# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fde8178f-fefd-5cad-9e82-0430063a9209
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.05.2008 D-2971/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2971-2008_2008-05-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2971/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Markus König;
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A.___
Elfenbeinküste,
vertreten durch David Ventura, 
Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel
(ES-BAS), Freiburgerstrasse 66, 4057 Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom B.___

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2971/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:

dass der Beschwerdeführer am 12. März 2008 unter Einreichung einer 
Identitätsbescheinigung in Kopie und eines Geburtsregisterauszugs im 
Original in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er dabei im Rahmen der Erstbefragung vom 28. März 2008 im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel und der Anhörung nach Art. 
29  Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31) 
vom  22.  April  2008  unter  anderem  angab,  Staatsangehöriger  der 
Elfenbeinküste zu sein, der Ethnie der Ebrie anzugehören und seit der 
Geburt  bis  zur  Ausreise  in  Abidjan  als  gelebt  und  dort  seinen 
Lebensunterhalt als Musiker bestritten zu haben, 

dass er vor Kriegsausbruch Sympathisant der Front Populaire Ivoirien 
(FPI),  der  Partei  des  heutigen Staatspräsidenten,  gewesen sei,  sich 
ansonsten nicht politisch betätigt habe und nie festgenommen worden 
sei (vgl. A1, S. 7),

dass  sich  sein  Halbbruder  väterlicherseits  namens  Paul  den 
bewaffneten  Rebellen  der  FASN  in  Vavua  um  Koné  Zakaria 
angeschlossen  habe  und  nach  diesem  in  der  Organisation  der 
wichtigste  Mann  sei,  weshalb  er  und  die  anderen  Angehörigen  der 
Familie als Verräter betrachtet werden würden (vgl. A1, S. 5 und 6), 

dass  er  am  26.  Februar  2008  von  einem  anderen  Halbbruder 
väterlicherseits namens Jonas angerufen und aufgefordert worden sei, 
'alles  mitzunehmen,  was  er  könne,  und  sofort  das  Haus  zu 
verlassen' (vgl. A1, S. 6),

dass  er  auf  der  Strasse  von  einem Bekannten  erfahren  habe,  dass 
Männer  in  Zivil,  vermutungsweise  Angehörige  des  Militärs,  in  den 
Strassenbars nach ihm und Jonas gefragt hätten (vgl. A1, S. 6),

dass  er  zu  seinem  Cousin  geflüchtet  sei,  wo  er  sich  bis  zu  seiner 
Ausreise aufgehalten habe,

dass er, nachdem er mit Jonas nicht habe sprechen können, von Paul 
erfahren habe, dass es sich bei den Männern, die nach ihm gesucht 
hätten, um Angehörige einer Todesschwadron gehandelt habe (vgl. A1, 
S. 6),

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dass er sich, da er weder in den Norden noch in einen Nachbarstaat 
habe  fliehen  können,  zur  Ausreise  nach  Europa  entschlossen  habe 
und  am  12.  März  2008  mit  dem  Flugzeug  über  Paris  illegal  in  die 
Schweiz gelangt sei,

dass  er  seinen  Reisepass,  welcher  abgelaufen  sei,  zu  Hause 
zurückgelassen und das Original  seiner Identitätsbescheinigung dem 
Schlepper überlassen habe (vgl. A1, S. 5), 

dass er auf dem Flughafen Charles de Gaulle mit einem französischen 
Reisepass,  welchen  ihm  der  Schlepper  besorgt  habe,  durch  die 
Flughafenkontrolle gelangt und am Flughafen Genf ohne Kontrolle in 
die Schweiz gelangt sei (vgl. A1, S. 7; A11, S. 4), 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Basel  schriftlich  dazu  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden 
rechtsgenügliche  Identitätspapiere  (Reisepass  oder  Identitätskarte) 
einzureichen  und  anlässlich  der  Erstbefragung  vom  28.  März  2008, 
erneut  auf  die  Notwendigkeit  der  Einreichung  rechtsgenüglicher 
Identitätspapiere  hingewiesen,  angab,  er  werde  versuchen,  seiner 
Mutter oder seinem Bruder zu schreiben (vgl. A1, S. 5),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  vom  22.  April 
2008  auf  die  Frage,  ob  er  nun  Dokumente  oder  Ausweispapiere 
abzugeben  habe,  angab,  er  habe  bereits  eine  Kopie  seiner 
Identitätskarte  abgegeben  und  das  Original  seiner  Geburtsurkunde 
(vgl. A11, S. 3), 

dass das BFM mit - gleichentags eröffneter - Verfügung vom 28. April 
2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

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dass  der  Beschwerdeführer  am  6.  Mai  2008  durch  seinen 
Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht unter Einreichung der 
-  im  Rahmen  des  vorinstanzlichen  Verfahrens  lediglich  in  Kopie 
eingereichten -  Identitätsbescheinigung im Original  eine Beschwerde 
einreichen  und  darin  zur  Hauptsache  beantragen  liess,  es  sei  die 
Verfügung  des  BFM  vom  28.  April  2008  aufzuheben  und  auf  sein 
Asylgesuch einzutreten,

dass er im Weiteren eine Faxkopie eines Bestätigungsschreibens der 
C.___ vom 6. Mai 2008 einreichte,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Anordnung einer vorsorg-
lichen Massnahme ersuchte, mit der die Vollzugsbehörden anzuweisen 
seien,  die Kontaktaufnahme mit  seinem Heimat-  oder Herkunftsstaat 
sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endentscheid 
über die Beschwerde zu unterlassen,

dass er im Weiteren beantragte, das BFM sei vor einer allfälligen Ab-
weisung der  Beschwerde anzuweisen,  eine eventuell  bereits  erfolgte 
Datenweitergabe  an  seinen  Heimatstaat  offenzulegen  und  ihm dazu 
das rechtliche Gehör im Hinblick auf  subjektive Nachfluchtgründe zu 
gewähren,

dass  er  zusätzlich  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,

dass mit auf den 6. Mai 2008 datierter, zuhanden der Schweizerischen 
Post  am  7.  Mai  2008  aufgegebener  Eingabe  das  Original  des 
Bestätigungsschreibens der D.___vom 6. Mai 2008 eingereicht wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31,  32 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 

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[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass die  Anwendung des Nichteintretensgrundes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG in einem Verfahren geschieht, in welchem über 
das  Bestehen  beziehungsweise  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigen-
schaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rah-
men einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  förmlichen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die Nichteintretensverfügung vom 28. April 2008 besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs.  1 
VwVG),

dass  die  Beschwerde innert  der  gesetzlichen  Frist  von fünf  Arbeits-
tagen in gültiger Form eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), weshalb auf diese einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 

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48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches im EVZ Basel beziehungsweise in den 48 Stun-
den nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informa-
tionsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) 
für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaub-
haft zu machen vermag,

dass hierzu einleitend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene das Original der im 
Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens lediglich in Kopie eingereich-
ten Identitätsbescheinigung nachreichte,

dass indessen nach weiterhin geltender Rechtsprechung (vgl. EMARK 
1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) ein Nichteintretensentscheid wegen Un-
terlassen  des  Einreichens  von  Identitätspapieren  auch  dann  nicht 
aufgehoben wird, wenn die Papiere ohne genügende Entschuldigung 
(erst) auf Beschwerdeebene vorgelegt werden, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefragung vom 28. März 
2008 angab, er habe das Original der Identitätsbescheinigung seinem 
Cousin  gegeben  (vgl.  A1,  S.  5),  indessen  im  Rahmen  des 
vorinstanzlichen Verfahrens, obwohl verschiedentlich ausdrücklich zur 
Abgabe  seiner  Identitätspapiere  aufgefordert,  offensichtlich  keine 
ernsthaften Anstrengungen unternahm, mit  seinem Cousin,  allenfalls 
über seine Mutter oder seinen Bruder, in Kontakt zu treten und diesen 
zu bitten, ihm das Original der Identitätsbescheinigung zuzustellen, 

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dass  in  der  Beschwerdeschrift  keinerlei  Angaben  gemacht  werden, 
warum  der  Beschwerdeführer  nicht  früher  in  den  Besitz  der 
Identitätsbescheinigung  im Original  habe gelangen  können,  sondern 
lediglich  darauf  hingewiesen  wird,  'der  Beschwerdeführer  habe  sich 
zum Nachweis  seiner  Identität  von  seinem Cousin  das  Original  der 
Identitätsbescheinigung aus der Heimat schicken lassen',

dass  damit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die  erst  nachträgliche 
Einreichung eines rechtsgenüglichen Identitätspapieres vorliegen,

dass  im  Weiteren  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  von 
Todesschwadronen verfolgt zu werden, weil sich sein Halbbruder Paul 
den  bewaffneten  Rebellen  der  FAFN angeschlossen  habe,  wie  vom 
BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht festgestellt,  als nicht 
glaubhaft zu erachten sind, 

dass  insbesondere  die  Angaben  des  politisch  nicht  aktiven 
Beschwerdeführers  zur  Motivation  der  Verfolger  und  auch  seine 
Schilderungen bezüglich der Begleitumstände der Kenntnisnahme der 
Verfolgung auffallend unbestimmt und unrealistisch ausgefallen sind, 

dass  bezüglich  weiterer  Begründung  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen  wiederum  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der 
angefochtenen  Verfügung  zu  verweisen  ist  (vgl.  Art.  6  AsylG  i.V.m. 
Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift in einer Wiederho-
lung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vor-
bringen,  blossen  Behauptungen  und  allgemeinen  Ausführungen  er-
schöpfen, 

dass auch keine Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG 
notwendig erscheinen,

dass  das  Bundesamt  somit  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass, befindet sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpo-
lizeilichen  Aufenthaltsbewilligung,  die  Anordnung  einer  Wegweisung 
die gesetzliche Regelfolge des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG),

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dass der  Beschwerdeführer  über  keine  derartige  Bewilligung  verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist  (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21)

dass,  ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  möglich,  nicht  zulässig 
oder nicht zumutbar, das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 
Abs. 2 AsylG; Art. 83 AuG regelt,

dass, da die Flüchtlingseigenschaft  nicht  Gegenstand des vorliegen-
den  Beschwerdeverfahrens  ist,  die  völkerrechtliche  Bestimmung  von 
Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstel-
lung der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  vorliegend nicht  zur  Anwen-
dung kommt,

dass im Weiteren der Wegweisungsvollzug auch vor Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950 
(EMRK, SR 0.101) standhält, da sich die allgemeine Menschenrechts-
situation im Heimatstaat des Beschwerdeführers seit dem Friedensab-
kommen von Ouagadougou im März vergangenen Jahres schrittweise 
verbessert  hat  und der  Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt 
nicht als unzulässig erscheint,

dass  somit  der  Wegweisungsvollzug  im  Sinne  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig ist, 

dass  nach  Art.  83  Abs.  4  AuG der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und 
Ausländer  unzumutbar  ist,  wenn sie im Heimat-  oder  Herkunftsstaat 
auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt 
und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind  und,  wird  eine 
konkrete Gefährdung festgestellt - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 
AuG -  die  vorläufige  Aufnahme zu gewähren ist  (vgl. Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818),

dass in Bezug auf die allgemeine Lage in der Elfenbeinküste auf die 
vom  Bundesverwaltungsgericht  vorgenommene  Einschätzung  der 

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Lage  in  einem  kürzlich  ergangenen  Urteil  verwiesen  werden  kann 
(D-4477/2006, E. 8.2 und 8.3),

dass das Gericht dort,  von einer positiven Entwicklung der allgemei-
nen  Sicherheits-  und  Menschenrechtslage  ausgehend,  zum  Schluss 
kam,  in  der  Elfenbeinküste  herrsche  keine  Kriegs-  oder 
Bürgerkriegssituation und auch keine Situation allgemeiner Gewalt,

dass es grundsätzlich  die Rückkehr  von jungen,  gesunden Männern 
nach Abidjan,  wenn sie bereits  vor ihrer  Ausreise dort  gelebt  haben 
oder  aber  dort  über  ein  familiäres  Netz  verfügen,  als  zumutbar 
erachtete,

dass sich der Beschwerdeführer gemäss Akten am 24. März 2008 we-
gen  Bauchschmerzen  in  medizinische  Behandlung  begeben  musste 
(vgl. A10/2), jedoch weder anlässlich der einen Monat später stattfin-
denden Anhörung noch in der Beschwerde irgendwelche Gesundheits-
beschwerden  oder  Behandlungs-  respektive  Abklärungsbedürftigkeit 
geltend macht,

dass der junge Beschwerdeführer seit seiner Geburt bis zur Ausreise 
in  Abidjan  gelebt  und  als  Musiker  seinen  Lebensunterhalt  bestritten 
hat, und im Weiteren in Abidjan in Gestalt seiner Mutter und mehreren 
Halbbrüdern  und  Halbschwestern  über  ein  intaktes  Beziehungsnetz 
verfügt,

dass  es  somit  keinen  Grund  für  die  Annahme  gibt,  der 
Beschwerdeführer  könnte  nach  einer  Rückkehr  nach  Abidjan  dort 
sowohl  in  wirtschaftlicher  als  auch  in  sozialer  Hinsicht  nicht  wieder 
Fuss  fassen,  womit  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als 
zumutbar erweist,

dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt,  sich bei der zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 
83 Abs. 2 AuG) und  die Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser 
Betracht fällt,

dass sich angesichts des vorliegenden Direktentscheids in der Sache 
und  des  Wortlauts  von  Art.  97  Abs.  2  AsylG  die  beantragten 
vorsorglichen Massnahmen nicht  als  erforderlich  erweisen und auch 

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für  die  in  Rechtsbegehren  Nummer  4  beantragte  Anweisung  der 
Vorinstanz keine Veranlassung besteht,

dass die  angefochtene Verfügung,  da diese weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 
AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist,

dass mit  Ergehen des vorliegenden Urteils  das Gesuch um Verzicht 
auf das Erheben eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass die Beschwerde als zum Vornherein aussichtslos erschien, wes-
halb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers (Einschreiben; 
Beilagen: Einzahlungsschein; angefochtene Verfügung im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Vorakten (...)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Merkli

Versand am: 

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