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**Case Identifier:** cfb63c29-675e-5305-a2e5-bcb3d3d6e1fa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 18.08.2011 I/1-2010/137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-137_2011-08-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/137

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 26.02.2020

Entscheiddatum: 18.08.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18.08.2011
Art. 13 StG (sGS 811.1). Die Steuerbehörde nahm zu Recht einen 
steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen an, da die geltend 
gemachte Verlegung des Lebensmittelpunktes eines Ehepaars in den 
Kanton Graubünden nicht nachgewiesen wurde 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. August 2011, I/
1-2010/137).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Häberli

X und Y Z, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Steuerpflicht 2007

Sachverhalt:

A.- Y (Jahrgang 1949) und X (Jahrgang 1943) Z zogen im Jahr 1981 nach A, Gemeinde 

B SG. Dort wohnten sie im Einfamilienhaus des Ehemanns an der E-Strasse. Dieser ist 

ebenfalls Eigentümer von drei Liegenschaften in C ZH, die vermietet sind. X Z ist 

gemäss eigenen Angaben seit dem 1. August 2001 pensioniert. Y Z ist gemäss eigenen 

Angaben selbständig erwerbstätig und betreibt die Einzelfirma Z Consulting, verwaltet 

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drei Liegenschaften in C ZH sowie zwei Liegenschaften in A, führt Renovations- und 

Unterhaltsarbeiten durch und ist in zwei KMU's im Sekretariat und Rechnungswesen 

tätig. Aus dieser selbständigen Erwerbstätigkeit erzielte sie gemäss Angaben in den 

Steuererklärungen des Kantons Graubünden ein Einkommen von Fr. 18'593.-- im Jahr 

2007 und Fr. 9'825.-- im Jahr 2008.

Am 17. März 2006 kauften die fünf Kinder des Ehepaars (W - Jahrgang 1973, V - 

Jahrgang 1974, U - Jahrgang 1977, T und S - beide Jahrgang 1979) eine 4 ½-

Zimmerwohnung an der F-Strasse in D GR. Per 6. November 2007 meldete sich das 

Ehepaar in B nach D an die F-Strasse ab.

B.- Mit Verfügung vom 31. März 2008 stellte das kantonale Steueramt fest, Y und X Z 

seien ab dem 1. Januar 2007 in B unbeschränkt steuerpflichtig. Gegen diese 

Feststellungsverfügung erhob das Ehepaar Einsprache. Am 30. Mai 2009 reichten Y 

und X Z auf Aufforderung des Steueramts zusätzliche Unterlagen ein. Mit Entscheid 

vom 8. Juni 2010 wies das Steueramt die Einsprache ab und stellte fest, dass sich der 

Lebensmittelpunkt und damit der steuerrechtliche Wohnsitz von Y und X Z per Ende 

2007 und damit für das ganze Jahr 2007 in A befunden hätten.

C.- Gegen den Einsprache-Entscheid reichten Y und X Z am 15. Juli 2010 Rekurs bei 

der Verwaltungsrekurskommission ein. Sie beantragten die Gutheissung der 

Einsprache und die Aufhebung der Feststellungsverfügung sowie des Einsprache-

Entscheids, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

Mit Vernehmlassung vom 4. Oktober 2010 beantragte die Vorinstanz die kostenfällige 

Abweisung des Rekurses. Am 21. Oktober 2010 nahmen die Rekurrenten Einsicht in 

die Akten und am 25. Oktober 2010 reichten sie eine zusätzliche Stellungnahme ein.

D.- Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

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Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 15. Juli 2010 ist rechtzeitig eingereicht 

worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist 

einzutreten.

2.- Anfechtungsobjekt ist der Einsprache-Entscheid vom 8. Juni 2010 über die 

Feststellung der subjektiven Steuerpflicht für das Steuerjahr 2007 im Kanton St. Gallen. 

