# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab694f4a-af7b-5a41-903c-e91905fceb49
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-16
**Language:** de
**Title:** Aus gutachterlicher Sicht beträgt die Arbeitsfähigkeit 70 % (angestammt und angepasst); Selbständige Erwerbstätigkeit wurde nach Eintritt des Gesundheitsschadens und vor Verfügungserlass aufgegeben, ausserordentliche Methode der Invaliditätsbemessung ist nicht anwendbar; Valideneinkommen gestützt auf IK-Auszug.
**Docket/Reference:** IV.2013.00464
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00464.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00464
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Minder
Urteil
vom
16. Oktober 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Meier
Meier
Fingerhuth
Fleisch
Häberli
, Rechtsanwälte
Lutherstrasse 36, 8004 Zürich
dieser substituiert durch
lic
.
iur
.
Y.___
Meier
Fingerhuth
Fleisch
Häberli
, Rechtsanwälte
Lutherstrasse 36, 8004 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene
X.___
führte
seit 1990
als
selb
stän
di
g
e
r
werbende
Wirtin
zusammen
mit ihrem Ehemann eine Pizzeria
(vgl.
Urk.
7/33/4)
, als sie am
2
6.
Mai 2009
einen Verkehrsunfall
erlitt
und sich dabei
unter an
derem
Rippenfrakturen
sowie
multiple Prellungen zu
zog
(vgl.
Urk.
7/9/7). Am 1
4.
September 2009 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf den erlitte
nen Unfall und psychische Leiden
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug a
n (
Urk.
7/2
Ziff.
6.2).
Die IV-Stelle holte daraufhin diverse Arztberichte (
Urk.
7/7/6-7,
Urk.
7/11/1-3,
Urk.
7/15-16) ein
und
zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/8)
,
die Erfolgs
rechnungen der Jahre
2006 bis 2010 (
Urk.
7/10,
Urk.
7/27)
sowie die Akten des Unfallversicherers (
Urk.
7/
9,
Urk.
7/19
)
bei.
Sodann veranl
asste sie beim
Z.___
ein
polydisziplinär
es
Gutach
ten
(
datierend
vom 1
7.
Februar 2011;
Urk.
7/23/1-35). Zudem liess sie einen
Ab
klärungsbericht
für
Selbständigerwer
bende
erstellen (Bericht vom
7.
Mai 2012;
Urk.
7/33). Mit Vorbescheid vom
9.
Mai 2012 (
Urk.
7/36) stellte sie
der Versi
che
r
ten
die Abweisung des
Leis
tungsbegehrens
in Aussicht.
Nach Prüfung der
durch
die Versicherte
erhobenen Einwände
(
Urk.
7/37,
Urk.
7/40)
, in deren Folge
eine Er
gänzung
zum Gutachten (
Urk.
7/43) ein
ge
holt wurde
,
verfügte die IV-Stelle
nach entsprechender Stellungnahme der Versicherten (Urk. 7/45)
am 1
7.
April 2013
(
Urk.
2) i
m
angekündigtem Sinne.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
1.
Mai 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte, es sei die Verfügung vom 1
7.
April 2013 aufzuheben und ihr rückwir
kend
ab
1.
Mai 2010 mindestens eine
Viertelsrente
zuzusprechen (
Ziff.
1). Even
tua
li
ter
sei die Verfügung vom 1
7.
April 2013 aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle
zurückzuweisen zwecks ergänzender Abklärung des medizini
schen Sach
ver
haltes sowie der Zumutbarkeit der Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in einer
b
erufliche
n
Abklärungsstelle
der IV-Stelle
(
BEFAS
)
, um an
schliessend neu über ihren Anspruch zu entscheiden (
Ziff.
2).
Mit
Beschwer
deantwort
2
6.
Juni 2013 (
Urk.
6) stellte die IV-Stelle An
trag auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am
2.
Juli 2013 (
Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
D
ie
Beschwerdeführer
in
rügte eine Verletzung
ihres
rechtlichen Gehörs
und machte
geltend, sie
habe keine Möglichkeit gehabt, im Rahmen der
Z.___
-
Be
gutach
tung
Zusatz
fragen
zu stellen
. Das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 2
6.
Oktober 2012
(Nachfrage der Beschwerdegegnerin bei den Gutachtern, Urk.
7/41)
sei ihr erst mit Schreiben vom
7.
Februar 2013
(
Aufforderung zur Stellungnahme
,
Urk. 7/44)
zugestellt wor
den
(
Urk.
1 S. 10)
.
1.2
Im
Zuge
des
Einwandverfahrens
beantragte die Beschwerdeführerin
die Zustel
lung
sämtliche
r
Akten zur Ein
sicht (
Urk.
7/37
Ziff.
2), welchem Antrag die
Be
schwerdegegnerin
am 2
0.
Juli 2012 (
Urk.
7/39) entsprach. Am 1
3.
September 2012 brachte die Beschwerdeführerin ihre Einwände gegen das
Z.___
-
Gutachten
vom 1
7.
Februar 2011 vor (
Urk.
7/40 S. 2 ff
.), woraufhin die
Beschwerdegegne
rin
am 2
6.
Oktober 2012 dem psychiatrischen Gutachter Ergänzungsfragen stellte
(
Urk.
7/41).
Die
Antwort
vom 1
7.
Januar 2013
der begutachtenden Per
son
(
Urk.
7/43)
wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom
7.
Februar 2013 (
Urk.
7/44) zugestellt und ihr
wurde
Frist angesetzt, sich dazu zu äussern
. Am
4.
März 2013
erfolgte ihre Stellungnahme dazu
(
Urk.
7/45).
1.3
Die Rechte einer versicherten Person bleiben gewahrt, wenn sie sich im Rahmen des rechtlichen Gehörs zum
Beweisergebnis
äussern und erhebliche Beweisan
träge vorbringen konnte (vgl. BGE 133 V 446 E. 7.4).
Vorliegend hatte
die
Be
schwerdeführerin vor Erlass der angefochtene
n
Verfügung vom
1
7.
April 2013
(
Urk.
2)
Kenntnis
des
Z.___
-
Gutachtens vom
1
7.
Februar 2011
und der
Gut
ach
tensergänzung
vom 17. Januar 2013
erhalten
und
konnte dazu Stellung nehmen
.
E
s
wäre
ihr, nachdem
ihr
das Gutachten
anläss
lich
des
Vorbescheidsverfahrens
zugestellt wurde,
offen gestanden, nebst
Ein
wände
gegen dieses
und
die vor
gesehene
Verfügung zu erheben,
i
hr
notwendig erscheinende Ergänzungsfragen
zum Gutachten
zu stellen.
Diese Gelegenheit nutzte sie jedoch nicht.
Damit wurde
ihr
rechtliches Gehör nicht verletzt
(BGE 136 V 113 E. 5.5)
.
Dass die Beschwerdegegnerin in der F
ol
ge selbständig um Klärung der Situation
in psychischer Hinsicht tätig wurde, schadet nicht. Die Beschwerdeführerin konnt
e sich umfassend äussern.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
e
inträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind
.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie s
tam
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
ba
ren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be
richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür
di
gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Be
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folge
rungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Verfügung vom 1
7.
April 2013 auf
den Standpunkt, der Beschwerdeführerin sei
ab Januar 2011
die an
gestammte
wie
auch
eine angepasste Tätigkeit zu 70
%
zumutbar.
Vorher, seit Ablauf der Wartezeit am 2
5.
Mai 2010, habe die Arbeitsfähigkeit 50
%
betra
gen.
Für das
Va
lideneinkommen
stellte sie auf den durchschnittlichen Verdienst der Beschwe
r
deführerin als
Selbst
ändigerwerbende
in den Jahren 2006 bis 2008 ab. Zur Er
mittlung des Invalideneinkommens griff sie auf die Daten der vom Bundesamt für
Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstrukturer
hebung
(LSE) zu
rück
. Im Einkommensvergleich ab Ablauf der Wartezeit ermit
telte sie einen
ren
ten
ausschliessenden
Invaliditätsgrad von 25
%
. Im
Einkom
mensvergleich
be
treffend
die Zeit ab Januar 2011 einen solchen von 0
%
(
Urk.
2
S. 2
)
.
In der Vernehmlassung führte die Beschwerdegegnerin sodann aus, dass auf das
Z.___
Gutachten
abzustellen sei. Weiter wies sie darauf hin, dass die Beschwer
de
führerin ihre selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben und eine Anstellung im Betrieb ihres Ehemannes aufgenommen habe. Es bestehe daher kein Raum für die Invaliditätsbemessung anhand der ausserordentlichen Bemessungs
me
tho
de (Urk. 6).
3.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, sie sei
, wie dies ihr behandelnder Psychiater attestiert habe,
höchstens zu 50
%
arbeitsfähig
.
Das
Z.___
-
Gutachten sei widersprüchlich und nicht schlüssig, weshalb es keine Be
weiskraft habe.
Gegen den von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen
Ein
kommensvergleich
brachte sie vor,
diese
habe
trotz Kenntnis der
invaliditäts
bedingten
Änderungen ihrer erwerblichen Verhältnisse keinen
Einkommensver
gleich
nach der ausserordentlichen Methode durchgeführt. Ihre
invaliditätsbe
ding
te
Tätigkeitsänderung im Erwerbsbereich von
Selbständigerwerbender
zur
Teil
zeitangestellten
sei nicht rechtsgenügend berücksichtig worden
(
Urk.
1 S.
7
ff.)
.
4.
4.1
Dr.
med.
A.___
,
Innere Medizin FMH, nannte im Bericht vom 1
8.
Dezember 2009 (
Urk.
7/11/1-3)
zuhanden der Beschwerdegegnerin
als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine Commotio cerebri,
eine Rippenserienfraktur
C
ostae
2-6
undisloziert
,
multiple Prellungen, einen akuten Tinnitus rechtsbetont
bei Status nach Autounfall am 2
6.
Mai 2009 sowie eine mittelschwere depres
si
ve
Episode (Differentialdiagnose: Schmerzverarbeitungsstörung, schwere akute psy
chosoziale Belastungssituation).
Der Hausarzt
führte aus, die aktuellen Schmer
zen und die Depression
würden es
der Beschwerdeführerin verunmögli
chen, mehr
als 50
%
zu arbeiten
(
Ziff.
1.7)
.
4.2
Der behandelnde Psychiater,
Dr.
med.
B.___
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie,
führte im Bericht vom
4.
Mai 2010 (
Urk.
7/16) zuhanden der
Be
schwerdegegnerin
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
p
osttraum
at
ische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1, Differentialdiagnose: mit
tel
gradige depressive Episode F
32), einen
Rauschtinnitus
beidseits sowie ei
nen Stat
us nach multiplen Prellungen, Rippenserienfrakturen und einer Com
motio cereb
r
i auf
(
Ziff.
1.1)
.
Er berichtete, es
sei schwierig,
eine Prognose zu stellen
(
Ziff.
1.4)
.
Bei der Beschwerdeführerin
bestünden Einschränkungen in der Kon
zen
tration, der Merkfähigkeit, der Aufmerksamkeit, der Ausdauer sowie der
Fähig
keit
,
unter Leute
n
zu sein. Zusätzlich bestünden schwere körperliche Schmer
zen
(
Ziff.
1.7)
. Ab etwa Dezember 2009 bestehe eine 50%ige Arbeitsfä
higkeit
; seither sei keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit mehr möglich (
Ziff.
1.9).
E
ine spätere Erhöhung der Arbeitsfä
higkeit
sei
nicht ganz ausgeschlossen
,
da
die
Beschwerdeführerin über ideale Arbeitsbedingungen (Arbeit im eigenen Fa
mi
lien
betrieb, Anpassung der Ar
beitsstunden an ihre Befindlichkeit, keine Angst vor Kündigung) verfüge (
Urk.
7/16/5).
4.3
Vom
3.
bis
7.
Januar 2011 wurde d
ie Beschwerdeführerin während eines statio
nären Aufenthalts im
Z.___
durch die
Dres
. med.
C.___
,
Facharzt Innere
Me
dizin,
D.___
,
Facharzt Rheumatologie,
E.___
,
Facharzt Neurologie
,
und
F.___
,
Facharzt Psychiatrie, polydisziplinär untersucht.
In der Expertise vom 1
7.
Februar 2011 (
Urk.
7/23/1-35) nann
ten die Gutachter folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 30 f.):
-
Posttraumatische Belastungsstörung (im Abklingen) bei Status nach Ver
kehrsunfall am 2
6.
Mai 2009 mit
-
undislozierten
Rippenfrakturen II bis VI rechts
-
multiplen Prellungen
-
möglicher Commotio cerebri/milder traumatischer Hirnschädigung
-
Depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syn
drom
Genannt wurden ferne
r
– ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – ein
panver
te
brales
Schmerzsyndrom
bei
T
orsionsskoliose der Wirbelsäule sowie
musku
läre
r
Dekonditionierung
und
Dysbalance
mit Verspannung der paravertebralen Mus
kulatur, Spreiz- und Senkfüsse beidseits mit rechtsbetontem
Hallux
valgus
, ein Tinnitus und Gehörsverminderung rechts,
Nikotinabusus
, eine fragliche Str
uma sowie ein Status nach multiplen Varizenoperationen beidseits (S. 31).
In Bezug auf die allgemeinmedizinische und internistische Situation der Be
schwer
deführerin befanden die Gutachter, dass kein invalidisierendes Leiden vor
liege (S.
12).
Aus rheumatologischer Sicht (S.
18 ff.) hielten
sie fest
, dass eine muskuläre Ver
spannung der paravertebralen Muskulatur vorwiegend im
cervicalen
Bereich
sowie
eine Fehlhaltung der Wirbelsäule durch diese muskuläre
Dysbalance
im Vor
dergrund stünden. Im Bereich beider Ellbogen best
ehe
eine diskrete
Druck
dolenz
am Ansatz der Muskulatur
. Dabei handle es sich um unspezifische Schmerzen im Bereich der Muskulatur, welche sich auch in der
Brustwirbelsäu
lengegend
bei der passiven Bewegung gezeigt
hätten
. Ebenso
hätten
sich
im
Bereich der Rippen unspezifische, diffuse Schmerzen ohne Hinweise auf eine
resi
duelle
Instabilität des Rippenbogens infolge der multiplen
undislozierten
Rippenserienfrakturen finden lassen. Die zunehmende Schmerzhaftigkeit sämtli
cher Strukturen des Rippenbogens und der Schlüsselbeine hätten kein organi
sche
s Korrelat. Eine generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lasse sich da
durch nicht begründen. Aufgrund der altersentsprechenden unauffälligen Be
fun
de
sowie
der
myofaszialen
Verspannung der paravertebralen Muskulatur
be
stehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
als Päch
terin
.
In der neurologischen Beurteilung (S. 23 ff.) führten
die Gutachter alsdann
aus,
dass infolge des Unfalls eine stattgehabte Commotio cerebri respektive eine mild
e traumatische Hirnschädigung möglich
, wenn auch nicht gesichert sei.
Der Um
stand, dass die Beschwerdeführerin nach Wiedererlangen des Be
wusstseins in der
Lage
gewesen sei
, ihre Angehörigen anzurufen, spreche gegen eine relevante mil
de traumatische Hirnschädigung. Die nachfolgend angegebe
nen Amnesien könnten nicht hirnorganisch-traumatisch interpretiert werden. Unter Berück
sich
tigung der Unfallcharakteristika und de
r
normalen
Computer
tomographie des
Schädel
s
vom Unfalltag könne davon ausgegangen werden, dass keine Residuen von Seiten der möglicherweise stattgehabten milden trau
matischen
Hirnschä
di
gung
persistier
t
en. Die Beschwerdeführerin mache auch keine entsprechenden Beschwer
den mehr geltend
.
In psychiatrischer Hinsicht (S. 29 f.) hielten die Gutachter fest, dass der besagte Unfall für die Beschwerdeführerin wohl ein sehr einschneidendes Ereignis ge
wesen sei. So sei sie einige Wochen danach von Alpträumen und
Nachhallerin
ne
rungen
an den Unfall heimgesucht worden. Des Weiteren zeigten sich deutli
che Rückzugstendenzen und eine deutliche Vermeidungshaltung, indem sie sich bis zum heutigen Tag ängstige, wenn sie im Auto sitze
;
bereits bei der Vorstel
lung
die Unfallstelle passieren
zu müssen, gerate sie in Panik
. Auch zeige sie eine Reiz
barkeit und eine gewisse
Anhedonie
. Die posttraumatische
Belas
tungs
störung
habe sich aber zurückgebildet; die Nachhallerinnerungen und die Alp
träume seien deutlich weniger geworden.
Es bestehe aber nach wie vor eine deutliche Depressivität, welche sich in Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Ge
reiztheit, Freudlosigkeit und psychosomatischen Äquivalenten wie Blähungen, Durchfälle
n
, Bauchkrämpfe
n
und Herzklopfen sowie Inappetenz manifestiere. Weiter finde sich im Rahmen des depressiven Leidens eine fehlende Li
b
ido so
wie eine deutliche Antriebsschwäche. Die Beschwerdeführerin sei durch
die
psy
chische
n
Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit
leicht
beeinträchtig
.
Zusammenfassend
führten die Fachärzte aus, dass sich aus somatischer keine
und aus psychiatrischer Sicht eine geringfügige Einschränkung der Arbeitsfä
hig
keit ergebe
,
welche
30
%
betrage
. Es könne auch davon ausgegangen werden, das
s aufgrund des depressiven Leidens eine gewisse Akzentuierung des subjek
tiven Schmerzerlebens vorliege.
Im angestammten Bereich bestehe als Restau
rant-Mitarbeiterin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
. Auch in einer Verweistätigkeit könne keine höhere Arbeitsfähigkeit als 70
%
erzielt wer
den (S. 32).
Am 1
7.
Januar 2013 (
Urk.
7/43) nahmen die Gutachter Stellung zur Diskrepanz zwischen dem anhand der Hamilton-Depressionsskal
a
ermittelten Ergebnis
, wel
cher Wert einer mittelschweren depressi
ven Verstimmung entspricht
und ihrer diagnostischen Beurteilung
, wonach die Beschwerdeführerin an einer
d
epressi
ven Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatische
m
Syndrom
,
leide (vgl.
Urk.
7/23/29)
.
Sie erklärten, dass ein Teil der Angaben in der
Hamilton-Depres
sionsskal
a
auf den Angaben der Beschwerdeführerin beruhen würden und
sich
rein formal nach den ICD-10-Kriterien
eine
mittelschwer
e
depressive
Episode
ergeben habe
.
Die
Angaben
der Beschwerdeführerin
stünden
allerdings deutlich im Widerspruch
zu ihrem
anlässlich der Begutachtung gezeigten
Verhalten
. So
habe sie beim Schlussgespräch eine deutlich sthenische Seite gezeigt, indem sie sehr deutlich und dezidiert habe verlauten lassen, dass sie mit der gutachterli
chen Beurteilung nicht einverstanden sei. Daher hätten sie sich bei der psychi
atrischen Diagnosestellung auf den klinischen Befund abgestützt. Dieser habe gegenüber
Depressionsscores
eindeutig Vorrang.
4.4
Dr.
med.
G.___
,
FMH für Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) nahm am 1
0.
März 2011 Stellung zur medizinischen Aktenlage (
Urk.
7/34/4-5). Er hielt dafür, dass bis Mai 2010 der Verlauf der Arbeitsunfä
higkeit gemäss den Angaben von
Dr.
A.___
oder
Dr.
B.___
angenommen werden
könne
. Es sei dann zu einer Verbesserung gekommen, wobei nicht eindeutig klar
sei, ab wann und über welche Zwischen
stufen
. Jedenfalls sei aber ab Ja
nuar 2011
(Untersuchungsdatum) eine 70%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwer
defüh
rerin aus
ge
wiesen. Eine weitere Steigerung sei zu erwarten.
5.
5.1
Vorwegzuschicken ist, dass das polydisziplinäre
Z.___
-
Gutachten vom 1
7.
Febru
ar 2011 (
Urk.
7/23/1-35) in sämtlichen Punkten den praxisgemässen Anforderung
en an den Beweiswert einer Expertise entspricht. Das Gutachten beantwortet die gestellten Fragen umfassend und erging nach einlässlicher Ab
klärung der Vor
geschichte und Befunderhebung in Kenntnis der
Vorakten
. Das Gutachten ist sorg
fältig abgefasst, berücksichtigt die geklagten Beschwerden de
r
Beschwerde
führer
in
und setzt sich damit auseinander.
In somatischer Hinsicht legen die Gutachter nachvollziehbar dar, dass die
er
hobenen
Befunde dem Alter der Beschwerdeführerin entsprechend unauffällig sind und
demnach
keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bewirken.
Da sie den
diffusen und nicht reproduzierbaren Schmerzen
im Bereich der
Muskulatur und der Rippen
keine or
ganische Ursache
(mehr)
zugrunde legen
konnten,
be
fanden
sie
diese
nicht
als
einschränkend, was plausibel er
scheint.
Weiter
ist es nachvollziehbar, da
ss
von Seiten der möglicherw
ei
se statt
gehabten milden trau
matischen Hirnschädigung
keine Residuen
persistieren
, da die Diagnose einer Commotio cerebri respektive einer milden traumatischen Hirnschädigung weder gestützt auf die
medizinische
Akten
lage
noch aufgrund des Verhaltens der Be
schwerdeführerin nach dem Unfall
eindeutig
gestellt wer
den kann. Hinzu
kommt,
dass die Beschwerdeführerin
anlässlich der Begutach
tung
keine entsprechenden Beschwerden geltend macht
e
.
D
ie
Beurteilung der Gutachter aus somatischer Sicht
leuchtet
in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammen
hänge ein und
die
Schlussfolgerung,
wonach
in soma
tischer Hinsicht keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit besteht, korreliert mit
ihren Befunden und Diag
nosen und ist ohne weiteres
nachvollziehbar
.
Der An
sicht der Beschwerde
füh
rerin, es sei widersprüchlich, wenn die Gutachter ei
nerseits ein
behandlungs
be
dürftiges
Beschwerdebild anhand ihrer Befunde zeichnen und andererseits eine
Beeinträchtigung in der Erwerbsfähigkeit ver
neinen würden (vgl.
Urk.
1 S. 9 f.), ist
demnach
nicht zu folgen.
Die psychiatrische Beurteilung
sowie
die
gutachterliche
Schlussfolgerung, wo
nach die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Beschwerden gering
fügig, mithin zu 30
%
in ihrer Leistungsfähigkeit (angestammt und angepasst) eingeschränkt ist, sind
ebenfalls nachvollziehbar. So erscheint es plausibel, da
ss sich – da
die täglichen Nachhallerinnerungen
an den Unfall und die nächtlichen Alpträume über dieses Ereignis
,
von welchen die Beschwerdeführerin
einige Wochen nach dem Unfall
noch in zunehmenden Masse heimgesucht wurde, nun
deutlich weniger geworden sind
–
die
posttraumatische Belastungsstörung
(so
weit überhaupt von einer solchen ausgegangen werden kann)
am Zurückbilden
ist
und
sich
damit
im
Abklingen
befindet
.
Weiter ist es
entgegen der An
sicht der Beschwerdeführerin
nachvollziehbar,
wenn
die Gutachter, wie sie in der Ergän
zung zur Expertise erläuterten,
gestützt auf ihre objektiven Befunde bei der Be
schwerdeführerin
eine
gegenwärtig leichte depressive Störung mit
somatischem
Syndrom
d
iagnostizieren und sich nicht auf den mittels der
Ha
milton-Depressi
onsskala
ermittelten Wert stützen
, mithin
k
eine mittelschwere depressive Ver
stimmung annehmen.
Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist festzuhalten, dass
e
in solches Testergebnis im Rahmen
einer psychiatrischen Exploration für die Zwecke der Sozialversicherung von vorn
herein nicht aus
schlag
gebend sein
kann
, da es
teilweise
auf den
Angaben und Einschätzungen der versicherten Person selber beruh
t.
E
inem testmässigen Er
fassen der Psycho
pathologie im Rahmen der psychiatrischen Exploration
kann demgemäss
ge
ne
rell
nur ergänzende Funktion beigemessen werden; ausschlag
gebend bleibt die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung,
Symptomer
fassung
und
Ver
haltensbeobachtung
(Urteil I 391/06
vom
9.
August 2006
E.
3.2.2).
Der Be
schwer
de
führerin ist
dahingehend
zuzustimmen,
dass
eine Stellungnahme
zur Dis
krepanz
zu erwarten gewesen wäre. Diese erfolgte
im Nachgang
zur Exper
tise
unter dem Hinweis, dass sie
sich
bei ihrer Diagnosestell
ung
auf ihre ob
jek
tiven Befunde ge
stützt
hätten. Dies erscheint als einleuchtend
.
Anzufügen bleibt, dass selbst wenn die Gutachter
gemäss dem Wert der Hamil
ton-Depressionsskala von
eine
r
mittelschwere
n
depressive
n
Episode
ausgegan
gen wären
,
einer solchen
Diagnose nicht ohne weiteres
eine
invalidisierende Wirkung
zuzusprechen
wäre
.
Bei
einer mittelgradigen depressiven
Episode
(
Di
agnose-Code ICD-10 F32.1
)
handelt es sich definitionsgemäss um ein vorüber
gehendes Leiden, indem solche Episoden im Mittel etwa sechs Monate, selten
länger als ein Jahr dauern und länger dauernde Störungen unter F33 (rezidi
vie
rende depressive Störung) oder F34 (anhaltende affektive Störung) zu sub
sumie
ren sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2011 vom 1
4.
Juni 2011 E. 6.3.2 mit Hinweis, Urteil I 510/2006 vom 2
6.
Januar 2007). Im letztgenannten Urteil hat das Bundesgericht in E.
6.3 er
wogen, dass es sich bei einer depressiven Episode mittleren Grades mit soma
ti
schen Symptomen (ICD-10 F32.11) um
ein
Leiden vorübergehender Natur hand
le und diese
s
daher in der Regel nicht invali
di
sie
rend sei. Des Weiteren hat das Bundesgericht wiederholt festgestellt, dass leichte
bis höchstens mittel
schwere psychische Störungen aus dem depressiven
Formen
kreis
grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
gelten (vgl. etwa
Urteil des Bun
desgerichts
8C_759/2013 vom
4.
März
2014
E.
3.6.1
mit Hinweisen
).
5.2
Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, die Aussagen der Gutachter seien unvollständig und bezüglich der Einschätzung der Zumutbarkeit/Verwertbarkeit ihrer medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit – ohne Durchführung eines
Arbeitsassessments
– nicht aussagekräftig
(
Urk.
1 S. 9)
.
Zudem seien keine
fremd
anamnestische
Auskünfte
eingeholt w
o
rden (S. 10).
Die
angebrachte
n
Kritik
punkt
e
der Beschwerdeführerin
sind nicht geeignet, die Beweiskraft des
Z.___
-
Gutachtens zu erschütter
n
.
D
as ausführli
che Gutachten
wurde
von einer kompetenten Stelle durch Fachärzte für Innere Medizin, Rheu
ma
tologie, Neurologie sowie Psychiatrie
erstellt, weshalb grund
sätzlich davon auszugehen ist, dass
es
lege
artis
angefertigt worden ist.
Ein
Arbeitsassessment
war sodann nicht zwingend, hatten sich die Gutachter doch über die medi
zi
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit auszusprechen und ging es nicht um die Heranführung der Beschwerdeführerin an eine Arbeitstätigkeit im Rahmen be
ruf
licher Massnahmen.
Weiter musste
n
sich
die
Gutachter nicht mit anderen
Ärzten in Verbindung setzen, liegt doch das Einholen fremdanamnestischer Aus
künfte in
ihrem
Ermessens
spielraum
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_65/2012 vom
2
8.
Februar 2012 E. 4.3 mit Hinweisen).
5.3
Der behandelnde Psychiater,
Dr.
B.___
,
sowie der Hausarzt,
Dr.
A.___
,
gingen
von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
aus (vgl. E. 4.1 und E. 4.2
hievor
)
.
Diese abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte ver
mögen keine Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu begründen
:
Bezüglich der vom behandelnden Psychiater attestierten 50%igen Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin (vgl. E.
4.2
hievor
) führten die Gutachter aus, dass
Dr.
B.___
damals von Konzentrationsstörungen und körperlichen Schmerzen aus
gegangen sei. Anlässlich ihrer Untersuchung hätten sie
bei der Beschwerde
führerin
jedoch keine Anhaltspunkte für eine Störung der Konzentration und keine somatisch erklärbaren Schmerzen gefunden.
Zudem wiesen sie daraufhin,
dass der behandelnde Psychiater eine Erhöhung der 50%igen Arbeitsfähigkeit nicht gänzlich ausgeschlossen habe (vgl.
Urk.
7/23/1-35 S. 33).
Dass die Gut
achter demnach nicht der Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden Psychi
a
ters folgten, ist gestützt auf ihre eigenen Untersuchungsergebnisse nachvoll
ziehbar. Zudem ist zu erwähnen, dass sich die Beurteilung des
Dr.
B.___
und diejenige der Gutachter nicht
zwingend widersprechen, zumal der behandelnde Psychiater eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit nicht für gänzlich unmöglich befand. Mit Blick auf die divergierenden medizinischen Ansichten ist ergänzend darauf
hinzuweisen, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sa
che her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklä
rungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder
Ge
richtsexpertise
stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden
Auffassungen festhalten (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009
E.
5.1
mit Hinweis
).
Die Einschätzung des
behandelnden
Dr.
B.___
ist da
mit nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung anzuzweifeln.
Gleich verhält es sich mit der
abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung
des Haus
arztes,
Dr.
A.___
(vgl. E.
4.1
hievor
). Denn bei
Berichten von behandelnden Ärzten
darf
und soll
der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc
mit Hinweisen).
Zudem begründete er die Arbeits
un
fähigkeit mit Schmerzen und
Depression, was nicht zu seinem Fachbereich (Innere Medizin) gehört.
5.4
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf das überzeugende
Z.___
-
Gutachten vom 1
7.
Februar 2011 (
Urk.
7/23/1-35) abzustellen ist. Es ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten sowie in einer angepassten Tätigkeit zu 70
%
arbeitsfähig ist.
Gestützt auf die Beur
tei
lung des RAD ist mit
der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die 70%ige Leistungsfähigkeit spätestens ab Januar 2011 besteht. Bis
dahin
ist eine
solche von 50
%
anzunehmen
(vgl. E. 4.4
hievor
)
.
Der medizinische Sach
verhalt ist in dem Sinne als erstellt zu betrachten. Von weiteren medizinischen Ab
klä
rungen, wie dies in der Beschwerdeschrift beantragt wurde (vgl.
Urk.
1 S.
2) ist abzusehen, da
hievon
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi
pierte
Beweiswürdigung, vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2).
Zu prüfen bleiben die er
werb
li
chen
Auswirkungen.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invali
di
tätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.2
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, wo
rauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
tätsgrad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leis
tungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grund
sätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezi
fischen Methode (
Art.
28a
Abs.
2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemes
sen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die
leidens
be
dingte
Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre er
werbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschrän
kung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Um
fangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis
des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches
Bemes
sungsverfahren
;
BGE 128 V 29 E.
1; AHI 1998 S.
120 E.
1a und S.
252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich ge
wichteten
Betäti
gungs
vergleichs
unterscheidet sich von der allgemeinen Me
thode des
Ein
kom
mensvergleichs
Unselbständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der
Ein
kom
mensermittlung
nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung
unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Bran
che
, Erfahrung des Betriebsinhabers, etc.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundes
ge
richts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E.
3.3.1 mit Hinweis).
Die Rechtsprechung ausserordentliche
Invaliditäts
bemessungs
m
ethode kann nur
dann zur Anwendung gelangen, wenn ein
Selbständigerwerbender
nach dem Eintritt der Invalidität seinen Betrieb beibehält und es zu klären gilt, in welchen Teil
be
reichen er nunmehr eingeschränkt ist und welche erwerblichen Folgen dies nach sich zieht.
Gibt ein
Selbständigerwerbender
jedoch nach Eintritt der Invalidität seinen Betrieb auf, fallen ab dem Zeitpunkt der Geschäftsaufgabe die Vo
raus
setzungen für die Ermittlung des erwerbsbezogenen Invaliditätsgrades im ausser
ordentlichen Bemessungsverfahren dahin (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_116/2012 vom 1
5.
März 2012 E. 3.2 mit Hinweis).
6.3
D
ie
Beschwerdegegnerin
ging
bei der Ermit
tlung des Invaliditätsgrades der
Be
schwerdeführerin
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vor
(vgl. E. 3.1
hievor
)
.
Die Beschwerdeführerin beantragte
indes
die Bemessung der Invalidität anhand der ausserordentlichen Methode (vgl. E. 3.2
hievor
).
6.4
Vorliegend hat
die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen nach Eintritt des Gesundheitsschadens im März 2011
, aber
vor Erlass der angefochtenen Ver
fü
gung vom 1
7.
April 2013 das mit ihrem Ehemann geführte Restaurant aufge
ge
ben
und verkauft
(vgl. Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vom
7.
Ma
i 2012
,
Urk.
7
/
33 S.
5 sowie
Urk.
1 S.
5 und S.
11 f.).
Damit besteht für die An
wendung der ausserordentlichen Methode von vornherein kein Raum (vgl. E.
6.2
hievor
). Die Beschwerdegegnerin hat
demnach
zu Recht die allgemeine
Be
mes
sungsmethode
des Ei
nkommensvergleichs angewendet.
7.
7.1
7.1.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu
letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wick
lung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE
129 V 222 E.
4.3.1 mit Hinweisen).
Bei
Selbständigerwerbenden
ist auf den wäh
rend einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst ab
zustellen, wenn
das
Valideneinkommen
starke und verhältnismässig kurzfristig in Er
schei
nung getretene Schwankungen aufweist (Urteil des Bundesgerichts 8C_515/2008
vom 2
3.
März 2009
E. 4.1
mit Hinweisen).
7.1.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den durchschnittlichen Verdienst gemäss dem
Auszug aus dem individuellen Konto
der Jahre 2006 bis 2008 (vgl.
Abklärungsbericht für
Selbständiger
wer
bende
vom
7.
Mai 2012;
Urk.
7
/
33 S. 8). Unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnentwick
lung
für das Jahr 2010 bemass sie das
Valideneinkommen
für den
Einkom
mensvergleich
ab Ablauf der Wartezeit, basierend auf einer 50%igen Arbeitsfä
higkeit der Beschwerdeführer
in
, mit
Fr.
37‘986.10 (
2006
Fr.
27‘500.-- + 2007
Fr.
52‘600.-- + 2008
Fr.
30‘300.-- [vgl.
Urk.
7/26/1] =
Fr.
110‘400.-- : 3 = 36‘800.--
, indexiert per 2010
=
Fr.
37‘986.10
)
. Das
Valideneinkommen
für den Einkommensvergleich ab Januar 2011 (
bei
70%ige
r
Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin) setzte sie – unter Berücksichtigung der
Nominallohnent
wick
lung
für das Jahr 2011 – auf
Fr.
38‘403.95 fest.
Das Vorgehen
der
Be
schwer
de
gegn
erin
erscheint sachgerecht, ist unbestritten geblieben und gibt zu keinen Weiterungen Anlass.
7.2
7.2.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf
lich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon
kret steht
. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 E.
3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen,
dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der Schweizeri
schen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik kann - aus
nahms
weise - der Lohn eines einzelnen Sektors ("Produktion" oder "Dienstleis
tungen") oder gar einer bestimmten Branche hergezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwer
tung der ver
blei
benden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die
vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Be
reich tätig ge
we
sen
waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr.
20 S.
63, 9C_237/2007 E.
5.1; Urteil des Bundesgerichts
9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3
)
.
7.2.2
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin
auf die LSE aus dem Jahr 2010, Tabelle TA 1, Spalte 55-56
Gastge
werbe
/
Beherbergung und Gastronomie, Anforderungsniveau 1+2
(vgl.
Urk.
7/33 S. 8)
.
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, es sei ihr effektiv er
ziel
ter Lohn
als 50
%
-Angestellte seit Juni 2011 als Invalideneinkommen im
Ein
kommensvergleich
einzusetzen
(
Urk.
1 S. 9)
.
Aus medizinischen Gründen ist die
Beschwerdeführerin
seit Januar 2011 zu 70
%
arbeitsfähig. Da sie
lediglich
zu 50
%
im Take
Away
ihres Ehemannes an
gestellt ist
, ist
in Übereinstimmung
mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass sie
ihre Restarbeitsfähigkeit nicht
optimal
verwertet, womit
ein Abstellen auf die LSE
ge
recht
fertigt
erscheint
(vgl. E. 7.2.1
hievor
)
.
Ebenfalls
erscheint
es
angezeigt
auf den Durchschnittswert im Bereich Gastronomie für im privaten
Sek
tor arbeitende Frauen, welche selbständige und qualifizierte Ar
beiten ver
rich
ten, abzustellen. Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin des
Wirte
patents
und ver
fügt über mehrjährige, einschlä
gige Berufserfahrung.
Das dadurch ermittelte Invalideneinkommen
für den Einkommensvergleich ab Ab
lauf Wartezeit
veranschlagte die Beschwerdegegnerin
– u
mgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung
–
mit
Fr.
28‘579.10
(50 %)
beziehungsweise mit
Fr.
40‘450.85
(70 %)
für den Einkommensvergleich ab Januar 2011 (vgl.
Urk.
2 S. 2). Dies ist nicht zu beanstanden
und
gibt zu keinen Weiterungen Anlass.
7.2.3
In Bezug auf den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Leidensabzug vom Invalideneinkommen von 10
%
aufgrund ihrer Teilzeitbeschäftigung (vgl.
Urk.
1 S.
12) ist anzumerken, dass -
entgegen der Ansicht der Beschwerdefüh
rerin – teilzeitlich tätige Frauen statistisch gesehen einkommensmässig eher besser gestellt sind (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 8C_241/2011 vom 2
1.
Novem
ber
2011 E. 3.2 mit Hinweisen).
Dass die Beschwerdegegnerin
dem
nach
keinen Abzug gewährte
,
erscheint
als
sachgerecht
, ist die Beschwerdeführerin im mög
lichen zeitlichen Umfang doch voll einsetzbar
.
7.2.4
Für die von der Beschwerdeführerin thematisierte Parallelisierung der Ein
kom
men (Urk. 1 S.
12) bleibt –
bei Bestimmung des
Valideneinkommens
aufgrund selbständiger Erwerbstätigkeit – kein Raum (vgl. zur Massgeblichkeit des abge
rechneten Einkommens Urteile des Bundesgerichts 8C_2011 vom 6. April 2011
E.
4.3.1 und 9C_8/2012 vom 12.
März 2012 E.
2.2)
.
Inwiefern der Verlust des Jahres 2010 und der Verkauf des Restaurants
Einfluss
auf den
Einkommens
vergleich
haben
soll (Urk. 1 S. 12), ist nicht erkennbar.
7.3
Aufgrund des Ausgeführten sind folgende Einkommensvergleiche zu
bestätigen
:
Einkommensvergleich ab Ablauf Wartezeit 2
5.
Mai 2010
Valideneinkommen
Fr.
37‘986.10
Invalideneinkommen
Fr.
28‘579.10
Erwerbseinbusse
Fr.
0
9‘407.--
=
Invaliditätsgrad von 25
%
Einkommensvergleich ab
1.
Januar 2011
Valideneinkommen
Fr.
38‘403.95
Invalideneinkommen
Fr.
40‘450.95
Es resultiert keine Erwerbseinbusse. Der Invaliditätsgrad beträgt 0
%
.
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass
ein
Anspruch der Beschwer
de
führerin auf Rentenleistungen zu Recht verneint wurde
und
die
Verfügung der
Beschwer
degegnerin
vom 1
7.
April 2013 nicht zu beanstanden
ist
. Die Be
schwer
de ist entsprechend abzuweisen.
8.
Die Gerichtskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
lic
.
iur
.
Y.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubMinder