# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1117291-31bf-5a6f-be55-10d92df45109
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.03.2024 810 2023 137 (810 23 137)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-137_2024-03-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. März 2024 (810 23 137) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Submission 

 

 

Submission Reservoirbehälter / Ausschluss aus dem Verfahren 

 

 
Besetzung Vorsitzender Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichter Hans Furer, Markus 

Clausen, Daniel Noll, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreibe-
rin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____ AG, vertreten durch B.____ und C.____, Beschwerdeführerin, 
vertreten durch Peter Bürki, Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Einwohnergemeinde D.____, Vorinstanz 
 

 E.____ GmbH, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Vergabe Behälter Reservoir / Ausschluss aus dem Verfahren  
(Entscheid der Einwohnergemeinde D.____ vom 6. Juni 2023) 
 

 
 
 
 
A. Die Einwohnergemeinde D.____ (Gemeinde) richtet ihre Wasserbeschaffung neu aus. 
Dazu ist der Neubau eines Reservoirs inkl. Ableitung in D.____ sowie eine Verbindungsleitung 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zum Reservoir in F.____ notwendig. Für die Versorgung der Hochzone muss ein neues System 
für die Druckhaltung gesucht werden. Im Rahmen dieses Projekts wurden die Fertigbauwerke 
"Trinkwasserreservoir Wasserschöpfli" und "Druckerhöhung Höhe" im Einladungsverfahren mit 
Eingabetermin bis 12. Mai 2023 ausgeschrieben. In der Folge reichten vier eingeladene Anbie-
tende, darunter die A.____AG, ein Angebot ein.  
 
B. Mit Entscheid der Gemeinde vom 6. Juni 2023 wurde das Angebot der A.____AG vom 
Verfahren ausgeschlossen. Gleichentags erteilte die Gemeinde der E.____ GmbH den Zu-
schlag. 
 
C. Mit Schreiben vom 22. Juni 2023 erhob die A.____AG, vertreten durch Peter Bürki, 
Rechtsanwalt, gegen den Verfahrensausschluss beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde. Es wurde beantragt, 
die Verfügung vom 6. Juni 2023 sei aufzuheben. Der Vergabeentscheid sei aufzuheben und die 
Vorinstanz sei anzuweisen, die zu vergebenden Arbeiten im offenen oder selektiven Verfahren 
zu vergeben. Eventualiter sei der Auftrag zu den von der Beschwerdeführerin offerierten Bedin-
gungen an sie zu vergeben. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, die aufschie-
bende Wirkung sei zu gewähren und die Vorinstanz sei zu verpflichten, den Vertragsabschluss 
für das Projekt bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids zu sistieren. Alles unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Vergabe im Einla-
dungsverfahren durchgeführt worden sei, obwohl alle vier eingeholten Offerten über 
Fr. 500'000.-- gelegen seien und somit das offene oder selektive Verfahren hätte eingehalten 
werden müssen. 
 
D. Mit Verfügung vom 23. Juni 2023 wurde der Beschwerde superprovisorisch die auf-
schiebende Wirkung erteilt und der Vorinstanz superprovisorisch untersagt, den Vertrag abzu-
schliessen bzw. Vollzugshandlungen vorzunehmen. Die Vorinstanz reichte am 6. Juli 2023 die 
Vorakten ein und erklärte sich mit der Erteilung der aufschiebenden Wirkung einverstanden.  
 
E. Mit Verfügung vom 10. Juli 2023 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
erteilt. 
 
F. Am 27. Juli 2023 reichte die Vorinstanz ihre Vernehmlassung mit dem Rechtsbegehren 
ein, die Beschwerde sei abzuweisen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass 
die Beschwerdeführerin durch die Wahl des Einladungsverfahrens keinen Nachteil erlitten habe. 
Sie habe am Verfahren teilnehmen können und habe basierend auf denselben Informationen 
wie die übrigen eingeladenen Anbieterinnen die Möglichkeit gehabt, ein Angebot einzureichen. 
Ein wirksamer Wettbewerb habe somit stattfinden können. Der Ausschluss vom Verfahren habe 
mit der gewählten Verfahrensart nichts zu tun. Das Angebot wäre nicht anders beurteilt worden, 
wenn die Vergabe im offenen Verfahren durchgeführt worden wäre. 
 
G. Mit Schreiben vom 8. August 2023 reichte die Vorinstanz die vollständigen Vorakten 
ein. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

H. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 15. August 2023 ihre Replik ein und 
die Vorinstanz duplizierte mit Eingabe vom 6. September 2023. 
 
I. Mit Verfügung vom 6. November 2023 wurde die Zuschlagsempfängerin zur Gewäh-
rung des rechtlichen Gehörs zum Verfahren beigeladen und liess sich mit Eingabe vom 
20. November 2023 vernehmen. Dabei schloss die Beigeladene auf Abweisung der Beschwer-
de. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die auf dem Markt bekannten Anbie-
ter zum Verfahren eingeladen worden seien. Sie hätten die Möglichkeit gehabt, basierend auf 
den Informationen ein Angebot einzureichen. Behälter mit einem so grossen Volumen seien in 
der Schweiz erstmals ausgeschrieben worden, weshalb allen Beteiligten Erfahrungswerte über 
solche Kosten gefehlt hätten. 
 
J. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 29. November 2023 eine Stellung-
nahme ein und hielt unter anderem fest, dass sie für zwei andere Gemeinden Behälter in dieser 
Grössenordnung gebaut habe, was zeige, dass es in der Vergangenheit schon andere Aus-
schreibungen mit Behältern in dieser Grösse gegeben habe. 
 
K. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Die vorliegende Streitsache untersteht dem öffentlichen Beschaffungsrecht. Es kom-
men die einschlägigen Normen des Gesetzes über öffentliche Beschaffungen (BeG) vom 
3. Juni 1999 und der Verordnung zum Beschaffungsgesetz (BeV) vom 25. Januar 2000 sowie 
der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 
(IVöB) zur Anwendung. Die totalrevidierten Bestimmungen des Einführungsgesetzes zur inter-
kantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (EG IVöB) vom 5. Mai 2022 
sowie der IVöB vom 15. November 2019, beides im Kanton Basel-Landschaft in Kraft seit 
1. Januar 2024, kommen gemäss Übergangsrecht (Art. 64 Abs. 1 IVöB) noch nicht zum Zuge, 
da Vergabeverfahren, die vor Inkrafttreten dieser neuen Vereinbarung eingeleitet wurden, nach 
bisherigem Recht zu Ende geführt werden (vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Graubünden U 22 99 vom 13. Juni 2023 E. 1.2.). Das vorliegend strittige Vergabeverfahren 
wurde vor dem 1. Januar 2024 eingeleitet, weshalb sowohl in formeller als auch materieller Hin-
sicht (intertemporal) das alte Recht anwendbar ist. Die Unterscheidung ist im Übrigen nicht von 
grosser Bedeutung, da sich die vorliegend relevanten Bestimmungen inhaltlich grundsätzlich 
nicht geändert haben. 
 
1.2 Gemäss § 30 Abs. 1 in Verbindung mit § 31 lit. e BeG sowie § 43 Abs. 2 des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 kann 
gegen den Ausschluss vom Vergabeverfahren Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben wer-
den. Soweit das Beschaffungsgesetz nichts anderes vorsieht, richtet sich das Verfahren nach 
der Verwaltungsprozessordnung (§ 30 Abs. 5 BeG). Das Gericht wendet dabei das Recht von 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Amtes wegen an. Es prüft insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind (§ 16 
Abs. 2 VPO). 
 
1.3 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Er-
forderlich ist somit neben der formellen Beschwer (Teilnahme am Verfahren vor der Vorinstanz 
bzw. keine Möglichkeit zur Teilnahme) zusätzlich eine materielle Beschwer in der Form eines 
besonderen Berührtseins sowie eines aktuellen Interesses an der Beschwerdeführung. Letzte-
res besteht im praktischen Nutzen, der sich ergibt, wenn ein Beschwerdeführer mit seinem An-
liegen obsiegt und dadurch seine tatsächliche oder rechtliche Situation unmittelbar beeinflusst 
werden kann (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 25. April 2018 [810 17 267] E. 1.2; vgl. auch BGE 140 II 214 E. 2.1). Die materielle 
Beschwer der beim Vergabeverfahren nicht berücksichtigten oder vom Verfahren ausgeschlos-
senen Anbietenden ist praxisgemäss dann gegeben, wenn diese bei Gutheissung ihrer Be-
schwerde eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfah-
rens führt, in dem sie ein neues Angebot einreichen können; andernfalls fehlt ihnen das 
schutzwürdige Interesse an der Beschwerdeführung (KGE VV vom 28. Juni 2017 [810 17 15] 
E. 1.2; KGE VV vom 22. Juni 2016 [810 16 34] E. 2.2). Im Rahmen des Eintretens wird unter-
stellt, dass die in der Beschwerde vorgebrachten Rügen begründet sind. Ob dies tatsächlich der 
Fall ist, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung. Die Beschwerdelegitimation fehlt nur 
demjenigen, der zwar als Anbieter am Verfahren teilgenommen hat, aber aufgrund seiner 
Rechtsmittelanträge und Sachvorbringen auch bei Durchdringen seiner Auffassung keine reelle 
Chance auf den Zuschlag oder eine Wiederholung des Submissionsverfahrens hat. Die Be-
schwerdeführerin hätte bei Gutheissung ihrer Beschwerde eine realistische Chance eine Zu-
schlagserteilung an sie oder eine Wiederholung des Submissionsverfahrens erwirken zu kön-
nen. Ihre Legitimation ist demzufolge gegeben. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen 
erfüllt sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c 
VPO). 
 
3.1 Den Ausschreibungsunterlagen ist zu entnehmen, dass die Vorinstanz die zu verge-
benden Fertigbauwerke im Einladungsverfahren ausgeschrieben hat. 
 
3.2 Die Wahl der richtigen Verfahrensart ist eine fundamentale Bestimmung im Beschaf-
fungswesen, denn die Verfahrensart entscheidet darüber, welche Bestimmungen des Be-
schaffungsrechts zur Anwendung kommen. Nach der Lehre und Rechtsprechung handelt es 
sich bei der Wahl einer nicht den Vorschriften entsprechenden Verfahrensart um einen derart 
schweren Rechtsmangel, dass er auch dann zu berücksichtigen ist, wenn er nicht gerügt wird 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

(vgl. KGE VV vom 23. Oktober 2019 [810 19 139] E. 3.2; PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH 
LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 
2013, N 337). Durch die falsche Wahl der Verfahrensart können die Vorschriften über die rich-
tigerweise anzuwendende Verfahrensart umgangen und somit kann das öffentliche Beschaf-
fungsrecht ausgehöhlt werden. Die Durchführung des richtigen Verfahrens soll der Ermittlung 
des wirtschaftlich günstigsten Angebots dienen, den wirksamen Wettbewerb unter den Anbie-
tern fördern und die Gleichbehandlung aller Anbieter sowie eine unparteiische Vergabe gewähr-
leisten. Für die Wahl des richtigen Verfahrens massgebend ist einerseits die Art des zu verge-
benden Auftrags (Bauauftrag, Lieferung, Dienstleistung) und andererseits der Wert des konkre-
ten Auftrags bzw. das Auftragsvolumen. Massgebend ist der vor der Ausschreibung geschätzte 
Auftragswert und nicht der Wert des später bei der Vergabe berücksichtigten Angebots. Die 
Vergabestelle hat vorgängig der Ausschreibung des Auftrags eine Schätzung der mutmassli-
chen Auftragssumme nach sachlichen Kriterien und aufgrund allfälliger Erfahrungswerte vorzu-
nehmen. Es hat sich dabei um eine zuverlässige und sorgfältige Schätzung zu handeln. Insbe-
sondere darf dabei, um die Bestimmungen über die Schwellenwerte einzuhalten, nicht zu knapp 
kalkuliert werden; die Behörde hat sich eher an die obere Bandbreite der Schätzung zu halten 
(vgl. dazu Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2018, S. 261). 
 
3.3 Gemäss § 3 Abs. 1 BeG gilt dieses Gesetz für sämtliche Vergaben, die der Erfüllung 
öffentlicher Aufgaben dienen, namentlich für Bauaufträge (lit. a), Lieferaufträge (lit. b) und 
Dienstleistungsaufträge (lit. c). Für Planungs- und Gesamtleistungswettbewerbe gilt § 20 BeG 
(§ 3 Abs. 3 BeG). 
 
3.4 § 12 BeG sieht vor, dass die Aufträge im offenen, im selektiven, im Einladungs- oder 
im freihändigen Verfahren vergeben werden. Gemäss § 13 Abs. 1 BeG richtet sich die Wahl 
des Verfahrens nach den vom Regierungsrat festgelegten Schwellenwerten. Dabei hält sich der 
Regierungsrat an die periodischen Anpassungen durch das Organ der Interkantonalen Verein-
barung über das öffentliche Beschaffungswesen. § 7 BeV statuiert, dass das offene oder selek-
tive Verfahren bei Aufträgen im Bauhauptgewerbe (Hoch und Tiefbau) bei einem geschätzten 
Auftragswert (ohne Mehrwertsteuer) von mehr als Fr. 500'000.-- obligatorisch ist. Bei Aufträgen 
im Baunebengewerbe, bei Lieferungen und bei Dienstleistungen bei einem geschätzten Auf-
tragswert (ohne Mehrwertsteuer) von mehr als Fr. 250'000.-- ist das offene oder selektive Ver-
fahren obligatorisch (§ 7 BeV). 
 
3.5 Die Angebotssummen belaufen sich auf brutto Fr. 535'350.-- (Beschwerdeführerin) 
bzw. Fr. 666'917.20 (Beigeladene). Der Wert des zu vergebenden Auftrags übersteigt somit den 
Schwellenwert von Fr. 500'000.--, bis zu dem bei Bauhauptgewerbe ein Einladungsverfahren 
zulässig ist (vgl. § 7 BeV) deutlich. Die Vorinstanz hält dazu fest, dass sie im Rahmen der Vor-
bereitung der Submission eine Kostenschätzung für den Neubau des Wasserreservoirs habe 
machen lassen und gestützt darauf eine Submittentenliste erstellt habe. Für die Arbeitsgattung 
"Fertigbauteile (Reservoirbehälter)" sei sodann aufgrund des geschätzten Auftragswerts von 
Fr. 420'000.-- die Submission im Einladungsverfahren vorgenommen worden. Erst nach Erstel-
lung der Submittentenliste habe sich die Vorinstanz dazu entschieden, zusätzlich zur Arbeits-
gattung "Fertigbauteile (Reservoirbehälter)" auch die Arbeitsgattung "Fertigbauteile technische 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Installation (Druckerhöhungsstation)" in der gleichen Submission offerieren zu lassen. Dabei sei 
von Seiten der Vorinstanz unentdeckt geblieben, dass der gesamte Auftragswert der beiden 
Arbeitsgattungen den Schwellenwert von Fr. 500'000.-- überstiegen habe und die Vergabe so-
mit grundsätzlich im offenen Verfahren hätte durchgeführt werden müssen. Es ist somit unbe-
stritten, dass die Vorinstanz ein offenes oder selektives Vergabeverfahren gemäss § 12 BeG in 
Verbindung mit § 7 BeV hätte durchführen müssen, was eine vorgängige öffentliche Ausschrei-
bung vorausgesetzt hätte. Mit dem durchgeführten Einladungsverfahren hat die Vorinstanz so-
mit die vergaberechtlichen Vorschriften verletzt. Daran vermag nichts zu ändern, dass sich die 
Vorinstanz nach dem Eingang der Offerten wieder dazu entschlossen habe, auf die Vergabe 
der Arbeiten "Fertigbauteile technische Installation (Druckerhöhungsstation)" zu verzichten. Zu 
diesem Zeitpunkt war die Eingabefrist bereits abgelaufen und die Anbietenden konnten ihre 
Angebote nicht mehr ändern bzw. ihre Kalkulation nicht mehr anpassen. Entgegen der Annah-
me der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin durch die Wahl der falschen Verfahrensart einen 
Nachteil erlitten. Obwohl sie aufgrund ihrer Einladung am Verfahren teilnehmen konnte, hat sie 
ihre Offerte an die Vorgaben der gewählten Verfahrensart, d.h. dem Einladungsverfahren, an-
gepasst und dementsprechend offeriert. Wäre die richtige Verfahrensart gewählt worden, hätte 
sie sich bei der Angebotsausarbeitung an den Vorgaben des offenen Verfahrens orientiert und 
dementsprechend anders kalkulieren können. Ein wirksamer Wettbewerb konnte demzufolge 
gerade nicht stattfinden. Ferner ist unbeachtlich, dass die Beschwerdeführerin sich nicht bei der 
Vorinstanz gemeldet und die zu tiefen Preisannahmen in der Ausschreibung hinterfragt hat. Aus 
Treu und Glauben mag sich zwar ergeben, dass offensichtliche Mängel frühzeitig schon bei der 
Ausschreibung zu beanstanden wären. Angesichts des Zeitdrucks, der beschränkten Rechts-
kenntnisse der Anbietenden sowie der Furcht vor der Verringerung der Chancen im Vergabe-
verfahren sind hier jedoch keine strengen Anforderungen zu stellen und der Beschwerdeführe-
rin ist diesbezüglich nichts vorzuwerfen (BGE 141 II 307 E. 6.7; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 
a.a.O., N 668). 
 
4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen muss festgestellt werden, dass die strittige 
Submission fehlerhaft ausgeschrieben und durchgeführt wurde. Die Wahl des falschen Ver-
gabeverfahrens führt ohne Weiteres zur beantragten Aufhebung der Zuschlagsverfügung vom 
6. Juni 2023 sowie der Ausschlussverfügung vom 6. Juni 2023 und zur Rückweisung der Sache 
zur erneuten Durchführung im richtigen Verfahren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt 
es sich, auf die von der Beschwerdeführerin erhobenen weiteren Rügen näher einzugehen. 
 
5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren so-
wie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da die Gutheissung auf die fehlerhafte Ausschreibung 
der Vorinstanz zurückzuführen ist, rechtfertigt es sich die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2'000.-- vollumfänglich der Vorinstanz aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 2'000.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.  
 
5.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Gegenpartei zugesprochen werden. Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung zuzusprechen, welche analog zu den Verfahrenskosten vollumfänglich zulasten 
der Vorinstanz geht. Die Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote eingereicht und beantragt 
die Zusprechung eines angemessenen Betrages. Demzufolge wird der Beschwerdeführerin die 
Parteientschädigung vorliegend nach Ermessen zugesprochen (vgl. § 18 Abs. 1 der Tariford-
nung für die Anwältinnen und Anwälte [TO] vom 17. November 2003). Das Kantonsgericht er-
achtet für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine pauschale Parteientschädigung von 
Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) als angemessen. 
 
 
  

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Zuschlagsentscheid vom 

6. Juni 2023 und die Ausschlussverfügung vom 6. Juni 2023 aufgeho-
ben. Die Angelegenheit wird im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten der 

Vorinstanz.  
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 

der Höhe von pauschal Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu 
entrichten. 

 
 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin