# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e841c63-21d3-559c-af64-9cd99806a006
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.09.2025 CA.2025.22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_CA-2025-22_2025-09-19.pdf

## Full Text

Beschluss vom 19. September 2025 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Olivier Thormann, Vorsitzender 
Richterinnen Brigitte Stump Wendt und  
Petra Venetz  
Gerichtsschreiber Sandro Clausen  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwältin 
des Bundes Nathalie Guth, 
  

Berufungsführerin / Anklagebehörde  
 

 
gegen 

  A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Dominik 
Tschudi, 
  

Berufungsgegner / Beschuldigter  
  
sowie  
 
B., 

Privatklägerschaft  
 
 
 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2025.22 

- 2 - 

Gegenstand 
 

Berufung gegen das Urteil der Strafkammer des Bun-
desstrafgerichts SK.2024.61 vom 3. April 2025 
 
Verzicht der Bundesanwaltschaft auf Einreichung der 
Berufungserklärung 
 

  

- 3 - 

Die Berufungskammer erwägt: 

1. Am 13. September 2024 erliess die Bundesanwaltschaft einen Strafbefehl gegen 
den Beschuldigten wegen fährlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung 
durch die Luftfahrt (TPF pag. 4.100.003 ff.). Dagegen erhob der Beschuldigte am 
23. September 2024 Einsprache (TPF pag. 4.100.007), worauf die Bundesan-
waltschaft an ihrem Strafbefehl festhielt und diesen am 29. Oktober 2024 als An-
klageschrift an die Strafkammer des Bundesstrafgerichts zur Durchführung des 
ordentlichen Verfahrens überwies (TPF pag. 4.100.012 ff.). Mit Urteil SK.2024.61 
vom 3. April 2025 stellte die Strafkammer des Bundesstrafgerichts das Verfahren 
in Bezug auf den Vorwurf der fahrlässigen Gefährdung durch die Luftfahrt ein 
und sprach den Beschuldigten vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei (TPF 
pag. 4.930.020 = CAR pag. 1.100.020). 

2. Gegen das im Anschluss an die Hauptverhandlung vom 3. April 2025 mündlich 
eröffnete Urteil meldete die Bundesanwaltschaft am 9. April 2025 Berufung an 
(TPF pag. 4.720.006; TPF pag. 4.940.001). Die schriftliche Urteilsbegründung 
wurde der Bundesanwaltschaft am 25. August 2025 zugestellt (CAR 
pag. 1.100.024). Mit Eingabe vom 11. September 2025 erklärte die Bundesan-
waltschaft, dass auf die Einreichung einer Berufungserklärung verzichtet werde 
(CAR pag. 1.300.001). Das Berufungsverfahren ist als dadurch erledigt abzu-
schreiben. Demgemäss ist festzustellen, dass das Urteil der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts SK.2024.61 vom 3. April 2025 per Entscheiddatum in 
Rechtskraft erwachsen ist (Art. 437 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StPO). 

3. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens, wobei als unterliegend auch die Partei gilt, die ein 
Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Verzicht auf ein Rechtsmit-
tel kommt einem Rückzug gleich. Unterliegt die Bundesanwaltschaft, sind die 
Kosten von der Eidgenossenschaft zu tragen (JOSITSCH/SCHMID, StPO Praxis-
kommentar, 4. Aufl. 2023, Art. 428 StPO N. 3). Ausgangsgemäss sind die auf 
Fr. 200.00 festzusetzenden Kosten des Berufungsverfahrens auf die Staats-
kasse zu nehmen. Dem Beschuldigten und der Privatklägerschaft ist aus dem 
Berufungsverfahren kein erkennbarer Aufwand entstanden, weshalb ihnen keine 
Parteientschädigung zusteht. 

  

- 4 - 

Die Berufungskammer beschliesst: 

1. Das Berufungsverfahren wird als durch Verzicht der Bundesanwaltschaft auf 
Einreichung einer Berufungserklärung erledigt abgeschrieben. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
SK.2024.61 vom 3. April 2025 per Entscheiddatum in Rechtskraft erwachsen 
ist. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 200.00 werden vom Staat getra-
gen. 

4. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet. 

 

Im Namen der Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 
 
 
 
Olivier Thormann Sandro Clausen 

 
Zustellung an (Gerichtsurkunde): 
- Bundesanwaltschaft, Frau Staatsanwältin des Bundes Nathalie Guth 
- Herrn Rechtsanwalt Dominik Tschudi 
- Herrn B. 
 
Kopie an (brevi manu): 
- Bundesstrafgericht, Strafkammer 
 
Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug 

  

- 5 - 

Rechtsmittelbelehrung 
 
Beschwerde an das Bundesgericht 
 
Dieser Beschluss kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde in 
Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzu-
reichen. 
 
Die Fristeinhaltung bei Einreichung der Beschwerdeschrift in der Schweiz, im Ausland bzw. im Falle der elekt-
ronischen Einreichung ist in Art. 48 Abs. 1 und 2 BGG geregelt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    Versand: 22. September 2025