# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 601a5bd5-87cf-5bf2-bf64-6b868f61e021
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PS250361-O2
**Docket/Reference:** PS250361-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PS250361-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PS250361-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. E. Pahud und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming

Urteil vom 12. November 2025

in Sachen

A._____ GmbH,

Schuldnerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____ [Versicherung],

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes 

Bülach vom 14. Oktober 2025 (EK250868)

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Erwägungen:

1.1 Das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Bülach (fortan Vorinstanz) er-

öffnete mit Urteil vom 14. Oktober 2025 für eine Forderung der Gläubigerin und 

Beschwerdegegnerin (fortan Gläubigerin) von Fr. 6'609.50 inkl. Zinsen und Kos-

ten (in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Rafzerfeld) über die Schuld-

nerin und Beschwerdeführerin (fortan Schuldnerin) den Konkurs (act. 10/12 = 

act. 9).

1.2 Mit Eingabe vom 28. Oktober 2025 (Datum Poststempel) erhob 

C._____, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin mit Ein-

zelzeichnungsberechtigung (vgl. act. 5), Beschwerde gegen das vorerwähnte Ur-

teil vom 14. Oktober 2025. Sie ersucht um Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids sowie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2 inkl. Beilagen act. 

4/2-5; vgl. zur Rechtzeitigkeit act. 10/13). 

1.3 Mit Verfügung vom 29. Oktober 2025 wurde der Beschwerde der 

Schuldnerin einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 7). Die erstin-

stanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 10/1–13). Das Ver-

fahren ist spruchreif.

2.1.1    Im Beschwerdeverfahren können neue Tatsachen, die vor dem erst-

instanzlichen Entscheid eingetreten sind, ohne Einschränkung geltend gemacht 

werden. Dazu gehört insbesondere, dass die Forderung der Gläubigerin schon 

vor der Konkurseröffnung nebst Zinsen und Kosten bezahlt wurde, was nach 

Art. 172 Ziff. 3 SchKG zur Abweisung des Konkursbegehrens geführt hätte, wenn 

es dem Konkursgericht bekannt gewesen wäre. Für die Gutheissung der Be-

schwerde ist zudem erforderlich, dass innert der Beschwerdefrist auch die Kosten 

des Konkursamts und des erstinstanzlichen Konkursgerichts sichergestellt wer-

den. Nach ständiger Praxis der Kammer wird von der Prüfung der Zahlungsfähig-

keit im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG abgesehen, wenn sich der Konkursauf-

hebungsgrund vor der Konkurseröffnung verwirklichte. Dass eine Schuldnerin in 

dieser Konstellation die Kosten des Konkursgerichts (zusammen mit jenen des 

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Konkursamtes) erst nach der Konkurseröffnung sichergestellt hat, bleibt dabei un-

berücksichtigt (vgl. zum Ganzen ZR 110/2011 Nr. 79; OGer ZH, Urteil vom 

24. April 2025 [PS250096] E. 3.1).

2.1.2    An dieser Stelle ist indes – wie bereits mit Verfügung vom 29. Okto-

ber 2025 (act. 7) – darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht im zur Publika-

tion vorgesehenen Entscheid 5A_375/2025 vom 11. August 2025 (E. 3.4) festge-

halten hat, es müssten namentlich auch die Kosten des Konkursgerichtes bereits 

vor der Konkurseröffnung getilgt bzw. sichergestellt sein, damit von der Prüfung 

der Zahlungsfähigkeit abgesehen werden könne. Die bisherige Praxis der Kam-

mer wird entsprechend anzupassen sein. Bis zur amtlichen Publikation des er-

wähnten Bundesgerichtsentscheids ist jedoch im Sinne des Vertrauensschutzes – 

insbesondere Laien gegenüber – die langjährige Praxis der Kammer weiterhin an-

zuwenden und von einer Prüfung der Zahlungsfähigkeit abzusehen, auch wenn 

die Kosten des Konkursgerichtes (und des Konkursamtes) erst nach der Konkurs-

eröffnung getilgt oder sichergestellt wurden. 

2.2.1    Die Schuldnerin macht geltend, die der Konkurseröffnung zugrunde-

liegende Forderung vor der Konkurseröffnung getilgt zu haben (vgl. act. 2 S. 3). 

Sie belegt dies mit entsprechender Abrechnung des Betreibungsamtes Rafzerfeld 

vom 13. Oktober 2025, wonach in der Betreibung Nr. … der Endbetrag von Fr. 

6'640.80 bezahlt wurde (act. 4/3). Sodann ist aus den erstinstanzlichen Akten er-

sichtlich, dass die Schuldnerin am 13. Oktober 2025, und damit ebenfalls noch 

vor der Konkurseröffnung, zuhanden der Vorinstanz für die Deckung der Konkurs-

eröffnungskosten einen Vorschuss von Fr. 200.– geleistet hat (vgl. act. 10/5, 

act. 10/11 und act. 9 Dispositiv-Ziff. 3). Weiter belegt die Schuldnerin, beim Kon-

kursamt Eglisau am 20. Oktober 2025, d.h. nach der Konkurseröffnung, einen 

Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– geleistet zu haben, welcher Betrag die Kosten 

des Konkursverfahrens zu decken vermag (act. 4/5). Den Kostenvorschuss für 

das vorliegende Verfahren in Höhe von Fr. 750.– hat die Schuldnerin mit Valuta 

28. Oktober 2025 bezahlt (act. 4/4 und act. 11).

2.2.2    Die Schuldnerin beruft sich im Rahmen der Beschwerde auf die ge-

nannte, langjährige Praxis der Kammer (act. 2 S. 2 f.; Erw. 2.1.1). Da die Schuld-

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nerin bereits vor der Konkurseröffnung die Forderung getilgt als auch die Kosten 

des Konkursgerichtes sichergestellt hat, kommt es vor dem Hintergrund des vor-

erwähnten Vertrauensschutzes als auch unter Berücksichtigung des erwähnten 

Bundesgerichtsentscheids (Erw. 2.2.2) auf die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin 

nicht an. 

2.2.3    Vorliegend sind sämtliche Voraussetzungen für die Aufhebung des 

Konkurses erfüllt. Von der Prüfung der Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin kann 

nach dem Gesagten abgesehen werden. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen 

und das Urteil der Vorinstanz vom 14. Oktober 2025 ist aufzuheben. 

3.

Die Schuldnerin führte aus, sie habe es leider wegen privaten Proble-

men und aus Nachlässigkeit verpasst, die Vorinstanz über die Zahlung der Kon-

kursforderung zu informieren, was die Konkurseröffnung verhindert hätte (act. 2 

S. 3). Es liegt grundsätzlich in der Verantwortung der Schuldnerin, das Konkurs-

gericht über Umstände, welche gegen eine Konkurseröffnung sprechen, zu infor-

mieren (OGer ZH PS110095 vom 6. Juli 2011 E. 2.2 = ZR 110/2011 Nr. 79; 

PS250139 vom 5. Juni 2025 E. 4). Die Schuldnerin wurde in der Vorladung zur 

Konkursverhandlung, welche ihr am 1. Oktober 2025 zugestellt worden war 

(act. 10/10), u.a. ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Konkurseröffnung 

ausgesprochen werde, wenn sie nicht spätestens in der Konkurseröffnungsver-

handlung durch Urkunden beweist, dass sie die Schuld samt Zinsen und Kosten 

getilgt hat (act. 10/5 S. 2). Die Schuldnerin muss sich ihr Versäumnis, die erfolgte 

Tilgung nicht rechtzeitig der Vorinstanz zur Kenntnis gebracht zu haben, entge-

genhalten lassen. Damit hat sie sowohl die erstinstanzliche Konkurseröffnung als 

auch das Beschwerdeverfahren verursacht. Entsprechend hat sie die Kosten des 

Beschwerdeverfahrens, die Kosten des erstinstanzlichen Konkursgerichtes und 

die Kosten des Konkursamtes zu tragen. 

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Für die Deckung der vorinstanzlichen Entscheidgebühr wurde der von der 

Schuldnerin geleistete Vorschuss herangezogen (act. 9 Dispositiv-Ziff. 3). Die 

Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist mit dem von der Schuldnerin 

geleisteten Vorschuss für das Rechtsmittelverfahren zu verrechnen. 

4.

Der Gläubigerin ist mangels relevanter Aufwendungen im vorliegenden 

Verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen.

5.

Das Konkursamt Eglisau ist anzuweisen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 3'000.– (Fr. 1'200.– Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'800.– 

von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteter Vorschuss) der Gläubigerin 

Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verblei-

benden Restbetrag auszuzahlen.

Es wird erkannt:

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Einzel-

gerichtes des Bezirksgerichtes Bülach vom 14. Oktober 2025 aufgehoben. 

Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 200.– wird bestätigt 

und der Schuldnerin auferlegt; diese Kosten wurden von der Vorinstanz mit 

dem von der Schuldnerin geleisteten Vorschuss verrechnet.

3.

4.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Das Konkursamt Eglisau wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 3'000.– (Fr. 1'200.– Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'800.– von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteter Vorschuss) 

der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Abzug seiner 

Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen.

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5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Bülach 

(unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Eg-

lisau, ferner im Urteils-Dispositiv an das Handelsregisteramt des Kantons 

Zürich und an das Betreibungsamt Rafzerfeld, je gegen Empfangsschein.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

i.V. Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
13. November 2025