# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbbbdbbf-9846-5b48-97d1-21a605eddd6c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.09.2014 200 2014 395
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-395_2014-09-16.pdf

## Full Text

200 14 395 IV
SCJ/TOZ/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. September 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 9. Dezember 2000 unter Hinweis auf psychische 
Probleme bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (Antwortbei-
lagen der Invalidenversicherung [AB] 1). Gestützt auf die Abklärungen im 
medizinischen, erwerblichen und häuslichen Bereich (insb. Gutachten der 
Dres. med. B.________, Facharzt für Rheumatologie sowie Physikalische 
Medizin und Rehabilitation FMH, und C.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, vom Februar und März 2002 [AB 25 f.]; ein Ab-
klärungsbericht Haushalt vom 27. Mai 2002 [AB 28]) sprach die IV-Stelle 
Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) mit Verfügung vom 5. Februar 2003 
(AB 32 S. 5 bis 7) bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 56 % (Status 
von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt; vgl. AB 29) eine halbe Inva-
lidenrente ab dem 1. September 2000 zu; diese wurde in den Folgejahren 
drei Mal revisionsweise bestätigt (AB 37, 46 und 52). 

B.

Im Rahmen eines im Oktober 2012 von Amtes wegen eingeleiteten Revi-
sionsverfahrens machte die Versicherte eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes seit zwei Jahren geltend (AB 57). Gestützt auf die 
Abklärungen in medizinischer, erwerblicher und haushaltlicher Hinsicht 
(inbs. ein Verlaufsgutachten von Dr. med. C.________ vom 24. September 
2013 [AB 77.1]; ein Abklärungsbericht Haushalt vom 28. November 2013 
[AB 79]) ermittelte die IVB in Anwendung der gemischten Methode einen 
IV-Grad von 30 % - wobei sie in dem für den Gesundheitsfall auf 80 % 
festgelegten Erwerbsanteil von einer gewichteten Invalidität von 30 % und 
im 20 %igen Haushaltsanteil von einer gewichteten Einschränkung von 
0.20 % ausging - und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 6. 
Dezember 2013 (AB 82) die Aufhebung der bisherigen halben 
Invalidenrente in Aussicht. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 
14. Januar 2014 (AB 83) fest und hob - nach Einholung der 

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Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] vom 31. Januar 
2014 (AB 88) sowie des Abklärungsdienstes vom 7. März 2014 (AB 95) - 
mit Verfügung vom 13. März 2014 (AB 97) die bisherige halbe 
Invalidenrente per Ende April 2014 auf. Zuvor hatte sie nach Durchführung 
des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 11. März 2014 (AB 96) 
einen Anspruch der Versicherten auf eine Hilflosenentschädigung verneint. 

C.

Gegen die Verfügung vom 13. März 2014 erhob die Versicherte am 
28. April 2014 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer Rente, 
unter Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes. Im Weiteren stellte sie 
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. 

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2014 beantragte die 
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Nach entsprechender Aufforderung durch den Instruktionsrichter reichte die 
Beschwerdeführerin am 3. Juli 2014 Unterlagen zur Prozessbedürftigkeit 
ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. März 2014 (AB 97). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente und dabei insbesondere, ob die Aufhebung der bisherigen 
halben Invalidenrente per Ende April 2014 zu Recht erfolgt ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-

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kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufga-
benbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird 
für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie 
unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; 
spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 
125 V 146 E. 2a S. 150).

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2.4 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b 
S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.1).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls - sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden - 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.2).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

Da im Rahmen der in den Jahren 2003, 2006 und 2010 durchgeführten 
Revisionen keine umfassende materielle Überprüfung des Leistungsan-
spruchs vorgenommen wurde (vgl. AB 37, 46 und 52), ist in materieller 
Hinsicht der Sachverhalt im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
13. März 2014 (AB 97) mit demjenigen im Zeitpunkt der Verfügung vom 
5. Februar 2003 (AB 32 S. 5 bis 7) zu vergleichen (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.1 Die Verfügung vom 5. Februar 2003 (AB 32 S. 5 bis 7) stützte sich 
in medizinischer Hinsicht massgeblich auf die Gutachten der Dres. med. 
B.________ und C.________ vom Februar und März 2002 (AB 25 f.). 

Dr. med. B.________ diagnostizierte im Gutachten vom Februar 2002 (AB 
25) unter anderem anamnestisch sporadische Kreuzschmerzen bei grösse-
rer Belastung, anamnestisch gelegentliche schmerzhafte Fingerschwellun-
gen unklarer Genese sowie anamnestisch rezidivierende Kopfschmerzen 
(AB 25 S. 7). Aus somatischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (AB 
25 S. 8). 

Dr. med. C.________ hielt im Gutachten vom März 2002 (AB 26) als 
Diagnosen eine schwere depressive Episode ohne psychotische Sympto-
me (ICD-10 F32.2), ungünstige persönliche und soziale Faktoren (z.B. Sta-
tus nach Scheidung; ICD-10 Z63.5) sowie Schwierigkeiten bei der kulturel-
len Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3) fest (AB 26 S. 5). Die 
Beschwerdeführerin habe von Oktober 1999 bis Januar 2000 stationär im 
Psychiatriezentrum D.________ geweilt (AB 26 S. 4); sie befinde sich seit 
Ende Februar 2002 erneut im Psychiatriezentrum D.________ (AB 26 S. 2 
unten). Es bestehe seit Herbst 1999 eine durchschnittliche Arbeitsfähigkeit 
für ausserhäusliche Tätigkeiten von 40 %. Bei den Haushaltsarbeiten liege 
eine 50 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (AB 26 S. 6). Die 
durchgeführten Behandlungen seien optimal gewesen. Die Therapien 
könnten zu einer Stabilisierung führen (AB 26 S. 7). 

Nach interdisziplinärer Absprache gelangten die Gutachter im März 2002 
zum Schluss, dass bei der klinisch-rheumatologischen Untersuchung kaum 
abnorme Befunde hätten festgestellt werden können. Die 
Beschwerdeführerin habe bis auf sporadische Kreuzschmerzen bei 

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Fehlbelastung, seltene schmerzhafte Fingerschwellungen und Kopf- sowie 
Bauchschmerzen auch keine körperlichen Beschwerden angegeben. Aus 
rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin arbeitsfähig. Im 
Vordergrund stehe das psychische Leiden, welches seit Herbst 1999 
bestehe und mehrfach zu Hospitalisationen geführt habe. Es liege eine 
ausserhäusliche Arbeitsfähigkeit von 40 % vor. Die Arbeitsfähigkeit im 
Haushalt betrage 50 %. Zu berücksichtigen seien dabei auch die 
krankheitsfremden Faktoren. Bei der interdisziplinären Beurteilung könne 
der psychiatrische Standpunkt übernommen werden (AB 26 S. 8). 

3.2 Der angefochtenen Verfügung vom 13. März 2014 (AB 97) liegen 
insbesondere folgende medizinische Akten zu Grunde:

3.2.1 Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 21. Mai 2003 (AB 36) mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode mit 
somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) und attestierte eine 100 %ige 
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von September 1999 bis auf 
weiteres (AB 36 S. 1). Es liege ein stationärer Gesundheitszustand vor (AB 
36 S. 2). 

3.2.2 Im Bericht vom 19. Juni 2006 (AB 44) hielt Dr. med. F.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, als Diagnose eine rezi-
divierende/chronifizierte depressive Störung (gegenwärtig mittleren Gra-
des) mit somatischen Symptomen fest. Gemäss Hausarzt bestehe ana-
mnestisch ein Fibromyalgiesyndrom. Der Gesundheitszustand sei 
stationär (AB 44 S. 1). 

In einem weiteren Bericht vom 26. April 2010 (AB 49) diagnostizierte 
Dr. med. F.________ eine rezidivierende/chronifizierte depressive Störung 
(gegenwärtig mittleren bis schweren Grades) mit somatischen Symptomen 
sowie anamnestisch ein Fibromyalgiesyndrom (gemäss Hausarzt). Es liege 
ein stationärer Gesundheitszustand vor. Nach einem längeren Unterbruch 
würden wieder regelmässige stützende und alltagsordnende Gespräche 
geführt (AB 49 S. 1). 

Im Bericht vom 16. April 2013 (AB 71) bestätigte Dr. med. F.________ ei-
nen chronifizierten Verlauf. Die Beschwerdeführerin weise kein ausser-

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häusliches Leistungsvermögen auf. Nach einjähriger Pause habe die Be-
schwerdeführerin die Gesprächstherapie aktuell wieder aufgenommen (AB 
71 S. 3). 

3.2.3 Im Verlaufsgutachten vom 24. September 2013 (AB 77.1) diagnosti-
zierte Dr. med. C.________ eine rezidivierende depressive Störung, seit 
Jahren mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), einen Status nach Scheidung 
(ICD-10 Z63.5) sowie eine Überversorgung durch die Familie (ICD-10 
Z63.8; AB 77.1 S. 6). Seit 2009 leide die Beschwerdeführerin an einer mit-
telgradigen depressiven Episode (AB 77.1 S. 7). Es sei nicht mehr 
eindeutig zu einer schweren depressiven Episode gekommen, jedenfalls 
nicht über eine längere Zeit (AB 77.1 S. 9). Für eine mittelgradige depressi-
ve Episode sprächen folgende Symptome: Müdigkeit, Schlafstörungen, 
Nachdenken über das Leben, Einschränkung der Leistungsfähigkeit, 
Angewiesensein auf die Betreuung der Kinder, ambulante psychiatrische 
Behandlung, sehr tiefe Behandlungsfrequenz sowie keine Indikation für 
eine stationäre psychiatrische Therapie. Im Weiteren bestünden ungünstige 
krankheitsfremde Faktoren (Krebserkrankung einer Tochter, längere Phase 
von Arbeitslosigkeit des Sohnes, Auseinandersetzung des Sohnes mit dem 
Ex-Ehemann). Seit ca. 2009 habe sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwer-
deführerin verbessert. Diese habe deswegen die ambulante psychiatrische 
Behandlung während rund eines Jahres aufgeben können; sie gehe seither 
nur selten in die Psychotherapie (AB 77.1 S. 7). Sowohl in der bisherigen 
als auch in einer angepassten Tätigkeit (einfach strukturiert, manuell, mit 
Erholungsmöglichkeiten; AB 77.1 S. 11) bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % (AB 77.1 S. 8 und 10). Die Beschwerdeführerin sei dekonditioniert 
und befinde sich in einem regressiven Verhalten innerhalb der Familie. Sie 
müsste diese ungünstigen Zustände überwinden, was ihr auch zumutbar 
sei (AB 77.1 S. 9). Sie dürfte ihre Restarbeitsfähigkeit von 50 % erst mit der 
Zeit verwerten können, weil sich die ungünstigen krankheitsfremden Fakto-
ren negativ auswirkten. Die Beschwerdeführerin sei insbesondere nicht 
motiviert zu arbeiten (AB 77.1 S. 11). Im Haushalt liege keine Einschrän-
kung mehr vor (AB 77.1 S. 8). Sinnvoll wäre eine Intensivierung der thera-
peutischen Massnahmen (AB 77.1 S. 9). Die im Bericht von Dr. med. 
F.________ vom 26. April 2010 genannte Diagnose sei nachvollziehbar, da 
die damalige Symptomatik für eine mittlere Depressivität gesprochen habe. 

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Weiter lasse dessen Beschreibung des psychischen Zustandes der Be-
schwerdeführerin im Bericht vom 16. April 2013 auf eine grossteilige Stabi-
lität der Krankheit schliessen. Eine Suizidalität habe nicht bestanden. Und 
die Lebensprobleme seien als krankheitsfremd zu beurteilen (AB 77.1 
S. 10). 

3.2.4 Im Bericht vom 13. Januar 2014 (AB 83 S. 2 f.) führte Dr. med. 
F.________ aus, dass die im Verlaufsgutachten festgehaltene Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes seit 2009 in keiner Weise seiner Verlaufs-
beobachtung entspreche. Die Beschwerdeführerin lebe in einer permanen-
ten Niedergeschlagenheit mit kaum vorhandener Leistungsfähigkeit. Sie sei 
ein Schatten ihrer selbst, gefangen in ihren Traumata und den daraus re-
sultierenden Depressionen, welche durch diverse pharmakologische Mono- 
und Polytherapien wenig hätten beeinflusst werden können. Die Beschwer-
deführerin wäre schon seit längerem in einer betreuten Wohnsituation, 
wenn nicht vor allem die jüngste Tochter ihr Beistand leisten würde (AB 83 
S. 2). 

3.2.5 Stellung nehmend zum Verlaufsgutachten von Dr. med. 
C.________ vom 24. September 2013 (AB 77.1) legte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, RAD, am 
31. Januar 2014 (AB 88) dar, dass es zwischenzeitlich zu einer Verbesse-
rung der depressiven Symptomatik (von einer schweren zu einer mittelgra-
digen depressiven Episode) gekommen sei (AB 88 S. 3 unten), mit ent-
sprechender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (AB 88 S. 5). Hierbei habe 
der Gutachter auch auf die ungünstigen krankheits-/invaliditätsfremden 
Faktoren, die nicht erkennbare Motivation der Beschwerdeführerin zur 
Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit sowie die niedrige Behandlungs-
frequenz hingewiesen (AB 88 S. 4 unten). Aus psychiatrischer Sicht sei das 
Verlaufsgutachten nachvollziehbar und in seinen Schlussfolgerungen plau-
sibel (AB 88 S. 5). 

3.2.6 Mit Bericht vom 25. April 2014 (AB 100 S. 9 bis 11) bekräftigte 
Dr. med. F.________, dass angesichts der jahrelangen Betreuung eine 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht mehr gegeben sei (AB 100 
S. 11). Er wies zudem auf Fehler im Verlaufsgutachten vom 24. September 
2013, insbesondere in der Anamneseerhebung hin (AB 100 S. 9). 

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3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 13. März 2014 (AB 97) massgeblich auf das Gutachten von Dr. 
med. C.________ vom 24. September 2013 (AB 77.1) gestützt. Dieses 
erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hier-
vor), weshalb diesem volle Beweiskraft zukommt. Die darin enthaltenen 
Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Wie sich nachfolgend ergibt, sind die Ausführungen in der Be-
urteilung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die gezo-
genen Schlussfolgerungen zum aktuellen psychischen Gesundheitszustand 
und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet, so dass darauf 
abzustellen ist. Demnach hat sich das Beschwerdebild in psychiatrischer 
Hinsicht seit dem Gutachten von Dr. med. C.________ bzw. der interdiszi-

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plinären Beurteilung der Dres. med. C.________ und B.________ vom 
März 2002 (AB 26) insofern verändert bzw. verbessert, als sich die damals 
festgestellte schwere depressive Episode zwischenzeitlich zu einer mittel-
gradigen Episode einer rezidivierenden depressiven Störung zurückgebil-
det hat und nunmehr eine Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich (sowohl in 
der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit) von 50 % besteht 
(AB 26 S. 5 und 8; AB 77.1 S. 7 bis 10). Für eine Verbesserung der ge-
sundheitlichen Situation sprechen zudem auch folgende Umstände: Die 
Beschwerdeführerin war bis und mit dem Jahr 2002 als Nichterwerbstätige 
erfasst und erst ab dem Jahr 2003 wiederum erwerbstätig, wobei sie in den 
Jahren 2006 bis 2008 ein Einkommen von immerhin rund Fr. 20‘000.-- pro 
Jahr erzielt hat (AB 53). Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin 
den Umfang ihrer Erwerbstätigkeit mittlerweile wieder reduziert hat (AB 53), 
denn gestützt auf die Akten lässt sich diese Reduktion nicht auf eine Ver-
schlechterung der gesundheitlichen Situation zurückführen (AB 79 S. 3 f. 
Ziff. 3.2). Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2002 im Haushalt in erheblichem Ausmass eingeschränkt war, was 
seinen Niederschlag in einer entsprechenden Behinderung von 82 % ge-
funden hat (AB 28 S. 7), wogegen die entsprechende Einschränkung im 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung sowohl medizinisch-theoretisch 
(AB 77.1 S. 8) als auch gestützt auf den Betätigungsvergleich erheblich 
geringer war (vgl. E. 4.2.2 hiernach). Daraus ergibt sich, dass im massge-
benden Vergleichszeitraum (vgl. E. 3 hiervor) eine Veränderung bzw. Ver-
besserung der psychischen Gesundheitssituation resp. der Arbeitsfähigkeit 
im Erwerbs- bzw. Haushaltsbereich eingetreten ist. Damit ist das Vorliegen 
eines Revisionsgrundes zu bejahen und der Rentenanspruch ist in der Fol-
ge umfassend zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200).

3.5 Dr. med. C.________ hat im Gutachten vom 24. September 2013 
(AB 77.1) nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass sich die schwere 
depressive Episode zwischenzeitlich zu einer mittelgradigen Episode einer 
rezidivierenden depressiven Störung zurückgebildet hat. Neben Anamnese, 
Psychostatus und Untersuchungsbefund hat sich der Gutachter in seiner 
Expertise ausführlich mit den bisherigen psychiatrischen Berichten, insbe-
sondere von Dr. med. F.________ vom 26. April 2010 und 16. April 2013 
(AB 49 und 71) auseinandergesetzt (AB 77.1 S. 10). Aufgrund der rezidivie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 13

renden depressiven Störung besteht laut dem überzeugenden Gutachten 
eine Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich von 50 % (sowohl in der bisherigen 
als auch in einer angepassten Tätigkeit) bzw. im Haushaltsbereich von 
100 % (AB 77.1 S. 8 bis 11); hierbei hat der Gutachter - wie der RAD-
Psychiater Dr. med. G.________ zutreffend ausgeführt hat (AB 88 S. 4 
unten) - die invaliditätsfremden, psychosozialen Belastungsfaktoren ausge-
klammert bzw. entsprechend gewertet (AB 77.1 S. 7 und 11) und einleuch-
tend begründet, dass der Beschwerdeführerin eine teilweise Überwindung 
der psychisch bedingten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit möglich und 
zumutbar ist (AB 77.1 S. 9).

Hieran vermögen die Berichte von Dr. med. F.________ vom 19. Juni 
2006, 26. April 2010, 16. April 2013, 13. Januar 2014 und 25. April 2014 
(AB 44, AB 49, AB 71, AB 83 S. 2 f. und AB 100 S. 9 bis 11) nichts zu än-
dern. Zunächst enthalten sie keine Befunde resp. wichtigen Aspekte, wel-
che im Rahmen der Begutachtung durch Dr. med. C.________ unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben wären. Der Gutachter hat die Besserung des 
depressiven Zustandes anhand der einzelnen Symptome für eine mittel-
gradige depressive Episode nachvollziehbar dargelegt (AB 77.1 S. 7) und 
in diesem Zusammenhang auf die aktuell stattfindende ambulante Therapie 
mit niedriger Behandlungsfrequenz hingewiesen (AB 77.1 S. 7); anfänglich 
befand sich die Beschwerdeführerin noch mehrmals in stationärer Behand-
lung (AB 26 S. 8). Dr. med. F.________ bringt denn auch nicht vor, 
inwiefern die gutachterliche Beurteilung nicht zutreffen, insbesondere der 
Definition rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 
Episode, gemäss ICD-10 F33.1 widersprechen soll. Ebenso wenig vermag 
die vom behandelnden Psychiater abweichende Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit im Erwerbs- und Haushaltbereich den Beweiswert des Gutachtens 
zu schmälern oder Anlass zu weiteren Abklärungen zu geben. Abgesehen 
davon, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und 
soll, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353), lässt es die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 14

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen, wenn die behandelnden Ärzte 
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen; Gründe, welche dies aus-
nahmsweise aufdrängen, liegen hier nicht vor (vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 
S. 44 E. 2.2.1). Weiter kommt es für den Aussagegehalt eines medizini-
schen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an 
(vgl. AB 100 S. 9). Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhalt-
lich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Entscheid des BGer vom 
28. November 2013, 9C_263/2013, E. 5.4), was vorliegend der Fall ist. Im-
merhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeit-
liche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopatholo-
gie angemessen sein (Entscheid des BGer vom 11. Juli 2012, 
8C_215/2012, E. 7.3). Für die Annahme, dass die psychiatrische Explora-
tion durch Dr. med. C.________ nicht sorgfältig vorgenommen wurde oder 
das Mass an gutachtlicher Eigenwahrnehmung unzureichend war, liegen 
keine Anhaltspunkte vor. Dass der Gutachter im Rahmen der 
Anamneseerhebung die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin 
hinsichtlich der Scheidung sowie des verstorbenen Vaters wie auch 
früherer Klinikaufenthalte (AB 100 S. 9 f.) allenfalls (d.h. vorausgesetzt, 
dass die diesbezüglichen Angaben der Beschwerdeführerin korrekt waren) 
unzutreffend erfasst hat, vermag den Beweiswert seiner Expertise allein 
nicht zu schmälern bzw. kann in einer solchen spezifischen Ungenauigkeit 
kein deutliches Indiz für eine unsorgfältige Arbeit in genereller Hinsicht 
erblickt werden. 

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin bzw. der Tochter (vgl. Beschwerde 
und Stellungnahme vom 25. April 2014; AB 100 S. 12 bis 15) vermögen die 
Schlüssigkeit des Verlaufsgutachtens ebenfalls nicht in Frage zu stellen, 
beruhen diese doch weitgehend auf einer subjektiven Schilderung der 
Situation, welche durch keine entsprechenden medizinischen Beweismittel 
objektiviert wird und auch nicht zu objektivieren ist. 

Zusammenfassend ist von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % sowohl in der 
bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit bzw. von einer uneinge-
schränkten Arbeitsfähigkeit im Haushaltbereich auszugehen (AB 77.1 S. 8 
und 10). Anhaltspunkte, dass abklärungsbedürftige somatische Befunde 
vorliegen würden oder in dieser Hinsicht eine Verschlechterung eingetreten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 15

wäre, sind weder ersichtlich noch werden solche von der Beschwerdeführe-
rin geltend gemacht.

4.

4.1 Umstritten sind weiter der Status der Beschwerdeführerin und damit 
verbunden die Invaliditätsbemessungsmethode. Während die Beschwerde-
gegnerin bei der Anwendung der gemischten Methode den Anteil der Er-
werbstätigkeit auf 80 % beziffert (AB 97 S. 2), stellt sich die Beschwerde-
führerin auf den Standpunkt, ihr sei der Status einer ganztägig Erwerbstäti-
gen zuzuerkennen (vgl. Beschwerde, S. 3; AB 79 S. 4 Ziff. 3.4).

4.1.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist - was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 16

4.1.2 Die rentenzusprechende Verfügung vom 5. Februar 2003 (AB 32 S. 
5 bis 7) basierte auf einem Status von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % 
Haushalt (vgl. AB 29), was den damaligen Angaben der 
Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht vom 27. Mai 2002 entsprach (AB 
28 S. 4 Ziff. 3.4). Im Haushalt lebten damals nebst der Beschwerdeführerin 
deren drei Kinder mit den Jahrgängen 1980, 1982 und 1985. Der von ihr 
seit dem Juni 2000 getrennt lebende Ehemann führte einen eigenen Haus-
halt (AB 28 S. 3 Ziff.  2). Dem Abklärungsbericht vom 28. November 2013 
(AB 79) ist zu entnehmen, dass nur noch der erwachsene Sohn (Jahrgang 
1985) im Haushalt der Beschwerdeführerin lebt. Gegenüber der Ab-
klärungsperson gab die Beschwerdeführerin an, sie würde bei guter Ge-
sundheit zu 100 % erwerbstätig sein, da sie keine kleinen Kinder mehr 
habe (AB 79 S. 4 Ziff. 3.4). 

Die Abklärungsperson wies zu Recht darauf hin, dass im Vergleich zum 
Zeitpunkt der Rentenzusprache vom 5. Februar 2003 (AB 32 S. 5 bis 7) 
kein nachvollziehbarer Grund für die geltend gemachte Erhöhung der hypo-
thetischen Erwerbstätigkeit ersichtlich ist (AB 79 S. 5). Dass die 
Verhältnisse eine wesentliche Veränderung erfahren hätten, ist weder 
ersichtlich noch wird eine solche von der Beschwerdeführerin überzeugend 
dargetan. So hatte die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2002 keine 
Betreuungspflichten gegenüber den Kindern mehr; das jüngste Kind war 
damals 
17 Jahre alt (AB 28 S. 3 Ziff. 2.1). Zudem widerspricht es der allgemeinen 
Lebenserfahrung, dass das Arbeitspensum zwischen dem 40. und 50. 
Lebensjahr ohne zwingende Notwendigkeit von 80 % auf 100 % erhöht 
wird. Damit ist weiterhin von einer hypothetischen Erwerbstätigkeit von 80 
% auszugehen. Es ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin ange-
sichts des Alters ihrer Kinder im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 
wohl nicht mehr als eine im Aufgabenbereich tätige Hausfrau im Sinne von 
Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 (IVV; SR 831.201) einzustufen wäre, sondern mittlerweile von einer 
Teilzeiterwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich (BGE 131 V 51 E. 5.1.2 
S. 53 und E. 5.2 S. 54) auszugehen wäre. Wie es sich damit verhält, kann 
indessen offen bleiben, da auch in diesem Fall der IV-Grad lediglich 37.5 % 
betragen würde (vgl. E. 4.4.1 hiernach). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 17

4.2 Zu prüfen bleibt die Einschränkung der Beschwerdeführerin im 
Haushalt.

4.2.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2). 

4.2.2 Der auf einer neuen Erhebung vor Ort (26. November 2013) basie-
rende Abklärungsbericht vom 28. November 2013 (AB 79) überzeugt und 
erfüllt die Kriterien der Beweistauglichkeit (vgl. E. 4.2.1 hiervor) vollumfäng-
lich. Er enthält eine eingehende Abklärung der Wohnverhältnisse sowie der 
im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten. Weiter hält er 
in angemessener Ausführlichkeit die Aussagen der Beschwerdeführerin zu 
den einzelnen Haushaltstätigkeiten, mit Einschluss der behinderungsbe-
dingten Einschränkungen, fest; hierbei berücksichtigt er die medizinische 
Diagnose und die sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen sowie die 
zumutbare Mithilfe des erwachsenen, im selben Haushalt wohnenden Soh-
nes im Sinne der Schadenminderungspflicht (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 
f.). Ob die daraus gezogene Schlussfolgerung, es liege im Aufgabenbe-
reich als Hausfrau lediglich eine Invalidität von 1 % bzw. gewichtet von 
0.2 % vor (AB 79 S. 9), zutrifft, kann offen bleiben, denn eine rentenbe-
gründende Invalidität von mindestens 40 % würde eine Einschränkung im 
Haushalt von 50 % bzw. gewichtet 10 % voraussetzen (vgl. E. 4.4.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 18

hiernach), was gestützt auf das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
24. September 2013 (AB 77.1 S. 8) klarerweise ausgeschlossen ist (vgl. 
E. 3.5 hiervor). 

Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu 
ändern. Im Abklärungsbericht wurde auf die Diskrepanz zwischen den An-
gaben der Beschwerdeführerin über die Einschränkungen im Haushalt und 
der gutachterlichen Einschätzung, wonach die Arbeitsfähigkeit im Haus-
haltbereich uneingeschränkt ist, hingewiesen (AB 79 S. 9); diese Abwei-
chung kann medizinisch nicht erklärt werden. Diesbezüglich kann auch auf 
die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 7. März 2014 (AB 95) 
verwiesen werden, wonach Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Be-
schwerdeführerin im Haushalt wohl weit weniger eingeschränkt ist, als auf-
grund ihrer eigenen Angaben angenommen werden könnte (AB 95 S. 3). 

4.3 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Ausgehend von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 
50 % sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit (vgl. 
E. 3.5 hiervor) ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleichs zu bestim-
men. 

4.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). 

4.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). 

4.4 Da die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der umstrittenen 
Rentenaufhebung (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute: BGer] vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4) massgebend sind, 
wären Validen- wie Invalideneinkommen auf das Jahr 2014 hin festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 19

Da entsprechende statistische Zahlen für das Jahr 2014 noch nicht erhält-
lich sind, erfolgt - mit der Beschwerdegegnerin (AB 79 S. 5 f. Ziff. 3.8) - 
eine Festlegung bzw. Indexierung auf das Jahr 2012. 

4.4.1 Die der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegende Einkom-
mensbemessung (AB 97 S. 2) blieb zu Recht unbeanstandet. Die Be-
schwerdegegnerin hat das im Abklärungsbericht vom 27. Mai 2002 (AB 28 
S. 4 Ziff. 3.8) festgelegte (unbestrittene) Valideneinkommen von 
Fr. 34'675.-- (bei einem Arbeitspensum von 80 % für das Jahr 1999) 
herangezogen; auch damals basierte sowohl das Validen- als auch das 
Invalideneinkommen auf der bisherigen (hauswirtschaftlichen) Tätigkeit. 
Dieses Einkommen hat die Beschwerdegegnerin der seitherigen Nominal-
lohnentwicklung angepasst (1999: 2156 Punkte [Die Volkswirtschaft 02-
2002, S. 89, Tabelle B10.3, Nominallohnindex Frauen]; 2012: 2630 Punkte 
[Die Volkswirtschaft 12-2013, S. 91, Tabelle B10.3, Nominallohnindex 
Frauen]; das sich daraus ergebende Valideneinkommen (bei einem 
Pensum von 80 %) beträgt Fr. 42‘298.-- (Fr. 34'675.-- : 2156 x 2630). Das 
Invalideneinkommen beläuft sich bei einer massgebenden Arbeitsfähigkeit 
von 50 % somit auf Fr. 26‘437.--. Aus der Gegenüberstellung der beiden 
Vergleichseinkommen resultiert ein IV-Grad von 37.5 % (zur Rundung: 
BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123); bei einer Gewichtung von 80 % (vgl. 
E. 4.1.2 hiervor) ergibt dies 30 %.

4.4.2 Bei einer gewichteten Einschränkung von 30 % im Erwerbsbereich 
und einer solchen von 0.2 % im Haushaltbereich (vgl. E. 4.2.2 hiervor) re-
sultiert ein IV-Grad von insgesamt 30 %. Damit besteht kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente mehr.

4.5 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Er-
werbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset-
zung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichti-
gen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere 
Zeit dauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie oh-
ne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraus-
sichtlich weiterhin andauern wird. Da die Aufhebung einer Rente in Anwen-
dung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV frühestens vom ersten Tag des zweiten 
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats zu erfolgen hat, ist das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 20

Vorgehen der Beschwerdegegnerin, die laufende halbe Invalidenrente per 
Ende April 2014 aufzuheben (Verfügung vom 13. März 2014; AB 97), nicht 
zu beanstanden. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 13. März 2014 
(AB 97) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

6.

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

Die Prozessarmut ist aufgrund der Akten ausgewiesen (vgl. Beschwerde-
beilagen [BB] 4; mit der Aufhebung der Invalidenrente fällt der Anspruch 
auf Ergänzungsleistungen weg). Auch kann das Verfahren nicht als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ist somit gutzuheissen.

6.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festgesetzt 
und der unterliegenden Beschwerdeführerin auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin 
- unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) - vor-
läufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 21

6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin - unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO - jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Sept. 2014, IV/14/395, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.