# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5af95e9b-721a-50f6-96d3-8d2ba3cfdb5a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.10.2023 A-5558/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5558-2021_2023-10-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5558/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  O k t o b e r  2 0 2 3    

Besetzung 
 Richter Keita Mutombo (Vorsitz), 

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin 

Richter Jürg Steiger,    

Gerichtsschreiber Kaspar Gerber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH,   

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG),  

Direktionsbereich Strafverfolgung, Taubenstrasse 16, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsverkehr. 

 

 

 

A-5558/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a B._______ gelangte mit E-Mail vom 21. Februar 2019 mit folgender 

Anfrage an die seinerzeitige Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV): Er 

werde mit einem deutschen Landwirt eine GmbH zum Zweck des Betriebs 

einer Landwirtschaft samt allen dazugehörigen Tätigkeiten, insbesondere 

die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen und der Erwerb von 

solchen, sowie landwirtschaftliche Lohnarbeiten gründen. Der Unterneh-

menssitz befinde sich bei seiner Wohnadresse. Durch das Abkommen zwi-

schen der Schweiz und Deutschland von 1958 sei es möglich, sämtliche 

Erzeugnisse der Flächen, die er (B._______) auch in Deutschland bewirt-

schafte, zoll- und mehrwertsteuerfrei in die Schweiz einzuführen und dort 

verkaufen zu können. B._______ fragte die EZV an, «welche Punkte es 

hinsichtlich dieser Situation zu beachten gibt.» 

A.b Der Zoll [geografische Zuständigkeit] informierte mit E-Mail vom 

27. Februar 2019 B._______ über die geltenden Bestimmungen zum land-

wirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr (LBV).  

A.c Am 25. Januar 2021 wurde die A._______ GmbH ins Handelsregister 

eingetragen. Sie hat ihren Sitz am Wohnsitz von B._______. 

A.d Gemäss Online-Handelsregisterauszug bezweckt die A._______ 

GmbH unter anderem das Führen eines landwirtschaftlichen Gewerbes im 

Sinne des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB), die 

Verarbeitung und Vermarktung sowie den Handel mit landwirtschaftlichen 

Produkten, das Ausführen von landwirtschaftlichen Lohnarbeiten und Re-

paraturen an landwirtschaftlichen Maschinen und Fahrzeugen. Gesell-

schafter sind (ab dem 6. April 2021) B._______ (Gesellschafter und Vorsit-

zender der Geschäftsführung) und C._______ (Gesellschafter und Ge-

schäftsführer). 

A.e Am 19. April 2021 reichte die A._______ GmbH bei der Zollstelle (Ort) 

per E-Mail die Formulare «Erstanmeldung LBV» und Ertragsausweis (EA) 

sowie die Liste der Grundstücke und den Landpachtvertrag ein und bean-

tragte die Bewilligung für die abgabenbefreite Einfuhr von landwirtschaftli-

chen Produkten im Rahmen des LBV. 

A.f Mit Verfügung vom 27. Mai 2021 lehnte der Zoll [geografische Zustän-

digkeit] die Erteilung der Bewilligung für Einfuhren im Rahmen des LBV ab 

(Ziff. 1 des Dispositivs). Unter Ziff. 2 des Dispositivs wurden zudem der 

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Seite 3 

A._______ GmbH die Anmeldung sowie Zollerleichterungen im LBV für die 

Jahre 2021 bis 2023 untersagt. 

B.  

B.a Gegen diese Verfügung vom 27. Mai 2021 erhob die A._______ GmbH 

mit Schreiben vom 22. Juni 2021 Beschwerde bei der Oberzolldirektion. 

Die A._______ GmbH beantragte die Gutheissung ihres Antrages auf eine 

Bewilligung für Einfuhren im Rahmen des LBV. Sie brachte vor, dass sie 

alle geforderten Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung erfülle. Zu-

dem hielt sie die Untersagung für die Anmeldung und Zollerleichterungen 

für die Jahre 2021 bis 2023 für unzulässig. 

B.b Mit Beschwerdeentscheid vom 25. November 2021 wies die (seiner-

zeitige) EZV, Direktionsbereich Grundlagen, die Beschwerde ab. 

C.  

C.a Dagegen erhebt die A._______ GmbH (nachfolgend auch: Beschwer-

deführerin) am 21. Dezember 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht mit den Anträgen: 

1. Die Beschwerde vom 22. Juni 2021 sei gutzuheissen. 

2. Die Verfügung vom 27. Mai 2021 sei aufzuheben und der An-

trag auf abgabenfreie Einfuhr im Rahmen des landwirtschaftli-

chen Bewirtschaftungsverkehrs mit Ertragsausweis 

Form. 13.15 und Erstanmeldung LBV sei gutzuheissen. 

3. Die Kosten für den Beschwerdeentscheid vom 25. November 

2021 in der Höhe von Fr. 4’800.- seien zu erstatten. 

4. Dies unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

C.b Seit 1. Januar 2022 heisst die vormalige EZV «Bundesamt für Zoll und 

Grenzsicherheit» (BAZG). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2022 schliesst das BAZG (nach-

folgend: Vorinstanz) auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die Akten wird 

– soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der folgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. September 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern in sachlicher Hinsicht 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und es sich bei der Vorinstanz 

um eine Behörde im Sinn von Art. 33 VGG handelt. Diese Voraussetzun-

gen sind vorliegend erfüllt. Die Beschwerdeführerin ficht einen Beschwer-

deentscheid der vormaligen EZV betreffend Nichterteilung der Bewilligung 

für die abgabenbefreite Wareneinfuhr im Rahmen des LBV an. Dabei han-

delt es sich um eine Verfügung nach Art. 5 VwVG. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist zur Beurteilung dieser Beschwerde sachlich und funktionell 

zuständig (Art. 116 Abs. 4 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG, 

SR 631.0]; Art. 32 VGG e contrario sowie Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. d VGG). 

