# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97974c0f-30ed-52e8-b14c-ea4d3999c4b0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.11.2016 B 2014/228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-228_2016-11-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/228

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.11.2016

Entscheiddatum: 24.11.2016

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.11.2016
Bau- und Planungsrecht – Schutzverordnung, Zuweisung einer Parzelle zum 
Ortsbildschutzgebiet (Art. 98 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 99 Abs. 3 und 
4 BauG, sGS 731.1). Die mit der Zuweisung eines Grundstücks zum 
Ortsbildschutzgebiet verbundene Eigentumsbeschränkung ist zulässig, 
wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse 
liegt und verhältnismässig ist. Im konkreten Fall ergibt sich, dass das 
Grundstück des Beschwerdeführers Teil eines bedeutenden Ortsbildes ist: 
Es liegt an einer Hauptstrasse, die unmittelbar dorfeinwärts von diversen 
Kulturobjekten gesäumt wird, zu denen der Zusammenhang weder durch 
den Strassenraum noch durch andere Gebäude unterbrochen ist. Nach den 
Planungsvorgaben des Inventars schützenswerter Ortsbilder von kantonaler 
Bedeutung ist es Teil eines architekturhistorisch wertvollen Gebiets, dessen 
Bebauung grundsätzlich in seiner Substanz zu erhalten ist. Das öffentliche 
Interesse am Schutz des Ortsbildes überwiegt die vorwiegend finanziellen 
Interessen des Grundeigentümers an der Entlassung aus dem 
Schutzperimeter (Verwaltungsgericht, B 2014/228). Entscheid vom 
24. November 2016

Besetzung

 

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Zindel; Ersatzrichter Engeler; 

Gerichtsschreiber Wehrle

 

Verfahrensbeteiligte

A.Y.,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. Patrick Stach und/oder lic. iur. Michael Kummer, 

Stach Rechtsanwälte AG, Poststrasse 17, Postfach 1944, 9001 St. Gallen,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde X., Gemeinderat,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecher Christoph Bernet, factum advocatur, Davidstrasse 1, 

Postfach 635, 9001 St. Gallen,

Gegenstand

Ortsplanungsrevision / Schutzverordnung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.Y. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 000, Grundbuch X., mit einer Fläche von 

3‘622 m2; dieses ist der Wohn-Gewerbe-Zone 3 (WG3) zugewiesen (Zonenplan vom 

28. April 2014). Nach der Schutzverordnung vom 28. März 1995 liegt dieses am 

äussersten östlichen Rand eines Ortsbildschutzgebietes. Die Parzelle grenzt im Süden 

an die K.-strasse, die als Kantonsstrasse 2. Klasse in Richtung Osten aus der Ortschaft 

hinausführt, und im Norden an die Bahnlinie St. Gallen-Zürich. Sie ist mit einem 

dreistöckigen Wohnhaus (Strickbau auf Sandsteinsockel, Nr. 0001) und – 

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zurückversetzt – mit zwei weiteren Gebäuden, einem ehemaligen Angestelltenhaus 

(Nr. 0002) und einem Ökonomiegebäude mit Garagenanbau (Nrn. 0003 und 0004), 

überbaut.

Die heutige Zuweisung der Parzelle zum Ortsbildschutzgebiet geht auf einen Beschluss 

des Gemeinderates X. vom 2. Oktober 1989 zurück, womit u.a. eine neue 

Schutzverordnung mit Schutzplan erlassen wurde. Damals war vorgesehen, die 

Liegenschaft Nr. 000 zusammen mit den westlich und südlich angrenzenden 

Grundstücken wie bis anhin dem Ortsbildschutzgebiet zuzuordnen und die Gebäude 

Nrn. 0001, 0002 und 0003 als Kulturobjekte zu bezeichnen (vgl. vi-act. 23/1). Gegen die 

Zuweisung zum Ortsbildschutzgebiet wehrte sich die Eigentümerin erfolglos (Entscheid 

des Bundesgerichtes vom 6. Juni 1996 im Verfahren 1P.763/1993, vgl. vi-act. 23/2), 

hingegen setzte sie sich mit der Auffassung durch, dass ihre Gebäude keinen 

Objektschutz i.S. eines Kulturobjektes verdienten (Entscheid des Verwaltungsgerichts 

vom 30. Mai / 12. Juni 1997 im Verfahren B 134/1996, vgl. vi.-act. 29).

B. Im Jahr 2006 leitete die Gemeinde X. eine Totalrevision der Ortsplanung ein. Im 

überarbeiteten kommunalen Richtplan (2009, www. … .ch) hielt sie fest, dass eine 

Überprüfung der Ortsbildschutzgebiete insbesondere hinsichtlich deren Abgrenzung 

sinnvoll erscheine, weil das bestehende Ortsbildinventar aus den 1980er Jahren datiere 

(Objektblatt S 5.1). Der Ortsbildschutzperimeter im Bereich Zentrum sollte unter 

Überprüfung und allfälligem Einbezug erhaltenswerter Gesamtquartiere angepasst 

werden (Objektblatt 5.1.4).

Gegen die am 4. Mai 2010 vom Gemeinderat erlassene Schutzverordnung (www. 

… .ch), die im Bereich des Grundstücks Nr. 000 eine unveränderte Abgrenzung des 

Ortsbildschutzgebietes vorsieht, erhob A.Y. Einsprache. Er beantragte im 

Wesentlichen, dass sein Grundstück aus dem Ortsbildschutzperimeter entlassen werde 

(vi-act. 12/1 und 2). Mit Beschluss vom 8. März 2011 wies der Gemeinderat die 

Einsprache in dieser Hinsicht ab, hiess sie jedoch mit Blick auf einige eventualiter 

beantragte Änderungen des Normtextes der neuen Schutzverordnung teilweise gut 

(vgl. vi-act. 12/4). Zuvor war ein Augenschein durchgeführt worden (Protokoll in vi-

act. 12/3). Eine von A.Y. gegen die durch den ersten Einspracheentscheid am 8. März 

2011 geänderte und erneut aufgelegte Schutzverordnung gerichtete Einsprache wies 

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der Gemeinderat am 13. Dezember 2011 ab (vi-act. 12/8). Mit Schreiben vom 21. März 

2012 eröffnete der Gemeinderat A.Y. die Rekursfrist (vi-act. 12/9).

C. A.Y. erhob am 30. März 2012 Rekurs beim Baudepartement, wobei er schliesslich 

beantragte, die in seiner Sache ergangenen Einspracheentscheide seien aufzuheben 

und die Schutzverordnung mit Schutzplan sei derart abzuändern, dass sein 

Grundstück Nr. 000 aus dem Ortsbildschutzgebiet zu entlassen sei. Nach 

Durchführung eines Augenscheins wies die Rekursinstanz das Rechtsmittel mit 

Entscheid vom 5. November 2014 ab, soweit sie darauf eintrat.

D. Am 18. November 2014 erhob Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Stadelmann für A.Y. 

(Beschwerdeführer) Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Die nunmehrigen 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Dr. Patrick Stach und lic. iur. Michael 

Kummer, ergänzten die Beschwerde am 22. Januar 2015 (act. 12). Der 

Beschwerdeführer beantragte die Aufhebung des Rekursentscheides und die 

Abänderung der Schutzverordnung vom 4. Oktober 2010 insofern, als das Grundstück 

des Beschwerdeführers aus der Ortsbildschutzzone zu entlassen sei; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Das Baudepartement (Vorinstanz) und die Politische 

Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) beantragten mit Vernehmlassungen vom 

11. bzw. 20. Februar 2015 Abweisung der Beschwerde (act. 14 und 17). Der 

Beschwerdeführer reichte am 20. März 2015 eine weitere Stellungnahme ein (act. 21).

E. Mit Schreiben vom 19. Januar 2016 reichte die Vorinstanz die 

Genehmigungsverfügung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) 

vom 6. Januar 2016 ein (act. 23.2). Das AREG hielt fest, die Beschwerdegegnerin habe 

auf eine umfassende Überarbeitung des Ortsbildinventars verzichtet. Zu deren Handen 

habe es bereits mit Schreiben vom 13. Februar 2013 die zu prüfenden Bauten und 

Ortsbilder aufgelistet. Es genehmigte die Schutzverordnung schliesslich mit der 

Auflage, die im Anhang der Verfügung erwähnten Gebiete und Einzelobjekte innert 

eines Jahres durch eine Fachperson prüfen zu lassen und die entsprechenden 

zusätzlichen Unterschutzstellungen als Nachtrag zur Schutzverordnung zu erlassen. 

Insbesondere hielt das AREG fest, die natürliche Grenze des Ortsbildschutzgebietes 

liege weiter östlich als die Liegenschaft des Beschwerdeführers, und dessen 

Gebäudeensemble sei als Kulturobjekt zu erfassen.

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Auf die Ausführungen der Parteien, den angefochtenen Entscheid und die Akten wird – 

soweit notwendig – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (…).

2. Soweit der Beschwerdeführer einen Augenschein verlangt, ist festzuhalten, dass sich 

die vorliegend entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten, 

insbesondere dem vorinstanzlichen Augenscheinprotokoll (vi-act. 31) mit 

Fotodokumentation (vi-act. 27), dem Augenscheinprotokoll der Beschwerdegegnerin 

(vi-act. 12/3) und dem öffentlich zugänglichen Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben. 

Auf die Durchführung eines Augenscheins durch das Gericht kann daher verzichtet 

werden (vgl. BGer 1C_281/2015 vom 28. Juni 2016 E. 2 mit Hinweisen).

3. Streitig ist die Zuweisung des Grundstücks Nr. 000 zum Ortsbildschutzgebiet.

Die Orts- und damit auch die kommunale Schutzplanung ist Sache der politischen 

Gemeinde (Art. 2 Abs. 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche 

Baurecht, sGS 731.1, BauG), auch wenn dem Kanton in Belangen der Raumplanung 

und des öffentlichen Baurechts die Rechts- und Ermessenkontrolle zusteht (Art. 3 

Abs. 2 BauG). Diese Kompetenzzuteilung betont die Gemeindeautonomie nach Art. 50 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV) sowie 

Art. 89 der Kantonsverfassung (sGS 111.1) und führt dazu, dass die 

Ermessenskontrolle nur mit Zurückhaltung anzuwenden ist. Es ist Sache der 

Gemeinde, unter mehreren in Betracht kommenden zweckmässigen Lösungen zu 

wählen. Das heisst, dass der Kanton bzw. die Rechtsmittelinstanz ihr Ermessen nicht 

ohne stichhaltige Begründung anstelle desjenigen der Gemeinde setzen kann (vgl. 

VerwGE B 2010/246 vom 15. Dezember 2011, E. 4.3.1 mit Hinweisen). Die Ortsplanung 

ist hingegen zu korrigieren, wenn sie sich aufgrund von überkommunalen öffentlichen 

Interessen als unzweckmässig erweist oder den Grundsätzen und Zielen des RPG nicht 

entspricht (GVP 2005 Nr. 24 E. 3a). Nach Art. 61 Abs. 1 VRP ist das Verwaltungsgericht 

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im Beschwerdeverfahren zur Kontrolle von Rechtsverletzungen befugt. Die 

Ermessenskontrolle ist ihm hingegen verwehrt (Art. 61 Abs. 1 und Abs. 2 VRP).

4. Die mit der Zuweisung eines Grundstücks zum Ortsbildschutzgebiet verbundene 

Eigentumsbeschränkung ist zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage 

beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist (Art. 26 in Verbindung 

mit Art. 36 BV; BGE 125 II 129 E. 8 mit Hinweis). Denn die Eigentumsgarantie 

gewährleistet das Privateigentum nicht unbeschränkt, sondern nur in den Schranken, 

die ihm im öffentlichen Interesse durch die Rechtsordnung gesetzt werden. Zu 

beachten sind insbesondere die Anforderungen der Raumplanung, deren gewichtige 

öffentliche Interessen der Gewährleistung des Eigentums grundsätzlich gleichgestellt 

sind. Die Zulässigkeit eigentumsbeschränkender raumplanerischer Massnahmen ergibt 

sich mithin aus einer Interessenabwägung mit der Eigentumsgarantie (vgl. grundlegend 

BGE 105 Ia 330 E. 3c mit Hinweisen).

4.1. Die konkrete Eigentumsbeschränkung ergibt sich aus den Bestimmungen der 

Schutzverordnung der Gemeinde X. vom 4. Mai 2010 / 8. März 2011 (SchutzVo). Art. 4 

bestimmt, dass die als Ortsbildschutzgebiete bezeichneten Ortsbilder in ihrem 

wertvollen Erscheinungsbild zu erhalten sind. Bestehende Gebäude sind in der Regel 

zu erhalten. Abbrüche sind zulässig, wenn die entstehende Lücke im Ortsbild nicht 

stört oder die Ausführung eines bewilligten Ersatzbaus gesichert ist (Abs. 1). Bauten 

und Anlagen in Ortsbildschutzgebieten haben sich in ihrem Erscheinungsbild am 

spezifischen Charakter der Siedlung zu orientieren (Abs. 2). Bei Renovationen und 

Neubauten sind die wertvollen Strukturelemente der bestehenden Bauten und Anlagen 

zu übernehmen bzw. in einer zeitgemässen Architektursprache neu zu interpretieren. 

Dabei sind insbesondere Gebäudestellung, Baufluchten, Proportionen, 

Dachgestaltung, Trauf- und Firsthöhen, Fassadengliederung, Materialien und 

Farbgebung sorgfältig und im Einklang mit der historischen Bausubstanz auszubilden, 

damit eine gute Gesamtwirkung erzielt wird (Abs. 3). Die Umgebung der Bauten, 

insbesondere die Gestaltung von Mauern und Einfriedungen sowie Art und Ausführung 

der Beläge, sind zu erhalten und bei Neubauten ortsbildgerecht zu gestalten. Mit der 

Baueingabe ist ein detaillierter Umgebungsplan einzureichen (Abs. 4).

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=ortsbildschutz&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-129%3Ade&number_of_ranks=0#page129

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Ein Abbruchverbot gilt demgegenüber für die als Kulturobjekte bezeichneten historisch 

oder künstlerisch wertvollen Bauten; auf Bauten und Anlagen in deren unmittelbaren 

Umgebung sollen die Vorschriften über die Ortsbildschutzgebiete sinngemäss 

angewandt werden (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 8 Abs. 2 SchutzVo).

4.2. Mit Blick auf die gesetzliche Grundlage dieser Eigentumsbeschränkung hält Art. 78 

Abs. 1 BV (deklaratorisch) fest, dass die Kantone für den Natur- und Heimatschutz 

zuständig sind. Gemäss Art. 98 Abs. 1 Ingress und lit. c BauG sind bedeutende 

Ortsbilder, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler als 

Schutzgegenstände zu erhalten. Für grössere zusammenhängende Gebiete können die 

Schutzmassnahmen durch Verordnung festgelegt werden. In diesen 

Schutzverordnungen können Eigentumsbeschränkungen aller Art, wie Bauverbote, 

Baubeschränkungen und Abbruchverbote, die zum Schutz erforderlich sind, 

angeordnet sowie Vorschriften über Bepflanzung, Nutzung und Zutritt erlassen werden 

(vgl. Art. 99 Abs. 3 und 4 BauG). Der Erlass der streitigen kommunalen 

Schutzverordnung stützt sich mithin auf eine gesetzliche Grundlage im BauG.

Für einen schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie ist eine klare und eindeutige 

Grundlage in einem formellen Gesetz erforderlich (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BV; BGE 126 I 

112 E. 3c). Dagegen genügt bei einem leichten Eingriff ein Gesetz im materiellen Sinn. 

Ein schwerer Eingriff liegt in der Regel vor, wenn Grundeigentum zwangsweise 

entzogen wird oder wenn durch Gebote und Verbote der bisherige oder künftig 

mögliche Gebrauch des Grundstücks verunmöglicht oder stark erschwert wird (BGE 

124 II 538 E. 2a; 115 Ia 363 E. 2a). Ob konkret ein schwerer Eingriff vorliegt oder nicht 

kann grundsätzlich offengelassen werden, da die Schutzverordnung (lediglich) ein 

kommunaler Ausführungserlass der formell-gesetzlichen Grundlage von Art. 98 BauG 

ist. Gegen einen schweren Eingriff spricht allerdings, dass das Grundstück wie bisher 

genutzt werden kann und unter gewissen Bedingungen auch ein Abbruch der 

bestehenden Gebäude bzw. eine Neubebauung zulässig ist (für schwere Eingriffe vgl. 

W. Engeler, Das Baudenkmal im schweizerischen Recht, Diss. St. Gallen 2008, S. 182 

mit Hinweisen). Die gesetzliche Grundlage für den Eigentumseingriff wird vom 

Beschwerdeführer im Übrigen nicht bestritten.

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4.3. Eigentumsbeschränkungen zum Schutz von Baudenkmälern und Ortsbildern liegen 

allgemein im öffentlichen Interesse. Wie weit dieses reicht, insbesondere in welchem 

Ausmass ein Objekt schutzbedürftig ist, muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden. 

Denkmalschutzmassnahmen dürfen nicht lediglich im Interesse eines begrenzten 

Kreises von Fachleuten erlassen werden. Sie müssen breiter, d.h. auf objektive und 

grundsätzliche Kriterien abgestützt sein und von einem grösseren Teil der Bevölkerung 

bejaht werden, um Anspruch auf eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu können. 

Bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, hat eine sachliche, auf 

wissenschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung zu erfolgen, welche den 

kulturellen, geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines 

Bauwerks (bzw. im vorliegenden Fall Ortsbildes) mitberücksichtigt (vgl. BGer 1P.

79/2005 vom 13. September 2005 E. 4.2 in: ZBl 2007 95; BGE 126 I 219 E. 2e).

Im öffentlichen Interesse liegt nach dem Wortlaut von Art. 98 Abs. 1 Ingress und lit. c 

BauG lediglich der Schutz bedeutender Ortsbilder (zur Bedeutung dieser «Triage» vgl. 

Engeler, a.a.O., S. 188 mit Hinweisen auf die Praxis des Bundesgerichts). Das Ortsbild 

ist die Erscheinungsform einer Gruppe von Bauten und Anlagen. Es handelt sich um 

Baugruppen, deren Einzelbauten sich einerseits zu einem Bild augenfälliger 

Geschlossenheit vereinen und anderseits in die Umgebung einordnen. Zu 

unterscheiden ist zwischen dem inneren Ortsbild, z.B. Gassen- und Platzbild, und dem 

äusseren Ortsbild, z.B. Lage und Stellung in der Landschaft (vgl. Keller/Zufferey/

Fahrländer, Kommentar zum Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz, Zürich 

1997, Rz. 1/33 mit Hinweisen). Der Ortsbildschutz geht über den Schutz allfälliger, das 

Ortsbild prägender Einzelobjekte hinaus und soll das Gesamtbild einer Baugruppe 

wahren. Er befasst sich nur soweit mit dem Einzelobjekt, als es für das 

Erscheinungsbild der Gruppe gesamthaft von Bedeutung ist. Massnahmen zur 

Erhaltung von Einzelobjekten machen aber ihrerseits einen wesentlichen Bestandteil 

der Ortsbildpflege aus (vgl. T. Marty, Gesetzliche Grundlagen des Bundes, des Kantons 

St. Gallen und der st. gallischen Gemeinden in der Ortsbildpflege, in: Ortsbildpflege in 

der Praxis, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an 

der Hochschule St. Gallen, Neue Reihe, Band 4, S. 52 f.). Die Vorschriften des 

Ortsbildschutzes reichen im Allgemeinen über den eigentlichen Denkmalschutz hinaus, 

da sie auch dort gelten, wo keine Denkmäler betroffen sind. Enger als jene des 

Denkmalschutzes erweisen sich Regelungen des Ortsbildschutzes insofern, als sie auf 

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die äussere Erscheinung von Gebäuden und Gebäudegruppen gerichtet sind und somit 

das Innere nur insofern erfassen, als dieses nach aussen hin wirkt (Waldmann/Hänni, 

Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, Bern 2006, N 19 zu Art. 17 RPG).

Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts erweist sich ein Ortsbild als bedeutend, wenn 

es sich um Bauten handelt, die das Ortsbild als besonders schön (bzw. prägend) 

hervortreten lassen und im Ortsbild einen wahrnehmbaren Schwerpunkt setzen. Einer 

Baute kann ungeachtet ihres Eigenwerts zusammen mit anderen Bauten ein 

künstlerischer oder geschichtlicher Wert zukommen (vgl. z.B. VerwGE B 2011/122 vom 

1. Mai 2012 E. 3.2.1 und B 2004/87 vom 25. Oktober 2004 E. 2.c mit Hinweisen; GVP 

2001 Nr. 12; B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 1050).

4.4. Zu entscheiden ist, ob das Grundstück des Beschwerdeführers Teil eines 

bedeutenden Ortsbilds in diesem Sinn ist.

4.4.1. Die kantonale Denkmalpflege vertrat im vorinstanzlichen Verfahren die 

Auffassung, zumindest das Wohnhaus Nr. 0001 sei (sogar) ein schützenswertes 

Kulturobjekt und müsse als solches in die neue Schutzverordnung aufgenommen 

werden. Der schlechte Zustand des Gebäudekomplexes ändere daran nichts. X. sei im 

ISOS als Ortsbild von kantonaler Bedeutung verzeichnet. Für den Bereich der K.-

strasse gelte das höchste Erhaltungsziel (Substanzerhaltung), was die 

Schutzwürdigkeit der Liegenschaft unterstreiche (vgl. vi-act. 23). Am 

Rekursaugenschein machte der Vertreter der Denkmalpflege geltend, in den 

Inventarblättern des ISOS werde der Ortsbild-Perimeter noch viel weiter nach Osten 

gezogen als in der streitigen Schutzverordnung. Wenigstens die Liegenschaften K.-

strasse 05, 07 und 008 auf der nördlichen und die drei diesen Grundstücken 

gegenüberliegenden Stickerhäuser südlich der K.-strasse seien miteinzubeziehen (vi-

act. 31). Diese Überlegungen widerspiegeln sich in der Genehmigungsverfügung vom 

6. Januar 2016 (act. 23.1), worin u.a. die Nichteinbeziehung dieser Liegenschaften 

moniert wird und die K.-strasse 06/008 als «natürliche Ostgrenze des 

Ortsbildschutzgebiets» bezeichnet wird (vgl. S. 4). Die Beschwerdegegnerin wurde 

verpflichtet, u.a. dieses Gebiet durch eine Fachperson prüfen zu lassen und die 

notwendigen Unterschutzstellungen innert eines Jahres ab Genehmigungsdatum in 

einem Nachtrag zur Schutzverordnung zu erlassen (Ziff. 1a der Verfügung).

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4.4.2. Zur Bedeutung des ISOS ist folgendes festzuhalten: Das Bundesinventar des 

ISOS umfasst über 1'200 Ortsbilder von nationaler Bedeutung (vgl. Anhang der 

Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, SR 

451.12, VISOS). Ebenfalls durch den Bund inventarisiert wurden gegen 3'000 Objekte 

von regionaler oder lokaler Bedeutung, deren Aufnahme zur Erarbeitung der 

Gesamtübersicht nötig war (J. Leimbacher, in: Keller/Zufferey/Fahrländer, a.a.O., N 18 

zu Art. 5 NHG, insb. Fn. 36). Im Gegensatz zur mittelbaren Wirkung der 

Bundesinventare (als Sachpläne des Bundes) auf die kantonale und kommunale 

Planung (Art. 6 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Raumplanung, SR 700, RPG; Art. 

4a der Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der 

Schweiz, SR 451.12, VISOS; BGE 135 II 209 E. 2.1) liegt der Schutz von Ortsbildern 

von regionaler und lokaler Bedeutung in alleiniger Kompetenz der Kantone (vgl. Art. 78 

Abs. 1 BV). Die Kantone sind insbesondere nicht durch Bundesrecht verpflichtet, die 

durch den Bund als von regionaler oder lokaler Bedeutung klassifizierten Ortsbilder 

unmittelbar in ihre eigenen Inventare zu übernehmen und zu schützen (A.-C. Favre, in: 

Keller/Zufferey/Fahrländer, a.a.O., N 10 und 11 zu Art. 4 NHG).

Seit der Richtplananpassung vom 9. Oktober 2012 (vom Bundesrat am 5. März 2013 

genehmigt) werden im Anhang zum neu eingefügten Koordinationsblatt 

«Schützenswerte Ortsbilder» (IV 21) die schützenswerten Ortsbilder von nationaler und 

regionaler Bedeutung ausgewiesen. X. ist mit den im ISOS vorgesehenen 

Schutzvorgaben ins Kantonsinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgenommen 

worden (vgl. die Inventarblätter der schützenswerten Ortsbilder, 

www.denkmalpflege.sg.ch) und ist im Richtplan unter den schützenswerten Ortsbildern 

von kantonaler Bedeutung aufgelistet. Der Richtplan sieht vor, die topographischen, 

räumlichen und architekturhistorischen Qualitäten, die zum nationalen oder kantonalen 

Wert der Ortsbilder führten, ungeschmälert zu erhalten und irreversible Schädigungen 

zu vermeiden.

Bei der Erfüllung raumwirksamer Aufgaben (Bauvorhaben, Sachplanungen, Nutzungs- 

und Schutzplanung, Erlasse, Verfügungen, Genehmigungen, Rekursentscheide, 

finanzielle Beiträge usw.) in den im Richtplan bezeichneten schützenswerten 

Ortsbildern von nationaler und kantonaler Bedeutung und deren Umgebung haben 

Kanton und Gemeinden das ISOS und das Kantonsinventar systematisch als 

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Planungsgrundlage beizuziehen. Die festgelegten Erhaltungsziele haben sie zu 

berücksichtigen und raumwirksame Vorhaben auf Zielkonflikte mit diesen zu 

überprüfen (Richtplan, Stand August 2015, Koordinationsblatt IV 21, S. 4 f.; zum 

Ganzen vgl. VerwGE B 2013/48 vom 8. November 2013 E. 4 und – anders noch – 

B 2009/145 vom 16. September 2010 E. 3.3 f., beide www.gerichte.sg.ch; für das 

Bundesinventar ergibt sich dies mittlerweile aus Art. 4a VISOS).

4.4.3. Laut ISOS bzw. Kantonsinventar (www.denkmalpflege.sg.ch) verfügt X. über 

besondere architekturhistorische Qualitäten dank der herausragenden öffentlichen und 

privaten Einzelbauten, etwa der neubarocken Kirche und Schulhäuser, des 

Bezirksgebäudes, der Geschäfts- und Fabrikantenhäuser und Fabriken sowie dank 

einer Anzahl von stattlichen Häusern des Mittelstandes und einer Vielzahl von 

ehemaligen Stickerhäusern (Inventarblatt, S. 3). Was das fragliche Gebiet betrifft, 

durchschneide die Hauptstrasse (Anm: K.-strasse) den von der reformierten Kirche 

beherrschten Grünraum, dessen ortsbildgliedernde Funktion von grösster Bedeutung 

sei. Daran schliesse, nach Osten auslaufend, ein hauptsächlich bewohntes Quartier mit 

regelmässig gereihten, mehrheitlich auf die Strassenachse ausgerichteten Bauten an. 

Die Bebauung des «lockeren Wohnquartiers unterschiedlichen Standards (18. - Anfang 

20. Jahrhundert)» wurde wegen vorhandener ursprünglicher Substanz und Struktur ins 

Inventar aufgenommen (Aufnahmekategorie «AB»). Von besonderer Bedeutung ist die 

architekturhistorische Qualität.

Derart hoch gewichtet werden Ortsbilder dann, wenn die Mehrheit der Bauten und 

Räume historisch die gleiche epochenspezifische oder regionaltypische Prägung 

aufweist. Die ursprüngliche Struktur muss am intakten historischen Gefüge der Räume 

ablesbar sein; die Mehrheit der Bauten muss ähnliche epochenspezifische oder 

regionaltypische Merkmale haben. Die im vorliegenden Fall sehr hohe Bewertung 

kommt im Schutzziel «A» (Erhalten der Substanz) zum Ausdruck, wonach alle Bauten, 

Anlagenteile und Freiräume integral zu erhalten und störende Eingriffe zu beseitigen 

sind (vgl. Erläuterungen zum ISOS, hrsg. vom Bundesamt für Kultur, Bern 2011, 

www.bak.admin.ch). Diese Erhaltungsvorgabe ist nach dem in der vorstehenden 

Erwägung Gesagten bei der kommunalen Ortsplanung zu berücksichtigen.

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4.4.4. Die Beschwerdegegnerin hielt im Einspracheentscheid (vi-act. 12/4) fest, das 

Ortsbildschutzgebiet umfasse den historischen Siedlungsschwerpunkt des Dorfes. Das 

rasche Wachstum der Siedlung im 19. Jahrhundert entlang der Hauptverkehrsachsen 

sei typisch und habe zur heute noch erhaltenen Ausprägung als Haufendorf geführt. 

Vom Ortsbildschutzgebiet sei neben dem Dorfkern auch das direkt anschliessende 

Siedlungsgebiet abgedeckt, das in der ersten starken Wachstumsphase ab Mitte des 

19. Jahrhunderts entstanden sei. Prägend seien der ländliche Klassizismus und der 

Biedermeier-Stil. Das Gebäudeensemble sei 1866 als Wohn- und 

Stickereifabrikationsgebäude erbaut worden. Es sei wesentlicher Bestandteil der 

historischen Siedlungsentwicklung und gehöre damit zum Ortsbildschutzgebiet. Daran 

ändere der bisher vernachlässigte Unterhalt nichts. Es gebe keinen Anlass, die 

Grenzziehung des bisher rechtsgültigen Perimeters zu verschieben.

4.4.5. Die heute (schon) geltende Abgrenzung wurde im Jahr 1996 vom Bundesgericht 

als rechtmässig beurteilt (Urteil 1P.763/1993 vom 6. Juni 1996). Die damalige 

Eigentümerin hatte erfolglos geltend gemacht, ihr Grundstück sei nicht Teil des 

westlich davon liegenden Ortsbildes (dessen Bestehen sie nicht in Abrede stellte). Das 

Bundesgericht erkannte, dass das Grundstück Nr. 000 nicht zum Kernbereich des 

Ortsbildes mit verschiedenen unter Schutz gestellten Objekten gehöre. Es sei in das 

Ortsbildschutzgebiet mit einbezogen worden, weil dies erforderlich sei, um eine 

Beeinträchtigung der Schutzobjekte im Kernbereich zu vermeiden und das einheitliche 

Erscheinungsbild zu wahren. Auf der anderen Strassenseite liege das unter Schutz 

gestellte Haus «A.» fast auf der gleichen Höhe wie die Parzelle Nr. 000. In nächster 

Nähe befänden sich mit der evangelischen Kirche und dem «B.» weitere Schutzobjekte 

des Kernbereichs. Unter diesen Umständen bestehe ein öffentliches Interesse am 

Einbezug des Grundstücks Nr. 000. Dass von diesem selbst keine Sichtverbindung zu 

allen geschützten Bauten bestehe, sei nicht entscheidend. Denn auf der 

vorbeiführenden K.-strasse träten die geschützten Einzelobjekte und die Gebäude auf 

der streitbetroffenen Parzelle zusammen in Erscheinung, weshalb deren 

(Neu-)Überbauung bei ungenügender Einordnung das Ortsbild in empfindlicher Weise 

stören könnte. Die im Ortsbildschutzgebiet geltenden erhöhten ästhetischen 

Anforderungen würden im Vergleich zur Grundnutzungsordnung zusätzliche 

Einschränkungen mit sich bringen, jedoch erreiche der damit verbundene Eingriff kein 

aussergewöhnliches Mass. Die bei der Beurteilung von Baugesuchen angelegten 

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ästhetischen Massstäbe dürften die Zonenordnung nämlich nicht generell ausser Kraft 

setzen, und die gestalterischen Anforderungen würden den Regelbauvorschriften nur 

insoweit vorgehen, als dies im Einzelfall erforderlich sei. Der damit verbundene Eingriff 

in das Privateigentum sei nicht unverhältnismässig.

4.4.6. Die Vorinstanz hielt diese Beurteilung nach wie vor für massgebend, weil sich 

seit damals nur wenige tatsächliche bzw. bauliche Veränderungen ergeben hätten und 

sich diese nicht auf das Grundstück des Beschwerdeführers bzw. auf das festgelegte 

Ortsbildschutzgebiet auswirken würden. Die beiden Häuser auf dem unmittelbar 

westlich gelegenen Grundstück Nr. 0009 seien bereits Anfang 1990er Jahre erstellt und 

bei der damaligen Beurteilung des Ortsbildperimeters berücksichtigt worden. Die 

Auffassung der Regierung, dass das Grundstück des Beschwerdeführers als 

«Gegenüber» des sehr wertvollen Hauses «A.» und als Nachbargruppe zum «B.» ein 

zusammenhängendes Ortsbild ergebe, sei vom Bundesgericht bestätigt worden. Es 

habe schon damals festgestellt werden können, dass die Verbindung zum «B.» durch 

die Neubauten dazwischen nicht unterbrochen werde. Die beiden Neubauten würden 

sich bezüglich ihrer Lage, Stellung und Dachgestaltung weitgehend dem durch das 

«B.» und die «A.» bestimmten Orts- und Strassenbild anpassen und liessen die 

Liegenschaft des Beschwerdeführers als dessen Fortsetzung in Erscheinung treten. Die 

gute Einpassung der Neubauten sei das Ergebnis eines zu diesem Zweck erlassenen 

Gestaltungsplanes. Soweit durch die Zuweisung zum Ortsbildschutzgebiet eine 

vergleichbare Einpassung allfälliger Neubauten im Bereich der gesamten Parzelle Nr. 

000 verlangt werde, sei dies zur Wahrung der Ensemblewirkung durch die 

Sichtbeziehung von und zu den genannten Kulturobjekten auch über die K.-strasse 

hinweg gerechtfertigt (E. 2.2.6 des angefochtenen Entscheids). Für die Zuordnung zum 

Ortsbildschutzgebiet sei auch heute nicht ausschlaggebend, ob die Gebäude selbst 

rar, originell, künstlerisch wertvoll oder in einem guten oder schlechten Zustand seien. 

Der Miteinbezug in den Ortsbildschutzperimeter gründe vorab im Umstand, dass die 

heutige wie künftige Bebauung massgebliche Auswirkungen auf das umliegende 

Ortsbild und die benachbarten Schutzgebiete habe. Dass sich die Gemeinde deshalb 

(auch) ein Mitspracherecht in Bezug auf künftige Bauvorhaben verschaffe, sei – so die 

Vorinstanz zutreffend – gerade der Zweck der erfolgten Zuweisung und jedenfalls kein 

unzulässiges Motiv (ebd., E. 2.2.7).

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4.4.7. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Voraussetzungen für den Miteinbezug 

seines Grundstücks als Bestandteil eines bedeutenden Ortsbildes seien nicht gegeben. 

Gebäude dieser Art in X. seien zahlreich, jedoch in den meisten Fällen besser 

unterhalten. Seine Bauten seien nicht prägend für das Ortsbild. Es fehle ihnen an 

Originalität, Rarität und Substanz. Eine Aussage darüber, was dem Ortsbild konkret ein 

besonderes Gepräge verleihen oder einen wahrnehmbaren Schwerpunkt setzen solle, 

hätten die Vorinstanzen nicht getroffen. Das am Dorfkern anschliessende 

Siedlungsgebiet, auf das die Beschwerdegegnerin zur Begründung verwiesen habe, sei 

erheblich zu weit gezogen worden. Denn zwischen dem eigentlichen Dorfkern und dem 

hier interessierenden Siedlungsgebiet hätten diverse neuere Bauten jeden 

Zusammenhang aufgehoben. Ein einheitliches, zusammenhängendes Ortsbild sei nicht 

erkennbar. Vielmehr sei sein Grundstück eine Art Exklave in einem Gebiet von westlich 

gelegenen, nicht schützenswerten (Neu-)Bauten auf Grundstück Nr. 0009 und den 

nicht im Ortsbildschutzgebiet liegenden Parzellen östlich seines Grundstücks. Konkret 

handle es sich um eine Ansammlung mehrerer belangloser Bauten, die auch im 

Zusammenspiel nie ein bedeutendes, schützenswertes Ortsbild erkennen liessen.

Dazu verweist er insbesondere auf den Verwaltungsgerichtsentscheid B 134/1996 vom 

30. Mai/12. Juni 1997. In einem Verfahren betreffend Unterschutzstellung der Gebäude 

auf dem Grundstück Nr. 000 war das Verwaltungsgericht in letzter Instanz zum Schluss 

gekommen, dass in baulicher Hinsicht keine Ensemble-Wirkung zum 

gegenüberliegenden Haus «A.» bestehe. Noch weniger bestehe ein Zusammenhang 

zum «B.», was an den beiden dazwischenliegenden Neubauten liege. Das Gebäude 

des heutigen Beschwerdeführers sei (wie das Kulturobjekt Haus «A.») von L.M. erbaut 

worden, sei aber vergleichsweise unbedeutend und wenig hervorragend. Die 

Schutzwürdigkeit sei auch mit Bezug auf eine Ensemble-Wirkung nicht gegeben. In 

Bezug auf die Rechtsgleichheit sei nicht nachvollziehbar, warum die Grenze des 

Ortsbildschutzperimeters zwischen den Gebäuden des Beschwerdeführers und der 

Liegenschaft K.-strasse 05 verlaufe. Die Bauten des heutigen Beschwerdeführers seien 

jedenfalls nicht wertvoller als diejenigen auf der nicht der Ortsbildschutzgebiet 

zugewiesenen östlichen Nachbarparzelle.

4.4.8. Dass ein qualitativer Unterschied besteht zwischen dem «B.» (Kulturobjekt Nr. 

015 im Schutzplan), dem Haus «A.» (Nr. 010) und den Gebäuden des 

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Beschwerdeführers, ist auch von Seiten der kantonalen Denkmalpflege unbestritten 

und lässt sich anhand der fotografischen Dokumentation in den Vorakten gut 

nachvollziehen. Der Gebäudekomplex auf Grundstück Nr. 000 sei – so die 

Denkmalpflege – etwa eine Generation jünger als das gegenüberliegende Haus «A.», 

und die östlich gelegene Liegenschaft K.-strasse 05 sei wiederum rund 40 Jahre jünger 

als die Gebäude des Beschwerdeführers. Die südlich die Strasse säumenden drei 

Stickerhäuser seien wohl um das Jahr 1880/90 erbaut worden. Das Haus «A.» benötige 

um sich herum Bauten, die zu ihm passen würden. In dieser Hinsicht seien auch die 

Häuser K.-strasse 011 und 014 «gar nicht mal so schlecht» für das Ortsbild, weil sie 

Elemente der umgebenden Häuser aufnehmen würden.

4.4.9. Diese Auffassung erweist sich als zutreffend. Zur Diskussion steht konkret nicht 

der Einzelschutz der beschwerdeführerischen Gebäude, sondern die Schutzwürdigkeit 

des Ortsbildes. Diese ergibt sich im vorliegenden Fall bereits daraus, dass das 

Grundstück des Beschwerdeführers – wie aus dem Schutzplan und der fotografischen 

Dokumentation des Rekursaugenscheins ersichtlich – in unmittelbarer Nähe 

bedeutender Kulturobjekte (Nrn. 010-013) bzw. in einem «Kernbereich» (vgl. E. 4.3.5 

hiervor) liegt, an dessen Ensemblewirkung es teilhat. Es ist nach den heute 

vorliegenden wissenschaftlichen Grundlagen (und entgegen dem 

Verwaltungsgerichtsentscheid aus dem Jahr 1997) Teil eines architekturhistorisch 

wertvollen und damit beutenden Ortsbildes, dessen Substanz nach Möglichkeit zu 

erhalten ist. Die vom Beschwerdeführer in dieser Hinsicht mit Recht als rechtsungleich 

monierte (und auch vom Verwaltungsgericht im Jahr 1997 überaus kritisch gewürdigte) 

Abgrenzung des Ortsbildschutzgebietes in südlicher und östlicher Richtung hat sich 

deshalb als nicht genehmigungsfähig erwiesen. Zusammen mit diesen noch mit 

einzubeziehenden Liegenschaften bildet sein Grundstück – von Osten herkommend – 

den Auftakt des schützenswerten Ortsbildes. Eine Neuüberbauung seines Grundstücks 

nach den Regelbauvorschriften bietet nicht Gewähr, dass dieses Ensemble weiter 

bestehen würde und überdies die genannten Kulturobjekte unbeeinträchtigt bleiben. 

Die durch die Beschwerdegegnerin vorzunehmende «Nachbesserung» wird aufgrund 

der Akten wohl darauf hinauslaufen müssen, dass das Ortsbildschutzgebiet in östlicher 

Richtung bis auf Höhe K.-strasse 06/008 ausgedehnt wird. Damit wird dem Vorwurf 

des Beschwerdeführers, die Abgrenzung sei rechtsungleich, die tatsächliche Grundlage 

entzogen. Ob im Zuge der Ergänzungsauflage (gestützt auf im Vergleich zur 

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Beurteilung im Jahr 1997 fundiertere wissenschaftliche Erkenntnisse) zumindest das 

Hauptgebäude auf dem Grundstück Nr. 000 zusätzlich als Kulturobjekt zu bezeichnen 

ist, wird die Beschwerdegegnerin ebenfalls zu prüfen haben (vgl. act. 23.1).

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist der Strassenzug im fraglichen 

Bereich nicht bereits verunstaltet bzw. die Ensemblewirkung unterbrochen. Zwar trifft 

zu, dass es sich bei den unmittelbar westlich angrenzenden Gebäuden (K.-strasse 011 

und 014) nicht um schützenswerte Einzelbauten handelt. Es handelt sich dabei 

vielmehr um nach den Regeln über den Ortsbildschutz erstellte Neubauten. Diese 

ändern nichts daran, dass auch für eine allfällige Neuüberbauung des 

beschwerdeführerischen Grundstücks erhöhte Anforderungen an die Gestaltung 

notwendig sind, weil es zusammen mit den Kulturobjekten ein bedeutendes Ensemble 

bildet.

Das öffentliche Interesse an der Zuweisung des Grundstücks Nr. 000 zum 

Ortsbildschutzgebiet ergibt sich also aus seiner Lage an der K.-strasse, die unmittelbar 

dorfeinwärts von diversen Kulturobjekten gesäumt wird, zu denen der Zusammenhang 

weder durch den Strassenraum noch durch die Gebäude Nrn. 011 und 014 

unterbrochen wird. Es ist nach den (verbindlichen) Planungsvorgaben des 

Kantonsinventars Teil eines architekturhistorisch wertvollen Gebiets, das sich noch 

weiter nach Osten erstreckt und grundsätzlich in seiner Substanz zu erhalten ist.

4.5. Die Zuweisung seines Grundstücks zum Ortsbildschutzgebiet ist nach Auffassung 

des Beschwerdeführers unverhältnismässig. Sein Interesse, frei über die Gebäude 

verfügen zu können, überwiege deutlich. Eine Sanierung der schlechten Bausubstanz 

sei unter den Einschränkungen von Art. 4 SchutzVo so gut wie unmöglich, jedenfalls 

wirtschaftlich nicht vertretbar und werde deshalb unterbleiben. Dadurch, dass 

baufällige und abbruchreife Gebäude inmitten des Schutzgebietes lägen, werde dessen 

Zweck widersprochen.

4.5.1. Nach dem Gebot der Verhältnismässigkeit müssen staatliche Hoheitsakte für das 

Erreichen eines im übergeordneten öffentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet, 

notwendig und dem Betroffenen zumutbar sein. Ein Grundrechtseingriff ist namentlich 

dann unverhältnismässig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung für den 

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angestrebten Erfolg ausreicht. Der Eingriff darf nicht einschneidender sein als 

notwendig (BGE 126 I 219 E. 2c; 124 I 40 E. 3e mit Hinweisen).

4.5.2. Die Zuweisung ist geeignet, die notwendigen Schutzmassnahmen 

durchzusetzen. Die Eigentumsbeschränkung geht nicht weiter als zur Erreichung des 

Ortsbildschutzes notwendig ist. Der vernachlässigte Unterhalt bzw. der schlechte 

bauliche Zustand der Gebäude kann an der Notwendigkeit des Ortsbildschutzes nichts 

ändern. Entgegen dem vom Beschwerdeführer suggerierten Abbruchverbot bzw. 

Pflicht zur Sanierung der bestehenden Gebäude ist es ihm aufgrund der derzeitigen 

Schutzbestimmungen durchaus erlaubt, die Gebäude abzubrechen und sein 

Grundstück neu zu überbauen. Die Voraussetzungen, unter denen dies zulässig ist – 

Übernahme der wertvollen Strukturelemente der bestehenden Bauten und Anlagen 

bzw. Neuinterpretation in einer zeitgemässen Architektursprache, erhöhte 

Anforderungen an Gebäudestellung, Baufluchten, Proportionen, Dachgestaltung, Trauf- 

und Firsthöhen, Fassadengliederung, Materialien und Farbgebung, damit eine gute 

Gesamtwirkung erzielt wird – wahren ein vernünftiges Verhältnis zwischen 

Eingriffsweck und -wirkung. Die Zuweisung seiner Parzelle zum Ortsbildschutzgebiet 

ist ihm zuzumuten, da das öffentliche Interesse seine privaten, vorwiegend finanziellen 

Interessen überwiegt. Die Voraussetzungen für einen zulässigen Eingriff in das 

Privateigentum des Beschwerdeführers sind gewahrt.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Grundstück Nr. 000 des 

Beschwerdeführers zu Recht im Ortsbildschutzgebiet belassen worden ist. Die 

Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die 

amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 

95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3‘500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 

der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der in gleicher Höhe geleistete 

Kostenvorschuss wird verrechnet. Mangels mehrheitlichen Obsiegens besteht kein 

Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 

98bis VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

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http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=1P.79%2F2005&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-I-40%3Ade&number_of_ranks=0#page40

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

 

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

Fr. 3‘500.-- unter Verrechnung mit seinem Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

 

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Präsident                Der Gerichtsschreiber

Eugster                          Wehrle

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 24.11.2016
	Bau- und Planungsrecht – Schutzverordnung, Zuweisung einer Parzelle zum Ortsbildschutzgebiet (Art. 98 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 99 Abs. 3 und 4 BauG, sGS 731.1). Die mit der Zuweisung eines Grundstücks zum Ortsbildschutzgebiet verbundene Eigentumsbeschränkung ist zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist. Im konkreten Fall ergibt sich, dass das Grundstück des Beschwerdeführers Teil eines bedeutenden Ortsbildes ist: Es liegt an einer Hauptstrasse, die unmittelbar dorfeinwärts von diversen Kulturobjekten gesäumt wird, zu denen der Zusammenhang weder durch den Strassenraum noch durch andere Gebäude unterbrochen ist. Nach den Planungsvorgaben des Inventars schützenswerter Ortsbilder von kantonaler Bedeutung ist es Teil eines architekturhistorisch wertvollen Gebiets, dessen Bebauung grundsätzlich in seiner Substanz zu erhalten ist. Das öffentliche Interesse am Schutz des Ortsbildes überwiegt die vorwiegend finanziellen Interessen des Grundeigentümers an der Entlassung aus dem Schutzperimeter (Verwaltungsgericht, B 2014/228). Entscheid vom 24. November 2016

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