# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbe6cab9-0015-56c5-894a-0baab0b9d8cd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2018 IV 2018/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-48_2018-08-27.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 27.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
Art. ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Bemessung des 
Valideneinkommens, wenn vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein 
Teilzeiterwerb und daneben keine Tätigkeit in einem anerkannten 
Aufgabenbereich ausgeübt wurde. Bemessung des Invalideneinkommens 
aufgrund des Tabellenlohns und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit, wenn 
letztere nicht ausgeschöpft wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 27. August 2018, IV 2018/48).

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Marie-Theres 

Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2018/48

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 21. Juli 2011 wegen schneller Ermüdbarkeit, 

Gangunsicherheit und geringerer Belastbarkeit bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 6).

A.b  Mit Mitteilung vom 17. Juni 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch 

hinsichtlich beruflicher Massnahmen ab, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden 

vorliege (IV-act. 95). Das Leistungsbegehren bezüglich Rente wies sie mit Verfügung 

vom 6. Februar 2014 ab (IV-act. 117).

A.c  Mit Entscheid vom 22. Oktober 2015 (IV 2014/159) hiess das Versicherungsgericht 

eine gegen die Verfügung vom 6. Februar 2014 gerichtete Beschwerde teilweise gut, 

hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur weiteren medizinischen 

Abklärung im Sinne der Erwägungen (neurologisch, psychiatrisch, allenfalls 

neuropsychologisch) an die IV-Stelle zurück (IV-act. 130).

A.d  In Nachachtung des versicherungsgerichtlichen Urteils wurde die Versicherte 

durch die asim, Universitätsspital Basel, Versicherungsmedizin, polydisziplinär 

begutachtet (Gutachten vom 29. August 2016; Dr.med. B.___, Fachärztin Allgemeine 

Innere Medizin, Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, Dr. med. E.___, 

Oberarzt Neurologie FMH, und Prof. Dr. rer. nat. med. habil. Dipl.-Psych. F.___ 

[Neuropsychologie]; IV-act. 160; Untersuchungen vom 12. bis 14. April 2016). Die 

Gutachter diagnostizierten als Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 

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Neurasthenie (ICD-10: F48.0) mit/bei differenzialdiagnostisch Status nach 

prolongiertem Vitamin B12-Mangel mit aktenanamnestisch möglicher initialer 

neurologischer Manifestation mit Gangataxie, Gleichgewichtsstörungen, 

Mundwinkelrhagaden, Kribbelparästhesien der Hände, Muskelschwäche der unteren 

Extremität, aktuell kein Anhalt für fortbestehenden Vitamin B12-Mangel unter 

fortlaufender Substitution, aktuell Nachweis von persistierenden, leichten kognitiven 

Einschränkungen mit Beeinträchtigungen im Bereich Aufmerksamkeit und 

Konzentration bei validen Testbefunden (IV-act. 160-5). Sie führten aus, eine sichere 

Abgrenzung zwischen einer Residualsymptomatik bei durchgemachtem Vitamin B12-

Mangelzustand und der zwischenzeitlichen Entwicklung einer funktionell zu 

interpretierenden Fatigue im Rahmen einer Neurasthenie scheine aus heutiger Sicht 

nicht möglich. Es sei jedoch davon auszugehen, dass ein Kern der Symptomatik im 

Rahmen der noch persistierenden Fatigue Problematik zu sehen sei und dass dieser 

Anteil, zusammen mit den dazu passenden validen leichten neurokognitiven 

Einschränkungen, nachvollziehbar sei. Im Rahmen der rheumatologischen 

Untersuchung hätten keine Anhaltspunkte bestanden für eine entzündliche Genese der 

Beschwerden resp. eine entzündliche Krankheit des rheumatologischen 

Formenkreises. Die Versicherte brauche längere Zeit, um sich von kognitiv 

anstrengenden Tätigkeiten zu erholen, wozu auch ihre Tätigkeit als Primarlehrerin 

gezählt werden könne. Sie könne sich nicht mehr auf mehrere Dinge gleichzeitig 

konzentrieren, insofern sei die geteilte Aufmerksamkeit eingeschränkt. Die Planung und 

