# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a936806-00ec-54d0-a7f5-4865588dd5c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2007 E-1372/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1372-2007_2007-03-01.pdf

## Full Text

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Abtei lung V
E-1372/2007
luc/oeg
{T 0/2}

Urteil vom 1. März 2007

Mitwirkung: Richterin Luterbacher, Richterin Kojic, Richterin de Coulon, 
Gerichtsschreiberin Oeler

X._______, angeblich geboren Y._______, Benin, 
c/o Z._______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung des BFM vom 20. Februar 2007 i.S. Nichteintreten auf Asylgesuch und 
Wegweisung (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am 29.  Dezember  2006  in  die 
Schweiz  einreiste  und am 2.  Januar  2007  im Empfangszentrum in  Vallorbe  um Asyl 
ersuchte,

dass er anlässlich der Befragung vom 16. Januar 2007 im Empfangszentrum angab, er 
sei am Y._______ geboren, mithin erst 15 Jahre alt, und habe zeitlebens in A._______ 
gewohnt, wo er in einem Waisenhaus aufgewachsen und zur Schule gegangen sei, 

dass seine Mutter gestorben sei, als er noch klein gewesen sei, 

dass er im Sinn gehabt habe, Priester zu werden, dann jedoch von seinem Vater am 10. 
Dezember  2006  abgeholt  und  auf  dem Luftweg  an  einen  unbekannten  Ort  gebracht 
worden sei, 

dass ihm sein Vater an diesem Tag noch mitgeteilt  habe, er sei am 10. Oktober 1991 
zur Welt gekommen, 

dass sein Vater, welcher im Besitze von Reisepapieren für ihn gewesen sei, ihn nach 
zwei Tagen alleine zurückgelassen habe, 

dass er sich dann mit Hilfe eines Polizisten ins Empfangszentrum begeben habe, 

dass  er  zwischenzeitlich  von  B.______  aus  C._______,  welchen  er  angerufen  habe, 
erfahren habe, sein Vater sei gegenwärtig wegen Geldwäscherei inhaftiert,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  mit  keinerlei  Identitätspapieren  auszuweisen 
vermochte, 

dass er in der Folge zwecks weiterer Abklärungen zu seiner Identität von Vallorbe ins 
Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel transferiert wurde,

dass  das  BFM  dort  aufgrund  des  Erscheinungsbildes  des  Beschwerdeführers  eine 
ärztliche Handknochenanalyse anordnete, 

dass  sich  der  Beschwerdeführer  beim  beauftragten  Arzt  am  22.  Januar  2007  zur 
Altersbestimmung mittels Handknochenanalyse einfand und dieser am 31. Januar 2007 
mit dem Beschwerdeführer ein ergänzendes Anamnesegespräch durchführte, 

dass der Arzt in seinen Berichten vom 24. Januar 2007 und vom 9. Februar 2007 im 
Ergebnis  festhielt,  mit  der  Fusion  der  radialen  Epiphyse  mit  dem  Schaft  sei  das 
Knochenwachstum der Hand respektive des Handgelenkes abgeschlossen und gemäss 
den  vergleichenden  Tabellen  von  "Gräulich  &  Pyle"  liege  das  Skelettalter  des 
Beschwerdeführers bei 19 oder mehr Jahren, 

dass  er  weiter  festhielt,  die  Untersuchung  vom  31.  Januar  2007  habe  eine  adulte 
Behaarung und eine normale Hodengrösse gezeigt, 

dass  dem  Beschwerdeführer  zur  Handknochenanalyse  am  19.  Februar  2007  das 
rechtliche Gehör gewährt wurde, 

dass  er  dabei  an  seiner  bisherigen  Alterangabe  festhielt  und  ergänzte,  er  habe  sein 
Geburtsdatum, den 3. Oktober 1991, von seiner Mutter erfahren,

dass  das  BFM  hinsichtlich  dieser  Aussage  zu  seiner  früheren  Behauptung,  das 
Geburtsdatum  bei  der  Ausreise  vom  Vater  erfahren  zu  haben,  einen  Widerspruch 
feststellte und dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme gab,

dass das BFM dem Beschwerdeführer sodann zur Kenntnis brachte, es betrachte ihn für 

3

den  weiteren  Verfahrensverlauf  als  volljährig  und  beabsichtige,  auf  das  Asylgesuch 
infolge Identitätstäuschung nicht einzutreten, 

dass das BFM mit gleichentags mündlich eröffneter Verfügung vom 20. Februar 2007 in 
Anwendung von Art.  32 Abs. 2 Bst.  b AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat  und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer habe die Behörden durch die 
Angabe, er sei erst 15 Jahre und etwa drei Monate alt, über seine Identität getäuscht, 

dass  das  Resultat  der  Handknochenanalyse  vom  22.  Januar  2007  aufgrund  der 
Differenz  zwischen  dem vom Beschwerdeführer  behaupteten  und dem vom Experten 
festgestellten  Alter  (mindestens  drei  Jahre  und  achteinhalb  Monate)  eine  genügende 
Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst. b  AsylG 
darstelle,

dass  es  hinsichtlich  der  Wegweisungsfrage  erwog,  weder  die  im  Heimatland  des 
Beschwerdeführers  herrschende  politische  Situation  noch  andere  Gründe  sprächen 
gegen die Zumutbarkeit der Rückkehr nach Benin,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  21.  Februar  2007  (Datum  des 
Poststempels)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob  und  sinngemäss  um  dessen  Aufhebung  sowie  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. Februar 2007 beim Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des Bundesgesetzes vom 20.  Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren 
œ[VwVG, SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art.  105 AsylG i.V.m.  Art.  31 -  34 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass seit dem 1. Januar 2007 das neue Verfahrensrecht Anwendung findet (Art. 53 Abs. 
2 VGG), 

dass  der  Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 
48 und 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von 
Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide praxisgemäss 
auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darauf beschränkt ist, 
bei  Begründetheit  des Rechtsmittels  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  das 
weiterhin Gültigkeit beanspruchende Urteil  der Schweizerischen Asylrekurskommission 
(ARK) in Entscheidungen und Mitteilungen der ARK / EMARK 2004 Nr. 34, E. 2.1.),

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dass die Vorinstanz  demgegenüber  die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle 
Kognition zukommt,

dass  demnach  auch  auf  das  Rechtsbegehren  des  Beschwerdeführers,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen, nicht einzutreten ist,

dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt 
- offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden 
kann  und  der  Beschwerdeentscheid  lediglich  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111 
Abs. 1 und 3 AsylG; vereinfachtes Verfahren), 

dass  auf  Asylgesuche nicht  eingetreten wird,  wenn  Asylsuchende  die Behörden über 
ihre  Identität  täuschen  und  diese  Täuschung  aufgrund  der  Ergebnisse  der 
erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 
Bst. b AsylG),

dass  der  Nachweis  der  Identitätstäuschung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  b  AsylG  ohne 
vernünftigen  Zweifel  feststehen  muss (vgl.  auch  hier  die  weiterhin  gültige  Praxis  der 
ARK  in  EMARK  2003  Nr.  27,  E.  4a  sowie  die  nachfolgend  zur  Thematik  der 
Identitätstäuschung angeführten, nach wie vor massgebenden EMARK-Urteile),

dass entsprechend der auch im Verwaltungsverfahren gültigen Beweisregel von Art. 8 
ZGB die Behörde den Nachweis zu erbringen hat, dass der Asylsuchende die Behörden 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG über seine Identität getäuscht hat (vgl. EMARK 
2004 Nr. 31 E. 3.2),

dass der Begriff der Identität neben Namen und Vornamen die Staatsangehörigkeit, die 
Ethnie, den Geburtsort, das Geburtsdatum sowie das Geschlecht umfasst (Art. 1 Bst. a 
AsylV 1), 

dass gemäss der weiterhin geltenden Praxis der ARK eine Handknochenanalyse - unter 
bestimmten Voraussetzungen - als � anderes Beweismittel�  im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. b AsylG anerkannt werden kann (vgl. EMARK 2000 Nr. 19 und Nr. 28, 2001 Nr. 23), 

dass zwar in EMARK 2000 Nr. 19 - einem Grundsatzentscheid - dazu ausgeführt wird, 
die  radiographische  Untersuchung  des  Handknochens  habe  für  die  Bestimmung  des 
tatsächlichen  Alters  einer  Person  nur  beschränkten  Aussagewert,  da  das  Knochen-
wachstum  in  einem  nach  Rasse  und  Geschlecht  unterschiedlichen  Mass  individuell 
variieren könne,  weshalb  eine Abweichung von zweieinhalb  bis  drei  Jahren zwischen 
dem Knochenalter und dem tatsächlichen Alter noch als innerhalb des Normalbereichs 
erachtet werden könne, 

dass  die  am  22.  Januar  2007  durchgeführte  Altersbestimmung  mittels 
Handknochenanalyse hingegen ergeben hat, das Knochenalter des Beschwerdeführers 
betrage 19 Jahre oder mehr, 

dass mit  Blick auf das vom Beschwerdeführer angegebene Geburtsdatum (...) dessen 
chronologisches Alter im Zeitpunkt der Analyse 15 Jahre und etwa drei Monate betragen 
hätte, 

dass  somit  das  vom  Beschwerdeführer  behauptete  und  das  mittels  Knochenanalyse 
festgestellte Alter etwa dreidreiviertel Jahre auseinanderliegen, 

dass  somit  festzustellen  ist,  dass  die  vorliegende  Knochenalteranalyse  gemäss  der 
Praxis  der  Vorgängerorganisation  und  der  weiterhin  geltenden  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichtes in materieller Hinsicht eine genügende Grundlage für einen 
Nichteintretensentscheid im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG darstellt,

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dass  ein  solcher  Analysebericht  nebst  der  Bekanntgabe  des  Resultats  der  Kno-
chenalterbestimmung auch Angaben betreffend die fachliche Qualifikation des Arztes, 
die Identität des Exploranden, allfällige von diesem geltend gemachte Krankheiten oder 
besondere Lebensumstände, die angewandte Analysemethode, die Umschreibung des 
festgestellten Befundes und die daraus abgeleitete Schlussfolgerung zu enthalten hat, 
und  dieser  der  asylsuchenden  Person  im  Rahmen  der  Gewährung  des  rechtlichen 
Gehörs offen zu legen ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 16; 2004 Nr. 31), 

dass  der  ausführliche  Analysebericht  vom  9.  Februar  2007  auch  diesen  formellen 
Anforderungen genügt, 

dass  der  Bericht  nämlich  Aufschluss  über  die  angewandte  Analysemethode  und  den 
festgestellten Befund gibt und auch die daraus abgeleitete Schlussfolgerung enthält, 

dass  daraus  weiter  hervorgeht,  dass  am  31.  Januar  2007  ein  Anamnesegespräch 
stattgefunden  hat,  aufgrund  dessen  frühere  Hospitalisationen,  länger  dauernde 
Krankheiten und die Einnahme von Medikamenten ausgeschlossen werden konnten, 

dass  die  Identifizierung  des  Exploranden  durch  den  Arzt  den  Akten  zufolge  dadurch 
sichergestellt  war,  dass sich der Beschwerdeführer gegenüber dem Arzt mittels  eines 
mit einer Fotografie versehenen Ausgangsscheins des Empfangszentrums auswies, 

dass  aufgrund  der  Akten  zudem  davon  auszugehen  ist,  der  Analysebericht  sei  dem 
Beschwerdeführer offengelegt worden (A15/1 und A16/2), 

dass in diesem Zusammenhang einzig der Umstand fraglich erscheinen mag, dass das 
BFM im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs zum Bericht die Angaben zur 
Person des Arztes vollständig abdeckte (A15/1), 

dass der Beschwerdeführer den Arzt jedoch anlässlich zweier Konsultationen persönlich 
kennen lernen konnte und einerseits bei diesen Gelegenheiten sowie andererseits bei 
der  Gewährung  des rechtlichen Gehörs  am 19.  Februar  2007 zu dessen Person  und 
beruflichem Werdegang informiert wurde, 

dass somit  ein allfälliger  Mangel  bei  der Offenlegung des Arztberichtes als geheilt  zu 
betrachten wäre, 

dass  nach  dem  Gesagten  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  der  ärztliche 
Analysebericht  vom  9.  Februar  2007  die  von  der  ARK  definierten  und  vom 
Bundesverwaltungsgericht übernommenen inhaltlichen Voraussetzungen erfüllt, 

dass  diesem  ärztlichen  Zeugnis  somit  erhöhter  Beweiswert  zukommt  und  es  als 
Beweismittel im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG dafür gelten kann, dass - obwohl 
das  tatsächliche  Alter  des  Beschwerdeführers  weiterhin  unbekannt  bleibt  -  der 
Beschwerdeführer die Behörden über sein Alter respektive seine Identität getäuscht hat, 

dass es dem Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nicht gelingt,  ernsthafte 
Zweifel am Resultat der Handknochenanalyse zu wecken,

dass er nämlich an seiner Behauptung, im (...) geboren zu sein, festhält, dafür jedoch 
keinen Beweis zu liefern vermag oder auch nur in Aussicht stellt, 

dass er zwar geltend macht, man (vermutlich die Vorinstanz) habe seine Identitätskarte 
nicht akzeptiert, 

dass  der  Beschwerdeführer  hingegen  bisher  keinen Identitätsausweis  abgegeben  hat 
und auch betonte, er könne keine Identitätspapiere beschaffen (vgl. A1/9, S. 3 f.), 

dass  somit  der  in  der  Beschwerdeschrift  vorgebrachte  Einwand  bezüglich  fehlender 
Akzeptanz seiner Identitätskarte nicht nachvollzogen werden kann, 

6

dass im Ergebnis schliesslich festzustellen ist, dass das BFM zu Recht gestützt auf Art. 
32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zur Folge hat, 

dass  der  Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen 
Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der  Wegweisung  ent-
gegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs 
das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom  26. 
März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) über 
die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen  völker-  und 
landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  der  Beschwerdeführer  keine 
Verfolgung  oder  begründete  Furcht  vor  Nachteilen  darzulegen  vermochte,  welche 
geeignet wäre, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte 
für eine andere menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem 
Herkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 ANAG), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtmitteleingabe zwar geltend macht, er habe in 
seiner Heimat politische Probleme und werde deswegen gesucht, 

dass diese Vorbringen jedoch im Widerspruch zu seinen bisherigen Angaben stehen, in 
welchen er  sowohl  ein politisches Engagement  als auch Probleme mit  den Behörden 
verneinte (vgl. A1/9, S. 5), und deshalb als nachgeschoben zu bezeichnen sind, 

dass  er  somit  den  obigen  Erwägungen  zur  Zulässigkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen vermag, 

dass  zudem  die  Untersuchungspflicht  der  Asylbehörden  hinsichtlich  Zulässigkeit, 
Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art 14a ANAG) 
nach  Treu  und  Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  Beschwerde 
führenden  Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im Übrigen  auch  die  Subtanziierungslast 
trägt  (Art.  7 AsylG),  und es bei nicht  belegter  beziehungsweise zweifelhafter  Identität 
oder  Herkunft  nicht  Sache  der  Behörde  sein  kann,  nach  allfälligen 
Wegweisungshindernissen zu forschen, 

dass  im  Hinblick  auf  die  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorab 
darauf hinzuweisen ist, dass das tatsächliche Alter des Beschwerdeführers unbekannt 
ist, 

dass es angesichts des Resultats der Knochenalteranalyse zwar nicht wahrscheinlich, 
aber doch theoretisch möglich wäre, dass der Beschwerdeführer minderjährig ist, 

dass  bei  minderjährigen  Beschwerdeführern  das  Kindeswohl  im  Rahmen  der 
Zumutbarkeitsprüfung  als  gewichtiger  Aspekt  mit  zu  berücksichtigen  ist 
(vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e, S. 98 ff.), 

dass  es  dem Beschwerdeführer  obliegt,  die  behauptete  Minderjährigkeit  glaubhaft  zu 
machen,  und  er  gemäss  Art.  8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. 
Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  hierfür  die  Beweislast  und  die  Folgen  der 
Beweislosigkeit trägt (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen),

dass dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist,  sein angebliches minderjähriges Alter 

7

glaubhaft zu machen,

dass  aus  den  falschen  Angaben  des  Beschwerdeführers  sein  Alter  und 
vermutungsweise  auch  seine  Herkunft  betreffend  (siehe  dazu  die  nachstehenden 
Erwägungen)  und  somit  aus  der  Verletzung  einer  verfahrensimmanenten 
Mitwirkungspflicht  zu  schliessen  ist,  das  Motiv  für  die  Falschangabe  liege  in  der 
Verheimlichung  der  Volljährigkeit  und  damit  in  der  Erschwerung  des 
Wegweisungsvollzugs, 

dass  hinsichtlich  des  Alters  beziehungsweise  der  behaupteten  Minderjährigkeit  des 
Beschwerdeführers  den  Akten  weitere  Unzulänglichkeiten  zu  entnehmen  sind,  indem 
der  Beschwerdeführer  unterschiedliche  Angaben  dazu  machte,  welches  sein 
Geburtsdatum genau sei und von wem er es erfahren habe (A1/9, S. 5 und A 16/2, S. 
1f.),

dass sodann auch die Aussage, sein Vater habe die für die Ausreise nötigen Dokumente 
(um was für welche es sich gehandelt habe, wisse er nicht) auf sich getragen und sei 
nach der Ausreise mit diesen verschwunden, als vage und nicht plausibel und daher als 
Schutzbehauptung zu werten ist, 

dass das Empfangsstellenprotokoll sodann zahlreiche weitere zweifelhafte Angaben zur 
behaupteten Identität des Beschwerdeführers enthält, 

dass  der  Beschwerdeführer  abgesehen  vom  Namen  des  Präsidenten  Benins  kaum 
zutreffende  Angaben  sein  angebliches  Heimatland,  Benin,  betreffend  zu  machen 
vermochte  und  insbesondere  weder  die  Flagge  Benins,  die  Nationalhymne  noch den 
Unabhängigkeitstag kannte, 

dass er auch nur zwei der vier an Benin grenzenden Staaten zu nennen vermochte und 
überdies  angab,  nur  Englisch  zu  sprechen,  obwohl  die  Amtsprache  Benins  das 
Französische ist, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  dieser  Unzulänglichkeiten  massive 
Zweifel an seinen weiteren Identitätsangaben hat, 

dass  diese  Zweifel  letztlich  dadurch  gestärkt  werden,  dass  gewisse  Daten  zu  seiner 
Person  auf  dem  Personalienblatt  (A2/2)  und  dem  Empfangsstellenprotokoll  (1/9) 
unterschiedlich  ausgefallen  sind  (darunter  die  Angaben  zu  den  Eltern  und  zur 
Konfession) und auch die Unterschrift auf dem Personalienblatt nicht mit derjenigen im 
Empfangsstellenprotokoll übereinstimmt, 

dass weiter anzuführen ist, dass der Beschwerdeführer im Empfangszentrum anfänglich 
angab,  keine  Verwandten  mehr  im  Heimatland  zu  haben,  dann  jedoch  in  der 
Gesuchbegründung auf einmal seinen Vater ins Feld führte (vgl. A1/9, S. 3 f.), 

dass es dem Beschwerdeführer somit auch nicht etwa mit substanziierten Angaben in 
anderen Bereichen gelungen ist, die Zweifel an seiner Minderjährigkeit auszuräumen, 

dass er  gemäss den prozessualen Grundprinzipien  die Folgen der Beweislosigkeit  zu 
tragen hat, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  daher  wie  schon  die  Vorinstanz  von  der 
Volljährigkeit  des  Beschwerdeführers  ausgeht,  womit  sich  bei  der  Prüfung  der 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs Erwägungen zum Kindeswohl erübrigen, 

dass den Akten keine gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprechenden 
Hinweise zu entnehmen sind, weshalb der Vollzug als zumutbar erscheint (Art. 14a Abs. 
2 AsylG), 

8

dass auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist und es dem 
Beschwerdeführer insbesondere obliegt, sich die für die Heimkehr nötigen Reisepapiere 
zu beschaffen, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die 
angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb 
die Beschwerde abzuweisen ist, soweit überhaupt darauf einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 
Bst a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht œ[VGKE, SR 173.320.2]) dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr.  600.--,  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu 
überweisen.

3. Dieses Urteil geht an:

- den  Beschwerdeführer (vorab  per  Telefax;  durch  Vermittlung  des  BFM, 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Basel,  mit  der  Bitte,  dieses  Urteil  dem 
Beschwerdeführer gegen beigelegte Empfangsbestätigung auszuhändigen und 
diese an uns zu retournieren; Beilage: Einzahlungsschein)

- die Vorinstanz, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (...)

- (...), (per Telefax)

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

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