# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2b1578a-d3b0-5b56-9bed-f4207f89db8e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 18.03.2014 S 2013 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-99_2014-03-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 99

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Gross

URTEIL
vom 18. März 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist gelernter Maurer und war durch die Arbeitgeberin 

obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Laut Schadensmeldung 

UVG vom 10. August 2010 wurde A._____ am 4. August 2010 bei der 

Arbeit von einem Krankorb getroffen, wobei er sich eine Quetschung der 

linken Schulter zuzog. Der erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. B._____ 

diagnostizierte eine Kontusion respektive Infraktion des Tuberculum 

majus und einer Tendinopathie der Supra- und Infraspinatussehne links. 

Nach umfassenden medizinischen und bildgebenden Abklärungen und 

Behandlungen sprach die SUVA A._____ mit Verfügung vom 6. Juni 2013 

eine IV-Rente ab dem 1. Mai 2013 auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit 

von 14 % bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 34'834.-- sowie 

eine einmalige Integritätsentschädigung (IE) von 10 % (betragsmässig Fr. 

12'600.--) zu. 

2. Mit Einspracheentscheid vom 29. Juli 2013 bestätigte die SUVA die 

Verfügung vom 6. Juni 2013. 

3. Dagegen erhob A._____ (hiernach Beschwerdeführer) am 9. September 

2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

den Begehren um Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

und Feststellung, dass die Invalidität mindestens 45 % betrage; eventuell 

sei eine solche nach richterlichem Ermessen festzusetzen. Die 

Integritätsentschädigung sei auf 15 % anzusetzen. Zur Begründung 

wurde im Wesentlichen auf den Bericht der Klinik C._____ vom 7. 

September 2012 verwiesen, worin festgestellt worden sei, dass 

linkshändige Gewichtsbelastungen nicht über 10 kg möglich und bei 

ganztätiger Arbeitsplatzpräsenz zusätzliche Pausen von insgesamt 2½ 

Stunden pro Tag erforderlich seien. Darauf gehe die SUVA nicht ein. Bei 

Berücksichtigung der Pausenbedürftigkeit werde das zumutbare 

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Arbeitspensum – ausgehend von acht Stunden pro Arbeitstag - bereits 

unter diesem Titel um 31¼ % eingeschränkt. Zusätzlich zur bereits 

anerkannten Erwerbsunfähigkeit von 14 % resultiere daraus somit 

gesamthaft eine Invalidität von 45 %. Aus den gleichen Überlegungen sei 

die Integritätsentschädigung auf 15 % zu erhöhen.

4. In der Beschwerdeantwort beantragte die SUVA (hiernach 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Im Gegensatz 

zum Abklärungsbericht der Klinik C._____ habe der Kreisarzt Dr. med. 

D._____ in seinem Bericht vom 10. April 2013 festgehalten, dass dem 

Beschwerdeführer eine ganztätige Tätigkeit ohne zusätzliche Pausen 

zumutbar sei. Die beiden Berichte seien nur auf den ersten Blick 

widersprüchlich. Die Beschwerdegegnerin habe auf den Kreisarztbericht 

abgestellt, da dieser umfassend sei, auf allseitigen Untersuchungen – in 

Kenntnis der Vorakten – beruhe und die neuste ärztliche Beurteilung 

darstelle. Die Beurteilung der Klinik C._____ sei demgegenüber zu einem 

Zeitpunkt erfolgt, als der gesundheitliche Endzustand des 

Beschwerdeführers noch nicht erreicht worden sei. Die vom Kreisarzt 

festgelegte Integritätsentschädigung von 10 % sei korrekt erfolgt; die 

beantragte Erhöhung auf 15 % indes nicht gerechtfertigt.

5. In der (freigestellten) Replik hielt der Beschwerdeführer noch fest, dass 

der Kreisarzt Dr. med. D._____ nicht unabhängig sei. Er gehe auf das 

Thema "Sonderpausen" überhaupt nicht ein, sondern nehme nur Bezug 

auf die ärztliche Nachkontrolle vom 8. April 2013 im Kantonsspital 

Graubünden durch Dr. med. E._____, welcher ebenfalls nicht auf die 

"Sonderpausen" eingegangen sei. Fakt sei aber, dass die seit September 

2012 durchgeführte Physiotherapie nicht den gewünschten Erfolg 

gebracht habe. Die Sonderpausenbedürftigkeit bestehe daher nach wie 

vor. Falls aus medizinischer Sicht diesbezüglich Zweifel angebracht 

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seien, werde um eine unabhängige Beurteilung durch Einholung einer 

Drittmeinung ersucht. Die Begründung für die beantragte Erhöhung der 

Integritätsentschädigung auf 15 % sei nicht nur die eingeschränkte 

Schulterbeweglichkeit, sondern die zusätzliche Pausenbedürftigkeit sowie 

weitreichende physische Einschränkungen.

6. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik und 

hielt damit an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest.   

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Einspracheentscheid vom 29. Juli 

2013, worin die Beschwerdegegnerin ihre Verfügung vom 6. Juni 2013 

betreffend Zusprechung einer IV-Rente ab dem 1. Mai 2013 auf der Basis 

einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % bei einem versicherten 

Jahresverdienst von Fr. 34'834.-- sowie einer Integritätsentschädigung 

von 10 % (Fr. 12'600.--) bestätigte und damit die vom Beschwerdeführer 

beantragten Leistungserhöhungen (IV-Rente auf Basis 45 % 

Erwerbsunfähigkeit und Integritätsentschädigung neu 15 %) abwies. 

Strittig und zu klären ist dabei, ob die Beschwerdegegnerin den 

Invaliditätsgrad für die Rente und den Einschränkungsgrad für die 

Integritätsentschädigung korrekt ermittelte, wobei sich die Parteien 

aufgrund der vorhandenen (ärztlichen) Abklärungs- und Klinikberichte 

insbesondere über die arbeitsrelevante Zumutbarkeitsbeurteilung bis 

zuletzt uneins geblieben sind und vor allem diesbezüglich Klärungs- und 

Entscheidungsbedarf besteht.

2. a) Gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) hat eine versicherte Person Anspruch auf eine 

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Invalidenrente (IV-Rente), wenn sie wegen des Unfalls zu mindestens 

10 % invalid geworden ist (Art. 8 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Nach 

Art. 18 Abs. 2 UVG gilt als invalid, wer voraussichtlich bleibend oder für 

längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, 

in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers nach ATSG und UVG setzt voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem geklagten Gesundheitsschaden ein natürlicher 

und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als verwirklicht gedacht 

werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 

gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 

ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter – gestützt auf entsprechend zuverlässige und aussagekräftige 

Arzt- und Klinikberichte – nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Sachzusammenhangs genügt für die 

Begründung – wie auch für eine spätere Erhöhung – des 

Leistungsanspruches noch nicht (BGE 129 V 177 E.3.1 mit weiteren 

Hinweisen).

b) Im konkreten Fall ist immerhin unbestritten, dass die vom 

Beschwerdeführer geklagte Schulterproblematik eine direkte Folge des 

"Krankorbunfalls" vom 4. August 2010 ist (beschwerdegegnerische Akten 

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[Bg-act. 1]). Der Status nach einer Schulterkontusion links mit Infraktion 

des Tuberculum majus, Status nach Schulterarthroskopie links, 

subacromiale Bursektomie,  Acromioplastik und arthroskopische AC-

Gelenksresektion sind gemäss dem Operationsbericht vom 8. September 

2011 von Dr. med. E._____ festgestellt und fachärztlich behandelt worden 

(Bg-act. 84). Dasselbe gilt für die vom gleichen Spitalarzt am 29. Juni 

2012 durchgeführten Operationen mittels sparsamer Re-Acromioplastik, 

Débridement des AC-Gelenks und Tenotomie/Tenodese der langen 

Bicepssehne (Bg-act. 138). Im Abklärungsbericht vom 10. Juli 2012 

bestätigte der Kreisarzt Dr. med. D._____ diese operativen Eingriffe noch 

(Bg-act. 140). Im Abschlussbericht vom 14. März 2013 stellte Dr. med. 

D._____ eine mässige Periarthropathie am Schultergelenk links mit 

geringgradiger Funktionseinbusse und geringer Kraftminderung links 

gegenüber rechts fest (Bg-act. 212). Aktenkundig erstellt und unbestritten 

ist aber auch, dass Veränderungen im proximalen Humerus bei St.n. 3-

maliger Operation bei Enchondrom (Knochentumor) am Humerus links 

krankheitsbedingt festgestellt wurden (Bg-act. 212; vgl. Abklärungsbericht 

vom 8. Juli 2011 des Kreisarztes Dr. med. F._____ [Bg-act. 70] samt 

Aktenzusammenfassung vom 12. Juni 2012 [Bg-act. 129]).

c) Bis zuletzt strittig ist hingegen die arbeitsrelevante 

Zumutbarkeitsbeurteilung durch die Klinik C._____ bzw. den Kreisarzt Dr. 

med. D._____ geblieben. Vorliegend sind dazu folgende ärztlichen 

Beurteilungen und Einschätzungen aktenkundig und für die 

Streitentscheidung von Bedeutung:

 Im Bericht vom 11. April 2012 stellte der Kreisarzt Dr. med. D._____ 
fest, dass dem Beschwerdeführer eine weitere Tätigkeit als Maurer 
nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar sei ihm ganztags eine Tätigkeit 
ohne Belastungen über Schulterhöhe, ohne repetitives Heben und 
Tragen von Gewichten über 15-20 kg sowie ohne Besteigen von 
Leitern oder Gerüsten (Bg-act. 116; provisorische Beurteilung).

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 Im Bericht vom 10. Juli 2012 und nach dem zweiten operativen Eingriff 
vom 29. Juni 2012 hielt derselbe Kreisarzt fest, dass zur Zeit nicht 
beurteilt werden könne, ob durch die letzte Operation das etwas 
unspezifische Beschwerdebild nachhaltig habe verbessert werden 
können. Die nachgewiesene Störung im Bereich der langen 
Bicepssehne verursache ein nachhaltiges Beschwerdebild. Die linke 
Schulter sei der Schwerstbelastung einer Maurertätigkeit nicht mehr 
gewachsen. Das Zumutbarkeitsprofil (laut Bericht vom 11. April 2012) 
sei unverändert (vgl. Bg-act. 138 und 140).

 Im Bericht der Klinik C._____ vom 8. September 2012 (nach 
stationärem Klinikaufenthalt des Beschwerdeführers vom 7. August bis 
8. September 2012) hielt Dr. med. G._____ fest, dass die beobachtete 
Belastbarkeit einer wechselbelastenden leichten bis mittelschweren 
Tätigkeit entspreche (Hantieren von Lasten selten bis maximal 15 kg). 
Überkopfarbeiten seien nur selten, maximal 30 Minuten eines 
normalen Arbeitstages zumutbar. Linkshändige Gewichtsbelastungen 
über 10 kg sowie repetitives bimanuelles Hantieren mit Gewichten sei 
nicht (mehr) möglich. Bei ganztägiger Arbeitsplatzpräsenz seien 
zusätzliche Pausen von 2.5 Stunden pro Tag erforderlich, da die 
Kumulation von Belastungen noch zu einer deutlichen 
Schmerzverstärkung führen und der Beschwerdeführer daher kurze 
Erholungsphasen benötigen würde (Bg-act.164). Die gleichen 
Formulierungen wurden auch im Austrittsbericht der Klinik vom 28. 
September 2012 verwendet (Bg-act. 180). 

 Im Kreisarztbericht vom 12. Oktober 2012 nahm Dr. med. D._____ 
noch zur Beurteilung der Klinik C._____ Stellung. Er könne sich dieser 
Einschätzung anschliessen. Er gehe von weiteren Verbesserungen in 
den nächsten zwei Monaten aus. Der Endzustand sei noch nicht 
erreicht. Weitere Massnahmen laut Klinikbericht C._____ seien 
angezeigt (Bg-act. 178). 

 Im Abschlussbericht vom 14. März 2013 stellte derselbe Kreisarzt fest, 
dass die therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten weitgehend 
ausgeschöpft seien und die Funktion zwischen Thorax und 
Schulterblatt nicht mehr wesentlich beeinträchtigt sei. Es sei noch der 
Bericht von Dr. med. E._____ abzuwarten (Bg-act. 212).

 Im besagten Bericht vom 8. April 2013 hielt Dr. med. E._____ fest, 
dass sich postoperativ 9 Monate nach dem letztmaligen linksseitigen 
arthroskopischen Schultereingriff (am 29. Juni 2012) ein erfreulicher 
Verlauf auf Seiten des linksseitigen Glenohumeralgelenks zeige, mit 
noch einmal verbesserten Beweglichkeit, insbesondere der Abduktion. 
Im Vordergrund stünden weiterhin die schmerzhaften Myogelosen. 

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Diesbezüglich habe die durchgeführte Physiotherapie keine 
nachhaltige Linderung gebracht. Es würden Tätigkeiten weitgehend 
ohne Belastung der oberen Extremitäten und unteren Schulterhöhle 
empfohlen (Bg-act. 219; vgl. dazu auch die beiden früheren Berichte 
vom 10. Oktober 2012 [Bg-act. 188] und 8. Januar 2013 [Bg-act. 199]).

 Im letzten Kreisarztbericht vom 10. April 2013 stellte Dr. med. D._____ 
fest, dass der Endzustand beim Beschwerdeführer erreicht sei. Es 
böten sich keine Behandlungsmassnahmen mehr zur Verbesserung 
des jetzigen Gesundheitszustands an. Die bisherige Tätigkeit als 
Maurer sei nicht mehr zumutbar. Ganztags zumutbar seien leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten, ohne repetitives Heben und Tragen von 
Gewichten über 15-20 kg mit dem linken Arm. Der Einsatz der rechten 
Hand über Schulterhöhe sowie Arbeiten auf Leitern, Tätigkeiten mit 
Vibrationen oder Schlägen auf die linke Schulter seien ebenfalls nicht 
mehr möglich bzw. zumutbar (Bg-act. 223).

d) In Würdigung der soeben aufgezählten Arzt-, Klinik- und Spitalberichte ist 

das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass es an der 

Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. D._____ im Ergebnis 

nichts auszusetzen gibt, wonach dem Beschwerdeführer zwar die 

angestammte Tätigkeit als Maurer nicht mehr zumutbar ist, er aber stets 

noch ganztags – ohne erhöhte Pausenbedürftigkeit – eine leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit aus-üben kann (vgl. Bg-act. 223 und 178). Im 

Bericht der Klinik C._____ vom 8. September 2012 wird die zusätzliche 

Pausenbedürftigkeit von 2½ Stunden pro Tag damit begründet, dass das 

Zusammentreffen der Belastungen noch zu einer deutlichen 

Schmerzverstärkung führe und der Beschwerdeführer daher kurze 

Erholungsphasen benötige. Zudem empfahl der Klinikarzt Dr. med. 

G._____ weitere Therapiemassnahmen (wie z.B. Physiotherapie und 

medizinische Trainingstherapie [MTT]). Insgesamt ergibt sich daraus, 

dass die im damaligen Zeitpunkt (Herbst 2012) gebotenen 

Behandlungsmassnahmen somit aber noch nicht abgeschlossen und der 

Endzustand des Beschwerdeführers noch nicht erreicht worden waren (so 

auch Kreisarzt Dr. med. D._____ im Bericht vom 12. Oktober 2012 [Bg-

act. 178]). Im Weiteren wurde auf Weisung des Kreisarztes Dr. med. 

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D._____ auch noch der Bericht von Dr. med. E._____ abgewartet. Darin 

wurde am 8. April 2013 ein erfreulicher Verlauf seitens des 

Glenohumeralgelenks (Schultergelenk) links und eine Verbesserung der 

Beweglichkeit, insbesondere der Abduktion festgehalten (Bg-act. 219). 

Vor diesem Hintergrund erscheint die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. 

med. D._____, welcher den Beschwerdeführer persönlich untersucht hat 

und seine Beurteilung in Kenntnis der neusten medizinischen 

Erkenntnisse – inkl. Bericht der Klinik C._____ vom Herbst 2012 – 

abgegeben hat, als einleuchtend und nachvollziehbar, weshalb das 

Gericht vorliegend darauf abstellt.

3. Was die wirtschaftliche Seite der Rente (Höhe des Invaliditätsgrads) und 

der dafür nach Art. 18 Abs. 2 UVG massgebende Vergleich zwischen den 

mutmasslichen Jahreseinkommen ohne Behinderung (sog. 

Valideneinkommen) und mit Behinderung (sog. Invalideneinkommen) 

betrifft, so hat der Beschwerdeführer die Festlegung des versicherten 

Jahresverdienstes mit Fr. 34'834.-- (Bg-act. 246) zu Recht nicht in Frage 

gestellt. Er war aber mit dem eruierten Erwerbsunfähigkeitsgrad nicht 

einverstanden, also der Differenz zwischen dem Validen- [Fr. 64'965.--] 

und dem Invalideneinkommen [Fr. 55'922.--], wobei letzteres korrekt 

anhand einer genügenden Anzahl von mindestens fünf konkreten 

Arbeitsplatzdokumentationen [Abstellen auf sog. DAP-Blätter; Bg-act. 254 

und 263] errechnet wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2012 

vom 31. Oktober 2013 E.6.1-6.3). Der Beschwerdeführer bemängelte 

diesbezüglich zu Unrecht (siehe vorne E.2d; kein erhöhtes 

Pausenbedürfnis erstellt) einzig die ärztlich attestierte 

Zumutbarkeitsbeurteilung zur Festlegung des Invalideneinkommens; er 

kritisierte aber mit keinem Wort, dass die konkret angewandten, auf seine 

Schulterproblematik aktenkundig Rücksicht nehmenden 

Referenztätigkeiten aufgrund der DAP-Blätter ein unrealistisch hohes 

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Invalideneinkommen ergeben hätten, weshalb es im Resultat am 

ermittelten Invaliditätsgrad von aufgerundet 14 % und der auf dieser Basis 

gewährten IV-Rente ab dem 1. Mai 2013 auch nichts zu korrigieren gibt.

4. a) Es bleibt damit noch die Frage nach der beantragten Erhöhung der 

unbestritten unfallbedingt zugesprochenen Integritätsentschädigung von 

10 % (einmalig ausbezahlter Betrag in der Höhe von Fr. 12'600.--) auf neu 

15 % zu klären. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 36 Abs. 1 

der zugehörigen Verordnung (UVV; BR 832.202) hat eine versicherte 

Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, falls 

sie durch einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Laut Art. 36 

Abs. 2 UVV gelten für die Bemessung dieser Entschädigung die 

Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer nicht 

abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 

prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E.1b). Nach Ziff. 1 Abs. 2 der 

Richtlinien im Anhang 3 wird die Entschädigung für spezielle oder nicht 

aufgeführte Integritätsschäden nach dem Grad der Schwere vom 

Skalawert abgeleitet. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat 

die SUVA weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

erarbeitet. Nach Art. 25 Abs. 1 UVG ist die Höhe der 

Integritätsentschädigung im Grundsatz nach der Schwere der Verletzung 

zu bestimmen (vgl. auch ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Unfallversicherungsgesetz, 4. 

Aufl., Zürich u.a. 2012, Art. 24 S. 161 ff. und Art. 25 S. 165 ff.; THOMAS 

FREI, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 UVG, Diss. 

Freiburg 1998, S. 68 ff.; WALTER GILG/HANS ZOLLINGER, Die 

Integritätsentschädigung nach UVG, Bern 1984, S. 99 ff.). Laut 

Abschlussbericht vom 14. März 2013 hatte der Kreisarzt Dr. med. 

D._____ dem Beschwerdeführer eine mässige Periarthropathie am 

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Schultergelenk links mit geringgradiger Funktionseinbusse und geringer 

Kraftminderung links diagnostiziert (Bg-act. 212). Im Einklang mit der 

SUVA-Tabelle 1 (Revision 2000) betreffend Integritätsentschädigung bei 

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten bzw. namentlich bei 

einer "Periarthrosis humeroscapularis in mässiger Form" schätzte der 

Kreisarzt Dr. med. D._____ die unfallkausale Integritätseinbusse 

demnach aber zu Recht auf 10 % (Bg-act. 224). Soweit der 

Beschwerdeführer eine Erhöhung der Integritätsentschädigung auf 15 % 

verlangte und diese zuerst mit der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit 

(laut SUVA-Tabelle 1: Schulter "bis zur Horizontalen beweglich" 15 % 

Integritätsentschädigung) und danach vor allem mit der zusätzlichen 

Pausenbedürftigkeit begründete, ist dem entgegenzuhalten, dass im 

Spitalbericht vom 8. April 2013 ausdrücklich von einer nochmals 

verbesserten Beweglichkeit der Schulter, insbesondere der Abduktion 

(Bg-act. 219, S. 2: Abduktion/Adduktion von 170-0-20° respektive gut 

durchführbarer Nackengriff bei Kombinationsbewegung; also keine 

Blockade mehr auf der Horizontalen) die Rede ist, und die vermehrte 

Pausenbedürftigkeit selbstredend kein Kriterium für die Ermittlung der 

Integritätsentschädigung darstellt, da es hierbei ausschliesslich um die 

Entschädigung dauernder erheblicher körperlicher oder geistiger 

Gesundheitsschäden geht. Im Übrigen sind keine abweichenden 

medizinischen Einschätzungen betreffend Integritätsschaden bei den 

Akten und es liegen auch keine anderen Hinweise vor, die Zweifel an der 

Schätzung des Kreisarztes Dr. med. D._____ aufkommen liessen. An der 

Integritätsausgleichszahlung von Fr. 12'600.-- ist somit festzuhalten und 

der ermittelte Integritätsschaden (bei Funktionseinbusse 10 %) zu 

schützen.

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b) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 29. Juli 2013 erweist sich 

somit in jeder Beziehung als rechtens, was zu seiner Bestätigung und 

folgerichtig zur Abweisung der Beschwerde vom 9. September 2013 führt.   

5. Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG – ausser hier nicht 

zutreffender Ausnahmen – grundsätzlich kostenlos ist. Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 

61 lit. g e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]