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**Case Identifier:** e66d9c88-1397-52c2-a97e-fa7b45bbb010
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.05.2017 IV 2015/309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-309_2017-05-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/309

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 17.04.2020

Entscheiddatum: 02.05.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 02.05.2017
Art. 28 IVG. Beweiswürdigung. Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im 
Verlauf. Das vom Gericht eingeholte Gutachten ist beweistauglich. Es 
besteht ein befristeter Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2017, IV 2015/309).

Entscheid Versicherungsgericht, 02.05.2017

Entscheid vom 2. Mai 2017

Besetzung                                                                      

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Monika

Gehrer-Hug und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2015/309             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Syndicom, Monbijoustrasse 33, Postfach 6336, 3001 Bern,              

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 5. Februar 2010 zum Bezug von IV-Leistungen an. Sie 

führte aus, unter Morbus Hodgkin (1992), Rückenschmerzen seit ca. 2004, Rheuma 

und Depression seit Mai 2009 zu leiden (IV-act. 1). Am 30. Januar 2010 war sie in einen 

Verkehrsunfall auf der Autobahn verwickelt worden. Ihr Hausarzt Dr. med. B.___ hatte 

im Arztzeugnis UVG ein Schleudertrauma der HWS nach Kollision diagnostiziert (IV-

Fremdakten). Gemäss dem Protokoll über ein Gespräch zwischen dem RAD-Arzt Dr. 

med. C.___ und Dr. med. D.___, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Ambulatorium E.___, vom 18. März 2010 diagnostizierte Letztere eine 

Anpassungsstörung mit Depression und Angst gemischt im Rahmen einer 

Ehetrennungsproblematik sowie eine psychophysische Erschöpfung. Seit der 

Ehetrennung im Mai 2009 würden die psychiatrischen Diagnosen die Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigen (IV-act. 12). Laut dem Gesprächsprotokoll zwischen dem RAD-Arzt und 

dem Hausarzt der Versicherten vom 19. März 2010 lagen die Diagnosen eines M. 

Hodgkin, ED 1992, chemotherapeutisch behandelt, gelegentliche Nachkontrollen, 

Rückenbeschwerden und aktuell ein HWS-Distorsionstrauma vor. Die Versicherte sei 

derzeit zu 100% arbeitsunfähig, da sie unter Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in 

den rechten Arm leide (IV-act. 14). Vom 12. Mai bis 16. Juni 2010 wurde die Versicherte 

stationär in der Rehaklinik Bellikon behandelt. Ab 16. Juni 2010 attestierten ihr die 

behandelnden Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit von 50%, ab 12. Juli 2010 sei sie in Bezug 

auf ihr bisheriges Pensum von 60% wieder voll arbeitsfähig (IV-Fremdakten, 

Austrittsbericht Bellikon vom 21. Juni 2010). Am 7. Juni 2010 hatte die IV-Stelle der 

Versicherten mitgeteilt, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

möglich seien (IV-act. 20).

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A.b  Mit Stellungnahme vom 21. Oktober 2010 äusserte sich Dr. C.___ zum 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom „14.06.2010“. Er kam zum Schluss, die 

"Reha-Massnahmen" hätten zu einer deutlichen Besserung der Schmerzproblematik 

wie auch des psychophysischen Zustands geführt. Die Diagnose "Anpassungsstörung 

mit Depression und Angst gemischt im Rahmen einer Ehetrennungsproblematik und 

damit verbundener psychophysischer Erschöpfung" sei nach dem Ergebnis der Reha-

Behandlung abgeklungen, so dass sich derzeit aus psychiatrischer Sicht keine 

Limitierung der Arbeitsfähigkeit darstelle. Auch die somatischen Befunde hätten sich 

stabilisiert (IV-act. 22-2).

A.c  Die SUVA leistete infolge des Autounfalls Taggelder und Heilungskosten und 

stellte diese per 31. Oktober 2010 ein (vgl. SUVA-Verfügung vom 7. März 2012, IV-

Fremdakten).

A.d  Auf Anfrage der IV-Stelle vom 10. November 2010 hinsichtlich der erwerblichen 

Situation der Versicherten hielt jene im Antwortschreiben (eingegangen bei der IV-Stelle 

am 24. November 2010) fest, aktuell bei der Post zu 60% und bei F.___ zu 40% 

erwerbstätig zu sein. Seit 1. September 2010 arbeite sie zu 100%. Aktuell habe sie 

keine Erwartungen an die Invalidenversicherung (IV-act. 24).

A.e  Im Vorbescheid vom 24. Februar 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Anspruchs auf Invalidenrente in Aussicht (IV-act. 32). Dagegen erhob 

die Versicherte am 24. März 2011 Einwand mit der Begründung, dass ihre 

Arbeitsfähigkeit in den letzten Wochen kontinuierlich abgenommen habe. Gemäss den 

Zeugnissen von Dr. B.___ sei sie in den letzten Wochen zu 100% arbeitsunfähig 

gewesen. Vor Erlass einer Verfügung seien Erkundigungen bei ihrem Hausarzt 

vorzunehmen (IV-act. 33).

A.f  Mit Arztbericht vom 7. April 2011 hielt Dr. B.___ fest, die Versicherte leide seit 2003 

unter Fibromyalgie, einer allgemeinen Müdigkeit seit der Behandlung des Morbus 

Hodgkin bei Status nach Behandlung des Morbus Hodgkin 1992, unter 

Zervikobrachialgie beidseits nach Unfall (2010) und einer Depression (seit 2009). Vom 

8. Februar 2011 bis 31. April 2011 und weiter sei sie zu 100% arbeitsunfähig. Aus 

medizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar (IV-act. 34). Laut 

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Stellungnahme von Dr. C.___ vom 13. April 2011 ergaben sich aus dem Arztbericht von 

Dr. B.___ keine neuen entscheidrelevanten medizinischen Tatsachen mit Auswirkung 

auf die bisherige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 35).

A.g  Mit Verfügung vom 15. April 2011 wies die IV-Stelle einen Anspruch der 

Versicherten auf Invalidenrente ab (IV-act. 36). Dagegen liess die Versicherte am 26. 

Mai 2011 durch Rechtsanwältin Néomie Nicolet, syndicom, Gewerkschaft Medien und 

Kommunikation, Beschwerde ans Versicherungsgericht erheben (IV-act. 41).

A.h  Vom 5. bis 25. August 2011 weilte die Versicherte in der Klinik Gais zur stationären 

psychosomatischen Rehabilitation (IV-act. 69).

A.i   Mit Urteil vom 17. April 2013 hiess die Einzelrichterin des Versicherungsgerichts 

die Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. April 2011 teilweise gut, hob die 

Verfügung auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung und anschliessenden 

Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurück. Nachdem Dr. D.___ in ihren 

Berichten vom 25. Juli 2011 und 24. Januar 2013 von einer Verschlechterung ausgehe 

und gestützt auf eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.2) und eine 

Neurasthenie (ICD-10 F48.0) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiere, sei der 

gesundheitliche Verlauf der Versicherten weiter abzuklären (IV-act. 74).

A.j   Am 12. April 2012 hatte die Versicherte einen Sohn geboren. Gemäss der 

behandelnden Psychiaterin Dr. D.___ war ihre Alltagsfunktionalität in der Folge nahezu 

aufgehoben. Es ergebe sich eine Hilfsbedürftigkeit auf mehreren Ebenen. Die 

Versicherte sei auf die Unterstützung ihrer Familie, naher Bezugspersonen, 

Kinderbetreuungsdienste und Psychiatrie Spitex angewiesen, da sie ansonsten den 

Alltag nicht bewältigen könnte (vgl. Bericht vom 24. Januar 2013, IV-act. 73-3). Im 

Bericht vom 2. August 2013 diagnostizierte Dr. D.___ eine mittelgradige depressive 

Episode (ICD-10 F32.2) auf dem Boden einer impulshaften / Borderline 

Persönlichkeitsakzentuierung, eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0) sowie einen Status 

nach Beschleunigungstrauma im Januar 2010 mit Schulter- und Nackenschmerzen. Die 

Versicherte sei in einem stark reduzierten Allgemeinzustand, in gutem 

Ernährungszustand, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Affektiv sei sie 

niedergestimmt, berichte von verschiedenen Schmerzen im Nacken, der Schulter sowie 

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über eine ausgeprägte Erschöpfbarkeit. Es bestünden massive 

Stimmungsschwankungen, Impulsivität und Selbstverletzungstendenzen. Sie gebe 

Suizidgedanken an, würde sich jedoch wegen ihres Sohnes nichts antun (IV-act. 87-1 

f.).

A.k  Mit Verfügung vom 14. November 2012 hatte G.___ das Arbeitsverhältnis mit der 

Versicherten per 31. Mai 2013 aufgelöst (IV-act. 90-8 f.).

A.l   Gemäss Bericht des neuen Hausarztes der Versicherten, Dr. med. H.___, vom 14. 

Januar 2014 wurde die Versicherte an drei Tagen pro Woche in der Tagesklinik der 

Psychiatrischen Klinik I.___ behandelt (IV-act. 101). Die Behandlung startete am 1. 

Oktober 2013 und war für sechs Monate geplant (IV-act. 109).

A.m Im Austrittsbericht vom 21. Mai 2014 berichtete Dr. D.___, dass die Versicherte im 

Zeitpunkt der Beendigung der Behandlung in der Tagesklinik nach wie vor sehr 

erschöpft sei. Der Antrieb sei deutlich reduziert. Affektiv sei sie schwingungsfähiger als 

am Anfang der Behandlung, jedoch sehr schwankend. Sie gebe verschiedene 

Schmerzen im Nacken, der Schulter sowie eine ausgeprägte Erschöpfbarkeit an. Nach 

wie vor sei eine engmaschige sozialarbeiterische Unterstützung empfehlenswert. Die 

Versicherte werde sich zu 20% beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) 

anmelden (IV-act. 111). Im Arztbericht vom 25. August 2014 gab Dr. D.___ an, die 

Versicherte arbeite inzwischen zu 20% in einem Einsatzprogramm des RAV. Sie 

erachte sie als zu 80% arbeitsunfähig (IV-act. 113).

A.n  Gestützt auf die Untersuchung vom 30. September 2014 berichtete Prof. Dr. med. 

J.___, Gesundheitszentrum K.___, bei der Versicherten liege am ehesten eine 

chronische tumorassoziierte Fatigue und eine rezidivierende depressive Störung vor 

(Bericht vom 8. Oktober 2014, IV-act. 122).

A.o  Am 25. und 26. November 2014 sowie 16. Januar 2015 wurde die Versicherte 

polydisziplinär im Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG 

(ZIMB)

begutachtet. Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 

mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.21). Von 

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Februar 2011 bis August 2013 nahmen sie für alle Tätigkeitsbereiche eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% an, ab August 2013 schätzten sie die Arbeitsfähigkeit auf 

50% und ab dem Begutachtungszeitpunkt befanden sie die Versicherte sowohl in der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Briefsortiererin bei G.___ als auch in sonstigen optimal 

angepassten Verweistätigkeiten als zu 70% arbeitsfähig (IV-act. 127-51 und 127-60).

A.p  RAD-Arzt Dr. med. C.___ hielt mit Stellungnahme vom 11. Februar 2015 fest, dass 

dem Gutachten insgesamt bis auf einige Punkte gefolgt werden könne. Insbesondere 

könne die Codierung F32.21 für eine mittelschwere depressive Episode nicht zutreffen, 

denn diese würde eine schwere Depression ohne psychotische Symptome bedeuten; 

in diesem Fall würde dann jedoch kein somatisches Syndrom mehr codiert. Zudem 

werde das auffällige Verhalten bei den somatischen Untersuchern in die Betrachtung 

von Verdeutlichung versus Aggravation bei der konsensuellen Beurteilung nicht 

miteinbezogen (IV-act. 128).

A.q  Nachdem die Versicherte im Fragebogen „Haushalt“ vom 23. Oktober 2013 

angegeben hatte, sie würde heute ohne Behinderung wegen gesundheitlicher 

Probleme keiner Erwerbstätigkeit nachgehen (vgl. IV-act. 95-1), veranlasste die IV-

Stelle eine Abklärung an Ort und Stelle. Diese fand am 23. April 2015 statt. Hier erklärte 

die Versicherte, sie würde ohne Behinderung aus finanziellen Gründen zu 100% einer 

Erwerbstätigkeit nachgehen. Gestützt auf einen Einkommensvergleich ermittelte die 

Abklärungsperson einen Invaliditätsgrad von 30% (IV-act. 142).

A.r  Mit Vorbescheid vom 9. Juni 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf 

einen Invaliditätsgrad von 30% die Rentenabweisung in Aussicht (IV-act. 145). Am 27. 

August 2015 verfügte sie im Sinne des Vorbescheids die Abweisung des 

Rentenanspruchs (IV-act. 147).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten 

vom 25. September 2015 mit dem Antrag auf deren Aufhebung und Feststellung einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100% bzw. 80% sowie auf Rückweisung der Angelegenheit an 

die Vorinstanz zur neuen Ermittlung des IV-Grades ab Februar 2011. Eventualiter sei 

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ein Gerichtsgutachten zu veranlassen zwecks eindeutiger Feststellung der 

Arbeitsfähigkeit; unter Entschädigungsfolgen. Zur Begründung machte die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass die 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung von Dr. D.___ derjenigen der Gutachter widerspreche 

(act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die teilweise Gutheissung der Beschwerde insofern, als der Beschwerdeführerin vom 1. 

Februar 2012 bis 31. Oktober 2013 eine ganze sowie ab 1. November 2013 bis 1. Juni 

2015 eine halbe Rente zu gewähren sei. Gestützt auf die schlüssigen 

Arbeitsunfähigkeitsschätzungen des ZIMB-Gutachtens sei eine vorübergehende 

rentenrelevante Invalidität gegeben (act. G 6).

B.c  Die Beschwerdeführerin verzichtet auf die Einreichung einer Replik (act. G 8).

B.d  Am 6. Juni 2016 beschliesst das Gericht, beim Zentrum für Begutachtung (ZMB), 

Basel, ein polydisziplinäres (internistisches, onkologisches und psychiatrisches) 

Gutachten einzuholen (act. G 10). Nachdem die Parteien zur Einholung der in Aussicht 

genommenen Begutachtung keine grundsätzlichen Einwände erheben (vgl. act. G 11), 

erteilt die Abteilungspräsidentin dem ZMB mit Schreiben vom 29. Juni 2016 den 

Begutachtungsauftrag (act. G 12).

B.e  Mit Schreiben vom 16. August 2016 ersucht das ZMB um eine Ausdehnung des 

Begutachtungsauftrags auf die Disziplinen der Neuropsychologie und der Orthopädie 

oder Rheumatologie, um eine umfassende und rechtsgenügliche Beurteilung abgeben 

zu können (act. G 13). Die Abteilungspräsidentin erteilt dem ZMB am 18. August 2016 

dafür die Zustimmung (act. G 14).

B.f  Vom 26. bis 29. September 2016 wird die Beschwerdeführerin während eines 

stationären Aufenthalts im ZMB begutachtet. Gestützt auf ihre Untersuchungen 

befinden die Gutachter die Beschwerdeführerin im Gutachten vom 24. Januar 2017 in 

der Arbeitsfähigkeit als zu 30% eingeschränkt (act. G 18).

B.g  Mit Eingabe vom 9. Februar 2017 geht die Beschwerdegegnerin davon aus, dass 

ab 1. Juni 2015 kein Rentenanspruch mehr besteht. Zudem sei für die Zeit von August 

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2013 bis Januar 2015 gemäss dem ausführlicheren ZIMB-Gutachten von einer 

50%igen adaptierten Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 23).

B.h  Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Stellungnahme vom 17. Februar 2017 im 

Wesentlichen geltend, dass der Morbus Hodgkin bereits 1992 diagnostiziert und 

erfolgreich behandelt worden sei. Sie habe in der Folge uneingeschränkt arbeiten 

können, so dass für die Annahme eines Chronic-Fatigue-Syndroms nach Morbus 

Hodgkin kein Raum bleibe. Dies verdeutliche, dass im Februar 2011 tatsächlich eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgetreten sei und zwar wegen der 

psychischen Befunde. Die Neurasthenie habe die Arbeitsfähigkeit somit zusätzlich 

beeinträchtigt. Da die Gutachter hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung 50% von 

derjenigen der behandelnden Psychiaterin abweichen würden, seien die Anforderungen 

an den Beweiswert des Gutachtens höher zu setzen. Die von der Beurteilung der 

behandelnden Psychiaterin erheblich abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

sei durch die Gutachter jedoch weder besonders gut nachvollziehbar noch schlüssig 

begründet, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Gemäss Dr. D.___ bestehe 

ab April 2014 nach wie vor eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit. Daher habe die 

Beschwerdeführerin nach Ablauf des Wartejahres, ab März 2011, Anspruch auf eine 

ganze IV-Rente (act. G 24).

Erwägungen

1.   

1.1  Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.

1.2  Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

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einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.3  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Bezüglich Gerichtsgutachten hat die 

Rechtsprechung ausgeführt, das Gericht weiche "nicht ohne zwingende Gründe" von 

den Einschätzungen der medizinischen Experten ab. Auch der Europäische Gerichtshof 

für Menschenrechte hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem Gericht 

ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise hohes 

Gewicht zu (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweisen).

2.   

2.1  Umstritten ist in erster Linie, welche Schlüsse aus den vorhandenen ärztlichen 

Unterlagen zu ziehen sind bzw. ob auf die vorhandenen medizinischen Akten abgestellt 

werden kann.

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2.2  Gemäss den ZMB-Gutachtern leidet die Beschwerdeführerin an einer 

somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einer mittelschweren depressiven 

Episode (ICD-10 F32.1), akzentuierten Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1), einem 

chronischen cervikovertebrogenen Schmerzsyndrom, unter Eisenmangel ohne Anämie 

und einem Status nach Morbus Hodgkin, aktuell: klinisch, radiologisch und 

laborchemisch seit Abschluss der Therapie im Dezember 1992 anhaltende komplette 

Remission (act. G 18 S. 60f.). Von internistischer Seite fanden sich keine 

pathologischen Befunde und es liess sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

begründen. Aus onkologischer Sicht nahmen die Gutachter Bezug zur Diagnose von 

Prof. J.___, der erstmals am 8. Oktober 2014 von einem chronischen Tumor-

assoziierten Fatigue-Syndrom sprach. Zwar würden sich die ausgeprägte Müdigkeit 

und Fatigue sowie die damit eingeschränkte Leistungsfähigkeit im Alltag, zum jetzigen 

Zeitpunkt theoretisch als Langzeitresiduen eines therapieassoziierten mittelstark 

ausgeprägten „cancer related fatigue syndrome“ erklären, dennoch würden sie im 

Rahmen der langjährigen Tumorfreiheit und der damit verbundenen jahrzehntelangen 

Rekonvaleszenz-Periode als unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen, 

erscheinen. Von orthopädischer Seite werde ein chronisches cervikovertebrogenes 

Schmerzsyndrom mit lokalen Tendomyosen und möglicher 

Spannungskopfschmerzsymptomatik diagnostiziert. Klinisch finde sich eine 

skoliotische Fehlhaltung im Bereich der HWS, eine muskuläre Dysbalance, bildgebend 

ventrale Spondylophyten von C4 bis C7, eine atlantodentale und cervikothorakale 

Facettenarthrose. Die HWS-Beweglichkeit sei in den unteren Segmenten eingeschränkt 

gewesen. Ferner sei eine Schmerzsymptomatik im Schultergürtelbereich linksbetont 

genannt worden, die linke Schulter sei diffus druck- und bewegungsschmerzhaft 

gewesen, klinisch habe sich eine unauffällige Funktion ohne Hinweise auf 

Koordinationsstörungen oder Defekte der Rotatorenmanschette gefunden. 

Radiologisch sei an der linken Schulter kein pathologischer Befund zu erheben. Im 

Bereich der LWS gingen die Gutachter von einem chronischen lumbovertebrogenen 

Syndrom aus mit aktivierten Facettenarthrosen und perisakraler Ligamentopathie. 

Ursächlich für diese lumbale Schmerzsymptomatik seien eine muskuläre Dysbalance 

und eine Skoliose mit einem Cobb-Winkel von 15° zu sehen. Bildgebend fänden sich 

leichte degenerative Veränderungen. Die Funktion der LWS sei frei. Ferner habe die 

Beschwerdeführerin über multilokuläre Arthralgien an diversen Gelenken geklagt. 

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Klinisch hätten sich diesbezüglich keine entsprechenden pathomorphologischen 

Korrelate gefunden. Zusammenfassend könnten die fassbaren Funktionsstörungen auf 

orthopädischem Fachgebiet als leicht eingeschätzt werden, die Beschwerden im 

Wirbelsäulenbereich seien als charakteristische statisch-funktionelle 

Dekompensationsmerkmale an HWS, BWS und LWS bei Wirbelsäulenfehlstatik, 

muskulärer Insuffizienz und Dysbalance bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. 

Die resultierenden degenerativen Veränderungen seien zwar gering, eine 

belastungsabhängige Irritation dieser degenerativen Veränderungen (Facetten-, 

atlantodentale Arthrose) an den charakteristischen Prädilektionsstellen (subokzipital, 

cervikothorakal und lumbosakral) sei in Anbetracht der objektivierbaren Veränderungen 

gegeben. Das Ausmass und die Intensität der Klagen sowie die von der 

Beschwerdeführerin angegebene Einschränkung im Alltag auf Grund ihrer 

Schmerzsymptomatik liessen sich aber mit den oben benannten Befunden nicht ohne 

weiteres erklären. Eine zusätzliche nicht-somatische Komponente sei anzunehmen. 

Diese Diskrepanz zwischen intensiven und invalidisierenden Beschwerden und wenig 

ausgeprägten morphologischen Befunden finde sich am ausgeprägtesten im Bereich 

der peripheren Gelenke. In diesem Bereich habe die Beschwerdeführerin über 

multilokuläre Arthralgien geklagt, hier seien jedoch keine entsprechenden 

morphologischen Befunde und/oder Funktionseinschränkungen gefunden worden. Im 

Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich sodann keine 

neurokognitiven Einschränkungen gezeigt (act. G 18 S. 65ff.). In psychiatrischer 

Hinsicht führten die Gutachter aus, die Beschwerdeführerin sei in einer komplexen 

Familienstruktur aufgewachsen mit verschiedenen Belastungsfaktoren (unsichere 

Bindungssituation, politische Kriegswirren, Krebserkrankung in jungen Jahren, 

sexueller Missbrauch durch Onkel, kinderlos gebliebene erste Ehe, etc.). Eine erste 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung habe ab 08/2009 auf Grund einer 

depressiven Symptomatik bei belastenden psychosozialen Faktoren im 

Psychiatrischen Zentrum L.___ stattgefunden. Damals sei die behandelnde 

Psychiaterin Dr. D.___ gewesen, bei welcher die Beschwerdeführerin bis heute in 

Behandlung stehe. Ab 2011 seien durch die Psychiaterin die anhaltende Erschöpfung, 

Schlafstörungen sowie die psychosomatischen Symptome beschrieben worden. Die 

Schwangerschaft habe sich kurz nach dieser Krankschreibung eingestellt. Während 

dieser Schwangerschaft sei die Beschwerdeführerin vom 5. bis 25. August 2011 in Gais 

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hospitalisiert gewesen. Dort seien die chronische Müdigkeit und die 

Schmerzsymptomatik im Vordergrund gestanden. Eine Müdigkeit komme allerdings in 

der Frühschwangerschaft häufig vor. Die Beschwerdeführerin sei weiter 

krankgeschrieben worden. Im 01/2013 habe die behandelnde Psychiaterin auf Grund 

einer mittelgradigen depressiven Episode und einer Neurasthenie weiterhin eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert; der psychische Zustand der Beschwerdeführerin 

sei als verschlechtert beschrieben worden. Neu habe die Behandlerin massive 

Stimmungsschwankungen beschrieben, die diagnostisch auf eine Borderline-

Persönlichkeitsstörung zurückzuführen seien. Die Diagnose einer 

Persönlichkeitsstörung, allerdings einer vom impulsiven Typ, hielten die Gutachter nicht 

für gerechtfertigt. Sie deuteten die impulsive Symptomatik als Ausdruck von 

akzentuierten Persönlichkeitszügen. Auf Grund der Anamnese bestehe bei der 

Beschwerdeführerin eine starke Impulskontrollstörung, die dazu führe, dass sie in 

Phasen mit grösserer Belastung sowohl ihr Kind wie auch ihren Ehemann tätlich 

angehe. Die Persönlichkeitsakzentuierung manifestiere sich bei der 

Beschwerdeführerin hauptsächlich im Bereich der privaten zwischenmenschlichen 

Beziehungen. Offenbar sei sie jedoch an ihren bisherigen Arbeitsplätzen deswegen 

nicht aufgefallen. Zumindest sei in den Akten nichts Diesbezügliches eruierbar. Auch 

dies spreche eher für eine Persönlichkeitsakzentuierung als für eine 

Persönlichkeitsstörung. In der aktuellen psychiatrischen Untersuchung seien 

vorwiegend die subjektiven Symptome im Vordergrund gestanden. Neben einer leicht 

bis mittelgradigen depressiven Symptomatik habe die Beschwerdeführerin v.a. 

Schmerzen an diversen Körperstellen angegeben. Zudem hätten sich zahlreiche 

psychosoziale Belastungsmomente ausmachen lassen. Die Schmerzsymptomatik, 

welche durch die somatischen Befunde nicht vollumfänglich erklärt werden könne, sei 

von diffusem Charakter, generalisiert und stehe eindeutig in Zusammenhang mit den 

psychosozialen Belastungen. Der Schmerz trete in Verbindung mit emotionalen 

Konflikten oder psychosozialen Problemen auf (act. G 18 S. 67ff., vgl. auch S. 65). Die 

Gutachter diagnostizierten deshalb eine somatoforme Schmerzstörung. Sie kamen zum 

Schluss, dass auf Grund der subjektiven Inanspruchnahme durch diese 

Schmerzproblematik die Durchhaltefähigkeit der Beschwerdeführerin schwer 

beeinträchtigt sei. Ansonsten sei die psychische Funktionsfähigkeit aber nur leicht bis 

gar nicht beeinträchtigt. So bestünden weiterhin soziale Kontakte, die 

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Beschwerdeführerin sei in der Lage, sich an Strukturen und Regeln zu halten, sie sei 

absprachefähig, ihre Fachkompetenz sei objektiv nicht beeinträchtigt und die 

neuropsychologische Untersuchung habe auch keine kognitive Beeinträchtigung 

gezeigt. Zusammenfassend lasse sich aus rein psychiatrischer Sicht keine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit begründen. Es habe sich bei der Beschwerdeführerin eine deutliche 

Überlagerung mit psychosozialen Elementen gezeigt, so sei der Beginn der 

krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit einerseits einhergehend mit ihrer 

Schwangerschaft, andererseits auch mit der Ablehnung des Rentenanspruchs. Auf 

Grund der verminderten Durchhaltefähigkeit, welche durch die Schmerzsymptomatik 

bedingt sei, befanden die Gutachter die Beschwerdeführerin in ihrem angestammten 

Beruf als Briefsortiererin als zu 30% eingeschränkt. Dies sei begründet durch einen 

vermehrten Erholungs- und Pausenbedarf. Die multilokuläre bzw. generalisierte 

Schmerzsymptomatik, die lediglich im Bereich der Wirbelsäule mit den klinischen und 

radiologischen Befunden zum Teil somatisch erklärbar sei, habe sich seit dem 

Unfallereignis von 01/2010 ausgeweitet und stehe nun in der psychiatrischen 

Exploration deutlich im Vordergrund der Erhebungen (act. G 18 S. 69).

2.3  Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, dass sich auf Grund der 

somatischen, insbesondere der orthopädischen Befunde eine Einschränkung für 

körperlich schwere Tätigkeiten begründen lasse und für Tätigkeiten mit der 

Notwendigkeit, körperliche Zwangshaltungen einzunehmen. Von onkologischer Seite 

resultiere auf Grund der tumorassoziierten Fatigue eine geringgradige Einschränkung 

von 20%. Von psychiatrischer Seite lasse sich auf Grund der Durchhaltefähigkeit, 

welche schwer beeinträchtigt sei, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30% 

begründen. In der angestammten Tätigkeit als Briefsortiererin bei G.__, welche zugleich 

eine optimal adaptierte Tätigkeit sei, bestehe auf Grund der Einschränkung der 

Durchhaltefähigkeit aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 30%. Die aus 

onkologischer Sicht angegebene Einschränkung von 20% sei in der 30%igen 

Einschränkung bereits enthalten (act. G 18 S. 70f.). Die Tätigkeit in der Reinigung, 

welche die Beschwerdeführerin teilzeitlich von September 2010 bis Februar 2011 

verrichtet habe, befanden die ZMB-Gutachter aus orthopädischer Sicht nicht für 

günstig auf Grund der genannten Befunde mit Skoliose und muskulärer Dysbalance 

(act. G 18 S. 74).

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2.4  Gestützt auf die Akten sei ab dem Autounfall im Januar 2010 bis drei Monate 

danach von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auszugehen. 

Drei Monate nach dem Unfall habe aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit für 

die angestammte Tätigkeit als Briefsortiererin sowie für adaptierte, leidensangepasste 

Tätigkeiten bis heute bestanden. Unter Berücksichtigung der tumorassoziierten Fatigue 

sei drei Monate nach dem Unfall eine Einschränkung von 20% zu attestieren. Aus 

psychiatrischer Sicht bestand gemäss den ZMB-Gutachtern ab Juli 2011 (attestiert 

durch die behandelnde Psychiaterin Dr. D.___) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf 

Grund der Depression. Ab Februar 2015 sei durch die ZIMB-Gutachter aus 

psychiatrischer Sicht nachvollziehbar eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche 

Tätigkeiten attestiert worden, welche bis heute gelte (act. G 18 S. 74).

3.   

3.1  Die Beschwerdeführerin bringt gegen das ZMB-Gutachten vor, dass der 

psychiatrische Gutachter die von Dr. D.___ im Februar 2011 eingetretene 

Verschlechterung des Gesundheitszustands als nicht nachvollziehbar befunden habe, 

überzeuge nicht. Da zu diesem Zeitpunkt erstmals die Diagnose einer mittelgradigen 

depressiven Episode sowie einer Neurasthenie gestellt worden sei, welche einige 

Monate später habe stationär behandelt werden müssen, vermöge der Gutachter die 

damals attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit rückwirkend nicht mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in Frage zu stellen (act. G 24). Die ZMB-

Gutachter hielten dazu fest, es sei medizinisch nicht nachvollziehbar, dass die 

Beschwerdeführerin ab September 2010 bis Februar 2011 in ihrer angestammten 

Tätigkeit zu 60% gearbeitet habe und dann plötzlich ab Februar 2011 durch den 

Hausarzt zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Diese plötzliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustands lasse sich nicht nachvollziehen und nicht 

begründen. In den Akten seien auch keine neuen diagnostischen Aspekte erwähnt, der 

Hausarzt habe die Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit mit der Vergesslichkeit, 

Müdigkeit und Erschöpfung begründet, mit einer Symptomatik also, die als allgemein 

psychosomatische Symptomatik umschrieben werden könne und eine Symptomatik, 

welche schon seit langem vorgelegen habe und in Kenntnis des gesamten Querverlaufs 

im Rahmen der psychosomatischen Fehlentwicklung in Richtung somatoforme 

Schmerzstörung erklärt werden könne. Es bleibe offen, weshalb diese 

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Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit geltend gemacht worden sei, obwohl keine 

neuen erschwerenden Umstände hinzugekommen seien, allenfalls sei die Tatsache, 

dass sich die Versicherte in einer neuen Ehe befunden habe und auch Mutter 

geworden sei, Teil der Überforderungssituation gewesen. Auffällig sei auch, dass die 

Krankschreibung mit dem ablehnenden IV-Entscheid zeitlich korreliert habe (act. G 18 

S. 72f.). Zum letzteren ist immerhin zu erwähnen, dass der IV-Vorbescheid vom 24. 

Februar 2011 datierte, wogegen der Hausarzt im Bericht vom 4. April 2011 angab, die 

Beschwerdeführerin sei ab 9. Februar 2011 zu 100% arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 

34-2). Damit wäre die Arbeitsunfähigkeit zeitlich doch einen halben Monat vor dem 

abweisenden Vorbescheid eingetreten. Dennoch fällt auf, dass die 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit ab Februar 2011 ohne konkrete Beschreibung einer 

Verschlechterung und ohne Diagnoseänderung von Hausarzt Dr. B.___ attestiert wurde, 

während Dr. D.___ diesbezüglich keine echtzeitliche Einschätzung abgegeben hatte.

3.2  Die ZMB-Gutachter stellen darauf ab, dass Dr. D.___ im Bericht vom 25. Juli 2011 

„aktuell“ eine Verschlechterung des psychischen Zustands mit depressiver 

Symptomatik, anhaltender Erschöpfung, dauernden Schlafstörungen, Ameisenlaufen in 

den Fingern, geschwollenen Handballen, Reizbarkeit, Unruhe und Impulsivität 

beschrieben hat (vgl. IV-act. 51-2). Hier wurden auch erstmals die Diagnosen einer 

mittelgradigen depressiven Episode und einer Neurasthenie genannt, weshalb die 

Gutachter von einer erst ab diesem Zeitpunkt belegten Verschlechterung ausgingen. 

Damit übereinstimmend berichtete auch der neue Hausarzt der Beschwerdeführerin, 

Dr. H.___, am 20. Januar 2013 (IV-act. 73-1), dass sich nach vorübergehend etwas 

besserem Befinden ab Juli zunehmend depressive Symptome eingestellt hätten, so 

dass die Beschwerdeführerin vom 5. bis 25. August 2011 in M.___ habe hospitalisiert 

werden müssen. Da Dr. H.___ die Beschwerdeführerin seit Mai 2011 behandelte (IV-

act. 101-1, 79-2 sowie 78, dagegen ein fehlerhaftes Jahr in IV-act.73-1), ist seinen 

Ausführungen mit den ZMB-Gutachtern zu folgen. Damit ist die Annahme im ZMB-

Gutachten bezüglich einer Verschlechterung ab Juli 2011 nachvollziehbar und es ist auf 

sie abzustellen.

3.3  Die von Dr. D.___ diagnostizierte mittelgradig depressive Episode befanden die 

ZMB-Gutachter als überzeugend. Demgegenüber hielten sie eine Neurasthenie für 

nicht gegeben, weil sie die Hauptsymptomatik als Ausdruck von realen psychosozialen 

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Belastungen bei einer verminderten Belastbarkeit auf Grund von fehlenden Ressourcen 

deuteten und nicht als Ausdruck eines innerseelischen Konfliktes. Die Gutachter gingen 

davon aus, dass die Hauptsymptomatik die geklagten Schmerzen darstellten, weshalb 

sie die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung als plausibler erachteten. Die 

Kombination von zwei unterschiedlichen Diagnosen im Spektrum der 

psychosomatischen Erkrankungen hielten sie nicht für sinnvoll. Erst im Jahr 2014 sei 

die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt worden. Diese habe sich sicherlich 

nicht erst zu diesem Zeitpunkt ergeben, sondern habe im Sinne von akzentuierten 

Persönlichkeitszügen bereits vorher bestanden. Die psychiatrische Beurteilung durch 

das ZIMB (mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit 

emotional instabilen und abhängigen Zügen sowie chronifiziertem Ganzkörper-

Schmerzsyndrom, je ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) konnten die ZMB-

Gutachter gut nachvollziehen. Tatsache sei, dass die Beschwerdeführerin trotz dieser 

Fehlentwicklung habe arbeiten können, das bedeute, die Persönlichkeitsaspekte seien 

höchstens angesichts der vermehrten psychosozialen Belastungen (Doppelbelastung, 

finanzielle Belastung) infolge einer verminderten Resilienz von Belang. Auch der 

Ausschluss einer posttraumatischen Belastungsstörung (vgl. IV-act. 127-41) konnte 

von den Gutachtern nachvollzogen werden. Sie begründeten dies damit, dass sich 

keine typische Symptomatik einer posttraumatischen Belastungsstörung finden lasse. 

So fehlten Flashbacks und intrusive Elemente (act. G 18 S. 54f.).

3.4  Die Beschwerdegegnerin bringt gegen das ZMB-Gutachten vor, dass die 

Diskussion zum Beginn und Verlauf der Arbeitsunfähigkeit im ZIMB-Gutachten 

wesentlich ausführlicher und überzeugender daherkomme, weswegen von August 

2013 bis Januar 2015 von einer 50%igen und nicht von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (act. G 23). Die ZIMB-Gutachter leiteten aus dem 

Bericht von Dr. D.___ vom 2. August 2013 ab, dass zum damaligen Zeitpunkt nicht 

mehr eine 100%ige, sondern schätzungsweise eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

vorgelegen haben dürfte. So habe die Psychiaterin ausgeführt, dass durch die 

psychotherapeutischen Gespräche und die Behandlung mit Psychopharmaka eine 

gewisse Stabilisierung des psychischen Zustandsbildes habe erreicht werden können, 

die psychiatrische Spitex habe mittlerweile sistiert werden können. Daher sei ab 

diesem Zeitpunkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht mehr nachvollziehbar (act. G 

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127-59). Dagegen befanden die ZMB-Gutachter diese Einschätzung als nicht 

genügend fundiert. Infolge fehlender anderslautender echtzeitlicher Einschätzungen 

stellten sie auf die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin Dr. D.___ ab, welche ab 

Juli 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf Grund der Depression attestiert hatte 

(vgl. act. G 18 S. 74). Ab dem Gutachten des ZIMB (Februar 2015) habe jedoch eine 

Einschränkung von 30% bestanden. Zur Begründung führten sie aus, dass bei einer 

depressiven Erkrankung sehr wohl Schwankungen der Stimmung möglich seien. 

Insofern lasse sich die von Dr. D.___ attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit von Juli 

2011 bis Februar 2015 mit einer solchen gesundheitlich bedingten Schwankung 

erklären (act. G 18 S. 75f.). Diese Ausführungen der ZMB-Gutachter erscheinen 

nachvollziehbar. So stellten sie darauf ab, was nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt war. Schliesslich war die 

Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 2013 bis 10. April 2014 tagesklinisch behandelt 

worden (vgl. IV-act. 111). Die Annahme einer ab August 2013 durchgehend erhöhten 

Arbeitsfähigkeit auf 50%, wie sie die ZIMB-Gutachter trafen (IV-act. 127-42f.), lässt 

sich damit nicht in Übereinstimmung bringen. Auch aus dem echtzeitlich vorhandenen 

Bericht von Dr. D.___ vom 2. August 2013 geht keine derartige Verbesserung hervor 

(IV-act. 87). 

3.5  Demnach ist mit dem ZMB-Gutachten davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin vom 30. Januar 2010 bis 30. April 2010 zu 100% und ab Mai 2010 

bzw. nach dem stationären Aufenthalt in Bellikon ab Juli 2010 zu 20% arbeitsunfähig 

war. Von Juli 2011 bis Ende Januar 2015 lag eine Arbeitsunfähigkeit in Höhe von 100% 

vor und ab Februar 2015 ist sodann von einer solchen von 30% auszugehen (vgl. act. 

G 18 S. 73f.).

4.   

4.1  Zu prüfen bleibt damit die erwerbliche Auswirkung der festgestellten 

Restarbeitsfähigkeiten.

4.2  Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde im Vergleich zum 

durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn kein überdurchschnittliches Einkommen erzielt hat 

(siehe IV-act. 11) und sie die ihr medizinisch-theoretisch zumutbare 70%ige 

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Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten unbestrittenermassen nicht 

verwertet, ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der 

angefochtenen Verfügung die Vergleichseinkommen gestützt auf die gleiche 

betragliche Grundlage ermittelte (IV-act. 147). Dies führt faktisch zu einem 

Prozentvergleich.

4.3  Hinsichtlich der Festsetzung des Invalideneinkommens verbleibt damit noch die 

Prüfung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

4.4  Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin mit 

Jahrgang 19__ (IV-act. 1) bezüglich Hilfsarbeiten einen Lohnnachteil zu befürchten 

hätte. Damit entfällt ein Abzug vom Tabellenlohn.

4.5  Für die Dauer vom 1. Juli 2011 bis 31. Januar 2015 war die Beschwerdeführerin 

vollständig arbeitsunfähig. Während diesem Zeitraum beträgt der Invaliditätsgrad (nach 

Ablauf des Wartejahres, vgl. nachfolgend E. 4.6) 100%. Ausgehend von einer Erhöhung 

der Arbeitsfähigkeit ab Februar 2015 auf 70% resultiert im Rahmen eines 

Prozentvergleichs ein nicht mehr rentenbegründender Invaliditätsgrad von 30%.

4.6  Gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte 

Personen, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (lit. c). Nachdem das Wartejahr bei der 

Beschwerdeführerin somit am 1. Oktober 2011 abgelaufen ist (von 1. Oktober 2010 bis 

30. Juni 2011 bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 20% und von 1. Juli bis 30. 

September 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%), hat sie einen befristeten Anspruch 

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auf eine ganze Rente mit Beginn ab 1. Oktober 2011 (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 27. August 2015, IV 2013/162). Auf die rückwirkende 

Zusprache einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente sind die für die 

Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV) analog 

anzuwenden (BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis, BGE 109 V 125 E. 4a). Wird 

rückwirkend eine derartige Rente zugesprochen, sind daher einerseits der Moment des 

Rentenbeginns und andererseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a 

Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die 

massgebenden zeitlichen Vergleichsgrössen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

November 2010, 8C_468/2010, E. 2 sowie vom 25. Mai 2010, 8C_834/2009, E. 2 mit 

Hinweis). Ist auf Grund eines Gutachtens überwiegend wahrscheinlich, dass sich der 

Gesundheitszustand verbessert hat, nicht aber ersichtlich, in welchem Zeitpunkt diese 

Besserung stattgefunden hat, so kann es sich rechtfertigen, die Rente bereits auf den 

Zeitpunkt des Gutachtens hin herabzusetzen oder aufzuheben (Urteil vom 10. Februar 

2012, 8C_670/2011, E. 4.1 mit Hinweisen). Vorliegend besteht somit ein befristeter 

Anspruch auf eine ganze Rente vom 1. Oktober 2011 bis 31. Januar 2015.

5.   

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als 

die Verfügung vom 27. August 2015 aufgehoben und der Beschwerdeführerin für die 

Dauer vom 1. Oktober 2011 bis 31. Januar 2015 eine ganze Rente zugesprochen wird. 

Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Auf Grund der Einholung eines 

Gerichtsgutachtens und des damit verbundenen Zusatzaufwands erscheint eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Der unterliegenden Beschwerdegegnerin sind die Gerichtskosten in der 

Höhe von Fr. 1'000.-- aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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5.3  Die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 19'943.20 (act. G 20) hat die 

Beschwerdegegnerin zu tragen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2).

5.4  Gemäss Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat die obsiegende beschwerdeführende 

Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint wegen des im Zusammenhang mit dem Gerichtsgutachten 

verbundenen Mehraufwands eine Parteientschädigung Fr. 4'500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 27. August 2015 

aufgehoben. Der Beschwerdeführerin wird für die Dauer vom 1. Oktober 2011 bis 31. 

Januar 2015 eine ganze Rente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie 

zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 19'943.20 zu 

bezahlen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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4.   

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.05.2017
	Art. 28 IVG. Beweiswürdigung. Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im Verlauf. Das vom Gericht eingeholte Gutachten ist beweistauglich. Es besteht ein befristeter Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2017, IV 2015/309).

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