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**Case Identifier:** 1342122c-4ba9-5ed7-8273-37e03c8e72d3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.07.2014 200 2013 843
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-843_2014-07-28.pdf

## Full Text

200 13 843 IV
LOU/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Juli 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch B.________, Fürsprecher C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Juli 2014, IV/13/843, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1982 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 6. August 2012 unter Angabe eines Geburtsgebrechens 
bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von 
Leistungen der Invalidenversicherung an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 2). In der Folge holte die IVB diverse berufliche und erwerbliche Unter-
lagen ein und veranlasste vom 19. November bis 16. Dezember 2012 eine 
Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (AMA) in der Abklärungsstelle 
D.________ (vgl. Abklärungsbericht vom 18. Januar 2013, AB 32). Nach 
Einholung eines Berichtes von Dr. phil. E.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 1. Febru-
ar 2013 (AB 34) und einem Arbeitstraining in der Abklärungsstelle 
D.________ vom 5. Februar bis 29. April 2013 (AB 30; vgl. Schlussbericht 
vom 14. Mai 2013, AB 45) gewährte die IVB am 12. Juni 2013 ein Arbeits-
versuch in der F.________ vom 3. Juni bis 1. September 2013 (AB 50; vgl. 
auch AB 53 f.). Weiter veranlasste die IVB einen Abklärungsbericht Haus-
halt vom 14. Juni 2013 (AB 51). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (AB 52) verfügte die IVB am 3. September 2013 bei einem Invaliditäts-
grad von 35% die Abweisung des Leistungsbegehrens (AB 56).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch B.________, Fürsprecher 
C.________, mit Eingabe vom 24. September 2013 beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 3. September 2013 
sei aufzuheben.

2. Es sei eine IV-Rente zuzusprechen.
3. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung zu 

bewilligen und sie sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheits-
leistungen zu befreien. Zudem sei ihr die unentgeltliche Rechtsver-
beiständung durch den Unterzeichnenden zu gewähren.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwer-
degegnerin.

Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass der Status 60% 
Erwerb, 40% Haushalt falsch festgesetzt worden sei. Sie wäre heute zu 
80% ausser Haus erwerbstätig. Zudem sei beim Invalidenlohn ein zusätzli-
cher Abzug von 20% zu berücksichtigen. Am 9. Oktober 2013 reichte die 
Beschwerdeführerin Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege zu den Akten.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin unter Verweis auf die Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes vom 5. November 2013 (AB 68) die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. November 2013 wurde das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen und Fürsprecher 
C.________ der Beschwerdeführerin als amtlicher Anwalt beigeordnet.

Mit Replik vom 6. Februar 2014 und Duplik vom 11. März 2014 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest.

Am 7. Mai 2014 erfolgte eine weitere Eingabe der Beschwerdeführerin. Mit 
Eingabe vom 22. Mai 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 
Stellungnahme.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 3. September 2013 
(AB 56). Streitig und zu prüfen ist, ob der Anspruch auf die Ausrichtung 
einer Invalidenrente zu Recht verneint worden ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.2 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht Folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Der den Abklärungsbericht AMA vom 18. Januar 2013 mitunter-
zeichnende RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie FMH, 
diagnostizierte im Rahmen der Abklärung mit Auswirkung auf die Arbeits-

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fähigkeit kognitive Defizite. Die Beschwerdeführerin könne ein 100%-
Pensum erbringen. Am besten geeignet seien einfache serielle Tätigkeiten, 
wobei ein erhöhter Instruktionsaufwand bestehe (AB 32, S. 7). Dabei be-
stehe eine Leistungsminderung von 30% aufgrund einer gewissen Dekon-
ditionierung und wahrscheinlich bestehender kognitiver Defizite, welche 
noch durch eine neuropsychologische Untersuchung näher abgeklärt wer-
den müssten (AB 32, S. 8).

3.2.2 Dr. phil. E.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, 
RAD, diagnostizierte im neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 
1. Februar 2013 eine grenzwertige, leichte Intelligenzminderung (ICD-10: 
F70). Die in der AMA festgestellte Leistungsminderung von 30% könne 
ohne weiteres durch die kognitiven Minderfunktionen erklärt werden 
(AB 34, S. 4).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 3. September 2013 (AB 56) in medizinischer Hinsicht massge-
blich auf den Untersuchungsbericht von Dr. phil. E.________ vom 1. Fe-
bruar 2013 (AB 34), welcher das Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. 
G.________ im Abklärungsbericht AMA vom 18. Januar 2013 (AB 32) 
bestätigt. Die beiden Berichte der RAD-Ärzte erfüllen die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert einer beweiskräftigen 
Beurteilung gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.1 hiervor), weshalb darauf 
abgestellt werden kann. Insbesondere beruhen die darin enthaltenen Fest-
stellungen auf einer eigenen Untersuchung durch Dr. phil. E.________ und 
sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden getroffen worden. Somit kann die Beschwerdeführerin ein 
Pensum von 100% in einer angepassten Tätigkeit (einfache serielle Tätig-
keiten) erbringen, wobei eine Leistungsminderung von 30% aufgrund einer 
gewissen Dekonditionierung und kognitiver Defizite bzw. einer grenzwerti-
gen, leichten Intelligenzminderung besteht (AB 32, S. 7 f.; 34, S. 4).

Diese Beurteilungen stimmen mit der Einschätzung im Schlussbericht Ar-
beitstraining vom 14. Mai 2013 überein. Darin wurde ausgeführt, dass eine 
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt bei angepassten Arbeiten möglich 
sei, sofern eine Arbeitsstelle mit reduziertem Pensum gefunden werden 
könne. Verweistätigkeiten wurden in körperlich leicht bis mittelschweren 

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Maschinen- und Montagearbeiten als Produktionsmitarbeiterin im industriel-
len Bereich sowie in einer Chauffeurtätigkeit gesehen, wo die Beschwerde-
führerin leichtere Waren transportieren könne oder auch als Kurierfahrerin. 
Sie könne auch im Bereich Hauswirtschaft sowie eventuell im Verkauf tätig 
sein, wobei zu beachten sei, dass ihr der Verkauf unbekannt, aber Interes-
se vorhanden sei (AB 45, S. 3).

3.4 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in 
einer angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 70% 
arbeitsfähig ist.

4.

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 

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persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 
117 V 194 E. 3b S. 195).

4.2 In der rentenabweisenden Verfügung vom 3. September 2013 
(AB 56) stützt sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf den Ab-
klärungsbericht Haushalt vom 26. September 2012 (AB 51). Darin wurde 
die Beschwerdeführerin zu 60% als Erwerbstätige und zu 40% als Haus-
frau eingestuft (AB 51, S. 3 f.).

Gegenüber der Abklärungsperson gab die Beschwerdeführerin anlässlich 
der Erhebung vom 23. Mai 2013 an, sie stelle sich vor, dass sie im Ge-
sundheitsfall sicher ein 50%-60% Pensum erfüllen könnte. Sie habe sich 
bei H.________ in … beworben (40%-60% Pensum), habe jedoch eine 
Absage erhalten. Die Eltern der Beschwerdeführerin könnten den Sohn an 
einem Nachmittag betreuen (AB 51, S. 3 Ziff. 3.5). In der Beschwerde wird 
hingegen geltend gemacht, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheits-
fall zu 80% ausser Haus erwerbstätig wäre.

Vorliegend kann der Beschwerdeführerin die spontane Aussage der ersten 
Stunde nicht ohne weiteres entgegengehalten werden. Die Beschwerdefüh-
rerin hat bei der Haushalt-Abklärung angegeben, dass sie ohne Behinde-
rung sicher in einem 50%-60% Pensum arbeiten würde. Mit Blick auf den 
Umfang ihrer früheren Erwerbstätigkeit ist der Ausdruck „sicher“ im Sinne 
von „mindestens“ zu verstehen. Zwar brachte sie ebenfalls vor, sich aktuell 
- mit der gesundheitlichen Einschränkung - für eine 40%-60% Stelle be-
worben zu haben (AB 51, S. 3 Ziff. 3.5). Jedoch ist davon auszugehen, 
dass sie diese Frage nur unzureichend verstanden und aus dem Moment 

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heraus beantwortet hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 
kann deshalb nicht einzig auf diese Angaben der Beschwerdeführerin ab-
gestellt werden, zumal mit der erwähnten Beantwortung nicht ausgeschlos-
sen ist, dass sie zusätzlich ein Pensum von 20% gesucht hätte. Obgleich 
im Verlauf des Abklärungsverfahrens gemachte Aussagen praxisgemäss 
stärker zu gewichten sind als spätere anders lautende Erklärungen, welche 
von Überlegungen sozialversicherungsrechtlicher Natur beeinflusst sein 
können, gilt es dennoch grundsätzlich zu beachten, dass der Bedeutungs-
gehalt der Frage nach der hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheits-
fall innerhalb des ganzen IV-Rentengefüges für Laien nicht einfach zu er-
kennen ist. Dies muss umso mehr gelten für eine Person wie die Be-
schwerdeführerin, welche bereits seit der Kindheit leistungsschwach ist. 
Vor diesem Hintergrund dürfte es der Beschwerdeführerin, schwer fallen, 
sich ein Leben ohne Behinderung vorzustellen. Kommt hinzu, dass die Be-
schwerdeführerin Mühe hat sich abzugrenzen und sehr besorgt ist, dem zu 
entsprechen, was man von ihr erwartet (vgl. AB 19, S. 2 f. sowie Protokoll 
der IVB per 2. Mai 2014, S. 11). Massgebend für die Frage, in welchem 
Ausmass sie als Gesunde erwerbstätig wäre, sind somit primär die konkre-
ten Lebensumstände, wie sie sich im Zeitpunkt der Verfügung darstellten 
(vgl. Entscheide des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute 
Bundesgericht {BGer}] vom 9. Dezember 2005, I 253/05, E. 4.2.2, und vom 
30. November 2004, I 399/04, E. 3.2). Mit Blick auf den Umstand, dass die 
Beschwerdeführerin vor der Geburt ihres Sohnes im März 20xx immer in 
einem 100%-Pensum gearbeitet hat (vgl. AB 5, 13, 41), erscheint ein Pen-
sum von 80% nachvollziehbar. Ein solches wäre denn auch mit der Betreu-
ung ihres Sohnes, welcher eine … Tagesschule besucht, vereinbar. So 
wird die Beschwerdeführerin diesbezüglich von ihren Eltern unterstützt, 
welche im gleichen Quartier wohnen. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass 
die Eltern der Beschwerdeführerin keineswegs „betagt“ sind wie von der 
Beschwerdegegnerin erwähnt (AB 68, S. 4). Vielmehr sind die Eltern um 
die 60 Jahre alt und durchaus in der Lage, die Betreuungspflichten für ihr 
Grosskind zu übernehmen (vgl. dazu Beschwerde sowie Replik vom 6. Fe-
bruar 2014).

4.3 Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-
stellt, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 80% erwerbstätig 

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und zu 20% im Haushalt tätig wäre. Infolge dessen ist der Invaliditätsgrad 
entsprechend der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor), im Erwerbsbe-
reich mittels eines Einkommensvergleiches (E. 5 hiernach) und im Aufga-
benbereich Haushalt mittels eines Betätigungsvergleichs (E. 6 hiernach), 
zu bestimmen.

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.2 
S. 223).

Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der Anmel-
dung bei der IVB im August 2012 (AB 2) Februar 2013 (vgl. Art. 29 Abs. 3 
IVG). Der Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf diesen Zeitpunkt hin 
vorzunehmen. Entsprechende statistische Zahlen fehlen jedoch noch, so 
dass eine Festlegung auf das Jahr 2012 erfolgt.

5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der 
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik: Vor Vollen-
dung des 21. Altersjahres 70%, vor Vollendung des 25. Altersjahres 80%, 
vor Vollendung des 30. Altersjahres 90% und nach Vollendung des 30. Al-

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tersjahres 100% (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). 

Es steht fest und ist unter den Parteien unbestritten, dass das Validenein-
kommen vorliegend nach Massgabe von Art. 26 Abs. 1 IVV zu bestimmen 
ist, nachdem die Beschwerdeführerin aufgrund kognitiver Minderfunktionen 
bzw. einer leichten Intelligenzminderung in ihrer Erwerbsfähigkeit einge-
schränkt ist (vgl. E. 4.3 hiervor). Da die Beschwerdeführerin mit Jahrgang 
1982 im hier massgebenden Jahr 2013 das 30. Altersjahr bereits vollendet 
hatte, beträgt deren hypothetisches Valideneinkommen gemäss dem vom 
Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) für jenes Jahr festgelegten An-
satz Fr. 77'000.-- (ab 1. Januar 2012; vgl. IV-Rundschreiben Nr. 317 des 
BSV vom 17. Oktober 2012). Bei einem 80%-Pensum im Gesundheitsfall 
resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 61‘600.--.

5.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens an-
hand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle 
Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen monat-
lichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen bei einfachen und repeti-
tiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Dabei sind in erster 
Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV 
Nr. 15 S. 50 E. 3c cc).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

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lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

Die Beschwerdeführerin geht aktuell einer Tätigkeit als … beim … der 
F.________ nach, welche sie bereits im Rahmen der Arbeitsvermittlung 
bzw. des Arbeitsversuches inne hatte (vgl. Eingabe der Beschwerdeführe-
rin vom 7. Mai 2014 sowie Protokoll der IVB per 2. Mai 2014, S. 10 f.). Auf 
den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten, tatsächlich erzielten 
monatlichen Lohn von Fr. 680.-- kann dabei jedoch nicht abgestellt werden, 
handelt es sich dabei doch lediglich um einen aufgrund einer Arbeitspau-
schalen (inklusive Kilometerentschädigung) berechneten Betrag, welcher 
bei Freiwilligenarbeit herangezogen wird (vgl. BB 3). Kommt hinzu, dass 
sich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin betreffend das diesem 
Lohn zugrunde liegenden Arbeitspensum widerspricht, wenn er im Schrei-
ben vom 6. Februar 2014 von einem zu bewältigenden Pensum von rund 
drei Tagen pro Woche ausgeht, in der Eingabe vom 7. Mai 2014 jedoch nur 
von sieben Stunden die Woche spricht. Da der tatsächlich erzielte Lohn 
daher nicht überzeugend ermittelt werden kann, ist zur Berechnung der 
Erwerbseinbusse auf Tabellenlöhne abzustellen. Gemäss LSE 2010, Ta-
belle TA1, Niveau 4 (einfache und repetitive Arbeiten), Frauen, Total, ist 
von einem monatlichen Einkommen von Fr. 4‘225.-- bzw. einem Jahresein-
kommen von Fr. 50‘700.-- auszugehen. Umgerechnet auf die betriebsübli-
che Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden („Die Volkswirtschaft“ 12-2013, 
S. 90, Tabelle B9.2, Total) sowie aufindexiert auf das Jahr 2012 (Bundes-
amt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Tabelle T1.1.10, Nominal-
lohnindex nach Geschlecht, Frauen, Total: Veränderung 2010 zu 2012 

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+2%) ergibt dies ein Einkommen von Fr. 53‘911.80. Bei einer verminderten 
Leistungsfähigkeit von 30% entspricht dies einem Invalideneinkommen von 
Fr. 37‘738.30.

Da den medizinischen Einschränkungen bereits mit der reduzierten Arbeits- 
bzw. Leistungsfähigkeit Rechnung getragen wird, ist ein eigentlicher behin-
derungsbedingter Abzug nicht vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 
5. Juli 2011, 8C_261/2011, E. 7.3). Hingegen ist die Beschwerdeführerin 
auf einen verständnisvollen Arbeitgeber angewiesen, welcher sie intensiv 
begleitet. Zudem kann die Beschwerdeführerin keine Arbeit unter Zeitdruck 
ausführen (vgl. Protokoll der IVB per 2. Mai 2014, S. 10). Ein Abzug von 
20%, wie von der Beschwerdeführerin gefordert (Beschwerde, S. 5), ist 
vorliegend nicht gerechtfertigt. Mit Blick auf die erwähnten Umstände ist 
jedoch ein Abzug von (maximal) 15% zu berücksichtigten. Folglich ergibt 
sich ein Invalideneinkommen von Fr. 32‘077.60.

5.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 61‘600.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 32‘077.60 resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 29‘522.40, was einer Einschränkung von gerundet (BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123) 48% entspricht. Gewichtet gemäss dem festgestell-
ten Status (80% Erwerbstätigkeit; vgl. E. 4.3 hiervor) besteht im Erwerbsbe-
reich eine Einschränkung von 38%.

6.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 

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die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

6.2 Auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 14. Juni 2013 (AB 51) ist 
abzustellen; er überzeugt, ist angemessen detailliert , plausibel begründet 
und erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. E. 6.1 hiervor). Es 
sind keine klaren Fehleinschätzungen ersichtlich, die ein Eingreifen in das 
Ermessen der kompetenten Abklärungsperson anzeigen würden. Entspre-
chende Einwände liegen von der Beschwerdeführerin denn auch nicht vor.

Demnach ist von einer Einschränkung im Aufgabenbereich bzw. einer Leis-
tungsverminderung aufgrund der Verlangsamung und der Wechselwirkung 
von 10% bzw. gewichtet (bei 20% Tätigkeit im Haushalt) von 2% auszuge-
hen.

7. Nach dem Dargelegten sowie unter Berücksichtigung eines Status 
von 80% Erwerbstätigkeit und 20% Haushaltstätigkeit beträgt der Gesam-
tinvaliditätsgrad 40% (vgl. E. 5.4 [38%] und 6.2 [2%]), was zu einer Viertels-
rente berechtigt (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 3. September 2013 aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist ab Fe-
bruar 2013 eine Viertelsrente zuzusprechen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

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Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

8.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit angemessener Kostennote vom 25. März 2014 hat Fürsprecher 
C.________ ein Honorar von Fr. 1‘352.-- sowie Auslagen von Fr. 135.60 
und die Mehrwertsteuer von Fr. 119.-- geltend gemacht. Der gesamte Par-
teikostenersatz wird somit auf Fr. 1‘606.60 (inklusive Auslagen und Mehr-
wertsteuer) festgesetzt.

8.3 Die mit Verfügung vom 25. November 2013 bewilligte unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung von Fürsprecher C.________ als amtlicher 
Anwalt kommt bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zum Tragen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 3. September 2013 aufgehoben. Der Beschwerde-
führerin wird ab Februar 2013 eine Viertelsrente zugesprochen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten 
von Fr. 1‘606.60 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.