# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b6e9354-3a9f-5a9b-a49c-eb29cdf6bd84
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.05.2008 D-3082/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3082-2008_2008-05-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3082/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier, 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______,
alias B._______, Nigeria,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz,

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 30. April 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3082/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  sein  Heimat-
land Nigeria am 16. Oktober 2007 verliess und auf dem Schiffsweg in 
ein ihm unbekanntes Land gelangte, von wo aus er seine Reise mit 
dem Zug fortsetzte und via ihm unbekannter Länder am 10. November 
2007 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am 12. November 2007 ein 
Asylgesuch stellte, 

dass er am 4. Dezember 2007 im D._______ befragt und am 14. März 
2008 durch das BFM direkt angehört wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Reise-  oder  Identitätspapiere  ein-
reichte  und  angab,  er  habe  sich  vorher  noch  nie  in  einem europä-
ischen Staat aufgehalten,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs vor-
brachte, er sei während zweier Jahre von einem Pastor zu sexuellen 
Handlungen genötigt worden,

dass er in der Kirche jeweils Reinigungsarbeiten erledigt und vom Pas-
tor etwas zu Essen oder auch Geld erhalten habe, 

dass der Pastor eines Tages von ihm Sex als Gegenleistung gefordert 
habe und er eingewilligt habe, da er keine andere Möglichkeit gesehen 
habe, um an Geld zu kommen,

dass sie im Herbst 2006 offenbar von mehreren Personen beim Sex 
beobachtet  worden  seien  und  diese  zu  schreien  begonnen  hätten, 
worauf weitere Personen gekommen seien, welche ihn und den Pastor 
zusammengeschlagen sowie ihn mit einem Messer verletzt hätten,

dass er während seinem einmonatigen Spitalaufenthalt polizeilich be-
wacht  worden sei,  es jedoch seiner  Tante durch Anheuern  von zwei 
Männern  gelungen sei,  ihm im Dezember  2006 zur  Flucht  aus  dem 
Spital zu verhelfen, und sie (Tante) ihn anschliessend bei einer Freun-
din untergebracht habe,

dass dagegen der Pastor nach seinem Spitalaufenthalt ins Gefängnis 
überführt und dort nach einem achtmonatigem Aufenthalt vergiftet wor-

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den sei,  worauf  ihm seine Tante geraten habe, Nigeria  zu verlassen 
und ihm gleichzeitig die Ausreise organisiert habe,

dass der Beschwerdeführer unter der Identität E._______, am 13. Mai 
2005  sowie  am 8.  Januar  2006  von  den  österreichischen  Behörden 
daktyloskopisch erfasst worden ist,

dass zudem aus dem Rapport der Kantonspolizei des Kantons Basel-
Stadt vom 28. Dezember 2007 hervorgeht, dass der Beschwerdeführer 
anlässlich  einer  gleichentags  durchgeführten  Patrouillenfahrt  wegen 
Verdachts der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz auf-
gegriffen  und  die  Kantonspolizei  unter  anderem  die  Prüfung  einer 
Fernhaltemassnahme vom Gebiet des Kantons Basel-Stadt beantrag-
te, 

dass das BFM mit Verfügung vom 30. April 2008 - eröffnet am 5. Mai 
2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such im Wesentlichen anführte, der Beschwerdeführer habe den Asyl-
behörden innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden keine Rei-
se- oder Identitätspapiere abgegeben und die Angaben zu den Reise-
modalitäten seien unwahrscheinlich,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung  die  Ein-
reichung  von  Identitätspapieren  in  Aussicht  gestellt  habe,  indessen 
trotz seines bereits einige Zeit dauernden Aufenthalts in der Schweiz 
bis  dato nichts  eingereicht  habe,  was den Schluss zulasse,  der  Be-
schwerdeführer sei nicht willens, authentische Identitätspapiere vorzu-
legen,

dass ihm ferner nicht geglaubt werden könne, dass er ohne jegliche 
Reisepapiere und ohne jemals kontrolliert worden zu sein, nach Euro-
pa  gelangt  sei  und  seine  diesbezüglichen  Antworten  als  stereotype 
Vorbringen von Beschwerdeführern zu werten sei, welche nicht bereit 
seien, ihre Identität mit Ausweispapieren zu belegen,

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dass  erkennungsdienstliche  Abklärungen  des  BFM  ergeben  hätten, 
der Beschwerdeführer sei  in  Österreich unter  Angabe einer anderen 
Identität erkennungsdienstlich erfasst worden,

dass er auch auf wiederholten Vorhalt hin abgestritten habe, jemals in 
Österreich gewesen zu sein und da er weder einen Beweis für seinen 
Aufenthalt in Nigeria während seiner aktenkundigen Daktyloskopierung 
in Österreich noch Dokumente, welche seine tatsächliche Identität be-
legen würden, vorgelegt habe, sei davon auszugehen, er habe weder 
in  Bezug  auf  seine  Identität  noch  hinsichtlich  seiner  Aufenthaltsorte 
wahrheitsgetreue Angaben gemacht, 

dass somit keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, welche es 
dem  Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass das BFM die Aussagen des Beschwerdeführers zu Identität, Rei-
seweg und asylbegründenden Vorbringen als auf den ersten Blick und 
offensichtlich  als  krass  widersprüchliche  und  unstimmige  stereotype 
Standardvorbringen bezeichnete,

dass der Beschwerdeführer einen über mehrere Jahre dauernden se-
xuellen Missbrauch durch einen Priester geltend mache, indessen auf-
grund von am 13. Mai  2005 sowie  am 8. Januar 2006 in  Österreich 
vom  Beschwerdeführer  abgenommenen  Fingerabdrücken  feststehe, 
dass er sich während der Zeit, in der der behauptete Missbrauch statt-
gefunden haben soll, nicht in Nigeria, sondern in Österreich aufgehal-
ten habe,

dass er im Weiteren zur Dauer der behaupteten sexuellen Missbräu-
che  unterschiedliche  Angaben  gemacht  habe,  so  habe  er  einerseits 
angegeben, während zweier Jahre vom Pastor missbraucht worden zu 
sein, an anderer Stelle wiederum während vier Jahren und schliesslich 
in  einer dritten Version seien sie gleich nach dem ersten Mal  in  fla-
granti erwischt worden,

dass das BFM die auf den ersten Blick und offensichtlich markant wi-
dersprüchlichen  und  unstimmigen  Angaben  des  Beschwerdeführers 
zusammenfassend als unglaubhaft qualifizierte,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 

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der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit französischsprachiger Eingabe vom 9. 
Mai  2008  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bun-
desverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die 
Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben und ihm Asyl 
zu gewähren, eventualiter sei die vorläufige Aufnahme des Beschwer-
deführers in der Schweiz anzuordnen, sowie weitere Abklärungen ge-
mäss Art. 41 AsylG vorzunehmen und sämtliche Vollzugshandlungen 
aufzuschieben,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) beantragt wurde,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14.  Mai  2008 beim  Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass das Urteil in deutscher Sprache ergeht (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 33a Abs. 2 Satz 1 VwVG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  deshalb  auf  den  Beschwerdeantrag  um  Gewährung  von  Asyl 
nicht einzutreten ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-

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schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  bezüglich  der  nicht  eingereichten 
Identitätsdokumente  vorbrachte,  er  werde  sich  zur  Beschaffung  von 
Identitätspapieren mit seiner Tante in F._______ in Verbindung setzen, 
indessen er seit Einreichung des Asylgesuchs am 12. November 2007 
bis zum heutigen Tag keine Identitätspapiere einreichte,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuches Dokumente einzurei-
chen, zutreffend und mit hinreichender Begründung verneint hat, wes-
halb auf diese verwiesen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vorbringt, 
aufgrund der in Nigeria herrschenden Umstände sei ihm die Papierbe-
schaffung nicht möglich gewesen und unter Beilage eines in englischer 
Sprache  verfassten  Schreibens  in  Kopie  sowie  einer  Postaufga-
bebestätigung vom 7. Mai 2008 anführt, er habe eine Drittperson be-
auftragt, ihm sein Geburtszertifikat sowie seine Geburtskarte (gemeint: 
Identitätskarte) zukommen zu lassen, 

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dass die nachträgliche Einreichung von gültigen Reise- oder Identitäts-
papieren (vgl. dazu BVGE 2007/7) nichts ändern würde, weil es bei der 
Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht, wes-
halb die Einreichung der in Aussicht gestellten Beweismittel nicht ab-
zuwarteten ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass sich die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den behaupte-
ten sexuellen  Übergriffen  in  allgemeinen,  unsubstanziierten  und teil-
weise diametral widersprüchlichen Aussagen erschöpfen und nicht den 
Eindruck  hinterlassen,  eine  im  Zentrum  des  Geschehens  stehende 
Person berichte von jenen einschneidenden Erlebnissen, die ihr keine 
andere Wahl gelassen haben, als fernab von der Heimat Schutz zu su-
chen, 

dass aufgrund der am 13. Mai 2005 sowie am 8. Januar 2006 daktylo-
skopischen  Registrierung  des  Beschwerdeführers  in  Österreich  fest-
steht,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  während  dieser  Zeit  nicht  in 
seinem  Heimatland  Nigeria,  sondern  in  Österreich  aufgehalten  hat, 
womit den asylbegründenden Vorbringen des Beschwerdeführers ins-
gesamt die Grundlage entzogen ist, 

dass die Erklärung des Beschwerdeführers in der Rechtsmitteleinga-
be, er habe mit der Polizei in Österreich Probleme gehabt und sei an-
fangs 2006 nach Nigeria  zurückgekehrt,  wo er  wieder  Probleme ge-
habt habe, welche ihn erneut zum Verlassen seines Heimatlandes be-
wogen habe, als unbeholfener Erklärungsversuch zu werten und nicht 
ansatzweise  geeignet  ist,  zu  einer  anderen  Betrachtungsweise  zu 
führen, insbesondere der Beschwerdeführer damit explizit zu erkennen 
gibt,  dass  er  in  Verletzung seiner  Mitwirkungspflicht  den schweizeri-
schen Behörden seinen Aufenthalt in Österreich zu verheimlichen ver-
suchte,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 
AsylG nicht,

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dass daran auch die eingereichten Beweismittel zur allgmeinen Lage 
in Nigeria (www.thisdayonline.com, Publikation vom 26. Februar 2008; 
www.punchontheweg.com, Publikation vom 13. März 2008) nichts  zu 
ändern vermögen, insbesondere sich daraus keine individuell konkrete 
Gefährdungssituation für den Beschwerdeführer ableiten lässt,

dass  der  Beschwerdeführer  insbesondere  keine  Gründe  geltend 
macht, die zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft führen oder zu-
sätzliche Abklärungen gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG als nötig er-
scheinen lassen, weshalb das diesbezügliche Rechtsbegehren abzu-
weisen ist,

dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  nicht  un-
zulässig  ist,  da  aus  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  und 
den  übrigen  Akten  keine  Hinweise  auf  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind (vgl. Art. 3 der Konvention vom 4. Novem-
ber  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten 
[EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

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http://www.thisdayonline.com/
http://www.punchontheweg.com/

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  vorliegend  weder  die  allgemeine  Lage  in  Nigeria  noch  indivi-
duelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass mit  vorliegendem Urteil  das Begehren um Aufschub sämtlicher 
Vollzugshandlungen gegenstandslos wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 11. Dezember  2006 über  die  Kosten und  Entschädigungen  vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten (vorab per Telefax; Ref.-Nr. N _______)
- das G._______

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Regula Frey

Versand: 

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