1.2 Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren 

nach den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG). 

1.3  

1.3.1 Die Beschwerdeführerin ist Adressatin des angefochtenen Entschei-

des und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Än-

derung. Sie ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Die Beschwerde wurde im Übrigen form- und fristgerecht einge-

reicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist so-

mit – unter Vorbehalt des Nachfolgenden – einzutreten. 

1.3.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid; dieser ersetzt allfällige Ent-

scheide unterer Instanzen (sog. Devolutiveffekt; vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4; 

Urteile des BVGer A-2547/2022 vom 23. November 2022 E. 1.3.2 m.w.H., 

A-6214/2018 vom 20. April 2020 E. 1.3, A-5624/2018 vom 19. Juli 2019 

E. 1.2; ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 3. Aufl. 2022, Rz. 2.7). Soweit die Beschwerdeführerin vorliegend die 

Aufhebung der (dem angefochtenen Beschwerdeentscheid vom 25. No-

vember 2021 vorgelagerten) Verfügung des Zolls [geografische Zuständig-

keit] vom 27. Mai 2021 (Sachverhalt Bst. A.f) beantragt, ist deshalb auf die 

Beschwerde nicht einzutreten. Immerhin gilt die besagte Verfügung vom 

27. Mai 2021 als inhaltlich mitangefochten (zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-3818/2022 vom 15. Juni 2023 E. 1.3.2 m.w.H.). 

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1.3.3 Der Beschwerdewille der Beschwerdeführerin ist indessen aus dem 

Antrag Nr. 2 hinreichend ersichtlich, ersucht sie doch um abgabenfreie Ein-

fuhr im Rahmen des LBV. Somit bringt sie (zumindest indirekt) zum Aus-

druck, dass sie mit dem für sie abschlägigen Beschwerdeentscheid vom 

25. November 2021 (grundsätzlich) nicht einverstanden ist.  

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

1.5  

1.5.1 Völkerrechtliche Verträge im Sinne von Art. 2 Abs. 1 Bst. a des Wie-

ner Übereinkommens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge 

(SR 0.111; auch bezeichnet als Wiener Übereinkommen oder Vertrags-

rechtskonvention, nachfolgend: VRK; in Kraft getreten für die Schweiz am 

6. Juni 1990) sind gemäss den Auslegungsregeln der VRK auszulegen. 

Weil die VRK im Bereich der Auslegungsregeln Völkergewohnheitsrecht 

kodifiziert hat, können diese Regeln auch für Abkommen angewendet wer-

den, welche vor Inkrafttreten der VRK geschlossen wurden (BGE 138 II 

524 E. 3.1) bzw. von Staaten angewendet werden, welche die VRK nicht 

ratifiziert haben (BGE 146 II 150 E. 5.3.1; Urteil des BVGer A-4/2021 vom 

19. Januar 2022 E. 1.5.1 m.w.H. [bestätigt mit Urteil des BGer 

2C_192/2022 vom 23. September 2022]). 

1.5.2 Den Ausgangspunkt der Auslegung bildet der Wortlaut der vertragli-

chen Bestimmung (Art. 31 Abs. 1 VRK; OLIVER DÖRR, in: Dörr/Schmalen-

bach [Hrsg.], Vienna Convention on the Law of Treaties, 2012, Art. 31 N 38; 

JEAN-MARC SOREL, in: Corten/Klein [Hrsg.], Les Conventions de Vienne sur 

le droit des traités, Bd. 2, 2006, Art. 31 VRK N 8; MARK E. VILLIGER, Com-

mentary on the 1969 Vienna Convention on the Law of Treaties, 2009, 

Art. 31 N 30). Der Text der Vertragsbestimmung ist aus sich selbst heraus 

gemäss seiner gewöhnlichen Bedeutung in Übereinstimmung mit ihrem 

Zusammenhang, dem Ziel und Zweck des Vertrags und nach Treu und 

Glauben zu interpretieren (BGE 145 II 339 E. 4.4.2, 144 II 130 E. 8.2.1; 

BVGE 2019 VII/3 E. 6.4, 2018 IV/6 E. 3.6.2), es sei denn, die Parteien hät-

ten nach Art. 31 Abs. 4 VRK vereinbart, einem Ausdruck einen besonderen 

Sinn beizugeben (BGE 132 V 423 E. 9.5.1; BVGE 2010/7 E. 3.5.1; Urteile 

des BVGer A-1951/2017 vom 22. August 2018 E. 3.2.2 und 3.2.4,  

A-6547/2017 vom 12. Dezember 2018 E. 3). Auf die weiteren Bestim-

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Seite 6 

mungen zur Auslegung muss hier nicht eingegangen werden (zum Gan-

zen: Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 1.5.2). 

2.  

2.1 Die von den Verwaltungsbehörden veröffentlichten Broschüren, Kreis-

schreiben und Merkblätter stellen lediglich Verwaltungsverordnungen dar, 

das heisst generelle Dienstanweisungen, die sich an nachgeordnete Be-

hörden oder Personen wenden und worin die Verwaltungen ihre Sichtweise 

darlegen. Sie dienen der Sicherstellung einer einheitlichen, gleichmässi-

gen und sachrichtigen Praxis des Gesetzesvollzugs (Urteil des BVGer  

A-3818/2022 vom 15. Juni 2023 E. 1.8.2 m.w.H.). Nicht verbindlich sind 

Verwaltungsverordnungen dagegen für die Justizbehörden, deren Aufgabe 

es ist, die Einhaltung von Verfassung und Gesetz im Einzelfall zu überprü-

fen (vgl. BGE 145 II 2 E. 4.3). Die Gerichtsbehörden sollen Verwaltungs-

verordnungen bei ihrer Entscheidung allerdings mitberücksichtigen, sofern 

diese eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung 

der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen darstellen (vgl. BGE 146 I 

105 E. 4.1, 146 II 359 E. 5.3, 141 V 139 E. 6.3.1; BVGE 2010/33 E. 3.3.1, 

2007/41 E. 3.3; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-3818/2022 vom 15. Juni 

2023 E. 1.8.3 m.w.H.). 

2.2 Die bewirtschaftende Person hat die Zollvergünstigung jedes Jahr mit-

tels Formular 13.15 zu beantragen. Auf Anfrage der bewirtschaftenden Per-

son wird das Formular 13.15 von der zuständigen Kontrollzollstelle erstellt 

und ihr zugestellt. Die bewirtschaftende Person hat das Formular 13.15 zu 

prüfen und ggf. nach Vordruck auszufüllen. Sie sendet dieses der zustän-

digen Kontrollzollstelle bis spätestens am 30. April zu (Ziff. 4.1.2.1 der 

heute noch gültige Richtlinie 16-07 der vormaligen EZV vom 1. April 2018, 

Grenzzonenverkehr [nachfolgend: Richtlinie 16-07]).  

2.3 Die Beschwerdeführerin hat am 19. April 2021 die abgabenbefreite 

Wareneinfuhr im Rahmen des LBV beantragt (Sachverhalt Bst. A.e). Die 

vorliegend zu beurteilende Sache betrifft die Situation bis und mit 30. April 

2021. Die in Ziff. 4.1.2.1 der Richtlinie 16-07 statuierte Frist bis 30. April 

(des laufenden Jahres) ist bundesverwaltungsgerichtlich mangels be-

schwerdeführerischer Rüge und Hinweise in den Akten nicht zu beanstan-

den. Somit sind die am 30. April 2021 geltenden zollrechtlichen Bestim-

mungen massgebend, worauf nachfolgend – wo nicht anders vermerkt – 

referenziert wird. 

  

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Seite 7 

3.  

3.1 Waren, die ins Zollgebiet oder aus dem Zollgebiet verbracht werden, 

sind zollpflichtig und müssen nach dem ZG sowie nach dem Zolltarifgesetz 

vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) veranlagt, werden (Grundsatz der 

allgemeinen Zollpflicht, vgl. Art. 7 ZG). Ausnahmen vom Grundsatz der all-

gemeinen Zollpflicht müssen sich aus Staatsverträgen, besonderen Geset-

zesbestimmungen sowie Verordnungen des Bundesrates, die sich auf das 

ZTG abstützen, ergeben (Art. 1 Abs. 2 ZTG; vgl. Urteil des BGer 

2C_53/2011 vom 2. Mai 2011 E. 2.1; BVGE 2019 I/5 E. 3.2.1; Urteile des 

BVGer A-4966/2018 vom 26. Oktober 2020 E. 3.1, A-2733/2019 vom 

9. Oktober 2020 E. 2.1, A-5576/2018 vom 5. Dezember 2019 E. 4.1). Art. 2 

Abs. 1 ZG behält völkerrechtliche Verträge vor (zum Ganzen: Urteil des 

BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.1). 

3.2  

3.2.1 Das schweizerisch-deutsche Abkommen vom 5. Februar 1958 über 

den Grenz- und Durchgangsverkehr (SR 0.631.256.913.61; nachfolgend: 

Abkommen CH-DE) enthält in Art. 2 Regelungen zum LBV. Nach dessen 

Abs. 1 können Grenzbewohner, die ihre Wohn- und Wirtschaftsgebäude in 

der Zollgrenzzone des einen Staates haben, sofern sie von diesen aus in 

der Zollgrenzzone des andern Staates gelegene Grundstücke bewirtschaf-

ten, im Rahmen der Bewirtschaftung dieser Grundstücke frei von Ein- und 

Ausgangsabgaben näher genannte Waren zum endgültigen oder vorüber-

gehenden Verbleib ein- und ausführen. Art. 2 Abs. 2 Abkommen CH-DE 

hält überdies fest, dass auch die angrenzenden Bundesländer, Kantone 

und Gemeinden sowie sonstige juristische Personen, deren Sitz und Wirt-

schaftsgebäude sich in der anstossenden Zollgrenzzone befinden und de-

ren Verwaltung in dieser Zollgrenzzone geführt wird, diese Vergünstigun-

gen geniessen (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.2.1 

m.w.H.). 

3.2.2 Gemäss dieser Regelung können somit neben natürlichen auch ju-

ristische Personen vom LBV profitieren, sofern sich ihr Sitz, das Wirt-

schaftsgebäude und die Verwaltung in der Zollgrenzzone des einen Staa-

tes befinden und sie von diesen aus in der Zollgrenzzone des andern Staa-

tes gelegene Grundstücke bewirtschaften. Gemäss dem klaren Wortlaut 

der Bestimmung müssen diese Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein (Ur-

teil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.2.2 m.w.H.). 

3.2.3 Als Zollgrenzzonen gelten gemäss Art. 1 Abs. 1 Sätze 2 und 3 Ab-

kommen CH-DE die beiderseitigen Gebietsstreifen, die sich entlang der 

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Seite 8 

gemeinsamen Zollgrenze und am Bodensee entlang den Ufern auf eine 

Tiefe von 10 km erstrecken, wobei durch besondere örtliche Verhältnisse 

bedingte Abweichungen bis zu einer Gesamtzonentiefe von 20 km vorbe-

halten bleiben (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.2.3 

m.w.H.). 

3.2.4 Im Abkommen CH-DE wird explizit festgehalten, dass die Grenzbe-

wohner (selbst) die Grundstücke in der Zollgrenzzone des anderen Staates 

bewirtschaften (Art. 2 Abs. 1 Abkommen CH-DE; vgl. für das interne 

schweizerische Recht aber E. 3.3.1 und 3.3.4 f.; Urteil des BVGer A-4/2021 

vom 19. Januar 2022 E. 2.2.4 m.w.H.). 

3.2.5 Art. 25 Abs. 2 des Abkommens CH-DE hält fest, dass die Zollbehör-

den der beiden Staaten – nötigenfalls im gegenseitigen Einvernehmen –

die erforderlichen Überwachungs- und Sicherheitsmassnahmen anordnen, 

um eine missbräuchliche Ausnützung der in diesem Abkommen vorgese-

henen Erleichterungen zu verhindern (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 

19. Januar 2022 E. 2.2.5 m.w.H.). 

3.3 Im nationalen Recht, welches jedoch hinter das Völkerrecht zurückzu-

treten hat (E. 3.1), erteilt Art. 8 Abs. 2 Bst. j in Verbindung mit Art. 43 ZG 

dem Bundesrat (unter anderem) die Kompetenz, Waren des Grenzzonen-

verkehrs für zollfrei zu erklären, was der Bundesrat mit Erlass von Art. 23 

der Zollverordnung vom 1. November 2006 (ZV, SR 631.01) auch getan 

hat (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.3 m.w.H.). 

3.3.1 Damit eine Tätigkeit als LBV qualifiziert wird und folglich die entspre-

chenden Einfuhren zollbefreit sind, müssen kumulativ grundsätzlich und 

soweit vorliegend relevant folgende Voraussetzungen erfüllt sein (vgl. zum 

Ganzen: Art. 8 Abs. 2 Bst. j und Art. 43 ZG i.V.m. Art. 23 ZV; vgl. Urteil des 

BGer 2C_53/2011 vom 2. Mai 2011 E. 2.3; Urteil des BVGer A-4/2021 vom 

19. Januar 2022 E. 2.3.1 m.w.H.; ROLF WÜTHRICH, in: Kocher/Clavadet-

scher [Hrsg.], Zollgesetz, 2009, Art. 43 N 8 ff.): 

– diejenige Person, die Anspruch auf Zollbefreiung erhebt, muss ihren 

Wohnsitz in der schweizerischen Grenzzone haben, 

 – sie muss Eigentümerin, Nutzniesserin oder Pächterin des betreffenden 

Grundstücks sein,  

– sie muss dieses Grundstück selber bewirtschaften,  

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Seite 9 

– sie muss die Ernteerträge selber einführen oder durch Angestellte ein-

führen lassen,  

– bei den einzuführenden Ernteerträgen muss es sich um rohe Bodener-

zeugnisse handeln,  

– das Grundstück, von welchem die einzuführenden Bodenerzeugnisse 

stammen, muss in der ausländischen Grenzzone liegen; die Grenzzone 

erstreckt sich auf beiden Seiten der Zollgrenze auf einen Gebietsstreifen 

von 10 Kilometern. 

3.3.2 Aus der Entstehungsgeschichte der Befreiungsvorschrift für den LBV 

ergibt sich, dass der Gesetzgeber damit die Benachteiligung von Landwir-

ten vermeiden wollte, die beidseitig der oft zufällig verlaufenden Zollgrenze 

Land bewirtschaften. Um Missbräuche zu verhindern, wurde die Privilegie-

rung schon mit der Gesetzesrevision von 1924/25 erneut davon abhängig 

gemacht, dass die im Ausland gelegenen Grundstücke tatsächlich durch 

den schweizerischen Eigentümer, Nutzniesser oder Pächter bewirtschaftet 

werden (vgl. Botschaft vom 4. Januar 1924 betreffend die Revision des 

Bundesgesetzes über das Zollwesen vom 28. Juni 1893, in: BBl 1924 I 21, 

S. 29 vgl. auch S. 31). Die Zollfreiheit im Rahmen des landwirtschaftlichen 

Bewirtschaftungsverkehrs ist daher nach der konstanten Rechtsprechung 

einschränkend zu verstehen und nur denjenigen Eigentümern, Nutznies-

sern und Pächtern vorbehalten, die diese Grundstücke selber bewirtschaf-

ten (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.3.2 m.w.H.). 

3.3.3 Insbesondere im Bereich der Pacht ist somit zu fordern, dass die we-

sentlichen Merkmale einer Pacht auch tatsächlich vorliegen und feststeht, 

dass der Verpächter dem Pächter die Grundstücke zur selbständigen Be-

wirtschaftung übertragen hat. Dies trifft nicht zu, wenn der Verpächter am 

verpachteten Land selber Arbeiten ausführt oder Entscheide über die Art 

der Bewirtschaftung trifft, welche über eine blosse Kontrolle hinausgehen 

(Urteil des BGer 2A.471/1998 vom 4. Februar 1999 E. 1c; Urteil des BVGer 

A-1673/2006 vom 20. September 2007 E. 2.2; Entscheide der Eidgenössi-

schen Zollrekurskommission [ZRK] vom 13. Oktober 2004 [ZRK 2003-081] 

E. 2b/bb, vom 18. Juli 2001 [ZRK 2001-001] E. 2b, vom 13. Februar 2001 

[2000-013], veröffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 

70/2001 S. 605 ff. E. 3b, vom 20. August 1998 [ZRK 1997-015] E. 3b; zum 

Ganzen: Urteil des BVGer A-2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.3.1 

m.w.H.). 

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Seite 10 

3.3.4 Bewirtschafter ist, wer einen landwirtschaftlichen Betrieb auf eigene 

Rechnung und Gefahr führt, das heisst, die zur Bewirtschaftung nötigen 

Anordnungen trifft, die Kosten trägt und einen allfälligen Gewinn oder Ver-

lust realisiert. Für die Qualifikation als Bewirtschafter nicht schädlich ist, 

wenn Angestellte die Grundstücke für den Bewirtschafter besorgen (Urteil 

des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.3.3 m.w.H.; WÜTHRICH, 

a.a.O., Art. 43 N 11). 

3.3.5 Der Bewirtschafter hat die Grundstücke nicht nur selber zu bewirt-

schaften, sondern die Ware auch selber oder durch seine Angestellten ein-

zuführen (Art. 23 Abs. 6 Bst. a und c ZV; WÜTHRICH, a.a.O., Art. 43 N 10). 

Nach der Praxis der Zollverwaltung ist die Einfuhr auch dann durch die 

bewirtschaftende Person erfolgt, wenn sie durch einen Mitarbeitenden oder 

Beauftragten vorgenommen wurde (vgl. Ziff. 4.1.3 Richtlinie 16-07; Urteil 

des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.3.4 m.w.H.). 

3.4 Art. 2 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezem-

ber 1907 (ZGB, SR 210; vgl. auch Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ge-

währt offenbarem Rechtsmissbrauch keinen Rechtsschutz. Das Verbot des 

Rechtsmissbrauchs steht der Inanspruchnahme eines Rechtsinstituts zu 

Zwecken, welche dieses nicht schützen will, entgegen, und lässt scheinba-

res Recht weichen, wo offenbares Unrecht geschaffen würde (BGE 125 III 

257 E. 2c). Wann ein solcher Missbrauch vorliegt, ist anhand der konkreten 

Umstände des Einzelfalles zu bestimmen, wobei die von der Lehre und 

Rechtsprechung entwickelten Fallgruppen des Rechtsmissbrauchs zu be-

achten sind (BGE 140 III 491 E. 4.2.4, 135 III 162 E. 3.3.1; Urteil des BVGer 

A-3424/2016 vom 7. September 2017 E. 7.1; vgl. auch BGE 144 II 49 

E. 2.2, 142 II 206 E. 2.3 und 2.5). 

In Bezug auf die Gründung von juristischen Personen kann Rechtsmiss-

brauch vorliegen, wenn diese in zweckwidriger Weise verwendet wird oder 

wenn die selbständige Persönlichkeit der juristischen Person dazu benutzt 

wird, dass die dahinterstehenden natürlichen Personen ihre rechtlichen 

oder vertraglichen Pflichten nicht erfüllen. In einem solchen Fall wird die 

rechtliche Selbständigkeit der juristischen Person nicht beachtet (Durch-

griff; vgl. BGE 144 III 541 E. 8.3.2). 

Das Abkommen CH-DE enthält im Übrigen ebenfalls den Grundsatz, dass 

eine missbräuchliche Inanspruchnahme der darin vorgesehenen Erleich-

A-5558/2021 

Seite 11 

terungen nicht geschützt werden soll (zum Ganzen: Urteil des BVGer A-

4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 2.4 m.w.H.; vgl. oben E. 3.2.5). 

4.  

Vorab ist festzuhalten, dass nach dem hier anwendbaren Abkommen CH-

DE wie gesehen auch eine juristische Person in Übereinstimmung mit der 

Rechtsprechung grundsätzlich befugt ist, den LBV in Anspruch zu nehmen. 

Dies hält das Abkommen ausdrücklich fest (E. 3.2.2; Urteil des BVGer  

A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.1.1 m.w.H.). Zu klären ist jedoch, ob 

die Beschwerdeführerin vorliegend zum massgebenden Zeitpunkt am 

30. April 2021 (E. 2.3) sämtliche Bedingungen für die Gewährung der ab-

gabenbefreiten Wareneinfuhr im Rahmen des LBV erfüllt hat und die Vo-

rinstanz ihr daher die entsprechende Bewilligung für die abgabenbefreite 

Wareneinfuhr im Rahmen des LBV hätte erteilen müssen. 

5.  

5.1  

5.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Wirtschaftsgebäude sei be-

züglich Lage, Höhe und Raumvolumen für einen Landwirtschaftsbetrieb 

bestens geeignet. Es verfüge mit einer Fläche von über 460 m2 und einem 

Raumvolumen von 2'900 m3 über genügend Platz für den erforderlichen 

Maschinenpark. Zudem müssten die Ernteerträge dort nicht zwischengela-

gert werden, da sie direkt am Erntetag ab den Feldern zu den Annahme-

stellen im Inland verbracht würden. Deshalb würden die Ausführungen der 

EZV auf falschen Annahmen und Berechnungen beruhen. 

Die Beschwerdeführerin hat laut ihren Angaben ihren Maschinenpark er-

gänzt. Arbeitsspitzen würden mit dem Mieten von Pflege- und Erntema-

schinen von Berufskollegen gebrochen. Die Ausführungen der Vorinstanz 

würden auf Vermutungen und unvollständigen Abklärungen beruhen. 

Der Ausgangspunkt für die Bewirtschaftung sei stets das Wirtschaftsge-

bäude auf GB (Ort in CH) Nr. (…). Hier befänden sich die notwendigen 

Maschinen und Zugkräfte und die in der Grenzzone liegenden Grundstü-

cke könnten einfach erreicht werden. Im Weiteren habe der Regierungsrat 

des Kantons (…) am 14. Dezember 2021 ihren Rekurs gegen die Aberken-

nung der Betriebsanerkennung des Landwirtschaftsamtes des Kantons 

(…) (LWA) vom 15. Juli 2021 gutgeheissen. Die EZV habe das im Zeitpunkt 

des angefochtenen Entscheids noch laufende Verfahren beim Regierungs-

rat nicht gewürdigt. 

A-5558/2021 

Seite 12 

Schliesslich habe sie (die Beschwerdeführerin) ihr Vorhaben offen kommu-

niziert und sich stets bemüht, die geltenden Bestimmungen für die zollbe-

freite Einfuhr gemäss LBV einzuhalten. Sie sei nie darauf aufmerksam ge-

macht worden, dass aus ihrem geplanten Vorgehen resp. Handeln ein 

Missbrauchstatbestand abgeleitet werden könnte. 

5.1.2 Die Vorinstanz hält mit jeweils ausführlicher Begründung (worauf 

nachfolgend bei Bedarf im Einzelnen einzugehen ist) und gestützt auf die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts 

im Wesentlichen Folgendes dagegen:  

Die behauptete Bewirtschaftung aus der schweizerischen Grenzzone 

könne aus verschiedenen, näher ausgeführten Gründen nicht anerkannt 

werden. 

Gemäss Ziff. 3.5 des angefochtenen Beschwerdeentscheids sei die Be-

triebsbewilligung (gemeint sei die Betriebsanerkennung des LWA) keine 

zwingende Voraussetzung für die abgabenbefreite Einfuhr im Rahmen des 

LBV. Die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführerin habe somit keine 

rechtliche Relevanz. 

Die Vorinstanz habe der Beschwerdeführerin keine Widerhandlungen vor-

geworfen, sondern lediglich auf die Konsequenzen von Falschangaben 

hingewiesen. Die Entscheidungskriterien der Behörde und die zu beach-

tenden Voraussetzungen zur Erlangung einer Bewilligung für die abgaben-

befreite Wareneinfuhr im Rahmen des LBV seien hinlänglich bekannt.  

Laut Vorinstanz ist die Beschwerdeführerin einzig zu dem Zweck gegrün-

det worden, um dem deutschen Gesellschafter die abgabenbefreite Einfuhr 

seiner landwirtschaftlichen Produkte aus Deutschland in die Schweiz zu 

ermöglichen. Damit erweise sich die A._______ GmbH als ein rechtsmiss-

bräuchliches Konstrukt.  

6.  

Im Folgenden ist auf die einzelnen Streitpunkte einzugehen.  

6.1 Es lassen sich nach Aktenlage die folgenden relevanten und von der 

Beschwerdeführerin unbestritten gebliebenen Sachverhaltsaspekte fest-

halten:  

6.1.1 B._______ ist einziger schweizerischer Gesellschafter der 

A._______ GmbH. Er hat vor der Gründung der GmbH keinen landwirt-

A-5558/2021 

Seite 13 

schaftlichen Betrieb geführt und war bis anhin weder als Landwirt tätig noch 

hat er in der schweizerischen Grenzzone einen aktiven Hof übernommen 

(Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 2.1). 

6.1.2 C._______, der deutsche Mitgesellschafter der Beschwerdeführerin, 

arbeitete bis anhin auf dem in Deutschland gelegenen Landwirtschaftsbe-

trieb seines Vaters D._______. Mithin bewirtschaftete er als Angestellter 

die Felder in der deutschen Grenzzone vom elterlichen Hof aus mit den 

dort verfügbaren Maschinen. C._______ beabsichtigt, als Gesellschaf-

ter/Geschäftsführer der Beschwerdeführerin die gleichen Felder in 

Deutschland zu bewirtschaften, die er zuvor zusammen mit seinem Vater 

D._______ (wohnhaft auf dem Hof C._______ und D._______, [Ort]/D; Ak-

ten der Vorinstanz auf dem USB-Stick [Akt.-VI] Nr. 7.7), bewirtschaftet hat. 

C._______ wohnt immer noch auf dem besagten elterlichen Hof in 

Deutschland (Beschluss des Regierungsrats des Kantons […] vom 14. De-

zember 2021; Beschwerdebeilage Nr. 14; Akt.-VI Nr. 7.7; zum Ganzen: 

Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 2.1) und ist wie erwähnt Ange-

stellter und direkter Bewirtschafter der ausländischen Flächen des Betriebs 

Familie C._______ und D._______ (Akt.-VI Nr. 12, S. 5). D._______ (Jahr-

gang [Jahr]; Vater) möchte den eigenen Landwirtschaftsbetrieb an den 

Sohn C._______ schrittweise abgeben, wobei die Arbeiten folglich durch 

die Beschwerdeführerin in der Schweiz übernommen würden (vgl. telefo-

nische Auskunft von B._______ vom 25. Mai 2021; Stellungnahme des 

Zolls [geografische Zuständigkeit] [Akt.-VI 12, S. 5]; angefochtener Be-

schwerdeentscheid vom 25. November 2021, Ziff. 4.4). 

6.1.3 Die Beschwerdeführerin hat seit Erlass der Verfügung vom 27. Mai 

2021 durch den Zoll [geografische Zuständigkeit] (Sachverhalt Bst. A.f) zu-

sätzliche Maschinen gekauft und weitere Landwirtschaftsflächen im Zoll-

gebiet gepachtet (Beschwerde vom 21. Dezember 2021, S. 2 und 6). So 

hat die Beschwerdeführerin etwa erst nach dem 30. April 2021 (Antragsfrist 

gemäss Richtlinie 16-07; vgl. oben E. 2.2) etliche Landwirtschaftsgeräte 

erworben (vgl. Kaufvertrag vom 1. Juni 2021 [betreffend einen gebrauch-

ten Pflug und eine gebrauchte Kreiselegge; Beschwerdebeilage Nr. 10] 

und vom 11. August 2021 [betreffend eine Drillmaschine; Beschwerdebei-

lage Nr. 11]). 

6.2 Der LBV ist durch Staatsvertrag, Gesetz, Verordnung und Rechtspre-

chung hinreichend klar geregelt (E. 3). Die vormalige EZV hat B._______ 

per E-Mail über die geltenden Bestimmungen zum LBV ausführlich infor-

miert (Sachverhalt Bst. A.b).  

A-5558/2021 

Seite 14 

6.3 Die rechtliche Bedeutung der Betriebsanerkennung (Beschwerdebei-

lage Nr. 13) kann offenbleiben, da das Vorhandensein einer Betriebsaner-

kennung bzw. Betriebsbewilligung rechtsprechungsgemäss keine zwin-

gende Voraussetzung für die abgabenbefreite Einfuhr im Rahmen des LBV 

bildet (E. 3.3.1).  

6.4  

6.4.1 Wie dargelegt, muss zum Zeitpunkt des Antrags, d.h. bis spätestens 

30. April jeden Jahres, der antragstellende Landwirt dem BAZG (in casu 

der vormaligen EZV) nachweisen, dass er über die notwendige Infrastruk-

tur verfügt, die für die Bewirtschaftung der im Antrag angemeldeten aus-

ländischen Parzellen erforderlich ist (E. 2.2). Demnach kann mit der Vo-

rinstanz (Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 2.1) die Nachmel-

dung von Maschinen bzw. das nachträgliche «Ergänzen» des Maschinen-

parks mit besagten Maschinen (ein gebrauchter Pflug, eine gebrauchte 

Kreiselegge und eine Drillmaschine; E. 6.1.3) als gewichtiges Indiz gewer-

tet werden, dass die Bewirtschaftung zum Zeitpunkt der Antragstellung für 

die abgabenbefreite Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten im Rah-

men des LBV vom 19. April 2021 (Sachverhalt Bst. A.e) – mangels hinrei-

chender Gerätschaft – nicht von der Schweiz aus hätte erfolgen können. 

6.4.2 Gemäss Vorinstanz ist nicht sachlogisch, dass die Beschwerdeführe-

rin, «im Verlauf dieses Verfahrens einige landwirtschaftliche Arbeitsgeräte 

vom Landwirtschaftsbetrieb in Deutschland in die angemieteten Gebäude 

[Remise] in der Schweiz verlegt hat». Diese Massnahme sei einzig zum 

Zweck erfolgt, die Voraussetzungen für den LBV zu erfüllen und nicht aus 

betrieblichen Gründen (Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 3.4). 

Diese Argumentation lässt sich nach Aktenlage allerdings nicht hinreichend 

klar nachvollziehen. Dieser Punkt kann jedoch offenbleiben, da diesem 

Umstand nach dem bereits in E. 6.4.1 Gesagten sowie dem nachfolgend 

Auszuführenden ohnehin kein ausschlaggebendes Gewicht zukommt.  

6.5  

6.5.1 Gegen eine Bewirtschaftung aus der Schweiz spricht sodann folgen-

der Umstand: Der Pachtvertrag vom 10. April 2021 (Akt.-VI Nr. 7.10) zwi-

schen dem Vater D._______ (Verpächter) und C._______, von Letzterem 

unterzeichnet in der Rolle des Geschäftsführers/Gesellschafters der Be-

schwerdeführerin (Pächter), bildet nach nicht zu beanstandender Auffas-

sung der Vorinstanz (Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 2.1) den 

Kern des hier zugrunde liegenden Geschäftsmodells. Die in Deutschland 

gelegenen Parzellen sollen mittelfristig dem Sohn C._______ gehören, und 

A-5558/2021 

Seite 15 

die Arbeiten folglich durch die Beschwerdeführerin in der Schweiz über-

nommen werden (E. 6.1.2). Vor diesem Hintergrund ist der Pachtvertrag 

von D._______ mit der Beschwerdeführerin insoweit als kritisch zu be-

trachten, als der tatsächliche Bewirtschafter – jedenfalls bis zum Zeitpunkt 

des am 19. April 2021 gestellten Gesuchs um Bewilligung für die abgaben-

befreite Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten im Rahmen des LBV 

(Sachverhalt Bst. A.e) – hauptverantwortlich (noch) D._______ war. Die 

Bewirtschaftung der betreffenden Landwirtschaftsflächen in Deutschland 

erfolgte somit ursprünglich nicht aus der Schweiz. Es handelt sich dem-

nach nicht um einen inländischen Landwirtschaftsbetrieb. 

6.5.2 Wie die Vorinstanz zurecht ausführt, übt C._______ insofern eine 

«Mehrfachrolle» aus, als dieser einerseits auf dem deutschen landwirt-

schaftlichen Betrieb des Vaters (Verpächter) lebt und arbeitet und anderer-

seits als – den fraglichen Pachtvertrag zeichnender – Geschäftsführer und 

Gesellschafter der GmbH fungiert. Dies führt im Ergebnis zur Verpachtung 

der Flächen innerhalb der Familie C._______ und D._______ (Akt.-VI 

Nr. 12, S. 5). Mithin bilden Vater und Sohn eine «Familieneinheit» auf dem 

gleichnamigen landwirtschaftlichen Betrieb in Deutschland. Auch ange-

sichts des Alters des Vaters D._______ – der zum Zeitpunkt der Antrag-

stellung erst [über 55]-jährig war – ist zumindest fraglich, ob die wesentli-

chen Merkmale einer Pacht auch tatsächlich vorliegen und der Verpächter 

der Pächterin die fraglichen Grundstücke zur selbständigen Bewirtschaf-

tung übertragen hat (E. 3.3.3). 

6.5.3 Im Weiteren ist nach konstanter Rechtsprechung auf jeden Fall nicht 

zulässig, dass die Bewirtschaftung ausschliesslich durch Personen erfolgt, 

die nicht vom (in casu in der Schweiz liegenden) Wirtschaftsgebäude aus 

starten und dieses auch im Verlauf des Tages nicht verwenden bzw. anfah-

ren (Urteil des BVGer A-4/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.1.4 m.w.H.). 

Gleiches gälte – worauf die Vorinstanz zurecht hinweist –, wenn der Ge-

sellschafter C._______ wie bisher vom mitbewohnten elterlichen Hof in 

(Ort)/D aus die von seinem Vater in Deutschland gepachteten Felder bear-

beiten würde (Vernehmlassung vom 31. Januar 2022, Ziff. 3.4). Dafür lie-

gen die besagten starken Indizien vor (E. 6.1.1 f.). 

6.5.4 Ferner ist mit der Vorinstanz nicht nachvollziehbar, wie die in 

Deutschland gelegenen Felder von (Ort in CH) aus bewirtschaftet werden 

können, wenn hierfür nach Aktenlage nur ein einziger Traktor («[Modell]», 

gekauft von der Beschwerdeführerin am 23. April 2021 [Beschwerdebei-

lage Nr. 9]; Beschwerde vom 21. Dezember 2021, S. 2) für die über 70ha 

A-5558/2021 

Seite 16 

Land zur Verfügung steht (vgl. zum Ganzen: Vernehmlassung vom 31. Ja-

nuar 2022, Ziff. 2.1). 

6.5.5 Nach dem bisher Erkannten sind jedenfalls keine betriebswirtschaft-

lichen Gründe ersichtlich, weshalb ein in Deutschland gelegener (existenz-

fähiger) landwirtschaftlicher Familienbetrieb infolge Gründung einer GmbH 

mit Sitz in der Schweiz die gleichen (deutschen) Felder von der Schweiz 

aus bewirtschaften sollte. Es ist nicht glaubhaft, dass der bestehende deut-

sche Betrieb mit denselben deutschen Arbeitskräften (d.h. im Wesentlichen 

D._______ und C._______) und teilweise derselben Infrastruktur neu 

durch die Beschwerdeführerin von der Schweiz aus bewirtschaftet wird. 

Davon zeugen bereits die erst nachträglich getätigten Zukäufe und die 

mietweise Übernahme etwa von einzelnen Landwirtschaftsgeräten (vgl. 

E. 6.1.3). Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für 

eine zollbefreite Tätigkeit im Sinne des LBV (E. 3.2.1 f. und 3.3.1) nicht 

gegeben, weshalb eine solche vorliegend nicht anerkannt werden kann.  

6.6 Selbst bei gegebenen Voraussetzungen für die Bewilligung des LBV 

wäre das gegenständliche Vorgehen der Beschwerdeführerin wohl aus fol-

genden Gründen als rechtsmissbräuchlich zu erachten: Nach den vorste-

hend gewonnenen Erkenntnissen ist nämlich davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin einzig zu dem Zweck gegründet wurde, um dem deut-

schen Gesellschafter (fortan) die abgabenbefreite Einfuhr seiner landwirt-

schaftlichen Produkte aus Deutschland in die Schweiz zu ermöglichen. Al-

lein mit der Gründung der A._______ GmbH konnte indes (noch) kein in-

ländischer Landwirtschaftsbetrieb geschaffen werden, der für den LBV 

qualifiziert (vgl. E. 6.5.1 f.). Damit dürfte sich die A._______ GmbH als ein 

für die Zwecke des LBV rechtsmissbräuchliches Konstrukt erweisen 

(E. 3.4). Diese Ansicht vertritt denn auch die Vorinstanz (Beschwerdeent-

scheid vom 25. November 2021, Ziff. 4.4). Ein dergestalt festgestellter 

Rechtsmissbrauch würde dazu führen, dass der Beschwerdeführerin die 

abgabenbefreite Wareneinfuhr im Rahmen des LBV selbst dann nicht be-

willigt werden könnte, wenn sich am Sitz des Wirtschaftsgebäudes Einrich-

tungen befinden würden, die als genügend zu betrachten wären (vgl. Urteil 

des BVGer A-4748/2019 vom 20. Januar 2021 E. 3.4). 

7.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführe-

rin zu Recht die Bewilligung für die abgabenbefreite Wareneinfuhr im Rah-

men des LBV verweigert hat. Die Beschwerde erweist sich somit als unbe-

gründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

A-5558/2021 

Seite 17 

8.  

8.1 Ausgangsgemäss sind die auf Fr. 3'000.- festzusetzenden Verfahrens-

kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. 

Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Der einbezahlte Kostenvorschuss in derselben Höhe ist zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden. 

8.2 Der Beschwerdeführerin ist ebenso wie der Vorinstanz keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 

Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.  

  

A-5558/2021 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der von dieser in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Keita Mutombo Kaspar Gerber 

 

  

A-5558/2021 

Seite 19 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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