# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** faa65383-82b9-5867-ad2d-072ae92648a1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2011 D-4816/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4816-2011_2011-09-09.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4816/2011

U r t e i l   v om   9 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von  Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.   

Parteien A._______, geboren B._______,
Eritrea,
alias C._______, geboren B._______,
Eritrea,
D._______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren);
Verfügung des BFM vom 24. August 2011 / N _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
Eritrea  am  13.  August  2007  verliess  und  über  den  E._______, 
F._______,  Italien,  G._______  und  H._______,  von  wo  er  im  Februar 
2010 nach  Italien zurückgeführt worden sei, am 31. März 2011 auf dem 
Landweg  illegal  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  gleichentags  im 
Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ) I._______ um Asyl nachsuchte,

dass  ein  Abgleich  der  Fingerabdrücke  des  Beschwerdeführers  mit  der 
Eurodac­Datenbank ergab, dass dieser am 16. Januar 2009 in J._______ 
(Italien) und am 16. Juli 2009 in K._______ von den jeweiligen Behörden 
daktyloskopisch erfasst worden war,

dass der Beschwerdeführer  anlässlich der Kurzbefragung  im L._______ 
vom 12. April 2011 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  sei  nach  dem  Tod  seines  Vaters  vom  Militär 
eingezogen  worden  und  habe  sich  schlecht  in  das  militärische  Umfeld 
eingliedern  können,  weshalb  er  mehrere  Male  während  seines 
Militäreinsatzes  sanktioniert worden sei,  indem er beispielsweise  {…….} 
worden sei, 

dass er und seine Geschwister nach dem Tod des Vaters auf sich alleine 
gestellt  gewesen  seien  und  er  sehr  wenig  Unterstützungsgelder  vom 
eritreischen Staat erhalten habe, welche weder zum Studieren noch zum 
Leben ausgereicht hätten,

dass er  in der Nähe der  sudanesischen Grenze stationiert  gewesen sei 
und während einer Nachtwache die Gelegenheit genutzt habe zu fliehen,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung das rechtliche 
Gehör zum Umstand gewährt wurde, wonach gestützt auf seine eigenen 
Angaben und die Eurodac­Treffer mutmasslich Italien oder K._______ für 
die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  zuständig 
seien,  weshalb  gegebenenfalls  auf  sein  Asylgesuch  nicht  eingetreten 
werde,

dass  der  Beschwerdeführer  diesbezüglich  angab,  er  wolle  nicht  nach 
Italien  zurückkehren,  da  er  dort  unter  schlechten  Bedingungen  leben 
müsste  und  er  sein  Heimatland  verlassen  habe,  um  sein  Leben 
verbessern zu können, was in Italien nicht möglich sei,

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dass der Beschwerdeführer des Weiteren ausführte, eine Rückkehr nach 
K._______ würde ihm nichts ausmachen, da in K._______, im Gegensatz 
zu Italien, die Flüchtlingsrechte respektiert würden,

dass der Beschwerdeführer mit Entscheid des BFM vom 14. April  2011 
für  den  weiteren  Aufenthalt  während  des  Verfahrens  dem  Kanton 
M._______ zugewiesen wurde,

dass  das  BFM  am  3.  August  2011  Italien  um  Übernahme  des 
Beschwerdeführers ersuchte,

dass  Italien  das  Ersuchen  des  BFM  bis  zum  Ablauf  der  Frist  am 
18. August 2011 unbeantwortet liess, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  24.  August  2011  –  eröffnet  am 
26. August  2011  –  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  nach  Italien  sowie  den  Vollzug 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist anordnete,

dass gleichzeitig  festgestellt wurde, einer allfälligen Beschwerde komme 
keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 107a AsylG),

dass der Beschwerdeführer mit auf den 30. August 2011 datierter, am 1. 
September  2011  zuhanden  der  Schweizerischen  Post  aufgegebener 
Eingabe  an  das  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid 
Beschwerde  erhob  und  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  sei 
aufzuheben  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  ihr  Recht  zum 
Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  das  vorliegende  Asylverfahren  für 
zuständig zu erklären,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  aufschiebenden 
Wirkung  der  Beschwerde,  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  5.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen 
Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 ­ 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig 
entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  vorliegende  Beschwerde  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt – 
offensichtlich  unbegründet  ist,  weshalb  darüber  in  einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass  gleichzeitig  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl.  BVGE  2007/8  E.  2.1  S.  73  mit  Hinweis  auf 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  anführte,  daktyloskopische 
Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer am 16. Januar 
2009 in Italien ein Asylgesuch eingereicht habe,

dass gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c der Verordnung [EG] Nr. 343/2003 
des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und 
Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der  für die Prüfung eines 
Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in 
einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin­II­VO), Italien für die Prüfung des 
am  31.  März  2011  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylgesuchs  des 
Beschwerdeführers als zuständig zu erachten sei,

dass der Beschwerdeführer  im Rahmen des  rechtlichen Gehörs geltend 
gemacht habe, eine Rückkehr nach Italien sei für ihn wie ein Todesurteil, 
weil er dort keine Unterkunft und keine Arbeit erhalten würde,

dass Italien indessen die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 
2003  (Aufnahmerichtlinie)  ohne  Beanstandungen  von  Seiten  der 
Europäischen  Kommission  umgesetzt  habe,  weshalb  sich  der 
Beschwerdeführer an die zuständigen Behörden wenden könne, um eine 
Unterkunft und die nötige Unterstützung zu erhalten,

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs  zu 
bejahen seien,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift im Wesentlichen 
vorbrachte, er habe  in  Italien weder eine Unterbringung noch  finanzielle 
Unterstützung  noch  Verpflegung  noch  eine  Möglichkeit,  ein 
menschenwürdiges Dasein zu führen,

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dass  die  Existenzbedingungen  für  asylsuchende  Personen  in  Italien 
unzumutbar  seien  und  er  trotz  all  seiner  Bemühungen  keine  Arbeit  in 
Aussicht habe und oft auf der Strasse übernachten und betteln müsse,

dass  Italien durch die  zusätzliche Flüchtlingswelle aus Nordafrika wenig 
Kapazitäten  zur  Aufnahme  von  Asylsuchenden  habe  und  folglich  das 
Festhalten an der Dublin­II­VO seine Wirkung verfehle,

dass  er  zur  Untermauerung  seiner  Vorbringen  unter  Hinweis  auf  einen 
Bericht  der N._______  (datiert  vom  28.  Februar  2011)  die  grösstenteils 
menschenunwürdigen Zustände in Italien für Asylsuchende erläuterte, 

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien feststeht 
und er diesen auch nicht bestreitet,

dass die  italienischen Behörden das Ersuchen der Schweizer Behörden 
um  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  bis  zum  18.  August  2011 
nicht  beantwortet  haben,  womit  die  Zuständigkeit  Italiens  gemäss 
Dubliner  Verfahrensregelung  aufgrund  der  sogenannten  Verfristung 
definitiv geworden ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO),

dass  demzufolge  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht 
Italien als für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig erachtete,

dass  Italien  Signatarstaat  sowohl  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951 
über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30)  als  auch der 
Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist und keine konkreten Hinweise 
dafür  bestehen,  Italien  würde  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden 
Verpflichtungen halten,

dass  für  das  Bundesverwaltungsgericht  insbesondere  keine  Gründe 
ersichtlich sind, die das BFM zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 
Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) hätten veranlassen sollen,

dass  Italien  die  Mindestnormen  der  EU  für  die  Aufnahme  von 
Asylsuchenden  anwendet  und  demzufolge  Aufnahmestrukturen  zur 
Verfügung stellt,

dass  hierzu  festzuhalten  ist,  dass  Asylsuchende  in  Italien  bei  der 
Unterkunft,  der  Arbeit  und  dem  Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur 
zwar gewissen Schwierigkeiten ausgesetzt sein können,

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dass  die  italienischen  Behörden  seit  geraumer  Zeit  mit  einer  grossen 
Anzahl  von  Einwanderern  aus  nordafrikanischen  Staaten  konfrontiert 
sind,  was  immer  wieder  zu  Kapazitätsengpässen  bei  den 
Aufnahmezentren führt,

dass  indessen  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den 
Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen 
Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  –  eine  Betreuung  durch  die 
italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen 
ist nicht  in  jedem Fall gewährleistet – nicht zum Schluss gelangt,  Italien 
verletze  nachgewiesenermassen  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie 
Nr. 2003/9/EG,

dass zwar das italienische Fürsorgesystem für Asylsuchende in der Kritik 
steht,  in  den  Aufenthalts­  und  Verfahrensbedingungen  für  Personen, 
welche  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  Italien  aufhalten,  aber 
insgesamt kein Vollzugshindernis zu erkennen ist,

dass  nach  Kenntnis  des  Bundesverwaltungsgerichts  Dublin­
Rückkehrende  und  verletzliche  Personen  bezüglich  Unterbringung  von 
den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  werden  und  sich – 
neben  den  staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private 
Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und  Flüchtlingen 
annehmen,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  im  Rahmen  des  ihm  gewährten 
rechtlichen Gehörs  noch  auf  Beschwerdeebene  hinreichend  berechtigte 
Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Italien  geltend machte,  weshalb 
keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  ersichtlich  sind,  dass  er  im  Falle 
einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten würde,

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  solchen besteht  (vgl. BVGE 
2008/34  E.  9.2  S.  510,  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733,  EMARK  2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 

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gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin­Verfahrens, bei dem es sich um ein Über­
stellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmass­nahmen  im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG  i.V.m. Art. 83 
Abs. 1 AuG,

dass  eine  entsprechende  Prüfung  –  soweit  notwendig  –  vielmehr 
bereits  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl. 
vorstehende Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutun vermag, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  die  Anträge  auf  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der 
Beschwerde  und  auf  den  Verzicht  der  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der 
Hauptsache gegenstandlos geworden sind,

dass die eingereichte Beschwerde als aussichtslos erschien, weshalb 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art.  16 Abs.  1 Bst.  a VGG  i.V.m. Art.  2  und  3  des Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

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