# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6612b580-b7f6-5087-8160-4395638c406b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 24.08.2017 602 2016 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_602-2016-7_2017-08-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

602 2016 7

Urteil vom 24. August 2017

II. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Christian Pfammatter 
Richter: Johannes Frölicher 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiber-Praktikant: Elio Lopes

Parteien A.________, B.________, C.________, D.________, Beschwerdeführer,

gegen

RAUMPLANUNGS-, UMWELT- UND BAUDIREKTION, Vorinstanz,   

GEMEINDE KERZERS, Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Daniel Zbinden

Gegenstand Raumplanung und Bauwesen

Detailbebauungsplan Stockacker

Beschwerde vom 18. Januar 2016 gegen die Entscheide vom 
17. Dezember 2015

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Im Amtsblatt Nr. 37 vom 13. September 2013 wurde die dritte öffentliche Auflage des 
Detailbebauungsplanes (DBP) Stockacker der Gemeinde Kerzers publiziert. Der Perimeter dieses 
DBP umfasst eine Fläche von mehr als 60'000 m2 mit zahlreichen Parzellen, welche der 
Wohnzone mittlerer Dichte II, Perimeter mit obligatorischem Bebauungsplan Stockacker, 
zugeordnet sind. Er erstreckt sich auf das Gebiet zwischen der Wilergasse (mit dem Hohlweg) im 
Norden und nähert sich im Süden der Sonnhaldenstrasse an, im Osten wird er durch die 
Stockackerstrasse und im Westen durch das "Gärteli" begrenzt. Im westlichen Gebiet des DBP 
sind 17 Baufelder für Hauptbauten von jeweils 20 x 20 m bzw. 20 x 15 m vorgesehen (drei 
Geschosse und Attika bzw. zwei Geschosse und Attika) und im östlichen Teil 21 Baufelder für 
Einfamilienhäuser. Die Zufahrt zu den Baufeldern im westlichen Bereich (mit Ausnahme von drei 
Baufeldern) soll über eine Tiefgarageneinfahrt in der nordwestlichen "Ecke" des DBP-Perimeters 
von der Wilergasse beim Hohlweg (angrenzend an das "Gärteli") erfolgen, wo sich auf beiden 
Strassenseiten Böschungen mit Hecken bzw. Bäumen befinden. Zwischen dem westlichen und 
dem östlichen Bereich sollen ferner Mehrzweckflächen und ein Spielplatz entstehen. 

B. Gegen diesen DBP sind mehrere Einsprachen eingegangen; insbesondere erhoben auch 
der "Verein E.________" und A.________, B.________, C.________ und D.________ (diese vier 
Personen sind Beschwerdeführer und Vorstandsmitglieder des erwähnten Vereins) am 1. Oktober 
2013 eine gemeinsame Einsprache. 

C. Der Gemeinderat Kerzers hat den DBP am 9. Mai 2014 angenommen und namentlich die 
Einsprache des "Vereins E.________" und der Beschwerdeführer abgewiesen. Diese haben 
hiergegen am 10. Juni 2014 Beschwerde an die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion 
(RUBD) erhoben. Ferner gingen bei der RUBD auch zwei weitere Beschwerden gegen den DBP 
ein. 

D. Mit Entscheid vom 17. Dezember 2015 hat die RUBD den DBP genehmigt, mit einzelnen 
unter den Entscheiderwägungen III, IV und V erwähnten Vorbehalten. Zudem hat sie mit Entscheid 
vom selben Tag die Beschwerde der Beschwerdeführer in einem Nebenpunkt (hinsichtlich einer 
öffentlichen Fusswegverbindung von der Sonnhaldenstrasse zur Wilergasse) teilweise 
gutgeheissen. Im Übrigen wurde diese Beschwerde abgewiesen, soweit überhaupt darauf 
eingetreten wurde. 

E. Die Beschwerdeführer erheben hiergegen am 18. Januar 2016 Beschwerde an das 
Kantonsgericht. Sie stellen die folgenden Anträge:

"1.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Abweisung der Beschwerde vom 10. Juni 2014 
durch die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion RUBD vom 17. Dezember 2015 – betreffend die 
öffentliche Auflage des DBP Stockacker – sei gutzuheissen. Eventualiter sei die Sache an die RUBD, 
subeventualiter an die Gemeinde Kerzers zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

primär

1.2 Da für die Beurteilung der Rechtmässigkeit des DBP Stockacker das revidierte Eidg. 
Raumplanungsgesetz (RPG) vom 1. Mai 2014 massgebend ist und weil die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid des Gemeinderates Kerzers vom 9. Mai 2014 betreffend den DBP Stockacker am 
10. Juni 2014, d.h. erst nach Inkrafttreten des neuen Bundesgesetzes erfolgt ist, seien die rechtlichen 
Erwägungen auch nach dieser revidierten Rechtsgrundlage vorzunehmen.

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1.3 Entsprechend den Zielen der revidierten Bestimmungen – wie sorgsamer Umgang mit dem 
Boden, kompakte Siedlungen, Dörfer sollen durch verdichtetes Bauen nach innen weiter entwickelt 
werden, beispielsweise durch das Schliessen von Baulücken – sei mittels einer neutralen Studie 
abzuklären, ob der DBP Stockacker den Vorgaben des revidierten RPG genügt und innerhalb der 
nächsten 15 Jahre die gesamte eingezonte Wohnfläche für Überbauungen benötigt werde.

sekundär

1.4 Es sei festzustellen, dass die Landeigentümer des DBP Stockacker, die Gemeinde und der 
Kanton seit der Einzonung des Stockackers von 6.25 ha Fläche im Jahre 1979 in eine Bauzone die 
bundesrechtlichen Vorschriften, wonach Bauzonen nur Land umfassen dürfen, das u.a. innert 15 
Jahren benötigt und erschlossen wird (Art. 15 Bst. b) ebenso missachtet haben, wie die Vorschrift, 
Bauzonen bis zum 31. Dezember 1987 vorschriftsgemäss festzulegen (Art. 35 Abs. 1 Bst. b).

1.5 Festzustellen sei auch, dass das Land bis heute ackerbaulich genutzt wird und also in den letzten 
35 Jahren nicht als Bauland benötigt wurde. Damit verletzen Kanton und Gemeinde wiederholt 
(31.12.1987 sowie Ortsplanungsrevisionen von 1996 bzw. 2014) die bundesrechtliche Vorschrift, nach 
der ein 15-Jahres-Bedarf festzulegen ist. Es handelt sich somit bei der Bauzone Stockacker um eine 
rechtsmissbräuchliche Hortung von Baulandreserven.

1.6 Der Detailbebauungsplan Stockacker sei nicht zu genehmigen.

1.7 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

subsidiär

1.8 Die Entscheide der RUBD vom 17. Dezember 2015 und der Gemeinde Kerzers vom 9. Mai 2014 
seien aufzuheben.

1.9 Der DBP Stockacker sei allenfalls entsprechend der bundesrechtlichen Vorgaben auf den
15-Jahres-Bedarf zu redimensionieren.

1.10 Es sei vorzuschreiben, dass die Erschliessungsinfrastruktur der Gemeinde einschliesslich 
Abwasserentsorgung – sowohl bezüglich Kapazität als auch Finanzierung – bereits bei der Freigabe 
soweit realisiert zu sein habe, dass die resultierende Zusatzbelastungen durch die Nutzung des 
Baugebietes zu jeder Zeit bewältigt werden könne.

1.11 Der historische Hohlweg darf nicht durch eine Sammelstrasse vernichtet werden, sondern seine 
Substanz soll geschützt und ungeschmälert erhalten bleiben. Ausserdem entspricht die 
Sammelstrasse oberhalb der Tiefgarageneinfahrt nicht der VSS-Norm SN 640045.

1.12 Die unter Schutz stehenden Eichen und Hecken seien vollumfänglich zu erhalten.

1.13 Allfällige Rodungen seien durch eine neutrale Instanz zu beurteilen und zu bewilligen.

1.14 Der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Abweisung der Beschwerde durch die RUBD 
vom 17. Dezember 2015 sei die aufschiebende Wirkung nicht zu entziehen respektive zu erteilen. 

1.15 Es sei an die Beschwerdeführer eine angemessene Entschädigung zu bezahlen, inklusive 
Aufwendungen für die Verbeiständungen durch Dritte.

1.16 Den Beschwerdeführern sei eine Entschädigung wegen materieller Enteignung zuzusprechen.

1.17 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

sub-subsidiär

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1.18 Falls eine Gerichtsverhandlung stattfindet, soll den Beschwerdeführern zugestanden werden, 
sich durch Rechtsanwalt Dr. Anton Henninger aus Murten verbeiständen zu lassen.

1.19 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Prozessanträge

1.20 Durch das Gericht ist eine Ortsbesichtigung durchzuführen.

1.21 Durch das Gericht ist im Sinne von Ziff. 1.3 eine Expertise anzuordnen.

1.22 Von den Umweltverbänden ist eine Stellungnahme zu verlangen:

- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Schwarzenburgstrasse 11, 3007 Bern

- Pro Natura Freiburg, Postfach 183, 1701 Freiburg

- VCS Sektion Freiburg, Postfach 67, 1701 Freiburg

- Deutschfreiburger Heimatkundeverein, Postfach 431, 1701 Freiburg"

F. Am 12. April 2016 beantragt die RUBD, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit überhaupt 
darauf einzutreten ist. 

G. Mit Eingabe vom 8. Juni 2016 beantragt die Gemeinde Kerzers namentlich die Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. 

H. Die zur Stellungnahme eingeladenen Eigentümer der innerhalb des DBP-Perimeters 
gelegenen Grundstücke haben sich nicht als Parteien konstituiert bzw. liessen sich nicht 
vernehmen. 

I. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1. a) Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 88 
Abs. 3 des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes vom 2. Dezember 2008 [RPBG; 
SGF 710.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Bei den Beschwerdeführern handelt es sich 
um Eigentümer von Grundstücken in der Nähe des DBP-Perimeters, an der unteren Wilergasse. 
Auch sind sie in den Verfahren vor der Vorinstanz als Beschwerdeführer aufgetreten (obwohl im 
angefochtenen Entscheid der RUBD ausdrücklich nur der "Verein E.________" als 
Beschwerdeführer genannt wird) und mithin formell beschwert. Sie sind damit zur Ergreifung des 
Rechtsmittels berechtigt (Art. 76 VRG), und es muss nicht geprüft werden, ob sie – wie sie 
vorbringen – auch als Vereinsleitungsmitglieder, welche in der Vergangenheit mehrere 
Unterschriftensammlungen organisiert hätten, legitimiert seien, "die Interessen der Bewohnenden 
des Quartiers und/oder Anwohnenden an den Hauptverkehrs- und Erschliessungsstrassen, die 
durch die massive Zunahme des Verkehrs überdurchschnittlich und direkt betroffen sind", zu 
vertreten. Es sei lediglich darauf hingewiesen, dass keine Vollmachten der Anwohner vorliegen 
und es sich bei der Beschwerdeschrift nicht um eine kollektive Eingabe von mehr als zehn 
Personen im Sinne von Art. 13 Abs. 4 VRG bzw. von Art. 83 Abs. 3 RPBG handelt, und dass nach 
Art. 14 VRG vor dem Kantonsgericht nur die zur Ausübung des Anwaltsberufes zugelassenen 

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Personen als Vertreter oder Beistand tätig sein können. Überdies wurde der "Verein E.________" 
in der Beschwerde ausdrücklich nicht als Beschwerdeführer genannt (vgl. auch das Schreiben des 
Instruktionsrichters vom 20. Januar 2016), so dass es sich folglich schon aufgrund des offenbar 
mangelnden Beschwerdewillens des Vereins selbst auch nicht um eine Verbandsbeschwerde 
handelt. 

Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 und Art. 30 Abs. 1 lit. b VRG). Auch wurde 
der Kostenvorschuss von CHF 4'000.- rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist 
daher grundsätzlich einzutreten.

b) Eingangs ist auf diverse unzulässige Anträge hinzuweisen, auf welche nicht eingetreten 
werden kann: 

aa) Die Beschwerdeführer stellten in ihrer Beschwerde zahlreiche 
Feststellungsbegehren. Nach Art. 110 VRG kann die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht über das Bestehen, das Nichtbestehen oder den Umfang öffentlich-
rechtlicher Rechte oder Pflichten einen Feststellungsentscheid treffen (Abs. 1). Sie gibt einem 
Gesuch um Feststellung aber nur Folge, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse an 
der Feststellung nachweist (Abs. 2). Daraus ergibt sich – wie dies ferner auch nach den 
allgemeinen Prozessregeln der Fall ist – dass Feststellungsbegehren gegenüber 
Leistungsbegehren grundsätzlich subsidiär sind. Der Grundsatz bedeutet, dass 
Feststellungsinteressen, vorbehältlich besonderer Situationen, nur dann massgeblich sein können, 
wenn Gestaltungs- oder Leistungsbegehren ausgeschlossen sind (vgl. hierzu etwa Urteil BGer 
2C_803/2008 vom 21. Juli 2009 E. 4.2.2; 1C_79/2009 vom 24. September 2009 E. 3.5). Da die 
Beschwerdeführer vorliegend insbesondere auch beantragen, dass der DBP Stockacker nicht zu 
genehmigen sei und einzelne weitere einschlägige Gestaltungs- bzw. Leistungsbegehren stellten, 
erweisen sich namentlich die Feststellungsbegehren 1.4, 1.5 und 1.11 Satz 2 (soweit dieser Satz 
überhaupt ein Begehren darstellt) als nicht zulässig und es ist darauf nicht einzutreten. Auch das 
Rechtsbegehren 1.2 erweist sich bereits aufgrund des Grundsatzes iura novit curia als nicht 
adäquat. Für den Fall, dass die Beschwerdeführer diese Rechtsbegehren sinngemäss als 
Begründung ihrer Beschwerde und nicht als Anträge im technischen Sinn verstanden haben 
möchten, wird dies – soweit einschlägig und relevant – in den nachfolgenden Erwägungen 
behandelt. 

bb) Soweit ferner die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde eine "Entschädigung 
wegen materieller Enteignung" beantragen (vgl. das Rechtsbegehren 1.16 und die Begründung auf 
den Seiten 25 bis 27 der Beschwerde), kann dies vorliegend durch das Kantonsgericht ebenfalls 
nicht geprüft werden. Die Beschwerdeführer werden diesbezüglich insbesondere auf Art. 6 Abs. 1 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Februar 1984 über die Enteignung (SGF 76.1) und (neben 
vielen) auf die Urteile KG FR 2A 03 132 f. vom 5. Oktober 2006 E. 8 und 602 2014 59 vom 16. Juni 
2016 E. 9 verwiesen. Auch insoweit kann demnach auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

cc) Auch stellten die Beschwerdeführer hinsichtlich der Kosten- und 
Entschädigungsfolgen vier (sic!) separate und (weitestgehend) gleichlautende Anträge (vgl. die 
Rechtsbegehren 1.7, 1.15, 1.17 und 1.19). Diese werden nachfolgend zusammengefasst in 
Erwägung 8 behandelt. 

2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Rüge 
der Unangemessenheit ist in casu ausgeschlossen, da diese bereits durch die RUBD im Rahmen 

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des angefochtenen Entscheides geprüft werden konnte (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG und Art. 33 Abs. 3 
lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung [RPG; SR 700] e contrario; 
siehe Urteil KG FR 602 2015 53 vom 17. Oktober 2016 E. 2b, mit Hinweisen).  

3. a) Die Beschwerdeführer rügen in ihrer Beschwerde sinngemäss insbesondere, dass der 
DBP Stockacker nicht genehmigt werden dürfe, da er dem RPG widerspreche: Mit diesem DBP 
werde über 60'000 m2 hochwertiges Ackerland überbaut. Gemäss den Bestimmungen des RPG 
müsse Bauland innerhalb von 15 Jahren überbaut sein. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Der 
DBP-Perimeter sei bis heute nicht überbaut und überdies nicht genügend erschlossen. Demnach 
sei der Stockacker wieder der Landwirtschaftszone zuzuweisen und der DBP sei nicht 
bewilligungsfähig. 

b) Vorliegend hatte die RUBD die Gesamtrevision der Ortsplanung der Gemeinde Kerzers 
mit Entscheid vom 29. April 2014 – unter bestimmten in den Entscheiderwägungen III und IV 
aufgeführten Vorbehalten und Bedingungen – genehmigt. Gemäss dieser Ortsplanung befindet 
sich der DBP-Perimeter, der bereits zuvor der Bauzone zugeteilt war, vollumfänglich in der 
Wohnzone mittlerer Dichte II, Perimeter mit obligatorischem Bebauungsplan Stockacker. Im 
Anschluss an diese Genehmigung hat die Gemeinde die Ortsplanung an die Vorbehalte bzw. 
Bedingungen gemäss dem erwähnten Genehmigungsentscheid angepasst, wobei dies hinsichtlich 
des DBP-Perimeters nichts änderte. Die RUBD hat diese geänderte Ortsplanung am 
30. September 2015 genehmigt. Die Gesamtrevision der Ortsplanung der Gemeinde Kerzers ist in 
Rechtskraft erwachsen. 

c) Wie nachfolgend aufgezeigt wird, ist es nicht möglich, im Rahmen des vorliegenden 
Verfahrens auf diese Zonennutzungsplanung zurückzukommen:

Gemäss Art. 63 Abs. 1 RPBG legt die Gemeinde, unter Vorbehalt allfälliger geringfügiger und 
gerechtfertigter Anpassungen, im Zonennutzungsplan in objektiver und zusammenhängender 
Weise Perimeter fest, in denen ein DBP erstellt werden muss, bevor eine Baubewilligung erteilt 
werden kann. Im Reglement zum Zonennutzungsplan legt sie die Ziele und Grundsätze für die 
Erstellung des DBP fest. Nach Art. 62 RPBG regeln Detailbebauungspläne die Überbaubarkeit von 
Teilgebieten der Gemeinde mit dem Ziel, die im Zonennutzungsplan und im dazugehörigen 
Reglement vorgesehene ortsplanerische Grundordnung zu ergänzen oder zu verfeinern. Gemäss 
Art. 65 Abs. 2 RPBG ist es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, im Rahmen eines DBP-
Verfahrens von der Regelbauweise abzuweichen. Ein DBP dient laut Art. 64 RPBG insbesondere 
dazu, eine siedlungstechnisch und architektonisch gute Lösung zu finden, gemeinsame Anlagen 
zu planen, eine zweckmässige und genügende Erschliessung zu ermöglichen und die möglichen 
Bauten und Anlagen besser in die Umgebung einzuordnen. Nach Art. 65 enthält der DBP für den 
festgelegten Perimeter namentlich Vorschriften über die Bauweise, die Erschliessung und die 
Aussenraumgestaltung im festgelegten Perimeter. Aus diesen Bestimmungen ergibt sich, dass ein 
DBP begriffslogisch die Überbauung regelt und sich demnach grundsätzlich auf Bauzonen bezieht.   

Soweit die Beschwerdeführer beantragen, dass der DBP-Perimeter der Landwirtschaftszone 
zugeführt werden müsse bzw. nicht überbaut werden könne, fordern sie eine fundamentale 
Änderung der Ortsplanung; diese sieht wie erwähnt vor, dass der DBP-Perimeter den 
Bestimmungen der Wohnzone mittlerer Dichte II, Perimeter mit obligatorischem Bebauungsplan 
Stockacker, untersteht. Es stand den Beschwerdeführern offen, gegen die entsprechenden 
Genehmigungsentscheide der RUBD Beschwerde zu erheben. So hatten denn auch namentlich 
A.________ und B.________ gegen den Genehmigungsentscheid der RUBD vom 29. April 2014 
am 30. Mai 2014 Beschwerde an das Kantonsgericht erhoben, diese aber mit Eingabe vom

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2. September 2014 wieder zurückgezogen. Das Kantonsgericht hat folglich dieses 
Beschwerdeverfahren mit der Verfügung 602 2014 60 f. vom 20. Oktober 2014 als gegenstandslos 
abgeschrieben. 

Nach Art. 21 Abs. 1 RPG sind Nutzungspläne für jedermann verbindlich. Haben sich die 
Verhältnisse erheblich geändert, so werden die Nutzungspläne überprüft und nötigenfalls 
angepasst (Art. 21 Abs. 2 RPG). Die akzessorische Überprüfung eines Nutzungsplans ist 
insbesondere im Baubewilligungsverfahren grundsätzlich ausgeschlossen (BGE 127 I 103 E. 6b); 
dieser Grundsatz muss auch für das DBP-Verfahren gelten, da es der Rechtssicherheit abträglich 
wäre, wenn ein Nutzungsplan – ohne entsprechenden Anlass und insbesondere, wenn er erst seit 
kurzer Zeit rechtskräftig genehmigt ist – immer wieder in Frage gestellt werden müsste. Die 
Rechtsprechung lässt eine akzessorische Überprüfung der Nutzungspläne nur dann 
ausnahmsweise zu, wenn sich der Betroffene bei Planerlass noch nicht über die ihm auferlegten 
Beschränkungen Rechenschaft geben konnte oder er im damaligen Zeitpunkt keine Möglichkeit 
hatte, seine Interessen zu verteidigen (BGE 123 II 337 E. 3a; 119 Ib 480 E. 5c; Urteil BGer 
1C_518/2010 vom 22. März 2011 E. 4.1); ferner, wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse oder die 
gesetzlichen Voraussetzungen seit Annahme des Plans in einer Weise geändert haben, dass das 
öffentliche Interesse an der Beibehaltung der auferlegten Nutzungsbeschränkungen dahingefallen 
sein könnte. Diese Präzisierung entspricht der Überprüfungspflicht von Nutzungsplänen gemäss 
Art. 21 Abs. 2 RPG (BGE 120 Ia 227 E. 2c mit Hinweisen; 127 I 103 E. 6b).

Eine solche Konstellation wird vorliegend von den Beschwerdeführern in keiner Weise geltend 
gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Insbesondere liegen keine Anhaltspunkte vor, dass sich die 
Beschwerdeführer bei Planerlass im Jahr 2014 über den Nutzungsplan keine Rechenschaft geben 
konnten oder keine Möglichkeit hatten, ihre Interessen zu verteidigen, bzw. dass sich die 
tatsächlichen Verhältnisse oder die gesetzlichen Voraussetzungen seit Annahme des Ortsplans in 
einer Weise geändert hätten, dass das öffentliche Interesse an der Beibehaltung der auferlegten 
Nutzungsart dahingefallen sein könnte. Ferner erfolgte die Genehmigung der Gesamtrevision der 
Ortsplanung im Jahr 2014 bzw. 2015 und mithin unter der Herrschaft des RPG des Bundes. Die 
Kantone hatten nach Art. 35 Abs. 1 lit. b RPG in zeitlicher Hinsicht dafür zu sorgen, dass die 
Nutzungspläne rechtzeitig, spätestens aber per 1. Januar 1988 (acht Jahre nach dem Inkrafttreten 
des RPG) vorliegen. Für die entsprechend neurechtliche Nutzungsordnung besteht gemäss der 
Rechtsprechung eine Gültigkeitsvermutung (BGE 120 Ia 227 E. 2c; 118 Ib 38 E. 4). 

d) Vor diesem Hintergrund ist es dem Kantonsgericht verwehrt, im Rahmen des hier zu 
beurteilenden DBP-Verfahrens die im Jahr 2014 bzw. 2015 von der RUBD rechtsgültig genehmigte 
Ortsplanung akzessorisch zu überprüfen. Die Beschwerdeführer können demnach mit ihren 
Rügen, dass der DBP-Perimeter zu Unrecht in der Bauzone sei, nicht gehört werden. Auf die 
entsprechenden Rechtsbegehren, welche auf die Feststellung abzielen, dass die Zonierung des 
DBP-Perimeters dem RPG widerspreche bzw. mit denen gefordert wird, dass der DBP-Perimeter 
der Landwirtschaftszone zuzuordnen sei (vgl. insbesondere die Rechtsbegehren 1.3, 1.4, 1,5, 1.9; 
soweit diese nicht überdies auch aus anderen Gründen unzulässig sind), ist demnach nicht 
einzutreten bzw. sind diese abzuweisen. Namentlich drängt es sich deshalb entgegen den 
Rechtsbegehren 1.3 und 1.21 der Beschwerdeführer auch nicht auf, "mittels einer neutralen Studie 
abzuklären, ob der DBP Stockacker den Vorgaben des revidierten RPG genügt und innerhalb der 
nächsten 15 Jahre die gesamte eingezonte Wohnfläche für Überbauungen benötigt werden". Die 
RUBD ist nach dem Vorgesagten in ihren Entscheiden zu Recht davon ausgegangen, dass der 
DBP-Perimeter gemäss der rechtskräftig genehmigten Gesamtrevision der Ortsplanung in der 

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Wohnzone mittlerer Dichte II, Perimeter mit obligatorischem Bebauungsplan Stockacker, liegt und 
demnach zur Bauzone gehört. 

4. a) Die Beschwerdeführer rügen weiter, dass der DBP keine hinreichende Ableitung und 
Reinigung des Abwassers vorsehe. Er sei deshalb nicht genehmigungsfähig. Der Umweltbericht 
verzichte darauf, klar festzustellen, dass die Schmutzwasserentsorgung durch die ARA der 
Gemeinde Kerzers bereits heute ungenügend sei und folglich die zusätzlichen Mengen der 
Siedlung Stockacker nicht mehr aufnehmen und bewältigen könne. Der DBP könne deshalb erst 
genehmigt werden, wenn ein entsprechendes Entwässerungskonzept für das verschmutzte 
Abwasser bestehe.  

b) Die RUBD hatte sich in ihrem Entscheid zur Gesamtgenehmigung der Ortsplanung vom 
29. April 2014 fundiert mit der Frage der Siedlungsentwässerung befasst. Sie folgte der 
Einschätzung des Bau- und Raumplanungsamtes, welches in seinem Gesamtgutachten 
festgestellt hatte, dass die zurzeit betriebene Abwasserreinigungsanlage (ARA) zwar eine 
Unterkapazität aufweise, aber die im Ortsplan vorgesehene Einzonung einer Spezialzone für die 
ARA und die vorgesehenen Erweiterungen der bestehenden Anlage wichtige erste Schritte zur 
Lösung dieser Problematik darstellten. Die RUBD stellte im erwähnten Genehmigungsentscheid 
die Bedingung, dass die Gemeinde Lösungsmassnahmen zur Problematik Siedlungsentwässerung 
und Kapazität der ARA erarbeiten müsse. Die Gemeinde hat offenbar entsprechende Schritte 
eingeleitet und bemüht sich, treffende Lösungsmassnahmen zu finden: So legte sie in ihrer 
Stellungnahme vom 8. Juni 2016 dar, dass sie intensiv darauf hinwirke, zusammen mit den 
Nachbarschaftsgemeinden ein Gesamtkonzept auszuarbeiten. Zu Recht wies die Gemeinde weiter 
darauf hin, dass die Unterkapazität der Siedlungsentwässerung nicht nur den DBP-Perimeter, 
sondern das gesamte Gemeindegebiet betreffe. Es sei daher nicht sinnvoll, selektiv nur für das 
Gebiet Stockacker einzelne Massnahmen zur Verbesserung der Schmutzwasserinfrastruktur 
vorzusehen. Es brauche vielmehr ein einheitliches umfassendes und gemeindeübergreifendes 
Konzept, damit die Kapazität der ARA für das gesamte Einzugsgebiet vergrössert werden kann. 
Ein treffendes Siedlungsentwässerungskonzept kann in der Tat nicht im Rahmen des DBP und nur 
für den DBP-Perimeter entwickelt werden. 

Auch ist es nicht erforderlich, dass ein solches Konzept bereits im Rahmen des DBP-Verfahrens 
vorliegt. So zielen doch die Beschwerdeführer mit ihrer Rüge, dass die Kapazitäten der ARA 
insgesamt ungenügend seien, auf eine Anlage der Grunderschliessung ab. Die Grund- oder 
Basiserschliessung ist die übergeordnete Erschliessung, die ein grösseres zusammenhängendes 
Gebiet umfasst und nicht nur das zu überbauende. An diese Grunderschliessung schliessen die 
Groberschliessungsanlagen und danach die Feinerschliessungsanlagen an. Zur 
Grunderschliessung gehört insbesondere das übergeordnete Strassennetz (Kantonsstrassen, 
Hauptverkehrsstrassen) und die Hauptleitungen, an welche die Leitungen der Groberschliessung 
anschliessen. Beim Abwasser zählen die übergeordneten Hauptkanäle sowie die 
Abwasserreinigungsanlagen zur Grunderschliessung (vgl. WALDMANN/HÄNNI, Kommentar 
Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 19 N. 25; HÄUPTLI, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Aargau, 2013, § 32 N. 14). Diese Grunderschliessung wird nicht von Art. 19 RPG erfasst, der 
bestimmt, dass Bauzonen durch das Gemeinwesen innerhalb der im Erschliessungsprogramm 
vorgesehenen Frist zu erschliessen sind (Abs. 2). Diese Bestimmung betrifft vielmehr nur die 
Grob- und Feinerschliessung (HÄUPTLI, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2013, 
§ 32 N. 15). 

Ferner kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass (allein) der DBP Stockacker die 
bestehende Überbelastung der ARA in relevanter Weise verschärft, zumal es sich nicht um ein 

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Vorhaben handelt, welches im Sinne von Art. 66 RPBG wesentliche Auswirkungen auf Raum, 
Erschliessung, Umwelt bzw. Kulturgüter hat (vgl. hierzu Art. 28 des Ausführungsreglements vom 
1. Dezember 2009 zum RPBG [RPBR; SGF 710.11] e contrario). Es besteht demnach kein Bedarf, 
im DBP anzugeben, mit welchen Massnahmen ausserhalb des Perimeters die entsprechenden 
wesentlichen Auswirkungen auf ein verträgliches Mass beschränkt werden können (vgl. Art. 66 
Abs. 1 RPBG), bzw. wie die Grunderschliessung in der gesamten Gemeinde verbessert werden 
könnte. Vielmehr hat der DBP gestützt auf Art. 65 Abs. 1 RPBG wie erwähnt lediglich für den 
festgelegten Perimeter insbesondere die Vorschriften über die Bauweise, die Erschliessung und 
die Aussenraumgestaltung zu enthalten. 

c) Die Rügen der Beschwerdeführer hinsichtlich der Siedlungsentwässerung (vgl. 
insbesondere das Rechtsbegehren 1.10) sind damit abzuweisen, soweit überhaupt darauf 
eingetreten werden kann. 

5. a) Weiter rügen die Beschwerdeführer sinngemäss, dass die Gemeinde Kerzers 
verkehrsmässig insgesamt nicht genügend erschlossen sei. Sie hätten festgestellt, dass beim DBP 
Stockacker von viel zu "tiefen und unrealistisch grossen Wohneinheiten" ausgegangen werde. 
Gehe man hingegen von durchschnittlichen Wohnungsgrössen aus, wie sie derzeit vom Markt 
nachgefragt würden, so ergäben sich anhand der Gebäudevolumen im DBP-Perimeter viel mehr 
Wohneinheiten, entsprechend auch mehr Bewohner, mehr Autos, ein höherer Parkplatzbedarf und 
viel mehr Autofahrten auf den Zubringerstrassen. Da gemäss den angefochtenen Entscheiden 
keine Obergrenze der Anzahl Wohneinheiten festgelegt worden sei, die den heutigen 
Berechnungsgrundlagen entsprechen, forderten sie, dass vor der DBP-Genehmigung eine 
neutrale unabhängige Studie prüfen solle, wie viele marktgerechte Wohneinheiten zu erwarten 
seien. "Bis dahin" hielten sie an ihrer Einschätzung fest, wonach die Grossüberbauung Wohnraum 
für 750 Personen biete, was rund 400 Autos mit sich bringe, wobei jedoch nur 242 Parkplätze 
vorgesehen seien. Zusammen mit dem übrigen Verkehrswachstum bringe das Projekt im Dorf 
einen Mehrverkehr von etwa 20 % bzw. 2'350 projektinduzierte Autofahrten täglich. Dies sei für die 
Gemeinde Kerzers nicht verkraftbar und mit den Wachstumszielen der Gemeinde nicht vereinbar. 
Die Beschwerdeführer tragen sodann sinngemäss vor, dass es sich beim DBP Stockacker um ein 
Vorhaben handle, welches wesentliche Auswirkungen auf die Erschliessung habe, so dass nach 
Art. 66 RPBG angegeben werden müsse, mit welchen Massnahmen innerhalb und ausserhalb des 
Perimeters diese Auswirkungen auf ein verträgliches Mass beschränkt werden könnten.

b) Indes ist nach dem Umweltbericht vom 10. September 2013 davon auszugehen, dass 
die gesamte Überbauung von etwa 545 Personen bewohnt wird; durch diese wird gemäss dem 
Bericht ein Verkehrsaufkommen von 1'242 Fahrten pro Tag induziert, wobei es sich dabei um 
Maximalwerte im Sinne eines Worst-case-Szenarios handle. Diese Verkehrszahlen wurden nach 
anerkannten Methoden berechnet und dem kantonalen Tiefbauamt vorgestellt und von diesem 
genehmigt (vgl. den Hinweis im Umweltbericht auf das Protokoll der Besprechung vom 9. Oktober 
2008). Diese Berechnung erscheint schlüssig und es besteht kein Anlass, mit den 
Beschwerdeführern davon auszugehen, dass der projektinduzierte Verkehr täglich 2'350 
Autofahrten betrage, zumal es sich bei diesen Zahlen um eine reine Schätzung handelt, welche in 
keiner Weise wissenschaftlich oder durch glaubhafte tatsächliche Vorbringen gestützt wird. 

Art. 28 Abs. 1 lit. a RPBR sieht vor, dass namentlich Projekte, die täglich mehr als 2‘000 Fahrten 
des motorisierten Verkehrs verursachen (wobei der Schwerverkehr doppelt gezählt werden muss), 
als Projekte mit wesentlichen Auswirkungen gelten. Dies ist nach dem Vorgesagten in casu nicht 
der Fall. Entsprechend gilt das Vorhaben nicht als Projekt mit wesentlichen Auswirkungen auf die 
Erschliessung, für das gestützt auf Art. 66 RPBG anzugeben wäre, mit welchen Massnahmen 

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innerhalb und ausserhalb des Perimeters diese Auswirkungen auf ein verträgliches Mass 
beschränkt werden können. 

Es geht demnach nicht an, die Genehmigung des DBP zu verweigern, da nach der Argumentation 
der Beschwerdeführer die gesamte Verkehrssituation in der Gemeinde Kerzers unbefriedigend sei. 
Dies gilt umso mehr, da die RUBD im Gesamtgenehmigungsentscheid vom 29. April 2014 
festgehalten hatte, dass wegen der im Gemeinderichtplan Verkehr vorgesehenen 
Strassensanierungsmassnahmen mit Blick auf den DBP Stockacker keine verkehrstechnischen 
Massnahmen ausserhalb des DBP-Perimeters notwendig seien (vgl. auch die Stellungnahme der 
RUBD vom 12. April 2016) und folglich die vom Amt für Mobilität ursprünglich vorgeschlagene 
Ergänzung des Art. 33 des Planungs- und Baureglements der Gemeinde (PBR) betreffend den 
Detailbebauungsplan Stockacker nicht notwendig sei. Hierauf kann vorliegend abgestellt werden, 
zumal von den Beschwerdeführern nicht nachvollziehbar dargelegt wird, dass die 
verkehrstechnische Erschliessung in der gesamten Gemeinde Kerzers nicht gewährleistet wäre. 
Weiter kann diesbezüglich auch auf die Erwägung 4 zur Siedlungsentwässerung verwiesen 
werden. 

c) Die Rügen der Beschwerdeführer hinsichtlich der ungenügenden 
Erschliessungsinfrastruktur im Bereich des Verkehrs in der gesamten Gemeinde Kerzers (und 
ohne spezifischen Bezug zum DBP; vgl. insbesondere das Rechtsbegehren 1.10) sind demnach 
abzuweisen, soweit auf die Beschwerde diesbezüglich überhaupt eingetreten werden kann.

6. a) Wie eingangs erwähnt, ist konkret hinsichtlich der verkehrsmässigen Erschliessung des 
DBP-Perimeters geplant, dass die Zufahrt zu den Baufeldern im westlichen Bereich (mit 
Ausnahme von drei Baufeldern) über eine Tiefgarageneinfahrt in der nordwestlichen "Ecke" des 
DBP-Perimeters von der Wilergasse beim Hohlweg (angrenzend an das "Gärteli") erfolgen soll, wo 
sich auf beiden Strassenseiten Böschungen mit Hecken bzw. Bäumen befinden. Im 
Erläuterungsbericht zum DBP wird festgehalten, dass die Wilergasse im heutigen Ausbaustandard 
den zu erwartenden Verkehr nicht aufnehmen könne. Die Strasse sei daher im unteren Bereich der 
Wilergasse von der Sonnhaldenstrasse bis zur Einfahrt zur Tiefgarage auf 4.80 m zu verbreitern 
und mit einem 1.65 m breiten Trottoir auszustatten. Die Böschung muss gemäss der 
Machbarkeitsstudie zum DBP auf der Südseite, im Bereich vor und nach der Tiefgaragenzufahrt, 
abgetragen werden und die Hecke wird entfernt. Die Böschungen seien wiederherzustellen, 
Stützmauern seien, ausser bei der Tiefgarageneinfahrt, nicht zulässig (vgl. Machbarkeitsstudie und 
Erläuterungsbericht). Durch diese Anpassungen gehen im untersten Bereich der Wilergasse rund 
120 m2 Hecken- bzw. Baumbestand auf der Südseite der Wilergasse verloren. Der Zustand des 
Verkehrsweges wird damit, wie im Erläuterungsbericht ausdrücklich festgehalten wird, dauerhaft 
verändert. In Art. 17 der Zonenvorschriften zum DBP ist sodann vorgesehen, welche 
Ersatzmassnahmen für die Entfernung der Hecke zu treffen sind: Insbesondere muss der Ersatz 
der Hecke mindestens mit dem Faktor 1.4 erfolgen. Die Hecke wird auf der ganzen Länge von 
einem 3 m breiten Krautsaum abgeschlossen. Weiter ist hinsichtlich der Bepflanzung namentlich 
vorgeschrieben, dass einheimische und standortgerechte Arten verwendet werden und der 
Artenvielfalt grösste Wichtigkeit beigemessen wird. Es ist vorgesehen, dass die Ersatzpflanzung im 
oberen Bereich der Wilergasse, auf der Höhe der neu zu erstellenden Ausweichstelle, wo die 
Hecke im aktuellen Zustand unterbrochen ist, erfolgen soll (vgl. die Machbarkeitsstudie und den 
Umweltbericht).  

b) Die Beschwerdeführer rügen diesbezüglich, dass die Wilergasse als Sammelstrasse 
ungeeignet sei: Sie sei im Inventar historischer Verkehrswege Schweiz als Objekt von lokaler 
Bedeutung eingetragen. Zudem stelle der historische Hohlweg bei der Wilergasse den 

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Hauptzugang vom Dorf zum Naherholungsgebiet Arnenwald dar. Er werde von vielen 
Fussgängern benutzt; das Kreuzen von Fahrzeugen mit Fussgängern, Radfahrern und Reitern sei 
angesichts der beschränkten Platzverhältnisse und der schlechten Sicht gefährlich und 
problematisch. Die im Verkehrsrichtplan der Gemeinde vorgenommene Einstufung der Wilergasse 
als Sammelstrasse stehe demnach im Widerspruch zum umfassenden Schutz dieses Hohlweges. 
Aufgrund der geplanten Verbreiterung des Hohlweges für die Tiefgarageneinfahrt werde der 
wichtigste Teil des Schutzobjektes zerstört. Dieser Eingriff in den geschützten Hohlweg sei nicht 
durch überwiegende Interessen gerechtfertigt und widerspreche somit dem RPG.

c) Hinsichtlich des Hohlwegs ist festzuhalten, dass dieser im rechtsgültigen 
Zonennutzungsplan gar nicht als historischer Verkehrsweg aufgeführt wird (vgl. die entsprechende 
Legende im Zonennutzungsplan: "geschütztes IVS-Objekt", "Art. 14", gelbe Linie für die Kategorie 
3 bzw. orange Linie für die Kategorie 2). Dennoch ist er im Inventar der historischen Verkehrswege 
der Schweiz (IVS) unter der Nr. FR 1701.2 als historischer Verkehrsweg mit lokaler Bedeutung, 
"historischer Verlauf mit Substanz", verzeichnet. Ebenso hat auch das Amt für Kulturgüter in seiner 
Stellungnahme vom 31. Juli 2014 darauf hingewiesen, dass die Wilergasse abschnittsweise in das 
IVS aufgenommen wurde. Nach den Ausführungen des Amtes für Kulturgüter gehörten die 
Abschnitte der Wilergasse, wo der historische Verlauf erhalten ist, in die Kategorie 3. Hier seien 
neben dem historischen Verlauf auch die wegsäumenden Bepflanzungen vorhanden. Die 
Abschnitte mit Substanz gehörten in die Kategorie 2, das bedeute, dass zusätzlich zu den oben 
erwähnten Elementen das Wegprofil mit Böschungen und Gräben erhalten sei. Das Amt für 
Kulturgüter führte weiter aus, dass es "wünschenswert" sei, dass die erhaltene Substanz bestehen 
bleibe, denn der Weg sei von lokaler Bedeutung und demnach für die Geschichte von Kerzers 
relevant. Dennoch habe das Amt für Kulturgüter gemäss seinen Ausführungen auf die 
Beantragung einer Unterschutzstellung verzichtet, da der Weg lediglich von lokaler Bedeutung sei. 

d) Mangels entsprechender Festlegung im Zonennutzungsplan ist deshalb fraglich, ob bzw. 
inwieweit der Hohlweg tatsächlich als historischer Verkehrsweg geschützt ist. Die Frage des 
Schutzes als historischer Verkehrsweg kann jedoch an dieser Stelle offen gelassen werden, weil 
sich der geplante Eingriff in den Hohlweg für die Zufahrt zur Tiefgarage vorliegend (und beim 
jetzigen Aktenstand) aufgrund des Schutzes als Landschaftselement bzw. als Naturobjekt gemäss 
Art. 17 PBR als unzulässig erweist. 

aa) Nach Art. 18 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und 
Heimatschutz (NHG; SR 451) ist dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch die 
Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und durch andere geeignete Massnahmen 
entgegenzuwirken (Abs. 1). Besonders zu schützen sind Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, 
seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine 
ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für 
Lebensgemeinschaften aufweisen (Abs. 1bis). Lässt sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger 
Lebensräume durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, so hat 
der Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für 
Wiederherstellung oder ansonsten für angemessenen Ersatz zu sorgen (Abs. 2). 

Biotope von nationaler Bedeutung werden laut Art. 18a NHG vom Bundesrat nach Anhören der 
Kantone bezeichnet (Abs. 1). Die Kantone ordnen ihren Schutz und Unterhalt (Abs. 2). Biotope von 
regionaler und lokaler Bedeutung scheiden die Kantone nach Art. 18b NHG selber aus und sie 
sorgen für ihren Schutz und Unterhalt. Diese Bestimmungen enthalten einen verbindlichen Auftrag 
zum Schutz wertvoller Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. Bezüglich der Ausscheidung 
von Biotopen von regionaler und lokaler Bedeutung steht den Kantonen ein erheblicher 

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Beurteilungsspielraum zu. Die unbestimmten Begriffe des "genügend grossen Lebensraums" (Art. 
18 Abs. 1 NHG) bzw. des "Standorts, der eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllt 
oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweist" (Art. 18 Abs. 1bis 
NHG) und die unterschiedlichen Verhältnisse in den Kantonen verbieten die Annahme, die zu 
schützenden Lebensräume würden unmittelbar durch Art. 18 NHG bezeichnet (vgl. BGE 118 Ib 
485 E. 3a). Das kantonale Recht kann ferner auch einen Biotoptyp von Gesetzes wegen generell 
unter Schutz stellen (WILD, Gegenstand und Vollzug des Biotopschutzes nach NHG, in URP 1999 
765 [775]). Es kann damit auch über den bundesrechtlich vorgesehenen Schutz hinausgehen. 
Eine derartige kantonale Regelung ist mit Art. 78 Abs. 4 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 
(BV; SR 101), wonach der Bund über eine umfassende Gesetzgebungskompetenz im 
Biotopschutz verfügt, vereinbar. Die Schutzvorschriften von Art. 18 NHG in Verbindung mit dessen 
Art. 18b lassen Raum für eine generelle Unterschutzstellung eines bundesrechtlich nur im 
Einzelfall geschützten Biotoptyps (BGE 133 II 220 E. 2.3). 

bb) Nach Art. 22 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 12. September 2012 über den 
Natur- und Landschaftsschutz (NatG; SGF 721.0.1) dürfen Gehölze ausserhalb des Waldareals 
wie Hecken, Feldgehölz, Waldstreifen, Baumreihen oder grosse Einzelbäume nicht entfernt 
werden, wenn sie sich ausserhalb der Bauzone befinden, standortgerecht sind und einen 
ökologischen oder landschaftlichen Wert aufweisen (Abs. 1). Die anderen Massnahmen zum 
Schutz von Gehölzen ausserhalb des Waldareals obliegen nach Art. 22 Abs. 2 NatG den 
Gemeinden; deren regelmässiger Unterhalt ist jedoch Sache der Grundeigentümerschaft (Abs. 2). 
Die Gemeinde Kerzers hat den Hecken- bzw. Baumschutz insbesondere in Art. 17 PBR geregelt, 
der sich laut seinem Titel mit den schützenswerten Landschaftselementen und Naturobjekten 
befasst. Nach dieser Bestimmung sind Einzelbäume, Baumgruppen, Kleingehölze, Gebüsche und 
Hecken geschützt und dürfen ohne Bewilligung nicht gerodet oder gefällt werden (Abs. 1). 
Sämtliche Naturhecken, Feldgehölze, Einzelbäume und Baumgruppen sowie sämtliche 
Uferbepflanzungen sind geschützt und müssen grundsätzlich erhalten werden. Eventuelle 
Abholzungsbewilligungen liegen in der Kompetenz des Gemeinderates (Abs. 2). 

Ein umfassender und strikter Schutz wird sodann für bestimmte Objekte in Art. 17 Abs. 3 PBR 
vorgesehen: Gemäss dieser Bestimmung sind die im Zonennutzungsplan bezeichneten und im 
Anhang 6 PBR aufgeführten Objekte sowie deren unmittelbare Umgebung "geschützt und dürfen 
weder entfernt, noch beschädigt oder verändert werden. Sicherheitsholzungen und 
Unterhaltsarbeiten im Bereich der Verkehrsanlagen sind zulässig. Ebenso ist es zulässig, den 
Zugang zu Verkehrsanlagen für Unterhaltsarbeiten und Interventionen herzustellen." 

cc) Anhang 6 PBR und der rechtskräftige Zonennutzungsplan bezeichnen unter der Nr. 
N14 "Hohlweg, Hecken, Obstgärten" bei der Wilergasse ausdrücklich als entsprechende 
Schutzobjekte. Folglich kann es nicht angehen, dass der DBP – entgegen der Bestimmung von 
Art. 17 Abs. 3 PBR – ohne weiteres vorsieht, die Böschung im Bereich der Tiefgarageneinfahrt 
abzutragen und neu zu gestalten und den entsprechenden Hecken- bzw. Baumbestand zu roden. 

dd) Zwar könnte die "absoluten" Formulierung in Art. 17 Abs. 3 PBR den Eindruck 
erwecken, dass Eingriffe in die einschlägigen Schutzobjekte stets ausschliesslich in den 
ausdrücklich erwähnten Fällen – d.h. für Sicherheitsholzungen und Unterhaltsarbeiten im Bereich 
der Verkehrsanlagen und um den Zugang zu Verkehrsanlagen für Unterhaltsarbeiten und 
Interventionen herzustellen – zulässig sind. Indes ist es aus Sicht des Kantonsgerichtes nicht 
ausgeschlossen, dass weitere Ausnahmen zu Art. 17 Abs. 3 PBR zugelassen werden. So können 
doch in Anwendung von Art. 20 NatG Ausnahmen von den Schutzbestimmungen nach Art. 22 Abs. 
1 NatG oder zu den Massnahmen nach dessen Abs. 2 bewilligt werden, wobei die Gemeinden für 

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die entsprechenden Verfügungen zuständig zeichnen (Art. 22 Abs. 3 NatG; vgl. auch Art. 18 Abs. 2 
des Reglements vom 27. Mai 2014 über den Natur- und Landschaftsschutz [NatR; SGF 721.0.11). 
Art. 20 NatG sieht vor, dass Ausnahmen von den Schutzbestimmungen bewilligt werden können, 
wenn sich eine Beeinträchtigung schützenswerter Biotope durch technische Eingriffe unter 
Abwägung aller Interessen nicht vermeiden liesse (Abs. 1). Ausnahmen werden unter der 
Bedingung gewährt, dass besondere Massnahmen für den grösstmöglichen Schutz, die 
Wiederherstellung oder einen angemessenen Ersatz ausnahmsweise getroffen werden; ist eine 
Wiederherstellung oder ein Ersatz nicht möglich, so muss stattdessen ein Geldbetrag in der Höhe 
der angenommenen Kosten für die Wiederherstellung oder den Ersatz geleistet werden (Abs. 2). 
Gestützt auf diese Bestimmungen ist demnach die Beeinträchtigung schützenswerter Biotope 
grundsätzlich zu vermeiden. Im Rahmen der Interessenabwägung für eine Ausnahmebewilligung 
sind das Ausmass des Verlustes und das dadurch beeinträchtigte öffentliche Interesse gegen die 
privaten und/oder öffentlichen Interessen am Eingriff aufzuwiegen (FAHRLÄNDER, in Kommentar 
NHG, 1997, Art. 18 N. 29). Erst wenn sich Eingriffe unter Abwägung aller Interessen als 
unvermeidlich erweisen, stellt sich die Frage nach den Schutz-, Wiederherstellungs- oder 
Ersatzmassnahmen (BGE 117 Ib 243 E. 3b; 114 Ib 268 E. 4). Mit Schutz-, Wiederherstellungs- und 
Ersatzmassnahmen lässt sich demnach ein technischer Eingriff in ein Biotop nicht rechtfertigen; 
sie sind vielmehr Folge der Bewilligung des Eingriffs (KELLER, Das heutige Naturschutzrecht – 
Systematik und gesetzgeberischer Handlungsbedarf, in URP 2016 155 [168], mit Hinweisen).

ee) Vorliegend findet sich beim derzeitigen Aktenstand keine nachvollziehbare 
Begründung, dass sich der Eingriff an den Schutzobjekten N14, d.h. Hohlweg, Hecken, Obstgärten 
bei der Wilergasse, unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden liesse, bzw. dass andere 
Erschliessungen zur Tiefgarage fundiert geprüft, aber als nicht möglich erachtet wurden. Die 
Gemeinde legte im Erläuterungsbericht zur Begründung der geplanten Erschliessung im 
Wesentlichen dar, dass die Wilergasse im heutigen Ausbaustandard den zu erwartenden Verkehr 
nicht aufnehmen könne und erwähnt ferner die umfassenden Ersatzmassnahmen. Im 
Umweltbericht wird pauschal behauptet, dass der Charakter der Wilergasse als Hohlweg durch die 
vorgeschlagenen Massnahmen bewahrt bzw. gar noch verstärkt werde. Sodann wird dargelegt, 
dass aufgrund der Aussagen der Fachstellen zu erwarten sei, dass diese dem Projekt zustimmten, 
es würden jedoch grosszügige Ersatzmassnahmen gefordert, "die mit dem vorliegenden Vorschlag 
erfüllt sein dürften". Weiter führte auch das Amt für Natur und Landschaft in seiner Stellungnahme 
vom 20. August 2015 im Wesentlichen aus, dass es dem Vorhaben zugestimmt habe, unter der 
Bedingung, dass umfangreiche Ersatzmassnahmen vorgesehen würden, wie dies im DBP 
vorgesehen sei. Daher habe es für die Schlussprüfung ein günstiges Gutachten erstellt; der Eingriff 
in die Fauna und Flora sei aufgrund der Ersatzmassnahmen "verkraftbar". Indes lässt sich doch, 
wie aufgezeigt, (allein) mit Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen ein technischer 
Eingriff in ein Biotop nicht rechtfertigen; vielmehr sind diese Massnahmen Folge der Bewilligung 
des (nicht vermeidbaren) Eingriffs. Dies gilt auch, soweit die erwähnten Schutzobjekte nicht für die 
Tiefgarageneinfahrt an sich, sondern für die Verbreiterung verändert werden sollen, zumal die 
entsprechenden Richtpläne nach Art. 82 RPBG lediglich behördenverbindlich, nicht aber 
grundeigentümerverbindlich sind, so dass eine entsprechende Überarbeitung ggf. nicht 
ausgeschlossen ist. 

Entsprechend ist festzuhalten, dass der Eingriff in die Schutzobjekte N14 (Hohlweg, Hecken, 
Obstgärten bei der Wilergasse) nach Art. 17 Abs. 3 PBR verboten ist, und dass der DBP 
respektive die entsprechende Genehmigung durch die Gemeinde bzw. die RUBD auch nicht als 
gültige Ausnahmebewilligung für die geplanten Eingriffe in die Schutzobjekte N14 qualifiziert 
werden können. Wie erwähnt, bedürfte eine entsprechende Ausnahmebewilligung einer 

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umfassenden Interessenabwägung, wobei insbesondere auch geprüft werden müsste, ob mildere 
Massnahmen ausreichend sind (vgl. hierzu ausführlich Urteil KG FR 602 2016 85 vom 10. Januar 
2017 E. 4 f.). Diese Interessenabwägung ist vorliegend nicht erfolgt. Die Beschwerde erweist sich 
demnach hinsichtlich des Eingriffs im Bereich des Hohlwegs als berechtigt. 

7. a) Damit ergibt sich, dass die RUBD die Beschwerde der Beschwerdeführer zu Unrecht 
lediglich in einem (hier nicht relevanten Nebenpunkt) gutgeheissen und den DBP im Übrigen 
bewilligt hat. Die Beschwerde ist damit im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen und die 
angefochtenen Entscheide vom 17. Dezember 2015 sind aufzuheben. Im Rahmen eines neuen 
DBP bzw. bei dessen Überarbeitung wird insbesondere der Eingriff in die Schutzobjekte N14, d.h. 
Hohlweg, Hecken, Obstgärten bei der Wilergasse für die Einfahrt zur Tiefgarage umfassend im 
Sinne der Erwägungen zu überprüfen sein. In diesem Rahmen erscheint es auch sinnvoll, den 
Ausbau der Wilergasse als Sammelstrasse und die entsprechende Verbreiterung unter 
Berücksichtigung der vorerwähnten Aspekte nochmals zu analysieren. 

Im Übrigen erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach abzuweisen, soweit 
überhaupt darauf einzutreten ist. 

b) Soweit die Beschwerdeführer schliesslich die Durchführung eines Augenscheins 
beantragten, ist darauf hinzuweisen, dass die Behörde nach Art. 46 Abs. 1 lit. d VRG zwar einen 
Augenschein anordnen kann. Der Entscheid darüber steht aber im pflichtgemässen Ermessen der 
anordnenden Behörde. Die Durchführung eines Augenscheins ist nur dann geboten, wenn die 
tatsächlichen Verhältnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermöchten durch ihre 
Darlegungen vor Ort Wesentliches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits 
beizutragen (PLÜSS, in Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich,
3. Aufl. 2014, § 7 N. 79). Vorliegend sind die lokalen Gegebenheiten und der massgebliche 
Sachverhalt, soweit prozessrelevant, aus den vorliegenden Verfahrensakten genügend ersichtlich, 
weshalb sich die Fragen, welche die hier zu beurteilende Angelegenheit aufwirft, ohne den 
beantragten Augenschein beantworten lassen. Demnach kann das Kantonsgericht auf dessen 
Durchführung verzichten (zur antizipierten Beweiswürdigung siehe Urteil BGer 6B_82/2015 vom 
26. März 2015 E. 1.1 mit Hinweisen; BGE 134 I 140 E. 5.3). Aus demselben Grund kann auch auf 
die von den Beschwerdeführern beantragte Einholung der Stellungnahmen von diversen 
Umweltverbänden verzichtet werden (vgl. das Rechtsbegehren 1.22).

8. a) Bei diesem Verfahrensausgang gelten die Beschwerdeführer, die in einem ihrer 
Hauptbegehren obsiegen, aber deren Beschwerde im Übrigen abzuweisen ist, soweit überhaupt 
darauf eingetreten werden kann (dies insbesondere auch, soweit sie mit verschieden 
ausformulierten Rechtsbegehren zu erwirken versuchten, dass der DBP-Perimeter überhaupt nicht 
überbaut werden darf und in die Landwirtschaftszone aufzunehmen ist), als teilweise obsiegende 
Parteien. 

b) Die Verfahrenskosten, die auf CHF 4'000.- festgelegt werden, sind den 
Beschwerdeführern solidarisch und entsprechend dem Verfahrensausgang zur Hälfte aufzuerlegen 
(Art. 131 f. VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 
und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Der Saldo wird den 
Beschwerdeführern zurückerstattet. Dem Staat Freiburg und der Gemeinde Kerzers werden keine 
Verfahrenskosten auferlegt (Art. 133 VRG). 

c) Soweit die Beschwerdeführer in einem ihrer insgesamt vier Anträge hinsichtlich der 
Kosten- und Entschädigungsfolgen (sic!) beantragen, dass ihnen die Aufwendungen für die 
Verbeiständung durch Dritte zu ersetzen seien, ist darauf hinzuweisen, dass sie sich vor dem 

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Kantonsgericht gar nicht vertreten liessen. Sie haben deshalb keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 137, 140 VRG). Auch die Gemeinde, welche sich anwaltlich vertreten 
liess und massgeblich als Planungsbehörde agierte, hat gestützt auf Art. 139 VRG keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen und die 
angefochtenen Entscheide vom 17. Dezember 2015 werden aufgehoben. Im Rahmen eines 
neuen DBP bzw. bei dessen Überarbeitung wird insbesondere der Eingriff in die 
Schutzobjekte N14 (Hohlweg, Hecken, Obstgärten bei der Wilergasse) umfassend im Sinne 
der Erwägungen zu überprüfen sein. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit überhaupt darauf einzutreten ist.

II. Die Verfahrenskosten von CHF 4'000.- werden zur Hälfte, ausmachend CHF 2'000.-, den 
Beschwerdeführern solidarisch auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss ver-
rechnet. Der Saldo von CHF 2'000.- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 24. August 2017/dgr

Präsident Gerichtsschreiber-Praktikant