# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a29f1db7-809e-5231-8813-74fef3f9b31b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 09.11.2023 IV 2023/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2023-7_2023-11-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2023/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.05.2024

Entscheiddatum: 09.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2023
Beweiskräftiges Ergebnis einer polydisziplinären Begutachtung mit dem 
Ergebnis einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2023, IV 
2023/7).

Entscheid vom 9. November 2023

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja 

Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2023/7

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.___ meldete sich am 11./17. März 2020 (IV-act. 1) bei der 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung an. Sie gab an, von 1992 bis 1996 den EFZ-Beruf der ___ 

erlernt zu haben. Seit 2004 sei sie als Produktionsmitarbeiterin angestellt und seit 

4. Oktober 2019 arbeitsunfähig. Nach einem Unfall vor ca. dreizehn Jahren leide sie an 

Nackenschmerzen, ausserdem an psychischen Schwierigkeiten. Seit dem 7. Oktober 

2019 stehe sie in psychiatrischer Behandlung. Die Arbeitgeberin gab am 25. März 2020 

(IV-act. 12) an, die Versicherte sei zu 100 % tätig. Wegen der Beschwerden könne sie 

nur noch ihre eigenen Arbeiten erledigen, sei aber nicht mehr flexibel einsetzbar. Der 

Jahreslohn betrage Fr. 63'544.--. Das Psychiatrie-Zentrum B.___ (Dr. med. C.___) hielt 

am 26. März 2020 (IV-act. 13) fest, seit Herbst 2019 bestünden eine leichte depressive 

Episode, vermutlich schon seit einigen Jahren eine paranoide Schizophrenie sowie seit 

ca. dreizehn Jahren eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Die 

Arbeitsfähigkeit sei durch Konzentrationsschwierigkeiten, eine verlangsamte 

Denkgeschwindigkeit, einen reduzierten Antrieb, eine deprimierte Stimmungslage und 

paranoide Ängste eingeschränkt. Dazu komme eine Belastung durch starke 

Nackenschmerzen, für die es bisher keine somatische Erklärung gebe. Die Klinik D.___ 

gab in einem Austrittsbericht vom 6. März 2020 (IV-act. 14) an, sie habe (nebst der 

Schmerzstörung und der depressiven Episode) eine Panikstörung (episodisch 

paroxysmale Angst) diagnostiziert. Die Versicherte habe angegeben, von Seiten des 

Arbeitgebers habe es immer mehr Druck gegeben; man habe z.B. die Maschinen 

immer schneller laufen lassen, so dass sie mit der Arbeit nicht mehr nachgekommen 

sei. Die Versicherte glaube, das sei absichtlich geschehen, damit man sie loswerde. Sie 

habe grosse Angst, die Stelle, auf die sie als Alleinstehende angewiesen sei, zu 

A.a. 

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verlieren. Im Oktober 2019 habe sie einen Nervenzusammenbruch erlitten. In einem 

Verlaufsbericht vom 14. Juli 2020 (IV-act. 16) legte das Psychiatrie-Zentrum dar, die 

Arbeitsfähigkeit sei noch leicht eingeschränkt. In der bisherigen Tätigkeit sei die 

Versicherte nicht mehr, in einer ideal adaptierten Tätigkeit sei sie zu 80 bis 100 % 

arbeitsfähig. Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung nahm am 

30. Juli 2020 (IV-act. 18) an, drei Monate nach einer beruflichen Wiedereingliederung 

sollte eine stabile Arbeitsfähigkeit von 50 % vorliegen, weitere drei Monate später eine 

solche von 80 %. Die Arbeitslosenversicherung gab am 5. August 2020 (IV-act. 20) an, 

die Versicherte werde ab 1. Oktober 2020 für ein volles Pensum als arbeitslos 

eingestuft und suche entsprechend Arbeit; selber gebe sie eine Vermittlungsfähigkeit 

für 20 % an. Arztzeugnisse lägen nicht vor. In einem IV-Eingliederungsplan vom 

6. Oktober 2020 (IV-act. 28) wurde für die Zeit vom 5. Oktober 2020 bis 4. April 2021 

eine Integrationsmassnahme (Aufbautraining) beim E.___ vorgesehen 

(Kostengutsprache vgl. IV-act. 32). Gemäss einem Assessment- und Verlaufsprotokoll 

(IV-act. 41) erklärte ein E.___-Mitarbeiter am 17. November 2020, die Versicherte sei 

sehr zuverlässig und habe keine Absenzen (vgl. IV-act. 41-4). In einem E.___-Bericht 

vom gleichen Tag (IV-act. 36) wurde festgehalten, gemäss den Angaben der 

Psychiatrie-Dienste F.___ seien die anfänglichen Ängste der Versicherten weg. Am 

19. Januar 2021 wurde festgehalten, der Versicherten scheine es psychisch bedeutend 

besser zu gehen. Sie halte das Pensum von 80 % stabil und lückenlos ein, doch sei die 

Leistungsfähigkeit nicht verwertbar bzw. nicht messbar (vgl. IV-act. 41-4 bis -6). 

Schliesslich hielt die IV-Eingliederungsverantwortliche fest, auf den 7. Februar 2021 

werde ein vorzeitiger Abbruch des Aufbautrainings erfolgen (vgl. IV-act. 41-6; vgl. auch 

die Mitteilung vom 11. Februar 2021, IV-act. 43). Im Schlussbericht über die 

Integrationsmassnahme vom 12. Februar 2021 (IV-act. 45) wurde erwähnt, den 

gesundheitlichen Abklärungen komme Priorität zu.

Das Schmerzzentrum am Kantonsspital St. Gallen berichtete am 17. März 2021 

(IV-act. 49), es liege eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und 

somatischen Faktoren vor. Bildgebend hätten sich im Verlauf geringe degenerative 

Veränderungen gezeigt. Im aktuellen Untersuchungsbefund sei die HWS-Beweglichkeit 

nur sehr gering eingeschränkt (bzw. gut) gewesen ohne sensomotorische Ausfälle. Das 

Psychiatrie-Zentrum B.___ berichtete am 19. April 2021 (IV-act. 51), infolge des 

A.b. 

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vorzeitigen Abbruchs des Arbeitstrainings sei die zuvor bekannte Symptomatik mit 

Selbstvorwürfen, Ängsten und einer depressiven Stimmungslage reaktiviert worden. 

Die psychodiagnostische Befundlage spreche für eine schwer beeinträchtigte kognitive 

Leistungsfähigkeit. Ein Beschwerdevalidierungstest habe Hinweise für eine 

eingeschränkte Interpretation der Befunde geliefert. Zeitweise seien parathyme 

Reaktionen aufgetreten. In einer ideal adaptierten Tätigkeit (reizarm, kognitiv wenig 

herausfordernd, ohne Zeitdruck und Stresserleben) sei die Versicherte im zweiten 

Arbeitsmarkt zu 50 bis 60 % arbeitsfähig. Ob sie den Anforderungen des ersten 

Arbeitsmarktes gewachsen sei, sei fraglich. In einem Bericht vom 23. Februar 2021 (IV-

act. 67) einer Psychotherapeutin des Psychiatrie-Zentrums B.___ über die 

psychodiagnostische Untersuchung vom 19. Februar 2021 war festgehalten worden, 

es könne davon ausgegangen werden, dass die Versicherte in einem wohlwollenden 

Klima zufriedenstellende Leistungen erbringen werde (unter Zeitdruck oder 

Stresserleben hingegen eine mangelhafte Leistung). Der RAD befürwortete u.a. das 

Einholen aller somatischen Untersuchungsberichte seit einem Unfall von 2016. Die 

Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen hatte am 11. Februar 2021 (IV-

act. 62) berichtet, eine erneute MRI-Kontrolle der HWS habe im Vergleich zu den 

Voruntersuchungen weiterhin stationäre Befunde ohne (neurochirurgisch) 

behandlungsbedürftige Auffälligkeiten gezeigt. Als Diagnose wurde ein persistierendes 

chronisches cervicocephales Schmerzsyndrom mit beidseitiger, linksbetonter, eher 

pseudoradikulärer Ausstrahlung in die Arme angegeben. 

Am 17. Mai 2021 (IV-act. 70) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der 

Versicherten mit, aufgrund ihres Gesundheitszustands seien derzeit keine beruflichen 

Massnahmen möglich.

A.c. 

Dr. med. G.___, Praktischer Arzt, teilte der Invalidenversicherung am 19. August 

2021 (IV-act. 79) mit, die bisherige Tätigkeit sei an initial zwei bis vier Stunden pro Tag, 

langsam zu steigern, zumutbar. Die Klinik H.___ gab in einem Austrittsbericht vom 

10. September 2021 über einen Aufenthalt vom 15. Juli 2021 bis 11. August 2021 als 

Diagnosen eine mittelgradige depressive Störung und eine chronische Schmerzstörung 

mit psychischen und somatischen Faktoren an.

A.d. 

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Das Swiss Medical Assessment- and Business-Center SMAB hielt in seinem durch 

die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle veranlassten Gutachten vom 20. Oktober 2022 

(IV-act. 112) fest, bei der Versicherten bestehe keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit. Eine Adipositas Grad I, ein Vd. a. eine 

Weisskittelhypertonie und rezidivierende Zervikobrachialgien beidseits ohne 

Funktionsdefizit und ohne neurologische Ausfälle seien ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit. Bei der allgemeininternistischen Begutachtung hatte die Versicherte 

angegeben, seit dem Beginn der Erkrankung habe sie wahrscheinlich im 

Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme etwa 20 kg an Gewicht zugenommen. 

Nach zwei Stockwerken Treppensteigen trete eine Belastungsdyspnoe auf. Ausserdem 

bestünden noch Refluxbeschwerden. Die Gutachterin stellte eine Adipositas Grad I, 

erhöhte Blutdruckwerte (138/117 und 141/113) und einen leicht erhöhten Puls fest (vgl. 

IV-act. 112-40). Sie gab an, die Arbeitsfähigkeit sei nicht eingeschränkt (vgl. IV-

act. 112-42). Der orthopädische Gutachter stellte einen angedeuteten Schultertiefstand 

links, eine flachkyphotische Stellung der Brustwirbelsäule und eine hyperlordotische 

Stellung der Lendenwirbelsäule bei einer schwach ausgeprägten autochthonen 

Rückenmuskulatur sowie eine in allen Ebenen nicht wesentlich eingeschränkte 

Beweglichkeit der Halswirbelsäule fest (vgl. IV-act. 112-50). Er hielt fest, relevante 

Einschränkungen seien nicht nachzuweisen (vgl. IV-act. 112-52). Die Versicherte sei in 

der Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt. Der Wiederaufnahme selbst der 

zuletzt ausgeübten Tätigkeit, die als angepasst gelte, stehe nichts im Weg (vgl. IV-

act. 112-52 f.). Der neurologische Gutachter beschrieb eine freie Beweglichkeit des 

Kopfes (vgl. IV-act. 112-61). Weder zervikal noch lumbal seien klinisch-neurologisch 

nervale Dehnungszeichen aufgetreten. Hinweise auf eine Rückenmarksläsion oder auf 

eine periphere-nervale Kompression hätten sich nicht ergeben. Insgesamt sei der 

neurologische Untersuchungsbefund regelrecht gewesen (vgl. IV-act. 112-63). Weder 

aus den Akten noch nach der Befragung und Untersuchung hätten sich Belege für eine 

neurologische Erkrankung mit Auswirkungen auf die Fähigkeiten, Ressourcen und 

Belastungen der Versicherten ergeben (vgl. IV-act. 112-64). Bei der 

neuropsychologischen Begutachtung teilte die Versicherte mit, bei der Arbeit habe sie 

zuletzt aufgrund von Nackenschmerzen Konzentrationsschwierigkeiten bekommen und 

vor allem nicht mehr so viel heben können (vgl. IV-act. 112-71). Schmerzmittel nehme 

sie nur ein- bis zweimal pro Woche. Ganz selten seien die Schmerzen so stark, dass 

A.e. 

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sie bis in die Finger ausstrahlten (vgl. IV-act. 112-72). Psychisch gehe es ihr nicht gut. 

Die Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP hielt fest, insgesamt habe sich eine 

mittelschwere bis schwere neuropsychologische Störung gezeigt, die vorwiegend die 

Aufmerksamkeits- und die verbal-mnestischen Funktionen betreffe. An der Validität der 

Daten sei aber aufgrund der auffälligen Beschwerdeschilderung zu zweifeln. Die 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht nicht 

beurteilbar (vgl. IV-act. 112-76). Auf die Frage, welche Merkmale eine optimal 

angepasste Tätigkeit aufweisen müsste, gab sie an, die Ausübung einfacher 

Routinetätigkeiten ohne hohe Anforderungen an die Konzentrationsleistung, die 

Ausdauer und die verbale Aufnahmefähigkeit sollte aus neuropsychologischer Sicht 

möglich sein, sofern das aus somatischer und psychiatrischer Sicht zumutbar sei (vgl. 

