# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2137e4f9-7787-5ec4-be75-14c8afe10d72
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.06.2014 725 11 205 / 143 (725 2011 205 / 143)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-205---143_2014-06-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Juni 2014 (725 11 205 / 143) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Gestützt auf das medizinische Gerichtsgutachten wird der natürliche Kausalzusammen-

hang zwischen den als Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall verneint, da er 

nicht im erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Janine Teissl, juristische 
Mitarbeiterin impressum, die Schweizer JournalistInnen, Grand-
Places 14 A, Case postale, 1701 Fribourg 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ war als Fotograf bei der Zeitung B.____ AG angestellt und aufgrund dieses An-
stellungsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 28. Januar 
2010 verletzte er sich am 28. Januar 2010 während eines Basketballspiels am Sprunggelenk. 

 

 
 
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Am 10. Dezember 2010 liess er einen Rückfall melden. Mit Verfügung vom 14. März 2011 stell-
te die SUVA fest, dass gemäss Beurteilung des kreisärztlichen Dienstes kein sicherer oder 
wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 28. Januar 2010 und den 
aktuellen Beschwerden am linken Fuss bestünden. Aus diesem Grund sei sie nicht leistungs-
pflichtig. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einsprache-
entscheid vom 2. Mai 2011 ab. Gestützt auf die medizinischen Berichte sei ein natürlicher Kau-
salzusammenhang zwischen den als Rückfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 
28. Januar 2010 nicht im erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt. Dies ergebe sich insbesondere aus der Stellungnahme von Kreisarzt Dr. med. C.____, 
Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 3. 
März 2011. Dieser habe festgestellt, dass damals durch den Unfall und heute beim vermeintli-
chen Rückfall ganz andere Strukturen betroffen gewesen seien, weshalb ein natürlicher Kau-
salzusammenhang ohne weiteres auszuschliessen sei. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Dr. Beatrice Gurzeler, Rechtsanwältin und 
Rechtskonsulentin bei impressum, Die Schweizer JournalistInnen, am 3. Juni 2011 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) 
und liess die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Verpflichtung der 
Beschwerdegegnerin, die Leistungen seit dem 28. Januar 2010 zu erbringen, beantragen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zu-
rückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung wurde zusammenfassend vorge-
bracht, dass der Beschwerdeführer von Mitte November 2009 bis Ende November 2010 in ärzt-
lich verordneter Physiotherapie gewesen sei, weshalb kein Grund zur Annahme bestehe, der 
Fall bezüglich der Beschwerden am linken Fuss sei bereits am 1. Februar 2010 abgeschlossen 
worden. Die Beschwerden seien entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nie abge-
klungen. Der Beurteilung des Kreisarztes komme kein Beweiswert zu, da dieser wesentliche 
Fakten ausser Acht gelassen, den Beschwerdeführer nicht selber untersucht und den MRT-
Bericht nicht selber analysiert habe und zudem den geklagten Beschwerden nicht auf den 
Grund gegangen sei.  
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. August 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin, 
vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, die Abweisung der Beschwerde und die 
Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. 
 
D. Im Rahmen einer amtlichen Erkundigung holte die instruierende Präsidentin der Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts bei der behandelnden Physiotherapeutin 
weitere Auskünfte ein. 
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels liessen sich der Beschwerdeführer mit 
Replik vom 27. Oktober 2011 und die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 27. Januar 2012 zur 
Angelegenheit vernehmen. 
 
F. Mit Beschluss vom 12. April 2012 gelangte das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsbe-
ratung zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf 

 

 
 
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die medizinische Aktenlage nicht möglich sei, weshalb ein Gerichtsgutachten anzuordnen sei. 
Die Parteien erhielten in der Folge Frist, um dem Gericht einen gemeinsamen Gutachtervor-
schlag zu unterbreiten und zum Fragekatalog Stellung zu nehmen. 
 
G. Mit Eingabe vom 7. Juni 2012 teilte die Beschwerdegegnerin und mit Eingabe vom 
8. Juni 2012 der Beschwerdeführer mit, dass sie sich auf Prof. Dr. med. und Dr. phil. D.____, 
Chefarzt Orthopädische Klinik, Behandlungszentrum Bewegungsapparat, Spital Z.____, als 
Gutachter geeinigt hätten. Der Beschwerdeführer sodann hielt fest, dass Präzisierungen in Be-
zug auf den Fragekatalog angebracht seien. 
 
H. Mit Verfügung vom 5. September 2012 wurde Prof. D.____ als Gutachter bestimmt. Zu-
dem wurde der Fragekatalog angepasst. Prof. D.____ erstattete sein orthopädisches Gutachten 
am 22. November 2013 (Gutachten vom 20. September 2013). 
 
I. Mit Stellungnahme vom 24. Januar 2014 äusserte sich der Beschwerdeführer, neu ver-
treten durch MLaw Janine Teissl, juristische Mitarbeiterin Zentralsekretariat, impressum, Die 
Schweizer JournalistInnen, und mit Stellungnahme vom 31. Januar 2014 die Beschwerdegeg-
nerin zum Gutachten von Prof. D.____. 
 
Auf die Vorbringen der Parteien in den Schriften und die Unterlagen wird – soweit notwendig – 
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Über-
nahme von weiteren Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 
28. Januar 2010 zu Recht abgelehnt hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Dabei hat 
der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 UVG). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Anspruch auf eine Invalidenren-
te (Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 

 

 
 
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10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 
 
2.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigen-
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. 
 
2.3 Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzu-
kommen, dass zwischen den geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versi-
cherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Ursachen im 
Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 
der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs-
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis im Sinne einer Teilursache zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). 
 
2.4 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 
1982 werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle 
und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar. Bei einem Rückfall han-
delt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu 
ärztlicher Behandlung kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 
im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit be-
grifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürli-
cher und ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. In diesem Zusammenhang gilt es 
klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rückfall nicht auf 
der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet werden 
kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. 
 
3.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, über welche die rechtsanwendende 
Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung zu befinden hat. Dabei hat sie ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen 
(vgl. dazu BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 

 

 
 
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Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste gewürdigt wird (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 
Bei Vorliegen eines Rückfalles oder von Spätfolgen ist das Vorliegen eines natürlichen Kausal-
zusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall ebenfalls mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Ab-
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 
Person aus. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversi-
cherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen 
dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. Juli 2010, 8C_113/2010, E. 2.3 mit Hinweis). 
 
3.2 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 
lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 
nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 122 V 
158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrund-
satz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall 
der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (ULRICH MEYER-BLASER, Die Rechtspflege in der 
Sozialversicherung, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 1989, S. 32). Diese Beweisregel 
greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie-
gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b; 
ULRICH MEYER-BLASER, a.a.O., S. 32). 
 
3.3 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V  158 f. E. 1b mit zahlreichen 
Hinweisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie 
alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, 
ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Ex-
perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

 

 
 
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Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe-
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c 
mit Hinweisen). Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum 
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 134 V 232 
E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht zu den 
Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzun-
gen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu er-
fassen (vgl. BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die 
Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in 
überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann 
ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten 
dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu 
stellen, sei es, dass er die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, 
dass er ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolge-
rungen zieht (BGE 118 V 290 E. 1b). 
 
4.1 Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt: 
 
4.2 Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Medizin, diagnostiziert am 1. Februar 2010 eine 
OSG-Distorsion mit Zerrung des Lig. Tibiofibulare ant. und eine USG-Distorsion mit Schmerzen 
im Bereich der Lisfrancschen Linie (vgl. Arztzeugnis UVG vom 25. Januar 2011). Als Befund 
erhebt er eine mässige Schwellung im Bereich des lat. OSG links, kein sicheres Hämatom 
sichtbar, Druckdolent im Bereich des Lig. Fibulotalare ant. Die Frage, ob ausschliesslich Unfall-
folgen vorliegen würden, beantwortet er mit „ja“. Eine Arbeitsunfähigkeit habe nicht bestanden. 
Der Behandlungsabschluss habe am 1. Februar 2010 stattgefunden. 
 
4.3 Anlässlich der Konsultation vom 23. November 2010 diagnostiziert Dr. E.____ den Ver-
dacht auf Tendinopathie des M. hallucis longus links als Folge einer Fehlbelastung (vgl. Arzt-
zeugnis UVG (Rückfall) vom 25. Januar 2011). Es liege ein Rückfall zum Unfall vom 28. Januar 
2010 vor. Der Patient habe nach dem OSG resp. USG Distorsionstrauma im September 2010 
mit der Physiotherapie aufgehört. Er habe aber jeweils noch medial aufsteigende Schmerzen 
bei Belastung gespürt, keinen Nachtschmerz, eher belastungsabhängige Schmerzen abhängig 
vom Schuhwerk und der Belastungsintensität. Als Befund erhebt Dr. E.____ Schmerzen im Vor-
fuss links plantar vor allem retrokapital. Es würden ausschliesslich Unfallfolgen vorliegen. Eine 
Arbeitsunfähigkeit bestehe nicht. 
 
4.4 Mit MRI-Bericht vom 5. Januar 2011 hält Dr. med. F.____, IMAMED, fest, dass eine 
leichtgradige Tendinose der Flexor hallucis longus Sehne auf Höhe des Metatarsus bestehe. 

 

 
 
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Die übrigen Sehnen- und Bandstrukturen seien regelrecht, auch die knöchernen Strukturen sei-
en unauffällig. 
 
4.5 Mit Aktennotiz vom 3. März 2011 hält Dr. C.____ fest, dass der Rückfall zusammen-
hangslos zur OSG Distorsion sei. Dr. E.____ habe den Versicherten am 23. November 2010 
erneut behandelt, nachdem der Versicherte im Januar 2010 ein OSG-Distorsionstrauma erlitten 
habe. Damals sei eine Zerrung des Ligamentum fibulotalare anterior und eine USG-Distorison 
mit Schmerzen im Bereich der Lisfranc-Linie diagnostiziert worden. Neu ab November 2010 und 
nach Abschluss dieser Beschwerden werde der Verdacht auf eine Tendinopathie des Musculus 
hallucis longus als Folge der Fehlbelastung genannt. Eine MRT-Untersuchung des linken Fus-
ses vom 5. Januar 2011 habe in OSG- und USG-Höhe intakte Bandstrukturen ohne traumati-
schen Schaden gezeigt. Die leichtgradige Tendinose des Flexor hallucis longus auf Höhe Meta-
tarsale sei keinesfalls unfallkausal, da im Grundfall nicht betroffen und keine indirekte Trauma-
folge. Da alle übrigen Sehnen und Bandstrukturen regelrecht seien, könne mit Sicherheit gesagt 
werden, dass keine strukturell objektivierbaren Unfallschäden am linken Fuss/Rückfuss vorlie-
gen würden. Somit liege auch kein Rückfall vor. 
 
5.1 Mit Beschluss vom 12. September 2012 gelangte das Kantonsgericht anlässlich der Ur-
teilsberatung zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt 
auf die medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Die Beschwerdegegnerin stütze sich in ihrem 
Entscheid bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die ärztliche Beurteilung des 
Kreisarztes Dr. C.____ vom 3. März 2011. Er sei der Auffassung, dass die leichtgradige Tendi-
nose der flexor hallucis longus Sehne nicht kausal zum Unfallereignis vom 28. Januar 2010 sei, 
da diese Strukturen im Grundfall nicht betroffen gewesen seien und auch keine indirekte 
Traumafolge bestehe. Dagegen erachte Dr. E.____ die Tendinose der flexor hallucis longus 
Sehne als Folge der Fehlbelastung des Fusses nach dem Unfallereignis vom 28. Januar 2010. 
Aufgrund der unterschiedlichen fachärztlichen Beurteilung der Unfallkausalität sei zur Klärung 
der medizinischen Sachlage ein orthopädisches Gerichtsgutachten zu bestellen. Hintergrund 
dieses Gerichtsgutachtens bildet das Grundsatzurteil des Bundesgerichts, wonach ein An-
spruch auf ein Gerichtsgutachten bestehe und es sich aufdränge, dass die Beschwerdeinstanz 
im Regelfall selbst ein gerichtliches Gutachten einhole, wenn sie einen im Verwaltungsverfah-
ren anderweitig erhobenen medizinischen Sachverhalt für gutachterlich abklärungsbedürftig 
halte oder wenn eine bereits eingeholte Expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht aus-
reichend beweiskräftig sei (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). 
 
