# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2340bf8-5712-5b31-bad7-a1cb7275aa81
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2025 200 2024 744
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-744_2025-03-17.pdf

## Full Text

UV 200 2024 744 
ACT/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. März 2025

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

HOTELA VERSICHERUNGEN AG  
Rue de la Gare 18, Case Postale 1251, 1820 Montreux 1
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

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Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) war bei der D.________ AG als … angestellt und dadurch bei der 
HOTELA VERSICHERUNGEN AG (nachfolgend Hotela bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-
len versichert, als sie am 6. August 2022 mit einem E-Scooter stürzte und 
sich einen offenen Fussgelenkbruch rechts zuzog (Akten der Hotela [act. 
IIA] A1). Die Hotela klärte den Sachverhalt ab und erbrachte die gesetzli-
chen Leistungen. Nachdem sie das Dossier ihrem beratenden Arzt, Dr. 
med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates, zur Beurteilung vorgelegt hatte (Akten der 
Hotela [act. IIB] M31), stellte sie der Versicherten mit formlosem Schreiben 
vom 23. Juli 2024 (act. IIA A8) die Einstellung der Taggeldleistungen und 
Heilbehandlung sowie die Ausrichtung einer auf einer Integritätseinbusse 
von 10 % basierenden Integritätsentschädigung in Aussicht. Damit war die 
Versicherte nicht einverstanden (act. IIA A10), woraufhin die Hotela am 6. 
September 2024 (act. IIA A11) die folgende Verfügung erliess:

"1. Taggeldleistungen werden per 31. Dezember 2024 eingestellt.

 2. Der Integritätsschaden beträgt CHF 14'820.00.

 3. Es besteht kein Anrecht auf eine UVG-Rente.

 4. Heilungskosten werden ebenfalls per 31. Dezember 2024 eingestellt.

 5. […]"

Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache (act. IIA A12; A17) 
wies die Hotela mit Entscheid vom 31. Oktober 2024 (act. IIA A18) ab. 

B.

Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. November 2024 Be-
schwerde. Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides vom 31. Oktober 2024 bzw. die Ausrichtung weite-
rer Leistungen. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2025 beantragte die Hotela, vertre-
ten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der Beschwerde. 
Gleichzeitig reichte die Beschwerdegegnerin einen Bericht von Dr. med. 
E.________ vom 13. Januar 2025 (act. IIB M32) zu den Akten.

Mit Eingabe vom 28. Januar 2025 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
(sinngemässen) Anträgen in der Beschwerde vom 6. November 2024 fest. 
Zudem nahm sie Stellung zum Bericht von Dr. med. E.________ vom 
13. Januar 2025. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 6. September 2024 (act. 
IIA A11) bestätigende Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2024 (act. IIA 
A18). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatori-

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schen Unfallversicherung in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 6. Au-
gust 2022 über den 31. Dezember 2024 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 148 V 
356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 

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Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

2.3.2 Dem Erfordernis eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung als Voraussetzung für die Leistungspflicht der Versicherung 
kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 148 V 356 E. 3 S. 
358, 129 V 177 E. 3.3 S. 182). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Ge-
sundheitsschäden deckt sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten 
Unfallkausalität. Hier spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten ent-
scheidende Frage, ob das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenser-
fahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allge-
mein als begünstigt erscheint, für die Begründung der Leistungspflicht prak-
tisch keine Rolle (BGE 149 V 218 E. 5.2 S. 220).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbe-
handlung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente 
und Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass-
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 
UVG; BGE 149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 
199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massga-
be der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Diese Frage ist prospektiv zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 
8C_283/2009 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 S. 162, 
8C_183/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Es ist zu Recht unbestritten und steht fest, dass der Sturz mit dem 
E-Scooter am 6. August 2022, bei dem sich die Beschwerdeführerin einen 

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offenen Fussgelenksbruch rechts zugezogen hat (act. IIA A1), einen Unfall 
im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) darstellt (vgl. E. 2.2 vorne). Streitig und 
nachfolgend zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin den Fall 
zu Recht abgeschlossen hat. Grundlage für die Beurteilung dieser Frage 
bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Mög-
lichkeiten und der Krankheitsentwicklung (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_640/2022 vom 9. August 2023 E. 4.1.2).

3.2

3.2.1 Die Beschwerdeführerin zog sich beim Unfall vom 6. August 2022 
eine drittgradige offene OSG-Luxationsfraktur (OSG = oberes Sprungge-
lenk) rechts zu, welche am selben Tag mittels Plattenosteosynthese des 
OSG rechts operativ versorgt wurde (act. IIB M11; M13). Am 16. August 
2022 erfolgte eine Re-Osteosynthese des medialen Malleolus, eine Rekon-
struktion der tibialen Gelenkfläche mit Knorpel-/Knochenfragmenten und 
autologer tibialer Spongiosa (act. IIB M9). Am 16. Mai 2023 wurde das Os-
teosynthesematerial entfernt (act. IIB M21). 

3.2.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
23. Mai 2023 (act. IIB M23) im Wesentlichen eine posttraumatisch medial-
betonte OSG-Arthrose rechts. Radiologisch finde sich ein grosser Defekt im 
medialen Tibiaplafond. Die Beschwerdesymptomatik, die immer noch sehr 
ausgeprägt sei, sei dadurch hinreichend erklärt (S. 1). Er empfehle eine 
endoprothetische Versorgung (S. 2).

3.2.3 Dr. med. G.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 9. Oktober 
2023 (act. IIB M26) zwischenanamnestisch fest, Schmerzen verspüre die 
Beschwerdeführerin praktisch keine mehr. Sie sei mit dem Verlauf sehr 
zufrieden und aktuell unsicher, ob sie die geplante Operation mit einer 
OSG-Prothese vom 6. Oktober 2023 durchführen solle. Sie habe einen 
Arbeitsversuch zu 50 % unternommen, welcher mit leichtgradigen Be-
schwerden möglich gewesen sei (S. 1). In der Beurteilung hielt Dr. med. 
G.________ fest, es sei vereinbart worden, dass die Beschwerdeführerin 
ihre berufliche Tätigkeit zu 50 % aufnehme und am 2. Oktober 2023 Rück-

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meldung gebe. Sollte sie die Beschwerden weiterhin im Griff haben, werde 
die Operation verschoben. So wie es der Beschwerdeführerin heute gehe, 
erwarte sie – Dr. med. G.________ – aktuell eher, dass die Operation ver-
schoben werden könne (S. 2).

3.2.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
21. Dezember 2023 (act. IIB M27) "Aktuell" eine OSG-Distorsion mit latera-
ler Bandverletzung rechts sowie eine posttraumatisch medial betonte OSG-
Arthrose rechts. Zwischenanamnestisch hielt Dr. med. H.________ fest, es 
bestehe das Grundproblem mit der reduzierten Belastungsfähigkeit auf-
grund der schweren OSG-Arthrose. Die Beschwerdeführerin habe einen 
Arbeitsversuch gestartet und sei mit drei bis vier Stunden in der … am Li-
mit. Eine Belastungssteigerung scheine nicht möglich bei immer wiederkeh-
renden Schwellungszuständen und dann nachfolgend schwieriger 
Mobilisation nach den Belastungstagen. Dazu sei es nun zu einem Unfall 
gekommen mit einer OSG-Distorsion (S. 1). Ob mittels einer Prothesenver-
sorgung langfristig das Pensum erhöht werden könnte, sei mehr als frag-
lich, da eine relativ hohe Lauf- und Standbelastung in der … erwartet werde 
und mit diesem limitierten Pensum die Beschwerdeführerin weiter im Ar-
beitsprozess integriert bleiben könne (S. 2).

Mit weiterem Bericht vom 14. Juni 2024 (act. IIB M29) hielt Dr. med. 
H.________ anamnestisch fest, der Arbeitsversuch habe abgebrochen 
werden müssen. Die vier Stunden Belastung seien nicht möglich gewesen 
(S. 1). In der Beurteilung führte Dr. med. H.________ aus, es bestehe eine 
Arthrose, die in der Belastung symptomatisch sei. Der Knochendefekt me-
dial sei dokumentiert. Die Schwerarbeit als Helferin in der … mit grosser 
Laufstrecke und Gewichtsbelastung sei so nicht durchführbar. Auch lang-
fristig sehe er keine Möglichkeit, den Einstieg hier wieder zu schaffen. Auch 
mit einer prothetischen Versorgung oder einer Arthrodese sehe er keine 
Möglichkeit, in der Tätigkeit wieder eingegliedert zu werden, da keine ver-
besserte Einsatzfähigkeit zu erwarten sei. Auch die Möglichkeit für eine 
andere Tätigkeit oder Umschulung sei wahrscheinlich reduziert (S. 2).

3.2.5 Am 11. Juli 2024 (act. IIB M31) unterbreitete die Beschwerdegeg-
nerin Dr. med. E.________ die folgenden Fragen: 

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1. Ist der Fall stabilisiert bzw. kann man von der weiteren Behandlung noch eine 
wesentliche Besserung erwarten?

2. Ist die Arthrose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 
6. August 2022 zurückzuführen?

3. Wie hoch ist der Anteil der Arbeitsunfähigkeit in der üblichen Tätigkeit?
4. Wie hoch ist die Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit?
5. Gibt es eine Integritätsentschädigung zu leisten?
6. Evtl. Anmerkungen

Diese beantwortete Dr. med. E.________ im gleichentags verfassten Be-
richt wie folgt: 

1. Oui, mais vers une aggravation progressive.
2. Oui, arthrose secondaire post-traumatique.
3. 100 %.
4. 0 % dans une activité en position essentiellement assise.
5. 10 % selon la table V.
6. ---

3.2.6 Im Bericht vom 21. September 2024 (Akten der Beschwerdeführe-
rin [act. I] 3) hielt Dr. med. H.________ fest, nach seinem Verständnis liege 
augenblicklich kein Endzustand vor. Es beständen weiterhin verschiedene 
therapeutische Optionen, um die Beschwerden zu verbessern: Einerseits 
die Weiterführung der konservativen Massnahmen mit Schmerzmittelein-
nahme "und Aktivität Dosierung". Andererseits beständen zwei operative 
Optionen mit einer möglichen OSG-Arthrodese oder aber einer protheti-
schen Versorgung. In der Gesamtsituation sehe er weder einen medizini-
schen noch "versicherungstechnischen" Abschluss, da die 
Beschwerdeführerin sicher weitere Behandlungen benötigen werde. So-
dann sei die prozentuale Integritätsentschädigung definiert, die 30 % Ver-
lust entsprächen einem Totalverlust im Sinne einer Amputation des Fusses. 
Insofern entspreche eine Definition von 10-15 % durchaus der Situation.

3.2.7 Mit Bericht vom 13. Januar 2025 (act. IIB M32) hielt Dr. med. 
E.________ fest, die Beschwerdeführerin habe in den ersten sechs Mona-
ten des Jahres 2024 keinen Arzt aufgesucht und im Juni 2024 sei keine 
erneute Operation vereinbart worden, womit sich seit der Konsultation vom 
21. Dezember 2023 nichts verändert habe. Damit könne der Gesundheits-
zustand als stabilisiert beurteilt werden, bis ein Rückfall eine Operation 
notwendig mache. Eine durchgehend stehende Tätigkeit sei nicht mehr 
zumutbar. Mangels kontinuierlicher Behandlung sowie einer starken 
schmerzstillenden Medikation sei darauf zu schliessen, dass die Be-
schwerden bei fehlender Belastung nur schwach ausgeprägt seien. Infol-

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gedessen könne aus medizinischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit aner-
kannt werden. Die Tätigkeit müsste hauptsächlich in sitzender Position 
sein, aber dennoch mit der Möglichkeit, den Knöchel regelmässig zu bewe-
gen. Die Fortbewegung auf ebenen oder abschüssigen Flächen sowie auf 
Treppen sei eingeschränkt, ebenso das Heben von Lasten von regelmässig 
mehr als fünf bis sieben Kilo. Schliesslich betrage der Integritätsschaden 
10 % gemäss Tabelle 5. 

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

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3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Urteil 
des BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht pu-
bl. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107) – kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig-
nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachper-
sonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen 
oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlass-
ten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 
150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.4 Der Bericht von Dr. med. E.________ vom 13. Januar 2025 (act. 
IIB M32) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an medizinische 
Berichte und erbringt Beweis. Dabei schadet es nicht, dass es sich um ei-
nen Aktenbericht handelt, erfolgte die Stellungnahme doch basierend auf 
einem lückenlos erhobenen Befund (vgl. E. 3.3.2 vorne). Es lassen sich 
gestützt darauf sämtliche vorliegend relevanten, im medizinischen Kontext 
stehenden Tat- und Rechtsfragen beantworten. Insoweit die Beschwerde-
führerin Diskrepanzen zur Einschätzung ihres behandelnden Arztes Dr. 
med. H.________ geltend macht bzw. mit der Beurteilung von Dr. med. 
E.________ nicht einverstanden ist, ist darauf in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen. 

4.

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4.1 Die Beschwerdeführerin kritisiert den von der Beschwerdegegnerin 
vorgenommenen Fallabschluss als verfrüht. 

4.2

4.2.1 Wie in E. 2.4 vorne gezeigt, hat der Unfallversicherer den Fall ab-
zuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden 
kann. Dies ist nach der überzeugenden Einschätzung von Dr. med. 
E.________ hier der Fall, hielt dieser in seinem Bericht vom 13. Januar 
2025 (act. IIB M32) nach Würdigung sämtlicher im Recht liegender Berichte 
der behandelnden Ärzte doch fest, die Beschwerdeführerin habe in den 
ersten sechs Monaten des Jahres 2024 keinen Arzt mehr aufgesucht, wo-
mit – bis zum nächsten Eingriff – von einem stabilisierten Zustand ausge-
gangen werden könne. Im Lichte dieser Beurteilung erweist sich der 
Fallabschluss ohne weiteres als zulässig. Daran ändert auch der Bericht 
von Dr. med. H.________ vom 21. September 2024 (act. I 3), wonach der 
Endzustand nicht erreicht sei, weil noch verschiedene therapeutische Opti-
onen (OSG-Arthrodese oder prothetische Versorgung sowie konservative 
Massnahmen) beständen, nichts: Was die möglichen operativen Mass-
nahmen betrifft, ist festzuhalten, dass eine prothetische Versorgung bereits 
seit Mai 2023 diskutiert wird (act. IIB M21), indessen weder diese noch eine 
Arthrodese bis jetzt als notwendig erachtet wurden. Dass diese operativen 
Optionen theoretisch weiterhin zur Debatte stehen, ändert am Erreichen 
des unfallbedingten Endzustandes nichts, andernfalls es eine versicherte 
Person in der Hand hätte, durch eine mögliche, aber immer wieder ver-
schobene Operation den Fallabschluss und damit die Einstellung der vorü-
bergehenden Versicherungsleistungen zu verhindern. Was die 
Weiterführung konservativer und der Schmerzlinderung dienender Mass-
nahmen anbelangt, verkennt die Beschwerdeführerin, dass der Abschluss 
des Falles durch den Unfallversicherer lediglich voraussetzt, dass von wei-
teren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine 
ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist. Es geht demnach nicht 
um den "Endzustand der medizinischen Behandlung und Therapie", mithin 
um das Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung (Urteil des BGer 

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8C_102/2021 vom 26. März 2021 E. 6.4.1). Insoweit stehen Massnahmen 
zur Schmerzlinderung und Stabilisierung des Erreichten einem Fallab-
schluss nicht entgegen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute BGer] U 366/04 vom 6. März 2006 E. 4 sowie Urteil des 
BGer 8C_355/2007 vom 16. Mai 2008 E. 3.2.1). 

4.2.2 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass eine namhafte Verbesserung 
des Gesundheitszustandes in der Regel eine wesentliche Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit bedingt (vgl. E. 2.4 vorne). In den vor Erlass der Verfügung 
erstellten Berichten hielt es Dr. med. H.________ indessen für mehr als 
fraglich, ob mittels einer Prothesenversorgung eine Steigerung der Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit erzielt werden könnte (act. IIB M27 
S. 2). Dies bestätigte er im Bericht vom 14. Juni 2024 (act. IIB M29) und 
bezog diese Prognose auch auf eine allfällige Arthrodese. Dass anderwei-
tige medizinische Massnahmen die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
oder einer angepassten Tätigkeit zu steigern vermöchten, folgt aus seinen 
Berichten nicht und ist auch anderweitig nicht ersichtlich.

4.2.3 Schliesslich kann die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Stellung-
nahme vom 28. Januar 2025 auch aus dem Bericht des Dr. med. 
E.________ vom 11. Juli 2024 (act. IIB M31) nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten: Darin bejahte der beratende Arzt – in Übereinstimmung mit seinem 
Bericht vom 13. Januar 2025 (act. IIB M32) – eine Stabilisierung des Ge-
sundheitszustandes, ergänzte jedoch, dieser werde sich fortschreitend 
("progressive") verschlechtern. Entscheidend ist indes, dass den Berichten 
von Dr. med. E.________ keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, 
wonach von (konkret bezeichneten) weiteren medizinischen Massnahmen 
überwiegend wahrscheinlich eine namhafte Verbesserung des Gesund-
heitszustandes zu erwarten wäre. Sollte sich der Gesundheitszustand – wie 
prognostisch erwogen – im weiteren Verlauf spürbar verschlechtern, könnte 
die Beschwerdeführerin einen Rückfall bzw. Spätfolgen (Art. 11 der Ver-
ordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 
832.202]) geltend machen, worauf die Beschwerdegegnerin die Beschwer-
deführerin im (formlosen) Schreiben vom 23. Juli 2024 (act. IIA A8) denn 
auch hingewiesen hat. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

-13-

4.3 Zusammenfassend wecken die Berichte der Behandler keine auch 
nur geringen Zweifel (vgl. E. 3.3.3 vorne) am Beweiswert der Stellungnah-
me von Dr. med. E.________ vom 13. Januar 2025 (act. IIB M32). Nach-
dem Eingliederungsmassnahmen der IV nicht zur Debatte stehen, ist der 
mit formlosem Schreiben vom 23. Juli 2024 (act. IIA A8) vorgenommene 
und mit Verfügung vom 6. September 2024 (act. IIA A11) bzw. Einspra-
cheentscheid vom 31. Oktober 2024 (act. IIA A18) bestätigte Fallabschluss 
somit nicht zu beanstanden. 

5.

Mit dem Fallabschluss per Juli 2024 (vgl. E. 4.3 vorne) fiel der Anspruch 
auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG) dahin (vgl. E. 2.4 vorne). Soweit die Be-
schwerdegegnerin die entsprechenden Leistungen bis 31. Dezember 2024 
erbrachte, erfolgte dies zu Gunsten der Beschwerdeführerin.

6.

6.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet die Einstellung der Taggeld-
leistungen (Art. 16 f. UVG) per 31. Dezember 2024 (vgl. Beschwerde 
S. 2 f.; Stellungnahme vom 28. Januar 2025 S. 2). 

6.2 Die Beschwerdegegnerin verwies zur Begründung auf die Ein-
schätzungen von Dr. med. E.________ vom 11. Juli 2024 und 13. Januar 
2025 (act. IIB M31 f.), wonach in einer den Leiden angepassten Tätigkeit 
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. In der Folge gewährte sie der Be-
schwerdeführerin in der Verfügung vom 6. September 2024 (act. IIA A11) 
mit Blick auf den im Rahmen der Schadenminderungspflicht gebotenen 
Berufswechsel (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG) bzw. zwecks Stellensuche eine 
Frist von gut drei Monaten, wobei sie die Taggelder (bis 31. Dezember 
2024) weiterausrichtete. Es kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegne-
rin überhaupt verpflichtet war, die Beschwerdeführerin zu einem Berufs-
wechsel aufzufordern und eine Übergangsfrist zu gewähren (Art. 19 Abs. 1 
UVG; Urteil BGer 8C_83/2017 vom 11. Dezember 2017 E. 5.2 f.). Denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

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selbst wenn hier ein Taggeldanspruch auch nach dem Fallabschluss be-
standen hätte und eine Übergangsfrist zum Berufswechsel zu beachten 
gewesen wäre, stünde das Vorgehen der Beschwerdegegnerin im Einklang 
mit den rechtlichen Vorgaben (vgl. Urteil des BGer 8C_489/2021 vom 8. 
Februar 2022 E. 5), womit so oder anders kein Anspruch auf Taggeldleis-
tungen über den 31. Dezember 2024 hinaus besteht. 

7.

7.1 War der Fall abzuschliessen und sind die geklagten Beschwerden 
von Seiten des OSG rechts über den Fallabschluss hinaus natürlich und 
adäquat kausal auf den Unfall vom 6. August 2022 zurückzuführen (vgl. 
E. 2.3 vorne), ist der Rentenanspruch zu prüfen (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. 
E. 2.4 vorne). Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 6. Sep-
tember 2024 (act. IIA A11) einen Renten- bzw. Übergangsrentenanspruch 
verneint. Diesen Rentenentscheid hat die Beschwerdeführerin mit ihrem 
Vorbringen im Einspracheverfahren, sie verlange "weiterhin die volle Leis-
tungspflicht der Hotela ohne Einschränkung und ohne definiertes Ende" 
(act. IIA A17 S. 2), zumindest sinngemäss mitangefochten. Jedoch hat es 
die Beschwerdegegnerin unterlassen, die implizite Verneinung des Ren-
tenanspruchs zu begründen (act. IIA A18). 

7.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern 
sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat 
(aArt. 18 Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen und 
hier anwendbaren Fassung; zum anwendbaren Recht in zeitlicher Hinsicht, 
vgl. BGE 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95). Der Bundesrat regelt die Bemessung 
des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 
ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG). Nach Art. 20 Abs. 1 UVG beträgt 
die Invalidenrente bei Vollinvalidität 80 % des versicherten Verdienstes; bei 
Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt. 

Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

-15-

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 
180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

7.3

7.3.1 Gestützt auf den Bericht von Dr. med. E.________ vom 13. Januar 
2025 (act. IIB M32) steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdefüh-
rerin ihre angestammte Tätigkeit als … in der … aufgrund der unfallbeding-
ten Beeinträchtigungen nicht mehr ausüben kann. Hingegen erachtet 
Dr. med. E.________ eine den Leiden angepasste Tätigkeit als zu 100 % 
zumutbar (act. IIB M32). Diese Einschätzung überzeugt, nachdem sich die 
Beschwerdeführerin beim Unfall vom 6. August 2022 abgesehen vom 
Bruch des rechten Fussgelenks keine weiteren Verletzungen zugezogen 
hat und sich die nach Fallabschluss verbliebenen unfallbedingten gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen auf Beschwerden und Einschränkungen von 
Seiten des rechten Fussgelenks beschränken (vgl. E. 3.2 vorne). Zudem 
liegen keine (fach-)medizinischen Berichte im Recht, welche (auch nur ge-
ringe) Zweifel an der Einschätzung des beratenden Arztes der Beschwer-
degegnerin zu wecken vermöchten (vgl. E. 3.3.3 vorne). Dies gilt auch für 
den Bericht von Dr. med. H.________ vom 14. Juni 2024 (act. IIB M29), 
insoweit dieser festhielt, auch "die Möglichkeit für eine andere Tätigkeit 
oder Umschulung" sei wahrscheinlich reduziert. Denn diese Angaben sind 
zu unbestimmt und pauschal, als sie den Beweiswert der medizinisch-
theoretischen Beurteilung des Dr. med. E.________ auch nur gering in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

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Zweifel zu ziehen vermöchten (vgl. E. 3.3.3 vorne). Soweit die Beschwer-
deführerin in ihrer Stellungnahme vom 28. Januar 2025 eine allein 50%ige 
Arbeitsfähigkeit postuliert, kann sie sich somit nicht auf eine (fach-
)medizinische Einschätzung berufen. Im Übrigen begründet sie ihre Auffas-
sung mit dem von Dr. med. E.________ formulierten, eingeschränkten 
Belastungsprofil, welcher Aspekt jedoch von der zeitlich zumutbaren Ar-
beitsfähigkeit zu unterscheiden ist. Schliesslich wird im Rahmen der Auflis-
tung der Probleme der Beschwerdeführerin in der Beschwerde (S. 1 und S. 
2 unten) sowie in der Eingabe vom 28. Januar 2025 (S. 2) übersehen, dass 
hier allein die unfallbedingten Beeinträchtigungen massgebend sind, ist die 
Unfallversicherung doch – im Unterschied zur Invalidenversicherung – eine 
Kausalversicherung (Entscheid des BGer 8C_538/2007 vom 4. November 
2008 E. 2). 

Demnach hat die Beschwerdegegnerin der Invaliditätsbemessung zu Recht 
eine volle Arbeitsfähigkeit in einer den Leiden angepassten Tätigkeit zu-
grunde gelegt (act. IIA A11 S. 2). 

7.3.2 Was die erwerblichen Verhältnisse anbelangt, sind die Unterlagen 
jedoch lückenhaft. Gemäss Unfallmeldung vom 8. August 2022 war die 
Beschwerdeführerin im Unfallzeitpunkt in der … als … tätig (act. IIA A1 S. 
2). Nach derzeitiger Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass dies im 
Zeitpunkt des potentiellen Rentenbeginns per Januar 2025 anders gewe-
sen wäre. Entsprechend hätte die Bestimmung des Valideneinkommens 
gestützt auf die letzte Tätigkeit zu erfolgen, wobei die Lohnangaben pro 
2025 nicht aktenkundig sind. Da im UVG bereits ein Invaliditätsgrad von 
10 % rentenbegründend ist (vgl. E. 7.2 vorne), kann ein entsprechender 
Anspruch mit Blick auf das im Rahmen des Invalideneinkommens zu 
berücksichtigende und einschränkende Belastungsprofil nicht zum vorn-
herein ausgeschlossen werden. Die Sache ist damit insoweit an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach erfolgten Abklärungen 
zu den erwerblichen Verhältnissen erneut über den Rentenanspruch verfü-
ge.

8.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

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Zu prüfen bleibt schliesslich die Integritätsentschädigung. Diese legte die 
Beschwerdegegnerin basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % auf 
Fr. 14'820.-- fest (act. IIA A11 S. 3; A18 S. 5 Ziff. 6.2). 

8.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG). Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Die medizinische Abteilung der 
Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. 
Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine 
Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich. Soweit sie 
jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichstellung aller 
Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV 
vereinbar (Urteil des BGer 8C_316/2022, 8C_330/2022 vom 31. Januar 
2023 E. 6.1.1). 

Anhang 3 der bundesrätlichen Skala beziffert die Integritätseinbusse bei 
Verlust eines Fusses auf 30 %. Der Feinraster der Suva (Tabelle 5 
"Integritätsschaden bei Arthrosen", nachfolgend Suva-Tabelle 5) legt den 
Wert bei mässiger OSG-Arthrose auf 5-15 %, bei schwerer Arthrose auf 15-
30 % fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

-18-

8.2 Basierend auf einer röntgenologischen Untersuchung vom 14. Juni 
2024 (act. IIB M30) schätzte Dr. med. E.________ die Integritätseinbusse 
auf 10 % (act. IIB M31 f.), welcher Wert sich innerhalb der Richtwerte 
gemäss der Suva-Tabelle 5 bewegt. Dr. med. H.________ erachtete im 
Bericht vom 21. September 2024 einen Wert von 10-15 % als der Situation 
durchaus entsprechend (act. I 3). Indem er nicht weiter erläuterte, aus wel-
chen konkreten medizinischen Gründen ein höherer Wert als 10 % zu ver-
anschlagen wäre, vermag der Bericht auch in diesem Sinne keine auch nur 
geringen Zweifel am Beweiswert der Einschätzung von Dr. med. 
E.________ zu wecken, zumal auch anderweitig keine Anhaltspunkte er-
sichtlich sind, wonach der von Dr. med. E.________ festgelegte Wert die 
Integritätseinbusse nicht hinreichend berücksichtigen würde. Entsprechen-
des macht die Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend. Namentlich ist 
mit Blick auf die zur Diskussion stehende prothetische Versorgung darauf 
hinzuweisen, dass die Bemessung des Integritätsschadens bei Funktions-
ausfall oder Gebrauchsunfähigkeit eines Organs bei der Versorgung mit 
Endoprothesen ohnehin nach dem unkorrigierten Zustand erfolgt (BGE 150 
V 469 E. 3 S. 471). 

Demnach ist die von der Beschwerdegegnerin festgelegte Integritätsein-
busse von 10 % und der gestützt darauf ermittelte Integritätsschaden von 
Fr. 14'820.-- (10 % von Fr. 148'200.--; Art. 25 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 22 
Abs. 1 UVV) nicht zu beanstanden. 

9.

Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen, als 
der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2024 – soweit den 
Rentenanspruch betreffend – aufzuheben und die Sache an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen ist, damit sie nach Vornahme der Abklärungen 
im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. Soweit 
weitergehend, ist die Beschwerde abzuweisen. 

10. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

-19-

10.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

10.2 Trotz teilweisen Obsiegens hat die nicht anwaltlich vertretene Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da die 
Interessenwahrung keinen Arbeitsaufwand erforderte, der den Rahmen 
dessen überschreitet, was der einzelne üblicher- und zumutbarerweise 
nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu 
nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 
9.2.1).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der HOTELA VERSICHERUNGEN AG vom 31. Ok-
tober 2024 – soweit den Rentenanspruch betreffend – aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – über den 
Rentenanspruch neu verfüge. Im Übrigen wird die Beschwerde abge-
wiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2025, UV 200 2024 744

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3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.