# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b95421f6-bc9c-57a1-8d10-c199719d04b0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.06.2020 UV 2018/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-67_2020-06-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 29.09.2020

Entscheiddatum: 23.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 23.06.2020
Art. 6, Art. 18 und Art. 19 UVG. Natürliche Kausalität zwischen den von der 
Beschwerdeführerin geltend gemachten dauerhaften Gesundheitsschäden 
und dem Unfallereignis verneint. Abweisung des Rentengesuchs. Das 
Beschwerdeverfahren betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung 
wird zufolge Beschwerderückzugs abgeschrieben (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Juni 2020, UV 
2018/67).

Entscheid vom 23. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2018/67

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ war seit Juli 2005 als Raumpflegerin bei der B.___ AG mit einem 94%igen 

Beschäftigungsgrad angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten obligatorisch versichert, als sie am 

13. Mai 2012 auf einer Treppe stürzte und sich dabei das linke Fussgelenk verletzte 

(«Verstauchung/Verdrehung»; Schadenmeldung vom 18. Mai 2012, UV-act. 2). Die 

Suva übernahm die Kosten der Heilbehandlung und leistete vom 16. bis 24. Mai 2012 

Taggelder (vgl. UV-act. 4 und UV-act. 217-1).

A.a. 

Da die Versicherte seit dem Unfall ständig zunehmende Schmerzen verspürt habe, 

wurde am 30. April 2014 eine MRT des linken oberen Sprunggelenks (OSG) 

durchgeführt. Dr. med. C.___, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, hielt 

gleichentags als Ergebnisse der Abklärung Folgendes fest: einen irregulären Processus 

anterior des Calcaneus, DD: posttraumatische Residuen, eine Stressreaktion/

beginnende Arthrose des Calcaneus im Bereich des Calcaneo-Cuboid-Gelenks und 

eine leichtgradige Tendopathie der Peroneus longus-Sehne (UV-act. 26). Die 

Arbeitgeberin der Versicherten meldete der Suva am 9. Mai 2014 einen Rückfall (UV-

act. 9; vgl. auch UV-act. 11). Dr. med. D.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie, 

berichtete am 27. Juni 2014, die Versicherte leide an einer Lumboischialgie links sowie 

an einem Fersensporn links bei Senk-/Spreizfuss mit Vorfussschmerzen. Die 

Schmerzen in der linken Ferse und im linken Vorfuss empfinde die Versicherte als 

zunehmend unerträglich. Zudem würden lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung in die 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

linke Ferse persistieren (UV-act. 21). Der Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt einen 

Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis 

vom 13. Mai 2012 lediglich für möglich, aber nicht für überwiegend wahrscheinlich 

(Stellungnahme vom 5. November 2014, UV-act. 29). Daraufhin wies die Suva das 

Gesuch um Versicherungsleistungen ab (Mitteilung vom 6. November 2014, UV-

act. 35). Die Versicherte zeigte sich damit nicht einverstanden und reichte am 27. Mai 

2015 den Bericht über die am 27. März 2015 von Dr. med. F.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital G.___, 

durchgeführte Operation (Subtalararthrodese am linken Fuss mit Spongiosaentnahme 

aus der Ferse lateral links) ein (UV-act. 38). Dieser hielt die geklagten Beschwerden 

«klar vereinbar mit dem schweren Unfall des linken Fusses 

2012» (Sprechstundenbericht vom 5. März 2015, UV-act. 38-7 f.). In der neuerlichen 

Stellungnahme vom 24. Juni 2015 vertrat der Kreisarzt Dr. E.___ die Auffassung, bei 

der vorliegenden völlig unzureichenden und lückenhaften Aktenlage müsse nun 

nachträglich vor allem aufgrund des Operationsberichts vom 27. März 2015 die 

Rückfallkausalität anerkannt werden (UV-act. 42). Die Suva teilte der Versicherten im 

Schreiben vom 26. Juni 2015 mit, sie nehme ihre Leistungsablehnung zurück und 

anerkenne den Rückfall der Versicherten (UV-act. 43). Sie erbrachte in der Folge 

Taggeldleistungen und übernahm die Kosten der Heilbehandlung (vgl. zu den 

übernommenen Heilbehandlungskosten UV-act. 134 und zu den Taggeldleistungen die 

Übersicht in UV-act. 217).

Am 22. Oktober 2015 erhielt die Suva den Untersuchungsbericht zur am 

12. Februar 2015 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG) durchgeführten 3-Phasen-Skelettszintigrafie mit osteometrischer 

Auswertung und SPECT-CT der Füsse. Szintigrafisch und CT-morphologisch hätte 

keine Arthrose am unteren Sprunggelenk (USG) nachgewiesen werden können. Es 

hätten sich äusserst diskrete Zeichen einer Belastungszone in der vorderen Facette 

des USG, beginnende arthrotisch-degenerative Veränderungen im Talonvikulargelenk 

links und im Übrigen eine regelrechte Darstellung des linken Fussskeletts gezeigt (UV-

act. 92).

A.c. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, untersuchte die Versicherte am 18. Januar 2016. Im Bericht vom 

20. Januar 2016 führte er aus, er habe den Eindruck, dass das Chopart im Jahr 2012 

hauptsächlich verletzt worden sei. Hier finde sich eine kleine Impression mit 

umliegender Osteodystrophie auf Höhe des Calcaneocuboidalgelenks calcanearseitig. 

Möglicherweise habe Dr. D.___ auch hier infiltriert. Nicht ganz klar sei die Arthrodese 

des Subtalargelenks. Das SPECT-CT, das vorgängig angefertigt worden sei, zeige 

keine Arthrose in diesem Gelenk (UV-act. 103). Am 24. März 2016 entfernte Dr. H.___ 

die Schraube im Calcaneus am linken Fuss (UV-act. 116). Die Versicherte berichtete in 

der Folge über persistierende Schmerzen (siehe den Bericht von Dr. H.___ vom 9. Mai 

2016, UV-act. 123), weshalb Dr. H.___ am 1. September 2016 eine Arthrodese des 

Calcaneocuboidalgelenks im linken Fuss der Versicherten durchführte. Zur Indikation 

führte er aus, die Versicherte habe 2012 vermutlich eine Chopart-Distorsion erlitten, sei 

drei Jahre später am Subtalargelenk arthrodesiert worden, habe persistierende 

Schmerzen und nur kurz auf eine Infiltration reagiert. Computertomografisch hätten 

sich Unregelmässigkeiten im Calcaneocuboidalgelenk gezeigt, die vermutlich 

posttraumatisch seien. Nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemassnahmen sei 

die Arthrodese des Gelenks durchgeführt worden (UV-act. 149). Am 7. Dezember 2016 

berichtete Dr. H.___ über einen insgesamt erfreulichen Verlauf. Die Versicherte könne 

den linken Fuss noch nicht vollständig belasten und zeige Smartphone-Bilder mit 

einem geschwollenen linken Fuss. Radiologisch zeige sich ein gut fortschreitender 

Durchbau, sodass die Hoffnung bestehe, die Versicherte werde in nächster Zeit die 

Beschwerden allmählich verlieren (UV-act. 156). In der Stellungnahme vom 

12. Dezember 2016 vertrat der Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Ansicht, in Anbetracht der 

Unfallfolgen sei die Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in zeitlicher 

und leistungsmässiger Hinsicht derzeit noch zu 100% ausgewiesen. Mit einer 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen der Nachkontrolle Ende Januar 2017 zu 

rechnen (UV-act. 157).

A.d. 

Anlässlich der Sprechstunde vom 20. Dezember 2016 klagte die Versicherte 

gegenüber Dr. H.___ nicht nur über Fussschmerzen, die unverändert seien, sondern 

auch über Hüftschmerzen. Die radiologische Untersuchung des linken Fusses habe 

A.e. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

einen vollständigen Durchbau des Calcaneocuboidalgelenks, intakte Schrauben und 

eine schöne Fussstellung zur Darstellung gebracht (UV-act. 163).

Der Kreisarzt Dr. I.___ untersuchte die Versicherte am 9. Februar 2017. Sie teilte 

ihm mit, an regelmässig zunehmenden Schwellungen am linken Fuss und einem 

morgendlichen Kältegefühl mit Ruhe- und zunehmenden Belastungsschmerzen zu 

leiden. Im Untersuchungsbericht vom 10. Februar 2017 empfahl der Kreisarzt, es sei 

eine Szintigraphie mit SPECT-CT der Füsse zur Verlaufskontrolle mit Ausschluss 

pathologischer Aktivitätsverteilungen bzw. eines allfällig gesteigerten Metabolismus 

durchzuführen. Bis auf Weiteres bleibe die 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen 

(UV-act. 170).

A.f. 

Gestützt auf die Ergebnisse der am 29. März 2017 in der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin des KSSG durchgeführten Untersuchungen (3-Phasen-

Teilkörperskelettszintigrafie mit osteometrischer Auswertung, Zielaufnahme des linken 

Fusses und SPECT-CT Fuss) empfahl Dr. H.___, die beiden im Rahmen der Arthrodese 

im linken Fuss gesetzten Schrauben zu entfernen, da das SPECT-CT eine relativ 

kräftige Anreicherung im Bereich der Calcaneocuboidalarthrodese zeige, die 

computertomografisch vollständig durchbaut sei (Bericht vom 28. April 2017, UV-

act. 184). Am 22. Juni 2017 nahm Dr. H.___ die Schraubenentfernung vor (UV-act. 190). 

Anlässlich der Sprechstunde vom 7. August 2017 klagte die Versicherte gegenüber 

Dr. H.___ über immer gleichbleibende Beschwerden. Sie könne den Fuss nicht 

vollständig belasten. Dieser würde bereits am frühen Morgen anschwellen. Zudem 

berichtete die Versicherte zusätzlich an Atembeschwerden, Depressionen und 

Rückenschmerzen zu leiden. Dr. H.___ gelangte zum Schluss, seitens der 

objektivierbaren Befunde zeige sich insgesamt ein erfreulicher Verlauf mit gutem 

Durchbau der Arthrodesen, korrekter Statik des Fusses und allenfalls einer diskreten 

Restschwellung. Dies korreliere überhaupt nicht mit den beklagten Beschwerden. Er 

denke, die nachfolgenden Probleme liessen sich fusschirurgisch nicht lösen, weshalb 

er die Behandlung abschliesse (Bericht vom 8. August 2017, UV-act. 194).

A.g. 

Der Kreisarzt Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, führte am 28. September 2017 die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung durch. Er ging davon aus, dass anhand der objektivierbaren 

A.h. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

C.  

Unfallfolgen eine erhebliche Einschränkung der Belastbarkeit der linken unteren 

Extremität, insbesondere des linken Fusses, bestehe. Die früher ausgeübte Tätigkeit als 

Reinigerin könne nicht mehr ausgeübt werden. Für leidensangepasste Tätigkeiten 

bescheinigte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Des Weiteren wies er auf psychosoziale 

Belastungsfaktoren und eine erhebliche Symptomausweitung hin (UV-act. 200; zur 

ergänzenden Bemerkung des Kreisarztes Dr. J.___ zum Profil einer leidensangepassten 

Tätigkeit vom 13. November 2017 siehe UV-act. 205). Den Integritätsschaden schätzte 

er auf 20% (Arthrodese des USG 15%; Erhöhung um 5% aufgrund Arthrodese 

calcaneocuboidal und degenerativer Veränderungen talonavicular und 

naviculacuneiform; Beurteilung vom 2. Oktober 2017, UV-act. 201).

Mit Verfügung vom 22. November 2017 wies die Suva das Rentengesuch der 

Versicherten mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrads ab, sprach ihr allerdings 

für eine 20%ige Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung von Fr. 25'200.-- zu 

(UV-act. 213).

A.i. 

Dagegen erhob die Versicherte am 8. Januar 2018 Einsprache und beantragte 

darin eine Berentung zu prüfen sowie die Integritätsentschädigung auf 30% zu 

erhöhen. Eventualiter sei eine 60%ige Invalidenrente zuzusprechen. Sie machte u.a. 

geltend, gesamtheitlich betrachtet bestehe ein kausaler Zusammenhang zwischen 

Fuss- und Rückenschmerzen, der massive Auswirkungen auf die Validität habe (UV-

act. 222).

B.a. 

Die Einsprache wies die Suva ab (Einspracheentscheid vom 18. Juli 2018, UV-

act. 230).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Juli 2018 erhob die Beschwerdeführerin 

am 14. September 2018 Beschwerde. Sie beantragte darin dessen Aufhebung, die 

Zusprache einer 30%igen Integritätsentschädigung und einer 60%igen Invalidenrente. 

Eventualiter sei ein bidisziplinäres (rheumatologisches und neurologisches) 

Gerichtsgutachten einzuholen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Bezüglich der Höhe des Integritätsschadens brachte sie vor, es werde nicht bestritten, 

C.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dass rein aufgrund der Ende März 2015 durchgeführten Subtalararthrodese eine 

15%ige Integritätsentschädigung anfalle. Die Folgen der am 1. September 2016 

durchgeführten Arthrodese seien allerdings als Fusswurzel-Arthrodese und deshalb mit 

zusätzlichen 15% zu bewerten. Bei der Prüfung des Rentenanspruchs seien auch die 

zumindest teilkausale Lumboischialgie und die teilkausalen Hüftschmerzen 

einzubeziehen. Hinzu komme ein chronifiziertes myofasziales Schmerzsyndrom, das 

zumindest teilweise durch den Unfall bedingt sei (act. G 1). Mit der Beschwerde reichte 

die Beschwerdeführerin einen Bericht von Univ. Prof. Dr. med. K.___, Facharzt für 

Neurochirurgie, vom 19. Juli 2018 (act. G 1.7) und von Dr. med. L.___, Facharzt für 

Orthopädie und Traumatologie, vom 14. März 2018, ein (act. G 1.8).

Die Beschwerdegegnerin holte bei med. pract. M.___, Facharzt u.a. für Chirurgie, 

Suva, Versicherungsmedizin, eine Aktenbeurteilung zur Frage nach der natürlichen 

Kausalität zwischen den von der Beschwerdeführerin noch geklagten Leiden und dem 

Unfallereignis vom 13. Mai 2012 ein. In der chirurgischen Beurteilung vom 

16. November 2018 gelangte med. pract. M.___ zum Schluss, es bestünden keine 

bleibenden direkten und auch keine bleibenden indirekten Unfallfolgen, die mit dem 

Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen kausalen 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 13. Mai 2012 stehen würden. Dieser habe mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer OSG-Distorsion links geführt, die folgenlos 

abgeheilt sei. Daraus ergäben sich keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

nicht unfallkausale Veränderungen und Krankheiten zurückzuführen. Ein unfallbedingter 

Integritätsschaden liege nicht vor (UV-act. 240). Gestützt auf diese medizinische 

Beurteilung der Kausalitätsfrage beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde. Des Weiteren sei festzustellen, dass der Beschwerdeführerin keine 

Integritätsentschädigung zustehe (reformatio in peius). Bezüglich allfälliger psychischer 

bzw. physisch nicht objektivierbarer Störungen fehle es von vornherein an der 

adäquaten Unfallkausalität (act. G 10).

C.b. 

Am 27. November 2018 wurde dem Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht entsprochen (act. G 11).

C.c. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde betreffend die Höhe der 

Integritätsentschädigung zog die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2020 vorbehaltlos 

zurück (act. G 26), weshalb das Beschwerdeverfahren in diesem Streitpunkt 

abzuschreiben ist.

Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 29. März 2019 unverändert an den 

Beschwerdeanträgen fest. Im Wesentlichen vertrat sie darin den Standpunkt, die 

Beurteilung von med. pract. M.___ sei nicht beweiskräftig (act. G 19; zum 

miteingereichten Bericht von Dr. med. N.___, Facharzt für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, O.___ in P.___, vom 8. März 2019 siehe act. G 19.1 und die ergänzende 

Stellungnahme vom 9. April 2019, samt Beilagen, act. G 21).

C.d. 

In der Duplik vom 14. Mai 2019 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an den 

von ihr gestellten Anträgen unverändert fest (act. G 23).

C.e. 

Am 18. Juni 2020 erklärte die Beschwerdeführerin den Rückzug der Beschwerde 

betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung (act. G 26).

C.f. 

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.2029 in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, da die Folgen eines Unfallereignisses 

vom 13. Mai 2012 zu prüfen sind, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

1.1. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität 

ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit 

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.

Zunächst ist die natürliche (Teil-)Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 13. Mai 

siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die 

Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei 

Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch 

entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG).

Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Für die 

Beantwortung der Frage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. hierzu BGE 134 V 112 E. 2.1).

1.3. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Bei einander sich 

widersprechenden medizinischen Berichten darf das Gericht den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 

352 E. 3a).

1.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2012 und der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Invalidität zu beurteilen. 

Die Beschwerdegegnerin verneint die natürliche Kausalität erst im 

Beschwerdeverfahren gestützt auf die Beurteilung von med. pract. M.___ vom 

16. November 2018 (UV-act. 240 und act. G 10).

Med. pract. M.___ nahm eine versicherungsinterne Aktenbeurteilung vor. 

Voraussetzung für die Beweiskraft eines versicherungsintern erstellten Aktenberichts ist 

- nebst den bereits in vorstehender E. 1.4 genannten Anforderungen -, dass ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_843/2014, E. 5.4).

2.1. 

Die Beurteilung von med. pract. M.___ stützt sich auf eine Würdigung der 

umfassenden Aktenlage, die - abgesehen von den am Unfalltag erstellten 

Röntgenaufnahmen (UV-act. 240-14) - eine lückenlose Dokumentation der für die 

Beurteilung dauerhafter somatischer Unfallfolgen relevanten Aspekte enthält (UV-

act. 240-2 ff.), weshalb sie entgegen der nicht näher begründeten Auffassung der 

Beschwerdeführerin (act. G 20, Rz 11) geeignet ist, eine beweiskräftige 

Beurteilungsgrundlage zu bilden. Zwar widersprechen seine Schlussfolgerungen 

bezüglich der natürlichen Kausalität des von der Beschwerdeführerin geklagten 

Fussleidens den Einschätzungen sämtlicher bislang mit dem Fall der 

Beschwerdeführerin befassten behandelnden Ärzte und der Kreisärzte, soweit sie sich 

hierzu überhaupt äusserten. Diese medizinischen Fachpersonen nahmen indessen 

keine vertiefte Prüfung der natürlichen Kausalität vor. Entscheidend ist des Weiteren, 

dass med. pract. M.___ seine abweichende Einschätzung einlässlich und plausibel 

begründete und seine Ausführungen mit den bildgebenden Abklärungsergebnissen 

vereinbar sind, insbesondere, dass strukturelle Schäden zufolge der erlittenen 

Sprunggelenksdistorsion bildgebend nicht objektiviert seien (UV-act. 240-12 ff.; siehe 

insbesondere die zusammenfassende Beurteilung in UV-act. 240-18).

2.2. 

Bezüglich der einzelnen bildgebenden Abklärungsergebnisse führte med. pract. 

M.___ etwa aus: Mit dem fachradiologischen Befund der MRT vom 30. April 2014 seien 

intakte Aussenknöchelbänder und Syndesmosenbänder beschrieben worden. 

Strukturelle Schäden zufolge einer Sprunggelenksdistorsion links seien zum damaligen 

Zeitpunkt nicht mehr objektiviert worden. In Kenntnis der Bilder vom 30. April 2014 und 

gestützt auf eine eigene klinische Untersuchung habe Dr. D.___ denn auch unfallfremde 

Diagnosen (Fersensporn sowie Senk- und Spreizfussdeformität) gestellt (UV-

act. 240-13). Die Beschwerden aussenseitig am Sprunggelenk fänden zudem eine 

2.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

weitere Erklärung in der mittels MRT objektivierten krankhaften Veränderung in Form 

einer Tendinopathie der Peronealsehnen (UV-act. 240-14 oben). Frakturen des 

Processus anterior calcanei gingen mit erheblichen ligamentären Begleitverletzungen 

einher. Veränderungen an den Ligamenten, die das Chopart-Gelenk sichern würden, 

seien mit dem Befund der MRT vom 30. April 2014 jedoch nicht beschrieben. Gegen 

eine relevante Verletzung der Gelenkfläche des Processus anterior calcanei spreche 

auch, dass Dr. H.___ in seinem Operationsbericht vom 1. September 2016 angebe, die 

Knorpelschäden seien «nicht sehr stark ausgeprägt», «allenfalls im kranialen Bereich ist 

der Knorpel etwas beschädigt». Nach einer Fraktur des Processus anterior calcanei, 

die im vorliegenden Fall - wäre sie eingetreten - ohne suffiziente medizinische 

Behandlung geblieben wäre, wäre eine Verwerfung der Gelenkfläche zu erwarten. 

Eindeutige Zeichen einer Fraktur würden zudem fehlen (UV-act. 240-14 f.). Die 

Ergebnisse des SPECT-CT vom 12. Februar 2015 und der CT vom 22. Januar 2016 

würden nicht zu einer stattgehabten Fraktur des Processus anterior calcanei passen, 

jedoch zum Beispiel zu einem fortschreitenden Verschleiss (UV-act. 240-15 Mitte). An 

der Vermutung von Dr. D.___ und später auch von Dr. H.___, dass eine 

posttraumatische Arthrose des calcaneocuboidalen Gelenks vorliege, bestünden in 

Anbetracht des Berichts der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin vom 12. Februar 

2015 (UV-act. 92) Zweifel. Denn die zu erwartende Anreicherung des Radionuklids im 

Bereich dieses Gelenks im Fall einer Arthrose werde ausdrücklich verneint. Die 

beidseitige Ausprägung eines Osteophyten (eines Knochenanbaus als Zeichen einer 

Arthrose) am Talus beider Seiten spreche gegen eine Verletzung in diesem Bereich 

linksseitig, jedoch für eine Arthrose im Bereich der Gelenkflächen des Talus beider 

Seiten und damit gegen eine traumatische Ursache der Arthrose (UV-act. 240-15 

unten). Da entsprechende Veränderungen fehlten, sei es allenfalls möglich, dass 

Beschwerden im Sinn eines von Dr. F.___ erwähnten Sinus tarsi-Syndroms Folge des 

Ereignisses vom 13. Mai 2012 seien. Irregularitäten der ligamentären Strukturen in 

diesem Bereich oder Narbenbildungen seien nicht dokumentiert. Auch wäre bei einem 

Sinus tarsi-Syndrom zu erwarten, dass die Beschwerden konstant an immer der 

gleichen Lokalisation vorhanden wären. Die Beschwerden der Beschwerdeführerin 

würden jedoch im Verlauf mehrmals wechseln (z.B. Ferse und Fusssohle, Vorfuss, 

seitlicher Fussrand, Peronealsehnen, Sinus tarsi). Es sei folglich nicht überwiegend 

wahrscheinlich, dass das von Dr. F.___ fast drei Jahre nach dem Unfall diagnostizierte 

Sinus tarsi-Syndrom dessen Folge sei (UV-act. 240-16 f.). Weder aus den Akten noch 

den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich Gesichtspunkte, welche 

Zweifel an den Ausführungen von med. pract. M.___ erwecken.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zweifel an der Einschätzung von med. pract. M.___ vermögen auch die bezüglich 

der Unfallkausalität abweichenden Stellungnahmen der Kreisärzte Dres. E.___, I.___ 

und J.___ nicht zu begründen. Ersterer bejahte - nachdem er zuvor eine Unfallkausalität 

noch verneint hatte (siehe die Stellungnahme vom 4. Juni 2015, UV-act. 40) - 

hauptsächlich aufgrund des Operationsberichts von Dr. F.___ vom 27. März 2015 bzw. 

der darin beschriebenen subtalaren Arthrodese des linken Fusses unter der Diagnose 

eines posttraumatischen Sinustarsi-Syndroms und einer mittelgradigen 

posttraumatischen Arthrose des OSG links (UV-act. 38-5) die Kausalität zwischen dem 

Unfall und den geklagten Fussbeschwerden. Eine nähere Überprüfung dieser 

diagnostischen Angaben ist allerdings nicht erkennbar. Es scheint, dass diese vom 

Kreisarzt Dr. E.___ vorbehaltlos übernommen wurden (UV-act. 42). Dass die genannten 

diagnostischen Angaben bezüglich der Unfallkausalität der Bewegungs- und 

Belastungseinschränkung des linken Fussgelenks nicht überzeugen, legte med. pract. 

M.___ einleuchtend dar (siehe vorstehende E. 2.2.1). Die Beurteilungen von Dr. I.___ 

vom 12. Dezember 2016 (UV-act. 157) und vom 9. Februar 2017 (UV-act. 170) 

enthalten keine eigenständige Kausalitätsbeurteilung. Es gehen daraus keine 

Gesichtspunkte hervor, welche die vom Kreisarzt Dr. E.___ angenommene 

Unfallkausalität der Fussbeschwerden bekräftigen würden. Im Fokus der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung durch den Kreisarzt Dr. J.___ stand nicht die Frage der 

natürlichen Kausalität der Fussgelenksbeschwerden, sondern die Frage des 

medizinischen Endzustands, die Arbeitsfähigkeit und der Integritätsschaden (UV-

act. 197). Es ergeben sich denn aus dessen Ausführungen (UV-act. 200 und UV-

act. 201) weder eine überzeugende Kausalitätsprüfung noch Anhaltspunkte, die Zweifel 

an der ausführlichen Kausalitätsbeurteilung von med. pract. M.___ entstehen lassen.

2.2.2. 

Aus dem Operationsbericht von Dr. F.___ vom 27. März 2015 vermag die 

Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (siehe hierzu UV-act. 54 und zu 

den Ausführungen der Beschwerdeführerin act. G 19, Rz 9 f.), legte med. pract. M.___ 

in Kenntnis des Operationsberichts doch ausführlich und plausibel dar, dass eine 

posttraumatische Arthrose eben nicht habe objektiviert werden können und dass denn 

auch durch die von Dr. F.___ durchgeführte Operation keine gesundheitliche 

Verbesserung habe erzielt werden können (UV-act. 240-16; siehe auch act. G 23, Rz 2; 

die Beschwerdeführerin berichtete Dr. H.___ am 18. Januar 2016 über persistierende 

Schmerzen, die durch die Operation «unangetastet» geblieben seien, UV-act. 103-1). 

Auch Dr. H.___ zeigte im Bericht vom 20. Januar 2016 erhebliche Zweifel an der 

Beurteilung von Dr. F.___ auf: «Nicht ganz klar ist die Arthrodese des Subtalargelenks. 

2.2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Das SPECT-CT, das vorgängig angefertigt wurde, zeigte keine Arthrose in diesem 

Gelenk» (UV-act. 103-2).

Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin die Angabe von med. pract. M.___, 

«wäre also bei dem Unfall vom 13.05.2012 eine Fraktur des Processus anterior calcanei 

eingetreten, so wäre zu erwarten, dass die Versicherte nicht bereits nach 2 Wochen 

wieder ihre Arbeit hätte aufnehmen können» (UV-act. 240-15). Diese sei offensichtlich 

falsch, wie sich aus den Aussagen ihrer direkten Vorgesetzten ergebe, wonach die 

Beschwerdeführerin trotz der Verletzung auf Druck der Arbeitgeberin zur 

Wiederaufnahme der Arbeit gedrängt worden sei (act. G 19, Rz 13 i.V.m. Rz 3 f.). 

Zunächst ist festzustellen, dass die Aussage der Arbeitgeberin nicht belegt ist. 

Insbesondere erfolgte die vom Rechtsvertreter in Aussicht gestellte Nachreichung 

eines Schreibens der Arbeitgeberin nicht. Jedenfalls ergibt sich aus der unbestritten 

gebliebenen detaillierten Taggeldübersicht der Beschwerdegegnerin, dass lediglich für 

den Zeitraum vom 16. bis 24. Mai 2012 ein Taggeld ausgerichtet wurde. Danach wurde 

rund zwei Jahre lang seitens der Beschwerdegegnerin kein Taggeld mehr erbracht (UV-

act. 217). Ausserdem ist zu beachten, dass die Aussage bezüglich der 

Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nicht wesentliche Grundlage der 

Kausalitätsbeurteilung von med. pract. M.___ bildet, sondern abschliessend lediglich 

als weiteres Indiz erwähnt wird. Im Übrigen blieb seine damit verbundene Angabe, 

«Über fast 2 Jahre erfolgt keine medizinische Behandlung wegen Fussbeschwerden. 

Auch das spricht gegen eine unfallkausale knöcherne oder knorplige Verletzung des 

Processus anterior calcanei» (UV-act. 240-15) von der Beschwerdeführerin 

unbestritten.

2.2.4. 

Bezüglich der von Prof. K.___ erhobenen Peroneusplegie links (act. G 1.7) führte 

med. pract. M.___ plausibel aus, eine Verletzung des Fusses oder des Sprunggelenks 

sei nicht geeignet, eine Lähmung der Peronealmuskulatur zu bewirken, denn der diese 

Muskulatur versorgende Nerv münde weit oberhalb des Sprunggelenks in die 

Muskulatur ein. Wäre eine Nervenschädigung im Rahmen des Unfalls eingetreten, so 

hätte sich diese Lähmung zudem sofort manifestiert. Deshalb sei die Peroneusplegie 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt (UV-act. 240-17 unten).

2.3. 

Auch der von med. pract. M.___ gezogene Schluss, eine Überlastung oder 

Fehlbelastung aufgrund von Folgen des Ereignisses vom 13. Mai 2012 sei mit den 

medizinischen Berichten nicht dokumentiert, begründete er nachvollziehbar mit einem 

Hinweis auf unfallfremde Faktoren (UV-act. 240-17 unten).

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Med. pract. M.___ legte einlässlich begründet und in sich schlüssig dar, dass die 

von der Beschwerdeführerin geklagte Lumboischialgie nicht in einem Zusammenhang 

mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 steht (UV-act. 240-14). Darauf ist zu 

verweisen.

2.5. 

Des Weiteren legte die Beschwerdeführerin weder substanziiert dar noch ist 

erkennbar, dass die Gesundheitsschäden in der Bauchhöhle bzw. an der Bauchwand 

in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen. 

Nichts anderes gilt bezüglich der pulmonalen Tuberkulose (siehe hierzu auch die 

Ausführungen von med. pract. M.___ in UV-act. 240-17).

2.6. 

Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs keine dauerhaften 

objektivierbaren Gesundheitsschäden bestanden, die in einem natürlichen (teilweisen) 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen. Die Frage, ob 

die weiteren von der Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen bzw. 

psychosomatischen Leiden in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 

Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen, kann vorliegend offenbleiben. Denn die 

Beschwerdegegnerin legte schlüssig dar, dass jedenfalls ein adäquater 

Kausalzusammenhang zu verneinen ist (UV-act. 230-7, Ziff. 5 und act. G 10, Rz 3.3). 

Dies wurde von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten. Vor diesem 

Hintergrund ist das Gesuch um Rentenleistungen abzuweisen.

2.7. 

Die Beschwerde betreffend den Rentenanspruch ist abzuweisen.3.1. 

Das Beschwerdeverfahren betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung ist 

zufolge Beschwerderückzugs (act. G 26) abzuschreiben.

3.2. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).3.3. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung 

(act. G 11) die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde betreffend den Rentenanspruch wird abgewiesen.

2.

Das Beschwerdeverfahren betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung wird 

abgeschrieben.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Angelegenheit erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit 

entschädigt der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal (vgl. BGE 

125 V 201) mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, 

sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 

[ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRP; sGS 951.1]).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 23.06.2020
	Art. 6, Art. 18 und Art. 19 UVG. Natürliche Kausalität zwischen den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten dauerhaften Gesundheitsschäden und dem Unfallereignis verneint. Abweisung des Rentengesuchs. Das Beschwerdeverfahren betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung wird zufolge Beschwerderückzugs abgeschrieben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Juni 2020, UV 2018/67).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T03:47:32+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen