# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 015322ef-14ad-543c-8240-2a7aab91005e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.08.2009 D-8492/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8492-2007_2009-08-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8492/2007/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Martin Zoller (Vorsitz),
Richter Daniel Schmid,
Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...),
Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Daniel Habte, (...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 14. November 2007
N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8492/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer laut  eigenen Angaben Eritrea am 8. Mai 
2006 (...) verliess, (...) am 7. Juni 2006 in die Schweiz gelangte und 
am  folgenden  Tag  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) 
B._______ um Asyl nachsuchte,

dass er  am 14. Juni  2006 im EVZ C.______ zum Reiseweg und zu 
seinen Ausreisegründen im Allgemeinen befragt und am 18. Juli 2006 
durch die zuständige Behörde des Kantons D._______, dem er für die 
Dauer des Asylverfahrens zugewiesen wurde, zu den Asylgründen im 
Besonderen angehört wurde,

dass  er  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  aus-
führte, er sei Tigriner (...), habe vom 26. Mai 2000 bis 7. Juli 2000 den 
Militärdienst absolviert und sei in der Folge wegen guter Leistungen an 
der Universität vom weiteren Dienst dispensiert worden,

dass er sich im November und Dezember 2000 einige Male beim Mili-
tärposten in E.________ nach seinem Bruder erkundigt habe, dessen 
Verbleib seit Mitte des Jahres 2000 unbekannt gewesen sei,

dass man ihm dort  mitgeteilt  habe, man könne ihm dessen Adresse 
nicht  geben und er selbst  müsse Kontakt  zu seinem Bruder aufneh-
men,

dass  er  am  15.  Februar  2001  unterwegs  auf  der  Strasse  bei  einer 
Identitätskontrolle  festgenommen  und  in  der  Folge  während  dreier 
Wochen im Gefängnis von E.________ inhaftiert worden sei,

dass  man  ihn  daraufhin  in  das  Gefängnis  von  F._______  gebracht 
habe, wo er bis zum 14. April 2006 in Haft geblieben sei, bis ihm an-
lässlich eines Gefangenentransportes die Flucht gelungen sei, indem 
er sich unter dem Lastwagen versteckt habe,

dass für die weiteren Aussagen des Beschwerdeführers auf die Proto-
kolle bei den Akten zu verweisen ist,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 14. November 2007 – eröffnet am 19. November 2007 – ablehnte 
und die Wegweisung anordnete, ihm jedoch gleichzeitig wegen subjek-

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tiver Nachfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft zuerkannte und ihn 
wegen  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  in  der 
Schweiz aufnahm,

dass die Vorinstanz zur Begründung ausführte, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers genügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 
nicht,

dass der Beschwerdeführer erklärt habe, es sei ihm nicht bekannt, auf 
welche Nationalität  der von ihm für  die Reise nach Europa benützte 
Pass ausgestellt  gewesen sei,  zumal  es ihm nicht  möglich gewesen 
sei, das Dokument anzuschauen,

dass es sich dabei offensichtlich um eine Schutzbehauptung handle, 
da als unwahrscheinlich einzuschätzen sei, dass der Beschwerdefüh-
rer  darüber  nicht  habe informiert  sein  können,  weil  eine  solche Un-
kenntnis mit zu hohen Risiken bei der Kontrolle durch die Grenzbehör-
den verbunden gewesen wäre,  weshalb sein  Vorbringen unglaubhaft 
sei,

dass vor diesem Hintergrund die Angaben des Beschwerdeführers hin-
sichtlich der Umstände der mehrjährigen Inhaftierung durch die Militär-
behörden als unwahrscheinlich einzustufen seien,

dass der Beschwerdeführer beispielsweise erklärt habe, er habe wäh-
rend der jahrelangen Haft nie mit jemandem sprechen können – selbst 
den Wächtern sei dies verboten worden –, was auch in Berücksichti-
gung der restriktiven Bedingungen der eritreischen Behörden (recte: in 
den eritreischen Gefängnissen) nicht als glaubhaft einzustufen sei,

dass er die Flucht aus dem Gewahrsam der eritreischen Behörden re-
alitätsfremd geschildert habe, wonach er anlässlich des Gefangenen-
transports vom Lastwagen gesprungen sei und sich im Kugelhagel (...) 
versteckt  habe,  welches  daraufhin  weitergefahren  sei,  wobei  dem 
Beschwerdeführer  bei  einem  Zwischenhalt  die  Flucht  aus  dem 
Verstreck gelungen sei,

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zudem  widersprüchlich 
seien,  indem  dieser  anlässlich  der  Befragung  im  EVZ  erklärt  habe, 
sich auf der Reise nach Europa während (...)  aufgehalten zu haben, 
wogegen er anlässlich der kantonalen Befragung zu Protokoll gegeben 
habe, lediglich während (...) geblieben zu sein,

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dass er anlässlich der Befragung im EVZ erklärt habe, sich nach der 
fraglichen Identitätskontrolle während dreier Monate in der Polizeizen-
trale in G._______ in behördlichem Gewahrsam befunden zu haben, 
bevor  er  nach  E.________  ins  Gefängnis  überführt  worden  sei, 
wogegen  er  gemäss  seinen  Angaben  anlässlich  der  kantonalen 
Befragung von G._______ unmittelbar nach E.________ überführt und 
erst anschliessend dort während dreier Wochen inhaftiert worden sei,

dass er anlässlich der Befragung im EVZ erklärt habe, sein Bruder sei 
im Jahr 1998 in den Militärdienst eingerückt, wobei er ihn Ende 1998 
letztmals gesehen und in der Folge nichts mehr von ihm gehört habe, 
wogegen er anlässlich der kantonalen Befragung dargelegt habe, der 
Bruder sei erst Mitte 1999 ins Militär eingerückt und er habe seit Mitte 
2000 keine Nachrichten mehr von ihm erhalten,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  auf  Vorhalt  hin  nicht  gelungen  sei, 
diese Ungereimtheiten überzeugend aufzulösen, sondern er versucht 
habe, seine Angaben lediglich anzupassen,

dass der Beschwerdeführer jedoch begründete Furcht habe, bei einer 
Rückkehr  nach  Eritrea  ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG ausgesetzt zu werden und er die Flüchtlingseigenschaft erfülle, 
da er Eritrea illegal verlassen habe, zumal die eritreischen Behörden 
solchen Personen grundsätzlich eine regierungsfeindliche Haltung un-
terstellten  und  jene  bei  einer  Rückkehr  streng  und  brutal  bestraft 
würden,

dass er jedoch von der Asylgewährung infolge Vorliegens subjektiver 
Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) auszuschliessen sei,

dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Ak-
ten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  14.  Dezember  2007 
(Datum des Poststempels) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde erhob,  in  welcher  er  unter  Kosten-  und 
Entschädigungsfolge die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung 
und die Gewährung des Asyls beantragen liess,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und  den  Verzicht  auf  einen  Kostenvorschuss  im Sinne 

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von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragen liess,

dass  er  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  gleichzeitig  drei  Entscheide 
des BFM in Kopie einreichte, mit welchen eritreischen Mandanten des 
Rechtsvertreters Asyl gewährt wurde,

dass darauf sowie auf die Begründung, soweit für den Entscheid we-
sentlich, in den Erwägungen eingegangen wird,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung vom 
19. Dezember 2007 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Erlass des Kostenvorschusses abwies und dem 
Beschwerdeführer Frist bis zum 3. Januar 2008 zur Leistung eines sol-
chen setzte,

dass zur  Begründung im Wesentlichen ausgeführt  wurde,  eine erste 
Prüfung der Akten habe ergeben, dass die geltend gemachte prozes-
suale  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  nicht  nachgewiesen  sei, 
zumal die in der Beschwerde erwähnte Fürsorgebestätigung nicht ein-
gereicht worden sei,

dass der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- am 31. Dezember 2007   ge-
leistet wurde,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2008 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte, wobei angemerkt wurde, bei 
den in der angefochtenen Verfügung vom BFM aufgeführten ungereim-
ten  Angaben  bezüglich  des  Aufenthalts  (...)  handle  es  sich  um  ein 
Versehen,  welches  sich  mit  den  Einwendungen  in  der  Beschwerde 
auflösen lasse,

dass im Übrigen auf die Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfügung 
verwiesen und daran vollumfänglich festgehalten wurde,

dass der Beschwerdeführer am 1. November 2008 gegen Zusicherung 
einer Bezahlung zwei eritreischen Staatsangehörigen die illegale Ein-
reise in die Schweiz ermöglichte und diesbezüglich gegenüber den zu-
ständigen kantonalen Polizeibehörden geständig war,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

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dass  Flüchtlingen  kein  Asyl  gewährt  wird,  wenn  sie  erst  durch  ihre 
Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Ver-
haltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden 
(Art. 54 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen an der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen festhält und einwendet, 
diese seien durch die Vorinstanz – auf Nebenpunkte abstellend – sehr 
einseitig nicht zu seinen Gunsten gewürdigt worden,

dass es vor allem bei nicht ausgebildeten Übersetzern zu zum Teil er-
heblichen Verzerrungen bei den Übersetzungen komme,

dass die Tatsache, wonach sich Flüchtlinge bei ihrer Ausreise gänzlich 
einem Schlepper anvertrauten, in keiner Weise der allgemeinen Erfah-
rung des Lebens und der  Logik  des Handelns widerspreche und es 
dem Beschwerdeführer ohnehin nicht möglich gewesen wäre, den voll-
ständigen Inhalt des Reisepasses zu lesen und zu verstehen, da da-
von  auszugehen  sei,  dass  dieser  nicht  in  (...),  sondern  in  einer 
Fremdsprache abgefasst gewesen sei, wobei er immerhin angegeben 
habe, auf welche Personalien der Pass gelautet habe,

dass er das Leben im Gefängnis sehr detailliert geschildert habe, un-
ter anderem mit Skizzen, welche unzulässigerweise aus dem Protokoll 
entfernt worden seien,

dass die vorinstanzliche Erwägung, die „übrigen Angaben im konkre-
ten Einzelfall“ würden die „Angaben des Beschwerdeführers hinsicht-
lich der Umstände der mehrjährigen Inhaftierung durch die Militärbe-
hörden“  unwahrscheinlich  machen,  in  keiner  Weise  nachvollziehbar 
sei,

dass der Beschwerdeführer erklärt habe, auch in Einzelhaft gewesen 
zu sein, weshalb er mit niemandem oder kaum jemandem habe spre-
chen dürfen,  und  auch  ausgeführt  habe,  dass  es  mit  den  Wächtern 
zum einen oder andern Wortwechsel gekommen sei,

dass an den geltend gemachten Umständen der  Flucht  festgehalten 
und eingewendet wird, dieser Sachverhalt sei sehr ethnozentrisch und 
einseitig auf die hiesigen Verhältnisse abstellend gewürdigt worden,

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dass die Behauptung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe un-
terschiedliche  Angaben  zur  Aufenthaltsdauer  (...)  gemacht, 
schlichtweg tatsachenwidrig sei,

dass  bezüglich  der  Haftzeit  in  G._______  und  E.________ 
offensichtlich ein Missverständnis vorliege, wobei auf die Angaben bei 
der kantonalen Befragung abzustellen sei,

dass der Beschwerdeführer auch heute den Zeitpunkt des Eintritts sei-
nes Bruders in den Militärdienst nur abschätzen könne, was in Anbe-
tracht der zeitlichen Distanz nicht aussergewöhnlich sei, weshalb dies-
bezüglich kein Widerspruch bestehe,

dass  gestützt  auf  die  vorstehenden  Ausführungen  bestritten  werde, 
dass die flüchtlingsrelevanten Elemente erst mit der illegalen Ausreise 
aus  Eritrea  entstanden  seien,  und  dem Beschwerdeführer  nicht  nur 
eine unverhältnismässige Bestrafung wegen der Flucht aus der Militär-
haft  drohe,  sondern  auch,  weil  er  sich  der  Militärdienstpflicht  durch 
Flucht entzogen habe, zumal er sich während der Universitätsausbil-
dung den Militärbehörden hätte zur Verfügung halten beziehungsweise 
nach Abschluss  der  Ausbildung direkt  in  den Militärdienst  hätte  ein-
rücken müssen,

dass  diesbezüglich  auch  auf  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (EMARK)  2006  Nr.  3  sowie 
die drei  in Kopie eingereichten Entscheide des BFM verwiesen wird, 
mit  denen  eritreischen  Mandanten  des  Rechtsvertreters  des  Be-
schwerdeführers Asyl gewährt wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht indes in casu die Auffassung des 
BFM, wonach die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorflucht-
gründe unglaubhaft  seien,  ebenso teilt  wie die vorinstanzliche Erwä-
gung, wonach die flüchtlingsrelevanten Elemente erst mit der illegalen 
Ausreise aus Eritrea entstanden seien,

dass nämlich in der Beschwerdeschrift keine stichhaltigen Argumente 
vorgebracht werden, welche an dieser Erkenntnis Zweifel aufkommen 
lassen könnten,

dass  zwar  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  22.  Januar 
2008 mit Bezug auf ihre in der angefochten Verfügung gemachte Erwä-
gung  betreffend  die  Aufenthaltsdauer  des  Beschwerdeführers  im 

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Sudan in zutreffender Weise einräumte, es handle sich um ein Verse-
hen respektive diese träfen nicht zu,

dass zudem – zumindest theoretisch – die vom BFM unter I.1. auf S. 2 
seiner Verfügung aufgeführte Erwägung („Vor dem Hintergrund der üb-
rigen Angaben im konkreten Einzelfall sind die Angaben des Gesuch-
stellers hinsichtlich der Umstände der mehrjährigen Inhaftierung durch 
die Militärbehörden als  unwahrscheinlich einzustufen“)  Missverständ-
nissen Vorschub leisten könnte,

dass  indes  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Verfol-
gungsvorbringen selbst unter Berücksichtigung der erwähnten fehler-
haften und allenfalls Missverständnisse ermöglichenden Erwägungen 
der Vorinstanz klarerweise unglaubhaft bleiben,

dass der pauschale Vorhalt in der Rechtsmitteleingabe, die Vorbringen 
seien von der Vorinstanz einseitig zu Ungunsten des Beschwerdefüh-
rers gewürdigt worden, nicht zu hören ist,

dass sich zudem den Befragungsprotokollen keine Hinweise auf Unge-
reimtheiten bei den Übersetzungen entnehmen lassen,

dass  der  Beschwerdeführer  im  EVZ  am Schluss  der  Befragung  die 
Verständigung mit  dem Dolmetscher  als  gut  bezeichnete  und in  der 
Folge mit seiner Unterschrift bestätigte, das Protokoll entspreche sei-
nen Ausführungen und der Wahrheit, und es sei ihm in eine für ihn ver-
ständliche Sprache (...) rückübersetzt worden,

dass er sodann zu Beginn der kantonalen Anhörung angab, den Dol-
metscher  gut  zu  verstehen,  und  am  Schluss  nach  der  Rücküber-
setzung auch dieses Protokoll  unterschriftlich als mit  seinen Ausfüh-
rungen übereinstimmend bezeichnete und nochmals bestätigte,  den 
Dolmetscher  gut  verstanden  zu  haben,  weshalb  er  sich  bei  seinen 
Aussagen behaften lassen muss und von angeblichen,  teilweise  er-
heblichen Verzerrungen bei den Übersetzungen keine Rede sein kann,

dass den Akten entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift 
keine Hinweise darauf zu entnehmen sind, wonach den Gefängnisauf-
enthalt des Beschwerdeführers betreffende Skizzen unzulässigerweise 
aus dem Protokoll entfernt worden seien,

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dass der Beschwerdeführer zwar in der Tat die im angeblich von ihm 
zur Ausreise verwendeten Reisepass enthaltenen Personalien nannte, 
jedoch sein Einwand, er habe keine Möglichkeit gehabt, die Nationali-
tät  des  Dokuments  nachzusehen  beziehungsweise  zu  überprüfen, 
auch unter Berücksichtigung seiner weiteren diesbezüglichen Ausfüh-
rungen  in  der  Beschwerdeschrift  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorin-
stanz als offensichtliche Schutzbehauptung zu werten ist,

dass die vorinstanzliche Erwägung im Zusammenhang mit dem Reise-
pass des Beschwerdeführers als Beispiel für die Unglaubhaftigkeit von 
dessen Vorbringen zu werten ist,

dass mithin der bereits erwähnte, im Anschluss an die missverständli-
che Passage („Vor dem Hintergrund der übrigen Angaben im konkre-
ten Einzelfall...“) aufgeführte Erwägungsteil  des BFM („...sind die An-
gaben des Gesuchstellers hinsichtlich der Umstände der mehrjährigen 
Inhaftierung durch die Militärbehörden als unwahrscheinlich einzustu-
fen“)  als  Einleitung  für  die  daran  anschliessenden  Erwägungen,  mit 
welchen die Unglaubhaftigkeit der geltend gemachten langjährigen In-
haftierung und Umstände der Flucht aus der Haft aufgezeigt wird, zu 
verstehen ist,

dass die Überprüfung der Akten ergibt,  dass die Vorinstanz die Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  im  Zusammenhang  mit  der  geltend 
gemachten, langjährigen Inhaftierung und den Umständen der Flucht 
aus der Haft  zu Recht als unglaubhaft  qualifiziert  hat,  wobei zwecks 
Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen, vorstehend 
wiedergegebenen vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist,

dass  mithin  die  entsprechenden  Einwände  in  der  Beschwerde  nicht 
geeignet sind, daran etwas zu ändern,

dass auch der  weitere  Einwand in  der  Beschwerdeschrift  –  mit  wel-
chem bestritten wird, dass die flüchtlingsrelevanten Elemente erst mit 
der  illegalen  Ausreise  aus  Eritrea  entstanden  seien,  und  dem  Be-
schwerdeführer nicht nur eine unverhältnismässige Bestrafung wegen 
der Flucht aus der Militärhaft drohe, sondern auch, weil er sich der Mi-
litärdienstpflicht  durch Flucht  entzogen habe, zumal  er  sich während 
der  Universitätsausbildung  den  Militärbehörden  hätte  zur  Verfügung 
halten beziehungsweise nach Abschluss der Ausbildung direkt in den 
Militärdienst einrücken müssen – vorliegend nicht zutrifft,

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dass der Beschwerdeführer diesbezüglich anlässlich der Befragung im 
EVZ erklärte, er sei nach sieben Wochen aus dem Militärdienst – wie 
viele andere auch – entlassen worden, weil er Student gewesen sei, 
und präzisierend anfügte, er sei wegen seiner guten Schulnoten defini-
tiv aus dem Militärdienst entlassen worden (vgl. Vorakten, A1/10, S. 5),

dass er diese Aussage im Rahmen der kantonalen Befragung bekräf-
tigte, indem er auf die Frage nach seinem kurzen Militärdienst antwor-
tete, er sei Student gewesen, habe die (...). Klasse mit Auszeichnung 
bestenden und nur einen Zettel erhalten, wonach er sich für den Fall 
eines  Kriegs  bereithalten  und  erst  nach  Abschluss  der  Universität 
hätte einrücken müssen (vgl. Vorakten, A11/21, S. 6),

dass nach dem Gesagten weder die Entgegnungen in der Beschwer-
deschrift  noch die eingereichten Beweismittel die jahrelange Inhaftie-
rung,  die  Flucht  aus  der  Haft  sowie  die  Desertion  aus  dem Militär-
dienst zu belegen oder auch nur Indizien für  die fraglichen Sachver-
haltselemente zu geben vermögen,

dass  schliesslich  der  Hinweis  auf  die  Asylgewährung  zu  Gunsten 
dreier weiterer eritreischer Mandanten des Rechtsvertreters nicht ver-
fängt, zumal mit den entsprechenden Beilagen nicht der geringste in-
haltliche beziehungsweise rechtliche  Zusammenhang mit  dem vorlie-
genden Verfahren hergestellt zu werden vermag,

dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass die Verfolgungsvorbrin-
gen des Beschwerdeführers nicht glaubhaft sind,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  seine  Vorflucht-
gründe nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,

dass ihm somit  zu Recht  ausschliesslich aufgrund subjektiver  Nach-
fluchtgründe  die  Flüchtlingseigenschaft  zuerkannt  wurde  und  er  von 
einer Asylgewährung auszuschliessen ist,

dass an dieser Einschätzung auch die weiteren Vorbringen in der Be-
schwerde nichts zu ändern vermögen, weshalb es sich erübrigt, darauf 
an dieser Stelle einzugehen,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-

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willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Beschwerdeführer wegen Unzulässigkeit des Wegweisungs-
vollzugs vom BFM als Flüchtling vorläufig in der Schweiz aufgenom-
men wurde und diese Anordnung der Vorinstanz zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
(Art. 65 Abs. 1 VwVG) bereits mit Zwischenverfügung vom 19. Dezem-
ber 2007 abgewiesen wurde, weshalb die Kosten des Verfahrens von 
Fr. 600.--  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen (Art. 63 
Abs. 1 VwVG) und mit dem am 31. Dezember 2007 in gleicher Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

Seite 13