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**Case Identifier:** ec44ece2-45e9-54e6-9f3b-5a20b774e1b5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.07.2020 UV 2019/19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-19_2020-07-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/19

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.12.2020

Entscheiddatum: 22.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 22.07.2020
Art. 6 Abs. 1 UVG: Verneinung der Unfallkausalität einer SLAP Läsion und 
einer Zyste, welche sich aus der SLAP Läsion entwickelt hat; dies 
insbesondere mit Blick auf die ausserdem vorliegenden umfassenden 
degenerativen Gesundheitsschäden im Bereich der Schulter. Art. 6 Abs. 2 
UVG: Verneinung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf 
Art. 6 Abs. 2 UVG. Ist der Beweis erbracht, dass die SLAP Läsion nicht 
natürlich kausal auf den Unfall zurückzuführen ist, ist auch die Vermutung 
der Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG umgestossen und der 
Unfallversicherer von seiner Leistungspflicht befreit. In dem Sinne erübrigt 
sich bei fehlendem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen einem 
Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG und einer Listenverletzung eine 
Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG (Urteil des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juli 2020; UV 
2019/19).

Entscheid vom 22. Juli 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2019/19

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Urs Kröpfli, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 310, 

8500 Frauenfeld,

gegen

ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahnhofstrasse 13, Postfach 15, 

7302 Landquart,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, Hartbertstrasse 11, Postfach 611, 

7001 Chur,

Gegenstand

Heilbehandlung / Taggeldleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Physiotherapeut bei den B.___, tätig und 

dadurch bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (nachfolgend: ÖKK) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 14. März 2018 mit dem Rennvelo in 

einer Kurve ausrutschte und auf die rechte Schulter fiel (UV-act. 1). Eine 

Erstbehandlung fand am 15. März 2018 im Departement Orthopädie des Spitals C.___ 

statt, dessen Ärzte nach einer Röntgenuntersuchung der rechten Schulter eine Tossy 

III-Verletzung rechts nach Velosturz mit Kontusion Handgelenk rechts, Hautexkoriation 

Knie links und Beckenkontusion rechts diagnostizierten und eine Operationsindikation 

stellten (UV-act. 2). Am 21. März 2018 führte Dr. med. D.___, Oberarzt Orthopädie i.V., 

Departement Orthopädie des Spitals C.___, beim Versicherten bei der Diagnose einer 

A.a. 

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AC-Gelenksluxation rechts vom Typ Rockwood V eine AC-Gelenksstabilisation rechts 

mittels Twin Tail TightRope-System durch (UV-act. 5). Am 23. März 2018 wurde der 

Versicherte mit einer Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 15. März 

bis 6. Mai 2018 aus dem Spital entlassen (UV-act. 6). Am 25. April 2018 führte Dr. 

D.___ beim Versicherten eine Verlaufskontrolle mit Röntgenuntersuchung durch, bei der 

sich die Lage des Implantats korrekt und die Stellung im Bereich des AC-Gelenks 

regelrecht zeigte. Klinisch erhob Dr. D.___ im Bereich der rechten Schulter reizlose 

Haut- und Weichteilverhältnisse, eine schön verheilte Narbe, noch etwas 

Hyposensibilität distal und lateral von der Wunde, eine moderate Druckdolenz und eine 

unauffällige Bewegungsfreiheit bis zur Horizontalen (UV-act. 9).

Auf Anmeldung des Departements Orthopädie des Spitals C.___ wurde beim 

Versicherten am 21. Juni 2018 im Departement Radiologie des Spitals C.___ eine MRI-

Untersuchung des rechten Schultergelenks zur Abklärung einer 

Rotatorenmanschettenläsion und einer Fettatrophie der Muskeln durchgeführt. Gemäss 

dem am selben Tag von den untersuchenden Ärzten erstellten Bericht konnten ein 

ansatznaher artikularseitiger Partialriss der Infraspinatussehne mit Muskelverfettung 

Grad II nach Goutallier, eine chronische Tendinopathie der Supraspinatus- und 

Subscapularissehne sowie der langen Bizepssehne und schliesslich eine SLAP II-

Läsion ausgemacht werden (UV-act. 12).

A.b. 

Am 4. Juli 2018 stellte Dr. med. E.___, Leitender Arzt, Klinik für Rheumatologie und 

internistische Rehabilitation, Rehabilitationszentrum F.___, dem Versicherten ein 

ärztliches Zeugnis für eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 3. bis 29. Juli 2018 aus 

(UV-act. 10-3, vgl. dazu auch UV-act. 10-1). Zudem reichte er der ÖKK einen 

Arztbericht ein, worin er zu verschiedenen Fragen Stellung nahm. Dr. E.___ hielt unter 

anderem fest, dass er den Versicherten erstmals am 18. Juni 2018 in seiner 

Sprechstunde gesehen habe, danach wieder am 22. Juni 2018 und zuletzt am 4. Juli 

2018. Die 50%-ige Arbeitsfähigkeit sei seit dem 19. Juni 2018 attestiert worden. Dies 

aufgrund der deutlichen Zunahme der Beschwerden bei der Aufnahme eines 100%-

Pensums. Die Bestätigung ab dem 2. (gemäss ärztlichem Zeugnis "3." [UV-act. 10-3]) 

Juli 2018 sei aufgrund der im MRI diagnostizierten Schädigung mit SLAP-Läsion und 

Tendinopathie der Supraspinatus- und Subscapularissehne sowie langen Bizepssehne 

rechts und dem Partialriss der Infraspinatussehne erfolgt. Die Tätigkeit als 

A.c. 

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B.  

Physiotherapeut entspreche einer körperlichen Tätigkeit mit teilweisem Transferieren 

von schwerstbetroffenen Patienten. Dies sei dem Versicherten momentan nur 

angepasst möglich. Am 3. Juli 2018 sei im Spital C.___ eine glenohumerale Infiltration 

rechts erfolgt. In der Konsultation vom 4. Juli 2018 habe der Versicherte berichtet, dass 

es danach zu einer deutlichen Schmerzlinderung gekommen sei (UV-act. 11).

 Am 20. Juli 2018 wurde der Schadenfall durch den beratenden Arzt der ÖKK, Dr. 

med. G.___, medizinisch beurteilt. Dieser befand, dass der natürliche Kausal­

zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 14. März 2018 und den Beschwerden per 

2. Juli 2018 entfallen sei. Die Tendinopathien, die Teilläsion der Infraspinatussehne und 

die SLAP-Läsion könnten nicht unfallkausal sein. Die weitere Arbeitsunfähigkeit sei 

indiziert, beruhe jedoch auf krankhaften Veränderungen. Die AC-Luxation sei klar 

unfallbedingt, jedoch zurzeit als ausgeheilt zu betrachten. Die Tatsache, dass die 

momentanen Beschwerden auf die krankheitsbedingte Schulterpathologie 

zurückführbar seien, belege die erfolgreiche Infiltration vom 2. Juli 2018 (UV-act. 13).

A.d. 

Mit Schreiben vom 26. Juli 2018 teilte die ÖKK dem Versicherten mit, dass sie 

gestützt auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes einen Anspruch auf 

Versicherungsleistungen ab dem 2. Juli 2018 ablehnen müsse (UV-act. 14).

A.e. 

Nachdem der Versicherte mit Schreiben vom 2. August 2018 (Posteingang) eine 

anfechtbare Verfügung verlangt hatte (UV-act. 15), holte die ÖKK bei Dr. G.___ eine 

ausführliche versicherungsmedizinische Beurteilung ein (UV-act. 17).

A.f. 

Am 17. August 2018 teilte die ÖKK dem Versicherten verfügungsweise mit, dass 

sie einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ab dem 2. Juli 2018 ablehnen müsse. 

Aufgrund der ausführlichen Beurteilung ihres beratenden Arztes stünden die 

Beschwerden ab dem 2. Juli 2018 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 14. März 2018 (UV-act. 18).

A.g. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 20. August 2018 Einsprache 

(UV-act. 19).

B.a. 

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C.  

Am 5. Oktober 2018 reichte die Orion Rechtsschutz-Versicherungen AG für den 

Versicherten die Einsprachebegründung ein (UV-act. 27-1 ff.). Zusammen mit dieser 

legte sie einen Zwischenbericht Physiotherapie des behandelnden Physiotherapeuten 

H.___ vom 30. Juli 2018 (UV-act. 27-9), einen Operationsbericht von Dr. med. I.___, 

Klinik J.___ (UV-act. 27-7), einen Austrittsbericht und einen weiteren Bericht von Dr. 

I.___ vom 26. August 2018 (UV-act. 27-5f.) bzw. 25. September 2018 (UV-act. 27-10 ff.) 

sowie verschiedene Fachartikel vor (UV-act. 27-13 ff.). Dr. I.___ hatte beim Versicherten 

am 24. August 2018 arthroskopisch eine Tenotomie/Tenodese der langen Bizepssehne 

durchgeführt, eine spinoglenoidale Zyste eröffnet und eine partielle Labrumresektion 

vorgenommen (UV-act. 25).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 23. Januar 2019 wies die ÖKK die Einsprache des 

Versicherten ab (UV-act. 28).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 23. Januar 2019 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter Fürsprecher U. Knöpfli, 

Frauenfeld, am 21. Februar 2019 Beschwerde erheben mit folgenden Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid der ÖKK (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 23. 

Januar 2019 sei vollumfänglich aufzuheben; 2. Es seien gegenüber dem 

Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten- und 

Taggeldleistungen) auszurichten; 3. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den 

Beschwerdeführer angemessen zu entschädigen (act. G1).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. M. Schmid, Chur, die Abweisung der 

Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3).

C.b. 

In seiner Replik vom 4. April 2019 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an den Beschwerdeanträgen fest (act. G5).

C.c. 

Mit Schreiben vom 23. April 2019 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin seinerseits an den Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest 

und verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G7).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen über den 2. Juli 

2018 hinaus abgelehnt hat.

2.  

Mit Schreiben vom 30. April 2019 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eine Honorarnote über insgesamt Fr. 3'308.85 (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein (act. G9, G9.1).

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt also zunächst einen Unfall im Sinne 

von Art. 4 ATSG voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der Leistungspflicht 

des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem 

Unfall und der festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; 

BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; André Nabold, in: Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], Bern 2018, N 48 ff. zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Irene Hofer, Basel 2019, N 66 zu 

Art. 6 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (vgl. UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53, 59 zu Art. 6 UVG; 

BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; 

BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 

2.1. 

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8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen hat 

indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne 

weiteres gegeben (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 

365 E. 5c/bb mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Ob ein natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 

Rz. 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 

54).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Während bei der 

Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, demzufolge die 

versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten 

Wegfall der vom Unfallversicherer zunächst anerkannten Kausalität die 

Unfallversicherung (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 

326; Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 

264 E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Die Beweislastverteilung bezüglich 

Wegfall der Unfallkausalität gilt allerdings nur für Schädigungen, welche bei der 

Anerkennung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers auch wirklich zur Diskussion 

standen (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, 

auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.).

2.2. 

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 2.3. 

Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen anerkannt, dass der 

Beschwerdeführer am 14. März 2018 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit einer 

schädigenden Einwirkung auf die rechte Schulter sowie das rechte Handgelenk erlitten 

und sich dabei eine AC-Gelenksluxation rechts vom Typ Rockwood V sowie eine 

Scaphoidfraktur bzw. Fraktur des Os naviculare am Handgelenk rechts zugezogen hat 

(UV-act. 5 f., UV-act. 7 ff.) und sie für diese Verletzungen leistungspflichtig ist. 

Demgemäss hat sie Versicherungsleistungen für Heilbehandlungen, insbesondere für 

die operative AC-Gelenksstabilisation rechts vom 21. März 2018 (UV-act. 5), und für 

Arbeitsunfähigkeiten (vgl. UV-act. 6) erbracht.

2.3.1. 

Am 5. Juli 2018 wurde der Beschwerdegegnerin ein ärztliches Zeugnis von Dr. 

E.___ vom 4. Juli 2018 eingereicht, wonach beim Beschwerdeführer ab dem 3. Juli 

2018 weiter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bis 29. Juli 2018 bestehe. Im Verlauf erfolge 

eine Reevaluation in einer Sprechstunde vom 30. Juli 2018 (UV-act. 10). Erstmalig mit 

dem Arztbericht vom 4. Juli 2018 von Dr. E.___ (UV-act. 11) erhielt die 

Beschwerdegegnerin ausserdem davon Kenntnis, dass beim Beschwerdeführer am 21. 

Juni 2018 eine MRI-Untersuchung durchgeführt worden sei, worin sich bei ihm 

zusätzlich zum Status nach offener AC-Gelenksstabilisation nach Rockwood V 

Verletzung eine Tendopathie der Supraspinatus- und Subscapularissehne sowie der 

langen Bizepssehne rechts, eine SLAP-Läsion und ein Partialriss der 

Infraspinatussehne gezeigt hätten. Aufgrund dessen sei im Spital C.___ am 3. Juli 2018 

eine glenohumerale Infiltration rechts erfolgt. Weiter wurde die Beschwerdegegnerin 

darüber informiert, dass seit dem 19. Juni 2018 nur eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

bestanden habe. Dies aufgrund der deutlichen Zunahme der Beschwerden bei 

Aufnahme eines 100%-Pensums. Die Arbeitsfähigkeit zu 50% sollte bis zum 29. Juli 

2018 weitergeführt werden (UV-act. 11, vgl. dazu auch UV-act. 12). Nach 

Kenntnisnahme der neuen Diagnosen liess die Beschwerdegegnerin durch ihren 

beratenden Arzt Dr. G.___ prüfen, ob der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall vom 14. März 2018 und den Beschwerden entfallen sei, und verneinte 

gestützt auf dessen Beurteilungen vom 20. Juli 2018 (UV-act. 13) und 6. August 2018 

(UV-act. 17) mit Verfügung vom 17. August 2018 ab 2. Juli 2018 (einen Tag vor der 

Infiltration im Spital C.___ [UV-act. 11-2]) einen Anspruch des Beschwerdeführers auf 

weitere Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (UV-act. 18). Zusammen 

mit der Einsprachebegründung vom 5. Oktober 2018 reichte die Orion Rechtsschutz-

Versicherung AG der Beschwerdegegnerin ausserdem eine Stellungnahme von Dr. 

I.___ vom 25. September 2018 (UV-act. 27-10 ff.) ein, welcher die Beschwerdegegnerin 

2.3.2. 

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erstmals entnehmen konnte, dass beim Beschwerdeführer im Rahmen einer weiteren 

MRI-Untersuchung vom 9. August 2018 zusätzlich eine spinoglenoidale Zyste 

ausgehend von der SLAP-Läsion bzw. vom posterioren Labrum festgestellt worden 

war, welche zu einer Kompression des Nervus supraspinatus und in der Folge zu einer 

elektromyographisch messbaren Denervation sowie MR-tomographisch darstellbaren 

Degeneration und Atrophie des Musculus supraspinatus und infraspinatus geführt 

hatte. Dass im Leistungseinstellungszeitpunkt die Luxation des AC-Gelenks und die 

Fraktur des Os naviculare rechts ausgeheilt gewesen waren, ist unbestritten. Nach der 

Leistungseinstellung wurden jedoch beim Beschwerdeführer im Spital C.___ eine 

glenohumerale Infiltration und am 24. August 2018 durch Dr. I.___ arthroskopisch eine 

Tenotomie/Tenodese der langen Bizepssehne, eine Eröffnung der spinoglenoidalen 

Zyste sowie eine partielle Labrumresektion durchgeführt (UV-act. 25).

Angesichts der dargelegten Sachlage ist festzuhalten, dass die im Rahmen der 

MRI-Untersuchungen vom 21. Juni und 9. August 2018 festgestellten 

Gesundheitsschäden von der ursprünglichen Anerkennung der Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin nicht erfasst waren. In diesem Fall liegt - obwohl eine 

Leistungseinstellung streitig ist - die Beweislast hinsichtlich der Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus für die 

bestehenden Gesundheitsschäden leistungspflichtig ist, beim Beschwerdeführer. Er 

hat die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Erwägung 2.2; vgl. dazu 

auch Rumo-Jungo, a.a.O., S. 79).

2.3.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351, E. 3a mit Hinweis). Insofern 

2.4. 

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kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die Versicherung 

während des Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und 

Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 

353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 

Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen 

formellen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche 

streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen 

tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als 

schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung 

eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit eines Berichts oder Gutachtens eines 

versicherungsinternen Arztes oder einer versicherungsinternen Ärztin, sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4). Ausserdem ist darauf 

hinzuweisen, dass auch reine Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von 

Dr. G.___ am 20. Juli und 6. August 2018 erstellt wurden (UV-act. 13, UV-act. 17), 

beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 

2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Insbesondere die vorliegend bedeutsame 

versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. G.___ vom 6. August 2018 (UV-act. 17) 

wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben und enthält eine entsprechende 

Sachverhaltszusammenfassung. Sie beinhaltet sodann eine ausführliche Begründung 

der strittigen Kausalitätsfrage. Weiter ist festzustellen, dass Dr. G.___ zwar nicht über 

einen Facharzttitel verfügt, jedoch Inhaber des "Fähigkeitsausweises Vertrauensarzt" 

der Schweizerischen Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte ist (vgl. 

https://www.medecins-conseils.ch/licence/personalinfo/?138, abgerufen am 7. Juli 

2020). Dies führt zwar nicht dazu, dass ihm die Fähigkeit zugesprochen werden könnte, 

in einem bestimmten fachmedizinischen Bereich Befunde zu erheben und Diagnosen 

zu stellen. Doch besitzt er als Vertrauensarzt besondere Kenntnisse des 

Schweizerischen Krankenversicherungs- und Unfallversicherungswesens und der 

gesetzlichen Grundlagen dazu. Er ist zur Beratung der Versicherer in medizinischen 

Fachfragen speziell ausgebildet und unterliegt einer regelmässigen 

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3.  

Weiterbildungsverpflichtung (vgl. Art. 57 des Bundesgesetzes über die 

Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] sowie das Fähigkeitsprogramm 

Vertrauensärzte vom 1. Juli 2003 in der Fassung vom 16. Juni 2011, erlassen vom 

Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung der FMH [abrufbar unter 

www.vertrauensaerzte.ch/licence/fpva.pdf]). Damit ist er genügend befähigt, die von 

einem Facharzt erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen sowie deren 

Ursächlichkeit zu würdigen und vermag zuverlässig einzuschätzen, inwiefern ein 

vorliegender medizinischer Sachverhalt überzeugt oder als nicht genügend abgeklärt 

zu betrachten ist. Weiter ist von einem Vertrauensarzt zu erwarten, dass er bei der 

Würdigung eines konkreten medizinischen Sachverhalts erkennen kann, ob er dazu 

fachlich in der Lage ist oder nicht. Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine 

formellrechtlichen Gründe gegen den Einbezug der Aktenbeurteilungen von Dr. G.___ in 

die Beweiswürdigung. Ob letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der 

nachfolgenden materiellrechtlichen Beweiswürdigung zu prüfen.

Nachfolgend ist mithin zu prüfen, ob der Unfall vom 14. März 2018 mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auch für die beim 

Beschwerdeführer nach der Leistungseinstellung ab 2. Juli 2018 behandelten und eine 

Arbeitsunfähigkeit auslösenden objektivierten organischen Gesundheitsschäden im 

Bereich der rechten Schulter (vgl. dazu BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen 

Hinweisen) - dem Partialriss der Infraspinatussehne mit Muskelverfettung Grad II nach 

Goutallier, der chronischen Tendinopathie der Supraspinatus-und Subscapularissehne 

sowie der langen Bizepssehne und der SLAP-Läsion mit nachfolgend aufgetretener 

spinoglenoidaler Zyste - ursächlich gewesen ist. In diesem Fall wäre die 

Beschwerdegegnerin insbesondere für die intraartikuläre glenohumerale Infiltration der 

rechten Schulter vom 3. Juli 2018 (UV-act. 11-2) und die operative Behandlung vom 24. 

August 2018 (UV-act. 25) und weiter bis zur Heilung der unmittelbaren 

Operationsfolgen (Wundheilung, postoperative Schmerzphase, Einnahme von 

Medikamenten, Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) 

leistungspflichtig.

3.1. 

Während von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von Dr. 

G.___ vom 20. Juli und 6. August 2018 (UV-act. 13, UV-act. 17) hinsichtlich sämtlicher 

in Erwägung 3.1 genannten Gesundheitsschäden eine Unfallkausalität verneint wird, 

vertritt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zumindest in Bezug auf die Zyste, 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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welche laut Aussage von Dr. I.___ in der Stellungnahme vom 25. September 2018 (UV-

act. 27-11) vom posterioren Labrum bzw. von der SLAP-Läsion herrührt, und aus der 

wiederum eine Nervenverletzung resultierte, den gegenteiligen Standpunkt. Dr. G.___ 

hält in seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 6. August 2018 (UV-act. 17) 

fest, dass die aktuellen Beschwerden grundsätzlich durch die Schulterpathologie 

selber unterhalb des AC-Gelenks verursacht würden. Dies beweise auch die Infiltration 

am 2. Juli 2018, welche zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden geführt 

habe. Bei der Teilläsion der betroffenen Sehnenunterfläche der Infraspinatussehnen-

Platte der Rotatorenmanschette handle es sich um einen Befund, welcher als 

degenerativ und bis zu einem gewissen Grad alterstypisch bezeichnet werden müsse. 

Dazu passe auch die Muskelverfettung gemäss MRI-Bericht vom 21. Juni 2018 (UV-

act. 12). Die weiteren Sehnenverletzungen, so wie beschrieben, seien ebenso als 

unfallfremd respektive krankhaft zu sehen, weil der Problematik keine entsprechende 

Traumapathologie zugrunde liege. Die beschriebene SLAP-Läsion passe zu der 

gesamten krankhaften Veränderung des Schultergelenks selber. Anhand der Befunde 

von Dr. E.___ und gemäss den MRI-Befunden und nicht zuletzt anhand des 

Infiltrationserfolges müsse davon ausgegangen werden, dass für die aktuellen 

Beschwerden die Schulterpathologie verantwortlich sei, welche nicht auf das 

Unfallereignis zurückgeführt werden könne.

Die Kausalitätsbeurteilung von Dr. G.___ hinsichtlich des Partialrisses der 

Infraspinatussehne sowie der Tendinopathie der Supraspinatus- und 

Subscapularissehne und der langen Bizepssehne ist ohne Weiteres schlüssig und 

überzeugend. Grundsätzlich kann die Rotatorenmanschette als Folge eines Traumas 

ein- oder abreissen. Andererseits neigt sie zur Degeneration. Der Ausdruck "Riss" und 

der von Dr. I.___ verwendete Begriff "Läsion" (UV-act. 27-11) können nicht ohne 

Weiteres mit einer Traumarelevanz verbunden werden (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, 

Orthopädie, orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412, 579 ff., 628, 724 f., 

728 ff., 975, 1057, 1289 f.; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134, 

1353, 1681, 1807 f.; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 

152, 1576, 1646, 1782). Im konkreten Fall deutet der Zustand einer Muskelverfettung 

auf eine Degeneration hin (vgl. Roche Lexikon, a.a.O., S. 1930; https://

medicalforum.ch/article/doi/fms.2019.03247, abgerufen am 7. Juli 2020). Auch die 

Tendinopathie stellt grundsätzlich eine degenerative Veränderung bzw. ein 

krankheitsbedingtes Leiden dar, welches im Rahmen eines normalen 

Alterungsprozesses oder durch Überbeanspruchung entsteht. Sie kann sich höchstens 

sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer primären Unfallverletzung, beispielsweise nach 

einer Fraktur oder Ruptur, entwickeln (zum Gesagten vgl. Debrunner, a.a.O., S. 579 ff., 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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S. 628, S. 700 f., S. 725 ff, S. 735, S. 740 f., S. 1107; Roche Lexikon, a.a.O., S. 134, S. 

280, S. 1808; Pschyrembel, a.a.O., S. 175 f., S. 334; Michael Schünke/Erich Schulte/

Udo Schumacher, Prometheus LernAtlas der Anatomie, Allgemeine Anatomie und 

Bewegungssystem, 4. Aufl. Stuttgart 2014, S. 63). So steht auch der der Tendinopathie 

beigefügte Begriff "chronisch" dem Begriff "traumatisch" entgegen und beschreibt 

gerade keinen akut aufgetretenen Zustand, sondern bedeutet "langsam sich 

entwickelnd, langsam verlaufend" (Pschyrembel, a.a.O., S. 390; Roche Lexikon, a.a.O., 

S. 334). Desgleichen schreibt Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom 25. September 

2018 (UV-act. 27-11) die gelenksseitigen Partialläsionen der Infra- und 

Supraspinatussehne nicht eindeutig dem Trauma vom 14. März 2018 zu. Diese seien 

möglicherweise degenerativer Natur. Dr. I.___ fügt zwar an, dass eine traumatische 

Ätiologie nicht ausgeschlossen sei. Seine Beurteilung lässt jedoch insgesamt einen 

Wertungs- bzw. Beurteilungsspielraum erkennen, der nicht zu genügen vermag, um mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Unfallkausalität zu bejahen (vgl. Erwägung 2.1; 

Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 58). Zur Tendinopathie der Subscapularis- und langen 

Bizepssehne äussert sich Dr. I.___ zwar nicht explizit, doch ist davon auszugehen, dass 

er hinsichtlich dieser die gleiche Einschätzung vertritt und deren Ätiologie gleich 

würdigen würde. Letztlich ist anzufügen, dass auch von beschwerdeführender Seite 

keine konkreten oder substantiellen Einwände erhoben wurden, welche dafür sprechen 

würden, hinsichtlich der obgenannten Gesundheitsschäden mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von unfallbedingten Gesundheitsschäden 

auszugehen.

Nachfolgend bleibt die strittige Unfallkausalität der SLAP-Läsion und der daraus 

resultierenden spinoglenoidalen Zyste mit Kompression des Nervus supraspinatus zu 

prüfen. Wie bereits erwähnt, verneint Dr. G.___ auch eine solche in der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 6. August 2018 (UV-act. 17; vgl. 

Erwägung 3.2).

3.4. 

Den Feststellungen von Dr. G.___ betreffend das Infiltrationsergebnis kann 

insoweit gefolgt werden, dass Tendinopathien als Entzündungen schmerzhaft sind, die 

Infiltration eine wirksame Schmerzbehandlung darstellt (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1107; 

Roche Lexikon, a.a.O., S. 534 f., 1807; Pschyrembel, a.a.O., S. 506 f., 1782) und damit 

seine Schlussfolgerung, die aktuellen Beschwerden seien grundsätzlich durch die 

Schulterpathologie selber unterhalb des AC-Gelenks verursacht, schlüssig erscheint. 

Wie in Erwägung 3.3 dargelegt, ist jedoch hinsichtlich der Tendinopathien nicht von 

einer traumatischen, sondern von einer degenerativen Ursächlichkeit auszugehen. 

Zudem wurde beim Beschwerdeführer am 24. August 2018 nicht nur eine Tenotomie/

3.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Tenodese der langen Bizepssehne durchgeführt, sondern auch die spinoglenoidale 

Zyste eröffnet und eine partielle Labrumresektion vorgenommen. Folglich dürfte 

anzunehmen sein, dass die Schmerzproblematik des Beschwerdeführers nicht nur 

seinen Tendinopathien geschuldet gewesen ist. Vor diesem Hintergrund überzeugt es 

nicht, aus dem Infiltrationsergebnis hinsichtlich Unfallkausalität der SLAP-Läsion etwas 

abzuleiten, und es scheint fraglich, inwieweit damit eine Unfallkausalität widerlegt 

werden kann. Hingegen überzeugt die Feststellung von Dr. G.___, dass die SLAP-

Läsion zur gesamten krankhaften Veränderung des Schultergelenks passe. Eine SLAP-

Läsion kann zwar Folge eines vorangegangenen Traumas (insbesondere einer 

Luxation) sein, wird jedoch in der medizinischen

Literatur auch als degenerativer Gesundheitsschaden beschrieben (Debrunner, a.a.O., 

S. 722, 732, vgl. auch S. 975). Auch Dr. I.___ bezeichnete in seiner Stellungnahme vom 

25. September 2018 beide Ätiologien als möglich (UV-act. 27-11). Der Einbezug der 

Gesamtsituation eines Gelenks in die Beurteilung einer Unfallkausalität erscheint 

schlüssig und überzeugend. So ist es verständlich, dass bei Vorliegen weiterer 

umfassender degenerativer Gesundheitsschäden, insbesondere wenn verschiedene 

Bereiche eines Körperteils (wie hier das AC- sowie das Glenohumeralgelenk der 

Schulter) Gesundheitsschäden aufweisen, die Herauslösung eines einzigen 

Gesundheitsschadens und dessen Betrachtung als unabhängigen, traumatisch 

bedingten Gesundheitsschaden ohne konkreten Grund kein nachvollziehbares 

Ergebnis darstellt. Zumindest ist es nicht wahrscheinlicher als eine durch Degeneration 

begünstigte Entwicklung. Von daher liegt die Feststellung nahe, dass sich auch dieser 

weitere Gesundheitsschaden in die degenerative Problematik einfügt. Dies umso mehr, 

als die SLAP-Läsion des Bizepssehnenkomplexes einen Einriss im Labrum gleonidale, 

wo die lange Bizepssehne ansetzt, darstellt, bei einer SLAP-Läsion vom Typ II - wie sie 

beim Beschwerdeführer erhoben wurde (UV-act. 12) - ein Abriss der langen 

Bizepssehne und des daran anschliessenden vorderen Labrums vom oberen Glenoid 

(Schultergelenk-Pfannenrand) vorliegt (vgl. dazu https://

flexikon.doccheck.com/de/SLAP-L%C3%A4sion; https://www.dr-gross.de/

schulterzentrum -saar/slap-laesion-schulter.html; https://www.schulterhilfe.de/

schulterschmerzen/schulter-lexikon/, alle abgerufen am 7. Juli 2020; Debrunner, a.a.O., 

S. 732) und im MRI-Untersuchungsbericht vom 21. Juni 2018 die chronische 

Tendinopathie der langen Bizepssehne mit Einriss im Bizepskopf beschrieben ist (UV-

act. 12). Analog erhob Dr. I.___ laut Operationsbericht vom 24. August 2018 in der 

Operation den intraartikulären Befund eines sich leicht degenerativ darstellenden 

Bizepsankers und erwähnte die SLAP-Läsion Grad II in dessen Zusammenhang 

("zudem"; UV-act. 25-2).

https://flexikon
https://flexikon
https://flexikon
https://www.dr-gross.de/schulterzentrum%20-saar/
https://www.dr-gross.de/schulterzentrum%20-saar/

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Angesichts des von Dr. I.___ erhobenen Operationsbefundes ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb er in seiner Stellungnahme vom 25. September 2018 (UV-act. 

27-11) in der Zusammenschau zum Schluss gelangt, dass die posterior betonte SLAP-

Läsion mit überwiegend grosser Wahrscheinlichkeit unfallbedingt sei. Seine 

Schlussfolgerung lässt sich auch nicht durch seine Feststellung erklären, dass es - 

wäre die SLAP-Läsion degenerativer Natur und bereits lange vor dem Unfall vorliegend 

gewesen - doch ein sehr seltener Zufall wäre, wenn eine über längere Zeit bestehende 

degenerative posteriore Labrumläsion über lange Zeit inapparent wäre und dann nach 

dem Unfall durch Bildung einer Zyste plötzlich symptomatisch würde. Dr. I.___ 

argumentiert mit dem zeitlichen Zusammentreffen des Unfalls vom 14. März 2018 mit 

der am 9. August 2018 erhobenen Zyste. Die zeitliche Konnexität stellt grundsätzlich im 

Rahmen der Kausalitätsbeurteilung ein bedeutsames Beurteilungskriterium dar und 

kann durchaus ein Hinweis auf einen traumatischen Ursprung sein. Dr. I.___ selbst 

weist jedoch darauf hin, dass die Zyste in der MRI-Voruntersuchung vom 21. Juni 2018 

noch nicht sichtbar gewesen sei, sondern erstmals im Rahmen der MRI-Untersuchung 

vom 9. August 2018 zur Darstellung gekommen sei. Auch zwischen dem Unfall und der 

erwähnten Objektivierung der Zyste lag folglich eine längere Latenzzeit von rund fünf 

Monaten. Sowohl dem Operationsbericht von Dr. I.___ vom 24. August 2018 (UV-act. 

25) als auch dessen Stellungnahme vom 25. September 2018 (UV-act. 27-11) ist zu 

entnehmen, dass sich die Zyste aus der SLAP-Läsion heraus entwickelt hat. Die SLAP-

Läsion wurde in der MRI-Untersuchung vom 21. Juni 2018 erhoben (UV-act. 12). Auch 

inwiefern bei einer Latenzzeit von eineinhalb Monaten zwischen der objektivierten 

SLAP-Läsion und der Zyste ausgerechnet von einer traumatischen Ursächlichkeit 

gesprochen werden kann, nicht jedoch von einer Zyste, welche sich aus einer 

degenerativ bedingten SLAP-Läsion entwickelt hat, ist nicht nachvollziehbar. Dies 

zumal den Darlegungen von Dr. I.___ nicht entnommen werden kann, dass eine Zyste 

eine zwingende Folge einer SLAP-Läsion ist, sondern anhand der Akten letztlich nur 

belegt ist, dass eine SLAP-Läsion und eine von ihr ausgehende Zyste vorgelegen 

haben. An den Gründen für eine überwiegend wahrscheinlich degenerative 

Verursachung der SLAP-Läsion, wie sie in den Erwägungen 3.4.2 dargelegt worden 

sind, ändert sich jedenfalls mit der Argumentation von Dr. I.___ nichts.

3.4.2. 

Dr. I.___ weist schliesslich auf die Häufigkeit von Begleitverletzungen der 

glenohumeralen Binnenstrukturen (Pathologien der langen Bizepssehnen und SLAP-

Läsionen) im Rahmen einer AC-Gelenksluxationsverletzung hin, wie sie der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 14. März 2018 unbestrittenermassen erlitten hat 

(UV-act. 5 f.). Die von ihm gestützt auf medizinische Fachartikel genannten Zahlen (53 

3.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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4.

Aufgrund des in Erwägung 3 Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass in 

Beachtung der vorliegenden medizinischen Akten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt 

der Einstellung der Versicherungsleistungen keine Unfallfolgen mehr vorgelegen haben 

und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die nach dem 

Leistungseinstellungszeitpunkt behandelte SLAP-Läsion und spinoglenoidale Zyste zu 

verneinen ist.

5.  

und 30%) belegen jedoch - wie von ihm selbst formuliert - lediglich ein 

wissenschaftlich belegtes Risiko für solche Begleitverletzungen, nicht jedoch eine 

unausweichliche Folge, zumal SLAP-Läsionen nur eine mehrerer möglichen 

Begleitverletzungen darstellen (UV-act. 27-11). Als Hinweis auf einen den Darlegungen 

in den Erwägungen 3.4.1 f. entgegenstehenden überwiegend wahrscheinlichen 

Sachverhalt vermögen die wissenschaftlich erhobenen Zahlen nicht zu gelten. 

Allgemeine wissenschaftliche Erhebungen können zwar wichtige Hinweise für die 

Kausalitätsbeurteilung liefern. Letztlich ist jedoch der konkrete Einzelfall in seiner 

Gesamtheit zu beurteilen, d.h. es ist in jedem Einzelfall zu prüfen, welche Bedeutung 

den wissenschaftlich erhobenen Daten beizumessen ist.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht sodann in der Beschwerde 

vom 21. Februar 2019 (act. G1) eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt 

auf Art. 6 Abs. 2 UVG geltend. Gemäss dieser Gesetzesbestimmung erbringt die 

Versicherung ihre Leistungen auch bei den folgenden Körperschädigungen, sofern sie 

nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: a. 

Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. 

Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Mit Art. 

6 Abs. 2 lit. a bis h UVG wird die Vermutung statuiert, dass der Unfallversicherer bei 

erfüllter Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von seiner 

Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. dazu Botschaft 

vom 30. Mai 2008, BBl 2008 S. 5411, und Zusatzbotschaft vom 19. September 2014, 

BBl 2014 S. 7922; SZS 2017 S. 33). Auf das Kriterium des äusseren Faktors wird 

explizit verzichtet (BBl 2014 S. 7922).

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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6.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 23. Januar 2019 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Als Versicherungsträger 

hat die obsiegende Beschwerdegegnerin praxisgemäss keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung, soweit - wie vorliegend - die Prozessführung der Gegenpartei 

nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (vgl. Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2020, N 218 zu Art. 61 ATSG). Ihr 

diesbezüglicher Antrag ist daher unbegründet (vgl. act. G3).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Im Urteil vom 24. September 2019 (8C_22/2019) prüfte das Bundesgericht, ob es 

als Notbehelf für denselben Gesundheitsschaden eine subsidiäre Haftung nach Art. 6 

Abs. 2 UVG gebe, wenn Unfallfolgen verneint würden. Im vorliegenden Fall wurde der 

Beweis nicht erbracht, dass der Unfall vom 14. März 2018 die SLAP-Läsion verursacht 

hat. Damit ist aber gleichzeitig auch erstellt, dass eine allfällige Listenverletzung 

vorwiegend, d.h. zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankungen zurückzuführen 

ist. Die Vermutung der Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 

2017 geltenden Fassung ist demnach umgestossen und die Beschwerdegegnerin von 

ihrer Leistungspflicht befreit. In dem Sinne erübrigt sich - wie im obgenannten 

Bundesgerichtsurteil festgestellt - bei einem fehlenden natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen einem Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG und 

einer Listenverletzung eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG. Die 

Frage, ob es sich bei einer SLAP-Läsion um eine Listenverletzung handelt, muss damit 

nicht mehr geprüft werden. (eine SLAP-Läsion Typ II wäre eine Listenverletzung 

[Sehnenriss] vgl. https://www.koordination.ch/de/online-handbuch/uvg/listendiagnose/

listendiagnose/, abgerufen am 7. Juli 2020). Eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin über den 2. Juli 2018 hinaus ergibt sich mithin auch nicht 

gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Beschwerdegegnerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.07.2020
	Art. 6 Abs. 1 UVG: Verneinung der Unfallkausalität einer SLAP Läsion und einer Zyste, welche sich aus der SLAP Läsion entwickelt hat; dies insbesondere mit Blick auf die ausserdem vorliegenden umfassenden degenerativen Gesundheitsschäden im Bereich der Schulter. Art. 6 Abs. 2 UVG: Verneinung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG. Ist der Beweis erbracht, dass die SLAP Läsion nicht natürlich kausal auf den Unfall zurückzuführen ist, ist auch die Vermutung der Leistungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG umgestossen und der Unfallversicherer von seiner Leistungspflicht befreit. In dem Sinne erübrigt sich bei fehlendem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen einem Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG und einer Listenverletzung eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Juli 2020; UV 2019/19).

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