# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddd3df25-4e36-5802-a81a-db53da9a8e55
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.03.2013 LA120008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA120008_2013-03-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LA120008-O/U01.doc 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Dr. G. Pfister und  

Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin lic. iur.  

G. Ramer Jenny 

Beschluss und Urteil vom 14. März 2013 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. ... 

Beklagter und Berufungskläger 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. D._____ Arbeitslosenkasse,  
Kläger und Berufungsbeklagte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

substituiert durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ 

 

betreffend Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, II. Abteilung, vom 
22. Dezember 2011 (CG100021) 

- 2 - 

Rechtsbegehren (Urk. 2 S. 2): 

"1. Es seien die Beklagten 1 und 2 zu verpflichten, dem Kläger 1 brutto 
Fr. 42'842.95 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 12. Oktober 2009 zu be-
zahlen; 

2. Es seien die Beklagten 1 und 2 zu verpflichten, der Klägerin 2 brutto 
Fr. 97'644.75 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 12. Oktober 2009 zu be-
zahlen; 

3. Es seien die Beklagten 1 und 2 zu verpflichten, den Klägern 1 und 2 
wohlwollende Abschlusszeugnisse auszustellen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 
 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 22. Dezember 2011 (Urk. 56): 

"1. Die Beklagten werden solidarisch verpflichtet, dem Kläger 1 
Fr. 29'745.45 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.  

2. Die Beklagten werden solidarisch verpflichtet, der Klägerin 2 
Fr. 63'905.50 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.  

3. Die Beklagten werden solidarisch verpflichtet, der Klägerin 3 
Fr. 12'403.30 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.  

4. Die Beklagten werden gemeinsam verpflichtet, dem Kläger 1 ein Zeug-
nis mit folgendem Wortlaut auszustellen:  
"Arbeitszeugnis 

Herr B._____, geb. tt.mm.1966, war von März 2007 bis Oktober 2009 in unse-
rem Haushalt als Hausmeister angestellt. Sein Aufgabenbereich umfasste die 
Instandhaltung der Liegenschaft und des Gartens auf unserem Anwesen an 
der … [Adresse] in E._____. In seiner Tätigkeit sorgte er für die Pflege des 
Anwesens im Aussen- und Innenbereich, erledigte Botendienste und fuhr die 
Kinder zur Schule. Ausserdem unterstützte er die Haushälterin in ihren Tätig-
keiten im Haus oder mit den Kindern.  

Herr B._____ erfüllte die an ihn gestellten Anforderungen stets zu unserer vol-
len Zufriedenheit, war immer zuverlässig und bei den Kindern stets beliebt. 
Sein Verhalten gegenüber uns Arbeitgebern und weiteren Angestellten war 
stets höflich und einwandfrei.  

Aus organisatorischen Gründen waren wir leider gezwungen, das Arbeitsver-
hältnis mit Herrn B._____ aufzulösen. Wir wünschen ihm auf seinem weiteren 
Weg alles Gute und viel Erfolg.  

E._____ [Ort], Oktober 2009 

A._____ und F._____"  

5. Die Beklagten werden gemeinsam verpflichtet, der Klägerin 2 ein Zeug-
nis mit folgendem Wortlaut auszustellen:  
"Arbeitszeugnis 

- 3 - 

Frau C._____, geb. tt.mm.1963, war von März 2007 bis Oktober 2009 in unse-
rem Haushalt als Kinderbetreuerin und Hauswirtschafterin angestellt. Frau 
C._____ war in Zusammenarbeit mit einer weiteren Haushälterin sowohl für die 
Betreuung unserer drei kleinen Kinder als auch für den Haushalt und die Reini-
gung und Raumpflege in unserem Hause zuständig.  

Frau C._____ zeigte in Bezug auf die ihr übertragenen Aufgaben stets gute 
Leistungen. Ihr Verhalten gegenüber den Kindern, uns Arbeitgebern als auch 
Aussenstehenden war stets höflich.  

Aus organisatorischen Gründen waren wir leider gezwungen, das Arbeitsver-
hältnis mit Frau C._____ aufzulösen. Wir wünschen ihr auf ihrem weiteren Weg 
alles Gute und viel Erfolg.  

E._____ [Ort], Oktober 2009 

A._____ und F._____"  

6. Im Mehrbetrag werden die Begehren des Klägers 1 und der Klägerin 2 
abgewiesen.  

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

 Fr. 11'060.00; die weiteren Kosten betragen 

 Fr. 375.00 Kosten Dolmetscher. 

8. Die Gerichtskosten werden den Klägern 1 und 2 solidarisch zu einem 
Drittel und den Beklagten solidarisch zu zwei Dritteln auferlegt.  

9. Die Beklagten werden solidarisch verpflichtet, den Klägern 1 und 2 ge-
meinsam eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 7'000.00 (inkl. 
Mehrwertsteuer) und der Klägerin 3 eine Entschädigung von Fr. 1'000.– 
zu bezahlen.  

10. [Schriftliche Mitteilung].  

11. [Rechtsmittelbelehrung]." 
 
 

Berufungsanträge: 

des Beklagten (Urk. 55 S. 2): 
 

"1. Es seien die Ziffern 1, 2, 3, 7, 8 und 9 des vorinstanzlichen Urteils in 
Gutheissung der Berufung aufzuheben und die Ziffern 1 und 2 der Kla-
ge vollumfänglich abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbe-
klagten." 

 
 

der Kläger 1 und 2 (Urk. 66): 
 

"1. Es sei auf die Berufung nicht einzutreten. 

2. Eventualiter sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen; 

- 4 - 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zu Lasten des 
Berufungsklägers." 

 
 

der Klägerin 3 (Urk. 63): 
 
"1. Die Berufung vom 13. Februar 2013 sei abzuweisen. 

2. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen, II. Abteilung, vom 22. Dezember 
2011 (CG100021) soll bestätigt werden. 

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsklä-
gers." 

 
 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt 

1. Am 7. März 2007 schlossen die Kläger und Berufungsbeklagten 1 und 2 

(nachfolgend: Kläger 1 und Klägerin 2) mit dem Beklagten und Berufungs-

kläger (nachfolgend: der Beklagte) sowie dessen Ehefrau zwei Arbeitsver-

träge. Der Kläger 1 und die Klägerin 2 wurden vom Beklagten und dessen 

Ehefrau jeweils mit Wirkung ab Anfang März 2007 als Hausmeister bzw. als 

Kinderbetreuerin und Hauswirtschafterin angestellt. Der Bruttolohn der Klä-

ger 1 und 2 belief sich auf je Fr. 3'800.00, wobei sich diese Vergütung zu-

sammensetzte aus einem Barlohn von Fr. 2'900.00 und einem Naturallohn 

(Kost und Logis) von Fr. 900.00 (Urk. 4/3 [Kläger 1] und Urk. 4/4 [Kläge-

rin 2]). Zuletzt betrug der Bruttolohn der Kläger 1 und 2 je Fr. 4'860.00, wo-

bei sich dieser Betrag aus einem Barlohn von Fr. 3'870.00 und einem Natu-

rallohn von Fr. 990.00 (Kost und Logis) zusammensetzte (Urk. 4/5 [Kläger 1] 

und Urk. 4/6 [Klägerin 2]). 

2. Aufgrund einer Erkrankung war die Klägerin 2 vom 16. März 2009 bis am 

22. April 2009 und vom 4. Mai 2009 bis 11. Oktober 2009 krankgeschrieben. 

Die Kläger 1 und 2 wohnten bis am 15. Mai 2009 in der Einliegerwohnung 

der Villa der Beklagten. Alsdann zogen sie in eine eigene Wohnung an der 

… [Adresse] in E._____. Diese neue Wohnung befindet sich 1,6 km vom 

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Wohnsitz des Beklagten entfernt; diese Strecke kann in 4 Minuten per Auto 

bzw. in 16 Minuten zu Fuss zurückgelegt werden (Urk. 56 S. 17). Am 

12. Oktober 2009 kündigten der Beklagte und dessen Ehefrau das Arbeits-

verhältnis mit den Klägern 1 und 2 fristlos (Urk. 4/7 [Kläger 1] und Urk. 4/8 

[Klägerin 2]).  

3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind namentlich die von den Klä-

gern 1 und 2 geltend gemachten Ansprüche im Zusammenhang mit der frist-

losen Kündigung (nachfolgend E. 4.1) und die von der Klägerin 2 geforderte 

Überstundenvergütung (nachfolgend E. 4.2). 

2. Prozessgeschichte 

1. Mit Klage vom 16. April 2010 machten die Kläger 1 und 2 gegenüber dem 

Beklagten und dessen Ehefrau die obgenannten Ansprüche geltend (Urk. 2). 

Nach Erstattung der Klageantwort (Urk. 13) führte das Bezirksgericht Horgen 

am 1. November 2010 eine Referentenaudienz mit Vergleichsverhandlung 

und persönlicher Befragung der Parteien durch (Prot. S. 5 ff.). Bei dieser Ge-

legenheit schlossen die Parteien einen Vergleich, wobei sich die Beklagten 

einen Widerruf bis am 12. November 2010 vorbehielten (Prot. S. 12 f.). Mit 

Schreiben vom 8. November 2010 widerriefen der Beklagte und seine Ehe-

frau den Vergleich (Urk. 20).  

2. In der Folge vereinigte die Vorinstanz zwei Parallelverfahren, mit welchen 

die Klägerin 3 und Berufungsbeklagte 3 (nachfolgend Klägerin 3) vom Be-

klagten und dessen Ehefrau die den Klägern 1 und 2 ausgerichteten Leis-

tungen der Arbeitslosenkasse zurückforderte, mit dem vorliegenden Verfah-

ren. Alsdann erstatteten die Kläger 1-3 die Replik (Urk. 32 [Klägerin 3] und 

Urk. 38 [Kläger 1 und 2]) sowie der Beklagte und dessen Ehefrau die Duplik 

(Urk. 49).  

3. Mit Urteil vom 22. Dezember 2011 fällte das Bezirksgericht Horgen das ob-

genannte Urteil (Urk. 56). Dabei wurde der Beklagte (im erstinstanzlichen 

Verfahren der Beklagte 1) und dessen Ehefrau (im erstinstanzlichen Verfah-

- 6 - 

ren die Beklagte 2) unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, dem Kläger 1 

Fr. 29'745.45 zuzüglich Zins (Dispositiv-Ziff. 1), der Klägerin 2 Fr. 63'905.50 

zuzüglich Zins (Dispositiv-Ziff. 2) sowie der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 zuzüg-

lich Zins zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 3); ferner wurden der Beklagte 1 und 

dessen Ehefrau gemeinsam verpflichtet, den Beklagten 1 und 2 ein Zeugnis 

mit dem obgenannten Wortlaut auszustellen (Dispositiv-Ziffer 4 und 5). Im 

Mehrbetrag wurden die Begehren der Kläger 1 und 2 abgewiesen (Disposi-

tiv-Ziffer 6). 

4. Mit Berufung vom 13. Februar 2012 stellte der Beklagte (im erstinstanzlichen 

Verfahren der Beklagte 1) dem Obergericht die obgenannten Anträge. Die 

Ehefrau des Klägers (im erstinstanzlichen Verfahren die Beklagte 2) focht 

das Urteil des Bezirksgerichts Horgen nicht an. 

5. Mit Berufungsantworten vom 19. April 2012 (Urk. 63 [Klägerin 3]) und 

27. April 2012 (Urk. 67 [Klägerin 1 und 2]) wurden die obgenannten Anträge 

gestellt. 

6. Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 wurden die Doppel der Berufungsantwort-

schriften dem Beklagten zugestellt (Urk. 69). 

3. Prozessuales 

1. Das Verfahren vor Bezirksgericht unterstand der kantonalzürcherischen Zi-

vilprozessordnung (ZPO/ZH). Für das Berufungsverfahren kommt die am 

1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur 

Anwendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO).  

2. Im angefochtenen Urteil wurden der Beklagte und seine Ehefrau unter soli-

darischer Haftpflicht zu den genannten Zahlungen an die Kläger 1 bis 3 ver-

pflichtet. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen wurde nur vom Beklagten 

(im erstinstanzlichen Verfahren der Beklagte 1), nicht jedoch von dessen 

Ehefrau (im erstinstanzlichen Verfahren die Beklagte 2) angefochten. Da die 

beiden Beklagten im erstinstanzlichen Verfahren eine einfache Streitgenos-

senschaft bildeten (§ 40 ZPO/ZH), kann jeder Streitgenosse den Prozess im 

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Rechtsmittelverfahren unabhängig vom anderen Streitgenossen führen 

(Art. 71 Abs. 3 ZPO). Der Beklagte ist somit legitimiert, unabhängig von sei-

ner Ehefrau ein Rechtsmittel einzulegen.  

3. Nicht überzeugend ist die Auffassung der Kläger 1 und 2, auf die Berufung 

sei nicht einzutreten, weil der Beklagte "eins zu eins dieselben Argumente" 

vorbringe, die er vor erster Instanz schon geltend gemacht habe und mit de-

nen sich die Vorinstanz eingehend befasst habe (Urk. 66 S. 3 Rz. 4). Es ist 

nicht einzusehen, weshalb der Beklagte im Berufungsverfahren nicht noch-

mals "eins zu eins" die gleiche Position vertreten kann, die er im erstinstanz-

lichen Verfahren erfolglos geltend gemacht hat.  

4. Gemäss Art. 315 Abs. 1 ZPO hemmt die Berufung die Rechtskraft und die 

Vollstreckbarkeit des angefochtenen Urteils im Umfang der Anträge. Die An-

ordnung, den Klägern 1 und 2 ein Zeugnis mit dem obgenannten Inhalt aus-

zustellen, wurde von keiner Partei angefochten; Dispositiv-Ziffer 4 und 5 sind 

daher mit dem Eingang der Berufungsantwort der Kläger 1 und 2 am 

30. April 2012 rechtskräftig geworden. Ferner ist das angefochtene Urteil in-

sofern unangefochten geblieben, als die Forderungsklage der Kläger 1 und 

der Klägerin 2 im Betrag, welcher Fr. 29'745.45 zuzüglich Zins (für den Klä-

ger 1) und Fr. 63'905.50 zuzüglich Zins (für die Klägerin 2) übersteigt, abge-

wiesen wurde; auch Dispositiv-Ziffer 6 ist mit Eingang der Berufungsantwort 

der Kläger 1 und der Klägerin 2 am 30. April 2012 (Urk. 66) rechtkräftig ge-

worden ist. Dies ist vorzumerken. 

4. Materielles 

1. Der Beklagte sprach gegenüber den Klägern 1 und 2 am 12. Oktober 2009 

eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus. Er begründete dies 

damit, dass sich die Kläger 1 und 2 vertraglich verpflichtet hätten, Wohnsitz 

in der Einliegerwohnung in seiner Villa zu nehmen; diese Pflicht hätten sie 

durch den Bezug einer eigenen Wohnung verletzt, weshalb eine fristlose 

Kündigung wegen schwerwiegender Vertragspflichtverletzung gerechtfertigt 

sei (Urk. 4/7 [bez. Kläger 1] und Urk. 4/8 [bez. Klägerin 2]). Im Folgenden ist 

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zunächst durch Vertragsauslegung zu ermitteln, ob die Kläger 1 und 2 ver-

traglich zur Wohnsitznahme in der besagten Einliegerwohnung verpflichtet 

waren (nachfolgend lit. a). Sofern von einer solchen Verpflichtung auszuge-

hen sein sollte, wäre anschliessend zu prüfen, ob eine fristlose Kündigung 

wegen einer Vertragspflichtverletzung gerechtfertigt war (nachfolgend lit. b). 

Und für den Fall, dass eine fristlose Kündigung unzulässig gewesen sein 

sollte, wären die finanziellen Folgen einer ungerechtfertigten Kündigung zu 

prüfen (nachfolgend lit. c). 

a) Die Vorinstanz liess letztlich die Frage offen, ob die Kläger 1 und 2 zur 

Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten 

verpflichtet waren, weil eine Verletzung dieser Pflicht kein wichtiger 

Grund für eine fristlose Kündigung darstelle (explizit in Urk. 56 S. 16 

E. 1.5.1 [bezüglich der Klägerin 2], sinngemäss in Urk. 56 S. 10 

E. 1.4.4.1 [bezüglich dem Kläger 1]). Der Beklagte betont demgegen-

über, dass eine Wohnsitznahme der Kläger 1 und 2 eine wesentliche 

und notwendige Grundlage der Anstellung und somit vertraglich ver-

einbart gewesen sei (Urk. 55 S. 8 f. Rz. 21-25). Die Kläger 1 und 2 stel-

len eine entsprechende vertragliche Vereinbarung in Abrede (Urk. 66 

S. 5 f.). Die Klägerin 3 hält die fristlose Kündigung vom 12. Oktober 

2009 ohne nähere Begründung für unrechtmässig (Urk. 63 S. 1 Rz. 2).  

− Ob die Parteien vertraglich eine Wohnsitznahme der Kläger 1 und 2 in 

der Villa des Beklagten vereinbart hatten, ist durch Auslegung zu ermit-

teln. Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstim-

menden wirklichen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 OR). Steht 

ein tatsächlicher Konsens fest, bleibt für eine Auslegung nach dem 

Vertrauensgrundsatz kein Raum. Wenn eine tatsächliche Willensüber-

einstimmung nicht behauptet wird oder unbewiesen bleibt, sind zur Er-

mittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien 

aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem 

Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen ver-

standen werden durften und mussten. Bei der objektivierten Vertrags-

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auslegung nach dem Vertrauensprinzip handelt es sich um eine 

Rechtsfrage. Massgebend für die Frage, ob ein rechtlicher Konsens 

vorliegt, ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (BGE 135 III 410 

E. 3.2 S. 412 f., 132 III 626 E. 3.1 S. 632, je mit Hinweisen). 

− Im vorliegenden Fall spricht einiges dafür, dass ein übereinstimmender 

wirklicher Wille der Vertragsparteien bezüglich einer Pflicht der Kläger 

1 und 2 zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung vorlag (tatsächli-

cher Konsens im Sinn von Art. 18 Abs. 1 OR). Immerhin räumten die 

Kläger 1 und 2 ausdrücklich ein, dass es für sie praktisch gewesen sei, 

dass sie in die Einliegerwohnung einziehen konnten (Urk. 38 S.3 zu 

Rz. 4 [Replik] und Urk. 66 S. 6 [Berufungsantwort]). Ungeachtet davon, 

ob sich die Parteien tatsächlich einig waren, wäre der Vertrag nach 

Treu und Glauben ohnehin so zu verstehen gewesen, dass eine Pflicht 

zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung bestand (rechtlicher Kon-

sens aufgrund einer Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip).  

− Gemäss dem Vertragswortlaut war ein Barlohn von Fr. 2'900.00 

sowie ein Naturallohn für unentgeltliche Kost und Logis von 

Fr. 900.00 vereinbart (Urk. 4/3 [Kläger 1] und Urk. 4/4 [Kläge-

rin 2]). Die Zusammensetzung der Vergütung kann nach Treu und 

Glauben nur so verstanden werden, dass die Kläger 1 und 2 

"während der Dauer des Angestelltenverhältnisses" im Haushalt 

des Arbeitgebers leben.  

− Aber auch eine Würdigung der weiteren Umstände - insbesonde-

re der Interessenlage der Parteien - deutet darauf hin, dass eine 

Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklag-

ten vorgesehen war. Namentlich für die Klägerin 2 als "Kinderbe-

treuerin und Hauswirtschafterin" (Urk. 4/8) lag es auf der Hand, 

dass deren Anwesenheit im Haushalt des Beklagten grundsätz-

lich von grossem Vorteil war. Bei Abwesenheit der Ehefrau des 

Beklagten war es nicht nur vorteilhaft, sondern geradezu uner-

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lässlich, dass sich die Klägerin 2 in ihrer Eigenschaft als Betreue-

rin von fünf Kindern (bei Vertragsabschluss im Alter von 

15 Jahren [Zwillinge], 4 und 3 Jahren sowie 6 Monaten) im Haus-

halt ihrer Arbeitgeber aufhielt, zumal offenbar vorgesehen war, 

dass die Ehefrau des Beklagten zuweilen abwesend war (Urk. 56 

S. 16 E. 1.5.1 mit Hinweis auf Urk. 13 S. 2 Rz. 2). In Bezug auf 

den Kläger 1, der die Funktion eines "Hausmeisters" versah, ist 

zwar eine strikte Notwendigkeit eines Aufenthalts in der Villa der 

Arbeitgeber nicht zu sehen. Aber auch in Bezug auf den Kläger 1 

lassen die gesamten Umstände darauf schliessen, dass eine 

Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung nach Treu und Glauben 

vereinbart war, weil er mit der Klägerin 2 verheiratet war und de-

ren Anwesenheit aus den dargelegten Gründen unerlässlich war. 

Ob auch ausländerrechtliche Gründe für eine Notwendigkeit der 

Wohnsitznahme der Kläger 1 und 2 im Haushalt des Beklagten 

sprechen (so der Beklagte in Urk. 55 S. 8 f. Rz. 24 f., bestritten 

von den Klägern 1 und 2 in Urk. 66 S. 6 f.), kann dahingestellt 

bleiben.  

− Insgesamt ergibt die Vertragsauslegung, dass eine Wohnsitznahme 

der Kläger 1 und 2 in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten 

vereinbart war. Der Auszug aus der Einliegerwohnung und der Bezug 

einer eigenen Wohnung am 15. Mai 2009 ist den Klägern 1 und 2 als 

Vertragspflichtverletzung anzulasten. 

b) Damit stellt sich die Frage, ob diese Vertragsverletzung den Arbeitge-

ber zu einer fristlosen Kündigung berechtigte. Die Vorinstanz hielt die 

vom Beklagten ausgesprochene Kündigung mangels Vorliegens eines 

wichtigen Grundes für ungerechtfertigt (Urk. 56 S. 10 E. 1.4.4.1 [bez. 

Kläger 1] und S. 16 f. E. 1.5.1 [bez. Kläger 2]). Demgegenüber geht der 

Beklagte davon aus, dass die fristlose Kündigung nicht zu beanstanden 

sei (Urk. 55 S. 11 ff. Rz. 34 ff.).  

- 11 - 

− Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kann grundsätzlich nur unter Einhal-

tung der Kündigungsfristen gekündigt werden (Art. 335 ff. OR). Eine 

fristlose Kündigung ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Nach 

Art. 337 OR ist für eine fristlose Kündigung das Vorliegen von wichti-

gen Gründen erforderlich (Abs. 1), aufgrund deren Vorhandenseins 

dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Ar-

beitsverhältnisses bis zum ordentlichen Kündigungstermin nicht mehr 

zugemutet werden kann (Abs. 2), wobei das Gericht über das Vorhan-

densein von wichtigen Gründen nach seinem Ermessen entscheidet 

(Abs. 3). Nach ständiger Rechtsprechung ist eine fristlose Entlassung 

nur bei besonders schweren Verfehlungen des Arbeitnehmers gerecht-

fertigt. Diese müssen einerseits objektiv geeignet sein, die für das Ar-

beitsverhältnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstören oder 

zumindest so tief greifend zu erschüttern, dass dem Arbeitgeber die 

Fortsetzung des Vertrags nicht mehr zuzumuten ist. Anderseits wird 

vorausgesetzt, dass sie tatsächlich zu einer entsprechenden Zerstö-

rung oder Erschütterung des gegenseitigen Vertrauens geführt haben. 

Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, müssen sie trotz Ver-

warnung wiederholt vorgekommen sein (BGE 130 III 213 E. 3.1 S. 220, 

129 III 380 E. 2.1. S. 382, je mit Hinweisen). Eine fristlose Kündigung 

ist umgehend nach Bekanntwerden eines wichtigen Grundes für die so-

fortige Entlassung auszusprechen. Wenn die fristlose Kündigung nicht 

umgehend ausgesprochen wird, ist anzunehmen, dass für den Arbeit-

geber keine Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses 

bis zum nächsten ordentlichen Kündigungstermin vorliegt (Streiff/von 

Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. Aufl., Zürich 2012, Art. 337 N 17 mit 

Hinweisen auf die Rechtsprechung).  

− Im vorliegenden Fall ist den Klägern 1 und 2 insoweit eine Vertrags-

pflichtverletzung vorzuwerfen, als sie Mitte Mai 2009 entgegen der von 

ihnen übernommenen Vertragspflichten aus der Einliegerwohnung in 

der Villa des Beklagten auszogen und eine eigene Wohnung bezogen 

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(vgl. lit. a). Dabei ist dokumentiert, dass der Beklagte die Kläger 1 und 

2 vor deren Umzug in eine eigene Wohnung am 14. Mai 2009 an ihre 

Pflicht zur Anwesenheit in seiner Villa erinnerte (Urk. 4/5) und unmittel-

bar nach deren Auszug am 26. Mai 2009 unter Androhung einer fristlo-

sen Kündigung zur Rückkehr in die Einliegerwohnung aufforderte 

(Urk. 4/6). Auch der Umstand, dass mit der fristlosen Kündigung als-

dann bis am 12. Oktober 2009 zugewartet wurde, spricht nicht gegen 

die Zulässigkeit einer fristlosen Kündigung, weil das Zuwarten mit der 

bis am 11. Oktober 2012 dauernden Krankheit der Klägerin 2 und dem 

dadurch hervorgerufenen Kündigungsschutz (Art. 336c Abs. 1 lit. b OR) 

zu erklären ist. Allerdings erweisen sich die fristlosen Kündigungen aus 

anderen Gründen als nicht gerechtfertigt.  

− In Bezug auf den Kläger 1 bewirkte die Verletzung der vertraglich 

vereinbarten Pflicht zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung 

keine objektive Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsver-

hältnisses bis zum nächsten Kündigungstermin. Die Funktion ei-

nes Hausmeisters verlangt - auch nach der eigenen Darstellung 

des Beklagten (Urk. 13 S. 7 Rz. 13 [die er heute in Urk. 55 S. 12 

Rz. 38 allerdings als "missverständlich" relativiert]) - nicht zwin-

gend eine Wohnsitznahme in der Liegenschaft des Beklagten. 

Hinzu kommt, dass der Auszug des Klägers nicht tatsächlich zu 

einer derartigen Erschütterung des Vertrauensverhältnisses ge-

führt hat, dass eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bis 

zum ordentlichen Kündigungstermin unzumutbar gewesen wäre. 

Im Gegenteil offerierte der Beklagte dem Kläger am 13. Oktober 

2009 - d.h. am Tag nach der fristlosen Kündigung vom 

12. Oktober 2009 - einen neuen Arbeitsvertrag als Hausmeister 

ohne Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung an (Urk. 4/9).  

− Etwas heikler ist die Situation in Bezug auf die Klägerin 2. Es 

wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Anwesenheit der Klä-

gerin 2 im Haushalt des Beklagten aufgrund ihrer Funktion als 

- 13 - 

"Kinderbetreuerin und Hauswirtschafterin" (Urk. 4/8) generell von 

grossem Vorteil und bei Abwesenheit der Ehefrau des Beklagten 

zur Betreuung der fünf Kindern (Zwillinge im Alter von 15 Jahren 

sowie drei weitere Kinder im Alter von 4 Jahren, 3 Jahren und 

6 Monaten) geradezu unerlässlich war. Insofern könnte der unbe-

fugte (vertragswidrige) Auszug der Klägerin 2 unter Berücksichti-

gung der Aufforderung zur Rückkehr in die Einliegerwohnung vom 

26. Mai 2009 (Urk. 14/6) einen wichtigen Grund für eine fristlose 

Kündigung abgeben. Allerdings hält die Vorinstanz zutreffend 

fest, dass sich die Klägerin 2 von ihrem neuen Wohnort den 

Haushalt des Beklagten in Kürze (mit dem Auto in 4 Minuten und 

zu Fuss in 16 Minuten) erreichen und bei Abwesenheit der Ehe-

frau des Beklagten in deren Haushalt nächtigen könnte (Urk. 56 

S. 17). 

− Aus diesen Gründen ist aufgrund des dem Gericht zustehenden Er-

messens (Art. 337 Abs. 3 OR) davon auszugehen, dass keine wichti-

gen Gründe für eine fristlose Kündigung vorlagen (Art. 337 Abs. 1 OR), 

die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum nächsten or-

dentlichen Kündigungstermin nach Treu und Glauben als unzumutbar 

erscheinen lassen (Art. 337 Abs. 2 OR). Folglich sind die am 

12. Oktober 2009 gegenüber den Klägern 1 und 2 ausgesprochenen 

fristlosen Kündigungen nicht gerechtfertigt. 

c) Damit sind die finanziellen Ansprüche der Kläger zufolge ungerechtfer-

tigter fristloser Kündigung zu prüfen. Gemäss Art. 337c Abs. 1 OR hat 

der Arbeitnehmer bei einer ungerechtfertigten fristlosen Kündigung An-

spruch auf Ersatz dessen, was er verdient hätte, wenn das Arbeitsver-

hältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendigt worden wäre. Al-

lerdings muss er sich gemäss Art. 337c Abs. 2 OR anrechnen lassen, 

was er durch anderweitige Arbeit zu verdienen absichtlich unterlassen 

hat. Überdies steht dem Gekündigten nach Art. 337c Abs. 3 OR eine 

- 14 - 

nach Ermessen festgesetzte Entschädigung zu, die jedoch den Lohn 

für 6 Monate nicht übersteigen darf. 

− Im vorliegenden Fall beträgt die Kündigungsfrist unbestritten 3 Monate. 

Den Klägern steht somit gestützt auf Art. 337c Abs. 1 OR der Lohn für 

die Monate November 2009 bis und mit Januar 2010 zu; der Lohn für 

den Monat Oktober 2009 wurde dem Kläger 1 bereits ausbezahlt (vgl. 

nachfolgend E. 4.4). Umstritten ist jedoch, ob den Klägern für die ge-

nannten drei Monate nur der zuletzt geschuldete Barlohn von 

Fr. 3'870.00 (so der Beklagte im Eventualstandpunkt [Urk. 55 S. 14 

Rz. 47 f.]) oder die gesamte zuletzt bezahlte Vergütung in der Höhe 

von Fr. 4'860.00 bestehend aus dem Barlohn von Fr. 3'870.00 sowie 

dem Naturallohn von Fr. 990.00 zu bezahlen ist (so die Kläger 1 und 2 

[Urk. 66 S. 9]). Wenn sich der Arbeitgeber zur Gewährung von Kost 

und Logis verpflichtet, bildet dieser Anspruch Anteil des Lohnes 

(Art. 322 Abs. 2 OR). Wenn Kost und Logis aus einem in der Person 

des Arbeitgebers liegenden Grund nicht bezogen werden können oder 

wegen berechtigter Abwesenheit des Arbeitnehmers ausfallen, so hat 

der Arbeitgeber aufgrund der Lohnqualität dieser Leistungen eine Er-

satzvergütung für Verpflegung und Unterkunft zu entrichten (BK-

Rehbinder/Stöckli, Bern 2010, Art. 322 Rz. 43 mit Hinweisen; 

Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 322 Rz. 18 S. 298; BSK OR I-

Portmann, 5. Aufl., Basel 2011, Art. 322 N 23). Im vorliegenden Fall ist 

eine solche Ersatzvergütung für den nicht bezogenen Naturallohn von 

Fr. 990.00 für Kost und Logis nicht geschuldet. Einerseits hat der Be-

klagte als Arbeitgeber nicht zu verantworten, dass die Kläger nach ih-

rem vertragswidrigen Auszug aus der Einliegerwohnung den Natural-

lohn (Kost und Logis) nicht mehr beanspruchten; im Gegenteil forderte 

er die Kläger am 14. Mai 2009 zum Verbleiben (Urk. 4/5) bzw. am 

26. Mai 2009 zur Rückkehr in die Einliegerwohnung auf (Urk. 4/6). And-

rerseits ist im Unterschied zur Vorinstanz - die zwar von einem "freiwil-

ligen", aber begründeten Auszug aus der Einliegerwohnung sprach 

- 15 - 

(Urk. 56 S. 12 und S. 28 f.) - davon auszugehen, dass das Verlassen 

der Einliegerwohnung gegen eine Vertragspflicht verstiess, weshalb 

nicht von einer "berechtigten Abwesenheit" der Arbeitnehmer ausge-

gangen werden kann. Aus diesem Grund ist der Naturallohn von zuletzt 

Fr. 990.00 nicht geschuldet; vielmehr hat der Beklagte den Klägern 1 

und 2 lediglich den zuletzt geschuldeten Barlohn von je Fr. 3'870.00 zu 

vergüten. Für die drei Monate November 2009 bis Januar 2010 stehen 

den Klägern 1 und 2 je Fr. 11'610.00 zu (3 x Fr. 3'870.00). Davon ist 

bezüglich dem Kläger 1 der Teilbetrag von Fr. 6'190.55 (Urk. 29/2, Urk. 

29/3/1-3) abzuziehen, welchen die Klägerin 3 dem Kläger 1 unbestrit-

ten als Arbeitslosenentschädigung überwies und aus diesem Grund an 

die Klägerin 3 subrogiert wurde; bezüglich der Klägerin 2 ist aus den 

gleichen Gründen der Teilbetrag von Fr. 6'212.75 (Urk. 30/2, Urk. 

30/3/1-3) abzuziehen. Gestützt auf Art. 337c Abs. 1 OR steht dem Klä-

ger Fr. 5'419.45 und der Klägerin 2 Fr. 5'397.25 Lohn während der 

Kündigungsfrist zu. 

− Wie erwähnt muss sich der Arbeitnehmer gemäss Art. 337c Abs. 2 OR 

anrechnen lassen, was er absichtlich zu verdienen unterlassen hat. So 

muss er eine zumutbare Stelle antreten, die seiner Ausbildung, Erfah-

rung, beruflichen und sozialen Stellung, berechtigten Lohnerwartungen 

und seinem Alter unter Berücksichtigung der Situation auf dem Ar-

beitsmarkt und der Dauer der Stellenlosigkeit adäquat ist (Streiff/von 

Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 337 N 7 S. 1155 mit Hinweisen). Dies 

kann auch eine Stelle beim bisherigen Arbeitgeber sein (ZR 96/1997 

Nr. 92 S. 184 ff.).  

− Im vorliegenden Fall erwog die Vorinstanz, dass der Beklagte 

dem Kläger 1 zwar am 13. Oktober 2009 einen neuen Arbeitsver-

trag angeboten habe, der aber anstelle des bisherigen Bruttoloh-

nes von Fr. 4'860.00 (Urk. 4/5 und 4/6 [bestehend aus einem Bar-

lohn Fr. 3'870.00 und einem Naturallohn von Fr. 990.00]) nur 

noch eine Vergütung von Fr. 4'600.00 (Urk. 4/9) und zudem eine 

- 16 - 

erneute Probezeit vorgesehen habe; mit dem neuen Vertrag wäre 

eine Vertragsverschlechterung auf einen Termin durchgesetzt 

worden, mit dem die Kündigungsfrist nicht eingehalten worden 

wäre, was missbräuchlich sei (Urk. 56 S. 14 f.). Dagegen macht 

der Beklagte geltend, der neu angebotene Bruttolohn 

(Fr. 4'600.00) sei nur geringfügig tiefer als die zuletzt geschuldete 

Vergütung (Fr. 4'860.00) und die versehentlich neu angesetzte 

Probezeit sei ohnehin wirkungslos gewesen, weshalb dem Klä-

ger 1 zumutbar gewesen wäre, die am 13. Oktober 2009 angebo-

tene Stelle anzunehmen; der Kläger 1 habe sich deshalb den un-

terlassenen Ersatzverdienst anrechnen zu lassen (Urk. 55 S. 14 

Rz. 49 ff.). 

− Der Beklagte bringt selbst vor, dass sich der Kläger 1 nach der 

fristlosen Kündigung vom 12. Oktober 2009 um eine Fortsetzung 

des Arbeitsverhältnisses bemüht habe (Urk. 55 S. 15 Rz. 51); es 

kann daher keine Rede davon sein, dass es der Kläger 1 "ab-

sichtlich" unterlassen habe, nach der fristlosen Kündigung einen 

Verdienst zu erzielen. Weiter werden seitens des Beklagten keine 

Gründe geltend gemacht, weshalb dem offenbar bestens einge-

arbeiteten Kläger 1 im neuen Vertrag ein gegenüber früher um 

Fr. 260.00 reduzierter Lohn offeriert wurde; aufgrund der Irritatio-

nen, die erfahrungsgemäss mit einer fristlosen Kündigung einher-

gehen, hatte der Kläger 1 gute Gründe, auf diese kaum nachvoll-

ziehbare Lohnanpassung nicht einzugehen. Und schliesslich ent-

hielt der neue Vertrag vom 13. Oktober 2009 eine Probezeit von 

3 Monaten mit einer Kündigungsfrist von 7 Tagen, womit sich der 

Kläger 1 aus verständlichen Gründen namentlich im Kontext der 

am Vortag ausgesprochenen fristlosen Kündigung nicht einver-

standen erklären musste; der Beklagte macht zwar zutreffend gel-

tend, dass diese "versehentlich" vorgesehene Probezeit keine 

Rechtswirkung entfaltet hätte (Urk. 55 S. 15 Rz. 52); allerdings 

- 17 - 

wird nicht behauptet und ist auch nicht ersichtlich, dass dieser 

Umstand dem Kläger 1 hätte bekannt sein können; der Beklagte 

als geschäftsgewandter Arbeitgeber muss die von ihm gewählte 

Formulierung daher gegen sich gelten lassen.  

− Aus diesen Gründen kann keine Rede davon sein, dass es der 

Kläger 1 absichtlich im Sinn von Art. 337c Abs. 2 OR unterlassen 

habe, einen Verdienst von Fr. 4'600.00 zu erzielen. Von einem 

entsprechenden Abzug ist daher abzusehen. 

− Schliesslich hat das Gericht bei einer ungerechtfertigten fristlosen Kün-

digung nach seinem freien Ermessen und unter Berücksichtigung der 

gesamten Umstände eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR 

festzusetzen. Als wesentliche Umstände fallen nach Rechtsprechung 

und Lehre insbesondere die Schwere des Verschuldens des Arbeitge-

bers, das Selbstverschulden des Arbeitnehmers, die Schwere des Ein-

griffs in die Persönlichkeit des Arbeitnehmers (abhängig von Dauer und 

Enge der arbeitsvertraglichen Beziehung), die wirtschaftlichen Folgen 

der Kündigung und die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung in den 

Arbeitsprozess etc. in Betracht (BGE 123 III 246 E. 6a S. 255 f. [in Be-

zug auf den gleichlautenden Art. 336a Abs. 3 OR]; Streiff/von Ka-

enel/Rudolph, a.a.O., Art. 337c N 8 S. 1158). 

− Die Vorinstanz hielt in Anwendung der genannten Kriterien für die 

Kläger eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR von je drei 

Monatslöhnen für angemessen (Urk. 56 S. 12 f. E. 1.4.4.4. [für 

Kläger 1] und Urk. 56 S. 189 E. 1.5.3. [für Klägerin 2]). Der Be-

klagte hält eine Entschädigung von 3 Monaten für völlig überris-

sen (Urk. 55 S. 16).  

− Im Unterschied zur Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die 

Wohnsitznahme der Kläger in der Einliegerwohnung für den Be-

klagten nicht nur wichtig (so Urk. 56 S. 13), sondern vertraglich 

vereinbart war (so oben lit. a). Der Umzug von der Einliegerwoh-

- 18 - 

nung in eine eigene Wohnung Mitte Mai 2009 ist daher als Ver-

tragsverletzung zu werten. Auch wenn die Vertragsverletzung ei-

ne fristlose Kündigung nicht rechtfertigt, muss das vertragswidrige 

Verhalten der Kläger bei der Festsetzung der Entschädigung als 

Selbstverschulden der Arbeitnehmer angemessen berücksichtigt 

werden. 

− Umgekehrt ist die fristlose Kündigung durch den Beklagten (und 

dessen Ehefrau) als unangemessene Reaktion zu werten und 

dem Beklagten entsprechend anzulasten. Insbesondere ist es 

gänzlich unverständlich, was den Beklagten (und dessen Frau) 

am 12. Oktober 2009 veranlasst haben könnte, dem Kläger 1 

fristlos zu künden, um ihm am Folgetag am 13. Oktober 2009 ei-

nen praktisch identischen Arbeitsvertrag - allerdings mit tieferem 

Lohn und einer unhaltbaren Probezeit mit einer 7-tägigen Kündi-

gungsfrist - anzubieten. Dieses Vorgehen ist als grobes Verschul-

den des Beklagten zu dessen Lasten zu berücksichtigen. 

− Weiter ist zu berücksichtigen, dass die fristlose Kündigung zu ei-

nem schweren Eingriff in die Persönlichkeit der Kläger führte. 

Namentlich in Bezug auf die Klägerin 2 weist die Vorinstanz zu-

treffend auf eine sehr intensive arbeitsvertragliche Beziehung hin, 

weil diese als Kinderbetreuerin teilweise rund um die Uhr gearbei-

tet habe und insbesondere bei Abwesenheit der Ehefrau des Be-

klagten für das Wohl der Kinder hauptverantwortlich gewesen sei 

(Urk. 56 S. 18 E. 1.5.3). Nicht überzeugend ist demgegenüber die 

Meinung des Beklagten, dass sich die Arbeitgeber bei der Kündi-

gung "äusserst schonend verhalten" hätten, indem sie während 

rund fünf Monaten mit der Kündigung zugewartet hätten, bis die 

Klägerin 2 ihre Arbeitsfähigkeit wieder erlangt habe (Urk. 55 S. 16 

Rz. 58). Effektiv war die Klägerin 2 vom 4. Mai 2009 bis am 

11. Oktober 2009 krank geschrieben (Urk. 51 S. 6), weshalb eine 

frühere Kündigung ausgeschlossen war (Art. 336c Abs. 1 lit. b 

- 19 - 

OR). Weshalb es sich bei einer fristlose Kündigung am ersten Tag 

nach einer mehrmonatigen Krankheit um ein "äusserst schonen-

des" Vorgehen handeln soll, ist nicht nachvollziehbar. 

− Schliesslich sind die wirtschaftlichen Folgen der Kündigung und 

die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung in den Arbeitspro-

zess erschwerend zu berücksichtigen, da es für ein … Haushäl-

terehepaar [mit der Staatsangehörigkeit …] nicht ohne weiteres 

möglich ist, in einem anderen Haushalt eine Anstellung zu finden, 

welcher überhaupt zur Beschäftigung (und Finanzierung) eines 

Haushälterehepaars in der Lage ist. 

− Unter Würdigung aller relevanten Umstände - und insbesondere 

auch unter Berücksichtigung eines gewissen Selbstverschuldens 

der Kläger - erscheint ermessensweise eine Strafzahlung nach 

Art. 337c Abs. 3 OR in der Höhe von je drei Monatslöhnen als 

angemessen. Eine unterschiedliche Bemessung der den Klägern 

1 und 2 zustehenden Entschädigungen drängt sich trotz gewissen 

Unterschieden nicht auf, weil die Kläger 1 und 2 gemeinsam als 

Haushälterehepaar angestellt wurden und weil ihnen gemeinsam 

ungerechtfertigt gekündigt wurde. Zu beachten ist jedoch, dass 

nur der zuletzt geschuldete Barlohn in der Höhe von Fr. 3'870.00 - 

und nicht der gesamte Lohn in der Höhe von Fr. 4'860.00 unter 

Einschluss des Naturallohnes von Fr. 990.00 - als Lohn im Sinn 

von Art. 337c Abs. 3 OR gelten kann, weil nicht einzusehen ist, 

weshalb bei der Entschädigung von einem höheren Ansatz als 

beim Lohn nach Art. 337c Abs. 1 OR auszugehen sein soll. Den 

Klägern steht somit je Fr. 11'610.00 zu.  

d) Zusammenfassend ergeben sich im Zusammenhang mit der unge-

rechtfertigten fristlosen Kündigung folgende Ansprüche: 

− Zunächst ist der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 1 Fr. 17'029.45 
zu bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus einem Lohnanspruch ge-

- 20 - 

mäss Art. 337c Abs. 1 OR von Fr. 5'419.45 und einem Entschädi-

gungsanspruch nach Art. 337c Abs. 3 OR von Fr. 11'610.00 zusam-

men. 

− Weiter ist der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 2 Fr. 17'007.25 zu 
bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus einem Lohnanspruch gemäss 

Art. 337c Abs. 1 OR von Fr. 5'397.25 und einem Entschädigungsan-

spruch nach Art. 337c Abs. 3 OR von Fr. 11'610.00 zusammen. 

− Und schliesslich ist der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 3 

Fr. 12'403.30 zu bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus Arbeitslo-
senentschädigungen in der Höhe von Fr. 6'190.55 für den Kläger 1 und 

Fr. 6'212.75 für die Klägerin 2 zusammen, den die Klägerin 3 den Klä-

gern ausgerichtet hatte und die an die Klägerin 3 subrogiert wurden 

und nunmehr von der Klägerin 3 gegenüber dem Beklagten geltend 

gemacht werden. Der Beklagte beanstandete zwar auch Dispositiv-

Ziffer 3 des erstinstanzlichen Urteils, welche die entsprechende Ver-

pflichtung vorsieht, doch wird mit keinem Wort ausgeführt, weshalb die 

Zahlung nicht gerechtfertigt sein soll.  

2. Weiter ist die Überstundenvergütung umstritten. Die Vorinstanz sprach der 

Klägerin 2 eine Überstundenvergütung von Fr. 30'656.25 zu (Urk. 56 S. 19-

27). Demgegenüber macht der Beklagte geltend, dass der Klägerin 2 kein 

Anspruch auf Überstundenentschädigung zustehe (Urk. 55 S. 17-23). 

a) Im Einzelarbeitsvertrag zwischen dem Beklagten und der Klägerin 2 

wurde in Ziff. 2.1 eine wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stun-

den vereinbart (Urk. 4/4 S. 1); die in Art. 5 Abs. 1 des Normalarbeits-

vertrag für Hausangestellte (NAV [LS 821.12]) vorgesehene Wochen-

arbeitszeit von 43 Stunden hat angesichts der abweichenden einzelver-

traglichen Regelung keine Bedeutung. Wenn gegenüber der wöchentli-

chen Normalarbeitszeit von 42 Stunden das Leisten von Überstunden-

arbeit notwendig ist, ist der Arbeitnehmer insofern dazu verpflichtet, als 

er sie zu leisten vermag und sie ihm nach Treu und Glauben zugemu-

- 21 - 

tet werden kann (Art. 321c Abs. 1 OR). Der Arbeitgeber kann die ge-

leistete Überstundenarbeit im Einverständnis mit dem Arbeitnehmer in-

nert eines angemessenen Zeitraums durch Freizeit von mindestens 

gleicher Dauer ausgleichen (Art. 321c Abs. 2 OR). Überstunden, die 

nicht kompensiert werden, sind grundsätzlich mit dem Normallohn zu-

züglich 25% zu entschädigen (Art. 321c Abs. 3 OR). Der Arbeitnehmer, 

der eine Entschädigungspflicht geltend macht, hat grundsätzlich nach-

zuweisen, dass er Überstunden leistete und dass sie angeordnet wa-

ren (BGE 129 III 171 E. 2.4 S. 176 mit Hinweisen). Dem Beweis der 

Anordnung von Überstunden wird gleichgesetzt, wenn der Arbeitgeber 

von deren Leistung Kenntnis hat oder haben müsste, dagegen jedoch 

nicht einschreitet und sie somit genehmigt (Streiff/von Kaenel/Rudolph, 

a.a.O., Art. 321c N 10, S. 224, mit zahlreichen Hinweisen). Wenn der 

Arbeitgeber der Pflicht nicht nachkommt, die ihm bekannten Überstun-

den aufzuzeichnen, dann bleibt der Arbeitnehmer für die von ihm be-

haupteten Überstunden zwar beweisbelastet, doch kann eine Verlet-

zung der Aufzeichnungspflicht durch den Arbeitgeber zur Herabset-

zung des Beweismasses und zur Zulassung einer Schätzung nach Art. 

42 Abs. 2 OR führen (Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 321c 

N 10 S. 226 mit zahlreichen Hinweisen).  

b) Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Klägerin 2 Überstunden leiste-

te und dass dies dem Beklagten bekannt war. Der Beklagte räumte 

selbst ein, dass er und seine Frau häufig im Ausland waren. So wird in 

der Klageantwort vom 10. Juli 2010 folgendes ausgeführt (Urk. 13 S. 2 

Rz. 2): 

"Die Beklagten haben fünf Kinder. Die beiden älteren waren im Zeitpunkt der Stellen-

ausschreibung 15 Jahre alt, die jüngeren drei und vier Jahre und das jüngste gerade 

einmal sechs Monate. Da die Beklagten beruflich häufig im Ausland sind und waren, 

waren sie darauf angewiesen, dass vor allem die Kinderbetreuung rund um die Uhr 

gesichert war." 

- 22 - 

Wenn aufgrund der Zugabe des Beklagten feststeht, dass er und ins-

besondere auch seine Ehefrau häufig im Ausland waren und dass 

dann eine "Rund um die Uhr-Betreuung" namentlich der drei jüngeren 

Kinder erforderlich war, liegt es auf der Hand, dass die Klägerin 2 als 

Kinderbetreuerin Überstunden zu leisten hatte und dass dies dem Be-

klagten bekannt war oder hätte sein müssen. Die vom Beklagten im 

Berufungsverfahren wiederholt vertretene Auffassung, die Beklagte 2 

habe zwar unregelmässige Arbeitszeiten gehabt, aber keine Überstun-

den geleistet, weil die Arbeitszeit umgehend wieder ausgeglichen und 

dadurch das Entstehen von Überstunden verhindert worden sei 

(Urk. 55 S. 18 Rz. 65, S. 20 Rz. 75), widerspricht den eigenen Sach-

darstellungen im erstinstanzlichen Verfahren. Wenn aber Überzeit ge-

leistet wurde, wäre es gemäss Art. 5 Abs. 4 NAV Sache des Arbeitge-

bers - und damit des Beklagten - gewesen, "eine einwandfreie Kontrol-

le der Überstunden zu führen". Dieser qualifizierten Aufzeichnungs-

pflicht ("einwandfreie Kontrolle") ist der Beklagte nicht nachgekommen. 

Bei dieser Ausgangslage bleibt zwar die Klägerin 2 beweisbelastet für 

die von ihr behaupteten Überstunden, doch profitiert sie wie oben an-

gegeben (vgl. lit. a) von einer Herabsetzung des Beweismasses und 

einer Schätzung der Überzeitentschädigung in analoger Anwendung 

von Art. 42 Abs. 2 OR. 

c) Weiter kann dem Beklagten auch insofern nicht gefolgt werden, als er 

geltend macht, die Klägerin habe die angeblichen Überstunden nie 

gemeldet und damit verwirkt (Urk. 55 S. 20 f. Rz. 72-76). Grundsätzlich 

muss der Arbeitnehmer seine Ansprüche aus Überstundenarbeit recht-

zeitig geltend machen, wobei über die Dauer der Meldefrist unter-

schiedliche Auffassungen vertreten werden (vgl. die Übersicht in 

Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 321c N 10 S. 229). Wenn der 

Arbeitnehmer jedoch mit der Geltendmachung einer Entschädigung für 

angeordnete oder dem Arbeitgeber gekannte Überstunden zuwartet, 

darf keine Verwirkung wegen verzögerter Geltendmachung angenom-

- 23 - 

men werden (BGE 129 III 171 E. 2.4 S. 175 f.; Streiff/von Kaenel/ Ru-

dolph, a.a.O., Art. 321c N 10 S. 230 mit zahlreichen Hinweis). Da dem 

Beklagten wie erläutert bekannt war bzw. bekannt sein musste, dass 

die Klägerin 2 in ihrer Eigenschaft als Kinderbetreuerin während der 

"häufigen" Auslandsabwesenheit seiner Ehefrau und der während die-

ser Zeit erforderlichen "Rund um die Uhr-Betreuung" insbesondere von 

zwei Kleinkindern und einem Baby Überstunden leisten musste (vgl. 

oben lit. b), kann keine Verwirkung der nach Beendigung des Arbeits-

verhältnisses geltend gemachten Überstunden angenommen werden. 

d) Damit stellt sich einzig die Frage, ob die Schätzung der Vorinstanz feh-

lerhaft war (so der Beklagte in Urk. 55 S. 22 f. Rz. 83 ff.). 

− Unbegründet ist zunächst die Auffassung des Beklagten, die Vorin-

stanz stelle bei ihrer Schätzung auf Aufstellungen der Klägerin 2 ab, 

die offensichtlich im Nachhinein angefertigt worden seien (Urk. 55 

S. 22 Rz. 84). Die Klägerin 2 räumt ein, dass die Zusammenstellung in 

der Replikbeilage 18 (Urk. 39/18) als Zusammenfassung zu Handen 

des Gerichtes nachträglich erstellt wurde (Urk. 66 S. 19). Hingegen gibt 

es keine Anhaltspunkte dafür, dass die Kalenderblätter für die Monate 

März bis Dezember 2007 (Urk. 39/16/1-10), für die Monate Januar bis 

Dezember 2008 (Urk. 39/16/11-20) und die Monate Januar bis März 

2009 (Urk. 39/16/21-24) im Nachhinein erstellt wurden.  

− Sodann kritisiert der Beklagte die Schätzung der Vorinstanz, weil ledig-

lich diejenigen Kalenderblätter berücksichtigt worden seien, bei denen 

die Klägerin 2 weder krankheits- noch ferienbedingt abwesend gewe-

sen sei. Auf diese Weise seien nur die Monate mit den höchsten 

Durchschnittspensen berücksichtigt worden und diese hohen Werte 

alsdann auf die gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses hochgerech-

net worden (Urk. 55 S. 22 Rz. 85).  

− Die Vorinstanz ist bei ihrer Schätzung wie folgt vorgegangen 

(Urk. 56 S. 24): Ausgangspunkt der vorinstanzlichen Schätzung 

- 24 - 

war eine monatliche Soll-Arbeitszeit von 182.7 Stunden. Diese 

Annahme wird im Berufungsverfahren nicht kritisiert. Alsdann er-

mittelte die Vorinstanz aufgrund von Urk. 4/15, Urk. 39/16 und 

Urk. 39/18 für die Monate, in denen die Klägerin 2 nicht ferienbe-

dingt (April, Juli, August, Dezember 2007; März, April, Juni, Juli 

2008 und Januar 2009) oder krankheitshalber (März 2009) teil-

weise abwesend war, ein monatliches Durchschnittspensum von 

215.43 Stunden. Auch diese Berechnung wird nicht beanstandet. 

Allerdings wird kritisiert, dass die Differenz zwischen der Soll-

Arbeitszeit (182.7 Stunden) und dem Durchschnittspensum in den 

Monaten ohne ferien- oder krankheitsbedingte Abwesenheiten 

(215.43 Stunden) von 32.73 Stunden auf die gesamten 25 Mona-

te hochrechnet wurde. 

− Dieses Vorgehen ist effektiv nicht überzeugend. Richtig ist zwar 

die Auffassung der Vorinstanz, dass die Klägerin 2 z.B. in den 

Monaten Dezember 2007 oder März 2009 nur die geleisteten Ar-

beitsstunden - nicht aber die Soll-Arbeitszeit von 8.4 Stunden bei 

Ferien oder Krankheit - aufgeschrieben habe; effektiv würde das 

Ergebnis verfälscht, wenn aufgrund dieser Zeiterfassung darauf 

geschlossen würde, dass keine Überstunden geleistet wurden. 

Nicht überzeugend ist hingegen, dass mit der Berechnung der 

Vorinstanz, welche ausschliesslich auf Monate ohne Ferien- und 

Krankheitstage abstellt, auch für Ferien- und Krankheitstage, die 

nur mit der Soll-Arbeitszeit von 8.4 Stunden erfasst werden kön-

nen, Überstunden fingiert werden.  

− Aufgrund einer Schätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR scheint daher 

folgende Schätzung angemessen: 

1) Für 14 Monate sind Überstunden von 32.73 Stunden im 

Quantitativ unbestritten; es resultieren 458.22 Überstunden. 

- 25 - 

2) Im Jahr 2007 wurde im Monat April 3 Wochen gearbeitet 

(Urk. 38/16/2), was bei durchschnittlich rund 32 Überstunden pro 

Monaten geschätzte 24 Überstunden ergibt. Im Monat Juli sind 

rund 2 Arbeitswochen aufgezeichnet (Urk. 38/16/5), so dass von 

16 Überstunden auszugehen ist. Im Monat August sind rund drei 

Wochen Arbeit erfasst (Urk. 38/16/6), woraus sich geschätzte 

24 Überstunden ergeben. Und im Dezember sind 2 Wochen Ar-

beit erfasst (Urk. 38/16/10), was 16 Überstunden ergibt. Insge-

samt resultieren in den genannten 4 Monaten 80 Überstunden. 

3) Im Jahr 2008 (vgl. für alle Monate Urk. 38/16/11 [doppelsei-

tig kopierter Kalender auf A3-Format]) wurden in den Monaten 

März, April, Juni und Juli je geschätzte drei Wochen gearbeitet, 

was monatlich rund je 24 Überstunden ergibt. Im Dezember ist 

keine Arbeit verzeichnet. Insgesamt resultieren in den genannten 

5 Monaten 96 Überstunden. 

4) Im Jahr 2009 soll die Klägerin 2 nach der unbestrittenen 

Darstellung im angefochtenen Urteil im Monat März krankheitsbe-

dingt abwesend gewesen sein (Urk. 56 S. 24). Für diesen Monat 

können daher keine Überstunden geltend gemacht werden. 

− Insgesamt resultieren somit für die repräsentativen 14 Monate 

rund 458 Überstunden sowie wegen ferienbedingter Abwesenheit 

für vier nicht repräsentative Monate im Jahr 2007 80 Überstunden 

und für fünf nicht repräsentative Monate im Jahr 2008 

96 Überstunden. Insgesamt hat der Beklagte der Klägerin somit 

634 Überstunden zu vergüten.  

− Und schliesslich rügt der Beklagte, dass die Vorinstanz der Klägerin 2 

für die Nachtzeiten, in denen sie lediglich für den Fall da gewesen sei, 

dass etwas passieren sollte, einen Stundenansatz von CHF 12.50 zu-

gesprochen habe, weil die Klägerin 2 in dieser Zeit weder Arbeit noch 

Bereitschaftsdienst geleistet habe (Urk. 55 S. 22 Rz. 86).  

- 26 - 

− Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Klägerin 2 in der Nacht 

während 25 Monaten total 680 Überstunden geleistet habe (na-

mentlich unter Hinweis auf Urk. 4/15 Spalte 4), was im Schnitt 

27.2 Stunden entspreche: Dabei sei die Annahme angemessen, 

dass die Klägerin 2 während 1/5 dieser Zeit - d.h. während 5.44 

Stunden - faktisch gearbeitet habe; dafür sei die Klägerin 2 voll zu 

entschädigen. Während der restlichen 21.76 Monatsstunden habe 

die Klägerin 2 nicht effektiv gearbeitet, sondern Bereitschafts-

dienst geleistet, weshalb ermessensweise nur die Hälfte der Be-

reitschaftsstunden - d.h. 10.88 Stunden - zum vollen Stundenan-

satz zu vergüten seien. Insgesamt sei daher von 16.32 nachts-

über geleisteten Überstunden pro Monat auszugehen (Urk. 56 

S. 25 f.).  

− Soweit der Beklagte geltend macht, die Bereitschaftsstunden sei-

en nicht zu entschädigen, weil die Anwesenheit im Haus zentraler 

Bestandteil des Arbeitsvertrages gewesen und mit dem Lohn ab-

gegolten worden sei (Urk. 55 S. 22 f. Rz. 86), ist sein Einwand 

nicht überzeugend. Die Anwesenheit auf dem Grundstück des 

Beklagten bezweckte nur, dass die Klägerin 2 ihre Arbeit und ih-

ren Bereitschaftsdienst flexibel versehen konnte. Der Standpunkt 

des Beklagten würde konsequent zu Ende gedacht bedeuten, 

dass die Klägerin 2 nebst der effektiven Arbeit rund um die Uhr 

und 7 Tage in der Woche unentgeltlichen Bereitschaftsdienst zu 

leisten hätte, der mit dem vereinbarten Lohn abgegolten war. 

Dass dies nicht sein kann, liegt auf der Hand. 

− Im Übrigen werden in quantitativer Hinsicht in Bezug auf die 

Überstunden in der Nacht keine Beanstandungen gegen die Be-

rechnung der Vorinstanz vorgebacht. Es ist daher von 16.32 

nachtsüber geleisteten Überstunden auszugehen. Während 

25 Monaten sammelten sich weitere 408 Überstunden an. 

- 27 - 

− Zusammenfassend ist der Beklagte daher zu verpflichten, der Kläge-

rin 2 1042 Überstunden (634 Überstunden am Tag, 408 Überstunden 

in der Nacht) zu vergüten. Der Stundenansatz von Fr. 25.00 ist unbe-

stritten. Damit resultiert ein Anspruch der Klägerin 2 von Fr. 26'050.00. 

3. Im erstinstanzlichen Verfahren machten die Kläger 1 und 2 geltend, nach 

dem Auszug am 15. Mai 2009 sei ihnen der Naturallohn von Fr. 990.00 pro 

Monat weiterhin abgezogen worden; für die Zeit von Mitte Mai bis Oktober 

2009 müsse der Naturallohn von Fr. 5'445.00 (5.5 Monate à Fr. 990.00) 

ausbezahlt werden. Die Vorinstanz folgte diesem Standpunkt und verpflich-

tete den Beklagten und dessen Ehefrau, den Klägern 1 und 2 je eine Vergü-

tung von Fr. 5'445.00 zu bezahlen (Urk. 56 S. 27 ff. E. 3). Dagegen wendet 

der Beklagte ein, dass die Kläger 1 und 2 für die Zeit nach ihrem unberech-

tigten Auszug aus der Einliegerwohnung keine Entschädigungsansprüche 

für Naturallohn geltend machen könnten (Urk. 55 S. 23 Rz. 88). Wie weiter 

oben ausgeführt wurde (E. 4.1.a), war eine Wohnsitznahme der Kläger 1 

und 2 in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten vertraglich verein-

bart. Folglich ist der Auszug aus der Einliegerwohnung und der Bezug einer 

eigenen Wohnung am 15. Mai 2009 als Vertragspflichtverletzung zu qualifi-

zieren. Wie ebenfalls weiter oben ausgeführt wurde (E. 4.1.c), hat der Ar-

beitnehmer nur dann Anspruch auf eine besondere Vergütung der ausgefal-

lenen Leistung von Unterkunft und Verpflegung, wenn der Arbeitnehmer be-

rechtigterweise abwesend ist; im vorliegenden Fall ist ein solcher Anspruch 

grundsätzlich zu verneinen, weil die Kläger 1 und 2 die Einliegerwohnung in 

Verletzung der vertraglichen Verpflichtungen verliessen und deshalb nicht 

"berechtigt abwesend" waren. Auch war der Ausfall des Naturallohnes nicht 

durch den Arbeitgeber zu verantworten. Aus diesen Gründen haben die Klä-

ger 1 und 2 entgegen der Auffassung der Vorinstanz keinen Anspruch auf 

Barauszahlung des Naturallohnes, auf den sie durch ihren unberechtigten 

Auszug aus der Einliegerwohnung verzichtet haben. 

4. Im Verfahren vor Vorinstanz war weiter umstritten, ob dem Beklagten und 

seiner Ehefrau ein Rückforderungsanspruch gegenüber dem Kläger 1 in der 

- 28 - 

Höhe von Fr. 2'300.00 zustehe, weil dem Kläger 1 im Voraus für den Okto-

ber 2009 ein Lohn von Fr. 4'600.00 ausgerichtet worden sei, bevor das Ar-

beitsverhältnis per Mitte Oktober 2009 gekündigt worden sei. 

a) Die Vorinstanz führte dazu aus, dass die fristlose Kündigung gegen-

über dem Kläger 1 ungerechtfertigt gewesen sei, weshalb der Kläger 1 

auch für den Monat Oktober 2009 Anspruch auf Lohn gehabt hätte. Al-

lerdings habe der Kläger 1 - genau gleich wie die Klägerin 2 - den Lohn 

erst ab November 2009 gefordert. Da aber der Kläger 1 auch im Okto-

ber 2009 anstelle des nicht ausgerichteten Naturallohnes Anspruch auf 

Ersatzvergütung für die ausgefallene Kost und Logis habe, sei die For-

derung des Beklagten und seiner Ehefrau nicht zu berücksichtigen 

(Urk. 56 S. 35 E. 7.1).  

b) Dagegen wendet der Beklagte im Hauptstandpunkt ein, dass der Klä-

ger 1 nicht berechtigt gewesen sei, aus der Einliegerwohnung auszu-

ziehen, weshalb er keinen Anspruch auf Entschädigung anstelle des 

Naturallohnes habe (Urk. 55 S. 23 Rz. 92). Im Eventualstandpunkt 

macht er geltend, dass selbst unter der Annahme einer berechtigten 

Abwesenheit nur ein Entschädigungsanspruch für die ausgefallene 

Kost- und Logis von Fr. 990.00 resultieren würde, weshalb zumindest 

ein Rückerstattungsanspruch von Fr. 1'310.00 (Fr. 2'300.00 - 

Fr. 990.00) hätte berücksichtigt werden müssen (Urk. 55 S. 24 

Rz. 93 f.).  

c) Die Vorinstanz führt unangefochten aus, dass dem Kläger 1 für den 

Monat Oktober 2009 ein Lohn von Fr. 4'600.00 im Voraus ausbezahlt 

wurde. Die Vorinstanz erwog sodann unangefochten, dass das Ar-

beitsverhältnis zu Unrecht per Mitte Oktober 2009 fristlos gekündigt 

worden sei, weshalb ein Lohnanspruch nicht nur für die Monate No-

vember 2009 bis Januar 2010, sondern auch für die zweite Hälfte des 

Monats Oktober 2009 geschuldet sei. Schliesslich hielt die Vorinstanz 

unangefochten fest, dass der Kläger 1 nur den Lohn für die Monate ab 

- 29 - 

November 2009 - nicht aber den Lohnanteil für die zweite Hälfte Okto-

ber 2009 in der Höhe von Fr. 2'300.00 - eingeklagt habe. Dies war aber 

auch nicht nötig, weil aufgrund der ungerechtfertigten fristlosen Kündi-

gung der Oktoberlohn ohne weiteres geschuldet war (Art. 337c Abs. 1 

OR). Der Kläger 1 war also nicht verpflichtet, den bereits ausbezahlten 

Lohn eigens nochmals einzuklagen. Allerdings wurde oben dargelegt, 

dass der Kläger 1 nicht berechtigt war, die Einliegerwohnung zu ver-

lassen (vgl. E. 4.1.a), weshalb er keinen Anspruch auf Vergütung des 

Naturallohnes gehabt hätte (vgl. E. 4.3). Vielmehr hätte sich sein Lohn-

anspruch für den Oktober 2009 auf den Barlohn in der Höhe von 

Fr. 3'890.00 beschränkt. Da dem Kläger 1 im Oktober 2009 aber ein 

Lohn von Fr. 4'600.00 ausgerichtet wurde, ist ein Rückforderungsan-

spruch des Beklagten in der Höhe von Fr. 710.00 (Fr. 4'600.00 - Fr. 

3'890.00) ausgewiesen. 

5. Zusammenfassend ergibt sich folgendes: 

a) Dem Kläger 1 steht ein Anspruch aus ungerechtfertigter fristloser Kün-

digung gegenüber dem Beklagten von Fr. 17'029.45 zu (E. 4.1). Eine 

Vergütung des in der Zeit von Mai bis Oktober 2009 nicht ausbezahlten 

Naturallohnes kommt nicht in Frage (E. 4.3). Im Gegenteil hat der Klä-

ger 1 dem Beklagten für zu viel bezahlten Lohn im Oktober 2009 

Fr. 710.00 zurückzuerstatten (E. 4.4). Unangefochten ist das Urteil der 

Vorinstanz, soweit dem Kläger 1 für den während den Ferien nicht 

ausbezahlten Naturallohn Fr. 1'311.00 zugesprochen wurde (Urk. 56 

S. 30 f. E. 5). Insgesamt resultiert somit ein Anspruch des Klägers 1 

von Fr. 17'630.45, wobei diese Forderung gemäss der unangefochte-
nen Darstellung der Vorinstanz ab dem 22. März 2010 zu 5 % zu ver-

zinsen ist (Urk. 56 S. 37 E. 9.1). 

b) Der Klägerin 2 steht ein Anspruch aus ungerechtfertiger Kündigung 

gegenüber dem Beklagten von Fr. 17'007.25 zu (E. 4.1). Weiter hat der 

Beklagte der Klägerin 2 für geleistete Überstunden Fr. 26'050.00 zu 

- 30 - 

bezahlen (E.4.2). Eine Vergütung des in der Zeit von Mai bis Okto-

ber 2009 nicht ausbezahlten Naturallohnes kommt nicht in Frage 

(E. 4.3). Unangefochten ist das Urteil der Vorinstanz, soweit der Kläge-

rin 2 für den während den Ferien nicht ausbezahlten Naturallohn 

Fr. 1'212.00 zugesprochen wurde (Urk. 56 S. 30 f. E. 5). Insgesamt re-

sultiert somit ein Anspruch der Klägerin 2 von Fr. 44'269.25, wobei die-
se Forderung gemäss der unangefochtenen Darstellung der Vorinstanz 

ab dem 22. März 2010 zu 5 % zu verzinsen ist (Urk. 56 S. 37 E. 9.1). 

c) Der Klägerin 3 steht ein Anspruch im Zusammenhang mit den von ihr 

ausgerichteten Arbeitslosenentschädigungen gegenüber dem Beklag-

ten von Fr. 12'403.30 zu (E. 4.1), wobei diese Forderung gemäss der 
unangefochtenen Darstellung der Vorinstanz ab dem 22. März 2010 zu 

5 % zu verzinsen ist (Urk. 56 S. 37 f. E. 9.2) 

d) Für diese gegenüber dem angefochtenen Urteil geringeren Ansprüche 

ist der Beklagte solidarisch haftpflichtig mit seiner Ehefrau, welche das 

erstinstanzliche Urteil nicht angefochten hat und daher für die darüber 

hinausgehenden Ansprüche alleine haftbar ist.  

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Zunächst sind die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen fest-

zulegen. 

a) Die Vorinstanz bezifferte den Streitwert auf Fr. 157'751.00 und setzte 

die Gerichtsgebühr (Fr. 11'060.00 Entscheidgebühr) unter Einschluss 

der Dolmetscherkosten (Fr. 375.00) auf Fr. 11'435.00 fest (Dispositiv-

Ziffer 7). Dies ist zutreffend und unangefochten (Urk. 56 S. 38 E. V/1). 

b) Die Kläger 1 bis 3 obsiegen mit ihren Forderungen gesamthaft mit 

Fr. 79'163.00 (Kläger 1 mit Fr. 17'630.45, Klägerin 2 mit Fr. 44'269.25, 

Klägerin 3 mit Fr. 12'403.30 sowie die Zeugnisse mit insgesamt einem 

Monatslohn von Fr. 4'860.00). In Relation zum Gesamtstreitwert von 

Fr. 157'751.00 ist davon auszugehen, dass die drei Kläger und der Be-

- 31 - 

klagte etwa gleichermassen obsiegen und unterliegen. Da die Kläge-

rin 3 vollständig obsiegt, ist sie bei der Kostenverlegung nicht zu be-

rücksichtigen. Vielmehr sind die Kosten den Klägern 1 und 2 sowie 

dem Beklagten je zur Hälfte aufzuerlegen. Überdies haftet die Ehefrau 

des Beklagten für 2/3 der Kosten solidarisch, da das erstinstanzliche 

Urteil für sie Bestand hat. Ihre solidarische Haftbarkeit im Umfang von 

2/3 der Kosten bezieht sich auf den hälftigen Kostenanteil des Beklag-

ten (3/6) und im Übrigen (1/6) auf den Kostenanteil der Kläger 1 und 2. 

c) Ferner sind dem Beklagten sowie den Klägern 1 und 2 angesichts des 

Prozessausgangs für das erstinstanzliche Verfahren keine Prozessent-

schädigungen zuzusprechen. Hingegen ist der Beklagte zu verpflich-

ten, der vollständig obsiegenden Klägerin 3 eine Prozessentschädi-

gung von Fr. 1'000.00 zu bezahlen, dies unter solidarischer Haftbarkeit 

mit der entsprechenden nicht angefochtenen Verpflichtung der Ehefrau 

des Beklagten. Im Dispositiv des vorliegenden Verfahrens nicht zu er-

wähnen ist der Umstand, dass die Ehefrau des Beklagten den Klägern 

1 und 2 eine reduzierte und der Klägerin 3 eine volle Prozessentschä-

digung schuldet, weil sich dies aus dem Urteil der Vorinstanz ergibt, 

welches die Ehefrau des Beklagten nicht angefochten hatte.  

2. Abschliessend sind noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Be-

rufungsverfahren festzusetzen.  

a) Im Berufungsverfahren beträgt der Streitwert ca. Fr. 106'000.00, da der 

Beklagte die Abweisung der Klage beantragte, welche die Vorinstanz 

bezüglich des Klägers 1 im Umfang von Fr. 29'745.45, bezüglich der 

Beklagten 2 im Umfang von Fr. 63'905.50 und bezüglich der Klägerin 3 

im Umfang von Fr. 12'403.30 guthiess. Die Gerichtsgebühr für das Be-

rufungsverfahren ist daher auf Fr. 9'000.00 festzusetzen (§ 4 Abs. 1 

und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG). 

b) Im Berufungsverfahren obsiegen die Kläger 1 bis 3 im Umfang von ca. 

Fr. 74'000.00, da dem Kläger 1 Fr. 17'630.45, der Klägerin 2 

- 32 - 

Fr. 44'269.25 und der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 zuzusprechen sind. 

Gemessen am Streitwert von Fr. 106'000.00 kann daher von einem 

Obsiegen der Kläger 1 bis 3 im Umfang von rund 2/3 und einem Unter-

liegen von rund 1/3 ausgegangen werden. Die Kosten sind daher dem 

Beklagten zu 2/3 aufzuerlegen und aus dem Kostenvorschuss zu be-

ziehen. Im Mehrbetrag ist der Kostenvorschuss zurückzuerstatten. Im 

Umfang von 1/3 sind die Kosten den Klägern 1 und 2 aufzuerlegen. Al-

lerdings ist den Klägern 1 und 2 die unentgeltliche Rechtspflege zu 

gewähren, da sie aufgrund ihrer finanziellen Lage als bedürftig zu gel-

ten haben und da sich ihr Standpunkt nicht als aussichtslos erwies, 

weshalb ihr Kostenanteil unter Vorbehalt eines Rückforderungsrechts 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen ist. Die Klägerin 3, die 

mit ihrem Standpunkt obsiegt, wird nicht kostenpflichtig. 

c) Ferner ist der Beklagte zu verpflichten, den Klägern 1 und 2 insgesamt 

eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'250.00 zuzüglich 8 % 

Mehrwertsteuer, d.h. Fr. 1'350.00 zu bezahlen. Da den Klägern 1 und 2 

die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und in der Person von 

Rechtsanwältin Y._____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu be-

stellen ist, ist diese für den Fall der Uneinbringlichkeit der reduzierten 

Prozessentschädigung aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Ferner 

hat der Beklagte der Klägerin 3 eine Prozessentschädigung von 

Fr. 500.00 zu bezahlen. 

Es wird beschlossen: 

1. Den Klägern 1 und 2 wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und in 

der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ eine unentgeltliche Rechts-

vertreterin bestellt. 

2. Es wird vorgemerkt, dass folgende Dispositiv-Ziffern des Urteils des Be-

zirksgerichts Horgen vom 22. Dezember 2011 am 30. April 2012 rechtskräf-

tig geworden sind: 

- 33 - 

a) Dispositiv-Ziffer 4 (Arbeitszeugnis Kläger 1), 

b) Dispositiv-Ziffer 5 (Arbeitszeugnis Klägerin 2) und 

c) Dispositiv-Ziffer 6, d.h. soweit die Klage im Fr. 29'745.45 (Kläger 1) und 

im Fr. 63'905.50 (Klägerin 2) übersteigendem Umfang abgewiesen 

wurde. 

3. Schriftliche Mitteilung mit dem nachfolgenden Erkenntnis 

Es wird erkannt: 

1. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, 

dem Kläger 1 Fr. 17'630.45 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezah-

len. 

2. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, 

der Klägerin 2 Fr. 44'269.25 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezah-

len. 

3. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, 

der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezah-

len. 

4. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziff. 7) wird bestätigt. 

5. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens werden je zur Hälfte dem Be-

klagten sowie - unter solidarischer Haftbarkeit - den Klägern 1 und 2 aufer-

legt. Überdies ist die Ehefrau des Beklagten für 2/3 der Kosten solidarisch 

haftbar, wobei sich ihre solidarische Haftbarkeit auf den hälftigen Kostenan-

teil des Beklagten (3/6) und im Übrigen (1/6) auf den Kostenanteil der Klä-

ger 1 und 2 bezieht. 

6. Zwischen dem Beklagten sowie den Klägern 1 und 2 werden für das erstin-

stanzliche Verfahren keine Prozessentschädigungen zugesprochen. Der 

- 34 - 

Beklagte und seine Ehefrau sind unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, 

der Klägerin 3 für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von 

Fr. 1'000.00 zu bezahlen.  

7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 9'000.00 festgesetzt. 

8. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu 2/3 dem 

Beklagten und zu 1/3 unter solidarischer Haftbarkeit den Klägern 1 und 2 

auferlegt. Der auf den Beklagten entfallende Kostenanteil von 2/3 wird mit 

seinem Kostenvorschuss verrechnet. Der auf die Kläger 1 und 2 entfallende 

Kostenanteil von 1/3 wird zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; die Nachzahlungs-

pflicht bleibt vorbehalten.  

9. Der Beklagte wird verpflichtet, den Klägern 1 und 2 insgesamt eine reduzier-

te Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren von Fr. 1'350.00 zu 

bezahlen. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 3 für das Berufungs-

verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 500.00 zu bezahlen.  

10. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an F._____ (… [Adresse]) in Disposi-

tiv-Ziffern 1-6 des Erkenntnisses sowie an das Bezirksgericht Horgen, je ge-

gen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

11. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 106'000.00. 

- 35 - 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 14. März 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 
 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. R. Klopfer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. G. Ramer Jenny 
 

 
 
versandt am: js 

	Beschluss und Urteil vom 14. März 2013
	Rechtsbegehren (Urk. 2 S. 2):
	Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 22. Dezember 2011 (Urk. 56):
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt
	1. Am 7. März 2007 schlossen die Kläger und Berufungsbeklagten 1 und 2 (nachfolgend: Kläger 1 und Klägerin 2) mit dem Beklagten und Berufungskläger (nachfolgend: der Beklagte) sowie dessen Ehefrau zwei Arbeitsverträge. Der Kläger 1 und die Klägerin 2 ...
	2. Aufgrund einer Erkrankung war die Klägerin 2 vom 16. März 2009 bis am 22. April 2009 und vom 4. Mai 2009 bis 11. Oktober 2009 krankgeschrieben. Die Kläger 1 und 2 wohnten bis am 15. Mai 2009 in der Einliegerwohnung der Villa der Beklagten. Alsdann ...
	3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind namentlich die von den Klägern 1 und 2 geltend gemachten Ansprüche im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung (nachfolgend E. 4.1) und die von der Klägerin 2 geforderte Überstundenvergütung (nachfolgend...
	2. Prozessgeschichte
	1. Mit Klage vom 16. April 2010 machten die Kläger 1 und 2 gegenüber dem Beklagten und dessen Ehefrau die obgenannten Ansprüche geltend (Urk. 2). Nach Erstattung der Klageantwort (Urk. 13) führte das Bezirksgericht Horgen am 1. November 2010 eine Refe...
	2. In der Folge vereinigte die Vorinstanz zwei Parallelverfahren, mit welchen die Klägerin 3 und Berufungsbeklagte 3 (nachfolgend Klägerin 3) vom Beklagten und dessen Ehefrau die den Klägern 1 und 2 ausgerichteten Leistungen der Arbeitslosenkasse zurü...
	3. Mit Urteil vom 22. Dezember 2011 fällte das Bezirksgericht Horgen das obgenannte Urteil (Urk. 56). Dabei wurde der Beklagte (im erstinstanzlichen Verfahren der Beklagte 1) und dessen Ehefrau (im erstinstanzlichen Verfahren die Beklagte 2) unter sol...
	4. Mit Berufung vom 13. Februar 2012 stellte der Beklagte (im erstinstanzlichen Verfahren der Beklagte 1) dem Obergericht die obgenannten Anträge. Die Ehefrau des Klägers (im erstinstanzlichen Verfahren die Beklagte 2) focht das Urteil des Bezirksgeri...
	5. Mit Berufungsantworten vom 19. April 2012 (Urk. 63 [Klägerin 3]) und 27. April 2012 (Urk. 67 [Klägerin 1 und 2]) wurden die obgenannten Anträge gestellt.
	6. Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 wurden die Doppel der Berufungsantwortschriften dem Beklagten zugestellt (Urk. 69).
	3. Prozessuales
	1. Das Verfahren vor Bezirksgericht unterstand der kantonalzürcherischen Zivilprozessordnung (ZPO/ZH). Für das Berufungsverfahren kommt die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene eidgenössische Zivilprozessordnung zur Anwendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO).
	2. Im angefochtenen Urteil wurden der Beklagte und seine Ehefrau unter solidarischer Haftpflicht zu den genannten Zahlungen an die Kläger 1 bis 3 verpflichtet. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen wurde nur vom Beklagten (im erstinstanzlichen Verfahr...
	3. Nicht überzeugend ist die Auffassung der Kläger 1 und 2, auf die Berufung sei nicht einzutreten, weil der Beklagte "eins zu eins dieselben Argumente" vorbringe, die er vor erster Instanz schon geltend gemacht habe und mit denen sich die Vorinstanz ...
	4. Gemäss Art. 315 Abs. 1 ZPO hemmt die Berufung die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochtenen Urteils im Umfang der Anträge. Die Anordnung, den Klägern 1 und 2 ein Zeugnis mit dem obgenannten Inhalt auszustellen, wurde von keiner Partei...
	4. Materielles
	1. Der Beklagte sprach gegenüber den Klägern 1 und 2 am 12. Oktober 2009 eine fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus. Er begründete dies damit, dass sich die Kläger 1 und 2 vertraglich verpflichtet hätten, Wohnsitz in der Einliegerwohnung in...
	a) Die Vorinstanz liess letztlich die Frage offen, ob die Kläger 1 und 2 zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten verpflichtet waren, weil eine Verletzung dieser Pflicht kein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung dar...
	 Ob die Parteien vertraglich eine Wohnsitznahme der Kläger 1 und 2 in der Villa des Beklagten vereinbart hatten, ist durch Auslegung zu ermitteln. Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festzu...
	 Im vorliegenden Fall spricht einiges dafür, dass ein übereinstimmender wirklicher Wille der Vertragsparteien bezüglich einer Pflicht der Kläger 1 und 2 zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung vorlag (tatsächlicher Konsens im Sinn von Art. 18 Abs. ...
	 Gemäss dem Vertragswortlaut war ein Barlohn von Fr. 2'900.00 sowie ein Naturallohn für unentgeltliche Kost und Logis von Fr. 900.00 vereinbart (Urk. 4/3 [Kläger 1] und Urk. 4/4 [Klägerin 2]). Die Zusammensetzung der Vergütung kann nach Treu und Glau...
	 Aber auch eine Würdigung der weiteren Umstände - insbesondere der Interessenlage der Parteien - deutet darauf hin, dass eine Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten vorgesehen war. Namentlich für die Klägerin 2 als "Kinderbe...

	 Insgesamt ergibt die Vertragsauslegung, dass eine Wohnsitznahme der Kläger 1 und 2 in der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten vereinbart war. Der Auszug aus der Einliegerwohnung und der Bezug einer eigenen Wohnung am 15. Mai 2009 ist den Klä...

	b) Damit stellt sich die Frage, ob diese Vertragsverletzung den Arbeitgeber zu einer fristlosen Kündigung berechtigte. Die Vorinstanz hielt die vom Beklagten ausgesprochene Kündigung mangels Vorliegens eines wichtigen Grundes für ungerechtfertigt (Urk...
	 Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kann grundsätzlich nur unter Einhaltung der Kündigungsfristen gekündigt werden (Art. 335 ff. OR). Eine fristlose Kündigung ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Nach Art. 337 OR ist für eine fristlose Kündig...
	 Im vorliegenden Fall ist den Klägern 1 und 2 insoweit eine Vertragspflichtverletzung vorzuwerfen, als sie Mitte Mai 2009 entgegen der von ihnen übernommenen Vertragspflichten aus der Einliegerwohnung in der Villa des Beklagten auszogen und eine eige...
	 In Bezug auf den Kläger 1 bewirkte die Verletzung der vertraglich vereinbarten Pflicht zur Wohnsitznahme in der Einliegerwohnung keine objektive Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum nächsten Kündigungstermin. Die Funktion ...
	 Etwas heikler ist die Situation in Bezug auf die Klägerin 2. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Anwesenheit der Klägerin 2 im Haushalt des Beklagten aufgrund ihrer Funktion als "Kinderbetreuerin und Hauswirtschafterin" (Urk. 4/8) generell...

	 Aus diesen Gründen ist aufgrund des dem Gericht zustehenden Ermessens (Art. 337 Abs. 3 OR) davon auszugehen, dass keine wichtigen Gründe für eine fristlose Kündigung vorlagen (Art. 337 Abs. 1 OR), die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zu...

	c) Damit sind die finanziellen Ansprüche der Kläger zufolge ungerechtfertigter fristloser Kündigung zu prüfen. Gemäss Art. 337c Abs. 1 OR hat der Arbeitnehmer bei einer ungerechtfertigten fristlosen Kündigung Anspruch auf Ersatz dessen, was er verdien...
	 Im vorliegenden Fall beträgt die Kündigungsfrist unbestritten 3 Monate. Den Klägern steht somit gestützt auf Art. 337c Abs. 1 OR der Lohn für die Monate November 2009 bis und mit Januar 2010 zu; der Lohn für den Monat Oktober 2009 wurde dem Kläger 1...
	 Wie erwähnt muss sich der Arbeitnehmer gemäss Art. 337c Abs. 2 OR anrechnen lassen, was er absichtlich zu verdienen unterlassen hat. So muss er eine zumutbare Stelle antreten, die seiner Ausbildung, Erfahrung, beruflichen und sozialen Stellung, bere...
	 Im vorliegenden Fall erwog die Vorinstanz, dass der Beklagte dem Kläger 1 zwar am 13. Oktober 2009 einen neuen Arbeitsvertrag angeboten habe, der aber anstelle des bisherigen Bruttolohnes von Fr. 4'860.00 (Urk. 4/5 und 4/6 [bestehend aus einem Barlo...
	 Der Beklagte bringt selbst vor, dass sich der Kläger 1 nach der fristlosen Kündigung vom 12. Oktober 2009 um eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bemüht habe (Urk. 55 S. 15 Rz. 51); es kann daher keine Rede davon sein, dass es der Kläger 1 "abs...
	 Aus diesen Gründen kann keine Rede davon sein, dass es der Kläger 1 absichtlich im Sinn von Art. 337c Abs. 2 OR unterlassen habe, einen Verdienst von Fr. 4'600.00 zu erzielen. Von einem entsprechenden Abzug ist daher abzusehen.

	 Schliesslich hat das Gericht bei einer ungerechtfertigten fristlosen Kündigung nach seinem freien Ermessen und unter Berücksichtigung der gesamten Umstände eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR festzusetzen. Als wesentliche Umstände fallen nac...
	 Die Vorinstanz hielt in Anwendung der genannten Kriterien für die Kläger eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR von je drei Monatslöhnen für angemessen (Urk. 56 S. 12 f. E. 1.4.4.4. [für Kläger 1] und Urk. 56 S. 189 E. 1.5.3. [für Klägerin 2])....
	 Im Unterschied zur Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Wohnsitznahme der Kläger in der Einliegerwohnung für den Beklagten nicht nur wichtig (so Urk. 56 S. 13), sondern vertraglich vereinbart war (so oben lit. a). Der Umzug von der Einliegerwoh...
	 Umgekehrt ist die fristlose Kündigung durch den Beklagten (und dessen Ehefrau) als unangemessene Reaktion zu werten und dem Beklagten entsprechend anzulasten. Insbesondere ist es gänzlich unverständlich, was den Beklagten (und dessen Frau) am 12. Ok...
	 Weiter ist zu berücksichtigen, dass die fristlose Kündigung zu einem schweren Eingriff in die Persönlichkeit der Kläger führte. Namentlich in Bezug auf die Klägerin 2 weist die Vorinstanz zutreffend auf eine sehr intensive arbeitsvertragliche Bezieh...
	 Schliesslich sind die wirtschaftlichen Folgen der Kündigung und die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess erschwerend zu berücksichtigen, da es für ein … Haushälterehepaar [mit der Staatsangehörigkeit …] nicht ohne weiteres m...
	 Unter Würdigung aller relevanten Umstände - und insbesondere auch unter Berücksichtigung eines gewissen Selbstverschuldens der Kläger - erscheint ermessensweise eine Strafzahlung nach Art. 337c Abs. 3 OR in der Höhe von je drei Monatslöhnen als ange...

	d) Zusammenfassend ergeben sich im Zusammenhang mit der ungerechtfertigten fristlosen Kündigung folgende Ansprüche:
	 Zunächst ist der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 1 Fr. 17'029.45 zu bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus einem Lohnanspruch gemäss Art. 337c Abs. 1 OR von Fr. 5'419.45 und einem Entschädigungsanspruch nach Art. 337c Abs. 3 OR von Fr. 11'610.0...
	 Weiter ist der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 2 Fr. 17'007.25 zu bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus einem Lohnanspruch gemäss Art. 337c Abs. 1 OR von Fr. 5'397.25 und einem Entschädigungsanspruch nach Art. 337c Abs. 3 OR von Fr. 11'610.0...
	 Und schliesslich ist der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 zu bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus Arbeitslosenentschädigungen in der Höhe von Fr. 6'190.55 für den Kläger 1 und Fr. 6'212.75 für die Klägerin 2 zusammen, den die...

	2. Weiter ist die Überstundenvergütung umstritten. Die Vorinstanz sprach der Klägerin 2 eine Überstundenvergütung von Fr. 30'656.25 zu (Urk. 56 S. 19-27). Demgegenüber macht der Beklagte geltend, dass der Klägerin 2 kein Anspruch auf Überstundenentsch...
	a) Im Einzelarbeitsvertrag zwischen dem Beklagten und der Klägerin 2 wurde in Ziff. 2.1 eine wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stunden vereinbart (Urk. 4/4 S. 1); die in Art. 5 Abs. 1 des Normalarbeitsvertrag für Hausangestellte (NAV [LS 821.12]) vorges...
	b) Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Klägerin 2 Überstunden leistete und dass dies dem Beklagten bekannt war. Der Beklagte räumte selbst ein, dass er und seine Frau häufig im Ausland waren. So wird in der Klageantwort vom 10. Juli 2010 folgend...
	"Die Beklagten haben fünf Kinder. Die beiden älteren waren im Zeitpunkt der Stellenausschreibung 15 Jahre alt, die jüngeren drei und vier Jahre und das jüngste gerade einmal sechs Monate. Da die Beklagten beruflich häufig im Ausland sind und waren, wa...
	Wenn aufgrund der Zugabe des Beklagten feststeht, dass er und insbesondere auch seine Ehefrau häufig im Ausland waren und dass dann eine "Rund um die Uhr-Betreuung" namentlich der drei jüngeren Kinder erforderlich war, liegt es auf der Hand, dass die ...
	c) Weiter kann dem Beklagten auch insofern nicht gefolgt werden, als er geltend macht, die Klägerin habe die angeblichen Überstunden nie gemeldet und damit verwirkt (Urk. 55 S. 20 f. Rz. 72-76). Grundsätzlich muss der Arbeitnehmer seine Ansprüche aus ...
	d) Damit stellt sich einzig die Frage, ob die Schätzung der Vorinstanz fehlerhaft war (so der Beklagte in Urk. 55 S. 22 f. Rz. 83 ff.).
	 Unbegründet ist zunächst die Auffassung des Beklagten, die Vorin-stanz stelle bei ihrer Schätzung auf Aufstellungen der Klägerin 2 ab, die offensichtlich im Nachhinein angefertigt worden seien (Urk. 55 S. 22 Rz. 84). Die Klägerin 2 räumt ein, dass d...
	 Sodann kritisiert der Beklagte die Schätzung der Vorinstanz, weil lediglich diejenigen Kalenderblätter berücksichtigt worden seien, bei denen die Klägerin 2 weder krankheits- noch ferienbedingt abwesend gewesen sei. Auf diese Weise seien nur die Mon...
	 Die Vorinstanz ist bei ihrer Schätzung wie folgt vorgegangen (Urk. 56 S. 24): Ausgangspunkt der vorinstanzlichen Schätzung war eine monatliche Soll-Arbeitszeit von 182.7 Stunden. Diese Annahme wird im Berufungsverfahren nicht kritisiert. Alsdann erm...
	 Dieses Vorgehen ist effektiv nicht überzeugend. Richtig ist zwar die Auffassung der Vorinstanz, dass die Klägerin 2 z.B. in den Monaten Dezember 2007 oder März 2009 nur die geleisteten Arbeitsstunden - nicht aber die Soll-Arbeitszeit von 8.4 Stunden...
	 Aufgrund einer Schätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR scheint daher folgende Schätzung angemessen:
	1) Für 14 Monate sind Überstunden von 32.73 Stunden im Quantitativ unbestritten; es resultieren 458.22 Überstunden.
	2) Im Jahr 2007 wurde im Monat April 3 Wochen gearbeitet (Urk. 38/16/2), was bei durchschnittlich rund 32 Überstunden pro Monaten geschätzte 24 Überstunden ergibt. Im Monat Juli sind rund 2 Arbeitswochen aufgezeichnet (Urk. 38/16/5), so dass von 16 Üb...
	3) Im Jahr 2008 (vgl. für alle Monate Urk. 38/16/11 [doppelseitig kopierter Kalender auf A3-Format]) wurden in den Monaten März, April, Juni und Juli je geschätzte drei Wochen gearbeitet, was monatlich rund je 24 Überstunden ergibt. Im Dezember ist ke...
	4) Im Jahr 2009 soll die Klägerin 2 nach der unbestrittenen Darstellung im angefochtenen Urteil im Monat März krankheitsbedingt abwesend gewesen sein (Urk. 56 S. 24). Für diesen Monat können daher keine Überstunden geltend gemacht werden.
	 Insgesamt resultieren somit für die repräsentativen 14 Monate rund 458 Überstunden sowie wegen ferienbedingter Abwesenheit für vier nicht repräsentative Monate im Jahr 2007 80 Überstunden und für fünf nicht repräsentative Monate im Jahr 2008 96 Über...

	 Und schliesslich rügt der Beklagte, dass die Vorinstanz der Klägerin 2 für die Nachtzeiten, in denen sie lediglich für den Fall da gewesen sei, dass etwas passieren sollte, einen Stundenansatz von CHF 12.50 zugesprochen habe, weil die Klägerin 2 in ...
	 Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Klägerin 2 in der Nacht während 25 Monaten total 680 Überstunden geleistet habe (namentlich unter Hinweis auf Urk. 4/15 Spalte 4), was im Schnitt 27.2 Stunden entspreche: Dabei sei die Annahme angemessen, dass...
	 Soweit der Beklagte geltend macht, die Bereitschaftsstunden seien nicht zu entschädigen, weil die Anwesenheit im Haus zentraler Bestandteil des Arbeitsvertrages gewesen und mit dem Lohn abgegolten worden sei (Urk. 55 S. 22 f. Rz. 86), ist sein Einwa...
	 Im Übrigen werden in quantitativer Hinsicht in Bezug auf die Überstunden in der Nacht keine Beanstandungen gegen die Berechnung der Vorinstanz vorgebacht. Es ist daher von 16.32 nachtsüber geleisteten Überstunden auszugehen. Während 25 Monaten samme...

	 Zusammenfassend ist der Beklagte daher zu verpflichten, der Klägerin 2 1042 Überstunden (634 Überstunden am Tag, 408 Überstunden in der Nacht) zu vergüten. Der Stundenansatz von Fr. 25.00 ist unbestritten. Damit resultiert ein Anspruch der Klägerin ...

	3. Im erstinstanzlichen Verfahren machten die Kläger 1 und 2 geltend, nach dem Auszug am 15. Mai 2009 sei ihnen der Naturallohn von Fr. 990.00 pro Monat weiterhin abgezogen worden; für die Zeit von Mitte Mai bis Oktober 2009 müsse der Naturallohn von ...
	4. Im Verfahren vor Vorinstanz war weiter umstritten, ob dem Beklagten und seiner Ehefrau ein Rückforderungsanspruch gegenüber dem Kläger 1 in der Höhe von Fr. 2'300.00 zustehe, weil dem Kläger 1 im Voraus für den Oktober 2009 ein Lohn von Fr. 4'600.0...
	a) Die Vorinstanz führte dazu aus, dass die fristlose Kündigung gegenüber dem Kläger 1 ungerechtfertigt gewesen sei, weshalb der Kläger 1 auch für den Monat Oktober 2009 Anspruch auf Lohn gehabt hätte. Allerdings habe der Kläger 1 - genau gleich wie d...
	b) Dagegen wendet der Beklagte im Hauptstandpunkt ein, dass der Kläger 1 nicht berechtigt gewesen sei, aus der Einliegerwohnung auszuziehen, weshalb er keinen Anspruch auf Entschädigung anstelle des Naturallohnes habe (Urk. 55 S. 23 Rz. 92). Im Eventu...
	c) Die Vorinstanz führt unangefochten aus, dass dem Kläger 1 für den Monat Oktober 2009 ein Lohn von Fr. 4'600.00 im Voraus ausbezahlt wurde. Die Vorinstanz erwog sodann unangefochten, dass das Arbeitsverhältnis zu Unrecht per Mitte Oktober 2009 frist...

	5. Zusammenfassend ergibt sich folgendes:
	a) Dem Kläger 1 steht ein Anspruch aus ungerechtfertigter fristloser Kündigung gegenüber dem Beklagten von Fr. 17'029.45 zu (E. 4.1). Eine Vergütung des in der Zeit von Mai bis Oktober 2009 nicht ausbezahlten Naturallohnes kommt nicht in Frage (E. 4.3...
	b) Der Klägerin 2 steht ein Anspruch aus ungerechtfertiger Kündigung gegenüber dem Beklagten von Fr. 17'007.25 zu (E. 4.1). Weiter hat der Beklagte der Klägerin 2 für geleistete Überstunden Fr. 26'050.00 zu bezahlen (E.4.2). Eine Vergütung des in der ...
	c) Der Klägerin 3 steht ein Anspruch im Zusammenhang mit den von ihr ausgerichteten Arbeitslosenentschädigungen gegenüber dem Beklagten von Fr. 12'403.30 zu (E. 4.1), wobei diese Forderung gemäss der unangefochtenen Darstellung der Vorinstanz ab dem 2...
	d) Für diese gegenüber dem angefochtenen Urteil geringeren Ansprüche ist der Beklagte solidarisch haftpflichtig mit seiner Ehefrau, welche das erstinstanzliche Urteil nicht angefochten hat und daher für die darüber hinausgehenden Ansprüche alleine haf...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Zunächst sind die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen festzulegen.
	a) Die Vorinstanz bezifferte den Streitwert auf Fr. 157'751.00 und setzte die Gerichtsgebühr (Fr. 11'060.00 Entscheidgebühr) unter Einschluss der Dolmetscherkosten (Fr. 375.00) auf Fr. 11'435.00 fest (Dispositiv-Ziffer 7). Dies ist zutreffend und unan...
	b) Die Kläger 1 bis 3 obsiegen mit ihren Forderungen gesamthaft mit Fr. 79'163.00 (Kläger 1 mit Fr. 17'630.45, Klägerin 2 mit Fr. 44'269.25, Klägerin 3 mit Fr. 12'403.30 sowie die Zeugnisse mit insgesamt einem Monatslohn von Fr. 4'860.00). In Relation...
	c) Ferner sind dem Beklagten sowie den Klägern 1 und 2 angesichts des Prozessausgangs für das erstinstanzliche Verfahren keine Prozessentschädigungen zuzusprechen. Hingegen ist der Beklagte zu verpflichten, der vollständig obsiegenden Klägerin 3 eine ...

	2. Abschliessend sind noch die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Berufungsverfahren festzusetzen.
	a) Im Berufungsverfahren beträgt der Streitwert ca. Fr. 106'000.00, da der Beklagte die Abweisung der Klage beantragte, welche die Vorinstanz bezüglich des Klägers 1 im Umfang von Fr. 29'745.45, bezüglich der Beklagten 2 im Umfang von Fr. 63'905.50 un...
	b) Im Berufungsverfahren obsiegen die Kläger 1 bis 3 im Umfang von ca. Fr. 74'000.00, da dem Kläger 1 Fr. 17'630.45, der Klägerin 2 Fr. 44'269.25 und der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 zuzusprechen sind. Gemessen am Streitwert von Fr. 106'000.00 kann daher ...
	c) Ferner ist der Beklagte zu verpflichten, den Klägern 1 und 2 insgesamt eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'250.00 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, d.h. Fr. 1'350.00 zu bezahlen. Da den Klägern 1 und 2 die unentgeltliche Rechtspflege zu gewä...

	Es wird beschlossen:
	1. Den Klägern 1 und 2 wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ eine unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.
	2. Es wird vorgemerkt, dass folgende Dispositiv-Ziffern des Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 22. Dezember 2011 am 30. April 2012 rechtskräftig geworden sind:
	a) Dispositiv-Ziffer 4 (Arbeitszeugnis Kläger 1),
	b) Dispositiv-Ziffer 5 (Arbeitszeugnis Klägerin 2) und
	c) Dispositiv-Ziffer 6, d.h. soweit die Klage im Fr. 29'745.45 (Kläger 1) und im Fr. 63'905.50 (Klägerin 2) übersteigendem Umfang abgewiesen wurde.

	3. Schriftliche Mitteilung mit dem nachfolgenden Erkenntnis
	Es wird erkannt:
	1. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, dem Kläger 1 Fr. 17'630.45 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.
	2. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, der Klägerin 2 Fr. 44'269.25 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.
	3. Der Beklagte wird unter solidarischer Haftung mit seiner Ehefrau verpflichtet, der Klägerin 3 Fr. 12'403.30 nebst Zins zu 5 % seit 22. März 2010 zu bezahlen.
	4. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziff. 7) wird bestätigt.
	5. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens werden je zur Hälfte dem Beklagten sowie - unter solidarischer Haftbarkeit - den Klägern 1 und 2 auferlegt. Überdies ist die Ehefrau des Beklagten für 2/3 der Kosten solidarisch haftbar, wobei sich ihre s...
	6. Zwischen dem Beklagten sowie den Klägern 1 und 2 werden für das erstinstanzliche Verfahren keine Prozessentschädigungen zugesprochen. Der Beklagte und seine Ehefrau sind unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, der Klägerin 3 für das erstinsta...
	7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 9'000.00 festgesetzt.
	8. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu 2/3 dem Beklagten und zu 1/3 unter solidarischer Haftbarkeit den Klägern 1 und 2 auferlegt. Der auf den Beklagten entfallende Kostenanteil von 2/3 wird mit seinem Kostenvorschuss verr...
	9. Der Beklagte wird verpflichtet, den Klägern 1 und 2 insgesamt eine reduzierte Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren von Fr. 1'350.00 zu bezahlen. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 3 für das Berufungsverfahren eine Prozessentsch...
	10. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an F._____ (… [Adresse]) in Dispositiv-Ziffern 1-6 des Erkenntnisses sowie an das Bezirksgericht Horgen, je gegen Empfangsschein.
	11. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...