# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82543e7d-d0b2-5233-b9d7-956ba94ed30f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2011 E-3828/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3828-2011_2011-08-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­3828/2011

U r t e i l   v om   2 2 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Markus König (Vorsitz),
Mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Karin Maeder­Steiner.

Parteien A._______,
B._______,
C._______,
D._______,
E:_______,
Syrien,

vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, (…), 

Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren);

Verfügung des BFM vom 30. Juni 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  30.  Juni  2011  –  eröffnet  am  2.  Juli 
2011  –  in Anwendung  von Art. 34 Abs.  2 Bst.  d  des Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführenden vom 8. März 2011 nicht eintrat,  ihre Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug nach  Italien anordnete 
und  dabei  festhielt,  einer  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  komme 
keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  das  Bundesamt  den  Beschwerdeführenden  anlässlich  der 
summarischen  Befragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  Basel 
vom  21 März  2011  das  rechtliche  Gehör  bezüglich  der  Zuständigkeit 
Italiens    – wo  ihre  Fingerabdrücke  registriert  worden  waren  –  für  die 
Behandlung des Asylverfahrens gewährt hatte,

dass  die  Beschwerdeführenden  dabei  vorgebracht  hatten,  sie  möchten 
lieber  nicht  nach  Italien  zurückkehren  sondern  gerne  in  der  Schweiz 
bleiben, 

dass das Bundesamt zur Begründung seiner Verfügung ausführte, dass 
sich die Schweiz mit der Umsetzung des Abkommens vom 26. Oktober 
2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staats  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­
Assoziierungsabkommen [DAA], SR 0.142.392.689) verpflichtet habe, die 
Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur 
Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  (Dublin­II­Verordnung,  nachfolgend  Dublin­II­VO) 
anzuwenden,

dass  das  BFM  die  Behörden  Italiens  um  die  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden  gestützt  auf  die  Dublin­II­VO  ersucht  habe,  und 
Italien  zum  Übernahmeersuchen  innerhalb  der  festgelegten  Frist  nicht 
Stellung  genommen  habe,  womit  unter  Anwendung  von  Art.  20  Abs.  1 
Bst. c Dublin­II­VO die Zuständigkeit  für die Durchführung des Asyl­ und 
Wegweisungsverfahrens am 28. Juni 2011 an Italien übergegangen sei,

dass  gemäss  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  werde,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen 

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könnten, der für die Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens 
staatsvertraglich zuständig sei, 

dass  die  Überstellung  nach  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung der Überstellungsfrist – bis spätestens 
am 28. Dezember 2011 zu erfolgen habe,

dass mithin auf das Asylgesuch nicht eingetreten werde,

dass die Folgen eines Nichteintretens gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG in der 
Regel  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sei  und  die 
Beschwerdeführenden  in  einen  Drittstaat  reisen  könnten,  in  dem  sie 
Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinn  von  Art.  5  Abs.  1  AsylG  finden 
würden,  weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  nicht  zu  prüfen  sei,  und 
auch keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  im  Fall  einer  Rückkehr  nach  Italien 
bestehen würden,

dass  weder  die  in  Italien  herrschende  Situation  noch  andere  Gründe 
gegen  die Zumutbarkeit  der Wegweisung  nach  Italien  sprechen würden 
und  der  Vollzug  der  Wegweisung  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei,

dass die Beschwerdeführenden gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 
6.  Juli  2011  (Datum  Poststempel;  ergänzt  durch  eine  Eingabe  ihres 
neuen  Rechtsvertreters  vom  8.  Juli  2011)  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die 
Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, das 
Asylgesuch materiell zu behandeln,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragten,  es  sei  die 
aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  herzustellen  und  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts 
mit  Zwischenverfügung  vom  11.  Juli  2011  festhielt,  die  Gesuche  um 
Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  und  um  Befreiung  von  der 
Vorschusspflicht  würden  abgewiesen,  und  die  Beschwerdeführenden 
aufforderte innert Frist den Kostenvorschuss zu bezahlen,

dass  die  Beschwerdeführenden  innert  Frist  den  Kostenvorschuss 
leisteten,

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dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  29.  Juli  2011  darauf 
hinwiesen,  dass  der  Beschwerdeführer  kürzlich  operiert  worden  sei, 
diesbezüglich  einen  Arztbericht  in  Aussicht  stellten  und  auf  die 
menschenunwürdigen Umstände in Italien hinwiesen,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  auf  dem Gebiet  des  Asyls  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art.  105 AsylG  i.V.m. Art.  31­33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert sind (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 
48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32­35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  auf  Asylgesuche  ein  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 

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Durchführung   des   Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  unbestrittenermassen  am  12.  Februar 
2011  in  Italien  illegal  in  das  Hoheitsgebiet  der  Dublin  Mitgliedstaaten 
einreisten  (vgl.  Abgleich  der  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit 
Eurodac) und das BFM unter Hinweis auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­
VO  ein  Ersuchen  um Übernahme  der  Beschwerdeführenden  an  diesen 
Staat gestellt hat,

dass  diese  Aufforderung  bis  zum  Ablauf  der  festgelegten  Frist 
unbeantwortet  geblieben  und  demnach  die  Zuständigkeit  für  das 
vorliegende  Verfahren  auf  Italien  übergegangen  ist  (so  genannte 
Verfristung),

dass  die  Beschwerdeführenden  somit  grundsätzlich  ohne  weiteres  in 
einen Drittstaat (vorliegend Italien) ausreisen können, der für die Prüfung 
ihres Asylantrags staatsvertraglich zuständig ist,

dass  Italien  unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der 
EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 
und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung 
oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass  keine  Hinweise  dafür  bestehen,  Italien  würde  sich  nicht  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK halten,

dass  die  Beschwerdeführenden  in  ihrem  Rechtsmittel  einerseits 
gesundheitliche  Probleme  (bevorstehende  Operation  des 
Beschwerdeführers) geltend machen, aufgrund derer es der Familie nicht 
möglich sei, die Schweiz fristgerecht zu verlassen,

dass andererseits vorgebracht wird, die Familie mit drei Kindern würde in 
Italien "auf der Strasse landen" und es sei damit zu rechnen, dass Italien 
die Beschwerdeführenden nach Syrien ausschaffe,

dass gemäss Akten und den einschlägigen Bestimmungen der Dublin­II­
VO  Italien  für  die  Behandlung  des  vorliegenden  Asylgesuchs  der 
Beschwerdeführenden zuständig ist,

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dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  in  letzter  Zeit  in  zahlreichen 
Urteilen  zur Situation  der Asylsuchenden  in  Italien  geäussert  und  dabei 
jeweils  festgestellt  hat,  dass  sich  diese  zwar  beispielsweise  bei  der 
Unterkunft,  der  Arbeit  und  dem  Zugang  zu  medizinischer  Infrastruktur 
durchaus gewissen Schwierigkeiten ausgesetzt sehen können,

dass  Dublin­Rückkehrende  betreffend  Unterbringung  von  den 
italienischen  Behörden  jedoch  bevorzugt  behandelt  werden  und  sich – 
neben  den  staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private 
Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und  Flüchtlingen 
annehmen,

dass  beispielsweise  die  Organisation  "Arci  con  Fraternità"  seit  dem  1. 
Januar 2009 die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino (Rom) 
organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose  Rechtsberatung 
anbietet, 

dass die Überführung der Beschwerdeführenden nach Italien im Rahmen 
des Dublin­Verfahrens damit grundsätzlich zumutbar ist, zumal sie bei der 
Gewährung des rechtlichen Gehörs einzig ausgeführt hatten, sie möchten 
ihr Asylverfahren lieber in der Schweiz durchlaufen,

dass die Ausführungen in der Beschwerde an dieser Einschätzung nichts 
zu ändern vermögen,

dass die Beschwerdeführenden in ihrem Rechtmittel und in den späteren 
ergänzenden  Eingaben  mit  keinem  Wort  ausführen,  welcher  Art  die 
gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers sei,

dass  der  mit  der  Beschwerde  eingereichten  Terminbestätigung  des 
Kantonsspitals Olten nicht zu entnehmen war, der Beschwerdeführer sei 
per  11.  Juli  2011  zu  einer  "Operation"  aufgeboten  worden  (vgl. 
Beschwerde  S.  1),  zumal  dem  Kurzbrief  auch  keinerlei  Hinweise  auf 
individuelle,  beispielsweise  nahrungsmässige,  Vorbereitungen  des 
Patienten zu entnehmen waren,

dass auch in der Eingabe vom 29. Juli 2011 die Operation zwar erwähnt 
aber nicht mit einem Arztzeugnis belegt wird, ein solches zwar in Aussicht 
gestellt wird, indessen bis heute nicht zu den Akten gereicht wurde,

dass Asylsuchende gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG verpflichtet sind, 
an  der  Feststellung  des  Sachverhalts  mitzuwirken,  und  von  ihnen 
zumindest  erwartet  werden  kann,  dass  sie  angebliche 

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Gesundheitsbeschwerden geltend machen und konkret umschreiben (vgl. 
BVGE 2009/50 E.10),

dass  dies  umso  mehr  gelten  muss,  wenn  eine  (durch  einen 
Rechtsbeistand  vertretene)  betroffene  Person  sich  –  wie  vorliegend – 
bereits  in  ärztlicher  Behandlung  befindet  und  sich  angeblich  einer 
Operation unterziehen musste und somit medizinische Befunde vorliegen 
müssen,

dass  nach  dem  Gesagten  davon  auszugehen  ist,  eine  allfällige 
medizinische Behandlung des Beschwerdeführers wäre nötigenfalls auch 
in Italien möglich und erhältlich zu machen,

dass diesbezüglich auf die spezifischen völkerrechtlichen Verpflichtungen 
Italiens verwiesen werden kann, namentlich die EU­Richtlinie 2003/9/EG 
vom  27.  Januar  2003  zur  Festlegung  von  Mindestnormen  für  die 
Aufnahme  von  Asylbewerbern  in  den  Mitgliedstaaten,  zu  deren 
Durchsetzung  die  EU­Länder  auch  entsprechende  Rechtsmittel 
vorzusehen haben (vgl. Art. 21 dieser so genannten Aufnahmerichtlinie),

dass die konkrete Übergabe von medizinisch Behandlungsbedürftigen an 
den  gemäss  Dublin­II­VO  für  die  Behandlung  des  Asylgesuchs 
zuständigen  EU­Staats  durch  die  zuständigen  Vollzugsbehörden  des 
Bundes  (Dublin­Office  des  BFM)  und  des  Aufenthaltskantons  durch 
geeignete  Absprachen  mit  den  Partnerbehörden  des  Dublin­Zielstaats 
erleichtert  werden  kann,  was  aber  ebenfalls  voraussetzt,  dass  die 
betroffene  Person  kommuniziert  und  dokumentiert,  an  welcher 
Erkrankung sie leide,

dass  im Übrigen  die  schweizerischen  Vollzugsbehörden  den Grundsatz 
der  Einheit  der  Familie  ebenso  zu  beachten  haben  wie  eine  allfällige 
medizinisch  bedingte,  vorübergehende  Reiseunfähigkeit,  insbesondere 
nach einem ärztlichen Eingriff,

dass nach dem Gesagten bei der heutigen Aktenlage aber kein Grund zur 
Annahme  besteht,  der  Beschwerdeführer  könnte  bis  zum  Ablauf  der  in 
der  BFM­Verfügung  genannten  Überstellungsfrist  (28.  Dezember  2011) 
nicht reisefähig sein,

dass  den  Akten  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  zu 
entnehmen  sind,  die  Beschwerdeführenden  würden  im  Fall  einer 
Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, und das BFM 

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nach dem Gesagten  zu Recht  in Anwendung  von Art.  34 Abs.  2 Bst.  d 
AsylG  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf das Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in Verfahren 
nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zulässigkeit  und 
Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs bereits Voraussetzung  (und nicht 
erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheids  und  deshalb  vorliegend 
nicht weiter zu prüfen ist,

dass  in  diesem  Sinn  auch  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  ihrer  Beschwerde  nicht  darzutun 
vermögen,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletze, 
den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen, mit dem in gleicher 
Höhe geleitsteten Kostenvorschuss zu verrechnen und bereits beglichen 
sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
unter Verrechnung mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
auferlegt.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
kantonale Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Karin Maeder­Steiner

Versand: