# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42fc62c6-b2f9-5d47-81ae-72128a292249
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2025 E-7596/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7596-2025_2025-10-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7596/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber;   

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substituiert durch MLaw Michael Meyer, AsyLex,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 26. September 2025 / N (…). 

 

 

E-7596/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin suchte am 11. Mai 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass sie am 8. Januar 2025 bereits in Griechenland 

um Asyl nachgesucht hatte. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 19. Mai 2025 um Rückübernahme der Be-

schwerdeführerin. 

D.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

4. Juli 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass die Beschwer-

deführerin in Griechenland am 18. März 2025 als Flüchtling anerkannt wor-

den sei und über eine bis am 18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung 

verfüge. 

E.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 29. Juli 2025 (SEM-Akten […][A]26) befragte das SEM die Beschwer-

deführerin – im Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu ihrem 

Aufenthalt in Griechenland und gewährte ihr das rechtliche Gehör zur vo-

raussichtlichen Wegweisung dorthin sowie zum medizinischen Sachver-

halt. Dabei brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass sie 

zusammen mit ihrem Lebenspartner in Griechenland nach der Einreise drei 

Monate lang ausserhalb der Flüchtlingscamps – welche sie zunächst nicht 

hätten aufnehmen wollen – in einem Park inmitten von Drogensüchtigen 

gelebt habe. Eines nachts sei sie einem Mann begegnet, der sie angespro-

chen und seine Hose ausgezogen habe; als ein Auto vorbeigefahren sei, 

sei sie geflohen. Sie sei krank geworden und von letzterem Ereignis habe 

E-7596/2025 

Seite 3 

sie Albträume, sie könne nicht mehr in Ruhe schlafen. Als sie schliesslich 

im Flüchtlingscamp aufgenommen worden sei, sei es ihr sogar noch 

schlechter gegangen. Es sei kein Arzt dort gewesen und sie hätten in Bet-

ten schlafen müssen, in welchen es Zecken gegeben habe. Ebenfalls habe 

es viele Mäuse gehabt und bei Regen seien die Räume nass und feucht 

gewesen. Sie sei sehr krank gewesen, ihr ganzer Körper habe gejuckt und 

ihre Knochen hätten derart geschmerzt, dass sie ihr Knochenmarkt gespürt 

habe. Aus diesem Grund habe sie auch keine Arbeit gesucht. Nach der 

Anerkennung als Flüchtling habe sie im Flüchtlingscamp kein Essen mehr 

bekommen und es habe dort keine Möglichkeit gegeben, die griechische 

Sprache zu lernen. Trotz ihren Bemühungen, in Griechenland Fuss zu fas-

sen, hätten die griechische Regierung sowie die Hilfsorganisationen sie 

nicht unterstützt und bei einer Rückkehr müsste sie zusammen mit ihrem 

Lebenspartner wieder mit Drogenabhängigen in den Parks leben.  

F.  

Am 23. September 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen Pfle-

gedienst und ersuchte um Einsicht in medizinische Unterlagen der Be-

schwerdeführerin sowie um Auskunft betreffend allfällige ausstehende 

Arzttermine. 

G.  

Der zuständige Pflegedienst stellte gleichentags die medizinischen Unter-

lagen der Beschwerdeführerin – Arztberichte vom 28. Mai 2025, 2. Juli 

2025,18. Juli 2025 und 4. September 2025 sowie das Verlaufsblatt der me-

dizinischen Betreuung – dem SEM zu und informierte darüber, dass die 

Beschwerdeführerin am 2. Oktober 2025 noch eine ärztliche Nachkontrolle 

habe. 

H.  

Am 24. September 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an die Be-

schwerdeführerin zur Stellungnahme. Eine solche reichte diese am 

25. September 2025 ein. 

I.  

Mit Verfügung vom 26. September 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

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Seite 4 

J.  

Am 29. September 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem 

SEM die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

K.  

Mit elektronischer Eingabe ihrer neu mandatierten Rechtsvertretung vom 

3. Oktober 2025 erhob die Beschwerdeführerin gegen den Nichteintreten-

sentscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Sie beantragt, 

die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, 

auf ihr Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei ihr die vorläufige Aufnahme 

zu gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das 

SEM zurückzuweisen. Subsubeventualiter seien spezifische Garantien der 

griechischen Behörden zur Sicherstellung einer angebrachten Unterbrin-

gung und medizinischen Versorgung einzuholen. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht ersucht sie um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Be-

schwerde, um Erlass eines superprovisorischen Vollzugsstopps, um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses sowie um Beiordnung der rubrizierten 

Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. Zudem sei das Verfahren 

mit demjenigen ihres Lebenspartners B._______ (E-7597/2025; N […]) zu 

vereinigen.  

Der Beschwerde lagen unter anderem ein Schreiben von 14 griechischen 

Nichtregierungsorganisationen vom 8. Juli 2025 bei. 

L.  

Die Instruktionsrichterin bestätigte am 7. Oktober 2025 den Eingang der 

Beschwerde und stellte fest, die Beschwerdeführerin könne den Ausgang 

des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 

31-33 VGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und 

dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 

Art. 6 AsylG). 

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Seite 5 

1.2 Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des unter E. 1.3 Ge-

sagten – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Nachdem der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese auch nicht ent-

zogen hat, ist auf die Verfahrensanträge auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung sowie superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs 

nicht einzutreten. 

1.4 In der Beschwerde wird beantragt, das vorliegende Verfahren sei mit 

jenem des Lebenspartners (E-7597/2025; N […]) zu vereinigen, da sie eine 

tatsächliche gelebte Beziehung gemäss Art. 8 EMRK führen würden. Es 

wird in der Beschwerde nicht näher ausgeführt, inwiefern ein Abhängig-

keitsverhältnis bestehen soll, sondern es werden in diesem Zusammen-

hang lediglich formelle Rügen erhoben, die nachfolgend zu behandeln sind 

(s. unten E. 4). Das Verfahren betreffend den Lebenspartner  

(E-7597/2025) wird daher separat geführt und der Antrag auf Vereinigung 

ist abzuweisen. Die beiden Verfahren werden jedoch koordiniert behandelt. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin stellt einen Rückweisungsantrag und rügt in 

diesem Zusammenhang eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

sowie des rechtlichen Gehörs, indem die Vorinstanz den Sachverhalt nicht 

vollständig abgeklärt sowie ihre Begründungspflicht verletzt habe.  

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Seite 6 

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, 

dass die verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich 

hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksich-

tigt, was sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen 

muss (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung eines Entscheides muss so 

abgefasst sein, dass der Betroffene ihn sachgerecht anfechten kann. In 

diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

die für den Entscheid bedeutsam sind (vgl. BVGE 2009/35 E. 6.4.1 

m.w.H.). Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von 

Amtes wegen fest und bedient sich nötigenfalls der unter dieser Norm auf-

gelisteten Beweismittel. Als Verfahrensmaxime besagt der Untersuchungs-

grundsatz, dass die Verwaltungsbehörden für die Beschaffung des die Ur-

teilsgrundlage bildenden Tatsachenmaterials zuständig sind. Er auferlegt 

der Behörde die Pflicht, von Amtes wegen den rechtserheblichen Sachver-

halt vollständig und richtig zu ermitteln und beinhaltet gewissermassen 

eine Art «behördliche Beweisführungspflicht» (vgl. KRAUSKOPF/WYSSLING, 

in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], 3. Aufl. 2023, 

Art. 12 N. 16). Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an der 

gesetzlichen Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG) sowie im Asyl-

verfahren durch die besondere Mitwirkungspflicht einer asylsuchenden 

Person (Art. 8 AsylG). Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der Untersuchungspflicht bil-

det einen Beschwerdegrund (Art. 49 Bst. b VwVG respektive Art. 106 Abs. 

1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfü-

gung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird; un-

vollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen 

Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl. 

2025, N. 1043). 

4.3 Die Vorinstanz hat den relevanten Sachverhalt – eine Rückkehr nach 

Griechenland sowie den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin be-

treffend – rechtsgenüglich festgestellt und sich in der angefochtenen Ver-

fügung auch ausführlich damit auseinandergesetzt. Insbesondere sind auf-

grund des Verweises auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und die 

geltend gemachte Vulnerabilität der Beschwerdeführerin, namentlich es sei 

ihre persönliche Situation abzuklären (Beschwerde Ziff. 56 ff.), keine wei-

teren Abklärungen indiziert. Wie nachfolgend aufgezeigt wird (s. unten 

E. 5.1.2 und E. 5.1.3) geht die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der 

geltend gemachte Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin hinsicht-

lich des Schweregrades die hohe Schwelle von Art. 3 EMRK nicht erfülle 

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Seite 7 

und in Griechenland die hierfür notwendige medizinische Behandlung auch 

verfügbar und zugänglich ist. Hinzu kommt, dass die Vorinstanz ausdrück-

lich darauf hinweist, bei der Überstellung nach Griechenland werde dem 

Gesundheitszustand Rechnung getragen. Betreffend die geltend ge-

machte sexuelle Belästigung und die damit verbundene Vulnerabilität sind 

ebenfalls keine weiteren Abklärungen angezeigt, zumal die Beschwerde-

führerin sich diesbezüglich gegebenenfalls an die schutzfähigen und 

schutzwilligen griechischen Behörden wenden kann und sie ausserdem 

nicht alleine, sondern zusammen mit ihrem Lebenspartner nach Griechen-

land zurückkehrt (s. unten E. 8.3.2). Somit ergibt die Durchsicht der ange-

fochtenen Verfügung, dass die Vorinstanz die allgemeine Lage Schutzbe-

rechtigter in Griechenland sowie die persönliche Situation der Beschwer-

deführerin ausreichend sorgfältig und ernsthaft geprüft hat. Der Umstand, 

dass das SEM einer anderen Lageeinschätzung zu Griechenland als die 

Beschwerdeführerin folgt, betrifft nicht die Erstellung des Sachverhalts, 

sondern ist Gegenstand von dessen rechtlicher Würdigung. Die Vorinstanz 

war auch nicht gehalten, im Rahmen einer Verfahrensvereinigung einen 

möglichen Schutz gemäss Art. 8 EMRK vertiefter abzuklären, zumal sie die 

Asylgesuche der Beschwerdeführerin und ihres Lebenspartners koordiniert 

behandelte und ihnen hieraus keinen Nachteil erwuchs. Schliesslich ist an-

hand der Beschwerde ersichtlich, dass eine sachgerechte Anfechtung 

möglich war, weshalb zusammenfassend kein Grund für eine Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz besteht und das Subeventualbegehren abzu-

weisen ist. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führt zur Begründung der angefochtenen Verfügung im 

Wesentlichen folgendes aus: 

5.1.1 Die Beschwerdeführerin sei in Griechenland, das als sicherer Dritt-

staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 bst. b AsylG gelte, als Flüchtling anerkannt 

worden und sie könne – nachdem die griechischen Behörden seinem 

Rückübernahmeersuchen am 4. Juli 2025 zugestimmt hätten – dorthin zu-

rückkehren ohne eine Rückschiebung in Verletzung des Non-Refoulement-

Gebots befürchten zu müssen. 

5.1.2 Sodann habe das Bundesverwaltungsgericht in seinem Referenzur-

teil E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 entschieden, dass 

der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort 

Schutzstatus erhalten hätten, grundsätzlich zulässig sei. Griechenland sei 

überdies an die Richtlinie 2011/95/EU des europäischen Parlaments und 

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Seite 8 

des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) gebunden, 

welche die Ansprüche von Personen mit internationalem Schutzstatus 

regle. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin im 

Falle einer Rückkehr nach Griechenland mit beachtlicher Wahrscheinlich-

keit einer Art. 3 EMRK- oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]-widrigen Behandlung 

oder einer existentiellen Notlage ausgesetzt wäre.  

5.1.3 Das Bundesverwaltungsgericht habe im selben Referenzurteil fest-

gehalten, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland grundsätz-

lich zumutbar sei, ausgenommen in Konstellationen von Familien mit Kin-

dern und von äusserst vulnerablen Personen, wo günstige beziehungs-

weise besonders begünstigende Umstände erforderlich seien, um den Voll-

zug der Wegweisung als zumutbar zu erachten. Der Beschwerdeführerin 

sei es nicht gelungen, die Legalvermutung von Art. 83 Abs. 5 AIG (SR 

142.20) umzustossen. Insbesondere habe sie trotz zumutbarer Möglichkei-

ten keine ausreichenden Schritte unternommen, um in Griechenland eine 

Lebensgrundlage aufzubauen. Es sei für sie zumutbar, nach einer Rück-

kehr nach Griechenland, sich um die vorhandenen Unterstützungsange-

bote – unter anderem die Beantragung eines in Griechenland garantierten 

Mindesteinkommens (EEE) und der Sozialversicherungsnummer (AMKA-

Nummer) zwecks Zugangs zur Gesundheitsversorgung ausserhalb von 

ohnehin gewährter Behandlung in Notsituationen – zu bemühen und einen 

Sprachkurs zu besuchen sowie eine Arbeitsstelle zu suchen. Insbesondere 

habe sie sich zusammen mit ihrem Lebenspartner nach Erhalt ihrer Reise-

pässe lediglich eine Woche in Griechenland aufgehalten und anschlies-

send das Land verlassen. Zudem stehe ihr in Griechenland das Projekt 

HELIOS+ zur Verfügung, welches die Integration von Personen mit Schutz-

status in die griechische Gesellschaft durch die Förderung einer unabhän-

gigen Lebensführung, insbesondere durch Unterstützung für autonomes 

Wohnen, Sprachunterricht, Integrationskurse und vor allem beschäfti-

gungsbezogene Aktivitäten zur Unterstützung des Zugangs zum Arbeits-

markt inklusive zertifizierter Berufsausbildung zum Gegenstand habe. 

Ohne den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu verharmlosen 

und die Notwendigkeit einer Therapie in Abrede zu stellen, seien aufgrund 

der vorhandenen medizinischen Unterlagen die gesundheitlichen Beein-

trächtigungen nicht von einer Schwere und insbesondere in Hinblick auf 

die benötigten Behandlungen auch nicht derart spezifisch, dass eine Über-

stellung nach Griechenland einen Verstoss gegen internationale 

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Seite 9 

Verpflichtungen und eine Verletzung von Art. 3 EMRK bedeuten würde. 

Hinsichtlich der psychischen Beschwerden sei auf die bundesverwaltungs-

gerichtliche Rechtsprechung zu verweisen (s. BVGer-Urteile D-3123/2023 

vom 16. Juni 2023 E. 5.3.1 [eine Bestätigung des Verdacht auf schwere 

posttraumatische Belastungssituation würde nichts an der Zulässigkeit und 

Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Griechenland ändern], E-

2710/2023 vom 26. Mai 2023 E. 7.6 [Posttraumatische Belastungsstörung 

(PTBS) und depressive Episode], D-5970/2022 vom 31. Januar 2023 E. 

10.3 [PTBS], D-5784/2022 vom 20. Januar 2023 E. 5 [Verdacht auf PTBS], 

D-97/2023 vom 16. Januar 2023 E. 5.5.4 [PTBS und schwere Depression], 

E-5936/2022 vom 30. Dezember 2022 E.5.1 [PTBS], D-5551/2022 vom 15. 

Dezember 2022 E. 7.4.3 [PTBS und Angststörung]), wonach selbst schwe-

rere psychische Beschwerden die Annahme der Unzulässigkeit und Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Griechenland nicht rechtfer-

tigte. Das SEM werde dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

bei der Organisation der Überstellung Rechnung tragen, indem kurz davor 

die Reisefähigkeit definitiv beurteilt werde. Dabei würden alle vorliegenden 

medizinischen Informationen berücksichtigt und falls notwendig auch wei-

tere ärztliche Beurteilungen zu ihrer Reise- und Transportfähigkeit einge-

holt. Zudem könne sie bis zur Überstellung anfallende Arzttermine noch in 

der Schweiz wahrnehmen. Einer allfälligen Verschlechterung ihres Ge-

sundheitszustandes könne im Zusammenhang mit ihrer Überstellung nach 

Griechenland mit einer adäquaten medizinischen Betreuung im Vorfeld und 

während der Überstellung Rechnung getragen werden und die griechi-

schen Behörden würden vor der Überstellung über ihren Gesundheitszu-

stand und die notwendige medizinische Behandlung informiert. 

Mithin sei es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, die in Art. 83 Abs. 5 

AIG verankerte Legalvermutung umzustossen. Sie sei (…) Jahre alt und 

arbeitsfähig. Entgegen ihren Ausführungen sei sie nicht gänzlich hilflos. So 

sei sie in der Lage gewesen, die nötigen Massnahmen für die Beantragung 

des griechischen Reisepasses sowie die Reise in die Schweiz zu ergreifen. 

Es könne ihr zugemutet werden, sich gegebenenfalls über das Internet 

über allfällige Hilfsangebote zu informieren und Kontakt aufzunehmen. So-

dann habe sie nicht glaubhaft dargelegt, dass sie in Griechenland mit einer 

existentiellen Notlage zu kämpfen habe, die sie nicht aus eigener Kraft 

habe abwenden können beziehungsweise, dass ihr eine solche nach ihrer 

Rückkehr in Griechenland drohe. Somit habe sie in Griechenland die Mittel 

und Bemühungen nicht ausgeschöpft, um dort eine Existenz aufzubauen. 

Ausserdem könne sie die geltend gemachten Beschwerden auch in Grie-

chenland aktiv melden und die notwendige Behandlung in Anspruch 

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Seite 10 

genommen werden. Es sei ihr zuzumuten, eine Unterkunft und eine Ar-

beitsstelle in Griechenland selbständig oder nötigenfalls mit Hilfe der örtli-

chen Hilfsorganisationen zu finden. Ebenfalls habe sie als Schutzberech-

tigte grundsätzlich Zugang zu Sozialleistunen, zum griechischen Arbeits-

markt und zur Gesundheitsversorgung. Als anerkannter Flüchtling könne 

sie sich zudem auf die Garantien in der Richtlinie 2011/95/EU des Europä-

ischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikations-

richtlinie) berufen. Es lägen somit keine konkreten Hinweise vor, wonach 

sie im Falle einer Rückkehr nach Griechenland einer unmenschlichen oder 

erniedrigenden Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ausgesetzt wäre. 

5.2 In der Beschwerde hält die Beschwerdeführerin im Wesentlichen fol-

gendes dagegen: 

5.2.1 Aufgrund der prekären Lage in Griechenland sei von der Regel in 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG abzuweichen und auf das Asylgesuch einzu-

treten. Gemäss der Rechtsprechung des EuGH dürfe ein Asylgesuch nicht 

einzig mit dem Argument als unzulässig abgelehnt werden, dass bereits 

internationaler Schutz in einem anderen EU-Mitgliedstaat gewährt worden 

sei, sofern die Person eine drohende Verletzung von Art. 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (GRC) beziehungsweise dem gleich-

lautenden Art. 3 EMRK geltend mache. Eine solche Verletzung sei auf-

grund der systematischen Mängel im griechischen Asyl- und Sozialsystem 

zu bejahen. 

5.2.2 Sodann widerspreche der Wegweisungsvollzug der Beschwerdefüh-

rerin insbesondere Art. 3 EMRK, Art. 4 GRC sowie Art. 3 FoK, da sie im 

Falle einer Rückkehr nach Griechenland einem realen Risiko von gravie-

renden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt wäre, weshalb dieser un-

zulässig sei. Überdies sei der Wegweisungsvollzug unzumutbar, da bei ei-

ner Rückkehr die Beschwerdeführerin einer tatsächlichen Gefahr der Ob-

dachlosigkeit, existentieller wirtschaftlicher Not und Ausbeutung ausge-

setzt sei und ihr jegliche Unterstützung verwehrt werde. Sie leide aktuell 

an schwerwiegenden psychischen Problemen, insbesondere Panikatta-

cken, Angstzuständen und Schlafproblemen, welche durch die Erlebnisse 

in Griechenland ausgelöst worden seien und die Verdachtsdiagnose einer 

PTBS begründeten. Diesbezüglich sei in Griechenland ein tatsächlicher 

Zugang der Beschwerdeführerin zu angemessener medizinischer Versor-

gung nicht möglich. Auch könne gemäss dem Schreiben von 14 griechi-

schen Nichtregierungsorganisationen vom 8. Juli 2025 für die Geflüchteten 

E-7596/2025 

Seite 11 

notwendige Versorgung von zivilgesellschaftlichen Organisationen nicht 

mehr gewährleistet werden. 

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurück-

kehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG). 

6.2 Nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG gelten namentlich die Staaten der Eu-

ropäischen Union (EU) und damit auch Griechenland als sichere Drittstaa-

ten, in denen nach den Feststellungen des Bundesrates effektiver Schutz 

vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht. Es ist akten-

kundig, dass die Beschwerdeführerin sich in Griechenland aufgehalten hat, 

dort am 18. März 2025 als Flüchtling anerkannt worden ist und eine bis am 

18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung erhalten hat, sowie dass die 

griechischen Behörden ihrer Rückübernahme am 4. Juli 2025 ausdrücklich 

zugestimmt haben. 

6.3 Gemäss der Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 AsylG existiert in sicheren Drittstaaten keine asylrechtlich relevante 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG und es droht auch keine Ge-

fahr für die schutzsuchende Person, dass sie zur Ausreise in ein Land, wo 

eine solche Verfolgung besteht, gezwungen wird. Diese Regelvermutung 

kann im Einzelfall mit konkreten und substanziierten Hinweisen widerlegt 

werden. Solche bringt die Beschwerdeführerin auch in ihrer Beschwerde 

nicht vor, und es ergeben sich ebenfalls keine aus den Akten. Daran ändern 

die pauschalen Verweise auf Länderberichte und Urteile des Bundesver-

waltungsgerichts sowie des EuGH nichts, zumal keine auf die Beschwer-

deführerin bezogene Gründe vorliegen, die eine Abweichung von der Re-

gelanwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG rechtfertigen würden. So-

dann betreffen ihre Ausführungen grösstenteils die Fragen der Zulässigkeit 

und der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, die nachfolgend zu be-

handeln sein werden (s. unten E. 8.2 und 8.3). Der Vollständigkeit halber 

ist darauf hinzuweisen, dass die sehr hohe Schwelle für die Feststellung 

einer Unzulässigkeit, die der EuGH definiert hat, vorliegend nicht erreicht 

wird, wobei dies gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts unter dem 

Aspekt des Wegweisungsvollzugs zu behandeln ist (vgl. Referenzurteil des 

BVGer E-3427/2021, E-3431/2021vom 28. März 2022 E. 10 und 11). 

E-7596/2025 

Seite 12 

6.4 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat – wie das SEM zutreffend fest-

hält – mit Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 

festgestellt, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Per-

sonen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig 

ist (vgl. a.a.O. E. 11.2 und 11.4, bestätigt durch das Urteil des BVGer D-

2590/2025 vom 11. September 2025 [zur Publikation als Referenzurteil vor-

gesehen], E. 8.1). Trotz gewisser Schwachstellen kann nicht von einem 

dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es existieren in 

E-7596/2025 

Seite 13 

Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten offenste-

hen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und Infra-

strukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akteuren 

in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finanziert 

worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwaltungs-

gericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der 

Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist davon 

auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Behand-

lung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen Be-

handlung besteht. Die Ausführungen in der Beschwerde sowie die von der 

Beschwerdeführerin angeführten Quellen (vgl. Beschwerde, Ziff. 11 ff.) und 

das eingereichte Schreiben von 14 griechischen Nichtregierungsorganisa-

tionen vom 8. Juli 2025 ändern nichts an dieser bundesverwaltungsgericht-

lichen Einschätzung, zumal die genannten Berichte allgemeinen Charakter 

aufweisen und kein direkter Zusammenhang zur individuellen Situation der 

Beschwerdeführerin besteht. Im Übrigen ist auf die ausführlichen und zu-

treffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (s. oben E. 5.1.2 

und E. 5.1.3) zu verweisen. 

8.2.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, eine Trennung von ih-

rem Lebenspartner würde Art. 8 EMRK verletzen, zielt der entsprechende 

Einwand bereits deshalb ins Leere, weil dieser aufgrund des heute gefäll-

ten Urteils des BVGer E-7597/2025 ebenfalls nach Griechenland zurück-

kehren muss. 

8.2.4 Hinsichtlich der gerügten Verletzung der Bestimmungen des Über-

einkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau 

(CEDAW; SR 0.108) ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin daraus 

nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Die Normen des Übereinkommens 

sind zwar für die völkerrechtskonforme Auslegeng des innerstaatlichen 

Rechts von Bedeutung (vgl. BGE 137 I 305 E. 3.2), richten sich jedoch in 

erster Linie an die Legislative, die Politik und die Gesellschaft (vgl. statt 

vieler Urteil des BVGer E-4202/2024 vom 18. Juli 2024 E. 8.2.4 m.w.H.). 

8.2.5 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

8.3  

8.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; SR 

142.281) besteht ferner die Vermutung, dass eine Wegweisung nach 

E-7596/2025 

Seite 14 

Griechenland in der Regel zumutbar ist. Die Legalvermutung der Zumut-

barkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt im Hinblick auf Griechenland 

grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel Personen, 

die an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende 

Erkrankung einzustufen sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1). Die Legalvermutung 

gilt jedoch nicht bei Personen, welche aufgrund ihrer besonders hohen Ver-

letzlichkeit im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr laufen, dau-

erhaft in eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, 

aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzufordern. Da-

her gilt der Vollzug der Wegweisung von äusserst vulnerablen schutzbe-

rechtigten Personen, wie zum Beispiel unbegleitete Minderjährige oder 

Personen, deren psychische oder physische Gesundheit in besonders 

schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist, grundsätzlich als unzumutbar, 

ausser es bestehen besonders begünstigende Umstände, aufgrund derer 

ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung aus-

gegangen werden kann (vgl. a.a.O. E. 11.5.3). Besteht die Legalvermutung 

der Zumutbarkeit, hat die betroffene Person die Möglichkeit, diese umzu-

stossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, 

dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen sozialer, 

wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage ge-

raten würde (vgl. das Koordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 8.3). 

8.3.2 Die Beschwerdeführerin vermag die oben umschriebene Legalver-

mutung nicht umzustossen und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun, 

dass sie im Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzi-

elle Notlage geraten würde. Auch wenn die Situation für anerkannte Flücht-

linge dort schwierig ist, wird es der Beschwerdeführerin bei der Rückkehr 

möglich sein, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die entspre-

chenden Stellen zu wenden und im Bedarfsfall ihre Rechte einzufordern 

sowie nötigenfalls die unentgeltliche Hilfe der zahlreich vorhandenen Nicht-

regierungsorganisationen zu beanspruchen. Sie hat nie ernsthaft versucht, 

sich nach der Anerkennung als Flüchtling in Griechenland zu integrieren 

(vgl. dazu einlässlich das Koordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 9.4) 

und die Hilfe von griechischen Behörden oder Hilfsorganisationen zu be-

anspruchen (A26 F49, F61 ff.). Insbesondere ist sie gemäss eigenen An-

gaben bereits nach einer Woche nachdem sie ihren Reisepass erhalten 

hat, ausgereist (A26 F22). Schliesslich steht auch der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin ((…), (…), (…), A20, A21, A24) und die geltend 

gemachten psychischen Beeinträchtigungen (u.a. PTBS und Angstzu-

stände; s. oben E. 5.1.3 betreffend die von der Vorinstanz zutreffend ange-

gebene bundesverwaltungsrechtliche Rechtsprechung) einem Vollzug der 

E-7596/2025 

Seite 15 

Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. Sie gehört nicht zu den 

äusserst vulnerablen Personen, die an schweren Krankheiten im Sinne des 

erwähnten Referenzurteils leiden, bei denen der Vollzug der Wegweisung 

nur bei Vorliegen besonders günstiger Umstände zumutbar ist. Eine allfällig 

notwendige medizinische Behandlung steht ihr grundsätzlich auch in Grie-

chenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich das Koordinationsurteil D-

2590/2025, a.a.O., E. 9.7). Hinsichtlich des Beschwerdevorbringens, wo-

nach sie in Griechenland sexuellen Belästigungen und Gewalt ausgesetzt 

gewesen sei, ist festzuhalten, dass dieses Vorbringen respektive die Be-

fürchtung, künftig sexueller Gewalt ausgesetzt zu sein, einem Wegwei-

sungsvollzug nicht entgegenstehen, da Griechenland ein Rechtsstaat mit 

einer funktionierenden Polizeibehörde ist, von dessen Schutzwille und -fä-

higkeit bezüglich Übergriffen vonseiten Dritter auszugehen ist (vgl. etwa 

Urteil des BVGer D-3846/2024 vom 26. Juni 2024 E. 8.4 m.w.H.). Die Be-

schwerdeführerin kann sich daher an die zuständigen Stellen wenden, was 

ihr zuzumuten ist. Auch ihr Lebenspartner, der mit ihr zusammen nach 

Griechenland zurückkehrt, kann ihr dabei – wie im Übrigen ganz allgemein 

– eine Stütze sein. Soweit sie in der Beschwerde geltend macht, die grie-

chischen Behörden hätten sie diesbezüglich in der Vergangenheit nicht un-

terstützt respektive es habe an Schutzmassnahmen gemangelt (vgl. Be-

schwerde Ziff. 62), vermag sie daraus angesichts der Pauschalität des Vor-

bringens nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Ergänzend ist auf die aus-

führlichen und zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfü-

gung. 

8.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Nachdem die Beschwerdeführerin die genannten Vermutungen nicht 

umzustossen vermag, besteht auch kein Raum zur Einholung individueller 

Garantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung der Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr nach Grie-

chenland (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-5814/2022 vom 17. August 

2023 E. 9.4). Der entsprechende Antrag ist abzuweisen. 

8.5 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 4. Juli 

2025 der Rückübernahme der Beschwerdeführerin explizit zugestimmt ha-

ben und sie über eine bis zum 18. März 2028 gültige Aufenthaltsbewilli-

gung verfügt (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin 

E-7596/2025 

Seite 16 

obliegt, nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 

(vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

10.  

Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und die Einsetzung einer amtlichen 

Rechtsbeiständin (Art. 102m Abs. 1 Bst. a AsylG). Aus den vorstehenden 

Erwägungen ergibt sich ex ante betrachtet, dass ihre Begehren als aus-

sichtslos zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Vo-

raussetzungen nicht gegeben, weshalb die Gesuche abzuweisen sind. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

12.  

Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit vor-

liegendem Urteil gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7596/2025 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung einer 

amtlichen Rechtsbeiständin werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: