# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59fdc698-dfb4-503a-8e6b-1e00fe72dc0d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.03.2025 SR2 2025 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2025-12_2025-03-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Verfügung vom 11. März 2025
"mitgeteilt am"

Referenz SR2 25 12

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Nydegger, Vorsitz

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

B._____
Beschwerdegegner

C._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand falsche Anschuldigung

Anfechtungsobj. Nichtanhandnahmeverfügung Staatsanwaltschaft Graubünden 
vom 11. Februar 2025, mitgeteilt am 11. Februar 2025 (Proz. Nr. 
EK.2025.1348)

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Sachverhalt

A. Wegen des Vorwurfs, dass das Fahrzeug mit den Kontrollschildern (D) 
Z.1._____ am 30. März 2024 in O.1._____ auf einer Sperrfläche parkiert war, büsste 
die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) mit Strafbe-
fehl vom 12. Juli 2024 D._____ wegen einfacher Verkehrsregelverletzung (Proz. Nr. 
ÜB.2024.9487). Dagegen legte dieser mit Schreiben vom 24. Juli 2024 "Be-
schwerde" ein. Im gleichen Schreiben sowie in einem weiteren Schreiben vom glei-
chen Tag erstattete er Strafanzeige und reichte Strafantrag ein gegen den staats-
anwaltschaftlichen Sachbearbeiter sowie den zuständigen Staatsanwalt oder die 
zuständige Staatsanwältin wegen falscher Anschuldigung. Am 30. Dezember 2024 
ging bei der Staatsanwaltschaft ein Schreiben vom 22. Dezember 2024 ein, welches 
als Absender "A._____ (Familienvater)" auswies. Darin wurde Strafanzeige gegen 
den Sachbearbeiter B._____ wegen "falscher Verdächtigung sowie Behauptung 
Falscher Tatsachen und Belästigung" gestellt.

B. Mit Verfügung vom 11. Februar 2025, gleichentags mitgeteilt, entschied die 
Staatsanwaltschaft, dass in Sachen Strafanzeigen von D._____ und A._____, je 
betreffend falscher Anschuldigung etc., kein Strafverfahren an die Hand genommen 
werde (Proz. Nr. EK.2025.1348).

C. Dagegen reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 14. Februar 
2025 Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft ein. Die Staatsanwaltschaft leitete die 
Eingabe am 24. Februar 2025 an das Obergericht des Kantons Graubünden weiter.

D. Mit (unaufgefordert eingereichter) Eingabe vom 28. Februar 2025 teilte der 
Beschwerdeführer mit, dass er an seinen Anträgen festhalte.

E. Die Akten der Staatsanwaltschaft wurden beigezogen. Auf die Einholung von 
Stellungnahmen wurde verzichtet. Die Angelegenheit ist spruchreif.

Erwägungen

1.1. Gegen Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft kann 
gemäss Art. 310 Abs. 2, Art. 322 Abs. 2 sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 
22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; 
BR 350.100) beim Obergericht Beschwerde erhoben werden. Die Beurteilung fällt 
in die Zuständigkeit der Zweiten strafrechtlichen Kammer (Art. 13 Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Organisation und Geschäftsführung des Obergerichts [OGV; 
BR 173.010]). Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 
Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO).

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1.2. Die Legitimation für die Beschwerdeerhebung richtet sich nach Art. 382 
StPO. Art. 382 Abs. 1 StPO erklärt die Parteien als beschwerdelegitimiert, sofern 
sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Ent-
scheides haben. Zu den Parteien gehört u.a. die Privatklägerschaft (Art. 104 StPO). 
Als solche gilt gemäss Art. 118 Abs. 1 StPO die geschädigte Person, welche aus-
drücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin beteiligen zu 
wollen (zu Form und Inhalt dieser Erklärung vgl. Art. 119 StPO). Ein Strafantrag ist 
dieser Erklärung gleichgestellt (Art. 118 Abs. 2 StPO). Als geschädigte Person gilt 
die Person, die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist 
(Art. 115 Abs. 1 StPO). Die Legitimation zur Ergreifung eines Rechtsmittels gegen 
eine Nichtanhandnahmeverfügung setzt im Regelfall eine Konstituierung vor dem 
Erlass der Verfügung voraus. Eine Ausnahme muss für den Fall gelten, in welchem 
sich der Geschädigte nicht rechtzeitig konstituieren konnte, beispielsweise weil er 
von der Staatsanwaltschaft nicht auf die Möglichkeit der Konstituierung im Sinne 
von Art. 118 Abs. 4 StPO hingewiesen wurde oder wenn eine Nichtanhandnahme-
verfügung ganz zu Beginn des Vorverfahrens ergeht (vgl. BGer 1B_298/2012 v. 
27.08.2012 E. 2.1).

Vorausgesetzt wird somit grundsätzlich zweierlei: einerseits eine Geschädigtenstel-
lung gemäss Art. 115 Abs. 1 StPO, andererseits eine entsprechende Erklärung 
gemäss Art. 118 f. StPO. Neben den Parteien nach Art. 104 StPO können auch 
andere Verfahrensbeteiligte im Sinne von Art. 105 StPO zur Beschwerde legitimiert 
sein, jedoch nur dann, wenn sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind und die 
Ergreifung eines Rechtsmittels ein zur Wahrung ihrer Interessen erforderliches Ver-
fahrensrecht ist (Art. 105 Abs. 2 StPO; Franz Riklin, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, Orell Füssli Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2014, N 3 zu Art. 382 StPO; Viktor 
Lieber, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2020, N 12 ff. zu Art. 105 und N 2 zu 
Art. 382 StPO). Soweit die Legitimationsvoraussetzungen nicht ohne Weiteres er-
sichtlich sind, haben die Beschwerdeführer in ihrer Rechtsmitteleingabe darzule-
gen, inwieweit sie sich zur Beschwerde legitimiert erachten (vgl. BGer 1B_230/2011 
v. 22.07.2011 E. 1.3.2; KGer GR SK2 21 76 v. 13.10.2022 E. 2.1; Lieber, a.a.O., N 
7c zu Art. 382 StPO; Patrick Guidon, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer 
Strafprozessordnung, Zürich 2011 [zit. Guidon, Beschwerde], Rz. 216).

1.3. Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Anforderungen 
an die Begründung richten sich nach Art. 385 Abs. 1 lit. a bis c StPO, wonach genau 
anzugeben ist, welche Punkte des Entscheides angefochten werden, welche 
Gründe einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel angerufen 

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werden. Die Beschwerdebegründung hat sich in minimaler Form mit der angefoch-
tenen hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen (KGer GR SK2 20 50 
v. 07.01.2021 E. 2 m.H. Guidon, Beschwerde, N 392). Die Beschwerdemotive müs-
sen auch in Laienbeschwerden bis zum Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist so 
konkret dargelegt werden, dass ersichtlich ist, welche Punkte des angefochtenen 
Entscheids beanstandet werden und inwiefern dieser abgeändert werden soll (BGer 
6B_182/2020 v. 06.01.2021 E. 2.5; Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl., Ba-
sel 2023, N 9e zu Art. 396 StPO). Die Rechtsmittelinstanz hat nicht dafür besorgt 
zu sein, dass der Rechtsmittelkläger die optimale Begründungsargumentation vor-
legt (BGer 6B_339/2018 v. 21.08.2018 E. 2.3.2 m.w.H.).

1.4. Das Strafverfahren ÜB.2024.9487 richtete sich gegen D._____ als Halter des 
Fahrzeuges mit den Kontrollschildern (D) Z.1._____, weshalb – wenn überhaupt – 
nur dieser einer allenfalls falschen Anschuldigung durch B._____ und C._____ aus-
gesetzt sein konnte. A._____, der Vater von D._____, ist daher nicht als Geschä-
digter im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zu betrachten, sondern als (blosser) An-
zeigeerstatter. Als solcher ist er nicht zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Vor der 
Staatsanwaltschaft wie auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren brachte der Be-
schwerdeführer (A._____) jedoch mehrfach vor, sein Sohn sei zwischenzeitlich ver-
storben. Es stellt sich daher die Frage, ob der Beschwerdeführer als Rechtsnach-
folger von D._____ (Art. 121 Abs. 1 StPO) anzusehen und in dieser Eigenschaft zur 
Beschwerdeerhebung legitimiert ist. Dass sein Sohn verstorben sei, teilte der Be-
schwerdeführer der Staatsanwaltschaft erstmals mit Schreiben vom 29. September 
2024 mit (vgl. StA act. 22). Die Staatsanwaltschaft bat daraufhin um eine offizielle 
Todesbescheinigung (vgl. StA act. 23). Dem kam der Beschwerdeführer jedoch 
nicht nach, sondern verwies die Staatsanwaltschaft stattdessen an den (ehemali-
gen) Lebensgefährten seines Sohnes, E._____ (vgl. StA act. 24 sowie StA act. 30). 
Auch dieser reichte keine offizielle Todesbescheinigung ein (vgl. etwa StA act. 37). 
Die Staatsanwaltschaft tätigte zudem Abklärungen bei Interpol Wiesbaden, welche 
ergaben, dass keinerlei Erkenntnisse vorliegen würden, wonach D._____ verstor-
ben sei. Dieser sei nach wie vor an der Anschrift in O.2._____ zusammen mit dem 
Beschwerdeführer einwohnerrechtlich verzeichnet. Sein Name sei aktuell unter die-
ser Adresse am Briefkasten und Klingelschild angebracht. Weiter – so die Staats-
anwaltschaft – sei D._____ unverändert auf seinem Instagram-Account aktiv, wor-
auf Bilder und Videos von November und Dezember 2024 ersichtlich seien (vgl. StA 
act. 29). Unter diesen Umständen bestehen zumindest Zweifel daran, dass D._____ 
tatsächlich verstorben ist. Um die Stellung als Rechtsnachfolger gemäss Art. 121 
Abs. 1 StPO in Anspruch nehmen zu können, hätte es daher am Beschwerdeführer 

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gelegen, den Tod von D._____ nachzuweisen (z.B. mittels offizieller Todesbeschei-
nigung). Dem ist der Beschwerdeführer weder gegenüber der Staatsanwaltschaft 
noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachgekommen, sodass er seine Be-
schwerdelegitimation nicht hinreichend begründet bzw. belegt hat. Auf die Be-
schwerde ist deshalb bereits aus diesem Grund nicht einzutreten.

1.5. Abgesehen davon fehlt der Beschwerde aber auch eine rechtsgenügliche 
Begründung. Die Staatsanwaltschaft begründete die Nichtanhandnahme damit, 
dass es aus mehreren Gründen an einem Anfangsverdacht fehle. Die Anzeigen 
würden sich – soweit überhaupt verständlich und nachvollziehbar – auf das Verfah-
ren bei der Staatsanwaltschaft und den Erlass eines Strafbefehls zu beziehen schei-
nen. Im Zeitpunkt der staatsanwaltschaftlichen Tätigkeit sei ein Verfahren gegen 
D._____ jedoch bereits in Gang gewesen. Der Staatsanwaltschaft oder deren Mit-
arbeitenden vorwerfen zu wollen, sie hätten in der Absicht gehandelt, ein Strafver-
fahren gegen ihn zu veranlassen, sei daher ausgeschlossen (vgl. act. B.1, E. 5). Mit 
diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander.

Im Weiteren hielt die Staatsanwaltschaft fest, es sei nicht ersichtlich, inwiefern die 
beanzeigten Personen einen falschen Sachverhalt behauptet hätten. Solches 
werde auch in den Anzeigen weder näher behauptet noch auch bloss ansatzweise 
kenntlich gemacht, im Gegenteil, bestreite doch D._____ anscheinend nicht, dass 
er der "Fahrzeugfahrer" gewesen sei; zudem ergebe sich anhand eines in den Akten 
liegenden Fotos, dass das Fahrzeug (D) Z.1._____ auf einer Sperrfläche parkiert 
gewesen sei (vgl. act. B.1, E. 5). Es trifft zu, dass D._____ in seiner Eingabe vom 
24. Juli 2024 selbst ausführte, es sei ihm (!) wegen des plötzlich einsetzenden 
Schneefalls nicht möglich gewesen, das Fahrzeug an einer anderen Stelle abzu-
stellen (vgl. StA act. 9). Jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt bestanden somit keine 
Anhaltspunkte, dass nicht D._____, sondern eine andere Person für die (mutmass-
liche) Verkehrsregelverletzung verantwortlich sein könnte. Vor diesem Hintergrund 
war es ohne Weiteres zulässig, gegen D._____ als Halter des Fahrzeugs ein Straf-
verfahren wegen einfacher Verkehrsrelverletzung einzuleiten, weshalb der Tatbe-
stand der falschen Anschuldigung (Art. 303 StGB) von vornherein entfällt. Mit der 
entsprechenden Begründung der Staatsanwaltschaft setzt sich der Beschwerdefüh-
rer nicht hinreichend auseinander, wenn er dagegen bloss einwendet, der ehema-
lige Lebenspartner seines Sohnes sei der Fahrer gewesen bzw. habe das Fahrzeug 
verkehrswidrig abgestellt (vgl. hierzu auch act. A.2, S. 1). Abgesehen davon, dass 
er diese Behauptung nicht näher belegt, würde sie – selbst wenn sie der Wahrheit 
entsprechen würde – nichts daran ändern, dass D._____ sich gegenüber den Straf-
verfolgungsbehörden als Fahrzeuglenker zu erkennen gab. Auf diesen Umstand, 

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auf den die Staatsanwaltschaft in ihrer Begründung zu Recht hinwies, geht der Be-
schwerdeführer mit keinem Wort ein, sodass er abermals seiner Begründungspflicht 
nicht nachkommt.

1.6. Nach dem Ausgeführten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2. Die vorliegende Entscheidung ergeht gestützt auf Art. 388 Abs. 2 lit. a und b 
StPO in einzelrichterlicher Kompetenz.

3.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens würde der Beschwerdeführer an sich 
kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Auf die Erhebung von Kosten kann jedoch 
ausnahmweise verzichtet werden (Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichts-
gebühren in Strafverfahren [VGS; BR 350.210]).

3.2. Mangels Einholen von Stellungnahmen (vgl. act. D.2) sind von vornherein 
keine Entschädigungen zu sprechen.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen gesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung an:]