# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 451a0766-12fd-54a0-ac6f-d0515b15e971
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-12
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008
**Docket/Reference:** DB.2011.92
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2011_92_el.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2011.92 
1 ST.2011.141 

Entscheid 

12. März 2012 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiberin Barbara Müller 

In Sachen 

A, 

vertreten durch RA Dr.iur. Martin Steiner,  
Tappolet & Partner, Steuerberatung,  
Asylstrasse 77, Postfach 1110, 8032 Zürich,  

gegen 

Beschwerdeführer/
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Der 1949 geborene A (nachfolgend der Pflichtige) war per 2008 hauptberuf-

lich  für  die  B  AG,  Dietlikon  (nachfolgend  B  AG),  tätig,  wo  er  einen  Nettolohn  von  Fr. 

103'019.-  erzielte.  Im  Nebenerwerb  amtete  er  als  Verwaltungsrat  verschiedener  Ge-

sellschaften;  die  dabei  erzielten  Honorare  von  insgesamt  Fr. 81'490.-  liess  er  bei  der 

Pensionskasse  der  B-Gruppe  (nachfolgend  PKB)  mitversichern.  In  letzterem  Zusam-

menhang brachte er in Pos. 16.1 der Steuerklärung 2008 Beiträge an die 2. Säule von 

Fr. 12'439.- in Abzug.  

Im  Einschätzungsentscheid  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2008  vom 

19.  November  2010  rechnete  die  Steuerkommissärin  die  letzteren  Vorsorgebeiträge 

auf.  Gegenüber  der  Selbstdeklaration  nahm  sie  zudem  noch  eine  Korrektur  bei  den 

deklarierten Verwaltungsratshonoraren vor.  

Gleich  verfuhr  sie  bei  der  mit  Hinweis  vom  19.  November  2010  angezeigten 

und mit Schlussrechnung vom 29. November 2010 formell eröffneten Veranlagung der 

direkten Bundessteuer 2008.  

B.  Die  gegen  diese  Einkommensaufrechnungen  gerichteten  Einsprachen 

hiess das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 21. April 2011 teilweise gut. Da-

bei  nahm  es die erwähnte Korrektur  bei  den  Verwaltungsratshonoraren  nach  Klärung 

der Sachlage zurück; festgehalten wurde indes an der Nichtabzugsfähigkeit der dekla-

rierten  zusätzlichen  Vorsorgebeiträge  von  Fr.  12'439.-.  Es  resultierten  die  folgenden 

Steuerfaktoren: 

Steuerperiode 2008  

   Staats- und Gemeindesteuer   

 Direkte Bundessteuer 

           (Fr.) 

Steuerbares Einkommen 

Satzbestimmendes Einkommen 

Steuerbares Vermögen 

343'700.- 

360'100.- 

9'489'000.- 

Satzbestimmendes Vermögen 

10'317'000.-. 

   (Fr.) 

344'400.- 

360'800.- 

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C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 25. Mai 2011 liess der Pflichtige beantra-

gen,  die  im  Zusammenhang  mit  den  externen  Verwaltungsratshonoraren  stehenden 

BVG-Beiträge zum Abzug zuzulassen.  Zudem forderte er die Zusprechung einer Par-

teientschädigung.  

Das kantonale Steueramt schloss mit Vernehmlassung vom 23. Juni 2011 auf 

Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  eidgenössische  Steuerverwaltung  (ESTV)  liess  sich 

nicht vernehmen.  

D. Mit Verfügung vom 9. August 2011 nahm der Einzelrichter des Rekursge-

richts ergänzende Untersuchungen rund um die strittigen BVG-Beträge vor. Der Pflich-

tige reichte in der Folge mit Antwort vom 29. September 2011 verschiedene Unterlagen 

ein  und  die  Vorinstanz  liess  sich  dazu  mit  Eingabe  vom  16.  November  2011  verneh-

men.  

Am  21.  Dezember  2011  mahnte  der  Einzelrichter  die  vollständige  Erfüllung 

der Auflage; gleichzeitig stellte er die Möglichkeit einer Höhertaxation in Aussicht. Der 

Pflichtige liess sich dazu sowie zur Vernehmlassung der Vorinstanz mit Eingabe vom 

23. Januar 2012 vernehmen; dies unter Einreichung von weiteren Unterlagen. Die Vor-

instanz reichte hierzu am 7. Februar 2011 eine weitere Stellungnahme ein.  

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  Von  den  Einkünften  werden 

laut  Art. 33  Abs. 1 

lit. d  DBG  bzw. 

§ 31 Abs. 1 lit. d StG die gemäss Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, 

Prämien und Beiträge zum Erwerb von Ansprüchen aus Einrichtungen der beruflichen 

Vorsorge abgezogen. Diese Bestimmungen vollziehen die bundesrechtliche Vorschrift 

von  Art. 81 Abs. 2  des  Bundesgesetzes  über  die  berufliche  Alters-,  Hinterlassenen- 

und  Invalidenvorsorge  vom  25. Juni  1982 (BVG),  wonach  die von  den Arbeitnehmern 

und  Selbstständigerwerbenden  nach  Gesetz  oder  reglementarischen  Bestimmungen 

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geleisteten  Beiträge  an  Vorsorgeeinrichtungen  bei  den  direkten  Steuern  des  Bundes, 

der Kantone und Gemeinden abziehbar sind.  

2. a) Der Pflichtige war pro 2008 hauptberuflich bei der B AG erwerbstätig und 

erzielte  dabei  einen  Grundlohn  von  brutto  Fr.  96'900.-;  zusätzlich  wurden  ihm  eine 

Treueprämie  von  Fr.  17'458.-  sowie  eine  Verwaltungsratsentschädigung  von 

Fr. 21'288.-  ausbezahlt  (vgl.  Lohnausweis  in  T-act.  6,  Blatt  2).  Mit  diesen  Einkünften 

unterlag er bei der beruflichen Vorsorge der obligatorischen Versicherungspflicht, denn 

diese  greift  ab  einem  Jahresslohn  von  Fr. 19'890.-  (vgl.  Art.  2  Abs.  1  BVG;  Stand 

2008). Versichert war der Pflichtige bei der Pensionskasse seines Hauptarbeitgebers, 

der PKB. 

b) Im Nebenerwerb war der Pflichtige in mehreren Drittgesellschaften als Ver-

waltungsrat tätig. Dabei erzielte er nach Abzug der AHV-Beiträge die folgenden Netto-

honorare (vgl. T-act. 6, Blatt 1 sowie Lohnausweise im Anhang): 

C AG 

D AG 

E AG 

F Holding AG 

G AG 

H AG 

I AG 

Total 

                                      Fr. 

5'546.- 

14'093.- 

14'093.- 

28'000.- 

6'000.- 

10'000.- 

    3'758.- 

81'490.- 

Diese nebenberuflichen Einkünfte liess er im Rahmen der beruflichen Vorsor-

ge bei der PKB mitversichern.  

c) Gemäss Lohnausweis kürzte die B AG dem Pflichtigen den Bruttolohn um 

arbeitnehmerseitige  Vorsorgebeiträge  von  Fr.  22'000.-.  Steuerlich  berücksichtigt  wur-

den diese Beiträge im Rahmen der üblichen Deklaration des Nettolohns. Mit Bezug auf 

die arbeitgeberseitigen Beiträge in gleicher Höhe übernahm die B AG Fr. 9'561.-; den 

Differenzbetrag  von  Fr.  12'439.-  stellte  sie  dem  Pflichtigen  unter  dem  Titel  "Arbeitge-

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berbeiträge  für  versicherte  externe  Lohnbezüge  des  Jahres  2008"  in  Rechnung  (vgl. 

deren  Schreiben  vom  18.  Dezember  2008;  T-act.  7).  Den  letzteren  Betrag  will  der 

Pflichtige ebenfalls steuermindernd berücksichtigt haben (vgl. Steuererklärung 2008 in 

T-act. 5; Pos. 16.1).  

d) Im Einschätzungs- bzw. Veranlagungsverfahren teilte die Steuerkommissä-

rin  dem  Pflichtigen  mit,  es  sei  nicht  ersichtlich,  inwiefern  angesichts  der  Deklaration 

des Nettolohns von der B AG ein weiterer Vorsorgeabzug begründet sein sollte, wes-

halb dazu Stellung zu nehmen sei (vgl. Auflage vom 23. September 2010 in T-act. 13).  

Der  Pflichtige  liess  dazu  mit  Schreiben  vom  28.  September  2010  (T-act.  14) 

antworten,  gemäss  Lohnausweis  habe  er  arbeitnehmerseitige  Vorsorgebeiträge  von 

Fr. 22'000.-  einbezahlt  und  vom  entsprechenden  Arbeitgeberanteil  habe  die  B  AG  ei-

nen  Anteil  von  Fr.  9'591.-  übernommen.  Der  Restbetrag  betreffe  die  mitversicherten 

Verwaltungsratshonorare von Drittfirmen. Die diesbezüglichen Arbeitgeberanteile habe 

er  selber  bezahlt;  sie  seien  weder  den  Drittfirmen  belastet,  noch  bereits  im  Lohnaus-

weis in Abzug gebracht worden.  

Im Veranlagungs- bzw. Einschätzungsentscheid (T-act. 19 und 20) verweiger-

te  die  Steuerkommissärin  die  steuermindernde  Berücksichtigung  der  deklarierten  Ar-

beitgeberbeiträge  alsdann  mit  der  Begründung,  es  fehle  eine  gesetzliche  Grundlage, 

wonach bei einer Teilzeitanstellung der Lohn zu 100% versichert werden könne.  

Dagegen liess der Pflichtige in seinen Einsprachen (T-act. 22 und 23) einwen-

den,  gemäss  Art. 46  Abs.  2  BVG  könne  sich  ein  Arbeitnehmer,  der  bei  einem  Arbeit-

nehmer obligatorisch versichert sei, für den Lohn von anderen Arbeitgebern zusätzlich 

versichern lassen.  

Diesen  Einwand  aufnehmend  hielt  die  Vorinstanz  in  den  angefochtenen  Ein-

spracheentscheiden (T-act. 29 und 30) an der Nichtabzugsfähigkeit des arbeitgebersei-

tigen Anteils fest. Sie erwog, dass die besagte Regelung nur zur Anwendung gelangte, 

wenn  sich  die  anderen  Arbeitgeber  der  PKB  angeschlossen  hätten  und  zudem  eine 

hälftige bzw. paritätische Bezahlung der Beiträge erfolgt wäre. Dies sei hier aber nicht 

der Fall, habe doch der Pflichtige mit Bezug auf die Drittfirmen die arbeitnehmer- und 

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die  arbeitgeberseitigen  Beiträge  entrichtet.  Die  erbrachten  Leistungen  qualifizierten 

damit als freiwillige Beiträge.  

3. a) Art. 46 BVG steht unter dem Titel "Erwerbstätigkeit im Dienste mehrerer 

Arbeitgeber" und lautet wie folgt: 

1)  Der  nicht  obligatorisch  versicherte  Arbeitnehmer,  der  im  Dienste 
mehrerer  Arbeitgeber  steht  und  dessen  gesamter  Jahreslohn 
19'890  (Stand  2008)  Franken  übersteigt,  kann  sich  entweder  bei 
der Auffangeinrichtung oder bei der Vorsorgeeinrichtung, der einer 
seiner  Arbeitgeber  angeschlossen  ist,  freiwillig  versichern  lassen, 
sofern deren reglementarische Bestimmungen es vorsehen. 

2)  Ist  der  Arbeitnehmer  bereits  bei  einer  Vorsorgeeinrichtung 
obligatorisch versichert,  kann  er  sich bei ihr,  falls ihre regle-
mentarischen Bestimmungen es nicht ausschliessen, oder bei 
der  Auffangeinrichtung  für  den  Lohn  zusätzlich  versichern 
lassen, den er von den anderen Arbeitgebern erhält. 

3)  Dem  Arbeitnehmer,  der  Beiträge  direkt  an  eine  Vorsorgeeinrich-
tung bezahlt, schuldet jeder Arbeitgeber jeweils die Hälfte der Bei-
träge,  die  auf  den  bei  ihm  bezogenen  Lohn  entfallen.  Die  Höhe 
des Arbeitgeber-Beitrages ergibt sich aus einer Bescheinigung der 
Vorsorgeeinrichtung. 

4)  Die  Vorsorgeeinrichtung  übernimmt  auf  Begehren  des  Arbeitneh-

mers das Inkasso gegenüber den Arbeitgebern. 

b) Zweck von Art. 46 BVG ist es, dem Arbeitnehmer das Recht einzuräumen, 

unter gewissen Voraussetzungen den Arbeitgeber zwingen zu können, bei einer  (frei-

willigen) Versicherung mitzuwirken. Die Bestimmung ermöglicht  damit dem Arbeitneh-

mer,  ohne  bzw.  gegen  den  Willen  des  Arbeitgebers  eine  solche  Versicherung  abzu-

schliessen.  Die  Norm  unterscheidet  dabei  zwei  Tatbestände.  Bei  beiden  geht  es  um 

Arbeitnehmer,  die  mehrere  Arbeitsverhältnisse  eingegangen  sind.  In  Abs.  1  wird  der 

Fall  behandelt,  dass  keines  dieser  Arbeitsverhältnisse  unter  das  Obligatorium  fällt, 

während sich Abs. 2 mit jenen Fällen befasst, bei denen eines dieser Arbeitsverhältnis-

se dem Obligatorium untersteht  (Geiser/Senti  in:  Schneider,  Geiser,  Gächter  [Hrsg], 

BVG und FZG, Bern 2010, Art. 46 N. 7f.).  

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Ein  Arbeitnehmer  kann  im  letzterwähnten  Fall  also  eine  Hauptanstellung  ha-

ben,  bei  der  er genügend  verdient,  um  obligatorisch bei  der  Zweiten  Säule versichert 

zu sein. Daneben kann er einen Nebenverdienst erzielen, bei dem er weniger als das 

für das Obligatorium Notwendige verdient. Er kann im Rahmen einer freiwilligen Versi-

cherung  alsdann  verlangen,  dass  der  entsprechende  Lohn  auch  mitversichert  wird. 

Dieser  Anspruch  auf  Versicherung  besteht  allerdings  nur  im  Rahmen  des  BVG-

Minimums bzw. des sog. koordinierten Lohns, welcher gemäss Art. 8 Abs. 1 der Ver-

ordnung  über  die  berufliche  Alters-,  Hinterlassenen-    und  Invalidenvorsorge  vom 

18. April  1984  (BVV2;  Stand  1.  Januar  2008)  den  Teil  des  Jahreslohns  zwischen 

Fr. 23'205.-  und  Fr.  79'560.-  ausmacht.  Soweit  der  Verdienst  darüber-  oder  darunter-

liegt, kann keine Versicherung nach Art. 46 BVG erfolgen (Geiser/Senti, Art. 46, N. 17). 

Letzteres  ergibt  sich  aus  Art.  29  Abs.  2  BVV2,  welche  (die  "Freiwillige  Versicherung" 

betreffende) Bestimmung festhält, dass bei einem Versicherten, welcher auch der obli-

gatorischen  Versicherung  unterstellt  ist,  sich  der  koordinierte Lohn  bei  der freiwilligen 

Versicherung errechnet, indem der von der obligatorischen Versicherung bereits abge-

deckte  Lohn  vom  gesamten  koordinierten  Lohn  abgezogen  wird.  Es  ist  also  das  der 

obligatorischen  Versicherung  unterstellte  Einkommen  vom  gesamten  Jahreseinkom-

men  vollständig  auf  das  BVG-Minimum  anzurechnen.  Nur  wenn  dieses  Einkommen 

nicht den gesamten koordinierten Lohn nach Art. 8 Abs. 1 BVG ausschöpft, fallen auch 

Teile des freiwillig versicherten Nebenverdienstes unter das BVG-Minimum. Das übrige 

mit  dem  Nebenverdienst  erzielte  Einkommen  fällt  in  den  überobligatorischen  Bereich 

und  insoweit  kann  der  Arbeitnehmer  den  Arbeitgeber  auch  nicht  verpflichten,  diesen 

Teil zu versichern (vgl. Thomas Geiser, Versicherungspflicht für Arbeitnehmer mit häu-

fig wechselnden oder befristeten Anstellungen in: recht 2005 S. 76, 79).   

c)  aa)  Der  Pflichtige  beruft  sich  auf  Abs.  2  der  vorgenannten  Bestimmung, 

sind doch seine Einkünfte aus dem Haupterwerb bei der B AG obligatorisch versichert 

und  betrifft  der  vorliegende  Streit  die  Versicherung  von  zusätzlichen  Einkünften  aus 

Tätigkeiten  bei  anderen  Arbeitgebern.  Die  Versicherung  solcher  Zusatzeinkünfte  ist 

damit grundsätzlich möglich, soweit das Reglement der Pensionskasse dies nicht aus-

schliesst.  Letzteres  ist  hier  nicht  der  Fall,  hält  doch  das  Reglement  der  PKB  in Art.  6 

Abs.  2  ausdrücklich  fest,  dass  Lohnbestandteile,  welche  die  versicherte  Person  von 

anderen Arbeitgebern bezieht, mit in die Versicherung einbezogen werden können (vgl. 

das ab 1. Januar 2008 gültige Reglement der PKB sowie die Bescheinigung der PKB 

vom 13. September 2011; R-act. 15/3+4). 

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bb) Die Vorinstanz hält nun aber dafür, dass sich die Arbeitgeber des Pflichti-

gen ausserhalb der B AG nicht im Sinn der Voraussetzung von Art. 46 Abs. 3 BVG der 

PKB angeschlossen hätten und damit insoweit keine paritätische bzw. hälftige Bezah-

lung der Vorsorgebeiträge erfolgt sei. Damit seien die erbrachten Pensionskassenbei-

träge nicht gesetzeskonform erfolgt.  

Dem  lässt  der  Pflichtige  beschwerde-  und rekursweise  entgegenhalten,  dass 

er die fraglichen Arbeitgeberanteile geschuldet habe, weil die betreffenden Arbeitgeber 

der  PKB  nicht  angeschlossen  gewesen  seien.  Gemäss  Art.  46  Abs.  3  BVG  hätte  er 

zwar diese Anteile von jedem Arbeitgeber zurückfordern können; hierbei handle es sich 

jedoch um eine "Kann-"Vorschrift. Ausserdem sei die Bestimmung lediglich dispositiver 

Natur, weil sie die freiwillige (ausserobligatorische) berufliche Vorsorge betreffe und die 

Bestimmung von Art. 46 BVG in Art. 49 BVG nicht aufgeführt sei. Es stehe ihm deshalb 

frei, auf sein Regressrecht zu verzichten. Dies ändere nichts daran, dass er die Arbeit-

geberbeiträge von Fr. 12'439.- gesetzes- und reglementskonform geleistet habe und er 

diese damit von den Einkünften abziehen könne.  

cc)  Der  Pflichtige  erzielte  im  Rahmen  seiner  Hauptanstellung  bei  der  B  AG 

einen Grundlohn von brutto Fr. 96'900.-, womit das BVG-Minimum, wie auf den nach-

folgenden Seiten 9 und 10 zu zeigen ist. bereits mehr als ausgeschöpft war. Die streit-

betroffenen  Nebenverdienste  fallen  demzufolge  in  den  überobligatorischen  Bereich, 

womit ein Recht auf deren Mitversicherung im Sinn von Art. 46 Abs. 2 BVG nach dem 

vorstehend Gesagten nicht bestanden hat. Auch im überobligatorischen Bereich kann 

der  Einbezug  von  Nebenverdiensten  in  die  den  Hauptverdienst  erfassende  Versiche-

rung (wie hier) zwar reglementarisch zulässig sein, jedoch vom Versicherten nicht ge-

gen den Willen der Nebenverdienst-Arbeitgeber durchgesetzt werden. Nur bei tatsäch-

licher und hälftiger Beteiligung der weiteren Arbeitgeber erfolgen die zusätzlichen BVG-

Einzahlungen gesetzeskonform. 

dd)  Im  Rahmen  der  rekursgerichtlichen  Untersuchung  hat  sich  gezeigt,  dass 

sämtliche  externen  Arbeitgeber,  bei  welchen  der  Pflichtige  Verwaltungsratshonorare 

bezogen hat, nicht über den Einbezug dieser Honorare in die Versicherung des Pflich-

tigen  bei  der  PKB  informiert  waren  und  davon  ausgegangen  sind,  für  sie  habe  keine 

vorsorgerechtliche  Beitragspflicht  bestanden  (vgl.  Stellungnahmen  der  verschiedenen 

Arbeitgeber in R-act. 15/5-8). Die F Holding AG wies dabei explizit darauf hin, dass ihre 

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gesellschaftsinterne  Honorarordnung  im  überobligatorischen  Bereich  keine  Beitrags-

zahlung  an  allfällige  freiwillige  Versicherungen  gemäss  Art.  46  BVG  vorsehe  (R-act. 

15/11).  

Damit  steht  aber  fest,  dass  der  Pflichtige  die  Nebenverdienste  ohne  Einwilli-

gung bzw. Beteiligung der diesbezüglichen Arbeitgeber bei der Pensionskasse seines 

Hauptarbeitgebers (PKB) mit versichert hat. Die zusätzliche Versicherung der Verwal-

tungsratshonorare  basiert  damit  nicht  auf  dem  auch  im  überobligatorischen  Bereich 

geltenden  Grundsatz  der  Beitragsparität  (vgl.  Jürg  Brechbühl  in:  Schneider,  Geiser, 

Gächter [Hrsg], BVG und FZG, Bern 2010, Art. 66 N. 18). Damit liegen aber keine ge-

setzlichen Versicherungslösungen vor und können folglich sämtliche vom Pflichtigen in 

die Vorsorge bei der PKB einbezahlten Beiträge, welche externe Verwaltungsratshono-

rare betreffen, steuerlich nicht zum Abzug gebracht werden.  

e) aa) Die PKB berechnete die dem Pflichtigen in Rechnung gestellten arbeit-

geberseitigen Versicherungsbeiträge wie folgt (vgl. R-act. 15/1):  

Versicherter Lohn 

Koordinationsabzug 

Jahreslohn 

Jahreslohn B AG 

./. Koordinationsabzug x 43% 

Sparbeiträge 9% 

Risikobeiträge 2% 

Fr. 

200'000.- 

   23'205.- 

223'205.- 

96'900.- 

  9'978.- 

86'922.- 

7'823.- 

1'738.- 

9'561.- 

Effektiver Abzug PK-Beiträge 

./. Anteil Beiträge B AG 

22'000.- * 

9'561.- 

Nachzahlung Differenz Arbeitnehmer 

12'439.- 

* offensichtlich also (9% + 2%  =) 11% von Fr. 200'000.-  

% 

100 

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bb)  Betreffend  die  Zusammensetzung  der  arbeitnehmerseitigen  Beiträge  in 

der Höhe von Fr. 22'000.- liess der Pflichtige im gerichtlichen Auflageverfahren auf die 

vorstehende Berechnung sowie auf folgende Aufstellung verweisen (vgl. Antwort vom 

23. Januar 2012, Ziff. 3; R-act. 20):  

Versicherter Grundlohn B AG 

./. Koordinationsabzug 

Versichertes Gehalt B AG 

              Fr. 

96'900.- 

  9'978.- 

86'922.- 

Versicherte externe Zusatzeinkünfte 

113'078.- 

Versicherter Lohn 

200'000.- 

Zum  versicherten  Lohn  wurde  dabei  angeführt,  der  runde  Betrag  von 

Fr. 200'000.-  habe  auf  einer  Annahme  des  voraussichtlich  erzielbaren  Einkommens 

beruht,  weil  die  Höhe  der  Entschädigungen  aus  den  Verwaltungsratsmandaten  nicht 

festgestanden habe.    

cc)  Fehlt  es  an  einer  BVG-konformen  Versicherung  der  externen  VR-

Honorare,  so  wäre  in  der  vorstehenden  Berechnung  der  PKB  grundsätzlich  der  volle 

Koordinationsabzug von Fr. 23'205.- vom Grundsälär der B AG (also nicht bloss 43%) 

in  Abzug  zu  bringen  gewesen,  womit  sich  ein  zu  versichernder  Betrag  von  lediglich 

Fr. 73'695.-  und  damit  ein  unter  dem  maximalen  koordinierten  Lohn  liegender  Betrag 

ergeben hätte (hiervon 11%-Beitrag = Fr. 8'106.- und nicht Fr. 9'561.-). Indes hat der 

Pflichtige gemäss  Lohnausweis  von  der  B  AG  neben  dem  Grundsälär  auch  noch  ein 

VR-Honorar von Fr. 21'288.- sowie eine Treueprämie von Fr. 17'458.- bezogen. Wieso 

diese  internen  Zusatzeinkünfte  laut  Berechnung  nicht  mitversichert  worden  sind,  ist 

nicht bekannt. Weil diese Zusatzeinkünfte den in der Berechnung zu Unrecht den Dritt-

honoraren zugewiesenen Anteil am Koordinationsabzug übersteigen, ist mit Bezug auf 

die vorstehend ermittelte Differenz auf eine Korrektur zu verzichten und davon auszu-

gehen,  dass  im  entsprechenden  Umfang  eine  paritätische  Versicherung  von  internen 

Zusatzeinkünften vorliegt.  

dd)  Nicht  zum  Abzug  zuzulassen  sind  jedoch  die  Beiträge,  welche  gemäss 

Berechnung  der    PKB  externe  Saläre  betreffen.  Dies  umfasst  entgegen  dem  vo-

rinstanzlichen  Entscheiden  nicht  nur  die  dem  Pflichtigen  von  der  PKB  in  Rechnung 

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gestellten  arbeitgeberseitigen  Beiträge  von  Fr.  12'439.-,  sondern  auch  den  gleich  ho-

hen Anteil, der im Betrag von Fr. 22'000.-, welcher dem Pflichtigen gemäss Lohnaus-

weis unter dem Titel von Vorsorgebeiträgen des Arbeitnehmers vom Bruttolohn abge-

zogen worden ist, enthalten ist.  

Dies führt – wie dem Pflichtigen mit Verfügung vom 21. Dezember 2011 ange-

zeigt  –  zu  einer  entsprechenden  zusätzlichen  einkommensseitigen  Aufrechnung  im 

Beschwerde-  bzw.  Rekursverfahren,  womit  sich  ein  steuerbares/satzbestimmendes 

Einkommen von Fr. 356'800.- / Fr. 373'300.- (direkte Bundessteuer bzw. Fr. 356'100.-

 / Fr. 372'600.- (Staats- und Gemeindesteuer) errechnet. 

4.  a)  Nach  alledem  sind  sowohl  die  Beschwerde  als  auch  der  Rekurs  abzu-

weisen (Höhertaxationen). 

b) Ausgangsgemäss sind die Rekurs- und Beschwerdekosten den Pflichtigen 

aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG und Art. 144 Abs. 1 DBG) und steht diesen keine Par-

teientschädigung zu (zu (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgeset-

zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968; § 152 StG i. V. m. § 17 

Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  abgewiesen.  Der  Beschwerdeführer  wird  für  die  direkte  Bundes-

steuer wie folgt veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 1 DBG; Alleinstehendentarif): 

Steuerperiode 

2008 

steuerbar 

satzbestimmend 

Einkommen 

Fr. 

356'800.- 

373'300.-. 

1 DB.2011.92 
1 ST.2011.141 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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2.  Der  Rekurs  wird  abgewiesen.  Der  Rekurrent  wird  für  die  Staats-  und  Gemeinde-

steuern  wie  folgt  eingeschätzt  (Tarif  gemäss  §  35  Abs.  1  bzw.  §  47  Abs. 1  StG; 

Grundtarif): 

Steuerperiode 

Einkommen 

Vermögen 

2008 

steuerbar 

satzbestimmend 

Fr. 

356'100.- 

372'600.- 

Fr. 

9'489'000.- 

10'317'000.- 

[…] 

1 DB.2011.92 
1 ST.2011.141