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**Case Identifier:** 21a8bf5b-ab03-5c04-a6c3-54f45ea1084e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 11.02.2025 STK 2024 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-41_2025-02-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 11. Februar 2025
STK 2024 41

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 
Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________, 

2. D.________,
Privatkläger und Berufungsgegner,

3. E.________,
Privatkläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt F.________,

betreffend mehrfache einfache Körperverletzung
(Berufung gegen das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 
12. Juni 2024, SEO 2023 21);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Mit Strafbefehl vom 15. Mai 2023 sprach die Staatsanwaltschaft 
A.________ (nachfolgend Beschuldigter) der mehrfachen einfachen Köperver-
letzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig, bestrafte ihn mit einer 
Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu Fr. 100.00 und einer Busse von 
Fr. 2’750.00. Der Vollzug der Geldstrafe wurde bei einer Probezeit von vier Jah-
ren aufgeschoben und die Ersatzfreiheitsstrafe für die zu bezahlende Busse auf 
28 Tage festgesetzt. Die unbezifferten Forderungsklagen der Privatkläger 
D.________ und E.________ wurden auf den Zivilweg verwiesen und die Ver-
fahrenskosten von Fr. 4’972.80 dem Beschuldigten auferlegt (Vi-act. 1). Der 
Beschuldigte erhob Einsprache gegen den Strafbefehl. Am 19. Juni 2023 über-
wies die Staatsanwaltschaft den Strafbefehl an die Einzelrichterin am Bezirks-
gericht Schwyz (Vi-act. 2). Dem Beschuldigten wird Folgendes vorgeworfen:

Am Sonntag, 13. Juni 2021, zwischen 01:55 Uhr und 02:05 Uhr, schlug 
A.________ vor der G.________ (Bar) an der H.________strasse xx 
D.________ mit der rechten Faust wissentlich und willentlich gegen die 
rechte Gesichtshälfte im Bereich des rechten Auges. D.________ erlitt da-
durch eine Gehirnerschütterung, einen wenig verschobenen Bruch des 
rechten Augenhöhlenbodens, eine gering dislozierte Nasenbeinfraktur so-
wie eine Rissquetschwunde oberhalb des rechten Auges, was A.________ 
durch sein Handeln zumindest in Kauf nahm. (Dossier 1)

Am Sonntag, 8. Mai 2022, um 19:40 Uhr, schlug A.________ bei der Au-
towaschanlage „I.________“ an der J.________strasse yy E.________ mit 
der rechten Faust in die linke Gesichtshälfte im Bereich des Jochbeins. 
E.________ erlitt dabei eine Contusio capitis sowie eine Otitis externa am 
rechten Ohr, was A.________ durch sein Handeln zumindest in Kauf 
nahm. (Dossier 2)

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Juni 2024 wurden der Beschuldigte 
und der Privatkläger D.________ befragt (HVP, Vi-act. 40). Mit Urteil vom 
12. Juni 2024 erkannte die Einzelrichterin wie folgt:

Kantonsgericht Schwyz 3

1. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen der mehrfachen einfa-
chen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB.

2. Für die Vergehen gemäss Ziff. 1 wird der Beschuldigte bestraft mit 
einer Geldstrafe von 128 Tagessätzen zu Fr. 120.00 und einer Ver-
bindungsbusse von Fr. 3’840.00.

3. a) Der Vollzug der Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 Abs. 1 
StGB aufgeschoben. Die Probezeit wird auf 4 Jahre bestimmt 
(Art. 44 Abs. 1 StGB).

b) Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der 
Verbindungsbusse wird auf 32 Tage festgesetzt (Art. 106 
StGB).

c) Von der Anordnung von Bewährungshilfe für die Dauer der 
Probezeit und von der Erteilung von Weisungen wird abgese-
hen.

4. Die Zivilklage des Privatklägers D.________ wird gestützt auf 
Art. 126 Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen.

5. Die Zivilklage des Privatklägers E.________ wird gestützt auf 
Art. 126 Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen.

6. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:

a) den Untersuchungs- und Anklagekosten von Fr. 6’072.80;
b) den Gerichtskosten von Fr. 3’000.00 (inkl. Kosten, Gebühren 

und Auslagen für Redaktion, Ausfertigung und Versand des 
begründeten Entscheids);

trägt der Beschuldigte (Art. 426 Abs. 1 StPO).

Rechnung und Inkasso erfolgen durch das Amt für Justizvollzug 
nach Eintritt der Rechtskraft.

7. Mangels Antrags wird dem Privatkläger D.________ keine Parteien-
tschädigung zugesprochen (Art. 433 Abs. 2 StPO).

8. Der Antrag des Privatklägers E.________ auf eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2’702.50 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
wird (Art. 433 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO).

9.-10. [Rechtsmittel und Zustellung].

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B. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte fristgerecht bei der Vor-
instanz Berufung an und erklärte nach Erhalt des begründeten Entscheids in-
nert Frist folgendermassen Berufung beim Kantonsgericht (KG-act. 1-3):

1. Die Dispositiv-Ziffern 1., 2., 3.a) und b), 4., 5., und 6. des Urteils des 
Bezirksgerichts Schwyz vom 12. Juni 2024 seien aufzuheben.

2. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der einfachen Körperverlet-
zung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von 
D.________ freizusprechen.

3. Der Berufungskläger sei der einfachen Körperverletzung im Sinne 
von Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von E.________ schuldig zu 
sprechen.

4. Der Berufungskläger sei mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen 
zu Fr. 100.00 und einer Verbindungsbusse von maximal 
Fr. 1’000.00 zu bestrafen.

5. Der Vollzug der Geldstrafe sei gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB auf-
zuschieben und die Probezeit sei auf 2 Jahre zu bestimmen.

6. Die Untersuchungs- und erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien 
dem Berufungskläger zu 10 % zur Tragung aufzuerlegen und zu 
90 % auf die Staatskasse zu nehmen. Damit übereinstimmend sei 
dem Berufungskläger für seine Verteidigung im Untersuchungs- und 
erstinstanzlichen Verfahren eine Entschädigung in der Höhe von 
90 % der eingereichten Kostennote zuzusprechen und diese Kosten 
seien ebenfalls auf die Staatskasse zu nehmen. Die Verfahrenskos-
ten des Berufungsverfahrens seien dem Verfahrensausgang ent-
sprechend vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen. Damit 
übereinstimmend sei dem Berufungskläger für seine Verteidigung 
im Berufungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe der einge-
reichten Kostennote zuzusprechen und diese Kosten seien eben-
falls vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.

Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Anschlussberufung und persönliche 
Teilnahme an der Berufungsverhandlung (KG-act. 9). Anlässlich der Berufungs-
verhandlung vom 11. Februar 2025 stellte der Beschuldigte folgende Anträge 
(BVP, Plädoyer Verteidigung):

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1. Die Dispositivziffern 1., 2., 3. a) und b), 4. und 6. des Urteils des 
Bezirksgerichts Schwyz vom 12. Juni 2024 seien aufzuheben.

2. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der einfachen Körperverlet-
zung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von 
D.________ freizusprechen.

3. Der Berufungskläger sei der einfachen Körperverletzung im Sinne 
von Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von E.________ schuldig zu 
sprechen.

4. Der Berufungskläger sei mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen 
zu Fr. 100.00 und einer Verbindungsbusse von maximal 
Fr. 1’000.00 zu bestrafen.

5. Der Vollzug der Geldstrafe sei gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB auf-
zuschieben und die Probezeit sei auf 2 Jahre zu bestimmen.

6. Die Zivilforderung von D.________ sei abzuweisen, eventualiter sei 
diese auf den Zivilweg zu verweisen.

7. Ev. sei das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz aufzuheben und zur 
Durchführung einer neuen Hauptverhandlung und zur Fällung eines 
neuen Urteils an das erstinstanzliche Gericht zurückzuweisen.

8. Im Eventualfall sei der Vorinstanz die Weisung zu erteilen, den Zeu-
gen K.________ anlässlich der Hauptverhandlung zu dessen Beob-
achtungen und Kenntnisnahmen vom Vorfall vor der G.________ 
(Bar) einzuvernehmen.

9. Die Untersuchungs- und erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien 
dem Berufungskläger zu 10 % zur Tragung aufzuerlegen und zu 
90 % auf die Staatskasse zu nehmen. Damit übereinstimmend sei 
dem Berufungskläger für seine Verteidigung im Untersuchungs- und 
erstinstanzlichen Verfahren eine Entschädigung in der Höhe von 
90 % der eingereichten Kostennote zuzusprechen und diese Kosten 
seien ebenfalls auf die Staatskasse zu nehmen. Die Verfahrenskos-
ten des Berufungsverfahrens seien dem Verfahrensausgang ent-
sprechend vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen. Damit 
übereinstimmend sei dem Berufungskläger für seine Verteidigung 
im Berufungsverfahren eine Entschädigung in der Höhe der einge-
reichten Kostennote zuzusprechen und diese Kosten seien eben-
falls vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.

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Das Erkenntnis der Strafkammer des Kantonsgerichts vom 11. Februar 2025 
wurde den Parteien schriftlich zugestellt und ihnen gleichzeitig angezeigt, dass 
das Urteil begründet werde;-

in Erwägung:

1. Angefochten und Gegenstand des Berufungsverfahrens sind der Schuld-
spruch wegen einfacher Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB 
zum Nachteil des Privatklägers D.________ (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 
1, die Handlung vom 13. Juni 2021 betreffend), die Bemessung der Geldstrafe 
und der Busse sowie die Dauer der Probezeit (angefocht. Urteil Dispositiv-Zif-
fern 2, 3a. und 3.b), die Verweisung der Zivilklage des Privatklägers 
D.________ auf den Zivilweg (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 4 5) sowie die 
vorinstanzliche Kostenanordnung (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 6). Nicht 
angefochten und nicht mehr zu prüfen sind der Schuldspruch wegen einfacher 
Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von 
E.________ (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 1, die Handlung vom 8. Mai 2022 
betreffend), die Nichtzusprechung einer Parteientschädigung zugunsten von 
D.________ (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 7) und die Abweisung bzw. das 
Nichteintreten auf den Antrag auf eine Parteientschädigung von E.________ 
(angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 8). Zufolge Rückzugs nicht mehr Gegenstand 
des Berufungsverfahrens ist die Verweisung der Zivilforderung von E.________ 
auf den Zivilweg (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 5; BVP S. 2).

2. a) Nach Art. 123 Ziff. 1 StGB macht sich wegen einfacher Körperverlet-
zung strafbar, wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder 
Gesundheit schädigt, also weder die Voraussetzungen von Art. 122 StGB 
(schwere Körperverletzung) noch diejenigen von Art. 126 StGB (Tätlichkeiten) 

Kantonsgericht Schwyz 7

erfüllt. Nachfolgend ist auf die vom Beschuldigten bestrittene vorinstanzliche 
Sachverhaltswürdigung einzugehen.

aa) aaa) Der Beschuldigte moniert, die Vorinstanz habe die Aussagen des 
einzigen Augenzeugen, der im Gegensatz zu den anderen Auskunftspersonen 
nüchtern gewesen sei, zu Unrecht nicht berücksichtigt. Dabei handle es sich 
um den Securitasmitarbeiter K.________, der gegenüber der Polizei angege-
ben habe, er habe gesehen, dass einer dem „Goldauer“ (gemeint ist der Privat-
kläger) stark ins Gesicht geschlagen habe. Er, K.________, habe diese Person 
zurückgehalten, bis die Polizei gekommen sei. Später habe er erfahren, dass 
die Person „L.________“ heisse. Die Vorinstanz habe den Antrag auf Befragung 
von K.________ abgewiesen mit der Begründung, es bestünden grosse Zwei-
fel, dass dieser das Kerngeschehen selber beobachtet habe. Diese Annahme 
sei falsch. So habe eine Serviceangestellte K.________ um 01:54:31 Uhr in die 
Bar hineingeholt, als es dort zu einer Auseinandersetzung gekommen sei (Vi-
deos EMOZ1399 und JDAI7524, U-act. 8.1.004). K.________, bekleidet mit ei-
ner Leuchtweste, habe um 01:54:41 die Bar betreten (Videos EMOZ1399 und 
JDAI7524). Um 01:55:08 Uhr sei K.________ hinter dem Beschuldigten aus der 
Bar gelaufen und nicht wieder in die Bar zurückgekehrt (U-act. 8.1.004, Video 
SUPB9966 um diese Zeit und die Minuten danach). Somit stehe fest, dass 
K.________ die Bar verlassen und in der Folge draussen geblieben sei und 
nicht, wie die Vorinstanz annehme, dorthin zurückgekehrt sei. Somit habe er 
sehen können, dass der Privatkläger von einer Person, die nicht der Beschul-
digte gewesen sei, geschlagen worden sei (BVP, Plädoyer Verteidigung S. 4 
ff.).

bbb) Dem Polizeirapport ist zu den Angaben von K.________ Folgendes zu 
entnehmen (U-act. 8.1.001, S. 9):

[…]  Später gab es Probleme in der G.________ (Bar). Es war aber keine 
Schlägerei, soweit ich gesehen habe. Ich wurde gerufen und ging in die 

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Bar. Dort waren dieser Goldauer und eine andere Person am Gerangel 
beteiligt. Ich begleitete den Goldauer nach draussen. Anschliessend ging 
ich die zweite Person aus der Bar holen. Ich weiss nicht, wie die zweite 
Person heisst. Er trug ein blaues T-Shirt ohne Ärmel mit der Nummer 2 am 
Rücken. Er hatte gelbschwarze Haare. Ich habe von den Leuten erfahren, 
dass der Goldauer Bier ausgeschüttet hatte und es deswegen Probleme 
gegeben habe. Ich ging nochmals in die Bar, um nach dem Rechten zu 
sehen. Als ich kurze Zeit später wieder aus der Bar kam, haben vier bis 
fünf Personen auf den Goldauer eingeschlagen. Einer schlug mit der Faust 
dem Goldauer stark ins Gesucht. Ich hielt diese Person zurück, bis die 
Polizei kam. Ich habe erfahren, dass diese Person L.________ heisse. Die 
anderen Personen, welche auf den Körper vom Goldauer geschlagen ha-
ben, entfernten sich von der Örtlichkeit. […]

Aus den massgeblichen Videosequenzen (U-act. 8.1.004) ist mit Bezug auf das 
Vorgehen von K.________ Folgendes ersichtlich: Um ca. 01:53 Uhr beginnt in 
der Bar die Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten, dem Privatklä-
ger und weiteren Personen (EMOZ1399, ab 01:53 Uhr). Eine Serviceange-
stellte verlässt darauf den Barraum und kommt gefolgt von K.________ (mit 
Maske und Sicherheitsweste) zurück (EMOZ1399, ca. 01:54:45 Uhr; vgl. auch 
JDAI7524 und XNWF0628, welche beide dieselbe Sequenz im Gang zeigen, 
nämlich wie der Sicherheitsmitarbeiter von draussen hereinkommt und sodann 
den Barraum betritt). Auf dem Video SUBP9966 (ab 01:55 Uhr) ist alsdann zu 
sehen, dass K.________ den Privatkläger aus dem Barraum hinausbegleitet. 
Das Video PVWG3769, welches von der im Gang zwischen dem Eingang in 
den Barraum und dem Ausseneingang installierten Kamera aufgenommen 
wurde, zeigt, wie K.________ den Privatkläger via Ausseneingang nach draus-
sen stösst, wobei ersichtlich ist, dass der Securitasmitarbeiter selber nicht mit 
dem Privatkläger ins Freie mitgeht, sondern sich noch im Gang umdreht und 
wieder den Barraum betritt (ab 01:55:10 Uhr). Anschliessend ist auf dem Video 
SUBP9966 ersichtlich, wie der Securitasmitarbeiter sich innerhalb der Bar in die 
Menge begibt und er (ab 01:55:37 Uhr) zwei Personen, wobei es sich bei der 
vorderen Person um L.________ (mit hellem Hoodie, vgl. U-act. 10.1.007, 

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S. 15) und dem Mann dahinter um den Beschuldigten (mit dem Tank-Top) han-
delt, aus dem Innenbereich der Bar herausbringt. Dabei gehen L.________ und 
der Beschuldigte voran, das heisst sie verlassen den Barraum vor dem Securi-
tasmitarbeiter. 

ccc)  Ob K.________, nachdem er den Privatkläger ins Freie stiess, zurück in 
die Bar kam und anschliessend den Beschuldigten aus der Bar herausholte, 
nochmals in die Bar hineinging, ist in der Tat fraglich, weil zumindest auf den 
sichergestellten Videosequenzen nicht ersichtlich ist, dass er die Bar erneut be-
treten hätte. Die Verteidigung will daraus ableiten, dass sich K.________ 
während der Dauer der gesamten Auseinandersetzung im Freien befunden und 
diese vollständig mitbekommen haben musste. Dem ist nicht beizupflichten, wie 
nachfolgend auszuführen ist. Denn es steht fest, dass der Beschuldigte die Bar 
zusammen mit L.________ – und das sichtlich zügig – vor dem Securitasmitar-
beiter verliess. Der Beschuldigte hatte also durchaus die Möglichkeit, den 
Faustschlag gegen den Privatkläger zu einem Zeitpunkt auszuführen, als 
K.________ sich (noch) nicht im Freien vor der Bar befand und er folglich das 
Geschehen draussen gar nicht verfolgen konnte. Auch ist in Betracht zu ziehen, 
dass der Vorfall sich rasch abgespielt haben dürfte, insbesondere wäre es le-
bensfremd anzunehmen, der auf dem Video sichtlich aufgebrachte Beschul-
digte hätte mit der Ausführung des Faustschlages noch länger zugewartet. An-
ders gesagt, auch wenn K.________ den Barraum anscheinend kein drittes Mal 
betrat, schliesst dies die Täterschaft des Beschuldigten keineswegs aus. Anzu-
fügen ist, dass sich keine Videoaufnahme bei den Akten befindet, auf der zu 
sehen wäre, dass K.________ unmittelbar hinter dem Beschuldigten ins Freie 
getreten wäre. Es ist demnach nicht ausgeschlossen bzw. liegt nahe, dass er, 
ähnlich wie er zunächst beim Privatkläger verfuhr, als er diesen lediglich durch 
die Eingangstür nach draussen stiess, ohne selber mit hinauszugehen, noch für 
kurze Zeit im Gang zwischen Aussentür und Tür zur Bar verblieb. Von einer 
gerichtlichen Befragung des Sicherheitsmitarbeiters rund vier Jahre nach dem 

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fraglichen Vorfall ist somit kein und vor allem nicht für den Beschuldigten ent-
lastender Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden 
kann und konnte. 

ddd) Offenbleiben kann bei diesem Ergebnis, ob der erst anlässlich der Beru-
fungsverhandlung vorgetragene Beweisantrag betreffend Befragung des Si-
cherheitsmitarbeiters und der damit verbundene Eventualantrag auf Rückwei-
sung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 lit. b und c StPO überhaupt noch rechtzeitig 
gestellt wurden (vgl. Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 385 N 4). Im Üb-
rigen kann bezüglich der Würdigung der Angaben von K.________ gestützt auf 
Art. 82 Abs. 4 StPO auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden, 
denen sich die Strafkammer nach eigener Prüfung vollumfänglich anschliesst 
(vgl. angefocht. Urteil E. II./1.2.14).

bb) aaa) Im Weiteren wendet die Verteidigung ein, die Vorinstanz habe zu 
Unrecht mit der Begründung, die Zeugen würden den Beschuldigten nicht ken-
nen, auf deren Aussagen und diejenigen des Privatklägers abgestellt. Der Pri-
vatkläger habe aber den Beschuldigten gekannt und gewusst, dass er aus einer 
Unternehmerfamilie stamme. Dass der Beschuldigte finanziell gut gestellt sei, 
könne ein Motiv für falsche Aussagen sein. Der Privatkläger sowie M.________ 
und N.________ hätten sich nach dem Vorfall, aber noch vor der ersten Einver-
nahme, darauf geeinigt, den Beschuldigten des Schlages gegen den Privatklä-
ger zu bezichtigen und insbesondere zusätzlich O.________ zur gleichen Aus-
sage motiviert. O.________ habe dies deutlich in der Einvernahme vom 28. Fe-
bruar 2023 zum Ausdruck gebracht, indem er gesagte habe, er habe nicht ge-
sehen, dass der Beschuldigte den Privatkläger geschlagen habe und dies nur 
gesagt, um Letzterem einen Gefallen zu tun; ausserdem sei ihm von 
M.________ gesagt worden, was vorgefallen sei (U-act. 10.2.006 Fragen 16 
und 26). Dies im Gegensatz zu seiner ersten Einvernahme, als er angegeben 

Kantonsgericht Schwyz 11

habe, der Beschuldigte habe Anlauf geholt und sei mit einem Hechtsprung auf 
den Privatkläger gesprungen und habe ihn mit der Faust getroffen. O.________ 
sei also von M.________ beeinflusst worden, weshalb weder auf ihre Angaben 
noch auf diejenigen von N.________ abgestellt werden dürfe (BVP, Plädoyer 
Verteidigung S. 4 f.).

bbb) Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, O.________ habe ausgesagt, er 
habe mit M.________ und N.________ am fraglichen Abend gesprochen. 
O.________ habe aber nur ausgesagt, M.________ habe ihm unmittelbar nach 
der Tat gesagt, der Beschuldigte sei der Täter gewesen. Hingegen habe 
O.________ nicht angegeben, M.________ habe ihm gesagt, er solle gegenü-
ber der Strafverfolgungsbehörde aussagen, dass der Beschuldigte der Täter 
gewesen sei. Dies sei ein Unterschied. Die Argumentation der Verteidigung, 
wonach M.________ O.________ zu einer Falschaussage aufgefordert habe, 
finde in den Akten keine Stütze. Sodann habe keiner der Zeugen ein Motiv für 
eine Falschaussage zu Ungunsten des Beschuldigten, denn keiner habe ihn vor 
dem Vorfall gekannt, so dass auch eine Eifersucht wegen seiner Bekanntheit 
auf Social Media oder weil der Beschuldigte offenbar aus einer Unternehmerfa-
milie stamme, als Beweggrund entfalle (angefocht. Urteil E. 1.2.6.3/4).

ccc) Die Strafkammer des Kantonsgerichts schliesst sich diesen zutreffenden 
Überlegungen vollumfänglich an. Zu ergänzen ist Folgendes: O.________ 
sagte anlässlich der Einvernahme vom 28. Februar 2023 aus, er habe nicht sel-
ber gesehen, wie der Beschuldigte den Privatkläger geschlagen habe, ihm sei 
dies von einer Frau und einem Mann, „N.________“, gesagt worden, er sei sich 
nicht mehr sicher (U-act. 10.2.006 Fragen 6, 7). Auf den Vorhalt, er 
(O.________) habe bei der Polizei am 22. Juni 2021 ausgesagt, er habe gese-
hen, wie der Beschuldigte Anlauf geholt und mit einem Hechtsprung auf den 
Privatkläger gesprungen sei, nun aber angebe, ihm sei dies nur zugetragen 
worden, antwortete O.________, seine heutige Aussage (d.h. vom 28. Februar 

Kantonsgericht Schwyz 12

2023) stimme, er habe „D.________ einen Gefallen tun“ wollen (a.a.O., Frage 
16). Des Weiteren erklärte O.________, sie (gemeint O.________, der Privat-
kläger, M.________ [„die Frau“] und N.________ [„der P.________ (Beruf)“]) 
hätten sich nach dem Ereignis getroffen, sie hätten aber keine Absprachen 
darüber getroffen, was sie aussagen würden (a.a.O., Fragen 20-22). Diese Aus-
sagen legen entgegen der Auffassung des Beschuldigten weder eine Abspra-
che bzw. „Einigung“ noch eine Beeinflussung insbesondere seitens von 
M.________ gegenüber von O.________ nahe, denn dieser sagt einzig aus, er 
habe „D.________“ einen Gefallen tun wollen (und nicht etwa M.________), 
indem er zunächst aussagte, er habe den Schlag gesehen. Vielmehr zeigt ge-
rade der Umstand, dass O.________ dem Privatkläger helfen wollte, dass dies 
aus eigener Initiative geschah und nicht, weil er sich mit M.________ und 
N.________ abgesprochen hatte bzw. diese ihn dazu gedrängt hätten. Etwas 
Anderes lässt sich den Aussagen von O.________ nicht entnehmen und im Üb-
rigen auch nicht den Befragungsprotokollen von M.________ und N.________; 
die Verteidigung nennt denn auch keine Textstellen in diesen Befragungen, die 
auf eine Absprache oder (bewusste oder unbewusste) Beeinflussung insbeson-
dere von O.________ hindeuten könnten. Sodann überzeugt auch das Argu-
ment nicht, man habe sich auf einen finanziell gut gestellten Täter einigen wol-
len. Denn selbst wenn man davon ausgeht, dass im Nachgang an das Ereignis 
– insbesondere kannte M.________ den Beschuldigten vor dem Vorfall nicht 
und wusste demzufolge damals ebenso wenig, dass er „aus einer Unterneh-
merfamilie“ stammt (U-act. 10.1.004 Fragen 11/12) – der finanzielle Hintergrund 
des Beschuldigten bekannt wurde, scheinen finanzielle Motive keine Rolle ge-
spielt zu haben, nachdem der Privatkläger die Bezifferung einer Zivilforderung 
bzw. deren Verfolgung zumindest im Strafverfahren unterliess. Davon abgese-
hen vermochte der Beschuldigte auch in der Befragung anlässlich der Beru-
fungsverhandlung keine nachvollziehbaren Gründe für ein mögliches Motiv ei-
ner Falschbeschuldigung zu nennen (BVP S. 6 Frage 32). Es besteht somit aus 
dieser Sicht kein Anlass, auf die Aussagen von M.________ und N.________ 

Kantonsgericht Schwyz 13

nicht abzustellen; diejenigen von O.________ liess die Vorderrichterin in ihre 
Sachverhaltswürdigung ohnehin nicht einfliessen (angefocht. Urteil E. 1.2.10.1-
3). Schliesslich spricht auch der Umstand, dass N.________ lediglich den ver-
storbenen Vater des Privatklägers kannte und M.________ ihrerseits den Pri-
vatkläger zwar kannte, aber nur weil dessen Bruder ein Kollege von ihr ist, nicht 
für eine Gefälligkeitsaussage (U-act. 10.1.002 Frage 6; U-act. 10.1.004 Frage 
13). Jedenfalls liegt offensichtlich kein engeres Bekanntschaftsverhältnis vor, 
welches allenfalls einen Einfluss auf das Aussageverhalten von M.________ 
oder N.________ gehabt haben könnte. Was N.________ betrifft, erscheint 
dessen Aussage auch deswegen glaubhaft, weil er anlässlich der ersten Befra-
gung angab, die Verwandtschaft des Beschuldigten seien gute Kunden seines 
Bruders, der P.________ (Beruf) sei, weshalb er seinen Namen nicht an den 
Beschuldigten weitergeleitet haben wollte (U-act. 10.1.002 S. 7 Frage 24). 
Diese Aussage lässt darauf schliessen, dass sich N.________ bezüglich der 
Täterschaft des Beschuldigten offenbar sicher war, ansonsten wäre eher zu er-
warten gewesen, dass er den Beschuldigte nicht als Täter genannt hätte, um 
nicht zu riskieren, allenfalls dem Geschäft seines Bruders zu schaden.

cc) aaa) Die Verteidigung kritisiert weiter, weder die Aussagen von 
M.________ und N.________ noch diejenigen des Privatklägers seien in sich 
konsistent. So sage M.________ zwar, dass der Privatkläger geschlagen wor-
den sei. Sie beschreibe aber nicht detailliert, wie der Schlag ausgeführt worden 
sei, sondern lediglich, dass dies mit voller Wucht geschehen sei. Die von ihr 
abgegebene Beschreibung des Beschuldigten sei fehlerhaft, denn Alter und 
Grösse würden nicht stimmen. Sie stütze sich vielmehr auf ein auf Instagram 
gepostetes Foto, das sie vom Privatkläger erhalten habe. Die Aussagen des 
Privatklägers wiederum seien unglaubhaft, denn er habe den Beschuldigten 
nicht zweifelsfrei als Täter identifiziert; so habe er in der ersten Einvernahme 
noch gesagt, er könne sagen, dass es „A.________“ (also der Beschuldigte) 
gewesen sei (U-act. 10.1.001 Frage 8), hingegen habe er anlässlich der zweiten 

Kantonsgericht Schwyz 14

Einvernahme ausgesagt, es sei schwierig, er habe nur „blonde Haare“ gesehen 
(U-act. 10.2.002). Jedoch habe auch L.________ gemäss den Aussagen von 
Q.________ blond-braune Haare gehabt. Letztlich habe niemand, ausser dem 
Türsteher K.________ die Person, die den Schlag ausgeführt habe, identifizie-
ren können. Es sei hier wiederum auf die Aussage von O.________ zu verwei-
sen, wonach der Beschuldigte Anlauf geholt und mit einem Hechtsprung auf 
den Privatkläger gesprungen sei. Diesen Vorgang sei ihm aber nicht von 
M.________ berichtet worden, sondern von N.________, der seinerseits ange-
geben habe, der Beschuldigte sei wie ein „Superman“ geflogen gekommen. Da-
mit sei erstellt, dass sich der Privatkläger mit M.________, N.________ und 
O.________ abgesprochen bzw. sich auf den Beschuldigten als Täter geeinigt 
hätten. Sodann würden alle aussagen, der Täter habe ein blaues Tank-Top ge-
tragen, während der Privatkläger angab, nur blonde Haare gesehen zu haben. 
Weiter habe N.________ den Vorgang mit dem Schlag zunächst recht detailliert 
erzählt, später habe er den Schlag nicht mehr zu beschreiben vermocht. 
Ebenso würden sowohl M.________ als auch N.________ den Täter mit 
ca. 1.75 m viel kleiner beschreiben als der Beschuldigte mit 1.86 m tatsächlich 
sei. Alle seien zudem alkoholisiert gewesen und der Privatkläger habe ebenso 
Drogen konsumiert (BVP, Plädoyer Verteidigung S. 7 ff.). 

bbb) M.________ beschrieb den Täter in der ersten Einvernahme wie folgt: 
„Dieser hatte ein blaues Tank-Top mit einer Nummer auf dem Rücken an. Er 
hatte grau-blonde Haare. Auf der Seite etwas weniger und oben etwas mehr. 
Er war sicher mehr als 1.75 Meter gross, aber auch nicht mega gross. Sein Alter 
schätze ich auf ca. 25-30 Jahre. Ich kenne ihn nicht. […]. D.________ schickte 
mir später ein Foto von diesem Mann. Da habe ich ihn sofort wiedererkannt, da 
bin ich mir sicher“ (U-act. 10.1.004 Frage 10). Zum Täter, der den Privatkläger 
in der G.________ (Bar) gestossen und der später vor der G.________ (Bar) 
M.________ gemäss ihren Angaben mit der flachen Hand geschlagen haben 
soll, sagte sie aus, er habe ein graues T-Shirt getragen und sei ca. 30 Jahre alt. 

Kantonsgericht Schwyz 15

Weiter beschrieb sie einen „5-Tage Bart“, braun-blonde Haare, die Grösse 
schätzte sie auf 1.73-1.76 Meter, er habe keine Brille getragen und habe eine 
sportliche Postur (a.a.O., Fragen 8 und 9). N.________ erwähnte in der freien 
Schilderung des Geschehens, es sei ein Typ mit blauem Tank-Top gekommen, 
der drei- bis viermal Anlauf genommen und einmal mit voller Wucht mit der rech-
ten Faust auf den Kopf des Privatklägers geschlagen habe. Weiter erklärte er, 
der Privatkläger habe ihm ein Instagram-Foto und ein Video des Täters ge-
schickt. Der Täter sei die gleiche Person wie der „Typ auf dem Foto“ gewesen. 
Da sei er sich sicher gewesen, dass es sich dabei um den Täter gehandelt habe 
(U-act. 10.1.002 Frage 6 S. 3). Zum Aussehen des Täters bzw. der Person mit 
dem Tank-Top gab N.________ Folgendes an: „Er hatte blonde Haare, er hat 
breite Schulter[n], er ist gut gebaut, er ist eher gross und er war gepflegt. Er trug 
ein blaues Tank-Top mit einem 7 auf dem Rücken. Sonst war nichts Auffälliges 
bei ihm […]“ (a.a.O., Frage 7). Die andere Person, die beim Eintreffen der Poli-
zei noch vor Ort gewesen sein soll, beschrieb N.________ folgendermassen: 
„Über diesen kann ich nichts sagen. […] Er trug ein graues Jäckchen. Er hatte 
hellbraune Haare. Ich glaube er hatte ein kleiner Bauch […]“ (a.a.O., Frage 8).

ccc) Die Vorderrichterin führte hinsichtlich der Aussagen von M.________ und 
N.________ aus, dass beide sowohl das Kerngeschehen als auch den Täter 
detailliert beschreiben. Weiter wird erwogen, es liege in der Natur der Sache, 
dass sich die Zeugen bei der zweiten Einvernahme nicht mehr an alles hätten 
erinnern können. Der Einwand der Verteidigung, M.________ beschreibe den 
Täter nicht nach ihrer Erinnerung, sondern nach dem vom Privatkläger erhalte-
nen Instagram-Foto überzeuge schon deshalb nicht, weil die Zeugin ein blaues 
Tank-Top erwähnt habe, dass der Beschuldigte auf dem fraglichen Instagram-
Post gerade nicht getragen habe. Auch wenn die Grössenangaben auf den Be-
schuldigten nicht ganz zutreffen würden, ändere dies nichts an der grundsätzli-
chen Glaubhaftigkeit der Aussagen von M.________, zumal die Einschätzung 

Kantonsgericht Schwyz 16

der Körpergrösse während eines dynamischen Geschehens schwierig sei (an-
gefocht. Urteil E. I./1.2.8.2 und I./1.2.9.2). Dieser zutreffenden Sachverhalts-
würdigung schliesst sich das Kantonsgericht an. Ergänzend dazu ist festzuhal-
ten, dass beide Zeugen zwei augenfällige Merkmale den Beschuldigten betref-
fend – nämlich das blaue Tank-Top, welches er an jenem Abend unbestritte-
nermassen trug, und die damals blond gefärbten Haare – übereinstimmend er-
wähnten. Wie bereits die Vorderrichterin erwog, trägt der Beschuldigte auf den 
in den Akten befindlichen Instagram-Fotos nirgends ein blaues Tank-Top (U-
act. 8.1.005 ff.). Dieser Umstand spricht gerade dafür, dass M.________ ihre 
eigenen Wahrnehmungen des Vorfalles schilderte. Ebenso teilte die Strafkam-
mer die Auffassung der Vorinstanz, wonach die akkurate Einschätzung der Kör-
pergrösse und auch des Alters generell und speziell in einer dynamischen Si-
tuation schwierig ist und daher die Glaubhaftigkeit der Aussagen vorliegend 
nicht zu relativieren vermag. Davon abgesehen weichen die Angaben nicht der-
art stark von den tatsächlichen Gegebenheiten ab, dass sich relevante Zweifel 
an der Täterschaft des Beschuldigten aufdrängen müssten. Anzumerken ist fer-
ner, dass beide Zeugen mit ihren Beschreibungen eindeutig zwischen der Per-
son, die den Privatkläger in der Bar gestossen haben soll und derjenigen, die 
ihm draussen einen Faustschlag ins Gesicht versetzte, zu differenzieren ver-
mögen. So wird insbesondere eine sich deutlich unterscheidende Bekleidung 
beschrieben (graue Jacke bzw. blaues Tank-Top). Auch dieser Umstand spricht 
für das zutreffende Erkennen des Beschuldigten als Täter durch die Zeugen 
M.________ und N.________. Es finden sich denn auch aus dieser Perspektive 
keine belastbaren Hinweise auf eine Absprache seitens der erwähnten Zeugen 
und des Privatklägers. 

dd) aaa) Die Verteidigung macht schliesslich geltend, Q.________ habe aus-
gesagt, als er, Q.________, aus der G.________ (Bar) gekommen sei, sei auch 
ein Mann mit einem grauen T-Shirt aus der Bar gelaufen. Dieser sei zum Pri-
vatkläger gegangen und habe ihn geschlagen. Den Schlag habe er 

Kantonsgericht Schwyz 17

(Q.________) nicht selber gesehen (U-act. 10.1.005 Frage 9). Die Vorinstanz 
habe es fälschlicherweise als zweifelhaft angesehen, dass Q.________ einen 
Schlag eines Mannes im grauen T-Shirt gesehen habe. Diese vorinstanzliche 
Feststellung sei unnütz, weil Q.________ selber gesagt habe, den Schlag zwar 
selber nicht gesehen zu haben, jedoch sei aufgrund seiner Aussage, dass der 
Privatkläger mit M.________ auf dem Fenstersims gesessen habe und der 
Mann im grauen T-Shirt als einziger auch dort gewesen sei, davon auszugehen, 
dass dieser der Täter gewesen sein müsse. Auch habe Q.________ nie einen 
Mann mit einem blauen Tank-Top (also den Beschuldigten) gesehen. Im Zeit-
punkt, als es zum Schlag gekommen sei, sei der Beschuldigte jedenfalls nicht 
beim Privatkläger gewesen. Dass sich die Aussagen von Q.________ nicht mit 
denjenigen des Privatklägers, von M.________, N.________ und O.________ 
deckten, zeige wiederum auf, dass sich diese abgesprochen hätten (BVP, Plä-
doyer Verteidigung S, 11 f.). 

bbb) Q.________ sagte aus, er habe in der G.________ (Bar) etwas mit Kolle-
gen getrunken als er plötzlich gesehen habe, dass der Privatkläger in der Bar 
plötzlich am Boden gelegen sei. Ein Mann mit einem grauen T-Shirt sei immer 
noch wütend gewesen und habe auf den Privatkläger losgehen wollen. Später 
sei er, Q.________, aus der Bar gegangen. Der Mann mit dem grauen T-Shirt 
sei auch aus der Bar gekommen. Er sei auf den Privatkläger losgegangen und 
habe ihn geschlagen und dabei auch M.________ getroffen. Wie der Privatklä-
ger genau geschlagen worden sei, habe er nicht gesehen. Er sei sich aber si-
cher, dass der Mann mit dem grauen T-Shirt draussen auf den Privatkläger ge-
schlagen habe. Offenbar sei auch ein Mann in einem blauen Tank-Top involviert 
gewesen. Draussen habe er nicht gesehen, wie dieser auf den Privatkläger ein-
geschlagen habe. Er habe nur den Mann mit dem grauen T-Shirt schlagen se-
hen (U-act. 10.1.005 Frage 6). Zum weiteren Verlauf gab Q.________ an, als 
er aus der Bar gekommen sei, sei der Mann mit dem grauen T-Shirt auch ge-
rade aus der Bar gekommen. Er sei zum Privatkläger gegangen und habe ihn 

Kantonsgericht Schwyz 18

geschlagen. Er habe den Schlag nicht selber gesehen. Er habe aber gesehen, 
wie der Privatkläger mit dem Kopf nach hinten gegangen sei. Weil nur 
M.________ und der Mann im grauen T-Shirt dort gewesen seien, müsse dieser 
geschlagen haben (a.a.O., Frage 9). Auf Vorhalt der Angabe, dass ein Mann in 
einem blauen Tank-Top draussen nichts gemacht habe (vgl. a.a.O., Frage 6 
S. 3) erklärte er, er habe von seinen Kollegen mitbekommen, dass der Mann 
mit dem blauen Tank-Top zugeschlagen habe. Dieser sei aber gar nicht draus-
sen gewesen, als er selber aus der Bar gekommen sei. Es sei natürlich auch 
möglich, dass draussen etwas passiert sei, bevor er selber nach draussen ge-
kommen sei (a.a.O., Frage 11).

ccc) Wie bereits die Vorinstanz zutreffend feststellte, ist davon auszugehen, 
dass Q.________ den Schlag des Mannes im grauen T-Shirt nicht gesehen 
hatte, sondern er aufgrund dessen, dass er zu diesem Zeitpunkt nur den Mann 
im grauen T-Shirt und M.________ beim Privatkläger gesehen hatte, annahm, 
es müsse dieser Mann gewesen sein (vgl. angefocht. Urteil E. 1.2.11.2). Den 
Schlag bzw. wie und von wem der Schlag ausgeführt wurde, nahm er nicht sel-
ber war. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch die Aussage 
von M.________. Sie sagte aus, dass nach dem Faustschlag des Mannes im 
blauen Tank-Top auf den Privatkläger etwas später der Typ, der den Privatklä-
ger in der Bar gegen die Wand gestossen habe, nach draussen gekommen sei. 
Dieser sei agressiv gewesen und habe sie (M.________) wegdrücken wollen, 
als sie zum Privatkläger habe gehen wollen. Dabei habe dieser Mann sie mit 
der flachen Hand geschlagen (U-act. 10.1.004 Frage 8). Der Mann, der den Pri-
vatkläger in der Bar gestossen hatte, trug nach ihrer Beschreibung (vgl. auch 
E. 1.a/cc/bbb vorstehend) ein graues T-Shirt. Die Aussage von Q.________, 
dass M.________ getroffen wurde, passt zu deren Angabe. Mithin lassen beide 
Aussagen darauf schliessen, dass in der zeitlichen Abfolge zunächst der Mann 
im blauen Tank-Top zuschlug (also der Beschuldigte) und danach die Person 
im grauen T-Shirt aktiv wurde und dabei M.________ mit der flachen Hand 

Kantonsgericht Schwyz 19

schlug. Dies wiederum steht im Einklang zur Erklärung von Q.________, wo-
nach er einräumt, dass bereits etwas passiert gewesen sein könnte, bevor er 
aus der Bar getreten ist. Zudem gab er an, dass, als er (Q.________) aus der 
Bar gekommen sei, der Mann mit dem grauen T-Shirt auch gerade aus der Bar 
gekommen sei. Jedenfalls schliessen die Aussagen von Q.________ die Täter-
schaft des Beschuldigten nicht aus bzw. vermögen daran keine unüberwindli-
chen Zweifel aufkommen zu lassen, denn Q.________ sah nicht, wie der Pri-
vatkläger geschlagen wurde bzw. wer dies tat, seine Aussage beruht lediglich 
– und dies räumt er explizit ein – auf der Annahme, dass in jenem Zeitpunkt 
eben nur der Mann im grauen T-Shirt und M.________ beim Privatkläger ge-
wesen sind. Abgesehen davon, dass sich das Geschehen sehr dynamisch ab-
gespielt haben dürfte, kommt schliesslich hinzu, dass der Beschuldigte angibt, 
er sei, nach der Auseinandersetzung innerhalb der Bar nach Hause gegangen, 
nachdem er noch mit dem Securitas Mitarbeiter gesprochen habe, weil seine 
Laune „kaputt“ gewesen sei (U-act. 10.1.006 Frage 18). Auch diese Angabe 
spricht dafür, dass der Beschuldigte unmittelbar nach dem Faustschlag gegen 
den Privatkläger die Örtlichkeit verliess, und zwar zu einem Zeitpunkt, als 
Q.________ die Bar noch gar nicht verlassen hatte, mit der Folge, dass Letzte-
rer den Schlag draussen nicht wahrgenommen haben konnte. 

ee) Im Übrigen schliesst sich die Strafkammer ebenso den weiteren Erwä-
gungen der Vorderrichterin vollumfänglich an, namentlich der Würdigung der 
Aussagen von L.________ und des Beschuldigten selbst (angefocht. Urteil 
E. 1.2.12 und 1.2.13). Anzumerken ist, dass sich die Verteidigung in der Beru-
fung insbesondere mit den Aussagen des Beschuldigten und der vorinstanzli-
chen Würdigung derselben nicht auseinandersetzte, so dass sich diesbezüglich 
Weiterungen erübrigen. Ergänzend ist mit Bezug auf R.________ festzuhalten, 
dass dieser gemäss eigener Zugabe den Privatkläger im Nachgang zum Vorfall 
kontaktierte (U-act. 8.1.001 S. 10) und nach den Aussagen des Privatklägers 

Kantonsgericht Schwyz 20

vor Schranken der Vorinstanz ihm gegenüber gesagt habe, dass, sollte der Pri-
vatkläger die Anzeige weiterziehen, „dass sich das dann verschlimmern werde“ 
(HVP Frage 17). Nachdem der Beschuldigte vor Vorinstanz noch angab, 
R.________ sei ein „Kollege“ und er sei nicht sein Manager gewesen (HVP Fra-
gen 81-85), sagte er in der Befragung vor Kantonsgericht zunächst aus, 
R.________ sei nicht der Produzent der Musikvideos „S.________“ und 
„T.________“. Auf Vorhalt des Umstands, dass bei den Angaben zu den fragli-
chen Videos R.________ als Produzent bezeichnet wird, räumte der Beschul-
digte ein, „R.________“ sei Musikproduzent und er hätte mit ihm „in paar Sa-
chen“ im Studio gemacht (BVP, Fragen 33 ff.). Daraus ergibt sich immerhin, 
dass R.________ und der Beschuldigte offenbar nicht nur Kollegen sind. Mithin 
scheint eine gewisse Nähe zwischen den beiden Personen gegeben zu sein 
und der Umstand, dass R.________ im Nachgang an den angeklagten Vorfall 
den Privatkläger, den er zuvor nicht kannte, kontaktierte, stellt zumindest ein 
(zusätzliches) Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten dar, denn hätte der 
Beschuldigte tatsächlich nicht zugeschlagen, wäre nicht einzusehen, weshalb 
R.________ den Privatkläger kontaktiert haben soll.

b) Hinsichtlich der rechtlichen Würdigung des Vorfalles vom 13. Juni 2021 
wertete die Vorderrichterin den objektiven Tatbestand der einfachen Körperver-
letzung im Sinne von Art. 123 StGB mit Hinweis darauf, dass der Beschuldigte 
den Privatkläger mit der Faust mit voller Wucht in die rechte Gesichtshälfte 
schlug, wodurch dieser eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des rechten Au-
genhöhlenbodens, eine Nasenbeinfraktur und eine Rissquetschwunde ober-
halb des rechten Auges erlitt, als erfüllt. Ebenso erachtete sie ein (eventual-) 
vorsätzliches Handeln als gegeben, mit der Begründung, dass der Beschuldigte 
den Faustschlag mit Wissen und Willen ausführte und eine Beeinträchtigung 
der körperlichen Integrität des Privatklägers zumindest in Kauf nahm. Die Straf-
kammer stimmt diesen zutreffenden Erwägungen zu (angefocht. Urteil 
E. I./1.3.1-1.3.4) und es kann in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO darauf 

Kantonsgericht Schwyz 21

verwiesen werden. Die Verteidigung äusserte sich im Berufungsverfahren im 
Übrigen nicht zu den rechtlichen Erwägungen, so dass sich diesbezüglich wei-
tere Erörterungen erübrigen. 

c) Somit ist der Schuldspruch wegen einfacher Körperverletzung im Sinne 
von Art. 123 Ziff. 1 StGB (Vorfall vom 13. Juni 2021) zu bestätigen. 

3. Nach dem Gesagten bleiben beide Schuldsprüche wegen einfacher Kör-
perverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB bestehen. Hinsichtlich des 
Straf- und Vollzugspunktes ist Folgendes anzuführen:

a) Betreffend die rechtlichen Grundlagen zur Strafzumessung kann in An-
wendung von Art. 82 Abs. 4 StGB auf die zutreffenden vorinstanzlichen Aus-
führungen verwiesen werden (angefocht. Urteil E. II./1.2.1-3). Dasselbe gilt für 
die Ausfällung einer Gesamtstrafe in Form einer Geldstrafe sowie die Funktion 
der am 13. Juni 2021 begangenen Körperverletzung als schwerstes bzw. Ein-
satzdelikt (angefocht. Urteil E II./1.3.1/2). Die Einsatzstrafe hierfür von 120 Ta-
gen ist verschuldensangemessen; insbesondere kann hierzu auf die von der 
Vorinstanz ausführlich dargelegten Tatkomponenten verwiesen werden, welche 
die Strafkammer des Kantonsgerichts nach eigener eingehender Prüfung teilt 
(anfocht. Urteil E. II./1.3.3). Ebenso als angemessen stuft die Strafkammer die 
Asperation um 40 Tage Freiheitsstrafe für den Verstoss gegen das Waffenge-
setz und mithin das Ergebnis von 160 Tagen Freiheitsstrafe ein; es kann auf die 
vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden, welche das Berufungsge-
richt wiederum nach eingehender Auseinandersetzung teilt (anfocht. Urteil 
E. II./1.3.4). Hinsichtlich der für beide Delikte massgeblichen Täterkomponen-
ten ist schliesslich auch auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu 
verweisen, mit dem Ergebnis, dass diese auch nach der Einschätzung der Straf-
kammer des Kantonsgerichts an der verschuldensangemessenen Gesamts-
trafe von 160 Tagessätzen nichts zu ändern vermögen (angefocht. Urteil 

Kantonsgericht Schwyz 22

E. II./1.3.6.1/2). Gründe für eine niedrigere Gesamtstrafe sind nicht ersichtlich 
und werden davon abgesehen auch nicht geltend gemacht; die Verteidigung 
beschränkt sich denn auch auf Ausführungen zur Strafzumessung, soweit der 
Beschuldigte vom Tatvorwurf vor der G.________ (Bar) freigesprochen wird 
(BVP, Pläd. Verteidigung S. 14 f.).

b) Hinsichtlich der Tagessatzhöhe ging die Vorderrichterin von einem mo-
natlichen Nettoeinkommen von Fr. 4’250.00 aus und berücksichtigte einen Pau-
schalabzug für Krankenkasse, Steuern etc. von 15 %, davon ausgehend, dass 
der Beschuldigte bei seiner Familie in einem Einfamilienhaus wohnt und keine 
Wohnkosten zu tragen und keine Unterstützungspflichten hat (angefocht. Urteil 
E. II./1.3.7.2). Der Beschuldigte gab vor Vorinstanz und vor Schranken des Kan-
tonsgerichts ein Nettoeinkommen von Fr. 4’000.00 bis Fr. 4’500.00 an (HVP 
Fragen 31 ff.; BVP S. 4 Frage 12). Weshalb lediglich auf ein Einkommen von 
Fr. 3’600.00 abzustellen ist, erklärt die Verteidigung nicht näher (BVP, Pläd. 
Verteidigung S. 15). Weitere Abklärungen seitens des Gerichts drängen sich 
hierzu nicht auf, zumal der Beschuldigte bereits für das Steuerjahr 2022 ein 
Einkommen von Fr. 47’987.00 deklarierte (KG-act. 17/1). Aufgrund der eigenen 
Angaben ist vielmehr weiterhin von einem monatlichen Nettoeinkommen von 
durchschnittlich Fr. 4’250.00 auszugehen, auch zumal er mittlerweile nicht mehr 
als Verkäufer bei seiner Arbeitgeberin tätig ist (HVP Frage 31; BVP S. 3 
Frage 8), sondern laut seinen Ausführungen Führungs- und Organisationsauf-
gaben innehat (BVP S. 3 Frage 7), was im Allgemeinen mit einem höheren Ein-
kommen einhergeht. Angesichts dessen, dass der Beschuldigte weder Wohn-
kosten bezahlt noch Unterhaltspflichten hat bzw. solche nicht geltend macht 
und darüber hinaus gemäss seinen Angaben die Arbeitgeberin die Krankenkas-
senprämien von monatlich rund Fr. 300.00 sowie Auslagen für das private Fahr-
zeug bezahlt, besteht ebenso kein Anlass für einen höheren Pauschalabzug. 
Nach dem Gesagten hat es beim Tagessatz von Fr. 120.00 sein Bewenden. 

Kantonsgericht Schwyz 23

c) Keine Änderungen ergeben sich bezüglich des aufgeschobenen Vollzugs 
der Geldstrafe; diesbezüglich kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwä-
gungen verwiesen werden (angefocht. Urteil E. II./2.1, 2.2.1/2). Was die ange-
ordnete Probezeit von vier Jahren anbetrifft, geht das Kantonsgericht mit der 
Vorderrichterin dahingehend einig, dass eine gewisse Rückfallgefahr nicht von 
der Hand zu weisen ist, trat der Beschuldigte doch noch während des laufenden 
Strafverfahrens bzw. Einspracheverfahrens am 8. Mai 2022 erneut auf ein-
schlägige Weise in Erscheinung. Vor diesem Hintergrund ist eine Probezeit von 
vier Jahren nicht zu beanstanden.

d) Betreffend die Verbindungsbusse pflichtet die Strafkammer den Erwägun-
gen der Vorderrichterin ebenso bei, das heisst sowohl hinsichtlich der Frage, 
ob dem Beschuldigten eine solche aufzuerlegen ist als auch bei der Festset-
zung der Bussenhöhe (angefocht. Urteil E. II./3.1-2.). Die Verteidigung spricht 
sich denn auch nicht grundsätzlich gegen eine Verbindungsbusse aus: sie be-
antragt indessen einen niedrigeren Betrag, allerdings unter der Prämisse, dass 
der Beschuldigte betreffend den Vorfall vom 13. Juni 2021 freizusprechen ist 
(BVP, Pläd. Verteidigung S. 16). Nach dem Gesagten bleibt es folglich bei der 
Geldstrafe von 128 Tagessätzen zu Fr. 120.00 und einer Verbindungsbusse 
von Fr. 3’840.00 (160 Tagessätze x Fr. 120.00 = Fr. 19’200.00, davon 1/5 ergibt 
Fr. 3’840.00; dieser Betrag entspricht 32 Tagessätzen [Fr. 3’840.00 : 
Fr. 120.00], welche von der verschuldensangemessenen Gesamtstrafe von 160 
Tagessätzen in Abzug zu bringen sind). Zu keinen Bemerkungen Anlass gibt 
schliesslich die auf 32 Tage festzusetzende Ersatzfreiheitsstrafe, wobei auf die 
Ausführungen der Vorderrichterin verwiesen werden kann (angefocht. Urteil 
E. II./3.3).

4. Zur Zivilforderung des Privatklägers D.________ hielt die Vorderrichterin 
fest, innert Frist und später sei diese weder beziffert noch begründet worden, 
weshalb die Klage auf den Zivilweg verwiesen werde (angefocht. Urteil 

Kantonsgericht Schwyz 24

E. III./2.). Dazu bzw. zur Verweisung der Zivilklage auf den Zivilweg und zur 
anlässlich der Berufungsverhandlung verlangten Abweisung der Forderung 
(dazu nachfolgend), machte der Beschuldigte keinerlei Ausführungen, weshalb 
die Berufung in diesem Punkt als unbegründet zu gelten hat. Davon abgesehen 
ist bereits in der Berufungserklärung genau anzugeben, in welchen Punkten das 
Dispositiv des Urteils zu ändern ist, mithin namentlich in welchem Sinn der Zi-
vilpunkt geändert werden soll. Blosse Aufhebungsanträge genügen nicht (Bäh-
ler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 399 StPO N 8; BGer 7B_539/2023 vom 
3. November 2023 E. 3.1.2). Der Beschuldigte verlangte in der Berufungser-
klärung lediglich die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 4 des angefochtenen Ur-
teils. Indem er nicht erklärte, wie stattdessen zu entscheiden ist, erfüllt seine 
diesbezügliche Berufungserklärung die Vorgabe von Art. 399 Abs. 2 lit. b StPO 
nicht. Sodann können die einmal im Rahmen der Berufungserklärung gestellten 
Anträge nicht mehr erweitert werden (Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, 
Art. 385 N 4), so dass sein erst anlässlich der Berufungsverhandlung gestellter 
Antrag auf Abweisung, eventualiter Verweisung der Zivilforderung auf den Zivil-
weg verspätet ist. Auf die Berufung betreffend die Zivilforderung von 
D.________ ist folglich nicht einzutreten.

5. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten war. Angesichts dieses Verfahrensausganges hat es hinsichtlich der Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen bei den vorinstanzlichen Anordnungen sein Be-
wenden. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens trägt der vollständig unterle-
gene Beschuldigte (Art. 428 Abs. 1 StPO), folglich entfällt ein Anspruch auf Ent-
schädigung;-

erkannt:

Kantonsgericht Schwyz 25

Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten war, und das Urteil 
der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 12. Juni 2024 wird, soweit 
angefochten, wie folgt bestätigt und neu verkündet:

1. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen der mehrfachen einfachen 
Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB, begangen am 13. Juni 
2021 und am 8. Mai 2022.

2. Für die Vergehen gemäss Ziff. 1 wird der Beschuldigte bestraft mit einer 
Geldstrafe von 128 Tagessätzen zu Fr. 120.00 und einer Verbindungs-
busse von Fr. 3’840.00.

3. a) Der Vollzug der Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB 
aufgeschoben. Die Probezeit wird auf 4 Jahre bestimmt (Art. 44 
Abs. 1 StGB).

b) Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der Ver-
bindungsbusse wird auf 32 Tage festgesetzt (Art. 106 StGB).

c) Von der Anordnung von Bewährungshilfe für die Dauer der Probe-
zeit und von der Erteilung von Weisungen wird abgesehen.

4. Die Zivilklage des Privatklägers D.________ wird gestützt auf Art. 126 
Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen.

5. Die Zivilklage des Privatklägers E.________ wird gestützt auf Art. 126 
Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen.

6. Kosten- und Entschädigungsfolge des erstinstanzlichen Verfahrens:

Kantonsgericht Schwyz 26

a) Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Untersuchungs- und An-
klagekosten von Fr. 6’072.80 und den Gerichtskosten von 
Fr. 3’000.00 (inkl. Kosten, Gebühren und Auslagen für Redaktion, 
Ausfertigung und Versand des begründeten Entscheids), trägt der 
Beschuldigte. Rechnung und Inkasso erfolgen durch das Amt für 
Justizvollzug nach Eintritt der Rechtskraft.

b) Mangels Antrags wird dem Privatkläger D.________ keine 
Parteientschädigung zugesprochen (Art. 433 Abs. 2 StPO).

c) Der Antrag des Privatklägers E.________ auf eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2’702.50 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
wird (Art. 433 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO).

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf pauschal Fr. 4’000.00 
festgesetzt und dem Beschuldigten auferlegt.

8. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

9. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A, an die 1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), 
D.________ (1/R), Rechtsanwalt F.________ (2/R) und die Vorinstanz 
(1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter 
Rückgabe der Akten), das Amt für Justizvollzug (1/R, zum Inkasso und 
Vollzug sowie mit Formular zur DNA-Löschungsmeldung an die zentrale 
Meldestelle und anschliessender Erledigungsmeldung in Kopie an die 

Kantonsgericht Schwyz 27

kantonale Staatsanwaltschaft) die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispo-
sitiv) und mit Formular an die KOST (Strafregister).

Namens der Strafkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 25. März 2025  amu