# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bcf5e68-5e84-570d-9ce5-bdb12f295bdf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PS250139-O2
**Docket/Reference:** PS250139-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PS250139-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PS250139-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck

Urteil vom 5. Juni 2025

in Sachen

A._____ ag,

Schuldnerin und Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLE X._____,

gegen

B.______,

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 20. Mai 2025 (EK250599)

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Erwägungen:

1.1. Mit Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 20. Mai 2025 wurde über die Schuldnerin und Beschwerdeführe-

rin (nachfolgend: Schuldnerin) für folgende Forderungen der Gläubigerin und Be-

schwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) der Konkurs eröffnet (act. 3 = 

act. 10 = act. 11/12; nachfolgend zitiert als act. 10):

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF 

CHF

CHF

CHF

49'797.15 nebst Zins zu 5 % seit 19.11.2024

10'000.00 abzüglich TZ vom 06.12.2024

10'000.00 abzüglich TZ vom 13.12.2024

10'000.00 abzüglich TZ vom 31.12.2024

5'000.00 abzüglich TZ vom 08.01.2025

5'000.00 abzüglich TZ vom 17.01.2025

5'000.00 abzüglich TZ vom 31.01.2025

1'000.00 abzüglich TZ vom 05.03.2025

1'814.10 ohne Zins

252.00 Betreibungskosten

Dagegen erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 22. Mai 2025 fristgerecht 

(vgl. act. 11/15 sowie Art. 174 Abs. 1 SchKG) Beschwerde, wobei sie im Wesentli-

chen die Aufhebung des Konkurses und die Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung beantragte (act. 2). 

1.2. Mit Verfügung vom 23. Mai 2025 wurde der Beschwerde einstweilen die auf-

schiebende Wirkung zuerkannt und der Schuldnerin wurde Frist zur Leistung ei-

nes Kostenvorschusses angesetzt (act. 8). Der Kostenvorschuss ging fristgerecht 

(vgl. act. 9/1) ein (act. 12). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen 

(act. 11/1-15). Die Sache erweist sich als spruchreif.

2. Gemäss Art. 174 Abs. 1 SchKG kann ein Entscheid des Konkursgerichtes 

innert zehn Tagen mit Beschwerde nach ZPO angefochten werden, wobei die 

Parteien uneingeschränkt neue Tatsachen geltend machen können, wenn sie vor 

dem erstinstanzlichen Entscheid entstanden sind. Dazu gehört insbesondere, 

dass die Forderung des Gläubigers schon vor der Konkurseröffnung nebst Zinsen 

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und Kosten bezahlt wurde, was nach Art. 172 Ziff. 3 SchKG zur Abweisung des 

Konkursbegehrens geführt hätte, wenn es dem Konkursgericht bekannt gewesen 

wäre. Bei einer rechtzeitigen Zahlung vor Konkurseröffnung ist der Schuldner be-

freit vom Glaubhaftmachen seiner Zahlungsfähigkeit, was bei einer Tilgung erst 

nach Konkurseröffnung erforderlich wäre (vgl. Art. 174 Abs. 2 SchKG) (OGer ZH 

PS110095 vom 6. Juli 2011 E. 2.3 = ZR 110/2011 Nr. 79). Dasselbe gilt auch, 

wenn der Schuldner zwar die Forderung inklusive Zinsen und Kosten vor Kon-

kurseröffnung tilgte, die Kosten des Konkursgerichtes und des Konkursamtes je-

doch erst danach sicherstellt (vgl. OGer ZH PS160210 vom 9. November 2016 

E. II.2). 

3.

Die Schuldnerin macht geltend und belegt mittels eines Schreibens der 

Gläubigerin vom 22. April 2025, dass sie die Konkursforderungen (Betreibung 

Nr. 415'174; vgl. auch act. 10) bis auf einen sich aus Betreibungskosten, Gebüh-

ren und Verzugszinsen zusammensetzenden Betrag von Fr. 842.25 bezahlt hatte 

(act. 5/3; vgl. auch act. 2 Rz 7). Die Restforderung von Fr. 842.25 überwies die 

Schuldnerin der Gläubigerin am 23. April 2025 (act. 5/4 sowie act. 5/3 S. 2; vgl. 

auch act. 2 Rz 8). Damit waren die Konkursforderungen inklusive Zinsen und Kos-

ten vollumfänglich vor Konkurseröffnung getilgt worden. Ausserdem überwies die 

Schuldnerin der Gläubigerin am 20. Mai 2025 Fr. 1'800.– für den von dieser bei 

der Vorinstanz geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe (act. 5/5 sowie 

act. 10; vgl. auch act. 2 Rz 9). Sodann erbringt die Schuldnerin den Nachweis, 

dass sie am 21. Mai 2025 beim Konkursamt Aussersihl-Zürich Fr. 1'200.– einbe-

zahlte und damit die Kosten des Konkursamtes inklusive der Kosten des vorins-

tanzlichen Verfahrens sicherstellte (act. 5/6; vgl. auch act. 2 Rz 11). Schliesslich 

bezahlte die Schuldnerin auch den Kostenvorschuss für das zweitinstanzliche 

Verfahren (act. 12). Somit sind die Voraussetzungen für die Aufhebung des Kon-

kurses erfüllt. Auf die Ausführungen der Schuldnerin zu ihrer Zahlungsfähigkeit 

(vgl. act. 2 Rz 14 ff.) braucht nicht näher eingegangen zu werden. Die Be-

schwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid über die Konkurser-

öffnung ist aufzuheben. Das Konkursamt Aussersihl-Zürich ist aufgrund dessen, 

dass die Schuldnerin der Gläubigerin den von dieser der Vorinstanz geleisteten 

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Kostenvorschuss bereits ersetzt hat, anzuweisen, den nach Abzug seiner Kosten 

allfällig verbleibenden Restbetrag der Schuldnerin auszubezahlen.

4.

Die Kosten sowohl des erst- als auch des zweitinstanzlichen Verfahrens sind 

der Schuldnerin aufzuerlegen, auch wenn der Konkurs letztlich aufgehoben wer-

den kann. Dies, da es in der Verantwortung des – sozusagen bis zur letzten Mi-

nute säumigen – Schuldners liegt, das Konkursgericht über Umstände, welche 

gegen eine Konkurseröffnung sprechen, zu informieren (OGer ZH PS110095 vom 

6. Juli 2011 E. 2.2 = ZR 110/2011 Nr. 79). Ebenso wird die Schuldnerin die Kos-

ten des Konkursamtes zu tragen haben. Eine Parteientschädigung ist ihr nicht zu-

zusprechen. Im Übrigen ist auch der Gläubigerin mangels Umtrieben im vorlie-

genden Verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Es wird erkannt:

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-kurs-

gerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Mai 2025 aufgehoben. Das 

Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidge-

bühr von Fr. 400.– wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt.

3.

Das Konkursamt Aussersihl-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm ein-

bezahlten Totalbetrag von Fr. 2'600.– (Fr. 1'200.– Zahlung der Schuldnerin 

sowie Fr. 1'400.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleis-

teten Vorschusses) der Schuldnerin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig 

verbleibenden Restbetrag auszuzahlen.

4.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage einer 

Kopie von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich 

(unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Aus-

sersihl-Zürich, ferner im Urteils-Dispositiv an das Handelsregisteramt des 

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Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 4, je gegen Empfangs-

schein.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw C. Funck

versandt am:
5. Juni 2025