# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 756de609-99c4-5d4a-a311-38c96d3bda3e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-02-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.02.2015 D-833/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-833-2015_2015-02-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-833/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  F e b r u a r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner;   

Gerichtsschreiberin Christa Grünig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), Kongo (Kinshasa),   

vertreten durch Alfred Ngoyi wa Mwanza,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration  

(SEM; zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 27. Januar 2015 / N (…). 

 

 

 

D-833/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 

(…) verliess, sich via B._______ und C._______ nach D._______ begab 

und von dort auf dem Seeweg nach Griechenland gelangte, von wo aus er 

über E._______, F._______, Ungarn, G._______ und H._______ illegal in 

die Schweiz einreiste, 

dass der Beschwerdeführer am 8. Dezember 2014 im Empfangs- und Ver-

fahrenszentrum (EVZ) I._______ um Asyl nachsuchte, 

dass der Beschwerdeführer am 6. Januar 2015 im EVZ K._______ zu sei-

ner Person (BzP) befragt wurde und unter anderem ausführte, er sei im 

(…) in Griechenland eingereist, habe zunächst auf der Strasse gelebt, 

habe sich dann als Minderjähriger ausgegeben und im (…) Asyl sowie ei-

nen für sechs Monate gültigen Aufenthaltstitel bekommen, 

dass er nach der Schliessung seiner Unterkunft in Griechenland nach Un-

garn und H._______ gegangen und dort jeweils inhaftiert worden sei,  

dass ihm das rechtliche Gehör zu einem Nichteintretensentscheid bezie-

hungsweise zur Zuständigkeit von Griechenland, Ungarn, G._______  oder 

H._______ gewährt wurde, 

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführte, nicht bereit zu sein, 

irgendwo anders hinzugehen, und es in Griechenland sowie Ungarn keine 

Menschenrechte gebe, man dort nicht sicher sei und diese Länder wie sein 

Heimatland seien, 

dass er in allen Ländern, in welche er gegangen sei, verhaftet und ins Ge-

fängnis gesteckt worden sei, in der Schweiz dies nicht geschehen sei, was 

zeige, dass es hier – im Gegensatz zu den erwähnten Ländern – Men-

schenrechte gebe,  

dass in den erwähnten Ländern niemand seine Sprache gesprochen habe 

und man sich in der Schweiz bemüht habe, einen Dolmetscher zu finden, 

dass das SEM mit Verfügung vom 27. Januar 2015 – eröffnet am 2. Feb-

ruar 2015 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Ungarn anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

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Seite 3 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Februar 2015 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, der angefochtene Entscheid des SEM sei aufzuheben, und 

dieses sei anzuweisen, auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzu-

treten, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das SEM zurück-

zuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Anordnung vorsorglicher Massnahmen 

und um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 

65 Abs. 1 VwVG ersuchte, 

dass auf die Begründung der Beschwerde – soweit entscheidwesentlich – 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Februar 2015 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 4 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Ka-

pitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

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Seite 5 

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags in einem an-

deren Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet 

eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe 

der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank ergab, dass dieser am 25. Oktober 2013 in Ungarn ein 

Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das SEM die ungarischen Behörden am 16. Januar 2015 um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 23 Dublin-III-VO er-

suchte, 

dass die ungarischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 23. Ja-

nuar 2015 zustimmten, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe zur Zuständig-

keit Ungarns im Wesentlichen ausführen lässt, das SEM hätte Griechen-

land statt Ungarn anfragen müssen, zumal er sich dort längere Zeit aufge-

halten und einen Aufenthaltstitel von sechs Monaten erhalten habe, 

dass deshalb der Sachverhalt unrichtig und unvollständig erhoben worden 

sei und das SEM zudem die Begründungspflicht verletzt habe, indem es in 

der angefochtenen Verfügung nicht auf den Aufenthalt in Griechenland ein-

gegangen sei, 

dass diesbezüglich auf den (immer noch geltenden) Grundsatzentscheid 

BVGE 2011/35 (mit Verweis auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs 

für Menschenrechte [EGMR] M.S.S. vom 21. Januar 2011) zu verweisen 

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ist, gemäss welchem die Zugangsbedingungen zu den Asylverfahren in 

Griechenland sowie der Ablauf dieser Verfahren die Gefahr von Verletzun-

gen zwingender völkerrechtlicher Normen mit sich bringe und im Fall von 

Griechenland die Vermutung, wonach dieses Land seinen völkerrechtli-

chen Verpflichtungen nachkomme, nicht mehr gelte, 

dass das SEM in Beachtung dieser Rechtsprechung folglich Ungarn, wo 

der Beschwerdeführer am 25. Oktober 2013 um Asyl nachgesucht hatte, 

anfragte, und sich Ungarn zur Prüfung des durch den Beschwerdeführer 

gestellten Antrags auf internationalen Schutz als zuständig erachtete, 

dass in diesem Zusammenhang keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

feststellbar ist, weshalb kein Anlass besteht, die Sache an die Vorinstanz 

zur Neubeurteilung zurückzuweisen, 

dass auf Beschwerdeebene im Weiteren ausgeführt wird, gestützt auf 

Art. 13 Abs. 2 Dublin-III-VO sei die Schweiz – und nicht Ungarn – für die 

Behandlung des Asylgesuchs zuständig, da der Beschwerdeführer seit 

dem 29. April 2014 in Ungarn als verschwunden gegolten habe, er danach 

keine "Spuren" hinterlassen habe, am 27. Mai 2014 in die Schweiz einge-

reist sei und am 8. Dezember 2014 um Asyl nachgesucht habe, 

dass vorab festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer – dieser unterliess 

es bis zum heutigen Tag, rechtsgenügliche Identitätspapiere zu den Akten 

zu legen – seinen angeblichen Aufenthalt bei "einer Frau in Genf" vom 27. 

Mai 2014 bis zum Einreichen des Asylgesuchs am 8. Dezember 2014 we-

der substantiiert ausgeführt noch in irgendeiner Weise nachgewiesen hat, 

dass der auf Beschwerdeebene gezogene Schluss, das SEM gehe implizit 

vom 27. Mai 2014 als Einreisedatum aus, da die Vorinstanz es unterlassen 

habe, den Beschwerdeführer diesbezüglich vertiefter zu befragen, nicht zu-

lässig ist, und im Weiteren darauf hinzuweisen ist, dass die Untersu-

chungspflicht der Behörden ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht eines 

Gesuchstellers findet (vgl. Art. 8 AsylG), der auch die Substantiierungslast 

trägt (vgl. Art. 7 AsylG), 

dass auch das auf dem N-Ausweis aufgedruckte Datum vom 27. Mai 2014 

seine angeblich an diesem Datum erfolgte Einreise in die Schweiz nicht zu 

erhärten vermag, da sich dieses Datum lediglich auf seine unsubstantiier-

ten Angaben stützt, 

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dass somit der in Art. 13 Abs. 2 Dublin-III-VO festgelegte – allenfalls für die 

Zuständigkeit der Schweiz relevante – ununterbrochene Aufenthalt von 

mindestens fünf Monaten in einem Mitgliedstaat – unbesehen der anderen 

Voraussetzungen – nicht auf der Grundlage von Beweismitteln oder Indi-

zien festgestellt werden kann, zumal die Ausführungen des Beschwerde-

führers zum Reiseweg vage, unsubstantiiert und teilweise unglaubhaft aus-

gefallen sind, 

dass es sich im Weiteren bei einem N-Ausweis nicht um einen Aufenthalts-

titel im Sinne von Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO handelt, da Aufenthaltstitel, 

die während der zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats entspre-

chend dieser Verordnung erforderlichen Frist oder während der Prüfung 

eines Antrags auf internationalen Schutz oder eines Antrags auf Gewäh-

rung eines Aufenthaltstitels erteilt werden, ausgenommen sind (Art. 2 Bst. 

l Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer somit aus dem angeblichen Aufenthalt in der 

Schweiz vom 27. Mai 2014 bis zur Einreichung des Asylgesuches am 

8. Dezember 2014 – während dieser Zeit habe er erfolglos versucht, seinen 

hier lebenden Bruder zu finden – nichts für sich ableiten kann, 

dass aufgrund der Akten nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdefüh-

rer habe sich nach seiner Ausreise aus Ungarn drei Monate in einem Staat 

ausserhalb des Dublin-Raumes aufgehalten (Art. 18 Abs. 2 Dublin-III-VO),  

dass die Zuständigkeit Ungarns somit grundsätzlich gegeben ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in einer Analyse der Situation von 

Asylsuchenden in Ungarn und des dortigen Asylverfahrens unter Einbezug 

der (damals) aktuellsten Entwicklungen im Urteil E-2093/2012 vom 9. Ok-

tober 2013 zum Schluss gelangt ist, dass die Überstellung von Asylsuchen-

den nach Ungarn im Rahmen des Dublin-Regelwerks nicht generell die 

Gefahr einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder einer 

Verletzung des Prinzips des Non-Refoulement mit sich bringt und daher 

nicht generell unzulässig ist (vgl. dort E. 9),  

dass es auch im heutigen Zeitpunkt keine wesentlichen Gründe für die An-

nahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Antrag-

steller in Ungarn würden systemische Schwachstellen aufweisen, die eine 

Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne 

von Art. 4 EU-Grundrechtecharta mit sich bringen, 

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Seite 8 

dass Ungarn Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen grundsätzlich nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, Ungarn anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie), ergeben 

(vgl. beispielsweise Urteil des BVGer D-5510/2014 vom 3. Oktober 2014), 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass die in der BzP vom 6. Januar 2015 geäusserte Befürchtung des Be-

schwerdeführers, in Ungarn inhaftiert zu werden, nicht grundsätzlich unbe-

gründet ist, er jedoch die Möglichkeit hat, eine allfällig angeordnete Haft 

der ungarischen Verwaltungsbehörden gerichtlich überprüfen zu lassen, 

und zudem darauf hinzuweisen ist, dass es auch in der Schweiz möglich 

und üblich ist, illegal anwesende Personen oder rechtskräftig abgewiesene 

Asylbewerber in Ausschaffungshaft zu nehmen (vgl. Urteil des BVGer E-

2755/2014 vom 26. Juni 2014), 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die ungarischen Behörden würden sich weigern, ihn wieder aufzu-

nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Ungarn werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein 

Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches 

Land gezwungen zu werden,  

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Seite 9 

dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme 

dargetan hat, Ungarn würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmericht-

linie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich 

bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die 

ungarischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedin-

gungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmericht-

linie), 

dass der Beschwerdeführer sodann gesundheitliche Probleme (Schmer-

zen in der Herzregion und Kopfschmerzen) geltend macht und den Akten 

zu entnehmen ist, dass er (…) nimmt, 

dass sich der Beschwerdeführer am (…) wegen Grippesymptomen und 

Unwohlsein in ärztliche Behandlung begab, betreffend seine geltend ge-

machten gesundheitlichen Beschwerden (Schmerzen in der Herzregion 

und Kopfschmerzen) jedoch bis heute keinen ärztlichen Befund ins Recht 

legte, 

dass im Übrigen eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit ge-

sundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschritte-

nen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet 

(vgl. BVGE 2011/9 E. 7, mit Hinweisen auf die Praxis des EGMR), 

dass aufgrund der Akten dies im vorliegenden Fall für die Situation des 

Beschwerdeführers nicht zutrifft,  

dass im Übrigen Ungarn über eine ausreichende medizinische Infrastruktur 

verfügt (vgl. beispielsweise Urteil des BVGer D-6089/2014 vom 10. No-

vember 2014 E. 4.3.2.4), 

dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern die erforderliche medizinische 

Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt erforder-

liche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Störungen 

umfasst, zugänglich machen müssen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie), 

und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche me-

dizinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich erforderlichenfalls einer ge-

eigneten psychologischen Betreuung) zu gewähren haben (Art. 19 Abs. 2 

Aufnahmerichtlinie),  

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Seite 10 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-

mung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerdeführen-

den Rechnung tragen und die ungarischen Behörden vorgängig in geeig-

neter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren 

werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhal-

ten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und die übrigen Beschwerdevorbringen zu keiner anderen Einschätzung 

führen, weshalb es sich erübrigt, weiter darauf einzugehen,  

dass – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufent-

halts- oder Niederlassungsbewilligung ist – das BFM zu Recht in Anwen-

dung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Ungarn angeordnet hat 

(Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, 

SR 142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die vorins-

tanzliche Verfügung zu bestätigen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil das Gesuch um Anordnung vorsorglicher 

Massnahmen gegenstandslos wird, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 

ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt 

– als aussichtlos zu bezeichnen waren, 

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Seite 11 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–(Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Wespi Christa Grünig 

 

 

Versand: