# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d90d528d-bbdf-5922-99c0-423f26512a89
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.11.2017 I 2017 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-57_2017-11-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 57

Entscheid vom 15. November 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
gesetzlich vertreten durch die Eltern D.________,
diese vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. E.________,
E.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Geburtsgebrechen / medizinische Mass-
nahmen)

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Sachverhalt:

A. Die Eltern von C.________ (geb. am 22.9.2006) meldeten ihn am 2. Sep-
tember 2014 aufgrund des Geburtsgebrechens Ziffer 404 bei der IV-Stelle 
Schwyz für medizinische Massnahmen an (IV-act. 1).

B. Nach Einholung von Arztberichten und Abklärungen beim Regionalen Ärzt-
lichen Dienst (RAD) teilte die IV-Stelle Schwyz den Eltern von C.________ am 
15. Januar 2015 mit, dass die Voraussetzungen für eine Kostengutsprache erfüllt 
seien und die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 404 ab 
3. April 2014 bis 2. April 2019 übernommen würden (IV-act. 10).

C. Am 8. Mai 2015 erteilte die IV-Stelle Schwyz Kostengutsprache für die 
neue Durchführungsstelle Frühberatungs- und Therapiestelle Pfäffikon (IV-act. 
12). Am 4. August 2015 folgte eine Kostengutsprache für eine ambulante Ergo-
therapie nach ärztlicher Verordnung im Zusammenhang mit dem Geburtsgebre-
chen Ziffer 404 ab Beginn für die Dauer von zwei Jahren (IV-act. 17).

D. Am 14. Februar 2017 stellten die Eltern von C.________ bei der IV-Stelle 
Schwyz den Antrag um Kostengutsprache für eine nichtärztliche Therapie für 
C.________ bei A.________ (IV-act. 18). Mit Vorbescheid vom 8. März 2017 teil-
te die IV-Stelle Schwyz den Eltern von C.________ mit, das Leistungsbegehren 
werde abgewiesen (IV-act. 21). Dagegen erhoben sie am 5. April 2017 Einwände 
(IV-act. 22).

E. Mit Verfügung vom 5. Mai 2017 lehnte die IV-Stelle Schwyz das Leistungs-
begehren ab (IV-act. 23).

F. Gegen diese Verfügung liessen die Eltern von C.________ am 6. Juni 2017 
rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht Schwyz erheben, mit folgenden 
Anträgen:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 5. Mai 2017 sei dahin-
gehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer Kostengutsprache für die 
Therapie bei Herrn A.________ gewährt wird.

2. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 5. Mai 2017 zu ergänzenden Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen oder es seien selber ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

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G. Mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2017 beantragte die IV-Stelle, die Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Be-
schwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur 
Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 
6.10.2000) notwendigen medizinischen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] vom 19.6.1959). 
Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen 
gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von 
geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG).

1.2 Gestützt auf Art. 13 IVG hat der Bundesrat die Verordnung über 
Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21) vom 9.12.1985 erlassen. Nach Art. 1 
Abs. 1 GgV gelten als Geburtsgebrechen im Sinne von Artikel 13 IVG 
Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen. Die blosse Veranlagung zu 
einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Die Geburtsgebrechen sind in der 
Liste im Anhang aufgeführt (Art. 1 Abs. 2 Satz 1 GgV).

Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens 
notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der 
medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in 
einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV; siehe auch 
Bundesgerichtsurteil 9C_932/2010 vom 11.1.2011 Erw. 2.1).

1.3 Nach Art. 12 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. 
Altersjahr Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung 
des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben 
oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und 
wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.

Als medizinische Massnahmen im Sinne von Artikel 12 IVG gelten namentlich 
chirurgische, physiotherapeutische und psychotherapeutische Vorkehren, die 
eine als Folgezustand eines Geburtsgebrechens, einer Krankheit oder eines 
Unfalls eingetretene Beeinträchtigung der Körperbewegung, der 
Sinneswahrnehmung oder der Kontaktfähigkeit zu beheben oder zu mildern 
trachten, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

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betätigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher 
Beeinträchtigung zu bewahren. Die Massnahmen müssen nach bewährter 
Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sein und den 
Eingliederungserfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] vom 
17.1.1961).

1.4 Die medizinischen Massnahmen umfassen:

 die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch 
medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen 
wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen 
Therapien (Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG);

 die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (Art. 14 Abs. 1 lit. b 
IVG).

1.5 Ziff. 404 GgV Anhang umschreibt folgendes Geburtsgebrechen: Störungen 
des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter 
Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des 
Antriebes, des Erfassens, der perzeptiven Funktionen, der Wahrnehmung, der 
Konzentrationsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit, sofern sie mit bereits gestellter 
Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt 
worden sind.

