# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae00580c-1160-5659-8083-3585f074b515
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-12-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.12.2006 AGVE_2006_55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_AGVE-2006-55_2006-12-31.pdf

## Full Text

2006 Verwaltungsrechtspflege 277 

XII. Verwaltungsrechtspflege 

 

52 Formelle Anforderungen an eine Wiedererwägung. 
- Streitgegenstand; Form der Wiedererwägung (Erw. I/2-3). 
- Formelle Anforderungen an Verfügungen und Entscheide (Erw. II/3). 

vgl. AGVE 2006 43 225 

53 Legitimation Dritter. 
- Legitimation im Falle einer Drittbeschwerde zugunsten des Verfü-

gungsadressaten (Erw. I/3). 
- Ausstand eines Gemeinderats, der von Amtes wegen Präsident der 

Forstbetriebskommission Y. ist und dessen Forstbetrieb Y. für den 
Flurstrassenunterhalt seiner Einwohnergemeinde ein Angebot einge-
reicht hat (Erw. II/4.1). 

vgl. AGVE 2006 39 204 

54 Planungszone. 
- Kognition des Verwaltungsgerichts bei der Überprüfung von Pla-

nungszonen, welche der Regierungsrat gemäss § 29 Abs. 1 BauG er-
lassen hat (Erw. I/2). 

- Kein Recht auf Replik (Erw. I/4). 

vgl. AGVE 2006 30 131 

55 Geltendmachung des sog. "Sockelbetrages" vom Kanton Aargau. 
- Zuständigkeit (Erw. I/1). 
- Anwendbare Verfahrensvorschriften (Erw. I/2). 

vgl. AGVE 2006 51 261 

278 Verwaltungsgericht 2006 

56 Folgen der falschen Besetzung der Veranlagungsbehörde. Rücknahme/ 
Aufhebung der Veranlagung. 
- Falsche Besetzung der Veranlagungsbehörde führt in der Regel nicht 

zur Nichtigkeit der Veranlagung, sondern nur zu deren Anfechtbar-
keit (Erw. 3). 

- Vor Eintritt der Rechtskraft kann die Behörde ihre formell fehler-
hafte Verfügung zurücknehmen, ohne dass die Voraussetzungen für 
den Widerruf von Verfügungen erfüllt sein müssen (Erw. 4). 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 19. Dezember 2006 in 
Sachen M.B. gegen Steuerrekursgericht. 

Sachverhalt 

Die Steuerkommission Z. veranlagte M.B. mit Verfügung vom 
30. Juni 2004 für das Steuerjahr 2001 zu einem steuerbaren Einkom-
men von Fr. 82'000.--. Mit Schreiben vom 13. Juli 2004 teilte der 
Vorsteher des Steueramtes Z. dem Steuerpflichtigen mit, die Veranla-
gungsverfügung vom 30. Juni 2004 sei fälschlicherweise eröffnet 
worden und werde daher innerhalb der Rechtsmittelfrist aufgehoben. 
Danach wurde M.B. mit ("Korrektur-")Verfügung der Steuerkom-
mission Z. vom 20. Januar 2005 für das Jahr 2001 zu einem steuerba-
ren Einkommen von Fr. 181'500.-- veranlagt (im Folgenden werden 
die Bezeichnungen Verfügung 04 bzw. Verfügung 05 verwendet). 

Aus den Erwägungen 

1. Veranlagungsbehörde der Gemeinde ist die Steuerkommis-
sion. Diese besteht aus einem kantonalen Steuerkommissär, dem 
Vorsteher des Gemeindesteueramtes sowie drei von der Einwohner-
gemeinde gewählten Mitgliedern. Die Veranlagung wird in der Regel 
im Namen der Steuerkommission durch eine Delegation, bestehend 
aus dem kantonalen Steuerkommissär und dem Vorsteher des Ge-
meindesteueramtes, vorgenommen (§ 164 StG). Dem Gemeinde-