# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9704e44-d88d-5e1c-b4e7-ae1a1c2fc65a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-19
**Language:** de
**Title:** HWS-Distorsion; Adäquanz gestützt auf BGE 134 V 109 verneint.
**Docket/Reference:** UV.2013.00158
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00158.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00158
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Locher
Urteil
vom
19. Dezember 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1971 geborene
X.___
war seit April 1989
als Maurer beziehungs
weise ab 1. Juli 2011 als Bauvorarbeiter
bei der
Firma Y.___
an
gestellt und
damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert
(
Urk.
1 S. 3 und
Urk.
10/2).
Am 28. Juni 2012
fuhr ihm, als er mit seinem Fahrzeug vor einem Lichtsignal stand, ein nachfolgendes Auto ins Heck. Die ihn in der Unfallnacht erstbehandelnde Ärztin diagnostizierte ein
Distorsi
onstrauma
der Halswirbelsäule (
Urk.
10/12/2). In der Folge erbrachte die SUVA die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 3. April 2013 stellte sie diese – unter Hinweis auf das Fehlen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden – per 30. April 2013 ein (
Urk.
10/111). Die dagegen erhobene Einsprache
vom
2.
Mai 2013
(
Urk.
10/119) wies
sie
mit Entscheid vom 13. Mai 2013 ab (
Urk.
10/122 =
Urk.
2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 (
Urk.
2) erhob der Versi
cherte am 1
2.
Juni 2013 Beschwerde und beantrag
t
e, der angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen über den
Zeitpunkt der Leistungseinstellung
hinaus
auszurichten (
Urk.
1 S. 2).
Mit Be
schwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9). Das Doppel der Beschwerdeantwort wurde dem Beschwer
deführer am 29. Oktober 2013 zugestellt (
Urk.
11).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
), so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie in
folge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1
UVG
).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte ihre weitere Leistungspflicht damit, dass den geklagten Unfallfolgen kein unfallbedingtes
organisch hinreichend nachweis
bares Substrat
zugrunde liege. Dem neurologischen
Konsiliarbericht
von
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt FMH für Neurologie, vom 4. Februar 2013 könne ent
nommen werden, dass nach medizinischem Kenntnisstand eine leichte HWS-Distorsion – wie sie beim Beschwerdeführer vorliege – in der Regel innerhalb von drei Monaten folgenlos ausgeheilt sei. Folglich
bestehe zwischen den Be
schwerden und dem Unfall kein natürlicher Kausalzusammenhang mehr. Zudem ergebe auch die Prüfung der Adäquanzkriterien, dass keines als erfüllt betrach
tet werden könne. Die Leistungseinstellung sei deshalb zu Recht erfolgt (
Urk.
2 S. 6 ff. und
Urk.
9).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die Behandlung der Unfallfolgen noch andauere. Es sei bisher nicht gelungen, sei
nen Gesundheitszustand so zu verbessern, dass er seine Arbeit w
ieder hätte auf
nehmen können. Zudem sei geplant,
durch eine
interventionelle
A
us
schlussdi
agnostik die Ursache der
spondylogenen
und der
zervikospondylogenen
Be
schwerden zu ermitteln. Er leide seit dem Unfall
zudem
unter
Schwindelbe
schwerden
, deren Auslöser nicht bekannt sei. Die vorliegenden medizinischen Akten würden deshalb für die Beurteilung der Leistungspflicht der
Beschwerde
gegnerin
nicht ausreichen (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
3.1
Die Erstbehandlung fand
in der Unfallnacht durch
Dr.
med.
A.___
,
Assiste
nzärz
tin
am
Spital B.___
,
statt. Sie diagnostizierte ein HWS-Distorsionstrauma und führte aus, die HWS sei frei beweglich mit wenig
Druckdolenz
über der
nuchalen
Muskulatur. Es bestehe
weder ein
Stauchungsschmerz
noch eine
Klopfdolenz
über der HWS (Bericht vom 3
0.
Juni 2012 [Urk.
10/12/2]).
3.2
Dem von
Dr.
A.___
am 2
6.
Juli 2012 ausgefüllten Dokumentationsfragebogen für Erstkonsultationen nach
kranio-cervicalem
Beschleunigungstrauma kann ent
nommen werden, dass
die Bewegung der HWS eingeschränkt und mit Schmer
zen verbunden war. Der
Beschwerdeführer
habe
30 Minuten nach dem
Unfall
zeitpunkt
unte
r Nackenschmerzen gelitten (
Urk.
10/12/3-5).
3.3
Das im Spital
C.___
erstellte CT der HWS vom 2
6.
September 2012 zeigte weder einen Nachweis für
frische
ossäre
Läsionen
noch
– soweit
computerto
mographisch
fassbar –
für eine signifikante
Diskusprotrusion
(Urk. 10/43).
3.4
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte am 20. Oktober 2012 ein therapieresistentes HWS-Beschleunigungstrauma bei
Au
toauffahrunfall
am 2
8.
Juni 2012 mit zusätzlic
hem
Lumbovertebralsyndrom
(LVS) und depressiver Entwicklung im Verlauf. Er berichtete, der Umstand, dass die Familie des Beschwerdeführers in Italien lebe (soziale Isolation)
, beeinflusse
den Heilungsverlauf ungünstig. Die psychische Komponente stehe im Vorder
grund (
Urk.
10/62).
3.5
Dr.
Z.___
stellte am
4.
Februar 2013
die
Diagnose eine
r
Heckauffahrkollision am 2
8.
Juni 2012 mit leichter HWS-Distorsion
, neurologisch folgenlos ausgeheilt
. Er führte aus, der Beschwerdeführer sei bei der aktuellen Untersuchung
neuro
logisch
unauffällig gewesen. Die zusatztechnischen Befunde (Elektroenzephalo
graphie [EEG] in Bezug auf die Kopfschmerzen, Dopplersonographie der hirn
versorgenden Gefässe im Hinblick auf eine stattgehabte
Gefässdissektion
und
Elektromyographie
[EMG]
bezüglich einer zervikalen Wurzelläsion)
seien nicht pathologisch gewesen. Bei der passiven Prüfung sei
–
entgegen der ausgespro
chenen Selbstlimitierung bei der aktiven Bewegungsprüfung der HWS
–
keine relevante Bewegungseinschränkung nachweisbar gewesen. Stand und Gang seien unbeobachtet sicher gewesen. Bei der klinischen Untersuchung habe der Versicherte
hingegen
teilweise ein demonstrativ unsicheres Gebaren gezeigt. Zehen- und Hackenstand sowie erschwerte Gangarten (Strich- und
Blindstrich
gang
) seien durchführbar gewesen.
Der Beschwerdeführer
klage
über anhaltende Kopf-, Nacken-, Schulter- und Kreuzschmerzen, Schlafstörungen, unsystemati
schen Schwindel und
Tinnitusbeschwerden
, ohne dass objektivierbare neurolo
gische Befunde hätten erhoben werden können. Zusammenfassend hielt
Dr.
Z.___
fest, da lediglich eine leichte HWS-Distorsion nachvollziehbar sei, die nach medizinischem Kenntnisstand in der Regel innerhalb von drei Monaten folgenlos ausheile, seien die heutigen Beschwerden aus neurologischer Sicht nicht mehr als unfallkausal zu beurteilen. Ausserdem gehe auch der Hausarzt eher von unfallfremden psychosozialen Faktoren als Ursache der
Beschwer
dechronifizierung
aus (
Urk.
10/88 S. 4 ff.).
3.6
Dr.
med.
E.___
, Fachärztin FMH für Chirurgie, hielt in ihrer kreisärztlichen Verlaufsbeurteilung
vom 1
8.
Februar 2013
fest,
es würden keine nachweisbaren strukturellen Veränderungen vorliegen, die auf den Unfall vom 2
8.
Juni 2012 zurückzuführen seien. Die leichte HWS-Distorsion sei aus neurologischer Sicht folgenlos ausgeheilt. Die vom Hausarzt festgestellte depressive Entwicklung und Selbstlimitierung sowie das erhobene
chronifizierte
Schmerzsyndrom seien auf
grund der vorliegenden unauffälligen objektiven Befunde ohne Nachweis einer strukturellen Verletzung aus somatischer Sicht nicht nachvollziehbar. Da keine strukturelle Verletzung vorliege und eine leichte Prellung respektive Zerrung innerhalb von ein paar Tagen beziehungsweise Wochen folgenlos abheile, sei keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers zu erwarten (
Urk.
10/95).
3.7
Dr.
med.
F.___
, Facharzt FMH für Anästhesiologie /
I
nterventionelle
Schmerztherapie
,
Klinik G.___
, berichtete am 2
8.
Februar 2013, kon
ventionelle nichtinvasive Methoden der Diagnostik inklusive Bildgebung wür
den sehr häufig ein Distorsionstrauma nicht erkennen. Einzig die
interventio
nelle
infiltrative
Diagnostik ermögliche es, ein Distorsionstrauma der
Facetten
gelenke
auszuschliessen beziehungsweise nachzuweisen.
Aufgrund der Tatsache, dass
die bislang durchgeführten
physiotherapeutische
n
Massnahmen keinen an
haltenden Effekt zeigen würden, habe er dem Beschwerdeführer geraten, die
interventionelle
Ausschlussdiagnostik eines
zervikospondylogenen
Schmerzes voranzutreiben. Dieser habe starke Bedenken geäussert und sei der Hoffnung, dass die wärmere Jahreszeit eine Besserung bringe (
Urk.
10/102).
3.8
Nachdem der nämliche Arzt am 2
4.
April 2013 eine Intervention durchgeführt hatte, erhob er als Befu
nd einen
lumbosakralen
Schmerz. Zur Sicherung der Di
agnose sei die Wiederholung des Eingriffes erforderlich (
Urk.
10/119
/3-4
). Die
ser ergab einen gesicherten
spondylogenen
Schmerz.
Dr.
F.___
erachtete deshalb die Indikati
on für eine thermische Radiofre
quenzläsion der medialen Äste der dorsalen Wurzeln als gegeben (Bericht über den Bestätigungstest vom
6.
Mai 2013 [
Urk.
3/4]).
4.
Die am
1
2.
November 2012 von der
Gutachterstelle G.___
erstattete biomechanische
Kur
z
beurteilung
ergab für das Fahrzeug des Beschwerdef
ührers in Bezug auf die Heckkolli
sion eine Geschwindigkeitsänderung (Delta-v)
inner- oder oberhalb des Bereichs von
10 – 15 km/h. Die Gutachter führten
hiezu
aus, aufgrund der technischen Bewertung und der medizinischen Unterlagen ergebe sich aus bio
mechanischer Sicht, dass die anschliessend an das Unfallereignis beim Be
schwerdeführer festgestellten, von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall – biomechanisch rele
vante Besonderheiten seien vorliegend weder bezüglich der Kollisionsumstände noch der persönlichen Anamnese aktenkundig – eher erklärbar seien (
Urk.
10/67).
5.
5.1
Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses ist festzuhalten, dass ein Versicherer – so
fern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abge
schlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur so lange zu gewäh
ren hat, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Ob damit zu rechnen ist, dass mittels weiterer therapeutischer
Massnahmen
noch eine namhafte Besserung der gesundheitlichen Situation im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erzielt werden kann, bestimmt sich namentlich nach
Mass
gabe
der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähig
keit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei muss die durch weitere Heilbehandlungen zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen).
5.2
Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss per
3
0.
April 2013
vornahm.
D
ie bislang durchgeführte Physiotherapie
wird
als
ef
fektlos
beschrieben (
Urk.
10/102 S. 4
; vgl. auch
Urk.
10/62
), was seitens des Beschwerdeführers bestätigt wird (
Urk.
10/88 S. 3). In Übereinstimmung damit berichtete
Dr.
D.___
von
chronifizierten
Schmerzen (
Urk.
10/92 und
Urk.
10/98).
Eine Verbesserung de
r
funktionellen Leistungs
fähigkeit
ist auch nicht aufgrund der von Dr.
F.___
empfohlenen
– (noch) nicht validierten (vgl. Urteil des da
maligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts
U 34/05
vom 2
0.
Juli 2005
E. 4.2.2) –
interventionellen
infiltrativen
Diagnostik respektive
thermischen
Ra
diofrequenzläsion
belegt
.
Diese
dienen
einzig der Schmerzreduktion (Urk.
3/4
und
Urk.
10/102 S. 3 f.
)
, wobei Schmerzen das Leistungsvermögen grundsätz
lich nicht aufheben (Urteil des Bundesgerichts I 994/06 vom 29. August 2007
E. 3.3 mit Hinweis).
Unter diesen Umständen ist eine ins Gewicht fallende Besse
rung des Gesundheitszustands nicht mehr zu
erwarten
.
Anzufügen bleibt, dass für die Leistungseinstellung nicht entscheidend ist, dass die Beschwerden (voll
ständig) abgeklungen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.1).
6.
Aus den zitierten Arztberichten geht übereinstimmend hervor, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden keinem organisch nachweisbaren unfallbedingten Substrat zuzuordnen sind. Im CT der HWS vom 2
6.
September 2012 war kein Nachweis von frischen
ossären
Läsionen zu ersehen (
Urk.
10/43). Die von
Dr.
Z.___
durchgeführten neurologischen Untersuchungen (
Urk.
10/88 S. 4) bestätigen sodann die f
ehlende Objektivierbarkeit der b
eklagten Beschwer
den. Be
treffend
die von
Dr.
F.___
durchgeführte
interventionelle
Diagnostik ist unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung festzuhalten, dass derzeit keine neuen Untersuchungsmethoden ersichtlich sind, welche in wis
senschaftlich anerkannter Weise den bislang nicht möglichen Nachweis von or
ganischen Störungen im Bereich von HWS (bei Unfall mit Schleudertrauma res
pektive äquivalenter Verletzung) oder Schädel-Hirn gestatten (
BGE 134 V 109
E. 7.2). Selbst wenn dadurch Läsionen der Facettengelenke (vgl.
Urk.
10/102
S. 3) nachgewiesen wären, bliebe im Übrigen sowohl deren Unfallkausalität als auch deren Ursächlichkeit für die noch vorhandene Symptomatik unklar.
Ein organisches Substrat der geklagten gesundheitlichen Störungen im Sinne einer bildgebend oder sonst wie nachweisbaren strukturellen Veränderung ist mithin klar auszuschliessen.
7
.
7
.1
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörun
gen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu beto
nen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte ge
sundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
Bezüglich der Bejahung einer HWS-Distorsion ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung insbesondere festzuhalten,
dass das Auftreten der meisten der dem
"
bunten Beschwerdebild
"
zugerechneten Symptome bereits innert der massgebenden Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden nicht erforderlich ist. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Hals-
respek
tive
Nackenregion oder an der HWS manifestieren (
Urteil
e
des Bundesgerichts
U 336/06 vom 3
0.
Juli 2007 E. 5.1
und
8C_498/2011 vom 3.
Mai 2012 E. 6.1.1)
.
7
.2
Von den behandelnden und untersuchenden Ärzten wird einhellig ein
Schleuder
trauma
der Halswirbelsäule diagnostiziert. Ob ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild vorliegt, ist aufgrund der vorliegenden Akten hinge
gen nicht völlig klar. Auf den
Beizug
ergänzender medizinischer Unterlagen (vgl.
Urk.
1 S. 5) kann indes
dann
verzichtet werden
, falls
zu Gunsten des Be
schwerdeführers davon ausgegangen wird, dass sich di
e zum typischen
Be
schwerdebild
eines HWS-Schleudertraumas gehör
enden Symptome entwickelt haben
und
ferner
die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach einer P
rüfung
der
für Schleudertraumen der HWS (BGE 117 V 359 und BGE 134 V 109) gel
tenden Regeln
zu verneinen ist.
Diesfalls
bräuchte – trotz gewisser Anzeichen für zumindest eine Teilursächlichkeit des Unfalls für die geklagten Beschwerden – auch nicht abschliessend geprüft zu werden, ob der natürliche Kausalzusam
menhang gegeben ist. Hierzu ergibt sich Folgendes:
7.3
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Un
fall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Be
einträchtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zu
rückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesge
richts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Stö
rungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne
Weiteres
zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Krite
rien in die Beurteilung mit einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig da
von, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Un
falls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
-
erhebliche Beschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Be
urteilung des ad
äquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und ei
ner psychischen Fehl
entwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Be
schwerden auf eine Differenzie
rung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als orga
nischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117
V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
7.4
7.4
.1
Bei der Adäquanzprüfung ist die Schwere des Unfalls aufgrund des augenfälli
gen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (BGE 134 V 109 E. 10.1). Beim Unfall vom 2
8.
Juni 2012 fuhr ein nachfolgen
des Auto auf das Heck des vor einer Ampel stehenden, vom Beschwerdeführer gelenkten Personenwagens auf. Beim Auto des Beschwerdeführers lag eine
kol
lisionsbedingte
Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) innerhalb oder oberhalb ei
nes Bereichs von 10 – 15 km/h vor (Urk. 10/12/2 und
Urk.
10/67).
Unter diesen Umständen und aufgrund der fotomässig belegten Schäden am Unfallauto des Beschwerdeführers
(
Urk.
10/32 S. 14 f.)
ist – entsprechend der Praxis in ver
gleichbaren Fällen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_252/2
007 vom 1
6.
Mai 2008 E. 6.2,
8C_163/2009 vom 25.
März 2009 E. 3.2
, 8C_1020/2008 vom
8.
April 2009 E. 5.1 und 8C_714/2009 vom 1
4.
April 2010 E. 6.2
) – von einem
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen. Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mindestens vier der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom
7.
Dezember 2009 E. 5).
7.4.2
Die Kollision hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet noch war sie von besonderer Eindrücklichkeit.
7.4.3
Ebenfalls zu verneinen ist das Vorliegen einer schweren oder besonders gearte
ten Verletzung (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.2).
7.4.4
Zu prüfen ist weiter das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztli
chen Behandlung bis zum Fallabschluss am 3
0.
April 201
3.
Dieses Krite
rium bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztli
che Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer. Blosse ärztliche
Verlaufskon
trollen
und Abklärungsmassnahmen sowie
manualtherapeutische
und medika
mentöse Behandlungen vermögen das Kriterium nicht zu erfüllen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 8.3).
Einzig aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer seine Schmerzen seit dem Unfall bei verschiedenen Ärzten und Institutionen – so auch in der
Klinik G.___
– zu lindern versuchte, kann noch nicht auf eine spezifische, belastende ärztliche Behandlung geschlossen
werden
. Praxisgemäss werden an dieses Kriterium deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_910/2009 vom 1
3.
Januar 2010 E. 4.4 mit weiteren Hinweisen).
Aus der zur Behandlung der Beschwerden verordneten Physiotherapie
– die gemäss den
An
gaben des Beschwerdeführers
Dr.
Z.___
gegenüber zwischenzeitlich beendet worden ist (
Urk.
10/88 S. 3) – und der Analgesie resultiert ebenfalls noch keine erhebliche Belastung im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesge
richts U 41/06 vom
2.
Februar
2007 E. 10.4.2), zumal eine
Behandlungsbedürf
tigkeit
(in Form medikamentöser Schmerz- und Physiotherapie) während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS respektive äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild durchaus üblich ist
(Urteil des Bundesgerichts 8C_402/2007 vom 2
3.
April 2008 E. 5.2
.3
).
Der
Beschwerdefüh
rer wurde nach dem Unfallereignis zudem nie in stationärem Rahmen behan
delt
.
7.4.5
Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem
Fallab
schluss
ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der
Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im
Le
bensalltag
erfährt (Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2013 vom 11. September 2013 E. 8.4).
Der Beschwerdeführer leid
et hauptsächlich an Kopf-, Nacken
, Schulter
-
und Rückenschmerzen, Schwindel
, Schlafstörungen
und
einer depres
siven Problematik
(Urk. 10/37 S. 3,
10/62,
10/66,
10/69
,
10/88 S. 3
, 10/98 und 10/102 S. 1
)
. Er kann seinen Lebensalltag selber bestreiten und ist in der Lage, Auto zu fahren und wiederholt ins Ausland zu reisen
(
Urk.
10/19, 10/37, 10/59, 10/82 und 10/109). Die Beschwerden übersteigen das bei HWS-Distorsionen üb
liche Mass somit jedenfalls nicht derart, dass das Kriterium „erhebliche Be
schwerden“ in besonders ausgeprägter Weise bejaht werden könnte (Urteil des Bundesgerichts 8C_580/2010 vom 3
0.
August 2010 E. 5.3.2 mit weiterem Hin
weis).
7.4.6
Mangel
s entsprechender Anhaltspunkte in den Akten kann nicht von einer ärztli
chen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, gesprochen werden.
7.4.7
Ohne
Weiteres
zu verneinen ist sodann das Kriterium des schwierigen
Heilungs
verlaufs
und der erheblichen Komplikationen.
Hiefür
bedürfte es besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt h
aben
. Dass Beschwerden trotz der durchgeführten Behandlungen persistieren, genügt ebenso wenig (Urteil des Bundesgerichts
8C_1015/2008 vom
6.
April 2009 E. 5.4.3) wie der Umstand, dass die versicherte Person unter verschiedenartigen Symptomen leidet, die sich im Rahmen umfassender medizinischer Untersuchungen keinem organisch nachweisbaren Substrat zuordnen lassen, handelt es sich dabei doch gerade um ein für eine Schleudertrauma-Verletzung charakteristisches Phänomen (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b).
7.4.8
Was schliesslich das Kriterium der
erheblichen
Arbeitsunfähigkeit
trotz ausgewie
sener Anstrengungen
anbelangt, ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumen der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Stand
punkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähig
keit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als sol
che, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unter
nimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung
schnellst
möglich
wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstren
gungen der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften
Ar
beitsversuchen
trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen
Thera
piemassnahmen
zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alterna
tive, der gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19
Abs.
1 UVG in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (
BGE 134 V 109
E. 10.2.7 mit Hinweisen).
Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer – soweit akten
kundig – lediglich einen einzigen Arbeitsversuch
und keine weiteren berufli
chen Anstrengungen zur Wiedereingliederung
unternommen hat (
Urk.
10/19)
und sein Hausarzt
– der aus medizinischer Sicht den engsten Kontakt zum Ver
sicherten hat –
von einer Selbstlimitierung berichtete
(
Urk.
10/92)
, kann das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengun
gen nicht bejaht werden.
Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang zu erwäh
nen
, dass Schmerzen an sich noch keine relevante Einschränkung der Arbeits
fähigkeit bedingen (Urteil des Bundesgerichts I 994/06 vom 2
9.
August 2007
E. 3.3 mit Hinweisen)
und keine
unfallbedingten,
medizinischen Gründe ersichtlich sind,
aufgrund derer das Kriterium als besonders ausgeprägt erscheint,
zumal neurologische Ausfälle von den involvierten Ärzten negiert werden (
Urk.
10/88 und
Urk.
10/98).
7.5
Von den sieben relevanten Kriterien ist demnach höchstens eines in nicht beson
ders ausgeprägter Weise erfüllt. Das genügt beim gegebenen Schweregrad des Unfalls nicht für die Bejahung der Adäquanz.
An diesem Ergebnis
ändern auch die weiteren Vorbringen in der Beschwerdeschrift nichts
und
im Hinblick auf die Frage der natürlichen Unfallkausalität drängen sich auch unter Berück
sichtigung von BGE 134 V 109 E. 9.4 (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2008 vom 3
1.
März 2009 E. 3) keine ergänzenden Abklärungen
auf
(vgl.
Urk.
1 S. 9)
.
Unter diesen Umständen erweisen
sich
auch
der
Bei
zug
sämt
licher von
Dr.
Z.___
für die Beschwerdegegnerin in den letzten zwölf Monaten verfassten Berichte
(Urk. 1 S. 6)
sowie
Weiterungen in Bezug auf die
Schwin
delbeschwerden
(
Urk.
1 S. 8)
als nicht erforderlich
(antizipierte
Beweiswürdi
gung
; BGE 122 V 157 E. 1d mit weiteren Hinweisen). Zu ergänzen bleibt, dass
– wie vorliegend – auch reine Aktengutachten beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli
che Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin
tergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_196/2014 vom 1
8.
Juni 2014
E. 5.1.1).
8.
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die vom Beschwerdeführer
ab
1.
Mai 2013
weiterhin beklagten Gesundheitsstörungen in keinem überwiegend wahrschein
lichen Kausalzusammenhang zum Verkehrsunfall vom 2
8.
Juni 2012 stehen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 3
0.
April 2013 einstellte, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubLocher