# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c240f5b-05a5-5820-b90a-e8317760966c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 27.10.2025 VR1 2025 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-18_2025-10-27.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 27. Oktober 2025
mitgeteilt am 7. November 2025

Referenz VR1 25 18

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A.________

 C.________

D.________

E.________

F.________

G.________

H.________

I.________

2 / 19

J.________

K.________

L.________

M.________

N.________

O.________

P.________

Q.________

R.________

S.________

T.________

U.________

V.________

3 / 19

W.________

X.________

Y.________

Z.________

AA.________

AB.________

AC.________

AD.________

AE.________

AF.________

AG.________

AH.________

AI.________

4 / 19

AJ.________

AK.________

AL.________

AM.________

AN.________

AO.________

AP.________

AQ.________

AR.________

AS.________

AT.________

AU.________

AV.________

5 / 19

AW.________

AX.________

AY.________

allesamt Beschwerdeführende

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler

Gegenstand Verkehrsbeschränkung Gemeindestrasse

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Sachverhalt

A. Der Braut- und Leichenweg in der B.________ liegt zwischen der Unteren 
AZ.________ im Norden und der AZ.________ im Süden. Er befindet sich im 
Eigentum der B.________ und führt entlang der sich in der Dorfzone befindenden 
Grundstücke. Gemäss generellem Erschliessungsplan (GEP) handelt es sich dabei 
um eine Erschliessungsstrasse. 

B. Nach Einholung der erforderlichen Genehmigung der Kantonspolizei 
Graubünden machte der Gemeindevorstand BA.________ am 7. Juni 2024 im 
kommunalen Publikationsorgan bekannt, dass er auf dem Verbindungsweg Braut- 
und Leichenweg zwischen der AZ.________ und der Unteren AZ.________ ein 
Verbot für Motorwagen und -räder mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" 
einzuführen beabsichtige. Mit dieser Massnahme solle das unnötige und 
widerrechtliche Befahren des Quartierweges unterbunden werden.

C. Dagegen erging eine Einwendung am 2. Juli 2024 ein, welche sich unter 
anderem gegen ein Verbot aussprach. 

D. Am 21. Februar 2025 wurde was folgt im Kantonsamtsblatt des Kantons 
Graubünden publiziert:

"Anlässlich seiner Sitzung vom Dienstag, 18.02.2025, hat der 
Gemeindevorstand gestützt auf Art. 7 Abs. 1 und 2 EGzSVG nachfolgend 
aufgeführte Verkehrsbeschränkung beschlossen:

Verbot für Motorwagen und Motorräder (Sig. 2.13 [2.03, 2.04])
Zusatztafel: Zubringerdienst gestattet

BA.________, Verbindungsweg Braut- und Leichenweg zwischen der 
AZ.________ und der unteren AZ.________, 

Koordinaten: _____ und _____

(…)"

E. Dagegen erhoben A.________ und 49 Mitbeteiligte (nachfolgend: 
Beschwerdeführende) am 11. März 2025 (Poststempel) Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Graubünden und beantragten sinngemäss die Aufhebung 
der vom Gemeindevorstand BA.________ am 18. Februar 2025 beschlossenen 
Verkehrsbeschränkung auf dem Braut- und Leichenweg. Als Begründung machten 
sie geltend, dass das Verbot zu gravierenden Einschränkungen für den lokalen 
Verkehr führe, insbesondere wenn der Abschnitt der AZ.________ durch 
Lastwagenverkehr blockiert würde. Für grössere Fahrzeuge wie die Ambulanz und 
die Feuerwehr sei zudem der Zugang zu den Häusern der Familien BB.________ 
und BC.________ von der AZ.________ aufgrund des zu geringen Einfahrtsradius 

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nicht möglich. Das Überfahrtsrecht stelle ein Gewohnheitsrecht und keineswegs 
eine Belästigung dar. Zudem sei ein Fahrverbot unverhältnismässig.

F. Die B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 22. April 2025 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
einzutreten sei. Der Braut- und Leichenweg sei gemäss GEP der B.________ als 
Erschliessungsstrasse bezeichnet, wobei es sich um eine Anlage der 
Feinerschliessung handle, welche der verkehrsmässigen Erschliessung der an 
diesem Weg gelegenen Grundstücke diene. Die mit der Beschwerde eingereichten 
Unterschriften würden zeigen, dass der Weg regelmässig von Personen befahren 
werde, deren Wohnsitz nicht durch diese Strasse erschlossen seien; damit werde 
der Ausbaustandard einer Anlage der Feinerschliessung überstiegen und stehe im 
Widerspruch zur geforderten Verkehrssicherheit. Die Beschwerdegegnerin 
beabsichtige mit dieser Massnahme im Einklang mit der gesetzlichen Grundlage, 
den Weg vom Durchgangsverkehr zu befreien. Die Massnahme diene dem Schutz 
der Anwohnenden vor Lärm und Luftverschmutzung, womit sich die 
Verkehrsbeschränkung auf ernsthafte sachliche Gründe stütze. 

G. Die Beschwerdeführenden liessen sich trotz der ihnen eingeräumten Frist zur 
freigestellten Stellungnahme nicht mehr vernehmen.

H. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2025 zeigte der Instruktionsrichter den 
Parteien an, nur zwei Urteilsexemplare pro Partei versenden zu wollen, sofern 
dagegen keine Opposition erhoben werde. Eine solche blieb denn auch innert 
angesetzter Frist aus.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und auf die 
vorliegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
eingegangen.

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss des 
Gemeindevorstands BA.________ vom 18. Februar 2025, publiziert am 21. Februar 
2025, betreffend Verkehrsbeschränkung auf dem Verbindungsweg Braut- und 
Leichenweg in BA.________. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) 
beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die vorliegend 
angefochtene Verkehrsanordnung erging gestützt auf Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 
EGzSVG (BR 870.100), weshalb Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG zur Anwendung gelangt. 

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Folglich ist das Obergericht des Kantons Graubünden sachlich und örtlich 
zuständig.

1.2.1. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Abänderung 
hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt wird (Art. 50 VRG). Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist zur Beschwerde gegen eine 
funktionelle Verkehrsbeschränkung wie der vorliegenden befugt, wer die betroffene 
Strasse mehr oder weniger regelmässig benutzt, wie das bei Anwohnern oder 
Pendlern der Fall ist; dagegen genügt das bloss gelegentliche Befahren der Strasse 
nicht (vgl. BGE 139 II 145, nicht publizierte E. 1.2, und 136 II 539 E. 1.1; vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 1C_513/2022 vom 7. Juli 2023 E. 1.1, 1C_11/2017 vom 
2. März 2018 E. 1.1, 1C_250/2015 vom 2. November 2015 E. 1.1, 1C_317/2010 
vom 15. Dezember 2010 E. 5.6 und 1A.73/2004 vom 6. Juli 2004 E. 2.2). 

1.2.2. Mit der Beschwerde vom 11. März 2025 wurde eine Liste mit Namen, 
Adressen, Geburtsdaten und Unterschriften von 49 weiteren beteiligten Personen 
eingereicht. In der von A.________ unterzeichneten Beschwerdeschrift wird 
ausgeführt, dass alle Unterzeichnenden – somit alle Beschwerdeführenden – als 
Anwohner und/oder betroffene Personen hinsichtlich der Auswirkungen dieses 
Verbots Bedenken hätten und diese zur Kenntnis bringen möchten (act. A.1). Die 
Beschwerdeschrift wurde zwar nur von A.________ unterzeichnet, doch befindet 
sich auf der Unterschriftenliste der Hinweis, dass die jeweilige Unterschrift für die 
Beschwerde erfolge (act. B.1). Demnach ist davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin A.________ und die weiteren Unterzeichnenden beabsichtigt 
haben, die entsprechende Beschwerde gemeinsam zu erheben und somit allesamt 
als Beschwerdeführende aufzutreten. Die 50 Personen sind – bis auf eine 
Ausnahme – entweder direkt an der AZ.________ oder in der näheren Umgebung 
wohnhaft (act. B.2). 

Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, dass bei der in BD.________ 
wohnhaften Person keine Beschwerdelegitimation vorliege, da diese von der 
Verkehrsandrohung gar nicht betroffen sei. Weitere neun Personen würden westlich 
des Braut- und Leichenwegs an der BG.________ bzw. an der AZ.________ zwei 
bis sechs wohnen, weshalb die Beschwerdelegitimation auch hier fraglich sei (act. 
A.2). 

1.2.3. Der Beschwerdeschrift sind – abgesehen von den Vorbringen, dass ein 
Verbot gravierende Einschränkungen des lokalen Verkehrs zur Folge hätte – keine 
näheren Ausführungen zu einem schutzwürdigen Interesse betreffend die 

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Verkehrsbeschränkung zu entnehmen. Aus dem Sachverhalt geht denn auch nicht 
hervor, ob der besagte Verbindungsweg von den Beschwerdeführenden 
regelmässig befahren wird. Es steht jedoch fest, dass die Mehrheit der Mitbeteiligten 
unmittelbar oder mittelbar an der AZ.________ wohnhaft ist; deshalb kann davon 
ausgegangen werden, dass diese den Verbindungsweg befahren, um z.B. von der 
AZ.________ auf die Untere AZ.________ zu gelangen und vice versa. Bezüglich 
dieser Beschwerdeführenden ist die Beschwerdelegitimation zu bejahen. Keine 
Beschwerde-legitimation liegt indes in Bezug auf den in BD.________ wohnhaften 
AP.________ vor, zumal der Beschwerde keinerlei Ausführungen zu entnehmen 
sind, welche ein entsprechendes schutzwürdiges Interesse erkennen lassen; 
insoweit ist die Beschwerdelegitimation nicht gegeben und auf die Beschwerde nicht 
einzutreten. 

1.3. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. 
Art. 38 Abs. 1 und 2, Art. 39 Abs. 1 lit. c und Art. 52 Abs. 1 VRG) ist somit – unter 
Berücksichtigung der unter E.1.2 dargelegten Ausnahme – einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die von der Beschwerdegegnerin 
beschlossene Verkehrsbeschränkung auf dem Verbindungsweg Braut- und 
Leichenweg rechtmässig ist.

3.1. In einem ersten Schritt wird demnach die Befugnis der B.________, eine 
Verkehrsbeschränkung auf dem Gemeindegebiet zu verfügen, geprüft. 
Nach Art. 3 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) sind die 
Kantone befugt, für bestimmte Strassen Fahrverbote, Verkehrsbeschränkungen 
und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs zu erlassen. Sie können diese 
Befugnis den Gemeinden übertragen unter Vorbehalt der Beschwerde an eine 
kantonale Behörde. Im Kanton Graubünden regelt die Gemeinde den örtlichen 
Verkehr auf Gemeindestrassen; davon ausgenommen sind 
Geschwindigkeitsbeschränkungen (Art. 7 Abs. 1 EGzSVG). Der 
Gesetzessammlung der B.________ lässt sich keine Bestimmung entnehmen, 
welche explizit die Zuständigkeit für den Erlass von Verkehrsbeschränkungen 
regelt. Gemäss Art. 42 Abs. 1 der Verfassung der B.________ bildet der 
Gemeindevorstand die Verwaltungs- und Polizeibehörde. Er erfüllt alle Aufgaben, 
die nicht durch übergeordnetes oder kommunales Recht einem anderen Organ 
zugewiesen sind (Art. 42 Abs. 2 Verfassung B.________). Ihm obliegen 
insbesondere der Vollzug des eidgenössischen und kantonalen Rechts sowie der 
Gemeindegesetze, Verordnungen sowie der Beschlüsse der Urnenabstimmung und 
des Gemeinderats (Art. 42 Abs. 3 Ziff. 2 Verfassung B.________). 
Verkehrsanordnungen unterliegen der Zustimmung der kantonalen Behörde (Art. 7 

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Abs. 1 EGzSVG). Nach Art. 4 der Verordnung zum Einführungsgesetz zum 
Bundesgesetz über den Strassenverkehr (RVzEGzSVG; BR 870.110) ist im Kanton 
Graubünden die Kantonspolizei zuständig für die Erteilung dieser Zustimmung. Die 
Beschwerdegegnerin, handelnd durch den Gemeindevorstand, hat die Zustimmung 
der Kantonspolizei Graubünden mit Verfügung vom 28. Mai 2024 erhalten. Sie war 
demnach berechtigt, ein Verbot für Motorwagen und Motorräder auf dem 
Verbindungsweg Braut- und Leichenweg zu verfügen.

3.2. Die Qualifikation als Verkehrsbeschränkung ergibt sich aus dem Folgenden: 
Der Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr kann auf Strassen, die nicht für den 
allgemeinen Durchgangsverkehr geöffnet sind, vollständig untersagt oder zeitlich 
beschränkt werden; Fahrten im Dienste des Bundes bleiben jedoch gestattet (Art. 3 
Abs. 3 SVG). Eine Massnahme gilt als Fahrverbot nach dieser Bestimmung, wenn 
das Verbot als Totalfahrverbot ausgestaltet ist und die betroffene Strasse für 
sämtlichen Fahrzeugverkehr bzw. für alle Fahrzeugkategorien dauernd oder 
zeitweilig gesperrt wird. Ist das Fahrverbot nur für einzelne Fahrzeugkategorien 
vorgesehen, so handelt es sich dagegen um eine funktionelle 
Verkehrsbeschränkung nach Art. 3 Abs. 4 SVG (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Graubünden U 23 3 vom 19. Dezember 2023 E. 4.2; BELSER, in: 
Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2014, 
Art. 3 N. 40 f.). Entsprechend stellt ein allgemeines Fahrverbot mit dem Zusatz 
"Zubringerdienst gestattet" eine Verkehrsmassnahme nach Art. 3 Abs. 4 SVG dar, 
weil mit der Zusatztafel das Totalfahrverbot weitgehend wieder aufgehoben und 
somit praktisch der eigentliche Durchgangsverkehr untersagt wird (WEISSENBERGER, 
Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, mit Änderungen 
nach Via Sicura, 2015, Art. 3 N. 8). 

3.3. Die Beschwerdegegnerin verfügte ein Verbot für Motorwagen und 
Motorräder (Sig. 2.13 [2.03, 2.04]) mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet". 
Wie oben erläutert, handelt es sich dabei um eine funktionelle 
Verkehrsbeschränkung, welche den Voraussetzungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG 
genügen muss.

3.4. Art. 3 Abs. 4 SVG zählt die zulässigen Gründe abschliessend auf, welche 
den Kantonen und Gemeinden den Erlass von funktionellen 
Verkehrsbeschränkungen gestatten (vgl. BGE 150 II 444 E. 3.1 ). Funktionelle 
Verkehrsanordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG können erlassen werden, soweit der 
Schutz der Anwohner oder gleichermassen Betroffener vor Lärm und 
Luftverschmutzung, die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit 
Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, 

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der Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen Verhältnissen liegende Gründe 
dies erfordern; aus solchen Gründen können insbesondere in Wohnquartieren der 
Verkehr beschränkt und das Parkieren besonders geregelt werden. Mit der 
Bezeichnung "insbesondere" wird gezeigt, dass es sich bei der Nennung der 
Wohnquartiere um eine beispielhafte Aufzählung handelt und nicht eine 
Voraussetzung, welche erfüllt sein muss für die Anordnung einer 
Verkehrsbeschränkung. Das Vorhandensein eines solchen, in den örtlichen 
Verhältnissen begründeten, öffentlichen Interesses ergibt sich ebenfalls aus Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Graubünden (KV; BR 
110.100), wonach staatliches Handeln stets im öffentlichen Interesse liegen muss. 
Die Kantone und Gemeinden können dabei all jene Massnahmen treffen, die ihnen 
im Rahmen der strassenverkehrsrechtlichen Bundesvorschriften zur Verfügung 
stehen und die nach dem Grundsatz von Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit 
zulässig sind (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2A.263/2006 vom 
9. Oktober 2006 E. 2.1). 

3.4.1. Damit eine Verkehrsbeschränkung einer Gemeinde zulässig ist, braucht es 
gemäss Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 KV ein öffentliches Interesse im Sinne 
eines sachlichen Grundes nach Art. 3 Abs. 4 SVG und eine 
Verhältnismässigkeitsprüfung.

3.4.2. Die Beschwerdeführenden führen aus, ein Verbot würde zu gravierenden 
Einschränkungen des lokalen Verkehrs führen, insbesondere wenn der 
darunterliegende Abschnitt der AZ.________ blockiert würde, wie z.B. durch 
Lastwagen, welche für den Güterumschlag die Strasse besetzen und eine 
Durchfahrt verunmöglichen würden. Für grössere Fahrzeuge, wie die Ambulanz und 
die Feuerwehr, sei der Zugang zu den Häusern der Familien BB.________ und 
BC.________ von der AZ.________ aufgrund des zu geringen Einfahrtsradius 
verunmöglicht. Diese könnten nur über den Braut- und Leichenweg in gerader 
Verlängerung zu ihren Häusern gelangen. Im Übrigen bestehe auf dem Braut- und 
Leichenweg seit Menschengedenken das Überfahrrecht als ungeschriebenes 
Gewohnheitsrecht. Des Weiteren wird festgehalten, dass vereinzelte Fahrzeuge, 
welche diesen Weg passieren würden, keineswegs eine Belästigung darstellen 
würden, weswegen ein Fahrverbot unverhältnismässig sei. Die 
Beschwerdeführenden schlagen vor, den Weg ohne Verbot weiter bestehen zu 
lassen und im Winter auf Fahrzeugbreite offen zu halten, damit die Durchfahrt 
jederzeit möglich bleibe. Zuletzt wird darum gebeten, auf eine Lösung 
hinzuarbeiten, welche den Bedürfnissen der lokalen Verkehrsteilnehmer und den 
Anwohnern entgegenkomme (act. A.1). 

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3.4.3. Die Beschwerdegegnerin hält dagegen fest, dass gemäss GEP der Braut- 
und Leichenweg als Erschliessungsstrasse bezeichnet sei. Es handle sich dabei um 
eine Anlage der Feinerschliessung, welche der verkehrsmässigen Erschliessung 
der an diesem Weg gelegenen Grundstücke diene, namentlich der Parzellen-
Nummern Z.1.________, Z.2.________ und Z.3.________. Gemäss Art. 50 Abs. 1 
des kommunalen Baugesetzes (BauG) seien Verkehrswege der Grob- und 
Feinerschliessung nach Art und Ausmass dem zu erschliessenden Gebiet 
anzupassen und so mit dem übergeordneten Strassennetz zu verbinden, dass sie 
keinen Fremdverkehr anziehen würden. Als öffentliche Erschliessungsstrasse 
könne der Braut- und Leichenweg gemäss Art. 57 Abs. 1 BauG im Rahmen der 
Zweckbestimmung und der örtlichen Verkehrsregelung benutzt werden. Der Braut- 
und Leichenweg sei im Zuge der Überbauung des Gebiets als 2.90 m breite Strasse 
befestigt worden. Weiter führt die Beschwerdegegnerin aus, die mit der Beschwerde 
eingereichten rund 50 Unterschriften würden zeigen, dass der Braut- und 
Leichenweg regelmässig von Personen befahren werde, welche verkehrsmässig 
nicht durch diese Strasse erschlossen seien. Dieses Ausmass an 
Durchfahrtsverkehr übersteige den Ausbaustandard einer Anlage der Fein-
erschliessung und stehe im Widerspruch zur geforderten Verkehrssicherheit. Mit 
der geplanten Verkehrsanordnung beabsichtige die Beschwerdegegnerin, den 
Braut- und Leichenweg vom Durchgangsverkehr zu befreien. Dies entspreche der 
gesetzlichen Regelung in Art. 50 Abs. 1 BauG, wonach die Nutzung durch 
Fremdverkehr zu vermeiden sei. Die gesetzliche Regelung behalte zudem 
ausdrücklich Verkehrsanordnungen vor. Mit der Überbauung des Gebiets westlich 
des Braut- und Leichenwegs habe sich die Wohnnutzung entlang dieser Strasse in 
den letzten Jahren erhöht. Die Massnahme diene somit dem Schutz der 
Anwohnenden vor Lärm und Luftverschmutzung. Die Verkehrsbeschränkung könne 
sich daher auf ernsthafte sachliche Gründe stützen, zumal die Anzahl der mit der 
Beschwerde eingereichten Unterschriften das Ausmass des Durchgangsverkehrs 
zeigen würden (act. A.2). 

3.5. Im vorliegenden Fall führt die Beschwerdegegnerin als sachlichen Grund für 
die Verkehrsanordnung einerseits den Schutz der Anwohner vor Lärm und 
Luftverschmutzung als auch den erhöhten Fremdverkehr, welcher im Widerspruch 
zur Verkehrssicherheit stehe, an. Diese Begründung publizierte die 
Beschwerdegegnerin bereits im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung im 
kommunalen Publikationsorgan vom 7. Juni 2024; dabei legte die 
Beschwerdegegnerin dar, dass mit dieser Massnahme das unnötige und 
widerrechtliche Befahren des Quartierwegs unterbunden werden solle (vgl. act. 
C.2). Mit den aufgeführten Gründen legt die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar 

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dar, dass mit der strittigen Verkehrsmassnahme versucht wird, die 
Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anwohner vor Lärm und Luftverschmutzung 
zu schützen. Vor diesem Hintergrund kann das Vorliegen sachlicher Gründe im 
Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG bejaht werden. 

4.1. Nach Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 KV muss staatliches Handeln 
verhältnismässig sein. Die angeordnete Massnahme muss zunächst geeignet sein, 
das angestrebte Ziel zu verfolgen, wobei bereits ein Beitrag zur Zielverwirklichung 
ausreicht. Mit anderen Worten ist eine behördliche Anordnung geeignet, wenn sie 
das angestrebte Ziel fördert bzw. für deren Erreichen dienlich resp. zwecktauglich 
ist (vgl. BGE 148 II 392 E. 8.2.2, 144 I 126 E. 8.1 und 135 II 105 E. 2.3.3). Im 
vorliegenden Fall kann bejaht werden, dass ein Verbot für Motorwagen und -räder 
geeignet ist, den Verkehr auf dem Braut- und Leichenweg zu verhindern bzw. zu 
verringern und gleichzeitig den Lärm und die Luftverschmutzung zu verringern.

4.2. Sind auf bestimmten Strassenstrecken örtliche Verkehrsanordnungen nötig, 
wird die Massnahme gewählt, die den Zweck mit den geringsten Einschränkungen 
erreicht (Art. 107 Abs. 5 Satz 1 SSV). Dass Bund, Kanton und Gemeinden nur 
erforderliche Massnahmen erlassen können und die Massnahme mit den 
geringsten Auswirkungen auf den Verkehr zu wählen haben, ergibt sich bereits aus 
den allgemeinen Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit (Art. 5 Abs. 2 BV; vgl. 
BELSER, a.a.O., Art. 3 N. 58). Die Erforderlichkeit einer Massnahme ist dann 
gegeben, wenn es – im Hinblick auf die beeinträchtigten Interessen oder Rechte – 
kein milderes Mittel gibt, um das angestrebte Ziel ebenso zu erreichen (vgl. BGE 
135 I 176 E. 3.3 und Urteil des Bundesgerichts 1C_583/2021 vom 31. August 2023 
E. 6.2). Im vorliegenden Fall ist ein milderes Mittel als das Verbot für Motorwagen 
und Motorräder mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" nicht ersichtlich, um 
das Ziel, den Durchfahrtsverkehr zu beschränken sowie den Lärm und die 
Luftverschmutzung zu reduzieren, zu erreichen.

5.1. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt schliesslich, dass sich die 
behördliche Massnahme für die Betroffenen als zumutbar erweist. Erforderlich ist 
eine vernünftige Zweck-Mittel-Relation (vgl. BGE 147 I 450 E. 3.2.3, 146 I 70 E. 6.4 
und 140 II 194 E. 5.8.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_548/2022 vom 
20. Februar 2024 E. 4.2). Das vernünftige Verhältnis zwischen Eingriffszweck und 
Eingriffswirkung setzt im Rahmen der Zumutbarkeit eine wertende 
Interessenabwägung vor-aus (vgl. BGE 148 II 392 E. 8.2.4 und Urteil des 
Bundesgerichts 2C_482/2024 vom 5. Dezember 2024 E. 4.5.1). Dabei ist zu 
beachten, dass Verkehrsbeschränkungen der hier in Frage stehenden Art 
regelmässig mit komplexen Interessenabwägungen verbunden sind. Die 

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zuständigen Behörden besitzen dabei einen erheblichen Gestaltungsspielraum (vgl. 
zum Ganzen: BGE 139 II 145 E. 5; Urteile des Bundesgerichts 1C_513/2022 vom 
7. Juli 2023 E. 3.1, 1C_618/2018 vom 20. Mai 2019 E. 2.2 sowie 1C_117/2017 und 
1C_118/2017 vom 20. März 2018 E. 3.3). 

5.2. Wie die Beschwerdegegnerin bereits ausgeführt hat, handelt es sich beim 
Braut- und Leichenweg gemäss GEP um eine Erschliessungsstrasse. Nach Art. 58 
Abs. 3 KRG (BR 801.100) umfasst die Feinerschliessung den Anschluss der 
einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge der Erschliessungsanlagen mit 
Einschluss von öffentlich zugänglichen Quartierstrassen und öffentlichen Leitungen. 
Der Braut- und Leichenweg führt westlich entlang der Parzellen Nummern 
Z.2.________, Z.4.________ und Z.3.________. Östlich des Braut- und 
Leichenwegs befinden sich die Parzellen Nummern Z.5.________, Z.6.________ 
und Z.1.________. Durch diesen Weg werden die Parzellen Nummern 
Z.1.________, Z.2.________ und Z.3.________ – im Norden an die Untere 
AZ.________, südlich an die AZ.________ – verkehrsmässig erschlossen. Die 
Beschwerdegegnerin geht damit richtigerweise davon aus, dass es sich beim Braut- 
und Leichenweg um eine Anlage der Feinerschliessung handelt (act. A.2). Gemäss 
Art. 50 Abs. 1 BauG sind die im GEP festgelegten Sammel- und 
Erschliessungsstrassen nach Art und Ausmass dem zu erschliessenden Gebiet 
anzupassen. Sie sind mit dem übergeordneten Strassennetz so zu verbinden, dass 
sie keinen Fremdverkehr anziehen. Wo es die Verhältnisse erfordern, werden die 
Strassen und Plätze beleuchtet. Gemäss Art. 57 Abs. 1 BauG sind im GEP 
eingezeichnete, bestehende Sammel- und Erschliessungsstrassen samt den 
gehörigen Ausstattungen öffentlich, sofern die Gemeinde über entsprechende 
Nutzungsrechte (Eigentum, Dienstbarkeiten) verfügt. Sie können im Rahmen ihrer 
Zweckbestimmung und der örtlichen Verkehrsregelung bzw. den 
Erschliessungsreglementen von jedermann benutzt werden. 

Die Beschwerdegegnerin stützt die Verkehrsbeschränkung auf zweierlei Gründe ab: 
Einerseits soll der Durchgangsverkehr und damit einhergehend der Fremdverkehr 
– wie in Art. 50 Abs. 1 BauG vorgesehen – verhindert werden. Andererseits soll die 
Massnahme dem Schutz der Anwohner vor Lärm und Luftverschmutzung dienen 
(s.o. E. 3.5). 

5.3.1. Wie bereits aufgeführt, monieren demgegenüber die Beschwerdeführenden, 
das Verbot würde zu gravierenden Einschränkungen des lokalen Verkehrs führen, 
insbesondere durch den Güterumschlag. Zudem würde ein ungeschriebenes 
Gewohnheitsrecht zu Gunsten der Durchfahrt bestehen und die vereinzelten 
Fahrzeuge, welche den Weg passieren würden, würden keineswegs eine 

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Belästigung darstellen. Entsprechend wünschen die Beschwerdeführenden, dass 
die Durchfahrt ohne das Verbot bestehen bleibe und im Winter auf Fahrzeugbreite 
offengehalten werde, damit die Durchfahrt jederzeit möglich sei (act. A.1). 

5.3.2. Der Verbindungsweg Braut- und Leichenweg liegt zwischen der Unteren 
AZ.________ und der AZ.________. Wie die Beschwerdegegnerin ausführt, wird 
die Liegenschaft der Beschwerdeführerin – sowie die Liegenschaften von rund 40 
der Mitbeteiligten, welche östlich des Braut- und Leichenwegs wohnen – über die 
AZ.________ und die Sammelstrassen BE.________ und Untere AZ.________ – 
BF.________ erschlossen. Dies entspreche den Vorgaben des kommunalen und 
des übergeordneten Rechts (act. A.2). Entsprechend den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin kann damit angenommen werden, dass der Braut- und 
Leichenweg regelmässig von Personen befahren wird, deren Wohnorte 
verkehrsmässig nicht durch den Braut- und Leichenweg erschlossen sind. Die 
Beschwerdegegnerin führt des Weiteren aus, dass sich auf dem westlich des Braut- 
und Leichenwegs gelegenen Teil der AZ.________ lediglich eine 
Geschäftsliegenschaft befinde, weshalb nicht von einem erheblichen 
Güterumschlag auszugehen sei. So seien bei der Gemeindepolizei weder von der 
Feuerwehr noch der Ambulanz Reklamationen aufgrund von 
Verkehrsbehinderungen infolge Warenumschlags eingegangen noch aufgrund von 
Arbeiten des Werkhofs anlässlich der Schneeräumung oder Reinigung auf der 
AZ.________ (act. A.2). 

5.3.3. Gemäss Geoportal des Kantons Graubünden (Auszug map.geo.gr, letztmals 
besucht am 23. Oktober 2025) beträgt die Länge des Braut- und Leichenwegs ca. 
75 m und dessen Breite 2.90 m. Von der Strassenkreuzung AZ.________ / Braut- 
und Leichenweg bis zur Strassenkreuzung AZ.________ / Untere AZ.________ 
beträgt die Distanz rund 97 Meter. Die Distanz von der Unteren AZ.________ / 
Braut- und Leichenweg bis zur Strassenkreuzung mit der AZ.________ beträgt ca. 
111 m. Damit würde sich aufgrund des streitgegenständlichen Fahrverbots, die 
Distanz für Anwohner der AZ.________, um von der AZ.________ auf die Untere 
AZ.________ zu gelangen, nur minimal verlängern. Gleich verhält es sich, um von 
der Unteren AZ.________ auf die AZ.________ zu gelangen. Die Zufahrt über den 
Braut- und Leichenweg ist für die Anwohner die kürzere Route, jedoch führt die 
Verkehrsbeschränkung damit nur zu einem minimal längeren Weg, um auf die 
nächste Strasse zu gelangen. Der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, wenn sie 
eine solche Massnahme nicht für unzulässig hält, nur weil damit eine kürzere Route 
nicht mehr befahrbar ist. 

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Sollte der westlich vom Braut- und Leichenweg gelegene Abschnitt der 
AZ.________ aufgrund eines Unfalles oder von Bauarbeiten oder dergleichen über 
einen längeren Zeitraum gesperrt werden müssen, könnte problemlos unter 
temporärer Aufhebung der hier strittigen Verkehrsbeschränkung eine Umleitung via 
Braut- und Leichenweg erstellt werden (vgl. act. A.2). Insofern ist nicht schlüssig, 
inwiefern ein Verbot gravierende Folgen für den lokalen Verkehr haben sollte. 
Zudem befindet sich auf dem westlich des Braut- und Leichenwegs gelegenen 
Abschnitt der AZ.________ lediglich eine Geschäftsliegenschaft. Demnach kann 
richtigerweise nicht von einem Umfang von Güterumschlag die Rede sein, welcher 
die Durchfahrt in erheblicher Weise verunmöglichen würde. Geringfügige 
Wartezeiten aufgrund eines sporadischen Güterumschlags sind hingegen – wie 
anderswo – hinzunehmen. Schliesslich erlaubt gemäss Art. 17 Abs. 3 SSV der 
Vermerk "Zubringerdienst gestattet" Fahrten zum Abliefern oder Abholen von 
Waren bei Anwohnern oder auf anliegenden Grundstücken, Fahrten von 
Anwohnern und von Personen, die Anwohner zu treffen oder auf anliegenden 
Grundstücken Arbeiten zu verrichten haben sowie die Beförderung solcher 
Personen durch Dritte. Mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" wurde somit 
den Bedürfnissen der Personen, welche Eigentümer von am Braut- und Leichenweg 
gelegenen Grundstücken sind, Rechnung getragen.

5.3.4. Die Beschwerdeführenden führen aus, dass für grössere Fahrzeuge wie die 
Ambulanz und die Feuerwehr der Zugang zu den Häusern der Familien 
BB.________ und BC.________ von der AZ.________ aufgrund des geringen 
Einfahrtsradius verunmöglicht sei (act. A.1). Die Beschwerdegegnerin hat bereits im 
Entscheid vom 18. Februar 2025 festgehalten, dass nach Feststellung der 
Gemeindepolizei die Ein- und Ausfahrt in die AZ.________ auch mit grösseren 
Fahrzeugen wie Lieferwagen möglich sei. Zu dieser Erkenntnis kommt auch das 
Gericht. Gemäss den öffentlich einsehbaren Plänen und Luftbildern ist eine Zufahrt 
aus der AZ.________ auf bzw. über die Parzelle Nr. Z.7.________ problemlos 
möglich; soweit diese mit privaten Hindernissen (z.B. Blumentöpfen) erschwert sind, 
begründet dies keine Unverhältnismässigkeit der Verkehrsanordnung. Die 
Beschwerdegegnerin hält ferner im Entscheid fest, dass über die allfällige Erteilung 
von Ausnahmebewilligungen für effektiv aus verkehrstechnischen Gründen 
notwendige Fahrten nicht im Rahmen der Verkehrsanordnung zu befinden sei (act. 
C.4). Demnach ist in Ausnahmesituationen die Prüfung einer solchen 
Ausnahmebewilligung eine Option. Betreffend die Ausführungen zu grösseren 
Fahrzeugen wie solche der Feuerwehr oder der Ambulanz ist anzufügen, dass 
gemäss Art. 10 Abs. 1 RVzEGzSVG dienstliche Fahrten der Polizei, der 
Rettungsorganisationen, der Feuerwehr, der Ölwehr, des Strassenunterhalts, der 

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Jagd- und Fischereiaufsichtsorgane, des Forstdienstes sowie der Justizorgane auf 
allen Strassen des Kantonsgebietes und im Gelände auf eigene Gefahr gestattet 
sind. In dringlichen Fällen ist die Durchfahrt für die genannten Fahrzeuge der 
Ambulanz oder Feuerwehr damit ohnehin erlaubt, weshalb dieses Argument 
ebenfalls nicht verfängt. Weiter grenzt die Parzelle Nr. Z.8.________ an seiner 
Westseite an den Postweg. Insofern sind Zulieferungen auch über den Postweg 
möglich, da diese Zufahrt von der strittigen Verkehrsbeschränkung nicht tangiert 
wird. Ein temporärer Zugang zu den Parzellen Nr. Z.9.________ und Z.7.________, 
etwa für Bauarbeiten, ist ebenfalls über den Postweg möglich, womit allfällige 
Engpässe der Zufahrt über die Parzelle Nr. Z.7.________ umgangen werden 
können.  Das Vorbringen der Beschwerdeführer erweist sich somit auch in diesem 
Punkt als nicht stichhaltig.

5.3.5. Der Einwand der Beschwerdeführenden, dass seit Menschengedenken die 
Möglichkeit der Durchfahrt als Gewohnheitsrecht bestehe, vermag ebenfalls nicht 
überzeugen. Eine solche Zusicherung ist weder aktenkundig noch lässt sie sich aus 
den eingereichten Verträgen (Act. B3 – B6) ableiten.  

6. Die angeordnete Verkehrsbeschränkung bewirkt auf dem Braut- und 
Leichenweg eine Unterbindung des Fremdverkehrs, eine Erhöhung der 
Verkehrssicherheit und Schutz vor Lärm und Luftverschmutzung in einer für den 
Durchgangsverkehr nicht vorgesehenen Strasse. Die Massnahme verfolgt damit ein 
gewichtiges öffentliches Interesse. Zwar kann die Massnahme für die nicht 
unmittelbar Anstossenden zu einem Umweg führen, wenn sie von der AZ.________ 
auf die Untere AZ.________ gelangen wollen oder umgekehrt. Diese Umwege 
fallen jedoch angesichts der nur rund 100 Meter längeren Distanz kaum ins Gewicht. 
Damit stehen der geplanten Massnahme keine überwiegenden privaten Interessen 
entgegen. Insgesamt steht der Eingriff in einem vernünftigen Verhältnis zum 
angestrebten Zweck, weshalb die Massnahme auch im engeren Sinne 
verhältnismässig ist. Insgesamt ist somit darauf zu schliessen, dass sich das von 
der Beschwerdegegnerin angeordnete Verbot für Motorwagen und Motorräder mit 
der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" auf dem Braut- und Leichenweg als 
rechtmässig erweist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG von der unterliegenden Partei zu tragen. Die Staatsgebühr wird 
vorliegend auf CHF 1'000.00 festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Diese ist 
zusammen mit den Kanzleiauslagen zu gleichen Teilen (Art. 73 Abs. 2 VRG) und 
unter solidarischer Haftung (Art. 72 Abs. 2 VRG) den Beschwerdeführenden 
aufzuerlegen. 

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7.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 
betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 
VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 416.00

Total CHF 1’416.00

gehen zu je 1/50 unter solidarischer Haftung zulasten von A.________, 
C.________, D.________, E.________, F.________, G.________, 
H.________, I.________, J.________, K.________, L.________, 
M.________, N.________, O.________, P.________, Q.________, 
R.________, S.________, T.________, U.________, V.________, 
W.________, X.________, Y.________, Z.________, AA.________, 
AB.________, AC.________, AD.________, AE.________, AF.________, 
AG.________, AH.________, AI.________, AJ.________, AK.________, 
AL.________, AM.________, AN.________, AO.________, AP.________, 
AQ.________, AR.________, AS.________, AT.________, AU.________, 
AV.________, AW.________, A.X.________, AY.________.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]