# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07dbd230-44d8-5517-b011-853f4d07705e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-15
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 15.09.2025 BK 2025 230
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-230_2025-09-15.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 230

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 15. September 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Horisberger , 
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand DNA-Analyse / Erkennungsdienstliche Erfassung

Strafverfahren wegen Tätlichkeiten, Beschimpfung, Drohung, 
Nötigung etc.

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 1. Mai 2025 (BM 23 33045)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen Tätlichkeiten, Be-
schimpfung, Drohung, Nötigung sowie Widerhandlung gegen das Waffengesetz. 
Am 1. Mai 2025 verfügte die Staatsanwaltschaft die Erstellung eines DNA-Profils 
des Beschuldigten sowie dessen erkennungsdienstliche Behandlung (inkl. WSA). 
Der Beschuldigte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, reichte am 22. Mai 2025 Beschwerde ein. Er beantragte, die Verfü-
gung sei aufzuheben, von einer Erstellung des DNA-Profils sowie einer erken-
nungsdienstlichen Erfassung sei abzusehen und die Datei über die aufgenomme-
nen elektronischen Fingerabdrücke sei zu vernichten; Rechtsanwalt B.________ 
sie ihm für das vorliegende Beschwerdeverfahren als amtlicher Rechtsbeistand 
beizuordnen. 

Mit Verfügung vom 23. Mai 2025 erteilte der Präsident i.V. der Beschwerdekammer 
in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerde-
kammer) der Beschwerde von Amtes wegen die aufschiebende Wirkung. Die Ge-
neralstaatsanwaltschaft beantragte in ihrer Stellungnahme vom 1. Juli 2025, die 
Beschwerde sei abzuweisen. 

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen Beschwerde 
geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen 
Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Zuständig ist die Beschwerdekammer 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist als 
Adressat der angefochtenen Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten 
Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten. 

3. Die Staatsanwaltschaft eröffnete am 5. September 2023 ein Strafverfahren gegen 
den Beschwerdeführer wegen Tätlichkeiten und Beschimpfung (zum Nachteil von 
C.________ [ehemalige Lebenspartnerin des Beschwerdeführers]) sowie Wider-
handlungen gegen das Waffengesetz (Mitführen eines CN-Sprays ohne Waffener-
werbsschein und ohne Waffentragbewilligung). Dem Beschwerdeführer wird vor-
geworfen, seine damalige Lebenspartnerin im Rahmen einer Auseinandersetzung 
gepackt, ihr den Arm auf den Rücken gedreht, den Unterarm um ihren Hals gelegt, 
sie nach hinten gezogen und mit dem Unterarm gewürgt zu haben, wodurch sie nur 
noch schlecht Luft gekriegt habe. Nachdem seine damalige Lebenspartnerin ihn in 
das Handgelenk gebissen habe, um sich zu befreien, habe der Beschwerdeführer 
sie zu Boden geworfen, wobei sie ihren Kopf am Treppengeländer angeschlagen 
habe. Durch diesen Vorfall soll seine damalige Lebenspartnerin Kratzer am Arm, 
eine blutende Verletzung an der Lippe und eine grosse Gewebeschwellung (Beule) 
am Kopf erlitten haben. Weiter habe der Beschwerdeführer sie regelmässig mit 
Worten wie «Rabenmutter», «Schlampe» und «Lesbe» beschimpft. Er habe zu ihr 
gesagt, sie könne nichts und sei nichts. Zudem habe der Beschwerdeführer sie als 
Sexpraktik gewürgt. Sie habe sich für Sex schminken und anzüglich anziehen 

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müssen, obwohl sie dies alles nicht gewollt habe. Der Beschwerdeführer habe ihr 
gedroht, dass er gehen und die Kinder nicht abholen werde und sie tagelang mit 
den Kindern allein lasse, wenn sie das nicht mache und sie keinen Sex hätten. Das 
sei für sie schlimm gewesen, weshalb sie auf die Wünsche des Beschwerdeführers 
eingegangen sei. Dieser Sachverhalt wird von der Staatsanwaltschaft als mögliche 
Nötigung gewürdigt (vgl. zum Ganzen: Anzeigerapport vom 8. August 2023; BM 23 
33045 [soweit nicht anders vermerkt, sind im Folgenden diese Akten gemeint] so-
wie Entwurf Anklageschrift). Am 13. März 2025 wurde zudem ein Strafverfahren 
wegen Drohung zum Nachteil von D.________ (Exfrau des Beschwerdeführers) 
gegen den Beschwerdeführer eröffnet. D.________ erhielt im Dezember 2024 eine 
Sprachnachricht von C.________, wonach der Beschwerdeführer sich im Juni 2023 
dahingehend geäussert habe, er werde sie (D.________) umbringen lassen (vgl. 
Rapport Kantonspolizei Zürich vom 18. Februar 2025). Zudem gab D.________ an-
lässlich ihrer Einvernahme vom 20. Dezember 2024 an, sie habe am Vortag Anzei-
ge gegen unbekannt wegen Hausfriedensbruchs eingereicht, da an ihrem alten 
Wohnort durch unbekannt ein Kleber (SEONE) an die Zimmertüre von E.________ 
angebracht worden sei und alles auf die Handschrift des Beschwerdeführers hin-
deute. Sie habe das Gefühl, der Beschwerdeführer beobachte sie; auch die ge-
meinsame Tochter F.________ fühle sich verfolgt (Z. 8). Anlässlich der beim Be-
schwerdeführer stattgefundenen Hausdurchsuchung vom 25. März 2025 konnten 
diverse Waffen und gefährliche Gegenstände sichergestellt werden (u.a. Stein-
schleudern, Flinte, Druckluftgewehr, Soft-Air-Pistolen, Schreckschusspistole, Ma-
chete). 

Die Staatsanwaltschaft hält in der angefochtenen Verfügung fest, es könne nicht 
ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer noch weitere zum jetzigen 
Zeitpunkt noch unbekannte Delikte begangen habe. Er sei mehrfach straffällig ge-
worden, wobei unterschiedliche Opfer betroffen gewesen seien. Es bestehe dem-
nach die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass er in andere vergangene gleichartige 
Strafen verwickelt sein könnte, zu deren Aufklärung die Erstellung des DNA-Profils 
beitragen könne. Demgemäss sei auch die erkennungsdienstliche Erfassung erfor-
derlich und angemessen. Damit könnten Fingerabdrücke verglichen, Fotovorwei-
sungen erstellt und anderweitige Ermittlungsmassnahmen zielorientiert durchge-
führt werden. 

4. Sowohl die Erstellung eines DNA-Profils gemäss Art. 255 StPO als auch die erken-
nungsdienstliche Behandlung bzw. die Aufbewahrung der entsprechenden Daten 
können das Recht auf persönliche Freiheit und auf informationelle Selbstbestim-
mung berühren (Art. 10 Abs. 2 und Art. 13 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] und Art. 8 der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK; SR 0.101]). Einschrän-
kungen von Grundrechten bedürfen gemäss Art. 36 Abs. 1 bis 3 BV einer gesetzli-
chen Grundlage und müssen durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und 
verhältnismässig sein. Diese Voraussetzungen werden in Art. 197 Abs. 1 StPO 
präzisiert. Danach können Zwangsmassnahmen nur ergriffen werden, wenn ein 
hinreichender Tatverdacht vorliegt, die damit angestrebten Ziele nicht durch milde-
re Massnahmen erreicht werden können und die Bedeutung der Straftat die 

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Zwangsmassnahme rechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_1290/2024 vom 
30. Juni 2025 E. 3.2.2.1 mit Verweis auf BGE 147 I 372 E. 2.2 ff.).

5. Für die Annahme eines hinreichenden Tatverdachts genügt es, wenn aufgrund der 
bisherigen Untersuchungsergebnisse konkrete Hinweise für eine Straftat und eine 
Beteiligung der beschuldigten Person bestehen (statt vieler: Beschluss des Ober-
gerichts des Kantons Bern BK 23 115 vom 13. Juli 2023 E. 7.1). Der hinreichende 
Tatverdacht betreffend die Delikte zum Nachteil von C.________ ergibt sich aus 
dem Entwurf der Anklageschrift und ist unbestritten. Bestritten wird aber der hinrei-
chende Tatverdacht betreffend die Drohung zum Nachteil von D.________. Entge-
gen den Vorbringen des Beschwerdeführers vermag aber einzig der Umstand, 
dass C.________ D.________ von den Drohungen erzählt hat, einen hinreichen-
den Tatverdacht nicht auszuschliessen. Es bestehen keine offensichtlichen Hinwei-
se, dass C.________ dies erfunden hat, zumal ihre Aussagen allgemein glaubhaft 
erscheinen und sich teilweise auch objektivieren lassen. D.________ nahm die 
Drohung offenbar sehr ernst; dies auch vor dem Hintergrund, dass sie massive 
häusliche Gewalt durch den Beschwerdeführer erlebt und dieser immer gesagt ha-
be, eine Ehe könne man nur durch den Tod trennen (vgl. Einvernahme 
D.________ vom 20. Dezember 2024, Z. 11). Eine hinreichender Tatverdacht ist zu 
bejahen, zumal keine abschliessende Würdigung zu erfolgen hat. 

