# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73663a04-ceb3-5cc9-95f4-b987c46f1c40
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 24.07.2018 DB.2017.203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2017-203_2018-07-24.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

1 DB.2017.203 
1 ST.2017.251 
 
 
 

Entscheid 
 
 

24. Juli 2018 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiberin Andrea Schmid 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,   
2. B,   
 Beschwerdeführer/
 Rekurrenten,  
vertreten durch C,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Sc hw eizer is che  E idge noss ensc haf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Sta at  Zür ic h ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  
 
 
 

betreffend 
Direkte Bundessteuer 2014 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2014 

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1 ST.2017.251 

 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist als Kadermitarbeiter bei der D-Bank tätig. 

Mit Vertrag vom … 2011 nahm er zusammen mit seiner Ehefrau B (nachfolgend die 

Pflichtige) zur Finanzierung der neu erworbenen Eigentumswohnung E eine Libor-

Hypothek bei der D-Bank in der Höhe von Fr. 2'100'000.- auf. Die Zinshöhe der am … 

2011 anlaufenden Hypothek wurde wie folgt festgelegt: Zins des 3-Monats-Libor (Lon-

don interbank offered Rate) zuzüglich Marge von 0.30% (bis zum Betrag von 

Fr. 1'500'000.-) bzw. 0.80% (darüber). Im … 2011 hatte der Pflichtige mit der D-Bank 

zudem einen "Interest Rate Swap" (IRS; nachfolgend Zinsswap) im Betrag von 

Fr. 2'000'000.- abgeschlossen. Diesem gemäss hatte er der D-Bank über einen Zeit-

raum von 6 Jahren einen festen Zins von 2.248% zu bezahlen, während ihm die  

D-Bank in der gleichen Zeit einen Zins in der Höhe des 3 Monats-Libor vergütet; als 

Starttermin für den gegenseitigen Zinsaustausch wurde der … 2013 vereinbart. 

 

 Basierend auf diesen Verträgen mit der D-Bank deklarierten die Pflichtigen im 

Steuerjahr 2014 Schuldzinsen von Fr. 8'746.- (Libor-Hypothek) bzw. Fr. 44'000.- (Zins-

swap). Nachdem der Steuerkommissär diese Zinspositionen näher untersucht hatte, 

liess er mit Veranlagungs- bzw. Einschätzungsentscheid vom 21. September 2016 nur 

die Zinsen der Libor-Hypothek zum Abzug zu bzw. stellte er fest, dass die Abzugsfä-

higkeit des Swapzinses nicht nachgewiesen worden sei. Mit dieser Zinsaufrechnung 

(und einer weiteren Kleinkorrektur zugunsten der Pflichtigen) ergaben sich folgende 

Steuerfaktoren: 

 

Steuerperiode 2014 Direkte Bundessteuer  Staats- und Gemeindesteuern 

           Fr.            Fr. 

Steuerbares Einkommen 897'000.-      894'800.- 

Steuerbares Vermögen  1'147'000.-. 

 

 

 B. Die hiergegen gerichteten Einsprachen vom 11. Oktober 2016, mit welchen 

sich die Pflichtigen gegen die Zinsaufrechnung wandten, wies das kantonale Steuer-

amt mit Entscheiden vom 28. September 2017 ab. Es erwog, das streitbetroffene Zins-

swapgeschäft qualifiziere als Zinsderivatprodukt, bei welchem die Parteien vereinbar-

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ten, auf festgelegten Nennbeträgen die Zinszahlungen auszutauschen. Voraussetzung 

für den Schuldzinsenabzug sei jedoch eine Kapitalschuld; diese fehle beim Zinsswap-

geschäft. Der Pflichtige habe Letzteres nur abgeschlossen, um aus sich verändernden 

Zinssätzen Kapital zu schlagen. 

 

 

 C. Am 27. Oktober 2017 liessen die Pflichtigen Beschwerde und Rekurs erhe-

ben und beantragen, "hypothekarische Swapzinsen von Fr. 44'960.-" (statt deklariert 

Fr. 44'000.-) zum Abzug zuzulassen und die Steuerfaktoren entsprechend anzupas-

sen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass der Abschluss des 

Zinsswaps synchron zur Aufnahme der Libor-Hypothek verlaufen sei; dies mit der Ab-

sicht, das Zinsrisiko der Letzteren zu senken.  

 

 Während die Eidgenössische Steuerverwaltung auf Vernehmlassung verzich-

tete, beantragte das kantonale Steueramt mit Beschwerde- und Rekursantwort vom 

13. November 2017 die Abweisung der Rechtsmittel. Dabei bemerkte die Vorinstanz, 

dass ein Zinsswap ein vom Bankkredit losgelöstes reines Absicherungsgeschäft sei. Im 

Übrigen seien der Zinsswap und die Libor-Hypothek nicht gleichzeitig abgeschlossen 

worden, weshalb ein direkter Zusammenhang fehle.  

 

 Dem liessen die Pflichtigen in ihrer Stellungnahme vom 22. Dezember 2017 

unter Schilderung der detaillierten Vorkommnisse rund um die Finanzierung ihres Ei-

genheims sowie unter Einreichung von weiteren Unterlagen widersprechen.  

 

 Das kantonale Steueramt verzichtete auf eine weitere Stellungnahme. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Von den Einkünften werden die privaten Schuldzinsen im Umfang der 

steuerbaren Vermögenserträge und weiterer Fr. 50'000.- abgezogen (Art. 33 Abs. 1 

lit. a des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990, 

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DBG). Die gleiche Regelung gilt im kantonalen Recht (§ 31 Abs. 1 lit. a des Steuerge-

setzes vom 8. Juni 1997, StG). 

 

 b) Für die Abzugsfähigkeit nach Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. a 

StG wird zuerst einmal vorausgesetzt, dass es sich um Schuldzinsen handelt. Bei die-

sen beiden Normen handelt es sich um solche mit wirtschaftlicher Anknüpfung, die 

nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten auszulegen sind (Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A., 2016, Art. 33 N 8/8a DBG, und Kom-

mentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 31 N 8 StG; auch zum Folgenden). 

Beim Begriff der Schuldzinsen handelt es sich demnach um einen wirtschaftlichen Be-

griff (BGr, 14. April 2015 = StE 2015 B 27.2 Nr. 43). Im Sinn der gebotenen engen Aus-

legung sind Schuldzinsen alle Vergütungen, welche die steuerpflichtige Person einer 

Drittperson für die Gewährung einer Geldsumme oder das ihr zur Verfügung stehende 

Kapital zu leisten hat, sofern dieses Entgelt nach der Zeit und als Quote des Kapitals in 

Prozenten berechnet wird und damit nicht die Kapitalschuld getilgt wird (BGr, 4. Okto-

ber 1991, ASA 61, 250 [254], StE 1992 B 27. Nr. 12 = StR 1993, 280 [282]). Das Vor-

handensein einer Kapitalschuld (als Geldschuld, d.h. einer Verpflichtung, die Geld zum 

Leistungsgegenstand hat) ist Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen 

(Kapitalabhängigkeit). Die Kapitalschuld muss dabei nicht freiwillig entstanden sein; es 

genügt, dass die steuerpflichtige Person einer Drittperson einen bestimmten Geldbe-

trag schuldet. Schuldzinsen sind deshalb alle geldwerten Leistungen für die Kapitalnut-

zung, soweit sie nicht zur Rückzahlung des Kapitals führen. Es ist dabei unerheblich, 

ob das Entgelt periodisch oder aperiodisch geleistet wird, in einem festen Prozentsatz 

oder ob es variabel (z.B. indexiert) ist. Die abzugsfähigen Schuldzinsen finden ihr Ge-

genstück in den steuerbaren Zinsen aus Guthaben im Sinn von Art. 20 Abs. 1 lit. a 

DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. a StG.  

 

 

 2. a) Die Pflichtigen deklarierten im Schuldenverzeichnis 2014 eine D-Bank 

Libor-Hypothek (Schuld am 31. Dezember 2014 = Fr. 2'046'700.-) mit Schuldzinsen 

von Fr. 8'746.- sowie einen "D-Bank Interest Rate Swap" (Schuld am 31. Dezem-

ber 2014 = Fr. 0.-) mit Schuldzinsen von Fr. 44'000.-.  

 

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 b) Die Vorinstanz verweigerte den Abzug der letzteren Zinsen mit der alleini-

gen Begründung, dass bei einem Zinsswap keine Kapitalschuld vorhanden bzw. die 

Kapitalabhängigkeit nicht gegeben sei.  

 

 Dem liessen die Pflichtigen beschwerde- bzw. rekursweise entgegnen, dass 

der streitbetroffene Zinsswap an ihre Libor-Hypothek gekoppelt sei; dies mit dem Ziel, 

deren Zinsrisiko zu senken.  

 

 Hierzu bemerkte die Vorinstanz in der Beschwerde- bzw. Rekursantwort wie-

derum, dass ein Zinsswap ein reines Absicherungsgeschäft sei; es sei vom Bankkredit 

losgelöst und eine Kapitalschuld existiere nicht. Die beim Zinsswap ausgetauschten 

Leistungen seien für natürliche Personen im Privatvermögen einkommenssteuer-

neutral. Zu beachten sei zudem, dass der Pflichtige den Zinsswap am … 2011 abge-

schlossen habe. Die Libor-Hypothek hätten demgegenüber beide Pflichtigen erst am … 

2011 abgeschlossen. Ein direkter Zusammenhang zwischen Zinsswap und Libor-

Hypothek sei damit nicht ersichtlich.  

 

 Dem liessen die Pflichtigen in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2017 

unter Schilderung der detaillierten Vorkommnisse rund um die Finanzierung ihres im … 

2011 erworbenen Eigenheims widersprechen. Die Libor-Hypothek und der Zinsswap 

seien von Beginn weg fest miteinander verbunden gewesen und hätten letztlich eine 

Alternative zu einer sonst üblichen Festhypothek dargestellt.  

 

 

 3. a) Ein Swap ist ein in der Finanzpraxis verbreitetes Tauschgeschäft, wobei 

insbesondere die Unterkategorien Währungsswap und Zinsswap bekannt sind. Beim 

Zinsswap werden Zinszahlungen ausgetauscht; dies auf eine im Voraus bestimmte Zeit 

und einen im Voraus bestimmten Nominalbetrag. Der Nominalbetrag selbst wird nicht 

ausgetauscht; er dient lediglich als Berechnungsgrundlage (vgl. z.B. die Produktebe-

schreibung zum "Interest Rate Swap (IRS)" der ZKB; online abrufbar). 

 

 Zinsswaps dienen insbesondere dazu, ein Zinsrisiko zu minimieren. Häufig 

werden dabei feste Zinssätze mit variablen Zinssätzen ausgetauscht (sog. "Plain Vanil-

la Swaps"), wobei einfachheitshalber kein gegenseitiger Austausch stattfindet, sondern 

nur die Zinsdifferenz – das sogenannte "Netting" – an den vereinbarten Terminen be-

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zahlt wird. In der Regel wird diejenige Partei, die den fixen Zinssatz zahlen muss, und 

dafür einen variablen Zins erhält, als Payer bezeichnet (Payer Swap). Diejenige Partei, 

die den festen Zinssatz erhält, und den variablen Zins zahlen muss, wird Receiver ge-

nannt (Receiver-Swap). 
 

 b) Banken bewerben den Zinsswap etwa "als effizientes Instrument zur Um-

setzung von Zinsmeinungen" oder "für eine effektive Zinsabsicherung und/oder eine 

optimale Positionierung gegenüber Zinsänderungen" (vgl. Produktebeschreibungen der 

Luzerner Kantonalbank und der Zürcher Kantonalbank, online abrufbar). Verbreitet 

sind Zinsswaps deshalb insbesondere im Zusammenhang mit Libor-Hypotheken. Das 

entsprechende Kombi-Produkt wird dabei als Swap-Hypothek bezeichnet und funktio-

niert wie folgt:  

 

 Der Kunde erwirbt bei seiner Bank zwei Produkte; einerseits eine gewöhnliche 

Libor-Hypothek und andererseits einen Payer-Swap. Damit zahlt er der Bank für die 

Hypothek den Libor-Satz zuzüglich Kreditmarge, welche die Bank für das Finanzie-

rungsgeschäft verlangt. Zudem bezahlt er aufgrund des Zinsswaps den fixen Swapsatz 

und erhält im Gegenzug von der Bank den variablen Libor-Satz vergütet.  

 

 Ein Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise (Zinslevel 2013):  

  

 Libor-Hypothek Liborzins (variabel) + 0.07% 

  Kreditmarge (fest) 0.90% 
 Swap 10 Jahre Zins (fest) 0.88% 
  Liborzins (variabel) - 0.07%     

 Swap-Hypothek Zins (fest) 1.78%. 
 

 Der Kunde nimmt in diesem Beispiel also per 2013 bei seiner Bank eine Libor-

Hypothek zu 0.97% auf. Der vereinbarte Zinssatz basiert auf dem variablen Liborzins-

satz (2013) 0.07% und der üblichen Kunden-Marge (0.90%). Zur selben Zeit schliesst 

er bei der Bank einen Payer-Swap mit einer Laufzeit von 10 Jahren ab. Bei diesem hat 

er für die nächsten 10 Jahre einen abgemachten festen Jahreszins von 0.88 zu bezahl-

ten. Im Gegenzug wird ihm von der Bank der variable Liborzinssatz von (2013) 0.07% 

gutgeschrieben. Die variablen Liborzinsen gleichen sich unter dem Strich aus (vgl. aber 

zur Konstellation von Negativzinsen nachfolgend E. 4c). Im Ergebnis bezahlt der Kun-

https://www.hypoplus.ch/de/glossary/16-hypothek.html

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de für seine Swap-Hypothek über 10 Jahre hinweg einen festen Jahreszins von 1.78%, 

welcher sich aus dem Payer-Zins (0.88%) und der Kreditmarge der Libor-Hypothek 

(0.9%) zusammensetzt. Damit lässt sich mit den Pflichtigen sagen, dass die Swap-

Hypothek mit einer Fest-Hypothek vergleichbar ist, wobei aber Unterschiede bestehen, 

auf welche noch zurückzukommen sein wird (E. 4c). 

 

 c) Auch im vorliegenden Fall ist von einer Kombination Libor-Hypothek und 

Zinsswap, mithin von einer Swap-Hypothek im vorstehend beschriebenen Sinn, auszu-

gehen:  

 

 Mit Blick auf die Finanzierung ihres neuen Eigenheims haben die Pflichtigen 

mit Vertrag vom … 2011 eine Libor-Hypothek im Betrag von Fr. 2'100'000.- aufge-

nommen; dies naheliegenderweise bei der D-Bank, wo der Pflichtige aufgrund seines 

Arbeitsverhältnisses Sonderkonditionen erhalten hat. Die bankinterne E-Mail-

Korrespondenz zeigt auf, dass Letzterer die Zusage zur D-Bank-Finanzierung bereits 

im … 2010 erhalten hatte. Die Wahl des konkreten Produkts war damals jedoch noch 

offen; erwähnt wurde lediglich, dass die Hypothek frühestens per Datum der Eigen-

tumsübertragung, vermutlich per … 2011, ausgerichtet werde. Wegen Bauverzögerun-

gen hat sich gemäss Darstellung der Pflichtigen in der Stellungnahme vom 22. De-

zember 2017 die Eigentumsübertragung bis zum … 2011 verzögert, was schlüssig 

erklärt, dass die Libor-Hypothek erst im … 2011 definitiv abgeschlossen worden ist. 

Aktenkundig ist weiter, dass der Pflichtige der D-Bank bereits im … 2011 mitteilte, dass 

er eine Libor-Hypothek wünsche und beabsichtige, diese mit einem derivaten Produkt 

wie CAP oder Zinsswap abzusichern ("je souhaite conserver le mortgage en taux vari-

able Libor, mais faire une couverture de taux a un moment donné [via un cap ou un 

swap de taux]"; vgl. E-Mail). Am … 2011 hat er in der Folge bei der D-Bank den hier im 

Streit liegenden Zinsswap im Betrag von Fr. 2'000'000.- abgeschlossen, wobei der von 

ihm zu bezahlende Festzins auf 2.248% fixiert wurde; dies über 6 Jahre mit Beginn des 

Zinsaustauschs ab … 2013. Ganz offensichtlich ging der Pflichtige also … 2011 davon 

aus, dass die Hypothekarzinsen ab … 2013 ansteigen könnten. Diese Annahme er-

weist sich zwar im Nachhinein als falsch, ist doch der 3-Monats-Libor gesunken bzw. 

gegen … 2014 sogar ins Minus gerutscht (vgl. beliebige im Internet abrufbare  

5-Jahres-Charts zum 3-Monats-Libor CHF; Beispielausdruck in). Gleichwohl ist ohne 

Weiteres davon auszugehen, dass der Pflichtige den Zinsswap allein deshalb abge-

schlossen hat, um den variablen Liborzins auf seiner Libor-Hypothek nach oben abzu-

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sichern bzw. das Risiko, dass die kurzfristigen Liborzinsen nach geschätzten zwei Jah-

ren doch ansteigen könnten, für 6 Jahre auf das Mass des langfristigen Swapzinssat-

zes zu senken. Dass damit ein direkter Zusammenhang zwischen den beiden von den 

Pflichtigen bezogenen D-Bank-Produkte besteht, zeigt sich auch darin, dass der Nomi-

nalbetrag des Zinsswaps mit Fr. 2'000'000.- in etwa der Höhe der Libor-Hypothek ent-

spricht, welche per 2011 bei Fr. 2'100'000.- startete und jährlich mit rund Fr. 20'000.- 

zu amortisieren war. 

 

 d) Als Zwischenergebnis ist damit festzuhalten, dass der im Streit liegende 

Zinsswap, den der Pflichtige im … 2011 mit der D-Bank abgeschlossen hat, mit der  

Libor-Hypothek, welche er zu gleicher Zeit bereits eingefädelt und zusammen mit sei-

ner Ehefrau im … 2011 fixiert hat, eng verknüpft ist und deshalb von einer Swap-

Hypothek auszugehen ist. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach der Pflichtige den 

Zinsswap nur abgeschlossen habe, um aus sich verändernden Zinssätzen Kapital zu 

schlagen, erweist sich damit als unhaltbar.  

 

 

 4. a) Zu prüfen ist damit im Folgenden, ob bei einer Swap-Hypothek, wie sie 

hier vorliegt, die vom Payer bezahlten Zinsen (im Umfang des Nettings) als Schuldzin-

sen abziehbar sind. Lehre und Rechtsprechung haben sich, soweit ersichtlich, mit die-

ser Frage noch nicht beschäftigt. Die kantonalen Steuerverwaltungen handhaben die 

Abzugsfähigkeit offenbar unterschiedlich, weshalb im Bereich der Hypothekenberatung 

empfohlen wird, sich vor Kreditaufnahme bei der zuständigen Steuerverwaltung zu 

informieren (vgl. die Web-Informationen zur Swap-Hypothek auf "comparis.ch"; Aus-

druck).  

 

 b) Die Steuerbehörde des Kantons Thurgau hat die Thematik in ihrer Weisung 

"Festhypothek/Portfolio-Hypothek/LIBOR-Hypothek" (StP 34 Nr. 9) aufgenommen und 

vertritt dabei die folgende Auffassung:  

 

 Weil der Zinsswap von der Libor-Hypothek losgelöst sowie in aller Regel se-

parat handelbar sei, stelle er eine derivative Vermögensanlage dar. Zwischen den Ver-

tragsparteien finde kein Austausch der Nominalbeträge statt. Folglich liege bei einem 

Zinsswap keine Obligation vor, auf welcher Erträge bezahlt werden könnten. Bei den 

sogenannten Zinsen handle es sich daher auch nicht um Zinserträge im steuerlichen 

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Sinne, sondern um Kapitalgewinne aus Veräusserungsgeschäften. Im Privatvermögen 

stellten die Swapkosten entsprechend keine abzugsfähigen Zinskosten und die Vergü-

tung des Libor-Satzes kein steuerbares Einkommen dar. Ein allfälliger Verlust bei der 

Auflösung des Zinsswaps stelle einen privaten Kapitalverlust dar, ein allfälliger Gewinn 

einen privaten Kapitalgewinn. Solche privaten Kapitalverluste und -gewinne seien 

steuerlich unerheblich.  

 

 c) Die Sichtweise, wonach dem Zinsswap die Kapitalabhängigkeit fehle, trifft 

nach der hier vertretenen Auffassung indes nicht zu. Wie gesehen, ist bei einer Swap-

Hypothek der Zinsswap mit einer Kapitalschuld (der Hypothekarschuld) verknüpft. 

Auch wenn der Zinsswap als derivates Finanzgeschäft qualifiziert, so dient er bei Vor-

liegen einer Swap-Hypothek gleichwohl allein dazu, den Finanzierungsaufwand im Zu-

sammenhang mit einer konkreten Kreditaufnahme unter Einbezug von Risikoaspekten 

zu regeln bzw. zu optimieren. Dies vor folgendem Hintergrund: 

 

 Wer zur Finanzierung seines Eigenheims eine Hypothek aufnimmt, hat die 

Wahl von verschiedenen Modellen. Bekanntlich sind kurzfristige Kredite günstiger als 

langfristige, was für Hypotheken bedeutet: je länger die Laufzeit, desto höher der Zins-

satz. In dieser Ausgangslage und im Wissen darum, dass sich Zinsen im wirtschaftli-

chen Umfeld ändern, sucht der kostenbewusste Eigenheimbesitzer ein Optimum im 

Sinn von "möglichst tiefe Zinsen über eine möglichst lange Laufzeit". Dergestalt waren 

im tiefen Zinsumfeld der letzten Jahre Festhypotheken mit 10-jähriger Laufzeit und 

einem Zins von 2% und weniger sehr beliebt. Noch besser gefahren sind allerdings 

diejenigen, welche sich für eine Libor-Hypothek entschieden haben. Sie profitierten 

davon, dass die kurzfristigen Geldmarktzinsen (wie der 3-Monats-Libor CHF) in den 

letzten Jahren gegen Null tendierten bzw. sogar ins Negative rutschten, womit der dem 

Hypothekargeber zu bezahlende Zins letztlich in den Bereich der reinen Kreditmarge 

zu liegen kam. Weil die Hypothekargeber die Negativzinsen (aus hier nicht weiter zu 

erörternden Gründen) dem Kunden nicht weitergegeben, definierte die reine Kredit-

marge aber die Untergrenze für den Libor-Hypotheken-Zinssatz. 

 

 Das Interesse an solchen Libor-Hypotheken ist in einer Tiefzinsphase ent-

sprechend gross, zumindest dann, wenn nicht mit einer baldigen Zinswende zu rech-

nen ist. Weil die Zinswende indes nie genau voraussehbar ist, schon gar nicht auf Jah-

re hinaus, steigt das Interesse des normal vorsichtigen bzw. nicht auf volles Risiko 

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setzenden Kunden, die günstige Libor-Hypothek mit einem Zusatzprodukt zur Zinsab-

sicherung zu ergänzen. Hierzu bieten die Kreditgeber denn auch entsprechende Pro-

dukte an, wie insbesondere den Cap (= Sicherung eines Maximalzinssatzes gegen 

Leistung einer Cap-Prämie) und bei grösseren Beträgen den hier im Streit liegenden 

Zinsswap. Im einen wie im anderen Fall bezahlt dabei der Kreditnehmer also dem  

Hypothekargeber den Zinssatz der Libor-Hypothek und zusätzlich einen Aufschlag, 

welcher im Fall des Cap direkt in das Hypothekargeschäft bzw. in den bei diesem ver-

einbarten Gesamtzins integriert wird und beim Zinsswap indes im Rahmen eines Paral-

lelgeschäfts zu entrichten ist.  

 

 Der Zinsswap bzw. die Swap-Hypothek hat gerade in der hier betroffenen Zeit 

(2011 bis 2014) starken Auftrieb erhalten, weshalb etwa die NZZ in einem Artikel vom 

31. März 2013 die Frage aufgeworfen hat, ob Festhypotheken "bald passé" seien. Der 

Fragestellung entsprechend wurden in diesem Artikel vorab die zahlreichen Vorteile 

der Swap-Hypotheken gegenüber den Festhypotheken aufgelistet (wie "generell güns-

tigere Zinsen", "längere Laufzeiten möglich" und insbesondere "geringere Kosten bei 

vorzeitiger Auflösung"). Alsdann wurde aber auch festgestellt, dass Swap-Hypotheken 

bei allen Vorzügen gleichwohl nicht "den Fünfer und das Weggli" bieten würden. Der 

Hauptgrund dafür ist das Szenario von Negativzinsen: Wird der Liborzins negativ ent-

stehen im Absicherungsgeschäft (dem Zinsswap) nämlich zusätzliche Kosten, indem 

im Netting der negative Liborzins zu Ungunsten des Payers zu Buch schlägt; derweil 

kann der Liborzins bei der Hypothek vertragsgemäss nicht unter Null sinken. Genau 

dieses Szenario der Negativzinsen ist wie erwähnt ab 2014 eingetreten, weshalb die 

Swap-Hypothek in jüngerer Zeit an Interesse verloren haben dürfte. Gleichwohl folgt 

aus den dargelegten Zusammenhängen, dass beim Zinsswap sehr wohl eine Kapital-

abhängigkeit besteht, wenn auch eine indirekte, indem der Zinsswap der Libor-

Hypothek aufgestülpt wird. Der daraus resultierende zusätzliche Zinsaufwand wird da-

mit letztlich aber für die aufgenommene Schuld (die Hypothek) bezahlt. Unter der ge-

forderten wirtschaftlichen Betrachtung qualifiziert das Netting aus dem Zinsswap damit 

als geldwerte Leistung für die Kapitalnutzung und damit als abziehbarer Schuldzins im 

Sinn von Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. a StG.  

 

 Bei wirtschaftlicher Betrachtung ist denn auch nicht nachvollziehbar, wieso im 

Sinn der vorerwähnten Thurgauer Auffassung die Zusatzkosten für die Zinsabsiche-

rung bei einer Libor-Hypothek bei der Variante Cap abziehbar sein sollen, nicht aber 

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bei der Variante Zinsswap, denn in einem wie im anderen Fall erhöht sich unter dem 

Strich der dem Hypothekargeber zu bezahlende Gesamtzins für die Kapitalnutzung.  

 

 Dass der Zinsswap als derivates Finanzgeschäft separat handelbar ist, recht-

fertigt die Thurgauer Sichtweise ebenfalls nicht. Wer einen Zinsswap als Ergänzung zu 

einer Liborhypothek erwirbt, dem geht es nach dem Gesagten grundsätzlich nicht um 

die reine Zinsspekulation, sondern um Zinsabsicherung. Wohl ist es offenbar auch 

möglich, einen Zinsswap losgelöst von der Zinsabsicherung eines Parallelgeschäfts 

abzuschliessen. Ein solches derivates Finanzgeschäft ist letztlich dann eine blosse 

Wette auf steigende oder fallende Zinsen, womit es an der Kapitalabhängigkeit fehlt; 

Zinsaufwand oder Zinsertrag wären diesfalls steuerneutral, es sei denn, jemand betrei-

be solche Finanzgeschäfte im Rahmen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Für die 

Frage, ob Zinsen aus einen Zinsswap steuerlich absetzbar sind, ist demzufolge ent-

scheidend darauf abzustellen, ob der Zinsswap in direktem Zusammenhang zu einem 

(mit Zinsrisiko behafteten) Parallelgeschäft steht oder ob es sich dabei um reines 

"Wettgeschäft" handelt. Vorausgesetzt für die Abzugsfähigkeit des Nettings aus einem 

Zinsswap ist mithin ein ausgewiesener Finanzierungszusammenhang (so auch betref-

fend das deutsche Steuerrecht: Thomas Zacher, Die steuerliche Behandlung von 

Swap-Geschäften, steueranwaltsmagazin 4/2016, S. 152).  

 

 d) Nach alledem steht fest, dass den Pflichtigen der Abzug des Zinsaufwands 

aus dem Swapgeschäft zusteht. Dies jedoch nicht wie von ihnen beschwerde- und re-

kursweise beantragt im Umfang des Festzinses von Fr. 44'960.-, sondern im Umfang 

des Nettings, welches sich gemäss den Abrechnungen der D-Bank wie folgt errechnet:  

 

Festzins … 2014 (für 1 Jahr) 2.248% von Fr. 2'000'000.-   Fr. 44'960.00 

Liborzins … 2014 (für 3 Monate) 0.015% von Fr. 2'000'000.-   Fr. -75.00 

Liborzins … 2014 (für 3 Monate) 0.021% von Fr. 2'000'000.-  Fr. -107.33 

Liborzins … 2014 (für 3 Monate) 0.012% von Fr. 2'000'000.-  Fr. -61.33 

Liborzins … 2014 (für 3 Monate) 0.018% von Fr. 2'000'000.-  Fr. -91.00 

Netting  Fr. 44'625.35 
  

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1 DB.2017.203 
1 ST.2017.251 

 

Die steuermindernde Berücksichtigung dieses letzteren Betrags führt zur Neu-

festsetzung des steuerbaren Einkommens auf Fr. 852'400.- (direkte Bundessteuer) 

bzw. Fr. 850'200.- (Staats- und Gemeindesteuern).  

 

 

 5. a) Gestützt auf diese Erwägungen sind die Beschwerde bzw. der Rekurs 

teilweise gutzuheissen.  

 

 b) Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens (infolge nahezu vollstän-

digen Unterliegens) der Beschwerdegegnerin/dem Rekursgegner aufzuerlegen  

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG).  

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2014, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 852'400.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif).  

 

2. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Staats- 

und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2014, mit einem steuerbaren Einkommen 

von Fr. 850'200.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1'147'000.- einge-

schätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

 

[...] 

	Entscheid