# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb721c55-9607-5aa6-a3d4-01ac180c5f0a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.02.2021 S 2020 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-1_2021-02-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 22. Februar 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________, 

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Rente)

S 2020 1

2

Urteil S 2020 1

A. Der 1972 geborene A.________ meldete sich am 20. Februar 2010 erstmals unter 
Hinweis auf eine Angststörung und eine Erschöpfungsdepression bei der 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle erhob in der Folge 
den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt. Zudem holte sie das psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. C.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Mai 
2011 ein (IV-act. 25). Gestützt hierauf stellte die Verwaltung mit Vorbescheid vom 26. Mai 
2011 die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 30). Den dagegen 
erhobenen Einwand vom 18. Juni samt Ergänzung vom 9. Juli 2011 (IV-act. 31 und 36) 
wies die IV-Stelle mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 3. August 2011 ab (IV-
act. 37).

Am 8. Mai 2015 meldete sich A.________ aufgrund seines psychischen 
Gesundheitszustandes zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 46). 
Die IV-Stelle tätigte daraufhin medizinische und erwerbliche Erhebungen. Sie gab 
insbesondere eine bidisziplinäre Expertise in den Fachrichtungen Psychiatrie und 
Neuropsychologie bei Dr. C.________ und lic. phil. D.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, in Auftrag, welches am 31. März 2016 erstattet wurde (IV-act. 83 
und 84). Mit Mitteilung vom 23. Mai 2016 sprach die Verwaltung A.________ berufliche 
Eingliederungsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung und der Abklärung der 
beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten zu (IV-act. 88). Diesbezüglich startete ab 
22. August 2016 eine berufliche Abklärung in der E.________ in F.________ (IV-act. 102). 
Das Pensum begann bei 50 % und sollte alle zwei Wochen um 10 % gesteigert werden 
(IV-act. 100). Per 21. Oktober 2016 wurde das Pensum wieder auf 50 % reduziert und die 
berufliche Abklärung schliesslich am 22. November 2016 beendet (IV-act. 111 S. 2). 
Aufgrund der Diskrepanz zwischen der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
während der beruflichen Abklärung gezeigten Leistung holte die IV-Stelle bei lic. phil. 
D.________ das neuropsychologische Verlaufsgutachten vom 30. Januar 2018 ein (IV-
act. 133). Gestützt darauf und auf die Stellungnahme von G.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 
27. September 2018 (IV-act. 142) zeigte die Verwaltung am 15. November 2018 die 
beabsichtigte Verneinung eines Rentenanspruchs an (IV-act. 145). Mit Verfügung vom 
14. November 2019 (IV-act. 157) wies sie die erhobenen Einwände (IV-act. 150) ab.

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, die Verfügung vom 
14. November 2019 sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, ihm eine Rente 
gemäss IVG zuzusprechen. Es sei der Anschein der Befangenheit von Dr. C.________ 

3

Urteil S 2020 1

festzustellen und sein Gutachten vom 31. März 2016 aus dem Recht zu weisen. Er sei 
durch das Gericht medizinisch begutachten zu lassen. Eventualiter sei die Sache zwecks 
Einholung eines Gutachtens und anschliessender Entscheidung über den 
Leistungsanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen. Im Übrigen liess er einen Antrag auf 
unentgeltliche Prozessführung und die Bewilligung einer unentgeltlichen Rechtsbeiständin 
stellen. Gerügt wurde im Wesentlichen eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, 
indem keine Neubegutachtung stattgefunden habe. Ferner wurde eine Befangenheit des 
psychiatrischen Sachverständigen geltend gemacht (act. 1).

C. Mit Verfügung vom 6. Januar 2020 bewilligte der Vorsitzende der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des 
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihm für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht in der Person von Rechtsanwältin B.________, Zug, eine 
unentgeltliche Rechtsbeiständin bei (act. 3).

D. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 4).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 6 und 8). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
14. November 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 83 ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 

4

Urteil S 2020 1

Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 30. Dezember 2019 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – 
gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung 
datiert vom 14. November 2019 und ist am 18. November 2019 im Herrschaftsbereich der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eingetroffen. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 
lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 30. Dezember 2019 der Schweizerischen 
Post übergeben und ging am 3. Januar 2020 beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 
30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes 
nach Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – als 
gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und 
zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine 
Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

5

Urteil S 2020 1

zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird 
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die gesuchstellende Person glaubhaft macht, 
dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 
831.201]). Tritt die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein, hat sie abzuklären, ob eine solche 
(glaubhaft gemachte; vgl. dazu BGer 9C_367/2016 vom 10. August 2016 E. 2.2) 
Veränderung tatsächlich eingetreten ist. Verneinendenfalls weist sie das Rentengesuch ab 
(BGE 117 V 198 E. 3a). Die Frage, ob eine erhebliche Tatsachenänderung im Sinne von 
Art. 87 Abs. 2 IVV eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich der Verhältnisse im 
Zeitpunkt der Neuanmeldung mit denjenigen bei Erlass der letzten, auf einer materiellen 
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Ermittlung des Invaliditätsgrades beruhenden Verfügung (BGer 
9C_451/2018 vom 6. November 2018 E. 3).

Im Rahmen einer Neuanmeldung sind die Revisionsregeln analog anwendbar. Ändert sich 
der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen 
oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei 
einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die 

6

Urteil S 2020 1

lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3; BGer 
9C_496/2018 vom 21. November 2018 E. 4.1).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.1 und 3.2, 132 V 93 E. 4).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es 
entscheidend darauf an, ob die betreffenden Angaben für die streitigen Belange 
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 
Situation einleuchten und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

4. Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung (IV-act. 157) im 
Wesentlichen auf die bidisziplinäre Expertise von Dr. C.________ und lic. phil. 
D.________ vom 31. März 2016 (IV-act. 84) resp. auf das neuropsychologische 
Verlaufsgutachten von lic. phil. D.________ vom 30. Januar 2018 (IV-act. 133) sowie die 
Stellungnahmen der RAD-Ärzte G.________ vom 27. September 2018 (IV-act. 142) und 
H.________ vom 12. Juli 2019 (IV-act. 154). 

4.1 Laut interdisziplinärem Gutachten vom 31. März 2016 besteht beim 
Beschwerdeführer als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte 
depressive Episode (ICD-10 F32.0), wobei die depressive Episode seit mindestens 2014 
vorliege. Ohne Auswirkungen verblieben der Status nach Neurasthenie (ICD-10 F48.0), 
bestehend seit Anfang 2009 bis wahrscheinlich 2013, der Status nach Panikstörung, 
remittiert (ICD-10 F41.0), bestehend seit Ende 2008/Anfang 2009, und eine Akzentuierung 
der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen (ICD-10 Z73.1), bestehend seit Adoleszenz. 
Die Beurteilung der minimalen kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen, wahrscheinlich als 

7

Urteil S 2020 1

Nebenwirkung der aktuellen Medikation, überliess Dr. C.________ dem 
Neuropsychologen (IV-act. 84 S. 21). Dieser erklärte, es sei insbesondere damit zu 
rechnen, dass der Versicherte aufgrund seiner minimalen kognitiven 
Funktionsbeeinträchtigungen bei kognitiv anspruchsvollen Aufgabenstellungen etwas 
verlangsamt sei. Aus rein neuropsychologischer/kognitiver Sicht sei in der bisherigen 
Tätigkeit als I.________ nicht von einer relevanten Einschränkung der qualitativen 
Leistungsfähigkeit auszugehen. Es lasse sich auch aus rein 
neuropsychologischer/kognitiver Sicht auch keine Einschränkung der zeitlichen 
Zumutbarkeit in der bisherigen Tätigkeit ableiten. Dem Versicherten seien berufliche 
Eingliederungsmassnahmen zumutbar. Auch für eine allfällige Verweistätigkeit gelte aus 
seiner fachspezifischen Warte, dass nicht von einer relevanten Einschränkung der 
qualitativen Leistungsfähigkeit und zeitlichen Zumutbarkeit auszugehen sei (IV-act. 84 
S. 51 f.). Der psychiatrische Sachverständige führte zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit aus, aus rein psychiatrischer Sicht liege zufolge der leichten depressiven Episode 
aktuell eine leichtgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. In der interdisziplinären 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, die sowohl die psychiatrische als auch die 
neuropsychologische Komponente beinhalte, könne bei der versicherten Person für die 
bisher ausgeübten Tätigkeiten vollumfänglich auf die Einschätzung aus psychiatrischer 
Sicht abgestützt werden. Die bisherige Tätigkeit sei weiterhin in einem vollen zeitlichen 
Pensum zumutbar. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit von maximal 20 %, welche seit 2014 gegeben sei (IV-act. 84 S. 28). Er 
empfehle die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit. Dies könne durchaus therapeutische 
Effekte haben. Die versicherte Person erhalte dadurch eine Tagesstruktur und mache die 
Erfahrung einer sinnstiftenden Tätigkeit. Menschen, die keiner Arbeit nachgingen, 
bekämen kaum Anerkennung und Wertschätzung, was schliesslich ein Gefühl des 
Nichtmehrgebrauchtwerdens verstärken würde. Dies sollte beim Versicherten vermieden 
werden (IV-act. 84 S. 27). Im Rahmen einer Reintegration in einen Arbeitsprozess wären 
folgende Aspekte eines Arbeitsplatzes sinnvoll: Eine vollständige Tagesstruktur am 
Arbeitsplatz wäre von Vorteil; eine zu hohe quantitative Anforderung an eine 
Arbeitsleistung wäre für den Versicherten aktuell eine Überforderung; durch die 
Vorgesetzten sollte der Versicherte Hilfe und Unterstützung erhalten, wobei Lob, 
Anerkennung, aber auch konstruktive Kritik vermittelt werden sollten; das selbständige 
Festlegen und Bestimmen schwieriger Arbeitsentscheidungen wären aktuell eine 
Überforderung. In einer solchen angepassten Tätigkeit sei ein volles Arbeitspensum 
zumutbar, mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % (IV-act. 84 S. 29 f.).

8

Urteil S 2020 1

4.2 Im Bericht vom 25. Oktober 2016 führten die zuständigen Personen der 
E.________ in Bezug auf die berufliche Abklärung aus, in den ersten zwei Monaten der 
Abklärung sei beobachtet worden, dass der Versicherte grosse Mühe habe, die Pausen 
einzuhalten. Er diskutiere über die Pausenzeiten hinaus, ohne dies wahrzunehmen. Auch 
regelmässige Ermahnungen hätten an der Situation nichts geändert. Wenn er im Office 
umhergelaufen sei, habe er immer jemanden zum Sprechen gefunden und auch dort sei 
es zu keinem Gesprächsende gekommen. Der pünktliche Arbeitsbeginn sei für ihn 
schwierig gewesen. Wiederholt sei er erst nach 13.00 Uhr bzw. im zweiten Monat nach 
10.00 Uhr erschienen. Anschliessend habe er sich in die Cafeteria begeben und den 
Arbeitsstart um zehn bis zwanzig Minuten verpasst. Weiterhin sei es ihm nicht gelungen, 
um 17.00 Uhr Feierabend zu machen. Regelmässig habe er darauf hingewiesen werden 
müssen, dass er nach Hause gehen könne. Wiederholt sei es vorgekommen, dass er bis 
um 17.30 Uhr im Office geblieben sei. Am 22. August 2016 sei er gestartet und habe den 
Auftrag erhalten, einen Informationsordner durchzulesen. Es sei zu beobachten gewesen, 
dass er im Ordner auf verschiedenste Blätter Post-it-Zettel geklebt und sich Notizen 
aufgeschrieben habe. Auf Nachfrage hin habe er erklärt, die Rechtschreibung sei nicht 
korrekt und er habe Verbesserungsvorschläge. Ebenso habe er den Auftrag bekommen, 
einen kaufmännischen Standorttest auszufüllen, wofür er bis am 2. September 2016 Zeit 
erhalten habe. Schon bald habe sich gezeigt, dass er sich im Detail verliere. Er schreibe 
regelmässig Notizen auf und verliere sich im Outlook, wo er sich stundenlang beschäftige. 
Es gelinge ihm nicht, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Er wirke zerstreut und nicht 
fokussiert. Der Aufforderung, einzelne Blätter des Standorttestes kurz vor Feierabend 
abzugeben, komme er nicht nach. Wiederholt müsse er darauf hingewiesen werden. 
Obschon er nochmals eine Woche Zeit erhalten habe, sei es ihm nicht gelungen. Es sei 
auch aufgefallen, dass der Versicherte in Gesprächen sehr ausführlich spreche, aber auch 
sehr sprunghaft. Er rede von einem Thema, erwähne etwas anderes und finde danach den 
Anschluss zum besprochenen Inhalt nicht mehr. In den regelmässig stattfindenden 
Gesprächen mache er sich keine Notizen und könne sich so nicht an Abgemachtes 
erinnern. Bei der Arbeit gelinge es dem Versicherten nicht, sich über eine längere Zeit zu 
konzentrieren. Er könne Arbeitsabläufe nicht priorisieren, wirke unkonzentriert und verliere 
sich im Detail. Dazu schreibe er im Computer umfassende Notizen auf, verliere sich 
wieder im Detail und könne sich dadurch nicht auf die Arbeit fokussieren. Sein 
Arbeitsvorgehen wirke unstrukturiert und chaotisch. Eine Arbeitsproduktivität sei seit dem 
Start nicht gegeben. Die vorgegebene Arbeitspensumssteigerung habe den Versicherten 
in den letzten Wochen enorm belastet. Als er im Oktober 2016 um 9.00 Uhr hätte 
beginnen sollen, habe er mit Grippesymptomen reagiert. Er erscheine täglich zur Arbeit, 

9

Urteil S 2020 1

allerdings schaffe er es erst um 10.00 Uhr. Aufgrund seines schlechter werdenden 
Gesundheitszustandes werde der Arbeitsbeginn per 6. Oktober 2016 wieder auf 10.00 Uhr 
festgelegt. Er habe Stunden mit dem Ausfüllen und eigendynamischen Analysieren seines 
Stundenrapportes verbracht. Die korrekte Abgabe des Stundenrapportes sei ihm nicht 
gelungen. Am 13. Oktober 2016 werde der Versicherte von sämtlichen Arbeiten 
dispensiert. Er erhalte Zeit, um Privates abzuarbeiten. Am Standortgespräch vom 
20. Oktober 2016 werde vereinbart, dass das Arbeitspensum per sofort auf 50 % reduziert 
werde. Aufgrund der gemachten Beobachtungen sei der Versicherte selbst im geschützten 
Rahmen nicht arbeitsfähig (IV-act. 110 S. 2 f.).

Laut Bericht vom 25. November 2016 habe der Versicherte immer noch Mühe gehabt, die 
Pausen einzuhalten bzw. sich an zeitliche Strukturen zu halten. Er habe über die 
Pausenzeiten hinaus diskutiert, ohne dies wahrzunehmen. Auch regelmässige 
Ermahnungen hätten die Situation nicht verändert. Wenn er im Office umhergelaufen sei, 
habe er immer jemanden für ausufernde Gespräche gefunden. Der pünktliche 
Arbeitsbeginn habe auch in den vergangenen Wochen nicht zuverlässig geklappt. 
Obschon der Arbeitsschluss auf 15.00 Uhr festgelegt worden sei, habe er es nie geschafft, 
pünktlich nach Hause zu gehen. Er habe erwähnt, dass er die 15 Minuten Pause, welche 
bis 15.15 Uhr dauere, zwecks sozialer Kontakte gerne im Office verbringen möchte. Dies 
sei erlaubt worden. Aber auch danach sei es ihm nicht gelungen, nach Hause zu gehen. 
Der Versicherte habe an einem Fotoscanauftrag gearbeitet. Seit der Pensumsreduktion 
vom 21. Oktober 2016 habe sich die Arbeitsleistung bzw. Arbeitsquantität (ohne 
Leistungsdruck) deutlich verbessert. Er arbeite klar nach Vorgaben und sei fokussierter 
auf seine Tätigkeiten. Nach seinen Angaben sei dieser Fotoscanauftrag eine Arbeit, die 
ihm zusage, aber kognitiv nicht stark fordere. Nach wie vor komme es aber vor, dass er 
sich bei der Arbeit im Detail verliere. Er benötige klare Vorgaben und eine enge Begleitung 
betreffend die Rahmenbedingungen. Die Pensumsreduktion habe zur Beruhigung 
beigetragen. Der Versicherte wirke ruhiger und konzentrierter. Zum jetzigen Zeitpunkt 
werde das Arbeitspensum von 50 % als ideal erachtet. Aufgrund der gemachten 
Beobachtungen genügten seine Arbeitsleistungen jedoch den Anforderungen im ersten 
Arbeitsmarkt nicht. Die Arbeitsfähigkeit im geschützten Rahmen liege nach den 
Einschätzungen der Verantwortlichen bei 50 %. Seit der Pensumsreduktion auf 50 % habe 
die Leistungsfähigkeit im geschützten Rahmen qualitativ und quantitativ ohne 
Leistungsdruck bei etwa 40 % gelegen (IV-act. 111 S. 2).

10

Urteil S 2020 1

4.3 Nach der abgebrochenen beruflichen Abklärung holte die Verwaltung bei lic. phil. 
D.________ ein Verlaufsgutachten ein. Der Neuropsychologe kam zum Schluss, wie 
schon bei der Voruntersuchung vom März 2016 hätten sich in der jetzigen 
neuropsychologischen Untersuchung insgesamt minimale kognitive 
Funktionsbeeinträchtigungen gezeigt. Vermindert sei einzig eine Aufgabe mit Aspekten 
der Umstellfähigkeit gewesen. Die restlichen Testleistungen seien normgemäss bis 
überdurchschnittlich gewesen, so im eigentlichen Gedächtnis, in der Visuokonstruktion, in 
den meisten Aufmerksamkeitsfunktionen und in den meisten Exekutivfunktionen. Es sei 
somit insgesamt von einer im Wesentlichen erhaltenen kognitiven Leistungsfähigkeit 
auszugehen. Im Vergleich zur Voruntersuchung habe sich in einzelnen Testwerten eine 
gewisse Variabilität gezeigt. So seien dem Versicherten bei der jetzigen Untersuchung das 
Lernen und dauerhafte Speichern einer Wortliste sowie der dritte Durchgang beim Farbe-
Wort-Interferenztest besser gelungen als bei der Voruntersuchung, das Lernen und 
dauerhafte Speichern von einfachen geometrischen Figuren und der vierte Durchgang 
beim Farbe-Wort-Interferenztest jedoch weniger gut. Die übrigen Testleistungen seien 
ähnlich wie bei der Voruntersuchung gewesen. Eine vom behandelnden Psychiater im 
Juni 2017 postulierte mittelschwere kognitive Störung nach Elektrokrampftherapie (EKT) 
lasse sich nicht objektivieren. Für eine ebenfalls gemäss dem Psychiater angeblich 
vorhandene Verschlechterung des Gesundheitszustandes fänden sich keine Hinweise. 
Das kognitive Befundbild der jetzigen Untersuchung stehe in guter Übereinstimmung mit 
einer prämorbid sehr guten kognitiven Leistungsfähigkeit (Matura, Studium I.________). 
Wie schon bei der Vorbegutachtung ausgeführt, sei jedoch vor dem Hintergrund der 
massiven Überdosierung mit Venlafaxin 1350mg/d und einer zusätzlichen Medikation mit 
dem Lithiumpräparat Quilonorm sehr erstaunlich, dass die kognitive Leistungsfähigkeit 
nicht stärker davon beeinträchtigt sei. Beide Medikamente könnten zu einer erhöhten 
Ermüdbarkeit und zu kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen führen. Das kognitive 
Befundbild der jetzigen Untersuchung stehe in schlechter Übereinstimmung zu den 
subjektiven Angaben des Versicherten bezüglich seiner kognitiven Leistungsfähigkeit. Es 
stehe zudem in sehr schlechter Übereinstimmung zu den von der E.________ berichteten 
ausgeprägten Leistungseinschränkungen anlässlich einer beruflichen Abklärung vom 
22. August bis 21. November 2016. Wie schon bei der Voruntersuchung vom März 2016 
habe der Versicherte auch bei der jetzigen Untersuchung nicht depressiv gewirkt, dies bei 
lebhaftiger Mimik, Gestik und Stimmfarbe sowie recht häufigem Lächeln (IV-act. 133 S. 10 
f.). Der Neuropsychologe führte im Weiteren aus, aufgrund der kognitiven 
Beeinträchtigungen sei in erster Linie mit einer eingeschränkten Umstellfähigkeit und 
Flexibilität zu rechnen. Es sei davon auszugehen, dass die kognitiven 

11

Urteil S 2020 1

Funktionseinschränkungen in erster Linie eine Folge der überdosierten Medikation seien. 
Eine Rolle könnten auch jeweilige Nachwirkungen der bisher 43-mal jeweils unter 
Vollnarkose durchgeführten EKT spielen. Eine Aggravation sei nicht vorhanden. Ein 
Suchtleiden sei nicht bekannt. Die minimalen kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen 
hätten keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 133 S. 12 f.). Ob die bisherige 
Therapie lege artis sei, sei durch den Psychiater zu beurteilen, ebenso welche Optionen 
es gebe. Eine verminderte Therapiekooperation sei nicht bekannt, ebenfalls nicht bei den 
bisherigen Eingliederungsbemühungen. Die bisherigen Probleme bei der Eingliederung 
seien auch durch eine seines Erachtens nicht adäquate psychiatrische Behandlung 
bedingt. Aus rein neuropsychologischer/kognitiver Sicht seien keine Einschränkungen der 
Zumutbarkeit bezüglich Eingliederungsmassnahmen vorhanden. Allfällige 
Einschränkungen der Eingliederungsfähigkeit aufgrund einer Psychopathologie sollte aus 
psychiatrischer Sicht beurteilt werden. Es gebe eine massive Diskrepanz zwischen den 
vom behandelnden Psychiater behaupteten kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen, von 
vom Versicherten berichteten kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen sowie einer 
massiven Leistungsbeeinträchtigung in einem Arbeitstraining 2016 und lediglich minimalen 
kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen in den bisherigen neuropsychologischen 
Untersuchungen. Diese Diskrepanz könne aus neuropsychologischer Sicht nicht erklärt 
werden (IV-act. 133 S. 14 f.). 

4.4 Nach Einholung einer Stellungnahme des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie, vom 31. August 2018 (IV-act. 141) erklärte RAD-
Arzt G.________, der behandelnde Psychiater kritisiere ausschliesslich die Tatsache, 
dass der neuropsychologische Gutachter sich kritisch zu den von ihm verordneten 
Medikamenten geäussert habe. Aus seiner therapeutischen fachärztlichen Sicht möge es 
legitim sein, wenn er kritisiere, dass sich der Neuropsychologe damit zu Dingen geäussert 
habe, die nicht seinem Fachgebiet entsprächen. An der neuropsychologischen Befundlage 
ändere sich dadurch nichts. Der RAD-Arzt sah keine Veranlassung, die Behandlung von 
Dr. J.________ in Frage zu stellen, auch wenn er aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
dessen Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht teilen könne. Zum 
aktuellen Gesundheitszustand mache Dr. J.________ keine weiteren Angaben, sodass 
davon auszugehen sei, dass sich zwischenzeitlich der psychische Zustand nicht 
wesentlich verändert habe. Damit könne auf das Ergebnis der psychiatrischen 
Begutachtung abgestellt werden (IV-act. 142).

12

Urteil S 2020 1

4.5 Nach Eingang des Einwands nahm auch RAD-Arzt H.________ Stellung. 
Eigentlich sei bereits mit der neuropsychologischen Begutachtung aus dem Kalenderjahr 
2016 der Beweis erbracht worden, dass durch eine ein Jahr zuvor stattgefundene EKT-
Behandlung keine kognitiven Defizite verursacht worden seien, da keine gravierenden 
kognitiven Beeinträchtigungen in diesem Zeitpunkt vorhanden gewesen seien. Es sei 
dennoch eine neuropsychologische Verlaufsabklärung im Kalenderjahr 2018 durchgeführt 
worden mit der Bestätigung, dass keine gravierenden kognitiven Defizite vorlägen. Damit 
entfalle das Hauptargument des behandelnden Psychiaters für eine Verschlechterung 
nach der bidisziplinären Begutachtung im Kalenderjahr 2016. Eine Verschlechterung der 
depressiven Störung sei auch von Dr. J.________ nicht behauptet worden und die im 
2016 festgestellte leicht depressive Störung habe sich auch anhand des klinischen 
Eindrucks des Psychologen nicht weiter verschlechtert, sodass gesamthaft ein 
unveränderter Gesundheitsschaden seit der (psychiatrischen Teil-)Begutachtung im 
Kalenderjahr 2016 vorliege und damit versicherungsmedizinisch keine andere Beurteilung, 
wie sie in der Stellungnahme durch den RAD am 10. Mai 2016 dokumentiert sei, möglich 
sei. Es entfalle damit auch ein logischer Grund für eine psychiatrische 
Verlaufsbegutachtung (IV-act. 154).

5.
5.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst im Wesentlichen, im Nachgang zu den 
Ergebnissen der beruflichen Abklärung, welche gezeigt habe, dass er keine verwertbare 
Arbeitsleistung im ersten Arbeitsmarkt zu erbringen vermöge, was dem bidisziplinären 
Gutachten aber widerspreche, habe nicht auf eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung 
verzichtet werden dürfen (act. 1 Ziff. 30 ff.).

5.1.1 Zwar obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem 
Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache dem 
Arzt oder der Ärztin, nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung. 
Mit Blick auf die rechtsprechungsgemäss enge, sich gegenseitig ergänzende 
Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft und der Berufsberatung ist jedoch einer 
konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung nicht jegliche Aussagekraft für die 
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen. Steht eine medizinische Einschätzung 
der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie 
sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem 
Arbeitsverhalten/-einsatz der versicherten Person effektiv realisiert wurde und gemäss 
Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel 

13

Urteil S 2020 1

an den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist das Einholen einer klärenden 
medizinischen Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar (BGer 8C_30/2020 vom 6. Mai 
2020 E. 5.2.1, 8C_661/2019 vom 23. Januar 2020 E. 4.2).

5.1.2
5.1.2.1 Der behandelnde Psychiater führte in seinem Bericht vom 23. Oktober 2015 aus, 
beim Beschwerdeführer lägen als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine langgezogene depressive Episode, aktuell leichte depressive Symptomatik (ICD-10 
F32.1) und mittelschwere kognitive Störungen nach EKT (Beginn Januar 2015) vor. 
Aufgrund dessen bestehe seit mindestens 22. September 2011 eine 100% 
Arbeitsunfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt. Er bemerkte, bezüglich der weitgehend 
abgeklungenen depressiven und Angstsymptomatik wäre eine Wiederaufnahme der 
Arbeitstätigkeit und schrittweise Wiedereingliederung in den alten Beruf denkbar. Bei den 
kognitiven Einschränkungen verhalte es sich allerdings anders (IV-act. 69). Mit anderen 
Worten erachtete Dr. J.________ die kognitiven Störungen als leistungsmindernd. Dies 
wird durch dessen Angaben im Bericht vom 4. Juni 2017 ausdrücklich bestätigt. Zur Frage, 
welche Diagnosen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten, erklärte er, aktuell primär die 
kognitiven Störungen nach EKT (IV-act. 122). 

5.1.2.2 Solche kognitiven Störungen konnten indessen vom neuropsychologischen 
Sachverständigen sowohl im Rahmen der Untersuchung am 23. März 2016 (vgl. IV-act. 83 
S. 1) als auch am 29. Januar 2018 (vgl. IV-act. 133 S. 1) in nachvollziehbarer und 
schlüssiger Weise verneint werden. Hierzu führte er entsprechende Tests durch. Er hielt 
zudem fest, eine vom behandelnden Psychiater im Juni 2017 postulierte mittelschwere 
kognitive Störung nach EKT lasse sich nicht objektivieren. Für eine ebenfalls gemäss Dr. 
J.________ angeblich vorhandene Verschlechterung des Gesundheitszustandes des 
Versicherten fänden sich ebenfalls keine Hinweise (IV-act. 133 S. 11). An den 
Schlussfolgerungen von lic. phil. D.________, wonach minimale kognitive 
Funktionsbeeinträchtigungen vorlägen, hegt offensichtlich auch Dr. J.________ keine 
Zweifel. Jedenfalls stellt er die Interpretation des getesteten Funktionsniveaus nicht in 
Abrede (vgl. IV-act. 141 S. 1). Dass solche minimalen kognitiven 
Funktionsbeeinträchtigungen keine erhebliche Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen 
können, jedenfalls nicht in der vom behandelnden Psychiater angegebenen Höhe, liegt auf 
der Hand. Deswegen äusserte sich lic. phil. D.________ auch dahingehend, dass das 
kognitive Befundbild der jetzigen Untersuchung in schlechter Übereinstimmung zu den 
subjektiven Angaben des Versicherten bezüglich seiner kognitiven Leistungsfähigkeit 

14

Urteil S 2020 1

stehe. Das gleiche gelte für die von der E.________ berichteten ausgeprägten 
Leistungseinschränkungen anlässlich der beruflichen Abklärung vom 22. August bis 
21. November 2016 (IV-act. 133 S. 11). Aus rein neuropsychologischer/kognitiver Sicht 
seien in der bisherigen Tätigkeit als I.________ keine relevanten Einschränkungen der 
Leistungsfähigkeit und der zeitliche Zumutbarkeit zu postulieren (IV-act. 133 S. 16). 

5.1.2.3 Nach der Verlaufsbegutachtung durch lic. phil. D.________ vom 30. Januar 2018 
steht somit fest, dass das vom Beschwerdeführer im Rahmen der beruflichen Abklärung 
bei der E.________ gezeigte Verhalten nicht erklärbar ist. Erhebliche oder zumindest 
relevante kognitive Störungen konnten vom Experten auch weiterhin nicht erhoben 
werden. Angesichts der von ihm festgestellten Befunde brauchte es keine weitere 
Stellungnahme durch den psychiatrischen Sachverständigen. Wie bereits erwähnt, 
erachtete auch der behandelnde Psychiater die leichte depressive Episode als nicht die 
Arbeitsfähigkeit einschränkend. Im Übrigen würde es sich bei den von den 
Abklärungspersonen erwähnten Problemen des Beschwerdeführers – genannt wurde 
etwa, dass er Beschwerdeführer sich nicht an zeitliche Strukturen halten könne, viele 
Gespräche geführt habe, sich im Detail verliere, klare Vorgaben und eine enge Begleitung 
benötige, sehr sprunghaft spreche, sich nicht aufs Wesentliche konzentrieren könne und 
zerstreut wie auch nicht fokussiert wirke oder gemäss Dr. J.________ im Bereich der 
Gedächtnisleistungen und der Handlungsplanung (vgl. IV-act. 122) – um ebengerade 
kognitive Beeinträchtigungen handeln, deren Beurteilung im Kompetenzbereich des 
Neuropsychologen liegt. Angesichts dessen ist weder eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes seit der bidisziplinären Begutachtung ausgewiesen noch ist das 
Arbeitsverhalten des Beschwerdeführers anlässlich der beruflichen Abklärung medizinisch 
erklärbar. 

5.1.2.4 Eine Stellungnahme seitens Dr. C.________ konnte auch deshalb ausbleiben, 
weil sich das depressive Zustandsbild nicht geändert hat. Die IV-Stelle holte im Nachgang 
zur beruflichen Abklärung beim behandelnden Psychiater eine Stellungnahme ein. Laut 
dessen Bericht vom 4. Juni 2017 habe sich der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers verschlechtert, wofür die kognitiven Störungen nach EKT ursächlich 
seien. Die depressive Episode gab er immer noch mit leichtgradig an (IV-act. 122). Somit 
ist nicht erkennbar, was Dr. C.________ noch zusätzlich hätte ergänzen sollen im 
Vergleich zu dem, was lic. phil. D.________ bereits festgestellt hat. Wie oben dargetan, 
gehört es zum Aufgabenbereich des Neuropsychologen, die kognitiven 
Beeinträchtigungen zu evaluieren und deren funktionellen Auswirkungen zu beurteilen. 

15

Urteil S 2020 1

Nachdem sich nach nochmaliger Testung keine Änderung der Befunde ergeben hat bzw. 
eher gar eine Verbesserung, brauchte bei Dr. C.________ nicht nochmals nachgefragt zu 
werden, zumal keine weiteren psychischen Diagnosen im Raum stehen. Immerhin nahm 
der RAD-Psychiater am 12. Juli 2019 Stellung zur Sachlage (IV-act. 154). Dessen 
Ausführungen kann gefolgt werden. Er hielt fest, nachdem der Neuropsychologe erneut 
keine gravierenden kognitiven Defizite habe feststellen können, entfalle das 
Hauptargument des behandelnde Psychiaters für eine Verschlechterung nach der 
bidisziplinären Begutachtung. Eine Verschlechterung der depressiven Störung sei von 
Dr. J.________ nicht behauptet worden und die im 2016 festgestellte leichte depressive 
Störung habe sich auch anhand des klinischen Eindrucks des Psychologen lic. phil. 
D.________ nicht weiter verschlechtert. 

5.1.2.5 Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer gegenüber 
Dr. C.________ angab, er beschäftige sich mehrere Stunden pro Tag am Computer mit 
Formulare ausfüllen oder Termine koordinieren. Desgleichen erklärte er, er fahre auch 
noch mit dem Auto (IV-act. 84 S. 13). Der psychiatrische Experte hielt dazu zutreffend fest, 
es bestünden zahlreiche Inkonsistenzen zwischen der Schilderung des Alltags bzw. der 
Alltagsaktivitäten und der klinischen Symptomatik. Weder massive Konzentrations- noch 
Gedächtnisprobleme konnten festgestellt werden. Als erstaunlich betitelte Dr. C.________ 
insbesondere den Umstand, dass der Versicherte trotz der beklagten massiven kognitiven 
Defizite in der Lage ist, Auto zu fahren (IV-act. 84 S. 22). Die Angaben des Versicherten 
decken sich mithin nicht mit dem gezeigten Verhalten im Rahmen der beruflichen 
Abklärung. Es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb er zu Hause Stunden am Computer 
verbringen kann, bei der E.________ demgegenüber viel zu lange Zeit benötigt, um Bilder 
einzuscannen und zu bearbeiten. Abgesehen davon zeugt das gezeigte Verhalten des 
Beschwerdeführers mit sich in endlose Gespräche verwickeln oder Pausen überziehen 
von einer mangelhaften Arbeitseinstellung. Denn dafür sind die zumindest von ihm 
geklagten kognitiven Defizite kaum ursächlich. 

5.1.3 Insgesamt steht damit fest, dass die gemachten Beobachtungen anlässlich der 
beruflichen Abklärung bei der E.________ nicht geeignet sind, die gutachterliche 
Einschätzung in Frage stellen zu können. Relevante Zweifel werden jedenfalls keine 
erweckt.

5.2 Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, auf das psychiatrische Gutachten von 
Dr. C.________ vom 31. März 2016 könne auch deshalb nicht abgestellt werden, da es 

16

Urteil S 2020 1

nach altem Verfahrensstand erstattet worden sei. Eine retrospektive Prüfung der Expertise 
auf die für massgeblich erklärten Standardindikatoren erlaube keine abschliessende 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (act. 1 Ziff. 37 ff.).

5.2.1
5.2.1.1 Depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur können eine 
rentenbegründende Invalidität verursachen. Deshalb ist es sach- und systemgerecht, 
solche Leiden ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu 
unterziehen (BGE 143 V 409 E. 4.5). Es ist Aufgabe der medizinischen Sachverständigen, 
nachvollziehbar aufzuzeigen, weshalb trotz lediglich leichter bis mittelschwerer Depression 
und an sich guter Therapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle 
Leistungseinschränkungen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 
143 V 409 E. 4.5.2; BGer 9C_672/2017 vom 11. Juli 2018 E. 4.2.4.1).

5.2.1.2 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im 
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat 
das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): 

- Kategorie "funktioneller Schweregrad" 
- Komplex "Gesundheitsschädigung" 

- Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
- Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz 
- Komorbiditäten 

- Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen)
- Komplex "Sozialer Kontext" 

- Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
- gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 

Lebensbereichen 
- behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck 

5.2.1.3 Äussert sich ein nach altem Verfahrensstandard eingeholtes Gutachten nicht zu 
den Standardindikatoren, verliert es nicht per se seinen Beweiswert. Vielmehr ist im 
Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls unter Berücksichtigung der 
spezifischen Gegebenheiten und der erhobenen Rügen entscheidend, ob ein 
abschliessendes Abstellen auf die vorhandene Beweisgrundlage vor Bundesrecht 
standhält. In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten 
Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob das vorliegende Gutachten – 
gegebenenfalls im Kontext mit den weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige 
Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlaubt oder nicht (BGE 141 V 281 E. 
8 mit Hinweis).

17

Urteil S 2020 1

5.2.2 Dem Gutachten und den weiteren medizinischen Akten können ausreichend 
Anhaltspunkte entnommen werden, um eine Indikatorenprüfung vorzunehmen.

5.2.2.1 Bezüglich der Ausprägung der diagnoserelenvanten Befunde erhellt aus dem 
bidisziplinären Gutachten, dass diese leichtgradig sind. Der Experte konnte lediglich ein 
leicht depressives Zustandsbild feststellen, namentlich eine leicht deprimierte Stimmung, 
klinisch höchstens leichte Konzentrationsdefizite, ein leicht eingeengtes und etwas 
verlangsamtes formales Denken, ein zeitweises Grübeln, eine leichte innere Unruhe, eine 
Ratlosigkeit und eine klinisch höchstens leichte Reduktion des Antriebs (IV-act. 84 S. 22). 
Der Neuropsychologe fand insgesamt eine minimale kognitive Funktionsbeeinträchtigung, 
welche aufgrund des geringen Schweregrades der Einschränkungen keine eigentliche 
ICD-10-Diagnosekategorie erlaubte (IV-act. 84 S. 51).

5.2.2.2 Betreffend die Behandlung ist festzustellen, dass diese kaum lege artis 
durchgeführt wird. Hierzu erklärte Dr. C.________, die aktuell etablierte 
psychopharmakologische Behandlung von 1350 mg Venlafaxin pro Tag sei nicht 
nachvollziehbar. Es gebe (ausser bei Vorhandensein eines sogenannten ultrarapid- oder 
rapid metabolizing, also einer schnellen Verstoffwechselung von Medikamenten) keine 
medizinische Indikation für eine derartige Überdosierung. Gemäss 
Arzneimittelkompendium könne "in begründeten Einzelfällen bis zu einer maximalen Dosis 
von 375 mg pro Tag dosiert werden". Der Serumblutspiegel von Venla- und 
Desmethylvenlafaxin liege mit 12,83 µmol/l weit ausserhalb des Referenzbereiches 
(Referenzbereich 0,36–1,44 µmol/l) und damit gemäss Labor K.________ im toxischen 
Bereich, der ab ca. 3,6 µmol/l beginne. Für den Nutzen einer solchen Dosierung gebe es 
keine gesicherte wissenschaftliche Evidenz. Es könne jederzeit zu einer möglichen fatalen 
toxischen Wirkung kommen. Zudem fahre der Beschwerdeführer unter einem derart hohen 
Serumblutspiegel von Venlafaxin mit dem Auto. Es sei nicht auszuschliessen, dass 
allfällige von der versicherten Person bekundete Gedächtnisstörungen durch das 
Medikament und seine sehr hohe Dosierung mit ausgelöst werden, was auch lic. phil. 
D.________ beschreibe. Es sei auch jederzeit ein Serotonin-Syndrom möglich. Für ihn sei 
sehr verwunderlich, dass der Versicherte mit einer derart hohen Dosis eines 
Antidepressivums in Monotherapie behandelt werde und nicht zum Beispiel eine 
Kombinationstherapie mit einem anderen Antidepressivum eingesetzt werde. Auch der 
Lithiumspiegel liege mit 1,10 mmol/l ausserhalb des Referenzbereichs. Ebenfalls die 
Tatsache, dass seit nun 15 Monaten eine EKT angewendet werde, erstaune. Die 

18

Urteil S 2020 1

Indikationen für eine solche EKT-Behandlung seien in der Regel völlig therapieresistente 
schwere Depressionen. Selbst unter der Annahme, dass zu Beginn dieser Behandlung ein 
schwergradig ausgeprägtes depressives Zustandsbild vorhanden gewesen sei, lasse sich 
aktuell nur noch eine leichte Depression feststellen (IV-act. 84 S. 22 ff.). Aus seiner Sicht 
stehe die adäquate Behandlung der leichten depressiven Episode im Vordergrund. Er 
empfehle die Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung mit 
psychopharmakologischen und psychotherapeutisch ausgerichteten Therapiestrategien. 
Er empfehle auch eine Modifikation der medikamentösen antidepressiven Therapie. Die 
Venlafaxin-Dosierung sollte unter regelmässiger Blutspiegelkontrolle wieder in einen 
normalen Dosierungsbereich gebracht werden. Eine Indikation für eine Weiterführung der 
EKT-Behandlung bestehe nur, wenn wirklich nichts anderes geholfen habe oder trotz guter 
Wirkung rasch Rückfälle auftreten würden (IV-act. 84 S. 26).

Der Beschwerdeführer nimmt ausweislich der Akten zwar medizinische Hilfe in Anspruch 
und ist insoweit kooperativ. Allerdings spricht sich der psychiatrische Sachverständige 
gleich wie der Neuropsychologe gegen die bisherige Therapie aus. Hinzu kommt, dass die 
Indikation der EKT-Behandlung äusserst zweifelhaft ist. Der Oberarzt des Zentrums 
L.________ Dr. med. M.________ erklärte, er führe als spezialisierter Dienstleister diese 
Behandlung im Auftrag des Versicherten und des zuweisenden Psychiaters Dr. 
J.________ durch. Die wesentliche Beurteilung der Psychopathologie und Entwicklung 
obliege dem behandelnden Psychiater (IV-act. 127 S. 1 in fine). Dagegen sagte Dr. 
J.________ aus, die Indikation der Fortführung der EKT-Behandlungen sei durch den 
durchführenden Arzt gestellt worden (IV-act. 141 S. 2). Von einer lege artis durchgeführten 
Behandlung kann somit nicht gesprochen werden, zumal nicht ausgeschlossen werden 
kann, dass die vom Beschwerdeführer teilweise geklagten Beeinträchtigungen von der 
Überdosierung herrühren. Demzufolge kann nicht von einer definitiv gescheiterten 
Therapie gesprochen werden. 

5.2.2.3 Was den Eingliederungserfolg bzw. -resistenz anbelangt, so kann das Ergebnis 
der beruflichen Abklärung bei der E.________ nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers 
gewertet werden. Wie sich gezeigt hat, vermochte der neuropsychologische 
Sachverständige das vom Versicherten an den Tag gelegte Verhalten nicht zu erklären. 
Eine nochmalige Untersuchung ergab weiterhin nur minimale kognitive 
Beeinträchtigungen, welche sich indessen mit den Beobachtungen der zuständigen 
Personen der E.________ nicht decken. Ferner bedarf es einer optimalen Kooperation, 
was vorliegend aber nicht vollends ersichtlich ist. Wie bereits dargetan, kam der 

19

Urteil S 2020 1

Beschwerdeführer oft zu spät, überzog oftmals Pausen oder führte ausufernde Gespräche 
und reagierte auch auf Hinweise nicht, was allerdings mehr eine Frage der 
Arbeitseinstellung ist als eine kognitive Beeinträchtigung.

5.2.2.4 Hinsichtlich Komorbiditäten ergibt sich nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers. 
Wenn überhaupt, so ist den minimalen kognitiven Beeinträchtigungen höchstens eine 
äusserst geringfügige ressourcenhemmende Wirkung beizumessen, da lediglich die 
Umstellfähigkeit und Flexibilität eingeschränkt sind (IV-act. 133 S. 12). Im Übrigen stellte 
Dr. C.________ bereits im Rahmen seiner ersten Begutachtung keine Komorbidität mit 
einer anderen psychischen Störung von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und 
Dauer fest (IV-act. 25 S. 19). Neben der limitierenden leichten depressiven Störung 
besteht daneben keine anderweitige psychische Diagnose, da die Neurasthenie (ICD-10 
F48.0) weggefallen ist. Infolgedessen kann nach wie vor von einer fehlenden relevanten 
Komorbidität ausgegangen werden. 

5.2.2.5 Die Persönlichkeitsstruktur des Versicherten ist nicht auffällig. Störungen der 
Persönlichkeit liegen keine vor. Der Gutachter konnte keine Anhaltspunkte für konkrete 
Befürchtungen, Zwänge, inhaltliche Denkstörungen, Sinnestäuschungen oder Ich-
Störungen feststellen. Der Beschwerdeführer war zeitlich, örtlich, situativ und zur eigenen 
Person vollständig orientiert. Einzig die Konzentrationsfähigkeit und die verbale 
Merkfähigkeit waren (höchstens) leicht reduziert (IV-act. 84 S. 15). Ferner hielt Dr. 
C.________ zu den persönlichen Ressourcen fest, beim Beschwerdeführer sei eine 
Selbstwirksamkeitserwartung vorhanden. Die Kontrollüberzeugung sei zwar 
eingeschränkt, aber nicht aufgehoben. Es lasse sich zudem eine Offenheit feststellen. 
Eine Achtsamkeit sei gegeben. Es bestehe zudem ein Gefühl von Hoffnung. Die aktuellen 
Lebensumstände ermöglichten der versicherten Person die Erfahrung des Geliebt- und 
Akzeptiertwerdens zu machen und er erfahre dabei auch Geborgenheit (IV-act. 84 S. 26). 

5.2.2.6 Zum sozialen Kontext führte Dr. C.________ aus, dass beim Versicherten positive 
soziale Bindungen bestünden. Er sei in seinem Familiensystem gut eingebettet und erlebe 
dort Wertschätzung sowie Unterstützung. Von den Bezugspersonen erfahre er sowohl 
sehr viel praktische als auch emotionale Unterstützung (IV-act. 84 S. 26). Dies lässt auf 
positive Ressourcen schliessen.

5.2.2.7 Zur Konsistenz bemerkte Dr. C.________, dass die Beschwerdeschilderung 
seitens des Versicherten, die Schilderung seines Alltags und seiner Alltagsaktivitäten 

20

Urteil S 2020 1

sowie die aktuelle klinische Symptomatik zahlreiche Inkonsistenzen aufwiesen. So 
bekunde der Beschwerdeführer zum einen massive Konzentrations- und 
Gedächtnisdefizite, die sich klinisch in diesem Ausmass überhaupt nicht bestätigen 
liessen. Der Sachverständige verwies hierzu auch auf die Feststellungen von lic. phil. 
D.________, welcher ebenfalls nur minimale kognitive Funktionsbeeinträchtigungen 
erheben konnte. Weiter erstaune es sehr, dass der Versicherte angesichts der von ihm 
beklagten massiven kognitiven Defizite wie auch der von ihm bekundeten Antriebsarmut in 
der Lage sei, Auto zu fahren. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz seiner als 
ausgeprägt geschilderten vielfältigen Symptome und Beschwerden in der Lage sei, Auto 
zu fahren, weise in Anbetracht der enormen motorischen und kognitiven Anforderungen 
auf erhebliche Ressourcen hin (IV-act. 84 S. 21 f.). Bereits dem ersten Gutachten vom 
9. Mai 2011 ist zu entnehmen, dass beim Versicherten eine auffallende deutliche und 
ausgeprägte Selbstlimitierung vorliege. Er gehe nicht bis an seine Leistungsgrenzen, 
obwohl dies von physischer wie auch psychischer Seite her durchaus möglich wäre. 
Bemerkenswert seien vor allem die Unterlagen des Beschwerdeführers mit tabellarisch-
graphischen Übersichten von Überlastungssymptomen. Neben der Tatsache, dass diese 
Tätigkeiten des Versicherten auf grosse Ressourcen aufmerksam machten, denn er sei in 
der Lage, qualitativ hochstehende und technisch komplexe graphische Darstellungen 
seiner Symptome zu erstellen, entstehe der Eindruck, dass er gewissermassen seine 
Krankenrolle als Hauptbeschäftigung ansehe (IV-act. 25 S. 18 f.). Ausweislich der Akten 
hat sich dies nach wie vor nicht geändert.

5.2.3 Insgesamt ist mit den Sachverständigen einig zu gehen, dass bei 
Gesamtwürdigung der Diagnosen, der Defizite und der Ressourcen des Versicherten trotz 
des depressiven Zustandsbildes eine berufliche Tätigkeit zumutbar ist. Insbesondere 
erscheint die attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 20 % 
als einleuchtend und nachvollziehbar. Die anderslautende Einschätzung des 
behandelnden Psychiaters Dr. J.________ vermag daran nichts zu ändern. Er bescheinigt 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aufgrund von mittelschweren kognitiven 
Beeinträchtigungen. Solche konnten indessen nach zweimaliger Begutachtung nicht 
nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung stellt er denn 
auch selber nicht in Abrede oder zweifelt sie an. Der Beweiswert des bidisziplinären 
Gutachtens wird dadurch jedenfalls keineswegs geschmälert.

21

Urteil S 2020 1

5.3 Schliesslich moniert der Beschwerdeführer, eine psychiatrische Neubegutachtung 
dränge sich auch aufgrund des Anscheins der Befangenheit von Dr. C.________ auf 
(act. 1 Ziff. 42 ff.). Dieser Vorwurf zielt ins Leere.

5.3.1 Vorliegend ist unbestritten, dass der genannte Gutachter von den IV-Stellen viele 
Aufträge erhält und damit in ausgedehnter Weise für Sozialversicherungsträger tätig ist. In 
Anbetracht der Tatsache aber, dass die Auswahl an zertifizierten Versicherungsgutachtern 
in der deutschsprachigen Schweiz wohl nicht allzu gross sein dürfte, überrascht es nicht, 
wenn immer wieder dieselben Gutachter von den Sozialversicherungsträgern beauftragt 
werden und damit auch eine gewisse wirtschaftliche Abhängigkeit zustande kommt bzw. 
besteht. Sodann versteht es sich von selbst, dass möglichst gute und erfahrene Gutachter 
für Fälle beigezogen werden, in welchen die entsprechenden Diagnosen und 
Einschätzungen umstritten sind. Deswegen aber von einer mangelnden Objektivität bzw. 
Befangenheit zu sprechen, geht nicht an, wie das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung 
immer wieder festgestellt hat. Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Abhängigkeit 
führen nach ständiger und weiterhin geltender Rechtsprechung jedenfalls weder der 
regelmässige Beizug eines Gutachters durch den Versicherungsträger noch die Anzahl 
der bei diesem Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten sowie das daraus resultierende 
Honorarvolumen für sich allein genommen zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3). Das 
Bundesgericht anerkennt zwar, dass eine stark überproportionale Berücksichtigung 
einzelner Fachärzte im Rahmen von mono- und bidisziplinären Expertisen der 
Gutachtensakzeptanz abträglich ist. Um die Akzeptanz der von der IV-Stelle eingeholten 
Gutachten zu erhöhen, ist gemäss Bundesgericht eine ausgewogene Verteilung der 
Aufträge und die Transparenz über die Auftragsvergabe erwünscht (BGer 9C_57/2018 
vom 30. August 2018 E. 4.2). Trotz dessen hält das Bundesgericht an seiner Praxis fest, 
wonach eine wiederholte Gutachtertätigkeit für die Sozialversicherungsträger keinen 
Befangenheitsgrund darstellt. Selbst dann nicht, wenn der betreffende Gutachter sein 
Einkommen vollständig durch Gutachtensaufträge der Invalidenversicherung erzielen 
sollte (BGer 9C_67/2007 vom 28. August 2007 E. 2.4). Vorliegend sind keine Gründe 
ersichtlich, die ein Abweichen von der soeben dargelegten, immer wieder bestätigten 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigen würden. Angesichts dessen ist 
ungeachtet der Tatsache, dass Dr. C.________ von den IV-Stellen und insbesondere 
auch von der Beschwerdegegnerin viele Gutachtensaufträge erhält, ein Ausstandsgrund 
nicht gegeben.

22

Urteil S 2020 1

Selbst ein Anstellungsverhältnis eines Arztes zum Versicherungsträger liesse alleine nicht 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Auch den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen hat die Rechtsprechung stets 
Beweiswert zuerkannt, sofern keine auch nur geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit 
bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Wenn Dr. C.________, wie sinngemäss geltend 
gemacht wird, sein Einkommen weitgehend durch Gutachtensaufträge der 
Invalidenversicherung erzielen sollte und insoweit eine wirtschaftliche Abhängigkeit 
bestünde, so mag dies gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung allenfalls im Rahmen 
der Beweiswürdigung zu berücksichtigen sein, indem bereits geringe Zweifel genügen 
könnten, um dem Gutachten von Dr. C.________ den Beweiswert abzusprechen (vgl. 
BGer 8C_417/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 4.2.2 mit Hinweis auf 8C_354/2016 vom 25. 
Oktober 2016 E. 5.2). 

5.3.2 Des Weiteren geht auch die Rüge des Beschwerdeführers, Dr. C.________ 
gehöre zu den restriktivsten und strengsten – bzw. gar einseitigsten – psychiatrischen 
Gutachtern und er sei dafür bekannt, stark unterdurchschnittlich, möglicherweise sogar nie 
eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit zu attestieren, fehl. Zuerst einmal ist nämlich 
darauf hinzuweisen, dass Gutachtern grundsätzlich keine Fälle unterbreitet werden, in 
welchen eine versicherte Person offenkundig (vollständig) arbeitsunfähig ist, zumal dies 
bereits die Beschwerdegegnerin bzw. der RAD erkennen und entsprechend verfügen 
würde. Bei Fällen, die einem Gutachter unterbreitet werden, dürfte es sich zum einen um 
solche handeln, bei welchen die Einschätzungen der behandelnden Ärzte von derjenigen 
des RAD abweichen, und zum anderen um solche, bei welchen die gesundheitlichen 
Probleme einer versicherten Person nicht objektiviert werden können, bei welchen aber 
dennoch – oder gerade deshalb – ein Gutachten zur definitiven Klärung des 
Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit eingeholt wird. Letztlich entbehrt es somit 
nicht einer gewissen Logik, dass in Gutachten nur selten hohe Arbeitsunfähigkeiten 
attestiert werden. Dabei ist aber auch darauf hinzuweisen, dass den Versicherten eine 
Arbeitsfähigkeit regelmässig nur für leidensangepasste Tätigkeiten attestiert wird. Weiter 
ist festzuhalten, dass es bei – für die versicherte Person – positiven Gutachten 
grundsätzlich nicht zum Rechtsstreit kommt. Es kann offenkundig nicht der Schluss 
gezogen werden, dass es überhaupt keine – für die versicherte Person – positiven 
Gutachten gibt. 

5.3.3 Aus den soeben dargelegten Gründen ist schliesslich auch der Antrag des 
Beschwerdeführers, wonach die Gutachten bzw. eine Übersicht über die attestierten 

23

Urteil S 2020 1

Arbeitsunfähigkeiten und Diagnosen von Dr. C.________ zu edieren seien, abzuweisen. 
Es wird nicht bestritten, dass für die versicherte Person ein gewisses Interesse daran 
besteht, zu wissen, ob ein gewisser Gutachter eher restriktiv oder eher grosszügig die 
Arbeitsfähigkeit festlegt. Der Beschwerdeführer übersieht jedoch, dass nicht allein 
aufgrund von statistischen Erhebungen auf die Befangenheit eines Gutachters 
geschlossen werden kann. Wie das Bundesgericht dargelegt hat, ist es zwar nicht völlig 
ausgeschlossen, dass der (Anscheins-)Beweis einer systematischen Voreingenommenheit 
eines Experten mittels verlässlicher Statistiken über die Gutachtenstätigkeit geführt 
werden kann. Da jedoch die Schätzung der Arbeitsunfähigkeit im Einzelfall nicht 
mathematisch exakt vorgenommen werden kann, sondern Ermessenselemente enthält, 
wäre bei einer Auswertung der Häufigkeitsverteilung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten 
mit einem gewissen Streubereich zu rechnen; aussagekräftig könnten daher im 
Vornherein nur starke Abweichungen sein. Wäre nun aber erstellt, dass diese 
Häufigkeitsverteilung hoch signifikant von den Resultaten anderer Gutachtenspersonen 
abweicht, so würde dies Fragen aufwerfen. Auch beim Nachweis einer starken 
Abweichung könnte allerdings gemäss Bundesgericht nicht direkt auf eine Befangenheit 
der an der Erstellung der Gutachten beteiligten Fachpersonen geschlossen werden; 
vielmehr müsste zunächst noch überprüft werden, ob die Abweichung nicht durch andere 
Faktoren besser erklärbar wäre (BGer 8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 6.5). 

5.3.4 Angesichts des soeben Ausgeführten ist somit nicht ersichtlich, inwiefern mit 
Angaben betreffend attestierte Arbeitsunfähigkeiten und Diagnosen Rückschlüsse auf die 
Befangenheit eines Gutachters gezogen werden könnten. Es würde jedenfalls für den 
vorliegenden Fall keinen relevanten Erkenntnisgewinn bedeuten, wenn bekannt wäre, 
welche Arbeitsunfähigkeiten der vorgesehene Gutachter für die Beschwerdegegnerin 
attestiert hat. Diese Zahlen sind für die vorliegend streitigen Belange schliesslich bereits 
deshalb uninteressant, weil nicht bekannt ist, welche Werte bei einem anderen, aus der 
Sicht des Beschwerdeführers neutralen Gutachters zu erwarten wären. Ohne 
Vergleichsdaten sind die Daten eines einzelnen Gutachters nutzlos (vgl. BGer 
8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 6.6). Somit erübrigen sich Weiterungen hierzu.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf das bidisziplinäre Gutachten von 
Dr. C.________ und lic. phil. D.________ vom 31. März 2016 sowie auf die 
Verlaufsbegutachtung des Neuropsychologen vom 30. Januar 2018 nach wie vor 
abgestellt werden kann. Eine erneute Untersuchung durch den psychiatrischen Experten 
war nicht angezeigt. Infolgedessen hat die IV-Stelle zu Recht einen Rentenanspruch des 

24

Urteil S 2020 1

Versicherten verneint. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich demnach als 
unbegründet und ist abzuweisen.

7. Nachdem dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. Januar 2020 die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, sind ihm für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht 
auszurichten. Die vom Beschwerdeführer beigezogene Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin 
B.________, ist für ihren Aufwand ausgehend von einem Stundenansatz für 
Rechtsanwälte von Fr. 220.– und in Berücksichtigung des Umstandes, dass nur der 
notwendige Aufwand verrechnet werden kann, ermessensweise mit Fr. 2'900.– (inkl. 
Barauslagen und MWST) aus der Staatskasse zu entschädigen.

25

Urteil S 2020 1

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren 
mit Fr. 2'900.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 22. Februar 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am