# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edd71f62-a082-5b7d-a88e-2d5e66fc9743
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.02.2025 A-1348/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1348-2023_2025-02-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1348/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richterin Annie Rochat Pauchard,  

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin,    

Gerichtsschreiberin Anna Begemann. 
 

 
 

Parteien 
 1. A.A._______,  

(…),   

2. B.A._______,  

(…),   

beide vertreten durch  

lic. iur. Hans-Rudolf Wild, Rechtsanwalt,  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

  

 
 

1. Kantonales Steueramt Zürich,  

Dienstabteilung Recht,  

Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,   

2. Steuerverwaltung des Kantons Zug,  

Bahnhofstrasse 26, Postfach 160, 6301 Zug,   

Beschwerdegegner,  

 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, 

Stempelabgaben,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Direkte Bundessteuer, Veranlagungsort (Steuerperioden 

2017-2020). 

 

 

 

A-1348/2023 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A.A._______ (Jhg. […]; nachfolgend: Steuerpflichtiger) und 

B.A._______ (Jhg. […]; nachfolgend Steuerpflichtige) sind seit (Jahr) ver-

heiratet. Sie haben vier erwachsene (Kinder) und mehrere Enkelkinder. 

A.A._______ ist Gründer der A._______-Gruppe. Er ist Inhaber des (Jahr) 

gegründeten Einzelunternehmens A.x_______ sowie Präsident des Ver-

waltungsrats der A._______ AG und der A.y_______ AG, alle mit Sitz in 

(Ort) (Kt. Zug). Er ist zudem Präsident des Verwaltungsrats der A.z_______ 

AG (ehemals [….]) mit Sitz in (Ort) (Kt. Zürich).  

A.b Die Steuerpflichtigen sind Eigentümer eines Einfamilienhauses (an Ad-

resse) in (Ort/ZH), wo sie lange Zeit ihren Wohnsitz hatten und ihre vier 

(Kinder) grosszogen. Mitte Oktober 2017 erwarben sie ein Einfamilienhaus 

(an Adresse) in (Ort/ZG). Nach eigenen Angaben haben die Steuerpflichti-

gen daraufhin Anfang November 2017 ihren Wohnsitz von Ort/ZH nach 

Ort/ZG verlegt. Am 12. Dezember 2017 erfolgte die Abmeldung in Ort/ZH 

und am 13. Dezember 2017 die Anmeldung in Ort/ZG. Das Einfamilien-

haus (an Adresse) in Ort/ZH haben sie behalten. Sie nutzen es nach eige-

nen Angaben weiterhin, jedoch im Vergleich zum Grundstück in Ort/ZG in 

einem untergeordneten Verhältnis. Die Fahrdistanz zwischen den beiden 

Häusern beträgt ca. 13 km. 

B.  

Verfahren im Kanton Zug 

B.a Am 30. November 2018 reichten die Steuerpflichtigen ihre Steuerer-

klärung für das Steuerjahr 2017 betreffend unbeschränkte Steuerpflicht in 

der Gemeinde Ort/ZG ein. Die Kantonale Steuerverwaltung des Kantons 

Zug (nachfolgend: KSTV/ZG) versandte die provisorischen Rechnungen 

für die direkte Bundessteuer am 11. Februar 2018 (Steuerperiode 2017), 

10. Februar 2019 (Steuerperiode 2018), 16. Februar 2021 (Steuerperiode 

2019) und am 14. März 2021 (Steuerperiode 2020).  

B.b Mit Schreiben vom 28. Februar 2020 ersuchte das Steueramt des Kan-

tons Zürich (nachfolgend: KSTA/ZH) die KSTV/ZG, für das Jahr 2017 und 

die Folgejahre keine Einschätzung betreffend die Steuerpflichtigen vorzu-

nehmen, bis der Sachverhalt abgeklärt sei. Der effektive Wohnsitz und 

Steuerort liege weiterhin im Kanton Zürich. Daraufhin nahm die KSTV/ZG 

bis auf weiteres keine definitiven Veranlagungen vor. 

A-1348/2023 

Seite 4 

B.c Mit Veranlagungsverfügungen vom 8. März 2022 (Steuerperioden 

2017 und 2018) bzw. 15. März 2022 (Steuerperiode 2019) wurden die 

Steuerpflichtigen durch die KSTV/ZG definitiv veranlagt.  

C.  

Verfahren im Kanton Zürich 

C.a Mit Schreiben vom 2. März 2020 forderte das KSTA/ZH von den Steu-

erpflichtigen weitere Unterlagen ein. Am 13. August 2020 und am 25. Ok-

tober 2021 fanden Besprechungen zwischen dem KSTA/ZH und Vertretern 

der Steuerpflichtigen statt. 

C.b Mit Veranlagungsverfügung direkte Bundessteuer und Einschätzungs-

entscheid betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2017, beide vom 

26. November 2021, wurden die Steuerpflichtigen im Kanton Zürich für die 

Steuerperiode 2017 veranlagt.  

C.c Mit Eingabe vom 28. Dezember 2021 erhoben die Steuerpflichtigen 

Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung und den Einschätzungsent-

scheid vom 26. November 2021 beim KSTA/ZH. Sie beantragten betref-

fend die Staats- und Gemeindesteuern 2017 namentlich die Aufhebung 

des Einschätzungsentscheids und die Veranlagung basierend auf einer le-

diglich beschränkten Steuerpflicht im Kanton Zürich. Eventualiter sei das 

Verfahren zu sistieren, bis der Veranlagungskanton Zug im Verfahren nach 

Art. 108 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte 

Bundessteuer (DBG, SR 642.11) für die direkte Bundessteuer bestätigt 

worden sei. Betreffend die direkte Bundessteuer beantragten sie nament-

lich, es sei festzustellen, dass der Kanton Zürich lediglich Spezialsteuerdo-

mizil und damit nicht befugt sei, die direkte Bundessteuer zu erheben. Ent-

sprechend sei die Veranlagungsverfügung vom 26. November 2017 betref-

fend die direkte Bundessteuer 2017 ersatzlos aufzuheben. Eventualiter sei 

das Verfahren betreffend direkte Bundessteuer 2017 zu sistieren, bis der 

Veranlagungskanton Zug im Verfahren nach Art. 108 DBG für die direkte 

Bundessteuer bestätigt worden sei. 

C.d Mit Einspracheentscheid vom 13. April 2022 wies das KSTA/ZH die 

Einsprache betreffend Staats- und Gemeindesteuern für die Steuerperiode 

2017 ab. Das KSTA/ZH hielt fest, die tatsächliche Verlegung des steuer-

rechtlichen Wohnsitzes von Ort/ZH nach Ort/ZG sowie der dauerhafte Auf-

enthalt in Ort/ZG hätten nicht rechtsgenügend und substantiiert nachge-

wiesen werden können. Der Eventualantrag betreffend Sistierung des 

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Seite 5 

Verfahrens betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2017 wurde ab-

gewiesen. Das steuerbare Einkommen wurde auf (Betrag) und das steuer-

bare Vermögen auf (Betrag) festgesetzt.  

C.e Die Steuerpflichtigen erhoben mit Eingabe vom 16. Mai 2022 Rekurs 

gegen den Einspracheentscheid des KSTA/ZH betreffend Staats- und Ge-

meindesteuern (Steuerperiode 2017) ans Steuerrekursgericht des Kantons 

Zürich.  

C.f Das KSTA/ZH reichte am 16. Juni 2022 eine Rekursantwort ein. 

C.g Die Steuerpflichtigen replizierten mit Eingabe vom 22. Juli 2022. 

C.h Das KSTA/ZH duplizierte mit Eingabe vom 17. August 2022. 

C.i Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich sistierte das Rekursver-

fahren betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2017 mit Verfügung vom 

25. April 2023 bis zum rechtskräftigen Entscheid des Bundesverwaltungs-

gerichts über den Veranlagungsort bei der direkten Bundessteuer. 

D.  

Verfahren vor der ESTV 

D.a Mit Schreiben vom 31. Januar 2022 beantragten die Steuerpflichtigen 

bei der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) die Feststellung des Ver-

anlagungskantons für die direkte Bundessteuer ab dem Steuerjahr 2017. 

Sie beantragten, das KSTA/ZH sei anzuweisen, die Einsprache-/Veranla-

gungsverfahren direkte Bundessteuer für die Steuerperiode 2017 und für 

die fortfolgenden Steuerperioden aufzuheben (sowie vorderhand, bis zum 

rechtskräftigen Entscheid der ESTV, zu sistieren). Überdies sei das 

KSTA/ZH anzuweisen, die Einsprache-/Einschätzungsverfahren für die 

Kantons- und Gemeindesteuern in Ort/ZH bzw. im Kanton Zürich für die 

Steuerperiode 2017 und die fortfolgenden Steuerperioden vorderhand, bis 

zum rechtskräftigen Entscheid der ESTV, zu sistieren. Soweit möglich sei 

ihnen eine mündliche Besprechung mit der ESTV, im Beisein der Steuer-

behörden der Kantone Zug und Zürich, zu gewähren. 

D.b Mit Schreiben vom 16. März 2022 legte die ESTV den Verfahrensge-

genstand auf die Steuerperioden 2017 und 2018 fest. Gleichzeitig ersuchte 

sie um Rückmeldungen zu allenfalls weiteren streitigen Steuerperioden. 

Sie ersuchte die Verfahrensparteien, zur Frage Stellung zu nehmen, wo 

sich der steuerrechtliche Wohnsitz bzw. der gemeinsame Ort der 

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Seite 6 

Veranlagung der Steuerpflichtigen für die direkte Bundessteuer in den 

Steuerperioden 2017-2018 befand sowie diesbezügliche geeignete und 

rechtsgenügende Belege einzureichen. Gleichzeitig stellte die ESTV fest, 

dass gewisse Sachverhaltselemente noch weiter abzuklären seien. Sie er-

suchte die Steuerpflichtigen, die folgenden Angaben bzw. Unterlagen ein-

zureichen: 

«Substanziierte weitere Nachweise der jeweils einzelnen und gemeinsamen 
Lebensinteressen und deren Schwerpunkt in den Jahren 2017 und 2018, u.a.: 
 

- Angaben zur Wohnsituation in den Kantonen Zug und Zürich (z.B. Angaben, 
ob die Häuser in Ort/ZG und Ort/ZH jeweils alleine bzw. als Paar bewohnt wur-
den/werden und zur alleinigen Benutzung zur Verfügung stehend sind; Anga-
ben zu den im Haus in Ort/ZG bewohnten Räumen; Angaben zur Einrichtung, 
etwa, ob die Räume - ab Einzug bzw. mittlerweile - mit eigenen Möbeln, mit 
Telefonfestnetz sowie Radio-/TV- und Internetanschluss ausgestattet sind; 
Orte der postalischen Zustelladressen inkl. allfällige Nachsendeaufträge/Um-
leitungen). 

- Präzise Angaben bezüglich der Dauer des tatsächlichen Aufenthalts in Ort/ZG 
und in Ort/ZH, je zu beiden Ehepartnern, nach Tagen (inkl. Wochenende) in 
den Monaten November und Dezember 2017 sowie im Jahr 2018; Angaben, 
ob die betreffenden Aufenthalte auf den Tag beschränkt waren und/oder über 
Nacht erfolgten; massgebend ist dabei primär, an welchem Ort übernachtet 
wurde. Belege (soweit nicht bereits vorgelegt): z.B. Kalenderauszüge beider 
Steuerpflichtiger, wobei nicht sachdienliche Einträge auch geschwärzt werden 
könnten, Abrechnungen über Strom- und Wasserverbrauch und über Hei-
zungskosten; Abrechnungen für Einrichtung und Benutzung Telefon-Festnetz-
anschluss, über Nutzung der Radio-/TV-Anschlüsse sowie der Internetverbin-
dungen, Nachweis postalischer Zustelladressen inkl. allfällige Nachsendeauf-
träge/Umleitungen; 

- Orte der Einkäufe, der Geldbezüge, der Restaurantbesuche, der medizinischen 
Versorgung sowie der Registrierung und des Standorts der Privatfahrzeuge am 
Tag und in der Nacht; Belege: z.B. weitere Post- und Bankkontenauszüge, Kre-
ditkartenabrechnungen, Adressen der konsultierten Ärzte, Zahnärzte und Spi-
täler, Arztrechnungen, Versicherungspolicen und Nachweis der Ummeldungen 
(Hausrat-, Privathaftpflicht-, Fahrzeug- und Krankenversicherungen), Fahr-
zeugausweise und Nachweis Ummeldung der Fahrzeuge in den Kanton Zug 
sowie Garagenrechnungen; 

- Orte der Pflege der Partnerschaft, des Familienlebens, der sozialen Kontakte, 
des Freundeskreises und der Freizeitgestaltung (z.B. Gemeindewesen, Gesell-
schaftsleben, Vereinsleben, sportliche Tätigkeiten, Hobby), jeweils inkl. be-
weiskräftige Belege;  

- Orte der Berufstätigkeit (Beschäftigungsgrad, Präsenzstunden, Angabe des Ar-
beitsortes [gleichbedeutend mit dem Ort, von dem aus die Arbeitsstätte aufge-
sucht wurde]); Belege: z.B. Arbeitsverträge, Lohnausweise, Nachweise über 
Fahrten zum Arbeitsort. 

- Allenfalls zusätzliche Angaben zum subjektiven Element des Steuerdomizils 
bzw. zu den Gründen der Verlegung des Wohnsitzes und zur Absicht des dau-
ernden Verbleibens am neuen Ort.» 

 

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D.c Mit Schreiben vom 13. April 2022 nahm die KSTV/ZG Stellung. Sie 

teilte mit, dass aus ihrer Sicht kein Zweifel bezüglich der unbeschränkten 

Steuerpflicht der Steuerpflichtigen im Kanton Zug ab der Steuerperiode 

2017 bestehe. Überdies sei das Besteuerungsrecht durch den Kanton Zü-

rich bezüglich einer (allfälligen) unbeschränkten Steuerpflicht der Steuer-

periode 2017 verwirkt. Sie (die KSTV/ZG) beabsichtige, auch die Steuer-

periode 2020 und folgende im Sinne einer unbeschränkten Steuerpflicht im 

Kanton Zug zu veranlagen. 

D.d Das KSTA/ZH beantragte mit Schreiben vom 14. April 2022, Ort/ZH sei 

als steuerlichen Wohnsitz der Steuerpflichtigen für die direkte Bundes-

steuer 2017 ff. festzulegen. Ergänzend liess es der ESTV mit E-Mail vom 

5. Juli 2022 eine Kopie der ans Steuerrekursgericht des Kantons Zürich 

eingereichten Rekursantwort vom 16. Juni 2022 (vgl. Sachverhalt Bst. C.f) 

zukommen. 

D.e Die Steuerpflichtigen nahmen mit Eingabe vom 18. Mai 2022 Stellung. 

Sie verwiesen im Wesentlichen auf die von ihnen im Rahmen der Einspra-

che vom 28. Dezember 2021 an das KSTA/ZH (Sachverhalt Bst. C.c) sowie 

des Rekurses ans Steuerrekursgericht des Kantons Zürich vom 16. Mai 

2022 (Sachverhalt Bst. C.e) gemachten Angaben und die dazugehörenden 

Beilagen. 

D.f Mit Verfügung vom 15. Juli 2022 liess die ESTV den Verfahrensbetei-

ligten die Stellungnahmen der jeweils anderen Parteien (inkl. Kopien der 

Beilagen) zukommen und räumte ihnen erneut die Gelegenheit zur Stel-

lungnahme ein. Gleichzeitig erweiterte die ESTV das Verfahren auf die 

Steuerperioden 2019 und 2020 und ersuchte die Parteien, neu auch zum 

Veranlagungsort für diese beiden Steuerperioden Stellung zu nehmen 

(inkl. Hinweise zu allenfalls gegenüber den Jahren 2017 und 2018 verän-

derten Sachverhaltselementen) sowie die hierzu zweckdienlichen Beweis-

mittel einzureichen. 

D.g Mit Eingabe vom 23. August 2022 nahm das KSTA/ZH Stellung. Es 

hielt an seinem Antrag, es sei Ort/ZH als steuerlicher Wohnsitz für die di-

rekte Bundessteuer 2017 ff. festzulegen, fest. 

D.h Die KSTV/ZG teilte mit Schreiben vom 24. August 2022 mit, dass sie 

mit einer Ausdehnung des Verfahrens auf die Steuerperioden 2019 und 

2020 einverstanden sei. Sie beantragte auch für diese Steuerperioden die 

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Seite 8 

Zuweisung des Veranlagungsorts der direkten Bundessteuer an den Kan-

ton Zug. 

D.i Die Steuerpflichtigen (bzw. der nach einem Mandatswechsel neu be-

auftragte Vertreter derselben) nahmen mit Eingabe vom 24. August 2022 

Stellung. Sie verwiesen auf die bereits eingereichten Unterlagen und ihre 

im Rekursverfahren vor dem Steuerrekursgericht des Kantons Zürich ein-

gereichte Replik vom 22. Juli 2022 (Sachverhalt Bst. C.g). Die im vorlie-

genden Verfahren gemachten Ausführungen gälten «1:1 für die Steuer-

jahre 2019 und 2020». 

D.j Mit Schreiben vom 30. November 2022 liess die ESTV den Verfahrens-

parteien die Eingaben der jeweils anderen Parteien zukommen und er-

klärte den Schriftenwechsel als geschlossen. 

D.k Mit Verfügung vom 3. Februar 2023 wies die ESTV die Verwirkungs-

einrede der Steuerverwaltung des Kantons Zug ab (Dispositiv-Ziff. 1). Sie 

verfügte weiter, der Kanton Zürich sei für die Veranlagung der direkten Bun-

dessteuer der Steuerpflichtigen betreffend die direkte Bundessteuer der 

Steuerperioden 2017-2020 zuständig (Dispositiv-Ziff. 2). Die Veranla-

gungsverfügungen der Steuerverwaltung des Kantons Zug zur direkten 

Bundessteuer der Steuerperioden 2017-2019 und die Veranlagungshand-

lungen zur direkten Bundessteuer der Steuerperiode 2020 wurden aufge-

hoben (Dispositiv-Ziff. 3). Es wurden weder Verfahrenskosten verlegt noch 

Parteikosten zugesprochen (Dispositiv-Ziff. 4). 

D.l Mit E-Mail vom 14. Februar 2023 beantragten die Steuerpflichtigen über 

ihren Rechtsvertreter Einsicht in die Verfahrensakten bei der ESTV. Mit 

Schreiben vom 16. Februar 2023 liess die ESTV den Steuerpflichtigen die 

kopierten Akten zukommen. 

E.  

Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

E.a Mit Eingabe vom 8. März 2023 erheben die Steuerpflichtigen (nachfol-

gend: Beschwerdeführende) Beschwerde gegen die Verfügung der ESTV 

(nachfolgend auch: Vorinstanz) vom 3. Februar 2023 beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragen, die Ziff. 2 und 3 des Dispositivs des ange-

fochtenen Entscheids der Vorinstanz seien aufzuheben und es sei festzu-

stellen, dass der Kanton Zug für die Veranlagung der direkten Bundes-

steuer für die Steuerperioden 2017 bis 2020 zuständig sei. Eventualiter 

seien die Ziffern 2 und 3 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids 

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Seite 9 

aufzuheben und es sei das Verfahren zur Ergänzung des Beweisverfah-

rens und zu neuer Entscheidung an die ESTV zurückzuweisen; unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Zürich. 

E.b Mit Zwischenverfügung vom 14. März 2023 forderte das Bundesver-

waltungsgericht die Vorinstanz auf, sich zum massgeblichen Zustellungs-

zeitpunkt der angefochtenen Verfügung zu äussern. Nach Abschluss des 

diesbezüglichen (mehrfachen) Schriftenwechsels – wobei die Parteien un-

terschiedliche Auffassungen über den Zeitpunkt der Zustellung und damit 

die Rechtzeitigkeit der Beschwerde vertraten – trat das Bundesverwal-

tungsgericht mit Zwischenverfügung vom 29. August 2023 – entgegen der 

Auffassung der Vorinstanz – auf die Beschwerde ein. 

E.c Mit Eingabe vom 3. November 2023 beantragt das KSTA/ZH, die Be-

schwerde gegen die Verfügung vom 3. Februar 2023 sei abzuweisen, so-

weit darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerde-

führer. 

E.d Mit Eingabe vom 13. November 2023 teilt die KSTV/ZG mit, dass auf 

die Abgabe einer weitergehenden Beschwerdeantwort verzichtet werde. 

E.e Mit Vernehmlassung vom 11. Dezember 2023 beantragt die Vorinstanz 

die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig lässt sie dem 

Bundesverwaltungsgericht die vollständigen Verfahrensakten inkl. Akten-

verzeichnis zukommen. 

E.f Die Beschwerdeführenden replizieren mit Eingabe vom 26. Januar 

2024. Sie halten im Wesentlichen an den in der Beschwerde gestellten An-

trägen und deren Begründung fest. 

F.  

Am 18. Dezember 2024 teilt das Bundesverwaltungsgericht einen Wechsel 

der Gerichtsschreiberin mit. 

Auf die detaillierten Vorbringen der Verfahrensparteien und die Beweismit-

tel wird – soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

A-1348/2023 

Seite 10 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-

desverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als  

Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Eine Aus-

nahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Angefochten ist eine auf Ersuchen 

der Beschwerdeführenden erlassene Feststellungsverfügung der ESTV 

gestützt auf Art. 108 Abs. 1 DBG. Solche Feststellungsverfügungen der 

ESTV unterliegen der Beschwerde nach den allgemeinen Bestimmungen 

über die Bundesrechtspflege (vgl. Art. 108 Abs. 1 DBG). Das Bundesver-

waltungsgericht ist somit für die Behandlung der Beschwerde gegen die 

Feststellungsverfügung der ESTV gestützt auf Art. 108 Abs. 1 DBG sach-

lich und funktionell zuständig (siehe bereits Zwischenverfügung des BVGer 

A-1348/2021 vom 29. August 2023 E. 1.1 m.H.). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten der angefochtenen Ver-

fügung formell und materiell beschwert und zur Beschwerde berechtigt 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. allgemein zur Beschwer ausführlich Urteil des 

BVGer A-4943/2020 vom 11. Januar 2023 E. 1.3). Die Beschwerde wurde 

zudem fristgerecht eingereicht (Zwischenverfügung des BVGer 

A-1348/2021 vom 29. August 2023 E. 3.5) und der eingeforderte Kosten-

vorschuss fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Das Bundesverwal-

tungsgericht ist mit Zwischenverfügung vom 29. August 2023 auf die Be-

schwerde eingetreten (vgl. Sachverhalt Bst. E.b). 

1.4  

1.4.1 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegen-

stand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzes-

auslegung hätte sein sollen. Was Streitgegenstand ist, bestimmt sich nach 

dem angefochtenen Entscheid und den Parteibegehren (BGE 142 I 155 

E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; 133 II 35 E. 2; statt vieler: Urteil des BVGer 

A-6248/2018 vom 8. Januar 2020 E. 1.3). Das Anfechtungsobjekt bildet 

den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streitgegenstandes be-

grenzt (BGE 133 II 35 E. 2). Letzterer darf im Laufe des Beschwerdever-

fahrens eingeschränkt, jedoch nicht erweitert oder qualitativ verändert 

A-1348/2023 

Seite 11 

werden (vgl. BGE 131 II 200 E. 3.2; zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-1954/2022 vom 16. Februar 2023 E. 1.2.1). 

1.4.2 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die 

Verfügung der ESTV vom 3. Februar 2023. Der Streitgegenstand des vor-

liegenden Verfahrens ist hingegen auf die Dispositiv-Ziff. 2 und 3 der Ver-

fügung beschränkt (vgl. Sachverhalt Bst. E.a). Dispositiv-Ziff. 1 der Verfü-

gung (Abweisung der Verwirkungseinrede der KSTV/ZG vom 13. April 

2022) ist mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen. Die KSTV/ZG hat 

nämlich ihrerseits keine Beschwerde gegen die Verfügung der ESTV vom 

3. Februar 2023 vor dem Bundesverwaltungsgericht erhoben, wozu 

sie – wie die Beschwerdeführenden zu Recht anerkennen – alleine legiti-

miert gewesen wäre (vgl. BGE 147 I 325 E. 4.2.2). 

1.5 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die 

Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich der Überschreitung und des 

Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit ge-

rügt werden (Art. 49 VwVG). Im Beschwerdeverfahren gilt die Untersu-

chungsmaxime, wonach der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen 

ist (vgl. zum Ganzen: ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All-

gemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N. 1146 ff.; PIERRE TSCHAN-

NEN/MARKUS MÜLLER/MARKUS KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

5. Aufl. 2022, § 30 N 782). Weiter gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung 

von Amtes wegen; das Gericht ist an die Begründung der Begehren nicht 

gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 

gemachten Gründen gutheissen oder abweisen (Art. 62 Abs. 4 VwVG; vgl. 

BVGE 2014/1 E. 2 m.w.H.). 

1.6 Die für die Entscheidfindung (Rechtsanwendung) vorzunehmende Tat-

sachenfeststellung setzt voraus, dass die Sachlage korrekt und vollständig 

ermittelt wurde. Das Bundesverwaltungsverfahren und die Bundesverwal-

tungsrechtspflege werden (allerdings mit Ausnahme des Steuerverfahrens, 

vgl. Art. 2 Abs. 1 VwVG) grundsätzlich von der Untersuchungsmaxime be-

herrscht (vgl. Art. 12 VwVG). Demnach muss die entscheidende Behörde 

den Sachverhalt von sich aus abklären. Sie trägt die Beweisführungslast 

(sog. subjektive oder formelle Beweislast; vgl. statt vieler: Urteil des BVGer 

A-2106/2017 und A-2084/2017 vom 11. Februar 2019 E. 2.3.1). Die Unter-

suchungsmaxime wird durch die Mitwirkungspflichten der Parteien relati-

viert (vgl. Art. 13 VwVG; zum Verhältnis zwischen Untersuchungsmaxime 

und Mitwirkungspflicht vgl. Urteil des BGer 2C_177/2018 vom 22. August 

A-1348/2023 

Seite 12 

2019 E. 3.2 ff. m.w.H.). Weil die Veranlagung der direkten Bundessteuern 

vorab den kantonalen Behörden obliegt (vgl. Art. 128 Abs. 4 der Bundes-

verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV, SR 101]), findet 

in jenem Verfahren das VwVG keine Anwendung (vgl. PIERRE TSCHANNEN, 

in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren, Kommentar, 2019, Art. 2 N 7). Diesbezüglich kommen die 

spezialgesetzlichen Beweisführungsregeln und Mitwirkungspflichten der 

Steuerpflichtigen zum Tragen. Die soeben dargestellten Grundsätze gelten 

jedoch ebenfalls gemäss Art. 123 und 124 ff. DBG (vgl. Urteil des BVGer 

A-4939/2018 vom 29. Mai 2019 E. 1.4; vgl. dazu auch nachfolgend E. 2.4). 

1.7 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt im Rahmen der 

Sachverhaltserstellung der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 19 

VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess 

vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 273]; vgl. auch BGE 130 II 482 E. 3.2). 

Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darüber, ob 

eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der 

Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdi-

gung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachum-

stand verwirklicht hat (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2; statt vieler: Urteile des 

BVGer A-5198/2013 vom 20. Oktober 2014 E. 1.4.2; A-1129/2016 vom 

27. Juli 2016 E. 1.5.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.141). Gelangt das 

Gericht – trotz genügender Abklärung des Sachverhalts unter Respektie-

rung des Untersuchungsgrundsatzes – nicht zu einem solchen Ergebnis, 

kommen die Beweislastregeln zur Anwendung, d.h. es ist zu Ungunsten 

desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt. Im Steuerrecht gilt grund-

sätzlich, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründen-

den und -erhöhenden Tatsachen trägt, während die steuerpflichtige Person 

für die steueraufhebenden und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ist 

(BGE 140 II 248 E. 3.5; Urteil des BGer 2C_232/2012 vom 23. Juli 2012 

E. 3.5; Urteil des BVGer A-4943/2020 vom 11. Januar 2023 E. 1.7). 

1.8  

1.8.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtli-

ches Gehör. Der Gehörsanspruch dient einerseits der Sachaufklärung, an-

derseits stellt er ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Er-

lass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen ein-

greift. Als Teilgehalt geht aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nament-

lich das Recht auf Akteneinsicht hervor. Das Akteneinsichtsrecht bezieht 

sich grundsätzlich auf sämtliche Akten eines Verfahrens, die für dieses 

A-1348/2023 

Seite 13 

erstellt oder beigezogen wurden, ohne dass ein besonderes Interesse an 

der Akteneinsicht geltend gemacht werden müsste und unabhängig davon, 

ob die fraglichen Akten aus Sicht der Behörde überhaupt entscheiderheb-

lich sind (BGE 146 IV 218 E. 3.1.1; 144 II 427 E. 3.1.1; 140 V 454 E. 4.1). 

Es findet seine Grenzen an überwiegenden öffentlichen Interessen des 

Staates oder an berechtigten Interessen Dritter (BGE 147 II 227 E. 5.4.5.2; 

129 I 249 E. 3). Das direktsteuerliche Akteneinsichtsrecht (vorliegend: 

Art. 114 Abs. 1 DBG) geht über den Gehalt von Art. 29 Abs. 2 BV nicht hin-

aus (Urteile des BGer 9C_545/2023 vom 19. Dezember 2023 E. 2.3.3; 

9C_634/2022 vom 19. April 2023 E. 4.1, je m.w.H.).  

1.8.2 Dem Akteneinsichtsrecht der rechtsunterworfenen Person steht die 

Aktenführungspflicht der Behörde gegenüber (BGE 142 I 86 E. 2.2; 138 V 

218 E. 8.1.2; 124 V 372 E. 3b). Diese bildet eine Grundvoraussetzung für 

die Ausübung des Akteneinsichtsrechts (Urteil des BGer 9C_545/2023 vom 

19. Dezember 2023 E. 2.3.2 m.H.). Aufgrund der Aktenführungspflicht ha-

ben die Behörden alles im Dossier festzuhalten, was zur Sache gehört und 

entscheidwesentlich sein kann (BGE 138 V 218 E. 8.1.2; 124 V 372 E. 3b; 

124 V 389 E. 3a).  

1.9 Fehlerhafte Verfügungen sind grundsätzlich anfechtbar und (abgese-

hen von Fällen einer gesetzlich vorgesehenen Nichtigkeitsfolge) nur aus-

nahmsweise nichtig. Eine nichtige Verfügung entfaltet keinerlei Rechtswir-

kungen und ist ex tunc sowie ohne amtliche Aufhebung rechtlich unver-

bindlich. Nach der sog. Evidenztheorie ist eine Verfügung nur dann nichtig, 

wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder 

zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit durch die An-

nahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Inhaltliche Mängel ei-

ner Entscheidung führen nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtig-

keitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der 

entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (statt 

vieler: BGE 150 II 244 E. 2.4.1; 148 II 564 E. 7.2; 147 III 226 E. 3.1.2). Die 

Nichtigkeit ist jederzeit und von sämtlichen staatlichen Instanzen von Am-

tes wegen zu beachten; sie kann auch im Rechtsmittelverfahren festge-

stellt werden (vgl. statt vieler BGE 138 II 501 E. 3.1 und E. 3.2; 133 II 366 

E. 3.1; Urteile des BVGer A-2082/2024 vom 5. August 2024 E. 1.4.2; 

A-5490/2022 vom 12. März 2024 E. 2.2.1; A-2117/2018 vom 5. März 2019 

E. 1.3 m.w.H.).  

 

A-1348/2023 

Seite 14 

2.  

2.1  

2.1.1 Die kantonalen Steuerbehörden erheben die direkte Bundessteuer 

(im Fall persönlicher Zugehörigkeit) von den natürlichen Personen, die am 

Ende der Steuerperiode oder der Steuerpflicht ihren steuerrechtlichen 

Wohnsitz oder, wenn ein solcher in der Schweiz fehlt, ihren steuerrechtli-

chen Aufenthalt im Kanton haben (Art. 105 Abs. 1 DBG). Der Stichtag ist 

der 31. Dezember oder jener Tag, an dem die Unterwerfung unter die Steu-

erpflicht (in der Schweiz) endet (Urteile des BVGer A-4943/2020 vom 

11. Januar 2023 E. 2.2; A-4939/2018 vom 29. Mai 2019 E. 2.2).  

2.1.2 Kommen mehrere Kantone für die Veranlagung der direkten Bundes-

steuer infrage, bestimmt die ESTV den Veranlagungsort (Art. 108 Abs. 1 

DBG). Nur die ESTV kann im interkantonalen Verhältnis einen verbindli-

chen Entscheid über die Veranlagungszuständigkeit fällen; den Kantonen 

fehlt für einen solchen Entscheid die Kompetenz (vgl. Urteil 2C_806/2019 

vom 8. Juni 2020 E. 5.1). Stellt eine kantonale Behörde ihre Zuständigkeit 

für die Veranlagung der direkten Bundessteuer fest, obschon offensichtlich 

ist, dass ein anderer Kanton als Veranlagungsort infrage kommt, sind ihr 

Entscheid und ihn bestätigende Rechtsmittelentscheide nichtig (BGE 150 

II 244 E. 4; Urteil des BGer 9C_323/2023 vom 7. August 2024 [zur Publi-

kation vorgesehen] E. 3.5). Ob ein Kanton hauptfrageweise (mit einer 

Steuerhoheitsverfügung) oder aber «nur» vorfrageweise (im Rahmen einer 

Veranlagungsverfügung) über den Ort der Veranlagung befindet, ohne 

hierfür überhaupt zuständig zu sein, führt zu keinen unterschiedlichen 

Rechtsfolgen. So oder anders bleibt die Verfügung des unzuständigen 

Kantons rechtlich unwirksam; sie ist nichtig (Urteil des BGer 9C_323/2023 

vom 7. August 2024 [zur Publikation vorgesehen] E. 3.5.3) (Hervorhebung 

durch das BVGer).  

2.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 DBG sind natürliche Personen aufgrund persön-

licher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen 

Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz haben. Art. 3 Abs. 2 DBG präzi-

siert, dass eine Person einen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz 

hat, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibs aufhält oder 

wenn ihr das Bundesrecht dort einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz 

zuweist. Obwohl Art. 3 Abs. 1 und 2 DBG zur Umschreibung des steuerli-

chen Wohnsitzes nicht auf den zivilrechtlichen Wohnsitz verweisen, lehnt 

sich der steuerrechtliche Wohnsitz an den Wohnsitzbegriff des Zivilgesetz-

buches an (vgl. BGE 150 II 244 E. 5.1; 148 II 285 E. 3.2.1; 143 II 233 

E. 2.5.1; 138 II 300 E. 3.3; STEFAN OESTERHELT/MORITZ SEILER, in: Martin 

A-1348/2023 

Seite 15 

Zweifel/Michael Beusch, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht: 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 4. Aufl. 2022 [nachfolgend: 

DBG-Kommentar], N 12 zu Art. 3).  

2.3 Ein Aufenthalt mit der Absicht des dauernden Verbleibs i.S.v. Art. 3 

Abs. 2 DBG beinhaltet zwei Komponenten, die kumulativ erfüllt sein müs-

sen: einerseits eine objektive Komponente (physischer Aufenthalt) und an-

dererseits eine subjektive Komponente (Absicht dauernden Verbleibens) 

(Urteil des BGer 2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 E. 2.3; OESTERHELT/SEI-

LER, DBG-Kommentar, N 13 zu Art. 3). 

2.3.1 Die erste Komponente ist also jene des Aufenthalts, die physische 

Präsenz der Person an einem bestimmten Ort (Urteile des BVGer 

A-4943/202 vom 11. Januar 2023 E. 2.4.2; A-5198/2013 vom 20. Oktober 

2014 E. 4.3.2 m.w.H.). Der Aufenthalt bedingt zumindest eine Wohn- und 

damit Übernachtungsgelegenheit zur freien Benützung, d.h. eine Unter-

kunft, wo die steuerpflichtige Person effektiv übernachtet (Urteil des BGer 

2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 E. 2.3 m.w.H.; Urteile des BVGer 

A-4939/2018 vom 29. Mai 2019 E. 2.3.1; A-5044/2011 vom 29. März 2012 

E. 2.5 m.w.H.; vgl. auch Urteil des BVGer A-5427/2013 vom 17. Juli 2014 

E. 3.3). Um einen (möglichen) Aufenthaltsort handelte es sich folglich etwa 

bei dem Ort, wo die betroffene Person regelmässig übernachtet, um von 

dort aus zur Arbeit aufzubrechen (BGE 132 I 29 E. 4.3 und 5.3 sowie ins-

besondere Urteil des BGer 2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 E. 2.3 m.w.H.). 

2.3.2 Das (subjektive) Kriterium der Absicht des dauernden Verbleibens ist 

nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht so zu verstehen, 

als dass es auf den inneren Willen des Steuerpflichtigen ankäme. Der 

Wohnsitz bestimmt sich vielmehr alleine nach der Gesamtheit der objekti-

ven, für Dritte erkennbaren Tatsachen, in denen sich eine Absicht dauern-

den Verbleibens der betroffenen Person manifestiert (vgl. grundlegend 

BGE 97 II 1 E. 3; vgl. auch BGE 150 II 244 E. 5.2; 148 II 285 E. 3.2.2; 138 

II 300 E. 3.2). Der Wohnsitz liegt demnach dort, wo sich im Lichte dieser 

Tatsachen objektiv betrachtet der Mittelpunkt der Lebensinteressen – der 

Lebensmittelpunkt – der betroffenen Person befindet. Ob sich die relevan-

ten äusseren Tatsachen verwirklicht haben, ist eine Tatfrage; die Bestim-

mung des Lebensmittelpunkts und damit des Wohnsitzes auf Basis der 

festgestellten Tatsachen ist hingegen eine Rechtsfrage (BGE 150 II 244 

E. 5.2; 148 II 285 E. 3.2.2; 136 II 405 E. 4.3). 

A-1348/2023 

Seite 16 

2.3.3 Pflegt eine Person Kontakte zu mehreren Orten, ist für die Bestim-

mung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem 

Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BGE 150 II 244 E. 5.3; 148 II 

285 E. 3.2.3; 138 II 300 E. 3.2; Urteil des BVGer A-4939/2018 vom 29. Mai 

2019 E. 2.4.1). Ausgangspunkt ist der gewöhnliche Aufenthaltsort der be-

troffenen Person. Allerdings können die persönlichen, familiären, berufli-

chen und gesellschaftlichen Interessen einer Person sie so eng mit einem 

anderen Ort verbinden, dass dieser als Lebensmittelpunkt erscheint, 

obschon die betroffene Person dort weniger Zeit verbringt. Relevant sind 

in diesem Zusammenhang etwa der gewöhnliche Aufenthaltsort der Fami-

lienmitglieder (Ehegatten, Kinder, Eltern und Geschwister), die ausserfami-

liären sozialen Beziehungen (z.B. Teilnahme am Vereinsleben), die beruf-

liche Stellung des Steuerpflichtigen und die Wohnverhältnisse an den ver-

schiedenen Orten. Auf diese Kriterien ist auch abzustellen, wenn sich eine 

Person gleich oder annähernd gleich oft an mehreren Orten aufhält. Die 

verschiedenen Kriterien sind in Abhängigkeit der persönlichen Situation der 

betroffenen Person (z.B. Alter) zu gewichten und im Rahmen der gebote-

nen Gesamtbetrachtung gegeneinander abzuwägen, um den steuerrecht-

lichen Wohnsitz zu bestimmen. Die tatsächlichen Verhältnisse zu einem 

früheren oder späteren Zeitpunkt sind zwar nicht unmittelbar relevant, kön-

nen aber als Indizien berücksichtigt werden (BGE 150 II 244 E. 5.3; 148 II 

285 E. 3.2.3; Urteil des BGer 2C_415/2019 vom 20. Dezember 2019 

E. 5.4).  

2.3.4 Bei verheirateten Personen mit Beziehungen zu mehreren Orten wer-

den die persönlichen und familiären Kontakte zum Ort, wo sich ihre Familie 

aufhält, als stärker erachtet als diejenigen zum Arbeitsort, wenn sie in nicht 

leitender Stellung unselbständig erwerbstätig sind und täglich oder an den 

Wochenenden regelmässig an den Familienort zurückkehren. Demnach 

unterstehen verheiratete Pendler oder Wochenaufenthalter grundsätzlich 

ausschliesslich der Steuerhoheit desjenigen Kantons, in dem sich ihre Fa-

milie aufhält (BGE 148 II 285 E. 3.3.1; 132 I 29 E. 4.2 f. m.w.H.; Urteil des 

BGer 2C_806/2019 vom 8. Juni 2020 E. 2.4). 

Allerdings ist auch bei verheirateten Steuerpflichtigen und Steuerpflichti-

gen in eingetragener Partnerschaft der Wohnsitz für jeden Ehegatten bzw. 

Partner gesondert zu ermitteln (BGE 150 II 244 E. 5.5; 148 II 285 E. 3.3.2; 

121 I 14 E. 5b; Urteile 2C_480/2019 vom 12. Februar 2020 E. 2.2.3; 

2C_935/2018 vom 18. Juni 2019 E. 4.3). Ausnahmsweise können Ehegat-

ten und eingetragene Partner daher trotz intakter Ehe bzw. Partnerschaft 

ihre Wohnsitze an unterschiedlichen Orten haben. So können bei 

A-1348/2023 

Seite 17 

unselbständig erwerbstätigen Steuerpflichtigen, die eine leitende Stellung 

bekleiden und nur an den Wochenenden und an den freien Tagen an den 

Aufenthaltsort des Ehegatten bzw. Partners zurückkehren, die zum Ar-

beitsort bestehenden Beziehungen diejenigen zum Familienort an Stärke 

überwiegen. Diesfalls befindet sich ihr Wohnsitz nicht am Familienort, son-

dern am Arbeitsort (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.3.2; 132 I 29 E. 4.2; 125 I 54 

E. 2b/aa; Urteile des BGer 2C_303/2020 vom 6. Juli 2020 E. 4.2.2; 

2C_301/2017 vom 13. November 2017 E. 4.2 und 4.3). Praxisgemäss ist 

von einer leitenden Stellung eines Steuerpflichtigen nur dann auszugehen, 

wenn die berufliche Tätigkeit diesen so stark beansprucht, dass die famili-

ären und sozialen Beziehungen in den Hintergrund treten. Dies kommt nur 

dann infrage, wenn die steuerpflichtige Person a) eine leitende Stellung in 

einem wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen bekleidet, was voraus-

setzt, dass sie b) eine besondere Verantwortung trägt und c) zahlreichem 

Personal vorsteht (BGE 148 II 285 E. 3.3.2; 132 I 29 E. 4.3; 125 I 458 

E. 2d).  

Diese Überlegungen können weitgehend auch auf die Bestimmung des 

Steuerdomizils bzw. des Wohnsitzes Selbständigerwerbender übertragen 

werden. Wie beim unselbständig Erwerbstätigen befindet sich auch beim 

(verheirateten) Selbständigerwerbenden das Hauptsteuerdomizil bzw. der 

Wohnsitz am Aufenthaltsort der Familie, zu der er täglich oder an den Wo-

chenenden und in der freien Zeit zurückkehrt. Begibt sich der Selbständi-

gerwerbende nicht in diesem Sinn regelmässig zu seiner Familie zurück, 

so fällt sein Hauptsteuerdomizil bzw. Wohnsitz wie beim Unselbständiger-

werbenden mit dem Arbeitsort zusammen (BGE 148 II 285 E. 3.3.4; 121 I 

14 E. 4c; Urteil des BGer 2C_398/2021 vom 23. Dezember 2021 E. 3.3.4).  

2.3.5 Die Bestimmung des Hauptsteuerdomizils einer Person oder eines 

Paars im Rentenalter stellt erfahrungsgemäss besondere Schwierigkeiten. 

Ob Rentner am neuen Ort derart Fuss gefasst haben, dass sich geradezu 

sagen lässt, sie hielten sich dort nicht bloss auf, sondern täten dies in der 

Absicht des dauernden Verbleibens, ist wiederum anhand der Gesamtheit 

der äusserlich wahrnehmbaren Umstände zu beurteilen. Wie im Fall jün-

gerer Personen ist von einem steuerlich vollzogenen Wechsel des Wohn-

sitzes erst auszugehen, sobald sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen 

an den neuen Ort verlagert hat. Das Entstehen neuer Interessen oder das 

Weiterführen einzelner Freizeitbeschäftigungen am neuen Ort erweisen 

sich als unzureichend. Tendenziell darf sich sagen lassen, dass der Le-

bensmittelpunkt älterer oder betagter Personen weniger mobil ist als jener 

A-1348/2023 

Seite 18 

der jüngeren Bevölkerung (BGE 131 I 145 E. 5; Urteil des BGer 

2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 4.2 m.w.H und E. 5.3). 

2.3.6 Über den steuerrechtlichen Wohnsitz kann in der Regel kein klarer 

Beweis geführt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewich-

tung vorzunehmen. Dabei sind sämtliche Berufs-, Familien- und Lebens-

umstände der betroffenen Person zu berücksichtigen (vgl. Urteile des BGer 

9C_25/2023 vom 5. Juni 2023 E. 3.2; 2C_510/2016 vom 29. August 2016 

E. 2.6.3; je m.w.H.). Massgebend ist die Gesamtheit der objektiven, äusse-

ren Umstände. Auf die Erklärungen der steuerpflichtigen Person oder die 

bloss affektive Bevorzugung eines Orts kommt es dabei nicht an. Gleich-

ermassen spielt das polizeiliche Domizil keine entscheidende Rolle. Das 

Hinterlegen der Schriften und das Ausüben der politischen Rechte an ei-

nem bestimmten Ort können allerdings Indizien für den steuerrechtlichen 

Wohnsitz einer Person bilden, wenn auch deren übriges Verhalten dafür 

spricht. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (vgl. 

BGE 132 I 29 E. 4.1; Urteile des BGer 9C_25/2023 vom 5. Juni 2023 E. 3.2; 

2C_510/2016 vom 29. August 2016 E. 2.2; ferner OESTERHELT/SEILER, 

DBG-Kommentar, N 15, 21 zu Art. 3). 

2.4  

2.4.1 Betreffend die Bestimmung des Veranlagungsorts haben die Steuer-

behörden die den Steuerwohnsitz konstituierenden Sachverhaltselemente 

zwar von Amtes wegen abzuklären (Art. 123 Abs. 1 DBG; vgl. E. 1.7). Die 

steuerpflichtige Person ist aber zur Mitwirkung und namentlich zu umfas-

sender Auskunftserteilung über die für die Besteuerung massgebenden 

Umstände verpflichtet (vgl. Art. 124 ff. DBG; BGE 148 II 285 E. 3.1.1; Ur-

teile des BVGer A-4943/2020 vom 11. Januar 2023 E. 2.7.1; A-4061/2016 

vom 3. Mai 2017 E. 3.4; A-5044/2011 vom 29. März 2012 E. 1.3.3). Dazu 

gehört auch die Darstellung der tatsächlichen Umstände, welche zur Be-

gründung des neuen Wohnsitzes geführt haben (vgl. BGE 138 II 300 E. 3.4 

[betreffend Wohnsitzverlegung ins Ausland]; im interkantonalen Verhältnis 

statt vieler: Urteile des BGer 9C_548/2023 vom 12. August 2024 E. 3.2.3; 

9C_25/2023 vom 5. Juni 2023 E. 3.3; 2C_170/2019 vom 19. September 

2019 E. 5.1.4). Verletzt die steuerpflichtige Person ihre Mitwirkungspflich-

ten, kann dieses Verhalten ein Indiz für oder gegen die Verwirklichung einer 

steuerrelevanten Tatsache bilden (BGE 148 II 285 E. 3.1.2 m.w.H.). Da es 

sich beim steuerrechtlichen Wohnsitz um eine steuerbegründende Tatsa-

che handelt, trägt die Steuerbehörde dafür die Beweislast (etwa BGE 148 

II 285 E. 3.1.3; 138 II 300 E. 3.4; Urteil des BGer 9C_548/2023 vom 12. Au-

gust 2024 E. 3.2.3). 

A-1348/2023 

Seite 19 

2.4.2 Bei einer (geltend gemachten) Wohnsitzverlegung in einen anderen 

Kanton kommt zwar – anders als bei internationalen Sachverhalten (vgl. 

dazu BGE 138 II 300 E. 3.3) – Art. 24 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilge-

setzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210), wonach der einmal 

begründete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerb eines neuen Wohnsit-

zes bestehen bleibt, nicht zum Tragen (Urteil des BGer 2C_794/2013 vom 

2. Mai 2014 E. 3.4). Dennoch kann der steuerpflichtigen Person nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung unter Umständen auch im interkan-

tonalen Verhältnis der Gegenbeweis für die von ihr behauptete subjektive 

Steuerpflicht an einem neuen Ort auferlegt werden. Dies ist der Fall, wenn 

die von der Steuerbehörde angenommene bisherige subjektive Steuer-

pflicht als sehr wahrscheinlich gilt (statt vieler: Urteile des BGer 

9C_668/2022 vom 13. November 2023 E. 6.4; 2C_323/2021 vom 8. März 

2022 E. 2.4.1; 2C_533/2018 vom 30. Oktober 2019 E. 2.5, 2.5.1; 

2C_565/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 2.3 m.w.H.). Wenn also die steu-

erpflichtige Person einen Kanton verlässt, in welchem ihre unbeschränkte 

Steuerpflicht «sehr wahrscheinlich» war, gilt eine natürliche Vermutung, 

dass das bisherige Steuerdomizil beibehalten wurde (vgl. Urteile des BGer 

9C_668/2022 vom 13. November 2023 E. 6.4; 2C_881/2020 vom 3. Juni 

2021 E. 3.4; 2C_565/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 3.1; OLIVIER MAR-

GRAF, Natürliche Vermutungen im Recht der direkten Steuern, in: Steuer 

Revue [StR] 70/2015 S. 946). Eine solche natürliche Vermutung bewirkt 

aber keine Umkehr der Beweislast (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2; Urteil des 

BGer 2C_549/2018 vom 30. Januar 2019 E. 3.3 m.w.H.). Vielmehr kann 

eine natürliche Vermutung mit einem blossen Gegenbeweis umgestossen 

werden (Urteil des BGer 2C_549/2018 E. 3.3; ausführlich: Urteil des BVGer 

A-2106/2017 vom 11. Februar 2019 E. 2.4.6). Ein solcher Gegenbeweis 

erfordert nur, dass Zweifel an der Richtigkeit der Indizien (Vermutungsba-

sis) oder der daraus gezogenen Schlussfolgerung (Vermutungsfolge) ge-

weckt werden (vgl. BGE 141 III 241 E. 3.2.3; 135 II 161 E. 3; Urteil des 

BGer 5A_834/2016 vom 13. Juni 2018 E. 3.6; Urteile des BVGer 

A-4943/2020 vom 11. Januar 2023 E. 2.7.2; A-4939/2018 vom 29. Mai 

2019 E. 2.5; A-2106/2017 vom 11. Februar 2019 E. 2.4.6). 

3.  

3.1 Vorliegend rügen die Beschwerdeführenden in formeller Hinsicht eine 

Verletzung ihres rechtlichen Gehörs. Da die Verfahrensakten nicht numme-

riert seien und kein Aktenverzeichnis der Akten der ESTV vorliege, seien 

Verweise auf die Vorakten im Rahmen der Beschwerde nur begrenzt mög-

lich gewesen (Beschwerde, Rn. 9). 

A-1348/2023 

Seite 20 

3.2 Die Beschwerdeführenden beantragten mit E-Mail vom 14. Februar 

2023 (d.h. nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Februar 2023) 

Akteneinsicht bei der ESTV. Die kopierten Akten wurden ihnen umgehend 

zugestellt (vgl. Sachverhalt Bst. D.l). Die Akten sind, den einzelnen Einga-

ben bzw. Auflagen im Verfahren vor der ESTV folgend, in Register einge-

teilt, entsprechend gekennzeichnet und in Ordnern abgelegt (insgesamt 17 

Register in fünf Ordnern). Zu den einzelnen Registern gehören diverse und 

teils sehr umfassende Anlagen und Beilagen, welche jeweils von den Ver-

fahrensparteien zusammen mit den Stellungnahmen an die ESTV einge-

reicht worden waren (etwa die kantonalen Steuerdossiers). Die einzelnen 

Register, d.h. die im Verfahren vor der ESTV eingereichten Stellungnah-

men der anderen Verfahrensparteien (inkl. Anlagen und Beilagen; teils mit 

Akten- bzw. Beilagenverzeichnis), waren den Beschwerdeführenden be-

reits zuvor in Kopie zugestellt worden (zusammen mit den Schreiben der 

ESTV vom 15. Juli 2022 bzw. 30. November 2022; Sachverhalt Bst. D.f und 

D.j). Ein vollständiges Aktenverzeichnis der ESTV wurde am 11. Dezember 

2023 zusammen mit der Vernehmlassung dem Bundesverwaltungsgericht 

eingereicht (Sachverhalt Bst. E.e). Dieses wurde den Beschwerdeführen-

den mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 2023 durch das Bundes-

verwaltungsgericht zugestellt. 

3.3 Unter diesen Umständen war es den Beschwerdeführenden möglich, 

rechtzeitig und umfassend Einsicht in die Verfahrensakten zu nehmen 

(E. 1.8.1). Die Beschwerdeführenden erhielten sowohl sämtliche Eingaben 

der anderen Verfahrensparteien fortlaufend als auch eine Kopie aller Ver-

fahrensakten auf entsprechendes Gesuch hin. Eine Verletzung ihres recht-

lichen Gehörs liegt demnach nicht vor. Entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführenden besteht gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV kein Anspruch 

auf Paginierung und zusammenfassende Darstellung sämtlicher Beilagen 

in einem separaten Verzeichnis (Urteil des BGer 9C_545/2023 vom 19. De-

zember 2023 E. 2.3.5, mit Verweis auf BGE 144 II 427 E. 3.2.3). Entschei-

dend ist, dass die Beschwerdeführenden die Möglichkeit hatten, die Akten 

zu sichten. Dies war in Anbetracht der klaren und sauberen Aktenführung 

der Vorinstanz ohne Weiteres der Fall.  

4.  

Im vorliegenden Fall ist umstritten, ob sich der Ort der Veranlagung für die 

direkte Bundessteuer der Beschwerdeführenden in den Steuerperioden 

2017-2020 im Kanton Zürich oder aber im Kanton Zug befand. Genauer ist 

umstritten, ob die Beschwerdeführenden im November 2017 ihren steuer-

rechtlichen Wohnsitz von Ort/ZH nach Ort/ZG verlegt haben. 

A-1348/2023 

Seite 21 

4.1 Die Vorinstanz ist zusammengefasst der Auffassung, es greife vorlie-

gend die natürliche Vermutung, dass die Beschwerdeführenden nach No-

vember 2017 ihren bisherigen steuerrechtlichen Wohnsitz in Ort/ZH behal-

ten hätten. Sie hätten sich in Ort/ZH ihr grosszügiges und nach wie vor 

vollständig eingerichtetes Einfamilienhaus dauerhaft zur eigenen Verfü-

gung gehalten. Zudem hätten sich die messbaren Verbrauchswerte in 

Ort/ZH nicht entscheidend reduziert und das Einkaufsverhalten der Be-

schwerdeführenden sei im Wesentlichen unverändert geblieben. Ausser-

dem seien die Beschwerdeführenden ihrer Mitwirkungspflicht nur selektiv 

nachgekommen, was ebenfalls als Indiz für die Beibehaltung des bisheri-

gen steuerrechtlichen Wohnsitzes zu werten sei. Den Beschwerdeführen-

den gelänge es sodann nicht, im Rahmen eines Gegenbeweises darzule-

gen, dass sich ihr gemeinsamer Veranlagungsort ab der Steuerperiode 

2017 neu im Kanton Zug befunden habe. Die Gesamtwürdigung der objek-

tiv feststellbaren Sachverhaltselemente und deren überwiegende Kontinu-

ität vermöchten nicht in einem Masse für die Verlegung des Lebensmittel-

punkts nach Ort/ZG zu sprechen, welche geeignet wäre, die natürliche Ver-

mutung für den Weiterbestand des bisherigen Steuerdomizils im Kanton 

Zürich zu Fall zu bringen. Insbesondere sei die objektive Voraussetzung 

des tatsächlichen physischen Aufenthalts in Ort/ZG nicht rechtsgenügend 

erstellt. 

4.2 Die Beschwerdeführenden machen dagegen geltend, sie hätten um-

fangreiche Indizien präsentiert, die darauf schliessen lassen, dass sie ihren 

Wohnsitz Ende 2017 nach Ort/ZG verlegt hätten. Die Vorinstanz habe 

sämtliche Sachverhaltselemente ausschliesslich zu ihren Lasten gewür-

digt.  

4.3 Den Akten lassen sich die folgenden Sachverhaltselemente entneh-

men: 

4.3.1 Zu den Wohnverhältnissen:  

Die Beschwerdeführenden verfügen über mehrere Liegenschaften in ver-

schiedenen Kantonen und in Italien. Die Liegenschaft in Ort/ZH war nach 

dem geltend gemachten Umzug im November 2017 unvermietet und stand 

den Beschwerdeführenden jederzeit zur Verfügung. Sie wurde im Jahr (…) 

erbaut und verfügt nach Angaben der Steuerpflichtigen über eine bewohn-

bare Fläche von 221 m2 und einen Swimmingpool mit einer Fläche von 

26 m2. Die Grundstückfläche beträgt rund 3'000 m2. Der Steuerwert der 

Liegenschaft beträgt Fr. 1'107'000.–; der Verkehrswert liegt gemäss 

A-1348/2023 

Seite 22 

Schätzung der Beschwerdeführenden bei ca. Fr. 3 Mio (act. Reg. 6 Anlage 

E Rn. 77 f.). Die Steuerpflichtigen waren seit (Jahr) ohne Unterbruch dort 

wohnhaft (Reg. 1, Beilage A, Rn. 55; Reg. 5, Stellungnahme KSTA/ZH vom 

14. April 2022, Ziff. 2).  

Die Liegenschaft in Ort/ZG verfügt über eine Wohnfläche von insg. 249 m2, 

wobei sie in eine separate 3-Zimmerwohnung im Untergeschoss und eine 

7-Zimmerwohnung im Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss 

aufgeteilt ist (vgl. Grundrisspläne, act. Reg. 1 Beilage Nr. 11). Die Liegen-

schaft verfügt über einen Swimmingpool mit einer Fläche von 47 m2. Die 

Steuerpflichtigen haben die Liegenschaft im Oktober 2017 – nach eigenen 

Angaben weitgehend und hochwertig möbliert – für einen Kaufpreis von 

Fr. 6.35 Mio erworben. 

In beiden Liegenschaften wurden fortlaufend Unterhaltsarbeiten (u.a. Gar-

tenunterhalt, Reparaturen) vorgenommen; wobei diese in Ort/ZG wesent-

lich umfangreicher waren. Grössere Renovationen in Ort/ZG waren insbe-

sondere der Umbau der Hauptküche Anfang 2018 (Kosten: rund 

Fr. 70'000.–) sowie die Überdachung des Schwimmbads, ebenfalls im Jahr 

2018 (Kosten: Fr. 35'525.–). Im Juni 2020 wurde gemäss den in den Akten 

befindlichen Rechnungen eine Erdsonden-Wärmepumpe eingebaut. Ins-

gesamt fielen die Unterhaltsarbeiten wie folgt ins Gewicht (exkl. Kosten für 

Überdachung des Schwimmbads):  

Zeitraum Ort/ZG Ort/ZH/ 

2017  Fr. 1'520.– (Nov. – 

Dez.) 

Fr. 11’560.– 

2018 Fr. 85'448.– Fr. 17'112.– 

2019 Fr. 41'629.70 Fr. 16'303.– 

2020 Fr. 129'839.– Fr. 28'336.– 

 

4.3.2 Zur Einrichtung der beiden Häuser kann Folgendes festgehalten wer-

den:  

Eine eigentliche Verlegung des Hausrats von Ort/ZH nach Ort/ZG fand 

nicht statt. Das Haus in Ort/ZG war nach Angaben der 

A-1348/2023 

Seite 23 

Beschwerdeführenden wie erwähnt bereits hochwertig möbliert. Am 

21. November 2017 wurden mit einem kleinen Möbelwagen (Arbeitsauf-

wand: 2.75h für einen Chauffeur und zwei Beihilfen) einzelne Möbelstücke 

vom Haus in Ort/ZH bzw. vom Wohnort der Tochter C.A._______ in (Ort 

4/ZH) nach Ort/ZG gebracht (vom Haus in Ort/ZH: ein Bett, ein Sofa, ein 

Sessel, ein Schrank und ein Glastisch; vom Haus der Tochter: drei Sessel 

und zwei Schuhschränke). Dabei dürfte aber ein Teil dieser Möbel an der 

Adresse der Tochter D.A._______ in Ort/ZG abgeladen worden sein (vgl. 

Anmerkung auf dem Lieferschein der […] vom 21. November 2017; act. 

Reg. 5 Beilage Nr. 26.114 f.). Die Beschwerdeführenden tätigten überdies 

Neuanschaffungen von Möbeln im Wert von Fr. 6'400.– für das Haus in 

Ort/ZG (Sofa, Sessel, zehn Gartenstühle, ein Gartentisch, ein Boxspring-

bett, eine Kommode, sechs Esszimmerstühle, ein Esszimmertisch; vgl. act. 

Reg. 5 Beilagen Nr. 26.109 ff.). Die übrigen Zügelwaren (wie etwa Kleider, 

Geschirr) haben die Steuerpflichtigen nach eigenen Angaben selbst mit ei-

nem Privatwagen bzw. Geschäftslieferwagen transportiert.  

Der Telefon-Festnetzanschluss für die Liegenschaft in Ort/ZH wurde nach 

dem geltend gemachten Wegzug im November 2017 beibehalten, nach 

Angaben der Beschwerdeführenden für die Aufrechterhaltung der Video-

überwachung (über WLAN) und die Überwachung der Haustechnik (Replik 

zum Rekurs vom 22. Juli 2022, act. Reg. 13 Beilage Nr. 1 Rn. 36). Im Haus 

in Ort/ZG existiert kein Festnetzanschluss; die Beschwerdeführenden be-

nutzen nach eigenen Angaben ihre Mobiltelefone. 

In der Hausrats- und Gebäudeversicherung der (Versicherung) (Vertrags-

beginn 24. November 2017, Vertragsablauf 31. Januar 2028) beträgt die 

Versicherungssumme für den Hausrat des Einfamilienhauses in Ort/ZH  

Fr. 170'000.–, wobei gemäss handschriftlicher Notiz eine mechanische 

Versuchswerkstatt im Wert von Fr. 80'000.– miteingeschlossen ist. Die Ver-

sicherungssumme für den Hausrat des Einfamilienhauses in Ort/ZG be-

trägt Fr. 80'000.– (act. Reg. 11, Beilage Nr. 2). Auf der Police ist betreffend 

das Haus in Ort/ZH «Standortmerkmal: zu Hause», betreffend das Haus in 

Ort/ZG «Nicht dauernd bewohnt» vermerkt (act. Reg. 11 Beilage Nr. 2). 

Dabei handelt es sich jedoch gemäss Bestätigung der (Versicherung) vom 

20. Juli 2022 um einen Fehler der Versicherung; korrekterweise hätte das 

Haus in Ort/ZG als «zu Hause» und jenes in Ort/ZH als «nicht dauerhaft 

bewohnt» erfasst werden sollen (act. Reg. 11 Beilage Nr. 3). 

4.3.3 Nutzung der Liegenschaften bzw. tatsächlicher Aufenthalt:  

A-1348/2023 

Seite 24 

Die Steuerpflichtigen machen geltend, sie würden den «Hauptteil des Jah-

res» in Ort/ZG leben und den Rest der Zeit, abgesehen von Geschäftsrei-

sen, an den anderen Orten mit Liegenschaftsbesitz (ZH, TI, GR und Italien) 

verbringen (act. Reg. 6 Anlage E Rn. 74). Genauere Angaben dazu lassen 

sich (nur) dem Gesprächsprotokoll einer Besprechung zwischen den frühe-

ren Vertretern der Beschwerdeführenden und dem KSTA/ZH entnehmen, 

wo von sechs Monaten in Zug (Ort/ZG) und zwei Monaten in Ort/ZH die 

Rede war (act. Reg. 5 Beilagen Nr. 14.1-14.2; auch Replik vom 26. Januar 

2024). In der Replik vom 26. Januar 2024 beziffern die Beschwerdeführen-

den ihre Anwesenheiten mit «zu 50% in Ort/ZG und zu 20% in Ort/ZH» 

(Replik, Rn. 17). Die Beschwerdeführenden führen zudem aus, sie hätten 

bereits Weihnachten und Silvester 2017 mit der gesamten Familie und Be-

kannten im neuen Haus in Ort/ZG gefeiert. Sie reichten zehn Fotos betref-

fend die Zeit vom 19. November bis 31. Dezember 2017 (Zeitstempel) ein, 

auf denen Familienmitglieder in den Räumlichkeiten (an Adresse) in Ort/ZG 

zu erkennen seien. Überdies sei auf den Fotos erkennbar, dass die Be-

schwerdeführenden diverse Kunstobjekte bzw. persönliche Einrichtungs-

gegenstände nach Ort/ZG gezügelt hätten. Die Beschwerdeführenden 

reichten weiter drei Fotos aus dem Jahr 2020 ein, welche aufzeigten, dass 

die Beschwerdeführerin ihr Atelier in Ort/ZG eingerichtet habe. Die Fotos 

seien bereits für den Stand der Einrichtung Ende 2017 repräsentativ (act. 

Reg. 6 Anlage E Rn. 64). 

Der Wasserverbrauch im Haus in Ort/ZG betrug zwischen dem 1. Novem-

ber 2017 und dem 31. Dezember 2017 83 m3, zwischen dem 1. Januar 

2018 und dem 31. Dezember 2018 359 m3. Der Wasserverbrauch in 

Ort/ZH betrug in der Zeit vom 19. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017 

154 m3, in der Zeit vom 31. Oktober 2017 bis 31. Oktober 2018 175 m3 

(Beschwerdebeilage Nr. 11). Daraus ergibt sich, dass der monatliche Was-

serverbrauch in Ort/ZG in der Zeit von November 2017 bis Oktober 2018 

rund doppelt so hoch war als in Ort/ZH (durchschnittlich ca. 31 m3 pro Mo-

nat vs. durchschnittlich 14.5 m3 pro Monat); der Wasserverbrauch in Ort/ZH 

in der Zeit vor und nach dem angeblichen Wegzug aber nicht sank, son-

dern leicht zunahm (+13%).  

Der Stromverbrauch war im hier interessierenden Zeitraum im Haus in 

Ort/ZH bedeutend höher als im Haus in Ort/ZG (Ort/ZG: 518 kWh 

[1.11.2017-31.12.2017], 6'067 kWh [1.1.2018-31.12.2018], 6'881 

[1.1.2019-31.12.2019]; Ort/ZH: 24'077 kWh [1.2.2017-5.3.2018], 20'054 

kWh [6.3.2018-27.2.2019], 20'470 kWh [28.2.2019-20.2.2020]) (Beschwer-

debeilage Nr. 12; act. Reg. 5 Beilage Nr. 26.131 ff.). Die Werte sind 

A-1348/2023 

Seite 25 

aber – wie die Beschwerdeführerin in nachvollziehbarer Weise aus-

führt – nicht direkt vergleichbar, da das Haus in Ort/ZH über eine Wärme-

pumpe und jenes in Ort/ZG (zumindest bis Mitte 2020) über eine Ölheizung 

geheizt wurde. Der Stromverbrauch in Ort/ZH ist in der Periode vom 

6.3.2018-27.2.2019 gegenüber dem Vorjahr (1.2.2017-5.3.2018) um 

16.7% zurückgegangen; im Jahr 2018 blieb er ungefähr auf diesem Ni-

veau. Für das Jahr 2020 liegen keine Nachweise vor. Im Juni 2020 wurde – 

wie oben erwähnt – im Haus in Ort/ZG eine Erdsonden-Wärmepumpe ein-

gebaut. 

4.3.4 Berufsumstände:  

Der Beschwerdeführer ist Gründer der A._______-Gruppe (vgl. Sachver-

halt Bst. A.a). Die A.x_______ mit Sitz in Ort/ZG (Einzelunternehmen) 

wurde (Jahr) gegründet und bezweckt (Zweck). Die A.y_______ AG (eben-

falls mit Sitz in Ort/ZG) fungiert nach Angaben der Beschwerdeführenden 

als Obergesellschaft der A._______-Gruppe. Weiter zur Gruppe gehören 

die A._______ AG (ebenfalls mit Sitz in Ort/ZG), welche (Zweck) bezweckt 

sowie die (…) AG (heute: A.z_______ AG; bis [Datum] mit Sitz in [Ort 2]/ZH, 

ab 21. Dezember 2018 Sitz in [Ort 3]/ZH) (vgl. Einsprache vom 28. Dezem-

ber 2021, act. Reg.1 Bst. A Rn. 62, Auszüge aus dem Handelsregister der 

Kantone Zürich bzw. Zug). Die A._______-Gruppe verfügt nach Angaben 

der Beschwerdeführenden über mehr als (Zahl) Mitarbeitende in der 

Schweiz und mehr als (Zahl) Mitarbeitende weltweit. Der Beschwerdefüh-

rer ist Präsident des Verwaltungsrats sämtlicher Gesellschaften und Inha-

ber des Einzelunternehmens. Die Beschwerdeführerin ist Vizepräsidentin 

des Verwaltungsrats der A.y_______ AG und der A._______ AG. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe im Januar 2015 (Bekannt-

gabe der Schweizerischen Nationalbank, den EUR/CHF-Kurs nicht mehr 

zu stützen), keine andere Möglichkeit gesehen, als ins Tagesgeschäft der 

A.y_______ AG zurückzukehren. Der Beschluss, den Lebensmittelpunkt 

nach Ort/ZG zu verlegen, sei vor diesem Hintergrund zu sehen. Er halte 

sich an Werktagen täglich im Geschäft in Ort/ZG auf. Er treffe sich auch 

regelmässig mit seiner Tochter E.A._______, welche die Tochtergesell-

schaft (…) AG (heute: A.z_______ AG) führe, am Sitz der (…) AG in (Ort 

3/ZH) (Einsprache vom 28. Dezember 2021, act. Reg. 1 Bst. A Rn. 58 so-

wie Beilage Nr. 12). Die berufliche Verbundenheit des Beschwerdeführers 

mit dem Kanton Zug wird auch von der Vorinstanz nicht bestritten. Die Lie-

genschaft (an Adresse) in Ort/ZG befindet sich in Gehdistanz (knapp 2 km 

Entfernung) zum Sitz der A._______ AG und der A.y_______ AG. 

A-1348/2023 

Seite 26 

Die Beschwerdeführerin ist ausgebildete (Beruf) und künstlerisch tätig. Sie 

hat sich nach eigenen Angaben bereits im November 2017 ihr Atelier (an 

Adresse) in Ort/ZG eingerichtet. Sie hüte überdies sämtliche Enkelkinder 

sporadisch. 

4.3.5 Familiensituation und Freizeit, Kontakte:  

Die Beschwerdeführenden haben vier erwachsene (Kinder). Tochter 

E.A._______ wohnte im streitbetroffenen Zeitraum mit ihrer Familie (drei 

kleine Kinder) in Ort/ZH. D.A._______ wohnte mit ihrer Familie (zwei kleine 

Kinder) in Ort/ZG. C.A._______ war in (Ort 4/ZH) (gelegen zwischen 

Ort/ZH und Ort/ZG) wohnhaft. F.A._______ (eine kleine Tochter) war zu-

nächst noch in Ort/ZH, dann in der Stadt (Ort 5/ZH) wohnhaft (act. Reg. 6 

Anlage E Rn. 66; Beschwerdebeilage Nr. 8).  

Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich bereits vor dem Erwerb 

der Liegenschaft in Ort/ZG täglich am Sitz der A.y_______ AG aufgehalten. 

Er sei regelmässig im öffentlichen Hallenbad in Ort/ZG schwimmen gegan-

gen. Seit dem Erwerb der Liegenschaft (an Adresse) und der Überdachung 

des Swimmingpools im Jahr 2018 erübrige sich dies nun. 

Ihren Hausarzt haben die Beschwerdeführenden nach eigenen Angaben in 

Ort/ZH; es handle sich um eine langjährige Beziehung, die angesichts der 

kurzen Distanz von Ort/ZG nach Ort/ZH beibehalten worden sei (act. Reg. 

13 Beilage Nr. 1, Rn. 37). Zudem ist der Beschwerdeführer in fachärztlicher 

Behandlung bei Spezialisten in Ort 2/ZG und Ort/SZ. 

Nach Angaben der Beschwerdeführenden wurde nach dem Umzug bzw. 

spätestens ab 2018 die überwiegende Korrespondenz der Banken, Versi-

cherungen und anderer Dienstleister an die Adresse in Ort/ZG versandt. 

Dies ist nur teilweise zutreffend. Auf der Korrespondenz mit der AHV/IV und 

mit Banken ist jeweils die Adresse in Ort/ZG aufgeführt (Namen der Ban-

ken). Auf der Hausrats- und Gebäudeversicherungspolice vom 25. Novem-

ber 2017 ist als Adresse des Versicherungsnehmers die Adresse in Ort/ZH 

eingetragen (act. Reg. 11, Beilage Nr. 2). Gegenüber der Gebäudeversi-

cherung für das Ferienhaus im Tessin wurde die neue Adresse in Ort/ZG 

offenbar nicht mitgeteilt (Prämienrechnung vom 20. November 2019 der 

[Versicherung]). In den Akten befinden sich auch rund 30 Rechnungen für 

den Zeitraum von 2018-2020 (insb. Handwerkerrechnungen), die von den 

Beschwerdeführenden zum Nachweis des Liegenschaftsunterhalts (Lie-

genschaften in Ort/ZH, Ort/ZG, Kanton Tessin) zusammen mit den 

A-1348/2023 

Seite 27 

Steuererklärungen 2018-2020 eingereicht worden waren und die an die 

(alte) Adresse in Ort/ZH adressiert waren (vgl. Stellungnahme des 

KSTA/ZH vom 14. April 2022 Ziff. 21 und Beilagen). Betreffend den Einbau 

einer Erdsonden-Wärmepumpe im Haus in Ort/ZG im Sommer 2020 wurde 

etwa auf einer Rechnung vom 9. Juli 2020 als «Bauobjekt» «[Adresse] 

Ort/ZG» und als «Bauherrschaft» «Herr und Frau A.A______ und 

B.A_______, (Adresse), (Ort/ZH)» vermerkt und die diesbezüglichen 

Rechnungen waren durchwegs an die Adresse in Ort/ZH adressiert (act. 

Reg. 5, Beilage Nr. 48.38 ff.). Dies, obwohl die Arbeiten durch Unterneh-

men mit Sitz in Ort/ZG an der Liegenschaft in Ort/ZG durchgeführt wurden. 

Die Schreiben der A.y_______ AG betreffend Bruttodividenden 2018 und 

2019 waren ebenfalls an die Adresse in Ort/ZH adressiert.  

Die Beschwerdeführenden haben diverse schriftliche Bestätigungen von 

Nachbarn bzw. Bekannten und Familienangehörigen zu den Akten ge-

reicht. In identisch formulierten Schreiben vom April 2022 bestätigen sie-

ben Personen aus der Nachbarschaft in Ort/ZH, dass sie wahrgenommen 

hätten, dass die Beschwerdeführenden im November 2017 weggezogen 

seien. In wiederum identisch formulierten Schreiben vom April/Mai 2022 

bestätigen zehn Personen aus der Nachbarschaft in Ort/ZG, dass sie wahr-

genommen hätten, dass die Beschwerdeführenden im November 2017 

nach Ort/ZG gezogen seien. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor 

dem Bundesverwaltungsgericht haben die Beschwerdeführenden zudem 

Schreiben der vier (Kinder), jeweils datierend vom Februar 2023, zu den 

Akten gereicht. Darin bestätigen diese, dass ihre Eltern schon seit längerer 

Zeit den Wunsch gehegt hätten, in den Kanton Zug umzuziehen, wo sich 

auch der Sitz der A._______ AG befinde und wo sie auch schon früher 

gelebt hätten. Sie hätten sich gut eingelebt und der Sohn der in Ort/ZG 

lebenden Tochter (D.A._______) habe bereits ab November 2017 viel Zeit 

dort verbracht. 

4.3.6 Einkaufsverhalten: 

Den in den Akten befindlichen Kontoauszügen des Privatkontos des Be-

schwerdeführers bei der (Bank) für den Zeitraum vom 1. November 2017 

bis 31. Dezember 2018 ist Folgendes zu entnehmen (act. Reg. 1 Nr. 12): 

Mit der dazugehörenden Maestro-Karte wurden regelmässig – insgesamt 

46 mal – Einkäufe im Coop in (Ort 6/ZH) getätigt (Einkäufe vom 4.11.2017, 

11.11.2017, 17.11.2017, 1.12.2017, 1.12.2017, 9.12.2017, 21.12.2017, 

30.12.2017, 4.1.2018, 12.1.2018, 20.1.2018, 20.1.2018, 9.2.2018, 

A-1348/2023 

Seite 28 

3.3.2018, 10.3.2018, 19.3.2018, 31.3.2018, 7.4.2018, 21.4.2018, 

30.4.2018, 5.5.2018, 11.5.2018, 19.5.2018, 2.6.2018, 7.6.2018, 23.6.2018, 

25.6.2018, 30.6.2018, 5.7.2018, 7.7.2018, 10.7.2018, 14.7.2018, 

21.7.2018, 28.7.2018, 28.7.2018, 30.7.2018, 3.8.2018, 4.8.2018, 4.8.2018, 

11.8.2018, 18.8.2018, 25.8.2018, 6.10.2018, 3.11.2018, 10.11.2018, 

15.12.2018). Der Coop in (Ort 6/ZH) befindet sich westlich in knapp 5 km 

Entfernung vom Haus der Beschwerdeführenden in Ort/ZH (Fahrzeit ca. 8 

Minuten) und in einer Entfernung von rund 13 km vom Haus in Ort/ZG 

(Fahrzeit ca. 20 Minuten). 13 Einkäufe wurden bei verschiedenen weiteren 

Geschäften in (Ort 6/ZH) (Namen der Geschäfte) getätigt (Einkäufe am 

2.2.18, 20.3.2018, 21.3.2018, 31.5.2018, 12.6.2018, 18.8.2018, 25.8.2018, 

6.10.2018, 18.10.2018, 20.10.2018, 10.11.2018, 24.11.2018). 

Überdies wurden 33 Einkäufe beim Denner in (Ort 7/ZH) getätigt (Einkäufe 

vom 16.11.2017, 17.11.2017, 14.12.2017, 15.12.2017, 20.12.2017, 

29.12.2017, 4.1.2018, 6.1.2018, 12.3.2018, 16.3.2018, 31.3.2018, 

4.4.2018, 17.4.2018, 6.6.2018, 11.6.2018, 11.6.2018, 15.6.2018, 

22.6.2018, 2.7.2018, 5.7.2018, 13.7.2018, 27.7.2018, 6.8.2018, 14.8.2018, 

15.10.2018, 16.10.2018, 19.10.2018, 10.11.2018, 15.11.2018, 20.11.2018, 

22.11.2018, 17.12.2018, 22.12.2018). Der Denner in Ort 7/ZH befindet sich 

südlich in 7 km Entfernung vom Haus in Ort/ZH auf dem Weg von Ort/ZH 

nach Ort/ZG (rund 6 km Entfernung vom Haus in Ort/ZG).  

Es wurden insgesamt auch 10 Einkäufe bei Geschäften (Namen der Ge-

schäfte) in Ort/ZG (je zwei Einkäufe am 16.12.2017, 18.12.2017, 

22.12.2017; Einkäufe vom 3.2.2018, 4.7.2018, 3.8.2018, 8.11.2018) getä-

tigt. Vereinzelte Einkäufe bei weiter weg liegenden Geschäften (nähere An-

gaben zu den Geschäften) sind vorliegend nicht von Belang. 

Den Kontoauszügen ist weiter zu entnehmen, dass regelmässig (insge-

samt 28 Bezüge) Bargeld bezogen wurde (jeweils Fr. 1'000.–). 22 dieser 

Bargeldbezüge erfolgten bei der (Bank)-Filiale in Ort/ZH (Bezüge vom 

15.11.2017, 27.11.2017, 7.12.2017, 21.12.2017, 9.1.2018, 1.2.2018, 

14.2.2018, 22.2.2018, 20.3.2018, 29.3.2018, 18.4.2018, 9.5.2018, 

25.5.2018, 26.6.2018, 20.7.2018, 14.8.2018, 20.9.2018, 17.10.2018, 

5.11.2018, 21.11.2018, 4.12.2018, 18.12.2018). Sechs weitere Bezüge er-

folgten beim Coop in (Ort 6/ZH) (21.12.2017, 2.2.2018, 21.4.2018, 

23.6.2018, 15.9.2018, 27.10.2018).  

Kreditkartenrechnungen oder Auszüge zu allfälligen weiteren Konten der 

Beschwerdeführenden wurden nicht eingereicht. 

A-1348/2023 

Seite 29 

5.  

Die Steuerpflichtigen verfügen seit November 2017 sowohl in Ort/ZH wie 

auch in Ort/ZG über repräsentative Liegenschaften und damit über Wohn- 

bzw. Übernachtungsgelegenheiten zur freien Benützung. Die Vorinstanz 

bestreitet nicht, dass beide Liegenschaften effektiv genutzt wurden. Um-

stritten und vorliegend zu beurteilen ist, wo sich im Lichte der Gesamtheit 

der objektiven, für Dritte erkennbaren Tatsachen der Mittelpunkt der Le-

bensinteressen der Beschwerdeführenden befand bzw. zu welchem der 

zwei Orte die stärkeren Beziehungen bestanden (E. 2.3.2, 2.3.3). 

5.1 Die Beschwerdeführenden waren vor 2017 unbestrittenermassen in 

Ort/ZH subjektiv steuerpflichtig. Mit der Vorinstanz kann daher davon aus-

gegangen werden, dass vorliegend die natürliche Vermutung des Fortbe-

stands des bisherigen Hauptsteuerdomizils greift (E. 2.4.2).  

5.2 Auch die folgenden Elemente sprechen rechtsprechungsgemäss dafür, 

dass der bisherige Wohnsitz im November 2017 nicht aufgegeben wurde: 

5.2.1 Die Beschwerdeführenden lebten während knapp vierzig Jahren in 

ihrem persönlich eingerichteten und für ihre Bedürfnisse (inkl. Versuchs-

werkstatt) ausgestatteten, grosszügigen Einfamilienhaus in Ort/ZH und 

hatten dort ihr Steuerdomizil. Das Haus in Ort/ZH erweist sich mit Bezug 

auf die Grösse und Ausstattung (mehr als 200 m2 Wohnfläche, grosser 

Garten, Schwimmbad) als vergleichbar mit der Liegenschaft in Ort/ZG. Die 

Beschwerdeführenden hielten sich das Haus in Ort/ZH auch nach dem Er-

werb der Liegenschaft in Ort/ZG im November 2017 zu ihrer ständigen Ver-

fügung. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass der bisherige Wohnsitz 

nicht definitiv aufgegeben wurde (vgl. E. 2.3.5; vgl. Urteile des BGer 

9C_229/2023 vom 20. Juli 2023 E. 3.5.1; 2C_596/2020 vom 10. März 2021 

E. 3.2.1; 2C_565/2016 21. Dezember 2016 E. 3.1). Zudem ist zu beachten, 

dass die Beschwerdeführenden zum Zeitpunkt des Erwerbs der Liegen-

schaft in Ort/ZG bereits 74 bzw. 66 Jahre alt und somit im Rentenalter wa-

ren. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann – zumindest 

mangels anderweitiger, konkreter Angaben zu deren Mobilität – davon aus-

gegangen werden, dass der Lebensmittelpunkt älterer Personen tendenzi-

ell weniger mobil ist als jener der jüngeren Bevölkerung (vgl. E. 2.3.5; vgl. 

Urteil des BGer 2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 5.3).  

5.2.2 Die Tatsache, dass nur wenige Möbel vom Haus in Ort/ZH nach 

Ort/ZG gezügelt wurden, spricht weiter gegen eine Verlegung des Wohn-

sitzes. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden 

A-1348/2023 

Seite 30 

tatsächlich zusätzlich zu den gezügelten bzw. eingekauften Einzelstücken 

gewisse persönliche Gegenstände selbst mit einem Personen- oder Ge-

schäftslieferwagen nach Ort/ZG brachten. Ein eigentlicher Umzug des 

Hausrats fand jedoch nicht statt, steht dieser doch weiterhin im Haus in 

Ort/ZH zur Verfügung. Die Versicherungssumme für den Hausrat in Ort/ZH 

ist mehr als doppelt so hoch wie diejenige für das Haus in Ort/ZG (E. 4.3.2). 

Auch wenn das Haus in Ort/ZG bereits über eine hochwertige Einrichtung 

verfügte, spricht der Verbleib der Mehrheit der über die Jahre angesam-

melten persönlichen Einrichtungsgegenstände in Ort/ZH für eine weiterhin 

intensive Beziehung zu diesem Ort. Dies ist als starkes Indiz gegen die 

Verlegung des Wohnsitzes zu werten (vgl. Urteil des BGer 9C_25/2023 

vom 5. Juni 2023 E. 5.3.1). Auch verfügen die Beschwerdeführenden wei-

terhin über einen Festnetzanschluss in Ort/ZH und sind unter dessen An-

gabe im Telefonbuch (https://search.ch; besucht am 3. Januar 2025) auf-

findbar. Es trifft zu, dass Festnetzanschlüsse immer seltener gebraucht 

werden. Ist jedoch ein Festnetzanschluss auf eine bestimmte Person an-

gemeldet, kann dies dennoch als Hinweis dafür gewertet werden, dass 

diese Person auch effektiv unter dieser Nummer erreichbar ist. Dies spricht 

für einen mehr als sporadischen Aufenthalt in Ort/ZH. Überdies wäre es 

den Beschwerdeführenden möglich gewesen, mittels Verbindungsnach-

weisen für den Festnetzanschluss (selbst mit Schwärzungen) nachzuwei-

sen, dass dieser nicht oder nur sporadisch genutzt wurde. Dass sie dies 

trotz entsprechender Aufforderung (Schreiben der ESTV vom 16. März 

2022; Sachverhalt Bst. D.b) unterlassen haben, ist zu ihren Ungunsten zu 

berücksichtigen (vgl. E. 2.4; vgl. Urteil des BGer 2C_483/2016, 

2C_484/2016 vom 11. November 2016 E. 6.3). 

5.2.3 Für einen Fortbestand des Wohnsitzes in Ort/ZH spricht überdies 

auch das Einkaufsverhalten, welches in den eingereichten Kontoauszügen 

zum Ausdruck kommt: So wurden auch in der Zeit nach dem Erwerb der 

Liegenschaft in Ort/ZG (November 2017 bis Dezember 2018) die Einkäufe 

regelmässig und überwiegend in dem dem Haus in Ort/ZH nächstgelege-

nen Einkaufszentrum (Coop in Ort 6/ZH) getätigt. Sämtliche Barbezüge 

wurde dort oder in Ort/ZH getätigt. Alleine aufgrund der ausgewiesenen 

Buchungen / Bezüge ist eine Anwesenheit zumindest eines Ehepartners in 

Ort/ZH oder Ort 6/ZH im Zeitraum vom 1. November 2017 bis 31. Dezem-

ber 2018 an 72 verschiedenen Tagen dokumentiert. Überdies ist eine An-

wesenheit in Ort 7/ZH, welches sich auf direktem Weg von Ort/ZH nach 

Ort/ZG befindet, an weiteren 25 Tagen dokumentiert. Einkäufe in Ort/ZG 

sind dagegen im gleichen Zeitraum nur an sieben Tagen dokumentiert. 

Dies ist als starkes Indiz zu werten, dass sich die Beschwerdeführenden 

A-1348/2023 

Seite 31 

weiterhin überwiegend in Ort/ZH aufgehalten haben dürften. Denn bei den 

besuchten Geschäften handelt es sich fast ausschliesslich um Alltagsge-

schäfte (Coop, Denner), die ohne Weiteres auch in Ort/ZG hätten aufge-

sucht werden können. Dass dies offenbar nicht erfolgte, spricht für einen 

Fortbestand des Lebensmittelpunkts in Ort/ZH. Dass die Ehepartner im 

fraglichen Zeitraum ihren Wohnsitz an unterschiedlichen Orten gehabt ha-

ben könnten (etwa die Ehefrau in Ort/ZH und der Ehemann in Ort/ZG) wird 

nicht geltend gemacht und ist für das Bundesverwaltungsgericht auch nicht 

erkennbar.  

5.2.4 Mit Bezug auf das Einkaufsverhalten wenden die Beschwerdeführen-

den ein, die in den Akten befindlichen Kontoauszüge für das Jahr 2017 bis 

2018 seien nicht ausschlaggebend, da sie viele Einkäufe mit Bargeld erle-

digt hätten. Dies vermag nicht zu überzeugen. Es mag sein, dass die Be-

schwerdeführenden einen Grossteil ihrer Einkäufe mit Bargeld tätigten. 

Den Bankauszügen ist jedoch zu entnehmen, dass sowohl Einkäufe wie 

Barbezüge grossmehrheitlich in der Gegend um Ort/ZH getätigt wurden, 

während nur ganz vereinzelte Einkäufe in Ort/ZG erfolgten. Weshalb die 

Einkäufe in Ort/ZG mit Bargeld, diejenigen in Ort 6/ZH / Ort 7/ZH aber mit 

der Maestro-Karte getätigt worden sein sollen, wird von den Beschwerde-

führenden nicht erläutert und ist auch nicht nachvollziehbar. Schliesslich ist 

zu Ungunsten der Beschwerdeführenden zu gewichten, dass diese unbe-

strittenermassen auch über zwei private und eine geschäftliche Kreditkarte 

verfügten, es aber trotz Aufforderung unterliessen, entsprechende Abrech-

nungen zu den Akten zu reichen (vgl. Angaben des Beschwerdeführers im 

Schreiben vom 13. Juli 2022, act. Reg. 13 Nr. 40; Schreiben der ESTV vom 

16. März 2022). Auch Kontoauszüge für die Zeit nach 2018 liegen nicht vor. 

Dies kann als Indiz gewertet werden, dass diese Auszüge bzw. Abrechnun-

gen tendenziell eher gegen eine Verlagerung des Wohnorts nach Ort/ZG 

sprechen würden (E. 2.4.1). 

Ebenfalls nicht zu überzeugen vermag die Erklärung, der Beschwerdefüh-

rer habe seine Tochter E.A_______ häufig am Sitz der A.z_______ AG ge-

troffen und auf dem Rückweg nach Ort/ZG Einkäufe/Barbezüge an ihm be-

kannten Orten getätigt. Zum einen unterlässt es der Beschwerdeführer, ir-

gendwelche näheren Angaben oder Beweismittel (etwa Auszüge aus sei-

nem Geschäftskalender) einzureichen, mittels welcher die Einkäufe plau-

sibilisiert werden könnten. Zum anderen hatte die A.z_______ AG ihren 

Sitz bis Ende Dezember 2018 in (Ort 2/ZH) und erst danach in (Ort 3/ZH). 

Angesichts der auch in (Ort 2/ZH) oder (Ort/ZG) verfügbaren gleichen Ein-

kaufs- und Bezugsmöglichkeiten scheint ein Umweg über Ort/ZH, Ort 7/ZH 

A-1348/2023 

Seite 32 

oder Ort 6/ZH ungewöhnlich. Schliesslich ist zu beachten, dass der Be-

schwerdeführer nach eigenen Angaben – anders als im zitierten Urteil des 

BGer 2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 – eben gerade nicht zum Arbeitsort 

pendelte, sondern in Gehdistanz zum Arbeitsort wohnte. Dass die doku-

mentierten Einkäufe dennoch ganz überwiegend nicht am geltend gemach-

ten Wohn- und Arbeitsort getätigt wurden, kann sehr wohl als starkes Indiz 

für eine Beibehaltung des Wohnsitzes in Ort/ZH gewertet werden. 

5.3 Was die Beschwerdeführenden dagegen vorbringen, ist nicht geeignet, 

Zweifel am Fortbestand des Wohnsitzes in Ort/ZH zu begründen: 

5.3.1 Die Beschwerdeführenden haben unbestrittenermassen umfangrei-

che Investitionen in das Anwesen in Ort/ZG getätigt. Wie die Vorinstanz zu 

Recht ausführt, ist dies für sich genommen jedoch nicht ausreichend, um 

eine tatsächliche Anwesenheit der Beschwerdeführenden bzw. die Verla-

gerung ihres Lebensmittelpunkts dahin nachzuweisen. 

5.3.2 Hintergrund der beabsichtigen Verlagerung des Wohnsitzes nach 

Ort/ZG war nach Angaben der Beschwerdeführenden die berufliche Tätig-

keit des Beschwerdeführers. Das Haus (an Adresse) in Ort/ZG liegt in Geh-

distanz zum Hauptsitz der A.y_______ AG. Der Beschwerdeführer verfügt 

als Gründer der A._______-Gruppe und Verwaltungsrat der verschiedenen 

Gesellschaften unbestrittenermassen über einen engen beruflichen Bezug 

zu Ort/ZG. Nach eigenen Angaben war der Beschwerdeführer im streitbe-

troffenen Zeitraum «im Tagesgeschäft» der A.y_______ AG tätig. Die 

ESTV forderte die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 16. März 

2022 u.a. dazu auf, hierzu nähere Angaben zu machen und Dokumente 

einzureichen («Orte der Berufstätigkeit [Beschäftigungsgrad, Präsenzstun-

den, Angabe des Arbeitsortes {gleichbedeutend mit dem Ort, von dem aus 

die Arbeitsstätte aufgesucht wurde}]») (Sachverhalt Bst. D.b). In ihrer Stel-

lungnahme vom 18. Mai 2022 an die ESTV machen die Beschwerdefüh-

renden hierzu keine Angaben. Auch den Eingaben im kantonalen Verfah-

ren, auf welche sie verweisen, ist lediglich zu entnehmen, der Beschwer-

deführer halte «sich an Werktagen täglich im Geschäft in Ort/ZG» auf. Der 

Stellungnahme vom 24. August 2022 ist immerhin zu entnehmen, der Be-

schwerdeführer sei an Arbeitstagen «für gewöhnlich bereits um 8:30 Uhr 

im Büro» (act. Reg. 13 Rn. 31). Der Beschwerdeführer unterlässt es jedoch 

auch im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht, konkrete Angaben 

zu seinen Tätigkeiten zu machen und Unterlagen (wie etwa Auszüge aus 

seinem Geschäftskalender) zu den Akten zu reichen. Solche Angaben und 

Unterlagen wären einerseits geeignet, Aufschluss darüber zu geben, wie 

A-1348/2023 

Seite 33 

stark das berufliche Element im streitbetroffenen Zeitraum im Vergleich zu 

anderen Aspekten zu gewichten ist. Dies vor dem Hintergrund, dass der 

Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Erwerbs der Liegenschaft bereits 74 

Jahre alt war und offenbar vor Januar 2015 bei gleicher Funktion eben nicht 

aktiv «im Tagesgeschäft» des von ihm gegründeten Unternehmens tätig 

war (vgl. Beschwerde, Rn. 79). Andererseits wären solche Unterlagen 

auch nützlich, um aufzuzeigen, inwieweit sich der Tagesablauf des Be-

schwerdeführers infolge des geltend gemachten Umzugs nach Ort/ZG ver-

ändert hat und damit möglicherweise für eine Verlagerung des Wohnsitzes 

von Ort/ZH nach Ort/ZG spricht.  

Auch zum gewöhnlichen Tagesablauf der Beschwerdeführerin werden 

keine detaillierten Angaben gemacht. Anlässlich der Besprechung vom 

13. August 2020 zwischen der (damaligen) Vertretung der Beschwerdefüh-

renden, einem Vertreter der A.y_______ AG und Vertretern des KSTA/ZH 

war geltend gemacht worden, die Beschwerdeführerin verfüge über eine 

starke emotionale Verbindung zur Liegenschaft in (Ort/ZH) und betreue die 

Enkelkinder regelmässig auch weiterhin dort (act. Reg. 5 Beilage Nr. 9.1-

9.2). Im Beschwerdeverfahren machen die Beschwerdeführenden geltend, 

die Enkelkinder würden am Wohnsitz der (Kinder) (und nicht bei den Be-

schwerdeführenden zuhause) gehütet (Beschwerde, Rn. 65, 83). Den Er-

klärungen der (Kinder) (dazu nachfolgend E. 4.3.5) ist wiederum zu ent-

nehmen, die Beschwerdeführerin habe die (Enkelkinder) im neuen Haus in 

Ort/ZG (Erklärung von D.A._______) bzw. infolge des Wegzugs gar nicht 

mehr gehütet (Erklärung F.A._______). Es ist durchaus möglich und auch 

nachvollziehbar, dass die Kinderbetreuung durch die Beschwerdeführerin 

an verschiedenen Orten stattgefunden haben kann. Um nachzuweisen, 

dass die Beschwerdeführenden ihren Lebensmittelpunkt tatsächlich nach 

Ort/ZG verlegt haben, wären aber ungefähre Angaben zur Häufigkeit und 

zu den Einsatzorten hilfreich gewesen.  

5.3.3 Auch zu ihren sozialen Beziehungen in Ort/ZG machen die Be-

schwerdeführenden nur spärliche Angaben. Sie machen geltend, der Be-

schwerdeführer sei in seiner Unternehmung stark beschäftigt gewesen und 

habe keine Zeit für eine Mitgliedschaft in sozialen Vereinen gehabt; auch 

ein umfangreiches und vertieftes soziales Netz habe nicht bestanden (Be-

schwerde, Rn. 98). Zu den sozialen Kontakten der Beschwerdeführerin 

werden – abgesehen von den familiären Kontakten – keinerlei Angaben 

gemacht. Das Bestehen eines vertieften sozialen Netzes (in Ort/ZG) sei 

aber auch nicht entscheidend, da sie (die Beschwerdeführenden) ihren 

Wohnsitz nur um 12 km verlegt hätten. Beziehungen zu Nachbarn und 

A-1348/2023 

Seite 34 

anderen Bekannten in Ort/ZH könnten auch über eine Distanz von 12 km 

ganz einfach weiter gepflegt werden (Beschwerde, Rn. 98 ff.). Dies mag 

zutreffen. Um zu beurteilen, ob der Lebensmittelpunkt der Beschwerdefüh-

renden eher in Ort/ZH oder in Ort/ZG lag, wären aber auch hier konkretere 

Angaben, etwa zu den Orten, wo bestehende Freundschaftsbeziehungen 

oder allfällige anderweitige Kontakte gelebt wurden, erforderlich gewesen. 

Wurden vorbestehenden Beziehungen in Ort/ZH weiter gepflegt, spricht 

dies gegen eine Verlagerung des Lebensmittelpunkts nach Ort/ZG. 

5.3.4 Generell fällt auf, dass die Beschwerdeführenden auch nach wieder-

holten Aufforderungen keine präzisen Angaben zu ihren tatsächlichen Auf-

enthalten in Ort/ZG bzw. Ort/ZH gemacht haben. Sie beschränken sich da-

rauf, festzuhalten, sie hätten ca. sechs Monate pro Jahr in Ort/ZG und ca. 

zwei bzw. zweieinhalb Monate (20%) pro Jahr in Ort/ZH verbracht, ohne 

auszuführen, wie sie konkret ihre Zeit zwischen den beiden nicht weit von-

einander entfernten Liegenschaften aufteilten (z.B. Differenzierung nach 

Wochentagen/Wochenenden, Jahreszeiten, Ferien, sozialen Anlässen, ge-

meinsamer oder getrennter Aufenthalt etc.). Solche konkreten Angaben 

hätten durch verschiedene Beweismittel untermauert und damit überprüft 

werden können (z.B. Konto- und Kreditkartenabrechnungen, Kalenderaus-

züge, Fotos, Bestätigungen, Verbindungsnachweise Festnetz und Mobilte-

lefone). Mit Bezug auf die pauschalen Angaben der Beschwerdeführenden 

ist eine solche Plausibilisierung nicht möglich. Dass die Beschwerdefüh-

renden nach eigenen Angaben keine Veranlassung hatten, Nachweise für 

ihren effektiven Aufenthalt im Haus in Ort/ZG bzw. für die Verlagerung ihres 

Lebensmittelpunkts zu produzieren, kann sich nicht zu ihren Gunsten aus-

wirken. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss eine 

steuerpflichtige Person, die es unterlässt, ihre Absicht dauernden Verblei-

bens an einem neuen Ort nach aussen erkennbar zu machen, damit rech-

nen, dass es steuerrechtlich beim alten Wohnsitz bleibt (vgl. E. 2.4.1; vgl. 

Urteil des BGer 9C_229/2023 vom 20. Juli 2023 E. 3.5.3).  

5.3.5 Zu Gunsten der Beschwerdeführenden ist zu berücksichtigen, dass 

der Stromverbrauch für die Liegenschaft in Ort/ZH/ZH im einschlägigen 

Zeitraum nachweislich zurückgegangen ist (E. 4.3.3). Es ist demnach 

wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführenden die Liegenschaft in Ort/ZH 

nach dem Erwerb der Liegenschaft in Ort/ZG tatsächlich weniger genutzt 

haben. Der Rückgang um 16.7% liegt jedoch beträchtlich unterhalb des-

sen, was bei einer Reduktion der Aufenthaltszeit von vorher acht Monaten 

auf lediglich zwei oder zweieinhalb Monate pro Jahr zu erwarten gewesen 

wäre (bei gleichbleibender Anwesenheit von 4 Monaten in den 

A-1348/2023 

Seite 35 

Feriendomizilen in GR und TI). Ausserdem sind die Verbrauchswerte für 

die Liegenschaft in Ort/ZH mit rund 20'000 kWh pro Jahr (2018/2019) im-

mer noch vergleichsweise hoch (der durchschnittliche Stromverbrauch ei-

nes Haushalts ohne Wärmepumpe beträgt ca. 5’000 kWh pro Jahr [vgl. die 

Zahlen von energieschweiz; www.energieschweiz.ch > Haushalt > Strom-

verbrauch eines typischen Haushalts {August 2021}; abgerufen am 13. Ja-

nuar 2025]; der durchschnittliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe zwi-

schen ca. 2’000-10'000 kWh pro Jahr [vgl. EKZ, Wie viel Strom braucht 

eine Wärmepumpe?, abrufbar über www.ekz.ch > Energiewissen [abgeru-

fen am 13. Januar 2025]). Bei einem nur während zwei Monaten pro Jahr 

bewohnten Haus wäre – selbst bei ständiger Heizung – von einem be-

trächtlich geringeren Stromverbrauch auszugehen. Überdies nahm der 

Wasserverbrauch im gleichen Zeitraum leicht zu. Die Beschwerdeführen-

den machten vor dem Steuerrekursgericht des Kantons Zürich geltend, 

Wasser- und Stromverbrauch seien «nicht aussagekräftig», da sie sich 

beide Häuser stets einsatzbereit gehalten hätten und in ihren Häusern je-

weils in der Nacht meist die Lichter zur präventiven Abwehr von Einbre-

chern hätten brennen lassen (act. Reg. 6 Anlage E Rn. 177). Aus Sicht des 

Bundesverwaltungsgerichts sprechen die Strom- und Wasserwerte der bei-

den Liegenschaften, soweit sie überhaupt aussagekräftig sind, für eine An-

wesenheit von mehr als zwei bis drei Monaten pro Jahr in Ort/ZH. 

5.3.6 Ebenfalls zu Gunsten der Beschwerdeführenden ist zu werten, dass 

sie die schriftliche Korrespondenz mit Banken und Versicherungen mehr-

heitlich an ihre neue Adresse in Ort/ZG zugestellt erhielten (E. 4.3.5). Da-

bei ist jedoch auch zu beachten, dass die Beschwerdeführenden – entge-

gen der Aufforderung der ESTV – keine Angaben dazu machten, ob allen-

falls Nachsendeaufträge eingerichtet wurden. Bei einem nur noch sporadi-

schen Aufenthalt in (Ort/ZH) wäre dies zu erwarten gewesen. Dies, zumal 

doch einige der (zusammen mit den Steuererklärungen) eingereichten 

Rechnungen betreffend den Liegenschaftsunterhalt auch nach November 

2017 noch an die alte Adresse versandt wurden und andernfalls das Risiko 

bestanden hätte, dass diese nicht rechtzeitig beglichen werden. Dass ge-

wisse Rechnungen betreffend den Liegenschaftsunterhalt am Haus in 

Ort/ZG auch im Sommer 2020 noch ausdrücklich an die alte Adresse in 

Ort/ZH adressiert waren, wirft zudem Fragen auf (E. 4.3.5). 

5.3.7 Schliesslich ist auf die Bestätigungen von Nachbarn in Ort/ZH bzw. 

Ort/ZG einzugehen (E. 4.3.5). Dazu hat die Vorinstanz zu Recht ausge-

führt, dass die – von der Beschwerdeführenden vorverfassten und inhalt-

lich gleich lautenden – Schreiben knapp und sehr allgemein gehalten sind. 

A-1348/2023 

Seite 36 

Die betroffenen Nachbarn beschreiben keine persönlichen Beobachtungen 

oder Treffen mit den Beschwerdeführenden, sondern bestätigen lediglich, 

deren Wegzug «wahrgenommen» zu haben. Es kann aber immerhin zu 

Gunsten der Beschwerdeführenden angenommen werden, dass die Nach-

barn nach November 2017 gesamthaft eine Veränderung im Leben der Be-

schwerdeführenden festgestellt haben (Rückgang der Anwesenheit in 

Ort/ZH bzw. neue Anwesenheit in Ort/ZG). Auch zu berücksichtigen ist 

aber, dass der Alltag, den die Beschwerdeführenden gemäss ihren eigenen 

Schilderungen gelebt haben, für Aussenstehende nur bedingt Rück-

schlüsse auf ihren effektiven Lebensmittelpunkt zulässt. So waren sie un-

bestrittenermassen auch nach ihrem «Wegzug» im November 2017 wei-

terhin zumindest sporadisch im Haus in Ort/ZH anwesend, das Haus war 

weiterhin voll eingerichtet, regelmässig unterhalten und wirkte (selbst in der 

Nacht) bewohnt. Schliesslich verrichteten die Beschwerdeführenden auch 

unbestrittenermassen Alltagseinkäufe weiterhin in der Gegend (E. 5.2.3). 

Dies schmälert den Beweiswert der Bestätigungen der Nachbarn mit Be-

zug auf die Frage des Wohnsitzes der Beschwerdeführenden, was sich 

diese jedoch selbst zuzuschreiben haben. 

5.3.8 Mehr Gewicht kommt den Schreiben der (Kinder) zu, die in eigenen 

Worten bestätigen, dass sich der Lebensmittelpunkt ihrer Eltern seit No-

vember 2017 in Ort/ZG befinde. Diese Schreiben sind ungeachtet der Tat-

sache, dass es sich bei den Töchtern um den Beschwerdeführenden na-

hestehende Personen handelt, als Indizien für eine Verlagerung des Wohn-

sitzes nach Ort/ZG zu werten (vgl. Urteile des BGer 9C_790/2023 vom 12. 

April 2024 E. 3.2; 2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 E. 2.6). Dies gilt insbe-

sondere für die Erklärungen der Töchter D.A_______, E.A_______ und 

C.A_______, die aufgrund des Wohnsitzes in der Nähe des Hauses (an 

Adresse) in Ort/ZG (D.A_______) bzw. aufgrund ihrer Arbeitstätigkeit we-

sentliche Einblicke in das Alltagsleben ihrer Eltern gehabt haben dürften.  

5.3.9 Bei objektiver Gesamtbetrachtung sind jedoch weder die Bestätigun-

gen der Töchter noch diejenigen der Nachbarn der Beschwerdeführenden 

geeignet, ernsthafte Zweifel am Fortbestand des Wohnsitzes in Ort/ZH zu 

begründen. Zwar erschweren vorliegend die besonderen Umstände des 

Einzelfalls (geographische Nähe der zwei Häuser, finanzielle Mittel der Be-

schwerdeführenden, welche die Aufrechterhaltung zweier Haushalte er-

möglichen) die Bestimmung des Lebensmittelpunkts. Die aktenkundigen 

objektiven Tatsachen (Beibehaltung des Hauses inkl. Hausrat in Ort/ZH, 

Verbrauchswerte, Einkaufsverhalten bzw. Bankkontoauszüge, erfolgreiche 

Zustellung von Rechnungen an die alte Adresse) sprechen jedoch klar für 

A-1348/2023 

Seite 37 

eine mehr als sporadische Anwesenheit der Beschwerdeführenden in 

Ort/ZH. Eine tiefe Verwurzelung in Ort/ZH entspricht bei den im November 

2017 66 bzw. 74 Jahre alt gewesenen Beschwerdeführenden, die den 

Grossteil ihres Lebens dort verbracht haben, auch der allgemeinen Le-

benserfahrung. Elemente, die möglicherweise für eine Verlegung des 

Wohnsitzes nach Ort/ZG sprechen könnten (Berufstätigkeit, gelebte sozi-

ale und familiäre Kontakte, Einkaufsverhalten, effektiver Aufenthalt) wer-

den von den Beschwerdeführenden nur generell und ohne jegliche Details 

geltend gemacht (Aufenthalt von sechs Monaten, Rückkehr «ins Tagesge-

schäft»). Überdies unterlassen es die Beschwerdeführenden – entgegen 

ihrer diesbezüglichen Mitwirkungspflicht – weitgehend, hierzu irgendwel-

che Nachweise wie etwa Kreditkartenauszüge, private oder geschäftliche 

Kalender, Nachweise eines allfälligen Nachsendeauftrags der Post, Nach-

weise zur Registrierung von Fahrzeugen, Festnetz- und Mobilfunkdaten 

oder Fotos (abgesehen von den Fotos betreffend Weihnachten und Silves-

ter 2017) einzureichen. Unter diesen Umständen ist mit der Vorinstanz fest-

zuhalten, dass den Beschwerdeführenden der Gegenbeweis (vgl. E. 2.4.2) 

für eine Verlagerung des Wohnsitzes nach Ort/ZG nicht gelingt. Bei objek-

tiver Gesamtbetrachtung sprechen die verfügbaren Beweise klar für einen 

Fortbestand des Lebensmittelpunkts in Ort/ZH. 

5.3.10 Bei diesem Ausgang kann in antizipierter Beweiswürdigung darauf 

verzichtet werden, die Nachbarn und (Kinder) der Beschwerdeführenden 

als Zeugen zu befragen (vgl. Urteil des BGer 2C_55/2021 vom 28. Dezem-

ber 2021 m.w.H.). Es kann zugunsten der Beschwerdeführenden davon 

ausgegangen werden, dass sämtliche zu befragenden Personen ihre be-

reits schriftlich gemachten Erklärungen bestätigen würden. Diese Erklärun-

gen wurden im Rahmen der Gesamtwürdigung zu Gunsten der Beschwer-

deführenden gewichtet, erwiesen sich jedoch nicht als ausschlaggebend. 

Eine mündliche Anhörung wäre nicht geeignet, etwas an diesem Ergebnis 

zu ändern. 

5.4 Zusammengefasst hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass der 

Kanton Zürich für die Veranlagung der direkten Bundessteuer der Be-

schwerdeführenden betreffend die direkte Bundessteuer der Steuerperio-

den 2017-2020 zuständig ist. Die Dispositiv-Ziff. 2 des angefochtenen Ein-

spracheentscheids ist zu bestätigen. 

6.  

6.1 Stellt eine kantonale Behörde ihre Zuständigkeit für die Veranlagung 

der direkten Bundessteuer fest, obschon offensichtlich ist, dass ein anderer 

A-1348/2023 

Seite 38 

Kanton als Veranlagungsort infrage kommt, ist ihr Entscheid nach der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung nichtig (BGE 150 II 244 E. 4.3). Die Nich-

tigkeitsfolge greift auch dann, wenn ein Kanton vorfrageweise über die 

Steuerhoheit entscheidet (E. 2.1.2; Urteil des BGer 9C_323/2023 vom 

7. August 2024 [zur Publikation vorgesehen] E. 3.5.3). 

6.2 Vorliegend erliess die KSTV/ZG im März 2022 Veranlagungsverfügun-

gen betreffend die direkte Bundessteuer der Beschwerdeführenden für die 

Steuerjahre 2017-2019 (Sachverhalt Bst. B.c). Dies im Wissen, dass auch 

der Kanton Zürich als Veranlagungsort in Frage kam, zumal das KSTA/ZH 

dem KSTV/ZG bereits am 28. Februar 2020 eine entsprechende Mitteilung 

gemacht hatte (Sachverhalt Bst. B.b). Der Kanton Zug war überdies örtlich 

unzuständig für die Veranlagungsverfügung (vgl. E. 5.4). Die Veranla-

gungsverfügungen des KSTV/ZG erweisen sich demnach als nichtig. Dies 

steht auch im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wo-

nach die strengen Anforderungen für die Annahme der Nichtigkeit im Zu-

sammenhang mit der Veranlagung der direkten Bundessteuer zu relativie-

ren sind (das Bundesgericht schliesst vom Umstand, dass ein Kanton zur 

Veranlagung der direkten Bundessteuer unzuständig ist, zumeist unmittel-

bar auf die Nichtigkeit) (vgl. Urteil des BGer 9C_323/2023 vom 7. August 

2024 E. 3.4.2, E. 3.5). Die Dispositiv-Ziff. 3 des Einspracheentscheids, mit 

welcher die Vorinstanz die Veranlagungsverfügungen der Steuerverwal-

tung des Kantons Zug zur direkten Bundessteuer der Steuerperioden 2017 

bis 2019 und die Veranlagungshandlungen zur direkten Bundessteuer der 

Steuerperiode 2020 aufhob, ist von Amtes wegen zu korrigieren (E. 1.9). 

6.3  

6.3.1 Das KSTA/ZH hat die Veranlagungsverfügung am 26. November 

2021 ebenfalls ohne vorgängige Anrufung der ESTV und im Wissen, dass 

auch der Kanton Zug als Veranlagungsort in Frage kommt, erlassen (Sach-

verhalt Bst. C.b). Infolge Anfechtung ist die Veranlagungsverfügung noch 

nicht in Rechtskraft erwachsen.  

6.3.2 Im Urteil des BGer 9C_323/2023 vom 7. August 2024 (zur Publikation 

vorgesehen) zugrunde liegenden Sachverhalt hatten ebenfalls die Kantone 

Zug und Zürich Veranlagungsverfügungen betreffend die direkte Bundes-

steuer für die gleiche Steuerperiode (und die gleiche Steuerpflichtige) er-

lassen. Die Veranlagungsverfügung des (letztlich örtlich zuständigen) Kan-

tons Zürich war – wie vorliegend – zum Urteilszeitpunkt noch nicht rechts-

kräftig (Urteil des BGer 9C_323/2023 vom 7. August 2024 Sachverhalt 

Bst. A.d, B.a; E. 3.4.1). Das Bundesgericht hielt in jenem Fall fest, die 

A-1348/2023 

Seite 39 

Verfügung des unzuständigen Kantons sei nichtig. In Folge wurde die Nich-

tigkeit der Veranlagungsverfügung des (nicht zuständigen) Kantons Zug, 

nicht aber derjenigen des Kantons Zürich festgestellt (Urteil des BGer 

9C_323/2023 vom 7. August 2024 E. 3.1, 3.5.2 f., 3.8). Das (zur Publika-

tion vorgesehene) Urteil des BGer wird vorliegend so verstanden, dass bei 

einer vorfrageweisen Feststellung des Ortes der Zuständigkeit im Rahmen 

einer Veranlagung diese «rechtlich unwirksam» bzw. nichtig ist, sofern der 

betroffene Kanton für die Veranlagung örtlich unzuständig ist (vgl. auch die 

E. 3.5.2 f. des Urteils BGer 9C_323/2023 vom 7. August 2024 mit einer 

Analyse der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach die Nichtig-

keitsfolge in früheren Entscheiden des BGer mit der örtlichen Unzuständig-

keit des veranlagenden Kantons begründet wurde). Im Gegenzug erweist 

sich eine Veranlagungsverfügung, mit welcher ein Kanton (zu Unrecht bzw. 

in Verletzung von Art. 108 Abs. 1 DBG) vorfrageweise über seine Zustän-

digkeit befand, dann nicht als nichtig, wenn der Kanton örtlich für die Ver-

anlagung zuständig war. Der Kanton Zürich ist vorliegend – wie bereits 

ausgeführt – örtlich für die Veranlagung der direkten Bundessteuer zustän-

dig.  

7.  

Zusammengefasst ist die Beschwerde abzuweisen. Die Dispositiv-Ziff. 2 

und 4 der angefochtenen Verfügung der ESTV vom 3. Februar 2023 sind 

zu bestätigen. Der Kanton Zürich ist für die Veranlagung der direkten Bun-

dessteuer von A.A_______ und B.A_______ betreffend die direkte Bun-

dessteuer der Steuerperioden 2017-2020 zuständig. Die Dispositiv-Ziff. 3 

ist aufzuheben und durch folgenden Wortlaut zu ersetzen: Es wird festge-

stellt, dass die Veranlagungsverfügungen der Steuerverwaltung des Kan-

tons Zug zur direkten Bundessteuer der Steuerperioden 2017-2019 nichtig 

sind. 

8.  

8.1 Ausgangsgemäss haben die unterliegenden Beschwerdeführenden 

die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskos-

ten – einschliesslich der Kosten für die Zwischenverfügung vom 29. Au-

gust 2023 (vgl. Sachverhalt E.b) – sind auf Fr. 3'500.– festzusetzen (vgl. 

Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden. Dem örtlich unzuständigen Kanton Zug 

sind bei diesem Ausgang (Unterliegen der Beschwerdeführenden) keine 

A-1348/2023 

Seite 40 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Urteile des BVGer A-4943/2020 vom 

11. Januar 2023 E. 6; A-5198/2013 vom 20. Oktober 2014 E. 7).  

8.2 Eine Parteientschädigung steht den unterliegenden Beschwerdefüh-

renden nicht zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

  

A-1348/2023 

Seite 41 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Kanton Zürich ist für die Veranlagung der direkten Bundessteuer von 

A.A_______ und B.A_______ betreffend die direkte Bundessteuer der 

Steuerperioden 2017-2020 zuständig. 

3.  

Die Dispositiv-Ziff. 3 der Verfügung der ESTV vom 3. Februar 2023 wird 

aufgehoben und durch folgenden Wortlaut ersetzt: Es wird festgestellt, 

dass die Veranlagungsverfügungen der Steuerverwaltung des Kantons 

Zug zur direkten Bundessteuer der Steuerperioden 2017-2019 nichtig sind. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3’500.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

5.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, die Beschwerdegegner 

und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

A-1348/2023 

Seite 42 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Iris Widmer Anna Begemann 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-1348/2023 

Seite 43 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Beschwerdegegner (G