# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af9d6ed8-3c6e-5a9f-9407-54e6ae52b6df
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 05.12.2023 110 2023 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2023-158_2023-12-05.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2023/158

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 5. Dezember 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Frau Rechtsanwältin A.________

und

Herrn E.________
Beschwerdegegner 1

Herrn F.________
Beschwerdegegner 2

alle vertreten durch Frau Rechtsanwältin G.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Toffen, Gemeindeverwaltung, Bahnhofstrasse 1, 
3125 Toffen

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Toffen vom 13. Mai 2022 
(eBau Nr. 2022.4334/88724; Wärmepumpe, nachträgliche Beschwerde)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegner reichten am 11. April 2022 bei der Gemeinde Toffen ein Baugesuch 
ein für den Ersatz der Ölheizung durch eine Wärmepumpe auf Parzelle Toffen Grundbuchblatt 
Nr. I.________. Diese soll auf der Nordseite des Gebäudes J.________strasse 1.________ 
aufgestellt werden. Die Parzelle liegt im Perimeter der Überbauungsordnung (ÜO) K.________ 
vom 9. Juni 1997, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung am 4. März 1998. 
Die Nachbarinnen und Nachbarn der nördlich und westlich gelegenen Grundstücke 
K.________strasse 2.________ (Toffen Grundbuchblatt Nr. L.________) und K.________strasse 
3.________ (Toffen Grundbuchblatt Nr. M.________) stimmten dem Bauvorhaben schriftlich zu. 
Die Gemeinde Toffen verzichtete auf eine weitergehende Bekanntmachung des Bauvorhabens 
und erteilte mit Entscheid vom 13. Mai 2022 die Baubewilligung. 

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2. Mit E-Mail vom 17. August 2023 wandten sich Frau B.________ und der Beschwerdeführer 
an die Gemeinde und teilten mit, sie hätten festgestellt, dass auf dem direkt angrenzenden 
Nachbargrundstück aussen eine Luftwärmepumpe erstellt worden sei. Ein dafür zwingend 
notwendiges Baugesuch sei ihnen als direkte Anstösser nie vorgelegt worden. Auch hätten sie nie 
eine Information darüber erhalten. Sie erkundigten sich, in welchen beiden Anzeiger-Nummern 
eine allfällige Publikation erfolgt sei. Zudem baten sie um Zustellung sämtlicher 
Baugesuchsunterlagen sowie der Baubewilligung. Die Gemeinde antwortete am 28. August 2023 
unter anderem, im damaligen Baubewilligungsverfahren sei die Zustimmung der direkt betroffenen 
Nachbarn auf der Nord- und Westseite eingeholt worden und der Fachbericht des Amts für Umwelt 
du Energie (AUE) sei positiv ausgefallen. Zur Information sende sie ihnen den Situationsplan und 
den Fachbericht des AUE. Frau B.________ und der Beschwerdeführer teilten der Gemeinde 
daraufhin mit E-Mail vom 30. August 2023 mit, die Baugesuchsunterlagen erschienen noch 
unvollständig. Um genügend Kenntnis über den massgeblichen Sachverhalt zu erhalten, baten 
sie um Klärung weiterer Fragen hinsichtlich der Einhaltung des Strassenabstands und der im 
Zusammenhang mit der Installation der Wärmepumpe erstellten Stützmauer. Die Gemeinde 
antwortete am 31. August 2023, die Bauabnahme stehe noch aus, weshalb noch keine 
Rückmeldung zu den genannten Punkten möglich sei. Frau B.________ und der 
Beschwerdeführer baten daraufhin mit E-Mail vom 4. September 2023 um umgehende Zustellung 
der Baugesuchsunterlagen.

3. Mit Eingabe vom 25. September 2023 reichte der Beschwerdeführer eine Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Offenlegung der 
Baugesuchsunterlagen und der Baubewilligung betreffend Wärmepumpe und Stützmauer. Zur 
Begründung macht er insbesondere geltend, der Strassenabstand betrage lediglich circa 2.55 m. 
Im Zusammenhang mit der Erstellung der Luftwärmepumpe seien auch eine Stützmauer und ein 
Podest erstellt worden. Die Stützmauer sei gestaffelt und weise insgesamt eine Höhe von circa 
1.6 m bis 1.7 m auf, was deutlich höher sei als die baubewilligungsfreien 1.2 m. Zudem fehle eine 
Absturzsicherung. Die noch ausstehende Bauabnahme sei kein Hinderungsgrund, ihm zeitnah 
Einsicht in die Baugesuchsunterlagen und die Baubewilligung zu gewähren. Dies stelle eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Es könne nicht abschliessend beurteilt werden, auf welche 
gesetzliche Grundlage sich die Gemeinde bei der Bewilligung des geringen Strassenabstands 
abstütze. 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Anschliessend bat es den Beschwerdeführer 
mitzuteilen, wann er Kenntnis von der Erstellung der Wärmepumpe erhalten habe. 

5. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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II. Erwägungen

1. Zuständigkeit und Legitimation

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig. 

b) Beschwerden haben die Formvorschriften von Art. 32 VRPG3 zu beachten (vgl. Art 67 
VRPG). Sie müssen einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine 
Begründung sowie eine Unterschrift enthalten; greifbare Beweismittel sind beizulegen (Art. 32 
Abs. 2 VRPG). Das Rechtsbegehren sollte zwar so präzis gefasst sein, dass es unverändert ins 
Entscheiddispositiv übernommen werden kann. Die Praxis ist jedoch vorab bei Laieneingaben 
nicht streng. Dem Antragserfordernis ist bereits Genüge getan, wenn sich aus dem 
Zusammenhang und unter Zuhilfenahme der Begründung sinngemäss ergibt, was anbegehrt 
wird.4 Der Beschwerdeführer beantragt die Offenlegung der Baugesuchsunterlagen und der 
Baubewilligung. Der Begründung lässt sich entnehmen, dass er die Möglichkeit erhalten will, sich 
am Baubewilligungsverfahren beteiligen zu können und dass er eine nähere Prüfung der 
umstrittenen Punkte verlangt. Sinngemäss beantragt er somit, der Bauentscheid sei aufzuheben 
und das Baugesuch sei erneut zu prüfen. Die Beschwerde entspricht somit den Formvorschriften.

c) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Personen, die zur Einsprache befugt gewesen wären, aber unverschuldeterweise am 
erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren nicht teilnehmen konnten, können einen 
Bauentscheid gegebenenfalls nachträglich anfechten (vgl. Art. 65 Abs. 1 VRPG).5 

Zur Einsprache befugt sind Personen, die durch das Bauvorhaben unmittelbar in eigenen 
schutzwürdigen Interessen betroffen sind (Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG). In einer besonders nahen 
Beziehung zur Streitsache stehen naturgemäss die Nachbarinnen und Nachbarn des 
Baugrundstücks. Ihre Einsprachebefugnis ist dementsprechend im Normalfall gegeben. Das 
Einsprache- und Beschwerderecht wird im Allgemeinen anerkannt, wenn die Liegenschaft der 
Nachbarin oder des Nachbarn unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur 
durch einen Verkehrsträger davon getrennt wird.6 Daneben wird eine besondere Betroffenheit vor 
allem in Fällen bejaht, in denen von einer Anlage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit 
deutlich wahrnehmbare Immissionen auf Nachbargrundstücke ausgehen7 oder die Anlage einen 
besonderen Gefahrenherd darstellt und die Anwohnerinnen und Anwohner einem besonderen 
Risiko ausgesetzt werden8. 

Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. N.________. 
Diese grenzt unmittelbar an die Liegenschaft der Beschwerdegegner. Als direkter Nachbar des 
Baugrundstücks steht er in einer besonders nahen Beziehung zur Streitsache und er ist davon 
mehr betroffen als die Allgemeinheit. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist bei 
unmittelbar angrenzenden Liegenschaften ein besonderes Berührtsein allein schon aufgrund der 

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
4 BVR 2015 S. 468 E. 4.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 32 N. 18 und 13
5 BVR 2008 S. 251 ff. E. 4.1; VGE 2020/139 vom 18. August 2020E, 2.1; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum 
Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c N. 11, Art. 38-39 N. 26, Art. 40-41 N. 4
6 BGE 121 II 171 E. 2b S. 174 mit Hinweisen
7 BGE 136 II 281 E. 2.3.1 S. 285; 121 II 171 E. 2b S. 174; 120 Ib 379 E. 4c S. 387
8 BGE 120 Ib 378 E. 4d S. 388

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räumlichen Nähe zu bejahen.9 Vorliegend muss die besondere Betroffenheit des 
Beschwerdeführers nicht näher begründet werden, weil sie aufgrund der Distanz von unter 100 m 
grundsätzlich zu vermuten ist. Gründe für ein Abweichen von diesem Grundsatz sind auch nicht 
ersichtlich. Daher wäre der Beschwerdeführer im Baubewilligungsverfahren zur Einsprache befugt 
gewesen (vgl. Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG).10 Da das Baugesuch weder publiziert11 noch dem 
Beschwerdeführer mitgeteilt wurde und dieser dem Bauvorhaben auch nicht zugestimmt hatte 
(vgl. Art. 35 Abs. 1 BauG i.V.m. Art. 26 sowie 27 Abs. 1 und 4 BewD12), war der Beschwerdeführer 
unverschuldet nicht am Baubewilligungsverfahren beteiligt. Er ist daher grundsätzlich befugt, 
nachträglich Baubeschwerde zu erheben.

2. Beschwerdefrist

a) Die Beschwerdegegner bestreiten die Rechtzeitigkeit der Beschwerde. Sie machen geltend, 
die angeblich übergangene Person müsse innert 30 Tagen seit Kenntnis des Bauvorhabens die 
nachträgliche Beschwerde einreichen. Vorliegend sei die Beschwerde über ein Jahr nach 
Rechtskraft des Bauentscheids eingereicht worden. Als Nachbar dürfte der Beschwerdeführer seit 
langer Zeit Kenntnis von der Baute gehabt haben. Die dreissigtägige Frist sei damit längstens 
abgelaufen Spätestens die E-Mail des Beschwerdeführers vom 18. August 2023 belege die 
Kenntnis vom Bauvorhaben. Diese E-Mail sei mehr als 30 Tage vor Einreichung der Beschwerde 
am 27. September 2023 bei der Baubehörde eingegangen. Die Frist für eine nachträgliche 
Beschwerde sei also in jedem Fall verstrichen. Auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten.

Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, er habe erst kurz vor der ersten 
Kontaktaufnahme mit der Gemeinde am 17. August 2023 erkannt, dass auf dem 
Nachbargrundstück eine Wärmepumpe erstellt worden sei. Allerdings habe er zu diesem Zeitpunkt 
nicht gewusst, ob überhaupt eine Baubewilligung nötig sei und ob eine solche erteil worden sei. 
Aus diesem Grund habe er von der Gemeinde entsprechende Auskünfte verlangt. Erst am 
28. August 2023 habe ihm die Gemeinde mitgeteilt, dass ein Baubewilligungsverfahren 
durchgeführt worden sei. Diese E-Mail müsse als frühestmöglicher Zeitpunkt für den Fristenlauf 
gelten.

b) Bauentscheide können innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde angefochten 
werden (Art. 40 Abs. 1 BauG). Unterbleibt eine Eröffnung oder ist sie mangelhaft, darf der 
übergangenen Partei daraus kein Nachteil entstehen (Art. 44 Abs. 6 VRPG). Ihr gegenüber 
erwächst der Bauentscheid deshalb nicht in Rechtskraft (sog. hinkende Rechtskraft); sie kann den 
Entscheid auch noch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist anfechten (sog. nachträgliche 
Beschwerde). Fristauslösend ist für sie die Kenntnis des massgebenden Sachverhalts. Diese liegt 
nach der Rechtsprechung dann vor, wenn die beschwerdeberechtigte Person im Besitz aller für 
die erfolgreiche Wahrung ihrer Interessen wesentlichen Informationen ist bzw. bei gebührender 
Aufmerksamkeit sein könnte. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie alle Einzelheiten der 
behördlichen Anordnung erfährt; es genügt vielmehr, dass sie Kenntnis von den wesentlichen 
Elementen erhält. Sie ist alsdann nach Treu und Glauben verpflichtet, die ihr zumutbaren Schritte 
zur Fristwahrung zu unternehmen; übermässige Nachforschungen werden indessen nicht als 

9 BGer 1C_547/2019 vom 16. April 2020 E. 3.3
10 Vgl. dazu Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, 
Art. 35-35c N. 17; vgl. auch BGer 1C_418/2019 vom 16. Juli 2020 E. 1.1, 1C_204/2015 vom 18. Januar 2016 E. 1.1
11 Vgl. dazu BVD 110/2021/39 E. 8
12 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

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zumutbar erachtet. Welches Mass an Aufmerksamkeit der übergangenen Partei zugemutet 
werden darf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.13

c) Es ist unbestritten, dass die Gemeinde dem Beschwerdeführer keine Mitteilung vom 
Bauvorhaben der Beschwerdegegner machte, weshalb sich dieser nicht als Einsprecher am 
Baubewilligungsverfahren beteiligen konnte. Ebenso wenig wurde ihm die kleine Baubewilligung 
vom 13. Mai 2022 eröffnet, weshalb sie für ihn vorerst keine Gültigkeit erlangen konnte. Diese 
Situation dauerte solange an, bis der Beschwerdeführer von der Baubewilligung Kenntnis erhielt. 
Erst ab diesem Zeitpunkt begann für ihn die Rechtsmittelfrist zu laufen. Gemäss Auskunft des 
Beschwerdeführers erkannte er erst kurz vor der ersten Kontaktaufnahme mit der Gemeinde am 
17. August 2023, dass auf dem Nachbargrundstück eine Wärmepumpe erstellt worden war. Die 
BVD hat keinen Anlass, an diesen Angaben zu zweifeln. Sie erscheinen angesichts des 
Umstands, dass die Beschwerdegegner der Gemeinde den Beginn der Bauarbeiten per 11. April 
2023 ankündigten und die Vollendung der Bauarbeiten Ende Juni 2023 meldeten, auch als 
plausibel. Die Beschwerdegegner bestreiten zwar die Rechtzeitigkeit der nachträglichen 
Baubeschwerde pauschal, begründen dies aber nicht weiter. Der Nachweis von rechtshindernden 
Tatsachen würde aber nach den Beweislastregeln den Beschwerdegegnern obliegen.14

d) Die Information, dass ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt worden war, erhielt der 
Beschwerdeführer erst gestützt auf seine Anfrage an die Gemeinde vom 17. August 2023, mit der 
er sich erkundigte, ob und wenn ja wann das Baugesuch publiziert worden sei, und um Zustellung 
der Baugesuchsunterlagen sowie der Baubewilligung bat. Die Antwort, aus der sich ergab, dass 
ein Baubewilligungsverfahren durchgeführt worden war, bekam er erst mit E-Mail vom 28. August 
2023. Damals erhielt er zwar den Situationsplan und den dazugehörigen Fachbericht 
Immissionsschutz, es wurde ihm aber weder Einsicht in die Baubewilligungsakten gewährt, noch 
wurde ihm der Bauentscheid zugestellt, noch wurden seine Fragen zum Strassenabstand oder 
zur Stützmauer beantwortet. Der Beschwerdeführer hatte somit bestenfalls am 28. August 2023 
Kenntnis von den wesentlichen Informationen erlangt, die zur Wahrung seiner Interessen 
erforderlich waren. Somit begann die 30-tägige Beschwerdefrist für ihn frühestens am 29. August 
2023 zu laufen und endete am 27. September 2023. Der Beschwerdeführer gab seine 
nachträgliche Baubeschwerde am letzten Tag der Beschwerdefrist und damit rechtzeitig bei der 
Post auf. Es kann deshalb darauf eingetreten werden.

3. Verletzung des rechtlichen Gehörs

a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Eine Begründung, 
warum ihm die Bauverwaltung einen Einblick in die Baugesuchsunterlagen und die Bewilligung 
verwehre, respektive ihn auf unbestimmte Zeit hin vertröste, fehle vollumfänglich. Mangels 
Akteneinsicht könne nicht abschliessend beurteilt werden, auf welche gesetzlichen Grundlagen 
sich die Gemeinde bei der Bewilligung des geringen Strassenabstands abstütze, respektive wie 
sie diese zu begründen vermöge.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Der Anspruch auf 

13 BVR 2010 S.433 E. 4.1, 2008 S. 251 E. 4.1; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c N. 11, Art. 38-39N. 26; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 44 N. 59
14 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 18 N. 11

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rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt deshalb 
grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine Heilung durch die 
Rechtsmittelinstanz kommt in erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden 
Gehörsverletzungen in Frage. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei 
schwerwiegenden Gehörsverletzungen eine Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären.15 

c) Mangels Information über das Baugesuch hatte der Beschwerdeführer keine Möglichkeit, 
Einsicht in die Gesuchsakten zu nehmen und sich als Einsprecher am Baubewilligungsverfahren 
zu beteiligen. Auch als er sich nach der Installation der Wärmepumpe auf dem Nachbargrundstück 
nach den Baugesuchsunterlagen und der Baubewilligung erkundigte, erhielt er keine 
vollumfängliche Akteneinsicht. Dies stellt eine schwerwiegende Gehörsverletzung dar. Da der 
BVD volle Überprüfungsbefugnis zukommt (vgl. Art. 40 Abs. 3 BauG), wäre eine Heilung zwar 
nicht von vornherein ausgeschlossen. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, ist die 
Sache aber noch nicht entscheidreif und muss daher auch aus weiteren Gründen an die Gemeinde 
zurückgewiesen werden.

4. Strassenabstand

a) Der Beschwerdeführer bemängelt, die Luftwärmepumpe halte lediglich einen 
Strassenabstand von circa 2.55 m ein. Besondere Verhältnisse seien nicht erkennbar. Er vermutet 
daher eine unbegründete Unterschreitung des Strassenabstands. Die Beschwerdegegner sind 
demgegenüber der Auffassung, dass sämtliche baupolizeilichen Vorschriften eingehalten würden 
und dass kein Präjudiz für die Unterschreitung des Strassenabstands geschaffen worden sei. Die 
Gemeinde macht geltend, massgebend sei der Strassenabstand zur gemeindeeigenen 
J.________strasse. Dieser sei mit rund 14 m mehr als eingehalten. Der Beschwerdeführer gehe 
von einem Strassenabstand ab der Parzelle Nr. P.________ aus. Dabei handle es sich jedoch um 
eine Strassenanlage in privatem Eigentum.

b) Bauten und Anlagen müssen bestimmte Mindestabstände einhalten. Für die Bauabstände 
gegenüber Nachbargrundstücken sind die Vorschriften der Gemeinden massgebend (vgl. Art. 12 
Abs. 2 BauG). Gegenüber öffentlichen Strassen haben Bauten und Anlagen einen gesetzlichen 
oder reglementarischen Strassenabstand einzuhalten (vgl. Art. 12 Abs. 3 BauG i.V.m. Art. 80 
Abs. 1 SG16). Dieser ersetzt den Grenzabstand zur Strassenparzelle und erfüllt für Bauten, die 
sich über die Strasse hinweg gegenüberliegen, die Funktion des Gebäudeabstands.17 Gegenüber 
privaten Strassen, die nicht dem Gemeingebrauch gewidmet sind, bestehen keine 
Strassenabstandsvorschriften. Es kann so nahe an die Strasse oder den Weg gebaut werden, als 
es der reglementarische Grenzabstand zur Nachbarparzelle zulässt.18 Gemäss ÜO K.________ 
beträgt der kleine Grenzabstand 5 m. Weder die ÜO K.________ noch das 
Gemeindebaureglement enthalten eine Regelung zum Strassenabstand, weshalb gemäss Art. 80 
Abs. 1 Bst. b SG ein Strassenabstand von 3.60 m ab Fahrbahnrand gilt. Umstritten ist, ob es sich 
bei der Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. P.________ (K.________strasse), um eine 
öffentliche oder eine private Strasse handelt, bzw. ob gegenüber diesem Grundstück der Grenz- 
oder der Strassenabstand einzuhalten ist. 

15 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 9 bis 11
16 Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11)
17 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 12 N. 15
18 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 12 N. 17

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c) Eine Strasse ist öffentlich, wenn sie dem Gemeingebrauch gewidmet worden ist (vgl. dazu 
Art. 4 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 13 SG). Es können auch Strassen im Privateigentum öffentlich 
sein, sofern eine entsprechende Widmung vorliegt (vgl. Art. 9 SG). Unter anderem kann die 
Widmung durch Errichtung einer Wegdienstbarkeit zu Gunsten der Öffentlichkeit erfolgen (Art. 13 
Abs. 3 Bst. b SG). Zudem gelten Strassen, die interessierte Grundeigentümerinnen und 
Grundeigentümer gestützt auf Art. 109 BauG zur allgemeinen Benützung erstellen, mit ihrer 
ordnungsgemässen Erstellung als dem Gemeingebrauch gewidmet (Art. 13 Abs. 2 SG). Solche 
Anlagen gehen nach ordnungsgemässer Erstellung von Gesetzes wegen an die Gemeinde zu 
Eigentum und Unterhalt über, auch wenn sie von Privaten erstellt wurden (Art. 107 Abs. 3 und Art. 
109 Abs. 1 und 2 BauG). Diese Regelung gilt seit dem Inkrafttreten von Art. 78 BauG 197019. Sie 
ist zwingend und findet unabhängig vom Verhalten und dem Willen der Parteien Anwendung.20

d) Die Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. P.________ (K.________strasse) steht zwar 
gemäss dem vom Beschwerdeführer eingereichten GRUDIS21-Auszug (noch) im Eigentum von 
Privatpersonen. Auf der Parzelle lastet jedoch ein Wegrecht zu Gunsten der Einwohnergemeinde 
Toffen. Dies deutet darauf hin, dass es sich bei der K.________strasse um eine Privatstrasse im 
Gemeingebrauch im Sinn von Art. 9 SG handelt. Die K.________strasse dient der Erschliessung 
mehrerer Grundstücke. Es lässt sich den Akten zwar nicht entnehmen, wann sie erstellt wurde, 
dies dürfte aber im Zusammenhang mit der Überbauung K.________ und damit nach 1998 erfolgt 
sein. Der ÜO K.________ lässt sich entnehmen, dass es sich dabei im Wesentlichen um die 
Erschliessungsstrasse Ost mit Anschluss an die J.________strasse handelt, die nach Erstellung 
zu Eigentum und Unterhalt an die Einwohnergemeinde Toffen geht (vgl. Art. 3 Bst. c und 4 Abs. 3 
Überbauungsvorschriften sowie Überbauungsplan). Daraus lässt sich schliessen, dass es sich 
beim Grundstück Nr. P.________ um eine dem Gemeingebrauch gewidmete Strasse im Sinn von 
Art. 13 Abs. 2 SG handelt. So oder anders handelt es sich dabei um eine öffentliche Strasse, 
weshalb gegenüber der Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. P.________ ein Strassenabstand 
von 3.60 m einzuhalten ist.

e) Nach ständiger Praxis gelten Wärmepumpen wegen ihren Lärmemissionen nicht als 
unbewohnte An- oder Nebenbauten, sondern müssen grundsätzlich den ordentlichen 
Grenzabstand sowie den Gebäudeabstand einhalten.22 Selbst wenn es sich bei der Liegenschaft 
Toffen Grundbuchblatt Nr. P.________ nicht um eine öffentliche Strasse handeln würde, könnte 
die Wärmepumpe nicht beliebig nahe an die Nachbargrundstücke gestellt werden, sondern sie 
müsste den kleinen Grenzabstand von 5 m einhalten. Das Gleiche gilt im Übrigen gegenüber der 
Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. T.________. Auch diese ist gemäss GRUDIS im 
Eigentum von Privatpersonen. Hinweise, dass es sich dabei um einen öffentlichen Fussweg 
handelt, weshalb bloss der Strassenabstand von 3.60 m einzuhalten wäre (vgl. Art. 80 Abs. 1 Bst. 
b SG), sind keine ersichtlich. Die Wärmepumpe muss daher auch gegenüber diesem Grundstück 
den kleinen Grenzabstand von 5 m einhalten.

f) Die Baugesuchsunterlagen, die die Beschwerdegegner eingereicht haben, sind rudimentär. 
Abgesehen vom Baugesuchsformular und den beiden Zustimmungserklärungen bestehen sie 
lediglich aus einem Ausdruck aus dem Geoportal des Kantons Bern, einer Visualisierung, dem 
technischen Datenblatt der vorgesehenen Anlage sowie dem Lärmschutznachweis. Ein 
Situationsplan im Sinn von Art. 12 BewD, der die gemäss Art. 13 BewD verlangten 
baupolizeilichen Angaben enthält, im vorliegenden Fall insbesondere die Abstände der Anlage 

19 Baugesetz vom 7. Juni 1970 (BauG 1970)
20 VGE 2010/10 vom 10. Juni 2010 E. 3.4
21 Grundstückdaten-Informationssystem des Kantons Bern (GRUDIS)
22 Vgl. BSIG-Weisung Nr. 7/721.0/10.1 S. 5, Ziff. 2.14; siehe dazu auch Rolf Mühlemann, Aus der Praxis der Abteilung 
Bauen des AGR, in KPG-Bulletin 2/2010 S. 58 f.

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von Strassen und benachbarten Grundstücken in Zahlen (vgl. Art. 13 Bst. f BewD), fehlt. Gemäss 
den Angaben des Beschwerdeführers beträgt der Abstand gegenüber der Liegenschaft Toffen 
Grundbuchblatt Nr. P.________ circa 2.55 m. Unter der Voraussetzung, dass sowohl der auf dem 
eingereichten Plan erwähnte Massstab von 1:500 als auch die eingetragene Lage und 
Grundfläche der Wärmepumpe stimmen, dürfte der Abstand sogar noch geringer sein 
(herausgemessen circa 2 m). Der massgebliche Strassenabstand wird somit nicht eingehalten, 
weshalb die Wärmepumpe einer Ausnahmebewilligung nach Art. 81 Abs. 1 SG bedarf. Ein 
entsprechendes Ausnahmegesuch fehlt. Auch der erforderliche Grenzabstand gegenüber der 
Liegenschaft Toffen Grundbuchblatt Nr. T.________ scheint aufgrund der Baugesuchsunterlagen 
nicht eingehalten zu sein, beträgt er doch herausgemessen bloss circa 4 m. Es ist deshalb 
entweder eine Ausnahmebewilligung nach Art, 26 BauG oder ein Näherbaurecht der 
Eigentümerinnen und Eigentümer des fraglichen Grundstücks erforderlich. Weder das eine noch 
das andere liegt vor.

5. Stützmauer

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, im Zusammenhang mit der Erstellung der 
Luftwärmepumpe seien eine Stützmauer und ein Podest erstellt worden. Die Stützmauer sei 
gestaffelt, deren zusammengezählte Höhe sei mit circa 1.6 m bis 1.7 m deutlich höher als die 
bewilligungsfreien 1.2 m. Eine Absturzsicherung sei bis dato nicht montiert, obschon direkt 
oberhalb der Stützmauer ein Weg zum Haus führe. Die Gemeinde macht demgegenüber geltend, 
es handle sich nicht um eine Stützmauer, sondern um eine Böschungssicherung mittels 
Blocksteinen, die weniger als 1.2 m hoch und somit baubewilligungsfrei sei. Es sei nicht 
erkennbar, welches schützenswerte Interesse der Beschwerdeführer geltend mache, wenn er eine 
Absturzsicherung fordere. Beim besagten Weg handle es sich um einen privaten Hauszugang, 
welcher zudem nicht unmittelbar an diese Böschungssicherung angrenze.

b) Gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD benötigen unter anderem bis zu 1.2 m hohe 
Einfriedungen, Stützmauern, Schrägrampen und Terrainveränderungen zur 
Umgebungsgestaltung bis zu 100 Kubikmeter Inhalt unter Vorbehalt von Art. 7 BewD keiner 
Baubewilligung. Bei den 1.2 m handelt es sich nicht um ein Durchschnittsmass. Somit darf die 
Höhendifferenz zwischen massgebendem (im Falle der Abgrabung: fertigem) Terrain und 
oberkant Einfriedigung, Stützmauer oder Schrägrampe zwischen Beginn und Ende der Anlage, in 
keinem Punkt das Höhenmass von 1,2 m überschreiten. Werden Mauer und Einfriedigung 
kombiniert, oder werden mehrere Mauern erstellt, ist die Höhe zusammenzuzählen, wenn die 
übereinanderliegenden Anlagen einen funktionellen Zusammenhang haben.23 

c) Bauten und Anlagen sind so zu erstellen, zu betreiben und zu unterhalten, dass weder 
Personen noch Sachen gefährdet werden (Art. 21 BauG). Sie müssen nach den Regeln der 
Baukunde ausgeführt werden (vgl. Art. 57 BauV24). Die Sicherheitsanforderungen gelten nicht nur 
für die Bauphase, sondern für die gesamte Lebensdauer der Bauten und Anlagen. Selbst 
baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen müssen diesen Anforderungen genügen (vgl. Art. 1b 
Abs. 2 BauG). Für begehbare Flächen wie Treppen, Galerien, Balkone, Brüstungen schreibt 
Art. 58 BauV Geländer oder andere geeignete Schutzvorrichtungen vor, wenn eine Absturzgefahr 
für Personen besteht. Was unter einer genügenden Absturzsicherung anzusehen ist, wird in den 
Richtlinien der Fachverbände definiert, wozu auch die SIA-Normen gehören (vgl. Art. 57 Abs. 2 
BauV). Einschlägig ist die SIA-Norm 358 betreffend Geländer und Brüstungen. Diese sieht vor, 

23 Bernische Systematische Information Gemeinden (BSIG) Nr. 7/725.1/1.1, Information (Praxishilfe) vom 25. April 
2019 betreffend baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen nach Art. 1b BauG, S. 8
24 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 

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dass jede bei Normalbenutzung begehbare Fläche, bei der eine Gefährdung durch Absturz 
anzunehmen ist, durch ein Schutzelement gesichert sein muss. Als begehbar gilt jede Fläche, die 
für Personen zugänglich ist.25 Eine Gefährdung ist im Allgemeinen anzunehmen, wenn die 
Absturzhöhe mehr als 1.0 m beträgt, wobei als Absturzhöhe die am Rand der begehbaren Fläche 
gemessene Höhendifferenz zur angrenzenden tieferen Fläche verstanden wird.26 Bei 
Absturzhöhen bis 1.5 m kann der Schutz auch darin bestehen, dass die Zugänglichkeit des 
Randes von begehbaren Flächen durch geeignete Massnahmen wie Bepflanzung oder 
dergleichen erschwert wird.27

d) Die Beschwerdegegner haben offenbar im Zusammenhang mit der Installation der 
Wärmepumpe Änderungen an der Terraingestaltung vorgenommen und insbesondere eine 
Böschungssicherung erstellt. Ob es sich dabei um eine Stützmauer – gemäss Duden eine Mauer, 
die einen von der Seite einwirkenden Druck von Erdmassen aufnehmen soll – oder um eine 
Böschungssicherung mittels Blocksteinen handelt, bzw. ob mit den beiden unterschiedlichen 
Bezeichnungen das Gleiche gemeint ist, ist nicht entscheidrelevant. Sowohl die Stützmauer als 
auch die Blocksteinmauer dienen der Böschungssicherung und können je nach konkreter 
Situation und Ausgestaltung baubewilligungspflichtig oder baubewilligungsfrei sein. Die 
Baugesuchsunterlagen, die die Beschwerdegegner eingereicht haben, sind wie bereits erwähnt 
rudimentär. Pläne, die die Stützmauer und das Podest darstellen würden, sind nicht vorhanden. 
Auch der Visualisierung lassen sich keine Hinweise auf die mit der Installation der Wärmepumpe 
verbundenen Umgebungsgestaltung entnehmen. Angaben zum massgebenden Terrain und zum 
Terrain nach Fertigstellung der Bauarbeiten (vgl. Art. 14 Abs. 2 BewD) lassen sich den 
Baugesuchsunterlagen somit ebenso wenig entnehmen, wie die vorgesehene Terraingestaltung 
bezüglich Böschungen und Stützmauern (vgl. Art. 14 Abs. 3 BewD). Ohne genügende 
Planunterlagen kann nicht geprüft werden, ob es sich bei der vom Beschwerdeführer bemängelten 
Stützmauer um eine baubewilligungspflichtige Anlage handelt und ob eine Absturzsicherung 
erforderlich ist.

6. Rückweisung

a) Nach Art. 72 Abs. 1 VRPG entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache oder weist die 
Akten ausnahmsweise mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück. Es müssen 
besondere Gründe dafür sprechen, dass die Vorinstanz noch einmal zum Entscheid über das 
streitige Rechtsverhältnis aufgerufen wird.28

b) Vorliegend wurde das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt (vgl. Erwägung 3). 
Zudem benötigt die Wärmepumpe sowohl eine Ausnahme für die Unterschreitung des 
Strassenabstandes als auch eine Ausnahme für die Unterschreitung des Grenzabstandes bzw. 
ein Näherbaurecht (vgl. Erwägung 4). Den Beschwerdegegnern ist daher Gelegenheit zu geben, 
entsprechende Ausnahmegesuche zu stellen bzw. hinsichtlich des Grenzabstands ein 
Näherbaurecht beizubringen. Offen ist auch, ob die neue Terraingestaltung mit Stützmauer bzw. 
Böschungssicherung mit Blocksteinen baubewilligungspflichtig ist und einer Absturzsicherung 
bedarf. Diese Frage kann aufgrund der vorhandenen Baugesuchsunterlagen nicht beurteilt 
werden (vgl. Erwägung 5). Abgesehen davon ist es fraglich, ob die Gemeinde zu Recht das 
vereinfachte Verfahren der kleinen Baubewilligung durchgeführt hat (vgl. Art. 32b BauG i.V.m. 
Art. 27 Abs. 1 BewD). Das ordentliche Baubewilligungsverfahren mit Publikation des Baugesuchs 

25 SIA 358, Ziff. 2.1.1
26 SIA 358, Ziff. 2.1.2
27 SIA 358, Ziff. 2.1.4
28 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 8.

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ist die Regel, das kleine (vereinfachte) Baubewilligungsverfahren die Ausnahme. Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts sind die Voraussetzungen für ein vereinfachtes Verfahren 
im Lichte von Art. 22 RPG29 streng zu handhaben.30 Im Zweifel gilt der Grundsatz der grösseren 
Publizität. Das vereinfachte Verfahren ist nur bei Bauvorhaben möglich, die beschränkte 
Auswirkungen haben (vgl. Art. 32b BauG i.V.m. Art. 27 BewD). Dies kann unter anderem bei 
Kleinbauten der Fall sein (Art. 27 Abs. 1 Bst. a BewD). Eine aussen aufgestellte Luft-Wasser-
Wärmepumpe gilt jedoch nicht als Kleinbaute im Sinn von Art. 3 BMBV31, weshalb wohl das 
ordentliche Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden muss.32 Es ist nicht Sache der BVD, 
die Baugesuchsunterlagen vervollständigen zu lassen, das Baugesuch bekannt zu machen und 
das vervollständigte Baugesuch als erste Instanz zu beurteilen. Die Streitsache erweist sich daher 
als nicht entscheidreif. Der angefochtene Entscheid vom 13. Mai 2022 ist daher aufzuheben und 
die Sache wird an die Gemeinde zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen und 
zur neuen Entscheidung zurückgewiesen.

c) Im neuen Verfahren wird die Gemeinde den Beschwerdegegnern Gelegenheit geben, das 
Baugesuch zu vervollständigen und zu verbessern. Die Beschwerdegegner sind insbesondere 
aufzufordern, ein begründetes Ausnahmegesuch für die Unterschreitung des Strassenabstandes 
und des Grenzabstandes einzureichen bzw. ein Näherbaurecht beizubringen. Zudem haben sie 
die für die Beurteilung des Vorhabens erforderlichen Baugesuchspläne einzureichen. Sobald die 
verbesserten Baugesuchsunterlagen vorliegen, ist das Baugesuch zu veröffentlichen.

Was die Baugesuchspläne betrifft, ist insbesondere Folgendes zu berücksichtigen: Die Behörde 
kann zwar bei unbedeutenden Bauvorhaben von der Vorlage einzelner Projektpläne oder 
sonstiger Unterlagen entbinden (vgl. Art. 15 Abs. 2 Bst. b BewD). Das befreit die Bauherrschaft 
allerdings nicht davon, das Bauvorhaben in allen für die Beurteilung wesentlichen Punkten zu 
beschreiben sowie durch Situationsplan und Projektpläne darzustellen (vgl. Art. 10 ff. BewD).33 
Zudem kann auf den Situationsplan nicht verzichtet werden.34 Dieser ist auf der Grundlage von 
aktuellen Daten der amtlichen Vermessung zu erstellen und von der Nachführungsgeometerin 
oder dem Nachführungsgeometer zu beglaubigen (vgl. Art. 12 Abs. 1 BewD).35 Auf dem 
Situationsplan sind die gemäss Art. 13 BewD verlangten baupolizeilichen Angaben einzutragen, 
im vorliegenden Fall insbesondere die Lage und Grundfläche der Anlage sowie ihre Abstände von 
Strassen und benachbarten Grundstücken (vgl. Art. 13 Bst. f BewD). Aufgrund der veränderten 
Terraingestaltung sind zudem Pläne erforderlich, aus denen das massgebende und das neue 
Terrain nach Fertigstellung der Bauarbeiten sowie die Böschungen und Stützmauern ersichtlich 
sind (vgl. Art 14 Abs. 3 und 4 BewD). Die Pläne sind zu datieren und zu unterzeichnen. 

Hinzu kommt, dass gemäss den Angaben im Lärmschutznachweis das Vorsorgeprinzip nicht 
berücksichtigt wurde. Dies widerspricht der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 
wonach mindestens summarisch zu prüfen ist, ob ein Innenstandort oder andere Aussenstandorte 
der Wärmepumpe technisch möglich und wirtschaftlich tragbar sind.36 Mit Blick auf die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung ist somit in jedem Fall zu prüfen, ob die Aussenaufstellung 
im Lichte des Vorsorgeprinzips zulässig ist. Den Beschwerdegegnern ist daher auch Gelegenheit 

29 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
30 BGE 120 Ib 379 E. 3d; BGer 1C_5/2019 vom 12. Juni 2019, E. 3.2.1
31 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3)
32 Vgl. dazu BVD 110/2021/39 vom 27. August 2021 E. 4 und 8
33 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, 
Art. 34/34a N. 4
34 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 34/34a 
N. 16
35 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, 
Art. 34/34a N. 27
36 VGE 2020/465 vom 3. März 2022 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen

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zu geben, einen aktualisierten Lärmschutznachweis einzureichen, der auch eine Prüfung der 
vorsorglichen Massnahmen enthält. 

7. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine 
Pauschalgebühr von CHF 200.– bis CHF 4000.– erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 
GebV37). In Anwendung dieser Bestimmungen werden die Verfahrenskosten auf CHF 1200.– 
festgelegt.

Laut Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es 
sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die 
besonderen Umstände rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu erheben. Nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts ist im Kostenpunkt von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen, 
sofern bei Vorliegen eines reformatorischen (Haupt-)Antrags ein Rückweisungsentscheid ergeht 
und die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – wie hier – noch zu einer 
vollständigen Gutheissung des Begehrens führen kann.38 Dementsprechend ist der 
Beschwerdeführer als vollständig obsiegend und die Beschwerdegegner als vollständig 
unterliegend zu betrachten. Die Verfahrensmängel der Gemeinde (unterlassene Mitteilung des 
Bauvorhabens an den Beschwerdeführer, Verletzung des rechtlichen Gehörs) stellen jedoch 
besondere Umstände dar, die es rechtfertigen, nur die Hälfte der Verfahrenskosten zu erheben. 
Die Beschwerdegegner haben deshalb bloss Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 600.– zu 
tragen.

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder besondere Umstände eine andere Teilung oder die 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Wie bereits ausgeführt, liegen besondere Umstände vor. Diese 
rechtfertigen es, die Parteikosten des Beschwerdeführers entsprechend der Verteilung der 
Verfahrenskosten je zur Hälfte den Beschwerdegegnern und der Gemeinde aufzuerlegen. Die 
Kostennote der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beläuft sich auf CHF 2256.10 (inkl. 
Mehrwertsteuer) und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegner und die 
Gemeinde haben dem Beschwerdeführer somit einen Parteikostenersatz von je CHF 1128.05 zu 
bezahlen.

III. Entscheid

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Bauentscheid der Gemeinde Toffen vom 13. Mai 
2022 aufgehoben. Die Sache geht zurück an die Gemeinde Toffen zur Fortsetzung des 
Verfahrens im Sinn der Erwägungen.

2. Die Beschwerdegegner haben Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 600.– zu bezahlen. 
Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. 

37 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
38 BVR 2016 S. 222 E. 4.1

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Das Inkasso erfolgt mit separater Zahlungseinladung.

3. Die Beschwerdegegner haben dem Beschwerdeführer Parteikosten im Betrag von 
CHF 1128.05 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. Sie haften solidarisch für den gesamten 
Betrag.

Die Gemeinde Toffen hat dem Beschwerdeführer Parteikosten im Betrag von CHF 1128.05 
(inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

IV. Eröffnung

- Frau Rechtsanwältin A.________, eingeschrieben
- Frau Rechtsanwältin G.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Toffen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.