# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e0c9a78-2de0-5adf-9fe3-bde390ac4341
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2020 OH 2019/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_OH-2019-3_2020-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: OH 2019/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: OH - Opferhilfe

Publikationsdatum: 16.12.2020

Entscheiddatum: 27.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2020
Art. 22 Abs. 1 OHG: Genugtuung nach Messerattacke. Der Rekurrent wurde 
im Wohnheim von einem Zimmernachbarn, der unter Drogeneinfluss stand, 
mit zwei Messern attackiert, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Auf Grund 
von posttraumatischen Störungen bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 
sechs Monaten. Narben mit ästhetischer Beeinträchtigung blieben keine 
zurück. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände wird die Genugtuung 
von Fr. 4'500.-- auf Fr. 5'000.-- erhöht (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 27. August 2020, OH 2019/3).

Entscheid vom 27. August 2020

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Geschäftsnr.

OH 2019/3

Parteien

A.___,

Rekurrent,

gegen

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Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Genugtuung

Sachverhalt

A.  

A.___ geboren in B.___, stellte am 15. August 2019, vertreten durch die 

Beratungsstelle für Opferhilfe SG-AR-AI, St. Gallen, beim Sicherheits- und 

Justizdepartement des Kantons St. Gallen (SJD) gestützt auf das Opferhilfegesetz ein 

Gesuch um Entschädigung in Höhe seines Lohnausfalles für die Zeit vom 26. August 

2018 bis 15. Mai 2019 und eines Spitalabzugs von sechs Tagen à Fr. 20.-- bzw. von 

insgesamt Fr. 8'329.20 sowie um eine Genugtuung von Fr. 9'000.--. Zur Begründung 

gab er an, Opfer einer versuchten schweren vorsätzlichen Körperverletzung geworden 

zu sein (act. G 3.1.1). Am 26. August 2018 hatte ein Zimmernachbar seines 

Wohnheims, C.___ (nachfolgend: Täter), ihn mit zwei Messern angegriffen, als er jenen 

wegen Lärms zur Rede stellte. Der Verletzte war nach einer Erstversorgung durch die 

ausgerückten Rettungssanitäter und den Notarzt mit der Rega ins Kantonsspital St. 

Gallen (KSSG) verbracht worden (act. G 3.1.3.1).

A.a. 

Mit Verfügung vom 27. Februar 2019 hatte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

per 28. Februar 2019 eingestellt. Da die noch geklagten Beschwerden des Opfers 

organisch nicht hinreichend nachweisbar seien, wurde die Adäquanz zwischen Unfall 

und Beschwerden nach Prüfung der massgebenden Kriterien verneint (act. G 3.1.3.12). 

Die gegen diese Verfügung durch seinen Rechtsvertreter erhobene Einsprache vom 29. 

März 2019 (act. G 3.1.2.13) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2019 

ab (act. G 3.1.3.15.1).

A.b. 

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Mit Urteil vom 25. April 2019 hatte das Kreisgericht D.___ u.a. entschieden, dass 

der Täter der versuchten vorsätzlichen schweren Körperverletzung sowie der 

mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig erklärt werde. Er war 

zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt worden, wobei die Strafe zu 

Gunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben worden war. Zudem war der 

Täter zu einer Busse von Fr. 500.--, bei schuldhafter Nichtbezahlung ersatzweise zu 

einer Freiheitsstrafe von fünf Tagen verurteilt worden. Weiter war vorgemerkt worden, 

dass er die Zivilforderung im Grundsatz anerkenne. Ansonsten wurde die Zivilforderung 

auf den Zivilweg verwiesen (act. G 3.1.3.2).

A.c. 

Mit Verfügung vom 28. November 2019 sprach das SJD dem Opfer eine 

Entschädigung von Fr. 5'462.95 und eine Genugtuung von Fr. 4'500.-- zu und wies das 

Gesuch im Mehrbetrag ab. Zur Begründung der Genugtuungsberechnung führte es im 

Wesentlichen aus, dass der Messerangriff am Wohnort des Opfers, einem Ort, wo man 

sich normalerweise in Sicherheit wähne, erfolgt sei. Zudem sei der Angriff völlig 

überraschend gekommen, da das Opfer den Täter lediglich um etwas Ruhe habe bitten 

wollen. Der Täter habe mehrmals auf das Opfer eingestochen, wodurch dieses 

verschiedene Stich- und Schnittverletzungen erlitten habe, was einen mehrtägigen 

Spitalaufenthalt erforderlich gemacht und dem Opfer mehrere Wochen Schmerzen 

bereitet habe. Mittlerweile seien die Verletzungen aber vollständig verheilt. Zudem sei 

nicht davon auszugehen, dass störende Narben zurückgeblieben seien. Wegen 

anhaltender posttraumatischer Symptome (Angstzuständen, Schlaf- und 

Konzentrationsstörungen, Flashbacks und Panikattacken) sei das Opfer auch nach 

Abheilung der körperlichen Verletzungen noch arbeitsunfähig gewesen. Es sei 

nachvollziehbar, dass ein derartiger Angriff zu den beschriebenen psychischen 

Beschwerden und zu einer starken Verunsicherung führen könne. Spätestens ab Ende 

Februar 2019 seien die Symptome aber nicht mehr kausal zur Straftat gewesen. Somit 

sei das Opfer wegen der Messerattacke insgesamt während sechs Monaten 

arbeitsunfähig gewesen. Ob es seine Arbeitsstelle wegen seiner langen 

Arbeitsunfähigkeit oder aus anderen Gründen verloren oder gar selbst gekündigt habe, 

sei hingegen nicht bekannt. Insgesamt erscheine unter Berücksichtigung aller 

Umstände eine Genugtuung von Fr. 4'500.-- angemessen (act. G 1.1).

A.d. 

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B.  

Gegen diese Verfügung richtet sich der vorliegende Rekurs vom 16. Dezember 

2019. Darin beantragt der Rekurrent, die Verfügung sei hinsichtlich der Höhe der 

Genugtuung aufzuheben und es sei ihm auf Grund der erlittenen schweren 

Körperverletzung eine höhere Genugtuung nach Ermessen des Versicherungsgerichts 

auszurichten. Er begründete sein Begehren damit, dass er während des Angriffs 

Todesangst ausgestanden habe. Glücklicherweise seien beim Angriff keine 

lebenswichtigen Organe verletzt worden, jedoch hätten nur wenige Zentimeter gefehlt, 

dass seine Halsschlagader oder sein rechter Lungenflügel verletzt hätten werden 

können. Er sei Flüchtling, der in seinem Heimatland und auf der Flucht Gewalt erlitten 

habe. Er habe die Hoffnung gehabt, in der Schweiz sicher zu sein. Nun habe er noch 

immer grosse Angst vor weiteren Angriffen, auch durch den Täter, welcher wieder in 

Freiheit sei. Er traue sich nicht alleine nach draussen und führe, anders als vor der 

Straftat, ein sehr zurückgezogenes Leben. Um einen besseren Umgang mit seinen 

Ängsten zu finden, sei er in psychotherapeutischer Behandlung bei E.___. Dort sei er 

zur Tagesstrukturierung in tagesklinischer Betreuung. Neben den psychischen 

Beeinträchtigungen leide er noch immer unter starken Kopf- und Nackenschmerzen. 

Ausserdem könne er auf Grund von starken Rückenschmerzen nichts tragen und leide 

bei körperlicher Anstrengung unter Atemnot. Er befinde sich bezüglich der somatischen 

Beschwerden noch immer in hausärztlicher Behandlung und sei weiterhin zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben. Vor dem Messerangriff habe er ein komplett anderes 

Leben gehabt. Er sei gerne mit Freunden nach draussen gegangen, habe einen Job 

gehabt, der ihm grosse Freude bereitet habe, und habe erstmals wieder Mut geschöpft 

für sein Leben. Er sei vor der Straftat körperlich sehr belastbar gewesen. Durch die 

straftatbedingte Arbeitsunfähigkeit habe ihm sein Chef jedoch gekündigt und er 

beziehe seit 1. Mai 2019 Sozialhilfe (act. G 1).

B.a. 

Mit Vernehmlassung vom 10. Januar 2020 beantragt die Vorinstanz unter Verweis 

auf die Erwägungen in ihrer angefochtenen Verfügung die Abweisung des Rekurses 

(act. G3).

B.b. 

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Erwägungen

1.  

Der Rekurrent ist unstreitig Opfer im Sinne des Bundesgesetzes über die Hilfe an 

Opfer von Straftraten (OHG; SR 312.5) und hat gestützt auf dieses Gesetz Anspruch 

auf eine Genugtuung. Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Genugtuungsanspruchs. 

Demgegenüber wurde die Höhe der ihm zugesprochenen Entschädigung nicht 

angefochten.

1.1. 

Nach Art. 1 Abs. 1 OHG hat jede Person Anspruch auf Unterstützung nach diesem 

Gesetz, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen 

Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer). Der Anspruch besteht 

unabhängig davon, ob der Täter ermittelt worden ist, ob er sich schuldhaft verhalten 

hat oder ob er vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat (Art. 1 Abs. 3 OHG). Unter einer 

Straftat ist ein tatbestandsmässiges, rechtswidriges Verhalten im Sinne des 

Strafgesetzbuches zu verstehen. Im Unterschied zum Strafrecht muss dieses Verhalten 

im Opferhilferecht jedoch nicht zusätzlich schuldhaft sein (Peter Gomm/Dominik 

Zehntner, Opferhilfegesetz, 3. Aufl. Bern 2009, Art. 1 N 3).

1.2. 

Gemäss Art. 22 Abs. 1 OHG hat das Opfer Anspruch auf eine Genugtuung, wenn 

die Schwere der Beeinträchtigung es rechtfertigt; die Art. 47 und 49 des 

Obligationenrechts (OR; SR 220) sind sinngemäss anwendbar. Gemäss Art. 23 OHG 

wird die Genugtuung nach der Schwere der Beeinträchtigung bemessen und beträgt 

höchstens Fr. 70'000.-- für das Opfer bzw. Fr. 35'000.-- für Angehörige. Unter 

Beeinträchtigung ist - wie im Zivilrecht - die Verletzung der persönlichen Verhältnisse 

bzw. das konkrete Ausmass des Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte zu verstehen. 

Das Gericht hat auf die objektive Schwere und die subjektiven Auswirkungen des 

Eingriffs in das verletzte Rechtsgut abzustellen und dabei die Umstände des den 

Genugtuungsanspruch auslösenden Ereignisses und des Einzelfalls zu 

berücksichtigen. Nicht massgeblich sind die Art der Straftat und das Verschulden des 

Täters; auch täterbezogene Faktoren sind nicht zu berücksichtigen (Gomm/Zehntner, 

a.a.O., Art. 23 N 5, mit Hinweisen).

1.3. 

Die kantonale Beschwerdeinstanz hat gemäss Art. 29 Abs. 3 OHG freie 

Überprüfungsbefugnis. Sie überprüft daher Sachverhalts- und Rechtsfragen in freier 

Kognition (Gomm/Zehntner, a.a.O. Art. 29 N 21).

1.4. 

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2.  

Die Höhe der Summe, die als Abgeltung immaterieller Unbill in Frage kommt, lässt 

sich naturgemäss nicht errechnen, sondern nur schätzen. Die Festsetzung der Höhe 

der Genugtuung ist eine Entscheidung nach Billigkeit und lässt den kantonalen 

Behörden einen weiten Ermessensspielraum (Gomm/Zehntner, a.a.O., N 5 zu Art. 23). 

Kriterien, welche den Genugtuungsanspruch erhöhen oder reduzieren, sind ebenfalls 

angemessen zu berücksichtigen. Faktoren, die bei der Erhöhung des 

Genugtuungsanspruchs eine Rolle spielen können, sind insbesondere das Alter des 

Opfers, die Dauer eines Spitalaufenthalts, schmerzhafte Operationen, bleibende 

Narben, die Auswirkungen auf das berufliche und das private Leben, die Intensität und 

Dauer der psychischen Folgen, die Abhängigkeit von Dritten oder Auswirkungen von 

wiederholten Taten (Gomm/ Zehntner, a.a.O., N 6 zu Art. 23).

2.1. 

Der Bundesrat kann Vorschriften zur Ausgestaltung der Genugtuung erlassen und 

insbesondere Pauschalen oder Tarife für die Genugtuung festlegen (Art. 45 Abs. 3 

OHG). Davon hat er vorerst nicht Gebrauch gemacht, jedoch hat er in der Botschaft zur 

Totalrevision des OHG vom 9. November 2005 (BBl 2005 7165) einen 

Bemessungsrahmen mit verschiedenen Bandbreiten im Sinne einer Richtlinie 

vorgeschlagen (vgl. S. 7226f.), welcher durch das Bundesamt für Justiz in einem 

Leitfaden zur Bemessung der Genugtuung nach Opferhilfegesetz (vom 3. Oktober 

2019) in weiter angepassterer Form schliesslich umgesetzt wurde. Danach wird Opfern 

mit schwerer Beeinträchtigung der physischen Integrität nach Bandbreite 1 bei nicht 

unerheblichen, verheilenden körperlichen Beeinträchtigungen oder geringfügigen 

Beeinträchtigungen, sofern erschwerende Umstände vorliegen, eine Genugtuung bis 

Fr. 5'000.-- zugesprochen. Als Beispiele dazu werden Knochenbrüche und 

Gehirnerschütterungen aufgezählt. Gemäss Bandbreite 2 haben Opfer mit körperlichen 

Beeinträchtigungen mit längerem, komplexerem Heilungsverlauf und möglichen 

Spätfolgen eine Genugtuung zwischen Fr. 5'000.-- und Fr. 10'000.-- zugute. Hierzu 

führt der Leitfaden als Beispiele Operationen, lange Rehabilitation, Verminderung der 

Sehkraft, Darmlähmungen sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit auf (Leitfaden, S. 12). 

Für Opfer mit ausschliesslicher Beinträchtigung der psychischen Integrität sieht der 

Leitfaden bei nicht unerheblichen, wenn auch vorübergehenden psychischen 

Beeinträchtigungen, sofern erschwerende, auf die Tat bezogene Umstände vorliegen, 

wie etwa Verwendung von Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen, 

gemeinsame Tatbegehung mehrerer Täter, Tatbegehung an einem geschützten Ort, 

längerer Zeitraum und Häufigkeit der Tatbegehung eine Bandbreite bis Fr. 5'000.-- vor. 

Beispielhaft werden der Raubüberfall sowie mehrfache, massive Todesdrohungen 

2.2. 

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3.  

genannt. Handelt es sich um eine schwere psychische Beeinträchtigung nach 

besonders dramatischen Begleitumständen mit schwerwiegenden Folgen wie 

beispielsweise ausgewiesene, lange Psychotherapie oder Arbeitsunfähigkeit nach z.B. 

einem besonders brutalen Raubüberfall mit massiver Gewaltausübung ohne 

körperliche Folgen, oder Einsperren etc. und langer, dauernder psychischer 

Beeinträchtigung, sieht der Leitfaden eine Bandbreite von Fr. 5'000.-- bis Fr. 15'000.-- 

vor (Leitfaden, S. 17).

In den Empfehlungen der Schweizerischen Verbindungsstellenkonferenz zur 

Anwendung des Opferhilfegesetzes vom 21. Januar 2010 wird im Weiteren davon 

ausgegangen, dass die opferhilferechtlichen Genugtuungsleistungen in der Regel 30 - 

40% tiefer ausfallen als die zivilrechtlichen Genugtuungssummen (Ziff. 4.7.2 der 

Empfehlungen, S. 42 f.). Bei den in den Empfehlungen genannten Prozentzahlen 

handelt es sich lediglich um Richtwerte (vgl. auch Gomm/Zehntner, a.a.O., N 23 zu Art. 

23).

2.3. 

Vorliegend wurde der Täter, C.___, rechtskräftig verurteilt. Auf Grund des 

Gewaltentrennungsprinzips ist die Verwaltungsbehörde zwar nicht an die Erkenntnisse 

des Strafgerichts gebunden. Im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtseinheit sollte 

sie aber nicht ohne sachlichen Grund von deren Entscheid abweichen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. November 2007, 1C_45/2007, E. 4.3 mit Hinweisen).

3.1. 

Da der Entscheid des Kreisgerichts D.___ vom 25. April 2019 unbegründet blieb 

und lediglich die Parteianträge und das Urteilsdispositiv enthält (vgl. act. G 3.1.3.2), 

sind bezüglich des konkreten Sachverhalts die weiteren Akten massgebend. 

Insbesondere führt die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen 

vom 6. Dezember 2018, aus welcher im Einspracheentscheid der Suva vom 10. Juli 

2019 ausführlich zitiert wird, aus, dass am Sonntagmorgen, 26. August 2018, ab ca. 5 

Uhr der Täter im Wohnheim, in welchem auch der Rekurrent wohnte, in seinem Zimmer 

wieder einmal grossen Lärm verursacht habe. Dadurch hätten sich die übrigen 

Mitbewohner des Wohnheims, darunter auch der Rekurrent, gestört gefühlt. Um ca. 

8.10 Uhr habe sich das Opfer zum Zimmer des Täters begeben, um diesen zur Ruhe zu 

ermahnen. Der Rekurrent habe an die Zimmertür geklopft und gerufen, der Täter solle 

ruhig sein. In der Folge habe er die Zimmertüre geöffnet und das Zimmer betreten. Der 

Täter sei vor dem Bett gestanden, die Hände/Arme nach hinten gerichtet, wobei er in 

der rechten Hand ein (aufgeklapptes) Klappmesser (Klingenlänge: 8cm) und in der 

linken Hand ein Küchenmesser (Klingenlänge: 20cm) gehalten habe. Der Rekurrent 

3.2. 

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habe den Täter erneut zur Ruhe ermahnt. Darauf sei der Täter auf den Privatkläger 

zugerannt, wobei er beide Arme bzw. Hände, in welchen er die beiden erwähnten 

Messer gehalten habe, erhoben habe. Der Rekurrent habe den Täter zwecks Abwehr 

an dessen Handgelenken gefasst. In der Folge habe der Täter den Rekurrenten mit 

seinem linken Fuss auf dessen rechten Fuss getreten, um ihn zu blockieren. Der 

Rekurrent habe mit seiner rechten Hand die linke Hand des Täters öffnen wollen, damit 

dieser das Küchenmesser loslasse. Dabei sei er abgerutscht, worauf der Täter den 

Rekurrenten mit dem grossen Messer am rechten Unterarm verletzt habe. Dann habe 

der Rekurrent das Küchenmesser greifen können. Auf das hin habe der Täter das 

Küchenmesser nach oben gezogen, wodurch der Rekurrent am rechten Daumen 

verletzt worden sei. Im weiteren Verlauf des Handgemenges habe der Täter mit dem 

Küchenmesser verschiedene Stechbewegungen gegen den Rekurrenten ausgeführt. 

Dabei habe der Täter den Rekurrenten von hinten her mit dem Küchenmesser gegen 

dessen rechte Achselregion gestochen, Übergang Schulter-Rückseite zum Oberarm, 

wobei er bei dieser Stichbewegung den Rekurrenten auch an der Rückseite des 

rechten Oberarms verletzt habe. Zudem habe der Täter mit dem Küchenmesser 

Stichbewegungen gegen die rechte Kopfseite des Rekurrenten ausgeführt, wodurch 

der Rekurrent am rechtsseitigen Scheitel/Kopf verletzt worden sei. Im Laufe des sich 

im Gange befindlichen Gerangels seien schliesslich sowohl der Täter als auch der 

Rekurrent zu Boden gefallen. Im weiteren Verlauf habe der Täter mit dem Klappmesser, 

welches er immer noch in seiner rechten Hand gehalten habe, gegen die linke Halsseite 

des Rekurrenten gestochen, wodurch dieser eine Stichverletzung erlitten habe (act. 

G 3.1.3.15.1, S. 2f.). Damit ist zu berücksichtigen, dass sich der Angriff ohne jede 

Vorwarnung am Wohnort des Rekurrenten ereignete und somit an einem Ort, an dem 

man sich normalerweise sicher fühlt. Zudem kannten sich Täter und Opfer und waren 

sich bis dahin wohlgesinnt (vgl. act. G 1), so dass der Rekurrent vom Angriff mit 

Messern völlig überrascht wurde.

Gemäss dem Austrittsbericht des KSSG vom 10. September 2018 erlitt der 

Rekurrent drei Messerstiche, einen am Hals links, einen an der Schulter-/Achselhöhle 

rechts und einen an der behaarten Kopfhaut (act. G 3.1.3.5). Zudem erlitt er 

Schnittwunden an der rechten Hand (act. G 3.1.3.1 S. 1) sowie Schürfungen an den 

Beinen und einen abgebrochenen Grosszehennagel. Im Rahmen der forensisch-

klinischen Untersuchung vom 26. August 2018 durch das Institut für Rechtsmedizin 

wurden unterschiedlich tiefe, glattrandige Hautdurchtrennungen nachgewiesen. 

Gemäss den Angaben der behandelnden Ärzte sei das Opfer kreislaufstabil gewesen 

und es seien keine Medikamente zur Kreislaufunterstützung notwendig gewesen. 

Lebenswichtige Organe, wie beispielsweise die linke Halsschlagader oder die rechte 

3.3. 

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Lunge, seien nicht verletzt worden. Daher lasse sich eine unmittelbare Lebensgefahr 

nicht ableiten. Die genannten Organe und Strukturen (linke Halsschlagader, rechte 

Lunge) seien wenige Zentimeter von den Stichkanälen entfernt gewesen. Bei einem 

gering abweichenden Stichkanalverlauf hätten diese verletzt werden können. Folgen 

wären beispielsweise ein starker Blutverlust sowie Übertritt von Luft und Blut in die 

Brusthöhle gewesen. Dies hätte zu unmittelbar lebensbedrohlichen Zuständen führen 

können. Daher sei eine potentielle Lebensgefahr anzunehmen. Nach den behandelnden 

Ärzten sei von einem Abheilen der Wunden innerhalb von mehreren Wochen 

auszugehen. Auf Grund der Tiefe der Verletzungen sei mit einer Narbenbildung zu 

rechnen. Die Rechtsmediziner sahen auch die Möglichkeit, dass es durch Verletzungen 

von Hautnerven zu Sensibilitätsstörungen im Nahbereich der Wunden kommen könnte, 

die durch die Regeneration von peripheren Nerven innerhalb von Monaten zurück­

gebildet werden könnten. Für die konkrete Beurteilung allfälliger bleibender Schäden 

bleibe der Heilungsverlauf abzuwarten (act. G 3.1.3.6). Der Hausarzt des Rekurrenten, 

med. prakt. F.___, ging im Arztbericht vom 9. November 2018 davon aus, dass wegen 

der physischen Verletzungen keine bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu 

erwarten seien. Bis auf kleine Narben würden auch keine wesentlichen ästhetischen 

Beeinträchtigungen bleiben (act. G 3.1.3.8). Weiter führte med. prakt. F.___ aus, dass 

der Rekurrent in psychischer Hinsicht immer wieder unter Angstzuständen leide und 

nur schlecht schlafen könne, weshalb eine psychotherapeutische Betreuung eingeleitet 

worden sei. Im Weiteren klage er über anhaltende Schmerzen im Hals links mit 

Ausstrahlung in den Nacken und den Kopf, begleitet von Schwindel. Ebenfalls klage er 

über persistierende Rückenschmerzen, wobei am 20. Dezember 2018 Myogelosen am 

Rückenstrecker hätten festgestellt werden können. Der Arzt habe daher die 

Arbeitsunfähigkeit bis zum 13. Januar 2019 verlängert (act. G 3.1.3.8; vgl. auch 

Arztbericht vom 4. Februar 2019, act. G 3.1.3.9). Die E.___, Zentrum für 

Psychotraumatologie, hielt mit Schreiben vom 13. Februar 2019 fest, dass der 

Rekurrent eindeutige Symptome einer posttraumatischen Störung (Flash-Backs, kurze 

dissoziative Absenzen, Schlafstörungen und Vertrauensverlust) zeige. Eine Prognose 

darüber, wie lange die psychische Symptomatik bestehen bleibe, sei unsicher (act. 

G 3.1.3.10). Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2019 stufte die Suva sodann das 

Ereignis vom 26. August 2018 als mittelschweren Unfall ein und verneinte das 

Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den psychischen 

Beschwerden und dem Unfallereignis nach dem 28. Februar 2018 (act. G 3.1.3.15.1).

Damit ist festzuhalten, dass die Verletzungen durch die Messerattacke zwar 

verschiedene Schnitt- und Stichverletzungen mit Schmerzen zur Folge hatten, wodurch 

auch ein sechstägiger Spitalaufenthalt nötig wurde. Wie dem Einspracheentscheid der 

3.4. 

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Suva jedoch zu entnehmen ist, habe am 17. September 2018 eine Verlaufskontrolle im 

KSSG stattgefunden. Dort seien reizlose Narben dokumentiert worden. Dr. med. G.___ 

Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Versicherungsmediziner Suva) 

habe sodann in der Stellungnahme vom 12. Februar 2019 angegeben, dass die 

somatischen Unfallfolgen im Beschwerdebild überwiegend wahrscheinlich nach vier bis 

sechs Wochen keine Rolle mehr gespielt hätten. Die vom Rekurrenten geklagten 

Nackenschmerzen seien überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal, die Verletzung 

sei eine Stichverletzung des Musculus sternocleidomastoideus gewesen, diese habe 

überwiegend wahrscheinlich den Endzustand nach sechs Wochen erreicht (act. 

G 3.1.3.15.1 E. 4a). Nachdem keine gut sichtbaren Narben mit ästhetischer 

Beeinträchtigung zurückgeblieben sind, ist auch das Kriterium der bleibenden Narben 

zu verneinen. Zudem gingen die behandelnden Ärzte grundsätzlich von einem 

Endzustand der somatischen Beschwerden sechs Wochen nach der Straftat aus, 

weshalb daraus keine weiteren Auswirkungen der Straftat auf das berufliche und 

private Leben verbleiben.

Was die psychischen Folgen beim Rekurrenten anbelangt, blieb dieser auf Grund 

der posttraumatischen Störungen auch nach Abheilung der somatischen Beschwerden 

arbeitsunfähig. So attestierte Dr. med. H.___, dem Rekurrenten am 21. Januar 2019 ab 

13. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres (act. G 3.1.3.11). 

Zudem konnte sie auch im Schreiben vom 13. Februar 2019 noch nicht abschätzen, 

wie sich die Prognose entwickeln würde (act. G 3.1.10). Dass ein solch unerwarteter 

Angriff zu Hause zu einer starken Verunsicherung und zu den beschriebenen 

Symptomen führen kann, ist nachvollziehbar. Mit dem rechtskräftig gewordenen 

Einspracheentscheid der Suva ist jedoch ein adäquater Kausalzusammenhang 

zwischen der Straftat und den psychischen Beschwerden des Rekurrenten ab Ende 

Februar 2019 zu verneinen. Wie dem Schreiben seines vormaligen Rechtsvertreters 

vom 30. Juli 2019 zu entnehmen ist, befand sich der Rekurrent nur wenige Male und 

dazu in sehr unregelmässigen Abständen in psychiatrischer Behandlung (act. 

G 3.1.3.15 S. 2). Daran ändert auch nichts, dass sich der Rekurrent zur 

Tagesstrukturierung nun offenbar in einer tagesklinischen Betreuung befindet. Vielmehr 

waren die Beschwerden ab Ende Februar 2019 nicht mehr adäquat kausal zur Straftat. 

Folglich war der Rekurrent auf Grund der Straftat während sechs Monaten 

arbeitsunfähig. Unklar bleibt demgegenüber, ob er seine Arbeitsstelle auf Grund der 

langen Arbeitsunfähigkeit oder aus anderen Gründen verloren hat. Bei der Höhe der 

Genugtuung kann daher lediglich die lange Arbeitsunfähigkeit, nicht aber der 

Stellenverlust berücksichtigt werden.

3.5. 

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Wie der angefochtenen Verfügung vom 28. November 2019 zu entnehmen ist, hat 

die Vorinstanz die durch die Messerattacke erlittenen Folgen der Straftat nach dem 

Leitfaden des Bundesamtes für Justiz im oberen Bereich der Bandbreite 1 zu den 

schweren Beeinträchtigungen der physischen Integrität (Leitfaden S. 12) bei einer 

Genugtuungshöhe von bis zu Fr. 5'000.-- eingeordnet (vgl. Erwägung 2.2 oben). 

Nachdem der Rekurrent vorliegend jedoch v.a. auf Grund der psychischen 

Auswirkungen der Tat während sechs Monaten arbeitsunfähig war, gilt es auch den 

Bemessungsrahmen für Opfer mit erheblichen Beeinträchtigungen der psychischen 

Integrität zu berücksichtigen. Danach ist der geschilderte Tathergang mit seinen Folgen 

ebenfalls am oberen Rand der Bandbreite 1 einzuordnen (vgl. Erwägung 2.2 oben). Wie 

zudem der Genugtuungspraxis Opferhilfe (Meret Baumann/Bianca Anabitarte/Sandra 

Müller Gmünder, in: Jusletter 1. Juni 2015) zu entnehmen ist, wurde in einem 

vergleichbaren Fall einem Opfer im Kanton Genf eine Genugtuung von Fr. 5'000.-- 

gewährt, welches am frühen Morgen mit seiner Ehefrau in einer Poststelle arbeitend 

bereits zum zweiten Mal überfallen und durch Waffen bedroht wurde und einen Schlag 

mit dem Kolben auf den Kopf erhielt, so dass eine Psychotherapie notwendig war 

(Genugtuungspraxis S. 31 Ziff. 32 mit Hinweis auf den Entscheid vom 20. November 

2012). Ebenfalls im Kanton Genf wurde ein älteres Ehepaar, das zu Hause von drei 

Unbekannten überfallen und gezwungen worden war, sich auf die Knie zu begeben, 

wobei ihr Kopf gegen eine Rückenlehne und ein Kissen gedrückt wurde, um zu 

verhindern, dass sie schrien, und die einen Schockzustand sowie Ängste davontrugen, 

ebenfalls mit einer Genugtuung von Fr. 5'000.-- pro Person entschädigt 

(Genugtuungspraxis S. 31f. Ziff. 33 mit Hinweis auf den Entscheid vom 30. September 

2013). Im Kanton Baselstadt erlitt ein Opfer eine posttraumatische Belastungssituation, 

worauf Psychotherapie notwendig wurde, nachdem es von zwei Tätern im Keller 

gefesselt und bedroht worden war. Die Fesselung wurde mit Klebeband verstärkt und 

das Opfer wurde zusätzlich geknebelt, wobei es in diesem Zustand bis zum nächsten 

Tag im Keller eingesperrt blieb (Genugtuungspraxis S. 32 Ziff. 34 mit Hinweis auf den 

Entscheid vom 4. Dezember 2013, BS 1533). In einer Straftat im Kanton Aargau stach 

ein Zimmernachbar nach einem Handgemenge zweimal auf das Opfer ein. Die Folge 

waren Stichverletzungen am oberen, vorderen Brustkorb (bis zu Rippen und Lunge) 

sowie eine tiefe Schnittwunde am Kiefer. Die Verletzungen waren objektiv geeignet, 

den Tod des Opfers zu bewirken und hatten eine sechstägige Hospitalisation sowie 

eine Arbeitsunfähigkeit von eineinhalb Monaten zur Folge, so dass eine Genugtuung 

von Fr. 5'000.-- gesprochen wurde (Genugtuungspraxis S. 23 Ziff.40 mit Hinweis auf 

den Entscheid vom 28. Oktober 2013, AG OHG 1'837). Unter Berücksichtigung dieser 

schweizerischen Genugtuungs-Praxis zur Opferhilfe erscheint die von der Vorinstanz 

zugesprochene Genugtuung in Höhe von Fr. 4'500.-- den vorliegenden Umständen 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung des Rekurses wird die Verfügung der Vorinstanz vom 28. 

November 2019 aufgehoben und diese verpflichtet, dem Rekurrenten eine Genugtuung 

von Fr. 5'000.-- zu bezahlen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

(Messerattacke ohne jede Vorwarnung am Wohnort mit diversen Stich- und 

Schnittverletzungen, nachvollziehbare längere psychische Beeinträchtigung mit 

insgesamt sechsmonatiger Arbeitsunfähigkeit) jedoch nicht ausreichend Rechnung zu 

tragen. Vielmehr erscheint dem Gericht eine Genugtuung in Höhe von Fr. 5'000.-- 

angemessen.

Nach dem Gesagten ist der Rekurs teilweise gutzuheissen und die Vorinstanz zu 

verpflichten, dem Rekurrenten eine opferhilferechtliche Genugtuung von Fr. 5'000.-- zu 

bezahlen.

4.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 30 Abs. 1 OHG).4.2. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2020
	Art. 22 Abs. 1 OHG: Genugtuung nach Messerattacke. Der Rekurrent wurde im Wohnheim von einem Zimmernachbarn, der unter Drogeneinfluss stand, mit zwei Messern attackiert, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Auf Grund von posttraumatischen Störungen bestand eine Arbeitsunfähigkeit von sechs Monaten. Narben mit ästhetischer Beeinträchtigung blieben keine zurück. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände wird die Genugtuung von Fr. 4'500.-- auf Fr. 5'000.-- erhöht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2020, OH 2019/3).

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