# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01ec45e6-ba61-5ded-ba58-a78cf98c3713
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.11.2023 I 2022 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-3_2023-11-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 3

Entscheid vom 9. November 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________

gegen

1. C.________,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

2. E.________ AG,
Beigeladene,

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallkausalität)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1966) arbeitete in einem Spital als Pflegeleiterin und war 
dadurch bei der C.________ obligatorisch unfallversichert, als sie am 24. März 
2015 beim Velofahren (E-Bike) stürzte und sich eine Radiusköpfchenfraktur 
rechts zuzog (Vi-act. K1 und M1f.). 

B. Am 12. Mai 2015 wurde bei zunehmenden Schmerzen eine MR-
Untersuchung des rechten Handgelenkes durchgeführt (Vi-act. M5) und eine 
TFCC-Läsion rechts sowie eine traumatisierte STT-Arthrose diagnostiziert (Vi-
act. M7). Am 17. August 2015 wurde eine Arthroskopie des rechten Handgelen-
kes (Vi-act. M11), am 14. April 2016 eine dynamisch stabilisierende TFCC-
Rekonstruktion mit freiem Palmaristransplantat rechts (Vi-act. M18) und am 
27. Mai 2016 eine Osteosynthesematerialentfernung (Vi-act. M19) durchgeführt.

Am 11. August 2015 und am 23. Februar 2018 erfolgte zudem eine MR-
Arthrographie der rechten Schulter (Vi-act. M10 und M33) sowie am 14. Novem-
ber 2016 eine solche der linken Schulter (Vi-act. M32).

C.1 Ab 1. August 2016 war A.________ in ihrem angestellten Pensum von 50% 
wieder zu 100% arbeitsfähig (Vi-act. K44). Sie war nach dem Wechsel in ein an-
deres Spital (seit 1.5.2016) als Pflegeexpertin tätig (und befand sich gleichzeitig 
im Masterstudium Pflegewissenschaft) und dadurch bei der E.________ AG obli-
gatorisch unfallversichert, als sie am 9. Januar 2018 einen Bagatellunfall vom 14. 
Dezember 2017 meldete, wonach sie auf dem Glatteis ausgerutscht und auf die 
rechte Körperseite gestürzt sei. Folge davon seien Hämatome und Schmerzen in 
der Schulter gewesen (Vi-act. E.________ K1). Die E.________ anerkannte das 
Ereignis mit Schreiben vom 11. Januar 2018 (Vi-act. E.________ K2).

C.2 Mit Schreiben vom 29. Mai 2018 stellte die E.________ nach Einholung ei-
ner Stellungnahme ihres beratenden Arztes (Vi-act. M30) die Leistungen per 
23. Februar 2018 ein (Vi-act. E.________ K23). Daraufhin verlangte A.________ 
am 22. Januar 2019 eine einsprachefähige Verfügung (Vi-act. E.________ K28). 
Am 15. März 2019 verfügte die E.________ die Einstellung der Versicherungs-
leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 14. Dezember 2017 per 23. Februar 2018 mit Entzug der auf-
schiebenden Wirkung einer allfälligen Einsprache (Vi-act. E.________ K30). Ge-
gen die Verfügung vom 15. März 2019 liess A.________ am 11. April 2019 Ein-
sprache erheben (Vi-act. E.________ K32) und diese am 17. Mai 2019 ergänzen 
(Vi-act. E.________ K34). Nach Einholung einer weiteren Aktenbeurteilung, wel-
che am 28. Oktober 2021 erfolgte, stellte die E.________ A.________ am 22. 

3

Dezember 2021 die Abweisung des Einspracheentscheides in Aussicht und gab 
ihr Gelegenheit zum Rückzug der Einsprache (Beigeladene-act. 1). 

D. Ebenfalls am 29. Mai 2018 wurde bei A.________ mit den Diagnosen: 
"Tendinitis calcarea Typ a Rezidiv Schulter rechts" und "AC-Gelenksarthrose und 
ausgedehnte SLAP-Läsion" eine Schulterarthroskopie, arthroskopische LBS-
Tenodese, Bursektomie, AC-Gelenksresektion, Kalkentfernung und Quernaht der 
Infraspinatussehne durchgeführt (Vi-act. M37/4).

E. Gestützt auf die versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 14. No-
vember 2018 (Vi-act. M29) (und gemäss Akten auch vom 17.8.2015, Vi-act. M12; 
und 22.2.2016, Vi-act. M17) stellte die C.________ mit Verfügung vom 28. De-
zember 2018 die Kostenübernahme für ärztliche und therapeutische Massnah-
men aus der obligatorischen Unfallversicherung per 26. September 2018 ein. 
Zudem wurde der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.-- 
(5%) als Folge des Unfalles vom 24. März 2015 bejaht. Einer allfälligen Einspra-
che wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Vi-act. K59).

F. Gegen die Verfügung der C.________ vom 28. Dezember 2018 liess 
A.________ am 30. Januar 2019 Einsprache erheben mit den Anträgen (Vi-act. 
K60):

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien die gesetzlich 
geschuldeten Leistungen (insbesondere u.a. weitere Taggeldleistungen und 
Heilbehandlungskosten vor und nach dem 26. September 2018) zu erbringen. 
Sodann sei nach Erreichen eines Endzustandes eine höhere 
Integritätsentschädigung auszurichten sowie allenfalls eine Invalidenrente.

2. Die Akten seien zu vervollständigen und dem Unterzeichnenden zur 
Einsichtnahme zukommen zu lassen, dies unter Ansetzung einer Nachfrist von 
mindestens 30 Tagen ab Erhalt der Akten zur ergänzenden Begründung der 
Einsprache.

Eine weitere Stellungnahme erfolgte am 17. Mai 2019 (Vi-act. K64).

G. Am 18. Juli 2019 gab die C.________ eine weitere versicherungsmedizini-
sche Stellungnahme in Auftrag (Vi-act. K68), welche am 25. November 2020 un-
ter Einbezug einer Zweitbeurteilung vom 21. September 2019 (und nach Erhalt 
der nachfolgend erwähnten Auskünfte) erstellt wurde (Vi-act. M40f.). Weiter er-
suchte die C.________ A.________ mit Schreiben vom 30. August 2019 um wei-
tere Auskünfte (Vi-act. K69), welche am 2. Juli 2020 erfolgten (Vi-act. K88). Am 
30. März 2021 liess A.________ eine Stellungnahme zur versicherungsmedizini-
schen Beurteilung vom 25. November 2020 einreichen (Vi-act. K103). Daraufhin 
holte die C.________ am 13. April 2021 erneut eine versicherungsmedizinische 

4

Stellungnahme ein (Vi-act. K104), welche am 6. Mai 2021 erstellt wurde (Vi-act. 
M42).

Mit Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2021 wies die C.________ die Ein-
sprache ab (Vi-act. K109).

H. Am 20. Januar 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen 
zu erbringen.

2. Der Sachverhalt sei rechtsgenügend abzuklären.

3. Eventuell sei die Unfallversicherung E.________ beizuladen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (inkl. 
7.7 % MwSt.).

I. Mit richterlicher Verfügung vom 21. Januar 2022 wird die E.________ ins 
Verfahren beigeladen. Sie stellt am 8. Februar 2022 folgende Verfahrensanträge:

1. Das Beschwerdeverfahren I 2022 3 sei zu sistieren.

2. Das Beschwerdeverfahren I 2022 3 sowie ein allfälliges Beschwerdeverfahren 
der Beschwerdeführerin gegen den Einspracheentscheid der E.________ AG 
betreffend das Ereignis vom 14. Dezember 2017 seien zu vereinigen.

3. Die der E.________ AG im Beschwerdeverfahren I 2022 3 mit Verfügung vom 
21. Januar 2022 angesetzte Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung sowie 
der Verfahrensakten bis am 18. Februar 2022 sei abzusetzen.

4. Der E.________ AG sei eventualiter die mit Verfügung vom 21. Januar 2022 
angesetzte Frist bis am 18. Februar 2022 zur Einreichung einer 
Vernehmlassung sowie der Verfahrensakten erstmals um 30 Tage zu 
erstrecken.

Hierzu lässt die Beschwerdeführerin am 18. Februar 2022 und die Vorinstanz am 
21. Februar 2022 Stellung nehmen. Mit verfahrensleitender Anordnung vom 
23. Februar 2022 wird das Verfahren sistiert.

J. Mit Einspracheentscheid vom 31. August 2022 entscheidet die Beigeladene 
(vgl. Ingress C.2):

1. Die Einsprache vom 11. April 2019 resp. 17. Mai 2019 wird abgewiesen.

2. Es wird festgestellt, dass A.________ am 14. Dezember 2017 keinen Unfall 
erlitten hat. Es wird ferner festgestellt, dass der status quo sine eines allfälligen 
Unfalls spätestens per 23. Februar 2018 erreicht war. Die E.________ AG ist 
daher weder berechtigt noch verpflichtet, A.________ Versicherungsleistungen 
nach UVG zu erbringen.

3. Das Einspracheverfahren ist kostenlos.

5

4. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

5. (Eröffnung)

Dagegen reicht die Beschwerdeführerin am 30. September 2022 Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein (Verfahren I 2022 55). 

K. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 wird die Verfahrenssistierung 
aufgehoben und erneut Frist zur Vernehmlassung angesetzt. Die Beigeladene 
verzichtet am 12. Oktober 2022 darauf, materielle Anträge zu stellen und 
verweist auf ihren Einspracheentscheid vom 31. August 2022 im Verfahren I 
2022 55. 

Am 16. Januar 2023 reicht die Vorinstanz ihre Vernehmlassung ein und stellt 
folgende Rechtsbegehren: 

Die Beschwerde vom 20. Januar 2022 sei insoweit teilweise gutzuheissen, als der 
Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung basierend auf einem 
Integritätsschaden von 10 % auszurichten sei.

Im Übrigen sei die Beschwerde vom 20. Januar 2022 abzuweisen.

Die Replik der Beschwerdeführerin erfolgt am 28. April 2023. Am 9. Mai 2023 
reicht die Vorinstanz eine Duplik ein. Die Beigeladene nimmt am 17. Mai 2023 
Stellung. Am 12. Juni 2023 verzichtet die Beschwerdeführerin auf eine weitere 
Stellungnahme.

L. Mit Schreiben vom 21. Juli 2023 gelangt das Gericht an die Vorinstanz; 
aufgrund von Nennungen in den Akten müsse davon ausgegangen werden, dass 
dem Gericht nicht die vollständigen Akten vorliegen würden; die Vorinstanz 
werde ersucht, fehlende Akten zeitnah einzureichen. Mit Schreiben vom 16. 
August 2023 reichte die Vorinstanz weitere Akten ein, was der 
Beschwerdeführerin und der Beigeladenen am 17. August 2023 angezeigt 
wurde. Die Beschwerdeführerin nimmt mit Schreiben vom 21. August 2023 
Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Beigeladene beantragt mit Stellungnahme vom 8. Februar 2022 die 
Vereinigung des vorliegenden Verfahrens I 2022 3 mit dem inzwischen ebenfalls 
vor Verwaltungsgericht hängigen Verfahren I 2022 55 (der Antrag wird jedoch im 
Verfahren I 2022 55, in welchem die Beigeladene Vorinstanz ist, nicht wieder-
holt).

6

In der Verordnung über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Auch im 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 
830.1; ATSG) vom 6. Oktober 2000 wird die Verfahrensvereinigung nicht er-
wähnt. Nach konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, 
wenn das Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart 
zuständig ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die 
gleichen Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) 
stützen (vgl. unter vielen VGE I 2015 118 vom 6.4.2016 E. 1).

Die Beschwerdeführerin macht sowohl im Verfahren I 2022 3 als auch im Verfah-
ren I 2022 55 Leistungen gegenüber einer Unfallversicherung geltend. Strittig 
sind in beiden Verfahren insbesondere Schulterbeschwerden rechts. Allerdings 
beziehen sich die geltend gemachten Ansprüche auf zwei verschiedene Unfaller-
eignisse sowie auf zwei verschiedene Unfallversicherer. Im Verfahren I 2022 55 
ist gar das Unfallereignis an sich strittig. Damit aber stellen sich vorliegend unter-
schiedliche Rechtsfragen, weshalb es angezeigt ist, auf eine Vereinigung der 
Verfahren zu verzichten.

2.1 Im konkreten Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 
24. März 2015 beim Velofahren (E-Bike) stürzte und sich eine Radiusköpfchen-
fraktur rechts zuzog (vgl. vorstehend Ingress lit. A). In der Folge kam es zu Be-
schwerden am rechten Handgelenk, die - genauso wie die daraufhin notwendi-
gen Operationen (vgl. Ingress lit. B) - von der Vorinstanz ebenfalls als unfallkau-
sal eingeordnet wurden.

2.2 Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz mit Verfügung vom 
28. Dezember 2018, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 9. Dezember 2021, 
zu Recht von einem medizinischen Endzustand bzw. von einem Status quo sine 
ausging und die Kostenübernahme für ärztliche und therapeutische Massnahmen 
aus der obligatorischen Unfallversicherung per 26. September 2018 einstellte. 
Strittig ist auch, ob die Vorinstanz zu Recht die Unfallkausalität nach vorüberge-
hender Verschlimmerung an der rechten Schulter ab 1. Januar 2016 sowie einen 
natürlichen Kausalzusammenhang von Beschwerden an der linken Schulter zum 
Unfallereignis vom 24. März 2015 als überwiegend wahrscheinlich nicht beste-
hend verneint und einen Leistungsanspruch abweist sowie (u.a. vernehmlas-
send) eine über 10% hinausgehende Integritätsentschädigung ablehnt. Die Be-
schwerdeführerin verlangt insbesondere eine externe Begutachtung.

7

2.3 Des Weiteren stellt sich die Frage, ob ein Anspruch auf eine Invalidenrente 
ebenfalls Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens und somit An-
fechtungsgegenstand ist.

2.3.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren bildet grundsätzlich nur 
das Rechtsverhältnis, zu dem die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig in 
Form einer Verfügung Stellung genommen hat, Anfechtungsgegenstand. Inso-
weit bildet die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsge-
genstand. Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechts-
pflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung 
bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den aufgrund der Beschwerdebegehren 
effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet (BGE 144 I 11 Erw. 4.3; 
BGE 125 V 413 Erw. 1a und 1b). 

2.3.2 Mit Verfügung vom 28. Dezember 2018 entschied die Vorinstanz die Ein-
stellung der Kostenübernahme für ärztliche und therapeutische Massnahmen aus 
der obligatorischen Unfallversicherung per 26. September 2018, der Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.-- als 
Folge des Unfalles vom 24. März 2015 sowie den Entzug der aufschiebenden 
Wirkung. Eine Invalidenrente wurde in den Erwägungen lediglich insoweit er-
wähnt, als bei der Nennung der Gesetzesgrundlagen Art. 24 Abs. 2 Bundesge-
setz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 zitiert 
wurde, wonach die Integritätsentschädigung mit der Invalidenrente festgesetzt 
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Be-
handlung gewährt wird. Der Anspruch auf eine Invalidenrente wurde jedoch we-
der geprüft, noch verneint, geschweige denn begründet (Vi-act. K59).

Dementsprechend lautete der Antrag Ziff. 1 der Beschwerdeführerin in ihrer Ein-
sprache vom 30. Januar 2019 (Vi-act. K60):

Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien die gesetzlich geschul-
deten Leistungen (insbesondere u.a. weitere Taggeldleistungen und Heilbehand-
lungskosten vor und nach dem 26. September 2018) zu erbringen. Sodann sei 
nach Erreichen eines Endzustandes eine höhere Integritätsentschädigung auszu-
richten sowie allenfalls eine Invalidenrente.

Ein allfälliger Anspruch auf eine Invalidenrente wurde auch hier nicht weiter be-
gründet. Eine Prüfung bzw. ein Entscheid über den Anspruch auf Invalidenrente 
ging (somit auch für die Beschwerdeführerin) nicht aus der angefochtenen Verfü-
gung hervor.

In der Folge wies die Vorinstanz die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 
9. Dezember 2021 ab. Zwar verneint die Vorinstanz in der Entscheidbegründung 
Ziff. 2.6 einen Anspruch auf Invalidenrente, weil das letzte ärztliche Zeugnis in 

8

den Unterlagen (datiert vom 19. Oktober 2016) eine Arbeitsfähigkeit von 100% 
vom 19. Oktober bis 3. November 2016 bescheinige (während dieses Zeugnis 
soweit ersichtlich nicht aktenkundig ist, findet sich vielmehr ein Arztbericht in den 
Akten, welcher das Gegenteil, nämlich 100% AUF im selben Zeitraum beschei-
nigt, Vi-act. M23) und der Beschwerdeführerin betreffend rechter Hand von 
Dr.med. G.________ ab 1. August 2016 eine 0%-ige Arbeitsunfähigkeit ausge-
wiesen worden sei. Allerdings erfolgt dies, ohne Bezug auf die angefochtene Ver-
fügung zu nehmen und ohne im Dispositiv den Anspruch auf Invalidenrente zu 
erwähnen. 

2.3.3 Selbst wenn man somit davon ausgehen würde, dass im Einspracheverfah-
ren eine Ausweitung des Streitgegenstands auf alternative Ansprüche in engen 
Grenzen möglich sein sollte, da verfügende Behörde und Einspracheinstanz in 
den meisten Fällen identisch sind (vgl. hierzu Genner, in: BSK ATSG, Art. 52 
Abs. 1 - 3, N 48), so ist auch eine solche Ausweitung im Rahmen des Einspra-
cheverfahrens im vorliegenden Verfahren nicht erfolgt. Dabei ist zu berücksichti-
gen, dass grundsätzlich nur das im Dispositiv eines Entscheides Festgehaltende 
in Rechtskraft erwächst. Erwägungen sind hingegen nur verbindlich und damit 
anfechtbar, wenn im Dispositiv ausdrücklich darauf verwiesen wird. Durch den 
Verweis im Dispositiv auf die Erwägungen wird dieser Konnex Teil des Disposi-
tivs und hat Anteil an der Rechtskraft des Beschlusses (Urteil BGer 8C_652/2019 
vom 18.2.2020 E. 3.3.1).

Damit ergibt sich, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente vorliegend nicht An-
fechtungsgegenstand und somit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwer-
deverfahrens bildet, weshalb nachfolgend nicht weiter darauf einzugehen ist.

3. Am 1. Januar 2017 ist eine Revision des Unfallversicherungsgesetzes in 
Kraft getreten, darunter auch Art. 6 Abs. 2 UVG sowie der gleichermassen revi-
dierte Art. 9 Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. 
Dezember 1982. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen UVG zur Ände-
rung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 
sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt. Der Vorfall der Beschwerdeführerin ereignete 
sich am 24. März 2015. Entsprechend gelangt bei der Beurteilung des vorliegen-
den Falles das bis am 31. Dezember 2016 geltende Recht zur Anwendung.

3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG (in der Fassung vom 1.1.2013) werden Leistun-
gen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs-
krankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Nach Art. 10 

9

Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behand-
lung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun-
fähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG). Wird die 
versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch 
den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen 
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 134 V 109 E. 
2.1; BGE 129 V 177 E. 3.1 f.). 

3.2.1  Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele (BGE 147 V 161 E. 3.2); m.a.W. wenn der Unfall 
überwiegend wahrscheinlich zumindest eine indirekte Teilursache der gesund-
heitlichen Beschwerden ist (BGE 142 V 435 E. 1; BGE 134 V 109 E. 2.1; Urteil 
BGer 8C_689/2019 vom 9.3.2020 E. 5.3 je mit Hinweisen). 

3.2.2  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua-
ter Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge-
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein-
tritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2; BGE 125 V 461 E. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist es 
Aufgabe des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 
während es der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Fra-
ge nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 
110 E. 2). 

10

Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal-
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 E. 2; Ur-
teil BGer 8C_582/2021 vom 11.1.2022 E. 9.3). Unfallfolgen sind dann organisch 
objektiv ausgewiesen, wenn die Untersuchungsergebnisse objektivierbar sind, 
d.h. reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben 
des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfol-
gen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hiebei ange-
wendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 
248 E. 5.1; Urteile BGer 8C_756/2021 vom 10.2.2022 E. 4.3; 8C_15/2021 vom 
12.5.2021 E. 7.1; 8C_493/2021 vom 4.3.2022 E. 3.3.2).

3.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass mit dem Status quo sine der Gesundheitszu-
stand bezeichnet wird, der sich bei einem schicksalsmässig verlaufenden, krank-
haften Vorzustand ergibt, wenn nach einer vorübergehenden, unfallbedingten 
Verschlimmerung die auf einen Unfall zurückzuführende Gesundheitsschädigung 
vollständig abheilt und der Unfall keine natürliche Ursache des beim Versicherten 
vorhandenen Gesundheitsschadens mehr darstellt. Demgegenüber wird unter 
dem Status quo ante ein unmittelbar vor dem Unfall bestehender und stabiler 
Vorzustand verstanden, der wieder erreicht wird, wenn die unfallbedingte Ge-
sundheitsschädigung vollständig abgeheilt ist. Liegt ein schicksalsmässig verlau-
fender krankhafter Vorzustand im Sinne des Status quo sine vor, schliesst dieser 
das Erreichen des Status quo ante aus; umgekehrt kann ein Status quo sine gar 
nie eintreten, wenn ein stabiler krankhafter Vorzustand durch einen unfallbeding-
ten Gesundheitsschaden nur temporär verschlimmert und der Status quo ante 
wieder erreicht wird (Urteil EVGer U 135/05 vom 7.7.2005 E. 3.2).

Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht bestanden 
haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor 

11

stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist (es wurde der 
degenerative Vorzustand vorübergehend verschlimmert), so hat der Unfallversi-
cherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall ste-
hende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem Er-
reichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.1.1; 
SVR 2010 UV Nr. 4 S. 17, 8C_181/2009 E. 5.4 f. mit Hinweisen; SVR 2010 UV 
Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3; Urteile BGer 8C_331/2015 E. 2.1.1; 
8C_557/2015 vom 7.10.2015 E. 5.2 ff.; 8C_320/2013 vom 5.9.2013 E. 3.1). So-
lange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversi-
cherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen. Steht indes aus 
ärztlicher Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je 
wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer rich-
tunggebenden Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/ Basel/ Genf 2012, S. 54; Urteil BGer 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.4 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. 
Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1; Urteil 
BGer 8C_410/2022 vom 23.12.2022 E. 4.2). Der Beweis des Wegfalls des Kau-
salzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen er-
bracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negati-
ven Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob un-
fallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verlo-
ren haben, also dahingefallen sind (Urteile BGer 8C_410/2022 vom 23.12.2022 
E. 4.2; 8C_608/2020 vom 15.12.2020 E. 5.2; 8C_855/2018 vom 14.3.2019 E. 
3.1; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 E. 3.2).

3.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 nor-
mierten Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherungsträger die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt 

12

grundsätzlich auch im Gerichtsverfahren (Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als 
verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur 
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht ist ein Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 E. 5.1). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Rich-
terin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 
218 E. 6; BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2). Der Untersuchungsgrund-
satz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig 
aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Ver-
waltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu 
sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine 
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 
3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 E. 3.2.2). Auf ein beantragtes Be-
weismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten ver-
zichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Be-
weiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei be-
weisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine 
Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswür-
digung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 
18. April 1999 erblickt werden (BGE 144 V 361 E. 6.5).

3.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

3.6.1  Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf 
es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen, weshalb die Verwaltung 

13

bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf zuverlässige Angaben 
ärztlicher Fachkräfte angewiesen ist (Urteil BGer 8C_270/2022 vom 12.10.2022 
E. 4.3). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 f. E. 1c mit Hinweisen; Weber, 
'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizinischen Gutach-
ten, JaSo 2020, S. 199). Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht 
an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genü-
gend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 
56 S. 371 E. 5b). Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung 
eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht, mithin die direkte 
ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 
BGer 8C_281/2021 vom 19.1.2022 E. 3.2). Aktengutachten sind insbesondere 
dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen 
Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagno-
se oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschie-
den bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem Aktengutachten das Für 
und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahr-
scheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Urteile 
BGer 8C_396/2011 vom 21.9.2011 E. 5.2; 8C_540/2007 vom 27.3.2008 E. 3.2 
mit Hinweisen).

3.6.2  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens nach Art. 44 ATSG eingehol-
ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er-
statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 
210 E. 1.3.4; Urteil BGer 8C_292/2019 vom 27.8.2019 E. 3.2.2). 

3.6.3  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 

14

ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; BGE 
135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur für 
Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behandelnde 
Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 
8C_180/2017 vom 21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen). 

4. Bezüglich Unfall vom 24. März 2015 und Gesundheitsverlauf ergibt sich 
aus den Akten:

4.1 In der Schadenmeldung UVG vom 26. März 2015 wurde der Unfallhergang 
insoweit geschildert, als die Beschwerdeführerin mit dem Fahrrad auf einer 
Hauptstrasse unterwegs war, als ein Auto in die Hauptstrasse einfuhr und den 
Vortritt der Beschwerdeführerin missachtete. Die Beschwerdeführerin habe eine 
Vollbremsung machen müssen und sei dabei vom Fahrrad gestürzt. Als Verlet-
zung wurde ein Bruch des rechten Ellbogens aufgeführt (Vi-act. K1).

Im Fragebogen, welchen die Beschwerdeführerin am 28. März 2015 ausfüllte 
und unterzeichnete, schilderte sie den Unfallhergang vergleichbar. Demgemäss 
sei ein Automobilist ohne zu schauen aus einem Restaurantparkplatz auf die 
Hauptstrasse gefahren. Um nicht mit dem Auto zu kollidieren habe die Be-
schwerdeführerin brüsk bremsen müssen und sei in der Folge mit dem Fahrrad 
gestürzt. Die Beschwerden unmittelbar nach dem Unfall hätten sich in einem 
starken, stechenden, schneidenden Schmerz im rechten Arm und Schock 
geäussert. Es würden mehrere Frakturen am rechten Ellbogen vorliegen sowie 
Hämatome und Prellungen vor allem an den unteren Extremitäten (Vi-act. K5).

Auch im Polizeirapport zum Verkehrsunfall mit Körperverletzung vom 8. April 
2015 wurde der Unfallhergang wie vorstehend geschildert. Als Verletzungen 
wurden ein Mehrfachbruch am rechten Ellbogen (Radiuskopffraktur), eine Prel-
lung am linken Ellbogen sowie Prellungen von beiden Knien bis zur Leiste hin 
(gemäss Angaben der Beschwerdeführerin) aufgeführt (Vi-act. A4).

Den erwähnten ersten Berichten zum Unfallhergang ist insbesondere gemein, 
dass durchgehend von einem Sturz vom Fahrrad und von den erlittenen Verlet-
zungen am rechten (und linken) Ellbogen und an den unteren Extremitäten sowie 
von Schmerzen im rechten Arm berichtet wird. Der genaue Vorgang des Sturzes 
bzw. wie die Beschwerdeführerin genau stürzte und wie bzw. mit welchen Kör-

15

perteilen sie auf dem Boden aufkam, lässt sich den erwähnten Berichten nicht 
entnehmen.

4.2 Gemäss Notfallbericht des Spitals N.________ vom 25. März 2015 zur 
Konsultation vom 24. März 2015 habe die Beschwerdeführerin berichtet, am glei-
chen Tag mit ihrem Rad unterwegs gewesen zu sein. Dabei sei ein Auto plötzlich 
rückwärts aus einem Parkplatz gefahren. Sie habe sofort gebremst und sei über 
die Lenkstange gestürzt. Dabei habe sie sich mit den Händen abgefangen und 
einen plötzlichen Schmerz im rechten Ellbogen verspürt. Beim Befund wurde am 
rechten Ellbogen eine Schwellung sowie eine schmerzbedingt starke Einschrän-
kung der Bewegung, am linken Ellbogen eine Schürfwunde und am linken Knie 
eine minime Schwellung festgestellt (Vi-act. M2).

4.3 Dem (wahrscheinlich fälschlicherweise auf den 4.2.2015 datierten und bei 
der Vorinstanz am 20.4.2015 eingegangenen) Arztzeugnis lässt sich zur Erstbe-
handlung im Spital N.________ zum Unfallhergang entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin von einem Auto angefahren worden, über den Fahrradlenker 
gestürzt sei und sich mit beiden Händen abgefangen sowie plötzliche Schmerzen 
im rechten Ellbogen gespürt habe. In der Folge wurde eine Radiusköpfchenfrak-
tur rechts diagnostiziert (Vi-act. M1), bestätigt durch das CT vom rechten Ellbo-
gen vom 25. März 2015 (Vi-act. M3).

4.4 Dr.med. H.________ (FMH Orthopädie) führte in seinem Arztbericht vom 
31. März 2015 im Rahmen der Konsultation vom 25. März 2015 zum Unfallher-
gang aus, dass die Beschwerdeführerin (Linkshänderin) mit dem Velo wegen ei-
nes aus dem Parkplatz ausfahrenden Autos habe abrupt abbremsen müssen und 
dabei auf die rechte Körperseite und den rechten Ellbogen gestürzt sei. Dabei sei 
es unmittelbar zu massiven Schmerzen im rechten Ellbogen gekommen. Nach 
der konservativen Behandlung (Oberarmgipsschiene) habe die Beschwerdefüh-
rerin nach wie vor an ausgeprägten Schmerzen am rechten Ellbogen sowie auch 
an Schmerzen im Bereich der rechten Schulter gelitten. Bei der Kontrolle am 30. 
März 2015 hätten die Schmerzen nach Erstellung einer neuen OA-Gipsschiene 
nachgelassen (Vi-act. M4).

4.5 Im Bericht der Klinik T.________ vom 13. Mai 2015 wurden klinisch zu-
nehmende Schmerzen am rechten Handgelenk bei Status nach Radiusköpfchen-
fraktur am 24. März 2015 festgehalten (Vi-act. M5). Am 9. Juni 2015 erfolgte eine 
Kontrolluntersuchung bei Dr.med. H.________ (Vi-act. M35/21, M37/9). In der 
Folge diagnostizierte Dr.med. G.________ (Spezialarzt FMH für Chirurgie, spez. 
Handchirurgie) am 24. Juni 2015 eine posttraumatische Läsion Fibrocartilago tri-
angularis mit fraglicher Ulnainstabilität rechts (Vi-act. M8, M35/19). Am 8. Juli 

16

2015 wurde von Dr.med. I.________ (Chirurgie FMH, Spez. Handchirurgie) bei 
Instabilitätsbeschwerden linkes (sic!) distales Radio-Ulnar-Gelenk der dringende 
Verdacht auf ulnarseitige TFCC-Läsion geäussert (Vi-act. M9, M35/19). Am 
17. August 2015 erfolgte eine Arthroskopie des rechten Handgelenkes (Vi-act. 
M11, M35/15).

4.6 Am 11. August 2015 erfolgte nach Durchführung einer MR Arthro der rech-
ten Schulter bei Status nach Schulterdistorsion rechts, Radiusköpfchenfraktur 
rechts und Handgelenksdistorsion am 24. März 2015 durch die Radiologin 
Dr.med. J.________ folgende Beurteilung (Vi-act. M10, M37/8):

Leichte Tendinitis calcarea der Supraspinatussehne ohne Hinweis für einen 
Einriss. Tendinose der langen Bizepssehne über dem Humeruskopf und Zeichen 
einer SLAP-Läsion Typ II.
Mässige AC-Gelenksarthrose und dorsomedial des AC-Gelenkes 8 mm 
messendes Ganglion ausgehend vom Subakromialraum. Verdacht auf eine kleine 
Intervallläsion bei leichtem Kontrastmittelaustritt nach subakromial (DD: Iatrogen 
bei engem Gelenksraum mit Zeichen der retraktilen Kapsulitis).

4.7 Am 17. August 2015 erfolgte eine versicherungsmedizinische Stellung-
nahme von Dr.med. K.________ (Facharzt für Innere Medizin FMH, FA Vertrau-
ensarzt SGV) insbesondere die Frage nach der Unfallkausalität der Handge-
lenksschmerzen rechts bei TFCC-Läsion rechts betreffend (Vi-act. M12). In der 
erwähnten Stellungnahme wies Dr.med. K.________ auf unterschiedliche Ereig-
nisangaben hin. Die leicht dislozierte Radiusköpfchenfraktur sei unbestritten un-
fallkausal, da unabhängig vom Ereignisbeschrieb sämtliche Schilderungen für 
das Zuziehen einer solchen Fraktur geeignet seien. Unter konservativer Therapie 
sei es zu einer Besserung der Beschwerden gekommen. 

Betreffend die zunehmenden Handgelenksschmerzen rechts hätten die Ab-
klärungen degenerative Veränderungen sowie eine TFCC-Läsion gezeigt, welche 
sowohl traumatisch als auch degenerativ auftreten könne. Bei einem Sturz auf 
Ellbogen, was direkte Gewalteinwirkung bedeuten würde, sei eine TFCC-Läsion 
unfallkausal unwahrscheinlich. Aufgrund zeitnaher Dokumentation eines Sturzes 
auf die Hand sei die TFCC-Läsion als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal 
zu interpretieren, zumal die lange Latenzzeit zwischen Ereignis und Handge-
lenksbeschwerden mit der vorübergehenden Ruhigstellung der rechten Extre-
mität wegen der Radiusköpfchenfraktur (und somit der gleichzeitigen Therapie 
von distorsionsbedingten Beschwerden) erklärt werden könne. Der geplante Ein-
griff zur Stabilisation sei indiziert.

4.8 Am 27. September 2015 diagnostizierte Dr.med. I.________ eine Handge-
lenks-Distorsion links (sic!) sowie Instabilitäts-Beschwerden im distalen Radio-

17

Ulnar-Gelenk links (sic!) bei dringendem Verdacht auf TFCC-Läsion (Vi-act. 
M14). Am 21. Oktober 2015 führte Dr.med. G.________ folgende Diagnosen auf 
(Vi-act. M15; in Vi-act. M35/14 wurde "links" handschriftlich durchgestrichen und 
mit "re" ergänzt):

- Radioulnare Instabilität bei Abriss des tiefen TFC-Anteils links
- St. n. in Dislokation verheilter Radiusköpfchenfraktur links

Zum Verlauf führte Dr.med. G.________ aus, dass sich die Handgelenksschmer-
zen seit der Arthroskopie partiell gebessert hätten. Geblieben sei eine radioulna-
re Instabilität. Kraft bei Faustschluss 19 kg (34 kg links). Die Handgelenkbeweg-
lichkeit betrage F/E rechts 64/0/74, unter radioulnarer Kompression 68/0/76 (links 
82/0/80). Pro / Supination 66/0/62 (links 76/0/80). Eine Verbesserung der Hand-
gelenkbeschwerden ohne stabilisierende Operation sei nicht zu erwarten. In ei-
nem späteren Bericht vom 12. November 2015 führte Dr.med. G.________ die-
selben Diagnosen sowie Angaben zum Verlauf wie im Bericht vom Oktober 2015 
jedoch mit der Seitenangabe "rechts" auf (Vi-act. M16, M35/13).

4.9 X.________ (Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin) erstattete 
am 23. Dezember 2015 ein Gutachten zuhanden der Arbeitgeberin. Folgende 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden festgehalten (Vi-act. Bei-
lage 2 S. 12):

1. Radioulnare Instabilität nach TFCC-Läsion rechts nach Velosturz 24.03.2015 
(ICD-10:V13, S63.3)

2. Diskrete Periarthropathia humeroscapularis tendopathica rechts (ICD-10: 
M75.1, resp. M 75.3 u. M75.4)
- Klinisch AC-Gelenkssymptomatik
- Bildgebend PHS-calcarea sowie beginnende AC-Gelenksarthrose und Ge-

lenksganglion
- Anamnestisch St. n. OP Ganglion im Schultergelenk vor etwa 15 Jahren
- Aktive Turnerin bis 16 jährig (Bodenturnen wie Stufenbarren)

Die Beurteilung lautete wie folgt:

6.1 Allgemeines
Die 49 jährige Pflegefachfrau mit abgeschlossenem Bachelorstudium in Pflegewis-
senschaften, derzeit im Masterstudium zu 50% engagiert, die seit Januar 2015 ei-
ne 50% Anstellung als Pflegefachfrau mit Zuständigkeiten in Ausbildung wie Qua-
litätssicherungsaspekten angetreten hat erlitt am 24.03.2014 [recte: 2015] als Velo-
fahrerin ohne eigenes Verschulden einen Velosturz, bei dem sie sich eine leicht 
dislozierte, zwischenzeitlich verheilte Radiusköpfchen-Fraktur zuzog sowie eine 
Bandläsion im Bereich des Handgelenkes, in deren Folge sie nun ebendort eine 
bislang noch konservativ behandelte, doch bei Belastung schmerzhafte Handge-
lenksinstabilität entwickelt hat. Seitens des betreuenden Handchirurgen ist nach 
zwischenzeitlich erfolgreich verlaufender Handrehabilitation und mit verbesserter 
Beweglichkeit ab etwa Januar 2016 ein handgelenksstabilisierender Eingriff ge-
plant, in dessen Folge die Versicherte für weitere 6 Monate zur Schonung des 

18

Handgelenks gezwungen sein wird, sodass eine Mitarbeit in einer Pflegetätigkeit 
mit manuellen Belastungen für das rechte Handgelenk weiterhin nicht möglich sein 
wird. Nicht limitiert jedoch sieht sich die Versicherte richtigerweise in allen leicht 
belastenden Tätigkeiten in Verwaltungsbereich, wie in Einsätzen als Dozentin oder 
im Qualitätsmanagement. Nach einem Handgelenksstabilisierenden Eingriff ist mit 
einer etwa 3monatigen Heilungsphase, gefolgt von einer nochmals 2-3-monatigen 
Rehabilitationsphase zu rechnen. Eine vertrauensärztliche Verlaufsbeurteilung des 
Operationsresultats sollte etwa 6 Monate nach dem stattgehabten Eingriff möglich 
werden.

6.2.Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
Aus rheumatologischer Sicht ist die Versicherte in allen nicht das rechte 
Handgelenk belastenden Tätigkeiten nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. 
Eine handgelenksbelastende Arbeit, wie im Pflegebereich unvermeidbar ist jedoch 
weiterhin nicht möglich. Zumutbar hingegen erscheinen alle Tätigkeiten ohne 
körperliche oder Handbelastung rechts, vorstellbar in einer Dozententätigkeit, wie 
in administrativen Aufgabenstellungen, wie auch derzeit in einem noch zeitlich 
stark limitierten Umfang ausgeübt.

6.3. Weitere medizinische Massnahmen zur Verbesserung der AF 
Fortführung der handchirurgisch spezialärztlichen Betreuung.

Die Frage, ob bereits vor dem 1. Januar 2015 Einschränkungen bezüglich der 
Arbeitsunfähigkeit (sic!) bestanden, verneinte X.________ und ergänzte, dass 
die geplagten Handgelenksprobleme sich erst als Folge der Traumatisierung im 
Rahmen des Unfalls vom 24. März 2015 manifestiert hätten (Vi-act. Beilage 2 S. 
14).

4.10 Am 23. Februar 2016 ging bei der Vorinstanz die versicherungsmedizini-
sche Stellungnahme / Aktenbeurteilung von Dr.med. L.________ (MBA, Facharzt 
Allgemeine Innere Medizin FMH, Fähigkeitsausweis Vertrauensarzt SGV) vom 
22. Februar 2016 ein (Vi-act. M17).

In seinen Ausführungen und seiner Beurteilung zum Verlauf führte Dr.med. 
L.________ u.a. aus, dass der Befund, den der MRI-Bericht des rechten Hand-
gelenks vom 13. Mai 2015 beschreibe, zumindest einen degenerativen Vorzu-
stand im Sinne einer aktivierten Arthrose des distalen radioulnaren Gelenks / 
STT aufzeige. Sodann sei der handchirurgische Befund von Dr.med. 
G.________ vom 24. Juni 2015, wonach eine posttraumatische Läsion der Fibro-
cartilago triangularis mit fraglicher Ulnainstabilität rechts bestehe, nachvollzieh-
bar. Betreffend die Beurteilung von Dr.med. I.________ vom 8. Juli 2015 führte 
Dr.med. L.________ aus, dass eine MRI-Untersuchung des linken Handgelenks 
nicht veranlasst worden sei und eine Objektivierung der Beurteilung von Dr.med. 
I.________, die dieser mit Bildwandler durchgeführt habe, darum nicht möglich 
sei. Verwirrend erscheine der Seitenwechsel der Beschwerdeangabe. 

19

Aus der MRI-Untersuchung der rechten Schulter vom 11. August 2015 gehe her-
vor, dass bei leichtem Markraumödem lediglich eine vorübergehende Verschlim-
merung AC-Gelenksarthrose als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal ange-
sehen werden könne. Die übrigen strukturellen Befunde seien eindeutig rein de-
generativer Natur. Es bestünden sonst keinerlei Zeichen für eine traumatische 
Entstehung der pathologischen Befunde an der Schulter.

Mit Bezugnahme auf die Berichte von Dr.med. I.________ vom 27. September 
2015 und Dr.med. G.________ vom 21. Oktober 2015 hielt Dr.med. L.________ 
fest, dass augenscheinlich doch eine zusätzliche Verletzung am linken Handge-
lenk bestanden habe, jedoch unklar sei, ob zwischenzeitlich auch dort eine MRI-
Untersuchung durchgeführt worden sei.

Am 18. Dezember 2015 zweifelte Dr.med. L.________ am Ausmass der Arbeits-
unfähigkeit nach der Operation vom 17. August 2015. In einer angepassten 
Tätigkeit müsste ein höheres Arbeitspensum möglich sein (vgl. auch Vi-act. Bei-
lage 1).

Die gutachterliche Beurteilung von X.________ vom 23. Dezember 2015 erach-
tete Dr.med. L.________ in der Folge als einleuchtend und nachvollziehbar. 

Die Frage nach unfallfremden Faktoren bzw. Vorzuständen bejahte Dr.med. 
L.________ und fügte an, zumindest an der rechten Schulter und am rechten 
Handgelenk würden ausgeprägte degenerative Veränderungen bestehen. Was 
das linke Handgelenk betreffe, sei die medizinische Dokumentation ungenügend. 
Am rechten Handgelenk gebe es eine vorbestehende STT-Arthrose sowie eine 
Arthrose im distalen Radioulnargelenk, welche durch den Sturz auf das Handge-
lenk aktiviert worden sei. Da aber auch eine TFCC-Läsion stattgefunden hatte, 
sei es zu einer Verschlimmerung gekommen, die als richtunggebend anzusehen 
sei. Hinsichtlich des linken Handgelenks bestünden Unklarheiten; dieses sei ab-
schliessend erst nach einer MRI-Untersuchung jener Seite oder auch einer 
Handgelenksarthroskopie zu beurteilen. Die rechte Schulter betreffend bestehe 
hinsichtlich der Unfallkausalität überwiegend wahrscheinlich eine vorübergehen-
de Verschlimmerung einer vorbestehenden mässigen AC-Gelenksarthrose. Die 
SLAP-Läsion bzw. die Verletzung an der Rotatorenmanschette könne nicht durch 
den beschriebenen Sturz auf den Ellbogen bzw. beider Handgelenke verursacht 
worden sein. Der Unfallmechanismus sei hierfür ungeeignet. Dies seien vorbe-
stehende degenerative, überlastungsbedingte pathologische Befunde. Hinsicht-
lich der rechten Schulter sei folglich das Eintreten des Status quo zu prüfen. Mit 
dem Abschluss der unfallbedingten medizinischen Behandlung sei nach erfolg-
reicher Handgelenksrehabilitation beidseits zu rechnen; voraussichtlich im Juni 
2016. Die Frage nach dem Status quo sine vel ante beantwortete Dr.med. 

20

L.________ wie folgt: Hinsichtlich des rechten Handgelenks sei eine richtungge-
bende Verschlimmerung durch die TFCC-Läsion eingetreten. Eine Status quo-
Prüfung erübrige sich. Hinsichtlich des linken Handgelenks könne die Situation 
mangels ausreichender Befunde mittels MRI bzw. Handgelenksarthroskopie nicht 
beurteilt werden. Hinsichtlich der rechten Schulter sei der Status quo sine, nach-
dem die eindeutig degenerativen Schädigungen des Schultergelenks bzw. Schul-
tereckgelenks als Beschwerdeursache hauptverantwortlich seien, per 31. De-
zember 2015 erreicht worden.

Bezogen auf die Tätigkeit der Versicherten als Pflegefachkraft mit manueller Ar-
beit an Patienten, sei die attestierte Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Indessen 
habe sich herausgestellt, dass die Versicherte gar nicht voll als Pflegekraft tätig 
sei. Sie habe unterdessen zu 50% ein Studium aufgenommen. Für die Tätigkeit 
als Studentin sei die Versicherte voll arbeitsfähig. Für die Tätigkeit, welche die 
Versicherte in der Pflege ausübe, seien Einschränkungen hinsichtlich der Hand-
gelenke berücksichtigt und der Arbeitsplatz augenscheinlich angepasst worden, 
sodass die Versicherte administrativ und lehrend tätig sei. Diese Art von Tätigkeit 
könne sie voll ausüben. Dafür bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Dr.med. 
L.________ teile die Meinung von X.________ betreffend die Arbeitsfähigkeits-
beurteilung. Und schliesslich sei der rechte Ellbogen unkompliziert verheilt.

4.11 Am 14. April 2016 führte Dr.med. G.________ zusammen mit Dr.med. 
I.________ die dynamisch stabilisierende TFCC-Rekonstruktion mit freiem Pal-
maristransplantat rechts durch. Als weiteres Vorgehen war eine Ruhigstellung in 
Gips für sechs Wochen und dann die Entfernung des Drahtes und der Beginn mit 
langsamer Mobilisation vorgesehen (Vi-act. M18, M35/11). Am 27. Mai 2016 er-
folgte die Osteosynthesematerialentfernung (Vi-act. M19, M35/10). Im ärztlichen 
Zwischenbericht vom 11. August 2016 führte Dr.med. G.________ aus, dass sich 
die Beschwerdeführerin in Rehabilitation befinde, die Behandlung voraussichtlich 
noch ein halbes Jahr dauern werde und die Beschwerdeführerin die Arbeit ab 
dem 12. Juni 2016 zu 50% von 50% wieder aufgenommen habe (wobei aus dem 
Bericht - auch unter Berücksichtigung früherer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigun-
gen - nicht eindeutig hervorgeht, ob sich Dr.med. G.________ zur Arbeitsauf-
nahme, wie gemäss Fragebogen erfragt war, oder zur Arbeitsfähigkeit geäussert 
hat und wie die 50% von 50% genau zu verstehen sind). Die rechte Hand könne 
für Belastungen nicht eingesetzt werden (Vi-act. M21, M35/8f.).

4.12 In der Folge erachtete Dr.med. L.________ eine erneute persönliche Un-
tersuchung als notwendig und bat die Vorinstanz X.________ zu beauftragen (Vi-
act. M22). Die Vorinstanz verzichtete gemäss Aktennotiz vom 26. September 
2016 auf die Vorlage an X.________, weil die Beschwerdeführerin im ange-

21

stammten Pensum von 50% (bei ihrer seit 1.5.2016 neuen Anstellung in einem 
anderen Spital als Pflegeexpertin) wieder voll arbeitsfähig sei (Vi-act. M22/1; vgl. 
hierzu Ingress lit. C.1).

4.13 Am 21. Oktober 2016 erfolgte ein Bericht von Dr.med. M.________ (FMH 
Orthop. Chirurgie und Traumatologie, Speziell: Schulter- und Ellbogenchirurgie) 
bei akuter schmerzhafter Funktionsstörung der Schulter links und Verdacht auf 
beginnende Kapsulitis bei (Vi-act. M23):

- Status nach Verkehrsunfall am 24.03.2015, seither Schulterschmerzen links, bis 
anhin unbehandelt

- Status nach konservativ-therapierter Radiusköpfchenfraktur rechts

- Status nach dynamischer TFCC-Rekonstruktion mit freiem Palmaris-Transplantat 
rechts am 14.04.2016 (Dr. med. G.________)

Gemäss Anamnese erfolgte eine notfallmässige Selbstzuweisung. Seit zwei Ta-
gen habe die Beschwerdeführerin unter stärksten Schulterschmerzen links gelit-
ten. Seit dem Ereignis vom 24. März 2015 seien beidseitige Schultergelenksbe-
schwerden vorhanden. Diese seien aber wegen der schweren Ellbogen- und 
Handgelenksverletzung am rechten Arm vorerst in den Hintergrund getreten. Am 
rechten Ellbogen sei eine Radiuskopffraktur konservativ behandelt worden. 
Schliesslich habe bei schwerer Instabilität des TFCC am 14. April 2016 die er-
wähnte stabilisierende Operation durch Dr.med. G.________ durchgeführt wer-
den müssen. Der postoperative Verlauf bis anhin sei stadiengerecht. Sie sei noch 
nicht ganz beschwerdefrei, müsse ihren rechten Arm nach wie vor schonen. 
Deshalb vermehrte Belastung des linken Armes, als mögliche Ursache für die 
nun verstärkt aufgetretenen Beschwerden.

Die Röntgenaufnahmen der linken Schulter (ap IR, AR, axial und nach Morrison) 
vom 19. Oktober 2016 (vgl. auch Vi-act. M34/2, M35/7) zeigten ossär keine Auf-
fälligkeiten, einen altersentsprechenden Normalbefund, keine Fraktur, keine Ver-
kalkung, keine Omarthrose und ein Acromion Typ 2 nach Bigliani. Des Weiteren 
nimmt Dr.med. M.________ zu einem Arthro-MRI der linken Schulter vom 11. 
August 2015 in der Klinik T.________ Stellung, wonach ein Kontrastmittelaustritt 
nach extraartikulär mit Verteilung über der Supraspinatussehne und auch nach 
kaudal in die Bursa auffallend sei. Die eigentliche Durchtrittsstelle des Kontrast-
mittels lasse sich auf den mitgebrachten Filmbögen aber nicht eruieren. Die Ro-
tatorenmanschette erscheine intakt. Die Knorpelüberzüge seien unauffällig. Es 
erfolgte eine intraartikuläre Infiltration der linken Schulter. 

Nach Ansprechen auf die intraartikuläre Steroid-Infiltration sowie Durchführung 
eines Arthro MRI der linken Schulter zum Ausschluss einer strukturellen Läsion 
am 14. November 2016, verblieben bei der Beschwerdeführerin gemäss der 

22

durch Dr.med. M.________ erhobenen Anamnese am gleichen Tag noch end-
gradige Bewegungseinschränkungen. Im Übrigen habe sich ein unauffälliger 
kernspintomographischer Befund gezeigt. Eine weitere Verlaufskontrolle wurde 
nicht vereinbart (Vi-act. M24, M27, M32, M34/1).

4.14 Am 9. Januar 2018 meldete die (neue) Arbeitgeberin der Beschwerdeführe-
rin (Kantonsspital F.________) der Beigeladenen einen Bagatellunfall vom 14. 
Dezember 2017, wonach die Beschwerdeführerin auf dem Glatteis ausgerutscht 
und auf die rechte Körperseite gestürzt sei. Folge davon seien Hämatome und 
Schmerzen in der Schulter gewesen. Erstbehandelnder Arzt sei Dr.med. 
O.________ (Kantonsspital F.________) gewesen (Vi-act. E.________ K1). Die 
E.________ anerkannte das Ereignis mit Schreiben vom 11. Januar 2018 (Vi-act. 
E.________ K2). Am 19. Januar 2018 teilte die Kantonsspital F.________ mit, 
dass die Beschwerdeführerin am 14. Dezember 2017 nicht bei ihnen in Behand-
lung gewesen sei (Vi-act. E.________ K9).

4.15 Dr.med. P.________ (Facharzt FMH für Chirurgie, Spez. Allgemeinchirur-
gie und Unfallchirurgie) berichtete dem zuweisenden Arzt Dr.med. G.________ 
am 13. März 2018 bei Schmerzen Schulter rechts folgende Diagnosen (Vi-act. 
M31, M37/6):

Ausgedünnte Supraspinatussehne mit älteren Partialriss sowie Rezidiv Tendinitis 
calcarea mit Kalkdepot im Footprintbereich
SLAP-Läsion Typ II nach Snyder
Acromian Typ II nach Bigliani
AC-Arthrose

Als weitere Diagnosen wurde ein St.n. Verkehrsunfall als Velofahrerin mit Schul-
terverletzung rechts mit nachgewiesener SLAP-Läsion, Radiusköpfchenfraktur 
rechts und operativer Versorgung einer Handgelenksverletzung rechts 2015, ein 
St.n. Schulterarthroskopie mit Bursektomie / Kalkentfernung und Naht der Rota-
torenmanschette rechts 2004 sowie ein bekannter Diabetes mellitus II mit familiä-
rer Vorbelastung festgehalten. Aus der Röntgenaufnahme der rechten Schulter 
vom 12. Februar 2018 ergebe sich kein Hinweis für eine ossäre Läsion, hingegen 
ein sichtbares Kalkdepot auf Höhe Footprint proximal Tubercula und eine AC-
Arthrose. Die Beurteilung zur MR-Arthrographie der rechten Schulter vom 23. 
Februar 2018 im Vergleich mit der Untersuchung vom 11. August 2015 lautete 
wie folgt (Vi-act. M33, M34, M37/7):

- Unverändert SLAP-Läsion II, leicht grössenprogredientes, 8 mm grosses 
Ganglion postero-superior angrenzend an das Labrum.

- Progrediente AC-Gelenksarthrose.

23

- Progrediente, 8 mm grosse Verkalkung in der distalen Supraspinatussehne, um 
die Verkalkung Ödeme der distalen Supraspinatussehne und leichte Partialläsion 
des bursalen Blattes in diesem Bereich. Keine transmurale Läsion. 

- Unverändert kaliberkräftiges Ligamentum coracohumerale, allerdings keine 
sichere fibrotischen Veränderungen nachweisbar.

- Unverändert Tendinopathie der langen Bizepssehne im Rotatorenintervall.

Aufgrund der klinischen Tests und der Befunde mit Einengung des subacromia-
len Raumes (Acromion Typ II und AC-Arthrose), Partialruptur der Supraspinatus-
sehne mit / bei Rezidiv einer Tendinitis calcarea im Footprint sowie SLAP-Läsion 
Typ II bestehe die Indikation zur Defileeerweiterung mittels Acromionaufrichtos-
teotomie, Resektion des AC-Gelenkes, Bursektomie, Bicepssehnentenotomie/-
tenodese in Schlüssellochtechnik und Rekonstruktion der Rotatorenmanschet-
tenruptur mit Entfernung des Kalkdepots und allenfalls Neuanlage des Footprints.

4.16 Am 29. März 2018 berichtet Dr.med. Q.________ (Chirurgie FMH), welcher 
die Beschwerdeführerin am 26. März 2018 gesehen habe, bei der Diagnose ei-
ner traumatisierten T. calcarea sowie AC-Gelenksarthrose rechts, dass die rechte 
Schulter nach dem Sturz 2015 initial nicht sehr eindrücklich gewesen sei. Die 
Beschwerden hätten in letzter Zeit aber massiv zugenommen. Es sei ein MRI 
durchgeführt worden, welches die besagte Diagnose zeige. Die Rotatorenman-
schette zeige degenerative Veränderungen und es bestehe eine fragliche SLAP-
Läsion. Im klinischen Untersuch zeigte sich die Schulter frei beweglich, unauffäl-
liges SC-Gelenk, AC-Gelenk druckdolent, AC-Gelenks-Tests positiv, RM-Tests 
allesamt negativ ausser Supraspinatus schmerzhaft aber ohne eigentlichen 
Kraftverlust, Bizepssehnen-Tests stark schmerzhaft, Impingement-Tests mas-
sivst positiv. Dr.med. Q.________ empfahl der Beschwerdeführerin eine arthro-
skopische LBS-Tenodese sowie die Kalkentfernung, zusätzlich werde das AC-
Gelenk reseziert, bei der Vorgeschichte mit der Frozen shoulder werde Cortison 
infiltriert. Die Rotatorenmanschette scheine aufgrund der guten Kraft kaum ernst-
haft lädiert zu sein. Falls diese etwas hätte, würde sie mitversorgt werden (Vi-act. 
E.________ M1).

4.17 In einer Besprechung mit der Beigeladenen am 18. Mai 2018 führte PD 
Dr.med. R.________ (Facharzt FMH Chirurgie, Facharzt FMH Intensivmedizin, 
Beratender Arzt der Beigeladenen) aus, dass die Operation vom 29. Mai 2018 
nicht zulasten der Beigeladenen gehe. Im Bericht zur Arthro-MRI-Untersuchung 
des rechten Schultergelenks vom 23. Februar 2018 beschreibe der beurteilende 
Radiologe unmissverständlich analoge Krankheitsbefunde wie sich diese bereits 
in Verbindung mit einer zur Verfügung stehenden auswärtigen Untersuchung 
vom 11. August 2015 hätten erkennen lassen. Der Radiologe beschreibe insbe-
sondere keine relevanten, neu hinzugetretenen Strukturveränderungen, die auch 

24

nur zumindest teilkausal auf das geltend gemachte Ereignis vom 14. Dezember 
2017 zurückzuführen wären. Somit sei die vorgesehene operative Behandlung 
nicht in der Kostenpflicht der Beigeladenen einzuordnen (Vi-act. M30).

4.18 Am 29. Mai 2018 führte Dr.med. Q.________ bei der Diagnose: "Tendinitis 
calcarea Typ A Rezidiv Schulter rechts" und "AC-Gelenksarthrose und ausge-
dehnte SLAP-Läsion" eine Schulterarthroskopie, arthroskopische LBS-Tenodese, 
Bursektomie, AC-Gelenksresektion, Kalkentfernung und eine Quernaht der Infra-
spinatussehne durch, wobei sich - nach der Entfernung eines Kalkschattens - 
zeigte, dass es sich eher um einen Typ B mit einem zweiten Depot handelte. Die 
Indikation zur Operation lautete wie folgt (Vi-act. M37/4):

St. n. konservativer Behandlung einer Tendinitis calcarea 2005. Anschliessend 
Rezidiv. Operative Sanierung mit Kalkentfernung. Problemloser Verlauf. Nun seit 2 
Jahren wieder zunehmende Beschwerden. Grosses Kalkrezidiv im Bereich des 
Infraspinatus. Nun Entscheid zur operativen Sanierung. Im Röntgen zusätzliche 
AC-Gelenksarthrose und im MRI SLAP-Läsion.

4.19 Gemäss Bericht vom 26. September 2018 von Dr.med. G.________ zum 
rechten Handgelenk (Vi-act. M28) waren die noch im März 2018 erwähnten Pa-
rästhesien bei der Abschlusskontrolle am 18. Mai 2018 verschwunden (vgl. auch 
Vi-act. M35/4). Bei Belastungen seien immer noch leichte Schmerzen im Ra-
dioulnar- und Ulnocarpalgelenk vorhanden. Ohne Belastung sei die Beschwerde-
führerin beschwerdefrei. Im Übrigen lässt sich dem Bericht nicht eindeutig ent-
nehmen, ob der Befund (welcher noch Parästhesien aufführt und rechts eine 
verminderte Kraft bei Faustschluss sowie eine verminderte Handgelenksbeweg-
lichkeit aufweist) sich im Übrigen (wie bei den Parästhesien bzw. betreffend Kraft 
und Beweglichkeit) seit März 2018 ebenfalls verändert hat oder vielmehr gleich-
geblieben ist.

4.20 Am 14. November 2018 erfolgte erneut eine versicherungsmedizinische 
Stellungnahme und Aktenbeurteilung durch Dr.med. L.________ insbesondere 
zur Frage nach dem medizinischen Endzustand sowie dem unfallbedingten Inte-
gritätsschaden und soweit ersichtlich in Unkenntnis des zweiten (angeblichen) 
Unfallereignisses vom Dezember 2017 sowie der Akten betreffend die Schultern 
ab Januar 2018 (insbesondere betreffend die rechte Schulter aber auch in Un-
kenntnis der Berichte zur rechten Schulter aus dem Jahr 2004 und 2005, welche 
erst am 3.7.2020 eingingen, Vi-act. M36, M29). Dr.med. L.________ äusserte 
sich insbesondere zu den Berichten betreffend die linke Schulter bis im Novem-
ber 2016 (vgl. vorstehende E. 4.13). Die Angabe der Beschwerdeführerin, wo-
nach die Schulterbeschwerden links seit dem Ereignis vom 24. März 2015 beste-
hen würden, stimme mit echtzeitnäheren Angaben der Versicherten nicht übe-

25

rein. Damals sei es stets um die rechte und nicht um die linke Schulter gegan-
gen. Die im Bericht vom 24. Oktober 2016 von Dr.med. M.________ erwähnte 
Arthro-MRI-Untersuchung vom 11. August 2015 habe die rechte, nicht die linke 
Schulter betroffen.

Zusammenfassend führt Dr.med. L.________ aus, dass allenfalls erst später 
geäusserte Beschwerden an der linken Schulter samt Abklärung und Behandlung 
unfallfremd wären. Eine traumatische Rotatorenmanschettenruptur, SLAP-Läsion 
oder sonstige Schulterverletzung struktureller Natur habe durch die Arthro-MRI-
Untersuchung der linken Schulter vom 14. November 2016 (nicht vom 11.8.2015) 
nicht nachgewiesen werden können. Es fänden sich nur geringe degenerative 
Veränderungen. Die Unfallversicherung werde gebeten zu eruieren, wie die linke 
Schulter ab Oktober 2016 ins Spiel gekommen sei. 

Mit dem Bericht von Dr.med. G.________ vom 26. September 2018 sei mit Be-
zug auf die rechte Hand der medizinische Endzustand eingetreten, indem von 
weiteren Therapiemassnahmen keine Auswirkung auf den Gesundheitszustand 
im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei. Es bestehe eine erhebliche 
und dauerhafte Schädigung der körperlichen Integrität, insbesondere wenn man 
eine voraussehbare Verschlimmerung hinsichtlich des rechten Handgelenks 
berücksichtige. Einzuschätzen sei eine voraussehbare Verschlimmerung mit 
Tendenz zur mässigen Handgelenksarthrose. Es bestehe gegenwärtig nur ein 
geringer Dauerschaden, mit einer erheblichen weiteren Verschlimmerung sei ge-
genwärtig nicht zu rechnen. Gemäss SUVA-IE-Tabelle 5 sei der Schaden mit 5% 
einzuschätzen.

4.21 Am 31. Juli 2019 berichtete der beratende Arzt der Beigeladenen, Dr.med. 
S.________ (Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH), dass anlässlich 
des Ereignisses vom 14. Dezember 2017 keine strukturell objektivierbaren Un-
fallfolgen entstanden seien. Es habe ein Vorzustand degenerativer Art der rech-
ten Schulter mit Tendinitis calcarea, einer deutlichen AC-Gelenks-Arthrose mit 
degenerativen Rotatorenmanschettenveränderungen bestanden. Dieser degene-
rative Schultervorzustand habe bereits anlässlich des Unfalls vom 24. März 2015 
nach Beurteilung durch den Versicherungsmediziner Dr.med. L.________ zu ei-
nem Status quo sine am 31. Dezember 2015 geführt. Gemäss dem MRT der 
rechten Schulter vom 23. Februar 2018 hätten sich unveränderte degenerative 
Läsionen am Labrum, am AC-Gelenk sowie an der gesamten Rotatorenman-
schette gezeigt. Die AC-Gelenks-Arthrose habe ein wenig zugenommen, ebenso 
die Verkalkung der Supraspinatussehne. Anlässlich der geplanten Operation 
würden gemäss Bericht von Dr.med. P.________ vom 13. März 2018 aussch-
liesslich degenerative Befunde operativ angegangen, ohne dass im MRT vom 23. 

26

Februar 2018 oder im Befund von Dr.med. P.________ vom 13. März 2018 eine 
Verschlimmerung durch das Ereignis vom 14. Dezember 2017 eingetreten wäre. 
Im Befund von Dr.med. P.________ würden sowohl in Elevation als auch in Ab-
duktion eine volle Beweglichkeit erreicht. Verglichen mit dem Befund von Dr.med. 
H.________ vom 25. März 2015 zeigte sich der Befund vom März 2018 hinsicht-
lich der Schulterbeweglichkeit in allen Ebenen um 60 Grad besser als die Beweg-
lichkeit vom März 2015. Damit sei versicherungsmedizinisch bei stets rein dege-
nerativen objektivierbaren Befunden klar der Rückschluss zu ziehen, dass mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Unfallschäden durch das Ereignis vom 
14. Dezember 2017 an der rechten Schulter resultierten. Somit könne die Beur-
teilung des beratenden Arztes Dr.med. R.________, welcher den Schwerpunkt 
eher auf bildgebende Befunde denn auf funktionelle Befunde legte, vom 18. Mai 
2018 gestützt werden. Die Tendinitis calcarea sei ein schmerzhaftes Krankheits-
bild, welches öfters bei Frauen mittleren Alters vorkomme, wobei ein Diabetes 
mellitus prädisponierend wirke, wie im hier vorliegenden Fall. Die degenerativen 
Veränderungen am AC-Gelenk sowie die Partialruptur der Supraspinatussehne 
unterhielten die Tendinitis calcarea wegen der bestehenden mechanischen Enge 
und hätten unfallbedingt keinerlei Verschlimmerung erfahren. Somit sei ein Sta-
tus quo sine nach Kontusion am 14. Dezember 2017 vier bis sechs Wochen da-
nach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten (Vi-act. aus Verfahren I 
2022 55 S. 145f.).

4.22 Am 4. November 2019 erstattete Dr.med. Q.________ der Beschwerdefüh-
rerin einen zusammenfassenden Bericht zur rechten Schulter ab Dezember 2004 
bis Januar 2019 unter Beilage eines Operationsberichtes vom 20. Dezember 
2004 und vom 18. Februar 2005 sowie eines Arthro-MRI-Berichtes vom 9. Fe-
bruar 2005 und vom 31. Oktober 2005 (Vi-act. 36). Nach einer ersten Konsultati-
on am 16. Dezember 2004 aufgrund von seit Monaten zunehmenden Schulter-
beschwerden wurde am 20. Dezember 2004 bei Tendinitis calcarea Typ A rechts 
ein Needling durchgeführt (Vi-act. M36/5). Das Arthro-MRI der rechten Schulter 
vom 9. Februar 2005 zeigte eine PHS calcarea mit deutlicher Reizerscheinung 
und ein Ganglion in der Fossa supraspinata (Vi-act. M36/4). Nachdem unter 
Needling keine Beschwerdefreiheit erreicht wurde, führte Dr.med. Q.________ 
bei der Diagnose: "Bursitis bei Tendinitis calcarea sowie Labrumganglion rechts" 
eine Ganglion-Eröffnung, eine endoskopische Bursektomie mit Kalkentfernung 
sowie anschliessend Naht der RM rechts durch (Vi-act. M36/3). Das Athro-MRI 
der rechten Schulter vom 31. Oktober 2005 ergab in der Beurteilung wenig Flüs-
sigkeit in der Bursa subacromialis sowie etwas mehr Flüssigkeit in der Bursa 
subdeltoidea im Rahmen eines Reizergusses, residuelle Signalanhebung der 
Supraspinatussehne bei Status nach Tendinitis sowie kein Ganglion (Vi-act. 

27

M36/2). Bei der letzten zeitnahen Kontrolle am 17. Januar 2006 war die Be-
schwerdeführerin vollkommen schmerzfrei, weshalb die Behandlung abgeschlos-
sen wurde. Im November 2012 erfolgte aufgrund akuter Schulterschmerzen eine 
Infiltration. Der klinische Untersuch ergab eine deutliche Einsteifung und massive 
Schmerzhaftigkeit. Die kursatorischen RM-Tests waren negativ und im Röntgen 
kein Kalk, weshalb eine Kapsulitis vermutet wurde. Bei der nächsten Kontrolle 
am 14. November 2012 war die Beschwerdeführerin wieder schmerzfrei. Am 
26. März 2018 konsultierte die Beschwerdeführerin Dr.med. Q.________ erneut 
aufgrund der rechten Schulter, wobei dieser auf einen Brief an den Hausarzt 
verweist, welcher soweit ersichtlich nicht in den Akten liegt. Zusammenfassend 
nicht weiter erwähnt wird die Operation vom 29. Mai 2018. In der Folge sei die 
Beschwerdeführerin jedoch am 15. Juni 2018 auf der Treppe ausgerutscht, ohne 
zu stürzen, habe jedoch eine ruckartige Bewegung gemacht und seither mehr 
Schmerzen. Nach mehreren Verlaufskontrollen erfolgte am 17. September 2018 
die Schlusskontrolle bei schöner Beweglichkeit und guter Kraft mit noch 
Schmerzhaftigkeit der schnellen Bewegungen und leichter Druckdolenz ventral, 
ohne Kapsulitis. Der letzte Verlaufseintrag erfolgte am 14. Januar 2019 aufgrund 
von Verspannungen gegen Abend (vgl. Vi-act. M36/1).

4.23 Ebenfalls am 4. November 2019 erstattete Dr.med. H.________ einen 
Auszug der Krankengeschichte (Vi-act. M37/3). Im Dezember 2015 enden die 
Einträge (abgesehen vom Eintrag vom 2.2.2016 betreffend Terminversäumnis). 
Am 20. Oktober 2015 hielt Dr.med. H.________ was folgt fest (Vi-act. M37/3 S. 
4):

Bei bekannter traumatischer Läsion des Intervalls der RM, der bekannten AC-
Gelenksarthrose liegt im Moment die schmerzhafte Bursitis/Tendinitis subacromial 
vor, von dort her wurde einerseits ein entsprechendes Trainingsprogramm zur 
besseren Schulterkoordination und Bewegungskoordination instruiert, soll 
selbständig gemacht werden, daneben PT analgetische Massnahmen und 
ebenfalls Schulung der Bewegungskoordination, systemisch Brufen ret. 1x1 
abends regelmässig einzunehmen. Kontrolle hier in 6 Wochen. Bei vorher 
Beschwerdefreiheit ist im Moment auch diese Problematik mit der Intervallläsion 
auf den durchgemachten Unfall mit der re Hand zurückzuführen.

4.24 Im Bericht vom 30. Januar 2020 berichtete Dr.med. U.________ (Hand-
chirurgie FMH, Chirurgie FMH) von Restbeschwerden bei St. n. TFCC-Refixation 
2016 rechts. Das MRI des rechten Handgelenks vom 28. Januar 2020 ergab kei-
nen Nachweis einer Raumforderung, insbesondere keinen Nachweis eines dor-
salen Ganglions und keine Tendosynovitis. Die Beschwerdeführerin könne sich 
jederzeit melden. Sie müsse vielleicht in ihrer Arbeit etwas mehr Pausen einle-
gen. Ansonsten sei eigentlich bis auf das Abstützen des Handgelenkes in Exten-
sion alles erlaubt (Vi-act. 37/1).

28

4.25 Am 2. Juli 2020 liess die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz einen von 
ihr erstellten und auf den 25. Juni 2020 datierten Verlauf zu ihrem Gesundheits-
zustand (vor dem Unfallereignis betreffend die rechte Schulter und danach der 
rechte Arm [Handgelenk, Ellbogen, Schulter] betreffend, ohne jedoch die linke 
Schulter zu erwähnen) sowie weitere (auch radiologische) Unterlagen einreichen 
(Vi-act. K87f.). Ergänzend führte die Beschwerdeführerin aus, dass der Ellbogen 
in der Rotation unter Belastung bei bestimmten Bewegungen blockiere, was ein 
bis zwei Mal pro Woche vorkomme. Zudem würden ihr auch immer wieder Ge-
genstände aus der Hand fallen. An der rechten Schulter habe sie seit ca. einem 
Jahr nach der Operation keine Beschwerden mehr. Die Schmerzen hätten seit 
dem Unfall vom 24. März 2015 bestanden, sie habe die Schultern nicht gebrau-
chen können und habe Dauerschmerzen gehabt, die sich bei jeder Bewegung 
verstärkten. Der Sturz auf die Schulter am 14. Dezember 2017 habe die beste-
henden Schmerzen in der rechten Schulter intensiviert. Am rechten Handgelenk 
würden bis heute Schmerzen unter Belastung, oft auch ohne Belastung, beste-
hen. Lasten könnten nicht gehoben werden. Alle Tätigkeiten und Verrichtungen, 
die die Hand belasten würden, führten zu Schmerzen manchmal während Tagen 
danach, z.B. beim Tippen am PC. Der Verlauf sei allgemein sehr wechselhaft. 
Manchmal würden die Beschwerden auch spontan auftreten und mehrere Tage 
andauern. Abstützen auf das Handgelenk mit Belastung sei ohne starke Schmer-
zen nicht möglich. Schmerzen seien nur mit der Schiene in den Griff zu kriegen.

4.26 Im Rahmen des Einspracheverfahrens erstattete Dr.med. L.________ unter 
Beizug von Dr.med. V.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparats) am 25. November 2020 die dritte versiche-
rungsmedizinische Stellungnahme bzw. Aktenbeurteilung (Vi-act. M41). Zuvor 
wurde jedoch eine Zweitbeurteilung der MR-Arthrogramme der rechten Schulter 
vom 11. August 2015 und 23. Februar 2018 sowie des MR-Arthrogramms der 
linken Schulter vom 14. November 2016 bei Dr.med. W.________ (Facharzt für 
Radiologie) eingeholt, welche am 21. September 2019 erging (Vi-act. M40).

4.26.1 Nach einer ausführlichen Befunderhebung hielt Dr.med. W.________ 
in seiner Beurteilung sowie in der Beantwortung der gestellten Fragen u.a. fest 
(Vi-act. M40, S. 7):

(…) Abgesehen von einer möglichen leichten Zerrung der Pars clavicularis musculi 
deltoidei im MR-Arthrogramm vom 11.08.2015 oder einer fraglichen Thrombose 
der Vena cephalica und der Vena axillaris, die an dieser Lokalisation als eher 
traumatisch bedingt gewertet werden müsste, lassen sich weder am 11.08.2015 
noch am 23.02.2018 Veränderungen nachweisen, die mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf einen Unfall zurückzuführen wären. Es ist hier zu beachten, 
dass wenn man davon ausgeht, dass die erwähnten Veränderungen durch eine 

29

Muskelzerrung bedingt sind, diese nicht auf den Unfall vom 24.02.2015 
zurückgeführt werden könnten, da dieser zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits 
mehr als 4 Monate in der Vergangenheit lag und die MR-tomografischen Zeichen 
einer leichten Muskelzerrung sich nach einer derart langen Zeit üblicherweise nicht 
mehr nachweisen lassen. 

Die ödemartigen Knochenmarkveränderungen in den gelenknahen Abschnitten 
von Clavicula und Acromion könnten zwar auf eine leichte Aktivierung deuten, um 
eine traumatisch bedingte Aktivierung zu bestätigen, müsste aber ein Vergleich mit 
einem kurz vor dem Unfall angefertigen MRT, das eine schwächere oder gar keine 
Aktivierung der Arthrose zeigen müsste, erfolgen. Doch ein solches MRT liegt 
gemäss der vorliegenden Akten nicht vor. Unabhängig davon, ob die Aktivierung 
am 11.08.2015 traumatisch bedingt war oder nicht, im MR-Arthrogramm vom 
23.02.2018 lassen sich keine Zeichen einer Aktivierung mehr erkennen. Zudem 
liegt das Ausmass der Progredienz, die die Akromioklavikulararthrose in der 
zwischen den beiden Untersuchungen liegenden Zeitspanne erfahren hat, sicher in 
einem normalen Umfang.

SLAP-Läsionen vom Typ 2 sind in den allermeisten Fällen nicht traumatisch 
bedingt, sondern auf einen chronischen, repetitiven Einsatz der betroffenen 
Extremität oberhalb von Kopfhöhe zurückzuführen. Und das vom dorsalen Bereich 
des Risses des Labrum glenoidale ausgehende kleine Ganglion am 11.08.2015 
deutet darauf hin, dass die SLAP-Läsion bereits seit geraumer Zeit vorliegen muss, 
insbesondere wenn man auch die sehr langsame Grössenzunahme des Ganglions 
zwischen dem 11.08.2015 und dem 23.02.2018 berücksichtigt.

Die Tendinitis calcarea ist gemäss heutigem medizinischem Wissen nicht 
traumatisch bedingt, sondern eine Erkrankung. In der medizinischen Literatur 
werden zwar vereinzelte Fälle beschrieben, bei denen die Tendinitis calcarea auf 
ein einmaliges Trauma zurückgeführt wurde. Wenn man aber berücksichtigt, dass 
die höchste Inzidenz dieser Erkrankung in der Gruppe der Frauen im Alter 
zwischen 40 - 60 Jahren liegt und dass Diabetes mellitus ein unbestrittener 
Risikofaktor für die Entwicklung einer Tendinitis calcarea darstellt, dann ist bei der 
Versicherten, die eine Frau ist, zum Zeitpunkt der Diagnose 48-jährig war und an 
einem Diabetes mellitus leidet, die Wahrscheinlichkeit einer spontanen 
Entwicklung der Tendinitis calcarea bei Weitem grösser als diejenige einer 
traumatischen Genese.

Die übrige Tendinopathie des Musculus supraspinatus sowie diejenige des 
Musculus infraspinatus und des Caput longum musculi bicipitis brachii sind auch 
als degenerativ beding zu betrachten.

Im MR-Arthrogramm der linken Schulter vom 14.11.2016 lassen sich eine leichte 
Akromioklavikulararthrose mit geringfügiger Hypertrophie der Gelenkkapsel, die 
aber zu einer leichten Einengung des bereits anlagebedingt relativ engen 
Subakromialraumes und so zu einer kurzstreckigen diskreten Kompression des 
Musculus supraspinatus an dessen tendomuskulärem Übergang führt, 
nachweisen. Weiter zeigt sich eine sehr leichte Tendinopathie des Musculus 
supraspinatus. Insgesamt sind diese Befunde als Hinweise auf das Vorliegen eines 
subakromialen Impingement zu werten. Veränderungen, die als frisch oder 
traumatisch bedingt zu werten wären, lassen sich nicht nachweisen.

Fragestellung [im Original auf S. 2, hier zur besseren Verständlichkeit eingefügt]

30

1. Welche Befunde lassen sich in den MR-Arthrogrammen der rechten Schulter 
vom 11.08.2015 und 23.02.2018 nachweisen?

a. Lassen sich Folgen des 2004 stattgehabten Eingriffes erkennen?

b. Kann man Befundänderungen erkennen, die zwischen dem 11.08.2015 
und dem 23.02.2018 eingetreten sind?

c. Liegen Veränderungen vor, die aus radiologischer Sicht als degenerativ 
oder krankheitsbedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

d. Liegen Veränderungen vor, die aus radiologischer Sicht als frisch oder 
allenfalls traumatisch bedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

2. Welche Befunde lassen sich im MR-Arthrogramm der linken Schulter vom 
14.11.2016 nachweisen?

a. Liegen Veränderungen vor, die aus radiologischer Sicht als degenerativ 
oder krankheitsbedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

b. Liegen Veränderungen vor, die aus radiologischer Sicht als frisch oder 
allenfalls traumatisch bedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

Antworten auf die gestellten Fragen

1. Im MR-Arthrogramm der rechten Schulter vom 11.08.2015 lassen sich relativ 
grosse Mengen an Kontrastmittel im Musculus subscapularis, in dessen Sehne 
und im Ligamentum glenohumerale medium erkennen, was auf eine inkorrekte 
Lage der Nadelspitze und/oder einen zu hohen Druck bei der intraartikulären 
Kontrastmittelinjektion zurückzuführen ist. In der Pars clavicularis musculi 
deltoldei entlang des Verlaufes der Vena cephalica und der Vena axillaris und 
fraglich auch in den Venen selbst lassen sich Veränderungen erkennen, die 
auf eine Thrombose der Vene deuten oder Ausdruck einer leichten 
Muskelzerrung sein könnten. Weiter liegen eine SLAP-Läsion vom Typ 2 mit 
kleinem begleitendem Ganglion, eine Akromioklavikulararthrose mit leichter 
Hypertrophie des Gelenkes, die zu einer Kompression des Musculus 
supraspinatus an dessen tendomuskulärem Übergang führt, eine 
Tendinopathie des Musculus supraspinatus mit Insertionstendinose und 
Tendinitis calcarea, eine leichte Insertionstendinose des Musculus 
infraspinatus und eine diskrete Tendinopathie des Caput longum musculi 
bicipitis brachii vor.

Im MR-Arthrogramm der rechten Schulter vom 23.02.2018 lassen sich mit 
Ausnahme der Veränderungen in der Pars clavicularis musculi deltoidei 
entlang der Vena cephalica und der Vena axillaris, die nicht mehr nachweisbar 
sind, sämtliche Befunde erkennen, die bereits am 11.08.2015 vorhanden 
waren. Einige Befunde haben in der Zeitspanne zwischen den beiden 
Untersuchungen eine Entwicklung erfahren [s. unten] und der 
Subakromialraum ist allgemein enger.

a. Nein, es lassen sich keine Folgen eines chirurgischen Eingriffes 
erkennen.

b. Ja. Zwischen dem 11.08.2015 und dem 23.02.2018 ist es zu einer 
leichten Progredienz der Akromioklavikulararthrose gekommen. Der 
Subakromialraum ist insgesamt enger als bei der ersten Untersuchung 
und weist jetzt eine pathologische Höhe von nur 6 mm auf. Das Kalkdepot 

31

bei Tendinitis calcarea des Musculus supraspinatus hat an Grösse 
zugenommen. Die Veränderungen in der Pars clavicularis musculi 
deltoidei sowie in der Vena cephalica und der Vena axillaris sind hingegen 
vollständig verschwunden.

c. Ja. Sämtliche vorliegenden Befunde, mit Ausnahme der Veränderungen 
in der Pars clavicularis musculi deltoidei, sind am ehesten als degenerativ 
oder krankheitsbedingt zu werten.

d. Ja. Die Veränderungen in der Pars clavicularis musculi deltoidei sowie der 
Vena cephalica und Vena axillaris sind wahrscheinlich traumatisch 
bedingt. Differenzialdiagnostisch kommen hier sowohl eine Thrombose 
als auch eine leichte Muskelzerrung in Frage. Es ist aber zu beachten, 
dass eine allfällige leichte Muskelzerrung aus den unter Beurteilung 
aufgeführten Gründen kaum auf den am 24.03.2015 erlittenen Unfall 
zurückgeführt werden könnte. Eine Thrombose schon eher.

2. Im MR-Arthrogramm der linken Schulter vom 14.11.2016 lässt sich eine leichte 
Akromioklavikulararthrose mit leichter, diskreter Hypertrophie des Gelenkes 
nachweisen. Weiter liegen eine allgemeine, wahrscheinlich anlagebedingte, 
pathologische Enge des Subakromialraumes, eine durch das hypertrophe 
Akromioklavikulargelenk bedingte, kurzstreckige, diskrete Kompression des 
Musculus supraspinatus an dessen tendomuskulärem Übergang und eine 
leichte Tendinopathie desselben Muskels vor. Als Normvariante liegt ein relativ 
grosser Recessus sublabralis vor.

a. Ja. Sämtliche nachgewiesenen Veränderungen sind als degenerativ oder 
anlagebedingt zu werten.

b. Nein

4.26.2 In ihrer versicherungsmedizinischen Beurteilung kamen Dr.med. 
L.________ und Dr.med. V.________ kurz zusammengefasst zu folgendem Er-
gebnis (Vi-act. M41 S. 51ff.). Beim rechten Ellbogen sei von einer Heilung bzw. 
Defektheilung ohne funktionelle Auswirkung im Gelenk selbst auszugehen (der 
letzte Eintrag diesbezüglich in der Krankengeschichte bei Dr.med. H.________ 
erfolgte am 26.10.2015). Die Untersuchungen des rechten Handgelenks vom Ja-
nuar 2020 hätten keine namhafte subjektive, klinische oder objektive Verschlech-
terung des Gesundheitszustandes bezüglich rechtes Handgelenk ergeben. 

Die Beurteilung der rechten Schulter erfolgte umfassend auf sechs Seiten und 
wird nachfolgend zusammengefasst (Vi-act. M41 S. 52ff.). Dabei wurde als rele-
vanter Vorzustand zum Ereignis vom 24. März 2015 eine Periarthritis humeros-
capularis calcarea (Kalkschulter) 2004/2005 festgehalten. Dies sei eine etwas 
unpräzise Sammelbezeichnung für meist schmerzhafte degenerative Verände-
rungen mit Bewegungseinschränkung im Bereich des Schultergürtels. Bei der 
Periarthritis humeroscapularis (PHS) handle es sich eher um eine Symptom-
beschreibung als um eine Diagnose. Dementsprechend könnten dem Krank-
heitsbild vielfältige Ursachen zugrunde liegen. Man unterscheide drei Erschei-

32

nungsformen. Bei der Beschwerdeführerin habe man die Verwirklichung aller drei 
Formen beobachten sowie 2004/2005 und erneut eindeutig 2015 und 2018 bei 
MRI-Arthrografien Kalkdepots in der rechten Schulter sehen können. Am 
25. März 2015 habe die Beschwerdeführerin auch Schmerzen im Bereich der 
rechten Schulter erwähnt. Auffällig an diesem echtzeitnächsten Befund bezüglich 
rechter Schulter sei, dass die Bewegungen in der Schulter mit Schmerzen im 
rechten Ellbogen korrelierten, nicht aber im Schultergelenk selbst. Im weiteren 
Verlauf hätten Schmerzen an der rechten Hand bzw. am rechten Handgelenk 
und die Probleme am rechten Ellbogen im Vordergrund gestanden. In den Kran-
kengeschichtseinträgen von Dr.med. H.________ vom 15. April 2015 bis 9. Juni 
2015 habe die rechte Schulter gar keine Erwähnung gefunden. Der radiologische 
Erstbefund vom 11. August 2015 stimme im Wesentlichen mit der ausführlichen 
Zweitbeurteilung von Dr.med. W.________ überein, ausser dass letzterer in der 
MRI-Arthrografie vom 11. August 2015 an der rechten Schulter Hinweise auf 
thrombotische Veränderungen im Bereich der Vena cephalica und der Vena axil-
laris vorgefunden und aufgezeigt habe, dass die Akromioklavikulararthrose zu ei-
ner leichten Hypertrophie des Schultereckgelenks, und diese wiederum zu einer 
Kompression des Musculus supraspinatus an dessen Übergang zwischen Sehne 
und Muskel geführt habe. Als traumatisch bedingte Veränderungen an der rech-
ten Schulter hätten lediglich eine Thrombose der Vena cephalica bzw. der Vena 
axillaris und eine leichte Muskelzerrung im Bereich der Pars claviculais Musculi 
deltoidei bestanden. Derartige leichte Muskelzerrungen würden ebenso wie 
Thrombosen ausheilen. Dementsprechend seien die in den früheren Bildern ge-
sehenen Veränderungen in der MRI-Arthrografie vom 23. Februar 2018 nicht 
mehr nachweisbar gewesen. Daraus folge, dass das rubrizierte Unfallereignis 
vom 24. März 2015 keinerlei neue strukturelle Veränderungen an der rechten 
Schulter verursacht habe. An der rechten Schulter bestünden freilich sehr aus-
gedehnte degenerative bzw. krankhafte Veränderungen, vornehmlich eine rezidi-
vierte Kalkschulter, eine sich allmählich entwickelnde degenerative SLAP-Läsion 
und diverse Tendinopathien. Auch sei in der Bildgebung 2015 ähnlich wie 
2004/2005 abermals ein Ganglion nachweisbar gewesen. Als Grunderkrankung 
bestehe demzufolge eine chronisch-degenerative Erkrankung an der rechten 
Schulter. Das rubrizierte Ereignis habe darum überwiegend wahrscheinlich ledig-
lich eine vorübergehende Verschlimmerung, nicht aber eine richtunggebende 
Verschlimmerung oder einen strukturellen Dauerschaden verursacht. Bei Status 
nach dem rubrizierten Unfallereignis sei am 14. Dezember 2017 erneut ein Sturz 
auf die rechte Schulter oder rechte Körperseite hinzugekommen. Die Beschwer-
deführerin habe seither persistierende Schulterschmerzen rechts beklagt. Am 
23. Februar 2018 erfolgte eine erneute MRI-Arthrografie der rechten Schulter. 

33

Dr.med. W.________ habe in seiner Zweitbeurteilung vom 21. September 2019 
im Wesentlichen die damaligen Befunde bestätigt. Das Kalkdepot am Musculus 
supraspinatus und die Schultereckgelenkarthrose hätten zugenommen, der Sub-
akromialraum sei noch enger geworden. Wohlgemerkt seien die noch im August 
2015 vorhandenen Veränderungen im Deltoidmuskel vollkommen verschwunden 
gewesen. Somit sei davon auszugehen, dass die vorübergehende Verschlimme-
rung, welche dem rubrizierten Unfall zugeordnet werden könne, bereits längst vor 
der MRI-Arthrografie vom 23. Februar 2018 beendet gewesen sein müsse. Die 
Heilungsdauer der vorübergehenden Verschlimmerung bezüglich rechter Schul-
ter mit ca. neun Monaten auf den 31. Dezember 2015 zu bemessen, sei ange-
sichts der schon im August 2015 via MRI-Arthrografie gesicherten konkurrieren-
den und offenbar schon bald überholenden Kausalität einer Kalkschulter im Er-
achten des unterzeichnenden Orthopäden als grosszügig zu betrachten. Eine 
bleibende strukturelle Schädigung in der rechten Schulter sei jedenfalls nicht ob-
jektiviert worden. Damit sei es korrekt, den Status quo sine auf den 31. Dezem-
ber 2015 festzulegen.

Beschwerden an der linken Schulter (Vi-act. M41 S. 59) seien gemäss echtzeit-
näheren Unterlagen zum damaligen Zeitpunkt nicht geäussert worden, sondern 
vielmehr erstmals um den 17. Oktober 2016 bis 19. Oktober 2016. Dies liege ei-
neinhalb Jahre nach dem rubrizierten Unfallereignis. Ein unfallkausaler Zusam-
menhang sei deshalb sehr unwahrscheinlich. Dr.med. W.________ habe die Be-
funde der MRI-Arthrografie vom 14. November 2016 bestätigt. Es handle sich in-
dessen ausschliesslich um degenerative Befunde. Traumatische Veränderungen 
hätten an der linken Schulter nicht nachgewiesen werden können. Die Be-
schwerden an der linken Schulter stünden demnach in keinerlei Beziehung zum 
rubrizierten Unfallereignis.

Gemäss Notfallbericht vom 25. März 2015 habe am linken Knie augenscheinlich 
eine Prellung bzw. Schürfung bei der Kniescheibe bestanden. Diese Verletzung 
sei im weiteren Verlauf in den Akten nicht mehr erwähnt worden. Es sei daraus 
zu schliessen, dass sie abgeheilt sei (Vi-act. M41 S. 59).

4.27 Nach einer Stellungnahme des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin 
vom 30. März 2021 erfolgte am 6. Mai 2021 die 4. versicherungsmedizinische 
Stellungnahme bzw. Aktenbeurteilung durch Dr.med. L.________ sowie (die 
zweite) durch Dr.med. V.________, in welchen sich diese zu den Vorhaltungen 
des Rechtsvertreters äussern. Darunter fallen insbesondere die (teilweise wie-
derholte) Begründung, weshalb bei der rechten Schulter die SLAP-Läsion als de-
generativ beurteilt und der Status quo sine Ende Dezember festgestellt wurden. 
Sodann äusserten sich Dr.med. L.________ und Dr.med. V.________ zur 

34

(gemäss ihrer Beurteilung gleichbleibenden) Integritätsentschädigung am rechten 
Handgelenk und erachteten neu eine Integritätsentschädigung von 5% - aufgrund 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einer Ellbogenarthrose als voraussehbare 
Verschlimmerung - als gerechtfertigt (Vi-act. M42).

4.28 Im Rahmen des Einspracheverfahrens der Beigeladenen verfasste PD 
Dr.med. R.________ am 28. Oktober 2021 ein Aktengutachten (Vi-act. aus Ver-
fahren I 2022 55 S. 464). Darin bejahte er die Nachvollziehbarkeit und Schlüssig-
keit des Aktengutachtens von Dr.med. L.________ und Dr.med. V.________ 
vom 25. November 2020 sowie der Stellungnahme vom 6. Mai 2021. Zur Frage 
nach den objektivierbaren pathologischen Befunden antwortete PD Dr.med. 
R.________, dass das Ereignis des geltend gemachten Schulteranpralls rechts 
vom 14. Dezember 2017 - das nicht objektiv nachvollziehbar zeitnah und zudem 
ärztlich untersucht und abgeklärt worden sei - überwiegend wahrscheinlich 
höchstens zu einer vorübergehenden Symptomverstärkung von vorbestehenden 
rechtsseitigen Schulterbefunden geführt habe. Das geltend gemachte Ereignis 
habe zu keiner objektiv nachvollziehbaren und zudem richtunggebenden Ver-
schlimmerung von vorbestehenden strukturellen Pathologien an der rechten 
Schulter beigetragen. Diese Schlussfolgerung ergebe sich aus den dokumentier-
ten klinischen Untersuchungen. Hierbei seien namentlich die festgestellte, doku-
mentierte Verbesserung der Schulterfunktion in der Abduktion / Elevation und die 
explizit fehlenden Hinweise für eine Ruptur der Rotatorenmanschette im Unter-
suchungsverlauf als Beispiele zu erwähnen. Zudem ergänzend aus dem Ver-
gleich der Arthro-MRI-Untersuchungen der rechten Schulter vom 11. August 
2015 und vom 23. Februar 2018. Des Weiteren habe das geltend gemachte Er-
eignis vom 14. Dezember 2017 auch nicht als Teilursache zu frischen, objekti-
vierbaren strukturellen zusätzlichen Veränderungen an der rechten Schulter der 
Beschwerdeführerin beigetraten. Das Ereignis vom 14. Dezember 2017 habe mit 
anderen Worten die seit spätestens 2004 dokumentierte und zudem progrediente 
degenerative Veränderung der rechten Schulter strukturell-anatomisch nicht ne-
gativ beeinflussend verändert und wie bereits erwähnt, liege entsprechend auch 
keine richtunggebende Strukturveränderung vor. Dies ergebe sich aus dem diffe-
renzierten Vergleich der Bilddatensätze der Arthro-MRI-Untersuchungen vom 11. 
August 2015 und vom 23. Februar 2018. Das geltend gemachte und initial zudem 
nicht objektiv nachvollziehbar dokumentierte Ereignis habe entsprechend über-
wiegend wahrscheinlich ausschliesslich zu einer bloss vorübergehenden Sym-
ptomverstärkung bei bekannt dokumentierten Vorzustand beigetragen. Auf die 
Frage, ob der Vorzustand derart labil und prekär war, dass jede beliebige alltäg-
lich Gelegenheits- / Zufallsursache zur annähernd gleichen Zeit dieselbe Beein-
trächtigung hätte bewirken können, antwortete PD Dr.med. R.________, dass die 

35

Beschwerde-Symptomatik bei jeder beliebigen Schulterprellung hätte entstehen 
können. Der operative Eingriff vom 29. Mai 2018 habe der Behandlung von sich 
über einen dokumentiert langen Zeitraum hinweg objektiv nachvollziehbar entwi-
ckelten, degenerativen Veränderungen der anatomischen Strukturen der rechten 
Schulter der Beschwerdeführerin gedient. Es seien somit ausschliesslich Vorzu-
stände operativ behandelt worden, die zudem überwiegend wahrscheinlich nicht 
einmal richtunggebend durch den geltend gemachten und zur Diskussion ste-
henden Schulteranprall vom 14. Dezember 2017 in ihrem strukturellen anatomi-
schen Aufbau objektiv nachvollziehbar verändert worden seien. Der Status quo 
sine könne spätestens in Verbindung mit der Arthro-MRI-Untersuchung vom 23. 
Februar 2018 als dokumentiert eingetreten beurteilt werden. Ein Status quo ante 
könne bei voranschreitenden degenerativen Veränderungen nicht mehr erreicht 
werden. Die geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts im Nachgang zur 
geltend gemachten Prellung der rechten Schulter vom 14. Dezember 2017 ohne 
nachgewiesene frische strukturelle Veränderungen seien überwiegend wahr-
scheinlich Ausdruck einer bloss vorübergehenden Symptomverschlimmerung bei 
dokumentiert vorbestehender degenerativ veränderter rechter Schulter, ein Zu-
stand der nach heutigem Wissensstand erstmals im Jahr 2004 dokumentiert und 
durch Dr.med. Q.________ behandelt worden sei.

5.1 Die Vorinstanz stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vorwiegend auf die 
vier versicherungsmedizinischen Stellungnahmen / Aktenbeurteilungen von 
Dr.med. L.________, wobei diejenigen vom 25. November 2020 und 6. Mai 2021 
in Zusammenarbeit mit Dr.med. V.________ entstanden sind und des Weiteren 
auf eine Zweitbeurteilung von Dr.med. W.________ betreffend die MR-
Arthrogramme der rechten Schulter vom 11. August 2015 und 23. Februar 2018 
sowie das MR-Arthrogramm der linken Schulter vom 14. November 2016. Diesen 
Beurteilungen könne voller Beweiswert zugesprochen werden. Damit stehe mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die von der Beschwerdeführerin 
weiterhin geklagten Beschwerden seit dem 26. September 2018 nicht mehr auf 
Verletzungen des Unfalls vom 24. März 2015 zurückzuführen seien und der Sta-
tus quo sine zu diesem Zeitpunkt erreicht gewesen sei. An einer Integritätsent-
schädigung in der Höhe von 5% wurde festgehalten. 

5.2 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Verwaltung die für die Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen grundsätzlich 
nicht ins Einspracheverfahren verschieben dürfe, weil dieses sonst weitgehend 
seinen Sinn und Zweck verlöre, letztlich die Gerichte zu entlasten. Die Be-
schwerdeführerin habe "gutgläubig" im Vertrauen auf eine externe, neutrale Be-
gutachtung die gewünschten Berichte eingereicht, welche dem beratenden Arzt 

36

unterbreitet worden seien. Im beinahe zwei Jahre dauernden Einspracheverfah-
ren sei es zu zwei nachgeschobenen Stellungnahmen des beratenden Arztes 
gekommen. Es stelle sich die Frage der Zulässigkeit einer solchen nachgescho-
benen Begründung im Einspracheverfahren. Das Prinzip des Devolutiveffektes 
sei verletzt, was bereits mehr als nur geringe Zweifel wecke.

Des Weiteren behauptet die Beschwerdeführerin nach wie vor die Notwendigkeit 
eines externen Gutachtens.

6.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 
nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforder-
lichen Auskünfte ein. Die Verwaltung darf die für die Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen nicht in das Einspracheverfah-
ren verschieben. Entsprechend darf die Verwaltung nicht zunächst eine Verfü-
gung mit einer Standard-Begründung erlassen, um in der Folge erst im Einspra-
cheentscheid die im konkreten Fall massgeblichen Gründe für die behördliche 
Anordnung anzuführen und die Begründung damit gleichsam nachzuschieben. 
Vielmehr hat sie die Verfügung mit erkennbarer Bezugnahme auf die getätigten 
Abklärungen zu begründen. Vorbehalten bleiben ergänzende Abklärungen, zu 
denen die in der Einsprache vorgebrachten Einwände Anlass geben (BGE 132 V 
368 Regeste und E. 5; Urteile BGer 8C_62/2023 vom 16.8.2023 E. 6.2; 
8C_755/2018 vom 11.2.2019 E. 4.2.1; 8C_410/2013 vom 15.1.2014 E. 5.1).

6.2 Im konkreten Fall ergibt sich, dass die vorinstanzliche Verfügung vom 
28. Dezember 2018 u.a. gestützt auf die Stellungnahmen von Dr.med. 
L.________ vom 22. Februar 2016 und vom 14. November 2018 erging und auch 
mit der Stellungnahme von Dr.med. L.________ vom 14. November 2018 be-
gründet und nicht mit einer Standard-Begründung versehen wurde. In den zitier-
ten Stellungnahmen hat sich der beratende Arzt sowohl zu Kausalitätsfragen, als 
auch zum Endzustand und zur Integritätsentschädigung und somit zum wesentli-
chen Sachverhalt geäussert, womit die Abklärungen diesbezüglich grundsätzlich 
vor der Verfügung vom 28. Dezember 2018 erfolgt sind. Zwar trifft es zu, dass 
sich die Stellungnahme vom 14. November 2018 auf einen unvollständigen 
Sachverhalt stützte und in Unkenntnis des angeblichen Unfallereignisses vom 
Dezember 2017 erfolgte. Derweil reichte die Beschwerdeführerin erst mit der 
Einsprache und im Rahmen späterer Stellungnahmen weitere Arztberichte ein, 
weshalb die Vorinstanz im Einspracheverfahren die Einholung weiterer Stellung-
nahmen bei Dr.med. L.________ als erforderlich erachtete. Unter Berücksichti-
gung der neu eingereichten Akten erachtete Dr.med. L.________ den Beizug 
weiterer Fachpersonen wie Dr.med. V.________ und Dr.med. W.________ als 
erforderlich, was nicht zu beanstanden ist. Es bestehen sodann keinerlei An-

37

haltspunkte dafür, dass die gemeinsam unterzeichneten Beurteilungen nur durch 
Dr.med. L.________ und nicht auch durch Dr.med. V.________ erfolgt sind. Von 
einer umfassenden Sachverhaltsabklärung, welche erst im Einspracheverfahren 
erfolgt ist, ist vorliegend nicht auszugehen. Vielmehr liegt eine Vervollständigung 
des Sachverhalts vor.

Die Einsprache ist ein nicht devolutives Rechtsmittel (Genner, in: BSK ATSG, Art. 
52 Abs. 1 - 3, N 1). Nach Einspracheerhebung durch die Beschwerdeführerin und 
nach ergänzenden - und somit nicht erstmaligen bzw. unbegründet erst im Ein-
spracheverfahren vorgenommenen - Sachverhaltsabklärungen hat die Vorinstanz 
einen Einspracheentscheid gefällt. Gegen diesen Entscheid wurde in der Folge 
die vorliegend zu beurteilende Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Eine 
Verletzung des Devolutiveffektes durch das Vorgehen der Vorinstanz ist vorlie-
gend nicht erkennbar.

7.1 Den Aktenbeurteilungen von Dr.med. L.________, Dr.med. V.________ 
und Dr.med. W.________ kommt der Beweiswert von versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen zu. Falls auch nur geringe Zweifel an deren Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen, sind somit ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5).

7.2.1 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 17. August 2015 
äusserte sich Dr.med. L.________ gestützt auf die damals vorliegenden Akten 
zur Unfallkausalität der Handgelenksschmerzen rechts. Die Unfallkausalität wur-
de bejaht, was vorliegend unbestritten ist. In der Folge erstattete Dr.med. 
L.________ am 22. Februar 2016 eine ausführliche Aktenbeurteilung, in welcher 
er sämtliche ihm vorliegenden Unterlagen aufführte und sich insbesondere zur 
Unfallkausalität der Beschwerden, zu vorgen