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**Case Identifier:** d8114ef3-eaed-5489-a268-0ea85dee3edb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.02.2024 100 2022 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-15_2024-02-06.pdf

## Full Text

100.2022.15/16U
HAT/STS/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Februar 2024

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häusler, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Straub

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdeführerin

gegen

Verein A.________
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt 
Beschwerdegegner

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer; 
Aufhebung der Steuerbefreiung wegen Verfolgung öffentlicher Zwecke 
(Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
7.12.2021; 100 20 463/464, 200 20 380)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.02.2024, Nrn. 100.2022.15/16U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Die A.________ ist ein Verein im Sinn von Art. 60 ff. des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) mit Sitz in B.________; bis Juli 2019 hiess 
der Verein noch C.________. Ab 1. Januar 2010 war der Verein, der damals 
eine Schul- und Heimgemeinschaft betrieb, wegen Verfolgung öffentlicher 
Zwecke für die Kantons- und Gemeindesteuern (Gewinn- und Kapitalsteuer 
sowie Erbschafts- und Schenkungssteuer) und für die direkte Bundessteuer 
(Gewinnsteuer) steuerbefreit (Verfügung der Steuerverwaltung vom 
31.5.2011). Nach der Einstellung des Heimbetriebs per 4. Juli 2014 kündigte 
die Steuerverwaltung eine Überprüfung der Steuerbefreiung an. Ab Mitte 
2017 führte der Verein eine Privatschule. Die Steuerverwaltung widerrief mit 
Verfügung vom 6. April 2020 die Steuerbefreiung wegen Verfolgung öffentli-
cher Zwecke rückwirkend auf den 4. Juli 2014 und wies gleichzeitig ein Ge-
such um Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit ab. Die hiergegen erho-
benen Einsprachen vom 7. Mai 2020 blieben erfolglos (Entscheide vom 
27.11.2020). 

B.

Am 30. Dezember 2020 erhob der Verein A.________ bei der Steuer-
rekurskommission des Kantons Bern (StRK) Rekurs (im Bereich der kanto-
nalen Gewinn- und Kapitalsteuer sowie im Bereich der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer) und Beschwerde (im Bereich der direkten Bundessteuer 
[Gewinnsteuer]) mit dem Antrag, die Einspracheentscheide seien aufzuhe-
ben und auf den Widerruf der Steuerbefreiung wegen der Verfolgung öffent-
licher Zwecke sei zu verzichten, eventuell sei der Verein wegen Gemeinnüt-
zigkeit von der Steuerpflicht zu befreien. Die StRK hiess die Rechtsmittel mit 
Entscheiden vom 7. Dezember 2021 gut.

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C.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 7. Januar 2022 hat die Steuerverwaltung 
sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten 
Bundessteuer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und beantragt die 
Aufhebung der angefochtenen Entscheide sowie (sinngemäss) die Bestäti-
gung der Einspracheentscheide vom 27. November 2020.

Mit Verfügung vom 11. Januar 2022 hat der Abteilungspräsident die Verfah-
ren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundes-
steuer vereinigt.

Die StRK und der Verein A.________ beantragen mit Vernehmlassung vom 
12. Januar 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2022 die Ab-
weisung der Beschwerden. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.

Per 7. Juli 2023 hat der Verein A.________ gemäss Angaben auf seiner 
Homepage den Schulbetrieb eingestellt. Der Verein soll «für den betrieb-
lichen Abschluss bis voraussichtlich Ende September 2024 bestehen blei-
ben».

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 
sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug 
der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerverwaltung ist 

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zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt (Art. 79 Abs. 2 VRPG i.V.m. 
Art. 201 Abs. 2 StG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 141 Abs. 1 DBG). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 
Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 141 Abs. 2 DBG). Auf 
die Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Ver-
waltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um zwei verschiedene 
Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in ge-
trennten Verfahren veranlagt werden. Die beiden Entscheide können aber in 
ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des 
kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, rechtfer-
tigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommuna-
ler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG sind juristi-
sche Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, für 
den Gewinn und das Kapital, die ausschliesslich und unwiderruflich diesen 
Zwecken gewidmet sind, von der Steuerpflicht befreit, wobei unternehmeri-
sche Zwecke grundsätzlich nicht gemeinnützig sind (vgl. auch Art. 23 Abs. 1 
Bst. f des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). 
Juristische Personen, die zum Zeitpunkt der Zuwendung die Voraussetzun-
gen einer Steuerbefreiung erfüllen, sind auch von der Erbschafts- und 
Schenkungssteuer befreit (Art. 6 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. November 
1999 über die Erbschafts- und Schenkungssteuer [ESchG; BSG 662.1]). 
Hinzu kommt, dass steuerpflichtige Privatpersonen von ihrem steuerbaren 
Einkommen jene freiwilligen Leistungen (Spenden) zum Abzug bringen kön-

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nen, die sie juristischen Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf 
öffentliche oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht 
befreit sind, haben zukommen lassen (Art. 38a Bst. a StG; Art. 33a DBG; vgl. 
auch Art. 9 Abs. 2 Bst. i StHG).

2.2 Eine Befreiung von der Steuerpflicht ist für Privatschulen grundsätz-
lich sowohl wegen Gemeinnützigkeit als auch wegen der Verfolgung von öf-
fentlichen Zwecken denkbar. Eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit 
setzt voraus, dass die Tätigkeit der juristischen Person im Interesse der All-
gemeinheit liegt und uneigennützig erfolgt. Verfolgt eine Privatschule wirt-
schaftliche (gewinnorientierte) Zwecke oder wird der Schulbetrieb nur ge-
führt, wenn kostendeckende oder darüberhinausgehende Schulgelder 
eingenommen werden, liegt keine Uneigennützigkeit vor, was die Steuerbe-
freiung wegen Gemeinnützigkeit ausschliesst (vgl. BGE 146 II 359 E. 6.1 
[Pra 110/2021 Nr. 14]; Greter/Greter, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 56 N. 25, 32a, 
36; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl. 
2023, Art. 56 N. 79 ff.; ferner Praxishinweise der Schweizerischen Steuer-
konferenz [SSK] vom 18.1.2008 zuhanden der Kantonalen Steuerverwaltun-
gen betreffend Steuerbefreiung juristischer Personen, die öffentliche oder 
gemeinnützige Zwecke oder Kultuszwecke verfolgen/Abzugsfähigkeit von 
Zuwendungen [einsehbar unter <http://www.steuerkonferenz.ch>, Rubriken 
«Dokumente/Merkblätter und Praxishinweise/Steuerbefreiung»; nachfol-
gend: Praxishinweise SSK], Ziff. 2). – Die StRK gelangte zum Schluss, der 
Beschwerdegegner sei weiterhin wegen der Verfolgung öffentlicher Zwecke 
von der Steuerpflicht zu befreien. Die Voraussetzungen einer Steuerbefrei-
ung wegen Gemeinnützigkeit hat sie daher nicht geprüft, weshalb hier nicht 
weiter darauf einzugehen ist (vgl. hinten E. 6). 

2.3 Eine Steuerbefreiung wegen der Verfolgung von öffentlichen Zwe-
cken setzt voraus, dass die juristische Person eine öffentliche bzw. eng mit 
den staatlichen Aufgaben verbundene Aufgabe wahrnimmt (vgl. Art. 11 
Abs. 2 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Steuerbefreiung ju-
ristischer Personen [SBV; BSG 661.261]). Der Begriff der öffentlichen 
Zweckverfolgung wird restriktiv ausgelegt; die dadurch begründete Steuer-
befreiung stellt eine Ausnahme dar (BGE 146 II 359 E. 5.2 [Pra 110/2021 

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Nr. 14]; BVR 2008 S. 320 E. 3.2; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., 
Art. 56 N. 57; vgl. auch Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]). 
Art. 11 Abs. 3 SBV bestimmt, dass die Steuerbefreiung nur gewährt werden 
kann, wenn der Übertragung der öffentlichen Aufgabe ein öffentlich-recht-
licher Akt zugrunde liegt. Diese strenge Voraussetzung gilt gemäss Recht-
sprechung und Lehre indes (auch kantonal) lediglich bei juristischen Perso-
nen, die auch Erwerbs- oder Selbsthilfezwecke verfolgen. Letztere Zwecke 
stehen einer Steuerbefreiung nämlich grundsätzlich entgegen (unter Vorbe-
halt einer teilweisen Befreiung, sofern eine rechnungsmässig klare Trennung 
besteht und der öffentliche Zweck deutlich überwiegt; vgl. BGE 146 II 359 
E. 5.2 [Pra 110/2021 Nr. 14], 131 II 1 E. 3.3 f.; BGer 2C_383/2010 vom 
28.12.2010 E. 2.2; Greter/Greter, a.a.O., Art. 56 N. 37c, 39a). Bei juristi-
schen Personen, die ausschliesslich öffentliche und damit keine Erwerbs- 
oder Selbsthilfezwecke verfolgen, ist die Übertragung der Aufgabe in einem 
förmlichen, öffentlich-rechtlichen Akt keine Voraussetzung für die Steuerbe-
freiung (BGE 146 II 359 E. 5.2 [Pra 110/2021 Nr. 14]; BGer 2C_143/2013 
vom 16.8.2013 E. 3.2; BVR 2008 S. 320 E. 3.2; VGE 2013/368/369 vom 
11.3.2016 E. 3.1; Greter/Greter, a.a.O., Art. 56 N. 37c; Peter Locher, Kom-
mentar zum DBG, II. Teil, 2. Aufl. 2022, Art. 56 N. 114 f.; Richner/Frei/Kauf-
mann/Rohner, a.a.O., Art. 56 N. 57; vgl. auch das Kreisschreiben Nr. 12 der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 8.7.1994, in ASA 63 S. 130 ff. 
[nachfolgend: KS Nr. 12 EStV], Ziff. II/4). 

2.4 Die Steuerbefreiung wegen Verfolgung öffentlicher Zwecke setzt vo-
raus, dass eine entsprechende Tätigkeit nicht bloss statutarisch festge-
schrieben ist, sondern von der juristischen Person auch tatsächlich verfolgt 
und verwirklicht wird (Art. 12 Abs. 1 SBV; BGE 147 II 287 E. 5.2 
[Pra 111/2022 Nr. 2], 146 II 359 E. 5.1 [Pra 110/2021 Nr. 14]; Greter/Greter, 
a.a.O., Art. 56 DBG N. 27 f., auch zum Folgenden; Peter Locher, a.a.O., 
Art. 56 N. 92, 95 ff., 113; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., Art. 56 
N. 50). Weiter müssen die Statuten vorsehen, dass bei Auflösung der juristi-
schen Person Gewinn und Kapital zwingend einer anderen wegen Gemein-
nützigkeit oder öffentlichem Zweck steuerbefreiten juristischen Person mit 
Sitz in der Schweiz zukommen (vgl. Art. 12 Abs. 2 SBV; BVR 2001 S. 106 
E. 7; in Bezug auf die direkte Bundessteuer etwa Peter Locher, a.a.O., 
Art. 56 N. 97). 

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3.

3.1 Mit Verfügungen vom 6. April 2020 und Einspracheentscheiden vom 
27. November 2020 hat die Steuerverwaltung die Steuerbefreiung des Be-
schwerdegegners wegen Verfolgung öffentlicher Zwecke rückwirkend per 
4. Juli 2014 aufgehoben und das sinngemässe Gesuch um Steuerbefreiung 
wegen Gemeinnützigkeit abgewiesen. Der im Jahr 2017 neu aufgenommene 
Schulbetrieb sei weder in der Datenbank der Interkantonalen Vereinbarung 
für soziale Einrichtungen (IVSE) aufgeführt, noch verfüge der Beschwerde-
gegner für den Betrieb der Privatschule über einen Leistungsvertrag mit der 
öffentlichen Hand. Die fehlende finanzielle Unterstützung durch den Kanton 
spreche ebenfalls gegen das Verfolgen eines öffentlichen Zwecks. – Die 
StRK beurteilte die Tätigkeit des Beschwerdegegners anders: Sie führt in 
den angefochtenen Entscheiden aus, dieser habe eine Aufgabe wahrgenom-
men, die grundsätzlich dem Gemeinwesen obliege. Dafür habe er eine Be-
willigung der Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ; heute: Bildungs- 
und Kulturdirektion [BKD]) erhalten. Eine öffentliche Zweckverfolgung liege 
somit vor (wenn auch ohne Aufgabenübertragung mittels eines förmlichen 
Aktes). Aus den aktenkundigen Jahresrechnungen sei ersichtlich, dass die 
eingenommenen Schulgelder bei weitem nicht kostendeckend gewesen 
seien und der Beschwerdegegner in den Jahren 2017-2019 Verluste erwirt-
schaftet habe. Dies spreche insgesamt gegen einen gewinnorientierten Be-
trieb. Auch der Umstand, dass für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs 
das Vereinsvermögen verwendet worden sei, zeige, dass keine Erwerbs-
zwecke verfolgt worden seien. Eine Gewinnorientierung oder ein überwie-
gendes Selbsthilfemotiv seien damit auszuschliessen. Der Beschwerdegeg-
ner habe somit grundsätzlich eine öffentliche Aufgabe erfüllt, ohne überwie-
gende Erwerbs- oder Selbsthilfezwecke zu verfolgen. Da die Voraussetzun-
gen für eine Steuerbefreiung wegen Verfolgung öffentlicher Zwecke erfüllt 
seien, brauche eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit nicht geprüft 
zu werden.

3.2 Die Steuerverwaltung hält in ihren Beschwerden an der Auffassung 
fest, der Beschwerdegegner erfülle keinen öffentlichen Zweck. Es fehle 
bereits an einer Aufgabenübertragung mittels eines öffentlich-rechtlichen 

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Aktes. Zudem befriedige das Führen einer Privatschule nach einem spezifi-
schen Bildungskonzept Sonderinteressen und falle nicht in den Aufgaben-
kreis des Gemeinwesens. Die Schule des Beschwerdegegners biete ausser-
dem kein vollständiges Ausbildungsprogramm an (Kindergarten bis 9. Schul-
jahr), sondern lediglich Kindergarten und Grundschule bis zur 6. Klasse. 
Einer Steuerbefreiung stehe sodann entgegen, dass der Beschwerdegegner 
eine Erwerbstätigkeit ausübe, auch wenn er damit keinen Gewinn erzielt 
habe: Er biete eine Dienstleistung gegen Entgelt an, und seine Einnahmen 
würden mehrheitlich aus den Dienstleistungserträgen (den bezahlten Schul-
geldern) stammen. Eine Steuerbefreiung würde nicht zuletzt auch die Wett-
bewerbsneutralität verletzen, da der Beschwerdegegner verglichen mit nicht 
steuerbefreiten Privatschulen im Bereich der Spendenakquise einen erheb-
lichen Wettbewerbsvorteil hätte.

3.3 Diesen Ausführungen hält der Beschwerdegegner in der Beschwer-
deantwort entgegen, das Schulwesen sei stets eine öffentliche Aufgabe, un-
abhängig davon, wer diese wahrnehme. Mit der Bewilligung für den Betrieb 
einer Privatschule sei er daher (auch) ermächtigt worden, diese öffentliche 
Aufgabe wahrzunehmen. Es bestehe hinsichtlich der Aufgabenübertragung 
kein Unterschied zu Privatschulen, mit denen der Kanton eine Leistungsver-
einbarung abgeschlossen habe. Dass der Beschwerdegegner keine voll-
ständige Grundschulbildung angeboten habe, stehe einer Steuerbefreiung 
ebenfalls nicht entgegen. Er verfolge weder Erwerbszwecke noch sei er ge-
winnorientiert, sondern finanziere einen Grossteil seiner Tätigkeit über Spen-
den. Folglich sei auch die Wettbewerbsneutralität nicht betroffen.

4.

Gemäss Statuten verfolgt der Beschwerdegegner den Zweck, den Aufbau 
und Unterhalt des Schulbetriebs A.________ in geistiger, sozialer und ma-
terieller Hinsicht zu sichern und zu fördern. Er ist der wirtschaftliche Träger 
der Bildungsstätte, die auf der Grundlage der Pädagogik von Rudolf Steiner 
betrieben wird. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral und verfolgt 
keinen Erwerbszweck (Art. 2 der Statuten Verein A.________ vom 1.3.2019, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 133 [Rückseite]; vgl. auch Art. 2 der Statuten 

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Verein C.________ vom 27.1.2017, Vorakten StV [act. 3B] pag. 23). Ab 
Beginn des Schuljahrs 2017/2018 verfügte der Beschwerdegegner über eine 
Bewilligung zur Führung der Privatschule A.________, zunächst für den 
Zyklus 1 (Kindergarten bis 2. Schuljahr), später für die Zyklen 1 und 2 
(Kindergarten bis 6. Schuljahr; vgl. Verfügung der ERZ vom 26.5.2017, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 161 ff.; Verfügung der BKD vom 17.1.2020, 
Vorakten StV [act. 3B] pag. 156 ff.). In den Geschäftsjahren 2017-2019 
erwirtschaftete der Beschwerdegegner jeweils einen Verlust (Fr. 37'486.65 
im Jahr 2017, Fr. 38'342.50 im Jahr 2018 und Fr. 22'630.60 im Jahr 2019), 
den er indes mit Beträgen aus dem Vereinsvermögen – namentlich aus 
früheren kantonalen Zuwendungen an den ehemaligen Heimbetrieb – 
auszugleichen vermochte (vgl. Jahresrechnungen 2017-2019, Vorakten StV 
[act. 3B] pag. 98, 124 und 128). Im Juli 2023 hat der Beschwerdegegner 
gemäss Angaben auf seiner Homepage den Schulbetrieb eingestellt.

5.

5.1 Das Schulwesen ist eine öffentliche Aufgabe, für deren Erfüllung die 
Kantone zuständig sind (vgl. Art. 62 der Bundesverfassung [BV; SR 101]). 
Der Kanton Bern teilt sich die Aufgabenerfüllung im Bereich der Volksschule 
(Kindergarten bis Sekundarstufe I) mit den Gemeinden (Art. 5 des Volks-
schulgesetzes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210]). Die Volksschul-
pflicht kann aber auch im Rahmen einer Privatschule erfüllt werden, wobei 
solche einer Bewilligung des Kantons bedürfen (Art. 64 ff. VSG). Dem Be-
schwerdegegner ist zwar die Bewilligung zum Führen einer Privatschule 
erteilt worden. Es wird aber von keiner Seite geltend gemacht, der Kanton 
Bern habe ihm mittels öffentlich-rechtlichem Vertrag Aufgaben übertragen. 
Eine Steuerbefreiung kommt daher nur infrage, wenn der Beschwerdegeg-
ner mit seinem Angebot einen eng an die staatliche Aufgabe angelehnten 
öffentlichen Zweck, jedoch keine Erwerbs- oder Selbsthilfezwecke verfolgt 
(vgl. vorne E. 2.3). – Während die StRK mit dem Beschwerdegegner davon 
ausgeht, das Gemeinwesen habe diesen als «Instrument» zur Erfüllung 
einer öffentlichen Aufgabe genutzt, ist die Steuerverwaltung der Auffassung, 
der Beschwerdegegner habe keine öffentliche Aufgabe wahrgenommen. Zu-
nächst ist festzuhalten, dass entgegen dem Beschwerdegegner die ihm er-

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teilte Bewilligung zur Führung einer Privatschule für sich allein nicht darauf 
schliessen lässt, er habe mit dem angebotenen Unterreicht eine öffentliche 
Aufgabe wahrgenommen (so auch angefochtene Entscheide E. 6.3). Der 
Umstand, dass der Volksschulunterricht eine staatliche Aufgabe ist und pri-
mär an öffentlichen Schulen angeboten wird, lässt sodann nicht den Schluss 
zu, jegliche privat geführte Schule erfülle einen öffentlichen Zweck. 

5.2 Zur Beantwortung der Frage, ob eine Privatschule öffentliche Aufga-
ben wahrnimmt bzw. öffentliche Interessen verfolgt, rechtfertigt sich ein Blick 
in die Praxishinweise SSK, an denen sich auch die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung orientiert. Die Praxishinweise sind als Verwaltungsverord-
nung für Gerichte zwar nicht verbindlich, werden aber bei der Entscheidfin-
dung berücksichtigt, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen darstel-
len (BGE 146 II 359 E. 5.3 [Pra 110/2021 Nr. 14]; statt vieler auch BVR 2018 
S. 249 E. 4.1 mit Hinweisen). Gemäss den Praxishinweisen SSK genügt der 
Umstand, dass eine Privatschule aus Mitteln der öffentlichen Hand unter-
stützt wird, für sich allein nicht für eine Steuerbefreiung; er ist bloss Indiz 
dafür, dass ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse liegt, was aber nicht be-
deutet, dass die Körperschaft öffentliche (oder gemeinnützige) Zwecke ver-
folgt. In den Genuss einer Steuerbefreiung kommen Privatschulen nur, wenn 
Schulleitung, fachliche Führung, Organisation und Schulräumlichkeiten ei-
nen der öffentlichen Schule gleichwertigen, auf Dauer angelegten Unterricht 
gewährleisten. Sodann müssen die Unterrichtsbereiche der öffentlichen 
Schule unterrichtet werden. Eine Steuerbefreiung ist in erster Linie möglich 
für Institutionen, die sich der schulischen Ausbildung von der Grundschule 
bis zum Lehrabschluss widmen. Ausserhalb dieses Rahmens ist das öffent-
liche Interesse näher zu belegen (vgl. Praxishinweise SSK Ziff. 2/III; 
BGE 146 II 359 E. 5.3 [Pra 110/2021 Nr. 14]).

5.3 Gemäss den Praxishinweisen SSK ist eine finanzielle Unterstützung 
durch die öffentliche Hand ein entscheidender Hinweis darauf, ob eine Pri-
vatschule einen öffentlichen Zweck verfolgt, wobei dies für sich allein noch 
nicht ausreicht für eine Steuerbefreiung. Im Kanton Bern ist in Art. 67 VSG 
geregelt, unter welchen Voraussetzungen der Kanton Beiträge an Privat-
schulen leistet: Er kann dies tun, sofern die betreffende Privatschule Schü-

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lerinnen und Schüler aufnimmt, ohne sie namentlich aufgrund ihrer kulturel-
len oder religiösen Herkunft auszugrenzen, nicht gewinnorientiert ist und ge-
wisse Qualitätsvorgaben erfüllt (Art. 67 Abs. 1 VSG); ausserdem muss die 
Privatschule die Attraktivität des Kantons als Standort internationaler Unter-
nehmen unterstützen oder eine angemessene Grösse aufweisen sowie seit 
längerem bestehen und damit eine nachhaltige Nachfrage dokumentieren 
(Art. 67 Abs. 2 VSG). Der Kanton schliesst mit den beitragsberechtigten Pri-
vatschulen Leistungsverträge ab (Art. 67a VSG). Diese gesetzliche Rege-
lung zeigt, unter welchen Umständen an der Führung einer Privatschule 
(nach Auffassung des Gesetzgebers) ein genügend grosses öffentliches In-
teresse besteht. Der Beschwerdegegner erfüllte die Voraussetzungen ge-
mäss Art. 67 Abs. 2 VSG nicht. Er war daher nicht beitragsberechtigt und hat 
keine staatliche finanzielle Unterstützung erhalten. Dies ist ein deutlicher 
Hinweis dafür, dass der Beschwerdegegner keine im öffentlichen Interesse 
liegende Aufgabe wahrnahm bzw. das kantonale schulische Angebot nicht 
in einer dem öffentlichen Zweck dienenden Weise unterstützte. 

5.4 Es ist davon auszugehen, dass der vom Beschwerdegegner angebo-
tene Schulunterricht entsprechend den Vorgaben in den Bewilligungen der 
Direktion die Inhalte und Ziele des Lehrplans für die Volksschule des Kan-
tons Bern erfüllte (Verfügung der ERZ vom 26.5.2017, Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 162; Verfügung der BKD vom 17.1.2020, Vorakten StV [act. 3B] 
pag. 157). Hingegen scheint es angesichts der Einstellung des Schulbetriebs 
nach nur sechs Jahren fraglich, ob von einer auf Dauer angelegten Tätigkeit 
gesprochen werden kann. Jedenfalls kann rückblickend festgestellt werden, 
dass das Angebot des Beschwerdegegners nur relativ kurz Bestand hatte 
und sich dieser auf dem Markt nicht etablieren konnte. Der Beschwerdegeg-
ner hat sodann keine vollständige Grundschulbildung angeboten, sondern 
lediglich Unterricht vom Kindergarten bis zum 6. Schuljahr. Die Steuerbefrei-
ung wegen der Verfolgung öffentlicher Zwecke ist aber in erster Linie Schu-
len vorbehalten, die eine umfassende Schulbildung anbieten (BGE 146 II 359 
E. 6.2 [Pra 110/2021 Nr. 14]). An Unterrichtsformen und pädagogischen 
Konzepten, die vom Angebot der öffentlichen Volksschule abweichen bzw. 
darüber hinausgehen, mag ein gewisses öffentliches Interesse bestehen. 
Dieser Umstand führt indes nicht dazu, dass von jeder bewilligten Privat-
schule ohne Weiteres angenommen werden könnte, sie erfülle das beste-

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hende Bedürfnis bzw. ihr Schaffen liege im öffentlichen Interesse. Dies gilt 
umso weniger für Schulen, die der Kanton nicht mit öffentlichen Mitteln un-
terstützt. Der Beschwerdegegner hat nicht dargetan, dass er mit seinem 
schulischen Angebot ein spezifisches öffentliches Interesse bedient bzw. ein 
Bedürfnis einer breiteren Öffentlichkeit erfüllt hätte, das über ein allgemeines 
Interesse an privaten schulischen Angeboten hinausgeht und – trotz des be-
schränkten Rahmens und der fehlenden staatlichen Unterstützung – eine 
Steuerbefreiung rechtfertigen würde. Nachdem der Begriff der öffentlichen 
Zweckverfolgung restriktiv auszulegen ist (vgl. vorne E. 2.3), ist mithin nicht 
erstellt, dass der Beschwerdegegner eine eng an die Staatsaufgaben ange-
lehnte öffentliche Aufgabe erfüllte und dementsprechend einen öffentlichen 
Zweck im Sinn von Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG ver-
folgte.

5.5 Bei diesem Ergebnis ist nicht näher zu prüfen, ob der Beschwerde-
gegner tatsächlich weder Erwerbs- noch Selbsthilfezwecke verfolgt bzw. ver-
folgt hat. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass es wohl zu kurz greift, 
wenn die StRK das Vorliegen eines Erwerbszwecks einzig anhand der Ver-
luste der ersten drei Geschäftsjahre beurteilt. So ist durchaus denkbar, dass 
eine Privatschule in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit weniger Schülerinnen 
und Schüler unterrichtet, als mittelfristig beabsichtigt, und in dieser Zeit kei-
nen Gewinn erzielt, obwohl dies sehr wohl beabsichtigt wäre (vgl. auch Be-
schwerden Rz. 16 ff.). 

6.

Aus diesen Erwägungen folgt, dass der Beschwerdegegner die Vorausset-
zungen für eine Steuerbefreiung wegen der Verfolgung von öffentlichen 
Zwecken nicht erfüllt. Die Beschwerden der Steuerverwaltung erweisen sich 
insofern als begründet und die angefochtenen Entscheide sind aufzuheben. 
Das im vorinstanzlichen Verfahren gestellte Eventualbegehren, der Be-
schwerdegegner sei wegen Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht zu be-
freien, hat die StRK offengelassen, da sie die Rechtsmittel im Hauptbegeh-
ren gutgeheissen hat. Es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, als letzte 
kantonale Instanz anstelle der Vorinstanz erstmals darüber zu befinden. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.02.2024, Nrn. 100.2022.15/16U, 
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Beschwerden sind dahin gutzuheissen, dass die angefochtenen Entscheide 
aufgehoben werden und die Sache zur Prüfung einer Steuerbefreiung des 
Beschwerdegegners wegen Gemeinnützigkeit an die StRK zurückgewiesen 
wird. Im Übrigen (bezüglich des sinngemässen Antrags, die Einspracheent-
scheide seien zu bestätigen) sind die Beschwerden abzuweisen.

7.

7.1 Bei diesem Ausgang der Verfahren obsiegt die Beschwerdeführerin 
teilweise. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist indes im Kostenpunkt 
von einem vollständigen Obsiegen auszugehen, sofern bei Vorliegen eines 
reformatorischen (Haupt-)Antrags ein Rückweisungsentscheid ergeht und 
die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – wie hier – noch 
zu einer vollständigen Gutheissung des Begehrens führen kann (BVR 2020 
S. 455 E. 5.1). Demnach ist die Steuerverwaltung für die Kostenverlegung 
im verwaltungsgerichtlichen Verfahren als vollständig obsiegend zu betrach-
ten und hat der Beschwerdegegner als unterliegende Partei die Kosten für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht zu tragen (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Partei-
kosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und 
Art. 104 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 1 Bst. a VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 
Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021]).

7.2 Die Verfahrens- und Parteikosten der vorinstanzlichen Verfahren wird 
die aufgrund der vorliegenden Rückweisungsentscheide erneut mit der An-
gelegenheit befasste StRK gemäss dem Ausgang der Neuprüfung festzule-
gen haben (Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum berni-
schen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.02.2024, Nrn. 100.2022.15/16U, 
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8.

Gegen diese Urteile ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht gemäss Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) zulässig, sofern die zusätzlichen Voraussetzungen von Art. 93 
BGG erfüllt sind.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern wird da-
hin gutgeheissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 7. Dezember 2021 aufgehoben und die Sache zur wei-
teren Behandlung im Sinn der Erwägungen an die StRK zurückgewiesen 
wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer wird dahin gutge-
heissen, dass der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons 
Bern vom 7. Dezember 2021 aufgehoben und die Sache zur weiteren Be-
handlung im Sinn der Erwägungen an die StRK zurückgewiesen wird. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von insgesamt Fr. 4'000.--, werden dem Beschwer-
degegner auferlegt. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

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5. Zu eröffnen:
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Beschwerdegegner
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.