# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72e181d4-288c-5634-94e9-d9c3cb8addd3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2025 D-1899/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1899-2025_2025-04-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1899/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiber Nikola Nastovski. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substutiert durch Monica Snipes Escalada,  

AsyLex, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 13. März 2025. 

 

 

 

D-1899/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer reiste am 4. Oktober 2024 in die Schweiz ein. 

Im Rahmen der Grenzkontrolle wurde unter anderem sein griechischer Rei-

sepass für Flüchtlinge sichergestellt (vgl. SEM-Akten 13/43, S. 4 und 26/2). 

Gleichentags ersuchte er um Asyl in der Schweiz. 

A.b Ein am 8. Oktober 2024 durchgeführter Abgleich mit der europäischen 

Fingerabdruckdatenbank EURODAC ergab, dass der Beschwerdeführer 

bereits am 14. Mai 2024 in Griechenland um Asyl ersucht hatte und ihm 

am 29. Mai 2024 internationaler Schutz gewährt wurde.  

A.c Am 9. Oktober 2024 fand die Personalienaufnahme (PA) statt.  

A.d Am 14. Oktober 2024 ersuchte das SEM die griechischen Behörden 

gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rats vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfah-

ren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaats-

angehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Abkom-

men zwischen der Schweiz und der Hellenischen Republik über die Rück-

übernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 

(SR 0.142.113.729) um die Rückübernahme des Beschwerdeführers. Die 

griechischen Behörden hiessen das Gesuch am 18. Oktober 2024 gut. 

A.e Am 10. März 2025 stellte das SEM der Rechtsvertretung des Be-

schwerdeführers den Entscheidentwurf zur Stellungnahme zu. Am 

12. März 2025 übermittelte diese der Vorinstanz ihre Stellungnahme.  

B.  

B.a Mit Verfügung vom 13. März 2025 – eröffnet am 14. März 2025 – trat 

das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der 

Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der 

Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansonsten er in Haft genommen 

und unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt werden könne. Weiter 

wurde der Kanton Thurgau mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt 

und dem Beschwerdeführer wurden die editionspflichtigen Akten gemäss 

Aktenverzeichnis ausgehändigt. 

B.b Am 14. März 2025 legte die zugewiesene Rechtsvertretung ihr Mandat 

nieder. 

D-1899/2025 

Seite 3 

C.  

Mit Eingabe vom 20. März 2025 erhob der Beschwerdeführer mittels seiner 

am 18. März 2025 neu mandatierten Rechtsvertretung beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz 

sei aufzuheben und sie sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. 

Eventualiter sei dem Beschwerdeführer die vorläufige Aufnahme zu ge-

währen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Subsubeventualiter seien spezifische Garan-

tien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte Un-

terbringung und medizinische Versorgung bei Rückkehr sicherzustellen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um aufschiebende Wirkung 

und um die superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs. 

Ferner sei der zuständige Kanton über die Aussetzung der Wegweisung 

bis zum Entscheid über die vorliegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen. 

Zudem beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

– unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen (vgl. E. 1.3 hiernach) – 

einzutreten. 

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Seite 4 

1.3 Auf die Anträge um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Be-

schwerde und Aussetzung des Wegweisungsvollzugs ist nicht einzutreten, 

da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu-

kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 42 AsylG), und diese von der Vo-

rinstanz nicht entzogen wurde.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde und das 

Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung fest, der Beschwerde-

führer sei in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden und Griechen-

land habe sich bereit erklärt, ihn zurückzunehmen.  

4.2 Zu den geltend gemachten Problemen in Griechenland hält das SEM 

mit Verweis auf das Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 fest, dass der Beschwer-

deführer nicht in die Kategorie äusserst vulnerabler Personen falle (vgl. 

Verfügung des SEM, S. 4 ff. und 12). Der Wegweisungsvollzug von Perso-

nen mit einem Schutzstatus in Griechenland sei zulässig und zumutbar. 

Auch wenn die Lebensbedingungen anerkanntermassen nicht einfach 

seien, könne er sich auf die Garantien der Richtlinie 2011/95/EU des euro-

päischen Parlaments und des Rats vom 13. Dezember 2011 über Normen 

für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als 

Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen 

Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz 

und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (sogenannte Qualifikati-

onsrichtlinie) berufen. Er weise einen hohen Grad an Selbständigkeit auf 

und es sei ihm zuzumuten, sich bei Unterstützungsbedarf an die griechi-

schen Behörden zu wenden oder eine griechische Steuer- und Sozialver-

sicherungsnummer (sogenannte AFM- und AMKA-Nummer) zu beantra-

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Seite 5 

gen. Ausserdem sei der Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung 

Griechenlands in Notfällen auch unabhängig vom jeweiligen rechtlichen 

Status gewährleistet, sogar bei Fehlen einer AMKA-Nummer. Zudem ver-

wies die Vorinstanz auf die kostenlose Beratung des Citizen-Service-Cen-

ter («KEP»), das über zahlreiche Filialen in Griechenland verfüge, sowie 

das sogenannte HELIOS-Programm (Hellenic Integration Support for Be-

neficiaries of International Protection; vgl. Verfügung des SEM, S. 7 ff.).  

Ferner kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer 

keine ernsthaften Bemühungen unternommen habe, sich in Griechenland 

eine Existenz aufzubauen.  

4.3 Weiter hielt das SEM fest, dass es den medizinischen Sachverhalt im 

vorliegenden Fall als ausreichend erstellt erachte, um die Zulässigkeit und 

Zumutbarkeit einer Wegweisung nach Griechenland beurteilen zu können. 

Die vorgebrachten und diagnostizierten körperlichen sowie psychischen 

Beschwerden des Beschwerdeführers seien nicht derart gravierend, um ei-

nem Wegweisungsvollzug nach Griechenland entgegenzustehen. Die gel-

tend gemachten psychischen Beschwerden hätten durch die Abgabe von 

pflanzlichen Mitteln behandelt werden können. Die (…) Probleme seien 

nach fachärztlicher Untersuchung unauffällig und wohl in muskulo-

skelettaler Genese begründet. Sein (…) und seine (…) seien abschlies-

send behandelt worden. Die wiederkehrenden Kopfschmerzen und übrigen 

körperlichen beziehungsweise psychischen Beschwerden würden auch in 

Griechenland behandelt werden können.  

In der Folge gehe das SEM nicht davon aus, dass bekundeten Sorgen des 

Beschwerdeführers eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen wür-

den, welche die hohe Schwelle einer Verletzung des Art. 3 der Konvention 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) 

überschreiten würden. Vorliegend könne eine medizinische Notlage aus-

geschlossen werden. 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer führt in der Beschwerde zunächst aus, er sei bei 

seiner Ankunft auf B._______ von den Behörden misshandelt und drei 

Tage lang inhaftiert worden. Danach sei er in ein Lager gekommen, erken-

nungsdienstlich erfasst und verhört worden. Drei Monate später habe er 

subsidiären Schutz erhalten, man habe ihn jedoch ohne weitere Unterstüt-

zung aus dem Lager entlassen. Er habe in C._______ als Obdachloser 

gelebt und unter den gesundheitlichen Folgen der ihm widerfahrenen 

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Seite 6 

Polizeigewalt gelitten, er habe sich jedoch aus finanziellen Gründen keine 

medizinische Hilfe leisten können. Zusätzlich sei er von einer Schlepper-

gruppe bedroht worden, weshalb er sich nicht an die Behörden habe wen-

den können. Aus Angst sei er schliesslich nach D._______ und später wei-

ter nach Norden geflohen. 

5.2 In der Folge verweist der Beschwerdeführer auf den jüngsten AIDA-

Länderbericht, wonach sich Personen mit Schutzstatus in Griechenland in 

unmenschlichen Lebensbedingungen wiederfinden würden. Sie hätten 

Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt über eine längere Zeit selbständig 

zu verdienen, und aufgrund fehlender staatlicher und sonstiger Hilfe be-

stehe die ernste Gefahr, dass sie in eine extreme materielle Notlage gerie-

ten und insbesondere nicht in der Lage sein würden, sich eine angemes-

sene Unterkunft zu leisten oder irgendeine Form der Aufnahme zu erhal-

ten. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in sei-

nem Urteil A.R. und andere gegen Griechenland vom 18. April 2024 

(Nr. 59841/19 und zwei andere), festgestellt, dass die Lebensbedingungen 

für Asylbewerber in den griechischen Aufnahme- und Identifizierungszen-

tren mit Art. 3 EMRK unvereinbar seien (vgl. Beschwerdeschrift, S. 5 

m.w.H. und S. 8 f.).  

5.3 Der Beschwerdeführer sei in Griechenland unmenschlicher und ernied-

rigender Behandlung ausgesetzt gewesen. Er sei obdachlos gewesen, 

habe nicht genug Nahrung und keinen Zugang zu medizinischer Versor-

gung gehabt. Aufgrund der Verfolgung durch eine Gruppe sei er ständig in 

Lebensgefahr gewesen. Aus diesen Gründen liege eine Verletzung von 

Art. 3 EMRK sowie Art. 3 FoK (Übereinkommen vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe [SR 0.105]) vor. 

5.4 Überdies macht der Beschwerdeführer geltend, er habe in der Schweiz 

noch keine umfassende medizinische Abklärung erhalten, obwohl er unter 

starken (…) leide. Darüber hinaus habe es die Vorinstanz unterlassen, 

seine konkrete Situation vor Ort in Griechenland rechtsgenüglich zu analy-

sieren und seine diesbezüglichen Aussagen zu würdigen. Ein allgemeiner 

Verweis auf die Qualifikation Griechenlands als «sicherer Drittstaat» sei 

nicht ausreichend. 

6.  

6.1 In der Beschwerdeschrift wird vorgebracht, die Vorinstanz habe gegen 

den Untersuchungsgrundsatz verstossen, indem es den medizinischen 

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Seite 7 

Sachverhalt nicht genügend abgeklärt habe. Zunächst ist auf diese for-

melle Rüge einzugehen, da diese allenfalls zu einer Kassation der vo-

rinstanzlichen Verfügung führen kann. 

6.2 Im Verwaltungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 ff. 

VwVG). Die Behörden sorgen – unter Vorbehalt der Mitwirkungspflichten 

der Parteien – für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts (vgl. BGE 140 I 285 E. 6.3.1). Die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts kann nach 

Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden. Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststel-

lung beispielsweise dann, wenn der Verfügung ein aktenwidriger oder nicht 

weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. Unvollständig ist die 

Sachverhaltsfeststellung dann, wenn die Behörde trotz der geltenden Un-

tersuchungsmaxime den Sachverhalt nicht von Amtes wegen rechtsgenüg-

lich abgeklärt oder nicht alle für den Entscheid wesentlichen Sachum-

stände berücksichtigt hat (vgl. SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 

[VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 49 N 29). 

6.3 Der Beschwerdeführer wurde am persönlichen Gespräch vom 20. De-

zember 2024 ausdrücklich zu seiner gesundheitlichen Verfassung befragt. 

Überdies enthalten die Akten diverse Arztberichte und sonstige medizini-

sche Unterlagen, die ein detailliertes und differenziertes Bild des Gesund-

heitszustandes des Beschwerdeführers erlauben (vgl. SEM-Akten 27/6 

F 36 ff. sowie 19/2 bis 38/2). Gestützt auf diese Aktenlage bestand für die 

Vorinstanz offensichtlich kein Anlass, den Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers vertiefter abklären zu lassen. In der angefochtenen Ver-

fügung nahm die Vorinstanz sodann umfassend Bezug zum medizinischen 

Sachverhalt (vgl. Verfügung des SEM, S. 6 ff.). Die formelle Rüge des Be-

schwerdeführers schlägt somit fehl und das Eventualbegehren, die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Ziff. 4 der 

Rechtsbegehren), ist abzuweisen. 

7.  

7.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der Re-

gel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, 

in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. 

7.2 Der Bundesrat bezeichnet Staaten, in denen nach seinen Feststellun-

gen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 

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Seite 8 

besteht, als sichere Drittstaaten (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Mit Be-

schluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007 wurden sämtliche Länder 

der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassozia-

tion (EFTA) als sichere Drittstaaten bezeichnet. 

7.3 Bei Griechenland – einem Mitgliedstaat der EU – handelt es sich um 

einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG. Sodann 

geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer sich zuvor dort auf-

gehalten hat und von diesem Staat am 29. Mai 2024 als Flüchtling aner-

kannt wurde. Er verfügt über eine gültige Aufenthaltsbewilligung und die 

griechischen Behörden haben seiner Rückübernahme am 18. Oktober 

2024 explizit zugestimmt. Er kann folglich nach Griechenland zurückkeh-

ren und das SEM ist grundsätzlich zu Recht in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten. 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Auslän-

der und über die Integration vom 16. Dezember 2005 [AIG; SR 142.20]).  

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur 

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Seite 9 

Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK; SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 FoK und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf 

niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder 

Behandlung unterworfen werden.  

9.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat – wie das SEM zutreffend festhält 

– mit Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 festgestellt, dass der Voll-

zug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort einen 

Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig ist (vgl. a.a.O. E. 11.2 

und 11.4). Namentlich wurde erwogen, dass nicht von einer Situation aus-

zugehen sei, in der jeder Person mit Schutzstatus in Griechenland eine 

unangemessene und erniedrigende Behandlung im Sinne einer Verletzung 

von Art. 3 EMRK drohen würde. Die Ausführungen in der Beschwerde so-

wie die vom Beschwerdeführer angeführten Quellen ändern nichts an die-

ser bundesverwaltungsgerichtlichen Einschätzung, zumal die schwierigen 

Lebensbedingungen von Schutzberechtigten in Griechenland bereits be-

kannt waren und diesen Umständen im Rahmen der Beurteilung im Refe-

renzurteil Rechnung getragen wurde. An der Einschätzung des Gerichts 

vermag auch der in der Beschwerde erwähnte Entscheid des EGMR vom 

18. April 2024 nichts zu ändern, zumal es in jenem Entscheid um die Le-

bensbedingungen und medizinische Hilfe in den Aufnahme- und Identifika-

tionszentren für Asylsuchende ging; und nicht um Bedingungen von Perso-

nen, die – wie der Beschwerdeführer – internationalen Schutz erhalten ha-

ben. Überdies handelte es sich dort um Einzelfälle, in denen konkrete Ver-

letzungen erkannt worden sind. Daraus den Schluss zu ziehen, Asylsu-

chende und Schutzberechtigte seien in Griechenland generell einer unzu-

lässigen Behandlung ausgesetzt, verfängt nicht.  

9.2.3 Vorliegend sind keine individuellen Gründe zu erkennen, welche die 

Vermutung der Zulässigkeit umzustossen vermögen, zumal dem Be-

schwerdeführer in Griechenland Schutz gewährt wurde und er dort bis an-

hin keinen menschenunwürdigen Lebensbedingungen ausgesetzt war. 

Aus den Akten gehen sodann keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

des Beschwerdeführers hervor, die derart schwerwiegend sind, dass bei 

einer Überstellung nach Griechenland eine ernsthafte, rapide und irrever-

sible Verschlechterung seiner Lage, verbunden mit übermässigem Leiden 

oder einer bedeutenden Verkürzung der Lebenserwartung, zu erwarten 

wäre, wie sie zur Annahme der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs 

D-1899/2025 

Seite 10 

aus medizinischen Gründen gefordert wird. Für den Fall, dass sich behand-

lungsbedürftige Beschwerden beim Beschwerdeführer manifestieren soll-

ten, geht das Gericht davon aus, dass zumindest die notwendige medizini-

sche Versorgung in Griechenland gewährleistet sein wird. Auch unter Be-

rücksichtigung der Schwächen des griechischen Aufnahmesystems ver-

mag allein die blosse Möglichkeit, in nicht absehbarer Zeit aus nicht vo-

raussehbaren Gründen in eine missliche Lebenssituation zu geraten, die 

hohe Schwelle zum «real risk» nicht zu erreichen. 

9.2.4 Diesen Erwägungen zufolge erweist sich der Vollzug der Wegwei-

sung als zulässig.  

9.3  

9.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass 

eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist 

(vgl. a.a.O. E. 11.3). Die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs 

der Wegweisung gilt im Hinblick auf Griechenland grundsätzlich auch für 

vulnerable Personen, wie zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen 

Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen 

sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1). 

9.3.2 Es obliegt der betroffenen Person, diese Vermutung umzustossen. 

Dazu hat sie ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie im Fall 

einer Rückkehr nach Griechenland dort aufgrund von individuellen Um-

ständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existen-

zielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). 

9.3.3 Der Beschwerdeführer vermag die oben umschriebene Legalvermu-

tung nicht umzustossen und konkrete Anhaltspunkte dafür glaubhaft zu 

machen, dass er im Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine 

existenzielle Notlage geraten würde. Auch wenn die Situation für aner-

kannte Flüchtlinge in Griechenland schwierig ist, wird es dem Beschwer-

deführer bei der Rückkehr möglich sein, sich für eine Unterkunft und Sozi-

alleistungen an die entsprechenden Stellen zu wenden und im Bedarfsfall 

seine Rechte einzufordern sowie nötigenfalls die unentgeltliche Hilfe der 

zahlreich vorhandenen Nichtregierungsorganisationen zu beanspruchen, 

zumal er diesbezüglich nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben 

scheint (vgl. SEM-Akte 27/6, F 20 ff.). Dies gilt auch in Anbetracht der mar-

ginalen Ausbildung sowie mangelhaften Sprachkenntnisse, besonders da 

es ihm offenbar möglich gewesen sei, zwischen EUR 800.– und 1'000.– für 

die Reise von Griechenland zu organisieren (vgl. ebenda, F 6).  

D-1899/2025 

Seite 11 

Das Gericht verkennt nicht, dass das griechische Asylsystem Schwachstel-

len aufweist, alleine damit ist die Legalvermutung aber nicht umgestossen. 

Auch ist festzuhalten, dass die Nichtregierungsorganisationen in Griechen-

land von verschiedenen Akteuren (wie etwa der Europäischen Union) ge-

rade finanziert werden, um staatliche Angebote zu ergänzen (vgl. Refe-

renzurteil a.a.O. E. 9).  

9.3.4 Weiter ist – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – festzustellen, 

dass Griechenland sowohl als schutzwillig als auch -fähig gilt und der Be-

schwerdeführer sich im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verfol-

gung durch die Gruppe Schlepper an die griechischen Behörden wenden 

kann (vgl. statt vieler das Urteil des BVGer E-2423/2024 vom 10. Mai 2024 

E. 9.2).  

9.3.5 Schliesslich steht auch der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-

rers einer Überstellung nach Griechenland nicht entgegen. Er macht zwar 

in seiner Beschwerdeschrift geltend, dass er aufgrund seiner Gesundheits-

probleme als spezifisch vulnerabel einzustufen sei (vgl. Beschwerdeschrift, 

S. 12). Indessen beschränkt sich diese Behauptung – soweit ersichtlich – 

auf Kopf- sowie unerträglichen Magenschmerzen. Trotz umfangreicher me-

dizinischer Abklärungen (vgl. hiervor, E. 6.3), konnten aber keine Be-

schwerden erkannt werden, die den Beschwerdeführer als äusserst vul-

nerable Person im Sinne des erwähnten Referenzurteils erscheinen lies-

sen. Bei solchen handelt es sich um Schwerkranke, bei denen der Vollzug 

der Wegweisung nur bei Vorliegen besonders günstiger Umstände zumut-

bar ist. Eine allfällig notwendige medizinische Behandlung stünde ihm 

grundsätzlich auch in Griechenland zur Verfügung. 

9.3.6 Das SEM hat in der angefochtenen Verfügung die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs mit zutreffender Begründung bejaht. Um Wiederho-

lungen zu vermeiden, ist auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfü-

gung zu verweisen (vgl. Verfügung des SEM, S. 5 ff.). 

9.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als möglich, 

zumal die griechischen Behörden am 18. Oktober 2024 der Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers explizit zugestimmt haben und er über eine 

bis zum 28. Mai 2027 gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt.  

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 

D-1899/2025 

Seite 12 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG) und – 

soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist 

abzuweisen.  

11.  

11.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

das sinngemässe Gesuch um Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbei-

ständung sind abzuweisen, weil sich die Beschwerde entsprechend den 

vorstehenden Erwägungen als aussichtlos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

VwVG erwiesen hat. Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe 

von Fr. 750.– (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG).  

11.2 Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

ist mit dem vorliegenden Urteil in der Sache gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

D-1899/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Segessenmann Nikola Nastovski 

 

 

Versand: