# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a8aae9e-aeb6-5d09-a3aa-3d4185a8871a
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-21
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2004 und Direkte Bundessteuer 2004
**Docket/Reference:** ST.2010.131
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2010_131_re.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
DES KANTONS ZÜRICH 

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

Entscheid 

21. Juni 2010 

Mitwirkend: 

Präsident Anton Tobler, die Ersatzmitglieder Walter Balsiger, Alexander Widl und  
Sekretärin Silvia Weigold 

1.  A,    

2.  B ,    

vertreten durch C,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrenten/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2004 und Direkte Bundessteuer 2004 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 - 

hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige  bzw.  zusammen  mit  seiner  Ehefrau  B  die 

Pflichtigen) ist Mehrheitsaktionär der D in E. Er verfügt bei ihr über ein auf seinen Na-

men lautendes Kontokorrentkonto. Auf diesem Konto schrieb ihm die Gesellschaft per 

Ende 2004 einen Betrag von Fr. 211'622.55 gut, der aus der Ausbuchung der bilanzier-

ten Mehrwertsteuerschuld per Ende des Vorjahres (2003) im gleichen Umfang herrühr-

te. Die Ausbuchung erfolgte ertragsneutral.  

Anlässlich einer Revision durch die Mehrwertsteuerbehörden der Eidgenössi-

schen  Steuerverwaltung  wurde  festgestellt,  dass  die  Mehrwertsteuerschuld  der  D  per 

Ende  2003  nur  Fr. 88'424.-  ausmachte  und  die  bilanzierte,  im  Folgejahr  ausgebuchte 

Schuld von Fr. 211'622.55 damit überhöht war. 

Die erfolgsneutrale Ausbuchung der Mehrwertsteuerschuld nahm der Revisor 

des  kantonalen  Steueramts  zum  Anlass,  um  von  einer  verdeckten  Gewinnausschüt-

tung der D zugunsten des Pflichtigen auszugehen und bei diesem die Aufrechung einer 

entsprechenden  geldwerten  Leistung  von Fr. 211'622.- im Einkommen  2004 zu bean-

tragen. Hierzu gelangte er,  nachdem er auf einen entsprechenden Einschätzungsvor-

schlag vom 16. April 2009 von den Pflichtigen keine nachvollziehbare Begründung für 

die  erfolgsneutrale  Ausbuchung  der  Steuerschuld  erhalten  hatte.  Diese  Auffassung 

übernahm  der  zuständige  Steuerkommissär  und  schätzte  die  Pflichtigen  am 

29. September 2009 für die Steuerperiode 2004 wie folgt ein: 

Staats- und Gemeindesteuer  Direkte Bundessteuer 

steuerbares Einkommen 

satzbestimmendes Einkommen 

steuerbares Vermögen 

Fr. 

411'400.- 

415'500.- 

2'640'000.- 

satzbestimmendes Vermögen 

2'723'000.-. 

Fr. 

412'900.- 

417'000.- 

Die  Veranlagung  der  direkten  Bundessteuer  wurde  mit  Steuerrechnung  vom 

9. Oktober 2009 formell eröffnet. 

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 3 - 

B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 27. Oktober 2009 Einsprache erheben 

und  beantragen,  von  der  Aufrechnung  einer  geldwerten  Leistung  abzusehen.  Zur  Be-

gründung  liessen  sie  vorbringen,  die  erfolgsneutrale  Ausbuchung  des  Betrags  von 

Fr. 211'622.55  pro  2004  sei  von  der  D  irrtümlich  zugunsten  des  Kontokorrentkontos 

des Pflichtigen erfolgt. Im Jahr 2005 habe die Gesellschaft diese Ausbuchung insofern 

rückgängig gemacht, als sie den Betrag auf Fr. 213'000.- aufgerundet und vom Konto-

korrentkonto  wiederum  erfolgsneutral  auf  das  Konto  Rückstellung  Umbau  umgebucht 

habe.  

Das  kantonale  Steueramt  wies  die  Einsprachen  am  6. April  2010  ab.  Es  

erwog, es komme nicht darauf an, ob die Umbuchung auf das Konto Rückstellung Um-

bau  im  Folgejahr  2005  erfolgswirksam  erfolgt  sei  oder  nicht.  Massgebend  sei  allein, 

dass  der  Pflichtige  durch  die  Gutschrift  auf  seinem  Kontokorrentkonto  im  Jahr  2004 

bereichert worden sei. 

C.  Mit  Rekurs  bzw.  Beschwerde  vom  23. April  2010  liessen  die  Pflichtigen 

Einspracheantrag  und  -begründung  wiederholen.  Ergänzend  liessen  sie  ausführen, 

dem  Umstand,  dass  die  D  die  gesamten  Rückstellungen,  also  auch  die  fraglichen 

Fr. 211'622.55, im Abschluss 2005 versteuert habe, sei im Einspracheentscheid in kei-

ner Art und Weise Rechnung getragen worden, sodass dieser Betrag doppelt versteu-

ert  werde.  Zudem  sei  auch  das  steuerbare  Vermögen  um  den  nämlichen  Betrag  zu 

reduzieren. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  25. Mai  2010  auf  Abweisung  der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen. 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1. a)  Zu  den  nach  § 20  Abs. 1  lit. c  des  Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997 

(StG) bzw. Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 

14. Dezember  1990  (DBG)  steuerbaren  geldwerten  Vorteilen  aus  Beteiligungen  aller 

Art gehören insbesondere die verdeckten Gewinnausschüttungen von juristischen Per-

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 4 - 

sonen im Sinn von § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. e StG bzw. Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG. Auf eine 

solche  Gewinnausschüttung  ist  zu  schliessen,  wenn  eine  juristische  Person,  sich 

entreichernd,  ihren  Gesellschaftern  oder  ihr  sonst  nahestehenden  Personen,  diese 

bereichernd,  bewusst  geldwerte  Vorteile  zuwendet,  die  sie  unbeteiligten  Dritten  nicht 

einräumen  würde  (RB 1985  Nr. 42  =  StE 1985  B 72.13.22  Nr. 4;  Reimann/Zup-

pinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Band, 1969, § 45 N 68 ff.). 

Der Grund solcher Leistungen liegt nicht in der Geschäftstätigkeit der Gesell-

schaft,  sondern  im  Beteiligungsverhältnis  (causa  societatis).  Mit  der  Ausrichtung  von 

geldwerten  Vorteilen  kommt  die  Gesellschaft  nicht  geschäftlichen  Verpflichtungen 

nach, sondern verwendet sie Gewinn im Interesse ihrer Aktionäre (Markus Reich, Ver-

deckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, ASA 54, 621 f.). Im 

Ausmass, in dem die erbrachte Zuwendung einem unabhängigen Dritten nicht erbracht 

worden  wäre,  erhält  der  Empfänger  einen  Sondervorteil,  dessen  Ursprung  im  Beteili-

gungsverhältnis zur Gesellschaft liegt.  

Verdeckte  Gewinnausschüttungen  kommen  in  den  mannigfaltigsten  Formen 

vor  (vgl.  für  einen  Überblick  und  gleichzeitig  Systematisierungsversuch  Peter  Locher, 

Kommentar zum DBG, II. Teil, 2004, Art. 58 N 108 ff.). Aus buchhalterischer Perspekti-

ve  können  grundsätzlich  die  Fälle  des  Ausweises  zu  hohen  Aufwands,  zu  geringen 

Ertrags (die so genannten Gewinnvorwegnahmen) und der Überbilanzierung von Akti-

ven  (mit  entsprechendem  späteren Bedarf  nach  erfolgswirksamer  Korrektur)  bzw. der 

Bilanzierung von fiktiven Aktiven unterschieden werden. 

b)  Das  Zufliessen  von  Vermögensertrag  im  Sinn  von  § 20  Abs. 1  lit. c  StG 

bzw.  Art. 20  Abs. 1  lit. c  DBG  ist  eine  steuerbegründende  Tatsache,  welche  die  

Steuerbehörden nachzuweisen haben (RB 1990 Nr. 36 = StE 1990 B 92.51 Nr. 3). 

Die  Steuerbehörden  sind  bei  der  Ermittlung  der  steuerbegründenden  Tatsa-

chen  aus  allgemein  bekannten  Gründen  in  hohem  Mass  auf  die  Mitwirkung  des  

Steuerpflichtigen angewiesen. Diese Feststellung gilt insbesondere für die im Massen-

verwaltungsverfahren durchgeführte Festsetzung der direkten Steuern von Einkommen 

bzw.  Ertrag  und  Vermögen  bzw.  Kapital.  Es  ist  daher  folgerichtig,  an  die  rechtsgenü-

gende Darlegung derartiger Tatsachen durch die Behörden keine allzu hohen Anforde-

rungen zu stellen (RB 1990 Nr. 36 = StE 1990 B 92.51 Nr. 3). 

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 5 - 

Die  Steuerbehörde  hat  somit  zunächst  nachzuweisen,  dass  überhaupt  eine 

geldwerte  Leistung  vorliegt.  Wird  dieser  Nachweis  erbracht,  trägt  der  an  ihr  beteiligte 

Leistungsempfänger  die  Beweislast  dafür,  dass  er  für  diese  Leistung  eine  Gegenleis-

tung erbracht hat. Gelingt ihm dieser Nachweis, obliegt es dann gegebenenfalls in ei-

nem  weiteren  Schritt  der  Steuerbehörde,  ein  Missverhältnis  zwischen  Leistung  und 

Gegenleistung  darzutun,  worauf  dem  Steuerpflichtigen  wiederum  der  Nachweis  offen 

steht, dass trotz Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung keine verdeckte 

Gewinnausschüttung anzunehmen ist (vgl. StRK II, 26. Mai 1999, 2 ST.1999.194). 

2. a)  Vorliegend  ist  nicht  streitig  und  auch  nachgewiesen,  dass  die  D  dem 

Pflichtigen  auf  dessen  Kontokorrentkonto  per  Ende  2004  Fr. 211'622.55  gutgeschrie-

ben hat (Konto 2030,  Beilage  11/2004). Dabei handelt es sich um die erfolgsneutrale 

Ausbuchung des (Haben-)Saldos des Mehrwertsteuerkontos per Ende 2003 im nämli-

chen  Betrag  (Konto  2005).  Mit  der  erfolgsneutralen  Schuldausbuchung  hat  sich  die 

Gesellschaft entreichert, da sie die Ausbuchung erfolgswirksam, d.h. als ausserordent-

lichen Ertrag, hätte vornehmen müssen.  

Sodann ist auch nicht streitig, dass dieser Gutschrift keine Leistung des Pflich-

tigen  gegenübersteht.  Eine  Leistung  hätte  darin  bestanden,  dass  Letzterer  die  Mehr-

wertsteuerschuld  der  Gesellschaft  in  der  fraglichen  Höhe  beglichen  und  so  einen An-

spruch  gegen  die  Gesellschaft  auf  Vergütung  des  Steuerbetrags  erworben  hätte. 

Diesen, oder einen im Ergebnis vergleichbaren Sachverhalt, behaupten die Pflichtigen 

nicht.  Mangelt  es  demnach  an  einer  Gegenleistung  des  Pflichtigen,  hat  die  Gesell-

schaft  Letzterem  mit  der  fraglichen  Gutschrift  pro  2004  eine  geldwerte  Leistung  zu-

kommen  lassen,  die  von  diesem  als  Anteilseigner  gestützt  auf  § 20  Abs. 1  lit. c  StG 

bzw. Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG als Beteiligungsertrag zu versteuern ist.  

b)  aa)  Die  Pflichtigen  halten  dem  entgegen,  die  Verbuchung  auf  dem  Konto-

korrentkonto  des  Pflichtigen  sei  irrtümlich  erfolgt,  da  es  sich  um  "Mehrwertsteuer-

Differenzen" handle, die mit ihnen nichts zu tun hätten.  

Das  ist  insofern  nicht  nachvollziehbar,  als  die  tatsächliche  Mehrwertsteuer-

schuld der Gesellschaft  per Ende 2003  gemäss unbestrittener  Feststellung der Mehr-

wertsteuerbehörden  Fr. 88'424.-  und  nicht  wie  bilanziert  Fr. 211'622.55  betragen  hat. 

Daher  wäre  zu  erwarten,  dass  die  von  den  Pflichtigen  angesprochenen  "Mehr-

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 6 - 

wertsteuer-Differenzen" nur aus dem Unterschiedsbetrag zwischen der verbuchten und 

der tatsächlichen Mehrwertsteuerschuld  bestanden hätten und die Ausbuchung daher 

nur in diesem Umfang erfolgt wäre. Tatsächlich wurde die Schuld aber vollumfänglich 

ausgebucht. 

bb) Die Pflichtigen halten weiter entgegen, dass die irrtümliche Gutschrift auf 

dem Kontokorrentkonto des Pflichtigen bei der D im Folgejahr 2005 mit einer Belastung 

desselben Kontos von Fr. 213'000.- wieder ausgeglichen worden sei, wobei es sich bei 

letzterem Betrag um eine aufgerundete Summe handle. 

Zwar  ist  zutreffend,  dass  die  D  im  Geschäftsjahr  2005  einen  Betrag  von 

Fr. 213'000.-  dem  Kontokorrentkonto  des  Pflichtigen  belastet  und  ihrem  Konto  Rück-

stellungen  Ladeneinrichtung  gutgeschrieben  hat,  jedoch  geht  aus  dem  Buchungstext 

des Kontokorrentkontos "Erhöh.Rückstellung" (Beilage 11/2005) die behauptete Kom-

pensation mit der im Vorjahr erfolgten Gutschrift nicht hervor.  

Soll  zudem  mit  der  Umbuchung  die  pro  2004  erfolgte  Gutschrift  von 

Fr. 211'622.55  kompensiert  worden  sein,  ist  vorab  nicht  nachvollziehbar,  warum  die 

Kompensation  nicht 

im  nämlichen  Umfang  erfolgt 

ist.  Die  Begründung,  die 

Fr. 213'000.-  entsprächen  der  aufgerundeten  Summe  der  ausgebuchten  Mehr-

wertsteuerschuld,  sticht  nicht,  da  bei  einer  Aufrundung  ein  anderer  Betrag – z.B. 

Fr. 212'000.- oder Fr. 215'000.- – hätte ausgewiesen werden müssen.  

Sodann müsste der Umbuchung ein Geschäft zugrunde liegen, aus dem nicht 

der Pflichtige, sondern die Gesellschaft verpflichtet war, weil nur diesfalls die Belastung 

seines  Kontokorrentkontos  pro  2005  als  Kompensation  für  die  im  Vorjahr  irrtümlich 

erfolgte Gutschrift gelten könnte. Die Pflichtigen äussern sich hierzu in keiner Art und 

Weise. Im Bericht des steueramtlichen Revisors wird zudem erwähnt, die Steuervertre-

terin  der  D  habe  in  Beantwortung  einer  Auflage  in  deren  eigenen  Revisionsverfahren 

die Umbuchung auf das Rückstellungskonto so erklärt, dass der Umbau an der F in E 

nicht wie vorgesehen vom Pflichtigen, sondern von der Gesellschaft ausgeführt worden 

sei.  Träfe  dies  zu – nähere  Ausführungen  und  Belege  hierzu  liegen  allerdings  nicht 

vor –, hätte für die Umbaukosten ursprünglich der Pflichtige und nicht die Gesellschaft 

aufkommen  müssen,  sodass  nicht  von  einer  Kompensationsleistung  des  Pflichtigen 

zugunsten  der  Gesellschaft,  sondern  von  der  Erfüllung  seiner  diesbezüglichen  Leis-

tungspflicht auszugehen wäre. 

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 7 - 

cc)  Schliesslich  verfängt  auch  der  weitere  Einwand  der  Pflichtigen  nicht,  es 

liege  eine  unzulässige  Doppelbesteuerung  vor,  da  einerseits  die  Ausbuchung  beim 

Pflichtigen als Einkommen erfasst werde und andrerseits die gesamten Rückstellungen 

bei  der  Gesellschaft  dem  Ertrag  zugerechnet  würden.  So  entspricht  es  der  erklärten 

Absicht des Gesetzgebers, die Gewinnausschüttung von Kapitalgesellschaften sowohl 

bei  der  Gesellschaft  als  Ertrag  als  auch  beim  Aktionär  als  Einkommen  (Beteiligungs-

ertrag) zu besteuern. 

c) Damit bleibt es dabei, dass mit der fraglichen Gutschrift auf dem Kontokor-

rentkonto des Pflichtigen im Geschäftsjahr 2004 eine geldwerte Leistung der D zu des-

sen Gunsten vorliegt. 

Eine  Reduktion  des  steuerbaren  Vermögens  um  den  Betrag  der  geldwerten 

Leistung fällt als Folge davon ausser Betracht. 

3. Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Ausgangsge-

mäss  sind  die  Verfahrenskosten  den  Pflichtigen  aufzuerlegen  (§ 151  Abs. 1  StG, 

Art. 144  Abs. 1  DBG).  Eine  Parteientschädigung  ist  nicht  zuzusprechen  (Art. 144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968). 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

2.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

[…] 

1 ST.2010.131 
1 DB.2010.95