# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e226ff93-f65a-5021-81d9-10db672e6653
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.03.2013 720 2012 252 (720 12 252)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2012-252_2013-03-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. März 2013 (720 12 252) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 
Anspruch auf IV-Rente 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stefanie Mathys-Währer, 
Advokatin, Kasernenstrasse 22a, Postfach 569, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.1 Der 1966 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. März 2008 als Bau-Facharbeiter bei 
der B.____AG in Gelterkinden. Am 19. Juni 2008 erlitt er bei einem Selbstunfall mit einem Rau-
pentransporter eine offene Fraktur des rechten Schienbeins. Die Schweizerische Unfallversi-
cherungsanstalt (SUVA) als obligatorische Unfallversicherung kam für die entstandenen Kosten 
(Taggelder/Heilbehandlung) des Unfalls auf und sprach dem Versicherten am 12. Januar 2011 
mit Wirkung ab 1. Februar 2011 eine 16%ige Rente und aufgrund einer Integritätseinbusse von 
15% eine Integritätsentschädigung zu. Die gegen diese Verfügung eingereichte Einsprache 
wies die SUVA mit Entscheid vom 28. Juni 2011 ab.  

 
 
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A.2 Bereits am 1. Juli 2009 (Eingang) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf den 
beim Unfall erlittenen Körperschaden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesund-
heitlichen und die erwerblichen Verhältnisse ab. Mit Verfügung vom 22. Juni 2012 teilte sie dem 
Versicherten nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit, dass ihm vom 1. Januar 2010 bis 
31. Januar 2011 eine befristete ganze Rente ausgerichtet werde.  
 
B. Hiergegen richtet sich die Beschwerde, welche der Versicherte, vertreten durch Advoka-
tin Stephanie Mathys-Währer, am 23. August 2012 beim Kantonsgericht erhob. Er beantragte, 
dass die Verfügung vom 22. Juni 2012 teilweise aufzuheben und ihm unbefristet eine ganze 
Rente auszurichten sei. Eventualiter sei ihm in teilweiser Aufhebung der Verfügung vom 
22. Juni 2012 die ganze Rente mindestens bis Ende 2012 zuzusprechen und die Beschwerde-
gegnerin anzuweisen, per 1. Januar 2013 eine Überprüfung der Verhältnisse (Heilungsprozess) 
vorzunehmen. Subeventualiter sei ihm in teilweiser Aufhebung der Verfügung vom 22. Juni 
2012 ab dem 1. Februar 2011 eine halbe Rente zuzusprechen. Schliesslich sei ihm die unent-
geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit der Unterzeichneten zu 
gewähren. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Vorinstanz im Zeit-
punkt des Verfügungserlasses nicht beachtet habe, dass der Heilungsprozess noch nicht abge-
schlossen gewesen sei. Weiter wurden auch das der Invaliditätsbemessung zugrunde gelegte 
Invalideneinkommen und der leidensbedingte Abzug von 15% beanstandet. 
 
C. Zur Beschwerde liess sich die IV-Stelle am 4. September 2012 vernehmen und bean-
tragte deren Abweisung. Sie führte im Wesentlichen aus, dass sie aufgrund der beigezogenen 
SUVA-Akten und weiteren ärztlichen Berichten des Spitals C.____ zurecht davon ausgegangen 
sei, dass dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht ab November 2010 eine leidensadap-
tierte Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Ebenso gehe die Kritik am Invalideneinkommen und am 
leidensbedingten Abzug fehl.  
 
D. Mit Verfügung vom 4. Januar 2013 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Mathys-
Währer.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde ist einzutreten.  
 
2.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerdefüh-
rer mit Wirkung ab 1. Februar 2011 Anspruch auf eine Rente hat.  
 
2.2 Als Invalidität gilt die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

 
 
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Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Die Invalidität wird durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im 
IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959, Art. 3 und 4 ATSG). 
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40% invalid ist. 
 
3.1 Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich be-
rücksichtigt (Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbar-
erweise noch verrichtet werden können (Ulrich Meyer-Blaser, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ges-
tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 

 
 
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Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 323 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-
Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Un-
fallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss 
Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht, 
sozialrechtliche Abteilungen] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 
 
4. In den Akten finden sich nachfolgende Berichte, welche für die Beurteilung des Falles 
wesentlich sind: 
 
4.1 Im Austrittsbericht des Spitals C.___ vom 21. Juli 2008 zuhanden des Hausarztes 
Dr. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, wurden eine isolierte 3° offene Unterschenkelfrak-
tur rechts und eine posttraumatische Osteomyelitis sowie ein Weichteilinfekt nach Arbeitsunfall 
am 19. Juni 2008 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei bis sechs Wochen postoperativ zu 
100% arbeitsunfähig.  
 
4.2 Am 5. Mai 2009 berichtete PD Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital C.____, dass beim Beschwerdeführer seit sei-
ner Entlassung aus dem Spital C.____ am 22. Juli 2008 verschiedene operative Eingriffe, wel-
che mit der am 19. Juni 2008 erlittenen offenen Unterschenkelfraktur im Zusammenhang stün-
den, vorgenommen worden seien. Der Beschwerdeführer sei bis auf Weiteres zu 100% arbeits-
unfähig.  
 
4.3 Am 4. Januar 2010 teilte der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), 
Dr. med. F.____, mit, dass der Beschwerdeführer im Juni 2008 eine offene Unterschenkelfrak-
tur erlitten habe. In der Folge habe sich eine chronische Osteomyelitis eingestellt, die mehrfach 
operativ revidiert habe werden müssen. Derzeit sei noch immer keine volle Belastbarkeit gege-
ben, so dass seit dem Unfall von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter ausgegan-
gen werden müsse. Diese Einschätzung sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
bis Mitte 2010 anzunehmen. In Anbetracht des komplizierten Verlaufs sei die Tätigkeit als Bau-
arbeiter problematisch. Ob in dieser Tätigkeit jemals wieder eine Arbeitsfähigkeit resultiere, er-
achte er als sehr unwahrscheinlich, zumal nun auch noch eine Achsenabweichung in der Infekt-

 
 
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Pseudoarthrose dokumentiert sei. Daher sei derzeit noch kein stabiles medizinisches Gesche-
hen ersichtlich, um eine angepasste Tätigkeit zu formulieren. Es bleibe nur, den weiteren Ver-
lauf abzuwarten.  
 
4.4 In Beantwortung der konsiliarischen Anfrage im Rahmen der Frühinterventionsphase 
führte der RAD-Arzt Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, am 19. August 2010 
aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund der letzten Berichte des Spitals C.____ nicht mehr in 
seinem angestammten Beruf tätig sein werde. Generell könne er keine schweren Arbeiten mehr 
ausüben. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit wechselnder Belastung sollten jedoch mög-
lich sein. Aus diesem Grund seien berufliche Massnahmen zu prüfen.  
 
4.5 Am 1. November 2010 hielt der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Chirurgie, fest, 
dass dem Beschwerdeführer überwiegend sitzende Tätigkeiten mit kurzen ebenerdigen gehen-
den oder stehenden Intervallen ganztags zumutbar seien.  
 
4.6 Am 15. Dezember 2010 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt. Dr. med. I.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im 
gleichentags erstellten Bericht einen Status nach (1) isolierter 3° offener Unterschenkelschaft-
fraktur rechts am 19. Juni 2008, (2) Gefässnaht der Arteria tibialis, ausgiebigem Weichteildébri-
dement, Fremdkörperentfernung, Knochendébridement und Markraumspülung der Tibiafraktur 
sowie Fixateur externe-Anlage am 19. Juni 2008, (3) Second look und Biobrane-Wechsel der 
rechten Tibia am 21. Juni 2008, (4) Third look mit Nach-Débridement, Fixateur externe-
Entfernung und definitive Osteosynthese mittels Dehnloch 4,5 mm LCP sowie gestielter Soleus-
Flap zur Defektdeckung am 26. Juni 2008, (5) Second look, Débridement und Muskelnekrose-
nentfernung am Unterschenkel rechts am 29. Juni 2008, (6) Lappenhebung, Osteosynthesen-
materialentfernung, Débridement und Biopsie-Entnahme sowie Anlage eines Ilizarov-
Ringfixateurs am Unterschenkel rechts am 3. September 2008, (7) Fixateur externe-Entfernung, 
Re-Débridement und Osteosynthese mittels Spongiosaplastik Tibia rechts am 26. September 
2008, (8) Lappenhebung, Osteosynthesenmaterialentfernung Tibia rechts, Spongiosa-
Entnahme Beckenkamm rechts, Osteosynthese mittels Expert-Nail Tibia am 29. Dezember 
2008, (9) Explantation einer Tibianage bei Re-Infekt, Débridement, Biopsie-Entnahme und An-
lage des Fixateurs externe am 3. April 2009, (10) Knochenresektion Tibia rechts am 29. April 
2009, (11) Non-Union Unterschenkel rechts bei Status nach Unterschenkelfraktur, Osteo-
synthese Unterschenkel rechts mittels vascularisierter Fibula links am 5. Juni 2009 sowie (12) 
Fixateur externe-Entfernung und Débridement Unterschenkel rechts am 24. September 2009. In 
der versicherungsmedizinischen Beurteilung kam Dr. I.____ zum Schluss, dass ein Endzustand 
vorliege, da klinisch die Infektfreiheit imponiere. Zudem bestehe kein Trainings- und Muskelauf-
baubedarf. Zumutbar seien dem Versicherten ganztags vor allem sitzende, leichte, wechselbe-
lastende Tätigkeiten ohne Bergauf- und Bergabgehen, ohne Arbeiten in Gefahrenbereichen, 
ohne mittelschwere und schwere beinbetonte Arbeit, ohne Nässe, Kälte Zugluft, vermehrte Hit-
ze und unter Meiden des Besteigens von Leitern und Gerüsten.  
 
4.7 Zu den Ausführungen des Kreisarztes Dr. I.____ führte der RAD-Arzt Dr. G.____ am 
24. Januar 2011 aus, dass auf dessen Zumutbarkeitsprofil abzustellen und davon auszugehen 

 
 
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sei, dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. November 2010 eine leidensadaptierte Tä-
tigkeit zu 100 % zumutbar sei.  
 
4.8 In den Akten findet sich sodann ein weiterer Verlaufsbericht des Spitals C._____ vom 
18. März 2011. Unter Nennung der bekannten Diagnosen wurde festgestellt, dass beim Be-
schwerdeführer ein unveränderter Zustand vorliege und die SUVA von einem Endzustand aus-
gehe. Der Beschwerdeführer sei ab 1. November 2010 in einer dem Zumutbarkeitsprofil der 
SUVA entsprechenden Tätigkeiten einsetzbar. 
 
4.9 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte der Versicherte einen Bericht des Spitals 
C.____, Abteilung K, vom 18. Oktober 2011 ein. Darin wurde eine Pseudoarthrose am Tibia-
schaft rechts nach 3° offener Unterschenkelfraktur im Jahr 2008 mit multiplen Nachoperationen 
genannt. In der Beurteilung wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer zu 80% arbeitsunfä-
hig sei. Zudem könne nicht von einem Fallabschluss gesprochen werden, da deutlich ein mor-
phologisches Korrelat für die Beschwerden vorliegen würde.  
 
4.9 Der RAD holt in der Folge mit Schreiben vom 13. Dezember 2011 bei Prof. Dr. E.____, 
einen Bericht betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein. Dieser verwies am 
27. Februar 2012 auf den Ambulanzbericht vom 18. März 2011 (vgl. E. 4.7 vorstehend). Dort sei 
unter Anamnese und Befund detailliert aufgeführt, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. No-
vember 2010 eine 100%ige Arbeitfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausweise. 
Demgegenüber bestehe in der angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter keine Arbeitsfähigkeit 
mehr.  
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 22. Juni 2012 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollum-
fänglich auf die Ergebnisse, zu denen die SUVA-Kreisärzte Dres. H.____ und I.____ in ihren 
Berichten vom 1. November 2010 und 15. Dezember 2010 sowie die Ärzteschaft des Spi-
tals C.____ in den vorerwähnten Berichten gekommen waren. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer körperlich adaptierten Tätigkeit ab 1. Novem-
ber 2010 zu 100% zumutbar sei. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. 
Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die Kreisärzte haben den Beschwerde-
führer umfassend und eingehend untersucht. Zudem berücksichtigen sie die geklagten Be-
schwerden sowie die vorbestehenden medizinischen Akten. Weiter leuchten ihre Ausführungen 
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und in der Begründung der medizini-
schen Beurteilung (Diagnosen, zumutbare Arbeitsfähigkeit) ein. Ebenso ist den Angaben in den 
Berichten des Spitals C.____, in welchem der Beschwerdeführer seit seinem Unfall am 19. Juni 
2008 behandelt wurde, unmissverständlich und klar zu entnehmen, dass er aufgrund seiner 
Restbeschwerden in einer leidensadaptierten Tätigkeit, die dem Profil der SUVA-Kreisärzte ent-

 
 
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spricht (vor allem sitzende, leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne Bergauf- und Bergab-
gehen, ohne Arbeiten in Gefahrenbereichen, ohne mittelschwere und schwere beinbetonte Ar-
beit, ohne Nässe, Kälte und Zugluft sowie ohne vermehrte Hitze, unter Meiden des Besteigens 
von Leitern und Gerüsten) zu 100% arbeitsfähig ist. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz auf diese Berichte abgestellt hat.  
 
5.2 Die Vorbringen in der Beschwerde rechtfertigen keine andere Betrachtungsweise. So-
weit der Beschwerdeführer angibt, dass er weiterhin Beschwerden habe, ist ihm entgegenzuhal-
ten, dass dies nicht bestritten wird. Er verkennt hierbei jedoch, dass sich diese Restbeschwer-
den nicht auf die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auswirken und deshalb auf die 
Invaliditätszumessung keinen Einfluss haben. Daran ändert auch die Aussage im Bericht des 
Spitals C.____, Abteilung K, vom 18. Oktober 2011 nichts, wonach der Fall nicht abgeschlossen 
sei und auch nicht noch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Zu-
nächst widerspricht dieser Bericht sämtlichen anderen Berichten, ohne die gestellten Diagnosen 
ausführlich zu begründen. Zudem entspricht er nicht den Anforderungen an einen ärztlichen 
Bericht (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis), da die behandelnden Ärzte sich im Wesentlichen 
auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers stützen und sich nicht mit den übrigen 
ärztlichen Berichten auseinandergesetzt sowie die abweichende Einschätzung nicht begründet 
haben. Schliesslich ist die angegebene 80%ige Arbeitsunfähigkeit weder bewiesen noch ist 
ersichtlich ist, ob sie sich auf die angestammte oder eine Verweistätigkeit bezieht. Selbst wenn 
noch ein Heilungsprozess stattfindet, ändert dies nichts an der bereits ab 1. November 2010 
bestehenden Arbeitsfähigkeit von 100%. Damit steht fest, dass auf die Angaben im Bericht des 
Spitals C.____, Abteilung K, vom 18. Oktober 2011 nicht abgestellt werden darf.  
 
5.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Berichte der SUVA-Kreisärzte Dres. H.____ 
und I.____ vom 1. November 2010 und 15. Dezember 2010 sowie der Ärzteschaft des Spitals 
C.____ vom 18. März 2011 und vom 27. Februar 2012 eine zuverlässige Beurteilung des medi-
zinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 
22. Juni 2012 erlauben. Es ist demnach davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die 
Ausübung einer adaptierten Verweistätigkeit ab 1. November 2010 zu 100% zumutbar ist.  
 
6.1 Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund 
eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung 
vom 22. Juni 2012 anhand der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen fest-
gestellt, dass der Beschwerdeführer gestützt auf die medizinische Zumutbarkeitsbeurteilung in 
der Zeit vom 1. Juli 2009 (Ablauf Wartejahr) bis 1. November 2010 einen Invaliditätsgrad von 
100% aufweise. Unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der Rentenanspruch 
erst sechs Monate nach Geltendmachung (vorliegend: 1. Juli 2009) entsteht und Art. 88a Abs. 1 
IVV, gemäss welchem eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen ist, 
wenn sie mindestens drei Monate angedauert hat und voraussichtlich andauern wird, richtete 
die IV-Stelle dem Beschwerdeführer vom 1. Januar 2010 bis 31. Januar 2011 eine ganze Rente 
aus. Danach verneinte sie aber bei einem unter 40% liegenden Invaliditätsgrad einen Anspruch 
des Beschwerdeführers auf eine Rente. Konkret stützte die Vorinstanz ihre Invaliditätsbemes-
sung auf nachfolgende Unterlagen: 

 
 
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6.2 Zunächst ermittelte die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 22. Juni 2012 gestützt auf die 
Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ein Valideneinkommen von 
Fr. 68'335.-- als Bauarbeiter. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und wird zurecht nicht 
bestritten. 
 
6.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen 
Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der 
Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als ange-
messen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invali-
denlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 
entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 
ff., 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 f. E. 4b/aa).  
 
6.3.2 Die IV-Stelle stützte das Invalideneinkommen auf die LSE 2010, Tabelle TA1, Privater 
Sektor, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 4, Spalte Männer, ab. Den sich hieraus erge-
benden Betrag von Fr. 4'901.-- monatlich bei 40 Wochenstunden rechnete die Vorinstanz auf 
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden im Jahr 2010 (vgl. Die Volkswirt-
schaft, Ausgabe 09/2011, S. 94, Tabelle B 9.2) um. Auf 12 Monate hochgerechnet ergab dies 
für die Zeit ab 1. November 2010, nachdem der Beschwerdeführer wiederum 100% arbeitsfähig 
war, einen Betrag von Fr. 61'164.--. Von dem auf diese Weise festgestellten Invalideneinkom-
men zog die Vorinstanz noch 15% wegen invaliditätsbedingten Beeinträchtigungen ab, so dass 
letztlich ein Invalideneinkommen von Fr. 51'990.-- (Fr. 61'164.-- x 85%) resultierte. Aufgrund der 
nachfolgenden Erwägungen ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. 
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe ein zu hohes Invalideneinkommen 
angenommen und der leidensbedingte Abzug sei mit 15% zu tief. Aufgrund des Zumutbarkeits-
profils könne er nur im Bereich Gastgewerbe und im Dienstleistungssektor tätig sein. Mit der 
Vorinstanz ist festzustellen, dass bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, vom 
durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn ("Total") für Männer oder Frauen bei einfachen und 
repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 8. Mai 2006, I 586/05, E. 2.2). Dies ist hier der Fall, denn der Beschwerdeführer ist nach 
ärztlicher Einschätzung nur noch für sitzende, leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne 
Bergauf- und Bergabgehen, ohne Arbeiten in Gefahrenbereichen, ohne mittelschwere und 
schwere beinbetonte Arbeit, ohne Nässe, Kälte, Zugluft, vermehrte Hitze und unter Meiden des 
Besteigens von Leitern und Gerüsten zu 100% arbeitsfähig. Damit kommen aber die vom Be-
schwerdeführer vorgeschlagenen Tätigkeitsbereiche nicht in Frage. Die Tätigkeit im Gastge-
werbe, bei welcher der Beschwerdeführer sehr viel stehen und gehen müsste, widerspricht zu-

 
 
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dem dem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil. Die diesbezügliche Kritik an der Invaliditätsbemessung 
der Vorinstanz durch den Beschwerdeführer geht daher fehl.  
 
6.4.2 Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer einen höheren leidensbedingten Abzug 
vom Tabellenlohn. Die Vorinstanz hat die leidensbedingten Einschränkungen beim Beschwer-
deführer bereits im Umfang von 15% berücksichtigt, was im Rahmen der Angemessenheitskon-
trolle und mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht zu beanstanden ist (BGE 126 V 81 E. 6 mit 
Hinweisen). Zu beachten ist, dass selbst bei einem Maximalabzug von 25% kein Renten be-
gründender Invaliditätsgrad resultieren würde (vgl. E. 6.5 nachfolgend). 
 
6.5. Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen (Fr. 68'335.--) und Invalidenein-
kommen (Fr. 51'990.--) resultiert ein Invaliditätsgrad von 24% ab 1. November 2011. Die Be-
rücksichtigung eines 25%igen leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen (Fr. 61'164.--
x 0.75 = Fr. 45'873.--) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 33%. Da diese Invaliditätsgra-
de unter dem für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen von 40% liegen, hat die IV-
Stelle - unter Berücksichtigung der dreimonatigen Anpassungszeit von Art. 88a Abs. 2 IVV - 
einen über Ende Januar 2011 hinausgehenden Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu 
Recht abgelehnt. Die gegen die Verfügung vom 22. Juni 2012 erhobene Beschwerde erweist 
sich daher als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- 
fest. Da der Beschwerdeführer vorliegend die unterliegende Partei ist, sind ihm die Verfahrens-
höhe in dieser Höhe aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer  ist nun allerdings mit Verfügung 
vom 4. Januar 2013 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund 
gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 4. Januar 2013 die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin-
nen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeistän-
dung Fr. 180.-- pro Stunde. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorar-
note vom 28. Januar 2013 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 9.75 Stunden 
geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Der Rechtsvertreterin ist deshalb ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 1'929.95 (9.75 Stunden à Fr. 180.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 32.-- + 8% Mehr-
wertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1'929.95 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.