# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 091b159c-3f02-50fc-b311-153c9e0672d1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.08.2013 UE130056
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE130056_2013-08-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UE130056-O/U/br 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

der Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. K. Schlegel 

 

Beschluss vom 27. August 2013 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge B._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. C._____,  
2. Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme   
 
 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
vom 7. Februar 2013, B-1*/2012/2378 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

 1. Am 15. Juni 2012 kam es auf Höhe der … [Adresse] zu einer Kollision 

zwischen dem knapp neunjährigen Kickboard fahrenden A._____ (Beschwerde-

führer) und dem Personenwagen von C._____ (Beschwerdegegner 1). Der Be-

schwerdeführer erlitt dabei eine distale Unterschenkelfraktur links sowie eine Kon-

tusion des Ellenbogens links (Urk. 6). Die Kantonspolizei Zürich rapportierte we-

gen fahrlässiger Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB sowie even-

tuell wegen ungenügender Vorsicht gegenüber Kindern im Strassenverkehr ge-

mäss Art. 90 Ziff. 1 i.v.m. Art. 26 Abs. 2 aSVG (Urk. 14/1). Der Strafantrag betref-

fend fahrlässige Körperverletzung liegt vor (Urk. 14/5).  

 2. Am 7. Februar 2013 entschied die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 

(Beschwerdegegnerin 2) keine Strafuntersuchung anhand zu nehmen (Urk. 10 = 

Urk. 14/9).  

 3. Der Beschwerdeführer erhob gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der 

Beschwerdegegnerin 2 vom 7. Februar 2013 Beschwerde bei der III. Strafkammer 

des Obergerichts und beantragte deren Aufhebung sowie die Durchführung einer 

Strafuntersuchung gegen den Beschwerdegegner 1 (Urk. 2 S. 2). 

 Der Beschwerdegegner 1 verzichtete auf Vernehmlassung (Urk. 16). Die 

Beschwerdegegnerin 2 beantragte Abweisung der Beschwerde (Urk. 13). Der Be-

schwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 23. April 2013 (Urk. 18). Die Be-

schwerdegegner 1-2 machten von der Möglichkeit einer Duplik keinen Gebrauch 

(vgl. Urk. 20-22). 

II. 

 1. Die Beschwerdegegnerin 2 begründete die Nichtanhandnahme der Straf-

untersuchung damit, dass die vorhandenen Beweismittel keine Hinweise auf eine 

Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdegegners 1 liefern würden. Aufgrund der 

- 3 - 

Schilderung der neutralen Auskunftsperson D._____, welche sich in den wesentli-

chen Punkten mit denjenigen des Beschwerdegegners 1 und dessen Beifahrer 

decken würden, sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner 1 mit 40 bis 

50 km/h unterwegs gewesen sei, wobei er sein Augenmerk auf den sich auf dem 

Trottoir befindlichen Beschwerdeführer gerichtet gehabt habe. Dieser habe so-

dann unerwartet die Strasse betreten, ohne auf den Verkehr zu achten. Der in je-

nem Moment zwei Meter vom Beschwerdeführer entfernte Beschwerdegegner 1 

habe versucht, durch ein Ausweichmanöver nach links einen Zusammenstoss zu 

vermeiden, was ihm jedoch nicht gelungen sei. Aufgrund dieses Sachverhalts 

könne dem Beschwerdegegner 1 nicht vorgeworfen werden, mit unangepasster 

Geschwindigkeit gefahren zu sein. Auch mangelnde Aufmerksamkeit bezie-

hungsweise Rücksicht gegenüber dem sich auf dem Trottoir befindlichen Be-

schwerdeführer könne ihm nicht unterstellt werden. Schliesslich fehlten Hinweise 

auf eine verzögerte Reaktionszeit (Urk. 10 = Urk. 14/9). 

 2. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers rügt, die Staatsanwaltschaft 

habe eine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen. Sie habe es unterlassen, 

die nötigen Beweismittel zu erheben. Stattdessen habe sie aufgrund einer unvoll-

ständigen Sachverhaltsfeststellung die falschen Schlüsse gezogen. So habe sie 

auf die widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdegegners 1 abgestellt. Dieser 

habe beispielsweise am Unfallort ausgesagt, der Beschwerdeführer sei bergwärts 

unterwegs gewesen. Anlässlich der später erfolgten schriftlichen Befragung habe 

er gemeint, er sei talwärts gefahren. Auch die Aussagen des Beschwerdegeg-

ners 1 und diejenigen der Auskunftsperson widersprächen sich. Protokollierungs-

fehler der Polizei könnten überdies nicht ausgeschlossen werden. Verwertbare 

Einvernahmen lägen zudem keine vor. Auch sei das Umfeld des Beschwerdefüh-

rers, insbesondere die Eltern, nicht einvernommen worden, obwohl sie unmittel-

bar nach dem Unfall vor Ort gewesen seien. Sie hätten beobachtet, dass das 

Fahrzeug des Beschwerdegegners 1 erst dreissig Meter nach der Unfallstelle zum 

Stillstand gekommen sei. In der Nichtanhandnahmeverfügung werde dagegen 

ausser Acht gelassen, dass es keinerlei Bremsspuren gäbe. Der Beschwerde-

gegner 1 habe die Geschwindigkeit nicht verringert.  

- 4 - 

 Nicht berücksichtigt worden sei, dass sich der Beschwerdeführer auf dem 

Heimweg befunden habe, welchen er täglich zurücklege und gut kenne. Er wohne 

gegenüber der Unfallstelle. Entgegen der Behauptung des Beschwerdegegners 1 

sei es nicht möglich, dass er mit dem Kickboard unvermittelt auf die Strasse ge-

fahren sei. Mit einem Fahrzeug wie dem Kickboard müsse man eine Kurve fah-

ren, um abzubiegen. Dies hätte der Beschwerdegegner 1 sehen und anhalten 

müssen. Falls der Beschwerdeführer bergwärts gefahren sei, wäre er aufgrund 

des Steigungswinkels sehr langsam unterwegs gewesen, so dass der Beschwer-

degegner 1 genügend Zeit zum Abbremsen gehabt hätte. Sollte der Beschwerde-

gegner 1 tatsächlich beobachtet haben, wie sich der Beschwerdeführer unruhig 

und unkonzentriert auf dem Gehsteig fortbewegt habe, hätte er die Geschwindig-

keit unverzüglich verringern und Bremsbereitschaft erstellen müssen. Dasselbe 

gälte, falls der Beschwerdeführer talwärts gefahren und dabei den Blick auf den 

Boden gerichtet gehabt hätte. Der Beschwerdegegner hätte die Aufmerksamkeit 

des Beschwerdeführers auch durch Hupen auf sich lenken können. Das Vertrau-

ensprinzip gemäss Art. 26 SVG versage bei Kindern. 

 Schliesslich wäre eine Unfallrekonstruktion hilfreich, damit sich die Be-

schwerdegegnerin 2 ein Bild über die örtlichen Verhältnisse machen könne. An-

hand eines unfallphysikalischen Gutachtens könnte zudem festgestellt werden, ob 

der Beschwerdegegner 1 mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs und unauf-

merksam gewesen sei. Diese Beweismittel gälte es daher zu erheben (Urk. 2 und 

Urk. 18). 

III. 

 1. Gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Er-

öffnung einer Untersuchung, wenn sich aus Informationen der Polizei, einer Straf-

anzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht 

ergibt. Gelangt sie hingegen zum Schluss, dass die fraglichen Straftatbestände 

oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind, Verfahrenshinder-

nisse bestehen oder gemäss Art. 8 StPO aus Opportunitätsgründen auf eine 

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Strafverfolgung zu verzichten ist, verfügt sie die Nichtanhandnahme (Art. 310 

Abs. 1 StPO). Der Zweck der Untersuchung besteht nach Art. 308 Abs. 1 StPO 

darin, den Sachverhalt so weit zu ermitteln, dass das Vorverfahren entweder mit 

einem Strafbefehl, einer Anklage oder einer Einstellung abgeschlossen werden 

kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsanwaltschaft ein gewis-

ser Ermessensspielraum zu. Dies bedeutet unter anderem, dass die Staatsan-

waltschaft nicht jeglicher Spur und jedem Hinweis nachzugehen hat, auch wenn 

sich eine beschuldigte Person oder ein Geschädigter solches vorstellt. Die 

Staatsanwaltschaft darf dann die Untersuchung - z.B. aufgrund einer Anzeige - 

nicht anhand nehmen, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung vor-

liegende Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt oder wenn mit anderen 

Worten eine Anzeige zum Vornherein aussichtslos ist, weil offensichtlich keine 

Straftatbestände oder Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. zum Ganzen: 

Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, Zürich/St. Gal-

len 2009, Art. 309 N 3 f., Art. 310 N 1 ff.; Landshut, in: Donatsch/Hansjakob/ Lie-

ber [Hrsg.], Schweizerische Strafprozessordnung, Zürich 2010, Art. 309 N 11-14, 

N 19-23, Art. 310 N 2 ff.; Omlin, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-

mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Art. 309 N 21 ff., Art. 310 N 9 ff.). 

 2. a) Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit dem Fahrzeug des Be-

schwerdegegners 1 kollidierte und dabei eine distale Unterschenkelfraktur links 

sowie eine Kontusion des Ellenbogens links erlitt. Einer genaueren Erörterung zu 

unterziehen ist die Frage, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwer-

degegner 1 diese Verletzung unter Ausserachtlassung der gebotenen Sorgfalt 

und somit fahrlässig bewirkte (Art. 12 Abs. 3 StGB). Dazu müsste sein Handeln 

als pflichtwidrig unvorsichtig erscheinen und der Erfolg sich als Auswirkung gera-

de der durch den Sorgfaltsmangel geschaffenen Gefahr darstellen (Niggli/Maeder, 

in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., Basel 

2013, Art. 12 N 88).  

 Gemäss dem Vertrauensgrundsatz hängt das Mass der gebotenen Sorgfalt 

davon ab, inwieweit die Möglichkeit riskanten Fehlverhaltens Dritter in Rechnung 

zu stellen ist. Im Strassenverkehrsrecht wird der Vertrauensgrundsatz durch 

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Art. 26 Abs. 1 SVG konkretisiert. Danach darf jeder Strassenbenützer, der sich 

verkehrsgemäss verhält, darauf vertrauen, dass sich die anderen Verkehrsteil-

nehmer ebenfalls ordnungsgemäss verhalten. Dieser Grundsatz wird einge-

schränkt durch Art. 26 Abs. 2 SVG, welcher besagt, dass gegenüber Kindern be-

sondere Vorsicht geboten ist. Danach kann sich der Verkehrsteilnehmer selbst 

dann nicht auf das Vertrauensprinzip berufen, wenn keine konkreten Anzeichen 

dafür bestehen, dass sich Kinder unkorrekt verhalten würden. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, um ein allenfalls begrenztes Vertrauen in das ordnungs-

gemässe Verhalten dieser Strassenbenützer zu rechtfertigen. Aufgrund von Un-

tersuchungen wird angenommen, dass Kinder bis zum zwölften Altersjahr typi-

sche Verkehrsgefahren nicht verstehen. Der Motorfahrzeugführer hat daher an-

gesichts solcher Kinder auf Verkehrswidrigkeiten gefasst zu sein und seine Fahr-

weise danach zu richten, das heisst allenfalls die Geschwindigkeit zu mässigen, 

Bremsbereitschaft zu erstellen und wenn die Kinder nicht auf den Verkehr achten, 

Warnsignale zu geben und nötigenfalls zu halten (Art. 4 Abs. 3 und Art. 29 Abs. 2 

VRV; Urteile des Bundesgerichts 6P.17/2004 vom 4. August 2004 E. 6.2., 

6B_377/2007 vom 6. Februar 2008 E. 2.4. und 6B_302/2011 vom 29. August 

2011 E. 3.3.2; Schaffhauser, Grundriss des Schweizerischen Strassenverkehrs-

rechts, 2. Aufl., 2002 Band I, N 440 ff.). 

 b) Aufgrund der Aussagen des Beschwerdegegners 1 und des den Unfall 

beobachtenden D._____ scheint der Beschwerdegegner 1 ursprünglich mit einer 

Geschwindigkeit von etwa 40 bis 50 km/h unterwegs gewesen zu sein (Urk. 14/1 

S. 6 ff.). D._____ präzisierte, im Kollisionszeitpunkt sei das Fahrzeug mit 30 bis 

40 km/h gerollt (Urk. 14/1 S. 7).  

 Die Aussagen betreffend den Unfallhergang sowohl des Beschwerdegeg-

ners 1 und des mit seinem Fahrzeug im Tatzeitpunkt talwärts fahrenden D._____ 

als auch des Beschwerdegegners 1 anlässlich der polizeilichen Befragung am 

Unfallort (Urk. 14/1 S. 6) und später auf dem Revier (Urk. 14/4) weichen dagegen 

in wesentlichen Punkten voneinander ab. So hat der Beschwerdegegner 1 ge-

mäss Polizeirapport angegeben, den Beschwerdeführer zum ersten Mal bemerkt 

zu haben, als er sich in einer Entfernung von ungefähr 150 Meter befunden habe. 

- 7 - 

Er sei talwärts gefahren und habe vor sich auf den Boden geschaut (Urk. 14/1 

S. 6). 

 In der polizeilichen Befragung vom 9. Juli 2012 meinte er, der Beschwerde-

führer sei bergwärts gefahren. Man habe ihn anlässlich der Befragung am Unfall-

ort wohl falsch verstanden. Auf die Frage, wie sich der Beschwerdeführer verhal-

ten habe, als er ihn zum erstem Mal erblickt habe, meinte er, dieser sei langsam 

bergwärts gefahren (Urk. 14/4, Frage 4). Auf die weitere Frage, wie sich jener 

verhalten habe, als er sich ihm genähert habe, antwortete er, er (der Beschwer-

degegner 1) sei langsam weiter gefahren und plötzlich sei der Beschwerdeführer 

ohne auf die Strasse zu achten, direkt auf sein Fahrzeug zugekommen (Urk. 14/4, 

Frage 5). Als er schliesslich gefragt wurde, was er getan habe, als er den Be-

schwerdeführer zum ersten Mal bemerkt habe, erklärte er, er sei ganz normal wei-

ter gefahren. Als er sich in der Nähe des Beschwerdeführers befunden habe, ha-

be er sich auf diesen konzentriert (Urk. 14/4, Frage 11). D._____ erklärte gemäss 

Polizeirapport, der Beschwerdeführer sei "völlig zapplig" mit dem Kickboard auf 

dem Trottoir gestanden. Er sei dann unerwartet auf die Strasse getreten, ohne 

zuvor nach links oder rechts zu schauen (Urk. 14/1 S. 7). Die Aussagen des Bei-

fahrers E._____ sind im Polizeirapport in lediglich vier Zeilen festgehalten. Der 

Beschwerdegegner 1 sei vorsichtig gefahren und der Beschwerdeführer sei un-

vermittelt auf die Strasse getreten (Urk. 14/1 S. 8). 

 Aufgrund obiger Angaben stellen sich eine Vielzahl von Fragen. So geht aus 

den Aussagen des Beschwerdegegners 1 nicht eindeutig hervor, wie er sich ver-

hielt, als er den Beschwerdeführer zum ersten Mal erblickte. Seine Aussagen las-

sen sowohl den Schluss zu, dass er mit unverminderter Geschwindigkeit weiter 

fuhr, als auch, dass er die Geschwindigkeit reduzierte. Aufgrund der Angabe von 

D._____, der Beschwerdegegner sei ursprünglich mit 40 bis 50 km/h, im Kollisi-

onszeitpunkt mit 30 bis 40 km/h unterwegs gewesen, müsste angenommen wer-

den, dass er leicht abbremste. Unklar ist auch, wie sich der Beschwerdeführer 

verhielt. Der Beschwerdegegner 1 meinte zuerst, er sei talwärts gefahren und ha-

be vor sich auf den Boden gestarrt, korrigierte sich dann und erklärte er sei berg-

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wärts unterwegs gewesen. Gemäss D._____ stand der Beschwerdeführer auf 

dem Trottoir und bewegte sich unruhig.  

 Fest steht, dass der Beschwerdegegner 1 den Beschwerdeführer bemerkte 

einige Zeit, bevor es zur Kollision kam. Es stellt sich daher die Frage, ob er nicht 

bereits zu jenem Zeitpunkt Anlass dazu gehabt hätte, die Geschwindigkeit zu re-

duzieren oder zumindest Bremsbereitschaft zu erstellen. Dies insbesondere unter 

der Annahme, dass der Beschwerdeführer - wie der Beschwerdegegner 1 dies 

anfänglich ausführte - vor sich auf den Boden starrte respektive gemäss Aussage 

von D._____ sich sehr unruhig bewegte. Denn ein solches Verhalten des Be-

schwerdeführers hätte dem Beschwerdegegner 1 als Hinweis dafür gelten müs-

sen, dass der Beschwerdeführer seine Aufmerksamkeit nicht dem Verkehr zuge-

wandt hatte und daher jederzeit einer spontanen Neigung folgend in den Stras-

senverkehr hätte geraten können. Er hätte sich in diesem Fall nicht drauf verlas-

sen dürfen, dass sich der Beschwerdeführer ordnungsgemäss verhält. Vielmehr 

hätte er prophylaktisch eine erhöhte Sorgfalt anwenden müssen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6P.135/2003 vom 3. Februar 2004 E. 7.2). 

 c) Bei dieser Sachlage lässt sich nicht von vornherein sagen, der Beschwer-

degegner 1 habe sich keiner Verkehrsregelverletzung und infolgedessen keiner 

fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht. Vielmehr ist dies genauer zu un-

tersuchen. Dazu sind detailliertere Sachverhaltsabklärungen nötig.  

 Weder D._____ noch der Beifahrer des Beschwerdeführers wurden bisher 

als Zeugen einvernommen. Ihre Aussagen wurden lediglich in zusammengefass-

ter Form im Polizeirapport festgehalten (vgl. Urk. 14/1). Angesichts der Vielzahl 

offener Fragen, welche sich stellen, drängen sich deren formelle Einvernahmen 

auf. Auch eine erneute, eingehende Befragung des Beschwerdegegners 1 dürfte 

Sinn machen. Was den Beschwerdeführer anbelangt, so leidet dieser gemäss Po-

lizeirapport an einer Spracherwerbsstörung, weshalb er nicht zum Unfallhergang 

habe befragt werden können (Urk. 14/1 S. 8). Unbekannt ist, ob es ihm möglich 

ist, sich auf andere Art und Weise (beispielsweise Gebärdensprache) verständlich 

zu machen oder ob seine Eltern verstehen, was er ihnen mitteilt. Je nach dem 

drängt sich eine Befragung der Eltern auf. 

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 Ob ein unfallanalytisches Gutachten vorliegend sachdienliche Hinweise zu 

liefern vermöchte, ist von einer Fachperson zu beurteilen. Jedenfalls sollte diese 

Frage abgeklärt werden. 

 Im übrigen ist es der Beschwerdegegnerin 2 zu überlassen die aus ihrer 

Sicht für die Erlangung eines umfassenden Untersuchungsergebnisses notwendi-

gen Beweismittel zu erheben. Ist sie nach durchgeführter Untersuchung nach wie 

vor der Ansicht, es liege kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vor, ist es ihr 

anheim gestellt, die Untersuchung gestützt auf Art. 318 Abs. 1 StPO einzustellen.  

 d) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. 

IV. 

 1. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen hat im Endent-

scheid zu erfolgen (Art. 421 Abs. 1 StPO). 

 2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist zuhanden der das 

Strafverfahren abschliessenden Strafbehörde in Beachtung der Bemessungskrite-

rien von § 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG (Bedeutung des Falls, Zeitaufwand des Ge-

richts, Schwierigkeit des Falls) und gestützt auf § 17 Abs. 1 GebV OG auf 

Fr. 800.– festzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Nichtanhandnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 7. Februar 2013 aufgehoben.  

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 800.– festge-

setzt. 

3. Die Regelung der Kostenauflage und allfälliger Entschädigungen wird dem 

Endentscheid vorbehalten. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

- 10 - 

− Rechtsanwalt lic. iur. X._____, im Doppel für sich und zuhanden der 
Inhaberin der elterlichen Sorge des Beschwerdeführers, als Gerichts-
urkunde 

− den Beschwerdegegner 1, als Gerichtsurkunde 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad B-1/2012/2313, unter Rück-

sendung der Untersuchungsakten (Urk. 14), gegen Empfangsbestäti-
gung. 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen 

von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen er-
hoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 27. August 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic.iur. K. Schlegel 
 

	Beschluss vom 27. August 2013
	
	Erwägungen:
	I.

	II.
	III.
	IV.
	Es wird beschlossen:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 7. Februar 2013 aufgehoben.
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 800.– festgesetzt.
	3. Die Regelung der Kostenauflage und allfälliger Entschädigungen wird dem Endentscheid vorbehalten.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____, im Doppel für sich und zuhanden der Inhaberin der elterlichen Sorge des Beschwerdeführers, als Gerichtsurkunde
	 den Beschwerdegegner 1, als Gerichtsurkunde
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad B-1/2012/2313, unter Rücksendung der Untersuchungsakten (Urk. 14), gegen Empfangsbestätigung.

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffent...