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**Case Identifier:** 952495d3-fd99-56f1-8600-85c2a2090077
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.08.2014 200 2014 450
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-450_2014-08-12.pdf

## Full Text

200 14 450 IV
ACT/IMD/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. August 2014

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1957 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) wurde durch ihre Arbeitgeberin am 25. November 2010 bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zur Früherfassung gemeldet 
(Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Die Anmeldung bei der IV unter Hin-
weis auf einen psychischen Zusammenbruch erfolgte im Februar 2011 (AB 
7). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm 
Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht vor und veranlass-
te eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. D.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Gutachten vom 11. Dezember 
2013; AB 71.1). Mit Vorbescheid vom 13. Januar 2014 (AB 72) stellte die 
IVB die Abweisung des Leistungsgesuchs mangels einer invalidenversiche-
rungsrechtlich relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigung in Aussicht. 
Nach Rückfrage beim Gutachter bezüglich eines im Rahmen des Einwand-
verfahrens eingereichten Berichts der behandelnden Psychologin (AB 74, 
79.1) verfügte die IVB am 28. März 2014 wie vorgesehen (AB 81).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch den B.________, lic. iur. 
C.________, mit Eingabe vom 14. Mai 2013 Beschwerde. Sie beantragt die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Vornahme weiterer me-
dizinischer Abklärungen. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, 
auf das Gutachten von Dr. med. D.________ könne nicht abgestellt wer-
den, da es nicht schlüssig sei. Im Weiteren ersucht sie um Erteilung der 
unentgeltlichen Rechtspflege. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2014 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. Sie macht geltend, das Gutachten von 
Dr. med. D.________ erfülle die Anforderungen bezüglich Beweiswert, 
womit darauf abgestellt werden könne.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. März 2014 (AB 81). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung: Die Beschwerdegegnerin hat sämtliche Leistungen abgewiesen 
(AB 81), während die Beschwerdeführerin sinngemäss sowohl eine Rente 
als auch berufliche Eingliederungsmassnahmen beantragt (Beschwerde, S. 
5 unten).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 

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verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkun-
gen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störungen 
und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger 
stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krank-
heitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des Spitals E.________ vom 20. Dezember 2010 (AB 10 
S. 11 ff.) bezüglich einer stationären Abklärung und Behandlung vom 
2. November bis zum 17. Dezember 2010 wurden – soweit hier interessie-
rend – eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 
Episode (ICD-10: F33.1), und eine undifferenzierte Somatisierungsstörung 
(ICD-10: F45.1) diagnostiziert. Es wurde ausgeführt, die Patientin leide seit 
ca. zwei Jahren unter rezidivierenden depressiven Episoden bei zuneh-
mender Überforderung am Arbeitsplatz. Vom 2. November bis zum 31. De-
zember 2010 liege eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor. 

3.1.2 Zwischen dem 17. Dezember 2010 und dem 15. Januar 2011 war 
die Beschwerdeführerin in der Rehaklinik F.________ hospitalisiert. Im 
diesbezüglichen Bericht vom 7. Februar 2011 (AB 10 S. 7 ff.) diagnostizier-

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ten die behandelnden Ärzte eine mittelschwere Depression mit somati-
schem Syndrom (Differentialdiagnose Anpassungsstörung) mit/bei psycho-
sozialer Belastungsstörung (Kündigung), eine psychomotorische Verlang-
samung (Differentialdiagnose im Rahmen der Diagnose 2 [richtig wohl: 1]) 
sowie rezidivierende thorakale Schmerzen und intermittierende Dyspnoe. 
Die Patientin berichte über eine schwierige psychosoziale Belastung in den 
letzten 15 Jahren nach der Trennung von ihrem Ehemann. Sie habe sich in 
der Schweiz mit ihren Kindern und beruflich selber durchschlagen müssen 
und sei oft überfordert gewesen. Seit drei Jahren hätten sich Symptome 
einer Depression und somatoforme Schmerzen gehäuft. So sei es in letzter 
Zeit zu einer zunehmenden Überforderung am Arbeitsplatz gekommen, 
was durch eine Umstrukturierung noch akzentuiert worden sei. Sie komme 
mit Computern nicht so gut zurecht und mache viele Fehler. Schliesslich 
sei es zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem G.________ ge-
kommen. Die Ärzte hielten fest, durch die verschiedenen Therapien habe 
generell eine Verbesserung des Allgemeinzustandes erreicht und die Ver-
sicherte in gestärktem Zustand in die häusliche Umgebung entlassen wer-
den können. Attestiert wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die 
Dauer des Klinikaufenthaltes. 

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. H.________, Facharzt für Innere Medizin 
FMH, hielt im Verlaufsbericht vom 13. April 2011 (AB 18) fest, die Patientin 
berichte weiterhin über eine innere Unruhe, über ein Chaos der Gedanken, 
eine fehlende Strukturierung des Alltags und eine noch vorhandene Müdig-
keit. Auch die bekannten thorakalen Schmerzen träten in unterschiedlicher 
Stärke intermittierend auf. Inzwischen habe sie eine regelmässige 
(wöchentliche) Psychotherapie bei Dr. med. I.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begonnen. Auch wenn die körperli-
chen Beschwerden noch vorhanden seien, sei insgesamt eine leichtgradige 
Besserung festzustellen. Dr. med. H.________ attestierte eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100 % vom 17. Januar bis zum 27. Februar 2011, von 90 % 
vom 28. Februar bis zum 31. März 2011 und von 70 % vom 1. April bis vor-
aussichtlich zum 31. Mai 2011. Die Prognose hänge im Wesentlichen von 
der psychischen Entwicklung der Krankheit ab, diesbezüglich betrachte er 
sie als gut. Einschränkend sei zu erwähnen, dass das soziale Umfeld der 
Patientin sehr schwierig sei. 

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3.1.4 Im Bericht der psychiatrischen Dienste J.________ vom 1. Februar 
2012 (AB 48) bezüglich einer stationären Behandlung vom 3. August 2011 
bis zum 23. Januar 2012 wurde eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: 
F33.3), diagnostiziert. Am 3. August 2011 habe sich anlässlich einer 
Sprechstunde ein schwer depressives Zustandsbild mit psychotischen 
Symptomen gezeigt, welches als stationär behandlungsbedürftig einge-
schätzt worden sei. Aufgrund dessen sei die Patientin notfallmässig den 
psychiatrischen Diensten J.________ zugewiesen worden. Es hätten akus-
tische Halluzinationen in Form von Stimmen imponiert, was zum ersten Mal 
vorgekommen sei und die Patientin sehr beunruhigt habe. Nach entspre-
chender Behandlung seien die Halluzinationen nicht mehr aufgetreten. Die 
depressive Stimmungslage habe sich während des Aufenthaltes progressiv 
verbessert, die Patientin habe vermehrt Belastungsurlaube wahrnehmen 
können. Bei klarer Besserung des Zustandsbildes habe die Entlassung aus 
dem stationären Rahmen für den 23. Januar 2012 geplant werden können. 
Am 24. Januar 2012 sei der Eintritt in die Tagesklinik erfolgt. 

Aus dem Bericht der Tagesklinik vom 5. September 2012 (AB 49 S. 4 ff.) 
geht hervor, dass bei Eintritt depressive Restsymptome im Sinne eines 
verminderten Antriebs, einer Kraftlosigkeit und schneller Ermüdbarkeit bei 
aufgehellter Grundstimmung explorierbar gewesen seien. Im Rahmen von 
Umständlichkeiten mit ihrer Wohnsituation habe die Patientin nochmals 
eine depressive Entgleisung mit vermehrten Ängsten und Somatisierungs-
tendenzen sowie verminderter Frustrationstoleranz, Traurigkeit, Weiner-
lichkeit und Anspannungszuständen gezeigt. Eine ähnliche Symptomatik 
habe sie bei Ansprechen möglicher Wiedereingliederungsmassnahmen 
oder des Austritts aus der Tagesklinik präsentiert. Abgesehen von diesen 
krisenhaften Exazerbationen habe sich die Patientin in der Gruppe aktiv, 
motiviert und euthym gezeigt. Sie plane seit längerer Zeit eine mehrmona-
tige Reise in ihre Heimat …, um ihre Eltern zu besuchen. Nach ausrei-
chender Stabilisierung im teilstationären Rahmen und Einfädelung einer 
Beschäftigung in der Gärtnerei der psychiatrischen Dienste J.________ sei 
die Patientin am 3. August 2012 entlassen worden.

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3.1.5 Die behandelnde Psychologin lic. phil. K.________ berichtete am 
23. April 2013 (AB 57), die Patientin sei im September 2012 psychisch so-
weit stabil gewesen, dass sie den schon 2010 ins Auge gefassten Besuch 
ihrer Eltern in … in Angriff habe nehmen können. Sie sei von ihrem Sohn 
dahin begleitet worden und nach dem Rückflug abgeholt worden. Die Pati-
entin habe dort weiterhin ihre Austrittsmedikation regelmässig eingenom-
men. Ende März sei sie zurückgekehrt, am 11. April 2013 habe ein erster 
Termin stattgefunden. Dabei sei sie von ihrer Tochter begleitet worden. 
Diese habe ihre Mutter als zwar stabil (keine Suizidgedanken), aber als 
doch eher depressiv geschildert. Die Patientin selber habe die bereits be-
kannten starken somatischen Beschwerden wie Spannungen ums Herz 
und Magenprobleme geäussert. Auch fühle sie sich überfordert, was die 
Administration und das weitere Vorgehen angehe. Im Moment komme sie 
regelmässig (im Moment mindestens wöchentlich) in die ambulante Psy-
chotherapie zur Stabilisierung. Aufgrund der vorgängigen Erfahrungen und 
dem jetzigen Angehen der Probleme könne im Moment von einer Arbeits-
unfähigkeit von 100 % im ersten Arbeitsmarkt ausgegangen werden.

3.1.6 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 11. De-
zember 2013 (AB 71.1) eine Angst- und depressive Störung, gemischt 
(ICD-10: F41.2), bei Status nach Anpassungsstörung bei Konflikten am 
Arbeitsplatz und nachfolgender depressiver Störung, gegenwärtig remittiert 
(ICD-10: F32.4 / F33.4), bei Verdacht auf undifferenzierte Somatisierungs-
störung (ICD-10: F45.1) und bei vielfältigen psychosozialen Belastungen 
(AB 71.1 S. 17). Anlässlich der aktuellen Untersuchung am 25. Oktober 
2013 seien nur gering ausgeprägte psychopathologische Befunde zu objek-
tivieren. Ab und zu reibe sich die Versicherte ihre Hände. In der Interaktion 
sei sie sthenisch, emotional expressiv und narzisstisch (ich-bezogen). Eine 
Verdeutlichungstendenz sei zu erkennen. Im Affekt sei die Versicherte dys-
thym, klagsam-jammerig und unsicher-ängstlich. Auch mit Hilfe der MA-
DRS (Montgomery and Asberg Depression Rating Scale) sei kein klinisch 
relevantes depressives Syndrom objektiv zu erkennen (AB 71.1 S. 20). 
Zusammenfassend würden die aufgrund der aktuellen objektiven Untersu-
chungsergebnisse, der subjektiven Angaben der Versicherten und der Ak-
ten zu diagnostizierende gemischte Angst- und depressive Störung und die 
damit erklärbaren gering ausgeprägten und v.a. weitgehend im rein Subjek-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 10

tiven verbleibenden Defizite aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht 
keine relevante längerfristige Arbeitsunfähigkeit begründen. Auf diese Ein-
schätzung könne ab Datum der aktuellen Untersuchung (25. Oktober 2013) 
sicher abgestützt werden. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei bereits 
ab dem 24. Januar 2012 davon auszugehen. Gemäss Hospitalisationsbe-
richt der psychiatrischen Dienste J.________ vom 5. September 2012 (AB 
49 S. 4 ff.) seien am 24. Januar 2012 nämlich nur noch Restsymptome 
einer depressiven Episode im Vordergrund gestanden. Eine erfolgreiche 
Therapie könne angenommen werden. Es seien keine besonderen Hinwei-
se vorhanden, die schwere Defizite aufgrund eines Gesundheitsschadens 
und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung begründen könnten 
bspw. durch krankheitsbedingt fehlende Ressourcen und/oder durch eine 
fehlende Kapazität zur Verarbeitung innerpsychischer Konflikte. Der 
vollständig angemessene Umgang mit nicht ärztlich verordneten psycho-
tropen Substanzen lasse zumindest angemessene innerseelische Res-
sourcen vermuten. Auch fehle ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens. Ein therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf 
einer Konfliktbewältigung könne aus fachärztlicher Sicht ebenfalls nicht 
vermutet werden, nachdem die Therapie zu einer subjektiven und objekti-
ven Verbesserung des Gesundheitszustandes geführt habe. Der Versicher-
ten sei somit aus rein psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht eine Wil-
lensanspannung zur Überwindung ihrer vor allem im rein Subjektiven ver-
bleibenden Beschwerden medizinisch zumutbar und tatsächlich möglich. 
Eine Minderung der Leistungsfähigkeit lasse sich für keine ausserhäusliche 
Tätigkeit und/oder für Arbeiten im Haushalt begründen. Die hierzu wider-
sprüchliche, wohlwollend-bedachtsame Einschätzung durch die langjährig 
betreuende Psychologin erkläre sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
durch ein sehr engagiertes therapeutisches Arbeitsbündnis im Zusammen-
hang mit einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (AB 71.1 S. 23 f.).

3.1.7 In der Stellungnahme vom 10. Februar 2014 (AB 74 S. 2 ff.) zum 
Gutachten von Dr. med. D.________ führte lic. phil. K.________ aus, die-
ses scheine ihr nicht über jeden Zweifel erhaben. Aufgrund der zu ergän-
zenden Befunde und subjektiven Beschwerden (AB 74 S. 2 f. Ziff. 1 und 2) 
würden sich die folgenden Diagnosen stellen lassen: Rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit psychotischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 11

Symptomen (ICD-10: F33.3), und Verdacht auf eine kombinierte Persön-
lichkeitsstörung mit ängstlichen (vermeidenden), narzisstischen und para-
noiden Anteilen (ICD-10: F61.0). Der Gutachter beschreibe die Behandlung 
als erfolgreich, was nicht der Fall gewesen sei. Die Patientin benötige wei-
terhin einen teilstationären Rahmen und sei auch für ein Wohntraining an-
gemeldet worden. Es sei ein Arbeitstraining in der Gärtnerei installiert wor-
den, um die Restarbeitsfähigkeit beurteilen zu können. Sie sei nur zu ma-
ximal 50 % arbeitsfähig geschrieben worden. 

3.1.8 Mit Schreiben vom 24. Februar 2014 (AB 79.1) nahm Dr. med. 
D.________ seinerseits Stellung zu den Ausführungen von lic. phil. 
K.________ und hielt fest, die von ihr aufgeführten ergänzenden Befunde 
seien anlässlich seiner Untersuchung nicht erkennbar gewesen und auch 
aufgrund der vorliegenden Akten hätten sich entsprechende Befunde nicht 
als schwer ausgeprägt, dauerhaft und wesentlich erkennen lassen. Die 
zusätzlich referierten subjektiven Beschwerden seien zur Kenntnis zu neh-
men und auch im Rahmen der von ihm postulierten Diagnosen (AB 71.1 
S. 17) und vor allem vor dem Hintergrund vielfältiger psychosozialer Belas-
tungen und einer Verdeutlichungstendenz zu verstehen. Der Hinweis zur 
Diagnose (ICD-10: F33.3) sei vollständig unklar; ob die Kriterien der ICD-10 
für eine eigenständige depressive Episode objektiv tatsächlich erfüllt seien, 
werde nicht differenziert erläutert. Ebenso fehle die Diskussion, inwieweit 
die Eingangskriterien zur Kategorie F61.0 überhaupt erfüllt seien. Es werde 
lediglich der Subtyp dargestellt. Er halte an seiner Beurteilung der psychia-
trischen Diagnosen und der Arbeitsfähigkeit, wie im Gutachten vom 11. 
Dezember 2012 (AB 71.1) ausführlich dargestellt, fest, da er den in der 
Stellungnahme von lic. phil. K.________ (AB 74 S. 2 ff.) formulierten Ein-
schätzungen, die im Widerspruch zum Gutachten ständen, fachlich nicht 
zustimmen könne. Es würden insbesondere keine neuen tatsächlichen ob-
jektiven psychopathologischen Defizite beschrieben. 

3.2 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass kein somatischer Gesundheits-
schaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht (vgl. insbesondere 
Berichte des Hausarztes Dr. med. H.________ vom 18. Februar 2011 [AB 
10 S. 4 Ziff. 1.7] und vom 13. April 2011 [AB 18 S. 4 ad 1 und ad 2]). Zu 

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prüfen bleibt damit, wie es sich bezüglich des psychischen Gesundheitszu-
standes verhält.

3.3 Das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 11. Dezember 2013 
(AB 71.1) sowie dessen Stellungnahme vom 24. Februar 2014 (AB 79.1) 
erfüllen die rechtsprechungsgemäss an den Beweiswert eines ärztlichen 
Berichts gestellten Anforderungen (E. 2.4 hiervor), weshalb ihnen volle Be-
weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthal-
tenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kennt-
nis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 
getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvoll-
ziehbar begründet. Der Gutachter setzt sich insbesondere überzeugend mit 
den sich in den Akten befindlichen ärztlichen Berichten auseinander (AB 
71.1 S. 10 ff. und S. 19 f.), wobei er auch begründet, weshalb die von den 
behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen nicht zutreffen (AB 71.1 S. 21 
ff.). Die Beschwerdegegnerin weist überdies zu Recht darauf hin, dass bei 
Vorliegen einer mittleren oder schweren Depression eine sechsmonatige 
Reise nach … gar nicht möglich gewesen wäre (Beschwerdeantwort, S. 2). 
Der Bericht der Psychologin lic. phil. K.________ vom 10. Februar 2014 
(AB 74 S. 2 ff.) enthält kein Indiz, das gegen die Zuverlässigkeit der Ein-
schätzung des Experten sprechen würde, abgesehen davon, dass es sich 
dabei nicht um einen ärztlichen Bericht handelt. Der Gutachter äussert sich 
denn auch in der Stellungnahme vom 24. Februar 2014 (AB 79.1) überzeu-
gend zum Bericht der Psychologin, dies insbesondere auch hinsichtlich der 
geltend gemachten Halluzinationen und psychotischen Phänomene (AB 74 
S. 2 Ziff. 1 und S. 5 Ziff. 11 resp. AB 79.1 S. 1 unten und S. 3 Ziff. 11; vgl. 
Beschwerde, S. 4 Ziff. 2), so dass – anders als in der Beschwerde, S. 4 
unten, angenommen – sich die Diagnose des Gutachters mit den geltend 
gemachten Halluzinationen in Übereinstimmung bringen lässt. Schliesslich 
sprechen auch die – vom subjektiven Verhalten abhängigen – Tätigkeiten 
der Beschwerdeführerin nicht gegen die Zuverlässigkeit der Annahmen des 
Dr. med. D.________ (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 3), denn massgebend ist 
die medizinische Einschätzung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 13

3.4 Nach dem Gesagten ist eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit erstellt (AB 71.1 S. 26 Ziff. 3.4 f.), was seit dem Ende 
des Aufenthalts in den psychiatrischen Dienste J.________ am 23. Januar 
2012 (AB 48) gilt (AB 71.1 S. 24 oben). Die diversen Hospitalisationen führ-
ten gemäss dem Experten aus formalen Gründen zu einer vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit (AB 71.1 S. 26 Ziff. 3.7); das Wartejahr gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG ist jedoch nicht erfüllt, zumal gemäss Dr. med. D.________ 
bereits ab dem 15. Januar bis zum 3. August 2011 für die angestammte 
Tätigkeit als … keine relevante Arbeitsunfähigkeit bestand (Art. 29ter der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 
831.201]; AB 71.1 S. 26 Ziff. 3.7).

3.5 Mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens besteht kein An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Weitere medizinische 
Abklärungen – wie in der Beschwerde (S. 2 oben) beantragt – sind nicht 
notwendig. Die angefochtene Verfügung ist damit nicht zu beanstanden. 
Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist 
abzuweisen.

4.

4.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

Die Prozessarmut ist aufgrund des Gesuches vom 14. Mai 2014 sowie den 
am 26. Juni 2014 eingereichten Unterlagen (in den Gerichtsakten) ausge-
wiesen. Da der Prozess zudem nicht zum vornherein als aussichtslos er-
schien, sind die Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unent-
geltliche Rechtspflege erfüllt. Das entsprechende Gesuch ist somit gutzu-
heissen.

4.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 14

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Vorliegend werden die Verfahrens-
kosten auf Fr. 700.-- festgesetzt und der unterliegenden Beschwerdeführe-
rin auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird sie 
– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Aug. 2014, IV/14/450, Seite 15

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.