# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ffeaa66d-539a-5256-8753-562fdfbaa739
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 22.09.2017 510 2017 69 (510 17 69)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2017-69_2017-09-22.pdf

## Full Text

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Entscheid vom 22. September 2017 (510 17 69) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Eigenmietwert für ausländische Liegenschaft 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Gerichtsschreiberin I. Wissler 
 
 

Parteien A.____,  
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2015 
 
 

 
 
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Sachverhalt 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung zur Staatssteuer 2015 vom 8. Dezember 2016 wurde der 

Pflichtige für die in B.____ gelegene Liegenschaft mit einem Eigenmietwert von Fr. 6‘491.-- ver-

anlagt.  

 

 

2. Gegen diese Veranlagung erhob der Pflichtige mit Schreiben vom 4. Januar 2017 Ein-

sprache und begehrte, der Eigenmietwert für die in B.____ gelegene Liegenschaft sei auf Fr. 2.-

- festzusetzen. Zur Begründung führte er aus, die Einsprache betreffe die erneute Erfassung 

des Mietwertes für die ausserkantonale Liegenschaft, welche sowohl ihm als auch seiner Part-

nerin zur Hälfte gehöre. Für die erkrankte Partnerin, deren Beistand er sei, verfüge er über eine 

Vollmacht. Nach persönlicher Besprechung mit der Steuerverwaltung im Jahre 2015 sei der 

Eigenmietwert für das Jahr 2014 auf Fr. 2.-- reduziert worden. Damals wie auch heute sei die 

Liegenschaft nicht mehr genutzt worden. Es sei kein Geld mehr investiert und nur der minimale 

Unterhalt gewährleistet worden. Die früheren eigenen Bemühungen seien seit dem Jahre 2011 

eingestellt worden. Die Liegenschaft aus dem Jahre 1710 befinde sich teilweise in einem sehr 

schlechten Zustand. Sie könne weder bewohnt noch vermietet noch verkauft werden. Da die 

Lebenspartnerin seit dem Jahre 2012 nur mit dem Rollstuhl mobil sei, könne die Liegenschaft 

von ihr nicht genutzt werden.  

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 21. Juni 2017 wies die Steuerverwaltung die Einsprache 

ab. Zur Begründung führte sie u.a. aus, die Selbstnutzung sei grundsätzlich nicht abhängig von 

der tatsächlichen zeitlichen Nutzung eines Gebäudes. Es genüge, wenn den Steuerpflichtigen 

die Liegenschaft zur Verfügung stehe. Hielten sich die Eigentümer die Liegenschaft zum jeder-

zeitigen Eigengebrauch zur Verfügung, sei dies der ganzjährigen vollumfänglichen Eigennut-

zung gleichzustellen. Aufgrund der persönlichen Vorsprache und Besprechung am 29. Mai 

2015 und in Anbetracht der besonderen Umstände sei auf die Erfassung eines Eigenmietwertes 

in den Jahren 2013 und 2014 verzichtet worden. Stehe eine Liegenschaft nur deshalb leer, weil 

ein Eigentümer keinen Mieter oder Käufer finden könne, so sei der Mietwert nicht zu versteuern. 

Gleiches gelte für eine Liegenschaft, die infolge Umbau- und Renovationsarbeiten nicht be-

wohnbar sei. Sei eine Vermietung, respektive ein Verkauf trotz aller Bestrebungen nicht mög-

lich, müsse sich der Eigentümer diesen Zustand anrechnen lassen. Die Entscheidung, die Lie-

genschaft zu renovieren, zu verkaufen, zu vermieten oder selbst zu nutzen liege ausschliesslich 

 
 
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beim Pflichtigen. Da die Angaben und die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichen würden um 

nachzuweisen, dass die Liegenschaft nicht innert nützlicher Frist verkauft, umgebaut oder ver-

mietet habe werden können, sei aus steuertechnischer Sicht die Erhebung eines Eigenmietwer-

tes für die leer stehende Liegenschaft in B.____ gerechtfertigt. Entsprechend bleibe der aufge-

rechnete Eigenmietwert von Fr. 6'491.-- für die Liegenschaft in B.____ unverändert bestehen. 

 

 

4. Mit Schreiben vom 20. Juli 2017 erhob der Pflichtige gegen diesen Einsprache-

Entscheid Rekurs und begehrte, der Eigenmietwert für die in B.____ gelegene Liegenschaft 

betr. das Jahr 2015 sowie für die Folgejahre sei wieder auf Fr. 2.-- festzusetzen. Zur Begrün-

dung führte er u.a. aus, in die Liegenschaft sei seit 2011 kein weiteres Geld investiert worden. 

Die früheren, eigenen Bemühungen zum optimalen Unterhalt der Liegenschaft seien seit 2011 

eingestellt worden. Da die Lebenspartnerin diese Liegenschaft nie mehr betreten werde, mache 

es auch für ihn keinen Sinn Investitionen vorzunehmen. Die Liegenschaft insbesondere die an-

grenzende Scheune befinde sich in einem schlechten Zustand. Sie könne deshalb so weder 

bewohnt noch vermietet werden. Sie könne deshalb auch nicht verkauft werden. Die von ihm 

geforderten Verkaufsbemühungen könnten gar nicht angepackt werden. Da die Lebenspartne-

rin seit dem Jahre 2012 nur mit einem Rollstuhl mobil sei, könne die nicht rollstuhlgängige Lie-

genschaft von ihr nicht genutzt werden. Sie sei unheilbar krank und werde nie mehr genesen. 

Diese besonderen Umstände müssten in die Urteilsfindung einfliessen, insbesondere auch der 

Umstand, dass er selbst wegen der andauernden Krankheit der Partnerin und den langen, tägli-

chen Besuchszeiten physisch und moralisch nicht in der Lage sei, die Verkaufsbemühungen 

anzupacken. 

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 16. August 2017 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei-

sung des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, die Eigenmietwertbesteuerung sei rest-

riktiver Natur. Die Steuerverwaltung habe im Sinne eines Entgegenkommens in den beiden Vor-

jahren (2013 und 2014) auf die Besteuerung des Eigenmietwertes verzichtet, indem dem Re-

kurrenten in dieser Zeit die Möglichkeit eingeräumt worden sei, die Liegenschaft zu renovieren, 

zu vermieten oder zu verkaufen. Der Rekurrent sei zwar frei, ob er Verkaufsanstrengungen un-

ternehme, die Liegenschaft renoviere, unterhalte oder im jetzigen Zustand belasse. Aus rein 

steuerlicher Sicht zähle einzig der Umstand, dass der Rekurrent über eine Liegenschaft in 

B.____ verfüge, welche bewohnbar sei oder - gemäss den vorliegenden Fotos - ohne weiteres 

bewohnbar gemacht werden könne. Dieser Umstand sei, wie bereits erwähnt, der Eigennutzung 

 
 
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einer Liegenschaft gleichzusetzen, indem sich der Rekurrent die zur Diskussion stehende Lie-

genschaft faktisch zum jederzeitigen Eigengebrauch zur Verfügung halte. Die Aufrechnung des 

Eigenmietwertes der in B.____ gelegenen Liegenschaft erscheine daher aus rein steuersyste-

matischen Gründen folgerichtig. 

 

 

6. An der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 

 

 

 

 

Der Präsident des Steuergerichts zieht   in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuer-

gerichts als Einzelrichter beurteilt. 

 Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist 

ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Der Beurteilung unterliegt vorliegend, ob für die im Eigentum des Pflichtigen stehende 

Liegenschaft in B.____ ein Eigenmietwert zu erheben ist. 

 

 a) Gemäss § 6bis StG ist bei persönlicher Zugehörigkeit von natürlichen Personen 

die Steuerpflicht unbeschränkt; sie erstreckt sich aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstät-

ten und Grundstücke ausserhalb des Kantons (Abs. 1). Die Abgrenzung der Steuerpflicht für 

Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke von natürlichen Personen erfolgt im Ver-

hältnis zu anderen Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundesrechts über 

das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Wenn ein Unternehmen Verluste aus einer 

ausländischen Betriebsstätte mit inländischen Gewinnen verrechnet hat, innert der folgenden 7 

Jahre aber aus dieser Betriebsstätte Gewinne verzeichnet, so ist im Ausmass der im Betriebs-

stättestaat verrechenbaren Gewinne eine Revision der ursprünglichen Veranlagung vorzuneh-

men; die Verluste aus dieser Betriebsstätte werden in diesem Fall in der Schweiz nachträglich 

 
 
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nur satzbestimmend berücksichtigt. In allen übrigen Fällen sind Auslandsverluste aus-

schliesslich satzbestimmend zu berücksichtigen (Abs. 3). Abweichende bundesrechtliche und 

staatsvertragliche Regelungen bleiben vorbehalten (Abs. 4). Gemäss § 18 Abs. 1 StG entrich-

ten Steuerpflichtige, die im Kanton nur für einen Teil ihres Einkommens und Vermögens oder 

Ertrages und Kapitals steuerpflichtig sind, die Steuern für die im Kanton steuerbaren Werte 

nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und Vermögen oder Ertrag und Kapital 

entspricht. Steuerfreie Beträge werden ihnen anteilsmässig gewährt. 

 

 b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Abkommens zwischen der Schweiz und B.____ zur 

Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom 

Vermögen und zur Vermeidung von Steuerbetrug und Steuerflucht, vom 9. September 1966 

(DBA CH-F) können Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen in dem Vertragsstaat besteuert 

werden, in dem dieses Vermögen liegt. Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nut-

zung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen 

Vermögens (Abs. 3). 

  Gemäss Art. 25 lit. B Abs. 1 DBA CH-F wird in der Schweiz die Doppelbesteue-

rung wie folgt beseitigt: Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte oder hat sie 

Vermögen und können diese Einkünfte oder dieses Vermögen nach diesem Abkommen in 

B.____ besteuert werden, so nimmt die Schweiz diese Einkünfte (ausgenommen Dividenden, 

Zinsen und Lizenzgebühren) oder dieses Vermögen von der Besteuerung aus; sie kann aber 

bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder das übrige Vermögen dieser 

Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte 

oder das betreffende Vermögen nicht von der Besteuerung ausgenommen wären. Die Befrei-

ung der in Artikel 6 Absatz 2 zweiter Absatz, Artikel 15 Absatz 2 oder Artikel 24 Absatz 1 zwei-

ter Satz erwähnten Einkünfte, Kapitalgewinne oder Vermögensteile wird nur nach Nachweis der 

Besteuerung dieser Einkünfte, Kapitalgewinne oder Vermögensteile in B.____ gewährt. 

 

 

3. a) Gemäss § 23 Abs. 2 i.V.m. § 24 StG sind die Naturaleinkünfte aller Art, insbe-

sondere der Wert selbstverwendeter Erzeugnisse und Waren des eigenen Betriebes, durch 

eigene Arbeitsleistungen geschaffene Werte, der Mietwert selbstgenutzter Liegenschaften, der 

Bezug und die Nutzung von Sachen, Rechten und Dienstleistungen steuerbar.  

  Zum steuerbaren Einkommen gehören insbesondere alle Einkünfte aus unbe-

weglichem Vermögen, insbesondere aus Vermietung und Verpachtung, Eigengebrauch sowie 

wiederkehrende Einkünfte aus Baurechts- oder anderen Nutzungsverträgen.  

 
 
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 b) Im schweizerischen Steuerrecht wird der Mietwert der vom Eigentümer selbstge-

nutzten Wohnungen und Räume als Naturaleinkommen der Einkommenssteuer unterworfen. 

Den Kantonen wird dies in Art. 7 Abs. 1 StHG zwingend vorgeschrieben. Obwohl sich das Pos-

tulat der Rechtsgleichheit zwischen Mietern einerseits und Haus- und Wohnungseigentümern 

andererseits unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 BV auch durch andere Lösungen verwirkli-

chen liesse, bietet Art. 7 Abs. 1 keinen Gestaltungsspielraum für systematisch grundlegend an-

dere Regelungen (vgl. Höhn/Waldburger, Steuerrecht Band II. 9. Auflage, Bern/Stuttgart/Wien 

2002, § 41 N 29 mit Hinweisen; vgl. Reich in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-

zerischen Steuerrecht, Art. 7 StHG N 42f.). 

 

 c) Die Besteuerung des Eigenmietwertes wird durch das basellandschaftliche Steu-

errecht in § 23 Abs. 2 StG in Verbindung mit § 27ter StG explizit angeordnet. Eine Selbstnut-

zung liegt dann vor, wenn ein Gebäude zu Wohn- oder anderen Zwecken tatsächlich selbst 

gebraucht wird. Die Selbstnutzung kann durch den Eigentümer, durch den Ehegatten oder 

durch die Kinder erfolgen. Im Weiteren wird eine Selbstnutzung durch den Eigentümer nach 

Bundesgerichtspraxis und herrschender Lehre auch angenommen, wenn dieser die Nutzung 

des Gebäudes unentgeltlich einem Dritten überlässt (vgl. Findeisen/Theiler in: Nefz-

ger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 27ter N 2 f.). 

  Die Praxis dehnt jedoch den Begriff der Eigennutzung auch auf andere Liegen-

schaften und Wohnungen aus. Insbesondere werden auch die vom Eigentümer nur zeitweise 

bewohnten zusätzlichen Wohnungen der Eigenmietwertbesteuerung unterworfen (vgl. 

Höhn/Waldburger, a.a.O., § 41 N 37). Somit liegt Eigengebrauch auch dann vor, wenn der 

Steuerpflichtige sein Haus oder seine Wohnung jederzeit zu seiner Verfügung hält und bezie-

hen kann, ohne das Wohnrecht tatsächlich auszuüben; diesen Ertrag hat er zu versteuern, wie 

wenn er das ganze Jahr darin gewohnt hätte (vgl. Der Steuerentscheid [StE], 1992, B 25.3 Nr. 

13, E. 2a mit weiteren Hinweisen; vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] Nr. 2C 773/2009 

vom 23. April 2010, E. 2.1). Dasselbe gilt für unbenützte Wohnungen und Liegenschaften (z.B. 

Ferienhäuser), die der Eigentümer zu seiner Verfügung hält und deshalb nicht vermieten will 

(vgl. Findeisen/Theiler, a.a.O., § 27ter N 6; vgl. Höhn/Waldburger, a.a.O., § 41 N 36 mit weite-

ren Hinweisen; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A. Zürich 

2016, Art. 21 N 77ff.). In einem solchen Fall hat auch das Steuergericht in seinem Entscheid 

vom 26. September 2008 die Festsetzung und Besteuerung des Eigenmietwerts für ein selten 

genutztes und aufgrund der spärlichen Infrastruktur sowie der dadurch geringen Attraktivität des 

Ferienortes praktisch nicht vermietbares Ferienhaus bestätigt (vgl. Entscheid des Steuerge-

 
 
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richts [StGE] vom 26. September 2008, 510 08 43, E. 2c; StGE vom 11. August 2010, 510 10 

27, E. 3e).  

  Anders verhält es sich dagegen, wenn es dem Eigentümer am Willen fehlt, sich 

die Liegenschaft zur eigenen Nutzung vorzubehalten, die Nutzung aus äusseren Gründen un-

terbleibt, sei es, weil sich trotz ernsthafter Bemühungen kein Mieter oder Käufer findet, sei es 

weil es bloss teilweise nutzbar ist oder sei es, weil das Gebäude leer steht, da es zum Verkauf 

bestimmt ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 21 N 78 mit weiteren Hinweisen; vgl. 

BGE Nr. 2C 773/2009 vom 23. April 2010 E. 2.1). Das Verwaltungsgericht St. Gallen hat in sei-

nem Urteil vom 15. Oktober 2009 die Rechtsprechung bestätigt. Es erklärte den Eigenmietwert 

eines unbewohnten Hauses für steuerbar, wenn dieses dem Eigentümer objektiv zur Nutzung 

zur Verfügung steht und Verkaufsbemühungen nicht hinreichend nachgewiesen sind (vgl. Ent-

scheid des Verwaltungsgerichts SG [VGE SG] vom 15. Oktober 2009, B 2009/47; vgl. auch 

BGE Nr. 2C 773/2009 vom 23. April 2010 E. 2.2). 

 

 

4. a) Gemäss § 43 StG ist der Wert der Grundstücke unter billiger Berücksichtigung 

des Verkehrswertes und des Ertragswertes zu ermitteln (Abs. 1). Massgebend ist die Kataster-

schätzung. Das Nähere bestimmt die Vollziehungsverordnung (Abs. 3). Gemäss § 14 des 

Dekrets gilt als Verkehrswert der Gebäude grundsätzlich der durchschnittliche Brandversiche-

rungswert in den ersten 15 der letzten 17 Jahre vor der Neuschätzung. Gemäss § 27ter StG 

leitet sich der Eigenmietwert von dem gemäss dem Sachversicherungsgesetz vom 12. Januar 

1981 geschätzten einfachen Brandlagerwert einer Liegenschaft ab, welcher mit einem gemein-

despezifischen Korrekturfaktor, einem Korrekturfaktor nach Alter der Liegenschaft und einem 

Korrekturfaktor für Stockwerkeigentum multipliziert wird, was den steuerlichen Brandlagerwert 

ergibt (Abs. 1). Die Korrekturfaktoren nach Alter der Liegenschaft betragen: bei 25 Jahre und 

jünger: --; bei 26 bis 85 Jahre: 0.9; bei 86 Jahre und älter: 0.8 (Abs. 3). Bis zu einem steuerli-

chen Brandlagerwert von Fr. 20'000.-- beträgt der Eigenmietwert 64.53%. Für jeden um Fr. 

100.-- höheren steuerlichen Brandlagerwert reduziert sich dieser Satz gemäss nachstehender 

Tabelle […] (Abs. 5). Der Eigenmietwert beträgt 60% des marktüblichen Mietwertes (Abs. 6). 

Kann der Steuerpflichtige nachweisen, dass der Eigenmietwert des von ihm selbst genutzten 

Wohneigentums mehr als 60% des marktüblichen Mietwertes beträgt, so beträgt der Eigen-

mietwert 60% des marktüblichen Mietwertes (Abs. 7). 

 

 b) Im interkantonalen Verhältnis kann der Eigenmietwert der ausserkantonalen Lie-

genschaft gemäss KM Nr. 414 ohne Korrekturen direkt übernommen werden, da dieser in der 

 
 
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Regel ebenfalls 60% der Marktmiete beträgt. Für ausländische Liegenschaften fehlen die nöti-

gen Angaben wie Brandlagerwert und Korrekturfaktoren, um nach den für die Staatssteuer 

massgebenden Regeln den Eigenmietwert bestimmen zu können, weshalb für die Berechnung 

folgende Grundregel zur Anwendung kommen soll: Der Ausländische Wert der Liegenschaft 

wird durch 2.6 (Repartitionswert 260%) geteilt, was den Katasterwert des Kantons Basel-

Landschaft ergibt, welcher wiederum durch 3.45 zu teilen ist, was zum einfachen Brandlager-

wert führt.  

 

 c) Der Rekurrent führte an der heutigen Verhandlung aus, die Liegenschaft in 

B.____ sei ein Wunschtraum von ihm und seiner Lebenspartnerin gewesen. Vor zehn Jahren 

sei diese jedoch unheilbar erkrankt und seither 100% pflegebedürftig. Sie werde künstlich er-

nährt und sitze im Rollstuhl. Er selbst leide seit einigen Jahren an Herzproblemen. Die Liegen-

schaft sei nicht fertig renoviert worden. In diesem Zustand könne sie weder vermietet noch ver-

kauft werden. Sie werde auch nicht mehr genutzt. Vor drei Jahren sei der Eigenmietwert auf-

grund dieser Situation gestrichen worden. Es sei auch nie erwähnt worden, dass die Reduktion 

befristet sei. Für das Jahr 2015 sei dieser nun wieder eingesetzt worden, was aufgrund der ge-

schilderten Situation nicht nachvollziehbar sei. Die Steuerverwaltung führte dagegen aus, dass 

der Eigenmietwert lediglich vorübergehend reduziert worden sei, um der schwierigen Situation 

des Rekurrenten Rechnung zu tragen und ihm die Möglichkeit zu geben, dass er sich um die 

Renovation, die Vermietung oder den Verkauf der Liegenschaft kümmern könne. Aufgrund der 

gesetzlichen Regelungen könne die Steuerverwaltung den Eigenmietwert gar nicht komplett 

streichen. Nach Ablauf einer solchen Übergangsfrist müsse der Eigenmietwert wieder versteu-

ert werden.  

 

 d) Der Eigenmietwert der Liegenschaft in B.____ ist auch im vorliegenden Fall 

steuerbar, da die Gesetzeslage, wie in den vorangehenden Erwägungen dargelegt wurde, gar 

keine andere Beurteilung zulässt. Die Steuerverwaltung gewährte dem Rekurrenten entgegen-

kommenderweise eine Frist von zwei Jahren, sich um das Schicksal der Liegenschaft zu küm-

mern. In dieser Frist hätte die Liegenschaft renoviert, vermietet oder verkauft werden können. 

Vorliegend hat der Rekurrent in dieser Hinsicht keinerlei Anstrengungen nachgewiesen. Die 

Gründe dafür sind durchaus nachvollziehbar, aber aufgrund der gesetzlichen Vorschriften steu-

erlich irrelevant. 

 

 

 
 
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5. a) Hinsichtlich der Berechnung gilt folgendes: In den Akten befindet sich eine nota-

rielle Bescheinigung über den Wert der Liegenschaft. Darauf ist der Wert mit € 180‘000.-- bis € 

190‘000.-- ausgewiesen. Die Steuerverwaltung ging in ihrer Berechnung von einem Mittelwert 

von € 185‘000.-- für die Liegenschaft in B.____ aus und rechnete damals mit einem Wechsel-

kurs von 1,23372, was umgerechnet zu einem Wert von Fr. 228‘238.-- führt. Dieser Wert wird 

durch 2.6 (Repartitionswert 260%) geteilt, was zu einem Wert von Fr. 87‘784.-- (gerundet) führt. 

Letzterer ist durch 3.45 zu teilen, was einen Brandlagerwert von Fr. 25'445.-- (gerundet) ergibt. 

 

 b) Bezüglich der Altersentwertung gilt vorliegend aufgrund des Baujahrs von 1710 

gemäss Ausführungen des Pflichtigen der Faktor 0.8, was einen steuerlich massgebenden 

Brandlagerwert von Fr. 20‘356.-- (Fr. 25’445.-- x 0.8) ergibt. 

  Gemäss der Tabelle in § 27ter Abs. 5 StG ist bei der Umrechnung des Brandla-

gerwertes bei einem steuerlichen Brandlagerwert zwischen Fr. 20'001.-- und Fr. 26'000.-- von 

einem Satz von 64.53% auszugehen (Korrekturfaktor: 0.192925%). Vorliegend beläuft sich der 

steuerliche Brandlagerwert gemäss vorangehender Berechnung auf Fr. 20‘356.--. Die Korrektur 

des Prozentsatzes errechnet sich wie folgt: Fr. 20‘356.-- - 20‘001.-- = Fr. 355.--; Fr. 355.-- : 100 

= Fr. 3.55; Fr. 3.55 x 0.192925 = 0.684883%. Der Satz von 64.53% ist demzufolge auf 

63.845116% (64.53 - 0.684883) zu reduzieren. Der steuerlich massgebliche Brandlagerwert ist 

mit diesem Satz zu multiplizieren, was einen Eigenmietwert von Fr. 12‘996.-- (Fr. 20‘356.-- x 

63.845116%) ergibt. Der dem Rekurrenten anteilig aufzurechnende Eigenmietwert beträgt 50% 

und damit Fr. 6‘498.--. Die Steuerverwaltung rechnete einen Wert von Fr. 6‘491.-- auf. Der ge-

ringe Unterschied ist auf eine Rundungsdifferenz bei den zahlreichen Berechnungen zurückzu-

führen. Die Berechnung des Eigenmietwertes ist demzufolge korrekt.  

 

 c) Festzuhalten ist an dieser Stelle noch, dass der Eigenmietwert für die in B.____ 

gelegene Liegenschaft in der Schweiz lediglich satzbestimmend zu versteuern ist. Der Rekur-

rent versteuert vorliegend für das Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 77‘758.-- zu einem Satz 

von Fr. 82‘017.--.  

  Im Ergebnis hat der Pflichtige aufgrund der Hinzurechnung des Eigenmietwertes 

aus der ausländischen Liegenschaft zum satzbestimmenden Einkommen (Steuersatz bei Fr. 

82‘017.-- = 10,38%; Steuersatz bei Fr. 77‘758.-- = 10,08%) eine steuerliche Mehrbelastung von 

rund Fr. 230.-- zu tragen.  

 

Aufgrund all dieser Ausführungen erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen.  

 

 
 
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6. Ausgangsgemäss sind dem unterliegenden Rekurrenten die Verfahrenskosten in Höhe 

von Fr. 500.-- aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes vom 16. 

Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO]). 

  

 
 
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Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 2. Der Rekurrent hat gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 500.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden.  

 3. Mitteilung an den Rekurrenten (1), die Gemeinde C.____ (1) und die Steuerverwaltung 

des Kantons Basel-Landschaft (3).