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**Case Identifier:** 792df038-d72e-5444-a3c7-4c7f70d16370
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.08.2025 B 2024/123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2024-123_2025-08-21.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/28

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2024/123

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.10.2025

Entscheiddatum: 21.08.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 21.08.2025
Gewässerschutz. Feststellung von Mängeln bei der Abwasserentsorgung 
und deren Behebung; Auferlegung von Verfahrenskosten. Art. 3a und 15 
GSchG (SR 814.20). Art. 8 Abs. 1, 9 Abs. 1 und 15 GSchV (SR 814.201). Art. 2 
Abs. 1 USG (SR 814.01). Art. 12 VRP (sGS 951.1). Das Verwaltungsgericht 
bestätigte den angefochtenen Rekursentscheid hinsichtlich der darin 
festgestellten Mängel bei der Abwasserentsorgung. Im Weiteren ging es 
davon aus, dass die Kosten für Saugarbeiten und Entsorgung anfielen, weil 
die Kanal-TV-Arbeiten ohne diese Vorarbeiten aufgrund eines im 
Verantwortungsbereich des Be-schwerdeführers liegenden mangelnden 
Unterhalts nicht durchgeführt werden konnten. Mithin war die Kontrolle der 
halleninternen Leitungen und Schächte ohne vorgängige Reinigung nicht 
möglich. Bestätigung der Rechtmässigkeit der Kostenauferlegung ge-
genüber dem Beschwerdeführer. (Verwaltungsgericht, B 2024/123). Gegen 
dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 
1C_544/2025)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

Verwaltungsgericht 

Abteilung I 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 21. August 2025  

Besetzung  Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Zindel,  

Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiber Schmid  

   

Geschäftsnr.   B 2024/123 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__, 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. David Brunner,  

Advokaturbureau Brunner & Dudli, Hinterlauben 12, 9000 St. Gallen,  

 

 

  gegen 

  Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,  

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

 

  

Gegenstand  Umweltschutzmassnahmen (gewässerschutzrechtliche  

Anordnungen) 

 

 

 

 

 

B 2024/123 

 

2/27 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.   

a. 

A.__, Z.__, ist Eigentümer des in der Landwirtschaftszone liegenden und mit landwirtschaft-

lichen Gebäuden überbauten Grundstücks Nr. 0000_, Grundbuch Z.__. Nördlich des 

Grundstücks fliesst die B.__ (oder C.__), welche in den D.__ und dieser wiederum in den 

E.__ und in den F.__ entwässert. Zwischen B.__ und Grundstück Nr. 0000_ liegt das der 

Ortsgemeinde Z.__ gehörende, von A.__ gepachtete 149‘034 m2 grosse Grundstück Nr. 

0001_. Dieser produziert auf diesen beiden Grundstücken Chicorée. Bereits am 8. März 

2004 bewilligte das damalige Amt für Umwelt und Energie (heute: Amt für Umwelt: AFU) 

den Bau einer Kleinkläranlage (Abwasser-Einzelreinigungsanlage) mit Absetzbecken, 

Schönungsteich und Schilfanlage für die Reinigung des häuslichen Abwassers sowie Ein-

leitung des gereinigten Wassers über das Meliorationssystem in die B.__. Mit der Bewilli-

gung waren verschiedene Auflagen verbunden. Unter anderem wurde angeordnet, dass 

sämtliches verschmutztes Abwasser in die öffentliche Kanalisation einzuleiten sei, sobald 

die Liegenschaft in den Bereich der öffentlichen Kanalisation zu liegen komme und der An-

schluss an die Kanalisation behördlich verfügt werde. Auf Grundstück Nr. 0000_ wurde so-

dann der Neubau einer Gemüsehalle bewilligt. In diesem Zusammenhang erliess das AFU 

mit Verfügung vom 15. April 2004 Umweltschutzmassnahmen (Massnahmen betreffend 

den Umgang mit wassergefährdenden Flüssigkeiten, zur Abwasserentsorgung und im Be-

reich Bodenschutz). Insbesondere war vorgesehen, das industrielle und gewerbliche Ab-

wasser für die Bewässerung der Kulturen in den bestehenden Treibhäusern zu verwenden 

und allfällige Überschüsse über die Schilfanlage abzuführen. Dieses Wasser musste den 

Anforderungen von Anhang 2 der Gewässerschutzverordnung (SR 814.201, GSchV) ent-

sprechen. A.__ nahm in der Folge die Anlage in Betrieb, ohne den Schönungsteich mit 

Schilfanlage erstellt zu haben. Das betriebliche Abwasser liess er zum einen direkt versi-

ckern und zum andern ungeklärt in die B.__ einleiten, ohne eine Bewilligung nach Art. 7 

Abs. 1 des Gewässerschutzgesetzes (SR 814.20; GSchG) einzuholen. Industrieabwasser 

vermischte sich mit dem in der Kleinkläranlage vorbehandelten (nicht mehr verschmutzten) 

Abwasser. Seit dem Jahr 2011 stellte das AFU wiederholt Abwasserpilze, Fäkalgeruch, 

Schaumbildung und Wassertrübungen fest. Im Jahr 2015 erhob es eine Überschreitung der 

Grenzwerte durch das eingeleitete betriebliche Abwasser sowie eine Verschmutzung der 

B.__. Zudem funktionierte die Kleinkläranlage verschiedentlich nicht (act. G 2, 17/5/1).  

b. 

Da A.__ den in diesem Zusammenhang vom AFU angeordneten Massnahmen (unter an-

 

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derem betreffend Entsorgung der Chicorée-Schnittreste und Wurzelstöcke) nicht nachge-

kommen war, erliess das Amt am 25. Januar 2016 ein Einleitungs- und Versickerungsver-

bot. Das AFU widerrief diese Verfügung, nachdem sich A.__ dazu bereit erklärt hatte, zu-

sammen mit einem Fachplaner ein Konzept zur Lösung des Abwasserproblems zu erarbei-

ten. Da die in der Folge getroffenen Massnahmen keine Verbesserung der Abwassersitua-

tion brachten, widerrief das AFU am 22. März 2019 die Bewilligung für die Einleitung der 

bei der Chicorée-Produktion entstehenden verschmutzten Abwässer und verfügte erneut 

ein Einleitungs- und Versickerungsverbot. Den dagegen erhobenen Rekurs wies das Bau- 

und Umweltdepartement am 20. Dezember 2019 ab; der Entscheid erwuchs in Rechtskraft 

(act. G 17/5/1). Mit Verfügung vom 15. April 2021 wurde A.__ vom AFU und vom Amt für 

Wasser und Energie (AWE) eröffnet, dass die Bewilligung für den Betrieb der Kleinkläran-

lage auf Grundstück Nr. 0000_ widerrufen werde. Das auf der Liegenschaft anfallende be-

triebliche und häusliche Abwasser sei bis auf Weiteres (d.h. bis zum Anschluss der Liegen-

schaft an die öffentliche Kanalisation) in einer Güllengrube zu stapeln und regelmässig zur 

ARA H.__ zu transportieren. Allfälliges in der Kleinkläranlage behandeltes Abwasser dürfe 

weder direkt noch indirekt in die B.__ eingeleitet noch auf Feldern ausgebracht und/oder 

dort zur Versickerung gebracht werden. Das Grundstück Nr. 0000_ sei ohne Verzug an die 

öffentliche Kanalisation anzuschliessen, sobald die Gemeinde Z.__ das Kanalisationsan-

schlussprojekt I.__ realisiert und die Anlage in Betrieb genommen habe. Sei das Grund-

stück Nr. 0000_ nicht innerhalb von sechs Monaten ab Inbetriebnahme der öffentlichen 

Abwasseranlage an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, erfolge der Kanalisations-

anschluss auf dem Weg der Ersatzvornahme auf Kosten des Verfügungsadressaten. Der 

Widerruf wurde mit den fortwährenden Wasserverschmutzungen begründet. Trotz zahlrei-

cher Interventionen schaffe es der Grundeigentümer nicht, das häusliche Abwasser hinrei-

chend zu säubern, um es in die B.__ einleiten oder auf den Feldern versickern lassen zu 

können. Nach Realisierung des Kanalisationsanschlussprojektes I.__ gehöre das Grund-

stück Nr. 0000_ zum Bereich der öffentlichen Kanalisation. Der Anschluss sei zweckmässig 

und mit Blick auf die Kosten von rund CHF 90'000 (ohne Gebäudebeitrag und Betriebskos-

ten für die private Abwasserpumpe) angesichts der 261 gewichteten Einwohnergleichwerte 

(EGW) des Betriebs von A.__ auch zumutbar. Den gegen diese Verfügung erhobenen Re-

kurs vom 3. Mai 2021 wies das Bau- und Umweltdepartement mit Entscheid vom 28. Juni 

2022 ab. Die gegen diesen Rekursentscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungs-

gericht in VerwGE B 2022/136 vom 8. Dezember 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Der 

Entscheid erwuchs in Rechtskraft. 

c. 

Am 18. Juni 2021 hatte das AFU eine bodenschutzrechtliche Sanierungsverfügung erlas-

sen, gegen welche A.__ beim Bau- und Umweltdepartement Rekurs erhoben hatte. Nach-

dem sich die Gemeinde Z.__ für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands als 

 

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zuständig erklärt hatte, hatte das AFU am 27. Juli 2021 die getroffene Bodenschutzmass-

nahme widerrufen, worauf das Rekursverfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrie-

ben worden war. Am 29. Juni 2023 verfügte die Gemeinde Z.__ die Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands. Dagegen erhob A.__ am 26. Juli 2023 Rekurs (Verfahren Nr. 23-

5612), welchen das Bau- und Umweltdepartement mit Entscheid vom 15. Juli 2024 abwies. 

Die hiergegen von A.__ erhobene Beschwerde ist beim Verwaltungsgericht hängig (Verfah-

ren B 2024/151). Im Weiteren hatte das Kreisgericht Rheintal A.__ aufgrund von Anzeigen 

des AFU am 20. September 2022 wegen mehrfacher Widerhandlungen gegen das GSchG 

sowie Übertretung des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (SR 814.01, USG) schul-

dig gesprochen. Die hiergegen beim Kantonsgericht erhobene Beschwerde ist noch hängig. 

d. 

Seit Ende Januar 2023 führte A.__ das in seinem Betrieb anfallende Schmutzwasser an die 

ARA H.__ zur Reinigung ab. Aufgrund von Kontrollen stellte das AFU fest, dass die in die 

B.__ entwässernde Meliorationseinleitung hinter dem Betriebsareal nicht die Einleitgrenz-

werte gemäss Anhang 3 der GSchV aufwies. Aufgrund der am 5. April 2023 auf dem Be-

triebsareal durchgeführten Fehleinleitungssuche mit Leitungsreinigung stellte das AFU ver-

schiedene Mängel fest, die es mit A.__ vor Ort besprach. Mit Verfügung vom 26. Mai 2023 

eröffnete ihm das AFU, dass die Abwasservorbehandlungsanlage J.__ undicht sei, so dass 

das Abwasser versickern bzw. in Drainagenleitungen abfliessen könne. Als Massnahme 

solle – sobald der Betrieb an die öffentliche Schmutzwasserleitung angeschlossen sei – 

entweder der Aufstellbereich der Abwasservorbehandlungsanlage befestigt und an die in-

terne Schmutzwasserkanalisation angeschlossen oder die Vorbehandlungsanlage entfernt 

werden (Sachverhalt Ziffer 2 lit. a). Als weitere Massnahmen solle der südwestliche Ablauf 

des Halbschalenschachtes dauerhaft und irreversibel verschlossen (Sachverhalt Ziffer 2 lit. 

b) und das Rohrstück zwischen dem Kugelhahn und der unterirdischen Leitung vollständig 

entfernt werden (Sachverhalt Ziffer 2 lit. c). Sodann solle der Leitungsverlauf des Auslaufs 

abgeklärt und das Ergebnis dem AFU bis 31. Juli 2023 mitgeteilt werden. Falls der Auslauf 

des Schachts in eine Drainage-Leitung, ein Gewässer oder eine Versickerungsanlage 

münde, müsse der Auslauf dauerhaft und irreversibel verschlossen werden (Sachverhalt 

Ziffer 2 lit. d). Schliesslich solle ein gewässerschutzkonformer Füll- und Waschplatz erstellt 

und die Spritzapparaturen vor Regen geschützt gelagert werden (Sachverhalt Ziffer 2 lit. f). 

Die Mängel/Massnahmen gemäss Sachverhalt Ziffer 2 lit. a seien zu beheben/umzusetzen, 

sobald der Anschluss an die öffentliche Schmutzwasserkanalisation vollzogen sei (Dispo-

sitivziffer 1). Die Mängel/Massnahmen gemäss Sachverhalt Ziffer 2 lit. b bis f seien bis 1. 

September 2023 zu beheben/umzusetzen (Dispositivziffer 2). Die Interkantonalen Merkblät-

ter/Leidfäden "Absicherung und Entwässerung von Güterumschlagplätzen" (2016) und "La-

gerung gefährlicher Stoffe" (2018) seien verbindlich (Dispositivziffer 3). Für den Fall der 

Nichtbehebung/Nichtumsetzung der Mängel/Massnahmen gemäss den Dispositivziffern 1 

 

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und 2 innert der angesetzten Fristen werde die Ersatzvornahme durch das AFU oder einen 

damit beauftragten Dritten angedroht. Die dadurch entstehenden Kosten würden dem Ver-

fügungsadressaten in Rechnung gestellt (Dispositivziffer 4). Einem allfälligen Rekurs gegen 

die Dispositivziffern 1-4 werde die aufschiebende Wirkung entzogen (Dispositivziffer 5). Der 

Verfügungsadressat habe Gebühren und Auslagen von insgesamt CHF 5'014.10 

(CHF 1'695 für amtliche Kontrollen gemäss Ziffer 10.17 Gebührentarif für die Kantons- und 

Gemeindeverwaltung, sGS 821.5, GebT; CHF 3'319.10 für Saugarbeiten und Entsorgungs-

kosten) zu bezahlen (act. G 17/1 Beilage). Den gegen diese Verfügung von A.__ erhobenen 

Rekurs vom 16. Juni/14. Juli 2023 (act. G 17/1, 17/3) wies das Bau- und Umweltdeparte-

ment mit Entscheid vom 29. Mai 2024 ab. Für die Behebung der Mängel/Massnahmen ge-

mäss Dispositivziffer 2 der Verfügung vom 26. Mai 2023 wurde neu eine Dreimonatsfrist ab 

Rechtskraft dieser Verfügung festgelegt (Ziffer 1). Das Gesuch um Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung des Rekurses wurde zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrie-

ben (Ziffer 2). A.__ wurde eine Entscheidgebühr von CHF 3'000 auferlegt, unter Anrech-

nung des Kostenvorschusses von CHF 1'800 (Ziffer 3; act. G 2).  

B.   

a. 

Gegen diesen Rekursentscheid erhob A.__ mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 20. 

Juni 2024 Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 12. September 2024 

stellte er zusätzlich das Rechtsbegehren, es sei auch die Verfügung vom 26. Mai 2023 

vollumfänglich aufzuheben. Sodann beantragte er die Durchführung eines Augenscheins in 

seinem Betrieb, sofern die angefochtenen Entscheide nicht ohnehin bereits aus formellen 

Gründen aufgehoben würden (act. G 13). 

b. 

In der Vernehmlassung vom 3. Oktober 2024 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid und äusserte 

sich ergänzend zur Beschwerde (act. G 16).  

c. 

Mit Replik vom 18. November 2024 bestätigte der Beschwerdeführer seine Anträge und 

Ausführungen (act. G 24). Hierzu äusserte sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 6. Dezem-

ber 2024 (act. G 26). In einer weiteren Eingabe vom 10. Februar 2025 hielt der Beschwer-

deführer an seinem Standpunkt fest und reichte die Verfügung des AFU über Umwelt-

schutzmassnahmen vom 15. April 2004 im Zusammenhang mit dem Neubau der Gemüse-

halle ein (act. G 30 f.). Hierzu erging eine weitere Stellungnahme der Vorinstanz vom 25. 

 

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Februar 2025 (act. G 35), zu welcher sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. April 

2025 äusserte (act. G 39).     

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer ist als 

Eigentümer der Liegenschaft Nr. 0000_ und Pächter der Liegenschaft Nr. 0001_ sowie als 

Empfänger des angefochtenen Entscheids zur Ergreifung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 

in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingabe vom 20. Juni 2024 (act. G 1) erfolgte 

rechtzeitig und erfüllt in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 12. September 

2024 (act. G 13) die formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.    

2.1.  

Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz die Verfügung des AFU vom 26. Mai 2023 (act. G 

17/1 Beilage) im angefochtenen Entscheid zu Recht bestätigte. Zu prüfen sind dabei die 

vom Beschwerdeführer gerügten Verfahrensmängel (nachstehende E. 3), die Feststellung 

von Mängeln bei der Abwasserentsorgung und deren Behebung (nachstehende E. 4) sowie 

die Auferlegung von Verfahrenskosten (nachstehende E. 5).  

2.2.  

Die Inhaber von Abwasseranlagen sorgen dafür, dass diese sachgemäss erstellt, bedient, 

gewartet und unterhalten werden. Die Funktionstüchtigkeit von Abwasser- und Düngerauf-

bereitungsanlagen muss regelmässig überprüft werden (Art. 15 Abs. 1 GSchG). Die kanto-

nale Behörde sorgt dafür, dass die Anlagen periodisch kontrolliert werden (Art 15 Abs. 2 

GSchG, Art. 15 GSchV). Die Gewässerschutzpolizei ist Aufgabe der politischen Gemeinde. 

Die Regierung bestimmt durch Verordnung, inwieweit Stellen des Kantons diese Aufgabe 

erfüllen (Art. 49 des Vollzugsgesetzes zur Eidgenössischen Gewässerschutzgesetzge-

bung; sGS 752.2, GSchVG). Kantonale Gewässerschutzfachstelle ist das Amt für Wasser 

und Energie (AWE; Art. 1 der Verordnung zum Vollzugsgesetz zur Eidgenössischen Ge-

wässerschutzgesetzgebung, sGS 752.21, GSchVV). Das AWE ist die zuständige Stelle des 

Kantons für den Vollzug der Gewässerschutzgesetzgebung, soweit keine besonderen Vor-

schriften gelten (Art. 2 GSchVV). Das Amt für Umwelt (AFU) wiederum ist die zuständige 

 

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Stelle des Kantons für den Vollzug der Gewässerschutzgesetzgebung bei industriellen, ge-

werblichen und gewerbeähnlichen Bauten, Anlagen und Nutzungen; davon ausgenommen 

sind damit in Verbindung stehende Kleinkläranlagen zur Reinigung des häuslichen Abwas-

sers (Art. 2bis Abs. 1 lit. a GSchVV).  

Das Versickernlassen von verschmutztem Abwasser ist ausserhalb des Bereichs der öf-

fentlichen Kanalisation grundsätzlich verboten (Art. 8 Abs. 1 GSchV). Abwasser, das aus-

serhalb des Bereichs der öffentlichen Kanalisation anfällt und für das weder die Einleitung 

in ein Gewässer noch die Versickerung oder die Verwertung zusammen mit Hofdünger 

(Art. 12 Abs. 4 GSchG) zulässig ist, muss in einer abflusslosen Grube gesammelt und re-

gelmässig einer ARA oder einer besonderen Behandlung zugeführt werden (Art. 9 Abs. 1 

GSchV). Sowohl das AFU als auch das AWE können (entsprechend ihrer jeweiligen Zu-

ständigkeit) vorsorgliche Massnahmen anordnen, wenn die Gefahr einer Gewässerver-

schmutzung droht (Art. 6 GSchVV). Nach Art. 18 Abs. 1 VRP kann die Behörde zur Erhal-

tung des Zustands oder zur Sicherung bedrohter rechtlicher Interessen vorsorgliche Mass-

nahmen treffen. 

3. Gerügte Verfahrensmängel 

3.1.  

3.1.1.  

Der durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101; BV) und Art. 4 Ingress und lit. c 

der Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS 111.1, KV) gewährleistete und insbesondere 

in Art. 15 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 1 VRP (vgl. dazu RIZVI/RISI, in: Rizvi/Schindler/Cavelti 

[Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, 2020, N 34 f. und 

43 ff. zu Art. 15-17 VRP) für das Verwaltungsverfahren des Kantons St. Gallen konkreti-

sierte Grundsatz des rechtlichen Gehörs dient der Sachaufklärung und stellt ein persönlich-

keitsbezogenes Mitwirkungsrecht bei der Fällung eines Entscheides dar, der in die Rechts-

stellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich 

zur Sache zu äussern, bevor darüber entschieden wird (vgl. BGer 1C_586/2019 vom 3. Au-

gust 2020, E. 2.2, und BGE 145 I 167, in: Pra 2019 Nr. 119 E. 4.2 mit Hinweisen). Der An-

spruch auf vorgängige Äusserung steht den Betroffenen primär in Bezug auf die Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts und das Beweisergebnis zu. Ein Recht auf Stel-

lungnahme zu verwaltungsinternen (Fach-)Berichten besteht nur dann, wenn diesen Be-

richten Beweiswert (betreffend strittige Sachverhaltselemente) zukommt. Beschränkt sich 

der Bericht hingegen darauf, an sich feststehende Tatsachen sachverständig zu würdigen, 

entfallen diese Rechte (vgl. B. WALDMANN/J. BICKEL, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Pra-

 

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xiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, N 92 zu Art. 29 VwVG). Vo-

raussetzung des Äusserungsrechts sind genügende Kenntnisse über den Verfahrensver-

lauf, was auf das Recht hinausläuft, in geeigneter Weise über die entscheidwesentlichen 

Vorgänge und Grundlagen vorweg orientiert zu werden. Wie weit dieses Recht geht, lässt 

sich nicht generell, sondern nur unter Würdigung der konkreten Umstände beurteilen. Ent-

scheidend ist, ob dem Betroffenen ermöglicht wurde, seinen Standpunkt wirksam zur Gel-

tung zu bringen. Eine Ausnahme kann nur für solche Verfahrensschritte gelten, die unauf-

schiebbar sind oder von der Natur her eine vorgängige Ankündigung ausschliessen, weil 

sie diesfalls gar nicht erfolgreich sein könnten (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 und BGE 140 I 99 

E. 3.4 m.H.). In engem Zusammenhang mit dem Anspruch auf Orientierung und dem 

Äusserungsrecht steht das Akteneinsichtsrecht. Grundsätzlich hat zwar eine Partei ein Ge-

such um Akteneinsicht zu stellen, damit überhaupt Einsichtnahme gewährt oder verweigert 

werden kann, was jedoch voraussetzt, dass die Beteiligten über den Beizug neuer ent-

scheidwesentlicher Akten informiert werden, welche diese nicht kennen. Demnach ist die 

Behörde verpflichtet, die Parteien vor der Entscheidfällung zumindest über die entscheid-

wesentlichen Tatsachen in Kenntnis zu setzen, damit sie ihr Einsichtsrecht geltend machen 

können (vgl. dazu WIEDERKEHR/PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 2020, 

Rz. 280, BGE 132 V 387 E. 3.1 und 6.2 sowie BGer 2C_505/2019 vom 13. Septem-

ber 2019 E. 4.1.1 je mit Hinweisen). Art. 29 Abs. 2 BV vermittelt praxisgemäss keinen An-

spruch auf Einsicht in verwaltungsinterne Akten; als solche gelten Unterlagen, denen für 

die Behandlung eines Falls kein Beweischarakter zukommt und die ausschliesslich der ver-

waltungsinternen Meinungsbildung dienen, wie Entwürfe, Anträge, Notizen, Mitberichte, 

Hilfsbelege usw. (vgl. BGer 1C_159/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 4.3 mit Hinweisen). Be-

richte und Gutachten von Amtsstellen gehören, selbst wenn sie verwaltungsintern erstellt 

und allenfalls als "verwaltungsintern" qualifiziert werden, nicht zu den verwaltungsinternen 

Akten, sondern unterliegen der Akteneinsicht (vgl. WIEDERKEHR/PLÜSS, a.a.O., Rz. 521). 

Zum Anspruch auf rechtliches Gehör gehört des Weiteren das Recht der Betroffenen, an 

der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis 

zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (vgl. BGE 142 I 86 

E. 2.2 mit Hinweisen). Ein Anspruch auf Teilnahme an einem Augenschein besteht dann, 

wenn die Entscheidinstanz einen solchen durchführt, nicht aber dann, wenn er von einer 

Fachinstanz, welche im Rahmen des Entscheidverfahrens eine Beurteilung abzugeben hat, 

durchgeführt wird (vgl. BGer 1C_405/2011 vom 24. April 2012 E. 4.3 m.H.). Eine nicht be-

sonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als ge-

heilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmitte-

linstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen 

kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus, im Sinne einer Heilung des Mangels, 

selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von 

 

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einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rück-

weisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 

würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 

Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGer 1C_586/2019 vom 3. August 2020 E. 2.3 mit 

Hinweis auf BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGer 1C_35/2020 vom 30. Dezember 2020 E. 2.2 mit 

Hinweisen; VerwGE B 2020/98 vom 8. Juli 2021 E. 3.2). 

Gemäss Art. 12 Abs. 1 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte Verwal-

tungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen durch Befragen von 

Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von Urkunden, Amtsberichten 

und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere geeignete Weise. Dieser 

Grundsatz gilt (mit Einschränkungen hinsichtlich Behauptungs- und Beweisführungslast) 

auch im Rechtsmittelverfahren. In beweisrechtlicher Hinsicht ist zu beachten, dass amtli-

chen Stellungnahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als sachkundige Beurtei-

lungsinstanzen eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert zugemessen wird, sofern diese 

den Charakter eines Gutachtens (amtliche Expertise) aufweisen (vgl. B. WALDMANN, in: 

Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], a.a.O., N 22 zu Art. 19 VwVG m.H.). Weitere verwaltungsex-

terne Abklärungen sind nur bei Zweifeln an der Richtigkeit der Feststellungen in der amtli-

chen Beurteilung vorzunehmen (VerwGE B 2017/184 vom 13. Dezember 2018 E. 4.1). Von 

der zuständigen Behörde eingeholte Berichte/Gutachten unterliegen der freien richterlichen 

Beweiswürdigung. In Fachfragen, welche die Behörde mangels eigener Fachkenntnis nicht 

beantworten kann, darf nicht ohne triftige Gründe von Sachverständigengutachten abgewi-

chen werden (vgl. BGE 145 II 70 E. 5.5, BGer 1C_75/2018 vom 1. Oktober 2018 E. 7.3 

m.H.). 

3.1.2.  

Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, das AFU habe den Beschwerdeführer 

im Rahmen des Vollzugs der Umweltschutzgesetzgebung seit über 20 Jahren nicht nur 

kontrolliert, sondern auch intensiv betreut und beraten. Trotz schwieriger Zusammenarbeit 

habe es immer wieder versucht, mit ihm zusammen einvernehmliche Lösungen zu finden 

und umzusetzen. Solange seine Bau- und Betriebsbewilligung nicht widerrufen werden 

müsse, bleibe es das Ziel des AFU, den Umwelt- und Gewässerschutz in partnerschaftli-

cher Zusammenarbeit mit ihm umzusetzen. Aus diesem Grund habe das AFU die Kontrolle 

vom 5. April 2023 im Voraus angekündigt, nachdem der Beschwerdeführer mitgeteilt habe, 

dass er bereits selbst Kanal-TV-Aufnahmen gemacht bzw. in Auftrag gegeben habe, deren 

Ergebnisse er dem AFU jedoch nicht zur Verfügung gestellt habe. Bei der Vorankündigung 

habe der Beschwerdeführer dem AFU zugesichert, bei der Kontrolle persönlich anwesend 

zu sein, was er auch getan habe. Eine Terminverschiebung oder Teilnahme seines Rechts-

vertreters an der Fehleinleitungssuche habe er nicht verlangt. Das AFU habe somit darauf 

 

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10/27 

vertrauen dürfen, dass der Beschwerdeführer mit der Art und Weise der Kontrolle/Bespre-

chung grundsätzlich einverstanden gewesen sei. Die beantragte Parteibefragung, dass er 

sich bei der Ortsbegehung nicht habe einbringen können, sei somit unnötig. Das AFU stelle 

Kontrollbescheide praxisgemäss direkt als Verfügung zu. Das gelte namentlich dann, wenn 

wie hier dringender Handlungsbedarf wegen drohender Gewässerverschmutzung bestehe. 

Die Kontrolle sei zusammen mit dem Beschwerdeführer durchgeführt und vor Ort bespro-

chen worden. Es habe jederzeit die Möglichkeit bestanden, den AFU-Kontrolleuren Fragen 

zu stellen oder Einwände vorzubringen. Zum Abschluss seien ihm die erforderlichen  

Massnahmen bezüglich Entwässerung des Betriebsareals sowie deren Hintergründe 

mündlich erläutert/erklärt worden. Hierauf habe der Beschwerdeführer gemäss AFU ent-

gegnet, dass er "bis zum Erstellen des Schmutzwasseranschlusses (…) keine Massnah-

men mehr treffen" werde. Eine freiwillige Behebung der Mängel sei somit kein Thema ge-

wesen. Der Umstand, dass das AFU die Abklärungen nicht auch noch schriftlich zur allfäl-

ligen Stellungnahme zugestellt habe, stelle keine Gehörsverletzung dar. Selbst wenn von 

einer solchen auszugehen wäre, hätte sie im Rekursverfahren geheilt werden können (act. 

G 2 S. 10 f.).  

Im Weiteren führt die Vorinstanz aus, dass sämtliche der angefochtenen Verfügung beige-

legten Fotos in Anwesenheit des Beschwerdeführers aufgenommen worden seien und er 

nicht dagegen opponiert habe. Davon abgesehen hätten die Fotos auch ohne ausdrückliche 

oder stillschweigende Zustimmung gemacht werden dürfen, weil das AFU von Gesetzes 

wegen befugt und verpflichtet sei, den Sachverhalt abzuklären und zu dokumentieren. Der 

Beschwerdeführer sei zur Mitwirkung verpflichtet (Art. 46 Abs. 1 USG, Art. 52 GSchG). Die 

Voraussetzungen zur Duldungspflicht des Beschwerdeführers für Fotoaufnahmen seien er-

füllt gewesen (vgl. auch die Ausführungen des Kreisgerichts Rheintal zu den gleichlauten-

den Einwänden des Beschwerdeführers gegen die Verwertbarkeit von Fotos gemäss Ent-

scheid vom 20. September 2022 E. 2d/cc). Dazu komme, dass die Fotos lediglich der Illust-

ration der schriftlich festgehaltenen und dokumentierten Mängel dienen würden. Im Übrigen 

sei nicht ersichtlich, dass es sich bei den fotografierten Schächten und Meteorwasserbe-

cken nicht um jene auf dem Grundstück des Beschwerdeführers handeln solle. Bei den 

Fotos des Tropfwasserschachts sei der Standort anhand der Gebäude im Hintergrund zwei-

felsfrei feststellbar (act. G 2 S. 11).  

3.1.3.  

Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe sein Abwasser an die ARA abgeführt und weder 

häusliches noch betriebliches Abwasser (direkt oder indirekt) in die B.__ eingeleitet oder 

auf Feldern zur Versickerung gebracht. Die Kontrolle vom 5. April 2023 (Fehleinleitungssu-

che mit Leitungsreinigung und Abwasserprobennahme) habe ihm das AFU am Abend zuvor 

 

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11/27 

telefonisch angekündigt, worauf er erklärt habe, dass er keine Zeit habe, an der Untersu-

chung mitzuwirken und ohne Anwalt ohnehin nichts sagen werde. Der Vertreter des AFU 

habe mitgeteilt, dass nur Kanalisationsaufnahmen von den Meliorationsleitungen gemacht 

würden. Dagegen habe er nichts einzuwenden gehabt, dem Vertreter des AFU aber verbo-

ten, Fotos im Betrieb zu machen. Am 5. April 2023 habe das AFU verzweifelt nach einer 

Einleitung von betrieblichem Abwasser in die B.__ gesucht, aber nichts gefunden, da er 

sich vollumfänglich an die Verfügung des AFU vom 15. April 2021 (ARA-Abführung des 

Abwassers) gehalten habe. Hierauf habe das AFU mit Färbeversuchen begonnen und Ka-

nalisationsleitungen spülen lassen. Das Ergebnis sei jedoch unverändert geblieben. In der 

Folge sei die Verfügung vom 26. Mai 2023 ergangen, ohne dass ihm das rechtliche Gehör 

gewährt worden sei. Am 8. August 2023 habe die Vorinstanz die Stellungnahme des AFU 

vom 25. Juli 2023 (act. G 17/5) samt Akten der Gemeinde zugestellt (act. G 17/6). Den 

damaligen Anwälten des Beschwerdeführers wolle die Vorinstanz nur die Stellungnahme 

des AFU zugestellt haben. Dass das Schreiben vom 8. August 2023 (act. G 17/6) bei seinen 

Anwälten eingegangen sei, werde mit Nichtwissen bestritten. Dem Beschwerdeführer sei 

diesbezüglich jedenfalls nichts weitergeleitet worden. Er habe die Stellungnahme des AFU 

und die entsprechenden Akten zum ersten Mal gesehen, nachdem seinem Vertreter am 2. 

August 2024 die Rekursakten zugestellt worden seien. Weshalb die Vorinstanz diese Akten 

der Gemeinde, die ja nicht Partei gewesen sei, und nicht den damaligen Anwälten des Be-

schwerdeführers zugestellt habe, wisse der Beschwerdeführer nicht. In Folge solle die Ge-

meinde auf eine Stellungnahme verzichtet haben (act. G 17/8). Mit Schreiben vom 24. Au-

gust 2023 wolle die Vorinstanz das entsprechende Schreiben der Gemeinde dem Be-

schwerdeführer zugestellt haben mit der Ankündigung, dass der Rekursentscheid folge 

(act. G 17/9); dies obwohl die Frist zur Stellungnahme (act. G 17/6) noch gar nicht abge-

laufen gewesen wäre, wenn dieses Schreiben denn je den damaligen Rechtsvertretern des 

Beschwerdeführers zugestellt worden sei. Der Beschwerdeführer habe das an die Adresse 

"Innerbilchen 828" adressierte Schreiben vom 24. August 2023 nie erhalten. Der Rekurs-

entscheid vom 29. Mai 2024 sei ohne vorgängigen Augenschein und ohne Zustellung der 

Stellungnahme des AFU vom 25. Juli 2023 ergangen. Ein Protokoll der Kontrolle vom 5. 

April 2023 sei nie erstellt worden. Dem Beschwerdeführer sei vom AFU weder mündlich 

noch schriftlich Gelegenheit gegeben worden, zu den angeordneten  

Massnahmen Stellung zu nehmen. Durch die Praxis des AFU, Kontrollbescheide direkt als 

Verfügungen zuzustellen, werde das rechtliche Gehör verletzt. Es stimme nicht, dass die 

Kontrolle mit dem Beschwerdeführer durchgeführt und vor Ort besprochen worden sei. Es 

hätte zwingend ein Verfügungsentwurf an seine Rechtsvertreter zugestellt werden müssen. 

Damit sei durch das AFU und die Vorinstanz mehrfach das rechtliche Gehör verletzt wor-

den. Sodann sei nicht nachvollziehbar, wie aufgrund der dürftigen Unterlagen (ohne Au-

genschein) ein solcher Rekursentscheid habe getroffen werden können. Offensichtlich fehle 

 

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12/27 

hier eine genügende Distanz zwischen Rechtsdienst und AFU. Eine Heilung von derartigen 

Mängeln sei im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht möglich (act. G 13 S. 3-6).  

Der Beschwerdeführer bemängelt im Weiteren als nicht nachvollziehbar, auf welche Mes-

sungen sich die Vorinstanz in der Vernehmlassung berufe. Am 5. April 2023 hätten alle 

Messungen im grünen Bereich gelegen (act. G 17/5/2). Es habe damit kein Anlass für eine 

aufwändige Einleitungssuche bestanden, zumal das betriebliche Abwasser seit 27. Januar 

2023 an die ARA abgeführt worden sei. Auch die Messung vom 11. Mai 2023 (act. G 17/5/2) 

sei in Ordnung gewesen. Bei ihrem Vorbringen betreffend Verringerung der angelieferten 

Wassermenge (act. G 16 S. 2) übersehe die Vorinstanz, dass der Abwasseranfall von der 

Produktionsmenge abhänge; diese gehe im Frühling zurück. Es gebe entgegen der An-

nahme der Vorinstanz nicht die geringste Korrelation zwischen den Leistungsdaten der 

Schlammentwässerungsanlage und dem effektiven Schlammanfall pro Woche. Somit am 

26. Mai 2023 kein Anlass für den Erlass einer Verfügung bestanden. Der Schluss der Vor-

instanz, dass trotz Abwasserablieferung bei der ARA weiterhin stark belastetes Abwasser 

aus den (das Gebiet unter dem Hof des Beschwerdeführers entwässernden) Meliorations-

leitungen in die B.__ fliesse, sei nicht nachvollziehbar. Gemäss dem Monitoring des AFU 

solle seit dem 27. Januar 2023 lediglich noch am 5. Juni 2023 ein erhöhter CSB-Wert fest-

gestellt worden sein. Der Beschwerdeführer sei bei der Messung nicht dabei gewesen; ein 

Messfehler könne nicht ausgeschlossen werden. Eine einmalige Abweichung beim CSB bis 

120 mg/l liege noch in der Toleranz (Ziffer 42 Anhang 3.1 GSchV). Die Reinigung der Meli-

orationsleitungen sei bis zum 5. April 2023 nie ein Thema gewesen, andernfalls dies die 

Melioration sicher an die Hand genommen hätte. Die Bildung eines Abwasserpilzes in den 

Rohrleitungen werde bestritten; entsprechende Beweise fänden sich nicht in den Akten. 

Eine Besprechung zwischen den AFU-Vertretern und dem Beschwerdeführer habe auch 

am Ende der Untersuchungen nicht stattgefunden. Er habe nur über seinen Mitarbeiter mit-

bekommen, dass mit allen Versuchen nichts gefunden worden sei. Es werde bestritten, 

dass belastetes, die gesetzlichen Grenzwerte nicht einhaltendes Abwasser von seinem Be-

trieb in die B.__ fliesse. Es lägen keine Messungen in den Akten, die solches belegen wür-

den. Woher die Vorinstanz die Tabelle auf S. 3 der Vernehmlassung habe, sei nicht nach-

vollziehbar (act. G 24 S. 2-5; G 30).  

3.2.  

3.2.1.  

Der Beschwerdeführerin beantragt zum einen die Anordnung eines Beschwerdeaugen-

scheins an Ort (act. G 13 S. 2) und rügt zum anderen die Nichtdurchführung eines Re-

kursaugenscheins (act. G 13 S. 5). Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahr-

 

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nehmung von Tatsachen durch die entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Ver-

ständnis des Sachverhalts. Ob ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen 

Ermessen der urteilenden Instanz. Unbestrittenes braucht nicht durch einen Augenschein 

überprüft zu werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten 

ist (vgl. B. MÄRKLI, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 50 zu Art. 12-13 VRP). Die 

tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall hinreichend aus den Verfah-

rensakten (vgl. insbesondere act. G 17/5 Beilagen) und lassen sich örtlich anhand der digi-

talen Medien (Geoportal, google street view) eruieren. Sie sind als solche auch nicht um-

stritten. Für die Klärung der streitigen Feststellung von Mängeln bei der Abwasserentsor-

gung anlässlich der Kontrollen von Januar und April 2023 mit entsprechender Massnah-

menanordnung (vgl. nachstehende E. 4) und der streitigen Auferlegung der dadurch ent-

standenen Kosten (nachstehende E. 5) vermöchte ein Augenschein aller Voraussicht nach 

nicht zu weiteren relevanten Erkenntnissen zu führen, zumal es dabei im Wesentlichen um 

abgeschlossene (in der Vergangenheit liegende) und von Seiten des AFU dokumentierte 

Sachverhalte geht.  

Im Weiteren begründete die Vorinstanz die Ablehnung des Rekursaugenscheins nachvoll-

ziehbar damit, dass auch ohne weitere Abklärung vor Ort klar sei, dass beim gelegentlichen 

Überschäumen der J.__-Anlage die Gefahr für den Eintritt von Abwasser in die Meliorati-

onsleitungen und in der Folge ins Fliessgewässer bzw. ins Grundwasser bestehe. Im Wei-

teren wies sie zu Recht darauf hin, dass der beantragte Augenschein dafür, dass wasser-

gefährdende Flüssigkeiten heute gesetzeskonform gelagert würden, unnötig sei, weil sich 

damit – im besten Fall – lediglich die zwischenzeitlich korrekte Lagerung der Stoffe ergeben 

würde (act. G 2 S. 12 f.). 

3.2.2.  

Die von der Vorinstanz im Beschwerdeverfahren eingereichten Grafiken (act. G 16 S. 3 f., 

G 26 Anhang) zeigen auf, dass vor Beginn der ARA-Ablieferung des Abwassers (am 27. Ja-

nuar 2023) und nach – jedoch nicht anlässlich – der Fehleinleitungssuche vom 5. April 2023 

im Betrieb des Beschwerdeführers die Einleitgrenzwerte in die B.__ überschritten wurden. 

Die Grafiken erstellte das AFU gestützt auf die seit 2015 durchgeführten Messungen (Mo-

nitoring; vgl. act. G 17/5/2) zuhanden der Vorinstanz für das Beschwerdeverfahren, wobei 

aus der mit Eingabe vom 6. Dezember 2024 (act. G 26 Anhang) eingereichten korrigierten 

Abwassermonitoring-Grafik nunmehr auch die Messdaten aus der Zeit vor Erlass der Ver-

fügung vom 26. Mai 2023 (20. Januar, 5. April, 11. Mai) ersichtlich sind. Die erstmals für 

das Beschwerdeverfahren (gestützt auf bestehende Messdaten) angefertigten Tabellen la-

gen der Vorinstanz im Rekursverfahren noch nicht vor (act. G 26 S. 2), weshalb sie sich 

auch nicht in den Vorakten befinden konnten. Inwiefern sich daraus eine Unvollständigkeit 

 

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14/27 

der Akten bzw. Nichtoffenlegung von Informationen gegenüber dem Beschwerdeführer er-

geben sollte (vgl. act. G 24 S. 2, G 30 S. 2), ist nicht erkennbar, zumal der Zusammenzug 

in der Grafik nicht unerlässlich für die Verfügung vom 26. Mai 2023 war. Das zusätzliche 

Foto und der Plan (vgl. act. G 30 Rz. 4 und G 26 Rz. 22 und 28) sollen dazu dienen, zu den 

Einwänden des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen. Die pauschale Bestreitung der 

Messungen (Monitoring act. G 17/5/2) und der Überschreitung von Grenzwerten sowie Pro-

testerhebung gegen das Vorgehen der Vorinstanz (vgl. act. G 30 S. 2 Rz. 4-6) ist nicht 

geeignet, die Messungen als solche in Frage zu stellen, zumal auf den Fotos die festgehal-

tenen Standorte beschriftet (vgl. G 26 Rz. 22 und 28) und im Übrigen dem Beschwerdefüh-

rer die örtlichen Verhältnisse in seinem eigenen Betrieb bekannt sind. Die Grenzwerte bzw. 

maximalen Abflusskonzentrationen, welche den beiden Tabellen im Anhang zur Stellung-

nahme der Vorinstanz vom 6. Dezember 2024 zugrunde liegen (act. G 26 Anhang), ergeben 

sich dabei aus den allgemeinen Anforderungen von Anhang 3 der GSchV (CSB [chemi-

scher Sauerstoffbedarf] von 60 mg/l für Abwasser aus Anlagen mit weniger als 10'000 EW; 

DOC [gelöster organischer Kohlenstoff] von 10 mg/l für Abwasser aus Anlagen ab 2000 

EW).  

Im Zusammenhang mit der Klärung der streitigen Frage, ob am 5. April 2023 Anlass für 

eine Einleitungssuche bestanden hatte, ist zu beachten, dass das am 22. März 2019 ver-

fügte Einleitungs- und Versickerungsverbot mit Rekursentscheid vom 20. Dezember 2019 

rechtskräftig bestätigt wurde (act. G 17/5/1). Verschmutztes Platzabwasser durfte mithin ab 

diesem Zeitpunkt – unabhängig vom konkreten Gewässerschutzbereich – nicht in das 

Grundwasser und in umliegende Oberflächengewässer gelangen. In VerwGE B 2022/136 

vom 8. Dezember 2022 bestätigte das Verwaltungsgericht sodann unter anderem, dass das 

Abwasser (häuslich und betrieblich) in der ARA zu entsorgen sei, bis ein Anschluss an die 

öffentliche Kanalisation zur Verfügung stehe (vgl. VerwGE B 2022/136 E. 3.4.4). Aktenkun-

dig ist im Weiteren, dass das Abwasser vom Beschwerdeführer erstmals am 27. Januar 

2023 an die ARA abgeführt worden war, er in der Folge die Entsorgungsnachweise bis 

4. November 2023 eingereicht hatte und diese seither ausgeblieben waren (act. G 17/5/10, 

G 16 S. 2, G 26 S. 3). In der Zeit vor dem 27. Januar 2023 waren sämtliche Abwasserpro-

bewerte mangelhaft gewesen, weshalb vor der Ablieferung des Abwassers (ab 27. Januar 

2023) an die ARA dieses weiterhin illegal auf den Feldern ausgebracht worden oder über 

die Meliorationsleitungen (Drainagen) in die B.__ gelangt sein musste. Sodann hat aufgrund 

der Akten (Grafiken in act. G 26 Anhang; Monitoring act. G 17/5/2: vgl. Einleitwerte vom 5. 

Juni [CSB von 108 mg/l] und 18. Juli 2023 [DOC von 22 mg/l) als dargetan zu gelten, dass 

– trotz Abwasserentsorgung bei der ARA – weiterhin belastetes Wasser aus den Meliorati-

onsleitungen, die das Gebiet unter dem Hof des Beschwerdeführers entwässern, in die B.__ 

floss. Hieran vermag der vom Beschwerdeführer (act. 30 S. 2 f.) zutreffend angeführte Um-

stand nichts zu ändern, dass zwischen dem 27. Januar 2023 und dem 5. April 2023 keine 

 

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Messung durchgeführt wurde und die Messung am 5. April 2023 keine Grenzwertüber-

schreitung zeigte. Aufgrund der Vorgeschichte (insbesondere Nichteinhaltung der Einleit-

grenzwerte für Abwasser, nicht bewilligte Erstellung der J.__-Anlage [vgl. act. G 30 Rz. 9 

und G 35 S. 3 oben m.H. auf Art. 28 Abs. 1 GSchVG]) und der auch in der Zeit nach dem 

5. April 2023 überschrittenen Grenzwerte erweist sich die Einleitungssuche vom 5. April 

2023 entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 39 Rz. 5 zweiter Absatz) als 

berechtigt. Hieran würde sich nichts ändern, wenn sämtliche Anlagen und Bauten im Rah-

men der Bewilligung der Gemüsehalle (2004) und des Gewächshauses (2009) rechtmässig 

bewilligt und abgenommen worden wären. Der vom Beschwerdeführer beantragte Beizug 

der damaligen Baubewilligungs- und Bauabnahmeakten (act. G 39 Rz. 6 und 8) vermöchte 

somit aller Voraussicht nach nicht zu weiteren Erkenntnissen zu führen, weshalb darauf in 

antizipierender Beweiswürdigung zu verzichten ist. Die weitere Frage, ob bzw. in welchem 

Umfang dem Beschwerdeführer auch die in diesem Zusammenhang angefallenen Kosten 

auferlegt werden können, ist nachstehend (E. 5) zu prüfen.  

Der weitere (zutreffende) Hinweis des Beschwerdeführers, dass die Messung vom 11. Mai 

2023 (vgl. act. G 17/5/2) keine Grenzwertüberschreitungen ergab, liess entgegen seiner 

Auffassung (act. G 30 S. 3 Rz. 7) den Anlass für die Verfügung vom 26. Mai 2023 insofern 

nicht hinfällig werden, als diese Verfügung auch Massnahmen zur Behebung von – unab-

hängig von Messwerten bestehenden – Mängeln zum Gegenstand hat (act. G 17/1 Bei-

lage).  

3.2.3.  

In VerwGE 2022/136 war zum Einwand des Beschwerdeführers, die Erstellung von Fotos 

und Durchführung von "Augenscheinen" durch das AFU bzw. die Gemeinde Z.__ auf sei-

nem Grundstück hätten eine Missachtung von Verfahrensvorschriften zur Folge, ausgeführt 

worden, dass die vorgängige Ankündigung von gewässerschutzpolizeilichen Kontrollen de-

ren Wirksamkeit zum vornherein beeinträchtige oder gänzlich in Frage stelle. Eine nach-

trägliche Gehörsgewährung (Akteneinsicht, Äusserungsrecht) erweise sich als gerechtfer-

tigt und trage dem Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör zureichend 

Rechnung (E. 3.4.3). Dies gilt vom Grundsatz her auch im vorliegenden Verfahren: Auf-

grund der vorstehend geschilderten tatsächlichen Gegebenheiten und gestützt auf Art. 6 

GSchVV und Art. 18 Abs. 1 VRP (vgl. E. 2.2) waren die Betriebskontrolle vom 5. April 2023 

mit Fehleinleitungssuche zufolge nicht eingehaltener Abwassereinleitungswerte und deren 

lediglich kurzfristige Voranmeldung ohne Weiteres gerechtfertigt. Von Seiten der Vorinstanz 

wird sodann bestritten, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem AFU ein Fotoverbot 

ausgesprochen habe. Vielmehr sei dem AFU sogar ein Mitarbeiter zur Verfügung gestellt 

worden, um die Färbeversuche beim Düngerkreislauf durchzuführen. Die später verfügten 

 

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Massnahmen seien am Ende der Untersuchung mit dem Beschwerdeführer persönlich be-

sprochen worden. Der Beschwerdeführer habe zu keinem Zeitpunkt den Wunsch geäus-

sert, einen Rechtsanwalt beiziehen zu wollen. Die Meliorationsleitungen unter dem Ge-

bäude hätten aufgrund von überbauten Schächten und mangelnder Reichweite des Kanal-

TV-Geräts nicht weiter geprüft werden können (act. G 16 S. 2; G 26 S. 4, G 35 S. 3 zweiter 

Absatz). Der Beschwerdeführer bestätigte im vorliegenden Verfahren, dass er für die Be-

triebskontrolle vom 5. April 2023 einen Mitarbeiter delegiert habe (act. G 24 S. 4 Rz. 7, G 

30 S. 4 Rz. 12). Mit Blick auf die gesetzliche Duldungspflicht unter anderem betreffend die 

Gewährung des Zutrittsrechts und des Fotografierens (vgl. Art. 134 Abs. 1 des Planungs- 

und Baugesetzes [sGS 731.1; PBG], Art. 46 Abs. 1 USG, Art. 52 GSchG) hatte die Vor-

instanz im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten, dass die Erstellung von Fotos 

im Rahmen von Kontrollen keiner Einwilligung von Seiten des Beschwerdeführers bedurfte 

(act. G 2 S. 11). Sodann ist zum Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Rekurs-

instanz entweder alles kritiklos vom AFU abgeschrieben habe oder informelle, mit dem 

rechtlichen Gehör nicht vereinbare Kontakte zwischen Rekurssachbearbeitung und AFU 

stattgefunden hätten (act. G 24 S. 5), festzuhalten, dass sich die Vorinstanz für ihre Beur-

teilungen zu Recht auf die Feststellungen des AFU als Fachstelle abstützte (vgl. vorste-

hende E. 3.1.1 zweiter Absatz). Der Vorwurf der Gehörsverletzung erscheint in diesem Zu-

sammenhang nicht nachvollziehbar. 

Zur weiteren Rüge des Beschwerdeführers, dass ein Protokoll der Kontrolle vom 5. April 

2023 nie erstellt worden sei, ist festzuhalten, dass in der Verfügung vom 26. Mai 2023 die 

Ergebnisse der Kontrolle vom 5. April 2023 umfassend festgehalten wurden (act. G 17/1 

Beilage). Eine Protokollierung liegt von daher in Verfügungsform vor. Eines zusätzlichen 

Protokolls (mit dem in der Verfügung vom 26. Mai 2023 festgehaltenen Inhalt) bedurfte es 

mit Blick auf die Praxis des AFU, Kontrollbescheide direkt als Verfügungen zuzustellen, 

nicht. Inwiefern diese Praxis das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzten sollte 

(vgl. act. G 24 S. 5) und zur Gehörswahrung vorgängig zwingend ein Verfügungsentwurf 

an seine Rechtsvertreter hätte zugestellt werden müssen, ist nicht erkennbar. Im Weiteren 

ergibt sich hinsichtlich der im Rekursverfahren abgegebenen Stellungnahme des AFU vom 

25. Juli 2023 (act. G 17/5) aus den Akten, dass dieser den damaligen Rechtsvertretern des 

Beschwerdeführers am 8. August 2023 zur Stellungnahme zugestellt worden war (A-Post-

sendung; act. G 17/6). Der vom jetzigen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers behaup-

tete Umstand allein, dass sowohl die Stellungnahme des AFU vom 25. Juli 2023 als auch 

das Schreiben vom 8. August 2023 nicht in den von den damaligen Rechtsvertretern ange-

forderten Akten enthalten gewesen seien (act. G 24 S. 6), vermag eine Nichtzustellung des 

Schreibens vom 8. August 2023 an die damaligen Rechtsvertreter offensichtlich nicht zu 

 

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belegen. Sodann bedurfte es zur Wahrung des rechtlichen Gehörs auch nicht einer zusätz-

lichen Zustellung an den (rechtsgültig vertretenen) Beschwerdeführer persönlich (vgl. act. 

G 24 S. 6 oben). Eine Gehörsverletzung ist somit insgesamt nicht ersichtlich. 

4. Mängel bei der Abwasserentsorgung 

4.1.  

Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, dass gemäss jahrelangem Monito-

ring durch das AFU beim Gewässereinlauf auf Höhe des Betriebs des Beschwerdeführers 

nach wie vor Verunreinigungen durch Abwasser bestünden, die aufgrund der Ergebnisse 

der Kontrolle vom 20. Januar 2023 nur vom Betrieb des Beschwerdeführers stammen könn-

ten. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdeführer mittlerweile pro Tag 40 m3 Abwasser 

an die ARA abführe. Zum einen schliesse dies ein illegales Versickern-Lassen oder Einlei-

ten eines Teils des Abwassers durch den Beschwerdeführer nicht aus. Zum anderen könn-

ten Gewässerverschmutzungen auch durch unsachgemässe Handhabung im Betrieb pas-

sieren. So sei seine Schlammpresse auf 50 m3 Abwasser pro Tag dimensioniert und der 

Beschwerdeführer habe anfänglich 45 m3 und nicht lediglich 40 m3 pro Tag abgeführt. Er 

habe vor Ort zudem selbst eingeräumt, dass die J.__-Anlage gelegentlich überschäume. 

Wegen des Halbschalenschachts in unmittelbarer Fliessrichtung zur B.__ sei klar, dass 

beim gelegentlichen Überschäumen der J.__-Anlage die konkrete Gefahr bestehe, dass 

Abwasser in die Meliorationsleitungen und in das Fliessgewässer oder Grundwasser ge-

langen könne. Der Verschluss des als Abwasserrückhalteraum genutzten Meteorwasser-

schachts mit einer verklebten Pommes-Chips-Tüte entspreche nicht dem Stand der Tech-

nik. Auch ohne weitere Beprobung klar sei, dass es sich bei den Tropfverlusten des ent-

wässerten Schlamms um verschmutztes Abwasser handle. Dementsprechend bestehe ein 

gewichtiges öffentliches Interesse an der umgehenden Sanierung des Schachts. Das Ver-

schliessen des Ablaufs des Halbschalenschachts sei im Übrigen ohnehin nur als Kompro-

misslösung gedacht, ansonsten der Boden unter der J.__-Anlage unverzüglich saniert bzw. 

abgedichtet und an das Schmutzwasserbecken angeschlossen werden müsste. Zwar sei 

der bestehende Notüberlauf des Meteorwasserbeckens in das Gewässer grundsätzlich ge-

setzeskonform. Jedoch müsse sichergestellt sein, dass dem Meteorwasserbecken kein 

(vorgereinigtes) verschmutztes Abwasser zugeführt werde, wie es vorliegend mit der Lei-

tung ab der J.__-Anlage jedoch möglich sei und gemäss Aussage des Beschwerdeführers 

auch manchmal so gehandhabt werde. Mithin müsse der Beschwerdeführer nicht befragt 

werden, dass sein Betrieb überflutet würde, wenn das Meteorwasser nicht über den 

Schacht abgeleitet werden könnte. Nicht der Notüberlauf sei das Problem, sondern die Tat-

sache, dass Schmutzwasser in den Schacht und somit in das Fliessgewässer gelangen 

könne (act. G 2 S. 12 f.). 

 

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Die Vorinstanz stellte weiter fest, dass bei der Kontrolle vom 5. April 2023 der Fokus (wie 

bei derjenigen vom 20. Januar 2023) bei der Entwässerung des Betriebsareals gelegen 

habe. Die Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten sei dabei nicht näher kontrol-

liert worden. Dennoch seien dabei offensichtliche Mängel sichtbar geworden, wie zum Bei-

spiel die offene und ungeschützte Lagerung der "intermediate Bulk Container" (IBC) und 

der wassergefährdenden Flockungsmittel ohne Auffangwanne sowie die nicht (wie vorge-

schrieben) getrennte Lagerung von Säuren und Laugen. Diese Mängel würden sich im Rah-

men der vorhandenen Infrastruktur und mit geringem Aufwand beheben lassen. Mit den in 

der AFU-Verfügung angegebenen Hilfsmitteln und der Dreimonatsfrist zur Mängelbehe-

bung wäre es dem Beschwerdeführer möglich, den Betrieb ohne grossen Aufwand in einen 

rechtmässigen und sicheren Zustand zu überführen. Davon, dass er die Mängel von sich 

aus ohne behördliche Anordnung beheben würde, könne aufgrund der gemachten Erfah-

rungen keine Rede sein (act. G 2 S. 13).   

4.2.   

Hiergegen wendet der Beschwerdeführer ein, unter der in zwei Containern untergebrachten 

J.__-Anlage habe es keine Wasserlache. Beim Wasser unter den Containern handle es 

sich um normales Meteorwasser. Beim Augenschein (AFU-Kontrolle) habe er keine Aus-

sage gemacht, dass die Anlage überschäume. Es könne sein, dass auf dem Containerbo-

den Schaumreste von früheren Zeiten sichtbar gewesen seien. Eventuell habe er früher 

einmal etwas über diesen Schaum gesagt. Die entsprechenden Fotos würden denn auch 

nicht vom 5. April, sondern vom 21. Januar 2023 datieren. Seitdem das Abwasser in die 

ARA abgeführt werde, werde der J.__ ohnehin nicht mehr gebraucht. Er verwende diesen 

nur noch zur Vorreinigung der betrieblichen Abwässer, bevor diese in die Schmutzwasser-

becken kämen und von dort mit dem Tankwagen an die ARA abgeführt würden. Vom J.__ 

laufe dafür einzig noch der Schrägklärer. Das Gebläse, das früher teilweise zu kleineren 

Überschäumungen geführt habe, habe er dauerhaft abgestellt. Entsprechend könne vom 

J.__ (als geschlossenes System) auch kein verschmutztes Abwasser auf den Boden trop-

fen. Die angeordneten Massnahmen (Befestigung Aufstellbereich J.__ oder Entfernung 

J.__ nach Anschluss an die Kanalisation) erwiesen sich damit als unnötig. Die einzige ver-

hältnismässige Massnahme wäre, dass das Gebläse des J.__ nicht mehr betätigt werden 

dürfe. Dies habe der Beschwerdeführer ohnehin schon vorgekehrt. Im Weiteren sei die Ge-

meinde bezüglich des Anschlusses an die öffentliche Kanalisation seit Jahren untätig. Mehr 

als drei Jahre nach der Verfügung des AFU vom 15. April 2021 sei immer noch nichts pas-

siert (act. G 13 S. 6 f.). Sodann gelange in den – im Rahmen der Erstellung der Gemüse-

halle im Jahr 2004 vom AFU bewilligten (act. G 30 S. 3 und act. G 31) – Halbschalenschacht 

nur sauberes Meteorwasser. Früher sei es bei Überschäumen der J.__-Anlage zwar mög-

lich gewesen, dass minimale Mengen verschmutztes Wasser in den Halbschalenschacht 

 

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gelangt seien. Seit Ausserbetriebnahme der J.__-Anlage gebe es jedoch kein Überschäu-

men mehr. Ein Überlaufen des Schmutzwasserbeckens (Notüberlauf über den Halbscha-

lenschacht) komme nicht mehr vor, da das Schmutzwasser regelmässig an die ARA abge-

führt werde. Über den Halbschalenschacht und in der Folge über die Drainageleitung, die 

das AFU geschlossen haben wolle, entwässere ein Platz von ca. 1000 m2. Bei Starkregen 

käme es zu Überschwemmungen auf dem Betriebsareal mit Folgeschäden, wenn die Meli-

orationsleitung im Halbschalenschacht geschlossen werde. Eine Schliessung des Ablaufs 

des Halbschalenschachts in die Drainageleitung sei damit nicht notwendig und würde zu-

dem zu grossen Schäden führen. Sodann sei der Kugelhahn, über den gereinigtes Wasser 

vom J.__ in das Meteorwasserbecken gelangen könne, mit dem J.__ installiert worden. 

Bevor das Schmutzwasser an die ARA abgeführt worden sei, sei das vorgereinigte Abwas-

ser teilweise als Brauchwasser für den Betrieb verwendet worden. Seitdem alles vorgerei-

nigte Wasser in die ARA gehe, sei der Kugelhahn dauerhaft geschlossen. Bevor die (öf-

fentliche) Abwasserkanalisation erstellt sei, sei der Beschwerdeführer nicht bereit, unnötige 

Änderungen an seinen Installationen durchzuführen. Schliesslich sei, wie bereits im Rekurs 

(Ziffer 12.5) nachgewiesen worden sei, der Tropfwasserschacht mit einem Deckel ver-

schlossen worden. Abgesehen davon befänden sich auf den Anhängern Rüstabfälle, die in 

die Biogasanlage abgeführt würden, nicht jedoch entwässerter Wasserschlamm. Vor dem 

Verpacken würden die Chicoréepflanzen gerüstet, aber nicht gewaschen. Abwasser ent-

stehe allein beim Reinigen der Anlagen und vom Treiben der Chicoréewurzeln. Im Weiteren 

sei eine falsche Lagerung von Flüssigkeiten nicht nachgewiesen. Die Ausführungen des 

AFU dazu seien unpräzise ("werden nicht oder nur teilweise eingehalten"). Am 18. März 

2024 sei vom AFU eine Grundkontrolle durchgeführt und die Lagerung von Stoffen und 

Flüssigkeiten nicht beanstandet worden. Der Beschwerdeführer lagere auch keine Spritz-

apparaturen im Freien; diese würden in der Halle gelagert. Die Spritzgeräte würden obliga-

torisch über eine Innenreinigung verfügen. Es gelte der Grundsatz, dass neben dem obli-

gatorischen Spülen auf dem Feld auch die Reinigung der Spritze auf dem Feld Ziel sein 

solle. Von daher sei ein Waschplatz nicht erforderlich. Wenn die Spritzgeräte dennoch ein-

mal ausserhalb der Felder gereinigt werden müssten, benütze er schon seit jeher den 

Waschplatz des Bruders. Die Befüllung der Spritzgeräte erfolge auf einer gedeckten befes-

tigten Fläche im Betrieb (act. G 13 S. 6-9).    

4.3.  

4.3.1.  

Der angefochtene Entscheid stützt sich auf die der Vorinstanz zusammen mit der AFU-

Stellungnahme vom 25. Juli 2023 zugestellten Unterlagen (act. G 17/5 Beilagen). Das vom 

Beschwerdeführer selbst bestätigte gelegentliche Überschäumen der J.__-Anlage bzw. die 

Abwasserlache ist auf den vom AFU erstellten Bildern vom 20. Januar 2023 ersichtlich (act. 

 

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G 17/5 Beilagen 4 f.). Der Beschwerdeführer merkt hierzu zwar an, dass er das Gebläse 

der J.__-Anlage bereits vor dem 5. April 2023 dauerhaft abgestellt habe, weshalb die einzig 

verhältnismässige Massnahme darin bestanden hätte zu verfügen, dass er das Gebläse 

des J.__ (welches das Überschäumen bewirkt habe) nicht mehr betätigen dürfe (act. G 24 

S. 6). Nach den erwähnten Darlegungen des Beschwerdeführers (vorstehende E. 4.2) wird 

der J.__ zur Vorreinigung der betrieblichen Abwässer verwendet, wobei einzig noch der 

Schrägklärer laufe und das Gebläse offenbar dauerhaft abgestellt worden sei. Indes er-

scheint mit Blick auf die geschilderten Gegebenheiten (Nichteinhaltung der Abwasserein-

leitwerte; vorstehende E. 3.2.2) fraglich, ob sich damit tatsächlich gewährleisten liesse, 

dass vom J.__ kein verschmutztes Abwasser auf resp. in den Boden gelangt. Unbestritten 

blieb hierbei die vorinstanzliche Feststellung, dass der Container, in dem die J.__-Anlage 

untergebracht ist, nicht dicht ist und dementsprechend nicht als Auffangwanne fungieren 

kann (act. G 16 S. 5). Eine Abwasserlache wurde, wie in der Verfügung vom 26. Mai 2023 

explizit festgehalten, anlässlich der Kontrolle vom 5. April 2023 durch zwei Mitarbeiter des 

AFU festgestellt (act. G 17/1 Beilage 1 S. 1 unten). Im gegenwärtigen unvollständigen Zu-

stand ist die Anlage nur eingeschränkt betriebsfähig bzw. sanierungsbedürftig (vgl. act. G 

35 S. 3 oben). Die Massnahme gemäss Ziffer 2 lit. a der Verfügung vom 26. Mai 2023 

(Befestigung des Aufstellbereichs der Abwasservorbehandlungsanlage [J.__] mit An-

schluss an die interne Schmutzwasserkanalisation oder Entfernung der Abwasservorbe-

handlungsanlage; act. G 17/1 Beilage) erweist sich von daher als notwendig und angemes-

sen, zumal sie sich explizit auf die Zeit nach Anschluss des Betriebs an die öffentliche 

Schmutzwasserleitung bezieht und die Anlage im Zug dieses Schmutzwasseranschlusses 

obsolet wird (vgl. act. G 17/5/8 S. 3). Hinsichtlich der Realisierung des Anschlusses des 

Betriebs des Beschwerdeführers an die öffentliche Kanalisation (vgl. dazu auch VerwGE B 

2022/136 E. 4.4) bestätigte die Vorinstanz im Oktober 2024, dass das Umsetzungsziel auf 

Sommer 2024 verpasst worden sei. Das Vorhaben befinde sich aktuell in der öffentlichen 

Auflage oder kurz davor (act. G 16 S. 5). Ein Teil der Verzögerungen beim Bau der Abwas-

serleitung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass zwischen der Gemeinde und dem Be-

schwerdeführer kein Anschlussvertrag bzw. keine Einigung bezüglich eines Kostenteilers 

erzielt werden konnte (act. G 16 S. 6) und der Beschwerdeführer gegen den Kanalisations-

anschluss Einsprache erhob (vgl. act. G 35 S. 3 oben).  

4.3.2.  

Im Betrieb des Beschwerdeführers entwässert ein PVC-Rohr den Platz auf der Südseite 

des Betriebsgebäudes in einen Halbschalenschacht, welcher die Abwasserleitungen der 

Abwasserbehandlungsanlage zum Gebäude hin enthält (vgl. act. G 17/5/8 S. 3). Der Halb-

schalenschacht leitet in eine gelochte Meliorationsleitung ein, wodurch verschmutztes 

Platzwasser/Überlaufwasser in die Gewässer gelangen kann. Gemäss Feststellung der  

 

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21/27 

Vorinstanz wurde von Seiten des AFU eine solche Einleitung von verschmutztem Platzwas-

ser/Überlaufwasser aus einer Kiesfläche in die B.__ bzw. ein Anschluss an eine Meliorati-

onsleitung nie bewilligt (act. G 26 S. 5 f.; zur Bewilligungspflicht vgl. Merkblatt AWE 184: 

Regenwasserentsorgung – Merkblatt zur Versickerung, Retention und Ableitung von Nie-

derschlagsabwasser in Siedlungsgebieten, 1. Oktober 2021, https://www.sg.ch > Um-

welt & Natur > Wasser > Publikationen: Merkblätter, Formulare, Infoblätter uvm.). Hieran 

vermag der vom Beschwerdeführer angeführte Umstand, dass die Halle am 15. April 2004 

bewilligt (act. G 31) und nach deren Erstellung ohne Beanstandung abgenommen worden 

sei (act. G 24 S. 7), nichts zu ändern. In E. 4.3 der Verfügung vom 15. April 2004 betreffend 

Umweltschutzmassnahmen war festgehalten worden, dass das unverschmutzte Vorplatz- 

und Umschlagplatzwasser über die bekiesten Flächen an Ort bzw. "über die Schulter" z.T. 

in die bestehenden Meliorationsleitungen versickere (act. G 31). Die Versickerung war da-

mit über eine begrünte Oberbodenschicht ("über die Schulter") vorgesehen (vgl. act. G 35 

S. 2 unten). Es gilt zudem wie dargelegt ein generelles Einleitungs- und Versickerungsver-

bot (vorstehende E. 3.2.2 zweiter Absatz), wobei das AWE als zuständige Stelle festlegt, 

ob Abwasser als verschmutzt gilt (Art. 3 GSchV). Aufgrund der geschilderten Gegebenhei-

ten waren die Ausläufe in die Melioration zu verschliessen, das Wasser des Halbschalen-

schachts in das Schmutzwasserbecken einzuleiten und über die ARA zu entsorgen (act. G 

16 S. 6). Nachvollziehbar erscheint auch die Feststellung der Vorinstanz, dass der Ver-

schluss des als Abwasserrückhalteraum genutzten Meteorwasserschachts mit einer ver-

klebten Pommes-Chips-Tüte nicht zureichend und auch ohne weitere Beprobung klar sei, 

dass es sich bei den Tropfverlusten des entwässerten Schlamms um verschmutztes Ab-

wasser handle. Dementsprechend bejahte sie ein öffentliches Interesse an der Sanierung 

des Schachts (Verschliessen des Ablaufs des Halbschalenschachts; vgl. Verfügung vom 

26. Mai 2023, Ziffer 2 lit. b; act. G 17/1 Beilage), um sicherzustellen, dass dem Meteorwas-

serbecken mit der Leitung ab der J.__-Anlage kein (vorgereinigtes) verschmutztes Abwas-

ser zugeführt wird bzw. dass Schmutzwasser nicht in den Schacht bzw. in das Fliessge-

wässer gelangen kann (act. G 2 S. 12 f.). Diese vorinstanzlichen Darlegungen erweisen 

sich als begründet. Anlass für weitere Abklärungen ist diesbezüglich nicht ersichtlich.  

Der Beschwerdeführer bringt vor, dass das Meteorwasser bei Starkregen nicht versickern 

könne und die Abwasserbecken einen solch grossen Wasseranfall nicht zu fassen ver-

möchten, wodurch die Schliessung des Ablaufs des Halbschalenschachts nicht notwendig 

sei und zudem zu grossen Schäden führe (act. G 24 S. 7 f.). Diesbezüglich geht die Vor-

instanz davon aus, dass das Abwasservolumen das anfallende Platzwasser schlucken 

könne, da ein Grossteil des Platzwassers flächenförmig versickere (act. G 26 S. 6). Zum 

heutigen Zeitpunkt besteht kein Anlass, diese Annahme in Frage zu stellen. Sollten sich 

künftig dennoch die vom Beschwerdeführer befürchtete mangelhafte Versickerung bestäti-

gen, wären weitere gewässerschutzkonforme Massnahmen vorzusehen.     

 

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4.3.3.  

Das Meteorwasserbecken beim Betriebsgebäude (vgl. Skizze act. G 17/5/8 S. 1) verfügt 

über einen mit Kugelschieber gesteuerten Einlauf aus der Abwasservorbehandlungsanlage 

J.__ (act. G 17/5/8 S. 3 oben). Zu den Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend 

Kugelhahn/Meteorwasserbecken (vgl. vorstehende E. 4.2) legte die Vorinstanz dar, das 

Abwasser nach der J.__-Anlage könne nicht als gereinigt betrachtet werden, da ein Gross-

teil der ursprünglichen J.__-Anlage nicht mehr vorhanden oder nicht mehr in Betrieb sei 

(Messtechnik, Filtertuch, offenbar Belüfter etc.). Des Weiteren entspreche die Wartung 

nach wie vor nicht den Vorgaben des Herstellers. Entsprechend habe das "gereinigte" Ab-

wasser im Meteorwasserbecken nichts verloren, auch nicht in den trockenen Sommermo-

naten, wenn im Regenwasserbecken zu wenig Wasser für die Reinigung des Gemüses 

vorhanden sei. Deshalb sei diese Leitung zurückzubauen/abzuhängen (act. G 16 S. 6). Der 

Beschwerdeführer bestätigte hierzu, dass alles vorgereinigte Wasser aus dem J.__ ins 

Schmutzwasserbecken und dann per Tankwagen in die ARA gehe; der Kugelhahn sei dau-

erhaft geschlossen (act. G 24 S. 8). Mit Blick auf diese Gegebenheiten besteht offensichtlich 

kein Anlass, die Verbindung zwischen Kugelhahn und unterirdischer Leitung weiterhin auf-

recht zu erhalten, weshalb sich auch die verfügte Entfernung des Rohrstücks zwischen Ku-

gelhahn und unterirdischer Leitung (act. G 17/1 Beilage Ziffer 2 lit. c) als begründet erweist.  

4.3.4.  

Mit Bezug auf die Darlegungen des Beschwerdeführers zum Tropfwasserschacht (vorste-

hende E. 4.2) bestätigt die Vorinstanz, dass dieser durch den Beschwerdeführer nach der 

Kontrolle, wie mit Fotos nachgewiesen werden könne, verschlossen worden seien. Entspre-

chend seien die Einwände gegen diese Massnahme nicht nachvollziehbar. Wie die anläss-

lich der Kontrolle gemachten Fotos des Schachts belegten, würden auf diesen Platz trop-

fende Produktionsabfälle abgestellt. Sowohl teilentwässerter Schlamm als auch trop-

fende/saftende Pflanzenreste enthielten einen sehr hohen CSB/DOC-Wert und dürften 

nicht unbehandelt in ein Gewässer gelangen. Die Erde der Wurzeln werde tatsächlich me-

chanisch entfernt. Die Blätter der Schälvorgänge und ein Teil der abgetrennten Wurzeln 

würden aber im Pumpensumpf für das Prozesswasser landen und zusammen mit dem 

Wasser zum Sieb transportiert, wo sie wieder aus dem Wasserkreislauf entfernt würden. 

Die abgeschiedenen Feststoffe (Wurzeln und Chicoréeblätter) würden dann nass in den 

Traktoranhänger abgeworfen. Sei der Anhänger voll, würden sie teilweise auf den Teerplatz 

beim nunmehr korrekt verschlossenen Schacht gestellt. Dasselbe geschehe mit dem An-

hänger für den teilgetrockneten Schlamm, wobei anzumerken sei, dass die Bewilligung für 

die bereits errichtete Schlammtrocknung aufgrund fehlender Baugesuchsunterlagen noch 

nicht habe erteilt werden können (act. G 16 S. 6 f.).  

 

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23/27 

Der Beschwerdeführer hält hierzu fest, dass die Blätter der Schälvorgänge und die abge-

trennten Wurzeln nicht im Pumpensumpf landen würden, sondern direkt über den Hochför-

derer in den Anhänger kämen. Hätte er vom AFU einen Verfügungsentwurf erhalten, hätte 

er den Deckel vor Verfügungserlass montiert. Die Chipspackung sei nur eine vorläufige 

Lösung gewesen (act. G 24 S. 8). Die Vorinstanz weist indes unter Beilage eines Fotos 

darauf hin, dass sich bei der Kontrolle vom 5. April 2023 im Sammelschacht vor der Hebe-

anlage Chicoréeteile befunden hätten (act. 26 S. 6 f. Ziffern 22 und 28). Entgegen der Auf-

fassung des Beschwerdeführers (act. G 30 S. 4 Rz. 16) ist auch klar, was die Vorinstanz 

damit belegen wollte: Die Notwendigkeit einer dauerhaften und irreversiblen Verschliessung 

des in eine Drainageleitung/Versickerungsanlage bzw. ein Gewässer mündenden Auslaufs 

des Schachts (vgl. Verfügung vom 26. Mai 2023 Ziffer 2 lit. d). Von daher erweist sich auch 

Ziffer 2 lit. d der Verfügung vom 26. Mai 2023 als korrekt. 

4.3.5.  

Hinsichtlich der Lagerung von Flüssigkeiten merkt die Vorinstanz zu den Darlegungen des 

Beschwerdeführers (vorstehende E. 4.2) an, dass es sich bei der Kontrolle vom 18. März 

2024 um eine landwirtschaftliche Betriebskontrolle gehandelt habe, bei welcher der gewerb-

liche Teil der Chicorée-Produktion nicht kontrolliert worden sei. Bei der Kontrolle seien auch 

Massnahmen zur Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten vorgeschlagen worden. 

Es seien Verstösse betreffend die Zusammenlagerung von Lagerklassen festgestellt wor-

den, weshalb der Beschwerdeführer mit der Verfügung aufgefordert worden sei, sich mit 

der Thematik zu beschäftigen. Wenn mit den Spritzapparaturen künftig so umgegangen 

werde, wie vom Beschwerdeführer beschrieben, sei das in Ordnung (act. G 16 S. 7; act. G 

24 S. 7). Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, anlässlich der Kontrolle vom 18. März 

2024 sei sehr wohl die Lagerung von Flüssigkeiten geprüft und als in Ordnung befunden 

worden. Eine Falschlagerung anlässlich der Kontrolle vom 5. April 2023 sei in den Akten 

nicht ansatzweise nachgewiesen worden und werde bestritten (act. G 24 S. 8 unten).  

Die pauschale Bestreitung der in der Verfügung vom 26. Mai 2023 Ziffer 2 lit. e enthaltenen 

Feststellung, wonach die Vorschriften betreffend Lagerung und Umschlag von Gefahren-

gütern (Säuren, Laugen, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Fällmittel, Flockungsmittel, 

Spritzmittel, Dünger, Treib- und Schmierstoffe usw.) nicht oder nur teilweise eingehalten 

worden seien und die Umschlagplätze den Vorgaben des interkantonalen Merkblattes "Ab-

sicherung und Entwässerung von Güterumschlagplätzen" entsprochen hätten (act. G 17/1 

Beilage S. 2 f.), ist nicht geeignet, die Begründetheit der verfügten Massnahme in Frage zu 

stellen. Die Feststellung in Ziffer 2 lit. e der Verfügung vom 26. Mai 2023 beruht – gleich 

wie die weiteren Kontrollergebnisse/Probeentnahmen – auf einer Momentaufnahme. Eine 

allfällige Verbesserung der beanstandeten Verhältnisse im Nachgang zur Kontrolle macht 

die entsprechenden Feststellungen in der Verfügung nicht unrechtmässig.  

 

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24/27 

5. Kosten für Kontrolle und Eruierung der Verschmutzung 

5.1.  

Wer Massnahmen zum Schutz der Umwelt und des Gewässerschutzes verursacht, trägt 

die Kosten dafür (Art. 2 USG; Art. 3a GSchG). Im Weiteren werden nach Art. 48 Abs. 1 

USG für Bewilligungen, Kontrollen und besondere Dienstleistungen Gebühren erhoben. Die 

Kosten von Massnahmen, welche die Behörden zur Abwehr einer unmittelbar drohenden 

Gefahr für die Gewässer sowie zur Feststellung und zur Behebung eines Schadens treffen, 

werden dem Verursacher überbunden (Art. 54 GSchG).  

Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer die gel-

tend gemachten Kosten durch sein Verhalten verursacht habe, zumal das AFU verpflichtet 

sei, seinen Betrieb zu kontrollieren, dem Grund der dabei festgestellten Gewässerver-

schmutzung nachzugehen sowie entsprechende Massnahmen durchzusetzen. Dazu 

komme, dass es dem Beschwerdeführer obliege, die Abwasseranlagen (Leitungen und 

Schächte) auf seinem Grundstück in funktionstüchtigem Zustand zu erhalten, was nicht der 

Fall gewesen sei. So seien die Abwasserleitungen im April 2023 teilweise so stark verstopft 

gewesen, dass sich laut AFU auf dem Hallenboden Abwasserlachen gebildet hätten, ob-

wohl die entsprechende Kontrolle bereits im Januar 2023 in Aussicht gestellt worden sei. 

Nach dem Verursacherprinzip seien die Kosten für Kontrolle und Eruierung der Verschmut-

zung vom Beschwerdeführer zu bezahlen. Die Gebühr von CHF 1'695 sei tarifkonform (Zif-

fer 10.17 GebT) und die Kosten der Risch reinigt Rohre AG, Sevelen, von CHF 5'014.10 

seien ausgewiesen (act. G 2 S. 13 f.). 

5.2.  

Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, es sei nicht ersichtlich, weshalb er die Kosten 

der Kontrolle, der Saugarbeiten und der Entsorgung des abgesaugten Materials bezahlen 

müsste. Das AFU habe die Massnahmen ohne Ankündigung (angekündigt gewesen sei nur 

eine Kontrolle per Video) und eigenmächtig durchgeführt. Nachdem keine Mängel und 

keine illegalen Einleitungen hätten festgestellt werden können, habe das AFU den Kon-

trollaufwand nach Verursacherprinzip (Art. 3a GSchG) selbst zu übernehmen. Die Kosten-

überbindung nach Art. 54 GSchG sei nicht ansatzweise begründet. Es werde bestritten, 

dass die Abwasserleitungen nicht in einem ordnungsgemässen Zustand gewesen seien 

(act. G 13 S. 9). Der Schacht im Foto der Vorinstanz (act. G 16 S. 7 unten links) habe nicht 

den geringsten Zusammenhang mit irgendeiner Einleitung in die B.__. Woher die Vo-

rinstanz dieses Foto habe, sei nicht erklärbar; es finde sich auch nicht in den Vorakten. Er 

habe am 5. April 2023 den Zutritt zu seinen Betriebshallen nicht gestattet. Das Foto vom 

Innern der Meliorationsleitung (act. G 16 S. 7 unten rechts) finde sich zwar in den Vorakten, 

jedoch sei nicht nachvollziehbar, in welcher Leitung es aufgenommen worden sei. Für den 

 

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25/27 

Unterhalt der Meliorationsleitungen sei ohnehin nicht er, sondern die Melioration verant-

wortlich (act. G 24 S. 9). 

5.3.  

Hierzu ist mit der Vorinstanz (act. G 16 S. 7) festzuhalten, dass der Umstand, wonach am 

5. April 2023 eine Fehleinleitung aufgrund mangelnder Zugänglichkeit und mangelnder 

Planunterlagen nicht eruiert werden konnte, an der Tatsache nichts zu ändern vermag, dass 

vom Betrieb des Beschwerdeführers im Jahr 2023 belastetes Abwasser in die B.__ floss. 

Letzteres ist wie dargelegt durch das Abwasser-Monitoring zwar nicht für den Abklä-

rungstag (5. April 2023) selbst, jedoch für die Zeit vor Beginn der ARA-Ablieferung des 

Abwassers (am 27. Januar 2023) und für die Zeit nach dem 5. April 2023 belegt (vorste-

hende E. 3.2.2). Der Schacht gemäss Foto (act. G 16 S. 7 unten) befindet sich nach Anga-

ben der Vorinstanz in unmittelbarer Nähe eines überbauten Meliorationsschachtes. Der In-

halt des Schachtes habe abgesaugt werden müssen, um untersuchen zu können, ob zwi-

schen Bodenablauf und Meliorationsleitung eine direkte Verbindung bestehe. Das Kanal-

TV habe einen überbauten Schacht unter der Chicoréehalle nicht überwinden können und 

die Leitung von der anderen Seite der Halle sei kollabiert, so dass ein Grossteil der Leitung 

unter dem Gebäude nicht auf Fehlanschlüsse habe überprüft werden können. Der beim 

Absaugvorgang zeitweise anwesende Beschwerdeführer sei verärgert gewesen über die 

festgestellte Verstopfung. Im Fall der Bestreitung dieser Tatsache durch den Beschwerde-

führer seien die Mitarbeiter der Saugwagen-Unternehmung als Zeugen zu befragen (act. G 

26 S. 7 mit Skizze zum Nachvollzug, in welchen Leitungen das vorerwähnte Foto aufge-

nommen worden war).  

Aufgrund dieser Gegebenheiten ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Kosten 

für Saugarbeiten und Entsorgung anfielen, weil die Kanal-TV-Arbeiten ohne diese Vorar-

beiten aufgrund eines im Verantwortungsbereich des Beschwerdeführers liegenden man-

gelnden Unterhalts (Bilder: verstopfter Schacht im Gang der Chicoréehalle, Meliorationslei-

tung ab Grundstück des Beschwerdeführers; act. G 16 S. 7) nicht durchgeführt werden 

konnten. Mithin war die Kontrolle der halleninternen Leitungen und Schächte ohne vorgän-

gige Reinigung nicht möglich. Die Kosten für die Kanal-TV-Arbeiten hatte dabei einstweilen 

das AFU bezahlt (act. G 16 S. 7). Von daher lässt sich der angefochtene Entscheid eben-

falls nicht beanstanden.   

6.   

6.1.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Verfahrens-

ausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten 

 

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26/27 

des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr 

von CHF 2'500. Sie ist mit dem vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe geleisteten Kos-

tenvorschuss beglichen. 

6.2.  

Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf ausseramt-

liche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit 

Art. 98bis VRP). Die Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschä-

digung (LINDER, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 98bis VRP); sie stellte 

auch keinen Antrag. 

 

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27/27 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführer bezahlt amtliche Kosten von CHF 2'500, unter Anrechnung des von 

ihm geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

3.  

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 21.08.2025
	Gewässerschutz. Feststellung von Mängeln bei der Abwasserentsorgung und deren Behebung; Auferlegung von Verfahrenskosten. Art. 3a und 15 GSchG (SR 814.20). Art. 8 Abs. 1, 9 Abs. 1 und 15 GSchV (SR 814.201). Art. 2 Abs. 1 USG (SR 814.01). Art. 12 VRP (sGS 951.1). Das Verwaltungsgericht bestätigte den angefochtenen Rekursentscheid hinsichtlich der darin festgestellten Mängel bei der Abwasserentsorgung. Im Weiteren ging es davon aus, dass die Kosten für Saugarbeiten und Entsorgung anfielen, weil die Kanal-TV-Arbeiten ohne diese Vorarbeiten aufgrund eines im Verantwortungsbereich des Be-schwerdeführers liegenden mangelnden Unterhalts nicht durchgeführt werden konnten. Mithin war die Kontrolle der halleninternen Leitungen und Schächte ohne vorgängige Reinigung nicht möglich. Bestätigung der Rechtmässigkeit der Kostenauferlegung ge-genüber dem Beschwerdeführer. (Verwaltungsgericht, B 2024/123). Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_544/2025)

		2026-01-28T04:11:43+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen