# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2af7c35c-a63c-51c7-be7d-e51d48241333
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2025 F-2014/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2014-2025_2025-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2014/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Christa Preisig (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann,  

Richterin Regula Schenker Senn,  

Gerichtsschreiberin Meike Pauletzki. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), Afghanistan, 

vertreten durch lic. iur. Shahryar Hemmaty,  

BBFM Beratung und Betreuung für Migranten,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 17. März 2025 / N (…). 

 

 

 

F-2014/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 30. Januar 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Mit Verfügung vom 17. März 2025, eröffnet am 18. März 2025, trat 

die Vorinstanz auf sein Asylgesuch nicht ein, ordnete seine Wegweisung 

nach Deutschland an, und forderte ihn auf, die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Ferner wies sie auf die einer 

allfälligen Beschwerde fehlende aufschiebende Wirkung hin.  

B.  

Mit Beschwerde vom 25. März 2025 gelangte der Beschwerdeführer an 

das Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die vorinstanzliche Verfü-

gung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch 

einzutreten. Eventualiter sei die Sache zu ergänzender Sachverhaltsabklä-

rung und neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In pro-

zessualer Hinsicht ersuchte er darum, die Vorinstanz sei anzuweisen, ihn 

bis zum rechtskräftigen Abschluss des laufenden Verfahrens bei seiner 

Partnerin und dem gemeinsamen Kind wohnen zu lassen. Weiter sei der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vorinstanz an-

zuweisen, von Vollzugshandlungen einstweilen abzusehen. Schliesslich 

sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses zu verzichten.  

Am 26. März 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an.  

Am 28. März 2025 reichte der Beschwerdeführer die Originale der Geburts-

urkunde und Vaterschaftsanerkennung seines Sohnes nach. 

Im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) war am 7. April 2025 

ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. April 2025 aus dem zu-

gewiesenen Bundesasylzentrum verschwunden war. Daher wurde er mit 

Zwischenverfügung vom 8. April 2025 aufgefordert, eine Erklärung zu sei-

nem aktuellen Aufenthaltsort und Rechtsschutzinteresse einzureichen. Mit 

Erklärung vom 9. April 2025 gab er an, sich im Bundesasylzentrum aufzu-

halten und an seiner Beschwerde festzuhalten. Aus dem ZEMIS geht her-

vor, dass er ins Bundeasylzentrum zurückgekehrt ist.   

F-2014/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG [SR 142.31] und Art. 31 ff. VGG) und die Sachur-

teilsvoraussetzungen (Art. 48 Abs. 1 VwVG [Legitimation], Art. 108 Abs. 3 

AsylG [Frist] und Art. 52 VwVG [Form]) sind erfüllt, sodass auf die Be-

schwerde einzutreten ist. Das fortdauernde Rechtsschutzinteresse des Be-

schwerdeführers geht aus seiner Eingabe vom 9. April 2025 klar hervor 

(vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 10). 

1.2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG; BVGE 2015/9 E. 6.2 und 8.2.2).  

1.3. Vorliegend wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels ver-

zichtet (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

2.  

2.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn asylsu-

chende Personen in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig 

ist (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt die Vorinstanz in 

der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an 

(Art. 44 AsylG).  

2.2. Vorliegend richtet sich die staatsvertragliche Zuständigkeit nach der 

Dublin-III-VO (vollständige Referenz: Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist). Aktenkundig und unstrittig hat der Beschwerdeführer bereits 

am 12. Oktober 2015 in Deutschland um Asyl ersucht und sich seither dort 

aufgehalten, weshalb grundsätzlich Deutschland für die Durchführung sei-

nes Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständig ist (Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO; vgl. BVGer-act. 1 S. 8, Vorakten [SEM-act.] 33 S. 3 f.).  

2.3. Strittig ist jedoch, ob der Beschwerdeführer Familienbeziehungen in 

der Schweiz hat, welche zur Zuständigkeit der Schweiz führen könnten. 

Dabei ist insbesondere massgeblich, ob er sich auf das Recht auf Achtung 

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des Familienlebens im Sinn von Art. 8 EMRK berufen kann. Dieses erfasst 

neben Beziehungen innerhalb der Kernfamilie, d.h. der Eltern und gemein-

samen Kinder, auch andere genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte 

Familienbeziehungen. Hierauf deuten insbesondere ein Zusammenleben 

im gemeinsamen Haushalt, eine finanzielle Verflochtenheit, speziell enge 

familiäre Bande, regelmässige Kontakte und eine Übernahme von Verant-

wortung füreinander (BGE 144 II 1 E. 6 ff., 139 I 330 E. 2.1). Praxisge-

mäss verschafft das Recht auf Achtung des Familienlebens keinen An-

spruch auf Einreise und Aufenthalt (ibid.).  

Ist der Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens eröffnet, 

so ist im Rahmen einer Verhältnismässigkeitsprüfung (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) 

zu prüfen, ob die privaten Interessen an der Fortführung des Familienle-

bens und somit der Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens 

in der Schweiz die öffentlichen Interessen an der Einhaltung der Zustän-

digkeitsordnung der Dublin-III-VO überwiegen. Dabei ist das Kindeswohl 

als gewichtiger, nicht jedoch ausschliesslicher Faktor der Interessensab-

wägung zu berücksichtigen (vgl. Art. 3 des Übereinkommens über die 

Rechte des Kindes vom 20. November 1989 [KRK, SR 0.107]). Liegen 

überwiegende private Interessen vor, besteht allenfalls ein Überstellungs-

hindernis, welches die Schweiz zum Selbsteintritt auf das Asylgesuch ver-

pflichten kann (Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO). Andernfalls ist das Familien-

leben bei der pflichtgemässen Ermessensausübung hinsichtlich eines frei-

willigen Selbsteintritts zu berücksichtigen (Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und 

Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, 

SR 142.311]; ggf. Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO; zum Ganzen: 

BVGE 2021 VI/1 E. 11 ff., zuletzt etwa Urteile des BVGer F-869/2024 vom 

27. Januar 2025 E. 6 ff., E-5359/2024 vom 4. September 2024 E. 6.4 f.).  

3.  

3.1. Die Vorinstanz erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli-

chen, der Beschwerdeführer habe nicht mit Dokumenten glaubhaft ge-

macht, dass eine dauerhafte und gelebte Beziehung zu seiner Partnerin 

bestehe und er der Vater des gemeinsamen Sohnes sei. Die eingereichten 

Dokumente würden ein befristetes Zusammenleben und persönliche Kon-

takte, nicht jedoch eine emotionale und finanzielle Verflechtung sowie ge-

meinsame Lebensplanung des Paares belegen. Hinsichtlich des Kindes-

wohls sei zu beachten, dass er seine elterlichen Beziehungen auch in 

Deutschland oder von dort aus pflegen könne (SEM-act. 33).  

3.2. Der Beschwerdeführer brachte dagegen zusammengefasst vor, seine 

Partnerin und der gemeinsame Sohn würden dauerhaft in der Schweiz 

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leben. Er beteilige sich aktiv am Familienleben, trage Verantwortung für 

den Sohn und stehe nachweislich in einem engen persönlichen und wirt-

schaftlichen Beziehungsverhältnis zu seiner langjährigen Partnerin. Die 

Vorinstanz habe dies zu Unrecht nicht als schutzwürdige Familienbezie-

hungen anerkannt und bei ihrer Zuständigkeitsprüfung nicht berücksichtigt. 

Die Vorinstanz nehme realitätsfremd an, dass die Beteiligten ihr Familien-

leben in Deutschland oder von dort aus pflegen könnten. Mit Blick auf das 

Kindeswohl sei zu beachten, dass sein Sohn altersbedingt darauf ange-

wiesen, dass er vor Ort sei. Weiter reichte er ein Referenzschreiben seiner 

Partnerin sowie die deutsche Geburtsurkunde und Vaterschaftsanerken-

nung des Sohnes ein (BVGer-act. 1 und 6).  

4.  

4.1. Der Beschwerdeführer reichte das Referenzschreiben seiner Partnerin 

vom (…), die Geburtsurkunde und die Vaterschaftsanerkennung des Soh-

nes vom (…) pflichtwidrig erst im Beschwerdeverfahren ein (vgl. Art. 8 

Abs. 1 Bst. d AsylG). Mit Blick auf die Sachverhaltserstellung von Amtes 

wegen (Art. 12 VwVG) sind diese Beweismittel dennoch zu berücksichti-

gen, da sie ausschlaggebend erscheinen (vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG; vgl. 

zuletzt Urteile des BVGer F-5887/2024 vom 7. Januar 2025 E. 5.2, 

D-5885/2024 vom 25. November 2024 E. 4.1, E-3129/2020 vom 13. No-

vember 2024 E. 4.2).  

4.2. Mit der authentisch erscheinenden Geburtsurkunde und Vaterschafts-

anerkennung kann der Beschwerdeführer belegen, dass er mit seiner Part-

nerin einen (…)jährigen Sohn hat (BVGer-act. 6 – Beilagen). Mit ihrem Re-

ferenzschreiben bestätigt die Partnerin, dass sie eine stabile Beziehung 

führen, ein gemeinsames Leben planen und Verantwortung füreinander 

übernehmen würden. Der Beschwerdeführer pflege eine liebevolle Bezie-

hung zu seinem Sohn, betreue ihn, unterstütze sie emotional und praktisch 

im Alltag (BVGer-act. 1 – Beilage 3). Offenbar leben die Partnerin und der 

Sohn in (…), wo er sie im Rahmen der Ausgangszeiten des Bundesasyl-

zentrums wöchentlich besucht (vgl. Protokoll des erweiterten Dublin-Ge-

sprächs vom 19. Februar 2023 [SEM-act. 25 F/A 37], Eingabe vom 9. April 

2025 [BVGer-act. 10]).  

4.3. Somit liegen im Beschwerdeverfahren nun konkrete Anhaltspunkte 

vor, dass der Beschwerdeführer eine nahe, echte und tatsächlich gelebte 

Beziehung zu seiner Partnerin und dem gemeinsamen Sohn pflegt, die 

beide in der Schweiz leben. Folglich sind die konkreten familiären Verhält-

nisse des Beschwerdeführers abzuklären, um insbesondere zu prüfen, ob 

er sich auf das Recht auf Achtung des Familienlebens berufen kann (Art. 8 

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EMRK) und falls ja, ob dieses seiner Überstellung nach Deutschland ent-

gegensteht und allenfalls die Zuständigkeit der Schweiz zur Durchführung 

seines Asyl- und Wegweisungsverfahren begründen kann (vgl. E. 2.3).  

In der angefochtenen Verfügung (SEM-act. 33 S. 6 f) skizzierte die Vor-

instanz die familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers, befasste sich 

jedoch nur oberflächlich mit deren Intensität. Dies gilt insbesondere hin-

sichtlich der Beziehung zu seiner Partnerin. Die Vorinstanz hielt nicht fest, 

ob der Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 

EMRK) eröffnet ist, und berücksichtigte die konkrete Ausgestaltung und 

Enge der familiären Beziehungen bei ihrer Interessensabwägung nur un-

zureichend. Zwar erörterte sie unter dem Aspekt des Kindeswohls (Art. 3 

KRK) in abstrakter Weise, inwiefern die elterliche Beziehung durch eine 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Deutschland beeinträchtigt und 

dort fortgeführt werden könne, ohne jedoch konkret auf die tatsächliche 

Beziehung zum (…)jährigen Kind einzugehen. Dies kann eine Interessens-

abwägung hinsichtlich des Familienlebens (Art. 8 EMKR) nicht ersetzen. 

Erst unter der Prämisse der vollständig abgeklärten familiären Bindungen 

ist eine völkerrechtskonforme Abwägung zwischen dem öffentlichen Inte-

resse an der Überstellung sowie der Vermeidung einer allfälligen Umge-

hung des Familiennachzugs und dem privaten Interesse an der Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens in der Schweiz überhaupt 

möglich.  

Der Sachverhalt, welcher dem vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid 

zugrunde liegt, erweist sich insofern als (nachträglich) unvollständig.  

5.  

5.1. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich in der Sa-

che selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen 

an die Vorinstanz zurück (Art. 61 VwVG). Eine Kassation und Rückweisung 

an die Vorinstanz ist insbesondere angezeigt, wenn weitere Sachverhalts-

feststellungen getroffen werden müssen und der Vorinstanz als Erstinstanz 

ein gewisser Ermessensspielraum zukommt (vgl. BVGE 2020 VI/1 

E. 10.1.2; 2020 VII/6 E. 12.6; 2015/30 E. 8.1). Vorliegend lässt sich die 

Entscheidungsreife nicht mit geringem Aufwand herstellen (vgl. E. 4.3). 

Auch verfügt die Vorinstanz hinsichtlich eines freiwilligen Selbsteintritts der 

Schweiz über grosses Ermessen, das es zu respektieren gilt (vgl. 

BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1).  

5.2. Daher ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 

ist aufzuheben und die Sache ist zur vollständigen Sachverhalts-

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feststellung und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der 

Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er bei der Feststellung des 

Sachverhalts mitzuwirken hat und eine diesbezügliche Weigerung bei der 

Beweiswürdigung berücksichtigt werden kann (Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG, 

Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 19 VwVG und Art. 40 BZP [SR 273]).  

5.3. Da die Beschwerde bereits aus diesen Gründen gutzuheissen ist, er-

übrigt sich eine Prüfung der weiteren vorgebrachten Rügen.  

6.  

Mit diesem Urteil fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin und die Gesu-

che um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und vorsorglichen Unter-

bringung bei seiner Partnerin und dem gemeinsamen Kind werden gegen-

standslos.  

7.  

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Damit wird das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (recte: unentgeltliche Prozessführung) gegen-

standslos.  

7.2. Der obsiegenden Partei kann eine Entschädigung für die ihr erwach-

senen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zugesprochen 

werden (Art. 111ater AsylG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der Be-

schwerdeführer hat die ausschlaggebende Geburtsurkunde und Vater-

schaftsanerkennung seines Sohnes pflichtwidrig erst im Beschwerdever-

fahren eingereicht (E. 4). Dies vermag er nicht zu entkräften, indem er un-

substantiiert und unbelegt vorbringt, seine damalige Rechtsvertretung 

habe die übergebenen Beweismittel nicht vollständig an die Vorinstanz 

übermittelt. Ferner hat er ebenfalls erst auf Beschwerdeebene die Enge 

der Beziehung zur Kindsmutter, seiner Lebenspartnerin, mittels eines 

Schreibens weiter substantiiert. Hätte er diese Beweismittel der Vorinstanz 

eingereicht, wäre es dieser möglich gewesen, die Enge und Ausgestaltung 

der Familienbeziehungen und die daraus fliessenden allfällige Konsequen-

zen für die Anwendbarkeit von Art. 17 Dublin-III-VO zu prüfen. Entspre-

chend wäre dieses Beschwerdeverfahren nicht erforderlich gewesen. Da-

her können die dadurch entstandenen Vertretungskosten nicht als notwen-

dig gewertet und folglich nicht entschädigt werden (vgl. etwa Urteile des 

BVGer D-144/2020 vom 6. Juli 2020 E. 8, E-6489/2019 vom 25. Juni 2020 

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E. 11, C-7686/2007 vom 13. Oktober 2009 E. 9.1 f.). Folglich ist dem Be-

schwerdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

8.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen.  

2.  

Die Verfügung der Vorinstanz vom 17. März 2025 wird aufgehoben und die 

Sache wird zur vollständigen Sachverhaltsfeststellung und zur Neube-

urteilung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und  

die kantonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Meike Pauletzki 

 

 

Versand: 

F-2014/2025 

Seite 10