# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e010c3bf-239b-5b2d-ba54-814795fe84e5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 05.04.2013 SB120384
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120384_2013-04-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120384-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

L. Chitvanni und Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Brenn sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner 

 

Urteil vom 5. April 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. A. Knauss,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.  
und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 29. März 2012  
(DG110104) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 20. Juni 

2011 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 47). 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 
(Urk. 107) 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird eingestellt betreffend  

− mehrfacher Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in 
den Anklagepunkten 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. 
(ND 20), 

− mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB in den An-
klagepunkten 1.4. (ND 15), 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) 
sowie 1.8. (ND 20). 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zi-

vilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18). 

4. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 6, C._____ AG, als Rechts-

nachfolgerin der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen 

(Anklagepunkt 1.6., ND 18). 

5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 7, 

D._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.5., ND 16). 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittel) 

 

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Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 
Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG in Verbindung mit Ziff. 2 
lit. b aBetmG,  

− des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Ziff. 3 StGB,  

− des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, 
− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB, 
− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 im Anklagepunkt 1.8. 
(ND 20), 

− der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG im Anklagepunkt 1.8. (ND 20). 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

56 Tage durch Haft erstanden sind.  

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

5 Jahre festgesetzt.  

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. April 2008 für 

eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.– gewährte bedingte Straf-

vollzug wird widerrufen. 

6. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1, E._____, wird auf den Zi-

vilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.3., ND 14).  

7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 2, H._____, im Betrag von Fr. 200.– anerkannt hat (Anklage-

punkt 1.4., ND 15). 

8. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, F._____, wird auf den Zi-

vilweg verwiesen (Anklagepunkt 2.7., ND 17).  

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9. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 4, G._____ GmbH, wird auf 

den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 17). 

10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 5'533.50   Kosten KAPO 

Fr. 2'401.80   Auslagen Vorverfahren  

Fr.         amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtli-

chen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 

Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 125, Urk. 109): 

1. Der Beschuldigte A._____ sei zu verurteilen wegen: 

− Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG; 
− Freiheitsberaubung i.S.v. Art. 183 Ziff. 1 StGB; 
− Gehilfenschaft zum Diebstahl i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 25 StGB; 
− Gehilfenschaft zur Sachentziehung i.S.v. Art. 141 i.V.m. Art. 25 StGB; 
− (teilweise Gehilfenschaft zum) Haufriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB, 

teilweise i.V.m. Art. 25 StGB; 
− (teilweise Gehilfenschaft zur) Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 StGB, 

teilweise i.V.m. Art. 25 StGB. 
Im restlichen Umfang sei er freizusprechen. 

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2. Der Beschuldigte A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten zu 

bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich, Urk. 116) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Umfang der Berufung 

1. Vorinstanzliches Urteil 

1.1. Nachdem die Staatsanwaltschaft IV am 20. Juni 2011 gegen O._____, 

J._____, K._____, L._____, M._____ und A._____ Anklage erhoben hatte, fällte 

das Bezirksgericht Bülach am 29. März 2012 gegen die Beschuldigten das Urteil. 

Auf das oben zitierte Urteil, welches den Beschuldigten A._____ betrifft, kann zur 

Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich verwiesen werden (vgl. 

Urk. 107).  

1.2. Mit Eingabe vom 4. April 2012 liess der Beschuldigte dagegen Berufung 

anmelden (vgl. Urk. 87). Am 28. August 2012 erstattete die Verteidigung die Beru-

fungserklärung (vgl. Urk. 109). Darin erklärte sie, die Berufung beschränke sich 

auf Dispositiv-Ziffern 1 (Schuldspruch) und 3 (Strafzumessung), wobei folgende 

Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils verlangt würden (vgl. Urk. 109 S. 2): 

1. Der Beschuldigte A._____ sei zu verurteilen wegen: 
− Gehilfenschaft zu Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG; 
− Freiheitsberaubung i.S.v. Art. 183 Ziff. 1 StGB; 
− Gehilfenschaft zum Diebstahl i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 25 StGB; 
− Gehilfenschaft zur Sachentziehung i.S.v. Art. 141 i.V.m. Art. 25 StGB; 

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− (teilweise Gehilfenschaft zum) Haufriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB, 
teilweise i.V.m. Art. 25 StGB; 

− (teilweise Gehilfenschaft zur) Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 StGB, 
teilweise i.V.m. Art. 25 StGB. 

 Im restlichen Umfang sei er freizusprechen. 
2. Der Beschuldigte A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 

13 Monaten zu verurteilen unter Anrechnung der erstandenen 
Haft. 

Beweisanträge wurden keine gestellt.  

1.3. Demgegenüber verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung 

und beantragte die Bestätigung des vorinstanzliches Urteils (vgl. Urk. 116). Sie 

erklärte gleichzeitig, dass sie sich am weiteren Verfahren nicht aktiv beteiligen 

werde und ersuchte um Dispensation von der Teilnahme an der Berufungsver-

handlung.  

1.4. In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung vorgeladen, welche am  

4. April 2013 zusammen mit derjenigen in den weiteren Berufungsverfahren 

SB120389 (M._____) und SB120387 (O._____) stattfand. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Gestützt auf die oben zitierte Berufungserklärung sind folgende Punkte des 

vorinstanzlichen Beschlusses und Urteils nicht angefochten und daher in Rechts-

kraft erwachsen, was festzustellen ist: 

1.1.1. Dispositiv-Ziffer 1 - 5 des vorinstanzlichen Beschlusses 

1.1.2. Dispositiv-Ziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils (Freisprüche im Anklagepunkt 1.8, ND 20)  

1.1.3. Dispositiv-Ziffern 6-9 (Regelung der Zivilansprüche) 

1.1.4. Dispositiv-Ziffer 10 (Kostenfestsetzung) 

1.1.5. Dispositiv-Ziffer 11 (Kostenauflage) 

2.2. Zur Disposition, teilweise zufolge Konnexität mit dem angefochtenen Straf-

punkt und der Strafzumessung, und daher im Berufungsverfahren zu behandeln 

sind folgende Punkte des vorinstanzlichen Urteils: 

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1.1.6. Dispositiv-Ziffer 1 (Schuldpunkt) 

1.1.7. Dispositiv-Ziffer 3 (Sanktion) 

1.1.8. Dispositiv-Ziffer 4 (bedingter Strafvollzug) 

1.1.9. Dispositiv-Ziffer 5 (Widerruf) 

II. Prozessuales 

1. Anwendbares Prozessrecht 

1.1. Seit dem 1. Januar 2011 steht die Schweizerische Strafprozessordnung vom 

5. Oktober 2007 (StPO) in Kraft. Vorliegend stehen Delikte aus den Jahren 2009 

und 2010 zur Beurteilung an, der vorinstanzliche Entscheid erging am 29. März 

2012. Damit stellt sich die Frage nach dem anwendbaren Prozessrecht. 

1.2. Art. 448 der StPO bestimmt, dass Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses  

Gesetzes hängig sind, grundsätzlich nach neuem Recht fortgeführt werden, wobei 

Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der StPO angeordnet oder durch-

geführt worden sind, ihre Gültigkeit behalten (vgl. Art. 448 Abs. 1 und 2 StPO). 

Weiter regelt Art. 454 StPO, dass für Rechtsmittel gegen erstinstanzliche  

Entscheide, die nach Inkrafttreten der StPO gefällt werden, neues Recht gilt. 

1.3. Im vorliegenden Verfahren ist damit das neue Prozessrecht (StPO) anwend-

bar, wobei für Fragen nach der Gültigkeit von Verfahrenshandlungen, die vor  

Inkrafttreten der StPO vorgenommen wurden, das alte kantonale Prozessrecht, 

namentlich die bis Ende 2010 gültige Fassung der Strafprozessordnung des  

Kantons Zürich (StPO ZH) massgebend ist. 

III. Sachverhalt 

1. Ausgangslage 

1.1. Der Beschuldigte hat – entsprechend der korrekten Zusammenfassung  

der Vorinstanz (vgl. Urk. 107 S. 7) – die ihm in den Anklagepunkten Ziff. 1.1, 1.3 

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bis 1.7. sowie 2.7. vorgeworfenen Tatabläufe im Wesentlichen eingestanden, was 

sich mit dem Untersuchungsergebnis deckt (vgl. Urk. 107 S. 7 unter Hinweis auf 

Urk. 66 [recte 67] S. 3 ff, vgl. auch Urk. 73, HD 8/1 und 8/2, Urk. 84). 

1.2. Mit Bezug auf den Anklagevorwurf Ziffer 1.18 (ND 20) wurde der Beschul-

digte von der Vorinstanz freigesprochen (vgl. Urk. 107 S. 8 f.). Der Freispruch ist 

bereits in Rechtkraft erwachsen und steht hier nicht mehr zur Debatte. 

2. Bestrittener Sachverhalt 

2.1. Mit Bezug auf den Anklagepunkt 1.5. (ND 15) brachte die Verteidigung vor 

Vorinstanz vor, dass nicht erstellt sei, dass es sich beim behändigten Hanf um ei-

ne verbotene Substanz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes handle, da der 

THC-Gehalt der jungen Hanfpflanzen nicht habe ermittelt werden können (vgl. 

Urk. 84 S. 2 in Verbindung mit Prot. I S. 37 Ziff. 3). Auch an der Berufungs-

verhandlung machte der Verteidiger geltend, ein THC-Gehalt im strafbaren  

Bereich sei nicht mit genügender Sicherheit erstellt (Urk. 125 S. 7). 

2.1.1. Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang auf die Aussagen des  

Beschuldigten und der Mitbeschuldigten in der Konfrontationseinvernahme vom 

4. März 2011 hin (vgl. ND 15 Urk. 12 S. 4 f.), anlässlich welcher übereinstimmend 

davon die Rede gewesen war, die bei jenem Einbruch geernteten Hanfpflanzen 

seien nicht reif gewesen. Weiter hielt die Vorinstanz die Aussagen des Mitbe-

schuldigten L._____ anlässlich der Hauptverhandlung fest, mit welchen er seine 

frühere Aussagen in der Konfrontationseinvernahme vom 18. März 2011 ohne zu 

zögern bestätigt hatte, nämlich von jenem Hanf geraucht zu haben (vgl. Urk. 8/2 

S. 13 und Urk. 72 S. 10). L._____ äusserte sich an der Hauptverhandlung zur 

Qualität des Hanfs dahingehend, diese sei normal gewesen und habe dem Hanf 

entsprochen, der auf der Strasse verkauft werde. Jedenfalls sei er damit zufrieden 

gewesen, der Hanf habe gewirkt und nach dem Rauchen eines Joints sei es ihm 

gut gegangen (vgl. Urk. 72 S. 10). An der Richtigkeit der von L._____ an der  

Konfrontationseinvernahme vom 18. März 2011 deponierten Aussagen ist somit, 

entgegen der Verteidigung, nicht zu zweifeln. 

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2.1.2. Somit zutreffend hielt die Vorinstanz in Würdigung dieser Beweismittel fest, 

es sei auf die Aussagen des Mitbeschuldigten L._____ abzustellen, zumal er sich 

dabei selber belastete. Korrekt ist sodann, dass der Mitbeschuldigte L._____  

einzig an diesem in ND 15 erwähnten Einbruch Hanf auffand, was eine Verwechs-

lung sowohl hinsichtlich Fundort als auch Qualität ausschliesst. Da nach der  

Lebenserfahrung zudem ausgeschlossen werden kann, dass ein erfahrener Hanf-

konsument die Hanfqualität unzutreffenderweise als gut, jedenfalls als gassen-

üblich bezeichnet, ist die vorgebrachte Bestreitung bezüglich des THC-Gehaltes 

jenes Hanfes zum Scheitern verurteilt. Mit der Vorinstanz ist daher rechtsgenü-

gend erstellt, dass der THC-Gehalt der gemäss ND 15 in O._____ behändigten 

Hanfpflanzen im gemäss des Betäubungsmittelgesetzes strafbaren Bereich lag 

(vgl. auch Vorinstanz Urk. 107 S. 10). Diesem Ergebnis nicht abträglich ist die 

Tatsache, dass über den THC-Gehalt der entsprechenden Hanfpflanzen kein 

Gutachten erstellt worden ist. Es ist durchaus zulässig, betreffend die Qualität von 

Betäubungsmitteln auf Aussagen von Konsumenten abzustellen. Mitunter ist ein 

solches Vorgehen auch notwendig, zumal im Untersuchungszeitpunkt die Be-

täubungsmittel oftmals nicht mehr vorhanden sind und somit die Aussagen von 

Konsumenten regelmässig die einzigen Kriterien zur Bestimmung der Qualität von 

Betäubungsmitteln bilden.  

2.2. Der Beschuldigte bestreitet wie vor Vorinstanz den in Anklageziffer 1  

enthaltenen Vorwurf eines Grundsatzentscheides, inskünftig gemeinsam Straf-

taten zu begehen (vgl. Anklage S. 8 und Urk. 84 S. 5 ff., Urk. 125 N 4). Diese  

Bestreitung richtet sich letztlich gegen die rechtliche Qualifikation der Banden-

mässigkeit und wird nachfolgend unter diesem Titel behandelt. 

2.3. Weiter wird vom Beschuldigten bestritten, dass der in Anklageziffer 2.7.  

(Anklage S. 41 f.) aufgeführte Sachverhalt unter den Straftatbestand des Raubes 

zu subsumieren ist. Auch diese Einwendung richtet sich gegen die rechtliche 

Qualifikation und ist nachfolgend unter diesem Titel zu behandeln.  

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IV. Rechtliche Würdigung 

1. Qualifikation der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b aBetmG und 
Art. 139 Ziff. 3 StGB  

1.1. Anwendbares Recht (BetmG) 

Die Vorinstanz hat korrekt festgehalten, dass das Betäubungsmittelgesetz seit 

dem 1. Juli 2011 eine neue Fassung aufweist. Gemäss Art. 26 BetmG in Verbin-

dung mit Art. 2 StGB wäre diese im vorliegenden Fall jedoch nur anwendbar, 

wenn das neue Recht das mildere wäre. Da dies – wie die Vorinstanz korrekt  

erläuterte – in concreto nicht der Fall ist, ist altes Recht anwendbar (vgl. 107  

S. 10 f.). 

2. Bandenmässigkeit 

2.1. Die Vorinstanz hat die einschlägige Rechtsprechung zu Bandenmässigkeit, 

die sowohl bei der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz als auch 

beim Diebstahl gleich zu beurteilen ist, ausführlich und zutreffend wiedergegeben; 

es kann vorab darauf verwiesen werden (vgl. Urk. 107 S. 11 f.), die nachfolgen-

den Ausführungen verstehen sich als Ergänzung resp. Konkretisierung. 

Bandenmässigkeit liegt vor, wenn zwei oder mehrere Personen durch ihr  

ausdrückliches oder konkludentes Verhalten den Willen bekunden, sich zur  

Begehung von mehreren, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmten  

Betäubungsmitteldelikten bzw. Diebstähle zusammenzufinden (Niggli/Riedo in 

BSK StGB II, Basel 2007, N 116a ff. zu Art. 139 StGB; BGE 124 IV 88 f, mit  

Hinweisen). Dabei prüfte das Bundesgericht in jüngeren Entscheiden zusätzlich 

die Frage, ob weniger auf die Zahl der Beteiligten und stattdessen mehr auf den 

Organisationsgrad und die Intensität der Zusammenarbeit der Täter abgestellt 

werden sollte. Damit setzte sich das Bundesgericht namentlich auch mit seiner in 

der Lehre teilweise kritisierten Auffassung auseinander, wonach auch bereits der 

Zusammenschluss von zwei Personen die Qualifikation der Bandenmässigkeit  

erfülle. Entscheidend ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung in diesem 

Zusammenhang, dass gewisse Mindestansätze einer Organisation (etwa Rollen- 

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oder Arbeitsteilung) vorhanden sind und die Intensität des Zusammenwirkens ein 

derartiges Ausmass erreicht, dass von einem bis zu einem gewissen Grade fest 

verbundenen und stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses  

allenfalls nur kurzlebig war (BGE 132 IV 136 E.5.2; 124 IV 86 E.2.b, 286 E.2.a; 

Entscheid des Bundesgerichts 6S.204/2005 vom 24. September 2005 E.2.1). Ist 

demgegenüber schon die Zusammenarbeit derart locker, dass von Anfang an nur 

ein sehr loser und damit völlig unbeständiger Zusammenhalt besteht, läge keine 

Bande vor (BGE 124 IV 286 E. 2.a). 

2.2. Vorliegend hat der Beschuldigte zusammen mit mehreren weiteren  

Personen in wechselnder Zusammensetzung und in arbeitsteiligem Vorgehen im 

Zeitraum vom 6. September 2009 bis 8. Dezember 2009 an sechs Einbrüchen, 

mit welchem Ziel auch immer (Erlangung von Drogen oder anderen Gegenstän-

den bzw. Geld), teilgenommen. Für diesen Zeitraum kann man den Beschuldigten 

– entgegen der Verteidigung – durchaus als konstanten Bestandteil der Gruppe 

bezeichnen (Urk. 125 S. 4). Während der Beschuldigte nach drei Monaten aus 

der Gruppe ausschied, unter anderem weil er eine Stelle gefunden hatte (vgl. 

Urk. 73 S. 8, Urk. 124 S. 6), setzte die Gruppe auch nach diesem Zeitpunkt ihre 

Delinquenz bis zur Verhaftung deren Mitglieder fort. Wenn die Vorinstanz erwog, 

aus der Mitwirkung der Beschuldigten an zahlreichen Delikten könne geschlossen 

werden, dass sie sich darauf eingerichtet hätten, gemeinsam auch in Zukunft wei-

tere Straftaten zu begehen, so trifft dies zu, zumal eine ausdrücklich geäusserte 

Bandenabrede entbehrlich ist. Demnach genügt der vorliegend jedenfalls konklu-

dent geäusserte und durch die zahlreichen Taten manifestierte Wille, in der auch 

mit einer gewissen Zufälligkeit zusammengesetzten Gruppe weiterhin Delikte zu 

begehen. Wie die Vorinstanz sodann zutreffend feststellte, zeigt die Tatsache, 

dass nach dem ersten Einbruch am 6. September 2009 (Anklageziffer 1.1., 

ND 10) relativ rasch viele weitere, gleiche Straftaten folgten, auf, dass die  

Fortsetzungsabsicht bereits beim ersten Einbruch in Q._____ zumindest latent 

vorhanden war. Daran ändert weder die Tatsache, dass der Beschuldigte nach 

ca. drei Monaten die Gruppe verliess, noch diejenige, dass er zwischendurch le-

gale Fahrten für den Mitbeschuldigten I._____ ausführte, nichts, zumal theore-

tisch sogar die Begehung eines Deliktes für die Bejahung der Bandenmässigkeit 

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ausreichen würde, wenn Indizien für die Fortsetzungsabsicht erkennbar sind (vgl. 

Urk. 107 S. 13 unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichtes 6B_294/2011 

vom 16. September 2011 E. 2.2.1). 

2.3. Es ist unbestritten, dass die Beschuldigten primär auf Drogenhanf fokussier-

ten, sie verschmähten indessen auch andere Gegenstände und Geld nicht, was 

alle Mitbeschuldigten bestätigten (vgl. Urk. HD 8/2 S. 6 f.). Nach der Darstellung 

des Mitbeschuldigten M._____ ergab sich die Idee zur "Diversifikation" aus dem 

Misserfolg bei der Suche nach Drogenhanf, welche Enttäuschung sie dazu brach-

te, auch Tresore zu stehlen (vgl. Vorinstanz Urk. 107 S. 13 unter Hinweis auf Urk. 

HD 8/2 S. 4 und Urk. 71 S. 10). In der Tat wurde bereits beim ersten Einbruch, an 

welchem der Beschuldigte mitwirkte, gestohlen und auch später wurden immer 

wieder Gegenstände und Geld mitgenommen, wie sich dies deutlich aus  

dem eingeklagten Sachverhalt in der Anklageschrift ergibt. So ist der Vorinstanz  

zuzustimmen, dass der Tatbeweis vorliegend im Widerspruch zu den Lippen-

bekenntnissen der Beschuldigten steht (vgl. Urk. 107 S. 13), wobei der Grund-

satzentscheid sich auch bezüglich der Diebstähle konkludent aus der fortgesetz-

ten Delinquenz ergibt. Es ist sodann mit der Vorinstanz klar, dass der vordergrün-

dige Fokus wegen der geringen Anzeigewahrscheinlichkeit auf Betäubungsmittel 

gelegt wurde, konkret dem Umstand, dass Einbrüche in Hanfplantagen wesentlich 

seltener von den Betroffenen zur Anzeige gebracht werden als klassische  

Einbrüche, da sich diese selbst der Gefahr der Strafverfolgung aussetzen, zumal 

das Betreiben solcher Plantagen – was allgemein bekannt ist – ebenfalls strafbar 

ist (vgl. Urk. 107 S. 13).  

2.4. Die Vorinstanz zeigte auch zutreffend auf, dass es innerhalb der Gruppe 

grundsätzlich eine klare Rollenverteilung gab. Sie erwog in diesem Zusammen-

hang, die einen hätten als Einbrecher und "Durchsucher" fungiert, die anderen als 

Chauffeure oder Aufpasser (vgl. Urk. 107 S. 13, HD 8/2 S. 11), weiter habe es 

auch eigentliche Spezialisten wie den Mitbeschuldigten I._____ für die Hanf-

plantagen oder den Mitbeschuldigten J._____ für die handwerklichen Aufgaben 

(vgl. Urk. 107 S. 13, HD 1/1 S. 25 f.) gegeben, welche ihr Fachwissen weiter-

gegeben hätten (vgl. Urk. 107 S. 13, Urk. 68 S. 9 f.). Die Einbrüche seien jeweils 

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ähnlich abgelaufen. So bekleidete der Beschuldigte als Chauffeur und Aufpasser 

zwar nur eine untergeordnete, dennoch massgebliche Aufgabe, die seinen Fähig-

keiten entsprach. Die Aufgabenaufteilung nach Fähigkeiten gehörte in der Gruppe 

offenbar zum gelebten Arbeitsmodell. Der Beschuldigte wirkte an mehreren Straf-

taten mit und drang auch mehr als einmal effektiv in die Räumlichkeiten des Tat-

ortes ein, worauf die Verteidigung selber hinwies (vgl. Urk. 84 S. 8) und was zeigt, 

dass er seinen Einsatz je nach Bedarf durchaus anpasste. Seine Aufgaben waren 

damit vielfältig und können nicht als blosses "Schmiere-Stehen" oder als Stellen 

von Fluchthilfe bezeichnet werden, wie dies die Verteidigung tut (vgl. Urk. 84 S. 8, 

Urk. 125 S. 6). Die Verteidigung macht weiter geltend, eine Vielzahl von Einbrü-

chen sei ohne den Beschuldigten verübt worden, was eindeutig zeige, dass die 

Taten der anderen Beteiligten objektiv nicht mit der Mitwirkung des Beschuldigten 

standen oder fielen (vgl. Urk. 84 S. 8, Urk. 125 S. 6). Mit dieser Argumentation 

übersieht die Verteidigung, dass es bei der Beurteilung der Massgeblichkeit der 

vom Beschuldigten inne gehabten Rolle nicht auf die Taten ankommt, bei welchen 

er nicht mitwirkte, sondern auf seinen Tatbeitrag bei den von ihm selbst unter-

stützten Taten. Weiter ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass  

innerhalb einer Bande verschiedenartige Formen der Rollenverteilung durchaus 

möglich sind (vgl. Trechsel/Crameri, in Trechsel/Pieth (Hrsg.), StGB PK, 2. Aufl., 

Zürich/St.Gallen 2013, Art. 139 N 17 mit Hinweisen), weshalb der Hinweis, die  

Taten hätten auch ohne den Beschuldigten durchgeführt werden können (vgl. 

Urk. 84 S. 8) zu kurz greift. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht nur der Be-

schuldigte über die Fähigkeit verfügte, ein Fahrzeug zu führen und aufzupassen. 

Zu Recht wies die Vorinstanz in diesem Zusammenhang deshalb darauf hin, dass 

beim konkreten Tatvorgehen bei den Einbrüchen zwei Personenwagen nötig wa-

ren, nämlich der eine für den Personentransport (Mitbeschuldigten) und der ande-

re für den Abtransport der Beute (vgl. Urk. 107 S. 14), was logistische Anforde-

rungen an die Organisation stellte. Zu guter Letzt wies auch die Vorinstanz darauf 

hin, dass es nicht weiter von Belang ist, dass die Zusammensetzung der Beteilig-

ten variierte und/oder die anwesenden Beschuldigten nicht immer die gleichen 

Rollen bekleideten (vgl. Urk. 107 S. 14 unter Hinweis auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung). Zu Recht schloss daher die Vorinstanz, dass vorliegend von 

-   14   - 

hinreichenden organisatorischen Mindestansätzen und einer Gruppenidentität 

auszugehen ist, so dass von einem "stabilen Team" im Sinne des Bandenbegriffs 

gesprochen werden kann (vgl. Urk. 107 S. 14). 

2.5. Wenn die Verteidigung im Zusammenhang mit den Einbruchdiebstählen den 

Tatbeitrag des Beschuldigten jeweils bloss als Gehilfenschaft bezeichnet (vgl. 

Urk. 84 S. 8, Urk. 125 S. 6), so ist zu wiederholen, dass die Art und Weise des 

Mitwirkens des Beschuldigten während dieser Zeitspanne, die Intensität seiner 

Beteiligung, die in der Anklage im Einzelnen geschildert wird, und die Vielzahl 

seiner einzelnen Tathandlungen die Annahme einer blossen Gehilfenschaft – wie 

gesehen – nicht zulassen. Immerhin räumt auch die Verteidigung ein, dass der 

Beschuldigte bezüglich der Einbrüche gemäss ND 16 sowie 17 und 18 Mittäter 

war (vgl. Urk. 84 S. 8). Indiz für die Mittäterschaft des Beschuldigten – die  

Bandenmässigkeit ist letztlich eine qualifizierte Form der Mittäterschaft (vgl. 

Trechsel/Crameri, in Trechsel/Pieth (Hrsg.), StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St.Gallen 

2013, Art. 139 N 17 mit Hinweisen) – ist hier aber auch sein Interesse an den  

Taten, welches bejaht werden muss, zumal er jeweils eine Belohnung erwartete 

und auch erhielt (vgl. Urk. 124 S. 9, Urk. 73 S. 8 und Urk. 67 S. 34, vgl. Trechsel/ 

Jean-Richard, in Trechsel/Pieth (Hrsg.), StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St.Gallen 2013, 

vor Art. 24 N 15 mit Hinweisen). 

2.6. Bezüglich der Betäubungsmitteldelikte wies die Vorinstanz sodann darauf 

hin, dass Art. 19 Ziff. 1 BetmG nahezu alle Unterstützungshandlungen als  

selbständige Handlungen umschreibt und dass aufgrund der in diesem Gesetz 

gegebenen hohen Regelungsdichte kein Bedürfnis besteht, unterstützende Tat-

beiträge über die Regeln der Mittäterschaft, Anstiftung oder Gehilfenschaft in die 

eigentliche Tat einzubeziehen, was insbesondere eine starke Einschränkung des 

Anwendungsbereichs von Art. 25 StGB zur Folge hat. Demnach liegt Gehilfen-

schaft nur vor, wenn die objektive Mitwirkung an der Tat eines anderen sich auf 

einen untergeordneten, vom Gesetz nicht als selbständiges Delikt erfassten  

Beitrag beschränkt. Dies führt dazu, dass als Mittäter auch derjenige zu bestrafen 

ist, wer als (untergeordnetes) Mitglied einer Bande auf Geheiss gehandelt hat  

oder wer in der Organisation nur dienende Stellung einnahm und Handlungen von 

-   15   - 

untergeordneter Bedeutung vornahm (vgl. Urk. 107 S. 14 unter Hinweis auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung dazu). Zu Recht erwog die Vorinstanz, dass 

die Auffassung, der Beschuldigte habe sich lediglich als Gehilfe zum Anstalten 

treffen schuldig gemacht, nur in Betracht käme, wenn davon auszugehen wäre, 

dass er nicht die Absicht hatte, sich an einer strafbaren Handlung nach Art. 19 

Ziff. 1 al. 1-5 BetmG im gemeinschaftlichem Zusammenwirken mit anderen als 

Mittäter zu beteiligen, dass indessen dem Beschuldigten diese Absicht nicht fehlte 

(vgl. Urk. 107 S. 14 mit Aktenhinweisen).  

2.7. Wenn die Verteidigung geltend machte, dass die Taten spontan erfolgten, 

nämlich dass die Beschuldigten jeweils zusammen sassen und tranken und dass 

dabei ein Beschuldigter die Idee (eines Einbruchs) hatte, worauf die Mit-

beschuldigten mit gingen (vgl. Urk. 84 S. 9), so räumt sie ein, dass der Entscheid, 

die strafbare Handlung zu verüben, jeweils in der Gruppe gefällt wurde. Selbst 

wenn es im Übrigen so gewesen wäre – was die Verteidigung geltend macht (vgl. 

Urk. 84 S. 9) – dass der Beschuldigte jeweils in der letzten Minute aufgeboten 

wurde, wenn er gebraucht wurde (vgl. Vorbringen der Verteidigung in Urk. 84 

S. 9), zeigt dies, dass seine Mitwirkung für die Gruppe von Belang war. Nachdem 

die Taten nicht zum Vorneherein konkret bestimmt oder geplant sein müssen, 

spricht auch die Tatsache, dass für die konkret auszuführende Straftat der  

Entschluss immer wieder aufs Neue gefasst wurde, ebenso wenig gegen die  

Annahme bandenmässiger Begehung, weshalb der Beschuldigte daraus ohnehin 

nichts zu seinen Gunsten ableiten könnte (so auch Vorinstanz, Urk. 107 S. 15).   

2.8. Die Verteidigung brachte weiter vor, der Beschuldigte habe jedes Mal von 

Neuem überredet werden müssen und aufgrund dessen sei konsequenterweise 

kein Grundsatzentscheid vorgelegen, in Zukunft fortgesetzte Straftaten zu bege-

hen (vgl. Urk. 84 S. 9). Auch an der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte 

an, die anderen Tatbeteiligten hätten ihn jedes Mal zum Mitmachen überredet, ja 

ihm sogar gedroht, sie würden ihn bei der Polizei allein für die Straftaten verant-

wortlich machen (Urk. 124 S. 6 ff., Urk. 125 S. 3 f.), falls er nicht nochmals mitwir-

ke. Die Vorinstanz führte zu diesem Vorbringen korrekt aus, es möge sein, dass 

der Beschuldigte nicht mit Begeisterung an den Delikten mitgewirkt habe, eine 

-   16   - 

solche sei aber auch nicht Voraussetzung für die Bejahung der Bandenmässigkeit 

(vgl. Urk. 107 S. 15). Der vorhandene Grundsatzentscheid des Beschuldigten zur 

Delinquenz ist auch nicht in Frage zu stellen, soweit der Beschuldigte damit nicht 

begonnen oder früher aufgehört hätte, wenn er anderweitig zu Geld gekommen 

wäre. Der Beschuldigte befand sich im Zeitpunkt zwischen September und  

Dezember 2009 in einer finanziell angespannten Lage und wirkte gemäss seinen 

eigenen Aussagen deshalb an den Delikten mit, weil seine Familie in Tunesien 

dringend Unterstützung benötigte und es ihm nicht gelang, auf andere Weise zu 

genügend Geld zu kommen (vgl. Urk. HD 8/1 S. 12 und HD 8/2 S. 17, Urk. 124 

S. 9). Gestützt darauf erwog die Vorinstanz mit Fug, bei dieser Ausgangslage sei 

der Schluss naheliegend, dass beim Beschuldigten von einem Grundsatz-

entscheid ausgegangen werden könne, in Zukunft gemeinsam mit der Gruppe 

weitere Delikte zu begehen. Als Indiz dafür diene – so die Vorinstanz zutreffend 

weiter – dass der freiwillige Ausstieg des Beschuldigten just zum Zeitpunkt erfolgt 

sei, als er eine neue Stelle angetreten habe und somit anderweitig zu Geld  

gekommen sei (vgl. Urk. 107 S. 15). Dieses Indiz bleibt auch nach der Angabe 

des Beschuldigten an der Berufungsverhandlung bestehen, wonach er die legale 

Arbeit erst ein bis zwei Wochen nach dem letzten Delikt angetreten habe 

(Urk. 124 S. 6). Mitunter hat er mit dem Delinquieren aufgehört, als er genug Geld 

beisammen hatte bzw. es selber verdienen konnte. Daraus geht auch hervor, 

dass die vom Beschuldigten geltend gemachte Bedrohungssituation nicht die  

Entscheidungsgrundlage bildete, um mit dieser Gruppe zu delinquieren. Denn 

hätte der Beschuldigte unter einem derartigen Druck gestanden, so wäre es ihm 

wohl nicht möglich gewesen, die Gruppe nach drei Monaten zu verlassen. Nach-

dem der Beschuldigte innerhalb von drei Monaten praktisch immer mit denselben 

Mitbeschuldigten an sechs Einbrüchen mitwirkte, ist mit der Vorinstanz sodann 

unverständlich, dass er in der Konfrontationseinvernahme vom 18. März 2011  

erklärte, er sei nur der Transporteur gewesen und habe nicht gewusst, dass das 

eine Gruppe gewesen sei (vgl. Urk. HD 8/2 S. 5, vgl. Urk. 107 S. 15). 

2.9. Gänzlich unglaubhaft und mit der Vorinstanz als Schutzbehauptung muss 

die Darstellung des Beschuldigten an der Hauptverhandlung qualifiziert werden, 

er habe erst nach der dritten Tat gewusst, „dass die anderen etwas Illegales 

-   17   - 

machten“ (vgl. Urk. 66 [39-seitige Einvernahme] S. 34). Vorerst ist festzuhalten, 

dass der Beschuldigte wenige Tage später, wiederum an der Hauptverhandlung 

erklärte, er habe lediglich das erste Mal nichts gewusst, beim zweiten Mal schon 

(vgl. Urk. 73 S. 6), womit er noch vor Vorinstanz widersprüchliche Angaben  

darüber machte, ab wann er wusste, worum es ging. Die Vorinstanz argumentier-

te diesbezüglich zutreffend, das anfängliche Nichtwissen des Beschuldigten sei 

insofern nicht nachvollziehbar, als die Beute beim ersten Einbruch vor seinen  

Augen in das von ihm gelenkte Auto geladen wurde (vgl. Urk. 107 S. 16 unter 

Hinweis auf Urk. 66 S. 34, ND 10 Urk. 10 S. 2). Ferner wies bereits die Vorinstanz 

auf die konspirativen Umstände hin (Fahrt in der Nacht zu einem ungewohnten 

Gebäude, Treffen auf weitere Männer, die sich im Anschluss am Haus zu  

schaffen machen, Verbot, Fragen zu stellen; vgl. Urk. 66 S. 34 f.), welche den 

Schluss nahe legen, dass dem Beschuldigten sehr wohl bewusst war, was da 

vorging (vgl. Urk. 107 S. 16). Wenn also der Beschuldigte trotz dieser offensichtli-

chen Zeichen mit machte und von der deliktischen Tätigkeit keinen Abstand 

nahm, so ist daraus nur der Schluss zu ziehen, dass er diese zumindest nachträg-

lich billigte, was bereits die Vorinstanz ausführte (vgl. Urk. 107 S. 16).  

2.10. Mit der Vorinstanz ist somit davon auszugehen, dass der Beschuldigte  

darum wusste, dass Betäubungsmittel – und zwar zwecks Weiterverkaufs –  

gesucht wurden, zumal dies auch zumindest ab dem zweiten Mal das erklärte Ziel 

war (vgl. Urk. 73 S. 6). Weiter war ihm bekannt, dass auch Diebstähle – als in 

Kauf genommener Kollateralerfolg – stattfinden, zumal die Beute in sein Fahrzeug 

geladen wurde bzw. er bisweilen unmittelbar beobachtete, wie Gegenstände 

weggenommen wurden (vgl. Vorinstanz Urk. 107 S. 16 unter Hinweis auf ND 15 

Urk. 11 S. 3). Damit ist mit der Vorinstanz zu schliessen, dass ihm sowohl die  

Ziele als auch die Abläufe bekannt waren, dass jeder mitmachte, bzw. seine  

Aufgabe übernahm, womit er für die Handlungen aller mitverantwortlich ist (vgl. 

Urk. 107 S. 16).  

2.11. Zusammenfassend ist der objektive und subjektive Tatbestand der Banden-

mässigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b aBetmG bzw. Art. 139 Ziff. 3 StGB erfüllt, 

was zur Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruches in diesem Punkt führt. 

-   18   - 

3. Hausfriedensbruch 

3.1. Betreffend den Vorwurf des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von 

Art. 186 StGB in den Anklagepunkten 1.4. (ND15), 1.5. (ND16), 1.6. (ND 18), 1.7. 

(ND19) sowie 1.8 (ND 20) stellte die Vorinstanz das Verfahren zufolge Rückzugs 

des Strafantrages ein (vgl. Urk. 107 S. 7 und S, 37 Ziff. 1).  

3.2. In den übrigen noch zu beurteilenden Fällen erwog die Vorinstanz zu Recht, 

dass es sich dabei um Begleitdelikte des oben bejahten bandenmässigen Vor-

gehens handelt, weswegen sich auch diesbezüglich weitere Ausführungen zur 

Beteiligungsform erübrigen (vgl. Urk. 107 S. 16 f.), was zur Bestätigung des  

vorinstanzlichen Schuldspruchs führt. 

4. Sachbeschädigung 

4.1. Betreffend den Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB in den Anklagepunkten 1.5. (ND16), 1.6. (ND 18), 1.7. 

(ND19) sowie 1.8 (ND 20) stellte die Vorinstanz das Verfahren zufolge Rückzugs 

des Strafantrages ein (vgl. Urk. 107 S. 7 und S, 37 Ziff. 1).  

4.2. Wie schon oben dargetan, ist die Beteiligung des Beschuldigten an den ver-

schiedenen Taten als bandenmässiges Vorgehen zu qualifizieren. Die Vorinstanz 

erwog daher zu Recht, dass es sich bei der Sachbeschädigung um ein Begleit-

delikt des oben bejahten bandenmässigen Vorgehens handelt, weswegen sich 

auch diesbezüglich weitere Ausführungen zur Beteiligungsform erübrigen (vgl. 

Urk. 107 S. 16 f.), was zur Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs führt, 

allerdings liegt nur eine einfache (Anklageziffer 1.1, ND 10) und keine mehrfache 

Tatbegehung vor. 

5. Raub (Anklagepunkt Ziff. 2.7., ND 17) 

5.1. Die Verteidigung ist der Ansicht, dass das Verhalten des Beschuldigten nicht 

unter den Straftatbestand des Raubes zu subsumieren sei, da der Einbruch mit 

dem Ziel begangen worden sei, Betäubungsmittel zu stehlen und diese nicht  

Gegenstand von Vermögensdelikten sein könnten. Zum Tatzeitpunkt habe er 

nicht gewusst, dass bei den vorhergehenden Delikten etwas anderes als Hanf 

-   19   - 

behändigt worden sei. Er sei somit der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 

Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen (vgl. Urk. 84 S. 10 f., Urk. 125 S. 8 f.). 

5.2. Es trifft zu, dass die Wegnahme von Drogen aus rechtlichen Gründen, näm-

lich weil die Verübung eines Vermögensdeliktes bei Drogen als nicht verkehrs-

fähige Sachen nicht möglich ist, keinen Diebstahl und damit auch keinen Raub  

erfüllen kann (vgl. dazu BGE 132 IV 5 E. 3.3 S. 8 f mit Hinweisen, BGE 122 IV 

179, BGE 124 IV 102 sowie Entscheid des Bundesgerichtes 6B_994/2010 vom 

7. Juli 2011 E. 5.3.2).  

5.3. Somit ist zu prüfen, ob die eingeklagte Wegnahme des Geldes und der 

Wertgegenstände als Raub zu qualifizieren ist. Die Vorinstanz bejahte dies,  

welche Ansicht von der Berufungsinstanz – wenn auch primär mit anderer  

Begründung – geteilt wird. 

5.3.1. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, auch bei einer zunächst 

mit anderer Zielrichtung erfolgten Nötigung, die der Täter zur Wegnahme aus-

nütze, sei der Raubtatbestand erfüllt, wenn die Gewalt noch andauere. Auf die in 

diesem Zusammenhang gemachten rechtlichen Überlegungen, die die Vorinstanz 

unter Hinweis auf einen Entscheid des BGH (BGH, 2 StR 283/03, Urteil vom 

15.10.2003, HRRS 2004 Nr. 2, www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/03/2-283-03.php3, und 

dort besprochene Thematik des Raubes nach Fesselung des Opfers, vgl. 

Urk. 107 S. 17 f.) vornahm, kann an dieser Stelle verwiesen werden (vgl. Urk. 107 

S. 17 f.). Mit Bezug auf den konkret zu beurteilenden Fall erwog die Vorinstanz, 

es sei erstellt, dass der Beschuldigte gemeinsam mit den Mitbeschuldigten den 

Privatkläger 3 niederrang und ihn fesselte. Im Anschluss daran sei er während 

10 bis 20 Minuten bewacht, mithin seiner Freiheit beraubt worden, während  

welcher Zeit seine Wohnung und weitere Räumlichkeiten durchsucht worden  

seien. Da es sich bei der Freiheitsberaubung um ein Dauerdelikt handle, habe die 

Nötigungshandlung während der Fesselung fort gedauert. Es spiele somit keine 

Rolle, ob die Beschuldigten den Diebstahlvorsatz vor oder nach der Überwälti-

gung gefasst hätten, da die Gewalthandlung erst mit dem Lösen der Socken 

(Fesseln) bzw. der Aufgabe der Überwachung ein Ende gefunden habe und die 

http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/03/2-283-03.php3

-   20   - 

Wegnahme der Gegenstände erfolgt sei, während der Privatkläger gefesselt  

gewesen sei (vgl. Urk. 107 S. 20). 

5.3.2. Dazu ist auszuführen, dass die Berufungsinstanz entgegen der von der  

Vorinstanz vertretenen Auffassung von einem anderen Sachverhalt ausgeht.  

Berücksichtigt man die Aussagen des Privatklägers, so steht fest, dass die Mitbe-

schuldigten, die ihn angriffen, niederrangen und fesselten, von allem Anfang an 

von ihm nebst "Gras" auch Geld wollten, zumal sie unmissverständlich danach 

fragten (vgl. ND 17 Urk. 2 S. 2 und Urk. 3 S.4), was auch der Beschuldigte, der 

sich im gleichen Raum aufhielt realisierte. Damit bestehen keine Zweifel, dass die 

dem Privatkläger gegenüber vorgenommene Nötigungshandlung (auch) vom  

Willen bestimmt war, ihm Geld wegzunehmen, somit einen Diebstahl zu begehen, 

was sie auch taten. Der begangene Diebstahl ist damit die direkte Konsequenz 

der vorangegangenen und auch andauernden Nötigungshandlung. Unzutreffend 

ist im Übrigen der weitere Einwand der Verteidigung, dass die Anklageschrift die 

Nötigungshandlung ausschliesslich im Zusammenhang mit der Suche nach  

erntereifem Drogenhanf aufführt (vgl. Einwand Verteidigung in Urk. 84 S. 10, vgl. 

Anklage S. 41).  

5.3.3. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden, wonach der Beschuldigte, der wissentlich und willentlich bei der 

Überwältigung des Privatklägers mitwirkte, ihn im Anschluss überwachte im  

Wissen darum, dass die Mitbeteiligten sowohl die Wohnung als auch weitere 

Räumlichkeiten durchsuchten. Selbst wenn man nicht auf die Aussagen des  

Privatklägers abstellen würde, ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Beschul-

digte aufgrund der früheren Erfahrungen auch damit hätte rechnen müssen, dass 

nicht lediglich nach Drogenhanf gesucht wird, sondern auch wieder einmal fremde 

Sachen weggenommen würden (so Vorinstanz in Urk. 107 S. 19 unter Hinweis 

auf ND 15 Urk. 11 S. 3 und ND 10 Urk. 10 S. 2). Denn der Beschuldigte wusste 

darum, dass während dieser Zeit Wertgegenstände des Privatklägers 3 ein-

gepackt wurden, womit er – wie die Vorinstanz im Einzelnen angab und worauf 

verwiesen werden kann (vgl. Urk. 107 S. 19) – die Wegnahme fremder Sachen 

zumindest in Kauf nahm. Damit steht ausser Frage, dass er bezüglich dieses  

-   21   - 

Vorfalls die Verantwortung trägt. Unter Hinweis auf die weiteren Ausführungen der 

Vorinstanz ist somit sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand  

erfüllt und der Beschuldigte im Anklagepunkt Ziff. 2.7. des Raubes im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

5.3.4.  Eine weitere Prüfung, ob im Zusammenhang mit der beabsichtigten  

Wegnahme von Hanfpflanzen aufgrund des Tatvorgehens, insbesondere des 

Übergriffs zum Nachteil des Geschädigten F._____ andere Delikte (Nötigung, 

Freiheitsberaubung) vorliegen, hat hier insofern zu unterbleiben, als daraus eine 

Verletzung des Verschlechterungsverbotes resultieren würde. 

6. Zusammenfassung 

Damit ist der Beschuldigte in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils – als  

Mittäter – wie folgt schuldig zu sprechen: 

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG in Verbindung mit Ziff. 2 lit. b a-

BetmG, 

− des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Ziff. 3 StGB, 

− des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB, 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

V. Sanktion 

1. Strafrahmen und Strafzumessungsfaktoren 

1.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass bei der Strafzumessung gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich sowohl auf verschiedene als auch 

auf mehrfach begangene, gleichartige begangene Delikte bezieht und damit  

-   22   - 

vorliegend anzuwenden ist, das vom Beschuldigten mit der schwersten Straf-

androhung begangene Delikt den Ausgangspunkt bildet. Sie hat entsprechend 

den gesetzlichen Strafrahmen von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG in Verbin-

dung mit Ziff. 2 lit. b aBetmG korrekt abgesteckt und im Übrigen zu den Kriterien 

der Strafzumessung die nötigen theoretischen Ausführungen gemacht und  

festgehalten, dass zwischen der Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden 

ist, worauf vorweg zu verweisen ist (vgl. Urk. 107 S. 20 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.2. Korrekt erwog die Vorinstanz, dass eine Überschreitung des Strafrahmens 

per definitionem nicht möglich ist, weshalb die Deliktsmehrheit innerhalb des 

Strafrahmens straferhöhend zu berücksichtigen ist. Nachdem keine Straf-

milderungsgründe ersichtlich sind, kommt vorliegend auch keine Unterschreitung 

des Strafrahmens in Frage. 

1.3. Der Beschuldigte beging sämtliche hier zur Diskussion stehenden Delikte, 

bevor er mit Strafmandat des Bezirksamtes Baden vom 10. September 2010  

wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 

15 Tagessätzen zu Fr. 110.-- verurteilt wurde. Nachdem für die heute zu beurtei-

lenden Delikte eine Freiheitsstrafe auszusprechen ist, mithin keine Gleichartigkeit 

der bereits ausgesprochenen mit der neu auszusprechenden Strafe vorliegt, fällt 

die Bildung einer Zusatzstrafe trotz vorliegender retrospektiver Konkurrenz nach 

Art. 49 Abs. 2 StGB ausser Betracht. Denn es ist ausgeschlossen, eine Freiheits-

strafe als Zusatzstrafe zu einer Geldstrafe als Grundstrafe auszusprechen (vgl. 

dazu BGE 137 IV 57 E. 4.3.).  

1.4. Festzuhalten ist vorweg, dass in der Berufungsinstanz mangels Berufung 

oder Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft eine höhere als die von der  

Vorinstanz ausgesprochene Strafe wegen des Verschlechterungsverbotes nicht in 

Frage kommt. 

 

 

-   23   - 

2. Tatkomponente 

2.1. Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

2.1.1. Die Vorinstanz hielt korrekt fest, dass sich bei Drogendelikten das Ausmass 

des verschuldeten Erfolges und damit die im Einzelfall erzielte Gefährdung aus 

dem Grad der Gefährlichkeit der Droge, der Drogenmenge und dem Reinheits-

grad der Droge ergibt. Sie erwog in diesem Zusammenhang, dass sich der Be-

schuldigte (mit seinen Mitbeschuldigten) im Zeitraum zwischen Anfang September 

bis Anfang Dezember 2009 auf der Suche nach erntereifem Drogenhanf befand, 

welche nur einmal von Erfolg gekrönt war, als die Beschuldigten in O._____ auf 

300 - 500 Gramm Marihuana stiessen (vgl. Urk. 107 S. 24). Mit der Vorinstanz ist 

festzuhalten, dass die Droge Cannabis an und für sich zwar nicht unbedenklich 

ist, weil sie insbesondere bei lange dauerndem und übermässigem Gebrauch 

durchaus zu psychischen und physischen Belastungen führen kann, dass die  

Gefahren, die vom Konsum von Cannabis für die menschliche Gesundheit aus-

gehen, indessen vergleichsweise gering sind und jene der harten Drogen deutlich 

unterschreiten (vgl. Vorinstanz Urk. 121 S. 27 unter Hinweis auf BGE 117 IV 314 

E. 2.g.aa). Zutreffend ist sodann, dass den Beschuldigten vorliegend der  

Reinheitsgrad der Droge nicht bekannt gewesen sein dürfte, was indessen bei 

Cannabis nicht weiter relevant ist. Immerhin zeigen die Aussagen des Mit-

beschuldigten L._____, dass das aufgefundene Marihuana durchaus eine  

stimulierende Wirkung hatte (vgl. Urk. 83 S. 10), was die Bande  zumindest in 

Kauf nahm, hätte sich sonst der in diesem Zusammenhang übernommene  

Aufwand kaum gelohnt. Angesichts der letztlich bescheidenen Ausbeute, bei den 

von allen Beschuldigten auf eine weiche Droge ausgerichteten Streifzügen, stufte 

die Vorinstanz den Erfolgsunwert als Teil des objektiven Verschuldens zu Recht 

als sehr leicht ein (vgl. Urk. 107 S. 24).  

2.1.2. Die Vorinstanz legte im Einzelnen die Vorgehensweise der Beschuldigten 

dar, worauf hier zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen ist (vgl. 

Urk. 107 S. 24 f. Art. 82 Abs. 4 StPO) und schloss daraus, dass die Betäubungs-

mitteldelikte der Beschuldigten auf einem ausgeklügelten „Geschäftsmodell“ (Tipp 

von Dritten, Observation von Kunden eines Unternehmens für Gewächshaus-

-   24   - 

technik, Heraussuchen von Adressen aufgrund von Autokennzeichen, Inspizieren 

von Lüftungen, etc.) basierten, welcher Bewertung, entgegen den neuerlichen 

Vorbringen der Verteidigung (Urk. 125 S. 10), zuzustimmen ist. Schon die Anzahl 

der innert weniger Monate auf der Suche nach Hanfplantagen aufgesuchten  

Örtlichkeiten zeigt, dass sie dieses Geschäftsmodell mit Akribie und gezielt zur 

Anwendung brachten. Mit der Vorinstanz zeigt diese Vorgehensweise sodann 

deutlich, dass die Gruppe keineswegs gedankenlos irgendwo einstieg, sondern 

ihre Ziele mit Bedacht wählte. Weiter ist zutreffend, dass selbst wenn einzuräu-

men ist, dass die einzelnen Delikte nicht von langer Hand geplant waren, nicht 

von einem unerheblichen Planungsgrad ausgegangen werden kann.  

2.1.3. Die Vorinstanz äusserte sich sodann zum Rang und zur Rolle des  

Beschuldigten innerhalb der Gruppierung und hielt fest, dass der Beschuldigte  

als Chauffeur und Aufpasser im Gesamtgefüge der Bande grundsätzlich nur  

untergeordnete Aufgaben wahrnahm, wobei zu berücksichtigen ist, dass er auch 

Gebäude betrat und sie durchsuchte (vgl. Urk. 107 S. 25), was neutral in die  

Verschuldenswertung einfliesst. Zu teilen ist sodann die Wertung der Vorinstanz, 

welche das objektive Verschulden, innerhalb des weiten Strafrahmens, insgesamt 

als leicht einstufte.  

2.1.4. In subjektiver Hinsicht fällt in Betracht, dass der Beschuldigte sämtliche  

Betäubungsmitteldelikte mit direktem Vorsatz beging, zumal er jeweils mit dem 

vordergründigen Ziel einbrach, Drogenhanf zu erlangen (vgl. Urk. 107 S. 25 mit 

Hinweis auf ND 16 Urk. 10 S. 1 f.). Demgegenüber ist dem Beschuldigten positiv 

anzurechnen, dass er sich aus eigenem Willen von der Bande distanzierte (vgl. 

Urk. HD 1/1 S. 30, Urk. 107 S. 25). 

2.1.5. Zum Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden 

muss und ebenfalls auf der subjektiven Seite zu beachten ist, erwog die  

Vorinstanz mit zutreffender Begründung, es sei vorliegend – obwohl der Beschul-

digte geltend machte, dass ihn die anderen Beschuldigten unter Druck gesetzt 

und ihn jedes Mal überredet hätten (vgl. Urk. 84 S. 5, Urk. 124 S. 6 f.) – keine 

Einschränkung der Entscheidungsfreiheit des Beschuldigten ersichtlich (vgl. 

Urk. 107 S. 26), womit ihm diesbezüglich keine Entlastung zuzubilligen ist. Er 

-   25   - 

wollte schlicht Geld, sei es nun für die Behandlung seiner kranken Mutter, sei es 

für sich selbst. 

2.1.6. Zu den Beweggründen des Beschuldigten legte die Vorinstanz dar, der  

Beschuldigte habe wiederholt ausgeführt, dass er die Delikte beging, um Geld für 

die Krebsbehandlung seiner Mutter zu erlangen (vgl. Urk. 107 S. 26 unter Hinweis 

auf Urk. HD 8/1 S. 12, Urk. HD 8/2 S. 17). Er habe demnach zwar nach dem 

schnellen Geld gestrebt, dieses jedoch grundsätzlich für die Unterstützung eines 

Familienmitglieds eingesetzt, auch wenn er die Krebserkrankung seiner Mutter zu 

Beginn des Verfahrens nicht erwähnt habe. Die Vorinstanz schenkte dem  

Beschuldigten einerseits insoweit Glauben, als dass seine Taten dem Grundsatze 

nach nicht direkt-egoistisch motiviert waren. Sie schränkte auf der anderen Seite 

ein, der Beschuldigte habe nur bedingt über Alternativen nachgedacht und er  

habe im Prinzip den ihm am einfachsten erscheinenden Weg gewählt, um an 

Geld zu gelangen. Gestützt auf die Akten ist als nachgewiesen zu betrachten, 

dass die Mutter des Beschuldigten tatsächlich krank war und der Beschuldigte im 

Tatzeitraum Geld nach Tunesien überwies (Urk. 29/9/1, Urk. 29/8/1). Damit  

erfährt das durch die Vorinstanz als nicht direkt-egoistisch bezeichnete Tatmotiv 

eine Relativierung, was sich nicht unwesentlich verschuldensmindernd auswirkt.  

2.1.7. Zusammenfassend führt die subjektive Tatschwere zu einer leichten Relati-

vierung des objektiven Tatverschuldens. Mit der Vorinstanz kann damit das  

Gesamtverschulden innerhalb des qualifizierten Tatbestands als sehr leicht  

bezeichnet werden, was zur Festsetzung einer hypothetischen Einsatzstrafe im 

Bereich von 16 Monaten führt. Richtig ist ferner, dass aufgrund der weiteren Straf-

taten im Folgenden – unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips – eine  

angemessene Erhöhung der Strafe zu erfolgen hat.  

2.2. Bandenmässiger Diebstahl 

2.2.1. In objektiver Hinsicht fällt – mit der Vorinstanz – ins Gewicht, dass der  

Beschuldigte bis zur Aufgabe des Tatentschlusses an vier Einbruchdiebstählen 

mitwirkte, wobei von einem (grob geschätzten) Deliktsbetrag von Fr. 24'000.-- 

ausgegangen werden muss (vgl. Anklage). Entgegen der Verteidigung kann nicht 

-   26   - 

gesagt werden, dieser Deliktsbetrag sei gering (vgl. Urk. 84 S. 13). Wie bei den 

übrigen Mitbeschuldigten erwog die Vorinstanz auch hier, es sei nicht in Abrede 

zu stellen, dass sich die Bande, in welcher der Beschuldigte delinquierte, vorder-

gründig auf das Erlangen von Drogenhanf fokussiert habe. Während des Durch-

suchens der Gebäude wurden jedoch – sozusagen als "Kollateralerfolg" – auch 

Gegenstände und Bargeld mitgenommen, wobei die Handlungen diesbezüglich 

bei den einzelnen Delikten von einer gewissen Spontaneität gezeugt hätten (vgl. 

Urk. 107 S. 27). Es möge sein – so die Vorinstanz weiter –, dass der Beschuldigte 

nicht aus eigenem Antrieb Deliktsgut abtransportiert habe. Er duldete jedoch das 

Tun der übrigen Beschuldigten und führte die gestohlene Ware später auch in 

seinem Wagen mit (vgl. Urk. 107 S. 27 mit Hinweis auf ND 15 Urk. 11 S. 1 und 3). 

Dies verrät eine nicht unbedeutende kriminelle Energie. Die Taten wurden zudem 

innerhalb eines relativ engen Zeitraums begangen. Es basiert daher lediglich auf 

dem auch für diese Delikte weiten Strafrahmen, dass von einem noch knapp 

leichten objektiven Verschulden gesprochen werden kann (so auch Vorinstanz in 

Urk. 107 S. 27).  

2.2.2. Zur subjektiven Tatschwere ist anzuführen, dass der Beschuldigte auch 

diesbezüglich direktvorsätzlich handelte, womit keine Relativierung des objektiven 

Verschulden angenommen werden kann. Das Gesamtverschulden für den  

bandenmässigen Diebstahl ist daher nach wie vor im knapp leichten Bereich  

anzusiedeln und rechtfertigt daher eine moderate Erhöhung der hypothetischen 

Einsatzstrafe.  

2.3. Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch 

2.3.1. Die Vorinstanz erwog, dass es sich bei der Sachbeschädigung und dem 

mehrfachen Hausfriedensbruch um Begleitdelikte handelt, welche gegenüber dem 

Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und dem bandenmässigen Dieb-

stahl in den Hintergrund treten. Entgegen der Vorinstanz handelt es sich jedoch 

nicht um eine mehrfache, sondern um eine einfache Tatbegehung (Anklageziffer 

1.1). Angesichts des verursachten Schadens kann diese Tat indessen nicht  

bagatellisiert werden. Klar ist, dass der Beschuldigte bei der Sachbeschädigung 

nicht selber Hand anlegte, weshalb die objektive Tatschwere mangels eigenem 

-   27   - 

aktiven Tun als sehr leicht einzustufen ist; er hat sich aber die Taten der  

Mittäter anrechnen zu lassen. Entgegen der Vorinstanz kann indessen nicht von  

Eventualvorsatz gesprochen werden, weshalb keine Verschuldensminderung in 

Frage kommt (vgl. Urk. 107 S. 28).  

2.3.2. Die hypothetische Einsatzstrafe ist für diese Delikte lediglich in marginalem 

Umfang zu erhöhen. 

2.4. Raub (Anklagepunkt 2.7., ND 17) 

2.4.1. Wie die Vorinstanz bemerkte, fällt diesbezüglich vor allem der Eingriff in die 

psychische und physische Integrität des Opfers ins Gewicht, welches inmitten der 

Nacht in seiner Wohnung von sechs Männern heimgesucht wurde. Wenn die  

Vorinstanz den Erfolgsunwert in unteren Bereich einstufte, weil das Opfer gemäss 

eigenen Aussagen den Übergriff nicht direkt als unmittelbare Gefahr für Leib und 

Leben einschätzte, weil es die Beschuldigten als dumm und unerfahren einstufte 

(vgl. Urk. ND 17/3 S. 10 und S. 16 f.), so blendet dies aus, dass das Opfer in der 

Anfangsphase des Überfalls Todesängste ausstehen musste (vgl. Urk. ND 17/3 

S. 7) und sich immerhin erst einen Monat nach dem Vorfall psychisch und  

physisch wieder als "ok" bezeichnete (vgl. Urk. ND 17/3 S. 3), was durchaus 

nachvollziehbar ist, nachdem es mitten in der Nacht im Schlaf überrascht wurde 

und mit mehreren Einbrechern, einer Übermacht also, konfrontiert wurde. Gewiss 

erscheint das Tatvorgehen an sich als chaotisch und dilettantisch, zumal sie das 

Opfer nach dessen Überwältigung mit einem T-Shirt und Socken fesselten und 

dessen Bewacher sich ohne weiteres in ein Gespräch verwickeln liess (vgl. ND 17 

Urk. 3 S. 5 und 11). Dies zeigt aber nur, dass die Beschuldigten selber von der 

Anwesenheit des Opfers überrascht wurden und dass sie nicht etwa den Ort  

sofort verliessen, sondern – obwohl unvorbereitet – ohne zu zögern das Opfer 

angriffen, um es ruhig zu stellen. Naheliegend wäre eine Flucht gewesen. Wenn 

die Vorinstanz festhielt, dass letztlich auch die eingesetzten Mittel zum Ziel der 

Widerstandsunfähigkeit führten und das Opfer während einer längeren Zeit seiner 

Freiheit beraubt war, so ist dies korrekt. Zutreffend ist sodann, dass der Be-

schuldigte an vorderster Front und aktiv an der Überwältigung des Privatklägers 3 

mitwirkte, danach dessen Füsse fesselte und ihn gemäss seiner eigenen Aussage 

-   28   - 

an diese Stelle mit der flachen Hand schlug. Weiter bewachte er das Opfer für 

15 bis 20 Minuten, während die anderen die Räumlichkeiten durchsuchten (vgl. 

Vorinstanz Urk. 107 S. 29 unter Hinweis auf ND 17 Urk. 31 S. 4, ND 17 Urk. 32 

S. 5 und Urk. 73 S. 13). Das objektive Tatverschulden ist demgemäss – dies  

entgegen der Beurteilung der Verteidigung (Urk. 125 S. 12) – als bereits erheblich 

zu qualifizieren.  

2.4.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Eindringen in die 

Wohnung des Opfers primär von der Suche nach Hanf geleitet war und dass der 

eigentliche Diebstahlsentschluss erst im Laufe des Geschehens in den Vorder-

grund trat. Entgegen der Vorinstanz ist dieser Umstand indessen nicht verschul-

densmindernd, sondern neutral zu bewerten. Das bereits erhebliche Verschulden 

rechtfertigt damit eine deutliche Erhöhung der hypothetischen Einsatzstrafe.  

2.5. Bei einer Gesamtwürdigung der Tatkomponente erscheint zusammen-

fassend – asperiert – die von der Vorinstanz festgesetzte Strafe im Bereich von 

28 Monaten als zu tief. Vielmehr ist eine solche von rund drei Jahren ange-

messen. 

3. Täterkomponente 

3.1. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse 

sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Bei der Beurteilung des 

Vorlebens fallen einerseits früheres Wohlverhalten, andererseits Zahl, Schwere 

und Zeitpunkt von Vorstrafen ins Gewicht. Unter dem Gesichtspunkt der persönli-

chen Verhältnisse ist etwa zu berücksichtigen, ob der Täter Reue und Einsicht 

zeigte und ob er mehr oder weniger strafempfindlich ist.  

3.2. Bezüglich des Vorlebens des Beschuldigten kann auf seine entsprechenden 

Angaben in der Untersuchung und im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. Urk. HD 8/2 

S. 15 ff., Urk. 73 S. 1 ff.) und auf die diesbezügliche Zusammenfassung im  

vorinstanzlichen Urteil (vgl. Urk. 107 S. 29 f.) verwiesen werden. An der  

Berufungsverhandlung hat sich ergeben, dass der Beschuldigte aktuell in einem 

Angestelltenverhältnis als Maler arbeitet und dabei einen monatlichen Verdienst 

-   29   - 

von Fr. 4'500.-- bis Fr. 4'800.-- netto erzielt. Er hat Schulden in der Höhe von 

Fr. 18'000.--. Seine Ehefrau geht keiner Erwerbstätigkeit nach und ist als  

Hausfrau tätig. Zur Familie des Beschuldigten ist weiter zu erwähnen, dass im Juli 

2013 sein zweites Kind geboren werden wird (Urk. 124 S. 3 ff.). Aus diesen  

persönlichen Verhältnissen und dem Werdegang des Beschuldigten lassen sich 

keine strafzumessungsrelevante Faktoren erkennen (vgl. auch Vorinstanz 

Urk. 107 S. 30). 

3.2.1. Der Beschuldigte delinquierte während laufender Probezeit, was zu-

sammen mit zwei Vorstrafen spürbar straferhöhend zu bewerten ist. Zutreffend ist 

sodann, dass die Verurteilung vom 10. September 2010 hier nicht zu berücksich-

tigen ist, da sie nach den in diesem Verfahren zu beurteilenden Delikten erfolgte.  

3.2.2. Bei der Strafzumessung ist auch das Nachtatverhalten eines Täters mit zu 

berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wies die Vorinstanz auf die bundes-

gerichtliche Rechtsprechung zur Bewertung des Nachtatverhaltens und insbeson-

dere eines Geständnisses hin, worauf verwiesen werden kann (vgl. Urk. 107  

S. 30 f.). Mit der Vorinstanz ist diesbezüglich auszuführen, dass der Beschuldigte 

sich in einem frühen Stadium der Untersuchung, insbesondere im Anklagepunkt 

2.7., auskunftsfreudig gab, zumal er sich in grossem Masse selbst belastete (vgl. 

Urk. 107 S. 31 unter Hinweis auf HD Urk. 1/1 S. 30, ND 17 Urk. 31). Unverkenn-

bar ist jedoch, dass er vor Vorinstanz dazu neigte, seine bisherigen Aussagen zu 

schönen und seine Beteiligung herunterzuspielen. So bagatellisierte er an der 

Hauptverhandlung beispielsweise, er sei nur der Fahrer für 3 oder 4 Mal gewesen 

(vgl. Urk. 73 S. 7) und machte widersprüchliche Angaben darüber, ab wann er 

gewusst haben soll, worum es ging (vgl. Urk. 67 S. 34 und Urk. 76 S. 6). Auch 

wenn sich der Beschuldigte während der Untersuchung kooperationsbereit zeigte, 

kann sein Geständnis damit lediglich im mittleren Grade strafmindernd berück-

sichtigt werden. 

3.2.3. Mit der Vorinstanz ist sodann fest zu halten, dass der Umstand, dass der 

Beschuldigte bei den meisten Geschädigten persönlich vorbeiging und sich  

entschuldigte bzw. ihnen ein Entschuldigungsschreiben zukommen liess (vgl. 

Urk. 65/1-6 sowie Urk. 84 S. 14), auch wenn dies relativ spät erfolgte und seine 

-   30   - 

Bemühungen gleichzeitig einen angenehmen Nebeneffekt hatten (Rückzug der 

Strafanträge), auf vorhandene Reue und Einsicht schliessen lässt. Jedoch ist an 

dieser Stelle anzumerken, dass die Darstellung seiner Einsicht nicht vorbehaltlos 

angenommen werden kann. So führte der Beschuldigte beispielsweise aus, das 

Delikt in P._____ (Raub) sei ihm viel zu weit gegangen, so dass er sich gesagt 

habe, jetzt sei fertig damit (Urk. 124 S. 7). Nur rund drei Wochen später kam es 

jedoch zu einem weiteren Delikt, an dem sich der Beschuldigte beteiligte. Offen-

bar macht sich der Beschuldigte auch heute noch etwas vor, wenn er berichtet, er 

habe eigentlich gar nicht delinquieren wollen und in diesem Zusammenhang auf 

die Drohungen der Mittäter verweist. Denn zumindest für sein letztes Delikt kann 

die Drohung, man werde ihm alles in die Schuhe schieben, kaum Wirkung ent-

faltet haben, da diese komplett unrealistisch war, nachdem der Geschädigte 

F._____ in P._____ ja bereits mehrere Täter zu Gesicht bekommen hatte. Damit 

steht aber fest, dass der Beschuldigte auch heute noch dazu neigt, zumindest  

einen Teil der Verantwortung für seine Delinquenz an Dritte abzugeben und  

seinen Tatbeitrag zu bagatellisieren, weshalb ihm unter dem Aspekt der Reue  

und Einsicht, entgegen den Ausführungen seines Verteidigers, nur eine leichte 

Strafminderung zugute kommt. 

3.2.4. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist der Beschuldigte nicht auf und  

wurde auch von der Verteidigung nicht geltend gemacht.  

3.2.5. Berücksichtigt man die oben dargelegten Elemente der Täterkomponente, 

so ergibt sich daraus insgesamt eine Entlastung des Beschuldigten in einem nicht 

höheren Mass, als sie die Vorinstanz vornahm. 

4. Gesamtwürdigung 

4.1. Zusammenfassend erscheint damit insgesamt die von der Vorinstanz  

ausgesprochene Freiheitsstrafe von 22 Monaten als klar zu mild. Sie ist aber  

unter Berücksichtigung der Schranke des Verschlechterungsverbots zu bestäti-

gen. 

-   31   - 

5. Anrechnung Haft 

Der Beschuldigte wurde am 15. September 2010, 06.45 Uhr verhaftet (vgl. Urk. 

HD 37/2). Seine Entlassung erfolgte am 9. November 2010 (vgl. Urk. HD 37/7 und 

HD 37/8). Damit verbrachte er 56 Tage in Haft, welche ihm anzurechnen sind. 

VI. Vollzug und Widerruf 

1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundsätze, die bei der Beurteilung, ob 

eine Strafe vollzogen werden soll und die im Zusammenhang mit dem Widerruf 

der für eine frühere Strafe gewährten bedingten Strafvollzugs korrekt wiederge-

geben. Darauf kann verwiesen werden (vgl. Urk. 107 S. 32, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2. Die Vorinstanz gewährte dem Beschuldigten den bedingten Strafvollzug mit 

zutreffender Begründung, insbesondere aufgrund der gegenwärtigen positiven  

Situation des Beschuldigten, auf welche verwiesen werden kann (vgl. Urk. 107 

S. 32 f.). Diese Anordnung könnte im Übrigen wegen des Verschlechterungs-

verbot auch nicht in Frage gestellt werden und ist damit, zusammen mit der  

Ansetzung einer 5-jährigen Probezeit, welche auch von der Verteidigung nicht 

bemängelt wird, zu bestätigen.  

3. Sodann ist die vorinstanzliche Anordnung betreffend den Widerruf der mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. April 2008 für die  

Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.-- gewährte bedingte Strafvollzug mit 

der von der Vorinstanz angegebenen Begründung (vgl. Urk. 107 S. 33, Art. 82 

Abs. 4 StPO), welche nicht bemängelt wurde, zu bestätigen (Urk. 125). 

VII. Kosten 

Kosten der Berufungsinstanz 

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten des  

Berufungsverfahrens zu tragen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

-   32   - 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Der  

Beschuldigte ist jedoch verpflichtet, die vom Staat entrichtete Entschädigung  

zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 

Abs. 4 StPO). 

Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 4'000.-- anzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil und der Beschluss des Bezirksgerichts 

Bülach vom 29. März 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

" Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird eingestellt betreffend  

− mehrfacher Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in den  

Anklagepunkten 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. (ND 20), 

− mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB in den Anklage-

punkten 1.4. (ND 15), 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. 

(ND 20). 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg 

verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18). 

4. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 6, C._____ AG, als Rechtsnachfolge-

rin der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., 

ND 18). 

5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 7, D._____, wird 

auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.5., ND 16). 

-   33   - 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittel) 

Es wird erkannt: 

1. … 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf 

− des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 im Anklagepunkt 1.8. (ND 20), 

− der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 

Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG im Anklagepunkt 1.8. (ND 20). 

3. … 

4. … 

5. … 

6. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1, E._____, wird auf den  

Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.3., ND 14).  

7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privat-

klägerin 2, H._____, im Betrag von Fr. 200.– anerkannt hat (Anklagepunkt 1.4., 

ND 15). 

8. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, F._____, wird auf den Zivilweg 

verwiesen (Anklagepunkt 2.7., ND 17).  

9. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 4, G._____ GmbH, wird auf den Zi-

vilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 17). 

10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

 Fr. 1'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

 Fr. 5'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

 Fr. 5'533.50   Kosten KAPO 

-   34   - 

 Fr. 2'401.80   Auslagen Vorverfahren  

 Fr.          amtl. Verteidigungskosten (ausstehend)  

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von 

der Gerichtskasse übernommen werden." 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 
− des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 des alten 

Betäubungsmittelgesetzes in Verbindung mit Ziff. 2 lit. b aBetmG  
[Anklageziffern 1.1., 1.3., 1.4., 1.5., 1.6., 1.7.],  

− des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Ziff. 3 StGB  
[Anklageziffern 1.1., 1.3., 1.4., 1.7.], 

− des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB  
[Anklageziffer 2.7.], 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 
[Anklageziffer 1.1.], 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB  

[Anklageziffern 1.1., 1.3.],. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

56 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

fünf Jahre festgesetzt. 

-   35   - 

4. Der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. April 2008 für 

eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.– gewährte bedingte Straf-

vollzug wird widerrufen. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

   

 
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 
vorbehalten. 

7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− an die nachfolgende Privatklägerschaft (im Dispositivauszug betreffend 

den Beschluss): 
− E._____  
− H._____ 
− G._____ GmbH 
− B._____ 
− C._____ AG, … [Adresse] 
− D._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− die Bundesanwaltschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

-   36   - 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 5. April 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Baumgartner 
 

 
 

	Urteil vom 5. April 2013
	 Anklage:
	Urteil und Beschluss der Vorinstanz:
	(Urk. 107)
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird eingestellt betreffend
	 mehrfacher Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in den Anklagepunkten 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. (ND 20),
	 mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB in den Anklagepunkten 1.4. (ND 15), 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. (ND 20).

	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18).
	4. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 6, C._____ AG, als Rechtsnachfolgerin der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18).
	5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 7, D._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.5., ND 16).
	6. (Mitteilungen)
	7. (Rechtsmittel)
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG in Verbindung mit Ziff. 2 lit. b aBetmG,
	 des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Ziff. 3 StGB,
	 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB,
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 im Anklagepunkt 1.8. (ND 20),
	 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG im Anklagepunkt 1.8. (ND 20).

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 56 Tage durch Haft erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. April 2008 für eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.– gewährte bedingte Strafvollzug wird widerrufen.
	6. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1, E._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.3., ND 14).
	7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 2, H._____, im Betrag von Fr. 200.– anerkannt hat (Anklagepunkt 1.4., ND 15).
	8. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, F._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 2.7., ND 17).
	9. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 4, G._____ GmbH, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 17).
	10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte A._____ sei zu verurteilen wegen:
	 Gehilfenschaft zur Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG;
	 Freiheitsberaubung i.S.v. Art. 183 Ziff. 1 StGB;
	 Gehilfenschaft zum Diebstahl i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB;
	 Gehilfenschaft zur Sachentziehung i.S.v. Art. 141 i.V.m. Art. 25 StGB;
	 (teilweise Gehilfenschaft zum) Haufriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB, teilweise i.V.m. Art. 25 StGB;
	 (teilweise Gehilfenschaft zur) Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 StGB, teilweise i.V.m. Art. 25 StGB.

	2. Der Beschuldigte A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten zu bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft.
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte und Umfang der Berufung

	1. Vorinstanzliches Urteil
	1.1. Nachdem die Staatsanwaltschaft IV am 20. Juni 2011 gegen O._____, J._____, K._____, L._____, M._____ und A._____ Anklage erhoben hatte, fällte das Bezirksgericht Bülach am 29. März 2012 gegen die Beschuldigten das Urteil. Auf das oben zitierte Ur...
	1.2. Mit Eingabe vom 4. April 2012 liess der Beschuldigte dagegen Berufung anmelden (vgl. Urk. 87). Am 28. August 2012 erstattete die Verteidigung die Berufungserklärung (vgl. Urk. 109). Darin erklärte sie, die Berufung beschränke sich auf Dispositiv-...
	 Gehilfenschaft zu Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 al. 6 BetmG;
	 Freiheitsberaubung i.S.v. Art. 183 Ziff. 1 StGB;
	 Gehilfenschaft zum Diebstahl i.S.v. Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB;
	 Gehilfenschaft zur Sachentziehung i.S.v. Art. 141 i.V.m. Art. 25 StGB;
	 (teilweise Gehilfenschaft zum) Haufriedensbruchs i.S.v. Art. 186 StGB, teilweise i.V.m. Art. 25 StGB;
	 (teilweise Gehilfenschaft zur) Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 StGB, teilweise i.V.m. Art. 25 StGB.

	1.3. Demgegenüber verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzliches Urteils (vgl. Urk. 116). Sie erklärte gleichzeitig, dass sie sich am weiteren Verfahren nicht aktiv beteiligen werde und ers...
	1.4. In der Folge wurde zur Berufungsverhandlung vorgeladen, welche am  4. April 2013 zusammen mit derjenigen in den weiteren Berufungsverfahren SB120389 (M._____) und SB120387 (O._____) stattfand.

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Gestützt auf die oben zitierte Berufungserklärung sind folgende Punkte des vorinstanzlichen Beschlusses und Urteils nicht angefochten und daher in Rechtskraft erwachsen, was festzustellen ist:
	1.1.1. Dispositiv-Ziffer 1 - 5 des vorinstanzlichen Beschlusses
	1.1.2. Dispositiv-Ziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils (Freisprüche im Anklagepunkt 1.8, ND 20)
	1.1.3. Dispositiv-Ziffern 6-9 (Regelung der Zivilansprüche)
	1.1.4. Dispositiv-Ziffer 10 (Kostenfestsetzung)
	1.1.5. Dispositiv-Ziffer 11 (Kostenauflage)
	2.2. Zur Disposition, teilweise zufolge Konnexität mit dem angefochtenen Strafpunkt und der Strafzumessung, und daher im Berufungsverfahren zu behandeln sind folgende Punkte des vorinstanzlichen Urteils:
	1.1.6. Dispositiv-Ziffer 1 (Schuldpunkt)
	1.1.7. Dispositiv-Ziffer 3 (Sanktion)
	1.1.8. Dispositiv-Ziffer 4 (bedingter Strafvollzug)
	1.1.9. Dispositiv-Ziffer 5 (Widerruf)
	II.  Prozessuales

	1. Anwendbares Prozessrecht
	1.1. Seit dem 1. Januar 2011 steht die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO) in Kraft. Vorliegend stehen Delikte aus den Jahren 2009 und 2010 zur Beurteilung an, der vorinstanzliche Entscheid erging am 29. März 2012. Damit stel...
	1.2. Art. 448 der StPO bestimmt, dass Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses  Gesetzes hängig sind, grundsätzlich nach neuem Recht fortgeführt werden, wobei Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der StPO angeordnet oder durchgeführt worden sin...
	1.3. Im vorliegenden Verfahren ist damit das neue Prozessrecht (StPO) anwendbar, wobei für Fragen nach der Gültigkeit von Verfahrenshandlungen, die vor  Inkrafttreten der StPO vorgenommen wurden, das alte kantonale Prozessrecht, namentlich die bis End...
	III.  Sachverhalt

	1. Ausgangslage
	1.1. Der Beschuldigte hat – entsprechend der korrekten Zusammenfassung  der Vorinstanz (vgl. Urk. 107 S. 7) – die ihm in den Anklagepunkten Ziff. 1.1, 1.3 bis 1.7. sowie 2.7. vorgeworfenen Tatabläufe im Wesentlichen eingestanden, was sich mit dem Unte...
	1.2. Mit Bezug auf den Anklagevorwurf Ziffer 1.18 (ND 20) wurde der Beschuldigte von der Vorinstanz freigesprochen (vgl. Urk. 107 S. 8 f.). Der Freispruch ist bereits in Rechtkraft erwachsen und steht hier nicht mehr zur Debatte.

	2. Bestrittener Sachverhalt
	2.1. Mit Bezug auf den Anklagepunkt 1.5. (ND 15) brachte die Verteidigung vor Vorinstanz vor, dass nicht erstellt sei, dass es sich beim behändigten Hanf um eine verbotene Substanz im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes handle, da der THC-Gehalt der ju...
	2.1.1. Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang auf die Aussagen des  Beschuldigten und der Mitbeschuldigten in der Konfrontationseinvernahme vom 4. März 2011 hin (vgl. ND 15 Urk. 12 S. 4 f.), anlässlich welcher übereinstimmend davon die Rede gewese...
	2.1.2. Somit zutreffend hielt die Vorinstanz in Würdigung dieser Beweismittel fest, es sei auf die Aussagen des Mitbeschuldigten L._____ abzustellen, zumal er sich dabei selber belastete. Korrekt ist sodann, dass der Mitbeschuldigte L._____  einzig an...
	2.2. Der Beschuldigte bestreitet wie vor Vorinstanz den in Anklageziffer 1  enthaltenen Vorwurf eines Grundsatzentscheides, inskünftig gemeinsam Straftaten zu begehen (vgl. Anklage S. 8 und Urk. 84 S. 5 ff., Urk. 125 N 4). Diese  Bestreitung richtet ...
	2.3. Weiter wird vom Beschuldigten bestritten, dass der in Anklageziffer 2.7.  (Anklage S. 41 f.) aufgeführte Sachverhalt unter den Straftatbestand des Raubes zu subsumieren ist. Auch diese Einwendung richtet sich gegen die rechtliche Qualifikation un...
	IV.  Rechtliche Würdigung

	1. Qualifikation der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b aBetmG und Art. 139 Ziff. 3 StGB
	1.1. Anwendbares Recht (BetmG)
	Die Vorinstanz hat korrekt festgehalten, dass das Betäubungsmittelgesetz seit dem 1. Juli 2011 eine neue Fassung aufweist. Gemäss Art. 26 BetmG in Verbindung mit Art. 2 StGB wäre diese im vorliegenden Fall jedoch nur anwendbar, wenn das neue Recht das...

	2. Bandenmässigkeit
	2.1. Die Vorinstanz hat die einschlägige Rechtsprechung zu Bandenmässigkeit, die sowohl bei der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz als auch beim Diebstahl gleich zu beurteilen ist, ausführlich und zutreffend wiedergegeben; es kann vorab da...
	Bandenmässigkeit liegt vor, wenn zwei oder mehrere Personen durch ihr  ausdrückliches oder konkludentes Verhalten den Willen bekunden, sich zur  Begehung von mehreren, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmten  Betäubungsmitteldelikten bzw. Diebst...
	2.2. Vorliegend hat der Beschuldigte zusammen mit mehreren weiteren  Personen in wechselnder Zusammensetzung und in arbeitsteiligem Vorgehen im Zeitraum vom 6. September 2009 bis 8. Dezember 2009 an sechs Einbrüchen, mit welchem Ziel auch immer (Erlan...
	2.3. Es ist unbestritten, dass die Beschuldigten primär auf Drogenhanf fokussierten, sie verschmähten indessen auch andere Gegenstände und Geld nicht, was alle Mitbeschuldigten bestätigten (vgl. Urk. HD 8/2 S. 6 f.). Nach der Darstellung des Mitbeschu...
	2.4. Die Vorinstanz zeigte auch zutreffend auf, dass es innerhalb der Gruppe grundsätzlich eine klare Rollenverteilung gab. Sie erwog in diesem Zusammenhang, die einen hätten als Einbrecher und "Durchsucher" fungiert, die anderen als Chauffeure oder A...
	2.5. Wenn die Verteidigung im Zusammenhang mit den Einbruchdiebstählen den Tatbeitrag des Beschuldigten jeweils bloss als Gehilfenschaft bezeichnet (vgl. Urk. 84 S. 8, Urk. 125 S. 6), so ist zu wiederholen, dass die Art und Weise des Mitwirkens des Be...
	2.6. Bezüglich der Betäubungsmitteldelikte wies die Vorinstanz sodann darauf hin, dass Art. 19 Ziff. 1 BetmG nahezu alle Unterstützungshandlungen als  selbständige Handlungen umschreibt und dass aufgrund der in diesem Gesetz gegebenen hohen Regelungsd...
	2.7. Wenn die Verteidigung geltend machte, dass die Taten spontan erfolgten, nämlich dass die Beschuldigten jeweils zusammen sassen und tranken und dass dabei ein Beschuldigter die Idee (eines Einbruchs) hatte, worauf die Mitbeschuldigten mit gingen ...
	2.8. Die Verteidigung brachte weiter vor, der Beschuldigte habe jedes Mal von Neuem überredet werden müssen und aufgrund dessen sei konsequenterweise kein Grundsatzentscheid vorgelegen, in Zukunft fortgesetzte Straftaten zu begehen (vgl. Urk. 84 S. 9)...
	2.9. Gänzlich unglaubhaft und mit der Vorinstanz als Schutzbehauptung muss die Darstellung des Beschuldigten an der Hauptverhandlung qualifiziert werden, er habe erst nach der dritten Tat gewusst, „dass die anderen etwas Illegales machten“ (vgl. Urk. ...
	2.10. Mit der Vorinstanz ist somit davon auszugehen, dass der Beschuldigte  darum wusste, dass Betäubungsmittel – und zwar zwecks Weiterverkaufs –  gesucht wurden, zumal dies auch zumindest ab dem zweiten Mal das erklärte Ziel war (vgl. Urk. 73 S. 6)....
	2.11. Zusammenfassend ist der objektive und subjektive Tatbestand der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b aBetmG bzw. Art. 139 Ziff. 3 StGB erfüllt, was zur Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruches in diesem Punkt führt.

	3. Hausfriedensbruch
	3.1. Betreffend den Vorwurf des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB in den Anklagepunkten 1.4. (ND15), 1.5. (ND16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND19) sowie 1.8 (ND 20) stellte die Vorinstanz das Verfahren zufolge Rückzugs des Strafantrage...
	3.2. In den übrigen noch zu beurteilenden Fällen erwog die Vorinstanz zu Recht, dass es sich dabei um Begleitdelikte des oben bejahten bandenmässigen Vorgehens handelt, weswegen sich auch diesbezüglich weitere Ausführungen zur Beteiligungsform erübri...

	4. Sachbeschädigung
	4.1. Betreffend den Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in den Anklagepunkten 1.5. (ND16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND19) sowie 1.8 (ND 20) stellte die Vorinstanz das Verfahren zufolge Rückzugs des Strafantrages ein (v...
	4.2. Wie schon oben dargetan, ist die Beteiligung des Beschuldigten an den verschiedenen Taten als bandenmässiges Vorgehen zu qualifizieren. Die Vorinstanz erwog daher zu Recht, dass es sich bei der Sachbeschädigung um ein Begleitdelikt des oben beja...

	5. Raub (Anklagepunkt Ziff. 2.7., ND 17)
	5.1. Die Verteidigung ist der Ansicht, dass das Verhalten des Beschuldigten nicht unter den Straftatbestand des Raubes zu subsumieren sei, da der Einbruch mit dem Ziel begangen worden sei, Betäubungsmittel zu stehlen und diese nicht  Gegenstand von Ve...
	5.2. Es trifft zu, dass die Wegnahme von Drogen aus rechtlichen Gründen, nämlich weil die Verübung eines Vermögensdeliktes bei Drogen als nicht verkehrsfähige Sachen nicht möglich ist, keinen Diebstahl und damit auch keinen Raub  erfüllen kann (vgl. ...
	5.3. Somit ist zu prüfen, ob die eingeklagte Wegnahme des Geldes und der Wertgegenstände als Raub zu qualifizieren ist. Die Vorinstanz bejahte dies,  welche Ansicht von der Berufungsinstanz – wenn auch primär mit anderer  Begründung – geteilt wird.
	5.3.1. Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, auch bei einer zunächst mit anderer Zielrichtung erfolgten Nötigung, die der Täter zur Wegnahme ausnütze, sei der Raubtatbestand erfüllt, wenn die Gewalt noch andauere. Auf die in diesem Zusamme...
	5.3.2. Dazu ist auszuführen, dass die Berufungsinstanz entgegen der von der  Vorinstanz vertretenen Auffassung von einem anderen Sachverhalt ausgeht.  Berücksichtigt man die Aussagen des Privatklägers, so steht fest, dass die Mitbeschuldigten, die ihn...
	5.3.3. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, wonach der Beschuldigte, der wissentlich und willentlich bei der Überwältigung des Privatklägers mitwirkte, ihn im Anschluss überwachte im  Wissen darum, dass die...
	5.3.4.  Eine weitere Prüfung, ob im Zusammenhang mit der beabsichtigten  Wegnahme von Hanfpflanzen aufgrund des Tatvorgehens, insbesondere des Übergriffs zum Nachteil des Geschädigten F._____ andere Delikte (Nötigung, Freiheitsberaubung) vorliegen, ha...

	6. Zusammenfassung
	Damit ist der Beschuldigte in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils – als  Mittäter – wie folgt schuldig zu sprechen:
	 des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG in Verbindung mit Ziff. 2 lit. b aBetmG,
	 des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Ziff. 3 StGB,
	 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB,
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	V.  Sanktion

	1. Strafrahmen und Strafzumessungsfaktoren
	1.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass bei der Strafzumessung gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich sowohl auf verschiedene als auch auf mehrfach begangene, gleichartige begangene Delikte bezieht und damit  vorliegend anzuwenden is...
	1.2. Korrekt erwog die Vorinstanz, dass eine Überschreitung des Strafrahmens per definitionem nicht möglich ist, weshalb die Deliktsmehrheit innerhalb des Strafrahmens straferhöhend zu berücksichtigen ist. Nachdem keine Strafmilderungsgründe ersichtl...
	1.3. Der Beschuldigte beging sämtliche hier zur Diskussion stehenden Delikte, bevor er mit Strafmandat des Bezirksamtes Baden vom 10. September 2010  wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. ...
	1.4. Festzuhalten ist vorweg, dass in der Berufungsinstanz mangels Berufung oder Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft eine höhere als die von der  Vorinstanz ausgesprochene Strafe wegen des Verschlechterungsverbotes nicht in Frage kommt.

	2. Tatkomponente
	2.1. Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
	2.1.1. Die Vorinstanz hielt korrekt fest, dass sich bei Drogendelikten das Ausmass des verschuldeten Erfolges und damit die im Einzelfall erzielte Gefährdung aus dem Grad der Gefährlichkeit der Droge, der Drogenmenge und dem Reinheitsgrad der Droge er...
	2.1.2. Die Vorinstanz legte im Einzelnen die Vorgehensweise der Beschuldigten dar, worauf hier zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen ist (vgl. Urk. 107 S. 24 f. Art. 82 Abs. 4 StPO) und schloss daraus, dass die Betäubungsmitteldelikte der Bes...
	2.1.3. Die Vorinstanz äusserte sich sodann zum Rang und zur Rolle des  Beschuldigten innerhalb der Gruppierung und hielt fest, dass der Beschuldigte  als Chauffeur und Aufpasser im Gesamtgefüge der Bande grundsätzlich nur  untergeordnete Aufgaben wahr...
	2.1.4. In subjektiver Hinsicht fällt in Betracht, dass der Beschuldigte sämtliche  Betäubungsmitteldelikte mit direktem Vorsatz beging, zumal er jeweils mit dem vordergründigen Ziel einbrach, Drogenhanf zu erlangen (vgl. Urk. 107 S. 25 mit Hinweis auf...
	2.1.5. Zum Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden muss und ebenfalls auf der subjektiven Seite zu beachten ist, erwog die  Vorinstanz mit zutreffender Begründung, es sei vorliegend – obwohl der Beschuldigte geltend machte, d...
	2.1.6. Zu den Beweggründen des Beschuldigten legte die Vorinstanz dar, der  Beschuldigte habe wiederholt ausgeführt, dass er die Delikte beging, um Geld für die Krebsbehandlung seiner Mutter zu erlangen (vgl. Urk. 107 S. 26 unter Hinweis auf Urk. HD 8...
	2.1.7. Zusammenfassend führt die subjektive Tatschwere zu einer leichten Relativierung des objektiven Tatverschuldens. Mit der Vorinstanz kann damit das  Gesamtverschulden innerhalb des qualifizierten Tatbestands als sehr leicht  bezeichnet werden, wa...
	2.2. Bandenmässiger Diebstahl
	2.2.1. In objektiver Hinsicht fällt – mit der Vorinstanz – ins Gewicht, dass der  Beschuldigte bis zur Aufgabe des Tatentschlusses an vier Einbruchdiebstählen mitwirkte, wobei von einem (grob geschätzten) Deliktsbetrag von Fr. 24'000.-- ausgegangen we...
	2.2.2. Zur subjektiven Tatschwere ist anzuführen, dass der Beschuldigte auch diesbezüglich direktvorsätzlich handelte, womit keine Relativierung des objektiven Verschulden angenommen werden kann. Das Gesamtverschulden für den  bandenmässigen Diebstahl...
	2.3. Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch
	2.3.1. Die Vorinstanz erwog, dass es sich bei der Sachbeschädigung und dem mehrfachen Hausfriedensbruch um Begleitdelikte handelt, welche gegenüber dem Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und dem bandenmässigen Diebstahl in den Hintergrund tre...
	2.3.2. Die hypothetische Einsatzstrafe ist für diese Delikte lediglich in marginalem Umfang zu erhöhen.
	2.4. Raub (Anklagepunkt 2.7., ND 17)
	2.4.1. Wie die Vorinstanz bemerkte, fällt diesbezüglich vor allem der Eingriff in die psychische und physische Integrität des Opfers ins Gewicht, welches inmitten der Nacht in seiner Wohnung von sechs Männern heimgesucht wurde. Wenn die  Vorinstanz de...
	2.4.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Eindringen in die Wohnung des Opfers primär von der Suche nach Hanf geleitet war und dass der eigentliche Diebstahlsentschluss erst im Laufe des Geschehens in den Vordergrund trat. Entgeg...
	2.5. Bei einer Gesamtwürdigung der Tatkomponente erscheint zusammenfassend – asperiert – die von der Vorinstanz festgesetzte Strafe im Bereich von 28 Monaten als zu tief. Vielmehr ist eine solche von rund drei Jahren angemessen.

	3. Täterkomponente
	3.1. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Bei der Beurteilung des Vorlebens fallen einerseits früheres Wohlverhalten, andererseits Zahl, Schwere und Zeitpunkt v...
	3.2. Bezüglich des Vorlebens des Beschuldigten kann auf seine entsprechenden Angaben in der Untersuchung und im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. Urk. HD 8/2 S. 15 ff., Urk. 73 S. 1 ff.) und auf die diesbezügliche Zusammenfassung im  vorinstanzlichen U...
	3.2.1. Der Beschuldigte delinquierte während laufender Probezeit, was zusammen mit zwei Vorstrafen spürbar straferhöhend zu bewerten ist. Zutreffend ist sodann, dass die Verurteilung vom 10. September 2010 hier nicht zu berücksichtigen ist, da sie na...
	3.2.2. Bei der Strafzumessung ist auch das Nachtatverhalten eines Täters mit zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wies die Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Bewertung des Nachtatverhaltens und insbesondere eines Geständnis...
	3.2.3. Mit der Vorinstanz ist sodann fest zu halten, dass der Umstand, dass der Beschuldigte bei den meisten Geschädigten persönlich vorbeiging und sich  entschuldigte bzw. ihnen ein Entschuldigungsschreiben zukommen liess (vgl. Urk. 65/1-6 sowie Urk....
	3.2.4. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist der Beschuldigte nicht auf und  wurde auch von der Verteidigung nicht geltend gemacht.
	3.2.5. Berücksichtigt man die oben dargelegten Elemente der Täterkomponente, so ergibt sich daraus insgesamt eine Entlastung des Beschuldigten in einem nicht höheren Mass, als sie die Vorinstanz vornahm.

	4. Gesamtwürdigung
	4.1. Zusammenfassend erscheint damit insgesamt die von der Vorinstanz  ausgesprochene Freiheitsstrafe von 22 Monaten als klar zu mild. Sie ist aber  unter Berücksichtigung der Schranke des Verschlechterungsverbots zu bestätigen.

	5. Anrechnung Haft
	Der Beschuldigte wurde am 15. September 2010, 06.45 Uhr verhaftet (vgl. Urk. HD 37/2). Seine Entlassung erfolgte am 9. November 2010 (vgl. Urk. HD 37/7 und HD 37/8). Damit verbrachte er 56 Tage in Haft, welche ihm anzurechnen sind.
	VI.  Vollzug und Widerruf
	VII.  Kosten

	Kosten der Berufungsinstanz
	Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten des  Berufungsverfahre...
	Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 4'000.-- anzusetzen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil und der Beschluss des Bezirksgerichts Bülach vom 29. März 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	" Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird eingestellt betreffend
	 mehrfacher Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in den  Anklagepunkten 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. (ND 20),
	 mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB in den Anklage-punkten 1.4. (ND 15), 1.5. (ND 16), 1.6. (ND 18), 1.7. (ND 19) sowie 1.8. (ND 20).

	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18).
	4. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 6, C._____ AG, als Rechtsnachfolgerin der Privatklägerin 5, B._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 18).
	5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers 7, D._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.5., ND 16).
	6. (Mitteilungen)
	7. (Rechtsmittel)
	Es wird erkannt:
	1. …
	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf
	 des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 im Anklagepunkt 1.8. (ND 20),
	 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 aBetmG im Anklagepunkt 1.8. (ND 20).

	3. …
	4. …
	5. …
	6. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1, E._____, wird auf den  Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.3., ND 14).
	7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 2, H._____, im Betrag von Fr. 200.– anerkannt hat (Anklagepunkt 1.4., ND 15).
	8. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 3, F._____, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 2.7., ND 17).
	9. Das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 4, G._____ GmbH, wird auf den Zivilweg verwiesen (Anklagepunkt 1.6., ND 17).
	10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Fr. 1'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:
	Fr. 5'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung
	Fr. 5'533.50   Kosten KAPO
	Fr. 2'401.80   Auslagen Vorverfahren
	Fr.          amtl. Verteidigungskosten (ausstehend)
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtska...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 al. 4, 5 und 6 des alten Betäubungsmittelgesetzes in Verbindung mit Ziff. 2 lit. b aBetmG  [Anklageziffern 1.1., 1.3., 1.4., 1.5., 1.6., 1.7.],
	 des bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Ziff. 3 StGB  [Anklageziffern 1.1., 1.3., 1.4., 1.7.],
	 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB  [Anklageziffer 2.7.],
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB [Anklageziffer 1.1.],
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB  [Anklageziffern 1.1., 1.3.],.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  56 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf fünf Jahre festgesetzt.
	4. Der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 18. April 2008 für eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 60.– gewährte bedingte Strafvollzug wird widerrufen.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemä...
	7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 an die nachfolgende Privatklägerschaft (im Dispositivauszug betreffend den Beschluss):
	 E._____
	 H._____
	 G._____ GmbH
	 B._____
	 C._____ AG, … [Adresse]
	 D._____
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Bundesanwaltschaft
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.