# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bb6fe2f-333e-5c9c-86fa-cb951c21feb7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.09.2014 IV 2012/152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-152_2014-09-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/152

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 03.09.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 03.09.2014
Rentenanspruch Art. 28 IVG. Würdigung eines medizinischen Gutachtens 
und Abstellen auf dessen Schlussfolgerungen. Abweisung der Beschwerde 
bei nicht rentenbegründendem Invaliditätsgrad (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. September 2014, IV 
2012/152).

Entscheid Versicherungsgericht, 03.09.2014

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Ralph Jöhl, a.o. 

Versicherungs-richter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger

Entscheid vom 3. September 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christine Kessi, c/o procap, Frohburgstrasse 4, 

Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt

A.      

A.a  A.___ reichte sein erstes IV-Gesuch im Jahre 1990 infolge eines Rückenleidens ein 

(IV-act. 1). Nach Einholung diverser ärztlicher Gutachten und einer Arbeitsabklärung 

verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 14. Juni 1993 einen Rentenanspruch (IV-

act. 28). Am 23. April 2002 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug (IV-act. 33). Nach einer bidisziplinären Begutachtung im Mai 2003 (IV-

act. 48), verfügte die IV-Stelle am 31. Oktober 2003 erneut die Ablehnung des 

Rentenanspruchs (IV-act. 56). Am 16. September 2005 (Eingangsdatum SVA: 

10. Oktober 2005) meldete ihn das Sozialamt erneut zur Prüfung eines allfälligen 

Rentenanspruches an (IV-act. 70, 71). Mit Verfügung vom 15. Februar 2006 trat die IV-

Stelle nicht auf das Gesuch ein, da der Versicherte keine Veränderung seines 

Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen vermochte (IV-act. 89).

A.b  Ab 2007 war der Versicherte wiederholt in der Psychiatrischen Klinik B.___ 

hospitalisiert (IV-act. 103). Im April 2010 begann der Versicherte schliesslich einen 

sechs Monate dauernden stationären Aufenthalt in der Kurzzeittherapiestation des 

Psychiatrischen Zentrums C.___ (IV-act. 113). Während dieser Zeit, am 6. Mai 2010, 

meldete das Sozialamt den Versicherten erneut bei der IV-Stelle zur Rentenprüfung an. 

Im Vordergrund standen bei dieser neuen Anmeldung die psychischen 

Beeinträchtigungen des Versicherten (IV-act. 98).

A.c  Am 9. Juli 2010 nahmen die Ärzte des Psychiatrischen Zentrums C.___ Stellung 

(IV-act. 103). Sie hielten fest, der Versicherte habe im Laufe der letzten Jahre deutliche 

kognitive Einbussen erlitten. Der Verlauf des schweren depressiven Zustandsbildes 

deute auf eine Chronifizierung hin. Hinzu komme die körperliche Beeinträchtigung 

durch einen länger bestehenden Bandscheibenprolaps, der zu einem chronischen 

Schmerzsyndrom mit nachfolgendem Medikamentenabusus geführt habe. Die 

Rückerlangung der Arbeits-/Erwerbsfähigkeit schätzten sie prognostisch als ungünstig 

ein.

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A.d  Im Bericht vom 28. Januar 2011 stellten die Ärzte des Psychiatrischen Zentrums 

C.___ folgende Diagnose:

"- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne 

psychotische

  Symptome (ICD-10: F33.2)

- Störung durch Sedativa oder Hypnotika: Benzodiazepine-Abhängigkeitssyndrom

  (ICD-10: F13.25)

- Probleme in Bezug auf die soziale Umgebung (ICD-10: Z60)

- akzentuierte Persönlichkeitszüge (narzisstisch, paranoid) (ICD-10: Z73.1)

- chronisches Schmerz-Syndrom nach Bandscheibenvorfall 2002".

Nach Austritt aus der stationären Behandlung wurde die psychiatrische Behandlung 

des Versicherten im Ambulatorium des Psychiatrischen Zentrums weiter geführt (IV-

act. 113).

A.e  Mit Bericht vom 16. März 2011 hielt Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, Oberarzt und Leiter des Ambulatoriums des Psychiatrischen 

Zentrums C.___ fest, der Versicherte leide auch nach Beendigung der stationären 

Therapie weiterhin an Schlafproblemen. Überdies bestünden Schwierigkeiten, eine 

Tagesstruktur aufrecht zu erhalten. Der Versicherte zeige sich auffällig im formalen 

Denken verlangsamt, Auffassung und Konzentration seien beeinträchtigt. Der 

behandelnde Psychiater ging von einer schweren psychischen Störung aus, wobei 

zusätzlich durch die narzisstische und paranoide Verarbeitung des Erlebens des 

Versicherten – mit aufdrängenden Suizidgedanken und fremdgefährlichen Ideen – 

aktuell von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (IV-act. 115-2).

A.f   Am 6. Mai 2011 empfahl der Regionale Ärztliche Dienst Ostschweiz (RAD) eine 

medizinische Vergleichsbegutachtung (gegenüber jener von 2003, IV-act. 119), welche 

am 11. und 13. Juli 2011 durch die MEDAS-Ostschweiz durchgeführt wurde (IV-

act. 126). Das Gutachten wurde am 29. September 2011 erstattet (IV-act. 127).

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A.g  Der Psychiatrische Gutachter, Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, stellte folgende Diagnose mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 126-6):

" Rezidivierende depressive Störung, beginnend chronifiziert in leicht- bis mittel-

 gradiger depressiver Ausprägung (ICD-10: F33.8)"

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien:

"- Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)

- Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen, emotional instabilen und

  narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1)

- Status nach schädlichem Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10: F13.1)

- Störungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F10.1)"

Der Gutachter berichtete, bei einigermassen ausreichenden Deutschkenntnissen des 

Versicherten sei die Exploration ohne Dolmetscher durchgeführt worden. Er hielt fest, 

es lägen deutliche Hinweise auf einen sekundären Krankheitsgewinn und ausgeprägte 

Verdeutlichungstendenzen vor. In Bezug auf die anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung liege nur ein Foerster-Kriterium vor. Aus psychiatrischer Sicht sei es 

dem Versicherten daher bei Aufwendung der zumutbaren Willensanstrengung möglich, 

die Schmerzen zu überwinden und zumindest teilweise wieder in den Arbeitsprozess 

einzusteigen (IV-act. 126-5). Aus rein psychiatrischer Sicht sei retrospektiv von einer 

andauernden Arbeitsunfähigkeit von ca. 30% ab April 2010 auszugehen. Vorher habe 

ab 2003 (gestützt auf die MEDAS-Begutachtung) eine Arbeitsunfähigkeit von 20% 

bestanden. Als adaptierte Tätigkeiten seien einfache, angelernte Tätigkeiten zu nennen, 

die keine speziell erhöhten Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz, die 

emotionale Belastbarkeit, die Konzentrationsfähigkeit oder die sozialen Kompetenzen 

stellten. Eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit aus medizin-theoretischer Sicht sei in 

der freien Wirtschaft realisierbar, eine Tätigkeit in geschütztem Rahmen sei nicht 

erforderlich. Die Prognose sei als nur vorsichtig günstig einzustufen. In der Regel 

würden Suchtprobleme die Prognose ungünstig beeinflussen. Die subjektive 

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Einschätzung des Versicherten – der sich selbst als nicht mehr arbeitsfähig sehe – sei 

aus objektiv-gutachterlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Es finde sich eine ausgeprägte 

Verdeutlichungstendenz, wenn nicht sogar Aggravation. Zudem liessen sich ein 

deutlicher sekundärer Krankheitsgewinn und eine Reihe von psychosozialen 

Belastungsfaktoren, die als IV-fremd eingestuft werden müssten, eruieren. Der 

Gutachter setzte sich mit den Diagnosen der behandelnden Psychiater auseinander 

und hielt fest, es bestehe keine Übereinstimmung in Bezug auf den Ausprägungsgrad 

der depressiven Störung. Er habe aktuell keine schwere depressive Episode feststellen 

können und auch für eine mittelgradige depressive Episode hätten sich keine 

ausreichenden Hinweise gefunden. Eine beginnende Chronifizierung der depressiven 

Symptomatik in leicht- bis mittelgradiger Ausprägung sowie die akzentuierten 

Persönlichkeitszüge seien zu bestätigen. Seine abweichende Beurteilung begründete 

er damit, dass die behandelnden Psychiater in der Regel von einem bio-

psychosozialen Krankheitsmodell ausgingen und daher psychosoziale 

Belastungsfaktoren in die Beurteilung mit einfliessen würden. Ein Gutachter sei 

aufgrund IV-rechtlicher Kriterien gehalten, psychosoziale Belastungsfaktoren als IV-

fremd zu markieren und nicht miteinzubeziehen. Zudem übernähmen die behandelnden 

Psychiater in aller Regel die subjektiven Aussagen der Patienten und machten dann 

aufgrund ihrer Vertrauensstellung Aussagen zu Gunsten ihrer Patienten. Aus diesen 

Gründen ergebe sich aus gutachterlicher Sicht eine geringere Arbeitsunfähigkeit von 

20-30% (im Vergleich zum behandelnden Psychiater, der den Versicherten als 100%ig 

arbeitsunfähig einschätzte).

A.h  Der rheumatologische Gutachter, Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere 

Medizin und Rheumatologie FMH, stellte fest, die somatischen Befunde seien gering. 

Die Wirbelsäule werde unter Angabe von mässigen lokalen Druckempfindlichkeiten 

praktisch normal bewegt. Radiologisch zeigten sich mässige degenerative 

Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule. Somatischerseits werde dadurch die 

Arbeitsfähigkeit kaum eingeschränkt. Von wesentlicher Bedeutung erachtete er 

psychische und soziale Faktoren (IV-act. 127-12).

A.i   Mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2011 zeigte die Beschwerdegegnerin an, dass 

sie bei einem Invaliditätsgrad von 16% das Leistungsbegehren abweisen werde (IV-

act. 131). Am 20. Januar 2012 liess der Versicherte Einwand erheben (IV-act. 135). 

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Seine Vertreterin monierte, die vierwöchige berufliche Arbeitsabklärung im Juli 1991 

habe ein anderes Bild des Versicherten gezeigt. Dort sei er stets kooperativ und 

freundlich gewesen und habe bei guter Arbeitshaltung einen guten Einsatz gezeigt. Es 

sei damals darauf hingewiesen worden, dass sprachliche Barrieren bestünden, die 

manchmal zu Missverständnissen führten. Bereits damals habe sich nur noch eine 

Leistungsfähigkeit von 70% in einer adaptierten Tätigkeit ergeben. Die MEDAS-

Abklärung von 2003 habe keine Verdeutlichungstendenzen ergeben; insbesondere 

habe damals aber die psychiatrische Abklärung mit einem Dolmetscher stattgefunden. 

Der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit der letzten IV-Anmeldung 

massiv verschlechtert, was zu einem mehrmonatigen Aufenthalt im Psychiatrischen 

Zentrum C.___ geführt habe.

A.j   Der behandelnde Psychiater berichtete am 24. Februar 2012 auf Nachfrage der 

Vertreterin des Versicherten hin, es seien keine Aggravationstendenzen feststellbar. 

Inwiefern ein Krankheitsgewinn bestehe, sei aus seiner Sicht schwer beurteilbar. Der 

Versicherte erhalte sicher aufgrund der aktuellen Beschwerden besonders von seinen 

Söhnen vermehrt Zuwendung (IV-act. 138-4).

