# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c141295-3db0-5c17-9313-b2b1daae31b0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 04.09.2015 101 2015 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2015-31_2015-09-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2015 31

Urteil vom 4. September 2015

I. Zivilappellationshof

Besetzung Vizepräsidentin: Dina Beti
Richter: Roland Henninger
Ersatzrichter: Daniel Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller

Parteien A.________, Gesuchsteller und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwalt Philippe Senn

gegen

B.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt Anton Henninger

Gegenstand Eheschutzmassnahmen (Kindesunterhaltsbeiträge)

Berufung vom 16. Februar 2015 gegen den Entscheid des 
Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 10. Dezember 
2014

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Die Parteien heirateten im Jahr 1998. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder C.________, geboren 
im Jahr 2001, und D.________, geboren im Jahr 2003, hervor.

A.________ verliess die eheliche Liegenschaft am 1. Juli 2013.

B. Am 11. März 2014 stellte A.________ ein Eheschutzgesuch, mit welchem er beantragte, 
eine von den Parteien am 3. Oktober 2013 unterzeichnete Trennungsvereinbarung sei gerichtlich 
zu genehmigen. Die Vereinbarung sieht unter anderem Kindesunterhaltsbeiträge von monatlich je 
CHF 750.- vor und hält fest, der Ehemann habe für die Monate Juli bis September 2013 
Unterhaltszahlungen von CHF 4‘950.- geleistet, womit er seiner Unterhaltspflicht seit der Trennung 
bis und mit September 2013 vollumfänglich nachgekommen sei.

B.________ beantragte mit Stellungnahme vom 4. April 2014 unter anderem, die Genehmigung 
der Trennungsvereinbarung sei zu verweigern und A.________ zu verpflichten, rückwirkend ab 
dem Zeitpunkt der Trennung an den Unterhalt der gemeinsamen Kinder monatliche 
Unterhaltsbeiträge von je CHF 1‘007.50 bis Oktober 2014 für C.________ und bis Mai 2016 für 
D.________ bzw. von CHF 1‘307.50 ab November 2014 für C.________ und ab Juni 2016 für 
D.________ zu bezahlen.

An der Verhandlung vom 2. Mai 2014 änderte A.________ seine Rechtsbegehren betreffend den 
Kindesunterhalt dahingehend, dass er zu verurteilen sei, an den Unterhalt der beiden Kinder 
während der Dauer der Trennung monatlich vorauszahlbare Unterhaltsbeiträge von je Fr. 750.- 
(exkl. Kinderzulage) zu bezahlen. Es sei festzustellen, dass er seit dem Zeitpunkt der Trennung 
Unterhaltszahlungen vom total CHF 18‘286.- geleistet habe und somit seiner Unterhaltspflicht bis 
zum 31. Mai 2014 vollumfänglich nachgekommen sei.

Mit Entscheid vom 10. Dezember 2014 verpflichtete der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks 
(nachfolgend: der Gerichtspräsident) A.________ unter anderem zur Bezahlung von 
Unterhaltsbeiträgen an seine beiden Töchter von monatlich je CHF 900.- bis zum vollendeten 
12. Lebensjahr und von je CHF 1‘180.- ab dem 13. Lebensjahr. Er hielt fest, die Unterhaltsbeiträge 
seien rückwirkend ab dem 1. Oktober 2013 geschuldet und die von A.________ seit dem 
1. Oktober 2013 an den Unterhalt der Familie geleisteten Zahlungen seien ihm an die 
geschuldeten Unterhaltsbeiträge anzurechnen.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 16. Februar 2015 Berufung mit folgenden 
Rechtsbegehren:

„1. Ziffer 5 des Entscheides (10 2014 166) des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 
10. Dezember 2014 sei aufzuheben.

2. Der Berufungskläger sei zu verurteilen, der Berufungsbeklagten für den Unterhalt der Kinder 
C.________ und D.________ rückwirkend per 1. Oktober 2013 einen monatlichen und 
vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von je CHF 884.- zuzüglich allenfalls von ihm bezogenen Kinder- 
und Ausbildungszulagen zu bezahlen, wobei die seit 1. Oktober 2013 vom Berufungskläger 
geleisteten Zahlungen an den Unterhalt der Familie ihm an die geschuldeten Unterhaltsbeiträge 
anzurechnen seien.

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Eventualiter:

2.1 Der Berufungskläger sei zu verurteilen, der Berufungsbeklagten für den Unterhalt der Kinder 
C.________ und D.________ rückwirkend per 1. Oktober 2013 bis 31. Oktober 2014 einen 
monatlichen und vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von je CHF 884.- zuzüglich allenfalls von 
ihm bezogenen Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen, wobei die seit 1. Oktober 2013 
vom Berufungskläger geleisteten Zahlungen an den Unterhalt der Familie ihm an die 
geschuldeten Unterhaltsbeiträge anzurechnen seien.

2.2 Der Berufungskläger sei zu verurteilen, der Berufungsbeklagten für den Unterhalt der Kinder 
C.________ und D.________ rückwirkend per 1. November 2014 einen monatlichen und 
vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von je CHF 884.50 zuzüglich allenfalls von ihm bezogenen 
Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen, wobei die seit 1. November 2014 vom 
Berufungskläger geleisteten Zahlungen an den Unterhalt der Familie ihm an die geschuldeten 
Unterhaltsbeiträge anzurechnen seien.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -“

Mit Eingabe vom 16. Februar 2015 stellte der Berufungskläger zudem ein Gesuch um Erteilung der 
unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren, welches mit Urteil vom 3. März 2015 
gutgeheissen wurde.

B.________ beantragte mit Berufungsantwort vom 13. März 2015 die Abweisung der Berufung 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklägers. Sie stellte mit Eingabe 
vom selben Datum ebenfalls ein Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege. Die 
unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren wurde ihr mit Urteil vom 1. April 2015 
verweigert.

Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über 
vorsorgliche Massnahmen, zu denen auch die Eheschutzmassnahmen zählen (BGE 133 III 393), 
mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in 
vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10'000.- beträgt. Der Streitwert wird 
durch die Rechtsbegehren bestimmt. Als Wert wiederkehrender Leistungen gilt der Kapitalwert und 
bei ungewisser oder unbestimmter Dauer gilt als Kapitalwert der zwanzigfache Betrag der 
einjährigen Leistung (Art. 91 Abs. 1 und Art. 92 ZPO).

Die Berufungsbeklagte verlangte vor erster Instanz Kindesunterhaltsbeiträge von monatlich je 
CHF 1‘007.50 (bis Oktober 2014 für C.________ und bis Mai 2016 für D.________) bzw. von 
CHF 1‘307.50 (ab November 2014 für C.________ und ab Juni 2016 für D.________). Der 
Berufungskläger beantragte in erster Instanz, die Unterhaltsbeiträge seien auf CHF 750.- 
festzusetzen. Strittig waren mithin monatliche Gesamtbeträge von CHF 1‘265.- bis Oktober 2014, 
von CHF 1‘565.- für die Zeitspanne von November 2014 bis Mai 2016 sowie von CHF 1‘865.- ab 
Juni 2016. Allein für das Jahr 2014 betrug der strittige Gesamtbetrag damit Fr. 15‘780, womit der 
Streitwert von CHF 10‘000.- längstens erreicht ist. Im Übrigen ist auch der Streitwert nach Art. 51 
und 74 BGG in Anbetracht der unbestimmten Dauer, für welche die Unterhaltsbeiträge geschuldet 
sind, erreicht, sodass gegen das vorliegende Urteil die Beschwerde in Zivilsachen an das 
Bundesgericht offen steht.

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b) Gegen einen wie vorliegend im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid 
(Art. 276 Abs. 1 i.V.m. Art. 271 Bst. a ZPO) beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung zehn 
Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Berufungskläger am 6. Januar 2015 im Dispositiv und am 
6. Februar 2015 vollständig begründet zugestellt. Die am 16. Februar 2015 eingereichte Berufung 
erfolgte somit fristgerecht.

c) Die Berufung ist schriftlich bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen und muss eine 
Begründung enthalten (Art. 311 Abs. 1 ZPO).

Die Berufungsschrift enthält Rechtsbegehren und ist begründet, weshalb darauf einzutreten ist.

d) Auf Eheschutzmassnahmen ist das summarische Verfahren anwendbar (Art. 271 ZPO), 
wobei das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt (Art. 272 ZPO). Die Parteien sind 
indes verpflichtet, am Verfahren mitzuwirken (BK ZPO-SPYCHER, Band II, 2012, Art. 296 N. 7).

e) Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

f) Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch 
berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

g) Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten gelten die Untersuchungs- 
und Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Das Verschlechterungsverbot kommt nicht zum 
Tragen (BGE 137 III 617 E. 4.5.3; 129 III 417 E. 2.1.1, mit Hinweisen).

h) Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 
durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung 
nötigen Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird.

2. Der Berufungskläger rügt die Berechnung seines Existenzminimums im angefochtenen 
Entscheid sowie die sich daraus ergebenden Folgen (Berufung Ziff. III.1). Dem 
Gerichtspräsidenten sei bei der Berechnung des Existenzminimums ein Rechnungsfehler 
unterlaufen; nach Addierung der einzelnen Positionen resultiere nicht etwa eine Summe von 
CHF 3‘722.-, sondern eine solche von CHF 4‘072.-. Somit habe der Gerichtspräsident den 
rechtserheblichen Sachverhalt falsch festgestellt (Berufung Ziff. III.2). Nach Abzug des 
Existenzminimums von CHF 4‘072.- vom monatlichen Nettoeinkommen des Berufungsklägers von 
CHF 5‘838.50 ergebe sich folglich ein monatlicher Unterhaltsbeitrag für die beiden Töchter von 
gesamthaft CHF 1‘766.50 bzw. gerundet je CHF 884.-. Die Verurteilung zur Bezahlung von 
monatlichen Unterhaltsbeiträgen von total CHF 1‘800.- bzw. von total CHF 2‘080.- ab November 
2014 greife deshalb ins Existenzminimum des Berufungsklägers ein, was eine klare 
Rechtsverletzung darstelle. Zudem habe auch die Berufungsbeklagte ihr Einkommen, soweit nicht 
zur Deckung der Positionen ihres Existenzminimums benötigt, für den Unterhalt der Kinder 
einzusetzen (Berufung Ziff. III.3 f.).

a) Der Gerichtspräsident hat gestützt auf die Empfehlungen des Jugendamtes des Kantons 
Zürich vom 1. Januar 2014 („Zürcher Tabellen“) erwogen, der durchschnittliche Unterhaltsbedarf 
von C.________ belaufe sich bis November 2014 auf CHF 1‘690.- und ab November 2014 auf 
CHF 1‘860.- sowie jener von D.________ auf CHF 1‘690.-. Davon abzuziehen seien die Beträge 
für Pflege und Erziehung von CHF 395.- bzw. CHF 265.- sowie die Kinderzulagen des 

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Arbeitgebers der Berufungsbeklagten von insgesamt CHF 287.50 pro Kind. Dies ergebe einen 
tatsächlichen Unterhaltsbedarf von C.________ von CHF 1‘007.50 für die Zeit vor dem 1. 
November 2014 und von CHF 1‘307.50 ab dem 1. November 2014. Für den Unterhaltsbedarf von 
D.________ resultiere ein Betrag von CHF 1‘007.50. Diese Beträge seien um 10% zu reduzieren, 
weil das Einkommen des Berufungsklägers deutlich unter dem Referenzeinkommen des 
Jugendamts des Kantons Zürich liege und auch die Lebenshaltungskosten am Wohnort der 
Töchter tiefer lägen als im schweizerischen Durchschnitt. Damit ergebe sich ein Unterhaltsbedarf 
von CHF 906.- bzw. CHF 1‘176.- (angefochtener Entscheid E. 10.3). Der Berufungskläger sei 
somit zu verpflichten, für die beiden Töchter bis Oktober 2014 einen Unterhaltsbeitrag von je CHF 
900.- und ab dem 1. November 2014 von CHF 1‘180.- für C.________ sowie von CHF 900.- für 
D.________ zu bezahlen (angefochtener Entscheid E. 10.4).

b) Der Unterhaltsbeitrag soll den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und 
Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen und ausserdem Vermögen und Einkünfte des Kindes 
sowie den Beitrag des nicht obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes 
berücksichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB).

Die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen ergibt sich aus der Gegenüberstellung seines 
Bedarfs und seines Nettoeinkommens (BGE 128 III 161 E. 2c/aa). Dem Unterhaltspflichtigen ist mit 
Bezug auf alle familienrechtlichen Unterhaltskategorien stets das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum zu belassen (BGE 137 III 59 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Bei ausreichenden 
finanziellen Verhältnissen kann das betreibungsrechtliche Existenzminimum um gewisse Beträge 
erhöht werden (BGE 126 III 353 E. 1a). Das Gesetz schreibt keine konkrete Bemessungsmethode 
für den Kinderunterhalt vor (BGE 128 III 411 E. 3.2.2). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist es zulässig, wenn die kantonalen Gerichte zur Ermittlung der Bedürfnisse des 
Kindes auf vorgegebene Bedarfszahlen (z.B. die sog. Zürcher Tabellen) abstellen, soweit die 
erforderlichen Anpassungen vorgenommen werden (BGer 5A_733/2009 vom 10. Februar 2010 
E. 3.3.2, nicht publ. in: BGE 136 III 209, aber in: ZBGR 2012 S. 179). Bei der Bemessung des 
Unterhaltsbeitrages steht dem Sachgericht ein weites Ermessen zu (BGE 128 III 161 E. 2c/aa).

c) aa) Die Bemessung des Unterhaltsbedarfs der beiden Töchter der Parteien durch den 
Gerichtspräsidenten gestützt auf die Zürcher Tabellen wird vom Berufungskläger nicht in Frage 
gestellt. Die Berufungsbeklagte hingegen geht von einer Ermessensüberschreitung durch den 
Gerichtspräsidenten aus (Berufungsantwort ad 4 und 5 Ziff. 9), wobei hierzu auf die hiesige 
Gerichtspraxis zu verweisen ist. Gemäss dieser ist je nach Einkommensverhältnissen der Parteien 
eine Reduktion von bis zu 25% des in den Zürcher Tabellen ausgewiesenen Bedarfs zulässig, da 
gerichtsnotorisch ist, dass die Lebenskosten im Kanton Freiburg tiefer liegen als jene im Kanton 
Zürich (vgl. KG FR, Urteil vom 17. September 2003 E. 2e, in FZR 2003 227, 331). Die Werte 
gemäss Zürcher Tabellen können nur dann unverändert übernommen werden, wenn das 
Einkommen der Familie deren familienrechtliches Existenzminimum (insbesondere inkl. Steuerlast) 
um 20% übersteigt (Urteil BGer 5A_216/2009 E. 4.2, mit Hinweis). Dass vorliegend die 
Einkommen der Parteien den Bedarf der gesamten Familie nicht um 20% übersteigen, ist 
offensichtlich. Die durch den Gerichtspräsidenten vorgenommene Bemessung des 
Kindesunterhaltsbedarfs ist deshalb nicht zu beanstanden.

Es ist somit von einem Unterhaltsbedarf von C.________ von CHF 906.- bis zum 31. Oktober 2014 
und von CHF 1‘176.- ab dem 1. November 2014 auszugehen sowie von einem Unterhaltsbedarf 
von D.________ von CHF 906.- bis zum 31. Mai 2016 und von CHF 1‘176.- ab dem 1. Juni 2016.

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bb) Gemäss den Feststellungen des Gerichtspräsidenten beträgt das monatliche 
Nettoeinkommen des Berufungsklägers CHF 5‘838.50 (inkl. 13. Monatslohn und variablem Lohn), 
was letzterer vorliegend nicht bestreitet (angefochtener Entscheid E. 11.7).

Zur Berechnung des familienrechtlichen Existenzminimums des Berufungsklägers ist zunächst der 
betreibungsrechtliche Grundbetrag von CHF 1‘200.- zu berücksichtigen, auf welchen entsprechend 
der hiesigen Gerichtspraxis ein Zuschlag von 20%, also von CHF 240.-, zu gewähren ist (vgl. KG 
FR, Urteil 101 2009-94 vom 7. Juli 2010 E. 2c/aa, in FZR 2010 337, 342). Die Auslagen für Telefon 
und obligatorische Versicherungen sind im betreibungsrechtlichen Grundbetrag bereits enthalten, 
weshalb sie vorliegend nicht separat mit einberechnet werden. Zur Festsetzung der Pauschale für 
den Arbeitsweg ist infolge Frühdienstes in Übereinstimmung mit dem Gerichtspräsidenten vom 
Kompetenzcharakter des Fahrzeugs des Berufungsklägers auszugehen. Dieser legt pro Tag einen 
Arbeitsweg von 54 km zurück (Strecke E.________-F.________: 27 km). Bei einer vollzeitlichen 
Arbeitstätigkeit mit einem Ferienanspruch von vier Wochen sind pro Monat durchschnittlich 
20 Arbeitstage ([52 – 4] x 5 : 12) massgebend, womit die Pauschale für den Arbeitsweg auf 
CHF 270.- festzulegen ist (54 km x 20 Tage x 0.1 l/km x 1.55 Rp./l + CHF 100.- [Versicherung]). 
Die Kosten für auswärtige Verpflegung sind auf pauschal CHF 200.- (20 Tage à CHF 10.-) 
festzusetzen. Die Steuern werden angesichts der finanziellen Situation der Parteien nicht in die 
Berechnung mit einbezogen. Die restlichen Auslagen sind wie vom Gerichtspräsidenten 
festgehalten – und vom Berufungskläger im Übrigen nicht beanstandet – zu berücksichtigen.

Das Existenzminimum des Berufungsklägers beläuft sich damit auf CHF 3‘747.10 (CHF 1‘200.- 
[Grundbetrag] + CHF 240.- [Erweiterung Grundbetrag um 20%] + CHF 1‘003.- [Wohnkosten] + 
CHF 350.75 [Krankenkasse] + CHF 270.- [Pauschale Arbeitsweg] + CHF 200.- [Pauschale 
auswärtige Verpflegung] + CHF 333.35 [indirekte Amortisation der Hypothek] + CHF 150.- 
[Sicherheit für die Hypothek]).

Nach Abzug der Auslagen von seinen Einnahmen verbleibt dem Berufungskläger somit monatlich 
ein Betrag von CHF 2‘091.40 (CHF 5‘838.50 - CHF 3‘747.10).

cc) Der Gerichtspräsident hat nicht begründet, warum der ganze Unterhaltsbedarf der 
beiden Töchter der Parteien alleine durch den Berufungskläger zu tragen sei. Wie der 
Berufungskläger zu Recht geltend macht, hat grundsätzlich auch die Berufungsbeklagte im 
Umfang ihrer Leistungsfähigkeit einen Beitrag an den Unterhalt der gemeinsamen Töchter zu 
leisten, wobei ihr aber die in natura erbrachten Leistungen (Betreuung und Erziehung) 
anzurechnen sind.

Die Berufungsbeklagte verfügt gemäss den unbestrittenen Feststellungen des Gerichtspräsidenten 
über ein monatliches Nettoeinkommen von insgesamt CHF 2‘848.25 (angefochtener Entscheid 
E. 11.9). Das familienrechtliche Existenzminimum der Berufungsbeklagten von CHF 2‘537.-, wie es 
der Gerichtspräsident festgehalten hat (angefochtener Entscheid E. 11.11), ist analog demjenigen 
des Berufungsklägers anzupassen. Es ist somit um 20% des betreibungsrechtlichen 
Grundbetrags, vorliegend um CHF 270.-, zu erhöhen und es sind die Auslagen für Telefon und 
obligatorische Versicherungen im Umfang von CHF 100.- sowie die Steuern von pauschal 
CHF 200.- abzuziehen. Auch sind bei einem Arbeitsweg nach G.________ von 42.2 km pro Tag 
(Strecke H.________-G.________: 21.1 km), welchen die Berufungsbeklagte bei einem Pensum 
von 30% durchschnittlich sechs Mal pro Monat zurücklegt, die Kosten für den Arbeitsweg auf 
CHF 140.- zu kürzen (42.2 km x 6 Tage x 0.1 l/km x 1.55 Rp./l + CHF 100.- [Versicherung]). Für 
ihre Arbeitstätigkeit zu 20% in ihrer Wohngemeinde fallen keine Arbeitswegkosten an. Bei einem 
Pensum von 50% sind als Kosten für die auswärtige Verpflegung zudem pauschal CHF 100.- (10 
Tage à CHF 10.-) zu berücksichtigen.

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Dadurch ergibt sich ein familienrechtliches Existenzminimum der Berufungsbeklagten von 
CHF 2‘395.85 (CHF 1‘350.- [Grundbetrag] + CHF 270.- [Erweiterung Grundbetrag um 20%] + 
CHF 179.- [Wohnkosten] + CHF 356.85 [Krankenkasse] + CHF 140.- [Pauschale Arbeitsweg] + 
CHF 100.- [Pauschale auswärtige Verpflegung]). Ihr monatlich verfügbarer Saldo beläuft sich somit 
auf CHF 452.40 (CHF 2‘848.25 - CHF 2‘395.85).

Der monatliche den Parteien zur Verfügung stehende Saldo beläuft sich damit gesamthaft auf 
CHF 2‘543.80 (CHF 2‘091.40 + CHF 452.40), welcher einem Unterhaltsbedarf der beiden Töchter 
von momentan CHF 2‘082.- bzw. von CHF 2‘352.- ab dem 1. Juni 2016 gegenüber steht. Der 
Anteil des Berufungsklägers am verfügbaren Saldo beträgt 82.22%, derjenige der 
Berufungsbeklagten 17.78%. Demzufolge hätte die Berufungsbeklagte Unterhaltsbeiträge von 
CHF 161.10 (17.78% von CHF 906.-) sowie von CHF 209.10 (17.78% von CHF 1‘176.-) zu leisten 
und der Berufungskläger die verbleibenden CHF 889.90 (CHF 906.- - CHF 161.10) sowie von 
CHF 966.90 (CHF 1‘176.- - CHF 209.10). Da der durch die Berufungsbeklagte zu leistende Anteil 
an die Unterhaltsbeiträge für die beiden Töchter jedoch wie bereits ausgeführt aufgrund der in 
natura erbrachten Leistungen ohnehin zu reduzieren ist und sich die durch den Berufungskläger zu 
leistenden Unterhaltsbeiträge damit erhöhen, sind die durch den Gerichtspräsidenten festgelegten 
Unterhaltsbeiträge von monatlich je CHF 900.- bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und von je 
CHF 1‘180.- ab dem 13. Lebensjahr im Ergebnis zu bestätigen.

Die Berufung wird somit abgewiesen.

3. Der Berufungskläger ist mit seinen Anträgen vollumfänglich unterlegen. Es sind ihm deshalb 
die Prozesskosten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1‘200.- festgelegt (Art. 96 ZPO i.V.m. 
Art. 19 JR).

b) In Anbetracht der Art, der Schwierigkeit und des Umfangs des Verfahrens sowie der 
notwendigen Arbeit von Rechtsanwalt Anton Henninger (insbesondere Verfassen der 
Berufungsantwort von 7 Seiten), des Interesses und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien 
wird die Parteientschädigung für die Berufungsbeklagte global auf CHF 1'000.- zuzüglich CHF 80.- 
MWSt (8% von CHF 1‘000.-) festgesetzt (Art. 95 Abs. 3 und 96 ZPO i.V.m. Art. 63 Abs. 2 und 64 
Abs. 1 Bst. e JR).

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Der Entscheid des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 10. Dezember 2014 
wird vollumfänglich bestätigt.

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden A.________ auferlegt, unter Vorbehalt der ihm 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege:

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1‘200.- festgelegt.

b) Die Parteientschädigung für B.________ wird global auf CHF 1‘000.- (inkl. Auslagen) 
festgelegt, zuzüglich CHF 80.- MWSt.

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 4. September 2015/ggu

Vizepräsidentin Gerichtsschreiberin
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