# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e17dd7de-aaf5-546b-bf72-08be6145ef03
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.08.2018 200 2018 249
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-249_2018-08-23.pdf

## Full Text

200 18 249 IV
SCJ/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. August 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 22. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 29. Juli 2012 unter Hinweis auf eine Sarkoidose mit 
schwerer Lungenbeteiligung bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Daraufhin führte die 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medizinische und erwerbli-
che Erhebungen durch. Dabei gewährte sie insbesondere ein Belast-
barkeitstraining vom 9. Dezember 2013 bis 16. März 2014 (Mitteilung vom 
27. November 2013; AB 40), ein Aufbautraining vom 17. März bis 31. Au-
gust 2014 (Mitteilungen vom 28. Februar und 22. Mai 2014; AB 45 und 61), 
ein Arbeitstraining vom 1. September bis 14. Dezember 2014 (Mitteilungen 
vom 19. August und 13. November 2014; AB 69 und 78) sowie einen Ar-
beitsversuch vom 23. März bis 21. Juni 2015 (Mitteilung vom 25. März 
2015; AB 102). Zudem holte die IVB auf Anraten des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 122) ein polydisziplinäres (internistisches, orthopädi-
sches, psychiatrisches und pneumologisches) Gutachten von den Fachärz-
ten der C.________ (MEDAS) ein (Expertise vom 5. November 2015; 
AB 132.2; vgl. auch die Stellungnahme der MEDAS vom 23. März 2016; 
AB 140). Im weiteren Verlauf liess sie den Versicherten durch den RAD-
Psychiater Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, nochmals untersuchen (Bericht vom 28. März 2017; AB 173).

Gestützt auf die getätigten Erhebungen stellte die IVB dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 30. Mai 2017 (AB 178) bei einem ermittelten Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von 58% die Zusprache einer vom 1. Mai 2015 bis am 
30. Juni 2017 befristeten halben IV-Rente in Aussicht. Dagegen verneinte 
sie einen Rentenanspruch vom 1. Februar 2013 bis 30. April 2015 sowie für 
die Zeit ab dem 1. Juli 2017 bei einem IV-Grad von 15% resp. 32%. Mit 
diesem Vorbescheid zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden 
(AB 184 und 186; vgl. auch AB 198). Nach Einholung weiterer Stellung-
nahmen des RAD (AB 190, 191, 201) sprach die IVB mit Verfügung vom 
22. Februar 2018 (AB 204) – wie im Vorbescheid angekündigt – eine vom 
1. Mai 2015 bis am 30. Juni 2017 befristete halbe IV-Rente zu.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 3

B.

Hiergegen erhebt der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 3. April 2018 Beschwerde und stellt folgende Rechtsbe-
gehren:

1. Die Verfügung vom 22. Februar 2018 sei bezüglich der Rentenein-
stellung per 30. Juni 2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer 
über dieses Datum hinaus eine halbe IV-Rente zuzusprechen.

2. Eventualiter: Die Verfügung vom 22. Februar 2018 sei aufzuheben 
und die Streitsache sei zur Einholung ergänzender medizinischer 
Abklärungen (Spiroergometrie) und anschliessendem Neuent-
scheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – 

In der Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2018 schliesst die Beschwerde-
gegnerin unter Hinweis auf eine Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 20. April 2018 
(in den Gerichtsakten) auf Abweisung der Beschwerde. 

In der Stellungnahme vom 22. Mai 2018 hält der Beschwerdeführer an sei-
nen bisherigen Ausführungen und Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 22. Februar 2018 
(AB 204). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist vorliegend der 
grundsätzliche Anspruch auf eine IV-Rente, unter Einschluss der vom 1. 
Mai 2015 bis am 30. Juni 2017 befristet zugesprochenen halben IV-Rente, 
zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6 
S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

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2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b). 

Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 
Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 7

3.1.1 PD Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
und für Pneumologie, diagnostizierte im Bericht vom 27. August 2013 (AB 
30) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Sarkoidose Stadium II, 
bestehend seit 2012. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er 
ein metabolisches Syndrom, eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung 
GOLD Stadium II – III sowie chronische Knieschmerzen auf (S. 1). Der Be-
schwerdeführer sei aufgrund der bestehenden pulmonalen Symptomatik, 
der chronischen Knie- und Rückenschmerzen und des Übergewichts ein-
geschränkt. Dies wirke sich insofern auf die Arbeit aus, als eine verminder-
te körperliche Leistungsfähigkeit, eine anstrengungsabhängige Dyspnoe 
und ein intermittierender chronischer Hustenreiz vorlägen. Basierend auf 
der Lungenfunktion mit einer obstruktiven Ventilationsstörung mittleren bis 
schweren Grades sowie einer Spiroergometrie bestehe aktuell eine medizi-
nisch-theoretische Invalidität von 50% bis 75%. Unter mehrmonatiger in-
tensivierter Immunsuppression zeige sich eine Stabilisierung der Grund-
erkrankung mit diskreter subjektiver und objektiver Verbesserung (S. 3). 
Ferner attestierte der Pneumologe in der angestammten Tätigkeit bis auf 
weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1).

3.1.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Pneumologie, diagnostizierte im Bericht vom 22. September 2014 
(AB 74) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Sarkoidose Stadium 
III – IV, eine COPD GOLD II und ein metabolisches Syndrom. Den Ge-
sundheitszustand bezeichnete er als stationär (S. 1). Es liege eine Ein-
schränkung der Lungenfunktion von 50% vor, was eine körperliche Limita-
tion und ein rasches Ermüden bewirke. Sitzende Tätigkeiten, ohne Heben 
von Lasten, seien in einem Arbeitspensum von 50% zumutbar (S. 3).

3.1.3 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 3. Mai 2015 (AB 110) eine Sarkoidose und 
eventuell eine Schlafapnoe. Den Gesundheitszustand bezeichnete er als 
stationär (S. 2). Der Beschwerdeführer sei geistig und psychisch ohne Be-
fund. Körperlich sei er bereits nach kleinster Anstrengung erschöpft (S. 3). 
Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr möglich. In einer ideal angepass-
ten Tätigkeit (sitzend, ohne Heben und Tragen von Lasten) bestehe eine 
ca. 50% bis 80%-ige Arbeitsfähigkeit (S. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 8

3.1.4 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 13. Mai 2015 (AB 117) mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit namentlich eine Anpassungsstörung mit längerer de-
pressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) und eine generalisierte Angststörung 
(ICD-10 F41.1; S. 2). Der Beschwerdeführer leide an einem permanent 
erhöhten Angstniveau mit Schwierigkeiten Luft zu bekommen, einer soma-
tisch aber auch psychisch bedingten Atemnot, einem Engegefühl in der 
Brust, einer Angst zu sterben, einem Grübeln, einer Hoffnungslosigkeit, 
einer Kraftlosigkeit, einer gedrückte Verstimmung, einer Konzen-
trationsschwäche, einer mangelnden Belastbarkeit sowie einer Überforde-
rungstendenz. Aus psychiatrischer Sicht seien die bisherige und eine an-
gepasste Tätigkeit zu 50% resp. vier Stunden täglich zumutbar (S. 4).

3.1.5 Auf Anraten des RAD wurde der Beschwerdeführer im weiteren Ver-
lauf durch die Fachärzte der MEDAS polydisziplinär begutachtet. In der 
Expertise vom 5. November 2015 (AB 132.2) wurden mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit eine Sarkoidose, radiologisches Stadium II, ein Ver-
dacht auf eine Dekonditionierung bei schwerer Adipositas, eine mittelgradi-
ge depressive Episode mit somatischem Syndrom und multiple Gelenk-
schmerzen diagnostiziert. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wur-
de namentlich ein metabolisches Syndrom aufgeführt (S. 61 Ziff. 7.1). 

Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, die bestehende Sarkoidose, 
die rasche Gewichtszunahme durch die Cortison-Therapie und das nach-
folgende metabolische Syndrom, die persistierende Luftnot sowie die ge-
ringe körperliche Belastbarkeit hätten beim Beschwerdeführer zu einer zu-
nehmenden Passivität geführt. Auf den massiven Lebensstilwandel habe er 
mit der Entwicklung einer Depression reagiert, wobei das Bild vor allem 
durch Antriebsminderung, Interessensverlust sowie massiven sozialen 
Rückzug geprägt werde (S. 48 Ziff. 5.4.1). Invaliditätsfremde Faktoren, ins-
besondere Hinweise auf eine Aggravation, fänden sich nicht (S. 49 
Ziff. 5.4.3). Die bestehenden Angstsymptome seien höchstens im Rahmen 
einer Reaktion auf schwere Belastung (ICD-10 F43.8) zu diskutieren, je-
doch erreichten die Ausprägung und Schwere nicht den Grad einer ei-
genständigen Störung (S. 50). Aus rein psychiatrischer Sicht betrage die 
Arbeitsfähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 9

Tätigkeit 50%, dies seit Beginn der ambulanten psychiatrischen Behand-
lung im Juli 2014 (S. 51). Aus internistischer Sicht wurden keine Einschrän-
kungen der Arbeitsfähigkeit festgestellt (S. 59 Ziff. 6.6). Aus pneumologi-
scher Sicht stehe die lungenparenchymatöse Erkrankung mit signifikanter 
Einschränkung der Lungenfunktion im Sinne einer schweren gemischt re-
striktiv/obstruktiven Ventilationsstörung im Vordergrund. Unter Berücksich-
tigung der Ergebnisse der pneumologischen Untersuchung und der Vorak-
ten komme der Verdacht auf, dass hier eine möglicherweise seit Jahren 
ausgebrannte Sarkoidose „gehegt und gepflegt“ werde. Jedenfalls hätten 
die diversen Therapien nie eine signifikante Verbesserung bewirken kön-
nen. Man sei nicht einmal sicher, ob beim Lungenleiden nicht einfach eine 
genuine raucherbedingte COPD die Hauptrolle spiele. Zur geschilderten 
Dyspnoe II dürften die schwere Adipositas und wohl auch eine Dekonditio-
nierung massgeblich beitragen. Bezüglich der bestehenden Arbeitsfähigkeit 
sei die Diagnose per se irrelevant, da die Krankheit seit Jahren stabil ver-
laufe und die Prognose damit als gut bezeichnet werden müsse. Der Be-
schwerdeführer sei unter Berücksichtigung der pulmonalen Reserven für 
leichte angepasste (sitzend, intermittierend auch stehend und gehend, in 
lufthygienisch akzeptablen Bedingungen) Tätigkeiten voll arbeitsfähig, wo-
bei intermittierend auch mittelschwere Arbeiten zugemutet werden könnten. 
Die angestammte, körperlich schwere Tätigkeit (…/… in Schichtarbeit) sei 
nicht mehr zumutbar (AB 132.3 S. 4). 

Aus polydisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass die 
angestammte schwere Tätigkeit seit anfangs 2012 nicht mehr zumutbar 
sei. In einer leichten angepassten Tätigkeit (ohne Zwangshaltungen, ohne 
Besteigen von Leitern oder Gerüsten, ohne Heben über 15kg, ohne regel-
mässiges Heben von 10kg, mit geringen Anforderungen an die psycho-
physische Belastbarkeit, wechselbelastend, mit der Möglichkeit des selbst-
gewählten Aufstehens und Umhergehens sowie selbstgewählten Pausen, 
mit lufthygienisch akzeptablen Bedingungen) bestehe seit Juli 2014 eine 
50%-ige Arbeitsfähigkeit (AB 132.2 S. 65 f. Ziff. 8.1 und 8.2). 

In der Folge hielten die MEDAS-Gutachter in der Stellungnahme vom 
23. März 2016 (AB 140) unter Berücksichtigung der von der Krankentag-

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geldversicherung des Beschwerdeführers veranlassten Observation vom 
20. September bis 8. November 2013 (AB 136.2) an ihrer Beurteilung fest.

3.1.6 Dr. med. I.________ wiederholte im Bericht vom 23. Februar 2017 
(AB 170) die zuvor gestellten Diagnosen. Ferner bezeichnete er den Ge-
sundheitszustand als stationär, wobei die letzte Kontrolle am 3. Oktober 
2016 stattgefunden habe (S. 2). Es bestünden leichte kognitive und affekt-
bezogene Symptome, eine Vulnerabilität sowie eine Überforderungsten-
denz. Durch Erstere sei die Belastbarkeit des Beschwerdeführers im Alltag 
und Beruf sowie im sozialen Netz leicht bis mittelschwer eingeschränkt. 
Eine Präsenzzeit von bis zu vier Stunden am Tag sei dem Beschwerdefüh-
rer zumutbar. Angaben zur bestehenden Arbeitsfähigkeit machte der be-
handelnde Psychiater nicht (S. 3 f.).

3.1.7 Im weiteren Verlauf fand eine Untersuchung durch den RAD-
Psychiater Dr. med. D.________ statt. Dieser diagnostizierte im Bericht 
vom 28. März 2017 (AB 173) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Angststörung mit Befürchtung eines ungünstigen Verlaufs oder mögli-
cher Todesfolge durch eine somatische Erkrankung (ICD-10 F41.8). Ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine (aktenanamnestisch 
mittelgradige) depressive Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4), 
sowie Probleme in Verbindung mit lange dauernder Arbeitslosigkeit (ICD-
10 Z56) und mit ökonomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59) an (S. 22). Die 
psychiatrische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten vom 
5. November 2015 (AB 132.2) sei zum damaligen Zeitpunkt nachvollzieh-
bar. Hingegen erscheine die Festlegung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit 
auf Juli 2014 nicht ausreichend ausgewiesen. Zu einer Verschlechterung 
des psychischen Befindens scheine es erst während des Arbeitsversuchs, 
welcher bis Juni 2015 gedauert habe (AB 102), gekommen zu sein, was in 
Übereinstimmung mit den Angaben des behandelnden Psychiaters vom 
13. Mai 2015 (AB 117) und der Leistungsbeurteilung des Arbeitsversuchs 
(AB 123) stehe (S. 25). Die im Oktober 2015 festgestellte mittelgradige 
depressive Episode mit somatischem Syndrom sei zum gegenwärtigen 
Zeitpunkt als remittiert zu betrachten, da die Kriterien für eine depressive 
Episode nicht mehr ausreichend erfüllt seien (S. 26). Psychopathologisch 
bestünden (aktuell) eine Einengung des formalen Denkens und Befürch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 11

tungen im Zusammenhang mit der körperlichen Grunderkrankung und de-
ren mögliche Auswirkungen, Grübeln, Besorgnis, leichte Affektarmut, leich-
te Einschränkung der affektiven Modulations- und Schwingungsfähigkeit, 
leichte Antriebsminderung und Schlafstörungen. Ferner lägen eine mittel-
gradige Beeinträchtigung bei Spontan-Aktivitäten und leichte Beeinträchti-
gungen bei Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit und 
Selbstbehauptungsfähigkeit vor. Damit sei eine leichte Verminderung der 
psychischen Belastbarkeit festzustellen. Aus psychiatrischer Sicht ergebe 
sich seit dem Zeitpunkt der Untersuchung vom 27. März 2017 eine Vermin-
derung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 20% für angepasste Tätig-
keiten (ohne besondere psychische Belastungen z.B. hoher Zeit- und Leis-
tungsdruck, hoher Verantwortung oder schnellem Treffen weitreichender 
Entscheidungen, ohne Nacht- oder Schichtarbeit). Zuvor habe ab Mai 2015 
eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 27 f.).

3.1.8 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm der RAD-Arzt 
Dr. med. E.________ am 7. September 2017 Stellung (AB 190). Im ME-
DAS-Gutachten vom 5. November 2015 sei nachvollziehbar dargelegt wor-
den, dass aus pneumologischer Sicht nie eine Arbeitsunfähigkeit für leichte 
körperliche Tätigkeiten bestanden habe. Bezüglich der Einschätzung der 
aktuellen Arbeitsfähigkeit ergäben sich keine neuen Aspekte (S. 5).

Ferner hielt der RAD-Psychiater Dr. med. D.________ in seiner Stellung-
nahme vom 7. September 2017 (AB 191) an seinen bisherigen Ausführun-
gen fest (S. 2 f.).

3.1.9 Dr. med. H.________ führte im – im Rahmen der Beschwerde ein-
gereichten – Bericht vom 5. März 2018 (Beschwerdebeilage [BB] 5) aus, 
aktuell sei die gesundheitliche (pneumologische) Situation unter der 
immunsuppressiven Therapie stabil. Aus hausärztlicher Sicht könne der 
Beschwerdeführer nur noch leichte körperliche Tätigkeiten ausführen (Ar-
beiten am Tisch, Autofahrten, etc.) in einem ca. 50%-igen Arbeitspensum. 
Zusätzlich arbeitsrelevante Diagnosen seien das mittelschwere obstruktive 
Schlafapnoesyndrom und die Adipositas per magna. Die übrigen Diagno-
sen seien nicht rentenrelevant. Die seit Jahren bestehenden Gelenk-
schmerzen könnten medizinisch nicht klar zugeordnet werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 12

3.1.10 Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
für Pneumologie, diagnostizierte im Bericht vom 8. März 2018 (BB 4) na-
mentlich eine pulmonale Sarkoidose Stadium II, eine chronisch obstruktive 
Pneumopathie, ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-Hypopnoe-
Syndrom sowie ein metabolisches Syndrom (S. 1 ff.). Die im Sommer 2017 
zunehmende Sarkoidose-Aktivität sei durch die fehlende Wirksamkeit der 
mehrjährigen Remicade-Therapie durch Antikörperbildung zu erklären. 
Deshalb sei die immunsuppressive Therapie mit initial systemischen Korti-
kosteroiden und seit Dezember 2017 mit Arava intensiviert worden. Darun-
ter habe wieder sowohl eine subjektive Stabilisierung der respiratorischen 
Situation, mit aber nach wie vor deutlichen Einschränkungen im Alltag, als 
auch eine objektive Verbesserung mit Abnahme der Obstruktion erreicht 
werden können. Um die aktuelle Arbeitsfähigkeit abschliessend beurteilen 
zu können, sei eine Spiroergometrie erforderlich. Anhand dieser Untersu-
chung könne die leistungslimitierende Komponente identifiziert und die me-
dizinisch theoretische Ateminvalidität, gerade auch in Bezug auf mögliche 
berufliche Aktivitäten, festgestellt werden (S. 3).

3.1.11 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________ nahm am 20. April 2018 zu den 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Arztberichten Stel-
lung (in den Gerichtsakten). Hinsichtlich der bestehenden pulmonalen 
Symptomatik zeige sich im Juli 2017 eine vorübergehende Verschlechte-
rung, welche sich aber soweit gebessert habe, dass die Lungenfunktion 
vom Februar 2018 praktisch wieder vergleichbare Werte zu den Lungen-
funktionen vom Oktober 2015 resp. Juni 2016 aufweise. Somit könne be-
legt werden, dass die pneumologische Situation seit mindestens 2015 sta-
bil gehalten werden konnte, womit die Einschätzung des pneumologischen 
MEDAS-Gutachters nicht widerlegt werden könne. Ferner hätten weder das 
erwähnte mittelschwere obstruktive Schlafapnoesyndrom noch die Adipo-
sitas per magna mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit. Dem Beschwerdeführer sei durchaus zumutbar, sein 
Gewicht zu reduzieren und mittels eines adäquaten körperlichen Trainings 
die körperliche Belastbarkeit auch zugunsten der pneumologischen Situati-
on zu verbessern (S. 4). Zusammenfassend könne an der bisherigen Beur-
teilung festgehalten werden, womit auf die Durchführung einer Spiroergo-
metrie verzichtet werden könne. Diesbezüglich wies der RAD-Arzt insbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 13

sondere darauf hin, dass die bestehende Adipositas per magna einen deut-
lich limitierenden Faktor bezüglich der Beurteilung der Leistungsfähigkeit bei 
einer Spiroergometrie darstelle, womit diese Untersuchung bezüglich der Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit von vornherein als nur bedingt aussagekräftig zu 
interpretieren sei (S. 5).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die MEDAS-Gutachter haben sich in ihren ärztlichen Beurteilungen 
in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und ihre 
Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf ihre eigenen Untersuchun-
gen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Somit erfüllt das po-
lydisziplinäre Gutachten vom 5. November 2015 (AB 132.2) die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 14

schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
ihm volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Auf dieses Gutachten ist – wie nachfolgend dar-
gelegt wird – abzustellen.

3.4 In somatischer Hinsicht haben die MEDAS-Gutachter einlässlich 
begründet, dass der Beschwerdeführer an einer Sarkoidose, radiologisches 
Stadium II, einem Verdacht auf eine Dekonditionierung bei schwerer Adi-
positas sowie multiplen Gelenksschmerzen leidet und dass die ange-
stammte Tätigkeit (aufgrund der pulmonalen Symptomatik) seit anfangs 
2012 nicht mehr zumutbar ist. Ferner haben sie schlüssig dargelegt, dass 
(aus somatischer Sicht) in einer leichten angepassten Tätigkeit (ohne 
Zwangshaltungen, ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten, ohne Heben 
über 15kg, ohne regelmässiges Heben von 10kg, wechselbelastend, mit 
der Möglichkeit des selbstgewählten Aufstehens und Umhergehens sowie 
selbstgewählten Pausen, mit lufthygienisch akzeptablen Bedingungen) kei-
ne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (AB 132.2 S. 61 Ziff. 7.1 und 
S. 65 f. Ziff. 8.1 f.). Diese Beurteilung ist nicht nur in sich nachvollziehbar 
und überzeugend, sondern sie wurde im weiteren Verlauf durch den RAD-
Arzt Dr. med. E.________ mehrfach bestätigt (Berichte vom 7. September 
2017 [AB 190] und 20. April 2018 [in den Gerichtsakten]). Darauf ist abzu-
stellen.

Daran ändert nichts, dass PD Dr. med. F.________ im Bericht vom 27. Au-
gust 2013 (AB 30) insbesondere aufgrund einer obstruktiven Ventilations-
störung mittleren bis schweren Grades eine medizinisch-theoretische Inva-
lidität von 50% bis 75% attestiert hat (S. 3). Denn der MEDAS-Pneumologe 
hat einlässlich begründet, dass der Beschwerdeführer trotz der (ebenfalls) 
festgestellten mittelschweren bis schweren obstruktiven Ventilationsstörung 
für eine körperlich leichte, angepasste Tätigkeit voll einsatzfähig ist 
(AB 132.3 S. 3 f.). An der schlüssigen (somatischen) Beurteilung im ME-
DAS-Gutachten ändert ferner nichts, dass Dr. med. H.________ im Bericht 
vom 5. März 2018 (BB 5) in einer leichten Tätigkeit eine 50%-ige Arbeits-
fähigkeit attestiert hat. Denn eine nachvollziehbare Begründung der attes-
tierten Arbeitsunfähigkeit fehlt in diesem Bericht. Zudem scheint der Haus-
arzt bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit neben der pneumologischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 15

Situation das bestehende Schlafapnoesyndrom sowie die Adipositas per 
magna berücksichtigt zu haben, welchen jedoch gemäss den nachvollzieh-
baren Ausführungen des RAD-Arztes Dr. med. E.________ im Bericht vom 
20. April 2018 (in den Gerichtsakten) keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit zuzuerkennen ist (S. 5). Dass eine Adipositas grundsätzlich keinen 
invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellt, steht im Übrigen im Ein-
klang mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung (Entscheid des Bundes-
gerichts vom 22. August 2008, 8C_74/2008, E. 2.2).

Auch der Umstand, dass der MEDAS-Pneumologe Bedenken am Vorliegen 
einer klinisch relevanten Sarkoidose-assoziierten lungenparenchymatosen 
Erkrankung geäussert hat, vermag die Schlussfolgerungen im MEDAS-
Gutachten – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5) – nicht in 
Zweifel zu ziehen, zumal der pneumologische Gutachter die Arbeitsfähig-
keit nicht aufgrund der Diagnose, sondern gestützt auf die früheren und 
aktuellen pulmonalen Reserven und unter Berücksichtigung des stabilen 
Verlaufs der Krankheit beurteilt hat (AB 132.3 S. 4). Dass die pneumologi-
sche Symptomatik seit Jahren stabil ist, findet in den vorliegenden Akten 
ihren Rückhalt. So bezeichneten sowohl Dr. med. G.________ als auch 
Dr. med. H.________ den Gesundheitszustand als stationär (AB 74 S. 1 
und 110 S. 2). Soweit Dr. med. J.________ im Bericht vom 8. März 2018 
(BB 4 S. 3) von einer seit Sommer 2017 zunehmenden Sarkoidose-Aktivität 
spricht, hat der RAD-Arzt Dr. med. E.________ in seiner Stellungnahme 
vom 20. April 2018 (in den Gerichtsakten) nachvollziehbar dargelegt, dass 
es sich dabei nur um eine vorübergehende Verschlechterung gehandelt 
habe, welche sich wieder gebessert habe. Die Resultate der seit Oktober 
2015 durchgeführten Lungenfunktionsprüfungen seien weitgehend unver-
ändert ausgefallen (S. 4). Dr. med. J.________ führte denn auch selber 
aus, dass durch die (neue) Therapie mit Arava eine subjektive Stabilisie-
rung der respiratorischen Situation und eine objektive Verbesserung habe 
erreicht werden können (BB 4 S. 3). Und letztlich geht auch der Hausarzt 
Dr. med. H.________ im Bericht vom 5. März 2018 (BB 5) weiterhin von 
einer stabilen gesundheitlichen Situation aus. Damit ist aufgrund der im 
Beschwerdeverfahren eingereichten Akten – entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers (Beschwerde S. 5) – seit der polydisziplinären Begut-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 16

achtung durch die Fachärzte der MEDAS keine Verschlechterung des (so-
matischen) Gesundheitszustandes ausgewiesen.  

Letztlich ändert vorliegend nichts, dass der Beschwerdeführer anlässlich 
der durchgeführten beruflichen (Eingliederungs-)Massnahmen ab Dezem-
ber 2013 (AB 49, 68, 72, 86, 123) kein Pensum von mehr als 50% geleistet 
hat. Denn entscheidend ist die medizinisch-theoretische Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit und nicht die im Rahmen einer beruflichen Abklärung ge-
zeigten Resultate.

3.5

3.5.1 Aus psychiatrischer Sicht wurde im Gutachten unter Beizug der 
klassifikatorischen Vorgaben der ICD-10 (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285 f.) 
einlässlich begründet, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen 
depressiven Episode mit somatischem Syndrom leidet (AB 132.2 S. 48 – 
51). Diese Beurteilung ist nicht nur nachvollziehbar und überzeugend, son-
dern sie wurde im weiteren Verlauf durch den RAD-Psychiater Dr. med. 
D.________ im Bericht vom 28. März 2017 bestätigt (AB 173 S. 24 f.). Dar-
auf ist abzustellen. Daran ändert nichts, dass der behandelnde Psychiater 
Dr. med. I.________ in den Berichten vom 13. Mai 2015 und 23. Februar 
2017 eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und eine 
generalisierte Angststörung diagnostiziert hat (AB 117 und 170 jeweils 
S. 2). Denn die MEDAS-Psychiaterin hat sich in ihrer Beurteilung mit die-
sen beiden Diagnosen auseinandergesetzt und einlässlich dargelegt, wes-
halb diese nicht zu erheben sind (AB 132.2 S. 48 Ziff. 5.4.2). 

3.5.2 Soweit die psychiatrische Gutachterin jedoch aufgrund der beste-
henden mittelgradigen depressiven Episode eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit von 50% attestiert hat (AB 132.2 S. 51), kann ihr mit Bezug 
auf die vorliegend streitigen Belange nicht ohne weiteres gefolgt werden. 
Vielmehr ist deren rechtliche Ausgewiesenheit nach Massgabe der ein-
schlägigen Indikatoren zu prüfen (vgl. E. 2.1 hiervor): 

Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass hier keine Ausschlussgründe in 
Sinne der höchstrichterlicher Rechtsprechung vorliegen (BGE 141 V 281 
E. 2.2 S. 287 f. unter Hinweis auf BGE 131 V 49). Insbesondere fand die 
Gutachterin keine Hinweise für eine Aggravation oder Simulation (AB 132.2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 17

S. 49). Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu 
beurteilen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298): Zum Indikator Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde und Symptome ist festzuhalten, dass diese 
gemäss der psychiatrischen Gutachterin mittelgradig ausgeprägt sind 
(AB 132.2 S. 49 f.), was im Lichte der Untersuchungsbefunde sowie des 
geschilderten Tagesablaufs bzw. der Aktivitäten (AB 132.2 S. 48 – 51) 
überzeugt. Betreffend den Indikator „Behandlungs- und 
Eingliederungserfolg oder -resistenz“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) 
ist zu bemerken, dass gemäss der psychiatrischen Gutachterin an der Ko-
operation des Beschwerdeführers bezüglich der bisherigen psychiatrischen 
Therapie, welche er alle zwei Wochen besuche, kein Zweifel bestehe (AB 
132.2 S. 46 und 50). Zudem hat der Beschwerdeführer auch an den Ein-
gliederungsmassnahmen teilgenommen (AB 49, 68, 72, 86, 123). Damit 
liegen weder eine Behandlungs- noch eine Eingliederungsresistenz vor. Als 
massgebende somatische Komorbidität (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 
ff.) besteht eine leistungseinschränkende Sarkoidose (AB 132.3 S. 4 .f), die 
sich ressourcenhemmend auswirkt. Anhaltspunkte dafür, dass die Persön-
lichkeit des Beschwerdeführers ein Leistungsvermögen ausschlösse, sind 
nicht ersichtlich (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302). Der Komplex sozialer 
Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass der Beschwerdeführer 
über geringe mobilisierbare Ressourcen verfügt. Die psychiatrische Gut-
achterin wies eindrücklich auf den im Zusammenhang mit der Sarkoidose 
eingetretenen massiven Lebensstilwandel hin, welcher insbesondere durch 
einen massiven sozialen Rückzug geprägt werde (AB 132.2 S. 48 Ziff. 
5.4.1). Des Weiteren ist in der Kategorie „Konsistenz“ in Bezug auf die Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) keine Ungleichmässigkeit ersichtlich. Die 
Schilderungen des Beschwerdeführers zu seinem Tagesablauf und seinen 
sozialen Kontakten, welche sich in engen Grenzen halten, stehen im Ein-
klang. Ferner ist dem Gutachten zu entnehmen, dass der Beschwerdefüh-
rer vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht das gleiche 
(niedrige) Aktivitätsniveau aufgewiesen hat wie heute (AB 132.2 S. 51). Der 
ebenfalls zur Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 S. 304) 
gehörende Indikator „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 18

gewiesener Leidensdruck“ ist als erfüllt zu betrachten, nachdem der Be-
schwerdeführer seit Jahren therapeutische Optionen in Anspruch nimmt.

Nach dem Dargelegten besteht im Rahmen einer umfassenden Betrach-
tung der massgebenden Indikatoren kein Anlass, von der Beurteilung der 
MEDAS-Psychiaterin abzuweichen. Es ist folglich bezüglich der diagnosti-
zierten mittelgradigen depressiven Episode von einer 50%-igen Arbeitsun-
fähigkeit auszugehen.

3.5.3 Soweit die MEDAS-Psychiaterin den Beginn der aus psychiatrischer 
Sicht bestehenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf Juli 2014 da-
tiert hat (AB 132.2 S. 51), kann ihr jedoch nicht gefolgt werden. Diesbezüg-
lich hat der RAD-Psychiater Dr. med. D.________ im Bericht vom 28. März 
2017 unter Hinweis auf die Vorakten einlässlich und schlüssig begründet, 
dass eine Verschlechterung des psychischen Befindens erst ab Mai 2015 
ausgewiesen sei (AB 173 S. 25). Auf diese nachvollziehbare Beurteilung ist 
vorliegend abzustellen. Damit ist vorliegend aus psychischer Sicht ab Mai 
2015 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit erstellt. 

3.5.4 Hinsichtlich des Verlaufs des psychischen Gesundheitsschadens 
hat der RAD-Psychiater Dr. med. D.________ im Bericht vom 28. März 
2017 (AB 173) insbesondere gestützt auf seine eigene Untersuchung 
schlüssig dargelegt, dass die zuvor diagnostizierte mittelgradige depressive 
Episode zum Zeitpunkt der Untersuchung (März 2017) remittiert gewesen 
sei, da die entsprechenden Kriterien nicht mehr ausreichend erfüllt seien, 
und nunmehr eine Angststörung zu diagnostizieren sei, aufgrund welcher 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% bestehe (S. 26 ff.). 

Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 6 f.) ist diese Verbesse-
rung der gesundheitlichen (psychischen) Situation gestützt auf die vorlie-
genden Akten ausgewiesen. Insbesondere ist die durch den RAD-
Psychiater attestierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur Be-
gutachtung durch die MEDAS-Psychiaterin bereits deshalb schlüssig, als 
es offensichtlich zu einer Verbesserung der psychischen Gesundheit ge-
kommen ist, wie eine Gegenüberstellung der erhobenen Befunde ergibt. So 
stellte der RAD-Psychiater namentlich nur noch eine leichte Verminderung 
der psychischen Belastbarkeit fest (AB 173 S. 26). Zudem gab der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 19

schwerdeführer gegenüber dem RAD-Psychiater selber an, dass er sich 
besser gefühlt habe, weshalb er auch zwischen September 2016 und Fe-
bruar 2017 die Behandlung in der Praxis von Dr. med. I.________ unter-
brochen habe (S. 15). Dass seit der Untersuchung durch den RAD-
Psychiater im März 2017 eine massgebende Veränderung des psychischen 
Gesundheitszustandes eingetreten wäre, geht aus den Akten nicht hervor. 
Insbesondere ist im Zusammenhang mit der im Sommer 2017 festgestell-
ten zunehmenden Sarkoidoseaktivität (Beschwerde S. 6), welche jedoch 
nicht andauernd war (vgl. E. 3.4 hiervor), keine entsprechende Verschlech-
terung ausgewiesen.  

Die Frage, ob der vom RAD-Psychiater aufgrund der bestehenden Angst-
störung attestierten 80%-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer an-
gepassten Tätigkeit (AB 173 S. 27 f.) mit Bezug auf die vorliegend streiti-
gen Belange und unter Berücksichtigung des strukturierten Beweisverfah-
rens (vgl. E. 2.1 hiervor) gefolgt werden kann, braucht nicht abschliessend 
beurteilt zu werden. Selbst bei der Annahme einer 20%-igen Arbeits- und 
Leistungsunfähigkeit besteht kein Anspruch (mehr) auf eine IV-Rente (vgl. 
E. 4.5 hiernach).

3.6 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die angestamm-
te Tätigkeit als … seit Februar 2012 nicht mehr zumutbar ist und dass in 
einer leichten angepassten Tätigkeit ab Februar 2012 eine 100%-ige, ab 
Mai 2015 eine 50%-ige und ab März 2017 mindestens eine 80%-ige Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit bestanden hat. Die jeweiligen Veränderungen 
stellen Revisionsgründe dar (vgl. E. 2.5 hiervor). Der Sachverhalt ist somit 
hinreichend erstellt, weshalb sich – entgegen dem Antrag in der Beschwer-
de (S. 1) – weitere Beweiserhebungen erübrigen.

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleichs zu ermitteln.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 20

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 21

Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300; 129 V 222). Vorliegend ist aufgrund der seit Februar 2012 beste-
henden Sarkoidose eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit ausgewiesen (vgl. E. 3.4 hiervor). Der frühest mögliche Renten-
beginn ist deshalb unter Berücksichtigung des Wartejahres und der Anmel-
dung im Juli 2012 (AB 1) in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 
Abs. 1 IVG auf Februar 2013 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist ein 
Einkommensvergleich durchzuführen. 

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der 
K.________ AG (AB 116), ermittelt und per 2013 auf Fr. 76‘821.-- festge-
legt (AB 204 S. 5 f.), was nicht zu beanstanden ist. Gegenteiliges wird vom 
Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht. 

4.3.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen gestützt auf die 
Tabellenlöhne (LSE 2012) zu ermitteln (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

Ausgehend vom Zumutbarkeitsprofil der MEDAS-Gutachter, wonach dem 
Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit (körperlich leicht, ohne 
Zwangshaltungen, ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten, ohne Heben 
über 15kg, ohne regelmässiges Heben von 10kg, mit geringen Anforderun-
gen an die psycho-physische Belastbarkeit, wechselbelastend, mit der 
Möglichkeit des selbstgewählten Aufstehens und Umhergehens sowie 
selbstgewählten Pausen, mit lufthygienisch akzeptablen Bedingungen) zu 
100% zumutbar ist (AB 132.2 S. 65 f. Ziff. 8.1 und 8.2), ist es vorliegend 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Invalidenein-
kommen gestützt auf den Totalwert des Kompetenzniveaus 1 (einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) der Tabelle TA1 festge-
legt hat, zumal dem Beschwerdeführer verschiedene Verweistätigkeiten in 
diversen Tätigkeitsgebieten offen stehen. Der massgebliche monatliche 
Bruttolohn für Männer beträgt Fr. 5‘210.--. Auf die betriebsübliche Wochen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 22

arbeitszeit von 41.7 Stunden (Bundesamt für Statistik [BFS], Betriebsübli-
che Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [BUA], Total) und das 
massgebende Jahr 2013 aufgerechnet, resultiert daraus ein Einkommen 
von Fr. 65‘689.80 (Fr. 5‘210.-- : 40 x 41.7 x 12 : 101.7 x 102.5 [BFS, Nomi-
nallöhne Männer 2011 – 2017, Tabelle T1.1.10, Total]) im Jahr. 

Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist hier nicht 
gerechtfertigt und wurde von der Beschwerdegegnerin auch nicht vorge-
nommen.

4.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 76‘821.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 65‘689.80 resultiert ein IV-Grad von gerundet 14% 
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Es besteht folglich 
kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

4.4 Ab Mai 2015 ist aufgrund der – einen Revisionsgrund darstellenden 
– neu hinzugetretenen psychischen Symptomatik und der ab diesen Zeit-
punkt in einer angepassten Tätigkeit bestehenden 50%-igen Arbeitsfähig-
keit (vgl. E. 3.5 und 3.6 hiervor) eine weitere Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Wartefrist gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG aufgrund der weiterhin bestehenden 100%-igen Arbeitsun-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) erfüllt ist. 

4.4.1 Das Valideneinkommen ist gestützt auf die Angaben der ehemali-
gen Arbeitgeberin (vgl. E. 4.3.1 hiervor) auf Fr. 78‘802.-- festzusetzen 
(AB 116). 

4.4.2 Das Invalideneinkommen ist – ausgehend von der 50%-igen 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit – auf Fr. 33‘323.15 festzule-
gen (Fr. 5‘312.-- [LSE 2014, TA1, Kompetenzniveau 1, Total] : 40 x 41.7 
[BFS, BUA, Total] x 12 : 103.2 x 103.5 [BFS, Nominallohnindex Männer 
2011 – 2017, Tabelle T1.1.10, Total] x 0.5).

Da die behinderungsbedingten Einschränkungen bereits mit der Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50% (vgl. E. 3.4 und 3.5 hier-
vor) berücksichtigt wurden, rechtfertigt sich vorliegend kein zusätzlicher 
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn. Ein solcher wurde von der Be-
schwerdegegnerin auch nicht vorgenommen (AB 204 S. 5 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 23

4.4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78‘802.--  und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 33‘323.15 resultiert ein IV-Grad von gerundet 58%. 
Folglich besteht ab Mai 2015 ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. 
E. 2.2 hiervor).

4.5 Ab März 2017 ist in einer angepassten Tätigkeit von einer (zumin-
dest) 80%-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen (vgl. E. 3.5.4 
hiervor). Diese gesundheitliche Verbesserung, welche nach drei Monaten 
zu berücksichtigen ist (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), stellt einen Revi-
sionsgrund dar. Damit ist ab Juli 2017 eine weitere Invaliditätsbemessung 
vorzunehmen:

4.5.1 Das Valideneinkommen ist wiederum ausgehend von den Angaben 
der ehemaligen Arbeitgeberin zu ermitteln und auf Fr. 79‘512.-- (Fr. 5‘190.-- 
x 13 [Lohn] + Fr. 1‘003.50 [Zuschläge] x 12; AB 177) festzulegen. 

4.5.2 Das Invalideneinkommen ist – unter Berücksichtigung der maxima-
len Verminderung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 20% und ohne 
zusätzlichen leidensbedingten Abzug – auf Fr. 53‘883.70 (Fr. 5‘312.-- : 40 x 
41.7 x 12 [vgl. E. 4.4.2 hiervor]: 103.5 x 104.6 [BFS, Nominallohnindex 
Männer 2011 – 2017, Tabelle T1.1.10, Total] x 0.8) festzusetzen.

4.5.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 79‘512.-- und einem Invali-
deneinkommen von (mindestens) Fr. 53‘883.70 resultiert ein IV-Grad von 
gerundet (höchstens) 32%. Folglich besteht ab Juli 2017 kein Anspruch 
mehr auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor), weshalb der Rentenanspruch 
auf Ende Juni 2017 zu befristen ist.

4.6 Nach dem Dargelegten erweist sich die angefochtene Verfügung als 
korrekt, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Aug. 2018, IV/18/249, Seite 24

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.