# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08202d38-c041-5be9-9508-6f8718103562
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2025 D-1139/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1139-2025_2025-03-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1139/2025 

 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Deborah D'Aveni; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi, 

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. Januar 2025. 

 

 

 

D-1139/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Tutsi mit letztem Aufenthalt in B._______, 

Burundi eigenen Angaben zufolge am 25. September 2022 verliess und am 

23. November 2022 in die Schweiz einreiste, wo er am folgenden Tag um 

Asyl nachsuchte, 

dass er am 1. Dezember 2022 die ihm vom Bundesasylzentrum (BAZ) der 

Region C._______ zugewiesene Rechtsvertretung mit der Wahrung seiner 

Interessen beauftragte, 

dass das SEM mit dem Beschwerdeführer am 5. Dezember 2022 die Per-

sonalienaufnahme (PA) durchführte, 

dass er am 20. November 2023 durch seine Rechtsvertretung Kopien sei-

ner burundischen Identitätskarte und eines Auszugs aus dem Geburtenre-

gister einreichen liess, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 5. April 2024 mitteilen liess, sein 

Asylgesuch bedürfe weiterer Abklärungen, weshalb dieses gemäss 

Art. 26d AsylG [SR 142.31] im erweiterten Verfahren behandelt werde, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung das SEM gleichentags davon in 

Kenntnis setzte, ihr Mandat in Sachen Asylverfahren des Beschwerdefüh-

rers sei beendet, 

dass die vom Beschwerdeführer am 4. Juni 2024 mandatierte neue 

Rechtsvertretung dem SEM am 10. Juni 2024 mitteilte, sie werde fortan die 

Interessen des Beschwerdeführers wahrnehmen, 

dass er dem SEM durch seine Rechtsvertretung am 3. Juli 2024 acht Fo-

tografien von seiner Verlobten und sich beziehungsweise ihren Eltern über-

mitteln liess, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörungen zu den Asylgrün-

den vom 27. März 2024 und 9. Januar 2025 zur Begründung des Asylge-

suchs im Wesentlichen geltend machte, er habe anfangs 2021 eine Hutu 

kennengelernt und sei mit ihr innerhalb kurzer Zeit eine Beziehung einge-

gangen, 

dass ihn seine Verlobte am 22. März 2021 ihren Eltern, die für die burundi-

sche Regierung arbeiten würden, vorgestellt habe, 

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dass ihr Vater ihm gesagt habe, eine Ehe mit seiner Tochter sei aufgrund 

ihrer unterschiedlichen Ethnien ausgeschlossen und er solle sich von sei-

ner Tochter fernhalten, ansonsten er verschwinden oder im Gefängnis ster-

ben werde, 

dass seine Verlobte ihn einige Tage später bei ihm zu Hause besucht habe 

und sie beschlossen hätten, ihre Beziehung nicht zu beenden, 

dass sie ihm zwei Monate später mitgeteilt habe, sie sei schwanger und 

habe dies ihrer Mutter gesagt, die es ihrem Vater eröffnet habe, 

dass die Polizei bei ihm zu Hause einige Tage später eine Vorladung ab-

gegeben habe, in der festgehalten gewesen sei, dass er der sexuellen Ge-

walt gegen eine 17-Jährige beschuldigt werde, 

dass seine Eltern ihn in die Provinz D._______ geschickt hätten, wo er sich 

versteckt habe, 

dass er zweimal zu Hause gesucht worden sei und die Behörden seinen 

Vater an seiner Statt mitgenommen hätten, 

dass er auch in D._______ gesucht worden sei und der dortige Chef der 

lmbonerakure seiner Mutter mitgeteilt habe, die Flucht ins Ausland sei die 

einzige Möglichkeit für ihn, 

dass er zwei Wochen nach Erhalt der Vorladung in die Provinz E._______ 

gefahren sei, wo er sich bei Freunden seines Vaters versteckt habe, wäh-

rend seine Mutter seine Ausreise organisiert habe, 

dass seine Mutter einen Kredit aufgenommen habe und er mit Hilfe des 

Chefs der lmbonerakure habe ausreisen können, 

dass sein Vater immer noch im Gefängnis (…) in Haft sei und seine Mutter 

und seine Geschwister in F._______ lebten, 

dass der Beschwerdeführer dem SEM mit Schreiben vom 4. Januar 2025 

vier Dokumente (interdisziplinäre Notfallberichte vom 26. und 29. Mai 2024 

und Sprechstundenberichte vom 7. Juni und 17. Juli 2024) bezüglich eines 

im Mai 2024 erlittenen Unfalls zukommen liess, 

dass das SEM mit Verfügung vom 20. Januar 2025 – eröffnet am folgenden 

Tag – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

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Seite 4 

nicht, sein Asylgesuch vom 24. November 2022 ablehnte, ihn aus der 

Schweiz wegwies, feststellte, er sei verpflichtet, das Staatsgebiet der 

Schweiz sowie den Schengen-Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechts-

kraft dieser Verfügung zu verlassen, dies zur Rückreise in seinen Heimat- 

beziehungsweise Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein Land, das sich 

ausserhalb des Schengen-Raums befinde und in dem er aufgenommen 

werde, mit dem Hinweis, wenn er seiner Verpflichtung nicht innert Frist 

nachkomme, könne die Wegweisung unter Zwang vollzogen werden, 

dass das SEM den Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegweisung 

beauftragte und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer habe zu verschiedenen Ereignissen (Zeitrahmen des Beginns der 

Beziehung bis zur Zeugung des Kindes, Kennenlernen der Eltern seiner 

Verlobten und Treffen bei ihm zu Hause danach, Kontakte zu ihr nach der 

Zeugung des Kindes, Zeitpunkt seiner Orientierung über die Schwanger-

schaft, letzter Kontakt mit seiner Verlobten) unterschiedliche zeitliche An-

gaben gemacht, 

dass der Erklärungsversuch des Beschwerdeführers, die Ereignisse hätten 

sich vor langer Zeit zugetragen und er habe sich geirrt, zwar kleinere Ab-

weichungen, nicht aber grobe Widersprüche rechtfertigen könnte,  

dass sich der Beschwerdeführer bezüglich der erhaltenen polizeilichen 

Vorladungen in mehrfacher Hinsicht (Anzahl der Vorladungen, Überbringer 

derselben, Flucht nach D._______ vor oder nach der Mitnahme seines Va-

ters) widersprüchlich geäussert habe, 

dass er sich auch zu den Geschehnissen nach seiner Flucht nach 

D._______ (Dauer des dortigen Aufenthalts, Verfolger seien dorthin ge-

kommen bzw. es sei nichts mehr vorgefallen und er wisse nicht, ob man 

ihn dort gesucht habe, Dauer des Aufenthalts in E._______) nicht überein-

stimmend geäussert habe, 

dass die von ihm eingereichten Fotografien allenfalls die Beziehung zu sei-

ner Verlobten, nicht jedoch die angeblich daraus entstandene Verfolgung 

belegen könnten, 

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dass seine Vorbringen widersprüchlich und teilweise tatsachenwidrig seien 

und nach einer Gesamtwürdigung den Glaubhaftigkeitskriterien von Art. 7 

AsylG nicht genügten, 

dass der Beschwerdeführer geltend gemacht habe, der Vater seiner Ver-

lobten habe veranlasst, dass er in Burundi durch die Polizei und den Ge-

heimdienst verfolgt worden sei, 

dass er Burundi eigenen Angaben gemäss legal mit seinem eigenen Rei-

sepass verlassen habe, 

dass die burundischen Behörden ihn bei einer ernsthaften Suche zur Fahn-

dung ausgeschrieben und ihn an der Ausreise gehindert hätten, umso 

mehr, als dass der Geheimdienst in die Suche involviert gewesen sein 

solle, 

dass somit selbst bei Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht davon auszuge-

hen wäre, dass er in Burundi ernsthaft von den Behörden gesucht werde, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Februar 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass in dieser beantragt wurde, die Verfügung der Vorinstanz sei vollum-

fänglich aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde-

führers festzustellen und die Vorinstanz sei anzuweisen, ihm Asyl zu ge-

währen, eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, die vorläufige Auf-

nahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs anzuordnen, 

subeventualiter sei die Sache zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklä-

rung sowie zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wurde, es sei die unent-

geltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses zu verzichten, 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen geltend gemacht wird, der Be-

schwerdeführer sei erst nach langer Zeit zweimal zu seinen Asylvorbringen 

angehört worden, was Einfluss auf sein Aussageverhalten gehabt habe, 

dass er sich in den Anhörungen in der Jahreszahl vertan haben bezie-

hungsweise diese falsch übersetzt oder protokolliert worden sein müsse, 

denn die Ereignisse hätten sich alle im Jahr 2022 (und nicht 2021) zuge-

tragen, 

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dass der Beschwerdeführer nicht mit allen angeblichen Widersprüchen 

konfrontiert worden sei und es der Vorinstanz zwecks Wahrung des – vor-

liegend verletzten – rechtlichen Gehörs obliege, ihn mit sämtlichen gegen 

die Glaubhaftigkeit sprechenden Widersprüchen zu konfrontieren, 

dass der Beschwerdeführer sich wegen des Zeitablaufs seit den Ereignis-

sen und nachvollziehbarer Nervosität nicht an genaue Zeitpunkte und Zeit-

spannen erinnern könne, 

dass er sich indessen an Abläufe und Chronologien der fluchtauslösenden 

Ereignisse erinnere und diese nachvollziehbar habe wiedergeben können, 

dass die zeitlichen Abweichungen in seinen Aussagen entgegen den Aus-

führungen der Vorinstanz äusserst geringfügig seien, 

dass der Beschwerdeführer die zweite Vorladung in der ersten Anhörung 

zwar nicht explizit erwähnt habe, der Umstand, dass sein Vater verhaftet 

worden sei, für ihn aber wesentlich bedeutender gewesen sei, 

dass seine Mutter möglicherweise durch den von ihr kontaktierten «Verein» 

beziehungsweise durch Bestechung erreicht haben könnte, dass er ohne 

weitere Probleme oder Kontrollen am Flughafen habe ausreisen können, 

dass der Beschwerdeführer in den beiden freien Berichten im Rahmen sei-

ner Anhörungen ausführliche und übereinstimmende Aussagen zu den 

fluchtauslösenden Ereignissen gemacht habe und sich erst durch die ver-

schiedenen, teilweise verwirrenden Nachfragen der Vorinstanz leichte Un-

gereimtheiten ergeben hätten, die mehrheitlich hätten aufgelöst werden 

können, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund der bereits erfolgten Todesdrohun-

gen durch mächtige Regierungsbeamte, der polizeilichen beziehungs-

weise geheimdienstlichen Suche nach ihm, der ethnisch motivierten Straf-

anzeige gegen ihn und der Verhaftung seines Vaters an seiner Statt in Bu-

rundi ethnisch motivierter Verfolgung im Sinne einer erheblichen Gefahr für 

Leib, Leben und Freiheit ausgesetzt wäre, 

dass ihm zudem Verfolgung drohe, weil er im Ausland um Asyl ersucht 

habe und Rückkehrende als Oppositionelle eingestuft werden könnten, 

dass der Instruktionsrichter die Anträge, es sei die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

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Seite 7 

verzichten, mit Zwischenverfügung vom 27. Februar 2025 abwies und den 

Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 14. März 2025 einen Kostenvor-

schuss von Fr. 750.– einzuzahlen, unter der Androhung, bei nicht fristge-

rechter Leistung des Kostenvorschusses werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten, 

dass am 12. März 2025 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts ein 

Kostenvorschuss von Fr. 750.– eingezahlt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem auch der erhobene Kostenvorschuss frist-

gerecht eingezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass die in der Beschwerde vertretene Auffassung, der Anspruch des Be-

schwerdeführers auf Gewährung des rechtlichen Gehörs sei verletzt wor-

den, weil er nicht mit allen angeblichen Widersprüchen in seinen Aussagen 

konfrontiert worden sei, unter Hinweis auf die konstante Rechtsprechung 

des Bundesverwaltungsgerichts unzutreffend ist (vgl. Entscheidungen und 

Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1994 

Nr. 13 E. 3b, Urteil des BVGer D-5402/2020 vom 17. April 2024 E. 5.2.3 

m.w.H.), 

dass die vom Beschwerdeführer geschilderten fluchtauslösenden Ereig-

nisse in beiden Anhörungen auf das Jahr 2021 datiert wurden, worauf in 

der Beschwerde berechtigterweise hingewiesen wird, 

dass Übersetzungs- oder Protokollierungsfehler wenig wahrscheinlich 

sind, da das Jahr 2021 – bezogen auf die geltend gemachten Ereignisse – 

mehrfach erwähnt wurde und dem Beschwerdeführer beide Protokolle zu-

rückübersetzt wurden, ohne dass er sich bezüglich der Jahresangaben kor-

rigiert hätte, 

dass der Beschwerdeführer sowohl hinsichtlich Datumsangaben, als auch 

betreffend Zeitspannen widersprüchliche beziehungsweise voneinander 

abweichende Aussagen machte, was angesichts der zeitlichen Distanz 

zwischen geltend gemachten Ereignissen und Anhörungszeitpunkten nicht 

überzubewerten ist, 

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Seite 9 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung angab, einige Tage nach dem 

gemeinsamen Arztbesuch, bei dem die Schwangerschaft seiner Verlobten 

bestätigt worden sei, hätten seine Eltern eine für ihn bestimmte Vorladung 

entgegengenommen, 

dass er auf die entsprechende Frage antwortete, er wisse nicht, ob Polizis-

ten oder auch andere Leute die Vorladung seinen Eltern abgegeben hätten 

(vgl. SEM-act. […]-20/13 F58), 

dass er im weiteren Verlauf der Anhörung angab, er hätte sich bei der Po-

lizeistation von F._______ melden müssen, von der die Vorladung gekom-

men sei (vgl. SEM-act. […]-20/13 F61 f), 

dass seine Eltern sehr besorgt gewesen seien und seine Mutter ihm gesagt 

habe, er solle nach D._______ fliehen, was er getan habe, 

dass «sie» einige Male nach Hause gekommen seien und seine Eltern ge-

fragt hätten, wo er sich aufhalte, 

dass sie beschlossen hätten, seinen Vater mitzunehmen, weil sie ihn (den 

Beschwerdeführer) nicht gefunden hätten, was ihm seine Mutter mitgeteilt 

habe, als er selbst in D._______ «gesessen» sei (vgl. SEM-act. […]-20/13 

F41), 

dass er im weiteren Verlauf der Anhörung ausführte, die Behörden hätten 

die Vorladung dagelassen, als sie das erste Mal zu seinen Eltern gekom-

men seien, das zweite Mal – er sei bereits nach D._______ geflüchtet – 

hätten sie seinen Vater mitgenommen, weil er nicht zuhause gewesen sei 

(vgl. SEM-act. […]-20/13 F65), 

dass der Beschwerdeführer in der ergänzenden Anhörung ausführte, «sie» 

hätten eine Vorladung zu ihm nach Hause gebracht, der er keine Folge 

geleistet habe, 

dass er danach eine zweite Vorladung erhalten habe, die von Mitarbeitern 

des Geheimdienstes gebracht worden sei, welche seinen Vater mitgenom-

men hätten (vgl. SEM-act. […]-33/19 F97), 

dass der Beschwerdeführer in der ergänzenden Anhörung erklärte, der Va-

ter seiner Verlobten habe Polizisten zu ihnen nach Hause geschickt, die 

eine Vorladung mitgebracht hätten (vgl. SEM-act. […]-33/19 F68), 

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dass die Polizisten einige Tage später erneut zu ihnen gekommen seien 

und seinen Vater mitgenommen hätten, worauf er am folgenden Tag nach 

D._______ geflohen sei (vgl. SEM-act. […]-33/19 F68), 

dass der Beschwerdeführer somit widersprüchliche beziehungsweise un-

gereimte Angaben zur Anzahl der Vorladung(en) (eine beziehungsweise 

zwei), zu den Überbringern der Vorladung(en) (Polizisten, andere «Leute», 

Mitarbeiter des Geheimdienstes), zu den seinen Vater verhaftenden Si-

cherheitskräften (Polizisten oder Mitarbeiter des Geheimdiensts), zum Zeit-

punkt seiner Flucht nach D._______ (vor oder nach der Inhaftierung seines 

Vaters) und zum Anlass der Flucht (Erhalt der ersten Vorladung oder Fest-

nahme seines Vaters) machte, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung angab, seine Mutter habe die 

Vorladung aus Sicherheitsgründen zerrissen (vgl. SEM-act. […]-20/13 

F64), während er in der ergänzenden Anhörung sagte, er denke nicht, dass 

seine Mutter die Vorladungen noch habe, denn sie könnte deshalb Prob-

leme haben (vgl. SEM-act. […]-33/19 F110), 

dass diese Aussagen insoweit nicht übereinstimmen, als er einerseits ohne 

zu zögern angab, das Vorladungsschreiben existiere nicht mehr, ander-

seits «nur» die Vermutung äusserte, seine Mutter sei nicht mehr im Besitz 

der beiden Vorladungen, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung zu Protokoll gab, der Chef der 

Imbonerakure in D._______ habe zu seiner Mutter gesagt, er werde dort 

gesucht und es gebe zwei Möglichkeiten ihn zu schützen, 

dass sie ihn entweder ganz aus dem Land – beispielsweise nach Tansa-

nia – bringen oder er nach E._______ weiterfliehen könne (vgl. SEM-act. 

[…]-20/13 F41), 

dass der Beschwerdeführer in der ergänzenden Anhörung vorbrachte, der 

Vater seiner Verlobten habe von seinem Aufenthalt in D._______ erfahren 

und ein Imbonerakure habe seiner Mutter vorgeschlagen, er solle nach 

E._______ flüchten (vgl. SEM-act. […]-33/19 F68), 

dass seine Mutter ihm mitgeteilt habe, sie seien daran, seine Reise nach 

Tansania zu organisieren, der Imbonerakure ihr aber gesagt habe, dies sei 

keine gute Idee, da sich dort viele andere Imbonerakure aufhielten, die mit 

denjenigen von Burundi zusammenarbeiteten (vgl. SEM-act. […]-33/19 

F68), 

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dass der Beschwerdeführer sich somit nicht übereinstimmend dazu äus-

serte, welche Empfehlungen der Imbonerakure seiner Mutter gegeben 

habe, 

dass der Beschwerdeführer in der ergänzenden Anhörung angab, er habe 

sich nach dem Treffen, das kurz nach seinem Besuch bei den Eltern seiner 

Verlobten stattgefunden habe, mit ihr getroffen, als sie zum Arzt gegangen 

seien, nebst diesem Treffen habe es keine weiteren gegeben (vgl. SEM-

act. […]-33/19 F85 f), 

dass er ebenfalls in der ergänzenden Anhörung vorbrachte, er habe sich 

mit seiner Verlobten in dieser Zeitspanne ab und zu getroffen (vgl. SEM-

act. […]-33/19 F156), 

dass die in der Beschwerde vertretene Auffassung, die unter F86 gestellte 

Frage könne auch so verstanden werden, dass die Frage sich auf nach 

dem Arztbesuch stattfindende Treffen bezogen habe, nicht überzeugt, da 

die Fragen 85 und 86 in engem Zusammenhang stehen, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung sagte, er habe zum letzten 

Mal kurz mit seiner Verlobten gesprochen – er habe sie angerufen, um sie 

zu fragen, wie es ihr gehe –, als er bereits zwei Monate in E._______ ge-

wesen sei (vgl. SEM-act. […]-20/13 F74 und F78), 

dass er in der ergänzenden Anhörung sagte, seine Verlobte habe ihn in der 

Zeit, als die Polizisten bei ihm zu Hause vergeblich nach ihm gesucht und 

seinen Vater mitgenommen hätten, angerufen und ihm mitgeteilt, dass die 

Polizisten ihn zu Hause gesucht hätten, wobei es sich um den letzten Kon-

takt gehandelt habe, den er mit ihr gehabt habe (vgl. SEM-act. […]-33/19 

F88-F93), 

dass die in der Beschwerde vertretene Sichtweise, aus der Aussage in der 

ergänzenden Anhörung lasse sich nicht ableiten, wann konkret dieser Kon-

takt stattgefunden habe, nicht überzeugt, zumal das Telefongespräch  

– hätte es sich zwei Monate nach Ankunft des Beschwerdeführers in 

E._______ zugetragen – mindestens zweieinhalb Monate nach der geltend 

gemachten Festnahme seines Vaters geführt worden wäre, was keinen en-

geren zeitlichen Zusammenhang zwischen vergeblicher Suche und Inhaf-

tierung des Vaters aufweist, 

dass der Beschwerdeführer zudem nicht übereinstimmend angab, ob er 

seine Verlobte oder sie ihn angerufen habe, 

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dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

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Seite 13 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine ihm in Burundi drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht in konstanter Praxis – auch bezüglich 

Angehöriger der ethnischen Minderheit der Tutsi – nicht von einer generel-

len Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Burundi ausgeht (vgl. 

beispielsweise die Urteile des BVGer D-39/2025 vom 12. Februar 2025 

E. 7.3.2, E-563/2024 vom 4. Februar 2025 E. 9.3.1 und E-6185/2024 vom 

31. Januar 2025 E. 8.3.4), 

dass der Beschwerdeführer in Burundi über ein familiäres Beziehungsnetz 

verfügt (vgl. SEM-act. […]-20/13 F19 und […]-33/19 F40 f., F119), das ihn 

bei der Reintegration in seinem Heimatland unterstützen können wird, 

dass er über eine abgeschlossene schulische Ausbildung verfügt und in 

seinem Heimatland als (…) arbeitete (vgl. SEM-act. […]-20/13 F15, F17 

und […]-33/19 F53, F155), weshalb ihm auch eine berufliche Wiederein-

gliederung gelingen dürfte, 

dass auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitli-

chen Probleme einem Wegweisungsvollzug nicht entgegenstehen, da 

diese in Burundi behandelbar sind (vgl. die Urteile des BVGer E-6185/2025 

vom 31. Januar 2025 E. 8.3.3 und D-4328/2024 vom 19. Dezember 2024 

E. 9.3.2), 

dass es dem Beschwerdeführer zudem offensteht, vor der Rückkehr in 

seine Heimat bei der Vorinstanz einen Antrag auf medizinische Rückkehr-

hilfe zu stellen (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG), 

dass somit weder die allgemeine Lage in Burundi noch individuelle Gründe 

auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

D-1139/2025 

Seite 14 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt richtig sowie vollständig erstellt ist 

und der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht ver-

letzt wurde, weshalb der Subeventualantrag, die Sache sei zur rechts-

genüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen ist, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist, weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten desselben von 

Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass der am 12. März 2025 in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvorschuss 

zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1139/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler