# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74e5dfa6-beca-5baa-9b35-147c6ea5b86d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 20.09.2018 SK2 2018 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2018-24_2018-09-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 20. September 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 18 24 26. September 2018

(Mit Urteil 1B_484, 494 und 495/2018 vom 11. Dezember 2018 ist das Bundesge-
richt auf die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar Nydegger

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer 1, und des Y._____, Beschwerdeführer 2, 

gegen

die Staatsanwaltschaft Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Beschwerde-
gegnerin,

betreffend Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am _____ 2017 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft) unter der Verfahrensnummer _____ gegen X._____ 
und Y._____ eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Sachbeschädi-
gung (Art. 144 StGB), Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB), Veruntreuung (Art. 138 
Ziff. 1 StGB) und Sachentziehung (Art. 141 StGB) zum Nachteil von A._____.

B. Am _____ 2017 erstattete B._____ Strafanzeige bzw. Strafantrag gegen 
X._____ wegen Tätlichkeit, Drohung, Nötigung und Verleumdung. Anlass hierfür 
bildete eine (angebliche) gleichentags stattgefundene Auseinandersetzung zwi-
schen ihr und ihren Nachbaren X._____ und Y._____. Am Tag der Anzeigeerstat-
tung wurde B._____ von der Polizei befragt. Der entsprechende Kriminalrapport 
trägt die Verfahrensnummer _____.

C. Am 17. Juli 2017 wurden X._____ und Y._____ von der Staatsanwaltschaft 
zu den Vorwürfen betreffend Sachbeschädigung etc. einvernommen.

D. Am 15. August 2017 wurden X._____ und Y._____ zu den von B._____ 
erhobenen Vorwürfen polizeilich einvernommen.

E. Mit Schreiben vom 27. Mai 2018 gelangten X._____ und Y._____ an die 
Staatsanwaltschaft und ersuchten um einen Entscheid betreffend ihre Beweisan-
träge, um den Erhalt der ihnen versprochenen Vernehmungsprotokolle sowie um 
Mitteilung darum, wann mit einem Entscheid in der vorliegenden Angelegenheit zu 
rechnen sei.

F. Mit Verfügung vom 29. Mai 2018 dehnte die Staatsanwaltschaft die gegen 
X._____ geführte Strafuntersuchung wegen übler Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 
1 StGB aus. Von einer Ausdehnungsverfügung betreffend Y._____ wurde dage-
gen abgesehen, da B._____ gegen Y._____ wegen der angezeigten Vorfälle vom 
3. Mai 2017 innert gesetzlicher Frist keinen Strafantrag gestellt habe.

G. Mit Schreiben vom 6. Juni 2018 teilte die Staatsanwaltschaft X._____ und 
Y._____ mit, dass von ihnen nach den erfolgten staatsanwaltschaftlichen Konfron-
teinvernahmen keine weiteren Beweisanträge eingegangen seien. Zudem würden 
gegen sie demnächst entsprechende Entscheide erlassen. Was das Begehren um 
Zustellung der "zugesagten Vernehmungsprotokolle" anbelange, werde festgehal-
ten, dass eine solche Zusage nie erfolgt sei. Sie hätten ohnehin keinen Anspruch 

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auf Zustellung der Akten, könnten indessen auf der Zweigstelle Thusis gegen Ent-
richtung einer Gebühr persönlich Fotokopien der Akten erhalten.

H. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 13. Juni 2018, mitgeteilt am 15. 
Juni 2018, wurde X._____ der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB und der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB für schuldig befunden 
und mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 30.00, bedingt aufge-
schoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie einer Busse von CHF 700.00 
bestraft.

Gleichentags erliess die Staatsanwaltschaft eine Sistierungsverfügung, womit sie 
die gegen X._____ und Y._____ geführte Strafuntersuchung mit Bezug auf die 
Sachbeschädigung (Art. 144 StGB), den Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB), die 
Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB) und die Sachentziehung (Art. 141 StGB) bis 
zur rechtskräftigen Erledigung des zurzeit beim Regionalgericht Albula hängigen 
Zivilverfahrens in Sachen X._____ bzw. Y._____ gegen A._____ sistierte.

I. Am 14. Juni 2018 (Datum Poststempel: 15. Juni 2018) erhoben X._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer 1) und Y._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer 
2) "Beschwerde wegen Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung ein gegen 
die Staatsanwaltschaft Graubünden in der Strafsache gegen uns Referenz 
_____". Zudem beantragten sie einen unentgeltlichen Rechtsvertreter.

J. Am 25. Juni 2018 erhob X._____ Einsprache gegen den gegen ihn ergan-
genen Strafbefehl. Auf eine Begründung bzw. weitere Anträge verzichtete er im 
Rahmen der Einsprache, gab jedoch an, diese würde er im hängigen Beschwer-
deverfahren betreffend Rechtsverzögerung etc. vortragen.

K. Mit (unaufgefordert eingereichter) Eingabe vom 25. Juni 2018 erweiterten 
X._____ und Y._____ die in der Beschwerde vom 14. Juni 2018 gestellten 
Rechtsbegehren, wobei sie insbesondere beantragten, der Staatsanwaltschaft 
seien diverse Weisungen zu erteilen.

L. Mit Stellungnahme vom 28. Juni 2018 beantragte die Staatsanwaltschaft 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

M. Auf die weitere Begründung der Anträge in den Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO kann gegen Verfügungen und Verfah-
renshandlungen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und der Übertretungsstraf-
behörden Beschwerde geführt werden. Eine Verfahrenshandlung kann sowohl in 
einem Tun als auch in einem Unterlassen bestehen, wobei Letzteres Fälle von 
Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung betrifft (vgl. Beschluss des Kantons-
gerichts von Graubünden SK2 14 26 vom 7. August 2014, E. 1; Patrick Guidon, 
Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 
2011, Rz. 23 m.w.H.). Die Behandlung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit 
der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden (Art. 22 des Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 
350.100]; Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 173.110]). Die 
Beschwerde ist grundsätzlich innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzurei-
chen (Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Beschwerden wegen Rechts-
verweigerung der Rechtsverzögerung sind dagegen an keine Frist gebunden (Art. 
396 Abs. 2 StPO). Die beschwerdeführende Partei hat in ihrer Beschwerde genau 
anzugeben, welche Punkte des Entscheides bzw. der Verfügung sie anficht (Art. 
385 Abs. 1 lit. a StPO), welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (Art. 
385 Abs. 1 lit. b StPO) und welche Beweismittel sie anruft (Art. 385 Abs. 1 lit. c 
StPO). Mit Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO sowohl Rechtsver-
letzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 
Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), als auch die unvollständige 
oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Ferner kann 
die Rüge der Unangemessenheit (lit. c) erhoben werden.

1.2. Zur Beschwerde legitimiert ist zunächst jede Partei im Sinne von Art. 104 
StPO, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
eines Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 379 und 393 ff. StPO). 
Darüber hinaus stehen auch den durch Verfahrenshandlungen beschwerten Drit-
ten (als "anderen Verfahrensbeteiligten") die zur Wahrung ihrer Interessen erfor-
derlichen Verfahrensrechte einer Partei zu, sofern sie in ihren Rechten unmittelbar 
betroffen sind (Art. 105 Abs. 1 lit. f i.V.m. Abs. 2 StPO; Urteil des Bundesgerichts 
1B_194/2013 vom 16. Januar 2014, E. 4.1; vgl. ferner PKG 2013 Nr. 19 E. 2). Wer 
ein Rechtsmittel im Sinne von Art. 379 ff. StPO ergreift, muss grundsätzlich ein 
aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheides bzw. der angefochtenen Verfahrenshandlung haben (Urteil des 
Bundesgerichts 1B_351/2012 vom 20. September 2012, E. 2.3 m.w.H.).

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1.3. X._____ und Y._____ erheben Beschwerde "wegen Rechtsverzögerung 
und Rechtsverweigerung […] gegen die Staatsanwaltschaft Graubünden in der 
Strafsache gegen uns Referenz _____" (KG act. A.1, S. 1). Unter dieser Referenz 
hat die Kantonspolizei Graubünden am 27. September 2017 einen Rapport erstellt 
bezüglich der von B._____ zur Anzeige gebrachten Vorfälle vom 3. Mai 2017 (vgl. 
StA act. 5.1). Diese wurden in das von der Staatsanwaltschaft gegen X._____ und 
Y._____ bereits eröffnete Strafverfahren _____ wegen Sachbeschädigung etc. 
(Anzeige von A._____) integriert (vgl. StA act. 1.25). Unter diesen Umständen 
dürfte der entsprechende Antrag der Beschwerdeführer dahingehend zu verstehen 
sein, es sei das Verfahren _____ unverzüglich abzuschliessen. Zwar wurde das 
Verfahren hinsichtlich der Vorfälle vom 3. Mai 2017 - bezüglich welcher der Rap-
port mit der Referenz _____ erstellt wurde - nur in Bezug auf X._____ ausgedehnt 
(weil B._____ nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nur gegen X._____, nicht je-
doch auch gegen Y._____ in der betreffenden Angelegenheit rechtzeitig Strafan-
trag gestellt habe; vgl. StA act. 5.15). Beschuldigte im Verfahren _____ sind je-
doch sowohl X._____ als auch Y._____, sodass nicht nur bei X._____, sondern 
auch bei Y._____ ein rechtlich geschütztes Interesse an einem zeitnahen Ab-
schluss des gegen sie geführten Strafverfahrens bestehen dürfte. Sie sind somit 
grundsätzlich beide zur Beschwerdeerhebung legitimiert (vgl. aber unten Erwä-
gung 2.3.2).

2. Die Beschwerde richtet sich zwar, wie einleitend bemerkt wird, gegen eine 
(angebliche) Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung, die grundsätzlich an 
keine Beschwerdefrist gebunden sind (Art. 396 Abs. 2 StPO). In der Sache geht 
es jedoch um mehr als das.

2.1. So wird etwa der Vorwurf erhoben, X._____ sei die Teilnahme an der poli-
zeilichen Einvernahme von Y._____ verweigert worden (vgl. KG act. A. 1, S. 1 f.; 
ferner auch KG act. A. 2, S. 14). Dieser Punkt der Beschwerde richtet sich - ent-
gegen dem, was die Beschwerdeführer anzunehmen scheinen - nicht gegen eine 
(formelle) Rechtsverweigerung, sondern gegen den materiellen Gehalt einer kon-
kreten Verfahrenshandlung. Anknüpfungspunkt ist insofern nicht ein (pflichtwidri-
ges) Untätigsein, sondern ein aktives Tun. Solche Verfahrenshandlungen der 
Strafbehörden sind innert zehn Tagen mittels Beschwerde anzufechten (vgl. zum 
Ganzen Guidon, a.a.O., Rz. 25 m.w.H.). Da die fragliche polizeiliche Einvernahme 
am 15. August 2017 stattgefunden hat, ist die Beschwerdefrist von zehn Tagen 
(Art. 396 Abs. 1 StPO) längst abgelaufen, sodass insoweit auf die Beschwerde 
nicht einzutreten ist. Diesbezüglich beantragen die Beschwerdeführer indes auch, 
das Kantonsgericht habe dafür zu sorgen, dass "eine Verweigerung der Teilnahme 

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von Herrn X._____ als Vertrauensperson an den Vernehmungen von Herrn 
Y._____ zukünftig unterlassen" werde (KG act. A.1, S. 2). Dem ist entgegen zu 
halten, dass die Begleitung durch eine Vertrauensperson im Sinne von Art. 149 
Abs. 3 StPO bzw. Art. 155 Abs. 2 StPO, welche in demselben Verfahren als Mit-
beschuldigter gilt, nicht zulässig sein kann.

2.2. Die Beschwerdeführer verlangen Akteneinsicht "vor einer weiteren Ver-
nehmung", damit sie genau wüssten, was B._____ behauptet habe (vgl. KG act. 
A.1, S. 2). Ein diesbezügliches Begehren stellten die Beschwerdeführer bereits in 
ihrem Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 27. Mai 2018, wobei sie insbe-
sondere die "Zusendung unserer beider Vernehmungsprotokolle" verlangten (vgl. 
StA act. 1.24). Die Staatsanwaltschaft teilte ihnen daraufhin mit Schreiben vom 6. 
Juni 2018 mit, dass nur Rechtsanwälte und andere Behörden einen Anspruch auf 
Aktenzustellung hätten. Sie könnten jedoch auf der Zweigstellen Thusis gegen 
Entrichtung einer Gebühr persönlich Fotokopien der Akten erhalten (vgl. StA act. 
1.27). Obwohl in besagtem Schreiben nicht ausdrücklich erwähnt, setzt das Anfer-
tigenlassen von Fotokopien die Einsichtnahme in die entsprechenden Akten vor-
aus. Den Beschwerdeführer wurde damit die gewünschte Akteneinsicht gewährt, 
und zwar nicht nur im beantragten Umfang (Vernehmungsprotokolle), sondern 
uneingeschränkt. Jedenfalls ergibt sich Gegenteiliges weder aus dem Schreiben 
der Staatsanwaltschaft vom 6. Juni 2018 noch aus anderen Umständen. Es ist 
deshalb nicht der Staatsanwaltschaft anzulasten, wenn die Beschwerdeführer die 
Verfahrensakten noch nicht eingesehen haben. Im Übrigen ist auch nicht erkenn-
bar, dass die Beschwerdeführer mit den Modalitäten der Gewährung des Akten-
einsichtsrechts durch die Staatsanwaltschaft (Einsichtnahme vor Ort statt Zustel-
lung) nicht einverstanden gewesen wären und diese mit der Beschwerde ange-
fochten hätten, verlangen sie doch auch im Beschwerdeverfahren durchwegs (nur) 
die Einsicht in die Verfahrensakten. Auch so gesehen handelt es sich um eine 
blosse Wiederholung des bereits gegenüber der Staatsanwaltschaft gestellten und 
von dieser gutgeheissenen Antrages. Insofern, als die Akteneinsicht schon vor 
Einreichung der vorliegenden Beschwerde gewährt wurde, fehlt am im Beschwer-
deverfahren wiederholten Begehren um Akteneinsicht ein aktuelles praktisches 
Rechtsschutzinteresse (vgl. hierzu auch Urteil des Bundesgerichts 1B_194/2013 
vom 16. Januar 2014, E. 4.2). Dies gilt umso mehr auch deshalb, weil der Zweck 
der Akteneinsicht offenbar nicht in der Begründung der Beschwerde, sondern in 
der Vorbereitung einer (weiteren) "Vernehmung" liegt. Umstände, um vom Erfor-
dernis eines aktuellen praktischen Interesses ausnahmsweise absehen zu kön-
nen, bestehen insofern nicht und werden auch nicht geltend gemacht (vgl. hierzu 

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Urteil des Bundesgerichts 1B_194/2013 vom 16. Januar 2014, E. 4.2 m.w.H.). Auf 
das Begehren um Akteneinsicht ist daher nicht einzutreten.

2.3. Die Beschwerdeführer beantragen im Weiteren, das Kantonsgericht habe 
dafür zu sorgen, dass das gegen sie geführte Strafverfahren "schleunigst zu Ende 
gebracht" werde. Worin genau die gerügte Verfahrensverzögerung liegen soll, 
geht aus der Beschwerde nicht hinreichend deutlich hervor, weshalb fraglich er-
scheint, ob sie in diesem Punkt überhaupt genügend begründet ist (vgl. Art. 385 
Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführer weisen in der Beschwerdeschrift einzig dar-
auf hin, dass ihre Vernehmung am 15. August 2017 stattgefunden habe, wobei 
diese Aussage im Zusammenhang mit der (verweigerten) Akteneinsicht gemacht 
wird. Auch aus den Ausführungen, wonach es für die "laufende therapeutische 
Rekuperation" von Y._____ unerlässlich sei, dass "solche Sachen wie das laufen-
de Verfahren" abgeschlossen würden, lässt sich die unterstellte Rechtsverzöge-
rung nicht entnehmen. Erst in der (unaufgefordert eingereichten) Eingabe vom 25. 
Juni 2018 machen die Beschwerdeführer geltend, es bestehe zwischen dem 15. 
August 2017 und dem 15. Juni 2018 eine Rechtsverzögerung von zehn Monaten 
(vgl. KG act. A.2, S. 12). Selbst wenn man diese nach Ablauf der Beschwerdefrist 
eingereichte inhaltliche Ergänzung der Beschwerde zulassen würde (vgl. hierzu 
aber Urteil des Bundesgerichts 1B_183/2012 vom 20. November 2012, E. 2 
m.w.H.), würde sie, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, den Vorwurf der Rechtsver-
zögerung als unbegründet erscheinen lassen.

2.3.1. Die Strafbehörden nehmen die Strafverfahren unverzüglich an die Hand 
und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss (Art. 5 Abs. 1 
StPO). Diese Konkretisierung des in Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
verankerten Grundsatzes auf Beurteilung innert angemessener Frist ist für die 
Behörden der Strafverfolgung (Art. 12 und 15 ff. StPO) und die Gerichte (Art. 13 
und 18 ff. StPO) gleichermassen verbindlich. Rechtsverzögerung durch Untätigkeit 
und damit eine formelle Rechtsverweigerung liegt vor, wenn die Behörde sich wei-
gert, eine ihr nach Gesetz obliegende Amtshandlung vorzunehmen, wenn sie un-
tätig bleibt, beispielweise auf einen Antrag zur Vornahme einer bestimmten Hand-
lung einfach nicht reagiert oder das gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, 
obschon sie zum Tätigwerden verpflichtet wäre (vgl. Beschluss des Kantonsge-
richts von Graubünden SK2 14 26 vom 7. August 2014, E. 2a m.w.H.). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird der Anspruch auf Beurteilung innert 
angemessener Frist missachtet, wenn eine Sache über Gebühr verschleppt wird. 
Die Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. 
Es ist vielmehr in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den konkre-

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ten Umständen als angemessen erweist. Der Streitgegenstand und die damit ver-
bundene Interessenlage können raschere Entscheide erfordern oder längere Be-
handlungsperioden erlauben. Entscheidend sind weiter der Umfang und die Kom-
plexität der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen. Kriterien für die An-
gemessenheit der Verfahrensdauer im Rahmen von Strafverfahren bilden etwa die 
Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhalts, die dadurch gebote-
nen Untersuchungshandlungen, das Verhalten der beschuldigten Person und das-
jenige der Behörden (z.B. unnötige Massnahmen oder Liegenlassen das Falls) 
sowie die Zumutbarkeit für die beschuldigte Person. Strafverfahren sind zügig vor-
anzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobe-
nen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Anspruch auf Verfahrensbeschleunigung 
haben primär beschuldigte Personen, in etwas geringerem Mass jedoch auch die 
übrigen Verfahrensbeteiligten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_699/2011 vom 
20. Februar 2012, E. 2.6; ferner auch Urteil des Bundesgerichts 6B_676/2011 vom 
7. Februar 2012, E. 4.4.1). Scheint die Gesamtdauer des Verfahrens prima facie 
nicht übermässig lange, muss geprüft werden, ob die lange Verfahrensdauer auf 
eine Verzögerung der Behörden zurückzuführen ist bzw. ob einzelne Perioden von 
nicht zu rechtfertigender Untätigkeit bestehen. Solche können grundsätzlich jede 
Phase des Verfahrens betreffen. Beispielhaft zu nennen sind: Verzögerungen in 
der polizeilichen Ermittlung, Verzögerungen bei der Vornahme von Beweisabnah-
men, Verzögerung bei der Überweisung des Falles an das urteilende Gericht, Ver-
zögerung beim Ansetzen eines Gerichtstermins oder aber Verzögerungen bei der 
Eröffnung und Begründung des Urteils (vgl. Sarah Summers, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 2. Aufl., Basel 2011, N 8 zu Art. 5 StPO). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts gilt als krasse Zeitlücke, welche eine Sanktion aufdrängt, etwa 
eine Untätigkeit von 13 oder 14 Monaten im Stadium der Untersuchung, eine Frist 
von vier Jahren für den Entscheid über eine Beschwerde gegen eine Anklage-
handlung oder eine Frist von zehn oder elfeinhalb Monaten für die Weiterleitung 
eines Falles an die Beschwerdeinstanz (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.3; 
124 I 139 E. 2a; 117 IV 124 E. 3 und 4; Urteile des Bundesgerichts 6B_390/2012 
vom 18. Februar 2013, E. 4.4, 6B_670/2009 vom 17. November 2009, E. 2.2, und 
6B_440/2008 vom 11. November 2008, E. 6.1).

2.3.2. Am 7. Februar 2017 eröffnete die Staatsanwaltschaft das Verfahren _____, 
wobei sich dieses zunächst auf die von A._____ angezeigten Vorwürfe beschränk-
te. Am 3. Mai 2017 erstattete B._____ Strafanzeige gegen die Beschwerdeführer, 
woraufhin diese am 15. August 2017 polizeilich einvernommen wurden. Das Ver-

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fahren wurde mit Verfügung vom 29. Mai 2018 entsprechend ausgedehnt. Mit 
Schreiben vom 6. Juni 2018 stellte die Staatsanwaltschaft den baldigen Abschluss 
des Verfahrens in Aussicht. Dem kam sie insofern nach, als sie am 13. Juni 2018 
einen Strafbefehl erliess, wobei X._____ bezüglich der von B._____ erhobenen 
Vorwürfe der üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und der Tätlich-
keiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB für schuldig befunden wurde. Gleichentags 
erliess die Staatsanwaltschaft ausserdem eine Sistierungsverfügung, womit sie die 
gegen die Beschwerdeführer geführte Verfahren mit Bezug auf die Sachbeschädi-
gung (Art. 144 StGB), den Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB), die Veruntreuung 
(Art. 138 Ziff. 1 StGB) und die Sachentziehung (Art. 141 StGB) zum Nachteil von 
A._____ bis zur rechtskräftigen Erledigung des zurzeit beim Regionalgericht Albu-
la hängigen Zivilverfahrens in Sachen X._____ bzw. Y._____ gegen A._____ sis-
tierte. Anhand dieser Chronologie ist eine krasse Zeitlücke im Sinne eines über-
langen Untätigbleibens der Staatsanwaltschaft nicht erkennbar. Zudem erweist 
sich derzeit auch die Gesamtdauer des gegen die Beschwerdeführer geführten 
Strafverfahrens nicht als übermässig lang. Ein Fall von Rechtsverzögerung liegt 
damit nicht vor, weshalb die entsprechende Beschwerde, selbst wenn auf sie ein-
getreten werden könnte, abzuweisen wäre. Insofern braucht nicht abschliessend 
beurteilt zu werden, ob an der Rechtsverzögerungsbeschwerde bzw. am Antrag, 
das Kantonsgericht habe für einen unverzüglichen Verfahrensabschluss Sorge zu 
tragen, überhaupt noch ein Rechtsschutzinteresse besteht, nachdem am 13. Juni 
2018 - und damit einen Tag vor der Beschwerdeerhebung - in der betreffenden 
Angelegenheit ein Strafbefehl sowie eine Sistierungsverfügung ergangen sind. 
Immerhin bleibt festzuhalten, dass die Beschwerdeführer, nachdem sie vom er-
wähnten Strafbefehl und der Sistierungsverfügung Kenntnis erhalten haben, ihr 
ursprüngliches Rechtsbegehren nicht dahingehend abgeändert haben, es sei die 
Rechtsverzögerung festzustellen.

2.4. In ihrer (unaufgefordert eingereichten) Eingabe vom 25. Juni 2018 (Kg act. 
A.2) erweiterten bzw. präzisierten die Beschwerdeführer ihre Rechtsbegehren. Ob 
ein solches Vorgehen prozessual überhaupt zulässig ist, braucht hier nicht absch-
liessend beurteilt zu werden, da die Anträge auch aus anderen Gründen unbe-
achtlich zu bleiben haben. Sofern die Begehren der Beschwerdeführer auf die 
Gewährung der Akteneinsicht bzw. die Erteilung entsprechender Weisungen an 
die Staatsanwaltschaft zielen, kann auf das oben unter Erwägung 2.2 Gesagte 
verwiesen werden. Wenn die Beschwerdeführer beantragen, ihnen sei die Gele-
genheit zur Einreichung von Beweisanträgen zu geben, so sind diese Vorbringen 
nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu hören; die Beweisanträge sind ge-

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genüber der Staatsanwaltschaft oder gegebenenfalls gegenüber dem erstinstanz-
lichen Gericht zu stellen. Dasselbe gilt für den Antrag auf psychiatrische Begut-
achtung von Y._____ (vgl. KG act. A. 2, S. 13). Auf den (Eventual-)Antrag, die Un-
tersuchung sei an eine ausserkantonale Staatsanwaltschaft abzutreten (vgl. KG 
act. A.2, S. 3), ist mangels Begründung von vornherein nicht einzutreten. Die Rü-
ge der Beschwerdeführer, die Staatsanwaltschaft habe den Sachverhalt unvoll-
ständig bzw. unrichtig ermittelt (vgl. KG act. A.2, S. 4 f.), kann ebensowenig Ge-
genstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden; der Entscheid in der 
Sache selbst und damit auch die ihm zugrunde liegenden Sachverhaltsfeststellun-
gen bleiben dem Sachrichter vorbehalten. Die Beschwerdeführer beantragen im 
Weiteren, ihnen sei bekannt zu geben, ab wann der fallführende Staatsanwalt 
(C._____) für das gegen sie geführte Strafverfahren zuständig gewesen sei bzw. 
welcher Staatsanwalt im Zeitpunkt der Vernehmung am 15. August 2017 zustän-
dig gewesen sei (vgl. KG act. A.2, S. 8 f.). Abgesehen davon, dass nicht recht ein-
leuchten will, welchen Nutzen sich die Beschwerdeführer von dieser Information 
versprechen, ergibt sich aus den Akten, welcher Staatsanwalt welche Verfahrens-
handlungen vorgenommen hat. Den Beschwerdeführern wurde durch die Staats-
anwaltschaft umfassende Akteneinsicht gewährt, sodass an diesem Antrag kein 
Rechtsschutzinteresse besteht (vgl. oben Erwägung 2.2). Die Beschwerdeführer 
verlangen sodann, der Staatsanwaltschaft sei die Weisung zu erteilen, zu begrün-
den, warum sie keine Kenntnis von der Einleitung der Strafuntersuchung erhalten 
hätten (vgl. KG act. A.2, S. 9 f.). Hierzu ist vorab zu bemerken, dass die Be-
schwerdeführer offenbar (und nicht zuletzt aufgrund der mit ihnen stattgefundenen 
Einvernahmen) Kenntnis vom gegen sie geführten Strafverfahren hatten, ansons-
ten sie sich gar nicht veranlasst gesehen hätten, eine Rechtsverzögerungsbe-
schwerde einzureichen. Sollte die Rüge darauf zielen, dass ihnen die förmliche 
Verfahrenseröffnung nicht mitgeteilt worden sei, sind die Beschwerdeführer darauf 
hinzuweisen, dass die Eröffnungsverfügung den Parteien nicht eröffnet werden 
muss (Art. 309 Abs. 3 Satz 2 StPO). Sofern schliesslich die Zustellung des Straf-
befehls vor Eintritt der Rechtskraft an Dritte (insbesondere an die Anzeigeerstatte-
rin, die Polizei und das Amt für Migration) moniert wird (vgl. KG act. A.2, S. 16), so 
ist dem entgegen zu halten, dass derlei Rügen von vornherein nicht Gegenstand 
des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden können, sondern im Rahmen der 
Einsprache bzw. vor dem Sachrichter vorzutragen sind. 

2.5. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die Beschwerde als offen-
sichtlich unzulässig bzw. - sofern darauf überhaupt einzutreten wäre - als offen-
sichtlich unbegründet erweist, sodass die vorliegende Angelegenheit gestützt auf 

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Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) und Art. 11 
Abs. 2 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts (KGV; BR 
173.100) durch den Vorsitzenden in einzelrichterlicher Kompetenz erledigt wird. 
Insofern erweist sich die Beschwerde auch als aussichtslos, sodass das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. um Bestellung eines amtli-
chen Verteidigers (vgl. KG act. A.1, S. 2; KG act. A.2, S. 14) - sofern es sich auf 
das Beschwerdeverfahren bezieht -, abzuweisen ist (vgl. Verfahren SK2 18 25 und 
SK2 18 26). Über die allfällige Einsetzung eines amtlichen Verteidigers im Verfah-
ren _____ ist nicht hier zu entscheiden.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von Art. 8 und 10 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.201) und unter 
Berücksichtigung der finanziellen Situation der Beschwerdeführer werden die Kos-
ten des Beschwerdeverfahrens vorliegend auf CHF 500.00 festgesetzt und den 
Beschwerdeführern nach Massgabe von Art. 418 Abs. 2 StPO unter solidarischer 
Haftbarkeit auferlegt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 500.00 gehen 
unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von X._____ und Y._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: