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**Case Identifier:** 7a681bcf-8a4a-5b62-aed0-2a8e7d4e8715
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 03.12.2014 810 2014 235 (810 14 235)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-235_2014-12-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 3. Dezember 2014 (810 14 235) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilgesetzbuch 

 

 

Beistandswechsel / Neufestlegung Aufgabengebiete 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Beat Walther, 

Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Helena Hess, 
Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Beschwerdegeg-
nerin 
 
 

Beigeladene 
 

D.____, vertreten durch Elisabeth Gutzwiller Emmerth, Advokatin  
 

  
 

Betreff Beistandswechsel / Neufestlegung Aufgabengebiete  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
31. Juli 2014) 

 

 
 
 

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A. D.____ ist am 13. Juli 1940 geboren; ihr Ehemann, A.____ am 3. November 1934.  
 
B. Am 28. Mai 2012 reichten B.____, E.____ (Schwester von D.____) und F.____ (Bruder 
von A.____) der Vormundschaftsbehörde G.____ eine Gefährdungsmeldung betreffend die 
Ehegatten D.___ und A.____ ein. Am 27. Juni 2013 ersuchte F.____ die Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde C.____ (KESB) erneut um den Erlass von Schutzmassnahmen für die 
Ehegatten D.____ und A.____ (vgl. E-Mail von F.____ an H.____, Präsidentin KESB, vom 
27. Juni 2013). Die KESB hat am 9. August 2013 ein entsprechendes Verfahren eröffnet. Am 
21. Oktober 2013, während eines Klinikaufenthalts der Ehegatten in den Universitären Psychiat-
rischen Kliniken Basel (UPK), zeigte Dr. med. I.____ der KESB eine Gefährdung der Ehegatten 
D.____ und A.____ an. Er hielt fest, dass aus seiner Sicht aufgrund der zugrundeliegenden 
Grunderkrankungen der Ehegatten bei einer Rückkehr ins gemeinsame Eigenheim eine massi-
ve Eigengefährdung bestehe. 
 
C. Die Ehegatten D.____ und A.____ wurden vom 17. bis 20. Dezember 2013 fürsorge-
risch untergebracht.  
 
D. Aus den Vorakten ergibt sich, dass die Ehegatten D.____ und A.____ bis Ende Dezem-
ber 2013 von J.____, Advokat, in rechtlichen Belangen vertreten, ferner sechsmal pro Woche 
durch eine Haushaltshilfe unterstützt und dreimal pro Woche durch eine Spitex betreut wurden. 
Aufgrund des ungehaltenen Benehmens der Beigeladenen hätten die Mandate beendet werden 
müssen (vgl. E-Mail von J.____, Advokat, an K.____, Mitglied KESB, vom 20. Dezember 2013; 
Aktennotiz der KESB vom 6. Januar 2014; Kündigungsschreiben Spitex vom 31. Dezember 
2013). Seither wohnt A.____ in der Stiftung L.____. 
 
E. Die KESB hat gemäss ihrem Schreiben vom 14. Februar 2014 beim Registre Foncier in 
X.____ um einen Grundbuchauszug der Liegenschaft “Y.____“ Nr. 18, Z.____, ersucht, um al-
lenfalls Sicherungsmassnahmen wie eine Grundbuchsperre zu erwirken. Die erwähnte Liegen-
schaft steht im Eigentum von A.____, weshalb die KESB ihm mit Entscheid vom 18. Februar 
2014 vorsorglich die Verfügungsbefugnis darüber entzogen hat.  
 
F. Mit Entscheid der KESB vom 13. März 2014 wurde für die Ehegatten D.____ und 
A.____ eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung errichtet. 
Als Beiständin wurde die Tochter B.____ ernannt. Dagegen erhob D.____ am 2. April 2014 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Zur Begründung führte sie aus, dass sie sich in der Lage fühle, ihre ad-
ministrativen Angelegenheiten zu erledigen. Am 4. Juni 2014 fand eine Vorverhandlung am 
Kantonsgericht statt, anlässlich welcher D.____, vertreten durch Elisabeth Gutzwiller Emmerth, 
Advokatin, beantragte, dass eine aussenstehende Person als Beistand eingesetzt würde. Ent-
sprechend haben sich die Parteien darauf verständigt, dass für beide Ehegatten eine externe, 
unabhängige Beistandsperson einzusetzen sei. Das kantonsgerichtliche Verfahren 810 14 92 
wurde mit Verfügung vom 4. Juni 2014 sistiert. 
 

 
 
 

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G. Mit Entscheid vom 31. Juli 2014 betreffend D.____ hat die KESB neu M.____, Advokat 
im Advokatur- und Notariatsbüro N.____, als Beistand ernannt und das Mandatsverhältnis zur 
zuvor eingesetzten Beiständin B.____ in Bezug auf D.____ aufgelöst. Daraufhin hat Letztere 
ihre Beschwerde beim Kantonsgericht am 14. August 2014 zurückgezogen. Das Verfahren 810 
14 92 wurde mit Verfügung vom 20. August 2014 abgeschrieben.  
 
H. Mit separatem Entscheid der KESB vom 31. Juli 2014 betreffend A.____ wurde neu 
M.____ als Beistand für die Bereiche Einkommens- und Vermögensverwaltung eingesetzt. Ent-
sprechend wurden die Aufgabengebiete der bisherigen Beiständin B.____ auf die Sorge und 
Vertretung von A.____ im Bereich Soziales und Wohnen beschränkt. Gegen diesen Entscheid 
der KESB erhob A.____, vertreten durch B.____, am 15. August 2014 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht.  
 
I. Am 8. September 2014 liessen sich die KESB und am 22. September 2014 die Beigela-
dene, nach wie vor vertreten durch Advokatin Elisabeth Gutzwiller Emmerth, vernehmen. Beide 
Parteien beantragten die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
J. Mit Präsidialverfügung vom 23. September 2014 wurde der Fall der Kammer im Rahmen 
einer Urteilsberatung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung 
von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (§ 1 
Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 
16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am 
Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer ist als direkter Verfahrensbeteiligter zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gegeben sind, 
kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Allerdings auferlegt sich das Kantonsgericht 

 
 
 

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entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei der Auslegung unbestimmter 
Rechtsbegriffe und bei der Ermessenskontrolle eine gewisse Zurückhaltung. Dies insbesondere 
deshalb, weil die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden als Fachbehörden anzusehen sind 
(vgl. Art. 440 Abs. 1 ZGB). Verfügt eine Behörde über besonderes Fachwissen, so ist ihr bei der 
Bewertung von ausgesprochenen Fachfragen ein gewisser Beurteilungsspielraum zu belassen, 
soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen 
Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. DANIEL STECK, in: Thomas Gei-
ser/Ruth E. Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
Art. 450a N 17 ff.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs-
recht, 6. Auflage, Zürich 2010, N 446c f.; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 8. Mai 2013 [810 13 10], E. 1.4; BGE 135 II 384 E. 2.2.2, 
jeweils mit weiteren Hinweisen). 
 
2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die KESB M.____ zu Recht als neuen 
Beistand für die administrativen und finanziellen Angelegenheiten des Beschwerdeführers ein-
gesetzt bzw. die Aufgaben der bisherigen Beiständin B.____ entsprechend beschränkt hat.  
 
3.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs. Er moniert zunächst eine mangelhafte Eröffnung des angefochtenen Entscheids, da die-
ser gemäss Verteiler nur seiner Beiständin und nicht ihm persönlich zugestellt worden sei. Fer-
ner beanstandet er, vor dem Erlass des Entscheids vom 31. Juli 2014 nicht angehört worden zu 
sein (vgl. Beschwerdeschrift vom 15. August 2014, Entscheid der KESB vom 31. Juli 2014, 
S. 5). 
 
3.2 Die formellen Rügen betreffend eine Verletzung des Rechts auf Eröffnung des Ent-
scheids sowie auf vorgängige Äusserung und Anhörung sind im Folgenden vor einer allfälligen 
inhaltlichen Beurteilung zu prüfen. 
 
3.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 gewährleistet eine effektive Mit-
wirkung im Verfahren zum Erlass von Entscheidungen, die in die Rechtsstellung des Einzelnen 
eingreifen (GEROLD STEINMANN, in: Die Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommen-
tar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, N 42 zu Art. 29). Gemäss § 9 Abs. 3 der Verfassung des 
Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 haben die Parteien in allen Fällen Anspruch 
auf rechtliches Gehör, auf eine faire Behandlung und auf einen begründeten, mit einer Rechts-
mittelbelehrung versehenen Entscheid innert angemessener Frist. Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör ist sodann in § 13 des kantonalen Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG) vom 13. Juni 
1988 statuiert. Der kantonalrechtliche Anspruch geht nicht über denjenigen von Art. 29 BV hin-
aus und somit kann weitgehend auf die diesbezügliche Lehre und Rechtsprechung verwiesen 
werden. Die Garantie des rechtlichen Gehörs hat für das rechtsstaatliche Verfahren eine zentra-
le Bedeutung und wird von Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet (vgl. RENÉ RHINOW, Grundzüge des 
Schweizerischen Verfassungsrechts, Basel 2003, Rz. 2737 ff.). Das rechtliche Gehör dient ei-
nerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs-
recht dar (GEROLD STEINMANN, a.a.O., N 42 zu Art. 29).  

 
 
 

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3.4 Die Pflicht zur Eröffnung von Entscheiden an alle Beteiligten ist Ausfluss der Gewäh-
rung des rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht (BGE 133 I 201 E. 2.1; GEROLD 
STEINMANN, a.a.O., N 50 zu Art. 29). Vorliegend wurde der Entscheid der Beiständin des Be-
schwerdeführers eröffnet. Im Eröffnungszeitpunkt war sie gestützt auf Art. 391 Abs. 3 ZGB be-
fugt, die Post zu öffnen (vgl. Entscheid der KESB vom 13. März 2014 Ziff. 5). Post umfasst den 
gesamten Briefverkehr inklusive elektronische Formen (HELMUT HENKEL, in: Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutzrecht, Basel 2012, N 26 zu Art. 391). Vor diesem Hintergrund ist die 
Eröffnung des angefochtenen Entscheids nicht zu beanstanden und es liegt diesbezüglich keine 
Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör vor. 
 
3.5 Ein weiterer Teilaspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist das Recht auf vorgän-
gige Äusserung und Anhörung, welches den Betroffenen einen Einfluss auf die Ermittlung des 
wesentlichen Sachverhalts sichert. Die Behörde muss diese Äusserungen zur Kenntnis nehmen 
und sich damit in der Entscheidfindung und -begründung sachgerecht auseinandersetzen. Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör besteht unbestritten auch im Bereich des Erwachsenenschut-
zes. So regelt Art. 447 ZGB, dass die betroffene Person angehört wird, sofern dies nicht als 
unverhältnismässig erscheint. Art. 447 ZGB verpflichtet die KESB somit, die betroffene Person 
persönlich anzuhören. Die persönliche Anhörung ist Ausdruck des Persönlichkeitsrechts und 
bildet ein qualifiziertes persönliches Mitwirkungsrecht des Betroffenen. Sie steht der betroffenen 
Person um ihrer Persönlichkeit willen zu und stellt ein höchstpersönliches Recht dar 
(CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N 7 
zu Art. 447). Steht bei der Anhörung die Sachverhaltsabklärung im Vordergrund, so spielt es 
keine Rolle, ob die betroffene Person urteilsfähig ist oder nicht. Auch urteilsunfähige Personen 
können angehört werden (CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, a.a.O., N 12 zu Art. 447). Die 
KESB ist insbesondere auch hinsichtlich der Errichtung einer Beistandschaft oder im separaten 
Ernennungsverfahren verpflichtet, den Betroffenen, wenn er urteilsfähig ist, zur Person des Bei-
standes anzuhören. Sie hat ihn dabei auf sein Vorschlags- und Ablehnungsrecht unter Ein-
schluss des Rechts, Beweisanträge zu stellen, hinzuweisen (vgl. RUTH E. REUSSER, in: Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutzrecht, a.a.O., N 23 zu Art. 401). 
 
4.1 Aus den Verfahrensakten sowie aus den unbestrittenen Darlegungen der Parteien er-
hellt, dass der Beschwerdeführer vor dem Erlass des angefochtenen Entscheids der KESB vom 
31. Juli 2014 nicht angehört wurde (vgl. Beschwerde vom 15. August 2014, S. 1; Vernehmlas-
sung KESB vom 8. September 2014, S. 2). Aufgrund der demenziellen Erkrankung des Be-
schwerdeführers habe die KESB darauf verzichtet (vgl. Vernehmlassung KESB vom 
8. September 2014, S. 2). Aus ihrer Sicht hätte die Beiständin ihren Vater leicht beeinflussen 
können und somit wäre eine erneute Anhörung nicht zielführend gewesen. In ihrer Vernehmlas-
sung vom 22. September 2014 führt die Beigeladene ebenfalls aus, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund seiner fortgeschrittenen Demenzerkrankung nicht in der Lage sei, die vorliegende An-
gelegenheit in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer gel-
tend, dass es ihm deutlich besser gehe, seitdem er im Altersheim L.____ wohne. Sein Zustand 
hätte eine vorgängige Befragung durchaus zugelassen. Dies habe die Beiständin der KESB 

 
 
 

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rechtzeitig mitgeteilt, dennoch sei auf die Durchführung einer Anhörung verzichtet worden (vgl. 
Beschwerde vom 15. August 2014).  
 
4.2 Die Urteilsfähigkeit einer Person muss in der Regel von einer Fachperson beurteilt 
werden (vgl. HELMUT HENKEL, a.a.O., N 9 zu Art. 390). Die KESB muss zwar nicht stets ein Ex-
pertengutachten einholen. Soweit sie selbst über das nötige Fachwissen verfügt, indem sie z.B. 
einen Arzt mit genügenden Fachkenntnissen im Spruchkörper hat, kann und soll sie die Beurtei-
lung selber vornehmen. In der vorliegenden Angelegenheit hat die KESB ihr allfälliges Fachwis-
sen nicht offengelegt (vgl. CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, a.a.O., N 19 ff. zu Art. 447 m.w.H.). 
Ferner findet sich in den Akten kein Arztzeugnis, welches eine Demenzerkrankung bzw. eine 
Urteilsunfähigkeit des Beschwerdeführers belegen würde. Der Argumentation der KESB, der 
Beschwerdeführer sei nicht mehr in der Lage, seine Meinung ohne Beeinflussung durch Dritte 
zu äussern, weshalb auf eine Anhörung verzichtet worden sei, kann daher nicht unbesehen 
gefolgt werden. Vielmehr hätte die KESB die Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers abklären 
müssen. Mangels Anhörung ist etwa bis heute unklar geblieben, ob die Vorbehalte gegenüber 
dem Advokatur- und Notariatsbüro N.____ tatsächlich vom Beschwerdeführer oder vielmehr 
von der Beiständin ausgehen. Da es hierbei um die Abklärung des Sachverhalts geht, wäre die 
KESB unabhängig des Bestehens einer allfälligen Urteilsunfähigkeit beim Beschwerdeführer 
gehalten gewesen, diesen anzuhören. Damit hätte die KESB zum einen die massgebenden 
Unklarheiten beseitigen und sich zum anderen ein aktuelles, eigenes und unverfälschtes Bild 
über den Beschwerdeführer machen können. Erst nach diesen wesentlichen Abklärungen durch 
die KESB hätte das weitere Vorgehen bestimmt werden können.  
 
4.3 Das rechtliche Gehör ist lediglich dann sinnvoll und stellt keinen Leerlauf dar, wenn es 
vorgängig gewährt wird. Nur dann erfüllt es seinen eigentlichen Zweck, nämlich der Behörde zu 
ermöglichen, in Kenntnis aller Umstände zu entscheiden, also auch in Kenntnis der Gründe, die 
der Betroffene zu den Vorkommnissen und der ins Auge gefassten Massnahmen vorbringt. 
Aufgrund der vorstehenden Ausführungen steht fest, dass der Beschwerdeführer vor dem Er-
lass des Entscheids zu Unrecht nicht angehört wurde und sein Anspruch auf rechtliches Gehör 
dadurch verletzt worden ist. 
 
5.1 Eine Verletzung des Anspruchs auf persönliche Anhörung führt ungeachtet der Erfolg-
saussichten der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.2 mit Hinweisen, CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, 
a.a.O., N 37 zu Art. 447). Darauf kann in nicht besonders schwerwiegenden Fällen verzichtet 
werden, wenn die betroffene Person sich vor einer Rechtsmittelinstanz äussern kann, die so-
wohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüft; zudem darf dem Betroffenen dar-
aus kein Nachteil erwachsen (vgl. BGE 138 III 225 E. 3.3; BGE 135 I 279 E. 2.6; BVGE 2009/61 
E. 4.1.3 je mit Hinweisen). Diese sogenannte "Heilung" ist aber in der Regel ausgeschlossen, 
wenn es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt. Selbst 
dann kann jedoch ausnahmsweise von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abge-
sehen werden, wenn und soweit dies zu einem "formalistischen Leerlauf" und damit zu unnöti-
gen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beför-
derlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. Urteile des Kantonsgerichts, 

 
 
 

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Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 5. September 2007 [810 06 199] 
und vom 11. Januar 2012 [810 11 122]; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 
132 V 387 E. 5.1).  
 
5.2 Wie dargelegt, wurde eine Beistandschaft für die Ehegatten D.____ und A.____ errich-
tet und ihre Tochter als Beiständin eingesetzt. Nachdem die Beigeladene gegen diesen Ent-
scheid Beschwerde erhoben hat, setzte die KESB neu M.____ als Beistand ein (vgl. Entscheid 
der KESB vom 31. Juli 2014). Mit separatem Entscheid betreffend den Beschwerdeführer hat 
die KESB als neuen zusätzlichen Beistand M.____ auch für den Beschwerdeführer ernannt 
(vgl. Entscheid der KESB in Sachen A.____ vom 31. Juli 2014). Zur Begründung führte die 
KESB aus, dass die Beistandschaft des Beschwerdeführers nicht getrennt von derjenigen der 
Beigeladenen betrachtet werden könne. Inwiefern dieser Einwand für die festgestellten Verfah-
rensfehler relevant sein soll bzw. was die KESB daraus ableitet, ist nicht erkennbar. Das Gesetz 
schreibt nicht vor, für Ehegatten sei derselbe Beistand einzusetzen. Auch wenn dies aus prag-
matischen Gründen wohl regelmässig so gehandhabt wird, vermag es den Verzicht auf eine 
Anhörung des Beschwerdeführers nicht zu rechtfertigen. Weitere Gründe wie etwa die Unge-
eignetheit der Tochter als Beiständin, welche einen Beistandswechsel betreffend A.____ allen-
falls hätten begründen können, sind nicht ersichtlich und werden von der KESB auch nicht gel-
tend gemacht. Die KESB begründet ihr Vorgehen ferner damit, dass gestützt auf Art. 401 Abs. 1 
ZGB dem Vorschlag einer Vertrauensperson durch die betroffene (zu verbeiständende) Person 
grundsätzlich zu entsprechen sei. Dies ist zutreffend, hat jedoch für beide zu verbeiständende 
Personen gleichermassen zu gelten. Wie erwähnt, ist die persönliche Anhörung Ausdruck des 
Persönlichkeitsrechts und bildet ein qualifiziertes persönliches Mitwirkungsrecht des Betroffe-
nen. Ferner sollen die behördlichen Massnahmen die Selbstbestimmung der betroffenen Per-
sonen als Ausdruck der Menschenwürde so weit wie möglich erhalten und fördern (Art. 388 
Abs. 2 ZGB). Das Selbstbestimmungsrecht verlangt, dass die betroffene Person nicht nur posi-
tiv eine Vertrauensperson als Beistand bezeichnen kann (Art. 401 Abs. 1 ZGB), sondern auch 
negativ eine Person als Beistand ablehnen darf (Art. 401 Abs. 3 ZGB; RUTH E. REUSSER, 
a.a.O., N 21 ff. zu Art. 401 m.w.H.). Vorschlagsberechtigt ist die betroffene Person, wenn sie 
urteilsfähig ist. An die Urteilsfähigkeit sind keine hohen Anforderungen zu stellen (RUTH E. 
REUSSER, a.a.O., N 8 zu Art. 401). Vorliegend ist – wie ausgeführt (vgl. E. 4.2) – unklar, ob und 
allenfalls wie weitreichend die Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigt ist. Das 
Versäumnis der KESB, den Sachverhalt vollständig abzuklären, stellt somit einen gravierenden 
Verfahrensfehler dar. Indem sie das Verfahren gestützt auf diesen unvollständigen Sachverhalt 
weitergeführt hat, ist nicht auszuschliessen, dass sie den Beschwerdeführer in Bezug auf sein 
Ablehnungsrecht gemäss Art. 401 Abs. 3 ZGB hätte anhören müssen. Zusammenfassend 
ergibt sich aus den vorstehenden Ausführungen, dass der angefochtene Entscheid bei korrekter 
Einräumung des rechtlichen Gehörs so allenfalls gar nicht hätte ergehen dürfen. Vor diesem 
Hintergrund erweist sich die Gehörsverletzung als besonders schwerwiegend und eine Heilung 
dieser Verfahrensfehler im kantonsgerichtlichen Verfahren ist nicht angezeigt.  
 
5.3  Die Beschwerde ist dementsprechend gutzuheissen und die KESB anzuweisen, den 
Beschwerdeführer persönlich anzuhören und anschliessend erneut über einen allfälligen Bei-
standswechsel bzw. eine Neufestlegung der Aufgaben der aktuellen Beiständin zu entscheiden. 

 
 
 

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Bei dieser Sachlage ist auf die weiteren formellen und materiellen Rügen des Beschwerdefüh-
rers nicht weiter einzugehen.  
 
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Den Vorinstanzen wer-
den keine Verfahrenskosten auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge werden im vorliegenden 
Verfahren keine Kosten erhoben.  
 
6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts beziehungsweise einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung 
zu Lasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Vorliegend liess sich der Beschwerdeführer 
nicht anwaltlich vertreten, weshalb er auch keine Parteientschädigung geltend machen kann. Im 
Übrigen werden die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der KESB C.____ 

vom 31. Juli 2014 aufgehoben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung 
im Sinne der Erwägungen an die KESB C.____ zurückgewiesen. 

   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- wird dem Beschwerdeführer zurück-
erstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin