# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28b56aac-50e7-55b5-bafa-6b519dd7de44
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.03.2010 C-3014/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3014-2008_2010-03-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3014/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Zollinger, 
Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-____/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1975  geborene,  aus  Mazedonien  stammende  A._______ (im 
Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) hielt sich ab 1993 in 
der Schweiz auf und war zuletzt als Facharbeiter bei  der C._______ 
AG,  Bauunternehmung,  in  E._______ tätig  (im  Folgenden: 
Arbeitgeberin).  Während  seiner  Erwerbstätigkeit  in  der  Schweiz  ent-
richtete er Beiträge an die obligatorische Unfallversicherung (UV) und 
die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV).  Am 
30.  August  1998  zog  er  sich  gemäss  Unfallmeldung  UVG  vom  8. 
September 1998 bei einem Unfall Stauchungen an Kopf und Hals zu, 
weswegen ihm ärztlicherseits bis  27. September 1998 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit  attestiert  worden  war.  Anschliessend  konnte  er 
seine Arbeit wieder aufnehmen; das befristete Arbeitsverhältnis endete 
per  Ende  November  1999.  Nach  einem  vom 30.  März  bis  19.  April 
2000  dauernden  stationären  Aufenthalt  in  der  Klinik  G._______ be-
antragte  der  Versicherte  bei  der  IV-Stelle  des  Kantons  Graubünden 
(im  Folgenden: IV-Stelle  GR)  am  11.  Mai  2000  (Eingangsstempel) 
Leistungen  der  IV  in  Form  von  beruflichen  Eingliederungsmass-
nahmen (Akten [im  Folgenden: act.]  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland  [im  Folgenden: IVSTA  oder  Vorinstanz]).  Zur  Art  der  Be-
hinderung  erwähnte  er  unter  anderem ein  Panvertebralsyndrom,  ein 
vor zwei Jahren erlittenes Distorsionstrauma sowie eine Fehlstatik (act. 
1 bis 12 und 146).

B.
Nach  Durchführung  der  für  die  Beurteilung  des  Leistungsanspruchs 
notwendigen Abklärungen in beruflich-erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht (act. 13 bis 23, 25 bis 30, 33 bis 38, 40 bis 45, 48, 113 bis 
137)  und  nachdem  der  Versicherte  die  Schweiz  im  Juni  2002  in 
Richtung Mazedonien hatte  verlassen müssen (act. 137),  erliess die 
IV-Stelle GR am 27. Februar 2003 eine Verfügung, mit welcher sie bei 
einem Invaliditätsgrad (im Folgenden auch: IV-Grad) von 16.48 % den 
Anspruch des Versicherten auf eine Rente abwies (act. 46). Die hier-
gegen  erhobene  Einsprache  (act.  52  und  53)  wurde  –  nach  einem 
Streit  insbesondere  betreffend  die  Eintretensfrage  in  Einsprachever-
fahren  (act.  54,  56,  57,  59,  61,  63  und  64)  –  mit  Entscheid  vom 
11. Dezember  2003  abgewiesen,  soweit  darauf  eingetreten  wurde 
(act. 65). 

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C.
Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ilg, 
mit  Eingabe  vom  17.  Dezember  2003  beim  Verwaltungsgericht  des 
Kantons  Graubündens  (im  Folgenden:  Verwaltungsgericht)  Be-
schwerde  erheben  (act.  66).  Diese  Beschwerde  wies  das  Ver-
waltungsgericht,  soweit  darauf  eingetreten  wurde,  mit  Urteil  vom 
26. März 2004 ab (act. 73).

D.
Die  am  8.  Juni  2004  beim  Eidgenössischen  Versicherungsgericht 
(EVG;  seit  1.  Januar  2007:  Bundesgericht)  erhobene  Beschwerde 
gegen den Entscheid  vom 26. März  2004 (act. 74)  wurde mit  Urteil 
vom 7. September 2004 in dem Sinn teilweise gutgeheissen, als dass 
der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache an das Ver-
waltungsgericht  zurückgewiesen  wurde,  damit  dieses  im  Sinne  der 
Erwägungen verfahre (act. 77).

E.
In der Folge holte das Verwaltungsgericht Unterlagen über die Unter-
suchungen  und  die  Behandlung  des  Versicherten  betreffs  des 
stationären  Aufenthalts  (20.  Februar  bis  21.  Juni  2002)  in  der 
I._______ ein.  Die  IV-Stelle  GR  und  der  Rechtsvertreter  des 
Versicherten nahmen hierzu Stellung (act. 78 bis 80). Mit Urteil vom 3. 
Dezember  2004  wies  das  Verwaltungsgericht  die  Beschwerde  des 
Versicherten vom 17. Dezember 2003 erneut ab (act. 82).

F.
Gegen den Entscheid  vom 3. Dezember  2004 wurde beim EVG am 
17. Februar 2005 erneut Beschwerde erhoben (act. 84); diese wurde 
mit Urteil vom 11. Juli 2005 abgewiesen (act. 90). 

G.
Mit  Datum vom 15. August  2006 liess  der  Versicherte  durch  seinen 
Rechtsvertreter  eine  Neuanmeldung  bei  der  IVSTA  einreichen  und 
insbesondere  eine  wesentliche  Verschlechterung  des  Gesundheits-
zustandes geltend machen resp. die Ausrichtung einer ganzen Rente, 
eventualiter  die  Gewährung  von  Eingliederungsmassnahmen,  be-
antragen (act. 92). Die IV-Stelle GR überwies die Akten zufolge der im 
Jahre 2002 erfolgten Wohnsitznahme des Versicherten in Mazedonien 
der  IVSTA  (act.  98).  Namentlich  nach  Vorliegen  der  Berichte  der 
Psychiater Dres. med. K._______ und M._______ vom 15. Januar, 14. 
Mai  und  6. Juni  2007  (act.  138  bis  141,  145)  sowie  des 

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Neuropsychiaters Dr. med. O._______ vom 8. Juni 2007 (act. 142 bis 
144)  gab  Dr.  med.  Q._______,  Allgemeine  Medizin  FMH,  vom 
medizinischen  Dienst  der  IVSTA  am  9.  Dezember  2007  eine 
Stellungnahme  ab  und  äusserte  sich  zu  den  zumutbaren  Ver-
weistätigkeiten  (act.  149/1).  Gestützt  auf  dessen  Einschätzungen 
führte die IVSTA am 9. Januar 2008 einen Einkommensvergleich durch 
und errechnete einen IV-Grad von 16.39 % (act. 149). Daraufhin wurde 
dem  Versicherten  mit  Vorbescheid  vom  16.  Januar  2008  mitgeteilt, 
dass  infolge  der  Gesundheitsbeeinträchtigung  in  der  zuletzt  aus-
geübten Tätigkeit  seit  dem 10. Juli  2006 eine Arbeitsunfähigkeit  von 
70 % bestehe und die Ausübung einer leichteren, dem Gesundheits-
zustand besser angepassten Tätigkeit noch zu 90 % zumutbar sei; die 
Erwerbseinbusse betrage 16 % (act. 152).

H.
Hiergegen  liess  der  Versicherte,  nunmehr  vertreten  durch  Rechts-
anwalt Zollinger, unter Beilage eines ärztlichen Berichts der Dres. med. 
U._______ (Neuropsychiater)  und  W._______ (Psychiater)  vom  28. 
Januar 2008 am 7. Februar 2008 seine Einwendungen vorbringen und 
beantragen,  es  sei  im  eine  ganze Rente  auszurichten  (act.  153  bis 
155). In Kenntnis dieses Berichts sowie eines weiteren von Dr. med. 
K._______ vom 29. Januar 2008 (act. 156 bis 157) bestätigte Dr. med. 
Q._______ am 28. März 2008 seine früheren Ausführungen (act. 163). 
In der Folge erliess die IVSTA am 4. April 2008 eine dem Vorbescheid 
im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 161).

I.
Gegen die Verfügung vom 4. April  2008 wurde durch den Rechtsver-
treter des Versicherten beim Bundesverwaltungsgericht (im Folgenden 
auch: BVGer)  mit  Eingabe  vom 7.  Mai  2008  –  unter  Beilage  eines 
Austrittsberichts  vom 23. April  2008 – Beschwerde erhoben und be-
antragt,  jener  Entscheid  sei  aufzuheben und es  sei  ihm eine  ganze 
Rente zuzusprechen; eventualiter sei das Verfahren im Sinne der Er-
wägungen  zu  weiteren  Abklärungen  zurückzuweisen.  Weiter  sei  die 
unentgeltliche  Prozessführung  zu  bewilligen  und  der  Unterzeichnete 
zum  unentgeltlichen  Rechtsbeistand  beizugeben.  Zur  Begründung 
wurde  auf  die  Arztberichte  vom 28.  und  29.  Januar  sowie  23. April 
2008 verwiesen und im Wesentlichen ausgeführt, die Erkrankung sei 
nunmehr  derart  schwer,  dass  ärztlicherseits  jegliche  Arbeitstätigkeit 
ausgeschlossen  würde.  Indem  die  erforderliche  vertiefte  Abklärung 
bezüglich der Arbeitsunfähigkeitsschätzung ausgeblieben sei,  sei  der 

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Sachverhalt offensichtlich unvollständig festgestellt worden. Neu habe 
krankheitsbedingt  ein deutlich  verstärkter  sozialer  Rückzug und eine 
Flucht in die Krankheit bei Erfolgslosigkeit von therapeutischen Inter-
ventionen  festgestellt  werden  können,  was  genügend  Anlass  zu 
weiteren  vertieften  Abklärungen  gebe. Betreffend  die  beantragte  Er-
teilung  des  Rechts  auf  unentgeltliche  Prozessführung  seien  die 
formellen  und  materiellen  Voraussetzungen  erfüllt  (act.  im  Be-
schwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1).

J.
Mit  prozessleitender  Verfügung  vom  13.  Mai  2008  wurde  der  Be-
schwerdeführer  aufgefordert,  dem  BVGer  das  beigelegte  Formular 
"Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  ausgefüllt  und  mit  den 
nötigen Beweismitteln versehen einzureichen (B-act. 2); die verlangten 
Unterlagen gingen am 10. Juli 2008 ein (B-act. 3).

K.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  9.  Oktober  2008  beantragte  die  Vor-
instanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  (B-act.  8).  Zur  Begründung 
verwies sie auf die von Dr. med. S._______ vom medizinischen Dienst 
am 5. Oktober 2008 vorgenommene Beurteilung (act. 167).

L.
Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Oktober 2008 wurde dem Be-
schwerdeführer  Gelegenheit  zur  Präzisierung bzw. Verbesserung der 
Begründung  bezüglich  der  beantragten  Gewährung  des  Rechts  auf 
unentgeltliche Rechtspflege gegeben (B-act. 9); diesbezüglich reichte 
der Rechtsvertreter am 7. November 2008 zusätzliche Unterlagen ein 
(B-act. 10).

M.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Ob  die  Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind  und  auf  eine  Be-
schwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Am-
tes wegen und mit  freier  Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit  Hin-
weisen). 

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungs-
gerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes 
bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Be-
stimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts  vom  6.  Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1) 
vorbehalten.  Gemäss  Art.  2  ATSG  sind  die  Bestimmungen  dieses 
Gesetzes  auf  die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen 
anwendbar,  wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungs-
gesetze es vorsehen. Nach Art. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959  über  die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  sind  die  Be-
stimmungen  des  ATSG  auf  die  Invalidenversicherung  anwendbar 
(Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Ab-
weichung  vom  ATSG  vorsieht.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen 
intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels 
anderslautender  Übergangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerde-
beurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Aus-
nahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die  in 
Art. 33  VGG genannten Behörden. Die  IVSTA ist  eine  Vorinstanz  im 
Sinne  von  Art.  33  Bst.  d  VGG.  Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG aus-
drücklich vorgesehen.

1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 
60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen 
Verfügung  ist  der  Beschwerdeführer  berührt  und  hat  ein  schutzwür-

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diges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art.  59 
ATSG). Zusammenfassend ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

1.6 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 4. April 
2008, mit welcher der Rentenanspruch des Beschwerdeführers erneut 
abgewiesen  wurde. Streitig  und  zu  prüfen  ist,  ob  die  Abweisung  zu 
Recht erfolgt war, wobei die Frage im Zentrum steht, ob der Sachver-
halt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt worden war bzw. sich der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in relevanter Weise ver-
schlechtert hat.

Nicht streitig und zu prüfen ist der Übergang der Zuständigkeit von der 
IV-Stelle GR auf die IVSTA. Das Vorgehen der kantonalen IV-Stelle gibt 
denn auch zu keinen Beanstandungen Anlass, da die neue Zuständig-
keit  erst  nach  rechtskräftigem  EVG-Entscheid  vom  11.  Juli  2005 
(act. 90)  begründet  wurde (vgl. hierzu  Urteil  I  232/03 des  Eidg. Ver-
sicherungsgerichts [im Folgenden: EVG; ab 1. Januar 2007: Bundes-
gericht {im Folgenden: BGer}] vom 22. Januar 2004 E. 3.3.2).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Mazedonien und 
hat dort seinen Wohnsitz. Vorliegend findet damit das Abkommen vom 
9. Dezember 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und  der  Republik  Mazedonien über  Soziale  Sicherheit  (SR 
0.831.109.520.1; im Folgenden: Abkommen) Anwendung. Nach Art. 3 
in Verbindung mit Art. 4 Abs.1 dieses Abkommens stehen die Staats-
angehörigen der Vertragsstaaten in  ihren Rechten und Pflichten aus 
den in seinem Art. 2 genannten Rechtsbereichen, zu welchen auch die 
schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  IV  gehört,  einander 
gleich,  soweit  nichts  anderes  bestimmt  ist.  Hinsichtlich  der  Voraus-
setzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische  Invalidenrente 
sowie  der  anwendbaren Verfahrensvorschriften sieht  das Abkommen 
über keine im vorliegenden Verfahren relevanten Abweichungen vom 
Grundsatz der Gleichstellung der beidseitigen Staatsangehörigen vor. 
Die Frage ob, und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 

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der  IV besteht,  bestimmt sich daher  vorliegend alleine aufgrund der 
schweizerischen  Rechtsvorschriften.  Für  die  Beurteilung  des 
Rentenanspruchs  sind  daher  Feststellungen  ausländischer 
Versicherungsträger,  Krankenkassen,  Behörden  und  Ärzte  bezüglich 
Invaliditätsgrad  und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden 
Behörden  in  der  Schweiz  nicht  verbindlich  (BGE 130  V  253  E. 2.4, 
AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2).

2.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Tatbestandes  Geltung  haben  (BGE  130  V  329).  Ein  all-
fälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel 
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen  zu  prüfen  (pro  rata  temporis;  BGE  130  V  445).  Im  vor-
liegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene  Vorschriften 
Anwendung, die bei Eintritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch 
bei  Erlass  der  Verfügung vom 4. April  2008 in  Kraft  standen; weiter 
aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser 
Kraft  getreten  waren,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls 
früher  entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab 
dem  1. Januar  2004  in  der  Fassung  vom  21. März  2003  [AS  2003 
3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 
6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in 
den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision). 

Für die Prüfung des Rentenanspruchs ab 1. Januar 2003 ist  sodann 
das am 1. Januar  2003 in  Kraft  getretene ATSG anwendbar. Da die 
darin enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbs-
unfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmethode den 
bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der 
Invalidenversicherung  entsprechen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des  ATSG 
weiterhin Geltung haben (BGE 130 V 343), wird im Folgenden auf die 
dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-

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derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 
Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im 
weiteren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der 
Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen  auch  psychische  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  bewirken 
(Art.  8  i.V.m. Art.  7  ATSG). Nicht  als  Folgen eines  psychischen Ge-
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als 
relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die ver-
sicherte Person bei  Aufbietung allen guten Willens,  die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des For-
derbaren  wird  dabei  weitgehend  objektiv  bestimmt  (BGE  131  V  49 
E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 
E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 
trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähig-
keit  auf  dem  ihr  nach  ihren  Fähigkeiten  offen  stehenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  zu  verwerten,  und  ob  dies  für  die  Gesell-
schaft  tragbar  ist.  Dies  ist  nach  einem  weitgehend  objektivierten 
Massstab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c  in  fine,  102 V 165; AHI 
2001 S. 228 E. 2b).

Grundlage für  die Bemessung der Invalidität  bildet  die trotz gesund-
heitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit  im ver-
sicherten Tätigkeitsbereich. Die Annahme eines psychischen Gesund-

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heitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und 
Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege artis auf die 
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy-
chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine solche Diagn-
ose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung 
für  einen  invalidisierenden  Gesundheitsschaden  (BGE  132  V  65 
E. 3.4).  Entscheidend  ist,  ob  und inwiefern,  allenfalls  bei  geeigneter 
therapeutischer  Behandlung,  von  der  versicherten  Person  trotz  des 
Leidens willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 127 V 
294 E. 5a). Diese Frage beurteilt sich nach einem weitgehend objekti-
vierten Massstab (BGE 127 V 294 E. 4b/cc) 

Gemäss  Rechtsprechung  setzt  die  Annahme  einer  invalidisierenden 
psychischen  Gesundheitsstörung  zunächst  eine  fachärztlich 
(psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissenschaftlich  an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. Erw. 5.3 
und Erw. 6).

Die Therapierbarkeit oder Behandelbarkeit einer psychischen Störung 
sagt,  für  sich  allein  betrachtet,  nichts  über  deren  invalidisierenden 
Charakter aus. Für die Entstehung des Anspruchs auf eine Invaliden-
rente im Besonderen ist  immer und einzig vorausgesetzt,  dass wäh-
rend  eines  Jahres  (ohne  wesentlichen  Unterbruch)  eine  mindestens 
40%ige Arbeitsunfähigkeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (seit 1. Januar 
2008: Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bestanden hat und eine anspruchsbe-
gründende Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. 16 ATSG oder Art. 8 Abs. 3 
ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG (seit 1. Januar 2008: Art. 28a 
Abs. 2 und 3 IVG) weiterhin besteht (BGE 127 V 298 Erw. 4c).

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine  Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision  nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 

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und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253 E. 2.3 und 3.1). Nach der Rechtsprechung des EVG stellt  diese 
Regelung nicht  eine  blosse Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine be-
sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

2.6 Nach  den  Vorschriften  der  4.  IV-Revision  entsteht  der  Renten-
anspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig  gewesenen  Fassung).  Gemäss  Art.  28  Abs. 1  IVG  in  der  ab 
1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit  oder die Fähigkeit,  sich im 
Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesent-
lichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40  %  arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

Nach Art. 48 IVG (mit Wirkung ab 1. Januar 2008 durch Ziff. I des IVG 
vom 6. Oktober 2006 aufgehoben [5. IV-Revision; AS 2007 5129]) er-
lischt der Anspruch auf Nachzahlung mit dem Ablauf von fünf Jahren 
seit  Ende  des  Monats,  für  welchen  die  Leistung  geschuldet  war 
(Abs. 1). Meldet  sich  jedoch ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate 
nach Entstehen des Anspruchs zum Leistungsbezug,  so werden die 
Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Mo-
nate  ausgerichtet.  Weitergehende  Nachzahlungen  werden  erbracht, 
wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt  nicht 
kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten seit Kenntnis-
nahme vornimmt (Abs. 2).

2.7 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades verweigert 
oder  aufgehoben,  so  wird  nach  Art.  87  Abs.  4  IVV  eine  neue  An-
meldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser 
Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Zusammenhang mit einer Neu-

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anmeldung  -  analog  zu  einem  Revisionsgesuch  -  glaubhaft  zu  ma-
chen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in ei-
ner  für  den Anspruch erheblichen Weise geändert  hat. Tritt  die  Ver-
waltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell ab-
zuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich ein-
getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisi-
onsfall  nach  Art.  17  Abs.  1  ATSG vorzugehen  (vgl.  BGE  130  V  71 
E. 3.2.2). Stellt sie sodann fest, dass der IV-Grad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung,  die auf  einer  umfassenden Abklärung 
des  Sachverhalts  basierte  (vgl. BGE  133  V  108  E.  5.4),  keine  Ver-
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab.

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditäts-
grad  erheblichen  Tatsachen  eingetreten  ist,  beurteilt  sich  im  Neu-
anmeldungsverfahren - analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG -  durch  Vergleich  des  Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der 
letzten  materiellen  Beurteilung  und  rechtskräftigen  Ablehnung  be-
standen hat,  mit  demjenigen zur Zeit  der streitigen neuen Verfügung 
(BGE 133 V 108 E. 5.3; 130 V 71 E. 3.2.3; AHI 1999 S. 84 Erw. 1b).

Unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche gleichermassen 
für das Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2) – 
ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert 
gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b mit 
Hinweisen).

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der 

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Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen des Experten begründet  sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a).

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den 
Fall,  dass ihnen materiell  Gutachtensqualität  zukommen soll,  nur ab-
gestellt  werden,  wenn  sie  den  allgemeinen  beweisrechtlichen  An-
forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (vgl. Urteil I 694/05 
des  EVG  vom  15.  Dezember  2006  E.  2).  Die  RAD-Ärzte  müssen 
sodann über  die  im Einzelfall  gefragten persönlichen und fachlichen 
Qualifikationen verfügen (Urteile I 142/07 des BGer vom 20. November 
2007  E. 3.2.3  und I  362/06  vom 10. April  2007  E. 3.2.1).  Denn die 
fachliche  Qualifikation  des  Experten  spielt  für  die  richterliche 
Würdigung  einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle.  Bezüglich  der 
medizinischen  Stichhaltigkeit  eines  Gutachtens  müssen  sich  Ver-
waltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen 
können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer 
bestimmten  medizinischen  Disziplin  ein  entsprechender,  dem  Nach-
weis  der  erforderlichen  Fachkenntnisse  dienender,  spezialärztlicher 
Titel  des  berichtenden  oder  zumindest  des  den  Bericht  visierenden 
Arztes  vorausgesetzt  (Urteil  I  178/00  des  EVG vom 3. August  2000 
E. 4a).

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 
wird.  Nach  Art.  49  Abs.  2  IVV  führt  der  RAD  –  resp.  analog  der 
Medizinische Dienst – für die Beurteilung der medizinischen Vorauss-
etzungen  des  Leistungsanspruchs  nur  "bei  Bedarf"  selber  ärztliche 

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Untersuchungen  durch.  In  den  übrigen  Fällen  stützt  er  seine  Be-
urteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen 
von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich ein Grund, um ei-
nen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, wenn es 
im  Wesentlichen  um  die  Beurteilung  eines  feststehenden  medizini-
schen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit  der 
versicherten  Person  in  den Hintergrund  rückt  (vgl.  Urteile  des  BGer 
9C_323/2009  vom  14.  Juli  2009  E.  4.3.1  sowie  I  1094/06  vom 
14. November 2007 E. 3.1.1, beide mit Hinweisen).

3.

3.1 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 2.7 hiervor), beurteilt sich die Frage, 
ob beim Beschwerdeführer eine wesentliche Änderung eingetreten ist, 
welche geeignet  ist,  den IV-Grad und damit  den Rentenanspruch im 
Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen,  durch Vergleich des Sach-
verhaltes,  wie  er  zur  Zeit  des  Einspracheentscheids  vom  11. 
Dezember 2003 (act. 65) bestanden hatte, mit demjenigen, wie er im 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 4. April  2008 
(act. 161) eingetreten war.

3.2

3.2.1 Im Rahmen der Erstanmeldung bzw. des Einspracheentscheids 
vom 11. Dezember 2003,  mit  welchem der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers  verneint  worden  war,  stützte  sich  die  Vorinstanz  in 
medizinischer  Hinsicht  insbesondere  auf  das  Y._______-Gutachten 
vom 6. Februar 2003 (act. 137), dessen volle Beweiskraft im Urteil des 
Verwaltungsgericht  vom 26.  März  2004  (act.  73)  erkannt  wurde. Mit 
Urteil vom 7. September 2004 hob das EVG diesen Entscheid auf und 
wies die Sache an die kantonale Beschwerdeinstanz zurück, damit sie 
im  Sinne  der  Erwägungen  verfahre  (act.  77).  Nachdem  das 
Verwaltungsgericht  zufolge  dieses  höchstrichterlichen  Entscheids 
Unterlagen  über  die  Untersuchungen  und  die  Behandlung  des 
Beschwerdeführers  im  Rahmen  des  stationären  Aufenthalts  in  der 
I._______ eingeholt  hatte,  erliess  das  Versicherungsgericht  am  3. 
Dezember  2004  einen  weiteren  Entscheid,  mit  welchem  der 
Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 11. Dezember 2003 erneut – 
wie im (vom EVG am 7. September 2004 aufgehobenen)  Urteil  vom 
26. März 2004 (act. 73) – als rechtens beurteilt wurde (act. 82). Dieses 
Urteil vom 3. Dezember 2004 wurde schliesslich vom EVG in dessen 
Entscheid vom 11. Juli 2005 bestätigt (act. 90).

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Darin  wurde  im  Wesentlichen  ausgeführt,  das  Y._______-Gutachten 
vom 6. Februar 2003 genüge den beweisrechtlichen Anforderungen an 
ärztliche  Berichte.  Daran  ändere  die  abweichende  Beurteilung  von 
Gesundheitszustand  und  Arbeitsfähigkeit  der  Ärzte  der  I._______ 
nichts.  Entgegen  den  Vorbringen  in  der 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei  bei  sich  widersprechenden fach-
ärztlichen  Feststellungen  und  Schlussfolgerungen  nicht  gleichsam 
automatisch ein Obergutachten einzuholen. Es sei zwar nicht auszu-
schliessen, dass der Beschwerdeführer bei Eintritt in die I._______ im 
Februar  2002  aus  psychischen  Gründen  in  den  aus  somatisch-
neurologischer Sicht grundsätzlich zumutbaren Tätigkeiten nicht oder 
lediglich  eingeschränkt  arbeitsfähig  gewesen  sei. Die  Situation  habe 
sich indessen unter Behandlung mit Antidepressiva wieder gebessert 
(act. 90).

3.2.2 Im  Y._______-Gutachten,  welches  vom  EVG  nach  dem 
Dargelegten als  voll  beweiskräftig  qualifiziert  wurde,  diagnostizierten 
die Experten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein persistierendes, 
leichtes  bis  mässiges,  links  betontes,  vorwiegend  oberes 
Zervikalsyndrom  (ICD-10:  M53.0)  sowie  ein  leichtes 
Lumbovertebralsyndrom (ICD-10: M54.5). Ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit  erwähnten  sie  eine  Anpassungsstörung  mit 
vorwiegender  Beeinträchtigung  von  anderen  Gefühlen  (ICD-10: 
F43.23),  eine  Entwicklung  körperlicher  Symptome  aus  psychischen 
Gründen  (ICD-10:  F68.0)  sowie  einen  fortgesetzten  Nikotinkonsum 
(ICD-10:  F17.1).  Im  Rahmen  der  multidisziplinären 
Konsensbesprechung  wurde  zusammengefasst  ausgeführt,  die 
angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter sei dem Versicherten bleibend 
nicht mehr zumutbar. Ohne Leistungseinschränkung zumutbar sei ihm 
jedoch  eine  körperlich  leichte  bis  intermittierend  mittelschwere 
Tätigkeit (ohne Heben, Stossen und Ziehen von Lasten über 15 kg und 
repetitiv über 5 bis 10 kg, ohne anhaltende Überkopftätigkeiten, keine 
Tätigkeiten  in  gebückter  Stellung,  möglichst  grosser  Anteil  an 
Wechselbelastung  ganztägig).  Aus  psychiatrischer  Sicht  resultiere 
insgesamt,  dass  dem Versicherten die  Willensanspannung  zumutbar 
sei,  einer  den  allfälligen  körperlichen  Leiden  angepassten  Tätigkeit 
ganztags  nachzugehen;  dabei  bestehe  keine  Verminderung  der 
Leistungsfähigkeit.  Aus  internistischer  Sicht  könne  keine  eigentliche 
Diagnose gestellt und dementsprechend auch keine Arbeitsunfähigkeit 
attestiert  werden.  In  der  Konsensbesprechung  präsentiere  sich  ein 
Versicherter  mit  einer  ausgeprägten  Krankheits-  und 

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Behinderungsüberzeugung  vor  dem  Hintergrund  einer  ausweglosen 
psychosozialen  Situation.  Die  massive  Diskrepanz  zwischen  der 
Selbsteinschätzung des Versicherten,  welcher für sich keine Arbeits-
fähigkeit mehr sehe, und der medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit 
könne nicht mit  Krankheitsgründen erklärt  werden. Es müssten dafür 
IV-fremde Gründe herangezogen werden.

3.3 Im Rahmen der Neuanmeldung vom Sommer 2006 liess der Ver-
sicherte  diverse  Arztberichte  der  Psychiater  Dres.  med.  K._______ 
und M._______ vom 15. Januar, 14. Mai und 6. Juni 2007 (act. 138 bis 
141, 145), des Neuropsychiaters Dr. med. O._______ vom 8. Juni 2007 
(act. 142 bis 144),  der Dres. med. U._______ (Neuropsychiater)  und 
W._______ (Psychiater) vom 28. Januar 2008 (act. 154 bis 155), von 
Dr. med. K._______ vom 29. Januar 2008 (act. 156 bis 157) und vom 
Z._______ (B-act.  1)  vom 23.  April  2008  einreichen.  Die  Vorinstanz 
unterbreitete  diese  Berichte  ihrem  Medizinischen  Dienst.  Die  Dres. 
med. Q._______ und S._______, Allgemeinmedizin FMH, nahmen am 
9.  Dezember  2007  (act.  149/1),  28.  März  2008  (act.  163)  und  5. 
Oktober 2008 (act. 167) dazu Stellung.

Obwohl der Austrittsbericht vom 23. April 2008 und die Stellungnahme 
von  Dr. med. S._______ vom 5. Oktober  2008  nach  Erlass  der  an-
gefochtenen Verfügung vom 4. April 2008 und somit nach dem grund-
sätzlich massgebenden Zeitpunkt erstellt  wurden, sind sie vorliegend 
zu  berücksichtigen,  da  sie  sich  auf  den  Überprüfungszeitpunkt  be-
ziehen resp. Rückschlüsse auf die Zeit vor Erlass der angefochtenen 
Verfügung erlauben. Sie  stehen mit  dem Streitgegenstand in  engem 
Sachzusammenhang und sind demnach geeignet,  die Beurteilung im 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  Verfügung  vom  4.  April  2008  zu  beein-
flussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 Erw. 3b mit Hin-
weisen).

3.3.1

3.3.1.1 Im Bericht vom 15. Januar 2007 diagnostizierte der Psychiater 
Dr.  med.  K._______ eine  depressive  Psychose  mit  paranoiden 
halluzinatorischen Symptomen und eine "Cephalea neurotica". Weiter 
erwähnte  er,  der  psychische  Zustand  habe  sich  nicht  verbessert 
(act. 138 und 139). Am 8. Juni  2007 stellte  Dr. med. K._______ die 
Diagnose  einer  depressiven  Symptomatik  mit  paranoider 
Symptomatologie  und  führte  weiter  aus,  der  Versicherte  sei 

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arbeitsunfähig. Er  bleibe  meistens  alleine  zu  Hause  und  kontaktiere 
niemanden. Häufig sei er aggressiv (act. 140 und 141).

Der  Psychiater  Dr.  med.  M._______ stellte  am  14.  Mai  2007  die 
Diagnose einer schizoaffektiven Psychose und berichtete weiter,  der 
Versicherte  sei  vor  fünf  Jahren  stationär  psychiatrisch  wegen  einer 
akuten  psychotischen  Episode  behandelt  worden.  Seit  zehn  Jahren 
(Schwimmbadunfall)  habe  er  gesundheitliche  Probleme  (Schwindel, 
Kopfschmerzen,  Instabilität  beim  Gehen).  In  den  letzten  Monaten 
hätten die Beschwerden zugenommen, und er leide an Schlaflosigkeit 
resp.  an  einer  dauerhaften,  chronischen  Krankheit,  weshalb  er 
arbeitsunfähig sei (act. 145).

Am 8. Juni 2007 hielt der Neuropsychiater Dr. med. O._______ dafür, 
dass  der  Versicherte  an  einer  chronischen  Geisteskrankheit  leide. 
Anamnestisch  datiere  die  Krankheit  nach  einer  Kopfverletzung.  Es 
habe  sich  aufgrund  einer  neuroleptischen  Therapie  eine  neuro-
leptische  Symptomatologie  eingestellt,  weshalb  jene  ausgeschlagen 
würde.  Die  antidepressive  Therapie  verbessere  die  Stimmung  un-
genügend  und  werde  deshalb  ebenfalls  ausgeschlagen.  Der  Ver-
sicherte sei arbeitsunfähig (act. 142 bis 144).

3.3.1.2 In  Kenntnis  dieser  Berichte  aus Mazedonien führte  Dr. med. 
Q._______, Allgemeinmedizin FMH, am 9. Dezember 2007 im Wesent-
lichen aus, die von Dr. med. K._______ gestellte Diagnose stimme im 
Wesentlichen  überein  mit  der  vom  Y._______-Psychiater  gestellten, 
was den Schweregrad der Depression betreffe. Der Versicherte erhalte 
heute  eine  symptomatische  Medikation  wegen  der  Zusatzsymptome 
bzw.  der  Verhaltensstörungen.  Dies  sei  bereits  zum  Zeitpunkt  der 
Begutachtung so gewesen. Hinsichtlich der  von Dr. med. K._______ 
diagnostizierten  "Cephalea  neurotica"  sei  man  bei  der  alten 
neurotischen  Depression  angelangt,  welche  heute  unter  Dysthymie 
fungiere.  Die  Diagnose  "schizoaffektive  Störung"  sei  aufgrund 
einmaliger  Untersuchungen  gestellt  worden.  Es  falle  auf,  dass  der 
Versicherte  zwischen  2002  und  Mitte  2006  nicht  in  ärztlicher 
Behandlung gewesen und nicht anzunehmen sei, dass er Mitte 2006 
neu erkrankt sei. Der heutige soziale Rückzug sei Folge der weiterhin 
unbefriedigenden  Arbeitslosigkeit  und  der  verinnerlichten 
Überzeugung, wegen den an sich "bagatellen" Unfallfolgen nicht mehr 
arbeiten zu können und Anspruch auf eine ganze Rente zu haben. Nur 
die  Arztberichte  von  Dr.  med.  K._______ seien  bezüglich  der 

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Diagnosen  verlässlich.  Es  könne  somit  gegenüber  2002  keine 
Veränderung  des  Gesundheitszustandes  festgestellt  werden.  Die 
"Cephalea"  seien  noch  Restbeschwerden  vom  ursprünglichen  Zer-
vikalsyndrom.  Man  wolle  dem  Versicherten  auch  heute  noch  keine 
Arbeit  auf  dem  Bau  mehr  zumuten.  Die  Einschränkungen  in  an-
gepassten Tätigkeiten seien gering (act. 149/1).

3.3.2

3.3.2.1 In  einem weiteren  Bericht  aus  der  Heimat  des  Versicherten 
berichteten  die  Dres.  med.  U._______ (Neuropsychiater)  und 
W._______ (Psychiater)  am  28.  Januar  2008  von  einer 
schizoaffektiven  Psychose  und  einem  depressiven  Zustand.  Der 
Versicherte  sei  dauerhaft  chronisch  krank.  Eine  medikamentöse 
Therapie  und  "psychische  Bewachung"  seien  erforderlich.  Der 
momentane  Zustand  sei  sehr  kritisch,  obwohl  er  Medikamente 
einnehme (act. 154 und 155).

Am  29.  Januar  2008  bestätigte  Dr.  med.  K._______,  dass  der 
Versicherte  chronisch  krank  und  arbeitsunfähig  sei.  Er  müsse  die 
Therapie (recte: Medikamente) regelmässig einnehmen (act. 156 und 
157).

3.3.2.2 Dr. med. Q._______ führte in Kenntnis dieser neuen Berichte 
am 28. März  2008  aus,  der  Gesundheitszustand  habe  sich  seit  der 
Y._______-Begutachtung  nicht  verändert.  Schon  damals  sei  der 
Versicherte  dysphorisch  und  unter  Medikation  im  Rahmen  einer 
psychosozialen Belastung teilweise verlangsamt gewesen. Seit  2003 
sei er nicht nachweislich in Behandlung gewesen; auch die aktuelle sei 
nicht sicher anhaltend. Es sei anzunehmen, dass sich inzwischen ein 
chronifiziertes  Verhaltensmuster  als  Folge  der  schwierigen  Situation 
nach dem negativen Rentenentscheid in der Schweiz entwickelt habe. 
Damals  habe  er  auch  mit  Suizid  gedroht,  wenn  man ihm die  Geld-
leistungen  einstellen  würde.  Die  Diagnostik  sei  unsicher  und  im 
Wesentlichen  die  einer  dysphorisch-aggressiven  Verhaltensstörung. 
Die Medikation werde zur gleichen Zeit (Arztberichte vom 14. Mai und 
6. Juni 2007) unterschiedlich angegeben, was darauf hinweise, dass 
sie  nicht  etabliert  und  die  Behandlungen  bei  verschiedenen  Ärzten 
jeweils kurzfristig erfolgt sei. Ein sozialer Rückzug könne nicht nach-
vollzogen werden (act. 163).

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3.3.3

3.3.3.1 Im  Austrittbericht  des  Z._______ vom 23.  April  2008  wurde 
eine  Psychose  diagnostiziert  und  zusammengefasst  ausgeführt,  bei 
der  Aufnahme  sei  der  somatische  Befund  ordentlich  gewesen.  Der 
Versicherte  sei  unter  anderem  paranoisch,  affektiv  blass,  des-
interessiert  für  die  Umgebung,  reduziert  dynamisch,  appetitlos  und 
sozial  unfähig  gewesen.  Formal  sei  ein  verzögerter  und  dann 
blockierter Gedankenfluss zu sehen. Inhaltlich bestünden paranoische 
Elaborationen  und  Ideen  von  Verfolgung.  Mit  dem  Versicherten  sei 
mehrmals geredet  worden,  wobei  die Schwierigkeiten fortbestünden, 
obwohl die Therapie für eine bestimmte Zeit eingehalten worden sei. 
Es  sei  nur  eine  sehr  schwache  Verbesserung  der  Symptomatologie 
eingetreten,  mit  Rückfällen müsse jederzeit  gerechnet  werden. Nach 
der  konsiliarischen  Untersuchung  sei  festgestellt  worden,  dass  der 
Versicherte  für  jegliche  Art  Arbeit  zu  100 %  arbeitsunfähig  sei  (B-
act. 1).

3.3.3.2 In  Kenntnis  sämtlicher  neu  eingereichten  Berichte  erwähnte 
Dr. med. S._______, Allgemeinmedizin FMH, am 5. Oktober 2008 zu-
sammengefasst, vom medizinischen Standpunkt aus habe sich seit der 
Begutachtung  nichts  Relevantes  verändert.  Der  somatische  Zustand 
habe  sich  überhaupt  nicht  verändert,  was  sogar  im  Bericht  vom 
23. April 2008 bestätigt werde. Auch vom psychischen Standpunkt her 
gebe  es  keine  neuen  Elemente.  Daran  ändere  die  Tatsache  nichts, 
dass sich der Versicherte in der Klinik habe behandeln lassen. Er sehe 
keine  Veranlassung,  von  der  bisherigen  Beurteilung  durch  den 
Medizinischen Dienst abzuweichen (act. 167).

3.4

3.4.1 Die  Berichte  bzw. Stellungnahmen  der  Dres. med. Q._______ 
und S._______ basieren zwar nicht  auf eigenen Untersuchungen und 
Befunderhebungen durch den Medizinischen Dienst und sind nicht – 
analog der Berichte des RAD – als Untersuchungsberichte im Sinne 
von Art. 49 Abs. 2 IVV zu qualifizieren. Dennoch erfüllen diese Berich-
te in somatischer Hinsicht die an den Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts gestellten Kriterien. Sie sind übereinstimmend, in sich schlüssig, 
nachvollziehbar begründet,  und es bestehen keine schwerwiegenden 
Indizien gegen deren Zuverlässigkeit. Hinzu kommt, dass sie für  die 

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streitigen  Belange  umfassend  sind,  die  geklagten  Beschwerden  be-
rücksichtigen  und  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben 
wurden.  Demnach  lässt  sich  der  Gesundheitszustand  des  Be-
schwerdeführers  in  somatischer  Hinsicht  im  vorliegenden  Verfahren 
grundsätzlich  schlüssig  und zuverlässig  beurteilen  (vgl. zum Ganzen 
E. 3.7 hiervor; vgl. aber E. 4.6.1 ff. hiernach) und den Berichten des 
medizinischen  Dienstes  der  Vorinstanz  kommt  diesbezüglich  volle 
Beweiskraft  zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Weitere medizinische 
Abklärungen im somatischen Bereich sind nicht geboten (antizipierte 
Beweiswürdigung;  vgl. SVR 2001  IV  Nr. 10  Erw. 4b  mit  Hinweisen). 
Differenzierter ist die Sache mit Blick auf die beim Beschwerdeführer 
vorliegende psychisch-psychiatrische Situation zu betrachten.

3.4.2 Die im Rahmen der Neuanmeldung eingereichten medizinischen 
Akten wurden von Fachärzten für Neurologie oder Psychiatrie verfasst 
und die Verschlechterung wurde insbesondere in psychiatrischer Hin-
sicht geltend gemacht. Obwohl die Berichte der Dres. med. Q._______ 
und  S._______ übereinstimmend,  durchaus  nachvollziehbar  und 
umfassend  sind  und  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigen 
sowie  in  Kenntnis  der  Anamnese  abgegeben  wurden,  kann  ihnen 
gemäss  der  vorstehend  zusammengefasst  wiedergegebenen 
höchstrichterlichen  Rechtsprechung  keine  materielle 
Gutachtensqualität zukommen. Es kann ihnen aber dennoch nicht die 
Beweiswirkung abgesprochen werden, denn sie sind vielmehr für den 
vorliegenden Entscheid relevante Aktenstücke (vgl. Urteil I 211/06 des 
BGer vom 22. Februar 2007, E. 5.4; Urteil  I  878/05 des EVG vom 7. 
August 2006, E. 4.2).

3.4.3 Bei  den  Stellungnahmen  der  Dres.  med.  Q._______ und 
S._______ handelt  es  sich  um Berichte  analog  Art.  49  Abs.  3  IVV. 
Diese  Fachärzte  für  Allgemeinmedizin  fassten  die  in  den 
ausländischen  Berichten  enthaltenen  Ausführungen  und 
Diagnosestellungen  zusammen  und  gaben  eine  Empfehlung  zur 
weiteren  Bearbeitung  des  Leistungsbegehrens  aus  medizinischer 
Sicht  ab. Zwar  erlaubte  sich  Dr. med. Q._______ in  seinem Bericht 
vom  9.  Dezember  2007,  eine  beim  versicherten  neu  vorliegende 
Dysthymie einzufügen. Er erhob diesen medizinischen Befund jedoch 
nicht  selber,  sondern  gab  lediglich  die  von  Dr.  med.  K._______ 
erwähnte  Diagnose  "Cephalea  neurotica"  gemäss  der  aktuellen 
internationalen Klassifikation psychischer  Störungen wieder  (ICD-10: 
F34.1;  Dysthymia;  vgl.  auch  www.psychosoziale-gesundheit.net  > 

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Psychiatrie  heute  >  Neurodepression).  Die  Ausführungen  der  Dres. 
med. Q._______ und S._______ sind vielmehr Würdigungen der beim 
Beschwerdeführer  vorhandenen  Befunde  aus  medizinischer  Sicht. 
Aufgrund  der  unterschiedlichen  Funktionen  können  und  müssen  die 
Berichte  der  Ärzte  des  Medizinischen  Dienstes  nicht  die  an  ein 
medizinisches  Gutachten  gestellten  inhaltlichen  Anforderungen  er-
füllen.  Gleichwohl  sind  sie  –  wie  erwähnt  –  vorliegend  entscheid-
relevante  Aktenstücke  (vgl.  zum  Ganzen  auch  Urteil  I  143/07  des 
Bundesgerichts vom 14. September 2007, E. 3.3).

Die Ausführungen von Dr. med. Q._______, wonach die von Dr. med. 
K._______ gestellte  Diagnose  "depressive  Symptomatologie  mit 
paranoiden  (halluzinatorischen)  Symptomen"  hinsichtlich  des 
Schweregrades  der  Depression  mit  derjenigen  im  Y._______-
Gutachten  diagnostizierten  Anpassungsstörung  mit  vorwiegender 
Beeinträchtigung  von  anderen  Gefühlen  (ICD-10:  F43.23)  im 
Wesentlichen  übereinstimmt,  lassen  sich  nicht  beanstanden,  da  die 
Symptome  gemäss  ICD-10:  F43.23  affektive  Qualitäten  wie  Angst, 
Depression,  Sorgen,  Anspannung  und Ärger  betreffen. Unter  diesen 
Umständen  spielt  es  keine  Rolle,  dass  Dr.  med.  B._______,  FMH 
Psychiatrie  und  Psychotherapie,  anlässlich  der  Y._______-
Begutachtung noch keine wahnhaften Störungen, Sinnestäuschungen, 
Ich-Störungen  oder  Halluzinationen  festgestellt  hatte. In  diesem  Zu-
sammenhang  ist  überdies  im  Sinne  einer  Ergänzung  zu  erwähnen, 
dass  eine  Diagnose  für  sich  allein  noch  keinen  Schluss  auf  die 
gesundheitlich bedingte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit zulässt 
(vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4). 

In  Übereinstimmung mit  Dr. med. Q._______ ist  weiter  festzustellen, 
dass sich der Beschwerdeführer im Zeitraum zwischen 2002 und Mitte 
2006 in keiner ärztlichen Behandlung befand, was dafür spricht, dass 
sich  sein  Gesundheitszustand  in  gesamtmedizinischer  Hinsicht  in 
dieser  Zeit  nicht  verschlechtert  hatte.  Rechtsgenügliche  Hinweise 
darauf,  dass  sich  ab  Mitte  des  Jahres  2006  eine  drastische 
Veränderung ergeben hätte, sind nicht aktenkundig. Vielmehr scheinen 
die diesbezüglichen Äusserungen von Dr. med. Q._______ durchaus 
plausibel und nachvollziehbar. Dass in den Arztberichten vom 14. Mai 
und  8. Juni  2007,  welche  in  zeitlicher  Hinsicht  bloss  knapp  vier 
Wochen  auseinander  liegen,  die  Medikation  unterschiedlich 
angegeben  wurde,  spricht  in  Übereinstimmung  mit  Dr.  med. 
Q._______ dafür,  dass sie nicht  etabliert  ist  und von verschiedenen 

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Ärzten offensichtlich kurzfristig verordnet wurde. Hinzu kommt weiter, 
dass  der  Beschwerdeführer  bereits  anlässlich  der  Y._______-
Begutachtung  angegeben  hatte,  regelmässig  die  Antidepressiva 
einzunehmen, was nachweislich nicht der Wahrheit entsprach (S. 17). 
Bereits  im Rahmen der  psychiatrischen  Begutachtung  im Y._______ 
zeigte sich der Versicherte müde, verlangsamt, unbeteiligt und besorgt 
(S.  4  und  5).  Auch  diesbezüglich  ist  nicht  von  einer  relevanten 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen.

3.4.4 Wie der  Beschwerdeführer  selber  erkannt  hatte,  kann  auf  die 
Berichte  der  Dres. med. U._______ und W._______ vom 28. Januar 
2008  und  K._______ vom  29.  Januar  2008  bereits  deshalb  nicht 
abgestellt  werden, weil sich diese zur Arbeitsfähigkeit gar nicht oder 
aber bloss in genereller Art und Weise zur Arbeitsunfähigkeit äussern 
und  somit  keine  verlässlichen  und  rechtsgenüglichen  Angaben 
betreffend  das  Zumutbarkeitsprofil  liefern.  Nicht  als  vorbehaltlose 
Entscheidgrundlage können auch die Berichte von Dr. med. K._______ 
vom  15.  Januar  und  8. Juni  2007  dienen,  da  sie  ebenfalls  keine 
Angaben  zur  zumutbaren  Arbeits-  bzw. Leistungsfähigkeit  bzw. kein 
rechtsgenügliches  resp.  schlüssig  begründetes  Zumutbarkeitsprofil 
enthalten.  Jedoch  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  auch  zufolge  des 
Berichts  vom  15.  Januar  2007  –  in  Übereinstimmung  mit  den 
Stellungnahmen  der  Dres. med. Q._______ und  S._______ –  keine 
wesentliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
ausgewiesen  ist.  Keine  rechtsgenügliche  Entscheidbasis  bietet  aus 
den  gleichen  Gründen  (fehlendes  rechtsgenügliches  Leistungsprofil) 
auch der Bericht von Dr. med. O._______ vom 8. Juni 2007. Immerhin 
liefert  dieses  ärztliche  Dokument  Hinweise  darauf,  dass  der 
Beschwerdeführer – wie bereits früher resp. anlässlich der Y._______-
Begutachtung – die ihm verordneten Medikamente nicht regelmässig 
resp.  überhaupt  nicht  einnimmt  (vgl.  E.  3.4.3  am  Schluss  hiervor). 
Mangels  rechtsgenüglichem  Zumutbarkeitsprofil  kann  schliesslich 
auch nicht auf die Berichte von Dr. med. M._______ vom 14. Mai 2007 
und des Z._______ vom 23. April  2008 abgestellt  werden. Bezüglich 
den  Ausführungen  von  Dr.  med.  M._______ ist  ergänzend  darauf 
hinzuweisen,  dass  der  Versicherte  bereits  im  Rahmen  der  Unter-
suchung durch die Y._______-Experten grösstenteils über die selben 
Leiden geklagt hatte.

3.4.5 Abschliessend ist zu erwähnen, dass auch schon im Bericht von 
Dr. med. K._______ vom 12. November 2002 – und somit zeitlich vor 

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Erstellung  des  voll  beweiskräftigen  Y._______-Gutachtens  vom  6. 
Februar  2003  –  eine  paranoide  Schizophrenie  (ICD-10:  F20.0) 
diagnostiziert  und  bereits  damals  zum  Teil  schon  die  von  Dr.  med. 
M._______ erwähnten  Medikamente  verabreicht  worden  waren  (act. 
138/1).

3.5 Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend 
festzustellen, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten mit 
Blick  auf  die  bereits  im  Zeitpunkt  der  Y._______-Begutachtung 
vorhandenen  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  in 
gesamtmedizinischer  Hinsicht  nicht  in  relevantem  Ausmass 
verschlechtert  hat.  Aufgrund  der  überzeugenden  und  schlüssigen 
Ausführungen  von  Dr.  med.  Q._______ in  dessen  Bericht  vom  9. 
Dezember 2007 ist  davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer 
ab Sommer 2006 Arbeiten auf dem Bau nicht mehr zumutbar sind; der 
Umstand,  dass Dr. med. Q._______ auf Seite 2 seines Berichts von 
einer  Arbeitsfähigkeit  von  70 %  in  der  angestammten  Tätigkeit 
berichtet, ist aufgrund seiner Ausführungen auf Seite 3 als Versehen 
zu werten. (act. 149/1 S. 3). Beim Beschwerdeführer besteht jedoch in 
einer  leidensadaptierten  Verweistätigkeit  ab  diesem  Zeitpunkt  eine 
90%ige Arbeitsfähigkeit. Davon ist bei der nachfolgenden Bemessung 
der Invalidität auszugehen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der  Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen-
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der In-
validitätsgrad  bestimmen  lässt.  Insoweit  die  fraglichen  Erwerbsein-
kommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie 
nach  Massgabe  der  im  Einzelfall  bekannten  Umstände  zu  schätzen 
und  die  so  gewonnenen  Annäherungswerte  miteinander  zu  ver-

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gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 
30 E. 1, BGE 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

4.2

4.2.1 Für  die  Ermittlung  des  Valideneinkommens  ist  entscheidend, 
was  die  versicherte  Person  im  Zeitpunkt  des  frühestmöglichen 
Rentenbeginns  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahr-
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt tatsächlich erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 
der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft 
(BGE 129 V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 E. 2).

4.2.2 Dem Beschwerdeführer wurde von Dr. med. Q._______ ab Juli 
2006 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit  in der angestammten, aber 
eine nur 10%ige Arbeitsunfähigkeit  in einer leidensadaptierten Tätig-
keit attestiert. Unter diesen Umständen ist der Rentenbeginn nach Ab-
lauf des gesetzlichen Wartejahres frühestens im Jahre 2007 möglich 
und  der  Einkommensvergleich  ist  entgegen  der  Auffassung  der 
Vorinstanz  auf  diesen  Zeitpunkt  hin  vorzunehmen  (vgl.  BGE  129  V 
222). 

4.2.3 Aufgrund  des  Umstands,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Zeit-
punkt des frühest möglichen Anspruchsbeginns seit mehreren Jahren 
keiner  Erwerbstätigkeit  weder  in  der  Schweiz  noch in  seiner  Heimat 
mehr  nachgegangen  war,  ist  vorliegend  –  aufgrund  der  letzten  Er-
werbstätigkeit in der Schweiz – sowohl das hypothetische Validen- als 
auch  das  hypothetische  Invalideneinkommen  anhand  der  Tabellen-
löhne  der  Schweizerischen  Lohnstrukturerhebung  (im  Folgenden: 
LSE) zu bestimmen.

Hinsichtlich der  Bestimmung des hypothetischen Valideneinkommens 
ist  in Anbetracht des Bildungstands des Beschwerdeführers und auf-
grund der zuletzt im Baugewerbe ausgeübte Tätigkeit auf den Wert der 
Tabellenlöhne  im  Bereich  Baugewerbe  für  Männer,  welche  einfache 
und  repetitive  Arbeiten  verrichten,  abzustellen.  Gemäss  LSE  2006, 
Tabelle  TA1,  belief  sich  dieser  Wert  im  privaten  Sektor  im  An-
forderungsniveau 4 auf monatlich brutto Fr. 5'007.-- bei einer wöchent-
lichen Arbeitszeit von 40 Stunden (vgl. hierzu BGE 126 V 75 E. 3b bb) 
und inkl. 13. Monatslohn (Webseite BfS > Themen > Arbeit, Erwerb > 
Publikationen  >  Schweizerische  Lohnstrukturerhebung.  Die  Löhne 
2006  im  Überblick,  Tabelle  TA1,  Wirtschaftszweig  45).  Unter  Um-

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rechnung  dieses  Einkommens  auf  die  betriebsübliche  wöchentliche 
Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2007 (Webseite BfS > Themen > 
Arbeit, Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > detaillierte Daten > 
Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen,  in  Stunden pro  Woche 1990-2008,  Ab-
schnitt  F  [Baugewerbe],  Ziff.  45)  und  unter  Berücksichtigung  der 
Nominallohnentwicklung von 2006 auf 2007 (Wert Abschnitt F Männer 
2006: 115.3, 2007: 117.2; Webseite BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > 
Löhne,Erwerbseinkommen  >  detaillierte  Daten  >  schweizerischer 
Lohnindex insgesamt, Tabelle 1.1.93, Abschnitt F) resultiert demnach 
ein  jährliches  hypothetisches  Valideneinkommen  von  Fr.  63'670.--. 
Davon ist vorliegend auszugehen.

4.3

4.3.1 Für  die  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  primär  von 
der  beruflich-erwerblichen Situation  auszugehen,  in  welcher  die  ver-
sicherte Person konkret steht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b 
aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf  bei  der Bestimmung 
des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise er-
zielbaren  Einkommens  nicht  von realitätsfremden Einsatzmöglichkei-
ten  ausgegangen  werden.  Von der  versicherten  Person  können  nur 
Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar 
sind (BGE 113 V 22 E. 4a; ZAK 1989 S. 321 E. 4a). 

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens kei-
ne oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung ebenfalls Tabel-
lenlöhne  gemäss  den  LSE  herangezogen  werden  (BGE  129  V  472 
E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 E. 4b aa).

4.4 Das  hypothetische  Invalideneinkommen  ist  vorliegend  ebenfalls 
anhand der Tabellenlöhne der LSE 2006 zu bestimmen. Mit Blick auf 
das  Zumutbarkeitsprofil  von  Dr.  med.  Q._______ ist  nicht  zu 
beanstanden,  dass  die  Vorinstanz  das  hypothetische 
Invalideneinkommen zu Gunsten des Beschwerdeführers anhand des 
Wertes  im  Wirtschaftszweig  "Sonstige  öffentliche  und  persönliche 
Dienstleistungen" bestimmt hat. Gemäss LSE 2006, Tabelle TA1, belief 
sich dieser Wert für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten be-
schäftigen  Männer  im  privaten  Sektor  (Anforderungsniveau  4)  auf 
monatlich brutto Fr. 4'259.-- bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 

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Stunden und inkl. 13. Monatslohn (Webseite BfS > Themen > Arbeit, 
Erwerb > Publikationen > Schweizerische Lohnstrukturerhebung. Die 
Löhne  2006  im  Überblick,  Tabelle  TA1,  Wirtschaftszweig  sonstige 
öffentliche  und  persönliche  Dienstleistungen,  Ziff. 90-93).  Unter  Um-
rechnung  dieses  Einkommens  auf  die  betriebsübliche  wöchentliche 
Arbeitszeit von 41.8 Stunden im Jahr 2007 (Webseite BfS > Themen > 
Arbeit, Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > detaillierte Daten > 
Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen,  in  Stunden pro  Woche 1990-2008,  Ab-
schnitt  O  [Abteilungen  90-93])  und  unter  Berücksichtigung  der 
Nominallohnentwicklung  von  2006  auf  2007  (Wert  2006  Abschnitt 
M,N,O  Männer  2006:  114.2,  Wert  2007:  115.6;  Webseite  BfS  > 
Themen > Arbeit,  Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen > detaillierte 
Daten  >  schweizerischer  Lohnindex  insgesamt,  Tabelle  1.1.93,  Ab-
schnitt  M,N,O)  resultiert  demnach  als  Zwischenergebnis  ein  hypo-
thetisches  Invalideneinkommen  von  54'063.--.  Da  der  Beschwerde-
führer  in  einer  leidensangepassten  Tätigkeit  ab  Juli  2006  zu  90 % 
arbeits-  und  leistungsfähig  fähig  ist,  reduziert  sich  dieses  jährliche 
hypothetische Invalideneinkommen um 10 % auf Fr. 48'657.--.

4.5 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen jährlichen Vali-
deneinkommens von Fr. 63'670.-- und eines hypothetischen Invaliden-
einkommens von Fr. 48'657.-- resultiert bei einer Erwerbseinbusse von 
Fr. 15'013.-- ein Invaliditätsgrad von 24 % (zur Rundung vgl. BGE 130 
V 121 E. 3.2 und 3.3), was keinen Anspruch auf eine IV-Rente ergibt. 

4.6 Ein  behinderungsbedingter  Abzug  rechtfertigt  sich  vorliegend 
nicht, weil  Dr. med. Q._______ in einer leidensangepassten Tätigkeit 
keine  zusätzliche  Leistungsminderung  erwähnte  und  darüber  hinaus 
davon  auszugehen  ist,  dass  eine  allfällige  zusätzliche  Leistungs-
minderung  bereits  bei  der  Festlegung  des  zumutbaren  Arbeits-
pensums  Berücksichtigung  fand  (vgl.  zum  Ganzen  BGE  129  V  472 
E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb und cc, 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV 
Nr. 11 S. 41 Erw. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 Erw. 4.2.3; AHI 2002 
S. 69 ff. Erw. 4b). Selbst die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs 
vom hypothetischen Invalideneinkommen in Höhe von 15 %,  was im 
vorliegenden Fall  aufgrund der gesamten Umstände als eindeutig zu 
hoch erscheinen würde, hätte bei einem IV-Grad von gerundet 35 % 
keinen Rentenanspruch zur Folge.

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5.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzu-
halten,  dass  sich  die  angefochtene  Verfügung vom 4. April  2008 im 
Ergebnis  als  rechtens  erweist,  weshalb  die  dagegen  erhobene  Be-
schwerde vom 7. Mai 2008 abzuweisen ist.

6.

Zu prüfen bleibt noch das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unent-
geltliche Rechtspflege.

6.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos 
erscheint, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit 
werden. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung kann der Partei  ein Anwalt 
bestellt werden, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist.

6.1.1 Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die 
Prozesskosten  aufzukommen,  ohne  dass  sie  Mittel  beanspruchen 
müsste,  die  zur  Deckung des Grundbedarfs  für  sie  und ihre  Familie 
notwendig sind (  BGE 127 I  202 E. 3b). Aufgrund der  eingereichten 
Unterlagen  (B-act.  3  und  10)  ist  die  Bedürftigkeit  des  Beschwerde-
führers ausgewiesen, da er ohne Beeinträchtigung des für ihn nötigen 
Unterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten. 

6.1.2 Prozessbegehren  sind  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundes-
gerichts als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten (ex 
ante betrachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, 122 I 5 E. 4a) beträchtlich gerin-
ger sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft  be-
zeichnet  werden  können.  Dagegen  gilt  ein  Begehren  nicht  als  aus-
sichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 
die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass-
gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zur Einlegung des Rechtsmittel entschliessen 
oder aber davon absehen würde, soll doch eine Partei einen Prozess, 
den sie  auf  eigene  Rechnung  und Gefahr  nicht  führen  würde,  nicht 
deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 
E. 2.3.1 mit Hinweis). 

Das Begehren des Beschwerdeführers kann vor diesem Hintergrund 
nicht als aussichtslos bezeichnet werden, weshalb in Gutheissung des 

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Gesuchs auf unentgeltliche Prozessführung auf die Erhebung von Ge-
richtskosten zu verzichten ist.

Da der Beschwerdeführer zudem nicht in der Lage war, seine Rechte 
in ausreichendem Masse selber wahrzunehmen, ist auch das Gesuch 
um unentgeltliche Verbeiständung gutzuheissen. 

6.2 Die  Entschädigung  des  Rechtsvertreters  wird  unter  Berück-
sichtigung des normalerweise in ähnlich gelagerten Fällen gebotenen 
und  aktenkundigen  Anwaltsaufwands  auf  pauschal  Fr. 2'000.--  (inkl. 
Auslagen) festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 14 
Abs. 2  des Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]). Diese Entschädigung ist aus der Gerichtskasse zu leisten. 
Hinzuweisen  ist  auf  Art.  65  Abs.  4  VwVG,  wonach  die  begünstigte 
Partei  der  Gerichtskasse  Ersatz  zu  leisten  hat,  wenn  sie  später  zu 
hinreichenden Mitteln gelangt.

6.3 Die  Vorinstanz  als  obsiegende  Partei  hat  keinen  Anspruch  auf 
eine Entschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
In  Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung und 
Verbeiständung werden keine Verfahrenskosten erhoben und Rechts-
anwalt Zollinger für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 
aus der  Gerichtskasse eine Entschädigung von pauschal  Fr. 2'000.-- 
ausgerichtet. Gelangt der Beschwerdeführer später zu hinreichenden 
Mitteln,  so  hat  er  diese  Summe  dem  Bundesverwaltungsgericht 
zurückzuerstatten.

3.
Der  obsiegenden  Vorinstanz  wird  keine  Parteientschädigung  zu-
gesprochen.

Seite 28

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ______________; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Peterli Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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Versand:

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