# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86cecc52-9676-5fae-88aa-7017245d80f3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.11.2018 720 17 278/322
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-278-322_2018-11-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. November 2018 (720 17 278 / 322) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Michael Kull, Advo-
kat, Marktplatz 18, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.1 Die 1977 geborene A.____ erlitt im Jahr 2011 einen Unfall, als sie bei Ausübung ihrer 
Tätigkeit als Reinigungskraft auf einer Leiter stehend ausrutschte und aus einer Höhe von rund 
einem halben Meter auf das rechte Knie fiel. Dabei zog sie sich ein Distorsionstrauma am rech-
ten Knie zu. Für die Folgen dieses Unfalles erbrachte die Schweizerische Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 11. Januar 2016 lehnte die Suva 

 
 
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den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung ab. Diese Verfügung 
erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
 
A.2 Bereits am 26. April 2013 meldete sich A.____ unter Hinweis auf den besagten Unfall 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nachdem 
die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse 
abgeklärt und zudem berufliche Massnahmen durchgeführt hatte, ermittelte sie bei der Versi-
cherten einen Invaliditätsgrad von 2%. Gestützt darauf und nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 9. August 
2017 ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung reichte die Versicherte, vertreten durch Dr. Michael Kull, Ad-
vokat, mit Eingabe vom 12. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein. Darin beantragte 
sie, es sei ihr in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 9. August 2017 eine IV-Rente 
zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die un-
entgeltliche Prozessführung mit Advokat Kull als unentgeltlichem Rechtsbeistand. Zur Begrün-
dung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische 
Gutachten, auf das sich die Verfügung stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfü-
ge, da die darin diagnostizierten bloss leichten depressiven Verstimmungen mit Blick auf die 
medizinische Aktenlage nicht nachvollziehbar seien. Ferner werde in der Verfügung in somati-
scher Hinsicht nicht auf die medizinisch relevanten Punkte Bezug genommen, zumal nicht er-
sichtlich werde, auf welche Unterlagen sich die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung der 
somatischen Situation stütze. Dessen ungeachtet sei bei der Bemessung der Invalidität ein Ab-
zug vom Tabellenlohn zu gewähren.  
 
C. In Ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten sowohl die Beschwerdeführerin 
mit Eingabe vom 23. November 2017 als auch die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 
19. Dezember 2017 an ihren Anträgen und Standpunkten fest.  
 
E. Mit Beschluss vom 1. März 2018 gelangte das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsbe-
ratung zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf 
die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den 
Fall auszustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten ein-
zuholen.  
 
F. Mit Schreiben vom 12. April 2018 beauftragte das Kantonsgericht Dr. med. B.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einem monodisziplinären Gutachten, welches am 
28. Mai 2018 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt 
des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsan-
spruch der Versicherten auswirken würden. Die IV-Stelle machte am 25. Juni 2018 hiervon Ge-

 
 
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brauch, wobei sie eine weitere Beurteilung von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), vom 8. Juni 2018 ins Recht legte. 
Die Beschwerdeführerin wiederum liess sich am 27. Juni 2018 zum Gutachten und dessen 
Auswirkungen auf den Leistungsanspruch vernehmen.   
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. Oktober 2018, sodass die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. 
b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. De-
zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche In-
stanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen 
frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 12. September 2017 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2. Zwischen den Parteien streitig und im Folgenden zu prüfen ist der Anspruch auf eine 
IV-Rente. 
 
3.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf  eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindes-
tens 40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 
oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 

 
 
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3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-

 
 
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tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten 
aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizini-
schen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 
Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen 
(BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von 
Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderun-
gen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingehol-
ten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt 
es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil 
des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Ein Grund zum Ab-
weichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Ge-
richt eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen ge-
langt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Mei-
nungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssig-
keit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine 
weitere Fachperson im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 
eine solche vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht 
(BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 9. August 2017 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes in psychiatrischer Hinsicht im Wesentlichen auf 
das Gutachten von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Januar 2017 
(vgl. IV-act. 140). Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführerin sowohl ihre 
angestammte als auch eine leidensadaptierte Tätigkeit im Umfang von 80% zumutbar sei. Den 

 
 
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im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht 
in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. E. 4.3 hiervor). Anlässlich der in 
dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 1. März 2018 gelangte das Kantonsgericht 
nun allerdings zur Auffassung, dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zukomme. Anlass, an den entsprechenden Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, 
gab zum einen der Umstand, dass zwischen der darin erhobenen Anamnese und der vorge-
nommenen gutachterlichen Beurteilung an mehreren Stellen Inkonsistenzen zu verzeichnen 
waren. Zum anderen war dem Gutachten nur eine summarische Würdigung der rechtspre-
chungsgemäss für sämtliche psychischen Erkrankungen im Rahmen eines strukturierten Be-
weisverfahrens zu prüfenden Indikatoren zu entnehmen. Schliesslich mangelte es auch an ei-
ner Auseinandersetzung mit den jüngsten psychiatrischen Erhebungen in der Sache. Im Rah-
men der Urteilsberatung wurde durch das Kantonsgericht ferner festgestellt, dass die medizini-
sche Aktenlage in somatischer Hinsicht eine hinreichende Beurteilungsgrundlage darstellt, auf-
grund derer keine invalidisierenden Einschränkungen ermittelt werden können, weshalb es in 
der Folge darauf verzichtete, die Versicherte orthopädisch begutachten zu lassen. Gegen die-
ses Vorgehen wurden seitens der Beschwerdeführerin keine Einwände vorgebracht. Nachdem 
sich mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 1. März 2018 die Einholung eines psychiatrischen 
Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutachten von 
Dr. B.____ im Zentrum der medizinischen Beurteilung.  
 
5.2 Dr. B.____ diagnostiziert in seinem Gutachten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 
rezidivierende depressive Episode, derzeit mittelgradig (ICD-10 F33.1) sowie eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.4). 
Hierzu führt er im Wesentlichen aus, die Explorandin zeige heute das Bild einer mittelgradig 
depressiven Episode. Sie sei niedergeschlagen, gedrückter Stimmung, interesse- und freudlos, 
zeige einen verminderten Antrieb und eine erhöhte Ermüdbarkeit. Sie berichte über Konzentra-
tions- und Aufmerksamkeitsprobleme, ein vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, eine 
Lebensmüdigkeit, erhebliche Schlafstörungen sowie ein Morgentief. Sie fühle sich morgens 
nicht erholt und ausgeschlafen, sie bleibe im Bett liegen, ohne dass sie eigentlich schlafe. Auch 
in einer freundlichen Umgebung könne sich die Explorandin nicht nachhaltig erholen. Die Diag-
nose einer mittelgradig depressiven Episode stimme auch mit der Aktenlage überein. Die de-
pressive Symptomatik habe ihren Beginn Anfang 2014 genommen und sei seither nicht wirklich 
abgeklungen. Des Weiteren müsse bei der Explorandin eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung diagnostiziert werden. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass der organische 
Anteil dabei mit grosser Wahrscheinlichkeit einen nicht unerheblichen Einfluss habe, insbeson-
dere Gelenkschmerzen seien anerkannt ausgesprochen unangenehm und heftig. Er gehe da-
von aus, dass ein physiologischer Prozess vorliege und gleichzeitig aber auch psychische Ele-
mente eine Rolle spielen würden, die die Schmerzverarbeitung erschweren würden, nämlich die 
depressive Symptomatik. Die Schmerzverarbeitungsstörung könne nicht losgelöst von der 
komorbiden Depression verstanden werden. Zwischen der depressiven Symptomatik und der 

 
 
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anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bestehe eine negative Wechselwirkung. Die 
Schmerzen beeinträchtigten die Bewältigung der depressiven Symptomatik und umgekehrt.  
 
Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führt Dr. B.____ aus, es bestünde derzeit eine 
Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100% für den ersten Arbeitsmarkt. 
Diese begründe sich nicht allein mit der mittelgradig depressiven Episode in Kombination mit 
der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, sondern sie stütze sich vielmehr auf die Tat-
sache, dass die Explorandin schon seit Jahren nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt integriert und 
eine schrittweise Wiedereingliederung zu realisieren vollumfänglich indiziert sei. Eine Wieder-
aufnahme der Aktivität im ersten Arbeitsmarkt ohne Wiedereingliederungsmassnahmen werde 
mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung auf der psychischen Ebene führen, 
deren Behandlung schwierig sein werde. Das Belastbarkeitstraining im Jahr 2015 sei aus seiner 
Sicht zu früh abgebrochen worden. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Befunde, dem 
bisherigen Verlauf, der vorhandenen Ressourcendefizite und der funktionellen Einschränkun-
gen sei eine zeitlich begrenzte Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Umfang von 70% angemes-
sen. Die Restarbeitsfähigkeit sollte im Rahmen eines Belastbarkeitstrainings die Basis bilden, 
auf der innerhalb von 12-18 Monaten schrittweise eine Erhöhung der Präsenzzeit von deutlich 
über 50% aufgebaut werde. Unter Berücksichtigung aller Elemente könne prognostisch ange-
nommen werden, dass die Explorandin unter günstiger Entwicklung innerhalb der kommenden 
zwei Jahre zwischen 60% und 80% arbeits- und leistungsfähig werden könne. Ziel der Wieder-
eingliederungsmassnahmen sei es, in den kommenden zwei Jahren mindestens eine Arbeitsfä-
higkeit von 70% im ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Im Rahmen der beginnenden Belastung 
im Umfang von 30% und den schrittweisen Steigerungen der Präsenzzeit sei eine Leistungsfä-
higkeit im Umfang von 100% möglich. In zeitlicher Hinsicht hält Dr. B.____ fest, der Beginn der 
vorliegenden, rezidivierenden depressiven Episoden müsse spätestens mit April 2014 festge-
legt werden. Die aktuelle Arbeits- und Leistungseinschränkung habe deshalb seit diesem Zeit-
punkt Gültigkeit. Die attestierte Arbeitsfähigkeit gelte für jede körperlich zumutbare Tätigkeit. 
Davon ausgenommen seien Schicht- und Nachtarbeit, die im Hinblick auf die Depression kont-
raindiziert seien.  
 
5.3 Mit Stellungnahme vom 8. Juni 2018 hält Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, RAD, zusammenfassend fest, dass die gutachterlichen Ausführungen zur Arbeits-
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar seien. Zwar werde von Dr. B.____ eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung geltend gemacht, die diagnostischen Kriterien seien 
hierzu aber gar nicht erfüllt. Die vorherrschende Beschwerde sei ein andauernder, schwerer 
und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Stö-
rung nicht hinreichend erklärt werden könne. Bei der Versicherten liessen sich diese Schmer-
zen allerdings durch eine körperliche Störung, nämlich die mediale Gonarthrose rechts, be-
gründen. In diesem Sinne liege auch keine schwerwiegende Komorbidität vor. Auch lasse sich 
aufgrund der bestehenden Belastungen zwar eine Abnahme tagesstrukturierender Aktivitäten 
feststellen, von einem sozialen Rückzug in allen Lebenslagen könne aber keine Rede sein.  
 
6.1 Die Beschwerdeführerin macht mit Stellungnahme vom 27. Juni 2018 geltend, gestützt 
auf das Gutachten von Dr. B.____ sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 70% auszugehen. Die 

 
 
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prognostizierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Umfang von 60 bis 80% in den kommenden 
zwei Jahren sei jedoch abzulehnen. Der Gutachter lege nicht schlüssig dar, inwiefern sich die 
Situation der Beschwerdeführerin trotz gleichbleibender Behandlung verbessern sollte, zumal er 
selbst einräume, dass in den vergangenen vier Jahren keine Verbesserung oder Verschlechte-
rung stattgefunden habe. Eine entsprechende Prognose erscheine fahrlässig und würde die für 
die Beschwerdeführerin existenziell wichtige Unterstützung gefährden. Demgegenüber stellt 
sich die IV-Stelle mit Eingabe vom 25. Juni 2018 mit Verweis auf die Stellungnahmen des RAD 
vom 8. Juni 2018 auf den Standpunkt, dass nicht auf das Gerichtsgutachten abgestellt werden 
könne.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (E. 4.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufga-
be es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-
stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Das Gutachten von Dr. B.____ ist in formeller 
Hinsicht nicht zu beanstanden. Der Gutachter hat die Versicherte persönlich untersucht, eine 
umfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf ihre Angaben und geklagten Be-
schwerden ein. Er setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen 
Berichten auseinander und nimmt zu abweichenden Einschätzungen Stellung. Der Gutachter 
vermag namentlich die Diagnose einer depressiven Episode mittleren Grades schlüssig zu be-
gründen, welche auch im Einklang mit den erhobenen Befunden und den Schilderungen der 
Versicherten steht. Die Parteien gehen denn auch grundsätzlich darin einig, dass die aus den 
Abklärungsergebnissen hergeleitete Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mit 
Blick auf die medizinische Aktenlage nachvollziehbar ist, was auch durch den RAD-Arzt 
Dr. D.____ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2018 bestätigt wird.  
 
6.3.1 Unter Verweis auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. D.____ beanstandet wird 
hingegen, dass die klassifikatorischen Vorgaben zur Stellung der Diagnose einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien. Diesbezüglich gilt es zunächst darauf hinzu-
weisen, dass nach den Klassifikationskriterien der ICD nicht verlangt wird, dass die Schmerzen 
nicht durch eine somatische Störung begründet werden können. Vielmehr setzt die anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) nach der ICD-10-Klassifikation als vorherrschen-
de Beschwerde einen andauernden, schweren und quälenden Schmerz voraus, der durch ei-
nen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden 
kann. Er tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf, 
denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der 
Schmerzen zukommt (H. DILLING/W.MOMBOUR/M.H. SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikati-
on psychischer Störungen, 8. Aufl., 2011 S. 233 [F45.4 anhaltende Schmerzstörung]). Auch in 
der aktuellen Ausgabe der ICD-10-Klassifikation, Version 2018 (abrufbar unter 
«http://www.dimdi.de», zuletzt besucht am 14. Dezember 2018), wurde an dieser Definition 
festgehalten. Der Gutachter führt diesbezüglich aus, der organische Anteil habe im Rahmen 
dieser Diagnose einen nicht unerheblichen Einfluss, weshalb er davon ausgehe, dass ein phy-
siologischer Prozess vorliege, gleichzeitig aber auch psychische Elemente vorhanden seien, 
welche die Schmerzverarbeitung erschweren würden. Hierzu zähle namentlich die Depression. 
Ferner bestehe bei der Explorandin eine psychosoziale Problematik durch ihr Alleinleben, die 

 
 
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problematische Entwicklung ihres Sohnes sowie die Trennung von ihrer Herkunftsfamilie, wel-
che mehrheitlich im Ausland lebe. Unter diesen Umständen vermag aber der Einwand des 
RAD-Arztes Dr. D.____ nicht zu überzeugen, wonach die diagnostischen Kriterien einer anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien, weil die beklagten Schmerzen durch 
eine körperliche Störung – vorliegend die mediale Gonarthrose − begründet werden könnten. 
Dies umso weniger, als (auch) in den vorliegenden medizinischen Berichten eine nicht hinrei-
chend erklärbare Schmerzproblematik mehrfach dokumentiert ist. So wird bspw. im Austrittsbe-
richt der Rehaklinik E.____ vom 22. September 2015 von einer erheblichen Symptomauswei-
tung berichtet, deren Ursache teilweise in einer psychischen Störung zu finden sei (vgl. IV-act. 
109, S. 2). Auch anlässlich der Erstbegutachtung hat Dr. C.____ ausgeführt, dass das Ausmass 
der geklagten körperlichen Beschwerden durch die somatischen Befunde nicht hinreichend ob-
jektiviert werden könnten (IV-act. 140, S. 29). Der nachvollziehbar begründeten Diagnosestel-
lung vermag sodann auch die Tatsache nicht entgegenzustehen, dass Dr. B.____ diese Diag-
nose zum ersten Mal stellt.  
 
6.3.2 Dessen ungeachtet gilt es in Nachachtung der neueren bundesgerichtlichen Recht-
sprechung zu berücksichtigen, dass im Zusammenhang mit der invalidisierenden Wirkung so-
matoformer Schmerzstörungen die Diagnose nicht mehr im Zentrum steht, sondern Ausgangs-
punkt zur Beurteilung der Frage ist, ob ein Gesundheitsschaden im Sinne der klassifizierenden 
Merkmale überhaupt vorliegt. Nach der Auffassung des Bundesgerichts massgebend ist viel-
mehr die sozial-praktische Auswirkung der Erkrankung, mithin die gutachterlichen Feststellun-
gen zur Arbeitsfähigkeit (BGE 141 V 281 E. 7; Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 
2017, 8C_820/2016, E. 5.4 mit Hinweis auf das soeben zitierte Urteil). Nachdem das Bundesge-
richt das mit BGE 141 V 281 für somatoforme (organisch nicht erklärbare) Leiden eingeführte 
strukturelle Beweisverfahren auch auf depressive Leiden anwendet (BGE 143 V 415 E. 4.5 und 
143 V 427 E. 7.1), ist die im Zentrum stehende Frage nach der anspruchsbegründenden Ar-
beitsunfähigkeit namentlich anhand der bundesgerichtlichen Indikatoren zu beantworten. Das 
Gutachten von Dr. B.____ enthält eine eingehende Prüfung der einzelnen Indikatoren. Soweit 
der RAD-Arzt Dr. D.____ die Diagnose einer anhaltenden Schmerzstörung mit dem Argument 
verneint, dass keine schwerwiegende Komorbidität vorliege, ist diesem Vorbringen entgegen-
zuhalten, dass diesem – insbesondere für die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
massgebenden – Kriterium rechtsprechungsgemäss keine vorrangige Stellung (mehr) zukommt 
(BGE 141 V 281 E. 4.1.1). Ferner kann der jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu-
folge jegliche Störung – selbst eine nicht invalidisierende – eine Komorbidität begründen. Vo-
rausgesetzt wird lediglich, dass der in Frage stehenden Störung ressourcenhemmende Wirkung 
zukommt (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Dr. B.____ äussert sich ausführlich zur Komorbidität, 
wobei er insbesondere die negativen Wechselwirkungen zwischen der depressiven Symptoma-
tik und der anhaltenden Schmerzstörung aufzeigt, wonach die Schmerzen die Bewältigung der 
depressiven Symptomatik beeinträchtigten und umgekehrt. Den weiteren Ausführungen von 
Dr. B.____ folgend bestehen Beeinträchtigungen funktionell insbesondere durch diese negati-
ven Wechselwirkungen, die es der Versicherten erheblich erschweren würden, sich von ihren 
Beschwerden zu distanzieren. Demgegenüber erweisen sich die sozialen und innerpsychischen 
Ressourcen als schwach ausgeprägt. Dies begründe sich mit der mangelnden familiären Unter-
stützung aufgrund des fehlenden direkten Kontakts zu ihrer Herkunftsfamilie, so Dr. B.____ wei-

 
 
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ter. Auch würde die Explorandin seit geraumer Zeit ihr soziales Umfeld vernachlässigen, was 
insbesondere darauf zurückzuführen sei, dass sie Niemanden mit ihren Beschwerden konfron-
tieren möchte. Das jahrelange Alleinleben als alleinerziehende Mutter ohne die Unterstützung 
ihrer Familie stelle eine erhebliche psychische Belastung dar. Im Rahmen der Konsistenzprü-
fung verdeutlicht Dr. B.____ hierzu, dass sie die Tatsache, wonach auch zahlreiche Knieopera-
tionen keine wirkliche Verbesserung ihrer Schmerzen zur Folge hatten, aus psychiatrischer 
Sicht nicht genügend gut und adäquat integrieren und verarbeiten könne, was nicht zuletzt mit 
der depressiven Grundeinstellung zusammenhängen würde. Dies wiederum habe einen Zu-
sammenhang mit den schwachen Ressourcen, namentlich dem Alleinleben, dem delinquent 
gewordenen Sohn sowie der fehlenden familiären Unterstützung und dem daraus resultieren-
den Gefühl des Scheiterns. Ausser einer gewissen Tendenz zur subjektiven Fixierung und 
Selbstlimitierung, welche der Gutachter teilweise der im Rahmen der Depression verstärkten 
Ängstlichkeit zuordnet, konnte der Gutachter keine Inkonsistenzen feststellen. Insgesamt er-
laubt das Gutachten von Dr. B.____ eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen 
Indikatoren und er gelangt nachvollziehbar zum Schluss, dass (auch) eine anhaltende somato-
forme Schmerzstörung in mittelgradiger Ausprägung vorliegt. 
 
6.3.3 Was schliesslich den ebenfalls auf der versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilung 
gründende Einwand hinsichtlich der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit anbelangt, 
ist der Beschwerdegegnerin dahingehend beizupflichten, dass die seit Jahren bestehende Ar-
beitskarenz keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag. Dies umso weniger, als der Gutach-
ter der Versicherten zugleich unter alleiniger Berücksichtigung der erhobenen Diagnosen eine 
Arbeitsunfähigkeit von 70% und hinsichtlich der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit im Umfang 
von 30% eine volle Leistungsfähigkeit bescheinigt. Diesbezüglich gilt es nun allerdings zu be-
rücksichtigen, dass der Gutachter davon ausgeht, die Wiederaufnahme der Aktivität im ersten 
Arbeitsmarkt ohne Wiedereingliederungsmassnahmen würde mit einer grossen Wahrschein-
lichkeit zu einer Verschlechterung auf psychischer Ebene führen, deren Behandlung schwierig 
wäre. Insofern stellt er damit einen direkten Bezug zur gesundheitlichen Situation der Be-
schwerdeführerin her. Ferner erweisen sich – darin ist der Beschwerdeführerin zuzustimmen – 
die präzisen Aussagen hinsichtlich der ziffernmässigen Höhe einer künftigen Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit insofern als etwas fraglich, als die Prognose an einer anderen Stelle des Gut-
achtens als offen bezeichnet wird. Gleichwohl erscheint das Ergebnis einer Arbeitsunfähigkeit 
von 70% anhand der schlüssigen Diagnosestellung sowie namentlich mit Blick auf die Ergeb-
nisse des strukturierten Beweisverfahrens (vgl. E. 6.3.2 hiervor) nachvollziehbar und überzeu-
gend. Zumal der Gutachter diesbezüglich ausdrücklich anmerkt, dass es sich dabei um „eine 
zeitlich begrenzte“ Arbeits- und Leistungsfähigkeit handelt, stellt denn auch die Tatsache, dass 
er zu einem Neustart von Wiedereingliederungsversuchen rät und damit eine langsame Steige-
rung der Arbeitsfähigkeit für möglich hält, keinen Widerspruch dar. Sie steht sodann auch im 
Einklang zu den gutachterlichen Ausführungen, denen zufolge das Scheitern der Arbeitsversu-
che nicht auf eine fehlende Kooperation und Motivation, sondern vielmehr auf das der Depres-
sion zuzuordnende fehlende Durchhaltevermögen und die Frustrationsintoleranz zurückzufüh-
ren sei, denen mit entsprechenden Arbeitsmarktmassnahmen in Kombination mit einer intensi-
ven psychotherapeutischen Behandlung wirksam begegnet werden könne. Mit anderen Worten 
können die festgestellten Ungenauigkeiten aus einer Gesamtwürdigung heraus nicht als triftig 

 
 
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genug erscheinen, um von den schlüssigen Beurteilungen des Gutachters abzuweichen (vgl. 
E 4.3 hiervor).  
 
6.4 Gestützt auf das Gutachten von Dr. B.____ ist demnach davon auszugehen, dass die 
Versicherte sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als auch in einer leidensadaptierten Tätig-
keit seit April 2014 bis aktuell zu 30% arbeitsfähig ist. Diese Arbeitsfähigkeitseinschätzung ist 
der Berechnung des Invaliditätsgrades zugrunde zu legen (vgl. E. 7.1 ff. hiernach). Gleichzeitig 
ist jedoch den gutachterlichen Empfehlungen hinsichtlich der Wiedereingliederung insofern 
Rechnung zu tragen, als ausgehend von dieser Restarbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der 
gesundheitlichen Entwicklung mit Unterstützung der Invalidenversicherung eine Reintegration in 
den Arbeitsmarkt anzustreben ist, mit dem Ziel einer stetigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit. 
Die Durchführung geeigneter Eingliederungsmassnahmen wird die Beschwerdegegnerin mittels 
einer Schadenminderungsauflage sicherzustellen haben. 
 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Wie eingangs ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 ATSG). Aus der 
Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
In zeitlicher Hinsicht ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Dem Gutachten von Dr. B.____ zufol-
ge besteht die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im attestierten Umfang seit April 2014. 
Damit kommt der Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 
IVG unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist nach Eingang der Anmeldung am 
26. April 2013 und des auf den besagten Monat festgelegten Beginns des Wartejahres vorlie-
gend auf den 1. April 2015 zu liegen.  
 
7.2 Das von der Beschwerdegegnerin anhand der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin 
der Versicherten ermittelte Valideneinkommen wurde von der Versicherten zu Recht nicht be-
anstandet. Auch aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, wonach im Rahmen der Rechts-
anwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, 
zumal vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, denen zufolge die Versicherte ihre bisherige 
Stelle auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung verloren hätte. Für die Berechnung des 
Rentenanspruchs ist demnach von einem Valideneinkommen von Fr. 40‘120.-- auszugehen. 
Streitig und zu prüfen ist hingegen die Bestimmung des massgebenden Invalideneinkommens. 
 
7.3.1 Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich geltend, in Abweichung der angefochte-
nen Verfügung vom 9. August 2017 sei dem Valideneinkommen auch ein der zuletzt ausgeüb-
ten Tätigkeit entsprechendes Invalideneinkommen gegenüberzustellen.  
 
7.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie 
nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfä-
higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-

 
 
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beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder je-
denfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können ins-
besondere Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe-
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).  
 
7.3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Berechnung des Invalideneinkommens 
auf die Tabellenlöhne der LSE, was angesichts des Umstands, dass die Versicherte seit ihrer 
Kündigung im Juli 2013 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht in grundsätzlicher Hinsicht nicht 
zu beanstanden ist. Dem Vorbringen der Beschwerdeführerin ist aber dahingehend beizupflich-
ten, als sich das im Rahmen der zuletzt ausgeübten Tätigkeit erzielte Valideneinkommen vergli-
chen mit dem branchenüblichen Lohn als unterdurchschnittlich erweist. Dieser Tatsache ist 
beim Einkommensvergleich entsprechend Rechnung zu tragen. 
 
7.3.4 Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich unterdurch-
schnittliches Einkommen bezogen, so ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach 
Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, es sei denn, es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass sie 
sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur 
dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzu-
führenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkom-
men gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxis-
gemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung 
des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte oder aber 
auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen 
Wertes erfolgen (BGE 134 V 322 E. 4.1). Wie das Bundesgericht mit BGE 135 V 297 ff. präzi-
siert hat, ist der tatsächlich erzielte Verdienst allerdings erst dann im Sinne von BGE 134 V 322 
E. 4.1 deutlich unterdurchschnittlich, wenn er mindestens 5% vom branchenüblichen Tabellen-
lohn abweicht. Ebenso hat das Bundesgericht in diesem Entscheid festgehalten, dass eine Pa-
rallelisierung der Vergleichseinkommen bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen nur in dem 
Umfang erfolgen darf, in welchem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert 
von 5% übersteigt (BGE 135 V 303 f. E. 6.1.2 und 6.1.3). 
 
7.3.5 Gestützt auf die Abklärungen der Beschwerdegegnerin würde die Beschwerdeführerin 
in der angestammten Tätigkeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin bei einem Pensum von 100% 
einen Jahresverdienst von Fr.  42‘120.-- erzielen. Gemäss LSE 2014, Tabelle TA1, Sektor To-
tal, Kompetenzniveau 1, Frauen, hätte der branchenübliche Lohn monatlich Fr. 4‘300.-- betra-
gen. In Berücksichtigung der wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und der Nominallohn-
entwicklung (0.5% für das Jahr 2015) ist damit ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘062.-- als Ver-
gleichswert heranzuziehen. Vergleicht man diese beiden Jahreseinkommen, so zeigt sich, dass 
die Beschwerdeführerin bei der ehemaligen Arbeitgeberin einen Lohn erzielte, der rund 22% 
unter dem branchenüblichen Lohn gemäss LSE Tabelle 2014 lag. Die Voraussetzungen für 
eine Parallelisierung sind somit gegeben. Der ehemalige Lohn unterschreitet die Erheblich-

 
 
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keitsgrenze um 17%, weshalb das Valideneinkommen in diesem Umfang heraufzusetzen ist. 
Damit resultiert ein parallelisiertes Valideneinkommen von Fr. 49‘280.40.   
 
7.4 Wie sich aus Erwägung 6.4 ergibt, ist im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe-
ginns, am 1. April 2015, auf die im Gutachten von Dr. B.____ veranschlagte Arbeitsfähigkeit von 
30% abzustellen. Unter Berücksichtigung des vorstehend anhand der LSE 2014 ermittelten 
Jahreseinkommens in der Höhe von Fr. 54‘062.--, ergibt sich bei einem zumutbaren Pensum 
von 30% ein Invalideneinkommen von Fr. 16‘208.60. Aus der Gegenüberstellung des Validen-
einkommens von Fr. 49‘280.40 und des Invalideneinkommens von Fr. 16‘208.60 ergibt sich ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 67%. Damit besteht ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. 
 
7.5 Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug erscheint vorliegend nicht gerechtfertigt, da 
den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin im Rahmen der Zumutbar-
keitsbeurteilung bereits weitgehend Rechnung getragen worden und hinsichtlich der Restar-
beitsfähigkeit eine volle Leistungsfähigkeit ausgewiesen worden ist (vgl. E. 6.3.3. hiervor). Un-
geachtet dessen dürfen dieselben, bereits bei der Parallelisierung berücksichtigten, einkom-
mensbeeinflussenden invaliditätsfremden Faktoren nicht nochmals im Rahmen des Leidensab-
zuges berücksichtigt werden (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.3).  
 
8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefoch-
tene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. August 2017 aufgehoben und festgestellt 
wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. April 2015 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der In-
validenversicherung hat. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterlegene 
Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. Gemäss § 20 Abs. 3 
Satz 3 VPO werden der Vorinstanz bzw. den kantonalen Behörden gemäss Verwaltungsverfah-
rensgesetz vom 13. Juni 1988 keine Verfahrenskosten auferlegt. Auf die Erhebung von Verfah-
renskosten ist deshalb zu verzichten.  
 
9.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der 
Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnah-
men angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesproche-
ner Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in 
jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweis-

 
 
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massnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die 
Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebe-
nen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend 
ist das Kantonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 1. März 2018 zum Ergebnis 
gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich 
war. Hintergrund bildete der Umstand, dass das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische 
Gutachten von Dr. D.____ vom 2. Januar 2017 für die streitigen Belange nicht umfassend war 
(vgl. hierzu ausführlich E. 5.1 hiervor) und demnach die rechtsprechungsgemässen Anforde-
rungen an ein beweistaugliches Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a) nicht erfüllte. Das Kantons-
gericht beschloss deshalb, die erforderliche zusätzliche Abklärung des medizinischen Sachver-
haltes im Rahmen eines Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen. Damit war die gerichtliche 
Begutachtung durch Dr. B.____ nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der ge-
schilderten Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss den 
Honorarrechnungen von Dr. B.____ insgesamt auf Fr. 5‘762.50 belaufen (Rechnung vom 
24. Mai 2018), folglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  
 
9.3 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteient- 
schädigung zu. Der Honorarnote vom 3. Juli 2018 zufolge beläuft sich der geltend gemachte 
Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren auf insgesamt 26 Stunden und 40 Minuten, 
was sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen er-
weist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen im Umfang von 
insgesamt Fr. 150.--. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschädigung in der Hö-
he von Fr. 5‘927.80 entsprechend dem in der Honorarnote vom 3. Juli 2018 ausgewiesenen 
Aufwand (18 Stunden und 30 Minuten à Fr. 200.-- zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 111.-
sowie 8% Mehrwertsteuer für die Bemühungen im Jahr 2017 und 8 Stunden und 10 Minuten 
à Fr. 200.-- sowie 7.7% Mehrwertsteuer für die Bemühungen im Jahr 2018) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen.  

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. August 2017 wird aufgehoben und 
es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab April 2015 An-
spruch auf eine Dreiviertelsrente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 5‘762.50 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘927.80 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.