# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7956eccd-6009-5d0d-a4b7-e64a5bc57025
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.08.2022 BH.2022.11
**Docket/Reference:** BH.2022.11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BH-2022-11_2022-08-17

## Full Text

Sicherheitshaft (Art. 229 ff. StPO);;Sicherheitshaft (Art. 229 ff. StPO);;Sicherheitshaft (Art. 229 ff. StPO);;Sicherheitshaft (Art. 229 ff. StPO)

Beschluss vom 17. August 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Daniel Kipfer Fasciati und Miriam Forni, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., zurzeit im Gefängnis, vertreten durch Rechtsanwalt 
Davide Loss,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  

Beschwerdegegnerin 
 

 
Vorinstanz  BEZIRKSGERICHT HINWIL, Zwangsmassnahmenge-

richt,  
 
 

Gegenstand  Sicherheitshaft (Art. 229 ff. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BH.2022.11 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission in der Verwaltungsstrafsache 
gegen A. am 27. Januar 2022 in Anwendung von Art. 21 Abs. 1 i.V.m. Art. 73 
VStrR die Akten zuhanden des zuständigen Strafgerichts der Oberstaatsan-
waltschaft des Kantons Zürich überwies (BH.2022.2, act. 4.1), was als An-
klage gilt (siehe Art. 73 Abs. 2 VStrR); 

 
- sie gleichentags beim Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht Hinwil 

ein Gesuch um Anordnung von Sicherheitshaft des sich seit dem 22. Okto-
ber 2021 in Untersuchungshaft befindenden A. stellte (BH.2022.2, act. 4.2); 

 
- das Bezirksgericht Hinwil A. mit Verfügung vom 10. Februar 2022 in Sicher-

heitshaft versetzte (BH.2022.3, act. 1.1), nachdem es zuvor mit Verfügung 
vom 3. Februar 2022 die vorbestehende Untersuchungshaft verlängerte (vgl. 
BH.2022.3, act. 1.1, S. 2 f.); 
 

- der Verteidiger von A. der angegebenen Rechtsmittelbelehrung folgend mit 
Beschwerde vom 14. Februar 2022 an die Beschwerdekammer des Bundes-
strafgerichts gelangte und u.a. die Aufhebung der Verfügung des Bezirksge-
richts Hinwil vom 10. Februar 2022 verlangte (BH.2022.3, act. 1); 
 

- die Beschwerdekammer mit Beschluss BH.2022.3 vom 16. Februar 2022 
nicht auf die Beschwerde eintrat und die Sache zuständigkeitshalber der 
III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (nachfolgend 
«III. Strafkammer») überwies; 
 

- gegen diesen Beschluss keine Beschwerde erhoben wurde; 
 

- die III. Strafkammer die Beschwerde mit Beschluss vom 11. März 2021 
(recte: 2022) abwies, obwohl sie ihre eigene Zuständigkeit in Frage stellte 
(BH.2022.7, act. 3); 
 

- das Bezirksgericht Hinwil am 3. Mai 2022 die Verlängerung der Sicherheits-
haft bis zum 9. August 2022 verfügte und in der Rechtsmittelbelehrung nebst 
der Beschwerde an die Beschwerdekammer nach Art. 26 und 28 Abs. 3 
VStrR alternativ ebenfalls die Beschwerde an die III. Strafkammer im Sinne 
von Art. 393 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 222 StPO aufführte (BH.2022.7, act. 1.1); 
 

- die Beschwerdekammer mit Beschluss BH.2022.7 vom 17. Mai 2022 nicht 
auf die von A. dagegen erhobene Beschwerde eintrat und die Sache zustän-
digkeitshalber der III. Strafkammer überwies; 
 

- 3 - 

 

 

- auch gegen diesen Beschluss keine Beschwerde erhoben wurde; 
 

- die III. Strafkammer die Beschwerde mit Beschluss vom 13. Juni 2022 ab-
wies (BH.2022.7, act. 9);  
 

- das Bezirksgericht Hinwil am 11. August 2022 die Verlängerung der Sicher-
heitshaft bis zur Eröffnung des Entscheids in der Hauptsache, längstens je-
doch bis zum 9. November 2002 verfügte und in der Rechtsmittelbelehrung 
erneut nebst der Beschwerde an die Beschwerdekammer alternativ eben-
falls die Beschwerde an die III. Strafkammer aufführte (act. 1.1); 
 

- der Verteidiger von A. mit Beschwerde vom 15. August 2022 an die Be-
schwerdekammer gelangte und u.a. die Aufhebung der Verfügung des Be-
zirksgerichts Hinwil vom 11. August 2022 verlangt (act. 1). 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- sie wiederholt festgehalten hat, dass ihr im gerichtlichen Verfahren nach 
Art. 73 ff. VStrR für Sicherheitshaft betreffende Beschwerdeverfahren keine 
gesetzliche Zuständigkeit zukomme (Beschlüsse des Bundesstrafgerichts 
BH.2022.7 vom 17. Mai 2022 und BH.2022.3 vom 16. Februar 2022);  
 

- sie sich im Rahmen ihres Beschlusses BH.2022.7 vom 17. Mai 2022 auch 
mit der in diesem Punkt abweichenden Auffassung der III. Strafkammer aus-
einandersetzte; 
 

- an dieser Stelle auf die Begründung dieser beiden Beschlüsse zu verweisen 
ist, zumal keiner dieser Beschlüsse angefochten wurde;  
 

- weder dem neusten, in dieser Sache ergangenen Beschluss der III. Straf-
kammer vom 13. Juni 2022 (BH.2022.7, act. 9) noch der mit vorliegender 
Beschwerde angefochtenen Verfügung vom 11. August 2022 (act. 1.1) 
Gründe zu entnehmen sind, welche ein Rückkommen auf die bisherige 
Rechtsprechung der Beschwerdekammer aufdrängen würden;  
 

- nach dem Gesagten die Beschwerdekammer mangels gesetzlicher Zustän-
digkeit auch auf die vorliegende Beschwerde nicht eintreten kann; 
 

- die Beschwerde gestützt auf Art. 91 Abs. 4 StPO zuständigkeitshalber an die 
III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich weiterzuleiten ist (§ 49 

- 4 - 

 

 

des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- und 
Strafprozess des Kantons Zürich vom 10. Mai 2010 [GOG/ZH; LS 211.1]); 
 

- für diesen Beschluss keine Gerichtsgebühr zu erheben ist; 
 
 

- 5 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Sache wird zuständigkeitshalber der III. Strafkammer des Obergerichts 

des Kantons Zürich überwiesen. 
 

3. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  
 
 

Bellinzona, 17. August 2022 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Davide Loss 
- Eidgenössische Spielbankenkommission 
- Bezirksgericht Hinwil, Zwangsmassnahmengericht 
- Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsula-
rischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung 
ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die 
bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung 
notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).