# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a3288a6-4400-573a-80eb-34c58483d38f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.06.2021 720 19 132/173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-132-173_2021-06-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juni 2021 (720 19 132 / 173) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Keine zwingenden Gründe, um von den Schlussfolgerungen des Gerichtsgutachtens und 

dessen Ergänzung abzuweichen. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Elisabeth Maier, Advoka-
tin, Hauptstrasse 104, Postfach, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1959 geborene A.____ meldete sich am 7. Oktober 2015 (Eingang) unter Hinweis 
auf eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS), einen leichten Autismus 
sowie eine Psychose bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 19. März 2019 mit der Begrün-
dung ab, dass aufgrund eines reinen Suchtgeschehens keine Invalidität vorliege. 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, am 2. Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung der IV-Stelle-Basel-
Landschaft vom 19. März 2019 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen 
auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte er im Wesentlichen 
geltend, dass das psychiatrische Gutachten, auf das sich die Verfügung der IV-Stelle stütze, in 
verschiedener Hinsicht nicht über den erforderlichen Beweiswert verfüge. Gestützt auf die Aus-
führungen der Behandler seien psychiatrische Diagnosen belegt, die seine Arbeits- bzw. Er-
werbsfähigkeit einschränken würden. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 25. Juli 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandenen 
medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und 
zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
E. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2019 beauftragte das Kantonsgericht die Academy of 
Swiss Insurance Medicine (asim) mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens, welches 
am 10. August 2020 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum 
Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungs-
anspruch des Versicherten auswirken würden. Mit Eingabe vom 21. September 2020 hielt die IV-
Stelle unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) fest, 
dass nicht auf das Gerichtsgutachten abgestellt werden könne. Es würden sich mehrere Rück-
fragen an die Gutachter aufdrängen. Der Beschwerdeführer beantragte demgegenüber mit Ein-
gabe vom 28. September 2020, dass grundsätzlich auf das Gutachten abzustellen sei und ihm 
die gesetzlichen Leistungen gestützt darauf zuzusprechen seien.  
 
F. Nach sorgfältiger Würdigung des Gutachtens gelangte der Instruktionsrichter zur Auffas-
sung, dass eine Beurteilung der Angelegenheit auf dieser Grundlage nicht möglich sei, weil hin-
sichtlich der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit vereinzelte Unklarheiten im Raum stün-
den, deren Klärung zur Erfüllung der bundesgerichtlichen Kriterien für ein schlüssiges Gerichts-
gutachten angezeigt sei. Am 11. November 2020 wurde die asim beauftragt, die vorhandenen 
Unklarheiten auszuräumen. Die entsprechende Stellungnahme erging am 12. Januar 2021. 
 
G. Mit Eingabe vom 8. Februar 2021 machte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf 
eine weitere Stellungnahme ihres RAD vom 3. Februar 2021 erneut Einwände gegen das Gut-
achten bzw. dessen Ergänzung geltend. Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 15. Feb-
ruar 2021 vollumfänglich an seinem Antrag auf Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen fest.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.  

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, 
dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen 
definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden 
äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) ander-
seits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 
E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einord-
nung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer recht-
lich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die 

 
 
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materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 
E. 3.7.2). 
 
3.5 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht mit BGE 145 V 215 vor dem Hintergrund der 
Rechtsprechung zur Ausdehnung des strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 
141 V 281 auf sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 409 und 418) und nach vertiefter 
Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der Medizin die bisherige Rechtsprechung, wonach 
primäre Abhängigkeitssyndrome bzw. Substanzkonsumstörungen zum vornherein keine invali-
denversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktio-
nellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen (BGE 124 V 265 E. 3c, 99 V 
28 E. 2; Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_608/2018, E. 3.2.1, und vom 
10. April 2018, 9C_620/2017, E. 2.2), fallen gelassen hat (E. 5.3.3). Es hat entschieden, dass 
fortan – gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen – nach dem strukturierten Be-
weisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnosti-
ziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person aus-
wirke. Dabei könne und müsse im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere 
dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (E. 6.3). 
Diesem komme nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen – wie 
auch bei anderen psychischen Störungen – oft eine Gemengelage aus krankheitswertiger Stö-
rung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren vorliege. Letztere seien auch bei Ab-
hängigkeitserkrankungen auszuklammern, wenn sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen 
würden (E. 5.3.1).   
 
Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten 
Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2019, 8C_259/2019, E. 5.1 
mit Hinweis).  
 
4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der 
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 
E. 1). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

 
 
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und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten aus, dass 
das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Exper-
ten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu 
stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). 
Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung ent-
sprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen 
Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Exper-
tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt es die Natur des Begutach-
tungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 
S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte wichtige − und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende − Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 
vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 

 
 
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6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 19. März 2019 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. September 2018, wonach 
mangels Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit be-
stehe. Demzufolge verneinte sie einen Rentenanspruch. Den im Rahmen des Verwaltungsver-
fahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehen-
der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdi-
gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten Ur-
teilsberatung vom 25. Juli 2019 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, dass 
diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an den entsprechen-
den Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, gab insbesondere der Umstand, dass ent-
gegen den gutachterlichen Ausführungen bereits im Bericht der Klinik C.____ vom 23. Juli 2003 
die Diagnose einer ADHS gestellt worden war, wobei die Ärzte die Auffassung vertreten hatten, 
dass der über Jahre hinweg bestehende Suchtmittelkonsum des Versicherten unter dem Aspekt 
der besagten Diagnose als Selbstmedikation zu werten sei. Die Diagnose einer ADHS war ferner 
auch im Bericht der Psychiatrie D.____ vom 13. April 2018 gestellt und ihr eine massgebende 
Rolle bei der Invalidisierung des Versicherten zugeschrieben worden. Vor diesem Hintergrund 
vermochte der pauschale Hinweis von Dr. B.____ nicht zu überzeugen, wonach sich in den Akten 
keine Anhaltspunkte für psychische Störungen, namentlich nicht solche für eine ADHS, fänden. 
Das Gutachten liess jedoch auch eine Auseinandersetzung mit abweichenden ärztlichen Fest-
stellungen vermissen, wonach eine psychotische Symptomatik auch unter Abstinenz zu verzeich-
nen war. Ferner wäre die Einholung fremdanamnestischer Angaben sinnvoll gewesen. Unter die-
sen Umständen war der gutachterliche Schluss auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht nach-
vollziehbar und in Zweifel zu ziehen. Nach Auffassung des Gerichts vermochten indessen auch 
die versicherungsinternen Beurteilungen keine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu bilden. 
Hinzu trat die zu diesem Zeitpunkt erfolgte Rechtsprechungsänderung des Bundesgerichts, wo-
nach bei Abhängigkeitserkrankungen wie bei allen anderen psychischen Störungen nach dem 
strukturierten Beweisverfahren zu ermitteln sei, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fach-
ärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit auswirke 
(vgl. E. 3.5 hiervor). Nachdem sich dementsprechend mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 
25. Juli 2019 die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht 
nunmehr das gerichtliche Gutachten der asim vom 10. August 2020 einschliesslich neuropsycho-
logischem Fachbericht vom 30. Juni 2020 im Zentrum der medizinischen Beurteilung. 
 
6.2.1 In diesem Gutachten werden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Alkoholabhängigkeit, gegenwärtiger Substanzgebrauch (aktive Abhängigkeit) mit körperlichen 
Symptomen (ICD-10 F10.241), eine Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional-instabilen Zü-
gen (ICD-10 Z73), eine rezidivierende depressive Störung, anamnestisch saisonal, aktuell seit 
drei Jahren anhaltend, mittelgradiger Ausprägung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), 
eine rezidivierende psychotische Störung bei Polytoxikomanie (ICD-10 F19.5), Differenzialdiag-
nose (DD): paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20), ein Verdacht auf eine ADHS mit Beginn in 

 
 
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der Kindheit und Jugend (ICD-10 F98.80) sowie eine leichte bis mittelgradige neuropsychologi-
sche Störung aufgeführt. Zusammenfassend lasse sich seit circa der Pubertät eine psychiatrische 
Problematik verfolgen, wobei zu Beginn eine schulische Überforderung ab circa 11 Jahren und 
ein Suchtmittelkonsum (Haschisch, Kokain, Alkohol) ab circa 16 Jahren gestanden seien. Ein-
zelne psychotische Symptome seien bereits in der Jugend beschrieben worden. Psychotische 
Störungen mit ausgeprägter paranoider Symptomatik (Verfolgungswahn und akustische Halluzi-
nationen, z.T. auch optisch) hätten sich 2015 und 2016 entwickelt und würden zurzeit mit neuro-
leptischer Behandlung gut kontrolliert. Depressive Phasen mit saisonaler Rhythmik würden eigen- 
und aktenanamnestisch seit der Jugend beschrieben. Es lasse sich auch eine Symptomatik mit 
Unaufmerksamkeit, Desorganisiertheit und innerer Unruhe seit der Jugend verfolgen, die sich gut 
mit einer Aufmerksamkeitsstörung vereinbaren liesse. Es sei davon auszugehen, dass eine Stö-
rung der Aufmerksamkeit bereits seit der Jugend vorliege und der Grund für den Leistungsknick 
in der schulischen Laufbahn und für die Entwicklung der Suchtproblematik gewesen sei. Je nach 
Ausprägung der Komorbiditäten (Suchtmittelkonsum, affektive Störung, Psychosen usw.) habe 
sie sich deutlicher gezeigt oder sei gut kompensiert gewesen (über einen kurzen Zeitraum sei 
sogar eine Tätigkeit in einer leitenden Position möglich gewesen). Im Verlauf der Biographie und 
insbesondere in den letzten Jahren, seit etwa 2015, sei sie zunehmend dekompensiert, parallel 
zur Chronifizierung und dem Fortschreiten der Suchterkrankung. Auf der Persönlichkeitsebene 
fänden sich einige Auffälligkeiten, die auf eine mögliche zusätzlich bestehende Persönlichkeits-
pathologie hindeuteten: Impulsivität, Stimmungslabilität, Schwierigkeit, Nähe und Distanz zu re-
gulieren, Ritzen im jungen Alter, anhaltende innere Anspannung, Druckgefühle und auffällige Be-
ziehungsgestaltung. Der Explorand berichte über Probleme mit Hierarchien. Da eine starke Über-
lappung mit Symptomen anderer psychischer Störungen bestehe, werde diese Symptomatik di-
agnostisch nicht als eine Persönlichkeitspathologie im engeren Sinne (F60-Kapitel) gewürdigt, 
sondern als eine Persönlichkeitsakzentuierung, wobei dieser unter Berücksichtigung der Komor-
biditäten ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beizumessen sei. Die Persönlichkeitszüge kämen 
im Rahmen der Suchterkrankung und der affektiven Störung deutlicher zum Vorschein und wür-
den in der Gesamtbeurteilung der Funktionalität daher mitberücksichtigt. Die diagnostische Ein-
schätzung des aktuell vorliegenden Krankheitsbildes sei durch die Komorbidität und durch den 
laufenden Alkoholkonsum extrem schwierig. Die einzelnen Störungen würden stark überlappen. 
Eine exakte Abgrenzung der einzelnen klinischen Krankheitsbilder sei kaum möglich. Die 
Suchterkrankung stehe im Vordergrund des psychiatrischen Krankheitsbildes. Der Suchtmittel-
konsum (Kokain- und Cannabis-Abhängigkeit sowie Alkohol-Abhängigkeit) sei mehrfach doku-
mentiert, weshalb auf eine Aufzählung der erfüllten ICD-10-Kriterien verzichtet werde. Zur ICD-
Kriterien-geleiteten Diagnostik der Aufmerksamkeitsstörung sei auf das neuropsychologische 
Gutachten zu verweisen (vgl. E. 6.2.2 hiernach). Das zeitliche Kriterium (Beginn der Störung) 
bleibe unklar, so dass eine ADHS-Diagnose nicht gestellt werden könne. Die sekundäre Entste-
hung der Suchtproblematik im Rahmen der Aufmerksamkeitsstörung und der Persönlichkeit mit 
emotional-instabilen Persönlichkeitszügen sei überwiegend wahrscheinlich. Ferner seien die 
ICD-10-Kriterien einer saisonalen Depression erfüllt. Aktuell bestehe mit drei Hauptkriterien (de-
pressive Verstimmung seit drei Jahren mit abgeflachtem Affekt, Interessenverlust, Antriebsstö-
rung) und vier Nebenkriterien (vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Konzentrationsstö-
rungen, Appetitverlust) eine mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom. Die 
psychotische Symptomatik sei am ehesten auf den Substanzkonsum zurückzuführen, wobei bei 

 
 
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früher Neigung zum Stimmenhören (laut Explorandem bereits vor dem Suchtmittelkonsum) und 
aktuell weiterhin vorhandenen akustischen Halluzinationen unter neuroleptischer Therapie eine 
milde Schizophrenieform als Komorbidität nicht auszuschliessen sei (Ich-Störungen mit Gedan-
keneingebung und Gedankenlautwerden sowie imperative Stimmen in der Anamnese). Die diag-
nostizierte leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung sei in ihrer Ätiologie wahr-
scheinlich multifaktoriell bedingt bei oben genannten Erkrankungen. Die Diagnosestellung einer 
affektiven Erkrankung und einer Schizophrenie unter laufendem Alkoholkonsum sei nach ICD-
10-Kriterien generell problematisch. Da diese Komorbiditäten aber nicht auszuschliessen seien, 
würden diese im Gutachten aufgeführt. In Anbetracht des sehr komplexen Krankheitsbildes, wel-
ches seit Jahren bestehe und sich nur teilweise überwinden lasse, sei die Funktionalität des Ex-
ploranden relevant eingeschränkt. Die exakte Bestimmung der funktionellen Einschränkungen 
sei schwierig und mit einer Restunsicherheit verbunden.  
 
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, dass die Arbeitsfähigkeit als Spediti-
onsfachmann 2012 (letzte Arbeitsstelle) bei etwa 50% gelegen, sich im weiteren Verlauf ver-
schlechtert habe und spätestens seit 2015 aufgehoben gewesen sei (wiederholte Hospitalisatio-
nen mit psychotischen Symptomen, Überforderung mit der Lebensgestaltung einschliesslich der 
Gesundheitsfürsorge, der Wohnsituation sowie den administrativen und finanziellen Angelegen-
heiten). In einer angepassten Tätigkeit ohne Zeitdruck und ohne erhöhte Ansprüche an den Kun-
denkontakt (vom Profil her einem Nischenarbeitsplatz oder einem geschützten Arbeitsplatz ent-
sprechend) habe ab etwa 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50% vorgelegen. Stellenweise (z.B. für 
die Zeit der stationären Aufenthalte) sei sie aufgehoben gewesen. In Bezug auf den Verlauf sei 
davon auszugehen, dass es nach dem (im Sinne einer Querschnittsbeurteilung) relativ gut kom-
pensierten psychischen Zustand, der von Dr. B.____ im September 2018 beschrieben worden 
sei, zu einer Zustandsverschlechterung mit Entwicklung einer Depression gekommen sei. Da die 
Krankheitsbilder sich ungünstig aufeinander ausgewirkt hätten, sei es zu einer Reduktion der Ar-
beitsfähigkeit gekommen, die derzeit nur unter geschützten Bedingungen möglich sei und etwa 
50% betrage. Da der Explorand sich bei der aktuellen Exploration nüchtern gezeigt habe und 
keine Entzugserscheinungen vorgelegen hätten, sei davon auszugehen, dass es ihm möglich sei, 
diese Arbeitsfähigkeit unter geschützten Bedingungen auch unter laufendem Alkoholkonsum auf-
zubauen. Eine höhere Arbeitsfähigkeit sei unter Berücksichtigung des Verlaufs mit fortschreiten-
der psychischer Erkrankung und nach acht Jahren ohne Tätigkeit nicht erreichbar. Eine vollstän-
dige Abstinenz sei nach medizinischen Kriterien nicht realistisch erreichbar und würde aktuell 
eher zu einer Exazerbation der dahinterliegenden Störungen führen, wenngleich eine Abstinenz 
weiterhin ein therapeutisches Ziel im Verlauf sein sollte. Der Aufbau einer Arbeitsfähigkeit unter 
geschützten Bedingungen würde auch eine stützende, zustandsstabilisierende und tagesstruktu-
rierende Rolle spielen. Der genaue Verlauf der Arbeitsfähigkeit zwischen 2018 und heute könne 
retrospektiv nicht eingeschätzt werden.  
 
6.2.2 Im neuropsychologischen Fachbericht vom 30. Juni 2020 wird zur diagnostizierten leich-
ten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung sowie zum Verdacht auf eine ADHS mit 
Beginn in der Kindheit und Jugend (ICD-10 F98.80) im Wesentlichen festgehalten, dass das neu-
ropsychologische Profil eine Verlangsamung der psychomotorischen Verarbeitungsgeschwindig-
keit, eine beeinträchtigte Enkodierung des verbalen episodischen Gedächtnisses und eine 

 
 
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schwere Leistungsminderung des abstrakten Denkvermögens bei einer fortgeschrittenen vermin-
derten Belastbarkeit objektiviere. Aufgrund der Verhaltensbeobachtung und der Testbefunde 
seien die kognitiven Minderleistungen als leichte bis mittelgradige Störung v.a. der Dauerauf-
merksamkeit zu werten. Eigen- und aktenanamnestisch seien persistierende Aufmerksamkeits-
störungen dokumentiert und durch die neuropsychologische und störungsspezifische Diagnostik 
verifiziert. Auch das psychopathologische Bild enthalte in Übereinstimmung mit den psychomet-
rischen Befunden charakteristische Merkmale für eine ADHS. Weniger eindeutig blieben jedoch 
die anamnestischen Angaben zum Beginn der Symptomatik. Hinweise für sensorische, motori-
sche oder sprachliche Defizite würden ebenfalls nicht vorliegen. Klar sei, dass eine mit einer 
ADHS in Übereinstimmung zu bringende Symptomatik im Zuge der Teenagerentwicklung des 
Exploranden exazerbiert und in einen schulischen Leistungseinbruch gemündet sei. Zeitgleich 
sei es aktenanamnestisch zur Entwicklung einer affektiven Psychopathologie gekommen. Der 
Verlauf des Beschwerdebildes entlang der Entwicklungstrajektorie sei differentialdiagnostisch 
aufgrund der multiplen ätiopathogenetisch relevanten Faktoren (Polytoxikomanie, psychotische, 
affektive Störung) gleichermassen nur schwer fassbar.  
 
6.3 Nach sorgfältiger Würdigung des Gutachtens ist der Instruktionsrichter zur Auffassung 
gelangt, dass eine Beurteilung der Angelegenheit auf dieser Grundlage nicht möglich sei, weil 
hinsichtlich der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit vereinzelte Unklarheiten im Raum 
stünden, deren Klärung zur Erfüllung der bundesgerichtlichen Kriterien für ein schlüssiges Ge-
richtsgutachten angezeigt sei. Am 11. November 2020 ist die asim daher um Auflösung dieser 
Ungereimtheiten gebeten worden. Dabei ist sie seitens des Gerichts namentlich auf folgende As-
pekte hingewiesen worden: Auf Seite 19 des Gutachtens sei hinsichtlich der von Dr. B.____ at-
testierten vollschichtigen Arbeitsfähigkeit ausgeführt worden, dass der Allgemein- sowie der psy-
chische Zustand bei der Begutachtung im Jahr 2018 deutlich besser gewesen seien als bei der 
aktuellen Begutachtung. Es sei davon auszugehen, dass sich der aktuelle Zustand gegenüber 
2018 deutlich verschlechtert habe, sodass die Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 100% zum 
Gutachtenszeitpunkt im Sinne einer Querschnittsbeurteilung nachvollziehbar erscheine. Im Wi-
derspruch zu diesen Ausführungen werde indessen im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit auf Seite 21 des Gutachtens hinsichtlich der angestammten Tätigkeit ausgeführt, dass diese 
spätestens seit 2015 aufgehoben gewesen sei. Gleichzeitig werde in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit seit 2015 unverändert eine Arbeitsunfähigkeit von circa 50% attestiert, welche lediglich 
für die Zeit der stationären Aufenthalte aufgehoben gewesen sei. Ferner teilte der Instruktions-
richter die Auffassung der Beschwerdegegnerin, wonach sich dem Gutachten nicht entnehmen 
lasse, ob eine Konsensbeurteilung stattgefunden habe, nachdem auch aus neuropsychologischer 
Sicht eine verminderte Arbeitsleistung festgestellt worden ist. Unklar erschien schliesslich, inwie-
fern der lediglich als Verdachtsdiagnose aufgeführten ADHS tatsächlich eine Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit zukommt oder nicht. Mit Schreiben vom 12. Januar 2021 hat die begutachtende 
Psychiaterin, Dr. med. E.____, FMH Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie, zu den auf-
gezeigten Widersprüchen und Unklarheiten Stellung genommen. Dabei hat sie zunächst darauf 
hingewiesen, dass die Konsensbesprechung Neuropsychologie/Psychiatrie am 29. Juni 2020 
stattgefunden habe. Ferner sei es im vorliegenden Fall nicht von Bedeutung, ob die Verdachtsdi-
agnose einer Aufmerksamkeitsstörung isoliert eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe oder 

 
 
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nicht. Vielmehr sollte das komorbide psychiatrische Gesamtbild gewürdigt werden. Die neuropsy-
chologisch nachweisbare Leistungsminderung des Arbeitsgedächtnisses führe zu einer Reduk-
tion der Daueraufmerksamkeit. Dieser valide Befund habe Relevanz in Bezug die Arbeitsfähig-
keit. Seine Ätiologie könne bei diagnostizierten psychischen Störungen einen multifaktoriellen 
Charakter haben, was seine Bedeutung nicht mindere. Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit bekräf-
tigte Dr. E.____, dass dieser insgesamt stark schwankend sei. Der stabile psychische Zustand 
des Exploranden habe bei der Begutachtung durch Dr. B.____ zu einer optimistischen Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit geführt. Es sei jedoch anzumerken, dass es sich hierbei um einen Quer-
schnittsbefund am Untersuchungstag gehandelt habe, der bei einer kurzen Exploration (70 Min.) 
erhoben worden sei. Der Gesamtverlauf im Längsschnitt sei im Gutachten von Dr. B.____ nicht 
ausreichend gewürdigt und keine neuropsychologische Testung durchgeführt worden. Bei der 
aktuellen Begutachtung (3 Stunden psychiatrische Exploration, 3,5 Stunden neuropsychologi-
sche Untersuchung) sei der Rahmen für eine ausführliche Anamneseerhebung gegeben gewe-
sen. Die mehrschichtige Problematik sei deutlich zum Vorschein gekommen. Bei der neuropsy-
chologischen Testung seien Defizite deutlich geworden, die im Rahmen einer rein psychiatri-
schen Exploration nicht erfassbar gewesen seien. Es sei davon auszugehen, dass die Arbeitsfä-
higkeit im angestammten Beruf seit 2015 aufgehoben sei. In einer angepassten Tätigkeit liege 
sie seit 2015 grob geschätzt bei etwa 50%. Der Verlauf der komorbiden psychischen Störungen 
und somit auch der Arbeitsfähigkeit sei jedoch stark schwankend gewesen. Zu den Zeiten der 
stationären Aufenthalte sei die Arbeitsfähigkeit vollständig aufgehoben gewesen. Es könne nicht 
ausgeschlossen werden, dass am Tag der Begutachtung bei Dr. B.____ eine Arbeitsfähigkeit von 
100% in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe. Aufgrund der beschriebenen Faktoren 
(kurze Explorationsdauer, keine neuropsychologische Testung) sei jedoch nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen. Die Einschätzung von Dr. B.____ sei aus heutiger 
Sicht nicht belastbar.  
 
6.4 Das zitierte Gerichtsgutachten der asim vom 10. August 2020 erfüllt mit dessen Ergän-
zung vom 12. Januar 2021 alle rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein beweiskräftiges 
Gerichtsgutachten. Nachdem sich die begutachtende Psychiaterin im Rahmen ihrer Stellung-
nahme vom 12. Januar 2021 nunmehr eingehend zu den aufgezeigten Ungereimtheiten geäus-
sert hat, weist die gerichtliche Begutachtung weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – 
wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfas-
send. Die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen 
Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben den Versicher-
ten persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf seine 
Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden 
medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen in überzeu-
gender Weise. Insgesamt sind die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im Gutachten bzw. 
namentlich die daraus resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leistungs-
fähigkeit durch die ergänzenden Ausführungen vom 12. Januar 2021 umfassend und plausibel 
begründet worden, und es ergibt sich ein lückenloses Bild der Gesundheitsschädigung und der 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. 
 

 
 
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6.5 Die begutachtenden Fachpersonen vermögen in ihrem Gutachten bzw. im hierzu ergan-
genen neuropsychologischen Fachbericht namentlich schlüssig zu begründen, dass die Diagno-
sekriterien einer ADHS aufgrund des unklar gebliebenen zeitlichen Kriteriums (Beginn der Stö-
rung) zwar nicht als vollständig erfüllt betrachtet werden könnten, sich aber eine Symptomatik 
vereinbar mit einer ADHS seit der Jugend verfolgen lasse (vgl. ausführlich Gutachten, S. 16 und 
neuropsychologische Abklärung, S. 11 ff.). Dabei ist daran zu erinnern, dass für die Belange der 
Invalidenversicherung nicht die Diagnose, sondern insbesondere die sozial-praktische Auswir-
kung der Erkrankung, mithin die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, massgebend ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 23. April 2019, 9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. September 2017, 
8C_820/2016, E. 5.4). In ihrer Stellungnahme vom 12. Januar 2021 bekräftigt die begutachtende 
Psychiaterin in diesem Sinne, dass nicht von Relevanz sei, ob die Verdachtsdiagnose ADHS 
isoliert betrachtet Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitige. Die invalidisierende Wirkung des 
erhobenen Beschwerdebilds lasse sich aber durch einen validen Befund, nämlich durch die neu-
ropsychologisch nachweisbare Leistungsminderung des Arbeitsgedächtnisses, welche zu einer 
Reduktion der Daueraufmerksamkeit führe, begründen. Die Tatsache, dass die Ätiologie des Be-
funds angesichts der diagnostizierten psychischen Störung multifaktoriell bedingt sein könne, 
würde seine Bedeutung nicht mindern. Unter diesen Umständen läuft aber der auf der RAD-
Beurteilung vom 3. Februar 2021 gründende Einwand der Beschwerdegegnerin ins Leere, wo-
nach die Gutachterin in ihrer Stellungnahme nicht darauf eingegangen sei, worauf sich die Ver-
dachtsdiagnose einer ADHS stütze, zumal diese Frage durch das gerichtliche Gutachten bereits 
abschliessend beantwortet wurde und auch nicht Gegenstand der nachträglich aufzulösenden 
Ungereimtheiten gebildet hat. Die Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit hat die Gutachterin nun da-
hingehend bekräftigt, dass die Arbeitsfähigkeit seit 2015 in der angestammten Tätigkeit aufgeho-
ben sei und seit demselben Zeitpunkt in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 
50% bestehe. Zwar trifft es zu, wie die Beschwerdegegnerin einwendet, dass in der Stellung-
nahme vom 12. Januar 2021 nicht mehr auf die Art der noch zu verrichtenden Tätigkeit Bezug 
genommen wird. Ferner gilt es hinsichtlich der im Gutachten im Rahmen der leidensangepassten 
Tätigkeit in Klammern angeführten Beispiele ("vom Profil her einem geschützten Arbeitsplatz oder 
einem Nischenarbeitsplatz entsprechend") anzumerken, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
rechtsprechungsgemäss (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2020, 
8C_433/2020, E. 7.2) auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst. Die beiden Begriffe kön-
nen daher nicht deckungsgleich verwendet werden. Aufgrund der umfassenden Ausführungen 
zur Arbeitsfähigkeit im Gerichtsgutachten kann indessen, ungeachtet der verwendeten Formulie-
rung, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden, dass die attestierte Ar-
beitsfähigkeit von 50% nur noch in einem geschützten Rahmen verwertbar ist (vgl. Gutachten, S. 
21). Es lassen sich in Bezug auf diese Frage keine Ungereimtheiten verzeichnen, die durch die 
ergänzende Beurteilung hätten aufgelöst werden müssen. Unter Hervorhebung der Mängel im 
Gutachten von Dr. B.____ (kurze Explorationsdauer, fehlende Würdigung des Gesamtverlaufs im 
Längsschnitt sowie fehlende neuropsychologische Testung) wird sodann überzeugend unter-
mauert, dass die Beurteilung von Dr. B.____ auch retrospektiv keine Validität beanspruchen 
könne. Dabei legt die Gutachterin ebenso überzeugend dar, dass die mehrschichtige Problematik 
erst anlässlich der aktuellen Exploration, welche den Rahmen für eine ausführliche Anamneseer-
hebung gebildet habe, zum Vorschein gekommen sei, und die neuropsychologische Testung De-
fizite aufgezeigt habe, die bei einer rein psychiatrischen Exploration nicht erfassbar gewesen 

 
 
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seien. Gleichzeitig wird die Vernachlässigung dieser Faktoren sowie der (retrospektiv) schwan-
kende Verlauf der komorbiden psychischen Störungen widerspruchsfrei als mögliche Erklärung 
für die Einschätzung durch Dr. B.____ am Begutachtungstag (Querschnittsbeurteilung) ange-
führt. 
 
6.6 Bei dieser Aktenlage vermögen auch die weiteren in der Stellungnahme des RAD vom 
3. Februar 2021 geäusserten Einwände nicht zu überzeugen. Soweit der RAD-Arzt Dr. F.____ 
die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit allein mit Verweis auf die saisonale Rhythmik der 
depressiven Phasen in Frage stellt, kann zunächst vollumfänglich auf das unter Erwägung 6.2.1 
und 6.2.2 hiervor zitierte Gutachten sowie die hierzu ergangene neuropsychologische Abklärung 
verwiesen werden. Ungeachtet der Tatsache, dass den gutachterlichen Ausführungen zufolge 
die Suchtproblematik im Vordergrund des psychiatrischen Krankheitsbildes steht (vgl. Gutachten, 
S. 17 und E. 6.2.1 hiervor), verbietet sich eine isolierte Betrachtungsweise gerade deshalb, weil 
vor allem das Zusammenwirken mit den weiteren (psychiatrischen) Diagnosen die Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit von 50% nur im geschützten Rahmen zulässt, zumal die einzelnen Stö-
rungsbilder stark überlappen. Soweit die Beschwerdegegnerin schliesslich eine am 29. Juni 2020 
durchgeführte Konsensbesprechung mit dem Hinweis in Frage stellt, dass das neuropsychologi-
sche Gutachten erst vom 30. Juni 2020 datiere, ist sie zunächst darauf hinzuweisen, dass es sich 
vorliegend nicht um ein polydisziplinäres, sondern um ein monodisziplinäres Gutachten mit ent-
sprechendem Fachbericht handelt. Alsdann ist nicht einsehbar, weshalb eine Konsensbespre-
chung zwingend nach der schriftlichen Erstellung der Gutachten zu erfolgen hat. Jedenfalls ist 
nicht ersichtlich, inwiefern dieser Einwand die ausschlaggebende Beweiskraft des gerichtlichen 
Gutachtens sowie dessen Ergänzung in Frage zu stellen vermöchte.  
 
7. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei einem Gerichtsgutach-
ten nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren 
Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-
stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im vorliegen-
den Fall keine vor, weshalb kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten Gerichtsgut-
achtens und dessen Ergänzung abzuweichen. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und 
der Arbeitsfähigkeit des Versicherten kann demnach auf das überzeugende Gutachten der asim 
vom 10. August 2020 einschliesslich der Ergänzung vom 12. Januar 2021 abgestellt werden, in 
welchem die begutachtenden Fachpersonen zum nachvollziehbaren Ergebnis gelangt sind, dass 
eine Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit nur noch im geschützten Rahmen möglich ist.  
 
8.1 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 6.4 und 6.5 hiervor), ist davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer seit 2015 vollumfänglich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, wobei diese 
Beurteilung der (echtzeitlichen) medizinischen Aktenlage folgend und in Übereinstimmung mit 
der Verlaufsbeurteilung im Gerichtsgutachten erst ab dem Zeitpunkt der Hospitalisation in der 
Psychiatrie D.____ ab Oktober 2015 Geltung beanspruchen kann. Weil ein allfälliger Rentenan-
spruch erst entsteht, nachdem der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch durchschnittlich mindestens im Umfang von 40% arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG), kommt der frühestmögliche Rentenbeginn vorliegend daher auf den 1. Oktober 2016 
zu liegen. 

 
 
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8.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 19. März 2019 von einer feh-
lenden Invalidität ausgegangen war, hat sie auf Abklärungen in erwerblicher Hinsicht mit entspre-
chender Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet. Nach dem Gesagten liegt indes-
sen mit Blick auf die aktuell massgebende Sachlage auf dem freien Arbeitsmarkt keine verwert-
bare Arbeitsfähigkeit des Versicherten mehr vor, womit eine detaillierte Auseinandersetzung hin-
sichtlich der für die Bemessung eines Rentenanspruchs massgebenden Vergleichseinkommen 
unterbleiben kann. Weil der Versicherte letztlich kein Einkommen mehr zu erzielen in der Lage 
ist, resultiert ein Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Oktober 2016.  
 
9. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle vom 19. März 2019 ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.  
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die 
Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-sind somit der IV-
Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer erhält seinen bereits geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnah-
men an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung 
der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen MEDAS-
Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Vorliegend war das Kan-
tonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 25. Juli 2019 zum Ergebnis gelangt, dass ein 
Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es kann in die-
ser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts vom 25. Juli 
2019 verwiesen werden. In Anbetracht der dort erwogenen Umstände war die gerichtliche Begut-
achtung durch die asim nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Es tritt hinzu, dass das Ge-
richtsgutachten und dessen Ergänzung vom 12. Januar 2021 nunmehr zweifellos die Grundlage 

 
 
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für die dem Beschwerdeführer zuzusprechende Invalidenrente bildet. Im Lichte der geschilderten 
Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung 
vom 26. August 2020 insgesamt auf Fr. 8'426.80.-- belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin 
aufzuerlegen.  
 
10.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach-
dem die Beschwerde gutzuheissen ist, hat die IV-Stelle dem Versicherten eine Parteientschädi-
gung auszurichten. Den Honorarnoten vom 13. Juni 2019 und 8. März 2021 zufolge beläuft sich 
der geltend gemachte Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren auf insgesamt 11 Stun-
den und 50 Minuten, was sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als 
angemessen erweist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen im 
Umfang von insgesamt Fr. 324.10. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 3'535.05 (11 Stunden und 50 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Spesen 
und Auslagen von Fr. 324.10 sowie 7.7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 19. März 2019 wird aufgehoben und es 
wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2016 An-
spruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 8'426.80 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt.  

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'535.05 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen