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**Case Identifier:** 8f917f01-b798-5bc2-b7e9-92cd9bb3ea49
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.07.2013 725 2012 374 / 153 (725 12 374 / 153)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2012-374---153_2013-07-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Juli 2013 (725 12 374 / 153) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Berechnung des Integritätsschadens beim Vorliegen von zwei voneinander unabhängi-

gen Beeinträchtigungen 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Yves Thommen, Gerichtsschreiber i.V. Daniel Rüdin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Friedrich Schwab, Advo-
kat, Renggenweg 1, 4450 Sissach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Güter-
strasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1956 geborene A.____ war seit dem 1. Mai 1973 bei der B.____ AG in C.____ tätig 
und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obliga-
torisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 15. Juni 2000 stol-
perte A.____ beim Fussballspielen über den Ball und stürzte auf die Knie, wobei er sich eine 
beidseitige Kniekontusion resp. -distorsion zuzog. In der Folge wurde ihm am 15. Mai 2008 eine 
mediale Schlittenprothese am rechten Knie eingesetzt. Am 30. November 2009 rutschte A.____ 

 
 
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auf nassem Boden aus und fiel erneut auf das linke Knie. Aufgrund zunehmender Beschwerden 
wurde ihm am 20. Mai 2010 auch am linken Knie eine mediale Schlittenprothese implantiert. 
Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten jeweiligen Unfallmeldungen erbrachte die 
SUVA für diese beiden Unfälle die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Ge-
stützt auf die kreisärztliche Untersuchung vom 29. Juni 2012 sprach die SUVA A.____ mit Ver-
fügung vom 17. September 2012 für die verbliebenen Beeinträchtigungen an beiden Kniegelen-
ken aus den Unfallereignissen vom 15. Juni 2000 und 30. November 2009 eine Integritätsent-
schädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von gesamthaft 51 % (30 % für das rechte 
Knie und 21 % für das linke Knie) zu. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch 
Advokat Friedrich Schwab, am 15. Oktober 2012 Einsprache bei der SUVA und beantragte die 
Ausrichtung einer Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von gesamt-
haft mindestens 65 %. Diese Einsprache wurde mit Entscheid vom 26. Oktober 2012 von der 
SUVA abgewiesen. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, wiederum vertreten durch Advokat Friedrich Schwab, am 
28. November 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die 
Sache zur Neufestlegung der Integritätsentschädigung nach Abschluss der medizinischen Be-
handlung an die Vorinstanz zurückzuweisen; eventualiter sei die SUVA zu verpflichten, ihm eine 
Integritätsentschädigung mindestens auf der Basis einer Integritätseinbusse von 65 % (30 % für 
das rechte Kniegelenk und 35 % für das linke Kniegelenk) auszurichten; alles unter o/e-
Kostenfolge zu Lasten der SUVA. Auf die Ausführungen wird - soweit erforderlich - in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2013 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin 
machte im Wesentlichen geltend, dass das Rechtsbegehren betreffend die Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids und die Neufestlegung der Integritätsentschädigung nach Abschluss 
der medizinischen Behandlung neu und damit unzulässig sei. 
 
D. Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 15. April 2013 an allen Rechtsbegehren 
fest. Die Beschwerdegegnerin nahm hierzu mit der Duplik vom 2. Mai 2013 Stellung und wich 
ebenfalls nicht von ihren Anträgen ab. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. 

 
 
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Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Im Zusammenhang mit der Frage der fristgerechten Erhebung der Beschwerde machte 
die SUVA in ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2013 geltend, dass das Rechtsbegehren 
des Beschwerdeführers betreffend die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Neu-
festlegung der Integritätsentschädigung nach Abschluss der medizinischen Behandlung neu 
und damit unzulässig sei. Dieses Rechtsbegehren sei in der Einsprache vom 15. Oktober 2012 
nicht fristgerecht gestellt worden, weshalb im Einspracheentscheid weder darauf habe einge-
gangen werden müssen noch habe eingegangen werden können. Trotzdem nahm die Be-
schwerdegegnerin zum besagten Antrag des Beschwerdeführers Stellung. Wie sich nachfol-
gend erweisen wird (vgl. unten, E. 3.1 ff.), kann im vorliegenden Fall jedoch offen gelassen wer-
den, ob das betreffende Rechtsbegehren des Beschwerdeführers fristgerecht erhoben wurde, 
da die SUVA zum Zeitpunkt des Erlasses ihrer Verfügung vom 17. September 2012 ohnehin zur 
Festlegung der Integritätsentschädigung berechtigt war. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 28. November 2012 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) 
und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang be-
steht. 
 
