# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1da08d0-c5c4-51f0-bd51-39b4f8197bbe
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2024 IV 2023/154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2023-154_2024-04-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/154

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.05.2024

Entscheiddatum: 25.04.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2024
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines 
Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 25. April 2024, IV 2023/154).

Entscheid vom 25. April 2024

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja 

Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2023/154

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Aeschlimann Wirz, lelex Rechtsanwälte, 

Allmendstrasse 7, Postfach, 8027 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im August 2018 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe einen Kurs zur Pflegehelferin 

absolviert und arbeite seither in einem Pensum von 80 Prozent als Pflegehelferin. Im 

Mai 2018 hatte Dr. med. B.___ vom Tumorzentrum C.___ zuhanden der 

Krankentaggeldversicherung berichtet (Fremdakten), die Versicherte leide an einer 

unklaren Induration des distalen Oesophagus, an einer progredienten perigastralen 

Lymphadenopathie, an einem Status nach einer akut nekrotisierenden Pankreatitis, an 

einer Gerinnungsstörung, an einer aethyltoxischen Hepatopathie, an einer Wernicke 

Encephalopathie, an einem Status nach einer Milzvenenthrombose sowie an einem 

Status nach einer diagnostischen Laparoskopie. Die Versicherte gab der IV-Stelle im 

September 2018 telefonisch an, dass sie mittlerweile ihre bisherige Tätigkeit wieder im 

vollen Pensum von 80 Prozent ausübe (vgl. IV-act. 11). Mit einer Mitteilung vom 21. 

März 2019 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche Massnahmen und das 

Rentenbegehren ab (IV-act. 13).

A.a. 

Im Juli 2020 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 25). Sie legte dem Anmeldeformular ein Schreiben 

ihrer langjährigen Arbeitgeberin bei (IV-act. 28), in dem diese erklärt hatte, sie sei nicht 

länger bereit, die vielen krankheitsbedingten Absenzen selbst zu tragen, weshalb sie 

den Arbeitsvertrag eigentlich kündigen wolle. Sie erkläre sich aber mit Blick auf das 

langjährige Arbeitsverhältnis bereit, stattdessen entgegenkommenderweise das 

Pensum auf 40 Prozent zu reduzieren. Die Versicherte sei allerdings verpflichtet, in 

diesem Pensum „ein stabiles Präsenzprofil zu erhalten“. Die IV-Stelle forderte die 

Versicherte am 28. Juli 2020 auf, eine relevante Sachverhaltsveränderung seit dem 21. 

März 2019 glaubhaft zu machen (IV-act. 29). Am 16. August 2020 gab der 

Allgemeinmediziner Dr. med. D.___ der IV-Stelle an (IV-act. 35), in den aktuellen 

A.b. 

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Untersuchungen hätten sich ein stark juckendes urtikarielles Exanthem, eine 

Pankreaspseudozyste sowie postentzündliche retrakile Veränderungen gezeigt. Die 

Versicherte habe über einen Leistungsabfall in den vergangenen Monaten geklagt. 

Aktuell seien weitere Abklärungen geplant. Die Klinik für Gastroenterologie des 

Kantonsspitals St. Gallen berichtete am 18. September 2020, die Versicherte leide an 

distalen Oesophagusspasmen (IV-act. 40). Im Oktober 2020 notierte Dr. med. E.___ 

vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD; IV-act. 46), der von den 

behandelnden Ärzten attestierte Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent bezogen auf 

das Arbeitspensum von 80 Prozent sei plausibel und nachvollziehbar. Allerdings sei die 

medizinische Informationslage noch unvollständig. Der Gesundheitszustand der 

Versicherten habe sich seit März 2019 sehr wahrscheinlich verschlechtert. Jedoch sei 

auch davon auszugehen, dass die bereits damals bestehenden massiven körperlichen 

und möglicherweise auch mentalen Einschränkungen nicht ausreichend gewürdigt 

worden seien. Das sei wohl unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Versicherte 

zur Dissimulation neige, um ihren fortbestehenden Alkoholmissbrauch zu vertuschen 

und die „Fassade“ aufrecht zu erhalten.

Im Rahmen eines „Assessmentgesprächs“ gab die Versicherte an (IV-act. 57), 

dass sie das seit etwa einem Jahr auf 40 Prozent (= 50% von 80%) reduzierte Pensum 

gut halten könne. Sie habe kaum noch Ausfälle gehabt. Eine Steigerung des Pensums 

sei nicht möglich. Der Arbeitsplatz sei gesichert. Mit einer Mitteilung vom 27. 

November 2020 wies die IV-Stelle deshalb das Begehren um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 63).

A.c. 

In einem „Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt“ 

gab die Versicherte an, dass sie ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung zu 80 Prozent 

als Pflegehelferin tätig wäre (IV-act. 76–1 ff.). Ihre Arbeitgeberin hielt in einem 

Begleitschreiben vom 19. April 2021 fest (IV-act. 76–7 f.), die Versicherte habe sie 

gebeten, beim Ausfüllen des Fragebogens zu helfen. Der Fragebogen sei „soweit auf 

die Situation der Versicherten zutreffend“ ausgefüllt worden. Das bestehende 

Arbeitsverhältnis werde im September 2021 gekündigt werden, da die Versicherte im 

Jahr 2021 nicht in der Lage gewesen sei, das reduzierte Pensum von 40 Prozent zu 

halten. Das effektive Pensum habe bei lediglich 20 Prozent gelegen.

A.d. 

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Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Ärztliches Begutachtungsinstitut (ABI) GmbH 

am 2. August 2022 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 110). Der fallführende 

internistische Sachverständige hielt fest, die Versicherte habe in der Untersuchung sehr 

gut kooperiert. Unter expliziter Aussparung der bekannten abdominellen Problematik, 

mit der sich der gastroenterologische Sachverständige befassen müsse, habe sich 

keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen 

lassen. Die Versicherte habe zwar kurz vor der Untersuchung wegen einer akuten 

Nephritis stationär behandelt werden müssen, aber die adäquate Antibiotikatherapie 

habe gut angeschlagen. Im Rahmen der stationären Behandlung sei ein 

insulinpflichtiger Diabetes mellitus II festgestellt worden. Die von der Versicherten zur 

aktuellen Untersuchung mitgebrachten Blutwerte zeigten, dass der Diabetes bereits gut 

eingestellt sei. Der psychiatrische Sachverständige führte aus, die Angaben der 

Versicherten seien durchwegs konsistent gewesen. Einmalig sei sie in der Exploration 

etwas emotional geworden, ohne allerdings die Fassung zu verlieren. Im Übrigen sei 

der objektive klinische Befund unauffällig gewesen. Eine psychische 

Gesundheitsbeeinträchtigung sei nicht auszumachen gewesen. Die Versicherte habe 

sich zudem noch nie in psychiatrischer Behandlung befunden und gemäss ihren 

eigenen Angaben auch nie das Bedürfnis verspürt, sich psychiatrisch oder 

psychotherapeutisch behandeln zu lassen. Sie habe erwähnt, dass sie vor einigen 

Jahren in der Ehe mit ihrem damaligen Mann zu viel Alkohol konsumiert habe. Nach 

einem stationären Entzug habe sie den Konsum aber im Griff gehabt. Der 

rheumatologische Sachverständige hielt fest, der (im Gutachten detailliert 

beschriebene) objektive klinische Befund sei abgesehen von einem subacromialen 

Impingementsyndrom unauffällig gewesen. Das Impingementsyndrom habe die 

Funktion der Rotatorenmanschettenmuskulatur allerdings nicht relevant eingeschränkt. 

Aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte für sämtliche Tätigkeiten ausser für 

solche, die repetitive Überkopfbewegungen des linken Arms erforderten, 

uneingeschränkt arbeitsfähig. Der gastroenterologische Sachverständige führte aus, 

die Versicherte habe über drei Arten von abdominellen Schmerzen berichtet, nämlich 

über einen gürtelförmigen Schmerz, über ein postprandial auftretendes 

Beschwerdebild unter dem linken Rippenbogen sowie über weitere, diffuse 

abdominelle Beschwerden im ganzen Abdomen mit wechselnder Ausprägung. Die 

Angaben der Versicherten zu den Schmerzcharakteristika seien nicht genau definiert 

A.e. 

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gewesen. Spontan habe die Versicherte keine Koliken erwähnt. Auf eine entsprechende 

Nachfrage hin habe die Versicherte angegeben, dass sie ihren Alkoholkonsum im Jahr 

2019 komplett sistiert habe. Obwohl die Versicherte grundsätzlich kooperativ an der 

Anamneseerhebung mitgewirkt habe, seien die Chronologie und die Differenzierung der 

Schmerzcharakteristika bis zuletzt diffus und unpräzise geblieben. Zu Beginn der 

Untersuchung habe die Versicherte umständlich über die Anreise mit den öffentlichen 

Verkehrsmitteln berichtet. Der Sachverständige habe allerdings die Versicherte zufällig 

dabei beobachten können, wie sie mit einem roten Kleinwagen in der Nähe der Praxis 

parkiert habe, als er selbst mit seinem eigenen Fahrzeug angereist sei. Nach dem 

Abschluss der Untersuchung habe die Versicherte geltend gemacht, dass ihr von der 

Rezeptionistin der Praxis eine Wegbeschreibung sowie eine Erklärung für die 

Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel gegeben worden seien. Auf eine 

anschliessende Nachfrage des Sachverständigen hin habe die Rezeptionistin dies 

später nicht bestätigen können. Während der gesamten Untersuchung habe die 

Versicherte schmerzfrei gewirkt. Die Palpation und die Auskultation seien indolent 

gewesen. Die Darmgeräusche seien normal gewesen. Perkutorisch hätten keine 

Auffälligkeiten bestanden. Eine Sonographie des Abdomens habe weitestgehend 

unauffällige Befunde geliefert. Aus gastroenterologischer Sicht leide die Versicherte 

primär unter einer chronischen Pankreatitis mit rezidivierenden Schüben. Ätiologisch 

müsse ein problematischer Aethylkonsum angenommen werden, der im Jahr 2013 zu 

einer fulminant verlaufenden akuten Pankreatitis geführt habe. Zudem bestehe eine 

inflammatorische Veränderung paraoesophageal mit Motilitätsstörungen. Schliesslich 

leide die Versicherte auch an funktionellen Beschwerden. Retrospektiv sei davon 

auszugehen, dass sich die Krankheitssituation in den vergangenen fünf Jahren nicht 

wesentlich verändert habe. Bezüglich der aktuellen Krankheitssituation und dem 

vormals bestehenden problematischen Umgang mit Alkohol erscheine die momentane 

Situation als konsistent und plausibel. Aufgefallen seien lediglich unpräzise oder 

falsche Angaben der Versicherten in Bezug auf für die Beurteilung irrelevante Details. 

Nicht schlüssig sei zudem, weshalb ein Arbeitspensum von 40 Prozent nicht zu 

bewältigen sein solle. Die von der Versicherten geschilderte Schmerzproblematik sei in 

ihrer Intensität schwierig zu quantifizieren, da weder ein Vermeidungsverhalten 

bezüglich der Ernährung noch ein klinisch fassbarer Gewichtsverlust beobachtet 

werden könne. Insbesondere aufgrund der chronischen Pankreatitis, in einem 

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geringeren Ausmass aber auch wegen der Hepatopathie sei eine Arbeitsunfähigkeit 

von 30 Prozent für die angestammte Tätigkeit und von 20 Prozent für leidensadaptierte 

Tätigkeiten zu attestieren, da die Versicherte einen erhöhten Pausenbedarf habe und 

tageweise komplett ausfallen werde. Nach der Konsensbesprechung hielten die 

Sachverständigen fest, die Versicherte sei für die angestammte Tätigkeit als 

Pflegehelferin zu 70 Prozent und für leidensadaptierte Tätigkeiten zu 80 Prozent 

arbeitsfähig. Die RAD-Ärztin Dr. med. F.___ qualifizierte das Gutachten als 

überzeugend (IV-act. 113).

Mit einem Vorbescheid vom 13. September 2022 teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit, dass sie die Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines 

rentenbegründenden Invaliditätsgrades vorsehe (IV-act. 117). Dagegen liess die 

Versicherte am 31. Oktober 2022 einwenden (IV-act. 123), die RAD-Ärztin Dr. E.___ 

habe im Oktober 2020 festgehalten, dass die Versicherte zur Dissimulation neige. Auch 

die Arbeitgeberin habe der Versicherten eine hohe Motivation und 

Leistungsbereitschaft attestiert. Im Rahmen eines kürzlich initiierten Arbeitsversuchs 

sei es der Versicherten gelungen, ein Pensum von 40 Prozent zu leisten. Vor diesem 

Hintergrund sei nicht nachvollziehbar, wie der gastroenterologische Sachverständige 

der ABI GmbH zur Auffassung gelangt sei, die Versicherte sei zu 70 Prozent 

arbeitsfähig. Ausschlaggebend sei wohl die falsche Annahme gewesen, die Versicherte 

habe unwahre Angaben bezüglich ihrer Anreise gemacht. Die Versicherte verfüge nicht 

einmal über einen Führerschein. Sie habe sich auch nicht bei der Rezeptionistin des 

Sachverständigen, sondern bei der Rezeptionistin des Hotels, in dem sie vor den 

Untersuchungen übernachtet habe, den Weg zu den Untersuchungspraxen 

heraussuchen lassen. Es wäre ja auch unsinnig gewesen, die Rezeptionistin des 

Sachverständigen nach dem Weg zu fragen, wenn sie schon dort gewesen wäre. 

Anhand der Abrechnungen der Reise- und Übernachtungskosten könne problemlos 

nachvollzogen werden, dass die Versicherte keine unwahren Aussagen gemacht habe. 

Der Sachverständige der ABI GmbH sei aufgrund seines falschen Schlusses 

voreingenommen gewesen. Er habe offensichtlich unterstellt, dass die Versicherte auch 

bezüglich ihrer Schmerzen übertrieben habe, wenn sie es schon (vermeintlich) mit den 

Angaben zur Anreise nicht genau genommen habe. Bezüglich der Einschränkung im 

Haushalt seien keine Abklärungen vorgenommen worden. Die Annahme der IV-Stelle, 

A.f. 

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im Haushalt bestünden keine relevanten Einschränkungen, sei falsch. Am 25. Januar 

2023 liess die Versicherte eine Stellungnahme des Gastroenterologen Dr. med. G.___ 

einreichen (IV-act. 126–1 f.). Dieser hatte festgehalten (IV-act. 126–2 ff.), entgegen der 

Behauptung des Sachverständigen der ABI GmbH seien im Jahr 2020 mindestens zwei 

akute Schübe der Pankreatitis aufgetreten. Die abschliessende Beurteilung des 

Sachverständigen werde dem facettenreichen Bild einer chronischen Pankreatitis wie 

auch dem Umstand, dass die Versicherte eine Enzymsubstitution erhalte, nicht gerecht. 

Die Creon-Substitution sei im Gutachten nirgends erwähnt worden. Sie könnte aber 

den konstanten Gewichtsverlauf erklären. Das angeblich fehlende 

Vermeidungsverhalten sage nicht zwingend etwas über die Schmerzintensität aus. Die 

IV-Stelle forderte den gastroenterologischen Sachverständigen der ABI GmbH am 8. 

Mai 2023 auf, Stellung zur Kritik der Versicherten sowie zur Kritik des behandelnden 

Gastroenterologen Dr. G.___ zu nehmen (IV-act. 130). Am 18. Mai 2023 antwortete der 

Sachverständige der ABI GmbH (IV-act. 134), die Akten belegten die Behauptung von 

Dr. G.___, die Versicherte habe in den vergangenen Jahren weitere akute 

Pankreatitisschübe durchgemacht, nicht. Das Beweismittel, auf das sich Dr. G.___ 

massgeblich gestützt habe, sei nicht in den Akten der IV-Stelle enthalten gewesen. Es 

handle sich dabei um ein MRI aus dem Jahr 2019. Dieses sei nachträglich angefordert 

worden. Es zeige abgesehen von Pseudozysten keine akuten Prozesse und 

insbesondere keine akut inflammatorischen Prozesse. Damit belegten die 

massgebenden medizinischen Akten einen begrenzten Endorganschaden mit einer 

erhaltenen Organfunktion, aber keine akuten Schübe in den vergangenen Jahren. Die 

Therapie mit Creon sei in den Akten der Jahre 2016–2020 nie dokumentiert worden. 

Sie müsse als ein Behandlungsversuch einer vermeintlichen Pankreasinsuffizienz 

gewertet werden. Mit und ohne die Medikation habe das Gewicht der Versicherten 

konstant zugenommen. Die Medikation habe auch keinen Einfluss auf die 

Schmerzsymptomatik gehabt. Da die Schmerzsymptomatik sowohl der akuten wie 

auch der chronischen Pankreatitis durch Nahrungsaufnahme getriggert werde, sei ein 

entsprechendes Vermeidungsverhalten als Surrogatmarker zu fordern, der wiederum 

eine Schmerzsymptomatik objektivieren könnte. Zusammenfassend könne das geltend 

gemachte Ausmass der Schmerzen nicht objektiviert werden. Die im Gutachten 

erwähnten Auffälligkeiten bezüglich der Anreise und der Frage nach einer 

Wegbeschreibung seien nun geklärt. Diese hätten sich aber ohnehin nicht auf die 

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B.  

Erwägungen

1.

Dieses Beschwerdeverfahren bezweckt die Überprüfung der angefochtenen Verfügung 

auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen 

Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Dieses hat sich nach der Abweisung des 

Begehrens um berufliche Eingliederungsmassnahmen am 27. November 2020 auf die 

Prüfung des im Juli 2020 eingereichten Rentenbegehrens und damit auf die Frage 

beschränkt, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2021 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) 

einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung gehabt hat. Auch in diesem 

Beschwerdeverfahren ist folglich ein Rentenanspruch ab Januar 2021 zu prüfen.

2.

Beurteilung ausgewirkt. Die RAD-Ärztin Dr. F.___ qualifizierte diese Ausführungen als 

überzeugend (IV-act. 136). Mit einer Verfügung vom 17. Juli 2023 wies die IV-Stelle das 

Rentenbegehren ab (IV-act. 137).

Am 5. September 2023 (Postaufgabe) liess die Versicherte (nachfolgend: die 

Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. Juli 2023 erheben 

(act. G 1). Sie liess die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache der 

gesetzlichen Leistungen, insbesondere einer Dreiviertelsrente ab Januar 2021, 

beantragen. Zur Begründung liess sie ausführen, das Gutachten der ABI GmbH 

überzeuge nicht. Die Einschränkung im Haushalt sei nicht ermittelt worden. Bei 

richtiger Berechnung resultiere ein Invaliditätsgrad von 60 Prozent.

B.a. 

Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 8. November 

2023 die Abweisung der Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung führte sie an, das 

Gutachten der ABI GmbH überzeuge in jeder Hinsicht. Die Sachverständigen der 

ABI GmbH hätten zudem darauf hingewiesen, dass im Haushalt keine relevante 

Einschränkung bestehe, was ebenfalls überzeuge.

B.b. 

Die Beschwerdeführerin liess am 25. Januar 2024 an ihren Anträgen festhalten 

(act. G 11). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 13).

B.c. 

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Beim im Juli 2020 eingereichten Rentenbegehren hat es sich um eine sogenannte 

Neuanmeldung gehandelt, was bedeutet, dass die Beschwerdeführerin die 

Eintretenshürde des Art. 87 Abs. 3 IVV hat meistern müssen. Sie hat also glaubhaft 

machen müssen, dass sich der relevante Sachverhalt seit März 2019 relevant verändert 

hatte. Dies ist ihr mit den von ihr eingereichten medizinischen Berichten von Dr. D.___ 

vom 16. August 2020 und der Klinik für Gastroenterologie des Kantonsspitals St. 

Gallen vom 18. September 2020 gelungen, wie die RAD-Ärztin Dr. E.___ in einer 

überzeugenden Aktenwürdigung festgehalten hat. Die Beschwerdegegnerin ist folglich 

zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.

3.  

Eine versicherte Person hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf 

eine Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

kann, wenn sie während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und wenn sie nach 

dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Für die Bemessung der 

Invalidität einer erwerbstätigen Person wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG in 

Verbindung mit dem Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Erwerbstätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, 

in Beziehung zu jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie 

gesund geblieben wäre. Die Invalidität einer nicht erwerbstätigen Person, der die 

Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, entspricht nach Art. 

28a Abs. 2 IVG dem Grad der Einschränkung im angestammten Aufgabenbereich. Für 

die Bemessung der Invalidität einer teilweise erwerbstätigen und einer teilweise im 

Aufgabenbereich tätigen Person wird der Invaliditätsgrad für die beiden Bereiche nach 

den Methoden gemäss den Abs. 1 und 2 des Art. 28a IVG ermittelt; die 

Teilinvaliditätsgrade werden nach dem Anteil der beiden Bereiche gewichtet und 

addiert (sog. „gemischte Methode“ nach Art. 28a Abs. 3 IVG).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin hat in einem Fragebogen angegeben, dass sie ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung zu 80 Prozent erwerbstätig wäre. Offensichtlich hat sie 

sich dabei an ihrer tatsächlichen Situation orientiert, denn sie hatte vor der 

Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes zu 80 Prozent als Pflegehelferin 

gearbeitet und das Pensum dann krankheitsbedingt auf 40 Prozent halbiert. Aus den 

Akten geht aber hervor, dass die Beschwerdeführerin schon seit Jahren an einer 

3.2. 

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Gesundheitsbeeinträchtigung gelitten hat. Sie ist folglich in der Schweiz gar nie als 

vollständig Gesunde erwerbstätig gewesen. Deshalb hat sie sich offenkundig nicht in 

den fiktiven „Gesundheitsfall“ versetzen können. Das zeigt sich auch am Umstand, 

dass sie die Hilfe ihrer Vorgesetzten beim Ausfüllen des Fragebogens hat in Anspruch 

nehmen müssen. Aus den Akten geht weiter hervor, dass der Lohn, den die 

Beschwerdeführerin erzielt hat, einem durchschnittlichen Hilfsarbeiterinnenlohn 

entsprochen hat und damit eher tief gewesen ist. Da die Beschwerdeführerin zudem 

allein gelebt hat und da sie keine Betreuungspflichten hat erfüllen müssen, ist davon 

auszugehen, dass sie im fiktiven „Gesundheitsfall“ vollzeitig erwerbstätig gewesen 

wäre. Der Invaliditätsgrad ist folglich nicht anhand der sogenannten „gemischten 

Methode“, sondern anhand eines „reinen“ Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG 

zu ermitteln. Wie die nachfolgenden Ausführungen (vgl. E. 3.7) zeigen werden, hat die 

Wahl der Bemessungsmethode aber keinen Einfluss auf das Ergebnis.

Die Beschwerdeführerin hat einen Kurs zur Pflegehelferin absolviert und 

anschliessend als Pflegehelferin gearbeitet. Sie hat wiederholt erklärt, dass sie am 

liebsten weiterhin an ihrem angestammten Arbeitsplatz erwerbstätig wäre. Die 

Validenkarriere besteht folglich in der Weiterführung der bisherigen Tätigkeit als 

Pflegehelferin. Das Valideneinkommen entspricht damit dem durchschnittlichen Lohn 

einer Pflegehelferin. Der statistische Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne in den 

Branchen 86–88 (Gesundheits- und Sozialwesen) hat sich gemäss den aktuellsten 

Ergebnissen der Schweizer Lohnstrukturerhebung (LSE) auf 4’700 Franken pro Monat 

belaufen. Dieser Betrag ist leicht höher als der statistische Zentralwert der 

Hilfsarbeiterinnenlöhne über alle Branchen hinweg (4’276 Franken) gewesen. Unter 

Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 42,5 Stunden 

im Jahr 2021 (Frauen, Gesundheits- und Sozialwesen) und der Nominallohnentwicklung 

2020/2021 (Anstieg um 0,6%) ergibt sich ein Jahreslohn von 60’285 Franken. Die 

Beschwerdeführerin hat bei einem Pensum von 80 Prozent effektiv 13 × 3’867.30 = 

50’274.90 Franken verdient (IV-act. 37–9), was hochgerechnet auf ein Vollpensum 

einem Jahreslohn von 62’844 Franken entspricht. Da dieser Betrag leicht über dem 

Zentralwert liegt, ist er als Valideneinkommen zu berücksichtigen.

3.3. 

Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist 

massgebend, welche Tätigkeiten der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in 

welchem Umfang zumutbar sind. Zur Beantwortung dieser Frage hat die 

Beschwerdegegnerin die Berichte der behandelnden Ärzte zu den Akten genommen 

und die ABI GmbH mit einer polydisziplinären Begutachtung der Beschwerdeführerin 

beauftragt. Die Sachverständigen der ABI GmbH haben die Beschwerdeführerin 

3.4. 

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umfassend untersucht und sie haben die medizinischen Akten eingehend gewürdigt. 

Nichts deutet darauf hin, dass sie eine wesentliche Tatsache übersehen oder ignoriert 

hätten. Sie haben also über eine umfassende Kenntnis vom für ihre Beurteilung 

massgebenden medizinischen Sachverhalt verfügt. Offenbar ist es ausserhalb der 

eigentlichen Untersuchung zu einem Missverständnis gekommen: Der 

gastroenterologische Sachverständige hat gemeint, er habe die Beschwerdeführerin 

beim Lenken eines Motorfahrzeugs beobachtet, was aber nicht der Fall gewesen sein 

kann, da sich die Beschwerdeführerin nachweislich mit den öffentlichen 

Verkehrsmitteln zu den Untersuchungen begeben hat. In der Folge hat der 

Sachverständige die Angabe der Beschwerdeführerin, sie sei mit den öffentlichen 

Verkehrsmitteln angereist, als unzutreffend qualifiziert, da er die Beschwerdeführerin ja 

vermeintlich bei der Ankunft mit einem Motorfahrzeug beobachtet hatte. Ein zweites 

Missverständnis, das die Beschwerdeführerin nachträglich ebenfalls hat aufklären 

können, hat den Sachverständigen zum Schluss bewogen, die Beschwerdeführerin 

habe in zwei für die Untersuchung irrelevanten Punkten falsche Angaben gemacht. Er 

hat allerdings bereits in seinem Teilgutachten darauf hingewiesen, dass die 

(vermeintlich) falschen Angaben für die Begutachtung irrelevant gewesen seien. Die 

Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, der gastroenterologische Sachverständige 

hätte ihre Schmerzangaben ernster genommen, wenn er nicht die falsche Auffassung 

vertreten hätte, sie habe unwahre Angaben gemacht. Diese Behauptung ist durch die 

Ausführungen des Sachverständigen in seinem Gutachten und in seiner nachträglichen 

Stellungnahme widerlegt, denn der Sachverständige hat explizit festgehalten, dass es 

ihm aus fachlichen Gründen nicht möglich gewesen sei, die geltend gemachte 

Schmerzintensität zu objektivieren. Er hat darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin während der gesamten Untersuchung schmerzfrei gewirkt habe, 

dass die Palpation und die Auskultation indolent gewesen seien, dass bezüglich der 

Darmgeräusche keine Auffälligkeiten hätten festgestellt werden können, dass eine 

Sonographie des Abdomens weitestgehend unauffällige Befunde geliefert habe und 

dass weder ein Vermeidungsverhalten bezüglich der Ernährung noch ein klinisch 

fassbarer Gewichtsverlust hätten beobachtet werden können. Die 

Schmerzsymptomatik einer akuten wie auch einer chronischen Pankreatitis werde 

durch die Aufnahme von Nahrung getriggert, wobei sich unterschiedliche Lebensmittel 

verschieden stark auf die Symptomatik auswirkten. Wenn die Beschwerdeführerin 

unter dem geltend gemachten Ausmass der Schmerzen leiden würde, müsste 

zumindest ein Vermeidungsverhalten bezüglich gewisser Lebensmittel vorliegen, was 

aber nicht der Fall sei. Zudem habe das Gewicht der Beschwerdeführerin mit und ohne 

die Medikation mit Creon konstant zugenommen, was ebenfalls gegen das geltend 

gemachte Ausmass der Schmerzen spreche. Die Medikation habe schliesslich keinen 

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Einfluss auf die Schmerzsymptomatik gehabt. Selbst wenn der gastroenterologische 

Sachverständige nicht irrtümlich davon ausgegangen wäre, dass die 

Beschwerdeführerin unwahre Angaben bezüglich ihrer Anreise gemacht habe, hätten 

diese Gründe ihn veranlasst, das Ausmass der geltend gemachten Schmerzen als nicht 

objektivierbar zu qualifizieren. Zu beachten ist, dass der Sachverständige durchaus 

objektivierbare Befunde erhoben, eine objektivierte Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit attestiert und für dieses Attest eine überzeugende Begründung anhand 

der objektiven Befunde geliefert hat. Nur hat er die Auffassung vertreten, dass 

zusätzlich zu diesen objektiven Befunden eine erhebliche funktionelle Überlagerung 

bestehe, die naturgemäss nicht objektiviert werden könne. Die Behauptung der 

Beschwerdeführerin, der Sachverständige habe sie aufgrund eines Missverständnisses 

als nicht ernst zu nehmend qualifiziert und ihr deshalb keinen Glauben bezüglich ihrer 

Schmerzsituation geschenkt, ist damit widerlegt. Der gastroenterologische 

Sachverständige hat (aus der Sicht eines medizinischen Laien) überzeugend 

aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der chronischen Pankreatitis, in 

einem geringeren Ausmass aber auch wegen der Hepatopathie einen erhöhten 

Pausenbedarf habe und immer wieder tageweise komplett ausfallen werde. Das 

Ausmass der Beeinträchtigung hat er in Bezug auf die angestammte Tätigkeit auf 30 

Prozent und in Bezug auf eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit auf 20 Prozent 

festgesetzt, was überzeugt. Ebenfalls überzeugend ist die aufgrund einer Würdigung 

der massgebenden Akten gezogene Schlussfolgerung des Sachverständigen, in den 

vergangenen fünf Jahren habe sich an der Krankheitssituation nichts verändert. Das 

bedeutet, dass für den gesamten hier massgebenden Zeitraum von einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent in der angestammten und von 80 Prozent in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit auszugehen ist. Die von der Beschwerdeführerin geltend 

gemachte Dissimulation wäre von den Sachverständigen der ABI GmbH durchschaut 

worden. Das Gutachten enthält allerdings ohnehin keinen Hinweis darauf, dass die 

Beschwerdeführerin ihre Schmerzen heruntergespielt oder verschwiegen hätte. Auch in 

den Berichten der behandelnden Ärzte finden sich keine entsprechenden Hinweise. Im 

Gegenteil deuten die Ausführungen in jenen Berichten eher darauf hin, dass die 

Beschwerdeführerin ihre Schmerzen tendenziell verdeutlicht hat. Die Kritik des 

behandelnden Gastroenterologen Dr. G.___ am gastroenterologischen Teilgutachten 

der ABI GmbH weckt keinen Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens. Die 

Kritik hat sich hauptsächlich auf die Diagnosestellung bezogen, die allerdings für die 

versicherungsmedizinische Beurteilung nicht entscheidend ist. Bezüglich der 

Schmerzsituation hat Dr. G.___ keine relevanten Indizien genannt, die der 

Sachverständige der ABI GmbH übersehen hätte. Im Übrigen ist die Kritik von Dr. 

G.___ von der ABI GmbH in der Stellungnahme vom 18. Mai 2023 überzeugend 

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widerlegt worden. Auch die RAD-Ärztin Dr. F.___ hat die Ausführungen der 

Sachverständigen sowie deren Arbeitsfähigkeitsattest als überzeugend qualifiziert. Der 

internistische, der psychiatrische und der rheumatologische Sachverständige der ABI 

GmbH haben anhand einer detaillierten Befundschilderung aufgezeigt, dass in ihren 

Fachgebieten keine relevante Gesundheitsbeeinträchtigung vorgelegen hat. Auch den 

Berichten der behandelnden Ärzte lässt sich kein Hinweis auf eine relevante 

Gesundheitsbeeinträchtigung in einem dieser Fachgebiete entnehmen. 

Zusammenfassend belegt das Gutachten der ABI GmbH deshalb mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nur durch die chronische Pankreatitis und 

durch die Hepatopathie eingeschränkt gewesen ist und dass ihr die angestammte 

Tätigkeit als Pflegehelferin zu 70 Prozent und eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit zu 

80 Prozent zumutbar gewesen ist.

Da die Beschwerdeführerin im hier massgebenden Zeitraum nie zu mehr als 

30 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist, hat sie das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 

1 lit. b IVG) nicht erfüllt, was die Zusprache einer Rente ausschliesst. Selbst wenn sie 

das Wartejahr erfüllt hätte, könnte sie aber keinen Rentenanspruch haben, wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen werden.

3.5. 

Gestützt auf das Arbeitsfähigkeitsattest der Sachverständigen der ABI GmbH 

kommen grundsätzlich zwei Invalidenkarrieren in Frage, nämlich entweder die 

Weiterführung der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin oder aber der Wechsel in 

eine ideal leidensadaptierte Hilfsarbeit. Wenn die Beschwerdeführerin weiterhin als 

Pflegehelferin arbeiten würde, würde der auf ein Vollpensum hochgerechnete Lohn 

jenem entsprechen, den sie (ebenfalls hochgerechnet auf ein Vollpensum) ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung erzielen könnte, weil sie ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung ja ebenfalls weiterhin als Pflegehelferin gearbeitet hätte. 

Der Ausgangswert zur Berechnung des zumutbarerweise erzielbaren 

Invalideneinkommens würde in diesem Fall also dem Valideneinkommen entsprechen. 

Der Invaliditätsgrad wäre folglich mittels eines sogenannten Prozentvergleichs zu 

berechnen, was bedeutet, dass er dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, korrigiert um einen 

allfälligen, dem sogenannten Tabellenlohnabzug analogen Abzug entsprechen würde. 

Ein solcher Abzug wird gewährt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die 

versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben ökonomischen Erfolg 

verwerten kann wie eine gesunde, im selben Pensum tätige Person. Ein strikt 

ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also keinen Soziallohn ausrichtender 

Arbeitgeber wird einer versicherten Person nämlich keinen durchschnittlichen, sondern 

3.6. 

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nur einen unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlen, um seinen aus der Anstellung 

resultierenden „Arbeitsmehrwert“ – die Differenz zwischen dem ökonomischen Wert 

der Arbeitsleistung und den direkten und indirekten Lohn- und Lohnnebenkosten – auf 

einen durchschnittlichen Betrag zu erhöhen, wenn die versicherte Person nur einen 

unterdurchschnittlichen ökonomischen Mehrwert generieren kann respektive wenn die 

indirekten Lohnkosten und die Lohnnebenkosten überdurchschnittlich hoch sind, 

sodass für den Arbeitgeber nur ein unterdurchschnittlicher „Arbeitsmehrwert“ resultiert. 

Ein strikt betriebswirtschaftlich operierender, also ganz bewusst keinen Soziallohn 

ausrichtender Arbeitgeber wird das nicht hinnehmen können, sondern diese „Einbusse“ 

auf die versicherte Person überwälzen müssen, indem er ihr nur einen 

unterdurchschnittlichen Lohn bezahlt, sodass für ihn im Ergebnis ein durchschnittlicher 

„Arbeitsmehrwert“ resultiert. Ein potentieller Arbeitgeber müsste bei einer 

Beschäftigung der Beschwerdeführerin unter anderem in Kauf nehmen, dass die 

Beschwerdeführerin nicht so flexibel wie eine gesunde Arbeitnehmerin eingesetzt 

werden könnte, weil sie nur ideal leidensadaptierte Tätigkeiten ausführen und weil sie 

keine Mehr- oder Überstunden leisten könnte. Zudem müsste er das Risiko von 

vermehrten krankheitsbedingten Absenzen einkalkulieren. Nach der ständigen Praxis 

der Abteilung II des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen rechtfertigen diese 

Einschränkungen einen zusätzlichen Abzug von maximal zehn Prozent. Entspräche die 

Invalidenkarriere der Weiterführung der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin, 

würde also ein Invaliditätsgrad von maximal 37 Prozent resultieren (= 100% – 90% × 

70%). Bei einem Wechsel in eine leidensadaptierte Hilfsarbeit wäre ein tieferer 

Ausgangswert zur Berechnung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen, aber der 

Beschwerdeführerin wäre ein höheres Pensum zumutbar. Bei einem Monatslohn einer 

Hilfsarbeiterin von 4’276 Franken (Zentralwert über alle Branchen) im Jahr 2020, einer 

betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 42,3 Stunden (alle Branchen) im Jahr 

2021 und einer Nominallohnentwicklung von 0,6% (vgl. E. 2.3) resultiert ein 

Ausgangswert von 54’588 Franken für eine ideal leidensadaptierte Hilfsarbeit. Bei 

einem zumutbaren Pensum von 80 Prozent ergibt sich unter Berücksichtigung eines 

Tabellenlohnabzuges von maximal zehn Prozent ein zumutbarerweise erzielbares 

Invalideneinkommen von 39’303 Franken bei einem Wechsel in eine leidensadaptierte 

Hilfsarbeit. Bei einem Valideneinkommen von 62’844 Franken entspricht dies einer 

Erwerbseinbusse von maximal 23’541 Franken und damit einem Invaliditätsgrad von 

maximal 37,46 Prozent. Da erst ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent 

ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht, hat die 

Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin folglich so oder 

anders zu Recht abgewiesen.

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4.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Die angesichts des durchschnittlichen 

Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten 

sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind durch den von ihr 

geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die unterliegende 

Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3.

Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

Bei einer Anwendung der sogenannten „gemischten Methode“ ergäbe sich für den 

Erwerbsbereich, der mit 80 Prozent zu gewichten wäre, ebenfalls ein Invaliditätsgrad 

von 37 Prozent. Weil die Sachverständigen der ABI GmbH eine relevante 

Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt verneint haben, könnte die 

Beeinträchtigung im Aufgabenbereich nicht höher als jene in der körperlich 

vergleichbar anforderungsreichen Tätigkeit als Pflegehelferin sein und damit nicht mehr 

als 30 Prozent betragen. Damit ergäbe sich selbst bei der für die Beschwerdeführerin 

günstigsten Berechnung ein tieferer Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich Haushalt als 

im Erwerbsbereich. Die Anwendung der „gemischten Methode“ würde also in jedem 

Fall einen tieferen Invaliditätsgrad als der „reine“ Einkommensvergleich liefern. Auch 

bei Anwendung der „gemischten Methode“ bestünde folglich kein Rentenanspruch.

3.7. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2024
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines Administrativgutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2024, IV 2023/154).

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