5.2 In seinem orthopädischen Gutachten vom 20. September 2013 hält Prof. D.____ fest, 
dass beim Exploranden ein Status nach OSG-Supinationstrauma im Rahmen eines Basketball-
spiels bestehe. In der Folge sei es zu Schmerzen im OSG-Bereich und im distalen Anteil der 
Wade gekommen. Anlässlich der Exploration seien initiale Schmerzen im Bereich des Mittelfus-
ses/Vorfusses verneint worden. Nach drei Tagen sei bei persistierenden Schmerzen die Vor-
stellung bei Dr. E.____ erfolgt. Prof. D.____ führt aus, dass die Diagnose von Dr. E.____, dass 
eine OSG-Distorsion vorgelegen habe, zu den vom Exploranden geschilderten Beschwerden 
passe. Hingegen erscheine die Diagnose von Dr. E.____, dass eine USG-Distorsion mit 
Schmerzen im Bereich der Lisfrancschen Gelenklinie vorliege, nicht als pausibel. Zum einen, 

 

 
 
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weil der Explorand verneine, in den Tagen nach dem Unfall Schmerzen in diesem Bereich ge-
habt zu haben und zum anderen, weil das untere USG und die Lisfranc-Linie zwei morpholo-
gisch unterschiedliche und klinisch sehr einfach zu unterscheidende Areale des Fusses seien, 
sodass bei einer USG-Distorsion keine Schmerzen in der Lisfranc-Linie bestünden und 
Schmerzen in der Lisfranc-Linie auf eine Distorsion derselben und nicht auf eine USG-
Distorsion hinweisen würden. Insgesamt sei aufgrund der Schilderungen des Exploranden von 
einem gewöhnlichen Supinationstrauma des OSG auszugehen. Der ärztliche Behandlungsab-
schluss bei als unauffällig zu erwartendem Verlauf einer leichten Verletzung in Abwesenheit 
einer Krankschreibung, jedoch vor Abschluss von beispielsweise Schienenbehandlung, ent-
spreche durchaus gängiger Praxis und helfe unnötige Konsultationen zu vermeiden. Bei uner-
warteter Beschwerdepersistenz könne sich der Patient jederzeit wieder melden. Gemäss Akten-
lage und auch gemäss Schilderung des Exploranden sei es in der Zeit zwischen der Erstkonsul-
tation und derjenigen Konsultation, welche zur Rückfallmeldung geführt habe, zu keinen weite-
ren ärztlichen Kontrollen gekommen. Die vom Beschwerdeführer angeführte Physiotherapie sei 
erst aufgrund einer Meniskus-Operation und später wegen eines Auffahrunfalles verordnet wor-
den und die Therapeutin habe wohl von sich aus den Fuss mitbehandelt. Eine spezifische Ver-
ordnung für Physiotherapie im Zusammenhang mit der Verletzung des linken Fusses lasse sich 
im fraglichen Zeitraum in den Akten nicht finden. Die vom Beschwerdeführer angeführte Argu-
mentation, die Behandlung sei nicht beendet gewesen, sei daher nicht nachvollziehbar und wi-
derspreche der ärztlichen Dokumentation. Die Frage, ob die Symptome zwischen der Erstkon-
sultation und dem Rückfall jemals ganz verschwunden gewesen seien, lasse sich anhand der 
fehlenden ärztlichen Dokumentation und des Umstands, dass sich der Explorand nicht genau 
erinnere, nicht entscheiden. Auf jeden Fall gebe der Explorand an, dass die zum Rückfall füh-
renden Vorfussbeschwerden erst nach etwa vier bis fünf Monaten nach dem Unfall aufgetreten 
seien. Sollten aber ausgeprägtere residuelle Beschwerde während des gesamten Zeitraums 
bestanden haben, so wäre der Abstand zwischen den beiden Konsultationen doch auffällig 
lang. Wenn die Physiotherapeutin nachträglich einen anderen Verlauf mit persistierenden, the-
rapieresistenten Beschwerden während und über das Ende der Physiotherapiebehandlung hin-
aus schildere, so sei es fragwürdig, weshalb sie den Patienten bei hartnäckigen Beschwerden 
nicht nach einigen Monaten an den Arzt zur weiteren Diagnostik zurückgewiesen habe, sondern 
über insgesamt rund neun Monate den linken Fuss ohne entsprechende spezifische Diagnose 
und Verordnung mitbehandelt habe. Zudem gebe der Explorand an, dass die Vorfussbe-
schwerden zeitlich mit der Intensivierung des Basketballtrainings korreliert hätten. Er müsse 
somit in der Lage gewesen sein, das Training wieder aufzunehmen. Dies spreche gegen rele-
vante Restbeschwerden am OSG vor der Rückfallmeldung. 
 
Prof. D.____ führt weiter aus, dass in Abwesenheit eines ausgedehnten Hämatoms und einer 
Belastungsunfähigkeit von einer leichten Distorsion auszugehen sei. Dabei seien in der Regel 
die lateralen Bandstrukturen lediglich gezerrt oder angerissen. Folgeschäden seien sehr un-
wahrscheinlich und würden sich in der Regel auf eine persistierende chronische Instabilität oder 
übersehene ossäre und kartilaginäre Läsionen beziehen. Ob zum Unfallzeitpunkt weitere Ver-
letzungen vorgelegen hätten, insbesondere im Mittelfussbereich, könne nicht festgestellt wer-
den, da genaue klinische Angaben und radiologische Dokumente fehlen würden. Die Tatsache 
aber, dass – abgesehen von einer Tendinose des M. flexor hallucis longus – das MRI rund 

 

 
 
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neun Monate nach dem Trauma vollständig unauffällig ausgefallen sei, spreche stark gegen 
relevante und initial nicht diagnostizierte Läsionen, da man dann zumindest posttraumatische 
Veränderungen im Sinne von Narbenzonen erwarten würde. In der Literatur fänden sich keine 
Berichte, welche evidenzbasiert dafür sprechen würden, dass eine Tendinose des M. flexor 
hallucis longus eine zu erwartende Folge einer Distorsion des OSG darstelle. Im Gegenteil, eine 
Sehnenpathologie des M. flexor hallucis longus als Folge einer Distorsion in einer Normalpopu-
lation werde als selten bezeichnet. 
 
Weiter hält Prof. D.____ fest, dass der Zusammenhang zwischen OSG-Distorsion und der 
durch die Tendinose aufgetretenen Vorfussbeschwerden rund vier bis fünf Monate nach dem 
Trauma demzufolge zwar chronologisch, aber noch lange nicht kausal sei. In der Literatur fän-
den sich keine Hinweise darauf, dass derartige Läsionen gehäuft nach OSG-Distorsionen auf-
treten würden. Zudem sei der patho-anatomische Zusammenhang auch nicht augenfällig. Die 
Beschwerden als fehlbelastungsbedingt zu interpretieren, möge zwar richtig sein, jedoch stelle 
auch dies noch keinen kausalen Zusammenhang zum Unfall dar. Zum einen leide der Explo-
rand an einem leichten Pes planovalgus (Knick-Senk-Fuss, Plattfuss), was für Schmerzen im 
Vorfussbereich prädisponieren könne. Zum anderen gebe er an, dass er im zeitlichen Umfeld 
dieser Schmerzentstehung das Basketballtraining nach den Ferien intensiviert habe, was eben-
falls Überlastungsbeschwerden verursachen könne. Insbesondere beim Basketball werde die 
Sehne des M. flexor hallucis longus durch das häufige kräftige Abspringen stark beansprucht. 
Ein relevanter unfallbedingter Schongang im Alltag bei gleichzeitigen sportlichen Aktivitäten sei 
unwahrscheinlich. Eine Tendinose der M. Flexor hallucis longus Sehne sei insgesamt selten, 
werde jedoch klassischerweise bei Ballettänzern beschrieben. Auch andere Sportarten, bei de-
nen es häufig zu Push-off Bewegungen komme, würden in der Literatur genannt. Der Kontext 
zum Basketball sei somit möglich. Insgesamt sei ein Zusammenhang mit dem Unfall zwar nicht 
gänzlich ausgeschlossen, jedoch sei er nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu bewei-
sen. Die natürliche Kausalität könne damit nicht als zwanglos gegeben betrachtet werden. 
 
5.3.1 Das vom Kantonsgericht in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. D.____ erfüllt sämtli-
che rechtsprechungsgemässe Voraussetzungen an ein Gutachten. Es weist weder formale 
noch inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. Erwägung 
2.3 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, es 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, 
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizi-
nischen Situation ein und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Das Gutachten weist 
sodann keine Widersprüche auf. Es enthält eine ausführliche Darlegung und eingehende Wür-
digung der medizinischen Aktenlage. Prof. D.____ legt in nachvollziehbarer Weise und unter 
Offenlegung seiner Beurteilungskriterien und der medizinischen Fachliteratur dar, dass die Vor-
fussbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine – auch nicht teilweise – direkte 
oder indirekte Folge des Unfallereignisses vom 28. Januar 2010 sind. In Bezug auf die abwei-
chende ärztliche Einschätzung von Dr. E.____ legt Prof. D.____ unter eingehender Würdigung 
dieser Auffassung schlüssig dar, weshalb ihr nicht gefolgt werden kann. Konkrete Indizien, die 
gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprächen, gibt es somit keine. 
 

 

 
 
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5.3.2 Der Beschwerdeführer stellt in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2014 einzelne 
Aussagen, die er gegenüber dem Gutachter gemacht hat, richtig und führt aus, dass der Gut-
achter teilweise von falschen Tatsachen ausgegangen sei. Insbesondere stellt der Beschwerde-
führer richtig, dass zu keinem Zeitpunkt zwischen Unfall und Rückfallmeldung eine vollständige 
Beschwerdefreiheit bestanden habe. Diesbezüglich lässt sich feststellen, dass Prof. D.____ 
lediglich festhält, dass sich nicht mehr genau eruieren lasse, ob vollständige Beschwerdefreiheit 
bestanden habe. Aufgrund einer lückenlosen und transparenten Indizienkette führt er aber 
überzeugend aus, dass die Vorfussbeschwerden zeitlich mit der Wiederaufnahme des Basket-
balltrainings aufgetreten sind. Zudem erscheint es als nachvollziehbar, wenn er ausführt, dass 
es bei intensiven Beschwerden wohl zu einer weiteren ärztlichen Konsultation gekommen wäre, 
was aber auch von der Physiotherapeutin nicht angeregt worden ist. Insgesamt sprechen somit 
alle Umstände dagegen, dass im Vorfuss relevante Beschwerden zwischen dem Unfallzeitpunkt 
und dem Rückfall bestanden haben. Auch die weiteren Anmerkungen, die der Beschwerdefüh-
rer in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2014 macht, vermögen die Schlussfolgerungen von 
Prof. D.____ nicht zu entkräften. Dem Gutachten von Prof. D.____ kommt somit volle Beweis-
kraft zu, weshalb es bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage massgebend ist. 
 
6. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin setzt voraus, dass zwischen dem Unfall-
ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ge-
stützt auf das orthopädische Gutachten von Prof. D.____ ist mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerden am linken Fuss keine direkte oder indirekte 
Folge des Unfallereignisses vom 28. Januar 2010 sind. Der Kausalzusammenhang muss daher 
verneint werden. Da es an einer Anspruchsvoraussetzung fehlt, hat die Beschwerdegegnerin 
ihre Leistungspflicht zu Recht abgelehnt. Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als 
rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Be-
schwerdeverfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind 
deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2.1 Im Zusammenhang mit der Verlegung der Kosten des Gerichtsgutachtens hat das Bun-
desgericht in BGE 137 V 210 erwogen, dass bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit das an-
gerufene kantonale Versicherungsgericht (bzw. das Bundesverwaltungsgericht) grundsätzlich 
selber eine medizinische Begutachtung anzuordnen habe. Die Kosten einer gerichtlich ange-
ordneten MEDAS-Begutachtung könnten der IV auferlegt werden, was mit Art. 45 Abs. 1 ATSG 
vereinbar sei. Mit BGE 139 V 225 E. 4.3 hat das Bundesgericht alsdann erkannt, diese Erwä-
gungen gälten sinngemäss auch für Gerichtsgutachten, welche das kantonale Gericht bei fest-
gestellter Abklärungsbedürftigkeit in einem Verfahren der Unfallversicherung anstelle einer 
Rückweisung selber einhole, seien doch sowohl im Abklärungsverfahren der Invalidenversiche-
rung wie auch in demjenigen der Unfallversicherung grundsätzlich die selben Verfahrensbe-
stimmungen, namentlich Art. 43-49 ATSG massgebend. Die Kosten eines Gerichtsgutachtens 
könnten somit dem Unfallversicherer auferlegt werden, wenn die Abklärungsergebnisse aus 
dem Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen Punkten nicht ausreichend beweiswertig seien, 
zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 

 

 
 
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Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrens-
fairness entfalle. Mit BGE 139 V 496 E. 4.4 hat das Bundesgericht für den Bereich der Invali-
denversicherung zudem Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage zu berücksichti-
gen sind, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können. Es 
erwog, dass ein Zusammenhang zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung 
und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen, bestehen müsse. Dies sei nament-
lich in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den ver-
schiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung 
diesen durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4; siehe 
auch BGE 139 V 225 E. 4 und Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2013, 8C_71/2013, E. 2); 
wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwor-
tet gelassen oder auf eine Expertise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizi-
nische Beurteilungsgrundlage nicht erfülle (BGE 125 V 351 E. 3a). Wenn die Verwaltung dage-
gen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente 
Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die 
Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, 
aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer 
Arztberichte oder eines Privatgutachtens). In einem unlängst ergangenen Entscheid hielt das 
Bundesgericht fest, dass diese Kriterien auch um Bereich der Unfallversicherung anzuwenden 
seien (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 24. Februar 2014, 8C_469/2013, 
E. 6.2). 
 
7.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 12. April 2012 
zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage 
nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass die kreisärztliche Aktenbeurteilung 
und die Einschätzung des behandelnden Arztes sich in Bezug auf die Kausalität der Beschwer-
den widersprachen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind rechtsprechungsgemäss aber 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 
8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch: BGE 135 V 471 E. 4.7). Solche Zweifel 
lagen aufgrund der Einwendungen des Beschwerdeführers und der Einschätzung des behan-
delnden Arztes ohne weiteres vor. Daran ändert nichts, dass das eingeholte Gerichtsgutachten 
letztlich zur gleichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wie der kreisärztliche Bericht kam. Hinzu 
kommt, dass nicht erst während des Beschwerdeverfahrens neue ärztliche Berichte eingereicht 
worden sind, die die Begutachtung erforderlich gemacht haben. Die im Anschluss an die Ur-
teilsberatung vom 12. April 2012 in Auftrag gegebene gerichtliche Begutachtung war somit an-
gezeigt. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die resultieren-
den Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung des Spitals Z.____ vom 21. Dezember 2013 
auf Fr. 2‘171.50 belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
7.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz ihrer Parteikosten. Angesichts der Tatsache, dass zur Durchführung der vom Gericht 
als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage gekommen 
wäre, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfallen und ein 

 

 
 
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gerichtliches Gutachten angeordnet worden ist (vgl. BGE 137 V 210 ff.), gilt der Beschwerde-
führer als obsiegende Partei. Entsprechend der bis zum Entscheid BGE 137 V 210 ff. geltenden 
Praxis, wonach die Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur weiteren Abklä-
rung und zum Erlass einer neuen Verfügung grundsätzlich als Obsiegen im Sinne der genann-
ten Bestimmung galt (vgl. BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 132 V 235 E. 6.2, je mit weiteren Hinwei-
sen), besitzt der Beschwerdeführer mithin auch im vorliegenden Fall Anspruch auf eine Partei-
entschädigung. Wurde im Verfahren ein Gerichtsgutachten eingeholt, ist der beschwerdefüh-
renden Partei in der Regel eine volle Parteientschädigung zuzusprechen, selbst wenn sie letzt-
lich in der Sache unterliegt und die Beschwerde abgewiesen wird. Vorbehalten bleibt indessen 
in diesen Fällen ein übermässiger Aufwand des Rechtsvertreters nach Vorliegen des Gerichts-
gutachtens.  
 
7.3.2 Gemäss Honorarnote vom 5. März 2014 machen die beiden Vertreterinnen des Be-
schwerdeführers insgesamt 9.5 Stunden sowie Auslagen von Fr. 30.-- geltend, was sich um-
fangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen 
erweist. Ein übermässiger Aufwand nach Vorliegen des Gerichtsgutachtens liegt nicht vor. Die 
Bemühungen sind zum in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelan-
genden Stundenansatz von Fr. 250.-- für angestellte Anwältinnen und Anwälte von gemeinnüt-
zigen Organisationen (7.5 Stunden von Rechtsanwältin Beatrice Gurzeler) und von Fr. 150.-- für 
Verbandsangestellte von gemeinnützigen Organisationen (2 Stunden von MLaw Janine Teissl) 
zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2‘205.-- (7.5 Stunden à Fr. 250.-- plus 2 Stunden à Fr. 150.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 30.--) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 2‘171.50 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2‘205.-- (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 

 

 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdegegnerin Beschwerde beim Bundesgericht 
(siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahrens-Nr. 8C_719/2014) erhoben. 
 
 
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