# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d3625b5-b56b-5729-beb6-edca8ac3ba3d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-01-23
**Language:** de
**Title:** Erstanmeldung, gestützt auf das beweiskräftige bidisziplinäre Gutachten ist aufgrund somatischer Einschränkungen eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit ausgewiesen, ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden ist nicht ausgewiesen, Einkommensvergleich; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2015.01010
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.01010.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.01010
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiber P. Sager
Urteil
vom
23. Januar 2017
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Noëlle
Cerletti
Leimbacher
Cerletti
,
Advokatur
Marktgasse 34, Postfach 456, 8180 Bülach
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1958, war von August 2010 bis Januar 2014 bei
der
Y.___
als Mitarbeiter
in der
Notenverarbeitung tätig (
Urk.
6/12). Unter Hinweis auf Rückenbeschwerden meldete sich der Ver
sicherte am 2
5.
Oktober 2013 bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
6/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten des Unfall
- und Krankentaggeld
versicherers bei (
Urk.
6/10
;
Urk.
6/29
) und holte
nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
6/41)
ein
bi
disziplinäres
Gutachten ein, das am
9.
April 2015
erstattet wurde (
Urk.
6/66
).
Mit Verfügung vom 2
7.
August 2015 verneinte die IV-Stelle
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/75
=
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
8.
September 2015
Beschwerde gegen die Verfü
gung vom
2
7.
August 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
es sei ihm
eine Invalidenrente
zuzusprechen, eventuell sei
die Angele
gen
heit
zur ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
6.
Oktober
2015
(
Urk.
5
)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
2
1.
April 2016
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) ge
stützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere das
bidisziplinäre
Gutachten vom
9.
April 2015 (
Urk.
6/66), davon aus, der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit als 80
%
arbeitsfähig anzusehen (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die Lendenwirbelsäulen
(LWS)
-Problematik vom Gutachter nicht ausreichend gewürdigt worden sei (
Urk.
1 S. 4 unten).
Das Problem sei, dass er aufgrund des Myokardinfarktes ein blutverdünnendes Medikament einnehmen müsse. Die Einnahme dieses Präparats führe dazu, dass die erforderliche diagnosti
sche Diskographie an der LWS nicht durchgeführt werden könne. Eine solche sei jedoch erforderlich, wenn in Bezug auf die
auf
Höhe der LWS vorhan
denen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit überhaupt eine fundierte Aus
sage ge
macht werden soll (S. 5 unten). Die Behauptung des Gutachters, dass in Be
zug auf die LWS keine Einschränkungen
bestehen würden
,
sei somit falsch (S. 6 oben). Die Beurteilung des Gutachters sei demnach nicht korrekt
und basiere auf einer unvollständigen Aktenlage, um eine 80%ige Arbeits
fähig
keit festzulegen. Somit könne auf das Gutachten nicht abgestellt werden
.
Weiter habe es der Gutachter wie die Beschwerdegegnerin unterlassen, einen Bericht der behandelnden Psychotherapeutin einzuholen. Demnach fehle ein ganz zentrales Element eines fundierten Gutachtens, nämlich die Auseinan
dersetzung mit der Vorgeschichte und der Einschätzung der behandelnden Fachpersonen (S. 6 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers verhält und ob zur Beantwortung dieser Frage auf das
bidis
ziplinäre
Gutachten (
Urk.
6/66) abgestellt werden kann.
3.
3.1
PD
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Chirurgie, führte im Bericht vom 1
1.
Februar 2014 zuhanden des Unfallversicherers (
Urk.
6/29/8-10) aus, d
ie subjektiv beklagten Beschwerden
seien
zum Teil objektivierbar, anderer
seits besteh
e
eine gewisse Tendenz zur
Aggravierung
.
Eine Besserung der Gesundheitsschädigung
sei
zu erwarten
(
Ziff.
4)
. Behandlungsmassnahmen w
ü
rden durch die
A.___
vorgeschlagen
(
Ziff.
6)
.
In der bis
herigen Tätigkeit
sei
der
Beschwerdeführer
zu 100
%
arbeitsunfähig, die Arbeitsstel
l
e
sei
zudem auf Ende Januar 2014 gekündigt
worden (
Ziff.
7)
.
In ei
ner anderen Tätigkeit mit wechselnder Beanspruchung im Stehen, Sitzen und Gehen ohne Tragen von Lasten über 15 kg wäre der
Beschwerdeführer
sicher mindestens zu 50
%
arbeitsfähig
(
Ziff.
8
lit
. a)
.
Unabhängig von der berufli
chen Tätigkeit vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit wäre
der Beschwer
deführer
sicher zu 50
%
arbeitsfähig mit sukzessiver Steigerung bis 100
%
. Die kör
perliche Belastung
könne
allenfalls eingeschränkt werden durch eine neue Befunderhebung durch die
A.___
(
Ziff.
8
lit
. b)
.
3.2
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Anästhesiologie,
führte in seinem Bericht vom
1
8.
November 2014 (
Urk.
6/57/1-3)
aus, er behandle
den
Be
schwerdeführer seit
Januar 2012
bis zuletzt am
5.
September 2014
(
Ziff.
1.2) und
nannte die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.1):
-
diffuse id
i
opathische
Skeletthyperostose
(DISH)
-
d
iskogener
Schmerz bei
Hyperintensity
Zone L4/5
-
zwischenzeitlich aufgetretener Myokardinfarkt mit aktuell noch lau
fender Antikoagulation mit
Efient
-
r
eaktive Depression
-
s
erologisch und im MRI Ausschluss einer Non-
radiographic
Spondy
larthri
tis
-
Widespread
Pain
Index 7, Symptom
Severity
Score 3: Fibromyalgie
Kri
terien der American Society
of
Rheumatology
sind
nicht erfüllt
Dazu führte er aus, seit dem Unfall im Juni 2013 bestünden Schmerzen axial, thorakal und lumbal. Dabei bestünden auch paravertebral ausstrahlende Schmerzen sowie in die Extremitäten proximal ausstrahlende Schmerzen (
Ziff.
1.4).
Infiltrativ
habe
thorakal,
thorakolumbal
und lumbal kein Target für einen gezielten Einsatz einer Thermoläsion gefunden werden
können
. Bei im MRI nicht nachgewiesener Non-
radiologic
Spondylarthritis
müsse
aktuel
l
und in der Zukunft von den Diagnosen Morbus
Forestier
und einem mögli
chen
diskogenen
Schmerzanteil ausgegangen werden.
Es sei nicht bekannt, o
b aktuell eine psychotrope Medikation über die Hausärztin verordnet
worden sei (
Ziff.
1.5).
Zu Zeiten vor Auftreten des Myokardinfarktes
sei
der
Beschwerdeführer aufgrund der oben erwähnten Schmerzen zu 100
%
arbeits
unfähig
gewesen
. Aktuell im Rahmen der Rekonvaleszenz
sei
auf die Ein
schätzung fachkompetenter Kollegen
zu verweisen
. Im Verlauf bleib
e
abzu
warten, ob mit physikalischen Methoden (insbesondere
myofasziales
Release durch EMR-zertifizierte Therapeuten) eine Reduktion der Arbeitsu
nfähigkeit erreicht werden könn
e.
Je nach Erfolg der aktuellen physikalischen Mass
nah
men
müssten zur Adressie
rung des Morbus
Forestier
Versuche mit aerober Dauerbelastung erprobt werden. Darüber h
i
naus
sei
zwingend nach Be
enden der Antikoagulation mi
t
Efient
eine Manometrie-kontrollierte Disko
graphie zur Eva
l
uierung einer
diskogenen
Komponente und einer Evaluie
rung ei
ner wirbelsäulenchirurgischen Operation
anzuschliessen
(
Ziff.
1.6)
.
3.
3
3.3.1
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, sowie med.
pract
.
D.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannten im Gutachten vom
9.
April
2015 (
Urk.
6/66/1-39)
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (S. 27
Ziff.
6.1.1):
-
c
hronifiziertes
bewegungs- und vor allem belastungsabhängiges
thora
kolumbales
und lumbales Schmerzsyndrom bei
-
2-Segment-Diskopathie mit kleiner Diskushernie L5/S1 und
Spon
dylarthrosebildung
LWK 4 - SWK 1 beidseit
s ohne Hinweise für eine Facettengelenks- oder
radikuläre
Reiz-/Ausfallsymptomatik
-
Spondylosis
deformans
der unteren
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
mit
spa
n
genförmiger
osteophytärer
Über
bauung zwischen BWK 4 und 7, Einwicklung einer DISH-Veränderung (Diffuse
Idio-pathische
Skelettale
Hyperostose
) mit
plurisegmentalen
Spondylophytenbil
dungen
mittlere bis untere BWS, mit hypertrophen
Spangenbil
dungen
untere BWS ein
schliesslich LWK 1
-
i
ntermittierende Schmerzverstärkung bedingt durch eine sekundäre entzündliche Irritation der betroffenen Segmente
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten
die Gut
ach
ter
(S.
27
Ziff.
6.1.2) im Weiteren eine Anpassungsstörung, längere de
pressive Reaktion (ICD-10 F43.21) sowie Probleme in Verbindung mit Arbeit
s
losigkeit (ICD-10 Z56).
3.
3
.2
Dazu führten die Gutachter aus, der Beschwerdeführer sei in der
A.___
in Behandlung gewesen, sei aber noch nie ambulant in psy
chologischer oder psychiatrischer Behandlung gewesen. Die antidepressive Medikation habe die Hausärztin verordne
t
(S.
12 unten)
.
Da der
Beschwer
deführer
sich in nachvollziehbarer Weise Sorgen um seine Zukunft mach
e
und unter Beeinträchtigungen seines psychischen Wohlbefindens leide,
sei
gemäss ICD-10 das Vorliegen einer leichten Anpassungsstörung im Sinne einer längeren depressiven Reaktion zu diag
nostizieren (ICD-10
F43.21), da der Verlust der Arbeitsstelle noch nicht länger als zwei Jahre zurücklieg
e
und keine Depression im engeren Sinne vorlieg
e
. Die Anpassungsstörung
werde
als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt, da sie nur leicht ausgeprägt
sei
und keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit im Sinne der IV zu begründen
vermöge. Grund
sätzlich
würden
auch die
pectanginösen
Beschwerden des
Beschwerdeführers
mit nachfolgender koronar-angiogra
ph
i
scher Behandlung im
D.___
2014 als auslösende zu
sätz
liche belastende Faktoren für eine Anpassungsstörung in Betracht
kom
men (S.
17 oben)
.
Die Prognose
sei
aktuell als relativ günstig einzustufen, da es
noch eine Reihe von
pharmakotherapeutischen
Behandlungsmöglichkeiten gebe
,
da der
Beschwerdeführer
insgesamt über eine Reihe von Ressourcen verfüg
e
und insgesamt als psychisch stabil zu betrachten
sei
. Gleichwohl wäre es sinnvoll, den arbeitsuchenden
Beschwerdeführer
bei der
Stellensuche
zu unterstützen, damit es auch in Zukunft nicht zu einer möglichen Stagna
tion der Situation komm
e
, in deren Folge sich gravierendere gesundheitliche Beeinträchtigungen einstellen könnten
(S. 17 Mitte).
Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer sowohl für die bisherige Tätigkeit als auch für allfällige Verweistätigkeiten zu 100
%
arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer suche nach einer geeigneten Arbeit, wobei er bezüglich der
Schmerzsympto
matik
unsicher sei, welche Tätigkeit er mit welchem Pensum ausüben könne
(S. 17 unten)
.
3.
3
.3
Der Beschwerdeführer leide an bewegungs- und vor allem
belastungs
ab
häng
i
gen
Schmerzen im Bereich untere BWS und LWS mit zeitweise Ruhe-/
Nacht
schmerzen
und wechselnder Intensität
der Missempfindungen. Es handle
sich um eine axiale 2-Etagen- Problematik mit ungünstigem Zusam
menwirken
.
Die
Spondylophytenbildung
im Rahmen der DISH-Entwicklung erstreck
e
sich über weite Teile der BWS mit hypertrophen Spangenbildungen
der
untere
n
BWS,
thorakolumbaler
Übergang einschliesslich LWK
1.
Diese Ausdehnung
komme in der Beurteilung der auswärtigen Röntgenaufnahmen zu wenig zum
Ausdruck, man schreib
e
zum Beispiel im
E.___
betreffend BWS in 2 Ebenen von einer ventralen Höhenminderung der Bandscheiben
BWK 4 - 7 mit rechts
antero
-lateral betonten
spangenför
migen
osteophytä
re
n
Überbauungen. Die Ausdehnung
sei
aber
plurisegmen
taler
,
die
durchgeführte konventionelle Röntgenaufnahme der BWS und LWS
weise
darauf hin, dass sich seit der auswärtigen Aufnahme vor über
einem
Jahr der DISH progre
dient entwickelt ha
be (S. 24 oben)
.
Die thorakale Entwicklung in Richtung einer DISH, verbunden mit immer wiederkehrenden entzündlichen Irritationen, erklär
e
die Ruhe- und
Nacht
s
chmerzen
und die deutliche Hart
spannbildung paravertebral wie in den Be
funden ausgeführt
werde
. In den beschriebenen Befunden im
E.___
resp
ektive
in den MRI-Untersuchungen
sei
die D
I
SH-Entwicklung im Sinne einer beginnenden Spondylose-Entwicklung beschrieben
worden
. Dies genüg
e den aktuel
len Veränderungen nicht.
Deshalb seien
noch einmal konventionelle Röntgenaufnahmen thorakal und
l
umbal durchgeführt
wor
den
mit Dokumentation einer ausgedehnteren DISH-Entwicklung, was darauf hinweis
e
, dass die Ossifikation offen
sichtlich voranschreite
und da
mit Be
schwerden ähnlich einem entzündlichen Achsenbefall entspr
e
che
n würden
. Dies
erklär
e
die vom
Beschwerdeführer beschriebenen Beschwerden.
Beim DISH hand
l
e es sich um eine Verknöcherung von Weichteilstrukturen und Bändern. Nach Abschluss dieser Verknöcherung resultier
e
eine
Einsteifung
des entsprechenden Achsenabschnittes mit entsprechender
Belastbar
keitsein
schränkung
, wobei aber dann die entzündliche Schmerzkomponente wegfalle
. Aktuell
sei
die Entzündungsaktivität noch im Gange
(S. 24 unten)
.
Betreffend der Veränderungen an der unteren LWS
sei
diese gegenüber der BWS als im Hintergrund stehend, unter Einhalten günstiger ergonomischer
Arbeitsab
läufe
begründe
diese
r
Achsenabs
chnitt keine Arbeitsunfähigkeit
, wohl aber für den thorakalen Abschnitt
. Für diesen Abschnitt sei aktuell
und bleibend eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Bereiche von 20
%
ge
geben
. Dies
bezogen auf ein volles Pensum in einer optimal angepassten Verweistätigkeit unter Berücksichtigung folgender Schonkriterien:
-
k
eine repetitiven vornüber gebückten Arbeitsabläufe
-
k
eine monoton stehenden oder sitzenden Arbeitspositionen
-
k
eine Exposition in kalt-feuchtem Milieu
-
k
eine repetitiven Gewichtsbelastungen über 15 kg
Idealerweise sollte ein Teilpensum
v
ormittags und nachmittags bewältigt
wer
den um die Belastung optimal zu verteilen. In einer solchen Tätigkeit werde
auch langfristig keine höhere als eine 80%ige Arbeitsfähigkeit erreich
bar sein, da bedingt durch die Entwicklung des DISH schliesslich eine
Ein
steifung
erfolg
e
und damit eine biomechanische Voraussetzung resultier
e
, die bezogen auf ein volles Pensum, auch in einer Verweistätigkeit keine volle
Arbeitsfähigkeit ohne Einhalten repetitiver Pausen erlaube. Zusammenfas
send
sei
betreffend lumbalem Achsenskelett bei vollem Pensum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als zumutbar und ausgewiesen, für das thorakale
Ach
sen
skelett
aktuell und langfristig unter den oben angegeben Schonkriterien eine bleibende 80%ige Arbeitsfähigkeit.
Berufliche Massnahmen würden eine berufliche Integration in eine die
Schon
kriterien
berücksichtigende Tätigkeit, das heisse keine monoton-ste
henden Arbeiten wie sie bei der aktuellen Stelle angeboten werden. Der Be
schwer
deführer habe vor einer Woche die Stelle in der Farbproduktion ange
nommen die ausschliesslich stehend sei. Es sei davon auszugehen, dass er diese nur begrenzt erfüllen könne. Die zuletzt geleistete Arbeit mit Zählen von Banknoten erfülle die Schonkriterien zu wenig, es mussten repetitiv Gewichte bis, wie der Arbeitsplatzbeschrieb angebe, 30 kg gehoben werden mit wiederum ausschliesslich stehenden Arbeitsabläufen (S. 26 Mitt
e).
3.3.4
Hinsichtlich einer kritischen Würdigung vorausgegangener Berichte führten die Gutachter zudem aus, der Unfallversicherer
habe
die Leistungen per 1
6.
Dezember
2013 eingestellt, dies
sei
medizinisch begründet und nachvoll
ziehbar. Durch das Ereignis
sei
es nicht zu einer richtunggebenden Verän
derung
gekommen
, allenfalls
könne
man von einer unfallähnlichen
Köper
schä
digung
ausgehen, eine zeitliche Terminierung sei ausgewiesen
(S.
26 Mitte
)
.
Dr.
Z.___
(vgl. vorstehend E.
3.1)
habe
in seinem Bericht vom Februar 2014
beurteilt
, dass eine sukzessive Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis 100
%
möglich sein sollte.
In diesem Bericht geh
e
Dr.
Z.___
nicht auf die Problematik der DISH-Entwicklung ein, entsprechend berücksichtig
e
er dies auch nicht, was aber für die mittel- bis langfristige Arbeitsfähigkeit
massgeblich sei
. Entsprechend
würde die Beurteilung im Gutachten hinsicht
lich
der
zumutbaren Restarbeitsfähigkeit ab
weichen (S. 26 Mitte)
.
3.
3
.
5
Zusammenfassend
führten die Gutachter aus, vorliegend sei
die rheumato
logische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit richtungweisend. Es besteh
e
beim
Beschwerdeführer
für die bisherige Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit, da diese Tätigkeit die rheumatologisch genannten Schonkriterien nicht berück
sichtig
e
. Für eine die Schonkriterien berücksichtigende Verweistätigkeit besteh
e
eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit,
das heisse
eine 80% Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein volles Pensum
(S. 27
Ziff.
6.2.1)
.
4.
4.1
Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auffassung (
Urk.
1 S.
4
unten ff.
) vermag das von
Dr.
C.___
und med.
pract
.
D.___
erstattete Gutachten die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforde
rungen (E.
1.3
) vollumfängl
ich zu erfüllen. Die Gutachter
tätigte
n
eigene, umfassende Abklärungen, berücksichtigte
n
die beklagten Beschwerden und begründete
n
ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Ausei
n
andersetzung mit den
Vorakten
.
So führten die Gutachter in nachvollzieh
barer Weise aus, dass beim Beschwerdeführer keine Depression im engeren Sinne vorliege, die diagnostizierte Anpassungsstörung nur leicht ausgeprägt sei und damit keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermöge (vgl. vorstehend E.
3.
3
.
2
).
Nach Durchführung erneuter konventioneller Rönt
genaufnahmen
zeigten die Gutachter
in differenzierter Weise auf, dass
die thorakale Entwicklung in Richtung einer DISH, verbunden mit immer wieder
kehrenden entzündlichen Irritationen, die Ruhe- und Nachtschmerzen sowie die deutliche Hartspannbildung paravertebral erklären würden. In nachvoll
zieh
barer Weise führten sie weiter aus, dass die Veränderungen der unteren LWS gegenüber der BWS als im Hintergrund stehend seien und die
ser Achsenabschnitt - im Gegensatz zum thorakalen Abschnitt - unter Ein
haltung günstiger ergonomischer Arbeitsabläufe kei
ne Arbeitsunfähigkeit begrün
de
(vgl. vorstehend E. 3.3.
3
)
.
Die
se
Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen werden ausführlich begründet.
Die Gutachter kamen zum Schluss, dass
in der bisherigen Tätig
keit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und i
n einer
die Schonkriterien be
rücksichtigende
n
leidensangepassten Tätigkeit
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
bestehe.
4.2
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, im Gutachten werde die LWS-Problematik zu wenig berücksichtigt
(vgl.
Urk.
1 S. 4 unten)
, vermag dies
vor
dem Hintergrund der ausführlichen
und
umfassenden
gutachterlichen Beurteilung
nicht zu überzeugen.
Es
ist nicht ersichtlich,
inwiefern sich aus den
übrigen medizinischen Akten, insbesondere aus den Berichten von
Dr.
B.___
(vgl. vorstehend E. 3.
2
), eine andere Beurteilung
ergeben soll. Den Berichten von
Dr.
B.___
lassen sich weder Angaben zur Arbeits
fähigkeit entnehmen, noch steht seine (diagnostische) Einschätzung derjenigen
im Gutachten entgegen. So ist es f
ür die Bestimmung des Rentenanspruchs - grundsätzlich unabhängig von der Diagnose und unbesehen der Ätiologie - massgebend, ob und in welchem Ausmass eine Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vorliegt (BGE
136 V 279
E.
3.2.1 S.
281; Urteil
des Bundesgerichts
8C_391/2015
vom 1
1.
August 2015 E. 3.3).
So
vermag
auch die
Ansicht
des Beschwerdeführers, wonach zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Durchführung einer Diskographie an der LWS
zwin
gend
erforderlich sei
(vgl.
Urk.
1 S. 5 unten)
,
nicht zu überzeugen
und
lässt sich
so auch nicht aus dem Bericht von
Dr.
B.___
ableiten
.
Zwar führt
Dr.
B.___
aus, dass zur Evaluierung einer
diskogenen
Komponente und einer wirbelsäulenchirurgischen Operation
eine Diskographie
durchzuführen sei
(vgl. vorstehend E.
3.
2
)
.
An der vorliegenden (gutachterlichen)
Folgenab
schätzung
der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ändert dies
jedoch kaum etwas.
Gilt es
doch
zu berücksichtigen,
dass
für die
Eignung
eines Gesundheitsschadens, die Leistungsfähigkeit rechtserheblich einzu
schrän
ken, nicht bereits die Befunde und Diagnosen, sondern erst deren
Folg
enab
schätzung
entscheidend sind, wozu sich
Dr.
B.___
wie bereits dargelegt
gerade
nicht
geäussert
hatte (vgl. vorstehend E.
3.
2
).
Im Weiteren ist es allein Aufgabe des Gutachters zu entscheiden
,
ob eine (
einmalige) Explo
ration
eine
zuverlässige Beurteilung zulässt oder ob ergänzende Unter
suchungen erfor
derlich
sind (9C_263/2013
E. 5.4, mit Hinweis).
Abschliessend
ist darauf hinzuweisen, dass aus somatischer Sicht keine objek
tiv fassbaren Aspekte
vorliegen oder
namhaft
gemacht wurden
, welche
den Gutachtern
entgangen waren oder mit denen
sie sich nicht befasst hatten. Die Gutachter berücksichtigen sämtliche vom Beschwerdeführer an
läss
lich der Untersuchung geklagten Beschwerden sowie die von den behan
deln
den Ärzten erhobenen Befunden.
Bis heute wurden keine weitere
n fach
ärztli
chen Stellungnahmen,
Beurteilungen
oder Berichte über entsprechende Ab
klärungen
nachgereicht, die einen anderweitigen Schluss zulassen würden
.
4.3
Inwieweit aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen oder zu verneinen sei, wurde sodann im entsprechenden
Teil
gutachten
einlässlich
und nachvollziehbar
erörtert (vorstehend E.
3.
3
.
2
).
Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass es
sowohl die
Beschwerde
geg
ne
rin
als auch die Gutachter unterlassen hätten
,
einen entspre
chenden psy
chiatrischen Bericht einzuholen
(vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
10)
, ist zu bemerken, dass
sich der Beschwerdeführer anlässlich der Exploration dahin
gehend äusserte, dass er noch nie ambulant in psychologischer oder psychi
atrischer Behand
lung gewesen sei
(vgl.
Urk.
6/66/12)
.
Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich somit.
4.4
Zusammenfassend ist die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der gestellten Diagnosen nachvollziehbar, so dass darauf abgestellt werden kann. Es ist
zudem
nicht ersichtlich, inwiefern die vom Beschwerdeführer gefor
derte Anordnung eines Gutachtens neue, für die Beurteilung des vorliegen
den Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E.
1d).
Der Gesundheitszustand und insbesondere die medizinisch-theoretische Ar
beitsfähigkeit
des
Beschwerdeführer
s
sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Die Beschwerdegegnerin ging daher zu Recht von einer
80
%igen angepassten Arbeitsfähigkeit aus und musste diesbezüglich auch keine weiteren Abklärungen treffen.
5.
5.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Ein
schrän
kungen vorzunehmen, welche die Beschwerdegegnerin
in der an
ge
fochtenen Verfügung
in nicht nachvollziehbarer Weise unterlassen hat
te
.
Nach unbestrittener Feststellung der Beschwerdegegnerin
ist der Beschwerde
führer seit dem Unfall vom
3.
Juni 2013 in seiner angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig (vgl.
Urk.
2 S.
2), dies gestützt auf die gutachterliche Beurteilung (vgl. vorstehend E. 3.3.2, E. 3.3.4). Das Wartejahr
gemäss
Art. 28 Abs. 1
lit
. b
IVG
lief demnach am 1.
Juni
2014 ab
.
Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns,
folglich
auf das Jahr 201
4
, abzustellen (BGE 129 V 222).
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
ein
kommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er
folg
en, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Vali
den
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des früh
estmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Ein
kommensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
schei
n
lichkeit erstellt sein (BG
E 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
).
Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer zuletzt
bei der
Y.___
als Mitarbeiter in der Notenverarbeitung tä
tig war
. Da die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nach
Eintrit
t
der gesund
heitlichen Beeinträchtigung
erfolgte, kann v
orliegend
zur
Bestimmung des
Valideneinkommen
s
das in der letzten Tätigkeit erzielte Einkommen
heran
gezogen
werden. Im Jahr
2012 erzielte der Beschwerdeführer
gemäss
Auszug aus dem individuellen Konto (IK) ein Einkommen von Fr.
73‘745.-- (vgl.
Urk.
6/7), was unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bei Männern
in den Jahren 2012 bis 2014 ein Einkommen von rund Fr.
74‘855.30 für das Jahr 2014 ergibt (
Fr.
73‘745.-- x 1.008 x 1.007).
5.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf
genommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
tur
erhebungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
pra
xis
gemäss
auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E.
4.3.2, 126 V 75 E.
3b/
bb
, 124 V 321 E.
3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann – ausnahmsweise – der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „Dienstleistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen wer
den, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tra
gen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S.
63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3).
Da zur Ermittlung des Invalideneinkommens nur ein dem Gesundheitszu
stand
angepasstes Erwerbseinkommen berücksichtigt werden kann
und das
vom Beschwerdeführer neu angetretene Arbeitsverhältnis bei der Firma
F.___
(vgl.
Urk.
6/66/33)
gemäss
gutachterlicher Be
urteilung
keine die Schonkriterien berücksichtigende Tätigkeit darstellt
(vgl. vorsteh
en
d E.
3.
3
.2)
,
rechtfertigt es sich vorliegend, zur Ermittlung des
Inva
lidenein
kommens
die
Tabellenlöhne
gemäss
LSE
heranzuziehen und hin
sichtlich des beruflichen Werdegangs des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
6/66 S. 8 unten)
vom Zentralwert für einfache
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
auszugehen
. Dieser betrug
für Männer
im Jahr
2012
Fr.
5‘210.-- (
LSE 2012, S.
35, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau
1).
Der durchschnittlichen wöch
entlichen Arbeitszeit im Jahr 201
4
von 41.7 Stunden sowie der allgemeinen Lohnentwicklung bei
Männern
im Jahr 201
3
von 0.7
%
resp. 0.8
%
im Jahr
2014
angepasst, ergibt dies ein hypothetisches
In
valideneinkommen
von run
d
Fr.
52
‘
926.73
für das Jahr 201
4
bei der verblie
benen 80%igen Arbeits
fähig
keit (
Fr.
5210
.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.00
8 x 1.007
x 0.8).
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wi
ckelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Ab
zug,
wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskate
go
rie
so
wie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben kön
nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitver
ant
wortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten
Lei
dens
ab
zuges
nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.6
Besteht auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch unter Be
rücksichtigung des Anforderungs- und Belastungsprofils ein genügend brei
tes Spektrum an
zumutbaren Verweisungstätigkeiten, rechtfertigen gewisse Einschränkungen wie die Notwendigkeit, wechselnde Positionen einzuneh
men,
Zwangshal
tung
en
der Wirbelsäule zu vermeiden sowie Hebe- und
Traglimiten
zu beachten, keinen (zusätzlichen) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_454/2011 vom 3
0.
September 2011 E. 4.3).
Gemäss
Gutachten ist dem Beschwerdeführer eine die Schonkriterien berück
sichtigende (Verweis-)Tätigkeit
zu 80
%
zumutbar (vgl. vorstehend E.
3.
3
.2).
Daraus ist zu
schliessen
, dass die gesundheitlichen Einschränkungen im Rahmen der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit und des ärztlich um
schriebenen Anforderungsprofils an den Arbeitsplatz Rechnung getragen wurde
. In der Beurteilung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils enthaltene
gesundheitliche Einschränkungen können nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrech
nung desselben Gesichtspunktes führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2008
vom 1
4.
November 2008 E.
4.3).
Ausserdem
ist aufgrund des beschriebenen
Belastungsprofils davon auszugehen, dass genügend zumut
bare
Verweis
tätig
keiten
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorhanden sind.
5.7
Wird das
Valideneinkommen
von
Fr
74‘855.30
dem Invalideneinkommen
von
Fr.
52
‘
926.73
gegenübergestellt, resultiert eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
21
‘
928
.
57
und somit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet
29
%
.
5.8
Abschliessend
stellt sich vorliegend noch die Frage, wie der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers vor der Begutachtung zu be
urteilen ist
.
So
äusserten
sich d
ie Gutachter
hinsichtlich einer retrospektiven Beurteilung
nicht explizit
.
Zum Bericht von
Dr.
Z.___
vom
1
1.
Februar
2014
, welcher
seinerseits von einer sukzessiven Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis 100
%
ausging (vorstehend E. 3.1)
, hielten sie jedoch fest, dass darin
auf die Prob
le
matik der DISH-Entwicklung nicht eingegangen und diese in der Beurtei
lung nicht berücksichtigt worden sei. Die gutachterliche Beurteilung weiche des
halb hinsichtlich der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit davon ab (vgl. vor
stehend E. 3.3.3). Auch wenn im Gutachten nicht explizit festgehalten, kann daraus geschlossen werden, dass die gutachterliche Beurteilung der Arbeits
fähigkeit (vgl. vorstehend E. 4.1) auch retrospektiv und somit bereits nach Ablauf des Wartejahrs im Juni 2014 (vgl. vorstehend E. 5.1) bestanden hatte.
5.9
Nach dem Gesagten erweist sich d
ie angefochtene Verfügung
daher
als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
6
.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Be
willi
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeiständung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
6
.2
Mit dem vom Beschwerdeführer
eingereichten Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit wurden
(trotz anwaltlicher Vertretung)
keinerlei Belege zur finanziellen Situation
eingereicht. So wurde auch die in Aussicht gestellte Unterstützungsbestätigung (vgl.
Urk.
9 S.
2) nie eingereicht, noch
kam diesbezüglich
nach
telefonischer Rück
frage
eine entsprechende Reak
ti
on.
Androhungsgemäss
(
Urk.
3 S. 2) ist daher davon auszugehen, dass keine pro
zessuale Bedürftigkeit vorliegt.
Dafür spricht auch die Aussage im Gut
achten, wonach der Beschwerdeführer
kurz vor der Begutachtung
eine Stelle in der Farbproduktion
angenommen
habe
(vgl.
vorstehend E. 3.3.2
).
Das Ge
such
des
Beschwerdeführer
s
um unentgeltliche Rechtspflege ist
daher
abzu
weisen.
6
.3
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Ge
richts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Ent
sprech
en
d dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Be
schwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht beschliesst:
Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Rechtsverbeiständung
wird abgewiesen.
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt. Rech
nung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Noëlle
Cerletti
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesge
richt Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu entha
l
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannP. Sager