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**Case Identifier:** d47c018b-7e8e-5b70-9051-01bb82bc9c2a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 14.07.2021 SK1 2020 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2020-47_2021-07-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 14. Juli 2021

Referenz SK1 20 47

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Richter, Aktuarin

Parteien A._____ AG
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Stoll, Thouvenin Rechts-
anwälte KLG, Klausstrasse 33, 8024 Zürich 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Berufungsbeklagte

B.________,
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner, Unterer 
Graben 1, 9001 St. Gallen 

Gegenstand gewerbsmässiger Betrug

Anfechtungsobj. Urteil des Regionalgerichts Landquart vom 08.09.2017, mitgeteilt 
am 14.02.2018 (Proz. Nr. 515-2016-27)

Mitteilung 20. Juli 2021

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Landquart erklärte C.________ und D.________ mit 
Urteil vom 8. September 2017 u.a. des gewerbsmässigen Betrugs sowie des 
schweren Falles der Geldwäscherei schuldig. Ferner hiess es die Zivilklage der 
A._____ AG gegen die solidarisch haftenden C.________ und D.________ in der 
Höhe von CHF 5'156'772.10 zzgl. 5 % Zins seit dem 31. Dezember 2013 gut. 
Demgegenüber sprach das Regionalgericht Landquart B.________ mit selbigem 
Urteil von der Anklage der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug sowie des 
schweren Falles der Geldwäscherei frei. Die Zivilklage der A._____ AG gegen 
B.________ verwies es auf den Zivilweg.

B. Soweit vorliegend interessierend erklärte das Kantonsgericht von Graubün-
den B.________ auf Berufung der Staatsanwaltschaft von Graubünden (fortan 
Staatsanwaltschaft) und der A._____ AG am 25. Februar 2019 des schweren Fal-
les der Geldwäscherei schuldig. Von der Anklage der Gehilfenschaft zum ge-
werbsmässigen Betrug sprach es ihn frei. Die Zivilklage der A._____ AG gegen 
B.________ verwies es auf den Zivilweg.

C. Gegen dieses Urteil führte die A._____ AG Beschwerde an das Bundesge-
richt. Sie beantragte, Dispositivziffer II.4 sei aufzuheben und B.________ sei zu 
verpflichten, ihr unter solidarischer Haftbarkeit mit D.________ und C.________ 
Schadenersatz im Umfang von CHF 2'659'778.52 zzgl. Zins zu 5 % auf 
CHF 2'664'778.52 seit dem 30. Oktober 2015 bis 10. April 2018 sowie Zins zu 5 % 
auf CHF 2'659'778.52 ab dem 11. April 2018 zu leisten. Eventualiter sei das ange-
fochtene Urteil in diesem Punkt aufzuheben und das Verfahren zur Neubeurteilung 
ihrer Zivilansprüche gegen B.________ im Sinne der Erwägungen an das Kan-
tonsgericht zurückzuweisen.

D. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde der A._____ AG mit Urteil vom 
9. Juli 2020 gut (6B_1202/2019), hob das Urteil des Kantonsgerichts vom 25. Fe-
bruar 2019 in Bezug auf die Zivilforderungen gegen B.________ (Dispositivzif-
fer II.4) auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an das Kantonsgericht 
zurück. 

E. Im Rückweisungsverfahren wiederholte die A._____ AG (fortan Berufungs-
klägerin) ihren anlässlich der Berufungsverhandlung gestellten Antrag, wonach 
B.________ (fortan Berufungsbeklagter) in solidarischer Haftung mit D.________ 
und C.________ zu verpflichten sei, der Berufungsklägerin Schadenersatz im Um-
fang von CHF 4'618'577.35 zzgl. Zins zu 5 % seit dem 31. Dezember 2013 zu be-
zahlen. Eventualiter sei der Berufungsbeklagte in solidarischer Haftung mit 

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D.________ und C.________ zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
CHF 2'664'778.52 zzgl. Zins zu 5 % vom 30. Oktober 2015 bis zum 10. April 2018 
und ab dem 11. April 2018 5 % Zinsen auf dem reduzierten Betrag von 
CHF 2'659'778.52 zu bezahlen. Subeventualiter sei der Berufungsbeklagte in soli-
darischer Haftung mit D.________ und C.________ zu verpflichten, der Beru-
fungsklägerin CHF 2'299'690.50 zzgl. Zins zu 5 % vom 30. Oktober 2015 bis zum 
10. April 2018 und ab dem 11. April 2018 5 % Zinsen auf dem reduzierten Betrag 
von CHF 2'294'690.50 zu bezahlen.

F. Mit Vereinbarung vom 4./8. Januar 2021 einigten sich die Berufungskläge-
rin, der Berufungsbeklagte und D.________ hinsichtlich der zivilrechtlichen An-
sprüche der Berufungsklägerin sowie der weiteren Verfahrenserledigung(en). 

G. Daraufhin beantragten die Berufungsklägerin und der Berufungsbeklagte 
gemeinsam im Wesentlichen die Aufhebung diverser (noch) gesperrter Konti samt 
Überweisung der darauf liegenden Vermögenswerte. Zudem sei das vorliegende 
Verfahren in der Folge als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Die Staats-
anwaltschaft verzichtete auf eine Stellungnahme.

Erwägungen

1.1. Wie im Zivilprozess gilt auch im Adhäsionsprozess die Dispositionsmaxime. 
Die Rechtsmittelinstanz ist daher im Zivilpunkt an die Anträge der Parteien gebun-
den (Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO).

1.2. Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids ist die neue 
Entscheidung der kantonalen Instanz auf diejenige Thematik beschränkt, die sich 
aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung 
ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig 
ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen 
(statt vieler BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; 140 III 466 E. 4.2.1 = Pra 2015 Nr. 25; 135 
III 334 E. 2; BGer 6B_770/2020 v. 25.11.2020 E. 1.3.3; 6B_463/2019 v. 
06.08.2019 E. 1.2; 6B_35/2012 v. 30.03.2012 E. 2.2; je m.H.). 

1.3. Prozessgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet daher nach der 
Rückweisung durch das Bundesgericht einzig die Bezifferung der Zivilforderungen 
(Schadenersatz) der Berufungsklägerin gegen den Berufungsbeklagten (vgl. BGer 
6B_1202/2019 v. 09.07.2020). Unter Berücksichtigung der Anträge der Parteien 
beschränkt sich die Prüfungskognition der erkennenden Kammer somit auf die 
materiell-rechtliche Frage, in welchem Umfang die Berufungsklägerin durch die 
angeklagten Handlungen des Berufungsbeklagten geschädigt worden war. 

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2.1. Die Berufungsklägerin als Privatklägerin und der Berufungsbeklagte als Be-
schuldigter haben sich mit eingangs erwähnter Vereinbarung vom 4./8. Januar 
2021 hinsichtlich der zivilrechtlichen Ansprüche der Berufungsklägerin aus dem 
Strafverfahren aussergerichtlich geeinigt (act. A.4, inkl. Vereinbarung; act. A.6). 
Konkret verpflichtete sich der Berufungsbeklagte zur Bezahlung von insgesamt 
CHF 340'000.00 (davon ein Betrag von CHF 130'000.00 gemeinsam mit 
D.________; act. A.4, Vereinbarung Ziff. 1). Die Vereinbarung stand unter der 
Suspensivbedingung der vollständigen Unterzeichnung durch alle Parteien. Diese 
Bedingung trat ein (act. A.4, Vereinbarung). Der Berufungsbeklagte verpflichtete 
sich mithin rechtswirksam zur Bezahlung der vereinbarten Beträge an die Beru-
fungsklägerin. Die Einigungszahlungen sind denn auch bis auf einen Restbetrag 
von CHF 130'000.00 bereits erfolgt (act. A.4). Da sich das (Rückweisungs-
)Verfahren bzw. zweite Berufungsverfahren auf die Bezifferung des zivilrechtlichen 
Schadens beschränkt (soeben vorstehend E. 1.1-1.3), besteht mit rechtswirksa-
mer Einigung im Zivilpunkt kein aktuelles Rechtsschutzinteresse der Berufungs-
klägerin an der Beurteilung des vorliegenden Verfahrens mehr. Letzteres ist – be-
reits jetzt – als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschrei-
ben (vgl. sogleich nachstehend E. 2.2; vgl. ferner BGer 6B_1361/2019 v. 
20.11.2020 E. 2; 6B_560/2012 v. 27.09.2012 E. 1).

2.2. Dass die Berufungsklägerin, mit Zustimmung des Berufungsbeklagten, die 
Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit an die Aufhebung diverser Kontisper-
ren, samt Überweisung der entsprechenden Bankguthaben, knüpfen will, vermag 
daran nichts zu ändern (vgl. act. A.4; act. A.6). Wie nachstehend darzulegen ist, 
sind die Aufhebungen der gesperrten Konti nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens. Vielmehr handelt es sich dabei um ein neues, erstmals im Rahmen 
des Rückweisungsverfahrens gestelltes Begehren (nachstehend E. 3.1 ff.). Ge-
genteiliges ergibt sich auch nicht unter Berücksichtigung, dass die Entsperrung 
der Konti bzw. die Überweisung der Guthaben teilweise den Vollzug der streitge-
genständlichen Zivilforderungen beschlägt (vgl. act. A.4, Vereinbarung). In 
Nachachtung des durch die bundesgerichtliche Rückweisung und die Anträge der 
Parteien definierten Prozessgegenstands ist die Vollstreckung der Zivilansprüche 
ebenso wenig Bestandteil des vorliegenden Verfahrens wie die Aufhebung der 
Kontisperren. Soweit es sich bei Letzteren bzw. den Überweisungen um "Voll-
zugshandlungen bzw. Handlungen vor Vollzug" im Sinne der Vereinbarung han-
deln sollte (vgl. act. A.4, Vereinbarung, Ziff. 2; 3), welche die Parteien der Verein-
barung als auflösende Bedingung verstehen wollen, ist zu betonen, dass sich kei-
ne der vereinbarten Vollzugshandlungen auf behördliches Tätigwerden bezieht. 
Dies gilt ungeachtet der Frage, ob solche Bedingungen überhaupt zulässig wären 

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bzw. ob die Abschreibung eines Verfahrens von der Gutheissung eines anderen 
Antrags abhängig gemacht werden könnte. Prozesshandlungen sind nämlich 
grundsätzlich bedingungsfeindlich, da sie eine beförderliche Prozesserledigung bis 
zur Klärung des Bedingungseintrittes behindern. Damit kann auch die Frage of-
fengelassen werden, wie die "Bedingungen" auszulegen gewesen wären (resolu-
tiv, suspensiv oder gar als Leistungspflicht).

3.1. Wie soeben erwähnt, beantragt die Berufungsklägerin, mit Zustimmung des 
Berufungsbeklagten, die Entsperrung diverser Konti samt Überweisung der darauf 
liegenden Bankguthaben auf das Konto des Rechtsvertreters des Berufungsbe-
klagten (vgl. act. A.4; soeben vorstehend E. 2.2). Hierzu bringen sie vor, die 
Staatsanwaltschaft habe auf Anzeige der Berufungsklägerin hin im September 
2011 diverse Kontisperren angeordnet, dies sowohl in Bezug auf die natürlichen 
Personen (C.________ und D.________) wie auch die deliktisch tangierten Ge-
sellschaften (E.________, F.________, G.________ sowie H.________). In der 
Folge seien jedoch die von der Staatsanwaltschaft angeordneten Sperren mit den 
Urteilen des Regionalgerichts Landquart und des Kantonsgerichts von Graubün-
den nicht umfassend abgehandelt worden. Konkret seien die folgenden Konti be-
troffen: drei Konti bei der I.________ lautend auf die G.________ und Verwaltungs 
AG (Konto Nr. J.________), lautend auf die E.________ (Konto Nr. K.________) 
sowie lautend auf die F.________ (Konto Nr. L.________), drei Konti bei der 
M.________ lautend auf die G.________ (Konto Nr. N.________) und die 
H.________ (Konto Nrn. O.________ und P.________) sowie ein Konto bei der 
Q.________ lautend auf die G.________ (Konto Nr. R.________; vgl. act. A.4; zu 
den zwei Konti bei der S.________ [heute: T.________] lautend auf die 
E.________ [Konto / IBAN Nrn. U.________ V.________ und U.________ 
W.________] nachstehend E. 3.3, 4).

3.2. Die Staatsanwaltschaft hat in der Anklageschrift alle beschlagnahmten Ge-
genstände und Vermögenswerte einzeln und mit präziser Umschreibung zu be-
zeichnen und entsprechende Anträge zu stellen (vgl. Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO). 
Das Gericht entscheidet alsdann im Urteil über das Schicksal aller zusammen mit 
der Anklageschrift und den Akten übermittelten Gegenstände und Vermögenswer-
te.

3.3. Im vorliegenden Fall führte die Staatsanwaltschaft in der Anklage als si-
chergestellte Gegenstände und Vermögenswerte zwar gesperrte Konti auf (vgl. 
RG act. 103 [SK1 18 9]; vgl. Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO). Mit Ausnahme zweier 
Konti der E.________ bei der S.________ (heute: T.________) blieben die obge-
nannten Konti jedoch unerwähnt. In der Folge stellte die Staatsanwaltschaft, so-

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weit vorliegend interessierend resp. hinsichtlich der fraglichen Konti, anlässlich der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung einzig Anträge zu den beiden Konti bei der 
S.________. Letztere fanden denn auch Eingang in die erst- und zweitinstanzli-
chen Urteile (act. E.1; F.2 [beide SK1 18 9]). Weitere Anträge seitens der Parteien 
hinsichtlich der noch gesperrten Konti unterblieben vor allen drei Instanzen. 

3.3.1. Wie die Berufungsklägerin zutreffend vorbringt, waren die fraglichen Konti 
(mit Ausnahme der Konti bei der S.________ [heute: T.________]) somit weder 
Gegenstand des Urteils des Regionalgerichts Landquart noch desjenigen des 
Kantonsgerichts von Graubünden (vgl. act. A.4, S. 3 f.; act. E.1; F.2 [beide 
SK1 18 9]). Ebenso wenig waren sie Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfah-
rens (vgl. act. I.2.1 [SK1 18 9]; BGer 6B_1202/2019 v. 09.07.2020). Entsprechend 
handelt es sich beim Ersuchen um Aufhebung der Kontisperren (mit besagter 
Ausnahme) um ein neues, erstmals im Rahmen des Rückweisungsverfahrens ge-
stelltes Begehren. Vorab ist deshalb zu prüfen, ob die erkennende Kammer für 
dessen Beurteilung zuständig ist.

3.3.2. Revisionsgründe nach Art. 410 Abs. 1 oder Abs. 2 StPO liegen keine vor. 
Eine Aufhebung der Kontisperren gestützt auf die Rechtsbehelfe der Erläuterung 
oder Berichtigung nach Art. 83 StPO des kantonsgerichtlichen Urteils ist ebenfalls 
ausgeschlossen: Zum einen beruhen die fehlenden, diesbezüglichen Anordnun-
gen auf keinem offensichtlichen Versehen, weshalb eine Berichtigung von vorne-
herein ausscheidet. Zum anderen ist das Urteil des Kantonsgerichts auch keiner 
Erläuterung zugänglich, da eine Entsperrung eine unzulässige inhaltliche Wieder-
erwägung bzw. Ergänzung des gefällten Entscheids erwirken würde. Insbesonde-
re liegt auch kein unvollständiges Dispositiv im Sinne von Art. 83 StPO vor, da es 
sich bei den Kontisperren, mangels entsprechender Anträge, im Rechtsmittelver-
fahren vor Kantons- und Bundesgericht nicht um zwingend zu regelnde Punkte 
handelte, über die nicht entschieden worden wäre. Am Rande sei bemerkt, dass 
für die Erläuterung und Berichtigung des erstinstanzlichen Urteils das Regionalge-
richt zuständig wäre (vgl. Art. 83 Abs. 1 StPO). In diesem Zusammenhang kann 
zudem offengelassen werden, ob die Aufhebung der Sperren vor erster Instanz als 
zwingend zu berichtigender Punkt im Sinne von Art. 83 Abs. 1 StPO zu qualifizie-
ren gewesen wäre, da die fraglichen Vermögenswerte – soweit ersichtlich – ledig-
lich gesperrt, jedoch nicht beschlagnahmt worden sind (vgl. Art. 267 Abs. 3 StPO; 
Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO). Ob ferner ein (analoger) Anwendungsfall eines 
selbständigen nachträglichen Entscheids vorliegt (Art. 363 ff. StPO), braucht eben-
falls nicht abschliessend beurteilt zu werden. Dessen Erlass würde von vornherein 

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in die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft fallen (Art. 14 Abs. 1 lit. i EGzStPO 
[BR 350.100] in Verbindung mit Art. 363 Abs. 1 StPO).

3.4. Nach dem Gesagten fällt die Aufhebung der verbleibenden Kontisperren 
samt Überweisung der entsprechenden Bankguthaben nicht in die Zuständigkeit 
der erkennenden Kammer. Auf das Begehren ist daher im vorliegenden zweiten 
Berufungs- bzw. Rückweisungsverfahren nicht einzutreten. Die Sperren sind sei-
nerzeit von der Staatsanwaltschaft angeordnet worden. Mit Abschluss der damali-
gen Strafuntersuchung hätte die Staatsanwaltschaft sämtliche Sperren von Bank-
konti entweder aufheben oder im Zuge der Anklageerhebung entsprechende An-
träge stellen müssen. Zudem ist erneut darauf hinzuweisen, dass die fraglichen 
Vermögenswerte soweit ersichtlich lediglich gesperrt, jedoch nicht beschlagnahmt 
wurden (vgl. Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO; Art. 267 Abs. 3 StPO). Mangels entspre-
chender Anträge in der Anklageschrift drängt sich somit eine Überweisung der 
Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft auf. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als 
mittels Überweisung an die Staatsanwaltschaft den Betroffenen gegen allfällige 
künftige Entscheide der Staatsanwaltschaft nötigenfalls eine zusätzliche Be-
schwerdeinstanz eingeräumt würde. Entsprechend ist die Sache zuständigkeits-
halber der Staatsanwaltschaft zu überweisen.

3.5. An diesem Schluss ändern auch die Ausführungen der Parteien nichts. 
Letztere äussern sich zur Frage der Zuständigkeit für die Beurteilung ihres neuen 
Begehrens nicht abschliessend und ziehen eine allfällige Zuständigkeit der 
Staatsanwaltschaft anstelle der angerufenen Kammer bereits selbst in Betracht 
(vgl. act. A.4, Ziff. 4, S. 3 f.). Dass sich die Parteien eine Koordination des Kan-
tonsgerichts, des Regionalgerichts Landquart und der Staatsanwaltschaft für die 
Erledigung der Angelegenheit wünschen (vgl. act. A.4, Ziff. 4, S. 3 f.; act. A.6), 
erscheint zwar nachvollziehbar, ist letztlich jedoch irrelevant. Weder soll noch 
kann die Rechtsmittelinstanz ohne gesetzliche Grundlagen Anordnungen bezüg-
lich verfahrensfremder Themen erlassen, um Versäumnisse anderer Parteien bzw. 
anderer Strafbehörden zu berichtigen.

3.6. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass kein Anspruch der 
Parteien bestand, zum Nichteintreten noch besonders angehört zu werden. So 
rechneten die Berufungsklägerin und der Berufungskläger ausdrücklich selbst mit 
der Unzuständigkeit der angerufenen Kammer bzw. der Zuständigkeit der Staats-
anwaltschaft (act. A.4, Ziff. 4, S. 3 f.). Die Staatsanwaltschaft selbst hatte ebenfalls 
Kenntnis von dieser Unsicherheit, da sie die massgebliche Eingabe in Kopie, und 
anschliessend zur Stellungnahme, erhielt (act. A.4, Ziff. 4, S. 3 f.; act. D.11; 
act. A.5). Von Letzterem machte sie keinen Gebrauch.

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4. Was das Konto bei der S.________ (heute: T.________) lautend auf die 
E.________ (Konto / IBAN Nrn. U.________ V.________ und U.________ 
W.________) anbelangt (vgl. act. A.4, Ziff. 3), so hob das Kantonsgericht mit Urteil 
vom 25. Februar 2019, Dispositivziffer I.5, die angeordneten Kontisperren auf 
(act. F.2 [SK1 18 9]). Mangels Anfechtung erwuchs die entsprechende Dispositiv-
ziffer in Rechtskraft. Gemäss Mitteilungssatz hat nach Eintritt der Rechtskraft ent-
sprechende Mitteilung an die T.________ zu erfolgen. Aufgrund der bundesge-
richtlichen Beschwerden wurde mit der fraglichen Mitteilung bis zu deren Ab-
schluss bzw. nunmehr dem Abschluss des Rückweisungsverfahrens und Rechts-
kraft desselben zugewartet. Die Aufhebung besagter Kontisperren und deren Mit-
teilung an das betroffene Bankinstitut bedarf mithin keiner zusätzlichen Anordnung 
der erkennenden Kammer, sondern erfolgt mit rechtskräftiger Erledigung des vor-
liegenden Verfahrens.

5. Im Ergebnis ist das Rückweisungs- bzw. Berufungsverfahren infolge Ge-
genstandslosigkeit abzuschreiben. Auf das Begehren betreffend Aufhebung der 
Kontisperren und Überweisung der entsprechenden Bankguthaben ist nicht einzu-
treten. Die Sache ist zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft zu überwie-
sen.

6.1. Auf eine Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des regional- 
und ersten kantonsgerichtlichen Verfahrens gemäss dem Ausgang des bundesge-
richtlichen Verfahrens verzichteten die Berufungsklägerin und der Berufungsbe-
klagte in ihrer Vereinbarung. Konkret einigten sie sich darauf, die ihnen in den Ur-
teilen des Regionalgerichts Landquart vom 8. September 2017, des Kantonsge-
richts vom 25. Februar 2019 sowie des Bundesgerichts vom 9. Juli 2020 auferleg-
ten amtlichen Kosten selbst zu tragen. Zudem verzichteten sie gegenseitig auf die 
Einforderung der ihnen in den genannten Urteilen zugesprochenen Parteientschä-
digungen (ausgenommen diejenigen Entschädigungen, welche vollumfänglich aus 
der Staatskasse zu entrichten seien; act. A.4, Vereinbarung Ziff. 4). Die Staatsan-
waltschaft als weitere Partei der drei Verfahren ist diesbezüglich nicht beschwert. 
Bei dieser Ausgangslage besteht somit kein Regelungsbedarf. Indessen ist der 
Vollständigkeit und Klarheit halber von diesem Punkt der Vereinbarung Vormerk 
zu nehmen. Dies gilt jedoch lediglich in Bezug auf die Berufungsklägerin und den 
Berufungsbeklagten. D.________ als weitere Partei der Vereinbarung ist nicht 
Partei des vorliegenden Rückweisungsverfahrens.

6.2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens will der Berufungsbeklagte verein-
barungsgemäss übernehmen (vgl. act. A.4, S. 4, Vereinbarung Ziff. 2.6; act. A.6). 
Dass infolge der Rückweisung des Bundesgerichts ein zweites Berufungsverfah-

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ren notwendig wurde, hat jedoch keine der Parteien zu vertreten. Demnach fällt 
die Gerichtsgebühr für das zweite Berufungsverfahren bzw. Rückweisungsverfah-
ren betreffend die Zivilforderungen ausser Ansatz (vgl. Art. 423 StPO; KGer GR 
SK1 18 12 v.15.10.2018 E. 7; SK1 16 24 v. 12.09.2016 E. 8; ferner ZK1 21 2 v. 
30.03.2021 E. 6 m.H.). Davon zu unterscheiden sind jedoch die Kosten für den 
neuen Antrag betreffend Aufhebung der Kontisperren (mit Ausnahme der bereits 
rechtskräftig abgeurteilten Sperren). Unter Berücksichtigung des nicht unerhebli-
chen Aufwands der erkennenden Kammer sind die zusätzlichen Kosten mit 
CHF 4'000.00 zu veranschlagen (vgl. Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit 
Art. 7 VGS [BR 350.210] und Art. 10 VGS analog). Letztere sind der Berufungs-
klägerin und dem Berufungsbeklagten je zur Hälfte aufzuerlegen (vgl. Art. 428 
Abs. 1 StPO). Deren gänzliche Auflage an den Berufungsbeklagten liesse sich 
nicht rechtfertigen, zumal sich die Kostenregelung gemäss der geschlossenen 
Vereinbarung lediglich auf die im Zusammenhang mit den Zivilforderungen ste-
henden Kosten bezog. Entschädigungen sind keine zuzusprechen.

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Demnach wird erkannt:

1. Das Verfahren SK1 20 47 wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 
abgeschrieben.

2. Auf das Begehren betreffend Aufhebung der Kontisperren und Überweisung 
der darauf liegenden Vermögenswerte wird nicht eingetreten. Die Sache 
wird zuständigkeitshalber an die Staatsanwaltschaft Graubünden überwie-
sen.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass die A._____ AG und B.________ 
die ihnen in den Urteilen des Regionalgerichts Landquart Proz. Nr. 515-
2016-27 vom 8. September 2017, des Kantonsgerichts von Graubünden 
SK1 18 6/7/8/9 vom 25. Februar 2019 und des Bundesgerichts 
6B_1202/2019 vom 9. Juli 2020 auferlegten amtlichen Kosten selbst tragen. 

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass die A._____ AG und B.________ 
je gegenseitig auf die Einforderung der ihnen in den Urteilen des Regional-
gerichts Landquart Proz. Nr. 515-2016-27 vom 8. September 2017, des 
Kantonsgerichts von Graubünden SK1 18 6/7/8/9 vom 25. Februar 2019 
und des Bundesgerichts 6B_1202/2019 vom 9. Juli 2020 zugesprochenen 
ausseramtlichen Entschädigungen verzichten. Von diesem gegenseitigen 
Entschädigungsverzicht unberührt bleiben die Parteientschädigungen, wel-
che vollumfänglich aus der Staatskasse zu entrichten sind.

5. Für das Verfahren SK1 20 47 werden betreffend Zivilpunkt keine Kosten 
erhoben. 

6. Die Kosten im Verfahren SK1 20 47 betreffend das neue Begehren (Aufhe-
bung Kontisperren und Überweisung) in der Höhe von CHF 4'000.00 gehen 
je zur Hälfte, d.h. im Umfang von je CHF 2'000.00, zulasten von 
B.________ und der A._____ AG.

7. Für das Verfahren SK1 20 47 werden keine Entschädigungen zugespro-
chen.

8. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 

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Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

9. Mitteilung an: