# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61a60a2d-cfac-572d-9bbc-ef7e8ae9958d
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-18
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2006 und 2007 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2006 und 2007
**Docket/Reference:** DB.2011.122
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2011_122_123_pr.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

Entscheid 

 18. Dezember 2012 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichterin Micheline Roth, Steuerrichter Ale-
xander Widl und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

In Sachen 

1.  A ,    

2.  B ,  

vertreten durch Kindlimann & Partner AG,  
Wermatswilerstrasse 8, 8610 Uster,  

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

gegen 

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2006 und 2007 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 2006 und 2007 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige  bzw.  zusammen  mit  seiner  Ehefrau  B)  führt 

seit  Jahren  –  zunächst    als  Gesellschafter  einer  Personengesellschaft,  ab  1997  als 

Einzelfirma – einen Baumschul- und Gartenbaubetrieb, der Bäume, Stauden, Pflanzen 

und  Blumen  produziert.  Die  Produktion  wird  primär  an  lokale  Gartenbaubetriebe  ver-

kauft. Daneben führen die Pflichtigen eine personalbediente Boutique für Blumen, de-

ren  Bareinnahmen  mittels  Registrierkasse  aufgezeichnet  werden.  Im  Hinblick  auf  die 

Entwicklung und Erweiterung seines Betriebs erwarb er im Juli 1989 (Datum der Hand-
änderung)  die  angrenzenden  landwirtschaftlichen  Grundstücke  Kat.Nrn.  1  (21‘807  m2 

Acker und Wiese) und 2 (Wohnhaus mit Scheunenanbau Vers.-Nr. 1276, Scheune mit 
Stall Vers.-Nr. 1278, Feldscheune Vers.-Nr. 1277 und 73‘076 m2 Gebäudegrundfläche, 

Acker und Wiese) zum Preis von Fr. 2‘700‘000.-. Während das Wohnhaus stets priva-

ten Wohnbedürfnissen seiner Familie diente, nutzte er die übrigen Gebäude (ohne die 

im Jahr 1993 abgebrochene Feldscheune Vers.-Nr. 1277) und das Landwirtschaftsland 

– nach Ablauf der Pachtdauer – ab 1997 für seinen Geschäftsbetrieb. Im Jahr 1993/94 

nahm  er  am  privat  genutzten  Wohnhaus  einen  Umbau  mit  Anbau  vor.  Im  Jahr  2002 

bewilligte  die  Wohngemeinde  nachträglich  den  Bau  eines  Schwimmbassins  beim 

Wohnhaus.  Zudem tätigte er  von  2002  bis  2004 bezüglich  der  geschäftlich genutzten 

Teile  seiner  Grundstücke  verschiedene  bauliche  Investitionen.  U.a.  erstellte  er  einen 

Bewässerungsteich,  eine  Pflanzenproduktionsstätte  mit  Folientunnel  und  ein  Baum-

schulwerkgebäude mit Gewächshaus (wie Scheune sub Vers.Nr. 1278). Im Jahr 2007 

liess er im Altbau des Gebäudes Vers.Nr. 1278 ein Büro einbauen. Die den Geschäfts-

bereich  betreffenden  Aufwendungen  verbuchte  er  in  den  Steuerbilanzen  ab  2002  als 

Geschäftsvermögen und tätigte Abschreibungen. Dagegen beliess er bis und mit Steu-

erbilanz 2006 das im Jahre 1989 erworbene Grundeigentum und ein weiteres zum Er-

tragswert  versteuertes  Grundstück  in  einer  Nachbargemeinde  weiterhin  im  Privatver-

mögen.  

In  der  Steuererklärung  2006  vom  1.  Februar  2008  machten  die  Pflichtigen 

geltend,  dass  die  Grundstücke  in  der Wohngemeinde  Geschäftsvermögen  darstellten 

und zu Unrecht in der Buchhaltung nicht enthalten seien. Somit sei die Bilanz per 31. 

Dezember  2006  zu  korrigieren  und  seien  die  Liegenschaften  Kat.Nrn. 1  und  2  mit  ei-

nem Wert von Fr. 2‘200‘000.- in die Bilanz aufzunehmen. Auf dem Wohnhaus und dem 

Ökonomiegebäude  mit  anteiligen  Werten  von  Fr. 650‘000.-  und  Fr. 600‘000.-  seien 

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ordentliche  Abschreibungen  von  Fr. 49‘000.-  (2%  von  Fr.  650‘000.-  und  6%  von  Fr. 

600‘000.-) pro 2006 erfolgsmindernd zu berücksichtigen.  

Am 20. August 2007 erwarb der Pflichtige in der Wohngemeinde die Liegen-
schaft  Kat.Nr.  3,  15‘694  m2  Landwirtschaftsland  mit  Feldscheune  Vers.  Nr. 1138  zum 

Preis  von  Fr. 162‘000.-.  Die  neu  erworbene  Liegenschaft  wies  er  in  der  Jahresrech-

nung 2007 dem Geschäftsvermögen zu und nahm auf den anteiligen Buchwerten der 

Gebäude  (Wohnhaus  und  Ökonomiegebäude  auf  Kat.Nr. 2)  weitere  Abschreibungen 

von Fr. 46‘581.- vor. Daneben tätigte er in den Jahren 2006 und 2007 auch (nicht strei-

tige) Abschreibungen von Fr. 24‘765.- und Fr. 22‘760.- auf den Anlagekosten der nach 

2002  errichteten  geschäftlichen  Anlagen.  Am  24. Februar  2009  trat  er  sämtliche 

Grundstücke  in  der  Wohngemeinde  (Kat.Nrn.  3,  1  und  2)  zum  Ertragswert  von 

Fr. 621‘000.- seinem Sohn ab.  

Vom  20.  bis  22.  Juli  2010  führte  das  kantonale  Steueramt  in  Bezug  auf  die 

Geschäftsjahre 2006 und 2007 eine Bücherrevision durch. Dabei wurden Mängel in der 

Kassabuchführung  entdeckt.  Zudem  würdigte  der  Revisor  die  im  Jahr  2008  rückwir-

kend per 1. Januar 2006 ins Geschäftsvermögen überführten Grundstücke als treuwid-

riges  und  offensichtlich  steuermotiviertes  Verhalten,  weil  diese  Änderung  im  Wissen 

um  den  zeitnahen  Weiterverkauf  per  1.  Januar  2009  an  seinen  Sohn  in  erster  Linie 

deshalb erfolgte, um seit dem Erwerb erlittene Werteinbussen nachträglich steuerwirk-

sam geltend machen zu können. Zuvor habe der Pflichtige verschiedene Gelegenhei-

ten zur Umqualifizierung seiner gemischt genutzten Liegenschaften ausgelassen. Fol-

gedessen  schlug  er  neben  einer  Einkommenskorrektur  von  rund  Fr. 10‘000.-  pro 

Geschäftsjahr wegen mangelhafter Kassabuchführung vor, die in den Jahren 2006 und 

2007  geltend  gemachten  Abschreibungen  auf  den  Buchwerten  der  nachträglich  ins 

Geschäftsvermögen  überführten  Grundstücke  nicht  zum  Abzug  zuzulassen.  Entspre-

chend  abgefasste  Einschätzungsvorschläge  für  die  Steuerperioden  2006  und  2007 

anerkannten  die  Pflichtigen  nicht  vorbehaltlos.  In  der  Folge  forderte  der  Revisor  die 

Pflichtigen mit Auflage vom 10. Januar 2011 und Mahnung vom 4. Februar 2011 zwei-

mal erfolglos auf, tagfertige Kassenaufzeichnungen über den Barverkehr in den Jahren 

2006 und 2007 einzureichen. 

Dem  Revisionsbericht  folgend  schätzte  das  kantonale  Steueramt  die  Pflichti-

gen am 18. April 2011 und gleichzeitig erfolgten Hinweisen über die Veranlagung der 

direkten  Bundessteuer,  die  formell  am  17.  Mai  2011  eröffnet  wurden,  für  die  Staats- 

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und  Gemeindesteuern  mit  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 170‘600.-  (Steuerperiode 

2006)  und  Fr. 190‘500.-  (Steuerperiode  2007)  und  steuerbaren  Vermögen  von 

Fr. 1‘393‘000.- (Steuerperiode 2006) und Fr. 1‘159‘000.- (Steuerperiode 2007) ein. Für 

die direkte Bundessteuer wurde das steuerbare Einkommen auf Fr. 170‘000.- (Steuer-

periode  2006)  und  Fr. 189‘900.-  (Steuerperiode  2007)  festgesetzt.  Dabei  schätzte  es 

die  Erwerbseinkünfte  des  Pflichtigen  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  –  abwei-

chend  vom  deklarierten  Einkommen  von  Fr. 100‘135.-  (Jahr  2006)  und  Fr.  126‘748.- 

(Jahr 2007) – nach pflichtgemässem Ermessen gemäss Art. 130 Abs. 2 des Bundes-

gesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990  (DBG)  und  §  139 

Abs. 2 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) auf Fr. 150‘000.- (Jahr 2006) und 

Fr. 170‘000.- (Jahr 2007). Zur Begründung verwies es auf die vom Revisor festgestellte 

nicht  ordnungsgemässe  Kassabuchführung  und  die  damit  einhergehende  Notwendig-

keit,  die  Gewinne  nach  pflichtgemässem  Ermessen  zu  schätzen.  Im  Rahmen  der  Er-

messenseinschätzungen  blieben  die  nachträglich  vorgenommenen  Abschreibungen 

von Fr. 49‘000.- und Fr. 46‘581.- auf dem Einbuchungswert unberücksichtigt. 

B.  Dagegen  erhobene  Einsprachen  wies  das  kantonale  Steueramt  am 

22. Juni 2011 ab. 

C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 21. Juli 2011 liessen die Pflichtigen dem 

Steuerrekursgericht  beantragen,  die  angefochtenen  Einspracheentscheide  aufzuhe-

ben. Das selbständige Erwerbseinkommen sei aufgrund der eingereichten Steuererklä-

rungen  auf  Fr. 100‘135.-  (2006)  und  Fr. 126‘748.-  (2007)  festzusetzen.  Die  landwirt-

schaftliche  Liegenschaft  in  der  Wohngemeinde  sei  als  Geschäftsvermögen  zu 

qualifizieren.  Demnach  seien  die  verbuchten  Abschreibungen  zu  gewähren.  Ferner 

beantragten sie eine Parteientschädigung. 

In  der  Rekurs-  und  Beschwerdeantwort  vom  17.  August  2011,  welche  den 

Pflichtigen zur Kenntnisnahme zugestellt wurde, schloss das kantonale Steueramt auf 

Abweisung der Rechtsmittel. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) Hat ein Steuerpflichtiger trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht er-

füllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwand-

frei ermittelt werden, nimmt das kantonale Steueramt gemäss Art. 130 Abs. 2 DBG und 

§ 139 Abs. 2 Satz 1 StG die Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen vor. Diese 

Bestimmung  setzt  für  eine  Einschätzung  nach  pflichtgemässem  Ermessen  einen  Un-

tersuchungsnotstand  voraus.  Dieser  ist  im  Regelfall  dadurch  verursacht,  dass  der 

Steuerpflichtige trotz formgültiger Mahnung Verfahrenspflichten nicht oder nicht gehö-

rig erfüllt hat, d.h. dass er seinen Mitwirkungspflichten mit Bezug auf die Ermittlung der 

für  die  Einschätzung  massgeblichen  Tatsachen  nicht  oder  nur  unvollständig  nachge-

kommen ist.  

b)  Im  vorliegenden  Fall  schätzte  das  kantonale  Steueramt  die  Einkünfte  aus 

selbstständiger Erwerbstätigkeit des Pflichtigen nach pflichtgemässem Ermessen, weil 

dieser  trotz  Aufforderung  und  Mahnung kein  tagfertig geführtes  Kassabuch beizubrin-

gen  vermochte.  Die Pflichtigen  halten  dieses  Vorgehen für  nicht gerechtfertigt,  da  sie 

im  Rahmen  des  Veranlagungsverfahrens  dem  Revisor  alle  nötigen  Unterlagen  (u.a. 

Registrierkassenstreifen)  zur  Einsicht  unterbreitet  und  ihm  auch  sämtliche  Auskünfte 

erteilt  hätten.  Die  nachträglich  erfolgte  Aufforderung,  dem  Steueramt  tagfertige  Kas-

senaufzeichnungen über den Barverkehr einzureichen, wirke unter diesen Umständen 

irritierend  und  schikanös.  Der  Bargeldverkehr  nehme  im  Rahmen  der  gesamten  Ge-

schäftstätigkeit nur einen geringfügigen Umfang ein. Zudem seien die Barverkäufe mit-

tels  Registrierkasse  erfasst  worden.  Die  Buchführung  sei  nach  bestem  Wissen  und 

Gewissen erfolgt. Atypische Ergebnisse in der Buchhaltung (z.B. die negativen Brutto-

gewinne  beim  personalbedienten  Laden)  könnten  aus  verschiedenen  Gründen  ent-

standen sein. Selbst wenn aus formaler Sicht einzelne Mängel bei der Kassabuchfüh-

rung vorliegen sollten, dürfe die Jahresrechnung nicht aberkannt werden. Somit seien 

die Voraussetzungen für eine Ermessenseinschätzung nicht gegeben. 

c)  Dieser  Auffassung  kann  aus  den folgenden  Gründen  nicht  beigetreten  wer-

den.  

aa)  Eine  ordnungsmässige  Buchhaltung  erheischt  die  Führung  von  Erfolgs-

konten,  in  welchen  der  Aufwand  und  der  Ertrag  des  Unternehmens  zum  Ausdruck 

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kommen.  Welche  Bücher  im  konkreten  Einzelfall  zu  führen  sind,  bestimmt  sich  nach 

Art  und  Umfang  des  betriebenen  Gewerbes  (Art.  957  OR).  Bei  Geschäften  mit  Bar-

geldverkehr  ist  die  Führung  eines  Kassabuchs  notwendig.  Darin  sind  die  gesamten 

Bareinnahmen  –  und  ausgaben  fortlaufend,  lückenlos,  wahrheitsgetreu  und  täglich 

aufzuzeichnen (RB 1994 Nr. 44, auch zum Folgenden). Werden Vorjournale oder Vor-

bücher,  wie  z.B.  Registrierkassenstreifen,  verwendet,  so  sind  die  Aufzeichnungen  in 

solchen  Hilfsbüchern  zeitnah  in  das  Kassabuch  zu  übertragen.  Das  Kassabuch  hat 

sodann für jeden Geschäftsvorfall einen klaren, auf den wahren Inhalt der Eintragung 

hinweisenden Text zu enthalten. Ausserdem ist es periodisch – je nach Intensität des 

Bargeldverkehrs, täglich, ein- oder zweiwöchentlich oder monatlich – zu saldieren und 

mit  dem  tatsächlichen  Bargeldbestand  (durch  so  genannten  Kassensturz)  zu  verglei-

chen,  wobei  allfällige  Differenzen  sofort  zu  buchen  sind  (VGr,  10.  Juni  2006, 

SB.2008.00127, www.vgrzh.ch). Eine Kassabuchführung, die den genannten Anforde-

rungen  nicht  entspricht,  bewirkt  die  Vermutung  der  Unrichtigkeit  der  gesamten  Buch-

haltung, indem sie eine nicht zu beseitigende Ungewissheit über Höhe von Ertrag und 

Aufwand  sowie  von  Aktiven  und  Passiven  schafft  (vgl.  VGr,  27.  Oktober  2010, 

SB.2010.00021, www.vgrzh.ch; RB 1994 Nr. 44). 

bb) Gemäss dem Abschlussbericht des Revisors hat der Pflichtige in den Jah-

ren 2006 und 2007 rund 20% des Umsatzes von Fr. 1‘121‘741.- resp. Fr. 1‘171‘194.-, 

d.  h.  einen  Umsatzanteil  von  über  Fr.  200‘000.- pro  Jahr  bar  vereinnahmt.  Bei  dieser 

Grössenordnung  liegt  ein  umfangreicher  Bargeldverkehr  vor,  so  dass  der  Pflichtige 

verpflichtet gewesen wäre, seine Einnahmen und Ausgaben täglich in ein Kassenbuch 

im  dargelegten  Sinn  einzutragen.  Dies  hat  der  Pflichtige  jedoch  in  den  Jahren  2006 

und  2007  nach  den  Feststellungen  des  Revisors  nicht  getan.  Dabei  ist  festzuhalten, 

dass es einer ordnungsgemässen Kassabuchführung widerspricht, wenn der Pflichtige 

nur die Registrierkassenstreifen aufbewahrt. Erforderlich ist vielmehr die tägliche Über-

tragung  dieser  Daten  in ein Kassabuch  und  –  zumindest  während umsatzstarker  Ge-

schäftsperioden – die tägliche Überprüfung des daraus sich ergebenden Saldos durch 

Kassensturz (VGr, 10. Juni 2009, SB.2008.00127, www.vgrzh.ch). Dies unterblieb. Es 

hilft dem Pflichtigen auch nicht weiter, dass die Hauptabteilung Mehrwertsteuer anläss-

lich  einer  Prüfung  vor  Ort  keine  Mängel  hinsichtlich  der  Jahresrechnungen  2002  bis 

2006 festgestellt hat. Entscheidend für die Veranlagung ist allein der gegenteilige Be-

fund des kantonalen Revisors. 

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cc) Da die Pflichtigen die Auffassung vertreten, dass die in der Wohngemein-

de  bewirtschafteten  Grundstücke  nach  der  Präponderanzmethode  seit  1997  (Beginn 

der  Selbstbewirtschaftung  nach  Ablauf  der  Pacht)  zum  Geschäftsvermögen  gehören, 

erweist es sich aus ihrer Sicht auch als Mangel, dass diese Grundstücke nicht bereits 

viel früher in die Bilanz aufgenommen wurden. Insbesondere die Buchführung ab 2002, 

gemäss welcher nur ein Teil des Grundvermögens, nämlich die geschäftlichen Investi-

tionen  (Gewächshaus)  als  Geschäftsvermögen  verbucht  wurden,  verstösst  gegen 

Art. 18 Abs. 2 DBG und § 18 Abs. 3 StG (näheres dazu in E.4.a). 

dd)  Wie  erwähnt  bewirkt  eine  mit  formellen  Mängeln  behaftete  Buchhaltung 

die Vermutung der Unrichtigkeit, sofern die festgestellten Mängel dergestalt sind, dass 

sie  die  inhaltliche  Richtigkeit  der  Bücher  als  unwahrscheinlich  erscheinen  lassen 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2.  A.,  2009,  Art.  123 

N 55).  Diese  Vermutung  besteht  unabhängig  davon,  ob  konkrete  materielle  Mängel 

nachgewiesen  sind  oder  nicht  (RB  1994  Nr.  44).  Vorliegend  deuten  aber  bereits  die 

negativen Bruttogewinne des Ladens beim Warenein- und -verkauf (Fr. 14‘149.- resp. 

Fr. 130.-) auf inhaltliche Mängel der Buchführung (d.h. Nichterfassung von Einnahmen) 

hin, weil der Pflichtige dafür nicht ansatzweise eine Erklärung vorzubringen vermochte. 

Obschon  der  Bargeldumsatz  nur  20%  des  verbuchten  Gesamtumsatzes  beträgt  und 

der  gesamte  Geschäftserfolg  nicht  allein  davon  abhängt,  erreicht  er  jährliche  Anteile 

von über Fr. 200‘000.-. Bei dieser Grössenordnung liegt entgegen der Auffassung des 

Pflichtigen  ein  bargeldintensiver  Geschäftsverkehr  vor,  weshalb  die  festgestellten 

Mängel  bei  der  Kassabuchführung nicht  bloss  von  untergeordneter  oder nebensächli-

cher Bedeutung sind. Eine dergestalt fehlerhafte Buchführung ist nicht verbesserungs-

fähig  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  123  N  55  DBG).  Sie  ist  als  Veranlagungs-

grundlage  vielmehr  abzulehnen,  was  zur  Folge  hat,  dass  das  unteilbare  Einkommen 

aus selbstständiger Erwerbstätigkeit nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen ist. 

Dem  Umstand,  dass  neben  Bareinkünften  im  überwiegenden  Ausmass  noch  weitere 

Einkünfte erzielt wurden und bei dieser Sachlage nicht  das gesamte Geschäftsergeb-

nis vom Barumsatz abhängt, ist im Rahmen der Schätzung Rechnung zu tragen. 

ee) Eine Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen wegen Nichterfüllung 

der Verfahrenspflichten setzt in formeller Hinsicht zwingend voraus, dass der Pflichtige 

von  der  zuständigen  Instanz  zulässigerweise  formell  zur  Erfüllung  seiner  Verfahrens-

pflichten aufgefordert und gemahnt worden ist (Art. 130 DBG, § 139 Abs. 2 StG, Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 130 N 46 und 47 DBG). Diese Formalitäten sind selbst 

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dann erforderlich, wenn sie aufgrund der Umstände oder nach dem bisherigen Verhal-

ten  des  Pflichtigen  als  nutzlos  erscheinen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  130 

N 52 DBG). Mithin erweisen sich die Aufforderungen des kantonalen Steueramts, “tag-

fertige Kassenaufzeichnungen über den Barverkehr pro 2006 und 2007“ einzureichen, 

nicht  als  reine  Schikane,  nachdem  die  Pflichtigen  die  vom  Revisor  vorgeschlagene 

Einkommensaufrechnung  von  pauschal  Fr. 10‘000.-  pro  Jahr  wegen  Mängel  in  der 

Kassabuchführung  nicht  vorbehaltlos  anerkannt  hatten.  Auch  die  weiteren  formellen 

und  materiellen  Voraussetzungen  sind  vorliegend  erfüllt.  Die  Pflichtigen  sind  ord-

nungsgemäss auf die mit der Nichterfüllung der Mitwirkungsaufforderungen verbunde-

nen  Rechtsnachteile,  wie  Einschätzung  nach  pflichtgemässem  Ermessen,  Auflage  ei-

ner  Busse  und  die  gesetzlichen  Anfechtungserschwernisse  hingewiesen  worden  und 

konnten  somit  den  Ernst  der  Lage  erkennen.  Überdies  erwiesen  sich  die  verlangten 

Mitwirkungshandlungen als zulässig. Denn sie waren klar definiert, grundsätzlich erfüll-

bar und verhältnismässig. Fest steht auch, dass die Pflichtigen ihre Mitwirkungspflich-

ten nicht erfüllt haben.  

Aus  diesen  Gründen  sind  die  angefochtenen  Ermessenseinschätzungen  zu 

Recht erfolgt. 

2. a) Eine zu Recht ergangene Ermessensveranlagung kann der Steuerpflich-

tige  gemäss  Art.  132  Abs.  3  DBG  bzw.  §  140  Abs.  2  StG  nur  wegen  offensichtlicher 

Unrichtigkeit  anfechten.  Diese  Normen  enthalten  eine  Kognitionsbeschränkung  der 

Prüfungsinstanzen,  welche  eine  zu  Recht  getroffene  Ermessensveranlagung  nur  auf-

heben  können,  wenn  sie  sich  als  offensichtlich  falsch  erweist.  Den  entsprechenden 

Nachweis kann der Steuerpflichtige auf zwei Arten erbringen (Martin Zweifel, in: Kom-

mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. A., 2002, Art. 48 N 46 ff. StHG, 

auch zum Folgenden): Er kann den tatsächlichen Sachverhalt dartun und den entspre-

chenden Nachweis leisten, mit der Folge, dass die Ermessensveranlagung durch eine 

ordentliche  Veranlagung  ersetzt  wird  und  die  Steuerfaktoren  nach  den  für  "gewöhnli-

che"  Veranlagungen  geltenden  Regeln  ermittelt  werden.  Ist  das  nicht  möglich  oder 

misslingt dies, kann der Steuerpflichtige darlegen und nachweisen, dass die angefoch-

tene Veranlagung offensichtlich unrichtig ist. Leistet er diesen Nachweis, bleibt es zwar 

bei einer Ermessensveranlagung, doch wird die angefochtene durch eine neue (tiefere) 

Schätzung der Rechtsmittelinstanz ersetzt.  

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Dem  Steuerrekursgericht  sind  weitere  Untersuchungen  verwehrt.  Es  hat viel-

mehr  bei  seiner  eingeschränkten  Überprüfung  des  angefochtenen  Entscheids  auf  of-

fensichtliche Unrichtigkeit hin nur jene im Zeitpunkt der Entscheidfällung vorhandenen 

Schriftstücke zu berücksichtigen, welche den behaupteten Sachverhalt sofort beweisen 

oder  zumindest  als  sehr  wahrscheinlich  erscheinen  lassen  (VGr,  27.  Oktober  2010, 

SB.2010.00021,  www.vgrzh.ch;  Martin  Zweifel,  Die  Sachverhaltsermittlung  im  Steuer-

veranlagungsverfahren, 1989, S. 144). 

b)  Ein  Nachholen  der  verletzten  Mitwirkungspflicht  scheidet  hier  –  soweit  es 

um  die  ungenügende  Kassabuchführung  geht  –  von  vornherein  aus.  Es  kann  sich 

diesbezüglich  folglich  nur  noch  fragen,  ob  die  steuerbehördlichen  Schätzungen  in 

quantitativer  Hinsicht  offensichtlich  unrichtig  sind.  Offensichtlich  unrichtig  ist  eine 

Schätzung dann, wenn sie nach den Akten sachlich nicht begründbar ist, insbesondere 

erkennbar pönal oder fiskalisch motiviert ist, sich auf sachwidrige Schätzungsgrundla-

gen, -methoden oder -hilfsmittel stützt oder sonst mit den aktenkundigen Verhältnissen 

des  Einzelfalls  aufgrund  der  Lebenserfahrung  vernünftigerweise  nicht  vereinbart  wer-

den kann (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 133 N 68 DBG).  

3. Die Pflichtigen machen geltend, dass die Schätzungen allein schon deshalb 

offensichtlich  unrichtig  seien,  weil  das  kantonale  Steueramt  die  Zugehörigkeit  der 

Grundstücke in der Wohngemeinde zum Geschäftsvermögen für nicht gegeben erach-

tete und somit im Rahmen der Schätzungen keine Abschreibungen auf den Geschäfts-

liegenschaften zugelassen habe. Dieser Einwand trifft insoweit zu, als dass das kanto-

nale  Steueramt  bei  seinen  Schätzungen  unstreitig  die  von  den  Pflichtigen  geltend 

gemachten  Abschreibungen  nicht  berücksichtigt  hat.  Im  Verhältnis  zur  Einkommens-

aufrechnung wegen mangelhafter Kassabuchführung in der Grössenordnung von rund 

Fr. 10‘000.- pro Geschäftsjahr erweisen sich die Abschreibungen von Fr. 49‘000.- (Jahr 

2006)  und  Fr. 46‘581.-  (Jahr  2007)  betragsmässig  als  erheblich.  Da  Abschreibungen 

nur auf dem Geschäftsvermögen zulässig sind (Art. 27 Abs. 2 lit. a DBG, § 27 Abs. 2 

lit. a StG), ist somit im Rahmen der Angemessenheitsprüfung vorerst zu klären, ob die 

streitbetroffenen Grundstücke überhaupt zum Geschäftsvermögen gehören und  nach-

trägliche  Korrekturen  in der  Jahresrechnung  2006  bzw.  die  nachweislich  erst  im  Jahr 

2008 erfolgte Einbuchung in die Jahresrechnung 2007 – und dies kurz vor der Abtre-

tung der betreffenden Grundstücke an den Sohn per 1. Januar 2009 – überhaupt recht-

lich  noch  zulässig  und  zu  berücksichtigen  sind.  Wäre  dies  alles  zu  verneinen,  dann 

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2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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müssen die Abschreibungen im Rahmen der Angemessenheitsprüfung ausser Betracht 

fallen, ansonsten ein Steuerpflichtiger aus seinem Versäumnis, eine ordentliche Buch-

haltung zu führen, noch einen Vorteil ziehen würde. 

4.  a)  Als  Geschäftsvermögen  gelten  laut  Art.  18  Abs.  2  DBG  und  §  18 

Abs. 3 StG  alle  Vermögenswerte,  die  ganz  oder  vorwiegend  der  selbstständigen  Er-

werbstätigkeit  dienen.  Dient  ein  Wirtschaftsgut  seinem  Wesen  oder  seiner  Funktion 

nach sowohl  geschäftlichen als  auch  privaten  Zwecken,  richtet sich die  Zugehörigkeit 

zum Privat- oder Geschäftsvermögen nach der Präponderanzmethode, welche die bis 

Ende  1994  geltende  Wertzerlegungsmethode  abgelöst  hat  (Kreisschreiben  Nr.  3  zu 

Direkte  Bundessteuer  Steuerperiode  1995/96  über  Neuerungen  für  die  Land-  und 

Forstwirtschaft  aufgrund  des  DBG  vom  14.  Dezember  1990,  Ziff.  3;  Rich-

ner/Frei/Weber/Brütsch, Zürcher Steuergesetz, Kurzkommentar, 2. A., 1997, § 19 lit. b 

N 33 StG). Danach wird ein gemischt genutztes Vermögensobjekt gänzlich demjenigen 

Vermögensbereich zugeordnet, dem es überwiegend, d.h. zu mehr als 50% dient. Die 

Zuordnung  hat  nach objektiven  Gesichtspunkten  unter Würdigung  der gesamten  Um-

stände  und  der 

tatsächlichen  Verhältnisse 

im  Einzelfall  zu  erfolgen 

(Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 18 N 96 DBG; RB 2002 Nr. 97). Neben der technisch-

wirtschaftlichen  Funktion  des  Vermögenswerts  kommen  als  weitere  Indizien  für  die 

Abgrenzung die Eigentumsverhältnisse, die buchmässige Behandlung – soweit sie auf 

den Willen  des  Steuerpflichtigen  hinweist,  den  Vermögenswert  für  geschäftliche  bzw. 

private Zwecke zu verwenden – und das Erwerbsmotiv in Betracht. Der subjektive Wille 

des  Steuerpflichtigen  ist  für  sich  allein  genommen  nicht  massgebend,  sondern  nur, 

soweit  er  in  der  Gesamtheit  der  tatsächlichen  Gegebenheiten  auch  tatsächlich  zum 

Ausdruck  gebracht  und  verwirklicht  wird  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  18 

N 100 DBG).  Ansonsten  kommt  ihm  abgesehen  von  Grenzfällen  keine  wesentliche 

Bedeutung zu. Mit anderen Worten kann der Steuerpflichtige nicht frei wählen, ob ein 

Wirtschaftsgut seinem Privatvermögen oder Geschäftsvermögen angehören soll. 

b)  Bei  land-  und  forstwirtschaftlichen  Liegenschaften  hat  die  Zuordnung  zum 

Geschäfts-  oder  Privatvermögen  gemäss  Ziffer  3.2  des  erwähnten  Kreisschreibens 

Nr. 3 zu erfolgen. Dabei stehen zwei Abgrenzungsmethoden zur Verfügung. Entweder 

erfolgt die Zuweisung durch Ermittlung des geschäftlichen Ertragsanteils am gesamten 

Liegenschaftenertrag  (Methode  A)  oder  durch  Ermittlung  des  Anteils  Betriebseinkom-

men (Nettorohertrag) am Gesamtertrag (Liegenschaftsertrag und Betriebseinkommen; 

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Methode  B).  Bei  Betrieben  in Grenzbereichen  wird die Methode  B  favorisiert  (Steuer-

kommission  SZ,  11.  Juli  2000,  StPS  2000,  104  unter  Berufung  auf  ein  Empfehlungs-

schreiben der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteu-

er,  Verrechnungssteuer,  Stempelabgaben  vom  6.  April  2000).  Dabei  ist  jedoch  eine 

periodenübergreifende Betrachtung erforderlich, um dauernde Wechsel in der Liegen-

schaftszuordnung  zu  verhindern.  Bei  beiden  Aufteilungsmethoden  sind  die  Grundstü-

cke samt ihren Bestandteilen (Wohn-, Ökonomiegebäude, Pflanzen) als wirtschaftliche 

Einheit zu erfassen. Eine Aufteilung der Grundstücke findet in der Regel nicht statt. 

c)  Vorliegend  ist  unbestritten,  dass  es  sich  bei  den  Grundstücken  in  der 

Wohngemeinde in ihrer Gesamtheit um ein gemischt genutztes Wirtschaftsgut handelt, 

bei welchem das darauf befindliche Wohnhaus als privat genutzt und die übrigen Teile 

als geschäftlich genutzt zu betrachten sind. Uneinigkeit besteht allerdings darüber, ob 

die geschäftlich genutzten Teile den privat genutzten Teil überwiegen.  

aa) Diesbezüglich berufen sich die Pflichtigen auf eine erstmals im Beschwer-

de-/Rekursverfahren eingereichte Ertragswertschätzung des Zürcher Bauernverbandes 

(ZBV)  vom  12.  März  2008,  die eine  Liegenschaftszuordnung  nach  der  Methode  A  er-

möglicht.  Darin  wurden  die  jährlichen  Mietwerte  der  Gebäude  und  Anlagen  zusam-

mengefasst wie folgt ermittelt: 

Wohnhaus/Scheune Vers.Nr. 1276 (Kat.Nr. 2) 

   Wohnhaus (privat genutzt) 

   Übrige  Gebäudeteile  (wie  alle  nachfolgend  aufgeführten  Güter  ge 

   schäftlich  genutzt:  Motorfahrzeuggarage,  Heizräume,  Werkstätten 

   Lagerräume, Blumenladen, Binderaum) 

Betriebsgebäude Vers.Nr. 1278 (Kat.Nr. 2) 

Gewächshaus sub Vers.Nr. 1278 (Kat.Nr. 2) 

Folientunnel (Kat.Nr. 1) 

Wasserbassin (Kat.Nr. 2) 

Feldschopf Vers.Nr. 1138 (Kat.Nr. 3) 

Total 

Fr./p.a. 

21‘600 

4‘843 

13‘240 

5‘835 

1‘719 

1‘688 

     150 

49‘075 

Rechnet  man  den  Pachtwert  des  Kulturlandes hinzu,  der  von  den Pflichtigen 

auf Fr. 6‘426.- (1‘071 Aren à Fr. 6.-/Are und Jahr) bewertet wird, ergibt sich bezüglich 

der  Miet-  resp.  Pachtwerte  ein Gesamttotal  von  Fr. 55‘501.-,  wovon  im  Jahr  2008  ein 

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Anteil  von  Fr. 33‘901.-  (61,1%)  geschäftlich  und  ein  Anteil  von  Fr. 21‘600.-  (38,9%) 

privat genutzt wird. Allenfalls verschiebt sich dieses Wertverhältnis noch um ca. 1,7% 

zu  Gunsten  des  Privatvermögens,  weil  zum Wohnhaus  noch  ein  Schwimmbassin  mit 

einem  geschätzten  Mietwert  von  Fr.  1‘600.-  p.a.  gehört,  das  in  der  Ertragswertschät-

zung des ZBV nicht aufgeführt ist und deshalb im Mietwert des Wohnhauses mutmass-

lich nicht enthalten ist.  

bb)  Das  kantonale  Steueramt  bestreitet  die  vom  ZBV  nach  der  eidgenössi-

schen Schätzungsanleitung berechneten Mietwerte nicht in grundsätzlicher Weise. Es 

wendet  aber  zu  Recht  ein,  dass  sich  diese  Werte  auf  die  Verhältnisse  im  Jahr  2008 

beziehen, die mit den Verhältnissen in früheren Jahren nicht übereinstimmen, weil der 

Pflichtige zwischen 1993 und 2007 sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Be-

reich verschiedene bauliche Investitionen tätigte und überdies seinen Grundbesitz ver-

grösserte. Somit muss zur Beantwortung der Frage, ob und seit wann die in den Jah-

ren 1989 und 2007 erworbenen Grundstücke gesamthaft betrachtet überwiegend dem 

Privat-  oder  Geschäftsvermögen  angehörten,  die  eingereichte  Ertragswertschätzung 

korrigiert werden.  

cc)  Per  31.  Dezember  2007  waren  die  Verhältnisse  gleich  wie  am 

12. März 2008 (Datum der Besichtigung durch den Schätzer des ZBV), weil in der Zwi-

schenzeit  laut  Auskunft  des  Bauamts  der  Wohngemeinde  vom  14.  November  2012 

keine  bewilligungspflichtigen  Investitionen  von  grösserem  Ausmass  getätigt  wurden. 

Demnach bildeten die Grundstücke per 31. Dezember 2007 Geschäftsvermögen.  

dd)  Im  Jahr  2007  liess  der  Pflichtige  im  Scheunenteil  des  Gebäudes 

Vers.Nr. 1278  ein  Büro  einbauen.  Dessen  Mietwert  beläuft  sich  laut  Schätzung  des 

ZBV auf Fr. 2‘448.- p.a. Zudem erwarb er im Jahr 2007 das landwirtschaftliche Grund-
stück Kat.Nr. 3 (15‘694 m2 Land mit Feldscheune). Der jährliche Pachtwert des Landes 

(156,4  Aren)  beträgt  analog  zum  oben  aufgeführten  Bewertungsansatz  Fr. 938.-.  Die 

Feldscheune hat einen Mietwert von Fr. 150.- p.a. In den Jahren 2004 bis 2006 erfolg-

ten – mit Ausnahme von zusätzlichen Investitionen von Fr. 33‘457.25 (Jahr 2005) und 

Fr. 24‘020.80 (Jahr 2004), die laut Buchhaltung das in den Jahren 2002 und 2003 er-

richtete Baumschulwerkgebäude mit Gewächshaus betrafen – keine weiteren Investiti-

onen.  Zieht  man  die  neu  hinzugekommenen  Miet-/Pachtwerte  für  Büro,  Feldscheune 

und Land von insgesamt Fr. 3'536.-, die alle den geschäftlichen Bereich betreffen, vom 

Gesamttotal von Fr. 55'501.- per 12. März 2008 ab, resultiert unter Annahme gleicher 

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Bewertungsansätze ein Gesamttotal von Fr. 51‘965.- bzw. 53‘565.- (mit Schwimmbad). 

Dabei  kommt  dem  geschäftlichen  Bereich  ein  Mietwertanteil  von  Fr. 30‘365.-  (58,4% 

bzw.  56.7%  mit  Schwimmbad)  zu,  der  den  privaten  Mietwertanteil  von  Fr.  21‘600.- 

(41,6%) bzw. 23‘200.- (43,3% mit Schwimmbad) überwiegt. Die Grundstücke sind so-

mit auch in der Zeit vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2006 dem Geschäftsvermö-

gen zuzuordnen, womit die Frage der Zuordnung für die im Streit liegenden Steuerpe-

rioden  2006  und  2007  beantwortet  ist.  An  dieser  Zuordnung  ändert  sich  selbst  dann 

nichts,  wenn  mit  dem  kantonalen  Steueramt  der  Umfang  der  tatsächlich  für  den  Ge-

schäftsbetrieb  genutzten  Landflächen  als  im  Dunkeln  liegend  betrachtet  wird.  Denn 

auch  bei  einer  nur  hälftigen  geschäftlichen  Nutzung  des  Landes  überwiegt  die  ge-

schäftliche Nutzung immer noch mit über 52%. Vorliegend bestehen jedoch keine kon-

kreten Anhaltspunkte, dass ein Teil des nutzbaren Landes anderen als geschäftlichen 

Zwecken  diente.  Dies  belegen  einerseits  die  im  Gis  Browser  veröffentlichten  histori-

schen  orthographischen  Bilder  für  die  Jahre  1998,  2002,  2005/2006  und  2008/2010, 

wonach  mehr  als  die  Hälfte  des  Landes  mit  Bäumen,  Stauden  und  dergleichen  be-

pflanzt  war  (www.gis.zh.ch).  Andererseits  können  bei  einem  Baumschulbetrieb  nicht 

bepflanzte  kulturfähige  Arealteile  als  betriebliche  Reserve  für  eine  künftige  Nutzung 

des  Landes  angesehen  werden.  In  diesem  Sinn  stellt  auch  eine  Landreserve  Ge-

schäftsvermögen dar (Karl Käfer: in Berner Kommentar, Das Obligationenrecht, Band 

VIII, 2. Abteilung, 1976, Art. 957 N 268 OR). Dass ein entsprechender betrieblich moti-

vierter Landbedarf bestand, belegt die Zupacht von 33 Aren Land und der Zukauf des 

Grundstücks  Kat.Nr.  3  im  Jahr  2007.  Ein  anderes  Erwerbsmotiv  als  die  geschäftliche 

Nutzung  des gesamten produktiv  nutzbaren  Landes  ist  bezüglich der  in der Wohnge-

meinde gelegenen Grundstücke vor dem Hintergrund der seit Jahrzehnten ausgeübten 

Gartenbautätigkeit nicht ernsthaft vorstellbar. 

ee) Einigermassen ausgeglichen waren die Nutzungsverhältnisse gemäss der 

Methode  A  einzig  vor  Bezugsbereitschaft  des  Baumschulwerkgebäudes  und  des  Fo-

lientunnels (ca. per 31. Dezember 2003). Da er die Grundstücke Kat.Nrn. 1 und 2 je-

doch  seit  1997  unverändert  für  seinen  eigenen  Bauschulbetrieb  nutze  und  in  erster 

Linie auch zu  diesem  Zweck  erworben hatte,  ist  die Auffassung  des  Pflichtigen,  dass 

die Grundstücke bereits ab 1997 Geschäftsvermögen bildeten, nicht offensichtlich un-

haltbar. 

ff)  Auf  eine  Wertbestimmung  gemäss  Methode  B  muss  im  vorliegenden  Fall 

verzichtet werden, da diese wie erwähnt eine periodenübergreifende Betrachtungswei-

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se  verlangt,  die  im  vorliegenden  Fall  nicht  möglich  ist,  da  nur  die  Jahresrechnungen 

2005  bis  2007  bei  den  Akten  liegen  und  die  Jahresrechnungen  2006  und  2007  hin-

sichtlich der Kassabuchführung mit formellen Mängeln behaftet sind.  

5.  Da  in  der  Jahresrechnung  2006  der  Grundbesitz  in  der  Wohngemeinde 

nicht enthalten ist bzw. der Pflichtige nur die nach dem Erwerb getätigten Investitionen 

(hauptsächlich die Kosten für die Erstellung des Gewächshauses Vers.Nr. 1278) akti-

viert hat, stellt sich weiter die Frage, ob eine nachträgliche Korrektur der Bilanz über-

haupt noch zulässig sei. 

a) Die Handelsbilanz stellt nur dann eine taugliche Grundlage für die Steuer-

erhebung  dar,  wenn  sie  nach  den  zwingenden  handelsrechtlichen  Vorschriften  ord-

nungsgemäss zustande gekommen ist. Darüber, was handelsrechtskonform  und han-

delsrechtswidrig 

ist,  entscheidet  das  Obligationenrecht 

in  seinen  allgemeinen 

Bestimmungen über die kaufmännische Buchführung (Art. 957 ff. OR) oder in den spe-

ziellen  Vorschriften  des  Gesellschaftsrechts, 

insbesondere  des  Aktienrechts 

(Art. 662 ff. OR). Nur eine mit diesen Regeln übereinstimmende, handelsrechtskonfor-

me Handelsbilanz kann überhaupt je Grundlage der Steuerveranlagung sein. Buchun-

gen  jeglicher  Art,  die  diesen  Bestimmungen  widersprechen,  sind  demzufolge  auch 

steuerrechtlich  unbeachtlich  (StRK  I,  31. August  1998,  I  32/1997;  15.  April  2003, 

1 ST.2002.56;  21.  November  2006,  1  ST.2006.174,  auch  zum  Folgenden).  Die  Ver-

bindlichkeit der Jahresrechnung entfällt nur insoweit, als diese gegen zwingende Vor-

schriften  des  Handelsrechts  verstösst  oder  steuerrechtliche  Korrekturvorschriften  zu 

beachten sind.  

Dürfen  aber  eine  im  Steuerveranlagungsverfahren  eingereichte  Bilanz  und  

Erfolgsrechnung  nach  dem  Gesagten  nicht  gegen  zwingende  Vorschriften  des  Han-

delsrechts  verstossen,  muss  es  umgekehrt  auch  möglich  sein,  handelsrechtswidrige 

Ansätze  durch  handelsrechtskonforme  zu  ersetzen.  Solange  die  Veranlagung  nicht  

in  Rechtskraft  erwachsen  ist – und  in  beschränktem  Mass  auch  darüber  hinaus  in  

den  Folgejahren – hat  der  Steuerpflichtige  deshalb  das  Recht,  den  eingereichten  

Geschäftsabschluss  zu  berichtigen,  sofern  es  darum  geht,  einen  Verstoss  gegen  

zwingende  Grundsätze  ordnungsgemässer  Buchführung  zu  beseitigen  (vgl.  VGr, 

25. September 2002 = ZStP 2002 Nr. 38; Markus Berger, Probleme der Bilanzberichti-

gung, ASA 70, 539, 548).  

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Im Unterschied zu einer solchen Bilanzberichtigung liegt eine Bilanzänderung 

vor, wenn handelsrechtskonforme Bewertungen durch andere, ebenfalls handelsrecht-

lich  zulässige Werte ersetzt  werden.  Dies  ist  grundsätzlich bis  Eintritt  der  Rechtskraft 

einer  Veranlagung  möglich,  sofern  die  Änderung  handelsrechtlich  zulässig  und  nach-

träglich auch verbucht worden ist (StE 1985 B 24.4 Nr. 4). Allerdings sind bei der steu-

errechtlichen Berücksichtigung einer Bilanzänderung Grenzen zu ziehen. Sie verlaufen 

dort, wo der Grundsatz von Treu und Glauben verletzt wird. Wenn der Steuerkommis-

sär  bereits  umfangreiche  Abklärungen  getroffen  hat  oder  sich  die  Einschätzung  im 

Rechtsmittelverfahren  befindet,  hat  der  Steuerpflichtige  Jahresrechnungen,  welche 

wegen  blosser  Nachlässigkeit  unrichtig – aber  handelsrechtlich  noch  zulässig – sind, 

gegen sich gelten zu lassen. Er kann nicht eine unangenehme steuerliche Aufrechnung 

des  Steuerkommissärs  durch  eine  Bilanzänderung  in  einer  neuen  Jahresrechnung 

neutralisieren.  Bei  Bilanzberichtigungstatbeständen  hingegen  kann  diese  Einschrän-

kung  nicht  gelten  (Walter  Frei,  Bilanzänderung  und  Bilanzberichtigung  im  Zürcher 

Steuerrecht, ZStP 1994, S. 247 f.). 

b)  Da  die  im  Jahr  1989  erworbenen  und  ab  1997  vom  Pflichtigen  selber  be-

wirtschafteten  Grundstücke  in  der Wohngemeinde  Geschäftsvermögen  darstellen,  wi-

derspricht  die Buchführung  des  Pflichtigen  zumindest  ab  den Jahren  2002  (Investitio-

nen 

für  Gewächshaus 

etc.) 

den 

handelsrechtlichen  Vorschriften,  weil 

Geschäftsvermögen  in  der  Handelsbilanz  ausgewiesen  sein  muss.  Dabei  ist  es  seit 

1995  nicht  mehr  zulässig,  bei  gemischter  Nutzung  von  Vermögensobjekten  nur  Teile 

dieses  Vermögens,  im  vorliegenden  Fall  die  nach  dem  Erwerb  getätigten  geschäftli-

chen Investitionen, in die Bilanz aufzunehmen. Da der Pflichtige die Auffassung vertritt, 

dass die Grundstücke Kat.Nrn. 1 und 2 bereits seit 1997 Geschäftsvermögen darstel-

len, hätte er diese bereits im Jahr 1997, spätestens aber mit der Vornahme geschäftli-

cher Investitionen in die Bilanz aufnehmen müssen. Ferner ist anzumerken, dass das 

kantonale  Steueramt  bereits  mit  der  Aktivierung  der  Erstellungskosten  für  das  Ge-

wächshaus Gelegenheit gehabt hätte, die Buchführung des Pflichtigen zu hinterfragen, 

weil  in  den  Jahresrechnungen  keine  Grundstücke  im  Geschäftsvermögen  aufgeführt 

waren,  obwohl  der  Pflichtige  solche  besass  und  bekanntermassen  auch  tatsächlich 

geschäftlich  nutzte.  Unter  diesen  Umständen  kann  aus  dem  Deklarationsverhalten 

nicht zwingend gefolgert werden, dass der Pflichtige die streitbetroffenen Grundstücke 

(ohne  Zusatzinvestitionen)  im  Privatvermögen  halten  wollte.  Denn  die  Buchführung 

entsprach  in  dieser  Form  nicht  einmal  der  früher  geltenden  Wertzerlegungsmethode. 

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Unter  diesen  Umständen  liegt  die  Wahrscheinlichkeit  nahe,  dass  sich  der  Pflichtige 

über  die  Zugehörigkeit  der  Grundstücke  zum  Privat-  oder  Geschäftsvermögen  im  da-

maligen  Zeitpunkt  keine  Gedanken  machte.  Dass  die  betreffenden  Grundstücke  von 

1989  bis  2005  immer  im  Privatvermögen  deklariert  wurden  und  der  Pflichtige  bei  der 

Aufnahme seines eigenen Betriebs (1997) und bei der Betriebserweiterung (Investitio-

nen ab 2002) keine Anstalten traf, an diesem Deklarationsverhalten etwas zu ändern, 

sondern dies erst zu einem Zeitpunkt tat, als sich die Betriebsübergabe an den Sohn 

zum Ertragswert und damit auch ein enormer Kapitalverlust bereits abzeichneten, mag 

zwar  aus  der  Sicht  der  Steuerbehörde  als  fragwürdig  erscheinen.  Jedoch  kann  dem 

Pflichtigen  dabei  kein  treuwidriges  Verhalten  vorgeworfen  werden,  da  die  Zuordnung 

zum Privat- oder Geschäftsvermögen  nach dem Gesagten nicht nach dem freien Wil-

len des Pflichtigen erfolgen kann, wenn wie hier, zumindest ab 1. Januar 2004 die ge-

schäftliche  Nutzung  deutlich  überwiegt.  Dabei  kann  es  keine  Rolle  spielen,  welche 

steuerlichen Interessen (z.B. Abschreibungen, künftige Geltendmachung eines Kapital-

verlusts) der Pflichtige mit der Änderung seines Deklarationsverhaltens verfolgt.  Erlei-

det der Pflichtige mit dem Ausscheiden der Grundstücke aus seinem Vermögen einen 

Kapitalverlust, kann es ihm für den Fall, dass tatsächlich Geschäftsvermögen vorliegt, 

nicht  verübelt  werden,  wenn  er  jene  Abschreibungen  und  Werteinbussen,  die  ihm  in 

den  verbleibenden  Steuerperioden  bis  zum  Ausscheiden  des  Wirtschaftsguts  noch 

zustehen,  geltend  macht.  Immerhin  hat  er  es  versäumt,  in  den  Steuerperioden  von 

1997  bis  2005  geschäftsmässig  begründete  Abschreibungen  geltend  zu  machen.  Ob 

und inwieweit Werteinbussen und Abschreibungen nachträglich noch geltend gemacht 

werden können, ist nachfolgend zu erörtern. 

6. a) Gemäss Art. 960 Abs. 2 OR sind alle Aktiven höchstens nach dem Wert 

anzusetzen, der ihnen im Zeitpunkt, auf welchen die Bilanz errichtet wird, für das Ge-

schäft zukommt. Sachanlagegüter, wie die hier zur Diskussion stehenden Liegenschaf-

ten, werden in der Regel nach dem so genannten Fortführungswert bilanziert. Weglei-

tend ist somit der Wert, der dem Aktivum für den Betrieb durch den weiteren Gebrauch 

während  der  voraussichtlichen  Nutzungsdauer  zukommt  (StE 1990  B 72.14.2  Nr. 10 

und  1994  B 72.14.2  Nr. 16).  Unter  Abschreibung  versteht  man  die  gewinnmindernde 

Herabsetzung des  Ertragssteuerwerts  eines  Aktivums  auf  den  massgebenden Bilanz-

wert (RB 1986 Nr. 40 = StE 1987 B 23.43.2 Nr. 4; Reimann/Zuppinger/Schärrer, Kom-

mentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  2. Band,  1963,  § 19  lit. b  N 181  mit  Hinweisen, 

auch  zum  Folgenden).  Während  der  Grund  ordentlicher  Abschreibungen  in  der  mehr 

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2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
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oder weniger planmässigen Entwertung des betreffenden Gegenstands liegt, beruhen 

so  genannte  ausserordentliche  Abschreibungen  auf  aussergewöhnlichen,  geschäfts-

planwidrigen  Ereignissen  und  sind  dazu  bestimmt,  die  dadurch  eingetretenen  Wert-

verminderungen auszugleichen (Reimann/Zuppinger/Schärrer, § 19 lit. b N 200). Letz-

tere können u.a. geboten sein, wenn eine Liegenschaft überzahlt worden ist oder wenn 

ein Gebäude durch besondere Umstände den ursprünglichen Verwendungszweck ver-

liert  (Reimann/Zuppinger/Schärrer,  § 19  lit. b  N 231).  Art.  28  Abs.  1  DBG  erklärt  Ab-

schreibungen  für  zulässig,  sofern  sie  buchmässig  oder,  wenn  eine  kaufmännische 

Buchhaltung fehlt, in besonderen Abschreibungstabellen ausgewiesen sind. In der Re-

gel werden Abschreibungen nach dem tatsächlichen Wert der einzelnen Vermögenstei-

le  berechnet  oder  nach  ihrer  voraussichtlichen  Gebrauchsdauer  angemessen  verteilt 

(Abs.  2).  Für  land-  und  forstwirtschaftliche  Betriebe,  wozu  der  Betrieb  des  Pflichtigen 

gehört,  gelten  spezielle  Abschreibungsregeln  (Merkblatt  A/1993  über  Abschreibungen 

auf  dem  Anlagevermögen  land-  und  forstwirtschaftlicher  Betriebe).  Im  kantonalen 

Recht bestehen keine entsprechenden Vorschriften. 

b) Die Unterlassung einer dergestalt notwendigen und damit vom Gesetz ge-

forderten Abschreibung stellt einen Vorgang dar, der zu einer Bilanzberichtigung zwingt 

(BGr,  16.  Juni  2006,  StE  2007  B  72.11  Nr.  14).  In  ihrer  nachträglichen  Berücksichti-

gung  liegt  demnach  trotz  eines  möglicherweise  fortgeschrittenen  Verfahrensstadiums 

kein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Entgegen der Auffassung 

des  kantonalen  Steueramts  sind  deshalb  Abschreibungen  auf  den  Grundstücken  des 

Pflichtigen in grundsätzlicher Hinsicht zu berücksichtigen, auch wenn die Abschreibun-

gen  in  der  Jahresrechnung  2006  nicht  offen  verbucht  worden  sind.  Immerhin  wurde 

dieser  Mangel  in  einem  Beiblatt  zur  Jahresrechnung  2006,  welches  eine  Abschrei-

bungstabelle enthielt, behoben. In der Jahresrechnung 2007 sind die Abschreibungen 

offen ausgewiesen worden. 

c)  Fraglich  erscheint  jedoch,  ob  die  vorgenommenen  Abschreibungen  be-

tragsmässig  geschäftlich  begründet  sind.  Diese  Frage  hängt  einerseits  vom  Einbu-

chungswert, andererseits aber auch von den beanspruchten Abschreibungssätzen ab. 

aa)  Der  Pflichtige  setzte  den  Fortführungswert  der  Grundstücke  Kat.Nrn.  1 

und 2 (ohne die nachträglich vorgenommenen Investitionen) per 1. Januar 2006 auf Fr. 

2‘200‘000.-  fest,  wobei  er  Boden-  und  Gebäudewerte  vorschriftsgemäss  gesondert 

auswies.  Den  Bodenwert  bezifferte  er  auf  Fr. 950‘000.-.  Den  Wert  des  Wohnhauses 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 18 - 

schätzte er auf Fr. 650‘000.-. Den Wert des alten Ökonomiegebäudes ohne nachträgli-

che  Investitionen  (z.B.  Büroeinbau)  und  ohne  das  erst  im  Jahr 2002/2003  erstellte 

Baumschulwerkgebäude  mit  Gewächshaus  setzte  er  auf  Fr. 600‘000.-  fest.  Als  Ab-

schreibungssatz wählte er beim Wohnhaus 2% und beim Ökonomiegebäude 6%.  

bb)  Demgegenüber  vertritt  das  kantonale  Steueramt  für  den  Fall,  dass  die 

Grundstücke  wider  Erwarten  Geschäftsvermögen  darstellen,  die  Auffassung,  dass 

überhaupt kein Abschreibungsbedarf bestehe, da die Einbuchung zum Abtretungswert 

von Fr. 621‘000.- hätte erfolgen müssen. Folgedessen handle es sich bei den geltend 

gemachten Abschreibungen bei richtiger Betrachtung um die aperiodische Nachholung 

für längst abgelaufene Steuerperioden. 

cc) Der Auffassung des kantonalen Steueramts, dass sämtliche Grundstücke 

zum  Ertragswert  in  die  Eingangsbilanz  hätten  aufgenommen  werden  müssen,  kann 

nicht gefolgt werden, da der nach der eidgenössischen Schätzungsanleitung ermittelte 

Ertragswert nicht dem Fortführungswert der Grundstücke entspricht. Als Fortführungs-

wert  gilt  vielmehr  jener  Wert,  den  der  aktuelle  Betreiber  der  fraglichen  Liegenschaft 

beifügt (Kaspar Fierz, Der Schweizer Immobilienwert, 5.A., 2005, S. 257), wobei aber 

in  diesem  Zusammenhang  zusätzlich  auch  noch  die  den  Verkehrswert  dämpfenden 

Bestimmungen des bäuerlichen Bodenrechts zu beachten sind. Beim Fortführungswert 

kommt es massgeblich auf das nachhaltige Ertragspotential der Liegenschaft an. In der 

Regel liegt der Fortführungswert bzw. der nach dem bäuerlichen Bodenrecht höchstzu-

lässig erzielbare Preis erheblich über dem landwirtschaftlichen Ertragswert. Dies ergibt 

sich  schon  aufgrund  der  Tatsache,  dass  der  Pflichtige  im  Jahr  2007  das  Grundstück 

Kat.Nr. 3 zum Preis von Fr. 162‘000.- erwerben konnte, obwohl dessen Ertragswert nur 

Fr. 7‘585.- betrug. Somit kommt dem Ertragswert bei der Festsetzung des Buchwerts 

keine Bedeutung zu. 

dd)  Umgekehrt  ist  nicht  bewiesen,  dass  den  im  Jahre  1989  erworbenen 

Grundstücken Kat.Nrn. 1 und 2 (ohne nachträgliche Investitionen) per 1. Januar 2006 

ein Fortführungswert von Fr. 2‘200‘000.- zukommt. Da die Grundstücke Kat.Nrn. 1 und 

2 nach Auffassung des Pflichtigen schon seit Beginn der geschäftlichen Nutzung in die 

Buchhaltung  hätten  aufgenommen  werden  müssen,  geht  es  nicht  an,  als  Einbu-

chungswert  den  landwirtschaftlich  zu  erzielenden  Höchstwert  der  Grundstücke  (ohne 

nachträgliche  Investitionen)  per  1.  Januar  2006  geltend  zu  machen.  Zur  Berechnung 

des Einbuchungswerts und der ordentlichen Abschreibungsrate in den streitbetroffenen 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 19 - 

Geschäftsjahren  2006  und  2007  ist  vielmehr  von  einer  Abschreibung  seit  Beginn  der 

geschäftlichen Nutzung per  1.  Januar  1997  auszugehen,  da  die Abnutzung  stetig  auf 

die Nutzungsdauer zu verteilen ist.  

ee) Diesbezüglich ergibt sich bezüglich der Grundstücke Kat.Nrn. 1 und 2 Fol-

gendes: 

Der  vom  Pflichtigen  angenommene  Landwert  von  Fr.  950‘000.-  (rund  
Fr. 10.-/m2) per 1. Januar 2006 erweist sich als angemessen, da der Pflichtige im Jahr 

2007  in  unmittelbarer  Nähe  der  streitbetroffenen  Grundstücke  weiteres  Land  für  rund 
Fr. 10.-/m2  erworben  hat.  Bei  Beginn  der  geschäftlichen  Nutzung  per  1.  Januar  1997 
waren  die  Verhältnisse  nicht  wesentlich  anders.  Erwerbspreise  von  über  Fr.  20.-/m2, 

die dem Erwerbspreis im Jahr 1989 zugrunde lagen, waren seit Inkrafttreten des Bun-

desgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht per 1. Januar 1994 nicht mehr erzielbar. 

Da Grund und Boden nicht abnützbar sind, sind auf dem Landwert keine Abschreibun-

gen zu berücksichtigen.  

Der  Gebäudewert  (Neubauwert)  des  Wohnhauses  (Baujahr  1910,  Um-

bau 1993/1994)  belief  sich 

laut  Schätzung  der  Gebäudeversicherung  vom 

10. Mai 1994  per  1.  Januar  1997  auf  Fr. 897‘750.- (Basiswert  Fr.  105‘000.-; Teilungs-

faktor  per  1.  Januar  1997:  855).  Nach  Abzug  einer  Altersentwertung  von  rund  30% 

kommt dem Wohnhaus per 1. Januar 1997 ein Zeitwert von rund Fr. 628‘000.- zu. Zu 

diesem  Gebäudewert  ist  noch ein  geschätzter  Betrag  von  Fr.  60‘000.- für  nicht  versi-

cherte Werte sowie Umgebungs-  und Erschliessungskosten  hinzuzurechnen,  so  dass 

dem  Wohnhaus  per  1.  Januar  1997  insgesamt  ein  Wert  von  Fr. 688‘000.-  zukommt. 

Bei  einem  Abschreibungssatz  von  2%  und  9  Abschreibungsraten  von  1997  bis  2005 
(Multiplikator  0.989  =  0,8337478)  ergibt  sich  auf  dieser  Basis  per  1.  Januar  2006  ein 

Buchwert  von  Fr.  573‘618.-.  Die  Abschreibungen  für  die  streitbetroffenen  Steuerjahre 

belaufen sich somit auf Fr. 11‘472.- (2006) und Fr. 11‘243.- (2007). 

Der  Gebäudewert  für  die  Scheune  (Vers.Nr.  1278)  ist  im  baulichen  Zustand 

per 1. Januar 1997, d.h. ohne nachträgliche Investitionen zu ermitteln, da der Pflichtige 

diese  bereits  aktiviert  hat.  Gebäudeversicherungsunterlagen  liegen  nicht  bei  den  Ak-

ten.  Es  liegt  jedoch nahe,  dass  die Schätzungen  für  die Scheune  und für  das Wohn-

haus  am  gleichen  Tag,  d.h.  am  22.  Mai  1979  erfolgten.  Dabei  wurde  ein  Versiche-

rungswert  von  Fr.  193‘000.-  ermittelt,  so  dass  beim  damals  von  der 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Gebäudeversicherung  verwendeten  Teilungsfaktor  von  530  ein  Basiswert  (1939)  von 

rund  Fr. 36‘000.-  resultiert.  Für  die  nachfolgende  Zeitperiode  bis  zum  1.  Januar  1997 

sind keine baulichen Veränderungen aktenkundig. Somit dürfte dieser Basiswert auch 

noch  am  1. Januar  1997  Bestand  gehabt  haben.  Multipliziert  mit  dem  Teilungsfaktor 

von 855 resultiert per 1. Januar 1997 ein Neubauwert von Fr. 307‘800.-. Davon sind ein 

Abzug  für  Altersentwertung  von  Fr.  92‘340.-  (ca.  30%)  und  ein  Zuschlag  von 

Fr. 20‘000.- für Umgebungs- und Erschliessungskosten zu erheben. Mithin beläuft sich 

der  geschätzte  Gebäudewert  für  die  Scheune  (ohne  nachträgliche  Investitionen)  per 

1. Januar 1997 auf rund Fr. 235‘000.-. Bei einem Abschreibungssatz von 6%, der dem 

Merkblatt  A/1993  über  Abschreibungen  auf  dem  Anlagevermögen  land-  und  forstwirt-

schaftlicher Betriebe entspricht, und 9 Abschreibungsraten von 1997 bis 2005 (Multipli-
kator 0.949 = 0,5729948) ergibt sich auf dieser Basis per 1. Januar 2006 ein Buchwert 

von  Fr. 134‘654.-.  Die  Abschreibungen  für  die  streitbetroffenen  Steuerjahre  belaufen 

sich somit auf Fr. 8‘079.- (2006) und Fr. 7‘594.- (2007). 

ff) Die in den Jahren 1997 bis 2005 unterlassenen Abschreibungen sind nicht 

von  Amtes  wegen  nachzuholen.  Aus  handelsrechtlicher  Sicht  sind  zwar  zu  Unrecht 

unterlassene Abschreibungen nachzuholen (Berger, S. 557 ff., auch zum Folgenden). 

Steuerlich  kommt  aber  nur  eine  gewinnsteuerneutrale  Korrektur  in  Frage.  Anders  zu 

entscheiden hiesse, handelsrechtswidrige, willkürliche Aufwandverschiebungen steuer-

lich zu belohnen. Die Praxis lässt die Nachholung immerhin zu, wenn Steuerpflichtige 

den Nachweis leisten, dass in früheren Jahren infolge ungünstiger Geschäftsabschlüs-

se solche nicht vorgenommen werden konnten. Solche Umstände macht der Pflichtige 

jedoch nicht geltend. 

gg)  Da  feststeht,  dass  in  der  steueramtlichen  Schätzung  der  Einkünfte  aus 

selbständiger  Erwerbstätigkeit  die  notwendigen  ordentlichen  Abschreibungen  für  das 

Wohnhaus  und  die  Scheune  (ohne  nachträgliche  Investitionen)  nicht  enthalten  sind 

und  die  Abschreibungen  im  Verhältnis  zur  Gewinnaufrechnung  infolge  ungenügender 

Kassabuchführung betragsmässig (Fr. 19‘551 im Jahr 2006; Fr. 18‘837 im Jahr 2007) 

erheblich  sind,  erweisen  sich  die  Schätzungen  des  kantonalen  Steueramts  als  offen-

sichtlich zu hoch. Sie sind deshalb zu korrigieren, indem die Einkünfte aus selbständi-

ger Erwerbstätigkeit in der Steuerperiode 2006 von Fr. 150‘000.- auf Fr. 130‘449.- und 

in der Steuerperiode 2007 von Fr. 170‘000.- auf Fr. 151‘163.- herabzusetzen sind. 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 21 - 

7.  Weil  das  Wohnhaus  nach  dem  Gesagten  zum  Geschäftsvermögen  gehört, 

sind die vom Pflichtigen geltend gemachten Pauschalabzüge von je Fr. 3‘600.- auf dem 

Eigenmietwert beim steuerbaren Einkommen aufzurechnen. Ferner können pauschale 

Vermögensverwaltungskosten  nur  auf  dem  Wertschriftenvermögen  ohne  Geldkonti 

geltend gemacht werden. Da das Vermögen der Pflichtigen zur Hauptsache aus Bank-

guthaben besteht, sind dem Einschätzungsvorschlag des kantonalen Steueramts, Divi-

sion  Bücherrevision,  folgend  die  abzugsfähigen  Vermögensverwaltungskosten  auf  je 

Fr. 100.- pro 2006 und 2007 (statt Fr. 200.- pro 2006 resp. Fr. 250.- pro 2007 laut Ein-

spracheentscheiden) festzusetzen. 

8.  Aufgrund  der  vorstehenden  Ausführungen  sind  die  Rechtsmittel  teilweise 

gutzuheissen  und  die  Veranlagungen  resp.  Einschätzungen  für  die  Steuerperio-

den 2006 und 2007 wie folgt abzuändern: 

Direkte Bundessteuer 2006 

steuerbares Einkommen lt. Einspracheentscheid 

170‘059 

Selbständige  Erwerbseinkünfte,  geschätzt  nach  pflichtge-

mässem Ermessen gemäss Art. 130 Abs. 2 DGB 

130‘449 

statt gemäss Einspracheentscheid 

-150‘000 

-19‘551 

Aufrechnung Pauschalabzug auf Eigenmietwert Wohnhaus 

3‘600 

Abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten  

statt gemäss Einspracheentscheid 

steuerbares Einkommen  

steuerbares Einkommen abgerundet 

100 

-200 

100 

154‘208 

154‘200 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 22 - 

Staats- und Gemeindesteuern 2006 

steuerbares Einkommen lt. Einspracheentscheid 

170‘659 

Selbständige  Erwerbseinkünfte,  geschätzt  nach  pflichtge-

mässem Ermessen gemäss § 139 Abs. 2 StG 

130‘449 

statt gemäss Einspracheentscheid 

-150‘000 

-19‘551 

Aufrechnung Pauschalabzug auf Eigenmietwert Wohnhaus 

3‘600 

Abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten  

statt gemäss Einspracheentscheid 

steuerbares Einkommen  

steuerbares Einkommen abgerundet 

100 

-200 

100 

154‘808 

154‘800 

steuerbares Vermögen laut Einspracheentscheid 

1‘393‘000 

Direkte Bundessteuer 2007 

Steuerbares Einkommen lt. Einspracheentscheid 

189‘904 

Selbständige  Erwerbseinkünfte,  geschätzt  nach  pflichtge-

mässem Ermessen gemäss Art. 130 Abs. 2 DGB 

151‘163 

statt gemäss Einspracheentscheid 

-170‘000 

-18‘837 

Aufrechnung Pauschalabzug auf Eigenmietwert Wohnhaus 

3‘600 

Abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten  

statt gemäss Einspracheentscheid 

steuerbares Einkommen  

steuerbares Einkommen abgerundet 

100 

-250 

150 

174‘817 

174‘800 

Staats- und Gemeindesteuern 2007 

Steuerbares Einkommen lt. Einspracheentscheid 

190‘504 

Selbständige  Erwerbseinkünfte,  geschätzt  nach  pflichtge-

mässem Ermessen gemäss § 139 Abs. 2 StG 

151‘163 

statt gemäss Einspracheentscheid 

-170‘000 

-18‘837 

Aufrechnung Pauschalabzug auf Eigenmietwert Wohnhaus 

3‘600 

Abzugsfähige Vermögensverwaltungskosten  

statt gemäss Einspracheentscheid 

steuerbares Einkommen  

steuerbares Einkommen abgerundet 

100 

-250 

150 

175‘417 

175‘400 

steuerbares Vermögen laut Einspracheentscheid 

1‘159‘000 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 23 - 

9.  Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  zu  3/4  den  Pflichtigen 

und zu 1/4 der Beschwerdegegnerin/Rekursgegner aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG, 

§  151  Abs.  1  StG).  Dass  die  entscheidenden  Unterlagen  (Ertragswertschätzung  des 

ZBV),  die  zur  teilweisen  Gutheissung  der  Rechtsmittel  führten,  erst  im  Beschwerde-/ 

Rekursverfahren eingereicht wurden, wirkt sich bei der Kostenverteilung schon deshalb 

nicht  aus,  weil  das  kantonale  Steueramt  im  Beschwerde-/Rekursverfahren  nach 

Kenntnisnahme davon keine Veranlassung hatte, seine Einschätzungen zu revidieren. 

Mithin wäre es, wollte man den Pflichtigen in dieser Hinsicht ein pflichtwidriges Verhal-

ten unterstellen, weil sie diese Unterlagen nicht bereits früher eingereicht hatten, ohne-

hin zum vorliegenden Rechtsmittelverfahren gekommen.  

Da die Pflichtigen mit ihren Anträgen zu rund 75% unterlagen, rechtfertigt es 

sich  nicht,  den  Pflichtigen  eine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968; § 152 StG in Verbindung mit § 17 Abs. 2 des Verwaltungs-

rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Beschwerdeführer  werden  wie 

folgt veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif): 

Steuerperiode 

steuerbares Einkommen 

2006 

2007 

Fr. 

154'200.- 

174'800.- 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 24 - 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden wie folgt  veran-

lagt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif): 

Steuerperiode 

steuerbares Einkommen 

steuerbares Vermögen 

Fr. 

154'800.- 

175'400.- 

Fr. 

1‘393‘000.- 

1‘159‘000.- 

2006 

2007 

[…] 

2 DB.2011.122 + 123 
2 ST.2011.188 + 189