# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3adb96d8-6506-5ecc-a7a4-8b49bd2fd7a9
**Source:** Basel-Stadt (BS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Stadt Appellationsgericht 02.11.2021 BES.2021.69 (AG.2021.594)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BS_Omni/BS_APG_001_BES-2021-69_2021-11-02.html

## Full Text

Appellationsgericht

  
  des Kantons Basel-Stadt

  

  Einzelgericht

   

  

 

BES.2021.69

 

ENTSCHEID

 

vom 2.
November 2021

 

 

Mitwirkende

 

lic. iur. Marc Oser

und Gerichtsschreiber lic. iur.
Christian Lindner 

 

 

 

Beteiligte

 

A____                                                                         
Beschwerdeführerin

[...]

 

gegen

 

Staatsanwaltschaft Basel-Stadt                            
Beschwerdegegnerin

Binningerstrasse 21, 4001 Basel

 

B____                                                                          
Beschwerdegegner

[...]                                                                                         
Beschuldigter

vertreten durch [...], Rechtsanwältin,

[...]

 

 

Gegenstand

 

Beschwerde gegen eine Verfügung
der Staatsanwaltschaft 

vom 6. Mai 2021

 

betreffend Verfahrenseinstellung

 

Sachverhalt

 

Auf Anzeige der
Advokatin A____ hin eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen
deren ehemaligen Bürokollegen B____. Der Vorwurf lautete dahingehend, dass der
Beschuldigte sich mithilfe der ihm übertragenen Administratorenrechte Zugang
zum persönlichen E-Mail-Account der Anzeigestellerin verschaffte habe, um
Kenntnis von ihrer Post zu nehmen. Dadurch habe er sich im Zuge der laufenden
Verhandlungen um die Auflösung der Bürogemeinschaft einen Wissensvorsprung
verschaffen wollen.

 

Mit Verfügung
der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt vom 6. Mai 2021 (Zustellung am 10. Mai 2021)
wurde das Strafverfahren mangels Beweises des Tatbestandes eingestellt. Die
Zivilklage wurde auf den Zivilweg verwiesen. Dem Beschuldigten wurden die
Verfahrenskosten in Höhe von CHF 231.80 zuzüglich einer Verfahrensgebühr von
CHF 250.‒ auferlegt. Seine Entschädigungsforderungen wurden abgewiesen.

 

Mit Schreiben
vom 19. Mai 2021 hat A____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) Beschwerde gegen
diese Einstellungsverfügung erhoben. Sie beantragt, die genannte Verfügung sei
aufzuheben und die Sache zum Erlass eines Strafbefehls an die
Staatsanwaltschaft zurückzuweisen, unter o/e Kostenfolge. Die
Staatsanwaltschaft hat mit Stellungnahme vom 4. Juni 2021 die kostenfällige
Abweisung der Beschwerde beantragt. Die Rechtsvertreterin des Beschuldigten hat
mit Eingabe vom 17. Juni 2021 mit Verweis auf die Begründung in der
Einstellungsverfügung die Abweisung der Beschwerde beantragt. Die
Beschwerdeführerin hat am 23. August 2021 repliziert. Die Duplik der
Staatsanwaltschaft datiert vom 26. August 2021. Mit Eingabe vom 1. September
2021 hat sich der Beschuldigte den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der
Duplik angeschlossen und im Weiteren auf eine Stellungnahme verzichtet.

 

Der Entscheid
ergeht unter Beizug der Akten im schriftlichen Verfahren. Die relevanten
Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben sich aus den nachfolgenden
Erwägungen.

 

 

Erwägungen

 

1.

1.1      Einstellungsverfügungen
der Staatsanwaltschaft können innert zehn Tagen mittels Beschwerde bei der
Beschwerdeinstanz angefochten werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a
und Art. 310 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 322 Abs. 2 der
Strafprozessordnung [StPO, SR 312.0]). Zu deren Beurteilung ist das
Appellationsgericht als Einzelgericht zuständig (§ 88 Abs. 1 in
Verbindung mit § 93 Abs. 1 Ziff. 1 des
Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG, SG 154.100]), welches nach Art. 393
Abs. 2 StPO mit freier Kognition urteilt.

 

1.2      Die
Beschwerdeführerin hat am 20. März 2020 Strafanzeige gegen den Beschuldigten gestellt
und sich als Privatklägerin konstituiert. In dieser Eigenschaft hat sie ein
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung der zur Diskussion stehenden
Verfügung (Art. 382 Abs. 1 StPO). Ihre Beschwerde ist frist- und
formgerecht im Sinne von Art. 396 Abs. 1 StPO erhoben worden, so dass
darauf einzutreten ist.

 

2.

2.1      Die
Staatsanwaltschaft kommt in der angefochtenen Einstellungsverfügung zum
Schluss, dass der Beschuldigte mithilfe seines Administrator-Zugangs die
Weiterleitung der E-Mail der Beschwerdeführerin an seine eigene Adresse
eingerichtet hat. Der Tatbestand des unbefugten Eindringens in ein
Datenverarbeitungssystem nach Art. 143bis Abs. 1 StGB sei jedoch nicht
erfüllt, da der Tatbestand das Eindringen in ein fremdes, gegen den Zugriff des
Täters besonders geschütztes Datenverarbeitungssystem erfordere. Dies sei nicht
der Fall gewesen, da der Beschuldigte über die ihm übertragenen
Administratorenrechte Zugang zum System gehabt habe, womit dieses weder fremd
noch gegen seinen Zugriff besonders geschützt gewesen sei. Diese Eigenschaften
würden auf die einzelnen passwortgesicherten Postfächer zutreffen, zu welchen
er sich als Administrator nur durch das Setzen eines neuen Passwortes hätte
Zugang verschaffen können, was ihm jedoch nicht nachzuweisen sei. Die erfolgte
Einrichtung einer Weiterleitung sei auf Administratorenebene erfolgt und daher
nicht tatbestandsmässig, weshalb das Strafverfahren in Ermangelung anderer
anwendbarer Strafbestimmungen einzustellen sei. Hingegen stelle das Verhalten
des Beschuldigten eine Persönlichkeitsverletzung nach Art. 28 ff. ZGB dar,
weshalb ihm in Anwendung von Art. 426 Abs. 2 StPO die Verfahrenskosten
auferlegt wurden und er keine Entschädigung zugesprochen erhielt.

 

2.2      Die
Beschwerdeführerin argumentiert, bei der Bestimmung von Art. 143bis
Abs. 1 StGB gehe es um die Verletzung der im elektronischen Bereich
geschützten Privatsphäre eines anderen. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung
in Entscheid BGE 130 III 28 E. 4.2 und 4.3 liege auch ein Eindringen in ein
fremdes und besonders gesichertes E-Mail-Postfach vor, wenn der Passwortschutz
umgangen und eine Weiterleitung eingeleitet werde. Auch im vorliegenden Fall sei
die Sicherung des persönlichen Mail-Accounts der Beschwerdeführerin mittels
Einrichtung einer Weiterleitung umgangen worden, womit der Tatbestand von Art.
143bis Abs. 1 StGB erfüllt und ein entsprechender Strafbefehl zu
erlassen sei.

 

2.3      Dem
hält die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme vom 4. Juni 2021 entgegen,
der zitierte Bundesgerichtsentscheid der 1. Zivilrechtlichen Abteilung des
Bundesgerichts sei nicht einschlägig und setze sich nicht einlässlich mit der
Strafbarkeit des Verhaltens des dortigen Beschwerdeführers auseinander. Dass der
Tatbestand des «Unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem» gerade
ohne das Eindringen in das gegen den Zugriff Dritter besonders gesicherte
Datenverarbeitungssystem erfüllt sei, lasse sich diesem Entscheid nicht
entnehmen. Es sei denn in diesem Entscheid auch um das eine fristlose Kündigung
begründende zerrüttete Vertrauensverhältnis gegangen und nicht um die
Strafbarkeit des an den Tag gelegten Verhaltens. In jedem Fall erfordere das
Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem, dass sich der Täter unbefugten
Zugriff zu einer nicht für ihn bestimmten Ebene verschaffe. Art. 143bis
StGB schütze lediglich die Unversehrtheit des Informatiksystems gegen
unbefugtes Eindringen, die Kenntnisnahme vom Inhalt irgendwelcher Daten sei
hingegen nicht tatbestandsmässig. Vorliegend sei der Täter mit seinem Vorgehen
zwar im geistigen Sinne in die Privatsphäre der Beschwerdeführerin
eingedrungen, nicht aber in ein fremdes, gegen seinen Zugriff besonders
gesichertes Datenverarbeitungssystem.

 

2.4      Die
Beschwerdeführerin hat in ihrer Replik zunächst angeführt, der französische und
der italienische Gesetzestext seien mit den Formulierungen «introdursi» bzw.
«s’introduire» weiter gefasst und würden zwar ebenfalls «eindringen» bedeuten,
in erster Linie jedoch «sich einschleichen» oder «sich Zutritt verschaffen».
Das Verhalten des Beschuldigten sei mit jenem eines Hauswarts zu vergleichen,
der sich um den Umschwung der Villa des Eigentümers kümmere. Er nutze den
Schlüssel zum Tor und schalte damit die Alarmanlage aus. Dies gebe ihm aber
nicht das Recht, die Villa zu betreten und die dort aufliegenden Briefe zu
lesen. Ebenso wenig sei es dem Beschuldigten gestattet gewesen, die Mails der
Beschwerdeführerin zu lesen, nachdem er durch die Benutzung des
Administratorenpassworts sozusagen die Alarmanlage ausgeschaltet habe. Die
Beschwerdeführerin führt weiter den Bundesgerichtsentscheid BGE 145 IV 185 an,
in welchem die strafrechtliche Abteilung die Verurteilung einer Frau geschützt
habe, die das Passwort für den Mail-Account ihres Mannes gefunden und
unberechtigt benutzt habe. Hätte sie ein Administratorenpasswort gefunden und
damit eine Umleitung der Mails eingerichtet, hätte dies zu keinem anderen
Ergebnis führen können.

 

2.5      Mit
Duplik vom 26. August 2021 hat die Staatsanwaltschaft erwidert, die Beschwerdeführerin
verkenne im zuletzt genannten Bundesgerichtsentscheid den massgeblichen
Unterschied zum vorliegenden Fall. Wenn sich ein Täter mit einem aufgefundenen
Passwort einlogge, dringe er in einen gegen unbefugten Zugang gesicherten
Datenbereich ein. Ebendies sei aber nicht der Fall, wenn der Täter mit den Rechten,
die er als Administrator erhalten habe, ausserhalb eines Mail-Accounts eine
Weiterleitung aktiviere.

 

3.

3.1      Der
Beschuldigte hat vorliegend die ihm übertragenen Administratorenberechtigung
genutzt, um auf die für Mailumleitungen erforderliche Systemebene zu gelangen.
Dieser Systembestandteil war ihm weder im Sinne des Tatbestandes fremd, noch
musste er für den Zugang Sicherheitsvorkehrungen überwinden, da ihm vom
vormaligen Administrator die erforderlichen Zugangscodes übergeben worden waren.
Nicht berechtigt war er hingegen zum Zugriff auf das Postfach der
Beschwerdeführerin, welches durch ein individuelles Passwort gesichert war. Dieses
Passwort war dem Beschuldigten nicht bekannt und er unternahm ‒ soweit
ersichtlich ‒ auch keinen Versuch, dieses erhältlich zumachen oder für
seine Zwecke zurückzusetzen. Hingegen war es dem Beschuldigten als
Administrator auch ausserhalb des passwortgeschützten Postfaches möglich, die
eingehenden Mails der Beschwerdeführerin ‒ für Sender und Empfängerin
unbemerkt ‒ an seine eigene Mailadresse weiterzuleiten. Im Ergebnis konnte
er so den als Sicherheitsdispositiv bestehenden Passwortschutz umgehen und die
eingehende Post der Beschwerdeführerin lesen. Es ist zu klären, ob diese
Handlung im Sinne von Art. 143bis Abs. 1 StGB tatbestandsmässig ist.

 

3.2      Nach
Art. 143bis Abs. 1 StGB handelt tatbestandsmässig, wer
unbefugterweise in ein fremdes, gegen seinen Angriff besonders gesichertes
Datenverarbeitung­ssystem eindringt. Umstritten ist in der Lehre, ob sich die
besondere Sicherung des Systems auf das System selbst beziehen muss. Dies wird
teilweise angenommen mit der Konsequenz, dass das «Knacken» von Zugangssicherungen
zu Daten oder Funktionen innerhalb dieses Systems nicht strafbar sei, wenn der
Täter einen anderen Teil der Rechnerfunktionen und -daten benutzen dürfe. Diese
Lehrmeinung ist jedoch abzulehnen. Wie Weissenberger im Basler Kommentar zum
Strafgesetzbuch überzeugend darlegt, bestehen Grossrechner nicht aus einem
homogenen Raum bzw. System, sondern können höchst komplexe Strukturen mit
differenzierten Verfügungsberechtigungen und Zugangsschranken aufweisen.
Demzufolge haben auch Subsysteme, Dateien oder Funktionsebenen eines Computers,
die einem Benutzer des Hauptsystems nicht zur Verfügung gestellt wurden und vor
Missbrauch besonders geschützt sind, für den nur beschränkt
Nutzungsberechtigten als fremd im Sinne der Norm zu gelten (Weissenberger, in: Basler Kommentar
StGB, 3. Auflage 2013, Art. 143bis N13). Nicht gefolgt werden kann
dem Autor jedoch, wenn er als Beispiel für eine Tatbegehung nimmt, dass der
Täter die gesamte elektronische Post seines Vorgesetzten oder Untergebenen,
deren Zugang passwortgeschützt ist, ohne dessen Wissen durch Eingriff in die
Informatik in seinen eigenen elektronischen Briefkasten umleitet. Er verweist
dabei ‒ wie auch die Beschwerdeführerin ‒ auf
Bundesgerichtsentscheid 130 III 28. Es ist dem Staatsanwalt beizupflichten,
dass dieser Entscheid der 1. Zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts sich
nicht detailliert damit auseinandersetzt, ob das dort vorliegende Verhalten
sämtliche Tatbestandsmerkmale von Art. 143bis StGB erfüllt. Weissenberger
nennt denn auch als zusätzliche Voraussetzung, welche den Straftatbestand stark
einschränke, dass das Datenverarbeitungssystem gegen den unberechtigten Zugriff
des Täters besonders gesichert sein muss. Die Zugriffssicherung muss unter den
Umständen des jeweiligen konkreten Falles üblicherweise ausreichen, um
Unbefugte von der Datenverarbeitungsanlage und damit von darin gespeicherten
Daten fernzuhalten (Weissenberger,
a.a.O., N 14). Ob das Einrichten einer solchen Weiterleitung tatbestandsmässig
ist, muss demnach davon abhängen, ob das betroffene Subsystem gegen dieses
Vorgehen geschützt war und der Täter diese Schranke überwinden musste. Dies war
vorliegend nicht der Fall, da die Weiterleitung der E-Mails nicht im
passwortgeschützten Bereich des Postfachs eingerichtet werden musste, sondern dies
bereits auf Administratorenebene möglich war. Der Beschuldigte nutzte damit auch
keine unbewusste Sicherheitslücke, sondern die vorgesehene Möglichkeit, dass der
Systemadministrator Weiterleitungen auf andere Mailadressen einrichten kann.
Das Administratorenpasswort verhinderte, dass ein firmenfremder Dritter von
dieser Funktion Gebrauch machen konnte. Hätte ein Aussenstehender diesen
Passwortschutz überwinden können, hätte er sich des unbefugten Eindringens in
ein Datenverarbeitungssystem strafbar gemacht. Gegen eine solches Fehlverhalten
des eigenen Mailserver-Administrators bestand indes kein Sicherheitsdispositiv.
Der Beschuldigte musste daher nicht in ein gegen seinen Angriff besonders
gesichertes Datenverarbeitungssystem eindringen, womit der objektive Tatbestand
von Art. 143bis Abs. 1 StGB nicht erfüllt wurde.

 

Dass der
französisch- und italienischsprachige Gesetzestext nach Ansicht der Beschwerdeführerin
weiter gefasst ist, ändert hieran nichts, und auch die von der
Beschwerdeführerin angeführten Entscheide und Beispiele führen zu keinem
anderen Ergebnis. Der Bundesgerichtsentscheid 130 III 28 wurde bereits
thematisiert. In BGE 145 IV 185 wurde die Strafbarkeit der Ehefrau bejaht,
welche sich mithilfe des aufgefundenen Passworts ihres Ehemanns Zugang zu
dessen Mailbox verschaffte. Das Bundesgericht führt in diesem Entscheid aus, die
Art und Weise, wie der Täter sich das Passwort für einen unbefugten Zugang zu
einer Datenverarbeitungsanlage verschaffe, sei für die Würdigung der Tat als
Hackerangriff ohne Bedeutung. Der entscheidende Unterschied zur vorliegenden Konstellation
ist jedoch, dass die Täterin dort mit einem ihr nicht freiwillig überlassenen
Passwort unbefugt in ein Datenverarbeitungssystem eingedrungen ist. Der
Beschuldigte hat sich hingegen lediglich auf einer Ebene der
Datenverarbeitungsanlage bewegt, für welche er den erforderlichen Administratorenzugang
erhalten hatte. Auch das herangezogene Beispiel eines Pförtners, der nach
Ausschalten der Alarmanlage das Haus betritt und dort die Post liest, ist keine
treffende Analogie, hat sich der Beschuldigte doch keinen Zutritt zum Postfach
der Beschwerdeführerin verschafft.

 

Nach dem
Gesagten hat der Beschuldigte zwar die Persönlichkeitsrechte der
Beschwerdeführerin verletzt, was die Staatsanwaltschaft mit der Kostenauflage
und Verweigerung einer Parteientschädigung berücksichtigt hat, den Tatbestand
des unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem jedoch nicht
erfüllt. Das Strafverfahren wurde demnach zu Recht eingestellt, und die
vorliegende Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft
ist abzuweisen.

 

4.

Die
Beschwerdeführerin trägt bei diesem Ausgang des Verfahrens die ordentlichen
Kosten mit einer Entscheidgebühr von CHF 800.‒ (Art. 428 Abs. 1 StPO in
Verbindung mit § 21 Abs. 2 des Gerichtsgebührenreglements [GGR,
SG 154.810]).

 

 

Demgemäss
erkennt das Appellationsgericht (Einzelgericht):

 

://:        Die
Beschwerde wird abgewiesen.

 

Die Beschwerdeführerin trägt die Kosten des Verfahrens
mit einer Entscheidgebühr von CHF 800.‒ (inkl. Auslagen).

 

Mitteilung an:

-      
Beschwerdeführerin

-      
Staatsanwaltschaft Basel-Stadt

-      
Beschuldigter

 

APPELLATIONSGERICHT BASEL-STADT

 

Der Präsident                                                            Der
Gerichtsschreiber

 

 

lic. iur. Marc
Oser                                                      lic. iur. Christian
Lindner

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung

 

Gegen diesen
Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 78 ff. des
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung Beschwerde
in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss spätestens am
letzten Tag der Frist beim Bundesgericht (1000 Lausanne 14) eingereicht oder zu
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer diplomatischen oder
konsularischen Vertretung der Schweiz im Ausland übergeben werden (Art. 48 Abs.
1 BGG). Für die Anforderungen an den Inhalt der Beschwerdeschrift wird auf Art.
42 BGG verwiesen. Über die Zulässigkeit des Rechtsmittels entscheidet das
Bundesgericht.