# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 806a5896-8dd5-5029-a3f9-d0185d4eabe0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.06.2021 200 2021 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-161_2021-06-01.pdf

## Full Text

200 21 161 IV
SCP/SAW/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Juni 2021

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 2019 unter Hinweis auf eine mittelgradige depres-
sive Episode bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Abklärun-
gen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht teilte die IVB der Versicher-
ten am 1. September 2020 (AB 45) mit, dass keine Eingliederungsmass-
nahmen möglich seien und wies mit Verfügung vom 20. Januar 2021 (AB 
51) – nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 49 S. 4) und nach durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (AB 50) – den Anspruch auf IV-Leistungen mangels Vorliegens eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 22. Februar 2021 Beschwerde. Sie beantragt, die Verfü-
gung vom 20. Januar 2021 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an 
die Verwaltung zurückzuweisen, damit diese nach Vornahme weiterer Ab-
klärungen, insbesondere nach Einholung eines verwaltungsexternen 
psychiatrischen Gutachtens, über den Rentenanspruch neu entscheide; 
zudem sei ihr in verfahrensmässiger Hinsicht eine dreiwöchige Frist zur 
Einreichung eines aktuellen Arzt- und Verlaufsberichts zu gewähren.

Am 23. Februar 2021 hielt der Instruktionsrichter mit prozessleitender Ver-
fügung fest, im vorliegenden Verfahren bedürfe es keine weiteren Arztbe-
richte und wies den Verfahrensantrag ab.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. März 2021 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 23. März 2021 schloss der Instruktionsrichter mit prozessleitender Ver-
fügung das Beweisverfahren.

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Im Rahmen einer Replik vom 25. März 2021 hielt die Beschwerdeführerin 
an den gestellten Anträgen fest und reichte eine ärztliche Stellungnahme 
vom 26. Februar 2021 zu den Akten (Akten der Beschwerdeführerin, Be-
schwerdebeilage [BB] 3).

Unter Hinweis auf den abgewiesenen Verfahrensantrag, das abgeschlos-
sene Beweisverfahren und das Einreichen von Beweismitteln zur Unzeit 
erkannte der Instruktionsrichter mit prozessleitender Verfügung vom 
29. März 2021 die ärztliche Stellungnahme vom 26. Februar 2021 (BB 3) 
dennoch zu den Akten.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 12. April 2021 auf 
eine umfassende Stellungnahme im Rahmen einer Duplik.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 20. Januar 2021 (AB 51). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). 

2.2.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-

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dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429).

2.2.2 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der 
Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt 
schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normativen Prüfungsras-
ters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische 
Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer 
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) 
anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 
E. 3.6 S. 294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften sys-
tematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich 
in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsis-
tenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5 S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invali-
ditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der me-
dizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es 
daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person 
leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-
stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-

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recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-
tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 
soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und zur Leistungsfähigkeit der Beschwer-
deführerin ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Dr. med. C.________, Spital D.________, im Medizinalberuferegis-
ter MedReg ohne Facharzttitel eingetragen, und lic. phil. E.________, eidg. 
anerkannte Psychotherapeutin, diagnostizierten im Bericht vom 13. Sep-

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tember 2019 (AB 21 S. 2) eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1) und attestierten ab dem 17. Juli 2019 bis auf Weiteres eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 2 f. Ziff. 1.3 und 2.5). Im Erstgespräch habe die Pati-
entin angegeben, sie sei seit Oktober 2018 in einer psychischen Krise. Als 
Auslöser sehe sie die folgenden Faktoren: Sie habe sich nach 17 Jahren 
Ehe von ihrem Ehemann getrennt und sei im Verlauf mit den gemeinsamen 
Kindern ausgezogen. Das Zusammenleben mit den Kindern habe sich als 
sehr schwierig herausgestellt, weshalb sie bereits wieder umgezogen sei 
und nun mit ihrem Freund zusammenwohne. Zur Belastung mit der fami-
liären Situation sei seit dem 1. Mai 2019 die Arbeitslosigkeit dazugekom-
men (S. 2 Ziff. 2.1). Dr. med. C.________ und lic. phil. E.________ legten 
dar, es beständen deutliche Funktionseinschränkungen im Bereich Durch-
haltefähigkeit (reduzierte Energie), Selbstbehauptungsfähigkeit (geringer 
Selbstwert), Konzentrationsfähigkeit und der Fähigkeit, sich zu erholen (S. 
4 Ziff. 3.4). Die Prognose der Depression sei prinzipiell gut und eine weitere 
Besserung des Gesundheitszustandes sei anzunehmen (S. 4 Ziff. 2.7).

3.1.2 Vom 28. Oktober 2019 bis 17. Januar 2020 wurde die Beschwerde-
führerin teilstationär im psychotherapeutischen Programm der Tagesklinik 
F.________, Spital D.________, behandelt (vgl. Bericht vom 17. Januar 
2020, AB 32 S. 2, und Abschlussbericht vom 31. Januar 2020, AB 40 S. 9). 
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Behand-
ler im Bericht vom 17. Januar 2020 (AB 32. S. 2) einen Verdacht auf eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) und Anpassungsstörun-
gen mit vorherrschender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23) 
fest (S. 4 Ziff. 2.5). Über die Dauer der tagesklinischen Behandlung und 
durch mehrere Beobachter bestätigt, habe sich gezeigt, dass die allgemei-
nen ICD-Kriterien G1-G6 einer spezifischen Persönlichkeitsstörung erfüllt 
seien. Die Persönlichkeitsstörung weise sowohl abhängige als auch histrio-
nische Anteile auf. Aus diesem Grund bestehe der Verdacht auf eine kom-
binierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61). Die dadurch verursachten 
Beeinträchtigungen hätten sich insbesondere nach den jüngsten, destabili-
sierenden biografischen Veränderungen (Trennung nach langjähriger Ehe, 
Autonomieentwicklung der Kinder, Arbeitsplatzverlust) mit der Entwicklung 
von mannigfaltigen psychischen Symptomen gezeigt. Ebenfalls sei es 
anamnestisch zu einer manifesten depressiven Krise mit der Diagnose ei-

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ner mittelschweren depressiven Episode gekommen. In der Tagesklinik 
habe keine relevante depressive Symptomatik eruiert werden können, eher 
seien die affektiven Symptome im Rahmen der Persönlichkeitsstörung so-
wie der durch die psychosozialen Belastungen bedingten Anpassungs-
störung einzuordnen. Im Verlauf sei es zu einer relevanten Stabilisierung 
gekommen (S. 3 Ziff. 2.2). Vom 17. Juli 2019 bis 17. Januar 2020 wurde 
eine 100%ige und ab 18. Januar bis 18. Februar 2020 eine 50%ige Ar-
beitsunfähigkeit postuliert. Ferner ergänzten die Behandler, die bisherige, 
per Ende April 2019 befristete Tätigkeit als … sei ab dem Austritt aus der 
Tagesklinik zu vier Stunden und eine angepasste Tätigkeit ohne Leistungs- 
und Zeitdruck zu sechs Stunden täglich zumutbar (S. 2 Ziff. 1.3 und S. 4 ff. 
Ziff. 3.2, 4.1 f.).

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, nannte im Bericht vom 20. Juni 2020 (AB 40 S. 2) aus somati-
scher Sicht keine Diagnosen (S. 4 Ziff. 2.5 f.). 

3.1.4 Mit Verlaufsbericht vom 4. August 2020 (AB 43 S. 2) teilten Dr. med. 
C.________ und lic. phil. E.________ mit, dass sich der Gesundheitszu-
stand verbessert habe. Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
führten sie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und 
histrionischen Anteilen (ICD-10 F61), eine leichte depressive Episode (ICD-
10 F32.0) und Ereignisse in der Kindheit auf, die den Verlust des Selbst-
wertgefühls zur Folge hätten (ICD-10 F61.3; S. 2 Ziff. 1 ff.). Psychisch be-
stehe weiterhin eine verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine erhöhte 
Ermüdbarkeit. Durch den geringen Selbstwert und die abhängige Persön-
lichkeitsstruktur liege ein geringes Selbstvertrauen vor, das sich bei der 
Ausübung der Arbeit auswirke durch erhöhte Ängstlichkeit und eine Ten-
denz zu pessimistischen Zukunftsperspektiven. Auch die Affektlabilität 
schränke die Versicherte bei der Arbeit ein, insbesondere im Umgang mit 
Kunden (S. 3 Ziff. 12). Die psychiatrisch-psychotherapeutische Therapie 
der Depression inkl. antidepressiver Medikation scheine eine gute Wirk-
samkeit zu haben. Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf ge-
bessert, es habe eine Arbeitsfähigkeit von 50% erreicht werden können. 
Die Prognose sei prinzipiell gut mit Weiterführung der Behandlung (S. 3 
Ziff. 9). Vom 8. Juli 2019 bis 15. Januar 2020 attestierten sie eine 100%ige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 9

und ab dem 16. Januar 2020 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähig-
keit (S. 3 Ziff. 11). 

3.1.5 Der RAD-Arzt, Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 5. November 2020 (AB 49 
S. 4) eine depressive Episode, initial mittelgradig – teilremittiert (ICD-10 
F32.1) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, differenzialdiagnos-
tisch eine Persönlichkeitsakzentuierung mit abhängigen und histrionischen 
Zügen (ICD-10 F61 DD Z73; S. 5). Der Einlauf der depressiven Symptoma-
tik im 2018 sei durch psychosoziale Faktoren bestimmt gewesen. Da diese 
eine prämorbid bestehende Persönlichkeitsproblematik klinisch relevant 
gemacht hätten und die Depression zu Beginn der fachärztlichen Behand-
lung einen mittleren Schweregrad aufgewiesen habe, sei IV-relevanz ge-
geben. Gut nachvollziehbar hätten die Fachärzte die depressive Sympto-
matik der Persönlichkeitsproblematik zugeordnet. Die Grenze von Akzentu-
ierung zu Persönlichkeitsstörung sei hier unscharf, die Differenzierung ha-
be aber keine versicherungsmedizinischen Auswirkungen. Die Depression 
habe sich durch die fachärztliche und tagesklinische Behandlung lege artis 
gebessert und zum Austritt aus der Tagesklinik am 17. Januar 2020 sei 
nachvollziehbar ein Pensum von 50% für die angestammte Tätigkeit als … 
sowie ein Pensum von sechs Stunden täglich für eine angepasste Tätigkeit 
mit weiterer stufenweiser Steigerungsmöglichkeit eingeschätzt worden. 
Medizinisch-theoretisch hätte das Pensum alle vier Wochen um eine Stun-
de gesteigert werden können. Da aber keine Wiedereingliederung realisiert 
worden sei und der Status der Arbeitslosigkeit bei der Persönlichkeitspro-
blematik die Störung unterhalte, sei auch die Einschätzung der Behandler 
vom 4. August 2020 nachvollziehbar, dass noch eine Arbeitsunfähigkeit 
von 50% für die angestammte Tätigkeit bestehe – mit schrittweiser Steige-
rungsmöglichkeit der Belastung bei günstiger Prognose. Berufliche Wie-
dereingliederungsmassnahmen seien dringend indiziert (S. 6).

3.1.6 In der Stellungnahme vom 26. Februar 2021 (BB 3) wiederholten 
Dr. med. C.________ und lic. phil. E.________ die erhobene psychiatri-
sche Befundlage und bestätigten die gestellten Diagnosen. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 10

unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf einen somatischen 
Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Bericht von 
Dr. med. G.________ vom 20. Juni 2020, AB 40 S. 2 ff.) und Entsprechen-
des wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend gemacht.

3.4 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom 
20. Januar 2021 (AB 51) fest, die attestierten Arbeitsunfähigkeiten sowie 
die entstandenen Leistungseinschränkungen basierten auf psychosozialen 
und damit auf invaliditätsfremden Faktoren. Aufgrund der medizinischen 
Aktenlage könne kein invalidisierender Gesundheitsschaden festgestellt 
werden. Dieser Auffassung kann – wie nachfolgend dargelegt wird – nicht 
gefolgt werden: 

Der medizinische Sachverhalt erweist sich als nicht hinreichend abgeklärt, 
so dass weder eine fachärztliche Überprüfung der von den behandelnden 
Ärzten gestellten Diagnosen durch den RAD-Arzt noch eine Indikatorenprü-
fung durch die Verwaltung erfolgen konnte, wobei letztere unter Hinweis 

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auf die psychosozialen Belastungsfaktoren gar nicht vorgenommen wurde. 
Zunächst ist festzustellen, dass sich in den Akten keine Berichte der erst-
behandelnden Psychiaterin, Dr. med. I.________, praktische Ärztin und 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, befinden, welche gemäss 
der IV-Anmeldung bereits ab dem 23. November 2018 eine Arbeitsunfähig-
keit attestierte (vgl. AB 1 S. 4 Ziff. 4.3). Weiter mag zutreffen, dass das 
psychiatrische Störungsbild im Sinne von depressiven Stimmungszustän-
den infolge psychosozialer Belastungsfaktoren aufgetreten ist (AB 21 S. 2 
Ziff. 2.1) und die behandelnden Ärzte in diesem Zusammenhang auch eine 
Anpassungsstörung (AB 32 S. 4 Ziff. 2.5; 40 S. 9) bzw. ein reaktives de-
pressives Geschehen im Sinne einer initial mittelgradigen depressiven Epi-
sode (AB 21 S. 3 Ziff. 2.5; 40 S. 9 [Zuweisungsdiagnose]) diagnostiziert 
haben. Aktenwidrig und nicht zulässig ist dagegen die Schlussfolgerung der 
Beschwerdegegnerin (vgl. Beschwerdeantwort S. 3), wonach sich die Per-
sönlichkeitsstörung ohne Depressionsleiden nicht auswirke und irrelevant 
sei. Der RAD-Arzt Dr. med. H.________ mass – entgegen der Auffassung 
der Beschwerdegegnerin – einzig der diagnostischen Differenzierung der 
Ausprägung der Persönlichkeitsproblematik (Abgrenzung der Akzentuie-
rung von Persönlichkeitszügen, ICD-10 Z73, zu den Persönlichkeitsstörun-
gen, ICD-10 F61) versicherungsrechtlich keine Bedeutung zu, hielt indes-
sen das funktionelle Leistungsvermögen durch die Persönlichkeitsproble-
matik durchaus für beeinträchtigt und beurteilte letztere als klinisch relevant 
(AB 49 S. 6). Insoweit erweisen sich die von der Beschwerdegegnerin im 
Rahmen der Beschwerdeantwort getroffenen Annahmen, eine relevante 
Persönlichkeitsstörung sei nicht ausgewiesen und es handle sich nur um 
eine sehr leichte Persönlichkeitsproblematik, als reine Mutmassungen. 
Diesbezüglich hätten sich weitere Abklärungen offenkundig aufgedrängt. 
Kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin während ihrer Ehe keiner Er-
werbstätigkeit nachging und deren Wiederaufnahme im Rahmen von vor-
erst temporären Arbeitsstellen und ab Mai 2018 eines befristeten Arbeits-
verhältnisses als … in einem direkten Zusammenhang mit der Trennung 
von ihrem Ehemann stehen dürfte (vgl. AB 1 S. 6 Ziff. 5.4; IK-Auszug, AB 
10; Lebenslauf, AB 12 S. 2), womit auch nicht gesagt werden kann, die 
Persönlichkeitsstruktur habe sich vor dem Auftreten der psychosozialen 
Belastungen nicht auf die Erwerbsfähigkeit ausgewirkt (vgl. ergänzend BB 
3 S. 2). Soweit die Beschwerdegegnerin auch betreffend die Depression 

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ausführte, diese beruhe auf psychosozialen Faktoren und sei nicht zu 
berücksichtigen (vgl. Beschwerdeantwort S. 3), kann ihr ebenfalls nicht 
ohne weiteres gefolgt werden. So wies der RAD-Arzt Dr. med. H.________ 
der Depression, die zu Beginn der fachärztlichen Behandlung einen mittle-
ren Schweregrad aufwies, trotz der bestehenden psychosozialen Faktoren 
invalidenversicherungsrechtliche Relevanz zu (AB 49 S. 6). Es ist zu 
berücksichtigen, dass bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten 
Erwerbsunfähigkeit danach zu fragen ist, ob und wie sich die Krankheit 
leistungslimitierend auswirkt (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Dass dabei soziale Be-
lastungen, die direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, auszuklammern 
sind, steht ausser Frage (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416, 141 V 281 
E. 4.3.3 S. 303). Sie sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikato-
renprüfung, sondern in deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen. Da-
bei werden die funktionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen mit 
Blick auf psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren abge-
schätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer Gesundheitsschädi-
gung beeinflussen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. März 
2021, 8C_407/2020, E. 4.1 mit Hinweisen). Das Vorgehen der Beschwer-
degegnerin, mit welchem sie die Beurteilung der psychosozialen Belas-
tungsfaktoren der eigentlichen Prüfung der Standardindikatoren voranstell-
te und einen invalidisierenden Gesundheitsschaden losgelöst von dieser 
Prüfung verneinte, entspricht somit nicht der höchstrichterlichen Recht-
sprechung und ist nicht korrekt. Die sich in den Akten befindlichen Angaben 
der behandelnden Ärzte reichen denn auch nicht aus, um die psychiatrisch 
ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit im Rahmen des strukturierten Beweisver-
fahrens anhand der Standardindikatoren auf ihre sozialversicherungsrecht-
liche Relevanz hin zu überprüfen (vgl. E. 2.2.2 hiervor). 

Nach dem Dargelegten wird die Beschwerdegegnerin daher in einem 
ersten Schritt die medizinischen Akten durch Einholung sämtlicher 
Behandlungsunterlagen der erstbehandelnden Psychiaterin Dr. med. 
I.________ und des psychiatrischen Dienstes des Spitals D.________ zu 
vervollständigen und hierauf ein verwaltungsexternes Gutachten in Auftrag 
zu geben haben. Die Rückweisung an die Verwaltung erweist sich unter 
Berücksichtigung von BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 als geboten und 
zulässig, geht es doch um bisher vollständig ungeklärte Fragen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 13

4.

In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 
20. Januar 2021 (AB 51) aufzuheben und die Sache an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen, damit sie – nach Vervollständigung der medizi-
nischen Aktenlage und Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 14

In der Kostennote vom 25. März 2021 hat Rechtsanwalt B.________ einen 
zeitlichen Aufwand von 11.25 Stunden à Fr. 250.-- und damit ein Honorar 
von Fr. 2'812.50 sowie Auslagen von Fr. 72.-- und die Mehrwertsteuer in 
der Höhe von Fr. 222.10 (7.7 % auf Fr. 2'884.50) geltend gemacht. Dies ist 
nicht zu beanstanden. Der Parteikostenersatz wird demnach insgesamt auf 
Fr. 3'106.60 festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 20. Januar 2021 aufgehoben und die Sache an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der Abklärun-
gen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird der Beschwerde-
führerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'106.60 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/161, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.