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**Case Identifier:** e9b6930c-8b75-5e6e-8cc1-b8e65abf9e0a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 19.09.2023 460 22 210 (460 2022 210)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-22-210_2023-09-19.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
19. September 2023 (460 22 210) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Führen eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand, Strafzumessung 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt (Ref.),  

Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
Privatklägerschaft 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,  
vertreten durch Advokat Gabriel Giess,  
Oberwilerstrasse 3, Postfach 312, 4123 Allschwil,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand mehrfacher, teilweise geringfügiger Diebstahl etc. 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-
Landschaft vom 3. Dezember 2020 (300 19 315) 
 

 
 
 

 
 
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A. Das Strafgerichtspräsidium Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) sprach den 
Beschuldigten A.____ mit Urteil vom 3. Dezember 2020 der mehrfachen Sachentziehung, der 
versuchten Sachentziehung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, des Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähi-
gem Zustand sowie der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig und verurteilte ihn 
zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu je CHF 60.–, bei einer Pro-
bezeit von 2 Jahren, unter Anrechnung der Haft von einem Tag, sowie zu einer Busse von CHF 
500.–, bei Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen für den Fall ihrer schuldhaften 
Nichtbezahlung (Dispositiv-Ziffer 1). Von der Anklage des Hausfriedensbruchs in zwei Fällen 
(Anklageziffern 3.1 und 2) sowie der Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz wurde der 
Beschuldigte freigesprochen (Dispositiv-Ziffer 2). Sodann wurde das Verfahren betreffend den 
Konsum von Betäubungsmitteln (Anklageziffer 1), den geringfügigen Diebstahl in vier Fällen 
(Anklageziffern 3.1 und 3.2) sowie die geringfügige Sachbeschädigung (Anlageziffer 4 [recte: 
3.3]) zufolge Verjährung eingestellt (Dispositiv-Ziffer 3). Weiter wurde der Beschuldigte dazu 
verurteilt, B.____ sowie C.____ Schadenersatz im Betrag von CHF 1'427.– und CHF 350.– zu 
bezahlen, während die Mehrforderungen sowie die Schadenersatz- und Genugtuungsforde-
rungen von D.____ auf den Zivilweg verwiesen wurden (Dispositiv-Ziffer 4). Betreffend die Ver-
fügung über die beschlagnahmten Gegenstände sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen 
wird auf die Ziffern 5, 6 und 7 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwiesen.  
 
Auf die Begründung des vorinstanzlichen Urteils sowie der weiteren Eingaben und Anträge der 
Parteien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen des vorliegenden Entscheides einge-
gangen.   
 
B. Das vorgenannte Urteilsdispositiv wurde dem Beschuldigten am 7. Dezember 2020 
zugestellt, worauf dieser, vertreten durch Advokat Gabriel Giess, am 15. Dezember 2020 Beru-
fung anmeldete. Die Eröffnung des begründeten Entscheides erfolgte am 1. Dezember 2022.  
 
C. Am 20. Dezember 2022 reichte A.____ (nachfolgend: Berufungskläger), vertreten 
durch Advokat Gabriel Giess, seine Berufungserklärung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), ein, worin er einen Freispruch vom Vorwurf 
des Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand beantragte. Weiter wurde festge-
halten, dass sich die Berufung auch gegen die Strafzumessung sowie die vorinstanzliche 
Kostenverteilung richte und das strafgerichtliche Urteil vom 3. Dezember 2020 hinsichtlich der 
weiteren Schuldsprüche nicht angefochten werde. Sodann stellte der Berufungskläger die Ver-
fahrensanträge, es sei ihm die amtliche Verteidigung mit dem unterzeichneten Rechtsvertreter 
für das Berufungsverfahren zu bewilligen, es sei ihm eine angemessene Frist zur Begründung 
seiner Rechtsbegehren anzusetzen, es seien ihm die vollständigen Akten zuzustellen, es sei 
ihm eine Beweismittelfrist für allfällige Beweisanträge anzusetzen und es sei ihm ein Replik-
recht zu allfälligen Eingaben und Stellungnahmen der weiteren Parteien einzuräumen.  
 
 

 
 
 

 
 
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D. Auf Verfügung vom 22. Dezember 2022 hin teilte die Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), mit Eingabe 
vom 9. Januar 2023 mit, dass sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch Anschluss-
berufung erkläre.  
 
E. Mit Verfügung vom 17. Januar 2023 stellte der verfahrensleitende Präsident des Kan-
tonsgerichts fest, dass die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerschaft weder Berufung noch 
Anschlussberufung erhoben haben. Mit nämlicher Verfügung wurde die vorgenannte Eingabe 
der Staatsanwaltschaft vom 9. Januar 2023 dem Berufungskläger zur Kenntnisnahme zugestellt 
und diesem eine Frist zur Begründung seiner Berufungserklärung angesetzt. Weiter wurde dem 
Beschuldigten die amtliche Verteidigung mit Advokat Gabriel Giess für das zweitinstanzliche 
Verfahren bewilligt. 
 
F. Am 21. April 2023 reichte der Berufungskläger innert mehrfach erstreckter Frist seine 
Berufungsbegründung ein, worin er an den mit Berufungserklärung vom 20. Dezember 2022 
gestellten Rechtsbegehren festhielt.   
 
G. Auf Verfügung vom 25. April 2023 hin reichte die Staatsanwaltschaft am 25. Mai 2023 
eine Berufungsantwort ein, worin sie begehre, die Anträge des Berufungsklägers seien abzu-
weisen und das Urteil des Strafgerichts vom 3. Dezember 2020 in den angefochtenen Punkten 
zu bestätigen.  
 
H. Mit Verfügung vom 26. Mai 2023 wurde die Berufungsantwort dem Beschuldigten zur 
Kenntnisnahme zugestellt. Weiter wurden die Parteien um Stellungnahme zur Durchführung 
des schriftlichen Verfahrens gebeten.  
 
I. Mit Eingabe vom 30. Mai 2023 stimmte die Staatsanwaltschaft der Durchführung des 
schriftlichen Verfahrens zu. 
 
J. In seiner Stellungnahme vom 15. Juni 2023 teilte der Berufungskläger mit, dass er ge-
gen ein schriftliches Verfahren nichts einzuwenden habe, sofern ihm die Möglichkeit zur Einrei-
chung einer replizierenden Stellungnahme eingeräumt werde.  
 
K. Innert der mit Verfügung vom 19. Juni 2023 angesetzten Frist reichte der Berufungs-
kläger am 20. Juli 2023 eine replizierende Stellungnahme zur Berufungsantwort der Staatsan-
waltschaft ein.  
 
L.  Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 27. Juli 2023 auf die Erstattung 
einer duplizierenden Stellungnahme, worauf der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 28. Juli 
2023 geschlossen wurde.  
 
 
 

 
 
 

 
 
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Erwägungen 

I. Formelles 

(…) 
 
II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Ur-
teil nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Im vorliegenden Fall 
liegt einzig eine Berufung des Beschuldigten vor, währenddem die Staatsanwaltschaft und die 
Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben haben. Gemäss den Eingaben 
des Berufungsklägers vom 20. Dezember 2022 (Berufungserklärung) und 21. April 2023 (Beru-
fungsbegründung) wird das Urteil des Strafgerichts vom 3. Dezember 2020 angefochten in Be-
zug auf den Schuldspruch wegen Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand, die 
Strafzumessung und die Kostenfolgen. Im Übrigen ist das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich der 
weiteren Schuldsprüche gemäss Dispositiv-Ziffer 1 sowie in den Dispositiv-Ziffern 2 - 5 und 8 
unangefochten geblieben und somit per Urteilstag in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 4 
i.V.m. Art. 402, Art. 404 Abs. 1 sowie 437 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO). 
 
1.2. In der Berufung ist genau anzugeben, in welchen Punkten das Dispositiv des erstin-
stanzlichen Urteils zu ändern ist. Aus der allgemeinen Vorschrift von Art. 385 Abs. 1 StPO darf 
gefolgert werden, dass es nicht genügt, in der Berufungserklärung bloss festzuhalten, das 
Rechtsmittel richte sich gegen das Strafmass oder gegen die Schuldfrage. Bei einer Anfechtung 
der Sanktion ist anzugeben, welche konkrete Anpassung des Urteilsdispositivs beantragt wird. 
Die Partei hat ihre Anträge genügend begründet und spezifiziert darzulegen (BÄHLER, Basler 
Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 399 N 8). Wird die Berufung auf die Anfechtung des Schuld-
spruches beschränkt und der betreffende Antrag abgewiesen, können das Strafmass oder die 
Kosten- und Entschädigungsregelung ohne gesonderte Teilanfechtung nicht neu festgelegt 
werden (vgl. BGer Urteil 6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019, E. 2.3; ZIMMERLIN, Zürcher 
Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 399 N 19; JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des schweizerischen 
Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 1548).  
 
1.3. Laut Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil 
der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen 
worden ist (Verbot der "reformatio in peius"). Diese Konstellation liegt hier vor, da ausschliess-
lich der Beschuldigte Berufung erhoben hat. Entsprechend kann das Kantonsgericht das vor-
instanzliche Urteil entweder bestätigen oder im Rahmen der Berufungsanträge zu Gunsten des 
Beschuldigten mildern. Demgegenüber ist es dem Berufungsgericht verwehrt, das strafgericht-
liche Urteil zu Lasten des Beschuldigten zu verschärfen. 
 
1.4. Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche 
Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen 

 
 
 

 
 
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(Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Möglichkeit der Verweisung entfällt allerdings, wenn im Rechts-
mittelverfahren erhebliche Einwände vorgebracht werden, welche nicht Gegenstand des erst-
instanzlichen Verfahrens bildeten (STOHNER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 82 N 9; 
BRÜSCHWEILER/NADIG/SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 82 N 10). Ein 
Verweis kommt bei strittigen Sachverhalten und in Bezug auf die rechtliche Subsumtion nur 
dann in Frage, wenn die Rechtsmittelinstanz den vorinstanzlichen Erwägungen vollumfänglich 
beipflichtet (BGE 141 IV 244, E. 1.2.3). 
 
2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien  

2.1. In Bezug auf den Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Anklageziffer 5.2) 
erwägt das Strafgericht in seinem Urteil vom 3. Dezember 2020 (E. II.3.2), dass der Berufungs-
kläger erstmals anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung geltend gemacht habe, der 
Cannabiskonsum sei nach der Autofahrt und vor der Kontrolle durch die Polizei erfolgt. Den 
Widerruf seiner Erstaussage begründe er damit, dass er damals gedacht habe, er mache es nur 
schlimmer, wenn er gegenüber der Polizei angebe, gerade eben Drogen konsumiert zu haben. 
Die Aussage des Berufungsklägers, wonach er tags zuvor Cannabis zu sich genommen habe, 
sei jedoch mehrfach erfolgt. Auch im Rahmen der ärztlichen Untersuchung habe dieser ange-
geben, dass er zwischen 22:00 und 4:00 Uhr "ca. 2 Joints" geraucht habe. Weder vor der Poli-
zei noch vor den mobilen Ärzten habe der Berufungskläger geltend gemacht, unmittelbar vor 
seiner Anhaltung Cannabis konsumiert zu haben. Vielmehr sei im Rahmen der unterschriftlich 
bestätigten Befragung durch die Polizei vom Berufungskläger zu Protokoll gegeben worden, es 
sei ihm nicht mehr bewusst gewesen, dass er am Vorabend noch gekifft habe. Er habe "zur 
Feier" nochmals einen Joint mitrauchen wollen, weil er einen neuen Job erhalten habe. Somit 
sei der Konsum am Vorabend auch plausibel begründet worden, was die Glaubhaftigkeit dieser 
Erstaussage unterstreiche. Anlässlich der Einvernahme vom 7. Januar 2019 habe der Beru-
fungskläger die betreffenden Depositionen nicht widerrufen. Somit sei davon auszugehen, dass 
der vor den Schranken des Strafgerichts geschilderte Geschehensablauf eine nachgeschobene 
Schutzbehauptung darstelle. Die toxikologische Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin 
der Universität Basel (nachfolgend: IRM Basel) habe einen THC-Wert ergeben, der den mass-
geblichen Grenzwert deutlich übersteige. Schliesslich finde die Argumentation des Berufungs-
klägers, wonach der THC-Wert bei einem Konsum am Vorabend geringer gewesen sei, im Gut-
achten des IRM Basel keine Stütze, zumal dieses ausführe, dass sich bei häufigem Can-
nabiskonsum der Zeitpunkt des letzten Konsums nicht sicher aus den Konzentrationen der 
Cannabinoide ableiten lasse.  
 
2.2. Mit Berufungsbegründung vom 21. April 2023 wird im Wesentlichen vorgebracht, dass 
der Berufungskläger im Zeitpunkt seiner Anhaltung nachvollziehbarerweise überrascht gewesen 
sei und sich mit der Aussage betreffend den Konsum von Marihuana am Vortag habe heraus-
reden wollen. Die Feststellung von Marihuanageruch bei der Laderampe durch die Polizei sei 
mit dieser Aussage nicht vereinbar. Daran ändere auch nichts, dass der Berufungskläger die 
betreffenden Depositionen erst anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung korrigiert 
habe. An der Einvernahme vom 7. Januar 2019 sei der Berufungskläger nicht anwaltlich vertre-

 
 
 

 
 
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ten gewesen, obschon bereits ein amtlicher Verteidiger eingesetzt worden sei. Hinsichtlich der 
Strafzumessung sei zu beachten, dass die vorinstanzliche Hauptverhandlung am 3. Dezember 
2020 stattgefunden habe, während das schriftlich begründete Urteil erst am 1. Dezember 2022 
zugestellt worden sei. Es handle sich vorliegend nicht um einen besonders komplexen oder 
umfangreichen Fall. Das Beschleunigungsgebot sei somit krass verletzt worden, was zu einer 
massiven Reduktion der Strafe führen müsse. Überdies habe die Vorinstanz hinsichtlich des 
Betäubungsmittelhandels bei der Strafzumessung Art. 48 lit. e des Strafgesetzbuchs (StGB; SR 
311.0) nicht beachtet. Die Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) wäre 
mittlerweile verjährt, was zum Verzicht auf eine Sanktionierung oder zu einer erheblichen Re-
duktion der Busse führen müsse. Schliesslich sei die Strafe auch wegen der gerichtlich festge-
stellten Verfahrensfehler der Staatsanwaltschaft zu reduzieren. Betreffend die Kosten könne 
festgestellt werden, dass die Vorinstanz diverse Verfahren eingestellt und Freisprüche ausge-
fällt habe. Dennoch seien die Kosten ohne weitere Begründung zu 5/6 dem Berufungskläger 
auferlegt worden. Der Hauptaufwand habe sich auf den Diebstahl von Meerschweinchen und 
den damit verbundenen Vorwurf der Tierquälerei bezogen. Im Ergebnis erscheine eine Kosten-
verteilung im Verhältnis von maximal 50/50 angemessen.  
 
2.3. In ihrer Berufungsantwort vom 25. Mai 2023 verweist die Staatsanwaltschaft zunächst 
auf die ihres Erachtens zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz. Weiter führt sie in Bezug auf 
die Strafzumessung aus, dass eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ab dem Urteil des 
Strafgerichts vorliegen dürfte. Demnach sei die Höhe der Strafe angemessen zu reduzieren. 
Zumal eine allfällige Missachtung der strafprozessualen Regeln durch die Staatsanwaltschaft 
bei der Beweiswürdigung zu beachten sei, könne diese nicht zu einer weiteren Reduktion der 
Strafe führen.    
 
2.4. Mit replizierender Stellungnahme vom 20. Juli 2023 führt der Berufungskläger zusam-
mengefasst aus, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Berufungsantwort vom 25. Mai 2023 nicht 
auf den Umstand eingehe, dass die Polizei vor Ort einen Marihuanageruch wahrgenommen 
habe. Auch wenn das Aussageverhalten des Berufungsklägers nicht logisch erscheine, sei die-
ses unter Berücksichtigung der Stresssituation nachvollziehbar. Im Ergebnis sei nicht erstellt, 
dass der Berufungskläger vor seiner Fahrt mit dem Auto ebenfalls Cannabis im Blut gehabt ha-
be. Im Zusammenhang mit der Strafzumessung habe das Strafgericht festgestellt, dass im Vor-
verfahren zwischen April 2018 und Juni 2019 keine Verfahrenshandlungen ersichtlich gewesen 
seien. Die entsprechende Strafreduktion von 30 Tagessätzen erscheine demgegenüber "gera-
dezu läppisch". Auch die Missachtung weiterer strafprozessualer Regeln im Rahmen des Un-
tersuchungsverfahrens sei bei der Strafzumessung zu Gunsten des Berufungsklägers zu be-
rücksichtigen, zumal er für diese prozessualen Verfehlungen eine Genugtuung erfahren müsse.  
 
 
 

 
 
 

 
 
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3. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

3.1. Allgemeine Erwägungen zur Beweiswürdigung 

(…) 
 
3.2. Nachweis des Cannabiskonsums vor Antritt der Autofahrt  

3.2.1. Dem Berufungskläger wird mit Anklageschrift vom 11. November 2019 in Ziffer 5.2 
vorgeworfen, dass er am 2. Dezember 2018 um ca. 11:30 Uhr unter Einfluss von Cannabis und 
mithin in fahrunfähigem Zustand auf der X.____strasse in Y.____ ein Fahrzeug geführt habe. 
Auf der Höhe der Liegenschaft Nummer 47 sei er abgebogen und auf das Firmenareal der 
E.____ AG sowie zur dortigen Laderampe gefahren. Nach einem kurzen Aufenthalt bei der 
Rampe sei er schliesslich weiter links am Gebäude vorbeigefahren. Das Strafgericht erachtet 
diesen Sachverhalt unter Berufung auf die Erstaussage des Berufungsklägers sowie die 
Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung des IRM Basel als erstellt (vgl. E. II.3.2 des Ur-
teils vom 3. Dezember 2020). Demgegenüber macht der Berufungskläger geltend, die 
Vorinstanz habe den Widerruf seiner ersten Aussagen anlässlich der strafgerichtlichen Haupt-
verhandlung zu Unrecht als nachgeschobene Schutzbehauptung qualifiziert.  
 
3.2.2.   Aus dem Rapport der Polizei Basel-Landschaft vom 20. Dezember 2018 (act. 2309 ff.) 
geht hervor, dass am 2. Dezember 2018 um 11:45 Uhr ein Einbruchalarm bei der Firma E.____ 
AG in Y.____ gemeldet worden sei. Beim Eintreffen der Polizei an der besagten Örtlichkeit sei 
neben dem Gebäude der Personenwagen des Berufungsklägers festgestellt worden. Eine Sich-
tung der Aufnahmen der Überwachungskamera habe ergeben, wie das betreffende Fahrzeug 
um 11:30 Uhr auf das Firmenareal und anschliessend zur überdeckten Laderampe gelenkt 
worden sei. Eine Person habe das Fahrzeug verlassen, sei nach einigen Minuten wieder zu-
rückgekehrt und davongefahren. Anschliessend sei das Auto auf den Überwachungsbildern 
nicht mehr zu sehen. Als die Polizisten vor Ort eingetroffen seien, hätten sie bei der Laderampe 
Marihuanageruch wahrgenommen, was sodann auch im Innern des unverschlossenen Fahr-
zeugs habe festgestellt werden können. Kurz darauf sei der Berufungskläger erschienen und 
habe auf Nachfrage hin angegeben, auf dem Firmenareal vergeblich eine Toilette gesucht zu 
haben. Anschliessend habe er das Auto weggestellt und sei zur Wohnung eines Kollegen ge-
gangen. Auf den Cannabisgeruch angesprochen habe der Berufungskläger ausgeführt, dass er 
gelegentlich rauchen würde, jedoch nicht am heutigen Tag. Ein vor Ort durchgeführter Drogen-
schnelltest habe positiv auf Cannabis angezeigt, weshalb eine Blut- und Urinabnahme ange-
ordnet worden seien. Im Protokoll betreffend Abnahme / Sicherstellung des Führerausweises 
vom 2. Dezember 2018 (act. 2315 ff.) ist festgehalten, dass im Fahrzeug und bei der Laderam-
pe Cannabisgeruch festgestellt worden sei und dass der Berufungskläger am 1. Dezember 
2018 um 22:00 Uhr einen Joint mitgeraucht habe, was letzterer auf diesem Dokument unter-
schriftlich bestätigte. Gemäss Protokoll der polizeilichen Befragung vom 2. Dezember 2018 (act. 
2333), welches ebenfalls vom Berufungskläger unterzeichnet ist, habe dieser nicht daran ge-
dacht, am Vorabend der Fahrt gekifft zu haben. Er sei eigentlich am Aufhören, habe jedoch zur 
Feier des Erhalts einer neuen Arbeitsstelle nochmals einen Joint mitrauchen wollen. Er sei mit 

 
 
 

 
 
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dem Auto von zu Hause (…) zur X.____strasse 47 gefahren. Weiter ist dem Protokoll der ärztli-
chen Untersuchung vom 2. Dezember 2018 (act. 2321 ff.) zu entnehmen, dass der Berufungs-
kläger angegeben hatte, in der vorangehenden Nacht zwischen 22:00 und 4:00 Uhr "ca. 2 
Joints" geraucht zu haben. Schliesslich folgt aus dem rechtsmedizinischen Gutachten des IRM 
Basel vom 18. Dezember 2018 (act. 2325 ff.), dass im Blut des Berufungsklägers THC (12 
µg/L), Hydroxy-THC (8 µg/L) und THC-Carbonsäure (ca. 77 µg/L) festgestellt worden sei. Die 
Befunde würden darauf hinweisen, dass dieser häufig Cannabis konsumiere. Daher lasse sich 
der Zeitpunkt des letzten Konsums nicht sicher aus den Konzentrationen der Cannabinoide ab-
leiten. Der THC-Messwert überschreite den vom ASTRA definierten Grenzwert (1.5 µg/L) und 
die Konzentration der THC-Carbonsäure (über 40 µg/L) lasse sich mit einem häufigen Can-
nabiskonsum (mehr als zweimal pro Woche) vereinbaren.    
 
3.2.3.  Aus der polizeilichen Einvernahme als beschuldigte Person vom 7. März 2018 
(act. 1221), welche gemäss den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz wegen Missachtung 
strafprozessualer Grundsätze nicht zu Lasten des Berufungsklägers verwertbar ist (vgl. E. I.2 
des Urteils vom 3. Dezember 2020), lassen sich keine sachdienlichen Hinweise in Bezug auf 
den Cannabiskonsum entnehmen. Im Rapport der Polizei Basel-Landschaft vom 31. Januar 
2019 (act. 1159 ff., 1209) ist festgehalten, dass anlässlich der Hausdurchsuchung vom 7. März 
2018 im damaligen Auto des Berufungsklägers ebenfalls ein starker Cannabisgeruch habe fest-
gestellt werden können. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 7. Januar 2019 
(act. 2345 ff.) gab der Berufungskläger als beschuldigte Person zu Protokoll, dass er auf dem 
betreffenden Firmenareal durch die Türe bei der Rampe lediglich kurz – für etwa eine Minute – 
in das Gebäude hineingegangen sei und sich anschliessend wieder zu seinem Auto begeben 
habe. Zum Vorhalt, dass der Berufungskläger gemäss den Überwachungsvideos sowohl um 
11:20 Uhr als auch um 11:32 Uhr zur Laderampe gefahren sei, konnte dieser keine weitere Er-
klärung abgeben. Er sei nach dem Verlassen des Gebäudes zum Auto und anschliessend zu 
einem Kollegen gegangen, der im Hochhaus nebenan wohne. Weil dieser auf sein Klingeln 
nicht reagiert habe, sei der Berufungskläger nach draussen zu den Geleisen gegangen, wo er 
geraucht habe. Im Rahmen seiner Einvernahme als beschuldigte Person durch die Staatsan-
waltschaft vom 4. Juli 2019 (act. 1547 ff., 1591) machte der Berufungskläger zum betreffenden 
Geschehen keine Aussagen. Vor den Schranken des Strafgerichts sagte er schliesslich aus, er 
sei mit dem Auto "ums Eck" gefahren und habe die Betäubungsmittel herausgenommen, als er 
die Polizei gesehen habe. Anschliessend sei er weggelaufen. Dass er sich zu den Geleisen 
begeben habe, sei eine Schutzbehauptung gewesen. Vielmehr habe er aus Aufregung und 
Nervosität Cannabis geraucht, was jedoch erst erfolgt sei, nachdem er das Fahrzeug abgestellt 
habe (act. S 109 f.).  
 
3.2.4. Gestützt auf den Umstand, dass der Berufungskläger am 2. Dezember 2018 Cannabis 
mitführte und gemäss seiner Darstellung aus Nervosität einen Joint rauchte, erscheint die glei-
chentags zu Protokoll gegebene Aussage, er sei "eigentlich am Aufhören", nicht glaubhaft. 
Weiter ist zu konstatieren, dass die Polizei im Fahrzeug des Berufungsklägers wiederholt (so-
wohl am 7. März 2018 als auch am 2. Dezember 2018) Cannabisgeruch feststellte und gemäss 
Gutachten des IRM Basel vom 18. Dezember 2018 aufgrund der hohen Konzentration von 

 
 
 

 
 
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THC-Carbonsäure im Blut des Berufungsklägers von einem häufigen Cannabiskonsum ausge-
gangen werden muss. Daraus kann geschlossen werden, dass der Berufungskläger mehrfach 
in seinem Auto Cannabis mitgeführt und geraucht hat. Der regelmässige Konsum sowie das am 
2. Dezember 2018 festgestellte Verhalten des Berufungsklägers indiziert, dass derselbe auch 
dann Betäubungsmittel zu konsumieren pflegte, wenn er mit seinem Auto unterwegs war. Der 
Umstand, dass die Polizei am vorgenannten Datum sowohl im Auto als auch bei der Lade-
rampe Cannabisgeruch festgestellt hat, spricht dafür, dass der Berufungskläger – wie dieser 
selbst einräumt – kurz vor Eintreffen der Polizei einen Joint geraucht hat, was sich auch ge-
stützt auf die Videos der Überwachungskamera nicht widerlegen lässt. Damit kann jedoch ent-
gegen der Auffassung des Berufungsklägers ein weiterer Cannabiskonsum vor Antritt der Auto-
fahrt nicht ausgeschlossen werden. Vielmehr ist es aufgrund der hohen Konzentration von 
THC-Aktivwirkstoffen und THC-Abbauprodukten im Blut des Berufungsklägers plausibel, dass 
dieser sowohl am Vorabend als auch am Tag der polizeilichen Anhaltung Cannabis geraucht 
hat. Die gutachterliche Feststellung, wonach sich der Zeitpunkt des letzten Konsums nicht 
sicher aus den Konzentrationen der Cannabinoide ableiten lasse, schliesst die angeklagte 
Sachverhaltsvariante ebenfalls nicht aus. Die gesamte Indizienlage in Verbindung mit den de-
taillierten Aussagen vom 2. Dezember 2018, wonach der Berufungskläger am Vorabend "zur 
Feier" des Erhalts einer neuen Arbeitsstelle einen Joint mitgeraucht habe, spricht für den im 
Protokoll der ärztlichen Untersuchung vom 2. Dezember 2018 (act. 2323) ebenfalls festgehalte-
nen Cannabiskonsum in der vorangehenden Nacht zwischen 22:00 und 4:00 Uhr. Bei dieser 
Ausgangslage erscheint der erst vor den Schranken des Strafgerichts erfolgte Widerruf der 
früheren Aussagen, auf welche der Berufungskläger weder anlässlich der polizeilichen Einver-
nahme vom 7. Januar 2019 noch im Rahmen der Befragung durch die Staatsanwaltschaft vom 
4. Juli 2019 zurückgekommen ist, als nachgeschobene und mithin unglaubhafte Schutzbehaup-
tung. Angesichts der im Blut festgestellten Stoffkonzentrationen (THC von 12 µg/L, Hydroxy-
THC von 8 µg/L und THC-Carbonsäure von ca. 77 µg/L) wäre ein zeitnah vor der Autofahrt er-
folgter Konsum auch dann nicht zu verneinen, wenn der Berufungskläger unmittelbar vor der 
polizeilichen Anhaltung erneut einen Joint geraucht hätte.  
 
3.2.5. Im Ergebnis ist somit davon auszugehen, dass der Berufungskläger am 2. Dezember 
2018 in Kenntnis eines vorangehenden und die Fahrfähigkeit mindestens möglicherweise aus-
schliessenden Betäubungsmittelkonsums ein Fahrzeug geführt hat. Somit erweist sich die Beru-
fung des Beschuldigten in diesem Punkt als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
4.  Rechtliche Würdigung  

In Bezug auf die rechtliche Würdigung des angeklagten und erstellten Sachverhalts kann vor-
liegend vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil (E. II.3.2) 
verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Schuldspruch wegen Führens eines Motorfahr-
zeugs in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 lit. a der Ver-
kehrsregelnverordnung [VRV; SR 741.11] sowie Art. 34 lit. a der Verordnung des ASTRA zur 
Strassenverkehrskontrollverordnung [VSKV-ASTRA; SR 741.013.1]) ist somit zu bestätigen und 

 
 
 

 
 
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Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Strafgerichts vom 3. Dezember 2020 unverändert als Be-
standteil dieses Urteils zu erklären.    
 
5. Strafzumessung 

5.1. Allgemeine dogmatische Erwägungen  

5.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Ver-
letzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des 
Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Tä-
ter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Ver-
letzung zu vermeiden (Abs. 2). Bei der Bestimmung des konkreten Verschuldens wird praxis-
gemäss zwischen einer Tat- und einer Täterkomponente unterschieden (vgl. WIPRÄCH-
TIGER/KELLER, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 86). Dem subjektiven Tatver-
schulden kommt bei der Bemessung der Strafe eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55, 
E. 5.4). Die Strafzumessung erfasst sowohl das gegenwärtig zu beurteilende Delikt als auch 
das damit in Zusammenhang stehende Nachtatverhalten (BGer Urteil 6B_488/2011 vom 
27. Dezember 2011, E. 3.3; BGer Urteil 6B_1038/2020 vom 15. Februar 2021, E. 1.2.1). Mit 
Blick auf die Strafempfindlichkeit und das Beschleunigungsgebot ist zu berücksichtigen, dass 
eine lange Verfahrensdauer die Reduktion der Strafe rechtfertigen kann (vgl. BGE 143 IV 373, 
E. 1.3 und 1.4, m.w.H.).  
 
5.1.2. Die Wahl der Sanktionsart erfolgt nach den Kriterien der Zweckmässigkeit, der Auswir-
kungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie der präventiven Effizienz (BGE 134 IV 
97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). Die Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe die weniger 
eingriffsintensive Sanktion und gilt somit als mildere Strafe (vgl. BGE 134 IV 97, E. 4.2.2, 
m.w.H.). Soweit eine Geldstrafe auszusprechen ist, sind nach Art. 34 StGB zunächst das Ver-
schulden des Täters und die entsprechende Anzahl Tagessätze zu bestimmen. In einem zwei-
ten Schritt wird die Höhe eines Tagessatzes festgesetzt, wobei das Gericht diese aufgrund der 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters zum Zeitpunkt des Urteils bemisst. 
Ein Tagessatz beträgt in der Regel mindestens 30 und höchstens 3'000 Franken. Der Gesamt-
betrag der Geldstrafe ergibt sich aus der Multiplikation von Zahl und Höhe der Tagessätze. Das 
Gericht kann statt auf eine Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn eine solche ge-
boten erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhal-
ten oder eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzogen werden kann (Art. 41 Abs. 1 StGB). 
Ersteres ist dann der Fall, wenn in Anbetracht der einschlägigen Vorstrafen des Täters und sei-
ner Ungerührtheit gegenüber dem hiesigen Straf- und Vollzugssystem davon auszugehen ist, 
dass nicht eine Geldstrafe, sondern nur eine Freiheitsstrafe als angemessene und zweck-
mässige Sanktion in Frage kommt (BGer Urteil 6B_782/2011 vom 3. April 2012, E. 4.1). Die 
Wahl der Freiheitsstrafe ist in diesem Fall näher zu begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB).  
 

 
 
 

 
 
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5.1.3. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung bei Tatmehrheit (Art. 49 
StGB) wiederholt dargelegt, worauf verwiesen werden kann (vgl. BGE 138 IV 120, BGE 142 IV 
265, BGE 144 IV 217, BGE 144 IV 313; BGE 145 IV 1 [= Pra 12/2019, Nr. 137]; je mit Hinwei-
sen). Daraus folgt zusammengefasst, dass zunächst für das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe 
bemessen wird, welche anschliessend um die weiteren Taten zu asperieren ist. Zur Bildung der 
Einsatzstrafe wird vom abstrakt schwersten Delikt ausgegangen. Massgebend sind hierfür die 
Qualifikation als Verbrechen, Vergehen oder Übertretung sowie das Höchst- und das Mindest-
mass der angedrohten Strafe (ACKERMANN, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 49 N 116, 
m.w.H.). Sofern für mehrere Delikte derselbe Strafrahmen gilt, erscheint es sinnvoll, von derje-
nigen Straftat auszugehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (MATHYS, 
Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 2019, N 485). Das Asperationsprinzip kommt nur bei gleichar-
tigen Strafen zur Anwendung, d.h. ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das 
Kumulationsprinzip greift auch dann, wenn im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz (Art. 49 
Abs. 2 StGB) mehrere Delikte zu beurteilen sind, die sowohl vor als auch nach der letzten Ver-
urteilung begangen wurden. Soweit das Verschulden und Aspekte der Spezialprävention für 
eine Geldstrafe sprechen, ist die Strafe auch bei Deliktsmehrheit auf das gesetzlich vorgesehe-
ne Höchstmass von 180 Tagessätzen begrenzt (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StGB). Die 
Ausfällung einer Einheitsstrafe im Sinne einer Gesamtbetrachtung aller zu beurteilenden Delikte 
ist grundsätzlich nicht zulässig. Bei der Bemessung der Gesamtstrafe sind das Verhältnis der 
einzelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbststän-
digkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und die Bege-
hungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Deliktes wird dabei 
geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen 
Zusammenhang stehen. Im Fall der retrospektiven Konkurrenz darf das Zweitgericht bei der 
Gesamtstrafenbildung nicht auf eine rechtskräftig ausgefällte Sanktion zurückkommen, indem 
es diese nachträglich abändert oder verschärft. 
 
5.1.4. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach 
ihrem eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in 
peius" muss sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzu-
messungsfaktoren gewichtet hat (vgl. BGer Urteil 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). 
Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung die für die Zumessung der 
Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Auch die Wahl der 
Sanktionsart ist zu begründen (vgl. BGer Urteil 6B_449/2011 vom 12. September 2011, 
E. 3.6.1). Das Gericht hat im Urteil darzulegen, welche verschuldensmindernden und welche 
verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamtein-
schätzung des Tatverschuldens zu gelangen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des 
Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksich-
tigt. Es muss nicht auf Umstände ausdrücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessens-
verletzend wäre – bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Ge-
wicht erachtet (BGer Urteil 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht 
gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien 
berücksichtigt (BGE 136 IV 55, E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu 

 
 
 

 
 
Seite 12   

qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich zu be-
nennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist 
(leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Stra-
fe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu 
bestimmen. Die so ermittelte Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund 
wesentlicher Täterkomponenten verändert werden (BGE 136 IV 55, E. 5.7).  
 
5.2. Art der Strafe und Vollzugsform 

Das Strafgericht hat in seinem Urteil vom 3. Dezember 2020 auf eine bedingt vollziehbare 
Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu je CHF 60.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren (als Ge-
samtstrafe für die Vergehenstatbestände gemäss Art. 141 StGB, Art. 186 StGB, Art. 91 Abs. 2 
lit. b SVG, Art. 19 Abs. 1 lit. c und d des Betäubungsmittelgesetzes [BetmG, SR 812.121]), so-
wie eine Busse von CHF 500.– (für den Übertretungstatbestand gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG) 
erkannt. Auf die Wahl der Strafart für die einzelnen Delikte, den bedingten Vollzug der Geldstra-
fe sowie die Festlegung der Probezeit ist vorliegend aufgrund des Verschlechterungsverbots im 
Rechtsmittelverfahren (Art. 391 Abs. 2 StPO) nicht mehr weiter einzugehen. Sodann hat der 
Berufungskläger vor dem Kantonsgericht keine wesentlichen Änderungen seiner wirtschaftli-
chen Verhältnisse geltend gemacht und die Höhe des vom Strafgericht ausgefällten Tages-
satzes von CHF 60.– im Rahmen seiner Berufungsbegründung nicht beanstandet. Seine Kritik 
bezieht sich auf die seines Erachtens angezeigte Reduktion der ausgefällten Sanktionen auf-
grund des Freispruches vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand, einer Verletzung 
des Beschleunigungsgebots sowie der Anwendbarkeit von Art. 48 lit. e StGB. Somit ist das vor-
instanzliche Urteil nachfolgend einzig in Bezug auf das ausgefällte Strafmass zu überprüfen.     
 
5.3. Tat- und Täterkomponenten 

5.3.1. Das Strafgericht hat vorliegend die Einsatzstrafe für alle "Meerschweinchen-Delikte" 
(mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Sachentziehung und versuchte Sachentziehung) in 
ihrer Gesamtheit festgesetzt (E. III.2 des vorinstanzlichen Urteils). Gemäss der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung müssen die einzelnen Tathandlungen vor der Bildung einer allfälligen 
Gesamtstrafe in einem selbstständigen Schritt vorab gewürdigt werden (vgl. BGer Urteil 
6B_998/2019 vom 20. November 2020, E. II.4.2.4). Eine enge Verknüpfung der einzelnen Delik-
te entbindet nicht von dieser Vorgehensweise (BGer Urteil 6B_619/2019 vom 11. März 2020, 
E. 3.4). Dies schliesst jedoch bei Vorliegen einer Tatserie die punktuelle Kategorisierung gleich-
gelagerter Delikte (z.B. nach Schadenshöhe, Tatvorgehen) nicht aus, hat sich aber immer am 
Mass des der konkreten Tat immanenten Verschuldens zu orientieren (BGer Urteil 6B_998/ 
2019 vom 20. November 2020, E. 4.2.4). Mit Urteil 6B_196/2021 vom 25. April 2022 (E. 5.3.2) 
hat das Bundesgericht erwogen, dass auch nach der neuesten Rechtsprechung eine Gesamt-
freiheitsstrafe dort ausgesprochen werden könne, wo viele Einzeltaten zeitlich sowie sachlich 
eng miteinander verknüpft seien. Diesbezüglich verweist das Bundesgericht auf seine bisherige 
Praxis (BGer Urteile 6B_141/2021 vom 23. Juni 2021 E. 1.3.2; 6B_496/2020 vom 11. Januar 
2021, E. 3.4.2; 6B_112/2020 vom 7. Oktober 2020, E. 3.2; 6B_1186/2019 vom 9. April 2020, 
E. 2.2 und 2.4). Vor diesem Hintergrund erscheint die vom Strafgericht vorgenommene Ge-

 
 
 

 
 
Seite 13   

samtbetrachtung sachlich vertretbar, zumal sich die mehreren Tathandlungen, für welche ein 
Schuldspruch erfolgte, einzig in Bezug auf die Anzahl der entwendeten Tiere unterscheiden. So 
hat der Berufungskläger in drei Fällen unberechtigterweise ein umfriedetes Grundstück betreten 
(Schuldsprüche gemäss Anklageziffer 2) und in 3 Fällen insgesamt 29 Meerschweinchen ent-
wendet (9 Tiere im Wert von ca. CHF 800.– am 15./16. November 2016, 12 Tiere vom Wert von 
ca. CHF 600.– am 18. November 2016, 8 Tiere im Wert von ca. CHF 350.– am 25. Oktober 
2017; Schuldsprüche gemäss Anklageziffer 3.1). Sodann hat er am 28. November 2016 erneut 
ein umfriedetes Grundstück betreten, wobei es hinsichtlich der Sachentziehung beim Versuch 
geblieben ist (Schuldsprüche gemäss Anklageziffer 4). Eine sinnvolle Gesamtbetrachtung kann 
sich bei dieser Ausgangslage ohne weiteres am Mass des der jeweiligen Tathandlung imma-
nenten Verschuldens orientieren. Diesbezüglich hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass 
sich der objektive Unrechtsgehalt vorliegend nicht in erster Linie am wirtschaftlichen Wert, son-
dern am Affektionswert der Tiere bemisst. Weiter hat der Berufungskläger mit seinem Verhalten 
im Rahmen der Entwendung der Tiere das Sicherheitsgefühl der betroffenen Personen erheb-
lich beeinträchtigt und sich vorab deren Vertrauen erschlichen oder ihr Vertrauen als gutgläubi-
ge Verkäufer ausgenutzt. Unter Berücksichtigung dieser Strafzumessungsfaktoren ist in Über-
einstimmung mit der Vorinstanz eine Einsatzstrafe von 180 Tagessätzen festzulegen, wobei 
das Verschulden in seiner Gesamtheit mit Blick auf die Strafrahmen von Art. 141 und Art. 186 
StGB gerade noch als leicht bewertet werden kann.  
 
5.3.2. Die vorgenannte Einsatzstrafe ist aufgrund des mehrfachen Handels mit Marihuana 
(Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG) sowie des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 
lit. b SVG) ebenfalls entsprechend dem vorinstanzlichen Urteil um jeweils 30 Tagessätze zu 
asperieren. Diesbezüglich kann konstatiert werden, dass das Verschulden angesichts der ver-
kauften Menge Cannabis, des Handelns aus finanzieller Not, der Betäubungsmittelkonzentrati-
on im Blut sowie der gefahrenen Strecke jeweils noch als leicht zu bewerten ist. Mit Blick auf 
das objektive und subjektive Tatverschulden beläuft sich die Gesamtstrafe für sämtliche Verge-
henstatbestände somit auf insgesamt 240 Tagessätze. Hinsichtlich der Täterkomponenten wirkt 
sich die Delinquenz während eines laufenden Strafverfahrens leicht straferhöhend aus, 
während der Führerausweisentzug eine Reduktion der Strafe rechtfertigt und die Vorstrafen-
losigkeit strafzumessungsneutral zu bewerten ist (vgl. WIPRÄCHTIGER/ KELLER, Basler Kommen-
tar StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 142, 161 und 177, je mit Hinweisen). Somit kann auch diesbe-
züglich den vorinstanzlichen Erwägungen, wonach die Täterkomponenten im Ergebnis keinen 
Einfluss auf die Strafhöhe haben, gefolgt werden.     
 
5.3.3. Für den Übertretungstatbestand von Art. 90 Abs. 1 SVG kann schliesslich mit dem 
Strafgericht erwogen werden, dass der geschätzte Gesamtschaden mit CHF 9'500.– relativ 
hoch ausfällt, die Sorgfaltspflichtverletzung des Berufungsklägers jedoch angesichts der ge-
samten Umstände des Unfalls nicht schwer wiegt, weshalb eine Busse von CHF 500.– dem 
Verschulden sowie den wirtschaftlichen Verhältnissen angemessen erscheint.  
 
 
 

 
 
 

 
 
Seite 14   

5.4. Strafreduktion  

5.4.1. Art. 48 lit. e StGB sieht vor, dass das Gericht die Strafe mildert, wenn das Strafbedürf-
nis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der Täter sich in 
dieser Zeit wohl verhalten hat. Nach der Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund (bei 
Wohlverhalten) in jedem Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen 
sind. Der Richter kann diese Zeitspanne unterschreiten, um Art und Schwere der Tat Rechnung 
zu tragen (BGE 140 IV 145, E. 3.1; BGE 132 IV 1, E. 6.2). Gesetzlich wohlverhalten hat sich, 
wer keine strafbare Handlung begangen hat (vgl. MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 
2019, S. 129; TRECHSEL/SEELMANN, Praxiskommentar StGB, 4. A. 2021, Art. 48 N 25). In 
welchem Umfang die Strafe bei Vorliegen dieses Strafmilderungsgrunds zu reduzieren ist, 
hängt davon ab, wie viel Zeit seit der Tat verstrichen ist (BGer Urteile 6B_209/ 2019 vom 
13. November 2019 E. 4.3 und 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019 E. 3.3; je mit Hinweisen). 
Für die Berechnung ist auf das Datum der Ausfällung des Sachurteils abzustellen, wobei im 
Falle der Berufung der Zeitpunkt der zweitinstanzlichen Beurteilung massgebend ist (TRECHSEL/ 
SEELMANN, Praxiskommentar StGB, 4. A. 2021, Art. 48 N 24; BGer Urteil 6B_260/ 2020 von 
2. Juli 2020, E. 2.3.3).  
 
5.4.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Strafbehörden die Strafverfahren unverzüglich 
an die Hand und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Das Beschleu-
nigungsgebot (vgl. auch Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verpflichtet die Strafbehör-
den, Verfahren voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie 
erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Ob die Pflicht zur beförderlichen Behandlung 
verletzt worden ist, entzieht sich starren Regeln und hängt von den konkreten Umständen des 
Einzelfalls ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Kriterien für die Angemessenheit der 
Verfahrensdauer sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhalts, die 
gebotenen Untersuchungshandlungen, die Schwierigkeit und Dringlichkeit der Sache, das Ver-
halten der Behörden und dasjenige der beschuldigten Person sowie die Zumutbarkeit für diese. 
Einer Verletzung des Beschleunigungsgebots kann mit einer Strafreduktion, einer Strafbefrei-
ung bei gleichzeitiger Schuldigsprechung oder in extremen Fällen - als ultima ratio - mit einer 
Verfahrenseinstellung Rechnung getragen werden (BGE 143 IV 49, E. 1; BGer Urteil 6B_4/ 
2019 vom 19. Dezember 2019, E. 3.3). Von den Behörden und Gerichten kann nicht verlangt 
werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall widmen. Aus diesem Grund sowie wegen 
faktischer und prozessualer Schwierigkeiten sind Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, un-
umgänglich. Wirkt keiner dieser Verfahrensunterbrüche stossend, ist eine Gesamtbetrachtung 
vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver behördlicher oder gerichtlicher Tätigkeit an-
dere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der Geschäftslast keine Verfahrens-
handlungen erfolgten. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn eine von der Strafbehörde zu 
verantwortende krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Dazu genügt es nicht, dass diese oder jene 
Handlung etwas rascher hätte vorgenommen werden können. Als krasse Zeitlücke, welche eine 
Sanktion aufdrängt, gilt etwa eine Untätigkeit während 13 oder 14 Monaten im Stadium der Un-
tersuchung, eine Frist von vier Jahren für den Entscheid über eine Beschwerde gegen eine An-
klagehandlung oder eine Frist von mehr als 10 Monaten für die Weiterleitung eines Falles an 

 
 
 

 
 
Seite 15   

die Beschwerdeinstanz (BGer Urteil 6B_176/2017 vom 24. April 2017, E. 2.1, m.w.H.). Muss 
das Gericht das Urteil begründen, so stellt es innert 60 Tagen, ausnahmsweise 90 Tagen, der 
beschuldigten Person und der Staatsanwaltschaft das vollständige begründete Urteil zu (Art. 84 
Abs. 4 StPO). Hierbei handelt es sich um eine Ordnungsfrist, deren Überschreitung nicht stets 
eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zur Folge hat. Gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung bildet die Überschreitung der vorgenannten Frist zwar ein Indiz für die Miss-
achtung von Art. 5 Abs. 1 StPO, doch wird je nach Fallkonstellation auch eine Begründungs-
dauer von rund fünf Monaten als vertretbar erachtet (vgl. MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 
2. A. 2019, S. 144 ff., m.w.H.). In Bezug auf die Bewertung der Schwere einer Verletzung des 
Beschleunigungsgebots und den Umfang einer allfälligen Strafreduktion ist in diesem Zu-
sammenhang zu beachten, dass die beschuldigte Person nach Eröffnung des Urteilsdispositivs 
über den Schuldspruch und das Strafmass nicht mehr im Ungewissen ist und sich daher aus 
der Verzögerung keine besondere Belastung mehr ergibt (BGer Urteil 6B_176/2017 vom 
24. April 2017, E. 2.2). Bei nicht nachvollziehbaren und besonders langen Verzögerungen kann 
sich dennoch eine Reduktion der Strafe aufdrängen.  
  
5.4.3. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots (Art. 5 Abs. 1 StPO) und der Zu-
messungsgrund des verminderten Strafbedürfnisses infolge Zeitablaufs (Art. 48 lit. e StGB) sind 
auseinanderzuhalten. Während es beim Beschleunigungsgebot um die Verfahrensdauer und 
das Verhalten der Behörden geht, welche gehalten sind, ein Strafverfahren innert nützlicher Zeit 
anhand zu nehmen und voranzutreiben, wird beim Zumessungsgrund von Art. 48 lit. e StGB auf 
den Zeitablauf seit der Tat abgestellt. Es liegt ihm somit der Verjährungsgedanke zugrunde. 
Sind die Voraussetzungen beider Bestimmungen erfüllt, d.h. hat das Verfahren überlange ge-
dauert und liegen die Taten weit zurück, so sind sie nebeneinander anzuwenden (BGer Urteile 
6B_104/2010 vom 6. April 2010, E. 3.2.2; 6B_189/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 5.3.3; 
6B_440/2008 vom 11. November 2008, E. 6.4).   
 
5.4.4. In Bezug auf die Anwendung von Art. 48 lit. e StGB ist zu erwägen, dass für die Verlet-
zung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 SVG) als Übertretung gemäss Art. 102 Abs. 2 SVG 
i.V.m. Art. 109 StGB eine Verjährungsfrist von 3 Jahren gilt, während die Verfolgungsverjährung 
für die weiteren Delikte nach 7 Jahren eintritt (Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB). Die vorliegend zu beur-
teilenden Straftaten hat der Berufungskläger im Zeitraum zwischen dem August 2016 und De-
zember 2018 verübt, weshalb sowohl für die Übertretung als auch die Vergehenstatbestände 
mittlerweile mehr als 2/3 der Verjährungsfrist verstrichen sind. Weiter kann festgestellt werden, 
dass der Berufungskläger nicht vorbestraft und seit Januar 2019 strafrechtlich nicht mehr in 
Erscheinung getreten ist (vgl. act. 1), weshalb von einem Wohlverhalten ausgegangen werden 
kann. Somit sind die Voraussetzungen für eine Strafmilderung nach Art. 48 lit. e StGB erfüllt, 
weshalb die Geldstrafe um 30 Tagessätze und die Busse um CHF 50.– zu reduzieren sind.  
 
5.4.5. Hinsichtlich der vom Berufungskläger gerügten Verletzung des Beschleunigungsgebots 
ist zunächst in Übereinstimmung mit dem Strafgericht (vgl. E. III.2.3 [recte: III.2.4]) des vor-
instanzlichen Urteils) zu erwägen, dass die Strafuntersuchung mehrere Jahre in Anspruch ge-
nommen hat und von April 2018 bis Juni 2019 – während über einem Jahr – keine Verfahrens-

 
 
 

 
 
Seite 16   

handlungen stattgefunden haben, ohne dass hierfür eine begründete Veranlassung ersichtlich 
ist. Aus diesem Grund erscheint als Folge der Missachtung von Art. 5 Abs. 1 StPO eine weitere 
Reduktion der Geldstrafe um 30 Tagessätze und der Busse um CHF 50.– angemessen.  
 
5.4.6. Sodann ist zu konstatieren, dass das vorinstanzliche Urteilsdispositiv dem Beschuldig-
ten am 7. Dezember 2020 zugestellt wurde, die Eröffnung des schriftlich begründeten Entschei-
des nach Anmeldung der Berufung jedoch erst am 1. Dezember 2022 erfolgte. Der Auffassung 
von MATHYS, wonach sich die vom Gesetzgeber verlangten Fristen "in aller Regel einhalten 
lassen", weil der Urteilsredaktion stets "wesentliche Vorarbeiten" zugrunde liegen (MATHYS, 
Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 2019, S. 145, Rz. 378), kann in dieser Absolutheit nicht gefolgt 
werden. Sofern die richterliche Urteilsberatung ergebnisoffen, allein gestützt auf die Beweiser-
hebungen anlässlich der Hauptverhandlung und nicht auf Basis eines bereits im Voraus schrift-
lich ausgefertigten Referats erfolgt, kann die Urteilsredaktion auf keine wesentlichen Vorarbei-
ten zurückgreifen. Weiter ist zu erwägen, dass die Einhaltung der gesetzlichen Begründungs-
fristen nicht allein von arbeitsorganisatorischen Abläufen abhängt, zumal die Fallbelastung der 
Strafgerichte (Zeitpunkt der Falleingänge, Umfang und Komplexität der Verfahren) weder steu-
erbar noch verlässlich prognostizierbar ist. Sodann sieht sich die Justiz vielerorts mit begrenz-
ten personellen Ressourcen konfrontiert, die einer ansteigenden Verfahrensmenge nur mit 
grosser zeitlicher Verzögerung angepasst werden und von finanzpolitischen Entscheidungen 
der Legislative abhängen. All dies hat zur Folge, dass leichte Überschreitungen der Fristen ge-
mäss Art. 84 Abs. 4 StPO in der Praxis nicht selten vorkommen dürften. Dennoch kann von den 
Strafgerichten erwartet werden, dass sie die gesetzlichen Begründungsfristen nicht um ein Viel-
faches oder gar um mehrere Jahre überschreiten. Vor diesem Hintergrund erscheint der Zeit-
raum von rund 2 Jahren, der vorliegend vom Strafgericht zur Redaktion einer 35 Seiten umfas-
senden Urteilsbegründung beansprucht wurde, weder nachvollziehbar noch für die beschuldigte 
Person zumutbar. Eine Verzögerung in dieser Grössenordnung muss als schwerwiegende Ver-
letzung des Beschleunigungsgebots qualifiziert werden, was eine erhebliche Herabsetzung der 
Strafe rechtfertigt. Aus diesem Grund sind die ausgefällte Geldstrafe um weitere 120 Tagessät-
ze und die Busse um CHF 250.– zu reduzieren.  
 
5.4.7. Schliesslich ist zu erwägen, dass die vom Strafgericht zu Recht festgestellte Ver-
letzung von Verfahrensvorschriften (vgl. E. I.2 des vorinstanzlichen Urteils) bereits insoweit 
sanktioniert worden ist, als sie zur Unverwertbarkeit der polizeilichen Einvernahme vom 7. März 
2018 führt. Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers sind keine weiteren prozessualen 
Verfehlungen der Strafverfolgungsbehörden ersichtlich, die als Beeinträchtigung der Persön-
lichkeitsrechte des Beschwerdeführers auch im Rahmen der Strafzumessung berücksichtigt 
werden müssten.     
 
5.5. Ergebnis  

5.5.1. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erachtet das Kantonsgericht eine Geldstra-
fe von 240 Tagessätzen zu je CHF 60.– sowie eine Busse von CHF 500.– dem konkreten Ver-
schulden und den wirtschaftlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. Diese Sank-

 
 
 

 
 
Seite 17   

tionen sind in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB sowie aufgrund einer mehrfachen Verletzung 
des Beschleunigungsgebots bei der Geldstrafe um insgesamt 180 Tagessätze und bei der 
Busse um insgesamt CHF 350.– zu reduzieren. Somit ist Ziffer 1 des Urteils des Strafgerichts 
vom 3. Dezember 2020 in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten insofern ab-
zuändern, als eine bedingt vollziehbare Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 60.– und 
eine Busse von CHF 150.– auszusprechen sind.  
 
5.5.2. Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der Täter während dieses oder eines 
anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an. Ein Tag Haft entspricht einem Tages-
satz Geldstrafe (Art. 51 StGB). Nach Art. 110 Abs. 7 StGB ist Untersuchungshaft jede in einem 
Strafverfahren verhängte Untersuchungs-, Sicherheits- und Auslieferungshaft. Ohne jede Ein-
schränkung anzurechnen ist auch der vorzeitig angetretene Strafvollzug (Art. 75 Abs. 2 StGB). 
Somit ist der Polizeigewahrsam vom 12. Dezember 2016 im Umfang von einem Tag bzw. Ta-
gessatz an die bedingte Geldstrafe anzurechnen.   
 
5.5.3. In Nachachtung von Art. 44 Abs. 3 StGB wird der Berufungskläger auf die Folgen 
der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: Weil die Voraussetzungen 
für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt sind, wird die Geldstrafe unter An-
setzung einer Probezeit von zwei Jahren bedingt aufgeschoben. Bewährt sich der Verurteilte 
bis zum Ablauf der Probezeit, so wird diese Strafe gemäss Art. 45 StGB nicht mehr vollzogen. 
Begeht er dagegen während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen, so wird das mit 
dieser Straftat befasste Gericht entscheiden, ob der bedingte Vollzug der Geldstrafe nachträg-
lich widerrufen wird und diese somit zu verbüssen ist (Art. 46 Abs. 3 StGB). 
 
5.5.4. Das Gericht spricht im Urteil für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, 
eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten aus (Art. 106 
Abs. 2 StGB). Vorliegend ist für den Fall des schuldhaften Nichtbezahlens der Busse von 
CHF 150.– eine Ersatzfreiheitstrafe von 1 Tag auszusprechen.  
 
III. Kosten 

1. Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens  

1.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Ausge-
nommen sind die Kosten für die amtliche Verteidigung. Wird das Verfahren eingestellt 
oder die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder 
teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens 
bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 1 und 2 StPO).  
 
1.2. Vorliegend werden zwar die vorinstanzlichen Schuldsprüche vollumfänglich bestätigt, 
doch wird die Auferlegung von 5/6 der Verfahrenskosten zu Lasten des Beschuldigten gemäss 
Urteil des Strafgerichts vom 3. Dezember 2020 dem materiellen Ausgang des Verfahrens nicht 
gerecht. Angesichts der Freisprüche von der Anklage der Widerhandlung gegen das Tier-
schutzgesetz und des Hausfriedensbruchs in zwei Fällen sowie der Einstellung des Verfahrens 

 
 
 

 
 
Seite 18   

betreffend den Konsum von Betäubungsmitteln, den geringfügigen Diebstahl in vier Fällen und 
die geringfügige Sachbeschädigung erscheint es vielmehr angemessen, dem Beschuldigten 2/3 
der Verfahrenskosten aufzuerlegen, während sie im Umfang von 1/3 zu Lasten des Staates 
gehen.  
 
1.3.  Entsprechend dem Ausgang des vorinstanzlichen Verfahrens ist der Beschuldigte ver-
pflichtet, dem Kanton 2/3 der Entschädigung für die amtliche Verteidigung zurückzuzahlen so-
wie der amtlichen Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem 
vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 
Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 
 
1.4. Somit sind die Dispositiv-Ziffern 6 und 7 des strafgerichtlichen Urteils vom 3. Dezember 
2020 in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten im Sinne der vorstehenden 
Erwägungen neu zu fassen.  
 
(…) 
  

 
 
 

 
 
Seite 19   

Demnach wird erkannt: 
 
://: I. Das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 3. De-

zember 2020, auszugsweise lautend: 

"1.  A.____ wird der mehrfachen Sachentziehung, der versuchten 
Sachentziehung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
des Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand 
sowie der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig 
erklärt und verurteilt zu einer 

 
 bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu je 

Fr. 60.00, 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 unter Anrechnung von 1 Tag Haft (Polizeigewahrsam am 

12. Dezember 2016), 
 
 sowie zu einer Busse von Fr. 500.00, 
 bei schuldhaftem Nichtbezahlen tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 5 Tagen,  
 
 in Anwendung von Art. 141 StGB (teilw. i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB), Art. 186 StGB, Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG, Art. 91 
Abs. 2 lit. b SVG, Art. 90 Abs. 1 SVG (i.V.m. Art. 31 Abs. 1 
SVG), Art. 34 StGB, Art. 36 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 
Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 StGB und Art. 106 
StGB. 

 
(…) 
 

6. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorver-
fahrens von Fr. 7’158.00 (unter Berücksichtigung eines Abzugs 
von Fr. 205.00 zufolge Teileinstellung vom 11. November 2019), 
den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'000.00 
und einer pauschalen Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.00. 

 
 A.____ trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO 5/6 der 

Verfahrenskosten und der Gerichtsgebühr, 1/6 geht zu Lasten 
des Staates. 

 
 (…) 

 
 
 

 
 
Seite 20   

7. Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 8'428.05 (wovon Fr. 4'108.00 für den Aufwand vor Anklage-
erhebung sowie Fr. 4'320.05 für den Aufwand nach Anklageer-
hebung, inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) wird unter 
Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach 
Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 
 Sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben ist 

A.____ verpflichtet, dem Staat die Kosten der amtlichen Vertei-
digung im Umfang von 5/6 zurückzuzahlen und der amtlichen 
Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädi-
gung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a 
und lit. b StPO). 

 
(…)" 
 

 
wird in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten in 
den Ziffern 1, 6 und 7 wie folgt abgeändert:   
 
1.  A.____ wird der mehrfachen Sachentziehung, der versuchten 

Sachentziehung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der 
mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
des Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand 
sowie der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig 
erklärt und verurteilt zu einer 

 
 bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 

CHF 60.00, 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 unter Anrechnung von 1 Tag Haft (Polizeigewahrsam am 

12. Dezember 2016), 
 
 sowie zu einer Busse von CHF 150.00, 
 bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag,  
 
 in Anwendung von Art. 141 StGB (teilw. i.V.m. Art. 22 Abs. 1 

StGB), Art. 186 StGB, Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG, Art. 91 
Abs. 2 lit. b SVG, Art. 90 Abs. 1 SVG (i.V.m. Art. 31 Abs. 1 
SVG), Art. 34 StGB, Art. 36 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 
Abs. 1 StGB, Art. 48 lit. e StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 
StGB und Art. 106 StGB. 

 
 
 

 
 
Seite 21   

(…) 
 
6. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorver-

fahrens von Fr. 7’158.00 (unter Berücksichtigung eines Abzugs 
von Fr. 205.00 zufolge Teileinstellung vom 11. November 2019), 
den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'000.00 
und einer pauschalen Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.00. 

 
 A.____ trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO 2/3 der 

Verfahrenskosten und der Gerichtsgebühr, 1/3 geht zu Lasten 
des Staates. 

 
 (…) 
 

7. Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 8'428.05 (wovon Fr. 4'108.00 für den Aufwand vor Anklage-
erhebung sowie Fr. 4'320.05 für den Aufwand nach Anklageer-
hebung, inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) wird unter 
Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach 
Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 
 Sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, ist 

A.____ verpflichtet, dem Staat die Kosten der amtlichen Vertei-
digung im Umfang von 2/3 zurückzuzahlen und der amtlichen 
Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädi-
gung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a 
und lit. b StPO). 

 
Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in den rechtskräftigen 
Dispositiv-Ziffern 2, 3, 4, 5 und 8 unverändert als Bestandteil 
dieses Urteils erklärt. 
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 1'750.–, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 1'500.– sowie 
Auslagen von CHF 250.– gehen je hälftig im Umfang von CHF 875.– 
zu Lasten des Beschuldigten und des Staates. 
 

 III. Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Rechts-
mittelverfahren wird dem Verteidiger des Beschuldigten, Advokat 
Gabriel Giess, ein Honorar von CHF 3'669.25 (inklusive Auslagen) 
zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von CHF 282.50, insgesamt somit 
CHF 3'951.75, aus der Gerichtskasse entrichtet. 
 

 
 
 

 
 
Seite 22   

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für 
die amtliche Verteidigung im Umfang seines Unterliegens 
(CHF 1'975.85) zurückzuzahlen sowie der amtlichen Verteidigung die 
Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen 
Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 
 

 IV. [Mitteilungen] 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.