# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e460204-09a1-589f-be6b-d8036fbfdeaf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.05.2008 D-2381/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2381-2008_2008-05-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2381/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  M a i  2 0 0 8

Richter Daniel Schmid (Vorsitz),
Richter Beat Weber, Richter Fulvio Haefeli, 
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren (...), 
Sri Lanka,
vertreten durch LLB B._______, Negombo, Sri Lanka,
Beschwerdeführer/Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreiseverweigerung; 
Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist; 
Verfügung des BFM vom 8. Oktober 2007 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2381/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 7. Februar 2007 bei  der Schweizeri-
schen Vertretung in Colombo ein schriftliches Asylgesuch einreichte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 8. Oktober 2007 dem Beschwerde-
führer  die  Einreise  in  die  Schweiz  verweigerte  und sein  Asylgesuch 
abwies,

dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit an das Bundes-
verwaltungsgericht  adressiertem  und  eingeschriebenem  Schreiben 
vom 2. April 2008 (Poststempel: 5. April 2008) mitteilte, der Beschwer-
deführer habe bereits mit Eingabe vom 27. Dezember 2007 Beschwer-
de gegen den Entscheid des BFM vom 8. Oktober 2007 erhoben, je-
doch bis dato noch keinen Beschwerdeentscheid erhalten,

dass der  Beschwerdeführer die genannte,  ebenfalls  an das Bundes-
verwaltungsgericht  adressierte  Eingabe  vom  27. Dezember  2007  in 
Kopie beilegte,

dass der Beschwerdeführer in beiden Eingaben unter anderem sinnge-
mäss  darum  ersucht,  trotz  des  verspäteten  Einreichens  auf  das 
Rechtsmittel einzutreten,

dass gemäss Art. 50  VwVG  die Beschwerde  innerhalb von 30 Tagen 
seit  Eröffnung beim Bundesverwaltungsgericht  einzureichen ist,  wes-
halb dieses Gericht auch über eine allfällige Wiederherstellung der Be-
schwerdefrist zu befinden hat,

dass  gemäss  Art.  21  Abs.  1  VwVG die  Frist  gewahrt  ist,  wenn  die 
schriftliche Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist bei der Behör-
de eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 
übergeben wurde,

dass gemäss der Schweizerischen Botschaft der Entscheid des BFM 
vom 8. Oktober 2007 dem damals noch nicht vertretenen Beschwerde-
führer am 17. Oktober 2007 direkt zugestellt worden war,

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D-2381/2008

dass  gemäss  Beschwerdeführer  der  Entscheid  des  BFM  vom 
8. Oktober  2007  am  23.  Oktober  2007  bei  ihm  eingegangen  war 
(vgl. Kopie der angeblichen Eingabe vom 27. Dezember 2007),

dass  demzufolge  die  30-tägige  Beschwerdefrist  spätestens  am 
22. November 2007 abgelaufen war,

dass die angebliche Eingabe vom 27. Dezember 2007 nie beim Bun-
desverwaltungsgericht eingegangen ist,

dass der Beschwerdeführer für von ihm behauptete Tatsachen die Be-
weislast  trägt  (vgl. Art. 8  des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210),

dass  der  Beschwerdeführer  den  Beweis,  er  habe  die  Eingabe  vom 
27. Dezember 2007 beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, nicht 
erbracht hat, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat,

dass indessen, auch wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers davon 
auszugehen  wäre,  er  habe  tatsächlich  am  27. Dezember 2007  Be-
schwerde erhoben, diese zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als drei-
ssig Tage zu spät eingereicht worden wäre,

dass dasselbe für die Eingabe vom 4. Februar 2008, würde sie als Be-
schwerde entgegen genommen, gälte, 

dass deshalb auf  die Eingaben, soweit  darin  Beschwerdegründe ge-
nannt werden, wegen verspäteter Einreichung nicht einzutreten ist, 

dass der Beschwerdeführer in beiden Eingaben sinngemäss auch da-
rum ersucht,  trotz  des verspäteten Einreichens auf  das Rechtsmittel 
einzutreten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Eingaben  daher  auch  unter 
dem Aspekt der Wiederherstellung der Beschwerdefrist gemäss Art. 24 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) prüft,

dass  die  Frist  wieder  hergestellt  wird,  wenn  der  Gesuchsteller  oder 
sein  Vertreter  unverschuldeterweise  abgehalten  worden  ist,  binnen 
Frist zu handeln, und er unter Angabe des Grundes innert  30 Tagen 

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nach  Wegfall  des  Hindernisses  darum  ersucht  und  die  versäumte 
Rechtshandlung nachholt (Art. 24 VwVG),

dass das Versäumnis unverschuldet ist, wenn dafür objektive Gründe 
vorliegen  und  der  Partei  keine  Nachlässigkeit  vorgeworfen  werden 
kann,

dass  dies  beispielsweise  der  Fall  ist  bei  derart  schwerer  Krankheit, 
dass die betroffene Person von der Rechtshandlung abgehalten wird 
und auch nicht in der Lage ist, eine Vertretung zu bestellen,

dass jedoch vorliegend die Rechtfertigung des Beschwerdeführers – 
die Übersetzung des Entscheides des BFM vom Deutschen ins Engli-
sche habe längere Zeit  beansprucht  – als  blosse Schutzbehauptung 
respektive Nachlässigkeit zu qualifizieren ist und daher nicht geschlos-
sen werden kann, der Beschwerdeführer sei unverschuldet abgehalten 
worden, innert Frist eine Beschwerde einzureichen,

dass  es  nämlich  dem  Beschwerdeführer  zuzumuten  gewesen  wäre, 
sich  betreffend  einer  Übersetzung  des  Entscheides  des  BFM  vom 
8. Oktober  2007  beispielsweise  an  die  Schweizerische  Botschaft  in 
Colombo zu wenden respektive sich dort  über den Inhalt des für ihn 
unverständlichen Schreibens zu erkundigen,

dass  demnach die  beiden Gesuche,  soweit  darin  um Wiederherstel-
lung der Beschwerdefrist ersucht wird, abzuweisen sind, wobei in der 
Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  zu  entscheiden  ist 
(Art. 21  Abs.  1  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]), da die erwähnten Gesuche nicht in die Zuständig-
keit  des  Einzelrichters  beziehungsweise  der  Einzelrichterin  fallen 
(vgl. Art.  23  VGG;  Art.  111  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
[AsylG, SR 142.31]),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten grund-
sätzlich  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  wären  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG),  wegen  voraussichtlicher  Uneinbringlichkeit  jedoch  auf  eine 
Kostenauflage zu verzichten ist.

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D-2381/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Eingaben vom 27. Dezember 2007 und 2. April 2008 wird, so-
weit darin Beschwerdegründe geltend gemacht werden, nicht eingetre-
ten.

2.
Die Eingaben vom 27. Dezember 2007 und 2. April 2008 werden, so-
weit darin um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ersucht wird, ab-
gewiesen.

3.
Dem Beschwerdeführer werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (durch Vermittlung der 
Schweizerischen Vertretung in Colombo)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum (in Kopie mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N [...])

- Schweizerische Vertretung in Colombo, mit der Bitte um Zustellung 
des  Urteils  des  Bundesverwaltungsgerichtes  an  LLB  B._______, 
Negombo,  sowie  um  Zustellung  einer  Empfangsbestätigung 
(Rückschein) an das Bundesverwaltungsgericht

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand:

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