# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c9746ca-36c0-571a-aaf0-2c141e4d22cb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2008 C-2916/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2916-2006_2008-04-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2916/2006 koj/shc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richter Michael Peterli,
Richter Johannes Frölicher,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, case postale 3100, 
1211 Genève 2
Vorinstanz,

AHV; Altersrente

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2916/2006

Sachverhalt:

A.
A._______, geboren am (...) 1941, österreichischer Staatsangehöriger, 
arbeitete in den Jahren 1959 bis 1999 regelmässig in der Schweiz und 
leistete  dabei  die  obligatorischen  Beiträge  an  die  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Aus gesundheitli-
chen Gründen musste er seine Arbeitstätigkeit aufgeben und erhielt im 
Folgenden per 1. Mai 2000 eine Invalidenrente zugesprochen (act. 43).

B.
Am 21. März 2006 informierte  die österreichische Pensionsversiche-
rungsanstalt  die  Schweizerische  Ausgleichskasse  mittels  Formular 
E 202, dass der Versicherte eine Altersrente beantragt habe (act. 102).

C.
Die Vorinstanz verfügte am 19. Juni 2006 per 1. Juli 2006 eine monatli-
che Altersrente von Fr. 1'489.- bei einer Beitragsdauer von 29 Jahren 4 
Monaten und auf  Basis der Rentenskala 34 (act. 120). Gegen diese 
Verfügung  erhob  der  Versicherte  am  16. Juli 2006  Einsprache 
(act. 181).  Die  Schweizerische  Ausgleichskasse  (SAK)  wies  die 
Einsprache am 23. August 2006 ab, mit der Begründung, dass bei der 
Rentenberechnung persönliche Ausgaben und Unterhaltskosten nicht 
berücksichtigt  werden  könnten.  Zudem  sei  eine  Vergleichsrechnung 
aufgestellt  worden,  da  der  Versicherte  bis  anhin  eine  Invalidenrente 
bezogen habe. Die  Berechnungsgrundlage der  Invalidenrente  sei  für 
ihn  vorteilhafter,  da  die  Rentenskala  34  angewendet  werden  könne 
anstelle  der  für  die  Altersrente  anwendbaren  Rentenskala  29.  Das 
massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen betrage Fr. 60'630.- 
und aufgrund der Rentenskala 34 erhalte er somit eine Altersrente in 
der Höhe von Fr. 1'489.- pro Monat (act. 190).

D.
Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) reichte am 15. Sep-
tember  2006 eine  Beschwerde bei  der  Eidgenössischen AHV/IV-Re-
kurskommission für  Personen im Ausland ein. Er  gab alle  seine  Ar-
beitsorte in der Schweiz von 1959 bis 1995 an. Der Beschwerde legte 
er u.a. diverse Wohnsitzbestätigungen, Arbeitszeugnisse, Zeitungsarti-
kel und einen Mietvertrag bei.

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E.
Am 16. Februar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Partei-
en mit,  dass es das vorliegende Beschwerdeverfahren am 1. Januar 
2007  übernommen habe  und  forderte  die  Vorinstanz  auf,  eine  Stel-
lungnahme  sowie  die  Akten  einzureichen.  Die  Vernehmlassungsfrist 
wurde in der Folge mehrmals erstreckt.

F.
Mit  Verfügung  vom  7.  Mai  2007  gab  das  Bundesverwaltungsgericht 
den Parteien die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt.

G.
Am 8. Mai 2007 reichte die Vorinstanz ihre Stellungnahme ein und in-
formierte,  dass  sie  eine  neue  Verfügung  erlassen  habe.  Am  2.  Mai 
2007 hatte sie die Verfügung vom 19. Juni 2006 wiedererwägungswei-
se  durch  eine  Einsprache-Verfügung ersetzt.  Durch  die  zusätzlichen 
Beitragsmonate, die bei der Ausgleichskasse Metzger ermittelt worden 
seien, habe sich nun eine gesamte Beitragsdauer von 37 Jahren und 4 
Monaten ergeben, welche zu einer Rente der höheren Rentenskala 43 
berechtige. Die neue Rente betrage ab 1. Juli 2006 Fr. 1'866.- und ab 
dem 1. Januar 2007 Fr. 1'918.- (act. 371-373).

Die Vorinstanz beantragte, es sei die Beschwerde als gegenstandslos 
abzuschreiben. Daraufhin  setzte  das  Bundesverwaltungsgericht  dem 
Beschwerdeführer eine Frist zur Mitteilung, ob er die Beschwerde zu-
rückziehe.

H.
Mit Schreiben vom 24. Mai 2007 reichte der Beschwerdeführer beim 
Bundesverwaltungsgericht  eine  Beschwerde  gegen  die  Einsprache-
Verfügung vom 2. Mai 2007 ein. Angesichts der nunmehr acht Jahre 
höheren Beitragsdauer erscheine ihm die Rentenerhöhung von ledig-
lich Fr. 337.- zu gering. Zudem habe er in diesen acht Jahren sehr gut 
verdient. Er ersuche um eine erneute rechnerische Überprüfung der 
Rentenhöhe.

I.
Die Vorinstanz reichte am 28. Juni 2007 eine Duplik ein. Sie führte die 
Berechnungsmethode für die Altersrente detailliert aus und beantragte 
die Abweisung der Beschwerde. 

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Die  vom  Bundesverwaltungsgericht  angesetzte  Frist  für  Schlussbe-
merkungen liess der Beschwerdeführer unbenutzt verstreichen.

J.
Mit  Verfügung vom 6. Februar  2008 teilte  der  Instruktionsrichter  den 
Beteiligten einen Wechsel des Spruchkörpers mit.

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG; 
SR 173.32)  in  Verbindung mit  Art.  33  lit. d  VGG und Art. 85bis Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom 20.  Dezember  1946  über  die  Alters-  und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Ver-
fügungen  der  Schweizerischen  Ausgleichskasse. Eine  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  demnach  für  die  Beurteilung  der 
Beschwerde zuständig. Diesfalls übernimmt es die Beurteilung der am 
1. Januar  2007  bei  den  Eidgenössischen  Rekurs-  oder  Schieds-
kommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departemente 
hängigen  Rechtsmittel.  Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem  Verfah-
rensrecht  (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). Das  Bundesgesetz vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) fin-
det keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bun-
desgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)  anwendbar  ist  (Art. 3  Bst. dbis 

VwVG).  Gemäss  Art. 1  Abs.  1  AHVG  sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung anwendbar, soweit  das AHVG nicht  ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht.

1.1 Durch den ursprünglich angefochtenen Einspracheentscheid vom 
23. August 2006 ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat 

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ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Änderung  oder  Aufhebung 
(Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist  daher zur Be-
schwerde legitimiert.

1.2 Der Beschwerdeführer hat  frist-  und formgerecht  (Art. 60 ATSG; 
vgl. auch Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Die Eintretens-
voraussetzungen sind erfüllt.

1.3 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts beendet eine nach Art. 58 VwVG während des Beschwerdever-
fahrens erlassene Verfügung den Streit nur insoweit,  als sie den Be-
gehren des Beschwerdeführers entspricht. Soweit in dieser neuen Ver-
fügung Streitfragen ungelöst bleiben, besteht der Streit über die nicht-
erfüllten  Begehren weiter;  in  diesem Falle  muss die Beschwerdeins-
tanz auf die Sache eintreten, soweit darüber in der neuen Verfügung 
nicht  befunden  worden  ist,  ohne  dass  der  Beschwerdeführer  diese 
ebenfalls anzufechten braucht  (BGE 113 V 237 Erw. 1a, 107 V 250). 
Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, so-
weit  diese  durch  die  neue  Verfügung  der  Vorinstanz  nicht  gegen-
standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG).

Das ursprüngliche Anfechtungsobjekt – der Einspracheentscheid vom 
23. August 2006 und damit die Verfügung vom 19. Juni 2006 – wurde 
durch die Wiedererwägungsverfügung zugunsten des Beschwerdefüh-
rers ersetzt. Indem die Altersrente in der Wiedererwägungsverfügung 
erhöht wurde, wurde dem Antrag des Beschwerdeführers in seiner Be-
schwerde grundsätzlich entsprochen. In seiner Beschwerde gegen die 
Wiedererwägungsverfügung anerkennt  der  Beschwerdeführer  die Er-
höhung der Rente, macht jedoch geltend, dass die Erhöhung im Ver-
hältnis der nun viel längeren Beitragsdauer und angesichts seines Ver-
dienstes zu gering sei.  Vorliegend ist  demnach strittig und vom Bun-
desverwaltungsgericht  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  die  neuerliche 
Rentenberechnung  in  der  Wiedererwägungsverfügung  richtig  vorge-
nommen hat. In diesem Rahmen ist das Verfahren nicht gegenstands-
los gewordenen.

2.
Der  Beschwerdeführer  ist  Staatsangehöriger  eines  Mitgliedsstaates 
der  Europäischen  Gemeinschaft,  so  dass  vorliegend das am 1. Juni 
2002 in Kraft  getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

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Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit  (Freizügigkeitsabkommen;  FZA;  SR  0.142.112.681),  welches 
die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mit-
gliedsstaaten  der  Europäischen  Gemeinschaft  insoweit  absetzt,  als 
darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird,  anzuwenden  ist  (Art.  20 
FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der  Systeme der sozialen Sicherheit  regelt  (Art. 8 
FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer 
einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen 
Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der An-
spruchsvoraussetzungen  und  die  Berechnung  einer  schweizerischen 
Altersrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE  130  V  51  ff.;  SVR  2004  AHV  Nr.  16  S. 49;  Urteil  des  EVG 
H 13/05 vom 4. April 2005, Erw. 1.1). Daraus folgt, dass die Verwaltung 
und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  den  Leistungsanspruch  des  Be-
schwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung 
(EWG) Nr. 1408/71 grundsätzlich nach den für schweizerische Staats-
angehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. Demnach bestimmt 
sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 
der  AHV ausschliesslich  nach dem internen  schweizerischen Recht, 
insbesondere dem AHVG.

3.
3.1 Nach Art. 21 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 AHVG hat der Beschwerde-
führer, der am 14. Juni 2006 das 65. Altersjahr vollendet und während 
mehr als eines Jahres Beiträge an die schweizerische Alters- und Hin-
terlassenenversicherung geleistet hat,  ab dem 1. Juli  2006 Anspruch 
auf eine ordentliche Altersrente. Die Vorinstanz hat deshalb zu Recht 
die Altersrente ab diesem Datum zugesprochen (act. 371).

3.2 Die ordentlichen Renten werden gemäss Art. 29bis  Abs. 1 AHVG 
nach Massgabe der Beitragsjahre, der Erwerbseinkommen sowie der 
Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Per-
son zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und 
dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles berechnet.

3.3 Die Renten gelangen nach Art. 29 Abs. 2 AHVG in Form von Voll-
renten für Versicherte mit vollständiger Beitragsdauer oder in Form von 
Teilrenten für  Versicherte  mit  unvollständiger  Beitragsdauer  zur  Aus-
richtung. Die Teilrente entspricht  dabei  einem Bruchteil  der Vollrente 

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(Art.  38  Abs.  1  AHVG),  für  dessen  Berechnung  nach  der  ab  dem 
1. Januar  1973  geltenden  Fassung  von  Art.  38  Abs.  2  AHVG  das 
Verhältnis  zwischen  den  vollen  Beitragsjahren  der  Versicherten  zu 
denjenigen ihres Jahrganges sowie die eingetretenen Veränderungen 
der Beitragsansätze berücksichtigt werden. Ein volles Beitragsjahr liegt 
gemäss Art. 50 AHVV vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf 
Monate der Beitragspflicht unterstellt war und während dieser Zeit den 
Mindestbeitrag  entrichtet  hat  oder  Beitragszeiten  im  Sinne  von 
Art. 29ter Abs.  2  lit.  b  und  c  AHVG aufweist.  Als  vollständig  gilt  die 
Beitragsdauer, wenn die versicherte Person gleich viele Beitragsjahre 
aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29ter Abs. 1 AHVG).

3.4 Gemäss Art. 33bis Abs. 1 AHVG ist für die Berechnung von Alters- 
und Hinterlassenenrenten, die an die Stelle einer Rente gemäss dem 
Bundesgesetz  über  die  Invalidenversicherung  treten,  auf  die  für  die 
Berechnung der Invalidenrente massgebende Grundlage abzustellen, 
falls dies für die Berechtigten vorteilhafter ist.

4.
Die  Forderung  des  Beschwerdeführers  in  seinem  Schreiben  vom 
24. Mai 2007 ist nicht substantiiert. Insbesondere macht er keine wei-
teren Beitragszeiten mehr geltend. Er äussert lediglich, dass ihm der 
monatliche Rentenbetrag von Fr. 1'918.- angesichts der Beitragsdauer 
von 37 Jahren und 4 Monaten deutlich zu niedrig erscheine. Auch sei 
zu beachten, dass er in diesen nun zusätzlich angerechneten acht Bei-
tragsjahren sehr gut verdient habe.

4.1 Die Vorinstanz hat in ihrer Duplik ausführlich beschrieben, wie die 
Berechnung der  Rente  vorgenommen wurde. Darauf  kann an dieser 
Stelle grundsätzlich verwiesen werden. 

4.2 Indes  stimmen  die  Angaben  der  Vorinstanz  in  der  Duplik  nicht 
vollständig mit denjenigen in der Einsprache- bzw. Wiedererwägungs-
verfügung vom 2. Mai 2007 überein; in der Duplik geht sie von einer 
Beitragsdauer von 37 Jahren und 4 Monaten (vgl. auch die Vernehm-
lassung vom 8. Mai 2007) sowie einem massgebenden durchschnitt-
lichen Jahreseinkommen von Fr. 59'340.- aus, während die entsprech-
enden Werte in der Wiedererwägungsverfügung 29 Jahre und 4 Mona-
te  bzw. Fr. 60'996.-  betragen.  Diese  Zahlen  in  der  Wiederwägungs-
verfügung basieren jedoch noch auf der ursprünglichen, der Verfügung 
vom 19. Juni  2006 zugrunde liegenden Rentenberechnung und sind 

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offensichtlich unzutreffend. Die Beitragsdauer und das massgebende 
durchschnittliche Jahreseinkommen sind daher näher zu prüfen.

4.3 Die Beitragsdauer eines Versicherten bestimmt sich in der Regel 
nach den Einträgen in seinen individuellen Konten (Art. 30ter AHVG). 
Art. 140 Abs. 1 lit. d AHVV schreibt vor, dass das individuelle Konto 
das  Beitragsjahr  und die Beitragsdauer  in  Monaten umfassen muss. 
Für die Jahre 1948 bis 1968 wurden hingegen nur die Kalenderjahre 
der Beitragsleistung in die individuellen Konten eingetragen, so dass 
daraus die Beitragsdauer in Monaten nicht ersichtlich ist. Deshalb ist 
gemäss der  Rechtsprechung  des Eidgenössischen  Versicherungsge-
richts (EVG) in Fällen, in denen Belege mit näheren Angaben über die 
Beitragsdauer  für  die  Jahre  1948  bis  1968  (z.B.  Wohnsitzbeschei-
nigungen,  Arbeitszeugnisse,  zusätzliche  Angaben  der  kontenführen-
den Ausgleichskassen) fehlen, auf die eigens zur Ermittlung der mut-
masslichen Beitragsdauer  publizierten  Tabellen des BSV abzustellen 
(BGE 107 V 16 Erw. 3 b).

Vorliegend hat die Vorinstanz aufgrund der Angaben des Beschwerde-
führers in  der Beschwerde weitere Nachforschungen zu dessen Ver-
sicherungszeiten angestellt (vgl. act. 258 ff.). Gestützt auf die erhobe-
nen  Unterlagen  konnte  sie  die  Einträge  im  individuellen  Konto  des 
Beschwerdeführers  ergänzen,  die  vormals  bestehenden  Beitrags-
lücken zu weiten Teilen füllen und eine Beitragszeit von insgesamt 37 
Jahren und 4 Monaten ermitteln. Dieser Wert wird vom Beschwerde-
führer  nicht  mehr  bestritten  und  ist  auch  vom  Bundesverwaltungs-
gericht nicht zu beanstanden.

4.4 Gemäss Art. 29quater AHVG werden die Renten nach Massgabe des 
durchschnittlichen  Jahreseinkommens  berechnet,  das  sich  aus  den 
Erwerbseinkommen (lit.a),  den Erziehungsgutschriften (lit.b)  und den 
Betreuungsgutschriften  (lit.c)  zusammensetzt.  Nach  Art.  29quinquies 

Abs. 1 i.V.m. Art. 30 Abs. 2 AHVG berechnet sich das durchschnittliche 
Jahreseinkommen, indem die Summe der Erwerbseinkommen, von de-
nen  die  versicherte  Person  Beiträge  geleistet  hat,  aufgewertet  und 
durch die Zahl der Beitragsjahre geteilt wird.

Das durchschnittliche Jahreseinkommen ist demnach über die gesam-
te Beitragszeit zu berechnen. Für den hier zu beurteilenden Fall heisst 
das, dass die Einkommen des Beschwerdeführers während den acht 
zusätzlichen Beitragsjahren zu den früher erzielten Einkommen zu ad-
dieren  sind  und  gestützt  darauf  das  durchschnittliche  Jahresein-

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kommen während der gesamten Beitragszeit zu berechnen ist. Entge-
gen der Auffassung des Beschwerdeführers verhält sich die Erhöhung 
der Rente demnach nicht proportional zu einem allfällig höheren Ein-
kommen in den zusätzlich angerechneten acht Jahren.

4.4.1 Vorliegend ist  für die Ermittlung des durchschnittlichen Jahres-
einkommens nur das Erwerbseinkommen zu berücksichtigen. Erzieh-
ungs- und Betreuungsgutschriften können nicht angerechnet werden, 
da der Beschwerdeführer in der Zeit, als er der Versicherungspflicht in 
der Schweiz unterstand, weder die elterliche Gewalt über Kinder unter 
16 Jahren ausübte (Art. 29sexies AHVG), noch im gemeinsamen Haus-
halt lebende Verwandte mit einem Anspruch auf eine Hilflosenentschä-
digung der AHV oder der IV zu betreuen hatte (Art. 29septies AHVG).

4.4.2 Im individuellen Beitragskonto des Beschwerdeführers sind Er-
werbseinkommen in Höhe von insgesamt Fr. 1'165'185.- ausgewiesen 
(act. 355). Diese Summe ist nach Art. 30 Abs. 1 AHVG entsprechend 
einem vom Bundesrat  jährlich festgesetzten Faktor  aufzuwerten,  um 
die  Inflation  auszugleichen.  Der  Aufwertungsfaktor  beträgt  hier,  ent-
sprechend dem ersten Eintrag im individuellen Konto nach Erreichen 
des  20.  Altersjahrs  im  Jahr  1962  und  dem  Eintritt  des  für  den  Be-
schwerdeführer günstigeren Versicherungsfalles der Invalidität im Jahr 
2000, 1.491 (vgl. Aufwertungsfaktoren des Bundesamtes für Sozialver-
sicherung für das Jahr 2000, in Rententabellen 2005, S. 15). Das auf-
gewertete gesamte Einkommen beträgt Fr. 1'737'291.-.

4.4.3 Nach lit. c Abs. 2 der Schlussbestimmungen zur Änderung des 
AHVG vom 7. Oktober 1994 (10. AHV-Revision; nachfolgend: Schluss-
Best.)  ist  bei  der  Berechnung  der  Altersrenten  von verwitweten und 
geschiedenen Personen, die vor dem 1. Januar 1953 geboren sind, ei-
ne Übergangsgutschrift zu berücksichtigen, wenn ihnen nicht während 
mindestens  16  Jahren  Erziehungsgutschriften  angerechnet  werden 
können. Die Übergangsgutschrift  entspricht der Höhe der halben Er-
ziehungsgutschrift. Die Letztere entspricht dem Betrag der dreifachen 
minimalen jährlichen Altersrente gemäss Art. 34 AHVG im Zeitpunkt 
der Entstehung des Rentenanspruchs (Art. 29sexies Abs. 2 AHVG); für 
das Jahr 2000 belief sich die minimale Altersrente auf Fr. 1'005.- pro 
Monat  bzw. Fr. 12'060.-  pro  Jahr  (Rententabellen  1999,  S. 24).  Die 
Übergangsgutschrift darf für Versicherte mit Jahrgang 1945 und älter 
für 16 Jahre angerechnet werden, höchstens jedoch für die Anzahl der 
Jahre, welche für die Festsetzung der Rentenskala der rentenberech-

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tigten Person berücksichtigt  werden (lit. c Abs. 3 SchlussBest.). Dem 
1941  geborenen,  seit  1972  geschiedenen  Beschwerdeführer  sind 
mangels  anrechenbaren  Erziehungsgutschriften  Übergangsgutschrif-
ten in der Höhe von 16 halben Erziehungsgutschriften à Fr. 18'090.- 
(= Fr. 12'060.- x 3 : 2), ausmachend Fr. 289'440.-, anzurechnen.

4.4.4 Bei einer Beitragszeit von 37 Jahren und 4 Monaten, entsprech-
end 37,33 Beitragsjahren,  resultiert  ein durchschnittliches Jahresein-
kommen  des  Beschwerdeführers  von  Fr. 54'292.-  ([Fr.  1737'291.-  + 
Fr. 289'440.-]  :  37,33  Beitragsjahre).  Dieser  Betrag  ist  gemäss 
Rz. 5101  der  Wegleitung  über  die  Renten in  der  AHV/IV  (RWL)  auf 
den nächsthöheren Tabellenwert des massgebenden durchschnittlich-
en Jahreseinkommens in der Skala 43, somit auf Fr. 55’476.-, aufzu-
runden. Diesem Tabellenwert für das Jahr 2000 entspricht für das Jahr 
2006 ein Wert von Fr. 59'340.- (vgl. die auch für 2006 massgebenden 
Rententabellen 2005, S. 20).

Der von der Vorinstanz in ihrer Duplik erwähnte Tabellenwert erweist 
sich demnach als zutreffend.

4.5 Bei  einem  massgebenden  durchschnittlichen  Jahreseinkommen 
von Fr. 59'340.- beläuft sich die monatliche Altersrente des Beschwer-
deführers  im  Jahre  2006  gemäss  der  Skala  43  auf  Fr. 1'866.-  (vgl. 
Rententabellen 2005, S. 20). Diesen Rentenbetrag hat auch die Vor-
instanz ermittelt. Dieser wie auch der Rentenbetrag von Fr. 1'918.- ab 
1. Januar 2007 ist nicht zu beanstanden.

4.6 Nach dem Gesagten erweist sich die in der Wiedererwägungsver-
fügung vorgenommene Rentenberechnung im Ergebnis als rechtens. 
Soweit  das Verfahren nicht  gegenstandslos geworden ist,  ist  die Be-
schwerde deshalb abzuweisen.

5.
Vorliegend  sind  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  (vgl.  Art. 85bis 

Abs. 2 AHVG).

6.
Dem teilweise unterliegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwer-
deführer ist  keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 
VwVG, Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]; BGE 127 V 205 E. 4b).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Soweit das Verfahren nicht gegenstandslos geworden ist, wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherung

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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