# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce86b4a-4ce7-55a9-9c34-98b7d074a562
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-11-05
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2015 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2015
**Docket/Reference:** DB.2018.207
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2018.207--2-st.2018.248.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2018.207 
2 ST.2018.248 

Entscheid 

5. November 2019 

Mitwirkend: 

Einzelrichterin Barbara Collet und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

1.  A ,    
2.  B ,    

vertreten durch C AG,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2015 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2015 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  und  B (nachfolgend der/die Pflichtige,  zusammen  die Pflichtigen) dekla-

rierten  in  der  Steuererklärung  2015  ein  steuerbares  Einkommen  von  Fr.  156'100.-  

(direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  164'500.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern)  und  ein 

steuerbares Vermögen von Fr. 455'000.- (Staats- und Gemeindesteuern). Die Ehegat-

ten erzielten in der Steuerperiode 2015 Einkünfte aus ihrer unselbstständigen Erwerbs-

tätigkeit bei der D AG mit Sitz in E, an welcher sie massgeblich beteiligt sind. Als Fahr-

kosten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte führte (nur) der Pflichtige den Betrag von Fr. 

700.- für ein Fahrrad auf. Sodann deklarierten die Pflichtigen ein geleastes Privatfahr-

zeug mit Jahrgang 2014.  

Mit  Vorschlägen  vom  13.  September  2017  unterbreitete  das  kantonale  Steu-

eramt  den  Pflichtigen  die  beabsichtigte  Veranlagung  bzw.  Einschätzung  mit  einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 163'600.- (direkte Bundessteuer) bzw. einem solchen 

von Fr. 175'600.- (davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 9'000.-, Staats- und 

Gemeindesteuern) und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 455'000.-. Dabei rechne-

te die Steuerbehörde einen Betrag von Fr. 7'000.- beim Pflichtigen und Fr. 2'000.- bei 

der  Pflichtigen  als  verdeckte Gewinnausschüttung  auf,  da für  die  private  Nutzung  der 

Geschäftsfahrzeuge kein Privatanteil ausgeschieden worden sei. Den Veloabzug beim 

Pflichtigen strich sie sodann. Nachdem die Pflichtigen auf die Vorschläge nicht reagier-

ten, erhob das kantonale Steueramt diese am 3. November 2017 zum Entscheid.  

B. Hiergegen erhoben die Pflichtigen am 14. November 2017 Einsprache und 

beantragten,  auf  die  Aufrechnung  von  Privatanteilen  zu  verzichten.  Beide  Pflichtigen 

besässen  ein  Privatauto,  welches  auch  für  geschäftliche  Fahrten  benutzt  werde.  Auf 

eine  Auflage  vom  30.  November  2017  hin  reichten  die  Pflichtigen  sodann  Unterlagen 

ein. Gestützt auf diese neuen Akten erging am 14. März 2018 eine detaillierte neuerli-

che Auflage, auf welche die Pflichtigen trotz Mahnung vom 25. April 2018 nicht reagier-

ten. Am 22. August 2018 liess das kantonale Steueramt daher den Pflichtigen - gegen-

über  der  Veranlagungsverfügung  bzw.  dem  Einschätzungsentscheid  unveränderte  – 

Vorschläge  im  Einspracheverfahren  zukommen,  welche  von  den  Pflichtigen  weder 

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kommentiert,  noch  unterzeichnet  wurden.  Mit  Einspracheentscheiden  vom  17.  Okto-

ber 2018 schloss das kantonale Steueramt das Einspracheverfahren ab.  

C.  Am  15.  November  2018  erhoben  die  Pflichtigen  hiergegen  Beschwerde 

bzw. Rekurs mit dem Antrag, auf die beiden Aufrechnungen im Total von Fr. 9'000.- zu 

verzichten.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  bzw.  Rekursantwort 

vom 21. Dezember 2018 auf kostenfällige Abweisung der Rechtsmittel. Die Pflichtigen 

liessen sich daraufhin nicht mehr vernehmen. 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

1. a) Steuerbar sind gemäss Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die di-

rekte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 17 Abs. 1 des Steuergeset-

zes  vom  8.  Juni  1997  (StG)  alle  Einkünfte  aus  privat-  oder  öffentlich-rechtlichem  Ar-

beitsverhältnis 

inkl.  Nebeneinkünfte  wie  Entschädigungen  für  Sonderleistungen, 

Provisionen,  Zulagen,  Dienstalters-  und  Jubiläumsgeschenke,  Gratifikationen,  Trink-

gelder,  Tantiemen  und  andere  geldwerte  Vorteile.  Insbesondere  sind  nach  Art. 20 

Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller 

Art steuerbar. Gemäss Art. 20 Abs. 1bis DBG sind Dividenden, Gewinnanteile, Liquida-

tionsüberschüsse  und  geldwerte  Vorteile  u.a.  aus  Aktien  leidglich  im  Umfang  von 

60 Prozent  steuerbar,  wenn  diese  Beteiligungsrechte  mindestens  10  Prozent  des 

Grundkapitals  einer  Kapitalgesellschaft  darstellen.  Betreffend  Staats-  und  Gemeinde-

steuern unterliegen gemäss § 35 Abs. 4 StG sodann alle Erträge aus qualifizierten Be-

teiligungen einer Teilbesteuerung.  

b) Gemäss Weisung des kantonalen Steueramts über die Ermittlung des Na-

turaleinkommens  aus  der  Verwendung  eines  Geschäftsautos  für  private  Fahrten  bei 

Unselbstständigerwerbenden und des Privatanteils an den Autokosten bei Selbststän-

digerwerbenden  vom  13.  Oktober  2011,  ZStB  Nr.  17.1  (nachfolgend  Weisung)  ist  im 

Falle,  dass  dem  Arbeitnehmer  ein  Geschäftswagen  zur  Verfügung  gestellt  wird  und  

der  Arbeitnehmer  den  Geschäftswagen  auch  für  den  Privatgebrauch  benutzen  kann, 

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als Naturalleistung der Betrag von 0,8% des Kaufpreises des Geschäftswagens (exkl. 

Mehrwertsteuer)  pro  Monat  bzw.  von  9,6%  pro  Jahr,  mindestens  aber  CHF  150  pro 

Monat, unter Ziffer 2.2 des Lohnausweises zu deklarieren. Bei Leasingfahrzeugen tritt 

anstelle des Kaufpreises der Barkaufpreis (Weisung, Ziff. I 1.).  

c)  Natürliche  Personen  müssen  der  Steuererklärung  Lohnausweise  über  alle 

Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, Ausweise über Bezüge als Mitglied der 

Verwaltung oder eines anderen Organs einer juristischen Person sowie Verzeichnisse 

über sämtliche Wertschriften, Forderungen und Schulden beilegen (Art. 125 Abs. 1 lit. 

a-c DBG, § 134 Abs. 1 lit. a-c StG). Der Steuerpflichtige muss alles tun, um eine voll-

ständige  und  richtige  Veranlagung  zu  ermöglichen  (Art.  126  Abs.  1  DBG  bzw.  § 135 

Abs. 1 StG). Auf Verlangen der Veranlagungsbehörde muss der Steuerpflichtige insbe-

sondere Geschäftsbücher, Belege und weitere Bescheinigungen sowie Urkunden über 

den Geschäftsverkehr vorlegen (Art. 126 Abs. 2 DBG, § 135 Abs. 2 StG).  

d)  Der  Nachweis  für  steuerbegründende  und  -erhöhende  Tatsachen  obliegt 

der Steuerbehörde, derjenige für steueraufhebende und -mindernde Tatsachen grund-

sätzlich dem Steuerpflichtigen; er hat steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaup-

ten, sondern auch zu belegen (statt vieler BGE 140 II 248 E. 3.5 mit weiteren Hinwei-

sen).  Im  ordentlichen  Veranlagungsverfahren  hat  der  Steuerpflichtige  der  Veranlag-

ungsbehörde  die  rechtserheblichen  Tatsachen  mitzuteilen  und  die  entsprechenden 

Beweismittel  zu  beschaffen  (Art.  124-126  DBG,  Art.  42  StHG,  § 133-135  StG).  Diese 

Verfahrenspflichten ändern grundsätzlich nichts an der Beweislastverteilung. Ihre Ver-

letzung  und  die  daraus  folgende  Beweisnot  der  Steuerbehörde  kann  jedoch  gegebe-

nenfalls  zu  einer  Beweislastumkehr  führen.  Wirkt  der  Steuerpflichtige  nämlich  an  der 

Sachverhaltsermittlung nicht oder nicht gehörig mit, indem er den Aufforderungen der 

Veranlagungsbehörde  nicht  nachkommt  ist  die  Veranlagungsbehörde  regelmässig 

ausserstande, ihrer Untersuchungspflicht nachzukommen, gerät also in einen Untersu-

chungsnotstand,  welcher  ihre  Untersuchungspflicht  zwangsläufig  erlöschen  lässt 

(Zweifel/Casanova/  Beusch/Hunziker,  Schweizerisches  Steuerverfahrensrecht  Direkte 

Steuern, 2. A., 2018, § 14 N 11 f. mit weiteren Hinweisen).  

e) Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn eine juristische Person 

sich entreichert, während sie ihre Gesellschafter oder diesen nahestehende Personen 

bereichert.  Massgebend  für  die  Beurteilung  einer  verdeckten  Vorteilszuwendung  ist 

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dabei der Drittvergleich. Mithin ist zu prüfen, ob die geldwerte Leistung einer unbeteilig-

ten  Drittperson  ebenfalls  (im  selben  Umfang)  gewährt  worden  wäre  (Richner/Frei/ 

Kaufmann/Meuter, Art. 20 N 140 f. DBG und § 20 N 139 f. StG).  

f) Steuerveranlagungen erwachsen allein im Dispositiv in Rechtskraft. Frühere 

Veranlagungen sind für die Steuerbehörden in den nachfolgenden Perioden grundsätz-

lich  nicht  verbindlich  (vgl. BGr,  19. März  2003,  2P.292/2002;  BGr,  17.  Juli  1996, 

StE 1997 B 93.4 Nr. 4). 

2. a)  Die  Pflichtigen  wehren  sich  gegen  die  Aufrechnung  des  kantonalen 

Steueramts in der Höhe von Fr. 7'000.- beim Pflichtigen und Fr. 2'000.- bei der Pflichti-

gen,  welche  die Steuerbehörde  in der  Annahme von  Privatanteilen  an  Geschäftsfahr-

zeugen  steuererhöhend  berücksichtigte.  Hinsichtlich  der  Pflichtigen  machen  sie  gel-

tend, dass das von ihr benutzte Fahrzeug in der strittigen Steuerperiode 2015 mehr als 

zwölf  Jahre  alt  gewesen  sei  und  2016  habe  entsorgt  werden  müssen.  Eine  Aufrech-

nung  sei  daher  nicht  gerechtfertigt.  Was  den  Pflichtigen  betrifft,  so  habe  er  im  März 

2015 privat ein Fahrzeug erworben, während das ihm zugeordnete Geschäftsfahrzeug 

als reines Firmenfahrzeug genutzt worden sei. Kosten des Privatautos seien der D AG 

mit Ausnahme von anteiligen Treibstoffkosten nicht belastet worden. Eine Aufrechnung 

stehe ausser Diskussion.  

b)  Das  kantonale  Steueramt  begründete  die  Aufrechnung  im  Einspracheent-

scheid  vom  17.  Oktober  2018  damit,  dass  die  Pflichtigen  nicht  nachgewiesen  hätten, 

dass sie pro 2015 über private Fahrzeuge verfügten, welche sie benutzen konnten. Es 

dränge  sich  daher  die  Vermutung  auf,  dass  die  Geschäftsfahrzeuge  der  D  AG  auch 

privat  verwendet  worden  seien,  womit  eine  Aufrechnung  vorzunehmen  sei.  Im  vorlie-

genden  Verfahren  nahm  die  Steuerbehörde  Kenntnis  vom  privaten  Leasingfahrzeug 

des Pflichtigen per April 2015, erachtete es allerdings als widersprüchlich, dass in der 

Steuererklärung 2015 ein Privatfahrzeug mit Jahrgang 2014 und als Arbeitswegkosten 

lediglich Fr. 700.- für ein Fahrrad angegeben wurden.  

c)  Aus  den  Akten  ergibt  sich,  dass  bei  der  Arbeitgeberin  der  Pflichtigen,  der 

von  ihnen  beherrschten  D  AG,  pro  2015  für  zwei  Fahrzeuge,  nämlich  für  einen  F  mit 

dem Kennzeichen ZH … und einen G mit dem Kennzeichen ZH …, Kosten für Versi-

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cherungsprämien  und  Strassenverkehrsabgaben  sowie  daneben  Benzinkosten  und 

Kosten  von  Service  und  Pneuwechseln  in  der  Geschäftsbuchhaltung  erfasst  wurden. 

Die Fahrzeuge sind daher als Geschäftsfahrzeuge zu betrachten. Entsprechend ist der 

F  auch  auf  die  D  AG  eingelöst  und  wurde  2008  auch  von  dieser  erworben.  Sodann 

wurde im Leasingvertrag betreffend G, welcher ebenfalls mit der D AG abgeschlossen 

wurde,  ein vorwiegend beruflicher  bzw.  gewerblicher  Verwendungszweck angegeben. 

Da  die  Pflichtigen  schliesslich  trotz  Auflage  vom  14. März  2018  und  Mahnung  vom 

25. April 2018 nicht erklärten, wer – ausser ihnen – mit den beiden Fahrzeugen für die 

D AG gefahren ist, ist in Übereinstimmung mit dem kantonalen Steueramt davon aus-

zugehen,  dass  die  Pflichtigen  diese  Fahrzeuge  verwendeten.  Dies  zumal  die  Pflichti-

gen dies auch nicht bestreiten, sondern im Gegenteil vorbringen, dass sie diese Fahr-

zeuge benutzten.  

Damit verfügten die Pflichtigen pro 2015 aber je über ein Geschäftsfahrzeug, 

das ihnen offenbar auch für den Privatgebrauch zur Verfügung stand. Zwar wollen die 

Pflichtigen die Situation genau umgekehrt verstanden wissen, nämlich, dass die Fahr-

zeuge ihnen privat gehörten und sie diese auch für Geschäftsfahrten benutzten. Wie im 

vorstehenden Absatz gesehen,  sprechen  die  Akten  aber  eine  andere Sprache.  Stand 

den Pflichtigen  das  Geschäftsauto aber für  den privaten  Gebrauch  zur  Verfügung,  so 

streitet die natürliche Vermutung dafür, dass eine private Verwendung auch tatsächlich 

stattgefunden hat (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 130 N 12 DBG und § 138 N 23 

StG). Dies jedenfalls insoweit, als die Pflichtigen nicht daneben über ein weiteres (pri-

vates) Fahrzeug verfügten (hierzu später unter lit. d).  

Daraus  folgt,  dass  gestützt  auf  das  vom  kantonalen  Steueramt  am  14.  Juli 

2008  genehmigte Spesenreglement  sowie gemäss Weisung  (Weisung  Ziff.  I  1.)  dem-

nach für die private Nutzung der beiden Geschäftsfahrzeuge unter Ziff. 2.2 des Lohn-

ausweises  je  ein  Privatanteil  auszuweisen  gewesen  wäre  und  zwar  ungeachtet  des 

Alters  oder  des  Zeitwerts  des  Fahrzeugs  im  Umfang  von  monatlich  0.8 %  des  Kauf-

preises (exkl. Mehrwertsteuer). Da dies unterblieb, hat das kantonale Steueramt dies in 

der  Veranlagung  bzw.  Einschätzung  zu  Recht  korrigiert  und  diesen  Nutzungswert  als 

weitere geldwerte Leistungen bzw. Ertrag aus Beteiligungen aufgerechnet. Zumal nicht 

ersichtlich  ist,  aus  welchem  Grund  einem  beliebigen  Dritten  ein  Geschäftsauto  auch 

zur Privatnutzung hätte zugestanden werden sollen, ohne diesem den entsprechenden 

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Privatanteil im Lohnausweis aufzurechnen, liegt es auf der Hand, den Verzicht auf die 

Aufrechnung im Lohnausweis im Beteiligungsverhältnis begründet zu sehen.  

Die  von  den  Pflichtigen  zu  diesen  beiden  Fahrzeugen  eingereichten  Unterla-

gen  belegen  einen  Kaufpreis  für  den  F  von  Fr.  73'420.-  exkl.  Mehrwertsteuer 

(Fr. 79'000.-  inkl.  Mehrwertsteuer  von  7.6%)  sowie  für  den  G  von  Fr. 23'048.-  exkl. 

Mehrwertsteuer  (Fr.  24'800.-  inkl.  Mehrwertsteuer).  Dies  ergibt  somit  für  den  F  einen 

Privatanteil von Fr. 7'048.- und für den G einen solchen von Fr. 2'212.-. Die vom kan-

tonale Steueramt eingesetzten gerundeten Beträge sind demnach an sich nicht zu be-

anstanden, liegen sie doch bei Fr. 7'000.- und Fr. 2'000.-.  

d) Im vorliegenden Verfahren haben die Pflichtigen nun einerseits nachgewie-

sen, dass die Pflichtige per ... März 2016 als Halterin eines neuen G mit dem Kennzei-

chen ZH … eingetragen wurde. Auf die vorliegend zu beurteilende Steuerperiode 2015 

hat  dies  keine  jedoch  Auswirkung,  weshalb  der  Privatanteil  bei  ihr  ohne  Weiteres  bei 

Fr. 2'212.- zu belassen ist.  

Der  Pflichtige  andererseits  ist  –  wie  nunmehr  dargelegt  -  bereits  seit  ... März 

2015  Halter  eines  H  mit  dem  Kennzeichen  ZH  ….  Damit  darf  angenommen  werden, 

dass  er  ab  April  2015  für  private  Fahrten  dieses  zu  diesem  Zeitpunkt  um  einiges  hö-

herwertigere  Privatfahrzeug  benutzte.  Wenn  er  fortan  unter  anderem  auch  für  Ge-

schäftsfahrten  teilweise  sein  Privatauto  verwendete,  so  waren  diese  Auslagen  grund-

sätzlich  über  die  Pauschalspesen  gedeckt.  Der  Pflichtige  bezog  nämlich  zusätzlich 

zum  Lohn  und  nebst  effektiven  Spesenentschädigungen  für  Reise,  Verpflegung  und 

Übernachtung pro 2015 Pauschalspesen im Betrag von Fr. 12'000.-. In jenen sind die 

Geschäftsfahrten mit dem Privatwagen (mindestens im Ortsrayon von 30 km) enthalten 

(Zusatzreglement zum Spesenreglement - Ziff. 3, Pauschalspesen). Dass der Pflichtige 

keine  (Auto-)Kosten  für  den  Arbeitsweg  geltend  machte,  dürfte  sodann  mit  der  Nähe 

zwischen Wohn- und Arbeitsort zusammenhängen.  

Dies führt beim Pflichtigen zu einer Reduktion des Privatanteils am Geschäfts-

fahrzeug um 3/4 entsprechend der Nutzung des Privatautos ab April 2015, was einen 

verbleibenden  Privatanteil  am  Geschäftsfahrzeug  von  Fr. 1'762.-  ergibt.  Insgesamt  ist 

daher  die  Aufrechnung  lediglich  im  Umfang  von  Fr.  3'974.-  gerechtfertigt.  Was  die 

(private) Deklaration in der Steuererklärung 2015 eines Leasing-Fahrzeuges mit Jahr-

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gang 2014 betrifft, so ist damit wohl der  H, welcher allerdings wie erwähnt erst per ... 

März  2015  auf  den  Pflichtigen  übertragen  wurde,  gemeint.  Den  Nachweis,  dass  er  

(oder die Pflichtige) bereits ab 1.1.2015 Besitzer eines Privatfahrzeuges war, haben die 

Pflichtigen jedenfalls nicht erbracht.  

e)  Insgesamt  ergibt  sich  damit  folgende  Neuberechnung  (vgl.  Veranlagungs-

verfügung bzw. Einschätzungsverfügung vom 3. November 2017):  

Einkommen 

Staats- und Gem.steuern 

Direkte Bundessteuer 

Einkünfte Haupterwerb P1 

Einkünfte Haupterwerb P2 

Einkünfte Nebenerwerb P2 

Weitere geldwerte Leistung 

Total Wertschriftenertrag 

Total Ertrag aus EFH/STWE 

Total Einkünfte 

157'816 

  67'803 

    4'795 

    3'974 

    3'416 

  29'440 

267'244 

157'816 

  67'803 

    4'795 

    3'974 

    3'416 

  29'440 

267'244 

Abzüge 

Staats- und Gemeindesteuern 

Direkte Bundessteuer 

Total der Abzüge * 

  95'833 

103'223 

*  Abzüge  gemäss  (korrigierter)  Veranlagungsverfügung  bzw.  gemäss  Einschätzungsentscheid  vom 

3. November  2017  im  Total  von  Fr.  103'223.-  (direkte  Bundessteuer  2015,  Beteiligungsabzug  neu 

Fr. 1'589.60 anstelle von Fr. 3'600.-) bzw. Fr. 95'833.- (Staats- und Gemeindesteuern 2015).  

Staats- und Gem.steuern 

Direkte Bundessteuer 

Nettoeinkommen 

Gemeinnütz. Zuwendungen 

Reineinkommen 

Abzug für Ehegatten 

St.b. Einkommen unger. 

Steuerb. Eink. gerundet 

Davon Ertr. aus qual. Beteilig.  

171'411 

       750 

170'661 

           0 

170'661 

170'600 

    3'974 

164'021 

       750 

163'271 

    2'600 

160'671 

160'600 

    – 

3. Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung von Beschwerde und 

Rekurs. Trotz überwiegenden Obsiegens sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens 

vollumfänglich den Beschwerdeführern/Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 und 

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2 DBG bzw. § 151 Abs. 1 und 2 StG), da sie bei pflichtgemässem Verhalten schon im 

Veranlagungs- oder Einspracheverfahren hätten zu ihrem Recht kommen können (Vor-

lage  von  Fahrzeugausweis  und  Leasingvertrag  betreffend  das  Privatfahrzeug  des 

Pflichtigen  erst  im  vorliegenden  Verfahren).  Entsprechend  entfällt  auch  die  Zuspre-

chung  einer  Parteientschädigung,  welche  im  Übrigen  auch  nicht  beantragt  wurde 

(Art. 144  Abs. 4  DBG  i.V.m.  Art. 64  Abs. 1 - 3  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwal-

tungsverfahren  vom  20.  Dezember 1968  bzw.  § 152 StG  i.V.m.  § 17  Abs. 2  des  Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).  

Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

Steuerperiode 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 160'600.- veranlagt 

(Tarif gemäss Art. 36 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif). 

2.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Steuerpe-

riode 2015 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 170'600.- (davon Ertrag aus 

qualifizierten Beteiligungen von Fr. 3'974.-) und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 455'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verhei-

ratetentarif). 

[…] 

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