# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d3e8a4f-32f8-5b60-9e0f-10785cdd74d6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-12-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.12.2003 ZF 2003 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-31_2003-12-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 08. Dezember 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 03 31

(Eine gegen diese Entscheidung erhobene Berufung ist beim Bundesgericht 
hängig.)

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Jegen, Riesen-Bienz, Tomaschett-Murer und Burtscher 
Aktuarin Duff Walser

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des H. Z. und der G. Z., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. oec. HSG Alfred P. Müller, Im Ochsenbrunnen 11, 7310 Bad Ragaz, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 5. Februar 2003, mitgeteilt am 8. Mai 
2003, in Sachen der Kläger und Berufungskläger gegen A., C. D. und D. D., und B., 
Beklagte und Berufungsbeklagte, alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG 
Hermann Just, Postfach 414, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

betreffend Feststellung und Verlegung einer Dienstbarkeit,

hat sich ergeben:

2

A. G. Z. und H. Z. sind Miteigentümer der mit einem Wohnhaus überbau-
ten Parzelle Nr. 634, Grundbuch der Gemeinde X.. A., die Eheleute C. D. und D. D. 
sowie B. sind Eigentümer der benachbarten, ebenfalls mit Wohnhäusern überbau-
ten Parzellen Nrn. 632 (A.), 633 (B.) und 635 (C. D. und D. D.), Grundbuch der 
Gemeinde X.. Im Grundbuch ist zulasten der Parzelle Nr. 634 und zugunsten der 
Parzellen Nrn. 632, 633 und 635 ein Fuss- und Fahrwegrecht eingetragen, welches 
die Verbindung der Grundstücke mit dem öffentlichen Y.-Weg gewährleistet. 

B. Ursprünglich bildeten diese Grundstücke eine einzige Parzelle (L.- und 
S.-Register Parzelle 14 des Grundbuchs der Gemeinde X.). Im Jahre 1976 teilte die 
ehemalige Eigentümerin, E., dieses Gesamtgrundstück in mehrere Parzellen (heute 
Nrn. 632, 633, 634, 635) auf und verkaufte die Parzelle Nr. 632 an A., die Parzelle 
Nr. 633 an B. sowie die Parzelle Nr. 635 an F., der diese an die Eheleute C. D. und 
D. D. veräusserte. Gleichzeitig räumte die Verkäuferin zulasten der Stammparzelle 
(Nr. 634) und zugunsten der neu gebildeten Grundstücke, ein Fuss- und Fahrweg-
recht ein. Dieses wurde jeweils in einem Situationsplan eingezeichnet, welcher Be-
standteil der öffentlich beurkundeten Kaufverträge aus dem Jahre 1976 bildete (vgl. 
Kaufverträge mit Begründung von Grunddienstbarkeiten vom 2. Juni und 30. Juli 
1976; KB 6,7 und 8). Im Zuge der Überbauung der Grundstücke wurde 1977 eine 
entsprechende Zufahrt erstellt. Während rund 20 Jahren führte die Benützung die-
ses Zufahrtsweges zu keinerlei aktenkundigen Problemen. 

C. Im Jahre 1996 übernahm G. Z. die Parzelle Nr. 634 auf Rechnung 
künftiger Erbschaft von ihrer Mutter E.. In der Folge nahm der damalige Lebensge-
fährte und heutige Ehegatte von G. Z., H. Z., verschiedene Veränderungen an der 
Zufahrt vor. So erstellte er einen Maschenzaun, der die Einfahrt zum Y.-Weg ver-
engte, und setzte einen Eisenpfosten in die bisher tatsächlich benützte Verkehrs-
fläche im Zufahrtsbereich zum Autounterstand von B.. Dies führte zu Auseinander-
setzungen zwischen den Grundstückeigentümern, worauf A., die Eheleute C. D. und 
D. D. und B. beim Vermittleramt des Kreises Fünf Dörfer eine Klage gegen G. Z. 
anhängig machten und am 22. August 1997 mit folgenden Rechtsbegehren an das 
Bezirksgericht Landquart gelangten:

„1. Die Beklagte und Eigentümerin der Parzelle 634, Grundbuch X., sei ge-
richtlich zu verpflichten, alle diejenigen Zäune, Hecken, sonstige Be-
pflanzungen und Mauererhöhungen zu entfernen, die die Ausübung der 
im Grundbuch zugunsten der Kläger und zulasten der Beklagten einge-
tragenen Fuss- und Fahrwegrechte in irgendeiner Art und Weise beein-
trächtigen.

2. Es sei die Beklagte zu verpflichten, denjenigen Ausbau der gemeinsa-
men Ein- und Zufahrt zum Y.-Weg baulich wieder so herzurichten, wie 

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sie von den Dienstbarkeitsberechtigten im Einvernehmen mit der dama-
ligen Eigentümerin des dienstbarkeitsbelasteten Grundstücks herge-
richtet und während 20 Jahren unangefochten begangen und befahren 
wurde.

3. Die Beklagte sei gerichtlich zu verpflichten, die in Verletzung der nach-
barrechtlichen Vorschriften errichteten Holzstapel und Hecken zu besei-
tigen und die für die Errichtung solcher Anlagen geforderten Grenzab-
stände einzuhalten.

4. Die Beklagte sei gerichtlich zu verpflichten, in Zukunft alle Handlungen 
zu unterlassen, die geeignet sind, in Zukunft die Ausübung der zuguns-
ten der Kläger im Grundbuch eingetragenen Fuss- und Fahrwegrechte 
in irgendeiner Art und Weise zu beeinträchtigen.

5. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“

Demgegenüber liess G. Z. in ihrer Prozessantwort beantragen, auf die Klage 
sei nicht einzutreten. Eventualiter sei die Klage abzuweisen, soweit darauf einge-
treten werden könne.  

D. Mit Urteil vom 28. Oktober 1998, mitgeteilt am 6. Januar 1999, er-
kannte das Bezirksgericht Unterlandquart:

„1. Die Klage wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

Entsprechend wird die Beklagte verpflichtet, denjenigen Ausbau der ge-
meinsamen Ein- und Zufahrt zum Y.-Weg baulich wieder so herzurich-
ten, wie sie von den Dienstbarkeitsberechtigten im Einvernehmen mit 
der damaligen Eigentümerin des dienstbarkeitsbelasteten Grundstücks 
hergerichtet und während 20 Jahren unangefochten begangen und be-
fahren wurde.

2. (Kosten).

3. (Mitteilung).“

E. Eine von G. Z. am 29. Januar 1999 dagegen erhobene Berufung hiess 
das Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 14. Juni 1999, mitgeteilt am 9. 
September 1999, teilweise gut und erkannte:

„1. (....). 

2. Die Ziff. 1 des angefochtenen Urteilsdispositivs wird von Amtes wegen 
wie folgt neu gefasst: 

Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte wird verpflichtet, 
die Ein- und Zufahrt zum Y.-Weg ab der Abzweigung zum Vorplatz auf 
der Parzelle Nr. 634, Grundbuch der Gemeinde X., bis zum Y.-Weg bau-
lich wieder so herzustellen und zu gestalten, dass das zu Gunsten der 
Parzellen Nrn. 632, 633 und 635 des Grundbuches der Gemeinde X. 
eingetragene Fuss- und Fahrwegrecht nördlich innerhalb der in diesem 
Bereich verlaufenden Kulturgrenze und südlich mindestens innerhalb 

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der in jenem Bereich verlaufenden Kulturgrenze ungehindert ausgeübt 
werden kann.

3. (Kosten Vorinstanz).

4. (Kosten Berufungsverfahren).

5. (Mitteilung).“

Dieses Urteil ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Die Wiederher-
stellung der Ein- und Zufahrt zum Y.-Weg gemäss Urteil wurde jedoch in der Folge 
von der Klägerin nicht vorgenommen. Mit Entscheid des Kreispräsidenten Fünf Dör-
fer vom 1. Mai 2000 wurde deshalb auf Ersuchen von A., B. und den Eheleuten C. 
D. und D. D. die Ersatzvornahme angeordnet und in der Folge die Zufahrt gemäss 
Urteil des Kantonsgerichts vom 14. Juni 1999 wiederhergestellt.

F. In der Zwischenzeit hatte G. Z. am 15. Februar 2000 beim Vermittler-
amt des Kreises Fünf Dörfer eine Klage gegen A., B. und die Eheleute C. D. und D. 
D. anhängig gemacht. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung bezog G. Z. 
den Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 31. August 2000 unterbreitete sie die 
Streitsache dem Bezirksgericht Landquart. Ihre Rechtsbegehren lauteten:

„1. Das zu Lasten Parzelle Nr. 634 und zu Gunsten Parzellen Nr. 632, 633 
und 635, alle Gemeinde X., bestehende Fuss- und Fahrwegrecht sei in 
seinem genauen Flächenumfang, anhand des Kantonsgerichtsurteils 
vom 14. Juni/9. September 1999 sowie der darauf basierenden mass-
stabgetreuen klägerischen Planbeilage festzustellen.

2. Es sei die in Punkt 1. festgestellte Dienstbarkeitsfläche gemäss mass-
stabgetreuem Planvorschlag der dienstbarkeitsbelasteten Klägerin 
Richtung Süden zu verlegen.

3. Es sei das zuständige Grundbuchamt Landquart anzuweisen, die Ver-
legung der Dienstbarkeit aufgrund des massstabgetreuen klägerischen 
Planvorschlags ins Grundbuch einzutragen.

4. Eventualiter:

Sollten die vorstehenden klägerischen Rechtsbegehren 2. und 3. abge-
wiesen werden, so sei das zuständige Grundbuchamt Landquart anzu-
weisen, die im Rechtsbegehren 1. getroffene Feststellung ins Grund-
buch aufzunehmen: dabei sei ein massstabgetreuer Plan als Beleg zu 
den Akten des Grundbuchs zu nehmen.

5. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher 
Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich 7,5% MwSt., zu Las-
ten der Beklagten.“

Demgegenüber liessen A., die Eheleute C. D. und D. D. und B. mit Prozes-
santwort vom 6. Oktober 2000 beantragen:

„1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

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2. Eventualiter sei die Fuss- und Fahrwegdienstbarkeit auf die im beilie-
genden Plan eingezeichnete Fläche zu verlegen.

3. Das Grundbuchamt Landquart sei anzuweisen, die neue festgelegte 
Lage der Fuss- und Fahrwegrechtsdienstbarkeit im Grundbuch einzu-
tragen.

4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. November 2001 wurde am Y.-Weg 
in X. in Anwesenheit der Parteien und des Gerichts ein Augenschein durchgeführt. 
Da keine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden konnte, ordnete das Be-
zirksgericht Landquart auf Antrag der Parteien die Einholung einer Expertise an. 
Nach Eingang der Expertise räumte das Bezirksgericht Landquart den Parteien Ge-
legenheit zur Stellungnahme ein und liess das bestehende Gutachten auf Antrag 
der Beklagten ergänzen. In der Folge erhielten die Parteien die Möglichkeit, zur Er-
gänzung des Gutachtens Stellung zu nehmen, wobei die Klägerin ausdrücklich dar-
auf verzichtete. Schliesslich wurde am 5. Februar 2003 eine zweite Hauptverhand-
lung durchgeführt, anlässlich derer der Ehemann der Klägerin, H. Z., als nunmehri-
ger Miteigentümer der Parzelle Nr. 634 dem Prozess beitrat.

G. Mit Urteil vom 5. Februar 2003, mitgeteilt am 8. Mai 2003, erkannte 
das Bezirksgericht Landquart:

„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

2. Die Kosten des Vermittleramtes Fünf Dörfer (heute Kreisamt) im Betrag 
von Fr. 183.-- sowie die Verfahrenskosten vor Bezirksgericht Landquart, 
bestehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr.     8'080.--

- einem Streitwertzuschlag von Fr.    2'740.--

- einer Schreibgebühr von Fr.    1'975.--

- Expertisekosten Fr.    9‘010.20

- Den Barauslagen von Fr.      434.80

total somit Fr. 22'240.--

werden der Klägerschaft unter solidarischer Haftung auferlegt. Die Klä-
ger werden zudem gerichtlich verpflichtet, der Beklagtschaft eine aus-
seramtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 22'516.80 (gesetzliche 
Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.

3. (Mitteilung).“

H. Dagegen liessen G. Z. und H. Z. am 2. Juni 2003 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erklären mit folgenden Rechtsbegehren:

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„1. Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichtes Landquart vom 5. Fe-
bruar 2003 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei das zu Lasten Parzelle Nr. 634 und zu Gunsten Parzellen Nr. 
632, 633 und 635, alle Gemeinde X., bestehende Fuss- und Fahrweg-
recht (Dienstbarkeitsfläche) gemäss massstabgetreuem Planvorschlag 
der dienstbarkeitsberechtigten Berufungskläger Richtung Süden zu ver-
legen.

3. Es sei das zuständige Grundbuchamt Landquart anzuweisen, die Ver-
legung der Dienstbarkeit aufgrund des massstabsgetreuen berufungs-
klägerischen Planvorschlages ins Grundbuch einzutragen.

4. Es sei eine Oberexpertise durchzuführen.

5. Unter solidarischer gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge (zuzüglich 7,6 % MWST) zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten.“ 

Auf entsprechende Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums (Art. 224 Abs. 
2 ZPO) liessen G. Z. und H. Z. am 22. September 2003 eine schriftliche Begründung 
ihrer Berufungsanträge einreichen. Ziffer 3 der Rechtsbegehren gemäss Berufungs-
erklärung wurde in der Berufungsbegründung fallengelassen. Im Übrigen wurden 
die Berufungsanträge bestätigt.

In ihrer Berufungsantwort vom 3. November 2003 stellten A., C. D. und D. D. 
und B. folgende Rechtsbegehren:

„1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
werden kann.

2. Unter solidarischer gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge (zuzüglich 7,6 % MwSt) zu Lasten der Berufungs-
kläger.“

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwä-
gungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, im folgenden eingegan-
gen. 

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. a) Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a OG ist bei Streitigkeiten vermögensrechtli-
cher Natur im letztinstanzlichen kantonalen Entscheid festzuhalten, ob der erforder-
liche Streitwert von Fr. 8'000.-- (Art. 46 OG) erreicht ist, sofern dies ohne erhebliche 
Weiterungen möglich ist. Vorliegend ist das Bezirksgericht in Übereinstimmung mit 

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den Parteien zu Recht von einem über Fr. 8'000.-- liegenden Streitwert ausgegan-
gen, womit auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Berufungsin-
stanz gegeben ist (Art. 218 ZPO in Verbindung mit Art. 19 ZPO).

b) Wird von einer mündlichen Berufungsverhandlung abgesehen, so ist 
die Berufung schriftlich zu begründen (Art. 224 Abs. 2 ZPO). Das bedeutet, dass 
die Rechtsschrift selbst die gesamte Begründung enthalten muss. Was nicht Inhalt 
der Berufungsschrift bildet, kann daher nicht als Rechtsmittelbegründung gelten. 
Nach ständiger Rechtsprechung des Kantonsgerichts ist es grundsätzlich unzuläs-
sig, anstelle eigener Begründung in der Rechtsschrift auf frühere Ausführungen zu 
verweisen. Dem Gericht ist es nicht zuzumuten, die Argumente zu den Parteibe-
gehren aus verschiedenen Schriftstücken zusammenzusuchen. Die im Berufungs-
verfahren erneut erhobene Ausstandseinrede gegen die Vorsitzende und die weite-
ren Mitglieder des Bezirksgerichts Landquart begründen die Berufungskläger mit 
dem blossen Hinweis auf ihre früheren Ausführungen vor Vorinstanz. Das ist nach 
dem Gesagten unzulässig. Eine weitere Begründung fehlt. Das Ausstandsbegehren 
erweist sich folglich als nicht substanziert, weshalb darauf nicht weiter einzugehen 
ist. 

2. a) G. Z. und ihr Ehemann, der im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens 
dem Prozess beigetreten ist, haben unter Ziffer 1 ihres klägerischen Rechtsbegeh-
rens die Feststellung des zulasten Parzelle Nr. 634 und zugunsten Parzellen Nrn. 
632, 633 und 635 bestehenden Fuss- und Fahrwegrechts in genauem Flächenum-
fang anhand des Kantonsgerichtsurteils vom 14. Juni 1999 sowie der darauf basie-
renden massstabgetreuen klägerischen Planbeilage verlangt. In Ziffer 2 liessen sie 
beantragen, die in Punkt 1 festgestellte Dienstbarkeitsfläche gemäss massstabge-
treuem Planvorschlag Richtung Süden zu verlegen. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Urteil zutreffend festgehalten, dass es sich beim Feststellungsbegehren 
gemäss Ziffer um 1 eine res iudicata handle, da Inhalt und Umfang der Fuss- und 
Fahrwegservitut bereits mit Urteil des Kantonsgerichts vom 14. Juni 1999 rechts-
kräftig festgelegt worden seien. Anschliessend hat das Bezirksgericht ausgehend 
vom Rechtsbegehren in Ziffer 2 die Voraussetzungen einer Verlegung der Dienst-
barkeit gemäss Art. 742 ZGB geprüft und deren Vorliegen verneint. Obwohl die Vor-
instanz bezüglich Ziffer 1 der Rechtsbegehren auf eine res iudicata erkannte, hat 
sie in der Folge die Klage vollumfänglich abgewiesen. Das Bezirksgericht Landquart 
hätte aber, soweit es von einer abgeurteilten Sache ausging, auf den entsprechen-
den Klagepunkt nicht eintreten dürfen. 

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b) Im Berufungsverfahren beantragen die Eheleute G. Z. und H. Z. entspre-
chend Ziffer 2 des klägerischen Rechtsbegehrens, die auf ihrem Grundstück las-
tende Fuss- und Fahrwegservitut sei gemäss massstabgetreuem Planvorschlag 
Richtung Süden zu verlegen. Dazu führen die Berufungskläger unter anderem aus, 
dass die nachgesuchte Verlegung hätte bewilligt werden müssen, und nehmen eine 
Interessenabwägung gemäss Art. 742 ZGB vor. In der weiteren Berufungsbegrün-
dung weisen die Kläger allerdings mehrmals darauf hin, dass es im vorliegenden 
Fall gar nicht um die Verlegung der Dienstbarkeit nach Art. 742 ZGB gehe, wie dies 
das Bezirksgericht Landquart aus unerklärlichen Gründen angenommen habe. Viel-
mehr gehe es ihnen in Tat und Wahrheit -wie schon von allem Anfang an- um die 
Wiederherstellung beziehungsweise die erstmalige und korrekte Erstellung der 
Dienstbarkeit gemäss den ursprünglichen Verträgen von 1976 (vgl. act. 05, S. 3, 6, 
7, 8, 9, 12). Mittels des laufenden Verfahrens solle der ursprüngliche Zustand 
gemäss Vereinbarung von 1976 festgestellt und das falsche Kantonsgerichtsurteil 
korrigiert werden (vgl. act. 05, S. 4). Damit wird aber klargestellt, dass die Beru-
fungskläger auch mit dem unter Ziffer 2 formulierten Antrag und dem entsprechen-
den Berufungsbegehren keine andere Absicht verfolgen, als eine Neubeurteilung 
des rechtskräftigen Kantonsgerichtsurteils vom 14. Juni 1999. In jenem Urteil hat 
das Kantonsgericht festgehalten, dass Lage und Umfang der Servitut anhand der 
Verträge und der dazugehörigen Pläne aus dem Jahre 1976 nicht eindeutig be-
stimmbar seien. Entsprechend hat es Inhalt, Lage und Ausdehnung des mit Verträ-
gen von 1976 vereinbarten Fuss- und Fahrwegrechts mittels Auslegung nach der 
Art der langjährigen Ausübung bestimmt und diesbezüglich die im Grundbuch ein-
getragenen Kulturgrenzen als massgeblich erklärt. Das Kantonsgerichtsurteil aus 
dem Jahre 1999 ist in Rechtskraft erwachsen, und die Zufahrt zum Y.-Weg wurde 
gestützt darauf im Mai 2000 wiederhergestellt. Mit der von den Berufungsklägern 
anbegehrten Wiederherstellung der Dienstbarkeit gemäss den Verträgen von 1976 
wird nun nichts anderes, als eine Neuauslegung des Servitutsinhalts und damit eine 
Abänderung des rechtskräftigen Kantonsgerichtsurteils angestrebt, welches Lage 
und Umfang des im Jahre 1976 eingeräumten Fuss- und Fahrwegrechts durch Aus-
legung nach Art. 738 ZGB bereits klar und verbindlich festgelegt hat. Es handelt 
sich folglich auch bei Ziffer 2 des klägerischen Rechtsbegehrens um eine mit Urteil 
vom 14. Juni 1999 bereits abgeurteilte Sache, über die nicht noch einmal befunden 
werden kann. 

Die Berufung ist somit dahingehend zu entscheiden, dass Ziffer 1 des vor-
instanzlichen Urteils aufzuheben und auf die Klage nicht einzutreten ist. 

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3. Selbst wenn darauf einzutreten und eine Verlegung des Fuss- und Fahr-
wegrechts gemäss Art. 742 ZGB zu beurteilen wäre, müsste die Klage in Überein-
stimmung mit der Vorinstanz abgewiesen werden. Dies wird im folgenden anhand 
einer Überprüfung der Voraussetzungen für eine Verlegung zu zeigen sein. 

a) Vorweg sind im Rahmen dieser Überprüfung die formellen Beweisanträge 
der Berufungskläger zu behandeln. Gemäss Art. 226 Abs. 1 ZPO dürfen neue Be-
weismittel von den Parteien vor der Berufungsinstanz ausser im Falle der Revision 
nicht angerufen werden. Entsprechend sind die von den Berufungsklägern im Rah-
men der Berufung neu ins Recht gelegten Schreiben (act. 05/1.1 und 05/1.2) aus 
dem Recht zu weisen. Mit Blick auf die zitierte Bestimmung erweist sich auch die 
beantragte Zeugeneinvernahme von D. D. als unzulässig. Es handelt sich dabei um 
eine neue Zeugin, welche im Berufungsverfahren nicht mehr zugelassen werden 
kann. Soweit die Berufungskläger in diesem Zusammenhang geltend machen, auf-
grund der neu beantragten und ins Recht gelegten Beweismittel sei ein Vergleich 
zu erzielen, bleibt im übrigen festzuhalten, dass die Gegenpartei einen Vergleich 
gemäss den von den Berufungsklägern unterbreiteten Vorschlägen ablehnt (vgl. 
act. 11, S. 2, act. 05, S. 4 sowie Prozessantwort, insb. S. 9,10).  

Das Begehren der Berufungskläger um Einholung einer Oberexpertise ist 
ebenfalls abzuweisen. Das Bezirksgericht Landquart hat auf Antrag der Parteien 
eine verkehrstechnische Expertise betreffend Qualität der bestehenden und der ver-
legten Dienstbarkeit eingeholt. Auf Ersuchen der Beklagtschaft liess die Vorinstanz 
das Gutachten ergänzen und räumte den Parteien in der Folge Gelegenheit zur 
Stellungnahme ein. Die Klägerschaft hat mit Schreiben vom 8. November 2002 aus-
drücklich auf eine Stellungnahme verzichtet. Sie hat keine Einwendungen gegen 
das Gutachten vorgebracht und vor erster Instanz weder eine Ergänzung der Ex-
pertise noch die Einholung einer Oberexpertise beantragt. Der im Berufungsverfah-
ren gestellte Antrag auf Einholung einer Oberexpertise erweist sich demzufolge als 
neu und damit als verspätet. Im Übrigen wird auch nicht dargetan, weshalb die Ein-
holung einer Oberexpertise notwendig sein sollte. Es wird lediglich ausgeführt, dass 
sich das vorliegende Gutachten zu wenig genau oder gar nicht über die bestehende 
Servitut äussere, deren Wiederherstellung die Beklagten A. und B. erneut verlangen 
würden. Soweit es den Berufungsklägern dabei, wie es aufgrund ihrer Ausführun-
gen den Anschein macht, um die Prüfung und Klärung der Lage der bestehenden 
Dienstbarkeit gehen sollte, ist dies ohnehin ausgeschlossen. Diesbezüglich liegt 
nämlich, wie erwähnt, ein rechtskräftiges Urteil des Kantonsgerichts aus dem Jahre 
1999 vor. Schliesslich besteht auch kein Anlass zur Einholung einer Oberexpertise 

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von Amtes wegen (Art. 195 ZPO, Art. 226 Abs. 2 ZPO). Die für die Prüfung der 
Verlegung massgeblichen Fakten sind aufgrund der Akten hinreichend ersichtlich. 
In der vorliegenden Expertise vom 8. April 2002 und in deren Ergänzung vom 10. 
September 2002 hat sich der Gutachter umfassend zu den verkehrstechnischen 
Belangen wie den Steigungsverhältnissen, den Zufahrtsmöglichkeiten und den 
Sichtverhältnissen der heutigen und der geplanten Zufahrt geäussert und diese mit-
einander verglichen. Dabei erfolgte der Vergleich zu Recht zwischen der gegenwär-
tigen Zufahrt, wie sie sich aus den Feststellungen im Kantonsgerichtsurteil von 1999 
und der entsprechenden Wiederherstellung im Jahre 2000 ergibt, und der Zufahrt, 
wie sie sich auf Grund der gemäss Plänen beantragten Linienführung ergeben 
würde. Zudem wird deutlich, dass sowohl die jetzige Situation als auch die Situation 
nach der Verlegung anhand der bei den Gutachten liegenden Pläne und Fotos klar 
und umfassend dargestellt ist. Von der Einholung einer Oberexpertise sind somit 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Dies gilt aus den dargelegten Gründen auch 
für die beantragte Durchführung eines Augenscheins. Mit andern Worten müssten 
die Beweisanträge der Berufungskläger, selbst wenn auf die Klage einzutreten und 
eine Verlegung nach Art. 742 ZGB zu beurteilen wäre, abgewiesen werden.

b) Die Verlegung einer Dienstbarkeit setzt gemäss Art. 742 Abs. 1 ZGB vor-
aus, dass der belastete Grundeigentümer ein Interesse aufweist und die Kosten der 
Verlegung übernimmt sowie dass die neue Lage der Dienstbarkeit für den Berech-
tigten nicht weniger geeignet erscheint als die bisherige. Es ist eine Interessenab-
wägung zwischen den Wünschen des Belasteten und den mit den Änderungen ein-
hergehenden Nachteilen für den Berechtigten vorzunehmen. Dabei sind an das In-
teresse des Belasteten keine hohen Anforderungen zu stellen. Es braucht weder 
notwendig noch nützlich zu sein. Ein ästhetisches oder wirtschaftliches Interesse 
genügt, wobei letzteres beispielsweise in der Erstellung von baulichen Anlagen be-
stehen kann. Zwar werden in der Literatur und Rechtsprechung trotz der gesetzli-
chen Formulierung kleine Verschlechterungen zu Lasten des Dienstbarkeitsberech-
tigten zugelassen. Allerdings vermag auch ein noch so grosses Interesse des Be-
lasteten einen erheblichen Nachteil für den Berechtigten nicht zu rechtfertigen. Nur 
wo die Verlegung lediglich eine kaum erhebliche Verminderung der Bequemlichkeit 
des Berechtigten mit sich bringt, darf vom strengen Wortlaut der Bestimmung zum 
Nachteil des Berechtigten abgewichen werden (vgl. zum Ganzen Peter Liver, in Zür-
cher Kommentar zum ZGB, Band IV: Sachenrecht, Abteilung 2a: Die Dienstbarkei-
ten und Grundlasten, Art. 730-792, 1. Band: Die Grunddienstbarkeiten, 2. Aufl., Bern 
1980, N 30, 32, 33 zu Art. 742 ZGB; Etienne Petitpierre, in Basler Kommentar zum 

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Schweizerischen Privatrecht, ZGB II, Art. 457-977 ZGB, 2. Aufl., Basel 2003, N 9, 
10 zu Art. 742 ZGB). 

aa) Das Interesse der Eheleute G. Z. und H. Z. an der Verlegung der Dienst-
barkeit ist entgegen dem Einwand der Berufungsbeklagten hinreichend dargetan. 
Gemäss eingereichtem Baugesuch wollen die Berufungskläger Umbauarbeiten auf 
ihrem Grundstück vornehmen. Konkret geht es dabei um die Umzäunung des 
Grundstücks mit Tor sowie die Erhöhung der Mauer (vgl. KB 9). Es wird nicht gel-
tend gemacht, dass der jetzige Standort der Dienstbarkeit die geplante Umzäunung 
verhindern oder erschweren würde. Aufgrund der Sistierung des Baugesuchs bis 
zum Abschluss der Auseinandersetzung über die auf der klägerischen Parzelle las-
tende Servitut wird jedoch deutlich, dass der Verlauf der Umzäunung von der Lage 
und dem Umfang und damit auch von der Verlegung des Fuss- und Fahrwegrechts 
abhängt (vgl. act. 10). Überdies belegen die bei den Akten liegenden Plankopien 
(KB 15, 17-19) sowie die Fotos und Pläne im Anhang des Gutachtens vom 8. April 
2002, dass die durch die Zufahrt abgeschnittene, kaum nutzbare südwestliche Ecke 
des klägerischen Grundstücks mit der Verlegung der Servitut nach Süden verklei-
nert und der nordöstlich der Servitutsfläche unmittelbar vor dem Haus liegende, 
nutzbare Teil der Parzelle Nr. 634 vergrössert würde. Damit ist der Nachweis eines 
berechtigten Interesses der Berufungskläger an der Verlegung ohne weiteres er-
bracht. Davon, dass eine Interessenabwägung aufgrund einer von den Berufungs-
klägern behaupteten Genehmigung der Verlegung nicht mehr notwendig sei, kann 
jedoch nicht die Rede sein, zumal eine solche Genehmigung von den Berufungsbe-
klagten bestritten wird und unbewiesen bleibt. Ein Abwägen der gegenseitigen In-
teressen erweist sich mithin als unabdingbar. Der Klarheit halber bleibt in diesem 
Zusammenhang festzuhalten, dass die belasteten Grundeigentümer und damit ent-
gegen ihren Ausführungen die Berufungskläger selbst die Kosten der Verlegung zu 
tragen haben (Art. 742 Abs. 1 ZGB), falls eine solche aufgrund der Interessenab-
wägung zu bewilligen ist. Wie im folgenden zu zeigen sein wird, vermag jedoch das 
Interesse der Berufungskläger die mit der anbegehrten Verlegung einhergehende 
Qualitätsabnahme der Zufahrt für die Berufungsbeklagten nicht zu rechtfertigen. 

bb) Gemäss den Feststellungen in der Expertise vom 8. April 2002 würde 
das Steigungsverhältnis auf der Zufahrt in der Mitte der normalen Fahrbahn von 
gegenwärtig 10 % mit der Verlegung im Mittel um 1.8 % auf 11.8 % erhöht. Dieser 
Wert erscheint auf den ersten Blick nicht übermässig hoch. Es ist jedoch zu berück-
sichtigen, dass das mittlere Gefälle damit rund 4 % über dem Richtwert von 8 % für 
steigenden Grundstückszufahrten gemäss SN 640 050 (Normen der Vereinigung 

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der Schweizerischen Strassenfachleute) läge. Zwar wird dieser Richtwert bereits in 
der gegenwärtigen Situation um 2 % überstiegen. Währenddem der Experte dies 
noch als vertretbar angesehen hat, ist jedoch davon auszugehen, dass sich eine 
weitere Überschreitung des bereits übertretenen Richtwerts um noch einmal rund 2 
% um einiges stärker qualitätsmindernd auswirken würde. Diesbezüglich ist gemäss 
Art. 229 Abs. 2 ZPO auch auf die zutreffenden Ausführungen im vorinstanzlichen 
Urteil zu verweisen (vgl. Erw. 7. g, S. 27/28). Überdies bleibt festzuhalten, dass auch 
der Gutachter in Zusammenhang mit der grösseren Steigung eine Qualitätsab-
nahme bestätigt hat (vgl. Gutachten, Antwort 1.3, S. 6, S. 7). In der Expertise ist 
zwar in diesem Zusammenhang von einer lediglich leichten Qualitätseinbusse die 
Rede. Allein daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Berufungsbeklagten 
damit nicht mehr als eine kaum erhebliche Verminderung ihrer Bequemlichkeit in 
Kauf nehmen müssten, welche eine Verlegung erlauben würde. Dies um so weni-
ger, als die vom Gutachter ermittelten Steigungen blosse Mittelwerte darstellen und 
die Vorinstanz anlässlich des Augenscheins festgestellt hat, dass die geplante Zu-
fahrt entlang einer zum Y.-Weg hin zunehmend ansteigenden Böschung verlaufen 
würde. Dies wird auch anhand der bei den Akten liegenden Pläne und Fotos des 
Experten deutlich (vgl. Gutachten, Anhang A1-A3). Das bedeutet, dass der letzte 
Teil der Zufahrt vor der Einmündung eine um einiges höhere Steigung aufweisen 
würde, als der vom Gutachter errechnete Mittelwert von 11.8 %. Gerade dieser Be-
reich ist aber für die Qualität der Zufahrt von entscheidender Bedeutung, da vor dem 
Einbiegen in den vortrittsberechtigten Y.-Weg  allenfalls angehalten und wieder an-
gefahren werden muss. Ein erhöhte Steigung in diesem Bereich würde mithin, wie 
die Vorinstanz zutreffend darlegt, beim Einbiegen in den Y.-Weg zu einer erhöhten 
Unübersichtlichkeit sowie beispielsweise auf schneebedeckter Fahrbahn zu erheb-
lichen Schwierigkeiten beim Wiederanfahren führen. Die Verlegung der Zufahrt 
würde folglich hinsichtlich der Steigungsverhältnisse eine deutliche Qualitätsab-
nahme mit sich bringen. Diese könnte selbst durch die vom Gutachter vorgeschla-
gene diagonale Fahrweise nicht wesentlich gemindert werden, wobei diesbezüglich 
wiederum auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden kann (vgl. dazu vorinstanzl. Urteil, Erw. 7 g, S. 28/29). Der Gutachter 
führt aus, in Anbetracht einer Neigung von 15 % für die Zufahrt zu den Parzellen 
633 und 635 sei eine Steigung von 11.8 % bei der Einmündung zumutbar. Diesbe-
züglich gilt es jedoch einerseits zu bemerken, dass in jenem Bereich, wo die Stei-
gung 15 % beträgt, weder auf eine vortrittsberechtigte Strasse eingebogen, noch 
angehalten und wieder angefahren werden muss. Darüber hinaus bleibt klarzustel-
len, dass für die Frage der Verlegung nicht das Kriterium der Zumutbarkeit mass-
geblich ist. Entscheidend ist vielmehr der Vergleich der bisherigen mit der geplanten 

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Zufahrt und die Frage, ob nach der Verlegung immer noch von einer Gleichwertig-
keit im Sinne von Lehre und Rechtsprechung auszugehen ist. Davon kann jedoch 
nach dem Gesagten gerade nicht ausgegangen werden. 

cc) Hinsichtlich der Zufahrtsmöglichkeiten ergeben sich bei einer Verlegung 
ebenfalls gewisse Einschränkungen. Der Experte gelangt diesbezüglich zum Ergeb-
nis, dass die Rückwärtszufahrt mit einem kleinen, zweiachsigen Lastwagen bis zu 
einer Länge von rund neun Metern und einer Breite von 2.2 Metern bei beiden Va-
rianten möglich ist. Nach Ansicht des Gutachters ist auch die Rückwärtszufahrt mit 
Zweiachslastwagen mit einer Breite von 2.5 Metern sowohl bei der bestehenden als 
auch bei der geplanten Zufahrt möglich. Allerdings bestehen im Hinblick auf die Be-
fahrbarkeit mit Zweiachslastwagen qualitative Unterschiede zwischen der jetzigen 
Zufahrt und derjenigen nach der anbegehrten Verlegung. So geht der Experte bei 
der bestehenden Zufahrt von einem genügenden Radius und einem genügenden 
seitlichen Abstand von 20-30 cm für die Rückwärtszufahrt mit 2.2 Meter breiten 
Lastwagen aus. Auf der verlegten Zufahrt erachtet der Gutachter demgegenüber 
das Befahren mit kleinen Zweiachslastwagen nur noch als knapp möglich. Dazu 
führt er aus, dass nur noch minimale seitliche Reserven bestehen würden. Nach-
dem der Gutachter die Rückwärtszufahrt mit breiteren Lastwagen auf der bestehen-
den Zufahrt als machbar bezeichnet und diesbezüglich auf den knappen seitlichen 
Abstand hinweist, kommt er ausserdem zum Schluss, dass diese nach der Verle-
gung nur noch mit mehrphasigem Fahren möglich ist. Aus dem der Ergänzungsex-
pertise beigelegten Plan (A7) ergibt sich zudem, dass die Fahrkurve im Bereich der 
Einmündung direkt entlang der nördlichen Begrenzung der verlegten Zufahrt ver-
läuft und ein seitlicher Abstand demnach so gut wie nicht mehr vorhanden ist. Ein 
Befahren der verlegten Zufahrt mit einem Zweiachslastwagen erweist sich in Anbe-
tracht dessen als nahezu unmöglich. In bezug auf die Befahrbarkeit mit Lastwagen 
können die beiden Varianten somit insbesondere aufgrund der unterschiedlichen 
Seitenabstände nicht mehr als gleichwertig bezeichnet werden. Was das Rück-
wärtsfahrens mit kleinen Zweiachslastwagen anbelangt, anerkennt demgemäss 
auch der Experte die verlegte Zufahrt nur mit einer dem jetzigen Verlauf entspre-
chenden Sichtberme gegenüber der bestehenden Zufahrt als gleichwertig (vgl. Er-
gänzung des Gutachtens S. 3 sowie Anhang A7). Soweit er diesbezüglich ausführt, 
dass der seitliche Abstand zur Abgrenzungslinie mit Sichtberme rund 20-30 cm be-
tragen würde, erscheint dies im Übrigen nur insoweit richtig, als die Sichtberme als 
zusätzliche Fahrbahnfläche verstanden wird. Davon kann jedoch nicht ausgegan-
gen werden, da der Verlauf der Zufahrt in diesem Fall nicht mehr der zur Verlegung 
beantragten Linienführung entsprechen würde und somit vorliegend nicht zur Dis-

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kussion steht. Abgesehen davon wird aufgrund dieser Aussage um so deutlicher, 
dass die Zufahrt, so wie sie verlegt werden soll, in bezug auf die Zufahrtsmöglich-
keiten qualitative Unterschiede zur jetzigen Lösung aufweist. Die Berufungskläger 
weisen zwar zu Recht darauf hin, dass das Zufahren mit Lastwagen eher die Aus-
nahme bilde. Dies ist bei der Frage nach dem Ausmass der Einschränkungen, wel-
che die Verlegung für die Berechtigten mit sich bringt, entsprechend zu berücksich-
tigen. An der Tatsache, dass es aber immer wieder Situationen geben wird, in denen 
ein Zufahren mit Liefer- oder Lastwagen notwendig sein wird, und daran, dass für 
diese Fälle die Zufahrt nach der Verlegung in Anbetracht der Aussagen im Ergän-
zungsgutachten nicht mehr gleich bewertet werden kann, vermag dies indes nichts 
zu ändern (vgl. dazu auch die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im ange-
fochtenen Urteil unter Erw. 7. h, S. 29/30). Soweit die Kläger überdies einwenden, 
dass es für sie heute nach dem Urteil des Kantonsgerichts aus dem Jahre 1996 
(recte 1999) unmöglich sei, ganzjährig unbehindert ein- und auszufahren, zeigt dies 
nur einmal mehr, dass es ihnen um nichts anderes, als die Abänderung dieses Ur-
teils geht. Ein solches Bestreben kann jedoch aus den dargelegten Gründen (vgl. 
Erw. 2. b) nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden, sondern hätte 
dannzumal mittels Anfechtung geltend gemacht werden müssen. 

dd) Aus dem eingeholten Gutachten ergibt sich schliesslich, dass die Verle-
gung der Zufahrt insbesondere was die Sichtverhältnisse anbelangt erhebliche 
Nachteile mit sich bringen würde. Die Norm SN 640 273 legt die Abmessungen der 
Sichtfelder fest, die in Einmündungen vorhanden sein müssen. Danach ist bei einer 
massgebenden Knotenzufahrtsgeschwindigkeit des vortrittsberechtigten Fahrzeu-
ges von 20 km/h eine Sichtweite von 10 Metern erforderlich. Art. 62 des Baugeset-
zes der Gemeinde X. bestimmt zudem, dass Zu- und Ausfahrten so zu gestalten 
sind, dass die Verkehrsübersicht nicht beeinträchtigt wird. Die heutige Zufahrt weist 
eine kleine Sichtberme auf, womit laut Gutachter die minimale Sichtdistanz von rund 
10 Metern erreicht und die vom Baugesetz geforderte Übersicht gewährleistet ist. 
Im Unterschied dazu ist bei der geplanten Zufahrt keine Sichtberme vorhanden. Da-
durch wäre gemäss Gutachter im Falle einer Verlegung die minimale Sichtweite von 
10 Metern nicht mehr erfüllt, und die Zufahrt würde auch den Anforderungen des 
Baugesetzes nicht mehr gerecht werden (vgl. Gutachten S. 7, Antwort 1.3 c). Auf-
grund der Aussagen des Experten wird mithin deutlich, dass die Verlegung nicht 
bloss eine geringfügige Verschlechterung der Sichtverhältnisse zur Folge hätte, 
welche die Einfahrt in den Y.-Weg lediglich etwas umständlicher und unbequemer 
machen würde. Vielmehr erweisen sich die Sichtdistanzen und die Übersichtlichkeit 
bei der geplanten Variante als derart eingeschränkt, dass die verlegte Zufahrt nicht 

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einmal mehr den Minimalanforderungen zu genügen vermöchte. Dies bedeutet eine 
massive Qualitätsabnahme gegenüber der jetzigen Situation, zumal die Unfallge-
fahr bei fehlender Übersicht erheblich steigt. Entsprechend hält der Gutachter aus-
drücklich fest, dass die beantragte Verlegung der Dienstbarkeit nur unter Auflage 
der zusätzlichen Erfüllung der Verkehrsübersicht gewährt werden könne, das heisst 
nur mit der Erstellung einer Sichtberme. Die Erstellung einer Sichtberme wird jedoch 
weder seitens der Berufungskläger zugestanden, noch ist sie Gegenstand der be-
antragten Verlegung. Ohne Sichtberme kann aber nach dem Gesagten die verlegte 
Zufahrt im Vergleich zur jetzigen Situation bezüglich der Sichtverhältnisse nicht als 
gleichwertig bezeichnet werden. Daran vermag entgegen den Ausführungen der 
Vorinstanz auch das Anbringen eines Verkehrsspiegels nichts zu ändern. Zum ei-
nen ist ein solcher Spiegel bereits heute montiert, wobei dieser, wie sich aus dem 
Gutachten ergibt, nur unterstützend wirkt. Entsprechend kann einem Verkehrsspie-
gel auch bei der verlegten Zufahrt lediglich eine Unterstützungsfunktion zukommen. 
Davon, dass die mangels Sichtberme nicht eingehaltenen Minimalsichtdistanzen 
durch die blosse Plazierung eines Spiegels so ausgeglichen werden können, dass 
die Übersicht an der Einmündung gegenüber der jetzigen, mit Verkehrsspiegel und 
Sichtberme ausgestatteten Zufahrt gewahrt bleibt, kann jedoch nicht die Rede sein. 
Die zufolge der fehlenden zusätzlichen Sichtfläche verringerten Sichtdistanzen und 
die damit einhergehende erhebliche Qualitätseinbusse können allein durch das Auf-
stellen eines Verkehrsspiegels nicht wettgemacht werden. Es ist offensichtlich, dass 
die zweite Variante selbst mit Verkehrsspiegel erheblich schlechtere Sichtverhält-
nisse bietet. Im Übrigen trifft es zwar zu, dass der Gutachter keine Ausführungen 
unter Einbezug des Verkehrsspiegels gemacht hat. Er weist jedoch darauf hin, dass 
ein solcher zur Unterstützung der Verkehrsübersicht bei der Einmündung plaziert 
ist. Entsprechend ist darauf zu schliessen, dass er dies beim Vergleich der beiden 
Varianten in bezug auf die Sichtverhältnisse berücksichtigt hat.  

Im Ergebnis erweist sich demnach die beantragte Verlegung der Zufahrt in 
bezug auf sämtliche überprüften Punkte gegenüber der jetzigen Lösung als nicht 
gleichwertig. Sowohl in bezug auf die Steigungsverhältnisse und Zufahrtsmöglich-
keiten als auch betreffend die Verkehrsübersicht sind Qualitätsverschlechterungen 
feststellbar, welche einerseits in ihrer Gesamtheit, andererseits aber auch für sich 
alleine betrachtet als erheblich anzusehen sind und somit über eine bloss geringfü-
gige Beeinträchtigung der Bequemlichkeit gegenüber dem jetzigen Zustand hinaus-
gehen. Namentlich was die Sichtverhältnisse anbelangt, ist von einer besonders 
starken Qualitätseinschränkung durch die Verlegung auszugehen. Steht aber den 
oben dargelegten Interessen der Berufungskläger somit eine deutliche Qualitäts-

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einbusse gegenüber, so könnte die Verlegung, selbst wenn auf die Klage von G. Z. 
und H. Z. einzutreten wäre, nicht bewilligt werden. Der Rechtsvertreter der Beru-
fungskläger wendet ein, die Vorinstanz hätte sich nicht allein auf eine Qualitätsü-
berprüfung anhand der erwähnten drei Punkte beschränken dürfen, sondern als 
vierten Punkt zusätzlich die Einhaltung der „gültigen Grundbuchpläne“ überprüfen 
müssen. Er verkennt dabei, dass das Kantonsgericht in seinem Urteil aus dem 
Jahre 1999 zum Ergebnis gelangte, dass die den Verträgen aus dem Jahre 1976 
angehefteten Pläne ungenau und zu wenig bestimmt seien, und in der Folge Lage 
und Ausdehnung der Dienstbarkeit nicht aufgrund der betreffenden Pläne, sondern 
nach der Art der Ausübung bestimmt hat. An dieser verbindlichen und in Rechtskraft 
erwachsenen Inhalts- und Lagebestimmung vermag entgegen der Auffassung der 
Berufungskläger auch die Bestätigung der Baukommission, wonach die Verträge 
von 1976 immer noch absolute Gültigkeit hätten, nichts zu ändern. Die erwähnten 
Pläne sind daher für die Beurteilung der Qualitätseinbusse einer Verlegung dieser 
Dienstbarkeit nicht massgeblich. 

4. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens unter so-
lidarischer Haftung zulasten der Berufungskläger, welche die Berufungsbeklagten 
ausseramtlich angemessen zu entschädigen haben (Art. 223 ZPO in Verbindung 
mit Art. 122 Abs. 1 und 2 ZPO).  

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird dahingehend entschieden, dass Ziffer 1 des angefochte-
nen Urteils aufgehoben und auf die Klage nicht eingetreten wird.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8‘270.--, bestehend aus einer 
Gerichtsgebühr von Fr. 8'000.--  und einer Schreibgebühr von Fr. 270.--, ge-
hen unter solidarischer Haftung zu Lasten der Berufungskläger, welche die 
Berufungsbeklagten ausseramtlich mit insgesamt Fr. 3'000.-- zu entschädi-
gen haben. 

3. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Präsident Die Aktuarin