# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8bff949-4083-546a-a9cb-704e353bb0ec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2025 F-9074/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-9074-2025_2025-12-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-9074/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richter Sebastian Kempe;   

Gerichtsschreiberin Selina Schmid. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Algerien,   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 18. November 2025. 

 

 

 

F-9074/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 9. November 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Gemäss spanischem Familienbüchlein verfügte er in Spanien über 

einen gültigen Aufenthaltstitel.  

B.  

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs im Rahmen des persönlichen 

Dublin-Gesprächs am 11. November 2025 ersuchte die Vorinstanz glei-

chentags die spanischen Behörden um Aufnahme des Beschwerdeführers 

gestützt auf Art. 12 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europä-

ischen Parlaments und des Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der 

Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(Dublin-III-VO). Die spanischen Behörden hiessen das Ersuchen am 

18. November 2025 gut.  

C.  

Mit Verfügung vom 18. November 2025 (eröffnet am 20. November 2025) 

trat die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, 

ordnete seine Überstellung nach Spanien an und forderte ihn auf, die 

Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen.  

D.  

Mit undatierter Rechtsmitteleingabe (Poststempel vom 25. November 

2025) gelangte der Beschwerdeführer an das Bundesverwaltungsgericht 

und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben, die Überstellung nach Spa-

nien sei zu stoppen, das Asylverfahren sei in der Schweiz durchzuführen 

und ihm sei medizinische und psychische Betreuung zu gewähren. Er er-

suchte um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung.  

E.  

Am 26. November 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovi-

sorischen Vollzugsstopp an. 

  

F-9074/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind er-

füllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, 

Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet 

über die Beschwerde endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 12 Abs. 1 Dub-

lin-III-VO grundsätzlich Spanien für die Behandlung des Asylgesuchs des 

Beschwerdeführers zuständig ist, dass das spanische Asylsystem recht-

sprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer 

die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz über-

ginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse er-

sichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie die Vorbringen des 

Beschwerdeführers im Hinblick auf seine Probleme in Spanien mit seiner 

Exfrau sowie seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen (gemäss eigener 

Aussage anhaltende Schmerzen nach erfolgter Magen- und Beinoperation, 

Schlafstörungen, Albträume und Panikattacken) berücksichtigt und recht-

sprechungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in 

rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und 

Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) zukommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbstein-

tritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegwei-

sung nach Spanien angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die Er-

wägungen der Vorinstanz verwiesen.  

2.2. Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Die Vor-

bringen des Beschwerdeführers, wonach seine Exfrau ihn finanziell betro-

gen und psychisch misshandelt habe, betreffen nicht die Zuständigkeit 

F-9074/2025 

Seite 4 

Spaniens, sondern das Privatleben des Beschwerdeführers. Darüber hin-

aus ist festzuhalten, dass Spanien ein funktionierender Rechtsstaat ist und 

die Behörden gewillt und fähig sind, staatlichen Schutz zu gewähren. Es 

bestehen keine konkreten Hinweise, wonach die spanische Polizei dem 

Beschwerdeführer – bei Bedarf – den erforderlichen Schutz verweigern 

würde. Sodann bleiben auch seine Vorbringen in Bezug auf die gesund-

heitlichen Beeinträchtigungen gänzlich unsubstantiiert und werden nicht 

belegt (so liegt bis heute kein Arztbericht vor).  

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 18. November 

2025 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.  

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 26. November 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. 

5.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um un-

entgeltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Selina Schmid 

 

 

Versand: