# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba9ede8c-fe66-5d5b-8e58-4c1e38750c3f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-03
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 03.01.2019 BK 2018 515
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2018-515_2019-01-03.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 18 515

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 3. Januar 2019

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Hubschmid, 
Oberrichterin Bratschi
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft 
Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

Gegenstand Abweisung Haftentlassungsgesuch

Strafverfahren wegen Raubes

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 11. Dezember 2018 (KZM 18 1625)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen mehrfachen Rau-
bes, evtl. qualifiziert begangen. Am 12. November 2018 ordnete das Kantonale 
Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) Untersu-
chungshaft gegen den Beschuldigten an und befristete diese bis zum 8. Februar 
2019. Der Beschuldigte, amtlich vertreten durch Rechtsanwalt B.________, stellte 
am 3. Dezember 2018 ein Haftentlassungsgesuch. Das Zwangsmassnahmenge-
richt wies dieses am 11. Dezember 2018 ab. Dagegen erhob der Beschuldigte 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 19. Dezember 2018 Beschwerde, mit dem 
Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei per sofort aus der 
Haft zu entlassen, eventualiter seien Ersatzmassnahmen anzuordnen. In der Be-
schwerdebegründung wird weiter verlangt, dass ein ärztlicher Bericht über seine 
gesundheitliche Situation gerichtlich zu edieren sei. Die Verfahrensleitung der Be-
schwerdekammer eröffnete am 20. Dezember 2018 ein Beschwerdeverfahren. Auf 
die gerichtliche Edition eines ärztlichen Berichts verzichtete sie. Am 20. Dezember 
2018 schloss die von der Generalstaatsanwaltschaft mit der Wahrnehmung der 
staatsanwaltschaftlichen Aufgaben im Beschwerdeverfahren betraute Staatsanwäl-
tin C.________ auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Das Zwangsmass-
nahmengericht verzichtete am 21. Dezember 2018 auf das Einreichen einer Stel-
lungnahme und verwies auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid. Diese 
Eingaben gingen am 24. Dezember 2018 zusammen mit den amtlichen Akten bei 
der Beschwerdekammer ein. Mit Verfügung vom 24. Dezember 2018 wurden dem 
Beschwerdeführer die entsprechenden Eingaben zugestellt. Der Beschwerdeführer 
reichte am 27. Dezember 2018 eine Replik ein. Er hielt an den gestellten Anträgen 
fest und ersuchte die Beschwerdekammer um Edition des Protokolls seiner Einver-
nahme vom 21. Dezember 2018. Gleichentags reichte die Staatsanwaltschaft be-
zugnehmend auf diese Eingabe des Beschwerdeführers folgende Unterlagen ein: 
Einvernahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 2018, Einver-
nahmeprotokoll E.________ vom 25. November 2018, Anzeigerapport vom 5. De-
zember 2017 und Nachtrag vom 4. Januar 2018. Am 28. Dezember 2018 erkannte 
die Beschwerdekammer die nachgereichten Unterlagen zu den Akten und gab den 
Parteien Kenntnis davon. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312) können Entscheide über die Fortführung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons 
Bern (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsre-
glements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist 
durch die Abweisung seines Haftentlassungsgesuchs und die Fortführung der Un-
tersuchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen 
und zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und 382 Abs. 1 StPO). Auf die 
form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

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3. Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorlie-
gen. Unbestritten ist, dass die der Strafuntersuchung zugrunde liegenden Tat-
bestände – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – die Fortführung der 
Untersuchungshaft rechtfertigen.

4. Dem Beschwerdeführer werden insgesamt neun Raubüberfalle, drei davon ver-
sucht, vorgeworfen. Betroffen waren überwiegend Verkaufsläden, einmal eine Post 
und ein Kiosk. Der Beschwerdeführer habe dem Verkaufspersonal teilweise die 
mitgeführte Spielzeugpistole gezeigt und sinngemäss gesagt, dass es sich um ei-
nen Überfall handle und nichts passiere, wenn seinen Forderungen nachgekom-
men werde. Der Beschwerdeführer ist geständig und bestreitet den dringenden 
Tatverdacht nicht. Es wird deshalb auf den Antrag der Staatsanwaltschaft vom 
10. November 2018 sowie den Haftanordnungsentscheid vom 12. November 2018 
verwiesen. 

5.

5.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinn von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmassna-
mengericht stützt sich auf den Haftgrund der Fluchtgefahr.

5.2 Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO liegt vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland (Urteil 
des Bundesgerichts 1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5.2). Bei der Bewer-
tung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu 
berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht nur als mög-
lich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden 
Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für 
sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 2012 E. 3.3.2). 
Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten Lebens-
verhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden. So ist es 
zulässig, die familiären und sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren be-
rufliche Situation und Schulden sowie private und geschäftliche Kontakte ins Aus-
land und Ähnliches mit zu berücksichtigen (FORSTER, a.a.O., N. 5 zu Art. 221 
StPO; Urteile des Bundesgerichts 1B_541/2017 vom 8. Januar 2018 E. 3.2, 
1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1 und 1B_285/2014 vom 19. September 2014 
E. 3.3). Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender 
Verfahrens- bzw. Haftdauer ab, da sich auch die Dauer des allenfalls noch abzusit-
zenden strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit der bereits geleisteten prozessualen 
Haft, die auf die mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre, kontinuierlich ver-
ringert (BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_281/2015 vom 15. 
September 2015 E. 2.2 und E. 4.3 und 1B_73/2015 vom 19. März 2015 E. 4.1).

5.3 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er macht gel-
tend, das Zwangsmassnahmengericht vermöge nicht stringent zu begründen, wes-

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halb er nun seine geregelten Verhältnisse einfach so über den Haufen werfen sollte 
und unterlasse es, auf die wichtigen Fragen einzugehen, wie er sein Leben im Fall 
der Flucht oder des Untertauchens ohne die Unterstützung des Sozialdienstes 
überhaupt finanzieren sollte. Offensichtlich gehe das Zwangsmassnahmengericht 
davon aus, dass er mangels Alternativen wieder delinquieren würde bzw. müsste. 
Gleichzeitig äussere es sich aber nicht zur Wiederholungsgefahr. Das sei willkür-
lich. 

5.4 Das Zwangsmassnahmengericht verweist zunächst auf seine Ausführungen im 
Haftanordnungsentscheid. Es hält fest, dass es zutreffend sein dürfte, dass der Be-
schwerdeführer mit den Lebensanforderungen häufig überfordert gewesen sei und 
es jetzt im Rahmen des Strafverfahrens gelingen könnte, sein Leben wieder in ge-
ordnete Bahnen zu lenken. Allerdings habe die Serie der ihm vorgeworfenen 
Raubsachverhalte mehr als acht Monate angedauert und es müsse jeweils ein von 
Grund auf neuer Tatentschluss angenommen werden. Angesichts dessen könne 
den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach er dem Druck einer Notsituati-
on einzig mit einer Überreaktion gewichen sei, die sich nicht wiederholen werde, 
nicht viel Glauben geschenkt werden. Es sei darin, wie auch im Umstand, dass er 
sich während Jahren nicht offiziell bei einer Gemeinde angemeldet habe, um so 
etwa finanziellen Forderungen auszuweichen, vielmehr eine Taktik zu erkennen, 
welche sich in der Logik des bisherigen Verhaltens des Beschuldigten auch ge-
genüber den Konsequenzen des vorliegenden Strafverfahrens anwenden liesse. 
Die acht Raubsachverhalte machten deutlich, dass sich der Beschwerdeführer lie-
ber in ein schweres Delinquieren geflüchtet habe, als sein Leben zu ordnen. Seine 
Aussage am 10. November 2018, wonach er gewusst habe, dass man ihm im Falle 
einer Anmeldung helfen würde, aber auch, dass es Probleme geben würde, zeig-
ten, dass ihm die legale Option bewusst gewesen sei. Die zeitliche Abfolge sowie 
seine verharmlosenden Aussagen liessen die Aufrichtigkeit bzw. Nachhaltigkeit 
seiner Bemühungen zweifelhaft erscheinen. Weiter sei auch nicht davon auszuge-
hen, dass die bisher erstandene Untersuchungshaft einen Wandel seiner Lebens-
führung bewirkt habe. 

5.5 Mit Blick auf diese Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts ist nicht ersicht-
lich, inwiefern es das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt haben soll. 
Das Zwangsmassnahmengericht nimmt Bezug auf die Argumente des Beschwer-
deführers. Es begründet, weshalb es trotz Anmeldung des Beschwerdeführers 
beim Sozialdienst, der Gemeinde und der Krankenkasse nach wie vor von Flucht-
gefahr ausgeht. Die Lebensführung des Beschwerdeführers ist auch bei der Beur-
teilung der Fluchtgefahr relevant. Insofern ist es auch nicht willkürlich, dass das 
Zwangsmassnahmengericht darauf Bezug nimmt, ohne sich zur Wiederholungsge-
fahr zu äussern. Ob die bisher erstandene Untersuchungshaft allenfalls Einfluss auf 
die zukünftige Lebensführung des Beschwerdeführers hat, kann bei der Beurteilung 
der Fluchtneigung und damit der Fluchtgefahr eine Rolle spielen. Die Ausführungen 
des Zwangsmassnahmengerichts weisen jedenfalls nicht daraufhin, dass mit der 
Untersuchungshaft Sanktionsinteressen verfolgt werden. Mit Blick darauf, dass die 
Wahrscheinlichkeit einer Flucht in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. 
Haftdauer abnimmt, ist es zudem zulässig bzw. sogar geboten, auf die bisher er-
standene Untersuchungshaft Bezug zu nehmen. 

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5.6 Wie ausgeführt, sind die gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person in 
Betracht zu ziehen. Die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers wurden 
zu Recht als Indiz für das Vorliegen von Fluchtgefahr gewertet. Sein Leben in den 
letzten elf Jahren zeigt, dass er nicht an einem bestimmten Ort verwurzelt ist und er 
über keinerlei soziale oder berufliche Bindungen in der Schweiz verfügt. Seit seiner 
Abmeldung 2007 von Solothurn ins Ausland war er schriftenpolizeilich nicht mehr in 
der Schweiz gemeldet. Es kann auf die Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ih-
rer Stellungnahme vom 20. Dezember 2018 verwiesen werden. Dass sich der Be-
schwerdeführer nach seiner Verhaftung durch die Bewährungshilfe, eine Wohnung, 
Krankenkasse und Sozialhilfe organisieren liess, vermag die Beurteilungsgrundlage 
kaum zu verändern. Die Lebensumstände des Beschwerdeführers, die zeitliche Ab-
folge und der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer bereits zu einem früheren 
Zeitpunkt hätte anmelden und Sozialhilfe beantragen können, lassen begründete 
Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Vorkehrungen und der Ernsthaftigkeit des Sin-
neswandels des Beschwerdeführers aufkommen. Das Schreiben des Beschwerde-
führers vom 26. November 2018 an seinen Verteidiger (Beilage 7 zum Haftentlas-
sungsgesuch) zeigt, dass er während den letzten elf Jahren nirgends sesshaft war 
und sich regelmässig für mehrere Monate ins Ausland begab. Zudem bestätigen 
auch die ausgewerteten Bilddateien auf dem Mobiltelefon des Beschwerdeführers, 
dass er viel auf Reisen war und zudem engen Kontakt zu einer Frau (Ex-Freundin) 
und deren Kind hatte (vgl. Einvernahmeprotokoll des Beschwerdeführers vom 21. 
Dezember 2018, Z. 275 ff.). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers er-
schliesst sich aus dem Einvernahmeprotokoll vom 21. Dezember 2018 zudem 
nicht, dass mittels Abgleich zwischen den ausgewerteten Mobiltelefon- bzw. Com-
puterdaten und den Aussagen des Beschwerdeführers seine Wohn- und Aufent-
haltssituation umfassend aufgearbeitet werden konnte. 

5.7 Dem Beschwerdeführer wird mehrfacher Raub vorgeworfen, evtl. qualifiziert be-
gangen (Art. 140 Abs. 2 und Abs. 3 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [SR 
311.0; StGB]). Mit Blick darauf sowie den mutmasslichen Deliktsbetrag von über 
CHF 30‘000.00 steht eine empfindliche Freiheitsstrafe im Raum. Dies ist ein zu-
sätzliches Indiz für das Vorliegen von Fluchtgefahr. Der Beschwerdeführer war in 
den letzten elf Jahren faktisch untergetaucht. Dass er dies nun ausgerechnet in 
Anbetracht der drohenden Strafe ändern will, erscheint zu wenig glaubhaft (vgl. 
auch vorangehende Ausführungen). Es bleibt nach wie vor unklar, wie der Be-
schwerdeführer seit 2007 sein Leben finanzierte. Die Unterstützung durch seine El-
tern bzw. die erhaltene Erbschaft sind nicht belegt. Jedenfalls ist es ihm während 
den letzten elf Jahren gelungen, seinen Lebensunterhalt ohne Unterstützung des 
Sozialdienstes zu finanzieren. Seine finanzielle Situation ist folglich nicht, geeignet 
an der Beurteilung der Fluchtgefahr etwas zu ändern. Gleiches gilt für den Um-
stand, dass er auf Medikamente angewiesen ist. Dies war bereits vor seiner Ver-
haftung der Fall und er konnte sich auch ohne festen Wohnsitz und Anmeldung die 
nötigen Medikamente besorgen. Dass der Beschwerdeführer grundsätzlich gestän-
dig ist und von sich aus den Raubüberfall auf den Kiosk in F.________(Ort) zugab, 
bedeutet nicht gleichzeitig, dass er auch gewillt ist, sich dem Strafverfahren zu stel-
len. Seine persönlichen Verhältnisse, der fehlende Lebensmittelpunkt in der 
Schweiz sowie die drohende Strafe machen eine Flucht oder ein Untertauchen in 

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der Schweiz daher nach wie vor wahrscheinlich. Das Zwangsmassnahmengericht 
hat die Fluchtgefahr zu Recht bejaht. 

6.

6.1 Die Staatsanwaltschaft stützt sich weiter auf den Haftgrund der Wiederholungsge-
fahr. Dieser Haftgrund wurde vom Zwangsmassnahmengericht offengelassen. 
Gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO ist Wiederholungsgefahr gegeben, wenn 
ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person durch Verbrechen oder 
schwere Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits 
früher gleichartige Straftaten verübt hat (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.5). Die früher be-
gangenen Straftaten können sich aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren 
ergeben. Sie können jedoch auch Gegenstand eines noch hängigen Strafverfah-
rens bilden, in dem sich die Frage der Untersuchungs- und Sicherheitshaft stellt, 
sofern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die be-
schuldigte Person solche Straftaten begangen hat. Der Nachweis, dass die be-
schuldigte Person eine Straftat verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis 
oder einer erdrückenden Beweislage als erbracht (vgl. BGE 143 IV 9 E. 2.3.1 mit 
Verweis auf BGE 137 IV 84 E. 3.2). Notwendig, aber auch ausreichend ist 
grundsätzlich eine ungünstige Rückfallprognose (BGE 143 IV 9 E. 2.10). Bei der 
Beurteilung der Rückfallgefahr stellen sich ähnliche Fragen wie im Zusammenhang 
mit der Gewährung oder Verweigerung des bedingten Strafvollzugs. Massgebliche 
Kriterien sind die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delikte, die einschlägi-
gen Vorstrafen und diesbezüglichen Aggravationstendenzen, ferner die finanzielle 
Situation, die familiäre Verankerung, die Möglichkeit einer Berufstätigkeit und nicht 
zuletzt der physische und psychische Gesundheitszustand (BGE 143 IV 9 E. 2.8; 
137 IV 84 E. 3.2).

6.2 Der Beschwerdeführer ist hinsichtlich der ihm vorgeworfenen Raubüberfälle ge-
ständig. Das Vortatenerfordernis ist damit erfüllt. Beim Raub nach Art. 140 StGB 
handelt es sich um ein Verbrechen. Die Sicherheit anderer wird dadurch erheblich 
gefährdet. Raub gilt auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als 
schweres Vermögensdelikt, das die Anordnung von Untersuchungshaft wegen 
Wiederholungsgefahr rechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_247/2016 vom 
27. Juli 2016 E. 2.1 mit Verweis auf 1B_379/2011 vom 2. August 2011 E. 2.9). 

Der Beschwerdeführer ist geständig, innerhalb eines Jahres sechs Raubüberfälle 
und drei Raubversuche begangen zu haben. Mit Blick auf die Häufigkeit der Delikte 
(im Oktober erfolgten innerhalb weniger Stunden zwei Raubversuche), der finanzi-
ellen Situation sowie der fehlenden familiären Verankerung ist dem Beschwerde-
führer eine ungünstige Prognose zu stellen. Es wird auf den Antrag auf Abweisung 
des Haftentlassungsgesuchs der Staatsanwaltschaft vom 5. Dezember 2018 ver-
wiesen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 
durch die nun erfolgte Anmeldung bei der Gemeinde, dem Sozialdienst und der 
Krankenkasse davon abgehalten wird, weitere Raubüberfälle zu begehen. Sein 
Sinneswandel ist mit Blick auf die zeitliche Abfolge und sein seit Jahren vorhande-
nes Bewusstsein hinsichtlich anderer Unterstützungsmöglichkeiten zu wenig 
glaubhaft. Anstatt sich seinen finanziellen Verpflichtungen zu stellen, tauchte er un-

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ter und entschied sich bewusst für eine deliktische Geldbeschaffung. Mit Blick dar-
auf sowie die Regelmässigkeit der Überfälle kann auch nicht von einer ausnahms-
weisen finanziellen Notlage ausgegangen werden. Es besteht die konkrete Be-
fürchtung, dass der Beschwerdeführer rasch wieder in ein solches Verhaltensmus-
ter fällt. Die Unterstützung durch den Sozialdienst gewährleistet abgesehen davon 
nur das Existenzminimum. Damit sind weitere Delikte aus finanziellen Motiven nicht 
ausgeschlossen. Die Wiederholungsgefahr ist damit ebenfalls zu bejahen. 

7.

7.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Auch ohne entsprechenden Antrag ist zu prüfen, ob eine Haftentlassung 
gestützt auf ausreichende Ersatzmassnahmen möglich beziehungsweise geboten 
erscheint (BGE 133 I 27 E. 3.2 [Pra 2007 Nr. 26]). Darüber hinaus hat eine in Haft 
gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb 
einer angemessenen Frist abgeurteilt oder während des Verfahrens aus der Haft 
entlassen zu werden. Dass eine an sich rechtmässige Haft nicht übermässig lange 
dauern darf, ergibt sich aus dem Verfassungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine 
übermässige Haft liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der zu er-
wartenden Strafe übersteigt (sog. Überhaft; BGE 139 IV 270 E. 3.1). 

7.2 Bei ausgeprägter Fluchtgefahr sind Ersatzmassnahmen, einzeln oder in Kombina-
tion, in aller Regel nicht ausreichend. Eine Meldepflicht ist nicht geeignet, ein Un-
tertauchen des Beschwerdeführers zu verhindern, sondern erlaubt einzig die ra-
sche Einleitung einer Fahndung im Falle einer Flucht. Mit Blick auf ein Untertau-
chen in der Schweiz ist auch eine Schriftensperre nicht geeignet, den Beschwerde-
führer an einer Flucht zu hindern. Eine Sicherheitsleistung fällt aufgrund der finan-
ziellen Situation des Beschwerdeführers ausser Betracht. Abgesehen davon ist 
nicht ersichtlich und wird auch nicht begründet, inwiefern der Wiederholungsgefahr 
dadurch wirksam begegnet werden könnte. 

7.3 In Anbetracht der Strafdrohung in Art. 140 StGB liegt noch keine übermässige Haft 
vor. Die Fortführung der Untersuchungshaft bis am 8. Februar 2019 ist damit auch 
verhältnismässig. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes wird zu Recht 
nicht geltend gemacht. 

Die Beschwerde ist abzuweisen.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlich bestellten Anwalts wird am 
Ende des Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt. 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘500.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für das Beschwerdeverfahren wird am 
Ende des Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident D.________

(mit den Akten)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(mit den Akten)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 3. Januar 2019 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt
i.V. Gerichtsschreiberin Lauber

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.