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**Case Identifier:** 4f2fdb7d-e25d-51d1-8762-16ca7447b2a6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.09.2016 200 2016 511
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-511_2016-09-15.pdf

## Full Text

200 16 511 IV
SCJ/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. September 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. April 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 4. Juni 2010 bei der Invalidenversiche-
rung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Zur Begründung seines Gesuches 
verwies er auf einen am XX.XX.2010 erlittenen Arbeitsunfall, bei welchem 
er sich den rechten Fuss verletzt und aufgrund eines starken Knalls ein 
Hörtrauma mit Schädigung des Gehörs erlitten habe (act. II 5/2). Nach Vor-
nahme medizinischer Abklärungen erteilte die IVB am 25. Januar 2011 
Kostengutsprache für zwei Hörgeräte (act. II 12). Die für den Unfall vom 
XX.XX.2010 zuständige Unfallversicherung C.________, lehnte im Zu-
sammenhang mit der Hörschädigung mangels Unfallkausalität eine Kos-
tenübernahme ab (act. II 28). 

Unter Mithilfe der C.________ reichte der Versicherte am 14. März 2011 
bei der IVB eine weitere Anmeldung zum Leistungsbezug ein (act. II 13, 
19.1), dies wiederum unter Hinweis auf den Unfall vom XX.XX.2010. Vom 
16. August bis 14. September 2011 hielt sich der Versicherte in der Reha-
klinik D.________ auf (act. II 35.7) und ab dem 3. Oktober 2011 nahm er 
seine bisherige Tätigkeit als … im Umfang von 50 % wieder auf (act. II 
35.3). Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 31. Januar 2012 
wurde festgestellt, dass die … aufgrund des schlecht eingestellten Diabe-
tes mellitus und der arteriellen Hypertonie mit Schwindel und Schwarzwer-
den vor den Augen nicht gegeben war (act. II 37.1/13 - 18). Mit Verfügung 
vom 30. März 2012 (Akten der IVB [act. IIa] 38) stellte die C.________ die 
Versicherungsleistungen per 30. April 2012 ein, was sie mit Einspracheent-
scheid vom 3. Dezember 2012 bestätigte (act. IIa 50.1/12 - 15).

Am 26. April 2012 teilte die IVB dem Versicherten mit, dass derzeit keine 
Eingliederungsmassnahmen möglich seien (act. IIa 39). Die IVB nahm er-
werbliche und medizinische Abklärungen vor (act. IIa 45 f., 49, 59 f.), wobei 
sie auch Stellungnahmen ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein-
holte (act. IIa 62, 66). Ab dem 30. März 2015 absolvierte der Versicherte in 

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der Stiftung E.________ eine berufliche Abklärung, welche (mit Verlänge-
rung) bis zum 28. September 2015 vorgesehen war (act. IIa 73, 82). Im 
Rahmen dieser Abklärung forderte die IVB den Versicherten am 19. Juni 
2015 (act. IIa 81) zur Schadenminderung auf bzw. er habe ab dem 20. Juli 
2015 in einem 100 %-Pensum an den Abklärungsmassnahmen teilzuneh-
men. Mit Schreiben vom 29. Juni 2015 teilte der Versicherte der IVB mit, 
dass er die berufliche Abklärung per sofort aufgrund einer Verschlechte-
rung seines Gesundheitszustandes beenden müsse (act. IIa 83; vgl. auch 
act. IIa 89). In der Folge verneinte die IVB nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren mit Verfügung vom 15. September 2015 den Anspruch auf 
berufliche Massnahmen (act. IIa 85, 90). 

Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens und Einholung RAD-
Ärztlicher Stellungnahmen verneinte die IVB mit Verfügung vom 28. April 
2016 bei einem Invaliditätsgrad von 21 % den Anspruch auf eine Invaliden-
rente (act. IIa 91 - 103).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 27. Mai 2016 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer An-
spruch auf eine Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung habe 
bzw. es sei eine ganze Rente, mindestens aber eine Dreiviertelsrente zu-
zusprechen, eventualiter sei vor der Festlegung des definitiven IV-Grades 
eine polydisziplinäre Begutachtung mit den Fachrichtungen Rheumatologie, 
Endokrinologie und Psychiatrie anzuordnen. Gleichzeitig stellt er ein Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt, alles unter Kosten- und Entschädigungs-
folge. 

