# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65f4337c-3d53-5e5b-a760-a3f7269106b4
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-11-15
**Language:** de
**Title:** Da keine Indizien gegen die Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Aktenbeurteilung sprechen, kann darauf abgestellt werden. Kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und Rückfall nachgewiesen.
**Docket/Reference:** UV.2018.00214
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2018.00214.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2018.00214
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Gerichtsschreiber Kübler
Urteil
vom
1
5.
November 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph
Anwander
Advokaturbüro
Christoph
Anwander
-Walser
Bahnhofstrasse 21, Postfach 1016, 9102 Herisau
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1984,
war seit dem 20. Februar 2011 bei der
Y.___
angestellt und in diesem Rahmen bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. A
m 21. November 2012
erlitt er
einen Auf
fahrunfall, als er als Lenker eines Personenwagens anhielt, um
links
abzubiegen, und von einem von hinten herannahenden Fahrzeug erfasst wurde (Urk. 11/1
, Urk. 11/7/1
).
Die medizinische Erstvorstellung erfolgte am Unfalltag im
Z.
___
, wo eine Computertomographie des Schädels sowie von der HWS bis zur LWS erstellt wurde (
Urk. 3/5)
.
Daraufhin war der
Beschwerde
führer
bis am 25. November 2012
zu 100 % und vom 26. November bis am 11. Dezember 2012 zu 50 %
arbeitsunfähig (Urk. 3/5
-6
, Urk. 11/6).
Die Suva klärte beim Versicherten die Umstände und den Hergang des E
reignisses vom 21. November 2012
ab und erbrachte die gesetzlichen Leistungen
mitsamt einer Beteiligung an den Kosten für eine Alternativtherapie (U
rk. 11/7-12
, Urk. 11/24
). Am 21. Januar 2013 reichte das
Z.___
der Suva
aufforderungsgemäss
den Doku
mentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungs
trauma ein (Urk. 11/19).
A
m 17
. Januar 2014
setzte
der Versicherte
die
Suva
über
den Abschluss der
ärztlichen
Behandlung
in Kenntnis
(Urk. 11/33).
Am 27. April 2017
meldete der Versicherte bei der Suva einen Rückfall
zum Un
fallereignis
vom 21. November 2012 (Urk. 11/35).
Im Zuge ihrer Abklärungen
zog die Suva einen Bericht des
behandelnden Arztes
,
Dr. med.
A.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
bei (Urk. 11/39)
. Hernach wurde das
Dossier Dr. med. B.___
, Facharzt für Chirurgie, vor
gelegt
, welcher am 29. Mai 2017 eine kreisärztliche Beurteilung erstattete (Urk. 11/41). Mit Schreiben vom 14. Juni 2017 teilte die Suva mit, dass sie nicht leistungspflichtig sei (Urk. 11/42), worauf der Versicherte den Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung verlangte (Urk. 11/44). Mit Verfügung vom 19. Juli 2017
verneinte die Suva einen Leis
tungsanspruch (Urk. 11/46)
wogegen
der Versicherte am 14. September 2017 Ein
sprache
erhob
(Urk. 11/48).
Mit Eingabe vom 22. März 2018 reichte der Versi
cherte einen Sprechs
tundenbericht von Dr. med. C.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 27. Februar 2018 nach (Urk. 11/53-54).
Mit Einspracheentscheid vom 7. August 2018 wies die Suva die Einsprache ab (Urk. 2
= Urk. 11/55
).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 12. September 2018 Beschwerde und bean
tragte, Ziffer 1 des Dispositivs des
Einspracheentscheides
vom 7. August 2018 sei aufzuheben und die Suva zu verpflichten, im Zusammenhang mit dem Verkehrs
unfall vom 21. November 2012 weiterhin sämtliche gesetzlichen Leistungen ge
mäss dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
zu erbringen. Even
tuell sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und anschliessender neuer Beur
teilung bzw. Verfügung an die Suva zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Versicherte die Sistierung des Verfahrens einstweilen bis
am
28. Februar 2019 (Urk. 1 S. 2).
Mit Eingabe vom 18. Oktober 2018 teilte die Suva mit, dass sie mit einer Sistierung des Verfahrens einverstanden sei und ersuchte um Abnahme der angesetzten Frist für die Erstattung der Beschwerdeantwort (Urk. 7). Mit Verfügung vom 26. Oktober 2018 wurde das Sistierungsgesuch des
Beschwerdeführer
s abgewiesen und der
Suva
eine Fristerstreckung zur Erstattung der Beschwerdeantwort gewährt (Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Novem
ber 2018 schloss die
Suva
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10, unter Beilage ihrer Akten Urk. 11/1-60).
Mit Verfügung vom 9. November 2018 wurde
diese Eingabe der Beschwerdeführerin zugestellt
(Urk. 12).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
21. November 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.3
1.
3
.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer
den kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heit
liche Störung entfiele (BGE 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Be
weis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.
3
.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Er
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 456 E. 5a, 123 V 98 E. 3d, 139 E. 3c, 122 V 415 E. 2a, 121 V 45 E. 3a mit Hinwei
sen; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 172 E. 3a).
1.
4
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, mög
lich
erweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfaller
eignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein na
türlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderun
gen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammen
hangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellte sich in ihrem abweisenden Entscheid auf den Standpunkt, es liege weder ein natürliche
r
noch ein adäquater Kausalzusammen
hang zwischen dem
Unfallereignis vom 21. November 2012 und den
im Rahmen des gemeldeten Rückfalls aufgetretenen
Beschwerden vor
. Damit bestehe ihrer
seits keine Leistungspflicht
(Urk. 2 S.
5 ff.).
2.2
Dahingegen führte der
Beschwerdeführer
im Wesentlichen aus, bei der Auffahr
kollision
hätten
erhebliche Kräfte auf
ihn
eingewirkt, weshalb die mit der Rück
fall
meldung aufgrund der HWS-Distorsion II geltend gemachten Beschwerden nach wie vor unfallbedingt seien.
Damit bestehe nach wie vor ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Beschwerden, jedenfalls ge
nüge die kreisärztliche Kurzbeurteilung nicht, um einen solchen zu verneinen (Urk. 1 S.
6-
7).
3.
3.1
Anlässlich der Erstkonsultation auf der Notfallstation des
Z.___
am 2
1.
November 2012 klagte der Beschwerdeführer über frontale Kopfschmerzen und Schmerzen an der Halswirbelsäule. Die behandelnden Ärzte hielten in ihrem gleichentags erstellten Bericht ausser
Druckdolenzen
im Bereich der Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) und im Übergang zur Lendenwirbelsäule (LWS) sowie im Bereich der Rippe 9
blande
klinische und bildgebende Untersuchungsresultate fest, insbesondere bestünden keine Prellmarken oder Hämatome. Anamnestisch wurden Migräneanfälle vermerkt. Sie empfahlen analgetische und antiphlogisti
sche Therapie nach Massgabe der Schmerzen und entliessen den Beschwerdefüh
rer in die hausärztliche Behandlung zu
Dr.
A.___
(
Urk.
3/5; vgl. auch
Urk.
11/19). Die weitere Behandlung in Form von Kontrollen bei
Dr.
A.___
und
s
-Behandlungen schloss der Beschwerdeführer im Januar 2014 ab (
Urk.
11/23-33).
Die Beschwerden seien – bei grossem Intervall – mit dem Unfallereignis möglich
erweise zu vereinbaren (Urk. 11/39).
3.2
Gemäss Arztzeugnis vom 1
7.
Mai 2017 meldete sich der Beschwerdeführer am 2
4.
Januar 2017 bei
Dr.
A.___
wegen Schmerzen in der Hals-Schulter-Region links und häufigen Kopfwehs bis zur Stirn, gelegentlich jeden zweiten Tag. Am 1
8.
April 2017 habe der Beschwerdeführer erneut über (Tage anhaltende) Kopf
schmerzen beim Aufwachen berichtet.
Dr.
A.___
erhob Schmerzen beim Kopf
drehen und eine schmerzbedingte Einschränkung der Inklination/
Reklination
. Er diagnostizierte – nebst dem Status nach HWS-Distorsion II° - eine bestehende muskuläre
Dysbalance
der HWS links.
3.
3
Am 29. Mai 2017 nahm Dr.
B.___
zur Frage der Rückfallkausalität Stellung (Urk. 11/41).
Er führte aus, die
geltend gemachten Beschwerden seien nicht über
wiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 21. November 2012 zurückzufüh
ren.
Über
Jahre hinweg
seien
keinerlei Beschwerden, Behandlungen oder entspre
chend
e
Arbeitsunfähigkeits
zeiten dokumentiert und
anlässlich der ausführlichen Bildgebungen am Tage des Unfallereignisses (Computertomographie Schädel, HWS und BWS) nachweisbare, strukturelle Unfallfolgen ausgeschlossen worden. Die Rückfallkausalität sei somit nicht gegeben.
3.
4
Dr.
C.___
stellt in seinem Sprechstundenbericht vom 27. Februar 2018 fol
gende Diagnose (Urk. 11/54/1):
-
Zervikozephales
Syndrom links und
thorako
- und
lumbovertebrales
Syn
drom bei
-
Status nach HWS-Distorsionstrauma vom 21. November 2012
-
segmentalen Dysfunktionen intervertebral und
costovertebral
-
Zeichen der axialen Hypermobilität
Der
Beschwerdeführer
leide zurzeit unter linksseitigen Kopfschmerzen, Augen
druck, teils Nausea und muskulären Verspannungen des Nackens. Es bestehe eine gute axiale Beweglichkeit der Wirbelsäule mit einer abgeflachten BWS-Kyphose. Die Rotation an der oberen HWS rechts sei zu 1/2 eingeschränkt, die untere HWS sei links zu 1/3 eingeschränkt. Es bestehe eine
Ansatztendinose
Mastoid
und ok
zip
ital
links sowie ein Ansatz
Levator
scapulae
medialer
Scapularand
links.
An der
BWS bestünden mehrere
costovert
ebrale
Dysfunktionen beidseits und bei der LWS sei die Seitneigung rechts Flexion
je
zu 1/3 eingeschränkt.
Neben einer axialbetonten Hypermobilität sei das HWS-Distorsionstrauma vom 21. November 2012 f
ür die angegebenen Beschwerden
ursächlich verantwortlich. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hätten trotz allen therapeutischen Mass
nahmen seit diesem Unfallereignis die segmentalen intervertebralen Dysfunktio
nen mehr oder weniger persistiert, da der
Beschwerdeführer
seither nie mehr län
gere Zeit beschwerdefrei gewesen sei. Deshalb seien die heutigen Beschwerden auch noch als unmittelbare Unfallfolge im Sinne einer vorübergehenden Ver
schlimmerung zu beurteilen. Nach manueller Mobilisation, Infiltration der
An
satztendinosen
sowie Dehnung der verkürzten Halsmuskulatur seien die Be
schwerden unmittelbar besser
geworden
. Zur vollständigen Stabilisation würden noch Kräftigungsübungen der Nacken-Schultergürtelmuskulatur sowie Deh
nungsübungen durch den
Beschwerdeführer
selbst durchgeführt. Mit einer an
haltenden Beschwerdefreiheit sei in ca. 2-3 Monaten unter konsequentem Mus
kelaufbautraining zu rechnen (Urk. 11/54).
4.
4.1
Strittig und zu klären ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für
die
sei
tens des
Beschwerdeführer
s
im
Rahmen des Rückfalls geltend gemachten Be
schwerden. Das Beschwerdebild setzt sich insbesondere aus Kopfschmerzen
sowie aus
Schmerzen in der Hals-Schulter-Region, Augendruck, teils Nausea und mus
kuläre Verspannungen des Nackens
zusammen
(
vgl.
E. 3
, vgl.
Urk. 1 S. 5 und S.
9
).
4.2
4.2.1
In medizinischer Hinsicht stützte sich d
ie
Beschwerdegegnerin
auf den kreisärzt
lichen Bericht von Dr.
B.___
vom 29. Mai 2017
,
wo
eine Rückfallkausalität ver
neint wurde
(Urk. 1 S. 5 f.,
vgl.
E. 3.
3
).
4.2.2
Die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 29. Mai 2017 erweist sich als schlüssig,
zumal die abgegebene Beurteilung der Rückfallkausalität unter Bezugnahme auf die
Vorakten
–
mitsamt der
am Unfalltag erhobenen
bildgebenden
Befunde
–
nachvollziehbar begründet wurde und
sich
daraus
keine Widersprüche
ergeben
.
Damit erfüllt der betreffende Bericht grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige Entscheidgrundlage (vgl. E. 1.
5
)
. Zu prüfen bleibt, ob andere medizinische Berichte Zweifel an den darin getroffenen Schluss
folgerungen zu wecken vermögen.
Da es der behandelnde Arzt Dr.
A.___
in seinem Bericht vom 17. Mai 2017 – unter Hinweis auf ein grosses Intervall – nur als möglich erachtete, dass die Be
schwerden auf das Unfallereignis zurückzuführen sind (E. 3.
2
), genügt seine Ein
schätzung per se nicht, um den Wahrscheinlichkeitsbeweis für den natürlichen Kausalzusammenhang zu erbringen (vgl. auch E. 1.
3
.1). Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass aufgrund der Zeitspanne von 4.5 Jahren zwischen dem Unfallereignis und dem gemeldeten Rückfall vorliegend besonders hohe Anfor
derungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis zu stellen sind (vgl. E. 1.
4
). Folglich steht der Bericht von Dr.
A.___
der kreisärztlichen Beurteilung nicht entgegen.
Dr.
C.___
stellte sich
in seinem Sprechstundenbericht
vom 27. Februar 2018
auf den Standpunkt, die Beschwerden seien
teil
kausal auf das Unfallereignis zu
rückzuführen
(E. 3.
4
)
.
Seiner
Begründung
, wonach der
Beschwerdeführer
seit dem Unfall nie mehr längere Zeit beschwerdefrei gewesen sei (Urk. 11/54/2)
,
ist ent
gegenzuhalten, dass in der Zeit zwischen dem Behandlungsabschluss im Januar 2014 (Urk. 11/33) und dem gemeldeten Rückfall im April 2017 (Urk. 11/35) keine Beschwerden, Behandlungen oder entsprechende Arbeitsunfähigkeitszeiten aus
gewiesen sind (vgl. auch Urk. 11/35 Ziffer 10, Urk. 11/39 Ziffer 8).
Vor diesem Hintergrund vermag
sein
Sprechstundenbericht keine Zweifel an der kreisärztli
chen Beurteilung vom 29. Mai 2017
zu wecken
.
4.2.3
Es bestehen somit keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Abklärungen, weshalb auf die en
tsprechenden Schlussfolgerungen
abgestellt werden kann.
Bei dieser Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
den Sachverhalt als hin
reichend abgeklärt erachtete.
Weitergehende medizinische Erhebungen
(vgl. Urk. 1 S. 7)
sind nicht erforderlich (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E
. 5.3 mit Hinweis), da hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.
4.3
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfallereignis vom 21. November 2012 und dem am 27. April 2017
gemeldeten Rückfall
vom
Beschwerdeführer
nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
nachgewiesen wurde
.
Vor diesem Hintergrund erübrigt sich d
ie Prüfung eines adäquaten Kausalzusammenhangs.
Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch
des
Beschwerdeführer
s
auf Leistungen im Zusammenhang mit dem
Un
fall
vom 2
1.
November 2012
zu Recht verneint.
5
.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Christoph
Anwander
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstKübler