# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e0ff44b-673e-5430-a63c-6e1bf5f4d06a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 24.10.2023 VBE.2023.121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-121_2023-10-24.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

 

VBE.2023.121 / ms / sc 
Art. 116 

 

 

Urteil vom 24. Oktober 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Merkofer  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Schweizer        

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____   

vertreten durch MLaw Annemarie Gurtner, Rechtsanwältin, 

Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich    

     

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

     

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 2. Februar 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1980 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 21. Januar 2019 

aufgrund eines Bandscheibenvorfalls bei der Beschwerdegegnerin zum 

Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) an. In der Folge teilte der Beschwerdeführer am 

5. Juni 2019 mit, dass er wieder zu 100 % arbeitsfähig sei, woraufhin die 

berufliche Integration abgeschlossen wurde. 

 

1.2. 

Am 20. Mai 2020 meldete sich der Beschwerdeführer wiederum zum Leis-

tungsbezug an. Die Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin Abklärungen in 

erwerblicher und medizinischer Hinsicht, nahm Rücksprache mit dem Re-

gionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und führte ab dem 4. Januar 2021 ein 

Belastbarkeitstraining durch, welches am 1. Februar 2021 abgebrochen 

wurde. In der Folge liess sie den Beschwerdeführer polydisziplinär begut-

achten (Gutachten der GA eins AG, Gutachtenstelle, Frick [GA eins], vom 

28. September 2022). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies 

die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren des Beschwerdeführers mit 

Verfügung vom 2. Februar 2023 ab.  

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 2. Februar 2023 erhob der Beschwerdeführer 

am 27. Februar 2023 fristgerecht Beschwerde und beantragte sinngemäss 

die Aufhebung der Verfügung vom 2. Februar 2023 und die Zusprache ei-

ner Invalidenrente. 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 18. April 2023 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Replik vom 12. Juni 2023 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

an seiner Beschwerde fest. Mit Duplik vom 5. Juli 2023 bekräftigte die Be-

schwerdegegnerin ihren Antrag auf Beschwerdeabweisung. 

 

 

  

 - 3 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 2. Februar 2023 (Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 108) zu Recht abgewiesen hat. 

2. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in medizinischer Hinsicht im Wesent-

lichen auf das polydisziplinäre GA eins-Gutachten vom 28. September 

2022, welches eine internistische, neurologische, orthopädische und psy-

chiatrische Beurteilung vereint (VB 98.1). Im GA eins-Gutachten wurden 

die nachfolgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt (VB 98.1 S. 8 f.): 

 

"b) Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit 

1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 
M54.5/Z98.8) 

 (…) 
2. Chronische Schulterbeschwerden der rechten Seite (ICD-10 

M79.61/T92.1) 
3. Chronische Hüftbeschwerden rechts (ICD-10 M79.65/T93.1/Z98.8) 
 (…)". 

 

Die weiteren gestellten Diagnosen seien ohne Auswirkungen auf die Ar-

beitsfähigkeit (VB 98.1 S. 9). Aus orthopädischer Sicht bestehe für körper-

lich höhere Belastungen, wie sie gemäss Schilderung des Beschwerdefüh-

rers am letzten Arbeitsplatz immer wieder vorgekommen seien, eine voll-

ständige Arbeitsunfähigkeit. Für eine körperlich angepasste Tätigkeit wür-

den keine Leistungseinschränkungen bestehen. Aus neurologischer, allge-

meininternistischer und psychiatrischer Sicht würde keine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit bestehen (VB 98.1 S. 8). In der bisherigen Tätigkeit be-

stehe sicher ab dem Wirbelsäuleneingriff vom 22. Januar 2019 eine voll-

ständige Arbeitsunfähigkeit. In einer körperlich leichten, immer wieder sit-

zenden Tätigkeit, ohne längeres Stehen und Gehen oder Einnahme von 

Kauerstellungen bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Nach dem Wirbel-

säuleneingriff im Jahr 2019 habe auch in einer angepassten Tätigkeit für 

maximal drei Monate eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. In der 

übrigen Zeit könne von der festgestellten Arbeitsfähigkeit ausgegangen 

werden (VB 98.1 S. 10). 

 

3. 

3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

 - 4 - 

 

 

 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-

richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb-

nissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-

nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-

tise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

Den Gutachten kommt somit bei Abklärungen im Leistungsbereich der So-

zialversicherung überragende Bedeutung zu (UELI KIESER, Kommentar 

zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts, 4. Aufl. 2020, N. 13 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 

E. 5.2.8 S. 105). 

 

3.3. 

Der Beschwerdeführer wurde zur Erstellung des GA eins-Gutachtens vom 

28. September 2022 fachärztlich umfassend und in Kenntnis sowie unter 

Würdigung der Vorakten (vgl. VB 98.2) und unter Berücksichtigung der ge-

klagten Beschwerden untersucht. Es wurden ferner Zusatzuntersuchungen 

durchgeführt (Laboruntersuchung vom 13. Juli 2022 und Neuromyogra-

phie; vgl. VB 98.1 S. 5; 99 S. 5 f.). Dabei beurteilten die Gutachter die me-

dizinischen Zusammenhänge sowie die medizinische Situation einleuch-

tend und gelangten zu einer nachvollziehbar begründeten Schlussfolge-

rung. Das Gutachten ist somit im Sinne vorstehender Kriterien geeignet, 

den Beweis für den anspruchserheblichen medizinischen Sachverhalt zu 

erbringen. 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Gutachter hät-

ten die Einschätzung der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik 

Q._____ nicht berücksichtigt. Zudem hätten den Gutachtern die Akten der 

SUVA nicht vorgelegen, obwohl die Beschwerden auf einen schwerwiegen-

den Autounfall aus dem Jahr 2001 zurückzuführen seien. So habe er ein 

schwerwiegendes Schädelhirntrauma erlitten und es würden Spannungs-

kopfschmerzen bestehen (vgl. Beschwerde; Replik S. 4 f.). 

 

4.1.2. 

Bezüglich der Berichte der Universitätsklinik Q._____ ist festzuhalten, dass 

sämtliche vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte (vgl. Beschwer-

debeilagen) den Gutachtern vorlagen (vgl. VB 98.2 S. 2) und somit als be-

rücksichtigt gelten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_616/2017 vom 

 - 5 - 

 

 

 

14. Dezember 2017 E. 6.2.2). Zudem setzte sich der orthopädische Gut-

achter mit den Beurteilungen der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik 

Q._____ detailliert auseinander und begründete seine Einschätzung nach-

vollziehbar (vgl. VB 98.5 S. 8 f.). 

 

Betreffend die Akten zum Unfallereignis vom Jahr 2001 trifft es zwar zu, 

dass diese den Gutachtern nicht vorgelegen hatten. Entgegen den Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers (vgl. Replik S. 5) ergeben sich aus den vorlie-

genden Akten jedoch keine Hinweise dafür, dass er aufgrund des Unfalls 

ein schwerwiegendes Schädelhirntrauma erlitten hatte. So wird im Bericht 

der Rehaklinik R._____, in welcher sich der Beschwerdeführer nach dem 

fraglichen Unfall vom 26. Juni bis 25. Juli 2001 hatte stationär behandeln 

lassen (vgl. VB 95.24 S. 4), über die Evaluation der funktionellen Leistungs-

fähigkeit (EFL) vom 24. August 2007 (vgl. VB 95.24 S. 3 ff.) kein schwer-

wiegendes Schädelhirntrauma erwähnt und als arbeitsrelevante Probleme 

wurden einzig Schmerzen im Bereich des Brustkorbs sowie an der linken 

Schulter festgehalten (vgl. VB 95.24 S. 5), welche vom orthopädischen GA 

eins-Gutachter nicht mehr festgestellt worden sind. Zudem führten die 

Ärzte der Rehaklinik R._____ aus, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Mitarbeiter in einer Stanzerei erfülle der Beschwerdeführer die Belastungs-

anforderungen zwar nur knapp. Es sei aber davon auszugehen, dass die 

erforderliche Belastbarkeit, rein medizinisch-theoretisch betrachtet, mit ei-

nem mehrwöchigen Ergonomietrainingsprogramm mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erreicht werden könne. Da der Beschwerdeführer inzwi-

schen eine neue Stelle in einer körperlich deutlich leichteren Tätigkeit als 

Linienführer in einer Lebensmittelproduktion angetreten habe, sei diese Be-

trachtung jedoch rein hypothetisch. Die neue Tätigkeit bei der gleichen Ar-

beitgeberin würden sie als ganztags zumutbar erachten (VB 95.24 S. 5 f.). 

In dieser Tätigkeit, welche er seit dem 1. Juli 2007 bis zur seitens der Ar-

beitgeberin – aufgrund einer Reorganisation der Abteilung und nicht etwa 

wegen einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit – per 30. Juni 2020 aus-

gesprochenen Kündigung ausübte (VB 30.1 S. 2), erzielte der Beschwer-

deführer schliesslich gar ein höheres Einkommen als vor dem Unfall (vgl. 

Auszug aus dem Individuellen Konto [IK]; VB 32 S. 2 f.). Folglich treffen die 

Ausführungen des Beschwerdeführers auch nicht zu, wonach er seit dem 

Unfall immer wieder seine Stellen verloren habe und Arbeitsversuche bzw. 

Eingliederungsmassnahmen gescheitert seien (vgl. Replik S. 4). Ob und in 

welchem Ausmass der Beschwerdeführer seit dem Unfall bis ins Jahr 2006 

in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen war (vgl. Replik S. 4), ist 

demzufolge unerheblich, zumal die Beschwerdegegnerin aufgrund der im 

Mai 2020 (VB 24) erfolgten Anmeldung auch nicht gehalten war, Abklärun-

gen zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leis-

tungsersuchen gerechnet weiter als sechs Monate zurücklag (vgl. Art. 28 

Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). Demnach ist insbesondere der aktuelle 

gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers von Interesse, welcher 

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von den GA eins-Gutachtern umfassend abgeklärt wurde (vgl. E. 3.3. hier-

vor). Auf die Einholung der vollständigen Akten zum Unfallereignis vom 

Jahr 2001 ist in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2 

S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236) somit zu verzichten. 

 

4.2. 

Der Beschwerdeführer rügt weiter, das Gutachten weise erhebliche Wider-

sprüche auf, denn die Gutachter hätten festgestellt, die geklagten Be-

schwerden und Einschränkungen würden nicht mit seinen Aktivitäten über-

einstimmen. Gleichzeitig fänden sich im Gutachten nur sehr reduzierte All-

tagstätigkeiten. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb dieser passive Ar-

beitsalltag nicht im Einklang mit starken erheblichen Einschränkungen auf-

grund der Schmerzen stehen sollte (vgl. Replik S. 5 f.). 

 

Die GA eins-Gutachter führten interdisziplinär aus, es hätten sich bei den 

Untersuchungen Inkonsistenzen zwischen den vom Beschwerdeführer an-

gegebenen Beschwerden und Einschränkungen und den objektiv erhebba-

ren medizinischen Befunden ergeben. Die Beschwerdeschilderung sei teil-

weise auch etwas diffus gewesen. Nicht vollständig nachvollziehbar sei 

auch eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit in Anbetracht der vom Be-

schwerdeführer angegebenen Alltagsaktivitäten (VB 98.1 S. 8). Der psychi-

atrische Gutachter hielt fest, das Aktivitätenniveau im beruflichen und pri-

vaten Bereich weiche auseinander. Es werde eine gänzliche Arbeitsunfä-

higkeit geltend gemacht. Der Beschwerdeführer kümmere sich aber auch 

um das Essen, so koche er gerne für die Familie. Er habe gute Kontakte in 

der Familie und zu wenigen Kollegen. Er sei selber mit dem Auto mobil. Er 

könne auch die öffentlichen Verkehrsmittel problemlos benützen. Mit dem 

Velo fahre er wegen der Schmerzen nicht mehr oft. Ferienreisen seien ihm 

möglich, so sei nun auch eine Reise an den Gardasee mit dem Auto ge-

plant. Er gehe auch gerne ins Schwimmbad und kümmere sich auch um 

den Hund, mit welchem er regelmässig spazieren gehe. Er sei auch sonst 

interessiert und lese die Nachrichten auf seinem Handy (VB 98.4 S. 6). 

Weiter hielt der orthopädische Gutachter fest, der Beschwerdeführer habe 

ein erhebliches Schmerzgebaren, etwa bei Prüfung des Achsenskelettes 

gezeigt, indem er verspannt und sich ruckartig bewegt habe, wogegen aus-

serhalb der fokussierten Untersuchung flüssige und uneingeschränkte Ma-

növer zu beobachten gewesen seien. Die Tatsache, dass er sich im Lang-

sitz unter Einsatz beider oberen Extremitäten spontan und zügig hoch-

stemme, um seine Position auf der Liege zu verändern, sei mit einer hö-

hergradigen funktionellen Einschränkung der oberen Extremitäten aber 

kaum vereinbar. Auch bei Bewegung der rechten unteren Extremität in Rü-

ckenlage komme es zur "Ausgestaltung", indem der Beschwerdeführer zu-

cke und sich auf der Unterlage winde, wogegen die wiederholte und for-

cierte Vornahme desselben Manövers in sitzender Position mit hängenden 

Beinen ganz offensichtlich keinerlei derartigen Leidensdruck auszulösen 

vermöge. Die massive Beschwielung der Füsse korreliere sodann nicht mit 

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dem angegebenen sehr passiven Lebensstil (VB 98.5 S. 8). Die Schluss-

folgerung der GA eins-Gutachter, wonach das Aktivitätenniveau nicht mit 

der vom Beschwerdeführer geltend gemachten vollständigen Arbeitsunfä-

higkeit vereinbar sei, ist somit ohne Weiteres nachvollziehbar. Soweit der 

Beschwerdeführer sodann in diesem Zusammenhang bemängelt, es wür-

den Angaben dazu fehlen, in welchem Umfang und mit welchen Hilfsmitteln 

er Rasen mähe oder Mahlzeiten zubereiten würde (vgl. Replik S. 5 f.), ist 

nicht ersichtlich, inwiefern dies für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

durch die Gutachter von Relevanz sein sollte. 

 

4.3. 

Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dem Gutachten fehle jegliche Dis-

kussion der Ergebnisse der Eingliederungsmassnahmen. Die Eingliede-

rungsfachpersonen der B._____ hätten klar festgehalten, dass er keine ver-

wertbare Leistung über mehr als zwei Stunden habe erbringen können (vgl. 

Replik S. 6). 

 

Im Bericht der B._____ vom 3. Februar 2021 über das Belastbarkeitstrai-

ning vom 4. Januar bis 1. Februar 2021 hielt die zuständige Eingliede-

rungsfachperson fest, es seien keine Leistungstests durchgeführt worden. 

Aufgrund der geringen Präsenzzeit könne auch keine konkrete Einschät-

zung zur Leistungsfähigkeit abgegeben werden (vgl. VB 66 S. 3). Damit 

liegt keine ausführliche berufliche Abklärung im Sinne der vom Beschwer-

deführer zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor (vgl. zum Gan-

zen: Urteil des Bundesgerichts 9C_462/2022 vom 31. Mai 2023 E. 4.2.2.1), 

weshalb sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Feststellungen 

der Eingliederungsfachperson der B._____ durch die Gutachter erübrigte. 

 

4.4. 

Zusammenfassend bestehen keine konkreten Indizien gegen die Zuverläs-

sigkeit des GA eins-Gutachtens, weshalb keine begründeten Zweifel be-

züglich der gutachterlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit angezeigt sind 

(Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, vgl. BGE 134 V 109 

E. 9.5 S. 125 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). Auf weitere 

Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, da 

von solchen keine entscheidrelevanten weiteren Erkenntnisse zu erwarten 

sind (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Gestützt auf 

das beweiskräftige GA eins-Gutachten vom 28. September 2022 ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit spätestens Mai 2019 in einer 

angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist (vgl. VB 98.1 S. 10).  

 

4.5. 

Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich 

(vgl. VB 108 S. 3) wird vom Beschwerdeführer nicht gerügt (BGE 119 V 

 - 8 - 

 

 

 

347 E. 1a S. 349 f.) und ist ausweislich der Akten nicht zu beanstan-

den. Die Beschwerdegegnerin hat folglich einen Rentenanspruch des Be-

schwerdeführers mit Verfügung vom 2. Februar 2023 zu Recht verneint. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens 

(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung 

als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-

spruch auf Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

  

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Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 24. Oktober 2023 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Peterhans Schweizer