# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50ff5809-6d9b-52b5-8d31-a3f39271b011
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.11.2018 III 2018 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-147_2018-11-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 147

Entscheid vom 28. November 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Aufenthaltsbewilligung, Wegweisung, Härtefall)

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Sachverhalt:

A. A.________, geboren ________ 1980, mazedonische Staatsangehörige, 
reiste am 16. März 2014 in die Schweiz ein (AFM-act. 130). Am 21. März 2014 
bestätigte das Amt für Migration (AFM), dass sich A.________ bis am 13. Juni 
2014 rechtmässig im Rahmen des bewilligungsfreien Aufenthaltes in der Schweiz 
aufhalten darf (AFM-act. 13). Am 2. Juni 2014 heiratete A.________ einen koso-
varischen Staatsbürger mit Aufenthaltsbewilligung, woraufhin dieser am 3. Juni 
2014 (Posteingang am 24.6.2014) ein Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten 
für A.________ einreichte (AFM-act. 45f.). A.________ reiste am 5. Juni 2014 
aus der Schweiz aus (AFM-act. 130). Nachdem das AFM dem Gesuchsteller und 
Ehemann von A.________ mit Schreiben vom 22. Juli 2014 mitteilte, dass, sollte 
er am Gesuch festhalten, zur Beurteilung des Familiennachzuggesuchs weitere 
Unterlagen erforderlich seien (AFM-act. 49f.), reichte er am 18. September 2014 
(Posteingang am 25.9.2014) weitere Unterlagen ein (AFM-act. 85ff.). Mit Verfü-
gung vom 3. Oktober 2014 trat das AFM auf das Gesuch um Familiennachzug 
für A.________ nicht ein (AFM-act. 87f.).

B. Am 29. Oktober 2014 stellte A.________ einen Antrag auf Erteilung eines 
Visums für den langfristigen Aufenthalt (Visum D, bei der Schweizerischen Bot-
schaft in Kosovo; AFM-act. 132). Daraufhin reiste sie am 6. November 2014 wie-
der in die Schweiz ein (AFM-act. 175). Am 25. Januar 2015 brachte A.________ 
die gemeinsame Tochter B.________ zur Welt (AFM-act. 184). Rund einen Mo-
nat später wurde A.________ am 26. Februar 2015 wegen akuter Suizidgefahr 
fürsorgerisch untergebracht (AFM-act. 183). Anschliessend reiste A.________ 
anfangs März nach Mazedonien zurück, während B.________ bei ihrem Vater 
blieb (AFM-act. 331, 458).

C. Am 26. Februar 2015 liess der Ehemann beim AFM ein Gesuch um Fami-
liennachzug für A.________ sowie für B.________ einreichen (AFM-act. 184ff.). 
Rund einen Monat später, am 31. März 2015, liess er das Familiennachzugsge-
such für A.________ infolge Trennung zurückziehen (am 25. März 2015 bean-
tragte er die Scheidung der Ehe, AFM-act. 336, das Verfahren ist weiterhin hän-
gig), hielt jedoch am Gesuch für die gemeinsame Tochter fest (AFM-act. 189).

D. Das AFM erteilte A.________ auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Schwyz am 10. September 2015 eine Kurzaufenthaltsbewilligung L, weil sie 
in einem Strafverfahren als Auskunftsperson notwendig sei (AFM-act. 319f.; mit 
Verlängerung bis 31.8.2016, AFM-act. 346). A.________ war bereits im Juli 2015 
wieder in die Schweiz eingereist und reichte Strafanzeige gegen den Ehemann 

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wegen diverser Delikte ein (vgl. AFM-act. 550, 581). Umgekehrt reichte dieser 
Strafanzeige gegen A.________ ein (vgl. AFM-act. 567).

E. Gemäss Verfügung des Einzelrichters des Bezirks C.________ vom 16. 
November 2015 ist A.________ berechtigt, ihre Tochter B.________ jeweils am 
ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats für jeweils zwei Stunden begleitet 
zu treffen (AFM-act. 334ff.).

F. Mit Verfügung vom 19. November 2015 setzte das AFM B.________ eine 
Frist bis 22. Dezember 2015 an, um aus der Schweiz auszureisen. Die vom Va-
ter/ Ehemann am 8. Dezember 2015 dagegen erhobene Beschwerde wies der 
Regierungsrat mit Beschluss vom 2. Februar 2016 (RRB Nr. 100/2016) ab, erteil-
te B.________ indes eine Kurzaufenthaltsbewilligung bis 31. August 2016 (ins-
besondere, um die im hängigen Scheidungsverfahren vor dem Einzelrichter des 
Bezirks C.________ strittige Frage der elterlichen Sorge um B.________ nicht zu 
präjudizieren) (AFM-act. 441ff.). Das Bezirksgericht C.________ hat dem Vater 
von B.________ für die Dauer des Scheidungsverfahrens die Obhut zugeteilt 
(AFM-act. 603).

G. Am 25. August 2016 liess A.________ beim AFM ein Gesuch um Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AuG, 
eventualiter um angemessene Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung 
(mind. parallel zur Kurzaufenthaltsbewilligung der Tochter B.________), einrei-
chen (AFM-act. 532f.). Zudem ersuchten auch die Opferberatung Kanton Schwyz 
und Uri sowie die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz um Verlängerung der 
Kurzaufenthaltsbewilligung (AFM-act. 534ff.). Den Gesuchen wurde mit Kurzauf-
enthaltsbewilligung L gültig bis 31. Dezember 2016 stattgegeben (AFM-act. 538) 
und anschliessend zuletzt bis 31. Dezember 2017 verlängert (AFM-act. 553, 559, 
574).

H. Am 14. August 2017 erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 
eine Nichtanhandnahmeverfügung, wonach gegen A.________ keine Straf-
untersuchung wegen Drohung, begangen in der Zeit vom 16. April 2015 und 
30. Mai 2015, durchgeführt werde (AFM-act. 565ff.). In der Strafsache gegen den 
Ehemann erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz am 21. August 
2017 eine Einstellungsverfügung (AFM-act. 576ff.).

I. Am 13. Dezember 2017 liess A.________ erneut um die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung, eventualiter um angemessene Verlängerung der Kurzauf-
enthaltsbewilligung ersuchen (AFM-act. 585ff.). Mit Schreiben vom 27. Dezember 
2017 teilte das AFM A.________ mit, dass in Erwägung gezogen werde, die 

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Kurzaufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern und sie aus der Schweiz wegzu-
weisen. Hierzu wurde ihr das rechtliche Gehör gewährt (AFM-act. 590f.). Die 
Stellungnahme von A.________ erfolgte (nach gewährter Fristerstreckung) am 1. 
Februar 2018 (AFM-act. 600ff.).

J. Mit Verfügung vom 7. März 2018 beschloss das AFM was folgt:

1. Die Kurzaufenthaltsbewilligung von A.________, Mazedonien, mit Gültigkeit 
bis zum 31. Dezember 2017 wird nicht verlängert.

2. Das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vom 13. Dezember 
2017 wird abgewiesen.

3. A.________ wird aus der Schweiz weggewiesen und hat das Land bis spätes-
tens 8 Wochen nach Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen.

4. Die Kosten dieser Verfügung setzen sich zusammen aus einer Gebühr von 
CHF 500.00 sowie Auslagen von CHF 10.00 (total CHF 510.00) und werden 
A.________ nach Eintritt der Rechtskraft in Rechnung gestellt.

(5./6. Rechtsmittelbelehrung/Zustellung)

K. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies der Regie-
rungsrat mit Beschluss Nr. 604/2018 vom 28. August 2018 ab.

L. Am 14. September 2018 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht frist-
gerecht Beschwerde ein, mit den sinngemässen Anträgen, den angefochtenen 
Regierungsratsbeschluss aufzuheben und ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu er-
teilen.

Mit Vernehmlassung vom 20. September 2018 beantragt der Regierungsrat, die 
Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. 
Das AFM verzichtet mit Schreiben vom 27. September 2018 auf die Einreichung 
einer Vernehmlassung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB zutreffend festgehalten, 
dass vorliegend keine anderen Bestimmungen des Bundesrechts oder von der 
Schweiz abgeschlossene völkerrechtliche Verträge zur Anwendung kommen, 
weshalb gemäss Art. 2 Abs. 1 Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Aus-
länder (Ausländergesetz, AuG; SR 142.20) vom 16. Dezember 2005 das Auslän-
dergesetz zur Anwendung kommt.

1.2 Zudem wurde im angefochtenen RRB geprüft, ob der Beschwerdeführerin 
eine (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung erteilt oder ihre bisherige Kurzaufenthaltsbe-
willigung verlängert werden kann, und ob das Ergebnis vor Art. 8 Konvention 

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zum Schutze der Menschrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 
4. November 1950 standhält. 

2. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Beschwerde vom 14. September 2018 
fest, dass sie gerne ihre Tochter selbst aufziehen und für sie sorgen würde, aber 
leider nie eine Arbeitsbewilligung oder staatliche Unterstützung für Deutschkurse 
erhalten habe, um eine gemeinsame Zukunft mit ihrer Tochter aufzubauen. Das 
Gesuch um Familiennachzug sei vom Vater der gemeinsamen Tochter absicht-
lich wieder zurückgezogen worden, damit sie keine Chance "auf das Kind und 
auf eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz" habe, weil sie zu wenig lange in 
der Schweiz gewesen sei. Er habe alles kaltblütig geplant, damit er wieder für ein 
Kind Geld vom Schweizer Staat erhalten könne. Die Begründung zum Besuchs-
recht des Kindes, alle zwei Wochen von Mazedonien aus, sei lächerlich und für 
die Beschwerdeführerin aus Distanz- sowie aus finanziellen Gründen nicht wahr-
nehmbar. Aus diesen Gründen sei der Fall der Beschwerdeführerin als Härtefall 
zu bezeichnen.

3. Im angefochtenen RRB wurde zutreffend festgehalten, dass die Beschwer-
deführerin die ordentlichen Zulassungsvoraussetzungen für einen Aufenthalt in 
der Schweiz nach Art. 18 bis 29 AuG nicht erfüllt, was unbestritten ist. Zudem hat 
der Regierungsrat den Anspruch auf Familiennachzug, gestützt auf Art. 44 AuG, 
verneint, was nicht zu beanstanden ist. Auch ein allfälliger Anspruch auf (umge-
kehrten) Familiennachzug gemäss Art. 45 AuG (durch die Tochter) besteht nicht. 
Die Beschwerdeführerin wohnt weder mit ihrem Ehemann - das Scheidungsver-
fahren ist hängig - noch mit ihrer Tochter, die unter der Obhut des Ehemannes 
steht, zusammen. Zudem sind alle drei auf Sozialhilfe angewiesen. Demnach 
sind bereits mindestens zwei der drei Voraussetzungen für einen Anspruch auf 
Familiennachzug nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin macht sodann selbst gel-
tend, dass ihr Fall als Härtefall zu beurteilen sei.

4. Des Weiteren prüfte der Regierungsrat im angefochtenen RRB, ob die Be-
schwerdeführerin einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG bzw. Art. 77 Abs. 1 lit. b und 
Abs. 2 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; 
SR 142.201) vom 24. Oktober 2007 hat (vgl. angefochtener RRB Erw. 5ff.).

4.1 Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach Auflösung der Ehe oder der Fa-
miliengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung 
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Artikeln 42 und 43 weiter, 
wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolg-
reiche Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen 

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weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Nach Art. 50 
Abs. 2 AuG können wichtige persönliche Gründe nach Absatz 1 Buchstabe b 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Ge-
walt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale 
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint.

Vom persönlichen Geltungsbereich des Art. 50 AuG nicht erfasst werden die aus-
ländischen Ehegatten und minderjährigen Kinder von Ausländerinnen und Aus-
ländern mit Aufenthaltsbewilligung. Für sie statuiert jedoch Art. 77 VZAE in den 
Absätzen 1 bis 3 eine Art. 50 AuG entsprechende Regelung für die Verlängerung 
der nach Art. 44 AuG erteilten Aufenthaltsbewilligung, wobei kein Rechtsan-
spruch auf die Verlängerung besteht, sondern diese vielmehr im Ermessen der 
zuständigen Behörden liegt (Caroni, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, Stämpflis 
Handkommentar zum AuG, Art. 50 N 7). Gemäss Art. 77 Abs. 1 VZAE kann so-
mit lediglich eine bereits erteilte Aufenthaltsbewilligung verlängert werden, 
während gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG ein Anspruch auf Erteilung und Verlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung besteht.

4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführerin bisher keine Auf-
enthaltsbewilligung gestützt auf Art. 44 AuG erteilt wurde. Auf das Gesuch vom 
3. Juni 2014 trat das AFM mit Verfügung vom 3. Oktober 2014 nicht ein (AFM-
act. 87f.) und ein weiteres Gesuch vom 26. Februar 2015 wurde vom Ehemann 
der Beschwerdeführerin infolge Trennung am 31. März 2015 zurückgezogen 
(AFM-act. 189). Die Beschwerdeführerin verfügte anschliessend höchstens über 
eine, gestützt auf ein laufendes Strafverfahren erteilte, Kurzaufenthaltsbewilli-
gung (vgl. Ingress lit. D und G). Somit bestand bei der Beschwerdeführerin keine 
abgeleitete Anwesenheitsberechtigung, welche mit der gescheiterten Ehe dahin-
gefallen ist und sich erheblich auf die persönliche Situation der Beschwerdefüh-
rerin auswirkt (vgl. Spescha, in: OFK-Migrationsrecht, 4. Aufl., Zürich 2015, AuG 
50 N 7). Eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. 
Art. 50 Abs. 2 AuG bzw. Art. 77 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 VZAE kann somit nicht er-
teilt werden. Selbst wenn jedoch Art. 77 VZAE anwendbar wäre, so würde die 
Beschwerdeführerin die Voraussetzungen im konkreten Fall nicht erfüllen, wie 
der Regierungsrat zutreffend festgehalten hat.

4.3.1  Vorliegend hat die Ehegemeinschaft unbestritten weniger als drei Jahre 
bestanden, weshalb eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 77 Abs. 1 lit. a 
VZAE entfällt. 

4.3.2  Zu prüfen wäre allenfalls, ob wichtige persönliche Gründe gemäss Art. 77 
Abs. 1 lit. b VZAE einen weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der 

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Schweiz erforderlich machen. Solche Gründe können nach der beispielhaften 
und nicht abschliessenden Aufzählung in Art. 77 Abs. 2 VZAE namentlich dann 
vorliegen, wenn der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wie-
dereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Wichtige Gründe 
können praxisgemäss auch enge Beziehungen zu gemeinsamen und in der 
Schweiz gut integrierten Kindern sein (Caroni, a.a.O., Art. 50 N 23; BGE 140 II 
289 Erw. 3.4.1, 139 I 315 Erw. 2.1). Dabei ist jeweils die Gesamtsituation zu 
würdigen (Bundesgerichtsurteil 2C_1125/2014 vom 9.9.2015 Erw. 4.1).

4.3.3  Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kann der nicht sorge- bzw. 
obhutsberechtigte ausländische Elternteil die familiäre Beziehung mit seinem 
Kind jedoch von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, nämlich durch 
Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu 
können, ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil 
dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht 
verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 
EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999) ist es grundsätzlich 
ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom 
Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des 
Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Gemäss der ständigen 
bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein weitergehender 
Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver 
Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung 
wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht 
aufrechterhalten werden könnte und das bisherige Verhalten des Ausländers in 
der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. tadelloses Verhalten; 
BGE 139 I 315 Erw. 2.2 m.w.H.).

Bei nicht sorgeberechtigten ausländischen Elternteilen eines hier 
aufenthaltsberechtigten Kindes, welche aufgrund einer inzwischen aufgelösten 
ehelichen Gemeinschaft mit einem/-er schweizerischen Staatsangehörigen oder 
einer Person mit Niederlassungsbewilligung bereits eine Aufenthaltsbewilligung 
für die Schweiz besassen, ist das Erfordernis der besonderen Intensität der 
affektiven Beziehung bereits dann als erfüllt anzusehen, wenn der persönliche 
Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen Besuchsrechts 
ausgeübt wird. 

Bei Ausländern, welche erstmals um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 
ersuchen, ist dagegen weiterhin das Bestehen einer besonders qualifizierten 
Beziehung zum hier lebenden Kind zu verlangen: Erforderlich bleibt in jenen 

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https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-139-I-315
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Fällen ein grosszügig ausgestaltetes Besuchsrecht, wobei "grosszügig" dort im 
Sinne von "deutlich mehr als üblich" zu verstehen ist.

In jedem Fall kommt es weiterhin darauf an, dass das Besuchsrecht 
kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird. Das formelle Ausmass des 
Besuchsrechts ist mit anderen Worten nur insoweit massgeblich, als dieses auch 
tatsächlich wahrgenommen wird. Die faktische Ausübung des persönlichen 
Kontakts muss daher von der zuständigen Behörde notwendigerweise mit 
geeigneten Massnahmen abgeklärt werden.

Festzuhalten ist zudem an den übrigen Voraussetzungen einer 
Bewilligungsverlängerung: Nach wie vor bleibt es erforderlich, dass auch in 
wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung zwischen dem Kind 
und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil besteht und dass Letzterer sich 
tadellos verhalten hat (vgl. zum Ganzen BGE 139 I 315 Erw. 2.5).

4.3.4 Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin die Ehe nicht aus freiem 
Willen geschlossen hat, lassen sich den Akten nicht entnehmen. Das 
Strafverfahren gegen den Ehemann der Beschwerdeführerin wegen sexueller 
Nötigung, Freiheitsberaubung, Nötigung, Drohung, Beschimpfung etc. wurde 
eingestellt (AFM-act. 576ff.). Sodann kann vorliegend auch nicht davon 
ausgegangen werden, dass die soziale Wiedereingliederung der 
Beschwerdeführerin im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Die 
Beschwerdeführerin ist erst im März 2014 in die Schweiz eingereist, um den 
Beschwerdeführer kennenzulernen und im Juni 2014 zu heiraten. Bereits am 5. 
Juni 2014 und anschliessend (nach Wiedereinreise am 6.11.2014) im März 2015, 
nach Geburt der gemeinsamen Tochter im Januar 2015, ist die 
Beschwerdeführerin (infolge Trennung) wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt. 
Im Juli 2015 reiste sie jedoch wieder in die Schweiz ein, um gegen ihren 
Ehemann Strafanzeige einzureichen und für das Scheidungsverfahren, wobei es 
insbesondere um die Erteilung der elterlichen Sorge und Obhut für die 
gemeinsame Tochter geht. Seither lebt die Beschwerdeführerin jeweils mit einer 
Kurzaufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Im Laufe des vorliegenden 
ausländerrechtlichen sowie der weiteren Verfahren machte die 
Beschwerdeführerin jedoch mehrfach geltend, mit der gemeinsamen Tochter in 
ihr Heimatland zurückkehren zu wollen, wo sie über eine Arbeitsstelle sowie eine 
geeignete Wohnmöglichkeit verfüge (vgl. u.a. AFM-act. 602).

Zu prüfen bleibt somit die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrer Tochter. 
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Tochter derzeit ebenfalls nur über 
eine Kurzaufenthaltsbewilligung (im Rahmen des hängigen 
Scheidungsverfahrens) und nicht über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der 

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Schweiz verfügt, um die strittige Frage der elterlichen Sorge nicht zu 
präjudizieren. Die Obhut wurde für die Dauer des Scheidungsverfahrens dem 
Ehemann und Vater zugeteilt, welcher derzeit über eine Aufenthaltsbewilligung 
verfügt (vgl. Ingress lit. F). Die Beschwerdeführerin war sodann vom März bis im 
Juli 2015 ohne ihre Tochter in ihrem Heimatland. Aus einem Schreiben des im 
Scheidungsverfahren zuständigen Einzelrichters an das AFM vom 13. November 
2015 lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin damals ihre Tochter 
seit Anfang März 2015 (bis November 2015) nicht mehr gesehen hatte, und dass 
in den Akten mehrfach die Suizidalität der Beschwerdeführerin erwähnt werde, 
wobei in einem Bericht der Klinik D.________ die Androhung eines erweiterten 
Suizids mit dem Kind vermerkt werde (AFM-act. 232). Der Einzelrichter hat 
dementsprechend mit Verfügung vom 16. November 2015 vorläufig (im Rahmen 
des Scheidungsverfahrens) festgehalten, dass die Beschwerdeführerin berechtigt 
ist, ihre Tochter jeweils am ersten und dritten Sonntag eines jeden Monats für 
jeweils zwei Stunden begleitet zu treffen. Zudem wurde für die Tochter eine 
Beiständin ernannt, welche die einzelnen Besuchskontakte organisiert und 
überwacht (AFM-act. 334ff.). Die Beschwerdeführerin hat sodann am 10. März 
2016 gegen ihren Ehemann Strafanzeige erstattet, weil er verhindert habe, dass 
sie ihre Tochter am 17. Januar 2016 und am 6. März 2016 entsprechend der vom 
zuständigen Gericht genehmigten Besuchsrechtsregelung habe sehen können. 
Bei dieser Sachlage kann vorliegend derzeit weder in wirtschaftlicher (aus den 
Akten ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte für eine wirtschaftliche Unterstützung 
der Tochter durch die Beschwerdeführerin) noch in affektiver Hinsicht von einer 
besonders engen Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter 
ausgegangen werden, zumal die vorsorgliche Obhuts- und 
Besuchsrechtsregelung sowie das Verhalten des Ehemannes eine solche nicht 
zulässt.

Gemäss Auskunft des für das Scheidungsverfahren zuständigen Gerichts ist die 
Anwesenheit der Beschwerdeführerin im Verfahren nicht mehr erforderlich. Ihre 
Abwesenheit wirkt sich demnach, entgegen den Vorbringen der 
Beschwerdeführerin beim AFM, nicht negativ auf die Beurteilung ihrer 
Erziehungsfähigkeit bzw. die Erteilung der elterlichen Sorge bzw. Obhut aus. 
Auch daraus lassen sich somit keine wichtigen persönlichen Gründe im Sinne 
von Art. 77 Abs. 1 lit. b VZAE ableiten. Sollte ihre Anwesenheit wider Erwarten 
erforderlich werden, so wäre ihr auch eine kurzzeitige Wiedereinreise zumutbar, 
zumal sich die Beschwerdeführerin für 90 Tage bewilligungsfrei in der Schweiz 
aufhalten darf. Das Besuchsrecht kann von der Beschwerdeführerin sodann 
ebenfalls von ihrem Heimatland aus ausgeübt werden. Allenfalls könnte beim 
zuständigen Gericht um eine Anpassung der Modalitäten ersucht werden, sollte 

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die derzeitige Regelung die Ausübung des Besuchsrechts unzumutbar 
erschweren.

Nachdem der Ausgang des Scheidungsverfahrens insbesondere hinsichtlich der 
elterlichen Sorge und Obhut derzeit noch offen ist, die Anwesenheit der 
Beschwerdeführerin im genannten Verfahren jedoch nicht mehr erforderlich ist 
und zurzeit, insbesondere aufgrund der vorsorglichen Obhuts- und 
Besuchsrechtsregelung im Scheidungsverfahren sowie aufgrund des Verhaltens 
des Ehemannes, nicht eine in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders 
enge Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter vorliegt, 
kann der Beschwerdeführerin keine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 77 
Abs. 1 und 2 VZAE erteilt werden.

5.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB zudem geprüft, ob der Be-
schwerdeführerin die bisherige Kurzaufenthaltsbewilligung zu verlängern ist. Da-
zu hat er zutreffend festgehalten, dass der Beschwerdeführerin die bisherige 
Kurzaufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG erteilt wurde.

Gemäss dieser Bestimmung kann von den Zulassungsvoraussetzungen nach 
Art. 18 bis 29 AuG abgewichen werden, um schwerwiegenden persönlichen Här-
tefällen oder wichtigen öffentlichen Interessen Rechnung zu tragen.

Gemäss Art. 32 Abs. 1 VZAE kann zur Wahrung wichtiger öffentlicher Interessen 
eine Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung erteilt werden. Bei der Beurtei-
lung sind insbesondere bedeutende kulturelle Anliegen (lit. a), staatspolitische 
Gründe (lit. b), erhebliche kantonale fiskalische Interessen (lit. c) oder die Not-
wendigkeit der Anwesenheit einer Ausländerin oder eines Ausländers im Rah-
men eines Strafverfahrens (lit. d) zu berücksichtigen. Gemäss den Weisungen 
des Staatssekretariats für Migration (SEM) reicht es bereits aus, dass der vor-
übergehende Aufenthalt im Rahmen eines behördlichen Verfahrens erforderlich 
ist (Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich [Weisungen AuG] des SEM, 
Bern, Oktober 2013, aktualisiert am 1.7.2018, Ziff. 5.5.1).

5.2 Der Beschwerdeführerin wurde die Kurzaufenthaltsbewilligung mehrfach 
aufgrund der Notwendigkeit ihrer Anwesenheit während der hängigen Strafver-
fahren erteilt bzw. verlängert (vgl. Ingress lit. D und G). Im August 2017 wurden 
die Strafverfahren jedoch abgeschlossen (vgl. Ingress lit. H), abgesehen von ei-
nem Strafverfahren betreffend mehrfache Tätlichkeiten und Entziehen von Min-
derjährigen, in dessen Rahmen die Beschwerdeführerin am 9. Februar 2018 vom 
zuständigen Gericht als Auskunftsperson angehört wurde (vgl. AFM-act. 596). 
Am 20. Februar 2018 bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass die Anwesenheit 
der Beschwerdeführerin im Strafverfahren derzeit nicht notwendig sei. Sollte wi-

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der Erwarten eine Einvernahme der Beschwerdeführerin notwendig sein, könne 
sie auch für diesen Termin in die Schweiz einreisen (AFM-act. 605). Demnach ist 
vorliegend eine weitere Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung begründet 
mit dem hängigen Strafverfahren nicht mehr gerechtfertigt.

In Bezug auf das zivilrechtliche Scheidungsverfahren hat der zuständige Richter 
am 20. Februar 2018 bestätigt, dass lediglich noch das Scheidungsverfahren 
(ZEO 2015 16) hängig sei, während in den beiden anderen Verfahren (ZES 2017 
284: Vollstreckung des Besuchsrechts, und ZES 2017 418: Vorsorgliche 
Massnahmen im Scheidungsverfahren) bereits entschieden wurde. Die 
Anwesenheit der Beschwerdeführerin im Scheidungsverfahren sei nicht mehr 
notwendig. Im Frühling finde zwar noch eine Verhandlung statt, bei welcher die 
Beschwerdeführerin beiwohnen könne, ihre Anwesenheit sei jedoch auch hierzu 
nicht notwendig (AFM-act. 606). Dieser Zeitpunkt ist inzwischen zudem ebenfalls 
verstrichen. Somit lässt sich auch mit dem hängigen Zivilverfahren die 
Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung nicht begründen.

Bei dieser Sachlage haben die Vorinstanzen zu Recht von der Verlängerung der 
Kurzaufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 32 
Abs. 1 lit. d VZAE abgesehen, soweit eine solche Verlängerung nicht bereits auf-
grund der maximalen Verlängerung bis zu einer Gesamtdauer von höchstens 
zwei Jahren ausgeschlossen ist (vgl. Art. 32 Abs. 3 AuG; Bolzli, in: OFK-Migra-
tionsrecht, AuG 32 N 5 m.w.H.; Nüssle, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, a.a.O., 
Art. 32 N 5).

6.1 Schliesslich prüfte der Regierungsrat im angefochtenen RRB, ob der Be-
schwerdeführerin gestützt auf eine andere Grundlage, insbesondere gestützt auf 
einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG 
i.V.m. Art. 31 Abs. 1 VZAE, eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt werden kann.

6.2 Gemäss Art. 31 Abs. 1 VZAE sind bei der Beurteilung des schwerwiegen-
den persönlichen Härtefalls insbesondere (lit. a) die Integration der Gesuchstel-
lerin oder des Gesuchstellers, (lit. b) die Respektierung der Rechtsordnung durch 
die Gesuchstellerin oder den Gesuchsteller, (lit. c) die Familienverhältnisse, ins-
besondere der Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des Schulbesuchs der 
Kinder, (lit. d) die finanziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirt-
schaftsleben und zum Erwerb von Bildung, (lit. e) die Dauer der Anwesenheit in 
der Schweiz, (lit. f) der Gesundheitszustand und (lit. g) die Möglichkeiten für eine 
Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berücksichtigen. Die Anforderungskri-
terien stellen weder einen abschliessenden Katalog dar noch müssen sie kumu-
lativ erfüllt sein. Die Anerkennung des Härtefalls ist wegen des Ausnahmecha-

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rakters aber restriktiv zu handhaben. Die Lebens- und Existenzbedingungen der 
gesuchstellenden Person müssen, gemessen am durchschnittlichen Schicksal 
von ausländischen Personen, in gesteigertem Mass in Frage gestellt, bzw. die 
Verweigerung der Härtefallbewilligung muss mit schweren Nachteilen verbunden 
sein. Es sind sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Die Aner-
kennung als Härtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die Anwesenheit in der 
Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt. 
Auf der anderen Seite reichen eine lang dauernde Anwesenheit und eine fortge-
schrittene soziale und berufliche Integration sowie klagloses Verhalten für sich al-
leine nicht aus, um einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall zu begründen. 
Es wird vorausgesetzt, dass die gesuchstellende Person so enge Beziehungen 
zur Schweiz unterhält, dass von ihr nicht verlangt werden kann, in einem anderen 
Land, insbesondere in ihrem Heimatstaat zu leben. Berufliche, freundschaftliche 
und nachbarschaftliche Beziehungen, welche die betroffene Person während ih-
res Aufenthaltes in der Schweiz knüpfen konnte, genügen normalerweise nicht 
für eine Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen (Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts C-5571/2015 vom 22.2.2016 Erw. 5.1f.).

6.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB nachvollziehbar dargelegt, 
weshalb bei der Beschwerdeführerin nicht von einem schwerwiegenden persönli-
chen Härtefall auszugehen ist (keine besonders lange Aufenthaltsdauer in der 
Schweiz; keine bzw. nach drei Jahren kaum Kenntnisse der deutschen Sprache; 
gute soziale Integration nicht einmal behauptet sowie keine Hinweise in den Ak-
ten dafür; keine Anhaltspunkte dafür, dass die Rückkehr bzw. Wiedereingliede-
rung in ihrem Heimatland aus gesundheitlicher, familiärer und wirtschaftlicher 
Sicht wie behauptet nicht problemlos möglich sein sollte). Darauf (angefochtener 
RRB Erw. 8.3ff.) kann vorliegend verwiesen werden. Auch die Vorbringen vor 
Verwaltungsgericht vermögen daran nichts zu ändern. In der Verwaltungsge-
richtsbeschwerde führt die Beschwerdeführerin aus, dass sie bisher weder eine 
Arbeitsbewilligung noch staatliche Unterstützung für Deutschkurse erhalten habe, 
um eine gemeinsame Zukunft mit ihrer Tochter aufzubauen. Daraus ergibt sich, 
dass die Beschwerdeführerin weiterhin weder wirtschaftlich noch sozial oder 
sprachlich integriert ist. Sodann bringt die Beschwerdeführerin vor Verwaltungs-
gericht nicht mehr vor und ergibt sich auch nicht aus den Akten, dass sie aus ge-
sundheitlichen oder familiären Gründen nicht mehr in ihr Heimatland zurückkeh-
ren kann. Auch die Beziehung zur Tochter begründet bei der Beschwerdeführerin 
nicht die Annahme eines Härtefalles (dazu kann insbesondere auf die vorstehen-
den Ausführungen in Erw. 4.3.3f. verwiesen werden). Wie bereits ausgeführt, 
kann die Beschwerdeführerin das Besuchsrecht (welches sich auf zweistündliche 
begleitete Besuche zwei Mal monatlich beschränkt) auch von ihrem Heimatland 

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aus wahrnehmen, wobei allenfalls die Modalitäten angepasst werden könnten. 
Die Beschwerdeführerin kann bis zu 90 Tage bewilligungsfrei in die Schweiz ein-
reisen (vgl. Weisungen AuG, Ziff. 3.1.1). Daran ändert auch nichts, dass das 
Scheidungsverfahren weiterhin pendent ist. Die Abwesenheit der Beschwerde-
führerin spielt gemäss Auskunft des zuständigen Richters für das laufende Ver-
fahren keine Rolle mehr und wird ihr somit nicht zum Nachteil gereichen. Hinzu 
kommt, dass je nach Ausgang des Scheidungsverfahrens die Ausübung des Be-
suchsrechts vom Heimatland der Beschwerdeführerin aus hinfällig werden kann, 
nämlich wenn ihr die Obhut zugeteilt werden sollte. Auf die Vereinbarkeit dieser 
Ausführungen mit Art. 8 EMRK wurde bereits in den vorstehenden Erwägungen 
(4.3.3f.) hingewiesen. Zudem hat der Regierungsrat zutreffend festgehalten, dass 
die Garantien nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV verletzt werden können, 
wenn einem Ausländer, dessen Familienangehörige hier weilen, die Anwesenheit 
untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird. Der sich hier aufhaltende 
Angehörige muss dabei aber über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. 
Dies ist der Fall, wenn er das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungs-
bewilligung besitzt oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits 
auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (vgl. BGE 130 II 281 Erw. 3.1; 
Bundesgerichtsurteil 2C_1001/2017 vom 18.10.2018 Erw. 4.2 m.H.a. 
2C_536/2913 vom 30.12.2013 Erw. 2.2). Die Tochter der Beschwerdeführerin 
verfügt jedoch, wie bereits ausgeführt, lediglich über eine Kurzaufenthaltsbewilli-
gung und somit nicht über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht.

6.4 Zusammenfassend liegt im konkreten Fall kein schwerwiegender persönli-
cher Härtefall vor, weshalb der Beschwerdeführerin auch gestützt auf Art. 30 
Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 VZAE keine (Kurz-)Aufenthaltsbewilligung 
erteilt werden kann.

7.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen.

7.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend, werden die Verfahrenskosten der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

7.3 Die Beschwerdeführerin beantragt zudem unentgeltliche Rechtspflege. 
Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV (vgl. auch § 75 Abs. 1 und 2 Verwaltungsrechtspfle-
gegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974) hat die bedürftige Partei in einem 
für sie nicht aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege. 
Vermag eine Partei, der die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, die 
Kosten und die Entschädigung zu decken, so ist sie zur Rückzahlung an die Ge-
richtskasse verpflichtet. Die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt 

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der Rechtskraft des Entscheides (§ 75 Abs. 3 VRP). Die Voraussetzungen zur 
Gewährung der beantragten unentgeltlichen Rechtspflege sind im vorliegenden 
Fall erfüllt. Die Verfahrenskosten werden auf die Gerichtskasse genommen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1'500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin auferlegt.

3. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Die 
Verfahrenskosten gemäss Dispositivziffer 2 werden auf die Gerichtskasse 
genommen.

4. Die Beschwerdeführerin hat Fr. 1'500.-- (unentgeltliche Prozessführung) 
dem Gericht zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren seit 
Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

6. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Amt für Migration (EB)
- den Rechts- und Beschwerdedienst des Sicherheitsdepartements (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 28. November 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 13. Dezember 2018