# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1bc5378-8388-55fd-9ab7-5920314bdcd5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.08.2023 SB220493
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220493_2023-08-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB220493-O/U11/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, lic. iur. S. Volken 

und Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Keller sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw T. Künzle

Beschluss vom 31. August 2023
(Nachtrag zum Urteil vom 28. August 2023)

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Kloiber, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und 
Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 
10. Abteilung - Einzelgericht, vom 4. Mai 2022 (GG220025)

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Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 28. August 2023 wurde das vorliegende Verfahren in der Sache 
erledigt (Urk. 55). 

2. In Dispositivziffer 3 des Urteilsdispositivs wurde festgehalten, dass der Beschul-
digte unter Einbezug der widerrufenen Strafe gemäss Ziff. 2 des Dispositivs mit 

einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft werde. Der Beschuldigte 

befand sich 72 Tage in Haft (Urk. 12/1+9). Die Anrechnung der Haft wurde im 

schriftlich eröffneten Dispositiv offensichtlich vergessen, was es folglich von Amtes 

wegen zu berichtigen gilt. 72 Tagessätze der Geldstrafe gelten demnach bereits 

als durch Haft geleistet (vgl. Art. 51 StGB). 

3. Gestützt auf Art. 83 Abs. 1 StPO ist ein offensichtlich unvollständiges Dispositiv 
eines Entscheides von Amtes wegen zu berichtigen, weshalb über die erwähnte 

Haftanrechnung mittels Nachtragsbeschluss zum Urteil vom 28. August 2023 zu 

befinden ist. 

4. Der berichtigte Entscheid ist den Parteien zu eröffnen (Art. 83 Abs. 4 StPO). Für 
die Berichtigung sind keine Kosten zu erheben und mangels Parteiaufwand sind 

keine Entschädigungen zuzusprechen. 

Es wird beschlossen:

1. Dispositiv-Ziffer 3 des Urteilsdispositivs des Obergerichtes des Kantons 

Zürich, I. Strafkammer, vom 28. August 2023 (Geschäfts-Nr. SB220493) wird 

wie folgt berichtigt:

" 3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafe gemäss 

Ziff. 2 bestraft mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.– als 

Gesamtstrafe, wovon 72 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten."

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2. Für die Berichtigung werden keine Kosten erhoben und keine Entschädi-

gungen zugesprochen. 

3. Schriftliche Mitteilung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl.

4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 31. August 2023

Der Präsident:

lic. iur. M. Langmeier

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw T. Künzle