# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 562c9c35-53b3-57af-a310-c65034209d55
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.02.2022 III 2021 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-153_2022-02-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 153

Entscheid vom 18. Februar 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG B.________,

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Nichtverlängerung Aufenthaltsbewilligung 
und Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1971; serbischer Staatsangehöriger) reiste im Januar 
2019 in die Schweiz ein. Im Februar 2019 heiratete er C.________ (serbische 
Staatsangehörige), die über eine Niederlassungsbewilligung verfügt. Sie ersuch-
te am 22. März 2019 um Bewilligung des Familiennachzugs für A.________. Das 
Amt für Migration machte sie im April 2019 u.a. auf die Notwendigkeit eines 
Nachweises der Deutschkenntnisse von A.________ aufmerksam und verlangte 
zur Überprüfung desselben ein anerkanntes Sprachdiplom oder aber den Nach-
weis einer Anmeldung für einen Sprachförderkurs. 

Nach Einreichung der Anmeldebestätigung für den ersten Teil des Deutschkur-
ses Referenzniveau A1 erhielt A.________ am 2. Mai 2019 im Familiennachzug 
eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wurde am 16. März 2020 verlängert unter der 
Bedingung, dass bei der nächsten Verlängerung ein anerkanntes Sprachzertifikat 
eingereicht werde. Für den Fall der Nichterfüllung der Bedingung wurde ihm der 
Bewilligungswiderruf bzw. die Nichtverlängerung angedroht. 

B. Am 5. März 2021 ersuchte A.________ um Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung. Das verlangte Sprachzertifikat legte er nicht vor. Nach Gewährung 
des rechtlichen Gehörs verfügte das Amt für Migration am 31. Mai 2021:

1. Die Aufenthaltsbewilligung von A.________, geb. _____ 1971, Serbien, welche 
am 30. April 2021 abgelaufen ist, wird nicht verlängert.

2. A.________ hat die Schweiz spätestens vier Wochen nach Rechtskraft der Ver-
fügung zu verlassen und sich beim Einwohneramt der Gemeinde Reichenburg 
abzumelden.

3. Die Kosten dieser Verfügung setzen sich zusammen aus einer Gebühr von 
CHF 500.00 sowie Auslagen von CHF 10.00 (total CHF 510.00) und werden 
A.________ nach Eintritt der Rechtskraft in Rechnung gestellt.

4./5. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung.

Hiergegen reichte A.________ am 14. Juni 2021 Verwaltungsbeschwerde ein, 
welche der Regierungsrat mit RRB Nr. 569/2021 am 24. August 2021 unter Kos-
tenfolge zu Lasten von A.________ abwies (Versand 31.8.2021).

C. A.________ lässt am 16. September 2021 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Es sei die - in vorliegend angefochtenem Beschluss geschützte - Verfügung 
vom 31. Mai 2021 aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer die Aufent-
haltsbewilligung B zu verlängern.

Eventualiter:

1. Es sei die - in vorliegend angefochtenem Beschluss geschützte - Verfügung 
vom 31. Mai 2021 aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer die Aufent-

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haltsbewilligung B unter Auflagen (Abschluss einer Integrationsvereinbarung) 
zu verlängern.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 3% Kleinspesenpauschale 
und MwSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

D. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 21. Sep-
tember 2021 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Be-
schwerdeführers. Das Amt für Migration beantragt am 8. Oktober 2021 vernehm-
lassend, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers 
in allen Punkten abzuweisen unter Verweis auf die Erwägungen der Vorinstan-
zen.

E. Am 16. November 2021 informiert der Beschwerdeführer das Gericht über 
den Erhalt einer Kursbestätigung Deutsch Niveau A (3/3) vom 15. November 
2021. Er werde die D.________-Prüfung am 11. Dezember 2021 absolvieren und 
könne im Falle des Bestehens das Zertifikat anfangs 2022 einreichen.

Am 30. Dezember 2021 reicht der Beschwerdeführer die Kopie des Sprachen-
passes Deutsch Niveau A1 ein, worüber das Gericht am 31. Dezember 2021 die 
Vorinstanzen informiert.

F. Mit Stellungnahme vom 4. Januar 2022 beantragt das Amt für Migration, 
das Beschwerdeverfahren sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Die 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nachträglich eingereichten Beweismittel 
hätten dazu geführt, dass das Amt für Migration die Verfügung vom 31. Mai 2021 
am 4. Januar 2022 wiedererwägungsweise aufgehoben habe; die Aufenthalts-
bewilligung des Beschwerdeführers werde nach Rechtskraft der Verfügung um 
zwei Jahre verlängert. Die Eingabe wird dem Beschwerdeführer sowie dem Si-
cherheitsdepartement am 5. Januar 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt.

G. Am 5. Januar 2022 (noch vor Erhalt des gerichtlichen Schreibens vom 
5.1.2022) äussert sich der Beschwerdeführer zur Verfügung des Amtes für Migra-
tion vom 4. Januar 2022. Die Verfügung sei als Anerkennung im Hauptpunkt zu 
würdigen und im Kostenpunkt sei sie nichtig. Am 10. Januar 2022 nimmt der Be-
schwerdeführer Stellung zum gerichtlichen Versand vom 5. Januar 2022; die 
Kostenfrage sei offen, eine Prüfung der Verhältnismässigkeit des Handelns der 
Vorinstanz erforderlich.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Sowohl die Beschwerde an den Regierungsrat als auch die Beschwerde an 
das Verwaltungsgericht ist ein devolutives Rechtsmittel, was bedeutet, dass nicht 
mehr die Behörde, die den angefochtenen Akt erlassen hat, zur Beurteilung zu-
ständig ist, sondern die Beschwerdeinstanz (J. Hensler, Die Verwaltungsgerichts-
beschwerde im Kanton Schwyz, Zürich 1980, S. 145). Die Befugnis zur Streiter-
ledigung geht auf die Rechtsmittelinstanz über. Mithin stellt sich die Frage, ob 
das Amt für Migration befugt war, die angefochtene Bewilligungsnichtverlänge-
rung zu widerrufen, nachdem deren Prüfung der Rechtsmittelbehörde obliegt.

1.2 Als Ausnahme von der devolutiven Wirkung einer Beschwerde gilt die Wie-
dererwägung resp. der Widerruf lite pendente (bei hängigem Rechtsstreit). Dies 
lässt sich sowohl mit der Verantwortung der verfügenden Behörde für die richtige 
Rechtsanwendung als auch mit deren faktischer Parteistellung begründen und 
kann zudem der Prozessökonomie dienen. Gemäss Art. 58 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021) vom 20. Dezember 1968 kann die Vorinstanz bis zu ihrer Vernehm-
lassung die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen (ähnlich Art. 53 
Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Das kantonale Verwaltungsrechtspfle-
gegesetz kennt keine analoge Regelung, was eine Wiedererwägung / einen Wi-
derruf lite pendente in der Praxis jedoch nicht ausschliesst (vgl. Hensler, a.a.O., 
S. 145; vgl. VGE III 2017 229 vom 17.10.2018; VGE III 2018 194 vom 12.2.2019; 
VGE II 2019 19 vom 20.5.2019). 

1.3 Die verfügende Behörde ist grundsätzlich nur so lange zur Wiedererwä-
gung zuständig, bis die Frist zur letzten ihr ermöglichten Stellungnahme abgelau-
fen ist. Im mehrstufigen Instanzenzug wirkt die Relativierung des Devolutiveffekts 
auch im Verhältnis zwischen der verfügenden Behörde und der zweiten Rechts-
mittelinstanz. Dies allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, in dem sich die erstverfü-
gende Behörde vor der letzten Instanz hat vernehmen lassen bzw. bis zur letzten 
ihr ermöglichten Stellungnahme (Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 705 f.; Mächler, 
in: Auer/Müller/Schindler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungs-
verfahren, 2. Auflage, 2019, Art. 58 VwVG Rz. 2 und 16; Hensler, a.a.O., S. 145). 
Einer später erlassenen neuen Verfügung kommt lediglich der Charakter eines 
Antrags an den Richter zu (Kölz/Häner/Bertschi, a.a.O., Rz. 706; Mächler, a.a.O. 
Rz. 16).

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2.1 Nach Erhalt des vom Beschwerdeführer eingereichten neuen Beweismittels 
(vgl. Ingress Bst. E) verfügte das Amt für Migration am 4. Januar 2022:

1. Ziffer 1 und Ziffer 2 der Verfügung des Amtes für Migration vom 31. Mai 2021 
betreffend der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
aus der Schweiz wird wiedererwägungsweise aufgehoben.

2. Die Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) wird nach Rechtskraft dieses Entschei-
des um zwei Jahre verlängert.

3. Die Kosten dieser Verfügung setzen sich zusammen aus einer Gebühr von 
CHF 150.00 sowie Auslagen von CHF 10.00 (total CHF 160.00). Diese werden 
zusammen mit der Gebühr der Verfügung vom 31. Mai 2021 in der Höhe von 
CHF 510.00 (total CHF 670.00) A.________ nach Eintritt der Rechtskraft in 
Rechnung gestellt. 

4./5. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung.

2.2 Am 30. Dezember 2021 hat der Beschwerdeführer dem Gericht ein 
Sprachzertifikat Referenzniveau A1 als neues Beweismittel eingereicht (vgl. In-
gress Bst. E). Das Gericht stellte dieses den Vorinstanzen zu, was diese zu einer 
(weiteren) Stellungnahme berechtigte. Mithin hatte das Amt für Migration die 
Möglichkeit, sich zum neuen Beweismittel zu äussern; es war aber zugleich auch 
berechtigt, seine ursprüngliche Verfügung lite pendente in Wiedererwägung zu 
ziehen und ggfs. zu widerrufen (vgl. oben Erw. 1.3). Ein Eingriff in die Zuständig-
keit des Gerichts - wie dies der Beschwerdeführer behauptet - liegt nicht vor.

3.1 Der Verfügung vom 4. Januar 2022 kann entnommen werden, dass Ziff. 1 
und 2 der angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2021 aufgehoben wurden, nicht 
jedoch die Ziffer 3, mit welcher dem Beschwerdeführer Gebühren und Kosten in 
der Höhe von gesamthaft Fr. 510.-- auferlegt wurden (vgl. Ingress Bst. B). Der 
Beschwerdeführer jedoch hatte die umfassende Verfügung angefochten und de-
ren gesamthafte Aufhebung beantragt. Der Regierungsrat wies die Verwaltungs-
beschwerde gesamthaft ab und bestätigte die Verfügung vom 31. Mai 2021 inte-
gral inkl. der Kostenauflage (unter Präzisierung der Wegweisung). Vor Verwal-
tungsgericht ist wiederum der gesamte Regierungsratsbeschluss vom 24. August 
2021 bzw. die umfassende Verfügung vom 31. Mai 2021 angefochten. Streitge-
genstand bilden mithin sowohl die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und die Wegweisung als auch die Kostenauflage. Mit der Wiedererwägung vom 
4. Januar 2022 wurden aber einzig die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung und die Wegweisung widerrufen. Die Kostenauflage ist damit noch immer 
strittig. 

3.2 Eine umfassende Verfahrensabschreibung infolge Gegenstandslosigkeit 
fällt nach dem Gesagten ausser Betracht. Gegenstandslos geworden ist einzig 

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der Streitgegenstand der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sowie die 
Wegweisung, da diese lite pendente widerrufen wurden. Strittig ist hingegen - wie 
erwähnt - nach wie vor die Kostenauflage. Dieser Auffassung ist auch der Be-
schwerdeführer, wie seinen Eingaben vom 5. resp. 10. Januar 2022 zu entneh-
men ist.

4.1 Zu seinem Vorgehen äussert sich das Amt für Migration in der Verfügung 
vom 4. Januar 2022. Weil das Beschwerdeverfahren aufgrund der verspäteten 
Einreichung der Unterlagen des Beschwerdeführers entstanden sei, seien die 
Kosten der Verfügung vom 28. September 2021 [sic] voll in Rechnung zu stellen. 
Die Ausstellung von Verfügungen sei kostenpflichtig; die Kosten der Verfügung 
für eine Nichterteilung einer Bewilligung setzten sich gemäss kantonalem Ge-
bührentarif vom 12. Dezember 2017 zusammen aus einer Gebühr von CHF 
500.00 sowie Auslagen von CHF 10.00. Gemäss Art. 9 der Verordnung über die 
Gebühren zum Ausländer- und Integrationsgesetz (Gebührenverordnung AIG, 
GebV-AIG; SR 142.209) vom 24. Oktober 2007 könnten die Kantone sodann für 
nicht in Art. 8 GebV-AIG vorgesehene ausländerrechtliche Verfügungen und 
Dienstleistungen Gebühren festlegen. Die Gebühr für eine wiedererwägungswei-
se Aufhebung einer Verfügung betrage laut Ziff. 61 des kantonalen Gebührenta-
rifs zwischen 0 und CHF 300.00. Der Beschwerdeführer habe den verlangten 
Sprachnachweis trotz mehrfacher Aufforderung, beginnend ab dem ersten 
Schreiben vom 3. April 2019 bzw. dem Einschreiben vom 16. März 2020 bis zur 
erfolgten Einreichung am 30. Dezember 2021, nicht eingereicht. Aufgrund dieses 
Verhaltens habe er die Ausstellung der Verfügung vom 31. Mai 2021 sowie der 
vorliegenden Wiedererwägungsverfügung verursacht. Das Amt für Migration er-
achte aus diesem Grunde eine Gebühr von Fr. 150.00 zuzüglich Spesen von 
Fr. 10.00 (total Fr. 160.00) als angemessen.

4.2 Das Sicherheitsdepartement äussert sich weder zur Nachreichung des 
Sprachzertifikats durch den Beschwerdeführer vom 30. Dezember 2021 noch 
zum Widerruf lite pendente durch das Amt für Migration vom 4. Januar 2022 und 
auch nicht zu dessen Eingabe ans Gericht vom 4. Januar 2022.

4.3 Der Beschwerdeführer sieht im Erlass der Verfügung vom 4. Januar 2022 
zu Unrecht einen Eingriff in die Zuständigkeit des Gerichts (vgl. oben Erw. 1 und 
2). Ob er diese Verfügung angefochten hat, entzieht sich der Kenntnis des Ge-
richts. Soweit er auf jeden Fall im Schreiben vom 10. Januar 2022 die vom Amt 
für Migration erhobene 'Wiedererwägungsgebühr' von Fr. 160.-- als mangelhaft 
rügt, ist hierauf nicht einzutreten, da dies nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens bildet.

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Hingegen stellt der Beschwerdeführer zu Recht fest, dass die Kostenfolge des 
ursprünglichen, angefochtenen Verfahrens trotz Wiedererwägungsverfügung 
vom 4. Januar 2022 noch strittig und damit Gegenstand des vorliegenden Ver-
fahrens ist. Er bestätigt, dass er betreffend Sprachnachweis wohl säumig gewe-
sen sei, das Amt für Migration sich indes ein unverhältnismässiges Handeln vor-
werfen lassen müsse. Daher könnten die Kosten dem Beschwerdeführer nicht, 
zumindest nicht komplett überbunden werden. Es sei eine Prüfung der Verhält-
nismässigkeit des Handelns des Amtes für Migration notwendig.

5.1 Mit der Verfügung vom 4. Januar 2022 beschloss das Amt für Migration 
u.a., dass dem Beschwerdeführer neben den Kosten der Wiedererwägungsver-
fügung (von Fr. 160.--) auch die Kosten der Verfügung vom 31. Mai 2021 in der 
Höhe von Fr. 510.-- in Rechnung gestellt werden. Dies nach Eintritt der Rechts-
kraft. Die letzte Anmerkung kann sich dabei nur auf den Rechtskrafteintritt der 
Verfügung vom 31. Mai 2021 beziehen und nicht auf jenen der Verfügung vom 4. 
Januar 2022. Denn solange erstere nicht rechtskräftig wurde, besteht keine 
Grundlage für eine Rechnungsstellung (selbst wenn die Verfügung vom 4.1.2022 
rechtskräftig wird/wurde). Rechtskräftig wird die Verfügung vom 31. Mai 2021 
aber nicht mit Rechtskraft der Verfügung vom 4. Januar 2022, sondern erst, 
wenn der vorliegende Entscheid, mit welchem über die Kostenauflage vom      
31. Mai 2021 entschieden wird, in Rechtskraft tritt. 

5.2 Da die Kostenauflage der Verfügung vom 31. Mai 2021 mit der Verfügung 
vom 4. Januar 2022 nicht widerrufen wurde, ist diese nach wie vor strittig und 
durch das Gericht zu überprüfen. 

5.2.1 Den Nichtwiderruf der Kostenauflage hat das Amt für Migration in der Ver-
fügung vom 4. Januar 2022 begründet, womit sie implizit auch die Kostenauflage 
selbst begründet hat. Die Beurteilung ist dabei nicht zu beanstanden. Tatsächlich 
ergibt sich aus dem Sachverhalt, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers im 
Zusammenhang mit dem Gesuch um Bewilligung des Familiennachzugs auf die 
zwingende Voraussetzung eines Sprachzertifikates oder mindestens der Vorlage 
einer Anmeldebestätigung für einen Sprachkurs aufmerksam gemacht wurde. 
Die Aufenthaltsbewilligung wurde erst mit Vorlage einer Anmeldebestätigung für 
einen Sprachkurs erteilt. Mit jedem Kontakt des Beschwerdeführers mit dem Amt 
für Migration wurde er auf die Bedingung des Sprachzertifikates für die Aufent-
haltsbewilligung aufmerksam gemacht. Es wurden ihm Fristen angesetzt und die 
Nichtverlängerung angedroht, falls das Zertifikat nicht vorliegen sollte. Es ist un-
bestritten, dass der Beschwerdeführer der Abmahnungen zum Trotz im Verfah-
ren um die Bewilligungsverlängerung bis Ende April 2021 noch immer nicht über 

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das erforderliche Zertifikat verfügt hat, obwohl er sich dannzumal bereits seit 
mehr als zwei Jahren in der Schweiz aufhielt. Dass die notwendigen Kursbesu-
che auch während der Corona-Pandemie möglich gewesen wären, hat das Amt 
für Migration nachvollziehbar nachgewiesen. Gründe, welche den Nichtbesuch 
der Sprachkurse erklären könnten, vermag der Beschwerdeführer keine aufzu-
zeigen. Dass der Beschwerdeführer - wie er selber ausführt - zum Deutschkurs 
mittels Integrationsvereinbarung verpflichtet werden müsste, entbehrt jeglicher 
Grundlage, nachdem die geforderten Sprachkenntnisse Referenzniveau A1 mit 
Art. 43 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) 
vom 16. Dezember 2005 i.V.m. Art. 73a Verordnung über Zulassung, Aufenthalt 
und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) vom 24. Oktober 2007 über eine ein-
schlägige gesetzliche Grundlage verfügen. Mithin hat das Amt für Migration zu 
Recht festgestellt, dass der Beschwerdeführer die Kosten des Nichtverlänge-
rungsverfahrens durch pflichtwidriges Verhalten verursacht hat (vgl. § 72 Abs. 3 
Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974 sowie § 5 
Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton Schwyz 
[GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975). 

5.2.2 Nachdem dem Beschwerdeführer die Bedingung des Sprachnachweises 
bereits vor Bewilligungserteilung explizit erläutert wurde, der Beschwerdeführer 
diesbezüglich mehrfach abgemahnt werden musste und das erforderliche Zertifi-
kat auch nach zwei Jahren trotz der Abmahnungen nicht vorwies, kann die vom 
Amt für Migration verfügte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung des erst im Jahr 2019 im Alter von 48 Jahren in die Schweiz einge-
reisten Beschwerdeführers nicht als unverhältnismässig beurteilt werden. Bei der 
Bedingung handelt es sich um eine ausdrückliche Vorgabe des Gesetzgebers, 
weshalb an der Durchsetzung ein grosses öffentliches Interesse besteht. Das In-
teresse des Beschwerdeführers liegt im Verbleib bei seiner Ehefrau in der 
Schweiz und ist damit durch Art. 8 EMRK geschützt. Allerdings ist dieser Schutz 
nicht absolut (vgl. BGE 142 II 35 Erw. 6.1; Urteil BGer 2C_99/2019 vom 
28.5.2019 Erw. 4.1); es hindert die Konventionsstaaten nicht daran, die Anwe-
senheit auf ihrem Staatsgebiet zu regeln und den Aufenthalt ausländischer Per-
sonen unter Beachtung überwiegender Interessen des Familien- und Privatle-
bens gegebenenfalls auch wieder zu beenden. So ist vorliegend beachtlich, dass 
der Familiennachzug nach Art. 43 AIG unter der Bedingung eines Sprachzertifi-
kates steht (Art. 43 Abs. 1 lit. d AIG), welche - wie aufgezeigt - vom Beschwerde-
führer nicht erfüllt wurde. Dass er im Zeitpunkt der Nichtverlängerung besonders 
integriert gewesen wäre, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf; dass er zumin-
dest sprachlich wenig integriert war, zeigt sich bereits aus dem fehlenden 

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Sprachzertifikat. Hat ein Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine 
engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf einen wei-
teren Verbleib nicht begründen, wenn die erneute Integration im Herkunftsland 
keine besonderen Probleme stellt (Urteil BGer 2C_376/2021 vom 9.12.2021 Erw. 
5.1). Dem Beschwerdeführer, der erst 2019 und im Alter von 48 Jahren in die 
Schweiz kam, ist eine Rückkehr in die Heimat zumutbar. Gegenteiliges bringt 
auch der Beschwerdeführer nicht vor. 

5.2.3 Damit kann festgehalten werden, dass die vom Amt für Migration am       
31. Mai 2021 verfügte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung unter Kos-
tenauflage zu Lasten des Beschwerdeführers nicht unverhältnismässig war. Ent-
sprechend besteht keine Veranlassung, in diesem Verfahren, da einzig noch die 
Kostenauflage strittig ist, die Verfügung vom 31. Mai 2021 Dispositiv Ziff. 3 auf-
zuheben.

5.3 Nichts Anderes gilt bezüglich Verwaltungsbeschwerdeverfahren. Da der 
Beschwerdeführer bis zum Regierungsratsbeschluss die Bedingung der Aufent-
haltsbewilligung noch immer nicht erfüllt hatte, bestätigte der Regierungsrat zu 
Recht die Verfügung vom 31. Mai 2021. Mit dem Widerruf von Ziff. 1 und 2 der 
Verfügung vom 31. Mai 2021 durch das Amt für Migration fiel wohl die Bestäti-
gung der Nichtbewilligung und der Wegweisung dahin, nicht aber die Bestätigung 
der Kostenauflage und ebenso wenig die Kosten- und Entschädigungsfolge des 
angefochtenen Regierungsratsbeschlusses. Aus denselben Gründen, wie unter 
Erw. 5.2 dargelegt, besteht für das Gericht auch keine Veranlassung, diese Re-
gelung zu beanstanden.

5.4 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass das Verfahren 
insoweit gegenstandslos geworden ist, als das Amt für Migration Ziff. 1 (Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung) und Ziff. 2 (Wegweisung) der Verfügung 
vom 31. Mai 2021 widerrufen hat. Abzuweisen ist die Beschwerde, soweit mit der 
Beschwerde vom 16. September 2021 die weiterhin strittigen Kosten- und Ent-
schädigungsregelungen des Amtes für Migration und des Regierungsratsbe-
schlusses angefochten wurden. 

6.1.1 Soweit die Beschwerde abzuweisen ist, hat der unterliegende Beschwerde-
führer die Kosten zu tragen (§ 72 Abs. 2 VRP).

6.1.2 Soweit das Verfahren gegenstandslos geworden ist, liegt der Entscheid 
über die Kostenfolge im Ermessen der entscheidenden Behörde (§ 72 Abs. 4 
VRP).

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Vorliegend rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten trotz Gegenstandslosigkeit 
infolge Widerrufs der angefochtenen Verfügung durch das Amt für Migration dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Wie unter Erw. 5 ausgeführt, wurde die Aufent-
haltsbewilligung zu Recht nicht verlängert, da der Beschwerdeführer trotz mehr-
facher Aufforderung und trotz Androhung der Nichtverlängerung das notwendige 
Sprachzertifikat auch nach zwei Jahren nicht vorweisen konnte, wobei er hierfür 
keine entschuldbaren Gründe vorzubringen vermag. Die Nichtverlängerung und 
Wegweisung war in casu auch nicht unverhältnismässig. Dass der Beschwerde-
führer nun Ende Dezember 2021 das geforderte Zertifikat Deutsch Referenzni-
veau A1 vorweisen konnte, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die Nicht-
verlängerungsverfügung aufgrund der von ihm angestrengten Rechtsmittelver-
fahren, mithin auch des Verwaltungsgerichtsverfahrens, nicht in Rechtskraft er-
wachsen konnte und er unter Druck der drohenden, ja gar verfügten Nichtverlän-
gerung Zeit gewann, um die notwendigen Kurse und Prüfungen zu absolvieren. 
Nicht gefolgt werden kann der Darstellung des Beschwerdeführers, wonach die 
Widerrufsverfügung vom 4. Januar 2022 eine Anerkennung seines Hauptbegeh-
rens darstellt. Vielmehr ist die Verfügung auf die neue Sachlage zurückzuführen. 
Die Verfahrenskosten hat er indes mit seinem pflichtwidrigen Verhalten verur-
sacht, weshalb es sich rechtfertigt, ihm diese aufzuerlegen (§ 72 Abs. 3 und 4 
VRP). 

6.1.3 Dem Beschwerdeführer sind somit die Kosten des vorliegenden Verfah-
rens, die auf Fr. 1'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) fest-
gelegt werden, aufzuerlegen.

6.2 Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem Ausgang nicht 
(§ 74 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben, soweit die Nicht-
verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sowie die Wegweisung (Verfügung 
vom 31.5.2021, Dispositiv-Ziff. 1 und 2) resp. der dies bestätigende Regie-
rungsratsbeschluss (RRB Nr. 569/2021 vom 24.8.2021 Dispositiv-Ziff. 1 
und 2) angefochten wurde.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit die Kostenauflage der Verfügung 
vom 31. Mai 2021 (Dispositiv-Ziff. 3) und der diese bestätigende Regie-
rungsratsbeschluss sowie dessen Kosten- und Entschädigungsregelung 
(RRB Nr. 569/2021 vom 24.8.2021 Dispositiv-Ziff. 3 und 4) angefochten 
wurde.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat am 21. Sep-
tember 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- geleistet, weshalb ihm 
Fr. 500.-- aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten sind.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsratsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A).

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Schwyz, 18. Februar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 8. März 2022