6.

6.1 Gemäss Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO in der Fassung vom 1. Januar 2024 kann zur 
Aufklärung eines Verbrechens oder Vergehens, das Gegenstand des Verfahrens 
bildet, von der beschuldigten Person eine Probe genommen und ein DNA-Profil er-
stellt werden. Der im Zuge der Revision eingefügte Absatz 1bis statuiert weiter, dass 
von der beschuldigten Person auch dann eine Probe genommen und ein DNA-
Profil erstellt werden kann, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte anzunehmen 
ist, sie könnte weitere Verbrechen oder Vergehen begangen haben. 

6.2 Es ist weder ersichtlich noch wird geltend gemacht, dass ein DNA-Profil zur Auf-
klärung der Anlasstaten erforderlich bzw. geeignet ist. Die Profilerstellung erfolgte 
denn ausschliesslich im Zusammenhang mit möglichen vergangenen Delikten. 
Hinsichtlich solcher Delikte muss noch kein auf die beschuldigte Person bezogener 
Tatverdacht bestehen (FRICKER/MAEDER, in: Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 31 zu Art. 255 StPO; Botschaft zur Ände-
rung der Strafprozessordnung, BBl 2019 6697, S. 6754). Nach der jüngsten Recht-
sprechung vor der Revision muss es sich indes um Delikte von gewisser Schwere 
handeln (BGE 145 IV 263 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 1B_508/2022 vom 
16. Dezember 2022 E. 2.1 f.). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung ist 
weiter eine Gesamtbetrachtung anzustellen, wobei auch zu berücksichtigen, ob die 
beschuldigte Person vorbestraft ist; trifft dies nicht zu, schliesst das die DNA-
Profilerstellung bzw. die erkennungsdienstliche Erfassung jedoch nicht aus, son-
dern es fliesst als eines von vielen Kriterien in die Gesamtabwägung ein und ist 
entsprechend zu gewichten. Art. 255 StPO erlaubt nicht die systematische Ent-
nahme von DNA-Proben und deren Analyse (vgl. zum Ganzen BGE 147 I 372 E. 4 
und BGE 145 IV 263 E. 3.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1B_171/2021 

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vom 6. Juli 2021 E. 4.1 sowie auch Urteil des Bundesgerichts 7B_1290/2024 vom 
30. Juni 2025 E. 3.2.2.2 f.). 

6.3 Auslöser für die Erstellung eines DNA-Profils war die Anzeige von D.________ 
vom 20. Dezember 2024 (Drohung; vgl. auch Stellungnahme der Generalstaatsan-
waltschaft vom 1. Juli 2025, Ziffer 8). Entgegen den Schlussfolgerungen der 
Staats- und Generalstaatsanwaltschaft rechtfertigt dieser weitere Vorwurf die Ab-
nahme eines Wangenschleimhautabstrichs mit Blick auf vergangene Delikte nicht. 
Der Beschwerdeführer ist nicht vorbestraft. Mit Ausnahme der Widerhandlungen 
gegen das Waffengesetz, welche aber ohnehin nicht der Grund für die Erstellung 
eines DNA-Profils waren, erfolgten sämtliche im vorliegenden Strafverfahren zu 
beurteilende Vergehen (Drohung, Nötigung, Beschimpfung) ausschliesslich in ei-
nem spezifischen Beziehungskontext (Lebenspartnerin bzw. Exfrau als mutmassli-
che Opfer). Konkrete Anhaltspunkte, der Beschwerdeführer habe auch andere (be-
liebige) Frauen bedroht, genötigt oder beschimpft, liegen aufgrund der bisherigen 
Ausgangslage nicht vor und werden auch nicht begründet. Der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer gemäss Generalstaatanwaltschaft (vgl. Ziffer 8 ihrer Stellung-
nahme vom 1. Juli 2025) zu drohendem und manipulativem Verhalten neigt, per-
sönliche Grenzen nicht respektiert und daher ein gleiches oder ähnliches delikti-
sches Verhaltensmuster auch bereits früher verfolgt haben und somit in weitere 
Delikte von gewisser Schwere verwickelt sein könnte (insb. Drohungen und Nöti-
gungshandlungen), kann daher einzig für einen eng begrenzten Beziehungskontext 
gelten. Selbst wenn konkrete Anhaltspunkte für mögliche vergangene Delikte in ei-
nem solchen Kontext vorliegen würden, reicht dies zur Begründung einer DNA-
Profilerstellung nicht aus. Die mutmasslichen Opfer kennen vorliegend den Be-
schwerdeführer, weshalb eine Identifikation mittels DNA nicht erforderlich ist. Ab-
gesehen davon scheint die Erstellung eines DNA-Profils auch nicht grundsätzlich 
geeignet, Täter der Drohungen oder Nötigungen zu überführen (vgl. zur Frage der 
Eignung und Erforderlichkeit auch FRICKER/MAEDER, a.a.O., N. 41 f. zu Art. 255 
StPO). Andere konkrete Delikte werden nicht erwähnt. D.________ äusserte zwar 
die Vermutung, der Beschwerdeführer habe sie und ihre Tochter heimlich aufge-
sucht. Sie reichte in diesem Zusammenhang Anzeige wegen Hausfriedensbruchs 
gegen Unbekannt ein. Diesbezüglich wird aber, soweit ersichtlich, kein Verfahren 
im Kanton Bern geführt und auch ein hinreichender Tatverdacht wird nicht begrün-
det. Dieses mögliche Delikt kann daher zur Begründung einer DNA-Profilerstellung 
ebenfalls nicht herangezogen werden. Die Erstellung eines DNA-Profils erweist 
sich somit als unverhältnismässig. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 1. 
Mai 2025 ist insofern aufzuheben.  

7.

7.1 Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der erkennungsdienstlichen Behandlung ohne 
Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs. 

Bei der erkennungsdienstlichen Erfassung im Sinne von Art. 260 StPO werden die 
Körpermerkmale einer Person festgestellt und Abdrücke von Körperteilen genom-
men. Zweck der Zwangsmassnahme, die auch für Übertretungen angeordnet wer-

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den kann, ist die Abklärung des Sachverhalts, worunter insbesondere die Feststel-
lung der Identität einer Person fällt. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die erkennungsdienstliche Er-
fassung auch zulässig sein, wenn sie nicht für die Aufklärung der Straftaten erfor-
derlich ist, derer eine Person im hängigen Strafverfahren beschuldigt wird. Damit 
diesfalls die Zwangsmassnahme verhältnismässig ist, müssen erhebliche und kon-
krete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die beschuldigte Person in andere – 
auch künftige – Delikte von gewisser Schwere verwickelt sein könnte. Zu berück-
sichtigen ist im Rahmen einer gesamthaften Verhältnismässigkeitsprüfung auch, ob 
der Beschuldigte vorbestraft ist; trifft dies nicht zu, schliesst das die erkennungs-
dienstliche Erfassung jedoch nicht aus, sondern es fliesst als eines von vielen Kri-
terien in die Gesamtabwägung ein und ist entsprechend zu gewichten. Bei der Be-
urteilung der erforderlichen Deliktsschwere kommt es weder einzig auf die Ausge-
staltung als Antrags- beziehungsweise Offizialdelikt noch auf die abstrakte Straf-
drohung an. Vielmehr sind das betroffene Rechtsgut und der konkrete Kontext mit-
einzubeziehen. Eine präventive erkennungsdienstliche Erfassung erweist sich ins-
besondere dann als verhältnismässig, wenn die besonders schützenswerte körper-
liche oder sexuelle Integrität von Personen beziehungsweise unter Umständen 
auch das Vermögen (Raubüberfälle, Einbruchdiebstähle) bedroht ist. Es müssen 
mithin ernsthafte Gefahren für wesentliche Rechtsgüter drohen.

Der Umstand, dass die erkennungsdienstliche Erfassung auch zur Aufklärung von 
Übertretungen angeordnet werden kann, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass 
hinsichtlich ihrer präventiven Anordnung keine allzu hohen Anforderungen an die 
Schwere der zukünftigen Delinquenz zu knüpfen sind (vgl. zum Ganzen: Urteil des 
Bundegerichts 7B_452/2024 vom 8. April 2025 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen u.a. 
auf BGE 147 I 372).

7.2 Die Staatsanwaltschaft begründet die Erforderlichkeit und Angemessenheit der 
erkennungsdienstlichen Erfassung mit dem Vergleich von Fingerabdrücken, dem 
Erstellen von Fotovorweisungen und der zielorientierten Durchführung anderweiti-
ger Ermittlungsmassnahmen. Weder ergibt es sich aus der angefochtenen Verfü-
gung noch ist es sonst ersichtlich, dass die erkennungsdienstliche Erfassung mit 
Blick auf die Anlasstaten erfolgt ist. 

Zu prüfen bleibt damit, ob erhebliche und konkrete Anhaltspunkte vorliegen, der 
Beschwerdeführer sei in vergangene Delikte verwickelt. Diesbezüglich kann vorab 
auf die Ausführungen im Zusammenhang mit der Erstellung eines DNA-Profils ver-
wiesen werden. Gleiches gilt auch mit Blick auf das Feststellen von Körpermerkma-
len sowie die Erstellung von Fingerabdrücken. Da aktuell davon auszugehen ist, 
vergangene Straftaten hätten ausschliesslich im Beziehungskontext stattgefunden, 
ist nicht ersichtlich, inwiefern die erkennungsdienstlich erhobenen Daten des Be-
schwerdeführers für die Aufklärung vergangener Delikte erforderlich oder geeignet 
sein könnten. Betreffend Aufklärung zukünftiger Delikte kann nichts anderes gelten. 
Die von D.________ erwähnten Vermutungen, wonach der Beschwerdeführer in ih-
re Wohnung eingedrungen sei und sie sowie die gemeinsame Tochter beobachte, 
begründen auch mit Blick auf die Anordnung der erkennungsdienstlichen Erfassung 
noch keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte, der Beschwerdeführer werde in 

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Zukunft Hausfriedensbrüche bei (ehemaligen) Lebenspartnerinnen begehen. Die 
Ausführungen der Staatsanwaltschaft erscheinen auch unter Berücksichtigung der 
Argumente der Generalstaatsanwaltschaft zu vage und allgemein. Aufgrund des 
Umstandes, dass vorliegend davon auszugehen ist, der Täter sei den Opfern be-
kannt, besteht zudem die Möglichkeit, im Einzelfall ein DNA-Profil zu erstellen oder 
die erkennungsdienstliche Erfassung anzuordnen, sollten diese zur spezifischen 
Abklärung der konkreten Vorwürfe erforderlich und geeignet sein. Mit Blick auf ver-
gangene oder zukünftige Delikte lässt sich eine Verhältnismässigkeit der erken-
nungsdienstlichen Erfassung ebenfalls nicht begründen. Von der Staats- und Ge-
neralstaatsanwaltschaft wird denn auch nicht weiter ausgeführt, für welche Ermitt-
lungsmassnahmen die Fingerabdrücke oder das Festhalten der Körpermerkmale 
dienen sollten. 

Die Beschwerde ist gutzuheissen. Die Verfügung der Staatsanwaltschaft wird auf-
gehoben und ein allfällig bereits erstelltes DNA-Profil sowie die im Rahmen der er-
kennungsdienstlichen Erfassung allenfalls bereits erhobene Feststellung der Kör-
permerkmale (inkl. Foto) bzw. die abgenommenen Fingerabdrücke sind zu vernich-
ten. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Kanton die Verfahrenskosten, be-
stimmt auf CHF 1'200.00 (Art. 428 Abs. 1 StPO). Das Gesuch um Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ wird durch die Gutheissung der Beschwerde nicht obso-
let (ohnehin wären davon nicht die Verfahrenskosten umfasst gewesen und die 
Frage der amtlichen Verteidigung stellt sich unabhängig vom konkreten Verfah-
rensausgang). Das Gesuch um Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ wird für 
das Beschwerdeverfahren gutgeheissen; dies auch mit Blick darauf, dass die 
Staatsanwaltschaft ihn mit Verfügung vom 27. Mai 2025 mit Wirkung ab 14. Mai 
2025 ohnehin als amtlichen Verteidiger eingesetzt hat. Entsprechend wird die Ent-
schädigung des amtlichen Verteidigers am Ende des Verfahrens durch die Staats-
anwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. Der Beschuldigte ist nicht 
verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren zurückzuzahlen (vgl. Art. 135 Abs. 4 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Das Gesuch um Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlichen Verteidiger 
im Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen. 

2. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 1. Mai 2025 (BM 23 33045) wird aufgehoben. Die im Rah-
men der erkennungsdienstlichen Erfassung (inkl. WSA) erhobenen Daten sind zu ver-
nichten. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'200.00, trägt der Kanton.

4. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers wird am Ende des Verfahrens durch 
die Staatsanwaltschaft bzw. das urteilende Gericht festgesetzt. Der Beschwerdeführer 
ist nicht verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren 
zurückzuzahlen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin G.________

(mit den Akten – per Kurier)
- Kantonspolizei Bern, ED-Behandlung (per A-Post)
- Kantonspolizei Bern, Polizeiwache H.________ (per A-Post)

Bern, 15. September 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt
i.V. Lienhard

Rechtsmittelbelehrung folgt auf der nächsten Seite!

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.