# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5b12332-681b-5fb8-9e52-27dd55dfd26b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 10.04.2013 810 2012 315 (810 12 315)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2012-315_2013-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 10. April 2013 (810 12 315) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligungen und Wegweisung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus  

Ruckstuhl, Bruno Gutzwiller, Christian Haidlauf, Beat Walther,  
Gerichtsschreiberin Vijitha Muthuthamby 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
 
B.____, Beschwerdeführer, 
 
C.____, gesetzlich vertreten durch A.____, Beschwerdeführer,  
 
alle vertreten durch Dieter Gysin, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Aufenthaltsbewilligungen und Wegweisung 

(RRB Nr. 1614 vom 16. Oktober 2012) 
 
 
 

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A. Der pakistanische Staatsangehörige A.____, geboren 1961, heiratete am 
5. Dezember 2009 in seinem Heimatland in Karachi die Schweizerin D.____, geboren 1970. Die 
gemeinsame Tochter E.____ wurde 2010 in der Schweiz geboren. Am 7. April 2011 reiste 
A.____ mit seinen drei Söhnen F.____, geboren 1993, B.____, geboren 1994, und C.____, ge-
boren 1997, in die Schweiz ein. A.____ erhielt zum Verbleib bei seiner Ehefrau eine bis am 
6. April 2012 gültige Aufenthaltsbewilligung. Seine Söhne erhielten ebenfalls im Rahmen des 
Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung bis zum 6. April 2012. 
 
B. D.____ rief am 7. Juli 2011 die Polizei wegen familiärer Probleme herbei. Sie verliess 
zusammen mit der gemeinsamen Tochter am 8. Juli 2011 die eheliche Wohnung. Seither lebt 
das Ehepaar getrennt. D.____ zog nach G.____ und A.____ blieb mit seinen drei Söhnen in 
H.____. Mit Urteil des Bezirksgerichts I.____ vom 16. Dezember 2011 wurde den Ehegatten 
das Getrenntleben rückwirkend ab 8. Juli 2011 bewilligt.  
 
C. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte das Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM) am 13. Januar 2011 (recte: 2012) gegenüber A.____ sowie seinen bei-
den jüngeren Söhnen, B.____ und C.____, den Widerruf der Aufenthaltsbewilligungen und die 
Wegweisung aus der Schweiz bis 29. Februar 2012. Im Wesentlichen wurde die Verfügung 
damit begründet, dass das Zusammenleben von A.____ und D.____ lediglich drei Monate ge-
dauert habe, die Ehe nicht mehr gelebt werde, die Voraussetzungen zum erfolgreichen Anrufen 
von Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) 
bezogen auf die gemeinsame Tochter E.____ nicht gegeben seien, kein Härtefall im Sinne von 
Art. 30 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 
16. Dezember 2005 vorliege und aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer von rund neun Monaten 
in der Schweiz und der dadurch wenig fortgeschrittenen Integration keine ermessensweise Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung in Frage komme. Ebenfalls erweise sich eine Rückkehr in 
das Heimatland als zumutbar. Der älteste Sohn, F.____, sei hiervon ausgenommen, da er mitt-
lerweile das 18. Altersjahr erreicht habe und aufgrund seiner Anstellung als Buffet-Mitarbeiter 
nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen sei. Somit liege bei ihm – im Gegensatz zu seinem Vater 
und seinen jüngeren Brüdern – kein Widerrufsgrund vor. 
 
D. Gegen diese Verfügung erhoben A.____ und seine beiden jüngeren Söhne, B.____ 
und C.____, alle vertreten durch Dieter Gysin, Advokat, am 26. Januar 2012 Beschwerde beim 
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Der Regierungsrat wies die Be-
schwerde mit Entscheid vom 16. Oktober 2012 ab und verfügte, dass A.____ und seine Söhne 
B.____ und C.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft dieses Entscheides 
zu verlassen haben. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass von vornherein 
ein Anspruch gestützt auf Art. 42 Abs. 1 oder Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ausscheide und eine 
Reintegration in Pakistan im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG nicht stark als gefährdet erscheine. 
Im Zusammenhang mit der Tochter könne aus Art. 8 EMRK ebenfalls kein Anspruch abgeleitet 
werden, da in affektiver Hinsicht keine besonders enge Beziehung zwischen A.____ und seiner 
Tochter bestehe und es ihm aufgrund seiner Sozialhilfeabhängigkeit auch nicht möglich sei, den 
gerichtlich festgesetzten Unterhalt an die Tochter zu leisten. Die Wegweisung sei verhältnis-

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mässig und es bestünden keine Gründe für eine ermessensweise Bewilligungsverlängerung. 
Zudem liege auch kein Härtefall vor. 
 
E. Mit Eingabe vom 29. Oktober 2012 erhoben A.____ (Beschwerdeführer 1) und seine 
beiden Söhne B.____ (Beschwerdeführer 2) und C.____ (Beschwerdeführer 3), weiterhin ver-
treten durch Dieter Gysin, Advokat, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den Entscheid des Regie-
rungsrates vom 16. Oktober 2012. Sie beantragten die Aufhebung des Entscheids des Regie-
rungsrates und die Beibehaltung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen, eventualiter 
die Zurückweisung der Sache zur Neubeurteilung an das AfM sowie die Bewilligung der unent-
geltlichen Rechtspflege.  
 
F. Mit Schreiben vom 2. Januar 2013 reichten die Beschwerdeführer Arbeitsverträge ein, 
wonach der Beschwerdeführer 1 bei J.____ und der Beschwerdeführer 2 in Teilzeit bei K.____ 
angestellt seien.  
 
G. Der Regierungsrat liess sich mit Schreiben vom 14. Januar 2013 vernehmen und bean-
tragte die Abweisung der Beschwerde unter o/e Kostenfolge. 
 
H. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 24. Januar 2013 wurde der Fall an die Kammer 
zur Beurteilung überwiesen. 
 
I. Mit Eingabe vom 3. April 2013 reichten die Beschwerdeführer diverse Unterlagen ein. 
So wurde nochmals der Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers 1 und die Lohnabrechnungen 
der Monate Januar und Februar 2013 eingereicht sowie das aktuelle Berechnungsblatt der So-
zialdienste L.____. Ebenfalls wurden der Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers 2 und seine 
Lohnabrechnung für den Monat Februar 2013, das aktuelle Berechnungsblatt der Sozialdienste 
L.____ sowie ein Zwischenzeugnis der Schule für Brückenangebote eingereicht. In Bezug auf 
den Beschwerdeführer 3 wurden eine Bestätigung der Sekundarschule M.____, ein Bericht der 
Klassenlehrerin, ein Bericht über den Kurs "Deutsch als Zweitsprache", das Zeugnis der Se-
kundarschule M.____ sowie ein von ihm persönlich an das Gericht adressierte Schreiben einge-
reicht. 
 
J. An der heutigen Verhandlung nehmen die Beschwerdeführer und ihr Rechtsvertreter, 
Dr. Dieter Gysin, dieser wiederum vertreten durch Rechtsvertreter Saif Al-Rubai, sowie ein Ver-
treter des Regierungsrates teil. Die Parteien halten an ihren bereits gestellten Anträgen fest. Auf 
die Ausführungen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Urteilserwägungen eingegan-
gen. 
 

 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-

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rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Die Beschwerdeführer sind vom angefochtenen Entscheid berührt und haben 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Vorausset-
zungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3. Ausgangspunkt der vorliegenden Angelegenheit war der Widerruf der Aufenthaltsbewil-
ligungen der Beschwerdeführer nach Art. 62 lit. d AuG. Die am 13. Januar 2012 widerrufenen 
Aufenthaltsbewilligungen waren bis zum 6. April 2012 befristet; sie sind im Sinne von Art. 61 
Abs. 1 lit. c AuG mit Ablauf ihrer Gültigkeit erloschen. Bereits der Regierungsrat hat in seinem 
Entscheid die Beschwerde unter dem Titel Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen geprüft. 
Streitgegenstand bildet somit die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen 
der Beschwerdeführer und die damit verbundene Wegweisung aus der Schweiz zu Recht er-
folgt sind. 
 
4. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 AuG; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung besteht in 
denjenigen Fällen, in denen das AuG oder völkerrechtliche Verpflichtungen dies vorsehen. In 
den übrigen Fällen entscheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen 
(BGE 133 I 185 E. 2.3; MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], Kommentar 
Migrationsrecht, 3. Auflage, Zürich 2012, N 1 ff. zu Art. 3 AuG; PETER UEBERSAX, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechts-
stellung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, Basel 2009, N 7.99 ff.).  
 
Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der Islamischen Republik Pakistan 
keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche den Beschwerdeführern einen Anspruch 
auf Aufenthalt in der Schweiz einräumen würde. 
 
5.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und 
Schweizern einen gesetzlichen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens be-
steht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die 
Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom 

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Erfordernis des Zusammenwohnens können nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Auf-
enthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 insbesondere durch berufliche Ver-
pflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme 
entstehen. Bei anhaltendem Getrenntleben von mehr als sechs bis zwölf Monaten Dauer ist 
aufgrund der Aussagen der Ehegatten, der ehelichen Kontakte und der weiteren Umstände zu 
eruieren, ob die Trennung definitiv und die Familiengemeinschaft als aufgelöst zu betrachten ist 
(vgl. SPESCHA, a.a.O., N 3 zu Art. 49 AuG). 
  
5.2 Dem Beschwerdeführer 1 wurde aufgrund der Ehe mit der Schweizerin D.____ gestützt 
auf Art. 42 AuG die Aufenthaltsbewilligung bis zum 6. April 2012 erteilt. Mit Urteil des Bezirksge-
richts I.____ vom 16. Dezember 2011 wurde dem Beschwerdeführer 1 und seiner Ehefrau das 
Getrenntleben rückwirkend ab 8. Juli 2011 bewilligt. Mit Schreiben vom 31. August 2011 an den 
Regierungsrat hatte der Beschwerdeführer 1 eingeräumt, dass die Ehe als definitiv gescheitert 
zu betrachten sei. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung führt der Beschwerdeführer 1 aus, 
dass das Scheidungsverfahren im Gange sei, er sich jedoch weigere, sich scheiden zu lassen. 
Er gehe davon aus, dass er und seine Ehefrau nochmals zusammenkommen würden. Den Ak-
ten ist zu entnehmen, dass der Versuch der Annäherung durch die Ehegatten gescheitert ist. 
Zudem bestätigt der Beschwerdeführer 1 anlässlich der heutigen Parteiverhandlung, dass er 
zuletzt im März 2012 Kontakt mit seiner Ehefrau gehabt habe sowie dass das Scheidungsver-
fahren anhängig gemacht worden sei. Es sind somit keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche für 
eine Wiederaufnahme der Beziehung bzw. für das Bestehen einer Familiengemeinschaft im 
Sinne von Art. 49 AuG sprechen. Für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens 
im Sinne von Art. 49 AuG besteht damit kein Raum. Der Regierungsrat hat gestützt darauf zu 
Recht das Vorliegen eines Anspruchs der Beschwerdeführer auf Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung nach Art. 42 Abs. 1 AuG verneint.  
 
6.1 Nach Auflösung der Ehe besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG weiter, wenn die Ehege-
meinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden an die Dreijahresfrist die im Ausland geleb-
ten Ehezeiten nicht angerechnet (BGE 136 II 113 E. 3.3). 
 
Vorliegend bestand die Ehegemeinschaft zwischen Beschwerdeführer 1 und seiner Ehefrau nur 
während einer Dauer von rund drei Monaten. Die Ehe hat gestützt auf das Schreiben des Be-
schwerdeführers vom 31. August 2012 betreffend Scheitern der Ehe rund ein Jahr und vier Mo-
nate gedauert. Gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG besteht demnach infolge geringer Dauer 
der Ehegemeinschaft kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wird im 
Übrigen auch nicht geltend gemacht. 
 
6.2 Weiter besteht nach Auflösung der Ehe ein Anspruch auf Erteilung und Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung, wenn gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG wichtige persönliche Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Wichtige Gründe können ge-
mäss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer 
ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet 

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erscheint. Es handelt sich dabei um keine abschliessende Aufzählung (vgl. Urteil 2C_635/2009 
vom 26. März 2010 E. 5.3.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
Die Regelung in Art. 50 AuG bezweckt die Vermeidung schwerwiegender Härtefälle bei der Auf-
lösung der ehelichen Gemeinschaft. Ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz gestützt auf diese 
Bestimmung kann sich dann als gerechtfertigt erweisen, wenn der Ehepartner verstorben ist 
oder wenn aufgrund der gescheiterten Ehe die familiäre und soziale Wiedereingliederung im 
Herkunftsland stark erschwert wird. Dabei ist etwa an geschiedene Frauen (mit Kindern) zu 
denken, welche in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zurückkehren und dort wegen ih-
res Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder Ächtungen rechnen müssen; ein Opfer 
einer Zwangsehe bildet einen weiteren Anwendungsfall (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2). Ebenfalls 
ist den Interessen gemeinsamer Kinder Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ih-
nen besteht und diese in der Schweiz ihrerseits gut integriert sind. Zu berücksichtigen sind je-
doch stets auch die Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben. Steht fest, 
dass die im Familiennachzug zugelassene Person durch das Zusammenleben in ihrer Persön-
lichkeit ernstlich gefährdet ist und ihr eine Fortführung der ehelichen Beziehung nicht länger 
zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid besonders in Rechnung zu stellen. Demge-
genüber ist eine Rückkehr zumutbar, wenn der Aufenthalt in der Schweiz nur kürzere Zeit ge-
dauert hat, keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft wurden und die erneute Integration 
im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft vom 8. März 2002 zum AuG, BBl 
2002 3753 f. Ziff. 1.3.7.5 f.; Urteil 2C_647/2010 E. 3.4). Entscheidend ist, ob die persönliche, 
berufliche und familiäre Wiedereingliederung als stark gefährdet zu gelten hat, und nicht, ob ein 
Leben in der Schweiz einfacher wäre.  
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, psychische Gewalt durch seine Ehefrau erlit-
ten zu haben. Die Ehefrau habe die Beschwerdeführer in die Schweiz holen wollen und habe 
mit ihrem Vermögen für den Lebensbedarf der Grossfamilie gebürgt. Nach einem Streit am 
7. Juli 2011 zwischen der Ehefrau und dem ältesten Sohn F.____ habe die Ehefrau die Woh-
nung verlassen. Sie habe die Wohnungsschlösser auswechseln lassen und so die Beschwerde-
führer auf die Strasse gesetzt und sie der Sozialhilfe überlassen. Das Besuchsrecht habe sie zu 
Beginn verwehrt, sodass der Beschwerdeführer 1 dieses Recht gerichtlich habe geltend ma-
chen müssen. Nach gescheitertem Annäherungsversuch zwischen den Ehegatten habe die 
Ehefrau das alleinige Sorgerecht über die gemeinsame Tochter durch unwahre Angaben erhal-
ten wollen. Dieser Antrag der Ehefrau sei jedoch abgewiesen worden, sodass sie sich erlaubt 
habe, den Beschwerdeführer 1 vor dem Regierungsrat anzuschwärzen. Der Bescherdeführer 1 
und seine Söhne seien den Gemütsstimmungen der Ehefrau in willkürlicher Weise ausgesetzt 
gewesen bzw. seien es weiterhin. Die vorliegende psychische Gewalt könne nicht mit Hinwei-
sen im Sinne von Art. 77 Abs. 6 VZAE nachgewiesen werden. 
 
6.3.2 Eheliche Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG muss eine gewisse Intensität aufwei-
sen, damit sie einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG begründen kann. Es muss festste-
hen, dass sie die betroffene Person so stark zu belasten droht, dass ihr die Fortführung der 
ehelichen Gemeinschaft nicht länger zugemutet werden kann. Die Gewalt muss mit anderen 
Worten derart intensiv sein, dass die physische oder psychische Integrität des Opfers im Falle 

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der Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde. Zumindest 
muss erstellt sein, dass von der betroffenen Person nicht verlangt werden kann, mit dem Ehe-
partner zusammen zu bleiben. Dabei ist auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 2C_35/2011 vom 24. Mai 2011, E. 2.2; BGE 137 II 1 E. 4.1; BGE 136 
II 1 E. 5.3; MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Aus-
länderinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 31 ff. zu Art. 50 AuG). Häusliche Gewalt be-
deutet die systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben 
(BGE 138 II 229 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Nach der Praxis des Bundesgerichts stellt beispiels-
weise das bloss gelegentliche Anschreien bzw. verbale Konflikte in ehelichen Krisensituationen 
sowie eine einzige Ohrfeige noch keine eheliche Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG dar. 
Dasselbe gilt hinsichtlich einer einmaligen tätlichen Auseinandersetzung, in deren Folge die 
betroffene Person in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren im Gesicht 
einen Arzt aufsucht, zumal wenn anschliessend eine Wiederannäherung der Eheleute stattfin-
det (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_155/2011 vom 7. Juli 2011 E. 4.3 mit Hinweisen). Das 
gleiche gilt, wenn der Ehepartner den Ausländer nach einem Streit aus der Wohnung weist, 
ohne dass das Opfer körperliche oder psychische Schäden erleidet. Die physische oder psychi-
sche Zwangsausübung und deren Auswirkungen müssen vielmehr von einer gewissen Kon-
stanz bzw. Intensität sein (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 mit Hinweisen). 
 
Die Härtefallregelung in Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 AuG zielt somit auf Sach-
verhalte ab, in denen bei Gewaltanwendung oder unmittelbar davor noch ein Aufenthaltsan-
spruch nach Art. 42 oder 43 AuG gegeben war, sei es, weil die Eheleute zusammen wohnten 
oder weil wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AuG für das Getrenntleben vorlagen. Das 
kommt im Wortlaut von Art. 50 Abs. 1 AuG zum Ausdruck, der von einem Weiterbestehen des 
Anspruchs nach den Art. 42 und 43 AuG spricht. War dieser Anspruch bereits untergegangen, 
weil es am Zusammenwohnen fehlte und auch keine wichtigen Gründe für ein Getrenntleben 
gegeben waren, kommt ein nachträgliches Wiederaufleben dieses Anspruchs gestützt auf 
Art. 50 AuG hingegen regelmässig nicht in Betracht. Leben die Eheleute – ohne wichtigen 
Grund nach Art. 49 AuG – bereits getrennt, so befindet sich der Ehepartner, der nachträglich 
Opfer von Gewalt durch den anderen Ehepartner wird, nicht in einer wesentlich anderen Situa-
tion als jeder andere Ausländer, dem Gewalt durch Dritte angetan wird. Etwas anderes könnte 
allenfalls dann gelten, wenn die Gewalt ausgeübt wird, um den Ehepartner zur Wiederaufnah-
me des Ehelebens zu zwingen (Urteil des Bundesgerichts 2C_590/2010 vom 29. November 
2011 E. 2.5.3; BGE 137 II 345 E. 3.2.3).  
 
6.3.3 Das vom Beschwerdeführer 1 geschilderte unberechenbare Verhalten seiner Ehefrau 
weist nicht die vorerwähnte Intensität bzw. Konstanz auf, um vorliegend die eheliche Gewalt 
bejahen zu können. Ohnehin fällt die angeblich erlittene psychische Gewalt nicht mehr in den 
Schutzbereich von Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 AuG, da die Ehegatten zu die-
sem Zeitpunkt bereits getrennt waren.  
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer 1 macht im Weiteren geltend, dass seine Wiedereingliederung 
im Herkunftsland im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG stark gefährdet sei und auch insofern ein 
wichtiger persönlicher Grund nach Art. 50 Abs. 1 lit. b vorliege.  

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6.4.2 Schwierigkeiten, welche eine starke Gefährdung der Wiedereingliederung i.S.v. Art. 50 
Abs. 2 AuG begründen, liegen beim Beschwerdeführer 1 nicht vor. Zunächst ist nicht nachvoll-
ziehbar – und wird auch nicht belegt –, weshalb der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 
ohne seine jüngste Tochter nach Pakistan zurückkehrt, einen Gesichtsverlust bedeuten und zur 
Ächtung durch die Gesellschaft führen soll.  
 
Des Weiteren mag es zutreffen, dass der Beschwerdeführer 1 keine nahen Verwandten mehr in 
Pakistan hat. Allerdings hat er rund 50 Jahre dort gelebt, sodass davon auszugehen ist, dass er 
in Pakistan ein breites soziales Beziehungsnetz ausserhalb der Familie hat aufbauen können. 
Er ist mit der dortigen Sprache und Kultur vertraut. Irrelevant ist, dass der Beschwerdeführer 1 
seine Stelle bei der englischsprachigen Zeitung seines Bruders nicht wieder erhalten werde, 
weil der Bruder die Zeitung zwischenzeitlich verkauft habe. Er wird aufgrund seiner Arbeitser-
fahrung und auch als ausgebildeter Buchhalter in der Lage sein, in Pakistan wieder einer Er-
werbstätigkeit nachzugehen, womit sein wirtschaftliches Fortkommen nicht gefährdet sein dürf-
te.  
 
Der Beschwerdeführer 1 bringt zudem vor, er habe zwecks Heirat und Reise in die Schweiz 
seinen gesamten Besitz, so auch das Haus, in Pakistan verkauft und sei dementsprechend mit-
tellos. Diese Aussagen sind zum einen nicht belegt, zum anderen würden diese Umstände nicht 
ausreichen, um die Voraussetzungen gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG zu erfüllen. 
 
Schliesslich macht der Beschwerdeführer 1 geltend, die Rückkehr sei ihm auch aufgrund der 
politischen Lage nicht zumutbar. Der Beschwerdeführer 1 gehöre der religiösen Minderheit der 
schiitischen Glaubensrichtung an und sei zudem damals wegen seiner Anstellung bei der eng-
lischsprachigen und liberalen Zeitung mehrfach durch lokale Extremisten bedroht worden. Zwar 
ist die Sicherheitslage in Pakistan teilweise bedenklich, doch kann nicht von generalisierter Ge-
walt oder von kriegerischen oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen gesprochen werden. In-
wiefern der Beschwerdeführer 1 konkret gefährdet sein soll, wird nicht ausgeführt. Ferner ist 
darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 1 den lokalen Unruhen in Karachi und allfälli-
gen weiteren Bedrohungen durch Verlegung des Wohnsitzes entgehen kann (vgl. Urteile des 
BVGer E-4071/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 8.3.3, D-3904/2010 vom 24. Mai 2012 E. 6.5, E-
6064/2012 vom 5. Dezember 2012).  
 
Es bestehen insgesamt keine konkreten Anhaltspunkte, die darauf hinweisen würden, dass der 
Beschwerdeführer 1 im Falle seiner Rückkehr nach Pakistan in eine existenzbedrohende Situa-
tion geraten würde. 
 
6.5 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen hat der Regierungsrat zu Recht einen An-
spruch des Beschwerdeführers 1 auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG verneint. 
 
7. Zusammenfassend steht fest, dass der Beschwerdeführer 1 weder gestützt auf Art. 42 
AuG noch gestützt auf Art. 50 AuG einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilli-

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gung geltend machen kann. Zudem wurde die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 1 
zu Recht nicht verlängert, da gemäss Art. 33 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 62 lit. d AuG eine 
Aufenthaltsbewilligung unter anderem dann widerrufen werden kann, wenn eine damit verbun-
dene Bedingung nicht mehr eingehalten ist, und die Ehe eine solche Bedingung darstellt. 
  
Den Beschwerdeführern 2 und 3 kann eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 44 AuG 
nicht erteilt werden, da ihrem Vater bzw. dem Beschwerdeführer 1 – wie nachfolgend noch dar-
gelegt wird – die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert wird. Die Frage der Verhältnismässig-
keit der gegenüber den Beschwerdeführern 2 und 3 verfügten Wegweisung wird in E. 10.1 ff. 
geprüft.  
 
8.1. Der Beschwerdeführer 1 beruft sich auf den in Art. 8 Ziffer 1 EMRK sowie in Art. 13 
Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 garantierten Anspruch auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens.  
 
Das Recht auf Achtung des Familienlebens kann verletzt sein, wenn einem Ausländer, dessen 
Familienangehörige mit gefestigtem Anwesenheitsrecht in der Schweiz weilen, die Anwesenheit 
untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1). Ein gefestig-
tes Anwesenheitsrecht besitzt, wer die schweizerische Staatsangehörigkeit, eine Niederlas-
sungsbewilligung oder eine Aufenthaltsbewilligung, auf deren Verlängerung ein Anspruch be-
steht, innehat (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Das geschützte Familienleben beschränkt 
sich aber grundsätzlich auf die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren min-
derjährigen Kindern (vgl. BGE 129 II 11 E. 2). Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 
(EGMR) hat in verschiedenen Entscheiden jedoch festgehalten, dass auch die Beziehung von 
jungen Erwachsenen zu ihren Eltern vom Begriff des Familienlebens im Sinne der Konvention 
erfasst sein kann; Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die jungen Erwachsenen noch keine 
eigene Familie gegründet haben (Urteil des EGMR in Sachen Maslov gegen Österreich vom 
23. Juni 2008 Rz. 62 mit Hinweisen). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfasst 
Art. 8 EMRK jedoch auch die Beziehungen zwischen allen nahen Verwandten, die in der Fami-
lie eine wesentliche Rolle spielen können. Als solchermassen erweitertes Familienleben haben 
die Strassburger Organe das Verhältnis von Grosseltern sowie Enkeln und Enkelinnen, zwi-
schen Onkeln und Tanten sowie Nichten und Neffen und insbesondere auch zwischen Ge-
schwistern anerkannt. Im Verhältnis zwischen Verwandten ausserhalb der Kernfamilie setzt die 
Berufung auf den Grundsatz der Familieneinheit jedoch voraus, dass nicht nur eine nahe, echte 
und tatsächlich gelebte Beziehung, sondern ein darüber hinausgehendes, besonderes Abhän-
gigkeitsverhältnis vorliegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.145/2002 vom 24. Oktober 2002 
E. 3.2; BGE 120 Ib 257 E. 1d; BGE 115 Ib 1 E. 2). Unter dieser Voraussetzung muss gegebe-
nenfalls auch die Beziehung zwischen Halbgeschwistern als von Art. 8 EMRK geschützt gelten 
(vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d). Die Abhängigkeit eines Menschen von einem anderen steht im 
Gegensatz zu seiner erlangten Selbständigkeit. Sie kann sich unabhängig vom Alter, nament-
lich aus besonderen Betreuungs- oder Pflegebedürfnissen wie bei körperlichen oder geistigen 
Behinderungen und schwerwiegenden Krankheiten ergeben (Urteil des Bundesgerichts 
2A.145/2002 vom 24. Oktober 2002 E. 3.3; BGE 120 Ib 257 E. 1f; vgl. auch BGE 115 1b 1 
E. 2).  

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8.2 Da die Tochter des Beschwerdeführers 1 über das Schweizer Bürgerrecht und damit 
über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt, kann dies dem Beschwerdefüh-
rer 1 gemäss Art. 8 EMRK ein Aufenthaltsrecht verschaffen (sog. umgekehrter Familiennach-
zug). 
 
8.3 Zu beachten gilt, dass der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte Ausländer die familiäre 
Bindung mit seinen Kindern indessen zum Vornherein nur in einem beschränkten Rahmen le-
ben kann, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Hierzu ist nach 
ständiger Praxis des Bundesgerichts grundsätzlich nicht erforderlich, dass er dauernd im glei-
chen Land wie das Kind lebt und dort über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt. Den Anforde-
rungen von Art. 8 EMRK ist Genüge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzauf-
enthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls dessen Modalitäten ent-
sprechend anzupassen sind. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist aus-
nahmsweise dann zu bejahen, wenn zwischen dem Ausländer und dessen Kindern in wirt-
schaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die – würde eine 
Bewilligung verweigert – wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in welches 
der Ausländer vermutlich auszureisen hätte, praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte. 
Zudem muss sich der Ausländer tadellos verhalten haben. Nur unter diesen Voraussetzungen 
kann das private Interesse am Verbleib im Land gestützt auf ein Besuchsrecht ausnahmsweise 
das öffentliche Interesse an einer einschränkenden nationalen Einwanderungspolitik im Rah-
men von Art. 8 Ziffer 2 EMRK überwiegen (BGE 120 Ib 1 E. 3c; Urteil 2C_235/2012 vom 
13. März 2013 E. 2.1 mit Hinweisen). Die geforderte besondere Intensität der affektiven Bezie-
hung kann in der Regel nur dann bejaht werden, wenn ein grosszügig ausgestaltetes Besuchs-
recht eingeräumt ist und dieses kontinuierlich, spontan und reibungslos ausgeübt wird (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_799/2010 vom 20. Februar 2011 E. 3.3.1 mit Hinweisen). 
 
8.4 Mit Urteil vom 16. Dezember 2011 stellte das Bezirksgericht I.____ die Tochter E.____, 
geboren 2010, unter die Obhut der Mutter. Gleichzeitig gewährte es dem Beschwerdeführer 1 
ein begleitetes Besuchsrecht von 4 Stunden alle zwei Wochen und ordnete eine Erziehungsbei-
standschaft an. Den Akten ist zu entnehmen, dass das Besuchsrecht aufgrund mangelnder Ka-
pazitäten bei der Institution "Begleitete Besuchstage Baselland" erstmals ab 15. September 
2012 für jeweils lediglich zwei Stunden alle vier Wochen wahrgenommen werden konnte. An-
lässlich der heutigen Parteiverhandlung bestätigt der Beschwerdeführer 1, dass er für die Zeit 
von Januar bis Dezember 2013 einen Besuchsplan erhalten habe, wonach er alle zwei Wochen 
seine Tochter bei der Institution "Begleitete Besuchstage Baselland" besuchen dürfe. Seit der 
gerichtlichen Trennung am 16. Dezember 2011 bis zum erstmals im September 2012 erfolgten 
begleiteten Besuch bestand zwischen dem Beschwerdeführer 1 und der Tochter kein Kontakt. 
Es kann offen gelassen werden, ob die späte Umsetzung der Besuchsregelung dem Beschwer-
deführer 1 oder der Kindsmutter zuzuschreiben oder ob der Grund allein der Platzmangel bei 
der Institution für begleitete Besuchstage gewesen ist. Tatsache ist, dass sich das Besuchs-
recht zeitlich in einem sehr beschränkten Rahmen hält und dem Beschwerdeführer 1 zudem 
kein Ferienrecht zusteht. Der Aktenlage ist weiter zu entnehmen, dass zwischen den Eltern ge-
wisse Spannungen bestehen. Auch dass der Beschwerdeführer 1 am Kontakt zu seiner Tochter 

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sehr interessiert zu sein scheint, vermag keine besonders enge affektive Beziehung darzutun, 
die ausnahmsweise aufgrund eines blossen Besuchsrechts ein Anwesenheitsrecht nach Art. 8 
EMRK begründen könnte. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer 1 auch nicht in der Lage, seine 
Tochter finanziell zu unterstützen, da er seit der Trennung von seiner Ehefrau auf Sozialhilfe 
angewiesen ist bzw. mit seiner Teilzeitstelle per 1. Januar 2013 und der Sozialhilfe in der Höhe 
von Fr. 1'854.85 knapp seinen Grundbedarf decken kann. Der Einwand des Beschwerdefüh-
rers 1, dass er aufgrund des vorliegenden Verfahrens keine Arbeit finden könne, hat er sogleich 
selbst widerlegt, indem er seit Januar 2013 zumindest eine Teilzeitstelle ausführt. Dies ändert 
jedoch nichts am Umstand, dass es offensichtlich auch in wirtschaftlicher Hinsicht an einer en-
gen Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer 1 und seiner Tochter mangelt. Es ist dem Be-
schwerdeführer 1 zumutbar, den Kontakt zu seiner Tochter mittels Telekommunikation oder 
Reisen in die Schweiz aufrechtzuerhalten.  
 
8.5 Der Regierungsrat hat folglich zu Recht angenommen, dass zwischen dem Beschwer-
deführer 1 und seiner Tochter weder in wirtschaftlicher noch in affektiver Hinsicht eine beson-
ders enge Beziehung besteht. Dementsprechend hat der Beschwerdeführer 1 trotz seiner Be-
suchskontakte zu seiner Tochter keinen Anspruch auf Aufenthalt gemäss der zu Art. 8 EMRK 
und Art. 13 BV zitierten Praxis.  
 
8.6 Zu Recht macht der Beschwerdeführer 1 nicht geltend, sein ältester Sohn F.____ kön-
ne ihm gestützt auf die Praxis von Art. 8 EMRK einen Anspruch auf Aufenthalt verschaffen. Un-
abhängig davon, ob F.____ überhaupt über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht besitzt, besteht 
kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer 1 und seinem ältes-
ten Sohn.  
 
Ebenfalls zu Recht berufen sich die Beschwerdeführer 2 und 3 nicht auf Art. 8 EMRK, da eine 
besonders enge Beziehung bzw. ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis weder in Bezug zum 
ältesten Bruder F.____ noch zur Halbschwester E.____ vorliegt.  
 
9.1 Besteht nach dem Gesagten kein Rechtsanspruch des Beschwerdeführers 1 auf Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung, so liegt die Verlängerung oder Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung im Ermessen der Behörde (Art. 33 Abs. 3 AuG). Auch bei Vorliegen ei-
nes Widerrufsgrundes gemäss Art. 62 AuG in Verbindung mit Art. 33 Abs. 3 AuG steht die Ent-
scheidung im Ermessen der Behörde. Dazu bedarf es eines Ermessensentscheids, welcher 
nach den allgemeinen Grundsätzen pflichtgemäss und unter Berücksichtigung der Umstände 
des Einzelfalles zu treffen ist (vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Eine umfassende Darstellung der Rechts-
stellung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, Basel 2009, N 8.31, 8.44; PETER 
BOLZLI, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 3. Auflage, Zürich 
2012, N 7 f. zu Art. 33 AuG; TAMARA NÜSSLE, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesge-
setz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], Handkommentar, Bern 2010, N 33 zu 
Art. 33). Im Rahmen ihrer Ermessensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 
AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integra-

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tion zu berücksichtigen, damit der Entscheid im Einzelfall verhältnismässig ist (vgl. NÜSSLE, 
a.a.O., N 33 zu Art. 33). 
 
9.2 Gemäss § 45 Abs. 1 lit. a VPO beurteilt das Kantonsgericht Rechtsverletzungen ein-
schliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens, nicht aber die 
Unangemessenheit eines Entscheids (vgl. E. 2).  
 
9.3 Im angefochtenen Entscheid vom 16. Oktober 2012 hat der Regierungsrat, welchem 
volle Kognition im Bereich der Ermessensprüfung zukommt, die in Art. 96 Abs. 1 AuG genann-
ten Kriterien ausführlich geprüft, unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles 
beurteilt und seinen Entscheid nachvollziehbar begründet. Somit hat sich der Regierungsrat mit 
den in Frage stehenden Interessen auseinandergesetzt und sein Ermessen pflichtgemäss aus-
geübt. Es ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass der Regierungsrat gestützt auf die nach-
stehend dargelegten Gesichtspunkte es abgelehnt hat, den Beschwerdeführern ermessenswei-
se eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. 
 
10.1 Im Weiteren ist zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen und 
die damit verbundene Wegweisung verhältnismässig sind. Diese Fragen sind im Rahmen einer 
Interessenabwägung zu beurteilen. Bei der Überprüfung der Verhältnismässigkeit handelt es 
sich um eine Rechtsfrage, welche nicht der Überprüfungsbeschränkung unterliegt. Der Grund-
satz der Verhältnismässigkeit fordert, dass die Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des 
im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig ist. Ausserdem muss der an-
gestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die den Privaten 
auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, Zürich 2010, N 581 ff.) Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die be-
kannten Kriterien wie Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche 
Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad und 
die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile heranzuziehen (vgl. 
BGE135 II 377 E. 4.3 ff.; vgl. auch Art. 96 Abs. 1 AuG).  
 
10.2 Es kann zunächst festgehalten werden, dass die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligungen der Beschwerdeführer geeignet ist, die mit dem AuG verfolgten fremdenpolizeili-
chen Interessen zu verwirklichen. Da die verfolgten Zwecke nicht durch eine weniger ein-
schneidende Massnahme erreicht werden können, ist auch das zweite Kriterium der Erforder-
lichkeit erfüllt. Hiergegen bringen die Beschwerdeführer vor, dass die Wegweisung nicht ver-
hältnismässig sei, weil gestützt auf Art. 96 Abs. 2 AuG die Beschwerdeführer unter Androhung 
dieser Massnahme hätten verwarnt werden sollen.  
 
Durch eine Verwarnung gemäss Art. 96 Abs. 2 AuG soll jedoch ermöglicht werden, ein Fehlver-
halten zu ahnden bzw. erwünschtes Verhalten durch blosse Androhung einer ausländerrechtli-
chen Massnahme im Wiederholungs- oder Unterlassungsfall zu erzwingen. Vorliegend liegt kein 
solcher Fall vor. Die Wegweisung erfolgt aufgrund des weggefallenen Aufenthaltszwecks 
(Art. 62 Abs. 1 lit. d AuG).  
 

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10.3 Es ist des Weiteren zu prüfen, ob die Massnahme auch verhältnismässig im engeren 
Sinne ist.  
 
Der Beschwerdeführer 1 befindet sich erst seit dem 7. April 2011 in der Schweiz. Im Zeitpunkt 
der erstinstanzlichen Verfügung hielt er sich somit seit erst rund 10 Monaten in der Schweiz auf. 
Aus der kurzen Aufenthaltsdauer kann der Beschwerdeführer 1 nichts zu seinen Gunsten ablei-
ten, zumal kein gewichtiges Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz besteht. Er 
hat den weitaus grössten Teil seines Lebens in Pakistan verbracht und ist mit den kulturellen 
und gesellschaftlichen Gepflogenheiten in seinem Heimatland bestens vertraut. Wie bereits 
unter E. 6.4.2 festgehalten, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 1 in Pakistan ein 
breites soziales Beziehungsnetz hat. Aus seiner beruflichen Situation kann der Beschwerdefüh-
rer 1 als gelernter Buchhalter ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er fand erst unter 
Druck des vorliegenden Verfahrens eine Teilzeitstelle als Büroangestellter in einem Taxibetrieb. 
Dies stellt keine besonders "qualifizierte Tätigkeit" dar, welche seinen weiteren Verbleib in der 
Schweiz aus gesamtwirtschaftlichen Gründen gebieten würde. Bezüglich des persönlichen Ver-
haltens und des Integrationsgrades des Beschwerdeführers 1 ist festzuhalten, dass sich dieser 
während des bisherigen Aufenthalts klaglos verhalten hat. Jedoch beherrscht er die deutsche 
Sprache, wie sich anlässlich der heutigen Parteiverhandlung herausstellt, nach wie vor kaum, 
auch wenn er offensichtlich bemüht ist, Deutsch zu lernen. Seine finanzielle Situation kann nicht 
als stabil bezeichnet werden, zumal das von ihm erzielte Einkommen unterhalb des Existenz-
minimums liegt und er deshalb zusätzlich auf Sozialhilfeunterstützung angewiesen ist. Die mo-
natlichen Unterhaltszahlungen von Fr. 400.-- an die Tochter konnte er aufgrund der Sozialhilfe-
abhängigkeit bislang ebenfalls nicht erbringen. In Bezug auf die persönliche Beziehung des 
Beschwerdeführers 1 zur Schweiz konnte – ausser seiner Tochter und seinem ältesten Sohn – 
nichts erstellt werden, was auf eine tiefergehende Bindung und Integration in die schweizeri-
schen Verhältnisse schliessen würde.  
 
In Bezug auf die Beschwerdeführer 2 und 3 ist anzufügen, dass diese im Gegensatz zu ihrem 
Vater die hiesige Sprache innert kurzer Zeit gut gelernt haben. Der Beschwerdeführer 2 ist mitt-
lerweile volljährig und besucht die Schule für Brückenangebote bis zum Sommer 2013 mit 
durchaus guten Schulnoten. Nebenbei arbeitet er seit dem 19. Dezember 2012 stundenweise 
im K.____ Restaurant in Basel. Das Pensum beträgt gemäss Arbeitsvertrag maximal 17 Stun-
den pro Woche. Gemäss Lohnabrechnung hat der Beschwerdeführer 2 im Februar 2013 
63.55 Stunden zu einem Nettolohn von rund Fr. 1'240.-- gearbeitet. Er wird überdies weiterhin 
von der Sozialhilfe mit einem Betrag von rund Fr. 620.-- unterstützt. Der Beschwerdeführer 3 ist 
heute 15 Jahre alt und besucht seit 2 Jahren die Sekundarschule Niveau A, 3. Klasse, in 
H.____. Seine schulischen Leistungen sind gemäss Schulzeugnis vom 18. Januar 2013 sehr 
gut. Für die Beschwerdeführer 2 und 3 würde eine Rückkehr nach Pakistan bedeuten, dass sie 
aus ihrer Entwicklung herausgerissen werden und von ihrem ältesten Bruder sowie ihrer Halb-
schwester getrennt werden. Dennoch haben beide den Grossteil ihrer Jugend in Pakistan ver-
bracht und leben erst seit 2 Jahren in der Schweiz. Dementsprechend besteht keine Entwurze-
lung aus dem Heimatland. Es ist davon auszugehen, dass sie soziale Kontakte im Heimatland 
haben. Eine Rückkehr erscheint insgesamt als zumutbar. Ihre Sozialhilfeabhängigkeit – wenn 
auch aufgrund des Schulbesuchs unverschuldet – spricht zudem zu ihren Ungunsten. Ausser-

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dem erweisen sich die Beschwerdeführer 2 und 3 beruflich nicht als unentbehrliche Arbeitskräf-
te in der Schweiz.  
 
Unter Würdigung der gesamten Umstände – insbesondere der kurzen Anwesenheit in der 
Schweiz – erweist sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen und die damit ver-
bundene Wegweisung der Beschwerdeführer als verhältnismässig. Gewichtige private Interes-
sen, welche den genannten ausländerrechtlichen Massnahmen entgegen stehen, sind vorlie-
gend nicht ersichtlich. Insgesamt überwiegt demnach das öffentliche Interesse an der Gleich-
behandlung der Ausländerinnen und Ausländer im Rahmen des AuG sowie an der Durchset-
zung der Rechtsordnung die privaten Interessen der Beschwerdeführer an einem weiteren 
Verbleib in der Schweiz.  
 
11.1 Ferner ist noch zu beurteilen, ob allenfalls ein Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG 
vorliegt. Für die Auslegung dieser Bestimmung kann auf die bisherige Härtefallpraxis im Rah-
men von Art. 13 lit. f  der ehemaligen Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer 
(BVO) vom 6. Oktober 1986 abgestellt werden (SPESCHA, a.a.O., N 5 zu Art. 30 AuG). Gemäss 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 119 Ib 33 E. 4c) setzt ein massgeblicher 
Härtefall voraus, dass sich die betreffende ausländische Person in einer persönlichen Notlage 
befindet. Das bedeutet, dass ihre Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durch-
schnittlichen Schicksal von Ausländern in gesteigertem Masse in Frage gestellt sein müssen 
und die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung für den Betroffenen schwere Nachteile zur 
Folge hätte.  
 
11.2 Der Regierungsrat hat zu Recht festgehalten, dass vorliegend die Rückkehr für den 
Beschwerdeführer 1, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht, nicht einfach wird. Dennoch ist 
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer 1 als ausgebildeter Buchhalter und den noch 
jungen Beschwerdeführern 2 und 3 die berufliche und soziale Wiedereingliederung im Heimat-
land möglich ist. Die Rückkehr der Beschwerdeführer vermag keine persönliche Notlage im 
Sinne der Rechtsprechung zu begründen. Es liegt demzufolge kein Härtefall vor.  
 
12. Der Beschwerdeführer macht schliesslich noch geltend, dass dem Vollzug der Weg-
weisung klare Hindernisse entgegen stünden und der Vollzug somit weder zulässig noch zu-
mutbar sei. Gemäss Art. 83 Abs. 1 AuG verfügt das Bundesamt für Migration die vorläufige 
Aufnahme, wenn der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht 
zumutbar ist. Es handelt sich dabei um eine Ersatzmassnahme, welche formell eine rechtskräf-
tige Wegweisung voraussetzt. Alle wegweisenden Behörden sind aber gehalten, die Vollzugs-
hindernisse zu prüfen. Da die vorläufige Aufnahme als Ersatzmassnahme konzipiert ist, kann 
die betroffene Person selber keinen Antrag auf vorläufige Aufnahme stellen; sie kann lediglich 
die Feststellung eines Vollzugshindernisses beantragen (vgl. RUEDI ILLES, in: Caro-
ni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG], 
Handkommentar, Bern 2010, N 3 und 6 zu Art. 83).  
 
Unabhängig davon, dass die Beschwerdeführer kein Begehren um Feststellung eines Vollzugs-
hindernisses beantragt haben, bestehen keine klaren Anzeichen dafür, dass Vollzugshindernis-

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

se bestehen könnten. Wie bereits unter E. 6.4.2 ausgeführt, ist die Rückkehr nach Pakistan für 
die Beschwerdeführer zumutbar. Der Regierungsrat hat somit – entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer – kein Bundesrecht verletzt.  
 
13. Zusammenfassend steht fest, dass die Vorinstanz einen Anspruch auf Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligungen zu Recht verneint hat. Es ist auch nicht rechtsfehlerhaft, dass sie 
es im Rahmen der Ermessensausübung und der Verhältnismässigkeitsprüfung abgelehnt hat, 
den Beschwerdeführern den Aufenthalt zu verlängern. Ebenso liegt kein Härtefall vor. Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführer hat der Regierungsrat den Sachverhalt vollständig und 
richtig festgestellt. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.  
 
14. Gemäss Art. 64d AuG ist mit der Wegweisungsverfügung eine angemessene Ausreise-
frist anzusetzen. Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführer 2 und 3 noch zur 
Schule gehen, insbesondere weil der Beschwerdeführer 2 im Juni 2013 die Schule abschliesst, 
ist es unter diesem Aspekt den Beschwerdeführern 2 und 3 zu ermöglichen, das laufende 
Schuljahr abzuschliessen. Das Schuljahr endet Ende Juni 2013, sodass die Ausreisefrist auf 
spätestens 31. Juli 2013 festzusetzen ist. Die lange Ausreisefrist ermöglicht dem Beschwerde-
führer 1, ordnungsgemäss die Arbeitsstelle und die Wohnung zu kündigen sowie die übrigen 
Ausreiseformalitäten in die Wege zu leiten.  
 
15. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend gehen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- zu Lasten der Beschwerdefüh-
rer. Die Parteikosten werden wettgeschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).  
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Verfahrenskosten zu Lasten 
der Gerichtskasse. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ist ein Honorar aus der Ge-
richtskasse auszurichten. Der Rechtsvertreter macht für die vorgenommenen Kopien Fr. 1.50 
pro Kopie geltend. Gemäss § 15 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) 
vom 17. November 2003 wird bei Massenkopien lediglich ein Betrag von Fr. 0.50 pro Kopie ge-
währt. Der geltend gemachte Betrag für die Kopien von Fr. 126.-- ist dementsprechend auf 
Fr. 42.-- zu reduzieren. Gemäss § 3 Abs. 2 TO beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver-
beiständung Fr. 180.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter wird ein Aufwand von 22.6 Stunden in 
der Höhe von rund Fr. 4'492.00 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) aus der Gerichtskasse ent-
schädigt.   

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Beschwerdeführer haben die Schweiz bis spätestens 31. Juli 2013 

zu verlassen. 
   
 3. Den Beschwerdeführern wird die unentgeltliche Prozessführung und 

Verbeiständung bewilligt. 
   
 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgelt-
lichen Prozessführung zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 5. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerde-
verfahren ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'492.00 (inkl. Auslagen und 
8 % MWSt) aus der Gerichtskasse bezahlt. 

 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 19. August 2013 Beschwerde beim Bundesgericht 
(2C_710/2013) erhoben.