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**Case Identifier:** 820c9305-0ae9-5140-8f2a-6288d0dac908
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.02.2025 810 2024 201 (810 24 201)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-201_2025-02-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 5. Februar 2025 (810 24 201) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz / dauerhafter 

und erheblicher Sozialhilfebezug 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin i.V. 
Silvia Marzano 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniela Bifl, Rechtsanwäl-
tin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 1023 vom 13. August 2024) 
 
 

 
A. A.____, geboren 1970, ist Staatsangehöriger von Bosnien-Herzegowina und reiste am 
9. Mai 1994 zwecks Arbeitstätigkeit in die Schweiz ein und erhielt eine Niederlassungsbewilli-
gung. Im Jahr 2005 zog A.____ in den Kanton Basel-Landschaft. In der Schweiz arbeitete er 
unter anderem als Schlosser, Monteur, Mechaniker und Hauswart. A.____ geht seit dem Jahr 
2010 keiner Erwerbstätigkeit mehr nach und wird seit dem 1. April 2013 ununterbrochen von 
der Sozialhilfe unterstützt. 

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B. A.____ befindet sich seit dem 19. März 2015 in ambulanter psychiatrischer Behand-
lung bei Dr. med. B.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH. 
 
C. Am 30. Mai 2013 stellte A.____ ein erstes Gesuch für eine Invalidenrente unter Hin-
weis auf eine chronische Depression und chronische muskuloskelettale Schmerzen. Mit Verfü-
gung vom 10. März 2016 lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Rentenanspruch 
ab. Insbesondere sei gestützt auf die Gutachten von PD Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, und Dr. med. D.____, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, sowohl aus 
psychiatrischer als auch aus rheumatologischer Sicht für jegliche Tätigkeit eine 100 % Arbeits-
fähigkeit und somit ein Invaliditätsgrad von 0 % anzunehmen. Dies wurde mit Urteil des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 1. Dezember 2016 
bestätigt. Auf das zweite Gesuch von A.____ vom 27. April 2020 trat die IV-Stelle am 10. Feb-
ruar 2021 mangels wesentlicher Änderung der beruflichen und medizinischen Verhältnisse nicht 
ein.  
 
D. Am 29. September 2020 gewährte das Amt für Migration und Bürgerrecht des Kantons 
Basel-Landschaft (AfMB) unter Hinweis auf die hohe Verschuldung und auf den beachtlichen 
Sozialhilfebezug A.____ das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung und Ersetzung durch eine Aufenthaltsbewilligung (Rückstufung). Mit Schrei-
ben vom 11. Oktober 2020 beantwortete A.____ die gestellten Fragen. 
 
E. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2020 verwarnte das AfMB A.____ und verlangte von 
ihm, dass er ein Arbeitsintegrationsprogramm vollständig durchlaufe, keine neuen Schulden 
generiere und die bestehenden Schulden nach Möglichkeit zurückzahle. Am 17. Juli 2023 und 
erneut am 13. September 2023 gewährte das AfMB A.____ das rechtliche Gehör betreffend 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bzw. Weg-
weisung aus der Schweiz. Die gestellten Fragen beantwortete er mit Schreiben vom 21. August 
2023 und E-Mail vom 27. September 2023. 
 
F. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2023 widerrief das AfMB die Niederlassungsbewilli-
gung von A.____ und wies ihn per 24. November 2023 aus der Schweiz weg. 
 
G. Dagegen erhob A.____, nachfolgend vertreten durch Daniela Bifl, Anwältin, am 6. No-
vember 2023 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) 
und beantragte, die Verfügung des AfMB sei aufzuheben und A.____ die Niederlassungsbewil-
ligung zu belassen. Eventualiter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Beschwer-
de sei zudem die aufschiebende Wirkung und A.____ die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen; alles unter o/e-Kostenfolge. Am 9. Januar 2024 reichte A.____ seine Beschwerdebe-
gründung ein und beantragte in verfahrensrechtlicher Hinsicht, das Beschwerdeverfahren sei 
bis zum rechtskräftigen Abschluss des neuen – am 6. Dezember 2023 eingeleiteten – IV-
Verfahrens zu sistieren. Diesen Antrag wies der Regierungsrat mit Verfügung vom 30. Januar 
2024 ab. 
 

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H. Mit Entscheid vom 13. August 2024 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab, ge-
währte A.____ die unentgeltliche Rechtspflege und richtete der Rechtsvertreterin ein Honorar in 
der Höhe von Fr. 2'427.85 (inkl. Auslagen und MWST) aus. 
 
I. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 26. August 2024 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und 
beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und ihm sei die Niederlassungsbewilli-
gung zu belassen. Eventualiter sei ihm anstelle der widerrufenen Niederlassungsbewilligung 
eine befristete Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-
lung an die Erstinstanz zurückzuweisen. Zudem sei die aufschiebende Wirkung anzuordnen 
und der Rechtsvertreterin für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 3'285.70 (inkl. Auslagen und exkl. nicht anfallender MWST) zuzusprechen. Alles 
unter o/e-Kostenfolge, wobei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh-
ren sei. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer, das Beschwerdever-
fahren sei bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids im IV-Verfahren zu sistieren. 
 
J. Mit Verfügung vom 30. August 2024 lehnte die IV-Stelle das Gesuch vom 6. Dezember 
2023 ab und attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 100 %.  
 
K. Mit Eingabe vom 25. November 2024 reichte die Vorinstanz die Vernehmlassung ein 
und beantragt die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. 
Insbesondere sei die Beschwerde vom 26. August 2024 nur elektronisch (per IncaMail) einge-
reicht worden, was zum Nichteintreten führen müsse.  
 
L. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2024 wurde das Gesuch um Sistierung des Verfah-
rens abgewiesen und der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
M. Am 4. Dezember 2024 reichte die IV-Stelle die Akten des im Jahr 2023 anhängig ge-
machten IV-Verfahrens ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Die verwaltungsgerichtliche 
Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Eröffnung der Verfügung oder des Entscheids schriftlich 
beim Kantonsgericht einzureichen (§ 48 VPO). Dabei wird bei der Berechnung der Frist der 
Tag, an dem die Frist zu laufen beginnt, nicht mitgezählt (§ 46 Abs. 1 Gesetz über die Organi-
sation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein 

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Sonntag oder ein staatlich anerkannter Feiertag, so endet die Frist am nächstfolgenden Werk-
tag (§ 46 Abs. 2 GOG). Die Frist ist eingehalten, wenn die Handlung während ihres Laufes vor-
genommen wird. Schriftliche Eingaben und Geldsendungen müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist bei der Bestimmungsstelle eingetroffen oder für sie der Schweizerischen Post überge-
ben sein (§ 46 Abs. 3 GOG). Der Entscheid der Vorinstanz wurde am 14. August 2024 zuge-
stellt. Dementsprechend war der 15. August 2024 der erste Tag der Frist und die zehntägige 
Beschwerdefrist lief am Montag, 26. August 2024, ab. Die gemäss Versandbrief am 26. August 
2024 bei der Schweizerischen Post aufgegebene Beschwerde ist demzufolge entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz frist- und formgerecht eingereicht worden. Auch die weiteren formel-
len Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich der Überschreitung und Unterschreitung oder des 
Missbrauchs des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sach-
verhalts gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgese-
hen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers sowie die damit verbundene Wegweisung 
aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 f. des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 
[AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Behörde ent-
scheidet in den Fällen nach Art. 18 ff. und Art. 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vor-
schriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem 
Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG 
oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER 
UEBERSAX/STEFAN SCHLEGEL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser/Vetterli [Hrsg.], Ausländer-
recht, 3. Auflage, Basel 2022, Rz. 9.162 ff.). Gemäss Art. 3 Abs. 2 AIG wird Ausländerinnen und 
Ausländern der Aufenthalt in der Schweiz bewilligt, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen, hu-
manitäre Gründe oder die Vereinigung der Familie es erfordern. 
 
4.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzegowina keine 
staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf 
Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
4.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrer Inhaberin resp. 
ihrem Inhaber grundsätzlich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwe-
senheit in der Schweiz. Es ist somit von einem prinzipiell gesetzlichen Anspruch des Beschwer-
deführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Zudem kann sich der Beschwerdeführer 
aufgrund seiner langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz auf das Recht auf Achtung seines Pri-

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vatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 und den inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 berufen. 
 
4.4 Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 34 Abs. 1 AIG 
noch der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut. Vielmehr ist 
nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit 
er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesell-
schaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl 
des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, 
zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. 
Die Konvention verlangt insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Inte-
ressen an der Bewilligungserteilung und den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(BGE 139 I 145 E. 2.2; BGE 135 I 153 E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.1; BGE 122 II 1 E. 2). Da 
sich die Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK mit der allgemeinen Verhältnismäs-
sigkeitsprüfung eines Bewilligungswiderrufs bzw. einer Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; Art. 5 Abs. 2 BV) deckt, fallen die gebotenen Prüfschritte in der 
Gesamtabwägung zusammen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 14. Dezember 2022 [810 22 113] E. 5; KGE VV vom 2. No-
vember 2022 [810 22 85] E. 5, je mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AIG kann die Niederlassungsbewil-
ligung entzogen werden. Ein Widerrufsgrund liegt unter anderem vor, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheb-
lichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG).  
 
5.2 Diesbezüglich führt die Vorinstanz zusammengefasst aus, der Beschwerdeführer be-
ziehe seit über zehn Jahren Sozialhilfegelder, deren Gesamtbetrag sich bis Oktober 2023 auf 
mehr als Fr. 170'000.-- belaufen würde. Zudem bemühe er sich in keiner Art und Weise, sich 
durch eigene Arbeitskraft von der Sozialhilfe zu lösen. Er stehe auch nicht kurz vor der Pensio-
nierung, sodass davon auszugehen sei, dass er auch in den kommenden Jahren weiterhin So-
zialhilfe beziehen werde. Der Widerrufsgrund des dauerhaften und erheblichen Sozialhilfebezu-
ges nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG sei somit eindeutig erfüllt. 
 
5.3 Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer ein, er könne aus medizinisch attestier-
ten Gründen die ihm hypothetisch unterstellte Arbeitsfähigkeit nicht verwerten. Zum gegenwär-
tigen Zeitpunkt könne nicht abschliessend beurteilt werden, ob die Sozialhilfebedürftigkeit mög-
licherweise invaliditätsbedingt sei. Im Falle einer nachträglichen Ausrichtung einer IV-Rente 
würden die bezogenen Sozialhilfeleistungen dem Träger zurückerstattet werden. Dies sei bewil-
ligungsrechtlich relevant, da lediglich bei einer aktuell bestehenden und fortgesetzten Fürsorge-
abhängigkeit eine altrechtlich erteilte Niederlassungsbewilligung widerrufbar sei. Der Ausgang 
des IV-Verfahrens sei daher von erheblicher Relevanz für die Würdigung der Verhältnismässig-
keit des Widerrufs, mit der Folge, dass das Verfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid der IV-

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Stelle zu sistieren sei. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei zudem der Bezug von 
Ergänzungsleistungen für den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG nicht relevant. Bei 
einer allfälligen Frühpensionierung sei der Beschwerdeführer somit nicht sozialhilfeabhängig. 
 
5.4 Beim Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines Ausländers wegen Bedürftigkeit 
geht es in erster Linie darum, eine zusätzliche künftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu 
vermeiden. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, ist kaum je mit Sicherheit zu ermitteln. Es 
muss daher die wahrscheinliche Entwicklung der finanziellen Situation der ausländischen Per-
son berücksichtigt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_42/2011 vom 23. August 2012 
E. 5.4; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1 f.). Nach geltender Praxis ist der Widerrufs-
grund der Sozialhilfeabhängigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt, wenn konkret die Gefahr 
einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit besteht, blosse finanzielle Beden-
ken genügen hingegen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch 
die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen (Urteil des Bundesge-
richts 2C_1115/2018 vom 31. Oktober 2019 E. 4.1, mit Hinweisen). Dabei ist der Tatbestand als 
erfüllt anzusehen, wenn eine Person hohe Unterstützungsleistungen erhalten hat und wegen 
ihres Verhaltens nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunter-
halt selbst sorgen wird (SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar zum 
AIG, 2. Auflage, Bern 2024, N 34 zu Art. 63 AIG; Urteil des Bundesgerichts 2C_482/2023 vom 
8. Mai 2024 E. 5.2.2, mit Hinweisen). Inwiefern die Sozialhilfeabhängigkeit im konkreten Fall auf 
ein Selbstverschulden des Beschwerdeführers zurückzuführen ist, spielt einzig bzw. erst im 
Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit der ausländerrechtlichen Massnahme eine Rolle 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_291/2019 vom 8. August 2019 E. 4.1). 
 
5.5 Für die Beurteilung der Erheblichkeit des Sozialhilfebezugs ist die Gesamtsumme der 
bisher entstandenen Sozialhilfeleistungen massgebend. Hinsichtlich der Höhe des Bezugs kann 
nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ein Sozialhilfebezug bereits ab einem Betrag von 
Fr. 50'000.-- als erheblich gelten (Urteile des Bundesgerichts 2C_813/2019 vom 5. Februar 
2020 E. 2.3, 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3.1.3, 2C_672/2008 vom 9. April 2009 
E. 3.3). Hinsichtlich der Erfüllung des Kriteriums der Dauerhaftigkeit ist nicht die gegenwärtige 
Sozialhilfeabhängigkeit entscheidend, sondern die Zeitspanne, in welcher diese rückblickend 
andauerte, sowie die Prognose, ob auch für die weitere Zukunft Unterstützung geleistet werden 
muss (Urteil des Bundesgerichts 2C_795/2008 vom 25. Februar 2009 E. 4.3). Von einer Dauer-
haftigkeit ist auszugehen, wenn die Bezüge der Sozialhilfe mindestens zwei Jahre gedauert 
haben (KGE VV vom 18. April 2018 [810 17 276] E. 5.3.3; KGE VV vom 15. Mai 2024 [810 21 
269] E. 5.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3.1, 
2C_1085/2015 vom 23. Mai 2016 E. 4.3, 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). 
 
5.6 Der Beschwerdeführer bezieht seit 2013 ununterbrochen Sozialhilfegelder. Am 
3. Oktober 2023 beliefen sich die bezogenen Unterstützungsleistungen auf Fr. 171'268.40. Die-
ser Sozialhilfebezug ist zweifellos als dauerhaft und erheblich im Sinne der Rechtsprechung 
anzusehen (vgl. E. 5.5 hiervor). Angesichts der langen Absenz vom Arbeitsmarkt und der festen 
und andauernden Überzeugung des Beschwerdeführers, nicht arbeiten zu können, ist mit hoher 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch künftig unterstüt-

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zungsbedürftig bleiben wird. Aus den vorliegenden Akten zeigt sich, dass der Beschwerdeführer 
nicht beabsichtigt, die ihm von der IV-Stelle attestierte Arbeitskraft zu verwerten. Stellensuch-
bemühungen sind weder geltend gemacht noch aus den Akten ersichtlich. Der Beschwerdefüh-
rer hat zudem bereits drei IV-Gesuche gestellt. Das erste wurde rechtskräftig abgewiesen, auf 
das zweite wurde aufgrund mangelnder wesentlicher Veränderung der Umstände nicht einge-
treten. Das dritte Gesuch wurde von der IV-Stelle am 30. August 2024 abgewiesen und gestützt 
auf die IV-Abklärungen beim Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 100 % 
festgestellt. Daran vermögen die Berichte von Dr. med. B.____, in welchen beim Beschwerde-
führer am 11. Mai 2020 eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode 
(F33.1), eine Panikstörung (F41.0) und eine Somatisierungsstörung (F45.0) und am 28. Juli 
2023 eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwergradige Episode (F33.2), eine Pa-
nikstörung (F41.0) und eine Somatisierungsstörung (F45.0) diagnostiziert wurde, nichts zu än-
dern. Die IV-Stelle bezog die Einschätzungen des behandelnden Arztes des Beschwerdefüh-
rers in ihre Beurteilung sowie die Abklärungen ein und stufte die psychische Lage des Be-
schwerdeführers seit 2013 als unverändert ein (vgl. Verfügung der IV-Stelle vom 30. August 
2024). Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen liegen keine Hinweise dafür vor, dass die 
IV-Stelle in absehbarer Zeit dem Beschwerdeführer eine IV-Rente zusprechen wird. Vor diesem 
Hintergrund ist es somit nicht geboten, mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung zuzu-
warten, weil möglicherweise eine IV-Rente verbunden mit Ergänzungsleistungen in der Zukunft 
zugesprochen werden könnte (Urteil des Bundesgerichts 2C_580/2020 vom 3. Dezember 2020 
E. 4.4.3). Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen und insbesondere mit Blick auf das bis-
herige Verhalten des Beschwerdeführers ist vielmehr auch in Zukunft von einem Sozialhilfebe-
zug durch den Beschwerdeführer und weiterhin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich-
keit von einer Belastung der öffentlichen Wohlfahrt auszugehen. Der Widerrufsgrund nach 
Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG ist demgemäss erfüllt und den Erwägungen der Vorinstanz insofern zu-
zustimmen. 
 
5.7 Weiter liess die Vorinstanz das Vorliegen des Widerrufsgrunds des schwerwiegenden 
Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG) offen, wes-
halb vorliegend nicht weiter auf diesen Tatbestand einzugehen ist. Im Übrigen reicht für den 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung das Vorliegen eines Widerrufsgrundes bereits aus 
(vgl. KGE VV vom 8. Juli 2020 [810 16 295]; KGE VV vom 18. April 2018 [810 17 276]; KGE VV 
vom 8. November 2017 [810 17 2]). 
 
6.1 Liegen Gründe für die Beendigung des Aufenthalts von Ausländerinnen und Auslän-
dern vor, kann im Rahmen des Ermessens auf den Widerruf verzichtet werden. Dazu bedarf es 
eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgemeinen Grundsätzen pflichtgemäss und 
unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu treffen ist (vgl. SILVIA HUNZIKER, a.a.O., 
N 9 zu Art. 62 AIG; MARC SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kom-
mentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, N 2 zu Art. 62). Im Rahmen ihrer Ermes-
sensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 AIG die öffentlichen Interessen und 
die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration zu berücksichtigen. 
 

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6.2 Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz diese Kriterien geprüft, unter Berück-
sichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles beurteilt und ihren Entscheid nachvollziehbar 
begründet. Eine Überschreitung, Unterschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens sind 
nicht erkennbar, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass es die Vorinstanz abgelehnt hat, dem 
Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung ermessensweise zu belassen. 
 
7.1 Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes ist Grundvoraussetzung für den Widerruf der 
Bewilligung. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist indes nur gerechtfertigt, wenn er 
sich gestützt auf eine im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung als verhältnismässig 
erweist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; BGE 135 II 377 E. 4). Nach dem Grundsatz der Verhältnismäs-
sigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse 
liegenden Zieles geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in ei-
nem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt werden 
(vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufla-
ge, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514 ff.). Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksich-
tigen und die öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen 
(BGE 135 II 110 E. 2.1; BENJAMIN SCHINDLER/ANNE KNEER, in: Caroni /Thurnherr (Hrsg.), 
Stämpflis Kommentar zum AIG, 2. Auflage, Bern 2024, N 3 ff. zu Art. 63 AIG). Beim Widerrufs-
grund der Sozialhilfeabhängigkeit sind insbesondere die Hintergründe, warum eine Person so-
zialhilfeabhängig wurde, und somit das Verschulden der ausländischen Person in den Ent-
scheid miteinzubeziehen und zu würdigen (Urteil des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 
10. November 2016 E. 3.2), aber auch der Grad ihrer Integration bzw. die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und seiner Familie drohenden Nachteile sind zu 
beachten (BGE 139 131 E. 2.3.1, mit Hinweis). Zudem kann eine Erkrankung bzw. Arbeitsunfä-
higkeit, welche (auch im Zusammenspiel mit anderen Ursachen) zur Sozialhilfeabhängigkeit 
geführt hat, der betroffenen Person nicht unbesehen zum Vorwurf gemacht werden, weshalb 
die Umstände des Einzelfalls gebührend gewürdigt werden müssen (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 2C_13/2018 vom 16. November 2018 E. 3.5.1).  
 
7.2 Diesbezüglich führt die Vorinstanz aus, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei 
ohne weiteres geeignet, zu verhindern, dass der Beschwerdeführer weiterhin Sozialhilfe bezie-
he. Es sei zudem damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz weiterhin 
Schulden generiere. Nachdem er bereits einmal erfolglos verwarnt worden sei, erscheine eine 
weitere Verwarnung als wenig erfolgsversprechend. Der Beschwerdeführer halte sich seit über 
30 Jahren in der Schweiz auf und habe somit ein grosses Interesse an einem weiteren Verbleib. 
Die älteste Tochter wohne ebenfalls in der Schweiz und seine beiden jüngeren Kinder würden 
bei der Mutter in Deutschland leben. Zu seiner in der Schweiz wohnhaften Mutter habe er re-
gelmässigen Kontakt. Aus den Akten entstehe der Eindruck, dass er sehr zurückgezogen lebe 
und ausserhalb der Familie keine sozialen Beziehungen pflege. Im Heimatland habe der Be-
schwerdeführer die Schule besucht und sowohl sein Vater als auch seine Schwester würden 
noch dort leben. Der Beschwerdeführer reise regelmässig in sein Heimatland. In die Schweiz 
sei er erst im Alter von 23 Jahren gekommen, eine Rückkehr in die Heimat sei somit zumutbar. 
Zudem sei insgesamt davon auszugehen, dass die Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers 
weitgehend selbst verschuldet sei. Weiter habe er in der Vergangenheit mehrfach gegen die 

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Rechtsordnung verstossen und sei sehr hoch verschuldet, obgleich seine Lebenshaltungskos-
ten seit 2013 durch den Staat gedeckt seien. An den Terminen beim Betreibungs- und Kon-
kursamt sei der Beschwerdeführer seit 2017 nie erschienen und sei nicht darum bemüht, seine 
finanzielle Situation zu ändern. Insgesamt sei er somit nicht besonders gut integriert und die 
öffentlichen Interessen an einer Wegweisung würden die privaten Interessen an einem Verbleib 
in der Schweiz überwiegen. Für eine Rückstufung verbleibe somit kein Raum. 
 
7.3 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, im Falle eines IV-
Rentenanspruchs komme der Bezug von Ergänzungsleistungen in Betracht, was seine finanzi-
elle Situation verbessern würde, und den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unver-
hältnismässig erscheinen liesse. Die Verwarnung sei irrelevant für die Beurteilung der Verhält-
nismässigkeit. Diese sei ohne Androhung allfälliger Konsequenzen erfolgt und ohne Ankündi-
gung einer Sanktion. Zudem habe die koronare Erkrankung, welche im Jahr 2021 operativ be-
handelt worden sei, seine Arbeitsfähigkeit aus organischen Gründen deutlich eingeschränkt, 
weshalb sich aus heutiger Sicht eine Neubeurteilung der Verschuldensfrage aufdränge. Die 
Beurteilung der Selbstverschuldung könne zudem erst nach dem rechtskräftigen Abschluss des 
IV-Verfahrens verlässlich vorgenommen werden. Der Beschwerdeführer sei im jungen Erwach-
senenalter in die Schweiz gekommen, wo er seit mehr als 30 Jahren seinen Lebensmittelpunkt 
habe. Sämtliche Mitglieder der Kernfamilie würden in der Schweiz leben. Das Herausreissen 
aus diesem Umfeld werde sich insbesondere auf die bestehende psychische Pathologie des 
Beschwerdeführers ungünstig auswirken. Aus medizinischer Sicht sei der Beschwerdeführer 
auf die Pflege stabiler Beziehungen angewiesen und werde aus diesem Grund nicht in der Lage 
sein, sich in einem veränderten Lebensumfeld zurechtzufinden. Eine Rückkehr ins Heimatland 
sei somit als unzumutbar einzustufen. 
 
7.4.1 Ausgangspunkt der vorzunehmenden Interessenabwägung ist das Interesse der Öf-
fentlichkeit, Ausländer und Ausländerinnen, welche dauerhaft und in erheblichem Masse auf 
Sozialhilfe angewiesen sind und dadurch die öffentliche Hand stark beanspruchen bzw. belas-
ten, wegzuweisen. Die Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerdeführers hält bereits seit Jahren 
an und er bezieht in erheblichem Mass Sozialhilfegelder (vgl. E. 5.6 hiervor). Es besteht somit 
ein bedeutendes öffentliches Interesse an seiner Wegweisung. 
 
7.4.2 Es kann festgehalten werden, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung der 
Durchsetzung der öffentlichen Interessen dient. Namentlich ist er eine geeignete Massnahme, 
um einen weiteren Sozialhilfebezug und die damit verbundene Belastung des Fiskus zu verhin-
dern. Ferner ist keine mildere Massnahme ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Sozialhilfeabhängigkeit bereits ausländerrechtlich verwarnt (16. Dezember 2020) und 
ihm das rechtliche Gehör gewährt wurde (17. Juli 2023 und 13. September 2023). Beides hat 
den Beschwerdeführer nicht dazu bringen können, sich von der Sozialhilfe zu lösen, obwohl er 
– entgegen seiner Auffassung – anlässlich der Verwarnung und der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs ausdrücklich auf die Möglichkeit eines Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung hin-
gewiesen worden ist. Eine Verhaltensänderung des Beschwerdeführers wurde im Anschluss an 
diese Massnahmen nicht erreicht und er vermochte keine Nachweise über Bemühungen zur 
Erwerbstätigkeit und keine Unterlagen zu Integrationsbemühungen vorzubringen. Die Integrati-

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onsdefizite liegen überdies seit einem längeren Zeitraum vor. Es ist somit nicht zu beanstanden, 
dass der Widerruf verfügt wurde, um die gewünschte nachhaltige Wirkung zu erzielen. 
 
7.4.3 Zu prüfen ist, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden 
Falles die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung die privaten Inte-
ressen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
7.4.4 Aufgrund seiner langjährigen Aufenthaltsdauer in der Schweiz von nunmehr 30 Jahren, 
seiner volljährigen Tochter und seiner Mutter, welche beide in der Schweiz leben, hat der Be-
schwerdeführer ein grosses privates Interesse am Verbleib in der Schweiz. Ferner ist er seit fast 
zehn Jahren bei Dr. med. B.____ in psychiatrischer Behandlung und hat zweifellos ein Vertrau-
ensverhältnis zu ihm aufbauen können. 
 
7.4.5 Dem Beschwerdeführer ist jedoch vorzuhalten, dass er trotz wiederholter Ablehnung 
einer IV-Rente und Aufforderung des AfMB, ein Arbeitsintegrationsprogramm vollständig zu 
durchlaufen, es während Jahren unterlassen hat, sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Die 
Argumentation des Beschwerdeführers, er sei infolge seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung 
nicht arbeitsfähig, vermag nicht zu überzeugen. So wurde ein erstes IV-Gesuch des Beschwer-
deführers abgelehnt und auf ein zweites wurde mangels wesentlicher Veränderung der Verhält-
nisse nicht eingetreten. Gestützt auf die Verfügung der IV-Stelle vom 10. März 2016 ist der Be-
schwerdeführer für jede Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Auch das neue IV-Gesuch, auf wel-
ches wegen einer Herzerkrankung des Beschwerdeführers eingetreten wurde, führte zu keinem 
anderen Ergebnis (vgl. Verfügung der IV-Stelle vom 30. August 2024). Die vom Beschwerde-
führer eingereichten Berichte von Dr. med. B.____ vermögen an dieser Beurteilung nichts zu 
ändern (vgl. E. 5.7 hiervor). Die verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden des Beschwer-
deführers wurden in den zahlreichen IV-Verfahren eingehend geprüft. Das Kantonsgericht, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht, äusserte sich zudem zur Diskrepanz zwischen den IV-
Gutachten und den Berichten von Dr. med. B.____ mit Urteil vom 1. Dezember 2016 und stellte 
fest, dass kein Grund bestehe, von den gutachterlichen Feststellungen abzuweichen. Zuletzt 
wurde mit Verfügung der IV-Stelle vom 30. August 2024 das Gesuch des Beschwerdeführers 
um eine IV-Rente abgelehnt und darauf hingewiesen, dass die Tatsache, dass die psychische 
Situation des Beschwerdeführers von Dr. med. B.____ als schwergradig bezeichnet werde, be-
kannt und bereits gutachterlich geprüft worden sei. Angesichts dieser Sachlage und aufgrund 
der Tatsache, dass die Berichte von Dr. med. B.____ auf keine wesentliche Verschlechterung 
der psychischen Lage des Beschwerdeführers schliessen lassen (vgl. E. 5.7 hiervor), ist nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einer selbstverschuldeten Sozialhilfeabhängigkeit 
beim Beschwerdeführer ausging. Bezüglich der Herzkrankheit des Beschwerdeführers sind den 
Akten keine neuen Berichte zu entnehmen, die auf eine Arbeitsunfähigkeit schliessen liessen. 
Der Beschwerdeführer reicht zudem keine Belege ein, welche aufzeigen würden, dass er sich 
darum bemüht hätte, sich aus- oder weiterzubilden oder eine Arbeitsstelle zu finden, die ihm 
erlaubt hätte, zumindest teilweise für seinen Lebensunterhalt aufzukommen. Trotz mehrfacher 
Abweisung der IV-Gesuche legt er nicht dar, inwiefern er beabsichtigt, eine Arbeitsstelle zu fin-
den und für seinen Lebensunterhalt selber aufzukommen. Vielmehr führt er in seiner Be-
schwerde aus, dass er die attestierte Arbeitskraft nicht verwerten könne. Im Ergebnis ist festzu-

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stellen, dass der Beschwerdeführer bei Weitem nicht alles Zumutbare unternommen hat, um 
auf dem Arbeitsmarkt den eigenen Unterhalt möglichst autonom zu bestreiten und sich zumin-
dest teilweise von der Sozialhilfe zu lösen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_288/2020 vom 
18. August 2020 E. 5.5.1; 2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 4.5.2, jeweils mit Hinweisen). 
Im Übrigen ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei vorgängigen IV-Verfahren von 
verschuldetem Sozialhilfebezug auszugehen, wenn nach der rechtskräftigen Abweisung des 
bereits dritten Gesuchs um eine IV-Rente definitiv nicht mehr mit der Zusprache einer IV-Rente 
gerechnet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_716/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.2 
ff.). Weder den eingereichten IV-Akten noch der Beschwerde lässt sich entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 30. August 2024 Beschwerde erho-
ben hat. Angesichts der vorstehenden Ausführungen ist von einem verschuldeten Sozialhilfebe-
zug des Beschwerdeführers auszugehen. 
 
7.4.6 Zugunsten des Beschwerdeführers ist zu berücksichtigen, dass aufgrund seiner ge-
sundheitlichen Beschwerden Integrationsschwierigkeiten bestehen. Es wäre hingegen mit ent-
sprechendem Willen möglich gewesen, an diesen Defiziten zu arbeiten und sich zumindest um 
eine Verbesserung seiner wirtschaftlichen Lage zu bemühen, was er jedoch über mehrere Jah-
re nicht tat, dies trotz ausländerrechtlicher Verwarnung, Aufforderungen zum Durchlaufen eines 
Arbeitsintegrationsprogramms und der zweimaligen Gewährung des rechtlichen Gehörs durch 
das AfMB betreffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung oder Erteilung einer Aufent-
haltsbewilligung bzw. Wegweisung aus der Schweiz. Die wirtschaftliche Integration des Be-
schwerdeführers muss insofern als gescheitert betrachtet werden. Im Weiteren wurde der Be-
schwerdeführer während seines Aufenthaltes in der Schweiz mehrfach straffällig (vgl. Urteil vom 
Tribunal de police du district de E.____ vom 25. November 1999; Auszug aus dem Schweizeri-
schen Strafregister vom 29. Mai 2008; Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes F.____ vom 
21. Januar 2010; Strafbefehl vom 21. Oktober 2013 der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, 
G.____). Obschon den begangenen Delikten im vorliegenden Kontext eher geringe Relevanz 
zukommt, zeigen sie auf, dass der Beschwerdeführer es mit der Rechtsordnung nicht immer so 
genau nahm. Es handelt sich auch in dieser Hinsicht um eine mangelhafte Integration seitens 
des Beschwerdeführers. Weiter ist zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer erheblich ver-
schuldet ist. Am 31. Juli 2024 war er mit 22 Betreibungen im Umfang von Fr. 119'180.40 sowie 
77 offenen Verlustscheinen in der Gesamthöhe von Fr. 187'636.45 im Betreibungsregister ver-
zeichnet. Gemäss Auskunft des Betreibungs- und Konkursamtes sei er zudem seit 2017 nie an 
Terminen erschienen (vgl. E-Mail des Betreibungs- und Konkursamtes des Kantons Basel-
Landschaft vom 17. Oktober 2023). Aufgrund mangelnder Kooperation des Beschwerdeführers 
mussten ausserdem die Sozialhilfeleistungen gekürzt werden (Verfügungen der Sozialhilfebe-
hörde vom 8. Juli 2022 sowie vom 9. November 2022). Zu berücksichtigen gilt zudem, dass der 
Beschwerdeführer selbst für den Fall, dass er eine IV-Rente zugesprochen erhalten würde, mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin von der öffentlichen Hand finanziell unterstützt 
werden müsste. Zudem steht er nicht kurz vor der Pensionierung. Zwar fallen nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung Sozialversicherungsleistungen, zu denen AHV- und IV-Renten 
sowie Ergänzungsleistungen zählen, nicht unter den Begriff der Sozialhilfe im Sinne von Art. 63 
Abs. 1 lit. c AIG und deren Bezug kann grundsätzlich nicht Anlass für einen Widerruf einer Be-
willigung nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG sein (BGE 135 II 265 E. 3.7; BGE 141 II 401 E. 5.1, KGE 

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VV vom 21. September 2022 [810 19 215] E. 7.1, mit Hinweisen; MICHAEL SPRING, Der Bewilli-
gungswiderruf im schweizerischen Ausländerrecht, Zürich 2022, Rz. 497; SPESCHA, a.a.O., 
N 19 zu Art. 63 AIG), allerdings darf der zukünftige Bezug von Ergänzungsleistungen in die aus-
länderrechtliche Würdigung einbezogen werden, wenn die ausländische Person im Zeitpunkt 
des angefochtenen Urteils den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit erfüllt. Künftige Er-
gänzungsleistungen belasten die öffentlichen Finanzen, was im Rahmen der Verhältnismässig-
keitsprüfung eines Widerrufs zu berücksichtigen ist (Urteile des Bundesgerichts 2C_482/2023 
E. 5.2.3., 2C_30/2022 vom 29. November 2022 E. 4.5.3, jeweils mit Hinweisen). Weiter ist auf 
seine Verwurzelung in Bosnien-Herzegowina einzugehen. In Bosnien-Herzegowina wohnen der 
Vater und eine Schwester, zu denen der Beschwerdeführer Kontakt pflegt. Er verbrachte die 
ersten 23 Jahre seines Lebens in Bosnien-Herzegowina, wo er in die Schule gegangen ist und 
eine Ausbildung als Schlosser abgeschlossen hat. Er ist folglich mit den Gepflogenheiten ver-
traut, spricht die Sprache und besucht sein Heimatland wiederkehrend (3-4 Mal im Jahr). Aus 
diesem Grund ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach einer ersten – wenn 
auch schwierigen – Anpassungsphase sich in Bosnien-Herzegowina wieder vollständig integrie-
ren und ein neues stabiles Lebensumfeld aufbauen kann. Eine Wegweisung erscheint daher in 
sozialer Hinsicht zumutbar. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Interesse am Verbleib 
in der Schweiz aufgrund der langen Aufenthaltsdauer hoch zu gewichten ist, jedoch ist in einer 
Gesamtwürdigung ersichtlich, dass der Beschwerdeführer erheblich, dauernd und selbstver-
schuldet von der Sozialhilfe abhängig ist und trotz langjährigem Bezug von Sozialhilfeleistungen 
hoch verschuldet ist, weshalb das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerde-
führers das private Interesse an dessen Verbleib in der Schweiz überwiegt. Unter Berücksichti-
gung des Gesagten erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sowie die damit 
verbundene Wegweisung als verhältnismässig.  
 
7.5 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine Rückstufung nicht als milde-
re Massnahme angeordnet werden, wenn die Voraussetzungen für den Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung mit einer Wegweisung (Widerrufsgrund und Verhältnismässigkeit der aufent-
haltsbeendenden Massnahme) erfüllt sind. Der Widerruf mit Wegweisung geht in diesem Sinn 
der Rückstufung vor (BGE 148 II 1 E. 2.5, mit Hinweisen; KGE VV vom 24. April 2024 [810 23 
229] E. 3.2). Indem der Widerruf im vorliegenden Fall sich als verhältnismässig erweist, kommt 
eine Rückstufung nicht in Frage. 
 
7.6 Im Übrigen ist anzumerken, dass sich die Situation des Beschwerdeführers dem Kan-
tonsgericht nicht als persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG präsentiert. Der 
Beschwerdeführer wird durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht ungleich härter 
getroffen, als andere Ausländerinnen und Ausländer in derselben Lage (vgl. BGE 130 II 39 
E. 3). Der Beschwerdeführer macht auch nicht geltend, auf eine spezifische Behandlung oder 
Medikamente angewiesen zu sein, welche nur in der Schweiz, nicht aber in Bosnien-
Herzegowina erhältlich wären. Die Trennung von der Mutter und von der in der Schweiz leben-
den volljährigen Tochter stellt zweifellos eine emotionale Belastung dar. Diese begründet je-
doch keine Notlage im Sinne eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls, welcher einen 
dauernden Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen würde. Der Kontakt zur Mutter und 
zur Tochter kann nach wie vor über – wenn auch erschwerte – Besuche oder mittels der mo-

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dernen Kommunikationsmittel vom Ausland her aufrechterhalten werden. Darüber hinaus woh-
nen in Bosnien-Herzegowina eine Schwester und der Vater des Beschwerdeführers. Die Vo-
rinstanz durfte einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall demnach ohne Rechtsverletzung 
verneinen. 
 
8. Der Beschwerdeführer verlangt, es sei der Rechtsvertreterin für das vorinstanzliche 
Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'285.70 (inkl. Auslagen und exkl. nicht 
anfallender MWST) zuzusprechen. Beansprucht eine Anwältin oder ein Anwalt im Prozess eine 
Parteientschädigung für die auftraggebende Person, ist dem Gericht die Honorarrechnung spä-
testens in der Hauptverhandlung, in Beschwerdeverfahren mit der letzten Rechtsschrift einzu-
reichen, ansonsten das Gericht die Parteientschädigung von Amtes wegen nach Ermessen 
festsetzen kann (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte [TO] vom 
17. November 2003). Der Beschwerdeführer reichte seine Honorarrechnung für das vorinstanz-
liche Verfahren erst im Rahmen des vorliegenden kantonsgerichtlichen Verfahrens ein, weshalb 
sie offensichtlich verspätet eingereicht wurde und die Vorinstanz das Honorar für ihr Verfahren 
zu Recht nach Ermessen festgesetzt hat. Die Honorarberechnung der Vorinstanz ist zudem 
nachvollziehbar und entspricht dem üblichen Aufwand und Stundenansatz. Das ermessenswei-
se zugesprochenen Honorar in der Höhe von Fr. 2'427.85 ist somit nicht zu beanstanden. 
 
9. Nach dem Gesagten erfolgten der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die 
damit verbundene Wegweisung des Beschwerdeführers zu Recht, weshalb die Beschwerde 
vollumfänglich abzuweisen ist. 
 
10.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden 
in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Verfahrens-
kosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'200.-- sind demzufolge dem unterliegenden Beschwer-
deführer aufzuerlegen. Die Parteikosten sind gemäss § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. 
 
10.2 Der Beschwerdeführer reichte beim Kantonsgericht ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ein. Gemäss § 22 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der 
Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, sofern ihr die nötigen Mittel 
fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Vo-
raussetzungen wird einer Partei der kostenlose Beizug einer Anwältin gewährt, sofern dies zur 
Wahrung ihrer Rechte als notwendig erscheint (§ 22 Abs. 2 VPO). Gemäss Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege bezieht der Beschwerdeführer Sozialhilfeleistungen in der Höhe von rund 
Fr. 750.-- pro Monat. Ein weiteres Erwerbseinkommen hat der Beschwerdeführer nicht. Damit 
fehlen ihm die nötigen Mittel gemäss § 22 VPO. Die Beschwerde ist im Übrigen nicht als offen-
sichtlich aussichtslos zu bezeichnen, weshalb die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen ist.  
 
10.3 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'200.-- zulasten der Gerichtskasse. Der Rechtsvertreterin des Beschwerde-
führers ist eine Entschädigung aus unentgeltlicher Verbeiständung auszurichten. Der in der Ho-
norarnote vom 2. Januar 2025 ausgewiesene Aufwand von 10.15 Stunden und die Auslagen 

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von Fr. 67.80 erweisen sich für das vorliegende Verfahren als angemessen. Gemäss § 3 Abs. 2 
TO beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechts-
vertreterin des Beschwerdeführers ist demnach ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'097.80 
(inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
10.4 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 GOG).  
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Dem Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren die unent-

geltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'097.80 (inkl. Auslagen) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.