Nach der Rechtsprechung zum interkantonalen Doppelbesteuerungsverbot im 

interkantonalen Verhältnis ist die Frage, ob eine natürliche Person einer kantonalen 

Steuerhoheit unterworfen ist, in einem besonderen Vorverfahren zu entscheiden. Ein 

solcher Vorentscheid über eine streitige Steuerpflicht beziehungsweise eine 

Feststellungsverfügung betreffend den steuerlichen Wohnsitz einer natürlichen Person 

ist gemäss konstanter Praxis selbständig anfechtbar (GVP 1982 Nr. 35).

3.- Streitig ist, ob die Rekurrenten in der Steuerperiode 2007 im Kanton St. Gallen 

beziehungsweise in der Gemeinde B unbeschränkt steuerpflichtig sind.

a) Die Vorinstanz führt in der Feststellungsverfügung und im Einsprache-Entscheid im 

Wesentlichen aus, für eine Steuerpflicht in B sprächen diverse Indizien. Der Ehemann 

sei Eigentümer eines Einfamilienhauses an der E-Strasse in A mit 224 m  Nutzfläche 

sowie einer Doppelgarage. Im Erdgeschoss befänden sich total vier Zimmer und im 

Obergeschoss ein weiteres. Der Jahres-Stromverbrauch habe in den Jahren 2005 bis 

2009 konstant durchschnittlich 8'600 kWh betragen. Eine Verringerung des 

Stromverbrauchs aufgrund des behaupteten Auszugs sei nicht ersichtlich. Im Vergleich 

dazu zeige sich für die Wohnung in D ein geringer Stromverbrauch von 1'509 kWh. Bei 

einer Verlegung des Wohnsitzes nach D müsste dort der Stromverbrauch seit Ende 

2007 ansatzweise gleich hoch sein wie in A und nicht fünfmal geringer. Der Rekurrent 

habe zudem am 7. Februar 2008 bei der Gemeinde B telefonisch beantragt, dass die 

Stromrechnung für die Liegenschaft in A wieder an die Adresse in A und nicht mehr 

nach D geschickt werde, weil er sich oft an der E-Strasse aufhalte. Die Stromrechnung 

vom 9. April 2008 laute auf "X Z, E-Strasse, A". Alle weiteren Indizien zeigten ebenfalls 

auf, dass die Rekurrenten im Jahr 2007 keinen Wohnsitz in D begründet hätten. Eine 

am 21. Januar 2008 eingereichte Beschwerde an das Verwaltungsgericht nenne als 

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Anschrift der Beschwerdeführer "E-Strasse, A". Auf Seite 3 der Beschwerde werde 

ausgeführt: "Die Beschwerdeführer wohnen in einer dem Beschwerdeführer 

gehörenden Liegenschaft in A". Die Beschwerde sei von S Z, einer Tochter der 

Rekurrenten, verfasst worden. Beide Fahrzeuge seien im ganzen Jahr 2007 mit St. 

Galler Nummernschildern eingelöst gewesen. Die Kontrollschilder seien erst am 24. 

April 2008 beim Strassenverkehrsamt deponiert worden. Als Zustelladresse bei der 

Post sei immer noch die E-Strasse in A registriert. Es gebe keine Adressumleitung nach 

D. Die Tageszeitung (St. Galler Tagblatt) sei sicher bis am 26. Februar 2008 an die 

Rekurrentin an der Adresse in A zugestellt worden. Die Steuererklärung 2006 sei mit 

Ort und Datum: "A, 28. März 2008" am 31. März 2008 unfrankiert in den Briefkasten 

der Gemeinde B eingeworfen worden. Briefkasten und Glocke in D seien beschriftet mit 

W. Z. Eigentümer der 4 ½ Zimmerwohnung in D seien die fünf Kinder. Gemäss 

Mietvertrag würden die Rekurrenten dafür einen monatlichen Mietzins inklusive 

Nebenkosten von Fr. 1'400.-- bezahlen. Die Adresse in D sei als eine Ferienwohnung 

anzusehen. Schliesslich spreche auch die Weigerung der Rekurrenten, ihre Bankbelege 

und Kreditkartenauszüge offenzulegen, eine klare Sprache. Damit oder auch mit 

Einkaufsauszügen von Bonusprogrammen (z.B. Migros Cumulus) hätten sie 

nachweisen können, dass der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen ab Herbst 2007 in D 

und nicht mehr in A gelegen hätte.

In der Einsprache sowie im Rekurs wird geltend gemacht, in der Liegenschaft an der E-

Strasse in A wohne die Tochter der Rekurrenten, U Z. Bei der Abmeldung sei beantragt 

worden, die Rechnungsanschrift der Stromrechnung auf die Tochter zu ändern. Dass 

dies nicht passiert sei, sei ein Fehler der Gemeindeverwaltung. Keinesfalls habe der 

Rekurrent in einem Schreiben oder Telefongespräch der Gemeinde gegenüber 

erwähnt, er halte sich oft an der E-Strasse in A auf, wie die Vorinstanz dies behaupte. 

Die Motorfahrzeuge seien seit April 2008 im Kanton Graubünden eingelöst (GR 00000). 

Der Kanton St. Gallen habe dadurch weitere fünf Monate von der Motorfahrzeugsteuer 

profitiert. Eine Adressumleitung bei der Post erübrige sich, da die meiste Post 

heutzutage via E-Mail laufe und weil die Tochter U sicherstelle, dass wichtige Post 

umadressiert und weitergeleitet werde. Das St. Galler Tagblatt sei bis zum 

Abonnements-Ende der Tochter U überlassen worden. Dass nur noch die Tochter U in 

A wohne und die Rekurrenten nicht mehr, lasse sich unter anderem auch am Wasser- 

und Stromverbrauch der Aer Liegenschaft feststellen; der Wasserverbrauch sei nach 

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dem Wohnsitzwechsel um 20-28%, der Stromverbrauch um 10-18% gesunken. Der 

Stromverbrauch in der Wohnung in D sei normal, da kein Elektroboiler mehr betrieben 

werde, und die Stromrechnung für Allgemeinstrom und die Heizung an die 

Liegenschaftsverwaltung gehe. Zudem habe ein Ehepaar im Pensionsalter infolge der 

neuen Lebensgewohnheiten nicht mehr denselben Energieverbrauch wie Jüngere. Die 

Verteilung der Zahlungen und Barbezüge zeige ebenfalls, dass A nicht mehr Wohnsitz 

der Rekurrenten sei. In A seien nur wenige Barbezüge und Zahlungen gemacht worden. 

In der Beschwerde ans Verwaltungsgericht sei noch die alte Adresse aufgeführt 

worden. Dies rühre daher, dass es sich um ein laufendes Verfahren handle, in welchem 

nicht sofort jede Adressänderung der Mandanten nachgeführt werde, da ein Anwalt 

davon ausgehen dürfe, dass diesbezügliche Post ausnahmslos ihm zugestellt werde 

und nicht seinen Mandanten. Zudem sei die Beschwerde von einer Praktikantin 

verfasst worden, welche versehentlich die Adresse in A weitergeführt habe, anstatt 

diese durch die D-Adresse auszuwechseln. Ebenso sei betreffend Wohnsitz nicht 

relevant, dass die Steuererklärung 2006 von den Rekurrenten in den 

Gemeindebriefkasten in A eingeworfen worden sei. An diesem Tag hätten sie die 

Enkelkinder aus A nach D geholt. Die Wohnung in D sei keine Ferien-, sondern eine 

Familienwohnung. Die Feststellungsverfügung hätten die Rekurrenten am 1. April 2008 

in D entgegengenommen. Die Ehefrau sei selbständigerwerbend mit Geschäftssitz in D. 

Dies spreche ebenfalls dafür, dass der Wohnsitz nach D verlegt worden sei. Der 

Wohnsitz des Ehemanns als verheirateter nicht erwerbstätiger Rentner sei wohl eher 

bei seiner selbständigerwerbenden Ehefrau in D, als bei seiner verheirateten Tochter in 

A. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung würden für Steuerpflichtige im 

Pensionsalter andere Bestimmungen gelten als für Nicht-Pensionierte.

Dem hält die Vorinstanz in der Vernehmlassung entgegen, die 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde enthalte die Vertreteradresse "lic.iur. S Z, 

Rechtsanwältin, G-Strasse, H". S Z habe das Anwaltspatent im Jahr 2007 erworben. Im 

Zeitpunkt der Eingabe sei sie damit offensichtlich bereits Rechtsanwältin und nicht 

mehr Praktikantin gewesen. Zudem habe sie als Tochter der Rekurrenten aus erster 

Hand gewusst, wo diese ihren Wohnsitz hätten. Zu den Barbezügen und Zahlungen 

hätten die Rekurrenten auch im Rekursverfahren keinerlei Belege eingereicht. Die von 

ihnen selbst erstellte Auflistung zeige auf, dass an den übrigen Orten - wozu auch I zu 

zählen sei - die meisten Zahlungen und Barbezüge getätigt worden seien.

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Dazu führen die Rekurrenten in der Stellungnahme ergänzend aus, die 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei von der damaligen Rechtspraktikantin der 

Advokatur G in H geschrieben worden. Rechtsanwältin S Z habe unterschrieben, da die 

Rechtspraktikanten nicht in allen Kantonen zugelassen seien. Bei der Korrekturlesung 

habe S Z die falsche Adresse übersehen. Das Auflegen von Barbezügen und 

Zahlungen würde einen grossen Aufwand bedeuten, der sich vorliegend nicht 

rechtfertigen lasse, zumal auch viele Barzahlungen erfolgt seien, welche in der 

Auflistung gar nicht enthalten seien. Ausserdem sei nicht entscheidend, an welchem 

Ort wieviel bezogen und bezahlt worden sei, denn die Bezüge liessen nicht die 

Schlussfolgerung zu, dass sie auch dort übernachtet hätten, wo sie eingekauft hätten, 

sonst hätten sie viele Schlaforte (D, L, C ZH, I, A, J, K, H etc.). Der Ehemann sei im 

Pensionsalter und die Ehefrau Einzelunternehmerin. Beide könnten sich in der Schweiz 

frei bewegen und reisen. Von D nach I seien es mit dem Auto lediglich 60 Minuten 

Fahrzeit, nach C ZH lediglich 50 Minuten, was weder ein Übernachten in C ZH noch in I 

noch A erfordere. Entscheidend seien Kriterien wie Mietvertrag und 

verbrauchsabhängige Nebenkosten, also Wasser- und Stromverbrauch. Der 

Stromverbrauch im Jahr 2005 sei sogar um 35,1% höher als im Jahr 2008. Dies belege 

klar, dass der Aufenthalt in A sich stetig reduziert habe. Sie betrieben seit langem ihr 

Büro in D, wohnten nun definitiv in D und die Tochter U mit ihrer vierköpfigen Familie 

sei Mieterin der Liegenschaft an der E-Strasse in A.

b) Nach Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche Personen im Kanton St. Gallen aufgrund 

persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig, wenn sie ihren 

steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton haben. Eine Person hat 

steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden 

Verbleibens aufhält bzw. wenn sich hier der Mittelpunkt ihres Lebensinteresses, ihrer 

persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse befindet (vgl. ASA 63 S. 839 E. 2a; BGE 

125 I 54 E. 2). Der Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach der Gesamtheit der 

objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich die ideellen (Angehörige, Freundes- 

und Bekanntenkreis) und materiellen Lebensinteressen erkennen lassen, nicht nach 

bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person; auf die gefühlsmässige 

Bevorzugung eines Ortes kommt es nicht an. Der steuerliche Wohnsitz ist insofern 

nicht frei wählbar (BGE 132 I 29 E. 4.1; BGE 125 I 54). Keine entscheidende Bedeutung 

kommt diesbezüglich dem polizeilichen Domizil zu. Das Hinterlegen der Schriften und 

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Ausüben der politischen Rechte bilden - zusammen mit dem übrigen Verhalten der 

betreffenden Person - blosse Indizien für den steuerrechtlichen Wohnsitz (vgl. BGE 123 

I 289 E. 2a). Für die Bestimmung des Steuerdomizils ist auf die wirklichen Lebens- und 

Wirtschaftsverhältnisse abzustellen (Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: 

Doppelbesteuerung, Band 2 § 3, I A, 1 Nr. 3). Die Wohnsitzfolge ist mithin an die 

Erfüllung zweier Erfordernisse geknüpft: eines objektiven, äusseren: des Aufenthalts, 

und eines subjektiven, inneren: der Absicht dauernden Verbleibens (Locher, a.a.O., § 3, 

I A, 1 Nr. 16). Halten sich die Steuerpflichtigen abwechslungsweise an zwei 

verschiedenen Orten auf, so ist die Frage, zu welchem der Aufenthaltsorte die 

stärkeren Beziehungen unterhalten werden, jeweils aufgrund der Gesamtheit der 

Umstände des Einzelfalls zu beurteilen. Der Wechsel von einem früheren hin zu einem 

neuen Wohnsitz ist dann vollzogen, wenn die Absicht des dauernden Verbleibs am 

neuen Wohnort tatsächlich gelebt und durch diesen Aufenthalt eine Verschiebung des 

Lebensmittelpunktes stattfindet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.186/2004 vom 15. 

Februar 2005 E. 2.3 mit Hinweisen; VerwGE B 2010/248 vom 26. Januar 2011 E. 2.1, 

in: www.gerichte.sg.ch).

Nach der allgemeinen Beweislastregel im Steuerrecht trägt die Veranlagungsbehörde 

gemäss konstanter Rechtsprechung die Beweislast für steuerbegründende oder 

steuererhöhende Tatsachen, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für 

Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (GVP 1980 Nr. 6). Die 

Voraussetzungen der Besteuerung, wie der steuerrechtliche Wohnsitz, der die 

persönliche steuerrechtliche Zugehörigkeit begründet, sind somit von der 

Veranlagungsbehörde nachzuweisen (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser 

durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Auflage 1999, S. 380). Dieser Hauptbeweis gilt 

dabei in der Regel als erbracht, wenn der von der Steuerbehörde angenommene 

Wohnsitz im Kanton als sehr wahrscheinlich erscheint. Diesfalls bleibt es Sache des 

Pflichtigen, den Gegenbeweis für den steuerlichen Wohnsitz ausserhalb des Kantons 

zu erbringen (StE 1992 B 11.1 Nr. 11; M. Arnold, Der steuerrechtliche Wohnsitz 

natürlicher Personen im interkantonalen Verhältnis nach der neueren 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung, in: ASA 68, S. 463 f.). Eine Steuerpflicht gilt dann 

als sehr wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits seit längerer Zeit 

unangefochten in diesem Kanton befand. Im Zweifel, d.h. wenn der Nachweis der 

Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist, ist das bisherige Domizil als fortbestehend zu 

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betrachten. Der Wille zur Wohnsitzverlegung genügt jedenfalls nicht zur Begründung 

des neuen steuerrechtlichen Wohnsitzes; dieser muss vielmehr in die Tat umgesetzt 

sein, d.h. der Pflichtige muss für die betreffende Zeit den Mittelpunkt seiner 

Lebenstätigkeit schon an den neuen Ort verlegt haben (vgl. Locher, a.a.O., § 3, I A, 2b 

Nr. 4; Urteil des Bundesgerichts 2P.203/2006 vom 1. März 2007 E. 2.3 mit Hinweisen; 

2P.186/2004 vom 15. Februar 2005 E. 2.3). Als Beweismittel des Steuerpflichtigen 

dienen in erster Linie mündliche oder schriftliche Auskünfte des Steuerpflichtigen, 

welche - soweit möglich - zu belegen sind. Daneben können auch Auskünfte und 

Bescheinigungen von Drittpersonen oder Amtsberichte beigezogen werden (Arnold, 

a.a.O., S. 461 mit weiteren Hinweisen).

c) Die Rekurrenten wohnen seit 1981 in der Gemeinde B in einem dem Ehemann 

gehörenden Einfamilienhaus, welches sich bis zum heutigen Zeitpunkt in dessen 

Eigentum befindet und den Rekurrenten als Wohnmöglichkeit zur Verfügung steht. Eine 

Vermietung, welche eine Nutzung durch die Rekurrenten ausschliessen würde, wurde 

von den Rekurrenten nicht belegt. Zwar wird von ihnen geltend gemacht, das Haus 

werde an die Tochter U vermietet. Einen Mietvertrag haben sie aber nicht eingereicht. 

Somit gilt für das Jahr 2007 der Lebensmittelpunkt in A als sehr wahrscheinlich und es 

besteht die natürliche Vermutung eines steuerrechtlichen Wohnsitzes der Rekurrenten 

in B. Bei dieser Ausgangslage ist es nicht am Kanton St. Gallen, das Weiterbestehen 

des Hauptsteuerdomizils in seinem Kanton darzutun, sondern vielmehr an den 

Rekurrenten, die Verlegung des Hauptsteuerdomizils nachzuweisen.

aa) Fest steht, dass sich die Rekurrenten per 6. November 2007 in B nach D 

abmeldeten. Das Verlegen der Schriften genügt aber nicht als Beweis für die 

Verschiebung des Lebensmittelpunkts von A weg nach D. Entscheidend sind die 

tatsächlich gelebten Verhältnisse. Die Rekurrenten reichten Unterlagen ein, welche 

belegen, dass sie ab 1. Oktober 2007 Mieter einer 4 ½-Zimmerwohnung in D waren, 

welche ihren Kindern gehört (Beilage zu act. 6/13). Dies kann als Indiz für eine 

Wohnsitzverlegung gewertet werden. Allerdings ist dies ein Mietvertrag unter 

Familienangehörigen, und die Rekurrenten haben nicht nachgewiesen, dass tatsächlich 

Mietzinszahlungen geflossen sind. Unbestritten ist zudem, dass sich die Rekurrenten 

auch nach der Abmeldung sowohl in A als auch in D aufhielten. Zu prüfen bleibt 

deshalb, ob die Absicht, ihren Lebensmittelpunkt nach D zu verlegen, im Jahr 2007 

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verwirklicht wurde. Dazu ist auf die tatsächlichen Beziehungen zu beiden Orten 

abzustellen.

bb) Die Rekurrenten machen einen seit dem Jahr 2005 sinkenden Strom- und 

Wasserverbrauch geltend und belegen dies mit Rechnungen (vgl. act. 6/4, 6/5 und 

6/13). Der Stromverbrauch betrug im Kalenderjahr (1.1.-31.12.) 2005 10'386 kWh , im 

Kalenderjahr 2006 8'857 kWh, im Kalenderjahr 2007 8'320 kWh und im Kalenderjahr 

2008 noch 7'932 kWh (vgl. act. 6/5). Der Wasserverbrauch war in den Jahren 2005 und 

2006 höher als in den Jahren 2007 und 2008, stieg jedoch im Jahr 2009 wieder leicht 

an. Allein damit kann aber der Umzug nach D nicht bewiesen werden. Grundsätzlich 

können sowohl Wasser- als auch Stromverbrauchszahlen zur Abklärung des 

tatsächlichen Wohnsitzes nur hilfreich sein, wenn zwei sehr ähnliche Liegenschaften 

verglichen werden. So können z.B. die Verbrauchszahlen ein und desselben Hauses 

vor und nach einem behaupteten Wegzug verglichen werden, jedoch nur unter der 

Bedingung, dass sich ausser dem Wegzug der fraglichen Personen die Bewohner des 

Hauses nicht verändert haben. Die Verbrauchszahlen der Liegenschaft in A waren nach 

der Abmeldung immer noch so hoch, dass davon ausgegangen werden muss, das 

Einfamilienhaus stehe nicht leer. Gemäss Ausführungen der Rekurrenten ist dies auch 

so. Ihre Tochter U wohne mit ihrer vierköpfigen Familie im Haus zur Miete. Ob die 

Familie der Tochter bereits vor dem Wegzug der Rekurrenten mit diesen zusammen 

das Einfamilienhaus bewohnt hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich. Wie bereits oben 

erwähnt, haben die Rekurrenten keinen diesbezüglichen Mietvertrag eingereicht. 

Ebenso ist nicht bekannt, bis wann noch andere Kinder der Rekurrenten im Haus 

gewohnt haben. Dass die Verbrauchszahlen des Einfamilienhauses jedoch höher sind 

als diejenigen der 4 ½-Zimmerwohnung in D, ergibt sich bereits aus den räumlichen 

Gegebenheiten. Daraus kann somit auch nicht abgeleitet werden, die Rekurrenten 

hätten ihren Wohnsitz nicht nach D verlegt. Der hohe Wasserverbrauch in der Zeit von 

September 2005 bis August 2006 wird von den Rekurrenten mit einem Leck im Pool 

begründet. Es ist daher durchaus möglich, dass dieses Leck bereits in der Zeit davor 

einen höheren Wasserverbrauch verursacht hat und die Zahlen nach Beseitigung des 

Lecks, also ab August 2006, den Normalverbrauch darstellen. Die Verbrauchszahlen 

können damit im vorliegenden Fall nichts zur Klärung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 

beitragen. Weiter machen die Rekurrenten eine höhere Anzahl an Kartenbezügen in D 

als in A geltend. Dazu reichten sie eine von ihnen selbst erstellte Auflistung ein (act. 

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6/6). Sie weigerten sich aber, Bankauszüge einzureichen, welche diese Auflistung 

belegen würden. Die Aufstellung über die Geldbezüge ist daher nicht überprüfbar. 

Zudem umfasst die Auflistung einen Zeitraum ab Januar 2008, entscheidend für die 

Steuerpflicht im Jahr 2007 wären aber die Bezüge von November und Dezember 2007. 

Auch aus dieser Auflistung lässt sich somit nichts zugunsten einer Verlegung des 

Wohnsitzes nach D ableiten. Das von den Rekurrenten geltend gemachte ideale 

Umfeld für die sportlichen Aktivitäten des Ehemanns als Vereinsmitglied des Skiclubs C 

ZH sind typische Argumente, um sich eine Ferienwohnung an einem Wintersportort zu 

halten, können jedoch ebenfalls keinen neuen Lebensmittelpunkt begründen. 

Schliesslich ist die von der Ehefrau geltend gemachte selbständige Erwerbstätigkeit 

nicht an den Ort D gebunden. Vielmehr wird sie sich oft am Ort der Liegenschaften 

aufhalten, die sie verwaltet, also in C ZH sowie in A. Belege zu dieser selbständigen 

Erwerbstätigkeit, aus denen ein Geschäftssitz in D erkennbar wäre, wurden von den 

Rekurrenten nicht eingereicht. Dass die Versicherungspolicen die Adresse in D tragen 

und die Personenwagen im Kanton Graubünden eingelöst sind, erscheint als Folge der 

Schriftenverlegung und kann daher nicht als Indiz für die Wohnsitzverlegung betrachtet 

werden. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass die Kontrollschilder von den Rekurrenten 

erst am 24. April 2008 beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt deponiert wurden. 

Die Ummeldung der Fahrzeuge in den Kanton Graubünden fand also erst zu diesem 

Zeitpunkt statt. Fahrzeuge müssen aber in dem Kanton zugelassen sein, in welchem 

sie ihren Standort haben, was in den meisten Fällen mit dem Wohnsitz des Halters 

übereinstimmt (vgl. Art. 77 der Verkehrszulassungsverordnung, SR 741.51, abgekürzt: 

VZV). Eine Tatsache, welche eine Änderung oder Ersetzung eines Fahrzeugausweises 

und damit bei einer Verlegung des Wohnsitzes auch der Kontrollschilder erfordert, ist 

innert 14 Tagen zu melden (vgl. Art. 74 Abs. 5 VZV). Die Rekurrenten hätten die 

Kontrollschilder also innert 14 Tagen nach ihrem Umzug beim Strassenverkehrsamt St. 

Gallen deponieren müssen. Dass sie dies nicht getan haben, kann als Indiz gegen die 

Verlegung des Wohnsitzes im Jahr 2007 gewertet werden.

cc) Den Rekurrenten gelingt somit der Nachweis für einen vor dem 31. Dezember 2007 

erfolgten Wohnsitzwechsel nicht, da sie keine bis zu diesem Datum erfolgte Verlegung 

des Lebensmittelpunkts an einen neuen Ort belegen können. Die familiären 

Beziehungen sprechen weder für den einen noch für den anderen Ort. Die beiden 

Töchter U und V wohnen in A, der Sohn W und die Tochter S in D. Es ist jedoch davon 

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auszugehen, dass die Rekurrenten in den über 26 Jahren, in denen sie in der 

Gemeinde B wohnten, in dieser Umgebung zahlreiche soziale Kontakte geknüpft 

haben, die sie auch heute noch unterhalten. Hinzu kommt die in der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. Januar 2008 aufgeführte Adresse der 

Rekurrenten in A sowie die explizite Sachdarstellung, wonach die Beschwerdeführer in 

der Liegenschaft in A wohnen. Die Beschwerde wurde von der Tochter der Rekurrenten 

als deren Anwältin unterzeichnet. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob die Eingabe von 

einer Rechtspraktikantin formuliert wurde. Unterschrieben hat sie die Tochter der 

Rekurrenten. Dieser hätte eine falsche Adresse so kurz nach einem Umzug der Eltern 

auffallen müssen. Entscheidend ist aber insbesondere, dass die Rekurrenten in den 

Steuererklärungen 2007 und 2008 des Kantons Graubünden auf dem Formular 

"Liegenschaften" ankreuzten, die Liegenschaft in A sei dauernd selbstbewohnt (vgl. 

jeweils Beilage zu act. 11/I-1 und 11/I-2). Deshalb muss für das Jahr 2007 von einem 

Fortbestehen des bisherigen Wohnsitzes in A ausgegangen werden.

d) Insgesamt steht damit fest, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz der Rekurrenten 

für das Jahr 2007 in der Gemeinde B befunden hat und sie dort unbeschränkt 

steuerpflichtig sind. Der Rekurs ist daher abzuweisen.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von den 

Rekurrenten zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Rekurrenten bezahlen die amtlichen Kosten von Fr. 800.-- unter

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 800.--.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 18.08.2011
	Art. 13 StG (sGS 811.1). Die Steuerbehörde nahm zu Recht einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen an, da die geltend gemachte Verlegung des Lebensmittelpunktes eines Ehepaars in den Kanton Graubünden nicht nachgewiesen wurde (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 18. August 2011, I/1-2010/137).

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