# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef803024-a907-5b3b-adec-e8e1fd081f1a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 25.02.2015 VO150033
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VO150033_2015-02-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Präsident    
 

 

Geschäfts-Nr.: VO150033-O/U 

 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef sowie  

die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu 

 

 

Urteil vom 25. Februar 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

 

Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

 

 

 
betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Ausgangslage 

1.1. Mit Eingabe vom 21. Februar 2015 liess A._____ (nachfolgend: Gesuchstel-

lerin) durch ihre Rechtsvertreterin beim Präsidenten des Obergerichts des 

Kantons Zürich ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltli-

che Rechtsverbeiständung für ein beim Friedensrichteramt Kloten anhängig 

gemachtes Schlichtungsverfahren stellen. Das Schlichtungsverfahren betrifft 

eine Klage der Gesuchstellerin gegen B._____ betreffend Auflösung einfa-

che Gesellschaft (Konkubinat; act. 1, act. 4/2). Zudem ersuchte die Gesuch-

stellerin um Bestellung von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als vorpro-

zessuale Rechtsbeiständin. 

1.2. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine Partei-

entschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die Partei-

entschädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist 

daher gemäss Art. 119 Abs. 3 ZPO e contrario nicht zwingend anzuhören. 

2. Beurteilung des Gesuchs 

2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor Ein-

reichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der Obergerichtsprä-

sident im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) zuständig. Die un-

entgeltliche Rechtspflege ist gemäss Art. 119 Abs. 5 ZPO vor jeder Instanz 

neu zu beantragen, weshalb der Obergerichtspräsident diese bei Vorliegen 

der Anspruchsvoraussetzungen nur bis zum Abschluss des Schlichtungsver-

fahrens bewilligen kann. 

2.2. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie einer-

seits nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" oder 

"Bedürftigkeit") und andererseits ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos er-

scheint (Art. 117 ZPO). Ein Anspruch auf die gerichtliche Bestellung eines 

- 3 - 

unentgeltlichen Rechtsbeistandes setzt sodann zusätzlich voraus, dass dies 

zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). 

Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des not-

wendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das mass-

gebliche Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Über-

schuss resultiert, welcher es der gesuchstellenden Person nicht erlauben 

würde, die Prozesskosten innert nützlicher Frist zu bezahlen. Nebst dem 

Einkommen ist auch das Vermögen zur Bestreitung des Prozessaufwands 

einzusetzen. Zu berücksichtigen ist vorhandenes Vermögen jeglicher Art, 

soweit es effektiv verfügbar, realisierbar und sein Verbrauch zumutbar ist. 

Als Lebensaufwandkosten sind grundsätzlich zu berücksichtigen der Grund-

betrag, rechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge, Wohnkosten, obligatori-

sche Versicherungen, Transportkosten zum Arbeitsplatz, Steuern sowie 

Verpflichtungen gegenüber Dritten, wenn sie tatsächlich erfüllt werden (Em-

mel in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 117 

N 9). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der 

Gesuchstellung (Emmel, a.a.O., Art. 117 N 4). 

2.3. Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit bei Gesuchen um unentgeltliche 

Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren sind sehr strenge Massstäbe 

anzulegen: Einerseits sind die in einem Schlichtungsverfahren entstehenden 

Kosten – anders als vor einer Gerichtsinstanz – sehr beschränkt und können 

deshalb bereits bei einem relativ geringen Überschuss des Einkommens und 

Vermögens über den zivilprozessualen Notbedarf bestritten werden. Ande-

rerseits braucht es ganz besondere Umstände, damit die Bestellung eines 

Rechtsbeistandes im Schlichtungsverfahren gemäss Art. 118 Abs. 1 lit. c 

ZPO als notwendig erscheint. 

2.4. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur Beur-

teilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

umfassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen 

Verhältnisse eine umfassende Mitwirkungspflicht. Kommt sie dieser Mitwir-

- 4 - 

kungspflicht nicht oder nur ungenügend nach und kann als Folge davon ihre 

Bedürftigkeit nicht hinreichend beurteilt werden, ist der Anspruch um unent-

geltliche Rechtspflege zu verweigern (BGE 120 Ia 179). 

2.5. Zu ihren finanziellen Verhältnissen lässt die Gesuchstellerin ausführen, sie 

generiere zurzeit kein Erwerbseinkommen und erhalte lediglich die Kinder-

zulagen von Fr. 400.- pro Monat (act. 1, act. 4/4 S. 2). Als Beleg reichte sie 

eine aktuelle Abrechnung der SVA Zürich, Ausgleichskasse, ins Recht 

(act. 4/7). Da die Kinderzulagen jedoch für die Kinder bestimmt sind, können 

sie der Gesuchstellerin nicht als Einkommen angerechnet werden (BK ZPO-

Bühler, Art. 117 N 57).  

 Gemäss den eingereichten Kontoauszügen der Zürcher Kantonalbank ver-

fügte die Gesuchstellerin per 31. Dezember 2014 über keine Vermögens-

werte (act. 4/12).  

 Hinsichtlich der notwendigen Lebenshaltungskosten sind die Kinder der Ge-

suchstellerin infolge der fehlenden Unterhaltszahlungen (act. 4/5 und 

act. 4/3/4-5) in ihrer Bedarfsrechnung zu berücksichtigen (BK ZPO-Bühler, 

Art. 117 N 60 und 150). Die notwendigen Lebenshaltungskosten für sich und 

die minderjährigen Kinder lässt die Gesuchstellerin wie folgt beziffern und 

belegen: Krankenkassenprämien Gesuchstellerin Fr. 271.20 pro Monat 

(act. 4/9), Krankenkassenprämien Kinder Fr. 80.- pro Monat (act. 4/9), Haus-

rat-/Haftpflichtversicherung Fr. 30.20 pro Monat (act. 4/10) sowie Steuern 

Fr. 2.- pro Monat (act. 4/6). Bei diesen finanziellen Verhältnissen ist die Mit-

tellosigkeit der Gesuchstellerin ausgewiesen. 

2.6. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite Vorausset-

zung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist eine gewisse Pro-

zessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung 

abzustellen ist. Als aussichtslos sind dabei nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaus-

sichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb 

kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (vgl. z.B. BGE 69 I 160). Zur 

- 5 - 

Vornahme der Prüfung ist auf die vorhandenen Akten abzustellen (vgl. auch 

BSK ZPO-Rüegg, Art. 117 N 20). 

2.7. Die rechtshängig gemachte Klage gegen B._____ auf Auflösung des Kon-

kubinats und der Klärung der damit zusammenhängenden weiteren Punkte 

kann aus heutiger Perspektive nicht als aussichtslos bezeichnet werden, da 

ein Konkubinat jederzeit aufgelöst werden kann (Hausheer/Geiser/Aebi-

Müller, Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 

5. Auflage, Bern 2014, Rz 03.04 und Rz 03.39). Folglich kann dem Antrag 

der Gesuchstellerin entsprochen werden und ist ihr für das Schlichtungsver-

fahren vor dem Friedensrichteramt Kloten betreffend oberwähnte Klage die 

unentgeltliche Rechtspflege zu erteilen. 

2.8. Die Gesuchstellerin lässt sodann die Bestellung einer unentgeltlichen 

Rechtsbeiständin beantragen (act. 1).  

 Damit die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im 

Schlichtungsverfahren als notwendig erscheint, bedarf es ganz besonderer 

Umstände. Eine Partei hat Anspruch auf die gerichtliche Bestellung eines 

Rechtsbeistandes, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betrof-

fen sind und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten 

bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen (Emmel, 

a.a.O., Art. 118 N 5). Nebst der Komplexität der Rechtsfragen und der Un-

übersichtlichkeit des Sachverhaltes sind auch in der Person des Betroffenen 

liegende Gründe zu berücksichtigen, so das Alter, die soziale Situation, 

Sprachkenntnisse sowie allgemein die Fähigkeit, sich im Verfahren zurecht 

zu finden (Entscheid des Bundesgerichts 1C_339/2008 vom 24. September 

2008 E. 2.2.). 

2.9. Die Notwendigkeit der Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeistän-

dung ist vorliegend zu bejahen, zumal die Interessen der Gesuchstellerin mit 

der vorliegenden Klage in schwerwiegender Weise betroffen sind, geht es 

doch um die Auflösung des Konkubinats und damit zusammenhängend um 

die Zuteilung der Mietwohnung und der Begleichung der angefallenen 

- 6 - 

Schulden (vgl. act. 4/2). Damit ist von der Notwendigkeit einer unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung auszugehen, weshalb der Gesuchstellerin für 

das Schlichtungsverfahren vor dem Friedensrichteramt Kloten in der Person 

von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu 

bestellen ist. 

2.10. Die Gesuchstellerin ersucht schliesslich um Bestellung einer unentgeltlichen 

Rechtsvertretung für die Prozessvorbereitung. Eine solche rechtfertigt sich 

ebenfalls nur bei Vorliegen ganz besonderer Umstände und ist nur für Aus-

nahmen konzipiert (vgl. Art. 106 Abs. 3 VE-ZPO). Sie soll der bedürftigen 

Partei in erster Linie ermöglichen, die Erfolgsaussichten einer ins Auge ge-

fassten Klage durch eine rechtskundige Person prüfen zu lassen und die 

dazu vor Klageanhebung nötigen Abklärungen in tatsächlicher und (bei 

schwierigen Rechtsfragen, ausländischem Recht etc.) rechtlicher Hinsicht zu 

treffen. Eine vorprozessuale unentgeltliche Rechtsbeiständin wird ab der 

Gesuchseinreichung bis zur Rechtshängigkeit bestellt (vgl. DIKE Kommentar 

ZPO, Huber, Art. 118 N 14; BK ZPO-Bühler, Art. 118 N 98). 

2.11. Das Schlichtungsbegehren an das Friedensrichteramt Kloten datiert vom 

16. Februar 2015 (act. 4/2). Mit dessen Einreichung wurde die Klage rechts-

hängig gemacht (Art. 62 Abs. 1 ZPO). Die vorprozessuale unentgeltliche 

Rechtsvertretung könnte damit nur noch rückwirkend erteilt werden. Eine 

rückwirkende Gewährung erfolgt jedoch nur in Ausnahmefällen (Art. 119 

Abs. 4 ZPO). Dies ist namentlich der Fall bei zeitlicher Dringlichkeit oder 

dann, wenn die nicht anwaltlich vertretene gesuchstellende Person ihren 

Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nicht kannte, weil sie seitens des 

Gerichts über ihren Anspruch nicht aufgeklärt wurde (BGE 122 I 203 E. 2 d 

f.; BSK ZPO-Rüegg, Art. 118 N 5 und Art. 119 N 5; Emmel, a.a.O., Art. 119 

N 4; siehe zum alten Recht auch Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur 

zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 1997, § 90 N 2). Dies 

ist vorliegend nicht der Fall. Es ist nicht ersichtlich, warum es der anwaltlich 

vertretenen Gesuchstellerin nicht möglich bzw. unzumutbar gewesen wäre, 

das Gesuch beim Obergerichtspräsidenten zu einem früheren Zeitpunkt ein-

- 7 - 

zureichen. Die Gesuchstellerin unterlässt es denn auch darzulegen, weshalb 

ihr die unentgeltliche Rechtspflege rückwirkend gewährt werden soll, na-

mentlich, weshalb ein Ausnahmefall vorliege. Folglich kann dem Antrag auf 

(rückwirkende) vorprozessuale Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsbei-

ständin nicht entsprochen werden und ist dieser abzuweisen. 

3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege 

Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO werden die Kosten der 

unentgeltlichen Rechtspflege vom "Kanton" getragen bzw. wird der unent-

geltliche Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und 

Art. 122 ZPO). Der ständigen Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung folgend sowie entsprechend der 

bisherigen zürcherischen Praxis sind die Kosten der unentgeltlichen Rechts-

pflege für das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde von der zuständigen 

Gemeinde zu tragen, vorliegend somit von der Stadt Kloten. Zu beachten ist 

indes, dass die Kosten des Schlichtungsverfahrens gemäss Art. 207 Abs. 2 

ZPO bei der Einreichung der Klage zur Hauptsache geschlagen werden und 

das erkennende Gericht somit in der Folge über diese zusammen mit den 

übrigen Prozesskosten gemäss Art. 104 ff. ZPO zu entscheiden hat. Die 

Kostenauflage an die Gemeinde erfolgt deshalb unter diesem Vorbehalt.  

4. Kosten und Rechtsmittel 

4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts-

pflege kostenlos. 

4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder 

entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Be-

schwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorlie-

gend der Obergerichtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran 

nichts zu ändern. Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen 

erstinstanzlichen Entscheid i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als 

- 8 - 

obere kantonale Instanz, gegen deren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel 

ans Bundesgericht gegeben wäre. 

4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren nicht 

über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgelt-

liche Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, 

sofern ihr ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Gesuchstellerin wird für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedens-

richteramt Kloten betreffend Klage auf Auflösung der einfachen Gesellschaft 

(Konkubinat) gegen B._____ die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. 

2. Der Gesuchstellerin wird für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedens-

richteramt Kloten betreffend Klage auf Auflösung der einfachen Gesellschaft 

(Konkubinat) gegen B._____ in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. 

X._____, … Anwaltsbüro, … [Adresse], eine unentgeltliche Rechtsbeiständin 

i.S.v. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO bestellt. 

3. Das Gesuch um Bestellung einer vorprozessualen unentgeltlichen Rechts-

verbeiständung wird abgewiesen.  

4. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens 

trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO die Stadt Kloten.  

5. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 

6. Schriftliche Mitteilung an: 

- die Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin, zweifach, für sich und zu-
handen der Gesuchstellerin, gegen Empfangsschein, 

- das Friedensrichteramt Kloten, gegen Empfangsschein, 

- 9 - 

- an die Gegenpartei in der Hauptsache, B._____, … [Adresse], gegen 
Empfangsschein. 

 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der 

Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-

richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge-

reicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu 

begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). 

Zürich, 25. Februar 2015 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Die Gerichtsschreiberin: 
 

 

 

lic. iur. A. Leu 

 

 
versandt am: 

	Urteil vom 25. Februar 2015
	
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage
	1.2. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine Parteientschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die Parteientschädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist daher gemäss Art. 119 Abs. 3...
	2. Beurteilung des Gesuchs
	2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor Einreichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der Obergerichtspräsident im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) zuständig. Die unentgeltliche Rechtspflege ist ge...
	Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des notwendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das massgebliche Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Überschuss resultiert, welcher es der g...
	2.3. Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit bei Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren sind sehr strenge Massstäbe anzulegen: Einerseits sind die in einem Schlichtungsverfahren entstehenden Kosten – anders als vor einer G...
	2.4. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur Beurteilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen Verhältnisse eine umfassende ...
	2.6. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite Voraussetzung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist eine gewisse Prozessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen ist. Als aussichts...
	Damit die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Schlichtungsverfahren als notwendig erscheint, bedarf es ganz besonderer Umstände. Eine Partei hat Anspruch auf die gerichtliche Bestellung eines Rechtsbeistandes, wenn ihre Interesse...
	2.9. Die Notwendigkeit der Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist vorliegend zu bejahen, zumal die Interessen der Gesuchstellerin mit der vorliegenden Klage in schwerwiegender Weise betroffen sind, geht es doch um die Auflösung des ...
	2.10. Die Gesuchstellerin ersucht schliesslich um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung für die Prozessvorbereitung. Eine solche rechtfertigt sich ebenfalls nur bei Vorliegen ganz besonderer Umstände und ist nur für Ausnahmen konzipiert (v...
	2.11. Das Schlichtungsbegehren an das Friedensrichteramt Kloten datiert vom 16. Februar 2015 (act. 4/2). Mit dessen Einreichung wurde die Klage rechtshängig gemacht (Art. 62 Abs. 1 ZPO). Die vorprozessuale unentgeltliche Rechtsvertretung könnte damit ...

	3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege
	Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO werden die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege vom "Kanton" getragen bzw. wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 ZPO). Der ständigen Praxis des Ob...

	4. Kosten und Rechtsmittel
	4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege kostenlos.
	4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Obergerichtspräsident über das G...
	4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren nicht über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgeltliche Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, sofern ihr ein nicht...

	Es wird erkannt:
	1. Der Gesuchstellerin wird für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedensrichteramt Kloten betreffend Klage auf Auflösung der einfachen Gesellschaft (Konkubinat) gegen B._____ die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.
	2. Der Gesuchstellerin wird für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedensrichteramt Kloten betreffend Klage auf Auflösung der einfachen Gesellschaft (Konkubinat) gegen B._____ in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____, … Anwaltsbüro, … [Adre...
	3. Das Gesuch um Bestellung einer vorprozessualen unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.
	4. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO die Stadt Kloten.
	5. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos.
	6. Schriftliche Mitteilung an:
	- die Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin, zweifach, für sich und zuhanden der Gesuchstellerin, gegen Empfangsschein,
	- das Friedensrichteramt Kloten, gegen Empfangsschein,
	- an die Gegenpartei in der Hauptsache, B._____, … [Adresse], gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, eingereicht werden. In der Beschwerdeschr...
	Zürich, 25. Februar 2015