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**Case Identifier:** 1d6c3462-55c7-5907-ac39-b326e9788609
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.01.2021 720 19 63/06
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-63-06_2021-01-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Januar 2021 (720 19 63 / 06) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Hilfsmittel / Orthopädische Massschuhe, orthopädische Serienschuhe, orthopädische 

Schuhzurichtungen 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Lena Eichen-

berger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Hilfsmittel 

 

 

 
A. Die 1961 geborene A.____ leidet an einer Polyneuropathie unklarer Ätiologie an Füssen 
und Beinen, an einem beidseitigen Pes planovalgus mit chronischem Schmerzsyndrom und an 
einer Instabilität der oberen Sprunggelenke (OSG). Am 20. Januar 2018 ersuchte sie die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) um Übernahme der Aufwendungen für orthopädische Serienschuhe 
und Einlagen. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle das Leistungsbe-
gehren mit Verfügung vom 18. Januar 2019 mit der Begründung ab, dass die Versicherte gemäss 

 
 
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den medizinischen Unterlagen weder orthopädische Massschuhe noch orthopädische Serien-
schuhe benötige. Der Pes planovalgus könne auch mit angepassten Einlagen in geeigneten Kon-
fektionsschuhen versorgt werden. Die aufgrund der neuerlich beschriebenen leichten Instabilität 
der OSG empfohlenen Eigenschaften würden sich bei entsprechender Auswahl auch in einem 
geeigneten Konfektionsschuh finden lassen. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Roman Felix, am 
21. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es seien ihr in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere sei ihr eine Kos-
tengutsprache für orthopädische Serienschuhe bzw. Massschuhe zu erteilen. Zur Begründung 
liess sie im Wesentlichen geltend machen, dass sowohl die behandelnden Ärzte als auch der 
zuständige Schuhorthopäde die Versorgung mit einem orthopädischen Serienschuh empfehlen 
würden. Einzig der Regionale ärztliche Dienst (RAD) widerspreche dieser Auffassung, obschon 
sie von diesem nie untersucht worden sei. Die Beurteilung des RAD nehme keine ganzheitliche 
Betrachtung vor, sondern beschränke sich auf die Feststellung, dass es bei der Empfehlung 
bleibe, die Versorgung mit angepassten Einlagen vorzunehmen.  Eine solche Empfehlung exis-
tiere aber nicht.  
 
C. Am 14. März 2019 reichte die Versicherte ergänzende Berichte ihrer behandelnden Ärztin 
und der B.____ AG ein. Dabei hielt sie fest, dass eine schmerzfreie und stabile Mobilisation mit 
Normalschuhwerk nicht gewährleistet sei.  
 
D. Unter Hinweis auf eine Stellungnahme des RAD vom 27. März 2019 schloss die IV-Stelle 
mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2019 auf Abweisung der Beschwerde. Von medizinischer Seite 
her bestünde die Empfehlung, den Pes planovalgus konsequent mit angepassten Einlagen zu 
versorgen, wobei bei der Wahl des Einlagematerials die vorhandene Polyneuropathie zu berück-
sichtigen sei. Zudem sei aufgrund der leichten OSG-Instabilität ein knöchelübergreifendes Schuh-
werk in unebenem Gelände empfohlen worden. Das Schuhwerk sollte daher über eine stabile 
Sohle und eine leichte Abrollung im Ballen- und Mittelsohlenbereich verfügen. Dabei handle es 
sich um Eigenschaften, die sich bei entsprechender Auswahl an einem geeigneten Konfektions-
schuh finden liessen. Andernfalls könnten funktionell erforderliche Änderungen im Sinne ortho-
pädischer Änderungen bzw. Schuhzurichtungen an solchen Konfektionsschuhen nachträglich 
noch immer umgesetzt werden. Die Beschwerdeführerin habe jedoch klar kommuniziert, nur an 
Massschuhen oder orthopädischen Serienschuhen interessiert zu sein. Diese würden jedoch eine 
bestmögliche Versorgung darstellen, welche nicht von der Invalidenversicherung (IV) übernom-
men werden könnte. 
 
E. Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 14. August 2019 an ihren Rechtsbegehren 
fest. Es treffe zwar zu, dass die behandelnde Ärztin keine Indikation für orthopädische Mass-
schuhe gestellt habe. In der Beschwerde sei jedoch beantragt worden, dass die IV-Stelle die 
gesetzlichen Leistungen zu übernehmen habe. Dazu gehörten auch die in der Vernehmlassung 
thematisierten orthopädischen Abänderungen und Schuhzurichtungen an Konfektionsschuhen. 
Auch diese Leistungen würden Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden. Ein Blick in 

 
 
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die medizinischen Unterlagen zeige auf, dass die Indikation für eine Versorgung mit orthopädi-
schen Serienschuhen, allenfalls mit orthopädischen Schuhzurichtungen, gegeben sei, respektive 
weitere medizinische Abklärungen zu tätigen seien. Die Einschätzung des RAD sei nicht verläss-
lich. 
 
F. Die IV-Stelle hielt mit Duplik vom 16. Oktober 2019 am Antrag auf Abweisung der Be-
schwerde fest. Vor dem Hintergrund der Einfachheit und der Zweckmässigkeit erübrige sich eine 
weiterreichende Schuhversorgung, weil die für das Schuhwerk erforderlichen Eigenschaften sich 
auch an einem geeigneten Konfektionsschuh finden liessen. 
 
G. Mit Schreiben vom 10. Januar 2020 fragte das Kantonsgericht die Parteien zwecks Klä-
rung allenfalls übereinstimmender Parteianträge oder einer weitergehenden Einigung nach freiem 
Ermessen an, ob sie sich mit einer Kostengutsprache zu Gunsten der Versicherten für orthopä-
dische Schuhzurichtungen definitiv einverstanden erklären könnten. 
 
H. Die IV-Stelle teilte am 3. Februar 2020 mit, dass sie mit einer Kostengutsprache für ortho-
pädische Schuhzurichtungen einverstanden sei. 
 
I. In ihrer Stellungnahme vom 11. März 2020 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass sie 
aufgrund der E-Mail des involvierten Schuhtechnikers C.____ vom 17. Februar 2020 nach wie 
vor von der Notwendigkeit der Versorgung mit orthopädischen Serienschuhen ausgehe und sich 
deshalb nicht mit einer Kostengutsprache für orthopädische Schuhzurichtungen einverstanden 
erklären könne. 
 
J. Mit Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 11. März 2020 führte die IV-
Stelle aus, dass sich der Lieferant der Schuhversorgung, die B.____ AG, in seiner E-Mail auf die 
Austauschbefugnis gemäss Art. 21bis IVG beziehe und sich hauptsächlich zu den orthopädischen 
Massschuhen und Serienschuhen gemäss Ziff. 4.01 des Anhangs zur HVI äussere. Jedoch be-
inhalte die Austauschbefugnis zwischen den zwei Versorgungen die teilweise Kostenvergütung 
für orthopädische Serienschuhe anstelle der orthopädischen Schuhzurichtung, wobei die IV-
Stelle dem nichts entgegenzusetzen habe. 
 
K. Die Beschwerdeführerin hielt mit Schreiben vom 29. Mai 2020 an ihren Begehren vollum-
fänglich fest. Sie habe in der Zwischenzeit Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, konsultiert, welcher ihr bestätigt habe, dass eine Ver-
sorgung mit einem orthopädischen Serienschuh indiziert sei. 
 
L. Mit Stellungnahme vom 29. Mai 2020 hielt die IV-Stelle am 18. Juni 2020 am Antrag auf 
Abweisung der Beschwerde fest, da die geforderten Anpassungen auch an einem geeigneten 
Konfektionsschuh vorgenommen werden könnten. 
 
M. Das Kantonsgericht teilte mit Schreiben vom 23. Juni 2020 mit, dass gestützt auf die Stel-
lungnahme der IV-Stelle vom 18. Juni 2020 samt RAD-Bericht vom 15. Juni 2020 gegebenenfalls 

 
 
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von einem veränderten Befund ausgegangen werden müsse, sollte in der Zwischenzeit insbe-
sondere eine aktuelle radiologische Diagnostik nach dem 8. September 2017 erfolgt sein. 
 
N. Die Beschwerdeführerin hielt mit Schreiben vom 23. Juli 2020 fest, dass erhebliche Zwei-
fel an der Einschätzung von Dr. med. E.____, Facharzt für Orthopädische und für Physikalische 
und Rehabilitative Medizin, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, RAD beider Basel, beste-
hen würden und die Aktenlage zum Schluss führe, dass die Versorgung mit orthopädischen Se-
rienschuhen angezeigt sei. 
 
O. Mit Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 23. Juli 2020 hielt die IV-
Stelle am 6. August 2020 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest, da sich die Beurteilung 
von Dr. E.____ als konsistent erweise. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 
1959 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Verfügungen der IV-Stelle beim 
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Sach-
lich zuständig zur Beurteilung der Beschwerde ist im Kanton Basel-Landschaft gemäss § 54 Abs. 
1 lit. d des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. 
Dezember 1993 das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Nach § 55 Abs. 1 VPO 
entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsge-
richts über Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.--. Vorliegend ist strittig, ob die 
Beschwerdegegnerin die Kosten in der Höhe von Fr. 3'378.30 für die beantragten, individuell 
gefertigten orthopädischen Serienschuhe zu übernehmen hat. Die Angelegenheit ist damit präsi-
dial zu entscheiden.  
 
2.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 in 
Verbindung mit Abs. 3 lit. d IVG Anspruch auf die Abgabe von Hilfsmitteln. Dieser Anspruch be-
zieht sich gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbs-
tätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung oder zum 
Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedürfen. Kosten für Zahnprothesen, Brillen und Schuh-
einlagen werden nur übernommen, wenn diese Hilfsmittel eine wesentliche Ergänzung medizini-
scher Eingliederungsmassnahmen bilden. Des Weiteren hat die versicherte Person, die infolge 
ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für 
die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf, gemäss Art. 21 Abs. 2 IVG unabhängig von einer 
allfälligen Erwerbstätigkeit im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf 
Hilfsmittel. 
 
2.2 Der Bundesrat hat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 
17. Januar 1961 (in der ab 2019 anwendbaren Fassung) die ihm durch Art. 14 Abs. 2 und 4 IVG 

 
 
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übertragene Befugnis, einschliesslich derjenigen zum Erlass näherer Bestimmungen über Bei-
träge an die Kosten invaliditätsbedingter Anpassungen von Geräten und Immobilien, an das Eid-
genössische Departement des Innern delegiert, welches die Verordnung über die Abgabe von 
Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) vom 29. November 1976 erlassen hat. Gemäss 
deren Art. 2 besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, so-
weit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für die Selbst-
sorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die mit (*) bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, so-
weit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die 
Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer 
des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 212 E. 2a). 
 
2.3 Nach Art. 21 Abs. 3 IVG und Art. 2 Abs. 4 HVI besteht nur Anspruch auf Hilfsmittel in 
einfacher und zweckmässiger Ausführung. Das Kriterium der Zweckmässigkeit verlangt insbe-
sondere, dass das Hilfsmittel bestimmt und geeignet ist, dem gesundheitlich beeinträchtigten Ver-
sicherten in wesentlichem Umfang zur Erreichung eines der gesetzlich anerkannten Ziele zu ver-
helfen (BGE 122 V 214 E. 2c mit Hinweis). Indem die einschlägigen Vorschriften die Leistungs-
pflicht der Invalidenversicherung auf Hilfsmittel in einfacher Ausführung beschränken, wird dem 
allgemeinen Grundsatz der Verhältnismässigkeit Rechnung getragen. Danach ist die Eingliede-
rung nur soweit sicherzustellen, als sie im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist. Die ver-
sicherte Person hat dementsprechend in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Einglie-
derungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebe-
nen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Ferner muss der voraussichtliche Erfolg einer Einglie-
derungsmassnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen (BGE 124 V 110 E. 
2a, 122 V 214 E. 2c). Durch eine andere Ausführung verursachte zusätzliche Kosten hat der 
Versicherte selbst zu tragen. 
 
3.1 Ziff. 4 des Anhangs zur HVI regelt die Kategorie Schuhwerk und orthopädische Fussein-
lagen und führt folgende Hilfsmittel auf: 4.01: Orthopädische Massschuhe und orthopädische Se-
rienschuhe einschliesslich Fertigungskosten, sofern eine Versorgung gemäss den Ziff. 4.02-4.04 
nicht möglich ist; 4.02: Orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen an Konfektionsschu-
hen oder orthopädischen Spezialschuhen; 4.03: Orthopädische Spezialschuhe; 4.04: Invaliditäts-
bedingter Mehrverbrauch von Konfektionsschuhen; 4.05*: Orthopädische Schuheinlagen, sofern 
sie eine notwendige Ergänzung einer medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellen. Die 
in diesen Ziffern statuierte Hilfsmittelversorgung unterliegt stets den allgemeinen Anspruchsvo-
raussetzungen gemäss Art. 8 IVG (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Eingliederungswirksamkeit; 
siehe BGE 122 V 212 E. 2c; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 
heute Bundesgericht] vom 21. Februar 2003, I 84/02, E. 2.2). Dabei besteht nur Anspruch auf 
Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung (Art. 21 Abs. 3 IVG, Art. 
2 Abs. 4 HVI; Urteil des Bundesgerichts vom 13. September 2011, 8C_34/2011, E. 3.2). 
 
3.2 Gemäss Ziff. 4.01 Anhang zur HVI besteht ein Anspruch auf orthopädische Massschuhe 
und orthopädische Serienschuhe einschliesslich Fertigungskosten nur, sofern eine Versorgung 
gemäss den nachfolgenden Ziff. 4.02 - 4.04 HVI Anhang nicht möglich ist. Der orthopädische 

 
 
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Massschuh ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Rehabilitation und Versorgung bei pathologi-
schem Zustand. Nach Ziff. 4.01 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die 
Invalidenversicherung (KHMI; Stand 1. Januar 2019; S. 24 f.) wird der Schuh über einen indivi-
duell für den Patienten angefertigten Leisten hergestellt. Alle erforderlichen schuh- und orthopä-
dietechnischen Konstruktionselemente werden im Schuh eingearbeitet. Der orthopädische Se-
rienschuh dagegen ist ein Halbfabrikat. In indizierten Fällen ist er geeignet, die kostspieligere 
Anfertigung orthopädischer Massschuhe zu umgehen. Orthopädische Serienschuhe müssen ge-
eignet sein, von der Norm abweichende und pathologische Fussformen zu versorgen und speziell 
umschriebene Anforderungen erfüllen zu können. Diese Schuhe haben kein Fussbett. Ein sol-
ches wird individuell hergerichtet und eingebaut (a.a.O., S. 25). Sie dürfen deshalb auch nur von 
anerkannten OSM-Orthopädieschuhmachern und -meistern angefertigt werden. Orthopädische 
Spezialschuhe dagegen sind konfektionierte Schuhe, welche zum Tragen loser Einlagen konzi-
piert sind und sich zur Ausführung ergänzender orthopädischer Zurichtungen eignen. Sie besit-
zen besondere Elemente zur Erleichterung der Abrollung, Dämpfung oder Stabilisierung (Ziff. 
4.03 KHMI, S. 25). Orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen an Konfektionsschuhen 
oder orthopädischen Spezialschuhen dürfen schliesslich nur an Spezialschuhen oder an qualita-
tiv geeigneten Konfektionsschuhen, welche eine angemessene Tragdauer sicherstellen, vorge-
nommen werden. Die entsprechenden Anpassungen gehen über das Anfertigen von Einlagen 
hinaus und bestehen beispielsweise in Anpassungen des Schuhbodens, der Zurichtung von Ab-
rollhilfen, einer Absatzdämpfung oder einer Absatz- bzw. Sohlenerhöhung. Bei einer erstmaligen 
Zusprache können solche Änderungen für erwachsene Personen für vier Paare pro Jahr und 
anschliessend noch für maximal zwei Paare jährlich bewilligt werden (Ziff. 4.02 KHMI, S. 25). 
 
3.3 Gestützt auf den Bericht der behandelnden Ärztin Dr. med. F.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 12. März 2019 stimmen die Par-
teien mittlerweile zu Recht überein, dass kein orthopädischer Massschuh indiziert ist. Einigkeit 
besteht ferner darüber, dass bei der Versicherten grundsätzlich die Indikation für eine angepasste 
Schuhversorgung besteht. Fraglich ist einzig deren Ausführung: Die IV-Stelle vertritt die Auffas-
sung, dass sich die funktionell erforderlichen Eigenschaften grundsätzlich an geeigneten Konfek-
tionsschuhen finden liessen; sollten sich keine Schuhe mit den entsprechenden Eigenschaften 
finden lassen, könnten die funktionellen Anpassungen im Sinne orthopädischer Änderungen und 
Schuhzurichtungen noch immer nachträglich geprüft werden. In beiden Fällen liege eine äquiva-
lente und funktionelle Versorgung vor. Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin auf den 
Standpunkt, dass sie Anspruch auf die Kostenübernahme von orthopädischen Serienschuhen, 
mindestens jedoch auf die in der Vernehmlassung der IV-Stelle thematisierten orthopädischen 
Änderungen und Schuhzurichtungen habe. Da sich die angefochtene Verfügung vom 18. Januar 
2019 auf die Frage beschränkt hat, ob die Versicherte Anspruch auf eine Versorgung durch or-
thopädische Serienschuhe hat, bilden orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen nicht 
Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde im engeren Sinne. Im Laufe des Rechtsmittel-
verfahrens kann sich der Streitgegenstand verengen bzw. um nicht mehr strittige Punkte redu-
zieren, grundsätzlich jedoch nicht erweitern oder inhaltlich verändern (BGE 136 II 463 E. 4.2, 
136 II 174 E. 5, 133 II 34 E. 2.4). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Aus-
dehnung des Anfechtungsgegenstandes auf eine ausserhalb des durch die Verfügung bestimm-
ten Rechtsverhältnisses liegende Frage nur ausnahmsweise aus prozessökonomischen Gründen 

 
 
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und unter der Erfüllung dreier Voraussetzungen zulässig: Die Frage muss erstens spruchreif sein. 
Sie muss zweitens mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng zusammenhängen, dass von 
einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann. Drittens muss hierzu das rechtliche Ge-
hör gewährt worden sein, die Verwaltung wie auch die Beschwerde führende Partei müssen sich 
zu dieser Streitfrage also mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert haben (BGE 
130 V 503 E. 1.2, 130 V 140 E. 2.1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 3. Juli 2020, 
8C_719/2019, E. 4.2.2 und vom 12. März 2019, 9C_747/2018, E. 3.5). Bei der Ausdehnung des 
Anfechtungsgegenstandes handelt es sich dabei nicht um eine Pflicht, sondern um eine pro-
zessuale Befugnis (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2009, 9C_599/2009, 
E. 2.2.1, in: SVR 2010 IV Nr. 18 S. 56, mit Hinweis). 
 
3.4 Im vorliegenden Fall sind diese Voraussetzungen gegeben. Die IV-Stelle hat sich in ihrer 
Beschwerdeantwort ebenfalls zu einer allfälligen Versorgung mit orthopädischen Änderungen 
bzw. Schuhzurichtungen an einem Konfektionsschuh vernehmen lassen. Ausserdem hat die Be-
schwerdeführerin in ihrer Replik explizit darum ersucht, dass gegebenenfalls alternativ auch über 
dieses Hilfsmittel befunden werde. Beide Parteien haben sich demnach zumindest in Form einer 
Prozesserklärung auch mit der Streitfrage auseinandergesetzt, ob die Versicherte Anspruch auf 
orthopädische Änderungen bzw. Schuhzurichtungen hat. Zudem besteht zwischen dem ur-
sprünglich verfügten Streitgegenstand in Form orthopädischer Serienschuhe und dem fraglichen 
Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin um Kostengutsprache auch alternativer Hilfsmittel of-
fensichtlich ein enger sachlicher Zusammenhang. Eine Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 
zwecks Erlass einer diesbezüglichen Verfügung käme einem formalistischen Leerlauf gleich und 
widerspräche dem Grundsatz der Prozessökonomie (BGE 121 V 116, 116 V 187 E. 3d). Unter 
den gegebenen Umständen ist es demnach angezeigt, im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
auch die Frage zu beurteilen, ob die Beschwerdeführerin allenfalls Anspruch auf alternative Hilfs-
mittel hat. Der Streitgegenstand ist folglich entsprechend auszuweiten. 
 
4.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 
 
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4.2 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 219 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 229 E. 5.2, 135 V 470 E. 4.4 und E. 4.7; vgl. auch 
Urteil des Bundesgerichts vom 18. November 2020, 8C_517/2020, E. 4.2 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.3 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2020, 
9C_372/2020, E. 2.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 27. Mai 2020, 9C_721/2019, E. 3). 
 
4.4 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetz-
mässigkeit der Einspracheentscheide grundsätzlich nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Er-
lasses des Einspracheentscheides gegeben war (BGE 143 V 411 E. 2.1, 134 V 397 E. 6). Medi-
zinische Berichte und Gutachten, die nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides 
vorgebracht werden und in einem engen Sachzusammenhang mit dem streitigen Leistungsan-
spruch stehen, sind jedoch in die Beurteilung einzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im 
Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts vom 5. November 2019, 9C_114/2019, E. 2 und vom 25. September 2019, 
8C_414/2019, E. 2.2.2; siehe auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Oktober 2020, 
C-6058/2019, E. 2.3 mit Hinweisen). 
 
5.1 Mit RAD-Bericht vom 10. September 2018 verneinte Dr. E.____ die Indikation orthopä-
discher Serienschuhe. Er stützte sich hierbei auf den fachärztlichen Sprechstundenbericht von 
Dr. F.____ vom 8. September 2017, wonach anamnestisch eine Einlagenversorgung in den Wan-
derschuhen getragen werde und hierunter deutlich weniger Beschwerden bestünden. In der kli-
nischen Untersuchung hätten sich keinerlei Druckstellen finden lassen. Im Röntgen zeige sich ein 
abgeflachtes Fusslängsgewölbe, differentialdiagnostisch eine Tibialis posterior Insuffizienz, bei 
ansonsten achsengerechten Stellungsverhältnissen, sowie keinen degenerativen Veränderun-
gen. Dr. F.____ empfehle, die vorhandenen Einlagen anzupassen und sie während des gesam-
ten Tages und nicht nur in den Wanderschuhen zu tragen. Auch Dr. E.____ empfahl in der Folge, 
den Pes planovalgus konsequent mit angepassten Einlagen im geeigneten Konfektionsschuh-
werk zu versorgen, wobei bei der Wahl des Einlagenmaterials die vorhandene Polyneuropathie 
berücksichtigt werden sollte. 

 
 
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5.2 Mit RAD-Bericht vom 19. November 2018 führte Dr. E.____ aus, dass gemäss Untersu-
chung von Dr. F.____ vom 15. November 2018 als neue Diagnose eine leichte Instabilität des 
OSG beidseits beschrieben worden sei, wobei diese keinen orthopädischen Serienschuh recht-
fertige. Des Weiteren seien die Beschwerden vornehmlich der Polyneuropathie unklarer Ätiologie 
zuzuordnen und nachrangig zum Pes planovalgus. Da sich aus dem Bericht von Dr. F.____ keine 
neuen Erkenntnisse ergeben würden, verbleibe es bei der Empfehlung, den Pes planovalgus 
konsequent mit angepassten Einlagen im geeigneten Konfektionsschuhwerk zu versorgen und 
bei der Wahl des Einlagenmaterials die vorhandene Polyneuropathie zu berücksichtigen. Dies 
entspreche einer einfachen, zweckmässigen und wirtschaftlichen Versorgung. 
 
5.3 Dr. E.____ hielt im RAD-Bericht vom 10. Januar 2019 fest, dass sich auf den Aufnahmen 
der Fotodokumentation beider Füsse vom 22. Dezember 2018 keine Druckstellen finden liessen, 
die von einem Schuhwerk herrühren würden. Es liege ein Pes planus mit abgeflachtem, jedoch 
nicht aufgehobenem Längsgewölbe bei orthograder Einstellung des Rück- und Mittelfusses sowie 
eine Verbreiterung des Vorfusses und eine Unterlänge D I beidseits und eine Überlänge D II 
beidseits vor. Bei den Befunden sei die Polyneuropathie führend. Dr. E.____ verblieb bei der 
Empfehlung, den Pes planovalgus konsequent mit angepassten Einlagen im geeigneten Konfek-
tionsschuhwerk zu versorgen und bei der Wahl des Einlagenmaterials die vorhandene Polyneu-
ropathie zu berücksichtigen. Aufgrund der neuerlich beschriebenen leichten OSG-Instabilität 
werde ein knöchelübergreifendes Schuhwerk in unebenem Gelände empfohlen. Ferner sollte der 
Konfektionsschuh über eine stabile Sohle und eine leichte Abrollung im Ballen- und Mittelfussbe-
reich verfügen. Diese Eigenschaften würden sich bei entsprechender Auswahl auch in einem 
geeigneten Konfektionsschuh finden lassen. Eine entsprechende schuhverkäuferische Beratung 
sei zumutbar. 
 
5.4 Bezüglich der RAD-Berichte von Dr. E.____ ist festzuhalten, dass diese den Anforde-
rungen der Rechtsprechung (siehe Erwägung 4.1 hiervor) an einen versicherungsinternen ärztli-
chen Bericht im vorliegenden Fall genügen. Sie sind für die streitigen Belange umfassend, beru-
hen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kennt-
nis der Berichte von Dr. F.____ abgegeben worden und leuchten in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge, insbesondere hinsichtlich einer geeigneten Versorgung des Pes plano-
valgus, ein. Diese Schlussfolgerungen werden dabei eingehend – nicht zuletzt unter Berücksich-
tigung der vorliegenden Fotodokumentationen – begründet. Es bestehen daher keine auch nur 
geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Berichte, womit ihnen voller 
Beweiswert zukommt, und die IV-Stelle zu Recht auf sie abstellen durfte. 
 
6.1 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die nach dem Einspracheverfahren eingereichten Be-
richte auf eine Indikation orthopädischer Serienschuhe schliessen lassen. Wie in Erwägung 4.4 
erwähnt, sind nach Erlass des Einspracheentscheids verfasste Arztberichte in die Beurteilung 
einzubeziehen, wenn sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungs-
verfahrens gegebene Situation erlauben.  
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.2 C.____ von der B.____ AG bezog sich in seiner E-Mail vom 17. Februar 2020 auf die 
Austauschbefugnis gemäss Art. 21bis IVG. Austauschbefugnis bedeutet, dass die versicherte Per-
son auf der Grundlage und nach Massgabe des Gesetzes mit einer Geldzahlung zu entschädigen 
ist, wenn sie aus schützenswerten Gründen von einem gesetzlichen Leistungsanspruch keinen 
Gebrauch macht und stattdessen einen funktionell gleichen Behelf zur Erreichung desselben ge-
setzlichen Zieles wählt. Der Kerngehalt der Austauschbefugnis liegt darin, dass es grundsätzlich 
ohne Bedeutung ist, auf welchem Weg oder durch welches Mittel das gesetzliche Ziel angestrebt 
wird. Umfasst das vom Versicherten selber angeschaffte Hilfsmittel auch die Funktion eines ihm 
an sich zustehenden Hilfsmittels, so steht einer Gewährung von Amortisations- und Kostenbei-
trägen nichts entgegen; diese sind alsdann auf der Basis der Anschaffungskosten des Hilfsmittels 
zu berechnen, auf das der Versicherte an sich Anspruch hat (BGE 131 V 110 ff. E. 3.2.1 und E. 
3.2.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2018, 9C_594/2017, E. 3.2). Be-
züglich der Austauschbefugnis äusserte sich C.____ hauptsächlich zu den orthopädischen Mass-
schuhen und Serienschuhen gemäss Ziff. 4.01 des Anhangs zur HVI. Wie in Erwägung 3.3 dar-
gelegt, stimmen die Parteien jedoch überein, dass kein orthopädischer Massschuh indiziert ist. 
Da vorliegend lediglich der orthopädische Serienschuh und die orthopädische Schuhzurichtung 
als adäquate Hilfsmittel in Frage kommen, bringt die beigebrachte E-Mail vom 17. Februar 2020 
keine neuen medizinischen Tatsachen vor, welche zu neuen Erkenntnissen im vorliegenden Ver-
fahren führen würden. 
 
6.3 Der Spezialist für Fuss- und Sprunggelenkchirurgie Dr. D.____ von der Hirslanden Klinik 
Birshof führte in seiner E-Mail vom 28. Mai 2020 aus, dass die Beschwerdeführerin einen Schuh 
mit einer stabilen Sohle und Vorfussabrollrampe sowie bei guter Fersenfassung eine weite wei-
che Zehenbox benötige. Aufgrund ihrer peripheren Polyneuropathie sei es äusserst wichtig, dass 
keine Druckstellen entstehen würden, der Schuh perfekt sitze, und keine Nahtstellen in der wei-
chen Zehenbox bestehen würden. Die orthopädische Fussbettung müsse genügend Platz bieten 
und das einbrechende Fusslängsgewölbe stützen. Geht man die einzelnen Positionen durch, ist 
ersichtlich, dass sämtliche Anforderungen durch einen geeigneten Konfektionsschuh umgesetzt 
werden können, da sich sowohl eine Versteifung der Sohle als auch eine Vorfussabrollrampe 
anbringen lassen. Des Weiteren hat der Konfektionsschuh eine gute Führung in der Fersen-
kappe, bietet genügend Platz für die Zehen bzw. für den Vorfuss und ist einlagenversorgbar. 
Dr. D.____ führt ferner aus – ohne allerdings neue radiologische Befunde oder Unterlagen bei-
zubringen –, dass bei der Beschwerdeführerin die Diagnose einer Arthrose der Mittelfussgelenke 
mit Einbruch des Fusslängsgewölbes gestellt werden könne. Diese Aussage steht allerdings nicht 
im Einklang mit der einzigen vorliegenden Röntgendokumentation vom 8. September 2017, die 
ein abgeflachtes Fusslängsgewölbe bei ansonsten achsengerechten Stellungsverhältnissen 
ohne degenerative Veränderungen gezeigt hat. 
 
6.4 Mit E-Mail vom 30. Juni 2020 führte Dr. D.____ aus, er habe in seiner Untersuchung 
vom 5. März 2020 praktisch keine Sensibilität bis unterhalb der Knie festgestellt. Auch anhand 
dieser Ausführungen ergeben sich jedoch keine neuen Erkenntnisse. Von medizinischer Seite ist 
deshalb nach wie vor von einem unveränderten Befund auszugehen, da sich keine Hinweise auf 
Ulzerationen, Druckstellen oder Wunden an den Füssen finden lassen. Auch liegt keine aktuali-
sierte radiologische Diagnostik vor, die eine andere Einschätzung zulassen würde. 

 
 
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6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus den Berichten von C.____ und Dr. D.____ 
nichts hervorgeht, was darauf schliessen lässt, dass eine Versorgung mit orthopädischen Serien-
schuhen angezeigt ist. Eine derartige Versorgung wäre nur bei Vorliegen eines veränderten me-
dizinischen Befunds, der sich in nachvollziehbaren und belastbaren Hinweisen auf Ulzerationen, 
Druckstellen und Wunden an den Füssen im Rahmen einer fortgeschrittenen Polyneuropathie, in 
einer veränderten Form der Füsse entsprechend eines aktuellen klinischen Befunds oder in ei-
nem veränderten bzw. verschlechterten radiologischen Befund zeigen kann, gerechtfertigt. Da 
keines dieser Kriterien erfüllt ist, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf eine 
Versorgung der Beschwerdeführerin mit orthopädischen Serienschuhen mit Verfügung vom 
18. Januar 2019 abgelehnt. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. 
 
7.1 Es verbleibt über die Kosten zu befinden. Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft 
die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist 
gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei präsidi-
alen Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden 
ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kosten-
rahmens einheitlich auf Fr. 400.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in 
der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die 
Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 400.-- ihr aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 
Fr. 400.-- verrechnet. 
 
7.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 
 
 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 400.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.