# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9edb202e-4fa3-534a-bd7d-53b6c2e1be24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2008 C-1195/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1195-2006_2008-04-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1195/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richter Andreas Trommer, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Barbara Haake.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Erich Vogel, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1195/2006

Sachverhalt:

A.
X._______, geboren 1970 in Pakistan, reiste am 13. Dezember 1995 
als Asylbewerber in die Schweiz ein und lernte hier im November 1996 
seine  spätere  Ehefrau,  die  Schweizerin  Y._______,  kennen.  Nach 
rechtskräftiger  Abweisung  seines  Asylgesuchs  am  17.  März  1997 
wurde er zwei Monate später in sein Heimatland ausgeschafft, konnte 
aber aufgrund der zuvor eingeleiteten Heiratsvorbereitungen wieder in 
die  Schweiz  einreisen.  Am  24.  Oktober  1997  schlossen  er  und 
Y._______  in  Chur  die  Ehe.  In  der  Folge  erhielt  X._______  eine 
Jahresaufenthaltsbewilligung  zum  Verbleib  bei  seiner  im  Kanton 
Graubünden lebenden Ehefrau. 

B.
Am  9.  Januar  2001  stellte  X._______  ein  Gesuch  um  erleichterte 
Einbürgerung.  Im  Rahmen  des  folgenden  Einbürgerungsverfahrens 
unterzeichneten er und seine Ehefrau am 17. Juli 2001 eine Erklärung, 
wonach  sie  in  einer  tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen 
Gemeinschaft  zusammenlebten  und  weder  Trennungs-  noch  Schei-
dungsabsichten  bestünden.  Gleichzeitig  nahmen  sie  unterschriftlich 
zur  Kenntnis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten  die  Trennung  oder  Scheidung  beantragt  hat  oder  keine  tat-
sächliche eheliche Gemeinschaft mehr besteht, und dass die Verheim-
lichung dieser Umstände zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen 
kann. Am 14. August 2001 wurde X._______ erleichtert  eingebürgert 
und erhielt das Bürgerrecht von A._______ (GR).

C.
Am 7. Dezember 2001 bevollmächtigte Y._______ einen Rechtsanwalt 
mit der Durchführung der Ehescheidung. Am 15. März 2002 machten 
die  Ehegatten  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren  beim 
Bezirksgericht  B._______ anhängig. Die  Scheidung ihrer  Ehe wurde 
am 8. Juli 2002 rechtskräftig. Am 16. März 2003 heiratete X._______ 
in  seinem  Herkunftsland  die  pakistanische  Staatsangehörige 
Z._______, welche am 1. Juni 2004 zum Verbleib bei ihrem Ehemann 
in die Schweiz einreiste. 

D.
Aufgrund der dargelegten Umstände leitete das BFM am 6. Oktober 

Seite 2

C-1195/2006

2004 gegen X._______ ein Verfahren betreffend Nichtigerklärung der 
erleichterten  Einbürgerung  ein.  In  diesem  Verfahren  ersuchte  das 
Bundesamt  das  Amt  für  Polizeiwesen  und  Zivilrecht  des  Kantons 
Graubünden  darum,  die  schweizerische  Ex-Ehefrau  zum  gemein-
samen Kennenlernen,  zum Verlauf  der  Ehe, zur Einbürgerung sowie 
zu den Umständen der Ehescheidung zu befragen. Diese Befragung 
erfolgte  am  16.  September  2005.  Von  der  ihnen  eingeräumten 
Möglichkeit,  hieran  teilzunehmen,  machten  weder  X._______  noch 
sein Rechtsvertreter Gebrauch.

E.
Bei  der  Befragung  gab  Y._______  an,  sie  habe  ihren  künftigen 
Ehemann  am  30.  November  1996  in  einer  Pizzeria  kennengelernt, 
wobei  deren Inhaber  den Kontakt  vermittelt  und auch die  Rolle  des 
Übersetzers übernommen habe. Sie und X._______ hätten sich noch 
am gleichen Abend ineinander verliebt. Bereits zwei Monate später sei 
die  Heirat  ins  Auge  gefasst  worden,  nachdem  ihr  der  Inhaber  der 
Pizzeria  mitgeteilt  habe,  dass  ihr  Freund  die  Schweiz  ansonsten 
verlassen  müsste.  Sie  habe  immer  grosse  Schwierigkeiten  gehabt, 
einen  Freund  zu  finden,  und  aus  Angst,  den  neuen  Freund  zu 
verlieren, sofort in den Vorschlag zu heiraten eingewilligt. Im Mai 1997, 
zwei Monate vor dessen Ausschaffung, hätten sie vor dem Zivilstands-
amt  das  Eheversprechen unterschrieben. Auf  Initiative  ihres  Rechts-
vertreters hin habe X._______ im Oktober 1997 wieder in die Schweiz 
zurückkehren  können.  Ungefähr  ein  halbes  Jahr  nach  der 
Eheschliessung  hätten  ihre  ständigen  und  intensiven  Streitereien 
begonnen, wobei sprachliche wie auch finanzielle Schwierigkeiten die 
Beziehung  belasteten.  Eigene  Angehörige  hätten  ihr  zur  Scheidung 
geraten. Ihr Ehemann habe jedoch gemeint, dass sich die finanzielle 
Situation  nach  seiner  Einbürgerung  verbessern  würde,  weil  er  dann 
bessere  Chancen  auf  dem  Arbeitsmarkt  hätte.  Sie  hätten  kaum 
gemeinsame Interessen gepflegt bzw. gemeinsame Aktivitäten unter-
nommen.  Ein-  oder  zweimal  hätten  sie  Badminton  gespielt,  einige 
Male hätten sie gemeinsame Spaziergänge unternommen und einmal 
seien  sie  von  ihrer  Schwester  ins  Kino  eingeladen  worden.  Sein 
fehlendes  Interesse  an  gemeinsamen  Unternehmungen  habe  ihr 
Ehemann mit  fehlenden finanziellen  Mitteln  begründet.  Er  habe sich 
jedoch oft mit pakistanischen Landsleuten getroffen, sie allerdings nie 
dabei haben wollen. Ihr Ehemann habe sie auch kaum in schwierigen 
Situationen unterstützt, beispielsweise dann, als sie sich wegen ihres 
Übergewichtes ein Magenband anbringen liess und wegen der damit 

Seite 3

C-1195/2006

verbundenen Komplikationen in den Jahren 1999 und 2000 mehrfach 
ins Krankenhaus eingeliefert  worden sei. Sie habe sich auch Kinder 
gewünscht; diesen Wunsch habe ihr Ehemann aber nicht mit ihr geteilt. 
Ab Juni 2001 habe sie zu 100 Prozent als Nachtwache im Kantons-
spital in Chur gearbeitet und ihren Ehemann nur noch wenig gesehen. 
Ihm, der tagsüber gearbeitet habe, sei dies sehr recht gewesen. Nach 
der erleichterten Einbürgerung sei ihr Ehemann noch weniger zuhause 
oder mit ihr zusammen gewesen. Im Oktober 2001 habe sie ernsthaft 
an eine Scheidung gedacht und sei aus der gemeinsamen Wohnung 
ausgezogen. Was die Erklärung vom 17. Juli 2001 betreffend eheliche 
Gemeinschaft angehe, so müsse sie sagen, dass trotz der zu diesem 
Zeitpunkt  bestehenden  grösseren  Beziehungsprobleme  keine  Tren-
nungsabsichten  bestanden  hätten,  zumal  sie  auch  Angst  vor  dem 
Alleinsein gehabt habe. Sie habe den Beteuerungen ihres Ehemannes, 
dass sich nach seiner Einbürgerung alles zum Guten wenden würde, 
geglaubt  und  deshalb  auch  die  in  Frage  stehende  Erklärung  unter-
zeichnet.  Erst  im  nachhinein  habe  sie  erkennen  müssen,  dass  ihr 
Ehemann  es  von  vornherein  nur  auf  die  Erlangung  des  Schweizer 
Passes abgesehen habe. 

F.
Am 30. September 2005 brachte das Bundesamt dem Rechtsvertreter 
von  X._______  das  Protokoll  der  Anhörung  der  Ex-Ehefrau  zur 
Kenntnis  und  forderte  ihn  auf,  zur  in  Aussicht  gestellten  Nichtig-
erklärung der erleichterten Einbürgerung Stellung zu nehmen.

G.
Der Parteivertreter teilte mit Schreiben vom 4. November 2005 mit, die 
Aussagen  von  Y._______  seien  unzutreffend  und  für  seinen 
Mandanten  nicht  nachvollziehbar.  Die  Ex-Ehefrau  habe  erhebliche 
gesundheitliche Probleme gehabt, was allein der Grund dafür gewesen 
sei,  dass sich das Paar den Kinderwunsch noch nicht  habe erfüllen 
wollen.  Im  Rahmen  des  Nichtigkeitsverfahrens  habe  Y._______  mit 
ihm,  dem  Rechtsvertreter,  telefonisch  Kontakt  aufgenommen  und 
dabei bestätigt, dass ihre Ehe normal verlaufen sei. Es sei zwingend, 
noch  weitere  Personen  aus  dem  persönlichen  Umfeld  der  Ex-
Ehegatten zu befragen, namentlich den Vater und den Bruder der Ex-
Ehefrau,  zu  denen sein  Mandant  immer  noch ein  freundschaftliches 
Verhältnis  pflege.  X._______  habe  auch  Anspruch  auf  eine 
persönliche  Anhörung,  damit  er  die  Anschuldigungen  seiner  Ex-

Seite 4

C-1195/2006

Ehefrau korrigieren könne. Eine Verweigerung dieses Antrags würde 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellen.

H.
Mit Schreiben vom 29. November 2005 lehnte das BFM die beantragte 
Befragung  von  X._______  ab.  Es  verwies  darauf,  dass  aus  dem 
Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  kein  Anspruch  auf  mündliche 
Anhörung  folge  und  dass  die  Gelegenheit  bestanden  habe,  an  der 
Befragung der Ex-Ehefrau teilzunehmen. 

I.
Mit Eingabe vom 21. Dezember 2005 beharrte der Pateivertreter auf 
der  persönlichen  Befragung  von  X._______  und  legt  nochmals  dar, 
aus welchen Gründen die Ehe seines Mandanten kinderlos geblieben 
sei. Er macht weiterhin geltend, dass zwischen den Ex-Eheleuten auch 
nach der  Scheidung  ein  gutes  Verhältnis  bestanden habe  und  dass 
Y._______  auch  dann  noch  ihrem  geschiedenen  Ehemann  in 
mehreren Belangen behilflich gewesen sei. Auch dies spreche dafür, 
dass die eheliche Gemeinschaft gut verlaufen sei. Seiner Eingabe vom 
21.  Dezember  2005  fügte  der  Parteivertreter  eine  persönliche 
Stellungnahme  seines  Mandanten  vom  20.  Dezember  2005  bei.  Im 
Wesentlichen  führte  X._______  darin  aus,  seine  Ex-Ehefrau  habe 
auch nach der Scheidung die Freundschaft mit ihm aufrecht erhalten 
und ihn auch über ihre neuen Männerbekanntschaften informiert. Sie 
habe  ihm sogar  ihren  Wohnungsschlüssel  überlassen  und  ihn  ihren 
Internetzugang  nutzen  lassen.  Als  er  am  31.  März  2003  von  einer 
Reise nach Pakistan zurückgekehrt  sei,  sei  sie  enttäuscht  gewesen, 
dass  er  dort  wieder  geheiratet  habe,  denn  sie  habe  vergeblich  auf 
einen Neubeginn ihrer Beziehung gehofft. 

J.
Mit  Schreiben  vom  19.  Januar  2006  bzw.  vom  2.  Februar  2006 
unterbreitete das BFM dem Vater,  dem Bruder  sowie der Schwester 
der  Ex-Ehefrau  eine  Reihe  von  Fragen  zur  schriftlichen  Stellung-
nahme.  Während  seitens  des  Vaters  keine  Stellungnahme  erfolgte, 
liessen  sowohl  der  Bruder  (bzw.  dessen  Ehefrau)  als  auch  die 
Schwester dem BFM eine Antwort zukommen. 
Darüberhinaus  richtete  das  BFM mit  Schreiben  vom 23. März  2006 
weitere  Fragen  an  Y._______  unter  Hinweis  darauf,  dass  ihr  Ex-
Ehemann noch zusätzliche  klärungsbedürftige  Punkte  angesprochen 
habe. Sie nahm mit Antwortschreiben vom 30. März 2006 zu diesem 

Seite 5

C-1195/2006

Fragenkatalog  Stellung,  wobei  sie  insbesondere  die  Angaben  von 
X._______ zum Verlauf ihrer nachehelichen Beziehung bestätigte. 

K.
Nachdem der Heimatkanton am 28. Juni 2006 seine Zustimmung zur 
Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung von X._______ erteilt 
hatte,  erklärte  das  BFM mit  Verfügung  vom 3. August  2006  dessen 
Einbürgerung für nichtig. Aus den Umständen der Eheschliessung und 
den Ereignissen im Umkreis der Einbürgerung sei zu schliessen, dass 
die Ehegatten im Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung nicht mehr 
in  einer  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  gelebt  hätten.  X._______ 
habe  jedenfalls  bis  zuletzt  keine  Gründe  dafür  genannt,  warum  die 
eheliche  Gemeinschaft  bereits  kurze  Zeit  danach 
auseinandergebrochen  sei.  Das  Bundesamt  komme aufgrund  seiner 
Erhebungen  zum  Schluss,  dass  die  Ex-Ehefrau   aufgrund  ihrer 
persönlichen  Situation  in  einem  starken  Abhängigkeitsverhältnis  zu 
ihrem damaligen Ehemann gestanden habe und dass X._______ dies 
für seine Zwecke – die Sicherung des Aufenthalts in der Schweiz und 
die  erleichterte  Einbürgerung  –  ausgenutzt  habe.  Mit  der  Unter-
zeichnung  der  Erklärung  betreffend  eheliche  Gemeinschaft  habe  er 
den unzutreffenden Anschein  erweckt,  einen auf  die Zukunft  gerich-
teten Ehewillen zu besitzen. 

L.
Mit  dem  Antrag,  die  vorinstanzliche  Verfügung  aufzuheben,  erhob 
Rechtsanwalt Erich Vogel im Namen von X._______ am 1. September 
2006  Beschwerde  beim  Eidgenössischen  Justiz-  und  Polizei-
departement  (EJPD).  Er  macht  geltend,  die  Nichtigerklärung  der 
erleichterten Einbürgerung könne lediglich innert fünf Jahren erfolgen. 
Im vorliegenden Fall sei diese Frist verwirkt, da die Verfügung mit der 
Einreichung der Beschwerde keine Rechtskraft erlangt habe. Ausser-
dem beziehe sich  die  Verfügung auf  eine  angeblich  am „14. August 
2006“  erfolgte  Einbürgerung,  so  dass  das  im  Jahre  2001  erlangte 
Bürgerrecht  seines  Mandanten  gar  nicht  Gegenstand  der  ange-
fochtenen Verfügung sein könne. 
Weiterhin  wird  ausgeführt,  Y._______  habe  ihre  Einvernahme  im 
Rahmen  des  Nichtigkeitsverfahrens  offenbar  zu  einer  Pauschal-
diffamierung ihres  Ex-Ehemannes genutzt. Der  Grund hierfür  sei  für 
seinen Mandanten nicht nachvollziehbar. Im Zeitpunkt, als gegenüber 
der Einbürgerungsbehörde angegeben worden sei, die Ehe sei intakt, 
habe  man nicht  an  eine  Scheidung  gedacht.  Immerhin  sei  das  ent-

Seite 6

C-1195/2006

sprechende  Formular  auch  von  der  Ehefrau  unterzeichnet  worden. 
Diese habe auch nicht geltend gemacht, dass sie mit ihrer Unterschrift 
gezögert oder Bedenken gehabt hätte. Es sei angesichts der heutigen 
Scheidungsrate auch nichts  Aussergewöhnliches,  dass sie zu einem 
späteren  Zeitpunkt  zwecks  Scheidung  ihren  Rechtsvertreter  aufge-
sucht habe, zumal in Anbetracht kultureller Unterschiede ein erhöhtes 
Scheidungsrisiko bestehe. Was den nicht  erfüllten Kinderwunsch der 
Ex-Ehefrau betreffe,  so habe es dafür  gute Gründe gegeben. Nach-
teiliges für den Ehemann lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. 
Bei der Würdigung des Sachverhalts habe die Vorinstanz nur auf die 
Angaben  von  Y._______  fokussiert  und  lediglich  eine  schriftliche 
Auskunft  ihrer  Schwägerin  eingeholt.  Obwohl  Letztere  die  Ehe  als 
normal bezeichnet habe, habe es das BFM unterlassen, weitere not-
wendige  Hintergrundabklärungen zu treffen. Insbesondere  sei  weder 
dem im Schreiben vom 4. November 2005 gestellten Antrag auf Be-
fragung  des  Vorgesetzten  von  X._______  noch  dem  Antrag  auf 
persönliche  Anhörung  seines  Mandanten  stattgegeben  worden.  Das 
vorinstanzliche Vorgehen sei willkürlich und stelle eine Verletzung des 
Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  dar.  Im  Übrigen  lasse  der 
angefochtene Entscheid ausser Acht, dass sich der Beschwerdeführer 
in  beruflicher  und  gesellschaftlicher  Hinsicht  hervorragend  integriert 
habe. 

M.
In ihrer Vernehmlassung vom 12. Oktober 2006 hält die Vorinstanz an 
ihrer  ablehnenden  Verfügung  fest.  Dort  sei  aus  den  tatsächlichen 
Feststellungen ersichtlich,  dass  es um die erleichterte  Einbürgerung 
des Beschwerdeführers vom 14. August 2001 gehe und dass es sich 
bei  der Datumsangabe im Entscheiddispositiv  „14. August  2006“  um 
einen  leicht  erkennbaren  Verschrieb  handele. Der  vom Beschwerde-
führer  erhobene Vorwurf  der  einseitigen,  unrichtigen  und  unvollstän-
digen  Sachverhaltsfeststellung  sei  zurückzuweisen.  Insbesondere 
liege keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. 

N.
In seiner darauffolgenden Replik vom 16. November 2006 bezieht sich 
der Beschwerdeführer auf sein bisheriges Vorbringen und verweist auf 
die Ausführungen in der Beschwerde vom 1. September 2006. 

O.
Mit Verfügung vom 7. März 2008 übersandte das Bundesverwaltungs-

Seite 7

C-1195/2006

gericht  dem  Beschwerdeführer  Kopien  folgender  Aktenstücke  des 
vorinstanzlichen  Dossiers  zur  Kenntnisnahme:  Fragenkatalog  an 
U._______ vom 19. Januar 2006, Fragenkatalog an V._______ vom 19. 
Januar  2006  und  Antwortschreiben  vom  24.  Januar  2006, 
Fragenkatalog  an  W._______vom  2.  Februar  2006  und  undatiertes 
Antwortschreiben, Fragenkatalog an Y._______ und Antwortschreiben 
vom 30. März  2006. Gleichzeitig  wurde dem Beschwerdeführer  eine 
Frist für Schlussbemerkungen angesetzt. 

P.
Im Rahmen der am 7. April  2008 übersandten Schlussbemerkungen 
führte  der  Parteivertreter  aus,  die  Antworten  von  W._______  zum 
Fragenkatalog des BFM seien absolut  unzutreffend und entsprächen 
den  Angaben  ihrer  Schwester  Y._______.  Demgegenüber  seien  die 
Antworten  von  V._______,  der  dem  Beschwerdeführer  einen  guten 
Charakter bestätige, glaubhaft. Den Schlussbemerkungen beigefügt ist 
eine  weitere  Stellungnahme  des  Beschwerdeführers,  worin 
übertriebene Erwartungen der Ex-Ehefrau für das Scheitern der Ehe 
verantwortlich gemacht werden.

Q.
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  und  die  vom  Beschwerdeführer  an-
gebotenen Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
Bezug genommen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von  einer  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden. 
Darunter  fallen  u.a.  Verfügungen  des  BFM,  welche  die  Nichtig-
erklärung  einer  erleichterten  Einbürgerung  betreffen  (Art.  41  Abs. 1 
i.V.m.  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  29.  September  1952 
[BüG, SR 141.0]).

Seite 8

C-1195/2006

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsge-
setzes bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder 
bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. 
Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 
VGG).  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts 
anderes bestimmt.

1.3 Als Adressat der Verfügung ist der Beschwerdeführer zur Anfech-
tung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwer-
de ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

1.4 Mit  Beschwerde  ans  Bundesgericht  kann  die  Verletzung  von 
Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt  wer-
den,  sofern  nicht  eine  kantonale  Instanz  als  Beschwerdeinstanz 
verfügt hat (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amts  wegen  an.  Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den 
geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 
ist  grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten 
Urteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

2.
2.1 Gemäss  Art. 27  Abs. 1 BüG kann ein  Ausländer  nach der  Ehe-
schliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung stellen,  wenn er  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz 
gewohnt  hat,  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  und  seit  drei  Jahren  in 
ehelicher  Gemeinschaft  mit  einem  Schweizer  Bürger  lebt.  Seine 
Einbürgerung setzt zudem gemäss Art. 26 Abs. 1 BüG voraus, dass er 
in  der  Schweiz  integriert  ist  (Bst.  a),  die  schweizerische  Rechts-
ordnung beachtet (Bst. b) und die innere oder äussere Sicherheit der 
Schweiz  nicht  gefährdet  (Bst.  c).  Sämtliche  Einbürgerungsvoraus-
setzungen müssen sowohl  im Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung als 
auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt  sein. Fehlt  es im 
Zeitpunkt  des  Einbürgerungsentscheids  an  der  ehelichen  Gemein-

Seite 9

C-1195/2006

schaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden 
(BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403).

2.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet  nach  der 
bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  mehr  als  nur  das  formelle  Be-
stehen  einer  Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  die  tatsächliche  Lebens-
gemeinschaft, getragen vom beidseitigen Willen, die Ehe auch künftig 
aufrecht zu erhalten. Gemäss konstanter Praxis muss sowohl im Zeit-
punkt  der  Gesuchseinreichung  als  auch  im  Zeitpunkt  des  Einbür-
gerungsentscheids eine tatsächliche Gemeinschaft bestehen, die Ge-
währ  für  die  Stabilität  der  Ehe  bietet.  Mit  Art.  27  BüG  wollte  der 
Gesetzgeber dem ausländischen Ehegatten eines Schweizer Bürgers 
die erleichterte Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des Bürger-
rechts  der  Ehegatten  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame  Zukunft  zu 
fördern (vgl. Botschaft über die Revision der Bürgerrechtsregelung in 
der  Bundesverfassung  vom 7. April  1982  BBl  1982  II  125  S. 133  f. 
sowie  Botschaft  zur  Änderung  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  26. 
August  1987 BBl  1987 III  293 S. 310; BGE 128 II  97  E. 3a  S. 99). 
Zweifel am Willen der Ehegatten, die eheliche Gemeinschaft aufrecht 
zu erhalten, sind beispielsweise angebracht, wenn kurze Zeit nach der 
erleichterten  Einbürgerung  die  Trennung  erfolgt  oder  die  Scheidung 
eingeleitet  wird  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  5A.2/2006  vom  28. 
April 2006 E. 2.1, BGE 130 II 482 E. 2 S. 484).

2.3 Die Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde des Heimat-
kantons innert  fünf Jahren für nichtig erklärt  werden, wenn sie durch 
falsche  Angaben  oder  Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen  er-
schlichen worden ist (Art. 41 Abs. 1 BüG). 

2.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass vorliegend die fünf-
jährige  Frist  nicht  gewahrt  sei.  Er  vertritt  die  Meinung,  über  eine 
Nichtigerklärung  müsse  innert  fünf  Jahren  seit  der  Einbürgerung 
rechtskräftig  entschieden  sein. In  seinem Fall  sei  die  Fünfjahresfrist 
bereits  abgelaufen,  weil  durch  die  Beschwerdeerhebung  die  vor-
instanzliche Verfügung nicht habe rechtskräftig werden können.

2.3.2 Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  genügt  indessen 
für  die  Einhaltung  der  Fünfjahresfrist,  dass  die  erstinstanzlich  zu-
ständige Behörde eine Verfügung in der Sache trifft. Nur so ist gewähr-
leistet,  dass der  Behörde überhaupt  der vollständige zeitliche Hand-
lungsspielraum  zur  Verfügung  steht.  Würde  stattdessen  auf  die 
Rechtskraft eines Entscheids abgestellt, würde sich die Zeitspanne, in 

Seite 10

C-1195/2006

der die zuständige Behörde überhaupt Nichtigkeitsgründe prüfen und 
gestützt darauf verfügen könnte, angesichts notorischer Verzögerungs-
möglichkeiten  in  mehrstufigen  Rechtsmittelverfahren  in  nicht  sach-
gerechter  Weise massiv  reduzieren (vgl. dazu ausführlich  Urteil  des 
Bundesgerichts 5A.11/2002 vom 23. August 2002 E. 3 und dort zitier-
tes Urteil 5A.3/2002 vom 29. April 2002 E. 3b, 3c und 3d). 

2.3.3 Die  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  erfolgte  am 14. Au-
gust  2001.  Die  Vorinstanz  erliess  die  angefochtene  Verfügung  am 
3. August 2006. Damit wurde die Fünfjahresfrist eingehalten. Dass im 
Dispositiv der Verfügung eine falsche Jahreszahl des Einbürgerungs-
datums  angegeben  wurde,  ist  ein  offenkundiger  Schreibfehler  und 
damit irrelevant. 

2.4 Nachfolgend  bleibt  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  seine 
Einbürgerung  erschlichen,  d.h.  durch  unlauteres  und  täuschendes 
Verhalten erwirkt hat (vgl. BGE 128 II 97 E. 3a S. 99). Arglist im Sinne 
des strafrechtlichen Betrugstatbestandes ist nicht erforderlich. Immer-
hin  ist  es notwendig,  dass  der  Betroffene bewusst  falsche Angaben 
macht bzw. die Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und 
so den Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde 
über eine erhebliche Tatsache zu informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 
3.1 S. 115 und BGE 130 II 482 E. 2 S. 484 mit weiteren Hinweisen). 
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er erklärt, in einer stabilen Ehe 
zu leben, während er bereits für die Zeit  nach der erleichterten Ein-
bürgerung die Scheidung ins Auge fasst; dabei ist es kaum von Bedeu-
tung, wenn die Ehe bis zu diesem Zeitpunkt harmonisch verlaufen ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_294/2007 vom 30. November 2007 
E. 3.3).

3.
Im  Verwaltungsverfahren  des  Bundes  gilt  der  Grundsatz  der  freien 
Beweiswürdigung  (Art. 19  VwVG  i.V.m.  Art. 40  des  Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Dies  bedeutet  vor  allem,  dass  die  Beweiswürdigung  nicht  an  be-
stimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vor-
schreiben,  wie  ein  gültiger  Beweis  zu  Stande  kommt  und  welchen 
Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben 
(FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 278 
f.; zu den Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff. S. 172 ff.). Wenn 

Seite 11

C-1195/2006

ein Entscheid – wie im vorliegenden Fall – zum Nachteil des Betroffe-
nen in seine Rechte eingreift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

3.1 Geht es um die Nichtigerklärung einer erleichterten Einbürgerung, 
so ist von der Verwaltung zu prüfen, ob die Ehe im Zeitpunkt der Ge-
suchseinreichung  und  der  Einbürgerung  tatsächlich  gelebt  wurde 
(BGE 130 II 169 E. 2.3.1 S. 172). Dabei geht es im Wesentlichen um 
innere Vorgänge, die der Verwaltung oft  nicht bekannt und schwierig 
zu beweisen sind; deren Abklärung kann nur dadurch erfolgen, dass 
von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermu-
tungsfolge) zu schliessen ist. Es handelt  sich dabei  um Wahrschein-
lichkeitsfolgerungen,  die  aufgrund  der  Lebenserfahrung  gezogen 
werden  (ULRICH HÄFELIN,  Vermutungen  im  öffentlichen  Recht,  in: 
Festschrift  für  Kurt  Eichenberger,  Basel  1982,  S. 625 ff.,  S. 626; vgl. 
auch  PETER SUTTER,  Die  Beweislastregeln  unter  besonderer  Berück-
sichtigung  des  verwaltungsrechtlichen  Streitverfahrens,  Diss.  Zürich 
1988,  S. 56 ff. und 178 ff.,  und  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechts-
pflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 282 ff. Zu Art. 8 ZGB vgl.  MAX KUMMER, 
Berner Kommentar, N. 362 f.).

3.2 Als  Problem  der  Beweiswürdigung  berührt  die  tatsächliche  Ver-
mutung  weder  die  Beweislast  noch  die  das  Verwaltungsverfahren 
beherrschende  Untersuchungsmaxime.  Letztere  gebietet  zwar,  dass 
die  Verwaltung  auch  nach  entlastenden,  das  heisst  die  Vermutung 
erschütternden Elementen sucht. Beim Thema der ehelichen Lebens-
gemeinschaft  liegt  es  jedoch  in  der  Natur  der  Sache,  dass  nur  der 
Betroffene, nicht aber die Verwaltung Kenntnis über solche entlasten-
den  Elemente  hat.  Besteht  daher  aufgrund  des  Ereignisablaufs  die 
tatsächliche  Vermutung,  die  Einbürgerung  sei  erschlichen  worden, 
obliegt  es dem Betroffenen – nicht nur aufgrund seiner Mitwirkungs-
pflicht,  sondern  auch  aufgrund  eines  erheblichen  Eigeninteresses  – 
die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. erhebliche Zweifel umzu-
stürzen,  indem  er  Gründe  bzw.  Sachumstände  aufzeigt,  die  es  als 
überzeugend  bzw.  nachvollziehbar  erscheinen  lassen,  dass  eine 
angeblich noch wenige Monate zuvor bestehende tatsächliche, unge-
trennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der  Zwischenzeit  dergestalt  in  die 
Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur  Scheidung  kam  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts  1C_294/2007  vom 30.  November  2007  E  3.6  sowie 
BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486).

Seite 12

C-1195/2006

4.
Die  angefochtene  Verfügung  geht  davon aus,  der  Beschwerdeführer 
habe die eheliche Situation dazu ausgenutzt, sich ein Aufenthaltsrecht 
in  der  Schweiz  und  die  Möglichkeit  der  späteren  Einbürgerung  zu 
sichern.  Mit  der  Unterzeichnung  der  Erklärung  vom  17.  Juli  2001 
hätten die Ehegatten den falschen Anschein einer stabilen ehelichen 
Gemeinschaft und eines auf die Zukunft gerichteten beidseitigen Ehe-
willens erweckt. Ihre Begründung stützt  die Vorinstanz vor allem auf 
die Umstände der Eheschliessung, auf die Ereignisse im Umfeld der 
Einbürgerung sowie auf  die Anhörung der  Ex-Ehefrau vom 16. Sep-
tember  2005  und  führt  an,  der  Beschwerdeführer  habe  bis  zuletzt 
keine Gründe dafür genannt,  warum die Ehe bereits kurze Zeit nach 
seiner erleichterten Einbürgerung auseinandergebrochen sei. 

4.1 Aufgrund des Akteninhalts steht fest, dass der Beschwerdeführer 
im Dezember 1995 in die Schweiz gelangte und hier ein Asylgesuch 
stellte. Ein Jahr  später  lernte er  Y._______ kennen. Unbestritten  ist, 
dass  das  Paar  trotz  sprachlicher  Verständigungsschwierigkeiten 
bereits zwei Monate nach dem Kennenlernen Heiratspläne fasste, um 
einer  Ausschaffung von X._______ zuvorzukommen. Obwohl  dessen 
Wegweisungsvollzug nicht zu verhindern war, konnte er aufgrund des 
zuvor  standesamtlich  abgegebenen  Eheversprechens  wieder  in  die 
Schweiz einreisen. Hier heiratete er Y._______ am 24. Oktober 1997. 
Am  9.  Januar  2001  stellte  der  Beschwerdeführer ein  Gesuch  um 
erleichterte Einbürgerung. Kurz vor seiner erleichterten Einbürgerung 
am  14.  August  2001  unterzeichneten  er  und  seine  Ehefrau  die  Er-
klärung betreffend eheliche Gemeinschaft. Eigenen Angaben zufolge 
verliess die Ehefrau die gemeinsame Wohnung im Oktober 2001 und 
bevollmächtigte  am  7.  Dezember  2001  einen  Rechtsanwalt  mit  der 
Durchführung der Ehescheidung. Am 15. März 2002 reichten die Ehe-
gatten beim Bezirksgericht B._______ ein gemeinsames Scheidungs-
begehren ein. Die Ehe wurde am 8. Juli 2002 geschieden. Am 16. März 
2003 heiratete X._______ in seinem Herkunftsland die pakistanische 
Staatsangehörige  Z._______,  welche  am 1. Juni  2004  zum Verbleib 
bei ihrem Ehemann in die Schweiz einreiste. 

4.2 Hinsichtlich  der  zeitlichen  Abfolge  der  geschilderten  Ereignisse 
sind  Zweifel  am  Zweck  der  vom  Beschwerdeführer  mit  Y._______ 
eingegangenen  Ehe  berechtigt,  zumal  die  Eheschliessung  ganz 
offenkundig  vor  dem  Hintergrund  der  drohenden  Ausschaffung  ins 
Auge gefasst  wurde. Auffällig  ist  auch,  dass  Y._______ bereits  zwei 

Seite 13

C-1195/2006

Monate nach der erleichterten Einbürgerung ihres Ehemannes aus der 
ehelichen Wohnung auszog und die  Ehegatten weitere zwei  Monate 
später ein gemeinsames Scheidungsbegehren stellten. 

5.
Der  Beschwerdeführer  vertritt  die  Ansicht,  die  Vorinstanz  habe  die 
Angaben von Y._______ einseitig und willkürlich gewürdigt. Seine Ex-
Ehefrau wolle ihn lediglich diffamieren und erhebe aus diesem Grund 
gegen ihn falsche Anschuldigungen. Insbesondere sei ihr Vorwurf, von 
ihm  für  den  Erhalt  des  Bürgerrechts  missbraucht  worden  zu  sein, 
unhaltbar.  Seine  Ehe  sei  im  Zeitpunkt  der  Erklärung  betreffend 
eheliche Lebensgemeinschaft  stabil  gewesen,  was sich auch daraus 
ergebe,  dass  seine  Ehefrau  diese  Erklärung  ohne  Bedenken  unter-
schrieben  habe.  Auch  die  Schwägerin  von  Y._______  habe  erklärt, 
dass seine Ehe normal  verlaufen sei. Diese positiven Anhaltspunkte 
hätten  weitere  Abklärungen  der  Vorinstanz  –  vor  allem  seine 
persönliche  Anhörung  und  die  Befragung  seines  beruflichen 
Vorgesetzten – nach sich ziehen müssen. 

5.1 Bei ihrer Anhörung vom 16. September 2005 hat Y._______ zwar 
bestätigt,  dass  sie  im  Zeitpunkt  der  fraglichen  Erklärung  keine 
Trennungsabsichten  gehabt  habe;  sie  hat  aber  auch  gleichzeitig 
glaubhaft  dargelegt,  dass  grössere  Beziehungsprobleme  bestanden 
hätten, die sie einerseits aus Angst vor dem Alleinsein, andererseits in 
der  Hoffnung  auf  eine  künftige  Besserung  der  ehelichen  Situation 
hingenommen  habe.  Bei  ihrer  Befragung  hat  sie  weiterhin  zum 
Ausdruck gebracht, dass sie sich nahezu während der ganzen Ehezeit 
von ihrem Ehemann vernachlässigt gefühlt habe und dass dieser auch 
ihren sehnsüchtigen Wunsch nach gemeinsamen Kindern nicht geteilt 
habe.
Den Darlegungen von Y._______ ist zwar zu entnehmen, dass sie die 
Bemühungen  ihres  Ehemannes  um  erleichterte  Einbürgerung 
unterstützte, weil  sie sich von seiner Einbürgerung eine Wende zum 
Guten versprach. Gleichzeitig  zeichnet  sie  aber  auch das Bild  einer 
Ehe, die nahezu von Beginn an durch Streitereien geprägt  war (vgl. 
S. 3 des Befragungsprotokolls).

5.2 Die Vorinstanz  hat  das Schriftstück des  Beschwerdeführers vom 
20. Dezember 2005 zum Anlass genommen, Y._______ mit Schreiben 
vom 23. März 2006 mit weiteren Fragen zur nachehelichen Beziehung 
zu konfrontieren; diese hat mit Schreiben vom 30. März 2006 hierauf 

Seite 14

C-1195/2006

geantwortet. 
Den  entsprechenden  Stellungnahmen  der  Ex-Ehegatten  lässt  sich 
entnehmen, dass auch nach ihrer Scheidung Kontakt gepflegt wurde 
und in diesem Rahmen ein Austausch über das Privatleben stattfand. 
Der  Beschwerdeführer  interpretiert  diesen  Umstand  dahingehend, 
dass auch die eheliche Gemeinschaft gut verlaufen sei. Von Seiten der 
geschiedenen  Ehefrau  wird  deutlich,  dass  sie  sich  u.a.  durch  ihre 
Hilfsbereitschaft  darum bemühte,  ihren Ex-Ehemann für  sich zurück-
zugewinnen,  und  enttäuscht  war,  als  dieser  in  seiner  Heimat  eine 
andere Frau heiratete. Positive Rückschlüsse auf die Qualität ihrer Ehe 
zum  Zeitpunkt  der  Einbürgerung  lassen  sich  daraus  jedoch  nicht 
ziehen,  zumal  ein  angeblich  damals  gutes  Einvernehmen  die  nach-
folgende Trennung und Scheidung erst  recht  unverständlich  machen 
würde. 

5.3 Vor diesem Hintergrund  stellt  sich  die  Frage,  ob  die  Vorinstanz 
weitere  Abklärungen  hätte  treffen  müssen  bzw. ob  im  Beschwerde-
verfahren noch Beweiserhebungen erforderlich sind. 

6.
Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 37 BZP verpflichtet die Behörde nicht, alles 
und  jedes,  was  wünschbar  wäre,  abzuklären.  Bei  der  Auswahl  der 
Beweismittel  berücksichtigt  sie  vielmehr  deren  Tauglichkeit  und 
Beweiskraft (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998, Rz. 276). 
Zusätzliche Abklärungen sind insofern nur dann vorzunehmen, wenn 
hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte Anlass besteht.
Von beantragten Beweisvorkehren kann abgesehen werden, wenn der 
Sachverhalt,  den eine Partei  beweisen will,  nicht  rechtserheblich ist, 
wenn  bereits  Feststehendes  bewiesen  werden  soll,  wenn  von  vorn-
herein  gewiss  ist,  dass  der  angebotene  Beweis  keine  wesentlich 
neuen Erkenntnisse zu vermitteln vermag oder wenn die Behörde den 
Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann 
(vgl. KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 319 und 320; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 
mit  Hinweis).  Gelangt  die  Behörde  bei  pflichtgemässer  Beweis-
würdigung zur Überzeugung, der zu beweisende Sachverhalt sei nicht 
rechtserheblich oder  der  angebotene Beweis  nicht  geeignet,  weitere 
Abklärungen  herbeizuführen,  kann  auf  ein  beantragtes  Beweismittel 
verzichtet werden (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 130 ll 
169 nicht publizierte E. 2.1; ferner BGE 127 l 54 E. 2b S. 56, BGE 122 

Seite 15

C-1195/2006

V 157 E. 1d S. 162, BGE 119 V 335 E. 2c S. 344; Verwaltungspraxis 
der Bundesbehörden [VPB] 69.78 E. 5a).

6.1 Die Vorinstanz hat sich um Abklärungen im familiärem Umfeld der 
Ex-Ehegatten bemüht. Dabei hat die Schwägerin von Y._______ deren 
Ehe als  „eigentlich  normale  Ehe mit  Höhen und  Tiefen“  bezeichnet, 
allerdings auch „beidseitig unüberbrückbare Differenzen“ als Grund für 
das Scheitern der Ehe genannt. Die Schwester von Y._______ hat sich 
dahingehend  geäussert,  dass  der  Beschwerdeführer  seine  Ehefrau 
erheblich vernachlässigt habe, und damit die von Y._______ bei ihrer 
Einvernahme vom 16. September 2005 gemachten Angaben bestätigt.
Der vom Parteivertreter an die Vorinstanz gerichtete Vorwurf, weitere 
Abklärungen in diese Richtung unterlassen zu haben, geht jedoch fehl. 
Es  ist  offensichtlich,  dass  sowohl  die  soeben  genannten  als  auch 
eventuelle weitere Auskunftspersonen allenfalls den äusserlichen Ein-
druck über das Ehepaar XY._______ schildern,  nicht  aber die Frage 
nach der Stabilität der Ehe beantworten können. Diese Frage berührt 
das  Innenleben  beider  Ehegatten,  welches  für  Drittpersonen  kaum 
zugänglich und beurteilbar sein dürfte. Dementsprechend kann auch 
die Beschwerdeinstanz davon ausgehen, dass weitere Abklärungen im 
persönlichen  Umfeld  der  Ex-Ehegatten  nicht  mehr  zu  neuen 
entscheidrelevanten Erkenntnissen führen würden.

6.2 Den rechtlichen  Schlussfolgerungen  der  Vorinstanz  hält  der  Be-
schwerdeführer  aber  auch  entgegen,  dass  seine  persönliche  An-
hörung hätte erfolgen müssen bzw. nunmehr im Beschwerdeverfahren 
anzuordnen sei. Da das  Parteiverhör  ein  Beweismittel  darstellt,  wel-
ches mangels  ausdrücklicher  gesetzlicher  Regelung im Verwaltungs-
verfahren nicht vorgesehen ist (vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 62 ff. des 
Bundesgesetzes über den Zivilprozess vom 4. Dezember 1947  [BZP, 
SR 273]), stellt  sich die Frage nach der Notwendigkeit einer Beweis-
erhebung im Rahmen von Art. 12 Bst. b VwVG. 
X._______  hat  darzulegen  versucht,  dass  er  andere  Vorstellungen 
vom Eheleben  als  seine  Ex-Ehefrau  hatte  und  damit  in  seiner  Ehe 
auch andere  Prioritäten setzte. Sowohl  seine persönlichen wie  auch 
die Eingaben seines Rechtsvertreters  machen deutlich,  dass es ihm 
lediglich  darum  geht,  seine  Sicht  der  Dinge  darzulegen  und  die 
Richtigkeit  seiner Lebensanschauung betätigt  zu wissen: Vor diesem 
Hintergrund  ist  nicht  zu  erwarten,  dass  seine  Anhörung  zu  einem 
anderen  Ergebnis  führen könnte  und  dass  damit  das  angeblich  erst 
nach der Einbürgerung erfolgte plötzliche Scheitern der Ehe plausibel 

Seite 16

C-1195/2006

gemacht  werden  könnte.  Auf  die  beantragte  Parteibefragung  kann 
daher  verzichtet  und  die  entsprechende  Beweiswürdigung  vorweg-
genommen werden. 

6.3 Demzufolge  kann  festgehalten  werden,  dass  die  Vorinstanz  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  ausreichend  abgeklärt  hat  und  das 
rechtliche  Gehör  des  Beschwerdeführers  nicht  verletzt  hat.  Im  Be-
schwerdeverfahren kann – mangels Erheblichkeit – auf die Erhebung 
weiterer Beweise verzichtet werden.

7.
Abschliessend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die  von 
der  Vorinstanz  gezogenen  Schlussfolgerungen  nicht  hat  entkräften 
können. Es ist einerseits davon auszugehen, dass er seine Ehe für ein 
Aufenthaltsrecht in der Schweiz instrumentalisierte, andererseits, dass 
die  Stabilität  seiner  Ehe  während  des  Einbürgerungsverfahrens 
erheblich erschüttert war, was nach der erfolgten Einbürgerung am 14. 
August  2001  zur  Trennung  und  Scheidung  der  Eheleute  führte.  Mit 
seinem  Vorbringen  bezweckt  der  Beschwerdeführer  vor  allem,  die 
Glaubwürdigkeit  seiner  Ex-Ehefrau  und  die  Vorgehensweise  der 
Vorinstanz  bei  ihren  Abklärungen  in  Frage  zu  stellen.  Auch  in  den 
Schlussbemerkungen  äussert  sich  der  Parteivertreter  nur  pauschali-
sierend  und  undifferenziert  zur  Glaubwürdigkeit  von  Auskunftsper-
sonen,  nicht  jedoch zum Kernproblem der vermuteten erschlichenen 
Einbürgerung. Hierfür reicht es jedenfalls nicht aus zu behaupten, die 
Ehe  sei  im  Zeitpunkt  der  Einbürgerung  normal  und  stabil  gewesen, 
wenn der Umstand der kurz danach erfolgten Trennung und Scheidung 
für das – vom Beschwerdeführer unwiderlegte – Gegenteil spricht. Im 
vorliegenden Fall geht es nämlich darum, ob nachvollziehbar ist, dass 
eine  angeblich  intakte  Ehe  binnen  zwei  Monaten  derart  zerrüttet 
wurde, dass sich die Ehegatten voneinander trennten. Hierzu hat sich 
der Beschwerdeführer auch nicht in seinen persönlichen schriftlichen 
Stellungnahmen  geäussert;  vielmehr  lassen  die  dort  geschilderten 
Begebenheiten eher auf häufige eheliche Auseinandersetzungen denn 
auf  eine  harmonische  Ehe  schliessen.  Rückschlüsse  auf  eine  noch 
während des Einbürgerungsverfahrens intakte Ehe ergeben sich aus 
seinem  Vorbringen  nicht:  Weder  geht  es  darum,  ob  einer  der  Ehe-
gatten  überhöhte  Erwartungen  an  die  Partnerschaft  stellte,  noch 
darum,  ob es plausible Gründe dafür  gab,  die Erfüllung des Kinder-
wunsches der Ehefrau auf einen späteren Zeitpunkt  zu verschieben; 
ebensowenig  trägt  der  Umstand,  dass  nach  der  Scheidung  ein 

Seite 17

C-1195/2006

freundschaftlicher  Kontakt  aufrecht  erhalten  wurde,  zur  Klärung  der 
Frage bei,  warum die  Ehe  bereits  kurze  Zeit  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung  auseinanderbrach.  Die  vom  Beschwerdeführer  ange-
botenen Beweismittel  würden die bisherigen Feststellungen nicht  er-
schüttern  können; sie  sind  demnach  nicht  erheblich  und  notwendig. 
Die  angefochtene  Verfügung  geht  demzufolge  zu  recht  davon  aus, 
dass  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Erklärung  vom 17.  Juli  2001 
bewusst falsche Angaben über den Zustand seiner Ehe gemacht und 
sich somit seine erleichterte Einbürgerung erschlichen hat. 

8.
Die vorinstanzliche Verfügung vom 3. August 2006 ist somit im Ergeb-
nis  als  rechtmässig  und  angemessen  zu  bestätigen  (Art.  49  VwVG) 
und die Beschwerde infolgedessen abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG).

Dispositiv nächste Seite

Seite 18

C-1195/2006

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1000.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem geleisteten  Kostenvorschuss  gleicher 
Höhe verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. K 347 387 Shr/Grm; Gerichtsurkunde)
- Amt  für  Polizeiwesen  und  Zivilrecht  Graubünden,  Karlihof  4, 

7000 Chur (04/NI/RAI)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Haake

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 19