# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ed7706e-2efe-5e0c-b6f4-9f6d1d9aca22
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.09.2014 S 2014 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-25_2014-09-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 25

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, Verwaltungsrichter 

Audétat und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 16. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ arbeitete vom 1. November 2003 bis zum 14. März 2007 in ei-

nem Pensum von 80 % als Hilfspflegerin im evangelischen Alters- und 

Pflegeheim X._____. Diese Tätigkeiten musste sie wegen gesundheitli-

cher Beschwerden aufgeben, wobei sie bis Januar 2009 in einem redu-

zierten Umfang als Rezeptionistin im evangelischen Alters- und Pflege-

heim tätig war. Anschliessend gelang es A._____, eine teilzeitliche Ar-

beitsstelle in ihrem erlernten Beruf als Verkäuferin zu finden. Aus wirt-

schaftlichen Gründen wurde dieses Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2011 

aufgelöst. Bis Ende 2012 konnte A._____ bei ihrem vormaligen Arbeitge-

ber in einem reduzierten Pensum andernorts arbeiten. Seit dem 1. Januar 

2013 ist sie arbeitslos.

2. Am 5. Februar 2007 meldete sich A._____ zum Leistungsbezug (Renten-

leistung und berufliche Massnahmen) bei der IV-Stelle Graubünden 

(nachfolgend IV-Stelle) an. Diese klärte in der Folge die gesundheitliche 

und erwerbliche Situation von A._____ ab und sprach ihr nach Durch-

führung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 19. März 2010 bei 

einem IV-Grad von 52 % ab dem 1. Februar 2009 eine halbe Invaliden-

rente zu. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2011 wandte sich A._____ er-

neut an die IV-Stelle und ersuchte diese um Unterstützung bei der Stel-

lensuche. Diesem Gesuch gab die IV-Stelle statt und gewährte A._____ 

ab dem 5. Januar 2012 die gewünschte Arbeitsvermittlung. Mit Verfügung 

vom 30. April 2012 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab.

3. Am 28. Januar 2013 meldete sich A._____ abermals bei der IV-Stelle an 

und beantragte eine Erhöhung der ihr zugesprochenen IV-Rente. Die Ab-

klärungen der IV-Stelle zeigten, dass sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin zwar verschlechtert habe, dies jedoch ohne Auswir-

kung auf deren Arbeitsfähigkeit bleibe. Nach Durchführung des Vorbe-

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scheidverfahrens lehnte die IV-Stelle das Gesuch von A._____ um Er-

höhung der IV-Rente deshalb mit Verfügung vom 28. Januar 2014 ab.

4. Dagegen reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 16. Fe-

bruar 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den ein. Darin beantragte sie sinngemäss, die Verfügung der IV-Stelle 

vom 28. Januar 2014 sei aufzuheben und ihr sei die begehrte Rentener-

höhung zuzuerkennen. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, die 

vorinstanzliche Invaliditätsbemessung sei nach bürokratischem Regel-

werk und rein ökonomischen Abwägungen und nicht nach medizinischen 

Kriterien erfolgt. Die diesbezüglich von der IV-Stelle gemachten Aussagen 

stünden in krassem Gegensatz zu den vorliegenden Untersuchungsbe-

richten der Klinik Valens. Wenn wegen wirtschaftlichen Abwägungen auf 

die medizinischen Fakten nicht mehr eingegangen werden könne, sollte 

wenigstens die Stellungnahme nicht verhöhnend ausfallen. Als nackte Fa-

rce empfinde sie die von der IV-Stelle geforderte Verteilung der ihr ver-

bleibenden Restarbeitsfähigkeit. Sie ersuche das Gericht, der medizinisch 

ausgewiesenen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands sowie der 

hieraus resultierenden Verminderung der Restarbeitsfähigkeit Rechnung 

zu tragen und ihr die begehrte Rentenerhöhung zuzusprechen. 

5. Die IV-Stelle schloss in der Vernehmlassung vom 10. März 2013 auf Ab-

weisung der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen 

vor, Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sei die Frage, 

ob die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. Januar 2013 eine 

höhere als die zugesprochene halbe IV-Rente beanspruchen könne, wo-

bei für die Beantwortung dieser Frage der Sachverhalt massgebend sei, 

der sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung verwirklicht ha-

be. Diesbezüglich ergebe sich aus der interdisziplinären Beurteilung der 

Klinik Valens vom 10. Dezember 2012, auf welche in der Beschwerde 

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hingewiesen werde, dass die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht 

eine leidensadaptierte Verweisungstätigkeit mit dazwischengeschalteten 

Pausen von 30 bis ca. 60 Minuten ausüben könne. Nach Auffassung der 

Klinik Valens resultiere daraus eine 35%ige bis maximal 40%ige Arbeits-

fähigkeit, was nicht zu überzeugen vermöge. Denn die Beschwerdeführe-

rin könne die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit auch insofern nutzen, 

als sie vormittags und nachmittags jeweils zwei Stunden und fünfzehn 

Minuten arbeite und dazwischen eine lange Mittagspause einschalte. In 

diesem Fall verfüge die Beschwerdeführerin über eine 50%ige Arbeits-

fähigkeit, die sie auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten könne. 

Auf der Basis der üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.6 Wo-

chenstunden und bei der 50%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-

rin ergebe dies in Berücksichtigung der Lohnentwicklung von 1 % in den 

Jahren 2011 bis 2013 sowie eines angemessenen Leidensabzugs von 

5 % ein anrechenbares Invalideneinkommen von Fr. 25'804.70. Werde 

dieses Invalideneinkommen dem Valideneinkommen der Beschwerdefüh-

rerin gegenübergestellt, ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 54 %. Damit 

erweise sich die angefochtene Verfügung als zutreffend.

6. In der Replik vom 20. März 2014 hielt die Beschwerdeführerin an den 

gestellten Begehren fest. Nach den drei Rückenoperationen mit bleiben-

den Folgeschäden habe sie stets versucht, sich schnellst möglich wieder 

in den Arbeitsprozess zu integrieren. Sie sei ihr ganzes Leben lang be-

rufstätig gewesen, selbst als sie zwei kleine Kinder zu versorgen gehabt 

habe. Heute sei sie geschieden, alleinstehend, 61 Jahre alt und seit zwei 

Jahren teilarbeitslos. Ein Arbeitspensum von 50 % über den ganzen Tag 

zu verteilen, sei weder in einem Arbeitgeberangebot zu finden, noch sei 

sie in der Lage, eine solche Arbeitstätigkeit körperlich zu bewältigen. Die 

ärztlich angeordneten medizinischen Trainingstherapien, wöchentlichen 

Physiotherapien sowie die empfohlenen ausgedehnten Spaziergänge mit 

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anschliessenden Ruhepausen würden bereits heute einen wesentlichen 

Teil ihres Alltags in Anspruch nehmen. Sie wehre sich nicht, weil sie eine 

bequeme Sicherstellung anstrebe, sondern weil ihre verschlechterte kör-

perliche Situation eine 50%ige Arbeitsleistung nicht mehr zulasse. 

7. Am 1. April 2014 verzichtete die IV-Stelle auf die Einreichung einer Du-

plik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Be-

weismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 28. Januar 2014. Eine solche An-

ordnung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] 

i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung [IVG; SR 831.20]). Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formelle und 

materielle Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von der an-

gefochtenen Verfügung ausserdem unmittelbar betroffen und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, womit 

sie zur Beschwerdeführung berechtigt ist (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Schliesslich hat die Beschwerdeführerin 

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ihre Beschwerde frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht einge-

reicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG). Demzufol-

ge ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten.

2. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die der Beschwerdeführerin zu-

gesprochene halbe IV-Rente ab dem 1. Januar 2013 zu erhöhen ist.

a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten, wie der Beschwerdeführerin, gilt als 

Invalidität, die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), 

welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem 

Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdif-

ferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein renten-

begründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-

derherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens eines 

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Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

rente und bei einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu 

(Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die 

Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entspre-

chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über die Inva-

lidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Anlass für eine solche Anpassung 

gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die 

Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustandes, sondern etwa auch dann revidierbar, wenn sich 

die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Ge-

sundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine andere Art der 

Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (BGE 130 V 343 E. 

3.5; Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.1, 

9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.1.2, I 554/05 vom 3. Januar 2006 

E.2.1, I 212/03 vom 28. August 2003 E.2.2.3). Dagegen bildet nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung der 

Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund-

heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen 

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Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (Urteil BGer 

9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 

2 [I 574/02]).

c) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 

des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 

des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, 

dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prü-

fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 

Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 

Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 

Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E.5; vgl. auch SVR 2010 

IV Nr. 54 S. 167 E.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 

25. Juli 2013 E.3.1.2, 9C_418/2010 vom 20. August 2011 E.3.1). Wird bei 

dieser Gegenüberstellung festgestellt, dass der Invaliditätsgrad im zur 

Beurteilung stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung erfah-

ren hat, bleibt es beim bisherigen Rechtszustand und das abermalige 

Leistungsbegehren ist abzuweisen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorliegen ei-

nes Revisionsgrunds zu bejahen und die zugesprochene Rente entspre-

chend der festgestellten Sachverhaltsveränderung abzuändern (vgl. MEY-

ER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 N. 13). 

3. Den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin hat die IV-Stelle erstmals 

und zugleich letztmals im Verfahren geprüft, welches mit der Verfügung 

vom 19. März 2010 seinen Abschluss fand. Darin sprach sie der Be-

schwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 51.52 % mit Wirkung ab 

dem 1. Februar 2009 eine halbe Invalidenrente zu (IV-act. 81 S. 1). Die 

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dieser Invaliditätsbemessung zugrundeliegende Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit der Beschwerdeführerin stützte sich in erster Linie auf den RAD-

Untersuchungsbericht von med. pract. B._____, Arzt für Allgemeinmedi-

zin, vom 24. April 2009 (IV-act. 63). Diesem zufolge litt die Beschwerde-

führerin im damaligen Zeitpunkt an einer Diskushernie L4/L5 und L5/S1 

mit Verdacht auf eine Nervenwurzelkompression bei Status nach Mikro-

diskektomie L4/L5 links und Dekompression der Nervenwurzel L5 links 

(28. November 2005 und am 1. Dezember 2007), einem Nervenwurzel-

reizsyndrom L5 links bei Verdacht auf einen rezidivierenden Bandschei-

benvorfall sowie einer massiven postoperativen Vernarbung nach zwei-

maliger Operation L4/L5 links im Jahr 2005. Diese Krankheiten würden 

die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beeinträchtigen. In ihrer an-

gestammten Tätigkeit als Pflegehelferin sei sie deswegen zurzeit zu 

100 % arbeitsunfähig. Ob sie diese Tätigkeit in Zukunft wieder ausüben 

könne, sei derzeit noch unklar. Die Prognose sei jedoch eher ungünstig. 

Demgegenüber seien der Beschwerdeführerin bereits zum jetzigen Zeit-

punkt leichte, wechselbelastende Tätigkeiten (gehen, stehen, sitzen) ohne 

Heben von Lasten von mehr als 10 kg zumutbar. Dabei habe die Be-

schwerdeführerin ein gewisses Mass an Schmerzen zu tolerieren. Die von 

der versicherten Person zuletzt ausgeübte Tätigkeit an der Rezeption des 

evangelischen Alters- und Pflegeheims X._____ entspreche diesem Leis-

tungsprofil. Eine solche Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin in Überein-

stimmung mit deren Hausärztin, Dr. med. C._____, zu 50 % zumutbar. 

Dabei betrage die zumutbare Arbeitszeit pro Tag ungefähr fünf Stunden, 

wobei ein kompensatorischer Pausenbedarf von ca. einer Stunde zu 

berücksichtigen sei. 

4. a) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung der 

Beschwerdeführerin seither derart verschlechtert hat, dass sich deren In-

validitätsgrad erhöht hat und sie infolgedessen mehr als die ihr zugespro-

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chene halbe IV-Rente beanspruchen kann, sind die Verwaltung und das 

im Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen. 

Dabei besteht die Aufgabe des Arztes darin, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu be-

schreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung un-

ter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben 

und gestützt darauf eine Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine 

genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht 

kompetent sind (BGE 140 V 196 E.3.2). Bei der Folgeabschätzung der 

erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit 

kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz 

zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. er gibt eine 

Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich be-

gründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten 

konkret noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 

256 E.4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei-

dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti-

gen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde, in der Darlegung der Zu-

sammenhänge sowie in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-

leuchtet und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen 

vermögen. Bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(BGE 125 V 351E.3a, BGE 122 V 157 E.1c).

b) Die IV-Stelle fällte die angefochtene Verfügung aufgrund folgender medi-

zinischen Unterlagen:

- der Evaluation des funktionellen Leistungsvermögens der Beschwerde-
führerin vom 3. Dezember 2012, durchgeführt von D._____, Therapeut 

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Ergonomie (IV-act. 109 S. 1 ff.). Danach stehe bei der Beschwerdefüh-
rerin eine Funktionsstörung der Lendenwirbelsäule im Vordergrund, 
welche insbesondere beim Gehen, bei vorgeneigter Körperhaltung so-
wie beim Hantieren mit Lasten auftrete. Die Beschwerdeführerin zeige 
spontan eine unergonomische Haltung und Hebetechnik. Die beobach-
tete Belastbarkeit entspreche im Wesentlichen einer leichten bis mittel-
schweren wechselbelastenden Tätigkeit. Zeitlich sollte die Belastung 
halbtags möglich sein, wobei zusätzliche Pausen von 30 bis 60 Minuten 
über den halben Tag verteilt werden müssten. Diese Pausen eröffneten 
der Beschwerdeführerin die Möglichkeit, Lockerungs- und Entspan-
nungsübungen zu machen, wenn die Schmerzen zunehmen würden. 
Spezielle Einschränkungen bestünden beim Stehen vorgeneigt, das der 
Beschwerdeführerin nur selten zumutbar sei (1-5 % des normalen Ar-
beitstags).

- dem Bericht der Klinik Valens vom 5. Dezember 2012 (IV-act. 109 S. 7 
ff.). Darin stellte Dr. med. E._____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, fest, die Beschwerdeführerin leide seit rund drei Monaten 
an einer leichten depressiven Episode sowie einer Angstsymptomatik 
im Sinne einer Anpassungsstörung. Die rheumatologisch adaptierte 
Restarbeitsfähigkeit werde dadurch nicht zusätzlich kompromittiert (IV-
act. 109 S. 9). 

- dem Bericht der Klinik Valens von PD Dr. med. F._____, Facharzt für 
Innere Medizin und Rheumatologie, Facharzt für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, vom 7. Dezember 2012 (IV-act. 109 S. 11 ff.). Dem-
zufolge leide die Beschwerdeführerin aus internistisch-
rheumatologischer Sicht an einer chronischen Radikulopathie L5 durch 
periradikuläres Narbengewebe mit chronischer L5-Irritation bei Zustand 
nach dreimaliger LWS-Operation 2005 und 2007 (IV-act. 109 S. 13). Als 
Folge der chronischen Schmerzsymptomatik liesse sich zudem eine 
deutliche Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule mit muskulären 
Ungleichgewichten und muskulären Insuffizienzen feststellen. Durch die 
chronische L5-Radikulopathie bestehe zusätzlich eine leichte sensomo-
torische Ausfallsymptomatik L5 links mit Fussheber- und Zehenheber-
schwäche links sowie Glutealschwäche links. Die vermehrte 
Berührungsempfindlichkeit im Dermatom L5 links sei ebenfalls im Sinne 
eines neuropathischen Phänomens mit Hyperpathie und leichter Allo-
dynie zu interpretieren. Eine Teilarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin von ca. 30 % bis maximal 50 % sollte noch gegeben sein. 

- dem Bericht der Klinik Valens über die interdisziplinäre Abklärung der 
Beschwerdeführerin vom 10. Dezember 2012, welcher auf den vorge-
nannten Einzelbefunden beruht und die Beschwerden der Beschwerde-
führerin einer Gesamtwürdigung unterzieht (IV-act. 109 S. 15 f.). Darin 
diagnostizierten PD Dr. med. F._____, Dr. med. E._____ und D._____ 
ein chronisches lumboradikuläres sensomotorisches Schmerz-und Aus-
fallssyndrom links, periradikuläres Narbengewebe L5 links, Status nach 
zweimaliger Diskushernienoperation L5/5 links 2005 und 2007, Fehl-

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form und Fehlhaltung der Wirbelsäule, muskuläre Ungleichgewichte / 
muskuläre Insuffizienzen, degenerative Diskopathien L4/L5 und L5/S1, 
ICD-10 M 51.1 sowie Angst und depressive Reaktionen gemischt, 
phänomenologisch einer leichten depressiven Episode entsprechend 
(ICD-10: F 43.22). Die rheumatologischen Untersuchungsbefunde so-
wie die MRI-Abklärung erklärten die von der Beschwerdeführerin ge-
klagten Beschwerden vollständig. Im Vordergrund der Symptomatik 
stehe neben einer diskreten Fussheberschwäche vor allem ein neur-
opathisches Schmerzsyndrom. Aus ergonomischer Sicht zeige sich ei-
ne Funktionsstörung der Lendenwirbelsäule, welche sich insbesondere 
beim Gehen, bei vorgeneigter Körperhaltung sowie beim Hantieren mit 
Lasten zeige. Die beobachtete körperliche Leistungsfähigkeit entspre-
che im Wesentlichen einer leichten bis mittelschweren wechselbelas-
tenden Tätigkeit. Zusätzlich sei bei der Beschwerdeführerin erstmals ei-
ne leichte depressive sowie Angstsymptomatik im Sinn einer Anpas-
sungsstörung aufgetreten. Aufgrund der rheumatologischen und ergo-
nomischen Abklärungen sei der Beschwerdeführerin eine leidensange-
passte Tätigkeit in einem Teilzeitpensum möglich. Die im Rahmen der 
ergonomischen Abklärung beobachtete Leistungsfähigkeit entspreche 
dabei im Wesentlichen einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit. Eine 
solche Tätigkeit könne der Beschwerdeführerin halbtags zugemutet 
werden, wobei zusätzliche Pausen von insgesamt 30 bis 60 Minuten 
über den halben Tag verteilt dazu kämen. Verglichen mit einer gesun-
den Person und einem 100%igen Pensum entspreche die Restarbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin demzufolge einem 35%igen bis ma-
ximal 40%igen Erwerbspensum. Diese Arbeitsunfähigkeit von 60-65 % 
bestünde seit Herbst 2012.

- den Abschlussbeurteilungen des fallführenden RAD-Arztes, med. pract. 
B._____, Arzt für Allgemeinmedizin, vom 10. Juni 2013 (IV-act. 126 
S. 7) sowie 13. August 2013 (IV-act. 126 S. 8). Danach habe sich die 
gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführerin aufgrund der vor-
liegenden medizinischen Berichte zwar verschlechtert. Es bestünde je-
doch keine Kausalität zwischen dem Verlust des Arbeitsplatzes und der 
Krankheit der Beschwerdeführerin. Die Arbeit habe die Beschwerdefüh-
rerin schlussendlich aus wirtschaftlichen Gründen verloren. Auf ent-
sprechende Nachfrage hin präzisierte der zuständige RAD-Arzt diese 
Angaben dahingehend, als der Beschwerdeführerin in den vorliegenden 
Berichten eine halbtägige Arbeitsfähigkeit attestiert werde. Eine Leis-
tungsminderung ergebe sich durch die erforderlichen zusätzlichen Pau-
sen von 30 bis 60 Minuten. Nach Abzug dieser Pausen sei die Be-
schwerdeführerin voll leistungsfähig. Selbstverständlich könne das 
Pensum auch auf zwei Blöcke à zwei Stunden aufgeteilt werden, die 
durch eine lange Mittagspause unterbrochen würden. Diese lange Pau-
se habe sicherlich denselben Effekt wie eine dazwischen geschobene 
Pause von 30 bis 60 Minuten in einem Block von vier Stunden.

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c) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen medizinischen Berich-

te der Klinik Valens sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen 

auf einer eingehenden Untersuchung der Beschwerdeführerin, berück-

sichtigen die geklagten Leiden, sind in Kenntnis der Vorakten erstellt wor-

den und leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 

sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Mit der IV-Stelle ist 

aufgrund dieser medizinischen Unterlagen anzunehmen, dass sich die 

gesundheitliche Verfassung der Beschwerdeführerin seit dem 19. März 

2010 verschlechtert hat und ihr derzeit nur mehr leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten halbtags unter Einschaltung einer Pause 

von 30 bis 60 Minuten zumutbar sind. 

d) Davon gehen denn auch die Verfahrensbeteiligten aus. Strittig ist ledig-

lich, welcher Arbeitsfähigkeit dieses funktionelle Leistungsvermögen ent-

spricht. Diesbezüglich hat der RAD-Arzt, überzeugend dargelegt, dass die 

der Beschwerdeführerin von den medizinischen Fachpersonen der Klinik 

Valens attestierte Arbeitsfähigkeit von unter 50 % ausschliesslich auf den 

erhöhten Pausenbedarf zurückzuführen ist. Verteilt die Beschwerdeführe-

rin die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit indes auf zwei Blöcke, die durch 

eine lange Mittagspause unterbrochen werden, kann sie vormittags und 

nachmittags jeweils während zwei Stunden und fünfzehn Minuten unun-

terbrochen arbeiten. Bei einer solchen Verteilung der Arbeitszeit ist die 

Beschwerdeführerin folglich als zu 50 % arbeitsfähig einzustufen. 

5. a) Eine andere Frage ist freilich, ob diese 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar ist (Art. 16 ATSG, vgl. E.2a hier-

vor). Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um einen theore-

tischen und abstrakten Begriff, der die konkrete Arbeitsmarktlage nicht 

berücksichtigt. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht 

zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfragen nach Stellen. An-

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dererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her 

einen breiten Fächer verschiedenartiger Arbeitsstellen umfasst (BGE 134 

V 64 E.4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2012 vom 12. Februar 

2013 E.5.2.1). Praxisgemäss sind an die Konkretisierung von auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt existierenden Arbeitsgelegenheiten (und 

Verdienstaussichten) keine übermässigen Anforderungen zu stellen. So 

hat das Bundesgericht wiederholt darauf hingewiesen, dass körperlich 

leichte, wechselbelastende Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeits-

markt gerade in Form von Teilzeitstellen durchaus vorhanden sind (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E.5.2.1). Erst 

wenn ein entsprechender Arbeitsplatz selbst auf dem ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt als absoluter Glücksfall gilt, ist bei der Invaliditätsbemessung 

von der wirtschaftlichen Unverwertbarkeit einer attestierten Arbeitsfähig-

keit auszugehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_365/2009 vom 

6. März 2010 E.3.1, 8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E.4.1). 

b) Die Beschwerdeführerin verfügt über eine langjährige Berufserfahrung 

und kann den von ihr zuletzt ausgeübten Tätigkeiten als Rezeptionistin 

sowie als Verkäuferin weiterhin nachgehen. Ausserdem hat sie die Mög-

lichkeit, die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in anderen, körperlich wenig 

belastenden Betreuungs-, Bedienungs- oder Überwachungsfunktionen im 

Dienstleistungssektor zu verwerten. Trotz der erheblichen gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen steht der Beschwerdeführerin somit eine breite 

Palette von beruflichen Tätigkeiten offen, die auf dem ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt durchaus auch in Form von Teilzeitstellen nachgefragt werden. 

Dabei kann die gesundheitsbedingte Verteilung der Arbeitszeit auf den 

Vor- und Nachtmittag für die Entlastung des übrigen Personals in Spit-

zenzeiten genutzt werden. Es besteht unter diesen Umständen kein An-

lass, von der wirtschaftlichen Unverwertbarkeit der attestierten Restar-

beitsfähigkeit auszugehen. Daran ändert die Tatsache nichts, dass die 

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Beschwerdeführerin durchaus glaubhaft darlegt, in ihrem Alter, behaftet 

mit schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, unter den 

gegebenen konjunkturellen Bedingungen kaum Chancen zu haben, einen 

solchen Arbeitsplatz zu finden. Denn diese Überlegungen sind zwar für 

die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf dem realen Ar-

beitsmarkt von Bedeutung, nicht jedoch für die Belange der Invaliditäts-

bemessung, der ein ausgeglichener Arbeitsmarkt zugrunde zu legen ist, 

von dem unter den gegebenen Umständen aus den vorgenannten Grün-

den angenommen werden kann, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit, 

wie sie die Beschwerdeführerin trotz ihres invalidisierenden Gesundheits-

schadens noch zu leisten vermag. Damit ist von der wirtschaftlichen Ver-

wertbarkeit der attestierten Restarbeitsfähigkeit auszugehen.

c) Welches Einkommen die Beschwerdeführerin mit der Ausschöpfung die-

ser 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu er-

zielen vermag, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung primär 

aufgrund der konkreten, beruflich-erwerblichen Situation der Versicherten 

zu beurteilen. Hat diese nach dem Eintritt des invalidisierenden Gesund-

heitsschadens keine oder keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-

keit aufgenommen oder hat sie eine solche Tätigkeit zwischenzeitlich auf-

gegeben, so ist das massgebliche Invalideneinkommen entweder auf-

grund der DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens 

der SUVA) oder der periodisch vom Bundesamt für Statistik herausgege-

benen LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 

3.b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je mit Hinweisen). Im letztgenannten Fall sind 

praxisgemäss die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) 

heranzuziehen, wobei vom sogenannten Zentralwert (Median) 

auszugehen ist (BGE 129 V 472 E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben 

sind in der Folge auf eine durchschnittliche und betriebsübliche 

Arbeitszeit umzurechnen, weil die LSE-Tabellenlöhne aus statistischen 

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Gründen auf einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden beruhen 

(BGE 124 V 321 E.3b/bb). Wird das Invalideneinkommen einer versicher-

ten Person anhand der LSE-Tabellenlöhne bestimmt, ist im Weiteren der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Versicherte im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern bisweilen lohnmässig 

benachteiligt werden und deshalb mit unterdurchschnittlichen Löhnen 

rechnen müssen (sog. leidensbedingter Abzug). Aus diesem Grund ist 

zwar nicht automatisch und in jedem Fall, aber doch in aller Regel bei 

eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und/oder behinderungsbedingten 

zusätzlichen Limitierungen ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen, 

der höchstens 25 % (BGE 134 V 322 E.5 und 6, BGE 126 V 75 E.5b/aa; 

SVR 2003 IV 1 S. 1) und nicht weniger als 10 % betragen sollte (Urteil 

des Verwaltungsgerichts S 13 72 vom 13. Mai 2014 E.9c; MEY-

ER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N. 104).

d) Die Beschwerdeführerin ist seit dem 1. Januar 2013 arbeitslos, womit bei 

der Bestimmung des von ihr erzielbaren Invalideneinkommens auf die 

LSE-Tabellenlöhne abzustellen ist. Danach beträgt der standardisierte, 

monatliche Bruttoverdienst von Frauen (TA1) in einer leichten und 

repetitiven Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) Fr. 4'225.--. Auf der Basis der 

durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6 Stunden (abrufbar 

unter http://www.bfs.admin.ch/ > 03-Arbeit und Erwerb > Erwerbstätigkeit 

und Arbeitstätigkeit > Arbeitszeit > Normarbeitsstunden, besucht am 

1. Dezember 2012) und unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung im 

Zeitraum von 2010 bis 2013 von 1.0 (2013) ergibt sich daraus bei einer 

vollzeitlichen Tätigkeit ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4'437.90 

(Fr. 4'394.-- [Fr. 4'225.-- : 40 x 41.6] x 1.01), was einem 

Jahreseinkommen von Fr. 53'254.80 entspricht. Mit einem 50%igen 

Pensum könnte folglich mit einer solchen Tätigkeit ein Jahreslohn von 

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Fr. 26'627.40 erzielt werden (Fr. 53'254.80 : 2). Dass die 

Beschwerdeführerin bei Ausschöpfung ihrer Restarbeitsfähigkeit ein 

solches Einkommen erreichen würde, erscheint jedoch angesichts der 

gesundheitsbedingten Verteilung der Arbeitszeit auf den Vor- und Nacht-

mittag unter Einschaltung einer langen Mittagspause als 

unwahrscheinlich. Die IV-Stelle hat der Beschwerdeführerin aus diesem 

Grund einen Leidensabzug von 5 % zugestanden. Das 

Verwaltungsgericht gewährt praxisgemäss keine solch geringen 

Leidensabzüge, weshalb der entsprechende Abzug auf 10 % zu erhöhen 

ist. Weitere Gründe, welche einen darüber hinausgehenden Abzug 

rechtfertigen würden, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht 

worden. Infolgedessen ist der Beschwerdeführerin ein 

Invalideneinkommen von Fr. 23'964.65 anzurechnen (0.9 x Fr. 26'627.40).

e) Diesem Invalideneinkommen ist das Einkommen gegenüberzustellen, 

welches die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Die IV-Stelle hat 

dieses sog. Valideneinkommen auf der Grundlage des von der Be-

schwerdeführerin vor Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens 

erzielten Einkommens als Pflegehilfe ermittelt und, angepasst an die Loh-

nentwicklung, mit Fr. 56'250.10 beziffert (vgl. IV-act. 125 S. 2, IV-act. 126 

S. 9). Dieses Vorgehen ist zu Recht unbeanstandet geblieben. Wird von 

diesem Valideneinkommen das ermittelte Invalideneinkommen in Abzug 

gebracht, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 32'285.45 

(Fr. 56'250.10 – Fr. 23'964.65). Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von 

57 % (57.39 = Fr. 32'285.45 : Fr. 56'250.10 x 100). Demzufolge berührt 

die seit dem 19. März 2010 eingetretene Verschlechterung der gesund-

heitlichen Verfassung der Beschwerdeführerin deren Rentenanspruch 

nicht, womit es beim bisherigen Rechtszustand bleibt. Die IV-Stelle hat 

folglich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Rentenerhöhung in der 

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angefochtenen Verfügung zu Recht abgewiesen. Die dagegen erhobene 

Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abzu-

weisen ist.

6. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 

on von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kos-

tenpflichtig. Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen. 

Im vorliegenden Fall werden sie ermessensweise auf Fr. 500.-- festgelegt 

und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdeführerin als 

unterliegender Partei zur Bezahlung auferlegt (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die 

obsiegende IV-Stelle hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 500.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]