# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73d05327-2b4f-5f5b-94c6-80ae5e35bb1e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2014 200 2013 1106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1106_2014-06-26.pdf

## Full Text

200 13 1106 IV
ACT/SAW/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 27. Oktober 2006 wegen einer Diskushernie und Rheuma 
bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV 
[act. II] 1). In der Folge holte die IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegeg-
nerin) medizinische sowie erwerbliche Unterlagen ein und veranlasste ins-
besondere eine berufliche Grundabklärung bei der Z.________ (act. II 25 
f.). Gestützt darauf verfügte sie am 5. Dezember 2007 (act. II 30) den Ab-
schluss der beruflichen Massnahmen und liess insbesondere weitere medi-
zinische Begutachtungen durchführen (act. II 37, 42 f.). Mit Vorbescheid 
vom 10. August 2010 (act. II 56) stellte sie sodann die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens in Aussicht, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden 
vorliege. Den hiergegen erhobenen Einwand (act. II 60) verwarf die IVB 
und verfügte am 29. Oktober 2010 wie im Vorbescheid angekündigt (act. II 
65). Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Am 8. Dezember 2011 meldete sich der Versicherte mit dem Hinweis auf 
eine Schulteroperation sowie wegen Arthrose, Polyarthritis, Diskushernie 
L3/4, Rheuma, Kopf- und Knieschmerzen und Schlaflosigkeit erneut bei der 
IVB zum Leistungsbezug an (act. II 73). Die IVB holte verschiedene medi-
zinische Unterlagen ein (act. II 76, 80; Akten der IV [act. IIA] 84, 88, 90, 94, 
98 f.), veranlasste eine orthopädisch-psychiatrische Begutachtung (Gutach-
ten vom 7. Januar 2013; act. IIA 103.1) und stellte mit Vorbescheid vom 
31. Mai 2013 (act. IIA 106) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus-
sicht. Sie erwog hauptsächlich, es liege keine wesentliche Veränderung 
des Gesundheitszustandes vor, weshalb auf die Beurteilung in der Verfü-
gung vom 29. Oktober 2010 (act. II 65) weiterhin abgestellt werden könne. 
Daran hielt sie nach erhobenem Einwand (act. IIA 107) fest und wies das 
Rentenbegehren mit Verfügung vom 8. November 2013 ab (act. IIA 116). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 3

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 11. Dezember 2013 Beschwerde. Er beantragt die kosten-
fällige Aufhebung der Verfügung vom 8. November 2013 und die Rückwei-
sung an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2014 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 8. November 2013 (act. IIA 
116). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie-
renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsun-
fähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, wel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 5

che durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belas-
tung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann 
einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisie-
rende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psy-
chosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psy-
chosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund 
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss 
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor-
handen sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren 
einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten 
oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehen-
den – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegrün-
dend auswirken (SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden 
Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch manifestieren-
den Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeu-
tend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-
sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 6

ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354). 

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt 
davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 7

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 
231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor-
zugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 
Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem 
Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 8

und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zurzeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 8. Dezem-
ber 2011 (act. II 73) eingetreten. Die Eintretensfrage ist somit nicht zu prü-
fen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Folgend ist durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er der Verfügung vom 
29. Oktober 2010 (act. II 65) zu Grunde lag, und demjenigen im Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung vom 8. November 2013 (act. IIA 116) zu prü-
fen, ob eine anspruchsbegründende Änderung in den erheblichen Tatsa-
chen eingetreten ist (E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 29. Oktober 2010 (act. II 65) stützte sich in me-
dizinischer Hinsicht massgeblich auf die interdisziplinäre rheumatologisch-
psychiatrische Beurteilung vom 9. September 2008 (act. II 42). Interdiszi-
plinär wurde mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige 
depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F 32.11) mit/bei 
somatoformer/psychogener Schmerzkomponente diagnostiziert. Ohne Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachterinnen die Diagno-
sen einer geringgradig aktiven seronegativen Spondarthropathie (ICD-10 M 
13.9) und eines rezidivierenden Lumbovertebralsyndroms (ICD-10 M 54.5; 
S. 4 Ziffer 5). 

Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
schilderte aus psychiatrischer Sicht, der Versicherte sei im Zeitpunkt der 
klinischen Untersuchung affektiv deutlich limitiert gewesen, habe in Form 
von formalen Denkstörungen gewisse kognitiv-mnestische Einbussen prä-
sentiert und deutliche psychomotorische Hemmungen aufgewiesen (S. 1). 
Die depressive Episode müsse zurzeit als unbehandelt betrachtet werden; 
weder sei bis dato eine angemessene psychopharmakologische Behand-
lung noch eine psychotherapeutische Behandlung eingeleitet worden (S. 
2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 9

Aus rheumatologischer Perspektive gab Dr. med. D.________, Fachärztin 
für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, bezüglich der dia-
gnostizierten Spondarthropathie zusammenfassend an, im Untersuchungs-
zeitpunkt habe bei unauffälligen klinischen Befunden nur eine geringe Ent-
zündungsaktivität vorgelegen, dies unter suboptimaler medikamentöser 
Therapie. Bezüglich der angegebenen lumbal lokalisierten Rückenschmer-
zen hielt sie fest, weder Anamnese noch Schmerzcharakter wiesen in Rich-
tung eines entzündlichen axialen Geschehens hin. Die klinische Untersu-
chung habe einzig einen lumbalen Reklinationsschmerz bei unauffälligem 
Bewegungsverhalten der weiteren Wirbelsäulenabschnitte und bei norma-
lem neurologischem Status gezeigt. Eine klinische Relevanz der früher 
nachgewiesenen lumbalen Diskushernie könne daher ausgeschlossen 
werden. Für die angegebenen vom Nacken aufsteigenden Kopfschmerzen 
finde sich ebenfalls kein eindeutiges somatisches Korrelat. Aufgrund der 
Anamnese sei es wahrscheinlich, dass es sich um Spannungskopfschmer-
zen handle, obwohl die klinische Untersuchung keine entsprechenden myo-
faszialen Befunde gezeigt habe (S. 3). 

Zum Zumutbarkeitsprofil gaben die Gutachterinnen an, aus rheumatologi-
scher Sicht seien keine andauernden leistungsrelevanten Störungen fest-
stellbar. Eine angepasste Tätigkeit, die nicht stehend und gehend zu ver-
richten sei und kein repetitives Arbeiten Über-Schulter-Niveau beinhalte 
(vgl. S. 3), sei diesbezüglich vollumfänglich (zu 100%) zumutbar. Psychia-
trisch liege eine Leistungsminderung von 50% innerhalb eines vollschichti-
gen Pensums vor. Eine vollständige Limitiertheit ergebe sich zudem für 
jede Tätigkeit, die grosse Verantwortung (Automechaniker) und grosse 
Ansprüche an die Konzentrationsfähigkeit mit sich bringe (S. 4). 

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 8. November 2013 
(act. IIA 116) liegen insbesondere folgende Berichte zu Grunde:

3.3.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
teilte im Verlaufsbericht vom 15. April 2012 (act. IIA 84) mit, der Gesund-
heitszustand habe sich seit dem 29. Oktober 2010 (erstmalige Leistungs-
verweigerung) verschlechtert. Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizierte er chronische Polyarthritis, eine Depression, eine somato-
forme Schmerzverarbeitungsstörung, AC-Arthrose beidseits und einen Sta-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 10

tus nach Operation eines Impingements links mit schlechtem Resultat. Ins-
besondere führte er aus, die Verschlechterung sei langsam progredient und 
bestünde vor allem seit dem 31. August 2011 (Operation der linken Schul-
ter; S. 1 Ziffer 2). Des Weiteren erachtete er höchstens eine teilzeitliche 
Aktivität in angepasster Tätigkeit (z.B. leichte Hilfsarbeit) als zumutbar (S. 3 
Ziffer 2 f.).

3.3.2 Am 30. November 2012 wurde der Beschwerdeführer bidisziplinär 
(orthopädisch-psychiatrisch) begutachtet (Gutachten vom 7. Januar 2013; 
act. IIA 103.1). 

Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte aus orthopädischer 
Sicht mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

- Partialruptur der Subscapularissehne und Subluxation der Bicepssehne 
sowie Partialruptur der Supraspinatussehne bei Acromioclaviculargelenk-
sarthrose rechts, 
- Tendinitis und Partialruptur der Supraspinatussehne mit fettiger Atrophie 
des Muskelbauchs Grad II nach Goutallier sowie Acromioclaviculargelenk-
sarthrose, Bursitis subacromialis und subdeltoidea links bei Status nach 
Arthroskopie und offener Subscapularis-Refixation, Bicepstenotomie und -
tenodese im August 2011, 
- Osteochondrose und Diskusbulging rechts paramedian L1/2 mit möglicher 
Affektion der Nervenwurzel L2 rechts bei Facettengelenksarthrose sowie 
Osteochondrose, Diskusbulging L2/3 und L3/4 mit Facettengelenksarthrose 
und deutlicher Osteochondrose sowie Facettengelenksarthrose L4/5 mit 
möglicher Affektion der Nervenwurzel L4 rechts und Facettengelenksar-
throse L5/S1 und
- Osteochondrose C5/6 und Unkarthrose C5-7 (S. 7 Ziffer 5.1).

Hinsichtlich der geklagten Beschwerden führte Dr. med. F.________ unter 
anderem aus, die rechten Schulterschmerzen sowie die therapieresistenten 
lumbalen Schmerzen seien mit den MRI-Befunden zum grössten Teil er-
klärbar (S. 7 f.), wohingegen die linken Schulterschmerzen nur teilweise mit 
den objektiven Befunden vereinbar seien. Die Ausstrahlung der Schmerzen 
in die Zehen II-IV rechts sowie die Asensibilität der Zehen I-IV rechts hätten 
durch die körperliche Untersuchung nicht bestätigt werden können. Ferner 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 11

stellte er fest, bei der gutachterlichen Untersuchung sei eine schmerzhaft 
eingeschränkte Halswirbelsäulenbeweglichkeit aufgefallen, obwohl der 
Proband nicht explizit über Nackenbeschwerden geklagt habe (S. 8). Die 
Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als … von … und … betrage bei 
voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums 60% (S. 9). Körperlich 
leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, mit Wechselpositionen (sitzend 
und stehend), ohne häufig inklinierende, reklinierende sowie rotierende 
Körperhaltungen und ohne Heben und Tragen von Gegenständen über drei 
bis fünf Kilogramm seien seit jeher bei voller Stundenpräsenz zu 90% zu-
mutbar, wobei die Restarbeitsunfähigkeit auf vermehrtem Pausenbedarf 
beruhe (S. 9 Ziffer 5.6). Bezüglich der früheren fachärztlichen Einschätzun-
gen kam Dr. med. F.________ zum Schluss, das rheumatologische Gut-
achten von Dr. med. D.________ (act. II 42 S. 2 f.) sei unvollständig. Ins-
besondere seien die angegebenen Rückenschmerzen radiologisch nicht 
abgeklärt worden und bezüglich der Füsse fehle eine entsprechende Rönt-
genuntersuchung. Im Gegensatz zu 2008 bestünden nun deutliche degene-
rative Veränderungen der Schulter, der Halswirbelsäule (HWS) und der 
Lendenwirbelsäule (LWS), wobei es fraglich sei, ob nicht bereits vor vier 
Jahren diesbezügliche Hinweise vorhanden gewesen seien (S. 9 Ziffer 5.7).

In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte Dr. med. G.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit eine rezidivierende depressive Störung mit anhaltender mittelgradiger 
depressiver Episode (ICD-10 F 33.1) sowie eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4; S. 19 Ziffer 5.1). Des Weiteren präzisierte 
er, neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bestünde eine 
anhaltende mittelgradige depressive Störung als Reaktion vor allem auf die 
psychosozialen und familiären Probleme. Diese sei als eigenständige de-
pressive Erkrankung anzusehen, womit eine psychische Komorbidität zu 
bejahen sei. Der Versicherte verfüge zudem nicht ausreichend über die 
notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen, die mit ei-
ner zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar seien. 
Bezüglich der weiteren Kriterien (vgl. E. 2.2 hiervor) führte Dr. med. 
G.________ aus, es lägen ein ausgewiesener sozialer Rückzug sowie un-
befriedigende Behandlungsergebnisse vor. Hingegen bestünden neben 
den orthopädisch zu erhebenden Störungen keine weiteren chronischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 12

körperlichen Begleiterkrankungen und auch ein hoher primärer Krankheits-
gewinn sei nicht anzunehmen. Zusammenfassend kam Dr. med. 
G.________ zum Schluss, aus psychiatrischer Sicht sei eine zumutbare 
Willensanstrengung zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit anzunehmen 
(S. 21 f. Ziffer 6.4). Zur Arbeitsfähigkeit fügte er sodann an, in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit als … könne eine 40%-ige Arbeitsfähigkeit bei vollem 
Stundenpensum angenommen werden (S. 22 Ziffer 6.6.1). Bei einer ange-
passten Tätigkeit erachtete er eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit bei vollem 
Stundenpensum als zumutbar, wobei es sich hierbei um eine Arbeit ohne 
erhöhte emotionale Belastung, erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), erfor-
derliche geistige Flexibilität, vermehrten Kundenkontakt und auch ohne 
überdurchschnittliche Dauerbelastung handeln sollte (S. 23 Ziffer 6.6.2 f.). 

Gesamtmedizinisch attestierten die Gutachter in der bisherigen Tätigkeit 
eine 40%-ige Arbeitsfähigkeit und in einer leidensangepassten eine solche 
von 50% (S. 27 Ziffer 8.1 f.).

3.3.3 Der Beschwerdeführer unterzog sich am 7. Juni 2013 einer klassi-
schen Hämorrhoidektomie und einer Mariskektomie. Im Operations- und 
Austrittsbericht vom 9. Juni 2013 (act. IIA 110) führte Dr. med. H.________, 
Facharzt für Chirurgie FMH, als Diagnose prolabierende Hämorrhoiden 
Grad IV auf und vermerkte insbesondere einen problemlosen postoperati-
ven Verlauf.

3.3.4 Im Bericht vom 15. Juli 2013 (act. IIA 111) legte der behandelnde 
Psychiater Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, dar, diagnostisch lasse sich eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, 
und ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen 
Faktoren feststellen. Zusätzlich nannte er den Verdacht auf eine andauern-
de Persönlichkeitsänderung (ICD-10 F 33.11, F 45.41, F 62.8). Zum Be-
handlungsverlauf führte er aus, der Patient zeige eindeutig Symptome einer 
ernsthaften Depression, die trotz Behandlung mit Antidepressiva und 28-
täglicher psychiatrisch-psychotherapeutischer Gespräche keine Verbesse-
rungselemente aufweise. Im Gegenteil scheine sich die Symptomatik so-
wohl auf somatischer als auch auf psychischer Ebene zu chronifizieren. 
Nach wie vor bestünde eine deutliche Verminderung der zumutbaren Wil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 13

lensanstrengung zur Schmerzverarbeitung. Zum jetzigen Zeitpunkt sei der 
Patient aus psychiatrischer Sicht zu 50% arbeitsunfähig (S. 3).

3.4

3.4.1 In Bezug auf die somatischen Beeinträchtigungen erfüllt das or-
thopädisch-psychiatrische Gutachten der Dres. med. F.________ und 
G.________ vom 7. Januar 2013 (act. IIA 103.1) die von der höchstrichter-
lichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen und erbringt insoweit vollen Beweis (E. 2.4 hier-
vor). Es basiert auf einer einlässlichen Untersuchung, wurde in Kenntnis 
der medizinischen Vorakten erstattet und berücksichtigt die Angaben des 
Beschwerdeführers. Dr. med. F.________ legte schlüssig und nachvoll-
ziehbar dar, dass der Beschwerdeführer aufgrund der objektiven Befunde 
in einer angepassten Tätigkeit zu 90% arbeitsfähig ist (act. IIA 103.1 S. 9 
Ziffer 5.6). Diese Beurteilung findet denn auch im Bericht des RAD-Arztes 
Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, vom 11. März 2013 (act. IIA 104 S. 
8) seinen Rückhalt und wird durch den Operations- und Austrittsbericht von 
Dr. med. H.________ vom 9. Juni 2013 (act. IIA 110 S. 1) nicht tangiert, 
zumal das Hämorrhoidalleiden gemäss Aktenlage nie wesentliche Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit zeigte. Darauf ist abzustellen.

3.4.2 Des Weiteren ist festzuhalten, dass – entgegen den Ausführungen 
in der Beschwerdeantwort (S. 2 Ziffer 2) – ein Neuanmeldungsgrund vor-
liegt. Ein Vergleich der unter Erwägung 3.2 und 3.3.2 dargelegten Gutach-
ten zeigt, dass im aktuellen orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 
7. Januar 2013 allein für körperlich leichte Arbeiten (mit gewissen Ein-
schränkungen) eine Arbeitsfähigkeit festgelegt wurde (act. IIA 103.1 S. 28 
Ziffer 8.2), während in der interdisziplinären Beurteilung vom 9. September 
2008 noch eine mittelgradig belastende Tätigkeit als zumutbar erachtet 
worden ist (act. II 42 S. 3). Zudem führte Dr. med. F.________ explizit aus, 
im Gegensatz zum Jahre 2008 bestünden nun deutliche degenerative Ver-
änderungen der Schultern, der HWS sowie der LWS (act. IIA 103.1 S. 9 
Ziffer 5.7). Da – wie Dr. med. F.________ darlegte (act. IIA 103.1 S. 9 Ziffer 
5.7) – im rheumatologischen Gutachten vom 22. September 2008 (act. II 42 
S. 2) verschiedene bildgebende Untersuchungen nicht durchgeführt wur-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 14

den, ist mangels genügender Vergleichsgrundlage jedenfalls nicht erstellt, 
dass es sich vorliegend allein um eine revisions- resp. neuanmeldungs-
rechtlich unbeachtliche andere Einschätzung eines im Wesentlichen gleich 
gebliebenen Sachverhalts handelt (BGE 112 V 371 E. 2b S. 372). Damit ist 
seit der erstmaligen Leistungsverweigerung (Verfügung vom 29. Oktober 
2010; act. II 65) eine Veränderung in der gesundheitlichen Situation einge-
treten, welche grundsätzlich einen Rentenanspruch begründen könnte. In 
Anbetracht dessen, dass ein einziger Neuanmeldungsgrund ausreicht 
(BGE 117 V 198 E. 4b S. 200), ist der IV-Grad frei zu prüfen (E. 2.5 hier-
vor). 

3.4.3 In psychiatrischer Hinsicht erfüllt das orthopädisch-psychiatrische 
Gutachten der Dres. med. F.________ und G.________ vom 7. Januar 
2013 die Anforderungen an eine Expertise nur bezüglich der Diagnosestel-
lung (act. IIA 103.1 S. 19 f.; E. 2.4 hiervor), die im Wesentlichen mit derje-
nigen des behandelnden Psychiaters vom 15. Juli 2013 (act. IIA 111 S. 3) 
übereinstimmt. Der vom behandelnden Psychiater zusätzlich diagnostizier-
te Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsänderung (act. IIA 111 S. 
3) ist nicht nachvollziehbar, zumal er in keiner Art und Weise begründet 
oder mit entsprechenden Befunden belegt wurde. Da im Sozialversiche-
rungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (vgl. 
BGE 138 V 218 E. 6 S. 221), ist die entsprechende Diagnose des behan-
delnden Psychiaters vorliegend nicht weiter zu beachten.

Zu prüfen bleibt, ob die aus psychiatrischer Sicht attestierte Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit von 50% rechtlich zu berücksichtigen ist (act. IIA 103.1 
S. 23 Ziffer 6.6.2). Hierzu fallen vorab verschiedene Widersprüche in der 
Beurteilung von Dr. med. G.________ auf (act. IIA 103.1 S. 10 ff. Ziffer 6). 
So legte er einerseits dar, der Versicherte verfüge nicht ausreichend über 
die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen, die mit 
einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar sei-
en, andererseits kam er in der gleichen Erwägung zum Schluss, aus psych-
iatrischer Sicht sei trotz der anhaltenden mittelgradigen depressiven 
Störung mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung eine zumutbare 
Willensanstrengung zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit anzunehmen 
(act. IIA 103.1 S. 21 f. Ziffer 6.4). Des Weiteren kongruiert dieses Schluss-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 15

fazit nicht mit der attestierten Arbeitsfähigkeit von 50% in einer angepass-
ten Tätigkeit (act. IIA 103.1 S. 23 Ziffer 6.6.2), schliessen sich doch diese 
Aussagen gegenseitig aus. In diesem Zusammenhang sind auch die Aus-
führungen zur Frage, ob vorliegend psychosoziale Faktoren überwiegen 
oder ein psychisches Leiden mit Krankheitswert vorliegt, nicht überzeugend 
resp. nicht verständlich. Denn Dr. med. G.________ bejahte ohne einge-
hende Begründung das Bestehen eines psychischen Leidens mit Krank-
heitswert, obwohl er ebenso erhebliche psychosoziale Faktoren nannte 
(Arbeitslosigkeit, finanzielle Probleme, familiäre Probleme, soziale Isolation, 
mangelnde Sprachbeherrschung mit Verdacht auf mangelnde Integration; 
act. IIA 103.1 S. 24 f. Ziffer 6.10 lit. a) und nahm weiter an, als Reaktion vor 
allem auf die psychosozialen und familiären Probleme bestünde eine an-
haltende mittelgradige depressive Störung (act. IIA 103.1 S. 21 Ziffer 6.4; 
vgl. E. 2.2.2 hiervor). Mangels Ausführungen im Gutachten ist – nebst der 
Frage der Überwindbarkeit – weiter nicht klar, ob die angenommene Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% auf der ebenfalls diagnostizierten 
mittelgradigen Depression (act. IIA 103.1 S. 19 f.) beruht oder auf beiden 
diagnostizierten psychischen Gesundheitsschäden. Zudem ist nicht schlüs-
sig ausgeführt worden, ob die Depression – wie der behandelnde Psychia-
ter annimmt (act. IIA 111 S. 3) – als selbstständiger Gesundheitsschaden 
zu betrachten ist oder ob es sich dabei bloss um die Begleiterscheinung 
einer Schmerzkrankheit handelt. Die Beantwortung der Frage, ob mit dem 
depressiven Geschehen ein eigenständiger Gesundheitsschaden vorliegt 
oder nicht, ist insofern relevant, als nicht von vornherein ausgeschlossen 
ist, dass der diagnostizierten anhaltenden mittelgradigen Episode (act. IIA 
103.1 S. 19 Ziffer 5.1 lit. a) invalidisierende Wirkung zukommen kann (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 9. Juli 2012, 9C_210/2012, E. 3.1), 
auch wenn dies bei mittelgradigen depressiven Episoden nach ICD-10 
F 33.1 regelmässig nicht der Fall ist (Entscheid des BGer vom 23. Januar 
2013, 9C_605/2012, E. 3.3); dies abgesehen davon, dass hier nicht klar ist, 
ob es sich um ein reaktives Geschehen handelt.

3.5 Nach dem Gesagten ist eine abschliessende Beurteilung des Ren-
tenanspruchs aufgrund der derzeit in psychiatrischer Hinsicht vorliegenden 
medizinischen Unterlagen nicht möglich. Die IVB, an welche die Akten in 
Gutheissung des Rückweisungsantrags in der Beschwerde zurückzuwei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 16

sen sind, hat die entsprechenden Abklärungen im Sinne der vorgenannten 
Erwägung vorzunehmen und anschliessend neu zu verfügen. Sie wird da-
bei auch der Frage des Status nachzugehen haben (vgl. BGE 125 V 146 
E. 2c S. 150), hat der Versicherte doch seit 1998 in einem Teilzeitpensum 
gearbeitet (act. II 16 S. 2 Ziffer 9, 77 S. 3), während in der Beschwerde 
(S. 3 Art. 2) erst ab dem Jahr 2004 Schmerzen im Bereich der Schulter und 
Armgelenke geltend gemacht wurden resp. Dr. med. K.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, im Bericht vom 7. September 2006 
erstmals ab Mai 2006 eine gesundheitsbedingte Einschränkung attestierte 
(act. II 2 S. 1).

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 17

Mit angemessener Kostennote vom 6. März 2014 hat Rechtsanwalt 
B.________ ein Honorar von Fr. 2'250.-- sowie Auslagen von Fr. 38.-- und 
die Mehrwertsteuer von Fr. 183.-- geltend gemacht. Der gesamte Partei-
kostenersatz wird somit auf Fr. 2'471.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteu-
er) festgesetzt. Diesen hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdefüh-
rer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 8. November 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'471.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt einge-

reichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, IV/13/1106, Seite 18

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.