# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b97ead6e-ad67-5641-a116-01fc3c5b4256
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.04.2015 200 2015 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-67_2015-04-02.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 19. August 2015 abgewiesen (8C_330/2015).

200 15 67 IV
KOJ/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. April 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 7. Juli 2011 unter Hinweis auf unfallbe-
dingte Beschwerden der (rechten) Schulter (Unfall vom 17. Oktober 2009) 
und des rechten Knies (Unfall vom 10. März 2010) bei der Invalidenversi-
cherung zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 2, 43.1/156). Die IVB nahm in der 
Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und holte die Unfall-
akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ein (act. II 4 
f., 6.1 – 6.5, 10.1 – 10.12, 15.1 – 15.5, 43.1). Weiter wurde vom 30. Januar 
bis 22. April 2012 in der Abklärungsstelle C.________ in … eine berufliche 
Abklärung durchgeführt, in deren Verlauf der Versicherte auf seine Scha-
denminderungspflicht aufmerksam gemacht wurde (act. II 22, 24, 31). 
Während der C.________-Abklärung stürzte der Versicherte am 20. März 
2012 und verletzte sich an der linken Schulter (Akten der IVB [act. IIa] 
44.2/17). Diesbezüglich stellte die SUVA die Leistungen mit Verfügung vom 
10. September 2012 per 15. September 2012 ein (act. IIa 44.1). 

Die IVB verfügte am 27. Juni 2012 den Abschluss der beruflichen Mass-
nahmen (act. II 36) und verneinte mit Verfügung vom 31. Oktober 2012 bei 
einem Invaliditätsgrad von 26 % den Anspruch auf eine Invalidenrente (act. 
IIa 45). Diese Verfügungen blieben unangefochten.

Nachdem der Versicherte am 25. März 2013 kreisärztlich untersucht wor-
den war, sprach ihm die SUVA im Zusammenhang mit dem Unfall vom 
10. März 2010 mit Verfügung vom 19. Juli 2013 ab dem 1. Mai 2013 eine 
Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 27 % zu (Akten der IVB 
[act. IIb] 53). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 4

B.

Am 16. Juni 2014 meldete sich der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an, dies unter 
Hinweis auf zwei im Juni und August 2013 erlittene Rückfälle zum Unfall 
vom 10. März 2010 (act. IIb 54). Die IVB holte daraufhin insbesondere die 
aktualisierten Unfallakten der SUVA ein (act. IIb 60.4 – 66.1), aus welchen 
sich unter anderem ergab, dass am 15. Januar 2014 eine kreisärztliche 
Untersuchung stattgefunden (act. IIb 66.3/9 ff.) und die SUVA dem Versi-
cherten im Zusammenhang mit dem Unfall vom 10. März 2010 mit Verfü-
gung vom 23. Juli 2014 eine Integritätsentschädigung von 10 % bzw. 
Fr. 12‘600.-- zugesprochen hatte (act. IIb 61.2). 

Mit Vorbescheid vom 29. September 2014 stellte die IVB dem Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad von 26 % die Verneinung eines Rentenan-
spruchs in Aussicht (act. IIb 68), wogegen der Versicherte am 29. Oktober 
2014 Einwände erhob (act. IIb 69). Nach Einholung einer Stellungnahme 
ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) und erneuter Durchführung 
des Vorbescheidverfahrens verneinte die IVB mit Verfügung vom 24. De-
zember 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 28 % den Anspruch auf eine 
Invalidenrente (act. IIb 72 – 76). 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 23. Januar 2015 Beschwerde und beantragte, unter Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sei dem Beschwerdeführer eine In-
validenrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zu weiterer Ab-
klärung zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Am 20. Februar 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Erstat-
tung einer Beschwerdeantwort und beantragte die Abweisung der Be-
schwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 5

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 24. Dezember 2014 (act. IIb 76). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 6

werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 7

kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 8

unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 9

– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

4.

4.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom 16. Juni 2014 (act. IIb 54) eingetreten ist, womit die Eintretensfrage 
vom Gericht nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prü-
fen ist, ob seit der letzten Verneinung des Leistungsanspruchs mit Verfü-
gung vom 31. Oktober 2012 (act. IIa 45) bis zum Erlass der hier angefoch-
tenen Verfügung vom 24. Dezember 2014 (act. IIb 76) eine anspruchsbe-
gründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen 
eingetreten ist (vgl. E. 3.2 hiervor).

4.2 In medizinischer Hinsicht lag der Verfügung vom 31. Oktober 2012 
(act. IIa 45) insbesondere die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 15. Juni 
2012 (act. II 34) zu Grunde. Darin wurden die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt: 

Kniedistorsion rechts am 10. März 2010
 Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Partialruptur des lateralen Seitenbandes 

und der Popliteussehne, Bakerzyste
 Arthroskopisch kontrollierte, autologe vordere Kreuzbandersatzplastik rechts 

mit Patellarsehnentransplantat am 13. Dezember 2010
 Aktuell persistierende Beschwerden, Oberschenkelatrophie und Verdacht auf 

laterale Meniskusläsion
 Chronische Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen ins linke Bein bei Osteo-

chondrose und Spondylarthrose tief lumbal, exazerbiert durch Fehlbelastung in 
Folge der Kniebeschwerden

 Diffuse idiopathische skelettale Hyperostose
 Rotatorenmanschettenrekonstruktion Schulter rechts ungefähr 2009 (ana-

mnestisch SUVA-versichert)

Der RAD-Arzt hielt fest, die vorliegenden medizinisch-theoretischen Beur-
teilungen seien kongruent und eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit als … sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 10

einleuchtend. Für eine angepasste leichte bis selten mittelschwere, wech-
selbelastende Tätigkeit mit hohem Sitzanteil hingegen sei ausserhalb der 
Akutbehandlung der diversen Schädigungen (z.B. die Schulterproblematik 
nach dem Sturz während der [C.________-] Abklärung sowie die zur Dis-
kussion stehende Operation des Knies) keine verringerte Arbeitsfähigkeit 
anzunehmen. Die in der Abklärung demonstrierte Leistungseinschränkung 
sei medizinisch nicht durch die objektivierbaren Gesundheitsschädigungen 
erklärbar, sondern müsse im Rahmen einer Selbstlimitierung gesehen wer-
den. 

4.3 Im Rahmen des am 16. Juni 2014 eingeleiteten Neuanmeldungsver-
fahrens (vgl. act. IIb 54) fanden in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 
die folgenden Dokumente Eingang in die Akten:

4.3.1 Die Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte im 
Zusammenhang mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. März 2013 
die folgenden unfallkausalen Diagnosen auf (act. IIa 49.1/293 ff.):

 Kniedistorsion rechts am 10. März 2010
 Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Partialruptur des lateralen Seitenbandes 

und der Popliteussehne, Bakerzyste
 Arthoskopisch kontrollierte, autologe vordere Kreuzbandersatzplastik mit Patel-

larsehenentransplantat am 13. Dezember 2010
 KAS, Teilmeniskektomie mediales und laterales Hinterhorn sowie laterales 

Vorderhorn, arthroskopisch assistierte VKB-Rekonstruktion mit mittlerem Drittel 
der Quadrizepssehne am 31. Oktober 2012

 Persistierende Beschwerden, Oberschenkelatrophie

Dr. med. E.________ hielt fest, fünf Monate nach der letzten Knieoperation 
sei ein stabiler Gesundheitszustand erreicht. Es sei nicht zu erwarten, dass 
eine namhafte Besserung durch weitere ärztliche Behandlungen herbeige-
führt werden könne. Die Physiotherapie zum Aufbau der Quadrizepsseh-
nenmuskulatur im speziellen des Vastus medialis mache noch Sinn. Die 
Übernahme von Physiotherapie für weitere sechs Monate werde empfoh-
len. Die angestammte Tätigkeit als … und als … sei unfallbedingt nicht 
mehr zumutbar. Die Arbeit sei zu schwer, die kniende Position nicht mehr 
möglich. Als Zumutbarkeitsprofil gelte: Eine wechselnd belastende Tätig-
keit, sitzend, gehend, stehend sei ganztags zumutbar. Die Belastungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 11

sollten repetitiv nicht höher als 10 – 15 kg sein. Treppen, Leitern, Gerüste 
sowie kniende Positionen seien nicht zumutbar. Radiologisch liege eine 
beginnende Gonarthrose vor. Das vom Beschwerdeführer beschriebene 
„Instabilitätsgefühl“ lasse sich in der Untersuchung nicht verifizieren. Somit 
sei die Erheblichkeitsgrenze zum Ausrichten einer Integritätsentschädigung 
nicht erreicht.

4.3.2 Im Zusammenhang mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 
15. Januar 2014 (act. IIb 66.3/9 ff.) führte die Kreisärztin Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, die gleichen 
unfallkausalen Diagnosen auf wie im Bericht zur kreisärztlichen Untersu-
chung vom 25. März 2013 (vgl. E. 4.3.1 hiervor). Die Kreisärztin hielt fest, 
radiologisch bestätige sich die bekannte horizontale Läsion im medialen 
Hinterhorn sowie die Chondromalazie medial und retropatellär bei nicht 
degenerativer, aber intakter Kreuzbandplastik (das letzte MRI vom 9. Juli 
2013 sei vor dem erneuten Unfall am 3. August 2013 durchgeführt worden). 
Der Beschwerdeführer leide fraglos unter einer fortbestehenden Instabilität 
des rechten Knies, ihres Erachtens hauptsächlich aufgrund der fortbeste-
henden Muskelschwäche, ersichtlich an der deutlichen Atrophie. Der Ein-
beinstand rechts sei kaum möglich. Die Meniskuszeichen seien heute ne-
gativ, sodass sie den Meniskusschaden als klinisch nicht relevant beurteile. 
Sicherlich bestehe eine Differenz der vorderen Schublade rechts gegenü-
ber links von 2mm, was jedoch muskulär stabilisiert werden können sollte.

4.3.3 In Ergänzung zu den Ausführungen im Zusammenhang mit der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 15. Januar 2014 hielt die Kreisärztin 
Dr. med. F.________ am 30. Januar 2014 (act. IIb 66.3/4 f.) fest, der stabi-
le Gesundheitszustand sei an sich erreicht. Die Hauptproblematik sei ihres 
Erachtens die muskuläre Schwäche im rechten Bein, fehlende Koordination 
und Propriozeption, was sich darin äussere, dass der Beschwerdeführer 
kaum eine Sekunde auf dem rechten Bein stehen könne. Eine neuerliche 
operative Intervention sehe sie als nicht gewinnbringend, so lange die 
muskuläre Situation immer noch so schlecht sei. Der Beschwerdeführer 
habe bereits viele Physiotherapien durchgeführt. Dies allein genüge aber 
nicht, um eine muskuläre Stabilisation zu erreichen. Hier sei ganz klar die 
Eigeninitiative des Beschwerdeführers gefordert. Die anamnestischen An-

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gaben, dass regelmässig Heimübungen durchgeführt würden, divergierten 
mit dem klinischen Befund. Weiter hielt die Kreisärztin fest, dass am Zu-
mutbarkeitsprofil vom 25. März 2013 festgehalten werden könne. 

4.3.4 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt am 12. August 2014 
(act. IIb 69/6) fest, aufgrund des neu aufgetretenen Knorpelschadens liege 
eine kombinierte mässige Instabilität sowie eine mässige Arthrose vor. Sei-
nes Erachtens müsste das Anforderungsprofil aufgrund der neuen Diagno-
sen auch neu gestellt werden. Das Zumutbarkeitsprofil vom 2. Februar 
2012 (vgl. act. II 43.1/149) könne die von ihm gestellte Diagnose eines me-
dialen Knorpelschadens naturgemäss noch nicht berücksichtigt haben. Der 
Einbau einer medialen Hemiprothese werde möglicherweise die Belastbar-
keit nicht verbessern, zumal diese nicht nur durch den medialen Knorpel-
schaden, sondern auch noch durch die nicht therapierbaren Schmerzen am 
Patellaunterpol hervorgerufen würden. Bei erfolgreicher Operation sei in 
jedem Fall jedoch mit einem verbesserten Stabilitätsgefühl und mit einem 
Rückgang der medialen Kniegelenkschmerzen zu rechnen. 

4.3.5 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, 
führte in der Stellungnahme vom 18. November 2014 (act. IIb 72) aus, in 
Übereinstimmung der vorliegenden Arztberichte liege beim Beschwerde-
führer bei insgesamt stabilem Gesundheitszustand eine mässige Instabilität 
und mässige Arthrose des rechten Kniegelenks bei St. n. mehrfachen ar-
throskopischen Operationen vor. Die subjektiv geklagte Instabilität sei zu 
einem grossen Anteil auf eine Muskelschwäche (Oberschenkelatrophie) 
zurückzuführen, die trotz Physiotherapie weiter bestehe und schon bei der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 25. März 2013 beschrieben worden sei. 
Es sei damals das folgende Zumutbarkeitsprofil festgehalten worden: Die 
angestammte Tätigkeit als … und als … sei unfallbedingt nicht mehr zu-
mutbar. Die Arbeit sei zu schwer, die kniende Position nicht mehr möglich. 
Als Zumutbarkeitsprofil gelte: Eine wechselnd belastende Tätigkeit, sitzend, 
gehend, stehend, sei ganztags zumutbar. Die Belastungen sollten repetitiv 
nicht höher als 10 – 15 kg sein. Treppen, Leitern, Gerüste sowie kniende 
Positionen seien nicht zumutbar. Der RAD-Arzt führte weiter aus, der Be-
schwerdeführer sei am 15. Januar 2014 erneut kreisärztlich untersucht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 13

worden. Die Kniebeweglichkeit sei beidseits gut, in der Endbewegung in 
Flexion gebe der Beschwerdeführer einen Schmerz am Patellaunterpol an. 
Es werde weiterhin eine klare Oberschenkelatrophie beschrieben. Das ob-
genannte Zumutbarkeitsprofil werde durch diesen Befund nicht so tangiert, 
dass eine wesentliche Änderung erfolgen müsste. Aufgrund der mässigen 
Instabilität des rechten Kniegelenks sei das Zumutbarkeitsprofil dahinge-
hend zu erweitern, dass eine überwiegend sitzende leichte Tätigkeit im 
vollen Pensum zumutbar sei. Dies sei im Übrigen so auch schon in der 
RAD-Stellungnahme vom 15. Juni 2012 beurteilt worden. Vom Rechtsver-
treter würden keine neuen medizinischen Unterlagen bezüglich der knieun-
abhängigen Beschwerden vorgebracht, so dass auch hier auf die Stellung-
nahme des RAD vom 15. Juni 2012 verwiesen werden könne, die das Rü-
cken- und Schulterleiden sowie die Fräsenverletzung der linken Hand 
schon berücksichtigt habe. Eine Begutachtung könne daher insgesamt 
nicht begründet und empfohlen werden. 

Zusammenfassend hielt Dr. med. H.________ fest, aufgrund der anamnes-
tisch und klinisch bei Oberschenkelatrophie nachvollziehbaren Instabilität 
des rechten Kniegelenks sei das Zumutbarkeitsprofil auch unter Berück-
sichtigung der RAD-Stellungnahme vom 15. Juni 2012 anzupassen: die 
angestammte Tätigkeit als … und als … sei nicht mehr zumutbar. Als Zu-
mutbarkeitsprofil gelte: Eine wechselnd belastende leichte Tätigkeit, über-
wiegend sitzend, sei ganztags zumutbar, die Belastungen sollten repetitiv 
nicht höher als 10 kg sein. Treppen, Leitern, Gerüste sowie kniende Positi-
onen seien nicht zumutbar. 

5.

5.1 Die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. H.________ vom 18. No-
vember 2014 (act. IIb 72) ist schlüssig und überzeugt, weshalb ihr volle 
Beweiskraft zukommt (vgl. E. 2.5 hiervor). Insbesondere wurde das ent-
sprechende Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung des neu aufgetre-
tenen Knorpelschadens erstellt, welcher gemäss Dr. med. G.________ zu 
einer kombinierten mässigen Instabilität sowie einer mässigen Arthrose 
führt und eine Neuerstellung des Anforderungsprofils notwendig macht (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 14

act. IIb 69/6). Zudem hat sich der RAD-Arzt Dr. med. H.________ auch 
schlüssig und überzeugend zu den knieunabhängigen Beschwerden (Rü-
cken- und Schulterleiden, Fräsenverletzung der linken Hand) geäussert. 
Der medizinische Sachverhalt ist vorliegend rechtsgenüglich abgeklärt, dies 
insbesondere mit Blick auf die durchgeführten kreisärztlichen Untersuchun-
gen vom 25. März 2013 (act. IIa 49.1/293 ff.) und 15. Januar 2014 (act. IIb 
66.3/9 ff.), deren Ergebnisse vom RAD-Arzt Dr. med. H.________ in seiner 
Beurteilung berücksichtigt und gewürdigt wurden (act. IIb 72/2 ff.). Folglich 
kann – entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung – auf weitere 
Beweismassnahmen in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162) verzichtet werden.

5.2 Wird vorliegend das Zumutbarkeitsprofil des RAD-Arztes Dr. med. 
D.________ vom 15. Juni 2012 (act. IIa 45) mit demjenigen des RAD-
Arztes Dr. med. H.________ vom 18. November 2014 (act. IIb 72) vergli-
chen, so ist fraglich, ob im relevanten Vergleichszeitraum (vgl. E. 4.1 hier-
vor) tatsächlich eine Änderung im Zumutbarkeitsprofil eingetreten ist. Denn 
Dr. med. H.________ formulierte das Zumutbarkeitsprofil, in welchem er 
eine überwiegend sitzende Tätigkeit angab, explizit unter Bezugnahme auf 
dasjenige von Dr. med. D.________ vom 15. Juni 2012, wo bereits eine 
Tätigkeit mit hohem Sitzanteil erwähnt wurde. Der einzige geringfügige 
Unterschied besteht darin, dass Dr. med. D.________ am 15. Juni 2012 
noch von einer leichten bis selten mittelschweren Tätigkeit gesprochen hat, 
wohingegen Dr. med. H.________ am 18. November 2014 von einer leich-
ten Tätigkeit ausging, wobei die Belastungen repetitiv nicht höher als 10 kg 
sein sollten. Dass Dr. med. H.________ am 18. November 2014 davon 
sprach, dass das Zumutbarkeitsprofil „erweitert“ werden müsse, liegt daran, 
dass er vom Zumutbarkeitsprofil der Kreisärztin Dr. med. E.________ vom 
25. März 2013 (act. IIa 49.1/301) ausging, welches nach der ursprünglichen 
rentenablehnenden Verfügung vom 31. Oktober 2012 (act. IIa 45) formuliert 
worden war und welches keine überwiegend sitzende, sondern eine wech-
selnd belastende Tätigkeit, sitzend, gehend, stehend und mit Belastungen, 
die repetitiv nicht höher als 10 – 15 kg seien, vorsah. 

Letztlich kann aber vorliegend die Frage, ob eine (potentiell) anspruchsre-
levante Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen 

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eingetreten ist, offen gelassen werden. Denn selbst unter der Annahme, 
dass dem so ist, muss vorliegend der Anspruch auf eine Invalidenrente 
verneint werden, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

6.

6.1 Im Zusammenhang mit der Invaliditätsbemessung bringt der Be-
schwerdeführer insbesondere vor (Beschwerde S. 3), der von der Be-
schwerdegegnerin gewährte Abzug vom LSE-Lohn im Umfang von 15 % 
sei deutlich zu klein. Denn der Beschwerdeführer verfüge nachweislich 
über keine Bildung, welche ihn befähigen würde, eine überwiegend sitzen-
de leichte Tätigkeit auszuüben. Da der Beschwerdeführer nur noch sitzen 
könne, entfielen Tätigkeiten wie etwa ein Zustelldienst und alle weiteren, 
seinem Bildungsstand entsprechenden einfachen Dienstleistungen. Für 
sitzende Kontrolltätigkeiten werde ein gewisses Mass an Fähigkeiten in 
Schrift und Sprache verlangt, welches der Beschwerdeführer nicht erfülle. 
Ohne berufliche Massnahmen sei der Beschwerdeführer ausser Stande, 
die von ihm verlangte Arbeit (selbst im ausgeglichenen) Arbeitsmarkt aus-
zuüben bzw. zu finden. Ausserdem wird geltend gemacht (Beschwerde 
S. 4 f.), seit der Beschwerdeführer in den 1980er-Jahren in die Schweiz 
eingereist sei, habe er nur … gearbeitet. Mittlerweile sei er 61 Jahre alt und 
seit vier Jahren in Dauerbehandlung und arbeitsunfähig. Ein konkreter Ar-
beitsversuch sei bereits im April 2012 aufgrund von Bein- und Schulter-
schmerzen gescheitert und mittlerweile habe sich der Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers verschlechtert. Eine Operation zum Einbau einer 
medialen Hemiprothese stehe ihm noch bevor. Unter diesen Umständen 
würde ihm kein Arbeitgeber auf dem hypothetischen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt eine Stelle anbieten. Eine Erwerbsfähigkeit sei nicht mehr gege-
ben.

6.2 Diese Einwände beschlagen hauptsächlich die Frage nach der Ver-
wertbarkeit der verbliebenen Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt.

6.2.1 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

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zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei 
ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. 
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen 
zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 
E. 5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die 
invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 
vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). 
Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen 
ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene 
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 
S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG 
kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit 
nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realisti-
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich 
wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als 
ausgeschlossen erscheint (SVR 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4, 2008 IV 
Nr. 62 S. 205 E. 5.2).

6.2.2 Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen vermag keinen 
Rentenanspruch zu begründen. Die Invalidenversicherung hat nicht dafür 
einzustehen, dass Versicherte infolge ihres Alters, wegen mangelnder 
Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine entsprechende Ar-

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beit finden; die hieraus sich ergebende "Arbeitsunfähigkeit" ist nicht invali-
ditätsbedingt (BGE 107 V 17 E. 2c S. 21; AHI 1999 S. 238 E. 1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Fak-
tor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit 
weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, 
dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge-
fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbstein-
gliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich 
verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähig-
keit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der 
Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungs-
vermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich 
nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den 
Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaf-
fenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Um-
stellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 
Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbil-
dung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus 
dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460).

Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum 
der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für 
einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Massgeblicher 
Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in welchem 
die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. Dies 
ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver-
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462).

6.3

6.3.1 Der Beschwerdeführer hat keine Ausbildung absolviert (vgl. act. II 
2/5) und ist 1980 aus … in die Schweiz eingereist; seither war er immer … 

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tätig (… [act. IIa 49.1/113]). Vor dem Unfall im Jahr 2010 arbeitete er zu-
dem im Nebenerwerb als … (act. II 43.1/190 – 193).

6.3.2 Vorliegend war die zuverlässige Sachverhaltsfeststellung hinsicht-
lich der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbsfähigkeit (vgl. 
E. 6.2.2 hiervor) im Zeitpunkt des kreisärztlichen Untersuchungsberichts 
vom 15. Januar 2014 (act. IIb 66.3/9 ff.), spätestens aber mit dem Vorbe-
scheid vom 25. November 2014 (act. IIb 73) möglich; in diesem Zeitpunkt 
war der Beschwerdeführer (geb. am … 1953) knapp 61 Jahre alt, womit 
ihm noch eine Aktivitätsdauer von vier Jahren verblieb.

Die vom Beschwerdeführer angerufenen Entscheide des Bundesgerichts 
führen hier nicht zur Bejahung der Unverwertbarkeit der verbliebenen Er-
werbsfähigkeit infolge des fortgeschrittenen Alters: Entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers kann der Entscheid des Bundesgerichts vom 
10. Mai 2013, 9C_954/2012, E. 3.2.1, nicht zum Vergleich herangezogen 
werden, da für den dort betroffenen Versicherten ein deutlich eingeschränk-
teres Zumutbarkeitsprofil formuliert wurde als für den Beschwerdeführer; so 
konnte dieser nur noch leichte Verweisungstätigkeiten, teils stehend, teils 
sitzend ohne Tragen von Gewichten über 5 kg oder Überkopfarbeiten aus-
üben, wobei ein wesentlicher Teil solcher Arbeiten ausser Betracht fiel, weil 
dieser Versicherte schmerzbedingt nur eingeschränkt ziehen oder stossen 
und Verrichtungen mit den Händen vornehmen konnte. Zudem verhinder-
ten gehäuft auftretende symptomatische Hypoglykämien Schichtdienste 
und das Führen von Fahrzeugen und Maschinen. Sodann kann der Be-
schwerdeführer auch aus dem Entscheid des Bundesgerichts vom 
19. März 2009, 9C_437/2008, E. 4.3, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da 
er im Unterschied zur Versicherten im genannten Entscheid über eine lang-
jährige Berufserfahrung in diversen Betrieben verfügt (vgl. Auszug aus dem 
individuellen Konto [act. II 4] und die berufsanamnestischen Angaben der 
Kreisärztin Dr. med. E.________ im Bericht vom 5. Oktober 2011 [act. IIa 
49.1/113]). Weiter sind vorliegend auch keine Unwägbarkeiten, wie sie im 
Entscheid des Bundesgerichts vom 13. März 2014, 9C_734/2013, E. 3.4, 
aufgrund eines Herzleidens und der damit verknüpften Verzögerung einer 
allfälligen Schulteroperation bejaht wurden, ersichtlich. Schliesslich war der 
Versicherte im Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Juli 2014, 

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9C_272/2014, E. 3.4, im massgebenden Zeitpunkt 62 bzw. 62 ¾ Jahre alt 
und damit älter als der Beschwerdeführer und hätte darüber hinaus eine 
Einzelfirma aufgeben müssen, was hier nicht der Fall ist. Zudem kommt der 
verbliebenen Restarbeitsfähigkeit erhebliches Gewicht zu (vgl. Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 2010, 9C_124/2010, 
E. 5.2); diese liegt beim Beschwerdeführer in einer leidensangepassten 
Tätigkeit bei einem Vollzeitpensum, wobei die dabei zu berücksichtigenden 
Einschränkungen (wechselnd belastende leichte Tätigkeit, überwiegend 
sitzend, keine repetitiven Belastungen über 10 kg, keine Treppen, Leitern, 
Gerüste und knienden Positionen) nicht dazu führen, dass der hypotheti-
sche, ausgeglichene Arbeitsmarkt absolut keine Tätigkeiten für das betref-
fende Profil für eine Person im fraglichen Alter bieten würde. Zudem wer-
den Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Entscheid des BGer vom 
10. September 2013, 8C_345/2013, E. 4.3.2). Schliesslich sind für die in 
Frage kommenden (unqualifizierten) Tätigkeiten keine beruflichen Mass-
nahmen nötig. Weshalb eine sitzende Kontrolltätigkeit sodann „ein gewis-
ses Mass“ an Fähigkeiten in Schrift und Sprache verlangt, das der Be-
schwerdeführer nicht mitbringen soll, ist nicht ersichtlich und wird auch 
nicht substantiiert dargelegt.

6.4 Nach dem Dargelegten ist davon auszugehen, dass die dem Be-
schwerdeführer verbliebene Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nachgefragt wird und dass ihm deren Verwertung gestützt auf 
die Selbsteingliederungslast zumutbar ist. Somit ist nachfolgend der Invali-
ditätsgrad zu bestimmen (vgl. E. 2.3 und 2.4 hiervor).

7.

7.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 20

4.1 S. 325). Im Rahmen des für die Invaliditätsbemessung durchzuführen-
den Einkommensvergleichs ist ein Nebenerwerbseinkommen beim hypo-
thetischen Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) zu berücksich-
tigen, sofern es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin erzielt 
worden wäre, wenn die versicherte Person gesund geblieben wäre. Dies 
gilt ohne Rücksicht auf den hiefür erforderlichen zeitlichen oder leistungs-
mässigen Aufwand (RKUV 2003 U 476 S. 108 E. 3.2.1).

7.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV 
Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

7.3 Der Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt des hypothetischen 
Beginns des Rentenanspruchs hin vorzunehmen (BGE 129 V 222). In 
Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG ist ein allfälliger Rentenbeginn mit Blick 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 21

auf die Neuanmeldung bei der Invalidenversicherung vom 16. Juni 2014 
(act. IIb 54) auf den 1. Dezember 2014, nach Ablauf von sechs Monaten 
nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 
ATSG, festzulegen. Da für das Jahr 2014 noch keine statistischen Daten 
– soweit vorliegend relevant – verfügbar sind, ist der Einkommensvergleich 
für das Jahr 2013 vorzunehmen.

7.3.1 Für das Valideneinkommen ist auf das als … bei der letzten Arbeit-
geberin, der I.________, erzielte Einkommen abzustellen, da der Be-
schwerdeführer diese Stelle unfallbedingt verloren hat (vgl. act. II 
43.1/165). Gemäss Angaben der I.________ hätte der Beschwerdeführer 
als … im Jahr 2012 einen Lohn von Fr. 71‘240.-- erzielt (act. II 43.1/166); 
indexiert auf das Jahr 2013 resultiert ein Betrag von Fr. 71‘660.-- (Tabelle 
T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 – 2013, …, Index Jahr 2012: 
101.7 Punkte; Index Jahr 2013: 102.3 Punkte). Hinzuzurechnen ist das im 
Nebenerwerb als … erzielte Einkommen (vgl. E. 7.1 hiervor), welches im 
Jahr 2012 Fr. 4’629.-- betrug (vgl. act. II 43.1/190 und 191); auf das Jahr 
2013 indexiert ergibt dies einen Betrag von Fr. 4‘679.-- (Tabelle T1.1.10 
Nominallohnindex, Männer, 2011 – 2013, Sonstige wirtschaftliche Dienst-
leistungen, Index Jahr 2012: 101.3 Punkte; Index Jahr 2013: 102.4 Punk-
te). Das Valideneinkommen beträgt demnach total Fr. 76‘339.-- 
(Fr. 71‘660.-- + Fr. 4‘679.--).

7.3.2 Das Invalideneinkommen ist anhand der LSE zu bestimmen, da der 
Beschwerdeführer keine ihm zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men hat (vgl. E. 7.2 hiervor). Auszugehen ist von den LSE 2012, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor), Total, 
Kompetenzniveau 1, Männer, im Betrag von Fr. 5‘210.-- monatlich bzw. 
Fr. 62‘520.-- jährlich. Indexiert auf das Jahr 2013 resultiert ein Betrag von 
Fr. 63‘012.-- (Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 – 2013, 
Total, Index Jahr 2012: 101.7 Punkte; Index Jahr 2013: 102.5 Punkte) und 
angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Abschnitt 
Total im Jahr 2013 von 41.7 Stunden ergibt dies einen Betrag von 
Fr. 65‘690.-- (Fr. 63‘012.-- : 40 h x 41.7 h). Zum Tabellenlohnabzug (vgl. 
E. 7.2 hiervor) von 15 % ist festzuhalten, dass dieser im Bereich des der 

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Verwaltung zustehenden Ermessens liegt, zumal der Beschwerdeführer 
das Schweizer Bürgerrecht besitzt (vgl. act. II 3) und er vollzeitlich tätig sein 
kann (act. IIb 72/5). Der Bildungsstand des Beschwerdeführers wie auch 
seine sprachlichen Fähigkeiten sind invaliditätsfremde Faktoren (vgl. 
E. 6.2.2 hiervor) und daher nicht zu berücksichtigen. Auch die (im Durch-
schnittsbereich liegenden) intellektuellen Fähigkeiten des Beschwerdefüh-
rers rechtfertigen keinen höheren Abzug. Unter Berücksichtigung eines 
Tabellenlohnabzuges von 15 % resultiert ein Invalideneinkommen von 
Fr. 55‘837.-- (Fr. 65‘690.-- x 0.85).

7.3.3 Die Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichsein-
kommen ergibt einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von ge-
rundet 27 % (100 : Fr. 76‘339.-- x [Fr. 76‘339.-- – Fr. 55‘837.--] = 26.86 %; 
zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Folg-
lich erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens; die Beschwerde 
ist abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

8.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. April 2015, IV/15/67, Seite 23

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.