# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 766bf5d7-8257-5614-bdff-14459146e12a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 01.05.2013 SK1 2012 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2012-48_2013-05-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 1. Mai 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 12 48 [nicht mündlich eröffnet]          02. Mai 2013

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Aktuar Wolf

In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Advokat lic. iur. Philipp 
Rupp, Steinengraben 14, 4003 Basel, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Bb. vom 1. März 2011, mitgeteilt am 
17. Mai 2011, in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , Senn-
hofstrasse 17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, gegen den Ange-
klagten und Berufungskläger,

betreffend Betrug, Urkundenfälschung, ungetreue Geschäftsbesorgung, Bevorzu-
gung eines Gläubigers,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. wurde am 3. Mai 1973 in Aa. geboren und besuchte dort und in Ab. 
sechs Jahre die Primar- und anschliessend drei Jahre die Sekundarschule. In der 
Folge absolvierte er erfolgreich eine Lehre als Hochbauzeichner und war dann 
während zwei Jahren auf dem erlernten Beruf tätig. Im Alter von 23 Jahren machte 
er sich als Architekt selbständig. Er besuchte die Bauleiterschule und begann an 
der Fachhochschule in Ac. den Studiengang „Projektmanagement“. Die Fach-
hochschule hat er nicht abgeschlossen. Seit einigen Jahren arbeitet er als Aus-
sendienstmitarbeiter bei der Ad., die Sanitäreinrichtungen vertreibt. Im Jahre 1996 
heiratete er Ae., mit welcher er zwei Kinder im Alter von zwölf beziehungsweise 
vierzehn Jahren hat. Seit Ende August 2010 wohnt er zusammen mit seiner Fami-
lie in Af.. Angaben zu seinen aktuellen finanziellen Verhältnissen verweigerte er im 
bisherigen Verfahren; er führte aber an, auf dem Existenzminimum zu leben. 
Gemäss seinen Angaben im Berufungsverfahren verdient er als Projektleiter der 
Ad. im Angestelltenverhältnis netto Fr. 5'000.-- monatlich und ist sein 2-
Familienhaus in Ag. sehr hoch belastet. Beim Betreibungsamt Ah. ist er für den 
Zeitraum vom 1. September 2006 bis zum 29. April 2009 mit 20 Betreibungen über 
Fr. 435'975.60 sowie zwei Verlustscheinen über Fr. 39'744.70 verzeichnet. 
Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Ag. gibt das Verhalten von X. „kei-
nen Anlass zu klagen“. Im Schweizerischen Strafregister ist er nicht verzeichnet.

Im September 1996 gründete X. die Ai., deren Gesellschafter und Geschäftsführer 
er noch heute ist. Gegen diese Gesellschaft liegen für den Zeitraum vom 18. Mai 
2005 bis zum 8. April 2008 Betreibungen und Verlustscheine über insgesamt Fr. 
349'253.45 vor. Sodann war er Gesellschafter der Aj.. Die Liquidation dieser Ge-
sellschaft, gegen welche bis zum 6. März 2007 Betreibungen über Fr. 829'817.65 
aufgelaufen waren, ist heute abgeschlossen. Im November 2004 hatte X. die Ak. 
gegründet. Bis zum Konkurs dieser Gesellschaft, aus welchem Konkursverlust-
scheine über Fr. 838'751.60 resultierten, war er dort Geschäftsführer und Gesell-
schafter. 

B. Mit Anklageverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 1. Dezem-
ber 2010 wurde X. wegen mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, 
mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, mehrfacher unge-
treuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB und Bevorzugung eines 
Gläubigers gemäss Art. 167 StGB in Anklagezustand versetzt. Die Staatsanwalt-
schaft legte der Anklageschrift vom 1. Dezember 2010 folgenden Sachverhalt zu 
Grunde:

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„X. wird angeklagt:

1. des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB und der mehrfachen Urkun-
denfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB.

1.1. Am 5./7. Oktober 2004 wurden zwischen der AL.-Bank als Kreditgeberin und X., 
Karin X. und der Aj. als Kreditnehmer zwei Baukreditverträge abgeschlossen. Die 
AL.-Bank gewährte den Kreditnehmern zur Finanzierung des Bauvorhabens „Aq.“ 
in Aa. Baukredite über AL. 450'000.-- sowie CHF 1'720'000.--. Zur Sicherstellung 
diente der Bank ein Inhaberschuldbrief, lastend auf der zu überbauenden Parzel-
le. Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wurden das CHF-Baukonto Am. und 
das AL.-Baukonto An. eröffnet. In Ziffer 3 der Baukreditverträge wurde unter der 
Rubrik Verwendungszweck „Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit 5 Wohnun-
gen / Überbauung Aq. an der Ao. in Aa.“ festgehalten. Sodann wurde in den vom 
Angeklagten unterzeichneten Vertragsbedingungen bestimmt, dass die Kreditbe-
träge „ausschliesslich der Finanzierung des Bauvorhabens auf dem Grundstück, 
das der Bank als Sicherheit dient“ verwendet werden dürfen. Weiter wurde fest-
gehalten, dass „Zahlungen zu Lasten des Baukredites von einem von den Ver-
tragsparteien gemeinsam bestimmten Treuhänder gegengezeichnet werden müs-
sen“. Als solcher wurde Ap. bestimmt. 

[…]

1.2. In zwei Fällen täuschte X. mittels von ihm erstellten und unterzeichneten Ver-
gütungs- und Buchungsaufträgen gegenüber dem Treuhänder Ap. vorsätzlich und 
arglistig Forderungen von Unternehmern vor, die für die Überbauung „Aq.“ keine 
Leistungen erbracht hatten. Dabei legte er zur Stützung der von ihm behaupteten 
Forderungen Ap. teilweise fiktive Rechnungen vor. Zudem gab er jeweils an, dass 
es sich um „Akontozahlungen“ für erst noch zu liefernde Waren handle. Wie der 
Angeklagte wusste, konnte Ap. deswegen nicht oder nur mit besonderer Mühe 
überprüfen, ob die auf den Vergütungsaufträgen aufgeführten Unternehmen 
tatsächlich Leistungen für die Überbauung „Aq.“ erbracht hatten oder noch erbrin-
gen würden. Der derart getäuschte Ap. visierte daraufhin zu Handen der AL.-
Bank irrtümlich den betreffenden Vergütungsauftrag bzw. AL.-Buchungsauftrag, 
worauf die AL.-Bank die entsprechenden Zahlungen zu Lasten der Baukonti vor-
nahm. Da diese Zahlungen nicht dem Baufortschritt zugute kamen, wurde die 
AL.-Bank als hypothekarisch gesicherte Baukreditgläubigerin im entsprechenden 
Umfang geschädigt und der Angeklagte in demselben Umfang unrechtmässig be-
reichert. Die zur Diskussion stehenden Vergütungsaufträge hat der Angeklagte 
jeweils in Ag. ausgefüllt, weshalb der Tatort dort liegt.

[…]

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1.3. Die zulasten des CHF-Kontos Am. und AL.-Kontos An. bei der AL.-Bank auf diese 
Weise unrechtmässig verwendete Summe beläuft sich auf Fr. 130'000.-- und er-
gibt sich aus folgenden zwei Pflichtverletzungen:

a) Am 19. April 2005 legte der Angeklagte Ap. einen Vergütungsauftrag über 
CHF 105'826.65 zur Unterschrift vor. Damit sollte die AL.-Bank unter anderem be-
auftragt werden, der Ak. zu Lasten des Kontos Am. eine Zahlung von CHF 
30'000.- zu leisten. Als Zahlungsgrund nannte der Angeklagte „Akontozahlung für 
bereits vorbestellte Sanitärapparate und Wellnessprodukte“. Die Ak. hatte jedoch 
für die Überbauung „Aq.“ keinerlei derartige Apparate bestellt, und solche wurden 
dort auch nie geliefert     oder eingebaut. Nachdem der getäuschte Ap. den Ver-
gütungsauftrag unterschrieben hatte, wurde dieser der AL.-Bank weitergeleitet. 
Diese führte die entsprechende Zahlung aus und überwies am 27. April 2005 CHF 
30'000.-- auf das Konto der Ak. bei der Ar. Bb..

[…]

b) Am 4. Oktober 2005 erstellte der Angeklagte einen AL.-Buchungsauftrag, 
mit welchem die AL.-Bank beauftragt werden sollte, zu Lasten des Kontos An. 
CHF 100'000.-- an As. zu vergüten. Den Buchungsauftrag leitete der Angeklagte 
Ap. mit vier angeblich von As. verfassten Rechnungen zur Unterschrift weiter. Als 
Zahlungsgrund wurde in diesen Rechnungen „Akontozahlung für die Bestellung 
von Platten“ sowie „Vorbestellung von Bedachungsmaterial“ und „Parkett Liefe-
rung“ genannt. Wie der Angeklagte wusste, stammten die fraglichen Rechnungen 
in Wirklichkeit nicht von As., sondern waren gefälscht. Tatsächlich hat As. für die 
Überbauung „Aq.“ keine Leistungen erbracht und solche waren auch nicht verein-
bart. Nachdem der derart über den wirklichen Verwendungszweck der Zahlung 
getäuschte Ap. den Buchungsauftrag in der Rubrik Bautreuhänder unterzeichnet 
hatte, wurde dieser der AL.-Bank eingereicht. Diese belastete am 21. Oktober 
2005 das Baukonto An. mit CHF 100'000.-- und verbuchte den entsprechenden 
Gegenwert zu Gunsten von As.. Damit tilgte der Angeklagte einen Teil des Kauf-
preises für eine von ihm privat von As. gekaufte Liegenschaft in At.. 

[…]

2. der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB.

2.1. Der Angeklagte war seit November 2004 Gesellschafter und Geschäftsführer der 
Ak.. Damit hatte er gegenüber dieser Gesellschaft eine Treuepflicht. Zudem war 
er seit der Gründung der Ad., Au., am 21. Juli 2006 bei dieser auf Provisionsbasis 
angestellt. Verwaltungsratsmitglied dieser Gesellschaft war der Schwiegervater 
des Angeklagten, Av..

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[…]

2.2. In der Zeit von 14. Juni 2006 bis 3. Oktober 2006 nahm der Angeklagte zu Lasten 
der Ak. folgende Belastungen vor:

- am 14. Juni 2006 CHF 203.60 an Aw.,

- am 14. Juni 2006 CHF 503.70 an Ax.,

- am 19. Juni 2006 CHF 100.80 an Aw.,

- am 20. Juni 2006 CHF 132.35 an Ay.,

- am 21. Juni 2006 CHF 335.80 an Ax.,

- am 21. Juni 2006 CHF 176.90 an Ax.,

- am 21. Juni 2006 CHF 132.35 an Ay.,

- am 26. Juni 2006 CHF 300.15 an Aw.,

- am 19. Juli 2006 CHF 807.40 an Az.,

- am 3. Oktober 2006 CHF 1'265.55 an Ay..

Diese total CHF 3'951.60 wendete der Angeklagte aber nicht für Belange der Ak. 
auf, sondern er bezahlte damit Auslagen der Ad., ohne dass die Ak. hiefür irgend-
eine Gegenleistung erhalten hat oder eine solche vereinbart worden ist. Dadurch 
hat der Angeklagte die gegenüber der Ak. bestehende Treuepflicht bewusst ver-
letzt und dieser einen Schaden von CHF 3’951.60 bewirkt.

[…]

2.3. Am 22. Mai 2006 hob der Angeklagte ab dem Konto der Ak. bei der Ba. CHF 
77'872.15 ab. CHF 41'034.20 zahlte er gleichentags am Postschalter in Aa. auf 
das Konto der Ba. ein, um damit diverse Sanitäreinrichtungen zu bezahlen. Diese 
Sanitäreinrichtungen wurden dann in die Ad. eingebracht, ohne dass diese der 
Ak. irgendwelche Gegenleistung dafür zukommen liess oder eine solche verein-
bart worden ist. Dadurch hat der Angeklagte die gegenüber der Ak. bestehende 
Treuepflicht bewusst verletzt und dieser einen Schaden von CHF 41'034.20 ver-
ursacht.

[…]

3. der Bevorzugung eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB.

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Der Angeklagte war Geschäftsführer der Ak.. Diese Gesellschaft lieh sich vom 
Schwiegervater des Angeklagten, Av., mehrmals Geld. Ab Ende 2006 war die Ak. 
überschuldet und nicht mehr zahlungsfähig. Trotzdem und im Wissen um die schlech-
te finanzielle Lage der Ak. tilgte der Angeklagte die Darlehensschuld der Ak. gegen 
Av., indem er diesem am 26. Februar 2007 in Ag. der Ak. gehörende Arbeitsgeräte 
und einen Anhänger, deren Gesamtwert der Angeklagte mit CHF 4'400.-- bezifferte, 
und später noch einen Grabenstampfer und eine Vibrierplatte im geschätzten Wert 
von CHF 1'800.-- in Verrechnung der Darlehensschuld überliess. Der Angeklagte hat 
damit die Darlehenschuld der Ak. mit unüblichen Zahlungsmitteln getilgt und dabei 
seinen Schwiegervater bevorzugt behandelt und andere Gläubiger der Ak. geschä-
digt. Am 8. November 2007 eröffnete der Bezirksgerichtspräsident Bb. über die Ak. 
den Konkurs.“

C. Am 13. Januar 2011 legte Advokat lic. iur. Philipp Rupp, welcher X. bis zu 
diesem Zeitpunkt privat verteidigt hatte, sein Mandat nieder, erklärte gleichzeitig 
aber seine Bereitschaft zur Übernahme einer amtlichen Verteidigung. Mit Verfü-
gung vom 17. Januar 2011 setzte der Bezirksgerichtspräsident Bb. Advokat lic. iur. 
Philipp Rupp gestützt auf Art. 102 Abs. 1 lit. b StPO-GR als amtlichen Verteidiger 
ein.

D. Mit Schreiben vom 11. Februar 2011 reichte der Angeklagte verschiedene 
Urkunden ein und stellte den Antrag, Av., Ae., Bc., Bd., Be. und Bf. seien als Zeu-
gen einzuvernehmen. Mit Verfügung vom 15. Februar 2011 nahm der Bezirksge-
richtspräsident Bb. die eingereichten Urkunden zu den Verfahrensakten und wies 
den Antrag betreffend die Durchführung von Zeugeneinvernahmen vorerst ab.

E. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Bb. vom 1./2. 
März 2011 nahmen der Angeklagte, sein amtlicher Verteidiger sowie der Staats-
anwalt lic. iur. Claudio Riedi teil. Der Angeklagte beantragte erneut die Einver-
nahme von Av., Ae., Bc., Bd., Be. und Bf. als Zeugen. Der Bezirksgerichtsaus-
schuss erwog im Wesentlichen, die Beweiserhebung sei in erster Linie Sache der 
Staatsanwaltschaft im Untersuchungsverfahren. Da die massgeblichen Ereignisse 
zudem bereits über vier Jahre zurücklägen, seien die Beweisanträge abzuweisen.

Die Staatsanwaltschaft stellte folgende Anträge:

1. X. sei schuldig zu sprechen:

- des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB,

- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,

- der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 
Ziff. 1 StGB,

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- der Bevorzugung eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB.

2. Dafür sei er zu verurteilen zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, bedingt 
bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie einer Busse von Fr. 2'000.--, ersatz-
weise zu einer Freiheitsstrafe von 20 Tagen.

3. Kostenfolge sei die gesetzliche.

Der Angeklagte beantragte seinen vollumfänglichen Freispruch, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge.     

F. Mit Urteil vom 1. März 2011, mündlich eröffnet am 1. März (recte: 2. März) 
2011, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Bb. wie folgt:

„1. X. wird vom Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung 
gemäss Ziff. 2.2 der Anklageschrift freigesprochen. 

2.  X. ist schuldig des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der 
mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, der ungetreu-
en Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB und der Bevorzugung 
eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB.

3. Dafür wird er verurteilt

- zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten

und

- zu einer Busse von Fr. 1'500.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe 
von 15 Tagen. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB unter 
Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben.

5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft

  Graubünden von Fr. 8'595.60
- der Gerichtsgebühr von Fr.          4’500.00
- den Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 7'618.30
total somit Fr. 20'713.90
gehen zu Lasten von X..

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Mitteilung]“

G. Gegen das Urteil vom 2. März (recte: 1. März) 2011 meldete X. am 2. März 
2011 beim Bezirksgericht (recte: Bezirksgerichtsausschuss) Bb. die Berufung an. 
Am 17. Mai 2011 wurde das begründete Urteil mitgeteilt, worauf X. mit Berufungs-
erklärung vom 8. Juni 2011 folgende Anträge stellte:

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„Rechtsbegehren

1. Es seien die Ziffern 2-5 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichtsaus-
schusses Bb. vom 1. März 2011 aufzuheben.

2. Es sei der Berufungskläger von den Straftaten des mehrfachen Betruges, 
der mehrfachen Urkundenfälschung, der ungetreuen Geschäftsbesorgung 
und der Bevorzugung eines Gläubigers vollumfänglich freizusprechen.

3. Unter o/e Kostenfolge für das vorliegende und das erstinstanzliche Verfahren 
zu Lasten des Staates.

4. Es sei dem Berufungskläger gemäss seinem Antrag die amtliche Verteidi-
gung zu gewähren und es sei der Unterzeichnete als Offizialverteidiger ein-
zusetzen.

Verfahrensanträge

1. Es sei das Verfahren unter Ausschluss der Publikumsöffentlichkeit durchzu-
führen.

2. Es sei gegenüber den Gerichtsberichterstatterinnen und Gerichtsberichter-
stattern die Auflage zu erlassen, den Berufungskläger in den Medienberich-
ten nicht namentlich zu erwähnen.“

H. Mit Gesuch vom 28. Juni (Poststempel: 8. Juni) 2011 beantragte X. beim 
Kantonsgericht des Kantons Graubünden (recte: beim Vorsitzenden der I. Straf-
kammer) die Bestellung von Advokat lic. iur. Phillipp Rupp als amtlicher Verteidi-
ger. Diesem Gesuch ist am 7. September 2011 gestützt auf Art. 133 StPO in Ver-
bindung mit Art. 130 lit. d StPO und Art. 132 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO stattge-
geben worden.

I. Die Staatsanwaltschaft Graubünden und der Bezirksgerichtsausschuss Bb. 
verzichteten am 22. Juni beziehungsweise 30. Juni 2011 auf eine Vernehmlas-
sung mit Anträgen gemäss Art. 400 Abs. 3 StPO. 

K. Am 26. Oktober 2011 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor der I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts statt. Anwesend waren X. in Begleitung seines 
amtlichen Verteidigers, Advokat lic. iur. Phillipp Rupp, Staatsanwalt lic. iur. Claudio 
Riedi sowie ein Medienvertreter. Nach dem Eröffnen der Verhandlung und nach-
dem den Parteien hinsichtlich der sich stellenden Vorfragen das rechtliche Gehör 
gewährt wurde, entschied die I. Strafkammer über diese wie folgt:  

„1. Das Gesuch um Ausschluss der Publikumsöffentlichkeit wird abgewiesen. 

2. Gegenüber den Gerichtsbestatterinnen und Gerichtsberichterstattern wird 
die Auflage erlassen, den Berufungskläger in den Medienberichten nicht na-
mentlich zu erwähnen.“

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Im Anschluss an die persönliche Befragung des Angeklagten verzichteten die Par-
teien auf das Verlesen von Aktenstücken sowie auf weitere Beweisanträge, worauf 
das Beweisverfahren geschlossen wurde.

In seinem ersten Parteivortrag hielt der Angeklagte an seinen Rechtsbegehren 
gemäss Berufungserklärung vom 8. Juni 2011 vollumfänglich fest. Bezüglich der 
Zahlung von Fr. 30'000.-- habe der zuständige Staatsanwalt bereits mit Schreiben 
vom 6. Oktober 2010 (act. 2.39) selbst festgehalten, dass der Vorwurf fälschli-
cherweise statuiert worden sei und fallen gelassen werde, weshalb eine Verurtei-
lung diesbezüglich nicht erfolgen könne. Bestellungen lägen vor. Diese seien vom 
Bautreuhänder geprüft und für korrekt befunden worden. Es sei nicht nachvoll-
ziehbar, weshalb die Bestellungen für den Bautreuhänder nicht überprüfbar gewe-
sen sein sollten. Als Bautreuhänder habe ein Baufachmann amtiert, welcher sich 
im Rahmen des Bautreuhandvertrages verpflichtet habe, die Zahlungen nur nach 
Prüfung hinsichtlich Gegenstand und Baufortschritt zu genehmigen. Auch bezüg-
lich der Zahlung von Fr. 100'000.-- liege die Anklage falsch, da Bd. mehrfach aus-
gesagt habe, dass er die Rechnungen im Auftrag von As. unterzeichnet habe. 
Tatsache sei, dass die Bestellungen für die Liegenschaft Ao. getätigt worden sei-
en. Wäre die Anklägerin überzeugt, dass vorliegend eine Urkundenfälschung resp. 
ein Betrug begangen worden wäre, hätte sie in erster Linie gegen As. ermitteln 
müssen. Es sei widersprüchlich, dass gerade und nur der Angeklagte des Betrugs 
bezichtigt würde. Es sei klar, dass As. den wahren Sachverhalt heute bestreite. 
Hinsichtlich des Vorwurfs der ungetreuen Geschäftsbesorgung sei zu berücksich-
tigen, dass der Angeklagte entsprechend den Verträgen handelte, welche von 
Rechtsanwalt Bc. angefertigt worden seien. Der Vorwurf scheitere bereits am Vor-
satz. Die Ak. sei im 100%-igen Eigentum des Angeschuldigten gestanden. Nie-
mand schädige sich selbst. Mit der Übertragung von 40% der Aktien an der Ad. an 
die Ak. habe letztere eine Gegenleistung erhalten, weshalb es sich um ein Null-
summenspiel gehandelt habe. Schliesslich sei der Angeklagte auch nicht wegen 
Gläubigerbevorzugung schuldig. Die Ak. sei zum fraglichen Zeitpunkt nicht über-
schuldet gewesen; vielmehr habe sie aufgrund des Vertrages mit der Bg. und des 
positiven Kassabestandes über ausreichende Mittel verfügt.

Der Staatsanwalt antwortete, der Angeklagte habe aus dem Baukredit Aq. Well-
ness- und Sanitärapparate bezogen, die er in der Folge für die Ad. verwendet ha-
be. Der Kredit sei demnach missbräuchlich verwendet und die Bank geschädigt 
worden. Es hätte nur weniger handwerklicher Griffe bedurft, die Geräte in der Aq. 
einzubauen. As. sei von Beruf Hausverwalter. Bereits deshalb sei es äusserst un-
wahrscheinlich, dass gerade er im Zusammenhang mit der Überbauung Aq. Plat-
ten und sonstiges Material hätte liefern sollen. Abgesehen davon würden die Aus-

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sagen von As. auch durch objektive Beweismittel gestützt. Der Angeklagte habe 
nicht darlegen können oder wollen, wie er die Liegenschaft bezahlt habe. Indem er 
mit Geld, das er ab dem Konto der Ak. abgehoben habe, Sanitäreinrichtungsge-
genstände im Umfang von Fr. 41'034.20 bezahlt habe, die letztlich ins Eigentum 
der Ad. übergegangen seien, habe der Angeklagte als Geschäftsführer die Ak. im 
Vermögen geschädigt, da ihr keine Gegenleistung zugeflossen sei. Schliesslich 
sei Tatsache, dass die Ak. bereits für das Geschäftsjahr 2006 einen Verlust von 
über Fr. 450'000.-- verbucht habe, was das Stammkapital von Fr. 200'000.-- mehr 
als doppelt überstiegen habe. Im Februar 2007, als die Geräte an Av. überlassen 
worden seien, habe sich die Ak. mit Betreibungen von über Fr. 517'000.-- konfron-
tiert gesehen. Es sei schleierhaft, wie bei dieser Sachlage behauptet werden kön-
ne, man sei nicht zahlungsunfähig. Bei einer allenfalls auszusprechenden Gelds-
trafe sei zu berücksichtigen, dass der Angeklagte im Herbst 2008 Fr. 100'000.-- 
bar auf die Hand erhalten habe. Aus dem gleichen Grund seien dem Angeklagten 
bereits jetzt die Kosten der amtlichen Verteidigung aufzuerlegen, statt diese vor-
schussweise vom Kanton bezahlen zu lassen.

In seiner Replik brachte der Angeklagte vor, die bestellten Geräte hätten nicht in 
der Überbauung Aq. eingebaut werden könne, da sich diese noch im Rohbau be-
funden habe. Bei den Fr. 100'000.-- habe es sich um einvernehmliche Akontozah-
lungen gehandelt. Die Staatsanwaltschaft duplizierte, es sei äusserst fraglich, 
weshalb Geräte überhaupt bestellt worden seien, wenn sie gar nicht eingebaut 
hätten werden können.

Nachdem dem Angeklagten das letzte Wort erteilt worden war, wurde die mündli-
che Berufungsverhandlung geschlossen. Die Parteien verzichteten auf eine münd-
liche Urteilverkündung, weshalb das Urteilsdispositiv ihnen innert 5 Tagen zuge-
sendet wurde (Art. 69 Abs. 2 StPO und Art. 84 Abs. 2 StPO).

L. Mit Urteil vom 26. Oktober 2011, im Dispositiv eröffnet am 31. Oktober 2011 
und mitgeteilt am 5. Dezember 2011 (SK1 11 21), erkannte die I. Strafkammer wie 
folgt:

„1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Ur-
teil wird aufgehoben.

2. X. wird vom Vorwurf des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB und 
der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB (Ziff. 1.3 lit. a 
der Anklageschrift), vom Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB (Ziff. 2.2 der Ankla-
geschrift) und vom Vorwurf der Bevorzugung eines Gläubigers 
gemäss Art. 167 StGB (Ziff. 3 der Anklageschrift) freigesprochen.

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3. X. wird des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, der Urkundenfäl-
schung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie der ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen.

4. Dafür wird X. zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten und zu einer 
Busse von Fr. 1'500.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 15 
Tagen verurteilt. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird gestützt auf Art. 
42 Abs. 1 StGB unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufge-
schoben.

5.a) Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von 
Fr. 8'595.60 gehen zu 2/3 (= Fr. 5’730.40) zu Lasten von X. und zu 
1/3 (= Fr. 2'865.20) zu Lasten des Kantons Graubünden, welcher X. 
für das Untersuchungsverfahren mit Fr. 9'872.65 zu entschädigen 
hat.

  b) Die Kosten des Bezirksgerichtsausschusses Bb. von Fr. 4'500.-- ge-
hen zu 1/3 (= Fr. 1’500.--) zu Lasten des Bezirkes Bb., welcher X. für 
das erstinstanzliche Gerichtsverfahren mit Fr. 3'504.25 zu entschädi-
gen hat.

X. wird zur Bezahlung der Kosten des Bezirksgerichtsausschusses 
Bb. im Umfang von 2/3 (= Fr. 3'000.--) verurteilt; sie werden vorerst 
vorschussweise durch den Bezirk Bb. bezahlt.

X. wird sodann zur Bezahlung der Kosten der amtlichen Verteidigung 
vor dem Bezirksgerichtsausschuss Bb. im Umfang von Fr. 5'078.90 
verurteilt. Sie werden vorerst vorschussweise durch den Bezirk Bb. 
bezahlt.

6.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.-- gehen zu 1/3 zu 
Lasten des Kantons Graubünden, welcher X. für seine Aufwendun-
gen im Berufungsverfahren mit 1/3 zu entschädigen hat.

  b) X. wird somit zur Bezahlung der Kosten des Berufungsverfahrens zu 
2/3 (= Fr. 4'000.--) sowie zur Bezahlung der Kosten der amtlichen 
Verteidigung von 2/3 verurteilt.

  c) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 4'000.-- und der amtli-
chen Verteidigung von 2/3 gehen vorerst zu Lasten des Kantons 
Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt. Sobald es 
die wirtschaftlichen Verhältnisse von X. erlauben, bleibt die Rückfor-
derung dieser Kosten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

  d) Die vom Kanton Graubünden an X. zu entrichtende Entschädigung 
sowie die Entschädigung der amtlichen Verteidigung werden in einem 
separaten Entschädigungsentscheid festgesetzt.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilung]“

M. Die dagegen von X. erhobene Beschwerde in Strafsachen hiess das Bun-
desgericht mit Urteil vom 12. September 2012 teilweise gut, wobei es das ange-
fochtene Urteil aufhob und die Sache zu neuer Entscheidung an die I. Strafkam-
mer zurückwies. Im Übrigen wies das Bundesgericht die Beschwerde ab (Ziffer 1 
des Dispositivs des bundesgerichtlichen Urteils). Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- 

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wurden X. auferlegt und dessen Rechtsvertreter wurde für das bundesgerichtliche 
Verfahren mit Fr. 2‘000.-- entschädigt (Ziffern 3 und 4 des bundesgerichtlichen 
Urteils). Während das Bundesgericht den Schuldspruch wegen Betrugs bestätigte, 
verletze der Schuldspruch wegen Falschbeurkundung mangels Urkundenqualität 
der inkriminierten Rechnungen Bundesrecht. Hinsichtlich des Schuldspruchs we-
gen ungetreuer Geschäftsbesorgung schliesslich habe die I. Strafkammer das An-
klageprinzip verletzt.

N. Mit Eingabe vom 6. November 2012 beantragte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden, X. sei unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge auch der 
ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB schuldig zu 
sprechen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten sowie einer Bus-
se von Fr. 1‘500.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 15 Tagen, zu besta-
fen. Daran sei auch festzuhalten, wenn es bezüglich der Urkundenfälschung und 
der ungetreuen Geschäftsbesorgung zu keiner Verurteilung käme. Allein beim Be-
trug habe die Deliktssumme bei Fr. 100‘000.-- gelegen. Es erscheine nicht als an-
gemessen, wenn hierfür eine Sanktion von weniger als 6 Monaten Freiheitsstrafe 
ausgesprochen würde.

O. In seiner Stellungnahme vom 31. Januar 2013 beantragte X. im Wesentli-
chen seinen Freispruch von den Vorwürfen wegen Urkundenfälschung und unge-
treuer Geschäftsbesorgung. Bezüglich der auszusprechenden Sanktion seien eine 
Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 10.-- sowie eine Busse von Fr. 750.-- an-
gemessen.

P. Während die Staatsanwaltschaft am 11. Februar 2013 auf eine weitere Stel-
lungnahme verzichtete, nahm X. am 13. Februar 2013 abermals Stellung. 

Auf das Ergebnis der persönlichen Befragung des Angeklagten anlässlich der 
mündlichen Berufungsverhandlung vom 26. Oktober 2011 durch den Vorsitzenden 
der I. Strafkammer, auf die weitere Begründung der Anträge anlässlich der münd-
lichen Berufungsverhandlung, auf die ergänzende Begründung in der Berufungs-
erklärung vom 8. Juni 2011, auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie 
auf die übrigen Ausführungen im bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid und 
die Äusserungen der Parteien im durch die Rückweisung veranlassten Verfahren 
wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

Seite  13 — 54

II. Erwägungen

1. Wie Art. 454 Abs. 1 der auf den 1. Januar 2011 in Kraft gesetzten Schwei-
zerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) für das Rechtsmittelverfahren 
bestimmt, gilt neues Recht für Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide, die 
nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes gefällt werden. Während das vorinstanzli-
che Verfahren vor dem Bezirksgerichtsausschuss Bb. noch nach der (alten) bünd-
nerischen Strafprozessordnung (StPO-GR) durchgeführt wurde (vgl. Art. 450 StPO 
und E. 1 des angefochtenen Urteils), ist demnach für das vorliegende Rechtsmit-
telverfahren gegen das am 1. März 2011 gefällte Urteil die neue StPO anwendbar.

2. a) Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit de-
nen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (Art. 398 Abs. 1 
StPO). Die Berufung bezieht sich somit auf Entscheide, in denen über Straf- und 
Zivilfragen materiell befunden wird (vgl. Art. 80 Abs. 1 Satz 1 StPO), in erster Linie 
Urteile, die auf Verurteilung oder Freispruch lauten und der Fall vor der ersten In-
stanz damit abgeschlossen wird (Eugster, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar Schweizerische Strafprozessordnung, Basel 2010, Art. 398 N 
2). Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht 
innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich zu Protokoll 
anzumelden, worauf das erstinstanzliche Gericht die Anmeldung nach Ausferti-
gung des begründeten Urteils zusammen mit den Akten dem Kantonsgericht als 
Berufungsgericht übermittelt (Art. 399 Abs. 2 StPO; Art. 22 des Einführungsgeset-
zes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 350.100]). Nach 
Art. 399 Abs. 3 StPO reicht die Partei, die Berufung angemeldet hat, dem Kan-
tonsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine 
schriftliche Berufungserklärung ein, worin sie anzugeben hat, ob sie das Urteil 
vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (lit. a), welche Abänderungen des erstin-
stanzlichen Urteils sie verlangt (lit. b) und welche Beweisanträge sie stellt (lit. c).  

Gegen das am 2. März 2011 mündlich eröffnete Urteil des Bezirksgerichtsaus-
schusses Bb. vom 1. März 2011 meldete X. gleichentags am 2. März 2011 die 
Berufung an. Nach Zustellung des begründeten Urteils am 19. Mai 2011 reichte X. 
fristgemäss am 8. Juni 2011 seine Berufungserklärung ein, die er - über die ge-
setzlichen Anforderungen hinaus - ausführlich begründete. Da auch alle anderen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Berufung einzutreten.

b) Als Berufungsgericht kann das Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil in 
allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Die 

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Berufung ist somit ein vollkommenes Rechtsmittel, mit welchem erstinstanzliche 
Urteile in sachverhaltsmässiger wie auch in rechtlicher Hinsicht mit freier Kognition 
überprüft werden (vgl. Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskom-
mentar, Zürich 2009, Art. 398 N 1; Hug, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 2010, Art. 398 N 
14). Tritt das Berufungsgericht auf die Berufung ein, so fällt es ein neues Urteil, 
welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Weist das erstinstanz-
liche Verfahren aber wesentliche Mängel auf, die im Berufungsverfahren nicht ge-
heilt werden können, so hebt das Berufungsgericht das angefochtene Urteil auf 
und weist die Sache zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur 
Fällung eines neuen Urteils an das erstinstanzliche Gericht zurück (Art. 409 Abs. 1 
StPO).

3. a) In seiner Berufungserklärung vom 8. Juni 2011 hat der Berufungskläger den 
Antrag um Einsetzung von Advokat lic. iur. Philipp Rupp als amtlichen Verteidiger 
gestellt (Ziffer 4 der Rechtsbegehren). Eine amtliche Verteidigung ist insbesondere 
anzuordnen, wenn - in einem Fall notwendiger Verteidigung - die Wahlverteidi-
gung ihr Mandat niedergelegt hat und die beschuldigte Person nicht innert Frist 
eine neue Wahlverteidigung bestimmt (Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StPO) oder 
wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die 
Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist, wobei diese letztere Vor-
aussetzung namentlich dann gegeben ist, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall 
im Sinne von Art. 132 Abs. 3 StPO handelt und der Straffall in tatsächlicher oder 
rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen die beschuldigte Person allein 
nicht gewachsen wäre (Art. 132 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO). 

Vorliegend ist der Sachverhalt über weite Teile umstritten und stellen sich nicht 
unerhebliche rechtliche Schwierigkeiten, weshalb Staatsanwalt lic. iur. Claudio 
Riedi zur Berufungsverhandlung vom 26. Oktober 2011 persönlich vorgeladen 
wurde (vgl. Art. 405 Abs. 3 lit. a StPO i.V.m. Art. 337 Abs. 4 StPO und dazu We-
ber/Wildi, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische 
Strafprozessordnung, Basel 2010, Art. 337 N. 20; Kantonsgericht act. 09). Da mit 
dem persönlichen Auftreten der Staatsanwaltschaft vor dem Berufungsgericht ein 
Fall notwendiger Verteidigung gegeben war (Art. 130 lit. d StPO), der private Ver-
teidiger des Berufungsklägers am 13. Januar 2011 sein Mandat niedergelegt hatte 
und der Berufungskläger keine neue Wahlverteidigung bestimmte, bestellte der 
Vorsitzende der I. Strafkammer am 7. September 2011 Advokat lic. iur. Philipp 
Rupp als amtlichen Verteidiger (Kantonsgericht act. 11). Daneben stützte sich die 
Einsetzung von Advokat lic. iur. Philipp Rupp als amtlichen Verteidiger auch auf 

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Art. 132 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO. Da jedoch nach dem Gesagten bereits ein 
Fall amtlicher Verteidigung bei notwendiger Verteidigung vorliegt, kann an dieser 
Stelle darauf verzichtet werden, auf die feststehende Bedürftigkeit des Berufungs-
klägers einzugehen.    

b) In ihrem Plädoyer bringt die Staatsanwaltschaft vor, der Berufungskläger 
habe im Herbst 2008 Fr. 100'000.-- in bar erhalten. Es sei anzunehmen, dass er 
über erhebliche Geldbeträge verfüge. Für den Fall, dass er zu den Verfahrenskos-
ten verurteilt werde, seien ihm bereits jetzt die Kosten der amtlichen Verteidigung 
aufzuerlegen, anstatt diese vorschussweise vom Kanton bezahlen zu lassen. Der 
Staatsanwaltschaft kann nicht gefolgt werden. Weder belegt sie ihre Behauptung, 
der Berufungskläger verfüge über erhebliche Geldbeträge, noch sind solche an-
derweitig aus den Akten ersichtlich. Wurde die amtliche Verteidigung aber zu 
Recht gewährt, können die Kosten der amtlichen Verteidigung nicht derart dem 
Berufungskläger auferlegt werden, dass sie nicht (zu Lasten des Kantons 
Graubünden) aus der Gerichtskasse, sondern direkt vom Berufungskläger zu be-
zahlen sind. Eine solche Anordnung hat vielmehr in einem selbständigen 
nachträglichen Entscheid nach Art. 363 ff. StPO zu ergehen (vgl. Ruckstuhl, in: 
Niggli/Heer/Wi-prächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Strafpro-
zessordnung, Basel 2010, Art. 135 N 24 mit Verweis auf Schmid, Praxiskommen-
tar, a.a.O., Art. 135 N 10). 

4.a) Vorab ist der einfache verfahrensleitende Entscheid der I. Strafkammer vom 
26. Oktober 2011 zu begründen, womit das als Vorfrage gestellte Gesuch des Be-
rufungsklägers um Ausschluss der Publikumsöffentlichkeit abgewiesen wurde (Zif-
fer 1) und gegenüber den Gerichtsberichterstatterinnen und Gerichtsberichterstat-
tern die Auflage erlassen wurde, den Berufungskläger in den Medienberichten 
nicht namentlich zu erwähnen (Ziffer 2; vgl. Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., Art. 
339 N 13).

b) Die Verhandlungen vor dem erstinstanzlichen Gericht und dem Berufungs-
gericht sowie die mündliche Eröffnung von Urteilen und Beschlüssen dieser Ge-
richte sind mit Ausnahme der Beratung öffentlich (Art. 69 Abs. 1 StPO). Das Ge-
richt kann die Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen jedoch unter anderem 
dann ganz oder teilweise ausschliessen, wenn die öffentliche Sicherheit oder Ord-
nung oder schutzwürdige Interessen einer beteiligten Person im Sinne von Art. 
104 f. StPO, insbesondere des Opfers, dies erfordern (Art. 70 Abs. 1 lit. a StPO). 
Auch Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK; SR 0.101) statuiert den Grundsatz der öffentlichen Verhandlung 

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und Urteilsverkündung. Dieser Grundsatz bedeutet eine Absage an jede Form ge-
heimer Kabinettsjustiz und soll durch die Kontrolle der Öffentlichkeit dem Ange-
schuldigten und den übrigen am Prozess Beteiligten eine korrekte und gesetz-
mässige Behandlung gewährleisten (BGE 124 IV 234 E. 3.b). Beim Ausschluss 
oder der Beschränkung der Öffentlichkeit ist das Verhältnismässigkeitsprinzip zu 
beachten. Daher darf der Ausschluss in zeitlicher, sachlicher und personaler Hin-
sicht nicht weiter gehen, als es das Interesse, welches damit verfolgt wird, erfor-
dert. Ausserdem muss eine Güterabwägung zwischen dem Interesse am Aus-
schluss der Öffentlichkeit  und dem Interesse an der Öffentlichkeit des Verfahrens 
vorgenommen werden. Diese Güterabwägung erfolgt teilweise nach Beteiligtenka-
tegorie und Deliktsart differenziert, weshalb gegenüber dem Öffentlichkeitsaus-
schluss im Interesse der beschuldigten Person Zurückhaltung angebracht ist: 
Zwar geniesst diese grundsätzlich den Schutz ihrer Persönlichkeit, jedoch steht 
die Verfahrensöffentlichkeit auch im öffentlichen Interesse. Indessen können die 
(psychische) Gesundheit oder Geschäftsgeheimnisse der beschuldigten Person 
unter Umständen durchaus einen Öffentlichkeitsausschluss gebieten (Sa-
xer/Thurnheer, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweize-
rische Strafprozessordnung, Basel 2010, Art. 70 N 9 und 13).

c) Der Berufungskläger begründete bereits in seiner Berufungserklärung, er 
habe ein schutzwürdiges Interesse am Ausschluss der Öffentlichkeit zum Schutze 
eines Geheimhaltungsinteresses geschäftlicher Art. Er sei Architekt und möchte 
seinen Beruf weiterhin ausüben können. Insbesondere habe er ein Interesse dar-
an, dass Details des Verfahrens nicht an die Öffentlichkeit gelangten, da sich die 
Kenntnis der Öffentlichkeit über sämtliche Einzelheiten der dem Berufungskläger 
gemachten strafrechtlichen Vorwürfe vertrauensschädigend auswirke und so die 
Kunden von künftigen Geschäftsabschlüssen abhalten könne beziehungsweise 
werde. Dies würde sein wirtschaftliches Fortkommen massiv beeinträchtigen, was 
es zu verhindern gelte. Ihm kann nicht gefolgt werden.

Art. 343 StPO, welche Bestimmung kraft Art. 405 Abs. 1 StPO auch für die münd-
liche Berufungsverhandlung gilt, statuiert das beschränkte Unmittelbarkeitsprinzip, 
wonach sich das Gericht in der Regel auf das Beweisergebnis der Voruntersu-
chung und damit auf die Akten abstützt, soweit nicht wesentliche umstrittene Tat-
sachen und neues Beweismaterial zur Diskussion stehen (Riklin, Kommentar 
Schweizerische Strafprozessordnung, Freiburg 2010, Art. 343 N 4). Auch werden 
an der Berufungsverhandlung keine Akten verlesen, soweit die Parteien darauf 
verzichten. Folglich sind an der mündlichen Berufungsverhandlung in Fällen wie 
dem vorliegenden regelmässig nicht alle Einzelheiten auszubreiten, wodurch das 

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Interesse am Ausschluss der Öffentlichkeit bedeutend abgeschwächt wird. Zwar 
erscheint der Wunsch des Berufungsklägers, während der Verhandlung nicht be-
liebigen Personen ausgesetzt zu sein, durchaus nachvollziehbar. Das Argument, 
weiterhin beruflich tätig sein zu wollen, könnte jedoch praktisch jeder Angeklagte 
vortragen und allein die Tatsache, dass die vorgeworfene deliktische Tätigkeit im 
Rahmen der Berufsausübung erfolgt sein soll, vermag den Ausschluss der Öffent-
lichkeit jedenfalls nicht zu rechtfertigen. Vorliegendenfalls geht es sodann nur 
noch um die drei Anklagesachverhalte, für die eine Verurteilung erfolgte, während 
das Bauprojekt Bh. Bi. nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet. Auf-
grund des Gesagten wäre ein Ausschluss der Öffentlichkeit, wie er vom Beru-
fungskläger beantragt wird, nicht verhältnismässig, weshalb das entsprechende 
Gesuch abzuweisen war. Stattgegeben wurde hingegen seinem auch von der 
Staatsanwaltschaft anerkannten Begehren, den Gerichtsberichterstattern die Auf-
lage zu erlassen, den Berufungskläger in den Medienberichten nicht namentlich zu 
erwähnen. Die Möglichkeit, Gerichtsberichterstattern bestimmte Auflagen zu ertei-
len, wird ausdrücklich in Art. 70 Abs. 3 StPO statuiert. Zwar betrifft diese Bestim-
mung Verhandlungen, die - anders als die im vorliegenden Verfahren durchgeführ-
te Berufungsverhandlung - nicht öffentlich sind. Es wäre jedoch nicht ersichtlich, 
weshalb das Gericht Gerichtsberichterstattern nicht auch in öffentlichen Verhand-
lungen bestimmte Auflagen erteilen können sollte. Entgegen einer in der Lehre 
geäusserten Meinung (vgl. Saxer/Thurnheer, a.a.O., Art. 70 N 22) finden sich die 
Mittel, um die Medien zur Unterlassung einer Namensnennung anzuhalten, nicht 
(ausschliesslich) im Privatrecht und sind nicht (allein) die Zivilgerichte für eine sol-
che Anordnung zuständig. In der Praxis wird der Zivilrichter regelmässig erst nach 
erfolgter Namensnennung durch die Medien Rechtsschutz bieten, was nicht be-
friedigen kann. Demnach kann eine an die Medien gerichtete Auflage durchaus 
darin bestehen, den Angeklagten in ihren Berichterstattungen nicht namentlich zu 
erwähnen. Diese Auflage ist richtig betrachtet nichts anderes als ein teilweiser 
Ausschluss der Öffentlichkeit und lässt sich als solcher auf Art. 70 Abs. 1 StPO 
abstützen. Sodann ist diese Auflage im Gegensatz zum vom Berufungskläger be-
antragten gänzlichen Ausschluss der Öffentlichkeit auch verhältnismässig, wird 
doch mit ihr der Sinn und Zweck des Öffentlichkeitsprinzips, welcher in der Über-
wachung des korrekten und gesetzmässigen Verfahrensablaufs besteht, in keiner 
Weise beeinträchtigt. Im Übrigen gebot bereits die bisherige Übung, dass die Par-
teien eines Strafverfahrens in den Medien nicht namentlich erwähnt wurden. Die 
Schweizerische StPO bringt insoweit keine Änderung der Rechtslage mit sich.      

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5. a) Das Gericht würdigt die Beweise gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO frei nach sei-
ner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Jede Person gilt bis 
zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig (Art. 10 Abs. 1 StPO). Beste-
hen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen 
der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Als Beweislastregel folgt aus der 
derart statuierten Unschuldsvermutung, dass es nicht Sache der beschuldigten 
Person ist, ihre Unschuld zu beweisen, sondern dass die Strafbehörden verpflich-
tet sind, den Nachweis der Schuld zu führen (Wohlers, in: Donatsch/Hansjakob/ 
Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 
2010, Art. 10 N 6). An diesen Nachweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Ver-
langt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Be-
weis der Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK und Art. 
10 Abs. 3 StPO fliessenden Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich 
der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünsti-
gen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an 
den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen 
(BGE 124 IV 86 E. 2.a). Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen 
nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht 
verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unter-
drückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven 
Rechtslage aufdrängen (BGE 120 Ia 31 E. 2.c). Aufgabe des Richters ist es, ohne 
Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich 
mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die 
Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld 
des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, 
die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. 
PKG 1987 Nr. 12; Schmid, Strafprozessrecht, Eine Einführung auf der Grundlage 
des Strafprozessrechts des Kantons Zürich und des Bundes, 4. Auflage, Zürich 
2004, N. 294 f.). Diese allgemeine Rechtsregel kommt nicht schon dann zur An-
wendung, wenn Aussage gegen Aussage steht. Es ist vielmehr anhand sämtlicher 
sich aus den Akten ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der 
Anklage oder jene des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst 
wenn eine solche Überzeugung weder in der einen noch in der anderen Richtung 
zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ der für den An-
geklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden (PKG 1978 Nr. 31). In 
diesem Fall hat ein Freispruch zu erfolgen.

Seite  19 — 54

b) Beim Vorliegen verschiedener Beweismittel verbietet der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung eine Rangordnung (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., 
Art. 10 N 5). Vielmehr schliesst der strafprozessuale Grundsatz der Ermittlung der 
materiellen Wahrheit eine Bindung an die Anträge und Vorlagen der Parteien aus 
(ZR 90 1991 Nr. 30). Insbesondere sind Aussagen von Zeugen, Auskunftsperso-
nen und Angeklagten vollgültige Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Auch 
wenn der Angeklagte am Verfahren direkt beteiligt ist, stellt seine Aussage gleich-
wohl ein Beweismittel dar und sind seine Aussagen richterlich auf ihre materielle 
Richtigkeit hin zu würdigen. Bei der Beweiswürdigung ist nicht die Form, sondern 
der Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der Bekundung, sowie die   
Überzeugungskraft der Beweismittel im Einzelfall, entscheidend (Hauser/Schwe-
ri/Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, § 54 
N 5), wobei nicht in erster Linie die Glaubwürdigkeit des Aussagenden, sondern 
vielmehr die Glaubhaftigkeit seiner konkreten Aussage im Vordergrund steht. 
Mehrere Indizien, die, einzeln betrachtet, immer nur mit einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hinweisen, können zusammen vol-
len Beweis und volle Überzeugung bringen und jeden vernünftigen Zweifel aus-
schliessen. In diesem Fall sind sie nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit zu 
würdigen (BG-Urteil 1P.87/2002 vom 17. Juni 2002 E. 3.4). Als Kennzeichen 
wahrheitsgetreuer Aussagen sind dabei die innere Geschlossenheit und Folgerich-
tigkeit in der Darstellung des Geschehens sowie die konkrete und anschauliche 
Wiedergabe des Erlebten zu werten (vgl. im Detail: Arntzen/Michaelis-Arntzen, 
Psychologie der Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auf-
lage, München 1993).

6.a) Die Vorinstanz hat den Berufungskläger des mehrfachen Betrugs gemäss 
Art. 146 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 
StGB, der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB und der 
Bevorzugung eines Gläubigers gemäss Art. 167 StGB für schuldig befunden (Ziff. 
2 des Dispositivs des angefochtenen Urteils). Vom Vorwurf der mehrfachen unge-
treuen Geschäftsbesorgung gemäss Ziff. 2.2 der Anklageschrift wurde der Beru-
fungskläger freigesprochen (Ziff. 1 des Dispositivs des angefochtenen Urteils). 
Ebenso beurteilte die Vorinstanz den Tatbeweis für die vorgeworfene Bevorzu-
gung eines Gläubigers durch Überlassen eines Grabenstampfers und einer Vi-
brierplatte an Av. als nicht erbracht (E. 5.2 des angefochtenen Urteils). Hinsichtlich 
dieser Anklagesachverhalte blieb das vorinstanzliche Urteil unangefochten, wes-
halb sie nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden.

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b/aa) Die Vorinstanz erachtete den dem Berufungskläger in Ziff. 1.3 lit. a der An-
klageschrift vorgeworfenen Sachverhalt als erwiesen. Es sei erstellt, dass in der 
Überbauung Aq. kein Einbau von Sanitärapparaten und Wellnessprodukten erfolgt 
sei. Die von der AL. Bank zu Lasten des Baukredits ausgelöste Zahlung von Fr. 
30'000.-- habe auf einer unzutreffenden Sachlage beruht und die Sanitärapparate 
hätten nie in der Überbauung Aq. Verwendung gefunden (E. 3.3 des angefochte-
nen Urteils). Der Berufungskläger habe zu Lasten der ihm von der AL. Bank ge-
währten Baukredite Zahlungen ausgelöst, die in keinem Zusammenhang mit der 
Realisierung der Überbauung Aq. stünden. Die Fr. 30'000.-- hätten dem Kauf von 
Sanitärapparaten dienen sollen. Jedoch sei weder in der Überbauung Aq. ein Ein-
bau erfolgt noch seien die Apparate zum Zweck späterer Verwendung zwischen-
gelagert worden. Die zwecks Erhalts der Mittel angefertigte Rechnung sei inhalt-
lich unzutreffend. Ihr komme Urkundencharakter zu, zumal sie der AL. Bank be-
ziehungsweise dem für die Kostenkontrolle eingesetzten Bautreuhänder Ap. als 
Beleg gedient habe und insoweit auch den Baufortschritt hätte illustrieren sollen. 
Somit habe der Berufungskläger sich der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 
251 Ziff. 1 StGB und wegen Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig ge-
macht, da er Ap. falsche Tatsachen vorgespiegelt habe. Das Vorgehen sei als arg-
listig zu werten, da Ap. die Angaben nur mit besonderer Mühe überprüfen bezie-
hungsweise der Berufungskläger damit habe rechnen können, der Bautreuhänder 
werde von einer Überprüfung absehen. Mangels Baufortschritt habe die AL.-Bank 
als Kreditgeberin einen entsprechenden Vermögensschaden erlitten (E. 3.5 des 
angefochtenen Urteils).

b/bb) In seiner Berufungserklärung hat der Berufungskläger vorgebracht, bei der 
fraglichen Akontozahlung von Fr. 30'000.-- habe es sich um eine im Rahmen eines 
Bauvorhabens übliche Akontozahlung in der Höhe eines mit dem jeweiligen Liefe-
ranten zu vereinbarenden Teilbetrages der Gesamtbestellung gehandelt. Unter 
anderem gestützt auf diese Akontozahlung seien schliesslich in weit höherem Be-
trag schliesslich Sanitärprodukte, -apparate, und Wellnessprodukte für das Bau-
projekt Aq. geliefert und bezahlt worden. Ein Teil dieser bestellten und gelieferten 
Produkte sei bei den „Vormontagen“ auch bereits verbaut worden. Die restlichen 
Produkte seien im Lager der Ad., mit welcher die Ak. eng zusammen gearbeitet 
und deren Lager diese auch mitgenutzt habe, zwischengelagert worden. Unbestrit-
tenermassen seien die Apparate schlussendlich nicht eingebaut worden. Dies sei 
jedoch auf das Verhalten der Bank selbst zurückzuführen, welche dem Berufungs-
kläger durch die ausserordentliche und unrechtmässige Kündigung der Baukredite 
die Vollendung des Baus verunmöglicht und schlussendlich auch den Konkurs der 

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beteiligten Unternehmen zu verantworten habe. Dass ein Teil der insgesamt von 
der Ba. gelieferten Sanitärapparate und Wellnessprodukte als Sacheinlage bei der 
Gründung der Ad. verwendet worden sei, habe mit der Rechtmässigkeit dieser 
Akontozahlung nichts zu tun, da nicht erwiesen sei, ob es sich dabei überhaupt 
um dieselben Apparate und Produkte gehandelt habe. Da das Vorgehen anläss-
lich der Gründung der Ad., bei welcher der Berufungskläger im Übrigen gar nicht 
direkt, d.h. als Gründer, mitgewirkt habe, mit dem diese durchführenden Notar Bc. 
im Detail abgesprochen gewesen sei, könne dem Berufungskläger auch hieraus 
kein Vorwurf gemacht werden. Er, resp. die Gründer hätten sich auf die Auskünfte 
des von ihnen mandatierten Notars verlassen dürfen. Die fragliche Akontozahlung 
sei korrekt und gerechtfertigt gewesen. In diesem Zusammenhang könne dem 
Berufungskläger kein vorwerfbares oder gar strafbares Verhalten zugerechnet 
werden.    

c/aa) Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der 
Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch 
Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in 
einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, 
wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt. Nach Art. 
251 Ziff. 1 StGB macht sich der Urkundenfälschung schuldig, wer in der Absicht, 
jemanden am Vermögen oder an anderen Rechten zu schädigen oder sich oder 
einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde 
fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines 
anderen zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich er-
hebliche Tatsche unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt. Die ausführlichen 
rein rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zu diesen Tatbeständen (E. 3.1 und 
3.2 des angefochtenen Urteils) sind korrekt. Es kann in Anwendung von Art. 82 
Abs. 4 StPO darauf verwiesen werden.

c/bb) Am 5./6./7. Oktober 2004 schlossen die AL. Bank als Kreditgeberin einer-
seits und X., Ae. und die Aj. als Kreditnehmer andererseits einen Bau-
Kreditvertrag CHF Nr. Am. über Fr. 1'720'000.-- (act. 37.6) sowie einen Bau-
Kreditvertrag AL. Nr. An. über AL. Fr. 450'000.-- (act. 37.7). Als Verwendungs-
zweck wurde in beiden Verträgen die „Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit 5 
Wohnungen / Überbauung „Aq.“ an der Ao. in Aa.“ angegeben (Ziff. 3 der Bau-
Kreditverträge) und auch gemäss den vom Berufungskläger am 7. Oktober 2004 
akzeptierten Vertragsbedingungen betreffend Baukredite der AL. Bank (act. 37.5) 
dienten die Kreditbeträge ausschliesslich der Finanzierung des Bauvorhabens auf 
den Grundstücken, die der Bank als Sicherheit dienten (Ziff. 2.2). Als Sicherheit 

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diente der AL. Bank ein Inhaberschuldbrief im 1. Rang über Fr. 2'170'000.-- auf 
den dem Berufungskläger gehörenden Parzellen Nr. 3761 und 3932 des Grund-
buches Aa. mit dem darauf zu erstellenden Mehrfamilienhaus an der Ao. (act. 
37.2). Bestandteil der Bau-Kreditverträge bildete daneben ein am 15./19. Oktober 
2004 zwischen der AL. Bank als Kreditnehmerin und Sicherungsnehmerin, X., Ae. 
und der Aj. als Solidarschuldner sowie Ap. als Treuhänder abgeschlossener Treu-
handvertrag mit Baukreditkontrolle (act. 37.3), wonach der Treuhänder vor deren 
Ausführung sämtliche Zahlungsaufträge im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben 
zu visieren hatte und dafür sorgen musste, dass die Zahlungen ausschliesslich zur 
direkten Befriedigung der am Bau beteiligten Unternehmer verwendet wurden (Ziff. 
3.1 lit. b).          

c/cc) Aus den Akten geht hervor, dass der Berufungskläger am 19. April 2005 
namens der Ak. eine „Akontorechnung für BKP 251 [g]emäss werkvertraglicher 
Abmachung“ für „vorbestellte Sanitärapparate und Wellnessprodukte (Whirlpool, 
Dampfduschen etc.)“ erstellte (act. 38.1). Diese Akontorechnung bildete Bestand-
teil der Vergütungsaufträge vom 18./19. April 2005 über insgesamt Fr. 105'826.65 
(act. 9.9 und 38.1), wobei der Vergütungsauftrag vom 19. April 2005 ausser vom 
Berufungskläger auch vom Bautreuhänder Ap. unterzeichnet wurde (act. 9.9). Am 
26. April 2005 bezahlte die AL.-Bank ab dem CHF-Baukonto Am. den Betrag von 
Fr. 105'826.65 (act. 9.11 und 37.9 S. 3) und tags darauf am 27. April 2005 erfolgte 
die Gutschrift auf dem Raiffeisen-Konto der Ak. über Fr. 30'000.-- (act. 38.2 und 
38.3). 

Weiter geht aus den Akten hervor, dass die Ba., Bj., in den Monaten Februar und 
März 2006 gestützt auf Aufträge vom 30. November 2005, vom 31. Januar 2006 
und vom 16. Februar 2006 auf Rechnung der Ak. Sanitärprodukte für die Über-
bauung Aq. lieferte (vgl. Mahnung vom 20. April 2006 mit Einzelrechnungen in 
Beilage 2 der ergänzenden Beweisanträge vom 23. September 2010), wobei es 
sich um Waren im Wert von insgesamt Fr. 41'034.20 (unter Berücksichtigung des 
Rabatts von 5%) handelte, die offenbar zu Ausstellungszwecken beschafft wurden 
(vgl. die jeweiligen Vermerke auf der Mahnung vom 20. April 2006 und den Einzel-
rechnungen in Beilage 2 der ergänzenden Beweisanträge vom 23. September 
2010 sowie die Bestellungsvermerke zu verschiedenen Sanitärprodukten in act. 
39.5, wonach die zusätzliche Lieferung von Werbematerial wichtig war). Am 22. 
Mai 2006 beglich die Ak. ihre Schuld gegenüber der Ba. (act. 39.2 und Beilage 2 
der ergänzenden Beweisanträge vom 23. September 2010) aus einem Betrag von 
Fr. 77'872.15, welchen der Berufungskläger gleichentags (22. Mai 2006) vom auf 
die Ak. lautenden Kontokorrent der Ba. abhob (act. 39.1). 

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An der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 16. Dezember 2009 sagte 
der Berufungskläger hinsichtlich der mit Vergütungsauftrag vom 18./19. April 2005 
ausgelösten Akontozahlung für vorbestellte Sanitärprodukte in Bestätigung seiner 
Angaben anlässlich seiner polizeilichen Befragung vom 4. September 2008 (act. 
12.1 S. 8) aus, diese Geräte seien geliefert worden und sie lägen im Lager der Ad. 
(act. 12.3 S. 3). Weiter gab er wiederholt zu Protokoll, Rechtsanwalt Bc. habe ge-
wusst, dass diese Geräte, die schlussendlich als Sacheinlage in die Ad. gegangen 
seien, aus dem Baukredit Aq. bezahlt worden seien. Auch wenn der Berufungs-
kläger kurz darauf widersprüchlicherweise nicht mehr sagen konnte, ob gerade die 
über das Baukonto Aq. bezahlten Geräte später als Sacheinlage in die Ad. einge-
bracht wurden (act. 12.3 S. 4), ergibt sich aus diesen Aussagen, was der Beru-
fungskläger auch vor Kantonsgericht vorgebracht hat, dass nämlich zumindest ein 
Teil der über das Konto Am. (mit-)finanzierten Sanitärprodukte ins Lager der Ad. 
gebracht worden ist und niemals im Bauprojekt Aq. eingebaut worden ist (Rz. 26 
der Berufungserklärung vom 8. Juni 2011). Ausgehend von den zitierten Aussa-
gen des Berufungsklägers und da keinerlei weitere Lieferungen von Sanitärartikeln 
bekannt sind oder im ganzen Verfahren auch nur behauptet wurden, ist - entgegen 
der Auffassung des Berufungsklägers, der dies nicht für erwiesen hält (Rz. 27 der 
Berufungserklärung vom 8. Juni 2011) - davon auszugehen, dass ebendiese Sa-
nitärprodukte, die über das zweckgebundene Konto Am. (mit-)finanziert und ins 
Lager der Ad. gebracht worden waren, schlussendlich als Sacheinlage in die Ad. 
gelangten, indem bei deren Gründung mit Sacheinlagevertrag vom 30. Juni 2006 
Av. „für Fr. 40'000.-- Sanitäreinrichtungen (gemäss der Rechnung der Ba. vom 20. 
April 2006) zu Eigentum in die Ad.“ einbrachte und als Gegenleistung 40 Inhabe-
rakten à je Fr. 1'000.-- von der Ad. erhielt (act. 39.8). Nach erfolgter Gründung hat-
te Av. die erhaltenen 40 Inhaberaktien „zur Tilgung des Kaufpreises“ an die Ak. als 
„Verkäuferin der Sanitärprodukte“ zu übertragen, worauf die Ak. diese Inhaberak-
tien der neu gegründeten Ad. umgehend an den Berufungskläger übereignete 
(Beilage 4 der am 11. Februar 2011 vor der Vorinstanz eingereichten Urkunden).      

d/aa) Unter dem Gesichtspunkt des Betrugstatbestandes ist zunächst fraglich, ob 
die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, mit der Vorlage der unzutreffenden Zah-
lungsanweisungen vom 18./19. April 2005 und der Rechnung vom 19. April 2005 
habe der Berufungskläger falsche Tatsachen vorgespiegelt (E. 3.5 des angefoch-
tenen Urteils). Das Vorspiegeln von Tatsachen (Täuschung) kann durch alle Ver-
haltensweisen geschehen, denen im sozialen Verkehr überhaupt ein bestimmter 
Erklärungswert zukommt. Die Täuschung muss sodann im Sinne eines Kausalzu-
sammenhanges den Erfolg der Setzung eines auf Irrtum beruhenden Motivs ha-

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ben, ansonsten der Täter den Irrenden nicht zu einem Verhalten „bestimmt“. Als 
Irrtum ist jede Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit anzusehen (Stra-
tenwerth/Jenny/Bommer, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I: Straftaten 
gegen Individualinteressen, 7. Aufl., Bern 2010, § 15 N 14 und 29 f.).  

d/bb) Mit Vorlage der besagten Rechnung und der erwähnten Zahlungsanwei-
sungen an den Treuhänder Ap. erklärte der Berufungskläger, der Betrag von Fr. 
30'000.-- werde als Vorauszahlung an die Ak. für vorbestellte, in die Überbauung 
Aq. einzubauende Sanitärprodukte geleistet. Aufgrund der vorhandenen Akten 
kann nicht abschliessend beurteilt werden, ob diese Erklärung der Wahrheit ent-
sprach. Zwar scheinen insbesondere der aufgrund der Akten ausgewiesene gros-
se zeitliche Abstand zwischen der Akontorechnung vom 19. April 2005 und den 
auf den Einzelrechnungen der Ba. vermerkten Auftragsdaten (30. November 2005, 
31. Januar 2006, 16. Februar 2006; Beilage 2 der ergänzenden Beweisanträge 
vom 23. September 2010) sowie die Tatsache, dass die Produkte offenbar 
zunächst zu Ausstellungszwecken in die Ad. eingebracht wurden, darauf hinzu-
deuten, dass zu keiner Zeit Vorbestellungen für in die Überbauung Aq. einzubau-
ende Sanitärprodukte getätigt worden sind. Jedoch kann eine Vorbestellung der 
Ak. bei der Ba. - auch wenn die Daten der (definitiven) Aufträge feststehen - 
tatsächlich nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, denn eine 
Vorbestellung muss nicht notwendigerweise schriftlich, ja nicht einmal zwingend 
auf verbindliche Art und Weise erfolgen. Wäre es die Absicht der AL. Bank bezie-
hungsweise des eingesetzten Bautreuhänders Ap. gewesen, Akontozahlungen nur 
für verbindlich vorbestellte Artikel zu leisten, so hätte diesem eine Nachfrage beim 
rechnungsstellenden Berufungskläger oblegen. Eine solche ist diesbezüglich je-
doch nicht erfolgt. Kommt dazu, dass die Ba. die bestellten Sanitärprodukte jeden-
falls an die Adresse der Überbauung Aq. zu liefern hatte. Es wäre durchaus denk-
bar, dass die Sanitärprodukte bloss vorübergehend - bis zur hinreichenden Fertig-
stellung des Baus - noch nicht in die Überbauung Aq. einzubauen waren und nur 
bis zu diesem Zeitpunkt für die Ausstellung in der Ad. bestimmt waren. Weitere 
Anhaltspunkte, wie der Bestellvorgang sich im Einzelnen ereignete und wozu die 
Produkte endlich (objektiv) bestimmt waren, finden sich in den Akten nicht. 
Schliesslich kann aber offen gelassen werden, ob der Berufungskläger insoweit 
das objektive Tatbestandsmerkmal der Täuschung erfüllt hat, denn der subjektive 
Tatbestand des Betruges ist diesbezüglich - wie sogleich darzulegen ist - ohnehin 
nicht gegeben. 

d/cc) Auf der subjektiven Seite erfordert der Betrug den Vorsatz und die un-
rechtmässige Bereicherungsabsicht. Gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB, welche Be-

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stimmung inhaltlich mit dem per 1. Januar 2007 aufgehobenen Art. 18 aStGB   
übereinstimmt, begeht vorsätzlich ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit 
Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung 
der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (sog. Eventualvorsatz). Gegenstand 
des Vorsatzes sind sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale. Zeitlich massge-
bend ist dabei der Zeitpunkt der Ausführung der Tat (vgl. Jenny, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht I, Basel 2007, Art. 12 N 18 
und 21).

d/dd) Vorliegend müsste der Berufungskläger im Zeitpunkt der vorausgesetzten 
Täuschung insbesondere gewusst haben, dass die Sanitärartikel entgegen der 
von ihm verfassten Akontorechnung nicht vorbestellt worden waren. Ebenso 
müsste er die Akontorechnung und die Zahlungsanweisungen vom 18./19. April 
2005 an den Bautreuhänder Ap. mit dem Willen übergeben haben, die aus dem 
Baukredit (mit-)finanzierten Sanitärprodukte niemals in die Überbauung Aq. einzu-
bauen. Ungenügend wäre dabei, wenn der Berufungskläger die Produkte bloss 
vorerst nicht einbauen wollte und davon ausging, sie nur bis zur Fertigstellung der 
Überbauung Aq. zu Ausstellungszwecken in der Ad. einzulagern, wenn mit ande-
ren Worten der Berufungskläger den Willen zur Zweckentfremdung der Sanitärar-
tikel erst zu einem späteren Zeitpunkt hatte. Tatsächlich lassen die Akten nicht 
den Schluss zu, der Berufungskläger habe bereits im Zeitpunkt der Auslösung der 
Akontozahlung die durch den Baukredit (mit-)   finanzierten Sanitärprodukte end-
gültig der Überbauung Aq. vorenthalten wollen. Sein Wille war nicht nachweisbar - 
und zwar nicht einmal im Sinne eines den    Eventualvorsatz typisierenden Inkauf-
nehmens - von vornherein darauf gerichtet, die besagten Produkte als Sacheinla-
ge in die Ad. einzubringen und sie somit niemals in die Überbauung Aq. einzubau-
en. Zwar hat die Staatsanwaltschaft in ihrer Duplik vorgebracht, es erscheine 
fragwürdig, weshalb der Berufungskläger Sanitärprodukte zwecks Einbaus in die 
Überbauung Aq. hätte bestellen sollen, wenn er sie zum Lieferzeitpunkt ohnehin 
nicht in die Überbauung Aq. habe einbauen können. Auch diese Argumentation 
vermag jedoch nicht restlos zu überzeugen. So kann etwa nicht ausgeschlossen 
werden, dass die Ba. dem Berufungskläger gerade deshalb einen Rabatt gewähr-
te, weil er angab, die Artikel (zunächst) auszustellen. Damit bleibt die Motivation 
des Berufungsklägers, die Sanitärprodukte quasi „auf Vorrat“ einzukaufen, weitge-
hend im Dunkeln, weshalb nicht erwiesen ist, dass er bereits im Zeitpunkt der Aus-
lösung der Akontozahlung die damit (mit-)finanzierten Sanitärprodukte als Sach-
einlage in die Ad. einbringen und sie somit der Überbauung Aq. endgültig entzie-
hen wollte. Dabei ist unerheblich, weshalb die Produkte schlussendlich nicht ein-

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gebaut wurden und stattdessen als Sacheinlage an die Ad. übertragen wurden. 
Völlig gleichgültig ist auch, ob die AL. Bank die Baukredite zur Recht oder zu Un-
recht kündigte. Steht somit nicht fest, dass der Berufungskläger die durch den 
Baukredit (mit-)finanzierten Sanitärprodukte von vornherein zweckentfremden 
wollte, ist der subjektive Tatbestand des Betruges nicht erfüllt.

d/ee) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Berufungskläger hinsichtlich 
des ihm in Ziffer 1.3 lit. a des Anklagesachverhaltes vorgeworfenen Verhaltens 
jedenfalls den subjektiven Tatbestand des Betruges nicht erfüllt hat, weshalb das 
angefochtene Urteil aufzuheben und der Berufungskläger insoweit vom Vorwurf 
des Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB freizusprechen ist. Da nach dem Aus-
geführten nicht erwiesen ist, dass der Berufungskläger Ap. durch die Vorlage der 
Akontorechnung und der Zahlungsanweisungen vom 18./19. April 2005 wissent-
lich und willentlich unwahre Tatsachen vorspiegelte, entfällt insoweit auch zumin-
dest die subjektive Seite des Vorwurfs der inhaltlich falschen Beurkundung recht-
lich erheblicher Tatsachen (Falschbeurkundung) nach Art. 251 Ziff. 1 StGB. Auch 
diesbezüglich hat deshalb ein Freispruch zu erfolgen.

e/aa) Hinsichtlich des dem Berufungskläger in Ziffer 1.3 lit. b der Anklageschrift 
vorgeworfenen Verhaltens, das die Vorinstanz als erstellt betrachtete, hat der Be-
rufungskläger in seiner Berufungsbegründung vom 8. Juni 2011 ausgeführt, einzig 
As. habe Vertragsbruch begangen und sich unrechtmässiges Verhalten zu Schul-
den kommen lassen. Die Vorinstanz sei hier wohl einzig deshalb zu einem ande-
ren Schluss gekommen, weil sie die getätigten Aussagen einseitig gewertet und 
die vorgelegten Urkunden zu wenig gewürdigt habe. Um was es sich bei den Jah-
re zurückliegenden Bestellungen nun ganz genau gehandelt habe, habe der Beru-
fungskläger verständlicherweise nicht mehr ganz genau bezeichnen können, seien 
doch über die Bestellungen und Lieferungen zwischen den Parteien nur mündliche 
Vereinbarungen getroffen worden. Es vermöge auch nicht zu seinen Ungunsten 
auszufallen, dass As., der sich durch die Nichtlieferung der bestellten und aus Ku-
lanz noch vor vereinbarter Lieferung bezahlten Materialien unrechtmässig berei-
chert habe, die Aussagen des Berufungsklägers nicht bestätige. Natürlich tue er 
das nicht. Dadurch gäbe er dem Berufungskläger ja die diesem bisher fehlenden 
Grundlagen in die Hand, die fraglichen Fr. 100'000.-- zurückzufordern. Dass der 
Berufungskläger As. bis heute nicht zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen ha-
be, liege vorderhand darin begründet, dass er mangels schriftlicher Verträge im 
Zusammenhang mit den vereinbarten Materiallieferungen von As. seine Forderung 
zivilrechtlich nicht hinreichend beweisen könne. As. habe auf dem AL.-Check un-
terschriftlich bestätigt, dass die Zahlung in Höhe von Fr. 100'000.-- „für das Erbrin-

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gen von Leistungen am Bau“ erfolge. Entgegen der Aussage von As. könnten die 
Materiallieferungen in Höhe von Fr. 100'000.-- gar nicht für die Liegenschaft „Bk.“ 
gewesen sein, da es sich dabei lediglich um einen Liegenschaftskauf gehandelt 
habe, bei dem keinerlei Bauleistungen erbracht worden seien und somit auch kei-
ne Materiallieferungen erforderlich gewesen seien. Solche seien ausschliesslich 
für das Projekt Aq. zu erbringen gewesen. Die Zahlung könne also nur für Materi-
allieferungen für dieses Projekt bestimmt gewesen sein. Ebenso wenig sei nach-
vollziehbar, dass die Vorinstanz die gerichtsnotorisch wichtigsten Erstaussagen 
von Bd. anlässlich seiner polizeilichen Befragung als „nicht sonderlich ergiebig“ 
bezeichne und entsprechend unzureichend würdige: Darin habe Bd. klar ausge-
sagt, die Rechnungen im Auftrag von As. geschrieben zu haben. Damit sei erstellt, 
dass dem Berufungskläger auch im Zusammenhang mit der Belastung des Bau-
kredites zur Bezahlung dieser vier Rechnungen an As. in Höhe von Fr. 100'000.-- 
kein strafrechtlich relevanter Vorwurf gemacht werden könne.  

e/bb) Aktenkundig ist, dass X. und Ae. von As. mit öffentlich beurkundetem Kauf-
vertrag vom 14. September 2005 die Parzelle 780 im L.- und S.- Register der Ge-
meinde At. erwarben (act. 40.1). Der Kaufpreis betrug Fr. 1'100'000.-- und war 
gemäss Ziffer II. der Vertragsbestimmungen wie folgt zu begleichen: Fr. 900'000.-- 
Zug um Zug mit der Eigentumsübertragung, AL. Fr. 100'000.-- per 30. September 
2005 und AL. Fr. 100'000.-- per 31. Oktober 2005. Der Kauf der Liegenschaft wur-
de von Bd. vermittelt (act. 10.1 S. 1 und 10.3 S. 1). Mit Fax vom 28. September 
2005, welches anlässlich einer Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten des Be-
rufungsklägers im Ordner „Bk. Aa. A-Z“ sichergestellt wurde, sandte der Beru-
fungskläger Bd. eine Aufstellung über die von letzterem anzufertigenden Rech-
nungen für As. über insgesamt AL. Fr. 100'000.-- (act. 40.15). Danach hatten 
sämtliche Rechnungen „den Titel MFH 6, Aq. Aa., Bl.“ zu tragen. Die vier je ein-
zeln auszustellenden Rechnungen lauteten: BKP 281.6, Akontozahlung für die 
Bestellung der Platten, AL. Fr. 30'000.--; BKP 281.7, Zusatz Lieferung zu Parkett 
Lieferung, AL. Fr. 16'000.--; BKP 282.4, Akontozahlung für die Bestellung der Plat-
ten, AL. Fr. 30'000.--; BKP 222, Vorbestellung des Bedachungsmaterials, AL. Fr. 
24'000.--. Tags darauf am 29. September 2005 erstellte Bd. die vier Rechnungen 
und unterzeichnete diese im Auftrag („i. A.“) von As., wobei die Nummern der 
Baukostenpositionen, die Leistungsbeschriebe sowie die Preise mit jenen im Fax 
des Berufungsklägers übereinstimmten (act. 4.10-13). Am 4. Oktober 2005 sandte 
der Berufungskläger der AL. Bank einen Vergütungsauftrag über insgesamt AL. 
Fr. 100'000.-- (act. 40.9), vier Zahlungsanweisungen über AL. Fr. 16'000.--, AL. Fr. 
24'000.-- und zwei Mal über AL. Fr. 30'000.-- (act. 40.10-13) sowie einen Bu-

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chungsauftrag (BA) (sog. AL.-Check) über AL. Fr. 100'000.-- (act. 9.10 und 40.14). 
Ein Exemplar des Buchungsauftrags trägt neben der Unterschrift des Berufungs-
klägers auch diejenige des Treuhänders Ap. sowie des Zahlungsempfängers As. 
(act. 40.14 S. 1 und 9.10 S. 2). Am 19. Oktober 2005 entband As. Bd. „von der 
Weiterführung der geschäftlichen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Käufer-
schaft X.“ (act. 10.20). Die Zahlung der AL. Fr. 100'000.-- an As. („Gleitschliff As.“) 
erfolgte am 21. Oktober 2005 ab dem Baukonto AL. An. (act. 9.11 S. 2 und 37.10 
S. 5).             

e/cc) Umstritten ist in tatsächlicher Hinsicht, ob die Vorinstanz zu Recht aufgrund 
ihrer Beweiswürdigung zum Schluss gelangt ist, durch die Verwendung von AL. 
Fr. 100'000.-- als Anzahlung beim Kauf der Liegenschaft Bk. von As. habe der Be-
rufungskläger zu Lasten des ihm von der AL. Bank gewährten Baukredites eine 
Zahlung ausgelöst, die in keinem Zusammenhang mit der Überbauung Aq. stehe 
(E. 3.5 des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz folgte dabei den Aussagen von 
As. anlässlich dessen verschiedener Einvernahmen. As. sagte bereits an der poli-
zeilichen Einvernahme vom 16. Oktober 2008 aus, er habe nie für den Berufungs-
kläger auf der Baustelle Aq. irgendwelche Arbeiten ausgeführt. Er habe keine Ah-
nung, wo diese Baustelle sei. Mit dem Berufungskläger habe er lediglich einmal 
geschäftlich zu tun gehabt, als er das Haus in Bk. verkauft habe. Einmal habe ihn 
die AL. Bank angerufen und mitgeteilt, es sei komisch, dass er dem Berufungsklä-
ger Rechnungen für Gartenplatten über Fr. 100'000.-- gestellt habe. Darauf habe 
er der AL. Bank mitgeteilt, dass er keine Rechnungen gestellt und davon auch 
keine Kenntnis habe (act. 10.3 S. 2 f.). Am 12. August 2009 bestätigte As. vor dem 
Untersuchungsrichter als Zeuge (Art. 307 StGB) diese Aussagen. Er habe keiner-
lei Bezug zur Überbauung Aq.. Für diese Überbauung habe er nichts geliefert und 
es sei auch nicht vereinbart worden, dass er irgendetwas liefern solle. Er habe 
keinerlei Werkverträge abgeschlossen und zwar weder er noch irgendeine Firma 
von ihm. Die besagten vier Rechnungen habe er nicht ausgestellt und ebenso we-
nig habe er jemandem einen Autrag erteilt, diese Rechnungen auszustellen. Wenn 
Bd. aussage, er (As.) habe ihn aufgefordert, die Rechnungen zu schreiben, stim-
me dies nicht (act. 10.9 S. 3 f.). Auch am 12. Januar 2010 vom Untersuchungs-
richter im Konfront mit dem Berufungskläger einvernommen, blieb As. bei seinen 
Aussagen. Der im Oktober 2005 bei der AL. Bank zu Lasten des Kontos An. und 
zur Gutschrift auf das Konto 113506-94 eingelöste Check über AL. Fr. 100'000.-- 
(act. 10.15) sei eine Teilzahlung für das dem Berufungskläger verkaufte Haus ge-
wesen. Dies sei im Kaufvertrag so festgehalten worden. Diese AL. Fr. 100'000.-- 
seien in keiner Art und Weise im Zusammenhang mit der Überbauung Aq. in Aa. 

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gestanden. Von dieser Baustelle habe er keine Kenntnis. Er habe nie etwas gelie-
fert, offeriert oder verrechnet. Ebenso wenig sei vorgesehen gewesen, dass er 
irgendetwas liefern solle. Dass gemäss dem Check „die vorliegende Zahlung für 
das Erbringen von Leistungen am Bau erfolgt“, habe er gelesen, aber nicht zur 
Kenntnis genommen, als er das Dokument zur Unterschrift vorgelegt erhalten ha-
be (act. 10.23 S. 2 und 4). Schliesslich gab As. auch an der untersuchungsrichter-
lichen Konfronteinvernahme mit Bd. vom 12. Januar 2010 zu Protokoll, er habe 
diesem nie einen Auftrag zum Erstellen der Rechnungen gegeben (act. 10.24 S. 
2). 

Bd. sagte am 9. Oktober 2008 vor der Polizei aus, er habe die besagten vier 
Rechnungen damals im Auftrag von As. erstellt, wisse aber nicht mehr, warum. 
As. habe ihm gesagt, dass er die genauen Rechnungsangaben vom Berufungs-
kläger erhalten würde. Diese seien ihm dann per Fax mitgeteilt worden, worauf er 
die Rechnungen geschrieben habe (act. 10.1 S. 2). Am 7. September 2009 unter-
suchungsrichterlich als Auskunftsperson einvernommen, blieb Bd. zunächst bei 
seinen Aussagen. Die Rechnungen habe er im Auftrag von As. ausgestellt. Von 
diesem habe er ein Mandat und eine Vollmacht gehabt. Anlässlich von Verkaufs-
verhandlungen habe ihm der Berufungskläger gesagt, er würde ihm die Eckdaten 
für die Rechnungen zukommen lassen und am 28. September 2005 sei das fragli-
che Fax gekommen. Die Rechnungen habe er zusammen mit dem AL.-Check di-
rekt der AL. Bank zugeschickt. Auf Nachfrage des Untersuchungsrichters gab Bd. 
jedoch an, er könne nicht mehr genau sagen, ob As. ihm ausdrücklich gesagt ha-
be, die Rechnungen in seinem Namen zu erstellen. Er habe einfach gemäss sei-
nem Mandat im Sinne von As. gehandelt (act. 10.14 S. 2 und 3). An der Konfron-
teinvernahme mit As. vom 12. Januar 2010 konnte Bd. nicht mehr mit Sicherheit 
sagen, ob As. ihm gesagt habe, die vier Rechnungen in seinem Namen zu unter-
schreiben. Er habe die Rechnungen im Sinne von As. erstellt, von dem er eine 
Vollmacht gehabt habe (act. 10.24 S. 2). 

Ap. sagte am 3. November 2008 polizeilich aus, der Name von As. sage ihm 
überhaupt nichts. Auf Vorlage der vier Rechnungen konnte Ap. sich nicht erinnern. 
Es sei schwierig, eine Vorbestellung von Material zu prüfen und es könne sein, 
dass der Berufungskläger ihm diese Rechnungen „untergejubelt“ habe. Er habe 
damals überhaupt keinen Anlass gehabt, an den Ausführungen des Berufungsklä-
gers zu zweifeln. Er sei der Ansicht gewesen, dass die Rechnungen, welche ihm 
der Berufungskläger zum Visum übergeben habe, stets dem Baufortschritt ent-
sprochen hätten. Ein einziges Mal sei er ein wenig stutzig geworden, als ihm der 
Berufungskläger einen Zahlungsauftrag für die Parkettvorbestellung zum Visum 

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übergeben habe. Er habe dann nachgefragt, weshalb der Parkett so früh bestellt 
werde. Darauf habe der Berufungskläger gesagt, dass er diesen sehr günstig ha-
be bestellen können. Den Parkett habe er aber nie gesehen (act. 10.5 S. 2 f.). An-
lässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 20. August 2009 sagte 
Ap. als Zeuge (Art. 307 StGB) aus, eine der ihm vorgehaltenen Rechnungen be-
treffe offenbar Parkett. Er selber habe dieses Parkett nie gesehen, jedoch habe er 
den Berufungskläger gefragt, wo dieses sei. Letzterer habe ihm gesagt, er habe 
das Parkett günstig beziehen können und irgendwo eingelagert. Im Übrigen sei er 
der Meinung gewesen, mit diesen Rechnungen sei alles in Ordnung gewesen. Ob 
er den AL.-Check unterschrieben hatte, wusste er nicht mehr (act. 10.11 S. 2 f. 
und 5). Dies bestätigte er auch am 6. November 2009 (act. 10.22 S. 3). 

Der Berufungskläger gab anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme vom 19. No-
vember 2008 zu Protokoll, er habe mit As. beziehungsweise dessen Firma eine 
geschäftliche Beziehung aufbauen wollen, was aber gescheitert sei. As. hätte ihm 
Blech und ähnliches für die Baustelle Aq. liefern sollen, was er aber nicht getan 
habe. As. habe von ihm eine Anzahlung von rund AL. Fr. 100'000.-- erhalten. Hin-
sichtlich des an Bd. zugestellten Fax bemerkte der Berufungskläger, Bd. habe die 
BKP-Nummern wissen wollen und er habe ihm diese mitgeteilt. As. habe seinen 
Auftrag tatsächlich nicht ausgeführt, obwohl er verschiedene Sachen hätte liefern 
sollen (act. 12.2 S. 2 f.). Am 16. Dezember 2009 untersuchungsrichterlich befragt, 
sagte der Berufungskläger aus, As. hätte aufgrund mündlicher Abmachungen Par-
kett, Platten und Bedachungsmaterial liefern sollen. Diese Absprachen seien im 
Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft Bk. erfolgt. Aufgrund der ge-
schäftlichen Aktivitäten mit As. und seinen Aktivitäten würde eine Zusammenarbeit 
angestrebt. As. habe das Objekt Aq. gekannt. Die Mitarbeiterin des Berufungsklä-
gers habe bekannt gegeben, um welche BKP Nummer es sich gehandelt habe. 
Das habe man dann mit der Zeit so abgesprochen und es habe sich so ergeben. 
Nach Erhalt der vier Rechnungen habe er diese zusammengestellt und dem Bau-
treuhänder zur Begleichung zugeschickt. Wie der Kaufpreis über Fr. 1.1 Mio. für 
die Liegenschaft Bk. bezahlt worden sei, wisse er nicht mehr. Es habe eine ent-
sprechende Bankfinanzierung gegeben. Er wisse nicht, ob er die Unterlagen hin-
sichtlich der Begleichung des Kaufpreises für die Liegenschaft Bk. beschaffen 
könne. Er bespreche dies zuerst mit seinem Anwalt (act. 12.3 S. 5 ff.). Anlässlich 
der Konfronteinvernahme mit As. vom 12. Januar 2010 blieben sowohl dieser als 
auch der Berufungskläger bei ihren bisherigen Aussagen. Der Berufungskläger 
gab an, As. kenne das Objekt Aq. und hätte Material liefern müssen, dies aber 
nicht getan. As. habe andere Liegenschaften, die er auch selber saniert habe. 

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Schriftlich habe er As. bezüglich des nichtgelieferten Materials aber nicht kontak-
tiert (act. 10.23 S. 3 ff.). An der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 1. März 
2011 persönlich befragt, sagte der Berufungskläger hinsichtlich der Zahlungsan-
weisungen über insgesamt AL. Fr. 100'000.-- aus, der AL.-Check sei durch Ap. 
visiert worden und es sei erwiesen, dass bauseitige Leistungen erbracht worden 
seien. As. habe Falschaussagen gemacht (Vorinstanz act. I./6 S. 3). Auch an der 
Berufungsverhandlung schliesslich bestätigte der Berufungskläger diese Aussa-
gen und bezichtigte As. der Falschaussage.

e/dd)   Die Vorinstanz erwog, As. sei von Anfang an bei seiner Sicht der Dinge 
geblieben, während der Berufungskläger in den wesentlichen Punkten reichlich 
vage und nicht ohne weiteres nachvollziehbare Angaben gemacht habe, sei es mit 
Bezug auf die Rechnungsabwicklung, sei es mit Bezug auf die Bezahlung. Es er-
scheine schlicht realitätsfremd, dass ein Bauherr gegenüber seinem Vertragspart-
ner nicht auf der Lieferung bereits bezahlter Materialen beharren würde, zumal ein 
Gesamtbetrag von nicht weniger als AL. Fr. 100'000.-- zur Diskussion stünde (E. 
3.4 des angefochtenen Urteils). Diese Ausführungen überzeugen, weshalb ohne 
Vorbehalt darauf verwiesen werden kann. As. hat stets klar und konstant ausge-
sagt, er habe weder einen Auftrag für die Baustelle Aq. gehabt, weder Material 
dorthin geliefert, noch Rechnungen gestellt oder einen Auftrag für Rechnungsstel-
lungen erteilt. Es leuchtet angesichts des Umfangs der angeblich geschuldeten 
aber ausgebliebenen Materiallieferungen tatsächlich nicht ein, weshalb der Beru-
fungskläger As. nicht einmal schriftlich ermahnt hätte. Dies wäre umso mehr zu 
erwarten gewesen, als der Berufungskläger ja selbst vorbringen lässt, seine (zivil-
prozessuale) Beweislage sei aufgrund der vermeintlich formlos abgeschlossenen 
Verträge über angebliche Materiallieferungen unzureichend. Der Berufungskläger 
dringt nicht durch, wenn er ein Interesse von As. zu konstruieren sucht, die (aus 
Sicht des Berufungsklägers) wahre Sachlage zu verheimlichen. Zu Recht hat As. 
anlässlich seiner untersuchungsrichterlichen Konfronteinvernahme mit dem Beru-
fungskläger vom 12. Januar 2010 nämlich vorgebracht, dass er im Falle der be-
haupteten Materiallieferung AL. Fr. 200'000.-- zu Gute gehabt hätte (act. 10.24 S. 
4). Mit anderen Worten hätte As. immer noch Anspruch auf AL. Fr. 100'000.-- aus 
dem Kauf der Liegenschaft Bk., da - wie sogleich gezeigt wird - erwiesen ist, dass 
der Berufungskläger nur eine einzige Zahlung von AL. Fr. 100'000.-- an As. geleis-
tet hat. Bereits die Tatsache, dass As. selbst diesen seinen Anspruch verneint, 
spricht gegen die Darstellung des Berufungsklägers. Hätte der Berufungskläger 
tatsächlich mangels erbrachter Materiallieferungen gegenüber As. einen Rücker-
stattungsanspruch im Umfang von AL. Fr. 100'000.--, so könnte As. diesen sofort 

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mit der diesfalls noch nicht getilgten Kaufpreisforderung über AL. Fr. 100'000.-- 
verrechnen, weshalb ihm entgegen der Ansicht des Berufungsklägers keinerlei 
Nachteil erwachsen würde. Die Aussage des Berufungsklägers, den Kaufpreis für 
die Liegenschaft Bk. habe er mittels einer entsprechenden (anderen) Bankfinan-
zierung getilgt, überzeugt nicht. Der Berufungskläger hat trotz entsprechenden 
Aufforderungen im ganzen Verfahren auf konkrete Aussagen und auf die Einbrin-
gung von Belegen hinsichtlich der Tilgung des Kaufpreises im fraglichen Umfang 
von AL. Fr. 100'000.--, wie sie nach seiner Darstellung erfolgt sein soll, verzichtet. 
Zwar steht fest, dass die Inanspruchnahme prozessualer Rechte der Beweiswür-
digung entzogen ist, weshalb beispielsweise aus der Inanspruchnahme des 
Schweigerechts keine Schlüsse zum Nachteil der beschuldigten Person gezogen 
werden dürfen. Jedoch hat der Berufungskläger, soweit hier von Bedeutung, 
durchwegs ausgesagt. Nach der herrschenden Lehre, die mit der Rechtsprechung 
des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte übereinstimmt, gilt die soeben 
beschriebene Einschränkung der freien Beweiswürdigung sodann nicht, wenn - 
wie es vorliegend hinsichtlich der vom Berufungskläger behaupteten Tilgung des 
Kaufpreises für die Liegenschaft Bk. im Umfang von AL. Fr. 100'000.-- mittels 
Bankfinanzierung der Fall ist - die belastenden Beweise geradezu eine Erklärung 
verlangen, die die beschuldigte Person ohne Weiteres geben können müsste. In 
einem solchen Fall kann die fehlende Erklärung den Schluss erlauben, dass die 
beschuldigte Person schuldig ist (vgl. Wohlers, a.a.O., Art. 10 N 35 mit weiteren 
Hinweisen). 

Der Berufungskläger geht fehl, wenn er sich an den polizeilichen Aussagen von 
Bd. festzuklammern sucht, wonach dieser die fraglichen vier Rechnungen im Auf-
trag von As. erstellt habe (act. 10.1 S. 2). Klarerweise wurde Bd. von As. beim 
Verkauf der Liegenschaft Bk. als Vermittler eingesetzt und hatte er als solcher bis 
am 19. Oktober 2005 (act. 10.20) einen entsprechenden Auftrag und eine diesbe-
zügliche Vollmacht (vgl. etwa act. 10.14). Weder auf Nachfragen des Untersu-
chungsrichters noch im Konfront mit As. wollte Bd. jedoch bestätigen, dass jener 
ihm die konkrete Anweisung zum Erstellen besagter vier Rechnungen gegeben 
hätte. Es bleibt festzuhalten, dass Bd. auch nach seinen eigenen Aussagen mit X. 
- abgesehen vom hier unwesentlichen Verkauf der Baustelle in Bi. - ausschliess-
lich im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft Bk. in Kontakt war (act. 
10.1 S. 1 und 10. 14 S. 1 f.), während von allfälligen Materiallieferungen für die 
Baustelle Aq. in Aa. nie die Rede war. 

Aufgrund dieser Ausführungen steht unzweifelhaft fest, dass der Berufungskläger 
den Bau-Kreditvertrag AL. Nr. An. in Anspruch genommen hat, um damit den 

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Kaufpreis für die Liegenschaft Bk. im Umfang von AL. Fr. 100'000.-- zu tilgen. Die 
vier von Bd. im Namen von As. ausgestellten Rechnungen sind fiktiv, da sie ver-
schiedene Materiallieferungen zu Gunsten der Überbauung Aq. ausweisen, die in 
Wirklichkeit überhaupt nie vereinbart wurden. An diesem Ergebnis vermag nichts 
zu ändern, dass auch As., der offenbar dringend Geld benötigte (vgl. die Aussage 
von Bd. an der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 7. September 2009, 
act. 10.14 S. 5) und nachdem die Begleichung des Kaufpreises für die Liegen-
schaft Bk. sich als eher schwerfällige Angelegenheit herausstellte (vgl. beispiels-
weise act. 10.9 S. 2), zur Ausführung der Zahlung ein Exemplar des Buchungsauf-
trages vom 4. Oktober 2005 unterzeichnete, worauf vermerkt war, dass „[d]ie Un-
terzeichneten bestätigen, dass die vorliegende Zahlung für das Erbringen von 
Leistungen am Bau erfolgt“ (act. 40.14 S. 1).   

e/ee) Zum kantonsgerichtlichen Schuldspruch wegen Urkundenfälschung im en-
geren Sinne nach Art. 251 Ziff. 1 StGB hielt das Bundesgericht fest, die I. Straf-
kammer sei ohne weitere Begründung von der für eine Falschbeurkundung erfor-
derlichen Urkundenqualität der inkriminierten Rechnungen ausgegangen. Nach 
ständiger Rechtsprechung stellten Rechnungen in der Regel keine Urkunden dar. 
Auf den vier inkriminierten Rechnungen, die der AL. Bank eingereicht worden sei-
en, sei weder ein Visumszeichen noch eine anders gelagerte Bestätigung der 
Richtigkeit der Rechnungen vorhanden. Bei dieser Sachlage komme den vier 
Rechnungen an die AL. Bank keine erhöhte Glaubwürdigkeit im Sinne der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung zu, weshalb ihnen die Urkundenqualität abgehe. 
Der vom Berufungskläger, As. und Ap. unterzeichnete und mit den Rechnungen 
eingereichte Buchungsauftrag an die AL. Bank ändere daran nichts. Der objektive 
Tatbestand der Falschbeurkundung sei mangels Urkunde nicht erfüllt. Der Schuld-
spruch der I. Strafkammer verletze Bundesrecht. Diese Ausführungen im bundes-
gerichtlichen Rückweisungsentscheid sind für die I. Strafkammer verbindlich (BGE 
133 III 201 E. 4.2) und zwar ungeachtet dessen, dass sich Letztere bei ihrem 
Schuldspruch gar nicht auf eine angebliche Falschbeurkundung, sondern auf den 
Tatbestand der Urkundenfälschung im engeren Sinne gestützt, dies auch auf zwei 
ganzen Seiten erläutert und die Frage nach dem Vorliegen der qualifizierten An-
forderungen an die Beweiseignung im Sinne der Falschbeurkundung ausdrücklich 
offen gelassen hatte. Entsprechend ist der Berufungskläger von der ihm in diesem 
Zusammenhang vorgeworfenen Urkundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB 
freizusprechen.

e/ff) Vorinstanzlich wurde der Berufungskläger auch wegen Betruges nach Art. 
146 Abs. 1 StGB als schuldig befunden. Dieser Schuldspruch ist zu bestätigen. 

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Indem der Berufungskläger - wie er selbst ausgesagt hat - nach Erhalt der vier 
fiktiven Rechnungen diese zusammengestellt und dem Bautreuhänder Ap. zur 
Begleichung zugeschickt hat, spiegelte er diesem unwahre Tatsachen vor. Er 
machte sich dadurch den falschen Erklärungsinhalt der Rechnungen zu eigen, 
dass nämlich die Auszahlung über insgesamt AL. Fr. 100'000.-- an As. für dessen 
Materiallieferungen für die Überbauung Aq. erfolge, während in Wirklichkeit mit der 
Auszahlung ein Teil des vom Berufungskläger geschuldeten Preises aus dem 
Kauf der Liegenschaft Bk. getilgt wurde. Damit liegt ein täuschendes Verhalten 
vor. 

Der Berufungskläger muss sich Arglist vorwerfen lassen, denn die Vorinstanz hat 
zu Recht auf die Aussagen von Ap. hingewiesen, wonach Akontozahlungen bei 
der Realisierung eines Bauvorhabens nichts Ungewöhnliches seien und es für ihn 
schwierig gewesen sei, Vorbestellungen auf ihre Richtigkeit zu prüfen (act. 10.5 S. 
2 und 10.11 S. 2). Demnach war die durch Vorlage der fiktiven Rechnungen an 
Ap. aufgetischte Unwahrheit, die ausgelöste Zahlung über AL. Fr. 100'000.-- be-
treffe Leistungen an der Überbauung Aq., für Ap. nicht ohne besondere Mühe 
überprüfbar, soweit die Rechnungen Akontozahlungen betrafen (dies war bei drei 
der vier Rechnungen im Betrag von insgesamt AL. Fr. 84'000.-- der Fall). Denn 
aufgrund der Tatsache, dass Akontozahlungen typischerweise für noch nicht gelie-
ferte Waren getätigt werden, kann der Bestand dieser Waren nicht auf der Bau-
stelle kontrolliert werden. Damit ist insoweit Arglist ungeachtet des Fehlens betrü-
gerischer Machenschaften gegeben, denn Ap. war es nicht zuzumuten, bei jeder 
Akontorechnung sich beim Lieferanten selbst nach deren Richtigkeit zu erkundi-
gen, hätte dies doch das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Berufungs-
kläger vollends zerstört. Vielmehr durfte er sich damit begnügen, die Richtigkeit 
der Akontorechnungen durch Nachfragen beim Berufungskläger zu überprüfen, 
was er nach seinen eigenen Aussagen zumindest teilweise auch getan hat (act. 
10.5 S. 3 und 10.11 S. 2).  

Durch die Vorlage der fiktiven Rechnungen an Ap. erwirkte der Berufungskläger in 
jenem eine Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Ganz offensichtlich 
wurde Ap. in den Irrtum versetzt, die ausgelöste Akontozahlung über AL. Fr. 
100'000.-- betreffe Materiallieferungen zu Gunsten der    Überbauung Aq., was 
jedoch mitnichten der Fall war. Indem Ap. den Buchungsauftrag vom 4. Oktober 
2005 unterzeichnete (act. 40.14 S. 1) und diesen zur Zahlung an die AL. Bank 
weiterleitete, löste er die Zahlung vom 21. Oktober 2005 ab dem Baukonto AL. An. 
aus. Aufgrund des Baukreditvertrages (act. 37.7) mussten Zahlungsanweisungen 
zu Lasten des Baukontos vor deren Ausführung vom Bautreuhänder gegenge-

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zeichnet werden. Nach dieser Gegenzeichnung erfolgte die Auszahlung jedoch, 
ohne dass noch (weitere) deliktische Zwischenhandlungen des Berufungsklägers 
erforderlich waren, weshalb die Gegenzeichnung durch den Bautreuhänder den 
Anforderungen an eine unmittelbare Vermögensverfügung genügt (vgl. auch Ziffer 
2.4 der Vertragsbedingungen betreffend Baukredite der AL. Bank, act. 37.5). In 
Verbindung mit dem Treuhandvertrag mit Baukreditkontrolle (act. 37.3) bewirkte 
der Baukreditvertrag demnach, dass der getäuschte Ap. für den Vermögenskreis 
der AL. Bank sowohl rechtlich als auch tatsächlich „verantwortlich“ war und darü-
ber verfügen konnte (vgl. zum Ganzen: BGE 126 IV 113 E. 2.a mit zahlreichen 
Hinweisen). Durch die Auszahlung der AL. Fr. 100'000.-- zu Gunsten von As. er-
wuchs der AL. Bank schliesslich ein Vermögensschaden, da - wie die Vorinstanz 
zu Recht erwogen hat (E. 3.5 des angefochtenen Urteils) - die Zahlungen nicht 
dem Baufortschritt zu Gute kamen und der Baukredit damit im entsprechenden 
Umfang nicht mehr abgesichert war. Der Berufungskläger hat in diesem Zusam-
menhang zwar ausgesagt, er habe der AL. Bank Fr. 200’000.-- (zurück-)bezahlt 
(act. 10.23 S. 4). Daraus lässt sich jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn 
durch die fehlende grundpfandrechtliche Absicherung aufgrund der Liquiditätspro-
bleme des Berufungsklägers war der Kredit beziehungsweise das Vermögen der 
AL. Bank in der Zwischenzeit im Umfang der in Wirklichkeit als Teilkaufpreis für 
die Liegenschaft Bk. bestimmten Auszahlung von AL. Fr. 100'000.-- zumindest 
gefährdet, was zur Begründung eines Vermögensschadens ausreicht (vgl. Urteil 
der Strafkammer vom 28./29. Juni 1999 SF 99 5 E. I.1.a/aa; Arzt, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht II, Basel 2007, Art. 136 N 92). 
Gegen die Annahme einer jederzeitigen Ersatzfähigkeit, aber zugleich auch eines 
Ersatzwillens, spricht sodann bereits die Tatsache, dass der der AL. Bank bezahl-
te Betrag von Fr. 200'000.-- nicht aus dem Vermögen des Berufungsklägers, son-
dern von dessen Schwiegervater stammte (vgl. die Aussage von Av. anlässlich 
dessen polizeilicher Einvernahme vom 30. Oktober 2008, act. 10.4 S. 4, und an 
seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 20. August 2009, act. 10.13 
S. 2, sowie das Urteil des Bundesgerichts 6B_68/2011 vom 22. August 2011 E. 
3.1 mit Hinweisen, wonach sich die Ersatzfähigkeit ausschliesslich aufgrund der 
eigenen Mittel bestimmt).

Daneben erfüllte der Berufungskläger auch den subjektiven Tatbestand des Be-
trugs. Er handelte zumindest eventualvorsätzlich hinsichtlich sämtlicher objektiver 
Tatbestandsmerkmale. Insbesondere wollte er bei Ap. die unrichtige Vorstellung 
hervorrufen, die ausgelöste Zahlung betreffe Materiallieferungen zu Gunsten der 
Überbauung Aq.. Ebenso wollte er, dass Ap. den Buchungsauftrag gegenzeichne-

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te und dadurch die anbegehrte Summe von AL. Fr. 100'000.-- bei der AL. Bank zur 
Zahlung freigab. Der dadurch bei der AL. Bank eingetretene Vermögensschaden 
wurde damit mindestens in Kauf genommen. Daneben handelte der Berufungs-
kläger auch in der Absicht unrechtmässiger Bereicherung, denn durch die Beglei-
chung seiner Kaufpreisschuld im Umfang von AL. Fr. 100'000.-- verminderten sich 
die Passiven des Berufungsklägers entsprechend, was eine Bereicherung dar-
stellt. Diese stellt sodann gerade das Spiegelbild des Schadens dar, welcher der 
AL. Bank zugefügt wurde (Grundsatz der Stoffgleichheit). Auf diese Tilgung seiner 
Kaufpreisschuld hatte der Berufungskläger schliesslich überhaupt keinen An-
spruch, zumal aus dem zweckgebundenen Baukredit ausschliesslich Zahlungen 
für die Überbauung Aq. erfolgen durften. Mit anderen Worten löste der Berufungs-
kläger eine Zahlung ab dem Baukonto aus, die im Widerspruch zum abgeschlos-
senen Bau-Kreditvertrag AL. Nr. An. stand (vgl. zum Ganzen: Straten-
werth/Jenny/Bommer, a.a.O. § 15 N 60 ff.).

e/gg) Auch das Bundesgericht hat festgehalten, der Berufungskläger habe Ap. 
dadurch getäuscht, dass die vier vorgelegten Rechnungen keine Akontozahlungen 
von AL. Fr. 100‘000.-- für Materiallieferungen von As. zu Gunsten der Überbauung 
Aq. betroffen hätten. Sein Vorbringen, der Restkaufpreis sei nach Änderung der 
vereinbarten Zahlungsmodalitäten mit einem Darlehen von Fr. 77‘500.-- seines 
Schwiegersohnes beglichen worden, weshalb As. die AL. Fr. 100’000.-- nicht mehr 
zugestanden seien, sei unzutreffend. Der damalige Rechtsvertreter des Beru-
fungsklägers habe As. mit Schreiben vom 15. November 2005 mitgeteilt, er finde 
es unverständlich, dass die Abwicklung des Liegenschaftskaufs Bk. Probleme be-
reite. Er habe darauf hingewiesen, dass sich „die beiden AL.-Checks“ (wovon ei-
ner die inkriminierten AL. Fr. 100‘000.-- betroffen habe) bei ihm in der Kanzlei be-
fänden. Die spätere Modifizierung der Zahlungsmodalitäten mit einer Restzahlung 
von Fr. 77‘500.-- ändere an der Sachlage nichts, dass der Berufungskläger auf-
grund seiner inkriminierten Handlung AL. Fr. 100‘000.-- zulasten des Baukredits 
Aq. erhalten habe. Es sei richtig, dass die Rechnungen nicht ohne besondere 
Mühe überprüfbar gewesen seien. Ausserdem sei es Ap. nicht zuzumuten gewe-
sen, sich bei jeder Akontorechnung beim Lieferanten nach deren Richtigkeit zu 
erkundigen. Die übrigen Tatbestandselemente der Bereicherung und des Scha-
dens sowie der subjektive Tatbestand seien ebenfalls erfüllt. Zusammenfassend 
kann somit festgehalten werden, dass sich der Berufungskläger nicht wegen Ur-
kundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB, wohl aber wegen Betrugs nach Art. 
146 Abs. 1 StGB strafbar gemacht hat.   

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7.a) Hinsichtlich Ziffer 2.3 der Anklageschrift hielt die Vorinstanz als erstellt, 
dass der Berufungskläger diverse, der Ak. in Rechnung gestellte Leistungen (Sa-
nitärprodukte) nicht im Interesse dieser Gesellschaft verwendet habe, sondern 
diese der Ad. zugute gekommen seien. Als Gesellschafter und Geschäftsführer 
der Ak. habe den Berufungskläger die Pflicht zur umfassenden Interessenwahrung 
getroffen. Es bedürfe keiner weiteren Begründung, dass der Berufungskläger mit 
seinem Verhalten den objektiven Tatbestand von Art. 158 Ziff. 1 StGB erfüllt habe, 
zumal mit der ungerechtfertigten Belastung des Firmenkontos das Gesellschafts-
vermögen geschädigt worden sei. Es gehe ganz generell nicht an, Leistungen, die 
für eine Gesellschaft bestimmt seien, dieser zwar in Rechnung zu stellen, sie aber 
im Interesse einer anderen zu verwenden. Subjektiv habe der Berufungskläger 
vorsätzlich und in der Absicht gehandelt, die Ad. - bei welcher er ja nur auf Provi-
sionsbasis angestellt sei - unrechtmässig zu bereichern (E. 4.4 des angefochtenen 
Urteils). 

b) Der Berufungskläger führte in seiner Berufungserklärung aus, da es sich bei 
den eingelagerten Sanitärprodukten teilweise um schöne Apparaturen gehandelt 
habe, seien diese - statt in einem staubigen Lager verwahrt zu werden - vorüber-
gehend als Ausstellungsobjekte in die sich in der Nähe befindenden Ausstellungs-
räumlichkeiten der Ad. transferiert worden. Dass ein Teil der gesamthaft geliefer-
ten Apparate und Produkte schliesslich auch als Sacheinlage bei der Gründung 
der Ad. verwendet worden sei, sei mit dem Notar Bc. abgesprochen worden. 
Wenn sich dieser heute nicht mehr an die genauen Einzelheiten der Informationen 
erinnern könne, dürfe daraus nicht geschlossen werden, Bc. sei nicht entspre-
chend informiert gewesen. Der Berufungskläger sei auf Grund der Rücksprache 
mit seinem umfassend informierten Anwalt und Notar davon ausgegangen, dass 
die fraglichen Sanitäreinrichtungen als Sacheinlage bei der Gründung herhalten 
könnten. Offenbar sei die Finanzierung der als Sacheinlage verwendeten Ge-
genstände auch dem erfahrenen Notar und Anwalt Bc. nicht problematisch er-
schienen, obwohl er sich im Rahmen seiner Beratung im Zusammenhang mit der 
Gründung der Ad. sicherlich über die Herkunft und Finanzierung der besagten 
Gegenstände informiert habe. Weder habe es in der Absicht des Berufungsklägers 
gelegen, sein eigenes Unternehmen - und damit sich selbst - zu schädigen, noch 
könne ihm vorgeworfen werden, er habe sich pflichtwidrig unvorsichtig nicht um 
den Erhalt der erforderlichen Informationen bemüht, sei er doch in engem Kontakt 
zu Bc. gestanden, welcher denn auch die Unternehmensgründung vorbereitet und 
beurkundet habe.

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c) Wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines 
Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine 
solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung sei-
ner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt wird, 
macht sich wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung strafbar (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB). Die Vorinstanz hat die rein rechtlichen Grundlagen der ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung in E. 4.1 des angefochtenen Urteils ausfüh