# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1997eba4-9e83-5e2b-b393-e53293985b13
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2010 D-7287/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7287-2010_2010-12-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7287/2010
law/mah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A.___________, geboren (...),
Bangladesch,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7287/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  eigenen  Angaben  zufolge  ein  bangla-
deschischer  Staatsangehöriger  bengalischer  Ethnie  aus  Dhaka,  am 
25. Juni 2009 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 30. Juni 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(EVZ) Kreuzlingen die Personalien des Beschwerdeführers erhob und 
ihn summarisch  zum Reiseweg sowie  zu  den  Gründen  für  das  Ver-
lassen des Heimatlandes befragte und ihn am 6. Juli 2009 einlässlich 
zu den Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, sein Vater sei seit 1976 aktives Mitglied 
der Awami League (AL) gewesen und sei 1980 vom Parlamentsabge-
ordneten  B.__________  respektive  in  dessen  Auftrag  entführt  und 
umgebracht worden, seine Leiche sei jedoch nie gefunden worden,

dass zu diesem Zeitpunkt die Bangladesh Nationalist Party (BNP) an 
der  Macht  gewesen  sei,  weshalb  die  Polizei  einer  Anzeige  seiner 
Mutter nicht habe nachgehen wollen,

dass er nach Abschluss der neunten Klasse im Jahre 1995 für die AL 
aktiv gewesen sei und im Jahre 2005 mit seinem Onkel zur BNP ge-
wechselt habe, nachdem B.__________ der AL beigetreten sei, 

dass  er  am  30. Oktober  2006  mit  neun  anderen  Personen  von 
B.__________ angezeigt  und des Mordes an einem AL-Mitglied  be-
schuldigt worden sei, 

dass B.__________ befürchtet habe, er (der Beschwerdeführer) werde 
eines  Tages  das  Strafverfahren  bezüglich  seines  vor  26 Jahren 
ermordeten Vaters wieder aufnehmen lassen,

dass er von seinem Anwalt erfahren habe, dass am 5. April 2007 ein 
Haftbefehl  gegen  ihn  (den  Beschwerdeführer)  erlassen  worden  sei, 
und die Polizei ihn in der Folge mehrmals zu Hause gesucht habe,

dass er sich in  der Hoffnung, die BNP würde die Wahlen gewinnen, 
noch drei Jahre bei seinem Onkel versteckt gehalten habe, jedoch seit  
Anfang  2009  beabsichtigt  habe,  ins  Ausland  zu  gehen,  für  die  Um-
setzung seiner Ausreiseabsichten aber noch ein halbes Jahr benötigt 
habe,

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dass  er  seine  Heimat  schliesslich  mit  der  Hilfe  seines  Onkels  via 
Dhaka auf  dem Luftweg mit  seinem Reisepass am 22. August  2009 
verlassen habe,

dass der  Beschwerdeführer  zur  Stützung seiner  Vorbringen mehrere 
Beweismittel mehrheitlich in Kopie einreichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. September 2010 feststellte,  der 
Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asyl -
gesuch  vom  25. Juni  2009  ablehnte,  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz anordnete und ihn – unter Androhung von Zwangsmitteln im 
Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  bis  zum  3. November 
2010 zu verlassen,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, den gegen 
den  Beschwerdeführer  getroffenen  Massnahmen  liege  der  Verdacht 
einer  begangenen  Straftat  zugrunde,  weshalb  das  Einleiten  ent-
sprechender Ermittlungen somit rechtlich legitim sei und selbst dann 
nicht  als  Verfolgungsmassnahme  im  Sinne  des  Asylgesetzes  ange-
sehen  werden  könne,  wenn  das  fragliche  Ermittlungsverfahren  auf 
einer falschen Anklage basieren würde,

dass  in  Bangladesch  gewalttätige  Auseinandersetzungen  zwischen 
Mitgliedern gegnerischer Parteien – namentlich der BNP und der AL – 
mit tragischen Folgen zum politischen Alltag gehörten, 

dass  es im Rahmen eines in  diesem Zusammenhang pflichtgemäss 
eingeleiteten  Ermittlungsverfahren  natürlich  durchaus  passieren 
könne, dass auch unschuldige Personen in dieses Verfahren verwickelt 
würden und politische Gegner versuchten, ihre Gegenspieler dadurch 
ausser Gefecht zu setzen, was jedoch für sich alleine noch keine asyl -
rechtlich erhebliche Verfolgung darstelle,

dass von 2001 bis Ende Oktober 2006 in Bangladesch die von Khala 
Zia  geführte  BNP-Regierung geherrscht  habe und nach Ablauf  ihrer 
Legislaturperiode im Januar  2007 eine neutrale  Übergangsregierung 
die Regierungsgeschäfte übernommen habe, mit  dem Ziel,  freie und 
faire Wahlen vorzubereiten,

dass aus den Parlamentswahlen vom 29. Dezember 2008 schliesslich 
die AL unter Sheikh Hasina mit 250 Sitzen als eindeutige Siegerin her-
vorgegangen  sei,  während  die  BNP lediglich  30 Sitze  erlangt  habe, 
aber immerhin zweitstärkste Partei im Parlament sei,

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dass  von  einer  asylrelevanten  Verfolgungsmotivation  seitens  des 
bangladeschischen  Staates  gegenüber  Mitgliedern  der  BNP  demzu-
folge nicht ausgegangen werden könne, 

dass  somit  auch  keine  Anhaltspunkte  dafür  bestünden,  der  Be-
schwerdeführer  hätte  seit  dem  letzten  Regierungswechsel  im  Falle 
einer  Verhaftung  und  seines  Einbezugs  in  ein  Untersuchungs-  res-
pektive Strafverfahrens mit einem Politmalus zu rechnen,

dass heute  nicht  nur  die höheren Gerichte in  Bangladesch sehr  auf 
ihre Unabhängigkeit bedacht seien, 

dass sich die Übergangsregierung nämlich auch mit der Unabhängig-
keit  der  niederen  Gerichte  beschäftigt  habe,  die  seither  nicht  mehr 
unter der Kontrolle  der Exekutive, sondern unter jener des  Supreme 
Court stünden, 

dass es deshalb dem Beschwerdeführer hätte zugemutet werden kön-
nen, mit  Hilfe seines Anwalts seine Parteirechte wahrzunehmen und 
sich nicht durch Flucht aus der Heimat den Ermittlungen zu entziehen,

dass die eingereichten Gerichtsdokumente nicht geeignet seien, obige 
Erwägungen  zu  ändern,  da  sie  das  Vorliegen  einer  legitimen  Straf-
untersuchung,  die  jedoch  asylrechtlich  nicht  beachtlich  sei,  belegen 
würden,

dass der vom Beschwerdeführer dargelegte Zwischenfall  Ende Okto-
ber 2006 respektive die gegen ihn erhobene Anzeige im Mai 2007  im 
Zeitpunkt  seiner  Ausreise  aus  Bangladesch  bereits  mehr  als  zwei 
Jahre zurückgelegen hätten und daher nicht mehr Auslöser für seine 
Flucht gesehen werden könnten, weshalb die geltend gemachte Straf-
verfolgung  auch  aufgrund  eines  fehlenden  Kausalzusammenhangs 
nicht asylbeachtlich sei,

dass abgesehen davon, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers 
keine  Asylrelevanz  zukomme,  grundlegende  Zweifel  an  der  Glaub-
haftigkeit wesentlicher Darlegungen bestünden,

dass der Beschwerdeführer im Jahre 2005 zur BNP übergetreten sei, 
um nach rund 25 Jahren besser gegen den Auftraggeber der Ermor-
dung seines Vaters vorzugehen, was letztlich dazu geführt habe, dass 
man ihn in eine falsche Anzeige verwickelt habe, 

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dass dem jedoch entgegen zu halten sei, dass er, sofern er tatsächlich 
das Bedürfnis gehabt hätte, den Tod seines Vaters aufzuklären, dies 
bereits im Zeitraum von 1996 bis 2001 versucht hätte, da damals die 
AL wieder an der Macht gewesen sei, da dies nicht der Fall sei, könne 
dem  Beschwerdeführer  seine  Absicht,  das  Verfahren  seines  Vaters 
wieder aufzurollen, nicht geglaubt werden, weshalb auch die Begrün-
dung der gegen ihn erhobenen Anzeige nicht nachvollziehbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  in  Bangladesch  in  ein  Verfahren  wegen 
Mordes  verwickelt  worden  sein  soll,  aber  dennoch  mit  einem  auf 
seinen Namen ausgestellten Pass via Flughafen Dhaka seine Heimat 
verlasse, entspreche nicht einem Verhalten einer seitens der Behörden 
verfolgten  Person,  da  sie  dadurch  riskieren  würde,  im  Rahmen  der 
Ausweiskontrollen erkannt und erfasst zu werden,

dass der Beschwerdeführer vom Moment der Anzeigeerstattung bis zu 
seiner  Ausreise noch mehr als zweieinhalb Jahre in Pakistan (recte: 
Bangladesch)  verbracht  habe,  lasse  an  der  Glaubhaftigkeit  seiner 
Furcht  vor  Verhaftung  zweifeln,  da  tatsächlich  Verfolgte  versuchen 
würden,  sich  möglichst  umgehend dem Zugriff  des  Verfolgers  durch 
Flucht zu entziehen,

dass  das  vom  Beschwerdeführer  vorgelegte  Schreiben  der  BNP  in 
keiner Weise auf seine parteiliche Zugehörigkeit geknüpfte Verfolgung 
eingehe,  obschon sie  davon hätte Kenntnis  haben müssen,  was die 
Zweifel an der Glaubhaftigkeit der fraglichen Verfolgung erhärte,

dass im Schreiben des Commissioners bestätigt werde, dass er unbe-
scholten  sei  und  an  keinen  subversiven  Aktivitäten  teilgenommen 
habe,  eine  solche  Bestätigung  jedoch  seitens  eines  Commissioners 
nicht  für  eine  Person  ausgestellt  werden  könne,  die  wegen  Mordes 
gesucht werde, weshalb die angebliche Verwicklung des Beschwerde-
führers in das Ermittlungsverfahren wegen Mordes auch aus diesem 
Grunde anzuzweifeln sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Oktober 2010 (Datum 
Poststempel) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  beantragte,  es  sei  der  Entscheid  vom 
8. September 2010 aufzuheben, Asyl zu gewähren oder jedenfalls die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen;  eventualiter  sei  die  Unzulässig-
keit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzu-
stellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

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dass er zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm 
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Verfü-
gung vom 27. Oktober  2010 feststellte,  der Beschwerdeführer könne 
den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, die Gesuche 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und den Beschwerde-
führer aufforderte, bis zum 10. November 2010 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 600.-- zu überweisen,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Kostenvorschuss  am  9. November 
2010 einzahlte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  der  Beschwerdeführer  den  erhobenen  Kostenvorschuss  am 
9. November 2010 innert angesetzter Frist leistete,

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 1  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  in  der  Beschwerde  geltend  gemacht  wird,  das  BFM habe  das 
Asylgesuch nicht mit  der nötigen Sorgfalt  geprüft,  die Beweismittel  – 
teilweise  wegen  fehlender  Übersetzung  durch  die  Dolmetscherin  – 
nicht  angemessen berücksichtigt,  weshalb das rechtliche Gehör ver-
letzt worden sei,

dass  das  BFM  in  der  Verfügung  fälschlicherweise  tatsächlich  eine 
pakistanische  statt  eine  bangladeschische  Identitätskarte  und  einen 
Aufenthalt in Pakistan statt Bangladesch erwähnt und teilweise falsche 
Jahreszahlen im Sachverhalt aufführt, 

dass  es  sich  bei  diesen  Mängeln  offenbar  um  Flüchtigkeitsfehler 
handelt, die auf ein unsorgfältiges Vorgehen bei der Redaktion der Ver-
fügung zurückzuführen sind,

dass das BFM ansonsten die Vorbringen des Beschwerdeführers zur 
Asylbegründung inhaltlich jedoch richtig und umfassend aufführt, seine 
Verfügung  hinreichend  begründet  und  sich  insbesondere  auch  aus-
reichend  mit  den  eingereichten  Beweismitteln  auseinandergesetzt, 
weshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehör nicht festzustellen ist, 

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  insbesondere  zu-
treffend  festgehalten  hat,  die  eingereichten  Dokumente  seien  nicht 
geeignet, an seinen Erwägungen etwas zu ändern, zumal diese ledig-
lich das Vorliegen einer legitimen Strafuntersuchung belegen würden, 
die als solche jedoch asylrechtlich nicht beachtlich sei, 

dass nicht zu beanstanden ist, dass das BFM nicht von sämtlichen ein-
gereichten Beweismitteln Übersetzungen hat anfertigen lassen, 

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dass  es  sich  bei  den  nicht  übersetzten  Beweismitteln  nämlich  um 
Dokumente  handelt,  welche  im  Zusammenhang  mit  der  Entführung 
und der Ermordung seines Vaters stehen sollen, weshalb diese für die 
vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Verfolgung  ohnehin  in 
keinem unmittelbar relevanten Zusammenhang stehen,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend ausgeführt 
hat, dass es sich bei der Suche des Beschwerdeführers wegen der Er-
mordung  eines  AL-Mitglieds  um einen  asylrechtlich  nicht  relevanten 
Sachverhalt  handelt,  da  die  Behörden  aus  rechtsstaatlich  legitimen 
Gründen  Ermittlungen  zur  Untersuchung  des  Vorfalls  eingeleitet 
haben,

dass auch keine Hinweise dafür vorliegen, dass der Beschwerdeführer 
kein  rechtsstaatlich  legitimes  Verfahren  erhalten  würde,  zumal  er 
seinen  Aussagen  zufolge  in  Bangladesch  bereits  von  einem Anwalt 
vertreten wurde (act. A1/10 S. 6, A9/15 S. 11), 

dass der Beschwerdeführer zudem erklärte, zuvor keine Probleme mit 
den Behörden oder der Polizei gehabt zu haben (vgl. act. A1/10 S. 5),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausserdem dargelegt 
hat,  aus  welchen  Gründen  es  die  Verfolgungsvorbringen  des  Be-
schwerdeführers  –  ungeachtet  ihrer  fehlenden  asylrechtlichen  Rele-
vanz – als nicht glaubhaft beurteilt,

dass die diesbezüglichen Ausführungen bei Sichtung der Akten durch-
wegs überzeugen,

dass  das  BFM  folglich  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
mangels  Bestehens  der  Flüchtlingseigenschaft  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der 
Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihm in Bangladesch droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Bangladesch keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und 
nicht von kriegerischen oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen ge-
sprochen werden kann (vgl. BVGE 2010/8 E. 9.5),

dass insbesondere nicht ersichtlich ist, weshalb der 30-jährige und – 
soweit  bekannt  –  gesunde  Beschwerdeführer,  der  über  eine  mehr-
jährige Schulbildung verfügt, Teilhaber eines Bauunternehmens seines 
Onkels ist und in Dhaka über ein Beziehungsnetz verfügt, im Falle des 
Wegweisungsvollzugs  nach  Bangladesch  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation geraten könnte,

dass der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass die  Verfahrenskosten durch  den  am 9. November  2010  geleis-
teten Kostenvorschuss in  gleicher  Höhe gedeckt  und mit  diesem zu 
verrechnen sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

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1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Diese  sind  durch  den  geleisteten  Kostenvorschuss  in 
gleicher Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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