A.k  Abschliessend hielt die Vertreterin des Versicherten fest, es sei davon auszugehen, 

dass der Versicherte zu wenigstens 30% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. 

Bei einem Leidensabzug von 20% habe er somit mindestens Anspruch auf eine 

Viertelsrente (IV-act. 138-1).

A.l   Mit Verfügung vom 14. März 2012 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem ab­

lehnenden Entscheid fest (IV-act. 140).

B.    

B.a  Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 30. April 2012 (act. G 1). 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin C. Kessi, behauptet, der 

Beschwerdeführer sei durch die rezidivierende depressive Störung mehr als nur in 

geringem Masse – wie von der Beschwerdegegnerin behauptet – beeinträchtigt. So 

gehe auch der behandelnde Psychiater davon aus, dass die ICD-Kriterien für eine 

rezidivierende depressive Störung, mit gegenwärtig schwerer Episode, erfüllt seien.

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B.b  Gegen das MEDAS-Gutachten vom 29. September 2011 wendet sie ein, es sei

ohne Beizug eines Dolmetschers erstellt worden. Eine Übersetzung wäre indes 

unbedingt notwendig gewesen, da der Beschwerdeführer sich nur knapp befriedigend 

in Hochdeutsch ausdrücken könne und auch der Bericht des Psychiatrischen Zentrums 

C.___ mehrfach auf die erhebliche Sprachbarriere hingewiesen habe. Eine genaue 

Abklärung und diagnostische Kategorisierung gemäss ICD sei daher gar nicht möglich 

gewesen. Unter diesen Umständen könne dem MEDAS-Gutachten kein Beweiswert 

zukommen. Es müsse daher auf die Einschätzung des behandelnden Psychiaters 

Dr. D.___ abgestellt werden. Gemäss dieser Einschätzung sei beim Beschwerdeführer 

von einer 100%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit spätestens April 2010 

(Beginn des stationären Aufenthaltes im Psychiatrischen Zentrum C.___) auszugehen. 

Damit habe der Beschwerdeführer ab 1. April 2011 Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente.

B.c  Ergänzend liess der Beschwerdeführer dem Gericht am 9. Mai 2012 einen Bericht 

von Dr. D.___ vom 27. April 2012 einreichen. Darin gab dieser folgende Diagnose an: 

"rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische 

Symptome (ICD-10: F33.2)". Der Beschwerdeführer habe eine schwere chronische 

psychiatrische Erkrankung und erfülle alle Haupt- und Nebenkriterien einer Depression. 

Daher beurteile er den Beschwerdeführer als für alle Tätigkeiten zu 100% 

arbeitsunfähig (act. G 4.1).

B.d  Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Gemäss

MEDAS-Gutachten (vom 29. September 2011) sei die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers aus psychiatrischen Gründen lediglich zu 20-30% eingeschränkt. 

Auf dieses Gutachten könne ohne weiteres abgestellt werden. Es sei davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich nach 32 Jahren in der Schweiz 

ausreichend auf Deutsch verständigen könne. Andernfalls wäre diese Weigerung, sich 

zu integrieren, als invaliditätsfremder Umstand ohnehin nicht zu berücksichtigen. 

Überdies sei eine Dolmetscherin organisiert, diese aber vom Beschwerdeführer 

abgelehnt worden. Die Behandlung bei Dr. D.___ würde offensichtlich auch nicht in 

türkischer Sprache erfolgen, daher sei es nicht nachvollziehbar, wieso die MEDAS-

Begutachtung in deutscher Sprache nicht massgeblich sein sollte (act. G 6).

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B.e  Nachdem dem Beschwerdeführer am 3. Juli 2012 die unentgeltliche Rechtspflege 

und Rechtsverbeiständung gewährt wurde (act. G 7) und die Frist für eine Replik 

unbenützt verstrichen war, wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen (act. G 9).

Erwägungen:

1.    

1.1   Mit Verfügung vom 14. März 2012 lehnte die Beschwerdegegnerin das 

Leistungsgesuch des Beschwerdeführers ab. Der Beschwerdeführer lässt beantragen, 

die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab April 2011 eine ganze 

Invalidenrente zuzusprechen.

1.2   Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Rente der Invalidenversicherung.

2.     

2.1   Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, 

SR 831.20) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, Anspruch auf eine Rente (lit. a), 

wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine 

Dreiviertelsrente und ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze 

Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

2.2   Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind die zuständige Behörde und später 

das Gericht auf von den Ärzten zur Verfügung zu stellende Unterlagen angewiesen. 

Aufgabe des Arztes ist es denn auch, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Versicherte arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Im 

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Rahmen der freien Beweiswürdigung dürfen sich Verwaltung und Gericht weder über 

die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sind die ärztlichen 

Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer sozialversicherungsrechtlichen 

Tragweite zu übernehmen. Die rechtsanwendende Behörde hat sorgfältig zu prüfen, ob 

die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte 

(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, 

welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus, unbeachtlich sind 

(BGE 130 V 356, E. 2.2.5).

2.3   Hinsichtlich des Beweiswertes eine Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation und deren 

Zusammenhängen einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 125 V 352, E. 3a). So weicht denn auch das Gericht nach der Praxis nicht 

ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen 

Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 

einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen (BGE 125 V 352, E. 3b/aa).

2.4   Die Beschwerdegegnerin stellt ihre Bemessung des Invaliditätsgrades des 

Beschwerdeführers auf das MEDAS-Gutachten vom 29. September 2011 ab. Dagegen 

wendet die Rechtsvertreterin des Versicherten ein, da die psychiatrische Untersuchung 

ohne Hilfe eines Dolmetschers vorgenommen worden sei, könne dem Gutachten kein 

Beiweiswert zukommen. Dies war allerdings im Rahmen der Begutachtung vom 

Beschwerdeführer nicht bemängelt worden, im Gegenteil muss dem entgegen gehalten 

werden, dass der Gutachter festhielt, die Begutachtung sei auf Wunsch des 

Beschwerdeführers und bei einigermassen ausreichenden Deutschkenntnissen ohne 

Dolmetscher durchgeführt worden (IV-act. 126-3). Der Beschwerdeführer war bereits 

mit dem Terminaufgebot der MEDAS darauf hingewiesen worden, dass er bei allfälligen 

Schwierigkeiten sich zu verständigen, einen Dolmetscher mitbringen solle (IV-act. 46). 

Daher leuchtet es nicht ein, wieso dem Gutachten kein Beweiswert zukommen sollte, 

nur weil die Untersuchung in deutscher Sprache erfolgte. Die psychiatrische 

Behandlung bei Dr. D.___ erfolgt ebenfalls in Deutsch und seinem Bericht will der 

Beschwerdeführer vollen Beweiswert zumessen. Es besteht kein Grund zur Annahme, 

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dass der Gutachter die Beurteilung des Beschwerdeführers ohne Dolmetscher nicht 

sachgerecht durchführen konnte. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat 

grundsätzlich der Gutachter im Rahmen sorgfältiger Auftragserfüllung die Frage zu 

beantworten, ob für eine medizinische Abklärung der Beizug eines Dolmetschers im 

Einzelfall geboten ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 506/05 vom 

1. März 2006, E. 4.3). In diesem Rahmen befanden die Gutachter der MEDAS den 

Beizug eines Dolmetschers nicht für nötig. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte 

dafür, dass aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten zwischen Arzt und Patient die 

Begutachtung nicht umfassend und vollständig hätte erfolgen können.

2.5   Die Gutachter schätzten die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Tätigkeit auf ca. 20-30%, bezogen auf ein Vollzeitpensum. Die 

Arbeitsfähigkeit werde somatischerseits kaum eingeschränkt durch ein unspezifisches 

lumbales Schmerzsyndrom bei mässigen degenerativen Veränderungen der unteren 

LWS. Von wesentlicher Bedeutung seien psychische und soziale Faktoren, wobei die 

Foerster-Kriterien zum Teil erfüllt seien und das Leiden an Komorbidität gewonnen 

habe (IV-act. 127-12). Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird aus psychiatrischer 

Sicht begründet mit der beginnenden chronifizierten depressiven Störung mit leicht bis 

mittelgradigen Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der Ausdauer und der 

Konzentrationsfähigkeit. Bei festgestellten akzentuierten Persönlichkeitszügen lägen 

zudem eingeschränkte soziale Kompetenzen, insbesondere eine eingeschränkte 

Interaktionsfähigkeit und eine erhöhte Kränkbarkeit vor. Auch bestehe eine leicht 

eingeschränkte Stress- und Frustrationstoleranz sowie eine leicht verminderte 

emotionale Belastbarkeit und eine leichte Einschränkung des Umstellungs- und 

Anpassungsvermögens. Als adaptierte Tätigkeiten nannten die Gutachter einfache, 

angelernte Tätigkeiten ohne speziell erhöhte Anforderungen an die Stress- und 

Frustrationstoleranz, die emotionale Belastbarkeit, die Konzentrationsfähigkeit und die 

sozialen Kompetenzen. Unter diesen Voraussetzungen hielten sie die geschätzte 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der freien Wirtschaft für realisierbar. Als 

therapeutische Option sei die Fortführung der ambulanten psychiatrisch-

psychotherapeutischen Behandlung inklusive weitere Optimierung der 

Psychopharmakotherapie zu empfehlen. Der psychiatrische Gutachter riet auch zu 

verhaltenstherapeutischem Vorgehen mit klaren Zielvereinbarungen, dem weiteren 

Aufbau von Strategien zur Stressbewältigung und Förderung der 

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Entspannungsfähigkeit, zur Reduktion des schädlichen Gebrauchs von Alkohol, dem 

Aufbau eines für den Beschwerdeführer nachvollziehbaren psychosomatischen 

Krankheitsmodells, Besprechung von belastenden Lebensereignissen und Übungen 

zur Verbesserung der sozialen Kompetenzen. Die Prognose wurde als vorsichtig 

günstig eingestuft (IV-act. 127-8 f.). – Zusammenfassend basiert das Gutachten auf 

umfassenden Kenntnissen des Sachverhalts (einschliesslich der Vorakten) und die 

Experten, namentlich der psychiatrische Gutachter, haben die erhobenen Befunde und 

Beobachtungen ausführlich und nachvollziehbar beschrieben. Die Schlussfolgerungen 

leuchten ein, und die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung ist überzeugend 

begründet. Das MEDAS-Gutachten entspricht damit den Anforderungen der 

Rechtsprechung und es kann darauf abgestellt werden.

2.6   Die Einwendungen des Beschwerdeführers genügen nicht um die Schlüssigkeit 

des Gutachtens in Frage zu stellen. Es sprechen keine konkreten Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise. Der psychiatrische Gutachter begründet überdies seine 

von den vorbeurteilenden und behandelnden Psychiatern und Therapeuten 

abweichende Meinung klar und nachvollziehbar. Insbesondere hat er auch zum 

Ausdruck gebracht, dass beim Beschwerdeführer neben der depressiven Störung noch 

viele psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren gegeben seien. Solche, 

ebenso wie die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, seien beim bio-

psychosozialen Krankheitsmodell, von welchem die behandelnden Ärzte ausgehen 

würden, in deren Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit eingeflossen. Demgegenüber habe 

er als Gutachter diese Faktoren als IV-fremd zu markieren. Konsekutiv ergebe sich aus 

den genannten Gründen aus gutachterlicher Sicht eine geringere Arbeitsunfähigkeit 

von ca. 20-30% (IV-act. 127-10). Diesen Ausführungen kann gefolgt werden. 

Zusammenfassend hat das Gutachten damit vollen Beweiswert und dessen 

Einschätzungen betreffend die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ist zu folgen.

3.     

Nachdem auf die Einschätzung der MEDAS-Gutachter abzustellen ist, bleibt nach­

folgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

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3.1   Die Gutachter schätzen die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer 

adaptierten Tätigkeit auf 20-30%. Wenn seitens der Ärzte eine Bandbreite angegeben 

wird, ist für die Invaliditätsgradbemessung der Mittelwert zugrunde zu legen, vorliegend 

demzufolge 25% (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 9C_193/2009, 

E. 1.3.1, und vom 28. Dezember 2007, 9C_626/2007, E. 3.2).

3.2   Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gestützt auf einen Ein­

kommensvergleich zu bestimmen. Dazu wird gemäss Art. 16  des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Massgebend ist dabei die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Die Gutachter schätzen den Beschwerdeführer – wie oben 

gezeigt – in seiner bisherigen Tätigkeit als 75% arbeitsfähig ein. Vorliegend kann 

mangels repräsentativer Grundlage das Valideneinkommen des Beschwerdeführers 

nicht verlässlich ermittelt werden. Er war nur äusserst unregelmässig arbeitstätig, 

verdiente dabei unterdurchschnittlich wenig und ist nun schon seit längerer Zeit gar 

nicht mehr arbeitstätig (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto, IV-act. 36). Daher 

rechtfertigt es sich vorliegend, sowohl für das Valideneinkommen als auch für das 

Invalideneinkommen auf Tabellenlöhne abzustützen (Tabellenlohn gemäss 

Schweizerischer Lohnstrukturerhebung 2010, TA1, Anforderungsniveau 4, Männer).

3.3   Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu 

berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung und der Invaliditätsgrad entspricht 

dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom 

Tabellenlohn (BGE 126 V 75, SVR 2008 IV Nr. 2, I 697/05 E. 5.4). Beim 

Invalideneinkommen ist in Form eines entsprechenden Abzugs der Tatsache Rechnung 

zu tragen, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323, 

E. 3b/aa) und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

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unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 80, E. 5b/aa). 

Dabei ist der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei er 25% nicht übersteigen 

darf (BGE 134 V 327 E. 5.2).

3.4   Der Situation angemessen erscheint es vorliegend, einen Abzug von 10% vom

Tabellenlohn vorzunehmen. Unter Berücksichtigung der 75%igen Restarbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers ergibt sich daraus ein Invaliditätsgrad von 32.5% (1- [0.75 x 

0.9] x 100).

3.5   Wie unter Erw. 2.1 dargelegt besteht ab einem Invaliditätsgrad von 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Damit hat der Beschwerdeführer, beim festgestellten 

Invaliditätsgrad von 32.5% keinen Anspruch auf eine Rente. Auch wenn sich vorliegend 

ein höherer Invaliditätsgrad als von der Beschwerdegegnerin errechnet, ergibt, ändert 

sich im Ergebnis nichts.

3.6   Die Beschwerde ist damit abzuweisen und die angefochtene Verfügung vom 

14. März 2012 ist zu bestätigen.

4.     

4.1   Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) am 

3. Juli 2012 bewilligt (act. G 7). Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers es gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten 

und der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden (Art. 123 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/

SG).

4.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er­

scheint in der vorliegend beurteilten Angelegenheit als angemessen. Dem 

unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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St.Galler Gerichte

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu 

befreien.

4.3   Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 12'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verzichtete auf das 

Einreichen einer Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität der Streitsache eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- angemessen. Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 Anwaltsgesetz [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der 

Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal (BGE 125 V 201) mit 

Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3.      Der Staat hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Fr. 2'400.--

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.09.2014
	Rentenanspruch Art. 28 IVG. Würdigung eines medizinischen Gutachtens und Abstellen auf dessen Schlussfolgerungen. Abweisung der Beschwerde bei nicht rentenbegründendem Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. September 2014, IV 2012/152).

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