# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ca0d8f2-0377-5047-92e6-65ed1ae80c84
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.04.2024 RR.2023.18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2023-18_2024-04-18.pdf

## Full Text

Entscheid vom 18. April 2024  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Patrick Robert-Nicoud, Vorsitz, 
Giorgio Bomio-Giovanascini und Felix Ulrich,  
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A. SARL, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Luc 
Herbez und Rechtsanwalt Grégoire Schafroth,  

Beschwerdeführerin 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Portugal 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: RR.2023.18 
  
 
 
 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 
 

A. Die portugiesische Generalstaatsanwaltschaft führt gegen B. ein Strafver-
fahren wegen Geldwäscherei gemäss Art. 368-A des Strafgesetzbuches von 
Portugal. Als Vortaten nennt sie Korruption angolanischer Amtsträger und 
Beamter sowie Steuerbetrug (Verfahrensakten der Bundesanwaltschaft 
[nachfolgend «Verfahrensakten»], Rubrik 1, franz. Übersetzung, S. 2).  
 
 

B. In diesem Zusammenhang ersuchte die portugiesische Generalstaatsan-
waltschaft mit Rechtshilfeersuchen vom 22. Februar 2022, übermittelt mit 
Schreiben vom 11. März 2022, eingegangen am 16. März 2022, direkt die 
Bundesanwaltschaft um diverse Rechtshilfemassnahmen, namentlich um 
Übermittlung nachfolgender Auskünfte und Kontounterlagen betreffend die 
auf die A. Sarl, Luxemburg, lautende Kontobeziehung mit der IBAN Nr. 1 bei 
der Bank C. (Verfahrensakten, Rubrik 1, franz. Übersetzung, S. 9):  
 
-  Ermittlung aller Kontoinhaber, wirtschaftlich Berechtigter, Zugangs-, Un-

terschrifts- und Zeichnungsberechtigter (Bevollmächtigter), unter jewei-
liger Angabe von deren persönlichen Koordinaten, sowie die Kontoeröff-
nungs- und die Identifikationsunterlagen, jeweils in Kopie 

-  Auskunft über das Datum der Kontoeröffnung und der allfälligen Saldie-
rung 

-  Kontoauszüge für den Zeitraum von 2013 bis 2020 
- Ermittlung der betreffenden Auftraggeber und/oder des Kontos, von 

welchem am 3. September 2020 EUR 7'686'739.96 auf das Konto der 
A. Sarl flossen. 

 
 

C. Mit Schreiben vom 1. April 2022 ersuchte die Bundesanwaltschaft das Bun-
desamt für Justiz (nachfolgend «BJ»), ihr den Vollzug des portugiesischen 
Rechtshilfeersuchens zu delegieren (s. Verfahrensakten, Rubrik 2). Mit Ver-
fügung vom 6. April 2022 übertrug das BJ das Rechtshilfeersuchen der Bun-
desanwaltschaft zum Vollzug (Verfahrensakten, Rubrik 2). 
 
 

D. Mit Eintretensverfügung vom 21. April 2022 trat die Bundesanwaltschaft auf 
das portugiesische Rechtshilfeersuchen ein und hielt fest, sie werde die Voll-
zugsmassnahmen in separaten Verfügungen anordnen (Verfahrensakten, 
Rubrik 4.1). 
 
 

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E. Mit Zwischenverfügung vom 21. April 2022 verpflichtete die Bundesanwalt-
schaft die Bank C. zur Herausgabe der Bankunterlagen (so die Eröffnungs-
unterlagen, KYC-Dokumente, Vermögensauszüge, die Kontoauszüge und 
Auszüge/Übersichten betreffend die Ein-/Auslieferung von Wertschriften von 
01.01.2013 oder ab Eröffnung bis 31.12.2020 bzw. zu deren Saldierung) be-
treffend das auf die A. Sarl lautende Konto mit der IBAN Nr. 1 sowie betref-
fend die Bankbeziehungen, bei welchen die A. Sarl a) Vertragspartei ist oder 
war b) als wirtschaftlich Berechtigte erfasst ist oder war, c) zeichnungs- oder 
unterschriftsberechtigt ist oder war d) Kontrollinhaberin einer juristischen 
Person oder Personengesellschaft ist oder war (Verfahrensakten, Rubrik 
5.1.0, pag. 0027 ff.). 
 
Ebenso verpflichtete sie die Bank zur Herausgabe der internen und externen 
Korrespondenz, Abklärungen zum wirtschaftlichen Hintergrund ungewöhnli-
cher Transaktionen, Transaktionsdetails zum Konto und Transaktionsdetails 
zu den Wertschriften, im Zusammenhang mit der Gutschrift vom 3. Septem-
ber 2020 in der Höhe von EUR 7'686'739.96 (Verfahrensakten, Rubrik 5.1.0, 
pag. 0029). 
 
Gleichzeitig erliess die Bundesanwaltschaft gegenüber dem Bankinstitut ein 
bis zum 30. September 2022 befristetes Mitteilungsverbot (Verfahrensakten, 
Rubrik 5.1.0, pag. 0017). 
 
 

F. Mit Einschreiben vom 20. Mai 2022 reichte die Bank C. der Bundesanwalt-
schaft betreffend die auf die A. Sarl lautenden Bankbeziehungen Konto 
Nr. 3, eröffnet am 14. April 2021, Nr. 11 (Bank D. Kto. 1), eröffnet am 26. Mai 
2017, und Subkonto («compte rubrique») Nr. 12 (Bank D. Kto. 2), eröffnet 
am 26. Mai 2017 und saldiert am 25. Januar 2018, folgende Unterlagen ein 
(Verfahrensakten, Rubrik 5.1.0, pag. 0051 ff.): 
 
-  Kontoeröffnungsunterlagen samt KYC-Dossiers;  
-  Vermögensübersichten;  
-  Kontoauszüge;  
-  Gut- und Lastschriften-Anzeigen;  
-  Compliance-Noten. 
 
Die Bank hielt in ihrer Eingabe sodann fest, dass für alle Konten Bankla-
gernd-Vereinbarungen getroffen worden waren und im Formular A jeweils B. 
als wirtschaftlich Berechtigter eingetragen worden war. Was die Unterlagen 
zu dem Konto Nr. 11 (Bank D. Kto. 1) und dem Subkonto Nr. 12 (Bank D. 
Kto. 2) anbelange, könne sie nicht deren Vollständigkeit garantieren, da 
diese Kontobeziehungen durch die Bank C. mit der Übernahme der Bank D. 

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am 9. Dezember 2021 geführt worden seien (Verfahrensakten, Rubrik 5.1.0, 
pag. 0051 f.).  
 
Mit Einschreiben vom 30. Mai 2022 reichte die Bank der Bundesanwaltschaft 
ergänzend die Bankunterlagen ein betreffend die Transaktion vom 3. Sep-
tember 2020 über EUR 7'686'739.96 auf das Konto Nr. 11- Bank D. Kto. 1 
bei der Bank C. (Rubrik 5.1.0, pag. 0056).  
 
 

G. Die Bundesanwaltschaft verlängerte mit Verfügung vom 20. September 2022 
das Mitteilungsverbot gegenüber der Bank C. bis am 31. März 2023 
(Rubrik 5.1.0 pag. 0063 f.). 
 
 

H. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2022 hob die Bundesanwaltschaft das Mit-
teilungsverbot gegenüber der Bank C. auf und wies diese der guten Ordnung 
halber darauf hin, dass sie die betroffenen Personen über die Rechtshilfe-
massnahme orientieren und die Zwischenverfügung übermitteln dürfe (Ver-
fahrensakten, Rubrik 5.1.0, pag. 0070).  
 
 

I. Mit Schlussverfügung vom 30. Dezember 2022, Disp. Ziff. 1, entsprach die 
Bundesanwaltschaft dem portugiesischen Rechtshilfeersuchen. In Disp. 
Ziff. 2 ordnete sie die rechtshilfeweise Herausgabe folgender Bankunterla-
gen betreffend die auf die A. Sarl lautende Bankbeziehung Nr. 11 (Bank D. 
Kto. 1) samt Subkonto (Bank D. Kto. 2) bei der Bank C. an die ersuchende 
Behörde an (Verfahrensakten, Rubrik 16.3, pag. 0001 ff.):  
 
-  Bankunterlagen betreffend die Bankverbindung Nr. 11 (Bank D. Kto. 1): 

Eröffnungsunterlagen, KYC, Compliance Unterlagen, Vermögensaus-
züge, Kontoauszüge, Last-/Gutschriftsanzeigen, Wertpapiertransaktio-
nen, Informationen zur Gutschrift vom 3. September 2020 in der Höhe 
von EUR 7'686'739.96 

 
-  Bankunterlagen betreffend die Bankverbindung Nr. 12 (Bank D. Kto. 2): 

Eröffnungsunterlagen, Compliance Unterlagen.  
 
Die Bundesanwaltschaft hielt fest, dass es sich bei der Bankverbindung 
Nr. 12 (Bank D. Kto. 2) nicht um eine eigenständige Bankverbindung handle, 
sondern um ein Subkonto («Compte rubrique») der (Haupt-)Bankverbindung 
Nr. 11 (Bank D. Kto. 1), weshalb diese zwei Bankverbindungen als eine Ein-
heit zu verstehen seien (Verfahrensakten, Rubrik 16.3, pag. 0016).  
 
 

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J. Mit E-Mail vom 11. Januar 2023 teilten Rechtsanwalt Jean-Luc Herbez und 
Rechtsanwalt Grégoire Schafroth der Bundesanwaltschaft unter Beilage 
einer Vollmacht datiert vom 10. Januar 2023, unterzeichnet durch E. und F. 
(Verfahrensakten, Rubrik 14.4.1, pag. 0002), mit, die A. Sarl zu vertreten, 
und ersuchten um Einsicht in die Akten (Verfahrensakten, Rubrik 14.1.1, 
pag. 0001). 
 
 

K. Mit Schreiben vom 11. Januar 2023 gewährte die Bundesanwaltschaft den 
Rechtsvertretern Einsicht in die Akten (act. 1.5.0).  
 
 

L. Gegen die Schlussverfügung vom 30. Dezember 2022 lässt die A. Sarl mit 
Eingabe vom 1. Februar 2023 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts erheben (act. 1).  
 
Sie beantragt die Feststellung der Gehörsverletzung und die Aufhebung der 
Schlussverfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Bundesanwalt-
schaft. Eventualiter sei die Rechtshilfe zu verweigern und die Schlussverfü-
gung aufzuheben. Subeventualiter sei die Gewährung von Rechtshilfe auf 
die Herausgabe auf die von ihr in der Beschwerde bezeichneten Unterlagen 
zu beschränken, jeweils unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
des Staats (act. 1 S. 17).  
 
 

M. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2023 stellt das BJ den Antrag, die 
Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 
Zur Begründung verwies es auf die Erwägungen in der angefochtenen 
Schlussverfügung (act. 7). Mit Beschwerdeantwort vom 28. Februar 2023 
beantragt die Bundesanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde (act. 8).  
 
 

N. Die Beschwerdeführerin hält mit Beschwerdereplik vom 27. März 2023 an 
den mit Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (act. 13).  
 
 

O. Die Bundesanwaltschaft hält mit Beschwerdeduplik vom 5. April 2023 an 
ihren mit Beschwerdeantwort gestellten Rechtsbegehren fest (act. 15). Mit 
Schreiben vom 5. April 2023 verzichtete das BJ auf die Einreichung einer 
Beschwerdeduplik (act. 16). Diese Eingaben wurde allen Parteien zur Kennt-
nis gebracht (act. 17). 
 
 

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P. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Portugal und der Schweiz sind in erster Linie 

massgebend die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens vom 
20. April 1959 über die Rechtshilfe in Strafsachen (SR 0.351.1; EUeR) und 
das Zweite Zusatzprotokoll vom 8. November 2001 zum Europäischen Über-
einkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen (SR 0.351.12; Zweites Zu-
satzprotokoll). Zur Anwendung kommen vorliegend auch die Art. 43 ff. des 
Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 31. Oktober 2003 gegen Kor-
ruption (UNCAC; SR 0.311.56) sowie das Übereinkommen vom 8. Novem-
ber 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einzie-
hung von Erträgen aus Straftaten (Geldwäschereiübereinkommen, GwUe; 
SR 0.311.53). Überdies gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Über-
einkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von 
Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen 
[SDÜ]; CELEX-Nr. 42000A0922(02); Abl. L 239 vom 22. September 2000, 
S. 19–62; Text nicht publiziert in der SR, jedoch abrufbar auf der Website 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter «Rechtssammlung zu den 
sektoriellen Abkommen», 8.1 Anhang A; https://www.admin.ch/opc/de/euro-
pean-union/international-agreements/008.html) zur Anwendung, wobei die 
zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen 
aufgrund bilateraler Abkommen unberührt bleiben (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; 
Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internati-
onale en matière pénale, 5. Aufl. 2019, N. 18-21, 28- 40, 77, 109).  
 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch 
stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere An-
forderungen an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV 
250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3), sind das 
Rechtshilfegesetz und die dazugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 
(IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; 
136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1; vgl. auch Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt 
die Wahrung der Menschenrechte (BGE 139 II 65 E. 5.4; 135 IV 212 E. 2.3; 
123 II 595 E. 7c; TPF 2008 24 E. 1.1).  
 

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1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 
sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 
VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 12 Abs. 1 IRSG, Art. 39 Abs. 2 lit. b 
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 
Organisation des Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisations-
gesetz, StBOG; SR 173.71]).  
 
 

2.  
2.1 Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 
mit freier Kognition, befasst sich jedoch nur mit Tat- und Rechtsfragen, die 
Streitgegenstand der Beschwerde bilden (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 
E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; 
TPF 2011 97 E. 5).  
 

2.2 Ausserdem muss sich die Beschwerdekammer nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausei-
nandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Sie 
kann sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken und 
es genügt, wenn sie wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen 
sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 147 IV 409 
E. 5.3.4; 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2) 
 
 

3.  
3.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver-
fügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts (Art. 80e Abs. 1 IRSG).  
 
Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 
Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Als persönlich 
und direkt betroffen wird im Falle der Herausgabe von Kontoinformationen 
an den ersuchenden Staat der jeweilige Kontoinhaber angesehen (Art. 9a 
lit. a IRSV; Übersicht über die Rechtsprechung in BGE 137 IV 134 E. 5; 
TPF 2010 47 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_126/2014 vom 16. Mai 
2014 E. 1.3; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière 
pénale, 5. Aufl. 2019, N. 524-535). 
 

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3.2 Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin des von der Rechtshilfe betroffenen 
Kontos inklusive Subkonto. Sie gilt daher von der angefochtenen Rechtshil-
femassnahme als persönlich und direkt betroffen im Sinne von Art. 80h lit. b 
IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV und ist entsprechend beschwerdelegitimiert. 
Auf ihre frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutre-
ten. 
 
 

4.  
4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, es sei unklar, welche Unterlagen zur Her-

ausgabe vorgesehen seien. So würden die ihr im Rahmen der Akteneinsicht 
zugestellten Unterlagen nicht den unter Ziffer 17 der angefochtenen Schluss-
verfügung aufgeführten Kontounterlagen, pag. 003658_00354 bis 
003658_376, entsprechen (act. 1 S. 4).  
 

4.2 Die Beschwerdegegnerin anerkennt in der Beschwerdeantwort umgehend, 
dass ihr beim Kopieren des fraglichen Dateiordners bzw. bei der Aufberei-
tung der Akten für die Akteneinsicht ein Fehler unterlaufen sei (act. 8 S. 3). 
Sie hält fest, es stehe der Beschwerdeführerin frei, im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens Akteneinsicht bei der Beschwerdeinstanz zu beantra-
gen (act. 8 S. 4). Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs könne 
damit in Bezug auf die im Rahmen der Akteneinsicht an die Beschwerdefüh-
rerin irrtümlicherweise nicht zugestellten Unterlagen geheilt werden (act. 8 
S. 4 f.). 
 
Soweit allerdings geltend gemacht werde, es sei nicht klar, welche Unterla-
gen an die ersuchende Behörde zu übermitteln seien, könne der Beschwer-
deführerin nicht gefolgt werden (act. 8 S. 3). Die Beschwerdegegnerin erläu-
tert sodann im Einzelnen, weshalb der Einwand der Beschwerdeführerin 
nicht zutreffe (act. 8 S. 3 ff.).  
 

4.3 Die Beschwerdeführerin hält in der Beschwerdereplik an ihren Schlussfolge-
rungen in der Beschwerde fest (act. 13 S. 2). Sie legt freilich nicht dar, inwie-
fern die Erklärung der Beschwerdegegnerin zum unbeabsichtigten Fehler 
beim Kopieren der Akten nicht zutreffen sollte. Ebenso wenig zeigt die Be-
schwerdeführerin auf, inwiefern die von der Beschwerdegegnerin gemach-
ten Erläuterungen zum Umfang der Rechtshilfe noch Unklarheiten offen lies-
sen. Solches ist auch nicht ersichtlich.  
 
Darüber hinaus bringt die Beschwerdeführerin nicht vor, sie habe nach der 
Akteneinsicht die Beschwerdegegnerin auf die von ihr festgestellte Diskre-
panz hingewiesen und jene habe sich in der Folge geweigert, für Klarheit zu 
sorgen und der Beschwerdeführerin die richtigen Unterlagen zuzustellen. Da 

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der Fehler bei der Gewährung der Akteneinsicht nach Erlass der Schluss-
verfügung erfolgte, vermöchte er ohnehin nicht die Aufhebung der Schluss-
verfügung zu rechtfertigen.  
 
 

5.  
5.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegnerin habe ihr rechtliches 

Gehör verletzt (act. 1 S. 2 ff.). 
 
Zur Begründung bringt sie vor, die Beschwerdegegnerin habe mit Verfügung 
vom 22. Dezember 2022 das Mitteilungsverbot gegenüber der Bank aufge-
hoben. Die Bank habe die Verfügung am nächsten Tag, d.h. einen Tag vor 
Heiligabend erhalten. Alle schweizerischen Bankinstitute seien am 24., 
25. und 26. Dezember 2022 geschlossen gewesen. Die Bank habe die Be-
schwerdeführerin erst am 27. Dezember 2022 über das Rechtshilfeverfahren 
in Kenntnis setzen können. Drei Arbeitstage später, überdies zwischen Weih-
nachten und Neujahr, habe die Beschwerdegegnerin die Schlussverfügung 
vom 30. Dezember 2022 erlassen (act. 1 S. 8). Es seien der Beschwerde-
führerin demnach knapp drei Tage zur Verfügung gestanden, um einen 
Rechtsanwalt zwischen Weihnachten und Neujahr in der Schweiz aufzusu-
chen, sich beraten zu lassen und sich bei der ausführenden Behörde zu mel-
den. Es könne nicht angenommen werden, dass eine Frist von drei Tagen 
das Gehörsrecht der Beschwerdeführerin respektieren und dieser tatsäch-
lich auf konkrete Weise die Gelegenheit geben würde, am Rechtshilfever-
fahren teilzunehmen und sich zu den zu übermittelnden Unterlagen zu äus-
sern oder gar eine Triagierung vorzuschlagen (act. 1 S. 11). Unter diesen 
Umständen sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin daran gehindert 
worden sei, ihr rechtliches Gehör wahrzunehmen. Diese Gehörsverletzung 
sei nicht heilbar und die Schlussverfügung entsprechend aufzuheben (act. 1 
S. 12). 
 

5.2 Die Beschwerdegegnerin hält dazu fest, dass es der Beschwerdeführerin zu-
zumuten gewesen wäre, die Bundesanwaltschaft innert der fraglichen, wenn 
auch kurzen, Zeitspanne zumindest zu orientieren, dass sie sich am Rechts-
hilfeverfahren beteiligen wolle. Dies hätte ohne Weiteres dazu geführt, dass 
ihr vor Erlass der Schlussverfügung das rechtliche Gehör und die Möglichkeit 
der Einwilligung einer Herausgabe der Beweismittel an die ersuchende Be-
hörde gewährt worden wäre. Bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Schluss-
verfügung vom 30. Dezember 2022 habe sich die Beschwerdeführerin je-
doch in keiner Weise an die Bundesanwaltschaft gewandt. Demnach habe 
die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör nicht verletzt (act. 8 S. 2). Der 
Beschwerdeführerin sei es sodann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 
möglich, konkret und effektiv Gründe vorzutragen, die gegen eine Übermitt-

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lung der in der Schlussverfügung aufgeführten Aktenstücke sprechen bzw. 
die entsprechenden Unterlagen zu bezeichnen, die ihrer Meinung nach nicht 
übermittelt werden dürfen. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs 
könnte damit im Rahmen des Beschwerdeverfahrens geheilt werden (act. 8 
S. 3).  
 

5.3  
5.3.1 Im Bereich der internationalen Rechtshilfe wird der in Art. 29 Abs. 2 BV ver-

ankerte Anspruch auf rechtliches Gehör in Art. 80b IRSG und ergänzend in 
Art. 26 ff. VwVG (durch Verweis in Art. 12 Abs. 1 IRSG) konkretisiert (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1A.57/2007 vom 24. September 2007 E. 2.1; 
TPF 2010 142 E. 2.1; 2008 91 E. 3.2), welche sowohl in Verfahren vor den 
Bundesbehörden als auch vor kantonalen Behörden zur Anwendung gelan-
gen (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2016.60 vom 10. August 
2016 E. 4.2.1 m.w.H.). Berechtigt im Sinne von Art. 80b Abs. 1 IRSG ist, wer 
Parteistellung hat, mithin wer im Sinne von Art. 80h lit. b IRSG beschwerde-
berechtigt ist.  

Nach der Rechtsprechung muss die ausführende Behörde dem gemäss 
Art. 80h lit. b IRSG und Art. 9a IRSV Berechtigten zur Wahrung des rechtli-
chen Gehörs vorgängig an den Erlass der Schlussverfügung auf konkrete 
und wirkungsvolle Weise die Gelegenheit geben, sich zum Rechtshilfeersu-
chen zu äussern und unter Angabe der Gründe geltend zu machen, welche 
Unterlagen etwa in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips nicht her-
auszugeben sind (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG; BGE 130 II 14 E. 4.3 S. 16; 
126 II 258 E. 9b/aa S. 262; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.24 
vom 8. Mai 2007 E. 3.1). Es genügt dabei, wenn dem Berechtigten Gelegen-
heit gegeben wird, sich schriftlich zur Aussonderung zu äussern. In der Re-
gel setzt sie dem Inhaber hiefür eine Frist an, die kurz sein kann, um in Bezug 
auf jeden einzelnen Beleg die Argumente zu benennen, die seines Erach-
tens der Übermittlung entgegenstehen. Danach erlässt die ausführende Be-
hörde eine sorgfältig begründete Schlussverfügung (BGE 130 II 14 E. 4.4).  
 

5.3.2 Gemäss Art. 80m Abs. 1 lit. a und b IRSG hat die ausführende Behörde ihre 
Verfügungen dem in der Schweiz wohnhaften Berechtigten sowie im Aus-
land ansässigen Berechtigten mit Zustellungsdomizil in der Schweiz zuzu-
stellen. Eine Partei oder ihr Rechtsbeistand, die im Ausland wohnen, müssen 
ein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnen (Art. 9 IRSV). Unterlassen sie 
dies, kann die Zustellung unterbleiben. Die Schlussverfügung betreffend 
rechtshilfeweise Herausgabe von Bankunterlagen und die vorangehenden 
Zwischenverfügung sind in einem solchen Fall dem betroffenen Bankinstitut 
zuzustellen (BGE 136 IV 16 E. 2.2; 130 II 505 E. 2.3 S. 507).  

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Handelt es sich bei der Betroffenen – wie im vorliegenden Fall – um eine im 
Ausland ansässige Kontoinhaberin, so wird sie regelmässig durch die kon-
toführende Bank über das Rechtshilfeersuchen in Kenntnis gesetzt, welche 
aufgrund ihrer obligationenrechtlichen Sorgfaltspflicht gehalten ist, ihre Kun-
den über das Ersuchen und die in diesem Zusammenhang ergangenen 
Massnahmen umgehend zu informieren (BGE 136 IV 16 E. 2.2 S. 18), es sei 
denn, die zuständige Behörde hätte dies ausnahmsweise in Anwendung von 
Art. 80n Abs. 1 IRSG untersagt (ZIMMERMANN, a.a.O., S. 574 f. N. 537).  

Sobald ein Berechtigter über das Rechtshilfeverfahren informiert ist (bzw. als 
informiert gilt), muss er nach der Rechtsprechung umgehend bei der ausfüh-
renden Behörde vorstellig werden, wenn er ein Zustelldomizil in der Schweiz 
zu bezeichnen gedenkt. Dies ergibt sich aus dem im Rechtshilfeverfahren 
geltenden Beschleunigungsgebot im Sinne von Art. 17a IRSG und dem Ge-
bot von Treu und Glauben (vgl. BGE 124 II 124 E. 2d/dd S. 130). 

5.3.3 Das Recht auf Teilnahme am Rechtshilfeverfahren, namentlich auf Teil-
nahme an der Aussonderung der zu übermittelnden Kontounterlagen, ent-
bindet den im Ausland ansässigen Berechtigten nicht von dessen Pflicht, 
umgehend ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen (Urteil des Bun-
desgerichts 1A.107/2007 vom 10. August 2006 E. 2.5.1). Kommt der im Aus-
land ansässige Berechtigte dieser Pflicht nicht nach, muss die ausführende 
Behörde diesem Berechtigten keine Frist ansetzen, damit dieser seine allfäl-
ligen Bemerkungen vor Erlass der Schlussverfügung anbringen kann. Be-
zeichnet der im Ausland ansässige Berechtigte kein Zustelldomizil in der 
Schweiz, darf die ausführende Behörde davon ausgehen, dieser verzichte 
auf sein Recht auf Teilnahme am Rechtshilfeverfahren (Urteil des Bundes-
gerichts 1A.107/2007 vom 10. August 2006 E. 2.5 in fine). 

Nach der Rechtsprechung wird das rechtliche Gehör des Berechtigten nicht 
verletzt, soweit das gegenüber dem betroffenen Bankinstitut angeordnete 
Mitteilungsverbot noch vor Erlass der Schlussverfügung aufgehoben wird. 
So steht zum einen unter solchen Umständen fest, dass die Bank Gelegen-
heit dazu hatte, ihren Kunden über das Rechtshilfeverfahren zu informieren. 
Zum anderen steht damit auch fest, dass der Berechtigte, welcher ein Zu-
stelldomizil zu bezeichnen gedenkt, die Möglichkeit hatte, sich umgehend bei 
der ausführenden Behörde zu melden (an Stelle vieler s. Entscheid des Bun-
desstrafgerichts RR.2012.36 vom 14. September 2012 E. 2.3.1). 

5.3.4 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb dessen Ver-
letzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache 
selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führt 
(BGE 144 I 11 E. 5.3 S. 17 mit Hinweis auf 137 I 195 E. 2.2; 135 I 279 E. 2.6.1 

- 12 - 

 

 

S. 285; 124 V 389 E. 1 S. 389). Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in 
denen die Verletzung nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt 
wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, Akteneinsicht 
und die Möglichkeit erhält, sich vor einer Instanz zu äussern, welche sowohl 
die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115 V 
297 E. 2h S. 305 m.H.). 
 

5.4 Die Beschwerdeführerin hat weder Sitz in der Schweiz noch hat sie im 
Rechtshilfeverfahren nach Aufhebung des gegenüber der Bank erlassenen 
Mitteilungsverbots und Kenntnisnahme der Zwischenverfügung unverzüglich 
(s. dazu Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2017.9 vom 21. Juni 2017 
E. 2.1.2) ein Zustellungsdomizil in der Schweiz bezeichnet. Im Einklang mit 
der vorstehend erläuterten Rechtsprechung wurden vorliegend die ange-
fochtene Schlussverfügung wie alle vorangehenden Verfügungen zurecht 
der Bank zugestellt. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach 
Aufhebung des Mitteilungsverbots nicht umgehend ein Zustellungsdomizil in 
der Schweiz bezeichnet hat, durfte die Beschwerdegegnerin schliessen, die 
Beschwerdeführerin habe damit auch auf ihr Teilnahmerecht samt vorgängi-
ger Anhörung verzichtet. Die Beschwerdegegnerin hat das rechtliche Gehör 
der Beschwerdeführerin daher nicht verletzt, indem sie die Schlussverfügung 
am 30. Dezember 2022 erliess, nachdem sie mit Verfügung vom 22. Dezem-
ber 2023 das Mitteilungsverbot gegenüber der Bank aufgehoben hatte. Da 
die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts über die gleiche Überprü-
fungsbefugnis wie die ausführende Behörde verfügt und die Beschwerdefüh-
rerin vorliegend Gelegenheit dazu hatte, sich in diesem Verfahren umfas-
send zum Rechtshilfeverfahren zu äussern, würden ihr durch eine allfällige 
vorinstanzliche Gehörsverletzung ohnehin keine Nachteile erwachsen. Ent-
gegen der Annahme der Beschwerdeführerin könnte vorliegend eine allfäl-
lige Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die ausführende Behörde ohne 
weiteres geheilt werden (s. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2015.154 
vom 23. Dezember 2015 E. 2.2.4).  
 
 

6.  
6.1 Die Beschwerdeführerin erachtet die Sachdarstellung im Rechtshilfeersu-

chen als ungenügend (act. 1 S. 12 f.).  
 
Über die Vortaten sei nichts bekannt. Die ersuchende Behörde beschränke 
sich darauf, angebliche Zusammenhänge zwischen israelischen oder ango-
lanischen Individuen aufzulisten und Verträge mit der Staatsgesellschaft G. 
in Angola zu erwähnen, ohne die konkreten Verträge samt betreffender 
Daten darzulegen (act. 1 S. 13). Die ersuchende Behörde zeige nicht auf, 
inwiefern die unbestimmten Geldströme geldwäschereiverdächtige Hand-

- 13 - 

 

 

lungen darstellen sollen. Angesichts der Lücken im Rechtshilfeersuchen, 
könne die doppelte Strafbarkeit nicht geprüft werden (act. 1 S. 13).  
 

6.2 Gleichzeitig macht sie eine Verletzung des Prinzips der doppelten Strafbar-
keit geltend (act. 1 S. 13 f.). 
 

6.3  
6.3.1 Gemäss Art. 14 EUeR müssen die Rechtshilfeersuchen insbesondere Anga-

ben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 
lit. b). Ausserdem müssen sie in Fällen wie vorliegend die strafbare Handlung 
bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). 
Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende 
Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der 
ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gege-
ben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um 
Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein politisches oder fiskalisches Delikt darstel-
len (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ge-
wahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1; TPF 2015 110 E. 5.2.1 S. 112; TPF 2011 
194 E. 2.1 S. 195 f.).  

Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Rechts-
hilfeersuchen keine hohen Anforderungen. Von den Behörden des ersu-
chenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sachverhalt, der 
Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lückenlos und völlig 
widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Rechts-
hilfeverfahrens unvereinbar, ersucht doch ein Staat einen anderen gerade 
deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen 
Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat befinden, 
klären kann. Es reicht daher aus, wenn die Angaben im Rechtshilfeersuchen 
den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, ob ausreichend kon-
krete Verdachtsgründe für eine rechtshilfefähige Straftat vorliegen, ob Ver-
weigerungsgründe gegeben sind bzw. in welchem Umfang dem Begehren 
allenfalls entsprochen werden muss. Es kann auch nicht verlangt werden, 
dass die ersuchende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Be-
weisen belegt. Der Rechtshilferichter hat weder Tat- noch Schuldfragen zu 
prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen, son-
dern ist vielmehr an die Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie 
nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräf-
tet wird (vgl. BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge-
richts 1A.90/2006 vom 30. August 2006 E. 2.1; TPF 2007 150 E. 3.2.4). 

6.4 Die Vertragsparteien des EUeR können sich das Recht vorbehalten, die Erle-
digung von Ersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme der Bedingung 

- 14 - 

 

 

zu unterwerfen, dass die dem Ersuchen zugrunde liegende strafbare Hand-
lung sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des er-
suchten Staates strafbar ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR). Die Schweiz hat für 
die Durchführung prozessualer Zwangsmassnahmen eine entsprechende 
Erklärung angebracht. Art. 64 Abs. 1 IRSG bestimmt (für die akzessorische 
Rechtshilfe), dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur angewendet wer-
den dürfen, wenn aus der Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen hervor-
geht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven Merkmale eines 
nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes aufweist.  

Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 
der im Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie 
wenn die Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren ein-
geleitet hätte (BGE 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90; 129 II 462 E. 4.4). Zu prüfen ist 
mithin, ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachverhalt, sofern er – ana-
log – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbestandsmerkmale 
einer schweizerischen Strafnorm erfüllen würde. Die Strafnormen brauchen 
nach den Rechtssystemen der Schweiz und des ersuchenden Staates nicht 
identisch zu sein (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 84; 129 II 462 E. 4.6; 124 II 184 
E. 4b/cc; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Dabei genügt es, wenn der im Rechts-
hilfeersuchen geschilderte Sachverhalt unter einen einzigen Straftatbestand 
des schweizerischen Rechts subsumiert werden kann. Es braucht dann nicht 
weiter geprüft zu werden, ob darüber hinaus auch noch weitere Tatbestände 
erfüllt sein könnten (BGE 129 II 462 E. 4.6).  

 
6.5 Im Falle von Geldwäschereiverdacht braucht nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts das Rechtshilfeersuchen nicht notwendigerweise zu erwäh-
nen, worin die verbrecherische Vortat («Haupttat») der Geldwäscherei im 
Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB besteht (s. BGE 129 II 97 E. 3.2). Es genügt 
grundsätzlich, wenn geldwäschereiverdächtige Finanztransaktionen darge-
legt werden. Insbesondere brauchen Ort, Zeitpunkt und Umstände der ver-
brecherischen Vortat noch nicht bekannt zu sein (BGE 129 II 97 E. 3.2). Als 
geldwäschereiverdächtig können namentlich Finanzoperationen angesehen 
werden, bei denen hohe Beträge ohne erkennbaren wirtschaftlichen Grund 
und über Konten zahlreicher Gesellschaften in verschiedenen Staaten trans-
feriert werden (BGE 129 II 97 E. 3.3). Auch unerklärliche bzw. ungewöhnli-
che Transaktionen mit hohen Bargeldbeträgen (FORSTER, Internationale 
Rechtshilfe bei Geldwäschereiverdacht, Entwicklung und Typologie der bun-
desgerichtlichen Praxis zur Konkretisierung der verbrecherischen Vortat, 
ZStrR 124 [2006] 274 ff., S. 282, m.w.H.) oder das Stillschweigen des Be-
schuldigten über die Herkunft eines hohen Geldbetrages (Urteil des Bundes-
gerichts 1A.141/2004 vom 1. Oktober 2004 E. 2.2) können in diesem Zusam-
menhang verdächtig erscheinen. Falls im Ersuchen keine näheren Angaben 

- 15 - 

 

 

zur Vortat gemacht werden, müssen jedoch erhebliche Indizien dafür beste-
hen, dass es sich dabei um ein Verbrechen handelt. Dabei ist auch der Di-
mension der fraglichen Finanztransaktionen Rechnung zu tragen. In den Fäl-
len, in denen das Bundesgericht die Rechtshilfe als zulässig erachtet hat, 
obschon das Ersuchen zur Vortat keine Angaben enthielt, betrafen die ver-
dächtigen Transaktionen durchwegs Millionen oder gar Milliarden von Fran-
ken. In BGE 129 II 97, wo 4 Milliarden Franken unter Benutzung zahlreicher 
Gesellschaften auf der ganzen Welt unter dubiosen Umständen verschoben 
worden waren, hielt das Bundesgericht fest, es liege nahe, dass es sich hier 
bei der Vortat, welche die ersuchende Behörde noch nicht schildern konnte, 
um eine ausserordentlich schwer wiegende Straftat und somit nach schwei-
zerischem Recht um ein Verbrechen handeln musste (vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 1A.188/2005 vom 24. Oktober 2005 E. 2.4; Entscheid des 
Bundesstrafgerichts RR.2008.11 vom 3. Juli 2008 E. 4.5 und 4.6; vgl. ferner 
Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2015.9 vom 21. Mai 2015 E. 3.3 so-
wie Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts 1C_308/2015 vom 
22. Juni 2015 E. 2.1).  
 

6.6 Dem portugiesischen Rechtshilfeersuchen ist folgender Sachverhaltsvorwurf 
zu entnehmen (Verfahrensakten, Rubrik 1, franz. Übersetzung): 

Die portugiesische Strafverfolgungsbehörde verdächtigt B., aufgrund von 
dessen Verbindungen und der von ihm kontrollierten Gesellschaften zu den 
portugiesischen Banken bzw. zum portugiesischen Finanzsystem Gelder 
aus Bestechung und Steuerbetrug gewaschen zu haben (S. 2). Sie nimmt 
an, dass B. diverse Konten in seinem Namen und im Namen der von ihm 
kontrollierten Gesellschaften eröffnet habe, auf welchen er die Vermögens-
werte ehemaliger angolanischer Amtsträger treuhänderisch verwalte (S. 3). 
Nach ihren Informationen ist B. des Weiteren auch wegen Korruption eines 
Staatsanwalts/Richters angezeigt worden, weil er in seiner Funktion bei der 
Bank I. (PT) jenem als Gegenleistung für die Einstellung der Strafuntersu-
chung gegen angolanische politische Führungskräfte einen Posten in der 
Bank angeboten habe (S. 3). In der mutmasslichen Bestechung ehemaliger 
angolanischer Amtsträger soll unter anderem die Gesellschaft H. involviert 
gewesen sein (S. 2).  

 Im Einzelnen führte die ersuchende Behörde im Rechtshilfeersuchen aus, 
dass B., ein portugiesisch-angolanischer Doppelbürger, Verwaltungsratsmit-
glied der Banken I. (PT) und J. (PT) gewesen sei (S. 3). B. habe weiter die 
Funktion des Generaldirektors bei der Bank K. (AO) innegehabt. B. habe ins-
besondere die Konten der Beschwerdeführerin (der A. Sarl) verwaltet, wel-
che Beteiligungen bei mehreren Bankinstituten habe, so 96,5 % an der 
Bank J. (PT), 19,8 % an der Bank L. (AO) und 1,99 % an der Bank I. (PT) 

- 16 - 

 

 

über die M SGPS, an welcher die Beschwerdeführerin mit 19,4 % beteiligt 
sei (S. 3). B. sei auch der wirtschaftlich Berechtigte an der Gesellschaft N., 
ein SPV (special purpose vehicle), und der O. Sarl. Die Verwaltungsräte die-
ser Gesellschaften, so E., F., der P., Q. und R., hätten Verbindung zu B. und 
seien auch Organe der Banken L. (AO) und J. (PT). Die vorgenannten Per-
sonen seien auch an der S. SA beteiligt (S. 4). Die N. Sarl halte seit 2018 die 
T. Lda. (S. 6). Zur AA. SA hielt die ersuchende Behörde fest, diese habe sich 
dem Lufttransport gewidmet und sei im Januar 2021 liquidiert worden, wobei 
sie im August 2019 eines ihrer Aktiven, ein Luftschiff, verkauft habe.  

Im Zusammenhang mit der Gesellschaft H., welche an der Beschwerdefüh-
rerin und damit an der Hauptaktionärin der Bank J. (PT) beteiligt sei, führt 
die ersuchende Behörde aus, die Stiftung Ha. Limited sei von der Hb. LLP 
errichtet und formell von der Hc. Limited über die Gesellschaft Hd. mit Sitz in 
Grossbritannien verwaltet worden (S. 4). Der Generaldirektor der Hb. LLP 
sei ein bulgarischer Staatsangehöriger namens BB., welcher direkt oder über 
russische Banken und Gesellschaften diverse Finanzierungen für Angola 
und für spezifische Projekte wie den Bau des Staudamms Z. (AO) in Zusam-
menarbeit mit der Gesellschaft CC. oder die Raffinerie in Y. (AO) in Zusam-
menarbeit mit der staatlichen Gesellschaft G. verhandelt habe (S. 4 f.). Die 
portugiesische Strafverfolgungsbehörde geht davon aus, dass sich die an-
golanischen Amtsträger diese Finanzierungen im Austausch gegen die Ge-
währung von Vorteilen an die Gesellschaft H. und den von ihr kontrollierten 
Gesellschaften schliesslich angeeignet hätten (S. 5). 

In diesem Lichte sind nach Darstellung der portugiesischen Behörde die bis-
her festgestellten Überweisungen von und ab Konten zu lesen, welche auf 
B. lauten oder auf welche er zugreifen kann (S. 5 ff.): 

-  EUR 11,5 Mio. am 14. Dezember 2016 vom Konto [geschwärzt] der 
Ha. Limited bei der Bank [geschwärzt], auf das Konto [geschwärzt] in Lu-
xemburg, auf welches B. zugreifen kann; 

-  EUR 16‘793‘726.25 vom Konto [geschwärzt], an welchem die AA. SA be-
teiligt sei, bei der Bank J. (PT) in Portugal auf das Konto [geschwärzt] in 
Luxemburg der Beschwerdeführerin, auf welches B. zugreifen kann; 

-  EUR 1‘222‘356.32 am 24. Oktober 2019 vom Konto [geschwärzt], an wel-
chem die DD. SGPS S.A. beteiligt sei, bei der Bank J. (PT), auf das Konto 
[geschwärzt] der Beschwerdeführerin, auf welches B. zugreifen kann;  

-  insgesamt ca. EUR 30 Mio. ab 2016 auf Konten in Luxemburg, auf wel-
chen B. zugreifen kann; 

- 17 - 

 

 

- mehrere Abflüsse ab 2016 ab Konten in Luxemburg auf Konten in Portu-
gal der AA. SA (insgesamt ca. EUR 2 Mio.) und der T. Lda. (insgesamt 
ca. EUR 0,5 Mio.); 

-  EUR 16,8 Mio. am 16. September 2019 vom Konto [geschwärzt] der 
AA. SA bei der Bank J. (PT) zum Herrschaftsbereich von B. in Luxem-
burg, wobei der Zahlungsgrund nicht überprüft worden sei, 

-  EUR 7‘686‘739,96 am 3. September 2020 von den Konten in Luxemburg 
auf das Konto [geschwärzt] der Beschwerdeführerin in der Schweiz;  

-  EUR 725‘000.-- von den Konten in Luxemburg auf das Konto [geschwärzt] 
von B. in der Schweiz; 

-  EUR 0,2 Mio. am 19. Juli 2019 von den Konten in Luxemburg auf das 
Konto [geschwärzt] von P., Verwaltungsrat der N. Sarl, in der Schweiz. 

Die portugiesische Strafverfolgungsbehörde äussert insbesondere den Ver-
dacht, dass die EE. Ltd. mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln, welche 
zusammen mit der Gesellschaft G. Immobilienprojekte in Angola entwickle, 
auf Kosten der Gesellschaft G. gespiesen worden sei (S. 7). Vom Konto [ge-
schwärzt] der EE. Ltd. bei der Bank [geschwärzt] seien am 24. Dezember 
2013 USD 10 Mio. auf das Konto [geschwärzt] von B. bei der Bank [ge-
schwärzt] transferiert worden. Dazu führt die portugiesische Behörde aus, 
dass diese Transaktion als Rückzahlung eines Darlehens deklariert worden 
sei, welches B. persönlich gewährt haben soll, um Liquiditätsschwierigkeiten 
eines laufenden Immobilienprojekts in Angola zu überwinden. Den portugie-
sischen Behörden zufolge ist der geltend gemachte Hintergrund dieser Zah-
lung an B. nur schwer nachvollziehbar, zumal in diesem Immobilienprojekt 
die staatliche Gesellschaft G. als Partnerin involviert gewesen sein soll, wel-
che zum fraglichen Zeitpunkt keine Liquiditätsschwierigkeiten gehabt haben 
soll (S. 7). Von einem israelischen Konto der EE. Ltd seien auch Vermögens-
werte auf ein angolanisches Konto der FF. Lda., Angola, bei der Bank [ge-
schwärzt] in Angola überwiesen worden, welche zwei chinesischen Staats-
bürgern gehöre und einen Bauvertrag mit der EE. SA (AO) abgeschlossen 
habe (S. 8 f.). 

Die EE. Ltd. werde von den israelischen Investoren GG., HH., II., JJ., KK. 
und LL. gehalten (S. 7). Diese israelischen Staatsbürger sollen Verbindun-
gen zur MM. Ltd. haben, welche Inhaberin des Kontos [geschwärzt] bei der 
Bank [geschwärzt] sei. Von diesem Konto seien zwischen Juli und Septem-
ber 2017 Gelder auf Konten der angolanischen Staatsbürger NN. und OO. 
bei der Bank [geschwärzt] überwiesen worden. Vom Konto [geschwärzt] der 
MM. Ltd. sei am 8. September 2017 eine Überweisung auf das Konto [ge-

- 18 - 

 

 

schwärzt] bei der Bank [geschwärzt] von NN., ein ehemaliges Verwaltungs-
ratsmitglied der Bank PP (AO), erfolgt (S. 8). Vom Konto [geschwärzt] der 
MM. Ltd. bei der Bank [geschwärzt] seien am 5. Juli 2017 EUR 50‘000.--, am 
17. August 2017 EUR 10‘000.-- und am 13. September 2017 EUR 10‘000.-- 
auf das Konto [geschwärzt] bei der Bank [geschwärzt] von OO., Berater des 
Büros des Richterrats am Rechnungshof), überwiesen worden (S. 8). 

6.7 Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin legte die ersuchende 
Behörde im Rechtshilfeersuchen ausreichende Indizien dar, welche in ihrer 
Gesamtheit prima facie den gegenüber B. erhobenen Vorwurf der Geldwä-
scherei mit Korruption als Vortat zu begründen vermögen. Wie aus der vor-
stehenden Wiedergabe des Sachverhaltsvorwurfs hervorgeht, wurde darin 
zum einen die in Millionenhöhe über diverse Gesellschaften und Banken 
ohne erkennbaren wirtschaftlichen Grund erfolgte transnationale Verschie-
bung von Vermögenswerten geschildert, welche jeweils einen Bezug zu B. 
aufweist. Zum anderen wurden der konkrete Vorwurf der Bestechung eines 
Richters/Staatsanwalts durch B. sowie zwei weitere Vorgänge aufgeführt, 
welche auf Korruption hinweisen, wie die Geldüberweisung an zwei angola-
nische Beamte und die im Zusammenhang mit einem staatlichen Bauprojekt 
erfolgte Geldüberweisung an B. Weitergehende Informationen zur Vortat, 
wie Ort, Zeitpunkt und Umstände der verdächtigten Bestechung, brauchen 
vorliegend noch nicht bekannt zu sein. Nach der zitierten Rechtsprechung 
können die geschilderten Überweisungen bei einer prima facie Beurteilung 
als geldwäschereiverdächtige Finanzoperationen im Sinne von Art. 305bis 
Ziff. 1 StGB qualifiziert werden. Die Rechtshilfevoraussetzung der doppelten 
Strafbarkeit kann nicht nur geprüft werden, sondern sie ist auch zu bejahen. 
 
Soweit die Beschwerdeführerin mit ihren einleitenden Ausführungen die 
Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen bestritten haben wollte (act. 1 
S. 5 f.), bleibt festzuhalten, dass sie mit ihren Ausführungen keine offensicht-
lichen Mängel im Sinne der Rechtsprechung aufgezeigt hat, welche das 
Rechtshilfeersuchen sofort zu entkräften vermöchten. 
 

6.8 Nach dem Gesagten erweisen sich beide Rügen als unbegründet. 
 
 

7.  
7.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprin-

zips (act. 1 S. 14 ff.).  
 
Sie macht geltend, es bestehe kein Zusammenhang zwischen der portugie-
sischen Strafuntersuchung und ihrem Konto bei der Bank C. Soweit dieser 
Zusammenhang in der Beteiligung der Gesellschaft H. an der Beschwerde-

- 19 - 

 

 

führerin gesehen werde, habe sie aufgezeigt, dass die Gesellschaft H. nie 
an der Beschwerdeführerin beteiligt gewesen sei. Was die Überweisung vom 
Konto der Beschwerdeführerin in Luxemburg auf das Konto in der Schweiz 
anbelange, welches vorliegend Gegenstand der Rechtshilfemassnahme sei, 
könne sie nicht nachvollziehen, inwiefern dieser Mittelfluss Deliktserlös be-
treffen solle (act. 1 S. 15).  
 
Im Eventualstandpunkt bringt sie vor, dem Rechtshilfeersuchen sei mit der 
Übermittlung der die von ihr bezeichneten Kontounterlagen bereits vollum-
fänglich Genüge getan: Kontoeröffnungsunterlagen, Unterlagen betreffend 
die Transaktion über EUR 7'686'739.96 vom 3. September 2020 und Vermö-
gens- und Kontoauszüge. Entsprechend seien alle anderen Kontounterla-
gen, namentlich die KYC-Unterlagen, die Compliance Notes, die Wertpapier-
transaktionen und die Investitionsunterlagen, von einer Übermittlung auszu-
nehmen (act. 1 S. 15). 
 
In der Replik wendet die Beschwerdeführerin neu ein, die Beschwerdegeg-
nerin habe die Herausgabe der Kontounterlagen «en vrac» angeordnet und 
auch deshalb das Verhältnismässigkeitsprinzip verletzt (act. 13 S. 5). Sie 
äussere sich auch nicht zu den Kontounterlagen, welche nach seiner Ansicht 
von einer Übermittlung auszunehmen seien (act. 13 S. 5 f.). Soweit die Be-
schwerdegegnerin die Erheblichkeit dieser spezifischen Dokumente für das 
portugiesische Verfahren begründe, sei anzunehmen, dass die Unterlagen 
nicht relevant seien (act. 13 S. 6). 
 

7.2  
7.2.1 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (siehe statt vieler den Entscheid des Bundesstrafgerichts 
RR.2016.252 vom 27. Januar 2017 E. 6.2). Die internationale Zusammenar-
beit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der ver-
folgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich unge-
eignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als 
Vorwand für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») er-
scheint (BGE 139 II 404 E. 7.2.2 S. 424; 136 IV 82 E. 4.1 S. 85; 134 II 318 
E. 6.4). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden 
Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätz-
lich dem Ermessen der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Da der 
ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel verfügt, die es ihm erlau-
ben würden, sich über die Zweckmässigkeit bestimmter Beweise im auslän-
dischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit die Würdigung der mit der 
Untersuchung befassten Behörde nicht durch seine eigene zu ersetzen und 
ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu über-
mitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt 

- 20 - 

 

 

beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das 
ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. poten-
tielle Erheblichkeit; BGE 128 II 407 E. 6.3.1; 122 II 367 E. 2c; TPF 2009 161 
E. 5.1 m.w.H.). Es ist nicht erforderlich, dass dem von der Rechtshilfemass-
nahme Betroffenen im ausländischen Strafverfahren selbst ein strafbares 
Verhalten zur Last gelegt wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.245/2006 vom 
26. Januar 2007 E. 3; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.29 vom 
30. Mai 2007 E. 3). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländische 
Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweismittel 
von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allenfalls zu 
widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.). 

Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen 
gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 
E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern 
präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der an-
gestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Vorausset-
zungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann 
eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermie-
den werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 86; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 
161 E. 5.1 S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf 
welchem Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben 
worden sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich 
über alle Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über 
Konten getätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind 
(BGE 129 II 462 E. 5.3 S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.).  

7.2.2 Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss nur aufzeigen, dass zwischen den 
von der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Straf-
untersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht und diejeni-
gen Akten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist 
(BGE 122 II 367 E. 2c).  

Es ist demgegenüber Sache des von der Rechtshilfemassnahme Betroffe-
nen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu übermittelnden Unterlagen 
und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das aus-
ländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen (BGE 122 II 367 E. 2c 
S. 371 f.). Für die vorzunehmende Ausscheidung der Unterlagen stützt sich 
die ausführende Behörde auf den Inhaber der Unterlagen ab, welcher nicht 
nur das Recht auf Teilnahme an der Triage, sondern auch die Obliegenheit 
hat, die Rechtshilfebehörde bei dieser Triage zu unterstützen (vgl. BGE 130 
II 14 E. 4.3 S. 16 f.; 126 II 258 E. 9b/aa S. 262; 122 II 367 E. 2d S. 372, je 
mit Hinweisen).  

- 21 - 

 

 

Der Inhaber hat die Obliegenheit, schon im Stadium der Ausführung des Er-
suchens (bzw. der erstinstanzlichen Rechtshilfeverfügung) an der sachge-
rechten Ausscheidung beschlagnahmter Dokumente nötigenfalls mitzuwir-
ken, allfällige Einwände gegen die Weiterleitung einzelner Aktenstücke (bzw. 
Passagen daraus), welche für die Strafuntersuchung offensichtlich entbehr-
lich sind, im Rahmen seiner Parteirechte gegenüber der ausführenden Be-
hörde rechtzeitig und konkret darzulegen und diese Einwände auch ausrei-
chend zu begründen (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371 f.). Kommt ein Beschwer-
deführer dieser Obliegenheit nicht nach, hat er im Beschwerdeverfahren sein 
Rügerecht verwirkt. Die Beschwerdeinstanz forscht nicht von sich aus nach 
Aktenstücken, die im ausländischen Verfahren (mit Sicherheit) nicht erheb-
lich sein könnten (BGE 130 II 14 E. 4.3 S. 16; 126 II 258 E. 9b/aa S. 262; 
Urteile des Bundesgerichts 1A.223/2006 vom 2. April 2007 E. 4.1, sowie 
1A.184/2004 vom 22. April 2005 E. 3.1).  

7.3 Die ersuchende Behörde schilderte in ihrem Rechtshilfeersuchen die Über-
weisung von Vermögenswerten über Konten, an denen der unter Korrup-
tions- und Geldwäschereiverdacht stehende B. direkt oder indirekt beteiligt 
sei, weshalb sie aufgrund der gesamten Umstände von einer deliktischen 
Herkunft dieser Gelder ausgeht. Namentlich wies sie auf die Überweisung 
von EUR 7'686'739.96 auf das Konto der Beschwerdeführerin hin. Die Be-
schwerdeführerin führte in der Beschwerde selber aus, dass B. sowohl an 
diesem Konto als auch an ihr wirtschaftlich berechtigt sei. Damit ist ein Zu-
sammenhang zwischen der portugiesischen Strafuntersuchung und dem von 
der Rechtshilfemassnahme betroffenen Konto in mehrfacher Hinsicht gege-
ben, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht in der Schlussverfügung an-
nahm (Verfahrensakten, Rubrik 16.3, pag. 0005). Was die Beschwerdefüh-
rerin dagegen vorbringt, erschöpft sich in der nochmaligen Bestreitung des 
für das Rechtshilfegericht verbindlichen Sachverhaltsvorwurfs. Die Be-
schwerdeführerin sowie ihr Konto sind direkt in die Angelegenheit verwickelt 
und bei dieser Ausgangslage ist nach der Rechtsprechung die ersuchende 
Behörde grundsätzlich über alle Transaktionen zu informieren, welche über 
das Konto der Beschwerdeführerin getätigt wurden.  
 
Konkrete Hinweise dafür, dass die Beschwerdegegnerin die Herausgabe der 
Bankunterlagen «en vrac» angeordnet hätte, zeigt die Beschwerdeführerin 
nicht auf. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin erlauben na-
mentlich die von ihr bezeichneten Kontounterlagen (act. 1 S. 16) der ersu-
chenden Behörde, den Geldfluss abzuklären und die an den fraglichen Ver-
mögenswerten wirtschaftlich Berechtigten zu ermitteln, wie dies die Be-
schwerdegegnerin in der Duplik im Einzelnen erläutert (act. 15 S. 2 f.). Zu 
ergänzen bleibt, dass für das ausländische Strafverfahren nicht nur belas-
tende, sondern auch entlastende Beweismittel von Bedeutung sein können, 

- 22 - 

 

 

um einen bestehenden Verdacht allenfalls widerlegen zu können (s. supra 
E. 6.2.1). Ausserdem ist es nicht zulässig, den ausländischen Strafverfol-
gungsbehörden nur diejenigen Unterlagen zu überlassen, die den im Rechts-
hilfeersuchen geschilderten Sachverhalt mit Sicherheit beweisen (s. supra 
E. 6.2.1), wie dies die Beschwerdeführerin annimmt. Zu Recht führt die Be-
schwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zusammenfassend aus, dass 
vorliegend die ersuchende Behörde ein überwiegendes Interesse daran hat, 
die gesamte Kontoführung überprüfen zu können (act. 8 S. 8). Über die Be-
streitung des Sachverhaltsvorwurfs hinaus bringt die Beschwerdeführerin 
schliesslich nichts vor, was die zu übermittelnden Kontounterlagen für das 
portugiesische Strafverfahren als mit Sicherheit nicht potentiell erheblich er-
scheinen liesse.  
 
Eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips, namentlich des Über-
massverbots, liegt nach dem Gesagten nicht vor. Soweit die Beschwerde-
führerin mit ihrer Beschwerde eine sachliche Begrenzung der herauszuge-
benen Kontounterlagen beantragte, erweist sich ihr Eventualantrag als un-
begründet.  
 
 

8. Andere Rechtshilfehindernisse sind nicht ersichtlich und die in der angefoch-
tenen Schlussverfügung angeordnete Herausgabe der Kontounterlagen ist 
somit im verfügten Umfang zulässig. Nach dem Gesagten ist die Be-
schwerde abzuweisen.  
 
 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwer-
deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die Berechnung der Ge-
richtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das Reglement des 
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und 
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur An-
wendung. Die Gerichtsgebühr ist vorliegend auf Fr. 5‘000.-- anzusetzen, un-
ter Anrechnung des in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschusses. 

- 23 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

  
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 
 
 

Bellinzona, 18. April 2024 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwälte Jean-Luc Herbez und Grégoire Schafroth 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der 
Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 
BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massge-
bend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die 
auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge-
genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe-
reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).