# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b730029-c642-5156-aad5-3be9440fda28
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.07.2018 UV 2016/57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-57_2018-07-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/57

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 12.07.2018

Entscheiddatum: 12.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2018
Art. 6 UVG: Dahinfallen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bzw. 
Verneinung überwiegend wahrscheinlicher Unfallfolgen spätestens per 
Leistungseinstellungsdatum mangels Nachweis eines Unfallgeschehens, das 
die beklagten Läsionen zu erklären vermöchte (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2018, UV 
2016/57).

Entscheid vom 12. Juli 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/57          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rolf Dätwyler, Bahnhofplatz 7, Postfach 1701, 

8401 Winterthur,

gegen

Branchen Versicherung Schweiz, Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli,

Stationsstrasse 66a, 8907 Wettswil, 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der B.___ AG als Betriebsmitarbeiterin 

tätig und dadurch bei der Branchen Versicherung Schweiz gegen die Folgen von 

Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 30. April 

2012 liess sie dieser durch die Arbeitgeberin melden, dass am 28. April 2012 ein 

Mitarbeiter mit einem Stapel Gebinde (gefüllt mit Eis) nicht mehr habe stoppen können 

und die Versicherte getroffen habe. Dabei habe sie sich die rechte Schulter geprellt 

(UV-act. A1). Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, Physikalische Medizin und Rehabilitation, notierte mit Arztzeugnis 

UVG vom 3. Mai 2012 eine Erstbehandlung am 30. April 2012. Gemäss Angaben der 

Versicherten sei diese von einem Stapel von hinten im Bereich der BWS und der 

rechten Schulter gerammt worden. Dr. C.___ diagnostizierte eine Kontusion BWS/LWS 

und Scapula, eine mehrsegmentale Df BWS, eine myofasciale Ausbreitung bis zum 

Beckenring sowie eine beginnende Tendovaginitis Flexorsehnen II-V rechts und 

attestierte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% seit 30. April 2012 (UV-

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act. M4). In der Folge bescheinigte Dr. C.___ der Versicherten eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (lediglich 50% vom 7. bis 11. Juni 2012) bis Juli 2012 (UV-act. M5 

ff.). Das Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, wo die Versicherte seit 17. Juli 2012 in 

Behandlung stand (UV-act. M16), bescheinigte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis 

23. August 2012 (UV-act. M10).

A.b  Am 12. Juli 2012 hatte die Branchen Versicherung Schweiz Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, mit einer vertrauensärztlichen Untersuchung betraut (UV-

act. A3 ff.). Diese wurde am 25. Juli 2012 durchgeführt (UV-act. M11-1). Anlässlich der 

Untersuchung führte die Versicherte aus, dass sie bereits eine Woche vor dem Unfall 

einen Schulterschmerz rechts verspürt habe. Sie habe keinen Sturz gehabt und es sei 

kein besonderes Ereignis eingetreten. Sie habe sich lediglich an einer Maschine halten 

können (UV-act. M11-5). Zusammengefasst kam Dr. D.___ mit Bericht vom 13. August 

2012 zum Schluss, dass das Unfallereignis für die momentanen Beschwerden nicht 

ursächlich sei und ein Status quo sine nach einer Woche erreicht worden sein dürfte. 

Die Versicherte sei in angestammter und adaptierten Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig 

(UV-act. M11-11 f.).

A.c  Bei Verdacht auf eine Bizepstendinopathie rechts wurde am 31. August 2012 

durch das KSSG die Indikation für eine Schulterarthroskopie rechts zur weiteren 

Diagnostik gestellt (UV-act. M18). Der Eingriff fand am 1. Oktober 2012 statt. Bei 

Nachweis einer SLAP II Läsion zentral wurde eine Refixation (SLAP Repair) 

durchgeführt. Im Operationsbericht wurde unter dem Abschnitt „Indikation“ ausgeführt, 

dass die Versicherte im April 2012 eine schwere Kiste von einem Regal habe 

herunterholen wollen, wobei diese runter gefallen und es zu einem starken Reissen im 

Arm gekommen sei (UV-act. M20). Das KSSG attestierte der Versicherten vorerst eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis Mitte Januar 2013 (UV-act. M25), verlängerte diese mit 

Bericht vom 14. Januar 2013 bis 11. Februar 2013, bei anschliessendem 

Arbeitsversuch zu 50% als Coiffeuse (UV-act. M28).

A.d  Am 6. Dezember 2012 war die Versicherte erneut von Dr. D.___ untersucht 

worden. Mit Bericht vom 7. Dezember 2012 hatte dieser festgehalten, dass aufgrund 

der intraoperativ festgestellten Problematik ein Kausalzusammenhang möglich sei. Eine 

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Einschätzung bezüglich Status quo sine/ante könne bei noch postoperativem Verlauf 

nicht abgegeben werden (UV-act. M27).

A.e  Am 4. Juli 2013 wurde die Versicherte, wiederum veranlasst durch die Branchen 

Versicherung Schweiz, von Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, 

vertrauensärztlich begutachtet. Mit Bericht vom 8. Juli 2013 zog dieser bei Status nach 

Schulterarthroskopie und SLAP Repair rechts vom 1. Oktober 2012 sowie 

Restbeschwerden am Oberarm rechts den Schluss, dass die aktuell noch vorhandenen 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf den Unfall vom 28. April 2012 zurückzuführen 

seien. Eine SLAP II Läsion sei eine UVG-relevante Verletzung (UV-act. M32).

A.f  Bei persistierenden Beschwerden fanden weiterhin regelmässige ambulante 

Untersuchungen und Kontrollen im KSSG statt (UV-act. M37, 39, 41, 45) und der 

Versicherten wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bescheinigt (UV-act. M36, 38, 40).

A.g  Am 25. August 2014 wurde die Versicherte bei Restbeschwerden Schulter rechts 

mit Bizepstendinopathie bei instabilem Bizepsanker sowie subacromialem 

Impingement rechts erneut im KSSG operiert (Schulterarthroskopie, Bizepstenodese, 

subacromiales Débridement rechts; UV-act. M47). Postoperativ bescheinigte das 

KSSG Arbeitsunfähigkeiten von 100% bis 10. Februar 2015, 70% ab 11. Februar 2015, 

50% ab 25. Mai 2015 und 40% ab 1. Juli 2015 (UV-act. M53, 58).

A.h  Bei protrahiertem Verlauf (vgl. dazu den Bericht von Dr. C.___ vom 20. Oktober 

2015: UV-act. M59) und weiterhin attestierter Arbeitsunfähigkeit von 40% (UV-act. 

M65) betraute die Branchen Versicherung Schweiz am 17. Dezember 2015 das 

Medizinische Zentrum Römerhof (MZR), Zürich, mit einer polydisziplinären 

Begutachtung der Versicherten (UV-act. A109). Angesichts der bevorstehenden 

orthopädischen Begutachtung wurde am 5. Februar 2016 eine MRT Arthrographie des 

rechten Schultergelenks durchgeführt (UV-act. M62-3), welche eine ca. 1 cm grosse 

Intervall Läsion in der Bursa subdeltoidea ventral zum Vorschein brachte (UV-act. M60). 

Die Untersuchungen im MZR wurden am 1. (chirurgisch-internistisch), 9. (orthopädisch) 

und 23. (psychiatrisch) Februar 2016 durchgeführt (UV-act. M62-1). Zusammengefasst 

kamen die Gutachter zum Schluss, dass der Unfallmechanismus vom 28. April 2012 

nicht geeignet gewesen sei, die SLAP II Läsion zu verursachen. Durch den Anprall der 

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Boxen an die Schulter sei es überwiegend wahrscheinlich zu einer Schulterkontusion 

gekommen, die in der Regel innert vier Wochen abheile. Aufgrund der überwiegend 

wahrscheinlich vorbestehenden SLAP Läsion und der dadurch leicht verzögerten 

Abheilung dürfte der Status quo sine spätestens Ende Juli 2012 erreicht worden sein. 

Das in den Akten und teilweise anlässlich der Begutachtung geschilderte Auffangen 

einer Kiste vor dem Unfall vom 28. April 2012 sei „als Unfallmechanismus für die 

Verletzung der rechten Schulter überwiegend wahrscheinlich, sowohl für die SLAP 

Läsion als auch für die Intervall Läsion“ (UV-act. M62-61 f.).

A.i   Mit Verfügung vom 25. Mai 2016 stellte die Branchen Versicherung Schweiz ihre 

Leistungen gestützt auf einen Status quo sine/ante drei Monate nach dem Ereignis vom 

28. April 2012 rückwirkend per Ende Juli 2012 ein. Auf eine Rückforderung bereits 

erbrachter Leistungen bis Ende April 2016 (vgl. act. G 4 S. 4) wurde verzichtet. Das 

geltend gemachte Unfallereignis von Mitte April 2012 wurde als nicht rechtsgenüglich 

erstellt erachtet (UV-act. A124).

B.   

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingaben vom 20. und 24. Juni 2016 

Einsprache mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und es seien die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten (u.a. Übernahme der 

Heilungskosten, Taggelder, Rente, Integritätsentschädigung; UV-act. A128, A133). Mit 

Entscheid vom 28. Juni 2016 wies die Branchen Versicherung Schweiz die Einsprache 

ab (UV-act. A134).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) am 30. August 2016 durch ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt R. 

Dätwyler, Winterthur, Beschwerde erheben mit folgenden Rechtsbegehren: 1. Der 

Einspracheentscheid der Branchen Versicherung Schweiz (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 28. Juni 2016 bzw. die Verfügung vom 25. Mai 2016 seien 

aufzuheben und über die Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen sei neu 

zu verfügen; 2. Der Beschwerdeführerin sei eine Invalidenrente zu mindestens 40% 

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zuzusprechen; 3. Der Beschwerdeführerin seien die Heilbehandlungskosten gemäss 

Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG weiterhin auszurichten; 4. Der Beschwerdeführerin sei eine 

angemessene Integritätsentschädigung auszurichten; 5. Der Beschwerdeführerin seien 

mindestens bis zum rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens weiterhin 

ein Unfalltaggeld sowie die Heilungskosten auszurichten; 6. Eventualiter sei eine 

erneute Begutachtung unter Beizug eines Dolmetschers durchzuführen und über die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen sei nachfolgend neu zu verfügen; Unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 28. September 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt A. Friedli, Wettswil, die Abweisung 

der Beschwerde (act. G 4).

C.c Mit Replik vom 17. November 2016 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

Ziff. 1, 5 und 6 unverändert festhalten. Im Umfang der Ziff. 2, 3 und 4 werde die 

Beschwerde zurückgezogen. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche 

Prozessführung im Sinne eines unentgeltlichen Rechtsbeistands zu bewilligen (act. G 

6).

C.d Am 4. Januar 2017 bewilligte das Gericht die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

durch Rechtsanwalt R. Dätwyler für das Verfahren vor dem Versicherungsgericht, in 

zeitlicher Hinsicht beschränkt auf die Ausarbeitung der Replik sowie allfällige weitere 

zukünftige anwaltliche Bemühungen (act. G 7).

 

C.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 9).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

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Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Ereignisse aus dem Jahr 2012 zur 

Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

2.   

Die Beschwerdegegnerin hat für die von der Beschwerdeführerin geklagten Schulter- 

und Armbeschwerden rechts bis Ende April 2016 Leistungen (Heilbehandlung und 

Taggeld) erbracht. Strittig und zu prüfen ist, ob sie ihre Leistungspflicht über dieses 

Datum hinaus zu Recht unter Hinweis auf die fehlende Unfallkausalität der noch 

geltend gemachten Gesundheitsstörungen verneinte. Renten- und/oder 

Integritätsentschädigungsansprüche sowie Heilbehandlungsleistungen nach Art. 21 

UVG stehen nicht zur Beurteilung. Darüber hat die Beschwerdegegnerin noch nicht 

verfügt, sodass es an einem Anfechtungsgegenstand fehlt. Entsprechend hat die 

Beschwerdeführerin in der Replik vom 17. November 2016 die Anträge in diesen 

Punkten zurückgezogen (act. G 6).

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der 

Unfallversicherer sodann bei Vorliegen eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen sowie adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit 

Hinweisen). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

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adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

3.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).

3.3  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Der 

Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen 

zu ermitteln bzw. die notwendigen Beweise zu erheben. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken (BGE 125 V 

195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Sie 

muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 

50; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt 

zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein 

wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann. Wird also auf dem Weg der 

Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 

Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2) – so hat dieses als 

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unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person auswirkt, die 

Anspruch auf Versicherungsleistungen erhebt (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; 

RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4, 29 f.; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. Bern 2014, § 70 N. 56 f.).

4.   

Streitig ist vorab, ob vor dem Berufsunfall vom 28. April 2012 ein weiteres 

Berufsunfallereignis im April 2012 rechtsgenüglich erstellt ist.

4.1  Die Beschwerdeführerin lässt dazu in der Beschwerde ausführen, dass sie bereits 

anlässlich der ersten Untersuchung durch Dr. D.___ am 25. Juli 2012 ausgeführt habe, 

dass sie wenige Tage vor dem gemeldeten Unfallereignis bei einem Zwischenfall mit 

einer Kiste einen Schmerz in der rechten Schulter verspürt habe. Der genaue Wortlaut 

dieser Meldung sei von Dr. D.___ nicht festgehalten worden. Dieses Ereignis mit der 

Kiste Mitte April 2012 sei jedoch ohne weitere Auswirkungen geblieben und daher von 

der Beschwerdeführerin zunächst nicht als Unfallereignis wahrgenommen worden. 

Auch habe sie deswegen keinen Arzt aufgesucht. Somit sei es nachvollziehbar, dass 

die Beschwerdeführerin das Ereignis mit der Kiste Mitte April 2012 in der ersten 

Besprechung mit Dr. C.___ nicht erwähnt habe, zumal sich der Vorfall vom 28. April 

2012 (Stoss mit eisgefülltem Gebinde) zeitlich direkt vor der Besprechung ereignet 

habe und für die Beschwerdeführerin klar als Unfallereignis gegolten habe. Sie sei 

davon ausgegangen, dass der Zusammenstoss vom 28. April 2012 die Ursache für die 

Beschwerden gewesen sei. Trotzdem habe das Ereignis mit der Kiste Mitte April 2012 

in die Begutachtung von Dr. D.___ Eingang gefunden. Nicht dokumentiert sei, ob das 

Ereignis erstmals aufgrund spezifischer Fragen von Dr. D.___ von der 

Beschwerdeführerin erwähnt worden sei. Insgesamt könne der Zusammenprall vom 28. 

April 2012 im Zusammenhang mit dem Ereignis mit der Kiste Mitte April 2012 als 

rechtsgenüglich erstellt erachtet werden.

4.2  Wie unter E. 3.3 ausgeführt, muss die Beschwerdeführerin die Umstände des 

geltend gemachten Unfalls, der sich vor dem gemeldeten Unfallereignis vom 28. April 

2012 ereignet haben soll, glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung eines Unfalls 

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genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein 

Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen 

wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht 

werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die 

Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. 

Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis 

nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29).

4.3  Bezüglich eines Ereignisses vor dem Unfall vom 28. April 2012, bei welchem 

ebenfalls die rechte Schulter bzw. der rechte Arm betroffen gewesen sein soll, sind 

unterschiedliche Versionen aktenkundig. Erstmals im Bericht von Dr. med. F.___, FMH 

Radiologie, vom 18. Juni 2012 wird erwähnt, dass die Beschwerdeführerin eine Woche 

vor dem Unfallereignis vom 28. April 2012 versucht habe, eine 50 Kilogramm schwere 

Kiste im Fall abzubremsen (UV-act. M19). Mit Bericht des KSSG vom 18. Juli 2012 wird 

ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin Mitte April 2012 eine schwere Kiste von 

einem Regal habe herunterholen wollen. Dabei sei ihr diese heruntergefallen und es sei 

zu einem starken Zug am rechten Arm gekommen. Ca. zwei Wochen später sei sie von 

hinten von einem beladenen Wagen angefahren worden (UV-act. M16). Anlässlich der 

Untersuchung durch Dr. D.___ vom 25. Juli 2012 gab die Beschwerdeführerin lediglich 

an, dass sie bereits eine Woche vor dem Unfall einen Schulterschmerz rechts verspürt 

habe. Sie habe keinen Sturz gehabt und es sei kein besonderes Ereignis eingetreten, 

sie habe sich lediglich an einer Maschine halten können (UV-act. M11-5). An der 

Untersuchung durch Dr. E.___ vom 4. Juli 2013 findet das geltend gemachte Ereignis 

vor dem 28. April 2012 keine Erwähnung (UV-act. M32). Anlässlich der psychiatrischen 

Untersuchung durch das MZR vom 23. Februar 2016 führte die Beschwerdeführerin 

aus, dass es in der gleichen Woche (des Unfallereignisses vom 28. April 2012) schon 

zu einem anderen Zwischenfall gekommen sei. Sie habe eine Kiste nach oben in ein 

Regal heben wollen, jedoch beim Heben gemerkt, dass diese zu schwer sei. Eine 

Kollegin sei ihr dann zur Hilfe geeilt (UV-act. M62-42 f.). In der Einsprache vom 20. Juni 

2016 führte die Beschwerdeführerin aus, dass sie nach dem Versuch, die 

herunterfallende Kiste aufzufangen – wobei sich dies ein bis zwei Tage vor dem 

gemeldeten Unfall vom 28. April 2012 ereignet habe – trotz Schmerzen weiter 

gearbeitet habe. Nach dem Unfall vom 28. April 2012 seien die Schulterschmerzen 

noch stärker geworden, so dass sie gar nicht mehr habe weiterarbeiten können (UV-

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act. A128). In der Beschwerde vom 30. August 2016 wird mehrfach pauschal von 

einem Zwischenfall mit einer Kiste Mitte April 2016 gesprochen (act. G1). Es werden 

aber keine präzisen Ausführungen dazu gemacht und keine Zeugen benannt.

4.4  Gestützt auf das Gesagte lässt sich den Akten zum einen nicht entnehmen, wann 

sich der geltend gemachte Zwischenfall mit der Kiste (angegeben ist eine Zeitspanne 

von Mitte April bis ein Tag vor dem 28. April 2012) ereignet haben soll und wie genau 

sich der Zwischenfall abgespielt haben soll. Während die Beschwerdeführerin bei Dr. 

D.___ lediglich einen vorbestehenden Schulterschmerz ohne besonderes Ereignis 

angibt (wobei nicht ersichtlich ist bzw. seitens der Beschwerdeführerin nicht erläutert 

wird, inwieweit das Niedergeschriebene nicht dem tatsächlich Ausgeführten 

entsprechen soll), ist auch von einer 50 Kilogramm schweren Kiste, welche sie einmal 

herunterholen, einmal ins Regal heben wollte, die Rede. In dem Sinne erweisen sich die 

Ausführungen zu einem Ereignis vor dem 28. April 2012 in zeitlicher Hinsicht als 

ungenau und in tatbeständlicher Hinsicht als widersprüchlich. Zwar mag noch 

einleuchten, dass ein versicherungsmedizinischer Laie beim geltend gemachten 

zeitlichen Ablauf (vgl. vorstehende E. 4.1) anlässlich der Erstbehandlung ein weiteres 

Ereignis nicht angibt; nicht nachvollziehbar ist aber, dass auch in der Folge keine 

präzisen und konsistenten Angaben gemacht wurden, handelte es sich doch beim 

Ereignis mit der Kiste gemäss eigenen Angaben um ein nicht alltägliches Geschehen 

mit Schmerzfolge, dessen Hergang – objektiv betrachtet – im Gedächtnis bleibt. Die 

geltend gemachten mangelnden Deutschkenntnisse vermögen an diesem Ergebnis 

nichts zu ändern. Sämtliche Untersuchungen inkl. Anamneseerhebungen konnten 

offensichtlich problemlos durchgeführt bzw. aufgenommen werden. Aber auch bei 

sprachlichen Problemen wäre zumindest zu erwarten gewesen, dass die 

Beschwerdeführerin vorgenannte Punkte übereinstimmend wiedergeben kann. Von 

weiteren Sachverhaltsabklärungen sind keine besseren Erkenntnisse zu erwarten. 

Insbesondere wurden keine Zeugen benannt, obwohl gemäss einer der vorstehend 

wiedergegebenen Schilderungen der Beschwerdeführerin ihr beim Ereignis vor dem 28. 

April 2012 eine Arbeitskollegin zu Hilfe gekommen sei (vgl. UV-act. M62-42 f.). 

Zusammengefasst lässt sich aufgrund des Gesagten kein wahrscheinlicher Sachverhalt 

in Bezug auf ein allfälliges Unfallereignis vor dem 28. April 2012 erstellen. Die Folgen 

dieser Beweislosigkeit hat die Beschwerdeführerin zu tragen (vgl. vorstehende E. 3.3).

5.   

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5.1  Unbestritten ist, dass sich am 28. April 2012 ein Unfall im Sinne des Gesetzes 

ereignet hat, wobei die Beschwerdeführerin von einem Stapel von hinten im Bereich 

der BWS und der rechten Schulter getroffen worden ist. Folge davon waren zumindest 

Kontusionen an der Wirbelsäule sowie an der rechten Schulter (vgl. vorstehende lit. 

A.a). Die Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich zunächst eine Leistungspflicht 

anerkannt, jedoch ihre Leistungen per Ende April 2016 eingestellt (act. G 4 S. 4). Die 

Leistungseinstellung erfolgte zu Recht, wenn der Beschwerdegegnerin der 

überwiegend wahrscheinliche Beweis gelingt, dass per Leistungseinstellungsdatum 

keine unfallkausalen Restfolgen – aus dem Unfall vom 28. April 2012 – mehr bestanden 

haben bzw. der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall vom 28. April 2012 

bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines Vorzustands auch ohne Unfall vom 28. April 2012 

früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht war (vgl. dazu RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54).

5.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Leistungseinstellung entscheidend auf 

das MZR-Gutachten vom 4. Mai 2016 (UV-act. M62).

5.3  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten 

von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; vgl. ferner 

THOMAS FLÜCKIGER, Medizinische, insbesondere hausärztliche Berichte und ihre 

Beweiskraft – mit einem Seitenblick auf die medizinischen Gutachten, in: KIESER/

LENDFERS [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2013, St. Gallen 2014, S. 138 ff.). 

Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei externen 

Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). 

Es ist deshalb nicht zulässig, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten 

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stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

behandelnden Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben 

aber Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 

behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, 

E. 2.3.2).

5.4  Beim MZR-Gutachten handelt es sich um ein formgerecht eingeholtes externes 

Administrativgutachten im vorerwähnten Sinne (UV-act. A105 ff.), womit ihm nur bei 

konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit nicht volle Beweiskraft zukommt. Solche 

Anhaltspunkte sind weder ersichtlich noch wurden sie von der Beschwerdeführerin 

geltend gemacht. Eine SLAP Läsion und Intervall Läsion kann offensichtlich sowohl 

degenerativ als auch traumatisch bedingt sein. Der orthopädische Gutachter 

beschreibt die typischen (Unfall-)Mechanismen (Fall auf den ausgestreckten Arm in 

voller Aussen- oder Innenrotation; Fall nach hinten auf die Hand oder den Ellbogen; 

follow through bei Wurfbewegungen über Kopf [UV-act. M62-39]) und legt in 

Differenzierung der zur Diskussion stehenden Ereignisse schlüssig dar, weshalb der 

Unfallmechanismus vom 28. April 2012 nicht geeignet war, eine SLAP Läsion und 

Intervall Läsion zu verursachen (UV-act. M62-61). Weiter führt er aus, dass es beim 

Unfall vom 28. April 2012 überwiegend wahrscheinlich zu einer Schulterkontusion 

gekommen sei, welche in der Regel innert vier Wochen abheile. Dies ist schlüssig und 

nachvollziehbar, zumal es einer medizinischen Erfahrungstatsache entspricht, dass 

Weichteilverletzungen wie Kontusionen, Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, 

Zerrungen, Distorsionen, Schürfungen, Blutungen, Hämatome, Muskelkrämpfe und -

verspannungen, die nicht von einer strukturellen Läsion bzw. schlecht verheilten 

strukturellen Läsion mit fortdauernden gesundheitlichen Störungen begleitet sind, 

jedoch in gewissen Fällen anhand klinischer Befunde (Hämatome, Schwellungen, 

Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen, 

Muskelverhärtungen) objektiviert werden können, auch ohne spezifische Behandlung 

mit der Zeit immer folgenlos ausheilen (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412). Von dieser 

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medizinischen Erfahrungstatsache ist auch vorliegend auszugehen, nachdem 

Anhaltspunkte zur Annahme eines Ausnahmefalls fehlen.

5.5  Sowohl Dr. D.___ mit Beurteilung vom 7. Dezember 2012 (UV-act. M27) als auch 

Dr. E.___ mit Beurteilung vom 8. Juli 2013 (UV-act. M32) beantworten die 

Kausalitätsfrage – im Gegensatz zum MZR-Gutachten – nicht anhand des 

rechtserheblichen Unfallhergangs, sondern insbesondere gestützt auf die intraoperativ 

festgestellte Problematik bzw. die Diagnosen (SLAP Läsion und Intervall Läsion). Zwar 

gibt Dr. E.___ in seiner Beurteilung das rechtserhebliche Unfallereignis wieder (UV-act. 

M32-1), bejaht aber den Kausalzusammenhang pauschal damit, dass eine SLAP II 

Läsion eine UVG-relevante Verletzung sei, ohne den Unfallmechanismus 

miteinzubeziehen (UV-act. M32-3). In diesem Sinne sind die Beurteilungen nicht 

umfassend und genügen nicht, das MZR-Gutachten in Frage zu stellen. Es kommt 

hinzu, dass Dr. D.___ in seiner Beurteilung nur von einem möglichen 

Kausalzusammenhang spricht (UV-act. M27-4). Auch der mit Beschwerde vom 30. 

August 2016 eingereichte Bericht des KSSG vom 17. Juni 2016, welcher nach dem 

Gutachten erstellt wurde, vermag keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Beurteilung des MZR-Gutachtens zu wecken. Zwar führen die behandelnden Ärzte 

des KSSG aus, dass sie bei adäquatem Trauma und folgender SLAP Läsion ohne 

weitere Ursache in den folgenden Operationen von einer wahrscheinlichen Unfallfolge 

ausgegangen seien und es nicht völlig nachvollziehbar sei, wenn ein Gutachten den 

Kausalzusammenhang überwiegend wahrscheinlich verneine (act. G 1.2). Das KSSG 

nimmt aber keinen konkreten Bezug auf die Beurteilungen im MZR-Gutachten und 

differenziert – wie Dr. D.___ und Dr. E.___ – nicht zwischen den vorliegend zur 

Diskussion stehenden Unfallgeschehen. Entweder geht das KSSG von demjenigen 

Unfallgeschehen aus, gemäss welchem auch das MZR eine Kausalität bejahen würde 

(UV-act. M62-61 f.), das indes nicht als nachgewiesen erstellt gilt, oder es erachtet die 

Kausalität einzig aufgrund der vorhandenen Läsionen weiterhin als gegeben, was 

mangels Vorliegens eines geeigneten unfallmässigen Geschehens indes nicht als 

rechtsgenüglicher Kausalitätsnachweis ausreicht.

5.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem MZR-Gutachten voller Beweiswert 

zukommt. Gestützt auf deren schlüssigen Ausführungen ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerden aufgrund der SLAP 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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Läsion und Intervall Läsion nicht auf den Unfall vom 28. April 2012 zurückzuführen sind 

und die erlittenen Kontusionen an der Wirbelsäule sowie an der rechten Schulter innert 

vier Wochen, bei Annahme von allfälligen Vorschäden und damit verzögerter Abheilung 

spätestens per Ende Juli 2012 (UV-act. M62-62), folgenlos verheilt sind. Demnach 

stehen auch per faktischem Leistungseinstellungsdatum (Ende April 2016) die 

Schulterbeschwerden überwiegend wahrscheinlich nicht mehr in einem kausalen 

Zusammenhang zum Unfall vom 28. April 2012. Nur der Vollständigkeit halber sei 

erwähnt, dass allein die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin vor April 2012 keinerlei 

Beschwerden im Bereich der rechten Schulter geltend macht, nicht ausreicht, um von 

einer fortdauernden Unfallkausalität auszugehen (vgl. dazu die beweisrechtlich 

untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc" z.B. in: ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn. 1205; Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. August 2015, 8C_52/2015, E. 4 mit Hinweisen). Die 

Leistungseinstellung erfolgte zu Recht.

6.   

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 28. Juni 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.2  Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt. 

Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten ihrer Rechtsvertretung 

aufzukommen. In zeitlicher Hinsicht wurde diese in Anwendung von Art. 119 Abs. 4 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) für die Ausarbeitung 

der Replik und allfällig weitere, zukünftige anwaltliche Bemühungen beschränkt. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf die vorgenannte zeitliche Beschränkung bei 

kurzer schriftlicher Replik und keinen weiteren ausgewiesenen relevanten anwaltlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Aufwendungen eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 1‘500.-- angemessen. 

Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 

963.70]). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit 

Fr. 1‘200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.3  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 

Abs. 2 VRP).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 1‘200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.07.2018
	Art. 6 UVG: Dahinfallen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bzw. Verneinung überwiegend wahrscheinlicher Unfallfolgen spätestens per Leistungseinstellungsdatum mangels Nachweis eines Unfallgeschehens, das die beklagten Läsionen zu erklären vermöchte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Juli 2018, UV 2016/57).

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