Strukturierung von Aufgaben sei leicht eingeschränkt, auch bestünden 

Einschränkungen im Bereich Flexibilität und Umstellungsfähigkeit. Die Versicherte 

könne sich schwerer auf Neues einstellen, die Durchhaltefähigkeit sei eingeschränkt 

(IV-act. 160-8). Individuelle Belastungsfaktoren im engeren Sinn könnten nicht 

ausgemacht werden. Die Versicherte sei sozial gut integriert, habe jedoch ihre sozialen 

Kontakte krankheitsbedingt etwas reduziert. Eine Persönlichkeitspathologie habe nicht 

festgestellt werden können. Im Gegenteil könne die Persönlichkeit der Versicherten 

eher als Ressource gewertet werden, da sie aufgrund ihrer offenen, auf Menschen 

zugehenden Wesensart über einen grossen Freundes- und Kollegenkreis verfüge. Bei 

den aktuellen Untersuchungen hätten sich keine Hinweise für wesentliche 

Inkonsistenzen ergeben (IV-act. 160-9). Gesamtbetrachtend könne von einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % als Primarschullehrerin ohne Klassenverantwortung 

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ausgegangen werden. Die Tätigkeit als Klassenlehrerin mit voller Klassenlehrer-

Verantwortung könne aufgrund der kognitiven Defizite im Rahmen der einer 

Neurasthenie zugeordneten Fatigue nicht mehr durchgeführt werden. Für sämtliche 

Tätigkeiten, die keinen erhöhten Anspruch an Flexibilität und Umstellungsfähigkeit oder 

an Planung und Strukturierung von Aufgaben erforderten, sei die Versicherte zu 100 % 

arbeitsfähig (IV-act. 160-10). RAD-Arzt Dr.med. G.___ nahm am 2. September 2016 

Stellung, das Gutachten erfülle die versicherungsmedizinischen Voraussetzungen. Aus 

versicherungsärztlicher Sicht könne die administrative Entscheidung darauf abgestützt 

werden. Aus rein medizinischer Sicht sei bei der festgestellten Neurasthenie respektive 

Fatigue und den kognitiven Defiziten die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % 

nachvollziehbar (IV-act. 161).

A.e  Mit Vorbescheid vom 22. Juni 2017 unterbreitete die IV-Stelle der Versicherten, sie 

sehe vor, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 172; Invaliditätsgrad 26 %).

A.f  Mit Einwand vom 25. August 2017 machte die Versicherte geltend, der 

Rentenanspruch sowie der IV-Grad seien ab Januar 2012 in rechtskonformer Weise zu 

prüfen und ihr dem jeweiligen Invaliditätsgrad (2012: 87 %, 2013: 66 %, 2014: 44 %, 

2015: 30 %, 2016: 44 %) entsprechende Rentenleistungen auszurichten (IV-act. 177). 

Am 29. August 2017 reichte die Versicherte weitere Unterlagen zum Lohn ein (IV-act. 

178).

A.g  Gestützt auf eine interne Stellungnahme des Rechtsdienstes der IV-Stelle vom 1. 

Dezember 2017, wonach es gesamtbetrachtend am erforderlichen funktionellen 

Schweregrad der Neurasthenie, einer psychischen oder somatischen Komorbidität 

sowie einer Therapieresistenz fehle und bei günstigen persönlichen Ressourcen kein 

invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege (IV-act. 179), 

stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 5. Dezember 2017 in 

Aussicht, das Leistungsbegehren mangels eines invalidenversicherungsrechtlich 

relevanten Gesundheitsschadens abzuweisen (IV-act. 181).

A.h  Mit Einwand vom 4. Januar 2018 machte die Beschwerdeführerin unter anderem 

geltend, die IV-Stelle habe die gutachterlich attestierte Arbeitsfähigkeit anhand einer 

eigenen Indikatorenprüfung verworfen, ohne dabei aufzuzeigen, inwiefern die Gutachter 

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Ressourcen ungenügend gewürdigt und / oder nicht ausschliesslich funktionelle 

Ausfälle berücksichtigt hätten (IV-act. 184).

A.i Nachdem der Rechtsdienst der IV-Stelle an seiner Auffassung festgehalten hatte 

(Stellungnahme vom 12. Januar 2018, IV-act. 185), wies die IV-Stelle mit gleichen Tags 

erlassener Verfügung das Leistungsbegehren ab, da kein 

invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege (IV-act. 186).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 12. Januar 2018 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwältin lic.iur. A. Guyot, am 31. Januar 2018 Beschwerde erheben. Sie 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen 

Leistungen, insbesondere eine befristete ganze Rente vom 1. Januar bis 31. Dezember 

2012, eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 und eine 

befristete Viertelsrente vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 sowie eine Viertelsrente 

ab 1. Januar 2016 auszurichten. Wenn ein Gutachten - wie vorliegend - die Leitlinien 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einhalte, bestehe kein Spielraum für 

Korrekturen durch die Beschwerdegegnerin. Die gutachterlich attestierte 

Arbeitsunfähigkeit sei anhand einer eigenen Indikatorenprüfung der 

Beschwerdegegnerin verworfen worden, ohne dabei aufzuzeigen, inwiefern die 

Gutachter Ressourcen ungenügend gewürdigt und / oder nicht ausschliesslich 

funktionelle Ausfälle berücksichtigt hätten. Mit der gutachterlich attestierten 

Teilarbeitsunfähigkeit von 30 % als Primarlehrerin und der zusätzlichen Einschränkung 

ohne Klassenlehrerverantwortung seien die Ressourcen bereits gewürdigt und eine 

gewisse Schwere der Auswirkung der gestellten Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit 

ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin habe die Indikatorenprüfung nicht auf die 

Leitlinienkonformität überprüft, sondern eine eigene, abweichende Indikatorenprüfung 

vorgenommen und dabei nur die positiven Ressourcen, nicht aber die ebenfalls 

gutachterlich festgehaltenen Belastungsfaktoren berücksichtigt. Ein invalidisierender 

Gesundheitsschaden sei gutachterlich zweifellos ausgewiesen. Zu Beginn der 

gesundheitlichen Einschränkungen im Januar 2011 habe sie im Vergleich zum 

Begutachtungszeitpunkt schwerwiegendere Beschwerden gehabt. Eine allenfalls 

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befristete Rente ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn sei überhaupt nicht geprüft 

worden. Für das Valideneinkommen sei auf das vor Eintritt des Gesundheitsschadens 

zuletzt erzielte Einkommen als Klassenlehrperson in einem Pensum von 80 % (24 von 

30 Wochenstunden) bei der Primarschule Z.___ abzustellen. Für das 

Invalideneinkommen sei auf das in der angestammten Tätigkeit effektiv noch erzielte 

Einkommen abzustellen. Es sei ihr nie mitgeteilt worden, dass die angestammte 

Tätigkeit nicht mehr möglich sei. Sie sei auch nicht abgemahnt worden, eine 

leidensadaptierte Tätigkeit aufnehmen zu müssen. Sie habe sich stets bemüht, im 

Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten das Pensum aufzustocken. Bei der 

Verwertung der Restarbeitsfähigkeit als Primarlehrerin bestünden nicht bloss 

quantitative, sondern auch erhebliche qualitative Beeinträchtigungen (kognitive 

Einschränkungen, Unmöglichkeit der Klassenverantwortung, keine Elterngespräche, 

keine Teilnahme an Klassenfahrten). Ihre Tätigkeit als Primarlehrerin beschränke sich 

weitgehend auf Teilpensen und Stellvertretungen. Unter Berücksichtigung der 

jeweiligen Invaliditätseinkommen gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) und 

der jeweiligen Arbeitsunfähigkeiten ergäben sich für das Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad 

von 87 %, für 2013 von 66 %, für 2014 von 44 %, für 2015 von 30 % sowie ab 2016 

von 44 % sowie entsprechende Rentenansprüche (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Es liege nicht allein in der Zuständigkeit der 

begutachtenden Arztperson, abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle 

verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer 

Arbeitsunfähigkeit in bestimmter Höhe und Ausprägung führe. Darum könne aus 

rechtlicher Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit 

abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verlöre. Als invalidisierend fielen 

nur bezüglich ihrer Folgen auf die Arbeitsfähigkeit schlüssig beweisbare, 

schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen in Betracht. Die psychiatrische 

Gutachterin habe unter Berücksichtigung der Ressourcen den Schweregrad der 

Störung als leicht bis mittelgradig bezeichnet. Die neuropsychologische Untersuchung 

habe leichtgradige Beeinträchtigungen im Bereich der komplexen Aufmerksamkeits- 

und Konzentrationsleistung gezeigt. Gegen eine schwere Ausprägung der psychischen 

Störung sprächen auch die zahlreichen täglichen Aktivitäten der Beschwerdeführerin. 

