# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4f8352e-bead-52bb-ae53-ae9a90e0448c
**Source:** Bundespatentgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Entscheid O2013_020
**Docket/Reference:** O2013_020
**URL:** https://www.bundespatentgericht.ch/rechtsprechung/entscheidanzeige/55/

## Full Text

O2013_020

VerfügungÿdesÿBundespatentgerichtsÿvomÿ29.ÿOktoberÿ2014ÿ
inÿSachenÿA.ÿAGÿgegenÿBÿAB

Regeste:

Art.ÿ6ÿAbs.ÿ1ÿEMRK;ÿArt.ÿ29ÿAbs.ÿ1ÿBV; unbedingtesÿReplikrecht.
DieÿWahrungÿdesÿunbedingtenÿReplikrechtsÿerlaubtÿdenÿParteienÿkeineÿVorbringen,ÿwelcheÿnachÿder
ZPOÿnochÿnicht oderÿnichtÿmehrÿzulässigÿsind.

Art.ÿ6ÿCEDH;ÿArt.ÿ29ÿal.ÿ1ÿCst; droit deÿrépliqueÿinconditionnel.
Laÿgarantieÿduÿdroitÿdeÿrépliqueÿinconditionnelÿneÿpermetÿpasÿauxÿpartiesÿdeÿprésenterÿdesÿ
allégationsÿquiÿneÿsontÿpasÿencoreÿouÿquiÿneÿsontÿplusÿrecevablesÿselonÿleÿCPC.

Art.ÿ6ÿCEDU;ÿArt.ÿ29ÿcpv.ÿ1ÿCost.; dirittoÿdiÿreplicaÿincondizionato.
Laÿtutelaÿdelÿdirittoÿdiÿreplicaÿincondizionatoÿnonÿconsenteÿalleÿpartiÿdiÿpresentareÿallegazioniÿnonÿ
ancoraÿammissibiliÿodÿormaiÿinammissibiliÿsecondoÿilÿCPC.

Art.ÿ6ÿpara. 1ÿECHR;ÿArt.ÿ29ÿpara. 1ÿCst; unconditionalÿrightÿtoÿreply.
Upholdingÿtheÿunconditionalÿrightÿtoÿreplyÿdoesÿnotÿallowÿtheÿparties toÿmakeÿsubmissionsÿthatÿareÿ
notÿyetÿorÿnoÿlongerÿpermittedÿunderÿCPC.

B u n d e s p a t e n t g e r i c h t  

T r i b u n a l   f é d é r a l   d e s   b r e v e t s  

T r i b u n a l e   f e d e r a l e   d e i   b r e v e t t i  

T r i b u n a l   f e d e r a l   d a   p a t e n t a s  

F e d e r a l   P a t e n t   C o u r t  

O2013_020 

  V e r f ü g u n g   v o m   2 9 .   O k t o b e r   2 0 1 4      

Besetzung 

Präsident Dr. iur. Dieter Brändle, 
Erste Gerichtsschreiberin lic. iur. Susanne Anderhalden 

Verfahrensbeteiligte 

A. AG 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thierry Calame 

Klägerin 

gegen 

B. AB 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Ritscher und  
Rechtsanwalt Dr. iur. Mark Schweizer 

Beklagte 

Gegenstand 

Feststellung Nichtigkeit 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Der Präsident zieht in Erwägung: 

1. Mit  Verfügung  vom  14.  Oktober  2014  wurde  der  Beklagten  die  Stel-
lungnahme der Klägerin vom 10. Oktober 2014 zur Duplik zugestellt. 

Der Beklagten wurde eine Frist bis 28. Oktober 2014 angesetzt zur Stel-
lungnahme  ausschliesslich  zu  neuen  Begehren, Behauptungen  und  Bei-
lagen der Stellungnahme zur Duplik, wobei jede als neu bezeichnete Be-
hauptung  einzeln  anzuführen  sei.  Widrigenfalls  werde  auf  die  Stellung-
nahme nicht eingetreten. 

2. Mit  Eingabe  vom  28.  Oktober  2014  erfolgte  die  entsprechende  Stel-
lungnahme der Beklagten. 

3. Die Stellungnahme der Beklagten hält sich in keiner Weise an die Vor-
gaben der Verfügung vom 14. Oktober 2014. 

Die Stellungnahme beginnt mit einem "Summary" (), welches nicht einmal 
Bezug nimmt auf die Stellungnahme der Klägerin. Im weiteren Verlauf der 
Stellungnahme werden nur teilweise als neu bezeichnete Behauptungen 
aufgeführt,  teilweise  wird  frei  plädiert,  teilweise  wird  auf  offensichtlich 
längst  Behandeltes  eingegangen  (etwa  "Plaintiff  again  re-iterates  9"; 
"Plaintiff keeps insisting 9"). 

Das sogenannte unbedingte Replikrecht gibt den Parteien ein Recht zur 
Stellungnahme  zur  jeder  Eingabe  der  Gegenseite,1  hindert  das  Gericht 
aber  nicht  daran,  die  Zulässigkeit  des  Vorgebrachten  zu  beurteilen.2  Mit 
dem  nach  der  Duplik  erfolgten Abschluss  des  Schriftenwechsels  stehen 
den  Parteien  (bis  zur  Hauptverhandlung)  keine  weiteren  Vorbringen  zu, 
es sei denn, dass sie sich zur Wahrung des rechtlichen Gehörs noch zu 
neuen  Vorbringen  der  Gegenseite  äussern  können.  Genau  darauf  zielte 
die Verfügung vom 14. Oktober 2014 ab. Jene Vorgaben nicht befolgende 
Eingaben  sind  nicht  zulässig.  Weitergehende  Ausführungen  werden  an 
der  Hauptverhandlung  im  Rahmen  der  ersten  Parteivorträge  (Art.  228 
ZPO),  allerdings  unter  Beachtung  der  Novenregelung  (Art.  229  ZPO), 
vorgebracht werden können, aber nicht vorgängig im Rahmen einer Stel-
lungnahme  zu  neuen  Behauptungen  der  Gegenseite.  Das  würde  zu  ei-

1 BGE 138 I 484 E. 2.1 mit Verweisen 
2 Eric Pahud, DIKE-Komm-ZPO, Art. 225 N 5 

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nem uferlosen Austausch von Stellungnahmen führen, der sich mit einer 
beförderlichen Prozesserledigung3 nicht in Einklang bringen liesse. 

Der Beklagten ist deshalb Frist zur Verbesserung ihrer Stellungnahme im 
Sinne  der  Erwägungen  anzusetzen,  widrigenfalls  die  Stellungnahme  un-
beachtet bliebe. 

Der Präsident verfügt: 

1.  Der  Beklagten  wird  eine  nicht  erstreckbare  Frist  bis  6. November 
2014  angesetzt,  um  ihre  Stellungnahme  vom  28. Oktober 2014  im 
Sinne  der  Erwägungen zu  verbessern,  widrigenfalls  die  Stellungnah-
me unbeachtet bliebe. 

2.  Schriftliche Mitteilung an die Klägerin unter Beilage von act. 46 sowie 

an die Beklagte, je mit Gerichtsurkunde. 

St. Gallen, 29. Oktober 2014 

Im Namen des Bundespatentgerichts 

Präsident 

Erste Gerichtsschreiberin 

Dr. iur. Dieter Brändle 

lic. iur. Susanne Anderhalden 

Versand: 29.10.2014 

3 Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 6 Abs. 1 EMRK 

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