# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b79621d-d899-5f4e-92bc-714bc97e77e9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.12.2022 I 2022 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-48_2022-12-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 48

Entscheid vom 9. Dezember 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter 
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

C.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1996) war (seit dem 9.11.2016) als medizinische Praxi-
sassistentin bei der D.________ GmbH angestellt und dadurch bei der 
C.________ AG (nachfolgend C.________) obligatorisch unfallversichert, als sie 
gemäss Schadenmeldung UVG vom 21. Oktober 2020 am 20. Oktober 2020 
beim Laufen durch die Garage in einen "defekten Boden-Gitterrost" fiel. In der 
Schadenmeldung werden als Verletzungen je eine Verdrehung/Verstauchung 
des (jeweils) rechten Fuss- sowie Handgelenks und Knies erwähnt und als mo-
natlicher Bruttolohn bei einem vertraglichen Beschäftigungsgrad von 20% Fr. 
1'000.-- (x 13) angegeben (Vi-act. 1). Gemäss Arztzeugnis vom 21. Dezember 
2021 des erstbehandelnden Arztes (Erstbehandlung am Unfalltag), Dr.med. 
E.________ (Facharzt Allgemeine Innere Medizin), erlitt sie ein Supinationstrau-
ma OSG RE und eine Kniedistorsion RE mit Meniskusriss (Vi-act. 18; vgl. für wei-
tere Beurteilungen und Diagnosestellungen angefochtener Einspracheentscheid, 
Sachverhalt). 

B. Die C.________ richtete der Versicherten für die Folgen des Unfalls Leis-
tungen aus (vgl. z.B. Vi-act. 54). Mit Verfügung vom 23. September 2021 setzte 
die C.________ den versicherten Verdienst von A.________ fest, welche hierge-
gen am 26. Oktober 2021 Einsprache erheben liess. Gegen den in der Folge er-
gangenen Einspracheentscheid vom 24. März 2022 liess A.________ beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde erheben. Mit VGE     I 2022 
25 vom 17. Oktober 2022 wies das Verwaltungsgericht diese Beschwerde ab. 

C. Am 11. April 2022 verfügte die C.________ nach dreimaliger Vorlage der 
Unterlagen an ihren Vertrauensarzt Dr.med. F.________ (Facharzt für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH) bei den 
Diagnosen "Distorsionstrauma rechtes OSG (Bone bruise Malleoulus lateralis) 
und rechtes Knie mit Riss medialer Meniskus, Labrumläsion recht Hüfte bei Im-
pingmentkonfiguration, St.n. Microfrakturierung medialer Femurkondylus Knie 
rechts, St.n. Microfrakturierung medialer Femurkondylus Knie links 2016" u.a. 
was folgt (vgl. Vi-act. 134 [Hervorhebung gemäss Original]): 

Der Zusammenhang zwischen den gesundheitlichen Beschwerden an der Hüfte 
und dem Unfall ist nicht mehr nachgewiesen. Ihre Mandantin hat deshalb ab 
30.03.2022 keinen Anspruch mehr auf Leistungen aus der obligatorischen Unfall-
versicherung für die Hüfte. 
Unpräjudiziell verzichten wir auf eine Rückforderung der Leistungen für die Hüfte. 
Von dieser Leistungseinstellung nicht betroffen sind die Kniebeschwerden rechts 
für welche wir weiterhin die gesetzlichen Heilungskosten erbringen werden. 

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Die weiterhin vom behandelnden Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit ist bezogen auf 
das angestammte Pensum nicht mehr ausgewiesen, weshalb wir unsere Taggeld-
leistungen per 30.04.2022 einstellen.
Zusammengefasst stellten wir die Heilungskosten in Bezug auf die Hüfte wie auch 
die Taggeldleistungen per 30.04.2022 ein.
(…).

D. Am 13. April 2022 liess A.________ Einsprache erheben (Vi-act. 136) und 
beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 11. April 2022, soweit die die Kau-
salität der Hüftbeschwerden abgelehnt worden sei, sowie die Ausrichtung der 
gesetzlichen Leistungen. 

E. Mit Einspracheentscheid vom 14. Juli 2022 entschied die C.________ wie 
folgt über die Einsprache (Vi-act. 140 = Bf-act. 2):

1. Die Einsprache wird abgewiesen.
2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
3.-4. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F. Am 13. September 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 14.7.2022 sei aufzuheben.
2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der Beschwerdeführerin die ge-

setzlichen Leistungen auszurichten. 
3. Dieses Verfahren sei mit dem Verfahren I 2022 25 zu vereinigen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. 

G. Mit Vernehmlassung bzw. Beschwerdeantwort vom 19. September 2022 
beantragt die C.________, die Beschwerde vom 13. September 2022 sei abzu-
weisen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Nachdem über die strittige Taggeldhöhe mit VGE I 2022 25 bereits ent-
schieden wurde (vgl. Ingress Bst. B), ist der Antrag auf Verfahrensvereinigung 
gegenstandslos.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

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830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 
die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 
Tod zur Folge hat. 

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). Die Adäquanz als rechtliche 
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden 
Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch objektiv ausgewiesenen Un-
fallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate und natürliche Kausa-
lität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 2; Urteil BGer 8C_582/2021 vom 
11.1.2022 Erw. 9.3).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

2.2.2 Nach der Rechtsprechung zu den im Sinn von Art. 6 Abs. 1 UVG massge-
benden Ursachen gehören auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die ge-
sundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine 
schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungs-
begründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis 
früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des 
Zeitpunkts des Schadenseintritts conditio sine qua non war. Anders verhält es 
sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein ge-
genwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzu-

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folge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus 
der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht 
dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und 
austauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung - bei 
erstelltem Auslösezusammenhang - einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- 
oder Zufallsursache, wenn sie auf einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, 
dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) Schädigung zu rechnen gewe-
sen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadensanlage oder 
wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein all-
täglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Ge-
sundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal 
signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher kei-
ne Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Urteile BGer 
8C_549/2021 vom 7.1.2022 Erw. 4.2; 8C_287/2020 vom 27.4.2021 Erw. 3.1; 
8C_669/2019 vom 25.3.2020 Erw. 4; Traub, Natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener 
Einwirkung: Abgrenzung der wesentlichen Teilursache von einer anspruchshin-
dernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: SZS 2009, S. 479). 

2.3.1 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

2.3.2 Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht be-
standen, und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zu-
vor stummer) degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden 
ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante 
Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 
Schmerzsyndrom zu erbringen (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 Erw. 
4.3), und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Ge-
wichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als 
Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte 
Person Anspruch auf operative Eingriffe mit einschliessender zweckmässiger 
Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwie-

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gender Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumin-
dest mitverursachten Schmerzen diente und nicht gesagt werden kann, die Ope-
ration sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwie-
gend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden (Urteil BGer 
8C_326/2008 vom 24.6.2008). Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gele-
genheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen 
Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im 
Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung 
anzunehmen (Urteil BGer 8C_423/2012 vom 26.2.2013 Erw. 5.3 m.H.a. SVR 
2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 Erw. 4.2.1). Wird durch einen Unfall ein 
krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die 
Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche 
und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist 
(RKUV 1994 Nr. U 206, S. 326, U 180/93 Erw. 3b, und 1992 Nr. U 142 S. 75,     
U 61/91 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Solange jedoch dieser Zustand noch nicht 
wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leis-
tungen zu erbringen (Urteil BGer 8C_269/2016 vom 10.8.2016 Erw. 2.4).

2.3.3 Steht aus ärztlicher Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der 
Status quo sine je wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung 
von einer richtunggebenden Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012,       
S. 54; Urteil BGer 8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1 m.H.).

2.3.4 Anzufügen ist, dass selbst unter der Annahme, der degenerative Vorzu-
stand sei durch das Unfallereignis symptomatisch geworden und mithin sei der 
Unfall als beschwerdeauslösend zu betrachten, keine Unfallkausalität der aus-
gelösten Beschwerden ohne zeitliche Beschränkung bejaht werden kann. Viel-
mehr genügt es für die Beendigung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, 
dass der Status quo sine vel ante mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einge-
treten ist. Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss dabei 
nicht durch Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass 
kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei vol-
ler Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Ge-

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sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen 
sind (Urteile BGer 8C_847/2008 vom 29.1.2009 Erw. 2 und 8C_126/2008 vom 
11.11.2008 Erw. 2.3, je mit Hinweisen). 

2.3.5 Das Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis ist für sich al-
lein kein genügender Nachweis für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Gesundheitsschädigung. Die Regel "post hoc ergo propter hoc" hat daher im 
Rahmen der Kausalitätsbeurteilung keine beweisrechtliche Bedeutung (vgl. BSK-
ATSG Hofer, Art. 4 Rz. 60 mit Hinweisen auf BGE 142 V 325 Erw. 2.3.2.2; SVR 
2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer 8C_331/2015 Erw. 2.2.3.1). 

2.4.1 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss auch das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allge-
mein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Das Gericht hat seinen Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-
verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 144 V 427 Erw. 3.2). 

Bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 
gegeben ist, liegt die Beweislast bei der den Leistungsanspruch geltendmachen-
den versicherten Person. Demgegenüber handelt es sich beim Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung um eine anspruchsaufhebende Tatfrage, weshalb die Be-
weislast beim Unfallversicherer liegt (SVR 2011 UV Nr. 4, S. 12, 8C_901/2009 
Erw. 3.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46, U 355/98 Erw. 2 mit Hinweisen).

2.4.2 Der Sozialversicherungsprozess ist allerdings vom Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne 
der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversiche-
rungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammen-
tragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle 
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweis-
regel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 
des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sach-
verhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirk-
lichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 Erw. 3.2; BGE 138 V 218 Erw. 6).

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2.5.1 Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall abzu-
schliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet 
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 Erw. 4).

2.5.2 Bei Heilbehandlungen handelt es sich nicht um Dauerleistungen, sondern 
vorübergehende Leistungen (BGE 133 V 57 Erw. 6.7). Der Versicherungsträger 
kann vorübergehende Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- 
oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" einstellen, wenn sich herausstellt, 
dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind, etwa weil 
bei richtiger Betrachtung gar kein versichertes Ereignis vorliegt (BGE 130 V 380 
Erw. 2.3.1; Urteile BGer 8C_187/2017 vom 11.8.2017 Erw. 2.3) oder der Kausal-
zusammenhang zwischen Unfall und leistungsbegründendem Gesundheitsscha-
den gar nie bestanden hat oder dahingefallen ist (Urteil BGer 8C_319/2020 vom 
3.9.2020 Erw. 6.4). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, so-
fern der Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil BGer 
8C_133/2021 vom 25.8.2021 Erw. 5.2.1 m.w.H.). Steht hingegen die Frage der 
Rückerstattung zu Unrecht bezogener Leistungen gar nicht zur Diskussion, weil 
etwa bis zur Leistungseinstellungsverfügung gar keine Leistungen erbracht wur-
den, stellt sich auch die Frage des Vertrauensschutzes nicht (BGE 133 V 57 Erw. 
6.8).

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 und 61 ATSG). Danach ha-
ben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.6.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 Erw. 5.1). 

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2.6.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. Urteil BGer 8C_587/2020 vom 
5.2.2021 Erw. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungs-
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit 
schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 
Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 Erw. 8.5; BGE 139 V 225 Erw. 5.2; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

2.6.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hin-
weisen). 

2.6.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 Nr. U 56, S. 371 Erw. 
5b). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 

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die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_608/2020 
vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 8C_540/2007 
vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen). 

3.1 Die Vorinstanz anerkannte das Unfallereignis vom 20. Oktober 2020 und 
erbrachte unbestrittenermassen Versicherungsleistungen. Mit Verfügung vom 
11. April 2022 stellte die Vorinstanz die Versicherungsleistungen bezüglich Hüfte 
'ab 30.3.2022' ein mit der Begründung, der Zusammenhang zwischen den ge-
sundheitlichen Beschwerden an der Hüfte und dem Unfall sei nicht mehr nach-
gewiesen; auf eine Rückforderung der Leistungen für die Hüfte werde verzichtet. 
Zudem stellte sie die Taggelder per 30. April 2022 ein mit der Begründung, eine 
weitere Arbeitsunfähigkeit aufgrund der anerkannten Unfallfolgen sei nicht aus-
gewiesen. Zusammenfassend hielt sie fest, dass sie "die Heilungskosten in Be-
zug auf die Hüfte wie auch die Taggeldleistungen per 30.4.2022" einstelle. 

3.2 In ihrer Einsprache vom 13. April 2022 liess die Einsprecherin namentlich 
vortragen, es treffe nicht zu, dass die stattgehabte Operation am 2. August 2021 
nur möglicherweise auf das Unfallereignis vom 20. Oktober 2020 zurückgeführt 
werden könne. Die Kausalität sei überwiegend wahrscheinlich erstellt. Insbeson-
dere könne nicht auf einen relevanten Vorzustand abgestellt werden, "welcher 
ursächlich wäre für die heutigen Beschwerden" in der rechten Hüfte. Ein Vorzu-
stand wäre von der Unfallversicherung zu beweisen. Dass der intraoperative Be-
fund angeblich ausgeprägter gewesen sei, liefere jedenfalls keinen Beweis, dass 
der Labrumriss nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurück-
zuführen wäre. Es sei erstellt, dass das Unfallereignis mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auch für die Hüftbeschwerden eine kausale Ursache darstelle. 

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid bestätigt die Verfügung vom 
11. April 2022 (vgl. Erw. 8 i.f.). Die Stellungnahmen des die Vorinstanz beraten-
den Arztes Dr.med. F.________ vom 2. April 2022 bzw. von (den Haftpflichtver-
sicherer des für den Unfall vom 20.10.2022 Haftpflichtigen) Dr.med. G.________ 
(Spezialist für Allgemein- und Unfallchirurgie FMH, Gutachter SIM, Vertrauens-
arzt SGV) vom 22. Dezember 2021 seien schlüssig und nachvollziehbar und 
würden sich auf die Einsicht in sämtliche Akten beziehen. Sie stünden im Ein-
klang zu den ärztlichen Berichten. Hinweise, die an den Stellungnahmen Zweifel 
begründen würden, würden keine bestehen. Entgegen den Ausführungen in der 
Einsprache seien bereits im MRI-Bericht vom 27. Januar 2021 degenerative Vor-
zustände festgehalten worden. Gemäss der Dres.med. G.________ und 
F.________ zeigten sich die degenerativen Veränderungen im Operationsbericht 

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ausgeprägter als im MRI, weshalb der Labrumriss nur möglicherweise auf den 
Unfall zurückzuführen sei. Überwiegend wahrscheinlich sei der Labrumriss auf 
die degenerativen Veränderungen zurückzuführen. Somit sei der Vorzustand 
ausgewiesen und der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Hüft-
beschwerden könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint werden 
(Erw. 7). 

3.4 Vor Verwaltungsgericht lässt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 
sinngemäss vorbringen, es sei auffallend, dass sich die Vorinstanz auf die Beur-
teilungen von Dr.med. G.________ in seiner damaligen Funktion als beratender 
Arzt der H.________ (Haftpflichtfall betreffend das fragliche Unfallereignis) beru-
fe. Dr.med. G.________ sei in seinem Bericht vom 6. April 2021 betreffend die 
Hüftbeschwerden von einer richtunggebenden Verschlimmerung eines Vorzu-
stands, verursacht durch das Unfallereignis vom 20. Oktober 2020, ausgegan-
gen. Dabei habe er auch die Hüftoperation vom 4. August 2021 und deren Fol-
gen als dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2020 geschuldet beurteilt. In seiner 
Stellungnahme vom 22. Dezember 2021 berufe sich Dr.med. G.________ auf 
den Operationsbericht vom 4. August 2021 und halte zusammenfassend fest, 
dass die unter Sicht erhaltenen Erkenntnisse und durchgeführten Operations-
schritte nicht einer unfallkausalen Pathologie entsprechen würden. Auch der La-
brumriss wolle er nicht mehr als unfallkausal beurteilen. Eine nachvollziehbare 
Begründung liefere er jedoch nicht für seine neue Sicht der Dinge. Es wäre an-
gebracht gewesen, den Operateur selbst zu fragen, wenn man sich schon auf die 
Sicht der Dinge anlässlich der Operation berufe (Beschwerde S. 3 Ziff. 4). Zum 
andern beziehe sich die Vorinstanz aber auch auf die Beurteilung von Dr.med. 
F.________. Dieser bestätige die Haltung von Dr.med. G.________ in seiner 
zweiten Stellungnahme und übernehme praktisch unbesehen dessen Aktenbeur-
teilung, welche im Auftrag der privaten Haftpflichtversicherung erstellt worden sei. 
Dieses Vorgehen habe im Rahmen einer dem Untersuchungsgrundsatz unter-
worfenen Abklärung von Amtes wegen keinen Platz. Die Stellungnahme des be-
handelnden Arztes zur Aktenbeurteilung der Dres.med. G.________ und 
F.________ stehe noch aus und werde dem Gericht eingereicht, sobald diese 
vorliege (Beschwerde S. 4 Ziff. 5). 

3.5 Vernehmlassend macht die Vorinstanz im Wesentlichen geltend, im Be-
schwerdeverfahren sei nur noch der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 
vom 20. Oktober 2020 und den Hüftbeschwerden strittig. Entgegen den Aus-
führungen in der Beschwerde begründe Dr.med. G.________ in seiner Stellung-
nahme vom 22. Dezember 2021 seine Meinungsänderung. Zudem sei es nicht 
aussergewöhnlich, dass während der Operation Befunde festgestellt würden, die 

12

im MRI oder CT nicht ersichtlich gewesen und die betreffend Unfallkausalität 
massgebend seien. Es könne auf die Stellungnahme von Dr.med G.________ 
abgestellt werden. Auch Dr.med. F.________ begründe in seiner Stellungnahme 
vom 2. April 2022, weshalb auf die Stellungnahme von Dr.med. G.________ ab-
gestellt werden könne und weshalb diese nachvollziehbar sei. Inwiefern die Vor-
instanz ihre Abklärungspflicht verletzt habe, wenn sie sich auf die Stellungnahme 
eines externen Arztes beziehe, die sie ihrem beratenden Arzt vorgelegt habe, 
werde in der Beschwerde nicht begründet und sei nicht nachvollziehbar. Dr.med. 
F.________ habe seine eigene Prüfung vorgenommen; nur weil er zum gleichen 
Schluss gelangt sei, wie der externe Arzt, könne nicht von einer mangelnden Ab-
klärung ausgegangen werden (S. 3 Ziff. 4). 

4. Umstritten ist vor Verwaltungsgericht einzig der Kausalzusammenhang 
zwischen den Hüftbeschwerden und dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2020, 
worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist (vgl. auch Beschwerde S. 3 Ziff. 3). 

Zum Unfallereignis vom 20. Oktober 2020 und den daran anschliessenden Ge-
sundheitsverlauf ergibt sich aus den Akten u.a. was folgt:

4.1 Gemäss Schadenmeldung vom 21. Oktober 2020 fiel die Beschwerdefüh-
rerin in einen defekten Boden-Gitterrost. Ihr Fuss sei dabei hängen geblieben 
und umgeknickt, "Fuss und Knie rechts aufgeschürft und verdreht. Handgelenk 
rechts sowie Hüfte rechts angeschlagen initial nur leichte Schmerzen. Schulter 
rechts und links am Unfalltag nur leichte Schmerzen. Kopf nur leicht angeschla-
gen" (Vi-act. 1). 

4.2.1 Der noch am Unfalltag konsultierte Dr.med. E.________ (Facharzt Allge-
meine Innere Medizin), stellte die Diagnosen Supinationstrauma OSG RE, eine 
Kniedistorsion RE mit Meniskusriss sowie eine Handgelenkskontusion RE (vgl. 
Arztzeugnis [erst] vom 21.12.2020, Vi-act. 18). 

4.2.2 Dem Eintrag von Dr.med. E.________ in der Krankengeschichte vom 20. 
Oktober 2020 (in: Vi-act. 60 S. 3) lässt sich entnehmen:

JL UVG:
Heute morgen in der Garage in etwas auf dem Boden gefallen. Mit ei-
ner Dachrinne umgeknickt. Dann gestürzt und Knie geschürft, Fuss 
tue weh, am ehesten Supinationstrauma. HG auch angeschlagen 
rechts. Möchte Gerne Boostrix polio zur Prophylaxe

Befund OSG rechts mit Schürfung lat. Dort auch lokale DDo, kein Talusvor-
schub
OSG rechts ap/lat: Kein Hinweis auf frische ossäre Läsion

Procedere Push Ortho abgegeben, sma

13

Kontrolle bei unzur. Besserung

4.3 Gemäss dem Verlaufseintrag von Dr.med. E.________ vom 29. Oktober 
2020 (Vi-act. 60 S. 3) würden der Beschwerdeführerin nach dem Unfall alle Ge-
lenke und namentlich auch die rechte Hüfte wehtun. Der Arzt hielt sodann fest: 
"Bzgl. Hüfte würde ich eher abwarten. Schmerzen eher durch Fehlbelastung und 
Adipositas."

4.4 Am 28. Oktober 2020 bzw. am 4. November 2020 führte Dr.med. 
I.________ (FMH Radiologie) ein MRI rechtes Kniegelenk nativ bzw. ein MRI lin-
kes Kniegelenk nativ durch (Vi-act. 11 f.). 

4.5 Im "Fragebogen: Gebäude/Treppe" vom 10. November 2020 schilderte die 
Beschwerdeführerin, sie sei beim Laufen über den Bodengitterrost mit dem Fuss 
"hereingefallen und gestürzt" bzw. sie sei mit dem Fuss hängen geblieben und 
sei dadurch gestürzt. Die Beschwerden hätten sich sofort bemerkbar gemacht 
"(Hüfte rechts, Handgelenk rechts, Knie links und rechts, Fuss/OSG rechts, 
Schulter links und rechts, Rippen rechts)" (vgl. Vi-act. 7, S. 1 Ziff. 1-3). 

4.6 Dr.med. J.________ (Orthopädie & Sportchirurgie K.________ AG) stellte 
im Sprechstundenbericht vom 13. November 2020 die Diagnosen Innenmenis-
kusläsion Kniegelenk rechts, Ödem medialer Femurkondylus bei Status nach 
knorpelregenerativer Therapie Kniegelenk links, OSG-Distorsion rechts mit Ta-
lusödem (Vi-act. 13). Im Sprechstundenbericht vom 7. Dezember 2020 befundete 
derselbe Arzt: "Weiterhin deutlicher Druckschmerz im Bereich des medialen Ge-
lenkspaltes bei positivem Steinmann I- und ll-Test. Generelle Flexion/Extension 
125/0/0° mit endgradigem Beugeschmerz. Stabiles MCL und stabiles VKB und 
HKB. Kein intraartikulärer Erguss. Im Bereich des linken Kniegelenkes deutlich 
weniger Druckschmerz im Bereich des medialen Femurkondylus. Hier freie Be-
weglichkeit. Die Meniskuszeichen sind negativ (Vi-act. 15). 

4.7 Gemäss dem von L.________, Spezialistin Leistungsaussendienst der Vor-
instanz, am 18. Dezember 2020 verfassten "Bericht Leistungsaussendienst Un-
fall" berichtete die Beschwerdeführerin am 16. Dezember 2020 über ihr aktuelles 
Befinden am rechten Handgelenk, sowie am rechten sowie linken Knie (vgl. Vi-
act. 16, S. 2 oben insbesondere). 

4.8 Am 22. Januar 2021 führte Dr.med. J.________ im Bericht zur Sprechstun-
de desselben Tages neben den bereits bekannten und in früheren Berichten er-
wähnten Diagnosen neu die Diagnose "Verdacht auf traumatische Labrumläsion 
Hüfte rechts" an. Er führte u.a. aus, nach dem Sturz seien auch Schmerzen im 

14

Bereich der rechten Hüfte aufgetreten, welche nun weiterhin persistent seien, 
und dass die Patientin dies gerne abklären lassen möchte. Dem Bericht ist weiter 
zu entnehmen (Vi-act. 35): 

Untersuchungsbefund
lm Bereich der rechten Hüfte zeigt sich ein Druckschmerz über dem Trochanter 
sowie retrotrochantär. Die Untersuchungstechniken sind aufgrund der Adipositas 
etwas eingeschränkt. Bei Flexion über 100° treten Schmerzen im Bereich der ante-
rioren und lateralen rechten Hüfte auf. Bei Traktion verschwinden diese Schmer-
zen. Bei Innenrotation von 20° werden die Schmerzen deutlich verstärkt. Die Ab-
duktion und Adduktoren auch gegen Widerstand ist frei. 
(…)
Beurteilung und Procedere
Bei der Patientin besteht neben der bekannten persistenten lnnenmeniskusläsion 
des rechten Kniegelenkes eine Verbesserung des Ödems des medialen Femur-
kondylus links und des Tales im Bereich des rechten OSG. Auf der rechten Seite 
im Bereich des Hüftgelenkes vermute ich eine Traumatisierung des Gelenkes mit 
gegebenenfalls auch Labrumläsion. Aus diesem Grund werde ich ein Arthro-MRI 
durchführen und dann gerne berichten. 

4.9 Am 27. Januar 2021 führte Dr.med. I.________ das veranlasste Arthro-MRI 
rechtes Hüftgelenk durch bei der Indikation "Status nach Sturz. Labrum, Oedem, 
Knorpel?". Der Radiologe hielt fest (Vi-act. 36): 

Befund:
Nach durchleuchtungsgesteuerter intraartikulärer Kontrastmittelapplikation regel-
rechtes Arthrogramm. Nachfolgend Durchführung der Arthro-MRI. 
Regelrechte femoroacetabuläre Artikulation im rechten Hüftgelenk. Antetorsion des 
Acetabulums 19 Grad. CE-Winkel 35 Grad. Homogenes Knochenmarksignal im 
Acetabulum und im rechten proximalen Femur. 
Leichtgradige Offset-Störung im Übergang Schenkelhals zu Femurkopf cranial und 
weniger deutlich auch cranioventral, Alpha-Winkel 62 Grad. 
Schlitzförmiger Kontrastmitteleintritt in das Labrum acetabulare cranioventral. Fe-
moroacetabulärer Knorpel von normaler Dicke. Intakte Insertion der Glutealmus-
keln am rechten Trochanter major. 
Keine vergrösserte Bursa trochanterica. 

Beurteilung:
1. Dislozierter, cranioventraler Labrumriss rechts. 
2. Keine femoroacetabuläre Chondropathie. 
3. Leichte Offsetstörung am rechten, proximalen Femur. 

4.10 Im Sprechstundenbericht vom 5. Februar 2021 (Vi-act. 40) stellte Dr.med. 
J.________ die Diagnose "Dislozierter kranialer Labrumriss rechts". Bei der Pati-
entin bestehe eine grosse traumatische Labrumläsion, welche disloziert sei. Um 
die intra- von der extraartikulären Schmerzursache zu differenzieren, werde er 
eine Testinfiltration durchführen (vgl. zur Durchleuchtungsgesteuerten Infiltration 

15

rechtes Hüftgelenk vom 8.2.2021, Vi-act. 46). Der Befund imponiere eher so, 
dass eine Refixation erfolgen müsste. 

4.11.1  Gemäss "Sprechstundenbericht (Telefonkonsultation)" vom 10. Februar 
2021 (Vi-act. 41) berichtet Dr.med. J.________ bei der Diagnose "Traumatische 
Labrumläsion Hüfte rechts", die Patientin werde bezüglich des Verlaufs der am  
8. Februar 2021 durchgeführten Infiltration befragt. Mit der Testinfiltration habe 
die intraartikuläre Schmerzursache bewiesen werden können. Dadurch, dass 
jetzt immer noch eine Schmerzfreiheit bestehe, "könnte durchaus eine deutliche 
entzündliche Komponente noch die Schmerzen mittriggern, so dass ich sicherlich 
Kortison-Wirkung für vier bis sechs Wochen abwarten würde."

4.11.2  Im Zuweisungsschreiben vom 17. Februar 2021 zuhanden Dr.med 
M.________ (FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparats, N.________) beschrieb Dr.med. J.________, die Patientin sei seit dem 
Unfall in ihrer Tätigkeit als MPA selbst im Sitzen deutlich eingeschränkt. Eine 
Testinfiltration habe nur für die Zeit des Lokalanästhetikums eine Beschwerdelin-
derung gebracht (Vi-act. 47).

4.12 Im "Konsbericht" vom 5. März 2021 (Vi-act. 50, vgl. Dokumentenbezeich-
nung gemäss Inhaltsverzeichnis S. iii) hielt Dr.med. M.________ anamnestisch 
fest, es bestehe ein Status nach Hüftdistorsion am 20. Oktober 2020. Die Patien-
tin habe sich beim Sturz die linke Hüfte verdreht. Eine PT habe nur leichte Be-
schwerdebesserung gebracht, eine Infiltration habe die Beschwerden für einige 
Tage deutlich lindern können. Dieser Arzt befundete:

Hinkfreies und flüssiges Gangbild. Seitengleiche Beinlänge, symmetrische Rotati-
on der Füsse, gute Hüftgelenksbeweglichkeit bds. mit IR/AR 30-0-50°. Impinge-
ment und Viererzeichen rechts pos. links neg. Apprehensiontest rechts leicht pos. 
links neg. Squeezetest rechts pos. Leichte Schmerzen im Bereich der Iliopsoas-
sehne.
Arthro MRI Hüfte rechts 27.1.21
Dislozierter cranioventraler Labrumriss rechts, keine Chondropathie, nur minimale 
Offsetstörung am rechten prox. Femur.

Er diagnostizierte einen Labrumriss Hüfte rechts vom 20.10.20. Sodann wird im 
Bericht festgehalten, die Patientin wünsche sich aufgrund des hohen Leidens-
drucks eine "HAS mit Labrumrefixation rechts". 

4.13 Gegenüber der C.________ beantwortete Dr.med. F.________ am 12. 
April 2021 verschiedene Fragen (Vi-act. 53, vgl. Vi-act. 52). Bezüglich der Kausa-
lität hielt der beratende Arzt u.a. fest, das MRI der rechten Hüfte vom 27. Januar 
2021 zeige einen Riss des Labrums im ventralen Anteil bei nur leichter Offset-
störung. Die Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte würden erst seit dem Un-

16

fall vom 20. Oktober 2020 bestehen. Der Unfallmechanismus mit Rotationsbe-
wegung des gesamten rechten Beines bei fixiertem Fuss sowie der zusätzlichen 
Adipositas sei geeignet, um eine solche Verletzung auszulösen. Daher müsse 
auch die Labrumläsion der rechten Hüfte überwiegend wahrscheinlich in Zu-
sammenhang mit dem Unfall vom 20. Oktober 2020 gesehen werden (Frage 
Ziff. 2.1, vgl. Ziff. 2.2). Die Frage, ob die geplante Hüftarthroskopie rechts auf-
grund der Labrumläsion überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 
20. Oktober 2020 zurückzuführen sei, bejahte der beratende Arzt sinngemäss 
(Frage Ziff. 2.3).

4.14 Am 24. April 2021 bestätigte die C.________ gegenüber der Beschwerde-
führerin, die Kosten der Operation Hüfte rechts zu übernehmen (vgl. Vi-act. 57). 

4.15 Am 18. Mai 2021 untersuchte Dr.med. O.________ (FMH Chirurgie, Fus-
schirurgie GFFZ, IOC Diploma Sports Physician, Sportmedizin DGSP, Ultraschall 
Bewegungsapparat SGUM) die Beschwerdeführerin und diagnostizierte was folgt 
(Vi-act. 64, vgl. Vi-act. 66): 

Zunehmende Hüftschmerzen rechts bei bekannter Labrumläsion nach Hüftdistorsi-
on vom 20.10.20

In der Anamnese wurde festgehalten, dass sich die Beschwerdeführerin wegen 
den zunehmenden Schmerzen Hüftgelenk rechts heute für die ultraschallgesteu-
erte Steroid-LA-Infiltration vorstelle. Sie habe in der letzten Zeit 18 kg abgenom-
men, trotzdem seien die Beschwerden sehr präsent. Beurteilend hielt die Ärztin 
fest, die Infiltrationsbehandlung sei als temporäre Lösung zu sehen. Die Be-
schwerdeführerin möchte gerne ihre aktuelle Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten 
und bitte um Durchführung der Infiltration. Dies könne sie vollumfänglich unter-
stützen. 

4.16 Am 11. Juni 2021 hielt die C.________ gegenüber der P.________ Klinik 
fest, für den Spitalaufenthalt der Beschwerdeführerin die Behandlungskosten für 
die Unfallkosten zu übernehmen (Vi-act. 67, S. 1 insbesondere). 

4.17 Per 23. Juni 2021 befundete Dr.med. M.________ bei der Diagnose La-
brumriss nach Hüftdistorsion vom 20. Oktober 2020 bei leichter Impingementkon-
figuration (Vi-act. 71): 

Hinkfreies Gangbild, unverändert gute Beweglichkeit mit IR/AR 30/0/50°. Impinge-
ment- und Viererzeichen rechts weiterhin pos., Apprehension-Test pos., Squeeze-
Test aktuell immer noch schmerzhaft, jedoch lateral keine glutealen Sz mehr. 
Röntgen Beckenübersicht und Lauenstein II rechts: Diskrete kraniale Retroversion 
acetabulär, regelrechter CE-Winkel von 32°, mässige Offset-Störung anterolatera-
ler Schenkelhals.

17

4.18 Gemäss Gesprächsnotiz vom 7. Juli 2021 (Vi-act. 76 S. 1) habe der Ver-
trauensarzt der H.________ AG (nachfolgend: H.________; Haftpflichtversiche-
rer, vgl. Vi-act. 89, S. 2 oben) bestätigt, dass "der Labrumriss und die Operation 
unfallbedingt" seien.

4.19 Gemäss Operationsbericht führte Dr.med. M.________ bei der Diagnose 
"Labrumriss nach Hüftdistorsion vom 20.10.2020 bei leichter Impingementkonfi-
guration" am 4. August 2021 folgende Operation durch (vgl. Vi-act. 80):

Hüftarthroskopie rechts mit
- Synovektomie und Ausdünnung Zona orbicularis peripher
- Schenkelhalstaillierung von anteromedial bis posterior
- Subchondrale Zysteneröffnung und Resektion multipler hernation pits am 

Schenkelhals
- Arthroskopische Arthrotomie vom mid-anterioren zum al-Portal
- Sparsame Pfannenrandglättung zwischen 12 und 14 Uhr
- Labrumrefixation und -débridement mit 3 cinch lock-Ankern
- Volumenreduktion Spina iliaca anterior und inferior
- Mikrofrakturierung acetabulär
- Knorpelglättung acetabulär und femoral

Dem Operationsbericht lässt sich weiter entnehmen:

Technik
(…). Ueber das proximale anterolaterale Portal wird in die Peripherie eingegangen, 
hier zeigt sich eine mässige Reizsynovalitis. 
Über das mid-anteriore Portal wird dann aufwändig wechselweise mit dem Shaver 
und dem Arthrocare synovektomiert und die Zona orbicularis ausgedünnt. Flexion 
der Hüfte auf 50°. Es zeigt sich eine mässige Offsetstörung von anteromedial bis 
posterior. Hier wird nun sehr aufwändig mit der Fräse eine Schenkelhalstaillierung 
durchgeführt, subchondral müssen multiple kleinere herniation pits eröffnet und re-
seziert werden. Anschliessend Nachtaillierung.
Posterior erfolgt unter Extension ebenfalls eine Taillierung, ganz posterior muss 
minimalst etwas Offset belassen werden, da die unmittelbaren Kontakt zur Arteria 
circumflexa femoris medialis hat. 
Unter Sicht jedoch kein Impingement mehr, regelrechte BV Kontrolle.
Anlage der Extension.
Zugang nach zentral unter Sicht über das mid-anteriore und al-Portal. Etwas tro-
ckener femoraler Knorpel mit kleinem Einriss anterosuperior, ansonsten Chondro-
malazie Grad I. Intaktes, leicht ödematös verändertes Ligamentum capitis femoris, 
geprüft in IR/AR.
Chondromalazie Grad I acetabulär, hier zeigt sich zusätzlich eine grosse Rissbil-
dung des Labrums von 12-14 Uhr und etwas drüber hinaus. 
Es erfolgt nun eine arthroskopische Arthrotomie vom mid-anterioren zum al-Portal. 
Débridement des Pfannenrands, dieser ist sklerotisch verändert. Hypertrophe Spi-
na iliaca anterior inferior Typ II, hier erfolgt eine sparsame Pfannenrandglättung mit 
der Fräse, anschliessend Volumenreduktion der AIIS. Die Rectus femoris Sehne 
wird geschont. Ebenfalls werden kleinere herniation pits in diesem Bereich ent-
fernt. BV-Kontrolle regelrecht. Mit dem Tasthaken zeigt sich, dass das Labrum 
komplett instabil und bereits mässig degenerativ verändert ist. Am chondrolabralen 

18

Uebergang zeigt sich eine leichte Delamination acetabulär zwischen 13 und 14 
Uhr.
Danach Vorbohren für 3 Ankerlöcher, Kontrolle mit dem Nitinoldraht, unter Sicht 
keine Knorpelperforation. Refixation des Labrums mit 3 cinch lock Ankern, ansch-
liessend sehr schöne Stabilität, geprüft mit dem Testhaken. Der Knorpel acetabulär 
wird geglättet, zwischen 13 und 14 Uhr werden mehrere Mikrofrakturierungs-
Bohrungen mit dem Phönix System durchgeführt, mässige Blutungsneigung. Glät-
tung mit dem Shaver, nochmalige Kontrolle mit dem Testhaken, sehr stabiles La-
brum.
(…).
Procedere
(…). Aufgrund des grossen Labrumrisses müsste evtl. im Verlauf eine Eigenblut-
Infiltration diskutiert werden. 

4.20 Der die C.________ beratende Arzt Dr.med. F.________ hielt nach erneu-
ter Fallvorlage am 16. August 2021 im Wesentlichen fest, bezüglich seiner Be-
gründung gebe es für ihn keine Änderung im Vergleich zu seiner Beurteilung vom 
12. April 2021; namentlich erkannte der Arzt, sämtliche unter "Diagnose 1 aufge-
führten Verletzungen stehen überwiegend wahrscheinlich in Kausalzusammen-
hang vom Unfall 20.10.2020" (vgl. Vi-act. 89, S. 2 Ziff. 2.1 f. i.V.m. Ziff. 1 [dortige 
Diagnose 1: "Sturz am 20.10.2020 mit Distorsion des rechten OSG [Bonebruise 
malleolus lateralis], Distorsion Knie rechts mit Meniskusläsion, Distorsion rechte 
Hüfte mit anteriorer Labrumläsion sowie Kontusion Handgelenk rechts"). 

4.21 Gemäss Krankengeschichte der N.________ erfolgte am 8. September 
2021 eine postoperative klinisch-radiologische Kontrolle. Es zeige sich ein regel-
rechter Verlauf (Vi-act. 94). 

4.22 Dr.med. G.________ hielt am 22. Dezember 2021 gegenüber der 
H.________ u.a. fest (Vi-act. 116):

(…)
lm Text des Operationsberichts wird ferner hingewiesen auf eine Chondromalazie 
Grad I sowohl femoral wie azetabulär bei antero-medialer bis posteriorer Offset-
Störung und grosser Rissbildung des Labrums von 12 - 14 Uhr und etwas darüber 
hinaus. Das Labrum wird als mässig degenerativ beschrieben mit vorliegender De-
lamination azetabulär zwischen 13 und 14 Uhr. Über mehreren Mikrofrakturie-
rungsbohrungen wird eine nur mässige Blutungsneigung festgehalten. (Anmer-
kung: Dieser so beschriebene Befund bestätigt einen mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit degenerativen Vorbefund, weshalb dann im Anschluss der weiteren 
Therapie auch eine Eigenblutinfiltration angedacht bzw. vorgeschlagen wurde.) lm 
Austrittsbericht an die diesbezügliche Hospitalisation vom 03.08. - 05.08.2021 fin-
det sich dann die Diagnose eines femoro-azetabularen lmpingements vom CAM- 
und Pincer-Typ mit Labrumläsion der rechten Hüfte. Status nach mehreren Hüftin-
filtrationen rechts. (Anmerkung: Diese nach der relevanten Hüftarthroskopie im 
Austrittsbericht so formulierte Diagnose enthält keinen Hinweis mehr auf eine un-
fallkausale Pathologie.)

19

Am 08.09.2021 erfolgte die Nachkontrolle 4 Wochen postoperativ nach der vorge-
nannten Hüftarthroskopie. Hier lautet die Diagnose auf Status nach Schenkelhal-
staillierung (Anmerkung: dabei werden vorbestehende Knochenanteile im Rahmen 
der Offset-Pathologie abgetragen), Pfannenrandglättung, Labrumrefixation, Volu-
menreduktion und Mikrofrakturierung azetabulär. (…).

Die Frage (1.), welche Teile der Operation zumindest mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit durch den Unfall begründet gewesen seien, beantwortete Dr.med. 
G.________ mit "Keine". Zur Frage (2.), welche Teile der Operation zumindest 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallfremder Natur gewesen seien, hielt 
er u.a. fest:

Entgegen meiner ersten Beurteilung ergibt sich nun aufgrund der anlässlich der 
Hüftarthroskopie unter direkter Sicht der relevanten Gelenkbefunde ein grundsätz-
lich anderes Bild zur unfallkausalen Aetiopatholgie der erhobenen Befunde.
Hier gehe ich von der Hüftarthroskopie vom 04.08.2021 durch Dr. M.________ 
aus. Die intraoperativ festgehaltenen Befunde und die dazu erforderlichen thera-
peutischen Operationsschritte entsprechen einer sogenannten Gelenktoilette und 
entsprechen nicht den intraoperativ therapeutischen Massnahmen bzw. Schritten 
zur Sanierung einer unfallkausalen Pathologie. Keineswegs nach den erforderli-
chen Kriterien der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Folgende Befunde aus dem 
Operationsbericht entsprechen nicht den pathologisch-anatomischen Befunden ei-
nes unfallkausalen Korrelates (vergleiche Liste der Operationsschritte mit: Schen-
kelhalstaillierung, Pfannenrandglättung der offensichtlich delaminierten, chronisch 
degenerativ vorgeschädigten Gewebsanteile, Labrumrefixation bei Delamination, 
Volumenreduktion und Mikrofrakturierung azetabulär mit marginaler Blutungsnei-
gung). Zudem ist die abschliessend im Austrittsbericht vom 05.08.2021 festgehal-
tene Diagnose klar unfallfremd. Die zudem angedachte adjuvante Behandlungs-
massnahme mit einer Eigenblutinfiltration gehört dann noch weit mehr ins Konzept 
der Massnahme gegenüber chronisch degenerativen, intraartikulären Gelenkbe-
funden als ins Konzept zur Behandlung unfallkausaler Befunde. 
Auch der als Labrumriss aufgeführte Befund erfüllt das Kriterium der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit einer Unfallkausalität nicht. Als Begründung findet sich kein 
Bone Bruise in der Bildgebung vom 27.01.2021 bei gleichzeitiger femoro-
azetabulärer Chondromalazie und antero-medialer Offset-Störung. Es ist nicht 
nachvollziehbar, warum ein Labrumriss der beschriebenen Struktur und Grösse 
ohne Bone Bruise einer unfallkausalen Aetiologie bei gleichzeitig offensichtlicher, 
unfallfremder Offset-Störung zugeordnet werden soll. Die Labrumläsion wird vom 
Operateur als mässig degenerativ beschrieben bei konsekutiver azetabulärer, so-
genannter Delamination am Ort der als Rissstelle bezeichneten Labrumabschnitte. 
Dazu zeigte die Mikrofrakturierung intraoperativ eine nurmehr mässige Blutungs-
neigung, was ebenfalls für eine degenerative Pathologie und gegen einen unfall-
kausalen Befund spricht. Damit finden sich am betreffenden Hüftgelenk die auf-
summierten Befunde einer ausschliesslich vorbestehenden degenerativen und 
konstitutionell vorbestehenden Pathologie (Offset-Störung und Impingement) und 
entsprechen versicherungsmedizinisch nicht dem Befund eines überwiegend 
wahrscheinlichen unfallkausalen Korrelats. Damit auch im mittelfristigen Verlauf 
das hochwahrscheinliche Risiko einer frühen Arthroseentwicklung aufgrund einer 
unfallfremden, angeborenen Hüftpathologie. 

20

Abschliessend erklärte der die H.________ beratende Arzt, die Indikation zur 
Operation an der betreffenden rechten Hüfte sei nicht unfallkausal zu begründen 
(vgl. Frage 3) und hielt zur Frage (4.), ob weitere Behandlungen und/oder Ab-
klärungen notwendig seien, namentlich fest:

(…). Aufgrund der Anamnese eines eher unklaren Ereignisablaufs am 20.10.2020 
(mit schrittweiser, gestaffelter Auflistung eines geradezu unfallkausalen Polytrau-
mas, welches das OSG, das Knie sowie das Hüftgelenk betroffen habe), ergeben 
sich für mich ausser am OSG rechts keine plausiblen, nachvollziehbaren, versiche-
rungsmedizinischen Befunde einer natürlichen Kausalität. 

4.23 Nach neuerlicher Fallvorlage an Dr.med. F.________ beantwortete dieser 
in seiner Stellungnahme vom 2. April 2022 (Vi-act. 122) gestützt auf Akten mit 
Eingang bis 28. Februar 2022 (vgl. Vi-act. 122, S. 2 i.f., wobei in dieser Stellung-
nahme offensichtlich auch auf einen späteren Arztbericht [vom 14.3.2022, vgl. 
Ziff. 4.1] Bezug genommen wird) die vorinstanzlichen Fragen wie folgt: 

1. Diagnosen
Welche Diagnosen Bestehen?

1. Sturz am 20.10.2020 mit Distorsionstrauma rechtes OSG (Bone bruise Mal-
leoulus lateralis) und rechtes Knie mit Riss medialer Meniskus

2. Labrumläsion rechte Hüfte bei Impingementkonfiguration
3. St.n. Microfrakturierung medialer Femurkondylus rechts
4. St.n. Microfrakturierung medialer Femurkondylus 2016

2. Natürlicher Kausalzusammenhang
2.1 Stehen die erhobenen Befunde/Diagnosen mit dem Unfall vom 20.10.2020 

in einem natürlichen Kausalzusammenhang?
(…).
Die Patientin war am 20.10.2020 wegen einem defekten Abdeckgitter mit 
dem rechten Fuss in eine Bodenrinne getreten und hatte sich dabei ein Dis-
torsiontrauma des rechten OSG und des rechten Kniegelenkes zugezogen. 
lm Anschluss Schmerzen im rechten OSG und Knie. ln den daraufhin durch-
geführten MRI Untersuchungen zeigte sich der Bone bruise im Malleolus la-
teralis und ein Riss im medialen Meniskus. Beide Befunde stehen überwie-
gend wahrscheinlich in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 
20.10.2020

2.2 Falls mehrere Befunde/Diagnosen vorliegen: Welche der erhobenen Befun-
de/Diagnosen stehen sicher, überwiegend wahrscheinlich oder nur mögli-
cherweise in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 
20.10.2020?
Die Diagnose 1 steht überwiegend wahrscheinlich in natürlichem Kausalzu-
sammenhang zum Unfall vom 20.10.2020, die Diagnose 2 steht nur mögli-
cherweise und die Diagnosen 3 und 4 nicht in natürlichem Kausalzusam-
menhang zum Unfall vom 20.10.2020.

2.3 Ist die OP vom 03.08.2021 sicher, überwiegender Wahrscheinlichkeit oder 
nur möglicherweise auf das Unfallereignis vom 20.10.2020 zurückzuführen?

21

Die OP vom 03.08.2021 ist nur möglicherweise auf das Unfallereignis vom 
20.10.2020 zurückzuführen. Die MRI Untersuchung der rechten Hüfte zeigte 
einen Labrumriss bei nur leichter Impingementproblematik. lntraoperativ war 
der Befund jedoch deutlich ausgeprägter, so dass hier eine wesentliche Vor-
schädigung des Hüftgelenkes bestand. ln diesem Punkt stimme ich mit der 
ausführlichen Beurteilung von Dr. G.________ überein, dass der Labrumriss 
nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 20.10.2020 
zurückgeführt werden kann.

(2.4 Frage betreffend Kniearthroskopie vom 20.12.2021)
2.5 Wäre die OP vom TT.MM.JJJJ, bzw. die geplante OP auch ohne das Unfal-

lereignis vom 20.10.2020 bereits zu diesem Zeitpunkt medizinisch notwen-
dig geworden?
?

3. Vorzustand / Dahinfallen der Kausalität (Status quo ante vel sine)
3.1 Litt die versicherte Person bereits vor dem Unfall vom 20.10.2020 un-

ter Beschwerden bzw. pathologischen Vorzuständen (Krankheiten, unfall-
fremden Zuständen, Folgen von früheren Unfällen)?
Ja, siehe Diagnosen 3 und 4.

3.2 Hat das Ereignis vom 20.10.2020 zu einer vorübergehenden oder zu 
einer richtunggebenden Verschlimmerung geführt?
Das Ereignis hat weder zu einer vorübergehenden noch zu einer richtungs-
gebenden Verschlechterung geführt. 

(…).
4. Heilverlauf und medizinischer Endzustand
4.1 Wie beurteilen Sie den Heilverlauf?

Gemäss den Sprechstundenberichten zeigt sich ein regelrechter Verlauf. Am 
14.03.2022 war das Kniegelenk reizlos ohne Erguss, frei beweglich und mit 
negativen Meniskuszeichen. Es besteht jedoch noch eine Atrophie der Qua-
drizepsmuskulatur. 

4.2 Stimmen objektive Befunde und subjektive Angaben der versicherten Per-
son überein? Wenn nein, weshalb nicht? 
Ja.

4.3 Ist die weitere Behandlung/ Therapie wirksam, zweckmässig und wirtschaft-
lich? 
Ja, um weitere Folgeschäden zu vermeiden ist eine gute Knie-
stabilisierende Muskulatur notwendig. 

4.4 Wie lange ist die Behandlung resp. wie viele Therapieserien sind noch an-
gezeigt? 
Die Meniskusnaht liegt schon 3 Monate zurück, bei reizlosem Kniegelenk 
kann der Muskelaufbau mit MTT erfolgen, dies für maximal 3 weitere Mona-
te.

4.5 Gibt es weitere Behandlungs- oder Therapievorschläge, die eine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes (beispielsweise eine Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit) versprechen? Welche?
Nein

22

4.6 Konnte durch die Heilbehandlung der letzten Monate ein Fortschritt erzielt 
werden?
Ja

4.7 Wenn ja welcher?
Das Kniegelenk ist wieder frei beweglich und reizlos.

4.8 Wie lautet lhre Prognose hinsichtlich des weiteren Heilverlaufes und der Ar-
beitsfähigkeit bei Durchführung der vorgeschlagenen Behandlung und wie 
begründen Sie diese?
Die Prognose der Meniskusnaht ist gut, inzwischen sollte wieder eine volle 
Arbeitsfähigkeit bestehen. 

(…). 

Die Frage (5.1), wie er die Arbeits(un)fähigkeit der versicheten Person in der an-
gestammten Tätigkeit als Schreibkraft (MPA) im 20%-Pensum beurteile, beant-
wortete der beratende Arzt dahingehend, dass hierfür wieder eine volle Arbeits-
fähigkeit bestehen sollte. Ein Integritätsschaden als Folge des Unfalls vom 20. 
Oktober 2020 bestehe nicht (6.1); weitere Bemerkungen zum Fall hatte der bera-
tende Arzt schliesslich keine (7.). 

5.1 Die Vorinstanz begründet die Ablehnung ihrer Leistungspflicht namentlich 
mit der (dritten) medizinischen Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr.med. 
F.________ (Erw. 4.23). Zu betonen ist, dass beratende Ärzte, was den Beweis-
wert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzu-
setzen sind (vgl. Urteil BGer 8C_740/2020 vom 7.4.2021 Erw. 2.2 m.H.). Es ist 
damit im vorliegenden Fall die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Beurtei-
lungen von versicherungsinternen Ärzten zu beachten, wonach nur auf deren 
Feststellungen abgestellt werden kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an 
deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 142 V 58 Erw. 5.1 
m.w.H.; VGE I 2019 27 vom 15.10.19 Erw. 6.1; vorstehend Erw. 2.6.2).

5.2 Das Unfallereignis vom 20. Oktober 2020, bei dem die Beschwerdeführerin 
beim Laufen durch die Garage in einen defekten Boden-Gitterrost trat, ist unbe-
stritten. Der noch am Unfalltag aufgesuchte erstbehandelnde (Haus-)Arzt dia-
gnostizierte gemäss Arztbericht (vom 21.12.2020) ein Supinationstrauma OSG 
RE, eine Kniedistorsion RE mit Meniskusriss sowie eine Handgelenkskontusion 
RE (Vi-act. 18). Soweit aus den Akten ersichtlich berichtete die Beschwerdefüh-
rerin am Unfalltag gegenüber dem Arzt weder über ein Anschlagen der Hüfte 
noch von Schmerzen in der Hüfte, sofern der Eintrag in der Krankengeschichte 
"HG auch angeschlagen rechts" das rechte Handgelenk, wie in der Diagnose 
aufgeführt, bedeutet (und nicht Hüftgelenk; vgl. Erw. 4.2.2). In der einen Tag 
nach dem Unfallereignis datierenden Schadenmeldung berichtet die Beschwer-
deführerin unter anderem, sie sei beim Ereignis vom 20. Oktober 2020 beim Lau-

23

fen in einen defekten Boden-Gitterrost gefallen, mit dem Fuss hängen geblieben 
und umgeknickt, habe (u.a.) "Handgelenk rechts sowie Hüfte rechts angeschla-
gen initial nur leichte Schmerzen". 

5.3 Während der Hausarzt Ende Oktober die Hüftschmerzen "eher" auf eine 
Fehlbelastung und Adipositas zurückführte und für ein Abwarten plädierte 
(Erw. 4.3), erkannte der Orthopäde Dr.med. J.________ am 22. Januar 2021 auf 
die Verdachtsdiagnose einer traumatischen Labrumläsion der rechten Hüfte und 
veranlasste aufgrund dieser vermuteten Traumatisierung des Gelenkes "mit ge-
gebenenfalls Labrumläsion" ein Arthro-MRI (Erw. 4.8). Nach Vorliegen des Be-
richts des Arthro-MRI des rechten Hüftgelenks (vom 27.1.2021) mit der Beurtei-
lung eines dislozierten, cranioventralen Labrumrisses rechts, keiner femoroace-
tabulärere Chondropatie sowie einer leichten Offsetstörung am rechten proxima-
len Femur (Erw. 4.9) berichtet in der Folge Dr.med. J.________ von einer trau-
matischen Labrumläsion (Erw. 4.11). Auch Dr.med. M.________ und Dr.med. 
O.________ diagnostizierten im März 2021 bzw. Mai 2021 einen "Labrumriss 
Hüfte rechts vom 20.10.20" (Erw. 4.12) bzw. zunehmende Hüftschmerzen bei ei-
ner Labrumläsion nach Hüftdistorsion vom 20. Oktober 2020 (Erw. 4.15) und ge-
langten damit - sinngemäss - zum Ergebnis einer traumatisch bedingten Verlet-
zung. 

5.4 Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, stellt die Vorinstanz in ih-
rem Entscheid auf die Berichte einerseits von Dr.med. F.________ und ander-
seits von Dr.med. G.________ ab. Anzufügen ist an dieser Stelle, dass eine von 
der Beschwerdeführerin angekündigte Stellungnahme des behandelnden Arztes 
zur Aktenbeurteilung der Dres.med. G.________ und F.________, welche zum 
Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung noch ausgestanden habe (vgl. Beschwerde 
S. 4 i.f.), dem Gericht bis dato nicht eingereicht wurde. 

5.4.1 Während Dr.med. G.________ am 6. April 2021 offenbar (Bericht soweit 
ersichtlich nicht aktenkundig) noch von einer "richtunggebenden Verschlimme-
rung eines Vorzustandes" ausging und die Hüftoperation vom 4. August 2021 
und deren Folgen als dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2020 geschuldet er-
achtet hatte, erfolgte in seinem zweiten Bericht vom 22. Dezember 2021 eine 
"neue Sicht der Dinge" bzw. ging er nicht (mehr) von einer unfallkausalen Patho-
logie aus (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 4, wobei die Ausführungen bzgl. Bericht vom 
6.4.2021 von der Vorinstanz nicht bestritten werden). Diese neue Sicht der Dinge 
bzw. Meinungsänderung anerkennt auch die Vorinstanz. Mit ihren vernehmlas-
senden Ausführungen und entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen ist 
festzuhalten, dass Dr.med. G.________ seine Meinungsänderung insbesondere 

24

unter Bezugnahme auf den ihm nunmehr vorliegenden Operationsbericht vom       
4. August 2021 begründet (vgl. Erw. 4.22). Soweit er indes in dieser zweiten Stel-
lungnahme auf einen Austrittsbericht vom 5. August 2022 verweist ist festzuhal-
ten, dass dieser - soweit ersichtlich - (ebenfalls) nicht aktenkundig ist und damit 
auch die von Dr.med. G.________ gemachte Aussage, wonach die im genann-
ten Austrittsbericht festgehaltene Diagnose (offenbar: femoro-azetabulares Im-
pingement vom CAM- und Pincer-Typ mit Labrumläsion der rechten Hüfte. Status 
nach mehreren Hüftinfiltrationen [vgl. S. 2, dort 5. Abschnitt]) "klar unfallfremd" 
sei (vgl. S. 3 [dort Antwort zu Frage Ziff. 2 2. Abschnitt]), nicht abschliessend 
nachvollzogen werden kann. Insofern wäre es für die Vorinstanz angezeigt ge-
wesen, diesen Bericht beim Operateur bzw. der Klinik einzuholen - und weniger, 
wie von der Beschwerdeführerin gefordert, den Operateur "selbst zu fragen", zu-
mal der Operationsbericht bereits ausführlich ausfällt. 

5.4.2 Auch Dr.med. F.________, der die Vorinstanz beratende Arzt, gelangte in 
seiner zweiten Stellungnahme vom 2. April 2022 zu einer anderen Beurteilung im 
Vergleich zu seinen beiden früheren Stellungnahmen vom 12. April 2021 bzw. 
vom 16. August 2021 - wobei trotz Datierung der Letzteren (16.8.2021) davon 
auszugehen ist, dass diese zeitlich früher erging bzw. in Unkenntnis des Operati-
onsberichtes vom 4. August 2021, wird doch in der dortigen Antwort auf die Fra-
ge Ziff. 3.1 festgehalten, eine Hüftarthroskopie sei für den 3. August 2021 vorge-
sehen - auf den dazu ergangenen Operationsbericht wird - anders als in der Stel-
lungnahme vom 2. April 2022 - entsprechend nicht eingegangen. 

Auch dieser beratende Arzt hat seinen Meinungsumschwung dahingehend und 
grundsätzlich nachvollziehbar begründet, wenn er ausführt, die MRI-
Untersuchung habe einen Labrumriss bei nur leichter Impingementproblematik 
gezeigt, wohingegen die spätere Operation einen deutlich ausgeprägteren Be-
fund gezeigt habe, sodass eine wesentliche Vorschädigung des Hüftgelenks be-
standen habe; insofern stimmte Dr.med. F.________ Dr.med. G.________ mit 
dessen "ausführlichen Beurteilung" zu, wonach der Labrumriss nicht überwie-
gend wahrscheinlich Unfallfolge vom 20. Oktober 2020 sei. 

5.4.3 Diese von Dr.med. F.________ erwähnte Übereinstimmung ist indes zu re-
lativieren, denn während dieser Arzt davon ausgeht, dass die Hüftoperation (im-
merhin) "möglicherweise" auf das Unfallereignis zurückzuführen sei, spricht 
Dr.med. G.________ von einer "ausschliesslich vorbestehenden degenerativen 
und konstitutionell vorbestehenden Pathologie (Offset-Störung und Impinge-
ment)", wobei betreffend Impingement zudem festzuhalten ist, dass der Opera-
teur von "Unter Sicht jedoch kein Impingement mehr " spricht. Nicht ganz nach-
vollziehbar für das Gericht erweist sich sodann, inwiefern die während der Ope-

25

ration unter Sicht gewonnenen Erkenntnisse namentlich betreffend Offset-
Störung eine deutlichere Ausgeprägtheit zeitigen gegenüber denjenigen der MRI-
Untersuchung. In der Letzteren wurde von leichter Offset-Störung gesprochen, 
im OP-Bericht von mässiger Offset-Störung, was begrifflich keine wesentliche 
Abweichung bedeutet. 

Ferner ist es nicht nachvollziehbar, wenn Dr.med. F.________ wie erwähnt ei-
nerseits von einer wesentlichen Vorschädigung des Hüftgelenks spricht, ander-
seits aber die Frage Ziff. 3.1 "Litt die versicherte Person bereits vor dem Unfall 
[…] unter Beschwerden bzw. pathologischen Vorzuständen […]?" mit "Ja, siehe 
Diagnosen 3 und 4" beantwortet, verweist er damit doch lediglich auf (hier 
grundsätzlich nicht weiter interessierende) Diagnosen betreffend Kniegelenk 
(medialer Femurkondylus), die Diagnose 2 "Labrumläsion rechte Hüfte bei Im-
pingementkonfiguration" also nicht aufführt. 

Auf die Frage Ziff. 2.5 mit dem Wortlaut "Wäre die OP vom TT.MM.JJJJ, bzw. die 
geplante OP auch ohne das Unfallereignis vom 20.10.2020 bereits zu diesem 
Zeitpunkt medizinisch notwendig geworden?" reagierte der beratende Arzt mit ei-
nem schlichten Fragezeichen. Entweder hat er die Frage nicht verstanden (was 
ein Nachfragen erfordert hätte) oder aber die Antwort ist für ihn fraglich, d.h. er 
kann sie nicht beantworten. Auf jeden Fall lässt er damit eine wesentliche Frage 
offen/unbeantwortet. 

Bereits insofern bestehen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der Beurteilung des die Vorinstanz beratenden Arztes. 

5.5.1 Zu erinnern ist, dass i) sich der von keiner Seite bestrittene Unfall am 20. 
Oktober 2020 ereignet hatte, ii) die Vorinstanz in der Folge - gestützt auf Art. 6 
Abs. 1 UVG - für die Behandlung (auch) der Hüftbeschwerden Leistungen er-
brachte, iii) insbesondere auch für die Hüftarthroskopie im August 2021 aufkam 
und iv) sie ihre Leistungen betreffend die Hüfte (erst) mit Verfügung vom 11. April 
2022 "ab 30.03.2022" bzw. "per 30.04.202", mithin spätestens per Ende April 
2022 (ex nunc et pro futuro) einstellte. Strittig sind demnach einzig allfällige Leis-
tungen hinsichtlich (allfälliger) noch geklagter Hüftbeschwerden. Dafür, dass sol-
che überhaupt noch bestehen bzw. per Ende April 2022 noch bestanden, sind 
soweit ersichtlich keine Arztberichte aktenkundig. Ob die Versicherung damit 
überhaupt noch Leistungen zu erbringen hätte, kann offen bleiben. Gemäss Ver-
sicherung sind die Hüftbeschwerden (und damit letztlich die Hüftarthroskopie) bei 
richtiger Beurteilung von Anbeginn an nicht unfallkausal, was auch spätere Rück-
fälle und Spätfolgen ausschliesst, wogegen eine bestätigte Kausalität den 
Fallabschluss per Ende April 2022 und spätere Leistungen aus Rückfall oder 

26

Spätfolge nicht ausschliesst. Entsprechend besteht an der Klärung der strittigen 
Kausalität ohnehin ein Interesse.

5.5.2 Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Berichte der Dres.med. 
F.________ und G.________ zum Schluss gelangt, der Vorzustand sei ausge-
wiesen und der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Hüftbe-
schwerden könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint werden, dann 
beantwortet dies nicht die entscheidende Frage, ob der Unfall für die Hüftbe-
schwerden eine conditio sine qua non war oder nicht (vgl. oben Erw. 2.2.1 f.). Ei-
ne Vorschädigung allein schliesst eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 
aus Unfall nicht aus (anders unter Umständen der Entlastungsbeweis bei un-
fallähnlicher Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 2 UVG, der hier indes nicht rele-
vant ist). 

5.6.1 Zur Frage, ob das Unfallereignis zumindest Teilursache oder aber Auslöser 
im Sinne einer Aktivierung eines stummen Vorzustandes war - oder nicht -, lässt 
sich dem von der Vorinstanz beim beratenden Arzt eingeholten Arztbericht nichts 
Schlüssiges entnehmen. Eine mögliche Teilursächlichkeit wird nicht thematisiert 
(vgl. oben Erw. 4.23). Eine mögliche vorübergehende oder richtunggebende Ver-
schlimmerung wird zwar erfragt und vom Arzt verneint (Ziff. 3.2). Indes erweist es 
sich als fraglich, ob der beratende Arzt ab Ziff. 3 noch auf die Hüftproblematik 
eingegangen ist und stattdessen vielmehr nur noch auf die (unbestrittenermas-
sen unfallkausalen) Kniebeschwerden Bezug nahm, was neben den oberwähn-
ten Umständen weitere Zweifel am Bericht hervorruft. Selbst wenn davon ausge-
gangen würde, dass zumindest die erwähnte Antwort zur Frage Ziff. 3.2 nach ei-
ner vorübergehenden oder richtunggebenden Verschlimmerung in Bezug auf die 
Hüfte erfolgte, so würde sich diese kurze Antwort entgegen den Vorgaben der 
Vorinstanz an den beratenden Arzt als nicht hinreichend medizinisch begründet 
erweisen (vgl. Vi-act. 122, S. 2 i.f., wonach die Antworten jeweils medizinisch zu 
begründen seien). 

5.6.2 Die Frage, ob dem Unfall (nicht) die Bedeutung zukommt, mindestens Teil-
ursache der Hüftbeschwerden zu sein oder ob er zumindest den pathologischen 
Prozess hat symptomatisch werden lassen, wurde nicht hinreichend abgeklärt. 
Unbesehen des grundsätzlich unzulässigen Schlusses "nach dem Unfall, also 
wegen des Unfalls" wäre dies indes angezeigt gewesen, ist doch nicht zu ver-
kennen, dass unmittelbar im Anschluss an das Unfallgeschehen für die diagnos-
tizierte Hüftgelenksschädigung behandlungsbedürftige Beschwerden aufgetreten 
sind (vgl. Urteil BGer U 395/04 vom 12.9.2006 Erw. 2.3.3) und der beratende 
Arzt attestierte, dass der Unfallmechanismus mit Rotationsbewegung des gesam-

27

ten rechten Beines bei fixiertem Fuss bei zusätzlicher Adipositas geeignet sei, 
eine solche Verletzung auszulösen (vgl. oben Erw. 4.13). Damit der Unfallversi-
cherer leistungspflichtig ist, reicht es aus, wenn der betreffende Schaden auch 
ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Un-
fall aber hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts conditio sine qua non 
war; die Leistungspflicht fiele nur weg, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder 
Zufallsursache war (vgl. oben Erw. 2.2.2). Obwohl sich in casu diese Fragestel-
lung aufdrängt, wurde sie von der Vorinstanz (und dem beratenden Arzt) nicht 
beurteilt. 

5.6.3 Ob dem beratenden Arzt schliesslich intraoperative Bilder vorgelegen ha-
ben oder nicht, erschliesst sich aus den Unterlagen nicht. Dies wäre indes 
grundsätzlich notwendig, um beurteilen zu können, ob der Riss des Labrums 
traumatisch oder degenerativ (mit-)bedingt ist und ebenso für die Frage, ob durch 
ein Unfallereignis ein stummer Vorzustand verschlimmert oder aktiviert wurde 
(vgl. VGE I 2019 66 vom 12.12.2019 Erw. 5.6 [betreffend Meniskus]). Soweit eine 
Aktivierung eines stummen Vorzustandes vorgelegen hat, wäre zu fragen, ob ei-
ne bereits zuvor latente Operationsindikation durch das Unfallereignis zu einer 
akuten geworden ist, der Zeitpunkt des früher oder später vielleicht ohnehin not-
wendig gewordenen Eingriffs mit anderen Worten durch das versicherte Trauma 
bestimmt wurde oder ob der Operationsbedarf lediglich bei Gelegenheit der un-
fallbedingten kurativen und diagnostischen Handlungen entdeckt wurde, ohne 
dass der Zeitpunkt des Eingriffs einen inneren Zusammenhang mit dem Unfall 
aufweist (vgl. BSK-UVG Vollenweider/Brunner, Art. 36 Rz. 19 mit Hinweisen auf 
Rechtsprechung). Abzuklären wäre sodann, per wann der Status quo sine vel an-
te erreicht ist, zu welchem Zeitpunkt jede kausale Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen der Hüftbeschwerden rechts überwiegend wahrscheinlich dahingefal-
len ist. Diesbezüglich gilt es einerseits vor Augen zu halten, dass die Vorinstanz 
die Leistungen wie erwähnt per 30. März 2022 bzw. 30. April 2022 eingestellt hat, 
mithin rund 17 bzw. 18 Monate nach dem Unfallereignis, und ist anderseits zu er-
innern, dass selbst unter der Annahme, der degenerative Vorzustand sei durch 
das Unfallereignis symptomatisch geworden und mithin sei der Unfall als be-
schwerdeauslösend zu betrachten, keine Unfallkausalität der ausgelösten Be-
schwerden ohne zeitliche Beschränkung bejaht werden kann. Ein entsprechen-
der zeitlicher Richtwert im Sinne einer medizinischen Erfahrungstatsache, wie 
z.B. im Bereich der Wirbelsäule (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 56), wurde 
indes in den Akten nicht genannt und ist ferner betreffend Hüfte nicht bekannt 
(vgl. immerhin Urteil BGer U 395/04 vom 12.9.2006 Erw. 2.3.3). 

28

5.7.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Beschwerdeinstanz 
in der Regel ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie im Rahmen der Be-
weiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sach-
verhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachterlich geklärt 
werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt 
nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung ist hingegen zulässig, wenn sie allein in 
der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet 
ist oder, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut-
achterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. Urteil BGer 9C_463/2019 vom 
25.9.2019 Erw. 2.1 m.H.a. BGE 139 V 99 Erw. 1.1 und BGE 137 V 210 Erw. 
4.4.1 ff.; VGE I 2019 92 vom 12.12.2019 Erw. 2.1 m.H.a. Furrer, Rechtliche und 
praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversi-
cherung; SZS 2019 S. 4 und Slavik, Gerichtliche Qualitätssicherung medizini-
scher Gutachten, JaSo 2018, S. 172). 

5.7.2 Vorliegend rechtfertigt sich nach all dem Gesagten die Rückweisung an die 
Vorinstanz, damit sie ein externes Gutachten nach Art. 44 ATSG einholt zur Fra-
ge, ob das Unfallereignis nicht mindestens Teilursache der geklagten Hüftbe-
schwerden (wobei auch die Frage einhergehend zu klären ist, ob der operativ 
versorgte Labrumriss nur einen Teilaspekt der weitergehenden Hüftgelekspro-
blematik darstellt, vgl. Urteil BGer U 395/04 vom 12.9.2006 Erw. 2.3.3), ggf. nur 
schon eine conditio sine qua non für den Schadenszeitpunkt war, oder zumindest 
Auslöser eines zuvor stummen Vorzustands darstellt und ggf. per wann der Sta-
tus quo sine vel ante erreicht ist, zu welchem Zeitpunkt jede kausale Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen der Hüftbeschwerden rechts überwiegend wahr-
scheinlich dahingefallen ist. Denn weder die Vorinstanz noch der sie beratende 
Arzt - noch der die (eine ähnliche Interessenlage vertretende) Haftpflichtversiche-
rung beratende Arzt, auf welchen der Erstere wiederum Bezug nimmt - haben 
sich nicht, jedenfalls nicht rechtsgenüglich, mit dieser Frage auseinandergesetzt. 
Mit anderen Worten waren diese wesentlichen Fragen nicht Gegenstand einer       
vorinstanzlichen, medizinisch-theoretischen Beurteilung; im Übrigen ist es nicht 
die Aufgabe der kantonalen Gerichte, im Verwaltungsverfahren versäumte medi-
zinische Abklärungen nachzuholen. Einer Rückweisung an die Vorinstanz steht 
somit nichts entgegen. 

5.8 Zusammenfassend ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit 
sie ein versicherungsexternes fachärztliches Gutachten gemäss Art. 44 ATSG im 
Sinne der Erwägungen (Erw. 5.7.2 insbesondere) einholt. In diesem Sinne er-
weist sich die Beschwerde als begründet und der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 14. Juli 2022 ist aufzuheben. 

29

6.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

6.2.1 Die Rückweisung der Sache an die C.________ zur erneuten Abklärung 
und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für 
die Frage der Zusprechung einer Parteientschädigung als Obsiegen der be-
schwerdeführenden Partei, unabhängig davon, ob die Rückweisung überhaupt 
beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag 
gestellt wird (vgl. Urteile BGer 8C_520/2014 vom 29.10.2014 Erw. 6 und 
8C_604/2013 vom 28.12.2014 Erw. 6, je m.H. u.a. auf BGE 132 V 215 Erw. 6.1; 
VGE I 2014 62 vom 31.10.2014 Erw. 6.1; VGE I 2013 41 vom 7.8.2013 Erw. 3.1).

6.2.2 Nachdem die beanwaltete Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 
obsiegt, ist ihr zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen 
(Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 
1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 
des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemäs-
sen Ermessens auf insgesamt Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzu-
setzen.

30

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 14. Juli 
2022 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zu weiteren 
Abklärungen und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführerin ei-
ne Parteienschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu 
leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 9. Dezember 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 15. Dezember 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I