# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 361fe85d-ce0c-512e-9cd8-3c1eadf6a927
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.11.2014 UV 2013/77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-77_2014-11-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/77

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.11.2014

Entscheiddatum: 18.11.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2014
Art. 6 UVG. Erreichen des Status quo sine und Fehlen des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zu den nach zwei Unfällen geklagten Kopf- und 
Nackenbeschwerden bei ausschliesslich krankheitsbedingter 
Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Morbus Bechterew (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2014, UV 
2013/77).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_30/215.

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Entscheid vom 18. November 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358,

6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 16. Oktober 2000 bei der B.___ AG als 

Produktionsmitarbeiter arbeitstätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Am 10. September 2001 kollidierte ein Personenwagen mit dem 

vom Versicherten gelenkten Fahrzeug (Suva-act. I-1, 3, 12). Aufgrund der dabei 

erlittenen Verletzungen (HWS-Distorsionstrauma, Thoraxkontusion) bestand beim 

Versicherten bis 16. September 2001 eine volle Arbeitsunfähigkeit, danach war er in 

seiner Arbeitsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt und die ärztliche Behandlung wurde 

am 13. November 2001 abgeschlossen (Suva-act. I-2, vgl. auch Suva-act. I-29 S. 2). Im 

Februar 2003 begab sich der Versicherte wegen persistierender Kopfschmerzen bei 

Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, in Behandlung, welcher eine 

Rückfallmeldung bei der Suva vornahm (Suva-act. I-20). Im August 2003 wurde die 

weitere Behandlung abgeschlossen (Suva-act. I-47). Am 29. November 2006 wurde 

erneut ein Rückfall gemeldet (Suva-act. I-41). Mit Schreiben vom 16. August 2007 

(Suva-act. I-56) teilte die Suva mit, dass keine unfallbedingten Befunde und 

Einschränkungen objektivierbar seien. Mit Verfügung vom 13. Februar 2008 (Suva-

act. I-62) verneinte die Suva das Vorliegen einer erheblichen Schädigung der 

körperlichen Integrität. Die Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung seien 

nicht erfüllt. Die dagegen erhobene Einsprache vom 14. März 2008 (Suva-act. I-65) 

wurde mit Einspracheentscheid vom 6. November 2009 (Suva-act. I-79) abgewiesen. 

Das Versicherungsgericht wies mit Entscheid vom 13. September 2010, UV 2009/120 

(Suva-act. I-83) die am 8. Dezember 2009 gegen diesen Einspracheentscheid erhobene 

Beschwerde (Suva-act. I-80) ab.

B.    

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B.a  Am 14. Februar 2009 erlitt der Versicherte einen Auffahrunfall (Suva-act. II-3f., 30). 

Es bestand eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 22. Februar 2009, danach arbeitete der 

Versicherte wieder im Vollpensum (Suva-act. II-1, 20 S. 2, 27). Dem 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vom 26. März 2009 zufolge bestanden nach Angaben des 

Versicherten gleich nach dem Unfall Kopf- und Nackenschmerzen (Suva-act. II-2). 

Gemäss Beurteilung vom 31. Juli 2009 des Upright MRI vom 27. Juli 2009 (Suva-

act. II-11) waren keine pathologischen Veränderungen im Bereich des kranio-zervikalen 

Übergangs feststellbar. Dr. med. D.___, Spezialarzt für Neurologie FMH, berichtete am 

18. September 2009 über weiterhin vorkommende okzipitale Kopf- und 

Nackenschmerzen sowie eine möglicherweise durch muskuläre Dysbalance bedingte 

eingeschränkte Kopfbeweglichkeit (Suva-act. II-14). Mit Arztbericht vom 10. März 2010 

stellte Dr. med. E.___, Spezialärztin Neurologie FMH, die Diagnose eines Status nach 

Autounfall mit HWS-Distorsionstrauma 2008, bei dominierenden posttraumatischen 

Spannungskopfschmerzen, triggerbar durch ein persistierendes cervicales 

Schmerzsyndrom (Suva-act. II-18). Aufgrund zusätzlich beklagter 

Konzentrationsschwierigkeiten und subjektiv deutlich eingeschränkter 

Merkfähigkeitsspanne erfolgte am 22. April 2010 eine neuropsychologische 

Untersuchung, welche keine nennenswerte Beeinträchtigung der kognitiven 

Leistungsfähigkeit zeigte (Suva-act. II-19).

B.b  Am 31. Oktober 2010 kam es zu einer Auffahrkollision durch ein misslungenes 

Überholmanöver eines anderen Verkehrsteilnehmers, wobei sich der Versicherte als 

Fahrzeuglenker erneut an der Halswirbelsäule verletzte (Suva-act. III-1, 5). Gemäss 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vom 31. Oktober 2010 (Suva-act. III-5) bestanden initial nur 

wenig Nackenschmerzen, welche im Verlauf zunahmen, sowie Kopfschmerzen. Der 

Versicherte war nach Angaben der Arbeitgeberin seit dem 18. Juni 2010 wegen 

Krankheit arbeitsunfähig gewesen (Suva-act. III-1).

B.c  Im Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 6. Dezember 2010 wurde die 

Diagnose einer Zerviko-Brachialgie gestellt und erstmals über einen Morbus Bechterew 

berichtet, wobei keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden war (Suva-act. II-23). 

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Gemäss Bericht von Dr. med. G.___, Innere Medizin (SGIM), Physikalische Medizin und 

Rehabilitation speziell Rheumaerkrankungen (SGR), Medizinische Kräftigungstherapie 

(GMKT) und Manuelle Medizin (SAMM), vom 15. März 2011 war die von ihm attestierte 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit krankheitsbedingt (Suva-act. II-42). Am 1. Februar 2011 

berichteten Dr. med. H.___, FMH Neurologie und Dr. med. I.___, FMH Neurologie, die 

beklagten Kopfschmerzen könnten semiologisch nicht klar zugeordnet werden. 

Prinzipiell handle es sich mehrheitlich um Kopfschmerzen von Spannungstyp, zum Teil 

migranös gefärbt. Die zeitlichen Kriterien für einen posttraumatischen Kopfschmerz 

(sieben Tage nach dem Trauma) seien nicht ganz erfüllt. Bei Vorhandensein einer 

rheumatologischen Erkrankung und bei deutlicher Abhängigkeit der Kopfschmerzen 

von HWS-Bewegungen könnte die Affektion der Nervi okzipitalis beidseits durchaus 

eine Rolle spielen. Bei täglichem Konsum von nichtsteroidalen Antirheumatika bestehe 

darüber hinaus auch eine medikamenteninduzierte Komponente. Ein aktueller 100%-

iger Arbeitsausfall wurde wegen des Morbus Bechterew bescheinigt (Suva-act. II-44, 

46 S. 2). Ein Arbeitsversuch mit 20% ab 2. Mai 2011 musste bereits nach zwei Tagen 

abgebrochen werden, und das Arbeitsverhältnis bei der B.___ AG wurde auf Ende 

August 2011 aufgelöst (Suva-act. II-46ff.). Mit Zwischenbericht vom 3. Januar 2013 

(Suva-act. II-72) informierte Dr. med. J.___, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, 

bei der Untersuchung vom 20. September 2012 habe sich ein unverändertes cervico-

vertebrales Syndrom bei einer normalen Beweglichkeit der HWS gezeigt. 

Nackenschmerzen in wechselnder Intensität würden auch in Zukunft unabhängig von 

den Entzündungen des Achsenskeletts bestehen bleiben. Bei der MRT-Untersuchung 

der HWS vom 1. März 2013 (Suva-act. II-82) fehlte unter anderem der Nachweis einer 

umschriebenen posttraumatischen Läsion, und es ergab sich, verglichen mit einer 

Voruntersuchung vom 8. November 2010, ein weitgehend unveränderter Befund. Ein 

vom 4. Februar bis 27. Juli 2013 von der IV-Stelle St. Gallen geplanter Arbeitsversuch 

bei der K.___ AG wurde per 6. März 2013 abgebrochen (Suva-act. II-77, 94). Gemäss 

Bericht von Dr. med. K.___, Fachärztin für Neurologie FMH, vom 6. März 2013 standen 

für den Versicherten die Beschwerden im Rücken und Hüftgelenksbereich klar im 

Vordergrund (Suva-act. II-84). Der Lokalbefund am Nacken sei nicht sehr ausgeprägt 

und völlig unspezifisch. Ungewöhnlich sei auch die Tatsache, dass die Beschwerden 

im Verlauf angeblich eher zugenommen hätten, wobei sich die Frage stelle, ob sich 

unabhängig von den Unfallereignissen nicht eher chronische 

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Spannungskopfschmerzen entwickelt hätten. Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 

15. April 2013 (Suva-act. II-87) stellte Dr. med. M.___, Facharzt für Chirurgie FMH, die 

Diagnosen eines Status nach mehrfachen HWS-Distorsionen und eines Morbus 

Bechterew. Objektiv fänden sich eine lediglich minimal eingeschränkte HWS-

Beweglichkeit und eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit der BWS/LWS, 

subjektiv persistierten Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich der 

thorakalen und lumbalen Wirbelsäule sowie im Bereich der Iliosakralgelenke und der 

Hüften. Bildgebend hätten durch mehrere MRI-Untersuchungen strukturelle 

unfallbedingte Läsionen ausgeschlossen werden können. Auch fachärztlich 

neurologisch könnten keine Hinweise auf eine ursächliche strukturelle neurologische 

Läsion festgestellt werden, wobei auch die Neurologin einen Zusammenhang zwischen 

den Kopfschmerzen und den Unfällen als sehr fraglich erachte. Bei der Untersuchung 

hätten sich nur leichte muskuläre Verspannungen im Bereich der HWS und des oberen 

Trapezius beidseits und eine nur minimale Einschränkung der Beweglichkeit der HWS 

finden lassen. Die stärkeren muskulären Verspannungen im Bereich des 

thorakolumbalen Übergangs und die deutliche Einschränkung der Beweglichkeit der 

Brust- und Lendenwirbelsäule seien nicht unfallbedingt, sondern auf den Morbus 

Bechterew zurückzuführen. Rein unfallbedingte strukturelle Läsionen seien nicht mehr 

nachweisbar, weshalb unfallbedingt keine weiteren Therapien mehr indiziert seien.

B.d  Mit Verfügung vom 11. Juni 2013 (act. G1.2; Suva-act. II-90) verneinte die Suva 

die Adäquanz der noch vorhandenen Beschwerden und stellte die 

Versicherungsleistungen per 16. Juni 2013 ein.

C.    

Die dagegen erhobene Einsprache vom 20. Juni 2013 (act. G1.4; Suva-act. II-91) wurde 

mit Einspracheentscheid vom 25. September 2013 (act. G1.3; Suva-act. II-96) 

abgewiesen.

D.    

D.a  Mit Beschwerde vom 25. Oktober 2013 (act. G1) liess der Versicherte, vertreten 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, beantragen, der 

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Einspracheentscheid vom 25. September 2013 sei aufzuheben, die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weiterhin Heilungskosten und Taggelder zu 

entrichten, eventualiter sei ein Gutachten in Auftrag zu geben, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung liess er 

insbesondere vorbringen, der seit 2010 diagnostizierte Morbus Bechterew liege im 

Wechselspiel mit den HWS-Beschwerden, an denen der Beschwerdeführer seit den 

drei Autounfällen am 10. September 2001, 14. Februar 2009 und 6. Dezember 2010 

leide. Für die Adäquanzprüfung und die Feststellung, ob und inwiefern der Morbus 

Bechterew und die HWS-Traumata sich gegenseitig beeinflussten, müsse ein 

Gutachten erstellt werden.

D.b  Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2013 (act. G3) schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, Taggeldleistungen seien nach dem 

Unfall vom 14. Februar 2009 per 23. Februar 2009 eingestellt, und nach dem Unfall 

vom 31. Oktober 2010 gar nicht erbracht worden, da keine unfallkausale 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Da das Taggeld somit gar nicht Gegenstand der 

Verfügung vom 11. Juni 2013 gewesen sei, bilde es auch nicht Streitgegenstand des 

vorliegenden Verfahrens, weshalb auf den Antrag um Ausrichtung von Taggeldern nicht 

einzutreten sei. Mit Entscheid des Versicherungsgerichts vom 13. September 2010, UV 

2009/120, sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem ersten Unfall vom 

10. September 2001 und den nach August 2003 geklagten Kopf- und 

Nackenschmerzen rechtskräftig verneint worden. Hinsichtlich der beiden anderen 

Unfallereignisse lägen keine objektivierbaren organischen Unfallfolgen, und 

unbestrittenermassen auch kein typisches Beschwerdebild eines Schleudertraumas 

wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung etc. vor. Eine natürliche Kausalität sei somit von vornherein zu 

verneinen. Selbst bei Annahme einer Verschlimmerung der (vorbestehenden) Kopf- und 

Nackenschmerzen sei spätestens nach Ablauf von jeweils sechs Monaten vom Eintritt 

des Status quo sine auszugehen. Ein vom Beschwerdeführer behauptetes 

"Wechselspiel" zwischen den auf die Unfälle zurückzuführenden HWS-Beschwerden 

und den krankheitsbedingten Beschwerden im BWS/LWS-Bereich liege nicht vor. Der 

BWS/LWS-Bereich sei nicht von den Unfällen betroffen, weshalb von vornherein keine 

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Leistungspflicht bestehe. Eine allfällige Ausdehnung der Krankheit (Morbus Bechterew) 

auf den HWS-Bereich wäre unfallfremder Natur. Ergänzend sei zu erwähnen, dass im 

Einstellungszeitpunkt auch deshalb kein Anspruch auf Heilbehandlung bestanden 

habe, da die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht unfallbedingt eingeschränkt 

gewesen sei. Selbst bei Prüfung der Adäquanz nach der Schleudertrauma-Praxis sei 

diese klar zu verneinen.

D.c  Mit Replik vom 2. Dezember 2013 (act. G5) hielt der Beschwerdeführer an seinen 

bisherigen Anträgen fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung 

einer Duplik (act. G7).

Erwägungen:

1.     

Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 

25. September 2013. Die natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 

10. September 2001 und den geklagten Kopf- und Nackenschmerzen wurde mit 

Entscheid des Versicherungsgerichts vom 13. September 2010, UV 2009/120, bereits 

rechtskräftig verneint. Eine Berücksichtigung dieses Ereignisses und allfällig daraus 

geklagter nachklingender Unfallfolgen im vorliegenden Verfahren fällt daher von 

vornherein ausser Betracht. Auch aufgrund eines Rückfalls hat hierzu keine Prüfung zu 

erfolgen. Die Unfallversicherung hat bei Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld 

den Fallabschluss formell zu verfügen und darf ihn nicht im formlosen Verfahren 

behandeln (BGE 132 V 412 E. 4). Selbst im formlosen Verfahren ergehende Entscheide 

haben aufgrund ihrer Mitteilungsbedürftigkeit grundsätzlich schriftlich zu erfolgen (Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, N 7 zu Art. 51). Die 

Beschwerdegegnerin hat die Versicherungsleistungen mit Einspracheentscheid vom 

25. September 2013 per 16. Juni 2013 eingestellt. Zu beurteilen ist daher die 

vorliegend streitige Frage, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund der am 14. Februar 

2009 und 31. Oktober 2010 erlittenen Unfälle dem Beschwerdeführer weiterhin 

Taggelder und eine zweckmässige Heilbehandlung zu leisten hat.

2.     

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2.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Eine Leistungspflicht der 

Unfallversicherung besteht nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat 

kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53ff.).

2.2   Gemäss Art. 16 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf ein Taggeld, wenn 

sie infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (im Sinn des Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]) ist. Zudem hat sie Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

2.3   Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 

erst manifest, entfällt die Leistungspflicht der Unfallversicherung, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. zum Ganzen RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 328f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, 

U 290/06, E. 3.3). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast nicht bei 

der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 261 E. 3b). Dabei muss jedoch nicht etwa der Beweis 

für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor 

geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder 

degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

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Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 328f. E. 3b).

3.     

3.1   Vorliegend ist unbestritten, dass nach den Unfällen vom 14. Februar 2009 und 

vom 31. Oktober 2010 organisch-strukturelle Unfallfolgen durch mehrere bildgebende 

MRI-Untersuchungen ausgeschlossen werden konnten und auch neurologisch keine 

ursächliche strukturelle Läsion festzustellen war (Suva-act. II-23, 82, 84 und 87). Die 

vom Beschwerdeführer erwähnten, allenfalls erlittenen Mikroverletzungen zeichnen sich 

gerade dadurch aus, dass sie nicht bildgebend objektivierbar sind. Nach beiden 

Unfällen klagte der Beschwerdeführer einzig über Kopf- und Nackenschmerzen, nicht 

aber über weitere Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hör-, Seh-, oder 

Schlafstörungen, welche dem typischen bunten Beschwerdebild nach HWS-

Distorsionstraumen entsprechen (vgl. Suva-act. II-2, III-5; BGE 117 V 359 E. 4b; 134 V 

109 E. 9). Die Dres. H.___ und I.___ berichteten nach der Untersuchung vom 1. Februar 

2011 (Suva-act. II-44) über Kopfschmerzen von Spannungstyp, zum Teil migranös 

gefärbt, sowie über eine medikamenteninduzierte Komponente bei täglichem Konsum 

von nichtsteroidalen Antirheumatika. Auch Dr. K.___ diagnostizierte am 6. März 2013 

(Suva-act. II-84) Spannungstypkopfschmerzen und äusserte Zweifel darüber, ob sich 

diese noch auf die HWS-Distorsionstraumen beziehen liessen oder sich nicht eher 

unabhängig von den Unfallereignissen chronische Spannungskopfschmerzen 

entwickelt hätten. Rein unfallbedingte Beschwerden müssten ihrer Ansicht nach im 

Verlauf der ersten beiden Jahre nach dem Trauma mehr oder weniger komplett 

abgeklungen sein. Dr. M.___ konnte bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. April 

2013 (Suva-act. II-87) nur noch unerhebliche klinische Befunde an der HWS – eine 

minimal eingeschränkte Beweglichkeit sowie leichte muskuläre Verspannungen im 

Bereich der HWS und des oberen Trapezius beidseits – erheben. Ein natürlicher 

Kausalzusammenhang der nach dem 16. Juni 2013 geklagten Beschwerden zu den 

Unfallereignissen ist daher bereits aus diesen Gründen zu verneinen.

3.2   Der Beschwerdeführer war nach dem Unfall vom 14. Februar 2009 bis zum 

22. Februar 2009 arbeitsunfähig, danach bestanden in der bisherigen Tätigkeit 

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unbestrittenermassen keine Einschränkungen mehr und er arbeitete gemäss eigenen 

Angaben gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter (vgl. Suva-act. II-21 S. 2) bis 

zum Unfallereignis vom 31. Oktober 2010 wieder im Vollpensum (Suva-act. II-1, 20 

S. 2, 27). Gemäss Meldung der Arbeitgeberin war der Beschwerdeführer jedoch bereits 

seit dem 18. Juni 2010 wegen Krankheit voll arbeitsunfähig gewesen, als er am 

31. Oktober 2010 erneut verunfallte (Suva-act. III-1, II-49 S. 2). Der Beschwerdeführer 

bestätigte anschliessend mehrfach, bereits vor dem Unfall vom 31. Oktober 2010 

krankheitshalber arbeitsunfähig gewesen zu sein, und es ist aktenkundig, dass er auch 

nach dem Unfall Krankentaggelder erhalten hatte (Suva-act. II-46 S. 2, 47, 51, 54, 67; 

Suva-act. III-7).

3.3   Der medizinischen Aktenlage ist weiter zu entnehmen, dass die Bescheinigung 

einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit auch nach dem zweiten Unfallereignis 

ausschliesslich krankheitshalber, aufgrund des im Juni 2010 erstmals diagnostizierten 

Morbus Bechterew, erfolgt war (Arztbericht vom 15. März 2011 von Dr. G.___ [Suva-

act. II-42]; Untersuchungsbericht vom 1. Februar 2011 der Dres. H.___ und I.___ [Suva-

act. II-44 S. 4]). Dr. F.___ attestierte nach den Untersuchungen am 30. September und 

9. November 2010 keine Arbeitsunfähigkeit und wies darauf hin, dass ein Morbus 

Bechterew als unfallunabhängige Erkrankung anzusehen wäre und beim neun Jahre 

zurückliegenden Unfall die Überprüfung eines Kausalzusammenhangs zumindest zu 

erwägen sei (Suva-act. II-23). Dr. J.___ ging im Zwischenbericht vom 3. Januar 2013 

davon aus, dass Nackenschmerzen in wechselnder Intensität auch in Zukunft 

unabhängig von den Entzündungen des Achsenskeletts bestehen bleiben würden 

(Suva-act. II-72). Die Beweglichkeit der HWS war seinen klinischen Erhebungen zufolge 

normal (Suva-act. II-72, 91). Im vom Beschwerdeführer während des 

Einspracheverfahrens eingeholten Bericht vom 17. Juni 2013 hielt Dr. J.___ fest, dass 

er nicht konklusiv beurteilen könne, ob eine Bechterew-Komponente der 

Nackenschmerzen bestehe, indem die Beweglichkeit der BWS eingeschränkt sei und 

somit Fehlbelastungen verursacht werden könnten (Suva-act. II-91). Beim Morbus 

Bechterew (auch: Spondylitis ankylosans; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 

2013, 264. Aufl. Berlin/Boston 2012, S. 1972f.) handelt es sich um eine chronische 

entzündlich-rheumatische Erkrankung des Achsenskeletts (Wirbelsäule, 

Iliosakralgelenke, Schambeinfugen, kleine Wirbelgelenke), der Extremitätengelenke und 

Sehnenansätze. Klinisch kennzeichnend ist unter anderem auch eine zunehmende 

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Einschränkung der Beweglichkeit von Wirbelsäule und Thorax. Im Endstadium findet 

sich eine völlig versteifte Wirbelsäule in thorakolumbaler Kyphose vor, wobei 

prognostisch gesehen der Verlauf sehr variabel ist (Spontanremission bis zu akuter 

Exazerbation). Für eine wie vom Beschwerdeführer geltend gemachte Wechselwirkung 

zwischen den geklagten, behaupteterweise auf die Unfälle vom 14. Februar 2009 und 

31. Oktober 2010 zurückzuführenden Nacken- und Kopfschmerzen sowie den 

krankheitsbedingten Einschränkungen aufgrund des Morbus Bechterew findet sich in 

den Akten kein Anhaltspunkt. Auch wird von den Ärzten nirgends eine 

Verschlimmerung des im Juni 2010 diagnostizierten krankheitsbedingten 

Gesundheitszustands durch die beiden Unfälle festgestellt. Eine Arbeitsunfähigkeit 

wurde isoliert aufgrund krankheitsbedingter Ursachen bescheinigt, und auch die 

Kündigung erfolgte ausschliesslich aufgrund der gesundheitlichen Auswirkungen des 

Morbus Bechterew (Suva-act. II-47, 49). Dass Dr. J.___ weder klinisch noch bildgebend 

Hinweise auf einen entzündlichen Nackenbefall finden konnte, lässt eine 

Unfallkausalität der weiterhin geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden nicht als 

überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Von mehreren Ärzten werden Spannungs- 

oder medikamenteninduzierte Kopfschmerzen als Beschwerdeursache vermutet. 

Allfällige Fehlbelastungen aufgrund der (krankheitsbedingten) 

Bewegungseinschränkung der BWS wären ebenfalls nicht als Unfallfolgen anzusehen. 

Zu berücksichtigen ist nur der unfallbedingt, nicht aber der krankheitsbedingt 

geschädigte Gesundheitszustand (Urteil vom 26. Oktober 2009, 8C_398/2009, E. 4.4). 

Unter diesen Umständen erübrigt sich eine gutachterliche Prüfung der Frage, ob eine 

Wechselwirkung zwischen krankheits- und unfallbedingten Beschwerden besteht 

(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, E. 5.3). Hinsichtlich 

allfälliger unfallbedingter Folgen im Sinne einer Verschlimmerung der (vorbestehenden) 

Kopf- und Nackenbeschwerden war der Status quo sine daher spätestens zum 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 16. Juni 2013 erreicht. Da ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den weiterhin beklagten Beschwerden und den 

Unfällen vom 14. Februar 2009 und 31. Oktober 2010 zu verneinen ist, erübrigt sich die 

Prüfung der Adäquanz.

4.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2014
	Art. 6 UVG. Erreichen des Status quo sine und Fehlen des natürlichen Kausalzusammenhangs zu den nach zwei Unfällen geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden bei ausschliesslich krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Morbus Bechterew (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2014, UV 2013/77).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_30/215.

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