# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7283cc97-7772-5508-b64c-b8b71bbdd38a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.07.2008 E-4252/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4252-2008_2008-07-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4252/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______ Kosovo,
vertreten durch lic. iur. Othman Bouslimi, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch; Verfügung des BFM vom 
20. Juni 2008 / N_______.

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B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer - ein ethnischer Aegypter - eigenen Anga-
ben zufolge sein Heimatland im September oder Oktober 2007 verliess 
und über verschiedene Länder am 14. Mai 2008 in die Schweiz ein-
reiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er am 21. Mai 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
(...) summarisch befragt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 16. Juni 2008 in Anwendung 
von Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 
142.31) direkt zu den Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der beiden Anhörungen (EVZ/ 
Direktananhörung) im Wesentlichen geltend machte, er habe seit 1989 
in Deutschland gelebt und habe nach Ablehnung zweier Asylanträge 
1995 und 1997 und nachdem seine deutsche Ehefrau im Jahre 2003 
gestorben sei, von den deutschen Behörden die Aufforderung erhalten, 
Deutschland zu verlassen,

dass er am 6. September 2006 Deutschland verlassen habe und nach 
einem mehrmonatigen Aufenthalt in Polen am 9. Mai 2007 nach Koso-
vo zurückgekehrt sei,

dass er sein Elternhaus, das er völlig zerstört aufgefunden habe, habe 
aufräumen wollen,

dass ihn nach zwei Tagen Unbekannte aufgesucht, nach seinen in der 
Schweiz lebenden Brüdern  gefragt  und zum Verlassen des Kosovos 
aufgefordert hätten,

dass am nächsten Tag vier  Mitglieder der albanischen Befreiungsar-
mee  AKSH auf  der  Baustelle  erschienen  seien  und  ihn  geschlagen 
und beschimpft hätten,

dass sie ihm mit dem Tod gedroht hätten, für den Fall, dass er nicht in-
nerhalb von 24 Stunden verschwinden sollte,

dass sich der Beschwerdeführer an die Polizei gewandt habe und die-
se ihm versprochen habe, den Vorfall aufzuklären, was jedoch schwie-
rig sein werde, da er die Angreifer nicht erkannt habe,

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dass er nach zwei oder drei Monaten den Kosovo verlassen habe,

dass das BFM dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 
16. Juni 2008 unter Hinweis auf eine schriftliche Mitteilung der deut-
schen Behörden vom 27. Mai  2008 zur allfälligen Rückführung nach 
Deutschland das rechtliche Gehör gewährte,

dass das BFM mit  Verfügung vom 20. Juni  2008 in  Anwendung von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-
zug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  sich  vor  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  in 
Deutschland aufgehalten, 

dass  sich  die  deutschen  Behörden  bereit  erklärt  hätten,  den  Be-
schwerdeführer zurückzunehmen,

dass der Bundesrat am 14. Dezember 2007 Deutschland als sicheren 
Drittstaat  bezeichnet  habe  und  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe 
geltend gemacht habe, welche die Vermutung der Beachtung des Non-
refoulement-Gebotes im vorliegenden Fall widerlegen könnten,

dass der Beschwerdeführer überdies ausgesagt habe, er  würde sich 
über eine allfällige Aufnahme in Deutschland freuen,

dass in der Schweiz zwar zwei Brüder des Beschwerdeführers leben 
würden, er gemäss seinen Angaben zu diesen jedoch keine enge Be-
ziehung habe,

dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers nicht offensicht-
lich und angesichts verschiedener Widersprüche zu bezweifeln sei, dass 
er sich im Jahr 2007 einige Monate im Kosovo aufgehalten habe,

dass die Behörden im Kosovo in der Lage seien, die ethnischen Min-
derheiten zu schützen,

dass auch keine Hinweise darauf bestünden, dass in Deutschland kein 
effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
bestehe, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juni 2008 gegen die-
sen Entscheid durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  erhob  und  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen 
Verfügung, die Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  zudem um Fristerstreckung 
für  eine  Beschwerdeergänzung,  um Gewährung  der  aufschiebenden 
Wirkung  der  Beschwerde  sowie  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG), 

dass  weder  ein  aussergewöhnlicher  Umfang  noch  eine  besondere 
Schwierigkeit  der Beschwerdesache vorliegt,  weshalb der Antrag auf 
Vervollständigung der Beschwerde abzuweisen ist (vgl. Art. 53 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  demgegenüber  die  Frage  der  Wegweisung  und 
des  Vollzugs  materiell  zu  prüfen  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass der Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen, gegenstandslos ist, da der Beschwerde von Gesetzes wegen 
die aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG, Art. 42 
AsylG) und sie von der Vorinstanz auch nicht entzogen worden ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende  in  einen  sicheren  Drittstaat  im  Sinne  von  Art. 6a  Abs. 2 
Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufge-
halten haben (Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Personen,  zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige  in  der  Schweiz  leben,  oder  die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im  Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor 
Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bst. a-c 
AsylG),

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dass der Beschwerdeführer seinen vorgängigen Aufenthalt in Deutsch-
land  nicht  bestritten  hat  (vgl.  Akte  A1,  S. 9;  Beschwerdeschrift  vom 
24. Juni 2008),

dass Deutschland (und ebenso alle anderen EU- und EFTA-Staaten) 
am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat im Sinne 
von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet worden ist,

dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als 
sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der Vermu-
tung ausgehen, dass die asylsuchende Person dort  vor einer Verlet-
zung  des  Non-Refoulement-Gebotes  sowie  vor  Wegweisungshinder-
nissen im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und dabei die Beweislast 
des Gegenteils, das heisst das Umstossen dieser Vermutung, der asyl-
suchenden Person obliegt (vgl. dazu: Botschaft  des Bundesrates zur 
Änderung des Asylgesetzes [BBl] 2002 6884),  

dass  der  Beschwerdeführer  keinerlei  Nachteile  durch  die  deutschen 
Behörden geltend gemacht hat, die geeignet wären, die Vermutung der 
Sicherheit des Drittstaates Deutschland zu widerlegen, 

dass  keine  substanziierten  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der 
Beschwerdeführer  in  Deutschland  unmenschliche  Behandlung  oder 
eine Strafe im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) oder eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund 
nach Art. 3 AsylG befürchten müsste,

dass Deutschland sowohl Vertragsstaat  des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch der EMRK ist und den sich daraus ergebenden völkerrechtlichen 
Pflichten Folge leistet,

dass der Beschwerdeführer - wie vom BFM zutreffend erkannt - in den 
sicheren  Drittstaat  Deutschland  zurückkehren  kann,  da  dessen  Be-
hörden  mit  nach  wie  vor  gültiger  Erklärung  vom  27.  Mai  2008  ge-
genüber der Schweiz die Rückübernahme zugesichert haben,

dass somit hinreichende Gewähr dafür besteht, dass der Beschwerde-
führer von Deutschland nicht in ein Land ausgewiesen wird, in dem für 
ihn eine konkrete Gefährdung bestehen würde, sofern er den deutschen 
Behörden gegenüber eine solche Gefährdung geltend macht, weshalb 

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der Einwand in seiner Beschwerdeeingabe, wonach ihm im Kosovo der 
Tod drohe, nicht stichhaltig ist, 

dass aus dem Umstand, wonach die deutschen Behörden gegen den 
Beschwerdeführer eine Einreisesperre verfügten, nicht auf das Fehlen 
eines effektiven Schutzes vor einer rückschiebungs-beachtlichen Ge-
fahr im Sinne von Art. 3 und 5 AsylG zu schliessen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  das  Schreiben  der 
deutschen Behörden vom 27. Mai 2008 betreffend die Rückübernahme 
liege ihm nicht vor,

dass das  Bundesamt diese Aktenstücke zwar tatsächlich als  interne 
Akte bezeichnet und demzufolge nicht ediert hat, es jedoch dem Be-
schwerdeführer  anlässlich der  direkten Anhörung vom 16. Juni  2008 
das rechtliche Gehör zum Inhalt dieses Schreibens und zu  allfälligen 
Rückführungshindernissen gewährt  hat  (vgl. Akte  A18,  S. 7), worauf 
der Beschwerdeführer antwortete, er wäre froh, wenn ihn Deutschland 
wieder aufnehmen würde,

dass das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung sodann feststell-
te, der Beschwerdeführer habe hinsichtlich seiner Aufenthaltsdauer in 
Kosovo widersprüchliche Aussagen gemacht,

dass zudem betreffend die geltend gemachten Nachteile, deren Schilde-
rung ohnehin realitätsfremd ausgefallen sei, in Kosovo vom Vorhanden-
sein eines adäquaten Schutzes durch den Heimatstaat auszugehen sei, 

dass die Argumentation in der Beschwerdeschrift die zutreffenden Er-
wägungen  der  Vorinstanz  nicht  zu  widerlegen  vermögen  und  die 
Beschwerde auch sonst nichts enthält, was als Indiz für die offensicht-
liche Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 34 Abs. 2 
Bst. b AsylG betrachtet werden könnte,

dass auch keine anderweitigen Indizien für die Widerlegung der Vermu-
tung ersichtlich sind, wonach Deutschland im Falle des Beschwerdefüh-
rers den Rückschiebungsschutz  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG be-
achte,

dass auch eine Übersetzung der eingereichten Beweismittel - es soll 
sich  dabei  gemäss den Ausführungen in  der  Beschwerde um Doku-
mente betreffend die Ehen des Beschwerdeführers handeln - nicht zu 

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einem andern Entscheid führen könnten, weshalb der Antrag auf Frist-
ansetzung zwecks Übersetzung der Dokumente abzuweisen ist,

dass bei Anwendung des neuen Nichteintretens-Tatbestandes von Art. 
34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 der 
gleichen  Bestimmung  (safe  country,  verfolgungssicheres  Herkunfts-
land) nicht  zu prüfen ist,  ob Hinweise auf  Verfolgung vorliegen,  son-
dern lediglich die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu 
beachten ist, wonach von einer Wegweisung in den Drittstaat dann ab-
gesehen wird, wenn die asylsuchende Person offensichtlich die Flücht-
lingseigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  erfüllt,  sondern  bereits 
die  Feststellung  genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jedenfalls 
nicht offensichtlich zutage tritt,

dass  die  Flüchtlingeigenschaft  vorliegend  angesichts  der  zu  Recht 
vom BFM in der angefochtenen Verfügung aufgezeigten Unglaubhaftig-
keitselemente nicht offensichtlich zutage tritt,

dass im Weiteren der Beschwerdeführer zu seinen in der Schweiz le-
benden  Brüdern  eigenen  Angaben  zufolge  letztmals  in  den  Jahren 
2001/2002 Kontakt gehabt hat (vgl. Akte A18, S. 6),

dass mit  der Vorinstanz somit zu Recht festzustellen ist,  dass in der 
Schweiz keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers  oder  an-
dere Personen im Sinne der weiteren Ausnahmebestimmung von Art. 
34 Abs. 3 Bst. a AsylG leben, zu denen er eine enge Beziehung hat, 
und diese Feststellung vom Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittel-
eingabe nicht bestritten wird, 

dass zusammenfassend die vorinstanzliche Feststellung zu bestätigen 
ist,  wonach  in  Deutschland  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht und im vorliegenden konkreten 
Fall keine gegenteiligen Hinweise vorliegen,

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 

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weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 
Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen  zulässig  ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass  weder  die  in  Deutschland  herrschende  Situation  noch  andere 
Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen,

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch möglich ist  (vgl. 
Art. 83 Abs. 2 AuG),  da Deutschland einer Rückübernahme des Be-
schwerdeführers zugestimmt hat, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege in-
klusive Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzu-
weisen ist, da die Begehren aufgrund der vorstehenden Erwägungen - 
unabhängig einer allfälligen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers - als 
von vornherein aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass demzufolge die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des 
Reglements  vom 21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädi-
gungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]) 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege inklusi-
ve Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abge-
wiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (...)  (per  Telefax  zu 
den Akten Ref.-Nr. N_______)

-

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Alexandra Püntener

Versand: 

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