# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56f67766-7d24-5216-a65c-bb8880b9fc3e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-06-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.06.2007 IV 2006/105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-105_2007-06-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/105

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.05.2020

Entscheiddatum: 01.06.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 01.06.2007
Art. 8 ATSG/Art. 28 IVG: Verneinung einer rentenrelevanten Invalidität 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 
2007, IV 2006/105).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 1. Juni 2007

In Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Brühlgasse 39, Postfach 22, 

9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

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I.

A.- a) B.___, Jahrgang 1962, meldete sich am 13. April 1994 zum Bezug von IV-

Leistungen an. Ende 1997 scheiterte eine Umschulung. Die IV-Stelle gab eine 

medizinische Abklärung in Auftrag. Die MEDAS X.___ führte in ihrem Gutachten vom 

21. August 1998 aus, der Versicherte leide an einem lumbovertebralen 

Schmerzsyndrom, an psychischen Faktoren bei somatisch initiierten chronischen 

Schmerzen und an einer depressiven Entwicklung (aktuell Depression leichten bis 

mittleren Grades mit somatischen Symptomen). Für eine körperliche Schwerarbeit sei 

der Versicherte nicht mehr geeignet. Für leichte bis mittelschwere Arbeiten bestehe 

keine körperlich bedingte Einschränkung, jedoch sollte der Versicherte bei hebenden 

Tätigkeiten eine Bauchbandage tragen. Aus psychischen Gründen bestehe eine 

generelle Arbeitsunfähigkeit von 30%. Weitere Eingliederungsmassnahmen seien nicht 

indiziert, da sich der Versicherte für vollständig arbeitsunfähig halte und deshalb nicht 

motiviert sei. Wenn der Versicherte weiterhin in seiner Opferhaltung verharre, sei die 

Prognose skeptisch zu sehen. Die IV-Stelle verzichtete auf weitere 

Eingliederungsbemühungen. Sie prüfte einen allfälligen Rentenanspruch des 

Versicherten. Das zumutbare Invalideneinkommen ermittelte sie anhand des 

statistischen Durchschnittseinkommens der Hilfsarbeiter, wobei sie - neben der 

Arbeitsunfähigkeit von 30% - zusätzlich einen Abzug von 10% vornahm, weil der 

Versicherte die medizinische Auflage am Arbeitsplatz berücksichtigen müsse. Sie 

ermittelte so ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 31'198.--. Der letzte 

Arbeitgeber des Versicherten teilte am 6. November 1998 mit, der Lohn würde aktuell 

Fr. 3'480.-- pro Monat bzw. Fr. 45'240.-- pro Jahr betragen. Die IV-Stelle verneinte mit 

einer Verfügung vom 3. Februar 1999 einen Rentenanspruch, da der Invaliditätsgrad 

nur 31% betrage. Der Versicherte focht diese Verfügung an. Das Versicherungsgericht 

des Kantons St. Gallen ermittelte in der Folge einen Invaliditätsgrad von 37% und wies 

die Beschwerde ab. Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) bestätigte diesen Entscheid. 

Es nahm einen Invaliditätsgrad von 30% bzw. von 37% an.

b) Am 18. November 2002 stellte der Versicherte ein neues Rentengesuch. Er machte 

geltend, zu den bisherigen Beschwerden seien eine mediolinkslaterale subligamentäre 

Diskushernie L5/S1 und eine Diskusprotrusion L4/5 hinzugekommen. Er legte einen 

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Bericht von Dr. med. A.___ vom 5. November 2002 bei, in dem eine seit dem 3. Februar 

1999 permanent anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 50% angegeben worden war. 

Wann die Diskushernie L5/S1 sich entwickelt hatte, war nach Ansicht von Dr. med. 

A.___ nicht mehr festzustellen gewesen. Die IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung ein. 

Sie gab eine Abklärung durch die Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des 

Spitals C.___ in Auftrag. Im Gutachten vom 10. Februar 2003 wurde ausgeführt, 

gemäss der Anamnese bestünden die lumbalen Beschwerden erst seit Februar 1999. 

Es handle sich um rein lokale, tageszeitunabhängige lumbovertebrale Dauerschmerzen, 

die sich schon beim Tragen leichtester Gewichte, bei länger einzuhaltenden 

monotonen Stellungen oder bei längerem Gehen akzentuierten. Die Gutachter erhoben 

folgende Diagnosen: chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei 

Wirbelsäulenfehlstatik mit ausgeprägter Adipositas und Dekonditionierung der 

Rumpfmuskulatur und bei diskreten degenerativen Veränderungen mit 

Bandscheibenprotrusion L4/5 und L5/S1 ohne Nervenwurzelbeeinträchtigung und ohne 

zentrale und foraminale Spinalkanalstenose, Status nach Dünndarmresektion 6/91 

(Status nach operativer Versorgung einer Narbenhernie 11/99), Status nach 

Cholezystektomie 1999 sowie Status nach osteosynthetischer Versorgung einer 

Vorderarmfraktur 6/00. Die Gutachter hielten unter anderem fest, die subjektiven 

Schmerzen mit der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit von 50% und der 

Unmöglichkeit, Gewichte über 1 kg zu tragen, könne kaum mit dem klinischen Bild 

(normales Gangbild, normale komplexe Bewegungsmuster, normales Ausmass der 

LWS-Beweglichkeit) in Einklang gebracht werden. Da die diskrete 

Wirbelsäulenfehlstatik und die diskreten degenerativen Veränderungen nur als 

Kofaktoren gewertet werden könnten, sei von einer wesentlichen 

Schmerzverarbeitungsstörung mit Schmerzfixierung auszugehen. Aus 

rheumatologischer Sicht bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für alle 

geeigneten Tätigkeiten, wozu auch die aktuelle Tätigkeit als Taxifahrer gehöre, weil die 

Fahrgäste ihre Koffer selbst einladen würden. Zu einer allfälligen psychischen 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit könne nicht Stellung genommen werden. Auf die 

Frage, ob sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsunfähigkeit seit Februar 1999 

verändert hätten, antworteten die Gutachter, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

stimme aus rheumatologischer Sicht für die aktuell die Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigenden lumbovertebralen Schmerzen mit der Beurteilung der MEDAS 

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überein. Im neuen Gesuch habe sich der Versicherte auf eine rein bildgebende 

Progredienz der degenerativen Veränderungen im MRI der LWS berufen. Diese 

bildgebenden Veränderungen korrelierten jedoch nur sehr schlecht mit der objektiven 

Funktionsfähigkeit und mit der Behinderung im Bereich der LWS. Im übrigen handle es 

sich nur um geringe degenerative Veränderungen. Mit einer Verfügung vom 15. August 

2003 wies die IV-Stelle das neue Rentengesuch mit der Begründung ab, der 

Gesundheitszustand habe sich seit dem 3. Februar 1999 nicht wesentlich verändert. 

Der Invaliditätsgrad betrage 31%. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache mit 

dem Antrag, es sei ihm eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 56% zuzusprechen, wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid 7. 

November 2003 ab. Sie führte aus, der Versicherte mache keine Verschlechterung 

seines Gesundheitszustandes geltend, da er die Einschätzung durch die Gutachter des 

Spitals C.___ anerkenne. Weil sich der Gesundheitszustand nicht verändert habe, gelte 

nach wie vor der Einkommensvergleich gemäss der früheren Verfügung. Die gegen 

diesen Einspracheentscheid erhobene Beschwerde vom 10. Dezember 2003 hiess das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 21. September 2004 

teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Abklärung (des psychischen 

Gesundheitszustandes des Versicherten und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit) an die IV-Stelle zurück.

c) Im Nachgang zu einer polydisziplinären Begutachtung in der MEDAS X.___ eröffnete 

die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 6. Januar 2006, dass er bei einem 

Invaliditätsgrad von 31% keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (IV-act. 109). 

Die dagegen erhobene Einsprache vom 9. Februar 2006 wies die IV-Stelle mit 

Einspracheentscheid vom 8. Mai 2006 ab (IV-act. 119).

B.- Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. W. 

Bodenmann, St. Gallen, mit Eingabe vom 8. Juni 2006 Beschwerde erheben mit den 

Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben, und ihm sei eine Invalidenrente basierend auf 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% zuzusprechen. Zur Begründung führte der 

Rechtsvertreter unter anderem aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

habe sich seit der MEDAS-Begutachtung 1998 klar verschlechtert. Es sei nicht 

nachvollziehbar, dass dennoch von einem unveränderten Invaliditätsgrad ausgegangen 

werde. Nachdem der Beschwerdeführer allein aus psychischen Gründen zu 30% in 

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seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, sei davon auszugehen, dass die 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen und somatischen Gründen mehr als 30% betrage. 

Wenn die MEDAS-Gutachter davon ausgehen würden, dass der Beschwerdeführer 

sich in seine Beschwerden hineinsteigere, so werde übersehen, dass die Beschwerden 

klinisch nachweisbar seien und er sich zudem intensiv darum bemühe, seine 

Arbeitstätigkeit im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterzuführen und auszubauen. So 

könne er mittlerweile bereits einem 50%-Pensum als Taxifahrer nachgehen. Es sei 

nicht nachvollziehbar, dass von weiteren Therapien oder Abklärungen abgeraten 

werde, zumal der Beschwerdeführer unter klar nachweisbaren Beschwerden leide. Die 

Formulierungen im MEDAS-Gutachten würden erkennen lassen, dass hier 

offensichtlich bereits eine vorgefasste Meinung seitens der MEDAS bestanden habe. 

Bezüglich des Invalideneinkommens sei zu beachten, dass im MEDAS-Gutachten 

festgehalten werde, dass die Tätigkeit als Taxifahrer von Seiten des Rückens aus 

gesehen als relativ günstig anzusehen sei. Bei dieser Tätigkeit handle es sich nicht 

lediglich um eine suboptimale Tätigkeit. Es sei nicht der Tabellenlohn heranzuziehen, 

sondern es sei auf das effektiv als Taxichauffeur erzielte Einkommen abzustellen. 

Selbst wenn die Tabellenlöhne herangezogen werden könnten, so wäre ein Abzug vom 

Invalideneinkommen von mindestens 15% vorzunehmen.

C.- In der Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid.

II.

1.- Gemäss Art. 87 Abs. 4 IVV i.V.m. Abs. 3 dieser Bestimmung wird eine neue 

Anmeldung nach einer vorausgegangenen rechtskräftigen Gesuchsabweisung nur 

geprüft, wenn mit der Neuanmeldung glaubhaft gemacht wird, dass sich der 

Invaliditätsgrad seither in einer anspruchserheblichen Weise verändert hat. Der 

Beschwerdeführer machte mit der Neuanmeldung vom 18. November 2002 gestützt 

auf einen Bericht seines Hausarztes geltend, er leide neu an einer Diskushernie L5/S1 

und an einer Diskusprotrusion L4/5, wodurch die Arbeitsunfähigkeit auf 50% gestiegen 

sei. Im Entscheid vom 21. September 2004 stellte das st. gallische 

Versicherungsgericht fest, dass der Entscheid der Beschwerdegegnerin, auf die 

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Neuanmeldung einzutreten, korrekt sei. In materieller Hinsicht wies es die 

Angelegenheit zur Abklärung des psychischen Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an die 

Beschwerdegegnerin zurück. Diese verfügte nach Einholung eines MEDAS-Gutachtens 

neu und bestätigte diese Verfügung im nunmehr angefochtenen Entscheid.

2.- a) In zeitlicher Hinsicht sind die Verhältnisse bei Erlass der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: Einspracheentscheid vom 8. Mai 2006) mit denjenigen im 

Zeitpunkt der letzten materiellen Abweisung (Verfügung vom 3. Februar 1999) zu 

vergleichen (vgl. BGE 130 V 64 Erw. 2). Der Beschwerdeführer lässt unter anderem 

ausführen, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Aus 

rheumatologischer Sicht seien zwischenzeitlich biomechanisch bedingte 

Einschränkungen der Rückenbelastung verifiziert worden, welche sich in einer 

Verminderung der Belastbarkeit auswirken würden. Der Arbeitsunfähigkeitsgrad aus 

psychischen und somatischen Gründen betrage mehr als 30%. Seit 1998 seien weitere 

Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinzugekommen.

b) Im MEDAS-Gutachten vom 21. August 1998 wurden als Diagnosen mit 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom, psychische Faktoren bei somatisch initiierten chronischen 

Schmerzen und Kreuzschmerzen sowie eine depressive Entwicklung, aktuell 

Depression leichten bis mittleren Ausprägungsgrades mit somatischen Symptomen 

angeführt. Die Gutachter stellten fest, für leichte und mittelschwere Arbeiten bestehe 

keine körperlich bedingte Einschränkung. Jedoch solle der Beschwerdeführer bei 

hebenden Tätigkeiten eine Bauchbandage tragen. Aus psychiatrischen Gründen 

bestehe eine generelle Arbeitsunfähigkeit von 30% (IV-act. 50). Im Gutachten vom 28. 

Oktober 2005 diagnostizierten die MEDAS-Gutachter ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen links, eine 

Adipositas und ein Dekonditionierungssyndrom, eine psychische Überlagerung von 

somatisch initiierten körperlichen Beeinträchtigungen sowie eine depressive 

Entwicklung, aktuell von mittlerem Ausprägungsgrad mit nicht nachweisbaren 

somatischen Symptomen (Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit). Die Gutachter gelangten zum Schluss, aufgrund der klinischen und 

radiologischen Befunde seien die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden 

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lumbal nachvollziehbar und auch klinisch nachweisbar. Biomechanische 

Veränderungen würden eine Verminderung der Rückenbelastbarkeit in Form von 

qualitativen Einschränkungen für häufiges Heben und Tragen sehr schwerer Gewichte, 

ausschliesslich sitzende oder gehende Arbeiten, Tätigkeiten mit häufigem Bücken und 

Aufrichten sowie längerdauernde Arbeiten in einer unergonomischen Flexionsstellung 

bewirken. Aus psychischer Sicht habe sich seit der ersten Beurteilung durch die 

MEDAS vom August 1998 keine fassbare Verschlechterung eingestellt, und 

diagnostisch seien keine neuen Aspekte dazugekommen. Somit bestehe für eine 

körperlich adaptierte Tätigkeit (ohne häufige körperliche Schwerarbeiten, ohne 

Tätigkeiten mit häufigem Beugen und Aufrichten des Oberkörpers, ohne länger 

dauernde Tätigkeiten in einer ergonomisch ungünstigen Flexionsstellung mit 

Rotationsbewegungen, ohne Arbeiten mit häufigen axialen Schlägen oder in 

ausschliesslich sitzender und stehender Position) aus psychosomatischer Sicht nach 

wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich schätzungsweise 30% seit August 

1998, begründbar durch die depressiv bedingte erhöhte Schmerzschwelle, ein 

Vermeidungsverhalten sowie verminderte Stresstoleranz. Unter Mitberücksichtigung 

der rein somatischen Veränderungen der Wirbelsäule und unter Berücksichtigung der 

erwähnten qualitativen Einschränkungen aus rheumaorthopädischer Sicht könne 

polydisziplinär eine Arbeitsfähigkeit als Taxichauffeur von 70% zugemutet werden, 

wobei realistischerweise kaum mehr als 50% verwertet würden. Da der 

Beschwerdeführer von seinem Vorgesetzten die Erlaubnis erhalten habe, seine Gäste 

darum zu bitten, ihre Koffer selber ein- und auszuladen, sei das Hauptproblem dieser 

Tätigkeit lediglich das längere Sitzen während der Standphasen, was durch häufiges 

Herumgehen und allenfalls die Verwendung eines Spezialsitzes bzw. einer 

Rückenstütze gemildert werden könne. Für eine anderweitige angepasste Tätigkeit 

unter Berücksichtigung der somatischen qualitativen Einschränkungen bestehe aus 

psychiatrischen Gründen ebenfalls eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit. Ärztlicherseits 

müsse vor einer iatrogenen Schädigung durch weitere Abklärungen mit bildgebenden 

Verfahren oder ungezielten therapeutischen Massnahmen gewarnt werden (IV-act. 

104).

c) Was den Einwand des Beschwerdeführers betrifft, dass die Taxifahrer-Tätigkeit von 

Seiten der MEDAS als relativ günstig angesehen werde und er faktisch kaum in der 

Lage sei, auf dem freien Arbeitsmarkt eine andere Arbeitsstelle antreten zu können, ist 

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auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 21. September 2004 zu verweisen. 

Dort wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer als Taxifahrer nicht bestmöglich 

eingegliedert sei. Vielmehr handle es sich um eine - arbeitsmarktbedingte - 

suboptimale Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, weil der damit erzielbare 

Lohn deutlich tiefer sei als der Durchschnittsverdienst eines Hilfsarbeiters. Selbst wenn 

es sich um ein stabiles Arbeitsverhältnis handle, könne darin kein Nachweis einer 

nachträglichen erheblichen Veränderung in erwerblicher Hinsicht erblickt werden 

(Entscheid, a.a.O., S. 9f). Dass diese Darlegungen immer noch zutreffen, zeigt sich in 

den im Jahr 2005 vom Beschwerdeführer als Taxifahrer erzielten, weit 

unterdurchschnittlichen Einkommen von Fr. 1'500.-- pro Monat (ohne Kinderzulagen; 

IV-act. 113).

d) Die MEDAS-Gutachter begründeten ihr Ergebnis im Gutachten von 2005 eingehend 

und nachvollziehbar. Insbesondere leuchtet ihre Darlegung der Hintergründe, aufgrund 

derer von weiteren Therapien oder Abklärungen abzuraten sei, ein. Hieran vermag der 

Umstand, dass beim Beschwerdeführer nachweisbare gesundheitliche Befunde 

vorliegen, nichts zu ändern, zumal die Befunde einer eigentlichen ärztlichen 

Behandlung nicht zugänglich sind bzw. sich durch eine solche nicht verändert lassen. 

Auch wenn sich der Gesundheitszustand hinsichtlich Belastbarkeit des Rückens seit 

1998 eher verschlechterte, so bedeutet das nicht automatisch auch eine 

verschlechterte Arbeitsfähigkeit bezogen auf die in Betracht fallenden, dem 

Gesundheitsschaden angepassten Tätigkeiten. So hielten die MEDAS-Gutachter denn 

auch ausdrücklich fest, die biomechanisch bedingten Einschränkungen der 

Rückenbelastbarkeit würden ausschliesslich qualitative Einschränkungen für 

körperliche Schwerarbeit, längerdauernde Tätigkeiten in einer unergonomischen 

Flexionshaltung, ausschliesslich sitzende oder rein stehende Tätigkeiten ohne 

Ausweichhaltungen sowie Arbeiten mit axialen Schlägen sowie häufigem Bücken und 

Aufrichten betreffen (IV-act. 104-21/23). In diesem Zusammenhang ist auch zu 

beachten, dass beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen 

sich deren erwerblichen Auswirkungen in der Regel überschneiden, weshalb der Grad 

der Arbeitsunfähigkeit diesfalls aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden 

ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf 

einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten 

Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (Urteil des EVG vom 3. März 2003 i/S E. [U 

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850/02] Erw. 6.4.1). Der Umstand, dass sich die Arbeitsunfähigkeiten aus psychischer 

und orthopädischer/rheumatologischer Sicht überlappen, ist in erster Linie darin 

begründet, dass aus körperlichen Gründen notwendige Ruhepausen oder 

Arbeitsunterbrüche gleichzeitig auch als Erholungspausen in psychischer Hinsicht 

genützt werden können, womit eine Kumulation der Arbeitsunfähigkeiten ausser 

Betracht fällt. Mit Blick auf die ausführlich begründeten Schlussfolgerungen im 

MEDAS-Gutachten bestehen im weiteren keine konkreten Anhaltspunkte, die auf eine 

vorgefasste Meinung der Gutachter hinweisen würden. Solche werden auch vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nicht genannt. Auf die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der MEDAS-Gutachter ist daher für die 

Invaliditätsbemessung abzustellen.

e) Auszugehen ist unbestrittenermassen von den im Rahmen der ersten 

Rentenfestsetzung festgelegten Vergleichseinkommen. Was den streitigen Abzug vom 

Invalideneinkommen betrifft, so ist dieser nach der Rechtsprechung für sämtliche in 

Betracht fallenden Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gesamthaft zu schätzen und 

unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallender Merkmale auf höchstens 25 % 

zu beschränken (BGE 126 V 75). Vorliegend sind die Voraussetzungen für einen 

maximalen Abzug nicht gegeben. Zu berücksichtigen ist ein Abzug für 

Teilzeitbeschäftigung (70%) sowie die von den MEDAS-Gutachtern angeführten 

gesundheitlichen Einschränkungen (IV-act. 104-20/23). In Würdigung der gesamten 

Umstände und im Vergleich zu BGE 126 V 75ff, wo das Eidgenössische 

Versicherungsgericht bei einem als Kranführer tätig gewesenen Versicherten, welcher 

zufolge einer Knieverletzung und Rückenbeschwerden lediglich noch zu 50 % 

körperlich leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeiten 

ausüben konnte, einen Abzug von 15 % als angemessen bezeichnet hat, rechtfertigt es 

sich, bei der hier primär psychisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit den 

Abzug auf 10% festzusetzen (vgl. auch Entscheid des st. gallischen 

Versicherungsgerichts vom 29. März 2001 [IV 1999/40] S. 8; IV-act. 64-8/10). Die 

qualitativen Einschränkungen aus rheumaorthopädischer Sicht rechtfertigen keinen 

zusätzlichen Abzug, da der Beschwerdeführer durch sie in einer leichten, 

wechselbelastenden Tätigkeit nicht weitergehend eingeschränkt ist. Damit bleibt es bei 

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einem IV-Grad von 37% (vgl. IV-act. 64-8/10; EVG-Urteil vom 1. März 2002, S. 6 [IV-

act. 67-6/7]).

3.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 8. Mai 2006 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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