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**Case Identifier:** b61768db-0f42-5ff9-b5f7-897c8ec5c4f2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.11.2018 IV 2018/115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-115_2018-11-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/115

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2019

Entscheiddatum: 06.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2018
Art. 28 IVG: Prüfung des Rentenanspruchs. Würdigung eines 
polydisziplinären Gutachtens unter Berücksichtigung einer abweichenden 
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Berichts einer beruflichen Abklärung. 
Durchführung des Einkommensvergleichs (Berücksichtigung eines Bonus 
als Lohnbestandteil bei der Festlegung des Valideneinkommens). Zusprache 
einer halben Rente in teilweiser Gutheissung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2018, IV 
2018/115). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_801/2018.

Besetzung

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane 

Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.  

IV 2018/115

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Schmid, Engelgasse 2, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente / berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich nach einer Schulteroperation mit 

Gesuch vom 31. August 2010 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-

Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). In einem Telefonat vom 15. September 2010 

teilte der Versicherte der IV-Stelle allerdings mit, dass er sich am 1. Oktober 2010 

wieder zu 100 % arbeitsfähig schreiben lasse (IV-act. 4). Der Versicherte hatte von 

19__ bis 19__ in B.___ eine dreijährige Lehre als Zimmermann absolviert und einen 

einjährigen polytechnischen Lehrgang abgeschlossen (vgl. IV-act. 1 S. 5). Er war im 

Jahr 1989 in die Schweiz eingereist (IV-act. 1 S. 1). Zuletzt hatte er seit dem (…) als 

Chefmonteur in der Fassadenmontage bei der C.___ AG gearbeitet (IV-act. 1 S. 6 und 6 

S. 2). Im Rahmen eines Frühinterventionsgesprächs vom 3. November 2010 brachte 

der Versicherte zum Ausdruck, dass er sich eigentlich gar nie bei der 

Invalidenversicherung (IV) habe anmelden wollen. Die Krankentaggeldversicherung 

habe das Gesuch weitergeleitet (IV-act. 14 S. 1 und 2). Mit Schreiben vom 25. Januar 

2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen und Rentenleistungen bestehe, da er wieder vollumfänglich beim 

bisherigen Arbeitgeber tätig sei und ein rentenausschliessendes Einkommen erziele. 

Berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt (IV-act. 22).

A.b  Am 30. August 2012 erfolgte eine Wiederanmeldung seitens des Versicherten bei 

der IV (IV-act. 23). In einem Telefonat vom 13. September 2012 erklärte er, dass sich 

sein Gesundheitszustand seit der letzten IV-Anmeldung deutlich verschlechtert habe 

(IV-act. 25). Zur Glaubhaftmachung der Veränderung des Gesundheitszustandes liess 

Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, E.___ AG, der IV-Stelle mit 

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Schreiben vom 21. September 2012 Berichte von MRI-Untersuchungen der Knie des 

Versicherten vom 19. September 2012 und 24. Januar 2008 zukommen (IV-act. 26 und 

27). Dr. D.___ beschrieb eine erhebliche Verschlechterung der Kniearthrosen im 

Vergleich zum Jahr 2008 (vgl. IV-act. 26). Aufgrund weiterer bei der IV eingereichter 

ärztlicher Berichte (vgl. IV-act. 32 S. 3 ff.) erstellte RAD-Ärztin Dr. med. F.___ am 7. 

November 2012 ein Protokoll über ein Telefongespräch mit Dr. med. G.___, Orthopädie 

FMH/Allg. Medizin. Als Diagnosen mit Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nannte sie 

eine Schulterproblematik rechts mit Re-Ruptur der Supraspinatus, und Ruptur der 

Subscapularissehne, Zustand nach Acromioplastik und Rotatorenmanschettennaht 

rechts am 6. April 2010 sowie beginnender Omarthrose, Gonarthrose beidseits und 

Zustand nach präpatellarer Bursektomie vom 25. Oktober 2011 sowie Schmerzen in 

vielen Gelenken. Als Funktionsausfälle erwähnte sie die Schmerzen in der Schulter 

rechts, wobei die Beweglichkeit trotz gerissener Sehnen noch recht gut sei, sowie 

belastungsabhängige Schmerzen in den übrigen Gelenken, zu diesem Zeitpunkt 

vorwiegend in den Knien, wo eine deutliche Zunahme der Abnutzungserscheinungen 

festgestellt worden sei. Die angestammte Tätigkeit sollte nicht mehr ausgeübt werden. 

Körperlich leichte bis maximal selten mittelschwere, wechselbelastende oder 

vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten und ohne Arbeiten, welche 

das Steigen auf Leitern und Gerüste erforderten, seien dem Versicherten zu 100 % 

zumutbar (IV-act. 32). Dr. G.___ erklärte sich mit den Ausführungen der RAD-Ärztin 

einverstanden (vgl. IV-act. 32 S. 2).

A.c  Am 22. Januar 2013 unterzeichneten der Versicherte, seine Arbeitgeberin sowie 

die IV-Stelle eine Zielvereinbarung, mit welcher eine Umplatzierung innerhalb der 

Unternehmung und somit der Arbeitsplatzerhalt angestrebt wurden (IV-act. 41 S. 1 ff.). 

Am 30. Januar 2013 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die Kostenübernahme für 

eine KOPAS-Ausbildung im (…) und für mehrere Computerkurse von (…) bis (…) sowie 

die Gewährung von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche zu (IV-act. 46 ff.). 

Vom (…) bis (…) absolvierte der Versicherte mit Erfolg den KOPAS-Grundkurs (vgl. IV-

act. 49).

A.d  Am 14. Februar 2013 erfolgte bei der Diagnose einer ausgeprägten Gonarthrose 

links eine Knie-TP-Operation in der Klinik H.___ (IV-act. 59 S. 4 f.).

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A.e  In einem Telefonat vom 18. April 2013 informierte der Versicherte die IV-Stelle 

darüber, dass er sich nicht länger bei seiner jetzigen Arbeitgeberin sehe. Er wünsche 

ein Gespräch, vorerst ohne Arbeitgeberin, damit er die Situation erklären könne. In 

einem Gespräch vom 15. Mai 2013 erläuterte der Versicherte, dass er den Bürojob 

nicht annehme, jedoch kündige er momentan auch nicht. Die IV-Stelle könne sich das 

Coaching und die Kurskosten sparen. Voraussichtlich sei er bis Ende des Jahres 

arbeitsunfähig. Seit der Knieoperation habe er noch immer täglich Schmerzen und 

Mühe beim Gehen. Generell sei das Knie instabil und mache komische Geräusche. 

Bevor das zweite Knie operiert werden könne, müsse das operierte Knie geheilt sein. 

Der Geschäftsführer akzeptiere ihn nicht und er diesen umgekehrt auch nicht. Die 

Erwartungshaltung des Vorgesetzten ihm gegenüber sei sehr hoch. Er werde ständig 

kritisiert und ihm werde immer wieder vorgeworfen, dass er nach der Operation zu 

lange zu Hause und seine Arbeit nicht korrekt wäre. Nach den Operationen werde er 

sich daher eine neue Stelle suchen (vgl. IV-act. 64 S. 5). In einem Telefonat vom 27. 

August 2013 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass es ihm gesundheitlich gar 

nicht gut gehe. Er müsse nochmals operiert werden. Letzte Woche habe er die 

Kündigung per Ende Oktober 2013 erhalten (IV-act. 64 S. 5 f.).

A.f  Am 1. November 2013 wurde beim Versicherten, welcher aufgrund grosser 

Schmerzen und einer Blockade beim Knie per Ambulanz in das KSSG eingeliefert 

worden war, eine Knieluxation festgestellt und reponiert. Anschliessend wurde er in die 

Klinik H.___ verlegt (vgl. IV-act. 61 und 59). Aufgrund der Diagnosen Patellaarthrose 

links bei Status nach Knieluxation und Spinout Knie links am 1. November 2013 und 

Status nach Knie-TP links im Februar 2013 wurde dort beim Versicherten am 6. 

November 2013 eine Knie-TP-Revision mit Inlaywechsel und Patellaersatz 

vorgenommen, zumal eine weitere Operation mit Patellaersatz aufgrund von 

Knieinstabilitäten ohnehin bereits geplant gewesen war (IV-act. 59).

A.g  Mit Mitteilung vom 24. Februar 2014 lehnte die IV-Stelle den Anspruch des 

Versicherten auf berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des Gesundheitszustandes 

aktuell keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 66).

A.h  Aufgrund einer kombinierten Knieinstabilität (vgl. IV-act. 67 S. 5 ff., 71 S. 1 f. und 

85 S. 11 ff.) erfolgte am 7. Mai 2014 in der Klinik H.___ ein Knie-TP-Wechsel links (IV-

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act. 85 S. 7 ff. und 77 S. 2 f.). In einem Verlaufsbericht vom 12. September 2014 

berichtete Dr. med. I.___, Orthopädie J.___, dass bezüglich Arbeitsfähigkeit keine 

definitive Prognose abgegeben werden könne. Bekannterweise sei nach dem Einsatz 

einer Knietotalprothese eine schwere Arbeit nicht mehr möglich. Es seien nur noch 

leichtere Arbeiten und diese eventuell nur noch zu 50 % durchführbar. Eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % sei auch bei leichteren Arbeiten nicht garantierbar (IV-act. 

77 S. 2 f.). Unter Berücksichtigung dieses Berichts ging RAD-Ärztin Dr. F.___ in einer 

internen Stellungnahme vom 17. September 2014 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten in adaptierter Tätigkeit aus, während die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit weiterhin 0 % betrage (IV-act. 88 S. 4).

A.i In einer Stellungnahme vom 25. November 2014 schilderte der damalige 

Rechtsvertreter des Versicherten die aus Sicht des Versicherten bestehenden 

gesundheitlichen Probleme und deren Verlauf. Im November 2014 habe in der 

Universitätsklinik K.___ eine Untersuchung stattgefunden, wobei dem Versicherten eine 

vierte Operation empfohlen worden sei. Schmerzen habe der Versicherte nicht nur am 

linken, sondern auch am rechten Knie, weshalb ihm auch diesbezüglich eine Operation 

nahegelegt worden sei. Überdies leide der Versicherte unter erheblichen Schmerzen in 

der rechten Schulter, weshalb die Ärzte auch im Schulterbereich eine Operation 

empfohlen hätten. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 20. August 2012, weshalb 

um die Zusprechung einer vollen IV-Rente ab dem 20. August 2013 ersucht werde (IV-

act. 90 S. 1 ff.).

A.j In einem Bericht an die IV-Stelle vom 17. Februar 2015 nannte Dr. med. L.___, 

Assistenzarzt Orthopädie, Universitätsklinik K.___, die Diagnosen persistierende 

Knieschmerzen mit Maltracking Patella links, symptomatische Gonarthrose rechts 

sowie Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter rechts. Der Versicherte sei auch nach 

dem Prothesenwechsel im Mai 2014 nicht beschwerdefrei gewesen. Trotz intensiver 

Physiotherapie habe er bis im August 2014 ein Streckdefizit von 20 Grad sowie 

Krepitation und Flexion bis 110 Grad gezeigt. Schliesslich sei der Versicherte am 18. 

November 2014 an die Universitätsklinik K.___ verwiesen worden. Er sei an diesem Tag 

sowie am 28. Januar 2015 ambulant untersucht worden. Der Versicherte klage über 

persistierende Kniegelenksschmerzen links sowie über einen deutlichen Kraftverlust im 

operierten Bein. Seit der ersten Operation im Februar 2013 sei er in seiner 

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angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei bezüglich seiner Berufslage 

sehr verzweifelt. Es bestehe für den Versicherten derzeit eine frustrierende Situation mit 

schmerzhafter Bewegungseinschränkung am linken Knie. Seitens der Klinik werde ein 

Revisionseingriff empfohlen, bei welchem das Maltracking der Patella mittels medialer 

Arthrotomie und lateralem Release angegangen würde. Ob der Eingriff die Situation 

verbessern könne, sei nicht garantiert. Allerdings werde eine Verbesserung erwartet. 

Die angestammte Tätigkeit könne der Versicherte auch nach optimaler 

Knieprothesenversorgung nicht mehr aufnehmen. In einer administrativen sitzenden 

Tätigkeit wäre der Versicherte womöglich zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 95 S. 2 ff.).

A.k  Mit Mitteilung vom 13. Mai 2015 informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, 

dass sie ihm Berufsberatung und Abklärung der beruflichen 

Eingliederungsmöglichkeiten durch die eigene Berufsberatung gewähre (IV-act. 105).

A.l Am 21. Mai 2015 nahm die zuständige Berufsberaterin der IV telefonischen Kontakt 

mit dem Versicherten auf und erfuhr dabei, dass dieser am 22. April 2015 zum vierten 

Mal am Knie operiert worden sei (IV-act. 114). Im Bericht der Universitätsklinik K.___ 

zur postoperativen Verlaufskontrolle vom 4. Juni 2015 nannten die behandelnden Ärzte 

die Diagnosen Status nach Revision Knieprothese rechts (gemeint wohl links) mit 

Synovektomie, Bakteriologie, Inlaywechsel zu Semiconstrained 12.5 mm, 

Rezentrierung des Streckapparates mit MPFL-Rekonstruktion am 22. April 2015 (IV-

act. 112 S. 1 f.).

A.m In einem internen Bericht vom 16. Juli 2015 wurde der Fall seitens der 

Berufsberatung abgeschlossen. Der Versicherte sei am 22. April 2015 erneut am Knie 

operiert worden und er fühle sich aktuell nicht arbeits- und ausbildungsfähig. Wegen 

der noch ausstehenden Operationen sei eine Umschulung aufgrund der drohenden 

Unterbrüche zum aktuellen Zeitpunkt nicht realistisch. Eine erneute Einschätzung der 

gesundheitlichen Situation sei angezeigt (IV-act. 115). Gleichentags ersuchte der 

damalige Rechtsvertreter des Versicherten um den Erlass einer Rentenverfügung und 

reichte einen Bericht von Dr. med. M.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, E.___ 

AG, vom 1. Juli 2015 ein, in welchem dem Versicherten für die Zeiträume vom 6. bis 

21. Oktober 2011, vom 20. bis 28. August 2012 und vom 10. Dezember 2013 bis 31. 

Mai 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowie für den Zeitraum vom 1. Juni 2014 bis 

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31. August 2015 eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden waren. Aufgrund der 

Schulterschmerzen sei der Versicherte zudem vom 29. Mai bis 15. Juni 2012 zu 100 % 

arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 116 und 117).

A.n  In einem Bericht an die IV-Stelle vom 5. Oktober 2015 ging Dr. M.___ davon aus, 

dass die angestammte Tätigkeit dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei und dabei 

eine Leistungseinbusse von 75 % bestehe. Andere abwechselnde Tätigkeiten, welche 

Rücksicht auf die Schulter- und Knieprobleme nehmen würden, seien dem 

Versicherten zumutbar, jedoch bestehe je nach Tätigkeit eine Einbusse der 

Leistungsfähigkeit (IV-act. 118 S. 3 f.).

A.o  Einem Sprechstundenbericht vom 15. Oktober 2015 der Klinik K.___ ist zu 

entnehmen, dass sich knapp sechs Monate postoperativ noch keine wesentliche 

Besserung zeige. In der im Juli durchgeführten Beinlängenmessung habe eine 

Beinlängendifferenz von 2 cm nachgewiesen werden können. Trotz 

Beschwerderesistenz bestehe aktuell keine konkrete Möglichkeit, die Situation operativ 

zu verbessern. Da der Versicherte zunehmend auch über Hüftschmerzen und 

Lumbalgien klage, werde eine kreisärztliche Untersuchung empfohlen (IV-act. 119). In 

einer Stellungnahme vom 11. November 2015 empfahl RAD-Ärztin Dr. F.___ auf die 

nachvollziehbaren Angaben von Dr. M.___ abzustellen. Demnach müsse eine 

dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestätigt werden. In 

adaptierter Tätigkeit könne von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, 

wobei diese steigerbar sei. Im weiteren Verlauf sei mit dem Wiedererreichen eines 

Pensums zwischen 80 % und 100 % zu rechnen. Es müsse sich um eine körperlich 

leichte und wechselbelastende Tätigkeit mit vorwiegend sitzendem Anteil handeln, die 

keine Überkopfarbeiten beinhalte (IV-act. 121 S. 2).

A.p  Am 19. November 2015 wurde der Versicherte wegen einer schon länger 

bestehenden Durchfallproblematik von Dr. med. N.___, Gastroenterologie FMH,  

untersucht. Dem Untersuchungsbericht ist zu entnehmen, dass mittels Ileocoloskopie 

ein entzündlicher Prozess ausgeschlossen worden sei. In der Gastroskopie sei 

makroskopisch ebenfalls nichts Abnormales vorhanden gewesen. Allerdings habe sich 

ein Polyp gezeigt und es bestünden Anzeichen für eine schwere Laktoseintoleranz. 

Man werde sehen, ob sich die Situation mit einer laktosefreien Ernährung bessern 

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werde oder ob zusätzlich als Hauptursache möglicherweise ein Colon irritabile vorliege 

(IV-act. 180 S. 77 f.).

A.q  In einem Assessmentgespräch vom 28. Dezember 2015 erklärte sich der 

Versicherte bereit, an einer beruflichen Abklärung teilzunehmen. Der damalige 

Rechtsvertreter informierte darüber, dass der Versicherte beim RAV seit November 

2015 ausgesteuert worden sei und nun von seinem Ersparten lebe. Über das RAV habe 

er vom 15. Juni bis 16. Oktober 2015 ein Einsatzprogramm bei O.___ geleitstet. Bereits 

beim Arbeitspensum von 25 % sei der Einfluss der Schmerzen auf die Arbeitsleistung 

aufgefallen (IV-act. 138 S. 2). Daraufhin holte die IV den Schlussbericht der O.___ vom 

16. Oktober 2015 ein (IV-act. 140). Darin war festgehalten worden, dass sich der 

Versicherte von Beginn an motiviert, arbeitswillig und interessiert gezeigt habe. Das 

Pensum von 25 % habe er konsequent erfüllt, auch wenn ihm an gewissen Tagen die 

Schmerzen ins Gesicht geschrieben gewesen seien. Bei feinmotorischen Arbeiten 

schränke ihn seine Arthrose sehr ein. Das Erstellen einer Lichtdrahtkugel habe 

abgebrochen werden müssen. Die Gesundheit tangiere den Versicherten aufgrund 

einer Fehlhaltung sehr stark. Schulter, Rücken und vor allem seine Knie seien 

beeinträchtigt. Die Beinlängendifferenz führe zu zusätzlichen Schmerzen. Sein 

Schlafverhalten werde durch die Schmerzen auch beeinträchtigt. Zudem leide der 

Versicherte unter einer chronischen Magenverstimmung, welche von Durchfall begleitet 

sei. Überdies habe er eine Stauballergie aufgewiesen, welche in kürzester Zeit 

Symptome wie Nasenbluten ausgelöst habe. Der Versicherte habe die aufgetragenen 

Arbeiten entsprechend seiner gesundheitlichen Situation zur vollen Zufriedenheit 

ausgeführt. Eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt werde aufgrund der 25%igen 

Arbeitsfähigkeit und der gesundheitlichen Situation als äusserst schwierig erachtet (IV-

act. 141).

A.r  In einem Bericht der Klinik K.___ vom 1. Februar 2016 zur Sprechstunde vom 28. 

Januar 2016 wurde festgehalten, dass der Versicherte über ein im Prinzip 

unverändertes Beschwerdebild mit Instabilitätsgefühl im linken Kniegelenk und ein 

neuerdings bestehendes Schnappphänomen berichte. Er fühle sich beim 

Treppensteigen unsicher. Als Befund wurden insbesondere ein grosser Gelenkserguss 

sowie deutlich hörbare Krepitationen genannt. Auf einem Röntgenbild war eine 

deutliche Weichteilschwellung sichtbar. Eine chirurgisch-orthopädische 

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Behandlungsmöglichkeit mit adäquatem Nutzen-Risiko-Verhältnis wurde nicht erkannt 

(vgl. IV-act. 152 S. 3 f.). Dr. M.___ gab in einem Bericht vom 6. April 2016 an, dass dem 

Versicherten die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Die Gehfähigkeit sei 

eingeschränkt (IV-act. 155). In einem von der IV einverlangten Bericht vom 22. Juni 

2016 gab Dr. med. P.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG, an, dass sich der Versicherte im April 2010 einer 

Rotatorenmanschetten-Naht, Acromioplastik und Bicepstenodese der rechten Schulter 

unterzogen habe. Nach initial ordentlichem Verlauf seien die Beschwerden wieder 

aufgetreten und zunehmend stärker geworden, sodass eine MRI-Untersuchung 

durchgeführt worden sei. Bei dieser habe sich eine Re-Ruptur der Supraspinatus- und 

Subscapularissehne gezeigt, woraufhin der Beschwerdeführer im August 2012 wieder 

dem KSSG zugewiesen worden sei. Eine angedachte arthroskopische Rekonstruktion 

sei aufgrund des problematischen Verlaufs einer Knieoperation nicht durchgeführt 

worden. Der Versicherte klage aktuell über ausgeprägte Nacht- und 

belastungsabhängige Schmerzen der rechten Schulter. Es zeige sich eine rechtsseitige 

grossvolumige Re-Ruptur der Rotatorenmanschette mit beginnender Cuff-tear-

Arthropathie mit deutlichem Humeruskopfhochstand. Eine erneute Rekonstruktion der 

Rotatorenmanschette sei in dieser Situation aussichtslos. Für eine prothetische 

Versorgung erscheine die Schulterfunktion noch zu gut und der Versicherte zu jung. Mit 

einer wesentlichen Besserung des Beschwerdebildes und der Schulterfunktion sei bei 

dem ausgedehnten Ausmass der Schädigung nicht mehr zu rechnen. Der Versicherte 

sei in seiner körperlichen Fähigkeit stark eingeschränkt. Die bisherige Tätigkeit sei aus 

medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (IV-act. 166).

A.s  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte im Zeitraum vom 2. bis 15. 

Dezember 2016 von der SMAB polydisziplinär (orthopädisch, neurologisch, 

psychiatrisch und internistisch) untersucht (vgl. IV-act. 180). Als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter eine Belastungsminderung 

des linken Kniegelenks mit aktiviertem Reizzustand nach mehreren Operationen und 

konsekutiver Beinverlängerung links von 3 cm, eine aktivierte Gonarthrose rechts mit 

freier Funktion sowie eine beginnende Schulterarthropathie rechts bei bekannter Re-

Ruptur (Supra- und Infraspinatus und Subscapularis bei Status nach 

Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion 2010) und subacromialer Arthrose. Als 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Arthrodese des 

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linken Daumenendgelenks, eine chronisch-rezidivierende Fersenspornsymptomatik 

(aktuell beschwerdefrei), eine Hypästhesie und Hypalgesie am Unterschenkel links, 

entsprechend dem nervus sapheus, wahrscheinlich residuell, einen arteriellen 

Hypertonus, eine Hepatopathie unklarer Äthiologie, am ehesten Fettlebererkrankung, 

einen Zustand nach Hepatitis B, eine Adipositas, eine gemischte Hyperlipoproteinämie, 

eine Hyperurikämie, eine Laktoseintoleranz sowie einen Verdacht auf Herzinsuffizienz 

(IV-act. 180 S. 15). In ihrer zusammenfassenden Beurteilung kamen sie zum Schluss, 

dass die Arbeitsfähigkeit in der vom Versicherten zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

aufgehoben sei. In leidensadaptierter Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 

demgegenüber 100 %. Der Versicherte sei in der Lage, körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg auszuüben. 

Tätigkeiten in und über Kopfhöhe sollten vermieden werden. Darüber hinaus sei der 

Versicherte in der Lage, überwiegend bis ständig sitzende, zeitweilig stehende und 

gehende Tätigkeiten durchzuführen. Der Anteil sitzender Tätigkeiten sollte 40 % nicht 

unterschreiten. Tätigkeiten, die einen erhöhten Anspruch an die Standsicherheit 

erforderten, wie auf Treppen, Leitern und Gerüsten, seien nicht mehr möglich. Darüber 

hinaus sollte darauf geachtet werden, dass der Versicherte keinen extremen 

Temperaturschwankungen wie Hitze, Kälte und Nässe ausgesetzt sei. Neurologisch, 

psychiatrisch und internistisch würden sich keine Einschränkungen ergeben (IV-act. 

180 S. 17).

A.t Im Auftrag der IV-Stelle wurde in der Abklärungsstätte Z.___ vom 2. bis 26. Mai 

2017 eine berufliche Abklärung (BEFAS-Abklärung) zur Prüfung der Eingliederungs- 

und Arbeitsfähigkeit des Versicherten durchgeführt (IV-act. 195 und 203). Im 

Abklärungsbericht vom 2. Juni 2017 kamen Q.___, Leiter BEFAS, Dr. med. R.___, FMH 

Allgemeinmedizin, und S.___, Dipl. Berufs- und Laufbahnberaterin, zum Schluss, dass 

beim Versicherten nicht an eine längerfristige berufliche Eingliederung zu denken sei. In 

einem multidisziplinären Gutachten sei ihm zwar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit attestiert worden. Die BEFAS-Abklärung habe aber eine 

ganzheitlichere Betrachtung über eine längere Periode erlaubt und sei nun zu einer 

anderen Beurteilung gekommen. Aus ärztlicher Sicht sei der Gesundheitszustand des 

Versicherten trotz der vielfachen Eingriffe an den Gelenken noch immer instabil, wie die 

rezidivierende Ergussbildung in den Knien und die persistierenden bzw. neu 

aufgetretenen Schulterschmerzen beweisen würden. Die Beinlängendifferenz und das 

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Instabilitätsgefühl im linken Knie seien zusätzliche Risikofaktoren für Stürze und 

erneute Gelenktraumata. Der Gelenkzustand verschlechtere sich progredient. Zudem 

habe sich gezeigt, dass der Versicherte wegen der chronischen Diarrhoe mehrmals 

täglich den Arbeitsplatz habe verlassen müssen. Es sei schwierig, sich für ihn einen 

adaptierten Arbeitsplatz vorzustellen. Es käme höchstens eine vor allem sitzende 

Tätigkeit mit geringer Belastung in Frage. In einem Betrieb sei mit zusätzlichen 

Absenzen aufgrund des Durchfalls zu rechnen. Insgesamt bleibe die Arbeitsfähigkeit 

sowohl in der aktuellen wie in einer adaptierten Tätigkeit deutlich eingeschränkt bei ca. 

30 %, auch wenn theoretisch eine Präsenzzeit von 100 % denkbar wäre. Aus Sicht der 

Berufsberatung wurde in dem Abklärungsbericht festgehalten, dass der Versicherte 

unter Abklärungsbedingungen eine Leistung von 30-40 % habe zeigen können. Er sei 

auf eine Toilette in Arbeitsplatznähe angewiesen. Erfahrungsgemäss seien 

Arbeitsplätze, welche ein solches Pausenausmass tolerierten, wie der Versicherte es 

benötige, in der freien Wirtschaft nicht anzutreffen. Die zu erwartende Arbeitsleistung 

sei im ersten Arbeitsmarkt daher nicht verwertbar. Es kämen keine 

Umschulungsmöglichkeiten in Betracht, weshalb die Rentenprüfung vorgeschlagen 

werde (IV-act. 203 S. 10 f.)

A.u  In einer Stellungnahme vom 7. Juli 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. T.___ fest, 

dass seit dem Eingang des Gutachtens keine neuen fundierten medizinischen 

Unterlagen eingegangen seien, die eine Änderung der Bewertung des Gutachtens 

erforderlich machen würden. Die BEFAS-Abklärung sei über einen längeren Zeitraum 

erfolgt und zu einer anderen Einschätzung der adaptierten Arbeitsfähigkeit gekommen. 

Bei Durchsicht der BEFAS-Dokumentation seien keine wesentlichen neuen 

medizinischen Befunde ersichtlich. Es müsse daher dem Rechtsanwender überlassen 

bleiben, ob er die medizinische theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im 

Gutachten höher bewerte oder die Einschätzung der BEFAS (IV-act. 208).

A.v  Mit Mitteilung vom 7. November 2017 informierte die IV-Stelle den Versicherten 

darüber, dass das Leistungsbegehren um weitere berufliche Massnahmen abgewiesen 

werde, da solche entsprechend der BEFAS-Abklärung nicht angezeigt seien (IV-act. 

213).

B. 

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B.a  Mit Vorbescheid vom 8. November 2017 wurde dem Versicherten die Ablehnung 

des Rentenanspruchs in Aussicht gestellt. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass ihm 

das polydisziplinäre SMAB-Gutachten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter 

Tätigkeit attestiert habe. Für das Invalideneinkommen sei auf den 

Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers gemäss der Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) 2014 für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten 

Männer abzustellen. Das Valideneinkommen ergebe sich aus den Angaben der letzten 

Arbeitgeberin aus dem Jahr 2012 unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerung 

per 2014. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 29 % (IV-

act. 216).

B.b  Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte durch seinen damaligen 

Rechtsvertreter am 31. Januar 2018 Einwand erheben. Er machte im Wesentlichen 

geltend, dass in Z.___ während 17 Tagen eine sorgfältige BEFAS-Abklärung seiner 

Eingliederungsfähigkeit durchgeführt worden sei. Die ausführliche Begutachtung im 

BEFAS-Bericht vom 2. Juni 2017 sei von der IV-Stelle im Vorbescheid schlichtweg 

negiert worden. Laut dem klaren BEFAS-Bericht bestehe eine 30%ige Arbeitsfähigkeit, 

während eine Eingliederungsmöglichkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht bestehe (IV-act. 

222).

B.c  Mit Verfügung vom 15. Februar 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren im 

Sinne des Vorbescheids ab (IV-act. 224).

C.

C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

vertreten durch Rechtsanwältin R. Schmid, St. Gallen, am 19. März 2018 Beschwerde 

erheben (act. G 1). Darin beantragte er, dass die Verfügung vom 15. Februar 2018 

aufzuheben und ihm ab August 2013 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu 

gewähren sei. Eventuell sei die Angelegenheit zur Vornahme von beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (vgl. act. G 1 S. 2).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. April 2018 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 4 S. 2).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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C.c In seiner Replik vom 24. Mai 2018 hielt der Beschwerdeführer an den Anträgen in 

der Beschwerdeschrift vollumfänglich fest (act. G 6 S. 2).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 

8).

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Als Eventualantrag macht der 

Beschwerdeführer einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend (vgl. act. G 1 S. 

2). Angesichts dessen, dass die eingehende BEFAS-Abklärung keine 

Umschulungsmöglichkeiten oder Weiterbildungsoptionen für den Beschwerdeführer 

ergeben hat (vgl. IV-act. 203), kommen berufliche Massnahmen vorliegend jedoch nicht 

in Frage. Folglich ist die Rentenprüfung vorzunehmen. Sollte der Beschwerdeführer 

Interesse an einer Arbeitsvermittlung haben, steht es ihm offen, sich erneut an die IV-

Stelle zu wenden.

2. 

2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 

% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der 

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Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer 

und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt 

(BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht 

zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits 

bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 

Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 

9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Dezember 

2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch 

sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit 

einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann 

(Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis 

auf Urteil vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3).

2.2  Zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall 

das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 

andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin 

ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig 

ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen 

eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer 

Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte 

Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (zum Ganzen BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3.

3.1  Zunächst gilt es demnach zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen 

gesundheitlicher Beeinträchtigungen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.

3.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs 

vorwiegend auf das polydisziplinäre SMAB-Gutachten, welches dem Beschwerdeführer 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit attestiert (vgl. IV-act. 180 S. 17). 

Demgegenüber beruft sich der Beschwerdeführer in erster Linie auf den Bericht zur 

BEFAS-Abklärung, in welchem von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird 

(vgl. IV-act. 203 S. 10 f.).

3.3  Das SMAB-Gutachten beruht auf eigenständigen Abklärungen. Die medizinischen 

Vorakten sowie die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden sind berücksichtigt 

worden. Das Gutachten erscheint an sich nachvollziehbar, schlüssig und umfassend. 

Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen 

worden wären, liegen nicht vor (vgl. IV-act. 180). Soweit ersichtlich, bringt selbst der 

Beschwerdeführer, abgesehen von der Bemängelung der Arbeitsfähigkeitsschätzung, 

keine konkrete Kritik am Gutachten vor (vgl. act. G 1). Der Beweiswert des Gutachtens 

ist somit grundsätzlich gegeben. Allerdings wirft die stark von der gutachterlichen 

Beurteilung abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung der beruflichen Abklärungsstelle 

BEFAS, bei welcher auch ein Arzt mitgewirkt hat (vgl. IV-act. 203 S. 12), doch 

Fragezeichen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des SMAB-Gutachtens auf, 

sodass an sich eine erneute Abklärung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

angezeigt sein könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, 

E. 3.3.2). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Diskrepanz der 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen im vorliegenden Fall zu erheblichen Teilen auf die 

unterschiedlichen Zielsetzungen der Abklärungen zurückzuführen sein dürfte. Während 

bei einer medizinischen gutachterlichen Beurteilung die theoretische Arbeitsfähigkeit 

ermittelt wird, orientiert sich die berufliche Abklärung stärker an den Gegebenheiten 

des realen Arbeitsmarktes (vgl. BGE 107 V 20 E. 2b; vgl. ferner Urteil des 

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Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Aus diesem Grund ist 

anzunehmen, dass im vorliegenden Fall auch erneute medizinische und berufliche 

Abklärungen unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen und keine signifikant klarere 

Beurteilungsgrundlage schaffen würden. Angesichts des fortgeschrittenen Alters des 

Beschwerdeführers, des Interesses an einer nicht noch längeren Verfahrensdauer und 

des zweifelhaften Nutzens ergänzender Abklärungen, erscheint die Einholung weiterer 

Gutachten oder Abklärungsberichte als unverhältnismässig. Vielmehr ist ausgehend 

vom an sich nachvollziehbaren SMAB-Gutachten anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer unter theoretischen Bedingungen zwar möglichweise eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % besitzt, jedoch angesichts der multiplen gesundheitlichen 

Einschränkungen bei der praktischen Verwertung seiner Leistungsfähigkeit doch etwas 

eingeschränkt ist, wie sich im Rahmen der BEFAS-Abklärung sowie des 

Einsatzprogramms bei O.___ gezeigt hat (vgl. IV-act. 141 und 203). Eine solche 

Annahme deckt sich auch mit der Angabe in der BEFAS-Abklärung, dass für den 

Beschwerdeführer eine Präsenzzeit von 100 % denkbar wäre, die Leistungsfähigkeit 

dabei jedoch eingeschränkt sei (vgl. IV-act. 203 S. 11). Auch Dr. M.___ hat in einem 

Bericht vom 5. Oktober 2010 angegeben, dass dem Beschwerdeführer eine adaptierte 

Tätigkeit zugemutet werden könne, jedoch gegebenenfalls mit einer Leistungseinbusse 

(vgl. IV-act. 118 S. 3 f.). Dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem 

allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt lediglich bei 30 % liegen sollte, wie in dem 

Bericht der BEFAS-Abklärung angenommen wird, erscheint jedoch ebenso wenig 

plausibel wie dass der Beschwerdeführer mit keinerlei Einschränkungen konfrontiert ist. 

Immerhin sind ihm laut BEFAS-Abklärungsbericht doch zahlreiche Aufgaben möglich 

gewesen, auch wenn er dabei teilweise Hilfe oder Pausen benötigt hat (vgl. IV-act. 

203). Auch scheinen die vom Beschwerdeführer benötigten Toilettenpausen in der 

BEFAS-Abklärung im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit etwas überbewertet worden zu 

sein (vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Denn laut Angaben des Beschwerdeführers hat sich sein 

Bauchdruck durch eine laktosefreie Ernährung verbessert (vgl. IV-act. 180 S. 42). 

Zudem ist im BEFAS-Bericht festgehalten, dass sich die Durchfallproblematik allenfalls 

reduzieren lasse, wenn der Beschwerdeführer die Nahrung selbst bestimmen könne 

(vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Warum es dem Beschwerdeführer nicht möglich sein sollte, 

sich die Mahlzeiten bei einer beruflichen Tätigkeit selber zuzubereiten oder 

einzukaufen, ist nicht ersichtlich, zumal er dies laut eigenen Angaben aktuell tut (vgl. IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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act. 180 S. 28). Überdies weist der Beschwerdeführer auch in der Freizeit ein intaktes 

Funktionsniveau auf. Ihm ist es laut eigenen Angaben möglich, kürzere Strecken E-Bike 

zu fahren, soziale Kontakte zu pflegen, leichte Haushaltarbeiten zu verrichten, 

einzukaufen und als Hobby Uhren zu sammeln bzw. anzukaufen, zu verkaufen und zu 

tauschen, wobei er teilweise auch auf Flohmärkten unterwegs sei (vgl. IV-act. 180 S. 

28, 42 und 53). Insofern scheint die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung von 100 

% in adaptierter Tätigkeit im Grundsatz nachvollziehbar, wobei aber unter 

Berücksichtigung insbesondere der Ergebnisse der BEFAS-Abklärung von einer 

gewissen Verlangsamung bzw. Schwerfälligkeit in der Arbeitsverrichtung und somit 

einem deutlichen Konkurrenznachteil gegenüber anderen Arbeitnehmenden 

auszugehen ist. Diesem Umstand ist im Rahmen des Tabellenlohnabzugs Rechnung zu 

tragen (vgl. nachfolgende E. 4.5).

4. 

4.1  Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit sind die 

erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen zu beurteilen. 

Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

4.2  Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu 

beurteilende Wiederanmeldung hat der Beschwerdeführer am 30. August 2012 bei der 

IV-Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 23). Der früheste Beginn eines allfälligen 

Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Februar 

2013. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings 

noch nicht verstrichen gewesen, sofern man den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den 

4. September 2012 legt. Ein Abstellen auf dieses Datum erscheint sinnvoll, da die 

dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ab diesem Datum ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 36 S. 4 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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und 26 S. 1; Fremdakten, act. 4 S. 3). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der 

frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. September 2013 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Art. 29 Abs. 3 IVG;). Für den Einkommensvergleich massgebend ist somit das 

Jahr 2013.

4.3  Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist in der Regel auf den zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung angepassten Verdienst abzustellen (BGE 135 V 59 

E. 3.1). Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben 

der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aus dem Jahr 2012 ermittelt und 

ist dabei auf einen jährlichen Verdienst von Fr. 98'800.-- gekommen, wobei sie diesen 

in einem nächsten Schritt noch der Teuerung angepasst hat (vgl. IV-act. 215). Der 

Beschwerdeführer wendet zu Recht ein, dass von einem höheren Validenlohn 

auszugehen sei (vgl. act. G 6 S. 3). Denn aus den Angaben und eigereichten 

Unterlagen der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers geht hervor, dass er 

neben seinem monatlichen Lohn in den Jahren 2008 bis 2010 jeweils noch einen 

jährlichen Bonus von Fr. 2'000.-- (vgl. IV-act. 6 S. 3 und 36 S. 8) und in den Jahren 

2011 und 2012 von Fr. 3'000.-- erhalten hat (vgl. IV-act. 36 S. 9 f.). Demnach ist davon 

auszugehen, dass der Bonus zu einer Art Lohnbestandteil geworden ist. Folglich ist 

von einem jährlichen Valideneinkommen von Fr. 101'800.-- auszugehen. Zur 

Berechnung der dem Beschwerdeführer während der BEFAS-Abklärung 

auszurichtenden Taggelder ist die IV ebenfalls von diesem Gehalt ausgegangen (vgl. 

IV-act. 193 S. 1). Unter Anpassung um 0.8 % an die Teuerung bis zum Jahr 2013 (vgl. 

LSE-Tabelle T 39) resultiert ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 102'614.40.

4.4  Zur Ermittlung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2014 

abgestellt werden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. act. 224) ist 

allerdings nicht vom Tabellenlohn für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten Männer 

auszugehen. Vielmehr ist auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen, da dem 

Beschwerdeführer entsprechend der BEFAS-Abklärung keine Umschulungsmöglichkeit 

offensteht (vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Ohne entsprechende Umschulung oder 

Weiterbildung kann nicht ohne weiteres angenommen werden, der Beschwerdeführer 

könne ein dem Kompetenzniveau 2 entsprechendes Gehalt verdienen. Vielmehr ist 

davon auszugehen, dass er ohne weitere Ausbildung lediglich einfache 

Hilfsarbeitertätigkeiten aus dem Kompetenzniveau 1 wird verrichten können, zumal er 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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entsprechend der BEFAS-Abklärung gerade keine besonderen Fähigkeiten für 

Bürojobs mitzubringen scheint (vgl. IV-act. 203 S. 7 f.). Für die im Kompetenzniveau 1 

im Hilfsarbeiterbereich beschäftigten Männer ergibt sich unter Berücksichtigung einer 

durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und hochindexiert auf 

das Jahr 2013 ein Jahreslohn von Fr. 65'654.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2018).

4.5  Schliesslich rechtfertigt sich im vorliegenden Fall, wie bereits erwähnt, die 

Vornahme eines Tabellenlohnabzugs. Denn aufgrund der BEFAS-Abklärung ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei der praktischen Verwertbarkeit seiner 

Restarbeitsfähigkeit doch mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert ist, welchen im 

medizinischen Gutachten nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist. 

Insbesondere aufgrund des reduzierten Belastbarkeitsprofils, der verlangsamten 

Arbeitsweise und der häufigeren Pausen wird dem Beschwerdeführer auf dem 

Arbeitsmarkt ein nicht zu unterschätzender Konkurrenznachteil gegenüber anderen 

Arbeitnehmenden erwachsen, sodass mit einer geringeren Entlöhnung zu rechnen ist. 

Überdies wird dem Beschwerdeführer, welcher im Rahmen der BEFAS-Abklärung als 

Grobmotoriker beschrieben worden ist (vgl. IV-act. 203 S. 8), die Ausübung einer 

feinmotorischen, körperlich leichten Tätigkeit ohnehin eher schwerfallen. Daher 

erscheint vorliegend ein Tabellenlohnabzug von 25 % als angemessen. Demnach 

resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 49'240.50.

4.6  Stellt man dem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 102'614.40 ein 

Invalideneinkommen von Fr. 49'240.50 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse 

von gerundet 53'373.90 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 52 %. Folglich besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

5. 

5.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 15. Februar 2018 in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 

dem 1. September 2013 eine halbe Invalidenrente auszurichten.

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5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm 

zurückzuerstatten.

5.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 15. 

Februar 2018 aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird rückwirkend ab dem 1. 

September 2013 eine halbe Invalidenrente zugesprochen; zur Festsetzung des 

Rentenbetrages wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2018
	Art. 28 IVG: Prüfung des Rentenanspruchs. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens unter Berücksichtigung einer abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung des Berichts einer beruflichen Abklärung. Durchführung des Einkommensvergleichs (Berücksichtigung eines Bonus als Lohnbestandteil bei der Festlegung des Valideneinkommens). Zusprache einer halben Rente in teilweiser Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2018, IV 2018/115). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_801/2018.

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