# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 670f8f38-164e-572b-a122-a4c580ee4bc4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1994 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1994-14_0000-00-00.pdf

## Full Text

14 - Fristwahrung bei der Leistung von Kostenvorschüssen 
(Art. 59 ZPO). Bei der Benützung des Sammelauftrags- 
dienstes der PTT gilt im kantonalen Verfahren - ebenso
wie im bundesgerichtlichen Verfahren nach der neuen 
Rechtsprechung zu Art. 32 OG (vgl. BGE 118 lb 220) -die 
Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses (nur) als ein- 
gehalten, wenn als Fälligkeitsdatum auf dem Datenträ- 
ger spätestens der letzte Tag der vom Gerichtspräsiden- 
ten festgesetzten Nachfrist (Art. 39 ZPO) bestimmt und 
der Datenträger innerhalb dieser Frist der schweizeri- 
schen Post übergeben wurde.

ZF 15/93 Urteil vom 17. Januar 1994

1 5 - Berufung; massgebender Streitwert (Art. 218 ZPO). 
Massgebend ist der im Zeitpunkt der Ausfällung des an- 
gefochtenen Urteils noch vorhandene Streitwert unter 
Abrechnung der im Laufe des Verfahrens fallengelasse- 
nen oder anerkannten Begehren.

Erwägungen:
a) Nach Art. 218 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO 

unterliegen Urteile der Bezirksgerichte in vermögensrechtlichen Streitigkei- 
ten im Betrage von über Fr. 8000.- der Berufung an das Kantonsgericht. 
Massgebend ist hierbei nach allgemeiner schweizerischen Lehre - welcher 
auch das Kantonsgericht folgt - der im Zeitpunkt der Ausfällung der 
angefochtenen Entscheidung noch vorhandene Streitwert, unter Abrech- 
nung der im Laufe des Verfahrens fallengelassenen oder anerkannten Be- 
gehren (PKG 1973 Nr. 5; BGE 96 I 697 betreffend aZPO; Guldener M., 
Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., S. 112 FN 27; Sträuli/Messmer, 
Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, § 18, N 3; Vogel 0., 
Grundriss des Zivilprozessrechts, 3. Aufl., Bern 1992, 13 N 53 f.) . Steht 
einer Forderungsklage eine Widerklage gegenüber, ist für die Berufungsfä- 
higkeit des Urteils der höhere der beiden Streitwerte massgebend (Art. 218 
Abs. 3 ZPO).

b) Von der ursprünglichen Klage in der Höhe von Fr. 9250.- (Fr. 
4100.- + Fr. 5150.-) hat der Beklagte während des erstinstanzlichen Ver- 
fahrens ausdrücklich einen Betrag über Fr. 4800.- und einen solchen über 
Fr. 350.- anerkannt (vgl. Prozessantwort vom 29. August 1992, S. 7) . 
Demnach war im Zeitpunkt der Ausfällung der erstinstanzlichen Entschei- 
dung noch eine Summe von Fr. 4100.- strittig. Das Bezirksgericht hat in

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