# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fd4c9e4-a97f-5400-bf16-000045276e50
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.09.2017 III 2017 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-55_2017-09-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 55

Entscheid vom 27. September 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Jonny Tanyeli, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,
B.________, ,

gegen

1. C.________, , C.________,
Vorinstanz,

2. D.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw E.________,

Gegenstand ZGB (Neuregelung des persönlichen Verkehrs/ teilweise Beschrän-
kung der elterlichen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am A.________1984,) und D.________ (geb. am 
D.________1970,) sind die Eltern des gemeinsamen Sohnes F.________ (geb. 
am ….2010), welcher unter gemeinsamer elterlicher Sorge steht. Mit Entscheid 
vom 20. Dezember 2012 hat das Bezirksgericht H.________ festgehalten, dass 
die Eltern nach Aufhebung des gemeinsamen Haushalts per 11. September 2012 
berechtigt waren, für unbestimmte Zeit nach Art. 175 ZGB getrennt zu leben. Der 
damals 2-jährige Sohn F.________ wurde für die Dauer des Getrenntlebens un-
ter die elterliche Obhut der Kindsmutter gestellt. Der Kindsvater erhielt ein Be-
suchsrecht (umfassend jedes 2. Wochenende von Samstagmorgen bis Sonntag-
abend, 4 Wochen Ferien pro Jahr sowie eine unterschiedliche Besuchsregelung 
über Weihnachten und Ostern bzw. Pfingsten in den geraden und ungeraden 
Jahren).

B. Mit Beschluss Nr. IIA/002/37/2013 vom 29. Oktober 2013 hat die … für 
F.________ eine Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 
und 2 ZGB errichtet und G.________ als Beistand eingesetzt, nachdem 
D.________ darum mit Eingabe vom 14. Juni 2013 ersucht hatte. Zu den Aufga-
ben des Beistandes gehörte unter anderem, bei Kommunikationsproblemen zwi-
schen den Eltern in Sachen Besuchsrecht zu vermitteln und die Ausübung des 
Besuchsrechts zu kontrollieren.

C. Mit Beschluss Nr. IIA/002/06/2015 vom 10. Februar 2015 genehmigte die 
KESB … den Bericht des Beistandes G.________ für die Periode vom 29. Okto-
ber 2013 bis 30. September 2014 und ordnete die Fortsetzung der Beistand-
schaft an. Im Bericht führte der Beistand u.a. sinngemäss aus, der Kindsvater 
habe im Jahre 2014 seinen Sohn F. an insgesamt 16 von 26 Wochenenden zu 
sich nehmen können. Eine Kompensation der ausgefallenen Wochenenden habe 
die Kindsmutter nicht zugelassen. Grosse Uneinigkeit bestehe bei der Kompen-
sation der verhinderten Besuchswochenenden, wenn der Ausfall von der Kinds-
mutter zu verantworten sei. 

D. Im in Rechtskraft erwachsenen Scheidungsurteil vom 24. April 2015 
bestätigte das Bezirksgericht H.________ die gemeinsame elterliche Sorge über 
den Sohn F. und teilte die elterliche Obhut über F. der Kindsmutter zu. Die Be-
suchsrechtsregelung für den Kindsvater wurde wie folgt festgelegt: 

Der Kläger ist berechtigt und verpflichtet, F. auf eigene Kosten und ohne Abzug an 
den Unterhaltsbeiträgen wie folgt zu betreuen bzw. auf Besuch zu nehmen:

 Jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 
Uhr;

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 Während vier Wochen jeden Jahres in den Schulferien, wobei das Ferien-
recht mindestens drei Monate im Voraus abzusprechen ist.

In den ungeraden Jahren kommt der Beklagten das Wahlrecht über die Betreuung 
von F. am Pfingstwochenende (Pfingstsamstag bis Pfingstmontag), am Osterwo-
chenende (Ostersamstag bis Ostermontag) und über Weihnachten (24. - 26. De-
zember) zu.
In den geraden Jahren kommt dem Kläger das Wahlrecht über die Betreuung von 
F. am Pfingstwochenende (Pfingstsamstag bis Pfingstmontag), am Osterwochen-
ende (Ostersamstag bis Ostermontag) und über Weihnachten (24. - 26. Dezem-
ber) zu.
Eine weitergehende oder anders lautende Betreuungsregelung ist der einvernehm-
lichen Absprache der Parteien unter Berücksichtigung des Wohls und der Wün-
sche von F. vorbehalten.

E. Mit Eingabe vom 29. April 2015 liess A.________ bei der KESB Inner-
schwyz beantragen, G.________ sei mit sofortiger Wirkung als Beistand abzu-
setzen und es sei ein neuer Beistand einzusetzen. Im weiteren Verlauf wurden 
Stellungnahmen der beteiligten Personen eingeholt. Am 28. August 2015 fand 
ein Gespräch statt, an welchem A.________, ihre Rechtsvertreterin und eine De-
legation der KESB … teilnahmen. D.________ blieb dem Gespräch fern, weil 
seinem Wunsch nicht entsprochen wurde, dass der Beistand ebenfalls am Ge-
spräch teilnehmen sollte.

Mit Beschluss Nr. IIA/001/44/2015 vom 10. November 2015 hat die KESB … 
A.________ und D.________ gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, eine 
Mediation mit mindestens fünf gemeinsamen Gesprächen bei einem bestimmten 
Fachzentrum (eff-zett, Zug) zu besuchen. Gleichzeitig wurde der Beistand für die 
Dauer der Mediation von seinen Aufgaben entbunden.

F. Am 15. Juli 2016 meldete das involvierte Fachzentrum für Mediation der 
KESB …, dass die angeordnete Mediation abgeschlossen sei, obwohl es dazu 
unterschiedliche Wahrnehmungen der Eltern gebe. Die Kindsmutter habe sich für 
das Gespräch vom 24. Mai 2016 kurzfristig wegen Krankheit abgemeldet. Da der 
Kindsvater am vereinbarten Termin erschienen sei, habe ein Einzelgespräch mit 
ihm stattgefunden. Dieser sei daher der Meinung, die fünf angeordneten Ge-
spräche hätten stattgefunden und er wolle nicht ein weiteres Mal kommen. Die 
Kindsmutter möchte ein weiteres Gespräch, da nur vier Mediationsgespräche 
stattgefunden hätten. Aus der Sicht des Fachzentrums sollte der Kindsvater dazu 
nicht mehr verpflichtet werden, da er wirklich fünf Mal da gewesen sei. Die 
Kindsmutter habe im Sinne der Balance noch ein Einzelgespräch zugute, was 
andererseits zur Erreichung einer Einigung nichts mehr beitrage.

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G. In der Folge fanden weitere Schriftenwechsel statt und den Eltern wurde 
das rechtliche Gehör zum vorgesehenen Beschluss gewährt. Am 28. November 
2016 reichte der Beistand G.________ seinen Bericht für die Periode vom 1. Ok-
tober 2014 bis 30. September 2016 ein. Darin führte er u.a. sinngemäss aus, 
dass es weiterhin Schwierigkeiten bei der Durchführung des Besuchsrechts ge-
be. Er habe jeweils den Kindsvater telefonisch beraten, derweil die Kindsmutter 
jeglichen direkten Kontakt mit dem Beistand verweigere.

Am 13. Dezember 2016 wurde F.________ von zwei Fachfrauen der KESB … 
am Sitz der Behörde angehört. In der Folge erhielten die Eltern nochmals Gele-
genheit, sich zur Sache zu äussern, wovon die Kindsmutter in einer Eingabe vom 
23. Januar 2017 Gebrauch machte.

H. Mit Beschluss Nr. IIA/005/08/2017 vom 21. Februar 2017 hat die KESB … 
im Dispositiv u.a. was folgt festgehalten:

1. Die Weisung an A.________ und D.________, gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB, 
eine Mediation bei der eff-zett (…) Zug, zu besuchen, wird aufgehoben.

2. In Abänderung des Scheidungsurteils Ziffer 2.3 vom 24. April 2015, bzw. in Er-
gänzung dazu, wird Folgendes festgelegt:
a. In geraden Jahren hat D.________ das Vorrecht, die Ferien festzulegen, und 

in ungeraden Jahren A.________;
b. D.________ ist berechtigt und verpflichtet, die ausgefallenen Besuchswo-

chenenden ab dem 01. November 2016 jeweils möglichst zeitnah zu kompen-
sieren;

c. Die Besuchszeit vom 01. bis 08. Januar 2017 gilt als Kompensation von aus-
gefallenen (Wochenend- und/oder Ferien-) Besuchstagen im Jahr 2016, und 
nicht als erste Ferienwoche des Jahres 2017.

3. A.________ und D.________ werden, gestützt auf Art. 273 Abs. 2 ZGB ermahnt, 
sich vor F.________ nicht negativ über den anderen Elternteil zu äussern und al-
le Informationen über F.________ möglichst frühzeitig dem anderen Elternteil 
mitzuteilen.

4. In der Beistandschaft für F.________ wird der Bericht des Beistands G.________ 
für die Periode vom 01. Oktober 2014 bis 30. September 2016 genehmigt. Auf 
die Einreichung eines Schlussberichts wird verzichtet.

5. G.________ wird aus seinem Amt als Beistand von F.________ entlassen.

6. Als neuer Beistand wird … ernannt mit dem Auftrag:
a. Den Eltern in der Erziehung von F.________ mit Rat und Tat zur Seite zu ste-

hen;
b. Bei Kommunikationsproblemen zwischen Eltern in Sachen Besuchsrecht zu 

vermitteln und die Ausübung des Besuchsrechts zu kontrollieren;
c. Bei Streitigkeiten der Eltern zum Wochenend- und Ferienbesuchsrecht absch-

liessend zu entscheiden;
d. Bericht für die Periode vom 21. Februar 2017 bis 31. Januar 2019 zu erstellen 

und bis spätestens 31. März 2019 der KESB Innerschwyz einzureichen;

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e. Nötigenfalls Antrag auf Anordnung weiterer Massnahmen zu stellen.
7. Die elterliche Sorge von A.________ und D.________ wird gestützt auf Art. 308 

Abs. 3 ZGB bezüglich der Entscheidungskompetenz in strittigen Punkten zum 
Wochenend- und Ferienbesuchsrecht beschränkt.

8. Unter Androhung der Bestrafung wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Ver-
fügung gemäss Art. 292 ZGB werden A.________ und D.________ verpflichtet, 
die abschliessenden Entscheide des Beistandes bei Streitigkeiten bezüglich der 
Besuchsregelungen umzusetzen.

9. (…)

I. Gegen diesen am 23. Februar 2017 eingegangenen Beschluss liess 
A.________ rechtzeitig am 27. März 2017 (Montag) beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es seien Ziff. 2.b., 2.c., 6.c. und 7. des Beschlusses Nr. IIA/005/08/2017 aufzu-
heben.

2. Eventualiter seien Ziff. 1., 2.b., 2.c., 6.c. und 7. des Beschlusses Nr. IA/005/ 
08/2017 aufzuheben und der Beschwerdeführerin und dem Kindsvater sei, ge-
stützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB die Weisung zu erteilen, jeweils im 3. Quartal ei-
nes jeden Jahres eine Mediation bei der eff-zett (…) Zug, zu besuchen, um den 
Jahresplan des darauffolgenden Jahres gemeinsam zu erarbeiten.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Staatskasse, eventualiter zu Lasten des Kindsvaters.

Verfahrensanträge:
1. Die Akten im Zusammenhang mit F.________, geb. 31. Oktober 2010, bei der 

KESB … seien beizuziehen.
2. Es sei für das vorliegende Verfahren eine Vertretung für F.________, geb. 31. 

Oktober 2010, einzusetzen.

J. Mit Vernehmlassung vom 21. April 2017 beantragte die KESB …, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdeführerin. Gleichlautende Anträge enthält die Vernehmlassung des 
Kindsvaters vom 24. April 2017. Weitere Eingaben der Eltern folgten am 20. Juni 
2017 sowie am 3. Juli 2017.

 Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vorab ist zum Verfahrensantrag der Beschwerdeführerin Stellung zu neh-
men, wonach für das vorliegende Verfahren eine Vertretung für den gemeinsa-
men Sohn einzusetzen sei.

1.2.1 Die Kindesschutzbehörde ordnet wenn nötig die Vertretung des Kindes an 
und bezeichnet als Beistand eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen er-
fahrene Person (Art. 314abis Abs. 1 ZGB). Die Kindesschutzbehörde prüft nach 
Art. 314abis Abs. 2 ZGB die Anordnung der Vertretung insbesondere, wenn:

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1. die Unterbringung des Kindes Gegenstand des Verfahrens ist
2. die Beteiligten bezüglich der Regelung der elterlichen Sorge oder bezüg-

lich wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge 
stellen.

1.2.2 Massgebend ist weniger das Volumen der Rechtsschriften oder die Diver-
genz der Anträge als der Eindruck, der sich der Behörde nach ersten Abklärun-
gen und Gesprächen aufdrängt. Die in Art. 314abis Abs. 2 ZGB genannten Fälle 
sind von Amtes wegen zu prüfen und nach pflichtgemässen Ermessen abzuwä-
gen. Explizite Anträge sind ohne weiteres als wichtiges Indiz zu werten. Es ist 
unbestritten, dass eine Kindesvertretung grundsätzlich eine sinnvolle Sache ist. 
Gleichzeitig ist es aber auch eine Erfahrungstatsache, dass zu viele Beteiligte ein 
Verfahren auch verkomplizieren und die Kommunikation in ihrer Unmittelbarkeit 
beeinträchtigen können. Die Substanz kindesschutzrechtlicher Anordnungen liegt 
oft weniger in der formalen Phase der Entscheidfindung, als in der weiteren Be-
gleitung im Alltag durch einen geeigneten Beistand, der mit dem Kindesvertreter 
nicht identisch ist und eine andere Aufgabe hat. Das kann im Einzelfall in der 
Abwägung dazu führen, die letztlich beschränkten Ressourcen stärker auf die 
kindeswohlgerechte Führung des beistandschaftlichen Mandats als in eine vorab 
rechtlich-verfahrensmässige Unterstützung zu investieren (Peter Breitschmied, 
in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, Rz. 7 und 8 zu 
Art. 314a/314abis ZGB).

1.3.1 Die Beschwerdeführerin argumentiert, dass es vorliegend um die Frage der 
Beschränkung der elterlichen Sorge sowie die Regelung betreffend Kompensati-
on ausgefallener Besuchswochenenden gehe. Es betreffe daher sowohl die elter-
liche Sorge als auch die Ausübung des persönlichen Verkehrs. Daher sei eine 
Vertretung für Noah anzuordnen.

1.3.2 Während sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu dieser Sache 
nicht äusserte, nahm der Beschwerdegegner dahingehend Stellung, dass im 
Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens eine Vertretung des Kindes nicht nötig 
gewesen sei. Dies sei auch nicht verlangt worden. Auch für das vorliegende Ver-
fahren sei eine Vertretung nicht notwendig, gehe es doch um die Frage eines 
angemessenen Besuchsrechts und insbesondere um die Kompensation der Be-
suchsrechtstage. Die Beschränkung der elterlichen Sorge erfolge gestützt auf 
Art. 308 Abs. 3 ZGB ausschliesslich bezüglich der Entscheidungskompetenz in 
strittigen Fragen zum Wochenend- und Ferienbesuchsrecht. Eine Vertretung sei 
demzufolge nicht notwendig.

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1.4 In der Tat erweist es sich als nicht nötig, in diesem Beschwerdeverfahren 
für das Kind einen eigenen Rechtsbeistand einzusetzen. Für den vorliegenden 
Streit zwischen den Eltern bezüglich definitiver Festlegung von strittigen Be-
suchstagen und der Kompensation von verpassten Besuchstagen bedarf es den 
Beizug des noch nicht 7-jährigen Kindes nicht. Den diesbezüglichen Ausführun-
gen des Beschwerdegegners (Erw. 1.3.2) ist beizupflichten. Abgesehen davon 
wurde das Kind bereits von der Vorinstanz durch zwei Fachpersonen angehört. 

2. Im vorliegenden Fall ist einerseits die Kompensation der ausgefallenen Be-
suchswochenenden streitig. Andererseits opponiert die Beschwerdeführerin ge-
gen die vorinstanzliche Regelung, wonach sinngemäss bei einer Patt-Situation 
zwischen den Eltern bezüglich des Wochenend- und Ferienbesuchsrechts dem 
Beistand das letzte Wort zukomme (abschliessender Entscheid des Beistands) 
und diesbezüglich die gemeinsame elterliche Sorge entsprechend eingeschränkt 
werde.

3.1.1  Nach Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder 
Obhut nicht zusteht, und das unmündige Kind gegenseitig Anspruch auf ange-
messenen persönlichen Verkehr. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht 
es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu fin-
den, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln 
(BGE 122 III 404 Erw. 3a S. 406 f. mit Hinweisen). Als oberste Richtschnur für 
die Ausgestaltung (und Ausübung) des persönlichen Verkehrs gilt das Kindes-
wohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen ist, wo-
bei allfällige Interessen der Eltern zurückzutreten haben (BGE 130 III 585 Erw. 
2.1 S. 587 f.). Der Sicherung des Kindeswohls dienen die Weisungen im Sinne 
von Art. 273 Abs. 2 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 5A_381/2010 vom 
21.07.2010 Erw. 5.3.2).

3.1.2  Primär ist es Sache der Eltern und des betroffenen Kindes, gemeinsam ei-
ne einvernehmliche Besuchsregelung zu erarbeiten. Eine solche einvernehmli-
che Lösung wird dem Kindeswohl am besten gerecht. Folgende Umstände kön-
nen bei der Regelung des Besuchsrechts in Betracht gezogen werden: Alter des 
Kindes, Persönlichkeit und Bedürfnisse des Kindes und der Besuchsberechtig-
ten, Beziehung des Kindes zum Besuchsberechtigten, Beziehung der Eltern un-
tereinander, zeitliche Beanspruchung bzw. Verfügbarkeit aller Beteiligten, Entfer-
nung bzw. Erreichbarkeit der Wohnorte oder Wohnverhältnisse. Zur Ermittlung 
des Kindeswillens ist das Kind anzuhören. Der Kindeswille ist nicht nur bei der 
Ausgestaltung des Besuchsrechts im Einzelnen zu berücksichtigen, sondern vor 
allem auch bei der Frage, ob überhaupt Besuche stattfinden sollen. Lehnt ein ur-

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teilfähiges Kind den Umgang kategorisch ab, so ist dieser aus Gründen des Kin-
deswohls auszuschliessen, weil ein gegen den starken Widerstand erzwungenen 
Besuchskontakt mit dem Zweck des Umgangsrechts im Allgemeinen ebenso un-
vereinbar ist, wie mit dem Persönlichkeitsrecht des Kindes. Auch bei jüngeren 
Kindern muss den Ursachen für eine Ablehnung von Besuchskontakten nachge-
gangen werden. Die Scheidungsforschung macht deutlich, dass gerichtlich ver-
ordnete Besuche, über die das Kind nicht mitbestimmen kann, auf Dauer negati-
ve Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Kind und Vater haben, und dass in 
den meisten Fällen eine Parteinahme für die Mutter gegen den Vater vom Kind 
selbst spätestens in der mittleren Adoleszenz aufgegeben wird (vgl. Ingeborg 
Schwenzer/Michelle Cottier, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., 
Basel 2014, Rz. 9 ff. zu Art. 273 ZGB).

3.1.3 Ein Nachholen von Besuchstagen kommt grundsätzlich dann in Frage, 
wenn der Inhaber der elterlichen Sorge die Nichtausübung zu vertreten hat, 
während ein Nachholen i.d.R. ausscheidet, wenn der Besuchsrechtsberechtigte 
für den Hinderungsgrund einzustehen hat. Besuche, die begründeterweise we-
gen Krankheit oder anderweitiger objektiver Verhinderung des Kindes ausfallen, 
sind in der Regel nicht nachzuholen. Anders verhält es sich dagegen, wenn sol-
che Verhinderungen sich wiederholen (siehe auch Schwenzer/Cottier, a.a.O., Rz. 
16 zu Art. 273 ZGB mit Hinweisen; Cyril Hegnauer, Berner Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht, Band II, 2. Abteilung, 2. Teilband, 1. Unterteilband, 
Bern 1997, Rz. 131 zu Art. 273 ZGB). Die Meinungen in der Lehre über die Fra-
ge der Kompensation im Falle von Ferien des Sorgeberechtigten sind geteilt. Ei-
nige Autoren sprechen sich für die Nachholung aus (Hegnauer, a.a.O., N. 131 zu 
Art. 273 ZGB), andere verneinen einen Nachholanspruch (siehe Schwen-
zer/Cottier, a.a.O., Rz. 16 zu Art. 273 ZGB mit Hinweisen). 

3.1.4 Im Rahmen einer vergangenheitsbezogenen Aufarbeitung früherer Ge-
schehnisse kann höchstens punktuell ein Nachholen von verpassten Besuchs-
rechtstagen gewährt werden. Dies steht auch im Einklang mit der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung (vgl. VGE III 2012 66 vom 13. Februar 2013 Erw. 3.2 mit 
Hinweisen; siehe auch Bundesgerichtsurteil 5P.113/2001 vom 11.7.2001 
Erw. 2a/aa in fine, wonach in der Rechtsprechung nur von einem Nachholen ver-
einzelter Besuchstage die Rede ist). Ferner wird in der Literatur der Standpunkt 
vertreten, dass länger als ein Jahr zurückliegende Besuchstermine im Allgemei-
nen nicht nachzuholen sind (vgl. Hegnauer, a.a.O., Rz. 132 zu Art. 273 ZGB). Zu 
betonen ist einerseits insbesondere, dass das Nachholen von Besuchen nicht zu 
einer unangemessenen Häufung führen soll. Anspruch und Erfüllung des persön-
lichen Verkehrs sind nicht gleichsam buchhalterisch auszugleichen, sondern es 

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ist ein angemessener Kontakt zwischen dem besuchsberechtigten Elternteil und 
dem Kind zu gewährleisten (vgl. Bundesgerichtsurteil 5A_381/2010 vom 
21.7.2010 Erw. 5.4.2 mit weiteren Hinweisen; Hegnauer, a.a.O., Rz. 131 zu 
Art. 273 ZGB). Anderseits kommt praxisgemäss bei Regelung des persönlichen 
Verkehrs allgemein (siehe BGE 131 III 209 Erw. 3 S. 210) und aufgrund der 
Kann-Vorschrift in Art. 273 Abs. 2 ZGB im Besonderen den zuständigen Behör-
den sowie dem Richter ein grosser Ermessensspielraum zu (vgl. Bundesge-
richtsurteil 5A_381/2010 vom 21.7.2010 Erw. 5.3.1 mit Verweis auf BGE 132 III 
49 Erw. 2.1 S. 51). 

3.2.1  Sofern es die Verhältnisse erfordern, ernennt die Kindesschutzbehörde 
dem Kind einen Beistand, der die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und 
Tat unterstützt (Art. 308 Abs. 1 ZGB). Sie kann dem Beistand besondere Befug-
nisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der Feststellung der 
Vaterschaft, bei der Wahrung seines Unterhaltsanspruchs und anderer Rechte 
und die Überwachung des persönlichen Verkehrs (Art. 308 Abs. 2 ZGB). Die el-
terliche Sorge kann entsprechend beschränkt werden (Art. 308 Abs. 3 ZGB).

3.2.2  Bei einer Anordnung nach Art. 308 Abs. 2 ZGB hat nicht zwingend auch 
eine Beschränkung der elterlichen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB zu erfolgen 
(vgl. u.a. Bundesgerichtsurteil 5A_151/2015 vom 13.5.2015). Vielmehr setzt die 
Beschränkung der elterlichen Sorge nach Art. 308 Abs. 3 ZGB ein höheres Mass 
an die Gefährdung des Kindswohls voraus, da diese einen stärkeren Eingriff dar-
stellt. Wo nicht ein (Teil-)Entzug der elterlichen Sorge erfolgt, führt dies zu einer 
konkurrierenden Zuständigkeit des Beistandes neben den Inhabern der elterli-
chen Sorge. Wenn die Anordnung einer Beistandschaft im Sinne von Art. 308 
Abs. 1 und/oder 2 ZGB nicht genügt, kann die elterliche Sorge "entsprechend 
beschränkt", mithin die konkurrierende Vertretungsmacht von Eltern und Bei-
stand ausgeschlossen werden. Die Beschränkung der elterlichen Sorge ist dort 
angezeigt, wo die Eltern wenig kooperativ sind und Gefahr besteht, dass sie die 
Anordnungen des Beistands unterlaufen (vgl. Bundesgerichtsurteil 5C.50/1993 
vom 18.5.1993 Erw. 3b; Peter Breitschmied, a.a.O., Rz. 5 und 20 zu Art. 308 
ZGB mit Hinweisen). Mit anderen Worten soll die Beschränkung der elterlichen 
Sorge Ultima Ratio sein, da damit häufig nur unnötige Gegenwehr statt Koopera-
tion provoziert wird (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_147/2016 vom 13.7.2016 Erw. 
5.3). Zudem muss stets der Grundsatz der Verhältnismässigkeit der Massnahme 
gewahrt sein (Bundesgerichtsurteil 5C.140/2000 vom 10.8.2000 Erw. 3b). So hat 
das Bundesgericht festgehalten, eine Beschränkung der elterlichen Sorge sei 
unverhältnismässig, wenn die Eltern mit dem Beistand kooperieren würden 
(Bundesgerichtsurteil 5C.319/2006 vom 22.1.2007). In geeigneten Fällen kann 

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die Kindesschutzbehörde die Eltern auch zu einem Mediationsversuch auffordern 
(Art. 314 Abs. 2 ZGB).

4.1 Im angefochtenen Beschluss erfolgte die Beschränkung der elterlichen 
Sorge bezüglich der Entscheidungskompetenz in strittigen Punkten zum Wo-
chenend- und Ferienbesuchsrecht insbesondere deshalb, weil die bisherigen 
Schwierigkeiten bei der Ausübung des Besuchsrechts wie auch der von der Be-
schwerdeführerin erstellte Entwurf des Jahresplans 2017 aufzeigen, dass der er-
neute Streit um Kompensationen von ausgefallenen Besuchswochenenden vor-
programmiert ist. Dazu hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (Seite 2) 
überzeugend dargelegt, aus welchen Gründen sie die vorliegende Lösung ange-
ordnet hat. Zu betonen ist im Einklang mit der Vorinstanz, dass es auch bei ge-
meinsamer elterlicher Sorge grundsätzlich Sache der Eltern ist, sich über die 
Modalitäten der festgelegten Besuchstage abzusprechen, wobei der eingesetzte 
Beistand bei Kommunikationsproblemen zu vermitteln hat (vgl. Disp.-Ziff. 6 lit. b). 
Erst wenn dies nicht gelingt, braucht es bei einer Patt-Situation eine Stelle, wel-
che den betreffenden Streitpunkt im Alltag der Durchführung der Besuchstage 
(nachfolgend Besuchsalltag genannt) mit Blick auf das massgebende Kindswohl 
innert nützlicher Frist entscheiden kann. Zu schwerfällig und nicht praktikabel er-
scheint die Forderung der Beschwerdeführerin, bei Uneinigkeit jeweils im 3. 
Quartal eines jeden Jahres eine Mediation zur Jahresplanung des Folgejahres 
durchzuführen, nachdem die bisherigen Mediationsbemühungen nach der Akten-
lage wenig Erfolg zeigten (siehe v.a. auch Ingress, lit. F). Zusätzliche Mediati-
onsbemühungen sind durchaus sinnvoll und in diesem Sinne werden die Eltern 
auch ermuntert, solche Schritte von sich aus zu unternehmen. Indes erachtet das 
Gericht einen Zwang zu weiteren Mediationsbemühungen im konkreten Fall als 
nicht zielführend. Vielmehr ist das vorinstanzliche Vorgehen vorzuziehen, eine 
(neutrale) Entscheidungsstelle für Patt-Situationen im Besuchsalltag festzulegen, 
um jeweils innert nützlicher Frist Klarheit über die Durchführung von Besuchsta-
gen zu erhalten. Die vorliegende, teilweise Beschränkung der elterlichen Sorge 
bei Patt-Situationen im Besuchsalltag sollte die Eltern jedoch nicht daran hindern 
zu lernen, miteinander tragfähige Lösungen zu erarbeiten, allfällige Konfliktpunk-
te sachgerecht und fair anzugehen (gegebenenfalls unter Mithilfe des Beistan-
des) sowie insbesondere auch Kompromisse zu erarbeiten (wozu freiwillige Me-
diationsbemühungen hilfreich sein können, soweit beide Seiten den Willen dazu 
aufbringen). 

4.2 Mit dem vorliegenden Teilentzug der elterlichen Sorge bei der Lösung von 
Patt-Situationen im Besuchsalltag kann die konkurrierende Vertretungsmacht von 
Eltern und Beistand ausgeschlossen werden. Dabei hat der Beistand, soweit sei-

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ne primär durchzuführenden Vermittlungsbemühungen ergebnislos bleiben, nach 
Massgabe der im Scheidungsurteils festgelegten und zwischenzeitlich von der 
Vorinstanz ergänzten Besuchsrechtsregelung und unter Berücksichtigung des 
wohl verstandenen Kindswohls entsprechende Patt-Situationen im Besuchsalltag 
zu entscheiden. Auf diesem Wege sollte es möglich sein, Stabilität und Kontinu-
ität in der Ausübung des Besuchsrechts zu gewährleisten. Mit anderen Worten 
sind ständig wiederkehrende Diskussionen und Verschiebungen um Kompensa-
tionen offenkundig soweit möglich zu vermeiden, und falls sie dennoch auftreten, 
möglichst rasch zu entscheiden, was im Interesse des gemeinsamen Sohnes ist. 
Im Übrigen wird zu Recht darauf hingewiesen, dass die vorgesehene Unterstüt-
zung des Beistandes in Besuchsrechtsfragen kein Ersatz für die elterliche Ver-
antwortung ist. 

4.3 Entgegen der sinngemässen Argumentation der Beschwerdeführerin ist die 
vorliegend angefochtene Kompensation von ausgefallenen Besuchstagen weder 
unzulässig noch unverhältnismässig. Diesbezüglich wird in Ziffer 2.2 der Ver-
nehmlassung nachvollziehbar dargelegt, dass der von der Beschwerdeführerin 
geforderte (restriktive) Umgang mit Kompensationen verpasster Besuchstage 
und die von ihr gewünschte Planung der Besuchstage grundsätzlich keinen an-
gemessenen Kontakt zwischen dem Kind und seinem Vater ermöglicht. Soweit 
die Kindsmutter dies nicht einsehen will oder kann, dokumentiert sie mit einem 
solchen Verhalten, dass die im angefochtenen Beschluss der Vorinstanz enthal-
tene Regelung unerlässlich bleibt. Allerdings bleibt zu hoffen, dass mit der klaren 
Regelung der Vorinstanz allmählich etwas Ruhe in der Durchführung der Be-
suchstage einkehren kann, wovon das betroffene Kind am meisten profitieren 
könnte.

4.4 Am dargelegten Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen der Be-
schwerdeführerin vor Gericht nichts zu ändern. Soweit in der Beschwerdeschrift 
(S. 6) bezogen auf den Verlauf im Jahre 2016 sinngemäss vorgebracht wird, 
dass die Beschwerdeführerin mehrfach Kompensationen zugelassen habe, lässt 
sich mit dieser Argumentation die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2 lit. b des an-
gefochtenen Beschlusses (betreffend zeitnahe Kompensation ausgefallener Be-
suchstage) nicht rechtfertigen. Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, der 
frühere Beistand sei nicht neutral gewesen, spricht dies nicht gegen eine Lösung 
mit einem neuen (bislang nicht involvierten) Beistand. Was aber am vorliegenden 
„Neustart“ mit Hilfe eines neuen Beistandes zu beanstanden wäre, bleibt uner-
findlich. Dem Einwand in der Beschwerdeschrift (S. 7 unten), wonach nötigenfalls 
die elterliche Sorge auch noch später beschränkt werden könne, ist entgegenzu-
halten, dass diese Einschränkung umgekehrt auch wieder aufgehoben werden 

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kann, wenn sie sich im weiteren Verlauf als nicht mehr nötig erweist (siehe auch 
Beschwerdeschrift, S. 8: „Es ist ihnen also auch zuzutrauen, die Kompensation 
von ausgefallenen Besuchstagen bilateral zu lösen“). Damit sind die Eltern auf-
gerufen, künftig den Tatbeweis zu erbringen, dass sie nicht mehr länger eine 
neutrale Stelle brauchen, welche in Patt-Situationen des Besuchsalltags das letz-
te Wort hat. Soweit in der Beschwerdeschrift (S. 8 unten) sinngemäss eingewen-
det wird, durch die erwähnte Massnahme werde den Eltern die Entscheidungs-
kompetenz in gewissen Belangen (des Besuchsalltags) entzogen und dem Bei-
stand zugesprochen, übersieht die Beschwerdeführerin, dass diese Regelung 
nur als ultima ratio gedacht ist für den Fall, dass die primär erforderlichen Ver-
mittlungsbemühungen des Beistandes bei den Eltern nichts fruchten. 

5.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Dem 
Verfahrensausgang entsprechend werden der unterliegenden Beschwerdeführe-
rin die Verfahrenskosten auferlegt. 

5.2.1  Zudem wird dem beanwalteten Beschwerdegegner zu Lasten der unterlie-
genden Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zugesprochen. Die Ent-
schädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebT, SRSZ 
280.411). § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit 
der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang und die Art der Arbeitsleistung 
sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung 
vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebT). Eine allfällige Kos-
tennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des Entscheides einzureichen; andern-
falls wird die Vergütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebT). Die 
Verwaltungsbehörden und das Verwaltungsgericht befolgen bei der Entschädi-
gungsbemessung eine zurückhaltende Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, 
welcher nur von einer angemessenen Entschädigung und nicht vom Anspruch 
auf Ersatz der Kosten der Prozessführung und Vertretung nach gerichtlicher 
Festsetzung (vgl. Art. 105 f. der Zivilprozessordnung, ZPO, SR 272) spricht. § 74 
Abs. 1 VRP verlangt nicht die Ausrichtung einer vollen, sondern nur einer ange-
messenen, im Rahmen des Gebührentarifs sich bewegenden und anhand des 
notwendigen Aufwandes bestimmten Parteientschädigung. Die Parteientschädi-
gung versteht sich als Beitrag an die Anwaltskosten und muss nicht vollumfäng-
lich dem in einer eingereichten Kostennote aufgeführten Betrag entsprechen (Ur-
teil Bundesgericht 2A.453./2004 vom 23.3.2005 Erw. 5). Die Bindung an den Ge-
bührentarif und damit die notwendige Wahrung der Proportionen zwischen den 
verschiedensten Aufwandintensitäten bedingt, dass aufwandgeringe Verfahren 
nur so hoch entschädigt werden, dass der Gebührentarif auch für aufwandinten-
sivste Fälle noch eine angemessene Entschädigung zulässt (EGV 1986 Nr. 2; 

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1989 Nr. 6 mit Hinweisen auf die Materialien; VGE 708/97 vom 2.9.1997 
Erw. 1c). Die Zurückhaltung bei der Bemessung der Parteientschädigung geht 
einher mit einer ebenso grossen Zurückhaltung bei der Bemessung der Verfah-
renskosten (EGV 1986 Nr. 2; VGE 708/97 vom 2.9.1997 Erw. 1c). Die dargelegte 
Rechtspraxis stellt keinen Widerspruch zu Art. 29 BV dar. Unmittelbar aus der 
Verfassung ergibt sich für die obsiegende Partei kein Anspruch auf Parteien-
tschädigung. Ein bundesrechtlicher Anspruch auf Parteientschädigung besteht 
nur und insoweit, als ein solcher im Gesetz vorgesehen ist (vgl. BGE 104 Ia 9 
Erw. 1; 117 V 401 Erw. 1b; Pra 2002 Nr. 186 Erw. 2; 2A.468/2005 vom 7.4.2006 
Erw. 3.4). Des Weiteren ist zu beachten, dass der aktuell vom Verwaltungsge-
richt akzeptierte maximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt beträgt (vgl. statt 
vieler VGE I 2016 133 vom 20.1.2017 Erw. 3.3). 

5.2.2  Die Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners hat eine Kostennote einge-
reicht. Gemäss dieser fordert sie ausgehend von einem zeitlichen Aufwand von 
insgesamt 11.89 h und einem Honoraransatz von Fr. 250.--/Std (= Fr. 2‘972.50), 
Spesen in Höhe von Fr. 89.20 sowie Mehrwertsteuern in Höhe von Fr. 244.95 
insgesamt Fr. 3‘306.65. Spesen und Stundenzahl sind nicht zu beanstanden. 
Hingegen ist der Stundenansatz auf Fr. 220.-- (inkl. MwSt) herabzusetzen, was 
zusammen mit den Spesen ein Honorar von gerundet Fr. 2‘700.-- ergibt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 1'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Sie hat einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- geleistet, so dass die 
Rechnung ausgeglichen ist. 

3. Dem Beschwerdegegner wird zu Lasten der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung von Fr. 2‘700.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vertreterin des Beschwerdegegners (2/R)
- die Vorinstanz (2/EB, für sich und den Beistand)
- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 27. September 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. Oktober 2017

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III