IV-act. 112-77). Bei der psychiatrischen Begutachtung berichtete die Versicherte von 

Ängsten und Depressionen, deren Auslöser die Schmerzen seien. Sie könne sich nicht 

gut konzentrieren, habe das Gefühl, die Zukunft sei hoffnungslos, sie kritisiere sich 

selber, sei leichter gereizt als früher, habe Schlafstörungen und mache sich Sorgen 

(vgl. IV-act. 112-23). Der psychiatrische Gutachter hielt fest, Konzentrationsstörungen 

hätten nicht wahrgenommen werden können, eine typisch schizophrene Symptomatik 

sei weder wahrnehmbar noch erfragbar gewesen (vgl. IV-act. 112-26). Eine depressive 

Stimmung habe sich verhaltensmässig nicht abgebildet. Hinweise auf eine 

Persönlichkeitsakzentuierung hätten sich nicht finden lassen. Es habe keinerlei 

Hinweise auf paranoide Denkinhalte gegeben (vgl. IV-act. 112-26 f.). Eine Depression 

bestehe sicherlich nicht, ebenso wenig eine chronische Schmerzstörung. Auf eine 

Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis habe nichts hingedeutet (vgl. IV-

act. 112-30). Der Vermutung einer motivationalen Komponente sei beizupflichten. Aus 

psychiatrischer Sicht sei nicht zu erklären, weshalb das berufliche 

Eingliederungstraining gescheitert sei (vgl. IV-act. 112-30). Eine signifikante 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, auch nicht 

während der stationären Behandlungen (vgl. IV-act. 112-32). Die Gutachter hielten fest, 

gemäss dem polydisziplinären Konsens sei die Versicherte voll arbeitsfähig. Der RAD 

konstatierte am 28. Oktober 2022 (vgl. IV-act. 114), eine Arbeitsunfähigkeit habe nie 

bestanden.

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B.

Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 16. Januar 2023 (Postaufgabe 

17. Januar 2023, act. G 1) Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, eine 

Oberexpertise in Auftrag zu geben, worauf neu zu entscheiden sei. Eventualiter sei die 

Verfügung aufzuheben und es sei eine Oberexpertise durch das Gericht zu 

veranlassen. Subeventualiter sei der Beschwerdeführerin mindestens eine Viertelsrente 

zu gewähren. Die Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör ungenügend 

gewährt und die Begründungspflicht ungenügend erfüllt. Bei diametral 

Mit Vorbescheid vom 9. November 2022 (IV-act. 119) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, ihr Gesuch vom 

17. März 2020 abzuweisen. Am 12. Dezember 2022 (IV-act. 130) liess die Versicherte 

einwenden, ein Vergleich des Gutachtens und der beigelegten Stellungnahme des 

Psychiatrie-Zentrums B.___ (Dr. C.___) vom 8. Dezember 2022 ergebe den Eindruck, 

dass nicht über die gleiche Person berichtet werde. Bei sich diametral 

widersprechenden Berichten sei eine Oberexpertise unbedingt nötig. Der Gutachter 

spreche etwa von einem mutmasslich erlittenen Unfall, während aber im Rahmen einer 

Begutachtung Mutmassungen nicht genügten, sondern vertiefte Abklärungen 

erforderlich seien. In der ärztlichen Stellungnahme vom 8. Dezember 2022 (IV-act. 130) 

hatte das Psychiatrie-Zentrum B.___ dargelegt, aufgrund des Gutachtens entstehe der 

Eindruck, die Versicherte simuliere die Symptome nur. Aufgrund der langen Zeit der 

Unterstützung der Versicherten liege aber die Vermutung nahe, dass eine negative 

Symptomatik im Rahmen einer Schizophrenie (durchgehend verflachter Affekt und 

Desinteresse, phasenweise Apathie) vorliege. Die Versicherte nehme seit Jahren - 

laborgeprüft - verlässlich und pflichtbewusst ihre Medikamente ein. Im Gutachten sei 

das mit keinem Wort erwähnt worden. Sie habe damit einige der paranoiden 

Symptome inzwischen gut im Griff. Eine motivationale Komponente wäre zwar 

prinzipiell nachvollziehbar, lasse sich damit aber nur schwer vereinbaren. Um die 

Einschränkungen zu objektivieren, bräuchte es eine nochmalige Abklärung. Der RAD 

hielt am 13. Dezember 2022 (IV-act. 132) fest, das Gutachten sei in jeder Hinsicht 

nachvollziehbarer als die Stellungnahme vom 8. Dezember 2022. Mit Verfügung vom 

3. Januar 2023 (IV-act. 133) wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle das Gesuch 

um eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von null Prozent ab.

A.f. 

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entgegengesetzten Begutachtungen sei eine Oberexpertise in Auftrag zu geben. Der 

Entscheid, ob IV-Ansprüche (Rente und Wiedereingliederung) bestünden oder nicht, 

könne erst aufgrund einer vollständigen und vertieften Abklärung getroffen werden. 

Dabei seien das Stellen und die Begründung der relevanten Diagnosen von 

entscheidender Bedeutung. Die bisherige medizinische Diagnostik sei auf den 

Prüfstand zu stellen. Die Beschwerdegegnerin nehme an, dass die Beschwerdeführerin 

simuliere; das werde bestritten. Die Diagnose einer Schizophrenie sei wiederholt 

erhoben und argumentativ belegt worden. Mit der im psychiatrischen Gutachten 

vorgenommenen Gegenübertragung sei ein Anteil des Gutachtens (bzw. des 

Gutachters) in die Beurteilung eingeflossen; das könne zu Verzerrungen und ungültigen 

Resultaten führen. Ob durch die Medikamenteneinnahme oder die Therapie die 

Symptome so verändert worden seien, dass die ursprüngliche Diagnose von den 

Gutachtern nicht habe erhoben werden können, sei im Rahmen der Oberexpertise zu 

prüfen. Der Gutachter habe weder den Sachverhalt des - von ihm als mutmasslich 

erlitten bezeichneten - Unfalls noch die dabei erlittenen Verletzungen oder (Dauer-) 

Folgen thematisiert. Ein Gutachten dürfe aber keine Ansammlung von Mutmassungen 

sein. Die Beschwerdeführerin habe von einem Unfall im Jahr 2007 und von tauben 

Fingern rechts berichtet; letztere würden im Gutachten nicht erwähnt.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. März 2023 (act. G 4) beantragte die 

Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf eine Stellungnahme des Fachbereichs vom 

10. Februar 2023 die Abweisung der Beschwerde. Sie beschrieb die Voraussetzungen 

für die Diagnose einer Schizophrenie gemäss ICD-10 nach Dilling/Mombour/Schmidt 

(Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 10. A., Bern). Sie führte weiter 

aus, gemäss dem Gutachten fehle es an einem Wahnphänomen. Die beschriebenen 

optischen Halluzinationen seien für diesen Zusammenhang untypisch. Es liege auch 

keine affektive Mitbeteiligung vor. Gemäss dem RAD-Arzt seien die Angaben nicht 

nachvollziehbar und bei der auffälligen Symptomvalidierung fragwürdig. Eine Negativ-

Symptomatik so erheblichen Ausmasses, dass kognitive Einschränkungen folgten, wie 

sie in der Aufmerksamkeitsleistung ermittelt worden seien, hätte anlässlich der 

Begutachtung auffallen müssen. Ein seit der Begutachtung veränderter Sachverhalt 

werde in der Stellungnahme vom 8. Dezember 2022 nicht vorgetragen. Die dortigen 

Einschätzungen entsprächen jenen aus den Vorakten und seien bereits berücksichtigt 

worden. Der medizinische Sachverhalt sei sorgfältig abgeklärt worden. Auf das 

Gutachten könne abgestellt werden. Der Fachbereich hatte am 10. Februar 2023 (IV-

act. 140) erklärt, der RAD habe sich zu der in erster Linie strittigen diagnostischen 

Einordung und der Arbeitsfähigkeitsschätzung ausführlich geäussert.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/20

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D.

Mit Replik vom 8. Mai 2023 (act. G 6) liess die Versicherte einwenden, ein 

psychiatrischer Patient oder eine Patientin öffne sich bekanntlich eher einer 

behandelnden als einer begutachtenden Person. Schon aufgrund des Zutrauens und 

der langen Behandlungszeit verdienten die Ausführungen der behandelnden Ärztin eine 

besondere Aufmerksamkeit. Die Oberexpertise zur Klärung der Divergenzen müsse 

durch einen IV-fremden, fachlich kompetenten Arzt durchgeführt werden, am besten 

veranlasst durch das Gericht; die nicht von einer medizinischen Fachperson 

stammenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort genügten hierzu nicht. Zur 

Beanstandung der ungenügenden Abklärungen zum Unfall habe die 

Beschwerdegegnerin bezeichnenderweise keine Stellung genommen. Vor einer 

ausreichenden medizinischen Abklärung könne auch kein Einkommensvergleich 

vorgenommen werden. Die Psychiatrie St. Gallen (Dr. C.___) hatte in einer 

Stellungnahme vom 3. Mai 2023 (act. G 6.1) festgehalten, die Symptome, an denen die 

Beschwerdeführerin schon seit längerer Zeit vor der Begutachtung leide, liessen sich 

am ehesten durch eine Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis, etwa eine 

paranoide oder undifferenzierte Schizophrenie oder ein schizophrenes Residuum, 

erklären. Im Gutachten sei wiederholt darauf hingewiesen worden, dass auf eine 

Residual- (oder Negativ-) Symptomatik nicht eingegangen werde. Genau diese 

Symptome seien aber vorhanden. Um über paranoide Ängste zu sprechen, bedürfe es 

eines gewissen Vertrauensverhältnisses. Und selbst in der Behandlung falle es ihr 

phasenweise schwer, über ihre Ängste - ausgelöst durch die Halluzinationen - zu 

sprechen. In der ICD-Klassifikation und im klinischen Alltag lasse sich nicht bestätigen, 

dass optische Halluzinationen bei Schizophrenie nur dysmorpher Natur seien. Vielmehr 

zeige sich ein sehr breitgefächertes Bild. Dass Haus- und Fachärzte mitunter eher 

zugunsten ihrer Patienten aussagten, möge durchaus stimmen. Umgekehrt würden von 

einer Versicherung beauftragte Ärzte eher im Sinn des Auftraggebers argumentieren.

E.  

Die Beschwerdegegnerin hielt am 12. Mai 2023 (act. G 8) an ihren Ausführungen fest.

Erwägungen

1.

Angefochten ist die Verfügung vom 3. Januar 2023, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin das Rentengesuch der Beschwerdeführerin vom 17. März 2020 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/20

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abgewiesen hat. Die Beschwerdeführerin lässt im Hauptstandpunkt eine Rückweisung 

zur Oberbegutachtung beantragen, subeventuell Rentenleistungen. Streitgegenstand 

bildet daher ihr allfälliger Rentenanspruch. Eine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör im Sinn einer ungenügenden Begründung der Verfügung ist nicht 

festzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat sich zum Einwand und zu den 

unterschiedlichen medizinischen Beurteilungen geäussert und festgehalten, aus der 

Stellungnahme der behandelnden Ärzte ergebe sich kein medizinischer Sachverhalt, 

der im Gutachten nicht berücksichtigt worden wäre. Sie hat weiter begründet, weshalb 

sie auf die Einschätzung im Gutachten abgestellt hat, nämlich weil sie 

nachvollziehbarer erscheine als die andere Einschätzung desselben Sachverhalts in der 

Stellungnahme vom 8. Dezember 2022. Diese Begründung ist ausreichend.

2.

Vorliegend sind, da ein allenfalls vor dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin zu beurteilen ist, die Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) in den bis 

31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen anwendbar (vgl. BGE 132 V 215 

E. 3.1.1). - Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.  

Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sind 

vom SMAB polydisziplinär begutachtet worden. Gemäss dem Gutachten vom 

20. Oktober 2022 liegt keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der 

letzten Tätigkeit vor. Einer Adipositas, einer Hypertonie (Vd. a. eine 

Weisskittelhypertonie) und rezidivierenden Zervikobrachialgien beidseits ohne 

Funktionsdefizit und ohne neurologische Ausfälle ist keine solche Auswirkung 

beigemessen worden. Gemäss dem polydisziplinären Konsens ist die 

Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig.

3.1. 

Die allgemeininternistische Gutachterin hat die beklagten Beschwerden, eine 

Belastungsdyspnoe und die noch bestehenden Refluxbeschwerden der 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/20

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Beschwerdeführerin zur Kenntnis genommen. Sie hat geschlossen, dass keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. IV-act. 112-42). Ein Anhaltspunkt für 

einen relevanten Zweifel an dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung besteht nicht.

Die orthopädische und die neurologische Begutachtung haben Folgendes 

ergeben: Der orthopädische Gutachter hat aufgrund seiner umfassenden Untersuchung 

festgehalten, relevante Einschränkungen seien nicht nachzuweisen. Die Schmerzen der 

Beschwerdeführerin seien aus orthopädischer Sicht nicht zu erklären (vgl. IV-

act. 112-52). Er schloss demnach, sie sei diesbezüglich in der Arbeitsfähigkeit nicht 

wesentlich eingeschränkt, selbst die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, die als angepasst 

gelte, könne sie ausüben. Er umschrieb nachvollziehbar eine für sie adaptierte 

Tätigkeit. Möglich seien Tätigkeiten mit bis zu mittelschwerer körperlicher Belastung, 

aber nicht Überkopfarbeiten oder Tätigkeiten mit der Notwendigkeit einer häufigen 

Rotation der Halswirbelsäule (vgl. IV-act. 112-52 f.). Der neurologische Gutachter hat 

bei der Untersuchung eine freie Beweglichkeit des Kopfes und keine klinisch-

neurologisch nervalen Dehnungszeichen vorgefunden. Auch Hinweise auf eine 

Rückenmarksläsion oder auf eine periphere-nervale Kompression haben sich nach 

seiner Beurteilung nicht ergeben. Den neurologischen Untersuchungsbefund hat der 

Gutachter insgesamt als regelrecht beurteilt. Er hat nachvollziehbar festgehalten, 

Belege für eine neurologische Erkrankung mit Auswirkungen auf die Fähigkeiten und 

Ressourcen der Beschwerdeführerin hätten sich bei der Befragung und Untersuchung 

nicht ergeben und seien auch nicht aktenkundig. Der gutachterliche Verzicht auf die 

Erhebung einer aktuellen Bildgebung (etwa MRI-Befunde) von der HWS kann als 

gerechtfertigt betrachtet werden. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerden bereits 

seit langem beklagt. Den Gutachtern hat ein Bericht der Klinik für Neurochirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen vom 11. Februar 2021 (IV-act. 62) vorgelegen, laut dem 

mehrfach radiologische Abklärungen stattgefunden hatten, die keinen signifikanten 

Befund ergeben hatten. Die Befunde sind gemäss diesem Bericht im Vergleich zu den 

Voruntersuchungen stationär geblieben und haben keine behandlungsbedürftigen 

Auffälligkeiten gezeigt. Der orthopädische Gutachter hat festgehalten, das decke sich 

mit den körperlichen Befunden ohne Funktionsdefizit und ohne neurologische 

Auffälligkeiten bei der orthopädischen Begutachtung (vgl. IV-act. 112-52; vgl. auch die 

Gesamtbeurteilung IV-act. 112-7). Damit ist von ausreichenden Begutachtungen in 

orthopädischer und neurologischer Disziplin auszugehen, deren Ergebnisse 

nachvollziehbar begründet sind.

3.3. 

Die Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP hat unter dem Titel der Diagnosen 

festgestellt, insgesamt habe sich bei der Beschwerdeführerin eine mittelschwere bis 

3.4. 

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schwere neuropsychologische Störung gezeigt, die vorwiegend die Aufmerksamkeits- 

und die verbal-mnestischen Funktionen betreffe (vgl. IV-act. 112-76 Ziff. 6.3).

Sie hat aber festgehalten, an der Validität der Daten sei zu zweifeln (vgl. IV-

act. 112-76 Ziff. 6.3 und Ziff. 8.1). Das hat sie damit begründet, dass unter Einbezug 

aller relevanten Kriterien zur Konsistenzprüfung eine nicht authentische 

Beschwerdeschilderung der Beschwerdeführerin wahrscheinlich sei (vgl. IV-act. 112-75 

Ziff. 6.1). Bei der früheren "neuropsychologische(n)" (richtig: psychodiagnostischen) 

Untersuchung vom 23. Februar 2021 (Berichtsdatum) hätten sich ähnliche Resultate 

gezeigt, und zwar bei ebenfalls auffälliger Performanzvalidierung (vgl. IV-act. 112-75). 

Die Ergebnisse eines bei der neuropsychologischen Begutachtung zweimal 

durchgeführten Performanzvalidierungsverfahrens haben unter dem Normbereich 

gelegen. Sie haben jedoch nicht im Bereich der Zufallswahrscheinlichkeit gelegen und 

die Resultate in einem weiteren eingebetteten Verfahren sind unauffällig gewesen (vgl. 

IV-act. 112-75). Im Bericht vom 23. Februar 2021 (IV-act. 67) über die genannte 

psychodiagnostische Untersuchung vom 19. Februar 2021 hat die durchführende 

Psychotherapeutin dargelegt, ein Validierungstest habe eine Auffälligkeit bzw. Hinweise 

für eine eingeschränkte Interpretation der Befunde gezeigt. Ursache könnte eine 

Konzentrationseinbusse sein. Eine Aggravation könne nicht ausgeschlossen werden 

(vgl. IV-act. 67-4 f.). Zeitweise seien parathyme Reaktionen aufgetreten (vgl. IV-

act. 67-5). Weitere Untertests mit Kontrollskalen hatten auch damals keine Hinweise für 

eine Aggravation ergeben (vgl. IV-act. 67-4). Demnach sind bei beiden Untersuchungen 

in der Validierung auffällige und unauffällige Ergebnisse beschrieben worden. Weiter 

hat die neuropsychologische Gutachterin aber festgehalten, dass sich Inkonsistenzen 

zwischen dem Untersuchungsverhalten und den Testresultaten sowie zwischen Tests, 

welche dasselbe messen würden, gezeigt hätten. Bei der Symptomvalidierung hätten 

sich bei den genuinen wie bei den Pseudo-Beschwerden erhöhte Werte gezeigt, die 

auf eine nicht authentische Beschwerdeschilderung hinwiesen (vgl. IV-act. 112-75). 

Diese Einschätzungen stammen von der Gutachterin auf dem Gebiet der 

Neuropsychologie und sind als stichhaltig zu betrachten, weil davon ausgegangen 

werden kann, dass die Begutachtung lege artis erfolgt ist.

3.4.1. 

Bei der versicherungsmedizinischen Beurteilung der Fähigkeiten hat die 

neuropsychologische Gutachterin des Weiteren zwar darauf hingewiesen, dass unklar 

sei, inwiefern es bei der Beschwerdeführerin tatsächlich zu Aufmerksamkeitseinbussen 

bzw. zu einer verringerten Ausdauer und zu einer reduzierten Belastbarkeit gekommen 

sei und inwiefern das verbale Gedächtnis tatsächlich vermindert sei (vgl. IV-act. 112-76 

Ziff. 7). Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit sei aus 

3.4.2. 

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neuropsychologischer Sicht wegen Zweifeln an der Validität der 

Untersuchungsergebnisse nicht beurteilbar (vgl. IV-act. 112-76 Ziff. 8.1). Bei der 

Umschreibung der Merkmale einer für die Beschwerdeführerin optimal angepassten 

Arbeit, wie sie für die Invaliditätsbemessung relevant ist, hat die Gutachterin jedoch 

festgehalten, der Beschwerdeführerin sollte die Ausübung einfacher Routinetätigkeiten 

ohne hohe Anforderungen an die Konzentrationsleistung, die Ausdauer und die verbale 

Aufnahmefähigkeit aus neuropsychologischer Sicht möglich sein, sofern das aus 

somatischer und psychiatrischer Sicht zumutbar sei. Sie hat weiter darauf hingewiesen, 

dass genauere Angaben aufgrund der möglicherweise nicht validen 

Untersuchungsergebnisse nicht zu treffen seien. Die Antworten zur Präsenzzeit und zur 

Leistungseinschränkung sowie zur Arbeitsfähigkeit würden entfallen (vgl. IV-

act. 112-77).

Die neuropsychologische Gutachterin hat darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin im Alltag einfache Planungsaufgaben selber ausführen könne und 

selbständig sei (vgl. IV-act. 112-76). Sie hat wie die übrigen Gutachter Angaben zum 

Tages- und Wochenablauf und zu den geklagten Beschwerden erfragt (vgl. IV-

act. 112-71 f.). Die Beschwerdeführerin hat u.a. angegeben, dass sie die Rechnungen 

per E-Banking bezahle. Auto fahre sie nur noch kurze Strecken, da sie rasch 

Nackenschmerzen bekomme (vgl. IV-act. 112-71 f., vgl. auch IV-act. 112-38; bzw. 

Angabe bei der neurologischen Begutachtung, sie könne ein Fahrzeug problemlos 

führen, vgl. IV-act. 112-60). Die Gutachterin hat zudem bei der Begutachtung 

beobachtet, dass die Beschwerdeführerin an der mehr als zweistündigen 

neuropsychologischen Untersuchung (nach einer dreistündigen Anreise) problemlos 

teilgenommen hat (vgl. IV-act. 112-73 Ziff. 4.1). Die Beschwerdeführerin habe zweimal 

eine kurze Pause eingelegt und am Ende über eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit und 

einsetzende Nackenschmerzen berichtet (vgl. IV-act. 112-73). Antrieb, Arbeitstempo 

und Ausdauer sind aber (bei der Begutachtung) adäquat gewesen (vgl. IV-act. 112-73).

3.4.3. 

Im Übrigen ist im Bericht des Psychiatrie-Zentrums B.___ vom 23. Februar 2021 

über die psychodiagnostische Untersuchung immerhin davon ausgegangen worden, 

dass die Beschwerdeführerin in einem wohlwollenden Klima, d.h. wenigstens an einer 

ideal adaptierten, also möglichst reizarmen, kognitiv wenig herausfordernden 

Arbeitsstelle, zufriedenstellende Leistungen erbringen werde (unter Zeitdruck oder 

Stresserleben hingegen eine mangelhafte Leistung). Gut zu prüfen sei allerdings, ob sie 

den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes gewachsen sei (vgl. IV-act. 67-5).

3.4.4. 

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Weil die psychiatrische Begutachtung, welche die neuropsychologischen 

Ergebnisse mitberücksichtigt hat (vgl. IV-act. 112-28), keine relevante gesundheitliche 

Beeinträchtigung ergeben hat (vgl. Mini-ICF-APP, IV-act. 112-31), rechtfertigen weder 

der im neuropsychologischen Gutachten benannte Zweifel an der Validität der 

Beschwerdeschilderung noch der Hinweis auf eine Unklarheit über die tatsächlichen 

neuropsychologischen Beeinträchtigungen eine Wiederholung der 

neuropsychologischen Abklärung. Eine ergänzende Abklärung ist nicht erforderlich. Ein 

Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG mit der Aufforderung an die 

Beschwerdeführerin, bei einer erneuten Begutachtung angemessen mitzuwirken, 

erübrigt sich demnach.

3.4.5. 

Der psychiatrische Gutachter hat keine Konzentrationsstörungen und auch keine 

typisch schizophrene Symptomatik wahrnehmen können. Er hat festgehalten, eine 

depressive Stimmung habe sich verhaltensmässig nicht abgebildet. Hinweise auf eine 

Persönlichkeitsakzentuierung hätten sich nicht finden lassen. Eine Depression bestehe 

sicherlich nicht, ebenso wenig eine chronische Schmerzstörung. Aus psychiatrischer 

Sicht sei nicht zu erklären, weshalb das berufliche Eingliederungstraining gescheitert 

sei (vgl. IV-act. 112-30). Eine signifikante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit habe zu 

keinem Zeitpunkt bestanden, auch während der stationären Behandlungen nicht (vgl. 

IV-act. 112-32).

3.5. 

Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, die Diagnose einer Schizophrenie sei 

(im Rahmen der Behandlung) wiederholt erhoben und belegt worden. Ob durch die 

Medikamenteneinnahme oder die Therapie die Symptome so verändert worden seien, 

dass die ursprüngliche Diagnose von den Gutachtern nicht habe erhoben werden 

können, sei im Rahmen der beantragten Oberexpertise zu prüfen. Das Psychiatrie-

Zentrum B.___ hat am 26. März 2020 angegeben, vermutlich schon seit einigen Jahren 

bestehe bei der Beschwerdeführerin eine paranoide Schizophrenie. Am 19. April 2021 

hat es dann von der Diagnose einer schizoiden Persönlichkeitsstörung (DD paranoide 

Schizophrenie) berichtet. Die Klinik D.___ hat zwar festgehalten, eine abschliessende 

Klärung der Verdachtsdiagnose einer Schizophrenie sei wegen der kurzen 

Beobachtungszeit nicht möglich gewesen. Nach dem immerhin drei Wochen 

dauernden Aufenthalt der Beschwerdeführerin hat sie am 6. März 2020 aber keine 

solche Diagnose gestellt, sondern eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst) 

diagnostiziert. Der psychiatrische Gutachter dagegen hat sich diesbezüglich in 

diagnostischer Hinsicht klar geäussert und festgehalten, eine typisch schizophrene 

Symptomatik sei weder wahrnehmbar noch erfragbar gewesen. Auf eine Erkrankung 

aus dem schizophrenen Formenkreis habe nichts hingedeutet. Auch auf paranoide 

3.5.1. 

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Denkinhalte habe es keine Hinweise gegeben. Diese gutachterlichen Angaben zum 

Befund sind stichhaltig. Auch im neuropsychologischen Gutachten ist festgestellt 

worden, eine akute psychotische Symptomatik oder eine Residual- oder ausgeprägte 

Negativsymptomatik bei möglicher paranoider Schizophrenie sei nicht beobachtet 

worden. Die neuropsychologische Gutachterin hat festgehalten, eine solche 

Symptomatik müsste genauer exploriert werden, doch müsste sie in einem erheblichen 

Ausmass vorliegen, um so schwere kognitive Einschränkungen in den 

Aufmerksamkeitsleistungen zu verursachen (vgl. IV-act. 112-75 f.). Der psychiatrische 

Gutachter hat die neuropsychologische Begutachtung mitbeurteilt (vgl. IV-act. 112-28). 

Er hat des Weiteren festgehalten, der von der Beschwerdeführerin geschilderte 

Lebensverlauf spreche gegen eine manifeste Persönlichkeitsstörung und gegen eine 

Schizophrenie (vgl. IV-act. 112-29). Dass eine Erkrankung an einer schizoiden 

Persönlichkeitsstörung (DD paranoide Schizophrenie), wie vom Psychiatrie-Zentrum im 

März 2020 vermutet, bereits seit einigen Jahren bestanden haben soll, erscheint denn 

auch wenig plausibel, ist die Beschwerdeführerin doch in diesen dem Bericht 

vorangegangenen Jahren stets einer Erwerbstätigkeit nachgegangen, ohne dass ein 

schizophrener bzw. schizoider Gesundheitsschaden aktenkundig geworden wäre. Die 

gutachterliche Beurteilung dagegen ist überzeugend. In psychiatrischer Behandlung 

steht die Beschwerdeführerin nach ihren Angaben zudem erst seit dem 7. Oktober 

2019.

Des Weiteren hat sich der RAD am 13. Dezember 2022 mit der Begründung der 

betreffenden Diagnose (bzw. Differenzialdiagnose) der behandelnden Ärzte und 

namentlich mit der Stellungnahme des Psychiatrie-Zentrums vom 8. Dezember 2022 

auseinandergesetzt, indem er die beschriebenen Befunde im Einzelnen mit Blick auf 

die fragliche Diagnose medizinisch gewürdigt hat (vgl. IV-act. 132-2 f.). Insbesondere 

hat er dabei die Ausführungen im Gutachten zur möglichen Residual- oder 

ausgeprägten Negativsymptomatik und zu ihrem Ausmass, das bei so schweren 

kognitiven Einschränkungen in den Aufmerksamkeitsleistungen zu erwarten wäre, 

übernommen und somit nachvollziehen können. Er hat für unwahrscheinlich gehalten, 

dass dem psychiatrischen Gutachter eine so schwere Symptomatik nicht aufgefallen 

wäre (vgl. IV-act. 132-2). Das ist nachvollziehbar. Mit den diagnostischen Einwänden, 

die von der Psychiatrie St. Gallen (Dr. C.___) in der ärztlichen Stellungnahme vom 

3. Mai 2023 (vgl. act. G 6.1) wiederholt worden sind, hat sich der RAD in seiner 

Beurteilung vom 13. Dezember 2022 bereits auseinandergesetzt. Er hat begründet, 

dass aus fachärztlicher Sicht die Angaben der Beschwerdeführerin zu den Symptomen 

nicht nachvollziehbar seien. Zu Recht hat er auch darauf hingewiesen, dass die 

3.5.2. 

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fragliche Diagnose bei der Begutachtung bereits geprüft (und nicht bestätigt) worden 

sei.  

Des Weiteren hat die Psychiatrie St. Gallen in der Stellungnahme vom 3. Mai 

2023 (act. G 6.1) sinngemäss geltend gemacht, die Beschwerdeführerin habe mangels 

des erforderlichen Vertrauensverhältnisses in der Begutachtungssituation nicht über 

ihre paranoiden Ängste gesprochen. Selbst im vertrauten Umfeld (der Behandlung) falle 

es ihr nämlich phasenweise schwer, über ihre Ängste, ausgelöst zum Beispiel durch die 

Halluzinationen, zu sprechen. Dem psychiatrischen Gutachter haben indessen auch die 

Berichte der behandelnden Ärzte, darunter etwa der Bericht der Klinik D.___ mit der 

Diagnose einer Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst), vorgelegen, so dass sich 

seine Beurteilung auf vollständige Kenntnisse hat stützen können. Diesbezüglich ergibt 

sich somit kein Anhaltspunkt für eine ungenügende Beweiskraft des psychiatrischen 

Gutachtens. Inwiefern sich aus dem Hinweis der Psychiatrie St. Gallen, laut dem 

behandelnde Ärzte sich als Anwälte ihrer Patienten auf gesundheitlicher Ebene 

verstehen sollten, allenfalls ein Zweifel am auch von behandelnden Stellen zu 

erwartenden Ausmass an Objektivität ergibt, kann daher offen bleiben. Das 

psychiatrische Gutachten bietet bezüglich der diagnostischen Angaben keinen 

Anhaltspunkt für einen Zweifel am Beweiswert. 

3.5.3. 

Die Beschwerdeführerin lässt ferner vorbringen, mit der im psychiatrischen 

Gutachten vorgenommenen Gegenübertragung sei (sc. unzulässigerweise) ein Anteil 

des Gutachtens (bzw. des Gutachters) in die Beurteilung eingeflossen. Das könne zu 

Verzerrungen und ungültigen Resultaten führen. Der psychiatrische Gutachter hat 

festgehalten, die Beschwerdeführerin habe in der Gegenübertragung nicht psychisch 

krank gewirkt und habe keinen Leidensdruck vermittelt (vgl. IV-act. 112-30). Ein Grund 

zur Beanstandung der Begutachtung ist auch in diesem Zusammenhang nicht zu 

sehen, da kein Anhaltspunkt dafür besteht, dass die Begutachtung nicht lege artis 

erfolgt wäre. Das Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung hat daher die 

überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich. Hieran ändern die Einwände der 

behandelnden Ärzte nichts. 

3.5.4. 

Im psychiatrischen Gutachten ist ausgeführt worden, im Bericht des 

Schmerzzentrums am Kantonsspital St. Gallen vom 17. März 2021 (IV-act. 49-4) sei 

(wie vom RAD) die Vermutung einer motivationalen Komponente geäussert worden 

(vgl. IV-act. 112-30). Dieser sei beizupflichten. Im genannten Bericht des 

Schmerzzentrums ist darauf hingewiesen worden, dass möglicherweise eine 

Diskrepanz zwischen dem Auftreten der Beschwerdeführerin in der 

3.5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/20

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4.

Eine für die Beschwerdeführerin adaptierte Tätigkeit setzt gemäss dem Gutachten 

voraus, dass Überkopfarbeiten und Tätigkeiten mit häufiger Rotation der 

Halswirbelsäule zur Vermeidung der rezidivierend auftretenden Beschwerden an der 

Halswirbelsäule möglichst vermieden werden sollten (vgl. IV-act. 112-9). Die 

qualitativen Arbeitsfähigkeitskriterien im neuropsychologischen Teil des Gutachtens 

beziehen sich zudem auf einfache Routinearbeiten ohne hohe Anforderungen an die 

Untersuchungssituation (sie habe motiviert und wenig eingeschränkt gewirkt) und dem 

Auftreten in einer Belastungserprobung (wie beim E.___) bestehe. Im Aufbautraining 

beim E.___ ist die Beschwerdeführerin zwar ebenfalls als motiviert, sehr gut 

mitarbeitend und sehr zuverlässig beschrieben worden. Im Schlussbericht ist zudem 

festgehalten worden, innert drei Monaten sei ihr dank regelmässigen kleinen Pausen 

eine Steigerung und ein stabiles Einhalten eines Pensums von 80 % gelungen (vgl. IV-

act. 45-2). Die beim Aufbautraining gezeigte Leistung ist aber im Ergebnis nicht 

messbar (d.h. also minimal) gewesen (vgl. IV-act. 45-2). Eine medizinische (namentlich 

psychiatrische) Erklärung ist dafür jedoch nicht gefunden worden.

Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, bei der Begutachtung sei ungenau 

vorgegangen worden. So sei festgehalten worden, sie habe berichtet, dass sich bei ihr 

- mutmasslich nach einem Unfallereignis - ein Schmerzsyndrom entwickelt habe. Mit 

dieser Formulierung im psychiatrischen Gutachten ist indessen lediglich zum Ausdruck 

gebracht worden, dass die Beschwerdeführerin selbst angenommen hat, das 

Schmerzsyndrom habe sich nach dem Unfall entwickelt. Angesichts der umfassenden 

Befunderhebung in orthopädischer, neurologischer und psychiatrischer (samt 

neuropsychologischer) Hinsicht ist nicht von einer mangelnden Sorgfalt oder einer 

ungenügenden Abklärung von Unfallfolgen auszugehen.

3.6. 

Gemäss dem SMAB-Gutachten besteht polydisziplinär der Konsens, dass die 

Beschwerdeführerin in einer adaptierten Erwerbstätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig 

ist (vgl. IV-act. 112-9 Ziff. 4.5). Eine Arbeitsunfähigkeit könne aus Sicht aller beteiligten 

Fachgebiete zu keinem Zeitpunkt (selbst nicht während der stationären Behandlungen) 

verifiziert werden (vgl. IV-act. 112-9 Ziff. 4.6).

3.7. 

Bei den oben dargelegten Gegebenheiten ist zusammenfassend darauf 

abzustellen, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer adaptierten 

Tätigkeit, wie sie für die Invaliditätsbemessung allein massgebend ist, nicht 

eingeschränkt ist und es auch in der Zeit vor der Begutachtung (d.h. in der Zeit ab dem 

potentiellen Rentenbeginn) nicht gewesen ist (vgl. IV-act. 112-9).  

3.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/20

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Konzentrationsleistung und an die Ausdauer sowie an die verbale Aufnahmefähigkeit 

(z.B. ohne stets wechselnde Instruktionen; vgl. IV-act. 112-77). Diese Voraussetzungen 

schränken die Auswahl der verbleibenden Arbeitsmöglichkeiten der 

Beschwerdeführerin ein. Sie sind aber nicht so erheblich, dass sie eine Verwertbarkeit 

der Arbeitsfähigkeit auf dem nach Art. 16 ATSG massgeblichen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt ausschlössen. Denn ein solcher Arbeitsmarkt weist, was die verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch den körperlichen Einsatz 

angeht, einen Fächer verschiedenster, also auch für die Beschwerdeführerin 

adaptierter Tätigkeiten auf (vgl. BGE 148 V 174 E. 9.1). Das Invalideneinkommen ist 

daher anhand der Durchschnittseinkommen gemäss den Tabellenlöhnen des 

Bundesamtes für Statistik (vgl. Anhang 2 der Textausgabe Invalidenversicherung, 

Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Gesetze und Verordnungen, 2022, 

herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV, S. 278, basierend auf der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE) zu bemessen. Bestehen aber im Einzelfall 

Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre gesundheitlich zumutbare 

verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit einem 

unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg verwerten könnte, ist ein Abzug von den 

Tabellenlöhnen zu machen. Die Höhe des Abzuges ist nach Würdigung der Umstände 

im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des 

Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Ein 

solcher Abzug wird nach der Praxis der Abteilung II des Versicherungsgerichts 

berücksichtigt, wenn davon ausgegangen werden muss, dass die versicherte Person 

ihre Arbeitsfähigkeit nicht mit demselben ökonomischen Erfolg verwerten könnte wie 

eine gesunde im selben Pensum tätige Person. Das trifft zu, wenn eine versicherte 

Person nur einen unterdurchschnittlichen ökonomischen Mehrwert generieren kann 

oder die indirekten Lohnkosten oder die Lohnnebenkosten überdurchschnittlich hoch 

sind. Denn bei solchen Gegebenheiten ist damit zu rechnen, dass ein strikt 

ökonomisch-betriebswirtschaftlich denkender, also keinen Soziallohn ausrichtender 

Arbeitgeber seine dadurch bewirkte "Einbusse" auf die arbeitnehmende Person 

überwälzen wird, indem er ihr keinen durchschnittlichen, sondern nur einen 

unterdurchschnittlichen Lohn ausbezahlt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2022, IV 2020/194 E. 3.5). Wegen der 

Benachteiligung der Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt ist vom Tabellenlohn 

ein Abzug von (maximal) 10 % angemessen. Vor dem Eintritt der 

Gesundheitsschädigung hat sie als (angelernte) Produktionsmitarbeiterin gemäss dem 

IK-Auszug im Vergleich zum Tabellenlohn als solchem überdurchschnittlich verdient. 

Im Jahr vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit vom Oktober 2019, also im Jahr 2018, 

hat sie ein Einkommen von Fr. 59'086.-- gehabt, während der Tabellenlohn für einfache 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/20

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Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art, also des Kompetenzniveaus 1, von 

Frauen damals bei Fr. 54'681.-- lag. Im hypothetischen Gesundheitsfall würde die 

Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin oder wieder ein 

ähnlich hohes Valideneinkommen erzielen können. Nach Berücksichtigung eines 

Abzugs von 10 % vom Tabellenlohn ergibt sich ein Invalideneinkommen von 

Fr. 49'213.--. Allein aus diesen erwerblichen Verhältnissen ergibt sich demnach ein 

invaliditätsbedingter Erwerbsausfall von rund 17 %, der aber die rentenbegründende 

Höhe von 40 % nicht erreicht. Dasselbe gilt, wenn das Valideneinkommen wegen der 

schwankenden Einkommen der Beschwerdeführerin aufgrund eines Durchschnitts der 

Beträge der letzten vier Jahre (einschliesslich 2019 mit Fr. 61'031.--) bestimmt wird. 

Der Durchschnitt stellt sich auf Fr. 61'130.--. Im Vergleich zu dem um 10 % 

herabgesetzten Tabellenlohn im Jahr 2019 von Fr. 55'222.--, also zu Fr. 49'700.--, 

ergibt sich im Einkommensvergleich diesfalls ein Ausfall von rund 19 %. Damit besteht 

kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 

5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird angerechnet.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.5.1. 

Nach Art. 69 Abs. 1  IVG (vgl. Art. 61 lit. f  ATSG) ist das Beschwerdeverfahren 

bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als unterliegende Partei hat 

die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 des st. 

gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, VRP/SG; sGS 951.1). Diese 

sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr getilgt. Ein 

Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei vollem Unterliegen nicht.

5.2. bis bis

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3.

Das Gesuch um eine Parteientschädigung wird abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2023
	Beweiskräftiges Ergebnis einer polydisziplinären Begutachtung mit dem Ergebnis einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2023, IV 2023/7).

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