# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1fc5def-cd26-5695-a0a0-a536fd9b4c42
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 02.11.2021 S 2021 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2021-82_2021-11-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 82

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterInnen von Salis und Audétat

Aktuar ad hoc Gees

URTEIL

vom 2. November 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Michèle Epprecht, 

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. Der gelernte Betriebsschlosser und Maler/Lackierer A._____, geboren 

1963, war zuletzt als Springer in der Abteilung Veredelung und Ausrüstung 

bei der B._____ AG tätig, bevor ihm diese Anstellung wegen einer be-

scheinigten Schichtuntauglichkeit gekündigt wurde. Das von ihm nament-

lich infolge von intermittierenden Herzrhythmusstörungen bei St. n. Mitral-

klappenrekonstruktion im Jahr 2004 bei der damals zuständigen IV-Stelle 

des Kantons Zürich gestellte Leistungsbegehren, wies diese mit Verfü-

gung vom 6. Dezember 2011 ab und verneinte einen Rentenanspruch, da 

A._____ nie über längere Zeit arbeitsunfähig gewesen sei und aus medi-

zinischer Sicht in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit eine volle 

Arbeitsfähigkeit bestanden habe.

2. Am 20. März 2017 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) u.a. unter Hinweis auf Schwindel und 

ständige Müdigkeit infolge von seit Oktober 2016 bestehenden massiven 

Schlafstörungen mit attestierter Arbeitsunfähigkeit und Schichtuntauglich-

keit zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle traf in der Folge erwerbliche und 

medizinische Abklärungen. Nachdem sich der Gesundheitszustand von 

A._____ nach mehreren erlittenen zerebralen Ischämien am ehesten kar-

dioembolischer Genese bei Vorhofflimmern und insbesondere hemipare-

tischer Restsymptomatik links mit sensomotorischen Defiziten stabilisiert 

hatte, wurden Eingliederungsmassnahmen eingeleitet. Vom 13. August 

2018 bis zum 30. September 2019 absolvierte A._____ eine Integrations- 

bzw. Vorbereitungsmassnahme bei der C._____ Werkstätte in D._____. 

Mit Verfügung vom 26. März 2020 schloss die IV-Stelle die Eingliede-

rungsmassnahmen ab, weil sich A._____ nicht als eingliederungsfähig er-

achtet habe.

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3. Nachdem bei A._____ eine fokale Epilepsie diagnostiziert wurde und sein 

Hausarzt, Dr. med. E._____, ihn mit Bericht vom 6. Juli 2020 als dauerhaft 

erwerbsunfähig eingestuft hatte, veranlasste die IV-Stelle die Einholung 

eines polydisziplinären Gutachtens bei der Neurologie F._____ AG in den 

Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie sowie 

Psychiatrie und Psychotherapie (nachfolgend: MEDAS-Gutachten). In 

dem am 27. Januar 2021 erstatteten MEDAS-Gutachten wurde mit einem 

St. n. rechtszerebralem ischämischen Infarkt, einer fokalen Epilepsie, eine 

Sarkoidose mit Befall des zentralen Nervensystems sowie ein unilateraler 

Tremor der rechten Hand einzig aus neurologischer Sicht Diagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Die Gutachter erachteten 

A._____ in der bisherigen Tätigkeit als Springer in einem Industriebetrieb 

zu 100 % arbeitsunfähig. Hingegen bestehe für adaptierte Tätigkeiten 

ohne Schichtbetrieb, Arbeiten in der Höhe, Einsatz an laufenden Maschi-

nen und ohne namhafte Anforderungen an die feinmotorischen Fähigkei-

ten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ab April 2017. 

4. Mit Vorbescheid vom 25. Februar 2021 stellte die IV-Stelle A._____ die 

Ausrichtung einer Viertelsrente vom 1. Oktober 2017 bis zum 31. August 

2018 und ab dem 1. Oktober 2019 in Aussicht. In der Zeit vom 13. August 

2018 bis zum 30. September 2019 seien Taggeldleistungen in Zusam-

menhang mit Eingliederungsmassnahmen ausgerichtet worden. Die 

getätigten Abklärungen hätten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer be-

hinderungsgerechten Tätigkeit ab dem 14. April 2017 ergeben. In Gegenü-

berstellung des bei der früher ausgeübten Tätigkeit als Springer in der Ab-

teilung Veredelung erzielten Verdiensts und des anhand der Lohnstruktur-

erhebung des Bundesamts für Statistik (Kompetenzniveau 1, Männer, AF 

60 %) ermittelten Invalideneinkommens resultiere ein Invaliditätsgrad von 

45 %. Dagegen liess A._____ am 15. April 2021 Einwand erheben. Mit 

Verfügung vom 22. Juni 2021 entschied die IV-Stelle wie vorbeschieden 

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und sprach A._____ vom 1. Oktober 2017 bis zum 31. August 2018 und 

ab dem 1. Oktober 2019 eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 

45 % zu, ohne vom Invalideneinkommen einen Leidensabzug vorzuneh-

men.

5. Mit dagegen am 24. August 2021 beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden erhobener Beschwerde liess A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) neben der Aufhebung der Verfügung vom 22. Juni 2021 

und des Vorbescheids vom 25. Februar 2021 beantragen, ihm sei eine 

halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Zur Begründung 

brachte er im Wesentlichen vor, ihm sei aufgrund seiner gesundheitlichen 

Probleme, seines fortgeschrittenen Alters, der nur noch zumutbaren Teil-

zeitarbeit, des tieferen Lohnniveaus in körperlich leichten Tätigkeiten (im 

Vergleich zu körperlich schweren Tätigkeiten) sowie eines Gutachtens zu 

den Tabellenmedianlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

(LSE) ein Leidensabzug von mindestens 10 % zu gewähren.

6. Mit Vernehmlassung vom 7. September 2021 schloss die IV-Stelle (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde und ver-

wies auf die in der angefochtenen Verfügung angeführte Begründung.

7. Der Beschwerdeführer verzichtete mit Eingabe vom 20. September 2021 

auf die Einreichung einer Replik.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften, die an-

gefochtene Verfügung vom 22. Juni 2021 sowie die weiteren Akten wird, 

sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

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1.1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 22. Juni 2021 (Akten 

des Beschwerdeführers [Bf-act.] 2, Akten der Beschwerdegegnerin 

[Bg-act.] 379) stellt eine solche anfechtbare Verfügung der Invalidenversi-

cherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des Bundes-

gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der 

strittigen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 

Abs. 1 IVG i. V. m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und 

formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 

ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

1.2. Der Beschwerdeführer weist in der Beschwerde darauf hin, dass die 

Verfügung vom 22. Juni 2021 einzig ihm persönlich, anstatt seiner 

Rechtsvertretung zugestellt worden sei. Da ihm mit der rechtzeitigen 

Erhebung der Beschwerde innerhalb der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen 

(unter Berücksichtigung der Gerichtsferien vom 15. Juli 2021 bis zum 15. 

August 2021, vgl. Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) aus der 

mangelhaft eröffneten Verfügung kein Rechtsnachteil erwachsen ist (vgl. 

KNEUBÜHLER/PEDRETTI, VwVG – Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, Kommentar, 2. Auflage 2019, N. 10 zu Art. 38), 

erübrigen sich Weiterungen dazu.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dieser während 

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der Eingliederungsmassnahmen vom 13. August 2018 bis zum 30. 

September 2019, anlässlich derer er ein Taggeld bezog (Bg-act. 196, 199, 

243, 248, 273, 278), keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat (Art. 43 

Abs. 2 IVG). Unstreitig ist dabei das gestützt auf die Tätigkeiten des 

Beschwerdeführers als Springer in der Abteilung Veredelung ermittelte 

Valideneinkommen von CHF 75'199.80 für das Jahr 2020 (Bg-act. 376). 

Gleiches gilt mit Blick auf die ihm gestützt auf das MEDAS-Gutachten 

attestierte Arbeitsfähigkeit von 60 % in leidensadaptierter Tätigkeit ab April 

2017 (Bg-act. 347 S. 6 und 51 ff., Bg-act. 374 S. 20 f.).

2.2. Uneinig sind sich die Parteien einzig hinsichtlich der Vornahme eines 

Leidensabzugs von dem gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne ermittelten 

Invalideneinkommen.

3. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können persönliche und 

berufliche Merkmale der versicherten Person wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität 

oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung 

Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben, weshalb ein auf höchstens 25 % 

begrenzter Leidensabzug von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen zu 

ermittelnden Invalideneinkommen vorgenommen werden kann, soweit 

anzunehmen ist, dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende 

Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E.4.2.1) nur mit 

unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann (BGE 146 V 

16 E.4.1, BGE 135 V 297 E.5.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_115/2021 

vom 10. August 2021 E.3.2.1, 8C_330/2021 vom 8. Juni 2021 E.5.1 und 

9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1). Bei der Bestimmung der 

Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in Betracht fallender Merkmale auf 

das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt, 

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wie erwähnt, auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (BGE 

135 V 297 E.5.2, BGE 134 V 322 E.5.2, BGE 126 V 75 E.5b/bb-cc; Urteile 

des Bundesgerichts 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1, 

9C_787/2018 und 9C_795/2018 vom 19. Juli 2019 E.6.2). Die 

Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen 

einer körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit 

eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E.5a/bb; Urteile des Bundesgerichts 

8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 9C_283/2020 vom 17. 

August 2020 E.7.1.1). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 

Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 

9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1).

4.1. Gemäss MEDAS-Gutachten vom 27. Januar 2021, auf welches die 

Beschwerdegegnerin abstellt und dessen Beweiswert vom 

Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt wird, ist der Beschwerdeführer 

aus neurologischer Sicht für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Springer in 

einem Industriebetrieb zu 100 % arbeitsunfähig. In einer 

leidensangepassten Tätigkeit ohne Schichtbetrieb, ohne Arbeiten in der 

Höhe, ohne Einsatz an laufenden Maschinen und ohne namhafte 

Anforderungen an die feinmotorischen Fähigkeiten besteht eine 

Arbeitsfähigkeit von 60 % (ganztags verwertbar mit einem 

eingeschränkten Rendement von 40 % aufgrund der erhöhten 

Erschöpfbarkeit) ab April 2017 (Bg-act. 347 S. 6 und S. 51 ff.).

4.2. Soweit der Beschwerdeführer einen Abzug mit dem Verweis auf seine 

gesundheitlichen Probleme geltend macht, ist ihm entgegenzuhalten, dass 

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die sich aus medizinischer Sicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden 

Limitierungen, welche bereits in qualitativer Hinsicht bei der 

gutachterlichen Festlegung des Belastungsprofils bzw. in quantitativer 

Hinsicht im Sinne einer reduzierten Leistungsfähigkeit berücksichtigt 

worden sind, nicht nochmals – als abzugsrelevant – herangezogen 

werden dürfen. Dies käme einer unzulässigen doppelten Anrechnung 

derselben Gesichtspunkte gleich (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.4. und 9C_771/2017 vom 29. Mai 

2018 E.3.5.1 m.H.). Es bestehen denn auch keine Anhaltspunkte dafür, 

dass die gesundheitlichen Einschränkungen nicht bereits vollumfänglich in 

der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter 

Tätigkeit enthalten sind. So wurden die vom Beschwerdeführer angeführte 

fokale Epilepsie und der Tremor der rechten Hand im MEDAS-Gutachten 

ausdrücklich als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

ausgewiesen (Bg-act. 347 S. 4). Den damit einhergehenden 

Funktionseinschränkungen wurde dadurch Rechnung getragen, als der 

Beschwerdeführer aufgrund des Tremors der dominanten rechten Hand 

mit Blick auf feinmotorische Tätigkeiten als eingeschränkt bzw. wegen der 

fokalen Epilepsie eine Tätigkeit in der Höhe, an laufenden Maschinen und 

im Schichtbetrieb als ungeeignet erachtet wurde. Zudem hielten die 

Gutachter fest, bei multiplen zerebralen Läsionen könne es im Sinne einer 

globalen Netzwerkstörung zu Minderungen der Aufmerksamkeitsleistung 

und insbesondere der Belastbarkeit kommen, weshalb die 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers dadurch gemindert sei (Bg-

act. 347 S. 5). Des Weiteren kann angesichts des vorerwähnten 

Belastungsprofils entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 

gesagt werden, dass sich seine funktionellen Einschränkungen nicht ohne 

Weiteres mit den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen im Rahmen von 

körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeiten vereinbaren liessen. Vielmehr 

umfasst der hier anwendbare Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 ein 

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genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten ohne 

Arbeiten in der Höhe, ohne Schichtarbeit, ohne Einsatz an laufenden 

Maschinen und ohne namhafte Anforderungen an die feinmotorischen 

Fähigkeiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_240/2021 vom 15. 

September 2021 E.4.4.3, 8C_528/2019 vom 12. November 2019 E.4.2.2). 

Die Beschwerdegegnerin brachte dazu in der angefochtenen Verfügung 

namentlich vor, dass bspw. Kontrollfunktionen oder leichte Sortier-, Prüf- 

und Verpackungsarbeiten sowie leichtere Tätigkeiten im Bereich der 

Lager- oder Ersatzteilbewirtschaftung in Frage kämen.

4.3. Ferner kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er 

vorbringt, das Kompetenzniveau 1 beinhalte häufig Tätigkeiten mit 

schweren körperlichen Anstrengungen, welche ein höheres Lohnniveau 

aufwiesen als die ihm zumutbaren körperlich leichten Tätigkeiten. Dabei 

verkennt er, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Kompetenzniveau 1 

rechtsprechungsgemäss eine Vielzahl von körperlich leichten Tätigkeiten 

beinhaltet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_433/2020 vom 15. Oktober 

2020 E.8.2.2, 8C_219/2019 vom 30. September 2019 E.5.2, 8C_841/2017 

vom 14. Mai 2018 E.5.2.2.2). Auch legt der Beschwerdeführer nicht 

konkret dar, inwiefern es ihm in einer Verweistätigkeit nur möglich sein 

sollte, ein im Vergleich zum Medianlohn im Kompetenzniveau 1 nur 

wesentlich unterdurchschnittliches Einkommen zu erzielen. Dies ist denn 

auch – wie nachfolgend dargelegt (vgl. E.4.5 hernach) – angesichts der 

bei ihm vorliegenden personenbezogenen und beruflichen Merkmale nicht 

ersichtlich. Letztlich geht aus der von ihm ins Recht gelegten Studie mit 

dem Titel "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der 

Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" vom 8. Januar 2021 denn 

auch bloss hervor, dass es lediglich Hinweise darauf gebe, dass das 

Lohnniveau im Kompetenzniveau 1 für körperlich anstrengendere 

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Tätigkeiten eher höher sei als für körperlich eher weniger anstrengende 

(Bf-act. 3 S. 10, 35 und 38).

4.4. Dem Beschwerdeführer ist grundsätzlich darin beizupflichten, dass bei 

Männern, die behinderungsbedingt nur mehr einer Teilzeitarbeit 

nachgehen können, unter dem Titel Beschäftigungsgrad allenfalls ein 

Abzug vom Tabellenlohn anerkannt wird. Ein solcher entfällt aber, wenn 

grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige Versicherte aus gesundheitlichen 

Gründen lediglich reduziert leistungsfähig sind (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_395/2019 vom 20. September 2019 E.6.5.2, 

9C_232/2019 vom 26. Juni 2019 E.2 und 3.1, 8C_211/2018 vom 8. Mai 

2018 E.4.4 und 8C_344/2012 vom 16. August 2012 E.3.2, je mit 

Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers vor. So wurde im MEDAS-Gutachten vom 27. 

Januar 2021 ausgeführt, der Beschwerdeführer sei in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit ohne Schichtbetrieb, ohne Arbeiten in der 

Höhe, ohne Einsatz an laufenden Maschinen und ohne namhafte 

Anforderungen an die feinmotorischen Fähigkeiten in einem vollen 

Pensum von 8.5 Stunden belastbar. Es bestehe eine Einschränkung des 

Rendements von 40 % aufgrund der erhöhten Erschöpfbarkeit, weshalb 

sich eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 60 % ergebe (Bg-act. 347 S. 6 und 

S. 51 ff.). Von dieser Rechtsprechung abzuweichen, weil – wie der 

Beschwerdeführer behauptet – es sich bei dieser Konstellation um eine 

faktische Teilzeitarbeit handle, besteht entgegen seiner Auffassung kein 

Anlass. So hat denn auch das Bundesgericht in Fällen, bei dem die 

vollzeitliche Verrichtung leidensangepasster Verweistätigkeiten nur mehr 

eine hälftige Leistung zeitigt, eine Abkehr von der Rechtsprechung 

verneint (Urteil des Bundesgerichts 9C_542/2019 vom 12. November 

2019 E.3.1 m.H.).

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4.5 Entgegen dem im massgeblichen Zeitpunkt (vgl. hierzu BGE 146 V 16 

E.7.1) 57-jährigen Beschwerdeführer stellt sein Alter keinen Grund dar, 

der einen leidensbedingten Abzug zu rechtfertigen vermöchte. Denn 

insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten muss sich ein fortgeschrittenes 

Alter auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) 

praxisgemäss nicht zwingend lohnsenkend auswirken. Gerade 

Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen 

Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit 

Hinweisen; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_176/2021 vom 18. 

Mai 2021 E.6.2.2 und 8C_393/2020 vom 21. September 2020 E.4.2). Bei 

Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 wirkt sich das Alter gemäss 

den LSE bei Stellen ohne Kaderfunktion sogar eher lohnerhöhend aus 

(Urteile des Bundesgerichts 9C_206/2021 vom 10. Juni 2021 E.4.4.5 und 

9C_702/2020 vom 1. Februar 2021 E.6.3.2; vgl. ferner LSE 2018, Tabelle 

TA9, Monatlicher Bruttolohn nach Lebensalter, beruflicher Stellung und 

Geschlecht, Privater Sektor). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer 

deutscher Muttersprache ist und über gute schulische und berufliche 

Qualifikationen verfügt (vgl. Anmeldungen vom 20. Februar 2009 [Bg-act. 

1 S. 5] und 20. März 2017 [Bg-act. 94 S. 5], Assessmentbericht vom 23. 

Juli 2019 [Bg-act. 286 S. 2 f.] sowie diverse Zeugnisse, Diplome und 

Zertifikate [Bg-act. 5 S. 13 f., Bg-act. 85 S. 3, Bg-act. 254 ff.], 

zusammengefasst in der undatierten Zeugnisübersicht [Bg-act. 270]). Von 

seinen bisher gewonnenen Berufserfahrungen und breiten Kenntnisse in 

verschiedenen Berufsgattungen, so namentlich im Bereich Veredelung 

und Ausrüstung, Extrusion und Kunststoffverarbeitung, Mechanik und 

(Medizinal-)Technik sowie als Maler/Lackierer, Hauswart und 

Betriebsschlosser (vgl. undatierter Lebenslauf [Bg-act. 267] und 

Qualifikationsprofil [Bg-act. 269]), kann er auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt profitieren. Dass er sehr vielseitig einsetzbar ist und grosse 

Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sowie entsprechende 

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Fachkompetenzen mitbringt, attestierten ihm denn auch seine 

Eingliederungsfachpersonen (vgl. Schlussbericht C._____ vom 18. 

Oktober 2019 [Bg-act. 308 S. 2 und 4 f.], Assessmentbericht vom 23. Juli 

2019 [Bg-act. 286 S. 3] und Protokolle Standortgespräche C._____ vom 

28. Mai 2019 [Bg-act. 282], 27. März 2019 [Bg-act. 250] und 19. Februar 

2019 [Bg-act. 246]). Zudem hat der Beschwerdeführer bisher praktische 

und handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt, weshalb der Umstellungs- und 

Einarbeitungsaufwand in eine Verweistätigkeit gering sein dürfte. Dies ist 

mit Blick auf die kürzere Aktivitätsdauer positiv zu werten, genauso wie 

seine Persönlichkeitsstruktur als engagierte und leistungswillige Person 

(vgl. MEDAS-Gutachten vom 27. Januar 2021 [Bg-act. 347 S. 6], 

undatiertes Qualifikationsprofil [Bg-act. 269], Schlussbericht C._____ vom 

18. Oktober 2019 [Bg-act. 308 S. 3 f.], Protokolle zu den 

Standortgesprächen C._____ vom 27. März 2019 [Bg-act. 250], 19. 

Februar 2019 [Bg-act. 246], 5. November 2018 [Bg-act. 223] und vom 25. 

September 2018 [Bg-act. 214 S. 2], Arbeitszeugnis der B._____ AG vom 

31. August 2017 [Bg-act. 260], Evaluationsgespräch Eingliederung vom 

10. April 2017 [Bg-act. 119 S. 1], Abschlussbericht Viva Arbeitstraining 

vom 28. Oktober 2011 [Bg-act. 85 S. 2], Arbeitszeugnis des Spitals Bülach 

vom 3. Oktober 2011 [Bg-act. 85 S. 3], Schreiben des Beschwerdeführers 

vom 17. Februar 2009 [Bg-act. 4] und vom 15. März 2011 [Bg-act. 48]). Es 

fehlen somit jegliche Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund seines Alters verglichen mit 

anderen Beschäftigten seiner Alterskategorie mit einem geringeren Lohn 

rechnen müsste.

4.6. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich gestützt auf das von ihm ins 

Recht gelegte Gutachten vom 8. Januar 2021 mit dem Titel "Nutzung 

Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der 

IV-Rentenbemessung" vor, der Medianlohn von Erwerbstätigen mit 

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starken gesundheitlichen Einschränkungen ohne Zugang zu einer 

Invalidenrente liege im Vergleich zu den Löhnen von voll leistungsfähigen 

Erwerbstätigen um rund 10 % tiefer. Hinsichtlich des möglichen 

Lohnniveaus von Invalidenrentenbezüger bzw. -bezügerinnen mit 

Teilrenten und entsprechender Resterwerbsfähigkeit halte des Gutachten 

fest, dass ihr Medianlohn um 17 % tiefer sei als der in den LSE-Tabellen 

aufgeführte Lohn. Mithin seien die Löhne von gesundheitlich 

beeinträchtigten Personen deutlich tiefer als diejenigen von Personen 

ohne gesundheitliche Einschränkungen, weshalb vorliegend ein Abzug 

von mindestens 10 % vorzunehmen sei. Mit dieser Argumentation 

verkennt der Beschwerdeführer, dass ein Leidensabzug 

rechtsprechungsgemäss nicht generell und in jedem Fall zur Anwendung 

gelangt. Ein Abzug soll nicht automatisch, sondern dann erfolgen, wenn 

im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person 

wegen eines oder mehrerer einkommensbeeinflussender Merkmale ihre 

gesundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

verwerten kann (BGE 146 V 16 E.4.1. mit Hinweisen, 134 V 322 E.5.2, 

126 V 75 E.5a/bb und E.5b/aa; Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2019 

vom 2. September 2019 E.4.2 und 9C_549/2018 vom 20. Februar 2019 

E.4.1 mit Hinweis). Dass vorliegend solche Anhaltspunkte beim 

Beschwerdeführer vorliegen, ist aufgrund der erwähnten 

personenbezogenen und beruflichen Merkmale – wie hiervor eingehend 

diskutiert – zu verneinen. Darüber hinausgehende 

einkommensbeeinflussende Faktoren, aufgrund derer er negative 

Auswirkungen auf die Lohnhöhe zu gewärtigen hätte, macht er nicht 

geltend. Vielmehr verweist er zur Begründung des Lohnnachteils einzig 

auf die statistischen Werte des von ihm eingereichten Gutachtens, ohne 

sich diesbezüglich konkret mit seiner Situation auseinanderzusetzen. 

Insgesamt erscheint der Beschwerdeführer somit auch auf einem 

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ausgeglichenen Arbeitsmarkt gegenüber gesunden Mitbewerbern nicht 

benachteiligt; mit anderen Worten hat er nicht nur bei Inkaufnahme einer 

Lohneinbusse reale Chancen auf eine Anstellung.

4.8. Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich vorliegend bei einer gesamthaften 

Betrachtungsweise nicht, bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

einen Leidensabzug vorzunehmen. Das Invalideneinkommen beläuft sich 

somit auf CHF 41'067.60 (LSE 2018, TA 1, Kompetenzniveau 1, Männer, 

umgerechnet auf die wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7 

Stunden, aufindexiert, Arbeitsfähigkeit von 60 % = CHF 5'417.-- x 12 : 40 

x 41.7 x 1.005 x 1.005 x 0.6). Dabei resultiert bei einem unbestritten 

gebliebenen Valideneinkommmen von CHF 75'199.80 ein Invaliditätsgrad 

von 45.4 %, womit – in Übereinstimmung mit der angefochtenen 

Verfügung – ein Anspruch auf eine Viertelsrente besteht.

5.1. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 

durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in 

Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- 

fest. Diese sind vom unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen.

5.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

- 15 -

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.-- gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]