# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f034545-013b-582d-89d9-3425578e3b94
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2015 200 2015 210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-210_2015-08-18.pdf

## Full Text

200 15 210 UV
SCI/SHE/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. August 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. HSG B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. Januar 2015 (E. 2953/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Gemäss der Bagatellunfallmeldung UVG für arbeitslose Personen vom 
21. Juni 2013 zog sich der 1974 geborene A.________ (nachfolgend Versi-
cherter bzw. Beschwerdeführer) am 16. Juni 2013 anlässlich eines Unfalles 
Beschwerden an Ellbogen und Knien beidseitig zu (Akten der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt [ SUVA oder Beschwerdegegnerin; act. II] 
2). Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht und kam für die Kosten der 
Behandlung sowie der Folgen der Arbeitsunfähigkeit auf. Weiter tätigte sie 
Abklärungen zum Ereignishergang sowie zum Gesundheitszustand. Insbe-
sondere veranlasste sie die kreisärztliche Beurteilungen bei Dr. med. 
C.________, Facharzt für Chirurgie, vom 27. Juni 2014 (act. II 85) und 
31. Juli 2014 (act. II 99). Mit Verfügung vom 12. August 2014 (act. II 100) 
stellte die SUVA die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Un-
fallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 16. Juni 2013 
per 31. August 2014 ein. Hiergegen liess der Versicherte am 15. Oktober 
2014 (act. II 113) Einsprache erheben. Mit Zwischenentscheid vom 24. Ok-
tober 2014 (act. II 118) wies die SUVA das Begehren um Wiederherstel-
lung der mit Verfügung vom 12. August 2014 einer allfälligen Einsprache 
entzogenen aufschiebenden Wirkung ab. Nach Einholung einer traumato-
logisch-chirurgischen Beurteilung bei PD Dr. med. D.________, Facharzt 
für Chirurgie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 23. 
Januar 2015 (act. II 119) wies sie die erhobene Einsprache mit Entscheid 
vom 26. Januar 2015 (act. II 120) ab. 

B.

Mit Eingabe vom 27. Februar 2015 liess der Versicherte hiergegen Be-
schwerde erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Es seien der Einsprache-Entscheid der SUVA vom 26. Januar 2015 sowie die 
Verfügung der SUVA Zürich vom 12. August 2014 aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 3

3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) gemäss dem Ausgang 
des Verfahrens.

5. Die vorinstanzlichen Akten sowie diejenigen der SUVA Zürich seien beizuzie-
hen.

6. Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.

7. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
ihm der Unterzeichnete als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizuordnen.

Mit Eingabe vom 31. März 2015 liess er sein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege zurückziehen.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 31. März 2015 auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. April 2015 wies der Instruktions-
richter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

Von seinem mit prozessleitender Verfügung vom 23. April 2015 gewährten 
Recht, Schlussbemerkungen einzureichen, machte der Beschwerdeführer 
am 15. Mai 2015 Gebrauch u.a. mit folgenden „angepassten“ Rechtsbe-
gehren:

1. Es seien der Einsprache-Entscheid der SUVA vom 26. Januar 2015 sowie die Ver-
fügung der SUVA Zürich vom 12. August 2014 aufzuheben.

2. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung auszurich-
ten.

3. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) gemäss dem Ausgang des 
Verfahrens.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 26. Januar 
2015 (act. II 120). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereig-
nis vom 16. Juni 2013 und diesbezüglich namentlich die Rechtmässigkeit 
der Leistungseinstellung per 31. August 2014.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 6

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472; SVR 2014 UV Nr. 25 S. 82 E. 4).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.2.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358).

Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beur-
teilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkri-
terien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 E. 
3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen 
und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-
Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-

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schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für die Ent-
stehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine massgebende 
Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse 
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für 
die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 an das 
objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom 
augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften 
(SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung der Unfälle in leich-
te (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzuneh-
men ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Verletzungen können 
dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, 
gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig von der Unfall-
schwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubezie-
hen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 5.1 S. 359).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 
139). Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der 
Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 
der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisie-
rende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 
4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 8

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalles; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzungen, 
insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklun-
gen auszulösen; 

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 
- körperliche Dauerschmerzen; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 
4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 9

führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 E. 6b 
S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 S. 174 E. 
4b).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 16. Juni 2013 die kumulativen Anspruchs-
voraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 
hiervor) erfüllt, ist unbestritten.

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 10

3.2.1 Anlässlich der ärztlichen Erstkonsultation im Spital E.________ am 
16. Juni 2013 wurden eine Kontusion des rechten Knies und des rechten 
Ellenbogens diagnostiziert (act. II 1/2). Radiologisch hätten sowohl am Knie 
als auch am Oberen Sprunggelenk ossäre Läsionen ausgeschlossen wer-
den können. Bei der klinischen Kontrolle am 19. Juni 2013, d.h. drei Tage 
nach dem Unfall, habe sich eine deutliche Regredienz des Spontan-
schmerzes im rechten Knie, des Gelenkergusses sowie ein Sistieren der 
Druckdolenz gezeigt (act. II 1/3).

3.2.2 Das F.________ diagnostizierte im Bericht vom 24. Juli 2013 (act. II 
12) eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Der Be-
schwerdeführer wirke verstört. Er leide unter Schlafstörungen. Auch tagsü-
ber habe er immer wieder sich aufdrängende Erinnerungen an den Unfall 
(Nachhallerinnerungen, Flashbacks). Weiter leide er unter schweren Kon-
zentrationsstörungen, insbesondere beim Lesen und beim Schreiben von 
E-Mails. Auch bestünden eine starke Vermeidungshaltung, eine völlige 
Interessenlosigkeit, eine starke Ratlosigkeit und Hilflosigkeit (S. 2). Wegen 
der starken Konzentrationsstörungen, des mangelnden Schlafs sowie der 
starken Ängste und des Vermeidungsverhaltens sei der Beschwerdeführer 
aus ärztlicher-psychiatrischer Sicht seit dem 2. Juli 2013 und weiterhin zu 
100% arbeitsunfähig. Die gestellte Diagnose sei eine direkte Konsequenz 
des Unfalls vom 16. Juni 2013 (S. 3). 

3.2.3 Gemäss dem Bericht von PD Dr. med. G.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 22. Juli 2013 (act. II 13) habe sich der Beschwerdeführer am 25. Juni 
2013 bei ihm wegen Beschwerden im Bereich des Rückens vorgestellt. Die 
Beschwerden bestünden seit dem Unfall, hätten jedoch in der Zwischenzeit 
nicht gebessert. Die Röntgenuntersuchung der LWS sowie des Beckens 
habe eine linkskonvexe, skoliotische Seitausbiegung, welche durchaus 
auch schmerzbedingt sein könnte, gezeigt. Ein Hinweis auf eine Fraktur 
bestehe weder im Bereich der LWS noch des Beckens (S. 1). Anlässlich 
der Verlaufskontrolle am 22. Juli 2013 habe der Beschwerdeführer berich-
tet, dass sich die Beschwerden im Bereich des Rückens und der Ex-
tremitäten deutlich gebessert hätten. Jedoch habe er noch über starke 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 11

Schlafstörungen berichtet, weshalb er in psychiatrischer bzw. psychothera-
peutischer Behandlung sei (S. 2). 

3.2.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte in den 
Berichten vom 15. Oktober 2013 (act. II 32/2), 19. Dezember 2013 (act. II 
37/2), 14. Februar 2014 (act. II 60/2) und 6. Juni 2014 (act. II 79) jeweils 
einen Meniskusriss rechts und sprach von einem komplikationslosen intra- 
und postoperativen Verlauf. Weiter attestierte er dem Beschwerdeführer 
jeweils eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit.

3.2.5 Wie dem Bericht des F.________ vom 19. März 2014 (act. II 65) zu 
entnehmen ist, seien seit Oktober 2013 zu den Flashbacks regelmässig 
Panikattacken hinzugekommen, welche zu Beginn wieder zu einer starken 
Vermeidungshaltung geführt hätten. Der Beschwerdeführer hätte sich kaum 
mehr vor die Haustür gewagt. Alltägliche Dinge wie Einkaufen seien nicht 
mehr möglich gewesen. Eine psychoedukative Intervention mit der Er-
klärung der Angstkurve und anschliessenden Expositionsübungen würden 
zurzeit helfen, die Panikattacken und Flashbacks in den Griff zu bekom-
men. Der Beschwerdeführer spüre und verstehe, dass regelmässige Kon-
frontationen mit angstauslösenden Situationen (Spaziergänge welche über 
die Tramhaltestellen führen, etc.) wichtig seien und bei der Genesung hel-
fen würden. Das sehr langsame Fortschreiten des Prozesses gegen den 
Unfallverursacher mit der Möglichkeit einer Prozesseinstellung sowie das 
nur langsame Fortschreiten des Genesungsprozesses des Knies nach der 
Meniskusoperation würden zu Verzögerungen in der Therapie führen. Aus 
körperlichen und psychischen Gründen sei er weiterhin voll arbeitsunfähig 
(S. 2).

3.2.6 Der SUVA -Kreisarzt Dr. med. C.________, der den Beschwerde-
führer am 26. Juni 2014 persönlich untersuchte, diagnostizierte in seinem 
Bericht vom 27. Juni 2014 (act. II 85) einen Status nach Tramunfall am 
16. Juni 2013 mit Kniekontusion und Ellbogenkontusion rechts und in der 
Folge bildgebend nachgewiesenem Innenmeniskusriss rechts mit Kniege-
lenksarthroskopie rechts mit Innenmeniskusteilresektion, Knorpelglättung 
Plica mediopatellaris-Resektion, Entfernung freier Gelenkkörper, Teilsyno-
vektomie medial und retropattellär am 16. September 2013 sowie gemäss 
psychiatrischem Bericht eine posttraumatische Belastungsstörung (S. 5 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 12

Ziff. 5). Subjektiv würden von somatischer Seite her belastungsabhängige 
Schmerzen im rechten Kniegelenk, insbesondere beim Treppenabgehen 
und Bergabgehen persistieren. Von psychischer Seite beklage der Be-
schwerdeführer Schlaflosigkeit, Flashbacks, Panikattacken, Konzentrati-
onsstörungen und Gedächtnisstörungen. Objektiv fände sich u.a. ein band-
stabiles Kniegelenk. Bei weiterhin bestehenden, von der Klinik unklaren 
Beschwerden im rechten Knie sei die Indikation einer erneuten MRI-
Kontrolle gegeben. 

In seiner Beurteilung vom 31. Juli 2014 (act. II 99) führte Dr. med. 
C.________ aus, es habe sich klinisch bei der Untersuchung ein komplett 
reizloses Kniegelenk ohne jegliche Anzeichen für eine Dystrophie gefun-
den. Das Kniegelenk sei komplett bandstabil und es hätten sich keinerlei 
Meniskuszeichen gefunden. Im MRI habe sich auch kein Erguss gefunden, 
welcher bei einer fortbestehenden Reizsituation jedoch wahrscheinlich wä-
re. In Zusammenschau mit der blanden Klinik sei eine Reflexdystrophie 
unwahrscheinlich. Es sei anzunehmen, dass die im MRI sichtbaren Kno-
chenveränderungen am ehesten osteopener Natur bei vorangegangener 
Schonung seien. Dass der im MRI sichtbare kleine Einriss am Resektions-
rand des Innenmeniskus und die kleine Knorpelschädigung Ursache der 
geklagten Beschwerden seien, sei möglich, lasse sich jedoch anhand der 
entsprechenden klinischen Tests nicht nachvollziehen oder verifizieren. 
Das weitere Auftrainieren der Muskulatur des rechen Beines sollte fortge-
führt werden, könne jedoch nach einer weiteren Serie MTT auch in Eigen-
regie erfolgen. Danach dürfte ein stabiler Zustand erreicht sein. Auch wäre 
diesbezüglich eine wechselbelastende Arbeitstätigkeit unter therapeuti-
schen Gesichtspunkten äusserst sinnvoll. Die bisherige Tätigkeit als … 
wäre aus somatischer Sicht möglich, wie auch jegliche körperlich leichte, 
wechselbelastende Tätigkeit, ohne Notwendigkeit des häufigen Begehens 
von Treppen. Eine Zunahme der Knorpelveränderungen, insbesondere 
nach Teilmeniskektomie, könne nicht ausgeschlossen werden. In welchem 
Zeitraum dies erfolgen könne, sei jedoch nicht abzusehen (S. 2).

3.2.7 Das F.________ führte in seinem Bericht vom 29. August 2014 (act. 
II 109) aus, der Beschwerdeführer leide immer noch an den Folgen des 
Unfalls vom 16. Juni 2013. Einerseits berichte er weiterhin von sich auf-

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drängenden Erinnerungen an den Unfall (Nachhallerinngerungen, Flash-
backs). Diese würden häufig durch akustische oder sensorische Trigger 
verursacht. Auch ein Gespräch oder eine schriftliche Konversation über 
den Unfall oder die daraus resultierenden Folgen, wie z.B. das angestrebte 
Gerichtsverfahren, könnten Auslöser sein. Der Beschwerdeführer habe sich 
teilweise an die Flashbacks gewöhnen können, jedoch bräuchten sie wei-
terhin noch viel Energie. In Kombination mit der weiterhin anhaltenden Hy-
pervigilanz führe dies zu regelmässigen Erschöpfungszuständen. Weiterhin 
anhaltend seien auch noch die schweren Konzentrationsstörungen. Gewis-
se Ressourcen, wie z.B. das Musikhören, habe der Beschwerdeführer aber 
inzwischen wieder teilweise zurückgewinnen können (S. 1). Er zeige eine 
starke Therapiemotivation und arbeite aktiv an seiner Genesung. So mache 
er auch zwischen den Therapiesitzungen regemässige Expositionsübun-
gen. Dabei erweise sich seine Freundin, bei welcher er seit der Operation 
wohne, als gute Unterstützung. Weiterhin spiele die Ungewissheit zum wei-
teren Verlauf der juristischen Massnahmen eine bremsende Wirkung auf 
die Genesung. In den nächsten Wochen seien weitere Expositionsübungen 
(teilweise therapeutisch begleitet) geplant (S. 2). Aus körperlichen und psy-
chischen Gründen sei er zurzeit weiterhin voll arbeitsunfähig. 

3.2.8 Gemäss der Beurteilung von PD Dr. med. D.________, Abteilung 
Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin, vom 23. Januar 2015 (act. 
II 119) habe die Röntgendiagnostik nach dem Unfall keine frische ossäre 
Läsion im OSG und Knie ergeben. Die zwei Monate später durchgeführte 
MRI-Untersuchung des rechten Knies habe eine Signalalteration im Be-
reich des medialen Meniskushinterhornes zum Kapselansatz im Sinne ei-
ner Degeneration mit der Differentialdiagnose einer umschriebenen Riss-
bildung in der Unterfläche einziehend ergeben. Interessant sei, dass bei 
dieser Untersuchung keinerlei Hinweise für ein Ödem im Knochen (bone 
bruise) vorgefunden worden seien, was man bei einer frischen traumati-
schen Läsion eigentlich erwarten würde. Interessant sei auch, dass der 
MRI-Befund des linken, nicht beanstandeten Knies sehr ähnlich sei (S. 10). 
Zur Ätiologie des bei der Arthroskopie des rechten Knies vom 16. Septem-
ber 2013 gefundenen radiodiskoiden Risses mit radiären Zerreissungen im 
Hinterhorn des Innenmeniskus könne nichts gesagt werden und die Bildge-
bung (MRI vom 23. August 2013) stütze mit dem fehlenden bone bruise die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 14

Unfallthese nicht. Die Schmerzen im rechten Knie könnten auch im Rah-
men der bei der Arthroskopie beschriebenen unfallfremden retropatellären 
Chondromalazie Grad 2 interpretiert werden. Das sei unfallfremd. Weiter 
habe das MRI vom 2. Juli 2014 kein anatomisches Korrelat für die persis-
tierenden Beschwerden gezeigt. Somit sei auch die Schlussfolgerung von 
Dr. med. C.________ vom 25. Juli 2014 (act. II 99), wonach die bisherige 
Tätigkeit als … wie auch jegliche körperlich leichte, wechselbelastende 
Tätigkeit, ohne Notwendigkeit des häufigen Begehens von Treppen mög-
lich wäre, korrekt. Die Tätigkeit wirke auch als Therapie im Alltag (S. 11). In 
Bezug auf das rechte Knie lägen keine organisch nachweisbaren Befunde 
vor, die auf den Unfall vom 16. Juni 2013 zurückzuführen seien (S. 12 Ziff. 
1). Eine (unfallbedingte) Behandlungsbedürftigkeit bestehe nicht (Ziff. 3).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 15

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354). Die Kreisärzte der SUVA sind nach ihrer Funktion und beruflichen 
Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich 
Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 
diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über be-
sonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Im 
Verhältnis zu den Allgemeinpraktikern kommt ihnen eine spezialärztliche 
Stellung zu, wobei diese neben überwachenden und korrigierenden auch 
beratende Funktion umfasst (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4). Gleiches gilt für die Ärztinnen 
und Ärzte der Versicherungsmedizin der SUVA.

3.4

3.4.1 Was die somatisch geklagten Beschwerden und insbesondere de-
ren natürliche Unfallkausalität betrifft, so stützte sich die Verfügung vom 
12. August 2014 (act. II 100) bzw. der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 26. Januar 2015 (act. II 120) auf den kreisärztlichen Bericht von 
Dr. med. C.________ vom 25. Juli 2014 (act. II 99) bzw. die traumatolo-
gisch-chirurgische Beurteilung von PD Dr. med. D.________, Versiche-
rungsmedizin der Beschwerdegegnerin, vom 21. Januar 2015 (act. II 119). 
Diese beiden Berichte erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung 
an medizinische Berichte (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen. Die 
Fachärzte haben sich in ihren Beurteilungen sorgfältig mit den gesundheit-
lichen somatischen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinan-
dergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf die ak-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 16

tenkundigen Untersuchungsbefunde abgegeben. Die Ausführungen in den 
Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvoll-
ziehbar begründet. Einer eigenen medizinischen Untersuchung durch PD 
Dr. med. D.________ bzw. einer erneuten durch Dr. med. C.________, 
welcher den Beschwerdeführer bereits am 26. Juni 2014 untersuchte (act. 
II 99), bedurfte es entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde (S. 10 Ziff. 
38) nicht, da die medizinische Befundlage gesamthaft lückenlos feststeht 
und es allein um die medizinische Würdigung dieses Sachverhalts geht. 
Was den Meniskusriss betrifft (Beschwerde S. 10 Ziff. 40), kommt PD Dr. 
med. D.________ dabei zum nachvollziehbaren und überzeugenden 
Schluss, dass die Ursache des Meniskusrisses unbekannt ist und die Un-
fallthese durch das MRI vom 23. August 2013 nicht gestützt werden kann 
(act. II 119 S. 11). In den umfangreichen medizinischen Akten wird denn 
der Meniskusriss auch von keinem der involvierten Ärzte als unfallbedingt 
taxiert. Der Umstand allein, dass der Meniskusriss nach dem Unfallereignis 
vom 16. Juni 2013 festgestellt wurde und der Beschwerdeführer gemäss 
eigenen Angaben vor dem Unfall keine Knieprobleme gehabt habe, besagt 
noch nicht, dass der Knieschaden auf den Unfall zurückzuführen ist. Für 
den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, 
wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Daran ändert der 
Umstand, dass Dr. med. H.________ die Frage, ob im Heilungsverlauf un-
fallfremde Faktoren mitspielen, unkommentiert mit einem „Nein“ beantwor-
tete (u.a. act. II 32, 37, 60 und 79), nichts. Somit beruhen - entgegen den 
Einwänden des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 9 Ziff. 34 und S. 11 
Ziff. 43) - weder die Verfügung vom 12. August 2014 (act. II 100) noch der 
nun angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Januar 2015 (act. II 120) 
auf einem unvollständig in die Erwägungen eingeflossenen Sachverhalt 
und sind die besagten Entscheide nicht in „reiner Willkür“ ergangen. Damit 
sind im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für rechtsgenügliche Akten-
berichte (Entscheid des BGer vom 14. November 2007, I 1094/06, E. 3.1.1) 
erfüllt und ihnen kommt voller Beweiswert zu. In der Folge ist darauf abzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 17

stellen, zumal auch die weiteren medizinischen Akten deren Schlussfolge-
rungen nicht widersprechen.

Daran ändern auch die weiteren vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Einwendungen nichts. Entgegen seiner Ansicht (Beschwerde S. 10 Ziff. 37) 
führt der Umstand, dass die beiden Kreisärzte Dr. med. C.________ und 
PD Dr. med. D.________ in einem Arbeitsverhältnis zur Beschwerdegeg-
nerin stehen und von dieser mit der Erstellung der Aktenbeurteilungen be-
auftragt wurden, nicht per se zur Anzweiflung der notwendigen Neutralität 
(BGE 125 V 351 E. 3a/ee S. 353 f.). Hierfür bedürfte es besonderer Um-
stände, die das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilungen objek-
tiv als begründet erscheinen lassen, was im vorliegenden Fall zu verneinen 
ist. Auch der Argumentation des Beschwerdeführers, zufolge einer unseriö-
sen Vorbehandlung sei der Meniskusschaden erst später entdeckt worden 
(vgl. u.a. Beschwerde S. 10 Ziff. 39 ff.), kann nicht gefolgt werden. Zum 
einen ist ersichtlich, dass die erstbehandelnden Ärzte durchaus umfassen-
de Untersuchungen auch des Knies vorgenommen haben (u.a. act. I 1 und 
9), zum anderen hat PD Dr. med. D.________ einlässlich und nachvoll-
ziehbar dargelegt, weshalb der angetroffene Schaden bei gegenseitig ähn-
lichem Kniestatus nicht auf den besagten Unfall zurückgeführt werden kann 
(insbesondere fehlende bone bruise; act. II 110 S. 10 f.). Darauf kann ab-
gestellt werden. 

Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der Unfall zu äusseren Ver-
letzungen (Schürfungen) und Prellungen geführt (vgl. u.a. act. II 1), nicht 
jedoch den später festgestellten und operativ behandelten Schaden im 
Knie bewirkt hat. Damit fehlt es hinsichtlich des behandelten Schadens am 
Knie an der natürlichen Kausalität zum Unfall, weshalb diesbezüglich eine 
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin insbesondere auch hinsichtlich 
der mit Replik (S. 5 Ziff. 18) verlangten Integritätsentschädigung nicht be-
steht. 

Die (unfallfremde) Operation vom 16. September 2013 (act. II 31/2) hat den 
Schaden behoben und der Beschwerdeführer ist aus rein somatischer Sicht 
in seiner angestammten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig. Daran ändert 
der Umstand, dass Dr. med. H.________ im Bericht vom 6. Juni 2014 
(act. II 79) nach wie vor eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 18

nichts, da diese Beurteilung offensichtlich lediglich auf den subjektiven An-
gaben des Beschwerdeführers beruhte (Ziff. 5). Mangels eines weiterbe-
stehenden Gesundheitsschadens mit Auswirkung auf die frühere Arbeits-
tätigkeit hätte der Fall damit selbst dann aus somatischer Sicht (ohne wei-
tere Leistungen) abgeschlossen werden dürfen, wenn von einer natürlichen 
Kausalität des Meniskusschadens auszugehen wäre und die Befindlichkeit 
des Beschwerdeführers durch die Fortsetzung der medizinischen Behand-
lung noch verbessert werden könnte (Entscheid des BGer vom 31. Juli 
2012, 8C_970/2012, E. 3.4). Somit ist der Einwand, der Fallabschluss sei 
zu früh vorgenommen worden, nicht begründet, weshalb die Beschwerde-
gegnerin zu Recht den Fall per 31. August 2014 abgeschlossen hat (act. II 
100).

3.4.2 In psychiatrischer Hinsicht wird vom F.________ eine posttraumati-
sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) attestiert (vgl. u.a. act. II 12 S. 2, 
65 S. 1 und 109 S. 1). Diese Berichte genügen jedoch nicht, um eine ab-
schliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes bzw. dessen Auswir-
kungen wie auch die Frage der natürlichen Kausalität zu beantworten. Zwar 
enthalten die Berichte (wobei soweit ersichtlich die Psychologin lic. phil. 
I.________ federführend ist) psychiatrische Diagnosen. Eine nachvollzieh-
bare psychiatrische Befunderhebung geben diese Berichte hingegen nicht 
wieder. Vielmehr scheinen sich die Beurteilungen der behandelnden Ärzte 
im Wesentlichen auf das subjektiv Geschilderte abzustützen, ohne dass 
ersichtlich wäre, ob und wie dies validiert wurde. Auf weitere Abklärungen 
in dieser Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin verzichtet, indem sie gel-
tend macht, es fehle bereits an der adäquaten Kausalität (Beschwerdeant-
wort S. 6 f. Ziff. 6.3 f.; vgl. auch E. 2.2.1 letzter Absatz hiervor). Dies ist, 
nicht zuletzt wenn die Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 vorgenom-
men wird und hierbei die Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer 
Aspekte geprüft werden (vgl. E. 2.2.3 Abs. 2), - entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers (Beschwerde S. 13 Ziff. 55 und Replik S. 6 f. Ziff. 23 ff.) 
- nicht zu beanstanden. Eine Adäquanzprüfung kann zudem selbst dann 
erfolgen, wenn bezüglich der psychischen Beschwerden - wie in der Replik 
behauptet (S. 9 Ziff. 41) - noch kein Endzustand vorliegen sollte (BGE 134 
V 109 E. 6.1 S. 116). Von einem rechtswidrigen Ergehen des Entscheids 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 19

bzw. unter Verstoss des Willkürverbots (Beschwerde S. 13 Ziff. 55) kann 
somit keine Rede sein.

Zu prüfen bleibt damit die adäquate Kausalität der geklagten psychischen 
Beschwerden zum Unfall. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Adäquanz - da vorliegend bei einer 
Gesamtwürdigung die eigenständige psychische Problematik im Vorder-
grund steht - zu Recht nach der sog. Psycho-Praxis (vgl. BGE 115 V 133) 
beurteilt. Der Beschwerdeführer geht in seiner Argumentation fehl, wenn er 
in diesem Zusammenhang sinngemäss die Anwendung der Rechtspre-
chung zum Schreckereignis verlangt. Die Rechtsprechung zum Schrecker-
eignis beschlägt einzig die Frage, ob ein bestimmtes Ereignis, ohne dass 
es das beim Unfall an sich geforderte Element der Einwirkung auf den Kör-
per erfüllt, ausnahmsweise doch einen Unfall darstellt (Art. 4 ATSG; vgl. 
BGE 129 V 177). Nachdem hier unbestrittenermassen ein Unfall mit Ein-
wirkung auf den Körper vorliegt, spielen die Kriterien, die notwendig sind, 
um schreckbedingte plötzliche Einflüsse auf die Psyche als Einwirkung auf 
den menschlichen Körper im Sinne des Unfallbegriffs anerkennen zu kön-
nen (katastrophenartiges Ereignis etc.), keine Rolle. 

4.2 Vorab ist zu klären, in welchen Bereich der Unfall vom 16. Juni 2013 
einzuordnen ist. Die Beschwerdegegnerin geht von einem mittelschweren 
Unfall im engeren Sinn aus (Beschwerdeantwort S. 7 Ziff. 8), der Be-
schwerdeführer von einem schweren Unfall (Replik S. 9 Ziff. 35 und 38) 
zumindest aber einem mittleren Ereignis im Grenzbereich zu den schweren 
Unfällen (Replik S. 10 Ziff. 42). Massgeblich ist dabei der objektive Ge-
schehensablauf. Bei dieser Kategorisierung (noch) keine Rolle spielt insbe-
sondere die Frage nach der Eindrücklichkeit. Dies scheint der Beschwerde-
führer zu verkennen, wenn er in seinen Stellungnahmen bereits auch bei 
der Kategorisierung die Eindrücklichkeit und das Gefahrenpotential in den 
Vordergrund stellt (vgl. u.a. Replik S. 8 Ziff. 34, 35 und 37). Dies ist jedoch 
nicht bei der objektiven Einstufung des Ereignisses, sondern bei der Prü-
fung der einzelnen Kriterien (vgl. E. 4.3 hiernach) zu diskutieren (Entschei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 20

de des BGer vom 11. November 2011, 8C_721/2011, E. 4 und vom 28. Ok-
tober 2013, 8C_372/2013, E. 5.2).

Der vorliegende Unfall wurde verschieden dargestellt. Zeitnah und von 
späteren Überlegungen unbefangen haben die Beteiligten die Ereignisse 
unmittelbar nach den Geschehnissen der anwesenden Polizei geschildert 
(vgl. Polizeiakten act. II 94/7-8). Als erstellt zu gelten hat, dass der Be-
schwerdeführer mit seinem linken Fuss auf das Trittbrett des Trams trat, 
dieses einklappte und sich die Tür schloss, wobei der linke Fuss zwischen 
den Türen eingeklemmt wurde und das Tram in der Folge angefahren ist. 
Während einigen Metern konnte der Beschwerdeführer, der mit dem rech-
ten Bein noch am Boden stand, mitlaufen. Ein herbeigeeilter Passant stütz-
te ihn dabei während einigen Metern. Als dies nicht mehr ging, stürzte der 
Beschwerdeführer mit dem rechten Bein auf den Boden und wurde 
während kurzer Zeit mitgeschleift. Er selbst sagte dabei aus, dass das 
Tram nach rund 15 Metern nochmals angehalten habe, worauf er mit Hilfe 
eines Passanten seinen Fuss habe befreien können. Der Passant hingegen 
sagte aus, dass der Fuss des Beschwerdeführers nach maximal einem 
Meter, nachdem er den Beschwerdeführer nicht mehr habe halten können, 
von selbst freigekommen sei. Das Tram habe nicht angehalten, erst weiter 
vorne habe es wegen eines Lichtsignals anhalten müssen. 

Durch das Einklemmen des Fusses zwischen den Türen trat eine potentiell 
gefährliche Situation ein. Sehr rasch, d.h. nach maximal 15 Metern und 
einer allein sehr kurzen Distanz, auf welcher der Beschwerdeführer noch 
mitgeschleift worden war (Schürfverletzungen am rechten Knie und Abrieb-
spuren an den Schuhen), kam dieser jedoch wieder frei. Wie die von der 
Polizei erhobenen Abbildungen zeigen, ist die konkrete Tür-Konstruktion 
nicht dergestalt, dass eine Befreiung unwahrscheinlich, ja gar letztlich fast 
gänzlich ausgeschlossen wäre; vielmehr ist der Türspalt mit Gummidich-
tung derart breit und flexibel ausgestaltet, dass eine Befreiung innert kürze-
rer Zeit durchaus realistisch erscheint. Durch den Einklemmvorgang des 
linken Fusses entstanden denn an diesem auch keine Verletzungen.

Aufgrund der Akten ist der massgebende Sachverhalt soweit erstellt, dass 
die Beurteilung der Unfallschwere vorgenommen werden kann. Daran än-
dert der Umstand, dass das Strafverfahren den Tramfahrer betreffend noch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 21

nicht abgeschlossen ist (Replik S. 8 Ziff. 31), nichts. Auf die Erstellung des 
vom Beschwerdeführer geforderten unfallanalytischen Gutachtens (Be-
schwerde S. 12 Ziff. 46) kann verzichtet werden, können für die hier we-
sentlichen Fragen davon doch keine neuen wesentlichen Erkenntnisse er-
wartet werden. 

Bei objektiver Betrachtung des Sachverhalts kann nicht von einem schwe-
ren Unfall ausgegangen werden. Es kann auch nicht gesagt werden, dass 
das Ereignis vom 16. Juni 2013 den mittelschweren Unfällen im Grenzbe-
reich zu den schweren Unfällen zuzurechnen ist. Vielmehr ist mit Blick auch 
auf die von der Beschwerdegegnerin zu Recht zitierten höchstrichterlichen 
Urteile (Entscheide des BGer vom 11. November 2011, 8C_721/2011, 
Sachverhalt und E. 4.2, vom 15. Januar 2010, 8C_806/2009, E. 4.1.2, vom 
18. Dezember 2009, 8C_981/2009, Sachverhalt und E. 4.2, vom 25. Fe-
bruar 2008, 8C_387/2007, E. 5.2 und vom 4. Juli 2014, 8C_170/2014, E. 
8.1.1.3 sowie Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 
heute Bundesgericht] vom 13. November 1989, U 38/89 E. 8a) von einem 
eigentlichen mittelschweren Unfall auszugehen. Dies gilt umso mehr, als in 
den zitierten Fällen vorab bereits das Unfallereignis selbst heftig war und 
danach in den verschiedensten Fällen auch die unmittelbaren Folgen bis 
zur definitiven Befreiung (Eingeklemmtsein unter erheblichen Schmerzen) 
nicht unbeachtlich waren. Im vorliegenden Fall war das Unfallereignis (Ein-
klemmen und Sturz auf das rechte Bein mit kurzem Mitgeschleift werden) 
nicht sehr gravierend und mit der wenige Sekunden nach dem Einklemmen 
erfolgten Befreiung unmittelbar beendet (vgl. Entscheid des EVG vom 
16. Mai 2007, U 492/06, E. 4.2 sowie Entscheide des BGer vom 3. Januar 
2008, U 57/07 und vom 7. Oktober 2011, 8C_1026/2010, E. 5.1). Aber 
auch, wenn der Hauptfokus der Unfallschwere auf das Mitschleifen gesetzt 
würde, so hätte dies nicht zur Folge, dass der Unfall als schwerer Unfall 
oder als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen 
gelten würde. So hat das Bundesgericht die Einreihung eines Unfalles, bei 
welchem ein Versicherter von einem Personenwagen angefahren und dar-
unter ca. 15 Meter mitgeschleift sowie zuerst mit dem ersten Rad und 
nachher auch mit dem hinteren Rad links überrollt worden war, zu den mit-
telschweren Unfällen im eigentlichen Sinn und nicht im Grenzbereich zu 
den schweren Unfällen liegend, bestätigt (Entscheid es BGer vom 10. Juni 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 22

2008, 8C_524/2007, E. 5.2). Nach dem Gesagten kann die Adäquanz nur 
bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt 
sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (vgl. E. 2.2.3 hiervor). 

4.3 Zu prüfen ist damit im Folgenden, ob und in welcher Weise die 
massgebenden Kriterien erfüllt sind. Bei psychischen Fehlentwicklungen 
nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer 
Aspekte geprüft (BGE 115 V 133 E. 6c aa S. 140).

4.3.1 Der Unfall vom 16. Juni 2013 war zweifellos eindrücklich. Die unmit-
telbare Einwirkung auf den Beschwerdeführer dauerte jedoch nur wenige 
Sekunden und ihm eilten zudem Passanten zur Hilfe. Eine Schutzlosigkeit 
bestand dementsprechend nur in dem Abschnitt, in welchem er durch den 
Passanten nicht mehr gehalten werden konnte und vom Tram mitgeschleift 
wurde bis er den Fuss aus der Türe zog. Dabei handelt es sich zeitlich um 
einen ausgesprochen kurzen Moment. Insofern hatte das Ereignis keinen 
unmittelbar lebensbedrohenden Charakter. Insgesamt liegen keine Um-
stände vor, welche mehr als eine gewisse Eindrücklichkeit, die einem mit-
telschweren Unfall ohnehin eigen ist, zu begründen vermöchten (Entscheid 
des BGer vom 4. März 2013, 8C_811/2012, E. 7.3). Dieses Kriterium ist 
damit nicht, bzw. höchstens ansatzweise erfüllt.

4.3.2 Was das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen 
(somatischen) Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eig-
nung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, betrifft, ist dieses nicht 
erfüllt. Die physischen Verletzungen waren keinesfalls sehr gravierend. 
Vielmehr entsprechen sie denjenigen, die bei vielen auch banalen Unfaller-
eignissen entstehen können (Schürfungen, Prellungen). Selbst wenn ent-
gegen dem Beweisergebnis (vgl. E. 3.4.1 hiervor) davon ausgegangen 
würde, dass der Meniskusriss auf den besagten Unfall zurückzuführen wä-
re, hätte dies nicht die Bejahung des Kriteriums zur Folge. So hat das Bun-
desgericht beispielsweise in einem Fall, wo sich die versicherte Person 
weitaus gravierendere Verletzungen zuzog (schwere Kopfverletzungen mit 
Bewusstlosigkeit bei Contusio cerebri mit grosser Rissquetschwunde der 
Kopfschwarte, Hygrom beidseits und Verdacht auf Schädelbasisfraktur 
sowie der zusätzlich zugezogenen Verletzungen [offene Femurschaftfraktur 
links, Patellatrümmerfraktur links, Metacarpalefraktur II und III links]), ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 23

schieden, dass zwar das Kriterium erfüllt ist, jedoch nicht besonders aus-
geprägt (Entscheid des BGer vom 4. Juli 2013, 8C_137/2013, E. 7). 

4.3.3 Weiter liegt keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behand-
lung vor und von körperlichen Dauerschmerzen kann bei objektiver Be-
trachtung nicht gesprochen werden, zumal die körperlichen Schmerzen, an 
denen der Beschwerdeführer leidet, nicht als klare Folge eines beim Unfall 
vom 16. Juni 2013 erlittenen körperlichen Gesundheitsschadens erschei-
nen, weshalb auch die deswegen nötige ärztliche Behandlung bei der 
Adäquanzbeurteilung ausser Betracht zu bleiben hat (Entscheid des EVG 
vom 7. Juni 2006, U 414/05, E. 5.3). Dass der Beschwerdeführer sich sub-
jektiv schwer belastet fühlt, ist dabei nicht relevant. Was das Kriterium der 
körperlichen Dauerschmerzen betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass es ihm 
immerhin möglich war, bereits vom 8. bis 15. August 2013 seine Eltern in 
England zu besuchen (act. II 14) und er Mitte April 2014 fünf Tage mit sei-
ner Partnerin in Paris verbringen konnte (act. II 68).

4.3.4 Auch können den Akten weder Anhaltspunkte für eine ärztliche 
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, noch 
für einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen ent-
nommen werden.

4.3.5 Selbst wenn entgegen des hier erstellten Beweisergebnisses (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor) die Knieverletzung als unfallkausal taxiert würde, so wäre 
das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsun-
fähigkeit nicht erfüllt, zumal spätestens seit der kreisärztlichen Untersu-
chung definitiv erstellt ist, dass dem Beschwerdeführer aus somatischer 
Sicht seine bisherige Tätigkeit als … sowie auch jegliche körperlich leichte, 
wechselbelastenden Tätigkeiten, ohne Notwendigkeit des häufigen Bege-
hens von Treppen möglich ist (act. II 99 S. 2 Ziff. 3). 

4.4 Nach dem Gesagten ist vorliegend keines der sieben Kriterien bzw. 
höchstens eines ansatzweise (Eindrücklichkeit) erfüllt, womit die adäquate 
Unfallkausalität zwischen den geltend gemachten psychischen Beschwer-
den und dem Unfallereignis vom 16. Juni 2013 zu verneinen ist. Folglich 
stellte die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden UVG-Versicherungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 24

leistungen zu Recht per 31. August 2014 ein. Die Beschwerde vom 27. 
Februar 2015 erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
-  Rechtsanwalt lic.iur. HSG B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2015, UV/15/210, Seite 25

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.