# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d552facb-bc8a-59de-92c3-817701ddfecf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-04-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.04.2004 B 2003/207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2003-207_2004-04-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2003/207

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 23.04.2004

Entscheiddatum: 23.04.2004

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.04.2004
Steuerrecht, Art. 314 StG (sGS 811.1). Der Zufluss einer Dividende einer vom 
Steuerpflichtigen beherrschten Aktiengesellschaft stellt ausserordentliches 
Einkommen dar, wenn die Höhe der Dividende im Verhältnis zu den 
Ausschüttungen in den Vorjahren und den erzielten Gewinnen und Verlusten 
als einmalige, nicht einer gefestigten Praxis entsprechenden Ausschüttung 
erscheint (Verwaltungsgericht, B 2003/207).

Anwesend: Präsident Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, lic. 

iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

 

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

vertreten durch den Amtsleiter-Stellvertreter, lic. iur. Hubert Hofmann,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Abteilung I/1, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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und

E.und K.I.

Beschwerdegegner,

vertreten durch ReviTrust Revision + Treuhand AG, Horst

Büchel und Irene Kehl, Bahnhofstrasse 7, 9471 Buchs,

betreffend

Einkommenssteuer (ausserordentliche Einkünfte 2000)

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Eheleute I. sind in X. wohnhaft. Der Ehemann ist Alleinaktionär und 

Verwaltungsratspräsident der E. I. AG mit Sitz in Y. Diese Gesellschaft ist in der 

Entwicklung und Herstellung sowie im Verkauf bzw. Handel mit Verpackungen und 

Verpackungsmaterialien aller Art sowie ähnlichen Produkten tätig. Daneben ist E. I. als 

Geschäftsführer der E. I. AG und der P. m.b.H. mit Sitz in W. (Oesterreich) angestellt.

Für die Hauptveranlagung 1999 wurden die Eheleute I. mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 103'600.-- zum Satz von Fr. 116'100.-- und einem steuerbaren 

Vermögen von Fr. 1'472'900.-- zum Satz von Fr. 1'887'000.-- veranlagt. Am 13. 

Februar 2002 nahm die Steuerbehörde per 1. Januar 1999 eine Revision infolge 

ausserordentlicher Aufwendungen in den Jahren 1999 und 2000 vor und veranlagte die 

Steuerpflichtigen ohne steuerbares Einkommen und mit einem steuerbaren Vermögen 

von Fr. 2'141'000.-- zum Satz von Fr. 2'463'000.--.

Aufgrund der Steuererklärungen 2001a und 2001b stellte die Steuerbehörde fest, dass 

die E. I. AG ihrem Alleinaktionär E. I. Dividendenzahlungen von Fr. 20'000.-- im Jahr 

1999 und von Fr. 100'000.-- im Jahr 2000 ausgerichtet hatte. Die Steuerbehörde 

qualifizierte von der Dividende des Jahres 2000 einen Anteil von Fr. 80'000.-- als 

ausserordentliches Einkommen. Die Pflichtigen stellten sich dagegen auf den 

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Standpunkt, es handle sich um ordentliches Einkommen. In der Folge wurden die 

Eheleute I.-Bihl mit einer separaten Jahressteuer auf ausserordentlichen Einkünften von 

Fr. 80'000.-- im Jahr 2000 veranlagt. Dagegen erhoben die Pflichtigen am 19. 

Dezember 2002 Einsprache mit dem Antrag, es sei von der Besteuerung der Dividende 

von Fr. 80'000.-- abzusehen. Mit Entscheid vom 21. Januar 2003 wies das kantonale 

Steueramt die Einsprache ab.

B./ Mit Eingabe vom 31. Januar 2003 erhoben die Pflichtigen Rekurs bei der 

Verwaltungsrekurskommission. Diese hiess den Rekurs mit Entscheid vom 29. Oktober 

2003 gut und hielt fest, die im Jahr 2000 ausgeschüttete Dividende stelle kein 

ausserordentliches Einkommen dar.

C./ Mit Eingaben vom 12. und 28. November 2003 erhob das kantonale Steueramt 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 29. 

Oktober 2003 sei aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 21. Ja-nuar 2003 sei 

zu bestätigen, unter Kostenfolge. Der Beschwerdeführer hält an seinem Standpunkt 

fest, es handle sich bei der Dividendenzahlung um ausserordentliche Einkünfte.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2003 unter Hinweis 

auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides auf Abweisung der Beschwerde.

Die Steuerpflichtigen lassen mit Eingabe ihrer Rechtsvertreter vom 17. Dezember 2003 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragen.

Auf die einzelnen Vorbringen der Beteiligten wird, soweit wesentlich, in den 

nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 196 Abs. 

1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG). Das kantonale Steueramt ist zur 

Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 196 Abs. 1 StG). Die Beschwerdeeingabe 

vom 12. November bzw. deren Ergänzung vom 28. November 2003 wurden rechtzeitig 

eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 

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196 Abs. 1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 

VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ a) Der Systemwechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung per 1. 

Januar 2001 hat zur Folge, dass die Veranlagung für die Steuerperiode 2001 von den 

Steuerfaktoren des Jahres 2001 ausgeht. Somit fallen die ordentlichen Einkünfte und 

Aufwendungen der beiden Vorjahre in die Bemessungslücke (M. Reich [Hrsg.], 

Postnumerandobesteuerung natürlicher Personen, Bern/Stuttgart/Wien 1993, S. 106). 

Aus Gründen der rechtsgleichen Behandlung sowie zur Verhinderung von erheblichen 

Disparitäten zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Steuerbelastung werden 

jedoch ausserordentliche Einkünfte, die in diesem Zeitraum erzielt werden, gleichwohl 

besteuert. Sie unterliegen gemäss Art. 314 Abs. 1 StG einer getrennt vom ordentlichen 

Einkommen berechneten Jahressteuer. Als ausserordentliche Einkünfte gelten dabei 

insbesondere Kapitalleistungen, aperiodische Vermögenserträge, Lotteriegewinne, 

Kapital- und Aufwertungsgewinne, Auflösungen von Wertberichtigungen, 

Rückstellungen und Rücklagen sowie Gewinne, die auf die Unterlassung 

geschäftsmässig begründeter Abschreibungen und Rückstellungen zurückzuführen 

sind (Art. 314 Abs. 2 StG).

b) Vorliegend ist wie bereits im Rekursverfahren umstritten, ob der Zufluss der 

Dividenden im Jahr 2000 als ausserordentliches Einkommen im Sinne von Art. 314 

Abs. 2 StG zu betrachten ist.

Ausserordentlich sind Einkünfte nicht schon dann, wenn sie im Vorjahresvergleich hoch 

ausfallen. Ein bloss quantitatives Kriterium genügt für die Unterscheidung in der Regel 

nicht. Grundsätzlich gelten alle einmaligen Leistungen als ausserordentlich. Darüber 

hinaus können sich Einkünfte als ausserordentlich qualifizieren, die üblicherweise zwar 

regelmässig fliessen, sich aber nach Grösse, Zahlungsgrund und Zeitpunkt in den 

Ausfalljahren als ungewöhnlich erweisen (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, 

Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl., Muri-Bern 1999, S. 190; 

VerwGE vom 2. Dezember 2003 i.S. P.H., z.Zt. in: www.gerichte.sg.ch; Richner/Frei/

Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, Zürich 1999, § 275 

N 30; D. Weber, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, Basel 

2002, Art. 69 StHG N 18). Unter diesem Gesichtspunkt zählen namentlich auch 

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Kapitalgewinne zu den ausserordentlichen Einkünften (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, 

a.a.O., S. 77 und 190).

Im weiteren ist eine Einkunft auch dann als ausserordentlich im Sinne von Art. 314 StG 

zu taxieren, wenn sie aperiodischer Natur ist, das heisst wirtschaftlich nicht dem 

entsprechenden Bemessungsjahr zugeordnet werden kann. Dies trifft etwa auf die 

Auflösung von stillen Reserven zu (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 190 f.; 

VerwGE vom 11. November 2003 i.S. E.C.-Sch., z.Zt. in: www.gerichte.sg.ch, und vom 

16. März 2004 i.S. K. und R.W.). Hier liegt das aperiodische Element darin, dass 

Gewinne aus den Vorjahren manifest werden. Die Gewinnverbesserung ist also nicht 

das Resultat unternehmerischer Leistung im betreffenden Geschäftsjahr, sondern die 

Folge von Gewinnverschiebungen. Der Grund für solche Gewinnverschiebungen ist 

steuerrechtlich irrelevant. Es spielt somit keine Rolle, weshalb stille Reserven aufgelöst 

wurden. Insbesondere ist nicht von Belang, ob es dem Steuerpflichtigen in den 

Vorjahren allenfalls verwehrt war, stille Reserven aufzulösen (VerwGE vom 16. März 

2004 i.S. K. und R.W.).

c) Die Vorinstanz erwog, Dividenden seien normalerweise nicht als aperiodische 

Vermögenserträge zu qualifizieren. Die Würdigung einer Einkunft setze jedoch stets die 

Berücksichtigung des Einzelfalles voraus. Zu den ausserordentlichen Einkünften 

zählten die Substanzdividenden. Schütte eine personenbezogene Kapitalgesellschaft in 

den Ausfalljahren erstmals oder im Vergleich der Vorjahre deutlich höhere Dividenden 

aus, obwohl ihr dies schon in den Vorjahren aufgrund der Geschäftsergebnisse möglich 

gewesen wäre, stelle diese Ausschüttung ausserordentliches Einkommen dar. 

Entscheidendes Kriterium sei die Kontinuität der Dividenden- bzw. 

Ausschüttungspolitik. Im vorliegenden Fall sei die im Jahr 2000 vorgenommene, 

gestützt auf das Geschäftsergebnis 1999 erfolgte Ausschüttung eines Betrags von Fr. 

100'000.-- im Vergleich zu den Ausschüttungen in den Jahren 1999, 2000 und 2001 

rund drei- bis fünfmal höher. Dies allein lasse aber ihre Qualifikation als 

ausserordentliches Einkommen beim Empfänger noch nicht zu. Die E. I. AG habe, 

nachdem sie 1995 einen Reinverlust von rund Fr. 360'000.-- erlitten und diesen in den 

nachfolgenden Jahren bis 1998 durch die Verrechnung mit Gewinnen und ohne 

Ausschüttung von Dividenden abgetragen habe, im Jahr 1998 erstmals wieder ein 

positives Ergebnis aus der Verlustverrechnung erzielt, was ihr erlaubt habe, eine 

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Dividende von Fr. 20'000.-- auszuschütten. In den Jahren davor wäre dies nicht 

möglich gewesen. Das gute Ergebnis im Jahr 1999 habe ihr schliesslich auch die 

Ausschüttung der strittigen Dividende von Fr. 100'000.-- im Jahr 2000 ermöglicht. Es 

falle zwar auf, dass, obwohl auch das Ergebnis des Jahres 2000 mit einem Reingewinn 

von Fr. 154'278.-- gut ausgefallen sei, 2001 bloss noch eine Dividende von Fr. 

30'000.-- ausgerichtet worden sei. Der Pflichtige erkläre dies damit, dass der 

Jahresabschluss per 31. Dezember 2000 erst gegen Ende des Jahres 2001 definitiv 

erstellt worden und bereits zu diesem Zeitpunkt absehbar gewesen sei, dass das 

Geschäftsjahr 2001 mit einem im Vergleich zu den Vorjahren erheblich tieferen 

Reingewinn ausfallen würde. Daher sei vorausschauend und vorsichtig zwecks Bildung 

einer Rücklage für 2001 lediglich noch eine Dividende von Fr. 30'000.-- beschlossen 

worden, obwohl der Erfolg des Jahres 2000 durchaus eine höhere Ausschüttung 

erlaubt hätte.

Die Verwaltungsrekurskommission kam zum Schluss, dieser Geschäftsentscheid 

erscheine angesichts des tatsächlich erzielten Jahresgewinns 2001 von lediglich rund 

Fr. 24'000.-- im Vergleich zu 1999 und 2000 mit über Fr. 130'000.-- durchaus 

nachvollziehbar. Dass auch im Folgejahr 2002 gestützt auf das Ergebnis 2001 lediglich 

Fr. 30'000.-- ausgeschüttet worden seien, könne durchaus im Zusammenhang mit 

einer vorsichtigen Geschäftspolitik gesehen werden. Zudem könne vorliegend gerade 

nicht gesagt werden, dass die AG im Jahr 2000 erstmals oder im Vergleich der Vorjahre 

eine deutlich höhere Dividende ausgeschüttet habe, obwohl ihr das schon in den 

Vorjahren möglich gewesen wäre. Die Dividende für 2000 sei im Vergleich zum Vorjahr 

und zu den Folgejahren zwar hoch ausgefallen, könne aber noch nicht als 

ungewöhnlich bezeichnet werden.

Dagegen wendet das kantonale Steueramt ein, ausserordentliches Einkommen könne 

auch dann vorliegen, wenn eine personenbezogende Aktiengesellschaft in der 

Bemessungslücke erstmals oder in aussergewöhnlichem Masse Dividenden 

ausschütte. Diese Voraussetzungen seien im vorliegenden Fall gegeben. Im Fall der 

Dividende drücke nicht die ausschüttende Gesellschaft den Einkünften den Stempel 

der Ausserordentlichkeit auf, sondern der Umstand, dass die Einkünfte beim 

Empfänger eine mit der Steuergerechtigkeit nicht zu vereinbarende Disparität zwischen 

seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Bemessungsjahr und seiner 

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Steuerbelastung hinterlassen würden. Mit anderen Worten müsse nicht die 

Dividendenausschüttung der Gesellschaft ausserordentlich sein, sondern der 

Einkommenszufluss beim Aktionär. Es könne nicht massgebend sein, welche Politik die 

Gesellschaft verfolge, wie sie die Dividenden finanziere oder aus welchen sachlichen 

Motiven eine Dividende ausgeschüttet werde. Die Vorinstanz habe die Zuordnung des 

Einkommens der Beschwerdegegner aus der Sicht der Gesellschaft beurteilt. Dies sei 

nach der Praxis der Kantone Zürich und St. Gallen nicht sachgerecht. Werde die 

Dividende nach bemessungsrechtlichen Grundsätzen aus der Sicht des 

Einkommensempfängers betrachtet, so stellten die Ausschüttungen aufgrund ihrer 

Erstmaligkeit, ihrer Herkunft und ihrer Höhe ausserordentliche Einkünfte dar. Aus der 

Sicht der beiden Ausfalljahre liege objektiv gar keine Dividendenpolitik vor, und erst 

recht sei nichts von deren Kontinuität erkennbar. Die Erstmaligkeit der 

Dividendenausschüttung in der Bemessungslücke hätte unter Berücksichtigung der 

Natur des Neuzuflusses und im Vergleich mit dem periodischen Fluss des 

durchschnittlich bemessenen Einkommens vielmehr dazu führen müssen, dass beide 

Dividenden in vollem Ausmass als ausserordentliche Einkünfte separat besteuert 

würden. Nachdem die Veranlagungsbehörde jedoch fälschlicherweise eine Dividende 

von Fr. 20'000.-- als ordentlich qualifiziert habe, wofür bemessungsrechtlich bei den 

Beschwerdegegnern kein nachvollziehbarer Grund bestehe, werde in diesem Stadium 

des Verfahrens auf eine reformatio in peius verzichtet.

d) Die Gesellschaft erzielte folgende Gewinne bzw. tätigte folgende Ausschüttungen:

Geschäftsjahr 1997 1998 1999 2000 2001

Gewinn-/Verlustvortrag 1.1. -124'088 -50'511 4'754 19'128 143'406

Reingewinn 73'577 79'265 132'374 154'278 23'934

Total Gewinn-/Verlustverr. -50'511 28'754 137'128 173'406 167'340

Zuweisung gesetzl. Reserven 0 4'000 18'000 0 0

Dividende 0 20'000 100'000 30'000 30'000

Vortrag auf neue Rechnung -50'511 4'754 19'128 143'406 137'340

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Dividendenzahlung im Jahr 1999 2000 2001 2002

Das Verwaltungsgericht hielt in einem unlängst gefällten Urteil in Anlehnung an die 

Praxis des Kantons Zürich fest, auch Substanzdividenden seien aus der Sicht der 

ausschüttenden Gesellschaft aperiodische Vermögenserträge. Beim empfangenden 

Aktionär bildeten sie jedoch mit Blick auf Sinn und Zweck von Art. 314 StG nur dann 

ausserordentliche Einkünfte, wenn sie eine mit der Steuergerechtigkeit nicht zu 

vereinbarende Disparität zwischen dessen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit im 

Bemessungsjahr und der Steuerbelastung bewirkten. In bezug auf den Aktionär sei 

nicht massgebend, auf welche Art Dividenden von der Gesellschaft finanziert worden 

seien. Es komme deshalb auch nicht darauf an, aus welchen sachlichen Motiven die 

Dividende im Ausfalljahr ausgeschüttet worden sei oder ob der Empfänger als 

Verwaltungsrat auf die Dividendenpolitik wesentlichen Einfluss habe nehmen können. 

Daher sei zu prüfen, ob das Dividendeneinkommen im Ausfalljahr im Vergleich mit dem 

periodischen Fluss der Einkommensquelle und unter Berücksichtigung von deren Natur 

zu einer unhaltbaren Verzerrung von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und 

Steuerbelastung führe (zur Publikation bestimmter VerwGE vom 11. November 2003 

i.S. E.C.-Sch. mit Hinweis auf StE 2003 B 65.4 Nr. 12). Im konkreten Fall wurde dies 

bejaht, da in den drei vorangegangenen Jahren jeweils keine Dividende ausgeschüttet 

worden war.

Nach der neuesten Rechtsprechung des Bundesgerichts können auch Dividenden, die 

nicht als Substanzdividenden zu qualifizieren sind, sondern ihrer Natur nach 

regelmässig fliessen, als aperiodisches Einkommen erfasst werden (BGE 2P.181/2003 

vom 21. Januar 2004 mit Hinweis auf StE 2002 B 65.4 Nr. 11). Das Bundesgericht hat 

ausserdem bei einer grundlegenden Veränderung der Dividendenpolitik einer 

personenbezogenen Aktiengesellschaft das Merkmal der Ausserordentlichkeit bejaht 

(BGE 2P.199/2003 bzw. 2A.342/2003 vom 21. Januar 2004).

Aufgrund der vorliegenden Akten schüttete die Gesellschaft im Jahr 1999 erstmals seit 

längerer Zeit wieder eine Dividende aus. Zuvor hatte sie seit 1995 einen erheblichen 

Verlust abzutragen. Ueber die Verhältnisse vor 1995 enthalten die Akten und die 

Ausführungen der Beteiligten keine näheren Angaben. Von dem im Jahr 1998 nach der 

letzten Verlustverrechnung erzielten Reingewinn von Fr. 28'754.-- wurde ein Grossteil, 

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nämlich Fr. 20'000.--, im Jahr 1999 als Dividende ausgeschüttet. Ebenso wurde von 

dem im Jahr 1999 erzielten Reingewinn von Fr. 137'128.-- ein Grossteil, nämlich Fr. 

100'000.--, im Jahr 2000 als Dividende ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2000 lag der 

Reingewinn mit Fr. 173'406.-- sogar noch über jenem des Jahres 1999, doch betrug 

die Dividendenausschüttung im Jahr 2001 lediglich noch Fr. 30'000.--. Das Argument 

der Steuerpflichtigen, im Jahr 2001 sei die Ausschüttung reduziert worden, da sich ein 

Rückgang des Reingewinns im Jahr 2001 abgezeichnet habe, ist nicht überzeugend. 

Die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Gesellschaft ihren Jahresabschluss per 

Ende 2000 erst gegen Ende 2001 definitiv erstellt habe und zu diesem Zeitpunkt der 

Rückgang des Reingewinnes im Geschäftsjahr 2001 bereits absehbar gewesen sei, 

weshalb vorausschauend und vorsichtig für 2001 lediglich noch eine Dividende von Fr. 

30'000.-- beschlossen worden sei, obwohl der Erfolg des Jahres 2000 durchaus eine 

höhere Ausschüttung erlaubt hätte, stützt sich ausschliesslich auf die Behauptung der 

Beschwerdegegner. Sie findet in den Akten jedoch keine Stütze. Die 

Rechnungsabschlüsse der Gesellschaft wurden nicht eingereicht und Angaben über 

den genauen Zeitpunkt des Rechnungsabschlusses nicht gemacht. Die Erstellung des 

Jahresabschlusses hat ohnehin im ersten Halbjahr nach dem Geschäftsjahr zu 

erfolgen; ein späterer Abschluss widerspräche der Vorschrift von Art. 699 Abs. 2 OR.

Der geltend gemachten vorsichtigen Dividendenpolitik bzw. der Begründung für die 

Reduktion der Ausschüttung im Jahr 2001 widersprach es, nach mehreren 

Verlustjahren zwischen 1995 und 1997 bereits den relativ bescheidenen im Jahr 1998 

erzielten Gewinn und jenen des Folgejahres grösstenteils auszuschütten. Hätte sich die 

Gesellschaft an den Grundsatz einer vorsichtigen Ausschüttungspolitik gehalten, wie 

sie als Grund für das Vorgehen ab 2001 geltend gemacht wird, so hätte sie nicht in den 

Jahren 1999 und 2000 den grössten Teil des Gewinnes als Dividende ausgeschüttet.

Im vorliegenden Fall gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die 

Dividendenzahlung im Jahr 2000 das Merkmal der Einmaligkeit trägt und nicht als 

Ergebnis der üblichen Ausschüttungspraxis qualifiziert werden kann. In diesem Sinn 

führt die Dividende im Jahr 2000 zu einer erheblichen Verzerrung der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit und der Steuerbelastung der Beschwerdegegner. Hinzu kommt, 

dass der Beschwerdegegner Alleinaktionär und Verwaltungsratspräsident der 

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Gesellschaft ist, was bedeutet, dass er den Beschluss über den Mittelabfluss aus der 

Gesellschaft und somit die Ausschüttungspraxis entscheidend beeinflussen konnte.

Unbegründet ist der Einwand der Beschwerdegegner, die Veranlagungsbehörde habe 

einen Tatbestand der Steuerumgehung angenommen. Dieser Tatbestand wurde im 

vorliegenden Fall nie in Erwägung gezogen. Zutreffend ist allerdings, dass keine 

Substanzdividende vorliegt. Dies wurde indes von der Beschwerdeführerin nicht 

geltend gemacht. Wie erwähnt, sind aber auch ordentliche Dividenden unter gewissen 

Umständen als ausserordentlich zu qualifizieren. Diese Umstände sind im vorliegenden 

Fall erfüllt.

d) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Vorinstanz die streitigen Dividendeneinkünfte zu Unrecht nicht als ausserordentliches 

Einkommen qualifiziert hat. Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen und der 

angefochtene Rekursentscheid vom 29. Oktober 2003 aufzuheben. Entsprechend dem 

Begehren des Beschwerdeführers ist der Einspracheentscheid vom 21. Januar 2003 zu 

bestätigen, und die Beschwerdegegner sind für das Jahr 2000 mit einem 

ausserordentlichen Einkommen von Fr. 80'000.-- zu veranlagen.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdegegnern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, 

sGS 941.12).

Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- sind ebenfalls den 

Beschwerdegegnern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP).

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Die Beschwerdegegner sind 

unterlegen (Art. 98bis VRP), und dem Beschwerdeführer steht als verfügende Behörde 

kein Anspruch auf Kostenersatz zu.

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Rekursentscheid vom 29. Oktober 2003 

aufgehoben.

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2./ Die Steuerpflichtigen ... werden in Bestätigung des Einsprache-Entscheids vom 21. 

Januar 2003 für das Jahr 2000 mit einem ausserordentlichen Einkommen von Fr. 

80'000.-- veranlagt.

3./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.-- bezahlen die 

Beschwerdegegner.

4./ Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- bezahlen die 

Beschwerdegegner.

5./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung dieses Entscheides an:

 

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den Beschwerdeführer–

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegner (durch ReviTrust–

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