# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6165c6f8-e021-5c3a-b7f1-3e778b3d7213
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.09.2002 ZF 2002 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2002-41_2002-09-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 2. September 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 02 41

(Auf eine gegen diese Entscheidung erhobene Berufung in Zivilsachen so-
wie eine staatsrechtliche Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 
vom 25. Juni 2003 nicht eingetreten.)

Urteil
Zivilkammer

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Rehli, Sutter-Ambühl, Riesen-Bienz und 
Burtscher, Aktuar ad hoc Infanger.

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In der zivilrechtlichen Berufung

der T. K., Klägerin und Berufungsklägerin, der M. K., Klägerin und Berufungskläge-
rin, der L. K., Klägerin und Berufungsklägerin, der J. K., Klägerin und Berufungsklä-
gerin, und des C. K., Kläger und Berufungskläger, alle vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. Victor Benovici, Goldgasse 11, 7002 Chur, und

in der zivilrechtlichen Anschlussberufung

des P. K., Beklagter, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger, der A. K., 
Beklagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, und der B. K., Be-
klagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, alle vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital, Casa Sotri, Vi 380 A, 7550 Scuol, 

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gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes Hinterrhein vom 7. März 2002, mitgeteilt am 30. Mai 
2002, in Sachen der Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten 
gegen die Beklagten, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger und F. K., 
Beklagter und Berufungsbeklagter,

betreffend Erbteilung,

hat sich ergeben:

A. D. K. und R. K. haben je ein am 5. Dezember 1980 in niederländischer 
Sprache notariell beurkundetes Testament hinterlassen und das Erbrecht ihres Hei-
matstaates Niederlande für anwendbar erklärt. In diesen beiden Testamenten findet 
sich kein Hinweis darauf, dass irgendein Kind bevorzugt oder benachteiligt werden 
soll. D. K. und R. K. starben am 27. Juli 1994 bzw. am 3. September 1995.

B. Die Kinder haben als Erben den Nachlass ihrer Eltern grundsätzlich bereits 
geteilt. Eine Ausnahme wurde in Ziff. 8 des Teilungsvertrages vom 10. Mai 1999 
gemacht. Darin wurde festgehalten:

„Nicht erfasst in vorliegender Teilung ist die Saldierung des Kontokor-
rents von P. K. in der A. AG über Fr. 122'000.-- zugunsten P. K.s aus 
dem Jahre 1985, und die Angelegenheit N. sowie allfällige Gegenforde-
rungen P. K.s.“ (KB 7)

C. Die Familie K. erwarb im Jahre 1976 die Aktien der B. AG mit Sitz in H., 
die auch Eigentümerin des Schloss X. war. Anlässlich der ausserordentlichen Ge-
neralversammlung vom 26. Januar 1976 wurde der Name abgeändert in A. AG und 
der Sitz nach I. verlegt. Die revidierten Statuten wurden ebenfalls am 26. Januar 
1976 von drei Aktionären unterzeichnet (BB 3). Laut § 8 der revidierten Statuten (BB 
3) kann jeder Aktionär an der Generalversammlung teilnehmen oder sich durch ei-
nen Dritten vertreten lassen. Jedes Mitglied des Verwaltungsrates hat für die Zeit 
seiner Amtsdauer am Sitz der Gesellschaft eine Aktie zu deponieren (BB 3, § 13). 
Anlässlich der Generalversammlung vom 26. Januar 1976 wurde die heutige Beru-

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fungsklägerin M. K. zum einzigen Mitglied des Verwaltungsrates gewählt (BB 3 und 
4). Von 1984 bis 1997 war E. K. einzige Verwaltungsrätin der A. AG (BB 4).

D. Am 21. März 1979 kaufte P. K. zum Preis von Fr. 175'000.-- alle Aktien 
der Kurhaus C. AG mit Sitz in O., die Eigentümerin des Hotels N. war (BB 5 und 6). 
Verwaltungsratspräsident wurde der heutige Rechtsanwalt der Berufungskläger, 
und der heutige Berufungsbeklagte P. K. war Mitglied des Verwaltungsrates (BB 5 
und 36).

E. Die A. AG pachtete von der Kurhaus C. AG das Hotel A. und beschäftigte 
zugleich P. K. und dessen Ehefrau als Geschäftsführer. Das Pachtverhältnis wurde 
mit Wirkung auf 31. Oktober 1982 aufgelöst. Die A. AG löschte alsdann im Ge-
schäftsjahr 1985 ein gegenüber P. K. verbuchtes Guthaben von Fr. 122'641.44 (KB 
4, 5, 6a und 6b).

F. Die Berufungskläger instanzierten ihre Klage am 21. November 2000 beim 
Vermittleramt des Kreises Thusis. Nach erfolgloser Sühneverhandlung vom 15. De-
zember 2000 wurde der Leitschein am 19. Dezember 2000 mit folgenden Rechts-
begehren ausgestellt:

„Klägerisches Rechtsbegehren:

1. Es sei festzustellen, dass P. K. einen ausgleichspflichtigen Betrag 
von Fr. 122'641.44 zuzüglich 5 % Zins ab 31. Dezember 1985 in 
die Nachlässe seiner Eltern schuldet.

2. Es sei festzustellen, dass vorerwähnter Betrag auf alle Erben an-
teilmässig zu teilen ist, weshalb P. K. zu verpflichten sei, jedem 
klagenden Miterben Fr. 13'626.-- zuzüglich 5 % Zins ab 31. De-
zember 1985 zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten von P. K..

Beklagtisches Rechtsbegehren:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher (solidarischer) Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.“

G. a) Nach Abschluss des doppelten Schriftenwechsels und des Beweisver-
fahrens fand am 7. März 2002 die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Hinterrhein 
statt. Der Bezirksgerichtspräsident eröffnete die Verhandlung um 9 Uhr mit der Ver-
lesung des Leitscheines. Zudem stellte er fest, dass die geforderten Kostenvor-
schüsse geleistet wurden. Anwesend waren die Rechtsvertreter mit den beidseitig 

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nicht vollständig anwesenden Parteien. Gegen die Zusammensetzung des Gerich-
tes wurden keine Einwendungen erhoben. Die Rechtsvertreter erklärten sich mit 
den erfolgten bzw. unterlassenen Editionen einverstanden.

b) In seinem mündlichen Parteivortrag führte der klägerische Rechtsvertreter 
aus, am Rechtsbegehren gemäss Leitschein werde festgehalten. Zu prüfen bleibe 
das Vorliegen eines ausgleichspflichtigen Schulderlasses gemäss Art. 626 Abs. 2 
ZGB; denn Zeuge A., diplomierter Wirtschaftsprüfer, sei in seinem Schreiben vom 
19. Oktober 2000 zum Schluss gelangt, die Abschreibung der Darlehensschuld von 
P. K. im Betrag von Fr. 122'641.44 könne als Erbvorbezug angesehen werden (KB 
8). Für die Behauptung, P. K. habe noch Lohnzahlungen und Pachtzinsen zugute, 
fehle ein ausreichender Beweis. Zudem habe P. K. früher keine solche Forderungen 
gestellt. Von einer Verrechnung in rechtlichem Sinn könne nicht die Rede sein. Eine 
Verrechnung liege bloss „in gedanklichem Sinn“ vor.

c) Der beklagtische Rechtsvertreter verlangte in seinem Parteivortrag die 
vollumfängliche Abweisung der Klage, soweit darauf überhaupt eingetreten werden 
könne. Die Eigentumsverhältnisse an der A. AG seien für die fragliche Zeit alles 
andere als klar. Hingegen könne nachgewiesen werden, dass P. K. ab 21. März 
1979 Eigentümer aller Aktien der Kurhaus C. AG war. Entgegen der Ansicht des 
klägerischen Rechtsvertreters gelinge der Nachweis, dass P. K. zuwenig Lohn und 
Pachtzins erhalten habe. 1985 sei eine Nichtschuld gelöscht worden, die einzig 
dazu gedient habe, den Konkurs der A. AG zu verhindern. Nicht nachvollziehbar sei 
auch, weshalb ausgerechnet P. K., dessen Verhältnis zu seinen Eltern seit 1982 
schlecht war, ein Abschiedsgeschenk erhalten haben sollte. P. K. habe zudem im 
Schreiben vom 16. Juni 1983 (BB 15 und 16) ausdrücklich auf die ausstehenden 
Pachtzinsen aufmerksam gemacht.

H. Mit Urteil vom 7. März 2002, mitgeteilt am 30. Mai 2002, wies das Bezirks-
gericht Hinterrhein die Klage ab. Die Kosten des Verfahrens im Umfang von Fr. 
9‘500.-- (Gerichtsgebühren von Fr. 8'750.--, Schreibgebühren von Fr. 480.-- und 
Barauslagen von Fr. 270.--) gingen zu Lasten der Kläger, welche zudem verpflichtet 
wurden, die Beklagten mit Fr. 29'800.-- zu entschädigen. Das Gericht gelangte unter 
Anwendung des Schweizer Rechts zum Schluss, dass die Löschung der buchhal-
terisch gegenüber P. K. bestehenden Forderung unabhängig davon, ob die Forde-
rung je bestanden habe, nicht zur Ausgleichung zu bringen sei, da die allfällige Zu-
wendung nicht unentgeltlich erfolgt sei; denn bereits eine grobe Berechnung er-
gebe, dass die Lohneinbussen von P. K. und dessen Ehefrau zusammen mit den 

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ausstehenden Pachtzinsen die 1985 allenfalls erlassene Schuld von Fr. 122'641.44 
übersteigen würde.

I. Gegen dieses Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein liessen die Kläger am 
14. Juni 2002 Berufung an das Kantonsgericht erklären mit folgenden Anträgen:

„1. Das Urteil das [recte: sei] vollumfänglich aufzuheben.

2.  Es sei festzustellen, dass P. K. einen ausgleichspflichtigen Betrag 
von Fr. 122'641.44 zuzüglich 5 % Zins ab 21. November 2000 in 
die Nachlässe seiner Eltern schuldet.

3. Es sei festzustellen, dass vorerwähnter Betrag auf alle Erben an-
teilmässig zu teilen ist, weshalb P. K. zu verpflichten ist, jedem 
klagenden Miterben Fr. 13'626.-- zuzüglich 5 % Zins ab 21. No-
vember 2000 zu bezahlen.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge für alle Instanzen 
zulasten des Beklagten P. K..“

J. Die Beklagten P. K., A. K. und B. K. erklärten daraufhin am 25. Juni 2002 
Anschlussberufung mit folgenden Anträgen:

„1. Ziff. 2 Abs. 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und durch 
den nachfolgenden Wortlaut zu ersetzen:

‚Die Kläger werden ausserdem verpflichtet, unter solidarischer 
Haftung die Beklagten P. K., A. K. und B. K. insgesamt mit Fr. 
29'800.-- (inkl. 7.6 % MwST) zu entschädigen.’

2. Unter voller Kosten- und solidarischer Entschädigungsfolge zu 
Lasten der Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten.“

K. a) Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 2. September 2002 vor dem 
Kantonsgericht Graubünden waren die Berufungskläger teilweise persönlich mit ih-
rem Rechtsvertreter sowie der Rechtsanwalt der Berufungsbeklagten anwesend. F. 
K. war nicht anwesend und wurde auch nicht vom Anwalt der Berufungsbeklagtren 
vertreten. Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichtes wur-
den keine Einwendungen erhoben.

b) In seinem mündlichen Parteivortrag führte der Rechtsvertreter der Beru-
fungskläger aus, an den Berufungsanträgen werde weiterhin festgehalten. Das Ur-
teil sei in formeller und materieller Hinsicht ungenügend. Weder auf die in den 
Rechtsschriften noch die im Plädoyer aufgeführten wesentlichen Fakten sei die Vor-
instanz rechtsgenüglich eingegangen. So könne dem Urteil nicht entnommen wer-
den, worüber er eine Befragung der Parteien bzw. eine Beweisaussage beantragt 
habe. Ferner sei die Vorinstanz einfach davon ausgegangen, P. K. habe das Hotel 

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A. an die A. AG verkauft, obschon hierfür jeglicher Beweis fehlen würde. Es sei auch 
nirgends im angefochtenen Urteil ausgeführt worden, wie hoch der nicht beglichene 
Pachtzins und der angemessene Lohn sei. Die Vorinstanz habe lediglich festgehal-
ten, dass die Pachtzinsausstände und die Differenz zwischen dem ausbezahlten 
und dem angemessenen Lohn die ausgebuchte Forderung von rund Fr. 122'000.-- 
übersteigen würden. Auch dafür, dass es sich bei der Ausbuchung um einen Aus-
gleich für den Verzicht finanzieller Art handeln würde, würden jegliche Belege feh-
len. Schliesslich sei der Lohn der Ehefrau von P. K. ohne Belang; dennoch habe die 
Vorinstanz diesen Lohn in ihre Erwägungen miteinbezogen. Aus allen diesen Grün-
den sei das Urteil zufolge Verweigerung des rechtlichen Gehörs aufzuheben. Auch 
die Abmachungen zwischen der C. AG und der A. AG bezüglich des Pachtzinses 
seien nicht bewiesen und in vorliegendem Verfahren ohnehin nicht von entschei-
dender Bedeutung. P. K. habe gegenüber seinem Vater bzw. der A. AG nie eine 
Forderung gestellt. Es bestehe folglich kein Grund zur Annahme, die Buchhaltung 
und das Ergebnis des Fachmannes Zeuge A. seien falsch. Selbst die damalige Frau 
von P. K. habe nichts von vereinbarten und höheren Gegenpositionen oder von Er-
satz für offensichtlich zu niedrigen Löhnen gewusst. Der Fachmann Zeuge A. sei 
zudem zum Schluss gelangt, die fragliche Schuld von rund Fr. 122'000.-- sei abge-
schrieben und nicht durch Verrechnung getilgt worden. Obschon diese Meinung des 
Fachmannes in Widerspruch zu den schriftlichen Behauptungen der Herren Zeuge 
B. und Zeuge C. stünden, habe die Vorinstanz kommentarlos die Meinung letzterer 
vertreten. Ferner habe der Zeuge B. nicht gehört werden dürfen, da er von keiner 
Partei in den Rechtsschriften nominiert worden sei. Wenn der Zeuge aber schon 
nachträglich zugelassen worden sei, so hätte den Berufungsklägern nicht auch noch 
das Fragerecht eingeschränkt werden dürfen. Die beklagtische Urkunde Nummer 
14 sei zudem zufolge Umgehung des Zeugenbeweises aus dem Recht zu weisen. 
Im angefochtenen Urteil fehle auch eine Auseinandersetzung mit der Zeugenaus-
sage Zeuge C.. Dieser habe nämlich erklärt, die Schuld von rund Fr. 122'000.-- sei 
wegen Uneinbringbarkeit gestrichen worden. Schliesslich sei auch die steuerliche 
und die buchhalterische Seite von der Vorinstanz nicht gewürdigt worden; denn die 
Steuerverwaltung habe die Ausbuchung nicht anerkannt, da diese nicht gerechtfer-
tigt gewesen sei und folglich eine Bereicherung des Beklagten darstellen würde. Ein 
Ausgleich sei sowohl nach schweizerischem als auch nach holländischem Erbrecht 
geschuldet, weshalb die Berufung gutzuheissen sei. Zudem seien die vorinstanzli-
chen amtlichen wie ausseramtlichen Kosten zu hoch, da die Rechtsabklärungen der 
Gegenpartei unnötig und die Urteilsbegründung dürftig gewesen seien. Nach dem 
Parteivortrag gab der Rechtsvertreter der Berufungskläger sein Plädoyer zu den 
Akten.

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c) Der Rechtsanwalt der Berufungsbeklagten verlangte in seinem Parteivor-
trag die vollumfängliche Abweisung der Berufung und die Gutheissung der An-
schlussberufung. Vorliegend sei entscheidend, wer zum Zeitpunkt der Löschung der 
buchhalterischen Forderung Aktionär der A. AG war. Diese Frage könne anhand 
der im Recht liegenden Akten nicht beantwortet werden. Es sei aber spätestens mit 
dem Schreiben des Rechtsvertreters der Berufungskläger an den Präsidenten der 
Vorinstanz bewiesen, dass P. K. seit 21. März 1979 Alleinaktionär der Kurhaus C. 
AG sei. Ebenso klar sei, dass die Familie P. K. während ihrer Anstellung bei der A. 
AG in den Jahren 1973 bis 1982 zu einem Hungerlohn arbeiten musste, wobei nach 
dem übereinstimmenden Parteiwillen die A. AG zusätzlich für alle Lebenshaltungs-
kosten der Familie P. K. haben aufkommen müssen. Von 1979 bis 1982 hatte P. K. 
als Alleinaktionär der Kurhaus C. AG das Hotel A. an die A. AG verpachtet. Der 
vereinbarte Pachtzins habe Fr. 45'000.-- pro Jahr betragen. Da der Pachtzins eben-
falls nicht habe bezahlt werden können, habe die A. AG teilweise für den laufenden 
Unterhalt des Hotels N. aufkommen müssen. Da weder die Löhne noch der Pacht-
zins vollständig von der A. AG hätten bezahlt werden können, hätten Sanierungs-
massnahmen ergriffen werden müssen, wonach die von der A. AG erbrachten Le-
benshaltungskosten und die laufenden Kosten für das Hotel A. in Form von Konto-
korrentpositionen als Aktivum der A. AG in der Bilanz hätten ausgewiesen werden 
müssen, um keine Überschuldungssituation ausweisen zu müssen. Diese Konto-
korrentposition habe eine blosse buchhalterische Bilanzposition dargestellt, welche 
nach dem damaligen übereinstimmenden Parteiwillen nie und nimmer eine effektive 
Verbindlichkeit zur Folge gehabt haben konnte. Es sei auch nicht nachvollziehbar, 
weshalb gerade P. K., der mit seinen Eltern im Streit lag, ein Abschiedsgeschenk 
habe erhalten sollen. Die Theorie über die Uneinbringlichkeit würde ferner nicht ver-
fangen, da P. K. ein Vermögen von mehreren Fr. 100'000.-- besessen habe. Vorlie-
gend sei zudem zweifelsfrei niederländisches Erbrecht anwendbar, welches – im 
Gegensatz zum Schweizer Recht – natürliche Verpflichtungen nicht der Ausgleichs-
pflicht unterstellen würde, weshalb bereits deshalb die Berufung abzuweisen sei. 
Aufgrund der Beweislastverteilung hätten die Berufungskläger beweisen müssen, 
dass effektiv eine Schuld von P. K. gegenüber den Eltern in der Höhe von Fr. 
122'641.44 bestanden hatte, dass diese Schuld zur Verschaffung eines Vermö-
gensvorteils erlassen wurde und dass P. K. seinen Willen zum Schuldenerlass 
kundgetan hatte. Dass gerade ein solcher Wille gefehlt habe, habe der gegnerische 
Rechtsanwalt freimütig eingestanden, da er in seiner Prozesseingabe ausführte, die 
Löschung der Schuld sei ohne Erklärung erfolgt. Ein Ausgleichstatbestand liege 
aber auch deshalb nicht vor, weil einerseits nicht die Erblasser ein Guthaben 
gelöscht haben, da nicht klar sei, wer zum relevanten Zeitpunkt Aktionär der A. AG 

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gewesen war, und weil anderseits die gelöschte Kontokorrentposition keine rechts-
wirksame Forderung gewesen sei.

Die Anschlussberufung sei zudem gutzuheissen, weil F. K. nicht von ihm, 
dem Rechtsanwalt der Berufungsbeklagten, vertreten gewesen sei, weshalb die von 
der Vorinstanz gesprochene ausseramtliche Entschädigung seinen Mandanten al-
leine zuzusprechen sei. Zudem seien die Berufungskläger antragsgemäss zu ver-
pflichten, die ausseramtliche Entschädigung unter solidarischer Haftbarkeit zu leis-
ten.

d) In der Replik hielt der Rechtsvertreter der Berufungskläger fest, dass 
gemäss Aussage des Zeugen C., D. K. alleiniger Aktionär der A. AG gewesen sei. 
Tatsache sei, dass die Forderung gegenüber P. K. ausgebucht worden sei, 
währenddem andere Geschwister nichts erhalten hätten. In diesem Zusammen-
hang sei die Zeugin D. weniger glaubwürdig als der Zeuge C..

e) Auf eine Duplik wurde verzichtet.

Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen der Parteien wird, soweit erfor-
derlich, in den Erwägungen eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile der Bezirksgerichte im Sinne von Artikel 19 ZPO kann die 
Berufung an das Kantonsgericht ergriffen werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO). Die Beru-
fung ist gemäss Art. 219 Abs. 1 ZPO innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen, 
von der schriftlichen Mitteilung des Urteils an, dem Präsidenten der ersten Instanz 
in dreifacher Ausfertigung zu erklären. Sie hat die formulierten Anträge auf Abände-
rung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einreden, soweit 
solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO).  Die Berufungsbe-
klagten können, wenn sie nicht selbst auch Berufung eingelegt haben, innert der 
peremptorischen Frist von 10 Tagen seit Mitteilung der Berufungserklärung eben-
falls beim Präsidenten der ersten Instanz ihre Anschlussberufung mit formulierten 
Anträgen einreichen (Art. 220 Abs. 1 ZPO). Sowohl Berufung als auch Anschluss-

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berufung erfolgten frist- und formgerecht, weshalb auf beide Rechtsmittel eingetre-
ten werden kann.

2. a) Gemäss Art. 85 Abs. 3 EG zum ZGB kann das Gericht bei Prozessen 
über die Erbteilung auf Antrag oder von Amtes wegen weitere Beweiserhebungen 
anordnen. Insbesondere kann der Richter nach freiem Ermessen auch Zeugenbe-
weise anordnen. Diese verstärkte richterliche Mitwirkung an der Abklärung des 
Sachverhaltes soll der Wahrheitsfindung dienen (vgl. PKG 1990 Nr. 2).

b) Nachdem der Zeuge C. als Mitverfasser und Mitunterzeichner der Bestäti-
gung vom 7. Mai 1999 (BB 14) und als von der Klägerschaft nominierter Zeuge am 
3. Dezember 2001 befragt worden war und insbesondere zur Beilag zu dieser 
Bestätigung keine Aussagen machen konnte, ist nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz auch den weiteren Mitverfasser der bezeichneten Bestätigung, Zeuge 
B., als Zeugen einvernommen hat. Dieser Zeuge wurde am 22. Februar 2002 
schwergewichtig zu dieser Bestätigung und zu der entsprechenden Beilage befragt. 
Keinesfalls aber war der Zeuge zu dem von ihm nicht verfassten und ihm auch of-
fensichtlich nicht bekannten Schreiben der D. AG vom 18. Juni 1985 zu befragen; 
denn er konnte offensichtlich aus eigener Wahrnehmung nichts dazu sagen. Zu die-
sem Schreiben hätte vielmehr gerade der Zeuge C. als Mitverfasser des vorgenann-
ten Schreibens befragt werden können. Dies hat die Klägerschaft nicht anbegehrt.

c) Sowohl der von der Klägerschaft nominierte Zeuge C. als auch der Zeuge 
B. wurden zur Bestätigung vom 7. Mai 1999 befragt (BB 14). Nachdem somit auch 
die Klägerschaft den von ihr nominierten Zeugen ausdrücklich zu dem von der Be-
klagtschaft eingelegten Dokument befragen liess, welches ja gerade von Zeuge C. 
mitverfasst worden war, ist nicht nachvollziehbar, weshalb nunmehr dieses Ak-
tenstück aus dem Recht gewiesen werden soll. Dieses Aktenstück bildet doch auch 
Grundlage für die erfolgten Zeugenbefragungen, weshalb es bei den Akten zu blei-
ben hat. 

d) Da schliesslich sowohl Zeuge C. als auch Zeuge B. zu der Bestätigung 
vom 7. Mai 1999 als Zeugen befragt worden sind, kann diese Urkunde auch nicht 
eine Umgehung des Zeugenbeweises darstellen.

3. a) Der Nachlass einer Person mit letztem Wohnsitz in der Schweiz unter-
steht laut Art. 90 Abs. 1 IPRG grundsätzlich schweizerischem Recht. Ein Ausländer 
kann jedoch durch letztwillige Verfügung oder Erbvertrag den Nachlass einem sei-
ner Heimatrechte unterstellen (Art. 90 Abs. 2 IPRG). Diese Unterstellung fällt nur 

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dahin, wenn er im Zeitpunkt des Todes diesem Staat nicht mehr angehört hat oder 
wenn er Schweizer Bürger geworden ist (Art. 90 Abs. 2 IPRG). Eine Rechtswahl 
kann ausdrücklich oder stillschweigend erfolgen (BGE 125 III 37 ff. = Pra 1999, Nr. 
153; BGE 111 II 19 f.; BGE 109 II 403). 

Eine Klage ist erbrechtlicher Natur, wenn sich die Parteien auf einen erb-
rechtlichen Anspruch stützen, um einen Erbteil einzufordern und das Bestehen so-
wie den Umfang ihrer Rechte am Nachlass feststellen zu lassen. Entscheidend für 
die Qualifikation der Klage sind die von den Parteien zugrundegelegten Anspruchs-
grundlagen (BGE 96 II 90). 

b) Vorliegend haben die Erblasser je ein am 5. Dezember 1980 in niederlän-
discher Sprache notariell verfasstes Testament hinterlassen und das Erbrecht ihres 
Heimatstaates Niederlande für anwendbar erklärt (KB 3 und 4). Die formell gültige 
Errichtung der Testamente im Sinne des Haager Übereinkommens vom 5. Oktober 
1961 über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht ist un-
bestritten. Zum jeweiligen Todeszeitpunkt gehörten ferner beide Erblasser nach wie 
vor dem niederländischen Staat an, weshalb folglich niederländisches Recht anzu-
wenden ist (vgl. Art. 90 Abs. 2 IPRG). Vor der Übernahme der Regelung des Haager 
Übereinkommens über das auf die Rechtsnachfolge von Todes wegen anwendbare 
Recht vom 1. August 1989 durch das niederlänische Gesetz vom 4. September 
1996, das erst für alle Erbfälle nach dem 30. September 1996 gilt, unterstellte das 
niederländische Kollisionsrecht die Erbfolge – einschliesslich der sachlichen Gültig-
keit und der Rechtsfolge von Verfügungen von Todes wegen – grundsätzlich dem 
Heimatrecht des Erblassers zum Zeitpunkt seines Todes (Wolfgang Weber, Nieder-
lande, in: Ferid-Firsching, Internationales Erbrecht, München 2003, Vorbem. N 1). 
Auch das niederländische Erbrecht steht somit der getroffenen Rechtswahl nicht 
entgegen; denn selbst ohne eine solche Rechtswahl wäre niederländisches Erb-
recht anwendbar. Mit der gültigen Rechtswahl wurde aber verhindert, dass eine 
Nachlassspaltung eintreten kann, weshalb weiter nicht geprüft werden muss, ob für 
die in der Schweiz gelegenen Vermögenswerte der Erben allenfalls Schweizer Erb-
recht zur Anwendung gelangt.

4. a) Art. 16 Abs. 1 IPRG verpflichtet den kantonalen Richter zur Feststellung 
des Inhalts des ausländischen Rechts, räumt ihm jedoch die Möglichkeit ein, diesen 
Nachweis – soweit es um vermögensrechtliche Ansprüche geht – den Parteien auf-
zuerlegen. Er ist hierzu aber nicht in jedem Fall verpflichtet (BGE 121 III 438). Auch 
beim Vorliegen von grenzüberschreitenden Sachverhalten gilt der Grundsatz "iura 

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novit curia" (BGE 126 III 495). Allerdings hat der Richter verschiedene Möglichkei-
ten, die Parteien bei der Feststellung des anwendbaren Rechts einzubeziehen. Er-
gibt sich die Anwendung des fremden Rechts aus einer ausdrücklichen Rechtswahl 
der Erblasser, so kann der Richter es nicht dem Belieben der Parteien überlassen, 
ob diese den Inhalt des anzuwendenden ausländischen Rechts ermitteln oder ob 
nach Abs. 2 des Art. 16 IPRG schweizerisches Recht heranzuziehen ist. Hat der 
Schweizer Richter den Inhalt des ausländischen Rechts ohne die Mitwirkung der 
Parteien ermittelt und ist er der Meinung, dies in einem für seine Urteilsfindung aus-
reichenden Masse getan zu haben, so ist er ferner nicht verpflichtet, den Parteien 
vor der Anwendung des festgestellten Rechts Gelegenheit zu einer Stellungnahme 
zu geben. Der Richter kann indes anstelle des durch die Kollisionsnorm berufenen 
ausländischen Rechts sowohl in vermögensrechtlichen, als auch in nichtvermö-
gensrechtlichen Streitigkeiten ersatzweise schweizerisches Recht anwenden, wenn 
sich die Feststellung des Inhalts des fremden Rechts als unmöglich erweist oder 
jedenfalls – trotz etwaiger Mitwirkung der Parteien – mit übermässigen Schwierig-
keiten verbunden wäre. Dies ist auch dann der Fall, wenn ernsthafte Zweifel am 
Ergebnis aufkommen (BGE 121 III 438 f. sowie BGE 128 III 346 f.).

b) Wie nachstehend zu zeigen sein wird, kann der Inhalt des niederländi-
schen Rechts für die vorliegend zu beurteilende Frage, ob die Buchung, welche 
dazu führte, dass die in der Buchhaltung der A. AG erfasste Schuld von P. K. aus-
gebucht wurde, ein ausgleichspflichtiger Tatbestand sei, ohne weiteres festgestellt 
werden. Dabei ist aber ferner zu beachten, dass sich das Prozessrecht grundsätz-
lich nach der lex fori richtet.

5. a) Nach Art. 1132 Ziff. 1 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches 
(Burgerlijk Wetboek, nachfolgend BW) müssen Erben alle Schenkungen unter Le-
benden, die sie vom Erblasser erhalten haben, zum Ausgleich bringen, und zwar 
von den Erben in der absteigenden Linie, gleich, ob sie den Nachlass vorbehaltlos 
oder unter dem Vorrecht der Inventarerrichtung angenommen haben und ob sie nur 
zum Pflichtteil oder zu mehr berufen sind, es sei denn, die Geschenke wären mit 
ausdrücklicher Freistellung von der Ausgleichung durch öffentliche Urkunde oder 
letztwillige Verfügung von der Verpflichtung zur Ausgleichung befreit worden. Aus-
ser diesen der Ausgleichung unterworfenen Schenkungen muss alles ausgeglichen 
werden, was dem Erben gegeben wurde, um ihm eine Stellung, einen Beruf oder 
ein Gewerbe zu verschaffen oder seine Schuld zu bezahlen, ebenso alles, was zur 
Verehelichung geschenkt wurde (Art. 1142 BW).

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b) aa) Auch nach dem niederländischen Recht bildet Voraussetzung, dass 
die Schenkung unter Lebenden vom Erblasser vorgenommen wird. Auch bei den in 
Art. 1142 BW genannten Zuwendungsgeschäften handelt es sich um unentgeltliche 
Zuwendungen, also um Rechtsgeschäfte des Erblassers, durch die dessen Vermö-
gen vermindert und dasjenige des Nachkommen vermehrt wird. In beiden Fällen 
muss vorab das Vermögen des Erblassers durch den einen Ausgleich begründen-
den Tatbestand betroffen sein ("alle schenkingen onder de levenden, welke zij von 
den erflater hebben genoten" [Art. 1132 BW]).

bb) Die Berufungskläger machen geltend, dadurch, dass die A. AG eine in 
deren Buchhaltung erschienene Forderung gegen P. K. löschte, sei eine Vermö-
gensverschiebung von den Erblassern zum präsumtiven Erben erfolgt, welche aus-
zugleichen sei. Das Vermögen der Erblasser sei zumindest indirekt tangiert gewe-
sen, da D. K. Alleinaktionär der A. AG gewesen sei. Dass eine Zuwendung vom 
Erblasser stammt, gehört zum notwendigen Tatbestand der Ausgleichung. Nach 
den allgemeinen Beweisregeln müssen die Kläger den Nachweis erbringen, dass 
durch die Ausbuchung der fraglichen Forderung das Vermögen der Erblasser ge-
schmälert wurde. Die Beweislast für die Voraussetzungen nach Art. 1132 und 1142 
BW tragen somit die Berufungskläger, welche die Ausgleichung verlangen.

cc) Wer die Aktien der A. AG zum Zeitpunkt der Löschung deren verbuchten 
Forderung gegen P. K. hielt, ist, wie die Berufungsbeklagten zutreffend argumen-
tierten, unklar. Die Berufungskläger behaupten in ihrer Prozesseingabe, die Aktien 
hätte den Eltern, D. K. und R. K., gehört. Demgegenüber sagte der Zeuge C. aus, 
C. K. habe sämtliche Aktien der A. AG gehalten (Einvernahmeprotokoll vom 3. De-
zember 2001, Seite 4). Der Zeuge C. mag sich indes nicht mehr daran erinnern, ob 
P. K. neben dem bescheidenen Lohn noch andere Ansprüche erhalten habe. Dies 
steht jedoch in Widerspruch zu dem vom Zeugen mitverfassten Schreiben an die 
kantonale Steuerverwaltung vom 23. August 1985 (BB 35), worin er bestätigt, dass 
im Lohnausweis von P. K. die Naturalbezüge zu Recht nicht enthalten seien, da ihm 
Naturalbezüge, Privatanteil für die Dienstwohnung, die allgemeinen Unkosten und 
das Auto auf seinem Kontokorrent belastet wurden. Dies wurde von den Zeugen C. 
und Zeuge B. am 7. Mai 1999 abermals bestätigt (BB 14). Auch die Zeugin D. sagte 
aus, dass diese Buchung vor allem steuerrechtliche und buchhalterische Gründe 
gehabt habe (Einvernahmeprotokoll Zeugin D. vom 6. Dezember 2001, Seite 2). Im 
Zusammenhang mit der vorerwähnten Bestätigung vom 7. Mai 1999 (BB 14) ma-
chen die Berufungskläger – wie bereits ausgeführt – zu Unrecht geltend, die Bestäti-
gung vom 7. Mai 1999 (BB 14) sei aus dem Recht zu weisen. Darin wurde von 

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Zeuge B. und Zeuge C. bestätigt, dass das Kontokorrent von P. K. aufgrund seiner 
vorgenannten Bezüge belastete wurde. Die Bestätigung wurde zudem mehr als an-
derthalb Jahre vor Klageanhebung, welche am 21. November 2000 erfolgte, schrift-
lich abgegeben. Zudem wurden beide Verfasser dieser Bestätigung als Zeugen auf-
gerufen, so dass die Parteien im Beweisverfahren bezüglich der beklagtischen Bei-
lage (BB 14) Fragen an die Urheber der Bestätigung stellen konnten, wovon sie 
dann auch tatsächlich Gebrauch machten. Anlässlich der Zeugeneinvernahmen 
bestätigten sodann die Urheber den Inhalt der Bestätigung (Einvernahmeprotokoll 
Zeuge C. vom 3. Dezember 2001, Seite 4; Einvernahmeprotokoll Zeuge B. vom 22. 
Februar 2002, Seite 2 und 5). Folglich kann die Bestätigung vom 7. Mai 1999 be-
weisrechtlich verwertet werden, womit unter Einbezug dieser Bestätigung und des 
Schreibens an die kantonale Steuerbehörde vom 23. August 1985 (BB 35) die Aus-
sage des Zeugen C. in Bezug auf die Frage, wie das im Jahre 1985 ausgebuchte 
Kontokorrentkonto von P. K. angewachsen sei, als widersprüchlich bezeichnet wer-
den darf. Auch seine Aussage in Bezug auf die Frage, wer Aktionär der A. AG ge-
wesen war, ist in Zweifel zu ziehen. Diese Aussage des Zeugen C. steht zudem in 
Widerspruch zu den von den Berufungsklägern gemachten Behauptungen, die A. 
AG habe den Erblassern gehört (Prozesseingabe, Seite 3, Ziffer 3). Dennoch haben 
die beiden Aussagen eine Gemeinsamkeit: Weder die Berufungskläger noch der 
Zeuge C. konnten klar sagen, zu welchem Zeitpunkt D. K. bzw. dieser und seine 
Frau sämtliche Aktien alleine gehalten haben sollen. Auch aus den im Recht liegen-
den Akten kann nicht geschlossen werden, wer zum Zeitpunkt der Löschung der 
Forderung (Geschäftsjahr 1985; vgl. KB 4, 5, 6a und 6b) alles Aktionär der A. AG 
war. Anlässlich der Generalversammlung vom 26. Januar 1976 haben drei Aktio-
näre die neuen Statuten unterzeichnet: D. K., M. K. und P. K.. Dass der Kreis der 
Aktionäre nicht nur auf D. K. oder die Eltern K. beschränkt war, ergibt sich auch aus 
anderen im Recht liegenden Akten. An den Generalversammlungen vom 1. Juli 
1980 (BB 10), vom 27. August 1981 (BB 12) und vom 18. März 1982 (BB 13) waren 
stets alle Familienmitglieder anwesend, ohne dass daraus resultieren würde, wer 
wie viele Aktien vertritt. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, 
dass gemäss § 8 der revidierten Statuten (BB 3) jeder Aktionär an der Generalver-
sammlung teilnehmen oder sich durch einen Dritten vertreten lassen kann, woraus 
geschlossen werden darf, dass sich ein Aktionär nicht durch mehrere Personen ver-
treten lassen durfte. An der Generalversammlung vom 29. Juni 1983 sind ferner nur 
D. K. und M. K. anwesend. Dennoch sind gemäss Protokoll alle Aktien vertreten (BB 
30). Schliesslich sind an der Generalversammlung vom 9. August 1985 die Eltern 
D. K. und R. K. sowie die Nachkommen F. K. und E. K. in Vertretung des gesamten 
Aktienkapitals anwesend (BB 31). Aus diesem Grund ist nicht nachgewiesen, dass 

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das private Vermögen der Eltern K. durch die Löschung der verbuchten Forderung 
in der Buchhaltung der A. AG auch nur indirekt alleine tangiert war. Die Berufungs-
kläger offerierten hierfür keine Beweise. Demgegenüber haben die Berufungsbe-
klagten zumindest versucht, den Gegenbeweis anzutreten, indem sie die jeweiligen 
Protokolle der Generalversammlungen ins Recht legten. Aufgrund dieser aus den 
verschiedenen Generalversammlungsprotokollen hervorgehenden Indizien und 
dem zusätzlichen Umstand, dass zum fraglichen Zeitpunkt E. K. einzige Verwal-
tungsrätin der A. AG war (BB 4) und als solche zumindest eine Pflichtaktie hielt (§ 
13 der Statuten; BB 3), ist das Kantonsgericht unter Anwendung der freien richterli-
chen Beweiswürdigung zur vollen Überzeugung gelangt, dass die Eltern K. nicht 
Alleinaktionäre der A. AG waren, weshalb nicht rechtsgenüglich nachgewiesen wer-
den konnte, ob und – falls ja – in welchem Umfang das Privatvermögen der Erblas-
ser durch die Ausbuchung der Kontokorrentforderung tangiert war. Dies gilt sowohl 
nach niederländischem als auch nach schweizerischem Recht (vgl. Art. 626 ZGB). 
Somit ist auch nicht nachgewiesen, dass durch die Ausbuchung der Kontokorrent-
forderung das Vermögen von P. K. eine Vermehrung aus demjenigen der Erblasser 
erfahren hat. Die Berufung ist mithin schon aus diesem Grund abzuweisen. 

6. In der Bestätigung vom 7. Mai 1999 (BB 14) wurde überzeugend dargelegt, 
dass die per 31. Dezember 1985 vorgenommene Saldierung des Kontokorrents von 
P. K. gerechtfertigt gewesen sei und nicht als Erbvorbezug qualifiziert werden 
könne. Dass die Vorinstanz diese Bestätigung (BB 14) in ihrer Beweiswürdigung 
heranziehen durfte, wurde bereits ausgeführt (vgl. Ziffer 2 hiervor). Inwiefern daher, 
wie die Berufungskläger vorbringen, durch die im Zusammenhang mit diesen Ge-
genforderungen von P. K. vorinstanzlich gemachten Feststellungen das rechtliche 
Gehör verletzt worden wäre, ist nicht ersichtlich und auch nicht genügend dargetan; 
es kann jedenfalls diesbezüglich gestützt auf Art. 229 Abs. 3 ZPO auf die zutreffen-
den Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. 

7. Fest steht ferner, dass die Erblasser nicht Alleinaktionäre waren, weshalb 
sie, soweit solche Entscheidungen überhaupt von Aktionären zu fällen sind, auch 
nicht alleine entscheiden konnten, dass die Kontokorrentforderung ausgebucht wer-
den soll. Ebenso steht fest, dass nur das Vermögen der A. AG und nicht das Privat-
vermögen der Erblasser direkt von der Ausbuchung tangiert war. Folglich braucht 
im Zusammenhang mit einer allfälligen Ausgleichspflicht auch nicht näher abgeklärt 
zu werden, ob der ausgebuchten Forderung eine Forderung von P. K. gegen die A. 
AG gegenübergestanden hat oder ob jene Forderung überhaupt je Bestand hatte; 
denn selbst wenn die Erblasser Alleinaktionäre gewesen wären, ist nicht nachge-

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wiesen, ob sich die Ausbuchung überhaupt indirekt auf das Privatvermögen der Erb-
lasser ausgewirkt hat. Die Ausbuchung hatte nämlich vorab Auswirkungen auf das 
Vermögen der A. AG. Nach Aussage der Berufungskläger habe D. K. die Meinung 
vertreten, die Kontokorrentforderung sei uneinbringlich, weshalb sie ausgebucht 
wurde. Wenn aber die Forderung der A. AG gegen P. K. aus der Sicht des Erblas-
sers uneinbringlich und damit wertlos war, so konnte sich die Ausbuchung auch 
nicht auf den für den Ausgleichungstatbestand massgebenden Wert der Aktien aus-
wirken. Die Berufung ist daher auch aus diesem Grund abzuweisen.

8. a) Die Berufung ist ferner auch aus folgendem Grund abzuweisen. Selbst 
wenn davon ausgegangen würde, dass die Eltern K. Alleinaktionäre der A. AG ge-
wesen waren, wäre nicht nachgewiesen, ob eine Zuwendung vorliegt. Auch nach 
niederländischem Recht ist die Schenkung ein Vertrag (Art. 1132 in Verbindung mit 
Art. 1703 BW). Damit der Schenkungsvertrag zustande kommt, sind zwei entgegen-
gerichtete, übereinstimmende Willenserklärungen erforderlich. In subjektiver Hin-
sicht muss der Schenker dadurch seinen Zuwendungswille ("animus donandi") klar 
und eindeutig zum Ausdruck bringen. Die Motivation der Schenkung ist dabei uner-
heblich. Die Beweislast dafür, dass ein Zuwendungswille gegeben war, tragen die 
Berufungskläger. 

b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt sich aus Art. 8 ZGB 
nicht nur das Recht zum Beweis, sondern auch das Recht zum Gegenbeweis (vgl. 
BGE 120 II 397 mit weiteren Hinweisen). Der Gegner der beweisbelasteten Partei 
hat einen Anspruch darauf, zum Beweis von Umständen zugelassen zu werden 
(BGE 115 II 305). Für das Gelingen des Gegenbeweises ist bloss erforderlich, dass 
der Hauptbeweis erschüttert wird, nicht aber auch, dass der Richter von der Schlüs-
sigkeit der Gegendarstellung überzeugt wird (BGE 76 II 194). Insoweit unterscheidet 
sich der Gegenbeweis vom Beweis des Gegenteils, der sich gegen eine gesetzliche 
Vermutung richtet und seinerseits ein Hauptbeweis ist (Kummer, Berner Kommen-
tar, Art. 8 ZGB N 107 f.), für welchen das entsprechende Beweismass gilt. Ob die 
vom Gegenbeweis erfassten Tatsachen geeignet sind, den Hauptbeweis zu er-
schüttern, ist eine Frage der Beweiswürdigung (BGE 120 II 397).

c) Gemäss Buchhaltung (KB 5) hatte die A. AG gegenüber P. K. eine Konto-
korrentforderung. Gläubigerin dieser freilich von den Berufungsbeklagten bestritte-
nen Forderung war folglich die Aktiengesellschaft. Dafür, dass die Aktiengesell-
schaft je einen Zuwendungswille zum Ausdruck gebracht hätte, fehlen jegliche An-
haltspunkte. Durch die Ausbuchung der Kontokorrentforderung wurde dieses Akti-

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vum lediglich intern abgeschrieben. Die A. AG hat P. K. nie erklärt, dass er nun die 
vormals verbuchte Kontokorrentforderung zufolge Schenkung nicht mehr beglei-
chen müsse. Der Aktiengesellschaft wäre es somit auch nach der Ausbuchung wei-
terhin freigestanden, diese Forderung geltend zu machen. Aus der Anweisung, die 
Kontokorrentforderung auszubuchen, kann folglich kein Zuwendungswille abgeleitet 
werden. Dies gilt selbst dann, wenn die Erblasser Alleinaktionäre gewesen wären; 
denn auch bei ihnen war kein animus donandi erkennbar. 

Dem Zeugen E. war auf Befragen des Rechtsanwalts der Berufungskläger 
nicht bekannt, dass sich P. K. die Kontokorrentschuld löschen liess (Einvernahme-
protokoll Zeuge E. vom 14. November 2001, Seite 5). Gleiches sagte die Zeugin D. 
aus (Einvernahmeprotokoll Zeugin D. vom 6. Dezember 2001, Seite 2). Schliesslich 
hat auch der Zeuge B. keine Kenntnis über die Umstände, welche zur Ausbuchung 
der Kontokorrentforderung führten (Einvernahmeprotokoll Zeuge B. vom 22. Fe-
bruar 2002, Seite 5).  Es ist daher auch nicht erstellt, dass, selbst wenn ein Zuwen-
dungswille der Erblasser bejaht werden müsste, P. K. die Schenkung angenommen 
hätte.

d) Soweit die Berufungskläger den Hauptbeweis für das Vorhandensein des 
animus donandi bei den Erblassern überhaupt angetreten haben, würde dieser 
Hauptbeweis bereits in den Ansätzen erschüttert dadurch, dass niemand etwas von 
einem Zuwendungswille weiss und ein solcher sich auch nicht aus den übrigen Ak-
ten ergibt, weshalb das Gericht unter Anwendung der freien richterlichen Beweis-
würdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein Zuwendungswille fehlte, weshalb die 
Berufung auch aus diesem Grund abzuweisen ist. 

9. a) Die Berufungskläger rügen zudem, die vorinstanzlichen amtlichen wie 
ausseramtlichen Kosten seien zu hoch, da die Rechtsabklärung der Gegenpartei 
unnötig und die Urteilsbegründung dürftig gewesen sei.

b) Die Berufungskläger hätten die Höhe der Kosten mit der Kostenbe-
schwerde anfechten müssen; denn zusammen mit der Berufung kann nur die Ver-
teilung der Kosten gerügt werden (PKG 1996 Nr. 21). Eine begründete Kostenbe-
schwerde wurde nicht erhoben, weshalb auf die vorgebrachte Rüge, die vorinstanz-
lichen Kosten seien zu hoch, nicht eingetreten werden kann.

10. a) In ihrer Anschlussberufung beantragen die Berufungsbeklagten, die 
von der Vorinstanz gesprochene ausseramtliche Entschädigung sei alleine ihnen 
zuzusprechen, weil F. K. nicht von ihrem Rechtsanwalt vertreten gewesen sei. Zu-

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dem seien die Berufungskläger unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten, die 
ausseramtliche Entschädigung zu leisten.

b) Die Berufungskläger bilden eine notwendige Streitgenossenschaft. Ge-
stützt auf Art. 122 ZPO wird die unterliegende Partei zur ausseramtlichen Entschä-
digung verpflichtet. Bildet die unterliegende Partei eine Streitgenossenschaft, so 
werden die Streitgenossen unter solidarischer Haftung zur Entschädigung verpflich-
tet. Entsprechend ist die Anschlussberufung gutzuheissen und Ziffer 2 Abs. 2 des 
angefochtenen Urteils aufzuheben. Die Kläger werden verpflichtet, unter solidari-
scher Haftung die Beklagten P. K., A. K. und B. K. für das Verfahren vor dem Be-
zirksgericht Hinterrhein insgesamt mit Fr. 29'800.-- inklusive 7.6 % Mehrwertsteuer 
zu entschädigen. Eine ausseramtliche Entschädigung für F. K. ist nicht zuzuspre-
chen, da er nicht vertreten war, keinerlei Parteihandlungen vorgenommen und da-
her auch keinen Aufwand hatte.

11. Die Kosten des Berufungsverfahrens gehen bei diesem Ausgang vollum-
fänglich zu Lasten der Berufungskläger, welche die Berufungsbeklagten (ohne F. 
K.) für das Berufungsverfahren überdies vollumfänglich ausseramtlich zu entschä-
digen haben. Unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes und der Hono-
raransätze des bündnerischen Anwaltsverbandes erscheint für das Berufungsver-
fahren eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 2'000.-- als angemessen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Anschlussberufung wird gutgeheissen, und Ziffer 2 Absatz 2 des ange-
fochtenen Urteils wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst:

"Die Kläger werden ausserdem verpflichtet – unter solidarischer Haf-
tung, die Beklagten P. K., A. K. und B. K. insgesamt mit 29'800.-- in-
klusive 7,6 % Mehrwertsteuer zu entschädigen."

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8'285.-- (Gerichtsgebühr von 
Fr. 8'000.-- und Schreibgebühren von Fr. 285.--) gehen zu Lasten der Beru-
fungskläger, welche – unter solidarischer Haftung – verpflichtet werden, die 
Berufungsbeklagten P. K., A. K. und B. K. für das Berufungsverfahren mit Fr. 
2'000.-- zu entschädigen.

4. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar ad hoc