# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 659abfeb-27e2-54a0-82bb-c4233c4a5355
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2015 C-2389/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2389-2012_2015-08-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2389/2012; C-1841/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m   2 1 .  A u g u s t  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Karin Wagner. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______ AG (vormals B._______ AG Bern und Stiftung 

A._______ Bern), 

vertreten durch Dr. iur. Thomas Eichenberger und MLaw 

Claudio Helmle, Kellerhals Anwälte, Effingerstrasse 1, Post-

fach 6916, 3001 Bern,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 

3000 Bern 8,   

handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des 

Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Aufnahme in die Spitalliste 2012; Verfügungen des Regie-

rungsrates des Kantons Bern Nr. 519 vom 4. April 2012 und 

Nr. 255/2014 vom 26. Februar 2014. 

 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Regierungsrat des Kantons Bern hat mit Beschluss vom 20. Dezember 

2006 die Spitalliste 2007 erlassen (RRB Nr. 2271/2006), welchen der Bun-

desrat mit Urteil vom 25. Februar 2009 (BRE 25.02.2009) auf Beschwerde 

hin aufgehoben hat. Mit Regierungsratsbeschluss vom 10. Dezember 2008 

wurde die Spitalliste 2009 (RRB Nr. 2060/2008) erlassen und mit Regie-

rungsratsbeschluss vom 6. Mai 2009 wieder aufgehoben (RRB 840/2009). 

In der Folge wurden die hängigen Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht 

(C-497/2009 und C-685/2009) betreffend die Spitalliste 2009 am 17. Juni 

2009 als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

Auf Antrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) hat der Regie-

rungsrat des Kantons Bern (im Folgenden: Regierungsrat oder Vorinstanz) 

mit Beschluss Nr. 2132 vom 16. Dezember 2009 gestützt auf die Versor-

gungsplanung 2007-2010 die Spitalliste ab 1. Januar 2010 festgesetzt und 

die seit 1. Januar 2005 gültige Spitalliste aufgehoben (RRB Nr. 2132/2009; 

act. 1 Beilage 1 des Verfahrens C-325/2010). Dagegen erhoben diverse 

Spitäler Beschwerde, welche das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-

325/2010 vom 7. Juni 2012 insoweit guthiess, als der angefochtene RRB 

Nr. 2132/2009 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewie-

sen wurde. Dies mit der Begründung, die Wirtschaftlichkeitsprüfung auf-

grund eines Benchmarks betreffend den Anteil teilstationärer Behandlun-

gen und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer entspreche nicht den bun-

desrechtlichen Anforderungen.  

B.  

Am 24. August 2011 hat die GEF die "Versorgungsplanung 2011-2014 ge-

mäss Spitalversorgungsgesetz" verabschiedet (vgl. 

<http://www.gef.be.ch/gef/de/index/gesundheit/gesundheit/spitalversor-

gung/Versorgungsplanunggemaessspvg/projekt_versorgungspla-

nung2011-2014.assetref/dam/documents/GEF/SPA/de/Versorgungspla-

nung/20112014/VP11_14_Korrekturversion2013_d_20130612.pdf> abge-

rufen am 14. Juli 2015). Der Regierungsrat hat gestützt darauf mit Be-

schluss Nr. 519 vom 4. April 2012 (im Folgenden: RRB 519/2012 oder Ver-

fügung vom 4. April 2012) die Spitalliste für die Bereiche somatische Akut-

versorgung, Psychiatrie und Rehabilitation ab 1. Mai 2012 festgesetzt und 

die seit 1. Januar 2005 gültige Spitalliste aufgehoben (C-2389/2012 act. 1 

Beilage 1). 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 3 

Die Vorinstanz erteilte der Stiftung A._______ Bern und der B._______ AG 

Bern (heute: A._______ AG) diverse Leistungsaufträge in den Leistungs-

bereichen Dermatologie (DER), Hals-Nasen-Ohren (HNO), Neurochirurgie 

(NCH), Neurologie (NEU), Ophthalmologie (AUG), Endokrinologie (END), 

Gastroenterologie (GAE), Viszeralchirurgie (VIS), Hämatologie (HAE), 

Herz- und Gefässchirurgie (HER/GEF), Kardiologie und Angiologie 

(KAR/ANG), Nephrologie (NEP), Urologie (URO), Pneumologie (PNE), 

Thoraxchirurgie (THO), Bewegungsapparat chirurgisch (BEW), Rheuma-

tologie (RHE), Gynäkologie (GYN), Geburtshilfe (GEB), Neugeborene 

(NEO), (Radio)Onkologie (RAO/ONK), schwere Verletzungen (UNF), In-

fektiologie (INF), Psychiatrie und Toxikologie (PSY/TOX) und sonstige (Ra-

diologie [RAD], Kieferchirurgie [KIE], Verlegung und Todesfälle 

[VERL/TOD], Kindermedizin [KIN], Akutgeriatrie [GER]), teilweise mit Auf-

lagen und Vorbehalten, wie dem Ausschluss von hochspezialisierten Be-

handlungsverfahren und der Zusammenarbeit mit dem D._______spital o-

der beschränkt auf einen bestimmten Standort (RRB 519/2012 E. 3.5 S. 

19ff.). Ausserdem wurden diverse Einzelanträge in den Leistungsberei-

chen Kardiologie und Angiologie, Dermatologie, Neurochirurgie, Bewe-

gungsapparat, Hämatologie, Herz- und Gefässchirurgie, Gynäkologie, 

Thoraxchirurgie, (Radio)Onkologie, Viszeralchirurgie und sonstige (KIE) 

abgelehnt (RRB 519/2012 E. 4.1 S. 30ff.). 

In ihren Erläuterungen zur Spitalliste 2012 (C-2389/2012 act. 1 Beilage 4; 

im Folgenden: Erläuterungen) hielt die Vorinstanz fest, die Evaluation der 

Leistungserbringer der somatischen Akutversorgung bezüglich Wirtschaft-

lichkeit und Qualität der Leistungserbringung sei mit einem schweizweiten 

Benchmark pro Leistungsbereich und pro Spitalunternehmen erfolgt. Als 

Indikator für die Wirtschaftlichkeit sei die durchschnittliche Aufenthalts-

dauer gewählt worden. Die Medizinische Statistik der Krankhäuser des 

Jahres 2009 habe die Datengrundlage gebildet. Bei der Evaluation bezüg-

lich der Qualität seien in erster Linie Struktur- und Prozessqualitätskriterien 

überprüft worden (vgl. Erläuterungen Ziff. 5.2.3). Eine weitere Strategie der 

Versorgungsplanung 2011-2014 bestehe darin, die hochspezialisierte me-

dizinische Versorgung im Universitätsspital zu konzentrieren, wobei in Ko-

operation die Auslagerung von Spezialitäten in die Regionen zugelassen 

werde. Für Spitallistenentscheide bedeute dies, dass das Universitätsspital 

und Netzwerke bei der Auswahl der Leistungserbringung für HSM-Behand-

lungsverfahren bevorzugt würden (vgl. Erläuterungen Ziff. 5.2.5). 

Für die Vergabe der Leistungsaufträge in der Spitalliste 2012 habe der 

Kanton Bern für die somatische Akutversorgung gegenüber der Spitalliste 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 4 

2005 eine neue Leistungsgruppensystematik verwendet, die auf einer we-

sentlich feineren Gliederung des akutsomatischen Leistungsspektrums ba-

siere. Die Anforderungen würden die Basisausstattung für ein Spital mit 

Notfall (BA) oder ein Spital ohne Notfall (BAE, nur für elektive Leistungen), 

die erforderlichen Fachärzte / Fachärztinnen (Weiterbildungstitel und zeit-

liche Verfügbarkeit), Anforderungen an die Intensivstation, Anforderungen 

an die Notfallstation, Verknüpfungen von verschiedenen Leistungsgrup-

pen, unterteilt in "Inhouse-Verknüpfungen" und solche, die in Kooperation 

möglich seien, sowie das Vorhandensein eines Tumorboards, betreffen. 

Für die Spitalliste 2012 komme neu die Leistungsgruppensystematik Ver-

sion 2.1 zum Einsatz, welche die bei der Anhörung verwendete Version 1.1 

ersetze (vgl. RRB 519/2012 E. 3.4). 

C.  

Gegen den RRB Nr. 519/2012 erhoben die Stiftung A._______ Bern und 

die B._______ AG Bern, zwischenzeitlich A._______ AG (im Folgenden 

auch Beschwerdeführerin) am 30. April 2012 Beschwerde (C-2389/2012 

act. 1), mit Beschwerdeergänzung vom 21. Mai 2012 (C-2389/2012 act. 7), 

beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten, die Verfügung der Vo-

rinstanz vom 4. April 2012 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin in 

sämtlichen vor Vorinstanz beantragten Bereichen ein Leistungsauftrag 

ohne Auflagen oder Einschränkungen zu erteilen, eventualiter sei die Ver-

fügung vom 4. April 2012 aufzuheben und zur Neubeurteilung im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter sei zur 

Umsetzung der Spitalliste 2012 gerichtlich eine Übergangsfrist von 6 Mo-

naten anzuordnen. Als Verfahrensantrag stellte die Beschwerdeführerin 

das Begehren, es sei eine Frist zur nachträglichen Stellungnahme mit Be-

zug auf die sich aus der bei der Vorinstanz beantragten, aber noch nicht 

gewährten Akteneinsicht ergebenden weiteren Aspekten zu gewähren. Un-

ter Kosten und Entschädigungsfolgen (vgl. C-2389/2012 act. 7 S. 4).  

Die Beschwerdeführerin beantragte zusätzlich zu den erteilten Leistungs-

aufträgen die Erteilung uneingeschränkter Leistungsaufträge für die folgen-

den Leistungsbereiche und Leistungsgruppen, wobei wo nicht näher be-

stimmt, die Anträge sowohl für die Stiftung A._______ Bern als auch für die 

B._______ AG Bern (zwischenzeitlich A._______ AG) gelten würden (vgl. 

Beschwerdeergänzung C-2389/2012 act. 7 S. 46ff.): 

Leistungsbereich Dermatologie   

Leistungsgruppe DER 1.1: Dermatologische Onkologie: ohne Auflagen o-

der Einschränkungen 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 5 

Leistungsbereich Hals-Nasen-Ohren   

Leistungsgruppe HNO2: Schild- und Nebenschilddrüsenchirurgie: ohne 

Auflagen oder Einschränkungen 

Leistungsbereich Neurochirurgie  

Leistungsgruppe NCH1.1: spezialisierte Neurochirurgie: ohne Auflagen o-

der Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Neurologie  

Leistungsgruppe NEU2.1: primäre Neubildung des Nervensystems: ohne 

Auflagen oder Einschränkungen 

Leistungsbereich Ophthalmologie  

Leistungsgruppe AUG1: Ophthalmologie: ohne Auflagen oder Einschrän-

kungen  

Leistungsgruppe AUG1.1: Strabologie: ohne Auflagen oder Einschränkun-

gen  

Leistungsgruppe AUG1.2: Orbitaprobleme: ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen  

Leistungsgruppe AUG1.6: Katarakt: ohne Auflagen oder Einschränkungen 

(B._______ AG Bern)  

Leistungsgruppe AUG1.7: Glaskörper/Netzhautprobleme: ohne Auflagen 

oder Einschränkungen (B._______ AG Bern) 

Leistungsbereich Viszeralchirurgie  

Leistungsgruppe VIS1.1: grosse Pankreaseingriffe: ohne Auflagen oder 

Einschränkungen  

Leistungsgruppe VIS1.2: grosse Lebereingriffe: ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen  

Leistungsgruppe VIS1.3: Oesophaguschirurgie: ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen (Stiftung A._______ Bern)  

Leistungsgruppe VIS1.5: tiefe Rektumeingriffe: ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Hämatologie  

Leistungsgruppe HAE1: Aggressive Lymphome und akute Leukämien: 

ohne Auflagen oder Einschränkungen  

Leistungsgruppe HAE2: Indolente Lymphome und chronische Leukämien: 

ohne Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Herz- und Gefässchirurgie  

Leistungsgruppe GEF2: Gefässchirurgie intraabdominale Gefässe: ohne 

Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Kardiologie und Angiologie  

Leistungsgruppe ANG2: Interventionen an den intraabdominalen Gefäs-

sen: ohne Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsgruppe ANG3: Interventionen an der Carotis und den extrakra-

niellen Gefässen: ohne Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 6 

A._______ Bern)  

Leistungsgruppe KAR1.3: Implantierbarer Cardioverter Defibrilla-

tor/Biventrikuläre Schrittmacher (CRT): ohne Auflagen oder Einschrän-

kungen 

Leistungsbereich Urologie  

Leistungsgruppe URO2.3: komplexe Chirurgie der Niere (Tumornephrek-

tomie und Nierenteilsektion): ohne Auflagen oder Einschränkungen 

Leistungsbereich Thoraxchirurgie  

Leistungsgruppe THO1.1: maligne Neoplasien des Atmungssystems (ku-

rative Resektion durch Lobektomie und Pneumonektomie): ohne Auflagen 

oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Bewegungsapparat chirurgisch  

Leistungsgruppe BEW9: Knochentumore: ohne Auflagen oder Einschrän-

kungen 

Leistungsbereich Gynäkologie  

Leistungsgruppe GYN1.1: maligne Neoplasien der Vulva und Vagina: 

ohne Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern)  

Leistungsgruppe GYN1.3: maligne Neoplasien des Corpus uteri: ohne 

Auflagen oder Einschränkungen (Stiftung A._______ Bern) 

Leistungsbereich Geburtshilfe  

Leistungsgruppe GEB1: Grundversorgung Geburtshilfe (ab 34 SSW und 

>=2000g): ohne Auflagen oder Einschränkungen (B._______ AG Bern) 

Leistungsgruppe GEB1.1: Geburtshilfe (ab 32. SSW >=1250g) und spezi-

alisierte Geburtshilfe: ohne Auflagen oder Einschränkungen 

Leistungsbereich schwere Verletzungen   

Leistungsgruppe UNF1: Unfallchirurgie/-medizin: ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen (B._______ AG Bern) 

Leistungsbereich Sonstige   

Leistungsgruppe KIE1: Kieferchirurgie: ohne Auflagen oder Einschränkun-

gen (Stiftung A._______ Bern) 

Querschnittsbereiche   

Leistungsgruppe GER: Akutgeriatrie: ohne Auflagen oder Einschränkun-

gen (B._______ AG Bern) 

Zusammenfassend wurde in formeller Hinsicht vorgebracht, die Vorinstanz 

habe das rechtliche Gehör verletzt, da die angefochtene Verfügung neue, 

die Beschwerdeführerin einschränkende Aspekte enthalte, sogenannte 

Leistungsgruppen mit Einschränkungen und Vorbehalten, zu denen sie 

sich nicht habe äussern können und die Zuteilungsentscheide im Bereich 

der "kantonalen hochspezialisierten Medizin" nicht begründet worden 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 7 

seien (Beschwerde S. 8, 9; Beschwerdeergänzung S. 36, 37). Sie könne 

erst dann die Auswirkungen der Spitalliste umfassend beurteilen, wenn ihr 

die CHOP-Code-Liste bekannt gegeben werde (Beschwerdeergänzung S. 

5).   

In materieller Hinsicht brachte die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz 

habe mit der Spitalliste 2012 eine "kantonale hochspezialisierte Medizin" 

geschaffen, was nicht zulässig sei, da die hochspezialisierte Medizin in An-

wendung von Art. 39 Abs. 2bis KVG schweizweit zu regeln sei (Beschwerde 

S. 6, 7). Der Kanton Bern beabsichtige die Tumorchirurgie in den Bereichen 

Neurochirurgie, Thoraxchirurgie, Viszeralchirurgie, Gynäkologie und Uro-

logie am D._______spital zu zentralisieren, obwohl die Beschwerdeführe-

rin die entsprechenden Voraussetzungen ebenfalls erfülle (Beschwerde S. 

9, 10).  

Es fehle eine angemessene Übergangsfrist (Beschwerde S. 10). Die Vor-

instanz verstosse gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und den 

Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 5 und 3 BV, indem sie keine 

Übergangsfrist für den Entzug der Leistungsaufträge angeordnet habe und 

damit einerseits die Versorgungssicherheit und den wirtschaftlichen Fort-

bestand der Beschwerdeführerin als auch die berufliche Tätigkeit der bei 

der Beschwerdeführerin tätigen Ärzte gefährde bzw. verunmögliche. Das 

Fehlen einer Übergangsbestimmung sei auch nicht mit der Eigentumsga-

rantie und der Wirtschaftsfreiheit vereinbar (Beschwerdeergänzung S. 41, 

42). 

Die Überarbeitung der Spitalliste sei zu früh erfolgt, da die Hauptelemente 

der neuen Spitalfinanzierung noch nicht eingeführt worden seien. Zuerst 

müssten die Definition der Diagnosis Related Groups (DRG) und ihre Ein-

führung erfolgen, bevor die Spitalliste nach Betriebsvergleichen zu Qualität 

und Wirtschaftlichkeit erlassen werden könne (Beschwerde S. 12, Be-

schwerdeergänzung S. 45).  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2012 (C-2389/2012 act. 3) wurde die 

Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in Höhe von 

Fr. 4'000.- aufgefordert, welcher am 9. Mai 2012 bei der Gerichtskasse ein-

ging (C-2389/2012 act. 4). 

E.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. Juli 2012 (C-

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 8 

2389/2012 act. 9), die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungs-

folge abzuweisen.  

Vorab hielt die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin habe geltend ge-

macht, sie könne zur Spitalliste erst Stellung nehmen, wenn ihr die Ent-

scheidgrundlagen, insbesondere die CHOP-Code-Liste bekannt gegeben 

werde. Diese Liste sei jedoch bereits bekannt. Die Leistungsgruppen der 

Akutsomatik (ausgenommen die Basisleistungsgruppen bzw. das Basispa-

ket und die Querschnittbereiche) seien präzis definiert durch die Schwei-

zerische Operationsklassifikation, bzw. die SwissDRG-Codes. Die Zuord-

nungstabellen und die Beschreibungen des Groupers würden sich auf der 

Website der GDK finden lassen. Dies sei bereits in der Anhörungsphase 

vor der Verfügung der Spitalliste 2012 so gewesen (Vernehmlassung S. 3, 

4).  

Hinsichtlich der Verletzung des rechtlichen Gehörs seien die Einschrän-

kungen hinsichtlich der hochspezialisierten Behandlungsverfahren bereits 

im Bericht "zur Abgrenzung hochspezialisierter Behandlungsverfahren im 

Kanton Bern" des Fachausschusses für hochspezialisierte Medizin der Spi-

talversorgungskommission vom 16. Juli 2008 vorgesehen gewesen. Es 

treffe also nicht zu, dass die Beschwerdeführerin nicht Gelegenheit gehabt 

habe, sich dazu zu äussern (Vernehmlassung S. 15). Die Begründung, wa-

rum die Beschwerdeführerin einen Leistungsauftrag nicht erhalten habe, 

sei aus der Evaluation der Sachverhaltsabklärung ersichtlich und sei nach 

Überprüfung der Anhörungsresultate in der angefochtenen Verfügung be-

schrieben worden (Vernehmlassung S. 7).  

Im Weiteren wies die Vorinstanz daraufhin, dass sie die Kriterien für die 

Planung selber habe bestimmen müssen, da die Planungskriterien durch 

den Bundesrat nicht konkretisiert worden seien. Art. 58b KVV schreibe den 

Kantonen nicht vor, nach welchen Kriterien die Qualität der Leistungsbe-

reiche zu beurteilen sei. Das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem 

Entscheid C-325/2010 vom 7. Juni 2010 E. 5.2.3 festgehalten, die Spital-

liste 2010 entspreche hinsichtlich der Prüfung der Wirtschaftlichkeit und 

der Qualität nicht den bundesrechtlichen Anforderungen. Ungeklärt sei 

aber geblieben, mit welchen Methoden bzw. Indikatoren die Qualitäts- und 

Wirtschaftlichkeitsvergleiche durchgeführt werden sollten (vgl. Vernehm-

lassung S. 5, 6).  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 9 

Die Spitalliste 2012 sei auf der Grundlage der Versorgungsplanung 2011-

2014 vom 24. August 2011 erfolgt, welche nach Massgabe des Spitalver-

sorgungsgesetzes erstellt worden sei. Art. 12 des Spitalversorgungsgeset-

zes vom 5. Juni 2005 (im Folgenden: aSpVG; BAG 05-106) verlange als 

Versorgungsgrundsatz die Konzentration hochspezialisierter Leistungen, 

wobei grundsätzlich die Universitätsspitäler als Versorgungseinheit vorge-

sehen seien. Die Pflicht zur Konzentration bestehe, solange kein Spitallis-

tenentscheid des HSM-Beschlussorgans vorliege. Der Bereich der hoch-

spezialisierten Medizin sei den Kantonen daher nicht vollständig entzogen. 

Mit dem Entscheid, gewisse hochspezialisierte Leistungen beim 

D._______spital zu konzentrieren, habe die Vorinstanz einen Ermessens-

entscheid gefällt. Einige Behandlungsverfahren seien in Zusammenarbeit 

mit dem D._______spital weiterhin möglich (Vernehmlassung S. 7, 10ff.). 

F.  

Das als Fachbehörde zur Stellungnahme eingeladene Bundesamt für Ge-

sundheit (im Folgenden: BAG) reichte am 1. Oktober 2012 seine Bemer-

kungen ein (C-2389/2012 act. 12). Zunächst legte es den Sachverhalt dar 

(Stellungnahme S. 1ff.) und führte insbesondere aus, mit der Änderung des 

KVG sei der Bundesrat beauftragt worden, einheitliche Kriterien auf der 

Grundlage von Qualität und Wirtschaftlichkeit zu erlassen. Der Bundesrat 

sei seiner Aufgabe mit der Änderung in der Verordnung über die Kranken-

versicherung nachgekommen (KVV, SR 832.102) nachgekommen, welche 

seit dem 1. Januar 2009 in Kraft sei. Die neuen Planungskriterien seien in 

den Artikeln 58a bis 58e KVV verankert. Die Spitalliste bilde im Sinne einer 

Publizitäts- und Transparenzvoraussetzung das letzte Glied der Zulas-

sungsordnung. Eine Liste genüge bundesrechtlich nicht und müsse aufge-

hoben werden, wenn sie sich nicht auf eine ordnungsgemässe Planung zu 

stützen vermöge (Stellungnahme S. 3, 5).  

Im Weiteren hielt das BAG hinsichtlich der Berücksichtigung der Wirtschaft-

lichkeit bei der Auswahl der Angebote fest, die Anwendung des Kriteriums 

Aufenthaltsdauer als Indikator für die Wirtschaftlichkeit sei nicht ausrei-

chend, um die Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Leistungserbringung zu 

widerspiegeln. Entscheidend für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit bzw. 

ob die Leistungserbringung eines Spitals wirtschaftlich sei, sei vielmehr der 

Vergleich der Fallkosten der einzelnen Spitäler unter Berücksichtigung des 

jeweiligen Patientenmixes (Stellungnahme S. 8).  

Hinsichtlich der "kantonalen hochspezialisierten Medizin" und der Konzent-

ration auf das D._______spital wies das BAG darauf hin, es sei in Art. 39 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 10 

Abs. 3 KVG das Prinzip verankert, dass im Bereich der hochspezialisierten 

Medizin die Kantone gemeinsam eine gesamtschweizerische Planung be-

schliessen würden. Nach KVG gäbe es demnach keine hochspezialisierte 

Medizin, welche kantonal zu planen sei, vielmehr müssten Planungskrite-

rien gemäss KVG berücksichtigt werden (Stellungnahme S. 8). Die Vo-

rinstanz habe die Kriterien Wirtschaftlichkeit und Qualität nicht im Sinne 

des Gesetzes angewendet und die Planung sei nicht transparent bezüglich 

der Evaluation der Institution im Bereich der "kantonalen hochspezialisier-

ten Medizin". Daher sei davon auszugehen, dass das Vorgehen bei der 

Vergabe der entsprechenden Leistungen an das D._______spital nicht im 

Sinne des KVG erfolgt sei. In diesem Sinne trage Art. 12 aSpVG, welcher 

dem Kanton die Kompetenz gebe, die "kantonale hochspezialisierte Medi-

zin" unabhängig von der Beachtung der Planungskriterien beim 

D._______spital anzusiedeln, dem Bundesrecht nicht Rechnung (Stellung-

nahme S. 8ff.). 

Aus diesen Erwägungen zog das BAG den Schluss, die Verfügung vom 4. 

April 2012 sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an den Re-

gierungsrat zurückzuweisen (Stellungnahme S. 11).  

G.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 28. Januar 2013 (C-2389/2012 act. 20) 

bestätigte die Vorinstanz ihre bisherigen Anträge und deren Begründung. 

Sie nahm eingehend zum Bericht des BAG Stellung und räumte ein, der 

Einbezug von Fallkosten für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sei zwar 

sinnvoll, jedoch würden die dazu erforderlichen Daten fehlen. Die Fallkos-

ten seien – obwohl als sinnvoller Indikator betrachtet – nicht als Indikator 

zugezogen worden, da die Datengrundlagen unzureichend seien und ei-

nen Vergleich nicht zulassen würden. Noch heute könnten nicht alle berni-

schen Spitäler Kostendaten in zertifizierter Form liefern. Könnten aber nicht 

alle Spitäler die nötigen Daten liefern, seien keine zuverlässigen Fallkos-

tenvergleiche möglich. Die Wirtschaftlichkeitsprüfung sei anhand der Auf-

enthaltsdauer vorgenommen worden. Die Aufenthaltsdauer sei internatio-

nal als Indikator für die Wirtschaftlichkeit anerkannt (Schlussbemerkungen 

S. 19, 20). 

H.  

Die Beschwerdeführerin bestätigte in ihren Schlussbemerkungen vom 

8. Mai 2013 (C-2389/2012 act. 24) ihre bisherigen Anträge und deren Be-

gründung. Ergänzend wies sie daraufhin, mit Vermögensübertragungsver-

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 11 

trag vom 10./12. November 2012 habe die Stiftung A._______ Bern rück-

wirkend per 1. Januar 2012 alle für die Erbringung der Spitaldienstleistun-

gen relevanten Aktiven und Passiven der A._______ AG übertragen (vor-

mals B._______ AG). Damit sei die A._______ AG in alle Rechte und 

Pflichten des vorliegenden Verfahrens eingetreten (Schlussbemerkungen 

S. 3). 

I.  

Am 21. Mai 2013 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (C-2389/2012 

act. 26).  

J.  

Auf Antrag der Vorinstanz (2389/2012 act. 28) wurde das vorliegende Ver-

fahren vom 17. September 2013 bis zum 17. November 2014 sistiert, da 

eine neue Spitalliste in Aussicht gestellt worden war (C- 2389/2012 act. 31, 

33). 

K.  

Die Vorinstanz ist mit Regierungsratsbeschluss Nr. 255/2014 vom 26. Feb-

ruar 2014 auf ihre Verfügung vom 4. April 2012 zurückgekommen (RRB 

255/2014; C-1841/2014 act. 1 Beilage 1) und hat der Beschwerdeführerin 

gegenüber der Spitalliste 2012 zahlreiche zusätzliche Leistungsaufträge 

erteilt (RRB 255/2014 E. 2.2.3.1 und E. 2.2.3.2). Es wurden in den folgen-

den Leistungsbereichen Leistungsaufträge erteilt: Basispaket (BP oder 

BPE [Basispaket elektiv]), Dermatologie (DER), Hals-Nasen-Ohren (HNO), 

Kieferchirurgie (KIE), Neurochirurgie (NCH), Neurologie (NEU), Ophthal-

mologie (AUG), Endokrinologie (END), Gastroenterologie (GAE), Viszeral-

chirurgie (VIS), Hämatologie (HAE), Gefässe (GEF, ANG, RAD [Radiolo-

gie]), Herz (HER/KAR), Nephrologie (NEP), Urologie (URO), Pneumologie 

(PNE), Thoraxchirurgie (THO), Bewegungsapparat chirurgisch (BEW), 

Rheumatologie (RHE), Gynäkologie (GYN), Geburtshilfe (GEB), Neugebo-

rene (NEO), Onkologie (ONK, RAO [Radio-Onkologie], NUK [Nuklearme-

dizin]), schwere Verletzungen (UNF), Querschnittsbereiche (KIN, GER, 

AVA [Akutsomatische Versorgung Abhängigkeitskranker]). Ausserdem wur-

den diverse Einzelanträge der Beschwerdeführerin in den Leistungsberei-

chen Herz, Urologie, (Radio-)Onkologie, Dermatologie, Neurologie, Vis-

zeralchirurgie und Endokrinologie abgelehnt (RRB 255/2014 E. 2.2.3.3).  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 12 

Den Erwägungen ist zu entnehmen, dass die mit Regierungsratsbeschluss 

RRB 255/2014 verfügte Spitalliste 2014 auf den Zeitpunkt ihres Inkrafttre-

tens die Spitalliste 2012 Akutsomatik vom 4. April 2012 ersetzen soll (RRB 

255/2014 E. 2.1). 

Im Weiteren wird im RRB 255/2014 darauf hingewiesen, dass die Spital-

liste 2014 für den Bereich Akutsomatik eine Anpassung gegenüber der Spi-

talliste 2012 darstelle und nach wie vor die strategischen Grundsätze ge-

mäss der Versorgungsplanung 2011-2014 gelten sollen. Die bestehende 

Spitalliste 2012 ist mittels der Zürcher Leistungsgruppensystematik (Krite-

rien für die Zuteilung von Leistungsaufträgen) in eine neue Spitalliste 2014 

für den Bereich Akutsomatik überführt worden. Zudem wurde auf die kan-

tonalen Einschränkungen und Ausschlüsse betreffend die hochspeziali-

sierte Medizin verzichtet (RRB 255/2014 E. 1.1).  

L.  

Gegen den Regierungsratsbeschluss Nr. 255 vom 26. Februar 2014 erhob 

die Beschwerdeführerin am 7. April 2014 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht (C-1841/2014 act. 1) und beantragte, was folgt:  

1.  Die Verfügung der Vorinstanz vom 26. Februar 2014 sei insoweit aufzu-

heben, als die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die gemäss Rechtsbe-

gehren Nr. 2 beantragten Leistungsaufträge am betreffenden Standort 

nicht erteilt hat, und insoweit als der Leistungsauftrag RAD1 ("Interventio-

nelle Radiologie [bei Gefässen nur Diagnostik]") auf die Diagnostik bei Ge-

fässen eingeschränkt wurde (Rechtsbegehren Nr. 3), sowie insoweit, als 

beim Leistungsauftrag GEB1 die Anforderungen nicht an die Empfehlung 

der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 

(SGGG) betreffend zeitliche Verfügbarkeit der Fachärzte angepasst wur-

den (Rechtsbegehren 4). 

2. Der Beschwerdeführerin seien folgende Leistungsaufträge zu erteilen: 

 a) am Standort des A._______spitals  

 KAR1.1.1 ("Interventionelle Kardiologie [Spezialeingriffe]") begrenzt 

auf die Teilleistungsaufträge Schirmverschlüsse (PFO, ASD) und Nie-

renarteriendenervation  

 b) am Standort des C._______spitals  

ONK1 ("Onkologie")  

RAO1 ("Radio-Onkologie") begrenzt auf den Teilleistungsauftrag "Int-

raoperative Radiotherapie (IORT)"  

GYN1.1 ("Maligne Neoplasien der Vulva und Vagina") und GYN1.2 

("Maligne Neoplasien der Zervis")  

VIS1 ("Viszeralchirurgie") 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 13 

3. Beim Leistungsauftrag RAD1 ("Interventionelle Radiologie [bei Gefässen 

nur Diagnostik"] sei die Einschränkung "(bei Gefässen nur Diagnostik)" zu 

streichen.  

4. In Bezug auf den Leistungsauftrag GEB1 seien die Anforderungen an die 

zeitliche Verfügbarkeit an die Empfehlung der SGGG anzupassen:  

 "Das Auftreten erster Anzeichen einer akuten fetalen Gefährdung bis zur 

fetalen Schädigung ist ein kontinuierlicher Prozess, was die Definition ei-

nes für Mutter und Kind sicheren Zeitintervalls zwischen Alarmierung und 

Entbindung verunmöglicht. Bei Schwangerschaften mit niedrigem Risi-

koprofil dürfen bei Auftreten einer akuten fetalen Gefährdung von der Alar-

mierung des Arztes mit Facharztreife bis zur Entbindung des Kindes 30 

Minuten nicht überschritten werden. 

 Bei Risikoschwangerschaften oder Geburten mit Warnzeichen müssen 

substanziell kürzere Alarmierungs-Entbindungszeiten erreicht werden. 

Schwangerschaften mit hohem Risikoprofil dürfen nur in Kliniken mit ent-

sprechender Ausstattung an Personal und Infrastruktur betreut werden.  

 Notfallabläufe sollen für die Klinik definiert und zyklisch eingeübt werden." 

5.  Eventualiter zu 1. - 4.: Die Verfügung vom 26. Februar 2014 sei aufzuhe-

ben und zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.  

     - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -  

In formeller Hinsicht brachte die Beschwerdeführerin vor, der Anspruch auf 

rechtliches Gehör sei verletzt worden, indem die Vorinstanz auf Kriterien 

abgestellt habe, welche auf keiner generell-abstrakten Grundlage beruhen 

würden, und gleichzeitig die Zuteilungen für sämtliche Leistungsbereiche 

verfügt habe (Beschwerde S. 13). Zudem sei die Begründungspflicht ver-

letzt worden, da die Vorinstanz betreffend die Leistungsgruppe KAR1.1.1 

nicht dargetan habe, inwiefern die Anforderungen gemäss Leistungssyste-

matik "Leistungsgruppen und Anforderungen (Version 2.2)" als nicht erfüllt 

betrachtet würden (Beschwerde S. 23). Im Weiteren sei die Vorinstanz auf 

den Antrag der Beschwerdeführerin, die Anforderungen an die Verfügbar-

keit von Fachärzten betreffend die Leistungsgruppe GEB1 den Empfehlun-

gen der SGGG anzupassen, nicht eingegangen (Beschwerde S. 27).  

In materieller Hinsicht machte die Beschwerdeführerin geltend, Art. 58b 

Abs. 4 lit. a KVV sehe zwingend eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit und 

Qualität vor. Dies könne nur anhand eines Vergleichs der Fallkosten der 

einzelnen Spitäler unter Berücksichtigung des jeweiligen Patientenmixes 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 14 

erfolgen. Es werde Seitens der Vorinstanz nicht bestritten, dass auf eine 

Wirtschaftlichkeitsprüfung verzichtet worden sei (Beschwerde S. 13). 

Die Vergabe von Leistungen lediglich an einzelne Standorte von Spitalun-

ternehmungen sei unzulässig. Die Spitalliste als hoheitliche Verfügung 

könne sich nur an Rechtssubjekte richten. Vorliegend sei die Leistungser-

bringerin die A._______ AG. Eine Auflage, wonach bestimmte Leistungen 

nur an einem oder an zwei Standorten erbracht werden dürften, mache 

weder Sinn, noch finde sich dafür in der Krankenversicherungsgesetzge-

bung eine gesetzliche Grundlage (Beschwerde S. 16).  

Aufgrund der Bevorzugung des D._______spitals seien die Grundrechte 

Wirtschaftsfreiheit und Rechtsgleichheit verletzt worden (Beschwerde S. 

19ff.). 

Mit der Leistungsgruppensystematik würden betreffend die Leistungsgrup-

pen KAR1.1.1, GYN1.1, GYN1.2, GEB1, RAD1, ONK1, RAO1, VIS1 An-

forderungen, wie zum Beispiel "Notfallstation Level 2" und "Intensivstation 

Level 2", gestellt, welche überhaupt nicht geeignet und nicht erforderlich 

seien, um das öffentliche Interesse der öffentlichen Gesundheit zu schüt-

zen, daher seien diese Anforderungen unhaltbar (Beschwerde S. 23ff.). 

M.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. April 2014 (C-1841/2014 act. 2) wurde die 

Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in Höhe von 

Fr. 4'000.- aufgefordert, welcher am 22. April 2014 bei der Gerichtskasse 

einging (C-1841/2014 act. 4). 

N.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Juni 2014 (C-

1841/2014 act. 6) die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen. Zur 

Begründung verwies sie auf die angefochtene Verfügung vom 26. Februar 

2014.  

Ergänzend brachte sie vor, entgegen der Annahme der Beschwerdeführe-

rin stütze sich die Spitalliste 2014 auf die Versorgungsplanung 2011-2014. 

Es seien nur technische Anpassungen der Leistungsgruppensystematik 

vorgenommen worden. Die in der angefochtenen Verfügung angewandte 

Leistungsgruppensystematik sei ein reines Planungsinstrument. Die Leis-

tungsgruppensystematik bedürfe keiner Verankerung in einem Erlass (Ver-

nehmlassung S. 4).  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 15 

Die Vorinstanz räumte ein, das Erfordernis der Wirtschaftlichkeit nicht in 

die Leistungsgruppensystematik aufgenommen zu haben. Die Wirtschaft-

lichkeit sei nicht alleiniges Beurteilungskriterium. Da die Beschwerdeführe-

rin die medizinisch-fachlichen Anforderungen der Leistungsgruppensyste-

matik nicht erfülle, was in E. 2.2.3.3 der angefochtenen Verfügung erörtert 

worden sei, könne offenbleiben, ob die Beschwerdeführerin wirtschaftlich 

arbeiten würde (Vernehmlassung S. 3, 9). Dennoch führte sie hinsichtlich 

der Wirtschaftlichkeitsprüfung aus, aufgrund des Wechsels der Spitalfinan-

zierung am 1. Januar 2012 seien bei der Erstellung der Spitalliste 2014 im 

Herbst/Winter 2013 noch keine belastbaren Fallkostendaten verfügbar ge-

wesen. Aufgrund der fehlenden bzw. nicht ausreichenden und damit nicht 

verwertbaren Datenbasis sei kein Fallkostenvergleich möglich gewesen. 

Zukünftig, das heisse, bei Vorliegen einer ausreichenden Datenbasis sei 

vorgesehen, anstelle des bisherigen Indikators "mittlere Aufenthaltsdauer", 

die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit mittels eines Vergleichs der Fallkos-

ten der einzelnen Spitalstandorte, wenn immer möglich schweregradberei-

nigt, vorzunehmen (Vernehmlassung S. 5).  

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin könne die Vorinstanz Aufla-

gen für einzelne Standorte verfügen. Das Bundesverwaltungsgericht habe 

in seinem Entscheid C-6088/2011 vom 6. Mai 2014 festgehalten, dass der 

Standort und nicht die Trägerschaft für die Erteilung eines Leistungsauf-

trags entscheidend sei. Die Standortabhängigkeit ergebe sich zudem aus 

dem Grund, dass die Anforderung an die Spitalstandorte gemäss Leis-

tungsgruppensystematik die Sicherheit der Patientinnen und Patienten ge-

währleiste (Vernehmlassung S. 6, 7). Die Patientensicherheit stelle ein aus-

reichendes öffentliches Interesse dar, um die Wirtschaftsfreiheit einzu-

schränken. Es liege keine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit vor (Vernehm-

lassung S. 7, 8). Ebenso wenig liege eine Wettbewerbsverzerrung vor, 

denn das D._______spital betreibe nur einen einzigen Standort und nicht 

wie die Beschwerdeführerin mehrere Standorte (Vernehmlassung S. 8). 

Betreffend das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Leistungs-

gruppensystematik nicht sinnvoll sei, hielt die Vorinstanz gegen, bei der 

Leistungsgruppensystematik sei nicht die spitalinterne Organisation der 

Beschwerdeführerin massgebend, sondern es seien generelle Anforderun-

gen an die Leistungserbringer zu definieren (Vernehmlassung S. 9).  

O.  

Das als Fachbehörde zur Stellungnahme eingeladene BAG reichte am 18. 

September 2014 seine Bemerkungen ein (C-1841/2014 act. 8). Zunächst 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 16 

erörterte es den Sachverhalt (Stellungnahme S. 1ff.). Im Weiteren führte es 

aus, der Regierungsrat habe die ab dem 1. Mai 2014 gültige Spitalliste 

2014 der Akutsomatik am 26. April 2014 erlassen, obwohl die Beschwer-

deführerin bereits gegen die am 4. April 2012 erlassene und für ein Inkraft-

treten am 1. Mai 2012 vorgesehene Spitalliste 2012 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht erhoben habe und daher für sie weiterhin die 

Spitalliste 2005 gelte. Die Nichtgesetzeskonformität der Planung der Spi-

talliste 2012 habe das BAG in seiner Stellungnahme vom 1. Oktober 2012 

im Detail aufgeführt und die Aufhebung der Verfügung vom 4. April 2012 

beantragt. Der Regierungsrat habe eine neue Spitalliste 2014 erlassen, mit 

dem Argument, dass die Spitalliste 2012 mittels der Zürcher Leistungs-

gruppensystematik in eine neue Spitalliste 2014 überführt werde (Stellung-

nahme S. 5).  

Hinsichtlich der Anforderungen an die Leistungsgruppen hielt das BAG 

fest, für Leistungen für welche die Vorinstanz der Beschwerdeführerin kei-

nen Leistungsauftrag erteilt habe, erfüllten die Spitäler A._______, 

B._______ und C._______ gemäss der angefochtenen Verfügung die An-

forderungen der Leistungssystematik "Leistungsgruppen und Anforderun-

gen" (Version 2.2) – namentlich Notfallstation Level 1 oder 2 sowie Inten-

sivstation Level 2 oder 3 nicht. Bei diesen und weiteren Kriterien handle es 

sich um personelle und technische Voraussetzungen gemäss Art. 39 Abs. 

1 Bst. a-c KVG. Einem Spital dürfe grundsätzlich keine Betriebsbewilligung 

für die Leistungen erteilt werden, für welche die personellen und techni-

schen Voraussetzungen nicht erfüllt seien. In diesem Kontext spiele es 

keine Rolle, ob das Spital wirtschaftlicher als andere Spitäler arbeite, bzw. 

ob die Spitalplanung für den Rest gesetzeskonform erstellt worden sei 

(Stellungnahme S. 6, 7).  

Das BAG führte weiter aus, im vorliegenden Fall sei unbestritten, dass das 

Erreichen der Intensivstation im A._______spital voraussetze, dass die Pa-

tienten über öffentliche Strassen transportiert werden müssten. Innerhalb 

des D._______spitals könnten die Patienten hingegen durch die unterirdi-

schen Gänge verlegt werden. Die Situation sei somit nicht vergleichbar. In 

diesem Sinne erscheine der Entscheid des Kantons Bern in Sachen Erfül-

lung der Bedingungen zur Intensivstation fundiert (Stellungnahme S. 8, 9).  

Die Vorinstanz habe das Angebot ohne neue Planung reduziert. Wenn die 

Spitalliste 2012 aufgrund einer gesetzeskonformen Planung erstellt wor-

den wäre – was gemäss Stellungnahme vom 1. Oktober 2012 nicht der Fall 

sei – würde das in der Spitalliste 2012 festgesetzte Angebot demjenigen 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 17 

für die Gewährleistung der Versorgung gemäss den Planungskriterien des 

Bundesrates (Art. 58b Abs. 1 und 3 KVV) entsprechen. Eine Reduktion o-

der Erhöhung dieses Angebots würde daher grundsätzlich zu einer Unter- 

oder Überversorgung in die betroffenen Leistungsgruppen führen. In die-

sem Sinne widerspreche der Regierungsrat seiner Planung, weil er bei der 

Überführung der Spitalliste 2012 in eine Spitalliste 2014 mittels Leistungs-

gruppensystematik das Angebot für die Beschwerdeführerin reduziere, 

ohne entsprechend die Planung überarbeitet zu haben (Stellungnahme S. 

9). 

Als Schlussfolgerung hielt das BAG fest, die Beschwerde sei in dem Sinne 

abzuweisen, dass die Leistungen, für welche die Beschwerdeführerin die 

personellen und technischen Kriterien nicht erfülle, nicht für eine Zulassung 

im Sinne des KVG in Frage komme. 

P.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 13. Februar 2015 (C-1841/2012 act. 

10) nahm die Vorinstanz zum Bericht des BAG Stellung.  

Hinsichtlich der Prüfung von personellen und technischen Voraussetzun-

gen seien zwei Ebenen zu unterscheiden. Für die Zulassung als Leistungs-

erbringer habe ein Spital nach Art. 39 Abs. 1 Bst. a bis c KVG bestimmte 

gesundheitspolizeiliche Dienstleistungen und Infrastrukturen (personelle 

und technische) zu gewährleisten, welche die Typik eines Akutspitals oder 

einer Rehabilitationsklink ausmachen würden. Dieser Gewährleistung 

diene die vom BAG erwähnte kantonale Betriebsbewilligung, welche den 

gesundheitspolizeilichen Schutz der Patientinnen und Patienten sicherstel-

len und im Kanton Bern in Art. 120 SpVG (BSG 812.11) geregelt sei. Der 

Kanton habe der A._______ AG die Betriebsbewilligung erteilt. Diese sei 

nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Anderseits habe ein Spital 

für die Erteilung eines Leistungsauftrages auf der Spitalliste nach Art. 39 

Abs. 1 Bst. e KVG zudem auch die spezifischen personellen und techni-

schen Voraussetzungen zu erfüllen, die in der Leistungsgruppensystematik 

enthalten seien. Diese Voraussetzungen prüfe der Kanton im Rahmen der 

Spitallistenverfügungen (Schlussbemerkungen S. 2).  

Das BAG führe zurecht aus, dass im vorliegenden Verfahren die personel-

len und technischen Voraussetzungen und nicht die Planung entscheidend 

sei. Der Kanton dürfe einem Spital trotz Bedarf an Leistungen keinen Leis-

tungsauftrag erteilen, wenn das Spital nicht in der Lage sei, die Leistungen 

in der nach Art. 58b Abs. 1 KVV verlangten Qualität zu erbringen. Soweit 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 18 

ein Spitalstandort einen bestimmten Leistungsauftrag zugeteilt erhalten 

wolle, müsse er somit die Anforderungen der Leistungsgruppensystematik 

für den entsprechenden Leistungsauftrag erfüllen. Dabei handle es sich um 

Qualitätsanforderungen. Erfülle er diese qualitativen Anforderungen nicht, 

könne offenbleiben, ob diese Leistungen wirtschaftlich erbracht worden 

wären und ob ein Bedarf nach ihnen bestanden hätte (Schlussbemerkun-

gen S. 2, 4).  

Q.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 12. Februar 2015 (C-1841/2014 act. 11) 

ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Rechtsbegehren dahingehend, dass 

subeventualiter zu den bisherigen Rechtsbegehren zur Umsetzung der 

Spitalliste 2014 gerichtlich eine angemessene Übergangsfrist anzuordnen 

sei (Schlussbemerkungen S. 4).  

Sie hielt an der bisherigen Begründung ihrer Rechtbegehren fest und führte 

ergänzend aus, entgegen den Vorbringen der Vorinstanz mache sie nicht 

geltend, dass die Anforderungen an die Leistungserbringer nicht ihren be-

trieblichen Prozessen entsprechen würden, sondern dass die Anforderung 

einer "Notfallstation Level 2" beziehungsweise einer "Intensivpflegestation 

Level 2" angesichts der starken und standortübergreifenden Zusammenar-

beit unnötig und damit unverhältnismässig sei (Schlussbemerkungen S. 

13, 14).  

R.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 19 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG (SR 832.10) kann gegen Beschlüsse der 

Kantonsregierungen nach Art. 39 KVG beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde geführt werden. Die angefochtenen Regierungsratsbe-

schlüsse RRB Nr. 519 vom 4. April 2012 (Verfahren C-2389/2012) und RRB 

Nr. 255/2014 vom 26. Februar 2014 (Verfahren C-1841/2014) wurden ge-

stützt auf Art. 39 KVG erlassen. Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb 

zur Beurteilung der Beschwerden zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 

KVG). 

1.2 Da die zwei Beschwerdeverfahren C-2389/2012 und C-1841/2014 die-

selben Parteien betreffen, sich gleiche Rechtsfragen stellen und ein enger 

sachlicher Zusammenhang besteht, rechtfertigt es sich, die zwei Be-

schwerdeverfahren, zu vereinigen und darüber in einem gemeinsamen Ur-

teil zu befinden. 

1.3  

1.3.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge-

mäss Art. 37 VGG (SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG nach dem 

VwVG (SR 172.021), soweit das VGG oder das KVG keine abweichende 

Regelung enthält. 

1.3.2 Die Bestimmungen des ATSG (SR 830.1) sind auf die Krankenversi-

cherung anwendbar, soweit das KVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 

vom ATSG vorsieht (vgl. Art. 1 Abs. 1 KVG). Sie finden keine Anwendung 

im Bereich Zulassung und Ausschluss von Leistungserbringern (Art. 35-40 

KVG und 59 KVG; vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a KVG). 

1.3.3 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in ver-

fahrensrechtlicher Hinsicht mangels anders lautender Übergangsbestim-

mungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im 

Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben.  

1.3.4 In materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Sachverhalts Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 315 

E. 1.2). Bei den materiellen Bestimmungen des KVG ist darum grundsätz-

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 20 

lich auf die seit dem 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Gesetzes- und Ver-

ordnungsänderungen (Revision des KVG vom 21. Dezember 2007 zur Spi-

talfinanzierung; AS 2008 2049 2057; BBl 2004 5551) abzustellen, soweit 

die Übergangsbestimmungen nichts Abweichendes vorsehen.  

1.3.5 Die vorinstanzlichen Spitallistenbeschlüsse datieren vom 4. April 

2012 und 26. Februar 2014, weshalb grundsätzlich die am 1. Januar 2009 

in Kraft getretenen Gesetzes- und Verordnungsänderungen des Kranken-

versicherungsrechts (KVG-Revision zur Spitalfinanzierung) anwendbar 

sind, soweit die Übergangsbestimmungen nichts Abweichendes vorsehen. 

Betreffend das kantonale Recht ist für den Spitallistenbeschluss vom 4. Ap-

ril 2012 das Spitalversorgungsgesetz vom 5. Juni 2005 anwendbar (aS-

pVG) und für den Spitallistenbeschluss vom 26. Februar 2014 das Spital-

versorgungsgesetz vom 13. Juni 2013 (SpVG, BSG 812.11). Art. 12 aSpVG 

(Universitätsspitäler, Hochspezialisierte Versorgung), welcher, wie zu zei-

gen sein wird, für den Erlass der Spitalliste 2012 ausschlaggebend war, 

entspricht Art. 15 Abs. 3 SpVG (Versorgungsbereiche).  

1.4 Anfechtungsgegenstand ist nicht die Spitalliste als solche. In BVGE 

2012/9 hat das Bundesverwaltungsgericht erkannt, dass die Spitalliste im 

Sinne von Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG als Rechtsinstitut sui generis zu qua-

lifizieren ist und – was für die Bestimmung des Anfechtungs- und Streitge-

genstandes entscheidend ist – aus einem Bündel von Einzelverfügungen 

besteht (BVGE 2012/9 E. 3.2.6). Ein Leistungserbringer kann grundsätzlich 

nur die an ihn gerichtete Verfügung anfechten, d.h. diejenige Verfügung, 

welche das ihn betreffende Rechtsverhältnis regelt (BVGE 2012/9 E. 3.3). 

Der Antrag der Beschwerdeführerin, die Verfügung vom 4. April 2012 sei 

aufzuheben, ist dahingehend einzuschränken, als die Beschwerdeführerin 

als Adressatin der Verfügung direkt betroffen ist.  

1.5 Zur Beschwerde berechtigt ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b), und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). Die Stiftung A._______ Bern und die 

B._______ AG Bern, bzw. später die A._______ AG, haben an den  

vorinstanzlichen Verfahren C-2389/2012 und C-1841/2014 teilgenommen, 

sind als Spitalunternehmung, der aufgrund der neuen Spitallisten 2012 und 

2014 gewisse Leistungsaufträge nicht erteilt worden sind, durch den ange-

fochtenen Beschluss ohne Zweifel besonders berührt und haben ein 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 21 

schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung derjenigen 

Verfügung, welche das sie betreffende Rechtsverhältnis regelt. Die erfolgte 

Übernahme der B._______ AG Bern (mit den Standorten B._______- und 

C._______spital) durch die Stiftung A._______ Bern und die Auslagerung 

des Spitalbetriebs in eine Aktiengesellschaft namens A._______ AG mit 

den Spitalstandorten A._______-, B._______- und C._______spital (vgl. 

<http://www.A._______bern.ch/de/stiftung/geschichte/index.php>; Jahres-

bericht 2012 der Stiftung A._______ Bern <http://www.A._______bern.ch/ 

wAssets/docs/2012_12_Jahresbericht_der_Stiftung_A.________ Druck-

version.pdf>; Internethandelsregisterauszüge betreffend Stiftung 

A._______ Bern (…), B._______ AG (…) und A._______ AG (…), besucht 

am 14. Juli 2015) nach Erlass der Spitalliste 2012 vermag daran nichts zu 

ändern, zumal für die Erteilung eines Leistungsauftrages der Standort und 

nicht die Trägerschaft des Spitals entscheidend ist (Art. 39 Abs. 1 KVG; vgl. 

dazu auch Botschaft des Bundesrates über die Revision der Krankenver-

sicherung vom 6. November 1991 [BBl 1992 I 93 S. 166]; Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts C-6088/2011 vom 6. Mai 2014 E. 1.3). Die Be-

schwerdeführerin (A._______ AG) ist daher – im Rahmen des Anfech-

tungs- und Streitgegenstandes – zur Beschwerde legitimiert.  

1.6 Im Übrigen wurden die Beschwerden frist- und formgerecht (Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und die einverlangten Kosten-

vorschüsse innert Frist geleistet, weshalb – im Rahmen des Streit- und An-

fechtungsgegenstandes – auf die Beschwerden einzutreten ist.  

2.  

Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt wer-

den, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der 

Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer 

unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).  

2.1 In Abweichung von Art. 49 Bst. c VwVG ist allerdings die Rüge der Un-

angemessenheit in Beschwerdeverfahren gegen Beschlüsse der Kantons-

regierungen nach Art. 39 KVG nicht zulässig (Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG). 

Die Beschwerdeführerin kann daher nur geltend machen, der angefoch-

tene Beschluss verletze Bundesrecht (einschliesslich Über- bzw. Unter-

schreitung oder Missbrauch des Ermessens) oder beruhe auf einer unrich-

tigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts (Art. 49 Bst. a und b VwVG). 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 22 

Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, 

als erst der angefochtene Beschluss dazu Anlass gibt. Neue Begehren sind 

unzulässig (Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).  

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin beantragte mit Beschwerdeergänzung vom 

21. Mai 2015 (C-2389/2012 act. 7 S. 46) die Erteilung eines Leistungsauf-

trages für die Leistungsgruppe GER für das B._______spital ohne Aufla-

gen oder Einschränkungen. Der Antrag wurde nicht begründet. Dem 

B._______spital wurde betreffend die Spitalliste 2012 ein Leistungsauftrag 

für die Leistungsgruppe GER mit der Auflage erteilt, dass die Facharztan-

forderung (Schwerpunktsträger Geriatrie) bis zum 1. Juni 2013 erfüllt sein 

müsse. Weitere Auflagen wurden nicht verfügt. Daher ist davon auszuge-

hen, dass die Beschwerdeführerin gegen diese Auflage monieren wollte. 

Obwohl diese Auflage bereits in der Anhörungsversion vorhanden war (C-

2389/2012 Ordner 1 Reg. 7), ist nicht aktenkundig, dass die Beschwerde-

führerin im Verfahren vor der Vorinstanz dagegen opponiert hätte. Gemäss 

Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG sind neue Begehren unzulässig. Da die Be-

schwerdeführerin erstmals vor Bundesverwaltungsgericht geltend machte, 

die Leistungsgruppe GER sei ohne Auflagen oder Einschränkungen zu er-

teilen, ist auf diesen Antrag nicht einzutreten.  

3.2 Grundsätzlich geht mit Einreichung der Beschwerde die Zuständigkeit 

in der Sache auf die Beschwerdeinstanz über (vgl. Art. 54 VwVG). Davon 

macht Art. 58 Abs. 1 VwVG insofern eine Ausnahme als die Vorinstanz die 

angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen und neu verfügen 

kann. Der Wiedererwägungsentscheid ersetzt den ursprünglichen Ent-

scheid. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Behandlung der Be-

schwerde fortzusetzen, soweit diese durch die neue Verfügung nicht ge-

genstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG). Es hat über die ungelöst 

gebliebenen Streitfragen zu befinden (Urteile des Bundesverwaltungsge-

richts A-3663/2007 vom 11. Juni 2009 E. 1.2, A-2250/2007 vom 11. März 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 23 

2009 E. 2, A-5998/2010 vom 29. März 2012 E. 2, A-322/2009 vom 14. Juni 

2011 E. 6.1, A-1724/2012 vom 20. September 2012 E. 3.1, A-416/2013 

vom 6. August 2013 E. 1.3). 

3.2.1 Die Verfügung hinsichtlich der neuen Spitalliste 2014, soll gemäss 

Dispositivziffer 3 die Verfügung hinsichtlich der Spitalliste 2012 ersetzen 

und stellt damit eine Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung vom 

4. April 2012 dar. Der Beschwerdeführerin wurden neue Leistungsaufträge 

erteilt, womit sich der Anfechtungsgegenstand hinsichtlich der angefochte-

nen Verfügung vom 4. April 2012 entsprechend schmälert (vgl. Art. 58 Abs. 

3 VwVG).  

3.2.2 Die Rüge der Beschwerdeführerin bezüglich der "kantonalen hoch-

spezialisierten Medizin" und der diesbezüglichen Verletzung des rechtli-

chen Gehörs ist gegenstandslos geworden, da die Vorinstanz gemäss E. 

1.2 der Verfügung vom 26. Februar 2014 auf die separate Planung der 

hochspezialisierten Medizin verzichtet hat. Dies bedeutet, dass die ent-

sprechenden Vorbehalte und Auflagen wie "ausgeschlossen hochspeziali-

sierte Behandlungsverfahren", "Reevaluation hochspezialisierte Behand-

lungsverfahren" und "Zusammenarbeit mit D._______spital für hochspezi-

alisierte Behandlungsverfahren" in der Spitalliste 2014 nicht mehr enthal-

ten sind und der Beschwerdeführerin damit diverse Leistungsaufträge 

ohne Vorbehalte und Auflagen erteilt wurden. Die Rüge hinsichtlich der 

Leistungsgruppen DER1.1, HNO2, NCH1.1, AUG1, AUG1.1, AUG1.2, 

AUG1.6, AUG1.7, HAE1, HAE2, KAR1.3, URO2.3 (Spitalliste 2014 = 

URO1.1.3), KIE1 ist damit gegenstandslos geworden.  

3.2.3 Die Erteilung von Leistungsaufträgen der Leistungsgruppen VIS1.1, 

VIS1.2, VIS1.3 und VIS1.5 an das A._______spital unter dem Vorbehalt 

der Beschlüsse der Organe der IVHSM für den Bereich der hochspeziali-

sierten Viszeralchirurgie ist keine Auflage im eigentlichen Sinn, sondern nur 

eine Repetition der gesetzlichen Bestimmungen, womit auch die Rüge hin-

sichtlich VIS1.1, VIS1.2, VIS1.3 und VIS1.5 betreffend das A._______spital 

gegenstandslos geworden ist, nicht jedoch für den Standort B._______. In 

der Spitalliste 2012 wurde dem B._______spital für die Leistungsgruppen 

VIS1.1, VIS1.2 und VIS1.5 ein Leistungsauftrag unter dem Vorbehalt des 

Ausschlusses der hochspezialisierten Behandlungsverfahren Nrn. 7.5, 7.6, 

7.7 und 7.9 erteilt. In der Spitalliste 2014 hingegen wurden dem 

B._______spital für die Leistungsgruppen VIS1.1, VIS1.2 und VIS1.5 über-

haupt keine Leistungsaufträge mehr erteilt. In ihrer Stellungnahme vom 10. 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 24 

Januar 2014 (C-1841/2014 Ordner Reg. 5 S. 4) hielt die Beschwerdefüh-

rerin fest, die GEF habe ihr zugesichert, dass sie die im B._______spital 

angebotenen Leistungen "anteriore Rektumresektionen Z48.63.99 ohne 

maligne Tumore des Rektums" sowie "Fisteln Z46.76.11 und Z46.76.12" 

über die Leistungsgruppe VIS1 abrechnen könne. Die Rüge betreffend die 

Leistungsgruppe VIS1.5 ist damit gegenstandslos geworden. Somit bleibt 

hinsichtlich der Viszeralchirurgie die Rüge betreffend die Leistungsgruppen 

VIS1.1 und VIS1.2 betreffend das B._______spital erhalten.  

3.2.4 Die Zuteilung von Leistungsaufträgen an das A._______spital für die 

Leistungsgruppe THO1.1 wurde antragsgemäss ohne Vorbehalt der "kan-

tonalen hochspezialisierten Behandlungsverfahren" erteilt, jedoch wurde 

der Leistungsauftrag auf zwei Jahre befristet, mit der Auflage der Überprü-

fung der Mindestfallzahlen. Die Beschwerdeführerin hielt in ihrer Stellung-

nahme vom 10. Januar 2014 fest (C-1841/2014 Ordner Reg. 5 S. 2), dass 

sie mit der Auflage einverstanden sei, womit die Rüge betreffend die Leis-

tungsgruppe THO1.1 gegenstandslos geworden ist.  

3.2.5 Der Beschwerdeführerin wurde in der Spitalliste 2012 für die Leis-

tungsgruppe BEW9 für die Standorte B._______-, A._______- und 

C._______spital ein Leistungsauftrag erteilt, mit der Auflage der Beurtei-

lung mit dem Universitätsspital im Sinne eines Tumorboards. In der Spital-

liste 2014 wurde der Leistungsauftrag nur an das C._______spital erteilt 

und auf zwei Jahre befristet, mit der Auflage der Überprüfung der Mindest-

fallzahlen nach zwei Jahren. Die Beschwerdeführerin hielt in ihrem Schrei-

ben vom 31. Oktober 2013 (C-1841/2014 Ordner Reg. 6 S. 14) fest, der 

Leistungsauftrag sei an das C._______spital zu erteilen, womit die Rüge 

betreffend die Leistungsgruppe BEW9 gegenstandslos geworden ist.  

3.2.6 Dem A._______spital wurde antragsgemäss für die Leistungsgruppe 

NEU2.1 ein uneingeschränkter Leistungsauftrag erteilt, womit die entspre-

chende Rüge gegenstandslos geworden ist. Nicht jedoch betreffend das 

B._______spital, welchem in der Spitalliste 2012 ein eingeschränkter Leis-

tungsauftrag, hingegen in der Spitalliste 2014 überhaupt kein Leistungs-

auftrag mehr erteilt wurde.  

3.2.7 Der Beschwerdeführerin wurde für die Leistungsgruppen GEF2, 

ANG2 und ANG3 für den Standort A._______spital und für die Leistungs-

gruppe UNF1 für den Standort B._______spital antragsgemäss uneinge-

schränkte Leistungsaufträge erteilt, womit die entsprechenden Rügen ge-

genstandslos geworden sind.  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 25 

3.2.8 Der Beschwerdeführerin wurde antragsgemäss für das 

A._______spital uneingeschränkte Leistungsaufträge für die Leistungs-

gruppen GYN1.1 und GYN1.3 erteilt, womit die entsprechenden Rügen ge-

genstandslos geworden sind.  

3.2.9 Die Beschwerdeführerin erhielt mit der Spitalliste 2014 für die Leis-

tungsgruppen GEB1 und GEB1.1 für die Standorte A._______- und 

C._______spital uneingeschränkte Leistungsaufträge. Soweit die Be-

schwerdeführerin die Verfügung von Vorbehalten und Auflagen der Spital-

liste 2012 monierte, ist die Rüge gegenstandslos geworden. Jedoch sind 

die Voraussetzungen der Leistungsgruppensystematik der Spitalliste 2012 

und 2014 an die zeitliche Verfügbarkeit des Facharztes betreffend die Leis-

tungsgruppen GEB1 und GEB1.1 identisch. Die Beschwerdeführerin 

brachte in ihrem Schreiben vom 26. April 2011 (C-2389/2012 Ordner 2 Reg. 

10) und in ihrer Beschwerdeergänzung vom 21. Mai 2012 vor (C-

2389/2012 act. 7 S. 33), der Kanton verlange in seinen Richtlinien für Sec-

tios eine maximale Zeit von 15 Minuten zwischen Entscheid zu einer Sectio 

und Extraktion des Kindes. Diese Zeitvorgabe sei einmalig auf der Welt 

und von keiner einzigen Studie gestützt. Der Vorstand der Schweizeri-

schen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe habe zu diesen Zei-

ten festgehalten, dass bei Schwangerschaften mit einem niedrigen Risi-

koprofil empfohlen werde, dass 30 Minuten nicht überschritten werden soll-

ten und bei Risikoschwangerschaften kürzere Zeiten gelten würden.  

Die Erteilung eines Leistungsauftrages beinhaltet nicht nur das Recht die 

Leistungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abrechnen 

zu können, sondern auch die Pflicht, die entsprechenden Anforderungen 

der Leistungsgruppe einzuhalten. Die Nichteinhaltung der mittels der Leis-

tungsgruppensystematik vorgeschriebenen 15 Minuten, kann für die Be-

schwerdeführerin rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, womit sie 

trotz der Erteilung von Leistungsaufträgen beschwert ist.  

3.2.10 Konkret ist somit hinsichtlich der Spitalliste 2012 weiterhin umstrit-

ten, die Nichterteilung eines uneingeschränkten Leistungsauftrages für die 

Leistungsgruppen VIS1.1, VIS1.2 und NEU2.1 an das B._______spital, so-

wie die Voraussetzungen der Leistungsgruppensystematik betreffend die 

Leistungsgruppen GEB1 und GEB1.1.  

3.3 Es folgen Ausführungen zum Anfechtungsgegenstand hinsichtlich der 

Spitalliste 2014. 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 26 

3.3.1 Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde vom 7. April 

2014 beim Leistungsauftrag RAD1 sei die Einschränkung "bei Gefässen 

nur Diagnostik" zu streichen (Rechtsbegehren 3).  

Gemäss Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG sind neue Begehren unzulässig, womit 

sich die Frage stellt, ob die Beschwerdeführerin dieses Vorbringen bereits 

gegenüber der Vorinstanz geltend machte oder erstmals vor Bundesver-

waltungsgericht.  

Die Beschwerdeführerin äusserte sich in ihrer Stellungnahme vom 31. Ok-

tober 2013 zum Spitallistenentwurf und hielt fest (C-1841/2014 Ordner 

Reg. 6 S. 9), die Leistungsgruppe RAD1 setze keine intensivmedizinische 

Struktur voraus, vielmehr reiche eine Überwachungsstation aus. Der Be-

schwerdeführerin wurde daraufhin für die Standorte A._______- und 

B._______spital ein Leistungsauftrag erteilt. In ihrer zweiten Stellung-

nahme vom 10. Januar 2014 zum Vernehmlassungsentwurf (C-1841/2014 

Ordner Reg. 5) äusserte sie sich nicht mehr zur Leistungsgruppe RAD1. 

Dies obwohl bereits im Vernehmlassungsentwurf (C-1841/2014 Ordner 

Reg. 6) die Leistungsgruppe RAD 1 beschrieben wurde als "Interventio-

nelle Radiologie (bei Gefässen nur Diagnostik)". Beim Rechtsbegehren 3 

handelt es sich somit um ein unzulässiges neues Begehren, womit darauf 

nicht einzutreten ist.  

3.3.2 Hinsichtlich der Spitalliste 2014 ist somit die Nichterteilung eines 

Leistungsauftrages für die Leistungsgruppe KAR1.1.1 an das 

A._______spital, sowie ONK1, RAO1 (Teilleistungsauftrag), GYN1.1, 

GYN1.2 und VIS1 an das C._______spital umstritten. Betreffend die Leis-

tungsgruppe GEB1 ist gleich wie betreffend die Spitalliste 2012 die Frage 

umstritten, ob die Voraussetzungen an die Facharztverfügbarkeit recht-

mässig sind.  

4.  

Es folgen Ausführungen zur Spitalfinanzierung. 

4.1 Art. 39 Abs. 1 KVG bestimmt in Verbindung mit Art. 35 Abs. 1 KVG, 

unter welchen Voraussetzungen Spitäler zur Tätigkeit zu Lasten der obli-

gatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) zugelassen werden. Dem-

nach muss ein Spital für die Zulassung unter anderem der von einem oder 

mehreren Kantonen gemeinsam aufgestellten Planung für eine bedarfsge-

rechte Spitalversorgung entsprechen, wobei private Trägerschaften ange-

messen in die Planung einzubeziehen sind (Bst. d). Zudem müssen die 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 27 

Spitäler, in der nach Leistungsaufträgen in Kategorien gegliederten Spital-

liste des Kantons aufgeführt sein (Bst. e). 

Art. 39 Abs. 1 Bst. d statuiert eine Bedarfsdeckungs- und Koordinationsvo-

raussetzung und Bst. e eine Publizitäts- und Transparenzvoraussetzung 

(an welche Rechtswirkungen geknüpft werden). Die Voraussetzungen ge-

mäss Bst. d und e sollen eine Koordination der Leistungserbringer, eine 

optimale Ressourcennutzung und eine Eindämmung der Kosten bewirken 

(BVGE 2010/15 E. 4.1 mit Hinweis auf die Botschaft des Bundesrates über 

die Revision der Krankenversicherung vom 6. November 1991 [BBl 1992 I 

166 f.]).  

4.2 Seit dem 1. Januar 2009 sind die Kantone nach Art. 39 KVG zudem 

(ausdrücklich) verpflichtet, ihre Planung zu koordinieren (Abs. 2) und im 

Bereich der hochspezialisierten Medizin gemeinsam eine gesamtschwei-

zerische Planung zu beschliessen (Abs. 2bis). Der Bundesrat hat einheitli-

che Planungskriterien auf der Grundlage von Qualität und Wirtschaftlich-

keit zu erlassen, wobei er zuvor die Kantone, die Leistungserbringer und 

die Versicherer anzuhören hat (Abs. 2ter). Diesem Auftrag ist der Bundesrat 

mit dem Erlass der Art. 58a ff. KVV (in Kraft seit 1. Januar 2009) nachge-

kommen. 

5.  

Streitig ist zunächst, ob die Vorinstanz befugt war, eine neue Spitalliste zu 

erlassen.  

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend die Überarbeitung der Spital-

liste sei zu früh erfolgt. Eine Anpassung der kantonalen Spitalplanung und 

der Spitalliste könne sinnvollerweise erst stattfinden, nachdem alle Ele-

mente der neuen Spitalfinanzierung eingeführt worden seien und sich die 

öffentlichen Spitäler und die Privatkliniken unter dem neuen System wäh-

rend einer gewissen Zeit in einem transparenten Leistungswettbewerb hät-

ten messen können (Beschwerdeergänzung C-2389/2012 act. 7 S. 45).  

5.2 Gemäss Abs. 3 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des KVG 

vom 21. Dezember 2007 (Spitalfinanzierung, AS 2008 2056, im Folgenden: 

UeB KVG) müssen die kantonalen Spitalplanungen spätestens bis 1. Ja-

nuar 2015 den Anforderungen des Art. 39 KVG entsprechen (Satz 1). Da-

bei müssen sie auf Betriebsvergleiche zu Qualität und Wirtschaftlichkeit 

abgestützt sein (Satz 2).  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 28 

Nach dem Wortlaut regelt die Übergangsbestimmung nur die Frage, bis zu 

welchem Zeitpunkt die kantonalen Spitalplanungen den neuen gesetzli-

chen Anforderungen entsprechen müssen, nicht aber, wann die Kantone 

frühestens eine neue Planung bzw. eine neue Spitalliste erlassen dürfen. 

Das Bundesverwaltungsgericht erkannte in seinem Urteil vom 7. Juni 2012 

(C-325/2010 E. 4.5.7), dass Abs. 3 UeB KVG den Kantonen nicht verbiete, 

vor dem 1. Januar 2012 eine neue Spitalliste zu erlassen. Dies gilt für Spi-

tallisten, welche wie vorliegend nach dem 1. Januar 2012 erlassen wurden, 

erst recht.  

6.  

Die Beschwerdeführerin brachte vor, die Vorinstanz habe die angefochte-

nen Verfügungen vom 4. April 2012 betreffend die Spitalliste 2012 und vom 

26. Februar 2014 betreffend die Spitalliste 2014 nicht hinreichend begrün-

det und damit das rechtliche Gehör verletzt.  

Ob das rechtliche Gehör hinsichtlich der Spitallisten 2012 und 2014 verletzt 

wurde, kann vorliegend offen bleiben, da wie zu zeigen sein wird, die Ver-

sorgungsplanung 2011-2014, auf welche sich die Spitallisten 2012 und 

2014 stützen, nicht rechtskonform ist, womit die Spitallisten 2012 und 2014 

ihrerseits rechtswidrig sind und die angefochtenen Verfügungen bereits 

aus diesem Grund aufzuheben sind.  

7.  

Es folgen Ausführungen zu den Planungskriterien. 

7.1 Nach Art. 58b Abs. 1-3 KVV ermitteln die Kantone den Bedarf nach 

stationärer Behandlung im Spital (oder in einem Geburtshaus sowie der 

Behandlung in einem Pflegeheim) in nachvollziehbaren Schritten, wobei 

sie sich namentlich auf statistisch ausgewiesene Daten und Vergleiche 

stützen (Abs. 1). Sie ermitteln das Angebot, das in Einrichtungen bean-

sprucht wird, die nicht auf der von ihnen erlassenen Liste aufgeführt sind 

(Abs. 2). Sie bestimmen das Angebot, das durch die Aufführung von inner- 

und ausserkantonalen Einrichtungen auf der Spitalliste gemäss Art. 39 

Abs. 1 Bst. e KVG zu sichern ist, damit die Versorgung gewährleistet ist. 

Dieses Angebot entspricht dem nach Art. 58b Abs. 1 KVV festgestellten 

Versorgungsbedarf abzüglich des nach Art. 58b Abs. 2 KVV ermittelten An-

gebots (Abs. 3). Bei der Beurteilung und Auswahl des auf der Liste zu si-

chernden Angebotes berücksichtigen die Kantone insbesondere die Wirt-

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 29 

schaftlichkeit und Qualität der Leistungserbringung, den Zugang der Pati-

entinnen und Patienten zur Behandlung innert nützlicher Frist sowie die 

Bereitschaft und Fähigkeit der Einrichtung zur Erfüllung des Leistungsauf-

trages (Abs. 4). Weiter werden die Kriterien festgelegt, welche bei der Be-

urteilung der Wirtschaftlichkeit und Qualität zu beachten sind, nämlich die 

Effizienz der Leistungserbringung, der Nachweis der notwendigen Qualität 

und im Spitalbereich die Mindestfallzahlen und die Nutzung von Synergien 

(Abs. 5).  

7.2  

7.2.1 Art. 58b Abs. 4 Bst. a KVV schreibt den Kantonen ausdrücklich vor, 

bei der Beurteilung und Auswahl des auf der Liste zu sichernden Angebo-

tes die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Abs. 3 UeB KVG sieht ebenso 

ausdrücklich vor, dass die kantonalen Spitalplanungen auf Betriebsverglei-

che zu Qualität und Wirtschaftlichkeit abgestützt sein müssen. Eine Wirt-

schaftlichkeitsprüfung muss somit zwingend durch Betriebsvergleiche vor-

genommen werden (vgl. zum Ganzen die Urteile des Bundesverwaltungs-

gerichts C-325/2010 vom 7. Juni 2012 E. 5.2.3, 5.3 und 5.4 und C-

5647/2011 vom 16. Juli 2013 E. 5.3.1). 

7.2.2 Im Rahmen der Prüfung der Wirtschaftlichkeit müssen gestützt auf 

die erhobenen finanziellen Daten die leistungsbezogenen Kostenunter-

schiede der verschiedenen Spitäler untersucht werden. Die Wirtschaftlich-

keitsprüfung kann mit einem Benchmarking vorgenommen werden. Tarif-

vergleiche zwischen Spitälern sind dabei zulässig, wenn bestimmte Anfor-

derungen erfüllt sind. So muss eine taugliche Vergleichsbasis bestehen, 

was nur dann der Fall ist, wenn Kosten einander gegenübergestellt wer-

den, die auf vergleichbare Leistungen entfallen. In diesem Sinne sind zu-

nächst die Leistungen eines Spitals sowie die darauf entfallenden Kosten 

zu bestimmen und diese sodann den Leistungen und Kosten eines oder 

mehrerer anderer Spitäler (Referenzspitäler) gegenüberzustellen. Der an 

Hand der Zahlen der Referenzspitäler ermittelte Wert wird als Benchmark 

(oder als Referenz- oder Vergleichswert) bezeichnet. Das zu beurteilende 

Spital und die Referenzspitäler müssen über dieselben rechnerischen 

Grundlagen in Form von Kostenrechnungen verfügen. Zudem müssen die 

Leistungen und Kosten des zu beurteilenden Spitals und der Referenzspi-

täler an Hand der wesentlichen Kriterien fassbar und vergleichbar sein (je 

nach Art des Kostenvergleichs beispielsweise hinsichtlich Versorgungs-

stufe, Leistungsangebot in Diagnostik und Therapie, Zahl und Art sowie 

Schweregrad der Fälle oder hinsichtlich Leistungen in Hotellerie/Service 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 30 

und Pflege). Wenn die Leistungen vergleichbar sind, so ist zu vermuten, 

dass auch deren Kosten gleich hoch liegen werden. Falls dies im Einzelfall 

nicht zutrifft und das zu beurteilende Spital für bestimmte Leistungen hö-

here Kosten aufweist als die Referenzspitäler, kann das Spital diese Ver-

mutung umstossen, indem es die höheren Kosten stichhaltig begründet. 

Wenn dies nicht gelingt, ist anzunehmen, dass die höheren Kosten min-

destens teilweise auf einer unwirtschaftlichen Leistungserbringung beru-

hen (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-5647/2011 vom 16. Juli 

2013 E. 5.3.2 und C-2907/2008 vom 26. Mai 2011 E. 8.4.6.2; BVGE 

2010/25 E. 7.1; RKUV 3/2005 159 ff. E. 11.1).  

7.2.3 Liegen einheitliche Patientenklassifikationssysteme im Sinne von 

"Diagnosis Related Groups" (DRG-Systeme) vor, werden im Rahmen von 

Wirtschaftlichkeitsvergleichen diese zur Leistungsermittlung herangezo-

gen. Ansonsten können die medizinische Statistik des Bundesamts für Sta-

tistik (BFS) oder allenfalls kantonale Leistungsstatistiken bei innerkantona-

len Vergleichen als einheitliche Grundlagen herangezogen werden. Die an-

rechenbaren Kosten werden aufgrund von Kostenrechnungen ermittelt, 

welche insbesondere die Elemente Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträ-

ger und die Leistungserfassung umfassen müssen (vgl. Art. 49 KVG in Ver-

bindung mit Art. 9 der Verordnung über die Kostenermittlung und die Leis-

tungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in der 

Krankenversicherung vom 3. Juli 2002 [VKL, SR 832.104]).  

8.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz bei Erlass des RRB 519/2012 

betreffend die Spitalliste 2012 den bundesrechtlichen Planungskriterien im 

erforderlichen Umfang Rechnung getragen und insbesondere eine rechts-

genügliche Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen hat.  

8.1 Es findet sich in den Akten kein Hinweis auf die Durchführung eines 

Kosten-/Leistungsvergleichs. Die Vorinstanz macht auch nicht geltend, ei-

nen solchen durchgeführt zu haben. Im Gegenteil räumt sie in ihrer 

Schlussbemerkung vom 28. Januar 2013 ein (Schlussbemerkungen C-

2389/2012 act. 20 S. 19, 20), da Kostendaten der Leistungserbringer un-

zureichend gewesen seien und einen Vergleich nicht zugelassen hätten, 

sei der Vergleich der Wirtschaftlichkeit anhand der durchschnittlichen Auf-

enthaltsdauer vorgenommen worden.  

Das Bundesverwaltungsgericht hielt bereits in seinem Entscheid C-

325/2010 vom 7. Juni 2012 E. 5.2.3 betreffend die Spitalliste 2010 des 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 31 

Kantons Bern fest, dass die Wirtschaftlichkeitsprüfung anhand der durch-

schnittlichen stationären Aufenthaltsdauer den bundesrechtlichen Anforde-

rungen nicht genügt.  

Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung geht es um Kostenvergleiche. Die Höhe 

der schweregradbereinigten Fallkosten eines Spitals widerspiegelt den Ef-

fizienz- und Wirtschaftlichkeitsgrad seiner Leistungserbringung. Dieser 

wird durch die spezifische Situation des Spitals beeinflusst. Die Anwen-

dung des Kriteriums Aufenthaltsdauer als Indikator für die Wirtschaftlichkeit 

ist nicht ausreichend, um die Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Leistungs-

erbringung zu widerspiegeln. Entscheidend für die Beurteilung der Wirt-

schaftlichkeit bzw. ob die Leistungserbringung eines Spitals wirtschaftlich 

ist, ist vielmehr der Vergleich der Fallkosten der einzelnen Spitäler unter 

Berücksichtigung des jeweiligen Patientenmixes. 

8.2 Die Vorinstanz begründete die Unterlassung der Wirtschaftlichkeitsprü-

fung anhand von Kostenvergleichen mit dem Fehlen von verwertbaren Fall-

kostendaten sämtlicher Spitäler im Kanton Bern (Schlussbemerkungen C-

2372/2012 act. 20 S. 20; Vernehmlassung C-1869/2014 act. 5 S.6). Die 

Vorinstanz macht mit andern Worten geltend, es sei ihr gar nicht möglich 

gewesen, einen Kostenvergleich vorzunehmen.  

In der Tat bestand im Zeitpunkt des Erlasses der Spitalliste 2012 bzw. der 

angefochtenen Verfügung bis zum Vorliegen der Grundlagen im Hinblick 

auf die Einführung von SwissDRG per 1. Januar 2012 keine einheitliche 

innerkantonale Rechnungsstruktur der Spitäler im Kanton Bern. Vor die-

sem Hintergrund ist zu prüfen, ob die Vorinstanz überhaupt einen Kosten-

vergleich und damit letztendlich eine Wirtschaftlichkeitsprüfung anstellen 

konnte.  

Verschiedene Spitäler im Kanton Bern rechneten bereits vor der Einfüh-

rung der leistungsbezogenen Pauschalen nach Art. 49 Abs. 1 KVG mittels 

Fallpauschalen ab (z.B. D._______spital, Spital E._______, Spitäler 

F._______ AG, Regionalspital G._______, Spital H._______ AG, Spital 

I._______ AG, vgl. <http://www.apdrgsuisse.ch/public/de/ liste_ hopitaux_ 

facturant_apdrg_d.pdf>, besucht am 14.  Juli 2015; J._______ Kliniken 

Bern, vgl. Jahresbericht/Qualitätsbericht 2011/12 

<https://www.j._______.ch/ content/dam/global/Allge-

meine%20Seite/PDF/DE/Ueber%20uns/ Geschaefts-%20und%20Quali-

taetsbericht/J.________Jahresbericht_ Qualit%C3%A4tsbe-

richt_DE_2011_12.pdf>, besucht am 14. Juli 2015; B._______ AG Bern 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 32 

[Klinik B._______, Klinik C._______], vgl. Geschäftsbericht der B._______ 

AG Bern 2009, <http://www.orthopaedieB._______.ch/ con-

tent/documents/soho_GB2009.pdf> S. 8, besucht am 14. Juli 2015; Klinik 

K._______ AG vgl. <http://www.bag-anw.admin.ch/kuv/ spitalstatis-

tik/data/download/kzp09_publikation.pdf?webgrab=ignore>, besucht am 

14. Juli 2015). Mit dem Patientenklassifikationssystem "All Patient Diagno-

sis Related Groups" (APDRG-System) ist es grundsätzlich möglich, die 

Spitäler inner- und ausserkantonal direkt zu vergleichen, unabhängig vom 

Tätigkeitsbereich und der Krankenhaustypologie (vgl. Urteil des BVGer C-

2907/2008 vom 26. Mai 2011 E. 8.4.6.2; BVGE 2010/62 E. 6.11).  

Spitäler, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung be-

reits das Patientenklassifikationssystem APDRG eingeführt hatten, hätte 

die Vorinstanz ohne weiteres mit ausserkantonalen Spitälern, die ebenfalls 

nach APDRG abrechneten, vergleichen können (vgl. E. 7.2.3 hiervor). Bei 

Spitälern, welche das APDRG-System nicht kannten, hätte die Vorinstanz 

im Rahmen des Kostenvergleichs stattdessen beispielsweise die medizini-

sche Statistik des BFS oder allenfalls kantonale Leistungsstatistiken als 

einheitliche Grundlagen heranziehen können (vgl. E. 7.2.3 hiervor). Der 

Vorinstanz wäre es somit durchaus möglich gewesen, eine Wirtschaftlich-

keitsprüfung vorzunehmen.  

8.3 Wenn die Vorinstanz im Übrigen der Ansicht ist, eine Wirtschaftlich-

keitsprüfung erst nach Vorliegen der Grundlagen für SwissDRG durchfüh-

ren zu können, dann hat sie die Spitalliste verfrüht erlassen. Art. 58a Abs. 

2 KVV schreibt den Kantonen zwar eine periodische Überprüfung der Pla-

nung vor, gemäss Abs. 3 der UeB KVG sind die Kantone jedoch nicht ver-

pflichtet, sondern lediglich berechtigt, ihre Spitalplanungen vor dem 31. De-

zember 2014 den neuen gesetzlichen Anforderungen anzupassen (vgl. Ur-

teil des BVGer C-325/2010 vom 7. Juni 2012 E. 4.5.1). Die Vorinstanz hätte 

somit durchaus in einem ersten Schritt die nötigen Grundlagen im Hinblick 

auf die Einführung der leistungsbezogenen Pauschalen nach Art. 49 Abs. 

1 KVG (SwissDRG) schaffen und erst in einem zweiten Schritt gestützt da-

rauf einen Wirtschaftlichkeitsvergleich durchführen und die Spitalliste er-

lassen können. Bei den Grundlagen im Hinblick auf die Schaffung der Fall-

pauschalen handelt es sich um eine einheitliche Rechnungslegung, die es 

den Kantonen im Zusammenhang mit dem Erlass der Spitalliste und der 

Erteilung von Leistungsaufträgen eben gerade ermöglicht, einen Kosten-

vergleich durchzuführen.  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 33 

8.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die von der Vorinstanz vorgenom-

mene Wirtschaftlichkeitsprüfung gestützt auf die durchschnittliche statio-

näre Aufenthaltsdauer den bundesrechtlichen Anforderungen nicht ent-

spricht. Damit ist die gesamte Versorgungsplanung 2011-2014 der  

Vorinstanz, welche Grundlage für die Spitalliste 2012 bildet, bundesrechts-

widrig erfolgt, sodass die angefochtene Verfügung ihrerseits rechtswidrig 

ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-5647/2011 vom 16. Juli 

2013 E. 6.1). Die angefochtene Verfügung vom 4. April 2012 ist damit be-

treffend die Beschwerdeführerin aufzuheben und die Sache zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die weiteren von der Beschwer-

deführerin hinsichtlich der am 4. April 2012 verfügten Spitalliste 2012 vor-

gebrachten Rügen einzugehen.  

9.  

Es folgen Ausführungen zum RRB Nr. 255/2014 vom 26. Februar 2014 be-

treffend die Spitalliste 2014. 

9.1 Vorab ist auf das Vorbringen des BAG einzugehen, wonach einem Spi-

tal keine Betriebsbewilligung für die Leistungen erteilt werden dürfe, für 

welche die personellen und technischen Voraussetzungen nicht erfüllt 

seien (vgl. Stellungnahme BAG C-1841/2014 act. 8 S. 6, 7).  

Das BAG brachte damit sinngemäss vor, die Beschwerdeführerin erfülle 

die Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen nach Art. 39 Abs. 1 

Bst. a-c KVG nicht, womit sie bereits aus diesem Grund nicht auf die Spi-

talliste aufgenommen werden könne.  

 

9.1.1 Um zur Tätigkeit zu Lasten der sozialen Krankenversicherung zuge-

lassen zu werden, muss ein Spital eine ausreichende ärztliche Betreuung 

gewährleisten sowie über das erforderliche Fachpersonal und zweckent-

sprechende medizinische Einrichtungen verfügen (Dienstleistungs- und 

Infrastrukturvoraussetzung, Art. 39 Abs. 1 Bst. a - c KVG). Die Prüfung der 

Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzung erfolgt in erster Linie 

durch die Behörden des Standortkantons, welche aufgrund ihrer besonde-

ren Kenntnisse der lokalen Verhältnisse dazu am besten in der Lage sind.  

9.1.2 Ob eine Einrichtung ein Spital ist und die bundesrechtlichen Voraus-

setzungen erfüllt, prüft somit in erster Linie der Kanton, in welchem diese 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 34 

Einrichtung liegt. Einrichtungen, die über eine kantonale Betriebsbewilli-

gung als Spital verfügen, genügen in der Regel diesen Voraussetzungen. 

Anlass zur Überprüfung gibt es hingegen dann, wenn eine Einrichtung, de-

ren Aufnahme auf die Spitalliste umstritten ist, nicht über eine kantonale 

Betriebsbewilligung als Spital verfügt oder sich aus den Akten Hinweise 

darauf ergeben, dass sie den vom KVG aufgestellten Erfordernissen be-

treffend Dienstleistungen und Infrastruktur nicht entspricht (Urteil des Bun-

desrates vom 1 November 2006, KV 385 E. 2.1).  

Die Vorinstanz hält in ihren Schlussbemerkungen zurecht fest (C-

1841/2014 act. 10 S. 2), die Betriebsbewilligung sei in Artikel 120 SpVG 

verankert und regle lediglich die Grundvoraussetzungen eines Spitalbe-

triebs nach Art. 39 Abs. 1 Bst. a-c KVG, nicht aber die spezifischen Anfor-

derungen, die ein Spital erfüllen müsse, um einen Leistungsauftrag nach 

Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG auf der Spitalliste zu erhalten. Die Prüfung der 

Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen nach Art. 39 Abs. 1 Bst. 

a-c KVG erfolgt in erster Linie im Rahmen des Betriebsbewilligungsverfah-

rens durch den Standortkanton. Die erteilte Betriebsbewilligung deckt nur 

die ersten drei Erfordernisse von Art. 39 Abs. 1 KVG ab, die erfüllt sein 

müssen, um über die obligatorische Krankenpflegeversicherung Behand-

lungen in Rechnung stellen zu dürfen.  

Gemäss Art. 120 SpVG wird eine Betriebsbewilligung als Spital erteilt, 

wenn der Leistungserbringer unter anderem Gewähr für die fachgerechte 

medizinische Behandlung und Pflege der Patientinnen und Patienten bietet 

(Bst. a), über zweckentsprechende Räumlichkeiten und medizinische Ein-

richtungen (Bst. b) verfügt, eine zweckentsprechende pharmazeutische 

Versorgung gewährleistet (Bst c) sowie über ein sachgerechtes Notfallkon-

zept (Bst. f) verfügt. Es ist davon auszugehen, dass ein Spital, welches 

eine Betriebsbewilligung im Sinne von Art. 120 SpVG hat, die Vorausset-

zungen gemäss Art. 39 Bst. a-c KVG erfüllt. Der Kanton Bern überprüft 

periodisch, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, falls dies 

nicht der Fall ist, wird die Betriebsbewilligung entzogen (vgl. Art. 118 Abs. 

2 SpVG i.V.m. Art. 123 Abs. 1 SpVG). 

Die Beschwerdeführerin verfügt unbestrittenermassen über eine Betriebs-

bewilligung als Spital. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass 

die A._______ AG mit den Standorten A._______-, B._______- und 

C._______spital den vom KVG aufgestellten Erfordernissen betreffend 

Dienstleistungen und Infrastrukturen im Verfügungszeitpunkt vom 26. Feb-

ruar 2014 nicht entsprochen hätte, womit davon auszugehen ist, dass die 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 35 

Beschwerdeführerin die Voraussetzungen gemäss Art. 39 Abs. 1 Bst. a-c 

KVG erfüllt. 

9.2 Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz bei Erlass des RRB Nr. 

255/2014 vom 26. Februar 2014 betreffend die Spitalliste 2014 den ge-

nannten bundesrechtlichen Kriterien (vgl. E. 7.1, 7.2 hiervor) im erforderli-

chen Umfang Rechnung getragen hat. 

9.2.1 Die Vorinstanz brachte vor, die Wirtschaftlichkeit sei nicht alleiniges 

Beurteilungskriterium. Ein Spitalstandort könne nicht aufgrund einer wirt-

schaftlichen Leistungserbringung die Zuteilung eines Leistungsauftrages 

für eine bestimmte Leistungsgruppe verlangen, wenn er die medizinisch-

fachlichen Anforderungen der Leistungsgruppensystematik für diese Leis-

tungsgruppe nicht erfülle. Diese Anforderungen seien Ausfluss der in der 

Krankenversicherungsgesetzgebung geforderten Qualität der Leistungser-

bringung. Die Beschwerdeführerin erfülle diese Anforderungen nicht. Da-

her könne offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin bei diesen Leistungs-

aufträgen wirtschaftlich arbeiten würde (vgl. Vernehmlassung C-1841/2014 

act. 6 S. 3). 

9.2.2 Wie die Vorinstanz selber vorbrachte, ist die Spitalplanung ein zwei-

stufiger Prozess (Schlussbemerkungen C-2389/2012 act. 10 S. 2). Zuerst 

erfolgt die Planung und danach gestützt auf die Planung die Spitalliste. Be-

ruht die Spitalliste auf einer nicht gesetzeskonformen Planung, ist sie ihrer-

seits nicht gesetzeskonform und damit für das Beschwerde führende Spital 

nicht anwendbar. Daher spielt es keine Rolle, ob eine Leistungserbringerin 

die Anforderungen der Leistungsgruppensystematik für eine bestimmte 

Leistungsgruppe der Spitalliste erfüllt oder nicht, wenn die Spitalliste auf 

einer nicht gesetzeskonformen Planung beruht.  

9.2.3 Die Spitalliste 2014 stützt sich auf die Versorgungsplanung 2011-

2014. Wie weiter oben erörtert (vgl. E. 8 hiervor) ist die Versorgungspla-

nung 2011-2014 bundesrechtswidrig erfolgt, da die von der Vorinstanz vor-

genommene Wirtschaftlichkeitsprüfung gestützt auf die durchschnittliche 

Aufenthaltsdauer den bundesrechtlichen Anforderungen nicht genügt.  

Hinzukommt, dass Art. 39 Abs. 1 Bst. d KVG von den Kantonen eine be-

darfsgerechte Versorgungsplanung verlangt. Wie das BAG daher zurecht 

festhält (vgl. Stellungnahme C-1841/2014 act. 8 S. 9), ist vor Erlass einer 

neuen Spitalliste der Sachverhalt mit Blick auf die Beurteilung der Versor-

gung nochmals abzuklären und die Planung zu überarbeiten. Wenn die 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 36 

Spitalliste 2012 aufgrund einer gesetzeskonformen Planung erstellt wor-

den wäre, was wie erörtert nicht der Fall ist (vgl. E. 8 hiervor), würde das 

in der Spitalliste 2012 festgesetzte Angebot demjenigen für die Gewähr-

leistung der Versorgung gemäss den Planungskriterien des Bundesrates 

(Art. 58b Abs. 3 und 1 KVV) entsprechen. Eine Reduktion oder Erhöhung 

dieses Angebots würde daher zu einer Unter- oder Überversorgung in die 

betroffenen Leistungsgruppen führen. In diesem Sinn widerspricht der Re-

gierungsrat seiner Planung, weil er bei der Überführung der Spitalliste 2012 

in eine Spitalliste 2014 mittels Leistungsgruppensystematik das Angebot 

verändert, ohne entsprechend die Planung überarbeitet zu haben.  

9.2.4 Damit ist die Spitalliste 2014, mangels gesetzeskonformer Planung, 

rechtswidrig erfolgt, der angefochtene RRB Nr. 255/2014 vom 26. Februar 

2014 betreffend die Beschwerdeführerin aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die weiteren von der Beschwer-

deführerin vorgebrachten Rügen hinsichtlich der Verfügung vom 26. Feb-

ruar 2014 einzugehen und zu beurteilen, ob die Leistungsgruppensyste-

matik dem Bundesrecht entspricht und die Beschwerdeführerin die Anfor-

derungen an die Leistungsgruppen der Spitalliste 2014 erfüllen würde. 

10.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtenen Regierungs-

ratsbeschlüsse RRB 519/2012 vom 4. April 2012 und RRB 252/2014 vom 

26. Februar 2014 betreffend die Beschwerdeführerin aufzuheben sind und 

die Sache entsprechend dem Eventualbegehren der Beschwerdeführerin 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Im Rahmen der 

Neubeurteilung wird die Vorinstanz eine bundesrechtskonforme Planung 

und dabei insbesondere eine Wirtschaftlichkeitsprüfung anhand von Kos-

tenvergleichen durchführen müssen. In diesem Sinne sind die Beschwer-

den vom 30. April 2012 und vom 7. April 2014 gutzuheissen, soweit darauf 

eingetreten wurde und sie nicht gegenstandslos geworden sind.  

11.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

11.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Der 

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 37 

grossmehrheitlich unterliegenden Vorinstanz können allerdings keine Ver-

fahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

Der grossmehrheitlich obsiegenden Beschwerdeführerin werden redu-

zierte Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- auferlegt. Diese werden den geleis-

teten Kostenvorschüssen von je Fr. 4'000.- im Verfahren C-2389/2012 und 

C-1841/2014, das heisst insgesamt Fr. 8'000.- entnommen. Der Restbe-

trag von Fr. 7'000.- ist ihr zurückzuerstatten. Die Beschwerdeführerin ist 

aufzufordern, dem Bundesverwaltungsgericht eine Zahlstelle bekannt zu 

geben. 

11.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz 

oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zusprechen.  

Der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen. Mangels Kostennote ist die 

Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Unter Berück-

sichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwandes erscheint eine 

Entschädigung von Fr. 13'000.- (einschliesslich Auslagenersatz und Mehr-

wertsteuer) im Verfahren C-2389/2012 und Fr. 7'000.- (einschliesslich Aus-

lagenersatz und Mehrwertsteuer) im Verfahren C-1841/2014 als angemes-

sen. Diese wird im Rahmen des Obsiegens auf Fr. 12'000.- (einschliesslich 

Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) im Verfahren C-2389/2012 und Fr. 

6'500.- (einschliesslich Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) im Verfahren 

C-1841/2014 festgelegt. 

  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 38 

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die 

das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin-

dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG 

unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig und tritt mit Eröffnung 

in Rechtskraft.  

 

 

Es folgt das Urteilsdispositiv.  

  

C-2389/2012; C-1841/2014 

Seite 39 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren C-2389/2012 und C-1841/2014 werden vereinigt. 

2.  

Die Beschwerden werden, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sind 

und soweit darauf eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, als die an-

gefochtenen Verfügungen vom 4. April 2012 (RRB 519/2012) und vom 26. 

Februar 2014 (RRB 255/2014) betreffend die Beschwerdeführerin aufge-

hoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die  

Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

3.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- aufer-

legt. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss von insgesamt 

Fr. 8'000.- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 7'000.- wird der Beschwer-

deführerin zurückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung zu Lasten der  

Vorinstanz in der Höhe von Fr. 12'000.- im Verfahren C-2389/2012 und 

Fr. 6'500.- im Verfahren C-1841/2014 zugesprochen. In der Parteientschä-

digung sind der Auslagenersatz und der Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne 

von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE mitenthalten.  

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahlstelle) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 0519, Spitalliste 2012; Ref-Nr. 0255/2014, Spi-

talliste 2014; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit  

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Karin Wagner 

Versand: