# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09732bb2-f548-51c2-b13d-b9c299f9e749
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.05.2024 LF240041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF240041_2024-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LF240041-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Ersatzoberrichterin Dr. iur. 

C. Schoder sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Stebler

Beschluss vom 27. Mai 2024

in Sachen

A._____ AG, 
Gesuchstellerin und Berufungsklägerin

gegen

B._____, 
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter

betreffend Ausweisung

Berufung gegen Teilentscheide des Einzelgerichtes im summarischen Ver-
fahren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 9. April 2024 (ER240009-M/U2)

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Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 9. April 2024 (Teilentscheid) trat das Einzelgericht des 

Bezirksgerichts Dietikon (nachfolgend: Vorinstanz) auf das Ausweisungsbegehren 

der A._____ AG (nachfolgend: Gesuchstellerin oder Berufungsklägerin) vom 

15. Januar 2024 (Poststempel vom 29. Januar 2024; act. 1) gegen den Gesuchs-

gegner 1 und nunmehr Berufungsbeklagten (nachfolgend: Berufungsbeklagter) 

nicht ein (act. 16 = act. 19 = act. 21). 

2. Dagegen erhob die C._____ AG mit Eingabe vom 17. April 2024 Berufung 

(act. 20). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1 bis act. 17). Mit 

Verfügung vom 30. April 2024 wurde der Berufungsklägerin Frist zur Leistung ei-

nes Kostenvorschusses angesetzt (act. 23). Mit Eingabe vom 8. Mai 2024 teilte 

die C._____ AG mit, die Berufung zurückzuziehen und deshalb auf die Zahlung 

des Kostenvorschusses zu verzichten (act. 25). 

3. Da sich die Verfügung der Vorinstanz vom 9. April 2024 und die entspre-

chende Berufung offensichtlich nur gegen den Berufungsbeklagten richten, ist das 

Rubrum von Amtes wegen anzupassen und auf der Beklagtenseite nur der Beru-

fungsbeklagte (nicht sein verstorbener Vater) aufzuführen.

4. Die Berufung wurde von der C._____ AG erhoben (act. 20). Im Rubrum der 

vorinstanzlichen Verfügung ist die C._____ AG als Zustelladresse der Berufungs-

klägerin aufgeführt, sie war nicht Partei des erstinstanzlichen Verfahrens. Eine 

Vertretung der Gesuchstellerin durch die C._____ AG als Verwalterin ist im vorlie-

genden Berufungsverfahren unzulässig. Zur berufsmässigen gewillkürten Vertre-

tung sind in erster Linie Anwältinnen und Anwälte befugt, die nach dem Schweize-

rischen Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 berechtigt sind, Parteien vor schweize-

rischen Gerichten zu vertreten (Art. 68 Abs. 2 lit. a ZPO). In den Angelegenheiten 

des summarischen Verfahrens sind patentierte Sachwalter und Rechtsagenten 

zur Vertretung nur befugt, soweit das kantonale Recht es vorsieht (Art. 68 Abs. 2 

lit. b ZPO). Eine solche Möglichkeit sieht das kantonale Recht nicht vor (Weisung 

des Regierungsrats des Kantons Zürich zum Gesetz über die Anpassung der kan-

tonalen Behördenorganisation und des kantonalen Prozessrechts in Zivil- und 

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Strafsachen an die neuen Prozessgesetze des Bundes, Amtsblatt des Kantons 

Zürich vom 14. August 2009, S. 1558 ff., S. 1663). Die weiteren Anwendungsfälle 

gemäss Art. 68 Abs. 2 lit. c und d ZPO sind nicht einschlägig. Auf eine nachträgli-

che Unterzeichnung der eingereichten Berufungsschrift (act. 20) gemäss 

Art. 132 ZPO – unter der Androhung, dass die Berufung ansonsten als nicht er-

folgt gilt – kann aufgrund des zwischenzeitlich erfolgten Rückzugs jedoch verzich-

tet werden. 

5. Die C._____ AG hat die von ihr erhobene Berufung mit Schreiben vom 

8. Mai 2024 zurückgezogen. Das Verfahren ist entsprechend abzuschreiben. 

6. Mit dem Rückzug wird auch die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und 

Entschädigungsfolge rechtskräftig. Die C._____ AG wird als Verursacherin der 

Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren kostenpflichtig (Art. 108 ZPO). Ausge-

hend vom Streitwert, in Anwendung der §§ 4, 8 Abs. 1 und 10 GebVO ist die Ge-

bühr auf Fr. 670.– anzusetzen. Mangels zu entschädigender Umtriebe ist dem Be-

rufungsbeklagten keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1. Das Verfahren wird abgeschrieben.

2. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren wird auf Fr. 670.– 

festgesetzt und der C._____ AG, Postfach, … Zürich, auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Berufungsklägerin, C._____ AG und den Beru-

fungsbeklagten, an den Berufungsbeklagten unter Beilage einer Kopie von 

act. 20; act. 22/1 bis act. 22/2 und act. 25, sowie – unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Dietikon, je gegen Emp-

fangsschein.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

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richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine mietrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 16'602.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des 
Begehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision 
beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO).

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Stebler

versandt am:
27. Mai 2024