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**Case Identifier:** 368b3312-e814-5220-931e-a01067a90e13
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.02.2014 725 2013 185 / 37 (725 13 185 / 37)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2013-185---37_2014-02-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Februar 2014 (725 13 185 / 37) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kausalitätsbeurteilung durch den Kreisarzt der Beschwerdegegnerin genügt den Anfor-

derungen an beweiskräftige ärztliche Unterlagen nicht, daher Rückweisung an Be-

schwerdegegnerin zur weiteren medizinischen Abklärung  

 

 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich-

ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitet als Apothekerin bei der Firma B.____ AG und ist aufgrund dieses Ar-
beitsverhältnisses bei der SUVA obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-
fällen versichert. Am 16. Juni 2011 wurde sie als Fahrradfahrerin von einem rechtsabbiegenden 
Personenwagen angefahren und stürzte auf die rechte Körperhälfte. Dabei zog sie sich Schür-
fungen und Kontusionen am rechten Beckenkamm und am rechten Ellbogen sowie eine Kontu-

 
 
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sion an der rechten Schulter zu. Es folgte eine Arbeitsunfähigkeit von vier Tagen. Wegen der 
Schulterverletzung wurde ihr eine physiotherapeutische Behandlung verschrieben. Der Behand-
lungsabschluss erfolgte am 14. September 2011. 
 
Am 3. Oktober 2012 bzw. am 19. November 2012 liess die Versicherte aufgrund ihrer Schmer-
zen in der rechten Schulter einen Rückfall zu diesem Unfallereignis melden. Die SUVA lehnte 
mit Verfügung vom 14. März 2013 ihre Leistungspflicht für die angemeldeten Rückfallbe-
schwerden ab. In der Begründung wurde gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung ausgeführt, 
es bestehe kein rechtserheblicher Kausalzusammenhang zwischen den heute geklagten Be-
schwerden und dem vorgenannten Unfallereignis. Die dagegen erhobene Einsprache wies die 
SUVA mit Einspracheentscheid vom 17. Mai 2013 ab. Der medizinische Sachverhalt sei umfas-
send und rechtsgenüglich abgeklärt worden. Der Kreisarzt habe in Kenntnis aller medizinischen 
Unterlagen festgestellt, dass die heute noch geklagten Beschwerden der rechten Schulter nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 
6. Juni 2011 stehen würden. 
 
B. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 19. Juni 2013 Beschwerde beim Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht und beantragte die Aufhebung des 
Einspracheentscheids und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, die Behandlungskosten 
der Schulterbeschwerden zu übernehmen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 31. Juli 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
D. Mit Eingabe vom 27. September 2013 reichte die Beschwerdeführerin ärztliche Berichte 
der ersten Behandlungsperiode ein und führte unter Verweis auf diese Berichte aus, dass sie 
durch den Unfall eine Rotatorenmanschettenläsion erlitten habe. Sie leide nicht unter einer 
Engpasssituation. Die Schulterprellung habe eine Imbalance der Muskulatur in der rechten 
Schulter ausgelöst, die bis heute nicht wieder vollständig wiederhergestellt habe werden kön-
nen und die vor dem Unfall nicht bestanden habe. 
 
E. In ihrer Duplik vom 28. Oktober 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag, die 
Beschwerde sei abzuweisen, fest. 
 
Auf die Vorbringen der Parteien in den Schriften und die eingereichten Akten wird – soweit not-
wendig – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Da die Sachurteilsvoraussetzungen allesamt erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten. 
 

 
 
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2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Übernahme von weiteren Ver-
sicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 16. Juni 2011 zu Recht 
abgelehnt hat. 
 
2.2 Die Beschwerdeführerin führt im Wesentlichen aus, dass die Beweglichkeit zwar wieder 
hergestellt sei und durch die zuletzt durchgeführte Physiotherapie die Muskulatur im rechten 
Arm/Schulterbereich wieder kräftiger geworden sei. Die Muskelpartie unterhalb der rechten 
Achsel sei aber immer noch verhärtet. Dies sei mit lokalen Schmerzen sowie Beeinträchtigun-
gen wie „nicht auf der rechten Seite liegen zu können“ verbunden. Sie sei einige Monate nach 
Abschluss der Physiotherapie wieder zum Arzt gegangen, der eine erneute Therapie veranlasst 
habe, die sie aber wegen ihrer Schwangerschaft und Entbindung habe unterbrechen müssen. 
Da die Schmerzen weiterhin angehalten hätten, habe sie sich einige Monate später wiederum in 
ärztliche Behandlung begeben. Der Arzt habe eine aktive Physiotherapie kombiniert mit manu-
eller Therapie angeordnet, was zu einer deutlichen Besserung, aber nicht zu einer völligen 
Ausheilung und Beschwerdefreiheit geführt habe. Die heute noch bestehenden Schmerzen sei-
en in derselben Art unmittelbar nach dem Umfall aufgetreten und hätten sich seither kaum ver-
ändert, so dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Schulterbeschwer-
den bestehe. 
 
2.3 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass der Kreisarzt in Kenntnis 
aller medizinischen Unterlagen festgestellt habe, dass die heute noch geklagten Beschwerden 
der rechten Schulter nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammen-
hang zum Unfallereignis vom 6. Juni 2011 stehen würden. Die im MRI-Befund als traumatisch 
bezeichnete Impingement-Auffälligkeit lasse sich bildgebend nicht überwiegend wahrscheinlich 
als posttraumatisch identifizieren. Die Bezeichnung des Impingements als traumatisch basiere 
wohl einzig auf der Übernahme der anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin. Bildge-
bend sei nur eine unspezifische Engpasssymptomatik mit Sehnenreizung nachgewiesen, die 
aber nicht überwiegend wahrscheinlich durch die Prellung vor zweieinhalb Jahren entstanden 
sei. Auch zeige dieser altersentsprechende Befund keine Verschlimmerung. Klar unfallbedingte 
Veränderungen in der rechten Schulter seien nie nachgewiesen worden, namentlich keine Frak-
turen oder Rupturen, dafür aber notorischerweise primär krankhafte und/oder degenerative 
Veränderungen in Form eines leichten, subakromialen Impingements mit eingeengtem Subak-
romialraum, leichter Tendopathie der distalen Supraspinatussehne sowie Bursitis. Damit seien 
die Beschwerden allenfalls erklärbar, würden aber in keinem Kausalzusammenhang mehr zum 
Unfall stehen, nachdem keine unfallspezifischen strukturellen Befunde nachgewiesen worden 
seien. Die festgestellten Veränderungen seien mit Blick auf die medizinische Erfahrung nicht 
auf das fragliche Unfallereignis zurückzuführen, seien doch solche Befunde nach einer simplen 
Distorsion oder Kontusion nicht als unfallbedingt zu qualifizieren. Die unfallbedingten Beein-
trächtigungen solch bescheidener Distorsionen oder Kontusionen würden kaum mehrere Mona-
te anhalten, insbesondere wenn radiologisch keine strukturellen Unfallfolgen nachgewiesen 
worden seien. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 

 
 
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Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Dabei hat 
der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 UVG). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 
10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 
 
3.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen-
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. 
 
3.3 Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzu-
kommen, dass zwischen den geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung bzw. der unfallähnlichen Körperschädigung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 
118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis im Sinne einer 
Teilursache zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht wer-
den kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 
V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.4 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. Bei einem Rückfall han-
delt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu 
ärztlicher Behandlung kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 
im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit be-
grifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-

 
 
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den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürli-
cher und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. In diesem Zusammenhang gilt es 
klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf 
der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden 
kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
 
4.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, über welche die rechtsanwendende 
Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung zu befinden hat. Dabei hat sie ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 
(vgl. dazu BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste gewürdigt wird (BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 
4.2 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 
nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 122 V 
158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrund-
satz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall 
der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in 
der Sozialversicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisre-
gel greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsat-
zes auf dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 
E. 3b; ULRICH MEYER-BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
Bei Vorliegen eines Rückfalles oder von Spätfolgen ist das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je 
grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis 
des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu 
Lasten der versicherten Person aus. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, 
übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere 
Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil 
des Bundesgerichts vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3 mit Hinweis). 
 
4.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte (Beurteilung des Gesundheitszustandes, 
Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin) ist die rechtsanwen-

 
 
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dende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärz-
ten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). 
Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess 
gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Be-
weismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 
E. 3a). 
 
5.1 Laut Unfallmeldung vom 22. Juni 2011 wurde die Beschwerdeführerin am 16. Juni 
2011 auf dem Velo von einem seitlich abbiegenden Auto angefahren. Beim Sturz sei sie auf die 
rechte Körperseite gefallen und habe am ganzen Körper Prellungen erlitten. Der erstbehan-
delnde Arzt pract. med. C.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom medizinischen Dienst der 
Arbeitgeberin hat mit Zeugnis vom 2. August 2011 Kontusionen an der Hüfte rechts, am Ellbo-
gen rechts und an der Schulter rechts diagnostiziert. Eine Fraktur am Ellbogen habe mittels 
Röntgenaufnahmen ausgeschlossen werden können. Wegen eines posttraumatischen Schulter-
impingements rechts finde seit dem 14. Juli 2011 eine physiotherapeutische Behandlung statt. 
In Bezug auf die Schulter sei schon eine deutliche Besserung eingetreten. Behandlungsab-
schluss sei voraussichtlich Ende August 2011. Dr. med. D.____, Betriebsärztin der Arbeitgebe-
rin, hat den letzten Eintrag der Krankengeschichte vom 14. September 2011 unterzeichnet. Da-
rin wird folgendes festgehalten: "Heute letzter Termin, volle Beweglichkeit der rechten Schulter, 
Wiederholung von Stabilitäts- und Mobilitätsübungen, kann selbständig noch weitergeführt wer-
den, um Restgefühl in enggradiger Bewegung zu verbessern". In der Folge sind keine weiteren 
medizinischen oder physiotherapeutischen Behandlungen dokumentiert. Erst am 03. Oktober 
2012, also mehr als ein Jahr später, wird von der Beschwerdeführerin ein Rückfall gemeldet. 
 
5.2 Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin die Neuaufnahme der ärztlichen Behand-
lung unter dem Aspekt des Rückfalls beurteilt. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin in 
ihrer Beschwerde geltend, ihre unfallbedingten Beschwerden seien nie vollständig abgeklun-
gen. Nachdem der Fall durch die Beschwerdegegnerin nie formal abgeschlossen wurde, stellt 
sich die Frage, ob die Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung als Weiterbehandlung unter 
dem Grundfall zu qualifizieren ist. 

 
 
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5.3 Ein Rückfall kann nach der Rechtsprechung auch dann vorliegen, wenn keine schriftli-
che Mitteilung der Versicherung erfolgt ist, dass der Fall abgeschlossen werde. Entscheidend 
ist, ob bei der letzten ärztlichen Behandlung davon ausgegangen werden konnte, dass keine 
weitere Behandlungsbedürftigkeit auftreten werde. Bei dieser Einschätzung kommt der Art der 
Verletzung und dem bisherigen Heilungsverlauf eine entscheidende Bedeutung zu. Bei einem 
vergleichsweise harmlosen Unfall mit einem kurzen und günstigen Heilungsverlauf wird eher ein 
stillschweigender Fallabschluss angenommen als bei einem komplizierten Heilungsverlauf. Hat 
eine versicherte Person aber auch im leistungsfreien Intervall an den nach dem Unfall aufgetre-
tenen Beschwerden gelitten, liegen mit anderen Worten Brückensymptome vor, so ist nicht von 
einem Abschluss des Grundfalls auszugehen. 
 
5.4 Im vorliegenden Fall wurde der Unfall offensichtlich formlos abgeschlossen, indem die 
Beschwerdegegnerin die Rechnungen der ärztlichen Behandlung und Physiotherapie bezahlt 
hat. Die Betriebsärztin Dr.D.____ ihrerseits hat die Behandlung knapp drei Monate nach dem 
Unfall abgeschlossen, mit der Feststellung, dass die rechte Schulter frei beweglich sei und dass 
die Beschwerdeführerin die Übungen selbständig weiterführen könne, um das Restgefühl in 
enggradiger Bewegung noch zu verbessern. Damit liegt klar ein vergleichsweise harmloser Un-
fall mit einem relativ kurzen und günstigen Heilungsverlauf vor. Die grundsätzlich freie Beweg-
lichkeit in der rechten Schulter liess auch darauf schliessen, dass keine weitere Behandlungs-
bedürftigkeit zu erwarten war, so dass ohne weiteres von einem formlosen Abschluss ausge-
gangen werden darf. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Beschwerden seien in der Fol-
ge nie verschwunden, so dass Brückensymptome vorliegen würden, kann insofern nicht gehört 
werden, als es für diese Behauptung echtzeitlich keinerlei Hinweis gibt. Für die Zeit zwischen 
September 2011 und Oktober 2012 ist weder ein Arztbesuch noch eine anderweitige therapeu-
tische Bemühung nachgewiesen. Die Beschwerdeführerin macht zwar in der Beschwerde gel-
tend, sie habe nach einigen Monaten Dr. E.____ aufgesucht, der ihr Massagen und Triggerthe-
rapien verschrieben habe, eine entsprechende Bestätigung von Dr. E.____ oder auch nur eine 
Abrechnung der Therapiekosten ist aber nicht eingereicht worden. Doch selbst wenn davon 
auszugehen wäre, dass – wie auch in der Rückfallmeldung vermerkt – im Februar 2012 erneut 
therapeutische Bemühungen unternommen wurden, so bleibt noch immer ein Intervall von ei-
nem halben Jahr, in dem keine Behandlungen nachgewiesen sind, so dass auch das Vorliegen 
von Brückensymptomen nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist. Damit ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass die Wiederaufnah-
me der ärztlichen Behandlung im Oktober 2012 nicht unter dem Grundfall, sondern als Rückfall 
zu behandeln ist, mit der Konsequenz, dass die Beweislast für die Unfallkausalität bei der Be-
schwerdeführerin liegt. 
 
6.1 Für die Zeitspanne nach Eingang der Rückfallmeldung liegen die folgenden medizini-
schen Beurteilungen vor: 
 
6.2 In der Schadenmeldung UVG vom 3. Oktober 2012 meldete die Arbeitgeberin einen 
Rückfall zum Nichtberufsunfall vom 16. Juni 2011. Es bestünden erneut Beschwerden. Im Früh-
jahr 2012 sei Physiotherapie verordnet worden. 

 
 
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6.3 In Vertretung von Dr. med. F.____, Chiropraktor SCG/ECU, hält Dr. E.____ im Arzt-
zeugnis vom 25. Oktober 2012 fest, dass die Rotation der Halswirbelsäule (HWS) nach rechts 
eingeschränkt sei. Ausserdem klage die Patientin über einen Schulterschmerz rechts bei Rota-
tionsbewegungen und Überkopfarbeiten. Ferner bestehe eine Rippenblockade rechts. Als Di-
agnose wird ein posttraumatischer Schulterschmerz mit zervikothorakaler Distorsion aufgeführt. 
Es handle sich um einen Rückfall. Die Unfallkausalität wird mit einem Kreuz bejaht bei der 
Rubrik, unter welcher gefragt wird, ob die Befunde mit dem geltend gemachten Ereignis verein-
bar seien und plausibel erscheinen. 
 
6.4 Dr. med. G.____, D.O.M., Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, bestätigt mit 
Zeugnis vom 24. Dezember 2012, dass die Patientin seit dem 11. Dezember 2012 bei ihm in 
Behandlung stehe. Er äussert als Verdachtsdiagnose eine Läsion des Kapselbandlabrumkom-
plexes an der rechten Schulter anlässlich der Schulterdistorsion vom 16. Juni 2011. Die Frage 
der Unfallkausalität beantwortet Dr. G.____ wie Dr. E.____ mit einem einfachen und nicht näher 
begründeten "ja". In der Folge ordnete Dr. G.____ eine Abklärung mittels MRT an. 
 
6.5 Dr. med. H.____, Radiologie des Spitals X.____, hält in seinem Bericht vom 7. Januar 
2013 fest, dass eine MR Arthrographie der rechten Schulter gemacht worden sei. In der Beur-
teilung kommt er zum Schluss, dass lediglich Zeichen von Veränderungen bei leichtem (trauma-
tisiertem) subakromialem Impingement mit etwas eingeengtem Subakromialraum, leichter Ten-
dopathie der distalen Supraspinatussehne sowie reaktiver Bursitis subacromialis/subdeltoidea 
vorliegen würden. Es gebe keinen Hinweis auf eine Pathologie des hyalinen Knorpels sowie 
des Labrums. Es bestehe keine SLAP-Läsion. Die Bizepssehne sei unauffällig. Es bestehe 
auch keine traumatische ossäre Pathologie. 
 
6.6 Dr. med. I.____, Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, hält in seiner Beurteilung vom 11. 
Februar 2013 fest, dass die geklagten Beschwerden in der rechten Schulter nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit im Kausalzusammenhang zum Unfall stehen würden, da im MRT die 
sogenannten „traumatisierten Impingementauffälligkeiten“ als posttraumatisch nicht bildgebend 
mit Wahrscheinlichkeit identifiziert werden könnten. Viel wahrscheinlicher erscheine die Über-
nahme des „posttraumatisch“ aus der Anamnese der Versicherten. Denn es bestehe eine un-
spezifische Engpasssymptomatik mit Sehnenreizung an der Schulter, welche nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit durch eine Prellung vor 2.5 Jahren äthiologisch kausal entstanden 
sei. Auch liege bei diesem unspezifischen altersentsprechenden Befund keine Verschlimme-
rung vor. 
 
7.1 Zu klären ist, ob die Kausalitätsfrage gestützt auf die vorliegenden ärztlichen Unterlagen 
beantwortet werden kann. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Beurteilung des Ge-
sundheitszustands der Beschwerdeführerin und der Frage des Ursprungs der Beschwerden 
vollumfänglich auf den Bericht von Dr. I.____ vom 11. Februar 2013 und ging davon aus, dass 
die Schulterbeschwerden degenerativer Natur seien. Sie hielt fest, dass der rechtserhebliche 
Sachverhalt umfassend und rechtsgenüglich abgeklärt worden sei. 
 

 
 
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7.2 Bei der vorliegenden Beweiswürdigung ist zu berücksichtigen, dass bei versicherungsin-
ternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen strenge Anforderungen an die Beweiswürdi-
gung zu stellen sind. Es genügen relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, um eine (neue) versicherungsexterne medizinische Begut-
achtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 139 V 
99 E. 2.3.2, 135 V 465 E. 4, Urteile des Bundesgerichts vom 12. Juni 2013, 9C_734/2012, 
E. 3.2, vom 4. Oktober 2012, 9C_495/2012, E. 2.2 und 2.3 sowie vom 17. September 2012, 
9C_148/2012, E. 1.3 und 1.4; ferner SVR 2012 IV Nr. 32 S. 127, 9C_776/2010 E. 3.3 in fine).  
 
7.3 Die Kausalitätsbeurteilung von Dr. I.____ erscheint zwar inhaltlich grundsätzlich nach-
vollziehbar, sie ist aber mit ihrem Umfang von zehn Zeilen äusserst knapp und kommt im For-
mat einer Aktennotiz daher. Aus seiner Beurteilung geht zwar klar hervor, dass die Impinge-
mentsymptomatik seines Erachtens nicht auf die 2.5 Jahre zurückliegende Prellung zurückzu-
führen sei. Eine Begründung, wie er zu diesem Schluss kommt, ist der Beurteilung aber nicht zu 
entnehmen. Es bleibt daher unklar, ob seine Schlussfolgerung auf dem MRT oder auf Erfah-
rungswerten gründet. Ganz offensichtlich kann die bei der Beschwerdeführerin bestehende Im-
pingement- oder Engpasssymptomatik sowohl traumatisch als auch degenerativ verursacht 
sein. So ist jedenfalls die Tatsache zu verstehen, dass Dr. H.____ bei der Befundung des MRT 
den Begriff "traumatisiert" in Klammern gesetzt hat. Die Interpretation von Dr. I.____, dass der 
Begriff traumatisiert einfach aus der Anamnese übernommen worden sei, erscheint nicht zwin-
gend. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sowohl der erstbehandelnde Arzt pract. med. C.____ 
als auch der behandelnde Chiropraktor Dr. E.____ und der behandelnde Facharzt Dr. G.____ 
die Unfallkausalität bejaht haben. Im Weiteren erstaunt, dass Dr. I.____ weder mit dem behan-
delnden Dr. G.____ Rücksprache genommen noch die Beschwerdeführerin je persönlich unter-
sucht hat, bevor er die Kausalitätsfrage beurteilt hat. Insbesondere hat er sich nicht über den 
aktuellen Behandlungsstand erkundigt. Zudem irrt er sich in zeitlicher Hinsicht, denn der Unfall 
ist im Zeitpunkt seiner Beurteilung nicht 2.5, sondern nur 1.5 Jahren zurückgelegen. 
 
7.4 In der Summe bleiben daher gewisse Zweifel an der Kausalitätsbeurteilung des Kreis-
arztes zurück. Bei Beurteilungen durch versicherungsinterne Ärzte genügen bereits geringste 
Zweifel, um ihre Verbindlichkeit aufzuheben. Hinzu kommt, dass ein medizinischer Aktenbericht 
als Entscheidungsgrundlage lediglich zulässig ist, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind (Urteil 
des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_653/2009, E. 5.2 mit Hinweis). Dies ist vorlie-
gend nicht der Fall. Der behandelnde Facharzt Dr. G.____ hält in seinem Bericht an die Be-
schwerdegegnerin vom 24. Dezember 2012 unter Ziffer 7 fest, dass er den MRT Befund abwar-
ten und danach das weitere Procedere festlegen würde. In der Folge schloss die Beschwerde-
gegnerin den Fall aber Mitte März 2013 ab, ohne bei Dr. G.____ je einen aktuellen Bericht ein-
geholt zu haben. Somit ist eine neue Kausalitätsbeurteilung einzuholen. 
 
8.1 Gemäss Bundesgericht stellt sich, wenn das Gutachten einer versicherungsinternen 
oder -externen Stelle nicht schlüssig ist und wenn die offene Tatfrage nicht anhand anderer 
Beweismittel geklärt werden kann, das Problem, inwieweit die mit der Streitsache befasste Be-
schwerdeinstanz noch die Wahl haben soll zwischen einer Rückweisung der Sache an die Ver-

 
 
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waltung, damit diese eine neue oder ergänzende Expertise veranlasst, und der Einholung eines 
Gerichtsgutachtens (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Bereits zuvor hat das Bundesgericht festgehal-
ten, dass den kantonalen Gerichten die Kompetenz zur vollen Tatsachenüberprüfung zufällt, die 
sie nötigenfalls durch Einholung gerichtlicher Expertisen auszuschöpfen haben (BGE 136 V 376 
E. 4.2.3). Schliesslich hat das Bundesgericht die bisherige ständige Rechtsprechung, wonach 
das kantonale Gericht prinzipiell die freie Wahl hatte, bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit 
die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen oder aber selber zur Herstellung der 
Spruchreife zu schreiten (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.3), geändert. So hat es erkannt, dass es 
zwar nicht angebracht ist, in jedem Beschwerdefall auf der Grundlage eines Gerichtsgutachtens 
zu urteilen, doch drängt es sich auf, dass die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgut-
achten einholt, wenn sie einen medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklä-
rungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt 
nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, 
wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage be-
gründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht unbenommen, eine Sache zurückzu-
weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Aus-
führungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Zu beachten sind zudem die Ausführun-
gen des Bundesgerichts im hiervor zitierten BGE 137 V 210 ff., wonach eine weitgehende Ver-
lagerung der Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht 
wünschbar ist. Die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung litte empfindlich und wä-
re von einem Substanzverlust bedroht, so das Bundesgericht, wenn die Verwaltung von vornhe-
rein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit in jedem verfügungsweise abgeschlossenen Sozial-
versicherungsfall auf Beschwerde hin gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterliege 
(BGE 137 V 210 ff., E. 4.2). 
 
8.2 Vorliegend erscheint eine Rückweisung der Streitsache an die Beschwerdegegnerin im 
Lichte der Praxis des Bundesgerichts als gerechtfertigt. Aufgrund des Beschwerdebilds kann 
nicht ausgeschlossen werden, dass die heutigen Schmerzen traumatischen Ursprungs sind. Die 
Frage des Kausalzusammenhangs wurde von der Beschwerdegegnerin nur sehr rudimentär 
und gestützt auf nicht aktualisierte Akten abgeklärt. Die gesundheitliche Situation der Be-
schwerdeführerin ist daher als nahezu ungeklärt zu betrachten. Die Beschwerdegegnerin ist 
damit ihrer Pflicht zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts nicht genügend nachgekom-
men, indem sie sich mit der Beurteilung des Kreisarztes zufriedengegeben hat. Der angefoch-
tene Einspracheentscheid vom 17. Mai 2013 ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist 
zur erneuten medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird 
bei einem versicherungsexternen Facharzt oder einer versicherungsexternen Fachärztin ein 
Gutachten zur Klärung der Kausalität der Problematik der rechten Schulter einzuholen haben. 
Gestützt auf die Ergebnisse des Gutachtens wird die Beschwerdegegnerin über den Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf weitere Versicherungsleistungen neu zu befinden haben. Die vor-
liegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
9. Es bleibt, über die Kosten zu entscheiden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-

 
 
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liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettge-
schlagen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefoch-
tene Einspracheentscheid vom 17. Mai 2013 aufgehoben und die Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, 
nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

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