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**Case Identifier:** 1d852c7d-bf89-5912-b5d7-bfb8435c8361
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.07.2018 720 18 29/190
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-29-190_2018-07-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Juli 2018 (720 18 29 / 190) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung eines verwaltungsexternen bidisziplinären Gutachtens. Anwendung der ge-

mischten Methode vor 1. Januar 2018. Haushaltsabklärungsbericht bei psychischen Ge-

sundheitsbeeinträchtigungen. Schadenminderungspflicht des Ehemannes der Versicher-

ten. 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Mar-
tina Somogyi 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1972 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 1. November 2007 bis 
31. Dezember 2008 durchschnittlich in einem 70%-igen Pensum beim Reinigungsdienst bei der 
B.____ AG in X.____. Anfangs Januar 2015 stürzte sie auf einer Treppe und verletzte sich am 
rechten Knie. Am 7. Dezember 2015 meldete sich A.____ bei der IV-Stelle Basel-Landschaft 

 
 
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(IV-Stelle) unter Hinweis auf Kopf-, Knie-, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Einschlafstö-
rungen mit Angst- und Panikattacken, Erschöpfung, innere Leere, erheblichen Leidensdruck 
und depressive Episode zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung ihrer gesundheitlichen und 
erwerblichen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines bidisziplinären psychiatrisch-
rheumatologischen Gutachtens von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
und Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, welches am 
28. September 2016 erstattet wurde, lehnte die IV-Stelle nach Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens einen Rentenanspruch von A.____ mit Verfügung vom 13. Dezember 2017 ab. Be-
gründet wurde dieser leistungsablehnende Entscheid damit, dass kein Gesundheitsschaden im 
Sinne einer Invalidität vorliege. Es gäbe noch Therapieoptionen bzw. es fehle an einer Thera-
pieresistenz, weshalb eine Invalidität als Folge der diagnostizierten mittelgradigen Depression 
zu verneinen sei. 
 
B. Gegen die Verfügung vom 13. Dezember 2017 erhob A.____, vertreten durch Elisa-
beth Maier, Advokatin in Binningen, am 25. Januar 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantrag-
te, die Verfügung der IV-Stelle vom 13. Dezember 2017 sei aufzuheben und es seien ihr die 
gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen, um 
die Spruchreife herzustellen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an 
die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass sich 
die leistungsablehnende Verfügung auf die inzwischen überholte und nur über einen kurzen 
Zeitraum geltende Rechtsprechung des Bundesgerichts stütze, wonach leichte und mittelgradi-
ge Depressionen nicht invalidisierend seien, ausser es bestehe eine Therapieresistenz. Aus-
serdem stelle die Verfügung in medizinischer Hinsicht einzig auf die Stellungnahme des Regio-
nalen ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD) vom 27. März 2017 ab, ohne die notwendige Dif-
ferenzierung im Einzelfall vorzunehmen. Insbesondere sei die Einschätzung der Therapierbar-
keit des bestehenden Leidens nicht nachvollziehbar. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 16. März 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Zur Begründung gab sie im Wesentlichen an, dass aufgrund der geänderten 
Rechtsprechung des Bundesgericht in den BGE 143 V 409 und 418, wonach grundsätzlich 
sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, vorliegend auf das Gutachten der Dres. D.____ und 
C.____ vom 28. September 2016 abgestellt und bei der Versicherten von einem Gesundheits-
schaden im Sinne einer Invalidität ausgegangen werden könne. Da die Berechnung des Invali-
ditätsgrad unter Berücksichtigung der gemischten Methode (Erwerbsanteil 70 % / Haushalt 
30 %) einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 34 % ergebe, habe die Beschwerde-
führerin dennoch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
D. Mit Replik vom 28. März 2018 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass der in der Ver-
nehmlassung berechnete Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 42,86 % nicht korrekt 
ermittelt und zu Unrecht kein leidensbedingter Abzug vorgenommen worden sei. Zudem seien 
im Betätigungsbereich die anerkannten Einschränkungen zu niedrig ausgefallen. Insgesamt sei 
von einem Invaliditätsgrad über 40 % auszugehen. Weiter beantragte die Beschwerdeführerin 

 
 
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eine Neuberechnung des Rentenanspruchs unter Berücksichtigung der seit dem 1. Januar 2018 
geltenden Bestimmungen zur gemischten Methode. 
 
E. Die IV-Stelle hielt mit Duplik vom 22. Mai 2018 an der Abweisung der Beschwerde fest. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde der Versicherten vom 25. Januar 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht 
abgelehnt wurde. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 13. Dezember 2017 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtspre-
chungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 
E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 

 
 
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berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1). 
 
4.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse 
sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 
IVG). 
 
4.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil 
der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-
ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prü-
fung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die 
Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen 
(vgl. Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 in der 
bis zum 31. Dezember 2017 geltenden Fassung). 
 
4.4 Vorliegend wird nicht bestritten, dass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten 
nach der gemischten Methode berechnet hat. Aufgrund der Angaben der Versicherten im Fra-
gebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit, welcher von dieser am 24. Januar 2017 unter-
zeichnet wurde, ging die IV-Stelle zu Recht davon aus, dass diese ohne gesundheitliche Ein-
schränkungen im Tätigkeitsbereich Erwerbsleben im Umfang von 70 % und im Tätigkeitsbe-
reich Haushalt zu 30 % tätig wäre. 
 
4.5 In Bezug auf die Bemessung der Invalidität aufgrund der gemischten Methode ist zu 
beachten, dass Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV in der ab dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung be-
stimmt, dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei 
Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, 
nach Art. 16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die 

 
 
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Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Voller-
werbstätigkeit hochgerechnet wird. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die 
Invaliditätsbemessung mittels der gemischten Methode nach dem neuen Berechnungsmodell 
gemäss Art. 27

bis
 Abs. 2 bis 4 IVV in der Fassung vom 1. Dezember 2017 im Hinblick auf eine 

einheitliche und rechtsgleiche Behandlung der Versicherten erst ab dem Zeitpunkt des Inkraft-
tretens dieser Bestimmung am 1. Januar 2018 erfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Ja-
nuar 2018, 8C_462/2017, E. 5.3 mit Hinweisen). Aus diesem Grund kann dem Antrag der Be-
schwerdeführerin, wonach die Berechnung gestützt auf die ab dem 1. Januar 2018 geltenden 
Bestimmungen zu erfolgen habe, nicht gefolgt werden. Die IV-Stelle anerkannte aber bereits in 
der Duplik vom 22. Mai 2018, dass sie nach Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens den Invaliditätsgrad anhand der seit dem 1. Januar 2018 geltenden Berechnungsmethode 
neu berechnen wird. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-
weise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 
 
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5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-
würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach-
ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-
gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils 
mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut-
achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-
zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
6.1 Dem bidisziplinären Gutachten der Dres. D.____ und C.____ vom 28. Septmeber 2016 
ist aus rheumatologischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu ent-
nehmen. Ohne Einfluss werden ein Widespread Pain-Syndrom/Fibromyalgie (ICD-10 M79.7), 
ein chronifizierter Knieschmerz rechts nach Treppensturz am 9. Januar 2015, ein chronifiziertes 
lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 F54.5) mit pseudoradikulärer Ausstrahlung ins Ge-
säss und lateral ins rechte Bein bei leichten degenerativen Veränderungen der unteren Len-
denwirbelsäule mit Chondrose LWK5/SWK1 ohne fortgeschrittene Spondylarthrose, eine beid-
seitige, jedoch rechtsbetonte Spreiz- und Senkfussstellung mässigen Ausmasses, fünf Aborte 
mit zweimaliger Kaiserschnittentbindung, eine Nasenoperation und eine Stauballergie genannt. 
Sowohl in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im Reinigungsdienst als 
auch hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit respektive einer Verweistätigkeit bestehe keine 
Einschränkung für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in Wechselbelastung und unter Vermei-
den von Zwangshaltungen. Vermieden werden sollten repetitives Treppensteigen sowie das 
Begehen von Leitern. Für die Beurteilung der Fibromyalgie sei die psychiatrische Beurteilung 

 
 
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massgebend, da die Einstellung der Arbeitstätigkeit aus psychischen Gründen erfolgt sei. Der 
Psychiater Dr. C.____ diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, zurzeit mittelgra-
dige Episode mit somatischem Syndrom und attestiert eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % für jeg-
liche Tätigkeiten. Er fasste in der Konsensbesprechung zusammen, dass sich bei der Exploran-
din im Anschluss an die insgesamt fünf ungewollten Schwangerschaftsabbrüche zunehmend 
eine depressive Symptomatik etabliert habe. Diese habe zwar behandelt, jedoch nicht ausrei-
chend remittiert werden können, so dass nach wie vor eine mittelgradige depressive Sympto-
matik mit somatischem Syndrom bestehe (ICD-10 : F33.11). 
 
6.2 Der RAD-Arzt Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, äusserte sich 
am 30. September 2016 dahingehend, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und 
C.____ schlüssig sei und dass ab Dezember 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % sowohl in 
der angestammten als auch in einer Verweistätigkeit vorliege. Mit Arztbericht vom 
27. März 2017 stellte er sodann fest, dass die antidepressiven Behandlungsmöglichkeiten bei 
weitem noch nicht ausgeschöpft worden seien. Auch eine (halb-)stationäre psychiatrische Be-
handlung stelle eine Therapieoption mit massgeblichem Verbesserungspotential dar. Von einer 
Therapieresistenz könne nicht ausgegangen werden. 
 
7. Die IV-Stelle stellte bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähig-
keit in der angefochtenen Verfügung vom 13. Dezember 2017 auf die Stellungnahmen des RAD 
vom 27. März 2017 ab und kam dabei zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin aus ver-
sicherungsmedizinischer Sicht kein Gesundheitsschaden im Sinne einer Invalidität vorliege. 
Dabei stützte sie sich auf die bis anhin geltende Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach 
leichte bis mittelschwere Depressionen nur dann invalidisierend sind, wenn diese sich als the-
rapieresistent erweisen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.3) Diese Praxis wurde jedoch mit 
BGE 143 V 409 und 418 geändert. Gemäss BGE 143 V 418 sind sämtliche psychischen Lei-
den, laut BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, einem struk-
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. In der Folge hielt die IV-Stelle 
unter Berücksichtigung dieser neuen Rechtsprechung in der Vernehmlassung vom 16. März 
2018 fest, dass sie vollumfänglich auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und 
C.____ vom 28. September 2016 abstelle. Sie ging demnach davon aus, dass die Beschwerde-
führerin für jegliche Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 40 % aufweise. Diese vorinstanzliche 
Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im 
Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier nicht 
vor. Das Gutachten weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf. Es ist – wie dies vom 
Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht 
auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt alle geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis 
aller relevanten Vorakten abgegeben worden. Ebenso leuchtet es in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich mit 
den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und ist letztlich auch 

 
 
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in ihren Schlussfolgerungen überzeugend. Die Gutachter nehmen eine nachvollziehbare Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vor und legen unter anderem mittels Mini-ICF-APP-
Rating-Bogen dar, dass die Versicherte insbesondere aus psychiatrischer Sicht 60 % für jegli-
che Tätigkeiten arbeitsunfähig ist. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die 
IV-Stelle auf das Gutachten der Dres. D.____ und C.____ abstellte. Dieses Vorgehen wir auch 
von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. 
 
8.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, wie sich die leidensbedingte Einschränkung in 
erwerblicher Hinsicht auswirkt (vgl. Art. 16 ATSG; E. 4.1 hiervor). 
 
8.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Renten-
beginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Urteil des Bundes-
gerichts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1). Die Einkommensermittlung hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte 
Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundes 
gerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Nachdem die Versicherte mit Blick auf 
den mutmasslichen Rentenbeginn während rund 10 Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nach-
gegangen ist, ist ihr hypothetisches Valideneinkommen anhand der lohnstatistischen Angaben 
der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu bestimmen. Mangels Berufserfahrung und 
angesichts ihrer bescheidenen Erwerbsbiographie ist hierfür auf den Totalwert der LSE 2014, 
Frauen Kompetenzniveau 1 (LSE 2014, TA 1, monatlich Fr. 4‘300.--) abzustellen. Nicht anders 
ist hinsichtlich ihres hypothetischen Invalideneinkommens zu verfahren, da die Versicherte nach 
Eintritt ihres Gesundheitsschadens keine zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat 
(BGE 124 V 321). Die beiden Vergleichseinkommen wären in einem nächsten Schritt sodann 
auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit umzurechnen und letztlich an die im Zeitpunkt des 
mutmasslichen Rentenbeginns eingetretene Nominallohnentwicklung anzupassen. Da ihnen 
jedoch dieselbe lohnstatistische Datenbasis zu Grunde zu legen ist, kann auf ein derart diffe-
renziertes Vorgehen vorliegend verzichtet und ein Prozentvergleich vorgenommen werden 
(BGE 114 V 313, E. 3a). Beim vorliegenden Prozentvergleich ist im Erwerbsbereich eine invali-
ditätsbedingte Arbeitsunfähigkeit von 60 % massgebend. Unter Berücksichtigung, dass die Be-
schwerdeführerin 70 % erwerbstätig wäre und sie aufgrund der Zumutbarkeitsbeurteilung 40 % 
arbeitsfähig ist, resultiert im Ergebnis ein Invaliditätsgrad von 42.86 %. 
 
8.3.1 Daran ändern die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts. Sie machte geltend, 
dass bei der Festlegung des Invalideneinkommens zu Unrecht kein leidensbedingter Abzug im 
Umfang von 15 % vorgenommen worden sei. Zwar sind bei der Ermittlung des Invalidenein-
kommens anhand lohnstatistischer Angaben praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im 
Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom 
Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 
75 soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, 
wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je 
nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

 
 
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einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg ver-
werten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweis). Dabei ist der Abzug vom statistischen 
Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf ins-
gesamt höchstens 25 % zu begrenzen. Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutba-
ren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug 
grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
7. April 2016, 9C_898/2015, E. 1). 
 
8.3.2. Die Beschwerdeführerin legt vorliegend nicht dar, dass die gesundheitlichen Beein-
trächtigungen ausserordentlich negative Auswirkungen auf den Lohn hätten. Solche sind denn 
auch nicht ersichtlich. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, wieso die Versicherte keine einfa-
che Kontrolltätigkeiten ausüben können soll. Die Gutachter zeigen zwar auf, dass sie aufgrund 
der Reduktion des Antriebs, der Interessen, der Anhedonie, der erhöhten Ermüdbarkeit, dem 
Grübeln, der Konzentrationsstörungen und der Schlafstörungen eingeschränkt ist. Sie tragen 
diesen Beeinträchtigungen jedoch mit einer 60%-igen Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf jegliche 
Tätigkeit genügend Rechnung. Zudem sind laut Gutachten leichte bis mittelschwere Tätigkeiten 
in Wechselbelastung und unter Vermeidung von Zwangshaltungen, repetitivem Treppensteigen 
und Begehen von Leitern weiterhin möglich. Auch wenn davon ausgegangen wird, dass ein 
solches Anforderungsprofil nicht mit dem Tätigkeitsprofil einer im Reinigungsdienst tätigen Per-
son übereinstimmt, so gibt es dennoch genügend Verweistätigkeiten, welche die Beschwerde-
führerin ohne Einschränkungen ausüben kann und ihrem Belastungsprofil gerecht werden. Un-
ter diesen Umständen gibt es keinen Anlass, in das Ermessen der Vorinstanz einzugreifen und 
einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen. Sie hat zu Recht auf einen leidensbedingten Ab-
zug verzichtet und einen Invaliditätsgrad von 42,86 % im erwerblichen Bereich berechnet. 
 
9.1 Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesundheitlichen Be-
schwerden im Haushalt eingeschränkt ist. Die Vorinstanz hat in der Vernehmlassung vom 
16. März 2018 im Aufgabenbereich eine Einschränkung von 13,9 % angenommen, indem sie 
auf den Haushaltsbericht vom 25. Januar 2017 abgestellt hat. 
 
9.2 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbereich bedarf es im Regelfall einer 
Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsbe-
richts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 232 
E. 5.1) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Ein Haushaltsabklärungsbericht ist be-
weiskräftig, wenn er von einer qualifizierten Person verfasst wird, welche Kenntnis der örtlichen 
und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich 
aus den medizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person 
zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. 
Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich 
der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erho-
benen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige 
Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklä-

 
 
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rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die 
Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass 
die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im 
Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2008, 
8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 
 
9.3 Leidet die im Haushalt tätige Person (auch) an psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gungen, so gilt es zusätzlich zu berücksichtigen, dass die grundsätzliche Massgeblichkeit der 
Abklärungsberichte, auch wenn die erwähnten Anforderungen erfüllt wären, praxisgemäss ein-
geschränkt ist (vgl. AHI-Praxis 2001 S. 162 E. 3d mit Hinweis). Im Urteil vom 22. Dezem-
ber 2003 (vgl. AHI-Praxis 2004 S. 137 ff.) hat das damalige EVG seine Rechtsprechung zur 
Bemessung der Invalidität von ganz oder teilweise im Haushalt tätigen Personen, welche an 
einem psychischen Gesundheitsschaden leiden, präzisiert (E. 5, insbesondere E. 5.3). Danach 
bildet die Abklärung im Haushalt auch hier grundsätzlich ein geeignetes Mittel zur Invaliditäts-
bemessung im Aufgabenbereich. Im Falle eines Widerspruchs zwischen den Ergebnissen der 
Abklärung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten 
Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist den ärztlichen Stellungnahmen aber in der 
Regel mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung (Urteil des 
Bundesgerichts vom 17. September 2012, 8C_229/2012, E. 5; vgl. auch Urteil des Bundesge-
richts vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2). Diese prinzipielle Gewichtung hat ihren 
Grund darin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das 
Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit Hinweisen). Für die 
Rechtsanwendung im konkreten Fall bedeutet dies, dass nach Massgabe der Kriterien, die von 
der Rechtsprechung entwickelt worden sind, der Beweiswert sowohl der medizinischen Unter-
lagen (BGE 125 V 352 E. 3) als auch des Haushaltsabklärungsberichts zu beurteilen ist. Liegen 
gleichermassen beweiskräftige Stellungnahmen vor, muss geprüft werden, ob die gemachten 
Aussagen vereinbar sind oder einander widersprechen. Bestehen Divergenzen zwischen den 
Ergebnissen der Haushaltsabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versi-
cherten Person, ihre Haushaltstätigkeiten trotz des psychischen Leidens noch verrichten zu 
können, ist der medizinischen Einschätzung prinzipiell höheres Gewicht beizumessen (vgl. Ur-
teile des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, I 373/06, E. 4.3.2 und M. vom 
6. September 2004, I 249/04, E. 5.1.1). 
 
9.4 Der versicherten Person sind im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen 
zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei 
Einschränkungen zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, 
dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im 
hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängi-
ge Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer 
Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand 
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe 
von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im 
Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht 

 
 
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mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige ver-
richtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine 
unverhältnismässige Belastung entsteht. Die zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehö-
rigen geht daher bei gesundheitlicher Einschränkung weiter als ohne Gesundheitsschädigung. 
Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünf-
tige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten 
wären (BGE 133 V504 E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
9.5 Der Haushaltsbericht vom 25. Januar 2017 ist umfassend und berücksichtigt die Be-
schwerden der Versicherten sowie die medizinischen Vorakten. Die verschiedenen Aufgaben-
bereiche (Haushaltführung, Ernährung, Wohnungspflege, Einkauf, Wäsche) sind sorgfältig und 
ausführlich untersucht und gewichtet worden. Schadensmindernd wurde namentlich angerech-
net, dass der Ehemann der Versicherten bei der Haushaltsführung, der Zubereitung von Mahl-
zeiten sowie der Küchenreinigung, der Wohnungspflege ebenso wie beim Einkaufen behilflich 
ist. Anzeichen dafür, dass die Abklärungsperson nicht qualifiziert sei, liegen keine vor. Die Be-
weistauglichkeit des Haushaltsberichts ist damit unzweifelhaft. 
 
9.6 Daran ändern auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts. Sie macht in 
ihrer Replik insbesondere geltend, dass die tatsächlichen Beeinträchtigungen im Haushaltsbe-
richt zwar benannt, aber nicht hinreichend berücksichtigt worden seien. Sie leide unter deutli-
chen Konzentrationsstörungen, welche sie im Alltag bemerke. Sowohl beim Kochen als auch 
beim Waschen mache sie stets Fehler. Ungenügend sei einerseits die Bewertung einer 20%-
igen Beeinträchtigung beim Kochen. Die Erledigung dieser Tätigkeit sei nicht je nach gesund-
heitlicher Verfassung irgendwann im Tagesablauf möglich, da Mahlzeiten zu mehr oder weniger 
vorgegebenen Zeiten bereit sein sollten. Andererseits genügten auch die jeweiligen Einschrän-
kungen von 10 % in den Bereichen Wäsche und Wohnungspflege nicht. Zu Unrecht werde zu-
dem eine zumutbare Mithilfe durch den Ehemann angenommen. Im Gutachten von Dr. D.____ 
und Dr. C.____ werde explizit darauf hingewiesen, dass die geltend gemachten Einschränkun-
gen insbesondere auch die Haushaltführung betreffen würden. 
 
9.7 Zunächst ist festzustellen, dass – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – 
die Gutachter im bidisziplinären Gutachten das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit im Haushalts-
bereich nicht genau festlegten. Dem gegenüber den Gutachtern beschriebenen Tagesablauf 
folgend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin den Haushalt grösstenteils alleine 
führt. Sie gab an, dass sie koche, die Wäsche wasche und die Wohnung reinige. Lediglich beim 
wöchentlichen Grosseinkauf in Deutschland werde sie von ihrem Ehemann unterstützt. Diese 
Ausführungen entsprechenden Angaben im Haushaltbericht, welcher im Bereich Kochen von 
einer 20%-igen und in den Bereichen Wäsche sowie Wohnungspflege von einer je 10%-igen 
Beeinträchtigung ausgeht. Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, wenn sie geltend 
macht, dass Mahlzeiten zu geregelten Zeiten eingenommen werden sollen. Alle anderen Haus-
haltstätigkeiten können jedoch über den Tag verteilt erledigt werden, so dass sie Ruhepausen 
nach ihren individuellen Bedürfnissen einlegen kann. Es kann deshalb festgestellt werden, dass 
der im Gutachten beschriebene Tagesablauf dem im Haushaltsbericht beschriebenen Aktivi-
tätsausmass entspricht. Unter diesen Umständen kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt 

 
 
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werden, wenn sie geltend macht, tagsüber sehr viel zu schlafen, so dass sich ihr Ehemann um 
sämtliche Reinigungsabreiten kümmern müsse. Der Einwand, der Ehemann könne im Haushalt 
nicht mithelfen, weil er selbst gesundheitliche Probleme habe, ist ohnehin nicht stichhaltig. Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf bei einem pensionierten Ehemann davon ausgegan-
gen werden, dass die Eheleute den Haushalt gemeinsam führen und die Versicherte daher nur 
anteilmässig damit belastet wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. September 2012, 
8C_229/2012, E. 9.1). Die im Haushaltsbericht berücksichtigte Zumutbarkeit der Mithilfe des 
Ehemannes ist damit nicht zu beanstanden. Insgesamt kann deshalb festgehalten werden, dass 
auf den Haushaltsbericht, welcher eine Beeinträchtigung von 13,9 % vorsieht, abzustellen ist. 
 
10. In Anwendung der bis 31. Dezember 2017 gültig gewesenen gemischten Methode der 
Invaliditätsbemessung ergibt sich somit gewichtet nach der zeitlichen Beanspruchung in den 
jeweiligen Bereichen (Erwerb 70 %, Haushalt 30 %) eine Einschränkung im Erwerbsbereich von 
30 % (42.86 % x 0.7) und eine solche im Haushaltsbereich von 4.17 % (13.9 % x 0.3). Gesamt-
haft resultiert daraus ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 34 %. 
 
11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in de-
nen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist und bei denen eine Urteilsbera-
tung ohne vorgängige Parteiverhandlung erfolgt, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Be-
rücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens seit 1. Juli 2016 einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist im Ergebnis die Beschwerdeführerin 
unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 800.-- ihr aufzuerlegen 
sind. Sie werden mit dem bereits geleisteten Vorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 
 
11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.