# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b391dae-d47d-59ca-a3d9-ad31e30fe3ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2009 E-3825/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3825-2009_2009-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3825/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Mongolei,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3825/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am (...) Juni 2006 verliess und über China und Russland in die 
Schweiz einreiste, wo er  am (...)  Dezember 2006 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum B._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er  das  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  B._______  am  (...) 
Januar  2007  verliess  und  seit  diesem  Zeitpunkt  unbekannten 
Aufenthalts war,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers in  der Folge 
mit Verfügung vom 10. Januar 2006 als gegenstandslos geworden ab-
schrieb, 

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen am (...) August 
2008 erneut in die Schweiz einreiste und er am gleichen Tag im Emp-
fangs-  und  Verfahrenszentrum  C._______  ein  weiteres  Asylgesuch 
stellte,

dass am 9. September 2008 die Erstbefragung im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum  C._______  stattfand  und  der  Beschwerdeführer  am 
4.  Mai  2009  gemäss  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) direkt zu seinen Asylgründen ange-
hört wurde,

dass er  dabei  zur  Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  sei  mongolischer  Staatsangehöriger  mit  letztem 
Wohnsitz in D._______,

dass er als Offizier beim Militär gearbeitet habe und auf dem Militär-
grenzstützpunkt in der Nähe von D._______ stationiert gewesen sei,

dass er am (...) Juni 2006 zusammen mit zwei Kameraden auf Grenz-
patrouille gewesen sei, als sich von der chinesischen Seite her unbe-
kannte Personen der mongolischen Grenze genähert hätten,

dass  chinesische  Soldaten  das  Feuer  auf  die  Grenzgänger  eröffnet 
und  diese  getötet  hätten,  als  diese  in  Richtung  der  mongolischen 
Grenze gerannt seien,

dass er selbst das Feuer auf die chinesichen Soldaten eröffnet habe, 

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da diese sich unbefugterweise im so genannten „Niemandsland“ auf-
gehalten hätten,

dass er zwei der Soldaten getroffen habe und diese umgefallen seien, 
worauf  sich die anderen Soldaten mit  ihren Fahrzeugen zurückgezo-
gen hätten,

dass er dem Vorgesetzten seines Stützpunktes Meldung über den Vor-
fall erstattet habe und es am (...) Juni 2006 zu einem Treffen zwischen 
der mongolischen und der chinesischen Seite gekommen sei,

dass  er  zwei  oder  drei  Tage  später  zum  Zentrum  in  das  Dorf 
D._______  beordert  und  dort  von  der  Staatsanwaltschaft  zum 
Zwischenfall befragt worden sei,

dass der Staatsanwalt ihm keine Vorwürfe gemacht und in der Folge 
auch keine Anklage gegen ihn erhoben habe,

dass  die  beiden  anderen  am  Vorfall  beteiligten  Soldaten  kurze  Zeit 
später unter misteriösen Umständen umgekommen seien,

dass er selbst am (...) oder (...) Juni 2006 von Unbekannten verprügelt 
und verletzt worden sei,

dass er sich geweigert habe, sich im Spital behandeln zu lassen, da er 
befürchtet habe, dass man ihn – wie seinen Kameraden – dort umbrin-
gen würde,

dass er sich zu Hause aufgehalten habe und zwei Kameraden ihn dort 
gepflegt hätten,

dass  er  vermute,  die  Chinesen  würden  hinter  dem Überfall  stecken 
und diese ihn umbringen wollten,

dass er das Militärzentrum am (...) Juni 2006 verlassen habe und über 
China nach Russland geflohen sei, wo man ihn während fünf Monaten 
inhaftiert habe,

dass er am (...) Dezember 2006 auf freien Fuss gesetzt und aufgefor-
dert worden sei, das Land zu verlassen, worauf er sich in die Schweiz 
begeben  und  hier  am  (...)  Dezember  2006  ein  erstes  Asylgesuch 
gestellt habe,

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dass  er  die  Schweiz  am  (...)  Januar  2007  in  Richtung  Schweden 
verlassen und dort ein Asylgesuch gestellt habe,

dass er im Dezember 2007 von den schwedischen Behörden einen ne-
gativen Asylentscheid erhalten habe und auch die dagegen erhobene 
Beschwerde im Juni 2008 abgewiesen worden sei,

dass er Schweden mit dem Auto verlassen habe und in der Nacht vom 
(...) auf den (...) August 2008 mit dem Zug illegal in die Schweiz einge-
reist sei, wo er noch am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum C._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er  zum heutigen  Zeitpunkt  nicht  in  die  Mongolei  zurückkehren 
könne, da der Grenzkonflikt noch nicht verjährt sei und er im Falle ei-
ner Rückkehr aufgrund seiner Flucht als Deserteur bezeichnet würde,

dass sein Vater vor kurzem gestorben sei und die übrigen Familienmit-
glieder (Mutter, Bruder) sich in Schweden aufhalten würden, weshalb 
er im Heimatstaat über kein familiäres Beziehungsnetz mehr verfüge, 
welches ihm bei seiner Rückkehr behilflich sein könne,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. Juni 2009 – eröffnet am 8. Juni 
2009 –  in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Bundes-
rat  habe  mit  Beschluss  vom 28.  Juni  2000  die  Mongolei  als  verfol-
gungssicheren Staat (safe country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a 
AsylG bezeichnet,

dass  sich  aufgrund  der  Ungereimtheiten  in  den  Aussagen  des  Be-
schwerdeführers  keine Hinweise ergeben würden,  welche die  wider-
legbare Vermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen könn-
ten, 

dass es ihm schliesslich nicht gelinge, die Vermutung fehlender Verfol-
gung zu widerlegen,

dass weder  die im Heimatstaat  des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit sei-
ner Rückführung sprechen würden und der Vollzug der  Wegweisung 
technisch möglich und praktisch durchführbar sei,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Juni 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragt,  es sei  der angefochtene Entscheid aufzuheben und 
die Sache sei zur Behandlung an das BFM zurückzuweisen,

dass er in prozessualer Hinsicht beantragt, es sei ihm die unentgeltli-
che Rechtspflege zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses zu verzichten,

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  praxisgemäss  bei  Art. 34  Abs. 1  AsylG  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff  zur  Anwendung  gelangt  wie  bei  den  Art. 18,  Art. 33 
Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG (zu den beiden erstgenannten Bestim-
mungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile 
im Sinne von Art. 3 AsylG umfasst, sondern auch die von Menschen-
hand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44 
Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs. 3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20;  vgl.  dazu  EMARK  2004  Nr. 5  E. 4c.aa  S. 35 f.,  2004  Nr. 35 
E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem dabei ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

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dass, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung ergeben, de-
ren Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden 
kann,  auch bei Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten ein-
lässlich geprüft werden muss, ob sie die Flüchtlingseigenschaft erfül-
len (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass  der  Bundesrat  mit  Beschluss  vom 20. Juni  2000  die  Mongolei 
zum "safe country"  im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a  AsylG erklärt 
und  von  dieser  Einschätzung  im  Rahmen  der  periodischen  Prüfung 
(vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist, 

dass  somit  vorliegend  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides  auf  der  Grundlage  von  Art. 34  Abs. 1 
AsylG grundsätzlich erfüllt ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers Hinweise auf eine Verfolgung enthalten,

dass das BFM seinen ablehnenden Entscheid damit  begründet,  auf-
grund der Ungereimtheiten in den Aussagen des Beschwerdeführers 
würden sich keine Hinweise ergeben, welche die widerlegbare Vermu-
tung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen könnten,

dass das Bundesverwaltungsgericht an die rechtliche Begründung der 
vorinstanzlichen Verfügung nicht gebunden ist, eine angefochtene Ver-
fügung im Ergebnis gleich belassen, dieser aber eine andere Begrün-
dung zu Grunde legen kann (Motivsubstitution),

dass die Möglichkeit der Motivsubstitution im Grundsatz der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen begründet ist (vgl.  FRITZ GYGI, Bundesver-
waltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983,  S.  212;  ALFRED KÖLZ/ 
ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, S. 240),

dass das Bundesverwaltungsgericht  im vorliegenden Fall  eine Motiv-
substitution  in  Betracht  zieht  und  erwägt,  die  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers  nicht  unter  dem Gesichtspunkt  der  Glaubhaftigkeit, 
sondern unter demjenigen der Asylrelevanz zu würdigen, 

dass vorliegend eine Motivsubstitution zulässig ist, zumal das BFM mit 
dem  Beschwerdeführer  eine  einlässliche  Anhörung  im  Sinne  von 

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Art.  29  AsylG  durchgeführt  hat  (vgl.  Art.  36  Abs.  1  AsylG  sowie 
EMARK 2003 Nr. 27 E. 4g S. 181),

dass als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, wenn sie 
in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen 
ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten 
sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, 
des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträgli-
chen psychischen Druck bewirken gelten, wobei auch den frauenspezi-
fischen Fluchtgründen Rechnung zu tragen ist (Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass  die  Aufzählung  der  asylrelevanten  Verfolgungsmotive  in  Art.  3 
Abs. 1 AsylG abschliessend ist,

dass den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Übergriffen kein asyl-
relevantes Verfolgungsmotiv zu Grunde liegt,

dass insbesondere der Tatbestand der Desertion nicht per se zur An-
erkennung der Flüchtlingseigenschaft führen kann, sondern nur dann 
asylrechtlich relevant ist, wenn der Wehrpflichtige wegen seines Ver-
haltens im Heimatstaat mit einer Strafe zu rechnen hat, welche entwe-
der aus Gründen nach Art. 3 AsylG diskriminierend höher ausfällt (re-
lativer Malus) oder an sich unverhältnismässig hoch ist (absoluter Ma-
lus; vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 3 E. 4.2. S. 31 f.),

dass der Beschwerdeführer sodann nicht vorbringt, die im Heimatstaat 
drohende Strafe für die begangene Desertion falle aus einem der in 
Art. 3 AsylG genannten Gründe diskriminierend höher aus oder sei an 
sich unverhältnismässig hoch,

dass  vorliegend  auch  keine  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG ersichtlich sind,

dass  auch die  äusserst  knapp gehaltene Rechtsmitteleingabe nichts 
enthält, was zu einer anderen Beurteilung führen könnte,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Vermutung feh-
lender Verfolgung in seinem Heimatstaat zu widerlegen,

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dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  über  eine  gute  schulische  Ausbildung 
verfügt (vgl. Vorakten des BFM B1/9 S. 2) und er nach wie vor Kontakt 
zu Freunden im Heimatstaat unterhält (vgl. Vorakten des BFM B18/16 
S. 4), welche ihm bei einer Rückkehr behilflich sein können,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Marco Abbühl

Versand:

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