# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 430e069f-91f0-5421-8c91-f9d7355f4bb1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.10.2014 725 14 185 (725 2014 185)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-185_2014-10-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. Oktober 2014 (725 14 185) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung der Adäquanz von organisch nicht hinreichend nachgewiesenen Unfallfolgen 

nach BGE 115 V 133 ff. (Psychopraxis); Adäquanz mangels Erfüllung der von der Recht-

sprechung genannten objektiven Kriterien verneint 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Lars Rindlisbacher, Für-
sprecher, Waisenhausplatz 14, Postfach 389, 3000 Bern 7 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____ arbeitete im Zeitpunkt seines Unfalls als Gerüstbauer bei der B.____ und war in 
dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Fol-
gen von Betriebs- und Nichtbetriebsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 
27. September 2012 stürzte der Versicherte am 19. September 2012 aus einer Höhe von circa 
3 Metern von einem Gerüst und zog sich dabei eine Beckenringfraktur links zu. Die SUVA er-

 

 
 
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brachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung/Taggeld). Mit 
Verfügung vom 27. Februar 2014 teilte sie A.____ mit, dass sie für die Folgen des Unfalls vom 
19. September 2012 und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit nur bis Ende November 2013 
Versicherungsleistungen erbringe. Zur Begründung brachte sie vor, dass aufgrund der medizi-
nischen Unterlagen keine strukturellen Unfallfolgen mehr vorliegen würden und die angestamm-
te Tätigkeit als Gerüstbauer aus somatischer Sicht wieder uneingeschränkt ausgeübt werden 
könne. Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache wies die SUVA am 19. Mai 2014 ab. 
 
B. Hiergegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, die der Versicherte, vertreten durch 
Fürsprecher Lars Rindlisbacher, am 20. Juni 2014 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), erhob. Er beantragte, dass der Einsprache-
entscheid vom 19. Mai 2014 sowie die Verfügung vom 27. Februar 2014 aufzuheben seien. 
Weiter verlangte er eine umfassende, aktuelle und unabhängige Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts und die Zusprache einer Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung. 
Schliesslich stellte er ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung mit Für-
sprecher Rindlisbacher als unentgeltlichen Rechtsbeistand. Zur Begründung liess er im We-
sentlichen vorbringen, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend und unvollständig abge-
klärt worden sei. Zudem sei die Adäquanz zu bejahen, da die von der Rechtsprechung entwi-
ckelten Kriterien erfüllt seien. An diesen Ausführungen hielt der Beschwerdeführer auch in sei-
ner Eingabe vom 15. Juli 2014 fest.  
 
C. Die SUVA schloss in ihrer Vernehmlassung vom 26. August 2014 unter Hinweis auf die 
Ausführungen im Einspracheentscheid und der Verfügung auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Am 27. August 2014 ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerde und beantragte, 
dass die Kosten (inkl. Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin gehen sollten.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 

 

 
 
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und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 20. Juni 2014 ist demnach ein-
zutreten.  
 
2. Mit Verfügung vom 27. Februar 2014 resp. mit Einspracheentscheid vom 19. Mai 2014 
stellte die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen betreffend das Unfallereignis vom 
19. September 2012  per 30. November 2013 ein. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwer-
deführer über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung hat.  
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss 
Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per-
son. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, 
wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede-
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn 
fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die 
versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls 
kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfä-
higkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 
129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit ande-
ren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Er-
eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

 

 
 
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recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U  180/93 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie 
der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausa-
len Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozial-
versicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswir-
kungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürli-
cher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Un-
fallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. 
Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass 
kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit 
sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale 
Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgericht vom 10. März 
2010, 8C_963/2009, E. 2.1). 
 
5.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren 
Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversiche-
rungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle 
anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 

 

 
 
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sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 
S. 113 E. 3a).  
 
5.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesgerichts mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, 
jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol-
ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
6.1 Vorliegend sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte zu berücksichtigen: 
 
6.2 Gemäss Arztzeugnis des Spitals D.____ vom 13. Oktober 2012 stürzte der Beschwer-
deführer am 19. September 2012 aus 3 Metern Höhe von einem Baugerüst auf die linke Hüfte. 
Er habe sich dabei eine Beckenringfraktur links mit Einstrahlung in die Neuroforamina zugezo-
gen. Andere Traumafolgen seien nicht erkennbar.  
 
6.3 Dem Austrittsbericht des Spitals E.____ vom 23. Oktober 2012 ist zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer am 19. September 2012 eine Beckenringfraktur links mit/bei Sakrum-
längsfraktur links (einstrahlend in die Neuroforamina S1/S2 und S2/S3 links), eine symphysen-
nahe Schambeinastfraktur links, eine Schambeinastfraktur links lateral ins Acetabulum ventral 
einstrahlend und eine untere Schambeinastfraktur links erlitten habe. Der Beschwerdeführer sei 
bis zum 30. Oktober 2012 zu 100% arbeitsunfähig.  
 
Am 3. Dezember 2012 wurde unter Hinweis auf die bereits genannten Diagnosen ausgeführt, 
dass der Fallabschluss anstehe. Der Verlauf sei soweit regelrecht, wobei noch Restbeschwer-
den im Bereich des linken Sakrums bestünden. Der Beschwerdeführer benötige noch Physio-
therapie und ein Aufbautraining. Er leide zudem seit dem Sturz an Schlafstörungen und Ge-
wichtsverlust. Eine psychologische Betreuung wäre daher angebracht.  
 
6.4 Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin, hielt am 24. Januar 2013 fest, dass er den Ver-
sicherten mit gezielter Schmerzmedikation wieder auf ein Niveau bringen wolle, welches eine 
Rehabilitation zulasse. Im Übrigen erachtete er die Chancen auf eine erfolgreiche psychologi-
sche Betreuung des Versicherten, der kein Wort Deutsch spreche, gering.  
 
6.5 In den Akten findet sich der Befundbericht des Instituts G.____ vom 6. Februar 2013. 
Diesem ist zu entnehmen, dass eine weitgehende Konsolidierung der Frakturen im Os ischii 

 

 
 
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links ventral sowie im Ramus inferior ossis pubis links bestünde. Es sei keine wesentliche Fehl-
stellung nachweisbar und es läge eine intakte übrige ossäre Struktur des Beckenskeletts vor.  
 
6.6 Der Beschwerdeführer befand sich vom 19. März 2013 bis 18. April 2013 in der 
H.____. Dem Austrittbericht vom 7. Mai 2013 ist zu entnehmen, dass beim Versicherten eine 
erhebliche Symptomausweitung zu beobachten sei, welche teilweise auf eine psychische Stö-
rung zurückzuführen sei. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse 
sich weder mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung 
noch den bildgebenden Abklärungen noch aufgrund der gestellten Diagnosen erklären. Der 
Beschwerdeführer könne die angestammte Tätigkeit als Gerüstbauer nicht ausüben. Hingegen 
sei ihm eine leichtere Verweistätigkeit (z.B. Vorbereitungsarbeiten, Transport von Materialien 
oder Werkzeugen etc.) ganztags zumutbar. Er sollte diese Arbeit ohne länger dauernde 
Hockstellung und/oder auf den Knien sowie ohne häufiges Treppen- oder Leiternsteigen aus-
üben können. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der psychischen Problematik dürfe die Tätig-
keit nicht höhenexponiert ausgeübt werden. 
 
6.7 Im ärztlichen Zwischenbericht des Hausarztes Dr. F.____ vom 7. Mai 2013 wurde aus-
geführt, dass es dem Beschwerdeführer subjektiv nicht besser gehe. Objektiv sei jedoch zu 
bemerken, dass er nunmehr keine Gehhilfen mehr benötige.  
 
6.8 Die Kreisärztin Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, berichtete am 8. August 2013, dass von einer weiteren medizinischen 
Behandlung keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet 
werden könne. Die Tätigkeit als Gerüstbauer könne aber nicht wieder uneingeschränkt ausge-
übt werden. Demgegenüber sei es dem Beschwerdeführer zumutbar, ganztags einer wechseln-
den (sitzend, gehend und stehend) Tätigkeit nachzugehen, wobei er repetitiv keine Lasten über 
15 kg heben und tragen dürfe. Weiter würden Einschränkungen bestehen für das Besteigen von 
Leitern und Gerüsten, längeres Abwärtsgehen und Herunterspringen. Zudem dürfe er keine 
Arbeiten in länger dauernder Zwangshaltung sowie keine mit Absturzgefahr auf Dächern, Ge-
rüsten, Leitern oder Podesten ausüben. 
 
6.9 Am 24. Februar 2014 hielt der Kreisarzt med. pract. J.____, FMH Chirurgie, fest, dass 
keine strukturell bedingten Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Der Beschwerdeführer könne 
der Tätigkeit als Gerüstbauer aus rein somatischer Sicht uneingeschränkt nachgehen.  
 
6.10 Dr. med. K.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, Spital E.____, diagnostizierte am 21. März 2014 persistierende Schmerzen tiefgluteal 
und sakral links bei Status nach Sakrum-Längsfraktur links (einstrahlend in Neuroforamina S1/2 
und S2/3 links), symphysennahe obere und untere Schambeinastfraktur links mit Einstrahlung 
in den ventralen Pfeiler des Acetabulums sowie eine Depression. Den Röntgenbericht fasste 
Dr. K.____ dahingehend zusammen, dass die Frakturen am Acetabulum ohne wesentliche - im 
normalen Röntgen ersichtlichen - Stufe konsolidiert seien. Ebenso sei die Fraktur im Sakrum 
nicht mehr erkennbar. Weiter führte er aus, dass die Ursache für die persistierenden Schmer-

 

 
 
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zen nicht vollständig geklärt sei. Vor allem die tiefglutealen und nach anal ausstrahlenden 
Schmerzen bei Status nach Sakrumfraktur sollten weiter mit einem MRI untersucht werden.  
 
6.11 Dem Bericht des Instituts G.____ vom 3. April 2014 ist zu entnehmen, dass höchstens 
diskrete basale Spondylarthrosen LWK 5/SWK 1 beidseits vorliegen würden. Es seien jedoch 
keine Diskushernien oder Neurokompressionen erkennbar. Gegebenenfalls sei bei Becken-
Schmerzen ein zusätzliches MRI des Beckens vorzunehmen.  
 
6.12 Die SUVA holte in der Folge einen weiteren Bericht des Kreisarztes med. pract. J.____ 
ein. Am 9. April 2014 hielt dieser an der bereits gemachten Beurteilung fest und führte aus, 
dass keine strukturell-bedingte Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Dem Beschwerdeführer sei 
aus rein somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gerüst-
bauer zumutbar. 
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
haltes insbesondere auf die Ausführungen des Kreisarztes med. pract. J.____ vom 24. Februar 
2014 und 9. April 2014. Sie ging demzufolge davon aus, dass beim Versicherten über den 
30. November 2013 hinaus keine strukturell bedingten Unfallfolgen mehr vorgelegen hätten, die 
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereig-
nis vom 19. September 2012 zurückgeführt werden könnten. Diese vorinstanzliche Beweiswür-
digung ist nicht zu beanstanden. Die von der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse, 
zu denen med. pract. J.____ gelangte, beruhen auf einem sorgfältigen Studium der vorhande-
nen medizinischen Akten. Die beiden Berichte erweisen sich sowohl in der Darlegung der medi-
zinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen als 
überzeugend, weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. Dazu kommt, dass sich in 
den übrigen (medizinischen) Akten keinerlei Anhaltspunkte finden, die Anlass geben könnten, 
die Schlüssigkeit der Beurteilung von pract. med. J.____ in Zweifel zu ziehen. Es verhält sich 
vielmehr so, dass die kreisärztliche Einschätzung durchaus im Einklang mit den Ergebnissen 
der übrigen Arztberichte steht. So wurde bereits im Bericht des E.___ vom 3. Dezember 2012 
davon ausgegangen, dass der Fallabschluss anstehe. Auch der Befundbericht des Instituts 
G.____ vom 6. Februar 2013 spricht von einer weitgehenden Konsolidierung der beim Unfall 
erlittenen Frakturen. Die Kreisärztin Dr. I.____ erachtet den Heilungsprozess am 8. August 
2013 als abgeschlossen. Schliesslich sind weder dem Bericht von Dr. K.____ vom 21. März 
2014 noch jenem des Instituts G.____ vom 3. April 2014 Hinweise zu entnehmen, wonach beim 
Beschwerdeführer noch strukturell bedingte Unfallfolgen vorliegen würden. Dr. K.____ führte 
aus, dass die beim Unfall erlittenen Frakturen am Acetabulum ausgeheilt und jene im Sakrum 
nicht mehr feststellbar seien.  
 
Nachvollziehbar ist auch die von der Vorinstanz vorgenommen Einschätzung der Arbeitsfähig-
keit. Gestützt auf die Ausführungen von med. pract. J.___ ging die SUVA davon aus, dass der 
Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2013 auch in der angestammten Tätigkeit als Gerüstbauer 
wieder voll arbeitsfähig sei. Dies ist nicht zu beanstanden und ist in Anbetracht der kompletten 
Ausheilung der Unfallverletzungen folgerichtig. Daran ändert auch die Einschätzung der Kreis-
ärztin Dr. I.____ vom 8. August 2013 nichts, wonach der Beschwerdeführer wohl nicht mehr 

 

 
 
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uneingeschränkt im Gerüstbau tätig sein könne. Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall nach 
der überzeugenden Beurteilung von med. pract. J.____ keine Verletzungen, die ihn - aus soma-
tischer Sicht - an der Arbeit auf einem Baugerüst hindern würden, weshalb auf die Zumutbar-
keitsbeurteilung von Dr. I.____ nicht abgestellt werden kann.  
 
7.2 Was der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vorbringt, ist nicht geeignet, die  
vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Frage zu stellen. Mit Blick auf 
die anhaltenden Beschwerden macht er zunächst geltend, die SUVA habe den medizinischen 
Sachverhalt ungenügend abgeklärt und sei damit dem Untersuchungsgrundsatz im Sinne von 
Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen. Diesbezüglich ist zu beachten, dass die im Rahmen 
des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versi-
cherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener 
Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur Überzeugung führen müssen, ein be-
stimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360, 125 V 
193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an 
diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern. Da - wie vorstehend ausgeführt - die Ein-
schätzung der medizinischen Situation und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf umfassen-
den Abklärungen beruhen, welche insgesamt zu einem nachvollziehbaren Ergebnis führen und 
keine erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsa-
chenfeststellung bestehen, geht dieser Vorwurf des Beschwerdeführers fehl. Insbesondere 
kann der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie das Untersuchungsverfahren 
zügig vorangetrieben hat und den Beschwerdeführer bereits anfangs April 2014 erneut im Insti-
tut G.____ untersuchen lassen. Dieses Vorgehen drängte sich in Hinblick auf die Ausführungen 
von Dr. K.____ vom 21. März 2014 auf, der wegen den tief glutealen und nach anal ausstrah-
lenden Schmerzen eine erneute MRI-Untersuchung als angemessen erachtete. Das Ergebnis 
dieser Untersuchung, wonach weder eine Diskushernie noch eine Neurokompression vorliege, 
ist in den Entscheidungsprozess miteingeflossen und nicht zu beanstanden. Weiter ist auch 
nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz bei der von ihr vorgenommenen Würdigung der medi-
zinischen Situation gegen das Willkürverbot im Sinne von Art. 9 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 verstossen haben soll. Dieser 
Vorwurf wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht näher begründet. Entgegen des vom Be-
schwerdeführer vertretenen Standpunkts lassen die vorliegenden medizinischen Unterlagen 
demnach eine zuverlässige Beurteilung seiner gesundheitlichen Verhältnisse zu. Auf zusätzli-
che medizinische Abklärungen kann unter diesen Umständen verzichtet werden.  
 
8.1 Damit verbleibt zu prüfen, wie es sich mit den Beschwerden des Beschwerdeführers 
verhält, die keinem organischen Substrat zuzuordnen sind. Auch diesbezüglich wäre in der Prü-
fungsabfolge zunächst die natürliche Kausalität dieser Beeinträchtigungen im Zusammenhang 
zum fraglichen Ereignis vom 19. September 2012 zu untersuchen. Nach der Rechtsprechung 
kann die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang bei psychischen Beschwerden 
allerdings in jenen Fällen offen gelassen werden, in welchen der für die Bejahung einer Leis-
tungspflicht erforderliche adäquate Kausalzusammenhang ohnehin verneint werden muss, was 
vorliegend – wie sogleich aufzuzeigen ist – der Fall ist (SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c; ebenso: 
Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2). 

 

 
 
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8.2 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der wiederkehrenden Formu-
lierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen her-
beizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er-
scheint (BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 122 V 416 
E. 2a, je mit Hinweisen). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit 
Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versi-
cherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche 
adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach 
den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 
E. 1b).  
 
8.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren 
Unfallfolgeschäden, ohne dass die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS oder ei-
nen äquivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat, erfolgt die Adäquanzbeurteilung psy-
chischer Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (vgl. zu den Anforde-
rungen an die Objektivierbarkeit von organischen Leiden: nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 
135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 [8C_216/2009]). Nach dieser Rechtsprechung setzt die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis bzw. einer 
unfallähnlichen Körperschädigung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlent-
wicklung im Einzelfall voraus, dass dem fraglichen Ereignis für die Entstehung der psychisch 
bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft 
dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 
ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). 
 
8.4.1 Eine spezielle Adäquanzprüfung verlangt zunächst eine Qualifikation des Unfallereig-
nisses nach seiner Schwere. Die Schwere des Unfalles bestimmt sich dabei nach dem augen-
fälligen Geschehensablauf und nicht nach den Kriterien, welche bei der Beurteilung der Adä-
quanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivier-
ten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, 
wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den 
leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend sind der augenfällige Geschehensablauf 
mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitum-
stände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Derartigen dem ei-
gentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adä-
quanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - 
Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichts-
punkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Un-
falls zu prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Ver-

 

 
 
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letzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht (SVR 2008 
UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Immerhin können die erlittenen Verletzungen aber Rück-
schlüsse auf die Kräfte gestatten, die sich beim Unfall entwickelt haben (SVR 2009 UV Nr. 57 
S. 203, 8C_77/2009 E. 4.1.1). 
 
8.4.2 Der genaue Ablauf des Ereignisses vom 19. September 2012 lässt sich folgendermas-
sen zusammenfassen: Der Versicherte war als Gerüstmonteur tätig, als er an diesem Tag aus 
einer Höhe von circa 3 Metern auf den Betonboden stürzte. Er zog sich einen Bruch des Be-
ckenrings links zu. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften ist mit der Vorinstanz das Ereignis vom 19. September 2012 als mittelschwe-
rer Unfall im eigentlichen Sinn zu qualifizieren. Damit kann der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers, der zunächst von einem schweren Unfall ausging, nicht gefolgt werden. Er verweist hierfür 
in seiner Begründung auf einen nicht publizierten Entscheid des Bundesgerichts vom 25. Juli 
1989, bei welchem ein Sturz aus 4 - 5 Metern Höhe als schwerer Unfall qualifiziert wurde. Mit 
der Vorinstanz ist vorliegend von einem Sturz aus 3 Metern auszugehen, weshalb ein direkter 
Vergleich unmöglich ist. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer entgegen 
seinen Behauptungen in der Beschwerde und in der Replik nicht auf Eisenstangen, sondern auf 
den Betonboden fiel (vgl. psychosomatisches Konsilium der H.____ vom 5. April 2013). Im Üb-
rigen scheidet selbst die in der Replik geäusserte Annahme, der Unfall sei im Grenzbereich zu 
den schweren Geschehnissen einzuordnen, mit Blick auf die Judikatur aus (Urteile des Bun-
desgerichts vom 16. Dezember 2010, 8C_786/2010, E. 3.1 mit weiterem Hinweis, vom 6. März 
2009, 8C_990/2008, E. 5.3.1 u. 6.1, vom 25. Oktober 2004, U 129/04, E. 2.2, vom 20. Juli 2012, 
8C_359/2012, E. 6; SVR 2008 UV Nr. 35 S. 133, 8C_476/2007, E. 6). 
 
8.5 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüs-
sig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit 
dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon 
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: 
 
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
 
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 
 
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
 
körperliche Dauerschmerzen; 
 
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
 
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
 
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 133 E. 6c/aa). 

 
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-

 

 
 
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zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich 
um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder 
sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 
428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits 
kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders 
ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonde-
res beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kri-
terien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen mittelschweren Unfall im 
mittleren Bereich müssen mindestens drei Kriterien erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht wer-
den kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).  
 
8.5.1 Der Beschwerdeführer stürzte von einem Baugerüst aus 3 Metern Höhe auf den Beton-
boden. Ein solches Ereignis ist zwar für den Betroffenen eindrücklich, es kann aber, so wie es 
sich vorliegend zugetragen hatte, nicht als besonders dramatisch oder eindrücklich im Sinne 
dieses Kriteriums bezeichnet werden. Das erste Kriterium der besonders dramatischen Begleit-
umstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls ist daher zu verneinen. 
 
8.5.2 Ferner erlitt der Beschwerdeführer durch den Unfall keine Verletzungen, welche erfah-
rungsgemäss eine psychische Fehlentwicklung auslösen. Er zog sich bei diesem Unfall eine 
Beckenringfraktur links und damit eine Verletzung von einer gewissen Schwere zu. Wie ausge-
führt, heilten die Frakturen aber komplikations- und folgenlos ab, so dass sie nicht geeignet wa-
ren, eine psychische Fehlentwicklung zu begünstigen.  
 
8.5.3 Auch das Kriterium einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung kann 
nicht bejaht werden. Hierbei ist mit der Beschwerdegegnerin zu beachten, dass dieses  Kriteri-
um nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind auch Art 
und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Ge-
sundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit 
einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete 
ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Mass-
nahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen 
diesen Anforderungen nicht. Auch kommt einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienen-
den Vorkehren nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 5. Juni 2014, 8C_137/2014, E. 7.3 mit Hinweis auf das Urteil vom 4. April 2013, 
8C_729/2012, E. 8.3). Der Beschwerdeführer wurde nach seinem Unfall am 19. September 
2012 konservativ behandelt. Die Verletzung heilte ohne Operation aus. Das E.____ führte 
knapp 2,5 Monate nach dem Unfall am 3. Dezember 2012 aus, dass der Fallabschluss anstehe 
und der Beschwerdeführer noch Physiotherapie und ein Aufbautraining machen müsse. Der 
Verlauf sei soweit regelrecht. Im Bericht des Instituts G.____ vom 6. Februar 2013 wurde eine 
weitgehende Konsolidierung der Frakturen beschrieben. Aufgrund der Ausführungen im Bericht 
der Kreisärztin Dr. I.____ vom 8. August 2013 war 10,5 Monate nach dem Unfall von einer wei-
teren medizinischen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten. Von einer un-

 

 
 
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gewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung kann unter diesen Umständen nicht ge-
sprochen werden.  
 
8.5.4 Der Beschwerdeführer klagt über persistierende Schmerzen tiefgluteal und sakral links. 
Diese Beschwerden liessen sich aber nicht objektivieren. Es ist jedoch zu beachten, dass der 
Beschwerdeführer eine vorbestehende Coxarthrose aufweist, welche geeignet ist, die beschrie-
benen Schmerzen zu verursachen. Unter diesen Umständen ist das Kriterium der durch den 
Unfall verursachten körperlichen Dauerschmerzen zu verneinen. 
 
8.5.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, 
liegt unbestrittenermassen nicht vor.  
 
8.5.6 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass das Kriterium eines schwie-
rigen Heilungsverlaufs mit erheblichen Komplikationen erfüllt sei, da er weiterhin an erheblichen 
physischen und psychischen Beeinträchtigungen leide. Hierzu ist festzustellen, dass gemäss 
dem Befundbericht des Instituts G.____ vom 6. Februar 2013 bereits 4,5 Monate nach dem 
Unfall eine weitgehende Konsolidierung der Frakturen im Os ischii links ventral sowie im Ramus 
inferior ossis pubis links bestanden. Zudem war  keine wesentliche Fehlstellung nachweisbar 
und es lag eine intakte übrige ossäre Struktur des Beckenskeletts vor. Damit fehlen aber Hin-
weise dafür, dass ein schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen vorgelegen 
hat. Auch dieses Kriterium ist demnach zu verneinen.  
 
8.5.7 Schliesslich ist das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeits-
unfähigkeit zu prüfen. Aus physischer Sicht war der Beschwerdeführer gemäss der Beurteilung 
im Bericht der H.____ vom 7. Mai 2013 in der angestammten Tätigkeit als Gerüstbauer noch 
nicht arbeitsfähig. Dieses Kriterium bezieht sich jedoch nicht allein auf das Leistungsvermögen 
im angestammten Beruf (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, U 479/05, 
E. 8.6.1 mit Hinweisen). In einer leidensbedingten Tätigkeit erachtete die H.____ den Be-
schwerdeführer bereits im Zeitpunkt seines Austritts am 18. April 2013 als vollzeitlich arbeitsfä-
hig, weshalb auch dieses Kriterium als nicht erfüllt zu betrachten ist. 
 
8.6 Somit ist keines der Adäquanzkriterium erfüllt, weshalb der adäquate Zusammenhang 
zwischen den über den 30. November 2013 hinaus bestehenden, nicht aufgrund eines objekti-
vierbaren organischen Substrats erklärbaren Beschwerden und dem Unfallereignis vom 
19. September 2012 zu verneinen ist. 
 
9. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, dass es die Be-
schwerdegegnerin abgelehnt hat, dem Versicherten im Zusammenhang mit dem Unfallereignis 
vom 19. September 2012 über den 30. November 2013 hinaus Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung auszurichten. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 
19. Mai 2014 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abzu-
weisen ist. 
 

 

 
 
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10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben.  
 
10.2 Es bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm die unentgelt-
liche Verbeiständung zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde 
führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand be-
willigt. Gemäss Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen Be-
schwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, 
die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist ( vgl. 
auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 102). Vorliegend 
steht unbestritten fest, dass der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos und die anwaltliche 
Verbeiständung notwendig bzw. zumindest geboten ist. Zudem ist die Bedürftigkeit des Be-
schwerdeführers aufgrund der eingereichten Unterlagen ausgewiesen. Der Rechtsvertreter des 
Versicherten hat in seiner Honorarnote vom 12. September 2014 für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 16 Stunden sowie Auslagen von Fr. 108.-- ausge-
wiesen, was umfangmässig nicht zu beanstanden ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für 
die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (TO Anwälte) beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers ist deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘572.65 
(16 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 108.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse auszurichten. 
 
10.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
er dazu in der Lage ist.  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘572.65 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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