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**Case Identifier:** abc8fe79-74aa-5180-a1dd-a0c57e036444
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 02.05.2024 VBE.2023.448
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-448_2024-05-02.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2023.448 / SW / sc 
Art. 64 

 

 

Urteil vom 2. Mai 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Gössi  

Gerichtsschreiberin Ruh          

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____   

vertreten durch lic. iur. Markus Zimmermann, Rechtsanwalt, 

Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
   

Beigeladene   B._____      

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 21. September 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1965 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 10. September 

2020 bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche 

Integration/Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die 

Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin erwerbliche und medizinische Ab-

klärungen, in deren Rahmen sie unter anderem die Akten des Krankentag-

geldversicherers einholte und die Beschwerdeführerin bidisziplinär (psychi-

atrisch und orthopädisch) durch die Dres. med. C._____, Facharzt für Or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, und 

D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Bidisziplinäre Ge-

samtbeurteilung vom 27. Dezember 2022; Stellungnahme Dr. med. 

D._____ vom 16. Mai 2023) sowie neuropsychologisch durch lic. phil. 

E._____, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP (Gutachten vom 

24. August 2022), begutachten liess. Nach Rücksprache mit dem Regiona-

len Ärztlichen Dienst (RAD) wies sie das Leistungsbegehren der Beschwer-

deführerin in Bestätigung ihres Vorbescheids vom 24. Januar 2023 mit Ver-

fügung vom 21. September 2023 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 21. September 2023 erhob die Beschwerdefüh-

rerin mit Eingabe vom 24. Oktober 2023 fristgerecht Beschwerde und 

stellte folgende Anträge: 

 

" 1. 
Die angefochtene Verfügung vom 21.09.2023 sei aufzuheben und der 
Beschwerdeführerin seien die gesetzlich geschuldeten Leistungen, ins-
besondere auch eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. 

 
2. 
Eventualiter sei die Sache zur ordnungsgemässen Abklärung des 
Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  

 
3. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 14. November 2023 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 16. November 2023 wurde die 

B._____ als berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im 

Verfahren beigeladen. Diese reichte innert der ihr dazu angesetzten Frist 

keine Stellungnahme ein.  

 
  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegeh-

rens im Wesentlichen – unter Hinweis auf das Ergebnis der bidisziplinären 

Begutachtung durch die Dres. med. C._____ und D._____ – damit, dass 

die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Produktionsmit-

arbeiterin zu 80 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein 20 % unter 

dem Valideneinkommen liegendes und folglich rentenausschliessendes 

Salär zu erzielen. Berufliche Massnahmen erwiesen sich dementspre-

chend nicht als notwendig (vgl. Vernehmlassungsbeilage [VB] 95 S. 1 f.). 

 

1.2. 

Die Beschwerdeführerin macht dagegen im Wesentlichen geltend, es 

könne aus verschiedenen Gründen nicht auf das psychiatrische Gutachten 

von Dr. med. D._____ abgestellt werden (vgl. Beschwerde S. 4; 14 ff.); tat-

sächlich sei sie zu 100 % arbeitsunfähig (Beschwerde S. 17).  

 

2. 

Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin das Leis-

tungsbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. September 

2023 (VB 98 S. 25) zu Recht abgewiesen hat. 

 

3. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind da-

her nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Bestim-

mungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend. 

 

4. 

Wie bereits erwähnt, stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch-

tenen Verfügung vom 21. September 2023 (VB 98 S. 25 ff.) in medizini-

scher Hinsicht insbesondere auf das bidisziplinäre Gutachten der 

Dres. med. D._____ und C._____ vom 27. Dezember 2022 sowie die er-

gänzende Stellungnahme von Dr. med. D._____ vom 16. Mai 2023 (VB 68; 

69.1; 69.2; 84). Diese diagnostizierten ein die Arbeitsfähigkeit 

 - 4 - 

 

 

beeinträchtigendes belastungsabhängiges vermehrtes lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom ohne Radikulopathie (ICD-10 M54.97). Überdies stellten 

sie folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

(VB 69.1 S. 9): 

 

"ICD-10: M79.97 
Aktenanamnestische Erstdiagnose eines generalisierten weichteilrheuma-
tischen Syndroms durch Dr. F._____ 2020; ggw. ohne klinisch objektivier-
bare Funktionseinschränkung 
 
ICD-10: F68.0/Z76.5 
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen 
DD Schmerzfehlverarbeitung/Symptomausweitung (Psychologische Fak-
toren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten) 
(ICD-10: F54). 
 
ICD-10: F32.4/F33.4 Z 
Depressive Episode, remittiert" 

 

Was die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf das 

funktionelle Leistungsvermögen anbelangt, hielten die Gutachter fest, die 

Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit un-

eingeschränkt arbeitsfähig. Aus orthopädischer Sicht bestehe in der ange-

stammten Tätigkeit als Produktionshelferin aufgrund der Notwendigkeit 

häufigerer kurzer Arbeitsunterbrechungen und Positionswechsel im Rah-

men eines zumutbaren 100%-Pensums eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit; in 

einer dem Rückenleiden adaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin 

indes zu 100 % arbeitsfähig (VB 69.1 S. 17 f.). 

 

5. 

5.1. 

Zunächst ist auf die Rüge der Beschwerdeführerin einzugehen, wonach 

das bidisziplinäre Gutachten vom 27. Dezember 2022 (VB 68; 69.1; 69.2) 

bzw. dessen psychiatrischer Teil (VB 68) eine unzulässige "second 

opinion" darstelle, da dem zuvor von der Beschwerdegegnerin eingeholten 

Gutachten von Dr. med. G._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-

rapie, volle Beweiskraft zukomme und folglich kein Anlass für eine erneute 

psychiatrische Begutachtung bestanden habe (vgl. Beschwerde S. 17 ff.).  

 

5.2. 

Der Versicherer nimmt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Ab-

klärungen von Amtes wegen vor (BGE 132 V 93 E. 5.2.8 S. 105). Die me-

dizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unab-

dingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer 

Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 

ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den 

rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung 

hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich Notwendigkeit, Um-

fang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Gestützt auf 

 - 5 - 

 

 

den Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherer den Sachverhalt so weit 

zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 353 

E. 5b S. 360) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten 

eine massgebende Rolle zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 

12. März 2010 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 126 V 353 E. 5b S. 360). 

 

Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG müssen die vom 

Versicherer angeordneten Untersuchungen für die Erstellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts notwendig sein. In diesem Sinne liegt die medizini-

sche Begutachtung nicht im uneingeschränkten Ermessen der rechtsan-

wendenden Stellen. Diese haben sich von rechtsstaatlichen Grundsätzen 

leiten zu lassen, wozu die Verpflichtung zur Objektivität und Unvoreinge-

nommenheit gehört (Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 

2010 und BGE 137 V 210 E. 3.3.1 S. 245, jeweils mit Hinweisen). Die IV-

Stelle hat daher nicht das Recht, im Rahmen einer "second opinion" weitere 

Erhebungen vorzunehmen, wenn ihr das Ergebnis des an sich genügend 

abgeklärten Sachverhalts nicht gefällt (vgl. BGE 136 V 156 E. 3.3 S. 158). 

 

5.3. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

 

5.4. 

Das Gutachten von Dr. med. G._____ wurde – entgegen den entsprechen-

den Ausführungen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 17) – nicht von 

der Beschwerdegegnerin, sondern vom Krankentaggeldversicherer der Be-

schwerdeführerin, von welcher die Beschwerdegegnerin wiederholt die je-

weils aktuellen Akten beizog (vgl. etwa VB 30; 39), im Zusammenhang mit 

einer Funktionsorientierten Medizinischen Abklärung [FOMA] durch die 

H._____, in Auftrag gegeben (vgl. VB 38 S. 13; 44.1 S. 2). Nach Lage der 

Akten wurden die im Rahmen von Art. 44 ATSG geltenden Mitwirkungs- 

und Parteirechte der Beschwerdeführerin (vgl. hierzu statt vieler BGE 139 

 - 6 - 

 

 

V 349) dabei vom Krankentaggeldversicherer nicht gewahrt. Das fragliche 

Gutachten ist daher beweisrechtlich gleich zu werten wie eine versiche-

rungsinterne Beurteilung, weshalb ihm rechtsprechungsgemäss die Be-

weiskraft eines versicherungsinternen Berichtes und nicht diejenige eines 

verwaltungsexternen Gutachtens zukommt (vgl. zum Ganzen statt vieler 

SVR 2023 IV Nr. 12 S. 36, 8C_23/2022 und 8C_51/2022 E. 4.2.2, sowie 

Urteile des Bundesgerichts 9C_580/2018 vom 14. November 2018 E. 4.1 

und 8C_682/2017 vom 14. Februar 2018 E. 5). Vor diesem Hintergrund 

handelt es sich beim von der Beschwerdegegnerin eingeholten bidiszipli-

nären Gutachten jedenfalls nicht um eine unzulässige second opinion. 

 

Zudem legte RAD-Arzt med. pract. I._____, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie und Praktischer Arzt, in seiner Stellungnahme vom 

26. Februar 2022 (VB 48 S. 3 f.) einleuchtend dar, dass die Einschätzung 

von Dr. med. G._____ nicht als Grundlage für die Prüfung des Rentenan-

spruchs der Beschwerdeführerin tauge. So sei namentlich dessen Beurtei-

lung, wonach die Beschwerdeführerin aufgrund der von ihm diagnostizier-

ten Angststörung und der leichten depressiven Episode in jeglicher Tätig-

keit zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. VB 44.1 S. 27 f.), in verschiedener 

Hinsicht nicht nachvollziehbar. Konkret bemängelte RAD-Arzt med. pract. 

I._____, die Angaben zur funktionellen Leistungsfähigkeit seien zu rudi-

mentär und die Mini-ICF erscheine auch nicht vorbehaltslos nachvollzieh-

bar. Es sei kaum plausibel, dass bei einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit 

in nur so wenigen Bereichen Beeinträchtigungen vorhanden sein sollen und 

in vielen anderen Bereichen gar keine, nicht einmal leichte. Ferner sei nicht 

nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht – 

auch mit den genannten Diagnosen – in der Anwendung fachlicher Kom-

petenzen als Hilfsarbeiterin schwer beeinträchtigt sein soll, denn geistig 

scheine sie nicht beeinträchtigt zu sein. Weiter gebe auch die Angabe des 

parallel beurteilenden Rheumatologen Prof. Dr. med. J._____, Facharzt für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, wel-

cher von nicht zuverlässiger Leistungsbereitschaft und schlechter Konsis-

tenz gesprochen habe (VB 44.1), zu Fragen Anlass, und ausserdem werfe 

der letzte Bericht der behandelnden Psychiaterin (VB 47 S. 5) Fragen auf. 

Zusammenfassend sei aus Sicht des RAD der Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführerin nochmals gründlich zu evaluieren. Angesichts dieser – 

nach Lage der Akten durchaus berechtigten – Kritik (auch) am (Teil-)Gut-

achten von Dr. med. G._____ ist jedenfalls nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin selbst noch psychiatrisch-or-

thopädisch begutachten liess. 

 

6. 

6.1. 

Zu prüfen ist somit nachfolgend, ob dem Gutachten der Dres. med. 

C._____ und D._____ vom 27. Dezember 2022 (VB 69) Beweiskraft zu-

kommt.  

 - 7 - 

 

 

6.2. 

Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten 

vom 27. Dezember 2022 davon ausging, dass die Beschwerdeführerin aus 

somatischer Sicht in der angestammten Tätigkeit zu 80 % und in einer an-

gepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, wurde von letzterer – nach 

Lage der Akten zu Recht – nicht beanstandet. Die Beschwerdeführerin 

stellt indes den Beweiswert der Beurteilung des psychiatrischen Gutachters 

in Abrede, wobei sie sich auf die Stellungnahmen ihrer behandelnden Ärz-

tin med. pract. K._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 

vom 9. März (VB 87 S. 18 ff.) und vom 15. Oktober 2023 (Beschwerdebei-

lage [BB] 3) beruft. 

 

6.3. 

Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. D._____ vom 4. November 

2022 wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben (VB 68 

S. 4 ff.), beruht auf allseitigen Untersuchungen (VB 68 S. 21 ff.), berück-

sichtigt die geklagten Beschwerden (VB 68 S. 21 f.), leuchtet in der Beur-

teilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situa-

tion ein und die Schlussfolgerungen des Experten sind begründet (VB 68 

S. 29 ff.). Das Gutachten ist damit grundsätzlich geeignet, hinsichtlich des 

psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin den Beweis 

für den anspruchserheblichen Sachverhalt zu erbringen.  

 

6.4. 

6.4.1. 

Die behandelnde Psychiaterin med. pract. K._____ führte in ihrer im Vor-

bescheidverfahren am 9. März 2023 verfassten Stellungnahme zum Gut-

achten von Dr. med. D._____ aus, formell sei das Gutachten lege artis er-

stellt worden. Wahrscheinlich hätte aber eine zusätzliche Fremdanamnese 

ein objektiveres Bild ergeben und inhaltlich sei es von ihren eigenen Wahr-

nehmungen sehr stark abweichend. Während sie ihre Patientin im Gutach-

ten von Dr. med. G._____ sehr gut wiedererkenne, sei dies bei der Beur-

teilung von Dr. med. D._____ überhaupt nicht der Fall. Dr. med. D._____ 

habe mit Ausnahme von Schmerzen, circadianen Rhythmusproblemen und 

Hinweisen auf aggravierendes Verhalten keine auffälligen psychischen 

Symptome festgestellt. Auch seine Feststellung, "kein Gefühl der Betrof-

fenheit sondern des Unechten wahrzunehmen und dass von Aggravation 

der Versicherten ausgegangen werden muss", erlebe sie in Übereinstim-

mung mit Dr. med. G._____ konträr. Vielleicht sei die Explorationszeit von 

ca. einer Stunde zu kurz gewesen, um einen emotionalen Kontakt mit der 

Beschwerdeführerin aufzubauen. Inhaltlich sei zu korrigieren, dass diese 

keine Tagesklinik, sondern ein Tageszentrum besuche (VB 78 S. 18). Wei-

ter hätten trotz vielseitiger Therapie, welche entsprechend dem diesbezüg-

lichen Vorschlag von Dr. med. G._____ auch stärker auf die generalisierte 

Angststörung ausgerichtet gewesen sei, ihres Erachtens keine vollständige 

Remission der Symptome und keine volle Belastbarkeit erreicht werden 

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können. Dabei handle es sich nicht um eine Aggravation, sondern um das 

Weiterbestehen eines nicht remittierten psychisch eingeschränkten Zu-

standes ohne Arbeitsfähigkeit (VB 78 S. 19; vgl. auch Stellungnahme von 

med. pract. K._____ vom 15. Oktober 2023 [BB 3 S. 1]). Ihrer Meinung 

nach seien immer noch folgende Diagnosen vorhanden:  

 

" - stressbedingte reaktive generalisierte Angststörung (ICD-F.41.1) 
- Schwere depressive Episode (ICD-F32.2 oder F33.2) bei Erschöp-

fungssyndrom/Burnout-Syndrom 
- plus somatische Diagnosen (Schmerzsyndrom bei degenerativen 

Veränderungen an der Wirbelsäule, Hypertonie)" 
 

Differentialdiagnostisch könnte auch die im ICD-11 neu definierte "Anpas-

sungsstörung" (ICD-11, 6B43) die Symptomatik der Beschwerdeführerin 

beschreiben "als maladaptive Reaktion auf identifizierbare psychosoziale 

Stressoren oder mehrere Stressoren". Da es bei der Beschwerdeführerin 

während ca. fünf Jahren zu Mobbing, Schikanen und Anschreien durch die 

neue Vorgesetzte am Arbeitsplatz mit nachfolgendem Arbeitsplatzverlust 

gekommen sei, sei die Dauer der Symptome von mehr als sechs Monaten 

nachvollziehbar (vgl. VB 78 S. 18 ff.).  

 

6.4.2. 

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 4. November 2022 führte Dr. med. 

D._____ zur Begründung, weshalb er keine Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit stelle, aus, trotz des dysfunktionalen Krankheitsverhal-

tens der Beschwerdeführerin (im Sinne einer Aggravation) würden sich 

keine gravierenden Hinweise für eine tiefgreifende Funktions- und Leis-

tungsbeeinträchtigung im psychiatrischen Bereich erkennen lassen. Auf-

grund der festgestellten Aggravation könne keine klare Aussage über die 

bestehenden Beschwerden getätigt werden (VB 68 S. 38). Zur Annahme 

einer Invalidität brauche es auf jeden Fall ein medizinisches Substrat, das 

fachärztlich festgestellt werde und nachgewiesenermassen die Arbeits- 

und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtige. Je stärker psychosoziale 

und soziokulturelle Faktoren – wie im Fall der Beschwerdeführerin – in den 

Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen würden, desto 

ausgeprägter müsse eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von 

Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeute, dass das klinische Be-

schwerdebild nicht einzig aus Beeinträchtigungen, welche von belastenden 

soziokulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren würden, bestehen 

dürfe, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas-

sen habe. Bei der Beschwerdeführerin würden IV-fremde Faktoren im Vor-

dergrund stehen. Aus psychiatrischer Sicht würden keine Behandlungsop-

tionen bestehen, welche deren ohnehin uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

verbessern könnten (VB 68 S. 38 f.).  

 

In der Stellungnahme vom 16. Mai 2023 führte Dr. med. D._____ aus, 

med. pract. K._____ und die weiteren behandelnden Ärzte würden die 

 - 9 - 

 

 

Bedeutung der Konsistenzprüfung verkennen. Drei Gutachter (der Neu-

ropsychologe, die Fachpersonen der H._____, welche im Frühjahr 2021 die 

FOMA-Untersuchung durchgeführt hätten [vgl. VB 44.1 S. 2 f.], und er sel-

ber) hätten Inkonsistenzen festgestellt (VB 84 S. 2). Er komme zur Über-

zeugung, dass bei der Beschwerdeführerin von einer Aggravation ausge-

gangen werden müsse (VB 84 S. 7). Nach eingehender Begründung, wes-

halb seiner Meinung nach keine der in Betracht zu ziehenden Diagnosen 

(depressive Störung, posttraumatische Belastungsstörung sowie Schmerz-

störung [F45.x]) vorliegt, hielt er fest, er komme trotz des dysfunktionalen 

Krankheitsverhaltens der Beschwerdeführerin im Sinne einer Aggravation 

zur Erkenntnis, dass sich bei der jetzigen Untersuchung keine gravierenden 

Hinweise für eine tiefgreifende Funktions- und Leistungsbeeinträchtigung 

im psychiatrischen Bereich erkennen lassen würden (VB 84 S. 9 ff.).  

 

6.4.3. 

RAD-Arzt med. pract. I._____ führte in seiner Beurteilung vom 21. Juni 

2023 aus, die bidisziplinäre Begutachtung durch Dr. med. D._____ und 

Dr. med. C._____ sei aus formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten kor-

rekt, insgesamt schlüssig und medizinisch vollständig nachvollziehbar. Der 

Einwand von med. pract. K._____ sei nicht nachvollziehbar. Diese argu-

mentiere unter anderem neu mit einer ICD-11-Diagnose (neu definierte An-

passungsstörung). Diese Diagnose sei nicht auf eigentliche Traumata, aber 

auf (anhaltende) psychosoziale Belastungen zurückzuführen. Psychosozi-

ale Belastungen wären, selbst wenn bei der Beschwerdeführerin keine Ag-

gravation bestehen würde, in der Versicherungsmedizin nicht relevant 

(VB 92 S. 2).  

 

6.5. 

6.5.1. 

Soweit die Beschwerdeführerin dem bidisziplinären Gutachten vom 27. De-

zember 2022 die abweichenden Beurteilungen ihrer Psychiaterin und wei-

terer behandelnder Ärzte, insbesondere ihrer Hausärzte, gegenüberstellen 

lässt, trifft es zwar grundsätzlich zu, dass die einen längeren Zeitraum ab-

deckende und umfassende Betreuung durch einen behandelnden Arzt oft 

wertvolle Erkenntnisse zu erbringen vermag. Die unterschiedliche Natur 

von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-) Arztes einer-

seits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen 

Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es indes nicht zu, 

ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 

Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandeln-

den Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler: SVR 2008 IV 

Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_425/2019 

vom 10. September 2019 E. 3.4 mit Hinweisen).  

 - 10 - 

 

 

6.5.2. 

In Bezug auf die von Dr. med. K._____ am psychiatrischen Teil des bidis-

ziplinären Gutachtens als zu kurz beanstandete Dauer der Begutachtung 

(vgl. Beschwerde S. 10) ist festzuhalten, dass gemäss der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung in erster Linie massgeblich ist, ob die Expertise in-

haltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. statt vieler Urteil des 

Bundesgerichts 9C_190/2019 vom 14. Mai 2019 E. 3.1), was gemäss vo-

rangehenden Ausführungen (vgl. E. 6.3) zutrifft. Vor dem Hintergrund der 

bei der Beschwerdeführerin konkret vorhandenen psychischen Symptoma-

tik und der Tatsache, dass rechtsprechungsgemäss im Einzelfall bereits ein 

zwanzigminütiges Explorationsgespräch für die Erstellung eines psychiat-

rischen Gutachtens ausreichend sein kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_354/2018 vom 20. Dezember 2018 E. 4.2 mit Hinweisen), erscheint die 

Begutachtung durch Dr. med. D._____ mit einer Dauer von 42 Minuten 

(VB 68 S. 4) nicht als unangemessen kurz. Zudem begründete er seine di-

agnostische Beurteilung der psychischen Symptomatik – anders als med. 

pract. K._____ ihre entsprechende, von derjenigen des Gutachters abwei-

chende Einschätzung – schlüssig und überzeugend.  

 

Weiter ist festzuhalten, dass regelmässig keine versicherte Gesundheits-

schädigung vorliegt, wenn die Leistungseinschränkung auf Aggravation 

oder einer ähnlichen Konstellation beruht (vgl. hierzu statt vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_155/2019 vom 11. Juli 2019 E. 5.2 mit Hinweis auf 

BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287), und Dr. med. D._____ nachvollziehbar 

dargelegt hat, es müsse bei der Beschwerdeführerin von Aggravation aus-

gegangen werden (VB 68 S. 32 ff.). Eine solche hatten zuvor bereits der 

Neuropsychologe lic. phil. E._____ (VB 67 S. 10 f.) und die Fachpersonen 

der H._____ (VB 44.1 S. 3 f.), festgestellt. Die Ausführungen von 

med. pract. K._____ vermögen diese übereinstimmenden und durchaus 

nachvollziehbaren entsprechenden Einschätzungen nicht in Frage zu stel-

len. Gemäss der Indikatorenrechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 ist die 

Beurteilung der Auswirkungen eines Gesundheitsschadens auf das funkti-

onelle Leistungsvermögen zentral und daher die Frage, ob ein psychisches 

Leiden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, anhand ei-

nes strukturierten Beweisverfahrens zu beantworten (vgl. BGE 143 V 409; 

sowie BGE 143 V 418 und 141 V 281). Der Bericht von med. pract. K._____ 

beinhaltet jedoch keine umfassende Auseinandersetzung mit den Standar-

dindikatoren. In diesem Zusammenhang ist ausserdem darauf hinzuwei-

sen, dass keine psychische Krankheit im invalidenversicherungsrechtli-

chen Sinne vorliegt, wenn das klinische Beschwerdebild einzig in psycho-

sozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, ohne da-

von psychiatrisch unterscheidbare Befunde zu umfassen. Solche Um-

stände können sich jedoch mittelbar invaliditätsbegründend auswirken, 

wenn und soweit sie zu einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychi-

schen Integrität führen, indem sie einen verselbstständigten Gesundheits-

schaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von 

 - 11 - 

 

 

den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_190/2016 vom 20. Juni 2016 E. 4.2; 

BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552 sowie Urteil des Bundesgerichts 

9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2). Dass eine solche verselbständigte 

psychische Störung vorliegt, vermochte med. pract. K._____ ebenfalls 

nicht nachvollziehbar darzulegen. Zusammenfassend ist damit festzustel-

len, dass sie weder in ihrer Stellungnahme vom 9. März (VB 78 S. 18 ff.) 

noch in derjenigen vom 15. Oktober 2023 (BB 3) wichtige Aspekte vor-

brachte, welche im Gutachten von Dr. med. D._____ unerkannt oder unge-

würdigt geblieben wären.   

 

6.5.3. 

In Anbetracht dieser Umstände ist festzustellen, dass Dr. med. D._____ 

seine teilweise von anderen Arztberichten abweichende Beurteilung nach-

vollziehbar begründete. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch 

darauf, dass das Einholen fremd- oder familienanamnestischer Auskünfte 

im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung nicht zwingend erforder-

lich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_318/2019 vom 14. Oktober 2019 

E. 4.2.2.1). Im Rahmen psychiatrischer Beurteilungen besteht sodann im-

mer ein gewisser Ermessensspielraum, innerhalb dessen verschiedene 

medizinische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 

sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_548/2021 vom 25. Februar 2022 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Vorlie-

gend sind ausweislich der Akten weder Hinweise ersichtlich noch wurden 

derartige Anhaltspunkte schlüssig dargetan, wonach die Beurteilung des 

psychiatrischen Gutachters nicht lege artis erfolgt wäre; der Umstand, dass 

er das "Tageszentrum" fälschlicherweise als "Tagesklinik" bezeichnete 

(vgl. VB 78 S. 18), vermag daran nichts zu ändern. Der psychiatrische Gut-

achter gelangte in Kenntnis der Vorakten (VB 68 S. 4 ff.), nach umfassen-

der Auseinandersetzung mit den bereits ergangenen medizinischen Ein-

schätzungen (VB 68 S. 26 ff.), in Würdigung der Ergebnisse der klinischen 

Untersuchungen und unter Berücksichtigung der von der Beschwerdefüh-

rerin geklagten Beschwerden zu seiner nachvollziehbar begründeten gut-

achterlichen Einschätzung (VB 68 S. 29 ff.).  

 

7. 

Zusammenfassend sind weder den Ausführungen der Beschwerdeführerin 

noch den Akten konkrete Hinweise zu entnehmen, welche am bidisziplinä-

ren Gutachten der Dres. med. D._____ und C._____ vom 27. Dezember 

2022 Zweifel zu begründen vermöchten (Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, mit Hinweis auf 

BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). Demnach ging die Beschwerdegegnerin zu 

Recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tä-

tigkeit nie mehr als zu 20 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen 

sei und folglich weder die Anspruchsvoraussetzungen für eine 

 - 12 - 

 

 

Invalidenrente noch für berufliche Massnahmen erfülle (vgl. zu den entspre-

chenden Anspruchsvoraussetzungen Art. 15 ff. und Art. 28 Abs. 1 IVG). 

 

8. 

8.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

8.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

8.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 
    

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden der Beschwerde-

führerin auferlegt.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

 
 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

 - 13 - 

 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 2. Mai 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Peterhans Ruh