# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ac91248-54c6-549d-ad8e-b172f00b5e2d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-26
**Language:** de
**Title:** Sturz mit Aktivierung einer vorbestandenen Arthrose, weitere für eine Aktivierung in Betracht fallende Ereignisse. Gegenstand des Einspracheentscheids und des Gerichtsverfahrens ist die Leistungspflicht als solche, nicht die Leistungspflicht aufgrund eines bestimmten Ereignisses. Rückweisung
**Docket/Reference:** UV.2014.00283
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2014.00283.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2014.00283
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Kobel
Urteil
vom
26. Februar 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
Protekta
Rechtsschutz-Versicherung AG
Direktion Bern, Y.___
Monbijoustrasse
68, Postfach, 3001 Bern
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1963, arbeitete ab
Oktober 2003 zu einem Pensum von 50
%
als Büroangestellte im Malergeschäft ihres Ehemannes und war
im
Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungs
anstalt
(Suva) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versi
chert.
Am 1
5.
Oktober 2010 stürzte
X.___
auf der Treppe ihres Wohnhauses und meldete der Suva zwei Tage später eine Zerrung im rechten Fussgelenk, die sie beim Sturz erlitten habe (Schadenmeldung
UVG vom 1
7.
Oktober 2010,
Urk.
11/1). Die
Suva erteilte der erstbeh
andelnden Ärztin med.
pract
.
Z.___
Kostengutsprache für die ärztliche Behandlung (
Urk.
11/5) und kam f
ür zwei Serien physi
otherapeutischer Behandlungen auf (vgl.
Urk.
11/6-8).
1.2
Am 3
1.
Mai 2011
wies der Hausarzt
Dr.
med. A.___
, Facharzt für Allge
meine Medizin, die Versicherte
zur Abklärung der fortbestehenden Schmerzen im rechten Fuss
dem
B.___
zu
. Er wies auf eine Röntgenauf
nahme vom 2
6.
Oktober 2010 hin (vgl. die Abbildung in
Urk.
11/
80 S. 7) und berichtete, die Versicherte leide an einer symptomatischen Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks; die Arthrose sei sicher die Folge eines Unfalles des Jahres 1984 mit anschliessender Bandplastik, sie sei jedoch durch den Sturz vom 1
5.
Oktober 2010
aktiviert worden (
Urk.
11/9).
Nachdem unter anderem am 2
4.
August 2011 eine SPECT-Untersuchung (Sin
gle-
Photon-Emissions-T
omograph
ie) des rechten Fusses erfolgt war (Bericht des
B.___
vom 3
1.
Augus
t 2011,
Urk.
11/18
S. 3-4
; vgl.
den Untersuchungsbericht in
Urk.
11/45
),
wurde der Fuss
am 2
0.
Oktober 2011
im
B.___
operiert (
antero
me
diale
s
und
posterolaterales
D
ébri
dement
; Austrittsbericht vom 2
1.
Oktober 2011 und Operationsbericht vom 2
4.
Oktober 2011,
Urk.
11/19 und
Urk.
11/20).
D
ie
Suva
holte
zusätzlich von
Dr.
A.___
den Bericht vom 2
0.
November 2011 und von
med.
pract
.
Z.___
das Arztzeugnis UVG
vom 2
7.
November 2011 ein
(
Urk.
11/18
S. 1
und
Urk.
11/21) und
unterbreitete
die Akten ihr
em Kreisarzt
(vgl. die
Notiz
von
Dr.
med.
C.___
, Spezialarzt für Orthopädie und
Un
fallchirurgie,
v
om 1
7.
Januar 2012,
Urk.
11/22). M
it Schreiben vom 26.
Janu
ar 2012
eröffnete sie der Versicherten
, dass
die
Leistungspflicht (für die Operation) ab
gelehnt werde
, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzu
sammenhang
zum Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 bestehe (
Urk.
11/23).
Mit Brief vom
6.
Februar 2012 gelangte
Dr.
A.___
namens der Versicherten a
n die Suva, infor
mier
te
über d
en
vor der Operation verfassten
Bericht des
B.___
vom 2
4.
August
2011 mit den Untersuchungsergebnissen einer
Mag
net
resonanztomographie
und einer Röntgenaufnahme des rechten Fusses vom 1
7.
beziehungsweise vom 2
3.
August 2011 (
Urk.
11/25
; vgl.
die Untersuch
ungsberichte in
Urk.
11/43 und
Urk.
11/44
) und erbat eine
ein
sprachefähige
Ver
fügung (
Urk.
11/24).
Die Suva
holte zwei weitere Stellung
nahm
e
n
von
Dr.
C.___
vom 2
8.
Februar und vom
5.
März 2012 ein
(
Urk.
11/26 und
Urk.
11/28), und
die Versicherte, vertreten durch die
Protekta
Rechtsschutz-Versicherung
AG, liess
ihrerseits mit Eingabe vom 14.
Juni 2012 (
Urk.
11/31
S. 1-2
) die
von ihr ein
geholte Stellungnahme von Dr.
med.
D.___
, Spezialarzt für Chirurgie, vom
4.
Juni 2012
beibringen (Urk.
11/31
S. 3-6
).
Nachdem sich
Dr.
C.___
dazu
wiede
rum geäussert hatte
(Notiz vom 2
4.
Juli 2012,
Urk.
11/33)
, erliess
die Suva die
Verfügung vom 27.
September 2012 und bestätigte, dass kein sicherer oder wahr
scheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereig
nis vom 1
5.
Oktober
2010
und der Operation vom 24.
Oktober 2011 (richtig: 2
0.
Oktober 2011) bestehe und sie daher keine Versicherungsleistungen erbringe (
Urk.
11/35).
1.3
X.___
liess mit den Eingaben vom
9.
Oktober und vom 2
7.
Dezember 2012 Einsprache erheben und beantragen
, die Verfügung sei aufzuheben und ihr seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (
Urk.
11/36 S.
1-2 und Urk. 11/40 S.
1-
2). Dabei berief sie sich auf e
ine weitere Beurteilung von Dr.
D.___
vom
6.
Dezember 20
12 (
Urk.
11/40 S. 3-5
).
Die Suva
liess sich die Berichte über die bildg
ebenden Untersuchungen vom 17.,
2
3.
und 2
4.
August 2011 zustellen (
Urk.
11/43-45) und holte dazu die Stel
lungnahme von
Dr.
C.___
vom
8.
Mai 2013 ein (
Urk.
11/46).
Am 18.
November
2013 skizzierte der Suva-Versicherungsmediziner PD
Dr.
med.
E.___
, Spezi
al
arzt für Orthopädische Chirurgie
,
das weitere Vorgehen (Urk.
11/51). Gestützt darauf führte die
Suva mit der Versicherten ein Gespräch
(Bericht vom 3
1.
Januar 2014,
Urk.
11/55)
und bat
Dr.
A.___
um Zustellung eines Aus
zugs aus der Krankengeschichte der Zeit seit dem Jahr 2010 (Brief vom 2
0.
Februar 2014,
Urk.
11/57). Dieser
sandte
der Suva daraufhin die Berichte des
B.___
vom 2
9.
Februar,
1
3.
und
1
4.
März, 1.
J
uni, 10.
Juli und 1
2.
Dezember 2012 sowie vom 1
0.
Januar 2013 über die weitere Operation des rechten Fusses mit Tibia- und
Fibulaosteotomie
vom März 2012
und die Nachkontrollen
(
Urk.
11/60-62,
Urk.
11/64-6
7
)
und des Weiteren den Bericht vom 1
7.
Dezember 2013 über die Schraubenentfernun
g (Urk. 11/63). Ausserdem dokumentierte
Dr.
A.___
die
Suva auf eine nochmalige Anfrage hin (vgl.
Urk.
11/68)
mit den
Berichte
n
der Klinik
F.___
über
die
Notfallbehandlung vom 2
4.
März 2006 nach einem Unfall (Ausrutschen) mit Distorsion des linken oberen Sprunggelenks und Kontusion des rechten Mittelfusses (Röntgenbefund und
Behandlungsbericht, Urk. 11/69
70).
Anschliessend erstellt
e PD
Dr.
E.___
die orthopädische
Aktenbeurteilung vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
11/80), bei der er auch Einsicht in die vorhandenen Bildaufnahmen hatte (vgl.
Urk.
11/80 S. 6).
Gestützt auf die Beurteilung von PD
Dr.
E.___
hiess die Suva die Einsprache mit Entscheid vom
3.
November 2014 teilweise gut und sprach der Versicherten
für
die Behandlung des rech
ten oberen Sprunggelenks in der Zeit bis zum 17.
August 2011 Versicherungsleistungen zu. Im Übrigen wies die Suva die Ein
sprache ab (
Urk.
2 =
Urk.
11/81).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
3.
November 2014 liess
X.___
durch die
Protekta
Rechtsschutz-Ver
sicherung AG mit Eingabe vom 2.
Dezem
ber
2014 Beschwerde erheben
(
Urk.
1)
und beantragen, der Entscheid sei aufzu
he
ben
und die Suva sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zusammen
hang mit dem Unfall vom 1
5.
Oktober 2010 zu erbringen
(
Urk.
1 S.
2). Als neuen
Beleg liess sie eine nochmalige Beurteilung von
Dr.
D.___
vom 1
0.
November 2014 einreichen (
Urk.
3/3). Die Suva schloss in der
Beschwerde
antwort
vom 2
4.
Februar 2015 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
10), was der Versicherten am
2.
März 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der
Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen
hangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge
heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
änderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E.
2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adä
quater Kausal
zusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1
.
3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand,
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
1.
4
N
ach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Tag
geld zu. Wird die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente.
Wird ein bestimmter, als Einheit zu betrachtender Gesundheitsschaden durch einen Un
fall und durch unfallfremde Fak
toren ge
meinsam verursacht, so richtet sich die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach den Vorschriften in Art. 36 UVG. Nach
Art.
36 Abs. 1 UVG werden unter anderem die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen - zu denen die Heilbehandlung nach
Art.
10
Abs.
1
UVG gehört - nicht gekürzt, wenn die
Gesundheitsschädigung nur teil
weise Folge eines Unfalles ist.
1.5
Hat ein Unfall
ein
en
zuvor stumm gewesenen degenerativen
Vorzustand akti
viert, so hat der Unfallversicherer
nach der dargelegten
bundesgerichtlichen
Rechtsprechung
auch
in einem solchen Fall
die
Leistungen zu
erbringen
,
bis
der
Status quo sine
oder der Status quo
ante
erreicht ist, und zwar auch dann, wenn die
Gesundheisschädigung
bei einer Gewichtung der
verschiedenen Teilursachen
zum stark überwiegenden Teil dem Vorzustand zuzuschreiben ist. Dies kann nach
der Rechtsprechung bedeuten, dass
der Unfallversicherer für eine Opera
tion auf
zukommen hat, die mutmasslich auch ohne den Unfall irgendwann notwendig geworden wäre, sofern die latente Operationsindikation durch den Unfall zu
einer akuten Indikation geworden ist und der Unfall somit für den früheren Zeit
punkt der Notwendigkeit des Eingriffs
verantwortlich
ist. Anders v
erhält es sich
nur dann, wenn der Unfall lediglich eine
Gelegenheits- oder
Zu
fallsursache
ist, welche ei
n
Risiko
manifest werden lässt
, mit dessen Realisie
rung jederzeit zu rechnen gewesen wäre
(vgl. die Urteile des Bundesgerichts 8C_423/2012 vom
2
6.
Februar
2013 E.
5.3 und U 136/06 vom 2.
Mai
2007 E.
3.2, je mit Hin
wei
sen).
2.
2.1
Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom
3.
November 2014
(
Urk.
2)
ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
für den
Gesundheits
schaden
am rechten oberen Sprunggelenk
.
Die Beschwerdegegnerin
bejahte diese
Leistungspflicht
für die Zeit bis zum 17.
August 2011 und verneinte sie für die Zeit danach. Zur Begründung führte sie
unter Wiedergabe der
Aktenbeurteilung von PD
Dr.
E.___
vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
11/80)
aus,
der Unfall vom 1
5.
Oktober 2010 habe
mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit
zur Aktivierung einer vorbestandenen Arthrose geführt,
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei jedoch
späteste
ns am 1
7.
August 2011
der Status quo sine oder ante, also der Zustand, wie er sich auch ohne diesen Unfall eingestellt hätte oder wie er vor diesem Unfall bestanden hatte, erreicht gewesen (
Urk.
2 S.
6 f
.). Die Beschwerdeführerin liess
demgegenüber gestützt auf die verschiedenen Beurteilungen von
Dr.
D.___
- ebenfalls Beurtei
lungen anhand der Akten (
Urk.
11/31
S.
3-6,
Urk.
11/40 S.
3-5
und
Urk.
3/3)
- die Auffassung
vertreten, d
er
Wegfall
des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 1
5.
Oktober 2010 und den Beschwerden nach dem 1
7.
August 2011 sei nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen (
Urk.
1 S. 8).
2.2
Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Beschwerdeführerin beschränk
t
en sich in ihren Ausführungen zur strittigen Leistungspflicht auf
die
F
olgen des
Er
eignis
ses
vom 1
5.
Oktober 201
0.
Das rechte obere Sprunggelenk war indessen neben diesem Ereignis von weiteren Unfällen be
troffen. Zunächst erwähnte Dr.
A.___
im Bericht vom 3
1.
Mai 2011 einen Unfall des Jahres 1984, der eine Operation mit Bandplastik nach sich gezogen habe, und machte dieses Ge
schehen für die Entwicklung der
vorbestandenen
Arthrose verantwortlich
(
Urk.
11/9).
Sodann hatte sich gemäss zwei Berichten der Klinik
F.___
im
März 2006 ein weiterer Unfall ereignet, der unter anderem den rechten Fuss be
troffen hatte (
Urk.
11/69-70). D
es Weiteren
kam bei der
Besprechung vom 31.
Januar 2014
ein Unfall vom 2
0.
August 2011 zur Sprache, bei dem die Be
schwerdeführerin das rechte Fussgelenk erneut überdehnt habe und zu Boden gestürzt sei (
Urk.
11/55 S. 2). Schliesslich ist im Austrittsbericht des
B.___
vom 2
1.
Oktober 2011 eine
nochmalige
Rückfussdistor
sion
mit
Schmer
z
exazerbation
erwähnt, welche die Beschwerdeführerin vor ei
ner Woche erlitten habe (
Urk.
11/19 S. 1).
Die Rolle
der genannten
weiteren Ereignisse ist ebenfalls in
die Prüfung der
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
e
inzubeziehen. Denn
Gegenstand des a
ngefochtenen
Einspracheentscheids
ist die Leistungspflicht
als solche, und der Rolle des Unfalls vom 1
5.
Oktober 2010 kommt
dabei
nur
der Charakter
eines
von
mehreren
Sachverhaltselementen zu, die für diese Leistungspflicht relevant sind.
Die Ausführungen zu dieser Rolle sind somit Bestandteil der Begründung
und können in dieser Eigenschaft nicht selbständi
g angefochten und
beurteilt wer
den (vg
l. Urteil des Bundesgerichts 8C_
162/2009 vom 2
8.
August 2009
E.
3.2).
Auch wenn die Beschwerdegegnerin daher
im
Einspracheentscheid
nur auf d
en einen Unfall
vom 1
5.
Oktober 2010 eingegangen ist
, so kann die Rolle der weiteren allenfalls relevanten Ereignisse im vorliegenden Verfahren nicht ausser Acht gelassen werden.
Denn einem Urteil, das isoliert die Frage nach den Folgen des Unfalls
vom 1
5.
Oktober 2010 bean
twortete, käme der Charakter eines Feststellungsentschei
ds zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
162/2009 vom 2
8.
August 2009
E.
3
.2), und es besteht kein Rechts
schutzinteresse, einen sol
chen zu treffen.
3.
3.1
Es ist aktenkundig und unbestritten, dass im oberen Sprunggelenk des rechten
Fusses ei
ne Arthrose vorbestanden hatte. Sodann besteht auch Übereinstim
mun
g unter den Ärzten, dass diese Arthrose zumindest eine Teilursache für die Be
schwerden war, die nach dem Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 auftraten und
persistierten.
Ebenso steht fest,
dass die deswegen durchgeführten Behandlun
gen
einschliesslich der Operationen
den
arthrotischen
Veränderungen galten
(vgl.
die Darstellung im Operationsbericht des
B.___
vom 2
4.
Okto
ber 2011,
Urk.
11/20
, und die Ausführungen von
Dr.
D.___
vom
4.
Juni 2012,
Urk.
11/31 S. 5)
.
3.2
3.2.1
Dr.
A.___
führte die vorbestandene
Arthrose
in den Berichten vom 3
1.
Mai 2011 und vom
6.
Februar 2012
auf einen Unfall des Jahres 1984 mit anschlies
sender Bandplastik-Operation zurück (
Urk.
11/9
und
Urk.
11/24
), und
im Bericht des
B.___
vom 2
4.
August 2011
wurde ein Zusammenhang mit der damaligen Bandplastik ebenfalls als wahrscheinlich erachtet (
Urk.
11/25 S.
2).
Auch
Dr.
C.___
und
Dr.
D.___
stimmten
dieser Annahme zu (
Urk.
11/28
,
Urk.
11/31 S.
5,
Urk.
11/40 S.
4,
Urk.
3/3 S.
3).
Wäre d
ie Beschwerdegegnerin schon beim
genannten damaligen Unfall
die zuständige Versicherungsträgerin gewesen, so wäre
sie
schon deswegen leistu
ngspflichtig, wie
Dr.
A.___
in seinem Brief vom
6.
Febr
uar 2012 zutreffend erwog (Urk.
11/24).
3.2.2
Über den Vorfall
des Jahres 1984 ist allerdings nichts Näheres bekannt. Weder sein Hergang noch seine unmittelbaren Auswirkungen sind dokumentiert, und es sind auch keine Unterlagen über die durchgeführte Operation
bei den Akten, abgesehen von einem Hinweis im Bericht des
B.___
vom 3
1.
August 2011, wonach die Operation im Spital
G.___
durch einen Arzt namens
H.___
durchgeführt worden sei und es sich um eine Bandplastik nach Watson Jones gehandelt habe (
Urk.
11/18 S. 3).
Die gegenwärtige Aktenlage reicht deshalb nicht aus für den Nachweis, dass im Jahr 1984 tatsächlich ein Ereignis stattgefunden hat, das als Unfall im unfall
versicherungsrechtlichen Sinn zu qualifizieren ist
,
und dass die Bandplastik auf
grund eines solchen Ereignisses durchgeführt worden war
.
Die Beschwerdegegnerin
scheint z
war Abklärungen hierzu in Aussicht
genom
men zu haben
, nachdem
Dr.
C.___
die Frage gestellt hatte, über wen der Schaden aus dem Jahr 1984 abgerechnet worden sei (vgl.
Urk.
11/26).
So erkundigte sie sich am 2
2.
Juni 2012 bei der Beschwerdeführerin
telefonisch
nach der damals z
uständig gewesenen Versi
cherung
, und als die Beschwerdeführerin keine Aus
kunft geben konnte, kündigte sie eine eigene Prüfung ihrer Zuständigkeit an
(
Urk.
11/32)
. Eine solc
he Prüfung - sei es anhand des
Aktenarchivs, sei es durch
spezifische
Nachfrage im Spital
G.___
-
unterblieb in der Folge jedoch
(
bei einer früheren Anfrage vom
8.
November 2011 scheint das Spital
G.___
übersehen zu
haben, dass die Beschwerdegegnerin nach allfälligen Unterlagen des Jahres 1984
gefragt hatte
,
und
antwortete nur
, die Beschwerdeführerin sei wege
n des späte
ren Unfalles vom 15.
Oktober 2010 nicht dort in Behandlung gewe
sen;
vgl.
Urk.
11/17).
Des Weiteren stellte d
ie Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführe
rin z
war bei der Besprechung vom 31.
Januar 2014 wiederum Fragen zum Ereignis des Jahres
1984
, kehrte jedoch nichts Weiteres vor, nachdem die Beschwerdeführerin zwar
hinsichtlich
des
Hergang
s
von einem Übertreten des rechten Fusses gesprochen hatte, sich aber weder an den zuständigen Unfall
versicherer noch an einen Spezialisten, den sie wegen des rechten Fusses zu
sätzlich konsultiert habe, hatte erinnern können (vgl.
Urk.
11/55
S. 2
).
3.2.3
Damit ist
die Beschwerdegegnerin in Bezug auf das Ereignis des Jahres 1984 ihrer Untersuchungspflicht nicht genügend nach
gekommen
.
Ihr ist daher auf
zuerlegen, die gebotenen weiteren Abklärungen noch zu treffen.
Neben Nach
for
schungen in den eigenen Unterlagen - in der Empfehlung der Ad-hoc-Kommis
sion Schaden UVG vom
5.
November 1987/2
6.
Oktober 2009 wird bei
Bänder
verletzungen
eine Aufbewahrungsdauer von 30 Jahren genannt -
ist eine noch
malige Anfrage
be
im Spital
G.___
angezeigt. Sollte
n
diese Abklärungen
ergeb
nislos bleiben, so wäre es ferner geboten, dass die Beschwerdegegnerin die Be
schwerdeführerin nochmals in schriftlicher Form befragt und sie darauf hin
weist, was sie aus fehlenden Angaben abzuleiten gedenke (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich
20
15, N 59 ff. zu
Art.
43 des Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
3.3
3.3.1
Sollte sich aus den genannten
zusätzliche
n
Abklärungen
eine
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses des Jahres 1984 ergeben, so erübrigte sich die Prüfung d
er Ursächlichkeit der
späteren Ereignisse.
Sollte
hin
gegen
die Beschwerdegegnerin für das damalige Ereignis
nicht
leistungs
pflichtig
sein
, so wäre die Rolle der nachfolgenden Ereignisse relevant.
Zu deren Klärung bedürfte es jedoch aufgrund der folgenden Erwägungen ebenfalls zu
sätzlicher Erhebungen.
3.3.2
Dr.
C.___
hatte in der Stellungnahme vom 2
4.
Juli 2012 noch bejaht, dass das Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 die vorbestandene Arthrose
aktiviert habe
(Urk.
11/33)
. Nach
dem
Dr.
D.___
in der
Aktenbeurteilung vom
6.
Dezember 2012
sinngemäss dargetan hatte, die Operation vom 2
0.
Oktober 2011 wäre
im Sinne der zitierten
Rechtsprechung
ohne das Ereignis vom 1
5.
Oktober
2010 nicht oder nicht zur selben Zeit nötig geworden (vgl.
Urk.
11/40 S.
4),
zweifelte
Dr.
C.___
in seiner weiteren Stellungnahme vom
8.
Mai 2013 neu daran, dass dieses Ereignis überhaupt eine namhafte Beschwerdezunahme bew
irkt habe (
Urk.
11/46).
Die Beurteilung, das Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 habe zu einer Aktivierung der bestehenden Arthrose geführt, basiert auf der Annahme, die Beschwerden seien vor diesem Ereignis signifikant geringer
gewesen als nachher.
Dr.
D.___
führte hierzu am
6.
Dezember 2012 und am 1
0.
November 2014 aus, die Be
schwerdeführerin sei vorher trotz der Arthrose beschwerdefrei gewesen, und leitete dies aus dem Umstand ab, dass sie Hundesport (
Agility
; vgl.
Urk.
11/9) betrieben habe (
Urk.
11/40 S.
3,
Urk.
3/3 S.
1
und S.
3
). Eine eingehende Erhe
bung des Vorzustandes
ist
i
ndessen
bis anhin nicht
erfolgt, obwohl
PD Dr.
E.___
in seinem Katalog vom 1
8.
November 2013
(
Urk.
11/51)
eine
solche
verlangt
hatte. D
ie Beschwerdegeg
nerin forderte
Dr.
A.___
jedoch in der Folge nur zur Zustellung der Krankengeschichte aus der Zeit nach dem Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 auf (
Urk.
11/57) und begnügte sich für die vorangegangene Zeit mit den
beiden Berichte
n
der Klinik
F.___
des Jahres 2006 (Urk.
11/69-70
; vgl. die Telefonnotiz vom 2
5.
April 2014,
Urk.
11/73
). Die
Mit
wirkungspflicht
nach
Art.
28
Abs.
3 ATSG hätte ihr
indessen
eine Handhabe gegeben, die gesamte Krankengeschichte betreffend die Behandlungen des rechten Fusses beizuziehen, und sie hätte davon aufgrund ihrer
Untersuchungs
pflicht
Gebrauch machen müssen.
Zu Recht hatte PD
Dr.
E.___
ausserdem eine Befragung der Beschwerdeführerin zum Vorzustand
für nötig gehalten
. Im
Be
sprechungspro
tokoll
vom 3
1.
Januar 2014 (
Urk.
11/55) finden sich dazu
aber
keine Notizen. Wenn PD
Dr.
E.___
danach seine Beurteilung vom 2
9.
Oktober 2014 abgab, ohne dass
die Möglichkeiten zur Abklärung der von ihm selbst als klärungsbedürftig bezeichneten Punkte ausgeschöpft worden sind, so
erscheint diese (Akten-)Beurteilung nicht als schlüssig.
Dies gilt umso mehr, als PD
Dr.
E.___
auch
nicht alle
bereits
vorhandenen
(
Bild
-)D
okumente würdigte. I
ns
besondere
setzte er sich
nicht mit dem MRI- und dem SPECT-Befund vo
m Au
gust 2011 auseinander und mit der Aussage des
B.___
und
von
Dr.
D.___
, es werde hier
eine deutliche Aktivierung mit Knochenödem dar
gestellt (vgl.
Urk.
11/25 S.
2,
Urk.
11/31 S.
4,
Urk.
11/40 S.
5
).
Umgekehrt er
lauben aber auch die
Stellungnahmen des
B.___
und
von
Dr.
D.___
keine abschliessen
de Kausalitätsbeurteilung, da sie alle unter der Prä
misse der weitgehenden Beschwerdefreiheit vor dem Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 erfolgten.
3.3.3
Es ist daher angezeigt, dass die Beschwerdegegnerin
die Frage nach dem Kau
salzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1
5.
Oktober 2010 und den Be
schwerden im Anschluss daran durch ein
Gutachten
einer
v
ersicherungsunab
hängigen
Stelle
klären lässt, sofern sich nicht schon aufgrund des Ereignisses des Jahres 1984 eine
Leistungspflicht ergibt.
Dieses Gutachten wird neben der Rolle des Ereignisses vom 1
5.
Oktober 2010 auch die Rolle des Ereignisses vom 2
0.
August 2011 abzuhandeln haben, das
zeitlich
zwischen der MRI-Aufnahme vom 1
7.
August 2011 (
Urk.
11/45) und den Röntgen- und SPECT-Aufnahmen vom 2
3.
und vom 2
4.
Aug
ust 2011 (Urk.
11/43 und
Urk.
11/44) lag
und
gemäss dem Besprechungsprotokoll vom 3
1.
August 2014 eine eigene Unfallnummer hat (vg
l.
Urk.
11/55 S. 2).
Ausserdem wird im Gutachten die Rolle des Ereignis
ses vom März 2006 zu diskutieren sein, und schliesslich wird zu erheben sein, wie sich die Rückfussdistorsion ausgewirkt hat, die im Austrittsbericht des
B.___
vom 2
1.
Oktober 2011 erwähnt ist und sich etwa eine
Woche vor der
V
erfassung
des Berichts
ereignet haben soll (vgl.
Urk.
11/19 S. 1).
3.4
Damit
ist
der angefochtene
E
i
nspracheentscheid
vom
3.
November 2014 aufzu
heben
,
und die Sache
ist
an die Besch
werdegegnerin zurückzuweisen
, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge.
In diesem Sinne
ist die
Beschwerde gutzuheissen.
4.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere
Bemessungs
krite
rien
nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] sowie § 8 der Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, der Beschwerde
führerin eine ermessensweise festgesetzte Prozessentschädigung von
Fr.
1‘800.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Darin nicht einge
schlossen sind die Kosten für die drei Stellungnahmen von
Dr.
D.___
, deren Erstattung die Beschwerdeführerin beantragt
hat
(
Urk.
1 S. 8)
. Die Stellung
nahmen vom 1
4.
Juni und vom
6.
Dez
ember
2012 (
Urk.
11/31 S.
3-6 und
Urk.
11/40 S.
3-
5
)
hat
die Beschwerdeführerin
im
Einspracheverfahren
und nicht
erst im vorliegenden Beschwerdeverfahren beigebracht.
Die Auslagen da
für
können ihr daher nicht
als
Prozessentschädigung zugesprochen werden. Und ob die Beschwerdegegnerin sie als Kosten des
Einspracheverfahrens
hätte ver
güten müssen, kann deshalb nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein, weil darüber im angefochtenen
Einspracheentscheid
nicht befunden wor
den ist.
D
ie geltend gemachten Auslage
n für die Stellungnahme von Dr.
D.___
vom 1
0.
Novem
ber 2014 (
Urk.
3/3) sind
ebenfalls
nicht von der
Beschwerde
gegnerin
zu tragen, weil die Schlussfolgerungen darin
keine
Leistungszuspre
chung
erlau
ben und auch nicht
entscheidend waren für die vorzunehmende Rückweisung
.
Der Antrag
der Beschwerdeführerin
auf Zusprechung der Auslagen für die Stellungnahmen von
Dr.
med.
D.___
ist daher
ab
zuweisen, soweit darauf ein
zu
treten ist
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene
E
i
nsprache
entscheid
vom
3.
November 2014
aufgehoben
und die Sache an die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (Suva) zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwä
gungen verfahre und hernach über ihre Leistungspflicht neu verfüge.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessent
schädigung
von
Fr.
1‘800.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer
) zu bezahlen.
Der Antrag auf Zusprechung der Auslagen für die
Stellungnahmen von
Dr.
med.
D.
___
wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Protekta
Rechtsschutz-Versicherung AG
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
-
SWICA Gesundheitsorganisation
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigKobel