# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 250967d5-689a-55ab-ab74-eea948a47c04
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-09-13
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 13.09.2016 BV.2016.23
**Docket/Reference:** BV.2016.23
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2016-23_2016-09-13

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).

Beschluss vom 13. September 2016  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

 

Parteien 

  

A., vertreten durch Fürsprecher Stefan Koller, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2016.23 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend "ESBK") die 

Strafuntersuchung Nr. 62-2016-054 gegen A. wegen Widerhandlung gegen 

das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und 

Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) führt;  

 

- die ESBK am 11. Februar 2016 zwei Geldspielautomaten im Club „B.“ in Z. 

sicherstellte;  

 

- die ESBK mit Verfügung vom 29. Juni 2016 die Beschlagnahme der 

obgenannten Automaten verfügte (act. 2.1);  

 

- diese Beschlagnahmeverfügung A. am 30. Juni 2016 eröffnet wurde 

(act. 2.2);  

 

- A., vertreten durch Fürsprecher Stefan Koller, hiergegen mit Eingabe vom 5. 

Juli 2016 (Postaufgabe ebenfalls 5. Juli 2016) Beschwerde erhob (act. 1 

sowie 2.3);  

 

- die Beschwerdegegnerin diesbezüglich in erster Linie geltend macht, die 

Beschwerde erweise sich als verspätet (act. 2, S. 2);  

 

- der Rechtsvertreter von A. am 31. August 2016 von der Beschwerdekammer 

eingeladen wurde, sich zur Frage der Fristwahrung zu äussern (act. 6); er 

sich innerhalb der anberaumten Frist zu diesem Punkt aber nicht vernehmen 

liess.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gemäss Art. 57 Abs. 1 SBG bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen 

das SBG das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das 

Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) zur Anwendung gelangt; 

 

- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit 

zusammenhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR 

i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b StBOG); 

 

- 3 - 
 
 

- die Beschwerde innert drei Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der 

Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich 

mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR); 

 

- die Fristen im Beschwerdeverfahren sich nach der StPO richten (Art. 31 

Abs. 2 VStrR; TPF 2011 163 E. 1.3); 

 

- Fristen, die durch eine Mitteilung oder durch den Eintritt eines Ereignisses 

ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen beginnen (Art. 90 Abs. 1 

StPO); 

 

- Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde 

abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post (…) übergeben 

werden müssen (Art. 91 Abs. 2 StPO);  

 

- die angefochtene Verfügung der Beschwerdeführerin am 30. Juni 2016 

(Donnerstag) eröffnet wurde, womit die Beschwerdefrist vorliegend am 

1. Juli 2016 zu laufen begann und am 4. Juli 2016 (Montag) ablief;  

 

- sich die erst am 5. Juli 2016 der Schweizerischen Post übergebene 

Beschwerde daher als verspätet erweist;  

 

- auf die Beschwerde nach dem Gesagten nicht einzutreten ist; 

 

- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; vgl. 

hierzu TPF 2011 25 E. 3); 

 

- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf das gesetzlich und 

reglementarisch vorgesehene Minimum von Fr. 200.-- festzusetzen ist 

(Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des 

Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]).  

 

 

 

- 4 - 
 
 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 13. September 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Fürsprecher Stefan Koller 

- Eidgenössische Spielbankenkommission 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).