# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cdc1750-71e5-5f1b-9e2b-3923aac73e08
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 08.09.2015 460 15 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-15-108_2015-09-08.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

 

 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,  

vom 8. September 2015 (460 15 108) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafrecht  

 

Versuchte schwere Körperverletzung 
 
 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Susanne Afheldt (Ref.), Richter 

Peter Tobler; Gerichtsschreiberin Nicole Schneider 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 

4132 Muttenz,  

Anklagebehörde und Berufungsklägerin 

 

A.____,  

vertreten durch Advokat Niggi Dressler, Hauptstrasse 46, 

4102 Binningen,  

Privatkläger und Berufungskläger 

  

gegen 

 

 B.____,  

vertreten durch Advokat Dr. Dieter M. Troxler,  

Advokatur zum Wasserturm, Wasserturmplatz 2, 4410 Liestal,  

Beschuldigter 

 

Gegenstand versuchte schwere Körperverletzung etc. 

Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen das Urteil 

des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. Dezember 2014 

 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft (Dreierkammer 4) vom 10. Dezember 2014 

wurde der Beschuldigte von der Anklage der versuchten schweren Körperverletzung, eventuali-

ter der einfachen Körperverletzung mit einen gefährlichen Gegenstand und der Gefährdung des 

Lebens sowie der mehrfachen Drohung freigesprochen (Ziffer 1 des Urteilsdispositivs). Das 

wegen Beschimpfung zum Nachteil von C.____ und D.____ gegen den Beschuldigten eingelei-

tete Verfahren wurde mangels gültiger Strafanträge gestützt auf Art. 329 Abs. 4 und Abs. 5 

StPO eingestellt (Ziffer 2 des Urteilsdispositivs). Mit Bezug auf die Anordnungen betreffend das 

Beschlagnahmegut ist auf Ziffer 3 des Urteilsdispositivs zu verweisen. Die Genugtuungsforde-

rung von A.____ wurde in Anwendung von Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO abgewiesen. Schliesslich 

wurden die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von Fr. 3‘779.75 

und der Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.--, dem Staat überwälzt und dem amtlichen Verteidiger 

wurde ein Honorar in Höhe von insgesamt Fr. 9‘991.70 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) 

aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 

B. Gegen dieses Urteil meldeten zum einen die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mit 

Eingabe vom 17. Dezember 2014 und zum anderen der Privatkläger, A.____ , mit Eingabe vom 

19. Dezember 2014 Berufung an.  

 

In ihrer Berufungserklärung vom 21. Mai 2015 stellt die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

folgende Anträge:  

 

„1. Es sei der mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. Dezember 2014 ausge-

sprochene Freispruch wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Ge-

genstand aufzuheben und der Beschuldigte sei wegen versuchter schwerer Körperver-

letzung ev. einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand schuldig zu 

sprechen. Die übrigen Freisprüche werden nicht angefochten.  

 

 2. Der Beschuldigte sei zu einer angemessenen Strafe zu verurteilen.  

 

 3. Die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten seien dem Beschuldigten aufzuerle-

gen.“ 

 

Der Privatkläger stellt mit Eingabe vom 26. Mai 2015 folgende Rechtsbegehren:  

 

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

„1. Der Angeschuldigte sei der versuchten schweren Körperverletzung für schuldig zu spre-

chen.  

 2. Der Angeschuldigte sei im Punkt 3 der Anklage der Drohung mit einer Eisenstange für 

schuldig zu sprechen. 

 

 3. Der Angeschuldigte sei entsprechend, angemessen zu bestrafen. 

 

 4. Der Angeschuldigte sei zu verurteilen, dem Privatkläger 1 und Opfer eine Genugtuung 

im Umfang von Fr. 6‘000.-- zu bezahlen.  

 

 5. Der Angeschuldigte sei zu verurteilen, dem Privatkläger 1 eine Parteientschädigung für 

das erstinstanzliche Verfahren im Umfang von Fr. 4‘784.35 zu bezahlen. 

 

 6. Die o/e Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren seien dem Angeschuldigten aufzuer-

legen. 

 

 7. Dem Privatkläger 1 sei die unentgeltlichen Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als 

Advokaten zu bewilligen.“ 

 

C. Mit Eingabe vom 23. Juni 2015 reichte der Beschuldigte seine Vernehmlassung zu den 

Anträgen der Berufungskläger ein. Die Berufungskläger reichten ihrerseits - die Staatsanwalt-

schaft mit Eingabe vom 3. Juli 2015, der Privatkläger mit Eingabe vom 23. Juli 2015 - die Beru-

fungsbegründungen ein.  

 

Die Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den erwähnten Eingaben werden - soweit 

erforderlich - in den nachfolgenden Erwägungen dargelegt.  

 

D. Anlässlich der heutigen zweitinstanzlichen Hauptverhandlung, zu welcher der Beschul-

digte zusammen mit seinem Vertreter, Rechtsanwalt Dr. Dieter Troxler, Staatsanwältin Catheri-

ne Züllig-Schlatter für die Staatsanwaltschaft sowie der Privatkläger mit seinem Vertreter, Advo-

kat Niggi Dressler, erscheinen, wird der Beschuldigte eingehend zum angeklagten Sachverhalt 

befragt. In ihren Parteivorträgen halten die Berufungskläger an den schriftlichen Begehren fest. 

Der Vertreter des Beschuldigten beantragt die Abweisung der Berufungen und überdies, dass 

seinem Mandanten eine Genugtuung im Betrag von Fr. 5‘000.-- zu Lasten des Staates für die 

zu Unrecht erfolgte Strafuntersuchung ausgerichtet wird.  

 

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Auf die Depositionen des Beschuldigten und die Ausführungen der Parteien wird - soweit not-

wendig - in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

 

Erwägungen 

 

I. Formelles 

1.1 Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 

Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können 

Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie 

Unangemessenheit gerügt werden, wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochte-

nen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Die Berufung ist 

zunächst dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich 

oder mündlich anzumelden. Danach muss beim Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zu-

stellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung eingereicht werden 

(Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO).  

 

1.2 Gemäss Art. 381 Abs. 1 StPO ist die Staatsanwaltschaft dazu legitimiert, zugunsten o-

der zuungunsten der beschuldigten Person ein Rechtsmittel zu ergreifen. 

 

Art. 382 Abs. 1 StPO sieht sodann vor, dass jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse 

an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, zur Berufung legitimiert ist. Die Be-

rechtigung zur Einlegung eines Rechtsmittels ist eine Eintretensvoraussetzung. Die Legitimation 

ist dann gegeben, wenn die Partei ein aktuelles rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-

bung oder Änderung eines Entscheides hat, d.h. wenn sie durch den angefochtenen Entscheid 

beschwert ist. Der Begriff „Partei“ ist - wie sich im Übrigen auch aus Art. 104 Abs. 1 StPO ergibt, 

wonach nebst der beschuldigten Person und der Staatsanwaltschaft auch die Privatklägerschaft 

Partei sein kann - weit zu verstehen. Demzufolge darf auch die Privatklägerschaft, sofern sie 

durch einen Entscheid beschwert ist, ein Rechtsmittel ergreifen. Gemäss Art. 382 Abs. 2 StPO 

kann die Privatklägerschaft einen Entscheid jedoch nicht hinsichtlich der ausgesprochenen 

Sanktion anfechten. Dies bedeutet „e contrario“, dass sie einen Entscheid in allen anderen 

Punkten beanstanden darf, insbesondere wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beur-

teilung ihrer Zivilansprüche auswirkt (MARTIN ZIEGLER/STEFAN KELLER, Basler Kommentar 

StPO, 2014, Art. 382 N 1 ff.). 

 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2.1 In casu wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. Dezember 2014 an-

gefochten. Dieses Urteil stellt ein taugliches Anfechtungsobjekt dar. Die Staatsanwaltschaft hat 

mit ihrer Eingabe vom 17. Dezember 2014 fristgerecht Berufung angemeldet. Das begründete 

Strafgerichtsurteil wurde ihr am 6. Mai 2015 zugestellt. Die Berufungserklärung vom 21. Mai 

2015, die am gleichen Tag bei der Post zum Versand aufgegeben wurde, ist innert der 20-

tägigen Frist und damit ebenfalls rechtzeitig erfolgt. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des 

Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden 

Berufung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO. Auf die 

Berufung der Staatsanwaltschaft kann somit eingetreten werden. 

 

2.2 Der Privatkläger hat seine Berufung am 19. Dezember 2014 beim Strafgericht angemel-

det, womit die 10-tägige Frist seit Eröffnung des Strafgerichtsurteils vom 10. Dezember 2014 

eingehalten ist. Die Berufungserklärung des Privatklägers datiert vom 26. Mai 2015. In Anbe-

tracht der am 6. Mai 2015 erfolgten Zustellung des begründeten Strafgerichtsurteils ist demzu-

folge auch die Berufungserklärung des Privatklägers rechtzeitig erfolgt. Wie sich aus den zuvor 

dargelegten Rechtsbegehren ergibt, verlangt der Privatkläger zum einen, dass der Beschuldigte 

wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Drohung mit einer Eisenstange schuldig er-

klärt sowie zu einer angemessenen Strafe verurteilt wird (Ziffer 1 - 3 der Rechtsbegehren). Zum 

anderen beantragt er die Zusprechung der von ihm geltend gemachten Zivilforderungen (Ziffer 

4 und 5 der Rechtsbegehren). Da der Privatkläger gemäss Art. 382 Abs. 2 StPO einen Ent-

scheid hinsichtlich der Sanktion nicht anfechten kann, muss ihm auch der Antrag auf eine an-

gemessene Bestrafung verwehrt bleiben. Auf Ziffer 3 seiner Rechtsbegehren ist somit nicht ein-

zutreten. Ansonsten kann aber auf seine Berufung eingetreten werden. 

 

 

II. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

1. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 

nur in den angefochtenen Punkten. Es ist daher vorab darzulegen, was im zweitinstanzlichen 

Verfahren noch zur Diskussion steht.  

 

2. Die Vorinstanz musste sich im angefochtenen Urteil mit einem Vorfall auseinanderset-

zen, der sich am 18. August 2012 ereignet hatte und der sich in drei Sequenzen und damit in 

drei Anklagepunkte unterteilen liess. In der ersten Phase ging es um eine Drohung mit einem 

Messer, bei der zweiten Phase stand eine Körperverletzung durch Losfahren mit einem Auto im 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Raum und schliesslich ging es in der dritten Phase erneut um eine Drohung, diesmal mit einer 

Eisenstange.  

 

Die Berufung der Staatsanwaltschaft bezieht sich auf die zweite Phase und richtet sich dort ge-

gen die rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhalts sowie gegen den Freispruch des 

Beschuldigten. Die Staatsanwaltschaft macht geltend, dass der gemäss Anklageschrift geschil-

derte Vorfall rechtlich falsch gewürdigt worden sei. Dieser Fall müsse als versuchte schwere 

Körperverletzung qualifiziert werden und zudem sei nicht von einer Putativnotwehr auszugehen. 

 

Die Berufung des Privatklägers bezieht sich auf die zweite und die dritte Phase des Vorfalls. Er 

beanstandet die Freisprüche vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung und der 

Drohung mit einer Eisenstange. Ausserdem geht es dem Privatkläger auch um seine Zivilforde-

rungen. Er macht nämlich eine Genugtuung und eine Parteientschädigung geltend und bean-

tragt die Beurteilung resp. Gutheissung dieser Zivilansprüche. 

 

 

III. Tatsächliches 

1. Der im erstinstanzlichen Urteil als massgeblich festgestellte Sachverhalt wird weder von 

der Staatsanwaltschaft noch vom Privatkläger explizit beanstandet. In Anbetracht, dass aber die 

rechtliche Würdigung des angeklagten Vorfalls zur Diskussion steht, ist zunächst aufzuzeigen, 

von welchem Sachverhalt das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, ausgeht.  

 

Im Sinne einer Vorbemerkung ist dabei auf Art. 82 Abs. 4 StPO hinzuweisen. Gemäss dieser 

Bestimmung kann das Gericht im Rechtsmittelverfahren für die tatsächliche und rechtliche 

Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen, 

wenn dieser beigepflichtet wird. Hingegen ist auf neue tatsächliche Vorbringen und rechtliche 

Argumente einzugehen, die erst im Rechtsmittelverfahren vorgetragen werden (DANIELA 

BRÜSCHWEILER, Zürcher Kommentar StPO, 2014, Art. 82 N 9). 

 

Es ist hier sodann festzuhalten, dass die Vorinstanz den relevanten Sachverhalt in ihrem Urteil 

sorgfältig dargelegt hat. Die Aussagen der involvierten Personen wurden korrekt wiedergege-

ben und alle weiteren vorhandenen Beweismittel, wie namentlich die Auskünfte des Kantonsspi-

tals Liestal betreffend die Verletzungen des Privatklägers oder die Fotos vom Fahrzeug des 

Beschuldigten, wurden erwähnt und hinreichend gewürdigt. Mit Bezug auf den angeklagten 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sachverhalt und die Aussagen der Parteien kann daher grundsätzlich auf das erstinstanzliche 

Urteil verwiesen werden.  

 

2.1 In der ersten Phase der Auseinandersetzung vom 18. August 2012 ging es um einen 

verbalen Streit zwischen dem Beschuldigten auf der einen Seite und dem Ehepaar C.____ und 

D.____, A.____, dem Vater von C.____, sowie seinem Kollegen, E.____, auf der anderen Seite. 

Ort des Geschehens war der Parkplatz vor der Liegenschaft X.____-Strasse in Y.____, also 

beim Wohnort der Beteiligten. Was genau der Auslöser des Streits gewesen war, vermutlich 

von D.____ abgestellte leere Red-Bull-Dosen, für deren Entfernung sich der Beschuldigte als 

Abwart verantwortlich gefühlt hatte, liess die Vorinstanz offen. Ob allenfalls eine vierte männli-

che Person - der Beschuldigte erwähnte den Bruder von D.____ - beim Streit anwesend war, 

liess die Vorinstanz ebenfalls offen, zumal die Überlegenheit der drei jüngeren Männer gegen-

über dem im Tatzeitpunkt 67-jährigen Beschuldigten ohnehin auch ohne Anwesenheit einer 

vierten männlichen Person als offensichtlich erscheine. Aufgrund der übereinstimmenden An-

gaben der Beteiligten ging die Vorinstanz weiter davon aus, dass der Beschuldigte nach der 

anfänglichen verbalen Auseinandersetzung ein Taschenmesser hervorgenommen und dieses 

geöffnet habe. Gemäss Aussagen des Beschuldigten habe er das Messer zur Verteidigung ge-

gen die drei auf ihn zukommenden Männer hervorgeholt, worauf er zurückgewichen sei. Er ha-

be das Messer nicht gegen die Männer gerichtet, sondern dieses mit offener Klinge neben sei-

nem Hosensack gehalten. Mit dem Messer habe er sich nur schützen wollen und nicht die Ab-

sicht gehabt, damit jemanden anzugreifen. Diese Sachverhaltsdarstellung wurde im Wesentli-

chen von A.____ bestätigt, der zum einen angab, dass der Beschuldigte seinen Arm nach unten 

gehalten und gezittert habe und dass er sich selber zu keinem Zeitpunkt durch den Beschuldig-

ten bedroht gefühlt habe. Auch D.____ bestätigte diese Version insoweit, als er angab, der Be-

schuldigte habe die Position des Messers ständig gewechselt, vermutlich in der Meinung, er 

werde von ihm und A.____ angegriffen.  

 

Die Vorinstanz ging daher zusammenfassend von folgendem Sachverhalt aus: A.____, D.____ 

und E.____ seien im Verlauf einer verbalen Auseinandersetzung auf den Beschuldigten zuge-

gangen, worauf dieser sein Taschenmesser hervorgeholt, dessen Klinge geöffnet und mit dem 

Arm nach unten zitternd in der Hand gehalten habe. Hierauf habe sich D.____ abgewendet, 

während A.____ und E.____ weiter auf den Beschuldigten zugegangen seien. E.____ habe den 

Beschuldigten dann mit Worten soweit beruhigen können, dass er sich nicht mehr angegriffen 

gefühlt habe. In der Folge habe E.____ den Beschuldigten an den Schultern gehalten und ihn in 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dessen Auto gesetzt. C.____ sei während dieses Vorfalls ca. 15 m entfernt gewesen. Festzu-

halten sei ausserdem, dass A.____ gemäss eigenen Aussagen keine Angst vor dem Beschul-

digten oder dessen Messer gehabt habe (Strafgerichtsurteil S. 10 ff.).  

 

Das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, schliesst sich diesen Sachverhaltsfeststellungen voll-

umfänglich an.  

 

2.2 Die zweite Phase fand bei der Coop-Tankstelle (Verzweigungsgebiet M.-Strasse/ N.-

Weg) in Y.____ statt. Die am ersten Vorfall beteiligten Personen hatten sich mit ihren Fahrzeu-

gen dorthin verschoben. Die Vorinstanz ging aufgrund der Aussagen des Beschuldigten davon 

aus, dass er als Erster vom Parkplatz an der X.____-Strasse in Y.____ losgefahren sei. Dies 

werde nicht nur durch die ersten Depositionen von C.____ sowie die Angaben von A.____ und 

von E.____ bestätigt, sondern ergebe sich auch aus der Endstellung der Fahrzeuge vor der 

Coop-Tankstelle. Zuvorderst sei nämlich gemäss übereinstimmender Aussagen der Beteiligten 

das Fahrzeug mit A.____ und E.____, dann, leicht versetzt, das Fahrzeug des Beschuldigten 

und zuhinterst das Fahrzeug mit D.____, C.____ und deren Kinder gestanden. In dubio pro reo 

sei ausserdem davon auszugehen, dass der Beschuldigte vom Fahrzeug, in dem E.____ und 

A.____ sassen, ausgebremst und bei der Coop-Tankstelle zum Halten gezwungen worden sei. 

In der Folge sei dann auch D.____ mit seinem Auto bei der Coop-Tankstelle eingetroffen und 

habe dieses unmittelbar hinter dem Fahrzeug des Beschuldigten angehalten. Gemäss überein-

stimmender Aussagen der Beteiligten seien A.____ und E.____ aus dem Auto ausgestiegen. 

D.____, der sein Fahrzeug - wie erwähnt - hinter demjenigen des Beschuldigten parkiert hatte, 

habe sich gemäss Aussagen des Beschuldigten ebenfalls seinem Fahrzeug genähert. Ob auch 

der Bruder von D.____ mit einem Hammer ins Geschehen eingegriffen habe, liess die Vo-

rinstanz offen. Völlig abwegig erscheine diese Aussage aufgrund der sehr widersprüchlichen 

Sachverhaltsschilderungen der Familie D.____, insbesondere auch betreffend den Beginn der 

Auseinandersetzung, nicht, zumal der Beschuldigte behaupte, der Bruder von D.____ habe 

keine Aufenthaltsberechtigung, was zumindest eine Erklärung für das Abstreiten seiner Anwe-

senheit durch die Beteiligten wäre. Nicht auszuschliessen sei zudem, dass A.____, wie vom 

Beschuldigten behauptet, mit dem Fuss an dessen Auto getreten habe. Auf der anderen Seite 

erscheine die Schilderung von A.____, sie hätten den Beschuldigten vor dem Losfahren auffor-

dern wollen, auf die Polizei zu warten, nicht nachvollziehbar, habe doch hierzu kein nachvoll-

ziehbarer Anlass bestanden, zumal man die Polizei ja vom Wohnort aus hätte informieren kön-

nen. Aufgrund der Aussagen der Beteiligten sei A.____ sodann vor dem Auto des Beschuldig-

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten durchgegangen resp. vor dessen Auto gestanden. Er habe damit - gemäss seinen eigenen 

Angaben - die Wegfahrt des Beschuldigten verhindern wollen. Dazu habe er sich mit beiden 

Händen auf der Motorhaube abgestützt, doch dann sei der Beschuldigte plötzlich angefahren. 

A.____ habe sich von der Kühlhaube gestossen und sei neben das Fahrzeug gesprungen. In 

diesem Zusammenhang erachtete die Vorinstanz die Schilderung in der Anklageschrift, wonach 

A.____ vom Personenwagen des Beschuldigten am Knie touchiert worden sei, als nicht erwie-

sen. Aufgrund der Aussagen und des Verletzungsbildes bzw. der Ausführungen im Arztbericht 

könne jedoch festgestellt werden, dass A.____ infolge der Vorwärtsbewegung des Personen-

wagens des Beschuldigten zu Boden gestürzt und sich den Fuss gebrochen habe. In Anbe-

tracht der widersprüchlichen Aussagen lasse sich im Übrigen nicht verifizieren, wie sich das 

Losfahren (Geschwindigkeit), das Abstützen von A.____ auf der Motorhaube, der Sturz und die 

Fussverletzung von A.____ im Detail abgespielt haben. Die Vorinstanz liess diese Punkte daher 

offen (Strafgerichtsurteil S. 15 ff.). 

 

Das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, erachtet auch diese Sachverhaltsfeststellungen 

grundsätzlich als zutreffend. Hinsichtlich der erstinstanzlich offengelassenen Anfahrtsgeschwin-

digkeit vertritt das Gericht hingegen folgende Auffassung: Nach dem Grundsatz „in dubio pro 

reo“ und aufgrund der ärztlich diagnostizierten Verletzungen (eine Aussenknöchelfraktur am 

rechten Fuss, die operativ saniert wurde, sowie eine Stauchung des linken Handgelenks, die 

ohne Eingriff durch Ruhigstellung behandelt werden konnte; vgl. dazu Strafgerichtsurteil S. 18), 

ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte langsam angefahren ist. Der erstinstanzliche 

Sachverhalt ist somit in diesem Sinne zu ergänzen.  

 

2.3 Zur dritten Phase ist zunächst Folgendes festzuhalten: Der Beschuldigte fuhr, nachdem 

A.____ von der Motorhaube gefallen war, weiter, wobei er wieder nach Hause, also zur X.____-

Strasse in Y.____ fahren wollte. A.____ und die anderen Beteiligten stiegen ebenfalls in ihr Au-

to und fuhren ihm nach. Die Vorinstanz liess offen, welchen Weg der Beschuldigte von der 

Coop-Tankstelle zu seiner Wohnung gefahren war. Sie wies indessen darauf hin, dass seine 

Aussagen, wonach D.____ versucht habe, ihn mit seinem Auto zum Anhalten zu zwingen, 

durch die Aussagen von C.____ bestätigt würden. Die Vorinstanz erachtete es daher als er-

stellt, dass der Beschuldigte bei der Fahrt zu seiner Wohnung zumindest von einem Fahrzeug, 

gelenkt durch D.____, verfolgt worden sei und man ihn zum Anhalten habe zwingen wollen. Bei 

seinem Wohnort angelangt, habe der Beschuldigte - gemäss Ausführungen im erstinstanzlichen 

Urteil - sodann eine Eisenstange aus dem Gebüsch geholt und diese zu seiner Verteidigung in 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den Händen gehalten. Zwischen dem Beschuldigten auf der einen Seite und D.____, C.____ 

und A.____ auf der anderen Seite habe sich in der Folge ein Wortgefecht entwickelt, wobei die 

Parteien ausserhalb ihrer Autos ca. 15 - 20 m entfernt voneinander gestanden seien. Der Be-

schuldigte habe die Eisenstange zitternd bei hängendem Arm in seiner rechten Hand gehalten 

und diese dem hinzugekommenen Nachbarn, F.____, auf dessen Aufforderung hin ohne Weite-

res übergeben. F.____ hatte - wie die Vorinstanz ebenfalls erwähnte - als Zeuge zu Protokoll 

gegeben, der alte Mann habe gezittert und einen verzweifelten Eindruck auf ihn gemacht. Er 

habe wenig Aggression von ihm verspürt und auch keinen Widerstand geleistet (vgl. Strafge-

richtsurteil S. 27 ff.).  

 

Das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, stellt auch mit Bezug auf diese Phase auf die erstin-

stanzlichen Sachverhaltsdarstellungen ab. 

 

 

IV. Rechtliches 

In rechtlicher Hinsicht kam die Vorinstanz zu folgenden Schlüssen:  

 

1.1 Sie verneinte den in der ersten Phase zur Diskussion stehenden Tatbestand der mehr-

fachen Drohung zum Nachteil von C.____ und D.____ sowie A.____, weil keine objektive Be-

drohungssituation vorgelegen habe bzw. weil sich die Betroffenen durch den Beschuldigten 

auch gar nicht bedroht gefühlt hätten (Strafgerichtsurteil S. 15). Diese Würdigung wird nicht 

angefochten.  

 

1.2 Mit Bezug auf den zweiten Anklagepunkt wies die Vorinstanz darauf hin, dass der Be-

schuldigte A.____ durch das Losfahren mit seinem Personenwagen verletzt bzw. durch dieses 

Manöver zu Fall gebracht und dieser sich dabei den Fuss gebrochen habe. Damit habe er den 

Tatbestand der einfachen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand objektiv und 

subjektiv erfüllt (vgl. Strafgerichtsurteil S. 24). Die Vorinstanz verneinte hingegen den Tatbe-

stand der versuchten schweren Körperverletzung (vgl. Strafgerichtsurteil S. 21 ff.). Sie ging 

überdies davon aus, dass der Beschuldigte sich von A.____ und den übrigen Beteiligten be-

droht gefühlt habe. Dass damals eine wirkliche Notwehrlage vorgelegen habe, sei zwar nicht 

objektivierbar. Der Beschuldigte habe jedoch mehrfach angegeben, dass er sich in diesem 

Moment zu Tode gefürchtet habe. Dies sei nachvollziehbar. In dubio pro reo ging die Vorinstanz 

daher davon aus, dass der Beschuldigte im Moment, als sich A.____ seinem Fahrzeug bzw. 

dessen Fahrertüre genähert habe, irrtümlich von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sein Leben durch die ihm weit überlegenen A.____, E.____ und D.____ ausgegangen sei. Er 

habe sich somit aus seiner Sicht in einer Notwehrsituation befunden, aus welcher er keinen 

anderen Ausweg gesehen habe, als loszufahren und hierbei eine Körperverletzung von A.____ 

in Kauf zu nehmen. Es liege daher ein Fall von Putativnotwehr im Sinne von Art. 15 StGB i.V.m. 

Art. 13 StGB vor, weshalb der Beschuldigte vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung mit 

einem gefährlichen Gegenstand freizusprechen sei (vgl. Strafgerichtsurteil S. 24 ff.). 

 

1.3 Zur dritten Phase resp. zum dritten Anklagepunkt hielt die Vorinstanz schliesslich fest, 

dass der Beschuldigte die Eisenstange - wie bereits das Taschenmesser anlässlich der ersten 

verbalen Auseinandersetzung - lediglich zur Abwehr in die Hand genommen und auch in einer 

Abwehrhandlung in der Hand gehalten habe. Zudem sei er in einiger Entfernung, nämlich  

15 - 20 m von D.____, C.____ und A.____ gestanden. Letztere hätten zweifellos eine zahlen-

mässige und körperliche Übermacht gegenüber dem 67-jährigen Beschuldigten dargestellt.  

Eine objektive Bedrohungssituation seitens des Beschuldigten sei nicht gegeben gewesen, zu-

mal sich A.____ gemäss eigenen Aussagen auch gar nie durch den Beschuldigten, der doch 

ein alter Mann sei, bedroht gefühlt habe. Dass sich D.____ und C.____ durch das Verhalten 

des 67-jährigen Beschuldigten in Angst und Schrecken versetzt fühlten, sei ebenfalls nicht er-

stellt, insbesondere aufgrund ihrer Distanz zum Geschehen. Der Tatbestand der mehrfachen 

Drohung zum Nachteil von C.____ und D.____ sowie A.____ sei deshalb nicht erfüllt (vgl. 

Strafgerichtsurteil S. 31). 

 

2.1 Die Berufungen der Staatsanwaltschaft sowie des Privatklägers richten sich zunächst 

gegen den Freispruch des Beschuldigten vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverlet-

zung im zweiten Anklagepunkt. Die beiden Berufungskläger machen diesbezüglich geltend, der 

Beschuldigte habe eventualvorsätzlich eine schwere Körperverletzung in Kauf genommen. 

 

Der Privatkläger verlangt mit seiner Berufung überdies, dass der Beschuldigte auch im dritten 

Anklagepunkt wegen Drohung mit einer Eisenstange schuldig erklärt und verurteilt wird.  

 

2.2 Gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB handelt ein Täter vorsätzlich, wenn er ein Verbrechen oder 

ein Vergehen mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt ein Täter aber auch dann, 

wenn er die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt. Beim Eventualvorsatz, 

der auch dolus eventualis genannt wird, sieht der Täter die Verwirklichung eines Tatbestandes 

zwar nicht mit Gewissheit voraus, hält ihn aber doch ernsthaft für möglich und nimmt die Erfül-

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lung des Tatbestandes für den Fall, dass sie eintreten sollte, in Kauf, findet sich also mit dem 

allfälligen Erfolg ab, mag er ihm auch unerwünscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; vgl. auch 

STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD, Praxiskommentar StGB, 2013, Art. 12 N 13, sowie 

MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN MAEDER, Basler Kommentar StGB I, 2013, Art. 12 N 52, 

beide mit zahlreichen weiteren Hinweisen auf die Praxis). Für eine Bejahung des Eventualvor-

satzes wird also - wie bei der bewussten Fahrlässigkeit - auf der Wissensseite verlangt, dass 

dem Täter die Möglichkeit resp. das Risiko der Tatbestandsverwirklichung bewusst ist. Der Un-

terschied zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit liegt im Willensmoment. Der 

bewusst fahrlässig handelnde Täter vertraut aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit darauf, dass 

der von ihm als möglich vorausgesehene Erfolg nicht eintritt. Demgegenüber nimmt der eventu-

alvorsätzlich handelnde Täter den Eintritt des als möglich erkannten Erfolgs ernst, rechnet mit 

ihm und findet sich damit ab. Nicht erforderlich ist, dass er den Erfolg billigt (MARCEL 

ALEXANDER NIGGLI/STEFAN MAEDER, a.a.O., Art. 12 N 58; STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-

RICHARD, a.a.O., Art. 12 N 14; vgl. auch BGE 133 IV 9 E. 4.1 und BGer 6B_655/2012 vom  

15. Februar 2013 E. 3.4.2). Eine eventualvorsätzliche Tatbegehung kann also auch dann ange-

nommen werden, wenn der Täter mit der als möglich erkannten Herbeiführung des Erfolgs in-

nerlich nicht einverstanden war (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/STEFAN MAEDER, a.a.O., Art. 12  

N 55 f.).  

 

Für den Nachweis des Eventualvorsatzes darf das Gericht grundsätzlich vom Wissen des Tä-

ters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem die Verwirklichung der Gefahr als so wahr-

scheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur 

als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3). Dieser Rück-

schluss vom Wissen auf den Willen darf aber nicht unbesehen erfolgen. Ob der Täter die Tat-

bestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, muss das Gericht - bei Fehlen eines Geständ-

nisses - aufgrund der Umstände entscheiden. Es kann sich dabei nur auf äusserlich feststellba-

re Indizien und auf Erfahrungswerte stützen, die Rückschlüsse auf die innere Einstellung des 

Täters erlauben. Zu diesen äusseren Umständen, aus denen der Schluss gezogen werden 

kann, der Täter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen, zählen namentlich die 

Grösse des dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der 

Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe des Täters und die Art der Tathandlung. Von Be-

deutung kann ebenfalls sein, ob der Täter das ihm bekannte Risiko kalkulieren und dosieren 

kann und ob das Opfer eine Abwehrchance hat (BGer 6B_655/2012 vom 15. Februar 2013 E. 

3.4.3 ff.; vgl. auch BGE 133 IV 9 E. 4.1; 135 IV 12 E. 2.3.2 sowie MARCEL ALEXANDER NIGGLI/ 

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

STEFAN MAEDER, a.a.O., Art. 12 N 53 f.). Je grösser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestands-

verwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutsverletzung wiegt, desto näher liegt die 

Schlussfolgerung, der Täter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGer 

6B_754/2012 vom 18. Juli 2013 E. 3.2.4). 

 

3.1 Im vorliegenden Fall steht aufgrund der eigenen Depositionen von A.____ fest, dass er 

von sich aus vor das Auto des Beschuldigten stand, um dessen Wegfahrt zu verhindern, und 

dass er sich dabei mit beiden Händen auf der Motorhaube des Fahrzeuges  

abstützte. Gemäss Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, ist nicht erwiesen, dass A.____ vom 

Auto des Beschuldigten touchiert wurde, dass also sein Sturz auf den Boden resp. seine Verlet-

zung auf eine Kollision mit dem anfahrenden Fahrzeug zurückgeführt werden muss. Erwiesen 

ist - wie bereits die Vorinstanz festhielt - lediglich, dass A.____ infolge der Vorwärtsbewegung 

des Personenwagens des Beschuldigten zu Boden gefallen ist und sich dabei den Fuss gebro-

chen hat. Das Kantonsgericht geht sodann - wie zuvor dargelegt - davon aus, dass der Be-

schuldigte sein Fahrzeug langsam in Bewegung setzte. Bei dieser Sachlage ist das Risiko der 

angeklagten Tatbestandsverwirklichung, mithin das Risiko einer schweren Körperverletzung 

aber als gering einzustufen. Diese Einschätzung wird im Übrigen auch dadurch gestützt, dass 

die von A.____ tatsächlich erlittene Verletzung, nämlich eine Aussenknöchelfraktur am rechten 

Fuss sowie eine Stauchung des linken Handgelenks (vgl. dazu oben unter Ziffer III. 2.2), nicht 

als schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB zu qualifizieren ist. Es ist ausserdem 

davon auszugehen, dass der Beschuldigte durch das langsame Anfahren das Risiko einer 

schweren Verletzung seines Widersachers kalkulieren und dosieren konnte und dass A.____ 

dadurch auch eine gute „Abwehrchance“ hatte. Wie eben dargelegt, wurde er nämlich durch 

das Fahrzeug des Beschuldigten nicht touchiert, dies obwohl er davorstand und sich sogar mit 

seinen Händen auf der Motorhaube des Fahrzeuges abstützte. Er konnte also offensichtlich 

rechtzeitig zur Seite springen. In Anbetracht all dieser Umstände kann nicht von einer versuch-

ten, eventualvorsätzlich begangenen schweren Körperverletzung ausgegangen werden. Wie 

bereits die Vorinstanz angenommen hat, liegt somit lediglich eine vollendete einfache Körper-

verletzung mit einem gefährlichen Gegenstand vor.  

 

3.2 Das Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, geht sodann weiter und wiederum mit der  

Vorinstanz davon aus, dass der Beschuldigte sich von A.____ und den übrigen Beteiligten kon-

kret bedroht gefühlt hat. Aufgrund der Sachverhaltsfeststellungen steht nämlich fest, dass der 

Beschuldigte nach der Anfangsphase der Auseinandersetzungen auf dem Parkplatz an der 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

X.____-Strasse in Y.____ als erster davongefahren ist und damit als erster die Initiative ergrif-

fen hat, um den Streitigkeiten ganz konkret und tatkräftig ein Ende zu setzen. Warum sowohl 

A.____ und sein Kollege E.____ als auch C.____ und D.____ inklusive ihrer Kinder mit je einem 

Auto dem Beschuldigten nachgefahren sind und alle danach an der Coop-Tankstelle in Y.____ 

angehalten haben, konnte zwar nicht restlos geklärt werden und muss daher offen bleiben. In 

tatsächlicher Hinsicht steht indessen weiter fest, dass der Beschuldigte während der Fahrt vom 

Wagen, in dem A.____ und E.____ sassen, überholt und dann bei der Coop-Tankstelle ausge-

bremst wurde, dass D.____ sein Auto unmittelbar hinter dem Fahrzeug des Beschuldigten ab-

stellte, womit ein Ausweichen nach hinten gänzlich verunmöglicht wurde, und dass schliesslich 

zunächst A.____ sowie E.____ und danach auch D.____ aus ihren Autos ausstiegen und sich 

dem Fahrzeug des Beschuldigten näherten. Obwohl keine wirkliche und objektivierbare Not-

wehrlage vorlag, erscheint es angesichts der dargelegten Umstände vollkommen nachvollzieh-

bar, dass der Beschuldigte Angst hatte und von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff sei-

tens der ihm weit überlegenen A.____, E.____ und D.____ ausging. Das Gericht schliesst sich 

daher der erstinstanzlichen Würdigung vollumfänglich an, wobei auch hinsichtlich der Ausfüh-

rungen zu den Rechtfertigungsgründen, namentlich den Voraussetzungen für die Bejahung von 

Art. 15 StGB ebenfalls auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird (vgl. Strafgerichtsur-

teil S. 24 f.): Der Beschuldigte befand sich aus seiner Sicht in einer Notwehrsituation, aus wel-

cher er keinen anderen Ausweg sah, als loszufahren und hierbei eine einfache Körperverlet-

zung von A.____ in Kauf zu nehmen. Da nun aber weder A.____ noch seine Begleiter den Be-

schuldigten tatsächlich angreifen wollten, dieser also irrtümlich von einem rechtswidrigen Angriff 

ausging, liegt ein Fall von Putativnotwehr im Sinne von Art. 15 StGB i.V.m. Art. 13 StGB vor.  

 

Zu prüfen bleibt schliesslich im Zusammenhang mit der Notwehr, ob die vom Beschuldigten 

gewählte Abwehr des vermeintlichen Angriffs angemessen war. Dies ist zu bejahen. Im vorlie-

genden Fall hatte sich der Beschuldigte bereits in der ersten Phase der Auseinandersetzung 

bedroht gefühlt. Obwohl er sich dem Streit dann entziehen wollte, wurde er verfolgt und dann 

bei der Coop-Tankstelle ausgebremst. Darüber hinaus stellte D.____ sein Auto unmittelbar hin-

ter dem Fahrzeug des Beschuldigten ab, so dass dieser nicht mehr nach hinten ausweichen 

konnte. Als dann A.____ vor sein Auto stand und sich auch noch E.____ und D.____ seinem 

Fahrzeug näherten, ging der Beschuldigte - wie eben dargelegt - von einem bevorstehenden 

Angriff aus. Dass er unter diesen Umständen in Panik geriet und nur noch eine Flucht nach 

vorne in Betracht zog resp. sich dem Angriff durch eine Wegfahrt entziehen wollte, ist verständ-

lich und stellt daher eine angemessene Reaktion dar. Da er überdies seinen Wagen langsam in 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Bewegung setzte, ist die vom Beschuldigten gewählte Abwehr als verhältnismässig zu bezeich-

nen, der Grundsatz der Proportionalität also gewahrt und ein Notwehrexzess zu verneinen. Der 

Beschuldigte wurde demnach in erster Instanz zu Recht vom Vorwurf der einfachen Körperver-

letzung mit einem gefährlichen Gegenstand freigesprochen. Die Berufungen der Staatsanwalt-

schaft und des Privatklägers hinsichtlich des zweiten Anklagepunktes sind somit abzuweisen.  

 

3.3 Mit Bezug auf die dritte Phase des Vorfalls steht in tatsächlicher Hinsicht zunächst fest, 

dass A.____ und die anderen Beteiligten dem Beschuldigten, der nach dem Zwischenfall bei 

der Coop-Tankstelle an seinen Wohnort zurückkehren wollte, wiederum nachfuhren und ihn 

erneut zum Anhalten zwingen wollten, der Beschuldigte also ein weiteres Mal verfolgt und be-

drängt wurde und dass A.____ und seine Leute sowohl zahlenmässig als auch körperlich zwei-

fellos eine Übermacht gegenüber dem 67-jährigen Beschuldigten darstellten. Gestützt auf die 

glaubhaften Aussagen von F.____ steht sachverhaltsmässig überdies fest, dass der Beschul-

digte die Eisenstange zitternd bei hängendem Arm in seiner rechten Hand hielt, dass er einen 

verzweifelten Eindruck auf ihn machte und er die Stange ohne weiteres übergab, als F.____ 

darum bat. Zu guter Letzt fühlte sich A.____ gemäss eigenen Aussagen auch gar nie durch den 

Beschuldigten, der doch ein alter Mann sei, bedroht. In Anbetracht dieser Umstände geht das 

Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, - wie bereits die Vorinstanz - davon aus, dass keine objek-

tive Bedrohung vom Beschuldigten ausging. Die Berufung des Privatklägers ist somit abzuwei-

sen und der Freispruch vom dritten Anklagepunkt zu bestätigen. Eine Beurteilung resp. Gut-

heissung der Zivilansprüche des Privatklägers steht bei diesem Verfahrensausgang ausser 

Frage.  

 

V. Kosten 

1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Im vorliegenden Fall sind die Staats-

anwaltschaft sowie der Privatkläger mit ihren Berufungen gänzlich unterlegen. Diesem Ausgang 

des Verfahrens entsprechend und in Anbetracht, dass die geltend gemachten Zivilforderungen 

des Privatklägers aufgrund des Freispruchs nicht geprüft werden mussten, erscheint es ange-

bracht, die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 

9‘000.-- und Auslagen von Fr. 1‘200.--, total Fr. 10‘200.--, den beiden Berufungsklägern je zur 

Hälfte aufzuerlegen (YVONA GRIESSER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 428 N 5).  

 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Dem Privatkläger wurde mit Verfügung vom 17. August 2015 die unentgeltliche Rechtspflege 

für das Berufungsverfahren bewilligt. Gemäss Art. 136 Abs. 2 lit. b und c StPO bedeutet dies, 

dass er von der Zahlung der Verfahrenskosten sowie der Kosten für seinen Rechtsbeistand 

befreit wird. Der ihm auferlegte Anteil der Verfahrenskosten geht daher zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege zu Lasten des Staates.  

 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem Privatkläger ausserdem für das 

Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2‘800.-- zuzüglich Auslagen im Betrag 

von Fr. 125.50 und Mehrwertsteuer von 8% resp. Fr. 234.05, total Fr. 3‘159.55, zu Lasten des 

Staates auszubezahlen. In analoger Anwendung von Art. 135 Abs. 4 StPO ist der unterlegene 

Privatkläger indessen verpflichtet, bei ausreichender Verbesserung seiner wirtschaftlichen Situ-

ation die übernommenen Parteikosten zurückzuzahlen (GORAN MAZZUCCHELLI/ MARIO POSTIZZI, 

Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., 2014, Art. 138 N 4).  

 

2. Dem Beschuldigten ist sodann zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das 

Berufungsverfahren ein Honorar von Fr. 3‘100.-- zuzüglich Auslagen im Betrag von Fr. 22.-- und 

Mehrwertsteuer von 8% resp. Fr. 249.75, total also Fr. 3‘371.75, zu Lasten des Staates auszu-

bezahlen. Von einer Rückzahlungsverpflichtung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO kann hier abge-

sehen werden, zumal der Beschuldigte im Berufungsverfahren obsiegt hat und demzufolge 

nicht zur Zahlung von Verfahrenskosten verpflichtet wurde.  

 

Der Beschuldigte beantragt schliesslich, dass ihm zu Lasten des Staates eine Genugtuung im 

Betrag von Fr. 5‘000.-- für die zu Unrecht erfolgte Strafuntersuchung ausgerichtet wird.  

 

Gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO hat die beschuldigte Person, die freigesprochen wird, An-

spruch auf eine Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhält-

nisse, insbesondere bei Freiheitsentzug. Der Beschuldigte legt nicht dar, inwiefern er durch das 

vorliegende Strafverfahren in seinen persönlichen Verhältnissen besonders schwer verletzt 

wurde und eine vorgängige Inhaftierung steht ebenfalls nicht zur Diskussion. Die Vorausset-

zungen für eine Genugtuung sind daher nicht gegeben, weshalb der Antrag des Beschuldigten 

abzuweisen ist. 

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. Dezember 

2014, das auszugsweise wie folgt lautet:  

 

 „1. B.____ wird von der Anklage der versuchten schweren Kör-

perverletzung, eventualiter einfachen Körperverletzung mit ei-

nen gefährlichen Gegenstand und Gefährdung des Lebens 

(Art. 15 StGB in Verbindung mit Art. 13 StGB), und der mehr-

fachen Drohung freigesprochen. 

 

 2. Das Verfahren gegen B.____ wegen Beschimpfung zum 

Nachteil von C.____ und D.____ wird mangels gültiger Straf-

anträge gestützt auf Art. 329 Abs. 4 und Abs. 5 StPO einge-

stellt. 

 

 3.a) Das beschlagnahmte Taschenmesser (G 23383) und die be-

schlagnahmte Eisenstange (G 23384) werden nach Rechts-

kraft unter Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf Art. 

267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO B.____ zurückgegeben. 

 

 B.____ wird unter Androhung der Vernichtung im Unterlas-

sungsfalle eine Frist von 3 Monaten ab Rechtskraft des vorlie-

genden Urteils angesetzt, um die Gegenstände nach telefoni-

scher Vorankündigung beim Strafgericht abzuholen. 

 

    b) Die beschlagnahmten Kleider und Schuhe (Trainerhose grau, 

Träger-Shirt weiss, 1 Paar Hausschuhe) werden nach Rechts-

kraft unter Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf Art. 

267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO A.____ zurückgegeben.  

 

 A.____ wird unter Androhung der Vernichtung im Unterlas-

sungsfalle eine Frist von 3 Monaten ab Rechtskraft des vorlie-

genden Urteils angesetzt, um die Gegenstände nach telefoni-

scher Vorankündigung beim Strafgericht abzuholen. 

 

  

 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 4. Die Genugtuungsforderung von A.____ wird in Anwendung 

von Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO abgewiesen. 

 

 5. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorver-

fahrens von Fr. 3‘779.75 und der Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.--, 

gehen zulasten des Staates. 

 

 Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil 

verlangt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Ge-

bühr auf Fr. 2‘000.-- ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT). 

 

 6. Das Honorar des amtlichen Verteidigers in Höhe von insge-

samt Fr. 9‘991.70 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) 

wird aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 

 7. ….“ 

 

wird in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft sowie in 

Abweisung der Berufung des Privatklägers vollumfänglich bestätigt.  

 

Der Antrag des Beschuldigten auf Ausrichtung einer Genugtuung 

von Fr. 5‘000.-- zu Lasten des Staates (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO) 

wird abgewiesen. 

 

 II. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 9‘000.-- und Auslagen von Fr. 1‘200.--, total 

Fr. 10‘200.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten des Privatklägers und zu 

Lasten des Staates.  

 

Der auf den Privatkläger entfallende Anteil der Verfahrenskosten 

geht zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zu Lasten 

des Staates. 

 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird dem 

Privatkläger für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung 

von Fr. 2‘800.-- zuzüglich Auslagen im Betrag von Fr. 125.50 und 

 

 
 
Seite 19   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Mehrwertsteuer von 8% resp. Fr. 234.05, total Fr. 3‘159.55, zu Las-

ten des Staates ausbezahlt. 

 

 

Der Privatkläger ist, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 

erlauben, verpflichtet, dem Staat die Kosten der unentgeltlichen 

Rechtspflege zurückzuzahlen (Art. 138 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 135 

Abs. 4 StPO). 

 

Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung wird dem Vertreter 

des Beschuldigten für das Berufungsverfahren ein Honorar von  

Fr. 3‘100.-- zuzüglich Auslagen im Betrag von Fr. 22.-- und Mehr-

wertsteuer von 8% resp. Fr. 249.75, total also Fr. 3‘371.75, zu Las-

ten des Staates ausbezahlt.  

 

 III. Mitteilung des begründeten Urteils an:  

- die Parteien 

- das Strafgericht Basel-Landschaft 

- die SUVA Basel, St. Jakobs-Strasse 24, 4052 Basel 
 

Mitteilung des begründeten Urteils nach Rechtskraft an:  

- das Amt für Migration BL, Parkstrasse 3, 4402 Frenkendorf 
 

Mitteilung des Urteilsdispositivs an: 

- die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Koordinationsstelle 

Strafregister, Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz 

- die Gerichtsverwaltung Basel-Landschaft, Kosteneinzug, 

Bahnhofplatz 16, 4410 Liestal. 

 

Präsident 
 

 

 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiberin 
 

 

 
Nicole Schneider