# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86a9c763-a517-5bd2-a394-70fa1bd1432e
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-14
**Language:** de
**Title:** Erstanmeldung. Abstellen auf rheumatologisches Gutachten betreffend Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ab 2018. Für die Zeit vor 2018 ist auf Berichte der behandelnden Ärzte abzustellen. Eingliederungsmassnahmen wurden von Beschwerdegegnerin vor Rentenherabsetzung der rückwirkend zugesprochenen abgestuften Rente nicht geprüft. Keine Rückweisung zur Prüfung Eingliederung, da Beschwerdeführer zwischenzeitlich zu 100% arbeitsunfähig ist. Einkommensvergleich, Leidensabzug. Zusprache einer bef
**Docket/Reference:** IV.2023.00437
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2023.00437.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2023.00437
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Senn
Ersatzrichterin Gasser Küffer
Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais
Urteil
vom
14. Februar 2024
in Sach
en
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf
Webernstrasse 5, Postfach, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1963 und zuletzt
als Baufacharbeiter bei der
Y.___
AG (Urk.
6
/
13
) tätig, meldete sich am 11. Dezember 2015 wegen einer Bandscheibenproblematik bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk.
6
/
8
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, veranlasste Massnahmen zur beruflichen
E
ingliederung (Urk.
6/
2
7
, Urk.
6/40
), welche sie am 10. November 2016 zufolge Arbeitsunfähigkeit des Ver
sicherten beendete (Urk.
6/
4
9
). Nach durchlaufenem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/
6
8
), in dessen Verlauf sie eine
bidisziplinäre
Begutachtung veranlasst hatte (Gut
ach
ten von Prof. Dr. med.
Z.___
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie Neu
rologie FMH, und Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH
A.___
, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, vom 14./23. August 2017, Urk.
6/
8
3
-8
5
), verneinte sie mit Verfügung vom 31. Oktober 2017 (Urk.
6/
10
2
) unter Hin
weis auf einen Invaliditätsgrad von 13 % einen Leistungsanspruch des Versicher
ten. Das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich hiess die dagegen am 1. Dezember 2017 erhobene Beschwerde des Versicherten (Urk.
6/
10
7
/3-13) mit Urteil vom 28. März 2018 (Urk.
6/
11
2
, Verfahren IV.2017.01318
) in dem Sinne gut, als dass
es
die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit letztere in einem rechts
genügenden Verwaltungsverfah
ren über den Leistungsanspruch des Versicherten neu entscheide (Ziff. 3.4).
1.2
In der Folge erliess die IV-Stelle am 7. Dezember 2018 einen Vorbescheid (Urk.
6/
1
20
), in welchem sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte, wogegen der Versicherte Einwand (Urk.
6/
12
2
, Urk.
6/
12
5
) erhob. Am 20. August 2019 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch des Versicherten
mit Ver
weis auf einen Invaliditätsgrad von 13 %
verfügungsweise
ab (Urk.
6/128
)
. Die am 17. September 2019 erhobene Beschwerde (Urk. 6/13
1
/3-14) hiess das hiesige Gericht am 1
3.
März 2020 insofern gut, als dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zwecks
Durchführung eines rechtsgenügenden Verwal
tungsverfahrens und
weiterer Abklärungen
sowie
anschliessender neuer Beurtei
lung
an die IV-Stelle zurückwies (
Urk.
6/143
Ziff. 3.3, Verfahren IV.2019.00655
)
.
1.3
Die IV-Stelle nahm
alsdann
medizinische
Abklärungen vor und holte unter anderem bei
Dr.
med.
B.___
, FMH Innere Medizin und FMH Rheumato
logie, und
Dr.
med.
C.___
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
ein
bidiszipli
näres
Gutachten (Rheumatologie, Psychiatrie; Expertise vom
6.
Dezember 2021
[
Urk.
6/
207
]) ein.
Mit Vorbescheid vom 1
7.
März 202
2
(Urk.
6/221) stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Ausrichtung einer halben Rente der Invalidenversi
cherung ab
1.
Januar 2018, einer ganzen Rente ab
1.
Februar 2021 und eine
r
halbe
n
Rente
ab
1.
August 2021
in Aussicht, wogegen dieser am 1
3.
April 2022 Einwand (
Urk.
6/227) erhob.
In
der Folge
gingen
weitere Arztberichte (
Urk.
6/23
3
-23
4, Urk. 6/243
)
ein. Mit
neu
e
rlichem
Vorbescheid vom
7.
Februar 2023 (
Urk.
6/249) stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe Rente ab
1.
Januar 2018, eine ganze Rente ab
1.
Februar 2021, eine halbe Rente ab
1.
September 2021 und eine ganze Rente ab
1.
November 2022 in Aussicht, wogegen er am
9.
März 2023 Einwand (
Urk.
6/252) erhob
. Am
6.
Juli und 2
5.
August 2023 sprach die IV-Stelle dem Versicherten verfügungsweise eine halbe Rente ab
1.
Januar 2018, eine ganze Rente ab
1.
Februar 2021, eine halbe Rente ab
1.
September 2021 und eine ganze Rente ab
1.
November 2022 zu (
Urk.
2/1-2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte a
m
5.
September 2023 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es seien die Verfügung
en
vom
6.
Juli
und 2
5.
August 2023 aufzuhe
ben und es sei ihm bereits ab November 2016 eine Invalidenrente der IV zuzu
sprechen. Eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Oktober 2023 (
Urk.
5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
3.
Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue
Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008
des Kreisschreibens
des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des line
aren Rentensystems [
K
S ÜB WE IV],
gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art.
28 Abs.
2
IVG).
1.
4
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17
ATSG in Verbindung mit Art. 88a
IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V
263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_
122/2020 vom 26
.
Februar 2021 E. 2
). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des ana
log anwendbaren Art. 88a Abs. 1
IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.5
Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Einglie
derungsmassnahmen durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Ausnahmen von der diesfalls grund
sätzlich («vermutungsweise») anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbstein
gliederung liegen namentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, wenn die versi
cherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist oder wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Rentenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die Rechtsprechung, wonach es bei der wiedererwägungs- oder revisions
weisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei zurückgelegtem 55. Altersjahr oder mehr als fünfzehn Jahre dauerndem Rentenbezug grundsätz
lich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen gilt, findet auch dann Anwen
dung, wenn zeitgleich mit der
Rentenzusprache
über deren Befristung und/oder Abstufung befunden wird (
BGE 145 V 209
E. 5.4). Denn die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invaliden
rente richtet sich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1
ATSG. Auch in dieser Kons
tellation sind Versicherte betroffen, die zufolge invalidisierender Beeinträchti
gung ihrer Gesundheit (d.h. invaliditätsbedingt) über einen mehr oder weniger
langen Zeitraum überhaupt nicht mehr oder nur noch beschränkt eingegliedert waren (E. 5.3).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
; Urteil des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtenen Verfügungen (
Urk.
2/1-2) damit,
dass
der
Beschwerdeführer seit Juli 2015 in der Ausübung seiner Tätig
keit als Bauarbeiter eingeschränkt sei. Damit beginne das gesetzliche Wartejahr. Ab Januar 2016 sei
er
durch die Eingliederungsberatung der IV-Stelle unterstützt worden. Vom 1
2.
September 2016 bis zum Abbruch des Arbeitstrainings am
8.
November 2016 habe er IV-Taggelder bezogen
, weshalb
ein Rentenanspruch ab November 2016 zu prüfen
sei
. Dem Beschwerdeführer sei im November 201
6
eine angepasste körperlich leichte Arbeit zu 100
%
zumutbar
, wobei sich
ein Invaliditätsgrad
von
unter 40
%
ergebe und
kein Anspruch auf eine Invaliden
rente bestehe. Ab Januar 2018 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten körperlich leichten Arbeit bestanden.
Unter Berücksichtigung
eines Lei
densabzug
s
von 10
%
resultiere
ein Invaliditätsgrad von 56
%
, w
eshalb ab
1.
Januar 2018 Anspruch auf eine
bis zum 31. Januar 2021 befristete
halbe Rente bestehe.
Im November
2020
sei
nochmals eine Verschlechterung des Gesundheits
zustands
eingetreten
und
es
habe
nach der Schulteroperation eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden
.
Entsprechend habe der Beschwerdeführer
ab
1.
Februar 2021 Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Mai 20
21
(sechs Monate postoperativ) sei
ihm
eine angepasste körperlich leichte Tätigkeit in einem Pen
sum von 50
%
wieder
zumutbar
gewesen
und es
bestehe
unter Berücksichtigung
eine
s
leidensbedingten Abzug
s
von 10
%
ein Invaliditätsgrad von 58
%
respek
tive
ab September 2021 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
Im
August 2022 ha
be
sich eine weitere gesundheitliche Verschlechterung eingestellt, wobei dem Beschwerdeführer eine angepasste körperlich leichte Tätigkeit nu
r
noch in einem Pensum von 30
%
zumutbar sei
.
Nach Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % resultiere ein
Invaliditätsgrad von 75
%
und es
bestehe ab November 2022 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (
Urk.
2/1 S.
3. f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(Urk. 1)
,
dass in einer angepassten Tätigkeit
für die Zeit von
November 2016
bis
Oktober 2019
ein Invaliditätsgrad von 64 %, von November 2019 bis August 2021 ein solcher von 100 %, von September 2021 bis Oktober 2020 ein solcher von 65 % und ab November 2022 ein solcher von 82 % bestehe
(S. 6 Ziff. 2.2, S.
16). Er machte
insbesondere
geltend, die Gutachter
Dres
.
B.___
und
C.___
hät
ten sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bis Ende 2017
unbesehen
auf das Gutachten der
Dres
.
Z.___
und
A.___
gestützt
und hätten die Berichte des Zentrums
D.___
vom 2.
Oktober 2018 und der Radiologie
E.___
vom 23.
Januar und 8.
Oktober 2019
nicht
angemessen
berücksichtigt
. Dies
obwohl das hiesige Gericht bereits in
seinen früheren Urteilen
festgehalten habe, dass sich die Beschwerdegegnerin mit der Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten der
Dres
.
Z.___
und
A.___
nicht auseinandergesetzt
habe
und
den
genannten Berichte
n
des
D.___
und der Radiologie
E.___
im Rahmen der neu durchzu
führenden Begutachtung
angemessen
Rechnung zu tragen sei
. Für die Zeit ab November 2016 sei daher unter Berücksichtigung der Berichte der behandelnden Ärzte davon auszugehen, dass
er
auch
in
einer
angepasste
n
Tätigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sei
(S.
7 f
f
. Ziff. 2.3
und
Ziff. 3).
Im Weiteren habe
er
im Zusammenhang mit dem Schulterdistraktionstrauma links
nicht erst
im Zeitpunkt der entsprechenden Operation
unter sehr starken Schulterschmerzen und einer massiv eingeschränkten Bewegungseinschränkung gelitten,
vielmehr sei diesbe
züglich schon
für die Zeit ab August 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu berücksichtigen (S. 14 f. Ziff. 5).
3.
3.1
Dr.
med.
F.___
, Assistenzärztin, und
Dr.
med.
G.___
, leitender Arzt,
Rheu
matologie und muskuloskelettale Rehabilitation,
Kantonsspital
H.___
,
nannten
in ihrem Bericht vom 13. Juli 2016 (Urk. 6/56/2-4) folgende Diagnose
n
(S. 1 f.):
-
cervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
MRI
Halswirbelsäule (
HWS
)
13.07.2015: Diskushernie C3
-
4 mit Einengung des Spinalkanals Höhe C4 mit Kompression des
Myelons
C4/5, Tangierung C5 beidseits, Kompression C6 links, C6/7
Tangierung C7 links
-
klinisch-neurologisch keine Hinweise für motorische Ausfallsymptomatik (22.09.2015)
-
Periarthropathia
h
umero-scapularis
tendinotica
rechts
-
s
ubacromiales
Impingement
mit höhergradiger
artikularseitiger
Partial
ruptur, wenn nicht sogar kleiner transmuraler Ruptur der distalen Supra
spinatussehne (1 x 0,8 cm), lateral abwärtsgeneigtes Acromion Typ III und Zeichen einer Bursitis subacromialis
-
i
nterstitie
l
le Partialruptur der
Infraspinatussehne
und
Tendinopathie
arti
kularseitig
der
Subscapularissehne
. Keine Seh
n
enretraktion. Nur geringfü
gige Muskelatrophie der Muskeln der
Rotatorenmanschette
(MRI
,
Schulter
arth
r
ographie
02.02.2016)
-
Handgelenksarthrose rechts
-
schwere sekundäre Arthrose radiokarpal sowie interkarpal bei w
ahrschein
licher
Ruptur des SL-Bandes mit entsprechender
scapholunärer
Instabilität /DISI-Fehlstellung (Röntgen 28.01.2016)
-
leicht ausgeprägte Gonarthrose rechts (klinisch und konventionelles Röntgen)
-
aktuell leichter Reizerguss
-
im lateralen Meniskus radiärer Riss im Hinterhorn und komplexer Riss im Vorderhorn und in der Pars intermedia mit umgeschlagenem Fragment gegen die laterale
Gelenkskapsel
-
an der hinteren Zirkumferenz des lateralen
Femurkondylus
fokaler Knor
peldefekt (
Outerbright
Grad IV) mit angrenzenden
ödemäquivalenten
Ver
änderungen im
Femurkondylus
-
im medialen Kniegelenkskompartiment fokale leichtgradig
e
Knorpelirregu
larität medial in der mittleren Zirkumferenz (MRI Kniegelenk rechts 12.08.2015)
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Die Ärzte empfahlen unter Hinweis auf die multiregionale Schmerzproblematik
mit Schmerzauswei
t
ung und
-
verarbeitungsstörung
eine Weiterbetreuung in der Schmerzsprechstunde.
Der Beschwerdeführer sei in einer leichten wechselbelas
tenden Tätigkeit (maximales Heben von 5 bis 10 kg) respektive für die Tätigkeit als
Magaziner
seit dem 4. Januar 2016 zu 50 % arbeitsunfähig. Für die Tätigkeit als Maurer bestehe keine Arbeitsfähigkeit (S. 3).
3.2
Der damalige Hausarzt des Beschwerdeführer
s
dipl.
Arzt
I.___
stellte in seinem Bericht vom 28. Juni 2020 (Urk. 6/156) folgende Diagnosen (S. 1):
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Schulterdistraktionstrauma links August 2019
-
transmurale Rupturen der Supr
a
spinatussehne, der
Infraspinatussehne
und Subscapularis mit Retraktion und mit einer mässigen fetten Atro
phie, zudem mediale Luxation der langen
Bicepssehne
mit
Tendinopathie
(MRI Schulter 08.10.2019)
-
cervikospondylogenes
Syndrom mit radikulärer Symptomatik
bei
-
degenerative
r
Veränderung C3-
C3 (gemeint wohl: C3-C
4
)
mit Einengung des Duralsackes, beidseitigen neuronalen Kompressionen durch
Fora
menstenosen
(MRI 07/20
1
5, 01/2017)
-
Handgelenksarthrose rechts
-
schwere sekundäre Arthrose radiokarpal sowie interkarpal
-
leichte Gonarthrose rechts
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Hypercholesterinämie
Der Hausarzt führte aus, der Beschwerdeführer habe sich im August 2019 bei einem Sturz auf die Schulter die genannten Ve
rletzungen zugezogen. Die Schulter sei aktiv extremst eingeschränkt, was im Rahmen der MRI-Befunde (vgl. Urk. 6/138) nicht erstaunlich und durch konservative Behandlung nicht gross beeinflussbar sei. Die Schulter sollte operiert werden, wobei die entsprechende Anmeldung im Februar 2020 gemacht worde
n sei,
die Operation
aber
im Zusam
menhang mit der COVID-Pandemie
zurückgestellt worden sei (S. 2). Betreffend die angestammte Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter ging der Hausarzt von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
seit August 2019
aus (S. 1).
3.3
3.3.1
Dres
.
B.___
und
C.___
ste
llt
en in ihrem interdisziplinären Gutachten vom
6.
Dezember 2021 (Urk. 6/207/1-13) folgende Diagnosen (S. 7 ff.):
-
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits (ICD-10 M53.1
,
M54
.
2, M54.82)
-
osteodiskale
Foramenstenosen
C4-5 beidseits, C6-7 beidseits mit Kom
pressionen der Wurzeln C5 beidseits, C6 beidseits, C7 beidseits. Grosse fokale Diskushernien
C
3-4 median, C4-5 median bis
rezessal
links, C5-6 median/paramedian beidseits bis
rezessal
links, mit hochgradiger lokaler Spinalkanalstenose
C
3-6 und mit hochgradiger Kompression des Duralsackes und mit Kompression des Rückenmarkes (im Verlauf zunehmend 13.07.2015 auf 23.01.2017 MRI HWS)
-
ohne vermehrte szintigrafische Aktivität (06/2013)
-
EMG-Beurteilung
(letztmalig 20.07.2020):
s
ubakutes Wurzelreizsyn
drom (Radikulopathie), Schwerpunkt C5/6/7 links, im Myogramm dis
krete
Denervierungszeichen
in C6-Muskulatur rechts, normales
Ulna
ris-SEP
ohne Hinweise für zervikale Myelopathie mit Impulsleitungsstörung als Ursache der Beschwerden, leichte Verände
rung der distalen
Medianuslatenz
rechts
-
Periarthropathia
humeroscapularis
tendinotic
a
beidseits (ICD-10 M75)
-
rechts: interstitielle Partialruptur der
I
nfraspinatussehne
und
Tendino
pathie
der
articularseitigen
interioren
Subscapularissehne
. Nur gering
fügige Muskelatrophie der Muskeln der
Rotatorenmanschette
(MR
I
Schulterarthrog
r
afie
rechts 02
.
02
.
2016)
-
Status nach
subakro
m
ialem
Impingement
bei lateral abwärts geneigtem Acromion Typ III
-
l
inks: Implantation inverse Prothese am 16.11.2020 bei
Cuff
Arthropa
thie mit vollständiger Ruptur des Musculus supraspinatus, subtotale Ruptur des Musculus infraspinatus und Musculus subscapularis
-
Handgelenksschmerzen rechtsbetont (ICD-10 M19.03)
-
rechts: Handgelenksarthrose radiokarpal sowie interkarpal bei Ruptur des SL-Bandes mit entsprechender
scapholunärer
Instabilität/DISI-Fehlstellung (01.02.2016), Impression der proximalen Gelenkfläche um 1 mm des OS
lunatum
(Osteonekrose), degenerative Veränderungen,
osteophytäre
Ausziehung
des Radius
palmarseitig
und deutlich
palmar
seitige
Gelenkspaltverschmäler
u
ng (27.01.2017, MR-
Arthrografie
Handgelenk rechts),
ligamentäre
Verkalkungen radi
o
karpal und
palmarseitig
im Bereich der Handgelenkskapsel.
Randsklerosiertes
, 5 mm messendes, ossäres Fragment. Chondrom palmar des
Prozessus
Styloideus
ulnae
(CT 17.03.2017)
-
leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts (ED 09/2015) mit
-
links: Weichteildefekt
über dem PIP palmar, ansonsten unauffällig (
R
x
Dig
V links Hand 17.02.2014)
-
intermittierende Knieschmerzen rechts bei beginnender Gonarthrose (ICD-10 M17.1)
-
[im]
laterale
n
Meniskus radiärer Riss im Hinterhorn und komplexer Riss im Vorderhorn und in der Pars intermedia mit um
ge
schlage
ne
m Frag
ment gegen die laterale geschlängelte Gelenkskapsel. An der
(
Zirkum
ferenz des lateralen
Femurcondylus
fokaler Knorpeldefekt (
Outerbright
Grad IV) mit angrenzenden,
ödemäquivalenten
Veränderungen im
Femurcondylus
. Im medialen Kniegelenkskompartiment fokale, leicht
gradige Knorpelirregularität medial in der mittleren Zirkumferenz (MRI Kniegelenk rechts 12.08.2014)
-
Patella
bipartita
links - symptomlos
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom (ICD-10 M54.4) mit/bei
-
kleiner
rezessal
linksbetonter Diskushernie L4/5 mit leichter Kompres
sion der Nervenwurzel L5
rezessal
links. Geringgradige, nicht aktivierte anteriore
Spondylolysen
lumbal. Verdacht auf nicht d
i
slozierte
S
p
on
dylolyse
L5 links mit nur diskreter linksseitiger
Anteriolisthese
. Keine Neurokompression (23.01.2019 MRI
Lendenwirbelsäule [
LWS
]
).
-
EMG-Beurteilung 29.07.2020: subak
utes
Wurzelreizsyndrom (Rad
i
kulopathie), Schwerpunkt L4/5 links > rechts
-
myostatische Dysbalance bei
Dekonditionierung
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende
Hüfts
chmerzen bei symptomloser Prädisposition für ein
femoro-acetabuläres
Impingement
bei
kurzem Hals und knöchernem
Bump
am Kopf-Hals-Übergang des proximalen Femurs (27.09.2012 MRI Becken/Hüfte axial beidseits)
-
kongenitaler Beckenhochstand links 0.7 cm
-
Adipositas Grad I (BMI 32.3 kg/m
2
)
-
Lebersteatose (ED 05/2014)
-
Hyperferritinämie
-
Hypercholesterinämie
-
arterielle Hypertonie (behandlungsbedürftig)
Die Gutachte
r
führten
aus,
es seien
keine psychiatrischen Diagnosen
zu stellen
. Aus rheumatologischer Sicht
zeigten sich
funktionelle Einschränkungen
multi
lokulär
im Bewegungsapparat. Hauptsächlich betroffen seien die HWS, die linke Schulter und das rechte Handgelenk. Weniger im Fokus ständen die LWS, die rechte Schulter sowie die Kniegelenke. Insgesamt bestehe eine eingeschränkte Belastbarkeit, insbesondere für mittelschwere und schwere Tätigkeiten, da
bei
gleichzeitig auch eingetretener muskulärer
Dekonditionierung
eine Haltungs- und Bewegungskontrolldysfunktion vorliege.
Ebenso seien die
koordinativen und propriozeptiven Fähigkeiten im Bewegungsapparat degeneriert.
Damit
seien die qualitativen Implementierungen massgebend. Im Bereich der HWS und der Schul
ter bestehe zudem eine quantitative Limitierung der Belastbarkeit für eine kör
perlich schwere Tätigkeit. Dies aufgrund des erhöhten Pause
n
- und Erholungsbe
darfs in diesen Gelenkregionen und bei deutlich verminderter Restfunktionalität. Au
sreichend
funktional sei der Beschwerdeführer im Alltag und in der Selbstver
sorgung, welche
als leichte und intermittierend
mittelschwere Tätigkeit gewertet werden könne (S. 9).
Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, dass der Beschwerde
führer sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter als auch in einer ange
passten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht aktuell und aktenanamnestisch seit der letzten Begutachtung im August 2017
zu
100 % arbeitsfähig sei. Dies zeige sich auch im aktuell durchgeführten Mini-ICF-APP-Rating
-
Bogen, wo aus psy
chiatrischer Sicht keinerlei Beeinträchtigungen hätten gefunden werden können. In rheumatologischer Hinsicht könne die bisherige Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden und es besteh
e
diesbezüglich
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Betreffend
die
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
sei der
Verlauf bei fortschrei
tend degenerativen Veränderungen
unter rheumatologischen Gesichtspunkten
schwer zu beurteilen
,
da
diese sehr individualisiert
verlaufen würden und retro
spektiv schwer beurteilbar seien. In der aktuellen Konstitution des Beschwerde
führer
s
bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte und selten mittel
schwere Tätigkeit in Wechselbelastung mit der Möglichkeit der freien Positionswahl. Insbesondere durch die Implantation
der
Schulterprothese links im Jahr 2021
[richtig: 2020]
sowie durch die zunehmende
n
degenerativen Verände
rungen der HWS sei ab dem Jahr 2018 eine reduzierte Belastbarkeit und Leis
tungsfähigkeit im Bewegungsapparat festzustellen. Die ideal angepasste Arbeits
tätigkeit
betrage
ab diesem Zeitpunkt 2 x 2 Stunden
pro
Tag,
wodurch
der körperlichen Belastbarkeit de
s
Beschwerdeführer
s
Rechnung getragen werde.
Gesamtm
edizinisch
sei somit
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab Januar 2018
auszugehen
(S.
1
1 f.
)
.
Die teilweise ausgesprochene 100%ige Arbeitsunfähigkeit könne retrospektiv aus gutachterlich-rheumatologischer Sicht nicht nachvollzogen werden.
Die 100%ige Arbeits
fähigkei
t in einer Verweistätigkeit sei nach der Schultergelenkprothese-Operation links im
Jahre
2021
[richtig: 2020]
sowie bei fortschreitenden degene
rativen Veränderungen in den letzten vier Jahren seit der gutachterlichen Unter
suchung durch Dr.
A.___
nicht mehr zu attestieren.
Hingegen
sei
eine
Arbeitsbelastung mit qualitative
r
und quantitative
r
Minderung zumutbar. Als Vergleich herangezogen werden könne die erfolgreiche selbstständige Führung des eigenen Haushalts sowie die Selbstversorgung und das Gestalten des Alltags. Die
s
könne als ausreichende
Ressource
gewertet werden, um eine leichte körper
liche Tätigkeit in einem Teilzeitpensum ausführen
zu können
. Es sei nur eine begrenzte Notwendigkeit für längere Erholungsphasen
vorhanden
(S. 12
, vgl. auch Urk. 6/81-121 S. 41
).
3.
3
.2
Dr.
B.___
führte in seinem rheumatologischen Teilgutachten (Urk. 6/207/81-121)
aus,
aktuell bestünden keine Hinweis
e
für ein radikuläres Reiz-/Ausfallsyndrom oder eine Myelopathie. Die fortgeschrittenen degenerati
ven Veränderungen
qualifizierten
sich indes für eine
spondylogene
Reizsympto
matik mit muskulären Verkrampfungen im Schultergürtel sowie an der HWS. Diese seien als mässiggradig einzustufen und näh
m
en im nicht körperlich belas
teten Alltag des Beschwerdeführers keine
n
Signifikanzgrad ein. Es bestehe
indes
eine Belastungslimitierung für körperlich schwere Tätigkeiten, da
die
regulären Kompensationsmechanismen zur Gelenkstabilisierung sowie
die
Haltungs- und Bewegungskontrollfunktion
gestört
seien. Somit könne
es
bei körperlich schwere
r
Tätigkeit sowie
un
physiologische
n
Bewegungen anhand der
veränderten
Biome
chanik
zu Überbelastungen und
Reizerscheinungen kommen. Insgesamt
best
ehe
im
HWS-
Bereich ein
e
qualitativ
e
und
quantitative Einschränkung der Belastbar
keit (S. 33).
Auf der rechten Seite
zeige sich
aktuell
eine funktionell ausreichende Schulter
funktion
für die Bewältigung des Alltags. Es liege eine qualitative, jedoch keine quantitative Einschränkung vor. Im Bereich der linken Schulter bestünden sowohl eine qualitative wie auch quantitative Limitierung der Belastbarkeit,
wobei es sich beim
linken Arm nicht um den dominanten Arm handle (S. 33 f.).
Rechts bestehe eine Einschränkung der Handgelenkbeweglichkeit in allen Quad
ranten, ohne Zeichen einer schmerzhaften Funktionsstörung.
Dadurch
könnten
die
Pro-
und
Supinationsbewegungen
tangiert sein
, ebenso
die Haltefunktionen bei nicht axialer Belastung im Handgelenk. Die Restfunktion der rechten Hand könne im Alltag ausreichend eingesetzt werden und die Limitierungen bestünden insbesondere in qualitativer Hinsicht (S. 34).
Die chronischen unteren Rückenschmerzen seien nur gering und indirekt auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen, welche als mässig zu interpretie
ren seien. Es zeig
e
sich keine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik und der Alltag
des
Beschwerdeführer
s
sei durch die
Rückenbeschwerden
kaum
tangiert
, was sich auch in der aktuellen Untersuchung und den Bewegungsabläufen gezeigt
habe. Einzig körperlich schwere Tätigkeiten seien zu vermeiden, da diese musku
lär nicht ausgeglichen respektive
nicht ko
o
rdinativ
adäquat kontrolliert werden könnten (S. 34).
Insgesamt handle es sich um ein chronifiziertes Beschwerdebild bei
multilokulär
degenerativen Veränderungen im Bewegungsapparat. Diese hätten bei der ange
stammten Tätigkeit als Bauarbeiter wesentliche Auswirkungen.
In den letzten Jahren der verminderten Arbeitstätigkeit habe
be
im Arbeitsversuch im
Jahre
2016 sowie auch später aufgezeigt werden können, dass eine leichtere Tätigkeit in Wechselbelastung
und
adaptiert an die biomechanischen Verhältnisse des Beschwerdeführers eine ausreichende Funktionalität ermögliche, insbesondere auch
um den Alltag zu bewältigen (S. 34).
Dr.
B.___
hielt weiter fest
, die Arbeitsunfähigkeit habe mit dem Unfall im Jahre 2015 begonnen. Die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter könne nicht mehr ausgeführt werden und es bestehe diesbezüglich eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit. Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei der Verlauf bei fortschreitend
de
generativen Veränderungen schwer zu beur
teilen, da diese sehr individualisiert verlaufen würden und retrospektiv schwer beurteilbar seien. In der aktuellen Konstitution des Beschwerdeführers bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte und selten mittelschwere Tätigkeit in Wechselbelastung mit der Möglichkeit der freien Positionswahl. Insbesondere durch die Implantation der inversen Schulterprothese links im Jahr 2021
[richtig: 2020]
sowie die zunehmend degenerativen
HWS-
Veränderungen sei ab dem Jahr 2018 eine ausgewiesene reduzierte Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Bewegungsapparat zu attestieren. Die angepasste Arbeitstätigkeit erfolge ab die
sem Zeitpunkt mit 2 x 2 Stunden pro Tag, wo
mit
der körperlichen Belastbarkeit des Beschwerdeführers Rechnung getragen werde (S. 37).
3.
3
.3
Dr.
C.___
führte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2
6.
November 2021 (Urk. 6/207/122-137) aus,
es sei keine anhaltende somatoforme Schmerz
störung zu diagnostizieren, da bei der Entstehung der Schmerzen
i
m Jahre 2014 keine psychosoziale
n
Belastungsfaktoren bestanden hätten. Ebenso wenig liege eine depressive Episode vor,
weil
keine Anhedonie, keine
Antriebsr
eduktion und keine erhöhte Ermüdbarkeit zu beobachten seien. In der Hamilton
-
Scale
-
Testung sei zwar knapp ein Resultat für eine leichtgradige depressive Episode erreicht worden, welche indes aufgrund der psychopathologischen Befunde nicht zu diagnostizieren sei. Im Weiteren lägen auch keine Persönlichkeitsstörung oder
eine
andere Störung der komplexen Ich-Funktionen vor, da der Beschwerdeführer immer soziale Kontakte zu Freunden
und Familien
unterhalten
habe
und
während vieler Jahre
an Arbeitsstellen habe arbeiten können (S. 14).
In der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter sei der Beschwerdeführer aus psychi
atrischer Sicht aktuell und aktenanamnestisch zu 100 %
arbeitsfähig
(S.
16)
.
3.
4
Dr.
med.
J.___
, Belegarzt Orthopädie am S
pital K.___
, stellte am 19.
August 2022
folgende Diagnosen (Urk. 6/243/5-7):
-
HWS:
-
dreisegmentale zervikale Spinalkanalstenose und
neuroforaminale
Steno
sen (zunehmend; MRI 08/2022)
-
mässige zervikale Spinalstenose C3/4
-
hochgradige Spinalstenose C4/5
-
mässige Spinalstenose C5/6
-
Schulter links:
-
Status nach inverser Schulterprothese links bei
Cuff
-Arthropathie, 2020
-
beginnende Gonar
throse
rechts (CR 0
8
/2022)
Der Arzt führte aus, dass sich im Vergleich zu den Aufnahmen vom
6.
August 2020 Folgendes zeige: Streckhaltung; C3/4 konstante mediane Bandscheiben
protrusion mit mässiger Spinalkanalstenose; C4/5 zunehmende mediane bis links paramediane Bandscheibenprotrusion mit hochgradiger Spinalkanalstenose und Deformität des
Myelons
und bilaterale rechtsbetonte
neuroforaminale
Einengung
; C6/7 leichtes Disc
Bulging
mit leichter Spinalkanalstenose ohne sicheren Hinweis auf eine Myelopathie
; Hyperlordose der LWS sowie auf Höhe L5/S1 deutlich
epi
durale
Lipomatose mit mässiggradiger Spinalkanalstenose ohne
Neuroforami
nalstenosen
. Aufgrund der Zunahme der Beschwerden sowie der Stenose in der Bildgebung sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer von einem chirur
gischen Vorgehen in Form einer mikrochirurgischen Dekompression und
einer
ACDF
(anteriore zervikale Diskektomie und Fusion)
C3/4, C4/5 und C5/6 profitie
ren könne (S. 2).
3.
5
Am 2
8.
Dezember 2022
(Urk. 6/247/9)
äusserte sich der
Arzt des regionalen ärztlichen Dienstes
(RAD)
,
Dr.
med.
L.___
, Facharzt für Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates
,
insbesondere
zu den Berichten des S
pitals K.___
vom 19.
August und 12. Oktober 2022
(vgl. E. 3.3, Urk. 6/243/8-9)
. Dabei wurde
auf die in den genannten Berichten erwähnten degenerativen HWS-Veränderungen verwiesen, wobei letztere
im Vergleich zum Vorbefund vom August 2020 deutlich progredient seien, insbesondere die zervi
kale Spinalstenose. Entsprechend sei eine Versteifungs-OP der drei mittleren HWS-Segmente (C3
-
6) empfohlen worden
, wobei es sich hierbei um einen nicht gerade kleinen operativen Eingriff mit durchaus ernsthaften Komplikationsmög
lichkeiten handle, weshalb der Beschwerdeführer noch zuwarten wolle
.
Aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht liege zumindest ab August 2022 eine Verschlechterung vor.
Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab
diesem Zeitpunkt
sei plausib
el
, zumindest bis zur nächsten ärztlichen Kontrolle im Februar 202
3.
Im Weiteren wurde festgehalten, dass d
er Beschwerdeführer im März 2023 60
Jahre alt
werde
. Selbst bei optimalem Verlauf mit oder ohne Ope
ration sei medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich, dass selbst in einer ideal angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit
von
über
25 bis 30 % erlangt werden könne (Urk. 6/247).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer seit 2015 die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter
nicht mehr zumutbar ist. Strit
tig ist demgegenüber das Ausmass der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepass
ten Tätigkeit
ab
November 2016
(
Ende Taggeldanspruch [
Urk.
6/49],
Urk. 1 S. 6
f.
Ziff. 2.2
, Urk. 2/1 S. 2 f.
)
.
Die
Beschwerdegegnerin
postulierte
in einer entspre
chenden Tätigkeit
in der Zeit von November 2016 bis
Dezember
201
7
eine
Arbeitsfähigkeit von 100 %, von Januar 201
8
bis Oktober 2020
eine
solche von 50 %, von November 2020 bis April 2021 eine solche von 0 %, von
Mai 2021 bis Juli 2022
eine solche von 50 % und ab August 2022 eine solche von 30 % (
Urk.
2/1 S. 3 f.). Der Beschwerdeführer ging indes
für die
Periode von November 2016 bis Oktober 2019 von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, von November 2019 bis August 2021 von einer solchen von 0 %, von September 2021 bis Oktober 2022 von einer solchen von 50 % und ab November 2022 von einer solchen von 25 % aus (Urk. 1 S.
16).
4.2
Die psychiatrische Expertise von Dr.
C.___
(vgl. E. 3.3) wurde vom Beschwerde
führer
in der Beschwerde vom
5.
September 2023 (Urk. 1)
nicht explizit in Frage gestellt und es drängen sich weder aufgrund der übrigen medizinischen Akten noch im Lichte der bundesgerichtlichen Anforderungen an einen beweiswertigen ärztlichen Bericht (vgl. E. 1.
6
) Zweifel an den Schlussfolgerungen von Dr.
C.___
auf.
Entsprechend ist unter psychiatrischen Gesichtspunkten
für
den relevanten Zeitraum
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
4.3
4.3.1
Das
rheumatologische
Gutachten
von
Dr.
B.___
(vgl. E.
3.
3
.2
) entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für
die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit de
s
Beschwer
de
füh
rer
s
. Es beruht sodann auf den
rheumatologischen
Untersuchungen. D
er
Gutachter berücksichtigte detailliert die geklagten Beschwerden und setzte sich damit auseinander (
Urk. 6/207/81-121 S. 12 ff., S. 19 f., S. 32 ff.
). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben, wobei sich d
er
Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserte und Bezug auf die medizinischen
Vorakten
nahm (S.
7 ff., S. 25 ff., S. 32 ff., vgl. auch Urk. 6/2
0
7/14-
80
). Schliess
lich leuchtet die Expertise in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerun
gen im Gutachten sind begründet.
In diesem Sinne
ging
Dr.
B.___
im Wesentlichen
nachvollziehbar
von einem
chronische
n
zervicospondylogene
n
Schmerzsyndrom, eine
r
Periarthropa
thi
a
humeroscapularis
tendinotica
links und rechts, eine
r
Handgelenksarthrose respektive schwere
n
sekundäre
n
Arthrose rechts
,
eine
r
leicht ausgeprägte
n
Gon
arthrose
am rechten Knie
sowie einem chronischen
lumbospondylogenen
Syn
drom aus
(S.
30 f.
), wobei
in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter ab 2015
eine
Arbeitsunfähigkeit
von 100 %
und in einer angepassten Tätigkeit ab 2018
eine
solche von 50 %
bestand
(S. 37).
Die Expertise erfüllt demnach die praxis
gemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gut
achtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c), weshalb für die
Entscheidfindung
grundsätzlich darauf abzustellen ist.
4.3.2
Nicht explizit Stellung nahm der
rheumatologische Gutachter Dr.
B.___
zum Umfang der Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
für die Zeit vor 2018
, sondern beschränkte sich
auf den Hinweis, dass der Verlauf der
Arbeitsfä
higkeit bei fortschreitend degenerativen Veränderungen schwer zu beurteilen sei (Urk. 6/207/81-121 S. 37).
Entsprechend
sind zur Beurteilung der
Arbeitsfähig
keit vor 2018
die
übrigen medizinischen Unterlagen
näher zu beleuchten
, wobei
gemäss dem
Bericht der
Dres
.
F.___
und
G.___
vom 13. Juli 2016 (Urk.
6/56/2-4) von einer Arbeitsfähigkeit von 50 %
in einer leichten wechselbe
lastenden Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten von 5 bis
10
kg
auszugehen
ist
(vgl. E. 3.1)
.
Dr.
med.
M.___
,
Innere Medizin und Rheumatologie FMH,
statu
ierte
am 2
5.
und 27.
Juli 2016
ebenfalls eine
aktuelle
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leichten wechselbelastenden Arbeit mit Heben und Tragen von Lasten von 5 bis 10 kg
(Urk. 6/42/4-5). Der Beschwerdeführer war zudem zwischen dem 12. September und 8. November 2016 mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % im Rahmen eines Arbeitstrainings tätig (
Urk.
6/43,
Urk.
6/53
).
Die beruflichen Massnahmen wurden zwar aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen
(Urk. 6/49), die damals von
Dr.
M.___
zum Trainingsabbruch
führende attestierte
100%ige Arbeitsunfähigkeit
beruhte indes
mehrheitlich auf invaliditätsfremden Gründen (
der
Beschwerdeführer
sei
von seiner Familie fallen gelassen
worden
;
er sei
durch junge Verwandte
begleitet worden
, die als Übersetzer überfordert
gewesen seien
;
die
Jungen
hätten
d
en Beschwerdeführer zur Beendigung des Arbeitsprozesses aufgefordert, ohne das Gesamtbild zu erkennen
; der Beschwer
deführer habe keine
berufliche Perspektive
gesehen;
Urk.
6/50/6).
I
m Bericht
vom 25. Januar 2017 (Urk. 6/56/1)
– welcher nach Abbruch des Arbeitstrainings ver
fasst wurde
–
verwies
Dr.
M.___
auf
die
von
Dres
.
F.___
und
G.___
am 13. Juli 201
6
vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 6/56/2-4)
und
wiederholte insbesondere nicht die von ihm
zuvor
postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Nichts anderes folgt aus dem Bericht des
D.___
vom
2.
Oktober 2018 (Urk. 6/117), gemäss welchem der Beschwerdeführer aus psychi
atrischer Sicht seit dem Jahre 2014 in jeglicher Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 7 f.).
Eine volle Arbeitsunfähigkeit ist gestützt
auf die vom
D.___
diagnos
tizierte rezidivierende Störung respektive mittelgradige depressive Episode nicht
plausibel
,
da
insbesondere nicht dargelegt w
urde
, weshalb
der
Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
zumindest nicht in einem reduzierten Pensum tätig sein k
ann
.
Im Übrigen
wurde
er
in einer
Verweistätigkeit
aus chirurgischer Sicht als partiell arbeitsfähig
(S. 8)
respektive in anästhesiologischer Hinsicht ein Pen
sum von 35 %
als möglich erachtet
(S. 7).
Des Weiteren
ist
auch
die
von Dr.
A.___
in ihrem rheumatologischen Gutachten
vom 23. August 2017 (Urk. 6/84/2-81)
in einer angepassten Tätigkeit
attestierte
100%ige Arbeitsfähig
keit (S.
70
, S. 81)
nicht vollends
nachvollziehbar.
Dr.
A.___
setzte
sich weder
mit
de
n
abweichenden
Beurteilung
en
der
Dres
.
F.___
und
G.___
vom 13. Juli 2016 (
Urk.
6/56/2-4)
und
Dr.
M.___
vom 2
5.
Juli 2016 (Urk. 6/42/4-5; vgl.
Urk. 6/84/2-81 S. 72)
auseinander noch
äusserte sie sich
zum Arbeitstraining
des Beschwerdeführers
. Sie ging zudem
von
i
m Wesentlichen unverändert geblie
benen Befunden in de
r Bildgebung vo
m
Januar 2017 und Juli 2015 aus (S. 67), während die behandelnden Ärzte
am
31. Januar 2017
auf eine
eindeutig progre
diente Spinalkanaleinengung
verwiesen
(
Urk. 6/65/5-7
S. 2). Eine Begründung für diese abweichende Beurteilung von Dr.
A.___
fehlt im Gutachten.
Schliesslich kann auch aufgrund der von
ihr
erwähnten
deutlichen Gebrauchs
spuren an den Händen respektive Schwielen an den Knien (Urk. 6/84/2-81 S. 68) des Beschwerdeführers – welche weder
vom Experten
Dr.
Z.___
noch von den behandelnden Ärzten
bestätigt
wurden
–
nicht auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit geschlossen werden (vgl. hierzu au
ch
Urk. 6/100). Schliesslich
geht
auch der Beschwerdeführer
für die Zeit
von
November 2016
bis
Oktober 2019
in einer angepassten Tätigkeit
von einer
Arbeitsfähigkeit vo
n
50 %
aus
(Urk. 1 S. 1
6
Ziff. 6.2).
Zusammenfassend ist demnach in einer angepassten Tätigkeit für die Zeit ab November 2016
von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen.
4.3.3
Die Parteien sind sich einig, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers aufgrund
der
Beschwerden an der linken
Schulter nach Juli 2019 ver
schlechtert
e
. Strittig ist indes der Zeitpunkt des Eintritt
s
dieser Veränderung. Während die Beschwerdegegnerin
ab der Operation der linken Schulter am 16. November 2020 in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit ausging (Urk. 2/1 S. 3
f.
), ist eine Verschlechterung gemäss Beschwerdeführer bereits ab dem Eintritt des Schulterdistraktionstrauma
s
im August 2019
eingetreten, wobei er diesbezüglich auf den Bericht seines damali
gen Hausarztes
dipl.
Arzt
I.___
vom 28. Juni 202
0 (Urk. 6/156)
verwies
(Urk. 1 S. 14 f. Ziff. 5)
.
Gestützt auf den
genannten Bericht
(Urk. 6/156) kann
in einer angepassten Tätigkeit
n
icht auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab August 2019 geschlossen werden.
Dipl. Arzt
I.___
attestierte lediglich für die angestammte Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit (S. 1
lit
. B) und äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit.
Des
Weiteren folgt auch aus dem pauscha
len Hinweis des Hausarztes
im Juni 2020
auf eine extrem eingeschränkte Beweg
lichkeit der Schulter (S. 2
lit
. D Ziff. 5) nicht automatisch eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit in einer
Verweistätigkeit
ab August 201
9.
Ebenso wenig lässt die Beurteilung der
R
adiologie
E.___
vom 8. Oktober 2019 (Urk. 6/138) Rück
schlüsse auf den Umfang der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der vom Hausarzt erwähnte Sturz auf die [linke] Schulter im August 2019
(S. 2
lit
. D Ziff. 3)
seitens des Beschwerde
führers im Rahmen der hier relevanten Begutachtung nicht erwähnt wurde und Dr.
B.___
zudem
unter
Bezugnahme
auf den Bericht der
R
adiologie
E.___
vom 8.
Oktober 2019 (Urk. 6/1
38
) von einer älteren Läsion der
Rotato
renmanschette
ausging
(Urk. 6/207/81-121 S.
11), was auf eine
vor August 2019
eingetretene Verlet
z
ung
hindeutet.
Nach dem Gesagten ist in einer angepassten Tätigkeit ab November 2020 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.3.4
Gemäss der Beschwerdegegnerin ist sechs Monate nach der
Schultero
peration im November 2020 eine Verbesserung des Gesundheitszustand
s
des Beschwerdefüh
rers eingetreten, weshalb sie in einer angepassten Tätigkeit ab Mai 2021
wiede
rum
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausging
und die Rente
per September 2021
herabsetzte
(Urk. 2/1 S. 4).
Der 1963 geborene Beschwerdeführer
war
im Zeitpunkt
der
Rentenherabsetzung
(per September 2021)
über 55 Jahre alt,
wobei
er
ab Februar 2021
unbestritten
Anspruch auf
eine ganze Rente
hatte
(Urk. 2/1 S. 2).
Entsprechend fällt er
unter den besonders geschützten Personenkreis und es ist ihm die Selbsteingliederung nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht mehr zumutbar
(vgl. E. 1.5)
. Aus den Akten ergeben sich sodann keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdegeg
nerin dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der in Frage stehenden Ren
tenherabsetzung Eingliederungsmassnahmen angeboten hat.
Anhaltspunkte für eine Ausnahme
von der grundsätzlich («vermutungsweise») anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung (vgl. E.
1.5) sind vor
liegend nicht offenkundig,
da den Akten insbesondere keine Hinweise dafür zu ent
nehmen
sind
, dass es sich beim Beschwerdeführer um eine gut ausgebildete Person mit breiter Berufserfahrung handelt oder
er
derart agil und gewandt erscheint, dass einer
Selbsteingliederung nichts entgegensteh
t (Urteil des Bundes
gerichts 8C_235/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Damit ist die Rentenherabsetzung
per September 2021
so lange nicht gerechtfer
tigt, als die Beschwerdegegnerin die Wiedereingliederung nicht aktiv gefördert und den Beschwerdeführer nicht hinreichend auf die berufliche Eingliederung in einer Verweistätigkeit vorbereitet hat.
Dies führt in der Regel zur Aufhebung der Rentenherabsetzung und Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung von
Eingliederungsmassnahmen
. Von einer Rückweisung ist vor
liegend indes abzusehen, nachdem sich der Zustand des Beschwerdeführers zwi
schenzeitlich verschlecht
ert hat und
der RAD-Arzt
ab August 2022
angesichts der neuerlich
deutlich progredienten Befunde im HWS-Bereich und der Indikation für eine schwerwiegende Operation nachvollziehbar
auch in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausg
ing
(vgl. Urk. 6/247/9).
Nach dem Gesagten ist deshalb in einer leidensangepassten Tätigkeit
im Ergebnis
seit November 202
0
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.3.5
Im Lichte der obigen Erwägungen ist in einer angepassten Tätigkeit von November 2016 bis Oktober 2020 von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % und ab November 2020 von einer so
lchen von 0 % auszugehen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
5.
3
5.3.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin ging für das Jahr 2016 von einem
Valideneinkommen
von Fr. 69‘290.--
aus
, wobei sie sich auf die Arbeitgeberbestätigung der
Y.___
AG vom 6. Januar 2016 (Urk. 6/13/1-4) abstützte (vgl. Urk. 6/246 S.
1). Dies ist nicht zu beanstanden und wird im Übrigen
auch
vom Beschwerde
führer
nicht
in Frage gestellt
(Urk. 1 S. 16
Ziff.
6.3).
5.
4
5.4.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik
(BFS)
periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei
Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BG
E
142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, 3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf
die Lohnhöhe haben können (BGE
124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen ges
amthaft zu schätzen und darf 25
% nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsf
ähigkeit eingeschränkt ist (BGE
126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (
BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemä
ss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliege
nder erscheinen lassen (BGE 137 V
71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwer
deinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgericht
s
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
5.4.2
Die Beschwerdegegnerin stellte bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ab November 2016 jeweils auf die Tabelle TA1 (
monatlicher Bruttolohn
[Zentral
wert] nach Wirtschafts
zweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor
)
, Komp
etenzniveau 1, Männer, Total, der LSE 2016, 2018 und 2020 ab (Urk. 6/246). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, weshalb für die Zeit von November 2016 bis
Oktober 2020 der Invalidenlohn gestützt auf die LSE 2016
und
unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsab
teilungen (BFS, Tabelle T03.02.01.03.01) für das dem Beschwerdeführer zumut
bare Arbeitspensum von 50 % Fr. 33
’
401.70 beträgt.
Unter Berücksichtigung des erheblich eingeschränkten Anforderungs- und Belas
tungsprofils des
zuvor
als Bauarbeiter körperlich schwer tätigen
Beschwerdefüh
rers mit wesentlichen Beeinträchtigungen beim Heben und Tragen, beim Hantieren von Werkzeugen und bei
der
Haltung/Beweglichkeit sowie
insbeson
dere
de
s
Umstand
es
, dass
der Arbeitseinsatz
über 2 x 2 Stunden pro Tag verteilt werden muss
(Urk. 6/207/81-121 S. 37 ff.)
, rechtfertigt sich
im Lichte
aller Umstände
in Abweichung der Auffassung der Beschwerdegegnerin – welche von einem Tabellenabzug von
nur
10 % ausging (Urk. 2/1 S. 3) – ein Leidensabzug von 20 %
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_294/2012 vom
7.
Mai 2012 E.
3.3.2.1: Bestätigung eines 15%igen Abzuges bei einem Versicherten, der bei 50%iger Restarbeitsfähigkeit
auch
nur noch
2
Stunden pro Halbtag mit langer Pause arbeiten konnte, bei welchem indes die schweizerische Staatsbürgerschaft als lohnerhöhend mitberücksichtigt wurde)
.
Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist zu bejahen (vgl. Urk. 1 S. 14 Ziff. 4), nachdem dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Einschrän
kungen ein vergleichsweise breites Spektrum möglicher Hilfstätigkeiten (bei
spielsweise Tätigkeiten, welche die Kontrolle von Waren in der maschinellen Her
stellung oder die Überwachung von voll- oder halbau
tomatischen Maschinen oder Abfüllanlagen oder sonstige Überwa
chungsarbeiten
umfassen
)
offensteh
t
. Solche Hilfsarbeiten sind auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt in genügender Anzahl vorhanden und werden grundsätzlich altersunabhängig
und auch in Teilzeit
nachgefragt
(zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit vgl. statt vieler BGE 138 V 457 E. 3).
5.
5
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 69‘290.-- (E. 5.3.2)
und einem Invaliden
einkommen von Fr. 33’401.70 beziehungsweise mit 20 %-Abzug von Fr. 26'721.40 (E. 5.4.2) resultiert ein Invaliditätsgrad von
ab
gerundet 61 %
(BGE 130 V 121). Dies ergibt
für die Zeit von November 2016 bis Januar 2021 (Art. 88a Abs. 2 IVV)
einen Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
.
Ab
Februar 2021
besteht bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. E. 1.2 und E. 4.3 f.)
.
Dies führt zur
teilweisen
Gutheissung der Be
schwerde.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren entgegen Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzu
setzen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
800
.-- festzulegen. Die Kosten sind entsprechend
dem Ausgang des Verfahrens
der Beschwerdegegnerin aufzu
er
legen.
Bei diesem Verfahrensausgang steht de
m
Beschwerdeführer gegen
über der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr.
2’400
.-- (inkl. Barauslagen und MWS
T
) zu.
Das Gericht erkennt:
1.
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde w
erden
die Verfügung
en
der Sozialversiche
rungs
anstalt, IV-Stelle, vom
6.
Juli und
25. August 2023
aufgehoben und es wird
fest
gestellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. November 2016 bis 31. Januar 2021 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und ab 1. Februar 2021 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Parteientschä
digung von
Fr.
2’400
.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Tomas Kempf
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkun
den sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubSchleiffer Marais