# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ee2be10-a549-55a8-b5e8-fc65557fbfc4
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-07-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.07.2005 BA.2005.7
**Docket/Reference:** BA.2005.7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BA-2005-7_2005-07-05

## Full Text

Ausstandsbegehren (Art. 30 SGG i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 22 ff. OG);;Ausstandsbegehren (Art. 30 SGG i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 22 ff. OG);;Ausstandsbegehren (Art. 30 SGG i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 22 ff. OG);;Ausstandsbegehren (Art. 30 SGG i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 22 ff. OG)

Entscheid vom 5. Juli 2005  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichterin Barbara Ott, Vorsitz 
Bundesstrafrichter Miriam Forni und Daniel Kipfer 
Fasciati 
Gerichtsschreiber Patrick Guidon 
 

   
 
Parteien 

  
A., 

 
Gesuchsteller 

 
 gegen 
   

1. OBERGERICHT DES KANTONS BERN,  
 
2. GERICHTSPRÄSIDENTIN 14 DES GERICHTS-

KREISES VIII BERN-LAUPEN,  
 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand  Ausstandsbegehren (Art. 30 SGG i.V.m. Art. 99 
Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 22 ff. OG) 

 

B u n d e ss t r a f g e r i c h t   

T r ib una l  pé na l  f édé ra l  

T r ib una l e  p e na l e  f e de r a l e  

T r ib una l  pe na l  f ede ra l  

Geschäftsnummer: BA.2005.7 / BG.2005.14 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Beschwerdekammer mit Entscheid vom 20. April 2005 (Geschäfts-
nummer BG.2005.5) auf eine Beschwerde des Gesuchstellers vom 
20. Februar 2005 gegen das Obergericht des Kantons Bern und die Ge-
richtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen nicht eingetreten 
ist; 

 
- der Gesuchsteller mit Eingabe vom 12. (recte: 10.) Mai 2005 bei der Be-

schwerdekammer sinngemäss die Revision des Entscheides vom 20. April 
2005 und zudem den Ausstand mehrerer Richter (Emanuel Hochstrasser, 
Andreas J. Keller, Walter Wüthrich, Tito Ponti) und Gerichtsschreiberinnen 
(Joséphine Contu, Petra Williner) des Bundesstrafgerichts „infolge erfüllten 
Tatbestandes des Anscheins der Befangenheit, Parteilichkeit und Feind-
schaft“ beantragt (BK act. 1, S. 2); 

 
- für die Behandlung der Ausstandsbegehren gemäss Art. 30 SGG i.V.m. 

Art. 99 Abs. 1 BStP die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundes-
rechtspflegegesetz [OG]; SR 173.110) und somit die Art. 22-28 OG An-
wendung finden; 

 
- die Behandlung des Ausstandbegehrens unter Ausschluss der betroffenen 

Gerichtspersonen erfolgt (Art. 26 Abs. 1 OG); 
 

- die Gegenparteien in Anwendung von Art. 26 Abs. 2 OG nicht angehört 
wurden; 

 
- der Gesuchsteller es unterlässt, für jedes einzelne abgelehnte Gerichtsmit-

glied einen konkreten Ausstandsgrund zu bezeichnen (BGE 105 Ib 301, 
302 ff. E. 1a/b; Urteile bzw. Beschlüsse des Bundesgerichts 1P.86/2004 
vom 13. Februar 2004, 1A.14/2004 vom 29. Januar 2004 sowie 1P.74/2001 
vom 23. April 2001 E. 1b, vgl. auch Art. 25 Abs. 2 OG); 

 
- die blosse Mitwirkung von Gerichtspersonen an früheren gegen den Ge-

suchsteller ergangenen Urteilen nicht geeignet ist, diese Personen bei ob-
jektiver Betrachtung als befangen erscheinen zu lassen (BGE 126 I 168, 
169 E. 2a und 114 Ia 278, 279 E. 1; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 
1P.74/2001 vom 23. April 2001 E. 1b sowie 1P.231/2004 vom 26. April 
2004); 

 

- 3 - 

 

 

- eine derart begründete Ablehnung untauglich und unzulässig ist, weshalb 
auf das Ausstandsbegehren nicht einzutreten ist (statt vieler BGE 114 Ia 
278, 278 f. E. 1 und BGE 105 Ib 301, 304 E. 1c); 

 
- damit die Angelegenheit an den Präsidenten der Beschwerdekammer zur 

weiteren Überprüfung bzw. Bestimmung des Spruchkörpers überwiesen 
werden kann; 

 
- die Kosten des Ausstandsverfahrens zusammen mit dem Entscheid in der 

Sache verlegt werden können, 
 
 
 

und erkennt: 
 
1. Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Angelegenheit wird dem Präsidenten der Beschwerdekammer zur weite-

ren Prüfung überwiesen. 
 
 

Bellinzona, 5. Juli 2005 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Vorsitzende:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 

- 4 - 

 

 

Zustellung an 
 
- A. 
- das Obergericht des Kantons Bern, 
- die Gerichtspräsidentin 14 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen 
- den Präsidenten der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.