# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 607887ea-a5da-5bb1-abdc-555b2268a9ce
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-13
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 5. Abteilung 13.05.2015 OG O5V-14-34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_005_OG-O5V-14-34_2015-05-13.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___ 

 
vertreten durch: RA B___  
 
 

 
Beschwerdegegnerin IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden,  Neue Steig 15, 

Postfach, 9102 Herisau 
 

 
 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
5. Abteilung 
 

Urteil vom 13. Mai 2015  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter R. Krapf, B. Dick, S. Plachel, Dr. M. Winiger 
Obergerichtsschreiberin M. Epprecht 
 
 
 

Verfahren Nr. O5V 14 34 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 

Gegenstand Rechtsverweigerung 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 1. Es sei die Rechtsverweigerung festzustellen und die Vorinstanz anzuweisen, den 

Beratungstermin für das Assessmentgespräch in den Räumen des unterzeichnenden 

Rechtsanwaltes in Zürich anzusetzen.  

 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz. 

 

 

b) der Beschwerdegegnerin: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der im Kanton Appenzell Ausserrhoden wohnhafte A___ hat im Februar 2014 bei der IV-

Stelle des Kantons Appenzell Ausserrhoden ein Leistungsgesuch eingereicht. Die IV-Stelle 

will ein Assessmentgespräch durchführen und hat als Ort für das Gespräch die 

Räumlichkeiten der IV-Stelle in Herisau oder C___, den Wohnort von A___, vorgesehen. 

Rechtsanwalt B___, der Rechtsvertreter von A___, besteht darauf, dass das Gespräch in 

seiner Kanzlei in Zürich stattfinden soll. Er begründet dies im Wesentlichen damit, es sei 

ihm aufgrund vieler gesetzlicher Termine und des hohen Termindrucks nicht möglich, extra 

in die Ostschweiz zu fahren, um seinen Mandanten A___ beim Assessmentgespräch zu 

unterstützen.  

 

B. Mit Eingabe vom 30. September 2014 liess A___ eine Rechtsverweigerungsbeschwerde 

erheben mit den eingangs erwähnten Anträgen. Gleichzeitig mit der Beschwerde stellte 

A___ ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.1 

 

C. Die IV-Stelle beantragte in der Vernehmlassung vom 21. Oktober 2014 die Abweisung der 

Beschwerde.  

 

                                                
1  Verfahren-Nr. ERV 14 58.  

Seite 3 

D. Mit Entscheid vom 27. Oktober 2014 wies der Einzelrichter des Obergerichts Appenzell 

Ausserrhoden das Gesuch von A___ betreffend unentgeltlicher Rechtspflege und 

Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsverweigerungsbeschwerde ab.  

 

E. Mit Replik vom 18. November 2014 hielt A___ an seiner Beschwerde fest.  

 

F. Die IV-Stelle reichte am 8. Dezember 2014 eine Duplik ein. 

 

G. Am 10. Dezember 2014 wurde der vom Einzelrichter begründete Entscheid betreffend Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege versandt. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Im Bereich der Invalidenversicherung2 sind unter Vorbehalt gewisser Ausnahmen die 

Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

gesetzes3 anwendbar. Nach Art. 56 Abs. 2 ATSG kann Beschwerde erhoben werden, wenn 

der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine Verfügung 

oder keinen Einspracheentscheid erlässt. Mit der erwähnten Bestimmung ist für alle vom 

ATSG erfassten Bereiche festgelegt, dass die Rechtsverweigerungsbeschwerde im 

Rechtspflegeverfahren nach Art. 56 ff. ATSG zu beurteilen ist.4  

 

Streitgegenstand einer Rechtsverweigerungsbeschwerde bilden nicht die materiellen 

Rechte und Pflichten, sondern nur die Rechtsverweigerung an sich.5 Eine Rechtsverwei-

gerungsbeschwerde ist grundsätzlich jederzeit möglich.6 

 

2. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV7 – sowie gegebenenfalls von Art. 6 Ziff. 1 EMRK8 – 

liegt nach der Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Verwal-

tungsbehörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an die Hand 

nimmt und behandelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird in der Rechtsprechung als 

formelle Rechtsverweigerung bezeichnet. Art. 29 Abs. 1 BV ist aber auch verletzt, wenn die 

                                                
2  Art. 1. Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20). 
3  ATSG, SR 830.1. 
4  KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, 2009, N. 13 zu Art. 56. 
5  KIESER, a.a.O., N. 14 zu Art. 56; MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 

2010, Rz. 2284. 
6  KIESER, a.a.O., N. 15 zu Art. 56. 
7  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101). 
8  Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 

SR 0.101); BGE 130 I 178 mit Hinweisen. 

Seite 4 

zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht 

binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übri-

gen Umstände als angemessen erscheint (sogenannte Rechtsverzögerung). 

 

Für die Rechtsuchenden ist es unerheblich, auf welche Gründe - beispielsweise auf ein 

Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände - die Rechtsverweigerung oder 

Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde 

nicht oder nicht fristgerecht handelt.9  

 

3. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegnerin eine Rechtsverweigerung vorzuwer-

fen ist.  

 

 3.1 

 Der Beschwerdeführer lässt im Wesentlichen geltend machen, die IV-Stelle lege die Ter-

mine so, dass eine Rechtsverbeiständung nicht möglich sei. Damit verweigere sie ihm 

gleichsam, von den verfassungsmässigen Rechten Gebrauch zu machen und begehe so 

eine Rechtsverweigerung.  

 

 Die Beschwerdegegnerin stellt sich hingegen auf den Standpunkt, sie sei im vorliegenden 

Fall korrekt vorgegangen und habe auf die Bedürfnisse des Rechtsanwaltes in genügender 

Weise Rücksicht genommen. 

 

 3.2 

Der Einzelrichter musste im Entscheid betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege und Verbeiständung die Prozessaussichten des Beschwerdeführers im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren prüfen und hat in diesem Zusammenhang folgendes erwogen:10  

 

 „- Mit Brief vom 4. April 2014 hat sich der Case Manager der IV-Stelle auf den 29. April 

2014, 13:30 Uhr, beim Gesuchsteller zu Hause auf einen Besuch angemeldet11. 

 - Am 29. April 2014 hat sich RA B___ telefonisch an die IV-Stelle gewandt und ge-

wünscht, die Besprechung mit dem Versicherten solle in Zürich in seiner Kanzlei statt-

finden12. 

 - Am 29. April 2014 um 13:30 Uhr war der Gesuchsteller zu Hause nicht anwesend und 

das Gespräch mit dem Mitarbeiter der IV-Stelle konnte nicht durchgeführt werden13. 

                                                
9  Urteil des Bundesgerichts U 345/05 vom 14. Dezember 2005 E. 2.2 mit Hinweisen. 
10  Verfahren-Nr. ERV 14 58, E. 4. 
11  act. 5.2/19 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
12  act. 5.2/23 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
13  act. 5.2/26 des Hauptverfahrens O5V 14 34 

Seite 5 

 - Am 30. April 2014 wurde von IV-Stelle ein neuer Termin für das Gespräch auf 14. Mai 

2014, dieses Mal in den Räumlichkeiten der IV-Stelle in Herisau, festgesetzt und dem 

Gesuchsteller schriftlich angezeigt14. 

 - Mit Schreiben vom 30. April 2014 hat RA B___ den 26. Mai 2014 als Termin und Zürich 

als Ort für ein Gespräch vorgeschlagen. Eine Vollmacht lag diesem Schreiben nicht 

bei15. 

 - Am 8. Mai 2014 hat die IV-Stelle von RA B___ eine schriftliche Vollmacht angefordert 

und ihn darauf hingewiesen, dass die Besprechung in Herisau durchgeführt werde16. 

 - Der Gesuchsteller ist am 14. Mai 2014 nicht zum Gespräch bei der IV-Stelle in Herisau 

erschienen17. 

 - Mit Schreiben vom 14. Mai 2014 ist dem Gesuchsteller als neuer Gesprächstermin der 

28. Mai 2014 angezeigt worden. Das Gespräch sollte in Herisau stattfinden18. 

 - Am 14. Mai 2014 ging bei der IV-Stelle die Vollmacht des Gesuchstellers an RA B___ 

ein. Zudem erklärte RA B___ in seinem Begleitbrief, usanzgemäss finde die Sitzung in 

den Räumlichkeiten des Anwaltes statt19. 

 - Mit Antwortbrief vom gleichen Tag bestätigte die IV-Stelle den Eingang der Vollmacht 

und hielt im Übrigen an Herisau als Ort für das Gespräch fest. RA B___ wurde freige-

stellt, am Gespräch teilzunehmen. Gleichzeitig wurde RA B___ gebeten, einen Be-

sprechungstermin mit dem Case Manager zu vereinbaren20. 

 - Im Schreiben vom 28. August 2014 hielt die IV-Stelle fest, sie sei weder vom 

Gesuchsteller noch von RA B___ kontaktiert worden, um einen Besprechungstermin zu 

vereinbaren. RA B___ wurde in der Folge aufgefordert, bis spätestens 19. September 

2014 einen Termin für das Gespräch zu fixieren. Nebenbei hielt die IV-Stelle an Herisau 

als Durchführungsort für das Gespräch fest21. 

 - In seinem Brief vom 10. September 2014 teilte RA B___ der IV-Stelle mit, er sei auf-

grund des ausserordentlichen Termindrucks nicht in der Lage, sich in der IV-Stelle in 

Herisau einzufinden. Er ersuchte die IV-Stelle, mit ihm einen Termin für eine Bespre-

chung in Zürich zu vereinbaren22. 

 - In einem weiteren Schreiben vom 11. September 2014 hielt die IV-Stelle daran fest, 

dass das Beratungsgespräch im Wohnsitzkanton der versicherten Person durchgeführt 

werde. Unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht in den Art. 21 und 43 ATSG wurde RA 

B___ aufgefordert, bis 3. Oktober 2014 einen Termin für das Assessmentgespräch zu 

                                                
14  act. 5.2/26 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
15  act. 5.2/27 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
16  act. 5.2/30 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
17  act. 5.2/33 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
18  act. 5.2/33 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
19  act. 5.2/35 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
20  act. 5.2/34 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
21  act. 5.2/39 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
22  act. 5.2/41 des Hauptverfahrens O5V 14 34 

Seite 6 

terminieren. Für den Fall, dass Abklärungs- oder Eingliederungsbemühungen weiterhin 

abgelehnt würden, stellte die IV-Stelle einen Entscheid aufgrund der Akten in Aussicht23. 

 - Am 30. September 2014 liess der Gesuchsteller, wie eingangs bereits erwähnt, Rechts-

verweigerungsbeschwerde erheben24. 

 

 Vorab ist festzuhalten, dass sich der Gesuchsteller nicht gegen die Durchführung eines As-

sessmentgesprächs wendet und dass die IV-Stelle das Recht des Gesuchstellers auf Bei-

zug eines Anwaltes für das Assessmentgespräch nicht bestritten hat. Strittig ist einzig der 

Ort, wo das Gespräch durchgeführt werden soll. 

 

 Die IV-Stelle hat ihren Sitz in Herisau. Dort befinden sich ihre Amtsräume, die ihr für die 

Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung gestellt wurden. Die Mitarbeitenden der IV-Stelle 

erledigen ihre Arbeit grundsätzlich am Sitz der IV-Stelle. Dies ist zwar, soweit ersichtlich, in 

keinem Erlass festgeschrieben, kann aber aus einem ungeschriebenen Grundsatz des 

Verwaltungsrechts abgeleitet werden. Dieser Grundsatz scheint so klar zu sein, dass sich 

auch die Literatur damit noch nicht befasst hat. Von diesem Grundsatz kann abgewichen 

werden, wenn etwa zur unmittelbaren Wahrnehmung von Tatsachen oder zum besseren 

Verständnis des Sachverhalts ein Augenschein an einem Objekt ausserhalb der Amts-

räume angezeigt ist (vgl. Art. 10 Abs. 2 VRPG)25. Bei der Einsichtnahme in eine Urkunde 

kann es ebenfalls Gründe geben, dies am Aufbewahrungsort zu tun26. Sodann kann eine 

Befragung oder Einvernahme an einem Drittort durchgeführt werden, wenn es der zu be-

fragenden oder einzuvernehmenden Person aus objektiven Gründen nicht möglich ist, am 

Sitz der Amtsstelle zu erscheinen.  

 

 Nicht geprüft werden muss im vorliegenden Fall, ob allfällige Gründe, die für eine 

Amtshandlung ausserhalb der Amtsräume sprechen, nur seitens des Betroffenen, oder 

aber auch seitens seines Rechtsvertreters berücksichtigt werden können. Denn es liegen 

bei beiden Personen keine triftigen Gründe dafür vor, das Assessmentgespräch in Zürich 

durchzuführen. Zunächst ist der guten Ordnung halber festzustellen, dass kein in der Per-

son des Gesuchstellers liegender Grund geltend gemacht wird. RA B___ argumentiert 

allein mit dem hohen Termindruck, der ihm eine Fahrt in die Ostschweiz verunmögliche. 

Termindruck ist kein objektiver Grund für eine Amtshandlung ausserhalb der Amtsräume. 

Jedenfalls dann nicht, wenn - wie im vorliegenden Fall - für die Festlegung des Termins 

mehrere Monate zur Verfügung stehen und nicht bloss einige wenige Tage. Termin- bzw. 

                                                
23  act. 5.2/42 des Hauptverfahrens O5V 14 34 
24  act. 1 
25  vgl. MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014, N. 15 zu 

Art. 53-57 
26  vgl. Art. 162 der ausserrhodischen Zivilprozessordnung vom 27. April 1980 

Seite 7 

Zeitdruck ist zudem kein Privileg der Anwälte und besteht auch seitens der Verwaltung so-

wie der Gerichte. RA B___ musste bei Übernahme des Mandats bewusst sein, dass die 

Zuständigkeit zur Behandlung des Leistungsgesuchs des Gesuchstellers bei den Behörden 

des Kantons Appenzell Ausserrhoden liegt (Art. 55 Abs. 1 IVG, Art. 40 Abs. 1 lit. a IVV) und 

er deshalb mit Terminen in Appenzell Ausserrhoden rechnen musste. Falls ihm dies auf 

lange Frist nicht möglich ist, hätte er das Mandat nicht annehmen dürfen. Man kann sich 

ernsthaft fragen, wie es mit der Wahrung der anwaltlichen Sorgfaltspflicht gestellt ist, wenn 

wegen des Verhaltens des Rechtsvertreters des Gesuchstellers das Verfahren - notabene 

auf Leistungen einer Sozialversicherung - nun bereits eine rund halbjährige Verzögerung 

erfahren hat. Das Recht auf Verbeiständung wird nicht beschnitten, wenn von einem 

Rechtsvertreter verlangt wird, innerhalb eines Zeitraums von einigen Monaten einen Termin 

bei einer Behörde wahrzunehmen. Ebenso kann nicht von einem Rechtsmissbrauch ge-

sprochen werden, wenn die Behörde im eben genannten zeitlichen Rahmen daran festhält, 

dass Amtshandlungen am Sitz der Behörde durchgeführt werden.  

 

 Schliesslich ist anzufügen, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Einwendun-

gen gegen die Durchführung der Befragung in Herisau erst im Rahmen der gerichtlichen 

Überprüfung der im Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 ATSG zu erlassenden 

materiellen Verfügung geprüft werden können27. 

 

Mithin ergibt sich, dass die Rechtsverweigerungsbeschwerde mit grosser Wahrscheinlich-

keit abgewiesen werden wird.“ 

 

 3.3 

 Zusammenfassend hat die IV-Stelle durch ihr Vorgehen weder das Institut der 

Rechtsverbeiständung an und für sich noch die freie Anwaltswahl beschnitten und sie gab 

auch keine zu kurze Fristen vor. Somit ist den Ausführungen des Einzelrichters vollumfäng-

lich beizupflichten und die Rechtsverweigerungsbeschwerde ist demnach unter Verweis auf 

die oben zitierte Begründung, welche das Gericht umfassend bestätigt, abzuweisen.  

 

4. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos, da dem Beschwerdeverfahren keine 

Streitigkeit um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver-

sicherung zugrunde liegt und (noch) nicht von einem mutwilligen Verhalten des Beschwer-

deführers ausgegangen werden kann28. 

 

                                                
27  Entscheid des Bundesgerichts 9C_157/2008 vom 20. März 2008 
28  KIESER, a.a.O., N. 39 zu Art. 61. 

Seite 8 

 Dem unterliegenden Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung ausgerichtet 

(Art. 61 lit. g ATSG). 

 

 

 

 

Demnach erkennt das Obergericht: 

 
 
1. Die Beschwerde von A___ wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 
 
 
3. Das Begehren des Beschwerdeführers um Ausrichtung einer Parteientschädigung wird 

abgewiesen. 
 
 
4. Rechtsmittel:  Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit dessen Zustellung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerdeschrift ist zu unterzeichnen und dreifach einzureichen. Der angefochtene Ent-
scheid mitsamt Zustellcouvert ist beizulegen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren und 
deren Begründung zu enthalten. Die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit der Be-
schwerdeführer diese in Händen hat, beizulegen. 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt und die Beschwerdegegnerin. 
 
 
 
Im Namen der 5. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident:  

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
 
 
versandt am: 22.07.15