# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 179c92fe-49a0-5a86-84ce-5e7ba8cc74b1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.03.2014 UV 2013/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-20_2014-03-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.03.2014

Entscheiddatum: 04.03.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2014
Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der Rückfallkausalität mangels 
Nachweis organisch struktureller, nicht reversibler Unfallläsionen nach 
Kontusion der rechten Schulter im Grundfall (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 4. März 2014, UV 
2013/20).Ziff. 3 des Entscheids (Zusprechung 
Parteientschädigung)Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_284/2014.

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter

Joachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 4. März 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Gerhard Hauser, Schwarztorstrasse 7, Postfach 6520, 

3001 Bern,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Grenzwächter bei der B.___ tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert, als er laut Unfallmeldung vom 18. Juni 2007 am 7. Mai 2007 

beim Hinuntersteigen einer Kellertreppe über ein Kabel stolperte und stürzte. Dabei 

schlug er sich die rechte Schulter zuerst an einer Mauer und danach an einer am 

Boden liegenden Kabelrolle an (Suva-act. 1). Hausarzt Dr. med. C.___, FMH für Innere 

Medizin, Praxis D.___, bestätigte im Arztzeugnis UVG vom 6. März 2008 eine 

Erstbehandlung am 30. Mai 2007 und erhob als Befunde eine Druckdolenz über dem 

AC-Gelenk, Schmerzen beim Crossover Griff sowie eine Beweglichkeitseinschränkung 

des Schultergelenks. Bei unauffälligem Röntgenbefund stellte er die Diagnose einer 

AC-Luxation Tossy I mit sekundärer Frozen Shoulder. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde 

verneint und als Behandlungsabschluss wurde der 28. November 2007 vermerkt (Suva-

act. 5). Die Suva kam für die Heilungskosten auf. Am 17. April 2008 schloss sich 

sodann auf Zuweisung von Dr. med. E.___, FMH für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, noch eine durch Dr. med. F.___, FMH medizinische Radiologie, Klinik 

Stephanshorn, St. Gallen, durchgeführte MRI-Untersuchung der rechten Schulter an 

(Suva-act. 6).

A.b  Am 27. März 2012 erfolgte durch die Arbeitgeberin eine als Rückfall zum Unfall 

vom 7. Mai 2007 bezeichnete Schadenmeldung (Suva-act. 7). Dr. C.___ stellte im 

Arztzeugnis UVG vom 17. April 2012 als Befunde Schmerzen in der rechten Schulter 

bei Abduktion und Aussenrotation fest und diagnostizierte bei wiederum unauffälligem 

ossärem Röntgenbefund chronische Schulterbeschwerden im Sinne einer Frozen 

shoulder nach Trauma. Er bejahte sodann das ausschliessliche Vorliegen von 

Unfallfolgen und vermerkte als Therapie eine Infiltration subacromial am 13. Dezember 

2011. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde erneut verneint (Suva-act. 12).

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A.c  Nach einer Kurzbeurteilung mit Verneinung einer mindestens wahrscheinlichen 

Rückfallkausalität durch Suva-Kreisarzt Prof. Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädie 

und Unfallchirurgie FMH, am 8. Juni 2012 (Suva-act. 16) zwischen dem Unfall vom 7. 

Mai 2007 und den gemeldeten Schulterbeschwerden, teilte die Suva dem Versicherten 

mit Schreiben vom 11. Juni 2012 mit, dass sie nicht leistungspflichtig sei (Suva-act. 

17). Mit Schreiben vom 3. Juli 2012 nahm der Versicherte zur Leistungsablehnung 

Stellung (Suv-act. 18), worauf die Suva Prof. G.___ um eine ausführliche Begründung 

seiner Beurteilung ersuchte (Suva-act. 19).

A.d  Nachdem dieser am 17. Juli 2012 seine Begründung eingereicht hatte (Suva-act. 

20), eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 2. November 2012, dass 

zwischen dem Ereignis vom 7. Mai 2007 und den gemeldeten Schulterbeschwerden 

kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Suva sei 

demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 25).

B.      

Die gegen diese Verfügung von Fürsprecher Gerhard Hauser, Bern, für den Ver­

sicherten am 7. Dezember 2012 erhobene Einsprache (Suva-act. 28) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 5. Februar 2013 ab (Suva-act. 32).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Fürsprecher Hauser für den 

Versicherten am 8. März 2013 Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid 

vom 5. Februar 2013 sei aufzuheben und die Suva sei anzuweisen, die Kosten für 

Pflegeleistungen, namentlich für die Physiotherapie, für das Mineralheilbad und für eine 

allfällige Operation zu übernehmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). 

Zusammen mit der Beschwerde reichte Fürsprecher Hauser einen 

Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 1. März 2013 ein, worin dieser ein aktuell 

angefertigtes Röntgenbild erwähnte (act. G 1.8).

C.b  Mit Schreiben vom 24. April 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin, das von 

Dr. E.___ erwähnte neu angefertigte Röntgenbild sei zusammen mit dem 

entsprechenden Befundbericht zu edieren. Ebenfalls zu edieren seien die MRI-Bilder 

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vom 17. April 2008. Der Prozess sei bis zum Vorliegen dieser Unterlagen zu sistieren. 

Eventualiter werde um Erstreckung der Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort 

ersucht (act. G 3). Mit Schreiben vom 25. April 2013 forderte das Versicherungsgericht 

bei Fürsprecher Hauser die beantragten Unterlagen ein, sah hingegen von einer 

Verfahrenssistierung ab und nahm der Beschwerdegegnerin dafür die angesetzte Frist 

zur Einreichung der Beschwerdeantwort vorderhand ab. Mit Zustellung der 

eingeforderten Unterlagen erfolge eine neue Fristansetzung (act. G 4). Mit Schreiben 

vom 17. Mai 2013 übermittelte das Versicherungsgericht der Beschwerdegegnerin 

Röntgenbilder vom 13. Dezember 2011 und 28. Februar 2013 sowie eine CD mit 

Röntgenbildern des Spitals H.___ vom 8. April 2008 (act. G 6, G 5.1).

C.c  Nachdem der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin 

und das Versicherungsgericht erneut miteinander über die MRI-Bilder der Klinik 

Stephanshorn vom 17. April 2008 korrespondiert hatten (act. G 7 ff.), beantragte die 

Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 9. August 2013 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 13). Sie stützte sich dabei auf eine von PD Dr. med. I.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie FMH von der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva am 

30. Juli 2013 erstellte orthopädische Beurteilung (Suva-act. 46).

C.d  In der Replik vom 27. September 2013 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinem Antrag unverändert fest (act. G 19) und reichte 

verschiedene weitere Beweismittel ein (act. G 19.1.-4.).

C.e  Mit Duplik vom 29. Oktober 2013 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Beschwerdeabweisung (act. G 21).

C.f   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.     

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1.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die recht­

liche Voraussetzung der für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderlichen 

natürlichen und adäquaten Kausalität zwischen Unfall und in dessen Folge aufge­

tretener Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz über die Unfallver­

sicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3) sowie die Leistungspflicht bei 

Rückfällen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) 

zutreffend dar; darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den medizinischen 

Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. Demgegenüber obliegt es 

dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten 

(BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat 

allerdings die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E: 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte 

und Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von 

ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten einholen, beweistauglich, solange ihre 

Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 352 E. 3). Auch 

Berichte aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. G.___ und Dr. I.___ erstellt 

wurden, sind nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen 

Untersuchungen vorliegen (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95).

1.3   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers legte mit der Beschwerde einen 

Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 1. März 2013 vor, dem zu entnehmen war, 

dass neue Röntgenbilder vorliegen würden. Die Beschwerdegegnerin beantragte 

daraufhin unter anderem beim Versicherungsgericht mit Schreiben vom 24. April 2013 

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die Edition dieser Röntgenbilder und stellte ein Sistierungsbegehren. Es sei 

erforderlich, in die genannten Röntgenbilder und den dazugehörigen Befundbericht 

Einsicht zu nehmen bzw. diese hinsichtlich Rückfallkausalität medizinisch prüfen und 

einen Vergleich zum früheren MRI-Untersuchungsergebnis vom 17. April 2008 erstellen 

zu lassen. In diesem Zusammenhang werde auch zu prüfen sein, ob allenfalls eine 

Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) zu erfolgen habe 

(vgl. Suva-act. 37). Nachdem Empfang der neuen Röntgenbilder und des MRI-

Untersuchungsergebnisses vom 17. April 2008 holte die Beschwerdegegnerin sodann 

während des laufenden Verfahrens, d.h. pendente lite, die orthopädische Beurteilung 

von Dr. I.___ vom 30. Juli 2013 zu den Fragen - Stehen die seit Ende März 2012 

geklagten Beschwerden an der rechten Schulter mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 7. Mai 2007? Wenn ja, weshalb und auf welche 

objektivierbaren organischen Unfallfolgen sind diese zurückzuführen? Wenn nein, 

weshalb nicht? (Suva-act. 46) - ein. Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das 

kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die 

Behandlung der Sache geht also mit Einreichung der Beschwerde auf die 

Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich 

verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen 

vorzunehmen; nach der Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie 

z.B. Einholen von Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (vgl. BGE 127 V 232 f.; 

U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, Art. 61 Rz. 73). Zwar erwies sich 

eine fachärztliche Einsichtnahme in die zum Entscheidzeitpunkt noch nicht 

existierenden medizinischen Akten als angemessen, um die Rückfallkausalität oder 

allenfalls eine Wiedererwägung zu beurteilen. Dennoch gilt es festzustellen, dass die 

14-seitige orthopädische Beurteilung von Dr. I.___ massgebend differenzierter und 

ausführlicher abgefasst ist, als die kreisärztliche Beurteilung von Prof. G.___ vom 17. 

Juli 2012 (Suva-act. 20) und die Kausalitätsfrage darin nochmals umfassend und 

detailliert geprüft wurde. Mit der fraglichen Beurteilung ist der Devolutiveffekt und die 

obgenannte bundesgerichtliche Rechtsprechung damit als verletzt zu betrachten. Aus 

verfahrensökonomischen Überlegungen rechtfertigt es sich jedoch, die Beurteilung von 

Dr. I.___ ungeachtet dessen im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu 

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berücksichtigten. Der Rechtsvertreter konnte sich nachträglich zur orthopädischen 

Beurteilung von Dr. I.___ im Rahmen des vom Versicherungsgericht angeordneten 

zweiten Schriftenwechsels äussern, womit auch dem Anspruch auf rechtliches Gehör 

Genüge getan ist (vgl. dazu Urteil des EVG vom 29. April 2003, I 679/02, E. 1.3).

1.4   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfall zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person. 

Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher (die blosse Möglichkeit genügt nicht; 

BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen) Sachverhalt ermittelt werden kann (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S.328 E. 3b, RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50; A. Rumo-Jungo/A.P. Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf, S. 29; A. Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich 2012, S. 78 f.).

2.     

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den am 27. März 2012 gemeldeten 

Beschwerden in der rechten Schulter des Beschwerdeführers und seinem am 7. Mai 

2007 erlittenen Sturz, wobei er sich zweimal die rechte Schulter angeschlagen hat, ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann. 

Während die Beschwerdegegnerin insbesondere gestützt auf die orthopädische 

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Beurteilung von Dr. I.___ vom 30. Juli 2013 (Suva-act. 46) davon ausgeht, die natürliche 

Kausalität zwischen den fraglichen Schulterbeschwerden und dem Unfall vom 7. Mai 

2007 sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, stellt sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in erster Linie 

gestützt auf das Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 17. April 2012 (Suva-act. 12) und 

den Bericht von Dr. E.___ vom 1. März 2013 (Suva-act. 36) auf den Standpunkt, der 

Unfall spiele für die fragliche Schulterproblematik mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine kausale Rolle.

3.       

3.1   Im Zusammenhang mit der Kausalitätsfrage gilt es zunächst noch einmal einen 

Blick auf den Grundfall zu werfen. Die bei einem Unfall erlittene Verletzung, welche 

durch die Unfalldiagnose beschrieben wird, bildet den massgebenden Ausgangspunkt 

für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden. Entsprechend wesentlich sind die 

unmittelbar nach dem Unfall sowie die insgesamt im Rahmen des Grundfalls 

erhobenen Befunde und Beschwerden. Für die Annahme unfallkausaler somatischer 

Restfolgen wird im Regelfall eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte 

strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Von organisch objektiv 

ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 231) - apparativen/

bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

3.2    

3.2.1         Dr. C.___ erhob anlässlich der Erstbehandlung vom 30. Mai 2007 die 

Befunde einer Druckdolenz über dem AC-Gelenk, Schmerzen beim Crossover Griff 

sowie eine Beweglichkeitseinschränkung des Schultergelenks. Die von ihm 

durchgeführte röntgenologische Untersuchung brachte keine Auffälligkeiten hervor. Als 

Diagnose vermerkte Dr. C.___ eine AC-Luxation Tossy I mit sekundärer Frozen 

Shoulder (Suva-act. 5). Im Rahmen der in der Klinik Stephanshorn am 17. April 2008 

durchgeführten MRI-Untersuchung der rechten Schulter zeigten sich sodann 

organische Substrate in Form einer leicht- bis mässiggradigen Tendinopathie der 

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Sehne des Musculus supraspinatus mit Verdacht auf eine humeruskopfnahe, 

kurzstreckige Partialruptur im mittleren/dorsalen Drittel, in Form eines leichtgradigen 

eingeengten Subacromialraums, zusammen mit dem Befund der Sehne des Musculus 

supraspinatus vereinbar mit einem Impingement, und einer leichtgradigen 

Tendinopathie der Sehne des Musculus subscapularis sowie eines AC-Gelenks mit 

leichtgradiger Arthrose (Suva-act. 6).

3.2.2         Die Beschwerdegegnerin anerkannte im Grundfall einen Leistungsanspruch 

des Beschwerdeführers. Dass er wegen des Unfalls an vorübergehenden Schmerzen 

und Einschränkungen litt, wurde demnach im Grundfall nicht in Frage gestellt. 

Entsprechend hält Dr. I.___ in seiner orthopädischen Beurteilung vom 30. Juli 2013 

fest, die Angaben zum Unfallmechanismus - in der Schadenmeldung vom 18. Juni 

2007 wird eine zweimalige Kontusion der rechten Schulter beschrieben (Suva-act. 1) - 

und der 23 Tage später erhobene klinische Befund würden auf eine mögliche 

Gewalteinwirkung auf das rechte Schultergelenk hinweisen (Suva-act. 46). Allein wegen 

dieser Kontusionen lassen sich jedoch keine fortdauernden unfallkausalen 

Beschwerden erklären. Bei einer Kontusion handelt es sich um eine Weichteilverletzung 

ohne strukturelle Schädigung der Gelenke und Knochen, die auch bei Vorliegen 

degenerativer Vorzustände nach der medizinischen Erfahrung ohne spezifische 

Behandlung immer innert kurzer Zeit folgenlos ausheilt und bei der sich die damit 

verbundenen Beschwerden demzufolge gänzlich zurückbilden (Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 412). Insofern äussert sich 

Dr. I.___ notwendigerweise ausführlich zu den einzelnen, beim Beschwerdeführer im 

Grundfall radiologisch erhobenen organischen Substraten und zur damals gestellten 

Diagnose (AC-Luxation Tossy I, Frozen shoulder, acromioclaviculäre Arthrose; Suva-

act. 46) bzw. eruiert er gestützt darauf das Vorliegen relevanter unfallkausaler 

somatischer Befunde im Sinn struktureller Veränderungen.

3.2.3         Laut Dr. I.___ können Beschwerden im Bereich des AC-Gelenks bzw. 

Schultereckgelenks traumatischen und degenerativen Ursprungs sein. 

Verletzungsgefährdend seien insbesondere Kontaktsportarten und Stürze mit direktem 

Anprall. Degenerative Veränderungen seien Folge des natürlichen Alterns, könnten 

jedoch auch aufgrund häufiger, chronischer Überbeanspruchung resultieren. 

Verletzungen des Schultereckgelenks seien aufgrund des klinischen Befunds und der 

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radiologischen Bildgebung zu klassifizieren. Die gebräuchlichste Einteilung basiere auf 

Tossy mit drei Typen. Typ I sei definiert als Zerrung der Bänder zwischen Schulterdach 

und Schlüsselbein. Erst ab Typ II komme es zu strukturellen Verletzungen und 

Zerreissungen, welche bei Typ III auch die Bänder zwischen Rabenschnabelfortsatz 

und Schlüsselbein betreffen würden. Die Diagnose einer Typ I-Verletzung stütze sich 

ausschliesslich auf Anamnese und Befund, die Bildgebung zeige keine Auffälligkeit. 

Eine Luxation, d.h. eine Verrenkung zweier durch Gelenk verbundener Knochenenden 

zueinander, sei daher definitionsgemäss bei einer Schultereckgelenkverletzung Typ I 

nicht gegeben. Es herrsche allgemein Einigkeit in der Empfehlung, dass Verletzungen 

vom Typ I konservativ zu behandeln seien. In Bezug auf die Frozen shoulder führt Dr. 

I.___ sodann allgemein aus, dass in der Literatur kaum eine Entität seitens der 

Ätiologie, der Diagnostik und der Therapie so schillernd dargestellt worden sei. Laut 

medizinischer Literatur sei die Frozen shoulder eine gutartige, eigenständige 

Erkrankung mit schleichendem Beginn und regelmässigem Ablauf. Der führende 

klinische Befund sei die Reduktion der aktiven und passiven Beweglichkeit, welche 

stadienabhängig von starken Schmerzen begleitet, und wobei vor allem die Rotation 

betroffen sei. Die Diagnose sei primär klinisch zu stellen. Unterschieden würden 

primäre und sekundäre Formen. Bei der primären Schultersteife sei die Ursache 

bekannt; Häufungen in Verbindung mit Stoffwechselerkrankungen seien beschrieben. 

Bei den sekundären Formen seien Verletzungen oder Operationen der Schultersteife 

vorausgegangen. Entscheidend für die Diagnose einer adhäsiven Frozen shoulder sei 

die sorgfältige körperliche Untersuchung mit klar zwischen globaler und rein 

glenohumeraler Beweglichkeit differenzierenden Befunden (Suva-act. 46 S. 7 f.).

3.2.4         Dr. I.___ zieht sodann aus seinen allgemeinen medizinischen Darlegungen 

Schlussfolgerungen in Bezug auf den vorliegenden Fall bzw. weist auf die 

widersprüchliche Diagnose von Dr. C.___ - Tossy Typ I/Luxation - und 

Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Diagnose "Frozen shoulder" hin. Terminologisch 

und pathoanatomisch sei bezüglich einer Typ I-Verletzung Wert auf die Feststellung zu 

legen, dass es sich hierbei definitionsgemäss nicht um eine Luxation, d.h. eine 

Verrenkung des Gelenks handle, sondern lediglich um eine Zerrung der 

gelenkstabilisierenden Bänder zwischen Schulterdach und Schlüsselbein. Dr. I.___ 

anerkennt also eine Typ I-Verletzung, nicht jedoch eine Luxation. Eine solche sei 

aufgrund der vorliegenden Dokumente als Folge des Geschehens vom 7. Mai 2007 

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unwahrscheinlich. Diese Schlussfolgerung ist mit Blick auf die auch von Dr. C.___ 

gestellte Diagnose bzw. Einstufung der Verletzung Typ I überzeugend begründet und 

erscheint als nachvollziehbar. Die Diagnose einer "blossen" Zerrung wird dadurch 

gestützt, dass eine Erstbehandlung bei Dr. C.___ erst rund drei Wochen nach dem 

Unfall stattfand, der Unfall vom 7. Mai 2007 keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte, 

die Verletzung konservativ mit Physiotherapie und Analgesie therapiert wurde und am 

28. November 2007 der Behandlungsabschluss bei Dr. C.___ erfolgte. Auch Dr. E.___ 

hält schliesslich in seinem Bericht vom 1. März 2013 fest, dass anlässlich seiner 

Untersuchung vom 22. April 2008 im MRI eine Verletzung des AC-Gelenks im Sinne 

einer Verletzung nach Tossy I vorgelegen habe (act. G 1.8). Die von Dr. C.___ erhobene 

und offensichtlich Grundlage der weiteren Teildiagnose der sekundären Frozen 

shoulder bildende eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenks ist sodann laut 

Dr. I.___ nicht durch differenzierte Befunde belegt. Dem Einwand des Rechtsvertreters 

des Beschwerdeführers in der Replik vom 27. September 2013, das Erstellen eines 

Bewegungsstatus werde üblicherweise nur im Rahmen eines Gutachtens erstellt und 

sei keinesfalls Teil einer ärztlichen Routineuntersuchung, kann nicht generell gefolgt 

werden, womit der Hinweis von Dr. I.___ als Unzulänglichkeit bestehen bleibt. Die 

Diagnose ist die genaue Zuordnung von Befunden - diagnostischen Zeichen oder 

Symptomen - zu einem Krankheitsbegriff. Anders gesagt bedingt eine positive 

Diagnose, dass die erhobenen anamnestischen Angaben und/oder Befunde spezifisch 

für ein Krankheitsbild sind. Sind sie hierfür nicht ausreichend, werden in der Regel 

weitere Untersuchungen zur Diagnosesicherung notwendig (vgl. Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 473; Roche Lexikon Medizin, 

a.a.O. S. 424). Insofern ist es Aufgabe jedes untersuchenden, eine Diagnose stellenden 

Arztes, vorab die Befunde zu erheben und diese bei Erstellen eines Arztberichts 

lückenlos anzuführen. Zwar soll damit nicht eine damalige 

Beweglichkeitseinschränkung in Abrede gestellt werden, jedoch das konkrete Vorliegen 

einer Frozen shoulder, deren Diagnose offensichtlich eine feststehende schmerzhafte 

Beweglichkeitseinschränkung voraussetzt (vgl. dazu auch Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch 2011, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 1579, unter "Periarthropathia 

humeroscapularis").

3.2.5         Eine Arthrose - wie sie anlässlich der MRI-Untersuchung vom 17. April 2008 

im Bereich des AC-Gelenks ebenfalls erhoben wurde - kann sodann definitionsgemäss 

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keine primäre Unfallverletzung, sondern einzig eine degenerative Erkrankung sein, bei 

welcher grundsätzlich beide von den Verfahrensparteien vertretenen Kausalitäten 

denkbar sind. Auf diese Weise kann eine Arthrose sowohl im Rahmen eines normalen 

Alterungsprozesses oder durch Überbeanspruchung entstehen, aber auch als 

unfallkausaler Gesundheitsschaden sekundär, d.h. als Spätfolge einer primären 

Verletzung - hautsächlich nach einer schlecht verheilten intraartikulären Fraktur, geheilt 

ohne anatomisch exakte Reposition - auftreten (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 579 ff., 

S. 700 f., S. 735; Pschyrembel, a.a.O., S. 172 f.). Der Beschwerdeführer erlitt jedoch 

laut radiologischen Untersuchungsbefunden im AC-Bereich keine arthrosetauglichen 

Verletzungen. Entsprechend geht Dr. I.___ im konkreten Fall von einer Arthrose des 

AC-Gelenks aus, die in ihrer primären Ausprägung Ausdruck eines weitestgehend 

altersentsprechenden Normalbefunds mit einer gering ausgeprägt dargestellten 

Degeneration sei. Auf dem am 8. April 2008 angefertigten konventionellen Röntgenbild 

der rechten Schulter sei lediglich eine kleine knochendichte Verschattung im 

Ansatzbereich des Musculus supraspinatus am Tuberculum majus auffällig, welche 

einer kleinen Kalkeinlagerung entsprechen könnte. Unfallfolgen seien durch die 

Röntgenaufnahmen nicht dokumentiert. Auch dem MRI-Befund vom 17. April 2008 

seien entgegen dem Bericht von Dr. E.___ vom 1. März 2013 (act. G 1.8) keine 

Hinweise zu entnehmen, welche die Diagnose einer Verletzung des Schultereckgelenks 

bestätigen könnten. Die Schlussfolgerung von Dr. I.___, der Arthrosebefund stehe 

damit in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. Mai 2007, erscheint 

angesichts der obigen Darlegungen schlüssig und nachvollziehbar. Es bestehen keine 

beweiskräftigen Hinweise, aufgrund welcher überwiegend wahrscheinlich eine 

sekundäre, unfallbedingte Arthrose anzunehmen wäre. Von einer solchen geht letztlich 

offenbar auch Dr. E.___ nicht aus, wenn er in seinem Bericht vom 22. April 2008 

festhält, es handle sich um einen eher chronischen Zustand mit bereits verschmälerter 

Supraspinatussehne auf den ein Trauma gekommen sei. Es sei sogar möglich, dass die 

Verkalkung vor dem Unfall bestanden habe, jedoch asymptomatisch gewesen sei (act. 

G 19.4). Eine Kontusion, die konkret stattgefunden hat, kann sodann zwar bewirken, - 

wie von Dr. E.___ angenommen - dass eine Arthrose symptomatisch wird, doch kann in 

diesem Fall nach der medizinischen Erfahrung nur von einer vorübergehenden 

unfallkausalen Verschlimmerung eines Vorzustands ausgegangen werden, die sich im 

Regelfall durch eine stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils 

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auszeichnet (vgl. dazu auch Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17; vgl. Erwägung 3.2.2). 

Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie 

sich gerade als solche - beispielsweise eben in Form einer strukturellen Verletzung im 

Arthrosebereich - präsentieren. Ferner kann auch im Schweregrad der im konkreten 

Fall erhobenen "nur" leichtgradigen Arthrose kein Hinweis auf eine überwiegend 

wahrscheinlich richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands 

gesehen werden.

3.2.6         Die im Bericht vom 18. April 2008 über die MRI-Untersuchung vom 17. April 

2008 erwähnte leicht- bis mässiggradige Tendinopathie (auch Tendopathie genannt) 

der Supraspinatussehne ist schliesslich eine primär nicht entzündliche oder 

degenerative, mechanisch bedingte Irritation der Sehnen und Sehnenansätze. Als 

Ursache werden in der medizinischen Literatur eine chronische Überlastung, aber auch 

Mikrotraumen sowie Stoffwechsel- oder Durchblutungsstörungen angeführt. Die 

Tendopathie als Folge eines Traumas wird hingegen nicht beschrieben (vgl. hierzu 

Pschyrembel, a.a.O, S. 2065; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, 264. 

Aufl. Berlin 2012, S. 1808). Diese wird denn auch in den medizinischen Akten nirgends 

als Unfallfolge diskutiert. Angesichts des Umstands, dass die humeruskopfnahe, 

kurzstreckige Partialruptur im mittleren/dorsalen Drittel im MRI-Untersuchungsbericht 

im Zusammenhang mit der Tendopathie erwähnt wird und die Ursache für eine 

Rotatorenmanschettenruptur laut medizinischer Literatur eben häufig in einer 

degenerativen Krankheit liegt (Pschyrembel, a.a.O., S. 1835; Debrunner, a.a.O., S. 728), 

besteht kein massgebender Grund, gerade im vorliegenden Fall von einer traumatisch 

bedingten Rotatorenmanschettenruptur auszugehen. Wie Prof. G.___ in seiner 

Beurteilung vom 17. Juli 2012 im Übrigen zutreffend feststellte, wurde die Partialruptur 

im MRI-Untersuchungsbericht lediglich als Verdacht ausgesprochen. In einer 

Verdachtsdiagnose ist jedoch nur eine mögliche organische Ursache zu sehen. Eine 

solche vermag nicht den im Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu genügen (vgl. Th. Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.). Prof. G.___ 

stellt sodann ohnehin den Partialruptur-Befund als Ursache der Schmerzen in Frage, 

nachdem durch die Infiltration des rechten Schultergelenks vom 13. Dezember 2011 

(Suva-act. 12) keine wesentliche Besserung eingetreten sei (Suva-act. 20).

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3.2.7         Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die medizinischen Abklärungen im 

Rahmen des Grundfalls keine durch den Unfall bedingten organisch strukturellen, nicht 

reversiblen Befunde ergeben haben. Dieser Umstand spricht bereits massgeblich 

gegen das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den am 27. 

März 2012 als Rückfall gemeldeten Schulterbeschwerden und dem Unfall vom 7. Mai 

2007.

3.3    

3.3.1         Der Beschwerdeführer hat sich nach Abschluss des Grundfalls bzw. infolge 

der als Rückfall gemeldeten Beschwerden in Bezug auf die rechte Schulter nochmals 

medizinisch abklären lassen (Suva-act. 12, act. G 1.8). Unfallkausale strukturelle 

Veränderungen oder eine richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen 

Vorzustands konnten jedoch nach wie vor keine festgestellt werden.

3.3.2         Ein von Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG für Rückfall vom 17. April 2012 

angegebener Röntgenbefund der rechten Schulter wurde abermals als "ossär 

unauffällig" beschrieben (Suva-act. 12). Dr. I.___ lagen sodann Röntgenaufnahmen des 

rechten Schultergelenks vom 13. Dezember 2011 und vom 28. Februar 2013 vor. Laut 

seiner Beurteilung ist die in der Aufnahme vom 28. Februar 2013 gering ausgeprägt 

dargestellte Degeneration des Schultereckgelenks (acromioclaviculäre Arthrose) als 

altersentsprechend bei einem 52-jährigen Patienten einzuschätzen und eine 

wesentliche Änderung des Befunds im röntgenologischen Verlauf seit dem 8. April 

2008 nicht festzustellen. Auch Dr. E.___ fand laut Bericht vom 1. März 2013 in dem am 

28. Februar 2013 angefertigten Röntgenbild eine leichte Arthrose des AC-Gelenks 

rechts und damit offensichtlich keine im Schweregrad verschlimmerte Arthrose (act. G 

1.8). Wie in Erwägung 3.2 dargelegt, bestehen keinerlei Hinweise auf eine ursprüngliche 

strukturelle Unfallverletzung, womit eine unfallkausale sekundäre Arthrose ausser 

Betracht fällt und vom Normalfall, nämlich von einem rein degenerativen Prozess 

auszugehen ist. Auch nicht in Frage kommt angesichts der konkreten Umstände eine 

unfallkausale richtunggebende Verschlimmerung der Arthrose.

3.3.3         Im Rahmen des Rückfalls wurden von Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG für 

Rückfall vom 17. April 2012 (Suva-act. 12) und von Dr. E.___ im Untersuchungsbericht 

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vom 1. März 2013 (act. G 1.8) die Diagnosen chronische Schulterbeschwerden im 

Sinne einer Frozen shoulder nach Trauma bzw. posttraumatische Frozen shoulder und 

leichtgradige Arthrose rechts (act. G 1.8) gestellt. Dr. C.___ erhob als Befund 

Schmerzen in der rechten Schulter bei Abduktion und Aussenrotation, Dr. E.___ eine 

Einsteifung der Schulter sowie eine Druckdolenz über dem AC-Gelenk rechts. 

Bezüglich der Diagnose "Frozen shoulder" hält Dr. I.___ in seiner orthopädischen 

Beurteilung fest, dass die Angabe von Dr. C.___ über eine schmerzhafte, aber doch 

mögliche Abduktion und Aussenrotation gegen eine adhäsive Kapsulitis spreche (Suva-

act. 46 S. 11). Entsprechend lassen die Ausführungen in Erwägung

3.3.4 auch eine spätere unfallkausale Frozen shoulder im Rahmen des Rückfalls nicht 

als überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Dr. I.___ weist insbesondere darauf hin, 

dass von Dr. E.___ fünf Jahre und 10 Monate nach dem fraglichen Unfallereignis eine 

posttraumatische Frozen shoulder diagnostiziert worden sei, ohne dass ein die 

fragliche Diagnose begründender, differenzierter Befund dokumentiert sei (Suva-act. 46 

S. 11).

3.4   Ein mögliches Indiz für eine Rückfallkausalität bilden sodann Brückensymptome, 

die das Geschehen über eine leistungsfreie Zeit hinweg als Einheit kennzeichnen. 

Entgegen dem Standpunkt des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers sind 

Brückensymptome im konkreten Fall nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Nach dem 

im Grundfall von Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG vom 6. März 2008 vermerkten 

Behandlungsabschluss vom 28. November 2007 (Suva-act. 5) folgte am 18. April 2008 

die MRI-Untersuchung in der Klinik Stephanshorn wegen seit 10 Monaten andauernder 

Schmerzen in der rechten Schulter nach Kontusion (Suva-act. 6). Laut Aufstellung der 

Konsultationen der Praxis D.___ vom 3. September 2013 folgte am 13. Dezember 2011, 

d.h. rund eineinhalb Jahre nach der MRI-Untersuchung, eine Injektion subacromial mit 

Mephameson, Triamcort und Lidocain bei einem Dr. J.___, was zumindest auf 

Schulterbeschwerden hinweist, und am 30. Dezember 2011 eine Konsultation bei Dr. 

C.___ ohne Verabreichung von Medikamenten (act. G 19.2), wobei der Aufstellung der 

Grund für die Konsultation nicht entnommen werden kann. Die vom Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers in der Replik vom 27. September 2013 erwähnte 

Physiotherapie (act. G 19), welche sich angeblich an die MRI-Untersuchung vom 18. 

April 2008 anschloss, ist in den Akten nicht dokumentiert. Gesamthaft stellt sich damit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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der Sachverhalt bezüglich ausgewiesener ärztlicher Behandlungen im Zeitraum 

zwischen dem Behandlungsabschluss bei Dr. C.___ und der Rückfallmeldung vom 27. 

März 2012 äusserst lückenhaft dar und lässt vor allem ein Intervall von rund dreieinhalb 

Jahren gänzlich ohne ärztliche Behandlung oder Kontrolle mit offensichtlich 

durchgehender Arbeitsfähigkeit erkennen, was eindeutig für einen Unterbruch der nach 

dem Unfall aufgetretenen Beschwerden spricht. Je grösser der zeitliche Abstand 

zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist, 

desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen. Die lange Latenzzeit im vorliegenden Fall stellt ein 

gewichtiges Indiz für die fehlende Unfallkausalität dar. Auch in diesem Lichte erscheint 

- ebenso von Dr. I.___ in seiner Beurteilung berücksichtigt - ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den am 27. März 2012 als Rückfall 

gemeldeten Schulterbeschwerden fraglich bzw. höchstens möglich.

3.5   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aufgrund des Unfallmechanismus, 

der ursprünglich gestellten Unfalldiagnose bzw. der ursprünglich aufgetretenen 

Beschwerden, der im Rahmen des Rückfalls erhobenen Diagnosen, des zeitlichen 

Ablaufs sowie des Ergebnisses der radiologischen Untersuchungen betreffend 

Vorliegen relevanter somatischer Befunde im Sinn irreversibler struktureller 

Veränderungen keine Anhaltspunkte für eine Unfallkausalität der am 27. März 2012 

gemeldeten Schulterbeschwerden rechts ergeben. Dr. I.___ würdigt in seiner 

orthopädischen Beurteilung vom 30. Juli 2013 (Suva-act. 46) umfassend die gesamte 

Aktenlage. Seine Beurteilung umfasst die vorgenannten, im Rahmen der 

Kausalitätsbeurteilung massgebenden Beurteilungskriterien und erscheint damit in der 

Schlussfolgerung einer Verneinung der Unfallkausalität der Schulterbeschwerden - 

welche vor allem auch ohne weiteres degenerativ bedingt sein können - schlüssig und 

überzeugend.

3.6   Der Bericht von Dr. E.___ vom 1. März 2013 (act. G 1.8) und das Arztzeugnis UVG 

von Dr. C.___ vom 17. April 2012 (Suva-act. 12) vermögen der orthopädischen 

Beurteilung von Dr. I.___ nichts Überzeugendes entgegenzusetzen. Dr. E.___ formuliert 

in seinem Bericht, dass das heutige Leiden eindeutig auf den Unfall zurückzuführen sei. 

Allein damit liegt jedoch keine überzeugende, schlüssig begründete ärztliche 

Einschätzung vor, womit sich ein natürlicher Kausalzusammenhang mit dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit begründen liesse. Seine 

Feststellung, dass die juristischen Voraussetzungen eines plötzlichen und von aussen 

kommenden Ereignisses gegeben seien, ist unangefochten. Das Ereignis vom 7. Mai 

2007 wurde von der Beschwerdegegnerin richtigerweise als Unfall anerkannt. Doch 

erfasst Dr. E.___ damit nicht die massgebende Frage nach unfallkausalen strukturellen, 

nicht reversiblen Verletzungen. Die von Dr. E.___ im Bericht angeführten 

Gesundheitsschäden - Tendinopathie, Partialruptur, Verletzung nach Tossy I, Arthrose, 

Frozen shoulder - können jedenfalls nicht als solche betrachtet werden. Insgesamt 

beruft sich Dr. E.___ damit nur auf die Beweisregel "Post hoc ergo propter hoc" im Sinn 

der Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine vorbestehende 

Erkrankung der Schulter bis zum Unfall schmerzfrei war (vgl. auch act. G 19.4). Diese 

Beweisregel ist unfallmedizinisch jedoch nicht haltbar und beweisrechtlich untauglich, 

sofern der Unfall keine strukturellen Läsionen an der Schulter verursacht hat (vgl. A. 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 460 Fn. 1205; Urteil 

des Bundesgerichts vom 11. Juni 207, U 290/06, E. 4.2.3 mit Hinweisen). Auch die 

blosse Bejahung von ausschliesslichen Unfallfolgen von Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG 

vom 17. April 2012 stellt sich sodann gänzlich ohne eigentliche, fallbezogene 

Begründung dar (Suva-act. 12), womit sie ebenfalls nicht zu überzeugen vermag.

4.       

4.1   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Akten nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten kann, 

dass es sich bei den am 27. März 2012 gemeldeten Schulterbeschwerden um eine 

natürlich-kausale Folge des Unfallereignisses vom 7. Mai 2007 handelt. Es ist deshalb 

nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf erneute 

Leistungen abgelehnt hat.

4.2   Von einer Prüfung der Rechtsfrage, ob der Beschwerdeführer mit Blick auf Art. 10 

Abs. 1 und 19 Abs. 1 UVG Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen hat bzw. der Anspruch auf Heilbehandlung dahinfällt, und ob die Akten 

überhaupt eine genügende Beweislage dafür bilden, kann unter den genannten 

Umständen abgesehen werden. Diese Rechtsfrage stellt sich erst bzw. überhaupt nur 

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bei einer Bejahung kausaler Unfallfolgen. Entsprechend war sie auch nicht Gegenstand 

des angefochtenen Einspracheentscheids (Suva-act. 32).

5.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 5. Februar 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hätte der Beschwerdeführer 

grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Gestützt auf die 

Schlussfolgerungen in Erwägung 1.3 (Verletzung des Devolutiveffekts; Verletzung 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung [BGE 127 V 232 f.]) erscheint es jedoch 

gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer eine volle Parteientschädigung zuzusprechen. 

Wäre der Bericht von Dr. E.___ nämlich nicht als Beweismittel zugelassen worden, so 

wäre es zu einer Gutheissung und zu einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin 

gekommen, was praxisgemäss einen Anspruch auf eine volle Parteientschädigung 

ausgelöst hätte. Für UVG-Prozesse mit üblicherweise doppeltem Schriftenwechsel 

beträgt die Parteientschädigung pauschal Fr. 3'500.-- bis Fr. 4'500.--, mit einer 

mittleren Entschädigung von Fr. 4'000.--. Im vorliegenden Fall erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.03.2014
	Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 11 UVV: Verneinung der Rückfallkausalität mangels Nachweis organisch struktureller, nicht reversibler Unfallläsionen nach Kontusion der rechten Schulter im Grundfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 4. März 2014, UV 2013/20).Ziff. 3 des Entscheids (Zusprechung Parteientschädigung)Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_284/2014.

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