Mit Eingabe vom 4. Juli 2016 reichte der Beschwerdeführer zwei in Aus-
sicht gestellte medizinische Berichte ein und verwies darauf, dass ein Be-
richt später noch nachgereicht werde. Diese Eingabe inklusive Beilagen 
wurde der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 7. Juli 
2016 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2016 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. August 2016 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 28. April 2016 (act. IIa 103). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Invalidenrente. 

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 

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Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 7

holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 
3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der 
versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Be-
richt eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pau-
schale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 
3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das 
Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 
4.6 S. 469).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht – soweit entscheidwesentlich –
hauptsächlich das Folgende zu entnehmen:

3.1 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, diagnostizierte in der Stellungnahme vom 18. No-
vember 2014 (act. IIa 62) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Schmer-
zen mit Oedem am rechten Fuss nach inadäquatem Trauma 2010. Zu den 
funktionellen Einschränkungen gab sie an, kein langes Stehen, gemäss 

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Akten auch keine längeren Gehstrecken. Zum Zumutbarkeitsprofil hielt sie 
fest (act. IIa 62/5), die Tätigkeit als … sei nicht mehr zumutbar, weil der 
Diabetes mellitus nicht genügend eingestellt sei und damit die … nicht 
mehr gegeben sei. Die fortgeschriebene Arbeitsunfähigkeit und damit die 
Inaktivität habe das metabolische Syndrom erheblich verstärkt und sei un-
günstig für die Gesundheit des Beschwerdeführers (act. IIa 62/4). Eine 
überwiegend sitzende Arbeit sei zumutbar, wobei auch gelegentliches Her-
umgehen vorkommen sollte, aber nicht längere Gehstrecken (Dr. med. 
G.________, Praktischer Arzt, Chefarzt im Spital H.________, mute bis 
500m zu). Stehen an Ort über 15 Minuten sollte vermieden werden. Bei 
erneutem Auftreten des Oedems sollten Kompressionsstrümpfe getragen 
und der rechte Fuss im Sitzen zeitweise auf einen Schemel oder einen bei-
gestellten Stuhl gelagert werden. Eine zeitliche Einschränkung für die Ar-
beit sei grundsätzlich aus medizinischer Sicht nicht gegeben (act. IIa 62/5).

3.2 In der Stellungnahme vom 11. Februar 2016 (act. IIa 98) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. F.________ fest, Oedeme nach Operationen und Un-
fällen seien häufig, da oft Lymphgefässe teilweise zerstört seien. Es treffe 
auch zu, dass die Körperflüssigkeit dann der Schwerkraft folge und z.B. ein 
betroffener Fuss im Stehen oder Sitzen mehr anschwelle als im Liegen. 
Jedoch gebe es Massnahmen, das Oedem dennoch nicht allzu ausgeprägt 
werden zu lassen, nämlich die Bandage. Kein Arzt werde bei Fuss- und 
Unterschenkeloedemen, die chronisch seien, tagsüber häufige Bettruhe 
(bzw. Liegen) verordnen, sondern bei entsprechender Notwendigkeit die 
Bandagierung (allenfalls auch mit entsprechenden Stützstrümpfen zu be-
werkstelligen). Mit dieser könne auch gearbeitet werden. Sodann sei es 
auch nicht so, dass ein Diabetes nicht einstellbar wäre. Wenn die betroffe-
ne Person sich an die Vorgaben von Therapie und Ernährung halte, lasse 
sich ein Diabetes durchaus einstellen. Dennoch sei … dann nur noch in 
bestimmten Ausnahmefällen erlaubt. Ebenso liessen sich Blutdruckwerte 
vernünftig einstellen. Dass die genannten Störungen, namentlich das me-
tabolische Syndrom mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht und 
allenfalls erhöhtem Blutcholesterin eine ernsthafte gesundheitliche Störung 
bzw. Bedrohung für Folgeschäden darstellen könnten, bezweifle niemand. 
Allerdings seien sie mit vernünftiger Lebensweise und zusätzlichen medizi-
nischen Massnahmen in einen Bereich zu bringen, der die Gesundheit we-

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niger gefährde. Es entstehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 
einem metabolischen Syndrom. Die Zumutbarkeit, die sie genannt habe 
(volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit) wäre spätestens drei Mona-
te nach dem Unfall wieder gegeben gewesen, vielleicht schon vorher. 

3.3 Dr. med. G.________ führte im Bericht vom 19. Februar 2016 (act. 
IIa 99) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
auf:

 Oedème lymphatique douloureux du pied droit récurrent depuis l’accident du 
XX.XX.2010

 Hypertension artérielle sévère, traitée, depuis 2007
 Diabète de type 2 non-insulino requérant depuis mars 2011
 Insuffisance veineuse chronique et plaie de la crête tibiale de la jambe gauche 

depuis février 2016
 Sécheresse oculaire bilatérale d’origine incertaine.

Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab er die folgende 
an:

 Hypothyroïdie substituée depuis mars 2011

Für die Arbeit als … mit schweren Gewichten attestierte Dr. med. 
G.________ vom XX.XX.2010 bis 2. Oktober 2011 eine 100 %-ige Arbeits-
unfähigkeit, vom 3. Oktober 2011 bis 28. Februar 2012 eine 50 %-ige Ar-
beitsunfähigkeit und seit 2013 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Dr. med. 
G.________ gab im Wesentlichen an, es bestehe ein sehr schmerzhaftes 
und invalidisierendes Oedem am rechten Fuss nach ungefähr 60 Minuten 
aufrechter Haltung oder Aktivität (…). Eine schwere arterielle Hypertonie 
habe zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % geführt. Aufgrund der durch die 
physische Beeinträchtigung bedingten Inaktivität des Beschwerdeführers 
sei es zu einer fortschreitenden Verschlimmerung des Diabetes und des 
Bluthochdruckes gekommen. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumut-
bar. Die Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt, da beim rechten Fuss eine 
starke funktionelle Einschränkung sowie unerträgliche Schmerzen bestün-
den. Leider schwelle der rechte Fuss an, sobald er in gesenkter Position 
sei und nach einigen zehn Metern gehen, bei aufrechter Position oder län-
gerem Sitzen. Für die Kontusion des rechten Fusses sei die Prognose 

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schlecht: Trotz der unzähligen bis heute durchgeführten Physiotherapiesit-
zungen sei keine Besserung eingetreten.

3.4 In der Stellungnahme vom 4. März 2016 (act. IIa 101) hielt die RAD-
Ärztin Dr. med. F.________ fest, neu sei einzig eine Wunde auf der 
Schienbeinkante am linken Bein seit Februar 2016, welche man behandeln 
könne und müsse, dies sei keine lang andauernde Beeinträchtigung der 
Gesundheit. Wenn dieses Problem aus einer chronischen Veneninsuffizi-
enz resultiere, müsse man es mit einer Kompression behandeln. Es sei 
also auch möglich, dass am anderen Bein eine Veneninsuffizienz bestehe. 
Folglich habe das rechts beschriebene Oedem seinen Ursprung nicht allein 
im lymphatischen Problem nach dem Unfall. Auf jeden Fall sei für beide 
Seiten eine Kompression notwendig.

3.5 Mit Schreiben vom 9. Juni 2016 (act. I 4) beantwortete Dr. med. 
G.________ diverse Fragen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers. 
Er hielt fest, seit dem Unfall vom XX.XX.2010 habe sich schnell gezeigt und 
dies trotz Fehlens einer ossären Verletzung, d.h. ohne Fraktur und ohne 
Gelenksluxation, dass das Venen- und Lymphsystem des verunfallten Fus-
ses sehr stark beeinträchtigt worden sei. Auch nach einem normalen Zeit-
raum, in welchem man aufgrund der Kontusion des Gewebes ein Oedem 
und Schmerzen habe feststellen können, sei der Fuss sehr geschwollen 
geblieben mit sehr roten und sehr bleichen Zonen sowie starken Schmer-
zen, wenn der Fuss in gesenkter Position geblieben sei. Diese Situation 
habe sich im Laufe der Jahre seit dem Unfall nicht verbessert. Die Schwel-
lung des Fusses trete sehr schnell auf, bereits nach 30 Minuten in aufrech-
ter Position oder sitzend. Ein Stütz-/Kompressionsstrumpf könne die 
Schwellung des Fusses keinesfalls vermindern. Die Schwellung werde 
nicht durch ein Problem mit Varizen oder einer Veneninsuffizienz auf der 
Ebene der Beine verursacht, sondern rühre von einem lokalen Problem des 
entsprechenden Fusses her. Es handle sich dabei um eine ungewöhnliche 
Situation der Zerstörung und Schädigung der Venen und Lymphgefässe 
des Fusses. Mit Blick auf die Dauer der Symptome von nun mehr als fünf 
Jahren sei diese Pathologie wohl definitiv, denn es habe keine Verbesse-
rung gegeben durch die Einstellung jeglicher Aktivität und durch die Physio-
therapie. Die Krankheitsfolgen seien invalidisierend, da die Schwellung von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 11

Röte, Wärme und Schmerzen begleitet sei, Faktoren, die den Beschwerde-
führer zwingen würden, den Fuss hoch zu lagern und Schmerzmittel zu 
nehmen und das schnell, da die Symptome – wie erwähnt – bereits nach 
dreissig Minuten in aufrechter Haltung oder sitzend auftreten würden. Im 
Moment, in welchem der Fuss anschwelle, werde sogar das Tragen eines 
grossen Schuhs unmöglich. Der Beschwerdeführer leide an einem schwe-
ren metabolischen Syndrom in Form eines Diabetes Typ 2, welcher bald 
die Verabreichung von Insulin notwendig mache. Zudem leide er an einer 
schweren arteriellen Hypertonie, welche schwierig zu kontrollieren sei trotz 
intensiver (medikamentöser) Behandlung. Mit all diesen gesundheitlichen 
Problemen und der Unmöglichkeit des Beschwerdeführers, ausreichend zu 
gehen oder irgendeine sportliche Aktivität zu betreiben, sei sein Gewicht in 
den letzten Jahren gestiegen, was den Diabetes und die arterielle Hyperto-
nie verschlimmert habe. In einer einfachen bzw. normalen Situation wäre 
der Beschwerdeführer in der Lage zu arbeiten, zumindest teilzeitlich. Aber 
all diese Probleme hätten sich in sehr kurzer Zeit kumuliert und seien dem 
Beschwerdeführer auch auf die Moral geschlagen, was die Schwierigkeiten 
nur erhöhe. Keine dieser Beschwerden werde sich in den nächsten Mona-
ten bzw. Jahren verbessern. Der Diabetes habe das Sehvermögen des 
Beschwerdeführers beeinträchtigt, was die letzte Kontrolle beim Spezialis-
ten gezeigt habe, wobei die Beeinträchtigung glücklicherweise nachlasse.

3.6 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste I.________ vom 29. Juni 
2016 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5) diagnostizierten die behan-
delnden Ärzte eine Anpassungsstörung mit längerer Angst und depressiver 
Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22). Es wurde festgehalten, der Be-
schwerdeführer habe sich wegen Ängsten und einer depressiven Sympto-
matik im Zusammenhang mit somatischen und in der Folge sozialen 
Problemen gemeldet. Es handle sich um einen Patienten ohne psychiatri-
sche Vorgeschichte, welcher seit 19XX in der Schweiz lebe. Seit einem 
Arbeitsunfall 2010 habe sich sein Stoffwechselhaushalt destabilisiert mit 
dem Effekt, dass er nicht mehr als … arbeiten könne. Dies wiederum habe 
psychische Schwierigkeiten mit einer zusätzlichen Einschränkung der Be-
lastbarkeit ausgelöst. Motiviert habe er deshalb versucht, die IV-
Massnahmen zur beruflichen Reintegration erfolgreich zu absolvieren. Bei 
der Arbeitszeitsteigerung über 50 % habe es dann so grosse Probleme 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 12

gegeben, dass die Massnahme habe abgebrochen werden müssen. Er 
habe über Sehprobleme geklagt – er hätte mit kleinen Teilen arbeiten sol-
len – und grosse Müdigkeit. Die psychischen Probleme hätten sich seither 
verstärkt: Angst, Schlafstörungen, Probleme wegen fehlendem Selbstwert, 
da sich der Patient stark über die Arbeit definiere. Er möchte gerne wieder 
arbeiten können. Eine den somatischen Beschwerden angepasste Tätigkeit 
von 50 % könnte für die psychische Gesundheit vorteilhaft sein und eine 
weitere Chronifizierung der depressiven Symptomatik verhindern. 

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin zur 
Beurteilung auf mehrere Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. F.________. Zu 
prüfen ist, ob auf diese Berichte abgestellt werden kann.

Will das Gericht abschliessend auf verwaltungsinterne ärztliche Berichte 
abstellen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (vgl. E. 2.5 hiervor).

4.1.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend (Beschwer-
de S. 6 f.), die vom RAD vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
sei unzutreffend. Der Beschwerdeführer leide seit dem Unfall vom … 2010 
unter invalidisierenden Beschwerden. Der rechte Fuss schwelle regelmäs-
sig und in erheblichem Masse an, was durch die Fotos in den Akten belegt 
werde. Der Fuss verursache weiterhin massive Schmerzen. Ausserdem 
bestehe ein Diabetes, welcher trotz medizinischer Betreuung nicht korrekt 
eingestellt werden könne. Weiter bestehe auch ein Bluthochdruck mit Wer-
ten bis zu 220/115, was zu Schwindel und in den letzten Monaten zu zwei-
maligen Ohnmachtsanfällen geführt habe. Schliesslich bestehe eine 
Schilddrüsenunterfunktion sowie bedingt durch den Diabetes Auswirkungen 
auf die Sehkraft und den Augendruck. Der Beschwerdeführer leide unter 
ernsthaften, objektivierten gesundheitlichen Problemen, die ausserhalb der 
willentlichen Einflussnahme stünden und denen medizinisch bisher nicht 
adäquat beizukommen gewesen sei. 

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4.1.2 Es geht in erster Linie um die Beurteilung des „oedème lymphatique 
douloureux“ sowie der „insuffisance veineuse chronique“ gemäss Bericht 
von Dr. med. G.________ vom 19. Februar 2016 (act. IIa 99). Die Akten-
beurteilungen der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 18. November 
2014 (act. IIa 62), 11. Februar 2016 (act. IIa 98) und 4. März 2016 (act. IIa 
101) reichen nicht aus, da die medizinische Situation nicht genügend abge-
klärt ist. Insbesondere sind die Ursachen der geklagten Beschwerden ge-
stützt auf den Bericht von Dr. med. G.________ vom 19. Februar 2016 
(act. IIa 99; vgl. auch den Bericht vom 6. November 2013 [act. IIa 45]) bis 
zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 28. April 2016 (act. IIa 103) 
– dem vorliegend relevanten Beurteilungszeitpunkt (BGE 131 V 242 E. 2.1 
S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140) – nicht klar. 

Im Beschwerdeverfahren hat sich Dr. med. G.________ am 9. Juni 2016 
erstmals zur Natur der geklagten Beschwerden näher geäussert und aus-
geführt, weshalb die von Dr. med. F.________ vorgeschlagene Behand-
lung u.a. für die Fussbeschwerden mit Kompressionsstrümpfen (vgl. act. IIa 
62/5 und 98/2) nicht möglich sei. Er gab an (act. I 4), die Schwellung des 
rechten Fusses werde nicht durch ein Problem mit Varizen oder einer Ve-
neninsuffizienz auf der Ebene der Beine verursacht, sondern stamme von 
einem lokalen Problem des entsprechenden Fusses. Es liege eine unge-
wöhnliche Zerstörung und Schädigung der Venen und der Lymphgefässe 
vor. Ein Stütz-/Kompressionsstrumpf könne die Schwellung des Fusses 
keinesfalls vermindern. Der RAD hat sich zu diesem Bericht nicht geäus-
sert, weshalb nicht beurteilt werden kann, ob die Ausführungen des Dr. 
med. G.________ schlüssig sind und tatsächlich keine Möglichkeiten der 
Therapie bestehen, so dass auf eine Arbeitsunfähigkeit auch für adaptierte 
Arbeiten zu schliessen wäre. Daran ändert nichts, dass die RAD-Ärztin am 
4. März 2016 (act. IIa 101) noch vor der Stellungnahme von Dr. med. 
G.________ vom 9. Juni 2016 (act. I 4) festhielt, es sei auch möglich – mit 
Blick auf eine Wunde auf der Schienbeinkante des linken Beines –, dass 
am linken Bein eine Veneninsuffizienz bestehe, womit das rechts beschrie-
bene Oedem seinen Ursprung nicht allein im lymphatischen Problem nach 
dem Unfall habe. Auf jeden Fall sei für beide Seiten eine Kompression not-
wendig. Mit Blick auf diese sich widersprechenden ärztlichen Beurteilungen 
sind ergänzende Abklärungen erforderlich.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 14

In somatischer Hinsicht bestehen zudem Unklarheiten bezüglich der Seh-
leistung des Beschwerdeführers; laut den Ausführungen von Dr. med. 
G.________ vom 9. Juni 2016 (act. I 4) soll der Diabetes das Sehvermögen 
beeinträchtigt haben und die Kontrolle bzw. Einstellung des Bluthochdrucks 
scheint schwierig zu sein (act. I 4). 

4.1.3 Weiter hat der RAD auch zum Bericht der Psychiatrischen Dienste 
I.________ vom 29. Juni 2016 (act. I 5) nicht Stellung genommen, wonach 
eine den somatischen Beschwerden angepasste Tätigkeit wegen einer 
psychiatrischen Erkrankung nur zu 50 % möglich sei. 

4.1.4. Dazu kommt, dass die berufliche Abklärung in der Stiftung 
E.________ vom 30. März 2015 bis 29. Juni 2015 vorzeitig abgebrochen 
werden musste, weil die Steigerung des Pensums auf über 50 % nicht 
möglich war (act. IIa 83, 89). Aufgrund der unklaren medizinischen Situati-
on lässt sich nicht beurteilen, ob der Beschwerdeführer die Pensumssteige-
rung hätte umsetzen können. 

4.2 Der medizinische Sachverhalt ist deshalb nicht genügend abgeklärt, 
so dass die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde auf-
zuheben ist. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur Einholung einer 
polydisziplinären medizinischen Expertise sowie anschliessendem Erlass 
einer neuen Verfügung zurückzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 15

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 11. August 2016 macht Rechtsanwalt B.________ ein 
Honorar von Fr. 3‘437.50 (13.75 h à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 20.80 und Mehrwertsteuer von Fr. 276.65 (8 % von Fr. 3‘458.30), total 
Fr. 3‘734.95, geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Parteientschädi-
gung wird demnach auf Fr. 3‘734.95 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 
zu ersetzen.

5.3 Bei diesem Verfahrensausgang kommt die mit Verfügung vom 
8. August 2016 gewährte unentgeltliche Rechtspflege nicht zum Tragen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 28. April 2016 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘734.95 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2016, IV/16/511, Seite 16

- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.