# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 759022a4-7f38-57a9-a068-8f7bc5090941
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.04.2021 715 20 391/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-391-97_2021-04-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom  21. April 2021 (715 20 391 / 97) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Dem Beschwerdeführer wäre der Verbleib an der Arbeitsstelle zuzumuten gewesen, wes-
halb die Vorinstanz zu Recht von einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ausgegan-
gen ist.  
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Urs Helfenfinger, 
Rechtsanwalt, Advokatur & Notariat Helfenfinger, Löwenplatz 5, 
4222 Zwingen 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 
 
 

A. Der 1972 geborene A.____ arbeitete vom 16. Juli 2018 bis 5. Mai 2020 als Gipser bei 
der Firma B.____ AG. Am 5. Mai 2020 hat er dieses Arbeitsverhältnis fristlos aufgelöst. In der 
Folge meldete sich A.____ am 7. Mai 2020 zur Arbeitsvermittlung an und stellte am 11. Mai 2020 

 

 
 
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einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung bei der Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosen-
kasse) ab 5. Mai 2020. Mit Verfügung vom 16. Juni 2020 hat die Arbeitslosenkasse A.____ we-
gen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 40 Tage in der Anspruchsberechtigung ab dem 6. Mai 
2020 eingestellt. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Arbeitslosenkasse mit Entscheid 
vom 8. September 2020 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Urs Helfenfinger, mit 
Schreiben vom 9. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung vom 16. Juni 
2020 sei vollständig aufzuheben, womit ihm keine Einstellungstage aufzuerlegen seien. Eventu-
aliter seien maximal 10 Einstellungstage zu verfügen; unter o/e-Kostenfolge. Mit Schreiben vom 
14. Oktober und vom 12. November 2020 reichte er Unterlagen nach.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 27. November 2020 beantragte die Arbeitslosenkasse, dass 
die Beschwerde abzuweisen sei.  
 
D. Nachdem der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 18. Dezember 
2020 ein Gesuchsformular um unentgeltliche Rechtspflege eingereicht hatte, erklärte er am 
22. Dezember 2020 auf telefonische Anfrage hin, er habe das UP-Gesuchsformular kurz vor einer 
Operation erhalten und sei sich nicht mehr bewusst gewesen, dass er kein Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege gestellt habe. Demzufolge verzichte er auf das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet das Präsidium der Abteilung Sozialversicherungs-
recht des Kantonsgerichts bei Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20‘000.--. Streitig und 
zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Versicherten zu Recht wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit für die Dauer von 40 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei 
einem Taggeld von Fr. 192.40 liegt der Streitwert unter diesem Grenzbetrag. Die Angelegenheit 
ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer infolge 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit zu Recht für die Dauer von 40 Tagen in der Anspruchsbe-
rechtigung eingestellt hat. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 
114 V 285 E. 3, 111 V 239 E. 2a, 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 

 

 
 
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(vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung 
für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwal-
tungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip 
beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal-
tungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Auflage, Basel 
2016, Rz. 828). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Dieser Tatbe-
stand erfasst Verhaltensweisen der versicherten Person, die kausal für den Eintritt der Arbeitslo-
sigkeit sind und eine Verletzung der Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, bedeuten. 
Art. 44 Abs. 1 AVIV zählt in den lit. a-d beispielhaft Tatbestände auf, die unter den Begriff der 
selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit fallen. So liegt selbstverschuldete Arbeitslosigkeit unter an-
derem dann vor, wenn die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, 
ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der 
Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Selbstverschuldete Ar-
beitslosigkeit im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt immer dann vor, wenn und soweit der 
Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach 
den persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (Urteil des 
Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
2.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die Scha-
denminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeitsgedan-
ken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und ortsüb-
lichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den 
Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wie-
derbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter 
Praxis entschieden, dass die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisherigen Arbeitsstelle stren-
ger beurteilt wird als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb 
mit Hinweisen). Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zu-
gemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle 
gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 27 zu Art. 
16; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 116). 
 
2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige ("volontairement") Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund ("sans motif légitime") sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 

 

 
 
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gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 
nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegen-
den Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 
4b/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2013, 8C_742/2013, E. 4.1). 
 
Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetz-
ten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhält-
nisses zu begründen (Urteile des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 8C_107/2018, E. 3 und 
vom 4. Mai 2010, 8C_12/2010, E. 3.1; SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 323, C 128/96). Bei Schwierig-
keiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versicherten Per-
son grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen Anschlussstelle 
aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am Arbeitsplatz 
eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können aber allenfalls 
beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 
8C_107/2018, E. 3 mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht 
entsprechendes Betriebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen; Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 
lit. c ATSG). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen 
vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 
uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 
V 193 E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2013, 8C_742/2013, E. 4.2). Die Mit-
wirkungspflicht kommt als allgemeiner Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdever-
fahren zur Anwendung und bedeutet das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des 
Sachverhalts (vgl. KURT PÄRLI/LAURA KUNZ, Basler Kommentar zum ATSG, N 9 und 14 zu Art. 28 
ATSG). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

 

 
 
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überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW / HEINRICH KOLLER / CHRISTINA KISS / DANIELA THURNHERR / 
DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fel-
lay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglich-
keit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen 
Hinweisen). 
 
4.1 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie 
folgt dar:  
 
4.2 Der Beschwerdeführer war seit dem 16. Juli 2018 bei der B.____ AG als Gipser tätig. 
Nach einer Auseinandersetzung mit C.____ am 5. Mai 2020 hat sich der Beschwerdeführer von 
seiner Arbeitsstelle entfernt und mit Schreiben vom gleichen Tag seine fristlose Kündigung be-
stätigt. Als Begründung gab er an, C.____ sei auf ihn losgegangen und habe ihn "zu Boden ge-
schupft". Die Kündigungsfrist, welche normalerweise einen Monat betrage, könne er nicht einhal-
ten, da er weitere Auseinandersetzungen vermeiden möchte.  
 
4.3 Am 28. Mai 2020 hat die B.____ AG gegenüber der F.____ erklärt, dass der Versicherte 
am 5. Mai 2020 nach einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Vorgesetzten den Arbeitsplatz 
verlassen habe. Am 6. Mai 2020 hätten sie seine fristlose Kündigung erhalten.  
 
4.4  Im Rahmen des rechtlichen Gehörs gab der Versicherte am 30. Mai 2020 an, er sei seit 
zwei Jahren bei der Firma B.____ AG und habe noch nie Probleme mit den Arbeitern gehabt. 
Diese Auseinandersetzung sei spontan gekommen. Er habe dies nie erwartet, der neue Chef der 
Firma sei mit ihnen am Arbeiten gewesen und plötzlich sei er auf ihn losgegangen und habe ihn 
zu Boden geworfen, obwohl er mit dem Ganzen nichts zu tun gehabt habe. So habe er keine 
andere Wahl gehabt als fristlos zu kündigen, weil er weitere Auseinandersetzungen habe vermei-
den wollen und ihm niemand garantieren könne, dass keine weiteren Auseinandersetzungen fol-
gen würden. Er sei seit 30 Jahren in der Baubranche tätig und er habe so etwas noch nie erlebt. 
Er wisse, dass er unschuldig sei. 
 
4.5 Mit Verfügung vom 16. Juni 2020 stellte die Arbeitslosenkasse den Versicherten ab dem 
6. Mai 2020 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 40 Tage in der Anspruchsberechti-
gung ein.  
 
4.6 In der dagegen erhobenen Einsprache vom 18. Juni 2020 macht der Beschwerdeführer 
geltend, der neue Inhaber der Firma B.____ AG, C.____, sei auf ihn losgegangen und habe ihn 
zu Boden geworfen. Was er denn in dieser Situation hätte machen sollen und wer ihm garantieren 
könne, dass sich am nächsten Tag nicht das gleiche wiederhole. C.____ sei der neue Chef, er 
habe den Fehler begangen. Deshalb sei dieser in seinen Augen der Schuldige und habe die 
Konsequenzen zu tragen. Er habe in all seinen Arbeitsjahren schon 3-4 Mal gekündigt und habe 

 

 
 
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natürlich die Kündigungsfrist immer eingehalten, aber in dieser Situation könne er dies nicht, weil 
er so etwas noch nie erlebt habe.  
 
4.7 In seiner Beschwerde vom 9. Oktober 2020 führt der Beschwerdeführer aus, die B.____ 
AG befinde sich momentan in einem Übernahmeprozess. Der jetzige Eigentümer sei zwar noch 
D.____, jedoch leite bereits der zukünftige Eigentümer C.____ das Tagesgeschäft. Zudem habe 
dieser bereits die operative Führung inne. Daher erstelle er die Arbeitspläne, weise die Arbeiten 
und damit die Baustellen zu und kontrolliere die Arbeiten und Baustellen. Er sei demnach der 
direkte Vorgesetzte und der zukünftige Arbeitgeber des Beschwerdeführers. Am 5. Mai 2020 sei 
es auf einer Baustelle zu einem Vorfall gekommen. Auf der Baustelle seien die Fenster vor dem 
Auftragen des Aussenabriebs nicht richtig abgeklebt worden. Diese Arbeit sei nicht durch den 
Beschwerdeführer ausgeführt worden. Als er den Abrieb habe auftragen wollen, habe sich das 
Klebeband gelöst und ein Teil des Abriebs sei auf das Fenster gelangt. C.____ habe dem Be-
schwerdeführer gesagt, er habe die Fenster nicht gut abgeklebt, worauf dieser erwiderte, er habe 
die Fenster nicht abgeklebt. Er habe sich abgewendet, um nach seiner Trinkflasche zu greifen 
und etwas zu trinken. Daraufhin habe ihn C.____ von hinten am Kragen gepackt und ihn rücklings 
auf den Boden geworfen. Noch am gleichen Abend habe der Beschwerdeführer das Arbeitsver-
hältnis fristlos mit der Begründung gekündigt, es sei ihm nicht mehr zumutbar, mit C.____ zusam-
menzuarbeiten. Dabei habe es sich nicht um eine impulsive unüberlegte Handlung des Be-
schwerdeführers gehandelt. Er habe vielmehr in Betracht gezogen, dass es sich bei diesem Vor-
fall um eine gravierende Verletzung der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gehandelt habe.  
 
Der Beschwerdeführer reichte mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 noch eine Bestätigung von 
D.____ (einziges Verwaltungsratsmitglied der B.____ AG), wonach er mit dem Versicherten noch 
am selben Abend nach dem Vorfall eine Besprechung gehabt habe. Dabei habe dieser ihn infor-
miert, dass der fristlos kündigen werde. Er habe ihn auf die Kündigungsfrist hingewiesen. Auf 
Nachfrage des Versicherten habe er diesem mitgeteilt, dass es aufgrund der Grösse des Ge-
schäfts und der Position von C.____ praktisch unmöglich sei, dass sich die beiden Herren wäh-
rend der Arbeit nicht sehen und sich aus dem Weg gehen könnten.  
 
In der Folge hat der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. November 2020 noch einen Bericht 
bzw. ein Inserat aus einem nicht näher bezeichneten "Wochenblatt" vom 12. November 2020 zu 
den Akten gereicht, woraus hervorgeht, dass der erfahrene und langjährige Mitarbeiter C.____ 
die Firma B.____ AG übernehmen werde. Ausserdem wurde ein Schreiben von E.____ vom 
16. Oktober 2020 eingereicht. Diesem ist zu entnehmen, dass E.____ am 5. Mai 2020 in X.____ 
am Arbeiten gewesen sei und zur nächsten Baustelle in Y.____ habe fahren wollen, als er plötz-
lich einen Anruf vom Beschwerdeführer erhalten habe mit der Bitte ihn abzuholen, weil er eine 
Auseinandersetzung mit C.____ gehabt habe. Er sei in Richtung Y.____ gefahren, als er den in 
Richtung G.____ laufenden Beschwerdeführer gesehen habe. Er habe gewendet und ihn zu ih-
rem Magazin gefahren. Danach sei er zur Baustelle gefahren und habe von den Anderen und 
C.____ erfahren, dass dieser mit dem Beschwerdeführer eine Auseinandersetzung gehabt habe. 
Laut C.____ habe der Beschwerdeführer Glück gehabt, dass er von der Baustelle weggegangen 
sei, sonst hätte es für ihn schlimmer kommen können. Mehr könne er dazu nicht sagen, da er 
selber nicht am Tatort gewesen sei und das, was er geschrieben habe, nur vom Hören wisse.  

