# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** beed0362-7469-5869-ba22-a678e793128a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.05.2024 E-2268/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2268-2024_2024-05-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2268/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  M a i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Barbara Balmelli (Vorsitz),  

Richter Manuel Borla, Richterin Regina Derrer,    

Gerichtsschreiber Olivier Gloor. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Algerien,   

vertreten durch MLaw LL.M. Iryna Borodii,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylverfahren (Übriges);  

Verfügung des SEM vom 28. März 2024 / N (…). 

 

 

 

E-2268/2024 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 28. November 2023 in der Schweiz um 

Asyl ersuchte und dabei erklärte, er sei am (…) geboren, mithin minderjäh-

rig, 

dass das von der Jugendanwaltschaft B._______ in Auftrag gegebene Al-

tersgutachten vom 16. Januar 2024 in der zusammenfassenden Beurtei-

lung festhält, beim Beschwerdeführer ergebe sich zum Zeitpunkt der Un-

tersuchung ein durchschnittliches Lebensalter von 18 bis 21 Jahren sowie 

ein Mindestalter von 17.6 Jahren und gemäss Standardliteratur könne das 

angegebene Geburtsdatum nicht zutreffen, 

dass am 19. März 2024 im Gefängnis C._______ die Erstbefragung für 

Minderjährige (EB UMA) sowie die Anhörung zu den Asylgründen durch-

geführt wurde,  

dass der Beschwerdeführer dabei vorab erklärte, um weiterreisen zu kön-

nen habe er in Italien ein anderes Geburtsdatum beziehungsweise ein Alter 

von über 18 Jahren angegeben, 

dass er zur Absicht der Vorinstanz, sein Geburtsdatum im Zentralen Mig-

rationsinformationssystem auf den (…) festzusetzen, ausführte, er sei da-

mit nicht einverstanden und werde seine Geburtsangaben mittels geeigne-

ter Unterlagen beweisen, 

dass er Registrierungspapiere aus Italien sowie eine Kopie der Geburtsur-

kunde als Beweismittel zu den Akten gab, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 28. März 2024 die Flüchtlingsei-

genschaft des Beschwerdeführers verneinte, sein Asylgesuch ablehnte, 

die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete und ferner 

festhielt, das Geburtsdatum werde im ZEMIS unter Anbringung eines Be-

streitungsvermerks auf den (…) festgesetzt, 

dass der Beschwerdeführer am 9. April 2024 Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht erhob und beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben, das Geburtsdatum sei im ZEMIS auf den (…) zu berichtigen 

und er sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, eventualiter sei die an-

gefochtene Verfügung vollständig aufzuheben und zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, ferner sei im Sinne einer 

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superprovisorischen vorsorglichen Massnahme das SEM anzuweisen, das 

Geburtsdatum im ZEMIS bis zum rechtskräftigen Urteil mit dem (…) zu er-

fassen, 

dass er schliesslich beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu ver-

zichten, 

dass die Verfügung der Vorinstanz vom 28. März 2024 betreffend Asyl und 

Wegweisung (Dispositivziffern 1-3 der angefochtenen Verfügung) nicht an-

gefochten wurde und damit diesbezüglich in Rechtskraft erwuchs,  

dass nach Eingang der Beschwerde die Rechtssache in das vorliegende 

Verfahren betreffend Datenschutz (Dispositivziffer 5 der angefochtenen 

Verfügung) sowie das Verfahren betreffend Vollzug der Wegweisung (Dis-

positivziffer 4 der angefochtenen Verfügung) aufgetrennt wurde,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-2165/2024 vom 19. April 

2024 die Beschwerde gegen den Wegweisungsvollzug der Vorinstanz ab-

wies, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das SEM zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben ein Informati-

onssystem zur Bearbeitung von Personendaten im Ausländer- und im Asyl-

bereich führt (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes über das In-

formationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich [BGIAA, 

SR 142.51]),  

dass es in diesem Rahmen auch Begehren um Berichtigung von Perso-

nendaten im Sinne von Art. 41 Abs. 2 Bst. a DSG bearbeitet,  

dass sich diesbezügliche Verfahren nach dem VwVG richten (Art. 41 

Abs. 6 DSG; auch Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über das Zentrale Migra-

tionsinformationssystem [ZEMIS-Verordnung, SR 142.513]), 

dass das Bundesverwaltungsgericht damit gestützt auf Art. 47 Abs. 1 Bst. b 

VwVG i.V.m. Art. 31 VGG zuständige Beschwerdeinstanz gegen entspre-

chende vorinstanzliche Verfügungen ist, zumal keine Ausnahme gemäss 

Art. 32 VGG vorliegt, 

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dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG), 

dass vorliegend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet 

wurde (Art. 57 Abs. 1 VwVG e contrario), 

dass der Antrag des Beschwerdeführers, es sei mittels superprovisorischer 

vorsorglicher Massnahme (Art. 56 VwVG) der Eintrag im ZEMIS vorläufig 

rückgängig zu machen, mit Erlass des vorliegenden Urteils gegenstandlos 

geworden ist, wobei mit Blick auf die diesbezüglich vorzunehmende Güter-

abwägung festzuhalten ist, dass den datenschutz- beziehungsweise per-

sönlichkeitsrechtlichen Anliegen des Beschwerdeführers mit dem Anbrin-

gen des Bestreitungsvermerks für die Dauer des hängigen ZEMIS-Be-

schwerdeverfahrens bereits genügend Rechnung getragen sein dürfte, 

weshalb dem Antrag ohnehin nicht zu entsprechen gewesen wäre, 

dass, sofern – wie vorliegend – weder die Richtigkeit der bisherigen noch 

diejenige der neuen Personendaten bewiesen werden kann, im Rahmen 

eines Berichtigungsverfahrens betreffend Einträge mit Bestreitungsver-

merk die Frage im Zentrum steht, welche der umstrittenen Personenanga-

ben die wahrscheinlicheren sind (vgl. zuletzt etwa: Urteil des BVGer  

E-1134/2024 vom 19. April 2024 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ausführt, dass der 

Beschwerdeführer in Italien mit dem Geburtsdatum (…) registriert sei, er 

aufgrund seiner äusseren Erscheinung älter als 16 Jahre wirke, er ferner 

sein Geburtsdatum nicht mit genügend beweiskräftigen Dokumenten habe 

belegen können und das erstelle Altersgutachten unter anderem festhalte, 

das von ihm geltend gemachte Geburtsdatum könne nicht zutreffen, womit 

er seine Minderjährigkeit nicht habe glaubhaft darlegen können, 

dass die Vorinstanz ferner feststellt, die nachgereichte Geburtsurkunde sei 

offensichtlich manipuliert worden, 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe geltend macht, er 

habe kohärente Angaben zu seinem Werdegang sowie zu seinem Alter ge-

macht und in Italien nur deshalb ein anderes Geburtsdatum angegeben, 

damit er dort als Minderjähriger nicht festgehalten werde, 

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dass, sollten die Schweizer Behörden Zweifel bezüglich des Alters haben, 

eine korrekte Anhörung sowie umfassende Ermittlung des Sachverhaltes 

durchzuführen oder ihm Frist zur Beibringung weiterer Unterlagen anzu-

setzen sei,  

dass, soweit die Vorinstanz bei der Einschätzung des Alters auf seine 

äussere Erscheinung abstelle, dies gemäss Rechtspraxis kein zuverlässi-

ges Indiz für die Bestimmung des Alters darstelle, 

dass im Zusammenhang mit dem Altersgutachten in der Rechtsmittelein-

gabe namentlich geltend gemacht wird, angesichts der darin enthaltenen 

Untersuchungsergebnisse könne das Gutachten keine verlässliche Grund-

lage für die Feststellung der Volljährigkeit beziehungsweise für die Unkor-

rektheit der von ihm gemachten Geburtsdaten darstellen, 

dass, sollte die Vorinstanz weiterhin an seiner Minderjährigkeit zweifeln, 

weitere Untersuchungen durchzuführen seien, 

dass der Beschwerdeführer weder im vorinstanzlichen Verfahren noch auf 

Beschwerdeebene beweiskräftige Identitätspapiere (vgl. Art. 1a Bst. c der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) zu den Ak-

ten gab, welche sein Geburtsdatum bestätigen können, 

dass das Gericht insbesondere in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zur 

Auffassung gelangt, dass die lediglich in Kopie eingereichte Geburtsurkun-

de beziehungsweise die darin gemachten Angaben nicht authentisch sind, 

insbesondere da der Name des Beschwerdeführers in diesem Dokument 

und das darin angegebene Geburtsdatum darstellerische Auffälligkeiten 

aufweisen (u.a. nichtübereinstimmende beziehungsweise nicht zur Eintei-

lung des Formulars passende Schriftgrössen), 

dass der Beschwerdeführer zu diesen von der Vorinstanz eingehend dar-

gelegten Unstimmigkeitsmerkmalen in der Rechtsmitteleingabe keine sub-

stantiierten Ausführungen macht und diesbezüglich im Übrigen auf das in 

der angefochtenen Verfügung Dargelegte verwiesen werden kann, 

dass der Beschwerdeführer in Italien mit einem Geburtsdatum registriert 

ist, gemäss welchem er volljährig ist, wobei mit Blick auf seine Erklärung, 

er habe mit der Angabe eines falschen Geburtsdatums ein Asylverfahren 

in Italien verhindern wollen, nicht überzeugt, weshalb er sich bei entspre-

chenden Absichten tatsächlich als fünf Jahre älter ausgibt, als er in der 

Schweiz behauptet hat zu sein,  

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Seite 6 

dass er mit dem Argument, er habe gegenüber anderen Behörden falsche 

Angaben gemacht, überdies nicht zu seiner Glaubwürdigkeit beiträgt,   

dass das erstellte Altersgutachten ferner seinen Altersangaben wider-

spricht und, soweit er vorbringt, dieses stelle vorliegend keine verlässliche 

Grundlage für die Einschätzung seines Alters dar, er daraus zumindest 

auch nichts zugunsten des von ihm behaupteten Geburtsdatums abzulei-

ten vermag, 

dass darüber hinaus festzuhalten ist, dass das Bundesverwaltungsgericht 

im Urteil E-2165/2024 vom 19. April 2024 in seinen Erwägungen festhielt, 

dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, seine Minderjährigkeit 

glaubhaft zu machen, 

dass schliesslich festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer nicht sub-

stantiiert begründet, weshalb die Vorinstanz gehalten gewesen wäre, im 

Zusammenhang mit seinem Alter weitere Abklärungen zu tätigen, solches 

auch nicht ersichtlich ist, sich die Rüge der Verletzung der Pflicht zu sorg-

fältigen und vollständigen Sachverhaltsabklärung im Ergebnis als unbe-

gründet erweist und die in diesem Zusammenhang gestellten Anträge ab-

zuweisen sind, 

dass aufgrund des vorstehend Ausgeführten insgesamt nicht davon aus-

gegangen werden kann, das vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

Geburtsdatum sei das wahrscheinlichere, 

dass die Vorinstanz durch den von ihr vorgenommenen Eintrag Bundes-

recht nicht verletzt und auch nicht unangemessen entschieden hat (Art. 49 

VwVG), 

dass die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung beantragt (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, dass seine Begehren 

bereits bei Eingang der Beschwerde respektive des Gesuches um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung als aussichtslos zu gelten hatten, 

dass damit eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht gege-

ben ist, weshalb das Gesuch abzuweisen ist, 

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Seite 7 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 500.– fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; 

SR 173.320.2]), 

dass der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses mit 

vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. 

Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist beträgt 30 

Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung der Rechnung erfolgt mit sepa-

rater Post. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und das General-

sekretariat des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD). 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Barbara Balmelli Olivier Gloor 

 

 

 

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Seite 9 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).  

 

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