# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca2c36d2-26ab-5e7a-a9b7-d78f5fe53ceb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.06.2019 C-6665/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6665-2017_2019-06-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
  
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6665/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J u n i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Michela Bürki Moreni,  

Richterin Viktoria Helfenstein,  

Gerichtsschreiber Daniel Golta. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),  

Beschwerdeführer, 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Invalidenrente;  

Verfügung der IVSTA vom 24. Oktober 2017. 

 

 

 

C-6665/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdeführer), geboren 

am (…) 1965, deutscher Staatsangehöriger, verheiratet, arbeitete von 

2005 bis 2014 mit Unterbrüchen als Schweisser für Aluminium in der 

Schweiz und entrichtete in dieser Zeit Beiträge an die schweizerische Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung AHV/IV (Vorakten der IV-

STA [doc.] 4, 6-8). 

B.  

Am 17. Januar 2017 stellte er über die Deutsche Rentenversicherung 

B._______ bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA 

oder Vorinstanz) ein Gesuch um Gewährung einer Invalidenrente (doc. 8). 

Nach Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht sowie Stel-

lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Rhone vom 25. Juli 

2017 teilte die IVSTA dem Versicherten die beabsichtigte Abweisung sei-

nes Leistungsbegehrens mit (doc. 68, 70). Nach Prüfung seines Einwands 

vom 3. September 2017, dessen Ergänzung vom 8. Oktober 2017 und Stel-

lungnahme von Dr. C._______ des medizinischen Dienstes der IV-Stelle 

vom 20. Oktober 2017 (doc. 71, 78, 152) verfügte die IVSTA am 24. Okto-

ber 2017 die Abweisung des Rentenbegehrens mit der Begründung, dass 

nur vom 31. Mai bis 15. August 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit in jegli-

chen Tätigkeiten bestanden habe, danach sei die Ausübung einer leichten 

und angepassten Verweistätigkeit uneingeschränkt möglich gewesen (doc. 

153). 

C.  

C.a Nachdem der Versicherte die Vorinstanz mit Schreiben vom 31. Okto-

ber und 16. November 2017 vergeblich um Rücknahme ihrer Rentenverfü-

gung ersuchte, erhob er am 20. November 2017 Beschwerde an das Bun-

desverwaltungsgericht. Darin ersuchte er das Gericht um Gewährung einer 

ganzen Invalidenrente rückwirkend ab 1. Februar 2017 unter Kostenauf-

lage zulasten der Vorinstanz (Beschwerdeakten [B-act.] 1; B-act. 1 Beilage 

17, B-act. 2 Beilage 1).  

C.b Am 15. Dezember 2017 leistete er den vom Gericht erhobenen Kos-

tenvorschuss zur Deckung der mutmasslichen Gerichtskosten in Höhe von 

Fr. 800.– (B-act. 3, 5). 

C-6665/2017 

Seite 3 

C.c Mit Eingaben vom 9., 17. und 23. Dezember 2017 sowie 7. und 14. Ja-

nuar 2018 liess er dem Bundesverwaltungsgericht weitere Beweismittel zu-

kommen (B-act. 4, 7, 9, 11, 13).  

C.d In ihrer Vernehmlassung vom 9. Februar 2018 stellte die Vorinstanz – 

gestützt auf die Stellungnahmen von Dr. C._______ ihres medizinischen 

Dienstes vom 4. und 27. Januar 2018 (B-act. 15 Beilagen 1 und 3) – den 

Antrag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde. Dem Beschwerdeführer 

sei ab 1. Dezember 2017 eine ganze Invalidenrente zu gewähren 

(B-act. 15). 

C.e Replikweise hielt der Beschwerdeführer am 1. März 2018 fest, er sei 

mit dem Beginn des Rentenanspruchs nicht einverstanden. Im Sinne eines 

Entgegenkommens und einer gütlichen Beilegung des Rechtsstreits sei er 

bereit, die Gewährung einer ganzen Rente ab 1. Juni 2017 zu akzeptieren 

(B-act. 18).  

C.f Mit Duplik vom 5. April 2018 hielt die Vorinstanz an ihrem vernehmlas-

sungsweise gestellten Antrag auf Rentengewährung ab 1. Dezember 2017 

fest. Im Beschwerdeverfahren komme ein Vergleich gemäss Art. 50 ATSG 

(SR 830.1) nicht in Betracht (B-act. 23). 

C.g Am 11. April 2018 brachte der Instruktionsrichter dem Beschwerdefüh-

rer die vorinstanzliche Duplik zur Kenntnis und schloss den Schriftenwech-

sel ab (B-act. 24). 

C.h Mit Eingabe vom 30. Juli 2018 erkundigte sich der Beschwerdeführer 

nach dem Stand des Verfahrens (B-act. 27), worüber das Gericht ihn am 

8. August 2018 informierte (B-act. 28).  

C.i Mit Schreiben vom 8. August 2018 liess die IVSTA dem Bundesverwal-

tungsgericht eine ihr vom Beschwerdeführer zugestellte Eingabe vom 

30. Juli 2018 inkl. Beilagen zukommen (B-act. 29).  

C.j Am 30. September 2018 liess der Beschwerdeführer dem Gericht wei-

tere Beweismittel zukommen und verwies auf eine zwischenzeitlich rasch 

fortschreitende Verschlechterung seiner Erkrankungen (B-act. 30). Am 

8. Oktober 2018 brachte das Bundesverwaltungsgericht diese Eingabe 

samt Belegen der IVSTA zur Kenntnis (B-act. 31). 

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Seite 4 

D.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unter-

lagen wird – soweit für die Entscheidfindung notwendig – in den nachste-

henden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-

versicherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-

gungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht 

vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwen-

dung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar ist.  

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; er ist durch die angefochtene Verfügung vom 24. Oktober 2017 be-

rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 

ATSG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert.  

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht und 

auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die Be-

schwerde einzutreten (60 ATSG, Art. 52 und 63 Abs. 4 VwVG).  

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehörige mit Wohnsitz in 

(…)/Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom-

men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) anzuwenden 

ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage von Art. 8 FZA ausgearbeite-

ten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II 

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Seite 5 

("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbin-

dung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien unter-

einander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 

14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Ar-

beitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die in-

nerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nach-

folgend: Verordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung Nr. 574/72 oder 

gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ver-

ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-

heit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchfüh-

rung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit abgelöst worden.  

2.2 Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, haben Personen, für 

die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglied-

staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 Anhang II des FZA). Demnach richtet sich die Beurteilung der vor-

liegenden Beschwerde nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 

E. 2.4).  

2.3 Laut Art. 46 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 ist eine vom Trä-

ger eines Mitgliedstaats getroffene Entscheidung über den Grad der Inva-

lidität eines Antragstellers für den Träger jedes anderen in Betracht kom-

menden Mitgliedstaats verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften die-

ser Mitgliedstaaten festgelegten Definitionen des Grads der Invalidität in 

Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind. Letz-

teres ist mit Bezug auf das Verhältnis zwischen Deutschland und der 

Schweiz nicht der Fall. 

2.4 Der Träger eines Mitgliedstaats hat jedoch gemäss Art. 49 Abs. 2 der 

Verordnung (EG) Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) 

Nr. 574/72 die von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen 

ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Aus-

künfte ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mit-

gliedstaat erstellt worden. Jeder Träger behält indessen die Möglichkeit, 

die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl 

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Seite 6 

untersuchen zu lassen. Es besteht hingegen keine Pflicht zur Durchfüh-

rung einer solchen Untersuchung.  

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; BENJAMIN 

SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-

setz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Rz. 1 ff. zu Art. 49). 

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha-

ben. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind Viertelsrenten je-

doch entgegen Art. 29 Abs. 4 IVG exportierbar (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 

3.1). 

3.3 Die Behörde hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Diese Untersuchungspflicht dauert 

so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforder-

lichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrund-

satz weist enge Bezüge zum – auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe gelten-

den – Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf. Führen die im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Ab-

klärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, 

sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 

V 393 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als über-

wiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2) zu 

betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Ab-

nahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3, BGE 124 V 

90 E. 4b; Urteil des BGer 8C_392/2011 vom 19. September 2011 E. 2.2). 

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Seite 7 

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc).  

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt 

(Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). Auch den Be-

richten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-

verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonde-

rer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-

lung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. 

auf 125 V 351 E. 3b/ee und BGE 122 V 157 E. 1d). 

3.6  

3.6.1 Aufgabe des Regionalen Ärztlichen Dienstes (wie auch des ärztli-

chen Dienstes der IVSTA) ist es, aus medizinischer Sicht – gewissermas-

sen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerich-

ten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha-

ben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdi-

gen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit Hinweis; Urteil 

des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Der ärztliche Dienst 

hat die vorhandenen Befunde nach Massgabe des schweizerischen 

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Seite 8 

Rechts aus versicherungsmedizinischer Sicht zu würdigen. Dessen Stel-

lungnahme kommt insbesondere dann besondere Bedeutung zu, wenn 

keine Berichte von Sachverständigen vorliegen, die mit den nach schwei-

zerischem Recht erheblichen versicherungsmedizinischen Fragen vertraut 

sind, sondern eine Vielzahl von Berichten behandelnder sowie vom hei-

matlichen Versicherungsträger beauftragter Ärztinnen und Ärzte (vgl. Urteil 

des BVGer C-6027/2014 vom 8. Februar 2016 E. 3.2.1; vgl. auch Urteile 

des BVGer C-5655/2015 vom 22. Juni 2017 E. 4.7 und C-7367/2016 vom 

1. März 2018 E. 6.2.2). 

3.6.2 Die Stellungnahmen des ärztlichen Dienstes müssen den allgemei-

nen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (vgl. 

oben E. 3.5) genügen. Die Ärztinnen und Ärzte müssen über die im Einzel-

fall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. 

Urteil des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweis auf 

BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des BGer 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 

E. 2.2). Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Ärztinnen und Ärzte ihre 

Beurteilungen nicht aufgrund eigener Untersuchungen abgeben, sondern 

lediglich die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen 

haben. Ihre Stellungnahmen können – wie Aktengutachten – beweiskräftig 

sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 

um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-

schen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile des BGer 

9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 

E. 5.1.1 m.w.H.; vgl. auch Urteil C-7367/2016 E. 6.2.3). 

4.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut 

Art. 36 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung vom 6. Ok-

tober 2006 (5. IV-Revision, AS 2007 5129). Diese Voraussetzungen müs-

sen kumulativ gegeben sein; ist eine davon nicht erfüllt, so entsteht kein 

Rentenanspruch, selbst wenn die andere zu bejahen ist.  

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Seite 9 

Vorliegend hat der Beschwerdeführer während 123 Monaten Beiträge an 

die schweizerische AHV/IV geleistet, womit er die Mindestbeitragsdauer 

ohne Zweifel erfüllt (doc. 6, 13). 

4.2 Damit bleibt zu prüfen, wann die Invalidität eingetreten ist. Einleitend 

ist darauf hinzuweisen, dass nach Art. 29 Abs. 1 IVG ein Rentenanspruch 

frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Absatz 1 ATSG entstehen kann. Die 

Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenan-

spruch entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG). Vorliegend heisst dies, dass der vom 

Beschwerdeführer in der Beschwerde beantragte Rentenanspruch („ab 

1. Februar 2017“) – unter Berücksichtigung seiner Anmeldung bei der 

Deutschen Rentenversicherung am 17. Januar 2017 (doc. 8) – frühestens 

am 17. Juli 2017 entstehen kann (bei Auszahlung ab 1. Juli 2017). Das 

Bundesverwaltungsgericht hat sich deshalb auf die Prüfung zu beschrän-

ken, ob ab diesem Zeitpunkt bis zum 30. November 2017 die Vorausset-

zungen für die Gewährung einer Teilrente oder einer ganzen Rente der In-

validenversicherung erfüllt waren. Was den Zeitraum ab 1. Dezember 2017 

betrifft, sieht das Gericht – unter Berücksichtigung der aktenkundigen me-

dizinischen Dokumente und der Begründung des medizinischen Dienstes 

der IV-Stelle (s. dazu E. 4.3.2, E. 4.3.4-4.3.8, E. 4.5) – keinen Anlass, der 

Beurteilung der Vorinstanz nicht zu folgen, wonach Ende Dezember 2017 

ein Anspruch auf eine ganze (ab 1. Dezember 2017 auszurichtende) Rente 

entstanden ist. 

4.3  

4.3.1 Vorliegend hat der Beschwerdeführer umfangreiche medizinische Ak-

ten zu seiner gesundheitlichen Situation, beginnend bei Röntgenbildern 

vom 21. Juni 1999 (doc. 80) bis hin zu einem ärztlichen Attest von 

Dr. D._______ vom 4. Juni 2018 (B-act. 29 Beilage 3), eingereicht. Unter 

Berücksichtigung des soeben Gesagten sind diese Akten insbesondere in-

soweit zu berücksichtigen, als sie Rückschlüsse auf den zu prüfenden Zeit-

raum vom 17. Juli bis 30. November 2017 zulassen.  

4.3.2 Die Vorinstanz hat im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 9. Februar 

2018 (B-act. 15) – gestützt auf die Stellungnahme von Dr. C._______ vom 

27. Januar 2018 (B-act. 15 Beilage 1) – festgehalten, eine volle Arbeitsun-

fähigkeit in allen Tätigkeiten sei mit Spitaleintritt am 31. Dezember 2017 

eingetreten, anlässlich welchem eine globale respiratorische Insuffizienz 

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Seite 10 

festgestellt und gleichzeitig (erstmals) die Indikation zur Dauer-Sauer-

stofftherapie gestellt worden sei. Zuvor sei der Beschwerdeführer in einer 

angepassten leichten Verweistätigkeit vollzeitlich arbeitsfähig gewesen, 

zumal mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) des Schwere-

grades GOLD (Global strategy for the diagnosis, management, and pre-

vention of chronic obstructive pulmonary disease) III eine leichte Tätigkeit 

noch ausgeübt werden könne; bei diesem Schweregrad trete nur unter Be-

lastungsbedingungen eine erhebliche Luftnot ein, was bei einer leichten, 

vorwiegend sitzenden Montagetätigkeit nicht der Fall sei. Massgebend sei 

für den ärztlichen Dienst der letzte pneumologische Bericht vom 27. April 

2017 (doc. 64, 94), der ein Emphysem, ein Erstsekundenvolumen bei 54% 

des Sollwertes, eine Vitalkapazität bei 80% der Norm und einen arteriellen 

Sauerstoffpartialdruck P02 74 mmg Hg (was einem Normalwert unter Ru-

hebedingungen entspreche) nenne und keine Indikation zur Sauerstoffthe-

rapie festhalte. Damit habe der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt 

eine leichte angepasste Verweistätigkeit (noch) ausüben können. Er habe 

deshalb erst mit Wirkung ab 1. Dezember 2017 Anspruch auf ganze Rente. 

4.3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet diese Würdigung, insbesondere mit 

Blick auf den Beginn des Rentenanspruchs: In der Beschwerde führt er 

aus, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit liege bei ihm – hauptsächlich we-

gen der ihn schwer beeinträchtigenden COPD Gold III – bereits seit dem 

23. Februar 2016 vor und sei durchgehend. In ihrem sozialmedizinischen 

Gutachten vom 16. August 2016 sei (auch) Dr. E._______ zum Schluss 

gekommen, bei ihm liege seit dem Gutachtenszeitpunkt eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit vor, sowohl in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Aluminiumschweisser als auch in einer leichten Tätigkeit (B-act. 1 S. 2). 

Zudem habe die Vorinstanz weitere Leiden in ihrer Würdigung nicht be-

rücksichtigt: So sei er am linken Knie seit einem Verkehrsunfall in der Kind-

heit stark beeinträchtigt, leide er an einem verkürzten linken Bein, einer 

verkrümmten Wirbelsäule mit übermässiger Abnutzung der Bandscheiben, 

einer Beckenschiefstellung, einer Erkrankung an Gicht sowie einer arteri-

ellen Hypertonie. Zwischenzeitlich habe ihm die Deutsche Rentenversiche-

rung eine volle Erwerbsminderungsrente ab 1. Februar 2017 angeboten. 

4.3.4 Zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit kann Folgendes festgehalten wer-

den: Gemäss Angaben auf dem Fragebogen für den Versicherten vom 

9. April 2016 (recte: 2017) sei der Beschwerdeführer ab dem 29. März 

2016 durchgehend zu 100% arbeitsunfähig gewesen, bis dahin vollzeitlich 

zu 35 Stunden pro Woche arbeitstätig (doc. 18 S. 1 ff.; so lautend auch die 

Bestätigung des Krankenversicherers F._______ mit Schreiben vom 30. 

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Seite 11 

Mai 2016 [doc. 18 S. 19]). Den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen des 

Hausarztes wiederum ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 

11. Februar 2016 erstmals bis zum 21. März 2016 krankgeschrieben wurde 

(B-act. 1 Beilage 5). Den Lohnabrechnungen von Januar bis Mai 2016 

ist schliesslich zu entnehmen, dass er bereits seit dem 24. Februar 2016 

wegen Arbeitsunfähigkeit am Arbeitsplatz fehlte (doc. 18 S. 7 ff.). Letzte-

rem Datum entsprechend ist dem Fragebogen für den Arbeitgeber als Ant-

wort auf die Frage, bis wann der Arbeitnehmer diese Tätigkeit voll ausgeübt 

habe, der 23. Februar 2016 zu entnehmen (doc. 24 S. 1). Aufgrund der 

Lohnabrechnungen und den ergänzenden Angaben des Arbeitgebers ist 

vorliegend davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine bisherige 

Tätigkeit als Schweisser letztmals am 23. Februar 2016 ausgeübt hat und 

danach seiner Arbeit krankheitsbedingt nicht mehr hat nachkommen kön-

nen. Nicht abzustellen ist auf die Selbstangaben im Fragebogen für den 

Versicherten und auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Hausarz-

tes, die nicht Aufschluss darüber gibt, ob der Beschwerdeführer trotz haus-

ärztlicher Bestätigung noch einige Tage gearbeitet hat. 

4.3.5 Bezüglich der hier im Vordergrund stehenden Erkrankung an einer 

chronischen obstruktiven Bronchitis (COPD) ist den Akten Folgendes zu 

entnehmen:  

Im Zeitraum von 2007 bis 2011 codierten die den Beschwerdeführer be-

handelnden Ärzte die Erkrankung mit dem Schweregrad Gold I (doc. 38, 

39, 67 S. 3 [Hinweis auf Bericht vom 29.10.2008]) oder Gold II (doc. 37, 67 

S. 3 [Hinweis auf Bericht vom 20.7.2011]). Die GOLD-Einteilung beschreibt 

den Schweregrad der Atemwegsverengung und wird in seinen Auswirkun-

gen wie folgt beschrieben (aus: < https://www.leichter-atmen.de/copd-

gold-stadien >, abgerufen am 21.03.2019):  

GOLD I (leicht) 

 
FEV1 ≥ 80 % des Soll-
wertes 

Ein Patient im Stadium GOLD 1 befindet sich 
im Anfangsstadium der COPD. Die Lungenfunk-
tion weicht hier nur um 0 - 20 Prozent vom Soll-
wert ab und die Symptome sind meist noch so 
schwach ausgeprägt, dass die Betroffenen die 
Erkrankung gar nicht bemerken. 

GOLD II (mittelgradig) 

 
FEV1< 80 % und ≥ 50 % 
des Sollwertes 

Im Stadium GOLD 2 weicht die Lungenfunktion 
bereits um 20 - 50 Prozent vom Sollwert ab. Die 
Symptome werden teilweise von den Patienten 
immer noch nicht als chronisches Krankheits-
symptom wahrgenommen. Dies trifft besonders 

https://www.leichter-atmen.de/copd-gold-stadien
https://www.leichter-atmen.de/copd-gold-stadien
https://www.leichter-atmen.de/copd-lexikon-lungenfunktion
https://www.leichter-atmen.de/copd-lexikon-lungenfunktion

C-6665/2017 

Seite 12 

dann zu, wenn die Betroffenen einen eher bewe-
gungsarmen Lebensstil pflegen und so gar nicht 
erst in Atemnöte kommen. 

GOLD III (schwer) 

 
FEV1 < 50 % und ≥ 30 % 
des Sollwertes 

Im Stadium GOLD 3 ist die Erkrankung nicht 
mehr zu ignorieren. Die Lungenfunktion weicht 
nun um 50 - 70 Prozent vom Sollwert ab, was 
teils massive Beschwerden wie Atemnot, Husten 
und Auswurf zur Folge hat. Schon bei leichten 
Anstrengungen, z.B. beim Treppen steigen, kön-
nen sich die Folgen der Erkrankung bemerkbar 
machen. 

GOLD IV (sehr schwer) 

 
FEV1 < 30 % des Soll-
wertes 

Im Endstadium GOLD 4 weicht die Lungenfunk-
tion um mehr als 70 Prozent vom Sollwert ab. 
Patienten in diesem Stadium sind chronisch mit 
Sauerstoff unterversorgt. Sie leiden unter schwe-
rer Atemnot auch im Ruhezustand, weshalb ihre 
körperliche Belastbarkeit stark eingeschränkt ist. 

 

Die zeitlich folgenden Berichte, die eine COPD diagnostizieren, stammen 

aus den Jahren 2015 ff. und nennen folgende Schweregrade: 

 einen Schweregrad II (Arztbericht vom 31.3.2015 [doc. 49], Arztbericht 

vom 31.5.2015 [doc. 138], Behandlungsplan vom 10.9.2015 [doc. 50], 

Arztbericht vom 11.9.2015 [doc. 133], Arztbericht und Behandlungs-

plan vom 14.3.2016 [doc. 50 S. 4; doc. 51], Arztbericht vom 9.6.2016 

[doc. 85], Koronarangiographie vom 23.6.2016 [doc. 91], Ärztlicher Be-

fundbericht vom 30.6.2016 [doc. 55], Arztbericht vom 30.6.2016 

[doc. 30], Arztbericht vom 21.7.2016 [doc. 57], Sozialmedizinisches 

Gutachten vom 16.8.2016 [doc. 21], Behandlungsplan vom 26.4.2017 

[doc. 64.2]; 

 einen Schweregrad II-III (Ausführlicher Ärztlicher Bericht E 213 vom 

16.5.2017 [doc. 67]); 

 oder einen Schweregrad III (Behandlungsplan vom 25.3.2015 

[doc. 42], Arztbericht vom 26.3.2015 [doc. 44], Vorläufiger Ärztlicher 

Entlassungsbericht vom 8.11.2016 [doc. 75], Ärztlicher Entlassungsbe-

richt vom 9.2.2017 [doc. 20 S. 1], Vorläufiger Arztbrief vom 30.3.2017 

[doc. 19], Vorläufiger Entlassbrief vom 31.12.2017 [B-act. 11 Bei-

lage 2], Vorläufiger Arztbrief vom 11.1.2018 [B-act. 13 Beilage 1]). 

C-6665/2017 

Seite 13 

Allein aus der GOLD-Klassifizierung lässt sich vorliegend nicht ableiten, ab 

wann eine eindeutige Verschlechterung dergestalt eingetreten ist, dass an-

gepasste leichte Tätigkeiten nicht mehr ausgeübt werden konnten (vgl. 

dazu auch die Leitlinien der Deutschen Rentenversicherung für die sozial-

medizinische Begutachtung, Leistungsfähigkeit bei chronisch obstruktiver 

Lungenkrankheit [COPD] und Asthma bronchiale, Januar 2010 [nachfol-

gend: Leitlinien; vgl. < https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allge-

mein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/down-

loads/sozmed/begutachtung/leitlinie_leistungsfaehigkeit_lunge_langfas-

sung_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=6 >, abgerufen am 22.03.2019], 

Ziff. 5.2.1: Die Schweregradeinteilung der COPD nach GOLD erfolgt nach 

nur wenigen Parametern [FEV1, FEV1/VC, einzelne klinische Symptome] 

und ist insofern eine nicht immer ausreichende Einteilung). Zusätzlich ist 

die Einteilung in Risikogruppen zu prüfen, die das Ausmass der Symptome 

und die Anzahl akuter Verschlechterungen darstellt (s. nachfolgende Liste). 

Nachgenannter Quelle zufolge ist letztere Einteilung nicht nur für die Ent-

scheidungen im Therapieverlauf, sondern in Deutschland gar für die Ge-

währung einer Erwerbsminderungsrente ausschlaggebend („Statt einer äl-

teren Definition der Schweregrade 1 bis 4 erfolgt nun eine Zuordnung zu 

den Gruppen A, B, C und D. Diese sind für Entscheidungen im Therapie-

verlauf, aber auch bei Gewährung einer möglichen Erwerbsminderungs-

rente wegen COPD maßgeblich.“ s. < https://rentenbescheid24.de/er-

werbsminderungsrente-wegen-copd/ >, abgerufen am 22.03.2019). 

Gruppe A 
-  0 bis 1 Exazerbation im letzten Jahr, die nicht im Krankenhaus 

behandelt werden musste  
-  wenige Symptome (CAT kleiner 10; mMRC 0 bis 1) 

Gruppe B 
-  0 bis 1 Exazerbation im letzten Jahr, die nicht im Krankenhaus 

behandelt werden musste;  
-  mehr Symptome (CAT mindestens 10; mMRC mindestens 2) 

Gruppe C 
-  mindestens 2 Exazerbationen im letzten Jahr oder mindestens 1 

Exazerbation, die im Krankenhaus behandelt werden musste;  
-  wenige Symptome (CAT kleiner 10; mMRC 0 bis 1) 

Gruppe D 
-  mindestens 2 Exazerbationen im letzten Jahr oder mindestens 1 

Exazerbation, die im Krankenhaus behandelt werden musste;  
-  mehr Symptome (CAT mindestens 10; mMRC mindestens 2) 

 

Dazu enthalten die Akten folgende ärztliche Beurteilungen: 

https://rentenbescheid24.de/erwerbsminderungsrente-wegen-copd/
https://rentenbescheid24.de/erwerbsminderungsrente-wegen-copd/

C-6665/2017 

Seite 14 

 Risikogruppe B: Behandlungsplan vom 25.3.2015 (doc. 42), Arztbe-

richt vom 26.3.2015 (doc. 44), Arztbericht vom 31.3.2015 (doc. 49), 

Arztbericht vom 31.5.2015 (doc. 138), Behandlungsplan vom 

10.9.2015 (doc. 50), Arztbericht vom 11.9.2015 (doc. 133), Arztbericht 

vom 14.3.2016 (doc. 50 S. 4), Behandlungsplan vom 14.3.2016 

(doc. 51), Arztbericht vom 30.6.2016 (doc. 30), Arztbericht vom 

21.7.2016 (doc. 57), Behandlungsplan vom 26.4.2017 (doc. 64 S. 2);  

 Risikogruppe D: Vorläufiger Entlassbrief vom 31.12.2017 (B-act. 11 

Beilage 2), Vorläufiger Arztbrief vom 11.1.2018 (B-act. 13 Beilage 1). 

Damit ist den Klassifikationen der COPD eine deutliche Verschlechterung 

erst ab Dezember 2017 (Einteilung durchwegs in Klasse Gold III und 

Wechsel von der Risikogruppe B direkt in die Risikogruppe D am 

31.12.2017) zu entnehmen. 

Wird zusätzlich auf die Sauerstoffsättigung abgestellt, halten die Berichte 

vom 29. Oktober 2008, 20. Juli 2011, 31. März 2015 und 14. März 2016 

(Berichte 1 und 2 erwähnt in doc. 67 S. 3; doc. 49; doc. 50 S. 4) Sättigungen 

im Normbereich fest. Gemäss Bericht vom 30. März 2017 war zu diesem 

Zeitpunkt keine Heim-Sauerstofftherapie notwendig (doc. 19), auch ge-

mäss Arztbericht von Dr. G._______ vom 27. April 2017 war keine Indika-

tion für eine Sauerstoff-Langzeittherapie gegeben (doc. 94). Erst im Vor-

läufigen Entlassbrief vom 31. Dezember 2017 (zur stationären Behandlung 

vom 30. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018) – bestätigt mit dem Vorläufi-

gen Arztbrief vom 11. Januar 2018 – wird auf den aktuellen Beginn einer 

Heim-Sauerstofftherapie hingewiesen (B-act. 11 Beilage 2, B-act. 13 Bei-

lage 1), was der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Januar 2018 be-

stätigt (s. Unterlagen zum angeschafften Flüssig-Sauerstoffgerät in B-act. 

13). 

4.3.6 Gemäss den Leitlinien der Deutschen Rentenversicherung 

(s. E. 4.3.5), die für das schweizerische Verfahren notabene nicht verbind-

lichen Charakter haben, die aber der weiteren Abgrenzung dienen können, 

ab wann eine Leistungsfähigkeit auch für eine leichte Tätigkeit nicht mehr 

gegeben ist, ist Folgendes zu entnehmen: „Ein aufgehobenes Leistungs-

vermögen auch für eine leichte körperliche Tätigkeit besteht bei einer 

schweren Dyspnoe schon bei geringster Belastung, einer maximalen ergo-

metrischen Belastbarkeit unter 50 Watt, einer Einsekundenkapazität 

(FEV1) unter 50 % vom Soll oder unter 1,0 Liter, einer relativen Einsekun-

denkapazität unter 40 %, einer Resistance von über 1,0 kPa/l s (spezifische 

C-6665/2017 

Seite 15 

Resistance) oder einer Minderung des Transferfaktors unter 50 % vom Soll 

(bei einem HbCO von unter 1%). Dies gilt auch bei einem erniedrigten ar-

teriellen Sauerstoffpartialdruck unter 60 mm Hg in Ruhe mit weiterem Abfall 

unter Belastung und in der Regel bei Indikationen zur Langzeit-Sauer-

stofftherapie gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für 

Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Langzeit-Sauerstofftherapie 

(2007)“. Vorliegend datiert der letzte, ausserhalb einer akuten Exazerba-

tion erstellte Fachbericht (im vorliegend relevanten Zeitraum) vom 27. April 

2017 (Arztbericht von Dr. G._______; doc. 94): Der behandelnde Arzt 

nannte darin eine Einsekundenkapazität (FEV1) von 1.79l (54% des Soll-

werts), eine Vitalkapazität (VC) bei 80% des Sollwerts (Anmerkung Gericht: 

gemäss Tab. 8 „Graduierung der Vitalkapazität“ der Leitlinien entspricht 

dieser Wert einer leichten Einschränkung), einen maximalen exspiratori-

schen Spitzenfluss (PEF) von 5.47 l/s, in der Blutgasanalyse einen pO2-

Wert von 74 mm Hg (in der Referenz von 71-104 mm Hg liegend), einen 

pCO2-Wert von 37 mm Hg (in der Referenz von 35-46 mm Hg liegend), 

sowie einen CAT-Wert von 28 Punkten (doc. 94 S. 1). Er führte dazu aus, 

nach einer Infektexazerbation im März dieses Jahres (vgl. dazu Vorläufiger 

Arztbericht vom 30.3.2017; doc. 19) zeige sich die Lungenfunktion (aktuell) 

im Vergleich zur Voruntersuchung noch etwas verschlechtert. Es liege eine 

mittelschwere bronchiale Obstruktion vor. Die Blutgase seien erfreulicher-

weise stabil. Es gebe keinen Nachweis einer relevanten respiratorischen 

Insuffizienz, somit auch keine Indikation für eine Sauerstofflangzeitthera-

pie. 

4.3.7 Für den vorliegend relevanten Zeitraum vom 17. Juli bis 30. Novem-

ber 2017 kann damit den Akten – worauf der medizinische Dienst der 

IV-Stelle zutreffend hingewiesen hat – aus pneumologischer Sicht trotz 

Vorliegen einer mittelschweren bronchialen Obstruktion keine derart starke 

und dauerhafte Einschränkung entnommen werden, als dass eine leichte, 

vorwiegend sitzende Montagearbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

nicht vollzeitlich möglich erschiene. Auch im Ausführlichen Ärztlichen Be-

richt / E 213 vom 16. Mai 2017 (doc. 67) nannte die untersuchende Ärztin, 

Dr. H._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, einen Normalbefund in 

der Pulsoxymetrie vom 10. Mai 2017, reduzierte Lungenfunktionswerte und 

hielt in der Körperuntersuchung hinsichtlich der Atmungsorgane seitenglei-

che Atemexkursionen, keine Atemnot, eine unauffällige Atemfrequenz, 

Vesikuläratmen (normales Atemgeräusch beim Einatmen), rechts basal 

vereinzelt ein Giemen ([behindertes] Atemnebengeräusch), einen sonoren 

Klopfschall und eine Atembreite (Unterschied des Brustumfangs bei Ein- 

und Ausatmung) von nicht pathologischen 4 cm fest. Sie schloss auf das 

C-6665/2017 

Seite 16 

Vorliegen einer kombinierten Ventilationsstörung und hielt in pneumologi-

scher Hinsicht als Diagnose eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung 

Grad 2-3 und Asthma bronchiale unter fortbestehender Nikotinabhängig-

keit mit zeitweiser respiratorischer Partialinsuffizienz und mittelgradiger 

Funktionsbeeinträchtigung (J44.9; J45.9) fest. Sie erachtete eine Arbeits-

fähigkeit von 6 Stunden und mehr in leichten Tätigkeiten zeitweise ste-

hend/gehend, überwiegend sitzend, ohne Hitzebelastung, ohne Kälte, 

Nässe, Zugluft und ohne inhalative Belastungen als zumutbar. Als mögli-

che Tätigkeiten, die dieses Leistungsprofil beachteten, nannte sie Aufsicht, 

Überwachung, Pförtnertätigkeit. Diesbezüglich besteht Übereinstimmung 

mit der Würdigung von Dr. C._______ des medizinischen Dienstes. Anzu-

fügen bleibt, dass der Beschwerdeführer seit seinem letzten Spitalaufent-

halt vom 29. März bis 6. April 2017 (doc. 19) bis Ende Dezember 2017 

weder Rückfälle noch akute Verschlechterungen erlitten hat und bis zu die-

sem Zeitpunkt nicht auf eine ständige Sauerstofftherapie angewiesen war. 

Die von der Vorinstanz beantragte Rentengewährung ab 1. Dezember 

2017 steht zudem nicht im Widerspruch zum Ärztlichen Attest von Dr. 

G._______, der am 4. Dezember 2017 bescheinigte, die Lungenfunktion 

seines Patienten sei beginnend hochgradig eingeschränkt, was unter Be-

lastungsbedingungen zu erheblicher Luftnot führe. Es sei davon auszuge-

hen, dass sein Patient keiner gewinnbringenden Tätigkeit mehr nachgehen 

könne (B-act. 2 Beilage 1). 

4.3.8 Den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen des Hausarztes kann dies-

bezüglich kein Beweiswert zukommen, zumal dieser ohne Begründung 

und ohne jede Differenzierung vom 11. Februar 2016 bis letztmals am 

22. April 2018 (B-act. 21 Beilage 1) eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit 

attestiert hat. Der oben stehenden Würdigung (E. 4.3.7) widerspricht auch 

das „zur Sicherung des Behandlungserfolgs“ erstellte Sozialmedizinische 

Gutachten des Medizinischen Dienstes des Krankenversicherers 

F._______ vom 16. August 2016, das bereits zum Begutachtungszeitpunkt 

gestützt „auf die heutige Untersuchung und die Aktenlage“ eine Arbeitsun-

fähigkeit auch für eine leichte Tätigkeit verneinte (doc. 21). Festzustellen 

ist, dass der Medizinische Dienst (MDK) der F._______ in der Befundung 

darauf hinwies, dass der Beschwerdeführer über einen Pulsoxymeter ver-

füge, der eine Sauerstoffsättigung von 91-93% anzeige (Normbereich: 96-

100%). In der Zusammenfassung der Anamnese/Befund führte der Gut-

achter aus, im pulmologischen Bericht werde eine unter Therapie weitge-

hend stabile Situation dargestellt, in der kardiologischen Untersuchung 

habe eine Koronare Herzkrankheit (KHK) ausgeschlossen werden können; 

C-6665/2017 

Seite 17 

als Erklärung für die Atemnot werde daher die COPD sowie eine diastoli-

sche Dysfunktion bei arterieller Hypertonie angenommen (Hervorhebung 

Gericht). In der Beurteilung führte er dann aus, anlässlich der heutigen Un-

tersuchung und den anamnestischen Angaben lasse sich aufgrund der er-

heblichen Einschränkungen keine Leistungsfähigkeit für die zuletzt ausge-

übte [...] Bezugstätigkeit als Schweisser, aber auch nicht für eine leichte 

Tätigkeit am Allgemeinen Arbeitsmarkt darstellen. Diese Herleitung vermag 

in Anbetracht der keine schweren Beeinträchtigungen wiedergebenden Be-

funde, der Kürze der Begründung und dem offensichtlich gewichtigen Ab-

stellen des Gutachters auf anamnestische Angaben des Beschwerdefüh-

rers nicht zu überzeugen, weshalb nicht darauf abzustellen ist. 

4.4 Bezüglich der vom Beschwerdeführer zitierten, weiteren Diagnosen ist 

Folgendes festzuhalten: 

4.4.1 Dr. H._______ hielt in ihrem Ausführlichen Ärztlichen Bericht E 213 

vom 16. Mai 2017 (doc. 67) zuhanden der Deutschen Rentenversicherung, 

Bereich Auslandsrenten, (…), als weitere (neben der COPD bestehende) 

Diagnosen eine posttraumatische Kniegelenksarthrose und Beinverkür-

zung linksseitig um 2 cm, nach Unfall im Kindesalter, mit leicht- bis mittel-

gradiger Funktionsbeeinträchtigung (M17), eine chronisch-rezidivierende 

Lumbalgie bei degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule 

(LWS) mit erstgradigem Wirbelgleiten (Spondylolisthese Grad 1 L5/S1 mit 

rechtsbetonter Foramenstenose und Osteochondrosen der unteren LWS 

[M54]), eine Gicht mit Gelenksbeteiligung, medikamentös eingestellt, ohne 

relevante Funktionsbeeinträchtigung (M10.99), einen Diabetes mellitus 

Typ II bei Adipositas, eine arterielle Hypertonie sowie eine Fettstoffwech-

selstörung, gut eingestellt mit leichtgradiger Funktionsbeeinträchtigung 

(E11.9) fest. Sie hielt in der Befundung anhand einer eigenen Untersu-

chung einen übergewichtigen Ernährungszustand (Grösse: 166 cm, 

87 kg), reizlose Narben am linken Kniegelenk lateral und medial, einen 

stabilen seelischen Zustand, unauffällige Verhältnisse an Kopf, Hals, Kreis-

laufsystem, Abdomen, Wirbelsäule, obere Gliedmassen, untere Gliedmas-

sen (am linken Kniegelenk eine vergröberte Kniegelenkskontur linksseitig, 

sonst keine Weichteilschwellung, Rötung oder Überwärmung, kein Erguss, 

retropatellares Reiben beidseits, leicht eingeschränkte Kniegelenksbeweg-

lichkeit links, Patelladruck- und Schiebeschmerz, Zohlen-Zeichen beidseits 

positiv [Hinweis auf Knorpelschädigung], reizlose Narbenverhältnisse), ein 

Ruhe-EKG mit unauffälligem Stromkurvenverlauf, einen unauffälligen neu-

rologischen Befund, keine Hinweise auf eine psychovegetative Symptoma-

tik fest. Sie hielt unter Berücksichtigung der genannten Diagnosen dafür, 

C-6665/2017 

Seite 18 

dass unter Beachtung der aufgeführten Einschränkungen regelmässig eine 

leichte Tätigkeit zu sechs Stunden und mehr ausgeübt werden könne 

("Kann angepasste Arbeit in Vollschicht verrichtet werden: ja"). Diese sei 

vorwiegend im Sitzen auszuüben. Zur pulmonalen Situation hielt sie fest, 

es ergebe sich eine kombinierte Ventilationsstörung bei unauffälliger Puls-

oxymetrie in Ruhe. Es bestehe eine deutliche Funktionseinschränkung, die 

bei mittlerweile deutlich reduziertem Nikotinkonsum und hoher Verände-

rungsmotivation einer weiteren intensiven Therapie und Schulung, z.B. im 

Rahmen eines erneuten vorzeitigen Heilverfahrens in (…), zugänglich sein 

sollte. Der (Rehabilitations-) Aufenthalt in (…) mit Nordseereizklima sei 

sehr schlecht vertragen worden und die Anwendungen (Behandlungen) 

hätten aufgrund des (akuten) Infekts nicht ausreichend genutzt werden 

können. Der Versicherte sei in der Lage, mindestens viermal täglich min-

destens 500 Meter in je unter 20 Minuten zurück zu legen (doc. 67 S.17). 

4.4.2 Noch am 9. Juni 2017 teilte die Deutsche Rentenversicherung dem 

Beschwerdeführer mit, sein – mit denselben Beschwerden wie im vorge-

nannten Bericht begründetes – Gesuch werde abgewiesen, da er bei ir-

gendeiner Tätigkeit noch zu mindestens sechs Stunden pro Tag unter den 

üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein 

könne (doc. 28). Dr. I._______ des RAD Rhone führte in seiner Stellung-

nahme vom 25. Juli 2017 aus, die respiratorische Insuffizienz mit multiplen 

Exazerbationen rechtfertige eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätig-

keit des Beschwerdeführers als Heizungsmonteur; eine Herzerkrankung 

habe ausgeschlossen werden können. Es ergebe sich, dass alle ange-

passten Tätigkeiten unter Beachtung der funktionellen Einschränkungen 

vollschichtig d.h. zu 100% ausgeübt werden könnten (vgl. dazu Urteile des 

BVGer C-6774/2013 vom 21. Januar 2016 E. 12.1 und C-3390/2009 vom 

27. Mai 2011 E. 6.2.4). Als Nebendiagnosen ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nannte er eine arterielle Hypertonie sowie einen Diabetes 

mellitus Typ II. Als funktionelle Einschränkungen in einer angepassten Ver-

weistätigkeit nannte er (wohl unter Berücksichtigung der Knieschädigung, 

andernfalls insbesondere der Hinweis auf vorwiegendes Sitzen unbegrün-

det wäre): Arbeitsposition überwiegend sitzend, Heben von Gewichten mit 

max. 15 kg, schwere Arbeiten ausgeschlossen, verschiedene Einflüsse wie 

Staub, Schlechtwetter, Gerüche, Feuchtigkeit, Kälte, Hitze etc. zu vermei-

den.  

4.4.3 Die Ärzte haben damit einen Einfluss der vom Beschwerdeführer ge-

nannten weiteren Leiden auf die Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit 

verneint. Diese Würdigung ist begründet und erscheint nachvollziehbar. 

C-6665/2017 

Seite 19 

Der Beschwerdeführer nennt keine Gründe, die an dieser Würdigung zwei-

feln lassen, und beschränkt sich darauf, die einzelnen Beschwerden und 

ihre funktionellen Auswirkungen aus subjektiver Sicht zu beschreiben, 

ohne dass sich aus den fachärztlichen Berichten ein entsprechender Hin-

weis auf eine Arbeitsunfähigkeit entnehmen lässt. Zudem sind in Berück-

sichtigung auch der Beurteilungen der deutschen Versicherungsärzte alle 

von ihm geltend gemachten Leiden in die Beurteilung eingeflossen. Das 

Angebot der Deutschen Rentenversicherung vom 20. Oktober 2017, dem 

Beschwerdeführer ab 1. Februar 2017 eine Rente wegen voller Erwerbs-

minderung zu gewähren, kann nicht auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

in angepasster Verweistätigkeit übertragen werden. Zum einen handelt es 

sich bei dieser Mitteilung um ein Angebot „zur Erledigung des Wider-

spruchsverfahrens“, zum andern sind die medizinischen und rechtlichen 

Überlegungen, die diesem Angebot zugrunde liegen, nicht genannt und 

kann schliesslich von einer Rentengewährung in Deutschland nicht direkt 

auf einen Anspruch in der Schweiz geschlossen werden (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 396/02 vom 7. Januar 2003 

E. 1.2).  

4.5 Damit ist der Würdigung des RAD vollumfänglich zu folgen. Es besteht 

ab dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Entstehens des Rentenanspruchs 

per 17. Juli 2017 eine gesundheitliche Situation, die die Ausübung einer 

angepassten leichten Verweistätigkeit uneingeschränkt zuliess. Hingegen 

liegt ab Ende Dezember 2017 aufgrund des Lungenleidens des Beschwer-

deführers eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Ver-

weistätigkeit vor, weshalb ihm ab 1. Dezember 2017 eine ganze Invaliden-

rente zusprechen ist. 

5.  

5.1 Damit bleibt der Erwerbsvergleich vom 14. August 2017 zu überprüfen, 

der für den hier interessierenden Zeitraum vom 17. Juli bis 30. November 

2017 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von aufgerundet 18% 

ergeben hat (doc. 69). Der Beschwerdeführer hat den Einkommensver-

gleich nicht bestritten. 

5.2 Die Vorinstanz hat – unter Berücksichtigung der vom Beschwerdefüh-

rer in Deutschland zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Aluminiumschweisser 

– zur Vergleichbarkeit der Löhne auf die Schweizerische Lohnstrukturerhe-

bung (LSE) abgestellt. Als Valideneinkommen berücksichtigte sie Tätigkei-

C-6665/2017 

Seite 20 

ten in der Branche Fahrzeugbau (Bruttolohn eines Arbeitnehmers auf Kom-

petenzniveau 1, zu 40 Std./Woche [Fr. 4‘993. –], angepasst an die in der 

Branche übliche Arbeitszeit von 41.2 Stunden: Fr. 5‘142.79 [Fr. 4‘993.– / 

40 * 41.2]). Als Invalideneinkommen hielt sie entsprechend dem positiven 

und negativen Leistungsprofil eine einfache Tätigkeit körperlicher oder 

handwerklicher Art auf dem Kompetenzniveau 1, zu 40 Std./Woche, im 

Dienstleistungssektor (von Fr. 4‘760.–), unter Berücksichtigung der bran-

chenüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Fr. 4‘962.30 [Fr. 4‘760.– / 40 

* 41.7) und zusätzlicher Berücksichtigung eines Leidensabzugs wegen 

„leichter Funktionseinschränkungen verbunden mit dem Gesundheitsscha-

den und des Alters des Versicherten“ von 15%, fest (Fr. 4‘217.96 [4‘962.30 

/ 100 * 85]. Dieser Leidensabzug ist begründet und erscheint angemessen 

(BGE 126 V 75 E. 5b.bb-cc). Daraus ergibt sich eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 924.83 ab 31. Mai 2016, entsprechend 17.98% ([100 / Fr. 5‘142.79 

* Fr. 924.83]; gerundet 18%) des Valideneinkommens. Dieser Invaliditäts-

grad gibt bis zum 30. November 2017 keinen Anspruch auf eine Rente.  

Ab Ende Dezember 2017 liegt in Berücksichtigung einer vollen Arbeitsun-

fähigkeit in jeglichen Tätigkeiten ein Invaliditätsgrad von 100% vor, der ei-

nen Anspruch auf Gewährung einer ganzen Rente ab 1. Dezember 2017 

ergibt. 

6.  

Die Beschwerde vom 20. November 2017 ist damit teilweise gutzuheissen. 

Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist ab 

dem 1. Dezember 2017 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Die Sa-

che ist an die Vorinstanz zur Ermittlung der Rentenbetreffnisse und Nach- 

und Auszahlung der entsprechenden Rente zu überweisen. 

7.  

7.1 Entsprechend dem teilweisen Obsiegen sind dem Beschwerdeführer 

reduzierte Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 400.– aufzuerlegen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG), mit dem am 15. Dezember 2017 geleisteten Kostenvor-

schuss von Fr. 800.– zu verrechnen, und sind ihm nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils Fr. 400.– auf ein von ihm anzugebendes 

Konto zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten 

auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

 

C-6665/2017 

Seite 21 

7.2 Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung im 

Verhältnis des Obsiegens (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da er jedoch nicht durch 

einen Rechtsanwalt vertreten wurde, sind ihm keine notwendigen und ver-

hältnismässig hohen Kosten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG entstanden 

und ist ihm keine Parteientschädigung auszurichten. Die Vorinstanz hat 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320]).  

 

  

C-6665/2017 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 20. November 2017 wird teilweise gutgeheissen. 

Dem Beschwerdeführer wird eine ganze Invalidenrente ab 1. Dezember 

2017 zugesprochen; soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewie-

sen. 

2.  

Die Akten werden an die Vorinstanz überwiesen zur Berechnung der Ren-

tenbetreffnisse und Ausrichtung der entsprechenden Rente. 

3.  

Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von Fr. 400.– auferlegt, 

mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.– verrechnet und 

ihm die Restanz von Fr. 400.– nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

auf ein von ihm bekannt zu gebendes Konto zurückerstattet. 

4.   

Es werden keine Parteienschädigungen zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

 

 

C-6665/2017 

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Daniel Golta 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

 

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