# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 162d48b4-7943-5c3d-8641-fbf7f9aed4cc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LF250052-O1
**Docket/Reference:** LF250052-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LF250052-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LF250052-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur , Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiber MLaw S. Widmer

Beschluss vom 20. Juni 2025

in Sachen

A._____,

Gesuchstellerin

vertreten durch B._____,

betreffend Testamentseröffnung / Fristwiederherstellung

im Nachlass von C._____, geboren tt. August 1944, 

von D._____, gestorben tt.mm.2025, wohnhaft gewesen E._____-strasse …, 

… Zürich

Gesuch um Wiederherstellung der im Urteil des Einzelgerichtes 

Erbschaftssachen des Bezirksgerichtes Zürich vom 23. Mai 2025 erwähnten 

Einsprachefrist (EL250477)

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Erwägungen:

1.

1.1. C._____ (nachfolgend: Erblasser) verstarb am tt.mm.2025. Er hinterliess als 

gesetzliche Erben seine Ehefrau F._____ sowie seine Kinder G._____ und 

A._____ (nachfolgend: Gesuchstellerin) (act. 9/3). In seinem Testament vom 26. 

Dezember 2020 setzte er seine Ehefrau als Alleinerbin ein (act. 4).

1.2. Mit Urteil vom 23. Mai 2025 eröffnete das Einzelgericht Erbschaftssachen 

des Bezirksgerichts Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) den Beteiligten das Testa-

ment des Erblassers vom 26. Dezember 2020. Zugleich machte es die Beteiligten 

darauf aufmerksam, dass die Ehefrau berechtigt sei, die Ausstellung des auf sie 

lautenden Erbscheins zu verlangen. Der Erbschein werde ausgestellt, sofern die 

Kinder des Erblassers dagegen nicht innert Monatsfrist, von der Zustellung des 

Urteils an gerechnet, beim Einzelgericht Einsprache erhöben (act. 5 = act. 8 [Ak-

tenexemplar] = act. 9/8). Das Urteil wurde der Gesuchstellerin am 2. Juni 2025 

zugestellt (act. 9/11).

2. Mit Eingabe vom 16. Juni 2025 gelangt die Gesuchstellerin an das Oberge-

richt des Kantons Zürich und beantragt eine Wiederherstellung der Einsprachefrist 

im Sinne von Art. 148 ZPO. Sie habe ihre Einsprache vom 11. Juni 2025 verse-

hentlich an die falsche Empfängeradresse geschickt, wodurch die Sendung von 

der Post an sie zurückgeschickt worden sei. Sobald sie von der Rücksendung 

Kenntnis erhalten habe, habe sie die Einsprache unverzüglich korrekt adressiert 

(womit sie an das Obergericht meinen dürfte) und erneut versendet (act. 2). 

3.

Die Gesuchstellerin ist darauf hinzuweisen, dass die Frist zur Erhebung ei-

ner Einsprache gegen die Ausstellung eines Erbscheins im Sinne von Art. 559 

ZGB noch läuft. Die Gesuchstellerin hat ihre Einsprache, wie in Dispositiv-Ziff. 3 

des vorinstanzlichen Urteils festgehalten, innert eines Monats seit Zustellung des 

Urteils zu erheben (vgl. act. 8 S. 3). Das vorinstanzliche Urteil wurde der Gesuch-

stellerin am 2. Juni 2025 zugestellt (act. 9/11). Damit läuft die Frist noch bis am 

2. Juli 2025. An der Beurteilung des Fristwiederherstellungsgesuchs besteht des-

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halb von vornherein kein schutzwürdiges Interesse (Art. 59 Abs. 2 ZPO), weshalb 

darauf nicht einzutreten ist.

4. Weiter ist die Gesuchstellerin darauf aufmerksam zu machen, dass für die 

Beurteilung der Einsprache nicht das Obergericht des Kantons Zürich, sondern 

die Vorinstanz zuständig ist (§ 137 i.V.m. § 24 GOG). Die Gesuchstellerin gab in 

ihrer Einsprache vom 10. Juni 2025 daher den richtigen Empfänger an (act. 3). 

Die Rücksendung durch die Post dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Ge-

suchstellerin die Einsprache irrtümlich an eine falsche Adresse (… [Adresse]) ver-

sandt hatte (vgl. act. 3). Das Einzelgericht Erbschaftssachen des Bezirksgerichts 

Zürich befindet sich an der Thurgauerstrasse 40 in 8050 Zürich. Die Gesuchstel-

lerin braucht die Einsprache jedoch nicht erneut zu verschicken. Das Obergericht 

leitet die dem Fristwiederherstellungsgesuch im Doppel beigelegten Einsprachen 

(act. 3) samt Beilagen (act. 4, 5 und 6) gestützt auf Art. 143 Abs. 1bis ZPO der Vor-

instanz weiter. 

5.

Ausgangsgemäss wäre die Gesuchstellerin grundsätzlich kostenpflichtig 

(Art. 106 ZPO). Weil die Stellung des Fristwiederherstellungsgesuchs jedoch of-

fenkundig auf einem Irrtum über die geltenden Fristen sowie die Zuständigkeiten 

beruht, ist umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. 

Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

Auf das Gesuch um Fristwiederherstellung wird nicht eingetreten.

Die Einsprache der Gesuchstellerin vom 10. Juni 2025 wird zuständigkeits-

halber an das Einzelgericht Erbschaftssachen des Bezirksgerichts Zürich 

weitergeleitet. 

Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird verzichtet.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

1.

2.

3.

4.

- 4 -

5.

Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin und unter Beilage von act. 3, 4, 

5 und 6 sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an das Ein-

zelgericht Erbschaftssachen des Bezirksgerichts Zürich, je gegen Emp-

fangsschein.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt über 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

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