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**Case Identifier:** 86e08634-1f9f-54e0-b6a9-fb1c5bbe8e14
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.03.2016 200 2015 921
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-921_2016-03-21.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 22. September 2016 abgewie-
sen (8C_306/2016).

200 15 921 UV
SCP/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. März 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Winterthur
General Guisan-Strasse 41, Postfach 357, 8400 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1970 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der AXA Winterthur (AXA bzw. Beschwer-
degegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsun-
fällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 28. März 2014 ging bei der 
AXA eine Schadenmeldung ein, gemäss welcher die Versicherte am 
21. März 2014 als Passagierin in einem Bus infolge einer Bremsung den 
Gang nach vorne flog und hart aufschlug. Als Verletzung wurde eine unbe-
stimmte/unklare Verletzung des Schädels bzw. des Hirns sowie Kopf-, 
Hals- und Schulterschmerzen angegeben (Akten der AXA [act. IIC] A1). 
Daraufhin holte die AXA medizinische Unterlagen ein und sprach Leistun-
gen zu. 

Nach Einholung von Beurteilungen zwei beratender Ärzte (Medizinische 
Akten [act. IIB] M8; M13), verfügte die AXA am 16. Januar 2015 die Einstel-
lung der Versicherungsleistungen per 21. September 2014, dies im We-
sentlichen mit der Begründung, dass der medizinische Endzustand erreicht 
und der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang nicht gegeben 
seien (act. IIC A39). Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch die 
C.________, am 8. Februar 2015 Einsprache (act. IIC A48). Mit Entscheid 
vom 24. September 2015 (act. IIC A58) wies die AXA die Einsprache ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, nunmehr vertreten durch Fürsprecher 
B.________, mit Eingabe vom 26. Oktober 2015 Beschwerde und bean-
tragt Folgendes: 

Der Einspracheentscheid vom 24. September 2015 sei aufzu-
heben und der Beschwerdeführerin seien über den 21. Sep-
tember 2014 hinaus die gesetzlichen Leistungen (UVG-
Taggelder) auszurichten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 3

Eventuell: Der Einspracheentscheid vom 24. September 2015 sei 
aufzuheben und über die Ansprüche der Beschwerdeführerin sei 
nach ergänzenden Abklärungen neu zu befinden.

-Unter Kosten- und Entschädigungsfolge- 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2016 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. Sep-
tember 2015 (act. IIC A58). Streitig und zu prüfen ist, ob über den 21. Sep-
tember 2014 hinaus ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung 
besteht und dabei insbesondere, ob die weiterhin geklagten Nacken-, 

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Schulter-, Kopf- und Rückenbeschwerden in einem natürlichen und 
adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 21. März 2014 ste-
hen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 5

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.2.3 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 6

ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.4) – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 
Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren 
Bereich unterschieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen 
Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestat-
ten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausal-
zusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um ei-
nen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-
sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 
UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit 
den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c S. 
384).

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht den Katalog 
der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 117 V 369 
E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 S. 130, neu 
gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist: 

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- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-

schlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

2.2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchs-aufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

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3.

3.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 21. März 2014 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten (vgl. E. 2.1 hiervor) und sich dabei eine 
Gehirnerschütterung sowie eine Kontusion der rechten Körperhälfte zuge-
zogen hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versi-
cherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerde-
führerin – basierend auf dem besagten Unfall – über die von der Be-
schwerdegegnerin verfügte Einstellung per 21. September 2014 hinaus 
weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
hat. Dabei ist zu prüfen, ob die anhaltend geklagten Kopf-, Nacken-, Schul-
ter- und Rückenbeschwerden in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 21. März 
2014 stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbe-
züglich das folgende Bild: 

3.1.1 Im Rahmen der Erstkonsultation vom 21. März 2014 (Akten der 
AXA [act. IIA] P11) diagnostizierten die Ärzte des Notfallzentrums des 
D.________ eine Commotio und Kontusion der rechten Körperhälfte nach 
Sturz im Bus. Die Ärzte führten aus, die Versicherte sei nach einem Sturz 
im Bus aufgrund einer Vollbremsung via Sanitätspolizei zugewiesen wor-
den. Sie sei auf die rechte Seite gestürzt. Beim Eintreffen im Schockraum 
sei sie kreislaufstabil gewesen mit GCS 14 (leicht desorientiert) und 
Schmerzen im Bereich der rechten Thoraxhälfte sowie an der BWS und 
HWS. Im Polytrauma-CT Schädel bis Becken seien keine relevanten Ver-
letzungen feststellbar. Sie gingen aufgrund der Amnesie für das Ereignis 
und der leichten Desorientiertheit von einer Commotio cerebri sowie einer 
Kontusion der gesamten rechten Körperhälfte aus. Die Versicherte sei 
während sechs Stunden unter analgetischer Therapie auf dem Notfall 
überwacht worden. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit werde vom 21. bis 
23. März 2014 attestiert. 

3.1.2 Die (ehemalige) Hausärztin der Versicherten, Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Neuraltherapie und Allgemeine Innere Medizin, führte im 
Bericht vom 26. März 2014 (act. IIA P10) aus, anlässlich der Verlaufskon-
trolle vom 25. März 2014 habe die Versicherte ein Gefühl „wie im Korsett“ 
angegeben sowie Schmerzen am Schultergürtel, Nacken und Rücken gel-

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tend gemacht. Beim Versuch den Kopf zu heben, zu drehen oder zu sen-
ken, verspüre sie Nausea. Zum Befund führte die Ärztin aus, es bestehe 
eine massiv eingeschränkte Kopfbeweglichkeit in jeder Richtung. Zudem 
beständen Muskelverspannungen cervikal und am Schultergürtel thorakal 
paravertebral rechts mehr als links, sowie druckdolente Dornfortsätze prak-
tisch der ganzen Brustwirbelsäule. Die Versicherte weise keine Prellmarken 
und keine erkennbaren neurologischen Störungen auf. Die Lungenauskul-
tation habe ein normales Vesiculäratmen ergeben. Es liege ein Cervico-
thoraco-Vertebralsyndrom nach Sturz vor. Schliesslich attestierte die Ärztin 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 1. April 2014. 

3.1.3 Im Bericht des Spitals D.________ vom 8. April 2014 (act. IIB M4) 
wurde nach durgeführtem CT Thorax/Abdomen, CT Wirbelsäule und CT 
Schulter rechts ausgeführt, es seien keine direkten Traumafolgen und kei-
ne Fraktur abgrenzbar (S. 2). 

3.1.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 14. April 2014 (act. IIB 
M5) einen Status nach Trauma vom 21. März 2014 mit persistierendem, 
massivem zerviko-cephalem, thorako-lumbo-vertebralem Schmerzsyndrom 
(myofasziale Komponente/muskuläre Dysbalance) sowie Schulterschmer-
zen rechts (Impingement-Symptomatik; S. 1). Der Facharzt führte aus, dif-
ferentialdiagnostisch ergäben sich keine Hinweise für eine Systemaffektion 
oder ein radikuläres Reizsyndrom. Die Polyspirale habe keine Traumafol-
gen gezeigt, die ergänzend zur genaueren Diagnostik durchgeführten kon-
ventionellen Röntgenbilder der BWS und LWS und der rechten Schulter 
ebenfalls nicht, die HWS müsse noch, auch zur genaueren Erfassung einer 
allfälligen relevanten intraspinalen Pathologie mit einer MRI-Untersuchung 
weiter abgeklärt werden. Es bestehe zurzeit noch eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit bis auf weiteres (S. 2 f.). 

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie FMH, führte im Be-
richt vom 29. April 2014 (act. IIB M6) aus, es liege eine flachbogig kyphoti-
sche HWS-Fehlhaltung mit Scheitelpunkt ca. auf Niveau C4/C5 vor. Weiter 
bestehe eine flachbogige mediane Diskusprotrusion C5/C6, je ohne signifi-
kante Duralschlaucheinengung. Im Übrigen zeige sich ein regelrechtes 
zervikales vertebrospinales Kernspintomogramm. 

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3.1.6. Im Bericht vom 3. Juni 2014 (act. IIB M7) diagnostizierte Dr. med. 
E.________ ein persistierendes zervico-cephales-thorakales Schmerzsyn-
drom mit Bewegungseinschränkung. Subjektiv mache die Versicherte 
Schmerzen am Schultergürtel und Kopf geltend. Ein besonders schmerz-
hafter Punkt befinde sich im Bereich der rechten Schulter, der stechend 
ausstrahle bis zur Körpervorderseite. Sie verspüre Schmerzen bei jeder 
Kopfbewegung. Nach der Physiotherapie bestünde jeweils während zwei 
Tagen starke Müdigkeit. Zum Befund führte die Ärztin aus, das Kopfdrehen 
sei massiv eingeschränkt und sei nur wenige Grad nach links und nach 
rechts möglich. Es zeige sich eine deutliche Myogelose beidseits am Schul-
tergürtel bis Mitte Schulterblatt. Ein deutlicher Triggerpunkt befinde sich 
thorakal rechts unterhalb vom Schulterblatt.  

3.1.7 Der beratende Arzt, Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, führte 
im Aktenbericht vom 30. Juni 2014 (act. IIB M8) aus, wie aus den Berichten 
hervorgehe, gebe die Versicherte seit dem Ereignis vom 21. März 2014 
Beschwerden an. Bei fehlendem Nachweis von objektivierbaren organi-
schen Verletzungsfolgen seien diese diffusen Beschwerden aus somati-
scher Sicht nur noch möglicherweise auf das Unfallereignis zurückzu-
führen. Ebenfalls seien die bisher durchgeführten medikamentösen und 
physiotherapeutischen Behandlungen offensichtlich erfolglos geblieben, 
was gegen eine organische Ursache der noch in diesem Ausmass vorhan-
denen Beschwerden und klinischen Befunde spreche. Eine klare psycholo-
gische Problematik bzw. eine psychiatrische Diagnose, welche ebenfalls zu 
dem beschriebenen Verspannungs- und Schmerzbild führen könnte, gehe 
aus den Akten nicht hervor. Es seien keine strukturellen Veränderungen 
nachweisbar, welche überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 21. 
März 2014 zurückzuführen seien. Bei den im MRI der HWS beschriebenen 
Diskusprotrusionen C5/C6 und C6/C7 handle es sich um vorbestehende 
degenerative Veränderungen. Die erwähnte flachbogige kyphotische Fehl-
haltung sei entweder habituell bedingt oder durch die schmerzhafte Ver-
spannung hervorgebracht. Aus somatischer Sicht sei eine volle Arbeitsun-
fähigkeit unfallbedingt nicht mehr nachvollziehbar. Von Seite einer rein so-
matischen Behandlung sei keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes mehr zu erwarten. Ob eine zusätzliche psychologi-

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sche/psychosomatische/psychiatrische oder schmerztherapeutische Be-
handlung zu einer Besserung der Beschwerden führte, sei noch nicht ab-
zusehen. Zweckmässig wäre zur Zeit die Evaluation einer psychiatri-
schen/psychosomatischen Intervention. Der Erfolg sei vorwiegend von der 
noch ausstehenden Diagnostik abhängig. Begleitend dürfte die Weiter-
führung einer schmerzreduzierten Physiotherapie niedrigdosiert vernünftig 
und sinnvoll sei. Die von der Hausärztin ins Auge gefassten Abklärungen 
bei einem Psychiater und/oder in der Schmerzsprechstunde seien zu emp-
fehlen. Die Prognose sei ungewiss, jedoch scheine die Schmerzproblema-
tik bereits chronifiziert. 

3.1.8 Dr. med. F.________ führte im Bericht vom 11. Juli 2014 (act. IIB 
M9) aus, die bisherigen Physiotherapiemassnahmen, inklusive Trigger-
punktbehandlung mit Dry Needling hätten keine wesentliche Besserung 
gebracht. Diagnostisch und differentialdiagnostisch ergäben sich gegenü-
ber der 1. Untersuchung vom 10. April 2014 (act. IIB M5; vgl. E. 3.1.4 hier-
vor) keine neuen Gesichtspunkte, ausser dass zusätzlich eine Schmer-
zausweitung angenommen werden müsse. 

3.1.9 Im Bericht der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerz-
klinik des Spitals D.________ vom 19. August 2014 (act. IIB M11) diagnos-
tizierten die Ärzte ein Zerviko-cephales und thorako-lumbo-vertebrales 
Schmerzsyndrom nach Sturz im Bus am 21. März 2014 mit aktuell noch 
vorhandener myofaszialer Komponente. Die Ärzte führten aus, in der 
Sprechstunde zeige sich die Versicherte frei mobilisiert ohne Einschrän-
kung mit einem zügigen Gang in das Untersuchungszimmer laufend. Es 
würden Schmerzen in Ruhe von NRS 9 (Skale 0 bis 10) ohne Modulation 
angegeben (S. 1). In der klinischen Untersuchung sei auffällig, dass die 
Versicherte schon vor der manuellen Untersuchung bereits das Gesicht 
verziehe und einen sehr schmerzgeplagten Eindruck demonstriere. Die 
Rotation des Kopfes nach links und rechts sowie Inklination und Reklination 
seien infolge der Schmerzen eingeschränkt. Neurologische Defizite könn-
ten keine eruiert werden. Paravertebral über der HWS zeige sich ein ge-
wisser Hartspann. In einem längeren Gespräch hätten sie der Versicherten 
erläutert, dass anhaltende Schmerzen im Bereich der HWS nach Dezelera-
tionstrauma häufig eine facettäre Ursache hätten. Diesbezüglich müssten 

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sie die Facettengelenke der HWS mit gezielten Blockaden der gelenksver-
sorgenden Nervenäste abklären. Wären diese Blockaden zweimal positiv, 
könnten sie der Versicherten eine Thermoablation der gelenksversorgen-
den Nervenäste anbieten. Ein infiltratives Vorgehen werde von ihr jedoch 
wegen ausgeprägter Spritzenphobie strikte abgelehnt. Auch die Möglichkeit 
einer Serie von Triggerpunktinfiltrationen im Bereich der paravertebralen 
Halsmuskulatur werde abgelehnt. Zudem hätten sie ihr erläutert, dass für 
die Genesung eine möglichst schnelle Integration in das Berufsleben statt-
finden müsse. Sie hätten ihr empfohlen, diesbezüglich einen Arbeitsver-
such vorzunehmen. Diesem gegenüber sei sie sehr negativ eingestellt, da 
sie bei einem gescheiterten Arbeitsversuch eine Angst äussere, dass sich 
im weiteren Verlauf versicherungstechnische Probleme ergeben könnten 
(S. 2). 

3.1.10 Der beratende Arzt, Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie 
und Intensivmedizin FMH, führte im Aktenbericht vom 19. September 2014 
(act. IIB M13) aus, die somatischen Beschwerdebilder seien genügend 
abgeklärt. Die von der Versicherten geklagten Beschwerden könnten mit 
diesen somatischen Befunden jedoch nicht nachvollzogen werden. Eine 
somatische Weiterbehandlung scheine ihm nicht geeignet, den Gesund-
heitszustand zu verbessern. Insbesondere auch deshalb, weil die Versi-
cherte lediglich subjektive Symptome angebe und mit den bisherigen Un-
tersuchungen keine objektiven Befunde hätten diagnostiziert werden kön-
nen. Es seien keine strukturellen Veränderungen durch den Unfall vom 
21. März 2014 entstanden (S. 1). An organischen Befunden sei eine leichte 
Fehlhaltung der HWS sowie leichte mediane Diskusprotrusionen C5/C6 
und C6/C7 ohne Einengung des Duralsackes festgestellt worden. Diese 
organischen Befunde seien vorbestehend und erklärten die angegebenen 
Beschwerden nicht. Die in der Notfallstation des Spitals D.________ bei 
der Einlieferung und der folgenden sechsstündigen Überwachung festge-
stellten Verletzungen und angegebenen Symptome erklärten den späteren 
Verlauf in keiner Weise. Insbesondere sprächen die fehlenden Hämatome 
und fehlenden Kontusionsmarken gegen ein erhebliches Trauma. Während 
der sechsstündigen Überwachung wurden gemäss dem Bericht des Spitals 
D.________ auch keine Übelkeit und kein Erbrechen erwähnt. Die Diagno-
se Commotio cerebri stütze sich einzig auf die angebliche Bewusstlosigkeit, 

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die von den später eintreffenden Rettungssanitätern nicht habe beobachtet 
werden können (Patientin sitzend angetroffen). Naturgemäss sei die Anga-
be einer Bewusstlosigkeit, auch durch die Versicherte, unzuverlässig. Auf-
fällig sei auch, dass die Versicherte, trotz stärkster Spontanschmerzen in 
der HWS, jegliche Injektionstherapien ablehne. Der Verdacht liege nahe, 
dass es sich hier entweder um eine massive Symptomausweitung bei einer 
Verarbeitungsstörung oder um bewusste Aggravation handle (S. 2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 14

Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).  

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Einspracheentscheid vom 
24. September 2015 (act. IIC A58) im Wesentlichen auf die Aktenbeurtei-
lungen der beratenden Ärzte Dr. med. H.________ und Dr. med. 
I.________ (act. IIB M8; M13). Diese beiden Aktenberichte erfüllen die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeu-
gen. Die Fachärzte haben sich in ihren ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis 
der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschrän-
kungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und ihre Schlussfolge-
rungen gestützt auf die Vorakten und bildgebenden Untersuchungen getrof-
fen. Die Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusam-
menhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 
Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. In der Folge ist auf die 
Angaben von Dr. med. H.________ und Dr. med. I.________ abzustellen. 

Aus den beiden Aktenberichten geht klar und schlüssig hervor, dass sich 
die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 21. März 2014 weder Häma-
tome noch bildgebend objektivierbare Verletzungen zuzog. Die beiden 
Fachärzte haben nachvollziehbar begründet, dass die leichte Fehlhaltung 
der HWS sowie die leichten medianen Diskusprotrusionen C5/C6 und 
C6/C7 ohne Einengung des Duralsackes vorbestehend sind und es dem-
entsprechend zu einer bloss vorübergehenden Verschlimmerung eines 
medizinischen Vorzustandes (es manifestierte sich einzig ein gewisser 
Hartspann) gekommen ist. Diese Beurteilung findet in den vorliegenden 
medizinischen Akten ihren Rückhalt. Insbesondere der bildgebenden Un-
tersuchung ist zu entnehmen, dass weder direkte Traumafolgen noch Frak-
turen abgrenzbar waren (act. IIB M4 S. 2). Weiter haben Dr. med. 
H.________ und Dr. med. I.________ überzeugend und einleuchtend aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 15

geführt, dass es bereits kurze Zeit nach dem Unfall zu einer psychischen 
Überlagerung im Rahmen einer Anpassungs- und Verarbeitungsstörung mit 
Schmerzaus-weitung kam. 

3.4 Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin (Beschwerde 
S. 9) sind die Leistungseinstellung und die Adäquanzprüfung nicht zu früh 
erfolgt. Denn der Rheumatologe Dr. med. F.________ diagnostizierte be-
reits im Bericht vom 11. Juli 2014 (act. IIB M9) ein massives zerviko-
zephales thorako-lumo-vertebrales Schmerzsyndrom, bei nach wie vor 
normalem Neuro- und Gelenkstatus. Die bisherigen Physiotherapiemass-
nahmen, inklusive Triggerpunkbehandlung mit Dry Needling haben auch 
drei Monate nach dem Unfall keine wesentliche Besserung des Gesund-
heitszustands der Beschwerdeführerin gebracht. Das Schmerzsyndrom 
bedurfte denn auch keiner rheumatologischen Behandlung durch Dr. med. 
F.________, sondern einer Behandlung im Schmerzzentrum des Spitals 
D.________ (act. IIB M9). Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin 
am 21. September 2014 zu Recht davon ausgegangen, dass von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte bzw. der 
medizinische Endzustand erreicht war (Beschwerdeantwort Ziff. 2.3.1.8). 

3.5 Bei der Adäquanzbeurteilung geht die Beschwerdegegnerin auf-
grund des Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen zu Recht 
von einem höchstens mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leich-
ten Unfällen aus (Beschwerdeantwort S. 20), was von der Beschwerdefüh-
rerin nicht beanstandet wird. Die Beschwerdegegnerin hat die einzelnen 
Adäquanzkriterien sorgfältig geprüft und kommt zum Ergebnis, dass keines 
der sieben relevanten Adäquanzkriterien erfüllt ist (act. IIC A58 Ziff. 2.3.8; 
vgl. E. 2.2.3 hiervor). Diese Ausführungen werden nachvollziehbar begrün-
det und bedürfen keiner Ergänzung.  

3.6 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass die anhaltenden Kopf-, Na-
cken-, Schulter- und Rückenbeschwerden nicht in einem anspruchsbe-
gründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 
Unfall vom 21. März 2014 stehen. Der Einspracheentscheid vom 24. Sep-
tember 2015 (act. IIC A58) ist nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobe-
ne Beschwerde ist unbegründet und damit abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. März 2016, UV/15/921, Seite 16

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Winterthur
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.