# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86ac6b06-3602-50b9-a729-4bf71425a342
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 20.03.2013 ZK1 2013 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-18_2013-03-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 20. März 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 18          25. Juni 2013
ZK1 13 19

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Aktuarin Mosca

In den zivilrechtlichen Berufungen

des X._____, Gesuchsteller, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwältin lic. iur. Ylenia Baretta Mazzoni, Reichsgasse 65, 7002 Chur, 

und

der Y._____, Gesuchsgegnerin, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 27. November 
2012, mitgeteilt am 21. Januar 2013, 

betreffend Abänderung eines Eheschutzentscheids,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 28

I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am 28. März 1973, und X._____, geboren am 8. April 
1972, heirateten am 4. Mai 2006 vor dem Zivilstandsamt D._____. Aus dieser Ehe 
ging die Tochter A._____, geboren am 18. Juli 2007, hervor.

B. Ende März/anfangs April 2012 trennten sich die Eheleute. Die Ehefrau blieb 
mit der Tochter A._____ in der ehelichen Wohnung, während der Ehemann zum 
Bruder der Ehefrau an der B._____ 16 in D._____ zog.

C. Am 23. Mai 2012 liess Y._____ beim Bezirksgerichtspräsidenten Plessur 
ein Gesuch um Erlass superprovisorischer eheschutzrichterlicher Massnahmen 
einreichen, worin sie im Wesentlichen die Zuweisung der Obhut über die Tochter 
A._____ unter Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts für den Vater 
sowie die Verpflichtung von X._____ zur Bezahlung eines monatlichen Unterhalts 
für die Monate Mai und Juni 2012 von je CHF 4‘000.00 an sich und die Tochter 
A._____ beantragte. Darüber hinaus stellte sie das Begehren, X._____ habe dem 
Gericht verschiedene Urkunden einzureichen, wie sämtliche Abrechnungen der 
Arbeitslosenkasse seit Januar 2012, Bemühungen bezüglich Arbeitserwerb, ge-
naue Angaben über seine fixen Kosten sowie über sein Vermögen. Nach Vorlie-
gen dieser Unterlagen sei Y._____ die Möglichkeit einzuräumen, Anträge betref-
fend der vom Ehemann zu bezahlenden Unterhaltsbeiträge zu stellen. Schliesslich 
stellte sie den Antrag, es sei die Gütertrennung per 23. Mai 2012 anzuordnen. 

D. Mit Entscheid vom 24. Mai 2012 wies das Bezirksgerichtspräsidium Plessur 
das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen ab und räumte X._____ 
eine bis zum 14. Juni 2012 erstreckte Frist zur schriftlichen Stellungnahme ein.

E. In seiner Vernehmlassung vom 14. Juni 2012 erklärte sich X._____ damit 
einverstanden, dass die Obhut über die Tochter A._____ der Ehefrau zugewiesen 
wird, unter Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts (jedes zweite Wo-
chenende). Sodann sei ihm das Recht einzuräumen, mit der Tochter A._____ drei 
Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Hinsichtlich des Unterhalts ersuchte er um 
Verpflichtung zur Zahlung von CHF 1‘750.00 für den Monat April 2012, CHF 
1‘305.00 für den Monat Mai, CHF 1‘205.00 für den Monat Juni sowie (provisorisch) 
von CHF 3‘100.00 für den Monat Juli 2012. Davon sollen jeweils CHF 900.00 auf 
die Tochter A._____ entfallen.

Seite  3 — 28

F. Am 15. Juni 2012 fand eine mündliche Verhandlung vor dem Einzelrichter 
in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur statt.

G. Mit Entscheid vom 25. Juni 2012, mitgeteilt am 26. Juni 2012, erkannte der 
Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur:

„1. Das Sistierungsgesuch des Ehemannes wird abgeschrieben.

 2. Vorliegend wird von folgenden, anlässlich der Verhandlung vom 
15.6.2012 erzielten Einigungen und Erklärungen der Parteien Vormerk 
genommen, nämlich, dass
a. die Parteien übereinstimmend erklärt haben, seit dem 4.4.2012 ge-
trennt zu leben,
b. die eheliche Wohnung für die Dauer des Getrenntlebens der Ehe-
frau und der Tochter A._____ zugeteilt wird.

Die Gesuche können in den entsprechenden Punkten abgeschrieben 
werden.

 3. Die elterliche Obhut über A._____, geboren am 18.7.2007, wird für die 
Dauer des Getrenntlebens der Mutter übertragen.

 4. Der Ehemann und Vater ist berechtigt, A._____ jedes zweite Wochen-
ende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 17.00 Uhr zu sich auf Besuch 
zu nehmen und sie für drei Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in 
die Ferien zu nehmen.

 5. Der Ehemann wird verpflichtet, an den Unterhalt von Ehefrau und 
Tochter A._____ für die Dauer des Getrenntlebens, erstmals für Juli 
2012, im Voraus monatlich insgesamt CHF 3‘100.00 (für A._____ CHF 
900.00) zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen zu bezahlen.

 6. Der Ehemann bezahlt der Ehefrau – nach deren Mitteilung ihrer Kon-
toverbindung per Mail – mit Valuta vom 18.6.2012 folgende Beiträge 
an den Unterhalt, wobei davon jeweils CHF 900.00 für den Unterhalt 
von A._____ bestimmt sind:

a. Für April 2012 CHF 1‘750.00
b. Für Mai 2012 CHF 1‘305.00
c. Für Juni 2012 CHF 1‘205.00

Hinzu kommen für diese drei Monate gesetzliche und/oder vertragliche 
Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, die der Ehemann der Ehefrau für 
den Unterhalt der Tochter zu leisten hat.

 7. Zwischen den Parteien wird per 23.5.2012 die Gütertrennung ange-
ordnet.

 8. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1‘500.00 gehen je hälftig zu Las-
ten der Ehegatten und sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Ta-
gen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen. Eine ausser-
amtliche Entschädigung wird nicht zugesprochen.

 9. (Rechtsmittelbelehrung)

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10. (Mitteilung)“

H. Am 5. November 2012 liess X._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am 
Bezirksgericht Plessur ein Gesuch um Abänderung der Eheschutzmassnahmen 
einreichen, mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Ziffer 5 des Entscheides vom 25./26.06.2012 sei per 30. November 
2012 zu widerrufen.

 2. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Tochter 
A._____, geb. 18.07.2007, ab 1. Dezember 2012 für die Dauer des 
Getrenntlebens monatlich im Voraus Fr. 500.00 zuzüglich gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen, soweit und 
solange er solche bezieht, an die Gesuchsgegnerin zu bezahlen.

 3. Formeller Antrag

3.1 Es sei in Rahmen einer superprovisorischen Verfügung der Gesuch-
steller in Abänderung von Ziffer 5 des Entscheides vom 
25./26.06.2012 zu verpflichten, ab 1. Dezember 2012 für die Dauer 
des vorliegenden Abänderungsverfahrens einen monatlichen Unter-
haltsbeitrag von Fr. 500.00 für die Tochter A._____ an die Gesuchs-
gegnerin zu bezahlen. Er sei des Weiteren von der Ausrichtung eines 
Unterhaltsbeitrages für die Ehefrau zu befreien.

3.2 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich gesetzlicher MWSt) 
zulasten der Gesuchsgegnerin.“

I. Mit Verfügung vom 6. November 2012 wies der Einzelrichter in Zivilsachen 
am Bezirksgericht Plessur das Gesuch von X._____ um Erlass superprovisori-
scher Massnahmen ab, räumte Y._____ Frist zur Stellungnahme ein und lud die 
Parteien zur mündlichen Verhandlung vom 27. November 2012 vor.

J. Mit innert erstreckter Frist am 21. November 2012 eingereichter Vernehm-
lassung liess Y._____ Folgendes beantragen:

„1. Das Gesuch des Ehemannes sei abzuweisen.

 2. Es seien folgende Anordnungen zu treffen:

a) Die C._____ Bank, E._____ 22/24, F._____ sei anzuweisen, fol-
gende Konti zu sperren: Konto 557988, lautend auf X._____ sowie 
Konto Nr. 385230, lautend auf X._____ (A._____).

b) X._____ sei unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB 
zu verbieten, ohne Zustimmung der Ehefrau über seine Konti, so 
insbesondere über sein Konto bei der N._____ zu verfügen.

Es sei eine superprovisorische Verfügung zu erlassen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägers.“

K. Mit Verfügung vom 22. November 2012 wurde das Gesuch von Y._____ um 
Erlass superprovisorischer Massnahmen abgelehnt.

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L. Am 27. November 2012 fand die mündliche Verhandlung vor dem Einzel-
richter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur statt. Anlässlich dieser Verhand-
lung liess X._____ das Eventualbegehren stellen, er sei zu verpflichten, den Un-
terhaltsbeitrag an die Ehefrau und an die Tochter noch während zwei Monaten 
gemäss Entscheid vom 25./26. Juni 2012 zu bezahlen und die Ziffer 5 dieses Ent-
scheids sei erst nach diesem Zeitpunkt im Sinne der Rechtsbegehren abzuändern.

M. Mit Entscheid vom 27. November 2012, mitgeteilt am 21. Januar 2013, er-
kannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur:

„1.a) In Abänderung der Ziffer 5 des eheschutzrichterlichen Entscheids des 
Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur vom 25./26. 
Juni 2012 (Proz. Nr. 135-2012-421) wird X._____ verpflichtet, an den 
Unterhalt von Y._____ und A._____ für die Dauer des Getrenntle-
bens die folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

- bis zum 31. Januar 2013: CH 3'100.00;
- ab 1. Februar 2013 bis 31. Mai 2013: CHF 1'500.00;
- für Juni 2013: CHF 1'700.00;
- für Juli 2013: CHF 1'900.00;
- für August 2013: CHF 2'100.00;
- für September 2013: CHF 2'300.00;
- für Oktober 2013: CHF 2'500.00;
- ab 1. November 2013: CHF        2'700.00.

    b) Sämtliche in Ziffer 1/a genannten Unterhaltsbeiträge beinhalten je-
weils einen Beitrag an den  Unterhalt von A._____ in der Höhe von 
CHF 900.00. Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils im Voraus auf den 
ersten eines jeden Monats sowie zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen zu bezahlen.

 2. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen, soweit dar-
auf einzutreten ist.

3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'000.00 (Entscheidgebühren) 
gehen je hälftig zulasten der Parteien. X._____ hat seinen hälftigen 
Anteil an den Gerichtskosten mit beiliegendem Einzahlungsschein in-
nert 30 Tagen an das Bezirksgericht Plessur zu bezahlen. Da 
Y._____ die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, geht ihr hälf-
tiger Anteil an den Gerichtskosten - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO 
- zulasten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse 
genommen.

    b) Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

    c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand von Y._____, Rechtsanwalt lic.iur. 
et oec. Pius Fryberg, wird - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zulas-
ten des Kantons Graubündens mit CHF 1'835.40 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichts-
kasse bezahlt.

 4. (Rechtsmittelbelehrung)

 5. (Mitteilung)"

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N. Dagegen liess X._____ am 31. Januar 2013 Berufung an das Kantonsge-
richt von Graubünden erheben. Er beantragt:

"1. Ziffern 1 (a und b), 2 und 3 (a und b) des angefochtenen Entscheides 
des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur betreffend Abänderung 
Eheschutz vom 27.11.2012/21.01.2013 (Proz. Nr. 135-2012-852) sei-
en aufzuheben.

 2. In Abänderung der Ziffer 5 des eheschutzrichterlichen Entscheides des 
Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 25./26.06.2012 (Proz. 
Nr. 135-2012-421) sei X._____ zu verpflichten, an den Unterhalt der 
Tochter A._____, geb. 18.7.2007, per 1. Februar 2013 monatlich im 
Voraus, Fr. 500.00 zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kin-
der-bzw. Ausbildungszulagen, soweit und solange er solche bezieht, 
an Y._____ zu bezahlen.

 3. Formeller Antrag:
Es sei im Rahmen einer superprovisorischen Verfügung X._____ in 
Abänderung der Ziffer 5 des Entscheides vom 25./26.06.2012 (Proz. 
Nr. 135-2012-421) zu verpflichten, ab 1. Februar 2013 für die Dauer 
des vorliegenden Berufungsverfahrens einen monatlichen Unterhalts-
beitrag von Fr. 500.00 für die Tochter A._____ an die Kindesmutter zu 
bezahlen. Er sei des Weiteren von der Ausrichtung eines Unterhalts-
beitrages für Y._____ zu befreien.

 4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 
gesetzlicher MWSt) für das erstinstanzliche Verfahren sowie für das 
Berufungsverfahren zulasten der Ehefrau.“

Mit Berufungsantwort vom 14. Februar 2013 liess Y._____ die kostenfällige Ab-
weisung der Berufung von X._____ beantragen.

O. Am 1. Februar 2013 liess Y._____ ihrerseits Berufung gegen den Entscheid 
des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur vom 27. November 
2012 erheben. Sie beantragt: 

„1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.

 2. Das Gesuch des X._____ um Abänderung des Entscheides vom 
25./26. Juni 2012 sei abzuweisen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Mit Berufungsantwort vom 18. Februar 2013 liess X._____ beantragen, die Beru-
fung von Y._____ sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne, unter 
vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MWSt) zulasten 
von Y._____.

P. Mit Verfügung vom 26. März 2013, mitgeteilt am 27. März 2013, erkannte 
der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden:

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„1. X._____ wird in Abänderung von Ziffer 5 des Eheschutzentscheides 
vom 25./26. Juni 2012 sowie in Abänderung der Ziffer 1 des angefoch-
tenen Entscheides vorsorglich verpflichtet, ab 1. Februar 2013 für die 
Dauer der Berufungsverfahren, längstens aber bis Ende Juni 2013
folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

1. Februar 2013 Fr. 3‘100.00
2. März 2013 Fr. 3‘100.00
3. April 2013 Fr. 900.00
4. Mai 2013 Fr. 900.00
5. Juni 2013 Fr. 900.00

 2. Die Kosten blieben bei der Prozedur.

 3. (Mitteilung)“

Q. Zuvor, am 20. März 2013, fand eine Einigungsverhandlung in Anwesenheit 
beider Parteien und ihrer Rechtsvertreter vor dem Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden statt, welche zu keiner einvernehmlichen 
Regelung führte.

R. Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1. Entscheide des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht zum Schut-
ze der ehelichen Gemeinschaft ergehen im summarischen Verfahren (vgl. Art. 271 
lit. a ZPO). Dagegen kann gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung im Sinne 
von Art. 308 ff. ZPO an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. 
Zuständig für die Beurteilung von solchen Berufungen ist die I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts (Art. 6 lit. a der Verordnung über das Kantonsgericht, KGV, BR 
173.100). Die Berufung ist innert 10 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent-
scheids schriftlich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid 
beizulegen ist (Art. 311 ZPO in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZPO). Beide Beru-
fungen wurden frist- und formgerecht erhoben, weshalb auf sie eingetreten wer-
den kann.

2.a) Eheschutzmassnahmen sind von ihrem Zweck her nicht auf Dauer ange-
legt. Sie werden regelmässig im Summarverfahren angeordnet, das auf rasche 
Entscheidung abzielt, nur begrenzt Beweiserhebungen zulässt und deshalb oft 

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keine umfassende Abklärung der Sachlage gestattet (Urteil des Bundesgerichts 
5A_99/2009 vom 15. April 2009). Der Richter hat daher einen grossen Ermes-
sensspielraum. Mit Blick darauf besitzt der Entscheid nur beschränkte materielle 
Rechtskraft (Isenring/Kessler, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 4. Auflage, Basel 2010). Gemäss Art. 179 Abs. 1 ZGB passt das 
Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Massnahmen an, sofern sich die Ver-
hältnisse verändert haben, respektive es hebt diese Massnahme auf, wenn ihr 
Grund weggefallen ist. Gemäss Rechtsprechung und Lehre ist eine Abänderung 
von Eheschutzmassnahmen zulässig, wenn eine wesentliche und dauerhafte Ver-
änderung der Verhältnisse eingetreten ist oder sich tatsächliche Umstände, die 
dem Eheschutzentscheid zugrunde lagen, nachträglich als unrichtig erweisen (vgl. 
auch Urteils des Bundesgerichts 5P. 473/2006 vom 19. Dezember 2006 E. 3). Im 
Unterhaltspunkt ist darauf abzustellen, ob die massgebenden Berechnungsgrund-
lagen – Einkommen und Existenzminima der Parteien – seit Eintritt der formellen 
Rechtskraft des abzuändernden Eheschutzentscheids eine Veränderung erfahren 
haben. Dabei sind die Anforderungen an die Erheblichkeit und Dauer geringer als 
für die Abänderung nachehelicher Unterhaltsbeiträge nach Art. 129 ZGB (vgl. 
auch BGE 127 III 474), denn Eheschutzmassnahmen haben provisorischen Cha-
rakter, sind auf eine kürzere Zeitspanne ausgerichtet und können grundsätzlich 
unbeschränkt nach oben und unten wieder abgeändert werden (Haus-
heer/Reusser/Geiser, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar zum schweizeri-
schen Privatrecht, Bd. II, 1. Abt., 2. Teilbd., Bern 1999, N 10 zu Art. 179 ZGB). Art. 
179 Abs. 1 ZGB spricht denn auch (nur) von veränderten Verhältnissen, ohne das 
Kriterium der Erheblichkeit und Dauerhaftigkeit (anders als Art. 129 Abs. 1 ZGB) 
aufzuführen. Als dauerhaft erscheint eine Veränderung insbesondere dann, wenn 
ungewiss ist, wie lange sie anhält. Erheblich ist die Änderung, wenn die Fortdauer 
der bisherigen Massnahme Treu und Glauben widerspräche. Bei der Frage, was 
erheblich ist, kommt es dabei massgeblich auf die finanziellen Verhältnisse an, da 
die Schwelle für die Erheblichkeit in einem Mangelfall tiefer als bei guten wirt-
schaftlichen Verhältnisse ist (Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 
M._____ 2008, Rz. 4.05). Obwohl im Abänderungsverfahren in Bezug auf Unter-
haltsbeiträge eine partielle Neuberechnung der Existenzminima und der Einkom-
men zu erfolgen hat, ist auf diejenigen Punkte, welche keine dauerhafte und er-
hebliche Änderung erfahren haben, nicht zurückzukommen (Six, a.a.O., Rz. 4.06 
mit weiteren Hinweisen). 

b) Eine Änderung ist grundsätzlich ausgeschlossen, wenn die neue Sachlage 
durch eigenmächtiges, widerrechtliches oder missbräuchliches Verhalten herbei-

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geführt wird. Wo aber die reale Möglichkeit einer Wiederherstellung des früheren 
Zustandes fehlt (zum Beispiel Erzielung eines Einkommens im bisherigen Umfang 
nach selbstverschuldeter Kündigung), muss eine Abänderung zulässig bleiben 
(Six, a.a.O., Rz. 4.03 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 5P. 255/2003 
vom 5. November 2003). 

c) Die Anpassung wirkt grundsätzlich in die Zukunft. Bei nicht rückwirkender 
Modifikation bleibt die früher getroffene Massnahme in Kraft, bis der Abände-
rungsentscheid rechtskräftig geworden ist (BGE 111 II 107). Billigkeitsüberlegun-
gen können nach gerichtlichem Ermessen indessen Abweichungen im Sinne eines 
Hinausschiebens des Wirkungsbeginns um eine kurze Übergangszeit oder eine 
Vorverlegung bis zur Gesuchseinreichung rechtfertigen (Vetterli, in: FamKommen-
tar, Scheidung, Band I: ZGB, 2. Aufl. Bern 2011, N 4 zu Art. 179 ZGB; Urteil des 
Bundesgerichts 5P.388/2003 vom 7. Januar 2004 E.1; BK-Isenring/Kessler,a.a.O., 
N 8 zu Art. 179 ZGB). 

3.a) Im vorliegenden Fall ist zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht an-
genommen hat, die tatsächlichen Verhältnisse hätten sich seit dem Entscheid be-
treffend Eheschutz vom 25./26. Juni 2012 im eheschutzrichterlichen Sinne dauer-
haft und erheblich verändert. Es ist unbestritten, dass X._____ bei der Bank 
G._____ als Kundenberater angestellt war und dabei im Jahr 2010 ein monatli-
ches Nettoeinkommen von rund CHF 12‘000.-- erzielt hat (Proz. Nr. 135-2012-
852, act. GG 2). Beim Erlass des eheschutzrichterlichen Entscheids vom 25./26. 
Juni 2012 war er arbeitslos und bezog seit 15 Monaten eine Arbeitslosenentschä-
digung von monatlich rund Fr. 7‘100.--, was ihm bei der Unterhaltsberechnung als 
einziges Einkommen angerechnet worden ist. Sodann ist erstellt, dass X._____ in 
den Monaten April 2012 bis Juni 2012 von der Arbeitslosenkasse Förderungsbei-
träge zum Aufbau einer selbständigen Erwerbstätigkeit erhalten hat. Nach Ab-
schluss der von der Arbeitslosenkasse bewilligten Planungsphase konnte er die 
selbstständige Erwerbstätigkeit nicht aufnehmen und erhob wieder Anspruch auf 
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Proz. Nr. 135-2012-852, act. GS 7). 
Mit Arbeitsvertrag vom 29. Oktober 2012 ist X._____ auf den 1. November 2012 
bei der H._____ GmbH als Finanzintermediär angestellt worden (dito, act. GS 4). 
Diese neu gegründete Gesellschaft wurde am 11. Oktober 2012 mit I._____ – dem 
Schwager des Gesuchstellers und dem Bruder der Gesuchsgegnerin - als einzi-
gem Gesellschafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen (dito, act. 
GS 3). Auf den 31. Oktober 2012 hat sich X._____ von der Arbeitsvermittlung ab-
gemeldet und hat seither keine Arbeitslosenentschädigung mehr bezogen (dito, 

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act. GS 5). Dem Arbeitsvertrag kann entnommen werden, dass X._____ seit dem 
1. November 2012 ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 1'600.00 erzielt 
(brutto CHF 1'700.00 abzgl. 5.05 % AHV, abzgl. 1.1% ALV; dito, act. GS 4). Dar-
aus hat die Vorinstanz zu Recht den Schluss gezogen, dass sich die tatsächlichen 
Verhältnisse des Gesuchstellers verändert hätten, womit die erste Voraussetzung 
für eine Abänderung des Eheschutzentscheids gegeben sei. Eine Reduktion des 
monatlichen Einkommens von CHF 7'100.00 auf CHF 1'593.75 stellt - auch wenn 
sie wie nachstehend dargelegt wird, so absolut nicht hingenommen werden kann - 
zweifelsohne eine Veränderung der Verhältnisse im eheschutzrichterlichen Sinne 
sowie im Sinne der Rechtsprechung dar. Dies entgegen der Auffassung von 
Y._____, welche in ihrer Berufung behauptet, von einer dauerhaften Änderung der 
Verhältnisse könne keine Rede sein, zumal der Ehemann bereits im Gesuch vom 
5. November 2012 ausführen liess, ab 1. Dezember 2012 sei er nicht mehr in der 
Lage, einen Unterhaltsbeitrag von insgesamt CHF 3'100.00 zu bezahlen. Das Ge-
such um Abänderung habe er somit eingereicht, ehe überhaupt festgestanden 
habe, welchen Lohn und welche Einkünfte er im Dezember 2012 erzielen werde. 
Die Gesuchsgegnerin übersieht, dass der Arbeitsvertrag mit der aktuellen Arbeit-
geberin am 29. Oktober 2012 abgeschlossen worden ist. Sowohl der Arbeitsbe-
ginn als auch der Lohn wurden darin vereinbart. Es trifft somit nicht zu, dass im 
Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches die Höhe des Lohnes des Gesuchstellers 
für den Dezember 2012 nicht fest stand. Vielmehr wurde das Abänderungsgesuch 
eingereicht, nachdem eine Veränderung der finanziellen Verhältnisse im ehe-
schutzrichterlichen Sinne beim Unterhaltspflichtigen eingetreten war. 

b) Es stellt sich sodann die Frage, ab welchem Zeitpunkt die tatsächlichen 
Verhältnisse sich dauerhaft und erheblich im eheschutzrichterlichen Sinne verän-
dert haben, das heisst, ab welchem Zeitpunkt eine Änderung der im Eheschutz-
entscheid vom 25. Juni 2012 festgesetzten Unterhaltsbeiträge zulässig ist. Diese 
Frage ist auch davon abhängig, ab wann X._____ ein hypothetisches Einkommen 
angerechnet werden kann. Die Anrechnung eines hypothetischen, höheren Ein-
kommens hat keinen pönalen Charakter. Es geht vielmehr darum, dass der Unter-
haltspflichtige das Einkommen zu erzielen hat, das ihm zur Erfüllung seiner Pflich-
ten tatsächlich möglich und zumutbar ist. Selbst bei Beeinträchtigung der Leis-
tungsfähigkeit in Schädigungsabsicht darf dem rechtsmissbräuchlich handelnden 
Ehegatten ein hypothetisches Einkommen nur angerechnet werden, wenn er die 
Verminderung seiner Leistungskraft rückgängig machen kann (BGE 128 III 4 E. 
4.a mit Hinweis auf BGE 117 II 16 E. 1b S. 17; BGE 119 II 314 Nr. 61 und BGE 
121 III 297 Nr. 60). Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist teilweise Kritik 

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erwachsen. Es wird vertreten, dass dem Ehegatten, der sein Einkommen böswillig 
vermindert, ein hypothetisches Erwerbseinkommen selbst dann angerechnet wer-
den soll, wenn sich die Verminderung nicht mehr rückgängig machen lässt (vgl. 
dazu Spycher, Unterhaltsleistungen bei Scheidung, Diss. Bern 1996, S. 80/81; 
Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, M._____ 1999, N 
48 zu Art. 125 ZGB). Diese Frage wurde schliesslich im eben zitierten BGE 128 III 
4 E. 4.a offen gelassen.

Vorliegend ist im Berufungsverfahren die Höhe der Unterhaltsbeiträge ab dem 
Monat Februar 2013 strittig. Die Vorinstanz hat X._____ verpflichtet, ab 1. Februar 
2013 bis 31. Mai 2013 Unterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 1‘500.00 zu be-
zahlen und danach jeweils monatlich ansteigend höhere Beträge. Auch die Vorin-
stanz ist somit davon ausgegangen, dass X._____ mehr leisten könne und müsse, 
als er selbst zu leisten bereit ist. In diesem Zusammenhang gilt es zu beachten, 
dass die Rahmenfrist von X._____ für den Bezug von Leistungen der Arbeitslo-
senversicherung entgegen seiner Behauptung nicht Ende März 2013, sondern 
Ende August 2013 abgelaufen wäre (vgl. Abrechnung der Arbeitslosenkasse 
Graubünden von Mai 2012, Proz. Nr. 135-2012-421, act. GG 6). Insgesamt war 
X._____ berechtigt, 400 Taggelder zu beziehen. Ende Mai 2012 hatte er noch ei-
nen Restanspruch von 209 Taggeldern (dito, act. GG 6). Geht man davon aus, 
dass X._____ jeden Monat sein Kontingent ausgeschöpft hätte, so wären bei 
21.70 durchschnittlichen Arbeitstagen pro Monat die Taggelder Ende März 2013 
aufgebraucht gewesen. Danach wäre er mit anderen Worten nicht mehr berechtigt 
gewesen, Arbeitslosengelder zu beziehen. Bis Ende März 2013 hätte X._____ 
aber weiterhin eine monatliche Arbeitslosenentschädigung von CHF 7'100.00 be-
ziehen können. Daraus hat die Vorinstanz den Schluss gezogen, dass X._____ 
ohne dringlichen Grund auf die weiteren monatlichen Arbeitslosenentschädigun-
gen bis zum 31. März 2013 verzichtet und somit seine eigene Leistungskraft 
selbstverschuldet vermindert habe. Dennoch wurde dem Gesuchsteller bis Ende 
März 2013 keine hypothetisch höhere Leistungskraft angerechnet, zumal die 
Chancen des Gesuchstellers, bis Ende März 2013 eine andere Arbeitsstelle zu 
finden, als gering eingestuft wurden und es als nicht zumutbar erachtet wurde, 
sein Arbeitsverhältnis bei der H._____ GmbH aufzukündigen, um allenfalls für ei-
nen kurzen Zeitraum vor Ende März 2013 wieder einen Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung zu generieren. Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts kann 
sich dieser Argumentation nur teilweise anschliessen. 

Seite  12 — 28

X._____ hat freiwillig und ohne eigentliche Not auf die Arbeitslosenentschädigung 
verzichtet und hätte die Vermögensverwaltungstätigkeit - wenn denn schon keine 
andere Tätigkeit gefunden werden konnte - bei der H._____ GmbH auch etwas 
später aufnehmen können, das heisst ab 1. April 2013. Eine plausible Begrün-
dung, weshalb er mit seiner Tätigkeit unbedingt im November 2012 hat beginnen 
müssen, ist der Gesuchsteller schuldig geblieben. Wenn schon der Gesuchsteller 
bei der Anmeldung der H._____ GmbH bei der J._____ als Selbstregulierungsor-
ganisation als Kontaktperson angegeben werden musste, so wäre ein Zuwarten 
mit der Gründung der GmbH auch durchaus zumutbar gewesen, zumal der 
Schwager des Gesuchstellers und Bruder der Gesuchsgegnerin der einzige Ge-
sellschafter und der Geschäftsführer der im Handelsregister des Kantons 
Graubünden eingetragenen Gesellschaft ist. Keine Rolle spielt in diesem Zusam-
menhang die vom Gesuchsteller vorgebrachte Begründung, seine Arbeitgeberin 
und somit auch er als Funktionsträger habe zum Zeitpunkt des Mitgliedschaftsge-
suchs durch die Finanzintermediation bereits einen Jahresbruttoerlös von über 
CHF 19'000.00 erzielt und mit dem nächsten Kunden wäre die Grenze von CHF 
20'000.00 Jahresbruttoerlös überschritten worden. Insofern sei die Mitgliedschaft 
einer Selbstregulierungsorganisation auch im Hinblick auf Art. 7 des Bundesge-
setzes vom 10. Oktober 1997 über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der 
Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor (GwG; SR 955.0) dringlich gewesen. 
Auch wenn es zutreffen sollte, dass die H._____ GmbH im November 2012 die 
Mitgliedschaft bei einer Selbstregulierungsorganisation dringlich anstreben musste 
und der Gesuchsteller Kontaktperson zwischen der Gesellschaft und der J._____ 
wurde, so hätten die Gründung der GmbH und die Einleitung dieser Schritte auch 
einige Monate später, das heisst im März 2013, erfolgen können. Es musste dem 
Gesuchsteller bewusst sein, dass er sich eben bereits anlässlich seiner Anstellung 
bei der H._____ GmbH bei der Arbeitsvermittlung abmelden musste und somit 
selbstverschuldet das monatliche Einkommen von CHF 7'100.00 auf CHF 
1'593.75 reduzierte. Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts vertritt aufgrund der 
dargelegten Rechtslage die Ansicht von Spycher und Sutter/Freiburghaus (vgl. E. 
3.b), wonach es in diesem Fall nicht darauf ankommt, ob der Gesuchsteller die 
Einkommensreduktion rückgängig machen kann oder nicht und verpflichtet 
X._____ - entgegen der Vorinstanz -, für die Monate Februar 2013 und März 2013, 
die vom Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur in seinem Entscheid vom 25. Juni 
2012 festgesetzten CHF 3'100.00 pro Monat an Unterhaltszahlungen zu leisten.

c) Was die darauffolgenden Monate betrifft, teilt die I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts die Ansicht der Vorinstanz, wonach die Änderung der Verhältnisse 

Seite  13 — 28

des Gesuchstellers ab 1. April 2013 dauerhaft und erheblich im eheschutzrichterli-
chen Sinn ist und somit die Voraussetzungen für die Abänderung des eheschutz-
richterlichen Entscheids vom 25./26. Juni 2012 gegeben und die Unterhaltszah-
lungen an die Gesuchsgegnerin und der Tochter A._____ entsprechend anzupas-
sen sind. Wie bereits ausgeführt, ist die Reduktion des monatlichen Einkommens 
jedenfalls zweifellos erheblich im eheschutzrichterlichen Sinn. Zudem ist die Ände-
rung für einen im Eheschutzverfahren zu beachtenden Zeitraum auch als hinrei-
chend dauerhaft zu qualifizieren, auch wenn nach einer gewissen Zeit – wie noch 
darzulegen sein wird – die frühere Leistungsfähigkeit wieder wird erreicht werden 
können.

4. Nachfolgend sind – um die Höhe der Unterhaltszahlungen festlegen zu 
können - die Existenzminima der Parteien sowie der Tochter A._____ zu bestim-
men. Sodann wird auf das Einkommen beider Parteien einzugehen sein.

a) Ausgangspunkt für das Existenzminimum von Y._____ und ihrer Tochter 
A._____ bildet der Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 
25./26. Juni 2012. Damals wurde ein Existenzminimum von CHF 4'538.50 berück-
sichtigt (vgl. Gesuch des X._____ vom 5. November 2012 um Abänderung der 
Eheschutzverfügung, S. 3, Rz 4: Grundbetrag CHF 1'350.00, Grundbetrag 
A._____ CHF 400.00, Miete CHF 1'895.00, Krankenkasse CHF 209.00, ÖKK CHF 
55.00, Selbstbehalt/Franchise CHF 150.00, Telefon, Radio, TV/Versicherungen 
CHF 100.00, Steuern CHF 380.00). Auch die Vorinstanz ist unverändert von ei-
nem Existenzminimum von CHF 4'500.00 ausgegangen (vorinstanzliches Urteil, 
Ziff. 4 lit. c, S. 14). Zu Recht rügt X._____, ein Mietzins von CHF 1'895.00 für eine 
alleinerziehende Mutter und der Tochter (5.5-Zimmerwohnung) sei zu hoch. Unter 
dieser Position könnten höchstens CHF 1'400.00 berücksichtigt werden. Unter den 
gegebenen finanziellen Umständen erscheint es angemessen, die Mietkosten für 
eine 3 bis 3.5-Zimmerwohnung anzurechnen. Diese belaufen sich in D._____ auf 
rund CHF 1'400.00. Gemäss Lehre und Rechtsprechung ist dazu eine angemes-
sene Frist zur Anpassung der Wohnkosten zu gewähren. Der zu berücksichtigen-
de Betrag ist auf den nächsten Kündigungstermin hin auf ein Normalmass herab-
zusetzen. Dieser Termin kann indessen nicht vor Eröffnung des Eheschutzent-
scheides liegen, falls in diesem die Umstellungspflicht erstmals festgehalten wor-
den ist (vgl. Six, a.a.O, Rz 2.97 mit weiteren Hinweisen; BGE 129 III 526, wo 
sechs Monate als angemessen erachtet wurden). Die Kündigungstermine sind 
vorliegend - mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten - Ende März und Ende 
September (Proz. Nr. 135-2012-421, act. GS 3). Hierzu gilt es festzustellen, dass 

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bereits anlässlich der Einigungsverhandlung vom 20. März 2013 die Wohnungs-
frage thematisiert und klargestellt wurde, dass ab 1. Oktober 2013 der Mietzins im 
bisherigen Umfang nicht mehr angerechnet werden könne. Demnach erscheint es 
gerechtfertigt, ab 1. Oktober 2013 den tieferen Mietzins von monatlich CHF 
1'400.00 anzurechnen. Sodann macht der Gesuchsteller geltend, in Mankofällen 
seien die Steuern nicht zu berücksichtigen. Dies entspricht der Praxis des Bun-
desgerichts (vgl. BGE 126 III 353). Der Grundbedarf der Ehefrau beträgt somit 
vom 1. April 2013 bis Ende September 2013 CHF 4'159.00 (ohne Steuern). Unter 
Berücksichtigung von Steuern im Umfang von Fr. 380.00 resultiert ein Betrag von 
CHF 4'539.00. Ab 1. Oktober 2013 ist der tiefere Mietzins von CHF 1'400.00 anzu-
rechnen. Ohne Steuern beläuft sich der Grundbetrag somit auf CHF 3'664.00 (mit 
Steuern auf CHF 4'044.00).

b) Das Einkommen von Y._____ liegt unverändert bei CHF 3'068.00 inklusive 
CHF 220.00 Kinderzulagen. Sie arbeitet als Sekretärin/Assistentin in einer An-
waltskanzlei in einem 50%-Pensum. In diesem Zusammenhang gilt es zu beach-
ten, dass die Ehefrau grundsätzlich aufgrund des noch jungen Alters von A._____ 
(bald 6-jährig) nicht arbeiten müsste, es aber trotzdem tut (vgl. dazu BGE 129 III 
257; Die Praxis 2003, Nr. 175, S. 971f.). Entgegen der Ansicht von X._____ ist 
also nicht zu prüfen, ob der Gesuchsgegnerin ein hypothetisches Einkommen an-
gerechnet werden müsste.

c) X._____ hat sein Existenzminimum im Gesuch um Abänderung von Ehe-
schutzmassnahmen vom 5. November 2012 (S. 6, RZ 10) mit CHF 1'100 beziffert 
(Grundbetrag CHF 850.00, Krankenkasse CHF 150.00, Rückstellungen für Fran-
chise, Selbstbehalt und Steuern CHF 100.00). Wohnkosten wurden keine berück-
sichtigt, zumal X._____ seit Aufnahme seiner Tätigkeit bei der H._____ GmbH 
unentgeltlich bei seinem Schwager lebt. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, 
X._____ sei auf diesem Existenzminimum so lange zu behaften, bis er mit seinem 
Einkommen aus der Gesellschaft zusätzlich zu seinem Existenzminimum von CHF 
1'100.00 das ungedeckte Existenzminimum der Gesuchsgegnerin und von 
A._____ in der Höhe von rund CHF 1'500.00 zu decken vermöge. Die Vorinstanz 
hat in diesem Zusammenhang verkannt, dass gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung in sämtlichen Bereichen des Familienrechts der Grundsatz gilt, wonach 
bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen der zahlungspflichtigen Partei in je-
dem Fall das Existenzminimum zu belassen ist (vgl. BGE 126 III 353 E. 1a/aa S. 
356; BGE 133 III 57 E. 3 S. 59 mit Hinweisen). Der Grundbetrag für einen allein-
stehenden Schuldner beläuft sich auf CHF 1‘200.00 (vgl. Richtlinien für die Be-

Seite  15 — 28

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 18. August 2009). 
Ab 1. April 2013 bewohnt X._____ sodann eine 2 ½-Zimmerwohnung in K._____. 
Der Mietzins beträgt CHF 800.00 (inkl. Nebenkosten). Die Krankenkassenprämien 
nach KVG belaufen sich auf monatlich CHF 148.65 (Proz. Nr. 135-2012-852, act. 
GS 6) und die monatliche Prämie der Zusatzversicherung nach VVG beträgt CHF 
23.00 (Proz. Nr. 135-2012-421, act. GG 11). Sodann ist der regelmässig anfallen-
de Selbstbehalt in der Höhe von CHF 100.00 anzurechnen. Für Versicherungen 
werden CHF 100.00 addiert. Auslagen für auswärtige Verpflegung gibt es nur für 
Mehrauslagen, die über diejenigen Essenskosten, die sowieso anfallen würden, 
hinausgehen (Six, a.a.O., Rz 2.122). Da der Gesuchsteller nun in K._____ wohnt, 
rechtfertigt es sich, ihm für die auswärtige Verpflegung monatlich CHF 200.00 an-
zurechnen. Ebenfalls anzurechnen sind die Kosten, welche dem Gesuchsteller im 
Zusammenhang mit dem persönlichen Verkehr mit seiner Tochter erwachsen (Ur-
teil des Bundesgerichts 7B. 145/2005 vom 11. Oktober 2005, E. 3.3); Aufwendun-
gen in der Höhe von CHF 200.00 erscheinen angemessen. Schliesslich gilt es zu 
beachten, dass bei Unterdeckung die Steuerlast unberücksichtigt zu bleiben hat 
(BGE 126 III 353 E. 1a/aa S. 356). Insgesamt beläuft sich demnach der Grundbe-
darf des Ehemannes, wie es anlässlich der Einigungsverhandlung vom 20. März 
2013 thematisiert worden ist und im Grundsatz unwidersprochen geblieben ist - 
zumal dieser Grundbedarf nach denselben Grundsätzen wie jener der Ehefrau 
festgelegt wird (vgl. oben E. 4.a) - somit auf CHF 2‘766.50. Mit den Steuern im 
Umfang von CHF 300.00 beträgt der Grundbedarf CHF 3‘066.50.

d)aa) Wie bereits ausgeführt, hat X._____ mit Arbeitsvertrag vom 29. Oktober 
2012 eine unbefristete Erwerbstätigkeit als Finanzintermediär bei der neu gegrün-
deten H._____ GmbH aufgenommen. Sein jährliches Bruttojahreseinkommen be-
trägt CHF 20‘400.00, das heisst CHF 1‘593.75 netto pro Monat. Dieser Lohn ist 
tief, zu tief. Bei den Akten befinden sich die vom Gesuchsteller zu Handen der Ar-
beitslosenversicherung erstellten Nachweise der persönlichen Arbeitsbemühun-
gen für die Monate Mai 2011 bis März 2012 sowie die Monate Juli 2012 bis Okto-
ber 2012 (Proz. Nr. 135-2012-852, act. GS 1 und 2). Daraus ist ersichtlich, dass 
sich X._____ - entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin - intensiv um eine Ar-
beitsstelle bemüht hat. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ist die Tatsa-
che, dass in den letzten Jahren im Bankensektor in der Schweiz zahlreiche Stellen 
abgebaut worden sind, als gerichtsnotorisch zu werten. Somit ist erstellt, dass es 
für X._____ in der momentanen Wirtschaftslage schwierig ist, eine gut entlöhnte 
Stelle zu finden.

Seite  16 — 28

bb) Gemäss Arbeitsvertrag vom 29. Oktober 2012 wurde X._____ als Vizeprä-
sident der H._____ GmbH angestellt und sein Aufgabenbereich umfasst die Ver-
mögensverwaltung, die Anlageberatung sowie die Akquisition von privaten und 
institutionellen Kunden (Proz. Nr. 135-2012-852, act. GS 4, Ziff. 2). Die I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts teilt die Ansicht der Vorinstanz, wonach X._____ 
zumindest ein materielles Organ der Gesellschaft ist. X._____ selber betont zwar 
immer wieder, ein einfacher Angestellter der H._____ GmbH zu sein. Dem Proto-
koll der Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur kann 
aber entnommen werden, dass X._____ bestätigte - verglichen mit I._____ - in 
Bezug auf das Geschäft das grössere Know-How zu besitzen. I._____ habe, 
nachdem er die Uhrmacherschule absolviert habe, zuerst als Uhrmacher gearbei-
tet und später Uhren verkauft. In D._____ besitze er ein Goldschmiedatelier und 
sei zudem für eine Niederlassung in M._____ verantwortlich. Er sei vor allem an 
der "Front", in der Kundenakquisition in einem Uhrengeschäft in L._____ und in 
seinem Geschäft in D._____ tätig. Nebenbei habe er auf privater Basis Geld in-
vestiert. Er habe schon seit über einem Jahr Geld auf einem eigenen Konto bei 
der C._____ angelegt. Das Geschäft der H._____ GmbH würden sie wie folgt 
führen: I._____ in Form eines Investor/Business Angel und er als Angestellter. Er 
habe den Vermögensverwaltungsteil übernommen, I._____ sei für die Kundenak-
quisition zuständig. I._____ habe zudem das Gründungskapital der GmbH in der 
Höhe von CHF 20'000.00 bezahlt (Protokoll der Hauptverhandlung vor Vorinstanz, 
S. 8). Mit Wirkung ab 14. November 2012 wurde der Gesuchsteller als Einzelpro-
kurist der fraglichen Gesellschaft im Handelsregister eingetragen. Gemäss Anga-
ben von X._____ anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz bezieht I._____ 
keinen Lohn mit seiner Tätigkeit für die H._____ GmbH. Er gehe seiner Erwerbs-
tätigkeit im Goldschmiedatelier nach (Protokoll der Hauptverhandlung vor Vorin-
stanz, S. 10). Dies ist als Indiz dafür zu werten, dass der Gesuchsteller ein bedeu-
tender Funktionsträger der Gesellschaft ist. Er weist ein abgeschlossenes Wirt-
schaftsstudium auf und verfügt über die Erfahrung auf dem Bankensektor, zumal 
er Kundenberater bei der Bank G._____ und Co. war. X._____ ist der Finanz-
fachmann. Es mag zutreffen, dass I._____ - neben X._____ - Kundenakquisition 
betreibt. Die Anlageberatung und Vermögensverwaltung obliegt jedoch X._____. 
Darum ist die I. Zivilkammer in Übereinstimmung mit der Vorinstanz überzeugt, 
dass er eine beherrschende Stellung innerhalb der Gesellschaft einnimmt und 
auch mitbestimmend ist in Bezug auf die Höhe der ausgeschütteten Löhne. Daran 
ändert auch die E-Mail von I._____ an die Rechtsvertreterin des Gesuchstellers 
vom 29. Januar 2013 nichts. Darin erklärt ersterer, X._____ sei Funktionsträger in 

Seite  17 — 28

Sachen Investitionen der Kundengelder, jedoch nicht zuständig für die Strategie 
und Budgetierung des Geschäfts. X._____ sei lediglich Angestellter der H._____ 
GmbH und trage keine besondere Verantwortung und übe keine leitende Funktion 
aus. Zudem könne er X._____ jederzeit kündigen und ihn durch eine ähnlich quali-
fizierte Person ersetzen. Diese Ausführungen sind absolut unglaubhaft und stehen 
in Widerspruch zu den Angaben vor der Vorinstanz. Vielmehr ist, wie obenstehend 
dargelegt, davon auszugehen, dass X._____ ein bedeutender Funktionsträger 
innerhalb der H._____ GmbH ist. Immerhin wurde X._____ als Vizepräsident die-
ser Gesellschaft angestellt (Proz. Nr. 135-2012-852, act. GS 4, Ziff. 2). Sodann gilt 
es in diesem Zusammenhang zu beachten, dass zwischen X._____ und I._____ 
ein arbeitsrechtliches Abhängigkeitsverhältnis besteht.

cc) Gemäss der bei den Akten liegenden E-Mail von I._____ an die Rechtsver-
treterin des Gesuchstellers vom 29. Januar 2013 weigert sich ersterer, Auskünfte 
über die Höhe des Lohns des Gesuchstellers sowie über die Auslagen des Ge-
schäfts zu erteilen. Dies sei eine interne Angelegenheit. Anlässlich der Einigungs-
verhandlung vom 20. März 2013 bekräftigte X._____ den Eindruck, dass keine 
Angaben über die Auslagen des Geschäftes, über die Lohnentwicklung sowie über 
die Strategie und Budgetierung der H._____ GmbH gemacht werden wollen. 
Gemäss Art. 165 Abs. 1 lit. c ZPO kann I._____ grundsätzlich die Mitwirkung bei 
der Beweiserhebung verweigern, zumal er der Schwager von X._____ ist. Verwei-
gert hingegen X._____ die Mitwirkung, so hat er die sich daraus ergebenden Fol-
gen zu tragen. Verweigert nämlich eine Partei die Mitwirkung unberechtigterweise, 
so berücksichtigt dies das Gericht bei der Beweiswürdigung (Art. 164 ZPO). Das 
destruktive Verhalten einer Partei im Beweisverfahren führt jedoch nicht dazu, 
dass ohne weiteres die Darstellung der anderen Partei als erstellt gelten darf (Ur-
teil des Bundesgerichts 4P.85/2005 vom 20. Juni 2005 E. 3). Als erste Folge der 
Verweigerung ergibt sich aber, dass die Partei ihre eigene Beweissituation ver-
schlechtert, wenn sie wegen der von ihr befürchteten Nachteile darauf verzichtet, 
zu einer ihr obliegenden Beweisführung beizutragen (Hans Schmid, in: Kurzkom-
mentar ZPO, Schweizerische Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 12 zu Art. 157 
ZPO).

dd) Wie noch zu zeigen sein wird, rechnet die I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts in Übereinstimmung mit der Vorinstanz dem Gesuchsteller ein hypotheti-
sches Einkommen an. Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen darf vom 
tatsächlichen beziehungsweise behaupteten Leistungsvermögen des Pflichtigen, 
das Voraussetzung und Bemessungsgrundlage der Beitragspflicht bildet, abgewi-

Seite  18 — 28

chen und statt dessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen wer-
den, falls und soweit der Pflichtige bei gutem Willen beziehungsweise bei ihm zu-
zumutender Anstrengung mehr zu verdienen vermöchte, als er effektiv verdient 
beziehungsweise angibt, verdienen zu können. Wo die reale Möglichkeit einer 
Einkommenssteigerung fehlt, muss eine solche jedoch ausser Betracht bleiben. 
Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, selbst wenn der Unterhaltsschuldner 
sein Einkommen zuvor freiwillig vermindert hat (BGE 128 III 4 S. 5, E. 4 mit weite-
ren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 5P. 255/2003 vom 5. November 2003 E. 
4).

Um das (hypothetische) Einkommen des Gesuchstellers bestimmen zu können, 
muss zunächst auf die Entwicklung des Vermögensvolumens der H._____ GmbH 
eingegangen werden. Wie bereits ausgeführt, sind die Ausführungen des Gesuch-
stellers zum verwalteten Vermögensvolumen der Gesellschaft dürftig. Er gesteht 
zu, dass das Volumen Ende November 2012 CHF 1'914‘000.00 betrug (S. 6 der 
Berufung); ebenso gesteht er zu, dass das Volumen Ende Dezember 2012 rund 
CHF 3'000'000.00 war. Bereits nach zwei Monaten wurde also ein Volumen von 
rund CHF 3'000'000.00 generiert (S. 8 der Berufung). Dass das Volumen danach 
nicht mehr anwachsen soll, ist schlicht nicht nachvollziehbar. Die von der Vorin-
stanz - hypothetisch - angenommene monatliche Erhöhung um CHF 500'000.00 
ist realistisch und nicht plausibel widerlegt. Im vorliegend interessierenden Zeit-
raum ab April 2013 wird deshalb angenommen, dass das Volumen auf CHF 
5'000'000.00 angestiegen ist. Unbestrittenermassen betragen die Einnahmen der 
Procarus 1% des verwalteten Vermögensvolumens (vgl. Protokoll der Hauptver-
handlung vor Vorinstanz, S. 10). Der Anteil des Gesuchstellers wird, wie dies 
schon die Vorinstanz im Rahmen ihres Ermessens zutreffend festgelegt hat, auf 
80% der Einnahmen der Gesellschaft festgelegt. Dabei wird, wie die Vorinstanz 
zutreffend ausgeführt hat (vorinstanzliches Urteils S. 17 f.), der führenden Stellung 
des Gesuchstellers in der Gesellschaft Rechnung getragen, nämlich der Tatsache, 
dass X._____ auch in Zukunft in einem 100%-Pensum für die Gesellschaft tätig 
sein wird sowie des Umstandes, dass innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums ein 
beträchtliches Vermögensvolumen an Kundengeldern aufgebaut worden ist. Die 
restlichen 20% verbleiben I._____ und der H._____ GmbH, wobei es nicht Sache 
der I. Zivilkammer ist, den genauen Betrag festzulegen, welcher für Auslagen der 
Gesellschaft zur Verfügung steht und die Summe zu bestimmen, welche I._____ 
verbleibt, dies umso mehr nicht, weil I._____ – wie bereits dargelegt (vgl. E-Mail 
vom 29. Januar 2013) - jegliche Angaben verweigert. Tabellarisch lässt sich die 
Einkommensentwicklung des Gesuchstellers wie folgt darstellen (Beträge in CHF):

Seite  19 — 28

Verwaltetes 
Vermögensvo-

lumen 

Einnahmen 
Procarus 1% 

(monatlich)

Anteil Procarus 
+ I._____ 20%

Anteil 
X._____ 

80%
April 2013 5'000'000.00 4'166.67 833.32 3'333.35
Mai 2013 5'500'000.00 4'583.33 916.66 3'666.67
Juni 2013 6'000'000.00 5'000.00 1'000.00 4'000.00
Juli 2013 6'500'000.00 5'416.67 1'083.34 4'333.33

August 2013 7'000'000.00 5'833.33 1'166.66 4'666.67
September 2013 7'500'000.00 6'250.00 1'250.00 5'000.00

Oktober 2013 8'000'000.00 6'666.67 1'333.34 5'333.33
November 2013 8‘500‘000.00 7‘083.33 1‘416.66 5‘666.67
Dezember 2013 9'000'000.00 7'500.00 1'500.00 6'000.00

Januar 2014 9'500'000.00 7'916.66 1'583.32 6'333.34
Februar 2014 10'000'000.00 8'333.33 1'666.66 6'666.67

März 2014 10'500'000.00 8'750.00 1'750.00 7'000.00
April 2014 11'000'000.00 9'166.66 1'833.32 7'333.34
Mai 2014 11'500'000.00 9'583.33 1'916.66 7'666.67
Juni 2014 12'000'000.00 10'000.00 2'000.00 8'000.00

ee) Nach der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nun zu prü-
fen, ob die Einkommenssteigerung für X._____ möglich und zumutbar ist. Beide 
Fragen können im vorliegenden Fall bejaht werden. Wie bereits ausgeführt, ist zu 
berücksichtigen, dass X._____ eine führende Stellung in der Gesellschaft ein-
nimmt und innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums ein beachtliches Vermögensvo-
lumen an Kundengeldern aufgebaut worden ist. Ende Dezember 2012, somit nach 
zwei Monaten, betrug das Vermögensvolumen bereits CHF 3‘000‘000.00, was 
unbestritten ist. Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat sich der 
Gesuchsteller denn auch sehr optimistisch über den Geschäftsgang geäussert 
(vgl. Protokoll der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, S. 10/11). Wie X._____ 
anlässlich der Instruktionsverhandlung versichert hat, arbeitet er zu 100% für die 
H._____ GmbH. Es ist deshalb möglich und zumutbar, dass X._____ die darge-
legte Einkommenssteigerung erzielt.

5. Für die Berechnung des Unterhalts ab April 2013 rechtfertigt es sich, auf-
grund des steigenden Einkommens des Gesuchstellers jeweils den Einkommens-
durchschnitt von drei Monaten (April/Mai/Juni 2013 und so weiter) zu berücksichti-
gen, bis der Betrag von CHF 3'100.00 gemäss Eheschutzentscheid vom 25./26. 
Juni 2012 erreicht ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass, solange eine Unterde-
ckung besteht, die Steuerlast des Rentenschuldners ausser Betracht bleiben muss 
(BGE 126 III 353 S. 356, E. 1a/aa). Verbleibt von den Einkünften der Ehegatten 
nach Deckung der familienrechtlichen Existenzminima der Ehegatten ein Über-
schuss, so sind die Steuern beim Grundbedarf des Rentenschuldners hingegen 

Seite  20 — 28

hinzuzurechnen (BGE 126 III 353 S. 356, E. 1a/aa e contrario). Die Zuweisung 
des verbleibenden Überschusses ist alsdann bei gemeinsamen unmündigen Kin-
dern, die bei einem der Ehegatten wohnen, im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zugunsten 
des obhutsberechtigten Ehegatten vorzunehmen (Six, a.a.O., Rz 2.172). Die I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts befolgt mit anderen Worten für die Unterhalts-
festsetzung das sogenannte zweistufige Vorgehen, wonach zuerst der konkrete 
Bedarf dem Gesamteinkommen gegenübergestellt und sodann der rechnerische 
Überschuss nach einem bestimmten Schlüssel (bei Kindern im Verhältnis von ei-
nem zu zwei Dritteln) auf die Ehegatten verteilt wird (Urteil des Bundesgerichts 
5A_908/2011 vom 8. März 2012 E. 4 mit Hinweis auf BGE 134 II 145 ff.).

a) Im vorliegenden Fall beträgt der Grundbedarf der Ehefrau in den Monaten 
April bis Ende September 2013 - wo der höhere Mietzins berücksichtigt wird – 
CHF 4‘159.00 (ohne Steuern), beziehungsweise CHF 4‘539.00 (mit Steuern in der 
Höhe von CHF 380.00). Davon sind die Kinderzulagen von CHF 220.00 gemäss 
Praxis der Bundesgerichts (BGE 137 III 59 E. 4.2.3 S. 64 mit Hinweisen; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_775/2011 vom 8. März 2012 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 
5A_207/2011 vom 26. September 2011 E. 4.3) in Abzug zu bringen, was CHF 
3‘939.00 (ohne Steuern), beziehungsweise CHF 4‘319.00 (mit Steuern) ergibt. 
Demgegenüber ist der Grundbedarf des Ehemannes ab dem 1. April 2013 mit 
CHF 2‘766.50 (ohne Steuern), beziehungsweise CHF 3‘066.50 (mit Steuern von 
CHF 300.00) zu veranschlagen. Addiert man den Grundbedarf der Ehefrau (ohne 
Steuern) von CHF 3‘939.00 und denjenigen des Ehemannes in der Höhe von CHF 
2‘766.50, ergibt dies einen Betrag von CHF 6‘705.50, beziehungsweise mit Steu-
ern CHF 7‘385.50 (CHF 4‘319.00 + CHF 3‘066.50). Das Einkommen von Y._____ 
liegt bei CHF 3'068.00. Nach Subtraktion der Kinderzulagen von CHF 220.00 ver-
bleiben noch CHF 2‘848.00. Das hypothetische Einkommen von X._____ wird für 
den Monat April 2012 auf CHF 3‘333.35 festgesetzt und steigert sich monatlich, 
wie der vorstehenden Tabelle entnommen werden kann. Werden die beiden Ein-
kommen für die Monate April bis September 2013 addiert, ergeben sich folgende 
Beträge (jeweils in CHF):

April 
2013

Mai 2013 Juni 2013 Juli 2013 August 
2013

September 
2013

Einkommen 
Ehefrau

2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00

Einkommen 
Ehemann

3‘333.35 3‘666.67 4‘000.00 4‘333.33 4‘666.67 5‘000.00

Summe der 6‘181.35 6‘514.67 6‘848.00 7‘181.33 7‘514.67 7‘848.00

Seite  21 — 28

Einkommen

Eine Gegenüberstellung des Grundbedarfs beider Ehegatten (CHF 6‘705.50, be-
ziehungsweise mit Steuern CHF 7‘385.50) und des Einkommens zeigt, dass bis 
Mai 2013 eine volle Unterdeckung besteht. Ab Juni 2013 ist ansteigend ein Über-
schuss zu verzeichnen, wobei die Steuern im Juli 2013 noch nicht berücksichtigt 
werden können. Ab August 2013 kann eine Überschussrechnung mit Hinzurech-
nung der Steuern gemacht werden (CHF 7‘514.67 minus CHF 7‘385.50), im Sep-
tember 2012: CHF 7‘848.00 minus CHF 7‘385.50.

b) Der Grundbedarf der Ehefrau ist ab Oktober 2013 aufgrund der zu beach-
tenden günstigeren Wohnkosten mit CHF 3‘444.00 (ohne Steuern), beziehungs-
weise mit CHF 3‘824.00 (mit Steuern von CHF 380.00) zu veranschlagen. Dem-
gegenüber bleibt der Grundbedarf des Ehemannes ab dem 1. April 2013 unverän-
dert, nämlich CHF 2‘766.50 (ohne Steuern), beziehungsweise CHF 3‘066.50 (mit 
Steuern von CHF 300.00). Werden der Grundbedarf der Ehefrau und des Ehe-
mannes addiert, so ergeben sich die Summen von CHF 6‘210.50 (ohne Steuern), 
beziehungsweise CHF 6‘890.50 (mit Steuern).

c) Eine Gegenüberstellung des Einkommens und des Grundbedarfs des 
Ehemannes in den Monaten April bis Juni 2013 ergibt Folgendes (Beträge jeweils 
in CHF):

April 2013 Mai 2013 Juni 2013
Einkommen 

Ehemann
3‘333.35 3‘666.67 4‘000.00

Grundbedarf 
Ehemann

2‘766.50 2‘766.50 2‘766.50

Überschuss 566.85 900.17 1‘233.50

Demnach rechtfertigt es sich, dass X._____ für die Monate April bis und mit Juni 
2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 900.00 zuzüglich allfällige 
Kinderzulagen zu bezahlen hat (Durchschnitt der drei Monate). Da der Unterhalts-
beitrag an die Tochter A._____ auf CHF 900.00 festgesetzt wird, erhält die Ge-
suchsgegnerin für sich selbst im fraglichen Zeitraum keine Unterhaltsleistungen. 

d) Was die Monate Juli, August und September 2013 betrifft, gilt es zu beach-
ten, dass ab August 2013 eine Überschussrechnung mit Hinzurechnung der Steu-
ern zu machen ist.

Juli  2013
Einkommen Ehemann 4‘333.33

Grundbedarf Ehemann 2‘766.50
Überschuss 1‘566.83

Seite  22 — 28

Für den Monat August 2013 sind die beiden Einkommen (CHF 2‘848.00 + CHF 
4‘666.67) zu addieren, was einen Betrag von CHF 7‘514.67 ergibt. Nach Subtrak-
tion des Gesamtgrundbedarfs von CHF 7‘385.50 verbleibt ein Überschuss von 
CHF 129.17. 2/3 dieses Überschusses, nämlich CHF 86.00 kommen der Ehefrau 
und der Tochter zugute und 1/3 (CHF 43.00) verbleibt dem Gesuchsteller. Subtra-
hiert man vom Grundbedarf (mit Steuern) der Ehefrau in der Höhe von CHF 
4‘319.00 ihr Einkommen, so ergibt dies die Summe von CHF 1‘471.00. Nach Addi-
tion des Anteils am Überschuss von CHF 86.00, ergibt dies CHF 1‘557.00.

Auch für den Monat September 2013 sind die beiden Einkommen (CHF 2‘848.00 + 
CHF 5‘000.00) zusammenzuzählen, was einen Betrag von CHF 7‘848.00 ergibt. 
Nach Subtraktion des Gesamtgrundbedarfs von CHF 7‘385.50, verbleibt ein Über-
schuss von CHF 462.50. 2/3 dieses Überschusses, nämlich CHF 308.00 kommen 
der Ehefrau und Tochter zugute und 1/3 (CHF 154.50) verbleibt dem Gesuchstel-
ler. Subtrahiert man vom Grundbedarf (mit Steuern) der Ehefrau in der Höhe von 
CHF 4‘319.00 ihr Einkommen von CHF 2‘848.00, so ergibt dies eine Summe von 
CHF 1‘471.00. Nach Addition des Anteils am Überschuss von CHF 308.00 CHF 
ergibt dies 1‘779.00. Der Unterhaltsbeitrag für die Monate Juli, August und Sep-
tember 2013 beläuft sich im Durchschnitt somit auf CHF 1‘630.00 
(1‘566.83+1‘557.00+1‘779.00 = 4‘902.83:3 = 1‘634.27) zuzüglich allfällige Kinder-
zulagen.

e) Der Unterhaltsanspruch von Y._____ für die Monate Oktober bis Dezember 
2013  setzt sich wiederum aus ihrem Grundbedarf unter Hinzurechnung der Steu-
ern sowie ihres Anteils am Überschuss zusammen. Davon ist ihr Einkommen in 
Abzug zu bringen.

Oktober 2013 November 2013 Dezember 2013
Einkommen Ehefrau 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00

Einkommen Ehemann 5‘333.33 5‘666.67 6‘000.00
Summe beider Einkommen 8‘181.33 8‘514.67 8‘848.00
Minus Grundbedarf beider 

Ehegatten
6‘890.50 6‘890.50 6‘890.50

1‘290.83 1‘624.17 1‘957.50
Anteil Überschuss von 2/3 860.00 1‘083.00 1‘305.00

Oktober 2013 November 2013 Dezember 2013
Grundbedarf Ehefrau 3‘824.00 3‘824.00 3‘824.00

Minus ihres Einkommen 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00
976.00 976.00 976.00

Anteil Überschuss von 2/3 860.00 1‘083.00 1‘305.00
Summe 1‘836.00 2‘059.00 2‘281.00

Seite  23 — 28

Der von X._____ zu bezahlende Unterhaltsbeitrag für die fraglichen drei Monate 
beläuft sich auf CHF 2‘060.00 (Durchschnitt der drei Monate) zuzüglich allfällige 
Kinderzulagen.

f) Der bereits vorstehend dargelegten Berechnung folgend, ergeben sich für 
die Monate Januar, Februar und März 2014 folgende Unterhaltszahlungen (Beträ-
ge jeweils in CHF):

Januar 2014 Februar 2014 März 2014
Einkommen Ehefrau 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00

Einkommen Ehemann 6‘333.34 6‘666.67 7‘000.00
Summe beider Einkommen 9‘181.34 9‘514.67 9‘848.00
Minus Grundbedarf beider 

Ehegatten
6‘890.50 6‘890.50 6‘890.50

2‘290.84 2‘624.17 2‘957.50
Anteil Überschuss von 2/3 1‘527.20 1‘749.45 1‘971.65

Januar 2014 Februar 2014 März 2014
Grundbedarf Ehefrau 3‘824.00 3‘824.00 3‘824.00

Minus ihres Einkommen 2‘848.00 2‘848.00 2‘848.00
976.00 976.00 976.00

Plus Anteil Überschuss von 
2/3

1‘527.20 1‘749.45 1‘971.65

Summe 2‘503.20 2‘725.45 2‘947.65

Der vom Gesuchsteller zu leistende Unterhaltsbeitrag an die Gesuchsgegnerin 
und die Tochter A._____ beträgt CHF 2‘725.00 (wiederum der Durchschnitt der 
drei Monate) zuzüglich allfällige Kinderzulagen.

g) Ab April 2014 beläuft sich der zu bezahlende Unterhaltbeitrag, wie noch zu 
zeigen sein wird, auf CHF 3’100.00 zuzüglich allfällige Kinderzulagen. Mehr als 
dieser Betrag kann nicht zugesprochen werden, da Y._____ auch nicht mehr ver-
langt hat und mit dem abzuändernden Eheschutzentscheid vom 25. Juni 2012 
kein diesen Betrag übersteigender Unterhalt zugesprochen worden ist.

April 2014
Einkommen Ehefrau 2‘848.00

Einkommen Ehemann 7‘333.14
Summe beider Einkommen 10‘181.34
Minus Grundbedarf beider 

Ehegatten
6‘890.50

3‘290.84 
Anteil Überschuss von 2/3 2‘193.90

April 2014
Grundbedarf Ehefrau 3‘824.00

Minus ihres Einkommen 2‘848.00

Seite  24 — 28

976.00
Plus Anteil Überschuss von 

2/3
2‘193.90

Summe 3‘169.90

h) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass X._____ in 
Abänderung von Ziffer 5 des Eheschutzentscheides vom 25./26. Juni 2012 sowie 
in Abänderung der Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides zu verpflichten ist, an 
den Unterhalt von Y._____ und A._____ für die Dauer des Getrenntlebens die fol-
genden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

- Februar und März 2013 je CHF 3‘100.00
- April, Mai und Juni 2013 je CHF    900.00 
- Juli, August und September 2013 je CHF 1‘630.00
- Oktober, November und Dezember 2013 je CHF 2‘060.00
- Januar, Februar und März 2014 je CHF 2‘725.00
- Ab April 2014 CHF 3‘100.00

Sämtliche Unterhaltsbeiträge beinhalten jeweils einen Beitrag an den Unterhalt 
von A._____ in der Höhe von CHF 900.00. Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils im 
Voraus auf den ersten eines jeden Monats sowie zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- beziehungsweise Ausbildungszulagen zu bezah-
len.

6. In ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2012 liess die Gesuchsgegne-
rin sinngemäss den Antrag stellen, die auf den Namen X._____ und A._____ lau-
tenden Konten seien zu sperren, respektive X._____ sei unter Androhung der 
Straffolgen gemäss Art. 292 StGB zu verbieten, ohne Zustimmung der Ehefrau 
über seine Konten zu verfügen. Diesen Antrag wies die Vorinstanz mit der Be-
gründung ab, Y._____ habe nicht genügend dargelegt, dass die Gefahr bestehe, 
der Gesuchsteller könnte diese Konten räumen. Mit der Berufung kritisiert Y._____ 
die Vorinstanz in diesem Zusammenhang, ohne indessen ihren Antrag um Sper-
rung der fraglichen Konten zu erneuern, weshalb darauf nicht weiter einzugehen 
ist.

7. Im Resultat ist somit festzuhalten, dass sowohl die Berufung von X._____ 
als auch die Berufung von Y._____ teilweise gutzuheissen sind.

8.a) Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, bestehend aus 
den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unter-
liegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die 

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Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). 
Das Gericht kann aber in familienrechtlichen Verfahren auch von den Verteilungs-
grundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 
Abs. 1 lit. c ZPO).

b) Die Vorinstanz hat die Gerichtskosten je zur Hälfte den Parteien auferlegt 
und die Parteikosten wettgeschlagen. Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts hat 
zwar das vorinstanzliche Urteil insofern korrigiert, als die Höhe der jeweiligen mo-
natlichen Unterhaltsbeiträge etwas abweicht. Die Gesamtsumme der zugespro-
chenen Unterhaltsbeiträge im gleichen Zeitraum ist jedoch annähernd identisch. 
X._____ liess sowohl vor der Vorinstanz als auch vor dem Berufungsgericht bean-
tragen, er sei zu verpflichten, einen Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 500.00 
zu bezahlen, vor Vorinstanz ab 1. Dezember 2012, vor dem Berufungsgericht ab 
1. Februar 2013. Die Ehefrau verlangte vor beiden Instanzen einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 3‘100.00. Wenn man die zugesprochenen Unterhalts-
beiträge mit den beantragten vergleicht, stellt man fest, dass beide Parteien unge-
fähr zu gleichen Teilen obsiegt haben beziehungsweise unterlegen sind. Deshalb 
erscheint es angemessen, es bei der vorinstanzlichen Kostenregelung zu belas-
sen.

c) Was die Verteilung der Gerichtskosten vor Kantonsgericht betrifft, gilt es zu 
beachten, dass vor Vorinstanz zusätzlich die Frage über die Sperrung der auf den 
Namen X._____ und A._____ lautenden Konten strittig war. Da diese Problematik 
aber eher von untergeordneter Bedeutung war, rechtfertigt es sich, die Gerichts-
kosten der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts den Parteien ebenfalls je zur Hälfte 
aufzuerlegen.

In Berufungsverfahren erhebt das Kantonsgericht als Berufungsinstanz eine Ent-
scheidgebühr von CHF 1‘000.00 bis CHF 30‘000.00 (Art. 9 der Verordnung über 
die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Vorliegend erscheint 
die Erhebung einer Gebühr von CHF 4‘000.00 als angemessen. Die ausserge-
richtlichen Kosten werden – bei diesem Verfahrensausgang - wettgeschlagen.

9. a) Da X._____ mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts vom 13. März 2013 (ERZ 13 42) die unentgeltliche Rechtspflege er-
teilt und Rechtsanwältin lic. iur. Ylenia Baretta Mazzoni zur Rechtsvertreterin er-
nannt worden ist, gehen die ihm auferlegten Gerichtskosten und die Kosten seiner 
Rechtsvertretung nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kantons 
Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die 

Seite  26 — 28

Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO. Die Entschä-
digung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin wird ebenfalls unter dem Vorbehalt 
der Rückforderung (Art. 123 ZPO) dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt 
und aus der Gerichtskasse bezahlt. Die Rechtsvertreterin von X._____ machte 
unter Anwendung des reduzierten Stundentarifs von CHF 200.00 ein Honorar von 
CHF 4‘134.40 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend (vgl. Ho-
norarnote vom 12. Juni 2013). Dieses erscheint unter Berücksichtigung des not-
wendigen Aufwands und der Schwierigkeit der Sache als angemessen. Die Ent-
schädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von X._____ wird dementspre-
chend auf CHF 4‘134.40 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest-
gesetzt.

b) Ebenfalls mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantons-
gerichts vom 13. März 2013 (ERZ 13 44) wurde Y._____ die unentgeltliche 
Rechtspflege erteilt und Rechtsanwalt lic. iur et oec. Pius Fryberg zum Rechtsver-
treter ernannt. Darum gehen die Y._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kos-
ten ihrer Rechtsvertretung nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kan-
tons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Auch in diesem 
Fall bleibt die Rückforderung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO 
vorbehalten. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters wird unter 
dem Vorbehalt der Rückforderung (Art. 123 ZPO) dem Kanton Graubünden in 
Rechnung gestellt und aus der Gerichtskasse bezahlt. Der Rechtsvertreter von 
Y._____ reichte mit Datum vom 12. Juni 2013 eine Honorarnote über den Betrag 
von CHF 3‘744.80 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu den Ak-
ten. Dieser Betrag erscheint unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwands 
und der Schwierigkeit der Sache als angemessen, weshalb die reduzierte Ent-
schädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von Y._____ auf CHF 3‘744.80 
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt wird.

Seite  27 — 28

III. Demnach wird erkannt:

1. Sowohl die Berufung von X._____ (ZK1 13 18) als auch die Berufung von 
Y._____ (ZK1 13 19) werden teilweise gutgeheissen.

2. X._____ wird in Abänderung von Ziffer 5 des Eheschutzentscheides vom 
25./26. Juni 2012 sowie in Abänderung der Ziffer 1 des angefochtenen Ent-
scheides verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ und A._____ für die 
Dauer des Getrenntlebens die folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

Februar und März 2013 je CHF 3‘100.00
April, Mai und Juni 2013 je CHF    900.00 
Juli, August und September 2013 je CHF 1‘630.00
Oktober, November und Dezember 2013 je CHF 2‘060.00
Januar, Februar und März 2014 je CHF 2‘725.00
Ab April 2014 CHF 3‘100.00

In den Unterhaltsbeiträgen ist jeweils der Betrag an den Unterhalt von 
A._____ in der Höhe von CHF 900.00 enthalten. 

Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils im Voraus auf den ersten eines jeden 
Monats sowie zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kin-
der- beziehungsweise Ausbildungszulagen zu bezahlen.

3. Im Übrigen werden die beiden Berufungen abgewiesen.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4‘000.00 gehen je zur Hälfte 
zu Lasten der Parteien. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschla-
gen.

5.a) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten seiner Rechtsver-
tretung im Berufungsverfahren werden gestützt auf die ihm gewährte un-
entgeltliche Rechtspflege (ERZ 13 42) dem Kanton Graubünden in Rech-
nung gestellt und aus der Gerichtskasse bezahlt.

  b) Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von X._____ wird 
auf CHF 4‘134.40 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest-
gesetzt.

Seite  28 — 28

  c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

6.a) Die Y._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten ihrer Rechtsvertre-
tung im Berufungsverfahren werden gestützt auf die ihr gewährten unent-
geltliche Rechtspflege (ERZ 13 44) dem Kanton Graubünden in Rechnung 
gestellt und aus der Gerichtskasse bezahlt.

  b) Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von Y._____ wird 
auf CHF 3‘744.80 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest-
gesetzt.

  c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

7. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

8. Mitteilung an: