# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32ff4cc2-f96f-5969-aa55-fbb65978b98f
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-01-15
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2007 und Direkte Bundessteuer 2007
**Docket/Reference:** ST.2009.215
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2009_215_jj.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
DES KANTONS ZÜRICH 

1 ST.2009.215 
1 DB.2009.126 

Entscheid 

15. Januar 2010 

Mitwirkend: 

Vizepräsident A. Tobler, Mitglied M. Ochsner, Ersatzmitglied R. Schircks Denzler und  
Sekretärin E. Surdyka 

A,    

In Sachen 

gegen 

Rekurrent/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2007 und Direkte Bundessteuer 2007 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  ist  deutscher  Staatsangehöriger  und  wohnt 

seit dem 15. Juni 2005 in Zürich. Ab dem gleichen Datum ist er im Besitz einer Kurz-

aufenthaltsbewilligung  L,  welche  immer  wieder  verlängert  wurde,  letztmals  bis  Ende 

2009. Er geht hier bei der C einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit nach. Diese Ge-

sellschaft setzt ihn seit April 2005 ununterbrochen für verschiedene Projektarbeiten bei 

der D ein. Für die dabei erzielten Erwerbseinkünfte unterliegt er der Quellensteuer. 

Hinsichtlich  der  Steuerperiode  2007  führte  der  Steuerkommissär – wie  schon 

in der Vorperiode – eine nachträgliche Veranlagung durch und schätzte den Pflichtigen 

am  23. April  2009  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  mit  einem  steuerbaren  Ein-

kommen von Fr. 125'000.- sowie einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.- und für die 

direkte  Bundessteuer  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  ebenfalls  Fr. 125'000.- 

ein. Diese Einschätzungen erfolgten gestützt auf  Art. 130 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 139 Abs. 2 des 

Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997  (StG)  nach  pflichtgemässem  Ermessen,  weil  der 

Pflichtige trotz öffentlicher Aufforderung und individueller Mahnung des Steueramts der 

Stadt Zürich vom 16. Januar 2009 keine Steuererklärung 2007 eingereicht hatte. 

Die  Veranlagung  der  direkten  Bundessteuer  wurde  mit  Steuerrechnung  vom 

29. Mai 2009 formell eröffnet. 

B. Am 2./4. Mai 2009 erhob der Pflichtige gegen die Einschätzung der Staats- 

und Gemeindesteuern Einsprache. Zur Begründung brachte er vor, da sein Arbeitgeber 

für ihn die Quellensteuer bezahle und er in der Schweiz kein Vermögen besitze, müsse 

er gemäss Weisung des kantonalen Steueramts keine Steuererklärung einreichen und 

dürfe er auch nicht nachträglich veranlagt werden. 

Das kantonale Steueramt nahm diese Eingabe auch als  (vorzeitige) Einspra-

che  gegen  die  Veranlagung  der  direkten  Bundessteuer  entgegen  und  wies  beide 

Rechtsmittel  am  10. August  2009  ab.  Hinsichtlich  der  Staats-  und  Gemeindesteuern 

auferlegte es dem Pflichtigen zudem die Kosten von Fr. 150.-. Es erwog, die Einkünfte 

des  Pflichtigen,  welche  der  Besteuerung  an  der  Quelle  unterlägen,  überschritten  mit 

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brutto  Fr. 136'961.-  den  für  eine  nachträgliche  Veranlagung  erforderlichen  Betrag  von 

Fr. 120'000.-.  Angaben,  wonach  der  Pflichtige sein  Hauptsteuerdomizil  nicht  in  Zürich 

habe,  seien  der  Einsprache  nicht  zu  entnehmen.  Somit  habe  er  eine  Steuererklärung 

einreichen müssen und sei die Ermessenseinschätzung mangels Vorliegens einer sol-

chen zu Recht erfolgt. Die Schätzung des steuerbaren Einkommens sei nicht als offen-

sichtlich unrichtig nachgewiesen worden. 

C. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 25. August 2009 beantragte der Pflichti-

ge  sinngemäss,  den  Einspracheentscheid  ersatzlos  aufzuheben.  Er  arbeite  bei  der  D 

als Freelancer und bekomme nur befristete Arbeitsverträge mit einer Dauer von einem 

halben bis zu einem ganzen Jahr. Vom kantonalen Migrationsamt erhalte er genau für 

die Dauer der Arbeitsverträge eine Kurzaufenthaltsbewilligung, welche er zwei Wochen 

vor Ablauf immer wieder neu beantragen müsse. Er gelte damit nicht als Aufenthalter 

im  Sinn  des  Ausländerrechts,  sondern  nur  als  Kurzaufenthalter,  sodass  er  als  Quel-

lensteuerpflichtiger nicht nachträglich veranlagt werden könne. Im Übrigen erreiche er 

mit  seinen  Erwerbseinkünften  die  für  die  Vornahme  einer  solchen  Veranlagung  erfor-

derlichen  Fr. 120'000.-  nicht,  weil  er  die  Arbeitgeberanteile  an  den  Sozialversicherun-

gen  selber  zahle  und  diese  daher  vom  Bruttogehalt  in  Abzug  zu  bringen  seien.  Glei-

ches gelte für die Reisekosten nach Deutschland. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  11. September  2009  auf  kostenfällige 

Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössische  Steuerverwaltung  liess  sich  nicht 

vernehmen. 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1. a) Gemäss Art. 83 Abs. 1 DBG bzw. § 87 Abs. 1 StG werden ausländische 

Arbeitnehmer,  welche  die  fremdenpolizeiliche  Niederlassungsbewilligung  nicht  besit-

zen,  im  Kanton  jedoch  steuerrechtlichen  Wohnsitz  oder  Aufenthalt  haben,  für  ihr  Ein-

kommen  aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  einem  Steuerabzug  an  der  Quelle 

unterworfen.  Der  Steuerabzug  tritt  an  die  Stelle  der  im  ordentlichen  Verfahren  vom 

Erwerbseinkommen zu veranlagenden Steuern (Art. 87 Satz 1 DBG, § 91 Satz 1 StG). 

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Betragen  jedoch  die  dem  Steuerabzug  an  der  Quelle  unterworfenen  Bruttoeinkünfte 

eines Steuerpflichtigen in einem Kalenderjahr mehr als den durch das Eidgenössische 

Finanzdepartement  bzw.  die  (kantonale)  Finanzdirektion  festgelegten  Betrag,  wird 

nach  Art. 90  Abs. 2  DBG  bzw.  § 93  Abs. 2  StG  eine  nachträgliche  (ordentliche)  Ein-

schätzung  durchgeführt.  Die  an  der  Quelle  abgezogene  Steuer  wird  dabei  angerech-

net.  Dieser  für  die  Durchführung  einer  nachträglichen  Veranlagung  massgebliche 

Schwellenwert der Erwerbseinkünfte beträgt ab 1. Januar 2006 Fr. 120'000.- (Anhang 

Ziff. 2 zur Verordnung über die Quellensteuer bei der direkten Bundessteuer  des Eid-

genössischen  Finanzdepartements  vom  19. Oktober  1993,  nZStB II  Nr. 67/011  sowie 

Randziffern  [RZ]  55  und  101  der  Weisung  der  Finanzdirektion  zur  Durchführung  der 

Quellensteuer  für  ausländische  Arbeitnehmer  vom  30. September  2005,  nZStB I 

Nr. 28/051). 

b) Die nachträgliche ordentliche Einschätzung ist kein Wahlrecht des Steuer-

pflichtigen. Übersteigen seine Bruttoeinkünfte den Schwellenwert, ist er zur nachträgli-

chen  Einschätzung  im  ordentlichen  Verfahren  verpflichtet.  Er  ist  insbesondere  gehal-

ten,  von  sich  aus  eine  Steuererklärung  einzureichen  und  sämtlichen  weiteren 

Verfahrenspflichten  im  ordentlichen  Verfahren  nachzukommen.  Diese  Pflichten  hat  er 

nicht  erfüllt,  wenn  er  es  bei  der  Besteuerung  an  der  Quelle  bewenden  lässt  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2. A.,  2009,  Art. 90  N 17  und 

dies., Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 93 N 21). 

c) Für die Staats- und Gemeindesteuern hat die Finanzdirektion in RZ 4 ihrer 

Weisung  über  die  nachträgliche  Veranlagung  von  quellenbesteuerten  Personen  im 

ordentlichen  Verfahren  vom  18. November  1998  (nZStB I  Nr. 28/850)  bestimmt,  dass 

Grenzgänger, Kurzaufenthalter  und Wochenaufenthalter  nicht der nachträglichen  Ver-

anlagung unterliegen. Für die direkte Bundessteuer besteht keine entsprechende Re-

gelung  bzw.  Weisung  der  Eidgenössischen  Steuerverwaltung  bzw.  des  Eidgenössi-

schen Finanzdepartements. 

2. a)  Der  Pflichtige  bestreitet  nicht,  in  der  Steuerperiode  2007  für  seine  hier 

erzielten  Einkünfte  aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  der  Quellenbesteuerung 

nach Art. 83 Abs. 1 DBG bzw. § 87 Abs. 1 StG zu unterliegen. Dies zu Recht, verfügt 

er  als  Ausländer  doch  nicht  über  eine  fremdenpolizeiliche  Niederlassungsbewilligung, 

jedoch seit dem Zuzug per 15. Juni 2005 über einen steuerrechtlichen Wohnsitz bzw. 

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Aufenthalt, sodass gemäss den erwähnten Gesetzesbestimmungen die Quellensteuer-

pflicht für ihn in der Steuerperiode 2007 gegeben ist. Er wendet sich jedoch gegen die 

Durchführung einer nachträglichen Veranlagung gemäss Art. 90 Abs. 2 DBG bzw. § 93 

Abs. 2 StG primär mit der Begründung, er gelte als Kurzaufenthalter. 

b)  aa)  Hinsichtlich  der  direkten  Bundessteuer  fehlt  nach  dem  Gesagten  eine 

Regelung  bzw.  Weisung,  die  bei  einem  Kurzaufenthalter  die  nachträgliche  Veranla-

gung ausschliesst. Der Pflichtige hat daher bei dieser Steuer selbst dann, wenn er als 

Kurzaufenthalter  gälte,  an  sich  keinen  Anspruch  auf  Unterlassung  der  nachträglichen 

Veranlagung.  Da  jedoch  die  Steuerbehörden  die  Quellensteuerpflichtigen  in  diesem 

Punkt  für  beide  Steuern  gleich,  d.h.  gemäss  Weisung  der  Finanzdirektion  für  die 

Staats-  und  Gemeindesteuern  über  den  Ausschluss  der  nachträglichen  Veranlagung 

behandeln, ist die Anwendung dieser Weisung auf den Pflichtigen gleichwohl auch für 

die direkte Bundessteuer zu überprüfen. 

bb)  Die  Weisung  der  Finanzdirektion  schliesst  die  Durchführung  einer  nach-

träglichen  Veranlagung  u.a.  für  "Kurzaufenthalter"  aus,  ohne  zu  sagen,  was  unter  ei-

nem solchen zu verstehen ist. Mithin ist der Sinn der Bestimmung durch Auslegung zu 

ermitteln.  

Der  Inhaber  einer  fremdenpolizeilichen  Kurzaufenthaltsbewilligung  L  bzw.  ei-

ner  Kurzaufenthaltsbewilligung  EG-17/EFTA  ist  zum  hiesigen  Aufenthalt  nur  während 

der Dauer des Arbeitsverhältnisses berechtigt, wobei das Arbeitsverhältnis nicht länger 

als ein Jahr dauern darf (vgl. Ausdruck der diesbezüglichen Publikation des kantonalen 

Migrationsamts auf www.migrationsamt.zh.ch). Für einen solch kurzen, d.h. gewöhnlich 

nur  wenige  Monate  dauernden  Aufenthalt  rechtfertigt  es  sich  regelmässig  nicht,  eine 

nachträgliche  Veranlagung  durchzuführen.  Denn  der  Steuerpflichtige  hat  im  Zeitpunkt 

der Durchführung einer solchen Veranlagung die Schweiz ja bereits schon wieder ver-

lassen und könnte daher in das nachträgliche Einschätzungsverfahren gar nicht mehr 

einbezogen  werden.  Zudem  steht  vielfach  erst  nach  Ablauf  eines  Kalenderjahrs  fest, 

ob die Bruttoeinkünfte des Steuerpflichtigen den für die Durchführung einer nachträgli-

chen Veranlagung erforderlichen Schwellenwert von Fr. 120'000.- tatsächlich erreichen 

oder  nicht:  Dies  deshalb,  weil  variable  Lohnbestandteile  oftmals  erst  am  Jahresende 

fällig  werden,  sodass  bei  vorheriger  Umrechnung  auf  ein  Jahressalär  der  Schwellen-

wert noch nicht erreicht ist und eine nachträgliche Veranlagung zu Unrecht unterbliebe. 

Kurzaufenthalter im Sinn der regierungsrätlichen Weisung, bei welchen die Durchfüh-

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rung einer nachträglichen Veranlagung entfällt, können daher auf jeden Fall nur Quel-

lensteuerpflichtige sein, bei denen die Aufenthaltsdauer derart kurz – in der Regel nur 

wenige  Monate  bzw.  nicht  mehr  als  ein  Jahr – ist,  dass  die  Feststellung,  ob  der 

Schwellenwert für eine nachträgliche Veranlagung erreicht ist, nicht verlässlich möglich 

ist und die bei Durchführung des nachträglichen Einschätzungsverfahrens höchstwahr-

scheinlich  nicht  mehr  hier  anwesend  sind.  Bei  einem  mehrjährigen  Aufenthalt  liegen 

diese Umstände nicht vor, sodass ein solcher Quellensteuerpflichtiger auch dann nicht 

als  Kurzaufenthalter  im  Sinn  der  fraglichen  Weisung  gilt,  wenn  er  über  eine  entspre-

chend lautende fremdenpolizeiliche Bewilligung verfügt. 

cc)  Der  Pflichtige  hat  sich  hier  unstreitig  nicht  nur  wenige  Monate  bzw.  nicht 

weniger als ein Jahr aufgehalten, sondern wesentlich länger, nämlich  ununterbrochen 

schon seit 15. Juni 2005 und damit per Ende 2007 bereits während 2 1/2 Jahren. Zwar 

wurde  ihm  die  Kurzaufenthaltsbewilligung  L  den  jeweils  nahtlos  anschliessenden  Ar-

beitseinsätzen entsprechend immer wieder erneuert (vgl. die entsprechende Verlautba-

rung des Migrationsamts über die unterbruchslose Erneuerung der Kurzaufenthaltsbe-

willigung),  letztmals  sogar  bis  Ende  2009  (Kopie  des  letzten  Ausweises),  und  mag  er 

damit  fremdenpolizeilich  nach  wie  vor  als  Kurzaufenthalter  mit  entsprechendem  Aus-

weis und nicht als Person mit (maximal fünfjähriger) Aufenthaltsbewilligung gelten. In-

dessen  greift  in  einem  solchen  Fall  die  rein  fremdenpolizeiliche  Betrachtungsweise 

nicht,  da  sie  dem  erwähnten  Sinn  der  regierungsrätlichen  Weisung  über  den  Aus-

schluss der nachträglichen Veranlagung nicht gerecht würde. Denn der Pflichtige kann 

aufgrund seiner mehrjährigen Verweildauer in  B keinesfalls mehr als Kurzaufenthalter 

im  Sinn  dieser  Weisung  qualifiziert  werden,  weil  bei  ihm  die  genannten  praktischen 

Hindernisse für die Durchführung einer nachträglichen Veranlagung nicht bestehen. Er 

gilt  damit  steuerlich  nicht  als  Kurzaufenthalter  und  unterliegt  insofern  der  nachträgli-

chen Veranlagung. 

c)  Der  Pflichtige  wendet  sich  weiter  gegen  eine  nachträgliche  Einschätzung 

mit  dem  Einwand,  dass  seine  Einkünfte  den  hierfür  erforderlichen  Schwellenwert  von 

Fr. 120'000.- nicht erreicht hätten. 

Indessen übersieht er, dass es sich bei diesem Schwellenwert gemäss Art. 90 

Abs. 2 DBG bzw. § 93 Abs. 2 StG um die Bruttoeinkünfte handelt, während er mit den 

geltend  gemachten  Abzügen  für  Reisekosten  und  Arbeitgeberbeiträge  an  die  Sozial-

versicherungen  ein  (tieferes)  Nettobetreffnis  verficht.  Mit  der  Dienstabteilung  Quel-

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lensteuer des kantonalen Steueramts rechnete seine Arbeitgeberin für die streitbetrof-

fenen  Steuerperiode  2007  Bruttoeinkünfte  von  Fr. 136'961.-  ab.  Demnach  hat  er  den 

für die Durchführung einer nachträglichen Veranlagung massgebenden Schwellenwert 

ohne Zweifel erreicht. 

d)  Insgesamt  sind  beim  Pflichtigen  damit  in  der  Steuerperiode  2007  die  Vor-

aussetzungen für eine nachträgliche (ordentliche) Veranlagung gemäss  Art. 90 Abs. 2 

DBG bzw. § 93 Abs. 2 StG erfüllt. Als Folge davon treffen ihn alle Verfahrenpflichten, 

die  mit  diesem  Veranlagungsverfahren  in  Zusammenhang  stehen,  u.a.  die  Pflicht  zur 

Einreichung einer Steuererklärung. 

3. a)  Hat  ein  Steuerpflichtiger  trotz  Mahnung  seine  Verfahrenspflichten  nicht 

erfüllt  oder  können  die  Steuerfaktoren  mangels  zuverlässiger  Unterlagen  nicht  ein-

wandfrei ermittelt werden, so nimmt die Steuerbehörde gemäss Art. 130 Abs. 2 Satz 1 

DBG bzw. § 139 Abs. 2 Satz 1 StG die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen 

vor.  Diese  Bestimmung  setzt  einen  Untersuchungsnotstand  voraus.  Dieser  ist  im  Re-

gelfall dadurch verursacht, dass der Steuerpflichtige trotz formgültiger Mahnung seinen 

Mitwirkungspflichten mit Bezug auf die Ermittlung der für die Einschätzung massgebli-

chen Tatsachen nicht oder nur unvollständig nachgekommen ist.  

b) Vorliegend hat der Pflichtige trotz öffentlicher Aufforderung und individueller 

Mahnung des Steueramts der Stadt B vom 16. Januar 2009 die Steuererklärung 2007 

nicht eingereicht und damit die grundlegendste aller Mitwirkungspflichten verletzt. Die-

ser Pflicht konnte er durch Bezahlung der Quellensteuer entgegen seinem Dafürhalten 

in Rekurs und Beschwerde nicht entgehen. Demnach ist er vom kantonalen Steueramt 

am 23. April 2009 für die Steuerperiode 2007 zu Recht nach pflichtgemässem Ermes-

sen eingeschätzt worden. 

4.  a) Eine zu Recht ergangene Ermessensveranlagung kann der Steuerpflich-

tige  gemäss  Art. 132  Abs. 3  DBG  bzw.  § 140  Abs. 2  StG  nur  wegen  offensichtlicher 

Unrichtigkeit  anfechten.  Dabei  hat  er  innert  der  Einsprachefrist  den  Nachweis  zu 

erbringen,  dass  die  Ermessensveranlagung  offensichtlich  unrichtig  ist.  Ist  die  Ermes-

sensveranlagung Folge einer versäumten Mitwirkungspflicht, so muss er vorab die ver-

säumten Handlungen nachholen. Unterlässt er dies, kann er den Nachweis des wahren 

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Sachverhalts  nicht  erbringen  und  verbleibt  ihm  nur  noch  die  Möglichkeit  darzulegen 

und  nachzuweisen,  dass  die  angefochtene  Einschätzung  offensichtlich  unrichtig  (na-

mentlich  zu  hoch)  ist.  Als  offensichtlich  unrichtig  erweist  sich  eine  Schätzung  dann, 

wenn  sie  sachlich  nicht  begründbar  (z.B.  erkennbar  pönal  oder  fiskalisch  begründet) 

ist, sich auf sachwidrige Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützt oder 

sonst  wie  mit  den  konkreten  aktenkundigen  Verhältnissen  aufgrund  der  Lebenserfah-

rung vernünftigerweise nicht vereinbar ist. 

b) Der Pflichtige hat die fehlende Steuererklärung 2007 weder im Einsprache- 

noch  im  Rekurs-/Beschwerdeverfahren  nachgereicht  und  damit  die  versäumte  Hand-

lung  nicht  nachgeholt.  Demnach  hat  er  den  wahren  Sachverhalt  nicht  nachgewiesen, 

sodass  die Ermessenseinschätzungen  grundsätzlich  Bestand  haben  und  nur  noch  im 

Quantitativen überprüfbar sind. 

Der  Steuerkommissär  schätzte  das  steuerbare  Einkommen  2007  auf 

Fr. 125'000.-.  Bei  einem  vom  Arbeitgeber  im  Rahmen  der  Quellenbesteuerung  abge-

rechneten Bruttolohn von Fr. 136'961.- erscheint diese Schätzung nicht als offensicht-

lich unrichtig. Dies gilt umso mehr, als der vom Pflichtigen geltend gemachte Abzug für 

den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen in den vom Arbeitgeber für 

die  Quellensteuer  abgerechneten  Bruttobetreffnissen  schon  berücksichtigt  ist  (vgl.  für 

die  Monate  Januar  und  Dezember  2007  die  entsprechenden  Lohnabrechnungen,  so-

wie  die  abgerechneten Saläre).  Auch  hat  der Pflichtige  Reisekosten  als  Gewinnungs-

kosten nur behauptet, diese jedoch weder in quantitativer Hinsicht substanziiert noch in 

irgendeiner  Form  nachgewiesen.  Demnach  ist  ihm  der  Nachweis  der  offensichtlichen 

Unrichtigkeit der Schätzung nicht gelungen, sodass diese zu bestätigen ist. 

5. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Rechtsmittel.  

Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  dem  Pflichtigen  aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). 

Die Kostenauflage im Einspracheverfahren von Fr. 150.- ist zu bestätigen, da 

der Pflichtige zu Recht nach pflichtgemässem Ermessen eingeschätzt worden ist (vgl. 

§ 142  Abs. 2  Satz  2  StG  i.V.m.  § 18  der  Verordnung  zum  Steuergesetz  vom  1. April 

1998 [VO StG]). Die Kostenhöhe ist angemessen (Ziffer 7.1. des Protokolls der Sitzung 

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vom 16. Dezember 1998 der Kommission  für kaufmännisches Steuerrecht i.V.m.  § 21 

Abs. 2 VO StG) 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

2.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

[…] 

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