# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5bd2cb0-de59-57c4-88cf-5a8b6e672ede
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.06.2020 III 2020 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-59_2020-06-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 59

Entscheid vom 8. Juni 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Marco Lacher, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________, Staatsangehöriger von Portugal, 

Beschwerdeführer,
beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Familiennachzug)

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Sachverhalt:

A. B.________ (Jg. 1983, Staatsangehöriger der Republik Guinea und seit 
dem 23. September 2019 auch Staatsangehöriger von Portugal, Beschwerdefüh-
rer 2) reiste am 3. Juni 2004 in die Schweiz ein. Er erhielt vom Kanton Tessin ei-
ne - zuletzt bis 2. Juni 2014 befristete - Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleib 
bei seiner portugiesischen Ehefrau, die er am 17. Dezember 2002 in Portugal 
heiratete (Vi-act. 2009-2017 S. 50). Die Ehe wurde im Jahr 2014 geschieden (Vi-
act. 2018-2019 S. 341 ff.). Aus dieser Ehe hat B.________ zwei Kinder (Jg. 2003 
und 2004). Nach der Scheidung wurden die Kinder unter die Obhut der Mutter 
gestellt (mit der sie heute im Kanton Tessin leben), das Sorgerecht verblieb bei 
beiden Eltern gemeinsam.

B. Am 17. November 2014 ersuchte B.________ das Amt für Migration des 
Kantons Schwyz (AFM) um Bewilligung des Wohnsitzwechsels in den Kanton 
Schwyz. Mit Verfügung vom 9. Februar 2015 trat das AFM auf das Gesuch nicht 
ein; eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss 
Nr. 961 vom 13. Oktober 2015 ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft (Vi-
act. 2018-2019 S. 368 ff.).

C. Noch während des Verfahrens um Kantonswechsel ersuchte B.________ 
am 21. Januar 2015 das Ufficio della migrazione des Kantons Tessin um Ertei-
lung einer Niederlassungsbewilligung. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2015 
wurde das Gesuch abgewiesen. Zugleich stellte die Behörde fest, dass 
B.________ auch die Voraussetzungen für die Verlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung nicht erfülle. Sie forderte ihn deshalb auf, die Schweiz bis am 15. Fe-
bruar 2016 zu verlassen. Dagegen erhobene Rechtsmittel wies zuletzt das Bun-
desgericht mit Urteil 2C_987/2018 vom 23. April 2019 ab. Am 7. bzw. 21. Mai 
2019 wies das Ufficio della migrazione des Kantons Tessin B.________ gestützt 
auf das erwähnte Bundesgerichtsurteil per 7. Juni 2019 aus der Schweiz weg (Vi-
act. 2018-2019 S. 436 f.; 531 ff.; 630 ff.; 683 ff.; 696 f.).

D. Am 2. September 2016 heiratete B.________ die Schweizerin A.________ 
(Jg. 1989, Beschwerdeführerin 1). Noch während des laufenden Verfahrens im 
Kanton Tessin ersuchte B.________ am 12. September 2016 das AFM erneut 
um Bewilligung des Wohnsitzwechsels in den Kanton Schwyz sowie um eine 
Niederlassungsbewilligung. Mit Verfügung vom 2. November 2016 trat das AFM 
auf das Gesuch nicht ein. Am 22. November 2016 hob es diese Verfügung je-
doch auf und es sistierte das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen 
Entscheides bezüglich des im Kanton Tessin hängigen Bewilligungsverfahrens 
(Vi-act. 2018-2019 S. 481 ff.; Vi-act. 2009-2017 S. 825 ff.). 

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E. Am 26. Mai 2019 ersuchte A.________ das AFM um Bewilligung des Fami-
liennachzugs für ihren Ehegatten. Mit Verfügung vom 3. Juni 2019 trat das Amt 
für Migration auf das Gesuch nicht ein. Es stellte fest, B.________ sei vom Kan-
ton Tessin rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden, für den Vollzug 
der Wegweisung sei der Tessin zuständig ist. Diese Verfügung erwuchs unange-
fochten in Rechtskraft (Vi-act. 2018-2019 S. 43 f.; 708 f.).

F. Per 23. September 2019 erhielt B.________ die portugiesische Staatsbür-
gerschaft. Am 30. Oktober 2019 ersuchte A.________ das AFM erneut um Bewil-
ligung des Familiennachzugs für ihren Ehegatten. Mit Verfügung vom 27. No-
vember 2019 trat das AFM auch auf dieses Gesuch nicht ein (Vi-act. 2018-2019 
S. 710 f.; 724 f.; 729 f.).

G. Hiergegen erhoben A.________ und B.________ am 19. Dezember 2019 
Beschwerde beim Regierungsrat. Da das AFM das Gesuch trotz Nichteintreten-
sentscheid auch materiell geprüft habe, nahm auch der Regierungsrat eine mate-
rielle Prüfung vor und er bestätigte, dass das Gesuch nicht bewilligt werden kön-
ne. Schliesslich wies er die Beschwerde mit Beschluss Nr. 145/2020 vom 3. März 
2020 im Sinne der Erwägungen ab. 

H. Am 31. März 2020 lassen A.________ und B.________ beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen mit den Anträ-
gen:

1. Der Beschwerdeentscheid vom 3. März 2020 sei aufzuheben.

2. Auf die Beschwerde sei einzutreten.

3. Das Gesuch um Familiennachzug der Beschwerdeführerin 1, (Adresse), für den 
Beschwerdeführer 2, geb. __ 1983, Staatsangehöriger von Portugal, sei gutzu-
heissen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin 
bzw. des Staates.

I. Mit Vernehmlassung vom 6. April 2020 beantragt die Vorinstanz 2 die 
Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz 1 beantragt am 16. April 2020 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.

J. Mit Schreiben vom 20. Mai 2020 (Eingang 22.5.2020) reicht die Vorinstanz 
1 den Bericht des Grenzwachtkorps vom 14. Mai 2020 zur Kenntnisnahme ein. 
Hierzu nehmen die weiteren Parteien keine Stellung.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Ist die Vorinstanz auf ein Gesuch nicht eingetreten, so hat das Verwal-
tungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, ob 
die Nichteintretensverfügung zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so 
hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz 
zurück, damit diese einen Sachentscheid trifft (VGE II 2010 3 vom 23.2.2010 
Erw. 1; VGE II 2015 39 vom 26.8.2015 Erw. 1.1).

1.2 Das AFM ist mit Verfügung vom 27. November 2019 auf das Gesuch der 
Beschwerdeführer vom 30. Oktober 2019 nicht eingetreten. Allerdings stellte der 
Regierungsrat im angefochtenen Beschluss fest, das AFM habe es nicht beim 
Nichteintreten bewenden lassen, sondern auch das Vorliegen der Voraussetzun-
gen für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennach-
zuges verneint. Zudem hätten sich die Parteien im Schriftenwechsel zu den 
materiellen Aspekten des Familiennachzugs einlässlich geäussert, weshalb es 
sich rechtfertige, das Gesuch materiell zu prüfen. In der Folge verweigerte er die 
Erteilung einer Bewilligung und wies die Beschwerde ab.

1.3 Wie die Beschwerdeführer daher zu Recht ausführen, liegt damit nicht ein 
zu prüfender Nichteintretensentscheid vor, sondern ein das Familiennachzugs-
gesuch ablehnender Entscheid (vgl. Beschwerde Rz. 15). Damit ist vorliegend 
strittig und zu prüfen, ob das Gesuch um Familiennachzug des Beschwerde-
führers 2 zu Recht abgelehnt wurde. Nicht weiter von Belang ist dagegen der 
Nichteintretensentscheid des AFM mit der Begründung, von den Gesuchstellern 
(Beschwerdeführern) würden keine wesentlichen Veränderungen seit der rechts-
kräftigen Wegweisung des Beschwerdeführers 2 durch den Kanton Tessin sub-
stantiiert geltend gemacht, weshalb auf das Gesuch um Familiennachzug ge-
stützt auf § 34 Abs. 1 und 2 VRP nicht eingetreten werde (vgl. Vi-act. 2018-2019 
S. 730). Soweit die Beschwerdeführer in der Beschwerde Ausführungen zur 
Rechtfertigung einer Neubeurteilung des Gesuchs um Familiennachzug machen, 
mithin den Nichteintretensentscheid als rechtsfehlerhaft rügen, ist darauf nicht 
weiter einzugehen. Zu prüfen ist die Gesuchsablehnung.

2.1 Der Beschwerdeführer 2 ist seit dem 23. September 2019 portugiesischer 
Staatsangehöriger. Als solcher kann er sich grundsätzlich auf das Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäi-
schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügig-
keit (FZA; SR 0.142.112.681) vom 21. Juni 1999 berufen. Allerdings ersucht der 
Beschwerdeführer 2 nicht um eine Bewilligung gestützt auf das FZA, weshalb 

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dies auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Mithin ist nicht 
strittig, ob dem Beschwerdeführer 2 gestützt auf das FZA eine Aufenthaltsbewilli-
gung EU/EFTA zu erteilen ist. 

2.2 Die Beschwerdeführer ersuchen für den Beschwerdeführer 2 um eine Auf-
enthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Wie der Regierungsrat im 
angefochtenen Beschluss zu Recht darlegt - und von den Beschwerdeführern 
auch nicht bestritten wird (vgl. Beschwerde Rz. 39) - findet das FZA hierzu keine 
Anwendung, resp. nur insoweit, als sich der Familiennachzug nach Art. 42 Abs. 2 
lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. De-
zember 2005 richtet, da der Beschwerdeführer 2 portugiesischer Staatsangehö-
riger ist (soweit das AFM in der angefochtenen Verfügung auf Art. 42 Abs. 1 AIG 
verweist, ist dem nicht zu folgen; anders sah es noch bei der Prüfung des Ge-
suches vom 26.5.2019 aus). 

3.1 Nach Art. 42 Abs. 2 AIG haben ausländische Familienangehörige von 
Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsbewilli-
gung eines Staates sind, mit dem ein Freizügigkeitsabkommen abgeschlossen 
wurde. Als Familienangehöriger gilt u.a. der Ehegatte (Art. 42 Abs. 2 lit. a AIG).

3.2 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AIG erlöschen die Ansprüche nach Art. 42 AIG u.a., 
wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 AIG vorliegen. Einen derartigen Widerrufs-
grund setzt ein Ausländer insbesondere dann, wenn er "zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt wurde" (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. b 
AIG). Als längerfristig im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gilt eine Freiheits-
strafe, wenn ihre Dauer ein Jahr überschreitet (Urteil BGer 2C_503/2019 vom 
7.4.2020 Erw. 2.1 mit Verweis auf BGE 139 I 145 Erw. 2.1). Keine Rolle spielt, ob 
die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 
I 39 Erw. 2.1 mit Verweis auf Urteil BGer 2C_515/2009 vom 27.1.2010 Erw. 2.1).

3.3 Eine strafrechtliche Verurteilung verunmöglicht die Erteilung einer (neuen) 
Aufenthaltsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Praxis grundsätzlich nicht 
ein für alle Mal, doch darf das neue Bewilligungsgesuch nicht dazu dienen, 
rechtskräftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen (Urteil BGer 
2C_99/2019 vom 28.5.2019 Erw. 6.4.2). Soweit der Betroffene, gegen den 
eine Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, weiterhin in den Kreis der nach 
Art. 42 ff. AIG nachzugsberechtigten Personen fällt und es seinen hier anwesen-
den nahen Angehörigen unzumutbar ist, ihm ins Heimatland zu folgen und dort 

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das Familienleben zu pflegen, ist eine spätere Neubeurteilung angezeigt. 
Vorausgesetzt ist, dass sich der Betroffene seit der Verurteilung bzw. Straf-
verbüssung bewährt und sich für eine angemessene Dauer in seiner Heimat 
klaglos verhalten hat, so dass eine Integration in die hiesigen Verhältnisse nun-
mehr absehbar erscheint und eine allfällige Rückfallgefahr vernachlässigt werden 
kann. Das öffentliche Interesse an der Gefahrenabwehr verliert an Bedeutung, 
soweit die Entfernungsmassnahme gegen den Fehlbaren ergriffen, durchgesetzt 
und für eine der Schwere der Tat angemessene Zeitdauer aufrechterhalten 
wurde (Urteil BGer 2C_99/2019 vom 28.5.2019 Erw. 6.4.2 m.w.H.).

Wann die Neubeurteilung zu erfolgen hat, bestimmt sich aufgrund der Umstände 
im Einzelfall (Urteil BGer 2C_1170/2012 vom 24.5.2013 Erw. 3.5.3). Die Frage ist 
vorliegend indes unerheblich, nachdem der Regierungsrat eine materielle Prü-
fung und damit eine Neubeurteilung vornahm, mithin nicht (nur) den Nichtein-
tretensentscheid des AFM bestätigte (vgl. oben Erw. 1.3).

3.4 Besteht ein Anspruch auf eine Neubeurteilung, heisst dies nicht, dass die 
Bewilligung auch erteilt werden muss. Die Gründe, welche zum Widerruf geführt 
haben, verlieren ihre Bedeutung grundsätzlich nicht (Urteil BGer 2C_1170/2012 
vom 24.5.2013 Erw. 3.5.2); die Behörde muss vielmehr eine neue umfassende 
Interessenabwägung vornehmen, in welcher der Zeitablauf seit dem ersten Wi-
derruf in Relation gesetzt wird zum nach wie vor bestehenden öffentlichen Inter-
esse an der Fernhaltung. Dabei kann es nicht darum gehen, wie im Rahmen 
eines erstmaligen Entscheids über die Aufenthaltsbewilligung frei zu prüfen, ob 
die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Vielmehr ist massgebend, ob sich die 
Umstände seit dem früheren Widerruf in einer rechtserheblichen Weise verändert 
haben (Urteil BGer 2C_409/2017 vom 2.8.2018 Erw. 4.5 mit Hinweisen). Die 
Praxis tendiert dabei zur Zurückhaltung bei der Neuerteilung von Aufenthalts-
bewilligungen, wenn den Straftaten, die zum Widerruf der (früheren) Bewilligung 
geführt haben, ein schweres Verschulden zugrunde liegt (vgl. Beispiele in Urteil 
BGer 2C_935/2017 vom 17.5.2018 Erw. 4.3.4). 

3.5 Für eine erneute Erteilung einer Bewilligung bei einem fortbestehenden 
Anspruch auf Familiennachzug muss feststehen, dass eine Integration in die 
hiesigen Verhältnisse absehbar und eine Rückfallgefahr vernachlässigt werden 
kann. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus seiner Bewährung, seiner Straflosigkeit im 
Ausland (Urteil BGer 2C_650/2017 vom 9.1.2018 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen). Dies 
setzt voraus, dass der Nachzugswillige seinen Verbleib, seine Integration und 
seine Verhältnisse im Heimatland offen legt und (soweit möglich) beweismässig 
erstellt (Urteil BGer 2C_935/2017 vom 17.5.2018 Erw. 5.4).

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3.6 Es kann sodann das in Art. 8 der Konvention zum Schutze der Men-
schrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 4. November 1950 (bzw. 
Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 
101] vom 18. April 1999) geschützte Recht auf Achtung des Privat- und Familien-
lebens verletzen, wenn einem Ausländer, dessen Familienangehörige hier wei-
len, die Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird (BGE 
135 I 143 Erw. 1.3.1). Die BV bzw. die EMRK umfassen in Art. 13 Abs. 1 bzw. 
Art. 8 jedoch praxisgemäss keinen vorbehaltslosen Anspruch auf Einreise und 
Aufenthalt bzw. auf Wahl des von den Betroffenen gewünschten Wohnorts für die 
Familie (vgl. BGE 142 II 35 Erw. 6.1). Soweit ein Bewilligungsanspruch besteht, 
gilt er nicht absolut: Liegt eine aufenthaltsbeendende oder -verweigernde Mass-
nahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, erweist sich diese 
dennoch als zulässig, falls sie - wie hier - gesetzlich vorgesehen ist, einem legiti-
men Zweck dient und sich in einer demokratischen Gesellschaft als notwendig 
erweist (BGE 142 II 35 Erw. 6.1 S. 46 f.). Der Schutz des Privat- und Familien-
lebens nach Art. 8 EMRK darf nicht dazu führen, dass ein ausländischer Staats-
bürger, der die gesetzlichen Voraussetzungen nach dem schweizerischen Recht 
für den Familiennachzug nicht erfüllt (Art. 42 ff. AIG), seine Angehörigen den-
noch in die Schweiz nachziehen kann (Urteil BGer 2C_1011/2019 vom 21.4.2020 
Erw. 3.3.1). Die EMRK verlangt aber eine Abwägung der sich gegenüberstehen-
den privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den öffentlichen 
Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen 
müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 Erw. 2.2; 
BGE 135 I 153 Erw. 2.2.1).

4.1 Der Regierungsrat stellt im angefochtenen Beschluss fest, der Beschwer-
deführer 2 sei in der Vergangenheit wiederholt straffällig geworden und u.a. am 
8. Juli 2014 zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (bedingt) verurteilt worden. 
Damit erfülle er - wie bereits das Bundesgericht in Urteil 2C_987/2018 vom 
23. April 2019 festgestellt hat - den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG. 

Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Verurteilung zu einer län-
gerfristigen Freiheitsstrafe zu Recht nicht (Beschwerde Rz. 26).

4.2 Weiter hält der Regierungsrat fest, bereits das Bundesgericht habe mit Ur-
teil 2C_987/2018 vom 23. April 2019 festgestellt, die Verweigerung der Aufent-
haltsbewilligung an den Beschwerdeführer 2 sei verhältnismässig. Sie sei auch 
unter Berücksichtigung der Eheschliessung mit der Beschwerdeführerin 1 als mit 
Art. 8 EMRK vereinbar. Eine neuerliche Prüfung dieser Punkte dränge sich nicht 
auf; die Beschwerdeführer würden keine Umstände geltend machen, die eine 

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abweichende Beurteilung erfordern würden. Entsprechend sei die Bewilligung zu 
Recht verweigert worden.

4.3 In der Verweigerung der Neuerteilung einer Aufenthaltsbewilligung im 
Familiennachzug sehen die Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes 
der Verhältnismässigkeit nach Art. 96 AIG sowie von Art. 8 EMRK.

Die schwerwiegendste Straftat liege fast 6 Jahre zurück. Der Beschwerdeführer 2 
habe seither nicht mehr in gleicher Weise bzw. gar nicht mehr delinquiert. Abge-
sehen von der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz handle es sich 
um mehrheitlich geringfügiges Fehlverhalten, das jeweils in grossen Abständen 
voneinander begangen worden sei. Es könne daher nicht von einem grossen 
öffentlichen Interesse an der Bewilligungsverweigerung gesprochen werden. Zu-
dem sei die Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers 2 - über 15 Jahre - als sehr 
lang zu erachten. Er sei sowohl beruflich als auch sprachlich gut integriert; eine 
Rückfallgefahr liege gegenwärtig nicht vor. All dies erhöhe das private Interesse 
an der Bewilligungserteilung. Schliesslich wäre es dem Beschwerdeführer 2 nicht 
zuzumuten, wieder nach Guinea zurückzukehren. Er habe keine Verbindung 
mehr zu diesem Land, was sich auch daran zeige, dass er sich nach der Weg-
weisung vorwiegend in Belgien und Portugal sowie Frankreich aufgehalten habe. 
Gesamthaft überwiege daher das persönliche Interesse an der Bewilligungsertei-
lung das öffentliche Interesse an der Bewilligungsverweigerung.

Die Beschwerdeführer anerkennen, dass bereits das Bundesgericht in Urteil 
2C_987/2018 vom 23. April 2019 die Vereinbarkeit der Wegweisung mit Art. 8 
EMRK bestätigt habe. Allerdings habe das Bundesgericht keine eingehende 
Erwägung in Bezug auf Beschwerdeführerin 1 vorgenommen. Sie sei Schweizer 
Bürgerin und Ehefrau des Beschwerdeführers 2. Bis zu seiner Ausreise am 
7. Juni 2019 hätten sie in der gemeinsamen ehelichen Wohnung im Kanton 
Schwyz gewohnt. Sie seien schon über 6 Jahre zusammen und mittlerweile über 
3 Jahre verheiratet. Seit der Ausreise bis zu seiner Einreise (aufgrund eines Ein-
satzvertrages) habe der persönliche Kontakt nur telefonisch stattfinden können; 
nach Ablauf des Einsatzvertrages drohe dies erneut. Es sei der Beschwerde-
führerin 1 nicht mehr länger zuzumuten, das Familienleben derart eingeschränkt 
auszuleben. Auch könne ihr nicht zugemutet werden, zu ihrem Ehemann ins 
Ausland zu ziehen, wo ihr Kultur und Sprache unbekannt seien. Sie stehe als 
Schweizerin mit beiden Beinen im Leben und sei wirtschaftlich und sozial in der 
hiesigen Gesellschaft verwurzelt. Weiter sei zu berücksichtigen, dass der Be-
schwerdeführer in der Schweiz auch noch zwei Kinder aus erster Ehe habe. Der 
überwiegende Teil der Kernfamilie befinde sich somit in der Schweiz; den per-
sönlichen Kontakt könne er aus dem Ausland nur beschwerlich pflegen. Neben 

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der Beschwerdeführerin 1 hätten auch die Kinder ein Recht auf persönlichen 
Verkehr mit dem Vater. Die Verweigerung der Bewilligung sei daher mit Art. 8 
EMRK nicht vereinbar.

5. Dem Regierungsrat ist beizupflichten, dass sich seit der rechtskräftigen 
Verweigerung des Aufenthaltes und der Wegweisung des Beschwerdeführers 2 
vom 23. April 2019 die Umstände nicht in einer rechtserheblichen Weise ver-
ändert haben.

5.1 Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 2 im Rahmen des Fami-
liennachzugs (zur Ehefrau 1) lief per 2. Juni 2014 aus. Am 8. Juli 2014 wurde er 
vom Strafgericht Basel-Stadt zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (bedingt) 
verurteilt wegen einem Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz, indem er 
am 8. Januar 2012 ca. 350 gr. (295.2 gr. netto) Kokain aus Frankreich in die 
Schweiz einführte (Vi-act. 2009-2017 S. 623 ff.). Am 3. Oktober 2014 wurde die 
Ehe mit der portugiesischen Ehefrau geschieden. Auf ein Gesuch um Kantons-
wechsel vom 17. November 2014 trat das AFM nicht ein (Rechtsmittelentscheid 
des Regierungsrates vom 13.10.2015 wurde rechtskräftig). Am 21. Januar 2015 
ersuchte der Beschwerdeführer 2 im Tessin um Erteilung einer Niederlassungs-
bewilligung, was die Tessiner Behörden am 21. Dezember 2015 verweigerten; 
ebenso lehnten sie die Erneuerung seiner Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab 
und sie forderten den Beschwerdeführer 2 gleichzeitig auf, die Schweiz bis am 
15. Februar 2016 zu verlassen. Rechtsmittel hiergegen wiesen der Regierungsrat 
des Kantons Tessin am 28. März 2017, das Verwaltungsgericht des Kantons 
Tessin mit Urteil 52.2017.264 vom 25. September 2018 und letztinstanzlich das 
Bundesgericht mit Urteil 2C_987/2018 vom 23. April 2019 ab (Vi-act. 2018-2019 
S. 437 f.; 544 ff.; 647 ff.; 694 ff.). 

Bereits am 2. September 2016 heirateten die Beschwerdeführer im Kanton 
Schwyz, wo der Beschwerdeführer 2 mit der Beschwerdeführerin 1 auch wohnte 
(mithin bereits bevor der Regierungsrat des Kantons Tessin als erste Rechts-
mittelinstanz über die Bewilligungsverweigerung und Wegweisung entschied). 
Am 13. September 2016 ersuchte der Beschwerdeführer 2 das AFM um Wohn-
sitzwechsel in den Kanton Schwyz und Erteilung einer Niederlassungsbewilli-
gung. Auf das Gesuch wurde nicht eingetreten bzw. wurde es bis zum Abschluss 
der Verfahren im Tessin sistiert (Vi-act. 2018-2019 S. 487 ff.). 

Mit Verfügung vom 7. Mai 2019 forderten die Tessiner Behörden den Beschwer-
deführer 2 auf, die Schweiz bis am 7. Juni 2019 zu verlassen. Ein Gesuch um 
Verlängerung der Ausreisefrist bis Ende August 2019 wurde abgelehnt (Vi-
act. 2018-2019 S. 697; 700; 706).

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Am 26. Mai 2019 ersuchte die Beschwerdeführerin 1 das AFM um Bewilligung 
des Familiennachzugs. Auf dieses Gesuch trat das AFM am 3. Juni 2019 nicht 
ein; es verwies auf das eben ergangene Bundesgerichtsurteil sowie auf die Ver-
fügung der Tessiner Behörden vom 7. Mai 2019, wonach der Beschwerdeführer 
2 die Schweiz bis am 7. Juni 2019 zu verlassen habe (Vi-act. 2018-2019 S. 709). 

5.2 Im Zeitpunkt, als das Bundesgericht die Bewilligungsverweigerung und die 
Wegweisung durch die Tessiner Behörden mit Urteil vom 23. April 2019 bestätig-
te, stand damit fest und wurde vom Bundesgericht bereits berücksichtigt, dass 
der Beschwerdeführer 2 (damals guineischer Staatsbürger) 2002 eine portugiesi-
sche Staatsangehörige heiratete, er 2004 Zwecks Verbleib bei seiner Ehefrau mit 
EU-Staatsbürgerschaft in die Schweiz einreiste und eine entsprechende Aufent-
haltsbewilligung erhielt, er mit seiner ersten Ehefrau zwei gemeinsame Kinder 
hat (Jg. 2003 und 2004), die Ehe 2014 geschieden wurde, seine Aufenthaltsbe-
willigung am 2. Juni 2014 auslief, sich der Beschwerdeführer 2 2016 mit einer 
Schweizer Bürgerin wiederverheiratete und mit ihr im Kanton Schwyz lebt(e), er 
schon mehrfach vergeblich um Wechsel in den Kanton Schwyz ersuchte, der Be-
schwerdeführer 2 in der Schweiz mehrfach straffällig wurde, u.a. 2014 für ein 
2012 begangenes Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz für 24 Monate 
Freiheitsentzug (bedingt) verurteilt wurde und er auch danach wegen Strassen-
verkehrsdelikten noch drei Strafbefehle erhielt (zuletzt 2016). Ebenso berücksich-
tigte das Bundesgericht die finanzielle und berufliche Situation des Beschwerde-
führers 2.

5.3 Schon vor Bundesgericht war nicht strittig, dass das FZA nicht anwendbar 
ist und auch nicht, dass ein Widerrufsgrund (langjährige Freiheitsstrafe) vorliegt. 
Auch machte der Beschwerdeführer 2 schon damals eine Verletzung des Grund-
satzes der Verhältnismässigkeit nach Art. 96 AIG sowie von Art. 8 EMRK geltend 
(vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 Erw. 3). Mithin wurden bereits da-
mals die nämlichen Rügen geprüft wie sie nun vorgetragen werden (vgl. oben 
Erw. 4.3). Das Bundesgericht bestätigte denn auch ausdrücklich, dass sich der 
Beschwerdeführer aufgrund der Heirat mit der Beschwerdeführerin 1 auf Art. 42 
und Art. 49 AIG berufen könne und es damit auch die Verhältnismässigkeit prüfe, 
sowie dass aufgrund der Heirat als auch aufgrund seiner minderjährigen Kinder 
Art. 8 EMRK beachtlich sei. Auch verwies das Bundesgericht auf die bereits über 
zehnjährige Anwesenheit des Beschwerdeführers 2 in der Schweiz (vgl. Urteil 
BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 Erw. 4.4). 

11

5.4 In Prüfung der gesamten Umstände sah das Bundesgericht in der Ver-
weigerung der Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung indes weder einen 
Verstoss gegen den Verhältnismässigkeitsgrundsatz noch gegen Art. 8 EMRK. 

Trotz seiner langen Anwesenheit in der Schweiz könne nicht von einer genügen-
den Integration gesprochen werden. Das Bundesgericht verwies dabei auf seine 
finanzielle Situation, die Zahlungsausstände (namentlich aufgrund der Alimenten-
bevorschussung), seine mehrfachen Verurteilungen und die instabile Berufs-
situation (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 Sachverhalt Bst. B, 
Erw. 4.1, 4.5.1, 4.5.3). 

Sodann beurteilte das Bundesgericht namentlich das Betäubungsmitteldelikt, das 
zur längerfristigen Freiheitsstrafe führte, als besonders schwerwiegend. Mit Ver-
weis auf BGE 139 I 31 Erw. 2.3.2 hielt es fest, bei schweren Straftaten wie die-
sem (Einfuhr von 350 gr. Kokain ohne selbst welches zu konsumieren), müsse 
zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko 
weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Gesundheit; 
Leib und Leben usw.) nicht in Kauf genommen werden; das öffentliche Interesse 
an der Wegweisung bzw. an der Fernhaltung eines entsprechenden Täters sei 
hoch (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 Erw. 4.5.2). Dass sich der 
Beschwerdeführer 2 seit der Verurteilung 2014 nichts Schwerwiegendes mehr 
habe zu Schulden kommen lassen, sei von geringer Bedeutung, stehe er doch 
seither unter dem Druck einer prekären Aufenthaltssituation.

Was Art. 8 EMRK anbelangt, betonte das Bundesgericht, die Beschwerdeführerin 
1 sei sich bei der Heirat um die Vergangenheit des Beschwerdeführers 2 be-
wusst gewesen; sie habe nicht ignorieren können, dass dies ein konkretes Hin-
dernis für ein Familienleben in der Schweiz darstelle. Bezüglich die Beziehung 
des Beschwerdeführers 2 zu seinen zwei Kindern verwies das Bundesgericht auf 
die Tatsache, dass er einerseits seinen finanziellen Verpflichtungen ihnen ge-
genüber ungenügend nachgekommen sei und ihn anderseits die Tatsache der 
Kinder offensichtlich nicht gehindert habe, zu delinquieren und damit seine An-
wesenheit bzw. das Zusammenleben mit den Kindern zu gefährden. Weiter wies 
es darauf hin, die Kinder hätten inzwischen ein Alter erreicht, so dass eine Be-
ziehung auch auf Distanz und mit vorübergehenden Besuchen gepflegt werden 
könne (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 Erw. 4.6.2). 

Abschliessend verwies das Bundesgericht auf das Recht des Beschwerdeführers 
2, nach einer angemessenen Zeit im Ausland um eine Neubeurteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung zu ersuchen (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 23.4.2019 
Erw. 4.6.3). Die nun als verhältnismässig und mit Art. 8 EMRK vereinbare Bewil-

12

ligungsverweigerung und Wegweisung bedeute keine endgültige Verweigerung 
des Aufenthaltsrechts.

5.5 Im Rahmen einer Neubeurteilung eines Aufenthaltsanspruches müssten 
nun derart veränderte Umstände gegeben sein, dass die neuerliche Interessen-
abwägung zugunsten der Gesuchsteller ausfällt.

5.5.1 Soweit die Beschwerdeführer nun eine gelungene Integration des Be-
schwerdeführers 2 in der Schweiz geltend machen, so widerspricht dies klar den 
Feststellungen des Bundesgerichts. Gemäss Aussage der Beschwerdeführer hat 
er die Schweiz nach dem Urteil am 7. Juni 2019 verlassen. Aktuell arbeite er für 
drei Monate im Rahmen eines Einsatzvertrages in der Schweiz. Damit aber kann 
sich die Situation einer ungenügenden Integration seit dem Bundesgerichtsurteil 
nicht positiv verändert haben. Die Beschwerdeführer machen denn etwa auch 
nicht geltend, seine finanzielle Situation habe sich seither gebessert oder er sei 
bemüht, seine Schulden abzuzahlen. Hinweise, dass er sich über den dreimona-
tigen Einsatzvertrag in der Schweiz beruflich stabilisieren könnte, bestehen kei-
ne, werden auch nicht geltend gemacht. Dass sich die Berufschancen allein auf-
grund des vorgelegten Zertifikats einer Berufsausbildung zum Gabelstaplerfahrer 
wesentlich verbessert hätten, ist abzulehnen. Bei der geltend gemachten Berufs-
ausbildung handelt es sich um einen achtstündigen bzw. eintägigen Kurs (vgl. Bf-
act. 5). Wenn er ausführt, die Beziehung mit seiner neuen Ehefrau gebe ihm halt, 
so ist dem zu entgegnen, dass diese Beziehung gemäss eigener Aussage be-
reits sechs Jahre andauert, dieser positive Einfluss sich damit schon in der Ver-
gangenheit hätte zeigen müssen. Damit aber besteht auch kein Grund zur An-
nahme, die Integrationsprognose sei grundsätzlich anders zu beurteilen als die 
bisherige Integration. Es bleibt damit im Wesentlichen bei den Feststellungen des 
Bundesgerichts vom 23. April 2019.

5.5.2 Der Beschwerdeführer betont sein bereits langjähriges Wohlverhalten seit 
der Verurteilung 2014. Schon das Bundesgericht hat indes auf auch seither ver-
schuldete Verfehlungen hingewiesen. Zudem ist er auch danach seinen Unter-
haltspflichten über lange Zeiten nicht nachgekommen, was ebenso gegen ein 
erwartetes Wohlverhalten spricht wie die Tatsache der vielen Betreibungen (vgl. 
Betreibungsregisterauszug [Betreibungsamt Bellinzona] des Beschwerdeführers 
2 vom 24. Mai 2019 mit Betreibungen in der Höhe von Fr. 57'804.45 und 19 offe-
ne Verlustscheine in der Höhe von Fr. 48'132.50; Vi-act. 2018-2019 S. 28 ff.). 

5.5.3 Das Bundesgericht erwog sodann, namentlich sein Betäubungsmitteldelikt 
sei als besonders schwerwiegend zu beurteilen und es müsse selbst ein gerin-
ges Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen nicht in Kauf genommen werden. Den 

13

Ausschluss eines solchen Restrisikos könnte insbesondere ein Nachweis eines 
seither belegten Wohlverhaltens des Betroffenen belegen. Die Straftat datiert von 
2012, die Verurteilung von 2014. Zum einen kann dem Beschwerdeführer 2 - wie 
eben dargelegt - auch seither nicht ein ungetrübtes Wohlverhalten attestiert wer-
den. Zum andern hat bereits das Bundesgericht darauf hingewiesen, dass der 
Beschwerdeführer seit der Verurteilung und dem Ablauf seiner Aufenthaltsbewil-
ligung unter dem Druck des Verlustes seines Anwesenheitsrechts stand, weshalb 
sein geltend gemachtes Wohlverhalten weniger zu gewichten ist. Auf keinen Fall 
vermag es ein Restrisiko auszuschliessen. 

5.5.4 Zudem hat sich ein Weggewiesener - wie das Bundesgericht auch gegenü-
ber dem Beschwerdeführer 2 bestätigte (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 vom 
23.4.2019 Erw. 4.6.3) - im Ausland zu bewähren. Gemäss eigener Darstellung 
hat der Beschwerdeführer 2 die Schweiz am 7. Juni 2019 nach Belgien verlassen 
(Bf-act. 2). Zwischenzeitlich habe er sich auch in Frankreich und Portugal aufge-
halten, wo er auch eine Berufsausbildung als Gabelstaplerfahrer absolviert habe. 
Er belegt dies mittels Kontoauszügen, welche Zahlungen und Geldbezüge in € 
und damit im Ausland belegen sollen, sowie Reisetickets und einem portugiesi-
schen Berufszertifikat (Bf-act. 2 - 5). Diesbezüglich gilt es zu wiederholen, dass 
ein Nachzugswilliger seinen Verbleib, seine Integration und seine Verhältnisse im 
Heimatland offen zu legen und zu beweisen hat (vgl. oben Erw. 3.5). Zum einen 
vermögen die vorgelegten Unterlagen eine Bewährung des Beschwerdeführers 2 
nicht zu belegen. Es bleibt absolut im Dunkeln, wie der Beschwerdeführer 2 die-
se Monate verbracht hat. Er legt hierzu keinerlei Unterlagen vor und macht auch 
keine Hinweise, woraus geschlossen werden könnte, dass er sich im Ausland 
wohl verhalten hat. Es ist unbekannt, ob er sich beruflich betätigte, wie er seinen 
Lebensunterhalt bestritt, ob und wie er sich in die Gesellschaft integrierte. Es ist 
schlicht nichts bekannt und der Beschwerdeführer 2 trägt hierzu kaum etwas vor. 
Zum andern wäre selbst eine belegte Bewährung während einer Zeitspanne von 
höchstens rund acht Monaten Auslandaufenthalt absolut ungenügend, um ein 
Restrisiko ausschliessen zu können. Mit anderen Worten: Selbst wenn schon 
nach derart kurzer Zeit auf ein Gesuch um Neubeurteilung eines Aufenthalts-
rechts eingetreten würde, vermöchte ein Wohlverhalten über so kurze Zeit ein 
Restrisiko nicht auszuschliessen und müsste das Gesuch abgewiesen werden. 
Dabei ist beachtlich, dass aufgrund des besonders schwerwiegenden Betäu-
bungsmitteldeliktes nicht einmal ein sehr geringes Restrisiko in Kauf genommen 
werden müsste (vgl. oben Erw. 5.4). Nach derart kurzer Zeit, ohne dass bekannt 
ist, wie die Zeit genau verbracht wurde, kann aber ein Restrisiko nicht ausge-
schlossen werden, bzw. besteht keine Veranlassung, es anders als das Bundes-
gericht vor einem Jahr einzuschätzen.

14

5.5.5 Damit aber ist das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwer-
deführers 2 nach wie vor ungebrochen hoch resp. nicht weniger hoch als durch 
das Bundesgericht am 23. April 2019 beurteilt. Inwiefern sich seine persönlichen 
Interessen seither verändert haben, zeigt der Beschwerdeführer 2 nicht auf. Dass 
ihm eine Rückkehr nach Guinea heute weniger als vor einem Jahr zumutbar wä-
re, substantiiert er nicht. Anderseits verfügt er zwischenzeitlich über die portugie-
sische Staatsbürgerschaft, weshalb eine Rückkehr nach Guinea auch nicht im 
Vordergrund stehen muss. Offensichtlich hat er sich ja seit dem 7. Juni 2019 
auch nur in Europa aufgehalten. Weshalb ihm dies nun nicht weiter zumutbar 
sein sollte, erörtert er nicht, obwohl ihn diesbezüglich eine Mitwirkungspflicht trifft 
(Art. 90 AIG). Dass seine Integration in der Schweiz - trotz der langen Anwesen-
heit - nicht als genügend beurteilt werden kann, hatte bereits das Bundesgericht 
festgestellt und daran hat sich - wie dargestellt - nichts geändert, so dass auch 
die Integrationsprognose nicht positiv ausfällt. 

5.5.6 Auch die Vereinbarkeit des Andauerns der Fernhaltemassnahme mit Art. 8 
EMRK ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht anders als vor Jah-
resfrist zu beurteilen. Sie bestätigen, dass bereits das Bundesgericht die Verein-
barkeit der Massnahme mit Art. 8 EMRK geprüft habe. Damals habe das Gericht 
indes die Situation der Beschwerdeführerin 1 nicht eingehend geprüft. Was die 
Beschwerdeführer diesbezüglich dann aber ausführen, geht nicht über das hin-
aus, was auch bereits dem Bundesgericht bekannt war und damit in dessen Prü-
fung miteinfloss. Bereits damals stand fest, dass die Beschwerdeführerin 1 
Schweizer Bürgerin ist und die Beschwerdeführer bis zu seiner Ausreise in der 
ehelichen Wohnung lebten, dass sie seit sechs Jahren ein Paar und seit drei 
Jahren verheiratet sind. Das Bundesgericht ging nicht davon aus, dass die Be-
schwerdeführerin 1 mit ihrem Ehemann die Schweiz verlassen wird, dass ihr dies 
ohne weiteres zumutbar wäre. Mithin war dem Bundesgericht klar, dass die 
Wegweisung dazu führen wird, dass die Eheleute eine Fernbeziehung werden 
führen müssen, sich der persönliche Kontakt damit umständlich gestalten wird 
und dass das Familienleben damit eingeschränkt wird. All dies sind keine neuen 
Umstände, sondern war bereits vor einem Jahr bekannt. Darin sah das Bundes-
gericht indes keine Verletzung von Art. 8 EMRK (vgl. Urteil BGer 2C_987/2018 
vom 23.4.2019 Erw. 4.6.1). Auch mit dem beschwerdeführerischen Hinweis auf 
die bei der leiblichen Mutter im Tessin lebenden zwei Kinder des Beschwerde-
führers 2 bringen sie keine neuen Umstände vor. Auch diese Beziehung wurde 
vom Bundesgericht in die Interessenabwägung einbezogen. Die Beschwerde-
führer zeigen nun nicht auf, inwiefern sich an dieser Beziehung etwas geändert 
hätte. Warum nun seine Kinder, zwischenzeitlich bald 17- resp. 16-jährig, seine 
Anwesenheit stärker benötigen als vor einem Jahr, resp. in den vergangenen 

15

sechs Jahren, da er die Familie verlassen hat und in den Kanton Schwyz zog, 
wird nicht dargetan.

5.5.7 Wirklich geändert hat bloss die Staatsbürgerschaft des Beschwerdeführers 
2, indem er seit dem 23. September 2019 (also zwischen den letzten zwei dem 
AFM eingereichten Gesuchen) die portugiesische Staatsbürgerschaft erhielt. 
Dies bedeutet indes bloss, dass das Gesuch nach Art. 42 Abs. 2 AIG und nicht 
nach Art. 42 Abs. 1 AIG zu prüfen ist. An der Anwendbarkeit von Art. 51 Abs. 1 
lit. b AIG, am Erlöschen des Anspruchs auf Familiennachzug nach Art. 42 AIG 
infolge Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AIG, ändert sich indes 
nichts. Insbesondere können sich die Beschwerdeführenden trotz der portugie-
sischen Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers 2 nicht auf die Regelung 
des Familiennachzuges gemäss Art. 3 Anh I FZA berufen (vgl. BGE 129 II 249 
Erw. 4.2 ff; Urteil BGer 2C_92/2014 vom 22.8.2014 Erw. 2.3). Nicht Gegenstand 
dieses Verfahrens bildet sodann die Frage, ob der Beschwerdeführer 2 ein 
eigenständiges Aufenthaltsrecht nach FZA geltend machen kann. Mithin stellt die 
zwischenzeitliche Erlangung der portugiesischen Staatsbürgerschaft durch den 
Beschwerdeführer 2 keine rechtserhebliche Veränderung dar, welche im Rah-
men der Neubeurteilung zu einem anderen Ergebnis führen würde.

5.6 Zusammengefasst hat sich damit die Beurteilung des persönlichen Interes-
ses innert Jahresfrist nicht derart geändert, dass es im Rahmen der neuerlichen 
Interessenabwägung jetzt das öffentliche Interesse überwiegen würde. Seit der 
letzten Beurteilung durch das Bundesgericht im April 2019 haben sich die Um-
stände nicht in rechtserheblicher Weise zu Gunsten der Beschwerdeführenden 
verändert (vgl. oben Erw. 3.4). Die Verweigerung eines Aufenthaltsrechtes ist 
noch immer verhältnismässig und es liegt auch kein Verstoss gegen Art. 8 EMRK 
vor. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzu-
weisen ist.

6. Diesem Ergebnis entsprechend werden die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden 
Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) den unter-
liegenden Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt (§ 72 Abs. 2 
VRP). Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden den Beschwerdeführern auferlegt. Sie haben am 
6. April 2020 einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die 
Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- das Amt für Migration
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 8. Juni 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

17

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Juni 2020