# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc085c10-359e-5d49-bf2e-b3deabd903ae
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 21.12.2022 ZK1 2022 193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2022-193_2022-12-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 21. Dezember 2022

Referenz ZK1 22 193

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Cavegn, Vorsitzender

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch F._____

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Prättigau/Davos vom 22.11.2022, mitgeteilt am 22.11.2022

Mitteilung 21. Dezember 2022

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In Erwägung,

– dass A._____ (nachfolgend: A._____) nach diversen früheren fürsorgerischen 
Unterbringungen mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle B._____ (nachfolgend: KESB), vom 28. Oktober 
2022 zur Behandlung und Betreuung in einer psychiatrischen Klinik der 
D._____ untergebracht wurde,

– dass die Beiständin von A._____, Frau C._____, am 14. November 2022 die 
KESB darüber informierte, dass ein Übertritt ins Wohnheim E._____ per 22. 
November 2022 möglich sei,

– dass mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB vom 22. November 2022 
A._____ aus einer Klinik der D._____ entlassen und zur Behandlung und Be-
treuung per 22. November 2022 in das Wohnheim E._____ der D._____ un-
tergebracht wurde, wobei festgehalten wurde, dass eine Beschwerde keine 
aufschiebende Wirkung habe,

– dass die Schwester von A._____, F._____, welche im Bereich Medizin und 
Versorgung ebenfalls als Beiständin amtet, mit Eingabe vom 2. Dezember 
2022 Beschwerde gegen diesen Entscheid erhob mit dem Antrag, es sei der 
angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei demgemäss die Behandlung 
und persönliche Betreuung von A._____ bis zur fachärztlich festzustellenden 
Stabilisierung ihres Gesamtgesundheitszustandes in der Psychiatrischen Kli-
nik fortzusetzen, und es sei alsdann die Unterbringung in einer anderen Insti-
tution als das Wohnheim E._____ als Anschlusslösung vorzusehen,

– dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts am 5. Dezember 
2022 die Klinik D._____ um einen Verlaufsbericht sowie die KESB um Zustel-
lung sämtlicher Verfahrensakten ersuchte,

– dass die Klinik D._____ das Kantonsgericht mit Bericht vom 8. Dezember 
2022 darüber informierte, dass die Einweisung in das Wohnheim E._____ am 
30. November 2022 erfolgt sei und A._____, nachdem sie zwei Tage ihre Me-
dikation nicht eingenommen habe, per ärztlicher fürsorgerischer Unterbrin-
gung erneut in die Allgemeinpsychiatrie der Klinik D._____ untergebracht wur-
de,

– dass im Weiteren aus der beigelegten ärztlichen fürsorgerischen Unterbrin-
gung ersichtlich ist, dass der einweisende Arzt, Dr. med. G._____, diese für 
sechs Wochen ausgesprochen hat,

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– dass sich A._____ somit nicht mehr im Wohnheim E._____ befindet, sondern 
– entsprechend dem Antrag der Beiständin F._____ – wieder in der Klinik 
D._____,

– dass eine erneute Verlegung in das Wohnheim E._____ somit gemäss Art. 52 
Abs. 1 EGzZGB (BR 210.100) nicht mehr gestützt auf den angefochtenen 
Entscheid der KESB vom 22. November 2022 erfolgen kann, sondern erneut 
und aufgrund der künftigen Umstände bzw. Verhältnisse verfügt werden müss-
te,

– dass eine erneute Verlegung ins Wohnheim E._____ somit nur erfolgen kann, 
wenn sich die Einrichtung im künftigen Zeitpunkt als geeignet erweist (Art. 426 
Abs. 1 ZGB), 

– dass sich die Beschwerde gegen die von der KESB per 22. November 2022 
angeordnete Unterbringung im Wohnheim E._____ somit als gegenstandslos 
erweist,

– dass die Beschwerde damit am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden 
kann,

– dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 400.00 beim Kanton 
Graubünden verbleiben und auf die Gerichtskasse genommen werden,

– dass im Übrigen offenbleiben kann, ob mittels Beschwerde an das Kantonsge-
richt nicht nur die Prüfung der Eignung der Einrichtung, sondern ebenfalls die 
Verlegung in eine andere Einrichtung, namentlich in die Psychiatrische Klinik, 
beantragt werden kann,

– dass das Verfahren in Anwendung von Art. 11 Abs. 2 KGV (BR 173.100) ein-
zelrichterlich erledigt werden kann, 

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wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird zufolge Gegenstandslosigkeit am Geschäftsverzeich-
nis abgeschrieben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 400.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

3. Mitteilung an: