# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ec007cb-f1e7-5168-82c5-655d1b4884c0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 E-981/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-981-2010_2012-01-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­981/2010

U r t e i l   v om   3 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka, 
c/o Schweizerische Vertretung in Colombo,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 11. Dezember 2009 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  damals  noch  minderjährige  Beschwerdeführer  mit 
englischsprachigem Schreiben  seiner Mutter  vom 16. Mai  2008  (bei  der 
Botschaft eingegangen) bei der Schweizerischen Vertretung  in Colombo 
um eine Einreisebewilligung und die Gewährung von Asyl ersuchen liess,

dass diesem Schreiben verschiedene Beweismittel beilagen,

dass  die  Mutter  des  Beschwerdeführers  von  der  Schweizerischen 
Vertretung  in  Colombo  mit  Schreiben  vom  23. Mai  2008  dazu 
aufgefordert  wurde,  vier  Fragen  zum  Asylgesuch  ihres  Sohnes  zu 
beantworten,

dass  die  Mutter  des  Beschwerdeführers  darauf  mit  Schreiben  vom 
26. Juni  2008  (bei  der  Botschaft  eingegangen)  antwortete  und  ihrem 
Schreiben verschiedene Dokumente als Beweismittel beilegte,

dass die Schweizerische Vertretung die Mutter mit Schreiben vom 9. Juli 
2008 aufforderte, Belege dazu vorzulegen, dass sie die geltend gemachte 
Entführung  ihres Sohnes  im Februar 2007 dem  Internationalen Komitee 
des Roten Kreuzes (IKRK), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen 
(UNICEF) und der Human Rights' Commission (HRC) gemeldet habe,

dass die Mutter dieser Aufforderung mit Schreiben vom 4. August 2008 
(bei der Botschaft eingegangen) nachkam,

dass  das  IKRK  per  Email  vom  10. September  2008  den  geltend 
gemachten  Vorfall  im  Februar  2007  bestätigte  und  gleichzeitig  angab, 
dass seither keine weiteren Vorfälle gemeldet worden seien,

dass der Beschwerdeführer am 2. Oktober 2008 im Beisein seiner Mutter 
in der Schweizerischen Botschaft zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer in jener Anhörung, in seinem Asylgesuch und 
in zahlreichen weiteren schriftlichen Eingaben seiner Mutter vor und seit 
der Anhörung im Wesentlichen geltend machte, er sei Tamile und werde 
von den Tamil Peoples Liberation Tigers (TMVP) verfolgt, 

dass  sein  Vater  in  Sri  Lanka  Polizist  sei,  die  Familie  aber  bereits  vor 
Jahren verlassen habe,

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dass  er  zusammen  mit  seiner  Mutter  und  (…)  jüngeren  Brüdern  in 
B._______ lebe,

dass  er  am  (…)  Februar  2007  auf  dem  Schulweg  von  uniformierten 
Unbekannten abgepasst und entführt worden sei,

dass sie ihn zunächst zum TMVP­Quartier in C._______ gebracht hätten,

dass  er  geschlagen  und,  nachdem  er  verneint  habe,  den  Liberation 
Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  nahezustehen,  in  ein  Trainingslager  im 
Dschungel bei D._______ verbracht worden sei,

dass er im Lager 18 Tage lang unter anderem im Umgang mit der Waffe 
trainiert worden sei,

dass  er  zusammen  mit  einem  Mitinsassen  einen  Fluchtversuch 
unternommen habe, dabei von der srilankischen Marine aufgegriffen,  für 
einen  Anhänger  der  LTTE  gehalten  und  schliesslich  zum  Lager 
zurückgeführt worden sei, 

dass er dort als Strafe für seinen Fluchtversuch gefoltert worden sei,

dass er auf Betreiben des UNICEF und des IKRK, die von seiner Mutter 
eingeschaltet worden seien, nach etwa einem Monat freigelassen worden 
sei,

dass  er  darauf  nach  B._______  zurückgekehrt  sei  und  den  Besuch 
derselben Schule wie vor seiner Entführung wieder aufgenommen habe,

dass  er  aber  aus Furcht  vor  den TMVP bei  verschiedenen Verwandten 
gewohnt habe, wobei er seinen Wohnort wöchentlich gewechselt habe,

dass  die  TMVP  ihn  am  (…) Dezember  2007  erneut  zu  rekrutieren 
versucht, ihn aber in Ruhe gelassen hätten, als er abgelehnt habe,

dass am (…) August 2008 Unbekannte zu Verwandten gekommen seien, 
seine Aushändigung verlangt und für den Unterlassungsfall seine Familie 
bedroht hätten, 

dass  seine  Mutter  zweimal  von  Jugendlichen  belästigt  worden  sei,  die 
sich nach ihm erkundigt hätten,

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dass am (…) April 2009 jugendliche Unbekannte versucht hätten,  ihn zu 
entführen, aber von seiner Mutter und Nachbarn, die herbeigeeilt  seien, 
vertrieben worden seien,

dass  er  zu  keiner  Zeit  für  die  LTTE,  die  TMVP  oder  eine  andere 
Organisation  solcher  Art  sympathisiert,  sich  für  sie  engagiert  oder  ihr 
angehört  habe (vgl. A7/13 S. 4), 

dass dies auch für alle seine Angehörigen gelte (vgl. A7/13 S. 4),

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. Dezember 
2009 die Einreise verweigerte und sein Asylgesuch ablehnte,

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit undatierter, bei 
der Botschaft eingereichter Eingabe (beim Bundesverwaltungsgericht am 
18. Februar  2010  eingegangen)  Beschwerde  erhob  und  sinngemäss 
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Einreise sei 
zu bewilligen und ihm sei Asyl zu gewähren, 

dass  der  Beschwerdeeingabe  ein  englischsprachiger  Brief  der  Diözese 
Trincomalee­B._______ mit deutscher Übersetzung und Fotoaufnahmen 
vom Beschwerdeführer als Beweismittel beilagen,

und erwägt, 

dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt,

das das BFM zu den Behörden nach Art. 33 VGG gehört und daher eine 
Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts ist,

dass  eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32 
VGG nicht vorliegt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  daher  zuständig  für  die Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde ist und auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]) entscheidet,

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dass  sich  das  Verfahren,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt 
(Art. 37  VGG  und  Art. 105  sowie  Art. 6  AsylG),  nach  dem  VwVG,  dem 
VGG und dem BGG richtet,

dass  das  Asylgesuch  nicht  vom  damals  noch  minderjährigen 
Beschwerdeführer  selber  eingereicht  worden  ist,  sondern  von  seiner 
gesetzlichen  Vertreterin  (vgl.  Art.  304  Abs.  1  des  Schweizerischen 
Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]),

dass  das  Stellen  eines  Asylgesuchs  gemäss  konstanter  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichts  und  zuvor  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK)  aber  ein  höchstpersönliches  Recht  und 
mithin  grundsätzlich  vertretungsfeindlich  ist,  wobei  es  als  relativ 
höchstpersönliches  Recht  zwar  eine  gesetzliche  Vertretung  von 
Urteilsunfähigen  zulässt,  bei  Urteilsfähigen  aber  grundsätzlich 
selbständiges  Handeln  verlangt  (vgl.  hierzu  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 1996 Nrn. 4 und 5),

dass ein höchstpersönliches Recht – sei es relativer oder absoluter Natur 
– dessen  urteilsfähigen  unmündigen  Träger  grundsätzlich  verpflichtet, 
dieses  selbständig,  also  ohne  Hilfe  eines  allfälligen  gesetzlichen 
Vertreters,  geltend  zu  machen  (vgl.  beispielsweise  HEINZ 
HAUSHERR/REGINA  E.  AEBI­MÜLLER,  Das  Personenrecht  des 
Schweizerischen  Zivilgesetzbuches,  2.  Aufl.,  Bern  2008,  Rz.  07.24, 
S. 68),

dass  angesichts  des Gesagten  die  Initiierung  eines  Asylverfahrens  aus 
dem Ausland durch eine urteilsfähige unmündige Person prinzipiell einen 
persönlichen Antrag derselben voraussetzt  (vgl. Urteil E­3162/2011 vom 
6.  Dezember  2011  E.  4.3.  mit  weiteren  Hinweisen  auf  die 
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts),

dass in casu keine Hinweise vorliegen, die auf die Urteilsunfähigkeit des 
Beschwerdeführers schliessen lassen,

dass vielmehr von seiner Urteilsfähigkeit auszugehen ist,

dass er demnach sein Asylgesuch persönlich hätte einreichen müssen,

dass,  fehlt  ein  persönlich  eingereichtes  Gesuch,  dieser  Mangel  aber  
beispielsweise  dadurch  behoben  werden  kann,  dass  der  Inhalt  eines 
vertretungsweise eingereichten Asylgesuchs anlässlich einer mündlichen 

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Anhörung bestätigt wird (vgl. Urteil E­3162/2011 vom 6. Dezember 2011 
E.  4.3.  mit  weiteren  Hinweisen  auf  die  Rechtsprechung  des 
Bundesverwaltungsgerichts),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  vom  2.  Oktober 
2008  seine  Asylgründe  ausführlich  dargelegt  und  mit  seinen 
Ausführungen  das  von  seiner  Mutter  eingereichte  Asylgesuch  bestätigt 
hat, so dass der Mangel der  fehlenden persönlichen Einreichung geheilt 
ist,

dass  vorliegend,  da  keine  Zustellungsdaten  ersichtlich  sind,  weder  der 
Zeitpunkt  der  Eröffnung  der  Verfügung  noch  derjenige  der 
Beschwerdeeinreichung (mangels Eingangsstempel der Botschaft auf der 
Beschwerdeschrift) feststehen,

dass  die  Verfügung  vom  11. Dezember  2009,  die  mit  Schreiben  der 
Botschaft  vom  6.  Januar  2010  dem  Beschwerdeführer  weitergeleitet 
worden  ist,  somit  frühestens  am  7. Januar  2010  eröffnet  worden  sein 
kann,

dass  nicht  ersichtlich  ist,  ob  der  Brief  von  der  Diözese,  welcher  einen 
Eingangsstempel  der  Botschaft  vom  5. Februar  2010  trägt,  als  Beilage 
der  Beschwerde  oder  als  separate  Post  eingegangen  ist, mithin  ob  die 
Beschwerde am 5. Februar 2010 eingegangen ist oder an einem andern 
Datum,

dass  aber,  weil  die  Beweislast  für  die  Zustellung  an  den 
Beschwerdeführer  bei  der  eröffnenden  Behörde  liegt  (vgl.  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesgericht, Basel 2008, Rz. 3.150. S. 166f.),  davon auszugehen  ist, 
dass  die  in  der Schweizerischen Botschaft  eingereichte Beschwerde  im 
Sinne von Art. 21 Abs. 1 VwVG rechtzeitig eingegangen ist,

dass  die  Beschwerde  somit  frist­  und  formgerecht  eingereicht  ist,  der 
Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  hat, 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat, weshalb er zur Einreichung der Beschwerde legitimiert  ist 
(Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1  sowie Art. 52 VwVG)  und  auf  die 
Beschwerde einzutreten ist,

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dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass der Beschwerdeentscheid,  da es  sich  vorliegend, wie nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  Bundesamt  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen 
kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen 
kann oder  ihr die Aufnahme  in einem Drittstaat zugemutet werden kann 
(Art. 3, 7 und 52 Abs. 2 AsylG), 

dass, wenn dagegen eine unmittelbare Gefahr  für  Leib und Leben oder 
für  die  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  glaubhaft 
gemacht  worden  ist  oder  der  asylsuchenden  Person  der  Verbleib  am 
Aufenthaltsort  für  die Dauer  der Sachverhaltsabklärung  nicht  zugemutet 
werden  kann,  die  Einreise  in  die  Schweiz  im  Hinblick  auf  die 
Anerkennung als Flüchtling und der Asylgewährung beziehungsweise zur 
näheren Abklärung des Sachverhalts zu bewilligen ist (vgl. Art. 20 Abs. 2 
und 3 AsylG),

dass  bei  diesem  Entscheid  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer 
Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu handhaben sind, wobei den 
Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum  zukommt,  neben  der 
erforderlichen  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  namentlich  die 
Beziehungsnähe  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung 
durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die 
praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen 
Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und 
Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen sind,

dass ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung dabei die 
Schutzbedürftigkeit  der betroffenen Personen  ist, mithin die Prüfung der 
Fragen,  ob  eine  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  glaubhaft 

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gemacht  wird  und  ob  der  Verbleib  am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der 
Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann (vgl. EMARK 2004 Nr. 20 
E. 3 S. 130 f. und Nr. 21 E. 2 S. 136 f., EMARK 2005 Nr. 19 E. 4 S. 174 
ff.),

dass Vorbringen grundsätzlich dann glaubhaft  sind, wenn sie genügend 
substanziiert,  in  sich  schlüssig  und  plausibel  sind,  sich  nicht  in  vagen 
Schilderungen  erschöpfen,  in  wesentlichen  Punkten  widerspruchsfrei 
sind,  eine  innere  Logik  aufweisen  und  den  Tatsachen  und  der 
allgemeinen Erfahrung entsprechen, 

dass die asylsuchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen muss, 
was  insbesondere  dann  nicht  der  Fall  ist, wenn  sie  ihre Vorbringen  auf 
gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt, sie wichtige Tatsachen 
unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens 
Vorbringen  auswechselt  oder  unbegründet  nachschiebt,  mangelndes 
Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheides  im  Wesentlichen 
ausführte,  Massnahmen  gegen  den  Leib,  das  Leben  und  die  Freiheit 
seien dann einreisebeachtlich, wenn sie ein menschenwürdiges Leben im 
Verfolgerstaat  verunmöglichten  und  sich  die  asylsuchende  Person  ihrer 
Zwangslage nur mit der Flucht ins Ausland entziehen könne,

dass  das  Asylrecht  nicht  Ausgeleich  für  erlittenes  Unrecht  gewähre, 
sondern  für die Erteilung der Einreisebewilligung die Schutzbedürftigkeit 
der betreffenden Person massgeblich sei,

dass es dabei auf das Gefährdungsprofil der asylsuchenden Person und 
das räumliche Ausmass der Verfolgung ankomme, 

dass  der  geltend  gemachte  Vorfall  im  Februar  2007  glaubhaft  und  im 
Übrigen  dokumentiert  und  es  daher  verständlich  sei,  dass  die  Präsenz 
der TMVP dem Beschwerdeführer Sorge bereite,

dass  es  seine  Darstellung  der  aktuellen  Gefährdungslage  dagegen  für 
übersteigert halte,

dass festzuhalten sei, dass mehr als zwei Jahre seit  jenem Vorfall keine 
Übergriffe mehr gegenüber dem IKRK geltend gemacht worden seien,

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dass der Beschwerdeführer wieder in E._______ lebe, wo auch die Eltern 
lebten, und dort dieselbe Schule besuche wie vor dem Vorfall im Februar 
2007,

dass  die  TMVP,  wenn  sie  ein  ernsthaftes  Verfolgungsinteresse  hätten, 
längst   Gelegenheit  gehabt  hätten,  ihn  wieder  auf  dem  Schulweg 
abzufangen,

dass im Übrigen auch seine Angehörigen unbehelligt geblieben seien,

dass somit eine gezielte und aktuelle Verfolgungsgefahr nicht erkennbar 
sei,

dass seine subjektive Furcht vor Verfolgung angesichts seiner Erlebnisse  
zwar verständlich sei, aber objektiv unbegründet erscheine, zumal keine 
Indizien  für  in  absehbarer  Zukunft  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit 
drohende einreisebeachtliche Nachteile erkennbar seien, 

dass  der  Beschwerdeführer  überdies,  da  er  nie  mit  einer  politischen 
Organisation  sympathisiert  oder  sich  für  sie  engagiert  habe,  kein 
Gefährdungsprofil aufweise,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  keine  Veranlassung  sieht,  die 
Wahrheit  der  Vorbringen,  die  den  Vorfall  im  Februar  2007  betreffen, 
anzuzweifeln,  

dass dem Bundesamt darin zuzustimmen ist, dass der Beschwerdeführer 
nichts  vorgebracht  hat,  was  auf  eine  aktuelle  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers hinweisen würde,

dass  diesbezüglich  im  Übrigen  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der 
Vorinstanz zu verweisen ist,

dass  die  Mutmassung  des  Beschwerdeführers,  die  TMVP  würden  ihn 
wegen der Intervention des IKRK und des UNICEF im Februar 2007 nicht 
auf dem Schulweg entführen, seine geltend gemachte Furcht entkräftet,

dass zur Begründung des BFM zu ergänzen  ist, dass die Entführung  im 
Februar  2007  vor  dem  Hintergrund  der  damaligen  Situation  des 
Bürgerkrieges zu sehen  ist,  sich die Sicherheitslage seit dem Ende des 
Bürgerkrieges  und  der  Niederlage  der  LTTE  im  Mai  2009  grundlegend 
geändert  hat,  so  dass  zum  jetzigen Zeitpunkt  erst  recht  nicht  von  einer 
aktuellen Gefährdungslage für den Beschwerdeführer auszugehen ist, 

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dass  der  Beschwerdeführer  auf  Beschwerdeebene  neue  Asylgründe 
vorbringt und geltend macht, er sei von der TMVP  im Februar 2007 nur 
unter der Bedingung  freigelassen worden, sich wöchentlich  im Lager zu 
melden und ihnen bei einem geplanten Angriff behilflich zu sein, 

dass er seither deshalb von den TMVP gesucht worden sei, weil er sich 
nicht mehr im Lager gemeldet habe und aus Furcht untergetaucht sei, 

dass  sein  Vater  im  Jahre  2008  aus  F._______  gekommen  sei  und  ihn 
dorthin mitgenommen habe,

dass  er  von  seinem  Vater,  welcher  Anhänger  der  LTTE  gewesen  sei,  
gezwungen worden sei, sich den LTTE anzuschliessen,

dass  er  Im  Jahre  2009,  als  der  Krieg  zwischen  der  Regierung  und  der 
den LTTE begonnen habe, bei Bekannten untergebracht worden sei und 
vom Tode seines Vaters an der Front erfahren habe, worauf er von seiner 
Mutter zurückgeholt worden sei,

dass  ihm  von  den  TMVP  unterstellt  worden  sei,  in  F._______  für  die 
LTTE als Spion tätig gewesen zu sein,

dass er sich aus Furcht um sein Leben an verschiedenen Orten versteckt 
habe,

dass  er  nach  dem  Krieg  von  ehemaligen  LTTE­Anhängern  erkannt 
worden sei und befürchte, von ihnen verfolgt zu werden, 

dass  diese  neuen  Vorbringen  in  klarem  Widerspruch  zu  den  Akten 
stehen,  wonach  der  Vater  des  Beschwerdeführers  Beamter  der 
srilankischen  Polizei  sei,  die  Familie  vor  Jahren  verlassen  habe,  den 
Beschwerdeführer  zwar  regelmässig  besuche,  ihm  aber  nicht  helfen 
könne, da er selber von den LTTE bedroht werde (vgl. A7/13, S. 3, 6 und 
7),  während  in  den  Akten  von  einer  Mitgliedschaft  des  Vaters  bei  den 
LTTE  und  einer  Zwangsrekrutierung  des  Beschwerdeführers  durch  die 
LTTE keine Rede ist, 

dass  er  an  der  Anhörung  angegeben  hat,  nie  Angehöriger  der  LTTE 
gewesen zu sein (vgl. A7/13, S. 4),

dass auch die Angaben zu den Umständen der Freilassung  im Februar 
2007  und  zum  Grund  für  das  Verfolgungsinteresse  der  TMVP  in  den 
Akten der Vorinstanz und auf Beschwerdeebene nicht übereinstimmen,

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dass  der  Tod  des  Vaters  in  den  vorinstanzlichen  Akten  überdies  nicht 
erwähnt wird, 

dass  die  Mutter  des  Beschwerdeführers  in  ihrer  Eingabe  vom 
15. September 2009 (bei der Botschaft eingegangen) vielmehr beklagte, 
ihr  Ehemann,  der  sie  vor  sieben  Jahren  verlassen  habe,  habe  kürzlich 
aufgehört, sie finanziell zu unterstützen, 

dass  in  der  Beschwerdeschrift  nicht  begründet  wird,  weshalb  die 
Vorbringen auf Beschwerdeebene auf eine Weise ausgewechselt worden 
sind, die den bisherigen Vorbringen widerspricht,

dass  die  auf  Beschwerdeebene  eingereichten  Dokumente 
(Fotoaufnahmen vom Beschwerdeführer, eine Schusswaffe haltend, und 
ein  Brief  der  Diözese  Trincomalee­Battacaloa)  die  neuen  Vorbringen 
beziehungsweise die Schutzbedürftigkeit des Beschwerdeführers nicht zu 
beweisen vermögen,

dass  die  neuen  Vorbringen  nachgeschoben  erscheinen,  um  dem 
Asylgesuch mehr Gewicht zu verleihen, und daher unglaubhaft sind,

dass  sie,  selbst  wenn  sie  zutreffen  sollten,  die  Einschätzung,  dass  der 
Beschwerdeführer  kein  Gefährdungsprofil  aufweist  und  daher  nicht  auf 
einreisebeachtliche Weise  schutzbedürftig  erscheint,  nicht  umzustossen 
vermögen, da er weder eine leitende noch überhaupt eine aktive Stellung 
bei den LTTE geltend macht,

dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  die  Schutzbedürftigkeit 
des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 20 i.V.m. Art. 3 AsylG als nicht 
gegeben zu qualifizieren ist und auch keine anderen Gründe die Erteilung 
einer Einreisebewilligung  indizieren, weshalb  ihm das BFM zu Recht die 
Einreise  in  die  Schweiz  verweigert  beziehungsweise  sein  Asylgesuch 
abgelehnt hat,

dass  sich  aus  diesen  Erwägungen  ergibt,  dass  die  angefochtene 
Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt 
richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG) und 
das die Beschwerde folglich abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  dem  Beschwerdeführer 
gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Kosten aufzuerlegen wären, aber aus 
verwaltungsökonomischen Gründen und  in Anwendung von Art. 63 Abs. 
1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 

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über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten zu verzichten ist. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
Schweizerische Vertretung in Colombo.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer