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**Case Identifier:** 431e70e6-5567-576c-8d2d-bed9371081be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.01.2023 720 2021 142 / 7 (720 21 142 / 7)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2021-142---7_2023-01-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Januar 2023 (720 21 142 / 7) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine erstmalige berufliche Ausbildung 

als berufliche Massnahme der IV 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Martin Lutz, Advokat, 
Falknerstrasse 3, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Berufliche Massnahmen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1998, absolvierte von 2012 bis 2015 die Sekundarschule (A-Zug) und 
anschliessend von 2015 bis 2016 den Vorkurs Detailhandel. Mit Gesuch vom 18. August 2016 
meldete er sich bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) an und beantragte die Durchführung 
von beruflichen Massnahmen. In der Folge sprach ihm die IV-Stelle mit Mitteilung vom 29. No-
vember 2016 rückwirkend vom 9. September 2016 bis 8. Dezember 2016 ein Berufsfindungs-

 
 
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coaching zu. Nach Abbruch dieses Coachings lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf weitere be-
rufliche Massnahmen mit Verfügung vom 8. Mai 2017 ab und machte dem Versicherten für den 
Fall der Einreichung eines neuen Gesuchs Auflagen. In der Begründung hielt sie fest, dass das 
Coaching aufgrund fehlenden Engagements des Versicherten habe abgebrochen werden müs-
sen. Er habe mitgeteilt, dass er ein Praktikum in der Tagesstruktur der Schule B.____ absolviere, 
und habe in der Folge nicht mehr auf die Aufforderungen reagiert. Unter diesen Umständen sei 
eine Zusammenarbeit nicht möglich, weshalb das Dossier geschlossen werde. Diese Verfügung 
wurde rechtskräftig. Mit Gesuch vom 30. November 2018 meldete sich A.____ erneut bei der IV 
an und beantragte berufliche Massnahmen. In der Folge wurden ihm vom 6. September 2019 bis 
Ende Dezember 2019 ein individuelles Coaching und vom 20. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 eine 
Berufswahlabklärung in der Institution C.____ zugesprochen. Mit E-Mail vom 6. August 2020 in-
formierte ihn die IV-Stelle, dass die von ihm beabsichtigte Ausbildung zum ____. EFZ aufgrund 
der gesundheitlichen Beeinträchtigungen als nicht erfüllbar bzw. als nicht eingliederungswirksam 
eingeschätzt werde. Daraufhin teilte der Versicherte der zuständigen Fachperson der Institution 
C.____ mit, dass er die Ausbildung zum ____. EFZ trotzdem antreten werde. In der Folge erliess 
die IV-Stelle am 2. September 2020 die Aufforderung zur Mitwirkung im Sinne der Teilnahme an 
weiteren Massnahmen zur Klärung der Frage, welche Ausbildung geeignet sei. Dieser Aufforde-
rung konnte der Versicherte nicht mehr nachkommen, da er bereits im August 2020 die Lehre 
zum ____. EFZ im mütterlichen Betrieb begonnen hatte. Nach durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. März 2021 die Unterstützung für die erstmalige 
berufliche Ausbildung zum ____. EFZ ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Martin Lutz, mit Eingabe vom 6. Mai 
2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), und liess unter o/e-Kostenfolge beantragen, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Ausbildung zum ____. 
EFZ an der Berufsschule zu bewilligen und es sei ihm im Rahmen seines Anspruchs auf berufli-
che Eingliederung die ihm zustehende Unterstützung zu gewähren (kleines Taggeld, Ausbil-
dungskosten, Transportkosten, Coaching etc.). In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Martin Lutz als unentgeltlichem Rechts-
beistand. 
 
C. Mit Verfügung des instruierenden Präsidenten der Abteilung Sozialversicherungsrecht 
des Kantonsgerichts vom 11. Mai 2021 wurden dem Beschwerdeführer für das vorliegende Ver-
fahren die unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat 
Martin Lutz als unentgeltlichem Rechtsbeistand bewilligt.  
 
D. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 8. Juni 2021 die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
E. Mit Eingabe vom 28. Juni 2021 reichte der Beschwerdeführer weitere Dokumente zu den 
Akten und hielt an seiner Auffassung fest. Dazu liess sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe 
vom 13. August 2021 vernehmen und hielt ebenfalls an ihrem Antrag fest. Mit Eingabe vom 17. 
August 2021 bekräftigte der Beschwerdeführer seine Auffassung und legte ein weiteres Zeugnis 

 
 
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der Berufsschule sowie eine Praktikumsbestätigung zu den Akten. Nachdem die Beschwerde-
gegnerin mit Eingabe vom 5. Januar 2022 auf eine weitere Stellungnahme verzichtet hatte, 
reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Februar 2022 seine Replik ein. Mit Eingabe 
vom 15. März 2022 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Abweisungsantrag fest. 
 
F. Nachdem die Angelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen worden war, 
liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. September 2022 ein weiteres Zeugnis der Be-
rufsschule zu den Akten reichen. Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf eine Stel-
lungnahme. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht   i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Die formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde vom 6. Mai 2021 
einzutreten ist. 
 
2. Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf die 
erstmalige berufliche Ausbildung zum ____. EFZ als berufliche Massnahme der IV zu Recht ver-
neinte. 
 
3.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 
2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massge-
benden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind 
daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Fassung anwendbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). 
Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a und b IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 
ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig 
und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und zudem die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Zu den Eingliederungsmassnahmen zählen 
nach Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG die Massnahmen beruflicher Art, wozu insbesondere auch die erst-
malige berufliche Ausbildung zählt. Dazu ist in Art. 16 Abs. 1 IVG vorgesehen, dass Versicherte, 
die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen 
Ausbildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser 
Kosten haben, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der versicherten Person entspricht. Zu den 
erstmaligen beruflichen Ausbildungen zählt gemäss Art. 5 Abs. 1 IVV die berufliche Grundbildung 
nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002. 
 

 
 
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3.3 Die erstmalige berufliche Ausbildung muss somit den in Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG umschrie-
benen Anforderungen der Verhältnismässigkeit einer Eingliederungsmassnahme genügen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 12. September 2022, 9C_131/2022, E. 2.3). Gemäss vorgenann-
tem Urteil des Bundesgerichts muss die Vorkehr zunächst geeignet sein, die Erwerbsfähigkeit zu 
verbessern, und die versicherte Person muss die persönlichen Voraussetzungen für die fragliche 
Erstausbildung mitbringen. Sodann ist die Notwendigkeit (Erforderlichkeit) der Massnahme zu 
beurteilen, dies anhand der Umstände des konkreten Falles, wozu auch die von Person zu Per-
son – je nach Gesundheitszustand, Leistungsvermögen, Bildungsfähigkeit, Motivation etc. – un-
terschiedliche subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit gehört. Es gilt der eingliederungs-
rechtliche Grundsatz, wonach die versicherte Person in der Regel nur die dem jeweiligen Einglie-
derungszweck genügenden Massnahmen beanspruchen kann, nicht aber die bestmögliche Vor-
kehr. Allerdings bezieht sich das Erfordernis der Einfachheit und Zweckmässigkeit der Mass-
nahme bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung nicht auf das Niveau der Ausbildung, sondern 
auf die Art ihrer Verwirklichung; sie ist so auszugestalten, dass der Invalidenversicherung nicht 
unnötige Kosten entstehen. Dies ergibt sich letztlich auch aus Art. 5 Abs. 3 IVV, wonach zur 
Ermittlung der zusätzlichen Kosten im Sinn von Art. 16 Abs. 1 IVG die Kosten der Ausbildung der 
invaliden Person den mutmasslichen Aufwendungen gegenübergestellt werden, die bei der Aus-
bildung einer nicht invaliden Person zur Erreichung des gleichen beruflichen Ziels notwendig wä-
ren (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. September 2022, 9C_131/2022, E. 2.3.1 mit Hinwei-
sen). Weiter muss die erstmalige berufliche Ausbildung – im Verhältnis zum angestrebten Ein-
gliederungsziel – sachlich, zeitlich, finanziell und persönlich angemessen sein (Verhältnismässig-
keit im engeren Sinn). Sachlich angemessen ist die Vorkehr, wenn sie die versicherte Person 
voraussichtlich in die Lage versetzt, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, das mindestens einen 
beachtlichen Teil der Unterhaltskosten deckt (Eingliederungswirksamkeit). Dieser Effekt muss 
weder den rentenrelevanten Invaliditätsgrad beeinflussen noch eine Eingliederung in den ersten 
Arbeitsmarkt erwarten lassen. Zudem müssen die Kosten (resp. die Dauer) der konkreten Aus-
bildung in einem vernünftigen Verhältnis zu Ausmass und Dauer des angestrebten wirtschaftli-
chen Eingliederungserfolgs stehen. Die Mass- 
nahme ist nur dann unverhältnismässig, wenn die Kosten in einem groben Missverhältnis zum 
verfolgten Eingliederungszweck resp. zum voraussichtlichen Nutzen der Vorkehr stehen. Eine 
sehr lange zu erwartende Erwerbsdauer (hohe zeitliche Eingliederungswirksamkeit; Art. 8 Abs. 
1bis zweiter Satz IVG) kann eine relativ geringe sachliche Eingliederungswirksamkeit ausgleichen. 
Schliesslich muss die Massnahme für die betroffene Person persönlich zumutbar sein (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 12. September 2022, 9C_131/2022, E. 2.3.2 mit Hinweisen). 
 
3.4 In verfahrensrechtlicher Hinsicht bleibt zu ergänzen, dass sowohl das Verwaltungsver-
fahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht sind (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversi-
cherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Un-
tersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs er-
forderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge 
Bezüge zum – auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden – Grundsatz der freien Beweiswür-
digung auf. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzuneh-

 
 
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menden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Sozialversicherungsgericht bei umfas-
sender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein be-
stimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere 
Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht 
auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (anti-
zipierte Beweiswürdigung). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Rich-
tigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 
zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2020, 8C_831/2019, E. 3.2.1 mit Hinweisen). 
 
4.1 Der zu würdigende Sachverhalt zeigt sich wie folgt: 
 
4.2 Mit Bericht vom 1. Juni 2016 hielt Dr. med. D.____, FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie 
und Psychotherapie und FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst bei-
der Basel (RAD), fest, dass der Versicherte aus medizinischer Sicht in der Lage sei, eine erstma-
lige berufliche Ausbildung zu durchlaufen, und diagnostizierte eine einfache Aktivitäts- und Auf-
merksamkeitsstörung (ICD-10 F 90.0) seit 2012 und eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F 
41.1) seit 2015. Aus medizinischer Sicht würden ein kognitiver Gesundheitsschaden im Sinne 
des ADHS und ein psychischer Gesundheitsschaden vorliegen, was eine Ausbildung in der freien 
Wirtschaft erschwere, weshalb ein Anspruch auf eine IV-Unterstützung bezüglich der erstmaligen 
beruflichen Ausbildung bestehe. Aufgrund der eingeschränkten Datenlage könne keine Aussage 
gemacht werden, ob auch der Anspruch auf eine IV-unterstützte erstmalige berufliche Ausbildung 
im geschützten Rahmen bestehe. Gestützt auf diese Beurteilung anerkannte die Beschwerde-
gegnerin den grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Massnahmen zur berufli-
chen Eingliederung und erteilte mit Mitteilung vom 29. November 2016 rückwirkend Kostengut-
sprache für ein Berufsfindungscoaching bei lic. phil. E.____, Psychologin. In der E-Mail vom 21. 
September 2016 führte lic. phil. E.____ aus, dass der Versicherte ein Praktiker sei, der mit den 
Händen, eventuell gar mit dem Körper arbeiten müsse. Er brauche Bewegung, arbeite gerne 
alleine, schätze Struktur und Vorgaben. Im Moment stehe bei ihm der Beruf des Malers an erster 
Stelle, was sie als nicht unrealistisch erachte, wenngleich gewisse Rechenfähigkeiten gefordert 
seien. Der Versicherte zeige sich insgesamt sehr zurückhaltend. Er habe darauf hingewiesen, 
dass Praktikanten in der Tagesstruktur gesucht würden. In der E-Mail vom 27. September 2016 
berichtete lic. phil. E.____ von fehlender Reife und Ausbrüchen des Versicherten. Die Eltern wür-
den alles übernehmen, was mit einer Lehrstellensuche zu tun habe. Im Abschlussbericht vom 14. 
November 2016 führte sie aus, dass der Versicherte nicht berufswahl-, massnahmen- und 
coachingreif sei. Es habe sich gezeigt, dass diverse limitierende Einschränkungen vorliegen wür-
den. Neben der diagnostizierten Angststörung und dem ADHS nehme die zwanghafte Essens-
problematik ebenfalls eine gewichtige Rolle ein. Hinzu kämen die persönliche Unreife und die 
Unfähigkeit, Realitäten einzuschätzen und Verantwortung für eigene Handlungen zu überneh-
men. 
 
4.3 In der Folge trat der Beschwerdeführer eine Praktikumsstelle in der Tagesstruktur der 
Schule B.____ an. Im Schreiben vom 3. Februar 2017 hielt die Beschwerdegegnerin gegenüber 
dem Beschwerdeführer fest, dass man einen Einsatz im sozialen Bereich nicht unterstützen 

 
 
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könne. Falls er Unterstützung bei der Lehrstellensuche wünsche, müsse er sich bis 17. Februar 
2017 mit einem Motivationsschreiben und der Verpflichtung zur Zusammenarbeit bei der IV mel-
den. Ansonsten gehe man davon aus, dass er keine weitere Unterstützung wünsche. Nachdem 
sich der Beschwerdeführer nicht mehr gemeldet hatte, wies die Beschwerdegegnerin das Leis-
tungsbegehren mit Verfügung vom 8. Mai 2017 ab. Für eine allfällige Wiederanmeldung würden 
der Nachweis einer seit mindestens sechs Monaten dauernden regelmässigen psychiatrisch-psy-
chotherapeutischen Behandlung und, falls vom Behandler als notwendig erachtet, einer leitlini-
engerechten Medikation und der Nachweis eines mindestens sechsmonatigen Arbeitseinsatzes, 
belegt durch ein Arbeitszeugnis mit Angaben zur Präsenz, verlangt. Zudem müsse er ein Motiva-
tionsschreiben einreichen, mit welchem er sich verpflichte, an allen IV-Massnahmen teilzuneh-
men.  
 
4.4 Am 30. November 2018 meldete sich der Beschwerdeführer erneut zum Leistungsbezug 
an und reichte ein Motivationsschreiben sowie ein Zwischenzeugnis seiner Tätigkeit als Prakti-
kant in der Tagesstruktur der Schule B.____ vom 8. September 2017 ein.  
 
4.5 In der Folge holte die Beschwerdegegnerin beim behandelnden Psychotherapeuten ei-
nen Bericht ein. M.Sc. F.____, Psychotherapeut FSP, diagnostizierte im Schreiben vom 11. Feb-
ruar 2019 soziale Phobien (ICD-10 F 40.01), den schädlichen Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F 
10.1) und eine leichte depressive Episode (ICD-10 F 32.0). Der Versicherte absolviere seit 2. 
Oktober 2018 eine kognitive Verhaltenstherapie. Er leide seit seiner Primarschulzeit unter Ängs-
ten und sozialen Phobien, einem niedrigen Selbstwert und Selbstvertrauen, Grübeln, Freudlosig-
keit, psychosomatischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Mus-
kelverspannungen und kaltem Schweiss. Seit er im Therapieprozess sei, habe er Fortschritte 
gemacht und sich vor allem mental verbessert. Er interpretiere die sozialen Situationen nicht mehr 
so bedrohlich wie früher und vermeide weniger. Er habe seinen Selbstwert gesteigert, nehme 
sich nicht mehr so negativ wahr und gebe sich Mühe, seine Ängste zu beseitigen. Sein positives 
Verhalten zeige sich bei seinem Praktikum. Er sei motiviert, eine Lehre zu machen und auf eige-
nen Beinen zu stehen. Aus psychologischer Sicht sei er in der Lage, eine Lehre im geschützten 
Rahmen zu machen. 
 
4.6 Dr. med. G.____, FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt 
in der Stellungnahme vom 18. Februar 2019 fest, dass der Versicherte aus medizinischer Sicht 
in der Lage sei, eine erstmalige berufliche Ausbildung zu absolvieren. Die Aktenlage sei nach wie 
vor sehr dürftig. Insbesondere sei aus dem Bericht des behandelnden Psychotherapeuten nicht 
erkennbar, ob und falls ja, in welchem Ausmass eine Restsymptomatik der einfachen Aufmerk-
samkeits- und Hyperaktivitätsstörung vorliege. Insofern sei eine abschliessende Beschreibung 
des Einschränkungsprofils nicht möglich. Die Ausbildungsfähigkeit werde durch die soziale Pho-
bie, den niedrigen Selbstwert und das fehlende Selbstvertrauen, die starke Neigung zu psycho-
somatischen Reaktionen und das Vermeidungsverhalten eingeschränkt. Ob er für eine Ausbil-
dung genügend belastbar sei, müsse im Rahmen der beruflichen Abklärung geklärt werden. Auf-
grund des bisherigen Verlaufs sei es eher unwahrscheinlich, dass er eine Ausbildung im ersten 
Arbeitsmarkt bewältigen könne. Sollte sich zeigen, dass ein geschützter Ausbildungsplatz not-
wendig sei, so könne der Anspruch bejaht werden. Gestützt auf diese Stellungnahme sprach die 

 
 
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Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. Februar 2019 eine Berufs-
beratung und eine Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten durch die Berufsbera-
tung zu. 
 
4.7 Im Rahmen des Erstgesprächs vom 26. März 2019 teilte der Beschwerdeführer mit, dass 
es ihm bessergehe. In der Vorlehre sei es ihm psychisch sehr schlecht gegangen, er habe Ängste 
gehabt und seine Sozialphobie habe sich bemerkbar gemacht. Es seien viele Sachen zusammen 
gekommen wie Schule und viel jüngere Schüler. Es gebe immer wieder Tage, wo er lustlos sei 
und keine Freude am Arbeiten habe. Früher habe dies zu Verspätungen geführt, nun schaffe er 
es aber, zur Arbeit zu gehen. Es würde ihm helfen, Ablenkung und eine Aufgabe zu haben. Der 
Aktennotiz betreffend das Gespräch vom 21. Mai 2019 ist zu entnehmen, dass er immer noch 
Mühe mit der Gewerbeschule habe. Er denke, dass er in einer Kunstschule besser aufgehoben 
sei, da die Leute dort auch schräg seien. Er habe viele schlechte Erfahrungen in der Gewerbe-
schule gemacht, weshalb er jetzt in einer Zwickmühle sei, wenn er eine Ausbildung machen wolle. 
Er könne eine Ausbildung im Betrieb der Mutter machen. Der Aktennotiz zum Folgegespräch vom 
4. Juni 2019 ist zu entnehmen, dass er sich aktuell für keine einzige Ausbildung interessiere. Er 
sei noch nicht bereit und schnuppern wolle er auch nicht. Er würde gerne ab August 2019 im 
Laden seiner Mutter aushelfen. Er könne sich momentan sowieso nicht auf die Berufswahl kon-
zentrieren, da so viel Anderes laufe, und wolle einfach nur arbeiten. Im Rahmen eines Telefonats 
am 21. August 2019 teilte er mit, dass er momentan bei seiner Mutter arbeite und per 2020 eine 
Lehrstelle suche, welcher Beruf sei aber völlig unklar. In der Folge sprach ihm die Beschwerde-
gegnerin vom 6. September 2019 bis 31. Dezember 2019 ein Coaching in der Institution C.____ 
zu. 
 
4.8 Am 7. Januar 2020 fand ein Gespräch zwischen dem Beschwerdeführer, seiner Mutter, 
der Beschwerdegegnerin und H.____, Arbeitsagoge und Betreuer des Beschwerdeführers in der 
Institution C.____, statt. In der Aktennotiz wurde festgehalten, dass die Berufswahl stark schwan-
kend sei. Sobald es konkret werde, winde er sich heraus. Ob er die Lehre zum ____. EFZ machen 
möchte, wisse er auch nicht. Da es keinen Multicheck gebe, sei nun eine Abklärung angesagt. 
Gemäss psychiatrischer Abklärung sei das ADHS stark ausgeprägt. Der Versicherte beabsich-
tige, den Therapeuten zu wechseln. In der Folge schlug die Beschwerdegegnerin dem Beschwer-
deführer vor, mit einer Massnahme zu beginnen, ansonsten sie das Dossier schliessen werde. 
Sie empfahl eine berufliche Abklärung in der Elementaren Abklärung (ELA) der Institution C.____. 
In der Folge willigte der Beschwerdeführer in eine ELA ein und die Beschwerdegegnerin sprach 
ihm mit Mitteilung vom 21. Januar 2020 eine Berufswahlabklärung vom 20. Januar 2020 bis 30. 
April 2020 zu. H.____ hielt im Abschlussbericht vom 28. Januar 2020 zum individuellen Coaching 
vom 6. September 2019 bis 31. Januar 2020 fest, dass sich der Versicherte nicht auf etwas Kon-
kretes habe einlassen können. Wenn es konkret geworden sei, habe er seine Meinung gewech-
selt. Dabei hätten Ängste, Unsicherheit und die ADHS-Diagnose eine Rolle gespielt. Der Versi-
cherte sei pünktlich gekommen oder aber habe den Termin vergessen. Unpünktlich sei er nicht 
gewesen. Ein Wechsel in eine berufliche Massnahme sei nun der richtige Schritt, um mit dem 
Versicherten an diversen Themen dranzubleiben und um die Befürchtungen/Ängste im Hinblick 
auf die Berufswahl direkt mit ihm zu besprechen. Der Versicherte benötige eine engmaschige 
Betreuung. 

 
 
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4.9 M.Sc. F.____ und Dr. med. I.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
diagnostizierten im Bericht vom 19. Februar (recte: Januar) 2020 mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit eine generalisierte Angststörung seit 2015, ADHS (Abklärung vom 4. bis 18. No-
vember 2019), den schädlichen Gebrauch von Alkohol und eine leichte depressive Episode. Die 
dependente Persönlichkeitsakzentuierung wirke sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Seit der 
Versicherte im Therapieprozess sei, habe er Fortschritte gemacht und sich vor allem mental ver-
bessert, er interpretiere die sozialen Situationen nicht mehr so bedrohlich wie früher und vermeide 
weniger. Die Stimmungslage sei stabiler und ausgeglichener geworden, das Selbstwertgefühl 
habe sich verbessert und er nehme sich weniger negativ wahr. Zur Bewältigung seiner Ängste 
nehme er manchmal noch Drogen. Im Therapieprozess sei die Beziehung mit der Mutter eben-
falls thematisiert worden. Er brauche noch Zeit, um die Verantwortung für sein Leben zu über-
nehmen und selbständig zu sein. Er habe eine geringere Stresstoleranz, sei ängstlich, ange-
spannt und vermeide soziale Situationen und habe ein ausgeprägtes Schamempfinden. Die 
Ängste würden sein kognitives Vermögen, insbesondere seine Konzentrationsfähigkeit beträcht-
lich einschränken. Er sei oft mit sich selber beschäftigt, verspannt und könne sich nicht auf seine 
Aufgaben konzentrieren. Empfohlen werde eine Eingliederung im geschützten Rahmen mit klaren 
Strukturen und Unterstützung. Es bestünden eine starke soziale Angst mit Vermeidungstendenz, 
mangelndes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, dependente Persönlichkeitszüge und kogni-
tive Probleme, die sich als Einschränkung in der Teamfähigkeit und als Problem mit selbständiger 
Arbeit, insbesondere bei komplexen Anforderungen, zeigen würden. In der Folge empfahl Dr. 
G.____ aufgrund des hohen Leidensdrucks des Versicherten eine leitliniengerechte, ADHS-
spezifische Medikation (vgl. Bericht vom 11. Februar 2020). 
 
4.10 Mit E-Mail vom 28. Februar 2020 führte H.____ aus, dass der Versicherte gut mitmache 
und eine gute Präsenz zeige. Bezüglich der beruflichen Ideen und Vorstellungen sei es aber nicht 
ganz leicht. Er liebäugle mit dem Gedanken, bei seiner Mutter die Ausbildung zum ____. zu be-
ginnen. Das ADHS zeige sich noch stark, die Selbst- und Fremdeinschätzung würden sich nicht 
ganz decken und die Ängste würden bei allen Entscheidungen noch immer eine grosse Rolle 
spielen. Er habe jetzt ein Erstgespräch mit einer neuen Psychotherapeutin gehabt, das gut ver-
laufen sei, weshalb nun gehofft werde, dass er die Therapie regelmässig etablieren könne, um 
einen Schritt weiter zu kommen. Mit E-Mail vom 10. März 2020 teilte H.____ mit, dass der Versi-
cherte gerne nochmals zu seiner Mutter schnuppern gehen würde. Sie würde ihm auch einen 
Ausbildungsplatz anbieten. Falls die IV dies unterstützen würde, würde er beim Betrieb ein Feed-
back einholen. Dieser sei natürlich familiär. So, wie er den Versicherten kennen gelernt habe, 
habe er aber den Eindruck, dass zum aktuellen Zeitpunkt eigentlich nur dieser Weg realistisch 
sei. 
 
4.11 Mit E-Mail vom 10. März 2020 teilte der zuständige Berufsberater der Beschwerdegeg-
nerin H.____ mit, dass er diesem Vorschlag nicht zustimmen könne. Er sehe den Beruf des ____. 
EFZ nicht als eingliederungswirksam, zusammen mit den Ängsten und der Unentschlossenheit 
des Versicherten schon gar nicht. Wenn der Versicherte die Ausbildung machen möchte, könne 
er dies tun, aber ohne Unterstützung der IV. In der Folge führte H.____ in der E-Mail vom 10. 

 
 
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März 2020 aus, dass er dies nachvollziehen könne. Er erlebe den Versicherten äusserst ambiva-
lent und ängstlich, weshalb er auch gesagt habe, dass dies zum aktuellen Zeitpunkt die einzig 
realistische Variante sei. Es gestalte sich äusserst schwierig, weitere Berufe zu evaluieren. Mit 
E-Mail vom 11. März 2020 berichtete H.____, er habe den Versicherten darüber informiert, dass 
es aktuell keine Möglichkeit für einen Schnuppereinsatz im Betrieb der Mutter gebe, worüber er 
sich sehr aufgeregt habe. Bezüglich anderer Berufe sei es schwierig. Entweder seien die schuli-
schen Bedingungen sehr hoch oder der Arbeitsmarkt sei schwierig. Der Versicherte habe geäus-
sert, dass er einen kreativen Beruf für sich finden wolle. 
 
4.12 Der Aktennotiz betreffend das Standortgespräch vom 6. April 2020 ist zu entnehmen, 
dass eine Fortsetzung der Massnahme um drei Monate mit Einblick in den Druckbereich ange-
zeigt sei. Der Versicherte sei darüber informiert worden, dass es für eine EFZ-Ausbildung keine 
Unterstützung für die ganze Ausbildungszeit im geschützten Rahmen gebe. Der Versicherte habe 
berichtet, dass er froh sei, hier zu sein, obwohl er viele Bedenken gehabt habe. Er habe Lust auf 
Schnuppereinsätze bekommen und habe mehr Möglichkeiten gesehen. Er finde die Absage be-
züglich ____. schade. Er könne sich eine Arbeit als Grafiker vorstellen. Serienarbeiten würden 
ihm nicht liegen, er habe Schwierigkeiten mit dem Durchhaltevermögen und sei ablenkbar. Er 
brauche Abwechslung, um dranbleiben zu können. Er glaube, dass er das Niveau für eine vier-
jährige Ausbildung habe. 
 
4.13 Mit E-Mail vom 28. Mai 2020 berichtete H.____ von starken Nebenwirkungen des ADHS-
Medikaments, weshalb es wieder abgesetzt worden sei. Der Versicherte habe sich bezüglich Be-
rufe etwas öffnen können und zeige sich offen für Schnuppereinsätze. Mit E-Mail vom 29. Juni 
2020 teilte er mit, dass der Versicherte recht schnell in eine Art Resignation verfalle, wenn es 
nicht so laufe, wie er sich das vorstelle. Er habe Schnuppereinsätze in der Logistik und im grafi-
schen Zentrum gehabt. Diese Erfahrungen hätten dazu geführt, dass er sich nun entschieden 
habe, Detailhandelsfachangestellter zu lernen (Sport/Textilien). Neben der geringen Frustrations-
toleranz seien die Themen Durchhaltevermögen und Belastbarkeit (Präsenz) noch nicht ausrei-
chend gegeben. Er werde ab dieser Woche 100 % arbeiten, auch wenn er sage, dass er völlig 
ausgelaugt sei. Nächste Woche könne er von Montag bis Mittwoch im Sportgeschäft J.____ 
schnuppern. Mit E-Mail vom 14. Juli 2020 teilte H.____ mit, dass der Versicherte den Schnuppe-
reinsatz abgebrochen habe, er sei frustriert, dass es dort mit dem Ausbildungsplatz nicht klappe. 
Ein weiterer Abbruchgrund sei ein entzündeter Unterarm gewesen.  
 
4.14 Mit Schreiben vom 4. August 2020 reichte der Versicherte seinen Antrag auf Unterstüt-
zung bei der Berufsausbildung zum ____. EFZ durch die IV ein und legte dem Gesuch diverse 
Unterlagen bei, so unter anderem eine Praktikumsbestätigung, eine Lohnübersicht, die Bildungs-
bewilligung des Lehrbetriebes vom 28. Januar 2019 sowie zwei Berichte von Schnupperbetrieben 
aus dem Jahr 2016 betreffend eine Ausbildung als Sportartikelverkäufer. 
 
4.15 Mit E-Mail vom 6. August 2020 teilte H.____ mit, dass der Versicherte den Einsatz als 
Fotofachmann abgesagt habe, da er sich entschieden habe, mit der Ausbildung zum ____. zu 
beginnen. Nächste Woche habe er schon den ersten Schultag. Gleichentags noch teilte der Be-
rufsberater der Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer per E-Mail mit, dass die Ausbildung 

 
 
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zum ____. unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht geeignet sei. 
Die Chancen zur wirtschaftlichen Verwertbarkeit seien auf dem Arbeitsmarkt stark eingeschränkt. 
Gemäss Beschreibung des Berufsbildes würden die meisten Absolventen zudem eine Selbstän-
digkeit anstreben. Für ein erfolgreiches Bestehen brauche es persönliches und soziales Engage-
ment. Von Seiten der IV könne keine Unterstützung gewährt werden, weshalb das Dossier auf 
der Berufsberatung geschlossen werde. 
 
4.16 Im provisorischen Bericht vom 13. August 2020 betreffend die ELA vom 1. Mai 2020 bis 
31. Juli 2020 führte H.____ aus, dass man trotz der positiven Entwicklung weiterhin noch Schwie-
rigkeiten im Bereich der Frustrationstoleranz, der Impulsivität, des Durchhaltevermögens und der 
fehlenden Gewöhnung an ein stabiles 100 % Pensum sehe. Auch die psychische Belastbarkeit 
scheine für eine Ausbildung noch nicht ausreichend gegeben zu sein. Ein erfolgreicher Ausbil-
dungsabschluss sei zum aktuellen Zeitpunkt noch extrem erschwert. Jede Absage habe den Ver-
sicherten viel Energie gekostet, was aufgrund der vielen Rückschläge nachvollziehbar sei. Aktuell 
sehe man eine Ausbildung nur dann als realistisch an, wenn der Versicherte ein sehr wohlwol-
lendes Umfeld als Unterstützung habe. Damit sei ein Arbeitgeber gemeint, der sich Zeit nehme 
und mit dem Versicherten zusammensitze, wenn dieser frustriert sei. Es sei wichtig, dass von 
aussen Druck rausgenommen werde. Weiter sei es erforderlich, dass der Versicherte bei Laune 
gehalten werde und man ihn regelmässig konfrontiere. Dies sei wichtig, damit er sich persönlich 
weiter entwickeln könne. Des Weiteren sei es für eine Ausbildung wichtig, dass auch die vorge-
gebenen Strukturen des Amtes für Berufsbildung (Pensum, Anwesenheit, etc.) kontrolliert und 
eingehalten würden. Wie bereits beschrieben, sei eine Ausbildung aktuell nur unter diesen wohl-
wollenden Rahmenbedingungen möglich und auch nur dann, wenn der Versicherte das Pensum 
stabil einhalten könne, was er während der ELA nicht habe zeigen können. Man habe die Erfah-
rung gemacht, dass es nach seinem Willen gehen müsse, um ihn bei Laune zu halten. Es wäre 
deshalb sicherer, wenn er bis zu einer Ausbildung einen längeren Einsatz im Wunschbereich 
absolvieren und so prüfen könne, ob der Beruf auch langfristig tragfähig sei. So könne er auch 
zeigen, dass er das Durchhaltevermögen besitze, um sich den Rahmenbedingungen des Arbeits-
marktes bzw. des Arbeitgebers langfristig anzupassen. Dazu sei er im Rahmen der Abklärung 
noch nicht in der Lage gewesen. Im Betrieb der Mutter habe zwar bereits ein längerer Einsatz 
stattgefunden, jedoch wisse man nicht, wie realistisch die Arbeits- und Anforderungsbedingungen 
gewesen seien. Grundsätzlich sei es zum Schutz des Versicherten wichtig, dass er eine Ausbil-
dung mit hoher Wahrscheinlichkeit schaffe. Einen erneuten Rückschlag in Form eines Ausbil-
dungsabbruchs gelte es unbedingt zu vermeiden. 
 
4.17 Mit Mitteilung vom 2. September 2020 hielt die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-
führer vor, dass er mit der Annahme des Ausbildungsangebots weitere Abklärungen verunmögli-
che. Trotz sechsmonatiger Abklärungszeit habe leider keine Aussage zu einer den gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen passenden beruflichen Ausbildung getroffen werden können. Auch 
zeige sich in keiner Weise eine ausreichende Belastbarkeit bzw. Ausbildungsfähigkeit. Die Prä-
senz habe bei einem Sollpensum von 73 % bei 46 % und bei einem Sollpensum von 97 % bei 
60 % gelegen. Eine objektive Eingliederungsfähigkeit sei somit nicht vorhanden. Ebenso habe 
keine Berufswahl entsprechend den gesundheitlichen Beeinträchtigungen erprobt werden kön-
nen. Es könne festgehalten werden, dass der Versicherte aktuell keine Ausbildung zu regulären 

 
 
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Bedingungen schaffen könne, wofür die noch viel zu geringe Belastbarkeit mit einer hohen Anzahl 
von Absenzen spreche. Dies sei immer wieder thematisiert worden, wobei er leider mehrheitlich 
bagatellisiert und externalisiert habe, wenn es um die Einhaltung von Vereinbarungen gegangen 
sei. Es werde daher von ihm gefordert, dass er sich auf weitere Abklärungsmassnahmen ein-
lasse, um das Ziel einer erfolgreichen beruflichen Eingliederung anzugehen und zu erreichen. 
Daher werde ihm eine Bedenkzeit von 14 Tagen eingeräumt, um dazu Stellung zu nehmen, ob 
er für eine weitere Zusammenarbeit bereit sei. Wenn er dieser Aufforderung nicht nachkomme, 
würden die Leistungen gekürzt oder das Leistungsbegehren abgewiesen. In der Folge meldete 
sich der Beschwerdeführer nicht mehr und die Beschwerdegegnerin teilte ihm mit Vorbescheid 
vom 24. November 2020 mit, dass sie das Leistungsbegehren abweisen werde. 
 
4.18 Nachdem der Beschwerdeführer dagegen Einwand erhoben hatte, klärte die Beschwer-
degegnerin weiter ab. Der Berufsberater telefonierte am 8. Februar 2021 mit der Lehraufsicht BL. 
Der Verantwortliche gab zur Auskunft, dass er zum Stand der Ausbildung nichts sagen könne 
und empfahl bezüglich Präsenz, Zeugnis und Einschätzungen der Überbetrieblichen Kurse (ÜK) 
die Kontaktaufnahme mit der Berufsschule. In der Folge telefonierte der Berufsberater am 11. 
Februar 2021 mit der Berufsschule. Die Verantwortliche teilte ihm mit, dass sie nicht die Klassen-
lehrperson sei, sie den Versicherten aber zweimal unterrichtet habe. Dabei sei er pünktlich ge-
wesen und habe sich auch interessiert gezeigt. In der ___.- Ausbildung gebe es keine ÜK. Sie 
werde mit der zuständigen Klassenlehrperson Kontakt aufnehmen und bezüglich des Semester-
zeugnisses nachfragen. Sie habe noch keinen Kontakt mit dem Betrieb vor Ort gehabt und be-
grüsse einen Wechsel des Lehrbetriebs, um zusätzliche Erfahrungen zu sammeln. Schliesslich 
ist in den Akten eine Aktennotiz betreffend Standortgespräch des Berufsberaters mit der Berufs-
schule vom 18. Februar 2021 zu finden (Aktennotiz vom 5. März 2021). Als Fazit wurde darin 
festgehalten, dass die schulischen Leistungen und die Rückmeldung der Klassenlehrperson gut 
seien. Es seien keine Absenzen vermerkt. Empfohlen worden sei die Anmeldung für einen Nach-
teilsausgleich für die schriftlichen Prüfungen während der ganzen Ausbildungszeit. Die Ausbil-
dungsstruktur bedinge eine hohe Selbständigkeit und gleiche in der Umsetzung eher einer Er-
wachsenenausbildung. Im ersten, zweiten und vierten Lehrjahr habe man 1,5 Tage Schule und 
im dritten Lehrjahr zwei Tage. Der Bildungsplan sei sehr offen und nicht wirklich vorhanden und 
beinhalte die Grundstruktur ____. Es gebe während der Ausbildung keine ÜK, jedoch freiwillige 
Kurse. Als Rückmeldung zum Versicherten habe die Klassenlehrperson mitgeteilt, dass dieser 
präsent, engagiert und gut in der Klasse integriert sei. Er sei proaktiv und bitte bei Prüfungen um 
frühzeitige Zustellung der schriftlichen Unterlagen. Mündlich sei er gut. In den schriftlichen Arbei-
ten würden sich Schwächen zeigen. Sie empfehle einen Nachteilsausgleich für die ganze Ausbil-
dungszeit. Sie habe versucht, mit der Mutter bzw. dem Betrieb Kontakt aufzunehmen. Das sei 
bisher nur telefonisch erfolgt. Den Betrieb habe sie noch nicht anschauen können. Sie habe den 
Eindruck, die Mutter sei unsicher bezüglich des Lehrplans bzw. man habe nicht vom Gleichen 
gesprochen. 
 
4.19 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer je-
weils aktualisierte Zeugnisse der Berufsschule ein, letztmals mit Eingabe vom 9. September 2022 
das Zeugnis vom 13. Juli 2022, das einen Überblick über die ersten vier Semester gibt. Ersichtlich 
sind gute bis sehr gute Noten und keine unentschuldigten Lektionen-Absenzen. Weiter reichte 

 
 
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der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Juni 2021 eine Übersicht über die von ihm absolvier-
ten Praktika ein. Ausserdem legte er dieser Eingabe einen Kurzbericht von Dr. med. K.____, 
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, und M.Sc. L.____, Eidg. anerkannte Psychologin, vom 
25. Mai 2021, bei. Daraus geht hervor, dass er sich seit März 2020 aufgrund des ADHS und der 
Angsterkrankungen in psychotherapeutischer Behandlung befinde. Im Verlauf der Therapie sei 
die Indikation für eine Behandlung mit Methylphenidat gestellt worden. Das Medikament sei auf-
grund einer Unverträglichkeit wieder abgesetzt worden. Weiter liess der Beschwerdeführer ein 
Praktikumszeugnis von M.____ vom 6. August 2021 betreffend ein Praktikum vom 21. April 2021 
bis 28. Mai 2021 einreichen. 
 
5.1 Die Würdigung der vorstehenden Akten zeigt, dass der Beschwerdeführer aufgrund sei-
ner ADHS- und Angsterkrankungen grundsätzlich Anspruch auf IV-Unterstützung bei der erstma-
ligen beruflichen Ausbildung hat. Dies ist zwischen den Parteien auch nicht umstritten. Die Be-
schwerdegegnerin verneinte jedoch den Anspruch des Beschwerdeführers auf Unterstützung der 
IV bei der Ausbildung zum ____. EFZ. 
 
5.2.1 Sie bestritt zunächst, dass die Ausbildung zum ____. EFZ den Fähigkeiten des Be-
schwerdeführers entspreche und stellte die aktuelle Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
auf dem ersten Arbeitsmarkt in Frage. In der Vernehmlassung führte sie diesbezüglich aus, dass 
die Ausbildung zum jetzigen Zeitpunkt und mit den dürftigen Abklärungsbefunden nicht erfolgs-
versprechend gestartet werden könne. Der behandelnde Psychiater habe im Arztbericht vom 19. 
Januar 2020 eine Lehre im geschützten Rahmen empfohlen. Auch in der RAD-Stellungnahme 
vom 18. Februar 2019 sei bezweifelt worden, dass der Beschwerdeführer eine Ausbildung im 
ersten Arbeitsmarkt bewältigen könne. Diese Bedenken hinsichtlich der Eingliederungsfähigkeit 
hätten sich in der Institution C.____ bestätigt. Die bis anhin getätigten Abklärungen würden somit 
klar zeigen, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch in keiner Weise feststehe, ob der Beschwerde-
führer in der Lage sei, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Ausbildung zu absolvieren. Es bestehe 
diesbezüglich noch eine zu grosse Unsicherheit, um jetzt schon mit der Unterstützung der IV eine 
Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt zu starten. Dies umso mehr, als von der Fachperson der In-
stitution C.____ bemerkt worden sei, dass ein erneuter Rückschlag in Form eines Ausbildungs-
abbruchs verheerend sei und unbedingt vermieden werden müsse. 
 
5.2.2 Der Beschwerdeführer entgegnete hierzu, dass die Annahme der Beschwerdegegnerin, 
er sei für den Beruf nicht geeignet und zu wenig zuverlässig, unter anderem mit der hohen Anzahl 
Absenzen begründet werde. Das Zeugnis der Berufsschule belege das Gegenteil, denn er erziele 
durchwegs gute Noten und es seien keine Absenzen aufgeführt. Dies zeige, dass er eine Ausbil-
dung gefunden habe, die ihn motiviere. Es komme ihm sicherlich entgegen, dass die Klasse nur 
zehn Schüler umfasse. Weiter absolviere er neben der Schule ohne Absenzen und mit viel Moti-
vation weitere Ausbildungen. 
 
5.2.3 Zunächst ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen der Neuanmel-
dung an zwei der drei Bedingungen der Beschwerdegegnerin hielt. So konnte er den Nachweis 
einer psychiatrischen Therapiemassnahme erbringen und reichte ein ausführliches Motivations-

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schreiben ein. Soweit ihm die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vorhielt, er habe die Mitwir-
kungspflicht nur unzureichend erfüllt, da er im Zeitpunkt der Anmeldung keine medikamentöse 
Behandlung habe vorweisen können, trifft dies zu. Der Umstand der fehlenden Medikation zum 
Zeitpunkt der Neuanmeldung ist aber für die Frage, ob die invaliditätsbedingten Mehrkosten der 
Ausbildung zum ____. EFZ von der IV zu übernehmen sind, letztlich nicht ausschlaggebend, da 
es sich lediglich um eine der Bedingungen für das Eintreten auf die Neuanmeldung handelte. Da 
die Beschwerdegegnerin in der Folge auf die Neuanmeldung eintrat, obwohl der Nachweis einer 
medikamentösen Therapie vom Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Neuanmeldung nicht hatte 
erbracht werden können, war sie verpflichtet, den Anspruch voraussetzungslos zu prüfen. Aus-
serdem kann dem Bericht von Dr. K.____ und M.Sc. L.____ vom 25. Mai 2021 entnommen wer-
den, dass im Jahr 2020 und damit während der Abklärungen in der Institution C.____ eine Be-
handlung mit Methylphenidat durchgeführt wurde, die aber aufgrund der Unverträglichkeit des 
Medikaments hatte beendet werden müssen. Damit ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
den Bedingungen der Beschwerdegegnerin grundsätzlich nachkam und sie zu Recht auf die Neu-
anmeldung eintrat. Weiter ist aufgrund der Akten und insbesondere der Berichte von H.____ er-
stellt, dass der Beschwerdeführer an den Abklärungen in der Institution C.____ teilnahm, wenn 
auch nicht immer gleich zuverlässig. Soweit die Beschwerdegegnerin in der Verfügung geltend 
machte, er habe sich gar nicht auf die ELA eingelassen und damit die Abklärung seiner Fähigkei-
ten verunmöglicht, kann ihr nicht gefolgt werden. 
 
5.2.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem negativen Entscheid betreffend Ausbil-
dungsfähigkeit vor allem auf die im Rahmen der ELA gezeigten Leistungen und verwies auf die 
dort erwähnten Defizite im Bereich der Frustrationstoleranz, der Impulsivität, im Bereich des 
Durchhaltevermögens und der fehlenden Gewöhnung an ein stabiles 100 % Pensum. Auf eine 
Nachfrage beim behandelnden Psychotherapeuten, ob die vom Beschwerdeführer ins Auge ge-
fasste Ausbildung zum ____. aus medizinischen Gründen möglich ist oder nicht, verzichtete sie. 
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass H.____ eine erfolgreiche Ausbildung zum ____.  nicht 
völlig ausschloss, denn in der E-Mail vom 28. Februar 2020 hielt er fest, dass die Lehre im Betrieb 
der Mutter zum aktuellen Zeitpunkt als einziger Weg realistisch sei. Auch in seinem Bericht vom 
13. August 2020 führte er aus, dass es aus seiner Sicht sicherer sei, wenn der Versicherte bis zu 
einer Ausbildung einen längeren Einsatz in seinem Wunschbereich absolviere, um prüfen zu kön-
nen, ob der Beruf auch langfristig tragbar sei. Abgesehen von diesen Äusserungen liegen weitere 
Schriftstücke bei den Akten, die von der Ausbildungs- und Eingliederungsfähigkeit des Beschwer-
deführers Beweis ablegen. So führte der Beschwerdeführer vor der Abklärung in der Institution 
C.____ im Rahmen eines regulären Arbeitsverhältnisses eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
aus. Vom 15. November 2016 bis 31. Juli 2019 arbeitete er in der Tagesstruktur der Schule 
B.____ als Praktikant. Dort erhielt er ein sehr positives Feedback. Dem Zwischenzeugnis vom 8. 
September 2017 ist zu entnehmen, dass das Arbeitspensum 42 Wochenstunden betragen und 
er in einem Team von insgesamt 13 Personen gearbeitet habe. Man habe ihn als interessiertes, 
engagiertes und hilfsbereites Teammitglied kennengelernt. Er sei sehr verantwortungsbewusst, 
ehrlich, zuverlässig und hilfsbereit. Aufträge übernehme und erledige er selbständig und mit gros-
ser Sorgfalt. Er begegne den Kindern, den Eltern und den Mitarbeitenden der Tagesstruktur sehr 
höflich und respektvoll. Dieses Arbeitszeugnis zeigt, dass sich der Beschwerdeführer an Verein-

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

barungen und Regeln halten und über einen längeren Zeitraum ein 100 % Arbeitspensum auf-
rechterhalten kann. Es hätte deshalb von der Beschwerdegegnerin bei der Prüfung der Ausbil-
dungs- und Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers mitberücksichtigt werden müssen. 
Mit der Vorlehre an diesem Arbeitsplatz klappte es nicht, weil der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Erkrankung Mühe mit dem Besuch der Gewerbeschule hatte. Sie scheiterte aber nicht an 
der fehlenden Motivation des Beschwerdeführers in Bezug auf die zu erlernende Tätigkeit. Die 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt scheiterte daher aus denjenigen Gründen, für die ihm die 
Beschwerdegegnerin die Unterstützung bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung zusicherte. 
Ebenfalls zu Unrecht unberücksichtigt liess die Beschwerdegegnerin die positive Bewertung nach 
dem Schnuppereinsatz im Sportgeschäft J.____ vom 2. Mai bis 6. Mai 2016 und die ersten Rück-
meldungen und das erste Zeugnis der Berufsschule, die sie noch vor Erlass der angefochtenen 
Verfügung eingeholt hatte. Auch diese Dokumente lassen konkrete Rückschlüsse auf die Ausbil-
dungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu. Insbesondere zeigen die letztgenannten Aktenstücke, 
dass er sich seinen Schulängsten stellen konnte. Zudem lassen die mehrjährige Tätigkeit als 
Praktikant in der Tagesstruktur und die ersten Rückmeldungen der Berufsschule den Schluss zu, 
dass die Ursache der vom Beschwerdeführer während der ELA gezeigten Leistungen nicht in 
einer grundsätzlich mangelnden Fähigkeit, sich im ersten Arbeitsmarkt zurechtzufinden und dort 
eine Ausbildung zu absolvieren, liegen dürfte, sondern sein Verhalten eher seiner Ambivalenz 
gegenüber der beruflichen Eingliederung geschuldet sein dürfte. Hinzu kommen seine gesund-
heitlichen Beschwerden, deren Auswirkungen sich auch während der ELA zeigten, aufgrund de-
rer er aber auch unbestrittenermassen Anspruch auf Unterstützung der IV zugesprochen erhielt. 
M.____ führte im Zeugnis vom 6. August 2021 betreffend das Praktikum vom 21. April 2021 bis 
28. Mai 2021 aus, dass der Versicherte grosses Interesse und Engagement gezeigt habe und 
den neuen Aufgaben mit Ruhe entgegengetreten sei. Er habe die neuen Aufgaben nach kurzer 
Zeit gut gemeistert und sei immer sehr pünktlich erschienen. Er habe sich innert kürzester Zeit 
gut in die Arbeitsgemeinschaft integriert und sei von allen sehr geschätzt worden. Dieser Bericht 
und die weiteren Semesterzeugnisse der Berufsschule, die zwar allesamt nach Erlass der ange-
fochtenen Verfügung erstellt wurden, liefern weitere konkrete Indizien für das Vorliegen der Aus-
bildungs- und Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers, insbesondere betreffend die 
Pünktlichkeit, die Absenzen, die Motivation und das schulische Niveau und zeigen auf, dass sich 
die Bedenken der Beschwerdegegnerin nicht bewahrheiteten. 
 
5.2.5 Damit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die Eingliederungs- und Ausbil-
dungsfähigkeit gestützt auf eine einseitige Würdigung der Aktenlage beurteilte. Werden auch die 
vor der ELA und die nach Lehrbeginn gezeigten Leistungen des Beschwerdeführers in die Beur-
teilung miteinbezogen, bestehen keine wesentlichen Zweifel an seiner Ausbildungs- und Einglie-
derungsfähigkeit. Selbst wenn seine Motivation im Rahmen der ersten Anmeldung hatte in Frage 
gestellt werden müssen, zeigte er danach einen genügenden Einsatz, weshalb eine weitere 
mehrmonatige Abklärung in der Institution C.____ mit Schnuppereinsätzen keine zwingende Vo-
raussetzung für die Bejahung des Anspruchs auf IV-Unterstützung bei der EFZ-Lehre zum ____. 
darstellt. 
 
5.3.1 Weiter zog die Beschwerdegegnerin die Geeignetheit des vom Beschwerdeführer ge-
wählten Berufs ____. und damit die wirtschaftliche Eingliederungswirksamkeit der Ausbildung in 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Zweifel. In der Vernehmlassung führte sie aus, dass sich aus den Testungen und Beobachtung 
ergeben habe, dass das Niveau des Beschwerdeführers für eine erstmalige berufliche Ausbildung 
beschränkt sei. Der Beruf beruhe auf hoher Selbständigkeit, Initiative, Arbeitskraft, Kreativität und 
kaufmännischem Flair. Diese Eigenschaften hätten beim Beschwerdeführer bisher nicht im Vor-
dergrund gestanden. Zudem seien die geforderten Qualitäten für einen sehr selbständigen Beruf 
beim Beschwerdeführer derzeit nicht vorhanden. Weiter seien die Einkommensaussichten in die-
sem Beruf stark gestreut. Der Median liege bei ca. Fr. 50'000.--, die Spitze bei ca. Fr. 64'000.-- 
und ein Geringverdiener erziele ca. Fr. 10'000.--. Es sei auch problematisch, Arbeitsstellen zu 
finden. Beim Beschwerdeführer stehe die Übernahme des mütterlichen Betriebs im Vordergrund. 
Hier stelle sich die Frage, wie erfolgreich dieser Betrieb sei und ob er vom Beschwerdeführer 
geführt werden könne. Zudem verneinte die Beschwerdegegnerin die Geeignetheit der Ausbil-
dung mit der Begründung, dass diese im Betrieb der Mutter stattfinde. Das Ausbildungssetting 
entspreche weder einer Ausbildung im geschützten Rahmen noch den Anforderungen einer Aus-
bildung bzw. Integration im ersten Arbeitsmarkt und sei äusserst ungünstig. In der Vernehmlas-
sung führte sie dazu aus, dass die Gewährleistung der Ausbildungswertung nach objektiven und 
marktkonformen Kriterien im mütterlichen Betrieb zumindest in Frage zu stellen sei. Es sei Fakt, 
dass der Betrieb noch nie eine Ausbildung begleitet habe und über keine Erfahrung verfüge. Die 
Präsenz und die Verbindlichkeit wie auch die fachliche Ausbildung würden in der Verantwortung 
des mütterlichen Betriebs verbleiben. Dies, obwohl therapeutisch bereits eine ungünstige enge 
Beziehung festgestellt worden sei. Diese Umstände seien problematisch im Hinblick auf einen 
erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. Des Weiteren sei erforderlich, dass die vorgegebenen 
Strukturen des Amts für Berufsbildung kontrolliert und eingehalten würden. Die Wahl eines Be-
triebes, bei dem sich der Beschwerdeführer weniger anpassen müsse, entspreche nicht den An-
forderungen einer Integration im ersten Arbeitsmarkt. Diese Frage stelle sich umso mehr, als von 
der Berufsschule für die ganze Ausbildungszeit ein Nachteilsausgleich empfohlen worden sei. Es 
bestehe die Gefahr, dass die Lehre nur dank der speziellen Hilfe absolviert werden könne und 
sich nachher herausstelle, dass der Betrieb nicht tragfähig sei und der Beschwerdeführer aus-
serhalb des mütterlichen Betriebs den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes nicht gewach-
sen sei.  
 
5.3.2 Der Beschwerdeführer führte aus, dass das Einkommen zwar eher tief sei, doch könne 
man damit seinen Lebensunterhalt verdienen. Es gebe Stellen in der ____., Stellen in ____. und 
ausserdem Anstellungen in ____. . Die Lehre sei geeignet, ihm eine existenzsichernde Zukunft 
aufzubauen. Die Ausbildung im familiären Setting trage dazu bei, seiner Sozialphobie Rechnung 
zu tragen, und der bisherige Erfolg spreche dafür, dass die Mutter geeignet sei, die Ausbildung 
ihres Sohnes zu fördern und dieser dann über einen entsprechenden Lehrabschluss verfügen 
werde. Ob er im Betrieb weiterarbeiten oder wie sich seine berufliche Entwicklung gestalten 
werde, müsse offenbleiben. 
 
5.3.3 Zunächst ist gestützt auf die Zeugnisse der Berufsschule festzustellen, dass sich die von 
der Beschwerdegegnerin befürchtete Niveau-Problematik im schulischen Bereich nicht bestä-
tigte. Die Beschwerdegegnerin stützte sich hier einzig auf die Testungen und Beobachtungen der 
ELA. Bereits das erste Zeugnis, von dem die Beschwerdegegnerin noch vor Erlass der angefoch-
tenen Verfügung Kenntnis hatte, spricht jedoch eine deutliche Sprache. Der Beschwerdeführer 

 
 
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erzielte im ersten Semester nur gute bis sehr gute Noten. Auch die weiteren Zeugnisse enthalten 
gute Leistungen, sowohl betreffend die allgemeine schulische Bildung als auch die spezifisch 
berufskundliche schulische Bildung. Ob der Beschwerdeführer in den Genuss eines Nachteils-
ausgleichs kommt oder nicht, geht aus den Akten nicht hervor. Dieser Aspekt ist letztlich aber 
irrelevant, denn behinderungsbedingte Nachteile müssen nach dem Behindertengleichstellungs-
gesetz ausgeglichen werden, insbesondere bei Prüfungen. Die schulischen Fähigkeiten des Be-
schwerdeführers sprechen damit für die Geeignetheit der Ausbildung. Mit Eingabe vom 13. No-
vember 2021 hielt denn auch die Beschwerdegegnerin fest, dass sich die von ihr vermutete Ni-
veau-Problematik im schulischen Bereich bisher nicht bestätigt habe.  
 
5.3.4 Weiter stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass der gewählte Be-
ruf verdienstmässig eher prekär sei und der Markt nur sehr wenige Stellen schweizweit anbiete. 
Alleine die Tatsache, dass die Mutter einen Betrieb habe, von dem man ausserdem nicht wisse, 
ob er aktuell existenzsichernd funktioniere, genüge nicht, um eine von der IV finanzierte Ausbil-
dung dort zu befürworten. Auch diese Sichtweise kann nicht geteilt werden. Während der ELA 
stand eine Lehre zum Detailhandelsfachangestellten zur Debatte. Bei dieser Ausbildung liegt der 
Median des Jahresverdienstes je nach Angaben im Internet bei rund Fr. 50'000.--, die Spitze bei 
rund Fr. 56'000.-- und das untere Lohnniveau bei ca. Fr. 42'000.--. Damit unterscheidet sich die 
vom Beschwerdeführer gewählte Ausbildung in finanzieller Hinsicht in Bezug auf den Medianwert 
nicht von derjenigen zum Detailhandelsfachangestellten. Weiter scheint sich die Annahme der 
Beschwerdegegnerin, es gebe nur sehr wenige Arbeitsstellen als ____. in der Schweiz, lediglich 
auf das Berufsbild des selbständigen ____. zu beschränken. Unberücksichtigt gelassen wurde 
aber, dass nicht nur die Tätigkeit als Selbständigerwerbender existiert. Stattdessen gibt es auch 
Arbeitsstellen im Angestelltenverhältnis, so beispielsweise in der Industrie, in einem KMU oder in 
einer Institution. Die diesbezüglichen Feststellungen der Beschwerdegegnerin sind damit rein hy-
pothetisch und umfassen nicht alle Berufsbilder. Darauf weist der Beschwerdeführer zu Recht 
hin. Letztlich besteht aufgrund der Neigungen des Beschwerdeführers und seinen bisherigen Er-
fahrungen auf dem ersten Arbeitsmarkt insbesondere die Möglichkeit, dass er als ____. mit Kin-
dern, Jugendlichen und Erwachsenen in ____. Institutionen arbeitet. Aufgrund der Berücksichti-
gung von weiteren Berufsbildern kann auch dem Argument der Beschwerdegegnerin, dem Be-
schwerdeführer würden die notwendigen persönlichen Fähigkeiten zur Selbständigkeit fehlen, 
nicht gefolgt werden. Zudem spielt bei dieser Ausgangslage die Frage, ob der Betrieb der Mutter 
existenzsichernd arbeitet oder nicht, ebenfalls keine Rolle mehr, und die Bejahung des Anspruchs 
kann nicht vom Nachweis des mütterlichen Betriebs, ökonomisch selbsttragend zu sein, abhängig 
gemacht werden.  
 
5.3.5 Soweit die Beschwerdegegnerin das Ausbildungssetting in Frage stellte, kann ihr ge-
stützt auf die vorliegenden Akten ebenfalls nicht zugestimmt werden. Konkrete Hinweise für ein 
nichtfunktionierendes Ausbildungssetting liegen keine vor. Soweit die Beschwerdegegnerin be-
zweifelt, dass der Betrieb die Präsenz und Verbindlichkeit in genügender Weise kontrolliert, liegen 
in den Akten keine diesbezüglichen Hinweise vor. Es hätte der Beschwerdegegnerin offen ge-
standen, das Pensum und die Anwesenheit zu kontrollieren. Darauf verzichtete sie. Auch hier 
handelt es sich folglich um eine reine Hypothese der Beschwerdegegnerin. Es ist ihr zwar dahin-
gehend zuzustimmen, dass die Präsenz, die Verbindlichkeit wie auch die fachliche Ausbildung 

 
 
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zu einem grossen Teil der Selbstverantwortung des Betriebes überlassen bleiben. Letztlich ist 
das aber bei allen Lehrverhältnissen der Fall, und solange die Bedingungen des Amtes für Be-
rufsbildung vom mütterlichen Betrieb eingehalten werden, sprechen keine formalen Gründe ge-
gen dieses Ausbildungssetting. Lehrverhältnisse mit dem elterlichen Betrieb sind nicht verboten. 
Zudem besucht der Beschwerdeführer während 1.5 bzw. 2 Tagen pro Woche die Berufsschule, 
wo ihm das Fachwissen ebenfalls vermittelt wird. Die fachliche Verantwortung liegt somit nicht 
nur beim Ausbildungsbetrieb. Hinzu kommt, dass – wie bereits in Erwägung 5.2.4 hiervor darge-
legt – aus dem Zeugnis der Tagesstruktur, den Zeugnissen der Berufsschule und auch aus dem 
Praktikumszeugnis von M.____ deutlich hervorgeht, dass der Beschwerdeführer pünktlich und 
zuverlässig ist, wenn ihm der Arbeitsplatz und die Tätigkeit gefallen. Ebenfalls nicht ausschlag-
gebend sein kann, dass der Betrieb noch nie Lehrlinge ausgebildet hat, denn dieser Umstand 
sagt noch nichts über die Qualität der Ausbildung aus. Stattdessen enthält dieser Ausbildungs-
platz alles, was H.____ in seinem Bericht vom 13. August 2020 als wichtig erachtete, so einen 
Beruf mit Abwechslung, ein wohlwollendes Umfeld, einen Arbeitgeber, der sich Zeit nimmt und 
mit dem Beschwerdeführer zusammensitzt und ihn bei Laune hält. Weiter zeigen die Akten, dass 
der Lehrbetrieb dafür besorgt ist, dass der Beschwerdeführer auch in anderen Betrieben mehr-
wöchige Kurse und Praktika absolviert. Sofern die Beschwerdegegnerin eine mangelnde Spiege-
lung im mütterlichen Betrieb vermutete, kann diesem Umstand ebenfalls mit ausserbetrieblichen 
Praktika vorgebeugt werden. Die Beschwerdegegnerin verneinte somit die Geeignetheit und die 
wirtschaftliche Eingliederungswirksamkeit der gewählten Ausbildung zum ____.  zu Unrecht.  
 
5.4 Damit ist zusammenfassend festzustellen, dass der Argumentation der Beschwerdegeg-
nerin, wonach eine Vertiefung des Berufsfindungsprozesses mit längerer Schnupperphase sowie 
weiteren Vorbereitungsmassnahmen über mindestens sechs Monate nötig gewesen wären, um 
Stabilität, Motivation, Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen zu überprüfen, damit ein 
künftiger Ausbildungserfolg sichergestellt werden könne, nicht gefolgt werden kann. Mit dem Start 
der Lehre zum ____. verunmöglichte der Beschwerdeführer zwar weitere Abklärungen, diese 
zeigen sich aber nicht als notwendig, um die Anspruchsvoraussetzungen beurteilen zu können. 
Der Beschwerdegegnerin hätte ausserdem die Möglichkeit offen gestanden, die Massnahme vor-
erst auf eine befristete Zeit zuzusprechen, um die von ihr vermuteten Schwierigkeiten zu über-
prüfen. Weiter kann der Beschwerdegegnerin nicht zugestimmt werden, soweit sie die Geeignet-
heit, Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit der Massnahme gestützt auf die vorhandenen Ak-
ten verneinte. Stattdessen zeigt die umfassende und objektive Würdigung aller Unterlagen, dass 
die Anspruchsvoraussetzungen von Art. 8 IVG und Art. 16 IVG gegeben sind. Letztlich kann im 
Rahmen einer Gesamtbetrachtung die Einschätzung von H.____, es sei zum Schutze des Be-
schwerdeführers wichtig, dass er eine Lehre abschliesse und ein Erfolgserlebnis verzeichnen 
könne, nicht völlig ausser Acht gelassen werden. Der Beschwerdeführer ist nun schon im dritten 
von vier Lehrjahren und hält in der Schule mit. Es ist offensichtlich, dass er genügend Durchhal-
tevermögen besitzt, was letztlich auch auf den Reifeprozess, den ein junger Erwachsener in die-
ser Lebensphase durchläuft, zurückzuführen sein dürfte. 
 
6. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine erstmalige berufliche Ausbildung zum ____. EFZ als berufliche Mass-
nahme der IV zu Unrecht ablehnte. Die Beschwerde ist dementsprechend gutzuheissen und die 

 
 
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angefochtene Verfügung vom 19. März 2021 ist aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin wird nun 
zu prüfen haben, welche invaliditätsbedingten Mehrkosten dem Beschwerdeführer zu ersetzen 
sind. 
 
7.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Gemäss 
Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die 
Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die 
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt-
licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich-
tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei, weshalb die 
Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 12. April 2022 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 15 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die 
ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 164.--. Praxisgemäss beträgt der Stundenansatz Fr. 
250.--. Damit ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'215.40 
(inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
19. März 2021 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwer-
deführer Anspruch auf die erstmalige berufliche Ausbildung zum ____. 
EFZ als berufliche Massnahme der IV hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 4'215.40 (inkl. Auslagen und 
7,7  % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
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