# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e428d44-06f3-5c3a-8cc9-58727f1bbb43
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.04.2021 200 2021 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-33_2021-04-21.pdf

## Full Text

200 21 33 UV
SCI/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. April 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/33, Seite 2

Sachverhalt:

A. 

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der C.________ AG als ... angestellt und dadurch bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obliga-
torisch u.a. gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er gemäss der 
ʺBagatellunfall-Meldung UVGʺ vom 18. Mai 2018 (Akten der Suva, Ant-
wortbeilage [AB] 1) am 11. Dezember 2017 auf einer Baustelle in ... ausge-
rutscht sei, wobei es ihm den rechten Arm ruckartig nach hinten gedreht 
habe. Als Schädigung wurde eine Verrenkung der rechen Schulter ange-
geben. Zuvor hatte der Versicherte eine Verletzung der linken Schulter erlit-
ten, welche zufolge eines Ereignisses vom 10. November 2016 ebenfalls 
bei der Suva angemeldet war (vgl. AB 6). 

Die Suva traf medizinische Abklärungen und verneinte mit Schreiben vom 
21. Juni 2018 (AB 7) bzw. Verfügung vom 24. August 2018 (AB 12) betref-
fend die linke Schulter sinngemäss einen natürlich kausalen Gesundheits-
schaden als Rückfall zum Ereignis vom 10. November 2016. Bezüglich der 
rechten Schulter stellte sie die vorübergehend erbrachte Heilbehandlung 
per 21. Juni 2018 ein und verneinte einen weitergehenden Leistungsan-
spruch mangels Unfallkausalität. Nach Einsprache des Versicherten (vgl. 
AB 17, 23) holte die Suva weitere medizinische Unterlagen sowie eine or-
thopädisch-chirurgische Beurteilung ihres Kompetenzzentrums Versiche-
rungsmedizin vom 23. April 2019 (AB 31) ein und erliess am 30. April 2019 
erneut eine Verfügung (AB 32), mit welcher sie die ursprüngliche Verfü-
gung vom 24. August 2018 (AB 12) ʺzurückzogʺ und gleichzeitig einen 
Leistungsanspruch aufgrund der Ereignisse vom 10. November 2016 re-
spektive 11. Dezember 2017 über den 21. Juni 2018 hinaus verneinte. Der 
Versicherte erhob dagegen wiederum Einsprache (AB 35, 39), woraufhin 
die Suva mit Schreiben vom 11. März 2020 (AB 41) ihre Leistungspflicht 
betreffend die Beschwerden an der linken Schulter im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 10. November 2016 anerkannte und mit einer weiteren 
Verfügung vom 6. Mai 2020 (AB 44) hinsichtlich des Ereignisses vom 
11. Dezember 2017 am Fallabschluss per 21. Juni 2018 sowie der Leis-

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tungsablehnung festhielt. Die gegen letztere erhobene Einsprache (vgl. 
AB 46, 52) wies sie mit Einspracheentscheid vom 20. November 2020 
(AB 57) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 11. Januar 2021 Beschwerde und beantrag-
te, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids seien ihm die 
gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.

Mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2021 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Novem-
ber 2020 (AB 57). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hinsichtlich 
der rechten Schulter im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. Dezem-
ber 2017 (Schaden-Nr. ...). Nicht im Anfechtungsobjekt enthalten und damit 
auch nicht Streitgegenstand ist der Leistungsanspruch betreffend die linke 
Schulter im Zusammenhang mit einem Ereignis vom 10. November 2016 
(Schaden-Nr. ...; vgl. AB 41; Beschwerde S. 2 Ziff. III./1.). Hierüber hat die 
Beschwerdegegnerin mit unwidersprochen gebliebener, leistungszuspre-
chender, formloser Mitteilung vom 11. März 2020 (AB 41; vgl. Art. 49 
Abs. 1 ATSG) entschieden.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Gemäss 
Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei 
folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), Verrenkun-
gen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskel-

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zerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), Trommelfellver-
letzungen (lit. h).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen (vgl. E. 2.2.1 f. hernach) und 
adäquaten (vgl. E. 2.2.3 hernach) Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 
3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

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(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

3.

3.1 Den medizinischen Akten ist betreffend das Ereignis vom 11. De-
zember 2017 (vgl. AB 1) und die gesundheitliche Situation der hier zur Dis-
kussion stehenden rechten Schulter im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in der Krankengeschichte 
(AB 4/1) anlässlich der Erstbehandlung vom 27. April 2018 den klinischen 
Verdacht auf traumatische Rotatorenmanschettenverletzung beidseits fest. 
Betreffend die rechte Schulter schildere der Beschwerdeführer ein Unfal-
lereignis im Dezember 2017. Er beklage Schmerzen in beiden Schultern, 
hauptsächlich bei Abduktion und Rotationsbewegung. Aktuell arbeite er zu 
100 %. Inspektorisch bestehe ein unauffälliges Schulterrelief beidseits und 
keine Rötung, Schwellung oder Überwärmung. Passiv seien beide Schul-
tern frei (beweglich) und es bestehe keine Frozen Shoulder. Der Schürzen- 
und Nackengriff sei beidseits mit Mühe und unter Schmerzen, allerdings 
vollständig, möglich. Beidseitig bestehe ein positiver 0 Grad Abduktions- 

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sowie Jobe-Test mit typischer Schmerzentwicklung und Kraftverlust. Eben-
falls angedeutet seien ein positiver Belly Press, Bear Hug und Lift-off Test. 
Die Bizepszeichen seien beidseits unauffällig und es ergebe sich keine 
Druckdolenz über dem AC-Gelenk. Die pDMS (periphere Durchblutung, 
Motorik, Sensibilität) sei intakt.

Am 25. Mai 2018 (AB 3) diagnostizierte Dr. med. D.________, gestützt auf 
die für beide Schultern am 3. Mai 2018 erfolgten bildgebenden Abklärun-
gen (vgl. AB 5), eine subtotale Supraspinatussehnenruptur links mit ausge-
prägter AC-Gelenksarthrose links und begleitender Bizepssehnentendino-
pathie.

3.1.2 PD Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Arztbericht 
vom 24. Juli 2018 (AB 23/6-8) eine postero-superiore Rotatorenmanschet-
tenruptur bzw. den Verdacht auf eine antero-superiore Labrumläsion mit 
Knorpelalteration sowie eine AC-Arthrose links bei Status nach Sturz auf 
die linke Schulter am 10. November 2016. Zudem hielt er Schulterschmer-
zen rechts bei Status nach Sturz am 11. Dezember 2017 fest, ohne dies-
bezüglich jedoch eine Diagnose zu stellen. In der Folge äusserte sich PD 
Dr. med. E.________ einzig zu den Befunden bzw. der Beurteilung der 
Situation an der vorliegend nicht interessierenden linken Schulter (siehe 
dazu E. 1.2 hiervor). 

3.1.3 Der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte am 24. Au-
gust 2018 hinsichtlich der Schulterbeschwerden rechts aus, bildgebend 
hätten sich lediglich degenerative Veränderungen im Sinne eines Akromion 
Typ II rechts mit leichter Dehiszenz im AC-Gelenk rechts gezeigt. Der Be-
schwerdeführer sei 100 % arbeitsfähig und bisher habe kein klinischer Be-
darf an weiterführender Bildgebung bestanden. Es sei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass an der rechten Schulter keine 
unfallkausalen Läsionen existierten. Im Falle eines eventuell noch ausste-
henden Nachweises einer Rotatorenmanschettenruptur sei darauf hinzu-
weisen, dass sich bei einer akut traumatischen Rotatorenmanschettenrup-
tur das klinische Bild einer Pseudoparalyse des Armes zeige. Der Arm 
könne nicht mehr angehoben werden. Schwerwiegende unfallkausale Ver-

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änderungen seien klinisch nie dokumentiert und auch nicht bildgebend dar-
gestellt worden. Hingegen seien degenerative Veränderungen des rechten 
Schultergelenks in der Röntgendiagnostik nachgewiesen worden. Der Be-
schwerdeführer sei voll arbeitstätig und kompensiere eventuelle degenera-
tive Erkrankungen der rechten Schulter gut. Mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit sei es lediglich zu einer Kontusion des rechten Schulterge-
lenks gekommen (AB 11/4). 

3.1.4 In der Beurteilung des MRI des rechten Schultergelenks (Arthro) 
vom 14. September 2018 (AB 27) beschrieb Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Radiologie, eine kleinflächige transmurale Ruptur der hinteren Su-
praspinatussehne, eine gelenkseitige Partialruptur am Ansatz der Sub-
scapularissehne mit Medialisierung und Signalalteration/Einriss der langen 
Bizepssehne, eine osteochondrale Läsion lateral am Humeruskopf und 
eine aktivierte AC-Gelenksarthrose. 

3.1.5 Im Bericht vom 24. September 2018 (AB 23/9-11) diagnostizierte 
PD Dr. med. E.________ die rechte Schulter betreffend eine Ruptur der 
Supraspinatussehne bei Status nach Sturz am 11. Dezember 2017. Die 
kreisärztliche Beurteilung vom 21. August 2018 (AB 11) kritisierte er als 
nicht objektiv und nicht stichhaltig, weshalb sie angefochten werden müsse. 
Der Riss der Supraspinatussehne rechts müsse bis zum Beweis des Ge-
genteils als unfallbedingt betrachtet werden. Der Beschwerdeführer sei bis 
zum Unfall vom 11. Dezember 2017 beschwerdefrei und für seine rechte 
Schulter nie bei einem Arzt gewesen. Das angegebene Ereignis erfülle alle 
Kriterien eines Unfalls und der Unfallmechanismus passe sehr gut zur be-
obachteten Sehnenläsion. Ob die Sehne im Sinne einer Tendinopathie vor-
geschädigt gewesen sei oder nicht, sei nicht relevant. Ohne vorbestehende 
Bildgebung müsse jede Aussage über eine vorbestehende Sehnenruptur 
als Spekulation oder Unterstellung betrachtet werden. Hinzu komme, dass 
Sehnenrisse gemäss Gesetz als unfallähnliche Körperschädigung gelten 
würden, wenn ein entsprechendes Ereignis stattgefunden habe. 

3.1.6 In der orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 23. April 2019 
(AB 31) führte Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kompetenzzentrum für Ver-
sicherungsmedizin Suva, betreffend die Beschwerden an der rechten 

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Schulter im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. Dezember 2017 
aus, ein Unfallmechanismus mit einem Sturz auf den nach hinten ausge-
streckten Arm sei prinzipiell geeignet, eine traumatische Läsion der Rotato-
renmanschette zu verursachen. Im Fall des Beschwerdeführers sei ein 
Sturz allerdings nicht dezidiert erwähnt worden. Eine Arbeitsunfähigkeit 
habe nicht bestanden und der Beschwerdeführer habe nicht zeitnah einen 
Arzt aufgesucht. Auch unter Berücksichtigung der individuellen Schmerzto-
leranz stelle eine traumatische strukturelle Läsion der Rotatorenmanschette 
eine relativ schwere Verletzung dar, welche mit einem hohen Leidensdruck 
und regelmässig einem Arztbesuch innerhalb von 72 Stunden einhergehe. 
Dass der Beschwerdeführer erst viereinhalb Monate nach dem Ereignis 
vom 11. Dezember 2017 einen Arzt konsultiert habe, spreche gegen eine 
stattgehabte strukturelle Verletzung (AB 31/10 Ziff. II.2.R).

Die erste klinische Untersuchung sei am 27. April 2018 (vgl. dazu AB 4), 
mithin viereinhalb Monate nach dem Ereignis vom 11. Dezember 2017, 
erfolgt, weshalb dies keine Schlussfolgerungen über die Kausalität zulasse. 
In den Röntgenaufnahmen vom 3. Mai 2018 (vgl. dazu AB 5) fänden sich 
keine Hinweise auf eine stattgehabte knöcherne Verletzung, was ange-
sichts des Zeitintervalls aber auch nicht mehr zu erwarten sei. Der Be-
schwerdeführer weise eine deutliche laterale Neigung des rechten Akromi-
ons auf, was als Prädisposition für die Entwicklung eines degenerativen 
Rotatorenmanschettenschadens gelte. Im MRI vom 14. September 2018 
(vgl. dazu AB 27) werde keine traumatische Läsion des rechten Schulterge-
lenks beschrieben, jedoch zeige sich, dass rechts eine AC-Arthrose vorlie-
ge. An einigen Sehnen der Rotatorenmanschette seien Läsionen sichtbar. 
Dabei zeige die Morphologie des Supraspinatussehnenunterbruchs keine 
Merkmale, die auf eine akute gewaltsame Ursache hinweisen würden 
(AB 31/10 f. Ziff. II.3.R und II.4.R). 

Zusammenfassend spreche einzig der Unfallmechanismus aus der Scha-
denmeldung für eine strukturelle Verletzung an der rechten Schulter. Ge-
gen eine traumatische Verursachung der Rotatorenmanschettenläsion 
sprächen die Vorgeschichte (Alter und Beruf des Beschwerdeführers als 
Risikofaktoren für eine Rotatorenmanschettenläsion; Schulterbeschwerden 
in der Anamnese), der späte Arztbesuch und der daraus ableitbare Cre-

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scendoverlauf der Beschwerden und der konventionelle Röntgenbefund 
sowie der MRI-Befund. Überwiegend wahrscheinlich habe sich der Be-
schwerdeführer beim Ereignis vom 11. Dezember 2017 eine Distorsion der 
rechten Schulter zugezogen. Dabei hätten bereits vor dem genannten Er-
eignis degenerative Veränderungen in Form von Arthrosen des Schulterge-
lenks und Texturstörungen an den Sehnen und Rotatorenmanschetten mit 
teilweise vollständigen Kontinuitätsunterbrechungen bestanden. Ob dies in 
stummer oder manifester Weise der Fall gewesen sei, könne nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit angegeben werden. Zu einer zusätzli-
chen strukturellen Läsion sei es durch das Ereignis vom 11. Dezember 
2017 nicht gekommen. Bei der Schulterprellung bzw. -distorsion handle es 
sich um eine relativ leichte Verletzung, die überwiegend wahrscheinlich 
nach Ablauf von circa vier Wochen, d.h. bis Mitte Januar 2018, ohne Fol-
gen verheilt sei (AB 31/12 ff.).

3.1.7 PD Dr. med. E.________ zeigte sich im Schreiben vom 14. Juni 
2019 an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (AB 40/1 f.) mit der 
versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. H.________ vom 
23. April 2019 (AB 31) nicht einverstanden. Die zitierte Literatur sei nicht 
ausgewogen, die Zusammenfassung der Krankengeschichte nicht objektiv 
und die vorgebrachten Argumente hielten einer wissenschaftlichen Prüfung 
nicht stand. Er, PD Dr. med. E.________, sei nach wie vor der Ansicht, 
dass die natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den geklag-
ten Beschwerden wahrscheinlich sei. Leider seien die meisten Vertrauens-
ärzte und viele Orthopäden inklusive Schulterspezialisten immer noch der 
Meinung, dass Risse der Rotatorenmanschetten bei Patienten über 50 in 
der Mehrzahl der Fälle degenerativer Natur seien und dass ein Sturz aus 
dem Stand nicht genüge, um eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursa-
chen. Dies liege daran dass die behandelnden Ärzte von den Vertrauens-
ärzten und Juristen der Unfallversicherungen seit Jahrzehnten mit einseiti-
ger Literatur versorgt würden. Dabei würden immer wieder dieselben, wis-
senschaftlich schlechten Arbeiten zu Gunsten der Unfallversicherung auf-
gelistet und die Arbeiten zu Gunsten der verletzten Patienten (absichtlich) 
weggelassen. Dies sei auch hier der Fall. 

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In einer weiteren Stellungnahme vom 11. Juli 2019 (AB 40/3-5) führte 
PD Dr. med. E.________ – soweit die rechte Schulter betreffend – aus, die 
von Dr. med. H.________ im Zusammenhang mit Rotatorenmanschetten-
läsionen verwendete Literatur sei unvollständig und einseitig. Die vorge-
brachten Argumente für die Zuordnung pro oder contra einer traumatischen 
Genese sei ebenfalls diskutabel. Es gebe keine Beweise dafür, dass die 
Supraspinatussehne vor dem Ereignis vom 11. Dezember 2018 (recte: 
2017) schon einen Riss aufgewiesen habe. Bei den erwähnten Punkten 
handle es sich lediglich um Vermutungen. Es könne nicht sein, dass Versi-
cherungen für ihre Versicherten finanziell relevante Entscheide treffen wür-
den, welche auf Vermutungen und nicht auf Fakten basierten.

In der Stellungnahme vom 22. Juni 2020 (AB 48/2-4) hielt PD Dr. med. 
E.________ – nach einer Aufzählung verschiedener medizinischer Studien 
– fest, ein Sturz aus dem Stehen könne genügen, um einen Riss der Rota-
torenmanschette zu verursachen. Eine Schwächung der Gewebequalität 
durch die natürliche Alterung und jahrzehntelange schwere Belastung kön-
ne nicht ausgeschlossen werden. Dass die Supraspinatussehne des Be-
schwerdeführers jedoch schon vor dem erlittenen Sturz gerissen gewesen 
sein solle, sei eine Behauptung, die ohne adäquate Bildgebung vor dem 
betreffenden Ereignis nicht bewiesen werden könne. Es dürfe nicht sein, 
dass die "nationale Unfallversicherung" Entscheide auf der Basis von 
schlecht begründeten Hypothesen zu Ungunsten ihrer Versicherten fälle. 
Entsprechend werde die Beschwerdegegnerin ersucht, die Unfallkausalität 
der Rotatorenmanschettenruptur auf der rechten Seite neu zu beurteilen 
und – wie auf der linken Seite – zu bejahen.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 
ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf 
Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV 
Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt 
auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversiche-
rungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-
gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 
470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.3

3.3.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 20. November 2020 (AB 57) im 
Wesentlichen auf die versicherungsmedizinische orthopädisch-chirurgische 
Aktenbeurteilung von Dr. med. H.________ vom 23. April 2019 (AB 31). 
Dr. med. H.________ beurteilt als Mitarbeitender des Kompetenzzentrums 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/33, Seite 13

für Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin nach seiner Funktion 
und beruflichen Stellung als Facharzt im Bereich der Unfallmedizin aussch-
liesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufs-
krankheiten, sodass er über besonders ausgeprägte traumatologische 
Kenntnisse und Erfahrungen verfügt (vgl. Entscheid des BGer vom 14. April 
2020, 8C_59/2020, E. 5.2 mit Hinweisen). Die Beurteilung von Dr. med. 
H.________ erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an den Be-
weiswert einer versicherungsinternen medizinischen Aktenbeurteilung (vgl. 
E. 3.2 hiervor), weshalb ihr volle Beweiskraft zuzuerkennen ist. Die Beurtei-
lung erfasst den gesamten massgeblichen medizinischen Sachverhalt, ins-
besondere betreffend die beklagten Beschwerden an der rechten Schulter 
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. Dezember 2017. Dr. med. 
H.________ stützte sich auf einen lückenlosen medizinischen Befund in-
klusive der erfolgten bildgebenden Abklärungen (vgl. AB 5, 31/15). Gestützt 
darauf legte er sorgfältig und einlässlich begründet dar, dass einzig der 
vom Beschwerdeführer angegebene Geschehensablauf gemäss der Baga-
tell-Unfallmeldung vom 18. Mai 2018 (vgl. AB 1) respektive dem späteren 
Krankengeschichte-Eintrag vom 27. April 2018 (AB 4/1) für eine traumati-
sche Verursachung der Rotatorenmanschettenläsion der rechten Schulter 
sprechen kann, während die übrigen Faktoren, namentlich die medizinische 
Vorgeschichte, der Arztbesuch erst viereinhalb Monate nach dem angebli-
chen Ereignis sowie das Fehlen einer Arbeitsunfähigkeit, der daraus ableit-
bare Crescendoverlauf der Beschwerden und die bildgebenden Abklärun-
gen, einer traumatischen Genese entgegenstehen. Ausgehend davon legte 
Dr. med. H.________ überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit beim Ereignis vom 11. Dezember 2017 
höchstens eine Distorsion der rechten Schulter erlitt, welche zu einer bloss 
vorübergehenden Verschlimmerung eines vorbestehenden Gesundheits-
schadens führte und nach Ablauf von circa vier Wochen, das heisst per 
Mitte Januar 2018, folgenlos verheilte. Diese fachärztliche versicherungs-
medizinische Beurteilung der medizinischen Indizien (vgl. BGer 
8C_59/2020, E. 5.3) erfolgte insbesondere auch in detaillierter Auseinan-
dersetzung mit den teilweise abweichenden Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte (vgl. dazu AB 31/10 f.), berücksichtigte die medizinischen 
und biomechanischen Zusammenhänge, ist widerspruchsfrei und inhaltlich 
überzeugend. Namentlich legte Dr. med. H.________ auch dar, inwieweit 

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er – betreffend die (vom vorliegenden Entscheid nicht erfasste) linke Schul-
ter (vgl. dazu E. 1.2 hiervor) – mit der Beurteilung übereinstimmt (vgl. 
AB 31/7 f.). Insgesamt verneinte Dr. med. H.________ damit das Bestehen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den über Januar 2018 
hinaus geltend gemachten Beschwerden bzw. erst weit später bildgebend 
erfassten Gesundheitsschäden an der rechten Schulter und dem Ereignis 
vom 11. Dezember 2017 schlüssig und überzeugend (vgl. AB 31/14 
Ziff. 2.1). 

3.3.2 Soweit PD Dr. med. E.________ im Bericht vom 24. September 
2018 (AB 23/9-11) das Vorliegen einer traumatischen Verursachung der 
Supraspinatussehnenruptur rechts damit erklärt, dass der Beschwerdefüh-
rer bis zu diesem Zeitpunkt beschwerdefrei gewesen sei und hinsichtlich 
der rechten Schulter nie einen Arzt konsultiert habe, begründet dies keine 
Unfallkausalität. Denn beweisrechtlich gilt eine gesundheitliche Schädigung 
nicht schon dann als durch den Unfall verursacht, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist (vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo 
propter hoc": vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 
S. 78 E. 7.2). Aus dem Umstand, dass ein allfälliger stummer, unfallfremder 
Vorzustand erst nach einem Unfallereignis symptomatisch wird, lässt sich 
nicht auf einen unfallbedingten, anspruchsbegründenden Kausalzusam-
menhang schliessen (Entscheid des BGer vom 29. Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 6.1). Diesbezüglich hat Dr. med. H.________ überzeu-
gend darauf hingewiesen, dass von dem langjährig körperlich schwer arbei-
tenden Beschwerdeführer bereits im Jahr 2008 Schulterschmerzen geklagt 
wurden (vgl. AB 31/2 und 7) und zufolge der deutlichen lateralen Neigung 
des rechten Akromions eine Prädisposition für eine Rotatorenmanschetten-
ruptur bestand sowie aufgrund der erst mehrere Monate nach dem Ereignis 
vom 11. Dezember 2017 erfolgten bildgebenden Abklärungen der rechten 
Schulter (vgl. AB 27) sich keine Hinweise auf eine akut traumatische Su-
praspinatussehnenläsion ergeben. Auch wenn solche späten Untersuchun-
gen naturgemäss vorübergehende Zeichen traumatischer Verletzungen 
nicht mehr erstellen können, so vermag der Beschwerdeführer entgegen 
der Auffassung des PD Dr. med. E.________ daraus auch nichts im Sinne 
im Sinne eines Umkehrschlusses abzuleiten. Überdies hatte bereits der 
Kreisarzt Dr. med. F.________ zutreffend darauf hingewiesen, dass ein 

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massgebliches Trauma zu einer Pseudoparalyse des Armes hätte führen 
müssen (AB 11/4). PD Dr. med. E.________ führte sodann auch selber 
aus, dass eine Schwächung der Gewebequalität durch die natürliche Alte-
rung und jahrzehntelange schwere Belastung nicht ausgeschlossen werden 
könne (AB 48/4). Die fachärztliche Schlussfolgerung, dass unter diesen 
Umständen sowie mit Blick auf den späten Arztbesuch und den aktenkun-
digen Crescendoverlauf der Beschwerden lediglich eine vorübergehende 
Verschlimmerung eines vorgeschädigten Vorzustandes überwiegend wahr-
scheinlich anzunehmen sei (vgl. AB 31/13 Ziff. 2), ist damit überzeugend. 

3.3.3 Daran vermögen auch die weiteren Stellungnahmen von 
PD Dr. med. E.________ nichts zu ändern. So beschränkt sich die Stel-
lungnahme vom 11. Juli 2019 (AB 40/3-5) in Bezug auf die rechte Schulter 
auf ein bloss summarisches Anzweifeln der von Dr. med. H.________ vor-
genommenen, begründeten Abwägung, ohne dass PD Dr. med. 
E.________ seine Kritik weiter begründete. Sie ist daher von vorherein 
nicht geeignet, die umfassende versicherungsmedizinische Beurteilung in 
Frage zu stellen. Dasselbe gilt für die spätere Stellungnahme vom 22. Juni 
2020 (AB 48), in der PD Dr. med. E.________ insbesondere festhielt, dass 
ein Sturz aus dem Stehen bzw. ein Anpralltrauma der Schulter durchaus 
geeignet sei, einen Riss der Rotatorenmanschette zu verursachen (vgl. 
auch AB 40/1 und 3 f.; Beschwerdebeilage [BB] 4). Dies wurde von 
Dr. med. H.________ jedoch auch gar nicht in Abrede gestellt. Der Be-
schwerdeführer beschrieb initial weder einen Sturz noch einen Anprall der 
rechten Schulter, sondern lediglich ein Ausgleiten mit einer ruckartigen 
Verdrehung des rechten Armes nach hinten im Sinne einer Verrenkung 
bzw. einer Verreissbewegung (vgl. AB 1, 4/1). Das Vorliegen eines Sturzes 
oder eines Anpralls – wie von PD Dr. med. E.________ namentlich in der 
Stellungnahme vom 22. Juni 2020 (AB 48) angenommen – wurde echtzeit-
lich nicht erwähnt (vgl. auch AB 31/10 Ziff. II.2.R). Es wäre auch nicht 
nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer, auch wenn er über keine be-
sonderen versicherungsmedizinischen Kenntnisse verfügt, einen derart 
bedeutsamen Umstand betreffend das Ereignis vom 11. Dezember 2017 
unerwähnt gelassen hätte – dies umso mehr, als er im Rahmen derselben 
Anamnese vom 27. April 2018 hinsichtlich der (hier nicht zur Diskussion 
stehenden) linken Schulter einen Anprall genannt hat (AB 4/1; vgl. Ent-

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scheid des BGer vom 22. Oktober 2019, 8C_446/2019, E. 4.2.1 in fine mit 
Hinweis). Insoweit kann auch offen bleiben, ob und in welchem Rahmen 
die höchstrichterlichen Ausführungen (vgl. BGer 8C_446/2019, E. 5.2.2 f. 
mit Hinweisen auf medizinische Literatur) zu dem soweit ersichtlich bis an-
hin keiner wissenschaftlicher Validierung unterzogenen und als Meta-
Studie erscheinenden medizinischen Artikel bedeutsam sind (BB 4 sowie 
AB 54/3 ff.). Entscheidend ist vielmehr, dass das Bundesgericht in einem 
weiteren Entscheid ausdrücklich festgehalten hat, dass dem Kriterium des 
Unfallmechanismus zur Beurteilung der Unfallkausalität keine übergeordne-
te Bedeutung beizumessen sei. Vielmehr gehe es darum, die einzelnen 
Kriterien, die für oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung 
sprechen, aus medizinischer Sicht gegeneinander abzuwägen und den 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
habe, der Wahrheit zu entsprechen (BGer 8C_59/2020, E. 5.4). Diesen 
Anforderungen kam Dr. med. H.________ in der Beurteilung vom 23. April 
2019 (AB 31) zweifellos nach, weshalb seine Beurteilung auch mit Blick auf 
den Geschehensablauf des Ereignisses vom 11. Dezember 2017 nicht zu 
beanstanden ist. 

3.3.4 Weiter ist auch die allgemeine Kritik von PD Dr. med. E.________ 
an der Unfallversicherungsmedizin (vgl. AB 48/4) nicht geeignet, Zweifel an 
der versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. H.________ zu 
wecken. Ebenso wenig vermag die Stellungnahme der I.________ an das 
Bundesgericht vom 1. Oktober 2020 (vgl. AB 54/3 ff.) die Beweiskraft der 
versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. H.________ vom 
23. April 2019 (AB 31) zu erschüttern. Diese bezieht sich nicht auf den vor-
liegend zu beurteilenden Geschehensablauf und (medizinischen) Sachver-
halt, sondern stellt eine allgemeine Kritik an der höchstrichterlichen unfall-
versicherungsrechtlichen Rechtsprechung im Zusammenhang mit Rotato-
renmanschettenrupturen dar.

3.4 Nach dem Dargelegten bedarf es mit Blick auf die vollständige und 
überzeugende versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. 
H.________ vom 23. April 2019 (AB 31) keiner weiteren medizinischen 
Abklärungen, sodass namentlich auf das vom Beschwerdeführer beantrag-
te orthopädische Gutachten (vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 2) 

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zu verzichten ist. Gestützt auf die beweiskräftige versicherungsmedizini-
sche Beurteilung vom 23. April 2019 (AB 31) ist das Ereignis vom 11. De-
zember 2017 (vgl. AB 1) nicht die natürlich kausale Ursache der über Ja-
nuar 2018 hinaus bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter, ins-
besondere der Rotatorenmanschettenläsion rechts (vgl. etwa AB 23/9 und 
12). Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
den Fall per 21. Juni 2018 ohne weitere Leistungen abschloss. Damit ist 
gleichsam der Nachweis dafür erbracht, dass die vorliegende Listenverlet-
zung (vgl. Art. 6 Abs. 2 lit. b bzw. f UVG) vorwiegend auf Abnützung re-
spektive Erkrankung zurückzuführen ist. Ein anderweitiges initiales Ereignis 
nach jenem vom 11. Dezember 2017 wird vom Beschwerdeführer nicht 
geltend gemacht und ist aus den Akten auch nicht ersichtlich. Demzufolge 
fällt eine weitergehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bei feh-
lendem natürlichem Kausalzusammenhang sowohl unter dem Titel eines 
Unfalls (Art. 6 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG) als auch aus unfallähnlicher 
Körperschädigung (Art. 6 Abs. 2 UVG) ausser Betracht (vgl. BGE 146 V 51 
E. 9.2 S. 71). Die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.