# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e14f93d7-1c93-5303-8056-4dd5ac2bfea8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.03.2015 S 2014 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-41_2015-03-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 41

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 3. März 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ arbeitete im Unfallzeitpunkt als EDV-Verantwortlicher bei der 

C._____ sowie bei der D._____ und als Mittelschullehrer bei der 

kantonalen Maturitätsschule sowie bei der E._____. Aufgrund des 

letztgenannten Arbeitsverhältnisses war er bei der B._____ obligatorisch 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. 

2. Am 6. Februar 2011 wurde A._____ von zwei Unbekannten angegriffen. 

Dabei erlitt er gemäss dem erstbehandelnden Arzt, Dr. med. F._____, 

Thoraxprellungen, Schürfungen an beiden Knien sowie der linken Hand 

und multiple Prellungen im Gesicht sowie an der Halswirbelsäule. Diese 

Verletzungen mussten medizinisch behandelt werden. Am 24. Januar 

2012 begab sich A._____ überdies in ambulante psychotherapeutische 

Behandlung bei Dr. med. G._____, der eine posttraumatische 

Belastungsstörung verbunden mit einer mittelgradig depressiven Episode 

sowie den Verdacht auf eine neuropsychologische Funktionsstörung 

diagnostizierte. Wegen seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten musste 

A._____ seine berufliche Tätigkeit seit dem schädigenden Ereignis vom 

6. Februar 2011 einschränken.

3. Die B._____ erbrachte als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft 

zunächst die kurzfristigen Versicherungsleistungen in Form von 

Heilbehandlung und Taggeldleistungen. Mit Schreiben vom 29. März 

2012 teilte sie A._____ mit, dass für die Beurteilung ihrer Leistungspflicht 

ein neues MRI des Schädels erforderlich sei. Liege dieser Befund vor, so 

werde sie eine interdisziplinäre Begutachtung (neurologisch, 

neuropsychologisch, rheumatologisch, psychiatrisch) veranlassen. Als 

Begutachtungsinstitut schlage sie die GUTSO GmbH, die IB Bern, bzw. 

Prof. med. H._____, Hirslanden Klinik im Park vor. Mit Schreiben vom 

3. April 2012 lehnte A._____ die vorgeschlagenen Begutachtungsinstitute 

allesamt ab und schlug die BEGAZ, Benningen, die SIVM, Zürich, oder 

die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz als mögliche 

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Begutachtungsinstitute vor. Mit Schreiben vom 10. April 2012 hielt die 

B._____ an der Beauftragung eines der von ihr vorgeschlagenen 

Sachverständigen fest. A._____ ersuchte daraufhin die B._____ mit 

Schreiben vom 16. April 2012 um Erlass einer anfechtbaren 

Zwischenverfügung, was die B._____ am 23. April 2013 ablehnte. 

Zugleich räumte sie A._____ die Möglichkeit ein, bis spätestens am 

4. Mai 2012 Ablehnungsgründe gegen die vorgeschlagenen Gutachter 

vorzubringen. Nachdem A._____ diese Gelegenheit nicht genutzt hatte, 

beauftragte die B._____ am 14. Mai 2012 Prof. med. H._____, Hirslanden 

Klinik im Park, mit der Begutachtung von A._____ und setzte diesen 

gleichentags von dieser Auftragsvergabe in Kenntnis. A._____ erschien 

zu dem von Prof. Dr. med. H._____ angesetzten Untersuchungstermin 

nicht. Daraufhin gab die B._____ ein Aktengutachten bei Prof. Dr. med. 

H._____ in Auftrag, das dieser gemeinsam mit Dr. med. I._____ sowie 

dem beigezogenen Radiologen, Dr. med. K._____, ausarbeite und der 

B._____ am 13. September 2012 erstattete (nachfolgend als Gutachten 

der Klinik im Park bezeichnet). Mit Schreiben vom 7. Dezember 2012 

stellte die B._____ Prof. Dr. med. H._____ weitere Arztberichte zur 

Stellungnahme zu. Nach Prüfung der übermittelten Dokumente nahm 

Prof. Dr. med. H._____ dazu in der Ergänzung vom 31. Dezember 2012 

Stellung.

4. Die BVK als die im Invaliditätsfall leistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung 

liess A._____ somatisch durch Dr. med. L._____ und psychiatrisch durch 

Dr. med. M._____ begutachten. Die entsprechenden Gutachten datieren 

vom 21. Juni 2012 (somatisches Gutachten) sowie 5. März 2013 

(psychiatrisches Gutachten). Am 24. Januar 2013 meldete sich A._____ 

sodann bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden zum Leistungsbezug 

(IV-Rente und berufliche Massnahmen) an. Die IV-Stelle klärte dessen 

erwerbliche Situation ab und liess A._____ durch lic. phil. Hans N._____, 

Gutachterstelle, Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (KJP), 

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neuropsychologisch untersuchen. Am 15. Januar 2015 gab sie 

ausserdem bei der MEDAS BEGAZ GmbH, Basel-Land, eine 

polydisziplinäre Begutachtung von A._____ in Auftrag. Dieses Gutachten 

liegt noch nicht vor.

5. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2012 teilte die B._____ A._____ mit, 

aufgrund des Gutachtens der Klinik im Park zur Überzeugung gelangt zu 

sein, dass die beklagten somatischen Beschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das schädigende Ereignis vom 

6. Februar 2011 zurückzuführen seien. Die psychischen Beschwerden 

könnten ebenfalls nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit dem 

fraglichen Unfallereignis zugeordnet werden. Ausser den zehn Sitzungen 

bei Dr. med. O._____, welche die B._____ auf freiwilliger Basis 

übernehme, würden für psychische Behandlungen keinen weiteren 

Kostenübernahmen erfolgen. Behandlungen, welche im Zusammenhang 

mit den somatischen Beschwerden stünden, würden bis zum 18. Oktober 

2012 übernommen. Mit Verfügung vom 24. Januar 2013 bestätigte die 

B._____ die angekündigte Leistungseinstellung, indem sie entschied, es 

bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung für das psychische / neuropsychologische Leiden und 

für die somatischen Leiden bestehe ab dem 18. Oktober 2012 kein 

Anspruch mehr auf Versicherungsleistungen. Die gegen diese Verfügung 

eingereichte Einsprache wies die B._____ mit Entscheid vom 7. März 

2014 ab.

6. Dagegen gelangte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

28. März 2014 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Darin beantragte er, der Einspracheentscheid vom 7. März 

2014 und die Verfügung vom 24. Januar 2013 seien aufzuheben. Es 

seien dem Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen Leistungen 

gemäss dem Unfallversicherungsgesetz, insbesondere Taggelder und 

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Heilungskosten, auszurichten. In formeller Hinsicht beantragte er die 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch 

den unterzeichnenden Rechtsanwalt. Im Übrigen sei zu den Folgen des 

Unfalls vom 6. Februar 2011 durch das angerufene Gericht eine 

medizinische Begutachtung in Auftrag zu geben, um die Kausalität 

zwischen dem fraglichen Ereignis und der bestehenden Arbeitsunfähigkeit 

des Beschwerdeführers abzuklären. Zur Begründung dieser Anträge 

führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die medizinische 

Begutachtung sei für die Beurteilung der geschuldeten 

Versicherungsleistungen von herausragender Bedeutung, weshalb 

darüber gemäss BGE 137 V 210 ff. in Form einer Zwischenverfügung zu 

entscheiden sei. Darauf habe der Beschwerdeführer die B._____ 

mehrfach hingewiesen. Diese habe sich jedoch geweigert, die begehrte 

Zwischenverfügung zu erlassen und sich mit den vom Beschwerdeführer 

gegen die vorgeschlagenen Begutachtungsinstitute erhobenen 

Einwänden zu befassen. Ausserdem werfe die B._____ dem 

Beschwerdeführer vor, seine Mitwirkungspflicht verletzt zu haben, weil er 

dem von Dr. med. H._____ angesetzten Untersuchungstermin 

ferngeblieben sei. Dabei verkenne sie, dass der Beschwerdeführer den 

fraglichen Termin nicht habe wahrnehmen können, da ihn die 

Vertrauensärztin der BVK, Dr. med. L._____, gleichentags untersucht 

habe. Der Beschwerdeführer habe die B._____ zudem über das von der 

BVK in Auftrag gegebene Gutachten informiert und ihr dadurch die 

Gelegenheit gegeben, die sich stellenden Kausalitätsfragen im Rahmen 

dieser Begutachtung abklären zu lassen. Die B._____ habe von dieser 

Möglichkeit jedoch keinen Gebrauch gemacht und sich stattdessen 

entschieden, ein Aktengutachten bei Dr. med. H._____ in Auftrag zu 

geben. Auf dessen Grundlage bestreite sie nunmehr das Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Nichtberufsunfall vom 

6. Februar 2011 und den derzeitigen Beschwerden des 

Beschwerdeführers. Die diesbezüglichen Ausführungen von Dr. med. 

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H._____ seien jedoch widersprüchlich. Obwohl dieser auf Seite 13 

schreibe, der CCT-Befund des Jahres 2008 beschreibe keine rechts-

frontale Läsion, erkläre er, offensichtlich nach Aufforderung der B._____, 

im Widerspruch dazu auf Seite 40, bei neuroradiologischer Reanalyse sei 

diese Läsion im CCT vom 31. März 2008 doch erkennbar und damit 

wahrscheinlich vor dem 31. März 2008 entstanden. Diese Aussage stehe 

in eklatantem Widerspruch zu dem auf Seite 13 Ausgeführten und lasse 

sich mit der Tatsache nicht vereinbaren, dass der Beschwerdeführer vor 

dem 6. Februar 2011 zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Das 

Aktengutachten von Dr. med. H._____ stünde im Übrigen im Widerspruch 

zu den Beurteilungen von Dr. med. P._____, Dr. med. O._____ und 

Dr. med. L._____. Es werde deshalb eine Wiederaufnahme der dem 

Beschwerdeführer einstmals gewährten Versicherungsleistungen und 

dessen Begutachtung beantragt. 

7. In der Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2014 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend hielt sie im Wesentlichen fest, BGE 137 V 210 ff. beziehe 

sich auf die Invalidenversicherung. Erst nachdem das Aktengutachten in 

Arbeit gewesen sei, habe das Bundesgericht in BGE 138 V 318 ff. 

entschieden, dass die in BGE 137 V 210 ff. für polydisziplinäre Gutachten 

festgelegten Verfahrensstandards auch für die obligatorische 

Unfallversicherung gälten. Ob diese Rechtsprechung auf das von der 

Beschwerdegegnerin eingeholte Gutachten überhaupt Anwendung finde, 

sei freilich fraglich, da es sich hierbei – entgegen der insofern 

irreführenden Bezeichnung des Gutachtens – um ein bidisziplinäres 

Gutachten handle. Diese Frage könne indes dahingestellt bleiben, habe 

doch das Bundesgericht entschieden, dass einem nach altem Standard in 

Auftrag gegebenen Gutachten derselbe Stellenwert beizumessen sei wie 

versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen. 

Bezüglich der vom Beschwerdeführer gerügten Widersprüche sei sodann 

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festzuhalten, dass im Gutachten der Klinik im Park festgehalten werde, 

die am 16. Februar 2011 festgestellte Parenchymläsion sei bereits auf 

den Bildern aus dem Jahr 2008 zu sehen. Der vom Beschwerdeführer 

geforderte Vergleich habe folglich bereits stattgefunden und ergeben, 

dass auf allen Bildern die gleiche Läsion zu sehen sei. Weitergehende 

Untersuchungen seien nicht erforderlich. Schliesslich könne das fragliche 

Gutachten den Berichten von Dr. med. L._____, Dr. med. P._____ sowie 

Dr. med. O._____ nicht widersprechen, da sich diese nicht zur 

Unfallkausalität äusserten. Soweit Dr. med. L._____ implizit zur 

Unfallkausalität Stellung nehme, habe sie, abgesehen von der zeitlichen 

Koinzidenz, keine weitere Begründung angeführt, weshalb die beklagten 

Beschwerden im Zusammenhang mit dem interessierenden Unfallereignis 

stünden. Diese "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation gelte in der 

Unfallversicherung rechtsprechungsgemäss nicht als beweiskräftig. 

Dasselbe treffe auf die Stellungnahme von Dr. med. P._____ zu. Dem 

von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten der Klinik im Park 

komme nach dem Gesagten voller Beweiswert zu, womit sich der 

angefochtene Einspracheentscheid als rechtens erweise.

8. In der Replik vom 13. August 2014 erneuerte der Beschwerdeführer seine 

Anträge und setzte sich mit der Argumentation der Beschwerdegegnerin 

auseinander. Zum Beweisantrag der Beschwerdegegnerin, die 

Krankenakten bei Dr. med. Q._____ einzuholen, führte der 

Beschwerdeführer aus, die Behandlung bei Dr. med. Q._____ wegen 

seiner Prüfungsangst aufgenommen zu haben. Seine Arbeitsfähigkeit sei 

zum damaligen Zeitpunkt nicht beeinträchtigt gewesen, weshalb die 

fraglichen Krankenakten für das vorliegende Verfahren ohne Belang 

seien. Der entsprechende Beweisantrag sei daher abzuweisen.

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9. In der Duplik vom 25. September 2014 hielt die Beschwerdegegnerin 

ihrerseits an den gestellten Anträgen fest und setzte sich mit den vom 

Beschwerdeführer dagegen erhobenen Einwänden auseinander. 

10. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Dezember 2014 holte die 

zuständige Instruktionsrichterin die Akten des den Beschwerdeführer 

betreffenden IV-Verfahrens ein. Dazu nahm der Beschwerdeführer am 

28. Januar 2015 Stellung. Darin beantragte er, dass sich das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden der von der IV-Stelle in 

Auftrag gegebenen polydisziplinären Begutachtung anschliesse und die 

MEDAS BEGAZ GmbH beauftrage, zum natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den derzeitigen Beschwerden des 

Beschwerdeführers und dem Unfallereignis vom 6. Februar 2011 Stellung 

zu nehmen. Mit Schreiben vom 5. Februar 2015 schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung dieses Beweisantrags. 

Hauptsächliche Grundlage für die angefochtene Leistungsablehnung sei 

gewesen, dass die Gutachter keine auf das interessierende Unfallereignis 

zurückzuführenden, strukturellen Befunde hätten objektivieren können. 

Dass eine weitere Begutachtung an diesem Ergebnis etwas ändere, 

könne ausgeschlossen werden. Rechtsprechungsgemäss stünden 

allfällige Beschwerden des Beschwerdeführers unter diesen Umständen 

nur dann in hinreichendem Zusammenhang zum fraglichen Unfallereignis, 

wenn dies aufgrund der vom Bundesgericht in der Unfallversicherung 

entwickelten speziellen Adäquanzprüfung zu bejahen sei. Dies treffe im 

vorliegenden Fall, wie in der Verfügung vom 24. Januar 2013 dargelegt, 

nicht zu, womit offengelassen werden könne, ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem fraglichen Unfallereignis und den 

derzeitigen Beschwerden des Beschwerdeführers bestehe. Dies gelte für 

die psychischen Beschwerden wie auch für die postulierten 

neuropsychologischen Defizite, welche beide im Rahmen der 

Adäquanzprüfung ohnehin nicht zu berücksichtigen seien. 

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11. Am 30. September 2014 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Honorarnote ein, die er am 30. Januar 2015 

sowie am 23. März 2015 ergänzte.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die vorliegenden 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Ausführungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 7. März 2014. Gegen solche 

sozialversicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der 

Versicherte zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Beschwerdeführer 

wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich 

aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als Adressat 

des angefochtenen Einspracheentscheids, in welchem die 

Beschwerdegegnerin die Ausrichtung von Versicherungsleistungen mit 

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Wirkung ab dem 18. Oktober 2012 für die somatischen Leiden eingestellt 

und ihre Leistungspflicht für die geklagten psychischen / 

neuropsychologischen Beschwerden gänzlich verneint hat, ist der 

Beschwerdeführer von der angefochtenen Entscheidung ausserdem 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG). 

2. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist zunächst strittig, ob die 

Beschwerdegegnerin bei der Gutachtensvergabe die Mitwirkungsrechte 

des Beschwerdeführers verletzt hat und deshalb das Gutachten der Klinik 

im Park sowie die Stellungnahme von Prof. Dr. med. H._____ vom 

31. Dezember 2012 nicht hätte verwerten dürfen.

a) Muss ein Versicherungsträger zur Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen 

Sachverständigen einholen, so gibt er dem Versicherten die 

Sachverständigen bekannt. Der Versicherte kann diese Personen aus 

triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen (Art. 1 Abs. 1 

UVG i.V.m. Art. 44 ATSG). Die Rechtsprechung lässt aus 

Praktikabilitätsgründen ebenfalls die Gutachtenserteilung an eine 

Begutachtungsstelle – etwa eine MEDAS – zu. In diesem Fall hat nicht 

der Unfallversicherer, sondern die Begutachtungsstelle dem Versicherten 

die Namen derjenigen Personen mitzuteilen, welche am Gutachten 

mitwirken werden. Der Versicherte kann diese Personen alsdann aus 

triftigen Gründen ablehnen. Triftige Gründe im Sinne von Art. 44 ATSG 

liegen einerseits vor, wenn der Versicherte Ausstands- oder 

Ablehnungsgründe geltend macht, andererseits wenn er materielle 

Einwände gegen die als Sachverständige vorgeschlagenen Personen 

erhebt. Letztere beziehen sich zwar ebenfalls auf die Person des 

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Gutachters, betreffen jedoch nicht dessen Unparteilichkeit und 

Unbefangenheit. Derartige Einwände sind von der Sorge getragen, das 

Gutachten könnte mangelhaft ausfallen. In der Praxis werden unter 

diesem Gesichtspunkt in erster Linie die fehlende fachliche Kompetenz 

oder die Nichteignung des Gutachters aus persönlichen Gründen geltend 

gemacht (vgl. BGE 132 V 93 E.6.4-6.5; URS MÜLLER, Das 

Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1371 

und 1800). 

b) Dieser Unterscheidung zwischen den Ausstands- und 

Ablehnungsgründen als formelle Einwände und den darüber 

hinausgehenden materiellen Einwänden war im 

Bundessozialversicherungsrecht bei der Gutachtensvergabe lange Zeit 

von entscheidender Bedeutung. Freilich hatte sich der zuständige 

Sozialversicherungsträger vor der Gutachtensvergabe mit den von einem 

Versicherten erhobenen formellen wie auch materiellen Einwänden 

auseinanderzusetzen (BGE 132 V 376 E.8.4). Eine anfechtbare 

Zwischenverfügung musste er aber nur erlassen, wenn der Versicherte 

gesetzliche Ausstands- und Ablehnungsgründe vorbrachte, während er 

den materiellen Einwänden erst im Rahmen der freien Beweiswürdigung 

mit dem Entscheid in der Sache Rechnung zu tragen hatte (BGE 132 V 

93 E.6). Auf diese Praxis ist das Bundesgericht in BGE 137 V 210 

zunächst für den Bereich der Invalidenversicherung zurückgekommen. In 

BGE 138 V 318 hat es diese Rechtsprechung alsdann auf die 

Unfallversicherung übertragen. Seither ist in der obligatorischen 

Unfallversicherung über die Anordnung einer (polydisziplinären) 

Administrativbegutachtung in Form einer beim erstinstanzlichen 

Sozialversicherungsgericht anfechtbaren Zwischenverfügung zu 

entscheiden, wenn sich die Verfahrensbeteiligten nicht über die Person 

des Sachverständigen einigen können. Diese Praxisänderung hat das 

Bundesgericht primär mit der Sorge um das Fairnessgebot im 

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Allgemeinen und die prozessuale Chancengleichheit (Waffengleichheit) 

im Besonderen begründet. Im Verfahren um 

Sozialversicherungsleistungen bestehe ein relativ hohes Mass an 

Ungleichheit der Beteiligten (zu Gunsten der Verwaltung), indem der 

Versicherte mit oftmals nur geringen finanziellen Mitteln einer 

spezialisierten Fachverwaltung mit erheblichen Ressourcen, besonders 

ausgebildeten Sacharbeitern und juristischen und medizinischen 

Fachpersonen gegenüberstehe. Deshalb erscheine es als angezeigt, die 

Mitwirkungsrechte des Versicherten zu stärken, indem die 

Sozialversicherungsträger verpflichtet würden, über die 

Administrativbegutachtung ungeachtet der Natur der gegen den 

Sachverständigen vorgebrachten Einwände in einer anfechtbaren 

Zwischenverfügung zu entscheiden (BGE 138 V 318 E.6, 137 V 10 E.2.4; 

vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 

E.6.3.3 [nicht publizierte Erwägung von BGE 139 V 585]). 

c) Im Widerspruch zu dieser Rechtsprechung hat die Beschwerdegegnerin 

über die Gutachtensvergabe an Prof. Dr. med. H._____, Hirslanden Klinik 

im Park, nicht in Form einer anfechtbaren Zwischenverfügung 

entschieden, obgleich der Beschwerdeführer mit der Beauftragung 

desselben nicht einverstanden war und die Beschwerdegegnerin unter 

Hinweis auf BGE 137 V 210 ausdrücklich aufgefordert hatte, hierüber in 

Form einer anfechtbaren Zwischenverfügung zu entscheiden (vgl. 

Sachverhalt Ziff. 3 sowie Allgemeine Beilagen der Beschwerdegegnerin 

[Bg-act. A] 48, 52, 53, 61, 63, 64). Die Beschwerdegegnerin weist 

diesbezüglich jedoch zu Recht darauf hin, im damaligen Zeitpunkt nicht 

gewusst zu haben, dass die in BGE 137 V 210 für die 

Invalidenversicherung formulierten Verfahrensstandards ebenfalls für die 

Unfallversicherung beachtlich seien. In der Tat hat das Bundesgericht die 

in Abänderung seiner vormaligen Praxis in BGE 137 V 210 festgelegten 

Verfahrensstandards erst mit dem am 23. August 2012 gefällten BGE 138 

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V 318 auf die Unfallversicherung ausgedehnt. Bis dahin durften die 

Unfallversicherer davon ausgehen, dass diese Rechtsprechungsänderung 

für die Unfallversicherung nicht beachtlich ist und bei der 

Gutachtensvergabe die altrechtlichen Verfahrensstandards gemäss 

BGE 132 V 372 als massgebend ansehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_481/2013 vom 7. November 2013 E.6.3.5 [nicht publizierte Erwägung 

in BGE 139 V 585]). Im vorliegenden Fall ist sowohl die Auswahl (vgl. Bg-

act. A 48, 52, 53) als auch die Benennung von Prof. Dr. med. H._____, 

Klinik im Park, als verantwortlichen Gutachter (Bg-act. A 63) vor dem 

23. August 2012 erfolgt. Ob sich der als rechtswidrig gerügte Verzicht auf 

den Erlass einer anfechtbaren Zwischenverfügung bei der 

Gutachtensvergabe vorliegend als zulässig erweist, ist folglich nach dem 

im Zeitpunkt der Anordnung der interessierenden 

Administrativbegutachtung geltenden altrechtlichen Verfahrensstandard 

zu beurteilen.

d) Danach war, wie vorangehend festgehalten (E.2b hiervor), über die 

Anordnung einer Begutachtung nur in Form einer beim erstinstanzlichen 

Gericht anfechtbaren Zwischenverfügung zu entscheiden, wenn der 

Versicherte gegen die Person des Gutachters Ausstands- und/oder 

Ablehnungsgründe geltend gemacht hatte. Dabei gelten für 

Sachverständige rechtsprechungsgemäss dieselben Ausstands- und/oder 

Ablehnungsgründe, wie sie für die Richterschaft vorgesehen sind 

(BGE 132 V 93 E.7; Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2014 vom 

23. Januar 2015 E.6.1.1, 8C_1020/2010 vom 14. April 2011 E.2.2; 

MASSIMO ALIOTTA, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der 

Sozialen Sicherheit, Basel 2014, Rz. 6.37; MÜLLER, a.a.O., N. 1370 

m.w.H.). Diesen zufolge ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände 

vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen an der Unparteilichkeit zu 

wecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren 

Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die 

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Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige 

Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn aus objektiver 

Sicht Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die 

Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Im Hinblick auf 

die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist dabei ein strenger Massstab 

anzusetzen. Auf das rein subjektive Empfinden kommt es jedoch nicht an 

(BGE 132 V 93 E.7.1, 120 V 364 E.3; Urteile des Bundesgerichts 

8C_531/2014 vom 23. Januar 2015 E.6.1.1, 8C_978/2012 vom 20. Juni 

2013 E.5.2.2; ALLIOTTA, a.a.O., Rz. 6.37 f.). 

e) Der Beschwerdeführer hat weder im vorinstanzlichen Verfahren noch im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren Ausstands- und/oder 

Ablehnungsgründe im Sinne der vorangehenden Ausführungen gegen 

Prof. Dr. med. H._____ und den von ihm als begutachtenden Psychiater 

beigezogenen Dr. med. I._____ sowie den Radiologen, Dr. med. 

R._____, erhoben. Soweit er diesbezüglich vorderhand festhält, Prof. Dr. 

med. H._____ sei aus dem Begutachtungsinstitut Römerhof 

ausgeschieden, ist nicht ersichtlich, inwiefern dieser Schritt Prof. Dr. med. 

H._____ in seiner Funktion als Gutachter kompromittieren könnte. Die 

übrigen vom Beschwerdeführer erhobenen Einwände beziehen sich 

sodann allesamt auf dessen fachliche Qualifikation. So behauptet der 

Beschwerdeführer einerseits, die Gutachten von Prof. Dr. med. H._____ 

hätten nie überzeugt, andererseits macht er geltend, beim 

Gesundheitsamt des Kantons Zürich sei derzeit ein Aufsichtsverfahren 

hängig, weil Prof. Dr. med. H._____ nicht berechtigt sei, in der Schweiz 

einen Professorentitel zu tragen. Selbst wenn sich die letztgenannte 

Behauptung als richtig erweisen sollte und Prof. Dr. med. H._____ den 

Professorentitel führen sollte, ohne hierzu aufgrund der Schweizer 

Gesetzgebung berechtigt zu sein, beschlägt dieser Einwand nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung weder dessen Unparteilichkeit noch 

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Unbefangenheit, sondern die fachliche Qualifikation von Prof. Dr. med. 

H._____ (SVR 2008 IV Nr. 24 E.3 [Urteil des Bundesgerichts I 65/07 vom 

31. August 2007]; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 43 N. 37). Folglich ist diesem Einwand nach 

dem im Zeitpunkt der Gutachtensvergabe geltenden Verfahrensstandard 

bei der Beweiswürdigung Rechnung zu tragen ist. Demnach hat der 

Beschwerdeführer gegen die vorgeschlagenen Gutachter keine Einwände 

erhoben, über welche die Beschwerdegegnerin mittels einer 

Zwischenverfügung hätte entscheiden müssen.

f) Soweit der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 

Gutachtensvergabe im Weiteren rügt, die Beschwerdegegnerin habe 

seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil sie sich nicht mit 

seinen Gutachtervorschlägen auseinandergesetzt habe, ist darauf 

hinzuweisen, dass der zuständige Unfallversicherer vom Versicherten 

vorgebrachte Gegenvorschläge nur zu prüfen hat, wenn sich eine 

Gutachtensvergabe an die von ihm vorgeschlagenen Sachverständigen 

als unzulässig erweist (KIESER, a.a.O., Art. 44 N. 20). Dass diese 

Voraussetzung im Hinblick auf die von der Beschwerdegegnerin 

vorgeschlagenen Sachverständigen, mithin die GUTSO GmbH, die IB 

Bern sowie Prof. Dr. med. H._____, erfüllt ist, behauptet der 

Beschwerdeführer zwar, ist jedoch, wie vorangehend dargelegt (E.2e), 

jedenfalls in Bezug auf die Gutachter der Klinik im Park, Prof. Dr. med. 

H._____, Dr. med. I._____ sowie Dr. med. R._____, zu verneinen. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war die 

Beschwerdegegnerin folglich nicht gehalten, sich mit den 

Gegenvorschlägen des Beschwerdeführers zu befassen. Nicht gefolgt 

werden kann dem Beschwerdeführer schliesslich, wenn er geltend macht, 

die Beschwerdegegnerin hätte sich mit den gegen Prof. Dr. med. H._____ 

erhobenen Einwänden nicht auseinandergesetzt, hat sie doch in den 

Schreiben vom 23. April 2012 (vgl. Bg-act. 61) sowie 10. April 2012 (vgl. 

- 16 -

Bg-act. A 53) begründet, weshalb sie die erhobenen Einwände als 

unbegründet betrachtet und sich deshalb nicht veranlasst sieht, von der 

Gutachtensvergabe an Prof. Dr. med. H._____, Hirslanden Klinik im Park, 

abzusehen. Auch diese Rüge des Beschwerdeführers erweist sich somit 

als unbegründet. Eine anderweitige Verletzung der Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers bei der Gutachtensvergabe hat der Beschwerdeführer 

nicht geltend gemacht und kann aufgrund der Akten ausgeschlossen 

werden. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Gutachtensvergabe an Prof. Dr. med. H._____, Klinik im Park, ist folglich 

in dieser Beziehung nicht zu beanstanden.

3. Davon ausgehend ist anschliessend zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin vorliegend berechtigt gewesen ist, ein 

Aktengutachten in Auftrag zu geben, weil der Beschwerdeführer dem 

festgesetzten Untersuchungstermin ferngeblieben ist. 

a) Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren 

der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes 

wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich 

erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Das Korrelat zu dieser den 

Sozialversicherungsträger treffenden Untersuchungsmaxime bildet die 

Mitwirkungspflicht des Versicherten bei der Sachverhaltsabklärung. In 

Konkretisierung dieser allgemeinen verfahrensrechtlichen Obliegenheit 

verpflichtet Art. 43 Abs. 2 ATSG den Versicherten, sich ärztlichen oder 

fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese für die 

Beurteilung der begehrten Versicherungsleistungen notwendig und 

zumutbar sind. Ohne konkret entgegenstehende Umstände sind dem 

Versicherten medizinische Untersuchungen zu Abklärungszwecken 

zumutbar (SVR 2007 IV Nr. 48 E.4.2 [Urteil des Bundesgerichts I 988/06 

vom 28. März 2007]; MÜLLER, a.a.O., N. 1217; KIESER, a.a.O., Art. 43 

N. 44). Zwar können Versicherte bisweilen aufgrund ihres 

- 17 -

Gesundheitszustandes nicht befragt werden. Solche Zustände halten 

jedoch in der Regel nicht lange an, weshalb zur Sachverhaltsabklärungen 

erforderliche Untersuchungen im Regelfall in einem späteren Zeitpunkt 

zumutbar sind und nachgeholt werden können (MÜLLER, a.a.O., N. 1217). 

Dagegen erweist sich eine zum Zwecke einer Begutachtung verlangte 

fachärztliche oder fachliche Untersuchung etwa dann als unzulässig, 

wenn die in Frage stehende Abklärung oder die Anzahl der geforderten 

Abklärungen als sinnlos erscheint, da hierdurch das bisherige 

Beweisergebnis ohnehin nicht mehr geändert werden kann (GABRIELA 

RIEMER-KAFKA, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Freiburg 1999, 

S. 211). Davon ist auszugehen, wenn die bei den Akten liegenden 

ärztlichen Stellungnahmen die inhaltlichen und beweismässigen 

Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen, womit 

ihnen voller Beweiswert zuzuerkennen ist (vgl. zu den entsprechenden 

Anforderungen: BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; Urteil des 

Bundesgerichts U 57/06 vom 29. Mai 2007 E.4.1; MÜLLER, a.a.O. N. 1212 

ff.). 

b) Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

29. März 2012 mit, dass sie für die Beurteilung ihrer Leistungspflicht ein 

neues MRI des Schädels des Beschwerdeführers benötige. Liege dieser 

Befund vor, so werde sie die interdisziplinäre Begutachtung 

(neurologisch, neuropsychologisch, rheumatologisch, psychiatrisch) des 

Beschwerdeführers veranlassen. Zu diesem Zeitpunkt lagen der 

Beschwerdegegnerin zur Beurteilung ihrer Leistungspflicht nur die 

Berichte der behandelnden Ärzte des Beschwerdeführers vor (Bg-act. M 

1-12, 14-19). Diese Arztberichte legte die Beschwerdegegnerin ihrem 

Vertrauensarzt, Dr. med. S._____, Facharzt für Neurologie, vor. Dieser 

gelangte nach deren Studium in der Stellungnahme vom 21. März 2012 

zum Schluss, der Schadenfall sei für ihn nicht genau nachvollziehbar. Die 

Beschwerdegegnerin dürfte nicht weiterkommen, wenn sie nur punktuelle 

Untersuchungen, wie die derzeit begehrte neuropsychologische 

- 18 -

Untersuchung bei Dr. phil. T._____, in Auftrag gebe. Aus seiner Sicht sei 

zunächst ein aktuelles MRI des Schädels des Beschwerdeführers 

einzuholen, um mit speziellen Sequenzen nach Blutablagerungen als 

Traumafolgen zu suchen. Alsdann sei der Beschwerdeführer 

baldmöglichst interdisziplinär zu begutachten (Bg-act. M 13). Diese 

Ausführungen vermögen ohne weiteres zu überzeugen und belegen, dass 

die Beschwerdegegnerin im 2012 auf ein fachärztliches Gutachten 

angewiesen war, um über ihre Leistungspflicht zumindest mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entscheiden zu 

können. Die damalige Notwendigkeit einer fachärztlichen Begutachtung 

wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt.

c) Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, die Beschwerdegegnerin 

hätte zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts kein eigenes 

Unfallgutachten einholen müssen, sondern sich zu diesem Zweck dem 

von der zuständigen Pensionskasse, BVK, an Dr. med. L._____, 

Allgemeinmedizin, erteilten Gutachtensauftrag anschliessen können (Bg-

act. M 20 S. 1). Es steht ausser Frage, dass es aus 

verfahrensökonomischer und finanzieller Sicht, allenfalls auch zum 

Zwecke der materiellen und formellen Koordination bisweilen sinnvoll sein 

kann, eine umfassende Begutachtung zuhanden der involvierten (Sozial-

)Versicherungsträger einzuholen. Eine rechtliche Verpflichtung zu einem 

gemeinsamen Administrativgutachten der von einem Schadenfall 

betroffenen (Sozial-)Versicherer besteht indessen 

rechtsprechungsgemäss nicht. Sie wäre gerade auch im Hinblick auf die 

Unterschiedlichkeit der Fragestellungen – etwa der kausal orientierten 

Unfallversicherung gegenüber der finalen beruflichen Vorsorge – mit 

erheblichen Schwierigkeiten verbunden (Urteil des Bundesgerichts 

9C_327/2009 vom 29. Juni 2009 E.1.3.4). Bereits aus diesem Grund ist 

es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 2012 an einer 

eigenen Begutachtung festgehalten hat, zumal ihr im Rahmen der 

- 19 -

Verfahrensleitung ein erheblicher Ermessensspielraum bezüglich der 

Notwendigkeit, des Umfangs und der Zweckmässigkeit von medizinischen 

Erhebungen zuzubilligen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 

29. Mai 2007 E.4.1; MÜLLER, a.a.O., N. 969). Vorliegend kommt hinzu, 

dass die von der BVK beauftragte Allgemeinärztin, Dr. med. L._____, 

nicht über die fachliche Qualifikation verfügt, um die neurologischen sowie 

psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers abschliessend zu 

beurteilen. Mit der Beauftragung von Dr. med. L._____ hat Die BVK 

folglich keine umfassende Begutachtung in Auftrag gegeben. Die 

Beschwerdegegnerin war demnach berechtigt und im Hinblick auf die sie 

treffende Untersuchungspflicht wohl auch gehalten, ihrerseits eine 

fachärztliche Begutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag zu geben. 

d) In deren Rahmen haben die Gutachter den Versicherten im Regelfall 

persönlich zu untersuchen, weil die Anamneseerhebung, 

Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung das Kernstück der 

Begutachtung bilden (MÜLLER, a.a.O., N. 1673). Versicherte, die 

Leistungen beanspruchen, sind deshalb grundsätzlich gehalten, sich 

solchen fachärztlichen Untersuchungen zu unterziehen (vgl. Art. 43 

Abs. 2 ATSG; E.3a hiervor). Davon geht denn auch der 

Beschwerdeführer aus. Er ist jedoch der Auffassung, die mit den nahezu 

zeitgleich von der BVK (Dr. med. L._____) und der Beschwerdegegnerin 

(Klinik im Park) angeordneten Administrativbegutachtungen verbundenen 

persönlichen Untersuchungen hätten zu unzumutbaren und 

unverhältnismässigen Einschränkungen geführt. Dieser Argumentation 

kann nicht gefolgt werden. Die mit den angeordneten 

Administrativbegutachtungen verbundenen Untersuchungen bedurften 

keines stationären Aufenthalts, sondern hätten beide in ambulantem 

Rahmen in Zürich durchgeführt werden können, wo sich der 

Beschwerdeführer während der Woche aufhält. Die hierdurch 

verursachten Umtriebe wären für den Beschwerdeführer folglich 

- 20 -

ausgesprochen gering und ihm offensichtlich zumutbar gewesen. Dass 

die in Frage stehenden ambulanten Untersuchungen beide auf den 

20. Juni 2012 angesetzt wurden (vgl. Bg-act. M 20 S. 2, Bg-act. A 80), 

ändert daran nichts. Prof. Dr. med. H._____ hat dem Beschwerdeführer 

den fraglichen Untersuchungstermin bereits am 29. Mai 2012, mithin drei 

Wochen vorher, mitgeteilt (Bg-act. A 78). Wann Dr. med. L._____ den 

Beschwerdeführer zur Untersuchung aufgeboten hat, geht aus den Akten 

nicht hervor. Den Auftrag für die vertrauensärztliche Untersuchung hat Dr. 

med. L._____ laut ihren Ausführungen im Gutachten vom 21. Juni 2012 

am 11. Juni 2012 von der BVK erhalten (Bg-act. M 20 S. 1). Daraus ist zu 

folgern, dass der Beschwerdeführer, als er das Aufgebot für die 

vertrauensärztliche Untersuchung bei Dr. med. L._____ erhielt, bereits 

seit mindestens 13 Tagen Kenntnis von der durch Prof. Dr. med. H._____ 

am 29. Mai 2012 auf den 20. Juni 2012 anberaumten ambulanten 

Untersuchung hatte. Wenn die Wahrnehmung dieser beiden Termine dem 

Beschwerdeführer nicht möglich oder ihm aufgrund seiner 

gesundheitlichen Verfassung nicht zumutbar gewesen wäre, hätte er den 

Termin bei Dr. med. L._____ verschieben müssen, um jenen in der Klinik 

im Park wahrnehmen zu können. Entgegen der Darstellung des 

Beschwerdeführers führt diese Terminkollision folglich nicht dazu, dass 

die für die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene 

Administrativbegutachtung erforderlichen fachärztlichen Untersuchungen 

dem Beschwerdeführer nicht hätten zugemutet werden können. Die 

Beschwerdegegnerin war demnach berechtigt, den Beschwerdeführer zu 

verpflichten, sich von den von ihr beauftragten Gutachtern, Prof. Dr. med. 

H._____, Dr. med. I._____ und Dr. med. R._____, fachärztlich 

untersuchen zu lassen. 

e) Weigert sich ein Versicherter, der Leistungen beansprucht, sich solchen 

fachärztlichen Untersuchungen zu unterziehen und verletzt dadurch in 

unentschuldbarer Weise seine Mitwirkungspflicht, so kann der 

- 21 -

Versicherungsträger aufgrund der Akten entscheiden oder die 

Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3 

ATSG). Eine unentschuldbare Verletzung der Mitwirkungspflicht liegt vor, 

wenn sich das Verhalten des Versicherten als völlig unverständlich 

erweist, mithin hierfür kein sachlicher Grund ersichtlich ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_372/2012 vom 14. Februar 2014 E.4.2, 8C_396/2012 

vom 16. Oktober 2012 E.5, I 166/06 vom 30. Januar 2007 E.5.1; KIESER, 

a.a.O., Art. 43 Rz. 51, S. 558). Welche der in Art. 43 Abs. 3 ATSG 

vorgesehenen Sanktionen der zuständige Sozialversicherungsträger in 

einem solchen Fall ergreifen darf, schreibt das Gesetz nicht vor. Die 

entsprechenden Alternativen (Einstellen und Nichteintreten oder 

Entscheid aufgrund der Akten) sind jedoch nicht gleichwertig. Der Vorrang 

gebührt dem materiellen Entscheid aufgrund der Akten. Auf Nichteintreten 

ist nur zu beschliessen, wenn ein materieller Entscheid nicht möglich ist. 

Davon ist etwa auszugehen, wenn die Aktenlage ohne zusätzliche 

Abklärungen keinen zuverlässigen materiellen Entscheid erlaubt 

(BGE 131 V 41 E.3, 108 V 229 E.2; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts K 25/02 vom 23. September 2002 E.4; THOMAS 

FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen 

Sicherheit, a.a.O., N. 4.100). Ist aufgrund der getätigten 

Beweiserhebungen ein materieller Entscheid möglich, soll von einem 

Nichteintretensentscheid abgesehen werden (KIESER, a.a.O., Art. 43 

N. 53). Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können nur 

nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet 

werden (Art. 43 Abs. 3 Satz 2 ATSG; BGE 134 V 189 E.2.3). Wird die 

verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich 

die festgelegte Sanktion nur auf die Zeitspanne beziehen, während 

welcher der Versicherte die geschuldete Mitwirkung unterlassen hat 

(KIESER, a.a.O., Art. 43 N. 53). 

- 22 -

f) In tatsächlicher Hinsicht steht vorliegend fest, dass der Beschwerdeführer 

am 20. Juni 2012 nicht zu dem ihm mit Schreiben vom 29. Mai 2012 

mitgeteilten Untersuchungstermin in der Klinik im Park erschienen ist. 

Erstellt ist im Weiteren, dass er der Klinik im Park am 20. Juni 2012 um 

9.55 Uhr telefonisch mitteilte, den für denselben Tag vorgesehenen 

Untersuchungstermin wegen einer Terminkollision nicht wahrnehmen zu 

können. Dieses Verhalten ist schlechthin unverständlich. Wie 

vorangehend dargelegt (E.3d hiervor), hatte der Beschwerdeführer seit 

mindestens 13 Tagen Kenntnis von der von der Klinik im Park auf den 

29. Mai 2012 angesetzten ambulanten Untersuchung, als ihn Dr. med. 

L._____ für die vertrauensärztliche Untersuchung aufbot. Unter diesen 

Umständen hätte er den Termin bei Dr. med. L._____ verschieben und 

zur ambulanten Untersuchung in der Klinik im Park erscheinen müssen. 

Jedenfalls geht es nicht an, den Untersuchungstermin am 

Untersuchungstag wegen einer dem Beschwerdeführer mutmasslich seit 

mehreren Tagen bekannten Terminkollision abzusagen und der frühzeitig 

angesetzten fachärztlichen Untersuchung in der Klinik im Park mit dieser 

Begründung fernzubleiben. Mit diesem Verhalten hat der 

Beschwerdeführer in unentschuldbarer Weise gegen die ihm obliegende 

Mitwirkungspflicht verstossen. 

g) Die Beschwerdegegnerin hatte den Beschwerdeführer sodann bereits mit 

Schreiben vom 29. März 2012 aufgefordert, im Rahmen der ihm 

obliegenden Mitwirkungspflicht pünktlich zu dem von Prof. Dr. med. 

H._____ angesetzten Untersuchungstermin zu erscheinen (Bg-act. 48). 

Mit Schreiben vom 10. April 2010 wiederholte sie diese Aufforderung und 

wies den Beschwerdeführer darauf hin, sich weitere Schritte gemäss 

Art. 21 Abs. 4 und Art. 43 Abs. 3 ATSG vorzubehalten, wenn der 

Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise 

verletze und die geplante Begutachtung deshalb nicht durchgeführt 

werden könne (Bg-act. 53). Gleichermassen äusserte sie sich im 

- 23 -

Schreiben vom 23. April 2012 (Bg-act. 61). Damit hat die 

Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt 

durchgeführt.

h) Unter diesen Umständen wäre die Beschwerdegegnerin gestützt auf 

Art. 43 Abs. 3 ATSG grundsätzlich berechtigt gewesen, ihre 

Sachverhaltsabklärungen sowie die von ihr damals ausgerichteten 

kurzfristigen Versicherungsleistungen mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 

einzustellen. Von einer solchen weitreichenden Anordnung hat sie 

indessen abgesehen und weitere Abklärungen getätigt, da sie aufgrund 

der Aktenlage zur Überzeugung gelangte, der rechtserhebliche 

Sachverhalt liesse sich ohne Mitwirkung des Beschwerdeführers mittels 

eines interdisziplinären Gutachtens abklären. Dieses Vorgehen hat sie im 

Interesse des Beschwerdeführers gewählt, um dessen 

Leistungsansprüche schnellstmöglich prüfen zu können. Soweit der 

Beschwerdeführer behauptet, die Beschwerdegegnerin habe das 

Aktengutachten bei der Klinik im Park in Verletzung seiner 

Mitwirkungsrecht in Auftrag gegeben, kann ihm nicht gefolgt werden. Die 

angeordnete Aktenbegutachtung erweist sich somit als zulässig, womit 

das Aktengutachten der Klinik im Park verwertet werden kann. 

i) In Bezug auf dessen Beweiswert gilt es indessen zu beachten, dass die 

Gutachtensvergabe, wie vorangehend dargelegt (vgl. E.2 hiervor), nach 

dem bis zu BGE 138 V 318 geltenden Verfahrensstandard erfolgt ist. Dies 

hat nicht zur Konsequenz, dass dem Aktengutachten der Klinik im Park 

vom 13. September 2012 (Bg-act. M 21) sowie der ergänzenden 

Stellungnahme von Prof. Dr. med. H._____ vom 31. Dezember 2012 (Bg-

act. 32) jeder Beweiswert abzusprechen ist. Vielmehr können solche 

Gutachten nach wie vor eine massgebende Entscheidungsgrundlage 

bilden. Ihr Stellenwert lässt sich in der Übergangsphase bis zur 

uneingeschränkten Gültigkeit der neuen Verfahrensstandard mit jenem 

- 24 -

versicherungsinterner Gutachten vergleichen, wo bereits relativ geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen genügen, um sie nicht mehr als voll beweiskräftig 

anzusehen und eine neue Begutachtung in Betracht zu ziehen (Urteile 

des Bundesgerichts 9C_454/2014 vom 31. Juli 2014 E.2.3, MASSIMO 

ALIOTTA, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der sozialen 

Sicherheit, Basel 2014, Rz. 6.77, beide betreffend die polydisziplinäre 

Begutachtung nach altem Standard). 

4. In materieller Hinsicht ist anschliessend zu prüfen, ob die angeordnete 

Leistungseinstellung für die vom Beschwerdeführer beklagten 

somatischen Beschwerden sowie die angefochtene Verneinung der 

Leistungspflicht für die geltend gemachten psychisch / neurologischen 

Beschwerden des Beschwerdeführers rechtens ist. 

a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG gewährt die Unfallversicherung, soweit das 

Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungsleistungen bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. In diesen 

Fällen hat der Versicherte in Form von kurzfristigen 

Versicherungsleistungen Anspruch auf zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG) und Taggelder, welche den durch die 

gesundheitliche Beeinträchtigung erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen 

sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu 

10 % invalid (Art. 8 ATSG), so kann er eine Invalidenrente beanspruchen 

(Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des 

Versicherten zu erwarten ist und allfällige Eingliederungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 UVG). Nach der 

Festsetzung der Renten werden dem Bezüger die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen unter den in Art. 21 UVG festgelegten 

Voraussetzungen weiter gewährt. Diese Leistungspflicht des 

- 25 -

Unfallversicherers setzt jedoch voraus, dass zwischen dem Unfallereignis 

(Art. 4 ATSG, Art. 7, 8 UVG) und der gesundheitlichen Schädigung ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (Art. 6 Abs. 1 

UVG; BGE 129 V 177 E.3). Dabei müssen die beiden Erfordernisse des 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs kumulativ erfüllt sein. 

Scheitert der geltend gemachte Anspruch an einer dieser 

Voraussetzungen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im 

Bereich der organisch ausgewiesenen Unfallfolgen spielt die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Leistungspflicht allerdings praktisch 

keine Rolle, weil sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (BGE 117 V 359 E.6).

b) Der Beschwerdeführer wurde am 6. Februar 2011 in den frühen 

Morgenstunden tätlich angegriffen. In der polizeilichen Einvernahme vom 

7. Februar 2011 gab er zu diesem Vorfall an, von zwei Personen verbal 

und tätlich angegriffen worden zu sein. Deshalb habe er sich entschieden, 

wegzurennen. Seine Angreifer seien ihm jedoch gefolgt. Derjenige, der 

ihn zuerst eingeholt habe, habe ihn alsdann zu Boden geworfen. Er sei 

mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen. Als er wehrlos am Boden 

gelegen sei, habe der andere der beiden auf ihn eingetreten. Die Tritte 

seien von der Seite mit Wucht in den Bauch ausgeführt worden. 

Glücklicherweise sei in diesem Moment ein Auto vorbeigefahren, worauf 

die beiden Angreifer von ihm abgelassen hätten und verschwunden seien 

(Protokoll der polizeilichen Einvernahme vom 7. Februar 2011 S. 2 

[Beilage des Beschwerdeführers 3]). Für diesen Vorfall vermochte die 

Kantonspolizei Graubünden keine Zeugen zu finden. Ebenso wenig war 

sie in der Lage, die Identität der Angreifer zu ermitteln. Der 

Beschwerdeführer erlitt durch diesen tätlichen Angriff laut dem 

erstbehandelnden Arzt, Dr. med. F._____, Thoraxprellungen, diverse 

Schürfungen an beiden Knien sowie der linken Hand und multiple 

- 26 -

Prellungen im Gesicht sowie an der Halswirbelsäule (Bg-act. M 12). Diese 

sichtbaren und organisch nachweisbaren Verletzungen sind nach den 

insoweit übereinstimmenden Parteiaussagen und der Aktenlage 

zwischenzeitlich ausgeheilt (vgl. etwa Bg-act. M 21, 32). Strittig ist 

dagegen einerseits, ob der Beschwerdeführer durch den tätlichen Angriff 

vom 6. Februar 2011 überdies eine hämorrhagische kortikale Kontusion 

erlitten hat, andererseits ob das fragliche schädigende Ereignis für die 

geltend gemachten psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers 

(mit-)verantwortlich ist. Nachfolgend ist deshalb vorderhand zu prüfen, ob 

diese (behaupteten) Beschwerden in natürlichem Zusammenhang zum 

tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 stehen. Ist dies zu bejahen, so wird 

in einem weiteren Schritt zu untersuchen sein, ob ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den fraglichen Beschwerden und dem 

interessierenden Unfall besteht. 

5. a) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache der bestehenden gesundheitlichen Störungen 

ist. Es genügt, dass der Unfall zusammen mit anderen Umständen die 

körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat; er 

mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E.3.1, 

119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; ALEXANDRA RUMO-JUNGO / ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

4. Aufl., Zürich 2012, S. 53). Liegt beim Versicherten indessen ein 

stummer Vorzustand vor, welcher durch den Unfall aktiviert wird und 

- 27 -

kommt der Unfall nur als Gelegenheits- oder Zufallsursache in Betracht, 

weil der Vorzustand genauso auch durch eine andere Ursache hätte 

aktiviert werden können, so ist der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und den gesundheitlichen Beschwerden zu 

verneinen. Der Unfall stellt allerdings nur dann eine solche Gelegenheits- 

oder Zufallsursache dar, wenn das sich aus dem pathologischen, aber 

stummen Vorzustand ergebende Risiko bereits vor dem Unfallereignis 

derart gegenwärtig war, dass sich die Bedeutung des Unfalls auf 

diejenige eines beliebig austauschbaren Belastungsfaktors reduzieren 

lässt. Davon ist auszugehen, wenn der Unfall auf einen derart labilen 

Vorzustand trifft, dass aufgrund dessen jederzeit mit dem Eintritt des 

Gesundheitsschadens zu rechnen gewesen wäre, sei es aus der Dynamik 

der pathogenen Anlage oder wegen Ansprechens auf irgendeinen 

anderen Zufallsanlass (Urteile des Bundesgerichts U 413/05 vom 5. April 

2007 E.4, 8C_247/2014 vom 2. Mai 2014 E.4.1, 8C_380/2011 vom 

20. Oktober 2011 E.4.2.1; RUMO-JUNGO / HOLZER, a.a.O., S. 54; MONICA 

ARMESTO, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Soziale Sicherheit, 

a.a.O., N. 18.44 f.).

b) Ob zwischen einem Unfall und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

eines Versicherten ein solcher natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 

ist eine Tatfrage, über welche die Verwaltung und das im Beschwerdefall 

angerufene Gericht in freier Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs noch nicht. Vielmehr hat das Gericht jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (BGE 129 V 177 

E.3.1; 126 V 353 E.5b, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54). Der Beweisgrad der überwiegenden 

- 28 -

Wahrscheinlichkeit lässt sich nicht in absolute Prozentzahlen fassen, 

sondern stellt eine relative Grösse dar. Dabei ist es die Aufgabe der 

zuständigen Behörden im Einzelfall zu bestimmen, welche sich der in 

Betracht fallenden Geschehensabläufe unter den gegebenen Umständen 

als am wahrscheinlichsten erweist (MONICA ARMESTO, in: STEIGER-

SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], a.a.O., N. 18.3). 

c) Um diese Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem schädigenden Ereignis und vorliegenden gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen beurteilen zu können, sind die zuständigen Behörden 

auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu 

stellen sind. Deren Beweiswert hängt rechtsprechungsgemäss primär 

davon ab, ob sie für die strittigen Belange umfassend sind, auf allseitigen 

Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchten und in den hieraus gezogenen Schlussfolgerungen 

zu überzeugen vermögen (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). 

Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Danach haben Gutachten 

versicherungsexterner Ärzte, wie jene der Medizinischen 

Abklärungsstellen der Invalidenversicherung (MEDAS) vollen Beweiswert, 

wenn sie die vorgenannten Anforderungen erfüllen und nicht konkrete 

Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 353 E.3b/bb). 

In einem solchen Fall sind ergänzende Beweisvorkehren nur in Betracht 

- 29 -

zu ziehen und nötigenfalls anzuordnen, wenn die Schlüssigkeit eines 

Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint (vgl. BGE 121 

Ia 146 E.1c). 

6. Die Beschwerdegegnerin hat zur Beurteilung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ein Gutachten bei Prof. Dr. med. H._____, 

Hirslanden Klinik im Park, in Auftrag gegeben und etliche Arztberichte 

sowie weitere ärztliche Stellungnahmen eingeholt. Ob aufgrund dieser 

medizinischen Unterlagen ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen dem tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 und den geltend 

gemachten gesundheitlichen Beschwerden als überwiegend 

wahrscheinlich erscheint, ist nachfolgend zunächst hinsichtlich der 

behaupteten hämorrhagische kortikale Kontusion als organische 

Unfallfolge, anschliessend bezüglich der psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers zu prüfen.

7. a) hämorrhagische kortikale Kontusion / organische Beschwerden:

 aa) Zur Klärung von Art sowie Umfang der durch den Unfall vom 6. Februar 
2011 verursachten neurologischen Defizite holte die Beschwerdegegnerin 
bei Prof. Dr. med. H._____, Neurologe FMH, ein Gutachten ein. Dieser 
stellte im Gutachten vom 13. September 2012 keine somatische 
Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
fest. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine 
rechtsfrontale Hirnläsion unklarer Genese, unklarer zeitlicher Zuordnung 
und ohne ausreichenden Anhalt für ein dauerhaftes Korrelat, ein 
mögliches leichtgradiges Schädelhirntrauma am 6. Februar 2011, 
mehrere cephale und spinale Unfallberichte ohne zeitnahen Nachweis 
einer assoziierten, schwerwiegenden biologischen Läsion (Bg-act. M 21 
S. 20). Erläuternd führte er im Wesentlichen aus, beim Beschwerdeführer 
seien infolge des schädigenden Ereignisses durch den erstversorgenden 
Arzt keine über den Bagatellbereich hinausgehenden Verletzungen 
festgestellt worden. Somit ergäben sich anhand dieser Daten keine 
positiven Belege, die über ein allenfalls leichtgradiges Schädelhirntrauma 
hinausgehende Verletzungen belegten. Den Akten seien keine 
wesentlichen klinischen und paraklinischen Läsionsbefunde zu 
entnehmen, die dem Ereignis vom 6. Februar 2011 zuzuordnen und 
geeignet seien, dauerhafte Beschwerden zu verursachen (Bg-act. M 21). 
Die anderslautenden diagnostischen Vorbewertungen beruhten im 

- 30 -

Wesentlichen auf anamnestischen Angaben und subjektiven Klagen des 
Exploranden, was schulmedizinisch unzulässig sei. Aufgabe der 
somatischen Medizin sei es, beklagte Symptome klinischen 
Störungszeichen und/oder paraklinischen oder anderen biologisch 
plausiblen Belegen zuzuordnen und, darauf basierend, Diagnosen zu 
formulieren. Eine unfallbedingte dauerhafte Arbeitsunfähigkeit 
quantitativer oder qualitativer Art lasse sich aus den vorgelegten 
Unterlagen nicht ableiten (Bg-act. M 21 S. 23 f.). Die aktenkundige und 
vom Gutachter durch eigene Inspektion des Bildmaterials bestätigte 
kleine rechts-frontale Hirnläsion sei ätiologisch unspezifisch und dem 
interessierenden Schadensereignis allenfalls als möglich kausal 
zuzuordnen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lasse sich ein solcher 
Zusammenhang jedoch nicht herleiten (Bg-act. M 21 S. 28). Nach Beizug 
von Dr. med. R._____, Radiologie FMH, bekräftigte Prof. Dr. med. 
H._____ diese Angaben dahingehend, als sie beide nach Einsichtnahme 
des zur Verfügung gestellten zerebaralen Bildmaterials (CCT 31. März 
2008 und 16. Februar 2011, cMRI vom 16. Februar 2011) 
übereinstimmend zur Überzeugung gelangt seien, die am 16. Februar 
2011 dargestellte kleine rechts-frontale Parenchymläsion erfülle nicht die 
bildmorphologischen Kriterien einer frischen kontusionellen Einblutung, 
sei bei genauer neuroradiologischer Re-Analyse des Bildmaterials 
retrospektiv schon im CCT vom 31. März 2008 zu erkennen und somit 
wahrscheinlich bereits vor dem 31. März 2008 entstanden. Ein Erwerb der 
Läsion am 6. Februar 2011 sei deshalb nicht wahrscheinlich (Bg-
act. M 21 S. 40).

bb) Nach Vorlage weiterer Arztberichte ergänzte Prof. Dr. med. H._____ 
diese Ausführungen in der Stellungnahme vom 31. Dezember 2012 (Bg-
act. M 32). Danach ist aufgrund des Berichts des Universitätsspitals 
Zürich, Neurologische Klinik und Poliklinik, vom 19. April 2001 (Bg-
act. M 23) und des Bericht des Universitätsspitals Zürich, Neurologische 
Klinik und Poliklinik, vom 21. März 2007 (Bg-act. M27) belegt, dass der 
Beschwerdeführer am 3. Juli 2004 eine rechts-zerebrale kontusionelle 
Verletzung erlitten hat (fronto-parietale Kontusionsblutung rechts). Die im 
Gutachten der Klinik im Park vom 13. September 2012 vertretene 
Auffassung, wonach sich der Beschwerdeführer am 6. Februar 2011 
wahrscheinlich nicht dauerhaft zerebral verletzt habe, werde dadurch 
bestätigt und untermauert. Die aus dem Bericht des Universitätsspitals 
Zürich, Neurologische Klinik und Poliklinik, vom 6. Mai 2005 (Bg-act. 24) 
und Bericht des Universitätsspitals Zürich, Neurologische Klinik und 
Poliklinik, vom 21. März 2007 (Bg-act. M 27) ersichtlichen 
neuropsychologischen Befunde seien zudem nicht geeignet, eine 
kognitive Störung kontusioneller Genese zu belegen, da die 
Untersuchungen ohne ein paralleles Drogenscreening erfolgt seien. Der 
Beschwerdeführer habe jedoch aktenkundig Cannabis konsumiert, 
weshalb ein entsprechender Effekt hätte geprüft und berücksichtigt 
werden müssen. Die Feststellung im Gutachten der Klinik im Park vom 

- 31 -

13. September 2012 könne aufgrund der neuen Arztberichte nach dem 
Gesagten dahingehend verstärkt werden, dass die bildmorphologisch 
dargestellte rechts-zerebrale Läsion mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die 
Verletzung vom 3. Juli 2004 zurückzuführen sei. Dadurch erscheine eine 
zusätzliche zerebrale Verletzung, verursacht durch das Unfallereignis 
vom 6. Februar 2011, als umso unwahrscheinlicher (Bg-act. M 32 S. 2). 

cc) Die BVK liess den Beschwerdeführer im Juni 2012 sodann durch Dr. med. 
L._____, Allgemeinmedizin, begutachten. Dr. med. L._____ untersuchte 
den Beschwerdeführer am 20. Juni 2012 eingehend. Auf dieser 
Grundlage sowie der von ihr beigezogenen Akten diagnostizierte sie im 
Gutachten vom 21. Juni 2012 einen Status nach Überfall vom 6. Februar 
2011 mit / bei contusio cerebri frontal rechts, multiplen Prellungen im 
Gesicht, an der Halswirbelsäule, am Rippenthorax sowie am Abdomen 
links sowie einen Verdacht auf neuropsychologische Funktionsstörungen. 
Aktuell beklage der Beschwerdeführer anhaltende Nackenschmerzen bei 
ausgeprägtem muskulärem Hartspann rechtsbetont. Diese Beschwerden 
seien einer Therapie (konsequent durchgeführtes Muskelaufbautraining / 
Krafttraining zur Rekonditionierung der Nacken-/ Schultergürtel- 
/Rückenmuskulatur) zugänglich, weshalb mit einer weiteren Besserung zu 
rechnen sei. Die geklagten neuropsychologischen 
Funktionsbeeinträchtigungen könnten nur mittels einer 
neuropsychologischen Abklärung objektiviert werden. Inwiefern bei diesen 
Beschwerden auch das psychische Zustandsbild eine massgebliche Rolle 
spiele, müsste durch ein fachpsychiatrisches Gutachten geklärt werden. 
Der behandelnde Neurologe stufe die Prognose insgesamt als gut ein, mit 
einer vollständigen beruflichen Reintegration sei zu rechnen. Aufgrund 
der aktuell vorliegenden Untersuchungsbefunde fänden sich aus 
somatischer Sicht keine Hinweise für eine Berufsunfähigkeit (Bg-act. M 20 
S. 10). 

b) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen medizinischen 

Stellungnahmen stimmen insoweit überein, als die Gutachter darin zum 

Ergebnis gelangen, dass der Beschwerdeführer an keiner somatischen 

Beeinträchtigung leidet, welche seine Arbeitsfähigkeit voraussichtlich 

dauerhaft beeinträchtigt. Im Übrigen äussert sich Dr. med. L._____ 

auftragsgemäss schwerpunktmässig zu den möglichen 

gesundheitsbedingten funktionellen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers, während sich Prof. Dr. med. H._____ als von der 

Beschwerdegegnerin beauftragter Gutachter primär mit den durch den 

tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 verursachten Verletzungen und der 

- 32 -

sich hieraus gegebenenfalls ergebenden (voraussichtlich dauerhaften) 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers befasst. 

Seine diesbezüglichen Ausführungen sind für die strittigen Belange 

umfassend, berücksichtigen die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden 

und wurden in Kenntnis der rechtserheblichen Vorakten erstellt. 

Ausserdem leuchten sie in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein 

und sind in sich schlüssig sowie nachvollziehbar begründet. Ausserdem 

war Prof. Dr. med. H._____ in der Lage, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zur primär interessierenden Frage nach 

dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der hämorrhagischen 

kortikalen Kontusion und dem schädigenden Ereignis vom 6. Februar 

2011 zu machen. Hierfür verglich er zunächst die vor und nach dem 

6. Februar 2011 gemachten CCT-Aufnahmen des Schädels des 

Beschwerdeführers miteinander und analysierte alsdann den 

Unfallhergang sowie die hierdurch verursachten Verletzungen (vgl. dazu: 

Gutachten vom 13. September 2012 S. 13 ff. [Bg-act. M 21]). Um seine 

diesbezüglichen Schlussfolgerungen abzusichern, zog er überdies den 

Radiologen, Dr. med. R._____, bei (Bg-act. M 21 S. 40). Gemeinsam 

gelangten die beiden Fachärzte aufgrund einer Reanalyse des 

vorhandenen Bildmaterials zum Schluss, dass die hämorrhagische 

kortikale Kontusion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht durch den 

tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 verursacht worden ist. Bei diesem 

Ergebnis konnte Prof. Dr. med. H._____ darauf verzichten, Art und 

Umfang der durch die hämorrhagische kortikale Kontusion bedingten 

kognitiven Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers durch eine 

neurologische Untersuchung, ergänzt allenfalls durch eine 

testpsychologische Untersuchung, zu bestimmen. Dem Aktengutachten 

vom 13. September 2012 sowie der Stellungnahme vom 31. Dezember 

2012 ist folglich voller Beweiswert zuzuerkennen (vgl. dazu: Urteile des 

Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 30. März 2012 E.4, 8C_641/2011 vom 

- 33 -

22. Dezember 2011 E.3.3.3, 8C_723/2010 vom 25. März 2011 E.4.1; 

MÜLLER, a.a.O., N. 1753).

c) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu 

überzeugen. Soweit er geltend macht, Prof. Dr. med. H._____ habe auf 

Seite 13 festgehalten, der CCT-Befund des Jahrs 2008 würde keine 

rechts-frontale Läsion beschreiben, erkläre aber alsdann im Widerspruch 

dazu auf Seite 40, bei neuroradiologischer Reanalyse sei diese Läsion im 

CCT vom 31. März 2008 doch erkennbar und damit wahrscheinlich vor 

dem 31. März 2008 entstanden, kann ihm nicht gefolgt werden. Freilich 

führte Prof. med. H._____ im Rahmen der neurologischen Beurteilung 

zunächst auf Seite 13 aus, der schriftliche CCT-Befund des Jahres 

beschreibe keine rechts-frontale Läsion (Bg-act. M 21 S. 13). Diese 

Aussage lässt sich jedoch mit dem auf Seite 40 Ausgeführten ohne 

weiteres vereinbaren. Danach sind Prof. Dr. med. H._____ und der von 

ihm zur Re-Analyse des vorhandenen Bildmaterials beigezogenen Dr. 

med. R._____ nach Einsichtnahme des zur Verfügung gestellten 

zerebralen Bildmaterials (CCT 31.03.2008 und 16.02.2011, cMRI 

16.02.2011) übereinstimmend zur Überzeugung gelangt, die am 

16. Februar 2011 dargestellte kleine rechts-frontale Parenchymläsion 

erfülle nicht die bildmorphologischen Kriterien einer frischen 

kontusionellen Einblutung und sei bei genauer neuroradiologischer 

Reanalyse des Bildmaterials retrospektiv bereits vor dem 31. März 2008 

zu erkennen. Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung von Prof. Dr. 

med. H._____ und Dr. med. R._____, während Prof. Dr. med. H._____ 

auf Seite 13 die Ausführungen im erwähnten Arztbericht wiedergibt. 

Beinhaltet aber nur eine der beiden Aussagen eine eigene Beurteilung, so 

erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers, Prof. Dr. med. H._____ 

hätte sich in den fraglichen Passagen widersprochen, von vornherein als 

unbegründet.

- 34 -

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der begutachtende Neurologe, 

Prof. Dr. med. H._____, seine ursprüngliche Annahme, wonach die 

fragliche Verletzung nicht durch den tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 

verursacht worden sei, nach Vorlage des Berichts des Universitätsspitals 

Zürich, Neurologische Klinik und Poliklinik, vom 19. April 2001 (Bg-

act. M 23) und vom 21. März 2007 (Bg-act. M 27) dahingehend 

bekräftigte, als die bildmorphologisch dargestellte rechts-zerebrale Läsion 

aufgrund dieser Befunde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Verletzung 

vom 3. Juli 2004 zurückzuführen sei. In der Tat wird im Bericht der 

Universitätsklinik Zürich vom 19. April 2005 unter anderem eine 

fontoparietaler Kontusionsblutung rechts erwähnt (Bg-act. M 27). Dieselbe 

Verletzung wird sodann im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 

21. März 2007, bezugnehmend auf einen Vorfall vom 3. Juli 2004, 

aufgeführt (Bg-act. M 30). Schliesslich nimmt Dr. med. M._____ in dem 

von ihm zuhanden der BVK verfassten psychiatrischen Gutachten vom 

5. März 2013 sowohl bei der Aktenanalyse (beigezogene Akten der 

Invalidenversicherung [IV-act. 28] S. 15) als auch bei der psychiatrischen 

Beurteilung (IV-act. 28 S. 30) Bezug auf diese Verletzung und ordnet sie 

dem Selbstunfall vom 3. Juli 2004 zu. Bei dieser Aktenlage erscheint es 

als überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer bereits vor 

dem 6. Februar 2011 eine hämorrhagische kortikale Kontusion erlitten 

hat. Dies lässt es als höchst unwahrscheinlich erscheinen, dass er sich 

am 6. Februar 2011 an derselben Stelle abermals eine gleichartige 

Hirnverletzung zugezogen hat.

Daran vermögen auch die Berichte des behandelnden Neurologen des 

Beschwerdeführers, Dr. med. P._____, Facharzt FMH für Neurologie, 

vom 28. Februar 2011, 20. Mai 2011, 26. August 2011, 31. Januar 2012, 

3. Februar 2012, 28. Februar 2012, 26. Oktober 2012 sowie 

23. November 2012 nichts zu ändern (vgl. Bg-act. M 22, 2, 3, 4, 6, 7, 14, 

29). Denn die entsprechenden Beurteilungen erfolgten in Unkenntnis der 

- 35 -

neurologischen Vorberichte, die nach der fachärztlichen Einschätzung 

von Prof. Dr. med. H._____ belegen, dass die bildmorphologisch 

dargestellte rechts-zerebrale Läsion mit hoher Wahrscheinlichkeit vom 

Selbstunfall vom 3. Juli 2004 stammt. Ausserdem hat Dr. med. P._____ 

seine Einschätzung der neurologisch bedingten Beeinträchtigung des 

Leistungsvermögens des Beschwerdeführers gegenüber Dr. med. 

M._____ anfangs 2013 dahingehend relativiert, als er eingeräumt hat, die 

vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden neurologisch nicht mehr 

erklären zu können (IV-act. 28 S. 34). Schliesslich ist bei der Würdigung 

der Beurteilung von Dr. med. P._____ zu beachten, dass sich der 

Therapieauftrag des behandelnden Arztes, Dr. med. P._____, 

grundsätzlich von einem Begutachtungsauftrag unterscheidet (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_260/2011 vom 25. Juli 2011 E.5.2). Deshalb und 

aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte in 

Zweifelsfallen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 

465 E.4.5), vermag der Arztbericht von Dr. med. P._____ vom 

23. November 2012 nicht die geringsten Zweifel an der Einschätzung des 

begutachtenden Neurologen, Prof. Dr. med. H._____, zu wecken, zumal 

darin keine erheblichen Tatsachen benannt werden, welche Prof. 

Dr. med. H._____ bei seiner Beurteilung nicht gekannt oder 

unberücksichtigt gelassen hat. Es erweist sich folglich nicht als 

überwiegend wahrscheinlich, dass die beim Beschwerdeführer 

festgestellte hämorrhagische kortikale Kontusion durch den tätlichen 

Angriff vom 6. Februar 2011 verursacht wurde.

Bei diesem Ergebnis erweist sich die vom Beschwerdeführer begehrte 

neuropsychologische Untersuchung als entbehrlich. Eine solche 

Untersuchung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nämlich 

für sich allein nicht geeignet, eine unfallbedingte, hirnorganische 

Funktionsstörung nachzuweisen (Urteil des Bundesgerichts U 273/06 vom 

9. August 2006 E.3.3). Nur wenn nach der Aktenlage medizinisch vieles 

- 36 -

für die Unfallkausalität der ausgewiesenen neurokognitiven Defizite 

spricht, ohne dass aber vom unfallärztlichen Standpunkt aus der 

Zusammenhang mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu bejahen ist, 

können neuropsychologische Untersuchungsergebnisse im Rahmen der 

gesamthaften Beweiswürdigung als ein weiteres die Kausalität 

belegendes Indiz bedeutsam sein (vgl. BGE 119 V 341 E.2b/bb; MÜLLER, 

a.a.O., N. 1662). Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall nicht 

erfüllt, ist doch die bildmorphologisch nachgewiesene hämorrhagische 

kortikale Kontusion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht dem 

schädigenden Ereignis vom 6. Februar 2011 zuzuordnen. Dass eine 

neuropsychologische Untersuchung an diesem Beweisergebnis etwas zu 

verändern vermöchte, kann ausgeschlossen werden, weshalb darauf in 

antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 134 I 140 E.5.3; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E.6.7). 

Schliesslich besteht kein Anlass, dem Gutachten der Klinik im Park vom 

13. September 2012 sowie der Stellungnahme von Prof. Dr. med. 

H._____ vom 31. Dezember 2012 allein deshalb einen geringen 

Beweiswert zuzuerkennen, weil Prof. Dr. med. H._____ möglicherweise 

seinen Professorentitel zu Unrecht trägt, ist doch dieser Umstand nicht 

geeignet, Zweifel an dessen fachlicher Qualifikation zu wecken.

d) In Würdigung der massgeblichen ärztlichen Unterlagen gelangt das 

Gericht aus den vorgenannten Gründen zur Überzeugung, dass die 

hämorrhagische kortikale Kontusion sowie allfällige hierdurch verursachte 

neurokognitive Einschränkungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

nicht auf den tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 zurückzuführen sind. 

Dass der Beschwerdeführer infolge des fraglichen schädigenden 

Ereignisses andere organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden 

erlitten hat, die am 18. Oktober 2012 nicht ausgeheilt waren und mit 

apparativen / bildgebenden, wissenschaftlich anerkannten Abklärungen 

- 37 -

bestätigt werden konnten, wurde nicht geltend gemacht und kann 

aufgrund der Aktenlage ausgeschlossen werden (vgl. zum Begriff der 

objektivierbaren somatischen Beschwerden statt vieler: Urteile des 

Bundesgerichts 8C_16/2014 vom 3. November 2014 E.4.1, 8C_806/2007 

vom 7. August 2008 E. 8.2). Damit liegen beim Beschwerdeführer seit 

dem 18. Oktober 2012 keine organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen vor, die eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu 

begründen vermögen. Insoweit die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid ihre Leistungspflicht für die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten somatischen Beschwerden auf 

diesen Zeitpunkt hin verneint hat, erweist sich die getroffene Anordnung 

demzufolge als rechtmässig. 

8. a) Es bleibt zu prüfen, ob die geltend gemachten psychischen 

Beeinträchtigungen in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 

6. Februar 2011 stehen. 

 aa) Dazu führte Dr. med. I._____ im Gutachten der Klinik im Park vom 
13. September 2012 im Wesentlichen aus, es bestünde kein 
hinreichender aktenkundiger Anhalt für eine durch das Ereignis vom 
6. Februar 2011 bedingte, psychische Erkrankung des Exploranden mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Bg-act. M 21 S. 30). Der Explorand habe 
am 6. Februar 2011 kein Trauma erlitten, welches geeignet sei, eine 
posttraumatische Belastungsstörung zu verursachen. Zudem werde die 
Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung im Bericht des 
behandelnden Psychiaters, Dr. med. G._____, nicht nach den Kriterien 
der Schulmedizin nachvollziehbar belegt (Bg-act. M 21 S. 30). Im 
aktuellen Psychostatus beschreibe Dr. med. O._____ eine mögliche 
mittelgradige Depression und leite eine angemessene medikamentöse 
Behandlung ein. Es sei aus Sicht des begutachtenden Psychiaters aber 
nicht hinreichend wahrscheinlich, dass diese Depression auf das Ereignis 
vom 6. Februar 2011 zurückzuführen sei. Denn die Aktenlage ergebe 
zumindest Hinweise auf eine weitere depressive Episode vor dem 
schädigenden Ereignis, was den Verdacht auf eine rezidivierende 
depressive Störung nahelege, die, losgelöst vom schädigenden Ereignis, 
aufgetreten wäre. Das Ereignis vom 6. Februar 2011 erfülle ausserdem 
nicht die Kriterien eines ausreichend gravierenden Einschnitts, der eine 
psychische Störung zu begründen vermöge (Bg-act. M 21 S. 31). Bei 
deutlichen Hinweisen auf eine vorbestehende depressive Störung könne 

- 38 -

das Ereignis vom 6. Februar 2011 deshalb allenfalls als Auslöser 
(Gelegenheitsursache), nicht jedoch als Ursache für die psychische 
Erkrankung des Beschwerdeführers angesehen werden. Selbst dies sei 
jedoch fraglich (Bg-act. M 21 S. 32). Die Aktenlage spräche für eine 
bereits vor dem 6. Februar 2011 bestehende psychiatrische Störung 
(depressives Syndrom, Drogen- und Alkoholmissbrauch). Jedenfalls sei 
eine unfallbedingte psychiatrische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des 
Exploranden in der angestammten sowie jeder vergleichbaren oder 
anderen Tätigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegt (Bg-
act. M 21 S. 33). 

bb) Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. U._____, Facharzt 
FMH für Psychiatrie, prüfte die entsprechenden Ausführungen von Dr. 
med. I._____ nach Kenntnisnahme der Akten und stufte diese in der 
Stellungnahme vom 21. Dezember 2012 als überzeugend ein (Bg-act. 31 
S. 1 f.). 

cc) Dr. med. M._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
untersuchte den Beschwerdeführer am 5. Februar 2013, 11. Februar 
2013 und am 4. März 2013 im Auftrag der BVK und zog zur Beurteilung 
der Leistungsfähigkeit des Exploranden die gesamten medizinischen 
Vorakten, einschliesslich die der Beschwerdegegnerin vorenthaltenden 
Arztberichte von Dr. med. S. Q._____ bei (IV-act. 28 S. 13). Auf dieser 
Grundlage diagnostizierte Dr. med. M._____ im Gutachten vom 5. März 
2013 als Krankheiten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom (ADS) mit Beginn im Kindesalter (ICD-
10: 98.8) sowie eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leicht bis 
mittelgradig (ICD-10: F 33.0/33.1). Als Krankheiten ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit stellte er Probleme mit der Ehepartnerin, 
Alkoholmissbrauch (ICD-10: F 10.1), Status nach Schädelhirntrauma 
2004 und Februar 2011 sowie eine deutliche Unfallneigung fest. 
Hinsichtlich des Krankheitsverlaufs führte er im Wesentlichen aus, im 
Dezember 2007 habe sich der Beschwerdeführer in einer recht guten 
Phase befunden. Die Behandlung bei Dr. med. Q._____ habe er nach 
dem Abschluss des Studiums im Oktober 2007 abgebrochen und keine 
Medikamente mehr eingenommen. Zum damaligen Zeitpunkt sei er auch 
keinem emotionalen Druck seitens einer schwierigen Beziehung 
ausgesetzt gewesen (IV-act. 28 S. 34). Zudem sei die ADS damals 
bereits seit drei Jahren bekannt gewesen und, solange erforderlich, 
adäquat behandelt worden. Unter Belastung durch Eheprobleme sei es 
2009 zu einer Reaktivierung der ADS-Symptomatik sowie einer erneuten 
depressiven Episode gekommen. In Kenntnis der Vorakten sei die 
gegenwärtige Problematik hauptsächlich der ADS, weniger der 
Depression, zuzuordnen (IV-act. 28 S. 35). Hinsichtlich der abweichenden 
Stellungnahmen der behandelnden Ärzte sei festzuhalten, dass Dr. 
O._____ seine Einschätzung in Unkenntnis der Vorgeschichte getroffen 
habe. Im mündlichen Gespräch habe Dr. med. O._____ die geklagte 

- 39 -

Symptomatik nicht mehr mit dem Unfall in Zusammenhang bringen 
können. Ausserdem habe er, wie schon früher Dr. med. Q._____ 
feststellen müssen, dass der Beschwerdeführer Ritalin nicht regelmässig 
einnehme, um seine Fluglizenz nicht zu gefährden. Der Bericht von Dr. 
med. P._____ sei ebenfalls in Unkenntnis der medizinischen Vorakten 
verfasst worden. Im Gespräch habe Dr. med. P._____ seine Aussage 
überdies insofern relativiert, als er eingeräumt habe, die geklagten 
Beschwerden neurologisch nicht mehr erklären zu können (IV-act. 28 
S. 34). 

b) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen ärztlichen 

Stellungnahmen stimmen dahingehend überein, als danach die 

derzeitigen psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den tätlichen Angriff vom 

6. Februar 2011 zurückzuführen sind. Freilich schliesst es Dr. med. 

I._____ nicht aus, den fraglichen Vorfall als Gelegenheitsursache für die 

beklagten psychischen Beschwerden anzusehen. Ein solcher 

Zusammenhang genügt jedoch rechtsprechungsgemäss nicht, um den 

tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 als anspruchsbegründende 

Teilursache einzustufen. Denn wenn ein alltäglicher alternativer 

Belastungsfaktor, wie von Dr. med. I._____ angenommen, zu annähernd 

derselben Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, 

erscheint der tätliche Angriff vom 6. Februar 2011 nicht als kausal 

signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass, durch den ein 

pathologischer, aber stummer Vorzustandes aktiviert wurde. In diesem 

Fall gilt der Unfall nicht als (mit-)verantwortliche Ursache für die geltend 

gemachten psychischen Beschwerden, weshalb diese dem fraglichen 

Ereignis nicht zuzuordnen sind (vgl. dazu E.5a hiervor). Soweit die 

Gutachter mit der Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen dem tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 und den beklagten 

psychischen Beschwerden von der Auffassung des behandelnden 

Psychiaters, Dr. med. O._____, abweichen, begründen sie überzeugend, 

weshalb sie dessen Auffassung als unzutreffend und eine 

posttraumatische Belastungsstörung unter den gegebenen Umständen 

- 40 -

als nicht gegeben erachten. Die Administrativgutachten vom 

13. September 2012 (Dr. med. I._____) sowie vom 5. März 2013 (Dr. 

med. M._____) sind für die interessierende Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sodann umfassend. Das Gutachten von Dr. med. 

M._____ beruht ausserdem auf der gesamten Aktenlage und mehreren 

eingehenden persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers. 

Unter diesen Umständen ist jedenfalls dem Gutachten von Dr. med. 

M._____ in Bezug auf die zu beurteilende Kausalitätsfrage voller 

Beweiswert zuzuerkennen. 

c) Die Vorbringen des Beschwerdeführers rechtfertigen keine andere 

Betrachtungsweise. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, Dr. 

med. M._____ vermöge nicht zu erklären, wie der Beschwerdeführer bei 

einer vorbestehenden psychischen Krankheit bis zum Unfall am 

6. Februar 2011 mit einem Pensum von über 100 % an verschiedenen 

Schulen habe tätig sein können, ist zunächst auf die von Dr. med. 

M._____ im Gutachten vom 5. März 2013 geschilderte 

Krankengeschichte hinzuweisen. Danach hat der Beschwerdeführer im 

Sommer 2002 erstmals Antidepressiva eingenommen, sich im Januar 

2003 in psychiatrische Behandlung begeben und im Dezember 2003 zu 

Dr. med. Q._____ gewechselt. Dieser behandelte den Beschwerdeführer 

bis Ende 2007 wegen einer bis ins Erwachsenenalter persistierenden 

ADS, einer Dysthymie, Zügen eines oppositionellen sowie antisozialen 

Verhaltens bei Status nach Cannabis- und Alkoholabusus und nahm 

diese Therapie auf Wunsch des Beschwerdeführers im November 2009 

bis Ende 2010 sowie vom Oktober bis Dezember 2011 wieder auf (IV-

act. 28 S. 18, 30). Psychiatrisch diagnostisch stellt Dr. med. M._____ vor 

dem Hintergrund dieser Krankheitsgeschichte und der erhobenen 

Anamnese mit verzögerter Geburt und Sauerstoffschaden, aufmüpfig 

unkonzentriertem Verhalten in der Schule, Hyperverbalität, Scheitern bei 

der Gymnasialprüfung (trotz genügender Intelligenz) sowie späteren 

- 41 -

Schwierigkeiten beim Studium auch nach Abklingen der depressiven 

Symptomatik die Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (IV-

act. 28 S. 31). Diese Symptomatik sei durch das Schädelhirntraum im Juli 

2004 verstärkt worden, in der Folge unter adäquater medikamentöser 

Behandlung weitgehend abgeklungen (IV-act. 28 S. 31 f.). Als der 

Explorand 2009 eine Beziehung zu seiner derzeitigen Ehefrau 

eingegangen sei, sei die Symptomatik in Form leichter 

Aufmerksamkeitsdefizite und depressiver Symptome wieder manifest 

geworden, was zur Wiederaufnahme der Behandlung bei Dr. med. 

Q._____ geführt habe, der ihn abermals mit Efexor und Ritalin behandelt 

habe. Bereits damals habe der Explorand angegeben, sich in der 

Vergangenheit am Limit seiner Leistungsfähigkeit bewegt zu haben. Im 

Februar 2011 sei es zum bekannten tätlichen Angriff gekommen, der zur 

Dekompensation geführt habe. In Unkenntnis der Vorgeschichte des 

Exploranden seien seine Aufmerksamkeitsdefizite damals ausschliesslich 
auf den Unfall (vom 6. Februar 2011) zurückgeführt worden (IV-act. 28 

S. 30 f.). Die Schwierigkeiten in der Familie hätten in der Folge 

zugenommen. Die Ehefrau des Exploranden habe in der Folge enormen 

Druck auf ihn ausgeübt, da er nicht wie gewohnt funktioniert habe und sie 

ein Doppelleben vermutet habe. Sie habe daraufhin das gemeinsame 

Kind entführt, den Exploranden beschuldigt, sie geschlagen zu haben und 

ihn im November 2011 zum Auszug gedrängt. (…). Es erstaune nicht, 

dass der Explorand unter diesem Druck das vorgesehene Pensum nicht 

habe durchstehen können und in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich 

beeinträchtigt gewesen sei (IV-act. 28 S. 32). Es zeige sich also, dass in 

Kenntnis der Vorgeschichte die ganze heute relevante Symptomatik 

hauptsächlich der ADS, weniger auch der Depression zuzuordnen sei (IV-

act. 28 S. 35). Dabei werde die depressive Komponente des 

gegenwärtigen Leidens des Beschwerdeführers adäquat, hingegen die 

ADS-Symptomatik nicht adäquat behandelt (IV-act. 28 S. 33).

- 42 -

Mit diesen für die Diagnosestellung und die Beurteilung der Ursachen der 

derzeitigen psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers relevanten 

Ausführungen äussert sich Dr. M._____ zur hier interessierenden Frage 

nach der natürlichen Kausalität zwischen dem tätlichen Angriff vom 

6. Februar 2011 und den in der Folge manifest gewordenen psychischen 

Beschwerden, die der Beschwerdeführer dem fraglichen schädigenden 

Ereignis zuordnet. Freilich verwendet Dr. med. M._____ den Begriff des 

natürlichen Kausalzusammenhangs in diesem Zusammenhang nicht. Er 

legt jedoch überzeugend dar, dass die von ihm festgestellten psychischen 

Beschwerden nicht auf den tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011, 

sondern, losgelöst von diesem schädigenden Ereignis, früher oder später 

aufgetreten wären. Diese Schlussfolgerung stützt sich auf die gestellten 

Diagnosen sowie der langjährigen psychiatrischen Behandlungen bei 

Dr. med. Q._____. Sie stimmt im Übrigen mit der Auffassung von Dr. 

med. I._____ überein, der es als nicht hinreichend wahrscheinlich 

erachtet, dass die von Dr. med. O._____ diagnostizierte Depression 

durch den Unfall vom 6. Februar 2011 verursacht wurde (Bg-act. M 21 

S. 31). Dr. med. I._____ weist in diesem Zusammenhang überdies darauf 

hin, dass ein tätlicher Angriff, wie der vorliegend in Frage stehende, nicht 

geeignet ist, eine schwerwiegende und voraussichtlich dauerhafte 

Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit zu verursachen (Bg-act. M 

21 S. 32). Das Gericht hat keinen Anlass, an diesen überzeugenden 

fachärztlichen Beurteilungen zu zweifeln. In der Tat erscheint der vom 

Beschwerdeführer behauptete Zusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis vom 6. Februar 2011 und den beklagten psychischen 

Beschwerden vor dem Hintergrund der langjährigen fachärztlichen 

Behandlung des Beschwerdeführers wegen ADS und depressiven 

Episoden weniger wahrscheinlich als die von den Gutachtern postulierte 

Annahme, die fraglichen Beschwerden währen, losgelöst vom tätlichen 

Angriff vom 6. Februar 2011, früher oder später wieder aufgetreten. Daran 

ändert die Tatsache nichts, dass der Beschwerdeführer bis zum 

- 43 -

fraglichen Ereignis ein Arbeitspensum von deutlich über 100 % ausgeübt 

hat, steht doch weder die ADS noch die Depression einem solchen 

beruflichen Engagement entgegen, solange die fraglichen Krankheit nicht 

virulent und/oder adäquat behandelt ist. 

In Bezug auf die anderslautende Einschätzung von Dr. med. O._____, der 

beim Beschwerdeführer mit Arztbericht vom 5. April 2012 als Folge des 

tätlichen Angriffs vom 6. Februar 2011 neben einer depressiven Episode 

eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostizierte (Bg-act. M 15), 

ist zunächst festzuhalten, dass der in Frage stehende tätliche Angriff nach 

der Auffassung von Dr. med. I._____ nicht die erforderliche 

Eindrücklichkeit aufweist, um eine posttraumatische Belastungsstörung 

auslösen zu können. Ausserdem werde die Symptomatik der 

posttraumatischen Belastungsstörung von Dr. med. O._____ im 

Arztbericht vom 5. April 2012 nicht nach den Kriterien der Schulmedizin 

nachvollziehbar belegt, womit sie auch insofern nicht als ausgewiesen 

angesehen werden könne (vgl. Gutachten der Klinik im Park vom 

13. September 2012 [Bg-act. M 21 S. 31]). Sodann führte Dr. med. 

M._____ führte im Gutachten vom 5. März 2013 hinsichtlich der von Dr. 

med. O._____ diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung aus, 

der Explorand erzähle ruhig und ausführlich von dem am 6. Februar 2011 

erlittenen Überfall. Es sei weder Übererregung noch ein sich Aufdrängen 

von Erinnerungen erkennbar. Die Alpträume nachts seien mindestens so 

häufig geprägt durch Ohnmachtsgefühle gegenüber den Schülern wie 

durch den Unfall vom 6. Februar 2011 (IV-act. 28 S. 32). Unter diesen 

Umständen sei auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer an einer 

posttraumatischen Belastungsstörung leide. Im Übrigen habe Dr. med. 

O._____, als er beim Beschwerdeführer eine posttraumatische 

Belastungsstörung diagnostizierte habe, keine Kenntnis von den Vorakten 

und der Vorgeschichte des Beschwerdeführers gehabt. Nachdem 

Dr. med. O._____ von der Krankengeschichte des Beschwerdeführers 

- 44 -

erfahren habe, habe er eingeräumt, die geklagte Symptomatik nicht mehr 

mit dem schädigenden Ereignis vom 6. Februar 2011 in Zusammenhang 

bringen zu können. Bei dieser Ausgangslage vermag die Einschätzung 

von Dr. med. O._____ im Arztbericht vom 5. April 2012 nicht die 

geringsten Zweifel, an der Richtigkeit und Schlüssigkeit der 

gutachterlichen Feststellungen von Dr. med. M._____ und Dr. med. 

I._____ zu wecken. 

Soweit sich der Beschwerdeführer zur Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 6. Februar 2011 und 

den beklagten psychischen Beschwerden im Weiteren auf die Beurteilung 

von Dr. med. L._____ beruft, ist ihm entgegenzuhalten, dass sich Dr. 

med. L._____ in ihrem Gutachten vom 21. Juni 2012 nicht zu der 

psychischen Verfassung des Beschwerdeführers und allfälligen hierauf 

zurückzuführenden neurokognitiven Einschränkungen äussert, da diese 

Fragen ausserhalb ihres Fachgebiets liegen. Der Beschwerdeführer kann 

folglich aus deren Beurteilung nichts hinsichtlich Art und Umfang seiner 

psychischen Beschwerden sowie der diesen zugrunde liegenden 

Ursachen ableiten.

Bei der Beweiswürdigung ist schliesslich auch der Tatsache Rechnung zu 

tragen, dass sich der Beschwerdeführer geweigert hat, der 

Beschwerdegegnerin zu gestatten, die Krankenakte von Dr. med. 

Q._____ heranzuziehen, der den Beschwerdeführer vom 19. Dezember 

2003 bis Oktober 2007 wegen ADS persistierend bis ins 

Erwachsenenalter, Dysthymie, Zügen eines oppositionellen und 

antisozialen Verhaltens, Status nach Cannabis- und Alkoholabusus 

behandelt hatte und die entsprechende Therapie im November 2009 bis 

Ende 2010 wieder aufgenommen und vom Oktober bis Dezember 2011 

fortgeführt hat (IV-act. 28 S. 18, 30). Die hierfür vorgebrachte 

Begründung, die entsprechenden Unterlagen wären für die Beurteilung 

- 45 -

der strittigen Leistungen ohne Belang, da Dr. med. Q._____ den 

Beschwerdeführer nur wegen seiner Prüfungsangst behandelt habe, steht 

im Widerspruch zu den von Dr. med. Q._____ gestellten Diagnosen und 

dem langjährigen Therapieverhältnis, welches auf Wunsch des 

Beschwerdeführers nach dem Abschluss des Studiums an der 

wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der C._____ (IV-act. 5 S. 3) im 

November 2009 wieder aufgenommen wurde. Daraus ist zu folgern, dass 

der Beschwerdeführer mit seiner Weigerung, der Beschwerdegegnerin zu 

gestatten, die Krankenakten von Dr. med. Q._____ einzusehen, versucht 

hat, der Beschwerdegegnerin dieses langjährige Therapieverhältnis und 

die diesem zugrunde liegenden Ursachen zu verschweigen. Ein solches 

Verhalten verdient keinen Rechtsschutz und legt den Schluss nahe, dass 

selbst der Beschwerdeführer annahm, seine vormaligen psychischen 

Beschwerden seien nach dem tätlichen Angriff vom 6. Februar 2011 

wiederaufgeflammt und damit das fragliche Ereignis nicht als Ursache für 

die von ihm beklagten psychischen Beschwerden angesehen hat. 

d) Aus den vorgenannten Überlegungen gelangt das Gericht in Würdigung 

der Akten zum Schluss, dass die derzeitigen psychischen Beschwerden 

des Beschwerdeführers, einschliesslich allfälliger hiermit verbundenen 

neurokognitiven Defizite, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in 

natürlichem Kausalzusammenhang zum tätlichen Angriff vom 6. Februar 

2011 stehen. Dass eine weitere Begutachtung des Beschwerdeführers, 

insbesondere der diesbezüglich vom Beschwerdeführer beantragte 

Anschluss an die von der IV-Stelle in Auftrag gegebene polydisziplinäre 

Begutachtung bei der BEGAZ GmbH (vgl. Sachverhalt Ziff. 10 hiervor), 

oder die Einholung eines weiteren Berichtes bei Dr. med. O._____ an 

diesem Ergebnis etwas ändern würde, ist auszuschliessen, weshalb die 

entsprechenden Beweisanträge des Beschwerdeführers in antizipierter 

Beweiswürdigung abzuweisen sind (BGE 134 I 140 E.5.3; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E.6.7). Dasselbe gilt 

- 46 -

für den von der Beschwerdegegnerin gestellten Beweisantrag, die 

Krankenakten von Dr. med. Q._____ einzuholen, zumal der 

Beschwerdeführer seinen vormaligen Psychiater wohl kaum von der 

ärztlichen Schweigepflicht entbinden würde. Im Übrigen ergeben sich die 

Beurteilungen von Dr. med. Q._____ auszugsweise aus den edierten IV-

Akten (vgl. Gutachten von Dr. med. M._____ vom 5. März 2013 [IV-

act. 28 S. 13]), weshalb die fraglichen Krankenakten keine neuen 

Erkenntnisse erwarten lassen. Auf deren Edition ist folglich zu verzichten.

9. Daraus ergibt sich zusammenfassend, dass nach den insoweit 

übereinstimmenden Parteiaussagen und der Aktenlage erstellt ist, dass 

sämtliche Verletzungen, die sich der Beschwerdeführer beim tätlichen 

Angriff am 6. Februar 2011 zuzogen hat, zwischenzeitlich ausgeheilt sind. 

Die vom Beschwerdeführer dem fraglichen Ereignis zugeordnete 

hämorrhagische kortikale Kontusion sowie die derzeitig vom 

Beschwerdeführer beklagten psychischen Beschwerden, einschliesslich 

allfälliger hiermit verbundenen neurokognitiven Defizite, wurden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das fragliche Ereignis 

verursacht, weshalb die Beschwerdegegnerin weder für allfällige sich 

hieraus ergebende Behandlungsmassnahmen noch 

Erwerbsersatzleistungen aufzukommen hat. Im Übrigen bleibt 

festzuhalten, dass die von der Beschwerdegegnerin in ihrer 

Eventualbegründung bezüglich der nicht objektivierbaren Unfallfolgen 

vorgenommene Adäquanzprüfung jedenfalls im Ergebnis zu überzeugen 

vermag, womit die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht auch 

insofern zu Recht verneint hat (vgl. dazu: BGE 134 V 109 E.2.1; 115 V 

133 E.4 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_893/2012 vom 14. März 2013 

E.4.1). Dies gilt insbesondere für den diesbezüglich erhobenen Einwand 

des vorzeitigen Fallabschlusses. Im Gutachten der Klinik im Park wird die 

Notwendigkeit einer weiteren medizinischen Behandlung des 

Beschwerdeführers ausdrücklich verneint (Bg-act. M 21 S. 26). Auch in 

- 47 -

den übrigen Akten deutet nichts darauf hin, dass sich die gesundheitliche 

Verfassung des Beschwerdeführers durch eine weitere medizinische 

Behandlung namhaft verbessern liesse (vgl. BGE 134 V 109 E.4.3). 

Dementsprechend ist der von der Beschwerdegegnerin per 18. Oktober 

2012 vorgenommene Fallabschluss nicht zu beanstanden. Der 

angefochtene Einspracheentscheid erweist sich folglich als rechtens, was 

zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen 

Beschwerde führt.

10. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 61 

lit. a ATSG, abgesehen von vorliegend ausser Betracht fallenden 

Ausnahmen, kostenlos. Folglich sind im vorliegenden Fall keine Kosten 

zu erheben. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 

lit. g ATSG).

11. Es bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 

Prozessführung mit Rechtsvertretung durch Rechtanwalt lic. iur. Thomas 

Laube zu prüfen. 

a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur 

Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf 

unentgeltlichen Rechtsbeistand. Die unentgeltliche Rechtspflege 

bezweckt, der bedürftigen Partei den Zugang zum Gericht und die 

Wahrung ihrer Parteirechte zu ermöglichen. Sie soll sicherstellen, dass 

jedermann unabhängig von seinen finanziellen Verhältnissen nicht 

aussichtslose Streitsachen zur gerichtlichen Entscheidung bringen und 

sich überdies im Prozess, sofern es sachlich geboten ist, durch einen 

- 48 -

Anwalt vertreten lassen kann (BGE 135 I 1 E.7.1). Art. 61 lit. f ATSG 

wiederholt dieses Recht auf unentgeltliche Rechtspflege explizit. Dabei 

erweist sich eine Person als bedürftig, wenn sie nicht über die Mittel 

verfügt, um den prozessualen Notbedarf zu decken (SVR 2007 AHV Nr. 7 

E.4.1.2.1). Aussichtslos ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen 

beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und kaum als ernsthaft 

bezeichnet werden können. Hingegen darf nicht von Aussichtslosigkeit 

ausgegangen werden, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr 

ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 

Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 

bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine 

Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 

führen würde, nicht allein deshalb anstrengen können, weil er nichts 

kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1; 122 I 267 E.2b; 

KIESER, a.a.O., Art. 61 N. 102). Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und 

summarischen Prüfung, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der 

Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 129 I 129 E.2.3.1; 

ANDREAS TRAUB, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht der 

Sozialen Sicherheit, a.a.O., N. 5.202).

b) Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid 

entschieden, für das schädigende Ereignis vom 6. Februar 2011 über den 

18. Oktober 2012 hinaus keinerlei Leistungen mehr zu erbringen. Der mit 

dieser Anordnung verbundene Eingriff in die Existenzgrundlage des 

Beschwerdeführers ist beträchtlich. Unter diesen Umständen erscheint 

die vorliegende Beschwerdeführung nicht als mutwillig. Ebenso wenig 

kann gesagt werden, dass die mit der vorliegenden Beschwerde 

verbundenen Gewinnchancen von vornherein als beträchtlich geringer 

einzustufen sind als die entsprechende Verlustgefahr. Zudem erscheint 

die Vertretung durch einen Rechtsanwalt angesichts der Schwierigkeit der 

- 49 -

zu beurteilenden Sach- und Rechtsfragen und der fehlenden 

Rechtskenntnisse des Beschwerdeführers durchaus als geboten. 

Schliesslich ist die Bedürftigkeit des teilzeitlich erwerbstätigen 

Beschwerdeführers, der seiner Ehefrau und seinem Sohn monatlich 

Unterhaltsbeiträge von total Fr. 3'000.--, einschliesslich Kinderzulagen, 

bezahlt, aufgrund der eingereichten Unterlagen ausgewiesen (vgl. Urteil 

des Bezirksgerichts vom 1. Dezember 2011; Mietvertrag vom 18. April 

2012, Lohnausweis 2013, Lohnabrechnung März 2013, Steuererklärung 

vom 29. April 2013). Demzufolge ist dem Gesuch des Beschwerdeführers 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung mit 

Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube 

stattzugeben.

c) Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Laube hat mit Honorarnote vom 

30. September 2014 für das vorliegende Verfahren eine Entschädigung 

von Fr. 4'733.25, bestehend aus einem Honorar von Fr. 4'255.-- (18.5 

Stunden à Fr. 230.--), Barauslagen von Fr. 127.65 (3 % von Fr. 4'255.--) 

sowie einer Mehrwertsteuer von Fr. 350.60, gefordert. Diese Forderung 

hat er mit Schreiben 30. Januar 2015 um Fr. 1'151.-- erhöht (Honorar 

Fr. 1'035.-- [4.5 Stunden à Fr. 230.--], Barauslagen: Fr. 31.00, MWST: 

Fr. 85.-- [3 % von Fr. 1'035.--]). Am 23. März 2015 reichte Rechtsanwalt 

lic. iur. Thomas Laube eine weitere Kostennote ein, die er als Nachtrag 

zur Kostennote vom 30. September 2014 bezeichnet und in der zu den in 

der Kostennote vom 30. Januar 2015 aufgeführten Kostenpositionen 

zusätzlich das Studium der Duplik als entschädigungspflichtige 

Arbeitstätigkeit aufgeführt hat. Dennoch belä