# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e259aa57-45fa-5841-9242-8679ed3d1682
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.02.2022 B-1306/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1306-2021_2022-02-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1306/2021 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richter David Aschmann (Vorsitz), 

Richterin Vera Marantelli, Richter Marc Steiner,    

Gerichtsschreiberin Gizem Yildiz. 
 

 
 

Parteien 
 YT Industries GmbH, 

Pilatus Campus 9, DE-91353 Hausen,   

vertreten durch Peter Rutz, European Patent Attorney, 

RUTZ & PARTNER,  

Alpenstrasse 14, Postfach 7627, 6302 Zug,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

BYD COMPANY LIMITED, 

Dapeng New District, No. 1, Yanan Road,  

Kuichong Street, CN- Shenzhen,   

vertreten durch INLEX IP EXPERTISE, 

Boulevard Georges Favon 43, RDC, 1204 Genève,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Widerspruchsverfahren Nr. 101562 

IR 1'421'879 YT / CH 746'536 EYT (fig.). 

B-1306/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der internationalen Wortmarke 

Nr. 1'421'879 "YT" (nachfolgend: Widerspruchsmarke), die am 6. Oktober 

2017 gestützt auf eine deutsche Basiseintragung mit Prioritätsdatum vom 

22. August 2017 eingetragen und am 6. September 2018 in der Gazette 

OMPI des marques internationales Nr. 2018/34 publiziert wurde. Dabei be-

steht der Markenschutz unter anderem für folgende Waren: 

Kl.12 : Bicyclettes; moyeux de bicyclette; roues de bicyclette; selles de bicy-

clette; guidons de bicyclette; engrenages de bicyclette; bicyclettes motorisées; 

entrainements [parties de bicyclette]; mécanismes de changement de vitesses 

[parties de bicyclettes] ; pneus de bicyclette sans chambre à air; poignées de 

guidons pour bicyclettes; poignées tournantes pour bicyclettes; dérailleurs ar-

rière et avant pour bicyclettes; parties constitutives de bicyclette; selles pour 

bicyclettes ou motocycles. 

 

Die Vorinstanz wurde am 6. September 2018 von der OMPI über die Ein-

tragung benachrichtigt und bestätigte deren Schutzwirkung auf die 

Schweiz am 8. August 2019, was am 22. August 2019 in der Gazette OMPI 

des marques internationales Nr. 2019/32 veröffentlicht wurde. 

B.  

Die Beschwerdegegnerin ist Inhaberin der Schweizer Wort-/Bildmarke 

Nr. 746'536 "EYT (fig.)": 

 

 

Diese wurde am 6. Mai 2020 auf Swissreg für folgende Waren veröffent-

licht: 

Kl. 12: Véhicules à locomotion par terre; bicyclettes; motocyclettes; véhicules 

électriques; moteurs électriques pour véhicules terrestres; moyeux de roues 

de véhicules; roues de véhicules; moteurs pour véhicules terrestres; boîtes de 

vitesses pour véhicules terrestres; volants pour véhicules; sièges de véhi-

cules. 

C.  

Am 6. August 2020 erhob die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz ge-

stützt auf ihre ältere Marke teilweise Widerspruch gegen die Eintragung 

B-1306/2021 

Seite 3 

betreffend Waren der Kl. 12 (Nr. 101562) unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. 

D.  

Mit Schreiben vom 13. November 2020 reichte die Beschwerdegegnerin 

eine Stellungnahme ein. Die Vorinstanz schloss die Verfahrensinstruktion 

daraufhin ohne weiteren Schriftenwechsel ab. 

E.  

Mit Entscheid vom 24. Februar 2021 wies die Vorinstanz den Widerspruch 

Nr. 101562 ab. Der Verkehr erwarte allein aufgrund der Übereinstimmung 

in der Buchstabenfolge "YT" keinen Zusammenhang mit der Widerspruchs-

marke, befand sie. Das jüngere Zeichen hebe sich im Lichte der Recht-

sprechung zu Akronymen selbst in Anbetracht der bestehenden Waren-

gleichheit bzw. starken Gleichartigkeit und unter Berücksichtigung der nor-

malen bis erhöhten Aufmerksamkeit der Verkehrskreise genügend von der 

Widerspruchsmarke ab.  

F.  

Gegen die Verfügung der Vorinstanz erhob die Beschwerdeführerin am 

23. März 2021 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht mit folgen-

den Rechtsbegehren:  

1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 24. Februar 2021 sei aufzuheben 

und die Anträge der Widersprechenden im Widerspruchsverfahren 

seien zu gewähren.  

2. Die angefochtene Marke CH 746’536 sei im Umfang der nachstehend 

genannten Waren zu löschen:  

Véhicules à locomotion par terre; bicyclettes; motocyclettes; véhicules 

électriques; moteurs électriques pour véhicules terrestres; moyeux de 

roues de véhicules; roues de véhicules; moteurs pour véhicules ter-

restres; boîtes de vitesses pour véhicules terrestres; volants pour vé-

hicules; sièges de véhicules. 

3. Die Widersprechende sei für ihre Aufwendungen im Widerspruchsver-

fahren und Beschwerdeverfahren, einschliesslich der entrichteten Ge-

bühren, zu entschädigen.  

Sie führte unter anderem aus, die Widerspruchsmarke sei eine führende 

Herstellerin von Fahrrädern, insbesondere Mountainbikes und E-Mountain 

Bikes bzw. E-MTB, und habe sich in den letzten Jahren einen hervorragen-

den Ruf erarbeitet. 

B-1306/2021 

Seite 4 

G.  

Die Vorinstanz reichte am 8. Juni 2021 ihre Vernehmlassung ein mit dem 

Begehren, die Beschwerde vom 23. März 2021 sei unter Kostenfolge zu-

lasten der Beschwerdeführerin vollumfänglich abzuweisen. Sie bestritt eine 

Bekanntheit der Widerspruchsmarke und hielt im Übrigen an ihrer Auffas-

sung fest. 

H.  

Die Beschwerdegegnerin reichte innert Frist keine Beschwerdeantwort ein. 

Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.  

I.  

Mit Schreiben vom 19. Juni 2021 reichte die Beschwerdeführerin eine un-

aufgeforderte Stellungnahme ein und bekräftigte den im Widerspruchsver-

fahren geäusserten Standpunkt. 

J.  

Anschliessend reichte die Beschwerdeführerin am 23. November 2021 ein 

unaufgefordertes Schreiben mit der Widerspruchsentscheidung des 

EUIPO ein, welche parallel im Verfahren B3128021 ergangen ist.  

K.  

Auf die Durchführung einer Parteiverhandlung haben die Parteien still-

schweigend verzichtet. 

L.  

Auf weitere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Ak-

ten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen ein-

gegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge-

gen Verfügungen der Vorinstanz im Widerspruchsverfahren zuständig 

(Art. 31 und 33 Bst. e VGG). Als Verfügungsadressatin ist die Beschwer-

deführerin zur Beschwerdeführung legitimiert und beschwert, soweit sie 

vor der Vorinstanz unterlegen ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde 

wurde frist- und formgerecht erhoben (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG) 

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Seite 5 

und der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2.  

Die Beschwerdeführerin reicht dem Bundesverwaltungsgericht mit der un-

aufgeforderten Eingabe vom 19. Juni 2021 neue Beweismittel zur Bekannt-

heit der Marke ein. Es stellt sich die Frage, wie diese neue Eingabe zu 

beurteilen ist.  

2.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht das Recht zur 

Stellungnahme unabhängig davon, ob ein zweiter Schriftenwechsel ange-

ordnet, eine Frist zur Stellungnahme angesetzt oder die Eingabe lediglich 

zur Kenntnisnahme oder zur Orientierung zugestellt worden ist. Von der 

Partei, welche eine Eingabe ohne Fristansetzung erhält und dazu Stellung 

nehmen will, wird erwartet, dass sie dies umgehend tut oder zumindest 

beantragt. Andernfalls ist anzunehmen, dass sie auf eine weitere Eingabe 

verzichtet (BGE 138 I 484, E. 2.2; 132 I E. 3.3). Im Übrigen kann die Be-

hörde verspätete Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, trotz 

Verspätung berücksichtigen (Art. 32 Abs. 2 VwVG).  

2.2 Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin die Eingabe 

vom 19. Juni 2021 nur ca. neun Tage nach Erhalt der vorinstanzlichen Ver-

nehmlassung eingereicht hat und damit die Glaubhaftmachung der Be-

kanntheit der Marke belegen möchte, hat das Bundesverwaltungsgericht 

die Eingabe zu berücksichtigen. 

3.  

Zu prüfen ist, ob zwischen den Marken eine Verwechslungsgefahr im Sinne 

von Art. 3 Abs. 1 Bst. c des Markenschutzgesetzes vom 28. August 1992 

(MSchG, SR 232.11) besteht. Die Gleichheit bzw. hochgradige Gleichartig-

keit der zu vergleichenden Waren, welche von der Vorinstanz festgestellt 

wurde, wird von der Beschwerdeführerin dabei nicht in Frage gestellt.  

3.1 Eine Verwechslungsgefahr bedeutet, dass das jüngere Zeichen das äl-

tere in seiner Unterscheidungsfunktion beeinträchtigt. Von einer solchen 

Funktionsstörung ist auszugehen, wenn die massgeblichen Verkehrskreise 

eines der Zeichen für das andere halten oder falsche wirtschaftliche Zu-

sammenhänge zwischen ihnen vermuten, insbesondere an Serienmarken 

denken, die verschiedene Produktlinien kennzeichnen (BGE 128 III 96 

E. 2a "Orfina"; 128 III 441 E. 3.1 "Appenzeller [fig.]"; 127 III 160 E. 2a 

"Securitas").Ob zwei Marken sich hinreichend deutlich unterscheiden oder 

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verwechselbar sind, ist nicht aufgrund eines abstrakten Zeichenvergleichs, 

sondern stets vor dem Hintergrund der gesamten Umstände zu beurteilen.  

3.2 Ein besonders strenger Massstab ist anzulegen, wenn beide Marken 

für weitgehend identische Waren oder Dienstleistungen bestimmt sind 

(BGE 122 III 382 E. 3a "Kamillosan"; 119 II 473 E. 2c "Radion/Radiomat"). 

Im Weiteren ist von Bedeutung, an welche Abnehmerkreise sich die Waren 

richten und unter welchen Umständen sie gehandelt zu werden pflegen. 

Bei Massenartikeln des täglichen Bedarfs, beispielsweise Lebensmitteln, 

ist mit einer geringeren Aufmerksamkeit und einem geringeren Unterschei-

dungsvermögen der Konsumenten zu rechnen als bei Spezialprodukten, 

deren Absatzmarkt auf einen mehr oder weniger geschlossenen Kreis von 

Berufsleuten beschränkt bleibt (BGE 122 III 382 E. 3a "Kamillosan"; Urteil 

des BGer 4C.258/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 2.3 "Yello/Yellow Access 

AG [fig.]).  

3.3 Die Zeichenähnlichkeit bestimmt sich nach dem Gesamteindruck, den 

die Marken in der Erinnerung der angesprochenen Verkehrskreise hinter-

lassen (BGE 128 III 441 E. 3.1 "Appenzeller [fig.]"; 121 III 377 E. 2.a "Boss/

Boks"; 119 II 473 E. 2.d "Radion/Radiomat"). Dabei ist davon auszugehen, 

dass die beiden Zeichen meist nicht gleichzeitig wahrgenommen werden. 

Das Erinnerungs- und Unterscheidungsvermögen der massgebenden Ver-

kehrskreise wird dabei durch die Umstände mitbeeinflusst, unter denen 

sich der Handel mit Waren der in Frage stehenden Gattung abzuwickeln 

pflegt, und hängt insb. von der Aufmerksamkeit ab, die beim Einkauf sol-

cher Waren gewöhnlich angewendet wird (BGE 121 III 377 E. 2.a "Boss/

Boks"; 98 II 138 E. 1 "Luwa/Lumatic"; 93 II 424 E. 2 "Burberrys"; 90 II 259 

E. 3 "Schwarzkopf"). 

3.3.1 Für die Ähnlichkeit von Wortmarken sind der Wortklang, das Schrift-

bild und der Sinngehalt massgebend, wobei die Übereinstimmung auf einer 

Ebene i.d.R. zu Annahme einer Zeichenähnlichkeit genügt (BGE 

127 III 160 E. 2.b.cc; Urteil des BGer 4A_28/2021 vom 18. Mai 2021 

E. 6.6.2.1 "Tellco [fig.]/ Tell"; Urteil des BVGer B-6732/2014 vom 20. Mai 

2015 E. 2.4 "Calida/Calyana"). Der Wortklang wird im Wesentlichen durch 

die Silbenzahl, die Aussprachekadenz und die Aufeinanderfolge der Vokale 

bestimmt; das Schriftbild durch die Anordnung und optische Wirkung der 

Buchstaben sowie die Wortlänge (BGE 122 III 382 E. 5.a "Kamillosan"; 

119 II 473 E. 2.c "Radion/Radiomat"). 

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3.3.2 Übereinstimmungen im Wortanfang haben im Erinnerungsbild ein be-

sonderes Gewicht (vgl. BGE 122 III 382 E. 5.b "Kamillosan"; Urteil des 

BVGer B-531/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 6.5 "Gallo/Gallay [fig.]"). Al-

lerdings führen Übereinstimmungen im Wortanfang oder -ende für sich al-

leine nicht direkt zur Zeichenähnlichkeit (Urteile des BGer 4A_178/2021 

vom 19. Juli 2021 E. 3.2.2 "Canti/Cantigue"; 4A_28/2021 E. 6.6.2.1 "Tellco 

[fig.]/Tell"). Auch aus der vollständigen Übernahme der Widerspruchs-

marke in die angefochtene Marke kann nicht per se auf Zeichenähnlichkeit 

geschlossen werden (Urteil des BVGer B-1656/2008 vom 31. März 2009 

E. 9 "F1/F1H2O"). 

3.3.3 Reine Wortmarken geniessen Schutz für jede verkehrsübliche bildli-

che Wiedergabeform, was gängige Schrifttypen und -grössen, Fett- und 

Kursivschrift, Gross- und Kleinbuchstaben, gesperrte und schmale Lauf-

weiten einschliesst (vgl. CAROLA ONKEN, in: Kur/v. Bomhard/Albrecht 

[Hrsg.], Kommentar zum Markengesetz [MarkenG] und der Verordnung 

über die Unionsmarke [UMV], 3. Aufl. 2020, § 14 MarkenG N. 361), sodass 

in Bezug auf die Zeichenähnlichkeit reiner Wortmarken nicht auf die Gross- 

und Kleinschreibung zu achten ist. Doch kann die im Register eingetragene 

Gross- und/oder Kleinschreibung helfen, einen von mehreren Sinngehalten 

anzuzeigen (Urteil des BVGer B-3264/2020 vom 26. Januar 2022 E. 2.3.3 

"EQ/EQart").  

3.3.4 Für kombinierten Wort-/Bildmarken können keine absoluten Regeln 

darüber aufgestellt werden, welchem Zeichenelement auf der einen oder 

anderen Seite die für den Gesamteindruck prägende Bedeutung zukommt 

(GALLUS JOLLER, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz 

[MSchG], Bern 2017, 2. Aufl., Art. 3 N. 219). Enthält eine Marke sowohl 

kennzeichnungskräftige Wort- als auch Bildelemente, können diese das 

Erinnerungsbild gleichermassen prägen. Entsprechend kann bereits ange-

sichts einer hohen Zeichenähnlichkeit in Bezug auf das Wort- oder das 

Bildelement eine Verwechslungsgefahr resultieren (EUGEN MARBACH, 

Kennzeichenrecht, in: von Büren / David [Hrsg.], Schweizerisches Immate-

rialgüter- und Wettbewerbsrecht, Bd. III / 1, 2. Aufl. 2009, N. 930 f.) 

3.3.5 Spezielles gilt mit Bezug auf Abkürzungen, Akronyme und Kurzwör-

ter. Akronyme sind aus Einzelbuchstaben zusammengesetzte Buchstaben- 

oder Kunstwörter, die Wörter oder Wortgruppen auf ihre Anfangsbestand-

teile gekürzt zusammenfassen (Urteile des BVGer B-6629/2011 vom 

18. März 2013 E. 3 "ASV"; B-1656/2008 E. 8 vom 31. März 2009 E. 8 "F1/

F1H2O"; B-386/2008 vom 10. März 2009 E. 6.2 "GB"; B-7466/2006 vom 

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Seite 8 

4. Juli 2007 E. 8 "6AZ [fig.]/ AZ"; MATTHIAS STÄDELI/SIMONE BRAUCHBAR 

BIRKHÄUSER, in: David/Frick [Hrsg.], Kommentar zum Markenschutz- und 

Wappenschutzgesetz, Art. 2 N. 78). Sie bestehen gewöhnlich aus zwei bis 

vier Grossbuchstaben (Urteil des BVGer B-3149/2014 vom 2. März 2015 

E. 6.2.4 "Cos [fig.]"), werden akustisch und optisch leichter erfasst und prä-

gen sich leichter ein als längere Wörter. Damit verringert sich die Gefahr, 

dass dem Publikum Unterschiede entgehen. Verwechslungen infolge Ver-

hörens oder Verlesens kommen deshalb bei solchen Kurzzeichen seltener 

vor (BGE 122 III 382 E. 5.a "Kamillosan"; 121 III 377 E. 2.b "Boss/Boks"; 

Urteile des BGer 4A_178/2021 E. 2.2 "Canti/Cantique"; 4A_207/2010 vom 

9. Juni 2011 E. 5.1 "R (fig.) RSW Rama Swiss Watch/RAM Swiss Watch 

AG"; Urteile des BVGer B-4311/2019 vom 17. November 2020 E. 10.3.2 

"DPAM/DMAP"; B-4738/2013 vom 24. März 2014 E. 2.4 "BB [fig.]/BB 

[fig.]";STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, a.a.O., Art. 3 N. 76; JOLLER, 

a.a.O., Art. 3 N. 144; 168). Kann ein Akronym mit abwechselnden Vokalen 

und Konsonanten als Wort ausgesprochen werden, wirkt es gewöhnlich 

unterscheidungskräftiger als eine unaussprechliche Buchstabenkombina-

tion (Urteil des BGer 4A.123/2015 vom 25. August 2015 E. 4 "Mipa Lacke 

+ Farben AG/MIPA Baumatec AG"; Urteile des BVGer B-2844/2009 

E. 4.3.2 "SAP/asap [fig.]"; B-1580/2008 vom 19. Mai 2009 E. 2.3 "A-Z"). 

3.3.6 Ein Sinngehalt ist zu berücksichtigen, wenn er den angesprochenen 

Verkehrskreisen bekannt ist (Urteil des BVGer B-4738/2013 vom 

24. März 2014 E. 2.4 "BB [fig.]/BB [fig.]"). Viele Akronyme haben einen 

Sinngehalt als Abkürzung, der für die Abnehmerkreise nicht naheliegt. Will-

kürliche Abkürzungen werden nur verstanden, wenn sie notorisch oder aus 

dem unmittelbaren Zeichenzusammenhang verständlich sind (Urteile des 

BVGer B-203/2014 vom 5. Juni 2015 E. 6 "Swissix Swiss Internet 

Exchange [fig.]/IX Swiss"; B-5616/2012 vom 28. November 2013 E. 4.3 

"VZ VermögensZentrum/SVZ Schweizer VorsorgeZentrum"; Urteil 

B-3126/2010 E. 7.3 "CC [fig.]/Organic Glam OG [fig.]"; Entscheid der 

RKGE vom 7. Mai 2003 E. 6 "SMArt", in: sic! 2003 S. 806).  

3.4 Der Schutzumfang einer Marke bestimmt sich nach ihrer Kennzeich-

nungskraft. Für schwache Marken ist der geschützte Ähnlichkeitsbereich 

kleiner als für starke. Bei schwachen Marken genügen schon bescheidene 

Abweichungen, um eine hinreichende Unterscheidbarkeit zu schaffen. Da-

her führen Warengleichartigkeit und Zeichenähnlichkeit nicht zwingend zur 

Verwechslungsgefahr. Als schwach gelten insbesondere Marken, deren 

wesentliche Bestandteile sich eng an Sachbegriffe des allgemeinen 

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Seite 9 

Sprachgebrauchs anlehnen bzw. deren Bestandteile einen beschreiben-

den Gehalt haben, d.h. wenn die wesentlichen Bestandteile gemeinfrei 

sind. Dem Gemeingut zugehörig sind Zeichen, bzw. Zeichenbestandteile, 

wenn es ihnen im Hinblick auf die beanspruchten Waren und Dienstleis-

tungen an der erforderlichen Unterscheidungskraft fehlt oder von einem 

Freihaltebedürfnis auszugehen ist, wobei beide Fallgruppen eine gewisse 

Schnittmenge aufweisen (BVGE 2010/32 E. 7.3 "Pernaton/Pernadol 400"). 

Stark sind demgegenüber Marken, die entweder aufgrund ihres fantasie-

haften Gehalts auffallen oder aber sich im Verkehr durchgesetzt haben 

(BGE 122 III 382 E. 2a "Kamillosan"). 

Eine starke Kennzeichnungskraft und ein hoher Bekanntheitsgrad einer 

Marke erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Assoziationen und damit die 

Gefahr, dass die Abnehmer ähnliche Drittmarken missdeuten (BGE 128 III 

441 E. 3.1 "Appenzeller"; Urteil des BVGer B-5179/2012 vom 20. Mai 2014 

E. 3.5 "Tivo/Tivù Sat HD [fig.]"). Als stark gelten Marken, die entweder auf-

grund ihres fantasiehaften Gehalts auffallen oder aber aufgrund ihres in-

tensiven Gebrauchs überdurchschnittliche Bekanntheit geniessen (BGE 

122 III 385 E. 2a "Kamillosan"; Urteil des BGer 4C.258/2004 vom 6. Okto-

ber 2004 E. 2.2 "Yello/Yellow Access AG"). Wer sich auf die Bekanntheit 

einer Marke beruft, muss diese glaubhaft machen (Urteile des BVGer 

B-1139/2012 vom 21. August 2013 E. 2.5 "Küngsauna [fig.]/Saunaking"; 

B-5120/2011 vom 17. August 2012 E. 5.3.3 und 5.4 "Bec de fin bec [fig.]/

Fin bec [fig.]"). Die Bekanntheit kann einerseits mit einer demoskopischen 

Umfrage ermittelt werden, andererseits aber auch mit einem indirekten 

Nachweis wie Belege (JOLLER, a.a.O., Art. 3 N. 103). Um eine erhöhte Ver-

kehrsbekanntheit zu bejahen, müssen die Belege in der Schweiz einen 

langjährigen Gebrauch der Marke und intensive Werbung ausweisen. Auch 

Umsatzzahlen und die Höhe des Werbeaufwandes können einen intensi-

ven Gebrauch dokumentieren (Urteile des BVGer B-5294/2016 vom 

31. Oktober 2018 E. 6.2.3, "Meister/ZeitMeister"; B-3162/2010 vom 8. Feb-

ruar 2012 E. 6.4, "5th Avenue [fig.]/Avenue [fig.]").  

4.  

Vorab sind, ausgehend vom Warenverzeichnis der Widerspruchsmarke, 

die massgeblichen Verkehrskreise für die im Widerspruch stehenden Wa-

ren festzulegen. Landfahrzeuge, Fahrräder, Motorfahrräder, Elektrofahr-

zeuge sowie Zubehör richten sich einerseits an Fachkreise wie Fahrrad-, 

Motorrad-, Autoreparaturwerkstätten sowie an Unternehmen, die damit 

handeln, andererseits aber auch an das breite Publikum. Da es sich dabei 

um relativ langlebige und verhältnismässig teure Güter handelt, werden sie 

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Seite 10 

mit einer grösseren Aufmerksamkeit nachgefragt, als Produkte des tägli-

chen Bedarfs. Entsprechend ist von einer erhöhten Aufmerksamkeit der 

Verkehrskreise auszugehen. 

5.  

Vorliegend ist strittig, ob zwischen den beiden Marken YT und EYT in Be-

zug auf Fahrräder und motorbetriebene Fahrräder eine Verwechslungsge-

fahr besteht, was von der Vorinstanz verneint wurde.  

5.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei eine führende Herstellerin 

von Fahrrädern und sei dem Publikum allgemein bekannt. Diesbezüglich 

verweist sie auf drei Webseiten und rügt weiter, die angefochtene Wort-

/Bildmarke sei vom Institut in eine Wortmarke transformiert worden, was zu 

einer verfehlten Würdigung der Verwechslungsgefahr geführt habe. Das 

grafische Element sei trotz des Blitzsymbols – welches auf das Vorliegen 

eines elektrischen Gerätes, gegebenenfalls auf ein E-Bike oder E-MTB, 

hinweise – auf den Buchstaben "E" reduziert worden, der für Fahrräder 

ebenfalls direkt beschreibend sei. Gemäss Beschwerdeführerin sei be-

kannt, dass "E" für elektrisch und elektronisch stehe, wie die verwendeten 

Begriffe E-Bike, E-MTB und E-Mail bestätigen würden (vgl. Ziff. 2.1, 2.2, 

3.1 ff. der Beschwerde vom 23. März 2021). 

5.2 Dem entgegnet die Vorinstanz, es seien weder Umsatzzahlen noch 

Werbeausgaben genannt worden. Allein anhand der Internetseiten liessen 

sich keine Rückschlüsse auf einen langjährigen Gebrauch der Wider-

spruchsmarke und eine intensive Bewerbung derselben in der Schweiz zu-

rückführen. Der zusätzliche, stilisierte Anfangsbuchstabe "E" der angefoch-

tenen Marke falle aufgrund der Kürze deutlich ins Gewicht. Dieser ver-

schmelze mit der Buchstabenreihenfolge "YT", weshalb letztere in der jün-

geren Marke nicht mehr als selbständiges Element erscheine und das Zei-

chen nicht im Sinne von "Elektro-YT" verstanden werde. Die Verwechs-

lungsgefahr sei unter Würdigung der Gesamtumstände daher zu verneinen 

(vgl. Ziff.  3 und 13 der Vernehmlassung vom 8. Juni 2021). 

5.3 Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht vernehmen. 

6.  

6.1 Die Widerspruchsmarke YT wird buchstabiert zweisilbig "ypsilon-te" 

ausgesprochen, die angefochtene Marke EYT dreisilbig "e-ypsilon-te" aus-

gesprochen. Dabei ist üblich, das "e" in englischer Sprache als "i" auszu-

sprechen. Das "i" als Vokal geht bei der Aussprache gefolgt von einem "y" 

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Seite 11 

– ebenfalls als Vokal – beinahe unter und ist nicht mehr eigenständig her-

auszuhören. Daher kann in Bezug auf das Klangbild von einer hohen Über-

einstimmung ausgegangen werden. 

6.2 Im Schriftbild ist die Widerspruchsmarke zwei und die angefochtene 

Marke drei Buchstaben lang. Die jüngere Marke übernimmt die beiden letz-

ten Buchstaben "YT" der älteren Marke und ergänzt diese mit einem An-

fangsbuchstaben "E". Das "E" ist grafisch mit einem Blitzsymbol ausgestal-

tet. Auch wenn die Übernahme des Wortendes nicht per se zur Zeichen-

ähnlichkeit führt, ist eine gewisse Ähnlichkeit zu bejahen. Es bleibt jedoch 

im Gesamteindruck zu beurteilen, ob der Buchstabe "E" mit dem Blitzsym-

bol in der Widerspruchsmarke so unterscheidungskräftig ist, dass er eine 

Verwechslungsgefahr, trotz Zeichenähnlichkeit, zu verhindern vermag. 

6.3 Sinngehaltlich gehören weder "YT" noch "EYT" zum englischen Wort-

schatz, daher ist bei beiden Marken der Vorinstanz zustimmend von Fan-

tasiebezeichnungen auszugehen.  

6.3.1 In Sachbezeichnungen elektrisch angetriebener Leicht- und Motor-

fahrzeuge, die in den letzten Jahren als Neuentwicklungen den Fahrzeug-

markt prägen und viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist ein Anfangs-

buchstabe "E" allerdings geläufig. Im gesamten Mobilitätsbereich ist "E" ein 

Hinweis auf eine elektronische Mobilitätslösung als Oberbegriff für Fahr-

zeuge mit elektronischem bzw. elektrischem Antrieb (bspw. E-Scooter 

resp. E-Tretroller, E-Bike, E-Roller, E-Motorräder, E-Auto für Elektroauto-

mobil, E-Lieferwagen, E-Boote, E-Busse, E-LKW etc.). Dies gilt auch mit 

Bezug auf die vorliegend fraglichen Waren der Kl. 12, ohne dass es dabei 

auf eine bestimmte Schreibweise ankommt (vgl. Urteil B-3264/2020 

E. 5.3.1; Urteile des BVGer B-87/2020 vom 26. April 2021 E. 5.3 und 6.2 

"e [fig.]/pick e bike [fig.]"; B-2557/2017 vom 31. Juli 2018 "Eprimo"; vgl. 

auch Urteile des BGer 4A_528/2013 vom 21. März 2014 E. 5.2.1.1, nicht 

veröffentlicht in BGE 140 III 109 "ePostSelect [fig.]"; 4A.1/2005 vom 8. April 

2005 E. 2 "GlobalePost [fig.]"; vgl. zu "i-" Urteil des BVGer B-649/2009 vom 

12. November 2009 E. 3.1, 3.3.3 und 4.3 "i-Option"; vgl. auch vorne 

E. 2.3.3) 

6.3.2 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz liegt hinsichtlich "EYT" eine 

gedankliche Aufteilung in "E-YT" ohne weiteren Gedankenaufwand nahe. 

Auch wenn nicht von einem markanten Sinngehalt, der sich dem Bewusst-

sein beim Hören und Lesen sogleich aufdrängt, ausgegangen werden 

B-1306/2021 

Seite 12 

kann, ist ein Hinweis auf "elektrisch/elektronisch" – auch für den Endkon-

sumenten – wahrnehmbar. Insgesamt kommt dem Zeichenbestandteil "E" 

jedoch gerade im Zusammenhang mit den beanspruchten Fahrzeugen und 

Vehikeln ein beschreibender Sinngehalt zu.  

6.3.3 Die Beschwerdeführerin geht davon aus, als Wortelement sei nur 

"YT" zu betrachten, der Buchstabe "E" sei hingegen Teil der Grafik (vgl. 

Ziff. 3.2 und 3.31 der Beschwerde vom 23. März 2021). Dieser Überlegung 

kann vorliegend nicht gefolgt werden. Zu vergleichen ist die angefochtene 

Marke als Ganzes. Das Blitzsymbol verstärkt aber den ohnehin beschrei-

benden Sinngehalt des Bestandteils "E-" und verdeutlicht nochmals den 

Zusammenhang zur Elektrizität (vgl. hierzu auch S. 4 der Widerspruchs-

entscheidung des EUIPO gemäss Eingabe der Beschwerdeführerin vom 

23. November 2021). Dabei bleibt irrelevant, was "YT" genau bedeutet. Zu 

fernliegend erscheint auch eine Assoziation von "YT" bzw. "EYT" mit den 

Bedeutungen "your turn", "Whitey", "Yorkshire Terrier", "You There? ", "You 

Too" bzw. "Elementare Yoga Therapie", "Entry Year Teacher", "Enjoy Your-

self Tonight", weshalb vorliegend nicht näher darauf eingegangen wird. 

6.4 Im Ergebnis besteht zwischen den fraglichen Marken eine schwache 

schriftbildliche, eine starke klangbildliche und eine schwache sinngehaltli-

che Ähnlichkeit.  

7.  

Schliesslich ist in einer Gesamtbetrachtung, unter Berücksichtigung der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke und des Aufmerksamkeits-

grades, den die massgeblichen Verkehrskreise bei der Nachfrage der be-

anspruchten Waren walten lassen, das Bestehen einer Verwechslungsge-

fahr zu prüfen.  

7.1 Die Widerspruchsmarke YT lässt keinen beschreibenden Sinngehalt 

für die hier interessierenden Waren, für welche sie eingetragen ist, erken-

nen. Damit ist bei der Widerspruchsmarke ursprünglich von einer normalen 

Kennzeichnungskraft auszugehen. 

7.2 Die Vorinstanz stellt sich in ihrer Vernehmlassung vom 8. Juni 2021 auf 

den Standpunkt, die Widerspruchsmarke verfüge mangels entsprechender 

Nachweise zur ausserordentlichen Bekanntheit über keine erhöhte Kenn-

zeichnungskraft bzw. keinen erweiterten Schutzumfang. Die Angabe von 

drei Internetseiten würde nicht genügen (vgl. Ziff.  3 der Vernehmlassung 

B-1306/2021 

Seite 13 

vom 8. Juni 2021). Zu den nachträglich eingereichten Belegen der Be-

schwerdeführerin vom 19. Juni 2021 nahm sie keine Stellung mehr.  

7.3 Zur Glaubhaftmachung ihrer Bekanntheit legt die Beschwerdeführerin 

verschiedene Beweismittel ins Recht, die im Folgenden gewürdigt werden: 

7.3.1 Einerseits verweist die Beschwerdeführerin auf die drei Internetseiten 

www.yt-industries.com/products, https://www.yt-industries.com und https:// 

de.wikipedia.org/wiki/YT_Industries, wobei sich die ersten beiden Adres-

sen grundsätzlich auf die gleiche Homepage beziehen. Daher ist vorlie-

gend von zwei Webseiten auszugehen. Kommt hinzu, dass die relevanten 

Seiten unter einer generic Top Level Domain abrufbar sind und daher nicht 

klar ersichtlich ist, ob die Schweizer Bevölkerung damit beworben wird, ob 

Bestellungen aus der Schweiz ausgelöst werden oder ob diese Webseiten 

überhaupt in der Schweiz abgerufen werden. Ein Bezug zur Schweiz fehlt 

demnach, weshalb nicht von einer intensiven Werbung ausgegangen wer-

den kann. 

7.3.2 Weiter reicht die Beschwerdeführerin als Beweismittel mehrere Le-

sebefragungen ein (vgl. Eingabe vom 22. Juni 2021, Beilagen 2-6). Alle 

Befragungen sind in ausländischen Magazinen publiziert worden (mehr-

heitlich deutsche Herausgeber). Die Beschwerdeführerin behauptet ledig-

lich, diese Publikationsorgane würden auch in der Schweiz Beachtung fin-

den. Ob dies tatsächlich so ist, bleibt mangels weiterer Belege ungewiss. 

Durch die Einschränkung der Teilnehmer auf die Leser der Magazine erge-

ben sich bereits erhebliche Abweichungen zu den in E. 4 definierten Ver-

kehrskreisen, weshalb die vorliegenden Befragungen als Beweismittel ins-

gesamt nicht verwertbar sind. Aus den Befragungen geht zudem nicht klar 

hervor, inwiefern nach der Bekanntheit der Marke gefragt wurde. Alleine 

der Umstand, dass ein Teil der Teilnehmer in der Schweiz wohnhaft ist und 

YT-Bikes fährt, sagt noch lange nichts über die Bekanntheit dieser Marke 

in der Schweiz aus. Insgesamt fehlt es den eingereichten Befragungen an 

Beweiswert, da sich diese insbesondere nicht hinreichend auf das rele-

vante Beweisthema beziehen.  

7.3.3 Im Übrigen reicht die Beschwerdeführerin ihre Umsatzzahlen für die 

Jahre 2016-2021 ein (vgl. Eingabe vom 22. Juni 2021, Beilage 1). Eine 

nachgewiesene Nutzung während fünf Jahren genügt jedoch den Anforde-

rungen an den Nachweis eines intensiven Gebrauchs nicht, da in zeitlicher 

Hinsicht in der Regel ein belegbarer Markengebrauch von zehn Jahren er-

wartet wird (Urteil des BVGer B-5653/2015 vom 14. September 2016 E. 8.7 

http://www.yt-industries.com/products
https://www.yt-industries.com/

B-1306/2021 

Seite 14 

"Havana Club [fig.]/Cana Club [fig.]"). Die Beschwerdeführerin stützt sich 

auch nicht auf besondere Umstände, die eine andere Beurteilung nahele-

gen würden. 

7.3.4 Die Bekanntheit der Widerspruchsmarke ist mit den ins Recht geleg-

ten Belegen nicht glaubhaft gemacht worden. Aus diesem Grund ist wei-

terhin von einer normalen Kennzeichnungskraft auszugehen. 

7.4 Die angefochtene Marke übernimmt von der Widerspruchsmarke den 

Zeichenbestandteil "YT". Der beschreibende Anfangsbuchstabe "E" stellt 

zusammen mit dem Blitzsymbol, welches ein figuratives Beiwerk ist, den 

kennzeichnungsschwachen Teil der angefochtenen Marke dar. Sinngehalt-

lich wird die angefochtene Marke als Variation der Widerspruchsmarke 

wahrgenommen, nämlich "die elektronische/elektrische Form von YT". Den 

prägenden Teil bildet somit "YT".  

7.5 Insgesamt vermag der Zusatz ("E" mit Blitzsymbol) keinen genügenden 

Zeichenabstand zu bewirken. Auch wenn die betroffenen Waren mit erhöh-

ter Aufmerksamkeit der Adressaten erworben werden, ist zumindest eine 

mittelbare Verwechselbarkeit, dass die angesprochenen Verkehrskreise 

hinter den Vergleichszeichen wirtschaftliche Zusammenhänge vermuten, 

die in Wirklichkeit nicht bestehen, insbesondere aufgrund der manifestier-

ten Übereinstimmungen in den Wortelementen YT und in der klangbildli-

chen Ebene zu bejahen.  

8.  

Im Ergebnis ist die Beschwerde und der Widerspruch in Aufhebung der 

Ziffern 1, 2 und 3 der angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2021 gut-

zuheissen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin grund-

sätzlich kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 

Abs. 1 VwVG). 

9.1 Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, 

Art der Prozessführung sowie finanzieller Lage der Parteien zu bemessen 

(Art. 63 Abs. 4bis VwVG; Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a 

VGG i.V.m. Art. 2 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, 

SR 173.320.2]). Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt ist dafür ein Streitwert zu veranschlagen (vgl. Art. 4 VGKE), wobei im 

B-1306/2021 

Seite 15 

Widerspruchsbeschwerdeverfahren das Interesse der Widersprechenden 

an der Löschung bzw. jenes der Widerspruchsgegnerin am Bestand der 

angefochtenen Marke zu veranschlagen ist. Bei eher unbedeutenden Zei-

chen wird praxisgemäss ein Streitwert zwischen CHF 50'000 und 

CHF 100'000 angenommen (BGE 133 III 490 E. 3.3 "Turbinenfuss"). Von 

diesem Erfahrungswert ist auch im vorliegenden Verfahren auszugehen, 

da keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder niedrigeren Wert 

der strittigen Marke sprechen. Im Ergebnis rechtfertigt es sich, die Kosten 

des Beschwerdeverfahrens auf Fr. 4'500.– festzulegen und, auch wenn sie 

sich an diesem nicht aktiv beteiligt hat, der Beschwerdegegnerin aufzuer-

legen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), so dass sich das Eventualbegehren der Be-

schwerdeführerin hierzu erübrigt. Der Beschwerdeführerin ist der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe zurückzuerstatten. 

9.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Antrag eine 

Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig 

hohen Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 64 Abs. 5 

VwVG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 VGKE). Die Parteient-

schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere not-

wendige Auslagen der Partei und ist anhand der eingereichten Kostennote 

oder, falls keine solche eingereicht wurde, aufgrund der Akten festzulegen 

(Art. 8 i.V.m. Art. 14 VGKE). Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Kos-

tennote einen Aufwand von Fr. 2'800.– (exkl. MWST) geltend, der ange-

messen erscheint. Der Vorinstanz als Bundesbehörde ist keine Parteient-

schädigung auszurichten (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

9.3 Im vorinstanzlichen Verfahren ist die Beschwerdeführerin unterlegen. 

Angesichts des Verfahrensausgangs vor dem Bundesverwaltungsgericht 

hat sie nunmehr auch mit Bezug auf die vorinstanzlichen Kosten als obsie-

gend zu gelten. Für das vorinstanzliche Verfahren ist die Beschwerdefüh-

rerin von der Beschwerdegegnerin mit Fr. 2'000.– (inkl. Widerspruchsge-

bühr) zu entschädigen.  

10.  

Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht offen 

(Art. 73 BGG). Es wird daher mit Eröffnung rechtskräftig. 

 

B-1306/2021 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Ziffer 1, 2 und 3 der Verfügung der 

Vorinstanz vom 24. Februar 2021 werden aufgehoben und der Wider-

spruch Nr. 101562 wird gutgeheissen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 4'500.– werden der Beschwerdegegnerin 

auferlegt und sind innert 30 Tagen ab Eröffnung dieses Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 4'500.–  aus der Gerichtskasse nach Rücksendung des Rückerstat-

tungsformulars zurückerstattet. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 2’800.– zugespro-

chen. 

5.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das erstinstanzli-

che Verfahren mit Fr. 2'000.– (inkl. Widerspruchsgebühr) zu entschädigen. 

6.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 

und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

David Aschmann 

 

Gizem Yildiz 

 

Versand: 3. Februar 2022 

B-1306/2021 

Seite 17 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilagen: 

Beweisakten zurück; Rückerstattungsformular) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Einzahlungsschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 101562; Einschreiben mit Rückschein; Beila-

gen: Vorakten zurück)