# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5d06627-854f-576d-8046-7e1358dff7f7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2010 E-1177/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1177-2010_2010-03-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1177/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Bruno Huber (Vorsitz), 
Richter Daniele Cattaneo,
Richter Kurt Gysi,
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

A._______, Kongo (C._______),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 27. Januar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-1177/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin ihren Heimatstaat eigenen Angaben zu-
folge  am  (...)  verlassen  hat  und  über  (...)  und  (...) am  (...) in  die 
Schweiz  gelangt  ist,  wo  sie  gleichentags  im  B._______  um  Asyl 
nachgesucht hat,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung vom 7. Mai 2009 und der direk-
ten Anhörung zu ihren Asylgründen vom 21. August 2009 zur Begründ-
ung ihres Asylgesuchs geltend machte, sie sei kongolesische Staats-
angehörige, gehöre zur Ethnie der (...) und sei (...) mit letztem Wohn-
sitz in C._______, wo sie geboren und aufgewachsen sei,

dass  sie  und  ihr  Freund,  der  der  D._______  (...) angehört  habe, 
während  den  Präsidentschaftswahlen  die  E._______ (...)  unterstützt 
und  zum Protest  aufrufende  DVDs,  die  ihr  Freund  im  Jahr  (...)  von 
Mitgliedern der D._______ erhalten habe, verkauft hätten,

dass  sie  von  einer  Freundin  bei  den  Behörden  verraten,  im  (...) 
verhaftet  und  in  ein  Gefängnis  verbracht  worden  sei,  wo  Polizisten 
versucht hätten, sie zu vergewaltigen,

dass sie wegen ihrer Gegenwehr spitalreif geschlagen und in eine Kli-
nik verbracht worden sei, aus der sie am (...)  mit  der Hilfe ihres (...) 
geflüchtet sei,

dass sie vom (...)  mit  einem Auto zur Familie ihres Nachbarn in (...) 
gebracht worden sei, wo sich wenig später auch ihr Freund, der eben-
falls verhaftet und aus dem Gefängnis befreit worden sei, eingefunden 
habe,

dass am (...)  der Onkel ihres Nachbarn, ein (...),  gekommen sei und 
erzählt  habe,  ihre  Dossiers  befänden  sich  bei  der  Oberinstanz  des 
Landes und sie würden umgebracht wie andere Aktivisten auch,

dass sie am (...)  mit  einem kleinen Boot,  das von einem Offizier zur 
Verfügung  gestellt  worden  sei,  nach F._______ geflüchtet  seien,  wo 
sie zu einem Bekannten, einem (...), gegangen seien,

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dass  der  (...)  und  der  Onkel  ihres  Nachbarn  nach  F._______  ge-
kommen seien, um ihr eine Tasche zu übergeben, die sie vergessen 
habe,

dass der (...) erzählt habe, ihr Haus sei durchsucht worden und man 
fahnde nach ihnen,

dass am (...) Leute vom Sicherheitsdienst das Haus des Bekannten in 
F._______  aufgesucht  und  ihren  Freund  erschossen  hätten,  als  sie 
unterwegs gewesen sei,

dass sie von der Frau des Bekannten, der ihr telefonisch vom Vorfall 
berichtet habe, an einen sicheren Ort gebracht worden sei,

dass  sie  (...)  auf  dem  Luftweg  in  Begleitung  eines  Mannes,  der  im 
Besitze  einer  Aufenthaltsbewilligung  für  (...)  gewesen  sei,  verlassen 
habe,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass  die  Beschwerdeführerin  im  erstinstanzlichen  Asylverfahren  als 
Identitätsausweis eine (...) zu den Akten reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 27. Januar 2010 feststellte, die Be-
schwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  ihr  Asylge-
such  vom  14.  April  2009  ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz und den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftig-
keit nicht standzuhalten,

dass sich insbesondere in den Angaben der Beschwerdeführerin keine 
Realkennzeichen finden liessen und individualisierte Aussagen fehlten, 
die  eine persönliche Betroffenheit  oder  ein  persönlich  gefärbtes  Re-
aktionsmuster zum Ausdruck bringen würden,

dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage gewesen sei, Angaben 
über die E._______ zu machen,

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dass  sie  die  Farben  des  (...)  nicht  habe  nennen  können,  weder 
gewusst  habe,  wann  die  Partei  gegründet  worden  sei  oder  welche 
Ziele die  Organisation  verfolge,  noch allgemeine Angaben zu dieser 
Partei habe machen können,

dass vor diesem Hintergrund das geltend gemachte politische Engage-
ment der Beschwerdeführerin bezweifelt werden müsse,

dass die Beschwerdeführerin auch nicht in der Lage sei,  etwas über 
die D._______ auszusagen, obwohl sie vorgebracht habe, ihr Freund 
sei  Mitglied  dieser  Bewegung  gewesen  und  sie  habe  mit  ihm  zu-
sammen DVDs politischen Inhalts verteilt,

dass deshalb auch die geltend gemachten Aktivitäten ihres Freundes 
nicht glaubhaft seien,

dass des Weiteren ihre Aussagen zur Verwandtschaft unstimmig seien, 
zumal  sie  bei  der  Anhörung  zuerst  geltend  gemacht  habe,  die  Ver-
wandten  väterlicherseits  lebten  in  (...),  die  Verwandten  mütterli-
cherseits habe sie wegen familiären Streitigkeiten praktisch nie gese-
hen, und wenig später auf die Frage nach Verwandten väterlicherseits 
geantwortet habe, ihr Vater sei ein Einzelkind gewesen, sie habe dort 
keine Verwandten,

dass  die  Beschwerdeführerin  zudem  lediglich  stereotype  und  ober-
flächliche Angaben zu ihrer Flucht gemacht habe, indem sie beispiels-
weise  nicht  verständlich  habe  erklären  können,  wie  es  der  (...)  ge-
schafft  habe,  sich  als  Krankenpfleger  zu  verkleiden  und  sie  an  den 
Polizisten vorbei aus dem Spital zu schleusen,

dass sie auch nicht imstande gewesen sei, zu sagen, in welchem Ge-
fängnis  ihr  Freund inhaftiert  gewesen sei  und auf  welche Weise der 
(...) ihm zur Flucht verholfen habe,

dass ihre Aussagen zum Ort  ihrer  Verhaftung widersprüchlich seien, 
zumal  sie  bei  der  Kurzbefragung  angegeben  habe,  sei  sei  (...) 
festgenommen worden,  anlässlich der Anhörung dagegen ausgesagt 
habe, sie sei (...) angehalten worden,

dass die Beschwerdeführerin bei der Kurzbefragung geltend gemacht 
habe, der (...) habe für ihre Befreiung jemanden geschickt, der sich als 
Arzt  ausgegeben habe,  und im Widerspruch dazu bei  der  Anhörung 

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ausgesagt habe, der (...) habe sich als Arzt verkleidet und sie aus dem 
Spital gebracht,

dass das Asylgesuch deshalb abzulehnen, die Wegweisung die Regel-
folge der Ablehnung eines Asylgesuchs und der Vollzug zulässig, zu-
mutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit Rechtsmitteleingabe vom 25. Februar 
2010  (Poststempel)  in  materieller  Hinsicht  die  Aufhebung  der  vorin-
stanzlichen Verfügung, die Gewährung von Asyl,  eventualiter die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme, und in prozessualer Hinsicht eine 
Realkriterienanalyse  durch  eine  Fachperson,  die  Erteilung  der  auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde und die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege beantragt,

dass sie zur Stützung ihrer Vorbringen die Nachreichung eines Arzt-
zeugnisses in Aussicht stellte,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass  der  Instruktionsrichter  am  4.  März  2010  feststellte,  die 
Beschwerdeführerin dürfe den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz 
abwarten,  und  den  Entscheid  über  die  Verfahrensanträge  auf  einen 
späteren Zeitpunkt verlegte,

dass die Beschwerdeführerin gleichentags den in Aussicht gestellten 
ärztlichen  Bericht  (datiert  vom  [...]),  auf  den  in  den  Erwägungen 
eingegangen wird, einreichte,

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhe-
bung beziehungsweise Änderung hat  und daher zur Einreichung der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs.  1  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG  und  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass vorab festzustellen ist,  dass sich die Rüge in  der Beschwerde, 
die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig respektive unrichtig 
festgestellt,  weil  nicht  erwähnt worden sei,  dass der  Freund der Be-
schwerdeführerin  Mitglied  der  D._______  gewesen  sei,  als 
unbegründet  erweist,  zumal  in  der  angefochtenen  Verfügung  auf 
dieses Vorbringen ausdrücklich Bezug genommen wird,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält,

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dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge- 
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftig-
keit nicht standzuhalten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  feststellt,  dass  sich  die  Ausfüh-
rungen  in  der  Beschwerde  darauf  beschränken,  die  Wahrheit  der 
mündlichen Aussagen zur  Begründung des Asylgesuchs zu bekräfti-
gen,  ohne indessen  in  substanziierter  und  überzeugender  Weise zu 
den von der Vorinstanz zu Recht aufgezeigten Unstimmigkeiten Stel-
lung zu nehmen,

dass insbesondere von einer Person, die wie die Beschwerdeführerin 
wegen ihres geltend gemachten politischen Engagements Gefahr läuft, 
verhaftet und zur Rechenschaft gezogen zu werden, fundierte Kennt-
nisse über die Bewegung, die sie unterstützt, erwartet werden können,

dass sich das Vorbringen in der Beschwerde, der Beschwerdeführerin 
könne ihr fehlendes Wissen zur D._______ nicht vorgeworfen werden, 
weil  ja  lediglich  ihr  Freund  Mitglied  gewesen  sei,  aus  denselben 
Gründen  als  nicht  stichhaltig  erweist,  zumal  sie  bei  der  Anhörung 
ausgesagt  hat,  jedes  Jahr,  beispielsweise  auch  (...),  würden  viele 
Mitglieder der D._______ umgebracht (Akten BFM A10/18 S. 7),

dass sich der Erklärungsversuch der Beschwerdeführerin, wonach ihre 
Mutter gesagt habe, die Schwester ihres Vaters halte sich (...) auf, sie 
wisse jedoch nicht, ob dies stimme, angesichts ihrer Aussage bei der 
Anhörung,  ihr  Vater  sei  (...)  gewesen  und  sie  habe  dort  keine 
Verwandten (A10/18 S. 5), als haltlos erweist,

dass die  Vorbringen zur  Vorgehensweise des (...)  bei  der  Flucht  der 
Beschwerdeführerin aus dem Gefängnis in der Tat realitätsfremd sind 
(A10/18 S. 11) und es ihr mit der Wiederholung der diesbezüglichen 
Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nicht gelingt, zu einer anderen 
Beurteilung zu gelangen,

dass  die Behauptung  in  der  Rechtsmitteleingabe,  die  von  der 
Vorinstanz  aufgezeigten  Unstimmigkeiten  hinsichtlich  des  Ortes  der 

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Verhaftung  der  Beschwerdeführerin  seien  auf  einen  Übersetzungs-
fehler zurückzuführen, in den Akten nicht nur keine Stütze findet, son-
dern  festzustellen  ist,  dass  sie jeweils  am Schluss der  Befragungen 
nach der Rückübersetzung die Richtigkeit ihrer protokollierten Aussa-
gen unterschriftlich bestätigte und auf entsprechende Fragen antwor-
tete, sie habe den respektive die Dolmetscherin verstanden,

dass  auch  der  Erklärungsversuch  der  Beschwerdeführerin,  der  (...) 
habe sich nicht selber als Arzt verkleidet, sondern jemanden ins Spital 
geschickt, sie habe sich eventuell nicht sehr genau ausgedrückt, den 
vom BFM zu Recht aufgezeigte Widerspruch in ihren diesbezüglichen 
Aussagen nicht zu entkräften vermag,

dass vor diesem Hintergrund die in der Beschwerde als Beleg für das 
Vorhandensein von Realkriterien aufgelisteten Beispiele nicht geeignet 
sind,  die  Vorbringen  glaubhafter  erscheinen  zu  lassen,  weshalb  der 
Antrag auf Durchführung einer Realkriterienanalyse durch eine Fach-
person abgewiesen wird,

dass der als Beleg für die Glaubhaftigkeit der Vorbringen eingereichte 
ärztliche  Bericht  von  (...)  (...)  vom (...)  der  Beschwerdeführerin  (...) 
attestiert,

dass mit einem Arztbericht grundsätzlich nicht die Ursache einer gel-
tend  gemachten  psychischen  Krankheit  bewiesen  werden  kann 
(vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der vormals zuständigen Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [ARK] in Entscheidungen und Mittei-
lungen der ARK [EMARK] 1999 Nr. 5 E. 4f.bb S. 32),

dass der behandelnde Arzt zwar in der Regel eine weitgehend zuver-
lässige Diagnose des vorliegenden Krankheitsbildes stellen kann, aber 
bezüglich  der  Ursachen der  Krankheit  vorwiegend auf  die Aussagen 
des Patienten angewiesen ist,

dass die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen eine Rechts-
frage  ist,  deren  Beantwortung  -  wie  im  Übrigen  auch  die 
Beweiswürdigung  -  Aufgabe  des  Richters  ist  (EMARK  1996  Nr.  16 
E. 3e.bb S. 144,  EMARK 1999 Nr. 5 E. 4f.bb S. 31 f.,  EMARK 2002 
Nr. 13 E. 6c            S. 115 f.),

dass vorliegend festzustellen ist, dass der ärztliche Bericht von einem 
Facharzt  für  allgemeine  Medizin  und  –  soweit  aus  den  Akten 

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ersichtlich – nicht von einem ausgewiesenen Spezialisten auf diesem 
Fachgebiet erstellt worden ist,

dass der ärztliche Bericht angesichts der vom Bundesverwaltungsge- 
richt als nicht glaubhaft qualifizierten Asylvorbringen nicht geeignet ist, 
zu einer anderen Beurteilung zu gelangen, sondern zu schliessen ist, 
dass der diagnostizierten (...) andere Ursachen zugrunde liegen,

dass aufgrund der Aktenlage nicht ausgeschlossen werden kann, dass 
die  diagnostizierte  (...)  im  ungewissen  Aufenthaltsstatus  der 
Beschwerdeführerin  in  der  Schweiz  begründet  ist,  zumal  dem 
Bundesverwaltungsgericht  bekannt  ist,  dass  Ausländerinnen,  deren 
Asylgesuche  abgelehnt  werden  oder  die  in  lang  andauernder 
Ungewissheit  über  ihren  Aufenthaltsstatus  im  Gastland  leben,  in 
depressive Stimmung verfallen können,

dass es sich aufgrund vorstehender Erwägungen erübrigt, auf die wei-
teren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe einzugehen, weil diese 
mangels  Stichhaltigkeit  nicht  geeignet  sind,  eine  andere  Beurteilung 
herbeizuführen,

dass deshalb an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen auf 
die  zutreffenden  und  überzeugenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  in 
der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei- 
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen, wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Ertei-
lung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-

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setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) der gleiche 
Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, dass heisst, sie 
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, 
Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der Wegweisung nach 
Kongo (Kinshasa)  unter  Berücksichtigung der  allgemeinen Lage  und 

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beim  Vorliegen  bestimmter  Voraussetzungen  grundsätzlich  als  zu-
mutbar (EMARK 2004 Nr. 33 E. 8.1 - 8.3 S. 232 ff.) erachtet,

dass  diese  Voraussetzungen  vorliegend  erfüllt  sind,  zumal  die  Be-
schwerdeführerin  aus  C._______  stammt,  wo  sie  eigenen  Angaben 
zufolge geboren ist  und bis zu ihrer  Ausreise ununterbrochen gelebt 
hat,

dass mit der Vorinstanz festzustellen ist, die Beschwerdeführerin habe 
in  Verletzung  ihrer  Mitwirkungspflicht  (Art.  8  Abs.  1  AsylG) 
unglaubhafte  Angaben  zu  ihrer  Familie  gemacht,  weshalb  zu  ihren 
Lasten  da-von  auszugehen  ist,  dass  sie  in  C._______  über  ein 
tragfähiges Bezie-hungsnetz verfügt,

dass die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin (...) auch 
in  C._______  behandelt  werden  können  und  hinsichtlich  des 
Krankheitsverlaufs  auf  die  Ausführungen  im  Arztbericht  verwiesen 
werden kann, wonach der Beschwerdeführerin eine günstige Prognose 
auch ohne weitere Behandlung gestellt werden kann,

dass somit weder allgemeine noch individuelle Unzumutbarkeitsgrün-
de gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse besteh-
en (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es der Beschwerdeführerin  obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige Instrukti-
on der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
hinfällig geworden ist,

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dass  sich  die  gestellten  Rechtsbegehren  aufgrund  vorstehender  Er-
wägungen nicht als aussichtslos erweisen, und sich die Bedürftigkeit 
der Beschwerdeführerin aus den Akten ergibt, weshalb der Antrag auf 
Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege (Art.  65  Abs. 1  VwVG) 
gutzuheissen und die Beschwerdeführerin von der Bezahlung der Ver-
fahrenskosten zu befreien ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gut-
geheissen.

3.
Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Verfahrenskosten 
befreit.

4.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand:

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