 

 
 
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5. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle selbst fristlos gekündigt 
hat. Die Vorinstanz qualifizierte das Verhalten des Versicherten als schweres Verschulden und 
setzte die Dauer der Einstellung auf 40 Tage fest. Dabei bewertete sie die selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit praxisgemäss mit 36 Einstellungstagen und die Tatsache, dass die Kündigung 
fristlos erfolgte, mit weiteren acht Einstellungstagen. Die Probleme am Arbeitsplatz und das Ver-
halten des Arbeitgebers berücksichtigte die Arbeitslosenkasse verschuldensmindernd, indem sie 
insgesamt vier Tage zu Gunsten des Einsprechers abzog. 
 
5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass ihm ein Verbleib an der Arbeitsstelle nicht hätte 
zugemutet werden können. Die Unzumutbarkeit liege vor, wenn wichtige Gründe im Sinne von 
Art. 337 OR gegeben seien, welche zu einer fristlosen Kündigung berechtigen würden. Nach 
Art. 337 Abs. 2 OR gelte als wichtiger Grund jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem 
Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zuge-
mutet werden dürfe. Das Vertrauensverhältnis müsse komplett zerrüttet sein. Je länger das Ar-
beitsverhältnis bestehe, desto weniger schnell gelte es als zerrüttet.   
 
5.2 Vorliegend ist festzuhalten, dass der Vorfall lediglich vom Beschwerdeführer als tätliche 
Auseinandersetzung geschildert wird. Zeugenaussagen, die diesen Vorfall direkt bestätigen wür-
den, liegen keine vor. In der Stellungnahme der B.____ AG wird festgehalten, dass der Beschwer-
deführer nach einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Vorgesetzten den Arbeitsplatz verlas-
sen habe. Auch die vom Beschwerdeführer eingereichte Stellungnahme von E.____ bestätigt 
lediglich, dass eine Auseinandersetzung stattgefunden habe. Weder war E.____ dabei selbst an-
wesend noch bestätigt er, vom Beschwerdeführer erfahren zu haben, dass eine tätliche Ausei-
nandersetzung stattgefunden habe oder der Beschwerdeführer zu Boden geworfen worden sei. 
Auch D.____ gibt an, sich nicht über den Vorfall äussern zu können, da er nicht vor Ort gewesen 
sei.  
Die tätliche Auseinandersetzung, wie sie vom Beschwerdeführer geschildert wird, erweist sich 
somit lediglich als Parteibehauptung und kann nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt gelten. Aber selbst wenn dem so wäre, ist nicht davon auszugehen, dass die Arbeitsstelle 
dem Beschwerdeführer in der Folge nicht mehr hätte zugemutet werden können. Der Beschwer-
deführer arbeitete zu diesem Zeitpunkt immerhin bereits seit rund 20 Monaten bei der Firma 
B.____ AG. Wie sich aus dem eingereichten Inserat des Wochenblatts ergibt, war C.____ ein 
langjähriger Mitarbeiter der Firma. Es ist also davon auszugehen, dass sich die beiden bereits 
gut gekannt haben und schon länger zusammengearbeitet haben. Von weiteren Vorfällen ist nicht 
die Rede. Aufgrund einer einzigen Auseinandersetzung kann das bestehende Arbeitsverhältnis 
nicht als unzumutbar bezeichnet werden, selbst wenn C.____ als neuer Besitzer der Firma vor-
gesehen war. Wie sich aus der Bestätigung von D.____ zeigt, war der Beschwerdeführer bereits 
entschlossen, die Stelle fristlos zu kündigen, als er mit ihm gesprochen hat. Er habe den Be-
schwerdeführer auch auf die Kündigungsfrist hingewiesen. Die Tatsache, dass sich der Be-
schwerdeführer und C.____ während der Arbeit nicht aus dem Weg gehen könnten, spricht eben-
falls nicht für eine Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses, und dass C.____ als designierter 
neuer Besitzer der Firma den Beschwerdeführer möglicherweise schikaniert hätte, ist lediglich 
eine Vermutung des Beschwerdeführers. Im Übrigen ist D.____ nach wie vor als Mitglied des 

 

 
 
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Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen, während C.____ ledig-
lich mit einer Kollektivunterschrift zu zweien vermerkt ist. Der höchste Vorgesetzte war im Zeit-
punkt des Vorfalls und ist gemäss Handelsregisterauszug auch heute noch D.____. Der Be-
schwerdeführer hat sich gegenüber D.____ nicht bemüht, den angeblichen Vorfall bspw. mit ei-
nem Gespräch zwischen ihm, C.____ und D.____ aufzuarbeiten und eine Lösung für die weitere 
Zusammenarbeit mit C.____ zu finden. Des Weiteren hat der Beschwerdeführer weder ein straf-
rechtliches Verfahren gegen C.____ noch ein arbeitsvertragliches Verfahren gegen die B.____ 
AG eingeleitet. Vom Beschwerdeführer wird im Übrigen nicht vorgebracht und ist auch nicht er-
sichtlich, dass er die Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen hätte aufgeben müssen. 
 
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer selbst-
verschuldeten Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen ist.  
 
6.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach dem Grad 
des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. Art. 30 Abs. 3 AVIG). 
Nach Art. 45 Abs. 2 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung abgestuft; sie dauert 
1-15 Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-60 Tage bei schwe-
rem (lit. c) Verschulden. Bei der individuellen Verschuldensbeurteilung im Bereich des schweren 
Verschuldens innerhalb der von 31 bis 60 Tagen reichenden Skala ist zunächst grundsätzlich 
vom Mittelwert auszugehen, das heisst von einer durchschnittlichen Dauer von 45 Einstellungs-
tagen. Unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände des konkreten Einzelfalls ermöglicht 
diese Vorgehensweise einerseits eine Verschärfung der verwaltungsrechtlichen Sanktion, wenn 
das Verschulden der versicherten Person besonders schwer wiegt, anderseits beim Vorliegen 
von Milderungsgründen eine angemessene Reduktion. Sachgerechte Ermessensbetätigung er-
fordert, den gesamten Ermessensspielraum nach oben und unten in einer dem jeweiligen Ver-
schulden entsprechenden Weise zu nutzen (BGE 123 V 153 E. 3c). Den Verfügungsinstanzen 
wird dabei ein grosser Ermessenspielraum zugestanden, weshalb bei der Beurteilung der Ein-
stellungsdauer durch das kantonale Versicherungsgericht Zurückhaltung geboten ist. Nach § 57 
lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts die angefochtene 
Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen. Es darf aber sein Ermessen nicht 
ohne triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich bei der 
Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine abweichende Ermessensausübung 
als nahe liegender erscheinen lassen (vgl. BGE 123 V 150 E.2 mit weiteren Hinweisen, vgl. auch 
BGE 126 V 353 E. 5d). 
 
6.2 Unter Berücksichtigung aller Umstände ist die vorinstanzliche Ermessensbetätigung 
nicht zu beanstanden. Zunächst ist die Vorinstanz zwar nicht vom Mittelwert von 45 Einstellungs-
tagen bei schwerem Verschulden, sondern praxisgemäss von 36 Einstellungstagen für die selbst-
verschuldete Arbeitslosigkeit infolge Kündigung durch den Beschwerdeführer ausgegangen. Zu 
Ungunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht fällt sodann, dass er die Arbeitsstelle fristlos ver-
lassen hat. Da eine fristlose Kündigung gemäss Art. 337 Abs. 2 OR einen wichtigen Grund vo-
raussetzt, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung 
des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zuzumuten ist, ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustim-
men, dass das Verschulden bei einer fristlosen Kündigung objektiv betrachtet schwerer wiegt als 

 

 
 
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bei einer ordentlichen. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer indem er fristlos gekündigt hat, 
zum vorzeitigen Eintritt der Arbeitslosigkeit beigetragen hat, was eine Verschärfung der verwal-
tungsrechtlichen Sanktion um zusätzliche acht Einstellungstage rechtfertigt. Ebenfalls nicht zu 
beanstanden ist die vorgenommene Reduktion um vier Einstellungstage wegen der am Arbeits-
platz vorliegenden Probleme zwischen dem Beschwerdeführer und C.____ und der Tatsache, 
dass sich der noch zuständige Arbeitgeber, D.____, nicht entschieden für eine Aussprache zwi-
schen den beiden Angestellten eingesetzt hat.  
 
7. Gestützt auf die obigen Ausführungen ist die von der Vorinstanz vorgenommene Einstel-
lung des Beschwerdeführers in der Anspruchsberechtigung mit 40 Einstellungstagen nicht zu be-
anstanden, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG).  
  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht