# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81544cb6-c0f4-5d7d-bb0a-1ab5d1c1265e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 05.06.2013 S 2012 132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2012-132_2013-06-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 132

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Verwaltungsrichter 

Stecher und Audétat, Aktuar Trümpler

URTEIL
vom 5. Juni 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
Beschwerdeführerin

gegen 

B._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea Tarnutzer-Muench, 

Beschwerdegegnerin
und

C._____,
Beigeladener

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. C._____, geboren 1973, erlitt am 16. Februar 2012 bei einem Skiunfall ein 

Distorsionstrauma am rechten Knie. Sein Arbeitgeber, ein Sporthotel, über 

welches C._____ bei der B._____ zum Unfallzeitpunkt obligatorisch 

unfallversichert war, erstattete am 18. Februar 2012 eine Bagatellunfall-

Meldung. Als Unfallursache wurde dabei festgehalten, dass C._____ auf der 

Piste beim Springen einen Schlag auf das rechte Knie erhalten habe. Am 

27. Februar 2012 beantwortete der französischsprachige C._____ weitere 

Fragen auf einer ergänzenden Unfallmeldung der B._____. Insbesondere hielt 

er bei der Frage nach Ablauf, Tätigkeit und Umstände des Unfalles fest: „Kleine 

Bodenwelle, kleine[r] Sprung, schiefe Landung“. Mit Ergänzung vom 27. März 

2012 hielt er ferner fest, dass er auf einem Skipistenhügel leicht gesprungen 

und danach schlecht gelandet sei.

2. Die Erstbehandlung von C._____ fand durch Dr. med. D._____, Allgemeine 

Medizin FMH, statt, welcher am 20. Februar 2012 eine radiologische 

Untersuchung durch Dr. med. E._____ im Diagnose Zentrum in Chur 

veranlasste. Das bildgebende Verfahren ergab insbesondere einen 

Korbhenkelriss des rechten Innenmeniskus und eine begleitende Zerrung des 

medialen Seitenbandapparates bei Status nach einer vorderen Kreuzband-

Plastik im Jahre 2001. In der Folge wurde am 23. Februar 2012 im 

Regionalspital Surselva eine Kniearthroskopie rechts sowie eine mediale 

Teilmeniskektomie, eine Notchplastik mit Kreuzbandglättung und 

Knorpelglättung, eine Plicaresektion und eine subtotale Synovektomie 

durchgeführt. Sodann verordnete Dr. med. D._____ physiotherapeutische 

Massnahmen.

3. Nach Konsultation ihres beratenden Arztes lehnte die B._____ mit Verfügung 

vom 7. Mai 2012 ihre Leistungspflicht ab. Es liege weder ein Unfall im Sinne 

von Art. 4 ATSG noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von 

Art. 9 Abs. 2 UVV vor, weshalb sie nicht leistungspflichtig sei. Gegen diese 

Verfügung erhob der Krankenversicherer von C._____, am 25. Mai 2012 

Einsprache und stellte in der Folge mehrere Regressforderungen. Am 2. 

November 2012 wies die B._____ die Einsprache ab und bestätigte ihre 

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Auffassung, wonach es sich beim Ereignis vom 16. Februar 2012 weder um 

einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung gehandelt habe.

4. Mit Beschwerde vom 29. November 2012 beantragte die Krankenversicherung 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden den Einsprachentscheid der B._____ vom 2. November 

2012 aufzuheben und diese zur Übernahme der Heilungskosten im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 16. Februar 2012 zu verpflichten. Der 

geschilderte Vorfall bringe ein gesteigertes Gefahrenpotential mit sich. Ein 

solches genüge bei einer unfallähnlichen Körperschädigung zur Begründung 

der Leistungspflicht des UVG-Versicherers. Ein degenerativer Vorzustand 

schliesse zudem eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus. Die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte demgegenüber in ihrer 

Vernehmlassung vom 8. Januar 2013 die vollumfängliche Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. 

Die Beschwerdeführerin äussere sich in ihrer Beschwerde nur zur 

unfallähnlichen Körperschädigung. Die Beschwerden von C._____ seien auf 

eine vorbestehende Erkrankung zurückzuführen. Für die Annahme einer 

unfallähnlichen Körperschädigung müssten deshalb das Erfordernis der 

ungewöhnlichen äusseren Einwirkung sowie das Tatbestandsmerkmal des 

plötzlichen Vorfalles gegeben sein. Beides liege in casu aber nicht vor. Der 

vom Gericht am 25. Januar 2013 beigeladene C._____ reichte keine 

Stellungnahme ein.

Auf weitere Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und im 

angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen Bezug genommen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 2. November 2012. Die 

Beschwerdeführerin ist der Krankenversicherer der bei der 

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Beschwerdegegnerin versicherten verunfallten Person und hat ihren Sitz in 

X._____.  Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von 

Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich 

zuständig. Sodann erfüllt die Beschwerdeführerin als Krankenversicherer der 

bei der Beschwerdegegnerin versicherten verunfallten Person die 

Legitimationsvoraussetzungen gemäss Art. 59 ATSG, da der 

Leistungsansprüche verneinende Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin unmittelbar ihre prinzipielle Leistungspflicht begründet 

(vgl. BGE 134 V 153 E.5.3.1). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht 

eingereichte Beschwerde kann eingetreten werden.

2. Streitig ist vorliegend die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die 

Folgen des Ereignisses vom 16. Februar 2012. Es gilt im Folgenden zu prüfen, 

ob eine solche gestützt auf das Vorliegen eines Unfalles im Sinne von Art. 4 

ATSG oder einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in casu 

gegeben ist.

3. a) Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden − soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt − 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, 

die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen 

(Abs. 2). 

b) Ein Unfall wird in Art. 4 ATSG als eine plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper definiert, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

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Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf 

diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, 

dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich zieht, womit ungewöhnliche Auswirkungen allein noch keine 

Ungewöhnlichkeit im Sinne von Art. 4 ATSG begründen (BGE 134 V 72 E. 

4.3.1 mit Hinweis). Der äussere Faktor ist nur dann ungewöhnlich, wenn er − 

nach einem objektiven Massstab − den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist 

demnach, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 

Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Das Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann insbesondere in einer unkoordinierten 

Körperbewegung bestehen − beispielsweise in einem Ausgleiten, Stolpern 

oder reflexartigen Abwehren eines Sturzes (vgl. das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 368 vom 16. November 1999 E. 2d 

[= RKUV 2000/2 S. 99 fD.]; BGE 130 V 117 E.2.1; UELI KIESER/HARDY LANDOLT, 

Unfall − Haftung − Versicherung, Zürich 2012, N. 47). Bei Körperbewegungen 

gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung 

lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam programmwidrig 

beeinflusst hat. Ohne besonderes Vorkommnis ist auch bei Sportverletzungen 

das Merkmal der Ungewöhnlichkeit − und damit das Vorliegen eines Unfalles 

im Rechtssinne − regelmässig zu verneinen (BGE 130 V 117 E.2.2; Urteil des 

Bundesgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.3). Für einen Sportunfall im 

Rechtssinne ist das Vorliegen einer Programmwidrigkeit, die den normalen 

Bewegungsablauf bei der sportlichen Tätigkeit unterbricht oder stört, demnach 

gleichfalls (begriffs-)wesentlich (vgl. dazu KIESER/LANDOLT, a.a.O., N. 77 D. 

sowie das Urteil des Bundesgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.3 je 

mit Beispielen). Aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich, dass 

bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall jeweils dann angenommen werden kann, 

wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant. Wenn sich hingegen 

das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, 

liegt kein Unfallereignis im Rechtssinne vor. Ein solches ist auch dann zu 

verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung 

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sich aber noch in der Spannweite des für den Sport Üblichen bewegt (Urteil 

des Bundesgerichts  U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.4; zum Ganzen 

BGE 130 V 117).

4. In seiner Beschwerde vom 29. November 2012 äussert sich die 

Beschwerdeführerin nicht zum Unfallbegriff, weshalb die Beschwerdegegnerin 

auch auf entsprechende Ausführungen in ihrer Vernehmlassung verzichtet hat. 

Im angefochtenen Einspracheentscheid verneinte die Beschwerdegegnerin 

das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalles. 

Dass ein Skifahrer nach einem kleinen Sprung einmal besser und einmal etwas 

schlechter beziehungsweise etwas schiefer lande, gehöre zum Normalen und 

Alltäglichen im Skisport. Der Unfallbegriff sei entsprechend zu verneinen. 

Dieser Auffassung kann gefolgt werden. Dem von C._____ geschilderten 

Ereignisablauf gemäss ergänzender Unfallmeldung vom 27. Februar 2012 

(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 4), wonach er auf einer kleinen 

Bodenwelle einen kleinen Sprung gemacht habe und schief gelandet sei, kann 

keine Programmwidrigkeit im Sinne einer unkoordinierten Bewegung oder ein 

besonderes, das Merkmal der Ungewöhnlichkeit aufweisendes Vorkommnis 

entnommen werden. Dies bestätigt sich auch aufgrund seiner Aussage auf der 

ergänzenden Unfallmeldung vom 27. März 2012 (Bg-act. 9), worin er ausführt, 

dass er über einen Hügel auf der Skipiste leicht gesprungen und dabei schlecht 

gelandet sei. Gleiches ergibt sich ferner auch aufgrund der Bagatell-

Unfallmeldung vom 18. Februar 2012 (Bg-act. 1), worin als Unfallbeschreibung 

festgehalten wurde, dass die verunfallte Person auf der Piste beim Springen 

einen Schlag auf das rechte Knie erhalten habe. Aus keiner dieser 

Schilderungen ergibt sich eine Programmwidrigkeit im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu BGE 130 V 117 E.2.2.1 fD. mit 

zahlreichen Hinweisen). Zwar ist vorliegend die sportliche Übung nicht ideal 

verlaufen, doch kann − nach einem objektiven Massstabe beurteilt − nicht 

gesagt werden, dass der kleine Sprung auf der Skipiste über eine kleine 

Bodenwelle mit schiefer Landung − jedoch ohne Sturz oder Kollision − den 

Rahmen des in diesem Sport Üblichen oder Alltäglichen gesprengt hat (vgl. in 

diesem Zusammenhang auch das Urteil des Eidgenössischen 

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Versicherungsgerichts U 345 vom 18. März 1999 [=RKUV 1999 Nr. U 345 

S. 420 fD.] betreffend ein Unfallereignis infolge des Befahrens einer vereisten 

Buckelpiste mit Skiern). Aus den genannten Schilderungen ergibt sich, dass 

C._____ am 16. Februar 2012 weder ausgeglitten, gestürzt oder kollidiert ist. 

Es bestehen ferner keine Anhaltspunkte, dass er den Pistenbereich mit der 

kleinen Bodenwelle unkontrolliert überfahren hätte. Die Beschwerdeführerin 

macht sodann auch nicht geltend, dass C._____ den Sprung nicht korrekt 

ausgeführt habe. Es ist damit festzuhalten, dass der Unfallbegriff gemäss Art. 

4 ATSG vorliegend von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid zu Recht verneint worden ist. Dies hat die 

Beschwerdeführerin im Übrigen − wie bereits schon erwähnt wurde − in ihrer 

Beschwerde auch nicht beanstandet.

5. a) Nachdem ein Unfall im Rechtsinne vorliegend zu verneinen ist, ist zu prüfen, 

ob bei C._____ nach dem Ereignis vom 16. Februar 2012 allenfalls eine 

unfallähnliche Körperschädigung gegeben ist, welche eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin begründet. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der 

Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in 

die Versicherungen einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in 

Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und folgende, abschliessend aufgeführte 

Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine 

Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere 

Einwirkung Unfällen gleichgestellt:

a. Knochenbrüche,
b. Verrenkungen von Gelenken,
c. Meniskusrisse,
d. Muskelrisse,
e. Muskelzerrungen,
D. Sehnenrisse, 
g. Bandläsionen,
h. Trommelfellverletzungen.

Die Aufzählung der Gesundheitsschäden in Art. 9 Abs. 2 UVV ist 

abschliessend und darf weder vom Versicherer noch vom Gericht durch 

Analogieschlüsse erweitert werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_118/2011 vom 9. November 2011 E.4.3.3). Die Gerichte sind lediglich 

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befugt, durch Auslegung zu ermitteln, was unter den in der Liste aufgeführten 

Körperschädigungen zu verstehen ist, sofern diese nicht eindeutig 

umschrieben sind (BGE 116 V 136 E.4a; 116 V 147 E.2b in fine). 

b) Nachdem die Beschwerdegegnerin noch in ihrer Verfügung vom 7. Mai 2012 

festhielt, es liege bei C._____ keine Diagnose vor, welche sich unter eine der 

in Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV aufgeführten Verletzungen subsumieren lasse, 

vertrat sie diese Auffassung im Folgenden weder im angefochtenen 

Einspracheentscheid noch in ihrer Vernehmlassung ans Verwaltungsgericht. 

Dies zu Recht. Beim Verunfallten wurde insbesondere eine Kniedistorsion mit 

Korbhenkelriss des rechten medialen Meniskus sowie eine begleitende 

Zerrung des medialen Seitenbandapparates diagnostiziert (vgl. etwa die Arzt- 

und Operationsberichte des Regionalspitals Surselva vom 23. und 28. Februar 

2012 [Bg-act. 5 und 7] und den Bericht von Dr. med. E._____ vom 20. Februar 

2012 [Bg.act. 3]). Ein Korbhenkelriss stellt ein längs verlaufender Meniskusriss 

dar (vgl. WILLIBALD PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 261. Auflage, Berlin 

2007, S. 1029), was sodann in Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV (Meniskusrisse) als 

unfallähnliche Körperschädigung aufgeführt ist. Aufgrund der Aktenlage ist die 

Verletzung auf das Ereignis vom 16. Februar 2012 zurückzuführen. Eine 

Listenverletzung ist deshalb in casu zu bejahen.

c) Liegt eine Listenverletzung vor, so müssen mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung die 

weiteren Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs gegeben sein (BGE 

129 V 466 E.2.2). Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung des 

äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, 

objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 

466 E.2.2), wobei diesem Geschehen ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotenzial inhärent sein muss. Die schädigende äussere 

Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 

E.4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein 

äusserer schädigender Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser 

nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten 

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von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 

E.4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors 

auch, wenn das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer blossen 

Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben 

in der Lage ist. Gemäss Rechtsprechung ist für die Bejahung eines äusseren 

auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein 

Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial 

innewohnt, wobei dies zu bejahen ist, wenn die zum einschiessenden Schmerz 

führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage 

vorgenommen wird, wie dies etwa bei vielen sportlichen Betätigungen zutreffen 

kann (BGE 129 V 466 E.4.2.2; ferner Urteil des Bundesgerichts 8C_186/2011 

vom 26. Juli 2011 E.8.3). Der äussere Faktor mit erheblichem 

Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende 

Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch 

beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, 

gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome 

einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei 

der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu 

ein davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich 

beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen 

usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 

Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiologische 

Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder 

stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch 

gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes 

Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E.4.2.2). Für die 

Bejahung eines äusseren Faktors braucht es zusammenfassend demzufolge 

ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur 

Unkontrolliertheit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden 

Faktors (BGE 129 V 466 E.4.3). Die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen.

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d) Die Beschwerdegegnerin verneint vorliegend eine unfallähnliche 

Körperschädigung mit der Begründung, dass es sich bei den festgestellten 

Befunden primär um Vorzustände handle. Dies treffe insbesondere für die 

vordere Kreuzband-Plastik zu, welche im Jahre 2001 durch eine laterale und 

eine mediale Teilmeniskektomie vorgenommen worden sei. Danach sei 

C._____ nie mehr beschwerdefrei gewesen. Seien die Beschwerden auf eine 

vorbestehende Erkrankung zurückzuführen, müsse für die Annahme einer 

unfallähnlichen Körperschädigung das Erfordernis einer ungewöhnlichen 

äusseren Einwirkung gegeben sein. Beim Ereignis vom 16. Februar 2012 sei 

nun aber weder ein ungewöhnlicher Faktor noch Plötzlichkeit gegeben.

e) Zu Recht ist vorliegend unbestritten geblieben, dass die Körperschädigung am 

rechten Knie unbeabsichtigt erfolgte, das heisst die Herbeiführung eines 

Gesundheitsschadens unfreiwillig geschehen ist (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 385 vom 11. April 2000 E.3b/aa 

[=RKUV 2000 U 385 S. 267]). Ferner ist − entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin − die Ungewöhnlichkeit bei den unfallähnlichen 

Körperschädigungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV eben gerade nicht 

Voraussetzung (vgl. oben Erwägung 5c). Hingegen muss auch bei einer 

unfallähnlichen Körperschädigung ein äusserer Faktor gegeben sein, der in 

casu zu bejahen ist. Das Skifahren ist grundsätzlich eine sportliche Tätigkeit, 

die dazu geeignet ist, eine risikogeneigte Sportart darzustellen. Dies gilt 

insbesondere dann, wenn das Skifahren dynamisch erfolgt − etwa mit 

Sprüngen verbunden ist − oder die spezifische Fahrweise ein gesteigertes 

Gefährdungspotenzial darstellt, sodass das Geschehen nicht mehr als 

alltägliche Lebensverrichtung angesehen werden kann (vgl. das Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 10 181 E.3c [Body Carving] 

sowie das Urteil des Bundesgerichts U 223/05 vom 27. Oktober 2005 E.5). 

Vorliegend ist ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, 

sinnfälliger Faktor als auslösendes Ereignis gegeben: C._____ ist nach dem 

Überfahren eines Skipistenhügels beziehungsweise einer Bodenwelle auf der 

Skipiste mit leichtem Sprung schief gelandet. Wie bereits erwähnt, ist denn 

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auch dem dynamischen Skifahren ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotenzial inhärent. Ferner ist die schiefe Landung nach dem 

leichten Sprung vorliegend zumindest als Teilursache für die Verletzung 

anzusehen. Dabei ist es − entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin − 

unbeachtlich, dass bei C._____ ein krankhafter Vorzustand vorliegt. Ein 

degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst nämlich eine 

unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfallähnliches Ereignis 

den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest 

werden lässt. Es genügt mit anderen Worten, wenn eine schädigende, äussere 

Einwirkung wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den vor- oder 

überwiegend krankhaften Ursachen hinzutritt. Hingegen ist nicht abzuklären, 

ob eine „eindeutige“ krankheits- oder degenerativ bedingte Verursachung 

vorliegt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011 E.9.6 

und U 179/04 vom 13. Juli 2005 E.3, ferner schon das Urteil des 

Bundesgerichts U 92/00 vom 27. Juni 2001 E.2b). Dies ist vorliegend der Fall. 

Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin führte zwar im Vorlageformular 

vom 19. April 2012 (Bg-act. 12) stichwortartig aus, dass die Beschwerden am 

rechten Knie „eher“ auf den Fall 2001 zurückzuführen seien, doch fehlt zu 

dieser Einschätzung eine nähere Begründung. Im Arztbericht des 

Regionalspitals Surselva vom 23. Februar 2012 (Bg-act. 5) wird ferner 

erwähnt, dass der Verunfallte nach einer vorderen Kreuzband-Ruptur im Jahre 

2001 nie mehr ganz beschwerdefrei gewesen sei, doch ist im gleichen Bericht 

auch davon die Rede, dass nach der ersten Ruptur kein Instabilitätsgefühl 

bestanden habe. Es habe nach dem Ereignis vom 16. Februar 2012 der 

Verdacht auf eine (erneute) mediale Meniskusläsion bestanden, weshalb ein 

MRI durchgeführt worden sei, welches die Diagnose des Korbhenkelrisses des 

Innenmeniskus bestätigt habe (vgl. Bg-act. 5 sowie die Stellungnahme im 

MEDGATE - SMO der Beschwerdegegnerin vom 15. März 2012 [Bg-act. 8]). 

Das Ereignis vom 16. Februar 2012 ist somit zumindest als Teilursache für den 

Gesundheitsschaden am rechten Knie anzusehen, womit der krankhafte 

Vorzustand − wie vorstehend dargelegt wurde − unbeachtlich ist. Ferner kann 

der Beschwerdegegnerin auch nicht gefolgt werden, wenn sie vorliegend das 

Tatbestandsmerkmal der Plötzlichkeit damit verneint, dass Bodenwellen 

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beziehungsweise Skipistenhügel nicht plötzlich entstünden und auf einer 

präparierten Piste mit derartigen Unebenheiten gerechnet werden müsse. Das 

Merkmal Plötzlichkeit bezieht sich auf das unmittelbare Geschehen 

beziehungsweise auf das schädigende Ereignis, dabei muss die schädigende 

Einwirkung auf den Körper plötzlich eingesetzt haben und eine einmalige sein 

(vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ P. HOLZER, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 2012, S. 51). Es kommt noch nicht 

einmal so sehr auf die Dauer einer schädigenden Einwirkung an, als vielmehr 

auf ihre Einmaligkeit. Keine unfallähnliche Körperschädigung liegt demgemäss 

vor, wenn eine Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV 

ausschliesslich auf wiederholte, im täglichen Leben laufend auftretende 

Mikrotraumata zurückzuführen ist, welche eine allmähliche Abnützung 

bewirken und schliesslich zu einem behandlungsbedürftigen 

Gesundheitsschaden führen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts U 223/05 vom 

27. Oktober 2005 E.3 und 4.2 mit weiteren Hinweisen). Die Plötzlichkeit ist 

vorliegend zu bejahen. C._____ hat einen Schlag auf sein rechtes Knie im 

Moment der schiefen Landung nach dem kleinen Sprung über die Bodenwelle 

verspürt. Das Tatbestandsmerkmal eines plötzlich auftretenden, schädigenden 

Ereignisses im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV ist damit erfüllt.

6. a) Zusammenfassend kann sodann festgehalten werden, dass bei C._____ eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV vorliegt 

und sämtliche weiteren Tatbestandsmerkmale der unfallähnlichen 

Körperschädigung gegeben sind. Damit hat die Beschwerdegegnerin C._____ 

für das Ereignis vom 16. Februar 2012 die gesetzlichen Leistungen gemäss 

UVG zu erbringen. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen und der 

angefochtene Einspracheentscheid ist aufzuheben.

b) Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 

lit. a ATSG). Die obsiegende Beschwerdeführerin (Krankenversicherung) hat 

keinen Anspruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario).

 

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 2. 

November 2012 aufgehoben und die B._____ verpflichtet für das Ereignis vom 

16. Februar 2012 C._____ die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]