Eine therapeutische Angehbarkeit des Leidens sei zu bejahen. Dass es die 

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Beschwerdeführerin nicht als nötig erachtet habe, die psychotherapeutische 

Behandlung fortzuführen, deute auf einen fehlenden Leidendruck hin, was im Hinblick 

auf den beweisrechtlich entscheidenden Aspekt der Konsistenz bedeutsam sei. Weiter 

verneint die Beschwerdegegnerin das Vorhandensein einer Komorbidität. Im Komplex 

Persönlichkeit seien keine einschränkenden Faktoren ersichtlich. Der soziale Kontext 

enthalte gewichtige, sich potentiell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren. 

Die Feststellung der Gutachter, insgesamt sei das Aktivitätsniveau in den 

unterschiedlichen Lebensbereichen gleichmässig eingeschränkt, lasse sich nicht 

vereinbaren mit dem geschilderten Aktivitätsniveau, das auf erhebliche Ressourcen 

schliessen lasse und auch im Kontext zu sehen sei, dass die Beschwerdeführerin vor 

Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung bereits seit längerem in einem 

Teilzeitpensum von 80 % als Primarlehrerin gearbeitet habe. In der Gesamtbetrachtung 

seien die im psychiatrischen Teilgutachten postulierten funktionellen Auswirkungen der 

erhobenen Befunde auf die Arbeitsfähigkeit beweismässig nicht hinreichend erstellt. 

Die diagnostizierte Neurasthenie wirke sich in funktioneller Hinsicht nicht so 

einschneidend aus, dass sie eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit als Primarlehrerin zu begründen vermöchte. Damit sei 

invalidenversicherungsrechtlich kein relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen (act. 

G 4).

B.c  Mit Replik vom 23. April 2018 reicht die Beschwerdeführerin weitere Belege zum 

Einkommen ein (act. G 6.1 - 3). Sie macht geltend, eine invalidenversicherungsrechtlich 

relevante psychische Gesundheitsbeeinträchtigung sei nicht bereits mit dem Argument 

der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen. Es sei widersprüchlich, wenn die 

Beschwerdegegnerin festhalte, dass das asim-Gutachten vom 29. August 2016 in 

Bezug auf den medizinischen Sachverhalt nachvollziehbar sei, aber dann ohne 

Rückfragen von der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abweiche. Die 

Arbeitsunfähigkeit von 30 % sowie die zusätzliche Einschränkung des Verzichts auf die 

Klassenlehrerfunktion seien unter Berücksichtigung der massgeblichen Indikatoren 

attestiert worden sowie schlüssig und nachvollziehbar. Nicht nur eine schwer 

ausgeprägte psychische Störung falle invalidenversicherungsrechtlich ins Gewicht. Die 

von der Beschwerdegegnerin angeführten Aktivitäten vermöchten keine Inkonsistenz in 

Bezug auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % zu begründen. Wie auch die 

psychiatrische Gutachterin festhalte, bestehe ein starker Leidensdruck (act. G 6).

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B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).

Erwägungen

1. 

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 396 E. 5.3 und 

E. 6, BGE 141 V 289 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 

8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden 

objektiviert werden können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4, und 

vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1; BGE 143 V 427 E. 6). Soweit die 

Beschwerden nicht empirisch-klinisch, anamnestisch oder bildgebend und/oder 

apparativ nachgewiesen werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4), ist der Beweis nach dem strukturierten 

Verfahren mittels Indikatoren zu führen (BGE 143 V 428, E. 7.1). Die medizinisch 

sachverständige Person hat das Leistungsvermögen einzuschätzen und dabei den 

einschlägigen Indikatoren zu folgen. Im Rahmen der Rechtsanwendung ist zu prüfen, 

ob die Ärzte sich an die normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, 

ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung sind, sowie ob die versicherungsmedizinische 

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Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (vgl. BGE 141 V 307 E. 

5.2.2. f.). 

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen, 

das die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne die 

Gesundheitsschädigung erzielt hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 21. 

Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit weiteren Verweisen). Für die Festsetzung 

des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. 

Schöpft eine versicherte Person die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarem 

Ausmass aus, ist es mit Blick auf die Schadenminderungspflicht zulässig, das 

Invalideneinkommen gestützt auf Tabellenlöhne zu bestimmen (Urteile des 

Bundesgerichts vom 14. April 2010, 9C_310/2009, E. 3.2, vom 15. November 2010, 

9C_721/2010, E. 4.1.2, und vom 21. Juni 2017, 8C_13/2017, E. 3.3).

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1.4  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.5  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit 

Hinweisen).

2. 

Das der angefochtenen Verfügung zugrundeliegende Gutachten der asim vom 29. 

August 2016 ist unbestritten, und auch der RAD hat dessen Beweistauglichkeit bejaht 

(Stellungnahme vom 2. September 2016, IV-act. 161). Es werden keine objektiven 

medizinischen Gesichtspunkte angeführt, die seine Beweiskraft in Frage stellen. Die 

geklagten Beschwerden und die medizinischen Vorakten wurden berücksichtigt und 

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gewürdigt sowie die Befunde umfassend erhoben. Die aufgrund der diagnostizierten 

Neurasthenie erforderliche Beurteilung nach dem strukturierten Beweisverfahren BGE 

141 V 298 E. 4.2 f.; BGE 140 V 13 f., E. 2.2.1.3) wurde insbesondere im psychiatrischen 

Teilgutachten vorgenommen, wo die Einschränkungen bzw. Funktionsstörungen 

beschrieben (IV-act. 160-42 f.) und aufgrund der positiven Lebenseinstellung und 

weiterer Ressourcen der Beschwerdeführerin als leicht bis mittelgradig eingestuft 

werden (IV-act. 160-44 f.). Ressourcenhemmende Persönlichkeitsfaktoren seien nicht 

vorhanden (IV-act. 160-45) und ein unterstützendes soziales Netz wurde erwähnt (IV-

act. 160-44). Insoweit erscheint die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % für die 

angepasste Tätigkeit als Primarschullehrerin nachvollziehbar, nachdem hier die 

Beeinträchtigungen im Bereich der komplexen Aufmerksamkeits- und 

Konzentrationsleistung massgebend waren, die im Rahmen der neuropsychologischen 

Untersuchung objektiviert werden konnten. Da die Gutachter damit die massgeblichen 

Indikatoren ausreichend berücksichtigt und die Arbeitsfähigkeit auf objektiver 

Grundlage beurteilt haben, ist ihre Einschätzung auch aus rechtlicher Sicht 

massgeblich.

3. 

3.1  Bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am 26. Januar 2011 (IV-act. 35) und Anmeldung 

am 21. Juli 2011 besteht ein allfälliger Rentenanspruch frühestens ab 1. Januar 2012 

(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG), weshalb für den 

Einkommensvergleich das Jahr 2012 massgeblich ist (BGE 129 V 222).

3.2  Die Beschwerdeführerin äusserte anlässlich des Früherfassungsgesprächs, sie 

habe vor ihrer Erkrankung immer 80 % bzw. 77 % gearbeitet (einen Tag frei). Daneben 

habe sie Massagen ausgeführt und Kurse im Freien Tanzen erteilt (Gesprächsprotokoll 

Früherfassung vom 4. Juli 2011, IV-act. 2-2 f.; Anmeldung vom 21. Juli 2011, IV-act. 

6-4). Entsprechende Einnahmen aus diesen nebenberuflichen Tätigkeiten wurden 

gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK, IV-act. 166) nicht abgerechnet und 

die vorgelegten Abrechnungen erlauben auch keinen Schluss auf einen stabilen Ertrag 

bzw. Gewinn und damit auf ein relevantes Erwerbspotential (IV-act. 19 ff.). Im Rahmen 

der Begutachtung sprach denn auch die Beschwerdeführerin in diesem 

Zusammenhang von einem Hobby (IV-act. 160-61). Die Beschwerdeführerin ist ledig 

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und hat keine Kinder (Anmeldung, IV-act. 6-1 f.; IV-act. 26-1). Gemäss ihren Angaben 

gegenüber der psychiatrischen Gutachterin hat sie im 80 %-Pensum gearbeitet, da das 

Einkommen ausgereicht habe. Die Beschwerdeführerin lebt offenbar alleine (mit Hund) 

in einer Dreieinhalbzimmer-Wohnung (psychiatrisches Teilgutachten, IV-act. 160-37, 

38). Unter diesen Umständen ist nicht von einer zusätzlichen Tätigkeit im 

Aufgabenbereich Haushalt auszugehen (vgl. Art. 27 Abs. 1 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Eine Einschränkung im Bereich Haushalt wird 

zudem nicht geltend gemacht. Es ist daher ein reiner Einkommensvergleich 

vorzunehmen (BGE 131 V 54 E. 5.1.2 und E. 5.2; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [seit 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 

1. Februar 2006, I 609/05, E. 4.2.1). Dabei berechnet sich der Invaliditätsgrad 

proportional zum ohne gesundheitliche Einschränkung hypothetisch verrichteten 

Teilzeitpensum (vorliegend 80 %; dazu ausführlich BGE 142 V 294 ff., E. 5 ff.).

3.3  Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall weiterhin in einem Pensum zu rund 80 % als Primarlehrerin tätig 

gewesen wäre. Gemäss Angaben der Schulgemeinde Z.___ hätte die 

Beschwerdeführerin im Jahr 2011 ein Einkommen von Fr. 87'457.50 (= 13 x Fr. 

6'499.35 + Klassenlehrerzulage von Fr. 228.15 monatlich, IV-act. 190-17) erzielt 

(Angaben vom 15. August 2011, IV-act. 16-2 f.). Dieser Betrag entspricht in etwa der 

Lohntabelle des Verbandes St. Galler Volksschulträger (SGV) für das Jahr 2012, 

wonach das Jahreseinkommen in den Lohnklassen C5 bis C9 bei einem 

Vollzeitpensum Fr. 110'206.30 beträgt (IV-act. 190-20). Bei einem Pensum von 80 % 

beläuft es sich auf Fr. 88'165.--. Hinzu kommt die Klassenlehrerzulage von Fr. 

2'737.75, so dass ein Valideneinkommen von Fr. 90'903.-- resultiert.

3.4  Gemäss gutachterlicher Schätzung der Arbeitsfähigkeit von 70 % ohne 

Klassenlehrerverantwortung könnte die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von 

Fr. 77'144.40 (70 % x Fr. 110'206.30) erzielen. In den Jahren 2015 und 2016 generierte 

sie mit Pensen ab August 2015 von insgesamt 58,8 % und ab August 2016 von 

insgesamt 52 % (IV-act. 153 und 159) Einkommen von Fr. 63'916.-- bzw. Fr. 60'927.-- 

(IK-Auszug, act. G 6.1). Ab August 2017 verrichtete sie Pensen von insgesamt 67,1 % 

(IV-act. 177-26, 28). Damit schöpft die Beschwerdeführerin das ihr zumutbare Pensum 

von 70 % nicht vollständig aus. Für den Einkommensvergleich ist das Einkommen 

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massgeblich, das die versicherte Person durch eine zumutbare Tätigkeit erzielen 

könnte (Art. 16 ATSG), und somit nicht entscheidend, ob die versicherte Person ihre 

Restarbeitsfähigkeit tatsächlich erwerblich verwertet (U. MEYER/M. REICHMUTH, 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a N 

27). Somit ist für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf das tatsächliche 

Einkommen, sondern auf die Lohntabelle des SGV abzustellen. Das massgebliche 

Invalideneinkommen beträgt folglich Fr. 77'144.40, und es resultiert bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % ein keinen Rentenanspruch begründender Invaliditätsgrad 

von 15 % ([Fr. 90'903.-- - Fr. 77'144.40] : Fr. 90'903.--).

3.5  Retrospektiv erachteten die Gutachter die in den Akten dokumentierten 

Arbeitsfähigkeiten als nachvollziehbar (IV-act. 160-10). Dabei ist entgegen der 

Annahme der Beschwerdeführerin nicht entscheidend, wieviel sie effektiv gearbeitet 

bzw. verdient hat, sondern einzig die echtzeitlichen Arztzeugnisse. Wie sich aus den 

Akten ergibt, hat die Beschwerdeführerin denn auch einen unbezahlten Urlaub bezogen 

(August 2012 bis Januar 2013; IV-act. 56-6) und sich im Februar 2013 bei der 

Arbeitslosenkasse angemeldet (IV-act. 82), und zwar für ein Pensum von 50 % (IV-act. 

87). Dr.med. B. H.___, Fachärztin Innere Medizin FMH, bestätigte eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 26. Januar 2011 und eine solche von 60 % ab ca. 

September 2011 (IV-act. 38). Gemäss Arztbericht von Dr.med. I.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Juni 2012, betrug die damals aktuelle 

Arbeitsfähigkeit 40 % (IV-act. 59-5). Dr.med. J.___, Arzt Innere Medizin Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG), attestierte vom 1. Mai bis 1. Juli 2012 ebenfalls eine 

Arbeitsunfähigkeit von 60 % und ab 1. Juli 2012 von 50 % (Arztbericht vom 10. 

September 2012, IV-act. 67-3). Dr. H.___ schätzte die Arbeitsfähigkeit ab 26. Februar 

2013 auf 50 % (am 13. März 2013 eingegangener Arztbericht, IV-act. 86-3). 

Demgemäss ist vom frühestmöglichen Rentenbeginn am 1. Januar 2012 bis zum 30. 

Juni 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % und vom 1. Juli 2012 bis längstens zu den 

gutachterlichen Untersuchungen im April 2016 von maximal 50 % in der bisherigen 

Tätigkeit als Primarlehrerin ausgewiesen. Ab August 2014 konnte die 

Beschwerdeführerin ihr tatsächliches Pensum auf 53 % und ab August 2015 auf 58 % 

steigern. Echtzeitliche Arztzeugnisse für diese Zeit liegen nicht vor. Das 

Invalideneinkommen ist wiederum nach der Lohntabelle des SGV zu bemessen. Für die 

Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 beträgt es Fr. 44'082.50 (0,4 x Fr. 110'206.30), 

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woraus sich ein Invaliditätsgrad von 52 % ergibt ([Fr. 90'903.-- - Fr. 44'082.50] : Fr. 

90'903.--). Ab 1. Juli 2012 belaufen sich das Invalideneinkommen auf Fr. 55'103.15 (0,5 

x Fr. 110'206.30) und der Invaliditätsgrad auf 39 % ([Fr. 90'903.-- - Fr. 55'103.15] : 

90'903.--). Demnach besteht ab 1. Januar 2012 ein Anspruch auf eine halbe Rente. 

Unter Berücksichtigung der per 1. Juli 2012 anzunehmenden Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit von 40 % auf 50 % und von Art. 88a Abs. 1 IVV ist er bis 30. 

September 2012 befristet. Ab 1. Oktober 2012 ist bei einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 40 % kein Rentenanspruch mehr gegeben.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 12. Januar 2018 in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin vom 

1. Januar bis 30. September 2012 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung 

und Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. In Anbetracht der 

Tatsache, dass der Beschwerdeführerin statt der beantragten unbefristeten Rente nur 

eine befristete Rente von neun Monaten zugesprochen wird, ist von einem Obsiegen zu 

einem Viertel auszugehen. Entsprechend bezahlt die Beschwerdegegnerin die 

Gerichtsgebühr im Umfang von Fr. 150.-- und die Beschwerdeführerin im Betrag von 

Fr. 450.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin im 

Umfang von Fr. 450.--  daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 150.-- 

zurückzuerstatten.

4.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

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22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote eingereicht. Der 

Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer). Da die Beschwerdeführerin nur teilweise obsiegt, hat sie einen 

reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung des 

teilweisen Obsiegens erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 875.-- als 

gerechtfertigt.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 18. 

Januar 2018 aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung vom 1. Januar bis 

30. September 2012 eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin im Umfang von 

Fr. 150.-- und die Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 450.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin daran angerechnet und 

im Umfang von Fr. 150.-- zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

875.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2018
	Art. ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 16 ATSG; Art. 28 IVG: Bemessung des Valideneinkommens, wenn vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein Teilzeiterwerb und daneben keine Tätigkeit in einem anerkannten Aufgabenbereich ausgeübt wurde. Bemessung des Invalideneinkommens aufgrund des Tabellenlohns und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit, wenn letztere nicht ausgeschöpft wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2018, IV 2018/48).

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