# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbcdde78-6e18-59fa-b0db-31e7b09ba0be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.05.2021 715 21 98/114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-21-98-114_2021-05-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 6. Mai 2021 (715 21 98 / 114) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Teilnahme an den beantragten individuellen Bildungsmassnahmen hätte nicht zu einer 
massgeblichen Steigerung der Vermittlungsfähigkeit geführt. Verneinung der arbeits-
marktlichen Indikation der gewünschten Kursbesuche, weshalb die Kostenübernahme zu 
Recht abgelehnt wurde.  
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine 

Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Ergänzende Massnahmen ALV, Güterstrasse 107, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Individuelle Bildungsmassnahmen  

 
 
 

A. Die 1985 geborene A.____ meldete sich am 2. Dezember 2019 im Umfang eines 60 % 
Pensums zur Arbeitsvermittlung an und erhob ab dem 4. Dezember 2019 Anspruch auf Taggeld-
leistungen der Arbeitslosenversicherung (ALV). Mit Schreiben vom 28. August 2020 ersuchte sie 
um Bewilligung der Teilnahme am „Berufsbildnerkurs KV“ und um Übernahme von dessen Kosten 

 
 
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in der Höhe von Fr. 865.--. Mit Verfügung vom 7. September 2020 lehnte das Kantonale Amt für 
Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland, Abteilung Ergänzende Massnahmen ALV, die-
ses Gesuch ab. Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 16. September 2020 Einspra-
che und beantragte gleichzeitig die Bewilligung der Teilnahme an den Kursen „Assistentin Be-
wirtschaftung Stockwerkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ sowie die Übernahme von 
deren Kosten in Höhe von insgesamt Fr. 2'040.--. Mit Verfügung vom 20. November 2020 wies 
das KIGA Baselland auch dieses Gesuch ab. Mit einem undatierten Schreiben, welches am 19. 
Dezember 2020 beim KIGA einging, erhob die Versicherte hiergegen erneut Einsprache. An den 
beiden Verfügungen hielt das KIGA in der Folge mit zwei Einspracheentscheiden vom 10. Feb-
ruar 2021 fest. 

B. Gegen diese beiden Einspracheentscheide erhob die Versicherte am 12. März 2021 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin be-
antragte sie sinngemäss, es seien die angefochtenen Entscheide der Vorinstanz aufzuheben und 
es seien die Kosten für die Kurse „Berufsbildnerkurs KV“, „Assistentin Bewirtschaftung Stockwer-
keigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ von der ALV zu übernehmen. 

 

C. Mit Vernehmlassung vom 25. März 2021 beantragte das KIGA die Abweisung der Be-
schwerde. 

 
 
Der Präsident zieht   i n   E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-
liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide einer kantonalen Amtsstelle das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bilden zwei Einspracheentscheide, die das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 
85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 
zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge-
richt als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der 
Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde der Versicherten vom 12. März 2021 gegen die beiden Einspracheentscheide der Vo-
rinstanz ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 

 
 
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Präsidialentscheid. In ihrer Beschwerde beantragt die Versicherte, es seien ihr Kurskosten im 
Betrag von insgesamt Fr. 2’905.-- zu erstatten. Die Angelegenheit ist folglich präsidial zu ent-
scheiden.  
 
2.1 Gemäss Art. 1a Abs. 2 AVIG will das Gesetz drohende Arbeitslosigkeit verhüten, beste-
hende Arbeitslosigkeit bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeits-
markt fördern. Diesem Zweck dienen unter anderem die arbeitsmarktlichen Massnahmen (Art. 59 
bis 75b AVIG). Gemäss Art. 59 Abs. 1 AVIG erbringt die Versicherung finanzielle Leistungen für 
arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die 
von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Zu den arbeitsmarktlichen Massnahmen gehören unter ande-
rem Bildungsmassnahmen nach Art. 60 AVIG (Art. 59 Abs. 1bis AVIG). Als solche gelten individu-
elle oder kollektive Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung (Art. 60 Abs. 1 
AVIG). 
 
2.2 Mit arbeitsmarktlichen Massnahmen soll nach Art. 59 Abs. 2 AVIG die Eingliederung von 
Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarkts erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. 
Eine schwere Vermittelbarkeit liegt vor, wenn es einer versicherten Person nicht mehr möglich 
ist, die eigene Arbeitskraft auf dem aktuellen Arbeitsmarkt zu verwerten, weil die erworbenen 
Fähigkeiten den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen oder die betroffene Person nicht 
rechtzeitig auf den schnellen Wandel in der Berufsbranche zu reagieren vermochte (KURT PÄRLI/ 
JULIA HUG/ANDREAS PETRIK, Arbeit, Krankheit, Invalidität, Arbeits- und sozialversicherungsrecht-
liche Aspekte, Bern 2015, Rz. 836 ff.). Aus Art. 59 Abs. 2 AVIG ergibt sich die Voraussetzung der 
Eingliederungswirksamkeit einer Massnahme. So muss eine Weiterbildung beispielsweise die 
Vermittelbarkeit im Einzelfall verbessern (lit. a), wobei die Förderung der beruflichen Qualifikation 
auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abzustimmen ist (lit. b). Nach der Praxis des EVG bzw. 
Bundesgerichts muss die Teilnahme an einer arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfä-
higkeit der versicherten Person massgeblich verbessern (vgl. KUPFER BUCHER BARBARA, in: 
Stauffer Hans-Ulrich/Cardinaux Basile (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 
5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2019, Art. 59 Grundsätze, S. 341 mit Verweisen auf die entsprechende 
Rechtsprechung). Ein rein theoretischer Nutzen, der im konkreten Fall die Vermittlungsfähigkeit 
kaum verbessert, ist nicht ausreichend, um die Voraussetzungen nach Art. 59 AVIG zu erfüllen. 
Bestehen erhebliche Zweifel, dass die Massnahme in Bezug auf die Vermittlungsfähigkeit der 
versicherten Person den gewünschten Nutzen bringt, kann die Teilnahme verweigert werden 
(AVIG-Praxis AMM Rz. A24). 
 
2.3 Grundvoraussetzung für den Anspruch auf Teilnahme an individuellen arbeitsmarktli-
chen Massnahmen ist die arbeitsmarktliche Indikation. Leistungen sind nur zuzusprechen, wenn 
die (inländische) Arbeitsmarktlage dies unmittelbar gebietet. Die Anspruchsvoraussetzung der 
arbeitsmarktlichen Indikation besteht aus einer objektiven und subjektiven Komponente. Das ob-
jektive Element bezieht sich auf den aktuellen Bedarf des Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften. 
Die subjektive Komponente betrifft die Anpassungsbedürftigkeit der versicherten Person an diese 
Nachfrage. Die Frage, ob die arbeitsmarktliche Indikation im Einzelfall gegeben ist, beurteilt sich 
aufgrund sämtlicher im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebenden Umstände. Insbeson-

 
 
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dere ist mit Hilfe amtlicher und privater Statistiken die Situation auf dem konkreten, für die versi-
cherte Person in Frage kommenden Arbeitsmarkt abzuklären (Urteil des Bundesgerichts vom 16. 
April 2018, 8C_67/2018, E. 4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Zwischen der Notwendigkeit einer 
arbeitsmarktlichen Massnahme und der Schwierigkeit der betroffenen Person eine zumutbare 
Arbeit zu finden, muss demnach ein enger Zusammenhang bestehen, damit ein Leistungsan-
spruch entsteht. Die arbeitsmarktliche Massnahme muss sich aus arbeitsmarktlichen Gründen 
geradezu aufdrängen. Gründe ohne einen solchen arbeitsmarktlichen Bezug führen regelmässig 
zu einer Ablehnung des Anspruchs auf arbeitsmarktliche Massnahmen (PÄRLI/HUG/PETRIK, 
a.a.O., Rz. 836 ff.). Im Einzelfall ist demnach zu prüfen, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den 
Qualifikationen der Versicherten grundsätzlich Stellen bereithält (objektive Komponente), und ob 
die versicherte Person aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stellen benachteiligt 
ist und demnach eine Anpassungsbedürftigkeit der Versicherten an den aktuellen Bedarf des 
Arbeitsmarkts nach Arbeitskräften besteht (subjektive Komponente). 
 
2.4 Wie bei allen sozialversicherungsrechtlichen Sachleistungen unterstehen auch die Kos-
tenvergütungsleistungen der ALV den Kriterien der Einfachheit, Notwendigkeit und Zweckmäs-
sigkeit (Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1 Januar 2008: Bundesge-
richt, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 3. Mai 2004, C 241/03, E. 3). Es besteht deshalb stets 
nur ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen der ALV, die mit Blick auf den Eingliederungs-
zweck angemessen und notwendig sind, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen 
bestmöglichen Vorkehrungen. Die ALV ist aus dem Grundsatz der Zweckgebundenheit der ar-
beitsmarktlichen Massnahmen weder für die berufliche Grundausbildung noch zur Erfüllung von 
Berufswünschen sowie für die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung zuständig 
(BGE 111 V 275 E. 2d). Nach dem bei Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
geltenden und auch hier anwendbaren Grundsatz sind nur die im Einzelfall notwendigen, aber 
dennoch genügenden Massnahmen zu gewähren, und der voraussichtliche Erfolg der Mass-
nahme muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten stehen (BGE 112 V 398, E. 1b; 
Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2009, 8C_600/2008, E. 5.1.). 
 
2.5 Nach Gesetz und Rechtsprechung sind die Grundausbildung und die allgemeine Förde-
rung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosenversicherung. Deren Aufgabe ist 
es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete Eingliederungs- oder Weiterbildungsmassnahmen 
eine bestehende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeitslosigkeit zu verhin-
dern (BGE 111 V 274 E. 2b). Die Grenze zwischen Grundausbildung und allgemeiner beruflicher 
Weiterbildung einerseits, Umschulung und Weiterbildung im arbeitslosenversicherungsrechtli-
chen Sinne andererseits, ist fliessend. Im Einzelfall ist zu würdigen, welche Umstände überwie-
gen. Entscheidende Bedeutung hat dabei die Frage, ob das Berufsspektrum der versicherten 
Person ihre Vermittelbarkeit auf ganz spezielle Tätigkeitsbereiche ("Nischen") einschränkt oder 
nicht. Ein solch berufsspezifisches Risiko der Arbeitslosigkeit stellt ein gewichtiges Indiz dar für 
die Notwendigkeit einer gezielten Umschulung oder Weiterbildung im Rahmen von arbeitsmarkt-
lichen Massnahmen (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Soziale Sicherheit, 
SBVR Bd. XIV, 3. A. 2016 S. 2475 Rz. 688 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Im Weiteren 
muss die soziale Üblichkeit unter Berücksichtigung des Alters, der Motivation und der weiteren 
Lebensumstände der versicherten Person angeschaut werden. Es ist demnach zu prüfen, ob die 

 
 
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fragliche Vorkehr bei den gegebenen Umständen nicht ohnehin Bestandteil der üblichen Berufs-
ausbildung ist, ob die versicherte Person den Kurs auch besuchen würde, wenn sie nicht arbeits-
los wäre (BGE 111 V 275 E. 2d). In zeitlicher Hinsicht ist festzustellen, dass nur Kurse von be-
schränkter Dauer als Massnahmen der Umschulung oder Weiterbildung im arbeitslosenversiche-
rungsrechtlichen Sinne anerkannt werden können. Dabei hat eine Kursdauer von einem Jahr als 
obere Limite zu gelten; Leistungsgesuchen für länger dauernde Kurse kann nur ausnahmsweise 
entsprochen werden. Denn mehrjährige Bildungsgänge – d.h. eigentliche Grundausbildungen – 
sind vom Kreis der durch die Arbeitslosenversicherung zu übernehmenden Massnahmen regel-
mässig ausgeschlossen. Dagegen werden mehrmonatige Kurse als Vorkehren der Umschulung 
oder Weiterbildung im Sinne der Arbeitslosenversicherung anerkannt (Urteil des Bundesgerichts 
vom 28. März 2007, C 227/06, E. 2.1). 
 
3.1 Die Beschwerdeführerin verfügt über eine Ausbildung als Kauffrau EFZ und weitere Er-
fahrungen in den Bereichen der Immobilienvermarktung, des Verkaufs, der Gastronomie, des 
Eventmanagements und der Kosmetikindustrie. Zuletzt war sie als Sachbearbeiterin in den Be-
reichen Administration und Empfang in einem Hotel tätig. Nach dem wirtschaftlich bedingten Ver-
lust ihres Arbeitsplatzes wurde mit Verfügung vom 25. Februar 2020 bzw. mit Ersatzverfügung 
vom 29. Mai 2020 das Kursgesuch vom 24. Januar 2020 zur „Validierung von Bildungsleistungen 
Kauffrau EFZ“ gutgeheissen. Dieser Kurs wurde von der Beschwerdeführerin mit der Prüfung 
vom 27. Juni 2020 abgeschlossen. 
 
3.2 Die Beschwerdeführerin hat die Arbeitslosenkasse in der Folge um Bewilligung und Kos-
tenübernahme für den Besuch der Kurse „Berufsbildnerkurs KV“, „Assistentin Bewirtschaftung 
Stockwerkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ersucht, um nach erfolgreichem Absolvie-
ren der Kurse in dem von ihr angestrebten Bereich der Immobilienbranche Fuss fassen zu kön-
nen. In ihrer Beschwerde gegen die Ablehnung des Gesuchs argumentiert sie sinngemäss, dass 
rund 40 % der Stellen sich im tiefen bis mittleren Teilzeitbereich befinden würden, und dass von 
den zahlreichen ausgeschriebenen Stellen im kaufmännischen Bereich etwa drei Viertel davon 
eine Sonderqualifikation erfordern würden, weshalb eine Weiterbildung bzw. eine Spezialisierung 
in einem der beiden entsprechenden Bereiche beinahe unumgänglich sei.  
 
3.3 Die Beschwerdegegnerin verweist in ihrer Vernehmlassung vom 25. März 2021 auf die 
Einspracheentscheide vom 10. Februar 2021, und stellt sich somit auf den Standpunkt, dass die 
Beschwerdeführerin im Oktober 2020 aufgrund des damals noch fehlenden eidgenössischen Fä-
higkeitszeugnisses stellensuchend bzw. auf dem Stellenmarkt benachteiligt gewesen sei. Der 
Erwerb des kaufmännischen EFZ sei nun aber von der ALV finanziert worden, wodurch die Chan-
cen der Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt erheblich verbessert worden seien. Dies ge-
nüge, um eine Stelle im kaufmännischen Bereich zu erhalten. Die weiteren Kurse seien als Spe-
zialisierungen zu sehen. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringe, dass ihre Vermittelbarkeit 
durch die beantragten Kurse verbessert werde, sei ihr entgegen zu halten, dass im Entscheid-
zeitpunkt gemäss dem Auszug aus dem von den Schweizerischen Arbeitsmarktbehörden betrie-
benen Bundesdatenbank zur Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktstatistik (AVAM) 48 Stellen in 
der von ihr gewählten Region offen gewesen seien, auf welche das Ausbildungs- und Erfahrungs-
profil gepasst hätte. Weiter seien über 60 Stellen für Kauffrauen EFZ ausgeschrieben gewesen. 

 
 
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Im Gegensatz dazu seien im Bereich der Immobilienbewirtschaftung und Liegenschaftsbuchhal-
tung lediglich sieben offene Stellen zu verzeichnen gewesen. Die beantragten Kurse seien daher 
weder notwendig noch geeignet einen effizienten Wiedereinstieg der Beschwerdeführerin in den 
ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die Notwendigkeit der Kurse sei mithin weder objektiv be-
gründet noch begründbar. Dies gelte umso mehr, als feststehe, dass nicht in allen verschiedenen 
kaufmännischen Tätigkeitsbereichen eine Spezialisierung im Immobilienbereich vorausgesetzt 
bzw. überhaupt benötigt werde. Auch gehe nirgends hervor, dass eine Stellenabsage einzig auf 
das Fehlen einer solchen zurückzuführen sei. 
 
3.4 Soweit die Beschwerdeführerin zunächst vorbringt, dass es sich bei etwa 40 % der im 
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung ausgeschriebenen Stellen um Teilzeitstellen gehandelt habe, 
kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal sie selbst lediglich im Umfang eines 
Pensums von 60 % zur Arbeitsvermittlung angemeldet ist. Hinsichtlich des Antrags der Be-
schwerdeführerin, dass die Kosten für den Berufsbildnerkurs von der ALV zu übernehmen seien, 
ist sodann festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bei der Durchsicht der gemeldeten Stel-
lenangebote im kaufmännischen Bereich zu Recht nicht feststellen konnte, dass eine Weiterbil-
dung als Berufsbildner für einen Stellenantritt erforderlich gewesen wäre. So ist aus der vorlie-
genden Aktenlage nicht ersichtlich, dass eine Stellenabsage einzig auf das Fehlen einer solchen 
Weiterbildung zurückzuführen war. Auch die Beschwerdeführerin selbst hat nicht glaubhaft dar-
gelegt, dass der Kursbesuch zu einer Anstellung führen würde, respektive die Absolvierung des 
Kurses eine Voraussetzung für einen konkreten Stellenantritt wäre, zumal sie primär einzig auf 
die Spezialisierung im Immobilienbereich eingeht. Vorliegend ist demnach weder erstellt noch 
ersichtlich, dass der Arbeitsmarkt einen erhöhten Bedarf an Kauffrauen EFZ mit einem Berufs-
bildnerkurs ausweisen würde.  
 
3.5 Bezüglich der Übernahme der Kosten für die Kurse „Assistentin Bewirtschaftung Stock-
werkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ ist zu berücksichtigen, dass anhand der Über-
sicht über die offenen Stellen die genannten Kurse im Gegensatz zur Grundausbildung „Kauffrau 
EFZ“ als Spezialisierung zu qualifizieren sind, welche das Spektrum der offenen Stellen letztlich 
nur geringfügig zu erweitern vermögen. Mit der zusätzlichen Qualifikation wird aufgrund der we-
nigen offenen Stellen im gewünschten Bereich die Vermittelbarkeit der Beschwerdeführerin daher 
nicht erheblich verbessert. Sie bringt zwar vor, dass sie ohne Zusatzqualifikationen auf dem Ar-
beitsmarkt keine guten Chancen habe. Inwieweit dabei die Absolvierung der angestrebten Kurse 
aber eine zwingende Voraussetzung für einen konkreten Stellenantritt gewesen wäre, wird von 
ihr weder vorgebracht, noch ergeben sich hierfür entsprechende Hinweise aus den Akten. Zudem 
ist auch in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich, dass eine Stellenabsage einzig auf das Feh-
len dieser Spezialisierungen zurückzuführen war. Es trifft zwar zu, dass ein Berufsbildnerkurs 
bzw. die Kurse „Assistentin Bewirtschaftung Stockwerkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhal-
tung“, wie praktisch jede berufliche Massnahme, aufgrund der dadurch vermittelten zusätzlichen 
Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Arbeitsmarkt möglicherweise gewisse Vorteile bringen kön-
nen. Damit die Kurskosten jedoch von der Arbeitslosenversicherung übernommen werden kön-
nen, muss eine Kursteilnahme die Vermittelbarkeit der versicherten Person massgeblich und kon-
kret verbessern. Ein rein theoretischer Nutzen alleine ist nicht ausreichend, um die Vorausset-

 
 
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zungen von Art. 59 AVIG zu erfüllen (vgl. hiervor E. 2.2). Im Hinblick auf die Vielzahl an ausge-
schriebenen Stellen einerseits und das nur geringe Angebot an Arbeitsstellen im Sektor der Lie-
genschaftsbuchhaltung sowie der Immobilienverwaltung andererseits war im hier vorliegenden 
Fall eine Teilnahme an den Kursen „Berufsbildnerkurs KV“, „Assistentin Bewirtschaftung Stock-
werkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ aus objektiver Sicht durch den Arbeitsmarkt je-
doch nicht unmittelbar geboten. Die Vermittelbarkeit der Beschwerdeführerin hätte mithin nicht 
erheblich verbessert werden können. Im Zeitpunkt der Einreichung ihrer Gesuche stand der Be-
schwerdeführerin im Hinblick auf ihre Grundausbildung als Kauffrau EFZ sowie den zusätzlichen 
und breiten Erfahrungen in den Bereichen der Immobilienvermarktung, des Verkaufs, der Gast-
ronomie, des Eventmanagements und der Kosmetikindustrie vielmehr bereits eine grosse Anzahl 
an offenen Stellen zur Verfügung, die durchaus auch ihrem Profil entsprochen hätten. In Anbe-
tracht dieser Tatsache hätte eine Spezialisierung in dem von ihr zusätzlich beantragten Bereich 
lediglich zu einer geringfügigen Erweiterung ihres Berufsspektrums und damit letztlich zu einer 
nur unmassgebenden Steigerung ihrer Vermittelbarkeit geführt. Unter diesen Umständen kann 
nicht von einer arbeitsmarktlichen Indikation ausgegangen werden, wie sie aber vorausgesetzt 
wäre, um die beantragten Kurse und deren Kosten zu Lasten der Arbeitslosenversicherung gehen 
zu lassen. Die Beschwerdegegnerin hat die Kostenübernahme der Kurse „Berufsbildnerkurs KV“, 
„Assistentin Bewirtschaftung Stockwerkeigentum“ und „Liegenschaftsbuchhaltung“ im Ergebnis 
deshalb zu Recht abgelehnt hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.  
 
4. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis zum 31. Dezember 2020 geltenden, hier massge-
blichen Fassung, hat der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. 
Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädi-
gung ist nicht zuzusprechen.  
 
 
 
 
 

 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Kosten erhoben.