# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a06d7206-f080-5c43-954f-a73a7ebd0dd5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.08.2008 E-5066/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5066-2008_2008-08-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5066/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher, 
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______, geboren _______,
Uganda,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. Juli 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5066/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Heimatland  im  März  2007  bezie-
hungsweise  März  2008  verlassen  habe,  am  24. März  2008  in  die 
Schweiz eingereist sei und hier gleichentags um Asyl ersuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  17.  April  2008  im  Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum B._______ und der Anhörung vom 18. 
Juli  2008  zu  den  Asylgründen  im  Wesentlichen  Folgendes  geltend 
machte, 

dass er aus dem Dorf C._______ (Distrikt Jinja) stamme, dort stets mit 
seiner Familie gelebt, während zwölf Jahren die Schulen besucht und 
zuletzt als Lastenträger gearbeitet habe,

dass sein Vater im Jahre 2000 und sein Bruder im Jahre 2005 an Aids 
gestorben seien,  weshalb der Beschwerdeführer und seine Mutter  in 
der Folge aufgefordert worden seien, sich einem HIV-Test zu unterzie-
hen,

dass sie sich aber nicht krank gefühlt und für den Fall eines dennoch 
positiv  ausfallenden  Tests  ihre  Einlieferung  in  ein  Krankenhaus  be-
fürchtet  hätten,  weshalb  sie  der  Aufforderung  nicht  nachgekommen 
seien,

dass sie stattdessen im März beziehungsweise im Dezember 2006 in 
das nordugandische Gulu beziehungsweise Kirombe beziehungsweise 
Kirumbe  zur  Grossmutter,  der  einzigen  noch  lebenden  Verwandten, 
gezogen seien und dort in der Landwirtschaft gearbeitet hätten,

dass sie beide im August beziehungsweise Mitte 2006  beziehungswei-
se zur Zeit  der Melonenernte 2006 auf  dem Weg zur Feldarbeit  von 
drei beziehungsweise fünf Soldaten festgenommen worden seien, wo-
bei der Beschwerdeführer geschlagen und die Mutter vergewaltigt wor-
den sei,

dass  man sie  gleichentags  in  ein  Armeecamp nach  Kirombe bezie-
hungsweise Kityum beziehungsweise Kirtyum gebracht  habe und die 
Mutter  seither  verschwunden  beziehungsweise  vom  Kommandanten 
zwangsangeheiratet worden sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  inner-  und  ausserhalb  des  Camps 
Zwangsarbeit habe verrichten müssen und dabei manchmal geschla-
gen und willkürlich behandelt worden sei,

dass  er  weder  den  Grund  seiner  Festhaltung  gekannt  habe  noch 
jemals verhört oder vor Gericht geführt worden sei,

dass manchmal Leute aus dem Camp spurlos verschwunden seien,

dass dem Beschwerdeführer im März 2007 zusammen mit einem Su-
danesen die Flucht aus dem Camp und die Ausreise nach Kenia ge-
lungen sei,

dass er seither im Hafen von Mombasa unentgeltlich gearbeitet habe, 
wofür ihm sein indischer Arbeitgeber dereinst die Ermöglichung einer 
Weiterreise nach Europa in Aussicht gestellt habe,

dass er Kenia im Februar beziehungsweise März 2008 beziehungswei-
se im September 2007 auf dem Seeweg verlassen habe und via unbe-
kannte Länder in die Schweiz gelangt sei, ohne im Besitze irgendwel-
cher Papiere gewesen oder jemals kontrolliert worden zu sein,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen nie Probleme mit den Behör-
den gehabt habe und nicht politisch tätig gewesen sei,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  Identitätsdokumente  noch andere 
Beweismittel  zu  den  Akten  gab  und  einer  schriftlichen  Aufforderung 
vom 24. März  2008  zur  Papierbeschaffung  innert  48  Stunden  –  mit 
Nachdruck erneuert anlässlich der durchgeführten Befragung und An-
hörung zu den Asylgründen – nicht nachgekommen ist,

dass er zur Erklärung geltend machte, er habe nie einen Reisepass, 
eine  Identitätskarte  oder  andere  Ausweisdokumente  besessen  oder 
benötigt und könne somit solche oder andere Beweismittel, (Schuldo-
kumente, Geburtszertifikat) nicht erhältlich machen, zumal er in Ugan-
da niemanden kontaktieren könne und wolle und im Übrigen keines-
falls nach Uganda zurückgeführt werden möchte,

dass das Bundesamt mit  Verfügung vom 25. Juli  2008 – eröffnet am 
29. Juli  2008 – auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 

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SR 142.31) nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheides im Wesentli-
chen anführte, der Beschwerdeführer habe den Behörden trotz Auffor-
derung innert  48 Stunden keine Identitätsdokumente eingereicht und 
hierfür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft zu machen vermocht,

dass die Erklärungen des Beschwerdeführers hierzu (Nichtbesitz jegli-
cher  Identitätsdokumente)  angesichts  der  grundsätzlichen  Existenz 
von Identitätspapieren in Uganda (beispielsweise Pass und Geburtsur-
kunde), der Registrierungs- und mithin Ausweisungspflicht bei Schul-
eintritten und -wechseln  und ebenso bei  Passierung der  zahlreichen 
innerstaatlichen  Kontrollpunkte  sowie  der  unrealistischen  und  sub-
stanzarmen  Schilderung  der  Reiseumstände  (angeblich  problemlose 
Reise  und  Grenzüberschreitungen  von  Uganda  bis  in  die  Schweiz 
ohne Papiere und ohne jegliche Kontrollen) höchst zweifelhaft seien,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  ferner  den  Anforderungen  gemäss 
Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sach-
verhalts  offensichtlich  nicht  genügten,  er  somit  die  Flüchtlingseigen-
schaft nach Art. 3 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass er sich in der zeitlichen Positionierung des Umzuges nach Nord-
uganda  und  der  Anzahl  Soldaten,  welche  ihn  und  seine  Mutter 
festgenommen hätten, widersprochen und ferner tatsachenwidrige und 
substanzarme  Angaben  zu  Orten  und  Distrikten  vor  allem 
Nordugandas gemacht habe,

dass bereits  aufgrund dieser Ungereimtheiten zu schliessen sei,  der 
Beschwerdeführer hätte sich nie in der behaupteten Region Nordugan-
das aufgehalten und die Festnahme und Festhaltung im Camp nicht 
erlebt, zumal auch die Beschreibung dieses Camps in mehrfacher Hin-
sicht  detail-  und  substanzarm  ausgefallen  sei  und  Realkennzeichen 
betreffend Gefangene und Tagesablauf gänzlich fehlten,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und keine Gründe ersichtlich  seien,  die  auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
schliessen lassen könnten,  zumal er  die Flüchtlingseigenschaft  nicht 

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erfülle, damit der Grundsatz der Nichtrückschiebung nicht zur Anwen-
dung gelange und ihm im Heimatstaat mangels gegenteiliger Anhalts-
punkte keine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
verbotene Strafe oder Behandlung drohe,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 4. August  2008 gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob 
und  dabei  deren  Aufhebung,  die  Rückweisung  der  Sache  an  die 
Vorinstanz zwecks Eintretens auf das Asylgesuch, eventualiter die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzulässig-
keit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sowie die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Verfahrenskosten bean-
tragt,

dass er in der Begründung zunächst bekräftig, niemals eine Identitäts-
karte  oder  einen Pass besessen zu haben,  jedoch die Erhältlichma-
chung von Papieren in Aussicht stellt,  zu welchem Zweck er die von 
ihm  besuchten  Schulen  kontaktieren  wolle  und  deshalb  um  Einräu-
mung einer zusätzlichen Frist ersuche,

dass  die  aufgetretenen  Ungereimtheiten  insbesondere  auf  Überset-
zungs- und Protokollierungsfehler, eine schwierige Anhörungssituation 
sowie auf den Umstand zurückzuführen seien, dass er sich der Wich-
tigkeit von Details nicht bewusst gewesen sei,

dass er somit zumindest Anspruch auf Durchführung zusätzlicher Ab-
klärungen  habe,  welche  jedoch  einen  Nichteintretensentscheid  aus-
schlössen,

dass  jedenfalls  die  Voraussetzungen zur  Gewährung  der  vorläufigen 
Aufnahme erfüllt  seien,  da  eine Rückkehr  nach Uganda unzumutbar 
und unzulässig sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den und bis dato unbestrittenermassen keine rechtsgenüglichen Iden-
titätsdokumente eingereicht hat,

dass die vom Beschwerdeführer  nunmehr  in  Aussicht  gestellten  und 
nicht näher konkretisierten Dokumente – offenbar Schulbestätigungen 
oder -zeugnisse – an dieser Erkenntnis der nicht Rechtzeitigkeit jeden-
falls nichts zu ändern vermögen (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5) und im 
Übrigen  diese  Dokumente  offensichtlich  nicht  die Anforderungen  an 

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die Qualität rechtsgenüglicher Identitätsdokumente im Sinne von Art. 
32 Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. BVGE 2007/7) erfüllen,

dass somit die Dokumente nicht abzuwarten sind und das sinngemä-
sse  Begehren um Ansetzung  einer  entsprechenden Beweismittelfrist 
abzuweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt 
hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapie-
ren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass diese vorinstanzlichen Erkenntnisse in der Beschwerde substan-
ziell nicht beanstandet oder gar entkräftet werden und das Bundesver-
waltungsgericht davon ausgeht, der Beschwerdeführer sei im Besitze 
eigener, authentischer und rechtsgenüglicher Identitäts- und Reisepa-
piere, welche er jedoch in Missachtung der ihm obliegenden gesetzli-
chen Mitwirkungspflicht (vgl. insb. Art. 8 Abs. 1 AsylG) den schweizeri-
schen Behörden vorenthält,

dass die gesamten vorliegenden Akten und insbesondere die geschil-
derten Reiseumstände das Bild  einer  erheblich beeinträchtigten per-
sönlichen  Glaubwürdigkeit  des  eine  Verschleierungstaktik  betreiben-
den Beschwerdeführers hinterlassen,

dass sich im Weiteren die Erkenntnis ergibt, der Beschwerdeführer er-
fülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht und es bestehe we-
der  Anlass  zur  Vornahme zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses  noch  gar  zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
(Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1), 

dass die diesbezüglichen, umfassenden und zureichend auf die Akten 
abgestützten Erwägungen des BFM kein Beanstandungspotenzial er-
kennen lassen und zu bestätigen sind,

dass die betreffenden Erwägungen des BFM in der Rekursschrift we-
der  konkret  noch  substanziell  kritisiert  werden,  sondern  der 
Beschwerdeführer  den  untauglichen  Versuch  unternimmt,  in  stan-
dardisierter  Form blosse  Pauschal-  und  Schutzbehauptungen  (Über-
setzungs-  und  Protokollierungsfehler,  schwierige  Anhörungssituation, 
Detailgewichtung)  geltend zu machen,  ohne diese den  Argumentati-
onselementen der Vorinstanz konkret entgegenzustellen,

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dass nebst den in der angefochtenen Verfügung erkannten Ungereimt-
heiten im Übrigen zahlreiche weitere aus den Akten hervorgehen und 
insbesondere  grobe  Unstimmigkeiten  im  chronologischen 
Ereignisablauf  festzustellen  sind,  es  sich  jedoch  vorliegend  erübrigt 
darauf näher einzugehen,

dass  das  Ergebnis  einer  offensichtlich  nicht  bestehenden  und  auch 
nicht weiter abklärungsbedürftigen Flüchtlingseigenschaft somit geset-
zes- und praxiskonform erkannt wurde,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass auch diese zu bestätigenden Erkenntnisse des BFM in der Be-
schwerde weder konkret noch substanziell beanstandet werden,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16  Abs. 1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 

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aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,  da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Erwä-
gungen als aussichtslos präsentierten, welcher Umstand die Gewäh-
rung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600 werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit dessen 

Akten N_______ (per Kurier; in Kopie)
- D._______ (Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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