# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b14d3752-f2b5-5d86-9385-95a7a9647e46
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.04.2025 200 2025 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-12_2025-04-16.pdf

## Full Text

IV 200 2025 12 
SCI/FRN/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. April 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichterin Wiedmer 
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Dezember 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-2-

Sachverhalt:

A.

Die 1997 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im April 2016 unter Hinweis auf eine mittelschwere 
depressive Episode mit Störung der Impulskontrolle (z.B. Selbstverletzung 
durch Schneiden) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin; act. II] 1). Die IVB tätigte erwerbliche und medizinische Erhebungen. 
Mit Verfügung vom 23. Oktober 2017 (act. II 25) verneinte sie den An-
spruch auf berufliche Massnahmen. 

Im April 2022 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine schwan-
kende, oft verminderte Belastbarkeit im Alltag durch psychische Erkran-
kungen erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an (act. II 26). Die IVB 
nahm wiederum erwerbliche sowie medizinische Abklärungen vor. Auf 
Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. 43 S. 5) holte 
sie bei Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
ein psychiatrisches Gutachten vom 10. Februar 2023 (act. II 55.1) ein. Mit 
Verfügung vom 5. September 2023 (act. II 57) wies sie das Leistungsbe-
gehren ab mit der Begründung, es liege kein invalidisierender Gesund-
heitsschaden vor. 

B.

Im März 2024 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine stark 
verminderte Belastbarkeit im Alltag durch psychische Erkrankungen und 
Beeinträchtigungen wiederum bei der IVB zum Leistungsbezug an 
(act. II 58). Nach Rücksprache mit dem RAD (act. II 72 f.) ordnete die IVB 
eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, an (Gutachten vom 13. September 2024 
[act. II 83.1]). Mit Vorbescheid vom 11. Oktober 2024 (act. II 84) stellte sie 
die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels eines medizinischen Re-
visionsgrundes in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte Einwand 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-3-

(act. II 85, 94). Am 5. Dezember 2024 verfügte die IVB dem Vorbescheid 
entsprechend die Abweisung des Leistungsbegehrens (act. II 99 S. 15 ff.). 

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 6. Januar 2025 Beschwerde mit den folgen-
den Anträgen:

1. Die Verfügung vom 5. Dezember 2024 sei aufzuheben.
2. Die Angelegenheit sei zur Berechnung des Invaliditätsgrades an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
-Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen-

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Januar 2025 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-4-

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten (vgl. jedoch E. 3).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Dezember 2024 
(act. II 99 S. 15 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-5-

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).  

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, 
falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten 
(vgl. BGE 149 V 177 E. 4.7 S. 184). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-6-

genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112; 
Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_661/2022 vom 26. Juni 2023 E. 3.6.2, 
nicht publ. in: BGE 149 V 177, aber in: SVR 2023 IV Nr. 52 S. 177). 

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich 
relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose 
eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Um-
stände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12; SVR 
2020 IV Nr. 25 S. 83, 9C_357/2019 E. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-7-

Unerheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger 
Praxis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Sachverhaltes (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 
S. 105).  

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3. 

Soweit die Beschwerdeführerin eine Wiedererwägung der Verfügung vom 
5. September 2023 (act. II 57) nach Art. 53 Abs. 2 ATSG und deren Anord-
nung durch das Gericht verlangt (Beschwerde S. 8 Ziff. 3.1 ff.), kann auf ihr 
Begehren nicht eingetreten werden. Der Versicherungsträger kann auf for-
mell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkom-
men, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von 
erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Verwaltung kann je-
doch weder vom Gericht noch von der betroffenen Person zu einer Wie-
dererwägung verhalten werden. Es besteht demnach kein gerichtlich 
durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; 
SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, 8C_634/2017 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 27, 
8C_33/2013 E. 3.3). Deshalb kann vor Gericht weder verlangt werden, 
dass die Beschwerdegegnerin hierüber verfügt, noch kann das Absehen 
von einer solchen beim Gericht angefochten werden. Insoweit die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-8-

schwerdeführerin eine Wiedererwägung beantragt (Beschwerde S. 8 
Ziff. 3.1 ff.), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom März 2024 
(act. II 58) eingetreten. Die Eintretensfrage ist deshalb vom Gericht nicht zu 
beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist durch einen Vergleich 
des Sachverhalts im Zeitpunkt der Verfügung vom 5. September 2023 
(act. II 57) mit demjenigen bei Erlass der nunmehr angefochtenen Verfü-
gung vom 5. Dezember 2024 (act. II 99 S. 15 ff.) zu prüfen, ob in den 
tatsächlichen Verhältnissen eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu be-
einflussen (vgl. E. 2.3.2 hiervor). 

4.2 Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bis zum Zeit-
punkt der Verfügung vom 5. September 2023 (act. II 57) ergibt sich aus den 
Akten das Folgende: 

4.2.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
sowie Allgemeine Innere Medizin von der Abteilung F.________ am Spital 
G.________, diagnostizierte im Bericht vom 9. Mai 2016 (act. II 8) eine 
schwere bis mittelschwere depressive Episode, bestehend seit Sommer 
2015, eine Störung der Impulskontrolle (Selbstverletzung, Essstörung), 
einen ausgeprägten Autonomie- und Identitätskonflikt sowie einen dringen-
den Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung 
(ADHS), bestehend seit Sommer 2015. Die Beschwerdeführerin werde seit 
dem 22. Oktober 2015 auf der Abteilung behandelt (S. 1 Ziff. 1.1 f.). Sie 
absolviere seit August 2014 eine Lehre als …, nachdem sie das Gymnasi-
um wegen Überforderung und ungenügenden Leistungen abgebrochen 
habe. Erstmalig sei während eines "Welschlandaufenthalts" im Sommer 
2014 ein depressives Zustandsbild aufgetreten. Rückblickend könnten die 
Schulschwierigkeiten der Beschwerdeführerin auf ein bisher nicht erkann-
tes ADHS zurückgeführt werden (S. 1 f. Ziff. 1.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-9-

Im Bericht vom 21. Juni 2016 zu Handen der Beschwerdegegnerin 
(act. II 11) diagnostizierte Dr. med. E.________ eine mittelschwere depres-
sive Episode mit Störung der Impulskontrolle (Selbstverletzung durch 
Schneiden), eine Bulimia Nervosa sowie einen Verdacht auf eine Aufmerk-
samkeitsstörung (ADS; S. 1). Die Beschwerdeführerin sei bei Eintritt noch 
stark verunsichert gewesen und habe nicht gewusst, wer sie sei und wo sie 
ihr Lebensweg hinführen werde. Sie habe ihre belastete Vergangenheit 
mehrheitlich aufarbeiten können und habe dadurch viel Selbstvertrauen 
gewonnen. Sie habe ab Sommer 2016 einen festen Platz im privaten Gym-
nasium, dieser Schritt werde unterstützt (S. 2). Das private Gymnasium 
verlange Quartalsgebühren von Fr. 3'100.-- Leider habe die Herkunftsfami-
lie keine finanziellen Ressourcen. Um finanzielle Hilfe sei bereits bei der IV 
und im privaten Umfeld gefragt sowie ein Antrag bei der Stipendienstelle 
getätigt worden. Leider seien alle Versuche erfolglos geblieben. Sie [die 
Behandler] würden die Idee des Gymnasiums sehr unterstützen und sie 
glaubten, dass dieser Schritt ein wichtiger im Leben der Beschwerdeführe-
rin sei und langfristig zu psychischer Stabilität und darüber hinaus zu gros-
ser Zufriedenheit im Leben führen werde.

4.2.2 Im Bericht vom 28. Juni 2016 über die ambulante Untersuchung 
vom 1. Juni 2016 in der Sprechstunde für ADHS im Erwachsenenalter der 
psychiatrischen Dienste H.________ (act. II 14) diagnostizierten die Ärztin-
nen eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1), einen Verdacht 
auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ, 
einen Verdacht auf eine ADHS (ICD-10: F90.0) mit Beginn in der Kindheit 
sowie eine Bulimia nervosa, atypisch (ICD-10: F50.0). Es ergäben sich 
entwicklungs- und testpsychologisch sowie klinisch Hinweise auf eine AD-
HS mit Beginn im Kindesalter. Fremdanamnestisch (Mutter der Beschwer-
deführerin) würden vor allem Symptome wie Hyperaktivität und Aufmerk-
samkeitsdefizite bestätigt. Aufgrund guter schulischer Leistungen hätten die 
Eltern damals die Abklärung abgelehnt. Zu bedenken sei, dass die depres-
sive Symptomatik und die Essstörung aktuell im Vordergrund stünden, wel-
che eine sichere Beurteilung der ADHS-Symptomatik einschränkten (S. 1).

4.2.3 Im Bericht der Praxis I.________ vom 2. Oktober 2018 (act. II 42 
S. 5 ff.), verfasst von lic. phil. J.________, Fachpsychologe für Psychothe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-10-

rapie FSP, visiert durch Dr. phil. K.________, Fachpsychologe für Psycho-
therapie FSP und Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, wurden eine ADHS, gemischte Präsentation, leichte Ausprä-
gung (DSM 5: 314.00; ICD-10: F90.0) sowie eine leichte depressive Episo-
de (ICD-10: F32.0) diagnostiziert (S. 5). Anamnestisch bestünden Stim-
mungsschwankungen und Angst, dass die Beschwerdeführerin vergesse 
und versage. Sie brauche drei Mal soviel Zeit zum Lernen wie andere. Sie 
habe auch Mühe zu beginnen und still zu sein. Zuhören in der Schule sei 
schwierig, sie zeichne oder schreibe mit. Sie denke alles voraus und ma-
che sich viele Gedanken. Zudem vergesse sie Aufträge. Es liege eine leicht 
bedrückte Stimmung vor sowie Zurückhaltung bzgl. dem emotionalen Aus-
druck (S. 6). 

4.2.4 Dr. med. M.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste 
H.________ vom 4. April 2022 (act. II 42 S. 1 ff.) eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) sowie 
eine einfache ADHS mit Beginn in der Kindheit (ICD-10: F90.0; S. 1). Die 
Beschwerdeführerin sei vom Notfall des Spitals N.________ am 25. Januar 
2022 zugewiesen worden und auf der Kriseninterventionsstation bis am 
21. Februar 2022 in stationärer Behandlung gewesen. Symptomatisch sei-
en Antriebsstörungen, vermehrtes Weinen, sozialer Rückzug, Appetitlosig-
keit, Hypersomnie, Gedankendrehen und Konzentrationsstörungen im Zen-
trum gestanden. Aufgrund der mittelgradigen Ausprägung der Symptomatik 
und vor dem Hintergrund bereits mehrerer rezidivierender Episoden sei mit 
ihr eine medikamentöse Unterstützung besprochen worden (S. 3). Insge-
samt habe sich während des Aufenthaltes eine deutliche Besserung der 
Symptomatik gezeigt. Sie [Dr. med. M.________] empfehle, die antide-
pressive Medikation für mindestens ein Jahr nach Remission der depressi-
ven Symptomatik weiter einzunehmen (S. 4). 

4.2.5 Dr. med. O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
und die behandelnde lic. phil. P.________, Fachpsychologin für Psychothe-
rapie FSP, diagnostizierten im Bericht vom 19. Mai 2022 (act. II 40) eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig teilremittiert unter Wellbu-
trin (ICD-10: F33.4), eine Dysthymia (ICD-10: F34.1), eine ADHS, gemisch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-11-

te Präsentation, leichte Ausprägung (ICD-10: F90.0), eine soziale Phobie 
(ICD-10: F40.1) sowie akzentuierte zwanghafte, ängstlich-vermeidende, 
emotional instabile Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1), differenzialdia-
gnostisch: kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0). Die Be-
schwerdeführerin sei im Alltag überfordert mit der Vereinbarkeit der An-
sprüche vom Studium sowie den Verpflichtungen mit der Lebensführung 
(Haushalt). Sie stelle sehr hohe perfektionistische Ansprüche an sich selbst 
verbunden mit der Neigung, sich zu viel zuzumuten; bei dem Gedanken an 
das zu Erledigende gerate sie in einen Stresszustand. Schon immer habe 
sie Mühe mit sozialen Kontakten gehabt, ihre sozialen Ängste hätten sich in 
den letzten Monaten deutlich verstärkt. Zudem sei ihre Stimmung im Ta-
gesverlauf instabil und sehr schwankend (S. 4 Ziff. 2.2). Zur Arbeitsfähig-
keit wurde dargelegt, die Beschwerdeführerin habe erfolgreich die Matura 
nachgeholt und das erste Studiumsjahr zur … absolviert, was auf eine posi-
tive Prognose verweise. Aufgrund der verminderten Belastbarkeit sei je-
doch auch langfristig mit gewissen Einschränkungen zu rechnen und davon 
auszugehen, dass nur eine Teilzeitbeschäftigung möglich sein werde (S. 5 
Ziff. 2.7). Das Arbeitspensum von 20-30 % parallel zu den Anforderungen 
des Studiums sei grenzwertig. Die Beschwerdeführerin werde ihr Pensum 
wohl weiter reduzieren müssen, um den Anforderungen des Studiums ge-
recht werden zu können (S. 6 Ziff. 3.2). 

4.2.6 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 10. Februar 2023 (act. II 55.1) eine rezidivierende depressive Störung, 
derzeit remittiert (ICD-10; F33.4; act. II 55.1 S. 13, 16). Zum Befund führte 
er unter anderem aus, es fehlten aktuell Hinweise auf Zwänge im Sinne 
von Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen, ausser dass sie stets auf 
dem gleichen Platz im Tram sitzen möchte. Seitens der Affektivität habe sie 
sich in einer Mittellage befunden, wobei sie recht ausgeglichen gewirkt ha-
be und während der ganzen Zeit gut emotional schwingungsfähig geblie-
ben sei, sodass schon bald ein warmer affektiver Rapport habe erstellt und 
auch erhalten werden können. Antrieb und Psychomotorik seien ungestört 
gewesen (S. 11 f.). Gut nachvollziehbar sei die Diagnose einer rezidivie-
renden depressiven Störung, welche derzeit als remittiert bezeichnet wer-
den müsse. Die dazu gehörenden Störungen der Aufmerksamkeit, der 
Konzentration und der Auffassung sowie die Verlangsamung des Denkens, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-12-

die Antriebsarmut und das Desinteresse rechtfertigten grundsätzlich keine 
weitere Diagnose etwa im Sinne einer ADHS, nachdem sich die Beschwer-
deführerin ausserhalb der depressiven Phasen gut auf ihr Studium und 
andere Tätigkeiten konzentrieren könne und dabei auch gute Leistungen 
erbringe. Durch die Diagnose einer rezidivierenden Störung werde auch die 
in den Akten erwähnte Dysthymie (ICD-10: 34.1) konsumiert, da sich die 
beiden Diagnosen grundsätzlich ausschlössen. Aufgrund des insgesamten 
und vielseitigen Arbeitspensums der Beschwerdeführerin scheine aber eine 
auch nur schon teilweise Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit wenig nach-
vollziehbar. In den jetzt ausgeübten Tätigkeiten als Teilzeitstudentin, …, … 
und … müsse von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. 
Die Arbeitsfähigkeit dürfte in Krankheitsphasen der rezidivierenden depres-
siven Störung und während der deshalb nötigen Hospitalisation einge-
schränkt gewesen sein (S. 16 f.). 

4.3 Was den Gesundheitszustand bzw. die Arbeits- und Leistungsfähig-
keit der Beschwerdeführerin seit der leistungsablehnenden Verfügung vom 
5. September 2023 (act. II 57) betrifft, ergibt sich aus den Akten im Wesent-
lichen das Folgende:

4.3.1 Im Untersuchungsbericht der Praxis I.________ vom 6. September 
2023 (act. II 61 S. 1 ff.) diagnostizierten Dr. phil. K.________ und M. Sc. 
Q.________ eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) im Sinne eines 
Aspergersyndroms (ICD-10: F84.5, S. 1). Die Kriterien seien in drei der vier 
Diagnosekriterien erfüllt. Die CLASS (Cambridge Lifespan Asperger Syn-
drom Service) Kriterien seien ebenfalls erfüllt (S. 4). Im Vordergrund stün-
den Einschränkungen in den Bereichen Sprache und Kommunikation, der 
sozialen Interaktionen sowie bezüglich eingeschränkter, repetitiver und 
stereotypischer Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten (S. 1).

Die behandelnde M. Sc. R.________ von der Praxis I.________ diagnosti-
zierte im Bericht vom 29. April 2024 (act. II 70 S. 3 ff.) eine rezidivierende 
depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), ein 
Asperger-Syndrom, Erstdiagnose (ED) 09/2023 (ICD-10: F90.0), eine AD-
HS kombinierte Präsentation, leichte Ausprägung, ED 10/2018 (ICD-10: 
F90.0) sowie eine Soziale Phobie (ICD-10: F40.1, S. 6 Ziff. 2.5). Die Be-
schwerdeführerin habe hohe perfektionistische Ansprüche an sich selbst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-13-

verbunden mit der Neigung, sich zu viel zuzumuten. Die zwanghaft-
perfektionistischen Persönlichkeitszüge könnten als eine Kompensations-
strategie im Rahmen der ASS/ADHS verstanden und interpretiert werden. 
Sie leide unter Gedankenkreisen um unerledigte Aufgaben, wenig Res-
sourcen für die Erfüllung persönlicher Bedürfnisse und wenig Ausgleich. Es 
bestehe eine geringe Belastbarkeit, mangelnde Flexibilität und bedeutsam 
eingeschränkte Frustrationstoleranz. Die Stimmung sei instabil und 
schwanke im Tagesablauf. Es komme zu wiederholten Erschöpfungszu-
ständen und depressiven Verstimmungen. Sie habe Mühe mit sozialen 
Kontakten, starke soziale Ängste und Versagensängste in Leistungssituati-
onen, z. B. bei Vorträgen an der Uni. Aufgrund von Überforderung habe sie 
sich für ein Teilzeit- statt Vollzeitstudium entschieden (S. 5 Ziff. 2.2). Eine 
angepasste Tätigkeit sei max. vier bis fünf Stunden pro Tag zumutbar 
(S. 10 Ziff. 4.2). 

4.3.2 Der RAD-Arzt, Dr. med. S.________, führte im Bericht vom 3. Juni 
2024 (act. II 73) aus, es ergäben sich erhebliche Diskrepanzen hinsichtlich 
der psychiatrischen Diagnosen zwischen denen der ambulanten Behandler 
und dem vorliegenden psychiatrischen Gutachten aus dem Jahr 2023. Die 
von den Behandlern zum damaligen Zeitpunkt genannten Vordiagnosen 
seien nur eingeschränkt nachvollziehbar im psychiatrischen Gutachten dis-
kutiert worden. Dies betreffe insbesondere die im ambulanten Bereich fest-
gestellte ADHS und die soziale Phobie. Zudem sei im 2023 eine ASS-
Abklärung durchgeführt und das Vorliegen einer ASS bestätigt worden. Es 
ergäben sich in der Gesamteinschätzung gerade aufgrund der divergent 
dargestellten psychiatrischen Gesundheitsstörungen Hinweise darauf, dass 
die Beschwerdeführerin anhaltend psychisch mehr beeinträchtigt sei als 
dies im psychiatrischen Gutachten 2023 zum Ausdruck komme. Es sei da-
her ein erneutes psychiatrisches Gutachten zu initiieren. 

4.3.3 Dr. med. D.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutachten 
vom 13. September 2024 (act. II 83.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine ASS (gemäss DSM-5: 299.00) im Sinne einer tiefgreifenden Ent-
wicklungsstörung (ICD-10: F84), eine ADHS (ICD-10: F90.0) sowie eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10: F33.1; S. 22 Ziff. 6.3). Zum Befund legte er dar, der Gesichtsaus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-14-

druck der Beschwerdeführerin habe eine leichte Müdigkeit und Depressi-
vität gezeigt. Psychomotorisch habe sie weder eine Verlangsamung noch 
eine Agitation gezeigt, habe jedoch angespannt und unsicher gewirkt. Der 
Blickkontakt sei oftmals vermeidend und nur selten länger am Stück auf 
den Referenten gerichtet gewesen. Die Beschwerdeführerin sei euthym bis 
mitunter leicht depressiv gewesen, wobei fortzu der Eindruck entstanden 
sei, dass sie eine ausgeprägtere depressive Grundstimmung habe abzu-
wehren versucht. Sie habe bisweilen eine leichte Affektverlangsamung, 
nicht aber eine Affektverflachung oder gar eine Affektstarre gezeigt. Sie 
habe keinerlei Affektlabilität oder Affektinkontinenz gezeigt. Die affektive 
Schwingungsfähigkeit sei gut erhalten gewesen. Der affektive Rapport sei 
gut etabliert gewesen (S. 15 f. Ziff. 4.1 ff.). 

Es liege eine ASS vor. Die diagnostischen A-Kriterien nach DSM-5 seien 
erfüllt: Die Beschwerdeführerin habe schon immer Schwierigkeiten gehabt, 
soziale Kontakte zu knüpften, eine eigentliche soziale Einbindung zu erlan-
gen sei ihr nie gelungen. Sie könne die Nähe anderer Menschen nicht ohne 
weiteres aushalten. Small Talk sei für sie schwierig. Sie sei grundsätzlich 
gut in der Lage, sich in die Befindlichkeiten anderer Menschen hineinzuver-
setzen und auch deren Gesichter zu interpretieren, jedoch sei sie überfor-
dert, wenn es darum gehe, auf Gefühlsäusserungen anderer Menschen zu 
reagieren (S. 25 ff.). Auch die B-Kriterien seien allesamt erfüllt: Die Be-
schwerdeführerin berichte darüber, dass sie auf einen Alltag mit Gewohn-
heiten angewiesen sei. Sie berichte über restriktive Ernährungs- und Klei-
dungsvorschriften. Des weiteren berichte sie über ein seit jeher bestehen-
des hohes Interesse an Lektüre, insbesondere über Tiere, über welches sie 
dann exzessiv recherchiere. Sie habe einen Hamster, Mäuse und seit kur-
zem auch drei junge Ratten. Zudem berichte sie über eine erhöhte Emp-
findsamkeit gegenüber Geräuschen, Licht und Gerüchen. Auch die Kriteri-
en C-E seien erfüllt (S. 27 f.). Zudem könne ohne weiteres eine ADHS dia-
gnostiziert werden. Die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sie nach 
wie vor Probleme mit der Konzentration habe und dass sie nach wie vor 
ablenkbar sei. Sie dürfte während vielen Jahren in der Schule ihre Defizite 
dank ihrer grundsätzlich guten Intelligenz kompensiert haben (S. 30 f. Ziff. 
3). Die depressive Störung sei in der psychodiagnostischen Hierarchie und 
auch in der Bedeutung für die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur ASS und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-15-

zur ADHS von untergeordneter Bedeutung und stelle ein Sekundärphäno-
men insbesondere der ASS dar (S. 32). Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gut-
achter aus, in jeglichen beruflichen Tätigkeiten bestehe aus psychiatrischer 
Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Diese dürfte bereits im Jahr 2016 vor-
gelegen haben, mit Sicherheit sodann zum Zeitpunkt des psychiatrischen 
Gutachtens von Dr. med. C.________ vom 10. Februar 2023, der es näm-
lich verpasst habe, sowohl die ASS als auch die ADHS zu erkennen und zu 
diagnostizieren (S. 38 Ziff. 8.1 ff.). 

4.3.4 Mit Schreiben vom 29. November 2024 (act. II 94 S. 2) führte 
Dr. med. L.________ unter dem Titel "Stellungnahme zum Gutachten von 
Dr. med. C.________ vom 10.02.2023" aus, aus seiner Sicht genüge der 
Bericht von Dr. med. C.________ weder formal noch fachärztlich den An-
forderungen. Er empfehle deshalb, das Gutachten von Dr. med. 
D.________ als Grundlage beizuziehen. 

4.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweis wert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-16-

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

4.5

4.5.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
5. Dezember 2024 (act. II 99 S. 15 ff.) davon aus, dass sich gestützt auf die 
Einschätzung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. D.________ seit 
der rentenabweisenden Verfügung vom 5. September 2023 (act. II 57) kei-
ne erhebliche Änderung eingestellt hat, die geeignet ist, den IV-Grad und 
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dies ist nicht zu beanstanden.

Dr. med. D.________ hat ausdrücklich bestätigt, dass eine seit (mindes-
tens) 2016 unveränderte Sachlage vorliegt (act. II 83.1 S. 33 Ziff. 7.1, S. 38 
Ziff. 8.3). Damit liegt keine Veränderung in der tatsächlichen Situation vor 
und die Einschätzung durch den Gutachter Dr. med. D.________ stellt eine 
andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts dar. 

Es ist der Beschwerdeführerin zwar insoweit zuzustimmen, als dass die 
Formulierung in der Verfügung, es bestehe seit der letzten Beurteilung 
"keine neu aufgetretene Diagnose bzw. keine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustands", irreführend ist (Beschwerde S. 5 Ziff. 1.15 f.). Ent-
scheidend ist jedoch, dass sich wie vom Gutachter klar bestätigt, der Ge-
sundheitszustand nicht verändert hat. Allein der Umstand, dass neue Dia-
gnosen – insbesondere die Diagnose einer ASS (act. II 61 S. 1 ff.) – für den 
gleichen Zustand gestellt werden, begründet hingegen keine massgebliche 
Veränderung (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin ist folglich 
zutreffend von unveränderten Verhältnissen und einem fehlenden Neuan-
meldungsgrund ausgegangen. Zu Recht hat sie deshalb das Gesuch der 
Beschwerdeführerin vom März 2024 (act. II 58) abgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-17-

Selbst wenn jedoch – wie von der Beschwerdeführerin verlangt – vor dem 
Hintergrund des neuen Gutachtens vom 13. September 2024 (act. II 83.1) 
eine Reevaluation erfolgen könnte, würde sich am Ergebnis nichts ändern, 
denn die Kritik des Gutachters Dr. med. D.________ am Gutachten von 
Dr. med. C.________ überzeugt nicht.

4.5.2 Dr. med. D.________ ist zwar zuzustimmen, dass Dr. med. 
C.________ keine separate Diagnoseauflistung vorgenommen hat (act. II 
83.1 S. 20). Dabei handelt es sich jedoch um einen formalen Umstand, der 
keineswegs zur Unverwertbarkeit des Gutachtens von Dr. med. 
C.________ führt. Denn aus dem Fliesstext des Gutachtens von Dr. med. 
C.________ kommt die Diagnostik klar und eindeutig zum Ausdruck. Dr. 
med. C.________ hat weiter seine Befundaufnahme nachvollziehbar fest-
gehalten (act. II 55.1 S. 11 f. Ziff. 4) und diese steht mit den Befunden und 
Feststellungen der bis zu diesem Zeitpunkt befassten Ärzte und den bereits 
damals umfangreichen sonstigen Akten in keinem Widerspruch. Nachvoll-
ziehbar hat er die seitens der behandelnden Ärzte gestellten Diagnosen 
diskutiert und beurteilt. Er ging dabei (zu Recht entgegen der heutigen An-
nahme des Dr. med. D.________) von einer weitgehend unauffälligen 
Kindheit und Schulzeit aus (act. II 55.1 S. 9 Ziff. 3) und hat überzeugend 
Anzeichen für die Diagnose einer ADHS (z.B. im Sinne eines eigentlichen 
Geburtsgebrechen gemäss Ziff. 404 der bis zum 1. Januar 2022 geltenden 
Fassung des Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen vom 9. De-
zember 1985 [GgV; SR 831.232.21]) ausgeschlossen (act. II 55.1 S. 13 f. 
Ziff. 6). Die Schulzeit wurde von der Beschwerdeführerin denn auch bis 
zum Abschluss der Unter -und Mittelstufe als weitgehend normal, und da-
mit innerhalb der Bandbreite der gausschen Verteilung der Schülerinnen 
und Schüler liegend, geschildert (act. II 55.1 S. 9 Ziff. 3). Aus den Akten 
ergibt sich weiter, dass die Beschwerdeführerin erst anlässlich des Über-
tritts in die gymnasiale Bildung (d.h. nach der obligatorischen Schulzeit) 
und damit während der Pubertät Probleme entwickelte. Anlässlich der Erst-
behandlung in der Abteilung F.________ am Spital G.________ ab Okto-
ber 2015 wurde denn auch ein ausgeprägter Autonomie- und Identitätskon-
flikt bzw. eine Adoleszenzkrise festgestellt. Diagnostiziert wurden eine 
schwere bis mittelschwere depressive Episode, eine Störung der Impuls-
kontrolle (Selbstverletzung, Essstörung), ein ausgeprägter Autonomie- und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-18-

Identitätskonflikt sowie ein dringender Verdacht auf eine ADHS (act. II 8 
S. 1 Ziff. 1.1, 1.3). In der daraufhin aufgenommenen Behandlung ergab 
sich hinsichtlich der familiären Situation ein Alkoholproblem des Vaters 
(act. II 55.1 S. 9 Ziff. 3). Es ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass dieser 
psychosoziale Umstand die Beschwerdeführerin in ihrer Entwicklung we-
sentlich beeinflusst hat und mit zu den Problemen in der Pubertät beigetra-
gen hat. Er genügt jedoch nicht, um über die damals erstmals aufgetretene 
Depression und die Impulskontrollstörung hinaus die Diagnose einer weit in 
die Kindheit zurückreichende ADHS (oder neu einer ASS) zu stützten. Ent-
gegen Dr. med. D.________ (act. II 83.1 S. 20) fehlt es im Gutachten von 
Dr. med. C.________ denn auch nicht an einer Begründung dafür, weshalb 
er neben der depressiven Störung keine weitere Diagnose gestellt hat bzw. 
eine solche ausschloss. Dr. med. C.________ hat überzeugend dargelegt, 
dass die bei der Beschwerdeführerin erhobenen Symptome innerhalb der 
depressiven Störung zu verorten sind und dass diese Symptome nicht 
gleichzeitig mit einer zweiten Störung wie der Dysthymie (ICD-10: F34.1) 
verbunden werden können (act. II 55.1 S. 13 Ziff. 6), was mit den diagnos-
tischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen 
übereinstimmt (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifi-
kation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische 
Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 183). Hinsichtlich der Depressivität schilderte 
schliesslich Dr. med. D.________ auch im Zeitpunkt seiner Begutachtung 
Diskrepanzen zwischen den objektiven Befunden und den subjektiven Be-
schwerdeangaben (act. II 83.1 S. 32 Ziff. 4). Den objektiven Befunden fol-
gend liegt denn auch, was Dr. med. D.________ selber bestätigt hat, wei-
terhin kein anderer Zustand vor, als ihn bereits Dr. med. C.________ zu 
beurteilen hatte. 

4.5.3 Überdies vermag Dr. med. D.________ seine Kritik am Gutachten 
des Dr. med. C.________ auch nicht mit seiner eigenen, divergierenden 
Beurteilung zu erhärten. Dr. med. D.________ hat in seinem Gutachten 
eine in weiten Teilen theoretische Abhandlung über die ASS-Diagnose vor-
genommen, ohne einen hinreichenden und nachvollziehbaren Bezug zum 
konkreten Fall herzustellen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-19-

Auch anlässlich der Begutachtung durch Dr. med. D.________ konnten 
keine massgeblichen Befunde erhoben werden. So hielt Dr. med. 
D.________ selbst fest, in den spezifischen objektiven Parametern, die die 
innerpsychische Vitalität objektiv abzubilden vermögen, habe die Be-
schwerdeführerin im Grunde keine pathologisch ausgelenkten Befunde 
gezeigt (act. II 83.1 S. 32). Die Beschwerdeführerin sei euthym (ausgegli-
chen) bis mitunter leicht depressiv, wobei "fortzu" der Eindruck entstanden 
sei, dass sie eine ausgeprägtere depressive Grundstimmung abzuwehren 
versucht habe (act. II 83.1 S. 16 Ziff. 4.3). Letzteres genügt jedoch nicht, 
die von Dr. med. D.________ gestellten Diagnosen einer ADHS bzw. ASS 
zu begründen. Dr. med. D.________ stellte in seiner Beurteilung denn auch 
weitgehend auf die subjektiven Darlegungen der Beschwerdeführerin ab, 
ohne diese kritisch zu würdigen und in den Zusammenhang seiner objekti-
ven Befunde und der echtzeitlich festgehaltenen Sachlage zu stellen. 
Dr. med. D.________ liess bei seinen Ausführungen insbesondere unbe-
achtet, dass die Beschwerdeführerin bis gegen Ende der obligatorischen 
Schulzeit (und damit bis zur Pubertät) keine Auffälligkeiten zeigte und eine 
durchschnittliche Schullaufbahn durchlief (act. II 83.1 S. 7 Ziff. 3.2.2, 8 S. 2 
Ziff. 1.4, 14 S. 1, 3). Dass angeblich einmal von einem Lehrer eine ADHS-
Abklärung angeregt worden war, die Eltern sich aufgrund der guten Schul-
leistungen und der offenbar durchschnittlichen schulischen Sozialisation 
der Beschwerdeführerin dagegen ausgesprochen haben (act. II 83.1 S. 7 
Ziff. 3.2.2, S. 18 Ziff. 6.2, 14 S. 1), ändert daran nichts. Selbst gegenüber 
Dr. med. D.________ schilderte die Beschwerdeführerin, dass sie in der 
Schule keine Probleme gehabt habe, vielmehr unterfordert gewesen sei 
(act. II 83.1 S. 7 Ziff. 3.2.2). Eine Unterforderung in der Schule mit den sich 
daraus ergebenden Problemen lässt jedoch keine (ab Geburt bestehende) 
psychische Störung begründen. Dass die Beschwerdeführerin bei hinrei-
chend forderndem Umfeld ihre Ressourcen nach wie vor mobilisieren kann, 
belegt im Übrigen der Umstand, dass sie das Gymnasium für Erwachsene 
– nota bene neben einer Teilzeiterwerbstätigkeit – in einer Zeit von rund 
drei Jahren absolvieren konnte (act. II 39 S. 3). Wenn sie diesbezüglich 
gegenüber Dr. med. D.________ ausführte, aufgrund des zeitlich einge-
schränkten Programms an der Schule (Samstag und wenige Halbtage un-
ter der Woche) sei sie nie unter besonderem Druck gestanden (act. II 83.1 
S. 8 Ziff. 3.2.2), ändert dies nichts. Die Absolvierung des Erwachsenen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-20-

Gymnasiums ist nicht weniger anforderungsreich als der Besuch eines 
Gymnasiums in der Jugendzeit, sind doch die gleichen Leistungsziele zu 
erreichen. Die Beschwerdeführerin verfügte bei Schulantritt über kein 
massgebliches Vorwissen, hatte sie das staatliche Gymnasium doch früh 
abgebrochen. Sie hat es geschafft, sämtliche Lernziele, wie sie für alle Ma-
turanden gelten, zu erreichen. Entgegen dem Gutachter weist dies auf er-
hebliche Ressourcen und ein grosses Rendement hin, das den vom Gut-
achter Dr. med. D.________ rückwirkend seit mindestens 2016 attestierten 
Einschränkungen (act. II 83.1 S. 38 Ziff. 8.3) entgegensteht. 

Dr. med. D.________ hielt weiter fest, dass eine ASS in der ICD-10 nicht 
vorgesehen, sondern erst in der ICD-11 figurieren werde. Damit verkennt 
er, dass in der aktuell massgeblichen ICD-10 verschiedenen Störungen im 
Bereich des Autismus aufgenommen sind. Neben dem frühkindlichen Au-
tismus (ICD-10: F84.0), dem atypischen Autismus (ICD-10: F84.1) kennt 
die ICD-10 das Aspergersyndrom (ICD-10: F84.5). Letzteres haben die 
Psychologinnen der Praxis I.________ attestiert. Dr. med. D.________ 
führte dazu jedoch aus, er habe keine Befunde erhoben, "die wir üblicher-
weise bei autistischen Menschen nachweisen können, wozu allerdings her-
vorzuheben ist, dass solche blanden Befunde im objektiven Psychostatus 
bei autistischen Frauen keineswegs eine Seltenheit darstellen, weil die Af-
fektivität im weiblichen Geschlecht in der allgemeinen Psychiatrie ubiquitär 
stärker ausgeprägt ist als im männlichen Geschlecht […]. Wir können also 
zusammenfassen, dass die diagnostischen A-Kriterien bei dieser Exploran-
din erfüllt sind." (act. II 83.1 S. 26 f.). Eine nachvollziehbare und medizi-
nisch theoretisch valide Begründung, weshalb beim Fehlen der erforderli-
chen Befunde dennoch die Diagnose zu stellen ist, fehlt. Gleiches gilt, 
wenn Dr. med. D.________ festhält, dass keinerlei motorische Stereotypen 
gezeigt würden, dann aber gleichwohl auf der Basis der Aussagen der Be-
schwerdeführerin solche (entgegen den bisherigen Akten) als seit je beste-
hend annimmt (act. II 83.1 S. 27). Der Umstand, dass die Beschwerdefüh-
rerin jeweils die Folgewoche plant (act. II 83.1 S. 27), genügt ebenfalls 
nicht, um von einer massgeblichen Störung auszugehen. Wenn Dr. med. 
D.________ weiter aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin gern 
gelesen hat und sich für Tiere interessierte, deutlich restriktive, fixe Interes-
sen mit abnormer Intensität ableitet, so genügt dies nicht (act. II 83.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-21-

S. 27), um daraus bei sonst fehlenden objektiven Befunden und vielfältiger 
Betätigung mit Schule bzw. Studium parallel zu einer Erwerbstätigkeit eine 
psychische Störung abzuleiten.

4.5.4 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin seit 
der Pubertät an einer depressiven Störung leidet. Nicht gefolgt werden 
kann der Annahme einer weit in die Kindheit zurückreichenden anderweiti-
gen psychischen Störung, was Dr. med. C.________ nachvollziehbar und 
überzeugend dargelegt hat (act. II 55.1 S. 13 f. Ziff. 6). Nichts daran ändern 
die Berichte der Praxis I.________ von Dr. med. L.________ und den ver-
schiedenen dortigen Psychologinnen und Psychologen. Die behandelnden 
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten der Praxis I.________ hat-
ten im Rahmen ihrer Behandlung – als die Beschwerdeführerin 21 Jahre alt 
war – zunächst ein ADHS attestiert (act. II 42 S. 5), ohne dass wie bereits 
dargelegt (vgl. E. 4.5.3 hiervor), jedoch eine bis ins Kindesalter zurückrei-
chende Störung belegt werden konnte. Diese Diagnose haben sie nach 
dem Gutachten von Dr. med. C.________ in ihrem Bericht vom 6. Septem-
ber 2023 (act. II 61 S. 1 ff.) auf eine ASS im Sinne eines Aspergersyn-
droms (ICD-10: F84.5) umgestellt bzw. um diese ergänzt. Die Behandeln-
den gaben diese Einschätzung basierend auf den subjektiven Angaben der 
(inzwischen 26-jährigen) Beschwerdeführerin ab. Eine Auseinandersetzung 
mit den umfangreichen Akten und den verschiedenen Berichten der frühe-
ren Behandlungen, selbst der eigenen, fand nicht statt. Insbesondere wur-
de der ebenfalls vom leitenden Psychologen der Praxis I.________ mitun-
terzeichnete Bericht betreffend die Abklärung über eine ADHS vom 2. Ok-
tober 2018 (act. II 61 S. 5 ff.) im Abklärungsbericht betreffend die ASS vom 
6. September 2023 (act. II 61 S. 1 ff.) auch nicht ansatzweise kritisch disku-
tiert. Es fehlt entsprechend jegliche nachvollziehbare Begründung, weshalb 
von der ursprünglichen Diagnose einer ADHS zur ASS gewechselt wird, 
bzw. kumulativ gleich zwei Störungen vorliegen sollen. 

4.5.5 Zusammenfassend hat sich seit der rentenabweisenden Verfügung 
vom 5. September 2023 (act. II 57) keine erhebliche Änderung eingestellt, 
die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Damit bleibt kein Raum für eine in rechtlicher und tatsächlicher Hin-
sicht umfassende Prüfung des Rentenanspruchs. Selbst wenn jedoch eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-22-

solche erfolgen könnte, würde sich am Ergebnis nichts ändern, da auch 
weiterhin mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens kein An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung besteht. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 5. Dezember 
2024 nicht zu beanstanden und die hiergegen erhobene Beschwerde ab-
zuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

6.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2025, IV 200 2025 12

-23-

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.