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**Case Identifier:** 081c7916-f70f-519a-9ca9-2d4a8a41152e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.12.2014 810 2014 262 (810 14 262)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-262_2014-12-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 17. Dezember 2014 (810 14 262) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Steuererlass 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Kantonsrichterin Helena 
Hess, Gerichtsschreiber Marius Wehren 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch B.____, C.___ AG 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

Beigeladene 
 

Einwohnergemeinde D.____ 
 

  
 

Betreff Steuererlass (RRB Nr. 1237 vom 26. August 2014) 
 
 
 
A. Am 20. August 2013 reichte A.____ bei der Steuerverwaltung des Kantons Basel-
Landschaft ein Gesuch um Erlass der direkten Bundessteuer, der Staatssteuer sowie der Ge-
meindesteuer für das Jahr 2011 ein.  
 

 

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B. Mit Entscheid vom 26. November 2013 wies die Finanz- und Kirchendirektion des Kan-
tons Basel-Landschaft (FKD) das Gesuch um Erlass der Staatssteuer 2011 ab. Bezüglich der 
direkten Bundessteuer wurde das Erlassgesuch zuständigkeitshalber an die Eidgenössische 
Erlasskommission für die direkte Bundessteuer (EEK) weitergeleitet. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ nach Auskunft der Veranlagungsbehörde per 30. Okto-
ber 2013 eine Kapitalleistung in der Höhe von Fr. 1'153'585.-- ausbezahlt worden sei. Vor die-
sem Hintergrund liege keine Notlage im Sinne von § 139b des Gesetzes über die Staats- und 
Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 vor. 
 
C. Die von A.____ am 2. Dezember 2013 gegen den Entscheid der FKD erhobene Be-
schwerde wurde mit Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom  
26. August 2014 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.  
 
D. Am 4. September 2014 erhob A.____, vertreten durch B.____, C.____ AG, gegen den 
Entscheid des Regierungsrats Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, mit dem Antrag auf Erlass der Staats- und Gemeindesteuer 2011.  
 
E. In seiner Vernehmlassung vom 14. Oktober 2014 beantragt der Regierungsrat die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
F. Mit Präsidialverfügung vom 24. Oktober 2014 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.  
 
2. Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts sind Beschwerden im Bereich des 
Steuererlasses als Beschwerden in Steuersachen im Sinne von § 45 Abs. 2 VPO zu qualifizie-
ren (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGEVV], 
vom 17. April 2013 [810 12 335] E. 2.2 ff.). Demgemäss können über die Beschwerdegründe 
gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO (Rechtsverletzung sowie unrichtige oder unvollständige 
Sachverhaltsfeststellung) hinaus sämtliche Mängel des angefochtenen Entscheids und des vo-
rangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). 
 

 

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3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Regierungsrat zu Recht im Fall des Be-
schwerdeführers die Voraussetzungen für einen Erlass der Staats- und Gemeindesteuer 2011 
verneinte. 
 
4.1 Gemäss § 139b Abs. 1 StG können steuerpflichtigen Personen, für die infolge einer 
Notlage die Bezahlung der Steuern, Zinsen, Bussen und Gebühren eine grosse Härte bedeuten 
würde, die geschuldeten Beträge ganz oder teilweise erlassen werden. Ein Erlass oder Teiler-
lass der Staatssteuer hat auch die entsprechende Herabsetzung der Gemeindesteuer zur Folge 
(§ 139b Abs. 3 StG). 
 
4.2 Seinem Wesen nach bedeutet das Institut des Steuererlasses – in Bezug auf alle 
Steuerarten – den nachträglichen, endgültigen Verzicht des Gemeinwesens auf einen diesem 
zustehenden steuerrechtlichen Anspruch, mit welchem eine Verringerung des öffentlichen Ver-
mögens einhergeht. Ein Steuererlass erfolgt letztlich jeweils mit Rücksicht auf die Person des 
Steuerschuldners; verhindert werden soll aus humanitären, sozialpolitischen oder volkswirt-
schaftlichen Gründen eine Gefährdung in der wirtschaftlichen Existenz. Daneben kann ein Er-
lass der Steuern auch im Rahmen einer Unternehmenssanierung in Betracht fallen (vgl. ERNST 
BLUMENSTEIN/PETER LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, Zürich 2002, 
S. 346 f.). Der Steuererlass hat infolge der verfassungsrechtlichen Grundsätze der Allgemein-
heit und Gleichmässigkeit der Besteuerung sowie der Besteuerung nach der wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) die Ausnahme zu bleiben, welche nur unter bestimmten 
Voraussetzungen gewährt wird. Eine grosszügigere Erlasspraxis würde diejenigen Steuerpflich-
tigen benachteiligen, die ihre Leistungen trotz spürbarer finanzieller Belastung jeweils anstands-
los erbringen (vgl. MICHAEL BEUSCH, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel 2008, N 6 zu Art. 167 DBG; siehe dazu auch das Urteil 
des ehemaligen Verwaltungsgerichts Basel-Landschaft [VGE] i.S. S.R. vom 15. Februar 1995 
E. 1a). Zu beachten ist dabei, dass bei Nichtvorliegen der Voraussetzungen für einen Steuerer-
lass immer noch grundsätzlich eine Stundung der Steuerschuld oder andere Zahlungserleichte-
rungen in Betracht kommen (§ 139a StG), um Härten beim Schuldner zu mildern. 
 
4.3 Der Entscheid über einen Steuererlass stellt nach Lehre und Rechtsprechung weitge-
hend einen Ermessensentscheid dar (vgl. AUGUST REIMANN/FERDINAND ZUPPINGER/ERWIN 
SCHÄRRER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, Bd. III, Bern 1969, N 9 zu § 123; Baselland-
schaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVGE] 1982, S. 39 und 1983/84, S. 63). Entspre-
chend gewährt § 139b Abs. 1 StG den zuständigen Behörden aufgrund der "Kann"-
Formulierung einen gewissen Entscheidungsspielraum. Dies bedeutet allerdings keine gänzli-
che Entscheidungsfreiheit. Die Behörden haben das ihnen eingeräumte Ermessen vielmehr 
pflichtgemäss auszuüben. Sie haben bei ihrem Entscheid namentlich das Rechtsgleichheitsge-
bot (Art. 8 BV), das Verhältnismässigkeitsprinzip und die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen 
Interessen (Art. 5 Abs. 2 BV) zu befolgen. Zudem ist bei Ermessensentscheiden auch Sinn und 
Zweck der gesetzlichen Ordnung zu beachten (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich 2010, N 441). 
 

 

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4.4 Im Bereich des kantonalen Rechts besteht ein Rechtsanspruch auf Gewährung des 
Steuererlasses nur dann, wenn die kantonalen Steuergesetze genau umschreiben, unter wel-
chen Voraussetzungen der gesuchstellenden Person der Erlass der Steuern zu gewähren ist. 
Fällt die Umschreibung der Erlassvoraussetzungen durch die kantonalen Steuergesetze ledig-
lich offen und unbestimmt aus, so verneint die bundesgerichtliche Rechtsprechung einen An-
spruch auf Steuererlass (vgl. BGE 122 I 373 E. 1; 112 Ia 93 E. 2c). Dementsprechend hat das 
Bundesgericht im Zusammenhang mit § 139b Abs. 1 StG ausgeführt, dass diese Bestimmung 
nur eine sehr allgemein gehaltene Umschreibung enthalte, wann Steuern erlassen werden kön-
nen, und daher keinen justiziablen Rechtsanspruch einräume (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2D_47/2009 vom 27. Juli 2009 E. 3.2). Der basellandschaftliche Gesetzgeber gewährt der Er-
lassbehörde mithin Rechtsfolgeermessen; diese ist bei Vorliegen der gesetzlichen Vorausset-
zungen nicht verpflichtet, sondern lediglich ermächtigt, die Steuern zu erlassen. Diesem Ermes-
sen sind freilich, wie bereits in Ziff. 4.3 vorstehend ausgeführt, Grenzen rechtlicher Natur ge-
setzt. 
 
5.1 Materielle Voraussetzung des Steuererlasses bildet in objektiver Hinsicht zunächst, 
dass die Steuerveranlagung abgeschlossen ist und eine rechtskräftig veranlagte Steuer vorliegt, 
was vorliegend unbestrittenermassen der Fall ist.  
 
5.2.1 In subjektiver Hinsicht wird die Gewährung des Steuererlasses vom Vorliegen einer 
Notlage bzw. einer grossen Härte für die gesuchstellende Person abhängig gemacht (§ 139b 
Abs. 1 StG). Bezüglich der genannten Voraussetzungen kann praxisgemäss die in der Verord-
nung des EFD über die Behandlung von Erlassgesuchen für die direkte Bundessteuer (Steuer-
erlassverordnung) vom 19. Dezember 1994 enthaltene Regelung herangezogen werden. Da-
nach liegt eine Notlage vor, wenn der ganze geschuldete Betrag in einem Missverhältnis zur 
finanziellen Leistungsfähigkeit der steuerpflichtigen Person steht. Bei natürlichen Personen ist 
ein solches Missverhältnis insbesondere dann gegeben, wenn die Steuerschuld trotz Ein-
schränkung der Lebenshaltungskosten auf das Existenzminimum in absehbarer Zeit nicht voll-
umfänglich beglichen werden kann (Art. 9 Abs. 1 Steuererlassverordnung). In jedem Fall ist 
eine Notlage gegeben bei Einkommens- und Vermögenslosigkeit oder wenn die öffentliche 
Hand für die Lebenshaltungskosten der steuerpflichtigen Person und deren Familie aufkommen 
muss (Art. 9 Abs. 2 Steuererlassverordnung). Aus welchem Grund die steuerpflichtige Person in 
eine solche Notlage geraten ist, ist für den Erlassentscheid grundsätzlich unerheblich (vgl. aus-
drücklich Art. 2 Abs. 2 Steuererlassverordnung). Nicht berücksichtigt wird indessen eine selbst-
verschuldete Notlage, wie dies etwa bei einer freiwilligen Entäusserung von Einkommensquel-
len oder Vermögenswerten der Fall ist (siehe Art. 12 Abs. 2 Steuererlassverordnung). Aner-
kannte Ursachen für eine Notlage im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind demnach vor-
wiegend ausserordentliche Umstände wie eine aussergewöhnliche Belastung durch den Unter-
halt der Familie, andauernde Arbeitslosigkeit oder Krankheit sowie Unglücksfälle etc. (vgl. auch 
die beispielhafte Aufzählung anerkannter Ursachen für eine Notlage in Art. 10 Abs. 1 lit. a-d der 
Steuererlassverordnung). 
 
5.2.2 Nach der konstanten kantonalen Praxis liegt eine Notlage vor, wenn die steuerpflichti-
ge Person nicht in der Lage ist, mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen und Vermögen 

 

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ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine unbillige Härte ist zu bejahen, wenn die Bezahlung 
des geschuldeten Betrags für den Schuldner ein Opfer bedeutet hätte, das in einem Missver-
hältnis zu seiner finanziellen Leistungsfähigkeit steht und ihm nicht zugemutet werden kann 
(vgl. zum Ganzen BLVGE 1982, S. 39; VGE vom 15. Februar 1995 [94/237], E. 2; KGE VV [810 
10 306] vom 10. November 2010 E. 4.2.1). 
 
5.2.3 Die Erlassbehörde berücksichtigt bei ihrer Einschätzung der subjektiven Erlassvoraus-
setzungen die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse der steuerpflichtigen Person. Massge-
bend ist dabei in erster Linie die Situation im Zeitpunkt des Entscheids, daneben auch die Ent-
wicklung seit der Veranlagung, auf die sich das Erlassbegehren bezieht, sowie die Aussichten 
für die Zukunft (vgl. für die direkte Bundessteuer Art. 3 Abs. 1 Steuererlassverordnung). Insbe-
sondere prüft die Behörde, ob für die steuerpflichtige Person Einschränkungen in der Lebens-
haltung geboten und zumutbar sind oder gewesen wären. Einschränkungen gelten grundsätz-
lich als zumutbar, wenn die Auslagen die nach den Ansätzen für die Berechnung des betrei-
bungsrechtlichen Existenzminimums (Art. 93 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und 
Konkurs [SchKG] vom 11. April 1889) sich ergebenden Lebenshaltungskosten übersteigen 
(Art. 3 Abs. 2 Steuererlassverordnung; siehe auch VGE i.S. W.G. vom 29. Februar 1984; 
BLVGE 1988, S. 50). Berücksichtigt werden darf auch, ob der gesuchstellenden Person die 
fristgerechte Bezahlung der Steuern im Zeitpunkt der Fälligkeit möglich gewesen wäre (vgl. da-
zu Art. 10 Abs. 3 Steuererlassverordnung). Vorhandenes Vermögen schliesst einen Steuerer-
lass nur aus, wenn und soweit eine Belastung oder Verwertung desselben als zumutbar er-
scheint (vgl. Art. 11 Abs. 1 Steuererlassverordnung). Zusätzlich soll der Steuererlass zu einer 
langfristigen und dauernden Sanierung der wirtschaftlichen Lage der steuerpflichtigen Person 
beitragen. Er hat dabei bestimmungsgemäss der steuerpflichtigen Person selbst und nicht ihren 
Gläubigern zugute zu kommen (so für die direkte Bundessteuer ausdrücklich Art. 1 Abs. 2 
Steuererlassverordnung). Zu beachten ist dabei stets, dass der Steuererlass grundsätzlich ein 
einmaliges Entgegenkommen darstellt, weshalb eine Wiederholung von Erlassverfahren in spä-
teren Steuerperioden vermieden werden soll (KLÖTI-WEBER/SIEGRIST/WEBER, a.a.O., N 10 zu 
§ 230). 
 
6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er sich zwar eine Kapitalabfindung habe 
auszahlen lassen, auf welcher er auch die Steuern in der Höhe von rund Fr. 160'000.-- entrich-
tet habe. Dieses Geld werde jedoch für den laufenden Lebensunterhalt benötigt und komme 
einer jährlichen "Rente" gleich. Gehe man von einer Lebenserwartung von rund 35 Jahren aus, 
so ergebe sich eine jährliche Rente in der Höhe von Fr. 28'400.--. Würden die Steuern für das 
Jahr 2011 und 2012 bezahlt, so würde die Rente unter Fr. 20'000.-- betragen. Eine AHV-Rente 
sei aufgrund seines Alters noch nicht zu erwarten. Aus den genannten Gründen könne er nicht 
als vermögend bezeichnet werden. Dem Argument des Regierungsrats, wonach private Schul-
den zurück bezahlt worden seien, müsse widersprochen werden. Bei der Rückzahlung der frag-
lichen Schulden habe es sich um ein Darlehen der E.____ gehandelt, welches direkt mit seiner 
Abfindung verrechnet worden sei. Auch sei zu berücksichtigen, dass ein Teil des Geldes seiner 
Frau zustehe, von welcher er faktisch getrennt lebe.    
 

 

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6.2 Gemäss den unbestrittenen Erwägungen der Vorinstanz wurde dem Beschwerdeführer 
am 30. Oktober 2013 eine Kapitalabfindung in der Höhe von Fr. 1'153'585.-- ausbezahlt. Dem 
Vermögen des Beschwerdeführers ist zudem eine Liegenschaft in D.____ sowie ein Wertschrif-
tenguthaben im Umfang von Fr. 161'000.-- anzurechnen. Wie der Regierungsrat zutreffend 
festhält, wurde der Beschwerdeführer gemeinsam mit seiner Ehefrau veranlagt und steht dem-
zufolge zur Bezahlung der Staats- und Gemeindesteuern 2011 das gesamte eheliche Einkom-
men und Vermögen zur Verfügung. Angesichts der aufgezeigten Vermögensverhältnisse ist 
eine Notlage bzw. grosse Härte im Sinne von § 139b Abs. 1 StG im vorliegenden Fall offen-
sichtlich zu verneinen. Der Beschwerdeführer bestreitet denn auch gar nicht, dass er in der La-
ge ist, die geschuldeten Steuern aus den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu bezahlen. 
Soweit er ausführt, dass daraus eine Reduktion seines ihm für die Altersvorsorge zur Verfügung 
stehenden Kapitals resultiert, mag dies zutreffen. Eine damit verbundene Notlage bzw. grosse 
Härte, wie sie für die Gewährung des Steuererlasses vorausgesetzt ist, wird vom Beschwerde-
führer indes weder geltend gemacht noch ist eine solche mit Blick auf den Umfang der vorhan-
denen Vermögenswerte auch nur ansatzweise dargetan. Vielmehr übersteigen die vorhande-
nen Mittel auch nach Bezahlung der geschuldeten Steuern den Existenzbedarf des Beschwer-
deführers bei weitem. Die subjektiven Voraussetzungen des Steuererlasses gemäss § 139b 
Abs. 1 StG sind nach dem Gesagten nicht erfüllt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.  
 
7. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterlegenen Beschwerde-
führer aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 2 VPO). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber