ohne Kenntnis der 

Bewertungsunterlagen nicht imstande gewesen, die Beschwerde bzw. die Anfechtung 

der Bewertung substantiiert zu begründen. Der Beschwerdeführerin sei daher Einsicht 

in die Akten zu gewähren und Gelegenheit zu geben, ihre Beschwerde zu ergänzen, 

wobei nach Eingang der Beschwerdeergänzung geprüft werde, ob die Beschwerde 

hinreichend begründet und die aufschiebende Wirkung definitiv zu erteilen oder zu 

entziehen sei.

Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 27. Oktober 2006 ergänzte die 

Beschwerdeführerin ihr Rechtsmittel und hielt an ihrem Antrag fest. Die Vorinstanz 

nahm mit Eingabe vom 8. November 2006 zur Beschwerdeergänzung Stellung und 

beantragte, die Beschwerde und das Begehren um aufschiebende Wirkung seien 

abzuweisen, unter Kostenfolge. Die Beschwerdegegnerin liess sich zur 

Beschwerdeergänzung nicht vernehmen.

Mit Verfügung vom 20. November 2006 hob der Präsident des Verwaltungsgerichts die 

Verfügung vom 17. Oktober 2006 auf, soweit provisorisch Suspensiveffekt gewährt 

wurde, und wies das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Er erwog, 

die Rügen der Beschwerdeführerin gegen die Bewertung der einzelnen 

Zuschlagskriterien seien nicht hinreichend begründet. Der Beschwerdeführerin wurde 

Gelegenheit gegeben, bis 4. Dezember 2006 zur Vernehmlassung der Vorinstanz 

Stellung zu nehmen.

Innert erstreckter Frist reichte die Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2006 ihre 

Stellungnahme zur vorinstanzlichen Beschwerdevernehmlassung ein. Die Vorinstanz 

liess sich mit Eingabe vom 19. Januar 2007 dazu vernehmen.

Am 22. Januar 2007 teilte die Vorinstanz den Vertragsschluss mit.

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Auf die einzelnen von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge 

gemachten Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

näher eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 2 Abs. 1 lit. a 

und Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen, sGS 841.1, abgekürzt EGöB). Die Beschwerdeführerin ist als 

unterlegene Anbieterin zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 

45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). 

Die Zuschlagsverfügung vom 27. September 2006 ist mit Beschwerde anfechtbar (Art. 

5 Abs. 1 EGöB in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 der Interkantonalen Vereinbarung über 

das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, abgekürzt IVöB). Die Beschwerde 

wurde fristgerecht eingereicht und erfüllt auch die übrigen formalen Anforderungen (Art. 

15 Abs. 3 und Art. 16 IVöB). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen, 

einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. 

Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB). 

Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen 

Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP; vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 650 ff.). Im 

Beschwerdeverfahren gegen Verfügungen im Bereich des öffentlichen 

Beschaffungswesens kann somit nur geprüft werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen 

überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte. Solange die 

Behörde ihren Entscheid innerhalb des ihr zustehenden Ermessensspielraums getroffen 

hat, ist dem Verwaltungsgericht eine Korrektur hingegen verwehrt, selbst wenn es 

einen anderen Entscheid ebenfalls als zweckmässig oder sogar noch angemessener 

erachtet. Die Behörde darf aber nicht willkürlich entscheiden, sondern ist an die in 

Verfassung und Gesetz enthaltenen Rechtsgrundsätze gebunden. Im Streitfall bedeutet 

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dies, dass das Verwaltungsgericht den Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu 

respektieren hat, wenn diese beim Zuschlag von sachlichen und vernünftigen 

Überlegungen ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen (vgl. 

GVP 1999 Nr. 37 mit Hinweisen).

2.2. Nachdem das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen 

worden war, schloss die Vorinstanz am 22. Januar 2007 den Vertrag mit der 

Beschwerdegegnerin und teilte dies gemäss Art. 37 Abs. 2 der Verordnung über das 

öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.11, abgekürzt VöB) gleichentags dem 

Verwaltungsgericht mit. Dies bedeutet, dass der Zuschlag nicht mehr aufgehoben 

werden kann, selbst wenn sich die Beschwerde als begründet erweisen würde. In 

diesem Fall wäre festzustellen, dass die Verfügung rechtswidrig ist (Art. 18 Abs. 2 

IVöB).

3. Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht, dass die Bewertung verschiedener 

Zuschlagskriterien nicht nachvollziehbar und die angefochtene Verfügung somit 

ungenügend begründet sei.

Art. 41 Abs. 1 VöB schreibt vor, dass Zuschlagsverfügungen "kurz begründet" werden 

müssen. Sie haben insbesondere über "den Preis des berücksichtigten Angebots oder 

die tiefsten und höchsten Preise der in das Vergabeverfahren einbezogenen Angebote" 

Auskunft zu geben (Art. 41 Abs. 3 VöB). "Kurz" ist dahingehend zu verstehen, dass der 

Auftraggeber die Gründe für den Entscheid summarisch (aber immerhin) darlegt (GVP 

2000 Nr. 24). Den Anbietern muss klar sein, welche Gründe im wesentlichen dazu 

geführt haben, dass sie den Zuschlag nicht erhalten haben. Sie müssen durch die 

Zuschlagsverfügung in die Lage versetzt werden, die Tunlichkeit einer 

Beschwerdeerhebung abzuwägen (Handbuch öffentliches Beschaffungswesen im 

Kanton St. Gallen, Kapitel 10, Rechtsschutz/Haftung, S. 10 Rz. 2).

In der Zuschlagsverfügung vom 27. September 2006 wurden die Bewertungen mit den 

erzielten Punktzahlen für die Zuschlagskriterien bei den einzelnen Angeboten 

aufgeführt. Wie die Punktezahlen ermittelt worden sind, ist aufgrund der 

Zuschlagsverfügung aber nicht nachvollziehbar. Insofern rügt die Beschwerdeführerin 

zu Recht, dass die Bewertung der einzelnen Kriterien nicht nachvollziehbar begründet 

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war. Auch aus den weiteren Ausführungen in der Begründung der angefochtenen 

Verfügung liess sich die Bewertung nicht nachvollziehen; es wurde lediglich deren 

Ergebnis wiedergegeben. Die Zuschlagsverfügung ist somit mangels genügender 

Begründung formell fehlerhaft. Der Beschwerdeführerin wurde daher Gelegenheit 

gegeben, in die Bewertungsunterlagen Einsicht und zur Vernehmlassung der 

Vorinstanz zum Begehren um aufschiebende Wirkung Stellung zu nehmen. Damit 

wurde der Verfahrensmangel geheilt. Von einer Aufhebung der Zuschlagsverfügung 

und einer Rückweisung an die Vorinstanz ist folglich abzusehen; dessen ungeachtet ist 

aber die Mangelhaftigkeit der Zuschlagsverfügung bei der Kostenverlegung zu 

berücksichtigen (Art. 95 Abs. 2 VRP).

4. Das Preisangebot der Beschwerdeführerin betrug Fr. 2'694'912.-- und jenes der 

Beschwerdegegnerin Fr. 6'209'375.--. Als Zuschlagskriterien wurden die 

"Anforderungen Funktionen" mit einem Gewicht von 30 %, die "Anforderungen 

Projektumsetzung" mit einem Gewicht von 23 %, die Kosten mit einem Gewicht von 20 

%, die "Anforderungen Anbieterin" mit einem Gewicht von 15 % und die 

"Referenzbesuche" mit einem Gewicht von 12 % festgesetzt. Die Vorinstanz vermerkte 

in der Ausschreibung die Zuschlagskriterien samt deren Gewichtung. Das Angebot der 

Beschwerdeführerin erhielt in der Bewertung aller Zuschlagskriterien 761 Punkte, 

während jenes der Beschwerdegegnerin mit 798 Punkten bewertet wurde. Das 

Angebot der Beschwerdeführerin wurde beim Kriterium "Anforderungen 

Projektumsetzung" mit 140 Punkten (Beschwerdegegnerin 216), bei den Kosten mit 

200 Punkten (Beschwerdegegnerin 98), beim Kriterium "Anforderungen Anbieterin" mit 

89 Punkten (Beschwerdegegnerin 122) und beim Kriterium "Referenzbesuche" mit 83 

Punkten (Beschwerdegegnerin 112) bewertet, während das Kriterium "Anforderungen 

Funktionen" bei beiden Verfahrensbeteiligten mit 250 Punkten bewertet wurde.

Zu prüfen ist im folgenden, ob die Bewertung des Angebots der Beschwerdeführerin 

auf einem Ermessensmissbrauch beruht und das Angebot der Beschwerdegegnerin zu 

Unrecht als wirtschaftlich günstiger qualifiziert wurde als jenes der Beschwerdeführerin.

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Angebot sei bezüglich des überaus 

wichtigen Kriteriums "Anforderungen Funktionalität" gleich bewertet worden wie jenes 

der Beschwerdegegnerin. Beim Kriterium "Anforderungen Projektumsetzung" werde 

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dann wiederholt in Frage gestellt, ob der definierte Standard aufrechterhalten werden 

könne. Ihre Vertreter hätten anlässlich der Präsentation die Kriterien der 

Projektumsetzung dargelegt; die daraus resultierende sehr gute Verhältniszahl habe bei 

der Bewertung keinen Niederschlag gefunden; wiederholt werde pauschal auf 

mangelnde Umsetzungserfahrung hingewiesen, obwohl sie bezüglich der Umsetzung 

von Projekten in der Schweiz eine grössere Erfahrung habe als die 

Beschwerdegegnerin. Eine abschliessende Stellungnahme zur Bewertung werde 

dadurch erschwert, dass ihr in die Antworten der Beschwerdegegnerin zu den Fragen 

zum Projektablauf und zum Betrieb keine Einsicht gewährt worden sei. Daher könne 

schlussendlich doch nicht beurteilt werden, worauf die krasse Differenz in der 

Bewertung zurückzuführen sei. Offensichtlich sei unbeachtet geblieben, dass das 

Angebot der Beschwerdeführerin Grundparametrisierungen enthalte, mit welchen ein 

sehr hoher Anteil der individuellen Anforderungen des Benützers abgedeckt werde. 

Offensichtlich habe der geringe Aufwand für die individuelle Parametrisierung keinen 

Niederschlag bei der Bewertung der Projektumsetzung gefunden.

Dagegen wendet die Vorinstanz ein, die Einzelkriterien zu "Anforderungen, Funktionen" 

würden messen, welche Funktionen vorhanden seien, und machten somit überprüfbare 

Aussagen über den Inhalt der angebotenen Lösung. Die Einzelkriterien zu den 

"Anforderungen Projektumsetzung" bewerteten hingegen, wie die angebotene 

Funktionalität umgesetzt werde. Es handle sich somit systembedingt um 

Einschätzungen durch das gesamte Evaluationsteam anlässlich der durchgeführten 

Demo-Tage, die als solche nicht beweisbar widerlegt werden könnten. Die 

Beschwerdeführerin habe in den Einzelkriterien zu Ziff. 3.1 gegenüber der 

Beschwerdegegnerin kein gleichermassen überzeugendes Konzept für die Umsetzung 

präsentieren können. Die angebotenen Leistungen seien als nicht hinreichend beurteilt 

worden, um das PMS im definierten Umfang und in der vorgegebenen Zeit zu 

realisieren. Die Bewertung der Richtigkeit des Einführungskonzeptes könne im Vorfeld 

nicht bewiesen und somit von der Beschwerdeführerin auch nicht glaubhaft widerlegt 

werden. Bei der Einschätzung der Tauglichkeit der Projektumsetzung seien vom 

Evaluationsteam immer dieselben Fragen gestellt und die Kriterien mit demselben 

Bewertungsmassstab angewendet worden. Die an der Präsentation geforderten 

Elemente seien in den Zuschlagskriterien definiert. Fehlende bzw. nicht präsentierte 

und nicht hinreichend überzeugend präsentierte Inhalte, die zu Abzügen geführt hätten, 

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seien im Detail in der Nutzwertanalyse zu den einzelnen Zuschlagskriterien 

dokumentiert.

Die Beschwerdeführerin hält dazu fest, die Vorinstanz habe sich trotz fehlender 

objektiver Bewertungsmöglichkeit des Einführungskonzeptes ganz dezidiert gegen sie 

ausgesprochen und sie in diesem Kriterium derart schlecht benotet, dass damit der 

Punkteunterschied zur objektiv möglichen Bewertung der Kosten wieder wettgemacht 

werde. Dabei habe die Vorinstanz tatsächliche Gegebenheiten unrichtig gewürdigt, d.h. 

einen unrichtigen Sachverhalt konstruiert und darauf ihre Bewertung vorgenommen.

In der Ausschreibung wurden die Zuschlagskriterien "Anforderungen Funktionen" und 

"Anforderungen Projektumsetzung" in Ziff. 7.3 und 7.4 umschrieben und auf die 

einzelnen Elemente der Beurteilung verwiesen. Diese Kriterien sind nicht identisch, 

weshalb aus der Bewertung der Funktionalität keine Rückschlüsse auf die Bewertung 

der Projektumsetzung gezogen werden können.

4.2. Zu prüfen ist im folgenden, ob die gegen die Bewertung der einzelnen 

Unterkriterien konkret vorgebrachten Rügen stichhaltig sind.

4.2.1. Die Vorinstanz bewertete beim Angebot der Beschwerdeführerin die 

Unterkriterien 3.1.3, 3.1.4 und 3.1.5 (Umsetzung in den Bereichen Medizin, Chirurgie, 

Gynäkologie/Geburtshilfe/Neonatologie sowie Rehabilitation) mit gesamthaft 25 von 50 

möglichen Punkten und hielt zur Begründung im wesentlichen fest, dass die 

Aufrechterhaltung des definierten Standards nicht sichergestellt sei, was insbesondere 

die standardisierten Prozessketten bei Anmeldung, Planung und Operation betreffe, 

dass das vorgeschlagene Projektmanagement zu vage sei und die 

Umsetzungserfahrung in Projekten ähnlicher Grössenordnung nicht überzeuge, da 

insbesondere die bekannten Umsetzungen in grösseren Projekten durch lokale 

Projektleitungen stark geprägt worden seien. In diesem Bereich seien abrufbare 

Leistungen vorausgesetzt worden, also bereits mittels Standards oder entsprechender 

Projektumsetzung etablierte Module, wobei die hohe Parametrisierbarkeit des 

Angebots der Beschwerdeführerin mit einer fehlenden Standardisierung und noch nicht 

vorhandener Modularisierung erkauft werde, was für das vorliegende Projekt nicht 

geeignet sei. Es habe sich gezeigt, dass die konzeptionelle Arbeit zur Entwicklung zur 

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Standardisierung durch die Spitäler erbracht werden müsse. Die Beschwerdeführerin 

habe zwar grössere Spitäler in ihrer Kundschaft, dort sei das Projekt aber nur unter 

ihrer Projektbegleitung eingeführt worden. Die Kenntnisse aus den bereits bestehenden 

Installationen der Lösungen im Kantonsspital seien nicht in die Bewertung der 

Zuschlagskriterien einbezogen worden, wodurch unter anderem die Gleichbehandlung 

der Anbieterinnen habe gewahrt werden können. Der Besuch des Referenzorts der 

Beschwerdegegnerin habe keinen Einfluss auf die Bewertung der Projektumsetzung 

gehabt, und die Bewertung sei ausschliesslich aufgrund des Angebots und der 

Anbieterpräsentationen erfolgt.

Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, insbesondere bei den standardisierten 

Prozessketten Anmeldung, Planung und Operation könnten diese auf Wunsch gesperrt 

werden, dass sie vom Kunden nicht geändert werden könnten, wobei diese sehr 

wichtige Funktionalität anlässlich der Präsentation hinreichend erwähnt worden sei, 

weshalb der diesbezügliche Punkteabzug ungerechtfertigt sei. Sodann bestreitet sie, 

dass sie gegenüber der Beschwerdegegnerin mangelnde Erfahrung bei der Umsetzung 

in Projekten ähnlicher Grössenordnung aufweise. Die stark durch lokale 

Projektleitungen geprägte Umsetzung sei schwerlich negativ auszulegen, da jedes 

Projekt ab einer bestimmten Grössenordnung eine starke Projektleitung seitens des 

Kunden benötige; ausserdem habe sie keine Gelegenheit gehabt, eine Umsetzung im 

Bereich der Rehabilitation zu präsentieren.

Die Vorinstanz verweist auf die Unterschiede hinsichtlich der Projektumsetzung. Sie 

hält fest, dass bei der Beschwerdegegnerin mehr Standards in Modulen integriert und 

nutzbar seien, Zusätzlich seien die Leistungen bzw. das Vorgehen, um neue Standards 

in Module zu integrieren, von der Beschwerdegegnerin überzeugender offeriert worden 

als von der Beschwerdeführerin. Es ist aufgrund der Ausführungen der Vorinstanz 

nachvollziehbar, dass die abweichende Art der Standardisierung und Modularisierung 

bei der Beschwerdeführerin nachteilig bewertet und gestützt darauf angenommen 

wurde, die Aufrechterhaltung des definierten Standards könne seitens der 

Beschwerdeführerin nicht als sichergestellt betrachtet werden. Wenn die Vorinstanz 

aufgrund des höheren Grades der Standardisierung und Modularisierung das Angebot 

der Beschwerdegegnerin besser bewertete als jenes der Beschwerdeführerin, welches 

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eine hohe Parametrisierbarkeit aufweist, erscheint dies sachlich gerechtfertigt und kann 

jedenfalls nicht als unhaltbare und missbräuchliche Beurteilung qualifiziert werden.

4.2.2. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 3.1.6 (Umsetzung im Bereich 

Geriatrie und Langzeitpflege) mit 2 von 10 möglichen Punkten. Sie begründete dies 

damit, es sei keine entsprechende Umsetzung präsentiert worden, und der Aufwand für 

die Erarbeitung der Templates werde als hoch bewertet. Dagegen wendet die 

Beschwerdeführerin ein, sie habe keine Gelegenheit gehabt, eine Umsetzung im 

Bereich der Geriatrie und Langzeitpflege zu präsentieren, denn die Funktionalitäten 

seien ausschliesslich im Rahmen der Demonstration gezeigt worden. Sie habe das 

Kriterium "Anforderungen an die Funktionalität" ebenbürtig mit der 

Beschwerdegegnerin erfüllt, was nur deshalb möglich sei, wenn auch die Umsetzung 

gut benotet worden sei. Abgesehen davon sei es der Vorinstanz bekannt, dass sie in 

der Schweiz ensprechende Erfahrungen u.a. bei der Spitäler Chur AG und im Kanton 

Wallis aufweise.

Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern es ihr bei der Offertpräsentation nicht 

möglich gewesen ist, die Umsetzung des Projekts in den Bereichen Geriatrie und 

Langzeitpflege zu präsentieren. Unerheblich ist im weiteren, ob die Vorinstanz Kenntnis 

von einzelnen Erfahrungen der Beschwerdeführerin hatte. Solche wären allenfalls bei 

den Referenzen zu berücksichtigen. Beim besagten Kriterium wäre jedoch die 

Umsetzung anlässlich der Offertpräsentation darzulegen gewesen. Unerheblich ist 

sodann die Berufung auf die ebenbürtige Bewertung der Funktionalität mit dem 

Angebot der Beschwerdegegnerin. Unter diesen Umständen ist eine fehlerhafte bzw. 

missbräuchliche Bewertung der Offerte der Beschwerdeführerin nicht hinreichend 

begründet.

4.2.3. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 3.1.7 (Integration administrativer 

Systeme) mit 5 von 10 möglichen Punkten und begründete dies damit, das System der 

Beschwerdeführerin sei weniger gut integriert als ein Konkurrenzsystem und die 

Lösungen der Beschwerdeführerin seien weniger strukturiert und standardisiert als jene 

der Beschwerdegegnerin. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin weniger Erfahrung 

mit SAP in Projekten ähnlicher Grössenordnung. Die Beschwerdeführerin macht 

lediglich eine fehlerhafte Beurteilung der geringeren Erfahrung mit SAP in Projekten 

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ähnlicher Grössenordnung geltend und geht auf die übrigen Beurteilungen nicht näher 

ein. Die Vorinstanz begründete die unterschiedliche Bewertung damit, dass die 

Beschwerdegegnerin Erfahrungen in einem Universitätsspital nachweisen könne. Zwar 

ist die Erfahrung an einem Universitätsspital nicht zwingend höher zu bewerten als jene 

an einem Kantonsspital, doch ist eine differenzierte Beurteilung aufgrund des 

unterschiedlichen Leistungangebotes an einem Universitätsspital im Vergleich zu einem 

Kantonsspital nicht a priori fehlerhaft. Auch legt die Beschwerdeführerin nicht näher 

dar, inwiefern sie mehr Lösungen mit SAP-Bindung realisierte. Entscheidend waren für 

die Vorinstanz Projekte mit einer ähnlichen Grössenordnung. Daraus folgt, dass eine 

fehlerhafte Bewertung auch in diesem Punkt nicht dargetan ist.

4.2.4. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 3.1.10 (Realisierung im Bereich 

Anästhesie) bei der Beschwerdeführerin mit 5 von 10 möglichen Punkten und bei der 

Beschwerdeegegnerin mit dem Maximum von 10 Punkten. Zur Begründung verwies sie 

im wesentlichen auf die bei den Unterkriterien 3.1.3 bis 3.1.5 massgebenden 

Ueberlegungen. Die Beschwerdeführerin verweist dazu lediglich auf ihre Ausführungen 

zum Unterkriterium 3.1.7. Eine fehlerhafte Bewertung vermag sie damit aber nicht 

begründen. Es kann in diesem Zusammenhang auf die vorstehenden Erwägungen 

4.2.3. verwiesen werden.

4.2.5. Auf die Bewertungsdifferenzen in den Unterkriterien 3.1.11 und 3.2.1 ist aufgrund 

der geringen Differenz von nur je 2 Punkten zwischen den Angeboten der 

Verfahrensbeteiligten nicht näher einzugehen, da diese Unterschiede nicht 

ausschlaggebend sind.

4.2.6. Die Vorinstanz bewertete das Angebot der Beschwerdeführerin im Unterkriterium 

3.2.4 (Verfügbarkeit) mit 5 von 15 möglichen Punkten und hielt zur Begründung fest, 

das vorgeschlagene periodische Backup der wichtigsten Daten auf mobile Laptops 

überzeuge im Vergleich mit Lösungsvorschlägen anderer Anbieter weniger. Die 

Beschwerdeführerin habe in den Offertunterlagen und anlässlich der 

Anbieterpräsentation, vor allem im Vergleich zur Beschwerdegegnerin, kein 

ausgereiftes Ausfallkonzept vorgeschlagen, sondern nur Einzelkomponenten von 

Lösungen gezeigt, während die Beschwerdegegnerin eine ausgereifte und integrierte 

Lösung vorgeschlagen habe. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, dies sei 

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lediglich ein einzelner Aspekt ihres Lösungsvorschlages; sie habe im Rahmen der 

Ausschreibungsunterlagen umfassende technische und organisatorische Vorkehren 

vorgeschlagen und nicht bloss ein periodisches Backup auf mobile Laptops. In der 

Beschwerde werden dazu jedoch keine konkreten Angaben gemacht. In den 

Offertunterlagen wurde lediglich auf die Notwendigkeit einer regelmässigen 

Datenbankwartung hingewiesen und festgehalten, ein Notfallkonzept werde mit dem 

Kunden zusammen erarbeitet; bewährt habe sich auch der regelmässige Export der 

wichtigen Daten in Form von pdf-Files. Diese könnten auf einem Notebook auch ohne 

Netzwerkanbindung oder Stromversorgung abgerufen werden. Demgegenüber hat die 

Beschwerdegegnerin im Anhang zur Offerte ein ausführliches Datensicherungs- und 

Ausfallkonzept vorgelegt. Daher kann die Bewertung in diesem Punkt nicht als 

fehlerhaft qualifiziert werden.

4.2.7. Die Vorinstanz bewertete beim Zuschlagskriterium "Anbieterin" (Ziff. 4) das 

Unterkriterium 4.3.1 "Softwareentwicklung" mit 5 von 10 möglichen Punkten und hielt 

zur Begründung fest, die Supportstrukturen seien vorhanden, jedoch nicht 

überzeugend genug, und die begrenzte Grundkapazität werde als kritisch beurteilt. 

Beim Unterkriterium 4.3.2. "Ressourcen/Kompetenzen" in verschiedenen 

Klinikbereichen bewertete sie das Angebot mit 7 von 10 möglichen Punkten und führte 

dazu aus, die Beschwerdeführerin verfüge über die schmalsten Personalressourcen 

aller Anbieter. Das Angebot der Beschwerdegegnerin wurde mit 7 bzw. 8 Punkten 

bewertet, womit sich die Unterschiede im Bereich des vorinstanzlichen 

Ermessensspielraums bewegen. Aufgrund der Komplexität des Projekts war es 

zulässig, die Offerte eines Anbieters mit einer schmaleren Personalressource geringer 

zu bewerten. Die Bewertung der Unterkriterien 4.3.1 und 4.3.2 erscheint unter diesen 

Umständen sachgerecht. Allerdings ist aufgrund der geringen Differenz von lediglich 3 

Punkten der Bewertungsunterschied nicht ausschlaggebend. Dies gilt auch hinsichtlich 

des Unterkriteriums 4.3.3 "Referenzinstitutionen", wo die Offerte der 

Beschwerdeführerin mit 5 und jene der Beschwerdegegnerin mit 7 von 10 möglichen 

Punkten bewertet wurde.

4.2.8. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 4.3.4 "Anbindung über 

Schnittstellen" bei der Beschwerdeführerin mit 5 von 10 möglichen Punkten und hielt 

fest, es bestünden weniger integrierte Schnittstellen und weniger internes Knowhow in 

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der SAP-Anbindung, und die Qualität der gezeigten Schnittstellenintegration sei 

suboptimal. Die Beschwerdeführerin wendet dazu ein, sie habe bei der Frage der 

Anbindung über Schnittstellen auf den Anhang Referenzen verwiesen und könne 

insbesondere darauf verweisen, dass sie Schnittstellen zu Systemen bereits realisiert 

habe, die im Kanton St. Gallen im Einsatz stünden.

Die Beschwerdeführerin hielt in der Offerte fest, alle Schnittstellen würden bis Ende 

2006 garantiert; sie garantiere über die erforderliche Erfahrung für die Anbindung der 

erwähnten Systeme an das KIS, und Schnittstellen zu verschiedenen im Kanton St. 

Gallen im Einsatz stehenden Systemen seien bereits realisiert. Die Vorinstanz erwog, 

die am Kantonsspital installierten Lösungen seien nicht zur Bewertung herangezogen 

worden, und es seien die Qualität und der Integrationsumfang der realisierten 

Schnittstellen beurteilt worden, wobei die Beschwerdeführerin beispielsweise nicht 

habe glaubhaft darlegen können, wie sie die unter den Zuschlagskriterien geforderte 

medizinische Fallsicht spitalübergreifend realisiere.

Aufgrund der Ausführungen der Vorinstanz ist die Bewertung dieses Unterkriteriums als 

plausibel zu beurteilen. Die Beschwerdeführerin legt nicht konkret dar, inwiefern die 

Schlussfolgerungen der Vorinstanz aufgrund ihrer Angaben und Referenzen fehlerhaft 

sind. Die Vorinstanz berücksichtigte nicht ausschliesslich das nach ihrer Auffassung 

geringere interne Knowhow bezüglich SAP-Anbindung. Von einer geradezu 

willkürlichen Bewertung kann daher nicht gesprochen werden.

4.2.9. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 4.3.5 "Aktualität der eingesetzten 

Technologien" bei der Beschwerdeführerin mit 2 von 10 möglichen Punkten und 

qualifizierte die von der Beschwerdeführerin verwendeten Systeme als die weniger 

fortschrittliche Technologie als jene anderer Anbieter. Sie hielt ausserdem fest, die 

Entwicklungsumgebung habe einen kleinen Marktanteil. Sie qualifizierte den Stand der 

angebotenen Technologie im Hinblick auf den Zeitpunkt eines anstehenden 

Technologiewechsels. Die Beschwerdeführerin legt nicht konkret dar, inwiefern die 

Beurteilung der Vorinstanz bzw. eine Berücksichtigung des Marktanteils der 

Entwicklungsumgebung im Hinblick auf einen Technologiewechsel willkürlich sein soll. 

Sie behauptet lediglich, die Beurteilung der Vorinstanz sei schlichtweg falsch. Im 

übrigen wurde zwar nicht explizit nach dem Marktanteil der verwendeten Technologie 

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gefragt. Es erscheint jedoch nicht zum vornherein sachwidrig, bei der Beurteilung der 

Aktualität der Technologie auf deren Marktanteil abzustellen. Von einer willkürlichen 

Bewertung kann jedenfalls nicht gesprochen werden. Die Beschwerde erweist sich 

daher auch in diesem Punkt als unbegründet.

4.2.10. Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass bei der Beschwerdegegnerin das 

Paraplegikerzentrum Nottwil als Referenzinstallation gewählt wurde. Dieses könne gar 

nicht alle Anforderungen der Akuthäuser im Kanton St. Gallen abbilden. Dagegen 

wendet die Vorinstanz ein, die Pflegeplanung stehe aktuell in der ganzen Schweiz vor 

neuen Herausforderungen. Aus der Neuausschreibung durch das Paraplegikerzentrum 

könne nicht abgeleitet werden, dass dessen Pflegedokumentation derzeit schlecht sei. 

Der Referenzort sei gemäss den vorgesehenen Zuschlagskriterien beurteilt und 

bewertet worden.

Die Beurteilung der Referenzorte stützte sich zwingend auf bereits bestehende 

Systeme. Die Beschwerdeführerin wurde beim Unterkriterium 6.1.1 mit 8 von 

möglichen 10 Punkten bewertet. Die Vorinstanz berücksichtigte dabei unter anderem, 

dass die Stärken des Projekts am Referenzort der Beschwerdeführerin stark durch die 

lokale Projektleitung geprägt werden. Inwiefern eine Bewertung mit 8 von 10 möglichen 

Punkten unhaltbar sein soll, ist aufgrund der Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht 

nachvollziehbar. Die Bewertung des Unterkriteriums 6.1.1 erweist sich unter diesen 

Umständen als sachgerecht.

4.2.11. Die Vorinstanz bewertete die Unterkriterien 6.2.1 und 6.2.2 (Allgemeine 

Dokumentationsanforderungen, ärztliche Dokumentation, Leistungserfassung im 

Arztdienst) bei der Beschwerdeführerin mit 6 bzw. 7 von 10 möglichen Punkten und 

hielt fest, bei der Beschwerdegegnerin sei eine erheblich bessere Prozessdarstellung 

zu finden, während bei der Beschwerdeführerin zu viele Klicks notwendig seien und die 

Lösung grafisch wenig ansprechend und etwas unübersichtlich sei, und die zum Teil 

sehr guten "Features" seien fast ausschliesslich lokal erfunden worden.

Die Beschwerdeführerin beanstandet in ihren Einwendungen gegen die Beurteilung 

dieser Unterkriterien im wesentlichen die Bewertung der Beschwerdegegnerin und hält 

unter anderem fest, in diesem Punkt könne man sich "des Verdachts gewisser 

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Voreingenommenheit" gegenüber der Beschwerdeführerin nicht erwehren. Eine 

substantiierte Begründung, inwiefern die Bewertung der Vorinstanz auf 

Voreingenommenheit beruht, wird aber nicht vorgebracht. Namentlich kann aufgrund 

der Argumentation der Vorinstanz

über die grosse Bedeutung der lokalen Projektleitung beim Referenzobjekt der 

Beschwerdeführerin kein Hinweis auf eine Voreingenommenheit abgeleitet werden. Die 

Vorinstanz hält fest, es sei darum gegangen, an den Referenzorten die

Grundanforderungen eines PMS zu beurteilen und deren Potential zu evaluieren. Aus 

dieser Sicht seien die beiden Häuser in Nottwil und Thun bezüglich Grösse und 

Komplexität vergleichbar.

Die Beurteilung durch die Vorinstanz erscheint schlüssig und nachvollziehbar. Aufgrund 

der spezifischen Zwecke der Beurteilung von Referenzobjekten lässt sich die 

Bewertung der Vorinstanz nicht als missbräuchlich oder sachwidrig qualifizieren. Die 

Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet.

4.2.12. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 6.2.5 "Verordnungen, 

Auftragswesen, Workflow" mit 5 von 10 möglichen Punkten und begründete dies mit 

dem Fehlen einer guten Lösung für die Rückmeldung und einer schlechten 

Menuführung. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die besagte Lösung habe dem 

ausdrücklichen Wunsch eines anderen Kunden entsprochen, ist nicht stichhaltig, da für 

die Vorinstanz ausschlaggebend war, wie die Lösung aus ihrer Sicht zu bewerten ist. 

Inwiefern die Standarddurchläufe an der Präsentation für "gut befunden" wurden, wie 

die Beschwerdeführerin geltend macht, ist nicht ersichtlich. Aufgrund der Bewertung 

durch die Vorinstanz trifft dies nur in eingeschränktem Mass zu. Die Einwendungen 

gegen die Bewertung sind auch in diesem Punkt nicht hinreichend begründet.

4.2.13. Die Vorinstanz bewertete die Unterkriterien 6.2.7 und 6.2.8 "wissenschaftliche 

und gesetzliche Auswertungen"/"Benutzerführung" bei der Beschwerdeführerin mit 2 

bzw. 4 von 10 möglichen Punkten und begründete dies unter anderem mit einem 

schlecht zu bedienenden Listengenerator, Unübersichtlichkeit sowie fehlender 

Möglichkeit, zwei Fen-ster gleichzeitig zu öffnen und zwischen Formularen hin- und her 

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zu springen. Die Beschwerdeführerin beanstandet bei diesen Unterkriterien einerseits 

die Bewertung des Angebots der Beschwerdegegnerin und beschränkt sich im übrigen 

darauf, die Feststellungen der Vorinstanz als unrichtig bzw. als "grösstenteils falsch" zu 

qualifizieren.

Die Vorinstanz hielt fest, die Benutzerführung sei bei der Beschwerdeführerin nicht 

standardisiert, sondern müsse kundenseitig definiert werden; das Hin- und Herspringen 

sei keine Grundfunktion und daher aufwendig zu parametrisieren, und teilweise 

müssten Fenster zuerst geschlossen werden, bevor neue geöffnet werden könnten. 

Diese Ausführungen sind schlüssig und nachvollziehbar, und sie widerlegen die 

Behauptungen der Beschwerdeführerin, wonach die Benutzerführung standardisiert 

sei, mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet werden könnten und zwischen einzelnen 

Formularen "hin- und hergesprungen" werden könne. Somit erscheint auch diese 

Bewertung sachgerecht.

4.2.14. Bei der Bewertung des Unterkriteriums 6.2.9 beträgt die Differenz zwischen den 

Verfahrensbeteiligten lediglich 1 Punkt, weshalb mangels Relevanz für die 

Gesamtbeureilung nicht näher darauf einzugehen ist.

4.2.15. Die Vorinstanz bewertete das Unterkriterium 6.3.1 ("Eindruck der Firma anhand 

der Referenzbesuche") bei der Beschwerdeführerin mit 6 Punkten und bei der 

Beschwerdegegnerin mit dem Maximum von 10 Punkten. Sie erwog, es entstehe der 

Eindruck, dass die Beschwerdeführerin zwar ein robustes System geliefert habe, die 

Hauptstrukturierung und die inhaltlichen Features aber klar auf die lokale Projektleitung 

zurückzuführen seien. Die Beschwerdeführerin lasse ein derart hohes Mass an Freiheit, 

dass kein eigentlicher Standard erkennbar werde. (Zu) vieles werde lokal abgeändert, 

was den weiteren Ausbau erheblich gefährde. Diese Beurteilung erscheint schlüssig, 

namentlich ist es nachvollziehbar, dass die hohe Flexibilität eines Systems mit einer 

geringeren Standardisierung erkauft werden muss. Wenn die Vorinstanz dies im 

Rahmen der konkreten Beschaffung als nachteilig qualifiziert, kann dies nicht als 

missbräuchliche Bewertung betrachtet werden.

4.2.16. Das Unterkriterium 6.3.2 wurde bei beiden Verfahrensbeteiligten identisch 

bewertet.

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4.2.17. Unbestritten ist im weiteren, dass der Vorinstanz in Kap. 6.3 der Ausschreibung 

ein Additionsfehler bei den Bewertungspunkten unterlief. Sie legt in ihrer 

Stellungnahme jedoch dar, inwiefern diesem Versehen bei der Bewertung Rechnung 

getragen und eine Benachteiligung der einzelnen Anbieter vermieden wurde.

4.3. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die 

Vorinstanz bei der Bewertung der streitigen Zuschlagskriterien den ihr zustehenden 

Ermessensspielraum nicht überschritten hat. Fehlerhafte Beurteilungen, welche die 

Differenz von 37 Punkten aufwiegen und das Angebot der Beschwerdeführerin als 

wirtschaftlich günstiger erscheinen liessen als jenes der Beschwerdegegnerin, sind 

nicht hinreichend dargetan. Aufgrund der relativ geringen Gewichtung des Preises 

wirkte sich die hohe Preisdifferenz im Verhältnis zur Bewertung der übrigen 

Zuschlagskriterien nur in einem geringfügigen Mass aus. Aufgrund der vorstehenden 

Erwägungen ist somit die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

5. Da die Beschwerdeführerin mit ihrem Antrag nicht durchgedrungen ist, sind ihr 

grundsätzlich die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (Art. 95 

Abs. 1 VRP). Indes ist, wie bereits vorstehend ausgeführt wurde, bei der 

Kostenverlegung zu berücksichtigen, dass die Zuschlagsverfügung vom 27. September 

2006 mangelhaft begründet war (Art. 95 Abs. 2 VRP; vgl. R. Hirt, Die Regelung der 

Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 90 

f.). Dementsprechend ist auch die Vorinstanz gestützt auf das Verursacherprinzip 

anteilig mit Kosten zu belasten. Eine Entscheidgebühr von Fr. 7'500.-- (inkl. Kosten der 

Verfügung vom 20. November 2006 in der Höhe von Fr. 1'500.--) ist angemessen (Ziff. 

381 und 382 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Die Gebühr ist der 

Beschwerdeführerin zu zwei Dritteln, d.h. im Umfang von Fr. 5'000.--, und der 

Vorinstanz zu einem Drittel, d.h. im Umfang von Fr. 2'500.--, aufzuerlegen. Der Anteil 

der Beschwerdeführerin von Fr. 5'000.-- ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.-- zu verrechnen. Auf die Erhebung des Anteils der Vorinstanz ist zu 

verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).

Die Beschwerdeführerin hat aufgrund der Kostenauflage von zwei Dritteln der 

amtlichen Kosten keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art. 98bis 

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VRP; vgl. Hirt, a.a.O., S. 183 f.). Die Beschwerdegegnerin hat sich am Verfahren nicht 

beteiligt, weshalb auch ihr keine Entschädigung zuzusprechen ist.

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Von den amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 7'500.-- werden der 

Beschwerdeführerin Fr. 5'000.-- und der Vorinstanz Fr. 2'500.-- auferlegt. Der Anteil 

der Beschwerdeführerin wird mit dem Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- verrechnet. 

Auf die Erhebung des Anteils der Vorinstanz wird verzichtet.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

die Beschwerdeführerin (durch Fürsprech Dr. Jürg Roth, 4603 Olten)–

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegnerin–

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Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert dreissig Tagen nach der 

Eröffnung Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

erhoben werden.

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	Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 27. Februar 2007
	Oeffentliches Beschaffungswesen, Art. 41 Abs. 3 VöB (sGS 841.11). Anforderungen an die Begründung einer Zuschlagsverfügung, Abweisung der Beschwerde aufgrund nachvollziehbarer und plausibler Bewertung der Zuschlagskriterien (Verwaltungsgericht B 2006/189).

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