# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca9eddb4-710b-545d-afa5-9855e562e1b4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.11.2025 200 2025 588
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-588_2025-11-19.pdf

## Full Text

IV 200 2025 588 
JAP/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. November 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. Juli 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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Sachverhalt:

A.

Mit Verfügungen vom 7. Juli 2000, 14. Februar 2002 und 1. April 2005 (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin]; [act. 
II], 8; 15; 20) sprach die IVB dem … geborenen A.________ (nachfolgend 
Versicherter bzw. Beschwerdeführer) in Anerkennung des Geburtsgebre-
chens Ziffer 404 gemäss Anhang der Verordnung vom 9. Dezember 1985 
über Geburtsgebrechen (aGgV [SR 831.232.2], in Kraft gestanden bis 31. 
Dezember 2021; seit 1. Januar 2022: Verordnung des EDI vom 3. Novem-
ber 2021 über Geburtsgebrechen [GgV-EDI; SR 831.232.211]) Leistungen 
in Form von medizinischen Massnahmen sowie Sonder-schulmassnahmen 
zu.

Im Januar 2017 meldete sich der Versicherte, welcher vom August 2006 
bis Juli 2010 eine Ausbildung zum ... EFZ (= Eidgenössisches Fähigkeits-
zeugnis) Systemtechnik absolviert (act. II 25 S. 5; 73 S. 3; 79 S. 3) und in 
der Folge diverse Anstellungen – zuletzt als ... bei der C.________ AG (act. 
II 62 S. 2 ff.) – inne hatte (act. II 73 S. 3), unter Hinweis auf eine seit 2012 
bestehende bipolare Störung erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an 
(act. II 25). Die IVB gewährte dem Versicherten nach Vorlage des Dossiers 
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; act. II 56) im Hinblick auf die 
Vorbereitung auf die Berufsmaturität Frühinterventionsmassnahmen in 
Form von Coaching und Ausbildungskursen (act. II 60; 71). Im Juni 2019 
erwarb der Versicherte die eidgenössische Berufsmaturität in der Ausrich-
tung "..." (act. II 79 S. 2 f.), woraufhin die IVB Eingliederungsmassnahmen 
(act. II 75) in Form einer (zweimal verlängerten) Umschulung mit Coaching 
zum ... "Bachelor of Science" an der D.________ gewährte (act. II 91; 115; 
140; 147; 159; 190 f.). Im Sommer 2023 schloss der Versicherte die Aus-
bildung erfolgreich ab (Protokoll, Eintrag vom 18. August 2023 S. 3 [in den 
Gerichtsakten]) und trat per 1. August 2023 bei der D.________ eine 
(zunächst bis 31. Juli 2024) befristete Stelle als ... (Beschäftigungsgrad 60 
%) im ... an (act. II 208 S. 2 f.). Die IVB schloss die beruflichen Massnah-
men mit Mitteilung vom 23. August 2023 (act. II 210) ab und liess den Ver-
sicherten im Rahmen der anschliessenden Rentenprüfung durch Dr. med. 

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E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten. 
Nach Erstattung der Expertise vom 28. Juni 2024 (act. II 250.1) stellte die 
IVB nach Rücksprache mit dem RAD (act. II 251 f.) Ergänzungsfragen (act. 
II 253), welche Dr. med. E.________ mit Stellungnahme vom 18. Februar 
2025 beantwortete (act. II 257). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (act. II 262 ff.) – in dessen Rahmen der Versicherte Einwand erheben 
liess (act. II 264) – verneinte die IVB mit Verfügung vom 29. Juli 2025 (act. 
II 267) bei einem Invaliditätsgrad von 23 % (per 1. August 2023) bzw. 31 % 
(ab 1. Januar 2024) einen Rentenanspruch. 

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
Dr. iur. B.________, mit Eingabe vom 12. September 2025 Beschwerde 
erheben. Er stellt das folgende Rechtsbegehren: 

Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 29. Juli 2025 sei aufzuheben 
und es sei dem Beschwerdeführer rückwirkend per 1. August 2023 eine Inva-
lidenrente zu 30 %, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 42 %, zuzuspre-
chen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - 

Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2025 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. Juli 2025 (act. II 
267). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziffer 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV 
revidierte Bestimmungen im IVG sowie im ATSG samt entsprechendem 
Verordnungsrecht in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung 
vom 19. Juni 2020, AS 2021 705). Nach den allgemeinen Grundsätzen des 
intertemporalen Rechts sind bei einer Rechtsänderung in zeitlicher Hinsicht 
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 
E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Bei einem dauerhaften Sachver-
halt, der teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der neuen Ge-

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setzgebung eingetreten ist, ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
grundsätzlich für die erste Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen 
und für die zweite Periode nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere 
übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts [BGer] 8C_771/2023, 8C_826/2023 vom 28. August 2024 
E. 5.1). 

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022 (act. II 267). 
Derweil erfolgte die Anmeldung zum Leistungsbezug zwar bereits im Janu-
ar 2017 (act. II 25). Jedoch wurden bis im Sommer 2023 Eingliederungs-
massnahmen durchgeführt (act. II 91; 115; 140; 147; 159; 190 f.; Protokoll, 
Eintrag vom 18. August 2023 [in den Gerichtsakten]), so dass der Renten-
anspruch bis zu deren Abschluss nicht entstehen konnte (zur Rechtslage 
bis 31. Dezember 2021 vgl. Urteil des BGer 8C_485/2024 vom 25. Juli 
2025 E. 3.2.2; zur Rechtslage seit 1. Januar 2022 vgl. Art. 28 Abs. 1bis IVG; 
zum Ganzen vgl. ferner Urteil des BGer 9C_539/2024 vom 12. Juni 2025 
[zur Publikation vorgesehen] E. 4.5.1). Frühestmöglicher Rentenbeginn ist 
somit unter Berücksichtigung der bis zum Abschluss der Eingliederungs-
massnahmen bis Ende Juli 2023 erfolgten Taggeldausrichtung (act. II 192) 
sowie der Wartezeit der 1. August 2023 (Art. 29 Abs. 1 f. IVG). Entspre-
chend ist für die Beurteilung des Rentenanspruchs die ab 1. Januar 2022 
geltende Rechtslage massgebend. 

2.2

2.2.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Invali-
dität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 

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sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, 
dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatori-
schen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Liegt auch unter dem Gesichtspunkt 
der Ausschlussgründe im Sinne einer Aggravation oder einer ähnlichen 
Erscheinung eine versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt die Prü-
fung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 3.6 S. 294 und 
E. 4.1 S. 296). Dabei ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch 
den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im 
Einzelfall mit Blick auf die normativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. 
Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung 
prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (Urteil des BGer 8C_48/2024 
vom 17. September 2024 E. 5.4.2.1). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine 
Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur 
Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 

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Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 29. Juli 2025 (act. II 
267) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie 
folgt:

3.1.1 Der Behandler lic. phil. F.________, Fachpsychologe für Psycho-
therapie FSP, hielt im Bericht vom 5. Juni 2023 (act. II 200 S. 3 ff.) die fol-
genden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 3): 

• Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit narzisstischen, 
histrionischen, impulsiven und paranoiden Zügen bei multipler Traumatisie-
rung in der Kindheit und Jugend mit/bei 

• Hyperkinetischer Störung (ADHS [= Aufmerksamkeitsdefizit-
/Hyperaktivitätsstörung], kombinierter Typus; ICD-10 F90.1) bei vordiagnos-
tiziertem POS (= psychoorganisches Syndrom) und Störung des 
Sozialverhaltens in der Kindheit bei einem Intelligenzniveau im mindestens 
oberen Durchschnittsbereich. 

Der Gesundheitszustand sei stationär. Es gelinge dem Beschwerdeführer, 
den Anforderungen seines ...studiums gerecht zu werden und sich bei Pro-
blemen rechtzeitig Hilfe zu suchen. Vor dem Hintergrund verschiedener 

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Erfolgserlebnisse sei eine erhöhte emotionale Stabilität und Zuversicht 
feststellbar (S. 3). Es liege beim Beschwerdeführer eine Neigung zu reakti-
ven Krisen vor, die mit Gefühlen von Aussichtslosigkeit, Rückzugsverhalten 
und Vernachlässigung seiner Obliegenheiten einhergehe. Interpersonell 
wirke er in solchen Krisen in kaum tragbarer Weise verbal aggressiv und 
arrogant. Die Intensität und die Häufigkeit solcher Krisen hätten sich seit 
dem letzten Bericht nochmals verringert (S. 4). In Anbetracht der beschrie-
benen Vulnerabilität und der mit dem Arbeitsleben verknüpften Belastun-
gen sei der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorsichtig zu planen. Ein 
Arbeitspensum von mehr als 60 % sei aus aktueller Sicht nicht zumutbar 
und ginge mittelfristig mit einem hohen Risiko der psychischen Dekompen-
sation einher. Der damit verbundene Lohnausfall wäre idealerweise durch 
eine Teilrente zu kompensieren. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass der 
Beschwerdeführer aufgrund des finanziellen Drucks ein zu hohes Pensum 
annehme und mittelfristig dekompensiere. Inhaltlich wäre eine kognitiv an-
spruchsvolle Tätigkeit geeignet, die selbständig erledigt werden könne und 
wenig Interaktion fordere (S. 6).

3.1.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 28. Juni 2024 (act. II 250.1) 
stellte Dr. med. E.________ die folgenden Diagnosen (S. 44):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

ADHS (ICD-10 F90.1) 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

keine

Der Beschwerdeführer habe seit der Kindheit eine schwere Verhaltens-
störung gezeigt, damals im Rahmen einer POS- bzw. heute einer ADHS-
Störung mit nun sekundär begleitender rezidivierender (depressiver) 
Störung, die ihn von der Schulzeit bis zur Berufsmaturität dermassen ein-
geschränkt habe, dass er mehrfach fremdplatziert worden sei, mehrfach 
den Job verloren habe und durch das Studium eng von einem Coach habe 
begleitet werden müssen. Es sei ihm jedoch gelungen, das im Rahmen 
einer IV-Massnahme unterstützte Studium erfolgreich abzuschliessen und 

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bei einem aktuellen Pensum von 60 % seine Tätigkeit als ... seit einem 
knappen Jahr weitgehend stabil zu bewältigen (S. 43). Die Arbeitsfähigkeit 
in der bisherigen sowie einer optimal angepassten Tätigkeit betrage 60 %. 
Dies gelte seit 1. August 2023. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit sei als opti-
mal angepasst zu erachten (S. 50 f.).

In Beantwortung der vom RAD formulierten Ergänzungsfragen (act. II 252 
S. 9) hielt Dr. med. E.________ in der Stellungnahme vom 18. Februar 
2025 (act. II 257) fest, für eine intellektuell entsprechende und fordernde 
Arbeitstätigkeit, in der der Beschwerdeführer weitgehend autonom arbeiten 
könne (wie die aktuelle Tätigkeit als ...) und die ohne zusätzliche Anforde-
rungen wie regelmässige Überstunden oder Fortbildungen einhergehe, 
bestehe eine 60%ige Arbeitsfähigkeit. Ferner sei es von Vorteil, wenn es 
sich um kleine Teams bzw. Arbeitsgruppen handle, in welche der Be-
schwerdeführer eingebunden sei. Er verfüge über eine sehr gute Intelligenz 
und sei bei fortbestehender psychiatrischer und psychotherapeutischer 
Begleitung in der Lage, über ihn sozial herausfordernde Situationen am 
Arbeitsplatz zu reflektieren und zu lernen, Verhaltensmuster zu ändern, 
sodass nach derzeitiger psychiatrischer Einschätzung trotz der beschriebe-
nen langjährigen psychosozialen Auffälligkeiten keine Notwendigkeit für 
einen geschützten Rahmen bestehe (S. 3).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

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Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

3.3

3.3.1 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. E.________ vom 28. 
Juni 2024 (act. II 250.1) einschliesslich der Stellungnahme vom 18. Februar 
2025 (act. II 257) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Experti-
sen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.2 vorne). Das Gutachten ist in 
Bezug auf die befundmässige und diagnostische Einschätzung überzeu-
gend. Namentlich erläuterte Dr. med. E.________ nachvollziehbar, warum 
die Kriterien für das Vorliegen einer bipolaren Störung sowie einer Persön-
lichkeitsstörung nicht erfüllt sind (act. II 250.1 S. 44, 47). Ebenso überzeugt 
die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, welche mit jener des 
Behandlers lic. phil. F.________ im Wesentlichen übereinstimmt (act. II 200 
S. 6) und sich an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 orien-
tiert (vgl. E. 2.2.2 vorne). Weder liegen medizinische Berichte vor, die sich 
kritisch zum Gutachten äussern, noch bestehen Anhaltspunkte in den Ak-
ten, welche konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens 
aufzeigen (vgl. E. 3.2 vorne). Dies alles wird denn auch beschwerdeweise 
nicht in Frage gestellt. 

3.3.2 Demnach besteht beim Beschwerdeführer eine psychische Beein-
trächtigung in Form einer ADHS (ICD-10 F90.1) sowie einer – gegenwärtig 
remittierten – rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.4), welche 
die Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit als ... bei der D.________ 
sowie in jeder anderen angepassten Tätigkeit um 40 % einschränkt (Ar-
beitsfähigkeit 60 %). Einer (zusätzlichen rechtlichen) Indikatorenprüfung 
(vgl. E. 2.2.2 vorne) bedarf es nicht, weil – wie zu zeigen sein wird – ein 
Rentenanspruch ohnehin zu verneinen ist. 

Somit ist nachfolgend nach Massgabe der im Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 28. Juni 2024 (act. II 250.1) bzw. in der Stellungnahme 

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vom 18. Februar 2025 (act. II 257) festgelegten medizinisch-theoretischen 
Arbeitsfähigkeit von 60 % der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.

4.1 Der frühestmögliche Rentenbeginn ist der 1. August 2023 (vgl. 
E. 2.1 vorne; act. II 267 S. 1). 

4.2

4.2.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie er zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2.2 Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Ein-
tritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag das 
in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte Erwerbseinkommen 
starken Schwankungen, so wird auf ein angemessenes Durchschnittsein-
kommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Liegt das tatsächlich erzielte 
Erwerbseinkommen 5 % oder mehr unterhalb des branchenüblichen Zen-
tralwertes der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) nach Art. 25 
Abs. 3 IVV (vgl. E. 4.2.4 hinten), so entspricht gemäss Art. 26 Abs. 2 IVV 
das Einkommen ohne Invalidität 95 % dieses Zentralwertes. 

4.2.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 
Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statis-

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tischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 
Satz 1 IVV). 

Sodann galt hinsichtlich des leidensbedingten Abzugs nach Art. 26bis Abs. 3 
IVV bis 31. Dezember 2023 Folgendes: Kann die versicherte Person auf-
grund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis  IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen. Soweit 
aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 Abs. 2 
und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich fest-
gelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an weiter-
gehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Faktoren 
und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergänzend 
auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 
S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV 
Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 
E. 3.3) zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439).

Seit 1. Januar 2024 lautet Art. 26bis Abs. 3 IVV sodann wie folgt: Vom statis-
tisch bestimmten Wert nach Art. 26bis Abs. 2 IVV werden 10 % abgezogen. 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht 
zulässig.

4.2.4 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkom-
men statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der 
LSE des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere statistische 
Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im Einzelfall 
nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und ge-
schlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statisti-
schen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV). In der Regel sind die Werte der Tabelle 
TA1_tirage_skill_level (Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, 
Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor) massgebend (BGE 148 
V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

- 13 -

4.3 In Bezug auf das Valideneinkommen ist Folgendes festzuhalten: 

4.3.1 Der Beschwerdeführer absolvierte eine ...jährige Berufslehre, wel-
che er als ... EFZ ... im Jahr 2010 bzw. – je nach Quelle – 2011 erfolgreich 
abschloss (act. II 52 S. 1; 73 S. 3). Damit liegt keine Frühinvalidität im Sin-
ne von Art. 26 Abs. 5 f. IVV vor, woran nichts ändert, dass der Beschwer-
deführer aufgrund des Geburtsgebrechens Ziffer 404 aGgV Anhang auch in 
der Kindheit Leistungen der IV bezog (vgl. act. II 8; 15; 20). Ferner ergibt 
sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer vor der Wiederanmeldung 
zum Leistungsbezug im Januar 2017 (act. II 25) seit 2010 überwiegend als 
... tätig war (act. II 73 S. 3), woraus folgt, dass auch im Hinblick auf das 
vorliegend zu ermittelnde Valideneinkommen weiterhin von einer entspre-
chenden Tätigkeit auszugehen ist bzw. in den Akten keine Anhaltspunkte 
für eine bis zum massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 
vom 29. Juli 2025 (act. II 267) überwiegend wahrscheinlich anderweitige 
berufliche Orientierung im hypothetischen Gesundheitsfall bestehen. 

4.3.2 Für die betragliche Festsetzung des Valideneinkommens knüpfte 
die Beschwerdegegnerin sodann an das vor der Wiederanmeldung zum 
Leistungsbezug und vor Durchführung der Eingliederungsmassnahmen im 
Jahr 2016 bei der C.________ AG erzielte Einkommen von monatlich 
Fr. 5'200.-- (act. II 62 S. 3 f.), ausmachend Fr. 62'400.-- pro Jahr, an und 
stellte weiter fest, dass dieses Einkommen unterhalb des branchenüblichen 
statistischen Zentralwertes der LSE des Jahres 2022, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Ziffer 62-63 ("..."), Männer, Kompetenzniveau 2, 
liege. Dasselbe gilt, wenn auf die LSE des Jahres 2016 abgestellt wird. In 
der Folge nahm die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 26 Abs. 2 
IVV (vgl. E. 4.2.2 vorne) eine Parallelisierung vor, indem sie das Validen-
einkommen auf 95 % des entsprechenden branchenüblichen Zentralwertes 
der LSE festsetzte. 

Dieses Vorgehen wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet: 
Die Zugrundelegung statistischer Werte gemäss Tabelle 
TA1_tirage_skill_level korrespondiert mit der Praxis der Rechtsprechung 
(vgl. E. 4.2.4 vorne) und die Subsumtion der Tätigkeit als ... unter Ziffer 62-
63 steht im Einklang mit der entsprechenden Einordnung in der Allgemei-
nen Systematik der Wirtschaftszweige (vgl. NOGA 2008, Allgemeine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen S. 174-176 zu Ziffer 62 
f.). Ferner ist auch die Anwendung von Kompetenzniveau 2 ("Praktische 
Tätigkeiten wie Verkauf/ Pflege/ Datenverarbeitung und Administration/ 
Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/ Sicherheitsdienst/ 
Fahrdienst") korrekt. Insbesondere kann aus dem 2019 nach der Durch-
führung von Frühinterventionsmassnahmen in Form von Coaching und 
Ausbildungskursen (act. II 60; 71) erfolgten Erwerb der eidgenössischen 
Berufsmaturität im Bereich "..." (act. II 79 S. 2 f.) sowie aus dem nach er-
folgreicher Umschulung per 2023 erlangten Abschluss als "Bachelor of Sci-
ence" in ... an der D.________ nicht auf eine entsprechende 
Validenkarriere geschlossen werden. Denn bei einer versicherten Person, 
die dank Hilfsmitteln und Umschulung seitens der Verwaltung erfolgreich 
beruflich integriert wurde, ist für die Ermittlung des Valideneinkommens in 
einem späteren Zeitpunkt weiterhin der davor (d.h. vor der invaliditätsbe-
dingt erfolgten beruflichen Eingliederung) erzielte Verdienst heranzuziehen 
(Urteil des BGer 8C_770/2023 vom 11. Juli 2024 E. 5.5). Vorliegend beste-
hen in den Akten denn auch keinerlei (konkreten) Anhaltspunkte dafür und 
es wird (beschwerdeweise) auch nicht geltend gemacht, dass der Be-
schwerdeführer bereits vor der Wiederanmeldung zum Leistungsbezug im 
Januar 2017 konkrete Schritte unternommen hätte, welche im Zuge der 
Eingliederungsmassnahmen nurmehr umgesetzt worden wären und welche 
die Realisierung eines beruflichen Aufstiegs mit entsprechend höherem 
Einkommen auch ohne die seitens der Beschwerdegegnerin veranlassten 
Massnahmen als naheliegend erscheinen lassen, wenn der Beschwerde-
führer nicht invalid geworden wäre (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1 S. 144; 
SVR 2021 IV Nr. 29 S. 91, 9C_472/2020 E. 2.2, 2018 IV Nr. 48 S. 152, 
8C_779/2017 E. 4.2). 

4.3.3 Demnach beziffert sich das jährliche Valideneinkommen unter 
Berücksichtigung geschlechtsspezifischer, an die betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung (No-
minallohnindex, Männer, 2021-2024, Position J) angepasster Werte (vgl. E. 
4.2.4 vorne; BGE 141 V 1 E. 5.6 S. 4) per August 2023 auf Fr. 86'578.15 
(Fr. 7'250.-- x 12 /40 x 41.2 /99.9 x 101.6 x 0.95). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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4.4 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens (vgl. E. 4.2.3 vorne) 
stellte die Beschwerdegegnerin auf dieselbe Tabellenposition ab (Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Ziffer 62-63), legte jedoch das Kompetenzniveau 3 
statt 2 zugrunde (act. II 267 S. 2). Der Beschwerdeführer macht geltend, 
die seit 1. August 2023 und auch aktuell ausgeübte Tätigkeit als ... an der 
D.________ (act. II 208 S. 2 f.) sei als optimal angepasst zu qualifizieren 
bzw. er würde bei einem Einsatz ausserhalb der Verwaltung (zu verhin-
dernden) Stressfaktoren ausgesetzt (Beschwerde S. 5 f. Art. 7). Ferner sei 
das Arbeitsverhältnis stabil, zumal ... nur befristete Arbeitsverträge erhiel-
ten und der Beschwerdeführer schon zum dritten Mal einen befristeten Ar-
beitsvertrag erhalten habe. Mithin sei auf den effektiv erzielten Lohn und 
nicht auf statistische Werte abzustellen (Beschwerde S. 4 Art. 5). Eventuali-
ter erlaube der Bachelor-Abschluss allein die Einreihung in Kompetenzni-
veau 2 statt 3 (Beschwerde S. 6 Art. 7).

4.5 Wie in E. 4.2.3 vorne gezeigt, wird nach Art. 26bis Abs. 1 IVV bei 
der Bestimmung des Einkommens mit Invalidität das nach Eintritt der Inva-
lidität erzielte Erwerbseinkommen dann als Einkommen mit Invalidität 
(Art. 16 ATSG) angerechnet, wenn die versicherte Person damit ihre ver-
bliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare 
Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet. 

4.6

4.6.1 Es steht fest, dass der Beschwerdeführer mit einem Beschäfti-
gungsrad von 60 % als ... bei der D.________ (act. II 208 S. 2 f.) das medi-
zinisch-theoretisch zumutbare Pensum ausschöpft (vgl. E. 3.3.2 vorne). 
Was sodann die für die Ermittlung des Invalideneinkommens zugrunde zu 
legende Tätigkeit anbelangt, so trifft es zwar zu, dass Dr. med. E.________ 
im Gutachten vom 28. Juni 2024 auf die Frage nach der "Arbeitsfähigkeit in 
angepasster Tätigkeit" festhielt, die aktuell ausgeübte Tätigkeit sei "als op-
timal angepasst zu erachten" (act. II 250.1 S. 50). Weil sie sich darüber 
hinaus zur Frage allfälliger Verweistätigkeiten nicht äusserte, schloss sie 
damit auch nicht aus, dass ebenso andere, dem funktionellen Leistungs-
vermögen angepasste Tätigkeiten in Frage kommen können. Allerdings 
kritisierte die RAD-Ärztin dipl. Ärztin G.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, nach Vorlage des Gutachtens das Fehlen eines aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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reichenden qualitativen Zumutbarkeitsprofils (act. II 252 S. 9), woraufhin die 
Beschwerdegegnerin Dr. med. E.________ entsprechende Rückfragen 
stellte (act. II 253). In ihrer Antwort vom 18. Februar 2025 führte die Gut-
achterin aus, "Für eine Arbeitstätigkeit, mit ihm [dem Beschwerdeführer] 
intellektuell entsprechend und fordernder Arbeit, die ihn Weitgehend auto-
nom arbeiten lässt (wie der aktuellen Tätigkeit als ...) und die ohne zusätz-
liche Anforderungen wie regelmässige Überstunden oder Fortbildungen 
einhergeht, ist der Versicherte als 60% arbeitsfähig zu erachten. Ferner ist 
es von Vorteil, wenn es sich um kleine Teams bzw. Arbeitsgruppen han-
delt, in welche der Versicherte eingebunden ist" (act. II 257 S. 3). Damit 
steht fest, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit als ... an der D.________ 
zwar optimal angepasst ist, dies jedoch nur beispielhaft gilt und medizi-
nisch-theoretisch grundsätzlich auch andere Tätigkeiten in Frage kommen, 
die dem Zumutbarkeitsprofil entsprechen. Dies gilt umso mehr, als die Gut-
achterin weiter festhielt, dass der Beschwerdeführer über eine sehr gute 
Intelligenz verfüge und bei fortbestehender psychiatrischer und psychothe-
rapeutischer Begleitung in der Lage sei, über ihn sozial herausfordernde 
Situationen am Arbeitsplatz zu reflektieren und zu lernen, Verhaltensmuster 
zu ändern, so dass keine Notwendigkeit für einen geschützten Rahmen 
bestehe (act. II 257 S. 3). Demnach ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, 
dass dem Beschwerdeführer in gesundheitlicher Hinsicht nebst der aktuell 
ausgeübten Tätigkeit als ... an der D.________ auch andere den Leiden 
angepasste Tätigkeiten als ... zumutbar sind.

4.6.2 Gemäss Arbeitsvertrag erzielt der Beschwerdeführer in seiner 
Tätigkeit als ... bei der D.________ nach Massgabe seines 60%-Pensums 
ein monatliches Gehalt von Fr. 3'885.85 bzw. Fr. 50'516.05 pro Jahr (act. II 
208 S. 2). Dieses Einkommen führte – bei beschwerdeweise unbestritten 
gebliebenem Valideneinkommen von Fr. 86'578.15 (vgl. E. 4.3.3 vorne) – 
zu einem Invaliditätsgrad von 42 % und wäre damit rentenbegründend 
([Fr. 86'578.15 - Fr. 50'516.05] / Fr. 86'578.15 x 100; vgl. E. 2.3 vorne). Zu 
prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des 
Invalideneinkommens zu Recht nicht vom tatsächlich erzielten Verdienst 
ausgegangen ist und stattdessen auf (höhere und rentenausschliessende 
[vgl. E. 4.6.6 und E. 4.7 hinten]) Tabellenlöhne abgestellt hat. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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4.6.2.1 Die Anstellung bei der D.________ erfolgte im direkten Anschluss 
an die von der Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer gewährte 
Ausbildung zum Bachelor of Science im Bereich ... . Die Beschwerdegeg-
nerin qualifizierte diese Eingliederungsmassnahme als Umschulung (act. II 
91; 115; 140; 147; 159; 190 f.). Nach der bisherigen (im Rahmen der bis 
31. Dezember 2021 gültigen Rechtslage ergangenen) Rechtsprechung 
galt, dass bei versicherten Personen, die mit Erfolg auf einen neuen Beruf 
umgeschult worden sind, für die Festsetzung des Invalideneinkommens 
nicht auf statistische Werte abzustellen war. Praxisgemäss war in einer 
solchen Situation auf den tatsächlich erzielten Verdienst abzustellen, wenn 
eine versicherte Person ihre verbliebene Leistungsfähigkeit in der neuen 
Tätigkeit voll ausschöpfte. Tat sie dies nicht, war das hochgerechnete 
tatsächliche Einkommen und nicht ein statistischer Durchschnittslohn 
massgebend. Demgegenüber war bei Versicherten, welche ihre Restar-
beitsfähigkeit in einer weder dem angestammten noch dem umgeschulten 
Beruf entsprechenden Tätigkeit verwerteten, als Ausgangspunkt für die 
Bemessung des Invalideneinkommens nicht zwingend der zuletzt effektiv 
erzielte Lohn zu wählen; vielmehr konnte in diesem Fall der Beizug von 
Tabellenlöhnen gerechtfertigt sein (Urteil des BGer 9C_476/2023 vom 28. 
März 2024 E. 4.3; zuletzt bestätigt mit Urteil des BGer 9C_600/2024 vom 
24. Oktober 2025 E. 4.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Inva-
lidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 322, Rz. 81). 

4.6.2.2 Die von der Beschwerdegegnerin gewährte Eingliederungsmass-
nahme ist zwar als Umschulung im Rechtssinne zu qualifizieren, führte die 
Massnahme doch zu einer höherwertigen als der bereits vorhandenen 
Ausbildung als ... EFZ (vgl. Art. 6 Abs. 1bis IVV). Allerdings handelt es sich 
nicht um eine "klassische" Umschulung in einen neuen Beruf, sondern um 
eine Eingliederung berufsbildender Art in der gelernten sowie in der Folge 
seit Jahren angestammten und auch ausgeübten Tätigkeit des Beschwer-
deführers als ... EFZ. Bei einer solchen Konstellation besteht deshalb zum 
vornherein kein Anlass, auf die hiervor dargelegte bisherige Rechtspre-
chung zur Ermittlung des Invalideneinkommens nach Umschulung in einen 
neuen Beruf abzustellen, hat sich der Beschwerdeführer doch im Rahmen 
der langjährig ausgeübten beruflichen Tätigkeit als ... bereits ein namhaf-
tes, potenziell arbeitsmarktrelevantes berufliches (Spezial-)Wissen ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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eignet. Hinzu kommt nunmehr die Ausbildung zum Bachelor of Science im 
(angestammten) Bereich ..., mit welcher das Spektrum der dem Beschwer-
deführer im ...bereich offenstehenden Tätigkeiten im Vergleich zur bisheri-
gen Ausbildung als ... EFZ erheblich erweitert wird (vgl. auch 
<www.berufsberatung.ch> Stichwort Berufsmöglichkeiten: ...). So verfügt 
der Beschwerdeführer gemäss Internetauftritt der D.________ mit dem 
Abschluss als Bachelor of Science über "hervorragende Aussichten in allen 
Branchen" in nahezu unbegrenzten, ständig wachsenden Anwendungsge-
bieten, welche eine "immense" Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten garantiere 
(vgl. <www.....ch> unter Studium/Bachelor-
Studiengänge/.../Berufsperspektiven), was denn auch im Rahmen einer 
(kursorischen) Recherche betreffend offener Stellen im Kanton Bern 
bestätigt wird (vgl. etwa <www.jobscout24.ch> Stichwort: ...). Angesichts 
des dem (noch jungen) Beschwerdeführer offenstehenden Arbeitsmarktes, 
welcher ihm – auch unter Berücksichtigung der medizinisch-theoretischen 
Zumutbarkeit – einen breiten Fächer an möglichen Tätigkeiten bietet, ist 
dem Grundsatz Rechnung zu tragen, dass sich die versicherte Person nicht 
auf ein tieferes Einkommen berufen kann, wenn ihr – wie hier (vgl. E. 4.6.2 
vorne und E. 4.6.6 hinten) – die Erzielung eines höheren zumutbar wäre 
(vgl. Urteil des BGer 9C_720/2012 vom 11. Februar 2013 E. 2.3.2) bzw. 
wenn sie auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen 
höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte (SVR 2018 IV 
Nr. 24 S. 78, 8C_475/2017 E. 6.1 sowie Urteil des BGer 8C_829/2023 vom 
12. Juli 2024 E. 8.1). Dies umso mehr, als sich aus den Akten auch keine 
Anhaltspunkte dafür ergeben und auch beschwerdeweise nicht geltend 
gemacht wird, dass der Fokus der von der Beschwerdegegnerin veranlass-
ten Frühinterventions- und Eingliederungsmassnahmen erklärtermassen 
auf die später erfolgte Anstellung als ... bei der D.________ – welche allein 
als Durchführungsstelle der Eingliederungsmassahme fungierte (vgl. act. II 
147 S. 1; 190 S. 2) – gerichtet gewesen und dem Beschwerdeführer als 
Ergänzung zu einem allfälligen Teilpensum gleichzeitig die Ausrichtung 
einer Invalidenrente zugesichert worden wäre (vgl. auch E. 4.6.3 hinten). 

Zum gleichen Schluss führt auch der Wortlaut der seit 1. Januar 2022 gel-
tenden und vorliegend massgeblichen Regelung des Art. 26bis Abs. 1 IVV, 
welcher die Anknüpfung an das nach Eintritt der Invalidität erzielte Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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werbseinkommen von der bestmöglichen Verwertung der verbliebenen 
funktionellen Leistungsfähigkeit in Bezug auf die zumutbare Erwerbstätig-
keit abhängig macht. Im erläuternden Bericht (nach Vernehmlassung) zu 
den Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 3. November 
2021 (nachfolgend: Bericht des BSV [= Bundesamt für Sozialversicherun-
gen] vom 3. November 2021) hielt das BSV denn auch fest, mit Blick auf 
Art. 26 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 Abs. 3 IVV sei eine erwerblich bestmögliche 
Verwertung nur dann gegeben, wenn das damit erzielte Einkommen 
annähernd so hoch ausfalle wie der entsprechende statistische Zentralwert 
(vgl. S. 52), was hier nicht zutrifft (vgl. E. 4.6.2 vorne und E. 4.6.6 hinten). 
Ob im Lichte der seit 1. Januar 2022 geltenden Regelung des Art. 26bis 
Abs. 1 IVV die bisherige Rechtsprechung zur Bestimmung des Invaliden-
einkommens nach Umschulung weiterhin Gültigkeit beansprucht, braucht 
vorliegend mangels Einschlägigkeit nicht geklärt zu werden. So oder an-
ders ist die Bestimmung des Art. 26bis Abs. 1 IVV Ausdruck des (auch vor-
liegend zu beachtenden) allgemeinen Grundsatzes der 
Schadenminderungspflicht und des daraus fliessenden Gebots, die Folgen 
der Invalidität bestmöglich zu mindern (BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 
2020 EL Nr. 6 S. 21, 9C_251/2019 E. 7.3.1), welches dann streng zu 
handhaben ist, wenn – wie hier – Rentenleistungen zur Diskussion stehen 
(Urteil des BGer 9C_155/2019 vom 24. Juni 2019 E. 2.2.2). 

4.6.3 Ist dem Dargelegten zufolge im Hinblick auf die Ermittlung des 
Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abzustellen, ist unerheblich, dass 
der Beschwerdeführer gemäss Darstellung in der Beschwerde – allenfalls 
unter dem Eindruck entsprechender Bekundungen seitens des behandeln-
den Psychologen (vgl. act. II 200 S. 6) – davon ausging, in Ergänzung zur 
Anstellung als ... bei der D.________ eine "Teilrente" zu erhalten (Be-
schwerde S. 4 Art. 4), zumal eine entsprechende Zusicherung nicht erfolgte 
(vgl. E. 4.6.2.2 vorne). Auch ist nicht relevant, ob das dem Beschwerdefüh-
rer ausgerichtete Gehalt basierend auf der Gehaltsstruktur des H.________ 
seinem Alter und seiner Ausbildung entspricht (Beschwerde S. 5 Art. 7). 
Entscheidend ist allein, dass das (nach Massgabe eines 60%-Pensums 
vereinbarte) Bruttogehalt von Fr. 3'885.85 pro Monat (act. II 208 S. 2) unter 
dem medizinisch-theoretisch zumutbarerweise möglichen (vgl. E. 4.6.1) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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und in der Folge statistisch erzielbaren Einkommen (vgl. E. 4.6.6 hinten) 
liegt. Ebenso wenig ist massgebend, ob es sich bei der aktuell ausgeübten 
Tätigkeit um ein stabiles Arbeitsverhältnis handelt (Beschwerde S. 4 Art. 5), 
zumal ohnehin fraglich erscheint, ob dieses Kriterium noch zu berücksichti-
gen ist (vgl. Bericht des BSV vom 3. November 2021 S. 52). Selbst jedoch, 
wenn weiterhin darauf abgestellt würde, gälte es zu beachten, dass die 
längstmögliche Anstellung als ... an der D.________ auf insgesamt fünf 
bzw. maximal sieben Jahre begrenzt ist (Art. 40 Abs. 2 der Verordnung 
vom 16. November 2022 über die D.________ [...verordnung, ...; BSG ...]), 
womit fraglich erschiene, ob – in Anbetracht stets nur befristeter Vertrags-
verlängerungen (Beschwerde S. 4 Art. 5) – von einem besonders stabilen 
Arbeitsverhältnis im Sinne der bisherigen Rechtsprechung (BGE 148 V 174 
E. 6.2 S. 181; Urteil des BGer 8C_663/2022 vom 30. November 2023 E. 
6.3) ausgegangen werden könnte. 

4.6.4 Was sodann die konkrete Festsetzung des Invalideneinkommens 
anbelangt, so ist die von der Beschwerdegegnerin zugrunde gelegte Tabel-
lenposition (Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziffer 62-63) nicht zu beanstan-
den (vgl. auch E. 4.3.2 vorne). Ein vergleichbarer Ausgangswert 
(Fr. 8'833.-- statt Fr. 8'818.--) resultierte, wenn unter Berücksichtigung des 
Umstands, dass dem Beschwerdeführer auch der öffentliche Sektor offen-
steht, auf dieselbe Position der Tabelle T1_tirage_skill_level der LSE 2022 
abgestellt würde. Ferner ist auch der von der Beschwerdegegnerin zugrun-
de gelegte Wert unter Anwendung von Kompetenzniveau 3 entgegen dem 
Beschwerdeführer (Beschwerde S. 6 Art. 7) korrekt: Kompetenzniveau 3 
betrifft "Komplexe praktische Tätigkeiten welche ein grosses Wissen in ei-
nem Spezialgebiet voraussetzen", was auf den Beschwerdeführer nach 
Erlangung des Bachelor of Science im Bereich ... und nach mehrjähriger 
beruflich-praktischer Erfahrung in nämlichen Bereich ohne weiteres zutrifft. 
Entgegen der Beschwerde (S. 6 Art. 7) kann er aufgrund der Höhe der vor 
Durchführung der Eingliederungsmassnahmen erzielten Saläre nichts zu 
seinen Gunsten für die Frage nach dem statistisch erzielbaren Einkommen 
ableiten. Denn dem Beschwerdeführer steht nach erfolgter Ausbildung zum 
Bachelor of Science im Bereich ... – wie in E. 4.6.2.2 vorne gezeigt – ein 
grösserer Fächer möglicher und auch besser entlöhnter Tätigkeiten im pri-
vaten und öffentlichen Bereich offen als vor der Weiterbildung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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4.6.5 Was schliesslich den leidensbedingten Abzug (vgl. E. 4.2.3 vorne) 
anbelangt, so ist gemäss der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung von 
Art. 26bis Abs. 3 IVV kein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen, da die 
vorausgesetzte Schwelle einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für 
einen Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV nicht 
erreicht wird. Es besteht auch kein weiterer Korrekturbedarf im Sinne der 
bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. BGE 150 V 410 E. 10.6 
S. 439). Die medizinisch bedingten Einschränkungen wurden namentlich 
bereits mit dem Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt (act. II 250.1 
S. 50 f.); eine doppelte Anrechnung desselben Gesichtspunktes ist un-
zulässig (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182). Gegenteiliges macht der Be-
schwerdeführer denn auch nicht geltend. Gemäss der ab 1. Januar 2024 
geltenden Fassung von Art. 26bis Abs. 3 IVV ist dagegen ein Abzug von 
10 % vorzunehmen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
IV 200 2025 162 vom 21. August 2025 E. 5.1). Ein weitergehender Abzug 
ist ausgeschlossen.

4.6.6 Demnach beziffert sich das jährliche Invalideneinkommen unter 
Berücksichtigung geschlechtsspezifischer, an die betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung (No-
minallohnindex, Männer, 2021-2024, Position J) angepasster Werte (vgl. 
E. 4.2.4 vorne) sowie unter Berücksichtigung einer 60%igen Arbeitsfähig-
keit per August 2023 auf Fr. 66'507.10 (Fr. 8’818.-- x 12 /40 x 41.2 /99.9 x 
101.6 x 0.6) bzw. per 1. Januar 2024 auf Fr. 59'856.40 (Fr. 8’818.-- x 12 /40 
x 41.2 /99.9 x 101.6 x 0.6 x 0.9).

4.7 Damit beträgt der Invaliditätsgrad per August 2023 gerundet (zur 
Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 23 % ([Fr. 86'578.15 - 
Fr. 66'507.10] /Fr. 86'578.15 x 100) und per Januar 2024 31 % 
([Fr. 86'578.15 - Fr. 59'856.40] /Fr. 86'578.15 x 100). Folglich besteht kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.3 vorne).

4.8 Zusammenfassend ist die Verfügung vom 29. Juli 2025 nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe zu entnehmen.

5.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) 
hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch BGE 128 V 
124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. November 2025, IV 200 2025 588

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerde

führers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.