# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b09bccd6-ad67-5464-80bb-1394b5b4022e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.05.2024 S 2023 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2023-71_2024-05-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 23 71

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Righetti und Zanolari Hasse

Aktuar Ott

URTEIL

vom 28. Mai 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Unternährer, 

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Nadine Berchtold-Suter, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1977, aktuell wohnhaft in B._____, war als 

Hilfsmonteur Endmontage bei der C._____ AG, Maschinenbau und 

Hydraulik, D._____, angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses 

bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfall 

versichert, als er am 3. November 2014 beim Nachziehen von Schrauben 

an einem Stahlbau von einer Bockleiter auf ein Podest und dann vom 

Podest insgesamt ca. 4 m auf den Boden fiel (Sturzhöhe Podest-Boden 

2.6 m/Bockleiter-Podest 1.05 - 1.30 m). Er erlitt dabei gemäss erster 

ärztlicher Einschätzung ein Schädelhirntrauma, eine Commotio Cerebri, 

ein Subduralhämatom rechts temporal und temporopolar (initial 3 mm 

Durchmesser), eine undislozierte, offene Kalottenfraktur rechts temporal 

mit winziger Knochenschuppe an der Tabula externa, eine Claviculafraktur 

mehrfragmentär rechts ohne neurovaskuläres Defizit, eine Fraktur der 

1. Rippe rechts ohne nachweisbare Lungenverletzung, 

Handgelenkskontusionen beidseits, eine Muskelkontusion M. tibialis 

anterior rechts (keine Logensymptomatik) und eine Kontusion des 

Unterschenkels links. Die Suva richtete die gesetzlichen Leistungen 

(Taggelder und Heilbehandlung) aus. A._____ wurden 

Arbeitsunfähigkeiten von 100 % vom 3. November 2014 bis 19. Juni 2015, 

von 75 % (auf 80 % Pensum bezogen) ab dem 1. Juni 2015, von 65 % ab 

dem 20. Juli 2015, von 50 % ab dem 1. Oktober 2015 und wieder 100 % 

ab dem 12. Oktober 2015 bis längstens am 31. März 2017 attestiert. Am 

8. November 2014 war bei A._____ im Spital E._____ bei 

mehrfragmentärer Claviculafraktur rechts eine offene Reposition und 

Osteosynthese durchgeführt worden. Vom 12. bis 22. November 2014 war 

A._____ zur stationären Rehabilitation im  Spital F._____. In der Folge 

tätigte die Suva verschiedene Abklärungen. Nach Beginn eines 

Arbeitsversuchs ab April 2015 bei seiner bisherigen Arbeitgeberin 

verstauchte sich A._____ im Mai 2015 seinen Fuss, als dieser (beim 

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Transport für den Verkauf) unter seinem Motorrad eingeklemmt wurde. 

Bereits im Juni 2015 konnte er seinen Arbeitsversuch jedoch 

wiederaufnehmen und das Arbeitspensum zunächst von einer 

therapeutischen Tätigkeit bis Ende September 2015 langsam auf 35 % 

steigern. Am 9. Oktober 2015 fiel A._____ bei der Arbeit von einem 

Werkzeugschrank ein Kantholz auf den Kopf. Daraufhin war er erneut 

100%ig arbeitsunfähig. Am 28. Oktober 2015 wurde im Spital E._____ 

eine Osteosynthesematerialentfernung an der Clavicula rechts aufgrund 

der störenden Platte durchgeführt, woraufhin die 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit fortbestand. Der Arbeitsversuch bei der bisherigen 

Arbeitgeberin wurde daraufhin nicht weitergeführt. Am 22. Dezember 2015 

kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 29. Februar 2016. 

Von September 2016 bis Dezember 2016 war A._____ im Rahmen eines 

Arbeitsversuchs sowie weiterausgerichtetem Taggeld auf einem 

Landwirtschaftsbetrieb als Allrounder tätig. Bereits am 22. Mai 2004 hatte 

er einen Unfall erlitten, als er mit dem Mountainbike gestürzt war und dabei 

eine mehrfragmentäre Fraktur am linken Handgelenk erlitten hatte, welche 

im Mai bzw. Juli 2004 osteosynthetisch behandelt wurde.

2. Am 13. Januar 2017 erfolgte im Hinblick auf den Fallabschluss eine 

kreisärztliche Untersuchung bei Dr. med. G._____, welche nach einer 

Arthrographie/Arthro-MRI der Schulter rechts am 17. März 2017 sowie am 

21. April 2017 ergänzt bzw. korrigiert wurde. Am 6. April 2017 wurde 

A._____ die Einstellung der Heilkostenleistungen per Briefdatum sowie 

der Taggeldleistungen per 31. Mai 2017 in Aussicht gestellt. Mit Verfügung 

vom 24. April 2017 sprach die Suva A._____ eine Invalidenrente bei einer 

Erwerbsunfähigkeit von 17 % sowie eine Integritätsentschädigung von 

CHF 11'640.-- infolge einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Dagegen 

erhob der anwaltlich vertretene A._____ am 22. Mai 2017 Einsprache und 

beantragte eine Invalidenrente der Unfallversicherung aufgrund eines 

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Erwerbsunfähigkeitsgrades von 40 % sowie eine Integritätsentschädigung 

aufgrund einer Integritätseinbusse von mindestens 15 %. Nach weiteren 

versicherungsinternen medizinischen Abklärungen hiess die Suva die 

Einsprache mit Entscheid vom 31. August 2018 teilweise gut, erhöhte den 

Grad der Erwerbsunfähigkeit infolge eines neu ermittelten 

Invalideneinkommens auf 19 %. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab. 

Dagegen erhob A._____ am 1. Oktober 2018 Beschwerde beim 

Kantonsgericht Luzern, welche die Eingabe an das als zuständig erachtete 

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz überwies. Mit Entscheid I 2018 

91 vom 10. April 2019 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 

in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 31. August 2018 sowie der 

Verfügung vom 24. April 2017 die Beschwerde gut und wies die Sache zur 

Beurteilung der zumutbaren Leistungsfähigkeit im Sinne der Erwägungen 

und neuem Entscheid an die Suva zurück. Die von der Suva dagegen am 

27. Mai 2019 erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ans Bundesgericht hiess dieses mit Urteil 8C_376/2019 

vom 6. November 2019 teilweise gut, hob den Entscheid des 

Verwaltungsgerichts das Kantons Schwyz vom 10. April 2019 auf und wies 

die Sache zu neuem Entscheid zurück. Das Bundesgericht erachtete die 

fachrichterliche Würdigung der sich widersprechenden 

versicherungsinternen ärztlichen Beurteilung sowie derjenigen des 

beigezogenen Neurologen zur Unfallkausalität der neurologischen 

Beschwerden durch das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz als 

unzureichend. Es hätten sich nämlich ergänzende Abklärungen durch eine 

unabhängige medizinische Fachperson aufgedrängt. Mit Entscheid I 2019 

92 vom 12. Dezember 2019 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons 

Schwyz die Beschwerde wiederum teilweise gut und wies die Sache zur 

Durchführung eines versicherungsexternen Gutachtens sowie neuem 

Entscheid an die Suva zurück. 

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3. Die Suva holte ein interdisziplinäres orthopädisch, neurologisches 

Gutachten bei der Begutachtungsstelle asim, Basel ein, welches am 

9. Oktober 2020 erstattet wurde (nachfolgend: asim-Gutachten). 

Nachdem der von A._____ beigezogene Neurologe Dr. med. H._____ am 

23. Februar/14. April 2021 zum asim-Gutachten Stellung genommen 

hatte, beauftragte die Suva in diesem Zusammenhang das asim am 

9. Juni 2021 mit einer Ergänzung des Gutachtens, welche am 

10. Dezember 2021 erstattet wurde. Dazu nahm Dr. med. H._____ am 

23./26. Juni 2022 wiederum Stellung.

4. Am 20. September 2022 verfügte die Suva (erneut) über die 

Unfallrestfolgen betreffend die Unfälle vom 3. November 2014 und vom 

22. Mai 2004. A._____ seien in Bezug auf die Verletzung am linken und 

rechten Arm noch handwerkliche Tätigkeiten zumutbar, sofern dabei keine 

allzu schweren Lasten getragen werden und keine Überkopfarbeiten 

ausgeübt werden müssten. Tätigkeiten in einem Landwirtschaftsbetrieb 

oder in einer Gärtnerei sollten möglich sein. Auch die Arbeit als Kutscher, 

welche er zuletzt ausübte, sei möglich. Das Invalideneinkommen wurde 

auf Basis der Lohnstrukturerhebung für das Jahr 2016 (LSE 2016; Tabelle 

TA1, Kompetenzniveau 1, Männer) des Bundesamtes für Statistik (BFS) 

unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 10 % ermittelt. Die 

Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen ergab eine 

Erwerbseinbusse von weiterhin 19 %. Die Integritätseinbusse für die 

beiden Unfälle wurde weiterhin mit insgesamt 10 % für die AC-

Gelenksarthrose und die Arthrose am linken Handgelenk (je 5 %) 

veranschlagt und eine Integritätsentschädigung von CHF 11'640.-- 

zugesprochen.

5. Mit Einsprache vom 10. Oktober 2022 verlangte A._____ die Aufhebung 

der Verfügung und die Zusprache der ihm gesetzlich zustehenden 

Unfallversicherungsleistungen nach weiterer medizinischer Abklärung. Er 

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rügte die Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil in der 

Verfügung betreffend die Stellungnahme von Dr. med. H._____ vom 

23./26. Juni 2022 keine neurologische medizinische Begründung 

enthalten sei. Der medizinische Sachverhalt sei definitiv abzuklären und 

die asim Gutachterstelle habe sich mit der erwähnten Stellungnahme von 

Dr. med. H._____ erneut zu befassen.

6. Mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2023 wies die Suva die Einsprache 

ab. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung 

entzogen, es wurden keine Kosten erhoben und keine 

Parteientschädigung zugesprochen. Zur Begründung hielt sie namentlich 

fest, dass unstrittig und rechtskräftig mit dem Entscheid vom 10. April 2019 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz bestätigt sei, dass die 

(orthopädischen) Beschwerden an der Schulter rechts und am 

Handgelenk links unfallkausal seien. Nach dem Entscheid vom 

12. Dezember 2019 des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz sei 

mittels Gutachten zum einen die ICHD-3 Klassifikation resp. Interpretation 

der Diagnose eines persistierenden, posttraumatischen Kopfschmerzes 

zu klären gewesen, bei denen sich die versicherungsmedizinische 

Interpretation und jene von Dr. med. H._____ gegenüberstanden, sowie, 

ob die vom Versicherten geklagten neurologischen Beschwerden die 

Diagnosekriterien erfüllten und wenn ja, welche Diagnose zu stellen sei 

(persistierender posttraumatischer Kopfschmerz oder allenfalls andere 

Diagnose). Die Einsprache wurde namentlich abgewiesen, weil weder die 

geltend gemachten Kopfschmerzen noch die erhöhte Reizempfindlichkeit 

sowie die verminderte Stress- und Belastungstoleranz gemäss dem asim-

Gutachten vom 9. Oktober 2020 (bestätigt mit dessen Ergänzung vom 

10. Dezember 2021) überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien und 

keine strukturell fassbaren Hirnparenchymschäden vorlägen, die die 

mehrjährige Persistenz der aktuell noch beklagten Beschwerden zu 

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erklären vermöchten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör liege nicht vor. Weiter bestätigte die Suva das Zumutbarkeitsprofil 

sowie den ermittelten Invaliditätsgrad von 19 % (bei einem auf Basis der 

LSE 2016 ermittelten Invalideneinkommen inkl. 10%igen Leidensabzug 

von CHF 60'363.55 und einem Valideneinkommen von CHF 74'750.15) 

sowie die Integritätsentschädigung von insgesamt 10 % (5 % für mässige 

AC-Arthrose, 5 % für mässige Handgelenkarthrose links).

7. Mit Beschwerde vom 28. Juni 2023 an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden beantragte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) folgendes:

1. Der Einsprache-Entscheid der Suva vom 02.06.2023 sei aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer sei eine UV-Rente aufgrund eines mindestens 40%igen 
Erwerbsunfähigkeitsgrades zuzusprechen.

2. Dem Beschwerdeführer sei eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 
mindestens 15%igen Integritätseinbusse zuzusprechen.

3. Die Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer sämtliche 
zusätzlichen Untersuchungskosten und Berichtskosten von Dr. H._____ 
zurückzuerstatten.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

Der Beschwerdeführer begründet seine Begehren im Wesentlichen damit, 

dass Dr. med. H._____ in seinem Bericht vom 9. Mai 2016 bildgebend 

(MRI) im I._____ eine leichte narbige durale Resi-Situation rechtstemporal 

auch (recte wohl: nach) hier ehemals gelegenem epiduralem Hämatom 

festgestellt habe. Er habe die posttraumatische Kopfschmerzsymptomatik, 

die Tinnitus-Symptomatik, die Lärm- und Wärmeempfindlichkeit etc. als 

bildgebend unfallkausal erläutert. In der Stellungnahme vom 

30. September 2018 habe sich Dr. med. H._____ mit den Argumenten der 

Suva-Neurologen Dr. med. J._____ und Prof. Dr. med. K._____ minutiös 

auseinandergesetzt und dargelegt, weshalb die Unfallkausalität des 

posttraumatischen Kopfschmerzes zu bejahen sei. Wenn die Suva das 

allgemein gehaltene Argument vorbringe, wonach keine strukturellen 

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fassbaren Hirnschädigungen vorlägen, übernehme sie die Argumentation 

der (neurologischen) asim-Gutachterin Dr. med. L._____, dass infolge des 

Wechsels des Kopfschmerztypus beim Beschwerdeführer Monate nach 

dem Unfallereignis auf einen Migränekopfschmerz mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit die Unfallkausalität nicht mehr gegeben sei. Die 

medizinische Diskussion sei jedoch damit noch nicht abschliessend 

geführt, so dass auch das rechtliche Gehör im Sinne von Art. 42 ATSG 

verletzt sei. Auf die Stellungnahme von Dr. med. H._____ vom 23./26. Juni 

2022 sei nochmals einzugehen. Der Beschwerdeführer fasst gestützt auf 

diese Stellungnahme die Diskrepanzen der asim-Neurologin und Dr. med. 

H._____ zusammen. Bezüglich Invaliditätsgrad hat der Beschwerdeführer 

keine Bemerkungen zum Valideneinkommen, bemängelt hingegen die 

Berechnung des Invalideneinkommens, zumal er einen Leidensabzug von 

mindestens 20 % geltend macht. Ebenso verlangt er die Rückerstattung 

der Kosten für die Abklärungen durch Dr. med. H._____.

8. Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2023 beantragte die Suva 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde vom 

28. Juni 2023 und die Bestätigung des Einpracheentscheids vom 2. Juni 

2023. Zur Begründung verweist sie im Wesentlichen auf den Umstand, 

dass ohne Weiteres auf das schlüssige, gut nachvollziehbare und 

widerspruchsfreie asim-Gutachten vom 9. Oktober 2020 – inklusive 

neuroradiologisches Konsilium – sowie dessen Ergänzung vom 

10. Dezember 2021 abgestellt und vollumfänglich auf die diesbezüglichen 

Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid verwiesen werden 

könne. Die abweichenden Stellungnahmen von Dr. med. H._____ 

vermöchten daran nichts zu ändern. Der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör sei nicht verletzt worden. Dabei 

betont sie namentlich den Umstand, dass gemäss asim-Gutachten 

bildgebend keine strukturell fassbaren Hirnparenchymschäden vorlägen, 

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welche die mehrjährige Persistenz der aktuell noch geklagten 

Beschwerden erklären könnten. Ausserdem wird auf die (im Gutachten 

korrekt wiedergegebenen) detaillierten, anamnestischen Angaben des 

Beschwerdeführers anlässlich der Begutachtung betreffend eine 

Veränderung des Kopfschmerzes im Verlaufe der Zeit hingewiesen. Die 

Beschwerdegegnerin bekräftigt auch die Rechtmässigkeit der 

Invalideneinkommensberechnung, zumal auf den hypothetisch als 

ausgeglichen unterstellten und nicht auf den effektiven Arbeitsmarkt 

abzustellen sei. Zudem sei das unfallkausale Zumutbarkeitsprofil der 

verbleibenden Leistungsfähigkeit nicht derart eingeschränkt, dass dem 

Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt lediglich noch 

der Dienstleistungssektor offen stünde. Die Beschwerdegegnerin bleibt 

bei ihrer Einschätzung der verbleibenden Leistungsfähigkeit und bei einem 

Leidensabzug von 10 % und hält damit auch am ermittelten 

Invaliditätsgrad von 19 % fest. Sie bestreitet unter Hinweis auf Art. 45 

ATSG und die Rechtsprechung auch den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Rückerstattung der dem Beschwerdeführer im 

Zusammenhang mit den Berichten von Dr. med. H._____ entstandenen 

Kosten und beantragt die Abweisung des entsprechenden Antrags.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtschriften, auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. Juni 2023 sowie die weiteren 

Akten wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 2. Juni 2023 (siehe Akten des 

Beschwerdeführers [Bf-act.] 1 sowie der Beschwerdegegnerin zum 

Schadenfall Nr. 06.91542.14.9 [Bg-act. I] 437). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid Beschwerde an das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem 

die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren 

Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als im Einspracheverfahren 

unterlegener, formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf 

(Art. 59 ATSG). Auf die zudem form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde (Art. 60 ATSG und Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

2.1. Der Beschwerdeführer rügt – wie bereits in der Einsprache vom 

10. Oktober 2022 [Bg-act. I 427) –, dass sein Anspruch auf rechtliches 

Gehör gemäss Art. 42 ATSG verletzt worden sei, weil die medizinische 

Diskussion insbesondere betreffend die Unfallkausalität der 

Kopfschmerzsymptomatik zwischen Dr. med. H._____ und namentlich der 

asim-Neurologin Dr. med. L._____ noch nicht abschliessend geführt und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. Juni 2023 nicht auf die 

Ausführungen von Dr. med. H._____ vom 23./26. Juni 2022 eingegangen 

worden sei.

2.2. Die Beschwerdegegnerin verneint hingegen eine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil vor dem Hintergrund der gesamten 

Aktenlage der Verzicht auf eine erneute Vorlage der Stellungnahme vom 

23./26. Juni 2022 von Dr. med. H._____ an die asim-Gutachter nicht zu 

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beanstanden sei. Denn diese seien nach sorgfältiger und gut 

nachvollziehbarer Beweiswürdigung zum Schluss gekommen, dass weder 

die geltend gemachten Kopfschmerzen noch die erhöhte 

Reizempfindlichkeit sowie die verminderte Stress- und Belastungstoleranz 

überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien und dass keine strukturell 

fassbaren Hirnparenchymschäden vorlägen, die die mehrjährige 

Persistenz der aktuell noch beklagten Beschwerden zu erklären 

vermöchten. In einer derartigen antizipierten Beweiswürdigung liege kein 

Verstoss gegen das rechtliche Gehör.

2.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

und Art. 42 ATSG dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es 

ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 

Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu 

gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtstellung 

eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 

beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen (vgl. Art. 47 ATSG), mit 

erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 

wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 

Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu 

beeinflussen (vgl. BGE 143 V 71 E.4.1 und 132 V 368 E.3.1 m.w.H.). Das 

rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die 

Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch 

tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus 

und auch gemäss Art. 49 Abs. 3 ATSG folgt die Verpflichtung der 

Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, 

dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 

und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie 

sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 

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Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die 

Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis 

der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. 

BGE 148 III 30 E.3.1, 143 III 65 E.5.2, 136 I 229 E.5.2 und 136 V 351 

E.4.2; Urteile des Bundesgerichts 9C_741/2023 vom 6. Februar 2024 

E.3.3 und 8C_675/2020 vom 3. März 2021 E.4.2).

2.4. Nach Art. 42 Satz 2 ATSG müssen die Parteien vor Verfügungserlass 

nicht angehört werden, wenn sie – wie vorliegend – mittels Einsprache 

anfechtbar ist. Praxisgemäss bezieht sich diese Einschränkung des 

rechtlichen Gehörs lediglich darauf, dass die versicherte Person sich bei 

Verfügungen, welche durch Einsprache anfechtbar sind, nicht zwingend 

vorgängig zum vorgesehenen Entscheid äussern können muss; die 

übrigen Aspekte des verfassungsmässigen Rechts sind von der 

Einschränkung nicht betroffen (BGE 132 V 368 E.4). In Verfahren, welche 

durch eine mit Einsprache anfechtbare Verfügung abgeschlossen werden, 

braucht der Versicherungsträger ein eingeholtes Gutachten also 

grundsätzlich auch nicht vor Verfügungserlass zunächst der versicherten 

Person zuzustellen (BGE 132 V 368 E.7). Hält der Versicherungsträger 

bei Vorliegen eines externen Gutachtens Erläuterungs- oder 

Ergänzungsfragen für notwendig, so ist er zudem berechtigt, der 

Gutachtensperson solche zu stellen; diesfalls hat er der versicherten 

Person aber ebenfalls die Gelegenheit zu bieten, Ergänzungsfragen an 

die Experten zu richten (BGE 136 V 113 E.5.3 ff.; vgl. zum Ganzen die 

Urteile des Bundesgerichts 8C_573/2020 vom 6. Januar 2021 E.5.2.1 und 

8C_112/2019 vom 30. April 2019 E.4.1). Vorliegend wurde der 

Rechtsprechung gemäss BGE 136 V 113 seitens der 

Beschwerdegegnerin Rechnung getragen (siehe Aufforderung zur 

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Stellungnahme zu den Ergänzungsfragen an die Gutachterstelle vom 

28. Mai 2021 sowie die beschwerdeführerische Antwort vom 4. Juni 2021 

dazu [Bg-act. I 376 f.]).

2.5. Im Einspracheentscheid vom 2. Juni 2023 nahm die Beschwerdegegnerin 

durchaus Bezug auf die Stellungnahme vom 23./26. Juni 2022 von 

Dr. med. H._____, welche auf einer Anamneseerhebung vom 23. Juni 

2022 seinerseits basierte. In der Erwägung 3.3 führte die 

Beschwerdegegnerin aus, dass es bei der vorliegenden Aktenlage nicht 

zu beanstanden sei, wenn der Sachverhalt als hinreichend geklärt erachtet 

und auf weitere Abklärungen verzichtete werde, insbesondere nachdem 

sich aus der Stellungnahme von Dr. med. H._____ vom 23./26. Juni 2022 

nichts wesentlich Neues ergebe. So habe dieser zuhanden des 

Versicherten festgestellt, dass es aus neurologischer Sicht unverändert 

bei der Einschätzung bleibe, dass von Seiten der Gutachterin nicht 

überzeugend habe nachgewiesen werden können, dass bei ihm kein 

posttraumatischer Kopfschmerz mehr vorliege. Gemäss Dr. med. H._____ 

habe nicht nachgewiesen werden können, dass der Versicherte an einem 

primären Kopfschmerz im Sinne einer Migräneerkrankung leide. Die 

postulierte Gestaltänderung des Kopfschmerzes mit jetzt Vorliegen eines 

völlig anderen Kopfschmerzsyndroms lasse sich dabei gemäss Dr. med. 

H._____ nicht aufrechterhalten. Zu dieser Kritik von Dr. med. H._____ 

hätten sich die Gutachter des asim in ihrer ergänzenden Beurteilung vom 

10. Dezember 2021 bereits ausführlich vernehmen lassen und dabei sei 

festgestellt worden, dass der Versicherte die Kopfschmerzcharakteristik 

genau habe beschreiben können und sehr klar in seiner Aussage gewesen 

sei, dass sich die Kopfschmerzcharakteristik im Verlauf verändert hätte, 

und dass die aktuellen Kopfschmerzen sicher nicht mehr die gleichen 

Kopfschmerzen gewesen seien, die am Anfang (akute posttraumatische 

Kopfschmerzen) vorgelegen hätten. Die Gutachter vermöchten sich dabei 

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auf die ausführlichen Angaben des Versicherten bei der Exploration am 5. 

und 7. Mai 2020 abzustützen. Der Versicherte habe dabei explizit 

dargelegt, dass sich die Kopfschmerzen namhaft im Verlauf verändert 

hätten (vgl. Bg-act. I 360, S. 42). So hätten initial (am Anfang, direkt nach 

dem Unfall) im Bereich der Schädelfraktur rechts temporal lokalisierte 

Kopfschmerzen bestanden. Zum Zeitpunkt der neurologischen 

Begutachtung habe der Versicherte jedoch anders geartete 

Kopfschmerzen angegeben, welche gemäss Gutachter als Migräne mit 

Aura nach ICHD-3 zu klassifizieren seien. Während die initialen 

Kopfschmerzen lokal rechts temporal mit stumpfer Schmerzqualität in 

diesem Bereich noch in den ersten Monaten nach dem Unfall bestanden 

hätten, habe im Verlauf ein anderer Kopfschmerz, der nicht mehr rechts 

temporal, sondern bifrontal lokalisiert gewesen sei, eruiert werden können, 

welcher hinsichtlich der Schmerzintensität fluktuierte und teilweise mit 

«Schattensehen und Flimmerskotomen» einhergegangen sei und eine 

durchschnittlich mittelstarke bis starke Schmerzintensität aufgewiesen 

habe. Die Schmerzcharakteristik habe dabei von stechend bis hämmernd 

variiert, so dass eine Migräne mit Aura nach ICHD-3 bei zusätzlich 

bestehendem Unwohlsein, Benommenheitsgefühl und Schwindel, jedoch 

ohne Erbrechen beschrieben werden könne. Auch sei eine Akzentuierung 

der Photo- und Phonophobie im Kontext mit den Kopfschmerzen 

beschrieben worden, ebenso passend zur Migräne. Im Gegensatz dazu 

würden typische Migränesymptome bei den direkt nach dem Unfall 

aufgetretenen Kopfschmerzen, wie z.B. die visuelle Aura und die 

pulsierend-/hämmernde Schmerzqualität fehlen. Der Kopfschmerz sei 

dumpf und im Bereich der Schädelfraktur lokalisiert gewesen, was 

medizinisch absolut plausibel erscheine. Angesichts dieser detaillierten 

Angaben des Versicherten vermöge die nachträgliche 

Anamneseerhebung von Dr. med. H._____ vom 26. Juni 2022 nicht zu 

überzeugen. Insbesondere erweise sich die Angabe des Versicherten, 

- 15 -

demgemäss "alles kreuzverkehrt im Gutachten" stehe, vor dem 

Hintergrund seiner detaillierten Aussagen anlässlich der Exploration vom 

5. und 7. Mai 2020 als wenig glaubhaft und es sei davon auszugehen, 

dass diese nachträglich sehr unbestimmten Aussagen von 

versicherungsrechtlichen Überlegungen geprägt seien (Bg-act. I 437, S. 9 

f.). Gestützt darauf verzichtete die Beschwerdegegnerin in antizipierter 

Beweiswürdigung auf eine erneute Vorlage der Stellungnahme vom 

23./26. Juni 2022 an das asim. Insofern begründete die 

Beschwerdegegnerin ihren Verzicht auf eine weitere Beweiserhebung und 

die Beschwerde vom 28. Juni 2023 zeigt denn auch klar, dass eine 

sachgerechte Anfechtung durchaus möglich war. Ob namentlich die 

vorstehend wiedergegebene Begründung im Einspracheentscheid 

rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist nicht eine Frage des formellen 

Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern betrifft vielmehr die Frage einer 

korrekten freien Beweiswürdigung bzw. der hinreichenden Erfüllung der 

Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG (vgl. 

nachstehende Erwägungen 7.1 ff.). Der durch Art. 29 Abs. 2 BV 

garantierte Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar wie gesehen 

auch das Recht der betroffenen Person, erhebliche Beweise beizubringen 

und mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, wenn diese 

geeignet sind, den Entscheid zu beeinflussen. Ein Verzicht auf die 

Abnahme von weiteren Beweisen ist rechtsprechungsgemäss aber 

zulässig, wenn sich das Gericht oder die Verwaltung aufgrund der bereits 

erhobenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in 

vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass die 

abgelehnten Beweisanträge nichts an seiner Überzeugung zu ändern 

vermögen (vgl. BGE 141 I 60 E.3.3 und 136 I 229 E.5.3 Urteile des 

Bundesgerichts 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E.4.2, 8C_521/2021 vom 

22. März 2022 E.3.2, 8C_351/2019 vom 17. September 2019 E.2, 

8C_746/2011 vom 13. März 2012 E.4.2 und 9C_288/2008 vom 16. Mai 

- 16 -

2008 E.2). Insofern erweist sich die Rüge der Verletzung des Anspruchs 

auf rechtliches Gehör als unbegründet.

3. Unstrittig ist die Unfallkausalität der (orthopädischen) Beschwerden an der 

Schulter rechts und am Handgelenk links, aufgrund dessen dem 

Beschwerdeführer eine Invalidenrente der Unfallversicherung bei einem 

Invaliditätsgrad von 19 % zugesprochen und die Integritätsentschädigung 

auf 10 % festgelegt wurde (je 5 %). Zu prüfen ist, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht die Unfallkausalität der noch geklagten 

Kopfschmerzen, der erhöhten Reizempfindlichkeit sowie die verminderte 

Stress- und Belastungsintoleranz verneint hat und festgestellt hat, dass 

keine strukturell fassbaren Hirnparenchymschäden vorliegen, die die 

mehrjährige Persistenz der noch beklagten Beschwerden zu erklären 

vermögen.

4.1. Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 

25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich 

vor dessen Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor 

diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. 

Vorliegend finden daher grundsätzlich die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung. Hinsichtlich der für das vorliegende 

Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben sich indessen mit 

Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine relevanten Änderungen 

ergeben.

4.2.1. Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 

setzt gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG grundsätzlich das Vorliegen eines 

Berufsunfalls, eines Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus 

(BGE 148 V 356 E.3). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, 

- 17 -

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat (BGE 134 V 72 E.2.2). Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die 

versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Heilbehandlung). Zudem hat sie nach Art. 16 Abs. 1 UVG 

Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie infolge eines Unfalles voll oder 

teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist. Nach Art. 19 Abs. 1 UVG 

entsteht ein Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands des 

Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlungen 

und die Taggeldleistungen dahin. Art. 21 UVG regelt diejenigen Fälle, in 

denen die Unfallversicherung auch nach der Rentenfestsetzung noch 

Pflegeleistungen und Kostenübernahmen (Art. 10 - 13 UVG) gewährt. Ob 

im Hinblick auf die Prüfung des Fallabschlusses eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands anzunehmen ist, bestimmt sich namentlich – 

aber nicht ausschliesslich – nach Massgabe der zu erwartenden 

Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 

unfallbedingt beeinträchtigt ist. Der Begriff "namhaft" verdeutlicht 

demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im 

Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. 

Unbedeutende Verbesserungen genügen ebenso wenig wie die blosse 

Möglichkeit einer Besserung. In diesem Zusammenhang muss der 

Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht 

aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden. Grundlage für die 

Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen 

Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der 

Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose 

- 18 -

erfasst werden (BGE 149 V 224 E.6.3.1, 143 V 148 E.3.1, 134 V 109 E.4.1 

ff. und 128 V 169 E.1b; Urteile des Bundesgerichts 8C_640/2022 vom 

9. August 2023 E.4.1.2, 8C_511/2022 vom 8. Februar 2023 E.6.1.1 und 

8C_528/2022 vom 17. November 2022 E.7.1). 

4.2.2. Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 

adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (vgl. 

BGE 148 V 356 E.3, 147 V 161 E.3.1, 142 V 435 E.1, 134 V 109 E.2.1 und 

129 V 177 E.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_283/2023 vom 15. Mai 

2024 E.2, 8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.3.1 ff., 8C_499/2020 vom 

19. November 2020 E.2.2.1 und 8C_620/2019 vom 5. Februar 2020 

E.3.3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend 

mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 140 V 356 E.3.2, 138 V 248 

E.4, 134 V 109 E.2 und 127 V 102 E.5b/bb; Urteile des Bundesgerichts 

8C_640/2022 vom 9. August 2023 E.3.4 8C_606/2022 vom 4. Mai 2023 

E.3.2.1 und  8C_499/2020 vom 19. November 2020 E.2.2.1). 

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind 

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten 

unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 

kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde 

mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die 

hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich 

anerkannt sind (vgl. BGE 138 V 248 E.5.1; Urteile des Bundesgerichts 

8C_391/2022 vom 10. Januar 2023 E.3.2.2, 8C_698/2021 vom 3. August 

2022 E.4.2, 8C_493/2021 vom 4. März 2022 E.3.3.2 und 8C_756/2021 

vom 10. Februar 2022 E.4.3). Ursachen im Sinne des natürlichen 

- 19 -

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein 

der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann 

(BGE 147 V 161 E.3.2). Entsprechend dieser Umschreibung ist für die 

Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 

das Unfallereignis die alleinige oder unmittelbare Ursache der 

gesundheitlichen Störungen und Beschwerden ist; vielmehr genügt es, 

dass das Unfallereignis eine Teilursache des Gesundheitsschadens ist 

(vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, Einführung in das schweizerische 

Unfallversicherungsrecht, Bern 2021, Rz. 252; NABOLD, in: 

HÜRZELER/KIESER, Kommentar zum UVG, Bern 2018, Art. 6 Rz. 52), d.h. 

dass der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 149 V 218 E.5.1, 

147 V 161 E.3.2, 146 V 51 E.9.2 und 129 V 177 E.3.1). Ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, stellt eine Tatfrage dar, die mit dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit von der leistungsansprechenden Person 

nachzuweisen ist, wobei die blosse Möglichkeit, dass ein solcher besteht, 

den Beweisanforderungen nicht genügt (BGE 146 V 51 E.5.1 und 129 V 

177 E.3.1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_434/2023 vom 

10. April 2024 E.4.2 und 8C_640/2022 vom 9. September 2023 E.3.3; vgl. 

HÜRZELER/USINGER-EGGER, a.a.O., Rz. 253; NABOLD, a.a.O., Art. 6 

Rz. 53). Nicht tauglich für den Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist das Argument, die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten und deshalb 

auf das Unfallereignis zurückzuführen, d.h. die Beweismaxime "post hoc 

ergo propter hoc" ist unzulässig (BGE 149 V 218 E.5.6 und 119 V 335 

E.2b/bb; Urteile des Bundesgerichts 8C_86/2023 vom 30. Juni 2023 E.5.3 

und 8C_241/2020 vom 29. Mai 2020 E.3; vgl. HÜRZELER/USINGER-EGGER, 

a.a.O., Rz. 253; NABOLD, a.a.O., Art. 6 Rz. 53).

- 20 -

4.2.3. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 

bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 

231 E.5.1). Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und 

der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Der rechtserhebliche 

Sachverhalt ist von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung 

an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und 

festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip der 

freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine förmlichen 

Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte 

Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat die Verwaltung als verfügende Instanz – 

bzw. im Beschwerdefalls das Gericht – ihren Entscheid, sofern das Gesetz 

nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen aber nicht. Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet. Die 

Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des 

streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 

besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum – auf 

Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden – Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung auf. Führen die im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden 

Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, 

sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 

V 393 E.4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als 

- 21 -

überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere 

Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr 

ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte oder vorweg 

genommene Beweiswürdigung; BGE 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3, 134 

I 140 E.5.3 und 124 V 90 E.4b) vor. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an 

der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen 

Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_316/2022 

vom 31. Januar 2023 E.4). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es 

grundsätzlich Sache der verfügenden Verwaltungsstelle oder des 

Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentragung des 

Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die 

aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich 

erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 

V 427 E.3.2 und 138 V 218 E.6; vgl. zum Ganzen: Urteile des 

Bundesgerichts 9C_727/2023 vom 3. Juni 2024 E.6.1.1, 8C_676/2023 

vom 22. Mai 2024 E.3.2, 8C_316/2022 vom 31. Januar 2023 E.4, 

8C_688/2021 vom 8. Juni 2022 E.3.3, 8C_563/2020 vom 7. Dezember 

2020 E.2.3 und 8C_224/2019 vom 18. September 2019 E.4.4). Der 

Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt, er wird 

ergänzt durch die Mitwirkungspflicht der Parteien. Diese umfasst 

insbesondere die Pflicht der Parteien, die durch die Art des Rechtsstreits 

- 22 -

und der geltend gemachten Tatsachen gebotenen Beweise zu erbringen, 

soweit dies vernünftigerweise von ihnen verlangt werden kann (vgl. Art. 43 

Abs. 3 ATSG; BGE 138 V 86 E.5.2.3, 125 V 193 E.2 und 122 V 157 E.1a; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_491/2023 vom 25. März 2024 E.4.1.1, 

8C_424/2022 vom 10. Januar 2023 E.4.6.1 und 8C_68/2022 vom 

6. September 2022 E.2.2). In Nachachtung des 

Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG ist 

bei Erlass eines Entscheides grundsätzlich der gesamte sich bis zum 

Entscheidzeitpunkt entwickelnde Sachverhalt zu berücksichtigen 

(BGE 144 V 210 E.4.3.1, 142 V 337 E.3.2.2, 132 V 215 E.3.1.1 und 130 V 

138 E.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_110/2022 vom 9. Februar 2023 

E.5.3 und 8C_611/2021 vom 10. März 2022 E.3.3). Die versicherte Person 

hat schliesslich nach einem allgemeinen Grundsatz des 

Sozialversicherungsrechts alle ihr möglichen zumutbaren Massnahmen 

zu unternehmen, um den Schaden nach dessen Eintritt zu mindern oder 

zu beheben (vgl. BGE 148 V 397 E.7.2.3, 141 V 642 E.4.3.2, 138 V 457 

E.3.2, 134 V 189 E.2, 134 V 109 E.10.2.7 und 129 V 460 E.4.2; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_364/2010 vom 27. September 2010 E.4.2.1).

5.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs ist in erster Linie mit 

den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten (nachvollziehbar) 

begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a und 122 V 157 

E.1c; Urteile des Bundesgerichts 9C_626/2023 vom 1. Mai 2024 E.5.2, 

9C_587/2023 vom 8. April 2024 E.4.2, 8C_704/2022 vom 27. September 

- 23 -

2023 E.3.3, 8C_98/2023 vom 10. August 2023 E.2.4 und 8C_634/2022 

vom 23. Dezember 2022 E.3.1).

5.2.1. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach Art. 44 ATSG) 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 

die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 135 

V 465 E.4.4 und 125 V 351 E.3b/bb; siehe auch Urteile des 

Bundesgerichts 8C_578/2023 vom 6. Mai 2024 E.3.2, 8C_142/2023 vom 

18. September 2023 E.3.3.3, 8C_53/2022 vom 5. Juli 2022 E.2.3, 

8C_528/2021 vom 3. Mai 2022 E.4.2.1, 8C_287/2020 vom 27. April 2021 

E.3.3, 8C_662/2020 vom 13. Januar 2021 E.3.2).

5.2.2. Gemäss Rechtsprechung kommt den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass die befragte Arztperson in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E.3b/ee). Beratende Ärztinnen und Ärzte eines Versicherungsträgers sind 

hinsichtlich der Beweiseignung ihrer ärztlichen Beurteilungen mit 

derjenigen von versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des 

- 24 -

Bundesgerichts 8C_434/2023 vom 10. April 2024 E.4.3, 8C_322/2021 

vom 19. Oktober 2022 E.4.3, 8C_446/2021 vom 25. Januar 2022 E.2.3 

und 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4). Soll ein Versicherungsfall ohne 

Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f. und 125 V 351 E.3b/ee; Urteile 

des Bundesgerichts 8C_434/2023 vom 10. April 2024 E.4.3, 8C_62/2023 

vom 16. August 2023 E.4, 8C_511/2022 vom 8. Februar 2023 E.5.1.2 und 

8C_316/2022 vom 31. Januar 2023 E.6.1.3.2).

5.2.3. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind, wobei der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegen muss, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteile des Bundesgerichts 

9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E.3.2.1 und 8C_397/2019 vom 6. August 

2019 E.4.3 m.w.H.). Dabei geht es im Wesentlichen nur um die 

fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts, mithin rückt die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_373/2023 vom 9. Januar 2024 E.3, 8C_253/2023 vom 7. August 2023 

E.3, 8C_390/2022 vom 7. September 2022 E.3 und 8C_281/2021 vom 

19. Januar 2022 E.3.2).

5.2.4. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte ist schliesslich gemäss 

konstanter Rechtsprechung zu beachten, dass sie in einem 

auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich 

- 25 -

zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, 

verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden 

Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven 

Beurteilung des Gesundheitszustands und erfüllen deshalb kaum je die 

materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 

E.3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass 

behandelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte 

Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden 

Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache 

befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten 

Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person 

aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind zur 

Gewährleistung der Waffengleich daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_401/2022 vom 

31. Januar 2023 E.4, 8C_596/2022 vom 11. Januar 2023 E.4.1 ff., 

8C_414/2022 vom 24. Januar 2023 E.6.2, 9C_127/2021 vom 

4. November 2021 E.2.2.2, 8C_301/2021 vom 23. Juni 2021 E.5.2.2, 

8C_187/2019 vom 7. Juni 2019 E.6.1, 8C_523/2017 vom 9. November 

2017 E.3.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2 und 8C_907/2009 

vom 12. Februar 2010 E.1.1). Auch Partei-/Privatgutachten sind daraufhin 

zu überprüfen, ob sie betreffend rechtserheblichen Fragen die 

Auffassungen und Schlussfolgerungen der entgegenstehenden amtlichen 

Abklärungen zu erschüttern vermögen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5 ff. und 

125 V 351 E.3c; Urteile des Bundesgerichts 8C_28/2021 vom 9. April 2021 

E.4.1 und 8C_720/2020 vom 8. Januar 2021 E.4.1 und 9C_6/2020 vom 

19. Mai 2020 E.3.2.2).

- 26 -

6. Nachfolgend ist näher auf die Frage nach der Unfallkausalität der vom 

Beschwerdeführer weithin geklagten neurologischen Beschwerden, 

namentlich von Kopfschmerzen, der erhöhten Reizempfindlichkeit sowie 

die verminderte Stress- und Belastungsintoleranz einzugehen. Den 

aktenkundigen Berichten und Dokumenten lässt sich der nachfolgend 

wiedergegebene Verlauf entnehmen.

6.1. Das Computertomogramm (CT) des Schädels nativ vom 4. November 

2014 im Spital M._____ ergab im Vergleich zum Unfalltag eine 

unveränderte Breite des schmalen Subduralhämatoms rechts temporal 

von 4 mm. Es wurde keine neu aufgetretene Blutung festgestellt. 

Weiterhin bestanden keine Hirndruckzeichen und die inneren Liquorräume 

waren unverändert normal weit. Unverändert bestand eine undislozierte 

Kalottenfraktur rechts temporal (Bg-act. I 13).

Dem Kurzaustrittsbericht des Spitals M._____ vom 6. November 2014 

sind folgende Diagnosen zu entnehmen (Bg-act. I 26): Sturz aus 

mindestens 4 m Höhe mit/bei Schädelhirntrauma (SHT); Commotio 

Cerebri; Subduralhämatom rechts temporal und temporopolar (initial 3mm 

Durchmesser); undislozierte, offene Kalottenfraktur rechts temporal mit 

winziger Knochenschuppe an der Tabula externa; mehrfragmentäre 

Claviculafraktur rechts ohne neurovaskuläres Defizit; Fraktur der ersten 

Rippe rechts ohne nachweisbare Lungenverletzung; Kontusion 

Handgelenk links und rechts; Muskelkontusion M. tibialis anterior re (keine 

Logensymptomatik). Anamnestisch berichtete der Patient über 

Schmerzen am Kopf rechtsseitig. Im Verlauf besserten sich die 

Kopfschmerzen. Es erfolgte eine analgetische Medikation.

Im Austrittsbericht des Spitals E._____ vom 12. November 2014 (Bg-act. I 

33), wo sich der Beschwerdeführer nach dem Sturz aus ca. 4 m Höhe vom 

6. bis am 12. November 2014 aufgehalten hatte, ist unter anderem 

- 27 -

festgehalten, dass im Kontroll-CT vom 10. November 2014 keine 

Zunahme der Epiduralblutung festzustellen war und zu keinem Zeitpunkt 

neurologische Defizite aufgetreten seien. Ausserdem wurde eine 

operative Versorgung der mehrfragmentären Calviculafraktur rechts 

mittels offener Reposition und Osteosynthese mit winkelstabiler 

Claviculaplatte rechts am 8. November 2014 festgehalten (vgl. auch 

Operationsbericht vom 10. November 2014 [Bg-act. I 29]).

Im Zeitraum vom 12. bis 22. November 2014 befand sich der 

Beschwerdeführer zur Neurorehabilitation im  Spital F._____, wobei im 

Austrittsbericht vom 25. November 2014 unter anderem ein 

Schädelhirntrauma Grad I und eine Calviculafraktur mehrfragmentär 

rechts mit klinisch imponierenden Schmerzen im Clavicula- und 

Rippenbereich diagnostiziert wurde. Ansonsten zeigten sich keine fokal-

neurologische Defizite. Die kognitiven Testungen imponierten mit leichten 

Defiziten der Merkfähigkeit und der Konzentration (MOCA mit 26/30P). Die 

neuropsychologische Abklärung vom 17. November 2014 ergab, 

abgesehen von laut dem Beschwerdeführer vorbestehenden leichten 

Rechen- und Rechtschreibschwierigkeiten sowie in der Spontansprache 

subtil reduzierten Wortfindung, in allen geprüften attentionalen, 

mnestischen und exekutiven Funktionsbereichen eine 

normentsprechende kognitive Leistungsfähigkeit. Die Sturzätiologie blieb 

unklar und es wurden weitere kardiologische Untersuchungen 

vorgesehen. Beim Austritt erfolgte keine Medikation (Bg-act. I 31).

Am 7. Januar 2015 berichten Dres. med. N._____ und O._____, Chirurgie  

Spital E._____, im Rahmen einer Kontrolle der Osteosynthese an der 

rechten Calvicula vom 5. (recte 8.) November 2014 von rezidivierendem 

Schwindel und Kopfschmerz. Der Patient befinde sich jedoch 

diesbezüglich in neurologischer Behandlung im  Spital F._____ (Bg-act. I 

37). 

- 28 -

Dr. med. P._____, Fachärztin für Neurologie und Neurorehabilitation am  

Spital F._____, berichtete am 12. Januar 2015, im Rahmen der 8. Januar 

2015 erfolgten neurorehabilitativen Standortbestimmung, vor allem von 

akustischer (schmerzhafter Gehörüberempfindlichkeit v.a. für gewisse 

Frequenzen), aber auch visueller Reizintoleranz sowie reduzierter 

Belastbarkeit (namentlich mental mit limitierter Konzentration). Dem 

Patienten wurde erläutert, dass die beschriebene Reizüberflutung und die 

limitierte Konzentrationsspanne typische Folgen der erst gut zwei Monate 

zurückliegenden Hirnverletzung seien, die sich im Verlaufe der nächsten 

Wochen und Monate zurückbilden dürften. Dafür sprächen auch die 

somatischen Abklärungen und die neuropsychologische Untersuchung 

vom November 2014. Es wird keine Medikation erwähnt (Bg-act. I 43).

Dr. med. Q._____, Facharzt ORL sowie Hals- und Gesichtschirurgie, hielt 

in seinem Bericht vom 14. Januar 2015 fest, dass anamnestisch kein 

Schwindel, Geräusch wie zuvor bds. ein Rauschen und keine Schmerzen 

bestünden. Weiter habe sich das überempfindliche Gehör auf 

Alltagsgeräusche bzw. die Contusio cochleae mit reduzierter 

Unbehaglichkeitsschwelle deutlich gebessert und Alltagsgeräusche 

würden wieder besser ertragen. Aus dem Reintonaudiogramm ergab sich 

eine lärmbedingte Schallempfindlichkeitsstörung zwischen 4000-6000 Hz 

(Bg-act. I 46; vgl. auch Bg-act. I 76). 

Anlässlich der Besprechung mit der Beschwerdegegnerin am 6. Februar 

2015 berichtete der Beschwerdeführer über unterschiedliche 

Kopfschmerzen (mal mehr mal weniger; bei geistigen Belastungen teils 

starke Schmerzen im Stirnbereich; zeitweise begleitet von Sehstörungen 

und Augenschmerzen), Lichtempfindlichkeit, Orientierungsprobleme, 

Vergesslichkeit, eine Art "Fieberattacke"/Hitze bei geistigen Belastungen, 

Ungeschicklichkeit, rasche Ermüdbarkeit, Gehörprobleme (bei mehreren 

zeitgleichen Geräuschen rasche Überforderung und schmerzhafte Töne 

- 29 -

im Kopf). Es bestehe kein Schwindel mehr. Es sei in den letzten Wochen 

zu einer langsamen Besserung seiner Beschwerden gekommen. Im Mai 

2014 habe Dr. med. Q._____ eine Operation (OP) wegen chronischer 

Stirnhöhlenvereiterung durchgeführt (gemäss OP-Bericht vom 27. Mai 

2014: Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, Septumdeviation 

nach links und Subluxatio septi nach rechts sowie Muschelhypertrophie 

inferior beidseits [Bg-act. I 186]). Dennoch sei er nie vollständig 

schmerzfrei geworden. Der Kopf sei vor dem Unfall vom 3. November 

2014 beschwerdefrei gewesen. Medikamente nehme er keine (Bericht 

vom 18. Februar 2015 [Bg-act. I 52]).

Am 11. März 2015 bestätigt der Beschwerdeführer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin eine gewisse Besserung hinsichtlich des Gehörs, 

jedoch bestünden weiterhin Probleme mit der Konzentration, 

Vergesslichkeit und Lichtempfindlichkeit (Bg-act. I 71).

Dr. med. Q._____ berichtete am 13. März 2015 nach Untersuchungen, 

dass die Beschwerden regredient seien. Die verminderte Belastbarkeit 

und die unangenehme Reizüberflutung der Augen und des Gehörs störten 

am meisten. Die alle ein bis zwei Wochen auftretenden 

Schwindelbeschwerden seien wahrscheinlich auch in diesem 

Zusammenhang zu sehen. Der anamnestisch vorbestehende Tinnitus sei 

seit dem Unfall verstärkt (Bg-act. I 76).

Am 17. März 2015 berichtete, Dr. med. N._____, Oberärztin Chirurgie  

Spital E._____, dass aktuell keine Medikation erfolge. Bezüglich der 

Claviculafraktur sei die Behandlung – vorbehältlich der Metallentfernung – 

am 18. Februar 2015 abgeschlossen worden und bezüglich des 

Schädelhirntraumas befinde sich der Beschwerdeführer weiterhin in 

Behandlung am Spital F._____; für die zukünftige, diesbezügliche 

Therapie wurde auf die Empfehlungen des Zentrums für Neurologie und 

- 30 -

Neurorehabilitation des Spitals F._____ hinsichtlich posttraumatisch-

neurologischen Defiziten verwiesen (Bg-act. I 360 S. 93 f.).

Auch im Rahmen des ärztlichen Triagekonsiliums in der Klinik R._____ für 

eine arbeitsorientierte Rehabilitation vom 23. März 2015 verweist der 

Beschwerdeführer darauf, dass Augen und Gehör überempfindlich seien, 

es würden Schwindelgefühle auftreten und vor allem kämpfe er mit 

Konzentrationsproblemen (Bg-act. I 79).

Diese Beschwerden wiederholte der Beschwerdeführer am 13. Mai 2015 

anlässlich des Standortgesprächs mit der Beschwerdegegnerin, der IV-

Stelle und seinem Arbeitgeber (Bg-act. I 87) sowie auch in der 

neurorehabilitativen Verlaufssprechstunde bei Dr. med. P._____ vom 

20. April 2015 (Bg-act. I 91). Es wurde eine Reizintoleranz (v.a. akustisch, 

aber auch visuell; sich langsam bessernd), reduzierte Belastbarkeit (v.a. 

mental mit limitierter Konzentration; sich langsam bessernd) bei einer am 

17. November 2014 neuropsychologisch festgestellten, 

normentsprechenden kognitiven Leistungsfähigkeit – abgesehen von 

leichten (anamnestisch vorbestehenden) Rechen- und 

Rechtschreibeschwierigkeiten und einer subtil reduzierten Wortfindung – 

festgestellt. Grundsätzlich wurde keine aktuelle Medikation festgehalten 

und nur der seltene Gebrauch von Dafalgan bzw. Aspirin erwähnt (Bericht 

vom 26. Mai 2015 [Bg-act. I 91]). Im Bericht vom 25. Juni 2015 zum 

Standortgespräch mit der Beschwerdegegnerin, Dr. med. P._____ sowie 

dem Arbeitgeber vom 19. Juni 2015 wurden in unterschiedlicher Intensität 

Konzentrationsschwierigkeiten, schnelle Ermüdbarkeit, Licht- und 

Gehörempfindlichkeit, verminderte Belastbarkeit und Stressanfälligkeit 

angegeben (Bg-act. I 94).

Dr. med. Q._____ hielt nach der Untersuchung vom 13. August 2015 fest, 

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt besser gehe. Die 

- 31 -

Lärmempfindlichkeit sei besser und mit Gehörschutz könne er wieder zu 

25 % arbeiten. Den Schwindel sah er aktuell eher im Zusammenhang mit 

der Rhinorrhoe. Die Migräneattacken seien gehäuft und könnten mit 

Aspirin coupiert werden (Bg-act. I 103).

Am 28. August 2015 bestätigt der Beschwerdeführer anlässlich eines 

weiteren Standortgesprächs mit der Beschwerdegegnerin einen 

langsamen Aufwärtstrend. Die Beschwerden seien dieselben, wie er sie 

am 25. Juni 2015 geschildert habe. Zeitweise käme es zu 

Migräneattacken, vor allem bei Wetterumschlag (Bg-act. I 105).

Anlässlich der Besprechung vom 11. September 2015 mit der 

Beschwerdegegnerin, Dr. med. P._____ sowie dem Arbeitgeber 

berichtete der Beschwerdeführer von mehr oder weniger unveränderten 

gesundheitlichen Problemen. Nach dem Schweissen bei der Arbeit habe 

er nach ein paar Minuten einen starken Schmerz im linken Auge verspürt, 

welcher den ganzen Tag anhielt. Ansonsten bestehe eine vermehrte 

Müdigkeit und Vergesslichkeit mache sich auch immer wieder bemerkbar 

(Bericht vom 15. September 2015 [Bg-act. I 107]).

Dem Arztbericht der ambulanten Neurorehabilitation von Dr. med. 

P._____ vom 18. September 2015 über die interdisziplinäre 

Standortbestimmung vom 11. September 2015 in Anwesenheit der 

Beschwerdegegnerin und des Arbeitgebers kann entnommen werden, 

dass aktuell die hohe Lichtempfindlichkeit das Hauptproblem sei. Kürzlich 

habe er auf der Arbeit das ihm sehr vertraute Schweissen ausgetestet und 

musste es nach weniger als zehn Minuten abbrechen, weil er starke 

Schmerzen im linken Auge verspürte, welche den ganzen Tag anhielten. 

Die körperliche Belastbarkeit sei recht gut, allerdings ab ca. 11:00 Uhr 

"entleerten sich seine Batterien", er könne aber noch bis mittags 

weiterarbeiten, nachmittags müsse er sich ein bis drei Stunden hinlegen. 

- 32 -

Den Beschwerdeführer beunruhigten auch in letzter Zeit gehäuft 

auftretende Konzentrationsschwierigkeiten (Bg-act. I 110, vgl. auch Bg-

act. I 107).

Am 9. Oktober 2015 fiel dem Beschwerdeführer bei der Arbeit von einem 

Werkzeugschrank ein Kantholz (80 bzw. 120 x 8 x 12 cm) auf den Kopf 

(vgl. Bg-act. I 116, 117, 148). 

Am 18. Dezember 2015 hielt Dr. med. P._____ in ihrem Bericht zur 

ambulanten Standortbestimmung vom 9. Dezember 2015 unter den 

Schädigungen neu eine (eher progrediente) affektive Symptomatik fest. 

Betreffend den zweiten Unfall vom 9. Oktober 2015 ging sie – ohne 

genaue Kenntnisse der Untersuchungsergebnisse der ambulanten 

Notfallkonsultation im  Spital E._____ vom 12. Oktober 2015 – von einer 

Commotio cerebri aus (vgl. auch Bg-act. I 162, S. 2 und Bg-act. I 164, 

S. 1). Weiter sei am 28. Oktober 2015 eine problemlose Metallentfernung 

im Zusammenhang mit der Clavicula-Fraktur rechts erfolgt. Der 

Beschwerdeführer schilderte eine Arbeitsunfähigkeit infolge fehlender 

Belastbarkeit, auch sei er immer noch sehr geräusch- und lichtempfindlich. 

Der erneute Unfall habe ihn im Genesungsprozess über Monate 

zurückgeworfen. Es falle ihm schwer, Gedanken zu sammeln, oft erlebe 

er sich als verwirrt, geplagt von Ängsten, unter anderem davor, sich bei 

gewissen Arbeiten zu gefährden. Die Ehefrau berichtete von erschwerter 

Wortfindung und Multitasking. Einen längeren Brief könne er inhaltlich 

nicht vollumfänglich erfassen. Die Stimmung sei nicht "rosig"; er sei extrem 

vergesslich und verhalte sich auch manuell oft "tollpatschig". Gemäss 

Dr. med. P._____ erklärten aus neurorehabilitativer Sicht die organisch 

fassbaren Unfallfolgen die aktuell beklagte Symptomatik und die daraus 

resultierende Leistungsintoleranz bei weitem nicht. Eine psychiatrische 

Einschätzung sei unabdingbar (Bg-act. I 148).

- 33 -

Per 29. Februar 2016 kündigte am 22. Dezember 2015 die C._____ AG 

den Arbeitsvertrag (Bg-act. I 151).

Am 29. Februar 2016 stellt Dr. med. S._____, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, aus psychiatrischer Sicht die Diagnose ICD-10 F43.23 

"Anpassungsstörung mit vorwiegend Beeinträchtigung von anderen 

Gefühlen" mit Befund einer insgesamt wenig relevanten Psychopathologie 

und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Es erfolgte keine 

psychiatrische Medikation (Bg-act. I 162 und 164; siehe auch die 

versicherungsmedizinische psychiatrische Beurteilung von Dr. med. 

T._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 31. März 2016 

[Bg-act. 168]).

Auf Überweisung des Hausarztes untersuchte der Neurologe Dr. med. 

H._____, Facharzt für Neurologie, den Beschwerdeführer am 16. April 

2016 und stellte die Differenzialdiagnose Persistierendes 

posttraumatisches sensorisches Syndrom nach Schädelhirntrauma im 

Rahmen eines Polytraumas bei unklarem Sturz aus 4 m Höhe am 

3. November 2014 mit undislozierter Kalottenfraktur rechts temporal und 

Epiduralhämatom rechts temporal (Bericht vom 17. April 2016 [Bg-act. I 

170]). Der Beschwerdeführer klage über weiter andauernde verminderte 

Belastbarkeit, ungewöhnliche Licht- und Lärmempfindlichkeit, plötzlich 

einsetzende vorzeitige körperliche Erschöpfung und posttraumatischen 

Kopfschmerz (Bg-act. I 170, S. 2). 

Auf Ersuchen von Dr. med. H._____ (vgl. Bg-act. I 173 bis 175) wurde am 

9. Mai 2016 ein MRT des Schädels (nativ und mit KM) durchgeführt. Die 

Beurteilung lautete auf leichte narbige durale Residuen rechts temporal 

nach hier ehemals gelegenem epiduralen Hämatom. Kein Hinweis von 

alten Parenchymblutungen. Kein raumfordernder Prozess. Chronische 

Pansinusitis (MRI-Bericht von Dr. med. U._____, Leitender Arzt am Institut 

- 34 -

für Radiologie des I._____, vom 9. Mai 2016 [Bg-act. I 178]). Gemäss 

Dr. med. H._____ liegt beim Patienten eine persistierende 

posttraumatische sensorische Kopfschmerzsymptomatik mit subjektiver 

Hyperakusis, Tinnitus, attackenartig auftretenden Kopfschmerzen und 

vermehrter Licht- und Lärmempfindlichkeit vor (Bg-act. I 177). 

Am 11. Mai 2016 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung des 

Beschwerdeführers durch Dr. med. G._____, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Der 

Fallabschluss rein betreffend Clavicula sei gegeben, während die 

Beurteilung der neurologischen bzw. neuropsychologischen Folgen des 

Schädel-Hirn-Traumas noch ausstehend sei. Die bestehende 

Arbeitsunfähigkeit sei rein aufgrund der neurologischen Symptomatik 

begründet (Bg-act. I 185, S. 7).

Am 18. Juli 2016 fragte der Hausarzt, Dr. med. V._____, die 

Beschwerdegegnerin bezüglich eines Arbeitsversuchs in einem 

landwirtschaftlichen Betrieb an, was diese begrüsste (Bg-act. 195 f.).

Die Beschwerdegegnerin holte anschliessend eine 

versicherungsmedizinische Beurteilung des Neurologen Dr. med. J._____ 

vom 8. September 2016 ein (Bg-act. I 200). Der Beschwerdeführer habe 

sich am 3. November 2014 durch einen Sturz von einer Bockleiter auf ein 

Podest (Sturzhöhe 1.2 m) und vom Podest auf den Boden (Sturzhöhe 

2.6 m) eine Kopfverletzung mit rechts temporalem Kopfanprall zugezogen. 

Hinsichtlich der Kopfverletzung erfolgte im Spital M._____ eine adäquate 

konservative Therapie. Eine mehrfragmentäre Claviculafraktur sei am 

8. November 2014 mittels Osteosynthese im Spital E._____ behandelt 

worden. Anlässlich der stationären Neurorehabilitation im Spital F._____ 

seien keine fokal neurologischen Defizite festgestellt worden. Der 

Beschwerdeführer habe der Norm entsprechende kognitive Leistungen 

- 35 -

erzielt. Während der anschliessenden ambulanten Neurorehabilitation am  

Spital F._____ seien eine Überempfindlichkeit von Gehör und Sehen, eine 

eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis sowie 

eine motorische Ungeschicklichkeit im Vordergrund gestanden. Auf dem 

ORL-Fachgebiet diagnostizierte Dr. med. Q._____ am 14. Januar 2015 

den Verdacht auf eine Contusio labyrinthi mit Hyperakusis und bemerkte, 

dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nicht unter Schwindel 

und Schmerzen litt (vgl. Bg-act. I 46). Anlässlich von Kontrollen bei 

Dr. med. Q._____ habe der Beschwerdeführer im März 2015 eine 

Regredienz der Beschwerde angegeben, wobei Dr. med. Q._____ die 

symmetrische Intaktheit der Vestibularorgane feststellen konnte (vgl. Bg-

act. I 76 und auch Bg-act. I 71). Fortschritte seien auch anlässlich der 

Untersuchung des Versicherten im März 2015 in der Klinik R._____ von 

Dr. med. W._____, Oberärztin arbeitsorientierte Rehabilitation, 

festgehalten worden (vgl. Bg-act. I 79). Der Beschwerdeführer habe am 

2. April 2015 die Arbeit im Rahmen eines therapeutischen Arbeitsversuchs 

wieder aufgenommen (vgl. Bg-act. I 87). Nachdem der Versicherte eine 

stationäre Rehabilitation in der Klinik R._____ nicht annehmen konnte, 

wurde die ambulante Rehabilitation am Spital F._____ fortgesetzt und die 

Präsenzzeit am Arbeitsplatz schrittweise gesteigert. Per 1. Oktober 2015 

wurde eine Arbeitsfähigkeit 50 % erzielt (vgl. Bg-act. I 105, 106 und 115). 

Bis zu diesem Zeitpunkt könne der Heilverlauf als weitgehend adäquat 

bezeichnet werden. Nach erneutem Arbeitsunfall vom 9. Oktober 2015 mit 

einfachem Kopfanprall okzipital ohne Hirnverletzung sei es zu einer 

Wende des bis dahin positiven Heilverlaufs gekommen. Diese Wende 

könne weder durch den Unfall vom 3. November 2014 noch durch den 

Unfall vom 9. Oktober 2015 erklärt werden. Weder die beklagte 

Symptomatik noch das Ausmass der daraus resultierenden 

Leistungsintoleranz habe Dr. med. P._____ durch die organisch fassbaren 

Unfallfolgen erklären können. Auch die psychiatrischen Beurteilungen von 

- 36 -

Dr. med. S._____ und Dr. med. T._____ hätten keine psychiatrische 

Erkrankung gezeigt. Das kraniale MRT vom 9. Mai 2016 habe keine 

residuelle substanzielle Hirnverletzung nachweisen können und auch die 

am 16. April 2016 (von Dr. med. H._____) durchgeführte apparative 

Diagnostik mit EEG und visuell evozierten Potenzialen habe keine 

Hinweise auf eine organische Ursache der Beschwerden im Bereich des 

Zentralnervensystems ergeben. Aus dokumentiertem Verlauf könne ein 

chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nicht diagnostiziert werden. 

Zeitnah zum Unfall seien keine Kopfschmerzen thematisiert worden. Im 

Bericht von Dr. med. Q._____ vom 14. Januar 2015 (vgl. Bg-act. I 46) 

seien Schmerzen explizit verneint worden. Kopfschmerzen wurden durch 

Dr. med. Q._____ erstmals am 13. August 2015 benannt (vgl. Bg-act. I 

103). Gemäss IHS-Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen seien 

damit die diagnostischen Kriterien für einen posttraumatischen 

Kopfschmerz nicht erfüllt. Dr. med. J._____ sah zwischen der von 

Dr. med. H._____ diagnostizierten persistierenden posttraumatischen 

sensorischen Kopfschmerzsymptomatik – unter Berücksichtigung des 

dokumentierten Beschwerdeverlaufs, der erhobenen klinisch 

neurologischen Befunde und der Befunde der apparativen 

Zusatzdiagnostik – keinen Zusammenhang zu einer unfallbedingten 

Läsion des Zentralnervensystems, womit diese nicht mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einen 

kausalen Zusammenhang mit dem Unfall gebracht werden könnte. Die 

diagnostischen Kriterien für einen persistierenden posttraumatischen 

Kopfschmerz gemäss der ICHD-III (beta Version) seien nicht erfüllt. Aus 

neurologischer Sicht bestehe keine unfallbedingte 

Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die zumutbare 

Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und auch die 

Voraussetzungen für die Schätzung eines Integritätsschadens seien nicht 

erfüllt (Bg-act. I 200).

- 37 -

Anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin gab der 

Beschwerdeführer am 31. Oktober 2016 an, dass er nach wie vor unter 

Kopfschmerzen, Migräne, Gehör- und Sehempfindlichkeit, reduzierter 

Belastbarkeit, Koordinationsproblemen sowie Beschwerden in der rechten 

Schulter und dem linken Handgelenk leide. Es erfolgten keine eigentlichen 

medizinischen Behandlungen mehr und seit längerem nehme er auch 

nicht mehr regelmässig Medikamente (Bg-act. I 204).

Nach einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 13. Januar 2017 

(Bg-act. I 215) und einem ergänzenden Arthro-MRI der rechten Schulter 

dazu (Bg-act. I und 218 und 223) verfasste Dr. med. G._____ am 17. März 

2017 und bestätigte bzw. korrigierte am 21. April 2017 das 

Zumutbarkeitsprofil und seine Beurteilung einer unfallbedingten AC-

Gelenksarthrose und einer unfallbedingten Arthrose des linken 

Handgelenks (Bg-act. I 223 und 240) und schätzte den Integritätsschaden 

auf 10 % (Bg-act. I 224; je mässige Arthrose, je 5 %). 

6.2. Am 6. April 2017 informierte die Beschwerdegegnerin den 

Beschwerdeführer über die Einstellung der Taggeldleistungen ab dem 

1. Juni 2017 (Bg-act. I 235). Mit Verfügung vom 24. April 2017 (Bg-act. I 

245) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab dem 

1. Juni 2017 eine Invalidenrente auf Basis eines Erwerbsunfähigkeitsgrad 

von 17 % (Valideneinkommen: CHF 74'750.--; Invalideneinkommen auf 

Basis der DAP: CHF 62'078.--) und einem versicherten Verdienst von 

CHF 59'618.-- sowie eine Integritätsentschädigung im Betrag von 

CHF 11'640.-- bei einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Das 

Zumutbarkeitsprofil wurde wie folgt umschrieben: Angepasste, leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit ganztags zumutbar. Nicht mehr zumutbar sei das 

Tragen von Lasten auf der rechten Schulter, die Belastung des 

Schlüsselbeines, der Einsatz von stark vibrierenden Werkzeugen bzw. das 

Arbeiten auf stark vibrierenden Arbeitsflächen sowie repetitive Tätigkeiten 

- 38 -

mit Arbeiten oberhalb der Horizontalen. Unterhalb der Horizontalen 

bestünden keine weiteren Einschränkungen. Repetitive 

Umwendbewegungen der Hand bzw. grobmotorische Tätigkeiten seien 

hingegen zu vermeiden. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass keine 

überwiegend wahrscheinlichen unfallbedingten Beschwerden auf dem 

neurologischen Fachgebiet angenommen werden könnten. Eine 

unfallbedingte Läsion im Bereich des Hirngewebes sei nicht nachweisbar 

und die beklagten Beschwerden seien nicht überwiegend wahrscheinlich 

auf einen der beiden Unfälle zurückzuführen. Die diagnostischen Kriterien 

für einen persistierenden posttraumatischen Kopfschmerz seien nicht 

erfüllt und es bestünden auch keine zu berücksichtigenden psychischen 

Beschwerden. Dagegen erhob der anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführer am 22. Mai 2017 Einsprache und beantragte in 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Zusprache einer Rente 

aufgrund eines Erwerbsunfähigkeitsgrades von mindestens 40 % sowie 

eine Integritätsentschädigung auf Basis einer Integritätseinbusse von 

mindestens 15 % (Bg-act. I 260).

6.2.1. Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdeführer 

einen Bericht von Dr. med. H._____ vom 22. November 2017 ein (Bg-act. I 

268). Dieser kritisierte, dass die beschwerdegegnerische Argumentation 

aus zwei Gründen nicht schlüssig sei. Zum einen liege die Ätiologie von 

posttraumatischen Kopfschmerzen nach einem Schädel-Hirn-Trauma 

nicht im Hirngewebe sondern in einer Schmerzauslösung im Bereich der 

Kopfschwarte (Durareizungen resp. Duranarben). Ausserdem seien 

Schmerzen zeitnah in der ambulanten Kontrolle am 8. Januar 2015 im 

Sinne einer schmerzhaften Gehörsüberempfindlichkeit als sensorisches 

posttraumatisches Kopfschmerzsyndrom dokumentiert. Damit bejahte 

Dr. med. H._____ einen überwiegend wahrscheinlichen 

- 39 -

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 3. November 2014 und 

den Kopfschmerzen. 

6.2.2. Auf Ersuchen von Dr. med. J._____ hin kam Prof. Dr. med. K._____, 

Facharzt für Radiologie, speziell Neuroradiologie, am 12. Juni 2018 zum 

Schluss, es habe im initialen CT eindeutig eine sehr wahrscheinlich 

epidurale Blutung mit minimaler Kalottenfissur temporal rechts bestanden. 

Eindeutige Veränderungen posttraumatischer Genese 

intraparenchymatös seien im vorliegenden Bildmaterial nicht nachweisbar. 

Eine eindeutige meningeale Verdickung oder pathologisches meningeales 

Enhancement seien ebenfalls nicht nachweisbar (Bg-act. I 273 und 274). 

Aufgrund dessen bestätigte Dr. med. J._____ am 19. Juni 2018 (Bg-act. I 

275) im Grundsatz seine frühere Einschätzung vom 8. September 2016. 

Die diagnostischen Kriterien für einen persistierenden posttraumatischen 

Kopfschmerz gemäss der ICHD-3 seien unverändert nicht erfüllt. 

Hingegen seien die diagnostischen Kriterien für einen akuten 

posttraumatischen Kopfschmerz überwiegend wahrscheinlich erfüllt und 

ein solcher durchaus plausibel erklärbar. Das von Dr. med. H._____ 

diagnostizierte "persistierende posttraumatische sensorische 

(Kopfschmerz-)Syndrom" kenne ICHD-3 nicht, stütze sich auf ein an sich 

unspezifisches Beschwerdebild und sei insofern ein Begriff mit geringer 

diagnostischer Trennschärfe, weshalb es die Diagnose ICHD-3 5.2 nicht 

ersetzen könne. Dr. med. J._____ stützte sich dabei namentlich auf die 

medizinische Dokumentation des stationären Heilverlaufs vom 3. bis 

22. November 2014, die er als lückenlos bezeichnete, sowie der 

ambulanten Behandlungen vom 7., 8. und 14. Januar 2015. Im Rahmen 

der stationären Behandlung im Spital M._____ vom 3. bis 6. November 

2014 sei auf Kopfschmerzen rechts sowie Schmerzen in anderen 

Körperregionen verwiesen und eine analgetische Medikation mit Dafalgan 

500 mg dokumentiert worden. Neurologische Defizite hätten nicht 

- 40 -

bestanden. Diagnostisch sei eine Fraktur temporal rechts und ein 

Subduralhämatom aufgeführt worden (vgl. auch Bg-act. I 26). Anlässlich 

der Hospitalisation im Spital E._____ vom 6. bis 12. November 2014 sei 

ein schmerzreduzierter Allgemeinzustand und eine Therapie mit Dafalgan 

festgehalten worden. Anlass der stationären Behandlung sei die operative 

Therapie einer Claviculafraktur rechts gewesen (vgl. Bg-act. I 33). Im 

Austrittsbericht des Spitals F._____ vom 25. November 2014 über die 

stationäre Neurorehabilitation vom 12. bis 22. November 2014 seien in der 

Anamnese keine Schmerzen erwähnt und auch keine analgetische 

Medikation verordnet worden (vgl. Bg-act. I 31). Im Vergleich zur 

Vorbeurteilung vom 8. September 2016 stellte Dr. med. J._____ 

korrigierend fest, dass abgestützt auf die medizinische Dokumentation 

zeitnah zum Unfall rechtstemporale Kopfschmerzen festgehalten wurden 

und diagnostisch plausibel akute posttraumatische Kopfschmerzen 

(ICHD-3 5.1) bei einer nicht dislozierten Kalottenfraktur temporal rechts 

und darunter liegender schmaler nur intrakranieller Blutung angenommen 

werden können. Die nur 3 mm messende intrakranielle Blutung sei nach 

radiologischer Expertise durch Prof. Dr. med. K._____ epidural und nicht 

subdural zu lokalisieren (vgl. Bg-act. I 274; vgl. aber noch CT-Bericht von 

Dr. med. X._____ vom 4. November 2014 und Kurzaustrittsbericht Spital 

M._____ von Dr. med. Y._____ vom 6. November 2014 [Bg-act. I 13 und 

26]). Dem typischen Heilverlauf folgend unter einer adäquaten 

konservativen Therapie ohne Komplikationen mit regelrechter Abheilung 

der Kalottenfraktur und Resorption der darunterliegenden epiduralen 

Blutung wurde zum Zeitpunkt des Austritts aus der stationären 

Neurorehabilitation des Spitals F._____ drei Wochen nach dem Unfall eine 

Kopfschmerzdiagnose nicht aufgeführt (vgl. Bg-act. I 31). Erst anlässlich 

einer ambulanten Untersuchung durch die Chirurgin Dr. med. N._____ am 

7. Januar 2015, also zwei Monate nach dem Unfall, wurden in der 

Anamnese rezidivierender Schwindel und Kopfschmerzen unter Verweis 

- 41 -

auf eine andauernde Behandlung im Spital F._____ aufgeführt (vgl. Bg-

act. I 37). Im Bericht über eine ambulante Untersuchung vom 8. Januar 

2015 im Spital F._____ diskutierte die Neurologin Dr. med. P._____ als 

Hauptthema eine schmerzhafte Gehörüberempfindlichkeit für gewisse 

Frequenzen ohne subjektive Hörbeeinträchtigung und verwies auf eine 

ORL-ärztliche Abklärung bei Dr. med. Q._____. Eine 

Kopfschmerzdiagnose stellte die Neurologin jedoch nicht, auch nicht als 

"Arbeitsdiagnose" bei noch nicht abgeschlossener Diagnostik (vgl. Bg-

act. I 43). Der ORL-Arzt Dr. med. Q._____ untersuchte den 

Beschwerdeführer am 14. Januar 2015 und hielt in der Anamnese explizit 

fest, dass kein Schwindel und keine Schmerzen vom Versicherten 

angegeben wurden (vgl. Bg-act. I 46). Gemäss Dr. med. J._____ wird die 

Diagnose eines persistierenden Kopfschmerzes infolge einer 

Kopfverletzung (ICHD-3 5.2) definiert als anhaltender Kopfschmerz über 

mehr als drei Monate und ausgelöst durch eine Kopfverletzung. 

Definitionsgemäss müsse der Kopfschmerz innerhalb von sieben Tagen 

nach der Kopfverletzung aufgetreten sein (Kriterium C) und anhaltend 

oder kontinuierlich über mehr als drei Monate präsent sein (Kriterium D). 

Im vorliegenden Fall werde das Kriterium D nicht erfüllt. Denn zum 

Zeitpunkt des Austritts aus der stationären Neurorehabilitation am 

22. November 2014, knapp drei Wochen nach Unfallereignis, seien 

Kopfschmerzen weder im Abschnitt Anamnese noch im Abschnitt 

Diagnose aufgeführt gewesen. Zur Kritik von Dr. med. H._____ an der 

Kausalitätsbeurteilung vom 8. September 2016 nahm Dr. med. J._____ 

detailliert Stellung und gelangte zum Schluss, dass im vorliegenden Fall 

jedenfalls eine für die Entstehung von Schmerzen relevante residuelle 

Narbe der harten Hirnhaut bilddiagnostisch nicht nachgewiesen werden 

könne und der von Dr. med. H._____ postulierten Hypothese mit Ursache 

für die Beschwerden des Beschwerdeführers im Bereich der harten 

Hinhaut (Dura) ausgehend von einer sehr kleinen und schmalen 

- 42 -

epiduralen Blutung deshalb nicht gefolgt werden könne (vgl. Bg-act. I 274 

und 275, S. 5). Entgegen der Ansicht von Dr. med. H._____, wonach in 

den Spitalaustrittsberichten die Anamnese nicht ausreichend 

dokumentiert sei, seien die zur Verfügung stehenden medizinischen 

Dokumente ausreichend im Hinblick auf die Dokumentation und 

Beantwortung der Frage nach einem Kopfschmerz in kausalem 

Zusammenhang zum Unfall. Grundsätzlich sei festzuhalten, dass die 

versicherungsmedizinische Beurteilung von Kopfschmerzen neben der 

Prüfung einer geeigneten objektivierbaren Ursache von Kopfschmerzen, 

insbesondere eine zeitliche Analyse des Auftretens und des Verlaufs von 

Kopfschmerzen erfordere. Dr. med. J._____ erachtete weiterhin die 

diagnostischen Kriterien für einen persistierenden posttraumatischen 

Kopfschmerz gemäss ICHD-3 beim Beschwerdeführer als nicht erfüllt. Ein 

von Dr. med. H._____ diagnostiziertes "persistierendes posttraumatisches 

sensorisches (Kopfschmerz-)Syndrom" werde in der ICHD-3 nicht 

aufgeführt, stütze sich auf ein an sich unspezifisches Beschwerdebild und 

sei insofern ein Begriff mit geringer diagnostischer Trennschärfe. Deshalb 

könne dieses diagnostische Konzept nicht die Diagnose ICHD-3 5.2 

ersetzen.

6.3. Mit Einspracheentscheid vom 31. August 2018 hiess die 

Beschwerdegegnerin die Einsprache teilweise gut und erhöhte den 

Invaliditätsgrad von 17 auf 19 %. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab. 

Die Erhöhung auf 19 % war darauf zurückzuführen, dass das 

Invalideneinkommen neu anhand der Lohnstrukturerhebung für das Jahr 

2014 (LSE 2014) des Bundesamtes für Statistik (BFS) anstatt der DAP 

ermittelt und per 2017 neu auf CHF 60'709.25 festgelegt wurde (Tabelle 

TA1, Kompetenzniveau 1, Total über alle Wirtschaftszweige, Männer; 

10 % Leidensabzug; siehe Bg-act. I 276 S. 11). Dagegen erhob der 

Beschwerdeführer am 1. Oktober 2018 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

- 43 -

beim Kantonsgericht Luzern, welche die Sache zuständigkeitshalber an 

das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz weiterleitete. Er beantragte 

weiterhin die Zusprache einer Rente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad 

von 40 % und eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 

Integritätseinbusse von mindestens 15 % (Bg-act. I 286 und 306, S. 3).

6.3.1. Dr. med. H._____ widerspricht in seinem der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beigelegten Bericht vom 30. September 

2018 insbesondere dem von Dr. med. J._____ bzw. der 

Beschwerdegegnerin angenommenen zeitlichen Verlauf der 

Beschwerden und bemängelt die Qualität und Vollständigkeit der 

medizinischen Dokumentation. Das Kriterium D gemäss ICHD-3 5.2 

verlange keine Kopfschmerzen von "anhaltender oder kontinuierlicher 

Dauer" von mehr als drei Monaten, sondern die Kopfschmerzen müssten 

für mehr als drei Monate persistieren, mithin könne der Verlauf 

wechselhaft sein mit unterschiedlicher Schmerzintensität. Die Chirurgin 

Dr. med. N._____ habe am 7. Januar 2015, mithin zwei Monate nach dem 

Unfall, anamnestisch einen rezidivierenden Schwindel und 

Kopfschmerzen dokumentiert (vgl. Bg-act. I 37). Entgegen der Meinung 

von Dr. med. J._____ sei die Dokumentation des stationären Aufenthalts 

im Spital F._____ keinesfalls lückenlos und über eine durch das Spital 

F._____ (wohl im definitiven Austrittsbericht) dokumentierte Anamnese, 

auf die Dr. med. J._____ verweise, verfüge er selber nicht. Gemäss 

Dr. med. H._____ würden posttraumatische Kopfschmerzen als Folgen 

eines Schädel-Hirn-Traumas in der Regel nicht monosymptomatisch 

auftreten, sondern seien Teil eines Symptomkomplexes, der als 

posttraumatisches Syndrom insbesondere bei Chronifizierung häufig 

diagnostische Probleme bereite. Das posttraumatische Syndrom sei 

neben dem posttraumatischen Kopfschmerz mit möglichem begleitenden 

Nackenschmerz von vegetativen und neurasthenischen Beschwerden 

- 44 -

geprägt. Es seien dies Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und 

Geräuschempfindlichkeit, Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, 

Verhaltens- und Stimmungsänderungen mit Depressivität, Dysphorie, 

Reiz- und Erregbarkeit, Ängstlichkeit sowie Störungen im 

Leistungsbereich mit Auffälligkeiten von Aufmerksamkeit, Konzentration, 

Gedächtnis und kognitiven Fähigkeiten.  Symptome seitens der 

Sinnesorgane könnten ebenfalls hinzutreten. Genau diese Symptome 

beschreibe die Neurologin Dr. med. P._____ anlässlich der Untersuchung 

vom 8. Januar 2015 und führe diese auf den Unfall zurück (vgl. Bg-act. I 

43). Hinweise, dass sich eine zeitliche Lücke ergeben könnte, die den 

unfallkausalen Zusammenhang und die Diagnose des persistierenden 

posttraumatischen Kopfschmerzsyndroms zweifelhaft erscheinen liessen, 

fänden sich nicht (Bg-act. 287; vgl. auch Bg-act. I 306 S. 29 f.).

6.3.2. Darauf entgegnete wiederum Dr. med. J._____ detailliert am 23. Oktober 

2018, dass er "persists" bzw. Persistieren gemäss Kriterium D von ICHD- 

3 5.2 gemäss Duden korrekt mit anhaltend oder kontinuierlich übersetzt 

habe. Ein episodischer Verlauf mit beschwerdefreien Intervallen könne 

nicht die Intention der Autoren (von ICHD 3) gewesen sein. Zudem wisse 

man, dass akute posttraumatische Kopfschmerzen bei einem adäquaten 

Heilverlauf der zugrundliegenden unfallbedingten Pathologie, hier einer 

undislozierten Kalottenfraktur mit darunterliegendem schmalen 

Epiduralhämatom, typischerweise einen Decrescendo-Verlauf zeige und 

ein wechselhafter Verlauf oder erneutes Auftreten von Kopfschmerzen 

nach einem längeren beschwerdefreien Intervall untypisch sei. Gemäss 

Dr. med. J._____ heilten sowohl die Kalottenfraktur als auch das schmale 

Epiduralhämatom unter konservativer Therapie erwartungsgemäss ohne 

Komplikationen ab. Bei Austritt aus der stationären Neurorehabilitation des 

Spitals Z._____ (recte Spital F._____) am 22. November 2014, also ca. 

drei Wochen nach dem Ereignis, sei keine Kopfschmerzdiagnose gestellt 

- 45 -

worden und seien auch keine Analgetika zur Behandlung von 

Kopfschmerzen verordnet worden (vgl. Bg-act. I 31). Der Austritt sei nach 

nur 10 Tagen auf Wunsch des Beschwerdeführers erfolgt, weshalb eine 

anhaltende erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung demnach nicht 

angenommen werden könne. Bis zur Untersuchung durch Dr. med. 

N._____ am 7. Januar 2015, also etwas über sechs Wochen nach dem 

Unfall, seien keine ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen 

aufgrund von Kopfschmerzen oder neurologischer Beschwerden 

dokumentiert. Am 14. Januar 2015 habe Dr. med. Q._____ zudem explizit 

verneint, dass der Beschwerdeführer unter Schwindel oder Schmerzen 

leide (vgl. Bg-act. I 46). Daher sei aus neurologischer und 

versicherungsmedizinischer Sicht das Kriterium persistierender 

Kopfschmerzen seit dem Ereignis vom 3. November 2014 nicht 

ausreichend zuverlässig erfüllt. Entgegen der Darstellung von Dr. med. 

H._____ habe Dr. med. P._____ am 8. Januar 2015 sodann nicht 

Kopfschmerzen, sondern eine limitierte Konzentrationsspanne und eine 

insgesamt reduzierte Belastbarkeit als typische Folgen einer erst gut zwei 

Monate zurückliegenden Hirnverletzung zugeschrieben; den Begriff 

Kopfschmerz habe sie in diesem Kontext nicht benutzt (vgl. Bg-act. I 43). 

Auch wenn der Austrittsbericht vom Spital F._____ vom 25. November 

2014 eher kurz abgefasst worden sei, werde er nicht als provisorischer 

Bericht benannt und der im "Verlauf" erwähnte definitive Bericht sei nach 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin nicht erstellt worden. Insofern sei 

die versicherungsmedizinische Beurteilung aufgrund der vollständigen 

Dokumentation erfolgt. Weiter nahm Dr. med. J._____ auch noch zu den 

Themen "Unfallbedingtes organisches Korrelat" und allgemein zur Qualität 

von Diagnosen Stellung. Dr. med. J._____ verteidigte seine Ausführungen 

namentlich damit, dass abgestützt auf die interdisziplinäre 

Fallbesprechung mit den Neuroradiologen Prof. Dr. med. K._____ die 

gesamte verfügbare Bilddokumentation gesichtet werden konnte und 

- 46 -

dabei keine intrakraniellen posttraumatischen Residuen, insbesondere 

eindeutige Duraverdickungen oder pathologisches 

Kontrastmittelenhancement, bilddiagnostisch nachzuweisen waren. Eine 

unfallbedingte Narbe als allfälliger Auslöser eines mechanischen Reizes 

der harten Hirnhaut sei bilddiagnostisch nicht nachweisbar. 

Zusammenfassend gelangte Dr. med. J._____ zum Schluss, dass die von 

Dr. med. H._____ vorgebrachten Argumente nicht überzeugten. Gegen 

einen Kausalzusammenhang der vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden sprächen die dokumentierten Diagnosen, Therapien und 

der als adäquat zu bezeichnende Heilverlauf innerhalb der ersten Wochen 

nach dem Ereignis vom 3. November 2014 sowie das zeitliche Intervall 

über ca. sechs Wochen ohne dokumentierte ärztliche Berichte mit 

Angaben zu Kopfschmerzen, einer Kopfschmerzdiagnose oder einer 

spezifischen Kopfschmerztherapie. Ausserdem sei bilddiagnostisch auch 

keine unfallbedingte organische Grundlage als Ursache der 

Kopfschmerzen nachweisbar (Bg-act. I 296, vgl. auch Bg-act. I 306, S. 30 

f.).

6.3.3. Nach eingehender Diskussion der Diagnosekriterien nach ICHD-3 – 

respektive der Publikation der International Headache Society (IHS) im 

Urteil vom 10. April 2019 (Bg-act. I 306, S. 35 ff.) – kam das 

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zum Schluss, dass die 

Beschwerde unbegründet sei, was die Beurteilung der unfallkausalen 

orthopädischen Beschwerden durch die Vorinstanz und daraus abgeleitet 

die zumutbare Leistungsfähigkeit sowie den Integritätsschaden 

anbelange. Hingegen erweise sich die Beschwerde als begründet, soweit 

die Vorinstanz die Unfallkausalität der neurologischen Beschwerden 

gestützt auf die versicherungsinterne Beurteilung verneint habe. Das 

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hob in Gutheissung der 

Beschwerde den Einspracheentscheid vom 31. August 2018 sowie die 

- 47 -

Verfügung vom 24. April 2017 auf und wies die Sache zur Beurteilung der 

zumutbaren Leistungsfähigkeit im Sinne der Erwägungen und neuem 

Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurück (Bg-act. I 306 S. 44 ff.). 

6.3.4. Daraufhin wurde von der Beschwerdegegnerin am 14. Mai 2019 erneut 

eine neurologische Beurteilung von Dr. med. J._____ eingeholt, worin sich 

dieser detailliert zu den Ausführungen (versicherungs-)medizinischer 

Natur im Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 

10. April 2019 äusserte (Bg-act. I 310). Dr. med. J._____ wies namentlich 

darauf hin, dass der Beschwerdeführer das Kriterium B der Diagnose 5.2.2 

(Anhaltender Kopfschmerz zurückzuführen auf eine leichte traumatische 

Verletzung des Kopfes) der ICHD-3 nicht erfülle. Denn infolge des Unfalls 

vom 3. November 2014 seien in kausalem Zusammenhang zum Unfall 

bilddiagnostisch eine rechtstemporale undislozierte Kalottenfraktur und 

ein intrakraniales Hämatom, nämlich ein schmales unterhalb der Fraktur 

gelegenes Epiduralhämatom nachgewiesen worden (vgl. auch Bg-act. I 

274). Mit dem Vorhandensein dieser beiden Ausschlusskriterien sei das 

Kriterium B (der Diagnose 5.2.2) nicht erfüllt. Weiter wies er darauf hin, 

dass Kopfschmerzen zwischen dem 6. Februar bis 13. August 2015 und 

eine Behandlung mit Analgetika zwischen dem 22. November 2014 bis 

13. August 2015 weder ärztlich noch anderweitig dokumentiert wurden. 

Die Zeiträume überlappten sich weitgehend, sodass eine analgetische 

Behandlung als Grund für eine verminderte Kopfschmerzbelastung nicht 

argumentativ herangezogen werden könne. Nachdem über einen 

Zeitraum von mehreren Monaten (Anfang Februar bis Mitte August 2015) 

weder Kopfschmerzen noch eine Therapie mit Analgetika dokumentiert 

seien, lägen keine Argumente im Sinne der Erwägungen des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vor, welche die Annahme 

"anhaltender" Kopfschmerzen nach Februar 2015 untermauerten. 

Unmittelbar nach einer leichten traumatischen Hirnverletzung könnten 

- 48 -

allgemein anerkannt vorübergehende unterschiedliche unspezifische 

Symptome auftreten. Diese seien in der Einleitung des Kapitels 5 der 

ICHD-3 aufgelistet. Kopfschmerzen könnten zwar als isoliertes Symptom 

nach einer leichten traumatischen Hirnverletzung auftreten. Im 

Umkehrschluss könne daraus aber nicht geschlossen werden, dass bei 

isoliertem Auftreten eines der anderen Symptome oder Auftreten mehrerer 

Symptome ohne Kopfschmerz eine Kopfschmerzdiagnose aus dem 

Kapitel 5 der ICHD-3 gestellt werden könne; im Sinne von "Kopfschmerz 

ohne Kopfschmerz". Diese Option sei in der ICHD-3 Kapitel 5 nicht 

vorgesehen. Zusammenfassend ergebe sich zwar überwiegend 

wahrscheinlich ein innerhalb von 7 Tagen nach dem Unfall vom 

3. November 2014 aufgetretener Kopfschmerz mit analgetischer 

Therapie, so dass die Diagnose 5.1.1 der ICHD-3 im Sinne akuter 

posttraumatischer Kopfschmerzen gestellt werden könne. Nachdem im 

Zeitraum zwischen Anfang Februar 2015 und Mitte August 2015 eine 

mehrmonatige Episode ohne dokumentierte Kopfschmerzen und ohne 

analgetische Therapie vorlag, könne ein Überdauern dieses 

Kopfschmerzes über drei Monate nicht ausreichend zuverlässig 

angenommen werden. Zeitnah zum Unfall, d.h. in den ersten 7 Tagen 

seien keine Veränderungen von Hören und Sehen festgehalten und keine 

neurologischen Defizite festgestellt worden. Die Hypothese 

"Kopfschmerzen ohne Kopfschmerzen" zur Erklärung der von Dr. med. 

H._____ diagnostizierten "persistierenden posttraumatischen 

sensorischen (Kopf-)Schmerzen" verfange nicht. Gleichgültig aus welcher 

Perspektive man es betrachte, es bleibe bei einem Bruch der Symptomatik 

resp. dokumentierter Beschwerden auf der Zeitachse (Bg-act. I 310, S. 5).

6.4. Es folgte das von der Beschwerdegegnerin anhängig gemachte 

bundesgerichtliche Verfahren 8C_376/2019 gegen den Entscheid des 

Verwaltungsgerichts Kantons Schwyz vom 10. April 2019, in welchem eine 

- 49 -

weitere Stellungnahme von Dr. med. H._____ vom 28. August 2019 

eingelegt wurde. Darin widersprach Dr. med. H._____ den 

Schlussfolgerungen von Dr. med. J._____ in dessen Beurteilung vom 

14. Mai 2019. Entgegen Dr. med. J._____ lasse sich etwa aus dem Bericht 

von Dr. med. P._____ vom 26. Mai 2015 (vgl. Bg-act. I 91) bzw. der darin 

erwähnten Einnahme von "Aspirin bei Schmerzen" eine (ärztlich 

dokumentierte) Kopfschmerzmedikation im Zeitraum von Februar bis 

August 2015 belegen (Bg-act. I 314, S. 3 und 11). Gemäss Erwägung 3.1 

des bundesgerichtlichen Urteils 8C_376/2019 vom 6. November 2019 sind 

die versicherungsrechtlichen Folgen der unfallkausalen orthopädischen 

Beschwerden nicht mehr zu untersuchen (Bg-act. I 315, S. 4). Das 

Bundesgericht hielt in der Erwägung 5.3 aber auch fest, dass ein 

"wechselhafter Beschwerdeverlauf mit verschiedenen neurologischen 

Symptomen für eine Dauer von mehr als drei Monaten nach dem ersten 

Unfallereignis dokumentiert ist, wobei aber nicht stets auch von 

Kopfschmerzen berichtet wird. Ob dies für die Diagnose eines 

persistierenden posttraumatischen Kopfschmerzes ausreicht (oder ob 

allenfalls eine andere Diagnose zu stellen ist), und ob die verbleibenden 

Beschwerden unfallkausal sind, muss gestützt auf die Beurteilung einer 

unabhängigen medizinischen Fachperson entschieden werden" (Bg-act. I 

315, S. 8). Das Bundesgericht hiess die Beschwerde teilweise gut, hob 

den Entscheid des Verwaltungsgerichts Kantons Schwyz vom 10. April 

2019 auf und wies die Sache an die Vorinstanz zurück, damit sie über die 

Beschwerde neu entscheide. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Mit 

Entscheid I 2019 92 des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 

12. Dezember 2019 wurden auch die Verfügung vom 24. April 2017 und 

der Einspracheentscheid vom 31. August 2018 aufgehoben und die Sache 

im Sinne der Erwägungen zur Durchführung eins versicherungsexternen 

Gutachtens und neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen (Bg-act. I 316). 

- 50 -

6.5. In der Folge holte die Beschwerdegegnerin ein interdisziplinäres 

Gutachten beim asim, Basel, ein, welches am 9. Oktober 2020 erstattet 

wurde (Bg-act. I 360). Dazu nahm im Auftrag des Beschwerdeführers 

wiederum Dr. med. H._____ am 23. Februar bzw. 14. April 2021 Stellung 

(Bg-act. I 375). Daraufhin holte die Beschwerdegegnerin eine Ergänzung 

des Gutachtens beim asim ein, die am 10. Dezember 2021 erstattet wurde 

(Bg-act. I 402 bzw. 404). Dazu nahm Dr. med. H._____ am 23./26. Juni 

2022 wiederum Stellung (Bg-act. I 417). Mit Verfügung vom 

20. September 2022 sprach die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer für die orthopädischen Beschwerden ab dem 1. Juni 

2017 eine Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 19 % 

(Valideneinkommen per 2017: CHF 74'750.15; Invalideneinkommen auf 

Basis der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, 10 % 

Leidensabzug: CHF 60'363.55). Ausserdem wurde dem 

Beschwerdeführer bei einer Integritätseinbusse von 10 % wieder eine 

Integritätsentschädigung im Betrag von CHF 11'640.-- zugesprochen (Bg-

act. I 421, vgl. auch die Erwägung 3.1 im Urteil des Bundesgerichts 

8C_376/2019 vom 6. November 2019 [Bg-act. I 315, S. 4). Auf Einsprache 

hin bestätigte die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 

2. Juni 2023 diese Leistungszusprache (Bg-act. I 437).

6.6. Nun geht es – auch angesichts der Feststellungen im Urteil des 

Bundesgerichts 8C_376/2019 vom 6. November 2019 – im vorliegenden 

Verfahren noch darum, ob die neurologischen Beschwerden unfallkausal 

sind und – falls ja – ob und wie sich die neurologischen Einschränkungen 

auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken (vgl. für die 

Bindungswirkung von bundesgerichtlichen Urteilen: Urteile des 

Bundesgerichts 9C_185/2022 vom 2. Mai 2023 E.3.2 und 9C_481/2020 

vom 19. Oktober 2020 E.3).

- 51 -

6.6.1. Das asim-Gutachten datiert auf den 9. Oktober 2020 (Bg-act. I 360) und 

die Ergänzung auf den 10. Dezember 2021 (Bg-act. I 402). Fallführend 

war Dr. med. AA._____, Fachärztin für Prävention und 

Gesundheitswesen, MAS Versicherungsmedizin und Vertrauensärztin 

SGV. Das neurologische Teilgutachten erstellte Dr. med. L._____, 

Fachärztin für Neurologie, Kaderärztin asim Begutachtung, MAS 

Versicherungsmedizin, Vertrauensärztin SGV, zertifizierte medizinische 

Gutachterin SIM und Schmerzspezialistin SGSS. Das orthopädische 

Teilgutachten wurde durch Prof. Dr. med. AB._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

erstellt. Die Explorationen erfolgten am 5. und 7. Mai 2020. Das asim-

Gutachten hält interdisziplinär und im Konsens die folgenden Diagnosen 

fest (vgl. Bg-act. I 360, S. 9 f.):

Unfallkausale Diagnosen mit (neurologisch passagerem) Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit
St.n. Unfall am 4. (recte: 3.) 11.2014 mit Sturz aus 3 m Höhe mit
1. Mehrfragmentärer Claviculafraktur rechts

– in der Folge: Beginnende AC-Gelenksarthrose rechts

2. Leichte traumatischer Hirnverletzung nach EFNS 2012 (ICD-10: S06.0) am 
3.11.2014

– Initialsymptomatik: LOC, GCS 13, anterograde Amnesie

– St. n. akuten Kopfschmerzen, zurückzuführen auf eine mittelschwere oder 
schwere Verletzung des Kopfes nach ICHD-3 mit/bei

- undislozierter Kalottenfraktur rechts mit Knochenschuppe an der 
Tabula externa mit einem Epiduralhämatom rechts 
temporal/temporopolar mit einem initialen Durchmesser von 3 mm 
(ICD-10: S06.4) basierend auf einem Notfall-CCT vom 03.11.2014

a. Residuen

– klinisch-neurologisch restitutio ad integrum

– bildgebend ohne Hinweise für posttraumatische Residuen im Bereich des 
knöchernen Schädels, der Hirnhäute und des Hirnparenchyms (MRI 
Neurocranium vom 9.5.2016)

3. Contusio capitis am 09.10.2015

4. Beginnende Handgelenksarthrose links mit Bewegungseinschränkung bei St. 
nach Unfall 2004 mit Handgelenksfraktur, mit Platten-Ostesynthese versorgt.

- 52 -

Keine unfallkausalen Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

Keine unfallfremden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

Unfallfremde Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
1. Migräne mit Aura nach ICHD-3 (ICD-10: G43.1)

2. Fixierte Hyperkyphose der oberen Brustwirbelsäule (Zustand nach