# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 583d20fe-ca1e-54bf-be47-98324f28fb28
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.05.2010 D-3128/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3128-2010_2010-05-05.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3128/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...],
B._______, geboren [...],
C._______, geboren [...],
D._______, geboren [...], Serbien,
c/o EVZ,  
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. April 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3128/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge den Heimat-
staat am 4. April 2010 verliessen und am 5. April 2010 in der Schweiz 
um Asyl nachsuchten,

dass die  Beschwerdeführenden am 8. April  2010 im Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Z._______ summarisch zu den Personalien, 
zum Reiseweg und zu den Gesuchsgründen befragt wurden, 

dass die Beschwerdeführenden am 20. April 2010 vom BFM direkt zu 
den Asylgründen angehört wurden,

dass sie bei  den Befragungen im Wesentlichen geltend machten,  er 
(der  Beschwerdeführer)  habe  seit  seiner  Kindheit  mit  seinen  Eltern, 
welche sich ständig gestritten hätten und Alkoholiker seien, Probleme 
gehabt,

dass er vor der Heirat (2000) seinen Namen habe ändern lassen, weil 
die Nachbarn sowie die Polizei geglaubt hätten, er sei Albaner,

dass er danach keine Probleme mehr gehabt habe,

dass sich die Schwierigkeiten mit den Eltern nach der Heirat und der 
Geburt der Kinder noch verstärkt hätten,

dass er und seine Familie immer wieder von zu Hause verjagt worden 
seien und draussen hätten übernachten müssen,

dass sie das Elternhaus nach der Geburt des Sohnes endgültig hätten 
verlassen müssen und fortan auf dem Bahnhofsgelände gehaust hät-
ten,

dass sein Sohn kurz nach der Geburt am Herzen operiert worden und 
die  vom behandelnden  Arzt  erwähnten,  aber  ausgebliebenen  mögli-
chen Folgen der Operation erst jetzt eingetroffen seien, 

dass  sein  Sohn  aus  hygienischen  Gründen  von  der  Schule  ausge-
schlossen worden sei, weil man in der Behausung auf dem Bahnhofs-
gelände über kein Bad verfügt habe,

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dass er  (der Beschwerdeführer)  nur gelegentlich ein Einkommen er-
zielt habe und deswegen eine Wohnung nicht habe bezahlen können, 

dass Anträge auf Sozialhilfe mit der Begründung, er sei arbeitsfähig, 
abgelehnt worden seien, 

dass die Polizei  ihnen nicht erlaubt habe, auf dem Bahnhofsgelände 
zu wohnen und sie von dort immer wieder vertrieben habe, wobei sie 
verprügelt worden seien,

dass sie (die Beschwerdeführenden) kurz vor der Ausreise von Unbe-
kannten aufgefordert worden seien, das Bahnhofsgelände und Serbien 
zu verlassen, 

dass sie von diesen Leuten geschlagen und mit dem Tod bedroht wor-
den seien, 

dass sie unter anderem im Auftrag dieser Unbekannten während eines 
Monats hätten betteln gehen müssen, 

dass eine Anzeige bei der Polizei nichts genützt habe, 

dass sie (die Beschwerdeführenden) in der Folge von den Unbekann-
ten verprügelt worden seien,

dass man ihnen die Kinder für eineinhalb Stunden weggenommen ha-
be,  sie  (die Beschwerdeführenden) zum Passamt begleitet  habe, wo 
sie Pässe hätten beantragen müssen und schliesslich auch erhalten 
hätten,

dass sie in Begleitung dieser unbekannten Personen in einem Reise-
bus bis nach Z._______ gebracht worden seien,

dass dem Beschwerdeführer ausdrücklich gesagt worden sei, auf kei-
nen Fall nach Hause zurückzukehren,

dass sie (die Beschwerdeführenden) im Falle einer Rückkehr grosse 
Angst hätten, von diesen Leuten umgebracht zu werden,

dass  die  Beschwerdeführerin  (Ehefrau/Mutter)  zusätzlich  vorbrachte, 
seit ungefähr zwei Monaten an Diabetes erkrankt zu sein, was ihr von 
dem sie behandelnden Hausarzt in Serbien mitgeteilt worden sei,

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dass das BFM mit Verfügung vom 23. April  2010 – eröffnet am glei-
chen Tag –  in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  die  Asylgesuche  nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 30. April 2010 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erho-
ben und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zuer-
kennung der Flüchtlingseigenschaft  sowie die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021) beantragten, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Mai 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teil-
genommen haben, durch den angefochtenen Entscheid besonders be-
rührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  sind  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  – mit  nachfolgender  Einschränkung  – auf  die  im Übrigen  frist- 
und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108 
Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 52 Abs. 1 
VwVG),

dass die Verfügung als Anfechtungsgegenstand in der Bundesverwal-
tungsrechtspflege  den  äusseren  Rahmen  bildet,  innerhalb  welchem 
die Parteien der Rechtsmittelinstanz ein Rechtsverhältnis zur Beurtei-
lung unterbreiten können,

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dass der  durch  die  Parteibegehren  definierte  Streitgegenstand nicht 
über  den  Anfechtungsgegenstand  hinaus  reichen  darf,  Gegenstand 
des Beschwerdeverfahrens somit grundsätzlich nur sein kann, was Ge-
genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Ge-
setzesauslegung  hätte  sein  sollen  (vgl.  ANDRÉ MOSER,  in:  Auer/Mül-
ler/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-
tungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 3 zu Art. 52,   CHRISTOPH AUER, 
Streitgegenstand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der verwaltungs-
rechtlichen  Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  63;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bun-
des, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149),

dass die angefochtene Verfügung vom 23. April 2010 keine Regelung 
betreffend Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft enthält,

dass mit den Begehren, es sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerken-
nen, der Streitgegenstand in unzulässiger Weise über den in der ange-
fochtenen Verfügung geregelten Anfechtungsgegenstand hinaus erwei-
tert wird (vgl.  AUER, a.a.O., S. 63; BGE 110 V 51 E. 3c), weshalb auf 
den betreffenden Antrag nicht einzutreten ist,

dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  demnach  –  sofern  es  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  darauf  be-
schränkt,  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass hingegen das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol-
gung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge Staatsange-
hörige  von Serbien sind,  der  Bundesrat  Serbien  mit  Beschluss  vom 
1. April 2009 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und 
auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprüfung (vgl. 
Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichtein-
tretensentscheides – in Übereinstimmung mit dem BFM – gestützt auf 
Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, 
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Be-
zug auf Serbien bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit  wi-
derlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur 
Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 
E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 

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auf den ersten Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 
S. 16 f.),

dass als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, wenn sie 
in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen 
ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten 
sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaf-
ten  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat,  solchen 
Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, 
des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-
lichen psychischen Druck bewirken gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass  Verfolgung  durch  nichtstaatliche  Akteure  nur  dann  asylrelevant 
sein kann, wenn die verfolgte Person nicht auf den adäquaten Schutz 
der Behörden des Heimatstaates zählen kann, indem es der betroffe-
nen Person nicht möglich ist, im Heimatland effektiv Zugang zu einer 
funktionierenden Infrastruktur zu haben und ihr deren Inanspruchnah-
me nicht zumutbar ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 18), 

dass vorliegend indessen  – in  Übereinstimmung mit  der  Beurteilung 
des BFM – von einem adäquaten staatlichen Schutz für die Beschwer-
deführenden auszugehen ist, 

dass der Vorinstanz diesbezüglich beizupflichten ist, dass sich die La-
ge der ethnischen Minderheiten im Zuge des demokratischen Wandels 
in Serbien entspannt hat und am 25. Februar 2002 das Bundesgesetz 
zum  Schutz  und  zur  Freiheit  der  nationalen  Minderheiten,  welches 
auch für die anerkannte Minderheit der Roma Geltung beansprucht, in 
Kraft getreten ist, 

dass  zwar  vereinzelte  Benachteiligungen  und  Schikanen  gegenüber 
Roma nicht ausgeschlossen werden können, indessen der serbische 
Staat Übergriffe durch Drittpersonen nicht billigt oder unterstützt, son-
dern  sich  grundsätzlich  als  schutzwillig  und  schutzfähig  erweist  und 
solche Vorfälle strafrechtlich verfolgt, wobei es dabei allerdings verein-
zelt vorkommen kann, dass polizeilich untergeordnete Behörden trotz 
entsprechender Anzeige die notwendigen Untersuchungsmassnahmen 
nicht einleiten, 

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dass indessen in solchen Fällen die Möglichkeit besteht, gegen fehlba-
re  Beamte  auf  dem  Rechtsweg  vorzugehen  und  die  zustehenden 
Rechte bei höheren Instanzen einzufordern, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach freisteht, entsprechende 
rechtliche Schritte gegen allfällige fehlbare Beamte einzuleiten, 

dass  – ungeachtet zahlreicher Widersprüche und Unstimmigkeiten in 
den Aussagen der Beschwerdeführenden und sich daraus ergebender 
Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen – das BFM demnach in 
der angefochtenen Verfügung zu Recht zum Schluss gelangte, die von 
den Beschwerdeführenden dargelegten Vorbringen, wegen ihrer Zuge-
hörigkeit zur ethnischen Minderheit  der Roma, Übergriffen durch Un-
bekannte ("serbische Bande") ausgesetzt gewesen zu sein und dage-
gen erfolglos bei der Polizei interveniert zu haben, seien als nicht asyl-
relevant zu erachten,

dass hinsichtlich der Ausführungen in der Beschwerde – eine Ausein-
andersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen unterbleibt grund-
sätzlich – zum einen festzuhalten ist, dass allein mit der erneuten Be-
rufung auf die Zugehörigkeit zur serbischen Minderheit der Roma und 
den in  diesem Zusammenhang geltend gemachten widrigen Lebens-
umstände noch keine individuelle Betroffenheit im Sinne der asylrecht-
lichen Bestimmungen dargelegt wird,

dass zum andern – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden – 
die Beurteilung des Asylgesuchs unter  dem Gesichtspunkt  der "Ver-
sklavung"  (Opfer  einer  Bande)  bereits  Gegenstand  des  vorinstanz-
lichen Verfahrens bildete und das entsprechende Ergebnis seinen Nie-
derschlag  in  der  angefochtenen  Verfügung  gefunden  hat  (I/Ziff.  1,  2 
und 5; vgl. auch oben),

dass  in  der  Beschwerde  somit  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht 
wird,  was allenfalls  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnte,  da 
sich  die Beschwerdeführenden darin  hauptsächlich darauf  beschrän-
ken, bereits dargelegte Sachverhaltsfragmente zu wiederholen, 

dass  demzufolge die  Auffassung des BFM, wonach im vorliegenden 
Fall keine Hinweise auf eine Verfolgung bestehen, zu bestätigen ist,

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dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetre-
ten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich  sind,  die den Beschwerdeführenden im Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführenden,  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle  einer Rückkehr schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass zwar  – wie bereits erwähnt  – Übergriffe von Privatpersonen auf 
Angehörige der Roma und teilweise behördliche Schikanen sowie Dis-
kriminierungen nicht völlig ausgeschlossen werden können, diese in-
dessen im Allgemeinen nicht ein Ausmass erreichen, das den Vollzug 
der Wegweisung als unzumutbar erscheinen liesse, 

dass  auch  keine  individuellen  Gründe  ersichtlich  sind,  welche  die 
Rückkehr  der  Beschwerdeführenden als  unzumutbar  erscheinen las-
sen würden, 

dass die Beschwerdeführenden über eine Grundschulbildung verfügen 
und der  Beschwerdeführer sich und die Familie  während Jahren vor 
der  Ausreise  trotz  den  behaupteten  widrigen  Lebensumständen  mit 
Gelegenheitsarbeiten stets durchzubringen wusste,

dass  –  nebst  familiären  Verwandten  –  gemäss  Aussagen  des  Be-
schwerdeführers auch wohlgesinnte Nachbarn in  Serbien leben (vgl. 
Protokoll der direkten Bundesanhörung Frage 27 f., S. 5), 

dass Gründe medizinischer  Natur  einem allfälligen Vollzug der Weg-
weisung unter dem Zumutbarkeitsaspekt ebenfalls nicht entgegenste-
hen, ist doch die Versorgung respektive Behandlung der in Bezug auf 
den Sohn und die Mutter geltend gemachten gesundheitlichen Beein-
trächtigungen in Serbien gewährleistet,

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dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglich aus-
führlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der ange-
fochtenen Verfügung (II/Ziff. 2) verwiesen werden kann,

dass in Berücksichtigung sämtlicher für den vorliegenden Fall relevan-
ter Aspekte der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erach-
ten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  den Beschwerdeführenden ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Begeh-
ren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführenden durch  Vermittlung  des  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrums  Z._______  (Einschreiben; Beilage:  Einzah-
lungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrums Z._______ (per Tele-
fax zu den Akten Ref.-Nr. N [...], mit der Bitte um Eröffnung des Ur-
teils an die Beschwerdeführenden und um Zustellung der beiliegen-
den Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- [die zuständige kantonale Behörde] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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