1.6 Als medizinische Behandlung eines Geburtsgebrechens nach Ziffer 404 
GgV Anhang werden die kinderpsychiatrische Behandlung des Kindes und seiner 
Familie, eine entsprechende medikamentöse Therapie sowie Ergotherapie, nicht 
aber Logopädie, Psychomotorik-, Spezial- oder Stützunterricht, Massnahmen der 
integrativen schulischen Förderung oder andere unterstützende Massnahmen 
anerkannt (vgl. Anhang 7 zum Kreisschreiben über die medizinischen Ein-
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSME; gültig ab 1.6.2017] 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV], Fussnote 3 zu Ziff. 1.3, mit 
Verweis auf das Urteil I 569/00 vom 6.7.2001 des Eidg. Versicherungsgerichts; 
vgl. auch VGE I 2013 142 vom 6.3.2014 Erw. 2.2).

2.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass der Be-
schwerdeführer mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 404 zur Welt kam (vgl. IV-act. 
10; Ingress lit. B). Dementsprechend hat er grundsätzlich Anspruch auf Leistun-
gen der Invalidenversicherung.

2.2 Mit Schreiben vom 14. Februar 2017 beantragte der Vater des Beschwer-
deführers bei der IV-Stelle Kostengutsprache für eine nichtärztliche Therapie. In 

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der Begründung führte er aus, dass beim Beschwerdeführer im Sommer 2014 
eine hyperkinetische Störung des sozialen Verhaltens (F90.1: ADHS) diagnosti-
ziert und ihm deshalb am 4. August 2015 Kostengutsprache für die Ergotherapie 
für zwei Jahre erteilt worden sei. Die Behandlung sei mehr oder weniger ohne 
grosse Fortschritte erfolgt. Der Beschwerdeführer habe die Ergotherapie über ein 
Jahr lang einmal wöchentlich besucht. Gemäss Aussage der behandelnden Er-
gotherapeutin könne sie mit dem Beschwerdeführer nur in einer Gruppenform 
arbeiten, da in diesem Zusammenhang seine Probleme offensichtlich würden. In-
folge Terminschwierigkeiten habe keine Gruppe gefunden werden können, wes-
halb aus Sicht der Ergotherapeutin keine weiteren Fortschritte erzielt werden 
konnten und die Therapie beendet wurde. In Absprache mit dem Kinder- und Ju-
gendpsychiatrischen Dienst (KJPD) Lachen hätten die Eltern des Beschwerde-
führers eine fortführende und geeignete Therapieform gesucht und herausgefun-
den, dass der Beschwerdeführer mit einem männlichen Therapeuten weit besser 
zusammen arbeite. Über Elpos Schweiz (ADHS-Organisation) seien sie auf 
A.________ (ADHS-Coach ICP auf HF-Stufe; Dipl. Maltherapeut APK) ge-
stossen. Das Kind habe bereits beim ersten Gespräch sehr positiv auf 
A.________ reagiert und besuche die wöchentlichen Sitzungen gerne (IV-act. 
18-1f./8).

Mit den Einwänden vom 5. April 2017 führte der Vater des Beschwerdeführers 
u.a. aus, dass beim Beschwerdeführer eine massive Suchttendenz erkennbar sei 
und er keine Impulskontrolle habe. Aufgrund des wöchentlichen Besuchs bei 
A.________ seien bereits erste Anzeichen einer Verbesserung erkennbar. Aus 
finanziellen Gründen hätten sie jedoch die Sitzungen auf alle zwei Wochen kür-
zen müssen, was bereits am Verhalten und am Aufkeimen von alten bzw. negati-
ven Verhaltensmustern beim Beschwerdeführer feststellbar sei (IV-act. 22-1f./5).

2.3 Die IV-Stelle begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens damit, 
dass die Therapiemassnahmen bei A.________ keine Behandlung darstellen 
würden, welche die IV finanziere und er auch keine Anerkennungen habe, um mit 
der IV Leistungen zu verrechnen. Der Besitz einer NIF-Nummer sei dafür nicht 
ausreichend. A.________ sei kein von der IV anerkannter Therapeut. Die IV-
Stelle würde jedoch keineswegs an der Wichtigkeit und an einem positiven Erfolg 
mit der therapeutischen Begleitung von A.________ zweifeln.

2.4 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 6. Juni 2017 macht der Be-
schwerdeführer geltend, dass seine Behandlung durch A.________ zweifellos als 
medizinische Massnahme im Sinne von Art. 2 Abs. 3 GgV angesehen werden 
könne. Unter Hinweis auf den Bericht von A.________ vom 4. Februar 2017 hält 
der Beschwerdeführer zudem fest, dass die medizinische Massnahme auch das 

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Kriterium der Einfachheit und der Zweckmässigkeit erfülle. Der Begriff "medizini-
sche Hilfsperson" dürfe zudem nicht zu eng ausgelegt werden. Das KSME sei le-
diglich eine Verwaltungsweisung, welche für das Sozialversicherungsgericht 
nicht verbindlich sei. Bei der Behandlung durch A.________ handle es sich so-
dann um eine "fortführende" Therapie, welche die gleichen Ziele verfolge wie die 
Ergotherapie, welche nicht erfolgreich war. Es würde daher keinen Sinn machen, 
die besagte Ergotherapie weiterzuführen, nachdem eine andere, kostengünstige-
re Therapie existiere, welche die gleichen Ziele verfolge und den gewünschten 
Erfolg herbeizuführen vermöge.

2.5 Die IV-Stelle macht vernehmlassend geltend, dass es sich bei A.________ 
und seiner Tätigkeit in der Gestaltungspraxis nicht um eine von der Invalidenver-
sicherung zu übernehmende Massnahme bzw. nicht um eine anerkannte "medi-
zinische Hilfsperson" i.S. des für die IV-Stelle verbindlichen Kreisschreibens 
(KSME) handle, welche unter Kostenfolge zu Lasten der IV-Stelle zur Durch-
führung medizinischer Massnahmen ermächtigt wäre. Im Übrigen wäre selbst ei-
ne "medizinische Hilfsperson" zur Durchführung medizinischer Massnahmen nur 
auf ärztliche Anordnung hin ermächtigt, d.h. wenn eine schriftliche Anordnung 
des die Durchführung der betreffenden Massnahme überwachenden Arztes an 
die selbständig tätige medizinische Hilfsperson vorliegen würde, was hier ebenso 
wenig der Fall sei. Der Beschwerdeführer sei zudem für einen Kostenübernah-
meantrag explizit an seine Krankenkasse verwiesen worden.

3. Aus den Akten ergeben sich u.a. folgende Angaben zum Geburtsgebre-
chen des Beschwerdeführers.

3.1 Mit Bericht vom 15. Oktober 2014 diagnostizierte Dr.med. F.________ 
(Oberarzt, KJPD) beim Beschwerdeführer eine hyperkinetische Störung des So-
zialverhaltens sowie GgV 404 (ICD-10 F90.1; erstmals erstellt am 3.4.2014; IV-
act. 5). Des Weiteren führte er aus, dass das Sozialverhalten des Beschwerde-
führers in Gegenwart von Kindern und Erwachsenen sehr auffällig sei. Er habe 
bereits in der Krabbelgruppe grosse Mühe gezeigt, auf andere Kinder zuzuge-
hen. Er habe andere Kinder zum Teil geschlagen und geschubst, um mit ihnen in 
Kontakt treten oder spielen zu können. Er spiele in Gruppen von Kindern auch 
den Clown oder mache Dinge kaputt. Dieses Verhalten habe sich auch in der 
Spielgruppe und heute noch auf dem Spielplatz gezeigt. In der Schule werde 
bisher nicht über ein ähnliches Verhalten berichtet. In der Nachbarschaft führe 
das Verhalten des Beschwerdeführers aber dazu, dass andere Kinder nicht mit 
ihm spielen wollen. Im Kontakt mit Erwachsenen sei der Beschwerdeführer un-
höflich und teilweise auch aggressiv. Bei Begrüssungen wende er sich ab oder 

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renne davon. Die Kindseltern würden versuchen, ihn zurechtzuweisen, um mit 
ihm dieses Verhalten in Ruhe zu besprechen, bei der nächsten Gelegenheit wür-
de sich jedoch dasselbe Verhalten erneut zeigen. Des Weiteren habe der Be-
schwerdeführer Mühe mit der Emotionsregulation sowie mit seinem Emotions-
ausdruck. Er könne aufgrund von Kleinigkeiten in Wutausbrüche geraten, er las-
se sich dann durch seine Eltern nur sehr schwer beruhigen. In solchen Situatio-
nen habe er auch grosse Mühe, den Blickkontakt zu den Eltern zu halten. Er las-
se allgemein eher selten Nähe zu. Er fordere zu Hause von seinen Eltern eine 
fast ständige Präsenz. Im Alltag sei es schwierig, dem Beschwerdeführer alltägli-
che Routinen beizubringen (z.B. dass er die Toilette spülen und danach die Hän-
de waschen müsse, was er immer wieder vergesse). Morgens funktioniere es 
mittlerweile besser, dass er sich selbständig anziehen und für die Schule bereit 
machen könne. Wenn der Beschwerdeführer in einen Wutanfall gerate, gehe er 
auf die Kindseltern los, schlage auch mit den Fäusten zu, werfe Dinge nach den 
Eltern oder nehme eine Drohhaltung ein. Er könne sehr laut schreien, was für die 
Eltern kaum zu ertragen sei.

Das Verhalten des Beschwerdeführers werde durch seine Eltern als sehr impul-
siv beurteilt. Sie hätten grosse Mühe ihm Grenzen aufzuzeigen, ihn bei Grenzü-
berschreitungen zu stoppen, ihn an Regeln zu erinnern oder zu ermahnen. In der 
Schule werde er als fleissiger Schüler beschrieben, der jedoch wenig sorgfältig 
arbeite. Er sei sehr auf einen konsequenten und strukturierten Unterrichtsstil der 
Lehrperson angewiesen. Während des Unterrichts sei er sonst unkonzentriert, 
schaue umher und spreche mit Mitschülern. Er könne seine Aufgaben kaum in 
Ruhe ausführen und zeige einen sehr grossen Bewegungsdrang. In der Freizeit 
betätige er sich sehr oft sportlich. Die Kindseltern berichteten, dass das Ausleben 
dieses Bewegungsdrangs dem Beschwerdeführer helfe, abends ruhiger und ent-
spannter und weniger impulsiv zu sein.

Der Beschwerdeführer habe eine reduzierte visuelle Wahrnehmung. Er könne 
vor allem die Details eines Bildes erfassen, habe jedoch Mühe, Zusammenhänge 
zu erkennen. Die Qualität seiner Leistung in der visuellen Wahrnehmung leide 
zudem unter seinem hohen Arbeitstempo. Des Weiteren bereite ihm vor allem die 
Wahrnehmung von Gesichtern grosse Mühe. Er könne diese kaum adäquat 
wahrnehmen. Er fokussiere auf den Mund, nicht auf die Augen und nehme das 
Gesicht nicht ganzheitlich wahr. Die auditive Verarbeitung von Informationen sei 
beim Beschwerdeführer leicht beeinträchtigt. Er habe zum Teil Schwierigkeiten, 
laute Geräusche zuordnen zu können. Sein Tempo sei bei diesen Aufgaben ver-
langsamt.

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In der Testsituation habe sich eine stark beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit 
gezeigt, vor allem im Bereich der geteilten Aufmerksamkeit. Die Leistungskon-
stanz liege im unteren Durchschnitt. Aufgrund der Verhaltensbeobachtung 
während der Testsituation könne festgehalten werden, dass der Beschwerdefüh-
rer die Aufgaben nicht durchgehend gelöst und sich immer wieder verweigert ha-
be, die Aufgaben zeitgerecht durchzuführen. Er zeige somit wenig Durchhalte-
vermögen und reagiere bei Aufgaben sehr impulsiv. Er scheine ablenkbar und 
drücke die Taste auch bei irrelevanten Reizen. Zu Hause könne der Beschwer-
deführer alltägliche Routinen nicht selbständig verrichten und müsse immer wie-
der angeleitet, strukturiert werden, ansonsten würde er sich ablenken lassen und 
könne sich nicht darauf konzentrieren, einen Auftrag, eine Alltagserledigung zu 
Ende zu führen, wie z.B. das Anziehen, sich für die Schule bereit machen oder 
sich nach dem Toilettengang die Hände zu waschen. Im Unterricht komme es 
vor, dass er unkonzentriert sei, nicht am Unterricht teilnehme, umher schaue und 
häufig mit seinen Mitschülern spreche.

Die nonverbalen Aufgaben im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses habe der Be-
schwerdeführer im unterdurchschnittlichen Bereich gelöst. Im Bereich des verba-
len Kurzzeitgedächtnisses würden ihm die Aufgaben besser gelingen. Der Ge-
samt-IQ betrage 109.

3.2 Mit Bericht vom 17. Dezember 2014 äusserte sich RAD-Ärztin med.pract. 
G.________ (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 
FMH) zum vorstehend aufgeführten Bericht von Dr.med. F.________ vom 15. 
Oktober 2014 insoweit, als die Kriterien (Störung des Verhaltens, Störung des 
Antriebs, Störung des Erfassens, Störung der Konzentration, Störung der Merk-
fähigkeit) vorhanden seien. Die Diagnose sei vor dem vollendeten 9. Lebensjahr 
gestellt und eine fachgerechte Behandlung begonnen worden. Der IQ sei über 
70. Das GG 404 sei ausgewiesen und könne ab Behandlungsbeginn für fünf Jah-
re übernommen werden (IV-act. 8-1/2). Am gleichen Tag (sowie am 6.1.2015) 
bestätigte die RAD-Ärztin B.________ (Fachärztin für Allgemeinmedizin, D; Ver-
trauensärztin SGV; zertifizierte medizinische Gutachterin SIM), das fachärztliche 
Konsil erscheine versicherungsmedizinisch schlüssig und plausibel, weshalb 
darauf abgestellt werden könne (IV-act. 8-2/2; 9-2/3).

3.3 Die behandelnde Dipl. Ergotherapeutin BSc H.________ führte im Ab-
schlussbericht vom 7. November 2016 aus, dass die Therapie vom 7. Juli 2015 
bis zum 20. September 2016 gedauert habe und insgesamt 35 Behandlungen 
stattgefunden hätten. Die Therapieschwerpunkte hätten bei Grobmoto-
rik/Körperwahrnehmung (Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung und 
Kraftdosierung) sowie bei Handlungsfähigkeit/Selbständigkeit im Alltag (Impuls-

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kontrolle verbessern, Sozialkompetenzen verbessern, Frustrationstoleranz stei-
gern, rein motivationsgeleitetes Handeln senken, Umgang mit emotional an-
spruchsvollen Situationen verbessern) gelegen.

Der Beschwerdeführer habe seit Juli 2015 regelmässig einmal pro Woche die 
Ergotherapie in Einzel- und Gruppenförderung besucht. In den ersten Stunden 
habe er Grenzen stark ausgelotet, was sich bis zum Schluss nicht ganz gelegt 
habe. Die Therapeutin habe den Beschwerdeführer als fröhlichen, netten Jungen 
kennengelernt, der in, für ihn, neuen Situationen (z.B. Kennenlernen) Mühe habe 
sich adäquat zu verhalten. Im Verlauf der Ergotherapie habe er sich zunehmend 
an die in der Therapie geltenden Regeln und Strukturen gewöhnt. Je nach Ta-
gesform, Aufgabenstellung und Gruppenkind habe er die Regeln besser oder 
weniger gut einhalten können. Alle grobmotorischen Aufgaben habe er qualitativ 
sehr gut gelöst. Er habe sich aber oft nicht mehr selbst strukturieren können, im-
pulsiv agiert, Grenzen überschritten und Spiele nicht auf Aufforderung beenden 
können. Seine Frustrationstoleranz habe sich in der Einzelsituation verbessert, 
was er aber nicht auf die Gruppensituation habe übertragen können. Er habe 
beim Kennenlernen neuer Kinder Mühe gehabt, herumgealbert, nicht zugehört 
wenn das andere Kind sprach oder negative Bemerkungen gemacht. Das ge-
meinsame Besprechen von Gruppensituationen, ob positive oder negative, seien 
dem Beschwerdeführer stets unangenehm gewesen, so dass er aus der Situati-
on herausgegangen sei, negative Bemerkungen machte oder herumblödelte. Mit 
dem letzten Gruppenkind habe es der Beschwerdeführer geschafft, besser zu-
sammenzuarbeiten sowie sich auch auf Ideen des anderen Kindes einzulassen 
und nicht auf die alleinige Kontrolle zu bestehen. Leider habe kein gemeinsamer 
Termin mehr gefunden werden können, weshalb die Gruppe beendet werden 
musste.

Die Ergotherapie wurde aufgrund von Terminschwierigkeiten beendet, da eine 
Ergotherapie beim Beschwerdeführer nur in einer Gruppe Sinn mache und er 
schon mit drei verschiedenen Kindern gearbeitet habe. Mit den Eltern sei be-
sprochen worden, dass der Beschwerdeführer in der Ergotherapie mehrheitlich 
nur im Gruppensetting an seinen Schwierigkeiten arbeiten könne, da er im Ein-
zelsetting angepasst mitarbeite. Falls sich eine geeignete Gruppenkonstellation 
ergebe, werde die Therapeutin diese den Eltern anbieten, ansonsten werde die 
Therapie beendet und die Eltern würden im Alltag (Freizeitbeschäftigung, Lager 
etc.) mit dem Beschwerdeführer an seinen Sozialkompetenzen arbeiten (IV-act. 
18-3f./8).

3.4 A.________ (Dipl. Maltherapeut APK, Verhaltenstrainer/AD(H)S-Coach 
ICP) führte in seinem Schreiben vom 4. Februar 2017 aus, dass die Familie des 

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Beschwerdeführers entsprechend seines diagnostizierten AD(H)S in therapeuti-
scher Hinsicht schon einiges unternommen habe. Gemäss dem Bericht der El-
tern hätten sich die Entwicklungsfortschritte des Beschwerdeführers diesbezüg-
lich ausgereizt. Auf der Suche nach einer männlichen Bezugsperson, was erfah-
rungsgemäss bei Buben und jungen Männern grössere Entwicklungsfortschritte 
verspreche, seien sie auf die Tätigkeit von A.________ aufmerksam geworden.

In seiner Praxistätigkeit habe er sich auf AD(H)S spezialisiert. Nebst verhaltens-
therapeutischen Interventionen und Instrumenten zur Förderung des Selbstma-
nagements, fördere der gezielte Einbezug gestalterischer Mittel den effizienten 
und vor allem affektiven Zugang zu den betroffenen Klienten. Ziel der Zusamme-
narbeit sei das Vermitteln von Instrumenten, um den Alltag planvoller, erfolgrei-
cher, aber auch sicherer, anzugehen. Dabei vermittle er den Betroffenen auch 
Chancen und Risiken eines AD(H)S. Ressourcenorientiert sollen Selbstvertrauen 
und Selbstwert gestärkt werden. Verschiedene Übungen und Interventionen ziel-
ten darauf ab, Grenzen wahrzunehmen und Strategien einzuüben. Körperbe-
wusstsein, Ernährung, Suchttendenzen, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Sicher-
heitsaspekte im Alltag und bei spezifischen Arbeiten, Entspannungstechniken 
etc. im Kontext zum AD(H)S seien erweiterte Bestandteile der Sitzungsinhalte, 
die indiziert spielerisch und gestalterisch integriert würden und die Effekte an-
schaulich verstärkten. Daneben stehe er aber auch den Eltern zur Seite, die oft 
unverhältnismässig gefordert seien und beziehe sie themenspezifisch in die Sit-
zungen mit ein.

Die AD(H)S Thematik stelle für den Beschwerdeführer, aber auch das ganze 
Familiensystem sowie das gesamte soziale und auch schulische Umfeld, eine 
enorme Belastung dar. Entsprechend der erschwerten Selbstwahrnehmung und 
einem reduzierten Selbstwert bestehe ein aktueller Handlungsbedarf, so dass 
sich diese Entwicklungstendenzen nicht negativ manifestierten und verstärkten.

Auf sein Umfeld reagiere der Beschwerdeführer oft impulsiv, teils aggressiv, was 
in allen sozialen Gefügen zu erheblicher Belastung führe.

Themenspezifisch zeige der Beschwerdeführer ein ausgeprägtes Suchtverhalten, 
was sich aktuell ernährungstechnisch aber auch bildschirmtechnisch ausdrücke. 
Gesetzten Grenzen begegne er durch äusserst inadäquates verbales und teils 
körperliches Verhalten, ohne Rücksicht auf Alter und Person. Nachträglich be-
reue er diese Reaktionen und fühle sich schlecht. So zeichne sich auf verschie-
denen sozialen Ebenen eine Isolation ab. Das Aufmerksamkeitsdefizit zeige sich 
aber generell in plan- und strukturlosem Handeln, so dass der Beschwerdeführer 
seinen Fähigkeiten auch auf schulischer Ebene nicht gerecht werde. Dieser 

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Handlungsablauf berge dann auch in alltäglichen Lebensbereichen, wie Sport 
oder Strassenverkehr, aus sicherheitstechnischer Sicht einiges Risiko.

Zwar zeige die medikamentöse Begleitung erwünschte Resultate, doch zwinge 
sich eine zusätzliche Begleitung, entsprechend den erwähnten Gegebenheiten, 
unausweichlich auf.

A.________ habe mit dem Beschwerdeführer bereits eine vertrauensvolle Basis 
schaffen können. Der Beschwerdeführer nehme begeistert an den Sitzungen teil 
und mache bereits gute Fortschritte (IV-act. 18-5f./8).

4. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die IV-Stelle die vom Beschwer-
deführer beantragte Kostengutsprache für die Therapie bei A.________ zu ertei-
len hat oder nicht.

4.1 Medizinische Massnahmen müssen wirtschaftlich, einfach und zweckmäs-
sig sowie wissenschaftlich anerkannt sein. Massgebend ist im Bereich der medi-
zinischen Massnahmen der medizinische Wissenschaftlichkeitsbegriff. Als wis-
senschaftlich anerkannt gilt eine Behandlungsmethode, wenn sie von Forschern 
und Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis anerkannt ist. 
Entscheidend sind dabei das Ergebnis der Erfahrungen und der Erfolg einer be-
stimmten Behandlung (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum IVG, Art. 12 N 26 m.V.a. BGE 115 V 191 Erw. 4, BGE 114 V 22 und 
BGE 121 V 289 Erw. 7a; vgl. auch mit Art. 2 Abs. 1 IVV identischer Wortlaut von 
Art. 2 Abs. 3 GgV, dazu Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 13 N 12).

4.2 In der angefochtenen Verfügung hat die IV-Stelle nicht näher begründet, 
weshalb die Therapiemassnahmen bei A.________ keine Behandlung darstelle, 
welche die IV finanziere. Indes ist vorliegend nicht ohne weiteres ersichtlich, dass 
die von A.________ (Dipl. Maltherapeut APK; Verhaltenstrainer / AD(H)S-Coach 
ICP) angebotene Methode für die Behandlung des AD(H)S des Beschwerdefüh-
rers wissenschaftlich anerkannt und somit als medizinische Massnahme im Sinne 
von Art. 12f. IVG betrachtet werden kann. Zudem werden gemäss KSME Anhang 
als medizinische Behandlung eines Geburtsgebrechens nach Ziffer 404 GgV An-
hang die kinderpsychiatrische Behandlung des Kindes und seiner Familie, eine 
entsprechende medikamentöse Therapie sowie Ergotherapie, nicht aber Lo-
gopädie, Psychomotorik-, Spezial- oder Stützunterricht, Massnahmen der inte-
grativen schulischen Förderung oder andere unterstützende Massnahmen aner-
kannt (vgl. vorstehend Erw. 1.6). Im Kreisschreiben wird insbesondere konkreti-
siert, was sich bereits aus Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG entnehmen lässt, wonach 
logopädische und psychomotorische Therapien keine medizinischen 
Massnahmen darstellen. Diese wurden im Rahmen des NFA (Neugestaltung des 

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Finanzausgleichs 2008), als sich die Invalidenversicherung aus der 
Sonderschulfinanzierung zurückzog, von den medizinischen Massnahmen 
ausgenommen. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die Kantone die volle 
Verantwortung für die Sonderschulung und die sonderpädagogischen 
Massnahmen von Kindern und Jugendlichen ab Geburt bis maximal zur Erfüllung 
des 20. Altersjahres (Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 14-14bis N 2; vgl. auch 
Kantonales Sonderpädagogisches Konzept Kanton Schwyz des Amtes für 
Volksschulen und Sport vom Oktober 2010, S. 5). 

A.________ verfügt unbestritten nicht über eine kinderpsychiatrische Ausbildung 
und führt beim Beschwerdeführer keine medikamentöse Therapie durch. Sodann 
kann es sich bei den fraglichen Therapiemassnahmen auch nicht um eine Fort-
führung der (abgeschlossenen) Ergotherapie handeln, zumal A.________ nicht 
über die notwendige Ausbildung eines Ergotherapeuten verfügt (vgl. Art. 48 Abs. 
1 der Verordnung über die Krankenversicherung [KVV; SR 832.102] vom 
27.6.1995). Es kann somit vorliegend nicht ohne weiteres davon ausgegangen 
werden, dass eine medizinische Massnahme im Sinne von Art. 12ff. IVG vorliegt, 
von weitergehenden Abklärungen diesbezüglich kann jedoch aus nachfolgenden 
Gründen (insbesondere Erw. 4.4) abgesehen werden.

4.3.1 Gemäss KSME üben medizinische Hilfspersonen folgende Tätigkeiten aus: 
Krankenpflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung, Psychothe-
rapie. Diese sind, wenn sie die kantonalen Vorschriften betreffend die Berufs-
ausübung erfüllen und sofern eine ärztliche Anordnung vorliegt, ebenfalls zur 
Durchführung medizinischer Massnahmen ermächtigt (KSME Rz. 1202).

4.3.2 Es ist unbestritten, dass A.________ keine der oben erwähnten Tätigkeiten 
ausübt (vgl. auch Erw. 4.2). Der Beschwerdeführer macht geltend, dass der Be-
griff "medizinische Hilfspersonen" nicht zu "eng" ausgelegt werden darf (unter 
Hinweis auf Art. 26bis IVG, wonach dem Versicherten die Wahl unter den 
medizinischen Hilfspersonen freisteht, wenn sie den kantonalen Vorschriften und 
den Anforderungen der Versicherung genügen). Bei der KSME handle es sich 
lediglich um eine Verwaltungsweisung, welche sich an die Durchführungsstellen 
richte und für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich sei.

4.3.3 Verwaltungsweisungen richten sich zwar an die Durchführungsstellen und 
sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei 
seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 

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rechtlichen Vorgaben darstellen. Das KSME ist eine typische gerichtlich über-
prüfbare Verwaltungsweisung mit erheblichen Aussenwirkungen, deren Konsulta-
tion im Streitfall unumgänglich ist (BGE 133 V 257 Erw. 3.2; BGE 133 V 450 Erw. 
2.2.4; Bundesgerichtsurteil 9C_16/2014 vom 25.6.2014 Erw. 3.3).

Aus Art. 26bis Abs. 1 IVG ergeben sich die Anforderungen der Versicherung 
nicht abschliessend. Zudem wird auf die kantonalen Vorschriften verwiesen. 
Gemäss dem kantonalen Gesundheitsgesetz (§ 18 Abs. 2 GesG [SRSZ 571.110] 
vom 16. Oktober 2002) bzw. der Gesundheitsverordnung (GesV; SRSZ 571.111) 
vom 23. Dezember 2003 handelt es sich bei der von A.________ ausgeübten 
Tätigkeit nicht um einen der Bewilligungspflicht unterliegenden Beruf (vgl. § 7 
GesV). Der Bundesrat hat sodann von seiner Kompetenz, Zulassungsvorschrif-
ten zu erlassen (gemäss Art. 26bis Abs. 2 IVG), nur hinsichtlich der Pädakustiker 
Gebrauch gemacht (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 26bis N 3). Demnach wä-
re im konkreten Einzelfall zu prüfen, ob ein bestimmter Leistungserbringer die 
nach den konkreten Umständen erforderliche Leistung zu gewährleisten vermag, 
wobei der Umstand, dass ein Leistungserbringer in den Verwaltungsweisungen 
nicht genannt wird, die Pflicht der IV zur Vergütung von durch Angehörige dieser 
Berufsgattung erbrachten Leistungen nicht zwingend ausschliesst (vgl. Mey-
er/Reichmuth, a.a.O., Art. 26bis N 4). Aus einer sog. ZSR-Nummer kann zwar auf 
eine Tarifvereinbarung mit der Kranken- oder Invalidenversicherung geschlossen 
werden; deren Bestehen ist im Invalidenversicherungsrecht indes weder 
Voraussetzung der Leistungspflicht im Einzelfall, noch kann die versicherte 
Person daraus den Rechtsanspruch ableiten, dass die IV für die 
Behandlungskosten aufzukommen hätte (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_917/2011 
vom 28.3.2012 Erw. 6.2 m.V.a. ZAK 1976 512; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 
232 vom 2.3.2006 S. 2). Bereits aus dem Gesetz (und nicht erst der Verordnung) 
ergibt sich jedoch, dass medizinische Hilfspersonen nur auf Anordnung eines 
Arztes tätig werden können (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG). Soweit die Behandlung 
einer selbständig tätigen medizinischen Hilfsperson übertragen wird, ist eine 
schriftliche Anordnung des/der die betreffenden Massnahmen überwachenden 
Arztes/Ärztin notwendig, in welcher Beginn, Dauer, Art und Umfang der durchzu-
führenden Massnahmen festgelegt sein müssen, mit dem Hinweis, dass die an-
geordneten Massnahmen Leistungen der IV betreffen. Bei unselbständig tätigen 
medizinischen Hilfspersonen tragen die verordnenden Ärzte/-innen die Verant-
wortung bezüglich der fachgerechten Durchführung der Massnahme (KSME Rz. 
1203; vgl. auch Bundesgerichtsurteil I 410/01 vom 30.4.2002 Erw. 1f. m.V.a. 
BGE 121 V 9 Erw. 5a). Die vorliegend fragliche Behandlung wurde jedoch weder 
von einem Arzt schriftlich angeordnet, noch erfolgt sie unter Aufsicht bzw. Beizug 
eines Arztes.

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4.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass offen bleiben kann, ob im konkreten 
Fall eine nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigte 
Massnahme vorliegt, und/oder ob es sich bei A.________ um eine medizinische 
Hilfsperson handelt, da seine Behandlung nicht aufgrund einer schriftlichen An-
ordnung oder unter der Verantwortung eines Arztes im Sinne von Art. 14 Abs. 1 
lit. a IVG erfolgt. Somit hat die IV-Stelle die Kostengutsprache zu Recht abge-
lehnt.

5. Der Beschwerdeführer macht eventualiter geltend, dass die Sache an die 
IV-Stelle zurückzuweisen sei, damit diese prüfen könne, ob sie die entsprechen-
de Behandlung allenfalls unter einem anderen Titel übernehmen könne (nach al-
tem Recht wären z.B. auch "pädagogisch-therapeutische Massnahmen der Son-
derschulung" in Frage gekommen, konkret Massnahmen bei Volksschulbesuch).

Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Kostenübernahme unter einem 
anderen Titel drängt sich vorliegend nicht auf, zumal die Massnahmen der Son-
derschulung seit 2008 in der Verantwortung der Kantone sind (vgl. vorstehende 
Erw. 4.2). In diesem Sinne kann der Beschwerdeführer allenfalls bei der kantona-
len Abteilung für Sonderpädagogik nachfragen, ob die fragliche Massnahme 
übernommen werde. Zudem verweist die IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-
gung auf die Krankenkasse.

Die IV-Stelle hat sodann in der angefochtenen Verfügung festgehalten, dass 
wenn die Durchführungsstelle die Anforderungen erfülle, könne ein neues Ge-
such gestellt werden. Sollte für die fragliche Behandlung bei A.________ eine 
schriftliche ärztliche Anordnung durch einen die betreffende Massnahme über-
wachenden Facharzt (z.B. KJPD) erfolgen, müsste die IV-Stelle erneut prüfen, ob 
es sich bei der Behandlung im konkreten Einzelfall um eine wissenschaftlich an-
erkannte, wirtschaftliche, einfache und zweckmässige medizinische Massnahme 
handelt. Dies unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Ergotherapie 
beim Beschwerdeführer mangels eines genügenden Fortschritts und fehlender 
Gruppe abgeschlossen werden musste. Des Weiteren wäre zu prüfen, ob 
A.________ (als ADHS-Coach) die nach den konkreten Umständen erforderliche 
Leistung zu gewährleisten vermag. Dazu kann die IV-Stelle allenfalls auch Rück-
fragen bspw. bei der Schweizerischen Fachgesellschaft ADHS tätigen.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Verfahrenskos-
ten dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Be-
tracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat am 12. Juni 2017 Fr. 500.-- bezahlt, so dass die Rechnung ausgegli-
chen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 15. November 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. November 2017