# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b755ebf5-efe3-5f39-9361-7b0b29b38ac9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2023 E-6203/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6203-2023_2023-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6203/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 11. Oktober 2023 / N (…). 

 

 

 

E-6203/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge 

am 28. September 2022 verliess, am Folgetag nach Serbien gelangte und 

am 28. November 2022 über Italien in die Schweiz einreiste, wo er am Fol-

getag um Asyl nachsuchte (vgl. SEM-Akte […] [nachfolgend: Akte]-10, Zif-

fern 5.01-5.05, Akte 17, Antwort 48), 

dass am 9. Dezember 2022 die Personalienaufnahme (PA; Akte 10) statt-

fand,  

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen 

vom 2. Oktober 2022 (Akte 17) im Wesentlichen vortrug, er sei in 

B._______ (Burundi) geboren,  habe bis 2022 bei seinen Eltern und Ge-

schwistern dort gelebt und sei danach ein Jahr lang bei einem Onkel und 

dessen Familie in C._______ (Burundi) wohnhaft gewesen; er habe bis 

2018 zehn Jahre lang die Schule besucht, anschliessend «(…)» gelernt, 

aber im Heimatstaat nie gearbeitet; seine Eltern und Onkel hätten seinen 

Lebensunterhalt und die Reise nach Europa finanziert, 

dass er weiter vortrug, er habe Probleme in Burundi bekommen, nachdem 

sein Vater seine damalige Ehefrau verlassen und die Mutter des Beschwer-

deführers geheiratet habe; diese erste Ehefrau sei einflussreich gewesen, 

habe um das Erbrecht am Wohnhaus der Familie gestritten und seinen Va-

ter bei den Behörden angezeigt, worauf dieser im Gefängnis in D._______ 

inhaftiert worden sei; zudem sei behauptet worden, dass sein Vater gegen 

die dritte Wiederwahl des Präsidenten Pierre Nkurunziza gewesen sei; die 

Familie habe im Januar 2022 die Nachricht erhalten, dass das Gefängnis 

im Dezember 2021 Feuer gefangen habe; seine Mutter habe den Vater 

besuchen wollen, sei dann als «anderer Mensch» und sehr traurig zurück-

gekehrt und habe ihn – den Beschwerdeführer – nach dem Erhalt von  

mehreren telefonischen Drohungen im Zusammenhang mit dem Wohn-

haus angehalten, zum Onkel nach C._______ zu gehen; seine Mutter habe 

zudem am 30. Juni 2022 einen Anruf erhalten, sei weggegangen und seit-

her nicht mehr zurückgekehrt; die Familie habe die Mutter überall (in Spi-

tälern und bei den Polizeibehörden) gesucht, dann aber erfahren, dass sie 

entführt worden sei; nach diesem Vorfall habe sein Onkel Ausreisepapiere 

für ihn besorgt, worauf er Burundi in Richtung Serbien verlassen habe, 

 

 

E-6203/2023 

Seite 3 

dass das SEM dem Beschwerdeführer den Entwurf des Asylentscheides 

vom 9. Oktober 2023 zur Kenntnis brachte und dieser mit Stellungnahme 

seiner damaligen Rechtsvertretung vom 10. Oktober 2023 darlegte, wes-

halb er mit dem Entscheidentwurf nicht einverstanden sei, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

11. Oktober 2023 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegweisung 

aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass die damalige Rechtsvertretung mit Schreiben vom 11. Oktober 2023 

festhielt, das Mandatsverhältnis zum Beschwerdeführer sei beendet,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. November 2023 (Post-

aufgabe) gegen den SEM-Entscheid vom 11. Oktober 2023 beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei vollständig aufzuheben; ihm sei die Flüchtlingsei-

genschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren; eventualiter sei festzustel-

len, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig, unzumutbar und unmöglich 

sei; subeventualiter sei die SEM-Verfügung aufzuheben und die Angele-

genheit zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzu-

weisen, 

dass in prozessualer Hinsicht um die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-

sucht wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

13. November 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

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Seite 4 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er 

seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 1 

AsylG i.V.m. Art. 10 COVID-19-Verordnung Asyl [SR 142.318]; Art. 52 

Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet zu erkennen ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das SEM seinen ablehnenden Asylentscheid damit begründet, die 

vom Beschwerdeführer vorgetragenen Asylgründe seien vage, äusserst 

knapp, stereotyp und ohne persönliche Details ausgefallen; er habe insbe-

sondere keine spezifischen Angaben zum Drohanruf und zum Verschwin-

den seiner Mutter machen können; zudem habe er die Drohungen, die 

seine Mutter erhalten haben solle, nicht während seines freien Berichts, 

sondern erst im späteren Verlauf der Anhörung geltend gemacht; die ent-

sprechenden Angaben seien auch nur vage und unsubstanziiert ausgefal-

len; schliesslich würden die Schwierigkeiten, die der Beschwerdeführer in 

Burundi erlebt haben wolle – die Absicht der Ex-Ehefrau seines Vaters, das 

Haus der Familie zu erben – auf wirtschaftlichen Gründen und nicht auf 

einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv beruhen, weshalb diesen Vor-

bringen die Asylrelevanz abzusprechen sei,  

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Seite 5 

dass in der Stellungahme der damaligen Rechtsvertretung vom 10. Okto-

ber 2023 keine Tatsachen oder Beweismittel angeführt worden seien, die 

eine Änderung des vorinstanzlichen Standpunktes rechtfertigen könnten, 

dass der Wegweisungsvollzug nach Burundi als zulässig, zumutbar und 

möglich einzuschätzen sei, nachdem weder die dort herrschende politische 

Situation noch persönliche Gründe gegen die Rückkehr des Beschwerde-

führers in sein Heimatland sprechen würden, 

dass in der Rechtsmitteleingabe vorgetragen wird, der Beschwerdeführer 

habe zur Verhaftung seines Vaters im Dezember 2015 nicht sehr detail-

reich berichten können, da er sich zum fraglichen Zeitpunkt in der Schule 

aufgehalten und erst nachträglich durch die Mutter von dieser Festnahme 

erfahren habe; er sei sich zudem nicht bewusst gewesen, dass er hierzu 

weitergehende Ausführungen hätte machen sollen; er habe sich während 

der Anhörung im Rahmen seines freien Berichtes auf die Hintergründe sei-

ner damaligen Situation konzentriert und erst bei den Ergänzungsfragen 

die Drohungen gegenüber seiner Mutter erwähnt; seine Vorbringen seien 

nicht unsubstanziiert, nachgeschoben und unglaubhaft, sondern vielmehr 

widerspruchsfrei, ausführlich und plausibel ausgefallen; zudem seien bei 

der Beurteilung der Glaubhaftigkeit die kulturellen Unterschiede zwischen 

Burundi und der Schweiz mitzuberücksichtigen; in Burundi gelte ein allge-

genwärtiges Misstrauen gegenüber hierarchischen Institutionen; die Ab-

sicht der Ex-Ehefrau seines Vaters habe eine politische Bedrohungslage 

zur Folge gehabt, weshalb die Asylrelevanz zu bejahen sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass vorliegend 

der rechtserhebliche Sachverhalt korrekt und vollständig erhoben worden 

ist, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die Vorbringen, die den 

Beschwerdeführer zur Ausreise aus seinem Heimatland veranlasst haben 

sollen, vollständig aufgenommen (vgl. Ziffer I/2), in seinem Asylentscheid 

berücksichtigt und mit der gebotenen Begründungsdichte gewürdigt hat 

(vgl. Ziffer II, Seite 3 bis 6), 

dass sich die Rüge des unvollständig erhobenen Sachverhalts deshalb als 

unberechtigt erweist und nach dem Gesagten keine Veranlassung besteht, 

die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb 

der entsprechende Beschwerdeantrag abzuweisen ist, 

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dass das Bundesverwaltungsgericht in materieller Hinsicht die vorinstanz-

liche Einschätzung teilt und zum Schluss gelangt, dass aufgrund der Ak-

tenlage tatsächlich nichts dafür spricht, dass der Beschwerdeführer in sei-

ner Heimat aus einem asylrelevanten Grund – wegen seiner Rasse, Reli-

gion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder 

wegen seiner politischen Anschauungen – jemals Nachteile erlitten oder 

aus einem dieser Gründe ernsthaft für die Zukunft Verfolgung zu gewärti-

gen hätte,   

dass das SEM in der Verfügung zutreffend ausführt, dass den Problemen 

mit der Ex-Ehefrau seines Vaters (Streit um die Erbschaft am Haus der 

Familie) respektive seine Probleme mit unbekannten Personen (Erhalt von 

telefonischen Drohungen, die von der Ex-Ehefrau des Vaters veranlasst 

worden seien) kein flüchtlingsrechtliches Motiv gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG 

zugrunde liege,  

dass auch der Umstand, dass sich der Vater des Beschwerdeführers in 

Burundi nicht politisch engagiert habe, die Schlussfolgerung der fehlenden 

Asylrelevanz der vorgetragenen Schwierigkeiten bestärkt, nachdem kei-

nerlei Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Verfolgung vorlie-

gen, 

dass auch die vorinstanzliche Einschätzung zu bestätigen ist, dass der Be-

schwerdeführer äusserst vage und unsubstanziierte Angaben zu den vor-

getragenen Schwierigkeiten zu Protokoll gegeben hat, indem er anführte, 

von den Hintergründen der Verhaftung seines Vaters «einfach gehört» zu 

haben, ohne aber angeben zu können, von wem der Vater verhaftet wor-

den sei, 

dass er auch nie persönlichen Kontakt zur Ex-Ehefrau seines Vaters und 

deren Brüdern gehabt haben will und seine Angaben auf blossem Hören-

sagen beruhen (vgl. Akte 17, Antworten 63 ff.),  

dass er auch keine substanziierten Angaben zur angeblichen Entführung 

seiner Mutter (vgl. Akte 17, Antworten 84 ff.) oder zur Frage, von welchen 

Personen er respektive seine Familie bedroht worden sei (vgl. Akte 17, Ant-

wort 99), machen konnte, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung explizit angab, er habe sich 

bei der Suche nach seiner Mutter bei mehreren Polizeistationen gemeldet 

(vgl. Akte 17, Antworten 92-96), weshalb nicht nachvollziehbar bleibt, wes-

halb er sich nicht auch gegen die erhaltenen Drohungen seitens der Ex-

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Ehefrau seines Vaters und deren Gefolgschaft bei den Polizeibehörden zur 

Wehr gesetzt hat,  

dass aus den Akten keine Hinweise dafür hervorgehen, dass sich die bu-

rundischen Behörden aus einem asylbeachtlichen Motiv geweigert hätten, 

eine entsprechende Anzeige entgegenzunehmen oder entsprechende Er-

mittlungen einzuleiten, 

dass für die weiteren Einzelheiten in der Begründung zwecks Vermeidung 

von Wiederholungen vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefoch-

tenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass nach dem Gesagten vom Beschwerdeführer weder im vorinstanzli-

chen Verfahren noch auf Beschwerdeebene konkrete Anhaltspunkte für 

das Vorliegen einer ernsthaften und konkreten Verfolgungssituation vorge-

tragen worden sind,   

dass auch der Verweis in der Rechtsmitteleingabe auf die kulturellen Un-

terschiede zwischen Burundi und der Schweiz keine stichhaltigen Hinweise 

auf das Glaubhaftmachen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-

rers zu liefern vermag, 

dass es sich bei der Ausführung, der Beschwerdeführer habe sich bei der 

Wiedergabe seiner Asylgründe zunächst auf die Hintergründe seiner da-

maligen Situation konzentriert und die Drohungen erst auf Ergänzungsfra-

gen hin vorgetragen, um einen unbehelflichen, nicht stichhaltigen Erklä-

rungsversuch für das Nachschieben von Vorbringen handelt,  

dass diesen Erwägungen zufolge das SEM zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine 

Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster 

Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-

lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG 

i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

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dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der 

Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Be-

schwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung 

im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass es sich beim Beschwerdeführer nach Aktenlage um einen (…)-jähri-

gen Mann handelt, welcher über eine zehnjährige Schulbildung und eine 

Berufsausbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich (vgl. Akte 17, Antwor-

ten 18 und 25) verfügt, 

dass mehrere Familienangehörige (Geschwister, Onkel und dessen Kin-

der) in Burundi leben (vgl. Akte 17, Antwort 32), so dass der Beschwerde-

führer in seiner Heimat auch nach wie vor über persönliche Anknüpfungs-

punkte verfügt, auch wenn er gleichzeitig angibt, nicht zu wissen, wo sich 

seine Eltern zurzeit aufhalten (vgl. Akte 17, Antwort 35), 

dass es dem Beschwerdeführer zudem unbenommen bleibt, sich in einer 

anderen Region seines Heimatlandes aufzuhalten, sollte er eine Rückkehr 

an den bisherigen Wohnort seiner Familie aus persönlichen Gründen nicht 

in Betracht ziehen, 

dass in der Beschwerde auch keine Argumente angeführt werden, die da-

rauf schliessen liessen, dass ein Wegweisungshindernis vorliegen würde,   

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen 

ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), da der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei 

der dafür zuständigen Vertretung seines Heimatstaates die für seine 

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Seite 9 

Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 

AsylG; BVGE 2008/34 E. 12),  

dass nach dem Gesagten das SEM zu Recht den Vollzug der Wegweisung 

angeordnet hat,  

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens, welche 

praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind, aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Sandra Bodenmann 

 

 

Versand: