# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 461376e9-9d31-570c-8b3b-0de90732534e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.08.2016 ZK1 2016 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-123_2016-08-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 26. August 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 123 07. September 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Guetg

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 15. August 2016 wurde X._____, geboren am 
_____1952, durch den Amtsarzt Dr. med. A._____, Facharzt für Innere Medizin 
FMH, gestützt auf Art. 429 ZGB in der Klinik B._____, Psychiatrische Dienste 
Graubünden, O.1_____, fürsorgerisch untergebracht (vgl. act. 04.4). Als Grund für 
die Einweisung führte der einweisende Arzt paranoide Schizophrenie an.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob X._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführerin) am 15. August 2016, Poststempel vom 16. August 2016 (vgl. 
act. 01), Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden und beantragte die 
sofortige Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung.

C. Mit Schreiben vom 17. August 2016 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Klinik B._____ um Übermittlung 
eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, zur Art 
der Behandlung und insbesondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine für-
sorgerische Unterbringung noch gegeben seien. Gleichzeitig ersuchte der Vorsit-
zende um Einreichung der wesentlichen Klinikakten der Beschwerdeführerin, na-
mentlich Eintrittsbericht, Behandlungsplan und Krankengeschichte. Er setzte hier-
zu Frist bis zum 19. August 2016 (vgl. Korrespondenz act. 02).

D. Mit Schreiben vom 19. August 2016 (Poststempel) stellten die Psychiatri-
schen Dienste Graubünden die geforderten Unterlagen zu. Im Kurzbericht wird 
ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin seit Jahren eine paranoide Schizo-
phrenie bekannt sei und sie letztmals im Jahre 2010 in den Psychiatrischen Diens-
ten Graubünden (PDGR) stationär behandelt worden sei (vgl. act. 04.1). Die für-
sorgerische Unterbringung sei gestützt auf die angefochtene Verfügung von Dr. 
med. A._____ am 15. August 2016 aufgrund einer Exazerbation der Psychose 
erfolgt, wobei im Vordergrund Verfolgungswahn und Vergiftungsideen standen. 
Die Beschwerdeführerin habe ihre antipsychotische Medikation vor ca. eineinhalb 
Jahren selbständig abgesetzt und sie sei weder krankheits- noch behandlungsein-
sichtig. Weniger einschneidende Massnahmen als die stationäre Unterbringung 
seien derzeit nicht ersichtlich, da bei weiter anhaltender Psychose ausserhalb des 
stationären Rahmens Eigengefährdung bestehe (vgl. act. 04). 

E. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. August 2016 betraute der Vorsit-
zende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichtes von Graubünden C._____, Fach-
arzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, O.2_____, mit der Begutachtung der 

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Beschwerdeführerin und setzte ihm zur Einreichung eines Gutachtens eine Frist 
bis zum 24. August 2016. Im Gutachten sei darzulegen, ob und inwiefern ein Be-
darf an der Behandlung einer festgestellten psychischen Erkrankung bzw. an der 
Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit welcher konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rech-
nen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die 
Betreuung unterbliebe. Ebenso sei darzulegen, ob eine stationäre Behandlung 
bzw. Betreuung unerlässlich ist oder allfällige ambulante Alternativen bestehen 
würden. Auch sei über die glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 
Auskunft zu erteilen. Der Gutachter habe im Weiteren die Frage der Notwendigkeit 
einer Behandlung ohne Zustimmung zu beantworten (vgl. act. 05). 

F. Mit Kurzgutachten vom 22. August 2016 beantwortete der beauftragte Gut-
achter die ihm gestellten Fragen. Gestützt auf ein Gespräch mit der Beschwerde-
führerin sowie in Kenntnis der Vorakten hielt der Gutachter fest, dass die Be-
schwerdeführerin an einer floriden paranoiden Schizophrenie mit Beein-
trächtigungs- und Verfolgungsideen leide. Wenn diese nicht behandelt würde, be-
stehe die Gefahr einer erheblichen sozialen Selbstgefährdung z.B. durch die we-
gen der Paranoia eingeleiteten Scheidung. Ferner verfüge die Beschwerdeführerin 
über keinerlei Krankheits- und/oder Behandlungseinsicht. Die Beschwerdeführerin 
versuche, offensichtlich ihren Zustand zu normalisieren, indem sie ihre Symptoma-
tik als "Erschöpfungszustand" definiere. Unter diesen Umständen sei eine ambu-
lante Behandlung nicht möglich. Zudem sei ohne Einnahme von Neuroleptika eine 
Besserung ihres Zustandes in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Da die Prognose 
durch eine frühzeitige und verlässliche Einnahme verbessert würde, sei eine Be-
handlung ohne Zustimmung zu befürworten. Die fürsorgerische Unterbringung in 
einer psychiatrischen Anstalt sei angezeigt (vgl. act. 06). 

G. Am 26. August 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher die Beschwerde-
führerin persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird auf das 
separat angefertigte Protokoll (nachfolgend: Protokoll vom 26. August 2016) ver-
wiesen.

H. Mit Schreiben vom 26. August 2016 (Poststempel) wurde der Beschwerde-
führerin sowie der Klinik B._____ das vorzeitige Entscheiddispositiv zugestellt. 

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I. Auf die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 426 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzi-
ge kantonale Beschwerdeinstanz ist (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB in Ver-
bindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGz-
ZGB; BR 210.100]), hat die Beschwerdeführerin ihr Begehren um gerichtliche 
Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an das hierfür zuständige Gericht 
eingereicht.

b) Gegen die am 15. August 2016 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahe-
stehende Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwer-
de erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss 
Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der ge-
richtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinn-
gemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde die Beschwerde-
frist mit der Eingabe vom 15. August 2016, Poststempel vom 16. August 2016, 
gewahrt. Da keine Begründungspflicht besteht und aus besagter Eingabe mit hin-
reichender Klarheit geschlossen werden kann, dass die Beschwerdeführerin mit 
der – ihrer Ansicht nach – ungerechtfertigten fürsorgerischen Unterbringung in der 
Klinik B._____ nicht einverstanden ist und ihre sofortige Entlassung beantragt, ist 
auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten.

2.a) Art. 439 Abs. 3 ZGB sieht für die gerichtliche Überprüfung einer ärztlich an-
geordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe Anwendung der Be-
stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (Art. 
450a ff. ZGB). Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an sich 
das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt (vgl. da-
zu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Vom Verweis nicht erfasst wird da-
gegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der Be-
schwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschliessend geregelt sind (vgl. dazu 

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Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 38 zu Art. 439 ZGB). Zu beachten sind 
sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens 
(Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden 
Vorschriften enthält (vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt na-
mentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und 
Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfah-
rensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter 
Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren 
vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph 
Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenen-
schutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist 
ferner der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Be-
stimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbar 
erklärt, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit 
wurde im Kanton Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist 
Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär an-
wendbares Recht sowie auf die entsprechende kantonale Einführungsgesetzge-
bung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die Be-
stimmungen der ZPO über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen und 
Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen Be-
urteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen 
sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, 
wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch 
aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 40 
zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt 
sich schliesslich, dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie 
auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle 
Kognition zukommt. Weil die Vorinstanz jeweils keine Behörde, sondern entweder 
ein Arzt oder eine Einrichtung ist, hat das Gericht die Sache endgültig zu ent-
scheiden und diese nicht an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuwei-
sen. Das Rechtsmittel ist mithin reformatorisch. Das Urteil lautet entweder auf 

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Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Massnahme, wobei das Gericht die Mass-
nahme aber auch abändern kann, indem es die betroffene Person beispielsweise 
in eine andere Einrichtung einweist. Allenfalls kann sich auch eine Überweisung 
an die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde für weitere Abklärun-
gen und die Anordnung zusätzlicher Massnahmen als notwendig erweisen. Zur 
Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann in einem solchen Fall die Entlassung 
auch aufgeschoben werden, bis die zuständige Behörde die für ein Leben ausser-
halb der Einrichtung notwendigen Anordnungen getroffen hat (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB, welcher aufgrund von Art. 
Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss anwendbar ist, muss bei psychischen Störungen 
für den Entscheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung 
zwingend ein Gutachten eingeholt werden. Dieses muss von einem unabhängi-
gen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten Sachverständigen erstellt 
werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen 
Verfahren stellenden Fragen äussern muss (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 
48 ff. zu Art. 439 ZGB, und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB, sowie 
BGE 137 III 289 und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 
E. 5, jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem Kurzgutachten 
vom 22. August 2016 (Poststempel) von C._____, Facharzt Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, welcher die Beschwerdeführerin am 22. August 2016 persönlich 
untersuchte, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 26. August 2016 vor 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden wurde diese Vorgabe 
umgesetzt.

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 

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ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, 
dass der Arzt selber die Untersuchungen vornehmen muss und diese nicht durch 
Hilfspersonen vornehmen lassen darf. Er darf seinen Unterbringungsentscheid 
nicht nur auf Angaben Dritter stützen. Ebenfalls hat die Untersuchung dem Ein-
weisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen (Geiser/Etzensberger a.a.O., N 20 
ff. zu Art. 429/430 ZGB). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klini-
sche Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen 
Person eine eigene Meinung bilden (Olivier Guillod, in: Andrea Büchler et al. 
[Hrsg.], Erwachsenenschutz, FamKommentar, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB). 
Der Amtsarzt Dr. med. A._____, FMH für Innere Medizin, ist gemäss 
Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung zum 
Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) zur Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung befugt. Zudem enthält die Verfügung vom 15. August 
2016 die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. 

Die Beschwerdeführerin bestätigte in der Hauptverhandlung vom 26. August 2016, 
dass der einweisende Arzt, Dr. med. A._____, sie vorgängig in der Klinik besucht 
hatte und mit ihr ein Gespräch führte. Angaben über den genauen Ablauf des Ge-
spräches konnte sie jedoch keine machen (vgl. Protokoll vom 26. August 2016 S. 
2). Fraglich ist nun aber, ob die Beschwerdeführerin anlässlich dieses Gespräches 
rechtsgenügend untersucht wurde und die fürsorgerische Unterbringung gestützt 
auf aus der Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse verfügt wurde. Aus der Un-
terbringungsverfügung wird zumindest nicht ersichtlich, ob der Befund tatsächlich 
auf den persönlichen Beobachtungen von Dr. med. A._____ basiert (vgl. hierzu 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 22 zu Art. 429/430 ZGB). So führt 
dieser in der Unterbringungsverfügung lediglich den Befund der paranoiden Schi-
zophrenie auf und verweist allgemein auf die erfolgte Rücksprache mit Dr. med. 
D._____. Es ist kein Hinweis auf ein allfälliges Untersuchungsprotokoll ersichtlich, 
noch lassen sich weitere Informationen, beispielsweise betreffend Zeitpunkt, Dau-
er oder Ort, der Untersuchung entnehmen. Dies lässt erhebliche Zweifel an einer 
rechtsgenügend durchgeführten Untersuchung aufkommen. Immerhin kann ange-
nommen werden, dass bei einer erfolgten Untersuchung wenigstens auf die rele-
vanten Befundgrundlagen Bezug genommen worden wäre und die Unterbrin-
gungsverfügung mehr Informationen enthalten würde. Vor diesem Hintergrund 
liegt jedenfalls der Schluss nahe, dass Dr. med. A._____ auf eine eingehende 
persönliche Untersuchung verzichtete und die fürsorgerische Unterbringung einzig 
gestützt auf Erläuterungen sowie die Rückmeldung von Dr. med. D._____, Haus-

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arzt der Beschwerdeführerin, verfügte. Mithin wird die Frage aufgeworfen, ob die 
Verfügung an sich formell fehlerhaft ist. Diese Frage kann jedoch offen gelassen 
werden, da die Beschwerde ohnehin gutzuheissen ist, wie die nachfolgenden Er-
wägungen aufzeigen (vgl. E. 4. f.). 

4.) Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (vgl. Abs. 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(vgl. Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu 
vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Vor-
aussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend 
genannten (vgl. Christof Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 
12 zu Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], Fam-
Komm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustän-
de: psychische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Er-
forderlich ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendig-
keit der Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, 
dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise 
als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Einrichtung 
gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrich-
tung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1; 
5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedin-
gen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu recht-
fertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung 
oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung 
nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeits-
prinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

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a) C._____ stützt sich in seinem Kurzgutachten vom 22. August 2016 (vgl. act. 
06) nebst einer persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Auskünfte 
der behandelnden Ärzte der Klinik B._____, E._____, Co-Chefarzt, und Dr. med. 
F._____, Oberarzt der Station D11 / D12, Assistenzarzt Dr. G._____ und Frau 
H._____, Pflegefachfrau der Station D11. Er gelangt zum Schluss, dass bei der 
Beschwerdeführerin eine akute paranoide Schizophrenie (ICD-10, F 20.0) vorlie-
ge. Die Symptomatik sei nicht spektakulär, aber bei genauerem Nachfragen deut-
lich vorhanden. Die Beschwerdeführerin versuche, ihren Zustand zu normalisie-
ren, indem sie ihre Symptomatik als Erschöpfungszustand definiere. Die psychi-
sche Störung führe im Falle der Nichtbehandlung zu einer erheblichen sozialen 
Selbstgefährdung, z.B. durch die wegen der Paranoia eingeleiteten Scheidung. In 
Anbetracht der fehlenden Behandlungseinsicht der Beschwerdeführerin sei eine 
ambulante Behandlung nicht möglich und daher eine stationäre Behandlung uner-
lässlich. Da ohne die Einnahme von Neuroleptika eine Besserung des Zustandes 
nicht in absehbarer Zeit zu erwarten sei und die Prognose durch eine frühzeitige 
und verlässliche Einnahme verbessert werde, sei auch eine Behandlung ohne Zu-
stimmung zu befürworten.

a/aa) Ähnliches lässt sich im Übrigen dem Bericht der ärztlichen Leitung der Kli-
nik B._____ vom 19. August 2016 (act. 04) entnehmen. Aus diesem ergibt sich, 
dass die Beschwerdeführerin keine Krankheits- und Behandlungseinsicht zeige 
und sie ihre antipsychotische Medikation vor ca. anderthalb Jahren selbständig 
abgesetzt habe. Ziel des stationären Aufenthalts sei die kontinuierliche Gabe von 
Antipsychotika zur Reduktion der Psychose. Eine weniger einschneidende Mass-
nahme als die stationäre Unterbringung sei im Moment nicht ersichtlich, da bei 
weiter anhaltender Psychose ausserhalb dieses Rahmens Eigengefährdung be-
stehe. Worin die Eigengefährdung konkret bestehen würde, lässt sich aus genann-
tem Bericht nicht entnehmen. 

a/bb) In der Hauptverhandlung vom 26. August 2016 brachte die Beschwerdefüh-
rerin bezüglich ihres psychischen Gesundheitszustandes vor, an einem Erschöp-
fungszustand zu leiden (vgl. Protokoll vom 26. August 2016 S. 3). Das Gericht ver-
fügt vorliegend nicht über die entsprechende Fachkompetenz, um diese "Selbst-
diagnose" zu bestätigen oder als fehlerhaft zu qualifizieren. Doch unabhängig von 
der konkreten Bezeichnung des Krankheitsbefundes ist aufgrund der vorstehen-
den Ausführungen jedenfalls nicht zweifelhaft, dass bei der Beschwerdeführerin 
ein Schwächezustand in Form einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 
Abs. 1 ZGB vorliegt.

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b) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Der Gutachter C._____ hält die paranoide Schizo-
phrenie für behandlungsbedürftig, da ohne Einnahme von Neuroleptika eine Bes-
serung des Zustandes nicht in absehbarer Zeit zu erwarten sei und die Prognose 
durch eine frühzeitige und verlässliche Einnahme verbessert werde. Zudem sei 
unerlässlich, dass sich die Beschwerdeführerin einer adäquaten stationären Be-
handlung unterziehe, ansonsten die Gefahr einer erheblichen sozialen Selbstge-
fährdung bestehe. Auch im Bericht der Klinik B._____ vom 19. August 2016 wird 
die Notwendigkeit einer stationären Therapie sowie einer regelmässigen Medika-
menteneinnahme betont. Angesichts des Berichts der Klinik B._____ und des 
Gutachtens von C._____ erscheint die Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerde-
führerin zwar ausgewiesen, doch stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische Un-
terbringung angesichts des schweren Eingriffs in die persönliche Freiheit der Be-
schwerdeführerin vorliegend noch als verhältnismässig beurteilt werden kann.

c/aa) Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt werden darf, als mit einer konkreten Selbst- oder 
Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bun-
desgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Be-
treuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit 
oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die 
Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unter-
bliebe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen 
auf die Urteile des Bundesgerichts 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 
5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Die Person hat mithin besonders schutz-
bedürftig zu erscheinen. Generell ist davon auszugehen, dass für eine stationäre 
Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigengefährdung vorlie-
gen muss. Für eine Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig sein, d.h. Schä-
den müssen drohen, wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die Gegenwärtigkeit 
der Gefahr ist dabei gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereignis unmittelbar 
bevorsteht. Ebenso muss für eine Unterbringung eine erhebliche Gefahr ausge-
wiesen werden (Christof Bernhart, a.a.O., N 386 ff.)

c/bb) In Bezug auf die Fremdgefährdung ist festzuhalten, dass den Akten keiner-
lei Hinweise entnommen werden können, die auf ein fremdgefährdendes Verhal-
ten der Beschwerdeführerin hindeuten würden. Anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 26. August 2016 waren seitens der Beschwerdeführerin weder Aggressionen 
noch Gereiztheit zu spüren. Vielmehr vermittelte die Beschwerdeführerin einen 

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relativ ruhigen Eindruck. Das Gericht – soweit es dies beurteilen kann – konnte, 
trotz psychotischer Symptome, keine Fremdgefährdung erkennen. Was die Eigen-
gefährdung anbelangt, fehlen im Bericht vom 19. August 2016 konkrete Anhalts-
punkte, worin diese Selbstgefährdung bestehen würde, obschon ausgeführt wird, 
dass bei weiter anhaltender Psychose eine Eigengefährdung der Beschwerdefüh-
rerin bestehe, wenn sich diese ausserhalb eines stationären Umfelds bewege. In 
seinem Kurzgutachten vom 22. August 2016 verweist C._____ zwar auf die Ge-
fahr einer erheblichen sozialen Selbstgefährdung und verweist mitunter auf die 
infolge der Paranoia eingeleitete Scheidung. Darin kann jedoch nicht die geforder-
te konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung abgeleitet 
werden, um die fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Eine lediglich hypo-
thetische Gefährdung kann unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit 
nicht genügen.

d/aa) C._____ hält in seinem Gutachten fest, dass zurzeit nur eine Behandlung 
im stationären Rahmen erwogen werden könne. Eine ambulante Therapie erachte 
er als unzureichend. Dies aufgrund der fehlenden Krankheits- und Behandlungs-
einsicht der Beschwerdeführerin, womit die notwendige Medikation  nicht gesichert 
sei (vgl. act. 06). Ebenso lässt sich dem Bericht der Klinik B._____ vom 19. Au-
gust 2016 entnehmen, dass eine weniger einschneidende Massnahme als die Un-
terbringung auf der Station derzeit nicht ersichtlich sei (vgl. act. 04).

d/bb) Auch wenn sich die Beschwerdeführerin als behandlungsbedürftig erweist, 
rechtfertigt dies für sich allein noch keine fürsorgerische Unterbringung. Da vorlie-
gend keine hinreichend konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbst- oder 
Fremdgefährdung besteht (vgl. vorstehend E. 4c/aa ff.) und sich die Beschwerde-
führerin an der Hauptverhandlung in einer relativ guten Verfassung gezeigt hat, 
kann die Betreuung auch im Rahmen einer ambulanten Therapie erfolgen. Anläss-
lich der richterlichen Befragung liess sich ferner feststellen, dass die Beschwerde-
führerin zwischenzeitlich zumindest bedingt krankheitseinsichtig ist. So führte sie 
anlässlich ihrer Anhörung vom 26. August 2016 aus, dass es ihr grundsätzlich 
egal sei, wie ihre Erkrankung genannt werde, mithin anerkennt sie zumindest im-
plizit das Vorliegen einer Erkrankung (vgl. Protokoll vom 26. August 2016 S. 2 f.). 
Überdies teilte sie dem Gericht glaubhaft mit, dass sie im Falle ihrer Entlassung 
aus der Klinik die ambulante Medikation wieder aufnehmen und weiterführen wer-
de. Auch wenn die Beschwerdeführerin ihre psychischen Probleme teilweise rela-
tiviert, besteht nach dem Gesagten zumindest in einem gewissen Masse eine 
Krankheits- und Behandlungseinsicht. Da die Beschwerdeführerin eine Behand-
lung im ambulanten Rahmen nicht ablehnt, besteht die Chance, dadurch den Weg 

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zu einer weitergehenden Krankheitseinsicht zu ebnen. Im Ergebnis erweist sich 
die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung somit auch unter diesem Ge-
sichtspunkt als unverhältnismässig.

e) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für die 
Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung nicht erfüllt sind. Auch wenn ein 
behandlungsbedürftiger Schwächezustand der Beschwerdeführerin besteht, ver-
mag deren derzeitige gesundheitliche Verfassung, welche nach Meinung des Ge-
richts soweit als relativ stabil bezeichnet werden kann und auch gemäss der gut-
achterlichen Beurteilung keine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung, zumindest 
in rechtsgenügender Hinsicht, ersehen lässt, einen derart einschneidenden Frei-
heitsentzug wie die stationäre Unterbringung nicht zu rechtfertigen. Gestützt auf 
die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen Befragung (vgl. 
Protokoll vom 26. August 2016) sowie das Kurzgutachten (vgl. act. 06) kann über-
dies festgehalten werden, dass der Ausgang, welcher ihr während ihres Klinik-
aufenthaltes gewährt wurde, gut funktionierte (zweimaliger unbegleiteter Ausgang 
im Zeitraum vom 15. August bis zum 22. August 2016). Deshalb ist einer länger-
dauernden fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ auch unter diesem 
Gesichtspunkt jegliche Notwendigkeit abzusprechen ist. Damit ist die ärztliche 
Einweisungsverfügung vom 15. August 2016 aufzuheben und die Beschwerdefüh-
rerin aus der Klinik zu entlassen. Die vorliegende Beschwerde gegen die fürsorge-
rische Unterbringung ist folglich gutzuheissen. 

f) Abschliessend ist von dem anlässlich der Anhörung vom 26. August 2016 
geäusserten Willen der Beschwerdeführerin Vormerk zu nehmen, gemäss wel-
chem sie freiwillig in der Klinik B._____ verbleiben wolle, bis eine geeignete Lö-
sung betreffend ihre Wohnsituation gefunden sei (vgl. Protokoll vom 26. August 
2016 S. 4). 

5. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Antrag auf sofortige Entlassung 
aus der Klinik B._____ umfassend durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensaus-
gang verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
CHF 2'645.-- (CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'145.-- Gutachterkosten) 
beim Kanton Graubünden. Da die Beschwerdeführerin anwaltlich nicht vertreten 
war, ist im vorliegenden Verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben. 

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Beschwerdeführerin damit 
einverstanden ist, freiwillig in der Klinik B._____ zu verbleiben, bis eine ge-
eignete Lösung bezüglich ihrer Wohnsituation gefunden ist. 

3. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, um die Nachbe-
treuung der Beschwerdeführerin, insbesondere betreffend ihre Wohnsituati-
on sowie einer allfälligen ambulanten Nachbetreuung, besorgt zu sein. 

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'645.-- (CHF 
1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'145.-- Gutachterkosten) verbleiben 
beim Kanton Graubünden.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: