# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7964d70d-8809-5200-9de3-02a7e4b1f6c7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.06.2018 IV 2016/146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-146_2018-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/146

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 29.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2018
Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Würdigung eines bidisziplinären 
Gutachtens. Da die Versicherte weder in ihrer angestammten Tätigkeit als 
ungelernte Verkäuferin noch in einer entsprechenden Verweistätigkeit in 
ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, hat sie keinen Anspruch auf eine IV-
Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 29. Juni 2018, IV 2016/146).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.  

IV 2016/146

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Schlegel, PSG Rechtsanwälte, 

Bahnhofstrasse 7, 9470 Buchs SG,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich erstmals im Jahr 2007 wegen Nacken-, Schulter- und 

Armschmerzen und einer Depression zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Sie 

gab an, die Primar- und Sekundarschule besucht zu haben; einen Beruf habe sie nicht 

erlernt. Seit Juli 1999 sei sie als Mitarbeiterin Verkauf für die B.___ tätig.

A.b  Die B.___ berichtete der IV-Stelle am 15. August 2007 (IV-act. 18), dass sie die 

Versicherte vom 1. November 1995 bis 31. Juli 2007 in einem Pensum von 80 % als 

Mitarbeiterin Verkauf Blumen beschäftigt habe. Seit dem Eintritt des 

Gesundheitsschadens, d.h. seit dem 1. August 2007, betrage das Pensum 50 %. Die 

Arbeitgeberin bestätigte am 10. Januar 2008, dass die Versicherte früher den Wunsch 

nach einer Vollzeitanstellung geäussert habe, dies aber aus strukturellen und 

betrieblichen Gründen nicht möglich gewesen sei (IV-act. 36).

A.c  Im Januar 2008 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle durch das Zentrum 

für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG (AEH) interdisziplinär (rheumatologisch-

orthopädisch, psychiatrisch) begutachtet (Gutachten vom 3. Juli 2008, IV-act. 41). Die 

Diagnosen lauteten:

•  Fibromyalgiesyndrom mit/bei

o zervikothorakalbetontem Panvertebralsyndrom

-  degenerativen Wirbelsäulenveränderungen

-  leichter muskulärer Dysbalance

o Polyarthralgien/Myalgien

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-  DD medikamentöse Nebenwirkung (Arimidex)

•  invasiv-duktales Mamma-Ca links, ED 2005

•  Status nach mittelgradiger depressiver Episode mit somatischen Symptomen.

Die Gutachterin med. pract. C.___, Physikalische Medizin und Rehabilitation, kam zum 

Schluss, dass die funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten im Bereich einer 

leichten bis knapp mittelschweren Tätigkeit liege. Die Leistungsfähigkeit liege also 

teilweise unter den Anforderungen der angestammten, mittelschweren Tätigkeit als 

Verkäuferin (Abteilung Blumen). Dr. med. D.___, Psychiatrie/Psychotherapie, erklärte, 

dass die Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit Januar 2008 nicht mehr eingeschränkt 

sei. Aus interdisziplinärer Sicht schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit, bezogen auf ein Vollpensum, auf 65 % (Leistungseinbusse 

von 10 %, erhöhter Pausenbedarf von 2 Stunden pro Tag [25 %]). Eine optimal 

adaptierte Tätigkeit sei der Versicherten zu 75 % zumutbar (erhöhter Pausenbedarf von 

2 Stunden pro Tag).

A.d  Mit Verfügung vom 13. Mai 2009 wies die IV-Stelle das Rentengesuch der 

Versicherten bei einem IV-Grad von 35 % ab (IV-act. 56). Diese Verfügung erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

B. 

B.a  Im Juni 2013 meldete sich die Versicherte mit Verweis auf Nacken-, Rücken-, 

Schulter- und Armschmerzen erneut zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 69). Am 

15. Juli 2013 reichte sie diverse medizinische Berichte ein (IV-act. 82). Unter anderem 

hatte Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 29. Januar 2013 

berichtet (IV-act. 82-3 f.), dass er die Versicherte für ein psychiatrisches Erstgespräch 

gesehen habe. Als vorläufige Diagnose hatte er eine Anpassungsstörung mit längerer 

depressiver Reaktion (ICD-10: 43.21) bei anhaltender Belastung durch chronischen 

Schmerz und unsichere berufliche Zukunftsperspektive bei akzentuierter Persönlichkeit 

mit perfektionistisch-altruistischen Zügen angegeben. Er hatte erklärt, dass er die 

Behandlung nach dem Erstgespräch vorerst einmal abgeschlossen habe, da die 

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Versicherte derzeit keinen Bedarf für eine psychotherapeutische Behandlung gesehen 

habe.

B.b  Dr. med. F.___, Rheumatologie, Innere Medizin, berichtete der IV-Stelle am 13. 

Au¬gust 2013 (IV-act. 89), dass die Versicherte an einer Osteoporose der Wirbelsäule 

und an einer Osteopenie der Hüfte leide. Die Schmerzsituation sei multifaktoriell 

bedingt; die Osteoporose sei ein Faktor. Zusätzlich bestünden ausgeprägte muskuläre 

Dysbalancen im Bereich der gesamten Wirbelsäule, insbesondere nacken- und 

schultergürtelbetont. In der angestammten Tätigkeit sei eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit gegeben. Med. pract. G.___, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, 

berichtete der IV-Stelle am 1. Oktober 2013 (IV-act. 101), dass eine am 25. Februar 

2013 durchgeführte MRT der Schulter rechts Tendinosen der Supra- und 

Infraspinatussehnen am Ansatzbereich ohne Rissnachweis, ein subtotal obliterierter 

unterer Gelenksrezessus mit verdickten Ligamenta typisch für frozen shoulder und eine 

hochgradige Knorpelreduktion glenohumeral mit subchrondraler Ödematisierung im 

Glenoid gezeigt habe. Eine erste subacromiale Infiltration habe initial zu einem 

deutlichen Rückgang der Beschwerden geführt. Leider habe dieser nur kurze Zeit 

angehalten. Im Verlauf sei es wieder zur Zunahme der Nacken- und Schulterschmerzen 

rechts gekommen. Bei konventionell radiologisch vorhandener Osteochondrose C6/7 

sei daraufhin am 8. April 2013 ein MRI der HWS durchgeführt worden. Dort sei die 

Diagnose einer Zervikalgie rechtsbetont mit Osteochondrose und Spondylarthrose 

HWK 6/7 gestellt sowie eine neuroforaminale Kompression HWK 5 und 6 festgestellt 

worden. Eine Facettengelenksinfiltration C6/7 habe keinen durchschlagenden Erfolg 

gebracht, weshalb auf eine Fusionsoperation verzichtet und weiterhin eine konservative 

Therapie mittels Physiotherapie vorgeschlagen worden sei. Die Versicherte habe 

wegen der neuen Diagnosen sowie der vorbekannten Leiden vom 8. Februar bis 15. 

Mai 2013, vom 1. bis 11. Juni 2013 und seit dem 17. Juli 2013 zu 100 % arbeitsunfähig 

geschrieben werden müssen. Am 28. August 2013 habe sie dann ihre langjährige 

Arbeitsstelle verloren, was die Beschwerden weiter verschlechtert haben dürfte. 

Insbesondere habe seither auch die chronische rezidivierende Depression wieder 

deutlich zugenommen. Insgesamt handle es sich um eine komplexe langjährige 

Leidensgeschichte mit in den letzten drei Jahren neu aufgetretenen Diagnosen des 

muskuloskelettalen Systems, verbunden mit einer vorbekannten chronischen 

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rezidivierenden Depression und einem Verdacht auf eine somatoforme 

Schmerzstörung/Fibromyalgie.

B.c  Mit Verfügung vom 13. Januar 2014 trat die IV-Stelle auf die Neuanmeldung nicht 

ein (IV-act. 105). Zur Begründung hielt sie fest, dass die Versicherte nicht glaubhaft 

dargelegt habe, dass sich die Verhältnisse seit der letzten Verfügung vom 13. Mai 2009 

wesentlich verändert hätten. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 23. September 2014 

(IV 2014/98) gut. Es hob die angefochtene Verfügung auf, ersetzte sie durch den 

Entscheid, auf die Neuanmeldung einzutreten, und wies die Sache zur materiellen 

Prüfung der Neuanmeldung an die IV-Stelle zurück. Das Gericht begründete seinen 

Entscheid insbesondere damit, dass die im Rahmen der Neuanmeldung eingereichten 

Arztzeugnisse der Versicherten für den Zeitraum vom 13. Februar 2013 bis 4. Juli 2013 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigten und dass neue strukturelle und 

degenerative Veränderungen im Bereich der HWS, neue Diagnosen in der rechten 

Schulter, eine neu festgestellte Osteoporose und eine Verschlechterung des 

psychischen Gesundheitszustandes in Form einer Anpassungsstörung mit längerer 

depressiver Reaktion nicht Teil der Beurteilung durch den RAD im Rahmen der 

erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches gewesen seien. Dieser Entscheid erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

B.d  In der Folge nahm die IV-Stelle die Abklärungen wieder auf (IV-act. 124). Med. 

pract. G.___ berichtete ihr am 30. Dezember 2014 (IV-act. 127), dass es sich um einen 

langjährigen Verlauf einer chronischen Schmerzerkrankung auf dem Boden zahlreicher 

degenerativer Leiden handle. Die letzte Hoffnung sei ein stationärer Aufenthalt in der 

Rehabilitationsklinik Valens. Eine psychotherapeutische Begleitung wäre 

wünschenswert; der Versicherten falle es jedoch schwer, diese Hilfe in Anspruch zu 

nehmen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei ihr seit dem 8. Februar 2013 anhaltend 

nicht mehr zumutbar. In einer adaptierten Tätigkeit sei die Leistungsfähigkeit durch die 

chronische Müdigkeit, aber auch durch die Schmerzen am Bewegungsapparat primär 

der oberen Extremitäten und des Rückens eingeschränkt. Bestenfalls bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 25-50 %.

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B.e  Die Ärzte der Klinik Valens gaben im Austrittsbericht vom 27. Januar 2015 über 

den stationären Aufenthalt vom 9. Dezember 2014 bis 10. Januar 2015 die folgenden 

Diagnosen an (IV-act. 130-4 ff.):

•  Chronische Tendinopathie der Supraspinatussehne rechts

•  zervikovertebrales Syndrom

-  Fehlhaltung der HWS

-  muskuläre Dysbalance/Insuffizienz

-  degenerative Diskopathie mit neuroforaminaler Einengung C5/6 und C6/7, links mehr 

als rechts

•  Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion

•  Osteoporose

•  Status nach invasiv duktalem Mammakarzinom links 2005 mit Radio- und 

Chemotherapie.

Die Ärzte erklärten, dass die Versicherte sehr motiviert am multimodalen 

Therapieprogramm teilgenommen habe. Die statische Haltefähigkeit der grossen 

Muskelgruppen habe deutlich verbessert werden können. Der Tonus der Schulter- und 

Nackenmuskulatur sei regredient gewesen. Eine subacromiale Infiltration der Schulter 

rechts habe zu keiner Beschwerderegredienz geführt. Generell habe im Rahmen des 

Rehabilitationsaufenthalts beobachtet werden können, dass die Versicherte ihre 

körperlichen Grenzen nur sehr schwer habe akzeptieren können. Wegen inadäquater 

Belastungen im Rahmen des Eigentrainings seien immer wieder 

Schmerzexazerbationen aufgetreten. Während der Dauer des 

Rehabilitationsaufenthaltes habe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit 

dem 12. Januar bestehe eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit Hantieren von Gewichten bis maximal 

12.5 kg. Arbeiten über Schulterhöhe sollten nur selten durchgeführt werden. Nach 2-4 

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Wochen sollte medizinisch-theoretisch eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 75 %, 

nach weiteren 2-4 Wochen auf 100 % möglich sein.

B.f  Dr. F.___ berichtete der IV-Stelle am 6. Februar 2015 (IV-act. 130), dass die 

Versicherte in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin/Serviceangestellte von 

Februar 2013 bis Februar 2015 zu 100 % und seit 1. März 2015 zu 50 % arbeitsunfähig 

sei. Die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden. Im 

Übrigen verwies sie auf den Austrittsbericht der Klinik Valens vom 27. Januar 2015. 

RAD-Arzt Dr. med. H.___ empfahl am 16. Februar 2015, auf den Bericht der Klinik 

Valens abzustellen (IV-act. 134).

B.g  Die Eingliederungsverantwortliche der IV notierte am 20. Februar 2015, dass die 

Versicherte sich wieder arbeitsfähig fühle und zu 50 % wiedereinsteigen würde. Sie 

würde einen Arbeitsversuch begrüssen (IV-act. 141). Am 29. April 2015 teilte die 

Versicherte der Eingliederungsverantwortlichen telefonisch mit, dass sie seit drei 

Wochen wieder starke Schmerzen habe; die durchgeführten Infiltrationen hätten keine 

Linderung gebracht. An Arbeit sei nicht zu denken und sie habe auch keine gesucht. 

Hierauf beschloss die Eingliederungsverantwortliche, die Eingliederung abzuschliessen 

(IV-act. 144-2). Am 7. Mai 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit (IV-act. 146), 

dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen würden, weil die Versicherte sich 

nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen.

B.h  Med. pract. G.___ berichtete der IV-Stelle am 11. Juni 2015 (IV-act. 148), dass die 

Versicherte vom Aufenthalt in Valens nur vorübergehend profitiert habe. Sie besuche 

weiterhin regelmässig die Physiotherapie. Die Therapeutin habe einen stark 

fluktuierenden Verlauf mit einem Wechsel von schlechten und guten Phasen 

geschildert; die psychische Verfassung der Versicherten habe einen riesigen Einfluss 

auf den Therapieerfolg. Es bestehe der Verdacht auf eine deutliche psychische 

Überlagerung der angegebenen somatischen Beschwerden.

B.i Im Fragebogen zur Rentenabklärung vom 22. Juli 2015 gab die Versicherte unter 

anderem an, dass sie heute ohne Behinderung zu 100 % erwerbstätig wäre (Verkauf 

Blumen/Lebensmittel).

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B.j Angesichts der weit auseinanderklaffenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte 

empfahl RAD-Arzt Dr. H.___ am 19. August 2015 eine rheumatologisch-psychiatrische 

Begutachtung (IV-act. 160).

B.k  Die angefragte Gutachterstelle SMAB AG teilte der IV-Stelle am 26. August 2015 

mit (IV-act. 158), dass aus ihrer Sicht eher eine orthopädisch-psychiatrische statt eine 

rheumatologisch-psychiatrische Abklärung durchgeführt werden müsste. Sie würden 

diese Abklärung durch ihre Orthopädin, die in Deutschland auch über die Anerkennung 

der Weiterbildung "Orthopädische Rheumatologie" verfüge, durchführen lassen. Nach 

Rücksprache mit dem RAD erklärte sich die zuständige IV-Sachbearbeiterin mit diesem 

Vorgehen einverstanden.

B.l Die bidisziplinäre Begutachtung (Orthopädie/Traumatologie und Psychiatrie) durch 

die SMAB AG fand im September/Oktober 2015 statt (Gutachten vom 4. Dezember 

2015, IV-act. 166). Die Gutachter gaben keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit an. Die Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:

•  Rezidivierendes vertebragenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre Reizung

•  Osteoporose

•  Metatarsalgie beidseits

•  psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten 

Erkrankungen (F54).

Dr. med. I.___, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie, Orthopädische 

Rheumatologie (D), hielt fest, dass ein Teil der Schmerzen in sämtlichen Gelenken und 

Muskeln mit der Osteoporose erklärbar sei. Die klinischen und radiologischen Befunde 

der HWS erklärten die rezidivierenden Beschwerden im Bereich des Nackens mit 

gelegentlicher Ausstrahlung in den Schulterbereich beidseits, bedingten jedoch keine 

generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die klinischen und radiologischen 

Befunde der Brust- und der Lendenwirbelsäule erklärten gelegentliche 

belastungsabhängige Schmerzen in diesem Bereich, nicht jedoch in dem von der 

Versicherten geschilderten Ausmass. Ausserdem bedingten sie keine Einschränkung 

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der Arbeitsfähigkeit. Die beschriebene Unfähigkeit, Lasten über Kopfhöhe zu heben, 

habe im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung nicht nachvollzogen werden 

können. Aufgrund der klinischen und radiologischen Befunde der Schultern ergebe sich 

ebenfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die diagnostischen 

Fibromyalgiekriterien seien nur teilweise erfüllt, sodass aktuell kein 

Fibromyalgiesyndrom vorliege. Zusammenfassend ergebe sich aus den angegebenen 

Beschwerden und Befunden aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht für die 

Tätigkeit als Verkäuferin von Blumen keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Auch 

für entsprechende leichte bis gelegentlich mittelschwere Verweistätigkeiten bestehe 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Ebenso könne retrospektiv (seit der 

Verfügung vom 13. Mai 2009) aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht keine 

längerfristige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgemacht werden. Dr. med. J.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte aus, dass keine emotionalen 

Konflikte oder psychosozialen Belastungen erkennbar seien, die einen entscheidenden 

Einfluss auf die Entstehung und Aufrechterhaltung der Schmerzsymptomatik (gehabt) 

hätten. Eine gewisse psychogene Überlagerung sei aber anzunehmen. Hinsichtlich 

psychosozialer Belastungen habe die Versicherte über finanzielle Sorgen berichtet. Sie 

sehe sich zu keiner beruflichen Tätigkeit mehr in der Lage. Dies sei deutlich diskrepant 

zum Aktivitätsniveau im Bereich Haushalt, insbesondere aber im Bereich Freizeit. Nicht 

geeignet seien Tätigkeiten, die eine erhöhte emotionale Belastbarkeit voraussetzten 

(wie bestimmte soziale und therapeutische Tätigkeiten). Da in der Vergangenheit 

Depressionen aufgetreten seien, sollten sehr unregelmässige Arbeitszeiten und 

Nachtschichten vermieden werden. Eine quantitative Verminderung der Arbeitsfähigkeit 

liege in psychiatrischer Hinsicht nicht vor. Gemäss der Ver¬sicherten hätten von 2009 

bis 2012 depressive Verstimmungen bestanden; diese hätten aber mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit (unter Berücksichtigung der Unterlagen und der Anamnese) in 

einem geringen, nicht arbeitsfähigkeitsrelevanten Schweregrad vorgelegen. Seit ca. 

2012 bestünden keine Depressionen mehr. In interdisziplinärer Hinsicht schätzten die 

Gutachter die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin wie auch 

für andere adaptierte Tätigkeiten seit Mai 2009 auf 100 %. RAD-Arzt Dr. H.___ notierte 

am 4. Januar 2015 (IV-act. 167), dass das Gutachten der SMAB AG fachlich 

einwandfrei und in sich stimmig sei.

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B.m Mit Vorbescheid vom 12. Januar 2016 kündigte die IV-Stelle der Versicherten bei 

einem IV-Grad von 0 % die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 170). Zur 

Begründung hielt sie fest, dass die Versicherte aufgrund der medizinischen Beurteilung 

in ihrer bisherigen Tätigkeit sowie in leidensangepassten Tätigkeiten zu 100 % 

arbeitsfähig sei. Dagegen liess die Versicherte am 17. Februar 2016 durch ihren 

Rechtsvertreter einwenden (IV-act. 176), dass das Gutachten der SMAB AG nicht 

beweistauglich sei. Sie hätte durch einen rheumatologischen Facharzt untersucht 

werden müssen. Zudem handle es sich bei den Gutachtern um in Deutschland 

wohnhafte Ärzte, die für lukrative Gutachtensaufträge in die Schweiz kämen. Diese 

Gutachter seien wirtschaftlich von der IV abhängig. Die Abhängigkeit zeige sich auch in 

der inhaltlichen Analyse: Die Ursache der Schmerzen sei nicht geklärt worden. Es sei 

keine vertiefte Abklärung, ob und inwiefern sich die Osteoporose aktuell auswirke, 

erfolgt. Die Diagnose einer Fibromyalgie sei weder schlüssig noch ausreichend verneint 

worden.

B.n  RAD-Arzt Dr. H.___ notierte am 10. März 2016 (IV-act. 179), dass er die Einwände 

des Rechtsvertreters nicht nachvollziehen könne. Der RAD sei im Rahmen seiner 

medizinischen Fachkompetenz berechtigt gewesen, der Anfrage der SMAB AG 

stattzugeben und zuzulassen, dass die Versicherte bezüglich ihrer Probleme im Bereich 

des Bewegungsapparates von einem orthopädischen statt von einem 

rheumatologischen Facharzt untersucht und beurteilt wurde. Mit den Diagnosen, die im 

Vorfeld des Gutachtens bekannt gewesen seien, sei auch ein in Deutschland 

ausgebildeter Orthopäde täglich konfrontiert, sodass es keinen Grund gegeben habe, 

Dr. I.___ als Gutachterin abzulehnen. Auf das Gutachten der SMAB AG könne also trotz 

des Einwandes abgestellt werden.

B.o  Mit Verfügung vom 21. März 2016 wies die IV-Stelle das Rentengesuch wie 

angekündigt bei einem IV-Grad von 0 % ab (IV-act. 180). Bezüglich der Einwände 

verwies sie auf die RAD-Stellungnahme vom 10. März 2016.

C.

C.a Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

3. Mai 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die 

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Aufhebung der Verfügung und die Anweisung an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), ein neues bidisziplinäres Gutachten zu veranlassen. Zur 

Begründung machte er geltend, dass die physischen Gesundheitsprobleme durch eine 

Fachärztin, die sowohl die orthopädische als auch die rheumatologische Seite 

einschätzen könne, hätten abgeklärt werden müssen. Dr. I.___ habe ausschliesslich 

das Funktionieren des Bewegungsapparates untersucht, ohne sich um die Ursachen 

der Schmerzen am Bewegungsapparat zu kümmern. Insbesondere seien die Blutwerte 

nicht kommentiert und keine Anknüpfung an Entzündungen des Knorpelgewebes oder 

deren Entwicklung vorgenommen worden. Dass die Gutachterin keinen Grund für das 

Ausmass der geschilderten Schmerzen gefunden habe, liege nicht am Fehlen von 

Gründen, sondern an ihrer nicht problembezogenen, verfehlten Betrachtungsweise.

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. Juni 2016 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Sie wies darauf hin, dass der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin im Vorfeld keine Einwände gegen die Begutachtung erhoben 

habe. Umso mehr erstaune es, dass er nun mit der Disziplin Orthopädie nicht 

einverstanden sei. Das SMAB-Gutachten entspreche den Anforderungen der 

Rechtsprechung, weshalb auf es abgestellt werden könne. Hinzu komme, dass die 

Einschätzung von Dr. I.___ weitgehend mit jener der Klinik Valens übereinstimme. Des 

Weiteren sei der Gesundheitsschaden eher dem orthopädischen Fachbereich 

zuzuordnen. Die Orthopädin Dr. I.___ sei aufgrund ihrer rheumatologischen 

Zusatzausbildung ausserdem berechtigt, sowohl zu orthopädischen als auch zu 

rheumatologischen Problemfällen Stellung zu nehmen. Von einer weiteren 

Begutachtung sei bei den vorliegenden Diagnosen (Rücken- und Schulterschmerzen) 

keine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten.

C.c Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hielt in seiner Replik vom 29. August 

2016 ergänzend fest (act. G 6), dass er keine Einwände gegen die Begutachtung 

erhoben habe, weil Dr. I.___ aufgrund ihres Titels für diese Aufgabe als geeignet 

erschienen sei.

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).

Erwägungen

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1. 

Vorab ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss Art. 60 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der 

Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung datiert vom 21. März 2016. Die 

Ver¬fügung ist am 23. März 2016 beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

eingegangen. Gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen oder Monaten 

bestimmt sind, stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach 

Ostern still (Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG). Der Ostersonntag ist im Jahr 2016 auf den 27. 

März gefallen, d.h. die Frist hat vom Sonntag, 20. März bis Sonntag, 3. April 2016 

stillgestanden. Die Frist hat also erst am 4. April 2016 zu laufen begonnen. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat am 3. Mai 2016 und somit am 30. Tag der 

Frist Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat sich bereits im Jahr 2007 zum Bezug von IV-Leistungen 

angemeldet. Dieses Leistungsbegehren war am 13. Mai 2009 rechtskräftig abgewiesen 

worden. Bei der Anmeldung vom Juni 2013 handelt es sich somit um eine sogenannte 

Neuanmeldung. Mit Verfügung vom 13. Januar 2014 war die IV-Stelle auf diese 

Neuanmeldung nicht eingetreten. Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das 

Versicherungsgericht mit Entscheid vom 23. September 2014 gut und ersetzte die 

Verfügung durch den Entscheid, auf die Neuanmeldung einzutreten. Mit der 

angefochtenen Verfügung vom 21. März 2016 hat die Beschwerdegegnerin dann 

allerdings einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 0 % 

verneint.

3. 

3.1  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

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durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

4. 

4.1  Um das Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen. Die Beschwerdeführerin hat sich im Juni 2013 zum Bezug von IV-

Leistungen angemeldet. Unter Berücksichtigung des Wartejahres ist somit ihre 

Arbeitsfähigkeit im Zeitraum Juni 2012 bis März 2016 (Erlass der angefochtenen 

Verfügung) relevant.

4.2  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat dem SMAB-Gutachten bereits aus 

formellen Gründen jeglichen Beweiswert abgesprochen. Er hat geltend gemacht, dass 

die Gutachter befangen gewesen seien. Begründet hat er dies damit, dass es sich bei 

den Gutachtern um in Deutschland wohnhafte Ärzte handle, die für lukrative 

Gutachtensaufträge in die Schweiz kämen. Die Gutachter seien wirtschaftlich von der 

IV abhängig. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Unabhängigkeit 

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und Unparteilichkeit der Gutachter durch ihre fachlich-inhaltliche 

Weisungsunabhängigkeit gewährleistet (BGE 137 V 210 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Selbst 

wenn ein Gutachter oder eine Begutachtungsinstitution von einem Versicherungsträger 

wirtschaftlich abhängig sei, könne daraus für sich allein nicht auf eine Befangenheit 

geschlossen werden (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.3 mit Hinweisen). Es gibt keine 

Gründe, weshalb für sogenannte "fliegende" Gutachter, d.h. im Ausland lebende Ärzte, 

die jeweils für einen Gutachtensauftrag in die Schweiz kommen, etwas anderes gelten 

sollte. Im vorliegenden Fall bestehen zudem keine konkreten Anhaltspunkte, die den 

Anschein einer Befangenheit der Gutachter zu wecken vermöchten. Die Argumentation 

des Rechtsvertreters ist somit nicht stichhaltig. Die Gutachter der SMAB haben sich 

unabhängig geäussert.

4.3  In somatischer Hinsicht liegen insbesondere die Berichte der behandelnden 

Rheumatologin Dr. F.___ vom 13. August 2013 und 6. Februar 2015, die Berichte des 

Hausarztes med. pract. G.___ vom 1. Oktober 2013, 30. Dezember 2014 und 11. Juni 

2015, der Austrittsbericht der Klinik Valens vom 27. Januar 2015 und das Gutachten 

der SMAB vom 4. Dezember 2015 im Recht.

4.4  Der Rechtsvertreter hat vorab geltend gemacht, das somatische Teilgutachten sei 

nicht beweistauglich, da eine Untersuchung durch einen rheumatologischen Facharzt 

hätte erfolgen müssen. Der RAD-Arzt hatte zunächst eine rheumatologische 

Begutachtung empfohlen. Die Gutachterstelle hatte eine orthopädische Begutachtung 

jedoch als passender erachtet und deshalb darum gebeten, eine Begutachtung durch 

eine Orthopädin, die in Deutschland über die Anerkennung der Weiterbildung 

"Orthopädische Rheumatologie" verfüge, durchführen zu können. Der mit dem Fall 

befasste RAD-Arzt Dr. H.___ hatte gegen den Austausch der somatischen 

Gutachtensdisziplinen nichts einzuwenden. Auf den Vorwurf des Rechtsvertreters 

erwiderte er, er sei im Rahmen seiner medizinischen Fachkompetenz berechtigt 

gewesen, der Anfrage für den Austausch der Gutachtensdisziplinen stattzugeben. Mit 

den Diagnosen, die im Vorfeld des Gutachtens bekannt gewesen seien, sei auch ein in 

Deutschland ausgebildeter Orthopäde täglich konfrontiert, sodass es keinen Grund 

gegeben habe, die von der Gutachterstelle vorgeschlagene Gutachterin Dr. I.___ 

abzulehnen. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort ergänzend 

festgehalten, dass es zwischen den medizinischen Fachrichtungen Orthopädie und 

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Rheumatologie zu Überschneidungen komme. Dr. I.___ verfüge über eine 

rheumatologische Zusatzausbildung, die sie berechtige, sowohl zu orthopädischen als 

auch zu rheumatologischen Problemfällen Stellung zu nehmen. Die Ausführungen des 

RAD und der Beschwerdegegnerin überzeugen. Ergänzend ist anzumerken, dass Dr. 

I.___, hätte sie Hinweise für das Vorliegen einer noch nicht bekannten 

rheumatologischen Erkrankung entdeckt, entweder selber die notwendigen 

Untersuchungen eingeleitet oder aber ergänzend ein Teilgutachten durch einen 

rheumatologischen Facharzt empfohlen hätte. Auch dieser Einwand des 

Rechtsvertreters geht somit fehl.

4.5  Somit bleibt zu prüfen, ob das orthopädische Teilgutachten inhaltlich überzeugt. 

Dr. I.___ hat in ihrem Teilgutachten festgehalten, dass ein Teil der Schmerzen in 

sämtlichen Gelenken und Muskeln mit der Osteoporose erklärbar sei. Zudem könnten 

die klinischen und radiologischen Befunde der HWS die rezidivierenden Beschwerden 

im Bereich des Nackens mit gelegentlicher Ausstrahlung in den Schulterbereich 

beidseits begründen. Die klinischen und radiologischen Befunde der Brust- und der 

Lendenwirbelsäule erklärten gelegentliche belastungsabhängige Schmerzen in diesen 

Bereichen, nicht jedoch in dem von der Beschwerdeführerin geschilderten Ausmass. 

Dr. I.___ hat aufgrund der objektiven Befunde insofern eine qualitative Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit anerkannt, als sie lediglich noch leichte bis gelegentlich 

mittelschwere Tätigkeiten als zumutbar erachtet hat, wobei sie die angestammte 

Tätigkeit in der Blumenabteilung als adaptiert eingeschätzt hat. Die Beurteilung von Dr. 

I.___ stimmt im Wesentlichen mit der Beurteilung der Ärzte der Klinik Valens vom 27. 

Januar 2015 überein; diese sind zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdeführerin 

ihre Arbeitsfähigkeit in einer leicht bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit 

innert vier bis acht Wochen auf 100 % steigern könnte. Diese "Eingewöhnungsphase" 

ist invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlich, da es sich um nur sehr kurz 

notwendige Eingliederungsmassnahmen handelt (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG, Art. 16 

ATSG, Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die behandelnde Rheumatologin Dr. F.___ hat in ihrem 

Bericht vom 6. Februar 2015 auf die Einschätzung der Klinik Valens verwiesen. Eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung hat sie lediglich bezüglich der angestammten Tätigkeit als 

Verkäuferin/Serviceangestellte abgegeben. Für diese Tätigkeit hat sie die 

Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum von Februar 2013 bis Februar 2015 auf 100 % 

geschätzt. Ab 1. März 2015 hat sie die Arbeitsfähigkeit − möglicherweise in Anlehnung 

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an die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik Valens − auf 50 % festgelegt. Sie ist 

zudem davon ausgegangen, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch medizinische 

Massnahmen verbessern lasse. Weshalb die Beschwerdeführerin vorübergehend 

während zweier Jahre in ihrer angestammten Tätigkeit voll arbeitsunfähig gewesen sein 

sollte, ist nicht nachvollziehbar, zumal sich aus den Akten für den entscheidrelevanten 

Zeitraum keine wesentliche Veränderung des physischen Gesundheitszustandes ergibt. 

Zudem ist unklar geblieben, ob Dr. F.___ davon ausgegangen ist, dass es sich bei der 

angestammten Tätigkeit um eine adaptierte Tätigkeit handelt oder nicht. Gemäss dem 

von der Arbeitgeberin umschriebenen Profil hat es sich bei der Tätigkeit als Verkäuferin 

in der Blumenabteilung um eine wechselbelastende Tätigkeit gehandelt, die manchmal 

das Heben und Tragen von mittelschweren Lasten beinhaltet hat (IV-act. 18-6). Diese 

Umschreibung entspricht den von Dr. I.___ angegebenen Adaptionskriterien. Die etwas 

unklare Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F.___ vermag daher keine Zweifel an der 

Beurteilung der Gutachterin Dr. I.___ zu wecken. Der Hausarzt med. pract. G.___ hat 

die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten wegen der chronischen Müdigkeit und 

der Schmerzen am Bewegungsapparat primär der oberen Extremitäten und des 

Rückens lediglich noch auf 25-50 % geschätzt (Bericht vom 30. Dezember 2014). In 

seinem Bericht vom 11. Juni 2015 hat er zudem einen Verdacht auf eine deutliche 

psychische Überlagerung der angegebenen somatischen Beschwerden geäussert. 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Erfahrungstatsache 

Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter wegen ihrer auftragsrechtlichen 

Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten auszusagen pflegen (vgl. 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. April 2004, I 814/03 E. 2.4.2). 

Gerade in komplexen Fällen wie dem vorliegenden, in denen Hinweise für eine 

psychogene Überlagerung der Schmerzen bestehen, fehlt einem Hausarzt in der Regel 

das Fachwissen und die Erfahrung, um die versicherungsmedizinisch relevante 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können; in solchen Fällen ist regelmässig eine 

interdisziplinäre Beurteilung durch verschiedene Fachärzte notwendig. Der Hausarzt 

hat die chronische Müdigkeit, für die bisher keine medizinische Erklärung hat gefunden 

werden können, in seine Arbeitsfähigkeitsschätzung einbezogen; zudem ist unklar 

geblieben, wie stark die Müdigkeit die Beschwerdeführerin tatsächlich beeinträchtigt, 

zumal sie bei der Begutachtung offenbar kein (Haupt-)Thema gewesen und deshalb 

von den Gutachtern gar nicht diskutiert worden ist. Auch die 

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Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes vermag daher keine Zweifel an derjenigen 

der Gutachterin Dr. I.___ zu wecken.

4.6  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat vorgebracht, dass die Verneinung 

einer Fibromyalgie weder schlüssig noch ausreichend gewesen sei. Dr. I.___ hat − im 

Gegensatz zur Vorgutachterin des AEH (Gutachten vom 3. Juli 2008) − das Vorliegen 

eines Fibromyalgiesyndroms verneint. Sie hat dies damit begründet, dass das dritte 

Diagnosekriterium, nämlich dass die Beschwerdeführerin an keiner anderen Krankheit 

oder Störung leide, die die Beschwerden oder Schmerzen erkläre, nicht erfüllt sei, da 

die rezidivierenden Beschwerden im Bereich des Nackens mit gelegentlicher 

Ausstrahlung in den Schulterbereich beidseits durch die klinischen und radiologischen 

Befunde erklärt werden könnten (IV-act. 166-30). Sie hat zudem kritisiert, dass im 

Gutachten des AEH keine Diskussion der aktuellen diagnostischen 

Fibromyalgiekriterien erfolgt sei. Dr. I.___ hat ihre diagnostische Einschätzung 

überzeugend begründet und sich mit der divergierenden Einschätzung der 

Vorgutachterin auseinandergesetzt; ihre Einschätzung wird zudem dadurch gestützt, 

dass weder die behandelnde Rheumatologin Dr. F.___ noch die Ärzte der Klinik Valens 

bei der Beschwerdeführerin eine Fibromyalgie diagnostiziert haben. Daher ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

nicht an einem Fibromyalgiesyndrom leidet.

4.7  Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat weiter kritisiert, dass Dr. I.___ die 

Ursache der Schmerzen nicht näher abgeklärt habe. Insbesondere sei keine vertiefte 

Abklärung erfolgt, ob und inwiefern sich die Osteoporose aktuell (auf die 

Arbeitsfähigkeit) auswirke. Dr. I.___ hat erklärt, dass ein Teil der Schmerzen in 

sämtlichen Gelenken und Muskeln durch die Osteoporose erklärbar sei. Sie hat diesen 

Schmerzen jedoch keinen quantitativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen, 

d.h. sie ist davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin trotz der empfundenen 

Schmerzen in zeitlicher Hinsicht uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Die Ärzte der Klinik 

Valens sind − abgesehen davon, dass sie eine 4-8-wöchige Eingewöhnungszeit für 

notwendig erachtet haben − zu keinem anderen Ergebnis gekommen. Auch sonst 

bestehen keine Hinweise dafür, dass die ortho¬pädische Untersuchung von Dr. I.___ 

nicht lege artis erfolgt bzw. dass ihr Teilgutachten unvollständig wäre. Im Übrigen 

handelt es sich bei Schmerzen um eine emotionale Erfahrung, die auch losgelöst von 

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einer aktuellen Schädigung auftreten kann (vgl. R. MARELLI, Schmerz und 

Arbeitsunfähigkeit, in: Schweizer Zeitschrift für Psychiatrie und Neurologie, 2/2004, S. 

26). Die Tatsache, dass ein Gutachter kein organisches Korrelat für die geltend 

gemachten Schmerzen ausfindig machen kann, kann daher nicht als Hinweis dafür, 

dass der Gutachter unsorgfältig gearbeitet hätte, gewertet werden. Dr. I.___ hat denn ja 

auch auf eine gewisse psychogene Überlagerung hingewiesen. Gesamthaft ist daher 

der Einschätzung des RAD zu folgen und auf das orthopädische Teilgutachten von Dr. 

I.___ abzustellen. Demnach steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht in der 

angestammten Tätigkeit als Verkäuferin in der Blumenabteilung sowie in leichten bis 

gelegentlich mittelschweren Verweistätigkeiten aus somatischer Sicht nie längerfristig 

in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen ist.

4.8  In psychiatrischer Hinsicht liegen für den relevanten Zeitraum lediglich ein Bericht 

des Psychiaters Dr. E.___ vom 29. Januar 2013 (IV-act. 82-3) sowie das psychiatrische 

Teilgutachten von Dr. J.___ vom 22. Oktober 2015 (IV-act. 166-33 ff.) im Recht. Dr. 

E.___ hat die Beschwerdeführerin lediglich einmal gesehen. Er hat daher nur eine 

vorläufige diagnostische Beurteilung (Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion) und keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeben können. Dr. J.___ hat den 

Schweregrad der in der Vergangenheit vorliegenden Depressionen als gering 

eingeschätzt, sodass er ihnen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen hat. 

Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin leidet die Beschwerdeführerin aber 

ohnehin seit ca. dem Jahr 2012 nicht mehr an Depressionen; die Zeit davor ist für das 

vorliegende Verfahren nicht von Relevanz. Dr. J.___ hat eine gewisse psychogene 

Überlagerung der Schmerzsymptomatik angenommen. Emotionale Konflikte oder 

psychosoziale Belastungen in einem Ausmass, dass diesen Faktoren ein 

entscheidender Einfluss hinsichtlich der Entstehung und Aufrechterhaltung der 

Schmerzsymptomatik zuzurechnen wäre, hat er jedoch nicht erkannt. Seine 

Beurteilung stimmt mit jener des psychiatrischen Gutachters Dr. D.___ (Gutachten vom 

3. Juli 2008) überein. Dr. J.___ hat die Arbeitsfähigkeit lediglich insoweit als 

eingeschränkt beurteilt, als Tätigkeiten, die eine erhöhte emotionale Belastbarkeit 

voraussetzten und Tätigkeiten mit sehr unregelmässigen Arbeitszeiten und mit 

Nachtschichten vermieden werden sollten. Die Beschwerdeführerin hat sich letztmals 

in den Jahren 2006/2007 in psychotherapeutischer Behandlung befunden. Anlässlich 

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der Begutachtung hat sie angegeben, dass es ihr bezüglich der psychischen 

Beschwerden eigentlich recht gut gehe (IV-act. 166-34). Vor diesem Hintergrund 

überzeugt die Einschätzung von Dr. J.___, dass die Beschwerdeführerin im 

entscheidrelevanten Zeitraum bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 21. 

März 2016 aus psychiatrischer Sicht in ihrer angestammten Tätigkeit als Verkäuferin 

wie auch in anderen adaptierten Tätigkeiten nie längerdauernd in ihrer Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt gewesen ist.

4.9  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit im entscheidrelevanten Zeitraum in ihrer 

angestammten Tätigkeit als Verkäuferin in der Blumenabteilung sowie in 

entsprechenden Verweistätigkeiten nie während längerer Zeit arbeitsunfähig gewesen 

ist.

5. 

5.1  Schliesslich ist noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich zu überprüfen. Die Beschwerdeführerin verfügt über keine 

Berufsausbildung. Zuletzt hat sie als Verkäuferin in der Blumenabteilung gearbeitet. 

Diese Tätigkeit ist ihr aus medizinischer Sicht weiterhin uneingeschränkt zumutbar. Die 

Invalidenkarriere entspricht somit der Validenkarriere und das Invalideneinkommen 

dem Valideneinkommen. Der IV-Grad beträgt folglich 0 %. Die Beschwerdeführerin hat 

somit keinen Anspruch auf eine IV-Rente.

5.2  Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.

6. 

6.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist durch den von der Beschwerdeführerin geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

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6.2  Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2018
	Art. 28 IVG. Anspruch auf eine IV-Rente. Würdigung eines bidisziplinären Gutachtens. Da die Versicherte weder in ihrer angestammten Tätigkeit als ungelernte Verkäuferin noch in einer entsprechenden Verweistätigkeit in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, hat sie keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Juni 2018, IV 2016/146).

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