# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7c6e92d-0b7d-5127-bd31-1f02872ac2af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2008 E-2592/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2592-2008_2008-04-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2592/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker,
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

X._______, Georgien,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 16. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-2592/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Georgien  am 
23. Februar  2008  verliess  und über  die  Türkei  und  ihm unbekannte 
Länder am 29. Februar 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am 
gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  im  A._______  am  17.  März  2008 
summarisch  befragt  und  am  7.  April  2008  vom  BFM  zu  seinen 
Asylgründen angehört wurde,

dass er zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend 
machte, er  sei  unbekannter Staatszugehörigkeit  abchasischer  Ethnie 
aus  B._______ (Abchasien,  Georgien),  wo er  seit  seiner  Geburt  bis 
1990 gelebt habe,

dass er von 1989 oder 1990 bis 2005 in C._______ (Abchasien, Geor-
gien), von 2005 bis 2006 in den Bergen von D._______ (Georgien) und 
von 2006 bis zu seiner Ausreise an mehreren Orten in Georgien (zwi-
schen E._______ und D._______) gelebt habe,

dass er zwischen Herbst und Ende 2005 zusammen mit zwei Bekann-
ten von Unbekannten in abchasischen Militäruniformen mitgenommen, 
während  ungefähr  drei  Monaten  festgehalten,  gefoltert  und  darüber 
befragt worden sei, wer sein Wohnhaus in B._______ angezündet ha-
be,

dass ihm die Flucht gelungen sei und er sich in der Folge bis zur Aus-
reise in D._______ versteckt gehalten habe,

dass ihm Verräterschaft vorgeworfen worden sei, weil er sich nicht am 
Abchasienkrieg beteiligt habe,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer trotz wiederholter Aufforderungen im erst-
instanzlichen Verfahren keine Reise- oder Identitätspapiere einreichte,

dass der Beschwerdeführer am 19. März 2008 im Auftrag der Fachstel-
le LINGUA des BFM von einem Experten zu seiner geltend gemachten 
Herkunft  begutachtet  und  ihm  am  7.  April  2008  anlässlich  der  An-

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hörung zu seinen Asylgründen das rechtliche Gehör zum Abklärungs-
ergebnis gewährt wurde,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 16. April 2008 - gleichentags 
eröffnet  -  in  Anwendung von Art. 32  Abs. 2 Bst. a  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der Beschwerde-
führer  habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist 
von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass aufgrund seiner widersprüchlichen Aussagen zu seinen Ausweis-
papieren und zum Ablauf der Reise in die Schweiz davon auszugehen 
sei, er habe sein Herkunftsland mit ihm zustehenden Reisedokumen-
ten verlassen und versuche, die Umstände seiner Aus-und Herreise zu 
verschleiern,

dass  er  gemäss  Abklärungsergebnis  der  Fachstelle  LINGUA  sehr 
wahrscheinlich aus einem megrelisch-georgischen und eindeutig nicht 
- wie von ihm behauptet - aus einem abchasischen oder russischspra-
chigen Milieu stamme, womit  seinen Vorbringen die gesamte Grund-
lage entzogen sei,

dass bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung so-
wie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festge-
stellt werden könne oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig seien,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  widersprüchlich  zum  Motiv  seiner 
Festnahme geäussert  habe,  indem er  bei  der  Befragung zur  Person 
als Festnahmegrund vorgebracht habe, seine Familie sei zu Verrätern 
an der abchasischen Sache erklärt worden, und anlässlich der Anhö-
rung zu den Asylgründen seine Gefangenschaft mit dem Brand seines 
früheren  Wohnhauses,  bei  dem  eine  Person  umgekommen  sei,  be-
gründet habe,

dass er diesen nicht unerheblichen Umstand (Brand seines Wohnhau-
ses) im Transitzentrum mit keinem Wort erwähnt habe, seine Angaben 

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über die Aufenthaltsorte nach seiner angeblichen Flucht aus der Ge-
fangenschaft spärlich ausgefallen seien und der Zusammenhang zwi-
schen der geltend gemachten Inhaftierung und seiner Ausreise fehle,

dass  er  gemäss  georgischem  Staatsangehörigkeitsgesetz  vom 
25. März 1993, welches laut georgischer Verfassung von 1995 auch für 
das  Territorium  von  Abchasien  gelte,  georgischer  Staatsangehöriger 
sei beziehungsweise die Staatsangehörigkeit beantragen und sich so-
mit  ausserhalb  Abchasiens  in  einem  anderen  Landesteil  Georgiens 
aufhalten könne,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die  Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Akten nicht erfor-
derlich seien,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Rechtsmitteleingabe  vom  23.  April 
2008 (Poststempel) die vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur ma-
teriellen Prüfung des Asylgesuchs und Vornahme zusätzlicher Abklä-
rungen in Bezug auf seine Staatsangehörigkeit beantragt,

dass er in prozessualer Hinsicht die Einholung einer Vernehmlassung 
mit  Replikrecht,  die  Edition  von  Verfahrensakten  und  unentgeltliche 
Rechtspflege beantragt,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 24. April  2008 per  Telefax beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs 1 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die diesbezüglich weiterhin 
massgeblichen Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer sum-
marischen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. Entscheide 
des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8 
E. 2.1),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (BVGE E. 5.3. a.E.),

dass  keine  rechtsgenüglichen  Reise-  oder  Identitätspapiere  einge-
reicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeu-
gend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aufgrund der unsubstanziierten und haltlosen Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass er für seine Reise au-
thentische Reise- und Identitätspapiere verwendet hat,  welche er  je-

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doch in  Verletzung seiner  gesetzlichen Mitwirkungspflicht  (vgl. Art. 8 
Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass somit  die Identität  des Beschwerdeführers bis heute nicht  fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3  Bstn. b und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind und sich die Ausführun-
gen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen darin erschöpfen, die 
mündlichen Aussagen zur Begründung des Asylgesuchs zu wiederho-
len, ohne indessen in substanziierter und detaillierter Weise zu den Er-
wägungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen,

dass den Akten entgegen der  Behauptung in  der  Beschwerde keine 
Anhaltspunkte für fehlerhafte Übersetzungen entnommen werden kön-
nen und festszustellen ist, dass dem Beschwerdeführer die Protokolle 
am Schluss der Befragung rückübersetzt wurden und er deren Richtig-
keit unterschriftlich bestätigte,

dass die  geltend gemachten Beispiele  für  eine  angeblich fehlerhafte 
Übersetzung in keiner Weise geeignet sind, die von der Vorinstanz auf-
gezeigten Unstimmigkeiten in zentralen Punkten der Gesuchsvorbrin-
gen zu widerlegen, und diesbezügliche Entgegnungen in der Rechts-
mitteleingabe fehlen,

dass deshalb der Antrag auf Edition von Verfahrensakten abzuweisen 
ist,

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dass auch der Einwand, mit der von der Fachstelle LINGUA des BFM 
durchgeführten Expertenbegutachtung seien zusätzliche Abklärungen 
vorgenommen worden, welche einem Nichteintretensentscheid entge-
genstünden, nicht stichhaltig ist, zumal gemäss Art. 28a  der Asylver-
ordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, 
SR 142.311)  linguistische Analysen nicht als zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG gelten,

dass an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann und es sich angesichts der unglaubhaften Vor-
bringen insbesondere auch zur angeblichen Staatenlosigkeit erübrigt, 
auf die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde einzugehen,

dass festzustellen ist, dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG auf-
geführten,  dem Regelfall  des  Nichteintretens bei  Erfüllen des Tatbe-
standes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe 
vorliegt,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und der Beschwerde-
führer  zudem  keinen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  hat 
(vgl. EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
seiner Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass die Durchführbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zwar grund-
sätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, diese Untersuchungspflicht je-
doch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht 
der Beschwerde führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die auch die 
Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG),

dass sich gezeigt hat, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf seinen 
tatsächlichen Herkunftsort  in Georgien nicht gewillt  ist, seine diesbe-
zügliche Mitwirkungspflicht zu erfüllen,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG) und auch dies-
bezüglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei diesem Ausgang des 
Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 
Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind   (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Gesuche  um  Edition  von  Verfahrensakten  und  unentgeltliche 
Rechtspflege werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  A._______  (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, A._______ (per Telefax zu den Akten Ref. Nr. N_______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- F._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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