# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7eeaf44-a905-5330-8810-7ad8cd823aff
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.11.2023 SB230105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230105_2023-11-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB230105-O/U/nk 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. 

Gmünder und Ersatzoberrichterin Dr. Schoder sowie die Gerichts-

schreiberin MLaw Boese 

 

Urteil vom 21. November 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

B._____,  
Privatklägerin 

 

vertreten durch lic. iur. Y._____,  

betreffend sexuelle Handlungen mit Kindern   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 
14. September 2022 (GG220025) 
  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft l des Kantons Zürich vom 5. April 2022 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 9). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der sexuellen Handlungen mit Kindern im Sin-

ne von Art. 187 Ziff. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

4. Dem Beschuldigten wird ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot im Sinne von 

Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB erteilt, das jede berufliche und organisierte ausser-

berufliche Tätigkeit umfasst, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjäh-

rigen mit sich bringt. 

5. Es werden die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-

Profils des Beschuldigten im Sinne von Art. 5 DNA-Profil-Gesetz angeord-

net. 

Die Kantonspolizei Zürich wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschul-

digte wird verpflichtet, sich innert 30 Tagen ab Eintritt der Vollstreckbarkeit 

des Urteils bei der Kantonspolizei Zürich, Erkennungsdienst,  

Güterstrasse 33, 8004 Zürich, zur erkennungsdienstlichen Behandlung mit 

Wangenschleimhautabnahme zu melden. 

Meldet sich der Beschuldigte innert angesetzter Frist nicht, ist die Kantons-

polizei berechtigt und verpflichtet, den Beschuldigten zwecks Abnahme der 

DNA-Probe zwangsweise vorzuführen und die DNA-Probe zwangsweise ab-

zunehmen. Diese Anordnung gilt als Vorführbefehl. 

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6. Die Zivilansprüche der Privatklägerschaft werden auf den Zivilweg 

verwiesen. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'500.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 825.–   Auslagen Vorverfahren  

Fr. 7'737.30   amtl. Verteidigungskosten (inkl. MwSt.) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der 

amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von 

Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 42 S. 16; vgl. auch Urk. 33 S. 2) 

1. Die Dispositivziffern 1 bis 5 des erstinstanzlichen Urteils seien aufzu-

heben und der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen 

Gerichtsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

3. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung von Fr. 5'000.– auszurichten. 

4. Die amtliche Verteidigung sei nach Massgabe der eingereichten Hono-

rarnote (inkl. MwSt.) aus der Staatskasse zu entschädigen. 

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b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft l des Kantons Zürich:  

(Urk. 37, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

   ––––––––––––––––––––––––––––––––– 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Umfang der Berufung 

1. Verfahrensgang 

Mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, Einzelgericht, vom 14. September 2022 

wurde der Beschuldigte im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdisposi-

tivs schuldig gesprochen und bestraft (Urk. 30 S. 24). Gegen das ihm gleichen-

tags mündlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte noch vor Schranken Beru-

fung anmelden (Prot. I S. 28 f.). Das begründete Urteil wurde der Verteidigung am 

8. Februar 2023 zugestellt (Urk. 29). Mit Eingabe vom 27. Februar 2023 reichte 

diese innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO die Berufungser-

klärung ein (Urk. 33). Mit Eingabe vom 10. März 2023 verzichtete die Staatsan-

waltschaft auf Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanz-

lichen Urteils (Urk. 37). Die Privatklägerin verzichtete ebenfalls auf Anschlussbe-

rufung (Urk. 39). Am 25. April 2023 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 

21. November 2023 vorgeladen (Urk. 41). An dieser liess der Beschuldigte die 

eingangs aufgeführten Anträge stellen (Prot. II S. 4 und 28; Urk. 42 S. 16). 

2. Umfang der Berufung 

Der Beschuldigte ficht das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich an (Urk. 33 S. 2), 

womit dieses in keinem Punkt in Rechtskraft erwachsen ist. Nachdem die Staats-

anwaltschaft kein Rechtsmittel ergriffen hat, steht das ganze vorinstanzliche Urteil 

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unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) zur Disposi-

tion. 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Ausgangslage 

1.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vom 5. April 2022 zusam-

mengefasst vorgeworfen, seiner damals achtjährigen Tochter B._____ (Privatklä-

gerin) die Pyjamahose und Unterhose ausgezogen und sie zweimal mit einem 

Finger an der Vagina ausgegriffen zu haben. Er habe dabei in sexueller Absicht 

und in Kenntnis des Kindesalters seiner Tochter gehandelt. Die Tathandlung habe 

sich am Morgen des Sonntags, 7. November 2021, ereignet. Die Privatklägerin 

habe damals das Wochenende beim Beschuldigten verbracht, wobei sie mit ihm 

in seinem Doppelbett übernachtet habe (Urk. 9 S. 2). 

1.2. Der Beschuldigte bestätigte zwar, dass seine Tochter an jenem Wochen-

ende bei ihm übernachtet habe, wobei sie in seinem Bett geschlafen habe. In der 

Nacht auf Sonntag habe er ihr die Pyjamahose ausgezogen, als er bemerkt habe, 

dass sie verschwitzt gewesen sei. Allenfalls sei dabei auch die Unterhose mitge-

kommen. Im Übrigen bestreitet der Beschuldigte den Anklagevorwurf. Konkret 

stellt er in Abrede, die Privatklägerin jemals unsittlich berührt bzw. sie an jenem 

Wochenende zweimal an der Vagina ausgegriffen zu haben (Urk. 2/2 S. 2 ff.; 

Urk. 2/3 S. 1 ff.; Prot. I S. 10 ff.; Prot. II S. 11 ff.). Was die einzelnen Aussagen 

des Beschuldigten betrifft, kann auf die zutreffende Zusammenfassung im vorin-

stanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 30 S. 9 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.3. Die Anforderungen an einen rechtsgenügenden Schuldbeweis und die all-

gemeinen Grundsätze der Beweiswürdigung wurden von der Vorinstanz ebenfalls 

zutreffend dargelegt (Urk. 30 S. 4 ff.). Darauf kann verwiesen werden (Art. 82 

Abs. 4 StPO). Als Beweismittel zur Erstellung des Sachverhalts liegen die Aussa-

gen des Beschuldigten (Urk. 2/2; Urk. 2/3; Prot. I S. 10 ff.; Prot. II S. 11 ff.) und 

diejenigen der Privatklägerin (Urk. 3/4; Urk. 3/8) vor. Im Vorverfahren wurde zu-

dem die Mutter der Privatklägerin, C._____, einvernommen (Urk. 4). Deren Aus-

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sagen können indes nicht zu Lasten des Beschuldigten verwendet werden, nach-

dem keine Konfrontation stattfand und somit keine Gelegenheit für Ergänzungs-

fragen bestand. 

2. Aussagen der Privatklägerin 

2.1. Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wurde infolge der von der 

Mutter der Privatklägerin eingereichten Anzeige eingeleitet. C._____ meldete sich 

am Montag, 8. November 2021, nachmittags bei der Polizeistation in D._____ und 

gab an, dass ihre Tochter vom Beschuldigten im Intimbereich berührt worden sei. 

Sie habe sich bereits am Abend zuvor mit ihrer Tochter ins Kinderspital Zürich 

begeben (Urk. 1/1 S. 2). Nachdem die KESB für die Privatklägerin eine Verfah-

rensbeistandschaft errichtet hatte (Urk. 5/2), wurde diese am 16. November 2021 

ein erstes Mal zum Vorfall befragt. Die zweite Einvernahme erfolgte rund zwei 

Monate später am 10. Januar 2022. Beide Einvernahmen wurden auf Video auf-

gezeichnet (Urk. 3/2; Urk. 3/6), und es wurden davon schriftliche Protokolle er-

stellt (Urk. 3/4; Urk. 3/8). Die Rechtsprechung bejaht die Aussagetüchtigkeit von 

Kindern ab etwa vier Jahren. Es wird davon ausgegangen, dass sie ab diesem Al-

ter in der Lage sind, ein Erlebnis, das sie beeindruckt und womöglich körperlich 

betroffen hat, im Wesentlichen verständlich zu schildern (Urteil des Bundesge-

richts 6B_301/2022 vom 26. August 2022 E. 3.4.3; LUDEWIG/BAUMER/TAVOR 

[HRSG.], Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, «Zwischen Wahrheit und Lü-

ge», Zürich/St. Gallen 2017, S. 55). Die Privatklägerin war im Zeitpunkt des Vor-

falls und ihrer Befragungen acht Jahre alt, weshalb grundsätzlich von ihrer Aus-

sagetüchtigkeit auszugehen ist. Aus den Akten und den Videoaufzeichnungen ih-

rer Einvernahmen ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass sie nicht in der 

Lage gewesen wäre, sich an den in Frage stehenden Sachverhalt zu erinnern und 

verständlich darüber Auskunft zu geben. Sie kann den ihr gestellten Fragen ohne 

Weiteres folgen und darauf adäquat Antwort geben. Dieser Eindruck deckt sich 

mit den über die Befragungen erstellten Berichten der beigezogenen Psycholo-

ginnen (Urk. 3/3; Urk. 3/7). Die Vorinstanz hat sodann zutreffend erwogen, dass 

die Einvernahmen der Privatklägerin sachgerecht und altersadäquat durchgeführt 

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worden seien. Es kann diesbezüglich auf ihre zutreffenden Erwägungen verwie-

sen werden (Urk. 30 S. 8; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2.2. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, fielen die Angaben der Privatklägerin 

und des Beschuldigten in Bezug auf den Ablauf des fraglichen Besuchswochen-

endes – mit Ausnahme des angeklagten Kerngeschehens – weitestgehend über-

einstimmend aus (Urk. 30 S. 9). Es stellt sich daher die Frage, weshalb die Pri-

vatklägerin den Beschuldigten falsch belasten sollte, sexuelle Handlungen an ihr 

vorgenommen zu haben. Mit der Vorinstanz (Urk. 30 S. 15) ist kein Motiv für eine 

solche Falschbelastung ersichtlich, zumal die Privatklägerin und der Beschuldigte 

ein gutes Verhältnis zueinander haben. In der Einvernahme vom 10. Januar 2022 

gab sie an, dass sie es sonst gut mit ihrem Vater habe und diesen wiedersehe 

wolle. Sie wäre froh, wenn ihre Mutter und ihr Vater wieder zusammen wären 

(Urk. 3/8 S. 9; vgl. auch S. 4). Aus den Aussagen der Privatklägerin ergeben sich 

sodann keine Anhaltspunkte dafür, dass es an dem Wochenende vom 

6./7. November 2021 zu einer Auseinandersetzung oder einem Konflikt gekom-

men wäre, was Rückschlüsse auf ein mögliches Motiv für eine Falschbelastung 

zulassen würde. Ebenfalls ergeben sich aus den Einvernahmen der Privatklägerin 

und des Beschuldigten keine Hinweise darauf, dass es im Verlauf des Wochen-

endes zu einer Situation kam, welche die Privatklägerin hätte missverstehen oder 

der sie im Nachhinein – eventuell auch unter Einflussnahme ihrer Mutter – eine 

falsche Bedeutung hätte zumessen können. Dass die von ihr beschriebenen Be-

rührungen unabsichtlich und rein zufällig erfolgten, ist nicht anzunehmen (vgl. da-

zu auch Ziff. II.2.5).  

Aus den Akten ergibt sich, dass die Eltern der Privatklägerin geschieden sind. Ein 

familienrechtliches Verfahren war im Zeitpunkt des zur Anklage gebrachten Vor-

falls nicht hängig. Seit der Trennung waren rund drei und seit der Scheidung über 

zwei Jahre vergangen. Sorgerecht, Obhut und Besuchsrecht waren geregelt. Den 

Angaben des Beschuldigten zufolge stand das Sorgerecht beiden Elternteilen 

gemeinsam zu, wobei die Privatklägerin unter der Obhut der Mutter stand 

(Urk. 2/2 S. 8; Prot. I S. 18). Vor Vorinstanz führte er ergänzend aus, das Be-

suchsrecht sei zugunsten seiner Exfrau geregelt worden (Prot. I S. 17). Aus den 

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Aussagen des Beschuldigten ergibt sich, dass die Ausübung des Besuchsrechts 

nicht ohne Schwierigkeiten verlief. So erwähnte er, dass seine Exfrau zum dama-

ligen Zeitpunkt geplant habe, mit der Tochter in einen anderen Kanton zu ziehen, 

was die Tochter nicht gewollt habe. Er könne sich vorstellen, dass die Vorwürfe 

gegen ihn etwas mit diesem Umzug zu tun haben könnten (Urk. 2/2 S. 7 f., 10 und 

19; Prot. I S. 15 und 18 f.; Prot. II S. 25 f.). Weiter gab er an, damals sei die künf-

tige Handhabung des Besuchsrechts zur Diskussion gestanden, da er nicht mehr 

bereit bzw. nicht mehr in der Lage gewesen sei, sich diesbezüglich den Wün-

schen seiner Exfrau anzupassen (Urk. 2/2 S. 19; Prot. I S. 17 f.). Vor Vorinstanz 

und anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung vor, die Pri-

vatklägerin sei infolge der zwischen den Eltern bestehenden Spannungen und der 

Umzugspläne der Mutter in einen belastenden Loyalitätskonflikt gebracht worden. 

Sie habe gemerkt, dass ihre Mutter mit der gegen ihren Vater eingeleiteten An-

zeige eine gewisse Erwartungshaltung verbunden habe, der sie habe entspre-

chen wollen (Urk. 19 S. 11 ff.; Urk. 42 S. 9 f.). Gemäss den Angaben der Privat-

klägerin war es jedoch nicht so, dass erst ihre Mutter bei ihr den Eindruck erweck-

te, der Beschuldigte könnte sich an diesem Besuchswochenende fehlverhalten 

haben. Vielmehr machte ihr das Vorgefallene bereits vor dem Gespräch mit ihrer 

Mutter zu schaffen. In der Einvernahme vom 16. November 2021 gab sie an, es 

sei ihr nicht so gut gegangen, als sie nach dem Besuchswochenende nach Hause 

gekommen sei. Sie sei dann von ihrer Mutter gefragt worden, was los sei. Ihre 

Mutter sehe immer an ihrem Gesicht, was los sei (Urk. 3/4 S. 12). Sie habe zuerst 

ihrer Mutter von dem Vorfall erzählt, dann auch ihren Freundinnen, die ihr ange-

sehen hätten, dass etwas mit ihr los gewesen sei (Urk. 3/4 S. 16). Es ist nahelie-

gend und ohne Weiteres nachvollziehbar, dass sich die Privatklägerin zunächst 

ihrer Mutter, d.h. ihrer engsten Bezugsperson anvertraute. Daraus ergibt sich ent-

gegen der Verteidigung noch kein Verdacht auf eine suggestive Beeinflussung 

(Urk. 42 S. 9 f.). Vielmehr lassen die Aussagen der Privatklägerin darauf schlies-

sen, dass sie zur Tatzeit bereits selbst erkennen bzw. einordnen konnte, dass es 

eine sexuelle Handlung darstellt und sich nicht gehört, wenn eine andere Person 

sie ohne konkreten Grund in ihrem Intimbereich berührt. Weiter wird deutlich, 

dass sie die von ihr beschriebenen Berührungen des Beschuldigten als unange-

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nehm und störend empfand. So sagte sie wiederholt aus, dass sie sich abgedreht 

bzw. auf die Seite geschoben habe, woraufhin der Beschuldigte aufgehört habe 

(Urk. 3/4 S. 6, 9 und 11; Urk. 3/8 S. 4). Zu verweisen ist auch auf die Aussage der 

Privatklägerin, wonach sie es ihrem Vater damals nicht erzählt habe, da er immer 

sage, es sei nicht so gewesen. Er tue "so wie lügen" (Urk. 3/4 S. 9). Als es pas-

siert sei, habe sie sich gedacht, dass sie es wahrscheinlich ihrem Vater gegen-

über nicht erwähnen sollte. Deshalb sei sie nach Hause gegangen (Urk. 3/4 

S. 12). Diese Aussagen sprechen gegen die von der Verteidigung vorgebrachte 

These, dass die Mutter der Privatklägerin dem Vorgefallenen im Nachhinein eine 

falsche Bedeutung zumass und ihre Tochter darin beeinflusste. Vielmehr war es 

die Privatklägerin selbst, die das Erlebte hinterfragte und als sexuelle Handlung 

einordnete, die ihr unangenehm war und widerwillige Gefühle in ihr auslöste. An 

dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass sexuelle Handlungen das Kind in seiner 

körperlichen und intimen Sphäre berühren, in welcher es eher als in anderen Ge-

bieten zum Bewusstsein und zu einer (Abwehr-) Reaktion fähig ist (BGE 146 IV 

153 E. 3.5.3; 120 IV 194 E. 2c mit Hinweisen). 

Die Einvernahmen der Privatklägerin vermitteln zudem den Eindruck eines offe-

nen und ehrlichen Kindes. In der Einvernahme vom 16. November 2021 bejahte 

sie die Frage, ob ihr Vater ihr einmal gesagt habe, dass sie ihrer Mutter etwas 

nicht erzählen dürfe. Dabei gehe es aber nicht um diesen Vorfall (Urk. 3/4 S. 22). 

Diese Aussagen wurden vom Beschuldigten bestätigt, wobei er zur Begründung 

vorbrachte, er habe die Tochter schützen wollen, da er nicht gewollt habe, dass 

sie zu Hause "wie ein Wasserfall" von positiven Erlebnissen berichte. Dies hätte 

ihre Mutter sonst alles gegen sie verwendet (Urk. 2/2 S. 17 f.). Die Privatklägerin 

führte anlässlich der Einvernahme vom 16. November 2021 ergänzend aus, es 

fühle sich komisch an, wenn sie ihrer Mutter etwas nicht erzähle. Sie habe es 

nicht gerne, wenn sie ihrem Mami etwas nicht sage (Urk. 3/4 S. 22). In der fol-

genden Einvernahme vom 10. Januar 2022 führte sie auf die Frage, ob sie sich 

aufgrund der letzten Befragung noch an die Gesprächsregeln erinnere, aus, sie 

wisse noch, dass man nicht lügen dürfe (Urk. 3/8 S. 2). Unter den dargelegten 

Umständen darf das familiäre Umfeld der Privatklägerin bei der Würdigung ihrer 

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Aussagen nicht ausser Acht gelassen werden. Konkrete Anhaltspunkte für eine 

allfällige Beeinflussung der Privatklägerin durch ihre Mutter bestehen indes keine. 

2.3. Die Vorinstanz hat die von der Privatklägerin im Rahmen ihrer beiden Ein-

vernahmen getätigten Aussagen korrekt wiedergegeben. Darauf kann verwiesen 

werden (Urk. 30 S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Aussagen der Privatklägerin 

wurden im vorinstanzlichen Urteil sodann eingehend und sorgfältig gewürdigt. 

Daher kann vorab auch auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 30 S. 13 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2.4. Die Privatklägerin schilderte den zur Anklage gebrachten Vorfall in beiden 

Einvernahmen zunächst in freier Rede, ohne dass die befragende Polizeibeamtin 

nachfragen musste (Urk. 3/4 S. 5 f.; Urk. 3/8 S. 3 f.). Auf die in der Folge gestell-

ten Fragen gab sie konkrete und klare Antworten. Dabei stimmen ihre Angaben 

mit der jeweils zu Beginn der Befragung erfolgten freien Schilderung der Ge-

schehnisse überein. Die Privatklägerin gab konstant an, dass der Beschuldigte ihr 

zweimal mit der Hand an ihr Geschlechtsteil (von der Privatklägerin "Schneggli" 

genannt) gefasst und hernach seine Finger abgeschleckt habe (Urk. 3/4 S. 5 f., 8, 

10 f. und 18 f.; Urk. 3/8 S. 3 ff.). Wesentliche Widersprüche sind in ihren Aussa-

gen keine erkennbar. Entgegen der Verteidigung (Urk. 19 S. 7; Urk. 42 S. 6) wur-

de von ihr in keiner Einvernahme ausgesagt, dass der Beschuldigte sie nur ein-

mal ausgegriffen habe. Bei den von der Verteidigung zitierten Stellen der Einver-

nahmen vom 16. November 2021 und 10. Januar 2022 war nicht Thema, ob der 

Beschuldigte sie damals ein- oder zweimal berührt habe, sondern, ob es zum ers-

ten Mal passiert sei, dass er sie auf diese Weise berührt habe, was sie bejahte 

(Urk. 3/4 S. 6; Urk. 3/8 S. 4; vgl. auch S. 8). Zutreffend ist, dass die Privatklägerin 

in der zeitlich späteren Einvernahme vom 10. Januar 2022 nicht mehr sicher war, 

ob der Beschuldigte sie am fraglichen Besuchswochenende ein- oder zweimal im 

Intimbereich berührt habe. Sie bestätigte aber, dass ihre früheren Aussagen zu-

treffend seien (Urk. 3/8 S. 6). Mit der Vorinstanz ist angesichts des Zeitablaufs 

nachvollziehbar, dass sich die Privatklägerin in der späteren Einvernahme nicht 

mehr an alles erinnern konnte (Urk. 30 S. 13 f.). Für die Glaubhaftigkeit ihrer Aus-

sagen spricht, dass sie allfällige Erinnerungslücken und Unsicherheiten klar de-

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klarierte (u.a. Urk. 3/4 S. 11 f.; Urk. 3/8 S. 6 f.). Dies könnte darauf hinweisen, 

dass sie ihre eigenen Erinnerungen an den Übergriff schilderte und nicht von ei-

ner Drittperson instruiert und in ihren Aussagen beeinflusst wurde. Hinzu kommt, 

dass sich ihren Aussagen keine Hinweise auf eine übermässige Belastung des 

Beschuldigten entnehmen lassen. Das Kerngeschehen schilderte die Privatkläge-

rin zurückhaltend und sachlich, was ihre Aussagen als glaubhaft erscheinen lässt. 

Dass sie in der Lage war, Vorhalten zu widersprechen oder diese zu korrigieren 

(Urk. 3/4 S. 14 f.; vgl. dazu auch Urk. 3/8 S. 8), ist ebenfalls in diesem Sinne zu 

werten. Die Ausführungen der Privatklägerin erscheinen lebendig und authen-

tisch. Zu verweisen ist etwa auf ihre Erklärung, weshalb sie bemerkt habe, dass 

der Beschuldigte sie berührt habe, als sie geschlafen habe (Urk. 3/4 S. 14 und 

17). Die Vorinstanz hat sodann zutreffend erwogen, dass sie die Vorgänge nicht 

nur abstrakt wiedergegeben, sondern darüber hinaus auch die damit einherge-

henden Begleitumstände geschilderte habe (Urk. 30 S. 13). Die damaligen Ge-

schehnisse wurden von ihr nicht nur verbal beschrieben, sondern mehrfach vor-

gezeigt (u.a. Urk. 3/4 S. 11 [Urk. 3/2 00:20:00 ff.], 18 [Urk. 3/2 00:45:43] und 19 

[Urk. 3/2 00:46:17 ff.]; vgl. dazu auch die Vorinstanz, Urk. 30 S. 11 und 15). Es 

wirkt so, als würde die Privatklägerin auf einen realen Vorfall Bezug nehmen und 

nicht einfach etwas erzählen, was ihr vorgegeben wurde oder sie sich selbst aus-

gedacht hatte. Auch dies spricht für die Glaubhaftigkeit ihrer Darstellung. Entge-

gen der Verteidigung (Urk. 19 S. 7; Urk. 42 S. 5 f.) sind ihre Angaben zur Art der 

Berührung durch den Beschuldigten weder widersprüchlich noch unklar. Dieser 

Eindruck könnte allenfalls entstehen, wenn allein auf das Einvernahmeprotokoll 

abgestellt würde. Aus der Videoaufzeichnung der Einvernahme vom 

16. November 2021 ist indes ersichtlich, was für eine Berührung die Privatklägerin 

meinte. Sie zeigte mehrfach eine Reibebewegung, wobei sie ergänzte, dass diese 

mit Druck ausgeführt worden sei (Urk. 3/4 S. 11 [Urk. 3/2 00:20:00 ff.] und 19 

[Urk. 3/2 00:46:17 ff.]). Aus dem Umstand, dass teilweise auch das Wort "reinge-

gangen" fiel (Urk. 3/4 S. 10; vgl. auch S. 19), kann mit der Vorinstanz (Urk. 30 

S. 14) nicht auf einen Widerspruch zu ihren übrigen Aussagen geschlossen wer-

den. Damit wollte die Privatklägerin wohl ausdrücken, dass der Beschuldigte ihr 

zwischen die Beine gegangen sei. Dass eine Penetration im eigentlichen Sinne 

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stattfand, wurde von ihr weder so ausgesagt noch lässt sich dies aus ihren Ges-

ten zur Art der Berührung ableiten (vgl. auch Urk. 3/4 S. 10 [Urk. 3/2 00:19:11] 

und 19 [Urk. 3/2 00:46:18 ff.]). Die Umschreibung in der Anklage, der Beschuldig-

te habe die Privatklägerin im Intimbereich ausgegriffen (Urk. 9 S. 2), erfasst die 

von ihr geschilderten Handlungen daher korrekt. Dem Beschuldigten wird in der 

Anklage zu Recht nicht vorgeworfen, vaginal in die Privatklägerin eingedrungen 

zu sein. 

2.5. Die Privatklägerin gab in beiden Einvernahmen an, dass ihr Vater am 

Schlafen gewesen sei, als er sie im Intimbereich berührt habe (Urk. 3/4 S. 5, 12 

und 14; Urk. 3/8 S. 4 f. und 7). Daran hielt sie auch auf ausdrückliche Nachfrage 

hin fest (Urk. 3/4 S. 17). Vor Vorinstanz leitete die Verteidigung daraus ab, dass 

der Beschuldigte die Privatklägerin unmöglich gezielt ausgegriffen haben könne. 

Ein bewusstes Handeln scheide schon rein tatsächlich aus (Urk. 19 S. 6, 10 und 

15 f.). An diesem Standpunkt hielt sie auch anlässlich der Berufungsverhandlung 

fest (Urk. 42 S. 7 f.). Entgegen der Verteidigung ist indes nicht ersichtlich, wie der 

Beschuldigte die von der Privatklägerin beschriebenen Handlungen im Schlaf hät-

te vornehmen können. Das zweimalige Ausgreifen im Intimbereich kann insbe-

sondere unter Berücksichtigung des zwischendurch erfolgten Abschleckens der 

Finger vernünftigerweise nur bewusst und gezielt erfolgt sein. Dies bedeutet nicht, 

dass die Darstellung der Privatklägerin nicht zutreffen kann. Die Vorinstanz ver-

wies in diesem Zusammenhang zu Recht auf den zwischen der Privatklägerin und 

dem Beschuldigten bestehenden Beziehungskontext. Sie erwog zutreffend, dass 

sie eigenen Angaben zufolge eine gute Beziehung zu ihrem Vater gepflegt habe, 

habe sie doch angegeben, gerne zu ihm gegangen zu sein und ihn gerne wieder-

sehen zu wollen. Gleichzeitig werfe sie ihm die genannten Berührungen vor. Die 

Privatklägerin habe sich augenscheinlich in einem Loyalitätskonflikt zu ihrem Va-

ter befunden, den sie offenbar (verständlicherweise) nicht übermässig belasten 

wolle. Weiter wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Privatklägerin in 

beiden Einvernahmen jeweils gleich zu Beginn ihrer Aussagen zur Sache auffällig 

betonte, dass der Beschuldigte nicht bemerkt habe, was er getan habe, da er 

noch am Schlafen gewesen sei (Urk. 3/4 S. 5; Urk. 3/8 S. 4). Der Vorinstanz ist 

daher darin zu folgen, dass die diesbezüglichen Angaben der Privatklägerin als 

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Versuch zu werten sind, ihren Vater in Schutz zu nehmen, weshalb sie ihre übri-

gen, detailreichen sowie mit Realitätskriterien versehenen Aussagen zu den ei-

gentlichen Berührungen nicht zu entkräften vermögen (Urk. 30 S. 15). Nicht aus-

zuschliessen ist sodann, dass sich der Beschuldigte schlafend stellte, als er merk-

te, dass die Privatklägerin seine Berührungen in ihrem Intimbereich gespürt hatte 

und deshalb aufgewacht war. Es ist nicht davon auszugehen, dass die achtjährige 

Privatklägerin gestellte Schlafgeräusche von echten hätte unterscheiden können. 

Folglich könnten entsprechende Wahrnehmungen ihr eine Erklärung dafür gege-

ben haben, dass ihr Vater die sexuellen Handlungen nicht bewusst vorgenommen 

habe, woran sie auch anlässlich ihrer Einvernahmen festhielt.  

Die Verteidigung brachte in Bezug auf die Darstellung der Privatklägerin weiter 

vor, es sei lebensfremd, dass der Beschuldigte mit der Vornahme der sexuellen 

Handlungen abrupt aufgehört und weitergeschlafen habe, nachdem sich die Pri-

vatklägerin abgedreht und auf die Seite gelegt habe. Sexuell motivierte Handlun-

gen seien naturgemäss auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet, weshalb es unnatür-

lich und realitätsfern sei, dass ein Täter mit diesen Handlungen einfach aufhöre 

(Urk. 19 S. 8; Urk. 42 S. 8). Dem kann nicht gefolgt werden. Gemäss den Schilde-

rungen der Privatklägerin wachte sie auf, als der Beschuldigte sie im Intimbereich 

berührte, worauf sie sich umdrehte. Ihren Aussagen zufolge wurde er somit bei 

seinen Handlungen ertappt, weshalb ohne Weiteres plausibel ist, dass er sogleich 

damit aufhörte. Aus dem Umstand, dass der Beschuldigte nicht versuchte, auf die 

Privatklägerin einzuwirken, um sie davon abzuhalten, jemandem vom Vorgefalle-

nen zu erzählen, kann angesichts der damaligen Umstände entgegen der Vertei-

digung (Urk. 19 S. 9; Urk. 42 S. 12) ebenfalls nichts abgeleitet werden. Hätte er 

dies getan, hätte bei der Privatklägerin allenfalls erst recht der Eindruck entstehen 

können, dass es zu verbotenen Handlungen gekommen ist. Insofern könnte die 

Strategie auch darin bestanden haben, das Vorgefallene im Nachhinein in Frage 

zu stellen oder einfach herunterzuspielen. Zu verweisen ist diesbezüglich auf die 

Aussage des Beschuldigten, wonach er die Privatklägerin am Morgen nach dem 

Aufstehen gefragt habe, ob das Ganze nicht ein komischer Traum von ihr gewe-

sen sei (Urk. 2/2 S. 11). In diesem Zusammenhang ist auch die Aussage der Pri-

vatklägerin nochmals hervorzuheben, wonach sie nach dem Vorfall nicht mit ih-

- 14 - 

rem Vater darüber gesprochen habe, da er immer sage, es sei nicht so gewesen. 

Er tue "so wie lügen" (Urk. 3/4 S. 9; vgl. auch S. 12). 

3. Aussagen des Beschuldigten 

3.1. Die Vorinstanz erwog in Bezug auf die Aussagen des Beschuldigten, die-

ser schildere das Besuchswochenende vom 6. auf den 7. November 2021 grund-

sätzlich konsistent und widerspruchsfrei. Bei der Würdigung seiner Aussagen sei 

aber zu berücksichtigen, dass er gemäss eigenen Angaben am Montag, 

8. November 2021, bei der Arbeit – damals sei er als I._____ bei der H._____ an-

gestellt gewesen – den Namen "E._____" im Journal eingegeben und hierdurch 

von der gegen ihn eingereichten Strafanzeige Kenntnis erhalten habe. Dies deute 

klar darauf hin, dass er von seinem Fehlverhalten gewusst habe und habe nach-

prüfen wollen, ob ein Verfahren gegen ihn eröffnet worden sei. Dieser Schluss 

werde insbesondere durch seine anlässlich der Hauptverhandlung nachgescho-

bene, im Widerspruch zu seinen vorherigen Aussagen stehende Begründung für 

die Konsultation des Journals bestärkt. Insgesamt sei der Vorgang als Indiz ge-

gen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten zu werten (Urk. 30 

S. 16). Darüber hinaus nahm die Vorinstanz keine Würdigung der Aussagen des 

Beschuldigten vor, was nachfolgend nachzuholen ist. 

3.2. Der Beschuldigte wurde erstmals am 9. Dezember 2021 zum Vorfall, der 

Gegenstand der Anklage bildet, befragt (Urk. 2/2). Er zeigte sich damals sehr 

emotional und betroffen von den Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben worden 

waren (Urk. 2/2 S. 3, 6, 16 und 21; vgl. dazu auch Urk. 2/3 S. 2). In der ersten 

Einvernahme nahm er nicht nur zum Anklagevorwurf Stellung, sondern schilderte 

auch die Beziehung zu seiner Exfrau und seiner Tochter, wobei seine Aussagen 

teilweise sehr ausführlich waren. Die zweite Einvernahme des Beschuldigten er-

folgte am 15. März 2022 und fiel wesentlich kürzer aus. Er bestätigte darin seine 

bisher getätigten Aussagen (Urk. 2/3 S. 1 f.). Vor Vorinstanz und anlässlich der 

Berufungsverhandlung wurde der Beschuldigte nochmals ausführlich zur Sache 

und seiner familiären Situation befragt (Prot. I S. 10 ff.; Prot. II S. 11 ff.). Der Vor-

instanz ist darin zu folgen, dass die Aussagen des Beschuldigten in Bezug auf 

den Anklagesachverhalt grundsätzlich konsistent und widerspruchsfrei ausgefal-

- 15 - 

len sind. Er gab sowohl im Vorverfahren als auch im gerichtlichen Verfahren an, 

dass seine Tochter in der Nacht vom 6. auf den 7. November 2021 – wie immer – 

bei ihm im (Doppel-) Bett geschlafen habe, wobei er sie um ca. 21.00 Uhr ins Bett 

gebracht habe. Als er selbst um 00.00 bzw. 00.30 Uhr ins Bett gegangen sei, ha-

be sie bereits geschlafen. Da sie auf seiner Seite gelegen sei, habe er sie auf ihre 

Seite geschoben, wobei er gemerkt habe, dass ihre Hose feucht gewesen sei. Er 

habe ihr dann die Pyjamahose ausgezogen und diese neben das Bett geworfen. 

Ob die Unterhose mitgekommen sei, wisse er nicht. Dies sei für ihn nicht relevant 

gewesen. Er habe einfach an ihrer Hose gezogen, sich hingelegt und geschlafen. 

Er habe die Privatklägerin weder in diesem Zusammenhang noch zu einem ande-

ren Zeitpunkt an der Vagina ausgegriffen. Irgendwann später habe ihn seine 

Tochter geweckt und gefragt, wo ihre Hose sei, worauf er ihr diese zugeworfen 

habe. Sie habe ihn weiter gefragt, wo ihre Unterhose sei, worauf er gemeint habe, 

allenfalls würde diese auch dort liegen. Sie habe dann ihre Unterhose gefunden 

und sei wieder ins Bett gekrochen (Urk. 2/2 S. 11 ff.; Prot. I S. 11 ff.; Prot. II S. 12 

ff.). Mit der Verteidigung (Urk. 42 S. 4 und 11) ist festzuhalten, dass der Beschul-

digte von sich aus auch belastende Aspekte zu Protokoll gab. Angesichts des 

Tatvorwurfs, der ihm bereits vor seiner ersten Einvernahme bekannt war, hätte er 

beispielsweise bestreiten können, mit der Privatklägerin im gleichen Bett geschla-

fen oder ihr die Pyjamahose ausgezogen zu haben. Hätte er etwas zu verbergen 

gehabt, wären solche Aussagen naheliegend gewesen. Ebenso hätte er nicht von 

sich aus offenlegen müssen, dass er am Montag nach dem fraglichen Besuchs-

wochenende das Polizei-Journal konsultiert und deshalb von der Anzeige gegen 

ihn wegen sexueller Handlungen zum Nachteil der Privatklägerin erfahren habe 

(vgl. dazu Ziff. II.3.5). Da zur Erstellung des Sachverhalts ausschliesslich die Aus-

sagen der Privatklägerin und des Beschuldigten zur Verfügung stehen, kommt 

diesem Aussageverhalten besonderes Gewicht zu und ist als Indiz für die Glaub-

haftigkeit der Aussagen des Beschuldigten zu werten.  

3.3. Vor Vorinstanz machte die Verteidigung geltend, die Privatklägerin könnte 

den Vorgang, als der Beschuldigte ihr die Pyjamahose ausgezogen habe, im 

Schlaf unbewusst als Berührung wahrgenommen haben (Urk. 19 S. 10; Urk. 42 

S. 8). Soweit damit geltend gemacht wird, dass sich die anklagegegenständlichen 

- 16 - 

Berührungen im Intimbereich beim Ausziehen der Pyjamahose ereignet haben 

könnten, kann dem nicht gefolgt werden. Die Privatklägerin gab stets an, dass der 

Vorfall, als sie vom Beschuldigten im Intimbereich berührt worden sei, am Sonn-

tagmorgen passiert sei (Urk. 3/4 S. 7; Urk. 3/8 S. 4). Es ist daher nicht plausibel, 

dass sie sich auf den vom Beschuldigten geschilderten Vorgang bezog, der sich 

wie erwähnt ereignete, als er zu Bett ging. Auf die Frage, ob er die Privatklägerin 

allenfalls versehentlich im Schambereich berührt habe, gab der Beschuldigte in 

der Einvernahme vom 9. Dezember 2021 zudem an, beim Hosenausziehen im 

Bett habe er sie dort "sicher nicht" berührt. Er habe die Pyjamahose einfach links 

und rechts gehalten (Urk. 2/2 S. 18). Gemäss den Angaben der Privatklägerin 

merkte sie nicht, dass der Beschuldigte ihr die Pyjamahose auszog (Urk. 3/4 S. 9; 

Urk. 3/8 S. 5). Nach ihrer Darstellung wäre daher möglich, dass der Beschuldigte 

ihr in der Nacht auf Sonntag die Pyjamahose und Unterhose auszog, sie aber erst 

am nächsten Morgen im Intimbereich ausgriff. Auch aus diesem Grund kann aus 

dem Umstand, dass der Beschuldigte seine Version der damaligen Ereignisse 

konstant schilderte, mit Bezug auf die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen nicht allzu 

viel abgeleitet werden.  

Inhaltlich vermögen seine Aussagen zudem nicht vollumfänglich zu überzeugen. 

In der polizeilichen Einvernahme gab der Beschuldigte zunächst an, die Pyjama-

hose der Privatklägerin sei feucht gewesen (Urk. 2/2 S. 11). Kurz darauf meinte 

er, die Hose sei "nicht im eigentlichen Sinn" feucht gewesen, es habe mehr nach 

der "Feuchtigkeit des Schweisses" gewirkt (Urk. 2/2 S. 12). Dies erweckt den Ein-

druck, als erachte er seine erste Angabe nicht als überzeugend und wolle diese 

abschwächen, wobei unklar bleibt, was der Unterschied zwischen "feucht" und 

"Feuchtigkeit des Schweisses" ist. Dass die Privatklägerin im Schlaf schwitzte, ist 

ohne Weiteres denkbar, wobei aber eher zu erwarten gewesen wäre, dass sie am 

Kopf, Nacken oder Oberkörper feucht ist. Dass sie (nur) an den Beinen so stark 

schwitzte, so dass (nur) ihre Pyjamahose feucht wurde, erscheint jedenfalls un-

gewöhnlich. Zudem wäre es naheliegender gewesen, das Schlafzimmerfenster 

eine Zeit lang zu öffnen oder die Bettdecke zurückzuschlagen, um der schwitzen-

den Privatklägerin Abkühlung zu verschaffen, ohne sie dabei aufzuwecken. Es 

stellt sich auch die Frage, weshalb der Beschuldigte zunächst nicht näher abklär-

- 17 - 

te, ob es der Privatklägerin gut geht oder sie allenfalls Fieber hat, anstatt sich 

damit zu begnügen, ihr die Pyjamahose auszuziehen und diese neben das Bett 

zu werfen. Eher speziell erscheint auch, dass der Beschuldigte, als er die Pyja-

mahose herunterzog, nicht bemerkte, dass er seiner Tochter die Unterhose mit 

auszog, zumal Pyjamahosen – im Gegensatz zu Unterhosen – üblicherweise weit 

geschnitten und aus weichem Stoff sind. Gemäss den Angaben der Privatklägerin 

hatte die Pyjamahose einen Gummizug und das Oberteil war nicht besonders 

lang (Urk. 3/4 S. 8), weshalb eigentlich hätte auffallen müssen, dass sie unten 

nichts mehr anhatte. Besonders befremdlich wirkt vor diesem Hintergrund die 

Aussage des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung, wonach er die 

Füsse seiner Tochter wieder mit der Bettdecke bedeckt habe, nachdem er sie von 

seiner Hälfte des Bettes weggeschoben habe (Prot. II S. 24). Die Privatklägerin 

lag somit hernach mit einem Pyjamaoberteil bekleidet und mit zugedeckten Füs-

sen im Bett, während ihr Unterleib nackt war und ohne Bettdecke entblösst blieb. 

Das Vorgehen des Beschuldigten im Zusammenhang mit dem zugestandenen 

Ausziehen der Pyjamahose wirft diverse Fragen auf, welche durch seine wenig 

überzeugenden Erklärungen nicht ausgeräumt werden. Dies lässt Zweifel an der 

Glaubhaftigkeit seiner Darstellung aufkommen. Teilweise zeigte der Beschuldigte 

auch ein ausweichendes Aussageverhalten. Die Frage, ob er die Privatklägerin an 

jenem Besuchswochenende auch im Schambereich eingecremt habe, beantwor-

tete er nicht, sondern führte aus: "Ob ich rankomme? Wahrscheinlich. Ob ich 

reingehe? Nein. Das wäre zu aggressiv und würde ihr weh machen" (Urk. 2/2 

S. 18). Als er gefragt wurde, ob er der Meinung sei, dass DNA-Spuren von ihm im 

Intimbereich der Privatklägerin sichergestellt werden könnten, antwortete er mit: 

"Unmöglich", um daraufhin zu ergänzen, sicher nicht, weil er sie befummelt habe. 

Er wisse aber nicht, ob seine DNA habe dorthin kommen können, weil er sie ein-

gecremt habe (Urk. 2/2 S. 20). 

3.4. Der Beschuldigte bezeichnete seine Beziehung zur Privatklägerin als sehr 

offen. Sie sei ihm gegenüber sehr anhänglich. Sie würden immer zusammen im 

gleichen Bett schlafen. Sie laufe auch nackt durch die Wohnung. Er selbst schlafe 

vielfach bzw. üblicherweise nackt. So sei er aufgewachsen. Die Privatklägerin 

wolle, dass er ihr "Helferlein" sei und sie anziehe, ausziehe und eincreme etc. 

- 18 - 

Dies alles ohne sexuelle Hintergedanken (Urk. 2/2 S. 3 und 9; vgl. auch S. 12 und 

18; Prot. I S. 12 und 14; Prot. II S. 12 und 28). Weiter betonte er mehrfach, auf äl-

tere Frauen zu stehen (Urk. 2/2 S. 5; Prot. I S. 19; Prot. II S. 17). Auf die Frage, 

welche Art Pornografie er konsumiere, erwähnte er Begriffe ("big tits", "MILFS"), 

die sich stark von kinderpornografischen Inhalten unterscheiden (Urk. 2/2 S. 5). 

Angesichts des Anklagevorwurfs ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass es dem 

Beschuldigten ein Anliegen war, pädophile Neigungen in Abrede zu stellen und 

die Vater-Tochter-Beziehung als normal darzustellen. Seine diesbezüglichen 

Aussagen wirken teilweise aber etwas übertrieben. So gab er in der Einvernahme 

vom 9. Dezember 2021 an, er verabscheue Pädophile. Jeder, der ihn kenne, wis-

se, was für eine Abneigung er gegen solche habe (Urk. 2/2 S. 2). Auf die Frage, 

wie er sich selbst charakterlich beschreiben würde, kam er auf seine Tochter zu 

sprechen, wobei er betonte, was für Opfer er für sie gebracht habe und dass er 

nie, noch nie, pädophile, sexuelle Kindesgedanken gehabt habe. Das gehe gar 

nicht bei ihm, das sei ein absolutes "No go" bei ihm (Urk. 2/2 S. 3), womit er letzt-

lich eine Selbstverständlichkeit wiedergab. In Bezug auf seine Tochter gab er an, 

sie seien ein Herz und eine Seele. Schöner könne man sich die Beziehung nicht 

vorstellen. Sie suche seine Nähe und wolle immer wissen, wo er sei. Sie rufe 

nach ihm und sei einfach ein Goldschatz (Prot. I S. 17). Gleichzeitig ist beim Be-

schuldigten ein Bestreben erkennbar, die Vertrauenswürdigkeit nicht nur seiner 

Exfrau, sondern auch der Privatklägerin in Zweifel zu ziehen, wobei er zugleich 

darum bemüht war, nicht den Eindruck zu erwecken, er wolle sie schlecht ma-

chen. Dies führt im Ergebnis teilweise zu widersprüchlichen und inkonsistenten 

Angaben. In der Einvernahme vom 9. Dezember 2019 bezeichnete der Beschul-

digte seine Exfrau als "psychotischer Narzisst". Sie habe Spiele mit ihm und der 

Tochter gespielt und zu Erpressung gegriffen (Urk. 2/2 S. 6 f.). Der Beschuldigte 

erwähnte in dieser Einvernahme auch psychische und körperliche Gewalt seitens 

seiner Exfrau, von der er die Privatklägerin habe schützen müssen, oder deutete 

Vorfälle an, aus denen geschlossen werden muss, dass sie wenig Rücksicht auf 

die gemeinsame Tochter nimmt (Urk. 2/2 S. 3 und S. 9). Gleichzeitig relativierte er 

die psychische und körperliche Gewalt wieder, indem er angab, dies sei lange 

her. Er habe es nicht gemeldet, sondern selbst regeln wollen (Urk. 2/2 S. 4). Ge-

- 19 - 

gen Ende der Einvernahme beantwortete er die Frage, ob es je dazu gekommen 

sei, dass er seine Tochter körperlich gezüchtigt habe, mit "einmal". Sie habe ihn 

einmal geschlagen und er habe ihr einen kleinen "Chlapf" retour gegeben. Er ha-

be sich auch gefragt, ob die Tochter von ihrer Mutter geschlagen werde, wenn sie 

ihn die ganze Zeit schlage (Urk. 2/2 S. 18). Daraus könnte abgeleitet werden, 

dass es sich in Bezug auf die seiner Exfrau angelastete körperliche Gewalt ledig-

lich um Mutmassungen von ihm handelt. Aus weiteren Aussagen des Beschuldig-

ten geht zudem hervor, dass es mehr als einmal zu Schlägen von ihm kam. So 

führte er in der Einvernahme vom 9. Dezember 2021 aus, als seine Tochter noch 

ein Baby gewesen sei, habe er ihr jeweils drei "Fuditätsch" gegeben, wenn sie 

etwas falsch gemacht habe. Dann sei er mit ihr hingesessen und habe mit ihr 

darüber gesprochen, weshalb es so weit gekommen sei (Urk. 2/2 S. 18). Vom Be-

schuldigten wurde mehrfach ausgeführt, dass seine Exfrau die gemeinsame 

Tochter manipuliere (Urk. 2/2 S. 7 und 9; Prot. II S. 19 f. und 26). Vor Vorinstanz 

führte er zudem aus, er sei sich sicher, dass seine Tochter das Ganze nicht so 

geschildert habe. Sie habe allenfalls erwähnt, dass er ihr die Pyjamahose ausge-

zogen habe. Der Rest könnte von seiner Exfrau hineininterpretiert worden sein. 

Dies schwächte er sogleich wieder ab, indem er angab, er sage nicht, dass die 

Kindsmutter ihn fälschlicherweise habe anzeigen wollen (Prot. I S. 15). Zu verwei-

sen ist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass er in der ersten Einvernahme 

eine Liste mit Vorwürfen an seine Exfrau zu den Akten reichte, gleichzeitig aber 

angab, er müsse sie nicht schlecht machen (Urk. 2/2 S. 7), was er damit aber ge-

rade tat. Es ist zwar nachvollziehbar, dass sich der Beschuldigte auch kritisch 

über seine Exfrau äusserte, nachdem ihr Verhältnis aufgrund von Differenzen be-

züglich der Ausübung des Besuchsrechts belastet war und diese bei der Polizei 

Anzeige gegen ihn erstattet hatte wegen sexueller Handlungen mit der gemein-

samen Tochter. Dennoch irritieren seine wiederholten Kommentare und Einschät-

zungen zu seiner Exfrau, mit denen er versuchte, deren Vertrauenswürdigkeit in 

Zweifel zu ziehen, ohne sich jedoch selbst in einem negativen Licht zu exponie-

ren. Seine Angaben über seine Tochter weisen dieselben Auffälligkeiten auf. Als 

er in der ersten Einvernahme gefragt wurde, wie er seine Tochter charakterlich 

beschreiben würde, erwähnte er keine eigentlichen Eigenschaften, sondern gab 

- 20 - 

unter anderem an, dass sie "leider gerne" die Wahrheit verdrehe. Er verstehe 

nicht warum (Urk. 2/2 S. 9). Weiter führte er aus, sie wisse nicht, was richtig und 

falsch sei. Sie sage teilweise Sachen, um den einen oder anderen glücklich oder 

wütend zu machen. Er habe das Gefühl, dass sie ihn und seine Exfrau gegenei-

nander aufbringe. Warum wisse er nicht (Urk. 2/2 S. 10). Vor dem Hintergrund 

dieser Aussagen ist unklar, wer nach Ansicht des Beschuldigten nun von wem 

manipuliert wird. Vor Vorinstanz gab der Beschuldigte auf die Frage, wie er die 

Privatklägerin beschreiben würde, an, sie sei ein ganz tolles Kind, liebevoll und 

sehr sozial denkend. Auch hier fügte er an, sie habe einfach nicht immer ihre ei-

gene Meinung. Sie sei "leider ein wenig beeinflussbar" (Prot. I S. 17). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung verdeutlichte der Beschuldigte, dass seine Tochter es 

leider nicht ganz so einfach habe aufgrund der Umstände seit der Scheidung. Sie 

stehe in einem brutalen Loyalitätskonflikt. Sie wisse zwar, was richtig und falsch 

sei. Sie wisse aber auch, dass sie gewisse Sachen machen oder aussagen müs-

se, was sie eigentlich nicht tun sollte, die Mutter aber von ihr verlange. Vor einem 

Monat habe die Privatklägerin ihm gegenüber zugegeben, dass sie fürs Mami lü-

ge. Weiter habe sie ihm gesagt, dass sie lügen würde, um dem Mami zu gefallen 

(Prot. II S. 19 f.). Dies wirkt wie ein Versuch, die Privatklägerin in ihrer Glaubwür-

digkeit herabzusetzen und als unzuverlässige Auskunftsperson darzustellen. Ähn-

lich zu werten sind auch seine Aussagen, wonach die Privatklägerin teilweise vie-

le Albträume habe. Die Albträume seien teilweise so realistisch, dass er ihr sagen 

müsse, dass es nicht sein könne (Urk. 2/2 S. 9).  

3.5. Zusammenfassend erweist sich die Darstellung des Beschuldigten nicht als 

grundsätzlich unglaubhaft. Seine Version der Ereignisse vom Besuchswochenen-

de des 6./7. November 2021 erscheint möglich, auch wenn seine Aussagen in ei-

nigen Punkten nicht gänzlich zu überzeugen vermögen oder Zweifel erwecken. 

Gegen seine Darstellung, wonach am fraglichen Wochenende nichts Spezielles 

vorgefallen sei, spricht mit der Vorinstanz aber der Umstand, dass er am nächs-

ten Tag, d.h. am Montag, 8. November 2021, im Polizei-Journal nach dem Namen 

"E._____" suchte (Urk. 30 S. 16). In der polizeilichen Einvernahme gab der Be-

schuldigte an, er habe aufgrund eines Bauchgefühls von der Anzeige gegen ihn 

erfahren. Wenn es um seine Tochter gehe, bekomme er ein ganz komisches 

- 21 - 

Bauchgefühl. Er habe dies im Sommer 2019 schon einmal gehabt. Am Montag 

nach dem besagten Wochenende habe er gearbeitet. Er habe einen super Tag 

gehabt. Dann habe er ein Bauchgefühl bekommen. Am Abend, kurz bevor er ins 

Bett gegangen sei, habe sich dieses Gefühl zu Bauchkrämpfen verstärkt. Darauf-

hin habe er gewusst, dass etwas mit B._____ sein müsse und habe im Journal 

den Namen "E._____" eingegeben. Er habe alles erwartet, aber nicht so etwas 

(Urk. 2/2 S. 19). Diese kurz nach dem Besuchswochenende erfolgte Abfrage ist 

ein starkes Indiz dafür, dass es an jenem Wochenende zu einem Vorfall kam, der 

nach Auffassung des Beschuldigten zu einer Anzeige bei der Polizei hätte führen 

können. Die amtliche Verteidigung wendete hiergegen ein, dass die Suche nach 

dem Namen "E._____" im Polizei-Journal alles andere als verdächtig sei. Das 

schlechte Bauchgefühl, von dem der Beschuldigte berichtet habe, habe sich ein-

zig darauf bezogen, dass B._____ etwas zugestossen sei, und nicht auf eigenes 

Fehlverhalten. Eine andere Interpretation der Abfrage des Beschuldigten würde 

nur dann Sinn ergeben, wenn der Beschuldigte im Polizei-Journal auch eigenes 

Fehlverhalten hätte erkennen können. Dies sei unter normalen Umständen nicht 

möglich, da Anzeigen gegen Mitarbeiter der Polizei intern anonymisiert bzw. nicht 

angezeigt würden. Eine Suche nach "E._____" hätte die Anzeige gegen den Be-

schuldigten wegen sexueller Handlungen mit seiner Tochter eigentlich nicht an-

zeigen dürfen (Urk. 42 S. 11). Diese Argumentation der Verteidigung ist grund-

sätzlich zutreffend, vermag jedoch nicht zu entkräften, dass das Verhalten des 

Beschuldigten darauf hindeutet, dass er überprüfen wollte, ob es nach dem Be-

suchswochenende zu einer Anzeige (allenfalls gegen Unbekannt) wegen strafba-

ren Verhaltens zum Nachteil der Privatklägerin gekommen war.  

Hinzu kommt, dass die weiteren Aussagen des Beschuldigten zu seiner zuge-

standenen Abfrage im Polizei-Journal widersprüchlich ausfielen. Vor Vorinstanz 

gab er an, es sei üblich gewesen, dass er ins Journal geschaut habe, als er bei 

der H._____ gearbeitet habe. Er habe das Journal regelmässig angeschaut, teils 

einmal die Woche, teils täglich und teils ein paar Mal täglich. An jenem Abend ha-

be er einfach das "Allgemein-Journal" angeschaut. Dort stehe alles, was bei der 

Polizei reinkomme. Eigentlich seien die Einträge gesperrt, wenn diese einen Mit-

arbeiter betreffen. Dummerweise sei dies damals nicht so gewesen (Prot. I S. 20). 

- 22 - 

Diesen Aussagen zufolge war es eher Zufall, dass der Beschuldigte von der 

Strafanzeige gegen ihn erfuhr, was in Widerspruch zu seinen früheren Angaben 

gegenüber der Polizei steht. Auf den Hinweis, dass er die Konsultation im Vorver-

fahren mit seinem Bauchgefühl erklärt habe, führte er ergänzend aus, er habe ein 

Bauchgefühl gehabt, dass mit seiner Tochter etwas nicht gut sei. Er habe aber nie 

mit so etwas gerechnet (Prot. I S. 20). Anlässlich der Berufungsverhandlung 

schilderte der Beschuldigte erneut, dass er am Montag nach dem Besuchswo-

chenende einfach so, ohne spezifischen Grund, in das Polizei-Journal geschaut 

habe. Dann habe er ein schlechtes Gewissen bekommen und befürchtet, dass 

B._____ etwas passiert sei. Auf den Hinweis, dass man in der Regel dann ein 

schlechtes Gewissen habe, wenn man etwas Falsches gemacht habe, korrigierte 

sich der Beschuldigte und erklärte, er habe nicht ein schlechtes Gewissen ge-

meint, sondern eher ein schlechtes Gefühl. Er wiederholte, dass er ein solches 

Gefühl schon einmal gehabt habe. Damals sei im Polizei-Journal ein Eintrag er-

fasst gewesen, wonach B._____ vermisst werde (Prot. II S. 14 ff.). Damit konfron-

tiert, dass er gegenüber der Polizei ausgesagt hatte, er habe im Polizei-Journal 

spezifisch nach "E._____" gesucht, erklärte der Beschuldigte, dass er keinen 

Namen in das Journal eingegeben habe, sondern einfach die Eingänge der letz-

ten 24 Stunden angeschaut habe. B._____ sei im Titel eines Eintrags erschienen, 

nur deshalb habe er diesen gesehen und von der Anzeige gegen ihn erfahren 

(Prot. II S. 16, 21 f. und 27). Aus den vorstehenden Aussagen wird deutlich, dass 

der Beschuldigte vor Vorinstanz und anlässlich der Berufungsverhandlung darum 

bemüht war, sein belastendes Zugeständnis betreffend die Eingabe des Nachna-

mens "E._____" zu relativieren bzw. zu widerrufen. Neu stellte er die Abfrage des 

Polizei-Journals als regelmässigen Vorgang dar, in dessen Rahmen er eher zufäl-

lig auf den Eintrag stiess, aus welchem hervorging, dass ihm gegenüber eine 

Strafanzeige erhoben worden war wegen sexueller Handlungen zum Nachteil sei-

ner Tochter. Auffallend ist auch seine zweimalige Ausdrucksweise anlässlich der 

Berufungsverhandlung, wonach er ein schlechtes Gewissen bekommen habe, als 

er das Polizei-Journal konsultiert habe. Dieses widersprüchliche und inkonsistente 

Aussageverhalten lässt Zweifel an der Darstellung des Beschuldigten aufkom-

men.  

- 23 - 

Seine Aussagen vermögen auch inhaltlich nicht zu überzeugen. So ist nicht nach-

vollziehbar, weshalb der Beschuldigte plötzlich Bauchkrämpfe aus Sorge um die 

Privatklägerin hätte bekommen sollen, nachdem er zuvor einen "super Tag" ge-

habt hatte und keinerlei Anhaltspunkte dafür bestanden, dass der Privatklägerin 

ausgerechnet an jenem Montag etwas hätte zustossen können. Seinen Angaben 

zufolge war es auch am Besuchswochenende zu keinerlei Vorkommnissen ge-

kommen, die das von ihm geschilderte Bauchgefühl hätten erklären können. So 

hatte die Privatklägerin ihm gegenüber keinerlei Äusserungen gemacht, aus de-

nen er hätte ableiten können, dass ihr etwas passiert war. Dabei wäre zu erwar-

ten gewesen, dass sie ihm hätte anvertrauen können, wenn sie etwas beschäftig-

te, zumal sie ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zueinander hatten. Auch 

aus dem Verhalten der Privatklägerin ergaben sich keine Hinweise, die Grund zur 

Besorgnis geboten hätten. Der Beschuldigte gab vielmehr an, die Privatklägerin 

sei an jenem Wochenende nicht distanziert gewesen ihm gegenüber und ihm 

auch nicht ausgewichen. Er habe sie normal verabschiedet, mit Kuss und Umar-

mung (Urk. 2/2 S. 12). Es sei an jenem Wochenende weder zu einem Streit noch 

zu einem Zwischenfall gekommen, der eine negative Wirkung auf die Privatkläge-

rin hätte haben können. Das Wochenende sei schön gewesen. Er sei völlig unter 

Schock gestanden, als er von der Anzeige erfahren habe (Urk. 2/2 S. 14; Prot. II 

S. 14). Im Übrigen ist auch unter Berücksichtigung des angespannten Verhältnis-

ses zu seiner Exfrau nicht einsichtig, weshalb sich der Beschuldigte nicht zu-

nächst bei ihr erkundigte, ob mit der Privatklägerin alles in Ordnung ist, als er ein 

schlechtes Bauchgefühl bekam und sich um seine Tochter sorgte, zumal er aus 

einem fehlenden Eintrag im Journal der H._____ keinesfalls hätte schliessen kön-

nen, dass nichts passiert war.  

4. Fazit 

Im Ergebnis ist mit der Vorinstanz (Urk. 30 S. 17) auf die überzeugenden Aussa-

gen der Privatklägerin abzustellen. Ihrer glaubhaften Schilderung der damaligen 

Vorkommnisse vermögen auch die Vorbringen des Beschuldigten keine erhebli-

chen Zweifel entgegenzusetzen, zumal seine Aussagen nicht vollumfänglich zu 

überzeugen vermögen. Gestützt auf die Aussagen der Privatklägerin ist damit er-

- 24 - 

stellt, dass der Beschuldigte sie am Morgen des Sonntags, 7. November 2021, 

zweimal mit einem Finger im Genitalbereich ausgegriffen hat. Diese Tathandlun-

gen kann der Beschuldigte nur bewusst und gezielt vorgenommen haben. Dass er 

die Privatklägerin unbewusst im Schlaf und rein zufällig zweimal ausgegriffen und 

hernach seinen Finger abgeschleckt hat, wie die Verteidigung eventualiter geltend 

macht (Urk. 19 S. 15 f.; Urk. 42 S. 14), kann ausgeschlossen werden. 

5. Rechtliche Würdigung 

Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung ist zutreffend, wes-

halb darauf verwiesen werden kann (Urk. 30 S. 17; Art. 82 Abs. 4 StPO). Wie be-

reits im Rahmen der Sachverhaltserstellung dargelegt, ist von vorsätzlichem Han-

deln auszugehen. Der Beschuldigte ist daher der sexuellen Handlungen mit Kin-

dern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

III. Sanktion 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Freiheitsstrafe 

von 8 Monaten (Urk. 30 S. 24). Nachdem einzig der Beschuldigte Berufung gegen 

das vorinstanzliche Urteil erhoben hat, fällt aufgrund des Verschlechterungsverbo-

tes eine strengere Bestrafung ausser Betracht (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln 

2.1. Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es be-

rücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung 

der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Bundesgericht hat 

die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt 

(BGE 144 IV 313 E. 1.2; 141 IV 61 E. 6.1.1; 136 IV 55 E. 5.4 ff.; je mit Hinweisen). 

Darauf kann verwiesen werden. 

2.2. Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 

Ziff. 1 StGB ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bedroht. 

- 25 - 

Ausserordentliche Umstände, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens 

als angezeigt erscheinen liessen, liegen nicht vor. 

3. Tatkomponente 

3.1. Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern will die Gefährdung 

der sexuellen Entwicklung von Unmündigen verhindern. Es geht darum, die unge-

störte Entwicklung des Kindes zu gewährleisten, bis es die notwendige Reife er-

langt hat, damit es zur verantwortlichen Einwilligung in sexuellen Handlungen in 

der Lage ist (MAIER, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Straf-

recht II, 4. Auflage, Basel 2019, N 1 zu Art. 187 StGB). Bei der objektiven Tat-

schwere ist zu berücksichtigen, dass im Vergleich zu möglichen Tatvarianten der 

sexuellen Handlungen mit Kindern sowohl schwerwiegendere als auch weniger 

schwerwiegende Verhaltensweisen denkbar sind. Die vom Beschuldigten vorge-

nommenen Berührungen im Intimbereich der Privatklägerin erscheinen im Ver-

gleich zu Vaginal- oder Oralverkehr klar als weniger gravierend. Sie liegen aber 

nicht mehr im Bagatellbereich, auch wenn sie für die Privatklägerin nicht mit 

Schmerzen verbunden waren. Im Tatzeitpunkt war die Privatklägerin erst achtjäh-

rig. Es handelte sich bei ihr nicht mehr um ein Kleinkind, die Altersgrenze von 

16 Jahren hatte sie aber noch lange nicht erreicht. Die Altersdifferenz zum Be-

schuldigten war mit rund 30 Jahren zudem beträchtlich. Die Vorinstanz wies zu-

treffend darauf hin, dass in doppelter Hinsicht ein grosses Machtgefälle vorlag, 

das der Beschuldigte ausnutzte (Urk. 30 S. 19). Dass der Übergriff im familiären 

und geschützten Umfeld der Privatklägerin erfolgte, wirkt sich verschuldenserhö-

hend aus. Immerhin dauerte das Tatgeschehen nur kurz. Durch den Vorfall wurde 

die Privatklägerin zweifelsohne beeinträchtigt. Die konkreten Auswirkungen des 

sexuellen Übergriffs auf sie zu bestimmen, ist zum heutigen Zeitpunkt schwierig, 

wobei zu berücksichtigen ist, dass allfällige langfristige psychische Folgen gerade 

bei Sexualdelikten stets denkbar sind (MAIER, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-

ler Kommentar Strafrecht II, a.a.O., N 2 zu Art. 187 StGB). Immerhin hatte der 

Vorfall keine körperlichen Schäden bei der Privatklägerin zur Folge. Im breiten 

Spektrum von allen denkbaren sexuellen Handlungen mit Kindern ist die objektive 

Tatschwere als eher leicht einzustufen. 

- 26 - 

3.2. Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Er wusste, wie alt die Pri-

vatklägerin war. Andere als egoistische Beweggründe sind nicht ersichtlich. Ver-

schuldensmindernde Faktoren liegen nicht vor. Die Tat wäre für den Beschuldig-

ten ohne Weiteres vermeidbar gewesen. Seine Entscheidungsfreiheit war in kei-

ner Weise eingeschränkt. Die subjektive Tatschwere führt damit nicht zu einer 

milderen Beurteilung. Insgesamt bleibt es daher bei einem eher leichten Tatver-

schulden. 

3.3. In Anbetracht des eher leichten Tatverschuldens erscheint die von der Vor-

instanz festgesetzte Einsatzstrafe von 240 Strafeinheiten (Urk. 30 S. 19) ange-

messen. Eine Geldstrafe fällt bei dieser Strafhöhe ausser Betracht. 

4. Täterkomponente 

4.1. Der Beschuldigte wurde im Jahr 1984 in F._____ geboren und ist in Kana-

da und der Schweiz aufgewachsen. Im Jahr 1995 zog er mit seiner Familie defini-

tiv in die Schweiz. Er besuchte in G._____ die Oberstufe und absolvierte danach 

eine Ausbildung zum Automonteur. Von 2011 bis Ende 2021 arbeitete der Be-

schuldigte bei der H._____ im Bereich der I._____. In der Folge war er in der Fir-

ma seines … als Immobilienmakler tätig, wobei er ein monatliches Einkommen 

von rund Fr. 6'000.– netto erzielte. Gemäss den im Berufungsverfahren einge-

reichten Unterlagen wurde diese Anstellung per 31. März 2023 gekündigt. In der 

Folge machte sich der Beschuldigte selbständig im Bereich Immobilien und arbei-

tet auch aktuell als Immobilienmakler. Sein Einkommen aus der selbständigen 

Erwerbstätigkeit konnte er anlässlich der Berufungsverhandlung nicht beziffern, 

da sich das Geschäft noch in der Anfangsphase befinde und er im Zusammen-

hang mit seiner Selbständigkeit auch viele Schulden gemacht habe. Auf Nachfra-

ge erklärte der Beschuldigte jedoch, dass er von den Einkünften aus seiner Tätig-

keit als selbständiger Immobilienmakler leben könne, seit er sein Vorsorgegutha-

ben bei der Pensionskasse für die Selbständigkeit bezogen habe. Der Beschul-

digte lebt allein in einer Eigentumswohnung und verfügt über Hypothekarschulden 

in der Höhe von Fr. 500'000.– und weitere Schulden in der Höhe von ca. 

Fr. 40'000.–. Er ist geschieden und hat neben der Privatklägerin keine weiteren 

Kinder. Für seine Tochter zahlt er monatliche Alimente in der Höhe von 

- 27 - 

Fr. 1'700.– (Urk. 2/1 S. 1 ff.; Urk. 2/2 S. 4 f.; Urk. 2/3 S. 3; Urk. 19 S. 16 f.; 

Urk. 38/1-6; Prot. I S. 7 ff.; Prot. II S. 7 ff.). 

Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen 

sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. 

4.2. Die Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten (Urk. 32) ist strafzumessungs-

neutral zu behandeln. 

4.3. Der Beschuldigte bestreitet den Anklagevorwurf. Folglich kann ihm weder 

ein Geständnis zugutegehalten werden noch sind Einsicht und Reue ersichtlich. 

Das Nachtatverhalten ist daher mit der Vorinstanz (Urk. 30 S. 19) neutral zu ge-

wichten. 

5. Fazit 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erweist sich die von der Vor-

instanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 8 Monaten als angemessen. Die zu-

sätzliche Ausfällung einer Verbindungsbusse (vgl. Urk. 9 S. 3) fällt vorliegend 

schon wegen des Verbotes der reformatio in peius (Art. 391 Abs. 2 StPO) ausser 

Betracht, nachdem die Staatsanwaltschaft an ihrem entsprechenden Antrag nicht 

mehr festhielt, sondern im Berufungsverfahren lediglich die Bestätigung des vo-

rinstanzlichen Urteils beantragte (Urk. 37). 

6. Vollzug 

Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Voll-

zugs der Strafe zutreffend dargelegt (Urk. 30 S. 20). Diese brauchen an dieser 

Stelle nicht wiederholt zu werden. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen 

Ersttäter (Urk. 32). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass er sich durch 

die bedingte Strafe und die weiteren Konsequenzen dieses Strafverfahrens, na-

mentlich auch die Kostenfolgen, genügend beeindrucken lassen wird, um sich 

künftig wohl zu verhalten. Der Vollzug der Freiheitsstrafe ist daher aufzuschieben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festzusetzen. 

- 28 - 

IV. Tätigkeitsverbot 

1. Ausgangslage 

Die aktuellen Bestimmungen zum Tätigkeitsverbot wurden in Umsetzung von 

Art. 123c BV erlassen und per 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt (AS 2018 3803; 

BBl 2016 6115). Die Anordnung eines lebenslänglichen Tätigkeitsverbots setzt 

gemäss Art. 67 Abs. 3 StGB voraus, dass der Täter wegen einer der in den Buch-

staben a - d aufgezählten Straftaten zu einer Strafe verurteilt oder deswegen ge-

gen ihn eine Massnahme angeordnet wurde. Bei der Anlasstat ist keine Mindest-

strafe vorgeschrieben. Das konkrete Verschulden ist daher grundsätzlich nicht 

massgebend. Weiter wird keine negative Prognose vorausgesetzt. Nicht relevant 

ist schliesslich, ob das Delikt in Ausübung der zu verbietenden beruflichen oder 

organisierten ausserberuflichen Tätigkeit begangen wurde. Vielmehr muss das 

Verbot zwingend auch dann angeordnet werden, wenn die Tat im privaten Rah-

men oder in Ausübung einer anderen als der zu verbietenden Tätigkeiten began-

gen wurde. Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, muss das Gericht das 

lebenslängliche Tätigkeitsverbot in jedem Fall anordnen (Botschaft zur Änderung 

des Strafgesetzbuchs und des Militärstrafgesetzes vom 3. Juni 2016, BBl 2016 

6115, S. 6158). Davon kann lediglich ausnahmsweise in besonders leichten Fäl-

len abgesehen werden. Die Voraussetzungen für das Absehen von einem zwin-

gend lebenslänglichen Tätigkeitsverbot sind eng ausgestaltet. Es muss sich ku-

mulativ um einen besonders leichten Fall handeln, und das Tätigkeitsverbot darf 

nicht notwendig erscheinen, um den Täter von der Begehung weiterer Straftaten 

abzuhalten, wie sie Anlass für das Verbot sind (Art. 67 Abs. 4bis StGB). Mit der 

Wendung «ausnahmsweise» soll verdeutlicht werden, dass das zwingend lebens-

längliche Tätigkeitsverbot die Regel sein soll. Es können nur Fälle in den Anwen-

dungsbereich der Ausnahmebestimmung fallen, die in objektiver und subjektiver 

Hinsicht eigentlichen Bagatellcharakter aufweisen. Dabei ist ein strenger Mass-

stab anzulegen. Erwähnt werden in der Botschaft Fälle, in denen das Verschulden 

des Täters als besonders gering eingestuft und eine bedingte Strafe von wenigen 

Tagessätzen ausgesprochen wird (Urteile des Bundesgerichts 7B_143/2022 vom 

18. Juli 2023 E. 2.5.1 f.; 6B_1027/2021 vom 5. Juni 2023 E. 2.3.2 f.; 6B_156/2023 

- 29 - 

vom 3. April 2023 E. 2.5; je mit Hinweisen; Botschaft zur Änderung des Strafge-

setzbuchs und des Militärstrafgesetzes vom 3. Juni 2016, a.a.O., S. 6160 ff.). 

2. Würdigung 

Der Beschuldigte wird wegen sexueller Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Damit sind die Vorausset-

zungen von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB erfüllt. Ein besonders leichter Fall liegt nicht 

vor. Die abstrakte Strafandrohung bei sexuellen Handlungen mit Kindern liegt bei 

Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Sie ist somit bereits von einiger 

Erheblichkeit. Die vom Beschuldigten vorgenommenen Berührungen liegen nicht 

mehr im untersten Bereich der vom Straftatbestand von Art. 187 StGB erfassten 

Handlungen. Im Tatzeitpunkt war die Privatklägerin erst achtjährig. Der Altersun-

terschied zum Beschuldigten war mit rund 30 Jahren beträchtlich. Das Delikt wur-

de im familiären Umfeld der Privatklägerin begangen, wo sie von Übergriffen hätte 

geschützt sein sollen. Bagatellcharakter, wie es zur Annahme eines besonders 

leichten Falles erforderlich wäre, weist die Tat klar nicht mehr auf. Dies zeigt sich 

nicht zuletzt darin, dass dafür eine Einsatzstrafe von 8 Monaten festgesetzt wur-

de. Diese Sanktion überschreitet den in der Botschaft zur Umsetzung von 

Art. 123c BV beispielhaft genannten Bereich von "wenigen Tagessätzen" klar. Es 

ist daher zwingend ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot anzuordnen. 

V. Abnahme DNA-Probe / Erstellung DNA-Profil 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz ordnete die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines 

DNA-Profils des Beschuldigten an (Urk. 30 S. 24). Sie stützte sich dabei (auch) 

auf Art. 5 DNA-Profil-Gesetz. Dieser Artikel wurde im Rahmen der Revision des 

DNA-Profil-Gesetzes per 1. August 2023 aufgehoben, da sich in der Strafpro-

zessordnung bereits eine entsprechende Bestimmung findet (vgl. dazu Botschaft 

zur Änderung des DNA-Profil-Gesetzes vom 4. Dezember 2020, BBl 2021 44, 

S. 20 f. und 50). Gemäss Art. 257 StPO kann das Gericht in seinem Urteil anord-

nen, dass eine Probe genommen und ein DNA-Profil erstellt wird von Personen, 

- 30 - 

die wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe von 

mehr als einem Jahr verurteilt worden sind (lit. a), die wegen eines vorsätzlich be-

gangenen Verbrechens oder Vergehens gegen Leib und Leben oder gegen die 

sexuelle Integrität verurteilt worden sind (lit. b), oder gegenüber denen eine thera-

peutische Massnahme oder die Verwahrung angeordnet worden ist (lit. c). Art. 

257 StPO gelangt dann zur Anwendung, wenn im Strafverfahren, welches zur 

Verurteilung führte, kein DNA-Profil erstellt wurde (Urteil des Bundesgerichts 

7B_119/2022 vom 21. August 2023 E. 3 mit Hinweisen). In der Praxis handelt es 

sich meist um Verfahren, bei denen der Beschuldigte nie festgenommen und da-

her auch nie erkennungsdienstlich behandelt wurde. Bei der Abnahme von DNA-

Proben verurteilter Personen geht es einerseits darum, künftige Straftaten des als 

potenziell gefährlich eingeschätzten Verurteilten zu erkennen, andererseits kann 

die Auswertung des Profils aber auch dazu führen, dass früher begangene Delikte 

nachträglich noch aufgeklärt werden können. Schliesslich hat die DNA-Abnahme 

auch eine spezialpräventive Wirkung, weil dem Betroffenen klar sein muss, dass 

künftige Straftaten auch ohne Tatzeugen leichter aufgeklärt werden können 

(HANSJAKOB/GRAF, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, N 1 zu Art. 257 

StPO). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung geht bei der Erstellung eines 

DNA-Profils als erkennungsdienstlicher Massnahme von einem leichten Grund-

rechtseingriff aus (BGE 145 IV 263 E. 3.4 mit Hinweisen).  

2. Würdigung 

Der Beschuldigte wird wegen sexueller Handlungen mit Kindern im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB verurteilt. Die Erstellung eines DNA-Profils setzt daher keine 

Mindeststrafe voraus (Art. 257 lit. b StPO). Der Tatbestand der sexuellen Hand-

lungen mit Kindern ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe be-

droht. Es handelt sich um ein Verbrechen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB. Das 

Rechtsgut der Gefährdung der sexuellen Entwicklung Unmündiger wiegt sehr 

hoch. Sexuelle Verfehlungen gegenüber Kindern gehören prinzipiell zu den gra-

vierenden Straftaten (BGE 143 IV 9 E. 3.1; 146 IV 153 E. 3.5.2; Urteil des Bun-

desgerichts 6B_746/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 1.3.2). Aufgrund der beson-

- 31 - 

ders schützenswerten sexuellen Integrität von Minderjährigen findet sich Art. 187 

Ziff. 1 StGB im Deliktskatalog vieler Strafbestimmungen wieder. So ist dieser Tat-

bestand etwa Anlassdelikt für die Ausfällung einer Landesverweisung oder die 

Anordnung eines Tätigkeitsverbots (Art. 66a lit. h StGB; Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB). 

Der Verhinderung und Verfolgung von Sexualdelikten zum Nachteil minderjähriger 

Opfer ist erhebliche Bedeutung zuzumessen. Dies kommt auch darin zum Aus-

druck, dass der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern in den Katalog 

der unverjährbaren Straftaten im Sinne von Art. 101 Abs. 1 StGB aufgenommen 

wurde, wenn das Delikt an Kindern unter 12 Jahren begangen wurde (lit. e), und 

die Schweiz bei Auslandstaten Strafhoheit beansprucht, wenn das Opfer weniger 

als 14 Jahre alt war (Art. 5 Abs. 1 lit. b StGB). Den Tatbestand von Art. 187 Ziff. 1 

StGB erfüllen Handlungen, die nach Art und Intensität sehr unterschiedlich sind. 

Der vom Beschuldigten verübte Übergriff ist im Vergleich zu anderen von Art. 187 

Ziff. 1 StGB erfassten Verhaltensweisen nicht als besonders schwer einzustufen. 

Bagatellcharakter kann ihm aber klar nicht mehr zugesprochen werden. Dies zeigt 

sich auch in der dafür ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 8 Monaten. Dass der 

Beschuldigte nicht vorbestraft ist, schliesst die Erstellung eines DNA-Profils nicht 

aus (Urteile des Bundesgerichts 1B_13/2019 und 1B_14/2019 vom 12. März 2019 

jeweils E. 2.2). Wie erwähnt, besteht ein hohes öffentliches Interesse an der Ver-

hinderung und Verfolgung sexueller Übergriffe an Minderjährigen. Die Tatbege-

hung im familiären Umfeld zum Nachteil der eigenen Tochter, die der Beschuldig-

te vor solchen Übergriffen gerade beschützen müsste, zeugt zudem von Skrupel-

losigkeit und einer nicht mehr leichten kriminellen Energie. Nachdem es sich bei 

der Abnahme einer DNA-Probe und der Erstellung eines DNA-Profils nur um ei-

nen leichten Eingriff in die Grundrechte der Beschuldigten handelt, erscheint eine 

entsprechende Anordnung bei dieser Ausgangslage als verhältnismässig. Dies 

insbesondere vor dem Hintergrund, dass Anlassdelikt ein Sexualdelikt ist. Dabei 

handelt es sich um eine der Straftaten, die häufig anhand von DNA-Spuren auf-

geklärt werden können (HANSJAKOB/GRAF, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, a.a.O., N 5 zu 

Art. 257 StPO). Die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-

Profils erweist sich daher auch als zweckmässig. 

- 32 - 

VI. Zivilansprüche 

Die Vorinstanz hat die Zivilansprüche der Privatklägerin mangels Bezifferung und 

Substantiierung auf den Zivilweg verwiesen (Urk. 30 S. 22 und 24). Dieser Ent-

scheid blieb seitens der Privatklägerin unangefochten und ist deshalb zu bestäti-

gen. 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 7 und 8) zu 

bestätigen (Art. 428 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 426 Abs. 1 StPO). 

2. Kosten des Berufungsverfahrens 

Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Ob-

siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt im 

Berufungsverfahren vollumfänglich mit seinen Anträgen. Ausgangsgemäss sind 

ihm deshalb die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Die amtliche Verteidigung macht für ihre Bemühungen und Barauslagen im Beru-

fungsverfahren einen Betrag von insgesamt Fr. 4'652.30 (inkl. MwSt.) geltend 

(Urk. 43). Dieser Aufwand ist ausgewiesen und steht im Einklang mit den Ansät-

zen der kantonalen Anwaltsgebührenverordnung. Unter Berücksichtigung von 

zwei zusätzlichen Stunden für die längere Dauer der Berufungsverhandlung und 

eine Nachbesprechung des Urteils mit dem Beschuldigten erscheint es angemes-

sen, die amtliche Verteidigung mit pauschal Fr. 5'000.– (inkl. MwSt.) aus der Ge-

richtskasse zu entschädigen. 

- 33 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der sexuellen Handlungen mit Kin-
dern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt.  

4. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebensläng-

lich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die ei-

nen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten. 

5. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-Profils 

im Sinne von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich 

(FOR) wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschuldigte verpflichtet, in-

nert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils beim Forensischen 

Institut Zürich, Polizei- & Justizzentrum PJZ, Erkennungsdienst‚ Güterstras-

se 33, 8010 Zürich, zwecks DNA-Probenahme für die DNA-Profilerstellung 

zu erscheinen. Kommt er dieser Verpflichtung unentschuldigt nicht nach, 

wird die Kantonspolizei hiermit verpflichtet, ihn – auf entsprechende Mittei-

lung des Forensischen Instituts Zürich hin – zwangsweise vorzuführen. Der 

Beschuldigte wird auf Art. 205, 207 und Art. 417 StPO aufmerksam ge-

macht. 

6. Die Zivilansprüche der Privatklägerin B._____ werden auf den Zivilweg 

verwiesen. 

7. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 7 und 8) wird bestätigt. 

- 34 - 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.–   amtliche Verteidigung. 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amt-

lichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

vorbehalten. 

10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− den Verfahrensbeistand der Privatklägerin im Doppel für sich und 

zuhanden der Privatklägerin B._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− den Verfahrensbeistand der Privatklägerin im Doppel für sich und 

zuhanden der Privatklägerin B._____ 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, 

Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste 
− das Forensische Institut Zürich, Erkennungsdienst, z.H. Herr J._____, 

Güterstrasse 33, 8010 Zürich, gemäss Dispositivziffer 5  
− die Kantonspolizei Zürich, Zeughausstrasse 11, 8004 Zürich, gemäss 

Dispositivziffer 5 
− die amtliche Verteidigung sowie den Beschuldigten persönlich, betref-

fend Fristenlauf gemäss Dispositivziffer 5  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

- 35 - 

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 21. November 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Boese 
 

 

	Urteil vom 21. November 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Dem Beschuldigten wird ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB erteilt, das jede berufliche und organisierte ausserberufliche Tätigkeit umfasst, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen mit sich bringt.
	5. Es werden die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-Profils des Beschuldigten im Sinne von Art. 5 DNA-Profil-Gesetz angeordnet.
	Die Kantonspolizei Zürich wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschuldigte wird verpflichtet, sich innert 30 Tagen ab Eintritt der Vollstreckbarkeit des Urteils bei der Kantonspolizei Zürich, Erkennungsdienst,  Güterstrasse 33, 8004 Zürich, zur er...
	Meldet sich der Beschuldigte innert angesetzter Frist nicht, ist die Kantonspolizei berechtigt und verpflichtet, den Beschuldigten zwecks Abnahme der DNA-Probe zwangsweise vorzuführen und die DNA-Probe zwangsweise abzunehmen. Diese Anordnung gilt als ...
	6. Die Zivilansprüche der Privatklägerschaft werden auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse...
	Berufungsanträge:
	1. Die Dispositivziffern 1 bis 5 des erstinstanzlichen Urteils seien aufzuheben und der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
	2. Die Kosten der Untersuchung sowie des erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	3. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung von Fr. 5'000.– auszurichten.
	4. Die amtliche Verteidigung sei nach Massgabe der eingereichten Honorarnote (inkl. MwSt.) aus der Staatskasse zu entschädigen.
	Erwägungen:
	I. Verfahrensgang und Umfang der Berufung
	1. Verfahrensgang
	2. Umfang der Berufung
	II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	1. Ausgangslage
	1.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vom 5. April 2022 zusammengefasst vorgeworfen, seiner damals achtjährigen Tochter B._____ (Privatklägerin) die Pyjamahose und Unterhose ausgezogen und sie zweimal mit einem Finger an der Vagina ausgegr...
	1.2. Der Beschuldigte bestätigte zwar, dass seine Tochter an jenem Wochenende bei ihm übernachtet habe, wobei sie in seinem Bett geschlafen habe. In der Nacht auf Sonntag habe er ihr die Pyjamahose ausgezogen, als er bemerkt habe, dass sie verschwitzt...
	1.3. Die Anforderungen an einen rechtsgenügenden Schuldbeweis und die allgemeinen Grundsätze der Beweiswürdigung wurden von der Vorinstanz ebenfalls zutreffend dargelegt (Urk. 30 S. 4 ff.). Darauf kann verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Als Bewei...

	2. Aussagen der Privatklägerin
	2.1. Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wurde infolge der von der Mutter der Privatklägerin eingereichten Anzeige eingeleitet. C._____ meldete sich am Montag, 8. November 2021, nachmittags bei der Polizeistation in D._____ und gab an, dass ihr...
	2.2. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, fielen die Angaben der Privatklägerin und des Beschuldigten in Bezug auf den Ablauf des fraglichen Besuchswochenendes – mit Ausnahme des angeklagten Kerngeschehens – weitestgehend übereinstimmend aus (Urk. 30 ...
	Aus den Akten ergibt sich, dass die Eltern der Privatklägerin geschieden sind. Ein familienrechtliches Verfahren war im Zeitpunkt des zur Anklage gebrachten Vorfalls nicht hängig. Seit der Trennung waren rund drei und seit der Scheidung über zwei Jahr...
	Die Einvernahmen der Privatklägerin vermitteln zudem den Eindruck eines offenen und ehrlichen Kindes. In der Einvernahme vom 16. November 2021 bejahte sie die Frage, ob ihr Vater ihr einmal gesagt habe, dass sie ihrer Mutter etwas nicht erzählen dürfe...
	2.3. Die Vorinstanz hat die von der Privatklägerin im Rahmen ihrer beiden Einvernahmen getätigten Aussagen korrekt wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden (Urk. 30 S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Aussagen der Privatklägerin wurden im vorinsta...
	2.4. Die Privatklägerin schilderte den zur Anklage gebrachten Vorfall in beiden Einvernahmen zunächst in freier Rede, ohne dass die befragende Polizeibeamtin nachfragen musste (Urk. 3/4 S. 5 f.; Urk. 3/8 S. 3 f.). Auf die in der Folge gestellten Frage...
	2.5. Die Privatklägerin gab in beiden Einvernahmen an, dass ihr Vater am Schlafen gewesen sei, als er sie im Intimbereich berührt habe (Urk. 3/4 S. 5, 12 und 14; Urk. 3/8 S. 4 f. und 7). Daran hielt sie auch auf ausdrückliche Nachfrage hin fest (Urk. ...
	Die Verteidigung brachte in Bezug auf die Darstellung der Privatklägerin weiter vor, es sei lebensfremd, dass der Beschuldigte mit der Vornahme der sexuellen Handlungen abrupt aufgehört und weitergeschlafen habe, nachdem sich die Privatklägerin abgedr...

	3. Aussagen des Beschuldigten
	3.1. Die Vorinstanz erwog in Bezug auf die Aussagen des Beschuldigten, dieser schildere das Besuchswochenende vom 6. auf den 7. November 2021 grundsätzlich konsistent und widerspruchsfrei. Bei der Würdigung seiner Aussagen sei aber zu berücksichtigen,...
	3.2. Der Beschuldigte wurde erstmals am 9. Dezember 2021 zum Vorfall, der Gegenstand der Anklage bildet, befragt (Urk. 2/2). Er zeigte sich damals sehr emotional und betroffen von den Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben worden waren (Urk. 2/2 S. 3,...
	3.3. Vor Vorinstanz machte die Verteidigung geltend, die Privatklägerin könnte den Vorgang, als der Beschuldigte ihr die Pyjamahose ausgezogen habe, im Schlaf unbewusst als Berührung wahrgenommen haben (Urk. 19 S. 10; Urk. 42 S. 8). Soweit damit gelte...
	Inhaltlich vermögen seine Aussagen zudem nicht vollumfänglich zu überzeugen. In der polizeilichen Einvernahme gab der Beschuldigte zunächst an, die Pyjamahose der Privatklägerin sei feucht gewesen (Urk. 2/2 S. 11). Kurz darauf meinte er, die Hose sei ...
	3.4. Der Beschuldigte bezeichnete seine Beziehung zur Privatklägerin als sehr offen. Sie sei ihm gegenüber sehr anhänglich. Sie würden immer zusammen im gleichen Bett schlafen. Sie laufe auch nackt durch die Wohnung. Er selbst schlafe vielfach bzw. üb...
	3.5. Zusammenfassend erweist sich die Darstellung des Beschuldigten nicht als grundsätzlich unglaubhaft. Seine Version der Ereignisse vom Besuchswochenende des 6./7. November 2021 erscheint möglich, auch wenn seine Aussagen in einigen Punkten nicht gä...
	Hinzu kommt, dass die weiteren Aussagen des Beschuldigten zu seiner zugestandenen Abfrage im Polizei-Journal widersprüchlich ausfielen. Vor Vorinstanz gab er an, es sei üblich gewesen, dass er ins Journal geschaut habe, als er bei der H._____ gearbeit...
	Seine Aussagen vermögen auch inhaltlich nicht zu überzeugen. So ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschuldigte plötzlich Bauchkrämpfe aus Sorge um die Privatklägerin hätte bekommen sollen, nachdem er zuvor einen "super Tag" gehabt hatte und keine...

	4. Fazit
	5. Rechtliche Würdigung
	III. Sanktion
	1. Ausgangslage
	Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten (Urk. 30 S. 24). Nachdem einzig der Beschuldigte Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil erhoben hat, fällt aufgrund des Verschlechterungsverbotes eine stre...

	2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln
	2.1. Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Bundesgericht hat die Grundsätze de...
	2.2. Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB ist mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bedroht. Ausserordentliche Umstände, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens als angezeigt erschei...

	3. Tatkomponente
	3.1. Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern will die Gefährdung der sexuellen Entwicklung von Unmündigen verhindern. Es geht darum, die ungestörte Entwicklung des Kindes zu gewährleisten, bis es die notwendige Reife erlangt hat, damit es ...
	3.2. Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Er wusste, wie alt die Privatklägerin war. Andere als egoistische Beweggründe sind nicht ersichtlich. Verschuldensmindernde Faktoren liegen nicht vor. Die Tat wäre für den Beschuldigten ohne Weitere...
	3.3. In Anbetracht des eher leichten Tatverschuldens erscheint die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 240 Strafeinheiten (Urk. 30 S. 19) angemessen. Eine Geldstrafe fällt bei dieser Strafhöhe ausser Betracht.

	4. Täterkomponente
	4.1. Der Beschuldigte wurde im Jahr 1984 in F._____ geboren und ist in Kanada und der Schweiz aufgewachsen. Im Jahr 1995 zog er mit seiner Familie definitiv in die Schweiz. Er besuchte in G._____ die Oberstufe und absolvierte danach eine Ausbildung zu...
	Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten.
	4.2. Die Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten (Urk. 32) ist strafzumessungsneutral zu behandeln.
	4.3. Der Beschuldigte bestreitet den Anklagevorwurf. Folglich kann ihm weder ein Geständnis zugutegehalten werden noch sind Einsicht und Reue ersichtlich. Das Nachtatverhalten ist daher mit der Vorinstanz (Urk. 30 S. 19) neutral zu gewichten.

	5. Fazit
	6. Vollzug
	IV. Tätigkeitsverbot
	1. Ausgangslage
	2. Würdigung
	Der Beschuldigte wird wegen sexueller Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Damit sind die Voraussetzungen von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB erfüllt. Ein besonders leichter Fall liegt nicht vor. Di...

	V. Abnahme DNA-Probe / Erstellung DNA-Profil
	1. Ausgangslage
	2. Würdigung
	VI. Zivilansprüche
	VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens
	2. Kosten des Berufungsverfahrens
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten.
	5. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschuldigte verpflichtet, innert 30 Tagen ab Eintritt der...
	6. Die Zivilansprüche der Privatklägerin B._____ werden auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziffern 7 und 8) wird bestätigt.
	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemä...
	10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 den Verfahrensbeistand der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 den Verfahrensbeistand der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Forensische Institut Zürich, Erkennungsdienst, z.H. Herr J._____, Güterstrasse 33, 8010 Zürich, gemäss Dispositivziffer 5
	 die Kantonspolizei Zürich, Zeughausstrasse 11, 8004 Zürich, gemäss Dispositivziffer 5
	 die amtliche Verteidigung sowie den Beschuldigten persönlich, betreffend Fristenlauf gemäss Dispositivziffer 5
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.