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**Case Identifier:** 0e090cb0-4525-5b2e-8cee-3a2261074752
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.07.2017 200 2017 179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-179_2017-07-05.pdf

## Full Text

200 17 179 IV
SCP/SAW/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juli 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
ab April 1991 bis August 2008 als Mitarbeiter auf dem … tätig und wurde 
am 19. August 2008 durch seine damalige Arbeitgeberin, die Einwohner-
gemeinde …, u.a. wegen Gelenkschmerzen, Rheuma und diversen Angst-
zuständen bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zur 
Früherfassung angemeldet (Akten der IVB [act. II] 1; 3). Am 22. September 
2008 (act. II 8) erfolgte die Anmeldung zum Leistungsbezug durch den 
Versicherten. Die IVB führte daraufhin erwerbliche sowie medizinische Ab-
klärungen durch, wobei sie insbesondere bei der Abklärungsstelle 
C.________, eine Arbeitsmarktliche-Medizinische Abklärung (AMA; vgl. 
Abschlussbericht AMA vom 17. November 2008, act. II 29 S. 2) veranlasste 
und den Versicherten durch die MEDAS D.________ polydisziplinär begut-
achten liess (vgl. Gutachten der MEDAS D.________ Bern vom 8. Juni 
2009, act. II 40 S. 3). Mit Verfügung vom 16. September 2009 (act. II 51) 
lehnte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 34% den Anspruch auf eine 
Invalidenrente ab. Zudem wurde, nachdem ein Arbeitstraining bei der Ab-
klärungsstelle E.________ durchgeführt worden war (vgl. Bericht Grundab-
klärung vom 29. Oktober 2009, act. II 57) und der Versicherte eine tem-
poräre Arbeitsstelle bei der Firma F.________ AG antreten konnte, mit Mit-
teilung vom 17. September 2010 (act. II 67) die Arbeitsvermittlung abge-
schlossen. 

B.

Am 1. September 2015 (act. II 70) meldete sich der Versicherte aufgrund 
einer massiven Adipositas erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an. In 
der Folge führte die IVB medizinische Abklärungen durch und holte bei der 
MEDAS G.________ ein interdisziplinäres Gutachten, datiert vom 14. Juli 
2016 (act. II 94.1), ein. Nach einer Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (RAD) vom 9. August 
2016 (act. II 97) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 

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19. August 2016 (act. II 99) die Abweisung des Leistungsbegehrens in 
Aussicht und führte zur Begründung aus, es liege kein Revisionsgrund vor. 
Zwar werde eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geschildert, 
diese sei jedoch in erster Linie durch das massive Übergewicht zu begrün-
den. Bei einer zumutbaren Gewichtsreduktion würden sich die körperlichen 
Beschwerden in erheblichem Ausmass verringern. Im Weiteren sei dem 
Versicherten auch unter Berücksichtigung der aktuellen Leistungsein-
schränkung eine ganztägige Präsenz in einer wechselbelastenden Arbeit, 
mit einer Leistungsminderung von 20%, zumutbar. Dagegen erhob der 
Versicherte am 7. September 2016 (act. II 103) Einwand. Nachdem das 
Dossier dem RAD erneut zur Stellungnahme unterbreitet worden war (act. 
II 108 S. 2) und ein Gutachter der MEDAS G.________ zusätzliche Fragen 
beantwortet hatte (vgl. Stellungnahme vom 5. Dezember 2016, act. II 110), 
verfügte die IVB am 18. Januar 2017 (act. II 112) wie im Vorbescheid in 
Aussicht gestellt und wies das Leistungsbegehren ab.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 16. Februar 2017 Beschwerde. Er beantragt die kostenfäl-
lige Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 18. Januar 2017 und die 
Ausrichtung einer Invalidenrente.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 17. März 
2017 auf Abweisung der Beschwerde. Dabei nahm sie auf Ersuchen des 
Instruktionsrichters hin (vgl. prozessleitende Verfügung vom 17. Februar 
2017) insbesondere zur Zumutbarkeit eines bariatrisch-chirurgischen Ein-
griffs Stellung und äusserte sich zur Frage, ob und gegebenenfalls in wel-
cher Form der Beschwerdeführer auf seine Schadenminderungspflicht hin-
gewiesen worden war bzw. weshalb allenfalls die Durchführung des Mahn- 
und Bedenkzeitverfahrens nicht erforderlich gewesen war.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 18. Januar 2017 (act. II 
112). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

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2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

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(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach 
zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü-
fungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV 
Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.6 Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr 
Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 
ATSG) zu verhindern. Es ist primär Sache des Einzelnen, sich um eine 
angemessene Eingliederung zu bemühen. Kann eine versicherte Person 
ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber beheben, so 
besteht gar keine Invalidität, womit es an der unabdingbaren Anspruchs-
voraussetzung für jegliche Leistungen der Invalidenversicherung – auch für 
Eingliederungsmassnahmen – fehlt. Die Selbsteingliederung als Ausdruck 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht nicht nur dem Renten-, 
sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor (BGE 113 V 
22 E. 4a S. 28; AHI 2001 S. 282 E. 5a aa; RKUV 1987 U 26 S. 391).

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Je nach den Umständen greift die Schadenminderungspflicht in die ver-
schiedensten Lebensbereiche ein, wobei jedoch von den Versicherten nur 
solche Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der 
gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu-
mutbar sind (BGE 138 I 205 E. 3.2 S. 209). Die Anforderungen an die 
Schadenminderungspflicht sind zulässigerweise dort strenger, wo eine er-
höhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung (namentlich durch Be-
zug einer Rente oder bei einer grundlegend neuen Eingliederung) in Frage 
steht (BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274, 134 I 105 E. 8.2 S. 111).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 1. Sep-
tember 2015 (act. II 70) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom 
Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, 
ob zwischen der rentenabweisenden Verfügung vom 16. September 2009 
(act. II 51) und der hier angefochtenen Verfügung vom 18. Januar 2017 
(act. II 112) eine wesentliche Veränderung der erheblichen Tatsachen ein-
getreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad bzw. den Rentenanspruch 
zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 16. September 2009 (act. II 51) stützte sich in 
medizinischer Hinsicht massgeblich auf das polydisziplinäre Gutachten der 
MEDAS D.________ vom 8. Juni 2009 (act. II 40 S. 3), welches auf den 
Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie 
basiert. Unter Berücksichtigung aller Fachgebiete stellten die Gutachter 
folgende Diagnosen (act. II 40 S. 17 Ziff. 4):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit:

1. Narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8)
2. Morbide Adipositas (BMI > 50 kg/m2)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit:

3. Arterielle Hypertonie
4. Kontrollbedürftiger Blutzuckerwert
5. Aktenkundig Dyslipidämie (Oktober 2002)
6. Myalgien, höchstwahrscheinlich Ausdruck eines myofaszialen Schmerz-

syndroms mit muskulärer Dysbalance des Schulter- und Beckengürtels

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7. Zustand nach Polytoxikomanie (ICD-10 F19), derzeit sporadisch Alko-
holkonsum

8. Aktenkundig rezidivierende Tonsillitis
9. Benigne ventrikuläre Extrasystolen (fachärztlich abgeklärt im Oktober 

2002)
10. Zustand nach zweitgradiger Verbrennung der Fusssohle beidseits am 

1. August 2004
11. Eigenanamnestisch Zustand nach Zeckenbiss 2000 oder 2001

Auf der körperlichen Ebene sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in 
qualitativer Hinsicht durch seine morbide Adipositas und die aus dieser 
entstehende chronische Belastung von Herz-/Kreislauf, Rücken und Bein-
gelenken limitiert. Die im rheumatologischen Gutachten aufgeführten Myal-
gien (Muskelschmerzen) seien durch aktive physikalische Massnahmen 
prinzipiell reversibel (S. 20 Ziff. 1). Die im Jahre 2007 durchgeführten Rönt-
genaufnahmen der Hüft- und Kniegelenke zeigten keine Anhaltspunkte für 
eine Polydegeneration, wobei rein statisch gesehen der Versicherte ein 
deutlich erhöhtes relatives Risiko für die Entwicklung von Kniegelenksar-
throsen infolge der morbiden Adipositas besitze. Aus der Beurteilung des 
Bewegungsapparates ergebe sich heute keine Einschränkung für die bis-
herige Arbeitstätigkeit als … und für eine dem Leiden bestens angepasste 
Tätigkeit (S. 34). Aus psychiatrischer Sicht bestehe ein ausgeprägter Nar-
zissmus, zu welchem verstärkte Kränkbarkeit gehöre. Zudem sei ein unge-
zügeltes Essverhalten eruierbar (S. 20). Zwar seien beim Versicherten er-
hebliche narzisstische Persönlichkeitszüge zu konstatieren, diese seien 
aber nicht so ausgeprägt, dass sie einer Eingliederungsfähigkeit widerspre-
chen würden. Der Explorand sei durchaus interaktionsfähig und seinem 
Arbeitsumfeld zumutbar (S. 30 Ziff. 3). Gestützt auf die psychiatrische Be-
urteilung sei der Versicherte in der Lage, sämtliche körperlich zumutbaren 
Arbeiten regelmässig und vollschichtig (8,5 Stunden pro Tag) zu verrichten 
(S. 30 Ziff. 4).

Nach durchgeführter Konsensbesprechung hielten die Gutachter fest, die 
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar (S. 21 Ziff. 7). Medizinisch ver-
tretbar seien körperlich leichte, überwiegend sitzend, gelegentlich gehend, 
selten stehend auszuübende manuelle Tätigkeiten. Repetitives Heben 
und/oder Tragen von Gewichten über 15kg sollte der Versicherte unterlas-
sen. Zudem empfehle sich aus psychiatrischer Indikation ein Einzelarbeits-

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platz. Eine angepasste Tätigkeit könne der Versicherte ganztags zu 100% 
ausüben (S. 21 f. Ziff. 11 ff.). 

3.3 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens fanden im Wesentli-
chen die folgenden medizinischen Dokumente Eingang in die Akten:

3.3.1 Das Gutachten der MEDAS G.________ vom 14. Juli 2016 (act. II 
94.1) basiert auf den Fachgutachten in den Bereichen Dermatologie, Or-
thopädie, Psychiatrie, Chirurgie/Unfallchirurgie und Innere Medizin. Unter 
Berücksichtigung aller Fachgebiete stellten die Gutachter folgende Diagno-
sen (S. 21 f. lit. E):

Diagnosen mit Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Adipositas permagna (BMI 62 kg/m2)
2. Fortgeschrittene Varusgonarthrose beidseits mit Bewegungseinschrän-

kungen an beiden Kniegelenken
3. Chronisch wiederkehrende Lumbalgien bei Wirbelsäulenfehlstatik in 

Form leichter Verstärkung der Lendenlordose und bei beginnenden de-
generativen LWS-Veränderungen

4. Wiederkehrende Schulterarthralgien rechts bei beginnenden degenera-
tiven Veränderungen

5. Chronische Herz-Kreislaufbelastung bei metabolischem Syndrom bei 
Adipositas permagna, arterieller Hypertonie (behandelt), Verdacht auf 
Diabetes mellitus, Dyslipidämie (zurzeit nicht medikamentös therapiert), 
Verdacht auf Steatosis hepatis, Herzrhythmusstörungen (aktuell nicht 
nachweisbar)

6. Lymph- (und Lip-)ödeme an beiden Unterschenkeln mit Status nach 
Unterschenkelulzerationen 

Diagnosen ohne Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit:

7. Myofasziales Schmerzsyndrom, Status nach Zeckenbiss (2001), Ver-
dacht auf Schilddrüsenunterfunktion

8. Onychodystrophie sämtlicher Zehennägel
9. Fibroider/nävoider Knoten unterhalb des linken Knies
10. Pigmentnävus am Rücken
11. Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit reduzierter Impulskontrolle, leich-

ter Kränkbarkeit
12. Zustand nach Polytoxikomanie (abstinent)
13. Zustand nach depressiver Episode, remittiert

In dermatologischer Hinsicht wurde festgehalten, nach nun abgeheilten 
Ulzerationen im Rahmen der kompensierten Unterschenkellymphödeme 
sei die Arbeitsfähigkeit lediglich im Hinblick auf Arbeiten, welche aussch-
liessliches Stehen oder Sitzen erforderten, eingeschränkt (S. 34).

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Gestützt auf die orthopädische Exploration hielt Dr. med. H.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, fest, es lägen Funktionseinschränkungen betreffend die rechte 
Schulter, die LWS und die Kniegelenke vor. Tätigkeiten zu erbringen im 
Stehen und Gehen seien aufgrund der bestehenden Arthrosebefunde an 
den Kniegelenken nicht mehr möglich. Ebenso wenig seien jegliche knien-
de Tätigkeiten, Arbeiten verbunden mit gelegentlichem Gehen und Stehen 
auf Leitern, Treppen oder in unebenem Gelände wie auch alle mittelschwe-
ren sowie schweren körperlichen Tätigkeiten noch ausführbar. Bei all die-
sen Arbeiten seien erhebliche Schmerzen in den Kniegelenken zu erwar-
ten. Die Wetterfühligkeit sei nachvollziehbar und aufgrund dessen sollten 
keine Arbeiten unter Exposition gegenüber Nässe, Kälte und Zugluft gefor-
dert werden. Auch die berichteten erheblichen Anlaufschmerzen in den 
Kniegelenken beim Aufstehen aus sitzender Position seien durch die Be-
funde erklärbar. Objektivierbar seien zudem belastungsabhängige Schmer-
zen in der Wirbelsäule, insbesondere in der LWS, bei langem Stehen und 
Gehen, beim Aufrichten aus gebückter Haltung, bei langen statischen Be-
lastungen sowie bei allen längeren Belastungen der Wirbelsäule ausser-
halb der Körperachse. Auch Tätigkeiten verbunden mit Belastungen der 
rechten Schulter durch mittelschwere und schwere körperliche Arbeit seien 
nicht mehr möglich. Ellbogen-, Hand-, und Fingergelenke seien indessen 
uneingeschränkt einsetzbar. Idealerweise arbeite der Versicherte in einer 
ausschliesslich leichten, ganz überwiegend im Sitzen zu erbringenden 
Tätigkeit. Nachdem aber eine dauerhaft im Sitzen zu erbringende Tätigkeit 
auch nicht mehr geeignet erscheine und kurzes Aufstehen beim Arbeiten in 
überwiegend sitzenden Tätigkeiten zu erheblichen Schmerzen in den Knie-
gelenken führe, resultiere ebenfalls für eine dem Leiden ideal angepasste 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit mit eingeschränkter Leistung (Leistungs-
fähigkeit 80%, S. 46). Das Arbeitspensum sei mit 8,5 Stunden pro Tag nicht 
eingeschränkt (S. 44). 

Aus psychiatrischer Sicht konnten keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt werden (S. 54).

Im Rahmen der chirurgischen/unfallchirurgischen Beurteilung wurde ausge-
führt, der Versicherte sei wegen seines Körpergewichts und den damit ver-

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bundenen degenerativen Veränderungen, vor allem der Kniegelenke, in der 
Mobilität eingeschränkt. Für eine Arbeit, wie zuletzt bei der Firma 
F.________ AG, wie auch in einer anderen ideal angepassten Tätigkeit mit 
Wechselbelastung, kurzen Gehstrecken, ohne Gehen auf unebenem 
Gelände, ohne Leitersteigen und mit einer Gewichtslimite von maximal 
15kg liege mit Sicherheit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit vor (20%ige Reduk-
tion wegen Pausen; S. 16).

Betreffend die internistische Untersuchung wurde vermerkt, auf körperlicher 
Ebene bestehe in quantitativer Hinsicht eine Limitierung der Arbeitsfähig-
keit wegen der durch die morbide Adipositas entstehenden chronischen 
Belastung für Herz und Kreislauf. Deshalb sollte beim Versicherten von 
einer Leistungseinbusse von maximal 20% ausgegangen werden (S. 59).

Nach durchgeführter Konsensbesprechung hielten die Gutachter fest, der 
Versicherte sei aus interdisziplinärer Sicht zu 80% arbeitsfähig für eine ma-
ximal leichte, wechselbelastende Arbeit, ohne lange Gehstrecken, ohne 
Steigen auf Leitern, ohne Überkopfarbeiten, ohne Arbeiten in überhitzten 
Räumen, in der Nässe oder Kälte und ohne Schichtarbeiten (S. 21). 

3.3.2 In der Stellungnahme vom 9. August 2016 (act. II 97) gab der RAD-
Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, an, konservative 
Massnahmen zur Gewichtsreduktion seien zumutbar. Zudem sei bei dieser 
massiven Adipositas eine bariatrische Operation zu diskutieren. Eine gene-
relle versicherungsmedizinische Verpflichtung zur Durchführung einer sol-
chen Operation könne dem Versicherten jedoch nicht auferlegt werden.

3.3.3 Am 5. Dezember 2016 (act. II 110) nahm Dr. med. J.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, der MEDAS G.________ zur 
Frage Stellung, ob der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen un-
fähig sei, etwas gegen seine höchst massive Adipositas zu tun. Dabei legte 
er dar, die Passivität bzw. Untätigkeit betreffend die aktive Gewichtsab-
nahme sei nicht eine Folge der psychischen Situation, insbesondere nicht 
der vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierung. Im Hinblick auf die schwere 
Adipositas sei von einem Suchtverhalten auszugehen. Der Versicherte ha-
be in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt, dass es ihm bei ent-
sprechender Motivation gelungen sei, den Drogen-, Alkohol- und Nikotin-

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konsum einzustellen. Es gebe keine objektiven Gründe, die einer mögli-
chen Gewichtsreduktion entgegenstehen würden. Mangelhafte Motivation 
sei nicht durch eine versicherungspsychiatrisch bedeutsame psychische 
Störung/Erkrankung begründet (S. 3).

3.3.4 Lic. phil. K.________, Fachpsychologin für Psychotherapie, führte 
im Bericht vom 2. Februar 2017 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4) 
aus, der Patient leide unter massivem Übergewicht sowie entsprechenden 
Folgekrankheiten und es sei offensichtlich, dass er deswegen nicht mehr 
voll arbeitsfähig sei. Der Patient habe schon verschiedene Versuche ge-
macht abzunehmen, die leider nicht dokumentiert seien und die längerfris-
tig nicht zum Erfolg geführt hätten. Es sei bekannt, dass nur 10 bis 20% der 
Betroffenen mit einer Therapie längerfristig Erfolg hätten, wobei sie sich auf 
50% der ursprünglich erreichten Gewichtsabnahme stabilisierten. Würde 
der Patient zu den 10% erfolgreichen gehören und könnte z.B. 50kg ab-
nehmen, würde sich das bei 25kg Gewichtsabnahme einpendeln. Falls er 
das halten könnte, würde er immer noch über 200kg wiegen, was an der 
Problematik nicht viel ändern würde. Das Essverhalten des Patienten sei 
eine Bewältigungsstrategie für seine psychischen Probleme. Zu Grunde 
liege sicher eine Depression. Diese habe mit der schweren Kindheit und 
weiteren Lebensereignissen zu tun.

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

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tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Im Rahmen der Begutachtung der MEDAS D.________ vom 8. Juni 
2009 legte der rheumatologische Gutachter dar, dass die im Jahre 2007 
durchgeführten Röntgenaufnahmen der Hüft- und Kniegelenke keine Hin-
weise für eine Polydegeneration zeigten, aber rein statistisch gesehen der 
Beschwerdeführer ein deutlich erhöhtes relatives Risiko für die Entwicklung 
von Kniegelenksarthrosen infolge der morbiden Adipositas aufweise (act. II 
40 S. 34). Dieses Risiko hat sich in der Zwischenzeit im Sinne einer Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes verwirklicht, belegen doch die 
Röntgenaufnahmen der Kniegelenke vom Dezember 2015 eine fortge-
schrittene medial betonte Gonarthrose beidseits mit fast vollständiger Auf-
hebung des medialen Gelenkspaltes beidseits (act. II 94.1 S. 43). Dabei 
handelt es sich um einen degenerativen Gesundheitsschaden, weshalb – 
entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (act. II 112 S. 1) – unerheb-
lich ist, dass dieser bei (rechtzeitiger) Einhaltung der Schadenminderungs-
pflicht in Form der bereits im Jahre 2007 für dringend indiziert gehaltenen 
Gewichtsreduktion (vgl. act. II 40 S. 34) in der Entwicklung hätte aufgehal-
ten bzw. aufgeschoben werden können. Die Verschlechterung erweist sich 
in Anbetracht der sich aus den Befunden dauerhaft ableitbaren Funktions-
einschränkungen, wonach der Beschwerdeführer nicht mehr im Stehen und 
Gehen tätig werden kann und ihm jegliche knienden Arbeiten, Tätigkeiten 
verbunden mit gelegentlichem Gehen und Stehen auf Leitern, Treppen 
oder in unebenem Gelände wie auch alle mittelschweren und schweren 
körperlichen Tätigkeiten nicht mehr zumutbar sind (act. II 94.1 S. 44), denn 
auch als erheblich und damit (potenziell) rentenrelevant. Im Weiteren geht 
aus den medizinischen Akten hervor, dass die degenerativen Veränderun-
gen der Wirbelsäule zugenommen haben und sich eine Funktionsein-
schränkung an der rechten Schulter entwickelt hat (act. II 94.1 S. 23 Ziff. 
1.1 und S. 45). Damit ist – im Vergleich zur Verfügung vom 16. September 
2009 (act. II 51) – klar ein Revisionsgrund bzw. ein Neuanmeldungsgrund 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 14

ausgewiesen und der Rentenanspruch umfassend zu prüfen (vgl. E. 2.5 
hiervor).

3.6 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 18. Januar 2017 (act. II 112) massgeblich auf die interdisziplinä-
re Beurteilung der MEDAS G.________ vom 14. Juli 2016 (act. II 94.1) 
gestützt. Die Gutachter haben ihre Einschätzungen gestützt auf die eige-
nen Untersuchungen und in Kenntnis der medizinischen Vorakten gewon-
nen und dabei die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers sowie die 
objektiven Befunde berücksichtigt. Die Ausführungen in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. 
Das Gutachten der MEDAS G.________ erfüllt demnach die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm – 
wie nachfolgend dargelegt wird – trotz der vom Beschwerdeführer aufge-
führten Ungereimtheit (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 2) volle Beweiskraft zu-
kommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

3.6.1 Vorab ist im Rahmen der Beweiswürdigung klarzustellen, dass es 
sich bei der im orthopädischen Teilgutachten einmalig angegebenen Leis-
tungsfähigkeit von „60%“ (vgl. act. II 94.1 S. 45) um einen Verschrieb han-
deln muss und – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. 
Beschwerde S. 3 Ziff. 2) – darauf nicht abgestellt werden kann. So beziffer-
te der orthopädische Gutachter Dr. med. H.________ unmittelbar folgend 
sowohl mit Bezug auf die zuletzt bei der Firma F.________ AG ausgeübte 
Tätigkeit als auch hinsichtlich einer ideal angepassten Arbeit die Leistungs-
fähigkeit auf 80% (act. II 94.1 S. 46). Die daraus resultierende Leistungs-
einschränkung von 20% begründete er mit dem Erfordernis eines erhöhten 
Pausenbedarfs zufolge der fortgeschrittenen Varusgonarthrose, wobei er 
insbesondere erwähnte, dass beim Aufstehen aus sitzender Position bei 
wechselbelastenden Tätigkeiten Anlaufschwierigkeiten bestehen (act. II 
94.1 S. 44 und 46). Den Grad der Leistungseinschränkung berechnete 
Dr. med. H.________ aufgrund der Erkenntnisse während der AMA-
Abklärung in der Abklärungsstelle C.________, gemäss welchen der Be-
schwerdeführer zusätzliche Pausen von täglich insgesamt 30 bis 60 Minu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 15

ten beanspruchte (act. II 29 S. 4) und gestützt auf einen Zuschlag wegen 
des seitherigen fortgeschrittenen Verlaufs der Varusgonarthrose (act. II 
94.1 S. 45). Bei dem vom orthopädischen Gutachter angenommenen Ar-
beitspensum von 8,5 Stunden beträgt der Pausenbedarf bei einer Leis-
tungseinschränkung von 20% täglich 1.7 Stunden resp. 102 Minuten. In 
Anbetracht der Angaben des Beschwerdeführers sowie der Beobachtungen 
des Gutachters, wonach der Beschwerdeführer erst nach 25 Minuten – und 
bloss kurz – aufstehen musste (act. II 94.1 S. 42), dürfte sich die Annahme 
von Dr. med. H.________, dass pro Arbeitsstunde Pausen von durch-
schnittlich 12 Minuten eingelegt werden müssen (102 Minuten : 8.5 Stun-
den), – aus rein orthopädischer Sicht – sogar als sehr grosszügig erweisen. 
Ein erhöhter Pausenbedarf resultiert indessen auch aufgrund der wegen 
der morbiden Adipositas entstandenen chronischen Belastung für Herz und 
Kreislauf (act. II 94.1 S. 59). Dabei ist festzustellen, dass die zusätzlichen 
Pausen von durchschnittlich 12 Minuten pro Arbeitsstunde sowohl mit Blick 
auf die LWS und die Kniegelenke als auch bezüglich des Herzkreislaufes 
entlastend wirken. Es ist somit nachvollziehbar, dass sich die in den einzel-
nen Disziplinen attestierten Leistungseinschränkungen – entgegen den 
Ausführungen in der Beschwerde (S. 3 Ziff. 2) – nicht additiv auswirken. 
Die Gutachter legten folglich schlüssig und überzeugend dar, dass der Be-
schwerdeführer aus internistischer Sicht in einer maximal leichten, wech-
selbelastenden Arbeit, ohne lange Gehstrecken, ohne Steigen auf Leitern, 
ohne Überkopfarbeiten, ohne Tätigkeiten in überhitzten Räumen, in der 
Nässe oder Kälte und ohne Schichtarbeiten zu 80% arbeitsfähig ist (act. II 
94.1 S. 21). Darauf ist vollumfänglich abzustellen, zumal dem aktuellen 
Körpergewicht denn auch Rechnung getragen wird und sich damit die Um-
setzung schadenmindernder Massnahmen erübrigt. Anhaltspunkte, welche 
eine andere Betrachtungsweise rechtfertigen könnten, sind den Akten nicht 
zu entnehmen. Insbesondere vermag der Bericht von lic. phil. K.________ 
vom 2. Februar 2017 (act. I 4) den Beweiswert des Gutachtens der MEDAS 
G.________ (act. II 94.1) in keiner Art und Weise in Zweifel zu ziehen. 
Geht doch die Psychologin, welche keine Zeit hatte, alle Akten zu studie-
ren, davon aus, dass dem massiven Übergewicht eine Depression zu 
Grunde liegt, ohne diese Einschätzung aus medizinischer Sicht eingehend 
und stichhaltig zu begründen. Zudem legte sie ihren Ausführungen unbe-
legte Annahmen zu Grunde und äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 16

Vielmehr ist diesbezüglich auf die schlüssige Stellungnahme von Dr. med. 
J.________ vom 5. Dezember 2016 abzustellen, wonach die Passivität 
bzw. Untätigkeit des Beschwerdeführers betreffend die aktive Gewichtsab-
nahme nicht eine Folge der psychischen Situation ist, insbesondere nicht 
der vorliegenden Persönlichkeitsakzentuierung (act. II 110 S. 3 Ziff. 2). 

3.6.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass gestützt auf das beweiskräftige 
Gutachten der MEDAS G.________ vom 14. Juli 2016 (act. II 94.1) in einer 
angepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
auszugehen ist. 

4.

4.1 Nachfolgend ist der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleich zu 
bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor). 

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 17

zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

Gestützt auf die Neuanmeldung zum Leistungsbezug vom 1. September 
2015 (act. II 70) und Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung) 
liegt der Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im März 2016. 
Das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war mit Blick auf die 
seit August 2008 bestehende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit als … (vgl. act. II 3; 94.1 S. 22) in diesem Zeitpunkt bereits erfüllt. 
Somit ist der Einkommensvergleich auf das Jahr 2016 hin vorzunehmen. 

4.5

4.5.1 Beim Valideneinkommen kann offen bleiben, ob es sich bei der 
Tätigkeit als … auf dem … aufgrund der durch die seit jeher morbide Adi-
positas bedingten Einschränkungen überhaupt je um eine zumutbare An-
stellung gehandelt hat und ob der Beschwerdeführer diese bei guter Ge-
sundheit noch ausüben würde resp. aus welchen Gründen damals die 
Kündigung erfolgte (vgl. ergänzend act. II 3 f.; 94.1 S. 48 und 52 f.; Be-
schwerdeantwort S. 4 Ziff. 14). Wie nachfolgend dargelegt wird, resultiert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 18

selbst bei der Berücksichtigung des aufindexierten Einkommens als … kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Gemäss Angaben der ehemaligen 
Arbeitgeberin verdiente der Beschwerdeführer monatlich Fr. 5'691.10 und 
damit im Jahr 2008 Fr. 73'984.30 (inkl. 13. Monatslohn; act. II 23 S. 2). An-
gepasst an die Nominallohnentwicklung per 2015 (Fr. 73'984.30 / 105.1 x 
108.8 [Tabelle T1.1.05, Nominallohnindex, Männer, Abschnitt L, 2006-
2010, Index Jahr 2008: 105.1 Punkte, Index Jahr 2010: 108.8 Punkte] / 100 
x 102.3 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Abschnitt O, 2011-
2016, Index Jahr 2010: 100 Punkte, Index Jahr 2015: 102.3 Punkte, abruf-
bar auf www.bfs.admin.ch]) beträgt das Valideneinkommen Fr. 78'350.40.

4.5.2 Da der Beschwerdeführer keiner zumutbaren Arbeitstätigkeit nach-
geht, ist das Invalideneinkommen aufgrund der LSE festzusetzen (vgl. 
E. 4.3 hiervor). Ihm sind leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne lange 
Gehstrecken, ohne Steigen auf Leitern, ohne Überkopfarbeiten, ohne Tätig-
keiten in überhitzten Räumen, in der Nässe oder Kälte und ohne Schichtar-
beiten bei voller Stundenpräsenz zu 80% zumutbar (act. II 94.1 S. 21). 
Gemäss der LSE 2014, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Tabelle TA1, Privater 
Sektor, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art), Männer, beträgt das durchschnittliche Einkommen für Hilfs-
arbeiten über sämtliche Wirtschaftszweige Fr. 5'312.-- pro Monat (Total-
wert). Dieses Einkommen ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden (Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsab-
teilungen, ab 2004-2015, Total, 2015) anzupassen und auf das Jahr 2015 
zu indexieren (Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, 2011-
2016, Index Jahr 2014: 103.2 Punkte, Index Jahr 2015: 103.5 Punkte). Zu-
dem ist zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer eine Leistungs-
fähigkeit von 80% attestiert wurde. Daraus resultiert ein jährliches Einkom-
men von Fr. 53'317.-- (Fr. 5'312.-- x 12 : 40 x 41.7 : 103.2 x 103.5 - 20%).

4.5.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 78'350.40 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 53'317.-- resultiert eine Einkommenseinbusse in 
der Höhe von Fr. 25'033.40, was einen Invaliditätsgrad von gerundet 32% 
(zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3) ergibt. Somit besteht 
kein Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 19

Soweit die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen leidensbe-
dingten Abzug von 20% zugesteht (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 14), 
ist dies weder nachvollziehbar noch mit der geltenden Praxis in Einklang zu 
bringen. Das im Gutachten der MEDAS G.________ vom 14. Juli 2016 
festgehaltene Zumutbarkeitsprofil (act. II 94.1 S. 21) berücksichtigt die kör-
perlichen Einschränkungen umfassend, weshalb diese nicht noch einmal 
im Rahmen eines Tabellenlohnabzuges zu beachten sind. Ebenso wenig 
berechtigen die persönlichen Umstände zu einem Abzug vom Tabellen-
lohn. Selbst wenn der Beschwerdeführer aufgrund seiner imposanten Er-
scheinung und der Arbeit in einer angepassten Tätigkeit eine Lohneinbusse 
hinzunehmen hätte, wäre diese in keinem Fall auf 20%, sondern höchstens 
auf 10% zu beziffern. Bei einem Tabellenlohnabzug von 10% resultierte ein 
Invalideneinkommen von Fr. 47'985.30 (Fr. 53'317.-- - 10%), mithin eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 30'365.10 (Fr. 78'350.40 - Fr. 47'985.30) und da-
mit ebenfalls ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 39%.

4.6 Mit den Fachärzten ist davon auszugehen, dass vom Beschwerde-
führer zur dringend erforderlichen Gewichtsreduktion zwar nicht ein medizi-
nischer Eingriff, jedoch die Aufbringung der Willenskräfte zur Änderung 
seiner Einstellung bzw. Motivation sowie der Ernährung und des Essverhal-
tens gefordert werden kann (act. II 94.1 S. 16; 97; 110 S. 3; vgl. ergänzend 
E. 2.6 hiervor). Der Beschwerdeführer wird mit dem vorliegenden Urteil zur 
Kenntnis nehmen müssen, dass er sein Rentenbegehren nicht „durchzu-
drücken“ (vgl. dazu 28 S. 1; 94.1 S. 9) vermochte, womit von ihm verlangt 
werden kann, die durch das Rentenbegehren bislang blockierte Motivation 
zu gewichtsreduzierenden Massnahmen aufzubringen, zumal sich dadurch 
seine Arbeitsfähigkeit verbessern wird.

4.7 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 18. Ja-
nuar 2017 (act. II 112) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde 
erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 20

oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder der Beschwerdefüh-
rer (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) noch 
die obsiegende Beschwerdegegnerin als öffentlich-rechtliche Anstalt des 
Kantons Bern einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/17/179, Seite 21

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.