# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 051892f4-6102-57c1-a344-3b9f4b24b39d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 04.05.2022 VB210018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB210018_2022-05-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 

 

Geschäfts-Nr. VB210018-O/U    

Mitwirkend: Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Vizepräsidentin 

lic. iur. F. Schorta, Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Ober-

richterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichter lic. iur. Ch. 

Prinz sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Heuberger Golta 

 

Beschluss vom 4. Mai 2022 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Anzeigeerstatter und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. Schlichtungsbehörde in Mietsachen des Bezirkes Winterthur,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen die aufsichtsrechtliche Beschwerde-
verfügung des Bezirksgerichts Winterthur vom 13. Dezember 2021 
(BA210003-K) etc. 
 
 

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Nach rechtzeitigem Eingang der Aufsichtsbeschwerde des Anzeigeerstatters und 

Beschwerdeführers (fortan der besseren Lesbarkeit halber nur Beschwerdeführer) 

vom 21. Dezember 2021 gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Winterthur 

(fortan Vorinstanz) vom 13. Dezember 2021 (Geschäfts-Nr. BA210003-K) betref-

fend Fristansetzung zur Leistung eines Vorschusses für die Gerichtskosten (act. 1 

S. 1 f.; act. 2=15/3; act. 15/4) mit den Anträgen: 

"1. Die Verfügung vom 13. Dezember 2021 ist aufzuheben, von einem Gebühren-
vorschuss abzusehen und dem administrativen Aufsichtsverfahren Fortgang zu 
gewähren. 

2. Es sei festzustellen, dass das Bezirksgericht Winterthur erneut in mutmasslich 
schikanöser Art und Weise, wider besserem Wissen, gegen den Beschwerde-
führer versucht hat vorzugehen. 

3. Hilfsweise ist direkt die Klagebewilligung im anhängigen Schlichtungsverfahren 
auszustellen, ein administratives Aufsichtsverfahren gegen die an der Ent-
scheidung Beteiligten des Bezirksgerichts Winterthur zu eröffnen und eine Um-
triebsentschädigung zuzusprechen." 

nachdem  

der Beschwerdeführer das Schlichtungsgesuch vom 19. August 2021 an die Be-

schwerdegegnerin 3 (act. 15/2/1; Geschäfts-Nr. MO210184-K) mit Eingabe vom 

13. Dezember 2021 (act. 15/2/23) zurückgezogen hat und die Beschwerdegegne-

rin 3 das Schlichtungsverfahren mit Beschluss vom 10. Januar 2022 als durch 

Rückzug der Klage erledigt abgeschrieben hat (act. 15/2/26; vgl. act. 7 S. 2), 

auch die Vorinstanz das Verfahren BA210003-K erledigt hat, indem sie mit Be-

schluss vom 17. Januar 2022 auf die Beschwerde des Beschwerdeführers nicht 

eingetreten ist (act. 15/6), welcher Beschluss dem Beschwerdeführer im Sinne 

von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO per 24. Januar 2022 als zugestellt galt (act. 15/7 

letzte Seite) und ihm im Übrigen auf Verlangen am 31. Januar 2022 nochmals per 

A-Post zugestellt wurde (act. 15/9), weshalb auf das Schreiben des Beschwerde-

führers vom 31. Januar 2022 betreffend "Hilfsweise ergänzende (administrativ) 

Dienstaufsichtsbeschwerde" (act. 10) nicht weiter einzugehen ist, 

- 3 - 

wobei diesbezüglich anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer in seiner Auf-

sichtsbeschwerde vom 30. November 2021 an die Vorinstanz als Adresse "… 

[Adresse]", angeführt und der Vorinstanz seine neue Adresse nicht rechtzeitig 

mitgeteilt hatte (act. 15/1; act. 15/8), 

in der Erwägung, dass 

Voraussetzung für das Eintreten auf ein Rechtsmittel die Beschwer bildet, mithin 

das Rechtsschutzinteresse im konkreten Einzelfall (§ 84 GOG i.V.m. Art. 319 ff. 

ZPO; BSK ZPO-Spühler, Vor Art. 308-334 N 12),  

der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 

13. Dezember 2021 – nachdem diese infolge Erledigung des Verfahrens 

BA210003-K dahingefallen ist – nicht mehr beschwert ist, ihm nunmehr auch kein 

Interesse mehr zuzugestehen ist, feststellen zu lassen, dass die Vorinstanz "schi-

kanös" und "wider besseres Wissen" gehandelt hat, und schliesslich auch das 

Rechtsschutzinteresse betreffend sein Antrag 3 weggefallen ist,  

weshalb auf die Aufsichtsbeschwerde des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 

2021 nicht einzutreten ist, 

wobei immerhin festzuhalten ist, dass bei "gemischten" Aufsichtsbeschwerden, 

d.h. solchen, die Anträge sachlicher und administrativer Natur enthalten, nach der 

Praxis der Verwaltungskommission für den sachlichen Teil Kosten zu erheben 

sind und deshalb – anders als bei reinen administrativen Aufsichtsbeschwerden 

(vgl. VK OG ZH vom 4. März 2021, VB210001-O, E. II./3.1. ff.) – auch Kostenvor-

schüsse erhoben werden können, womit die Verfügung der Vorinstanz vom 

13. Dezember 2021 (act. 15/3), weil der Beschwerdeführer dort Anträge sachli-

cher und administrativer Natur gestellt hatte (vgl. act. 15/1), nicht zu beanstanden 

gewesen wäre, 

in der weiteren Erwägung, dass 

nunmehr auch die zweitinstanzliche Aufsichtsbeschwerde des Beschwerdeführers 

eine solche gemischter Natur ist, indem er wiederum Anträge sowohl sachlicher 

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als auch administrativer Natur gestellt hat (vgl. act. 1 S. 1: Ziff. 1 ist ein Antrag 

sachlicher Natur, Ziff. 2 und 3 sind Anträge administrativer Natur), 

die Kosten für den administrativen Teil des Beschwerdeverfahrens praxisgemäss 

ausser Ansatz zu fallen haben, während die Kosten für den sachlichen Teil des 

Verfahrens ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (§ 83 

Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO; § 20 GebV OG), nachdem kein Grund 

besteht, diesbezüglich wie die Vorinstanz (act. 7 S. 2 Erw. II Abs. 1) eine Aus-

nahme zu machen,  

keine Entschädigungen zu entrichten sind, 

die Verwaltungskommission als obere Aufsichtsbehörde letztinstanzlich über die 

vorliegende Beschwerde entscheidet und ein kantonales oder eidgenössisches 

Rechtsmittel dagegen nicht besteht (Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 84 N 1; Ur-

teil des Bundesgerichts 4A_448/2015 vom 14. September 2015 sowie Urteil des 

Bundesgerichts 5A_961/2014 vom 19. Januar 2015),  

 

wird beschlossen:  
 

1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt und dem Anzeigeerstatter 

und Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an die Parteien und das 

Bezirksgericht Winterthur als untere kantonale Aufsichtsbehörde. 

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Zürich, 4. Mai 2022 
Obergericht des Kantons Zürich 

Verwaltungskommission 
 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 

lic. iur. C. Heuberger Golta 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 4. Mai 2022
	1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt und dem Anzeigeerstatter und Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an die Parteien und das Bezirksgericht Winterthur als untere kantonale Aufsichtsbehörde.