# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f79d0b1e-a1a1-57dd-9ba5-b74f776eebd6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.08.2017 UV 2015/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-45_2017-08-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/45

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 02.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2017
Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Würdigung medizinischer Berichte. Zum 
Zeitpunkt des Fallabschlusses bestanden noch gewisse unfallkausale 
Restfolgen, der Beschwerdeführer war jedoch angestammt voll arbeitsfähig, 
weshalb er keinen Rentenanspruch hat. Eine höhere 
Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen ist nicht ausgewiesen. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. August 2017, UV 2015/45).

Entscheid vom 2. August 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/45           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, GN Rechtsanwälte, St. 

Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war als Personalberater bei der B.___ GmbH tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und 

Berufskrankheiten obligatorisch versichert, als er am 17. September 2011 über ein 

Kabel stolperte, dabei den rechten Fuss unter einem Tisch einklemmte, hinfiel und sich 

eine bimalleoläre, zweitgradig offene Luxationsfraktur des rechten oberen 

Sprunggelenks (OSG) zuzog (Suva-I-act. 1, 23). Der am Unfalltag im Kantonsspital St. 

Gallen (nachfolgend: KSSG) angelegte Fixateur externe wurde am 27. September 2011 

entfernt und eine offene Reposition sowie Schraubenosteosynthese des Malleolus 

medialis einschliesslich einer Plattenosteosynthese des Malleolus lateralis durchgeführt 

(Suva-I-act. 12 f., 23). Anschliessend an den Aufenthalt im KSSG befand sich der 

Versicherte vom 11. Oktober bis 21. Dezember 2011 stationär in der Klinik Valens. Die 

dort behandelnden Ärzte erachteten ihn bis zum 31. Januar 2012 als zu 100% 

arbeitsunfähig (Austrittsbericht vom 10. Januar 2012; Suva-I-act. 54). Dr. med. C.___, 

Leitender Arzt Fusschirurgie des KSSG, berichtete am 17. Januar 2012, ein partieller 

Arbeitsversuch von ca. 50% sollte innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen möglich 

sein (Suva-I-act. 35). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des 

Unfalls (Suva-I-act. 2).

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A.b  Ab Anfang Februar 2012 litt der Versicherte unter Herzbeschwerden, weswegen er 

vom 27. bis 28. Februar 2012 im Departement für Innere Medizin des KSSG 

hospitalisiert war. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten mit Bericht vom 27. Februar 

2012 eine hypertensive und koronare Herzkrankheit, eine peripher arterielle 

Verschlusskrankheit (PAVK) Stadium IIa rechtsbetont, ein bekanntes Guillain-Barré-

Syndrom (GBS), einen Vitamin D-Mangel sowie eine Depression. Sie attestierten dem 

Versicherten bis zum 29. März 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-I-act. 59, 

vgl. Suva-I-act. 57). Dr. med. D.___, Allgemeinmedizin FMH, bestätigte dem 

Versicherten krankheitsbedingt ebenfalls vom 1. März bis 30. April 2012 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-I-act. 66-2). Unfallbedingt attestierte er ihm hingegen ab 1. 

März 2012 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit (Suva-

I-act. 60 f., 66-1).

A.c  Dr. C.___ berichtete am 10. April 2012, der Versicherte habe bezüglich der 

bimalleolär-Luxationsfraktur des OSG rechts wenige Beschwerden, er habe einzig ein 

störendes Gefühl im Bereich des Innenknöchels. Das Röntgenbild zeige im Vergleich 

zur Voruntersuchung eine komplett konsolidierte Fraktur des Malleolus medialis, einen 

unverändert einsehbaren Frakturspalt lateral, keinen Hinweis auf eine sekundäre 

Dislokation, eine Schrauben- oder Plattenlockerung (Suva-I-act. 69). Am 25. 

September 2012 wurde das Osteosynthesematerial am OSG rechts entfernt. Dr. C.___ 

attestierte dem Versicherten vom 25. September bis 14. Oktober 2012 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-I-act. 91, 94 f.).

A.d  Nachdem der Versicherte bereits von April bis Juli 2011 in der Klinik E.___ 

stationär psychiatrisch behandelt worden war (IV-act. 13), befand er sich vom 23. 

Oktober 2012 bis 16. Januar 2013 und vom 12. Februar bis 30. April 2013 erneut 

stationär dort. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine rezidivierende depressive 

Störung (ICD-10: F33.1-2) und erachteten ihn für die Dauer der stationären Aufenthalte 

sowie bis 13. Mai 2013 als zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 37, 70-16 ff.). Während des 

zweiten Klinikaufenthaltes war der Versicherte am 11. Dezember 2012 bei einer 

Therapieübung ausgerutscht und hatte sich eine nicht dislozierte Fibulaköpfchenfraktur 

zugezogen (Suva-II-act. 1, 6).

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A.e  Am 3. Mai 2013 wurde beim Versicherten eine druckschmerzhafte Exostose, 

welche sich in Höhe der distalen ventralen Fibula rechts entwickelt hatte, abgetragen 

(Suva-I-act. 117, 119, vgl. Suva-I-act. 103). Dr. C.___ berichtete am 1. Juli 2013, der 

Versicherte habe keine Schmerzen mehr. Die Wundheilung verlaufe aber sehr zögerlich 

(Suva-I-act. 123).

A.f  Aufgrund einer Lumboischialgie links bei Spondylarthrose und Spinalkanalstenose 

L4/5 und L5/S1 unterzog sich der Versicherte am 23. September 2013 im KSSG einer 

transforaminalen-lumbalen-intervertebralen Fusion (TLIF) L4 - S1 monopostal links (IV-

act. 78-24 f.). Wegen persistierender Schmerzen lumbosakral wurde am 1. April 2014 

eine Infiltration durchgeführt (IV-act. 78-8), was zusammen mit physiotherapeutischen 

Massnahmen zu einer Beschwerdebesserung führte (vgl. IV-act. 78-6 f.)

A.g  Dr. C.___ hatte am 9. Januar 2014 berichtet, es bestehe weiterhin eine 

Beschwerdesymptomatik im Bereich des rechten Sprunggelenks. Insgesamt sei der 

Versicherte aufgrund der durch das GBS bedingten Muskelschwäche im alltäglichen 

Leben deutlich eingeschränkt. Der Versicherte benötige eine Anpassung der medial 

abstützenden Einlage. Die physiotherapeutische Beübung bzw. ein Kraftausbau sollte 

intensiviert werden, um die Beschwerdesymptomatik aufzuhalten. Die Suva übernahm 

die diesbezüglichen Kosten (Suva-I-act. 133). Am 12. Juni 2014 teilte Dr. C.___ sodann 

mit, seit dem Wechsel der Schuheinlagen gehe es dem Versicherten sehr gut im F.___-

Schuh. Er empfahl weiterhin eine Therapie zum Muskelaufbau, zur OSG-Stabilisierung 

und zum Aufbau des Fussgewölbes (Suva-I-act. 144)

A.h  Am 18. Juni 2014 wurde der Versicherte durch Kreisärztin med. pract. G.___, 

Fachärztin für Chirurgie FMH, untersucht. Diese führte mit Bericht vom 23. Juni 2014 

aus, durch weitergehende Behandlungen sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes zu erzielen, 

weshalb von einem Endzustand auszugehen sei. Weitere Abklärungs- und 

Behandlungsmassnahmen drängten sich nicht auf. Als Restfolge des Unfalles vom 18. 

September 2011 mit bimalleolärer OSG-Luxationsfraktur sei sicherlich eine leichte bis 

allenfalls mässige Arthrose zu sehen. Als Restfolge des Unfalls vom 11. Dezember 

2012 bestehe unter Vorbehalt der noch einzuholenden Röntgenbilder klinisch nur noch 

eine diskrete Druckdolenz im Bereich des Fibulaköpfchens. Nach einem allfälligen 

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Fallabschluss sei weiterhin die orthopädische Schuhversorgung zu Lasten der Suva zu 

übernehmen, ausserdem ein Teil der Analgetika. Gelegentliche ärztliche Kontrollen, 

initial 3-4 mal, später 1-2 mal jährlich, seien ebenfalls von der Suva zu übernehmen. 

Dem Versicherten sei die Aufrechthaltung seiner regelmässigen sportlichen Beübung 

zu empfehlen, gegebenenfalls könne hier auch noch für einen überschaubaren 

Zeitraum eine finanzielle Mitbeteiligung der Suva erfolgen. Die aktuell laufende 

Physiotherapie betreffend das rechte OSG könne noch beendet werden. Weitere 

Therapien sollten jedoch eher nicht mehr von der Suva übernommen werden, ausser 

die Situation verschlechtere sich namhaft. In einer wechselbelastenden bzw. 

überwiegend sitzenden Bürotätigkeit dürfe von einer vollen Arbeitsfähigkeit rein 

unfallbedingt ausgegangen werden. Med. pract. G.___ schätzte den Integritätsschaden 

bezüglich des rechten OSG auf 7.5%. Eine Integritätsentschädigung betreffend die 

Fibulafraktur rechts erachtete sie nicht als ausgewiesen (Suva-I-act. 145 f.).

A.i   Mit Verfügung vom 3. Juli 2014 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7.5% zu. Einen 

Rentenanspruch verneinte sie, da die Restfolgen des Unfalls die Erwerbstätigkeit nicht 

erheblich beeinträchtigten. Auch künftig könnten die orthopädische Schuhversorgung 

sowie gelegentliche ärztliche Kontrollen von der Suva übernommen werden. Was die 

Übernahme der Schmerzmittel anbelange, werde eine Rücksprache mit der 

Krankenkasse erfolgen. Die aktuell laufende Physiotherapie betreffend das rechte OSG 

könne noch beendet werden. Weitere Therapien sollten jedoch eher nicht mehr von der 

Suva übernommen werden, ausser die Situation verschlechtere sich namhaft (Suva-I-

act. 150).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 3. Juli 2014 erhob der Versicherte am 23. Juli 2014 

Einsprache (Suva-I-act. 158). Am 12. Dezember 2014 begründete sein Rechtsvertreter, 

Rechtsanwalt lic.iur. R. Niedermann, St. Gallen, die Restfolgen des Unfalls 

beeinträchtigten die Erwerbstätigkeit erheblich. Die Beurteilung der Kreisärztin und die 

angefochtene Verfügung beruhten auf einem unvollständig abgeklärten Sachverhalt. 

Die Angelegenheit sei zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen, 

insbesondere sei das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten 

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abzuwarten und dann neu zu verfügen. Die zugesprochene Integritätseinbusse von 

7.5% werde einstweilen bestritten. Die Notwendigkeit einer dauerhaften Physiotherapie 

sei ausgewiesen, weshalb die Suva leistungspflichtig sei (Suva-I-act. 179).

B.b  Nach Eingang von Röntgenbildern des rechten Knies des Versicherten und einer 

Stellungnahme von Dr. C.___ vom 11. Juli 2014 (vgl. Suva-I-act. 156) beurteilte med. 

pract. G.___, es sei von einer konsolidierten Fibulaköpfchenfraktur auszugehen. Es 

ergäben sich weder Änderungen an der Beurteilung der Integritätsentschädigung, noch 

an der unfallbedingten Arbeitsfähigkeit oder an den zu erbringenden Leistungen nach 

Fallabschluss. Bei grosszügiger Beurteilung der Situation könne dem Versicherten eine 

Serie Physiotherapie pro Jahr für die OSG-Fraktur rechts zugestanden werden, dies um 

die von Dr. C.___ gewünschte Anpassung des Trainingsprogramms/Haltungskontrolle 

alle 8-10 Wochen durchzuführen (Beurteilung vom 18. Februar 2015; Suva-I-act. 183). 

Rechtsanwalt Niedermann ersuchte die Suva darauf, die IV-Akten einzuholen und neu 

zu verfügen (Schreiben vom 17. März 2015; Suva-I-act. 185).

B.c  Mit Schreiben vom 23. März 2015 reichte Rechtsanwalt Niedermann der Suva

Berichte des KSSG vom 30. Dezember 2014 und der Klinik H.___ vom 5. Februar 2015 

ein (Suva-I-act. 186 ff.). Mit Entscheid vom 15. Juni 2015 wies die Suva die Einsprache 

ab, soweit sie darauf eintrat. Sie führte aus, den neu eingereichten Berichten liessen 

sich keine unfallbedingten Beschwerden und diesbezüglichen Abklärungen entnehmen. 

Es könne auf die schlüssige Beurteilung von med. pract. G.___ abgestellt werden; das 

Abwarten des von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Gutachtens sei nicht notwendig. 

Es sei unfallbedingt in der angestammten Bürotätigkeit von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Auch bezüglich 

Integritätsentschädigung bestünden keine Zweifel an der Beurteilung von med. pract. 

G.___. Was den Anspruch auf weitere Heilungskosten anbelange, finde sich in der 

angefochtenen Verfügung bezüglich der umstrittenen Frage der Übernahme der Kosten 

von Physiotherapie und einer Beteiligung an einem Fitnessabo keine genaue und damit 

rechtsverbindliche Stellungnahme, so dass im vorliegenden Einspracheverfahren nicht 

darauf eingetreten werden könne. Die Suva werde dazu noch separat Stellung nehmen 

(Suva-I-act. 192).

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B.d  Auf Veranlassung der IV-Stelle war der Versicherte im August und September 

2014 durch Ärzte der “PMEDA Polydisziplinäre Medizinische 

Abklärungen“ (nachfolgend: PMEDA) untersucht worden. In ihrem polydisziplinären 

Gutachten vom 5. Februar 2015 hatten diese eine arterielle Hypertonie, eine koronare 

Herzkrankheit, eine PAVK Stadium IIa, einen Diabetes mellitus Typ II, eine 

Alkoholkrankheit bei derzeitiger Abstinenz, eine Polyneuropathie, ein geringgradiges 

lumbales Vertebralsyndrom, eine unvollständig durchbaute Malleolärfraktur und eine 

Fissur im Volkmann’schen Dreieck des rechten Sprunggelenks, eine Lumboischialgie 

links, eine Chondropathia patellae Grad II des rechten Kniegelenks, einen Senk-Spreiz-

Platt-Knickfuss beidseits und eine rezidivierende depressive Störung diagnostiziert. Die 

Gutachter hatten beurteilt, somatischerseits sei die Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich 

dauerhaft auf körperlich leichte wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübte 

Tätigkeiten beschränkt (Arbeitsfähigkeit 100%), was jedoch auch dem angestammten 

Tätigkeitsmuster entspreche (Suva-I-act. 203, S. 71 & 74). Aus psychiatrischer Sicht sei 

der Versicherte in der Lage, Arbeiten mit einfachen Ansprüchen an die geistige 

psychische Belastbarkeit vollschichtig zu verrichten. In der angestammten Tätigkeit, 

die eine höhere Belastbarkeit erfordere, sei das Rendement vorerst auf 50% reduziert. 

Unter Fortsetzung der ambulant psychiatrischen Behandlung könne die Einschränkung 

in der angestammten Tätigkeit wahrscheinlich in circa drei Monaten (per Anfang Mai 

2015) entfallen (Suva-I-act. 203, S. 68 f.). Med. pract. G.___ befand am 10. bzw. 14. 

August 2015 nach Einsicht in die zwischenzeitlich eingegangenen Unterlagen, 

insbesondere das polydisziplinäre Gutachten, es ergebe sich keine andere Bewertung 

der Situation (Suva-I-act. 196).

C.  

C.a Mit Beschwerde vom 18. August 2015 beantragt Rechtsanwalt Niedermann für den 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) die Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 15. Juni 2015 zusammen mit der Verfügung vom 3. Juli 

2014, insofern darüberhinausgehende Versicherungsleistungen verneint würden. Es 

seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung 

auszurichten und es sei die Angelegenheit zufolge unvollständig abgeklärten 

Sachverhalts zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er macht geltend, die 

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Beurteilung von Kreisärztin G.___ sei nicht schlüssig. Die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) habe das Gutachten der PMEDA, welches jedoch mangelhaft 

sei, nicht beigezogen. Es sei daher ein allfälliges neues polydisziplinäres Gutachten 

abzuwarten bzw. einzuholen (act. G1).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. September 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids. Sie bringt vor, die Einschätzung von Kreisärztin G.___ sei 

beweiskräftig. Aus dem Gutachten der PMEDA könne nichts zu Gunsten des 

Beschwerdeführers abgeleitet werden, dieses stütze die Beurteilung der Kreisärztin 

(act. G3).

C.c In seiner Replik vom 17. Juni 2016 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Er führt aus, die MEDAS Zentralschweiz (nachfolgend: MEDAS) habe am 22. 

Januar 2016 im Auftrag der IV-Stelle das beigelegte  polydisziplinäre Gutachten 

erstattet. Dieses attestiere dem Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% und verneine aus neurochirurgischer Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit. Damit liessen sich die kreisärztlichen 

Ausführungen und Zumutbarkeitsbeurteilungen nicht mehr stützen. Dem 

Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente von mindestens 50% auszurichten. 

Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung sowie Neubeurteilung der 

Invalidenrente und Integritätsentschädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 

G20).

C.d Die MEDAS-Gutachter hatten den Beschwerdeführer im November und Dezember 

2015 polydisziplinär abgeklärt. In ihrem Gutachten vom 22. Januar 2016 hatten sie mit 

wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

lumbospondylogenes/lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach zweimaliger 

LWS-Operation, einen Residualzustand mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung 

und Minderbelastbarkeit des rechten OSG sowie mit vermehrtem Rückfuss-Valgus 

rechts mit/bei Tibialis posterior-Insuffizienz Grad II rechts, ein sensomotorisches 

polyneuropathisches Syndrom, rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F33, 

aktuell leicht bis mittelgradig), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), einen langjährigen chronischen Alkoholabusus, 

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eine Benzodiazepinabhängigkeit sowie eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert. Der 

neurochirurgische Teilgutachter erachtete den Versicherten in sämtlichen Tätigkeiten 

als vollständig arbeitsunfähig. Aus rheumatologischer Sicht sei er jedoch noch in der 

Lage, eine vorwiegend sitzende Tätigkeit zu 50% auszuüben. Die jetzt vorliegende 

Arbeitsunfähigkeit könne auf den November 2013 zurückdatiert werden (act. G20.1).

C.e In ihrer Duplik vom 9. August 2016 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 

fest. Sie bringt vor, im eingereichten MEDAS-Gutachten seien in Einklang mit den 

Einschätzungen von med. pract. G.___ keine bleibenden Folgen des Unfalls vom 11. 

Dezember 2012 vermerkt. Die gemäss MEDAS-Gutachten im November 2015 

festgestellte Zustandsverschlechterung am rechten OSG und eine allfällige damit 

zusammenhängende unfallkausale Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit seit der 

kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Juni 2014 seien für die gerichtliche Beurteilung 

der vorliegenden Angelegenheit (Fallabschluss anfangs Juli 2014) irrelevant. Die 

kreisärztlichen Berichte hätten unverändert volle Beweiskraft. Daran vermöge auch die 

im MEDAS-Gutachten per November 2013 erfolgte Rückdatierung der gesamten 

Arbeitsunfähigkeit von 100% nichts zu ändern, welche unter Berücksichtigung aller 

Einschränkungen bestimmt worden sei (act. G22).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der UVV in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung. Hinsichtlich der für das vorliegende Verfahren 

anwendbaren Bestimmungen haben sich indessen mit Inkrafttreten der neuen 

Rechtssätze ohnehin keine relevanten Änderungen ergeben.

2.   

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2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist 

die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 

Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die 

Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Eine 

Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der Invalidenrente 

festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

Behandlung gewährt.

2.2  Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die 

natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen 

(vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 

während es dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 Nr. 45).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

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verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52 

ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Die 

Kreisärzte und Kreisärztinnen der Suva sind nach ihrer Funktion und beruflichen 

Stellung Fachärzte bzw. Fachärztinnen im Bereich der Unfallmedizin. Da sie 

ausschliesslich Folgen von Unfällen, unfallähnliche Körperschädigungen und 

Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie 

über besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4). Nach der 

Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im 

Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne ärztliche Beurteilung zu 

entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465). Rechtsprechungsgemäss bildet das 

Datum des streitigen Einspracheentscheids die zeitliche Grenze der richterlichen 

Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 169 E. 1; KIESER, a.a.O., N 99 zu Art. 61). 

Spätere Arztberichte (und andere einschlägige Dokumente) sind allerdings in die 

Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des 

Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 366 

E. 1b; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2009, 8C_447/2009 E. 3.5).

3.   

3.1  Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 15. Juni 2015 (Suva-I-act. 192). Diesem liegt die Verfügung 

vom 3. Juli 2014 zugrunde, mit welcher die Beschwerdegegnerin einen 

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Rentenanspruch verneint, eine Integritätsentschädigung zugesprochen und einen 

Anspruch auf die orthopädische Schuhversorgung sowie gelegentliche ärztliche 

Kontrollen anerkannt hat (Suva-I-act. 150). Bezüglich weiterer Heilungskosten 

(Physiotherapie, Fitnessabo) verfügte die Beschwerdegegnerin nicht rechtsverbindlich, 

sondern gab lediglich die diesbezügliche Empfehlung von med. pract. G.___ wieder 

(vgl. Suva-I-act. 145, 150). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass sie betreffend 

weitere Heilungskosten nicht auf die Einsprache eintrat und im Einspracheentscheid 

eine separate Stellungnahme dazu in Aussicht stellte (Suva-I-act. 192). Zu prüfen ist 

damit vorliegend lediglich ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

und eine höhere Integritätsentschädigung. Ein allfälliger Anspruch auf weitere 

Versicherungsleistungen ist nicht Streitgegenstand.

3.2  Der Fallabschluss bzw. die Prüfung des Rentenanspruchs und des Anspruchs auf 

eine Integritätsentschädigung per Juli 2014 ist nicht zu beanstanden. Der 

Beschwerdeführer bestreitet diesen Zeitpunkt denn auch nicht substantiiert. Med. 

pract. G.___ hielt am 23. Juni 2014 dazu fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht sei 

durch weitergehende Behandlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes zu erzielen. Somit 

dürfe von einem Endzustand ausgegangen werden. Weitere Abklärungs- und 

Behandlungsmassnahmen drängten sich auch in Absprache mit dem 

Beschwerdeführer nicht auf (Suva-I-act. 145, S. 6). Die Tatsache, dass med. pract. 

G.___ sodann am 18. Februar 2015 befand, bei grosszügiger Beurteilung der Situation 

könne dem Beschwerdeführer eine Serie Physiotherapie pro Jahr zu Lasten der OSG-

Fraktur rechts zugestanden werden (vgl. Suva-I-act. 183), ändert an dieser 

Einschätzung nichts, zumal die Physiotherapie gemäss Dr. C.___ vor allem der 

Anpassung und Korrektur des Trainingsprogramms sowie der Steigerung des 

Vertrauens in die Funktionsfähigkeit des Fusses (Suva-I-act. 179) und nicht einer 

namhaften Besserung des Gesundheitszustands diente. Zudem hatte Dr. C.___ 

befunden, eine Weiterführung der physiotherapeutischen Beübung bzw. ein 

Kraftaufbau sollte intensiviert werden, um trotz des GBS, mithin einer unstreitig 

unfallfremden Einschränkung (vgl. dazu nachfolgend E. 4), die 

Beschwerdesymptomatik aufzuhalten bzw. einer verfrühten Arthrose vorzubeugen 

(Suva-I-act. 133, 144). Demnach war spätestens zum Verfügungszeitpunkt vom 3. Juli 

2014 (Suva-I-act. 150) von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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unfallbedingten Folgen (vgl. nachfolgende Erwägungen) keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr zu erwarten. Damals waren auch 

die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen (vgl. Suva-I-

act. 135).

4.  

Vorab ist abzuklären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal zu 

betrachten sind und damit für die Leistungsprüfung betreffend Rente sowie 

Integritätsentschädigung relevant sind. Die Beschwerdegegnerin stützt sich im 

Wesentlichen auf die Beurteilungen der Kreisärztin G.___ (Suva-I-act. 145, 183). Der 

Beschwerdeführer spricht diesen die Beweiskraft ab und macht auch Vorbehalte 

gegenüber den Gutachten der PMEDA und der MEDAS geltend (act. G1, G20).

4.1  Der Beschwerdeführer erwähnte gegenüber der Beschwerdegegnerin aktenkundig 

erstmals am 9. Mai 2013 Rückenbeschwerden und machte sinngemäss geltend, diese 

seien durch den Unfall vom Dezember 2012 verursacht worden (Suva-II-act. 9, vgl. 

Suva-I-act. 118). Die Beschwerden machten eine TLIF L4-S1 monopostal links (IV-act. 

78-24 f.) sowie eine Infiltration notwendig (IV-act. 78-8). Den Akten ist jedoch kein 

Zusammenhang der Rückenbeschwerden zum Unfall zu entnehmen. Im Gegenteil wies 

Dr. med. I.___, Leiter Wirbelsäulenchirurgie, KSSG, auf einen Status nach 

Bandscheibenoperation 2000 hin (IV-act. 70-11, 78-19) und im Bericht des KSSG vom 

24. März 2014 wurde die durch den Zustand nach TLIF L4-S1 mit persistierender 

Lumboischialgie verursachte Arbeitsunfähigkeit als krankheitsbedingt bezeichnet (IV-

act. 72-7). Zudem wurde beim Beschwerdeführer bereits im Januar 2004 eine 

Diskushernie L4/5 mit Chondrose fest¬gestellt (IV-act. 92-2 f., Suva-I-act. 46-7 ff.). 

Entsprechend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin (Suva-I-act. 124, 149) ist 

damit nicht bewiesen, dass die Rücken¬beschwerden unfallkausal sind. Auch der 

Bericht von Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Klinik H.___, vom 5. 

Februar 2015 ändert an dieser Auffassung nichts, zumal er keinen Hinweis auf einen 

Zusammenhang mit den Unfällen enthält (vgl. Suva-I-act. 187). Die vom 

Beschwerdeführer sinngemäss vorgebrachte Formel “post hoc ergo propter hoc“ hat 

keine beweisrechtliche Bedeutung (UELI KIESER, a.a.O., Art. 4 N 69).

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4.2  Die Parteien machen zu Recht nicht geltend, die psychischen Beeinträchtigungen 

des Beschwerdeführers stünden in Zusammenhang mit den Unfällen vom 17. 

September 2011 und 11. Dezember 2012. Er litt seit mindestens April 2011, dem ersten 

stationären Aufenthalt in der Klinik E.___, und somit vor den vorliegend relevanten 

Unfällen, unter psychischen Problemen (IV-act. 13, anamnestisch erste Beschwerden 

bereits in den 90er Jahren vgl. IV-act. 70-17). In den anderen psychiatrischen Berichten 

wurden diese nicht in erster Linie als Folgen der körperlichen Beschwerden diskutiert 

und die Unfälle wurden, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt (IV-act. 37, 70-16 ff., 

Suva-I-act. 203-61 ff., act. G20.1). Im Übrigen kann bei banalen Unfällen – wie den 

vorliegenden – gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6.a.) 

ohnehin auf Grund der Lebenserfahrung davon ausgegangen werden, dass solche 

nicht geeignet sind, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen.

4.3  Das bereits 2004 aufgetretene GBS mit residuellen Hypästhesien distal betont an 

beiden Unterschenkeln und Fingerkuppen (vgl. Suva-I-act. 145, IV-act. 70-13) steht 

unbestrittenermassen nicht in einem Kausalzusammenhang mit den später 

geschehenen Unfällen. Auch weitere gesundheitliche Einschränkungen des 

Beschwerdeführers, insbesondere die PAVK Stadium IIa, die hypertensive und 

koronare Herzkrankheit mit Status nach inferiorem Myokardinfarkt, die Osteopenie, die 

diabetische Stoffwechsellage (vgl. Suva-I-act. 145, IV-act. 70-13) sowie die 

Polyneuropathie (Suva-I-act. 203-52) sind unstreitig nicht unfallkausal.

4.4  Anerkannt werden von der Beschwerdegegnerin hingegen Unfallrestfolgen 

bezüglich der am 17. September 2011 erlittenen Luxationsfraktur des rechten OSG.

4.4.1      Med. pract. G.___ hielt im Bericht vom 23./27. Juni 2014 über die 

Abschlussuntersuchung vom 18. Juni 2014 (Suva-I-act. 145) als Restfolge eine leichte 

bis allenfalls mässige Arthrose fest. Sie begründete, das OSG rechts sei ordentlich 

beweglich. Es bestehe eine deutliche Druckdolenz über dem Malleolus medialis, 

weniger über dem Ligamentum deltoideum. Auch über dem Rückfuss-/

Mittelfussübergang medial betont und im medialen Fussgewölbebereich sowie über 

dem Malleolus lateralis und dem Ligamentum longitudinale anterior (LTFA) bestehe 

eine Druckdolenz. Bei Pronationsbewegungen, weniger bei Supinationsbewegungen, 

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komme es zu einer diskreten Schmerzzunahme. Das am 8. Januar 2014 erstellte 

Röntgenbild zeige eine regelrechte Artikulation im OSG und einen unwesentlich 

verschmälerten Gelenkspalt. Relevante degenerative Veränderungen bestünden nicht 

und es sei eine diskrete Irregularität im Bereich des Malleolus lateralis ersichtlich (Suva-

I-act. 145). Dr. med. K.___, Klinik L.___, befand am 10. September 2014, es liege keine 

signifikante Arthrose im oberen oder unteren Sprunggelenk vor (Suva-I-act. 203-93f.). 

Dem Bericht von Dr. C.___ vom 9. Januar 2014 sei kein Hinweis auf eine Arthrose des 

OSG rechts zu entnehmen. Zum später auch von med. pract. G.___ verwendeten 

Röntgenbild hielt er fest, ossär zeige sich eine leichte Sprunggelenksvalgusstellung bei 

jedoch unveränderter Gelenksspaltausbildung (Suva-I-act. 133). Am 12. Juni 2014 

befand Dr. C.___ nach einer weiteren Röntgenunter¬suchung, der Befund sei im 

Vergleich zur Voraufnahme vom Januar 2014 unverändert (Suva-I-act. 144). Erst am 12. 

Juni 2015 berichtete Dr. C.___, auf der Röntgenaufnahme vom 10. Juni 2015 erscheine 

medial der tibiotalare Gelenkspalt im Vergleich zur Voraufnahme verschmälert. 

Ansonsten sei der Befund unverändert (Suva-I-act. 200). Daraus lässt sich für den 

Zeitpunkt des Fallabschlusses keine stärker ausgeprägte Arthrose ableiten, als sie von 

med. pract. G.___ bereits anerkannt wurde, zumal Dr. C.___ den Schweregrad der 

Arthrose aufgrund der ihm am 10. Juni 2015 bloss als solche erscheinende 

Verschmälerung des Gelenkspalts nicht festlegte. Der rheumatologische Teilgutachter 

der MEDAS, Dr. med. M.___, hielt fest, prognostisch sei die Entwicklung einer 

sekundären Arthrose im oberen Sprunggelenk hoch wahrscheinlich und erkläre 

zusammen mit der Fehlstatik im Knöchelbereich die bezüglich des rechten OSG 

angegebenen Beschwerden vollumfänglich (act. G20.1, S. 49). Dabei stützte er sich 

offensichtlich auf die Röntgenaufnahmen und die Einschätzungen von Dr. C.___, 

welche wie ausgeführt nicht auf eine stärkere Arthrose schliessen lassen, als sie med. 

pract. G.___ anerkannte. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerin (act. G22) 

ist damit eine zwischen dem Fallabschluss und dem MEDAS-Gutachten eingetretene 

Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht ausgewiesen. Eine solche wäre 

vorliegend insofern ohnehin nicht relevant, als nur der Sachverhalt, wie er sich bis zum 

Einspracheentscheid entwickelt hat, zu berücksichtigen ist (BGE 121 V 366 E. 1.b; 

Urteil des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2009, 8C_447/2009 E. 3.5.

4.4.2      Weiter diagnostizierte med. pract. G.___ einen Knick-Senk-Fuss beidseits, 

rechts stärker als links (Suva-I-act. 145). Die Ausführungen von Dr. C.___, wonach sich 

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aufgrund des GBS eine deutliche Schwächung der Muskulatur mit einem Unvermögen 

des korrekten Aufrichtens des Fussgewölbes für die Tibialis posterior Sehne zeige (vgl. 

Suva-I-act. 133), deuten jedoch auf eine unfallfremde Ursache hin. Gegen eine 

Unfallkausalität spricht auch der Umstand, dass der Knick-Senk-Fuss beidseits, wenn 

auch in unterschiedlichem Ausmass, vorliegt (vgl. Suva-I-act. 145, 203-59). Von med. 

pract. G.___ wurde der Knick-Senk-Fuss rechts hingegen in der Beurteilung vom 23. 

Juni 2014 unter den Restbeschwerden infolge des Sturzereignisses vom 17. 

September 2011 genannt (Suva-I-act. 145). Die (Teil-)Kausalität kann letztlich offen 

gelassen werden, nachdem allfällige diesbezügliche Unfallrestfolgen ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind (vgl. nachfolgende E. 5.2).

4.4.3      Der Beschwerdeführer hält das neurologische Teilgutachten von Prof. Dr. 

med.

N.___ für unbrauchbar, da dieser im Gegensatz zu Dr. K.___ und Dr. med. O.___ unter 

anderem einen unauffälligen Gang, keine Schonhaltung sowie keinen schmerz-

beeinträchtigten klinischen Eindruck festgestellt habe (Suva-I-act. 201). Wie von Dr. 

O.___ festgehalten, ist das Gangbild wesentlich beeinflusst durch das unfallfremde 

GBS und die Polyneuropathie (Suva-I-act. 203-95 ff.). Auch Dr. C.___ führte die 

reduzierte Sensibilität und die Einschränkungen beim Zehenspitzen- bzw. Fersenstand 

auf das GBS zurück (IV-act. 78-2). Zudem sind entgegen der Kritik der 

Beschwerdeführers neben der Einschätzung von Prof. N.___ (vgl. Suva-I-act. 203-47 ff.) 

auch weitere Akten vorhanden, welche ein flüssiges Gangbild ohne Hinken festhalten 

(vgl. Suva-I-act. 188, Suva-act. 203-53). Demgegenüber beschrieb Kreisarzt Dr. med. 

P.___ bereits am 22. Dezember 2004, mithin lange vor den vorliegend relevanten 

Unfällen, ein etwas breitspuriges, leicht tapsiges Gehen sowie weitere 

Einschränkungen und führte dies auf das GBS zurück (Suva-I-act. 46-9 f.). Unabhängig 

davon, ob das Gangbild tatsächlich auffällig ist, kann jedenfalls nicht überwiegend 

wahrscheinlich gesagt werden, dass die Ursache dafür in einem der beiden Unfälle 

liegt. Die weitere am Gutachten der PMEDA durch den Beschwerdeführer und RAD-

Arzt Dr. med. Q.___ geäusserte Kritik ist insoweit für das vorliegende Verfahren 

irrelevant, als sie sich auf das ohnehin nicht Unfallfolgen betreffende psychiatrische 

Teilgutachten beziehen (vgl. Suva-I-act. 201, IV-act. 94).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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4.4.4      Die orthopädische Teilgutachterin der PMEDA, Dr. med. R.___, diagnostizierte 

eine unvollständig durchbaute laterale Malleolarfraktur und Fissur im Volkmann’schen 

Dreieck des rechten Sprunggelenks (Suva-I-act. 203-59). Sie stützte sich dabei auf den 

Bericht von Dr. K.___ vom 10. September 2014 (Suva-I-act.  203-93 f.). Im Gegensatz 

dazu hatte Dr. C.___ bereits am 10. April 2012 über eine komplett konsolidierte Fraktur 

berichtet (Suva-I-act. 69). Dr. C.___ und med. pract. G.___ (Suva-I-act. 133, 144 f.) 

stellten sodann basierend auf einer Röntgenuntersuchung vom Januar 2014 eine 

regelrechte Artikulation im OSG, eine leichte Sprunggelenksvalgusstellung bei jedoch 

unverändertem bzw. nicht wesentlich verschmälertem Gelenkspalt, keine relevanten 

degenerativen Veränderungen und eine diskrete Irregularität im Bereich des Malleolus 

lateralis fest. Die Diagnose von Dr. R.___ ist damit nicht nachvollziehbar. Selbst wenn 

die entsprechende Diagnose zuträfe, wären dem Gutachten keine darauf 

zurückführenden erhöhten Beschwerden bzw. Einschränkungen und/oder eine daraus 

resultierende Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen.

4.5  Schliesslich sind weitere allfällige unfallkausale Restfolgen bezüglich der 

Fibulaköpfchenfraktur vom 11. Dezember 2012 zu prüfen (Suva-II-act. 1, 6).

4.5.1      Med. pract. G.___ erhob diesbezüglich klinisch nur noch eine diskrete 

Druckdolenz im Bereich des Fibulaköpfchens. Sie stellte am rechten Kniegelenk keine 

Schwellung, keinen Erguss und keine Rötung fest. Es bestehe eine mässige 

Druckdolenz über dem Fibulaköpfchen, weniger über dem lateralen und medialen 

Gelenkspalt (Suva-I-act. 145). Nach Ansicht von Röntgenbildern (vgl. Suva-I-act. 181) 

hielt sie am 18. Februar 2015 fest, es sei von einer konsolidierten Fibulaköpfchenfraktur 

auszugehen (Suva-I-act. 183).

4.5.2      Dr. R.___ stellte eine Chondropathia patellae Grad II des rechten Kniegelenks 

fest. Ein namhaftes Residuum der Fraktur des Fibulaköpfchens sei 

kernspintomografisch nicht evident (Suva-I-act. 203-59 ff.). Sie stützte sich dabei auf 

das von Dr. K.___ durchgeführte MRI und dessen Einschätzung (vgl. Suva-I-act. 203-93 

f.). Eine signifikante Gonarthrose wurde von Dr. R.___ und Dr. K.___ verneint (Suva-I-

act. 203-61, 203-94). Med. pract. G.___ diagnostizierte zwar keine Chondropathie, hielt 

aber fest, die deutliche Knorpelirregularität retropatellär sowie angedeutet auch im 

medialen Kompartiment sei als unfallfremder Vorzustand zu interpretieren (Suva-I-act. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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183). Eine Chondropathie äussert sich vor allem durch Schmerzen beim Aufrichten aus 

der Hocke, einem Patellaverschiebeschmerz sowie allenfalls durch eine 

Kapselschwellung und einen Gelenkerguss (PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 

262. Aufl., S. 373). Selbst wenn eine unfallbedingte Chondropathie vorläge, ist 

festzuhalten, dass med. pract. G.___ die Schmerzen als Hauptsymptom derselben bei 

ihrer Beurteilung berücksichtigte (Suva-I-act. 145, 183).

4.6  Die weiteren medizinischen Akten, insbesondere die Gutachten der PMEDA und 

der MEDAS, schmälern damit die Beweiskraft der Einschätzungen von med. pract. 

G.___ nicht. Als unfallkausale Restfolgen sind eine leichte bis allenfalls mässige 

Arthrose des rechten OSG und eine Druckdolenz im Bereich des rechten 

Fibulaköpfchens festzuhalten. Sollten der anerkannte Knick-Senk-Fuss sowie die 

Chondropathie (teilweise) unfallbedingt sein, so hätte dies, wie nachfolgend ausgeführt, 

keinen entscheidenden Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Weitere medizinische 

Abklärungen erscheinen nicht notwendig.

5.   

Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

Die Beschwerdegegnerin verneint einen solchen (Suva-I-act. 192, act. G3, G22), 

während der Beschwerdeführer sinngemäss eine Invalidenrente von mindestens 50% 

beantragt (vgl. act. G1, G20).

5.1  Unter Invalidität wird laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden. 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der 

Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage 

der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung 

und die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und 

zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, 

ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

5.2  Med. pract. G.___ schätzte den Beschwerdeführer in einer wechselbelastenden 

bzw. überwiegend sitzenden Bürotätigkeit unfallbedingt als voll arbeitsfähig ein (Suva-I-

act. 145, 183). Dies ist angesichts der lediglich die untere rechte Extremität 

betreffenden Unfallrestfolgen, welche sich auf eine sitzende Tätigkeit nicht auswirken, 

nachvollziehbar und stimmt in somatischer Hinsicht auch mit dem Gutachten der 

PMEDA überein (Suva-I-act. 203). Eine allfällige psychisch bedingte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit (vgl. act. G20.1, Suva-I-act. 203) ist mangels Unfallkausalität 

vorliegend unbeachtlich. Dasselbe gilt für die gemäss dem neurochirurgischen 

Teilgutachten der MEDAS durch das unfallfremde lumbospondylogene Syndrom und 

die Auswirkungen des GBS bedingte Arbeitsunfähigkeit (act. G20.1, S. 45). Der 

rheumatologische Teilgutachter der MEDAS schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer 

weitgehend sitzenden Tätigkeit auf 50% (act. G20.1, S. 45). Diese quantitative 

Einschränkung, selbst bei einer Tätigkeit im Sitzen, ist jedoch auf die unfallfremde 

Rückenproblematik zurückzuführen (vgl. act. G20.1, S. 48). Dr. C.___ verwies bezüglich 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung am 8. Juli 2014 (letzte Kontrolle am 12. Juni 2014) auf 

den Hausarzt. Er hielt immerhin fest, rein sitzende Tätigkeiten und/oder ein Wechsel 

zwischen Sitzen und Stehen seien dem Beschwerdeführer zu 50% zumutbar. Dabei ist 

jedoch zu berücksichtigen, dass er als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit nicht nur unfallkausale Einschränkungen, sondern auch einen Status 

nach TLIF L4-S1 und das GBS festhielt. Rein unfallbedingt wäre somit eine wesentlich 

höhere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, womit kein Widerspruch zur 

Beurteilung von med. pract. G.___ zu erkennen ist (IV-act. 78-1 ff.). Insgesamt ist 

unfallbedingt somit entsprechend der kreisärztlichen Einschätzung von einer 100%igen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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Arbeitsfähigkeit in einer wechselbelastenden bzw. überwiegend sitzenden Tätigkeit 

auszugehen, was auch der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers als 

Personalberater entspricht (Suva-I-act. 60, 145, 203-85).

5.3  Ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit erübrigt 

sich die Vornahme eines konkreten Einkommensvergleichs, da offensichtlich kein 

rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 10% resultiert.

6.   

Der Beschwerde lässt sich kein konkreter Antrag auf eine höhere 

Integritätsentschädigung entnehmen. Doch selbst wenn man zugunsten des 

Beschwerdeführers nicht davon ausgehen wollte, dass die Höhe der zugesprochenen 

Integritätsentschädigung rechtskräftig geworden ist, wäre der Einspracheentscheid 

auch diesbezüglich nicht zu beanstanden, wie sich nachfolgend ergibt.

6.1  Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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6.2  Gemäss Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthrosen) der Suva ist eine leichte 

Arthrose nicht entschädigungspflichtig, eine mässige Arthrose des OSG begründet eine 

Integritätseinbusse von 5-15%. Die Schätzung von med. pract. G.___ von 7,5% (Suva-

act. 146) gestützt auf die vorliegende Fraktur, die radiologische Diagnostik und die von 

ihr erhobenen Untersuchungsbefunde ist damit nicht zu beanstanden. Eine allfällige 

zukünftige Verschlimmerung der Arthrose ist nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen, so dass eine solche bei der Festlegung der Integritätsentschädigung 

nicht im Sinne von Art. 36 Abs. 4 UVV angemessen zu berücksichtigen ist. Die weiteren 

(allenfalls teilweise) unfallkausalen Restfolgen, insbesondere die Chondropathie und 

der Knick-Senk-Fuss, berechtigen nicht zu einer Entschädigung. Es besteht damit kein 

Grund, von der kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens abzuweichen.

7.  

7.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 15. Juni 

2015 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2017
	Art. 18 ff. UVG. Art. 24 UVG. Würdigung medizinischer Berichte. Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses bestanden noch gewisse unfallkausale Restfolgen, der Beschwerdeführer war jedoch angestammt voll arbeitsfähig, weshalb er keinen Rentenanspruch hat. Eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen ist nicht ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2017, UV 2015/45).

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		2025-07-19T07:07:22+0200
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