2.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 
Die Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenan-
spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.1 Im vorliegenden Fall ist zwischen den Parteien zunächst strittig, ob der Fall seitens der 
Beschwerdegegnerin zu früh abgeschlossen wurde und die Festlegung des Integritätsschadens 
erst zu einem späteren Zeitpunkt hätte erfolgen dürfen. So machte der Beschwerdeführer gel-
tend, dass aufgrund anhaltender und stärker werdender Beschwerden im Sinne von Schmerzen 

 
 
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und Schwellungen am linken Knie, nicht von einem medizinischen Endzustand bzw. vom Ab-
schluss der medizinischen Behandlung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 UVG in Verbindung mit 
Art. 19 Abs. 1 UVG gesprochen werden könne. Weiter sei es in diesem Zusammenhang ent-
scheidend, wie sich die Prothesen-Implantation mittel- und langfristig auf die zu beurteilende 
Integrität auswirke. Massgebend sei deshalb der definitive Abschluss der medizinischen Be-
handlung und nicht die Tatsache, dass der Beschwerdeführer wieder zu 100 % gearbeitet habe. 
Angesichts des medizinisch labilen Zustands, hätte es denn auch wieder zu einer Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit kommen können. Die Beschwerdegegnerin wendete dagegen ein, 
dass der Beschwerdeführer - nach einer weiteren Operation vom 31. März 2011 am linken Knie 
- bereits wieder ab Juni 2011 zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Diverse Nachkontrollen hät-
ten zudem einen erfreulichen Verlauf gezeigt und auch der Beschwerdeführer sei mit der Situa-
tion zufrieden gewesen. Somit sei zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 
17. September 2012 keine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
mehr möglich gewesen. Insofern sei der Heilungsprozess zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen 
gewesen, womit die Beschwerdegegnerin die Prüfung und Festlegung einer Integritätsentschä-
digung denn auch nicht zur Unzeit vorgenommen habe. 
 
3.2 Im Entscheid 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik 
befasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und - gegebe-
nenfalls - den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen hat 
(BGE 134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesgericht, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in 
dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden 
könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sei-
en (BGE 134 V 113 ff. E. 4). Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes 
zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfall-
versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa 
Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Stei-
gerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, 
bestimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche da-
bei, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. 
Unbedeutende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). In ei-
nem weiteren Urteil führte das Bundesgericht aus, dass die Integritätsentschädigung gemäss 
Art. 24 Abs. 2 UVG - falls kein Rentenanspruch bestehe - bei der Beendigung der ärztlichen 
Behandlung gewährt werde. Diese Bestimmung schreibe dem Unfallversicherer nicht nur vor, 
wann er über eine Integritätsentschädigung zu verfügen habe, sondern lege auch den mass-
geblichen Zeitpunkt fest, in dem die materiellen Anspruchsvoraussetzungen zu prüfen seien. Da 
die Integritätsentschädigung dem Ausgleich von Dauerschäden diene, könne dieser Anspruch 
erst beurteilt werden, wenn sich der Gesundheitszustand der versicherten Person stabilisiert 
habe und von medizinischen Massnahmen keine Besserung mehr erwartet werden könne (vgl. 
zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2012, 8C_820/2011, E. 2.3 mit Hinwei-
sen). Demnach muss auch im Zusammenhang mit Art. 24 Abs. 2 UVG insbesondere die zu 
erwartende Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, massgebend sein. Obwohl das Bundesgericht bezüglich Art. 24 Abs. 2 UVG - im Ge-

 
 
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gensatz zum Wortlaut von Art. 19 Abs. 1 UVG - nicht ausdrücklich von einer "namhaften" Bes-
serung spricht, ist davon auszugehen, dass unbedeutende Verbesserungen des Gesundheits-
zustandes auch bei der von der Invalidenrente losgelösten Beurteilung des Anspruchs auf eine 
Integritätsentschädigung nicht zu berücksichtigen sind. Es ist nämlich kein Grund ersichtlich, 
weshalb die gemeinsame Festlegung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung und 
Invalidenrente (Art. 24 Abs. 2 Teilsatz 1 UVG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 UVG) anders 
behandelt werden sollte, als die isolierte Festsetzung des Anspruchs auf eine Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 2 Teilsatz 2 UVG). Da im Übrigen die Verwendung des Begriffes 
"namhaft" lediglich zur Verdeutlichung dient (vgl. BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen), muss 
auch bei der alleinigen Prüfung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung gelten, dass 
die durch die weiteren medizinischen Massnahmen zu erwartende Besserung ins Gewicht fällt. 
 
3.3 Es ist vorliegend unbestritten, dass der Beschwerdeführer seit spätestens Ende Ju-
ni 2011 wieder zu 100 % arbeitsfähig ist. Die Beschwerdegegnerin macht deshalb zu Recht 
geltend, dass im Verfügungszeitpunkt am 17. September 2012 von weiteren medizinischen 
Massnahmen keine (namhafte) Besserung des Gesundheitszustandes mit entsprechender ins 
Gewicht fallender Steigerung der Arbeitsfähigkeit mehr erwartet werden konnte. Gleichzeitig hat 
auch ein stabilisierter Gesundheitszustand vorgelegen, obwohl der Beschwerdeführer anhal-
tende und stärker werdende Beschwerden am linken Knie geltend macht und daraus einen me-
dizinisch labilen Zustand ableitet. Der Kreisarzt Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, führt in sei-
nem Bericht vom 29. Juni 2012 nämlich aus, dass der mediale Tibiakopf am linken Knie zwar 
etwas empfindlich bleibe, ansonsten aber - seit der Operation vom 31. März 2011 - ein ruhiger 
Heilverlauf vorliege. Radiologisch bestehe ausserdem ein einwandfreier Sitz der Prothesen-
komponenten. Schliesslich war zum damaligen Zeitpunkt lediglich eine weitere orthopädische 
Nachkontrolle für Spätsommer/Herbst 2012 vorgesehen. Prof. Dr. med. E.____, FMH Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, weist dagegen in seinem Be-
richt vom 5. Oktober 2012 nur am Rande darauf hin, dass beim Beschwerdeführer noch Rest-
beschwerden am linken Knie bestünden, welche von der zweiten Operation herrührten. Insbe-
sondere macht er im genannten Bericht nicht geltend, dass die Prüfung der Integritätsentschä-
digung seitens der Beschwerdegegnerin zu früh erfolgt sei. Aus beiden bildgebenden Berichten 
lässt sich somit schliessen, dass im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 
17. September 2012 ein stabilisierter Gesundheitszustand des Versicherten vorgelegen hat. 
Demnach hat die Beschwerdegegnerin den Fall nicht zu früh abgeschlossen, womit die Prüfung 
und Festlegung der Integritätsentschädigung denn auch nicht zur Unzeit vorgenommen wurde. 
 
4.1 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 
darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel-
ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 
113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und 
typische Schäden prozentual gewichtet. 

 
 
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4.2 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschä-
den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die-
sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi-
nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 
ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem An-
hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objek-
tiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei ein-
ander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 ff. E. 1c mit 
Hinweisen). 
 
5.1 In ihrer Verfügung vom 17. September 2012, welche sie mit dem angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 26. Oktober 2012 bestätigte, sprach die SUVA dem Beschwerdeführer 
für die verbliebenen Beeinträchtigungen an beiden Kniegelenken aus den Unfallereignissen 
vom 15. Juni 2000 und 30. November 2009 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 
Integritätseinbusse von gesamthaft 51 % (30 % für das rechte Knie und 21 % für das linke Knie) 
zu. Zwischen den Parteien ist vorliegend nur die Beurteilung des Integritätsschadens am linken 
Knie strittig. Diesbezüglich stützte sich die SUVA in der genannten Verfügung auf die durch 
Dr. D.____ am 29. Juni 2012 verfasste "Beurteilung des Integritätsschadens". Darin hält dieser 
als Befund fest, unfallbedingt, dauernd und erheblich sei eine Minderbelastbarkeit des linken 
Kniegelenkes und eine gewisse Funktionseinschränkung nach der Implantation einer medialen 
Schlittenprothese und der Revision des medialen Tibiaplateaus mit Ersatz des Tibiaplateaus 
wegen Osteonekrose. Der Integritätsschaden betrage netto 21 %. Massgebend für diese Ein-

 
 
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schätzung sei die Arthrose zum Zeitpunkt der Implantation der Teilprothese; zu jenem Zeitpunkt 
habe am linken Kniegelenk eine mässige bis schwere medialbetonte Pangonarthrose bestan-
den, sodass ein Wert von 30 % gerechtfertigt sei. Da dem Versicherten bereits wegen einer 
Prothesenimplantation am rechten Knie eine Integritätsentschädigung von 30 % zugesprochen 
worden sei, müsse diese Einschätzung bei der Beurteilung des linken Kniegelenkes beachtet 
werden. Unter Berücksichtigung einer Integritätsentschädigung von 30 % am rechten Kniege-
lenk ergebe sich links ein Wert von 21 %. Mit dieser Einschätzung sei auch der eventuell später 
notwendige Ersatz einer Knietotalprothese bereits mitentschädigt. 
 
5.2 Im Rahmen des vorinstanzlichen Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdeführer 
einen Bericht von Prof. E.____ vom 5. Oktober 2012 ein, in welchem dieser zum Schluss 
kommt, dass für das linke Kniegelenk gemäss SUVA-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthro-
sen) und unter Berücksichtigung der Tabelle 6 (Integritätsschaden bei Gelenkinstabilitäten), 
eine Integritätsentschädigung von 35 % bestehe. Er begründet dies insbesondere damit, dass 
das linke Kniegelenk bezüglich Flexion und medialer Stabilität sowie auch betreffend die sub-
jektiven Beschwerden schlechter abschneide als das rechte Kniegelenk, für welches sich - in 
Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin - eine Integritätsentschädigung von 30 % erge-
be. 
 
5.3 Anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin 
einen Ergänzungsbericht von Dr. D.____ vom 5. Februar 2013 ein. Zusammengefasst hält 
Dr. D.____ darin fest, dass bei beiden Kniegelenken zum jeweiligen Zeitpunkt der Implantation 
der Schlittenprothese eine mässige bis schwere medialbetonte Pangonarthrose bestanden ha-
be. Daraus ergebe sich für jedes Kniegelenk ein Integritätsschaden brutto von 30 %. Schät-
zungsgrundlage sei die SUVA-Tabelle 5.2 betreffend Integritätsschaden bei Arthrosen. Für eine 
mässige bis schwere Pangonarthrose gelte nach dieser Tabelle der Wert von 30 %, dies erklä-
re, dass auch ein leicht schlechterer Befund mit diesem Wert entschädigt werden müsse. 
 
5.4 Gemäss den Erläuterungen zur Tabelle 5 ist in denjenigen Fällen, in welchen neben 
der Arthrose noch eine Instabilität des betreffenden Gelenkes nachgewiesen wird, derjenige 
Zustand für die Integritätsentschädigung massgebend, der die höhere Schätzung aufweist. 
Ebenso hat gemäss diesen Erläuterungen keine Kumulation zu erfolgen. Dadurch wird zum 
Ausdruck gebracht, dass Beeinträchtigungen, die nicht voneinander unabhängig sind, nicht ad-
diert werden. Schliesslich wird in den genannten Anmerkungen auf ein Urteil des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichtes (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei-
lungen) verwiesen, wonach bei Endoprothesen auf den unkorrigierten Zustand abzustellen ist, 
das heisst auf den Schweregrad der Arthrose vor Prothesenimplantation entsprechend Spalten 
2 und 3 der Tabelle 5 (Urteil des EVG vom 4. September 2003, U 313/02, E. 3). 
 
6.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, sind gemäss den Untersuchungen von 
Dr. D.____ und Prof. E.____ lediglich leichte Instabilitäten am linken Kniegelenk dokumentiert. 
Tabelle 6 sieht für leichte Instabilitäten jedoch keine Entschädigung vor und auch für mässige 
Gelenkinstabilitäten können nur Integritätseinbussen von maximal 15 % geschätzt werden. Hin-
gegen bestand zum Zeitpunkt der Implantation der Schlittenprothese beim linken Knie eine 

 
 
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mässige bis schwere Pangonarthrose, wonach mit Blick auf die Tabelle 5 ein Integritätsschaden 
von bis zu 40 % geschätzt werden kann. Da von der höheren der beiden in Betracht fallenden 
Schätzungen auszugehen ist, kommt Tabelle 6 - entgegen Prof. E.____ - nicht zur Anwendung. 
Eine Addition der beiden (theoretischen) Teilbeeinträchtigungen hat ebenfalls zu unterbleiben, 
denn die genannten Schädigungen betreffen dasselbe Gelenk und ihre Auswirkungen lassen 
sich nicht gänzlich voneinander trennen. Im vorliegenden Fall ist für die Integritätsentschädi-
gung also lediglich die mässige bis schwere Pangonarthrose massgebend. Demnach ist allein 
auf die Tabelle 5 abzustellen. 
 
6.2 Gemäss Tabelle 5 verleihen leichte Arthrosen keinen Anspruch auf eine Integritätsent-
schädigung, eine mässige Pangonarthrose führt zu einer Integritätsentschädigung von 10-30 % 
und bei einer schweren Pangonarthrose kann eine Entschädigung von 30-40 % ausgerichtet 
werden. Gestützt auf die Ausführungen von Dr. D.____ vom 29. Juni 2012 und 5. Februar 2013 
ist davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Implantation der Schlit-
tenprothese eine mässige bis schwere medialbetonte Pangonarthrose im linken Knie vorgele-
gen hat. Im Lichte dieser Feststellungen ist es - entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers - nicht zu beanstanden, dass der Kreisarzt die Höhe der strittigen Integritätsentschädigung 
auf brutto 30 % festgesetzt hat. Dieser Wert entspricht nach dem Gesagten dem Maximalwert 
bei Vorliegen einer mässigen und gleichzeitig dem Minimalwert bei Vorliegen einer schweren 
Pangonarthrose. Mit dieser Einschätzung trägt Dr. D.____ der tatsächlichen Beeinträchtigung 
am linken Knie des Beschwerdeführers angemessen Rechnung. Weil die Bemessung der Integ-
ritätseinbusse abstrakt und egalitär erfolgt (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht, vom 28. September 2005, 725 05 115/195, E. 8c), vermögen an der genann-
ten Einschätzung des Kreisarztes auch die von Prof. E.____ in seinem Bericht vom 
5. Oktober 2012 berücksichtigten subjektiven Beschwerden des Versicherten schliesslich nichts 
zu ändern. 
 
6.3 Zusammengefasst ist die von Kreisarzt Dr. D.____ vorgenommene Einschätzung des 
Integritätsschadens am linken Knie von brutto 30 % somit nachvollziehbar und widerspruchsfrei 
und es kann darauf abgestellt werden. 
 
7.1 Zu prüfen bleibt, ob die von Dr. D.____ vorgenommene Kürzung des Integritätsscha-
dens am linken Kniegelenk von brutto 30 % auf netto 21 % rechtmässig erfolgt ist und die 
SUVA bei der Berechnung der Integritätsentschädigung somit zu Recht von einer Integritätsein-
busse von gesamthaft 51 % (Knie rechts 30 %, Knie links 21 %) ausgehen konnte. In seinem 
ersten Bericht vom 29. Juni 2012 führt Dr. D.____ in diesem Zusammenhang lediglich aus, 
dass dem Versicherten bereits wegen einer Prothesenimplantation am rechten Knie eine Integ-
ritätsentschädigung von 30 % zugesprochen worden sei und diese Einschätzung deshalb bei 
der Beurteilung des linken Kniegelenkes mitberücksichtigt werden müsse. Unter Berücksichti-
gung einer Integritätsentschädigung von 30 % am rechten Kniegelenk ergebe sich links somit 
ein Wert von 21 %. Im Ergänzungsbericht vom 5. Februar 2013 präzisiert Dr. D.____, dass die 
Integrität des Versicherten aufgrund der für das rechte Kniegelenk zugesprochenen Integritäts-
entschädigung von 30 % zum Zeitpunkt der Implantation der Schlittenprothese links nicht mehr 

 
 
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100 %, sondern nur noch 70 % betragen habe. Wenn dann der Integritätsschaden brutto 30 % 
von 70 % berechnet werde, ergebe dies die Kürzung von 9 % für die linke Seite. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer machte in diesem Zusammenhang zunächst geltend, es sei 
nicht nachvollziehbar, dass die gesamte Integritätseinbusse bei gleichzeitiger Beeinträchtigung 
von zwei Kniegelenken kleiner sein sollte als die Summe der beiden einzelnen Beeinträchtigun-
gen. Die Begründung der Beschwerdegegnerin, wonach die Bemessung der Integritätseinbusse 
für das (zweite) linke Knie um 9 % tiefer ausgefallen sei als für das rechte, vermöge nicht zu 
überzeugen. Wie aus Anhang 3 UVV schliesslich ersichtlich werde, habe bei paarigen Organen 
der Verlust oder die Beeinträchtigung des zweiten gleichartigen Organs regelmässig zur Folge, 
dass die Gesamtbeeinträchtigung höher ausfalle als die Verdoppelung der Beeinträchtigung 
eines Organs ergeben würde. 
 
7.3 Vorliegend ist anzunehmen, dass sich Dr. D.____ bei der Kürzung der Integritätsein-
busse am linken Kniegelenk - ohne dass er ausdrücklich darauf verweist - an der "Methode 
Bleuer" orientiert hat (JÜRG BLEUER, Das Computertool "IE-Wizard" - ein Hilfsmittel zur Abschät-
zung komplexer Integritätsschäden, in: Medizinische Mitteilungen der SUVA 2007/78 S. 54 ff.). 
Die von BLEUER vertretene Berechnung des Integritätsschadens geht davon aus, dass eine ein-
fache Addition der einzelnen Schäden nicht adäquat sei, weil sie zu Werten von über 100 % 
führen könne. Er argumentiert, die im Anhang 3 UVV vorgegebene Skala der Integritätsent-
schädigung betreffe Einzelschäden und die enthaltenen Prozentwerte würden sich auf gesunde 
Versicherte vor dem Integritätsverlust beziehen. Das multiplikative Modell folge dem Grundsatz, 
dass es bei der Bemessung multipler Schäden den prozentualen Wert jedes Einzelschadens 
auf den jeweiligen Vorzustand beziehe und eben nicht auf den Vorzustand als gesunde Person. 
Daher sei die Berechnung nicht additiv, sondern nach einer multiplikativen Methode vorzuneh-
men. Für jeden Einzelschaden sei dabei die Restintegrität zu berechnen und anschliessend 
seien die Restintegritäten der einzelnen Schäden miteinander zu multiplizieren. Schliesslich 
weist der Autor darauf hin, dass die Anwendung seiner Methode nur dann zulässig sei, wenn 
die zu kombinierenden Einzelschäden unabhängig voneinander seien (vgl. zum Ganzen: Urteil 
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 21. Juni 2012, UV.2010.00185, 
E. 7.4.2 mit Hinweis auf BLEUER, a.a.O., S. 55). 
 
7.4 Vorab ist festzuhalten, dass gemäss Art. 29 Abs. 1 UVV lediglich Augen, Ohren und 
Nieren als paarige Organe gelten, weshalb der diesbezüglichen Argumentation des Beschwer-
deführers nicht gefolgt werden kann. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass in Art. 36 Abs. 3 UVV 
zwar statuiert wird, die Integritätsentschädigung sei nach der gesamten Beeinträchtigung fest-
zusetzen. Es wird jedoch nicht ausgeführt, wie die gesamte Beeinträchtigung zu ermitteln ist. 
Allerdings ist der genannten Bestimmung zu entnehmen, dass der Gesetzgeber durchaus damit 
gerechnet hat, bei einer Addition der Integritätseinbussen könne sich allenfalls auch ein Wert 
von mehr als 100 % ergeben. Aus diesem Grund hat er zusätzlich festgelegt, dass die Gesamt-
entschädigung den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen dürfe 
(Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 21. Juni 2012, UV.2010.00185, 
E. 7.4.4). Schliesslich ist zu bemerken, dass die "Methode Bleuer" bis heute keinen Eingang in 
die Rechtsprechung gefunden hat (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

vom 21. Juni 2012, UV.2010.00185, E. 7.4.1). Vielmehr sind nach bundesgerichtlicher Recht-
sprechung die Einzelwerte bei zwei voneinander unabhängigen Schäden ohne gegenseitigen 
Einfluss ohne weiteres zu addieren (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2010, 
8C_794/2010, E. 3.2 ff. mit Hinweisen; BGE 116 V 157 E. 3b). Dementsprechend wurde festge-
stellt, dass die Vorinstanz zu Recht die Einzelwerte der beiden vom Versicherten erlittenen In-
tegritätsschäden im rechten Knie und im linken Sprunggelenk addiert habe, da sich weder aus 
der Beschwerde noch aus dem Gerichtsgutachten bzw. der ergänzenden Stellungnahme ent-
nehmen liesse, dass und wie sich die beiden Integritätsschäden beeinflussen würden (Urteil 
des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2010, 8C_794/2010, E. 3.4). 
 
7.5 Im vorliegenden Fall sind ebenso keine Anzeichen dafür ersichtlich, dass sich die bei-
den vom Beschwerdeführer erlittenen Integritätsschäden am rechten und linken Knie beeinflus-
sen würden. Dass die beiden Schäden voneinander unabhängig sind, wird im Übrigen auch 
nicht von der Beschwerdegegnerin bestritten. So beruht ihre Verfügung vom 
17. September 2012 auf der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. D.____, der sich wiederum bei 
seiner Einschätzung des Integritätsschadens am linken Kniegelenk, wie bereits erwähnt, auf 
eine Berechnungsmethode stützt, welche eben nur bei voneinander unabhängigen Einzelschä-
den zur Anwendung kommen soll (vgl. oben, E. 7.3). Es ist somit kein hinreichender Grund er-
kennbar, um von der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. oben, E. 7.4) abzu-
weichen. Demzufolge sind die Einzelwerte der beiden Integritätsschäden am rechten und linken 
Knie von jeweils 30 % - ohne jegliche Kürzung - zusammenzuzählen, womit dem Beschwerde-
führer eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von gesamthaft 
60 % zuzusprechen ist. 
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid insoweit aufzuheben ist, als darin für das linke Knie nur eine Integritätsentschädigung 
auf der Basis einer Integritätseinbusse von 21 % bestätigt wurde. Die Beschwerde ist in diesem 
Punkt gutzuheissen, in den übrigen Punkten, das heisst soweit sie eine Neufestlegung der In-
tegritätsentschädigung und damit eine Rückweisung an die SUVA und eventualiter die Ausrich-
tung einer Integritätsentschädigung für das linke Kniegelenk von (mindestens) 35 % verlangt, ist 
sie dagegen abzuweisen. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und 
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierig-
keit des Prozesses bemessen. Vorliegend hat der Beschwerdeführer insofern obsiegt, als die 
Kürzung des Integritätsschadens für das linke Knie von 30 % auf 21 % für unzulässig befunden 
wurde. Bei diesem Prozessausgang ist ihm praxisgemäss zu Lasten der SUVA eine Entschädi-
gung auszurichten. Der von seinem Rechtsvertreter in der Honorarnote vom 28. Mai 2013 aus-
gewiesene Gesamtaufwand erweist sich als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat dem 
Beschwerdeführer demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'966.40 (inkl. Aus-
lagen und 8 % Mehrwertsteuer) auszurichten. 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid vom 26. Oktober 2012 aufgehoben und es wird 
festgestellt, dass der Integritätsschaden von gesamthaft 51 % auf 60 % 
(30 % für das rechte Knie und 30 % für das linke Knie) zu erhöhen ist. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3'966.40 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.