# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d3a832d-ce52-5117-ad3d-be0fc8d1135c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.08.2021 S 2020 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-109_2021-08-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Zwischenverfügung betreffend Begutachtung)

S 2020 109

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Urteil S 2020 109

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1965, war ab dem 24. April 2006 bei der 
C.________ AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von 
Unfällen versichert. Am 21. April 2007 erlitt er einen Nicht-Berufsunfall mit dem 
Mountainbike, wobei es zu einer Talusfraktur des rechten Fusses sowie einer Distorsion 
des rechten Knies mit Anriss des hinteren und vorderen Kreuzbandes kam (Suva-
act. I/244 und 1). Der Versicherte war vorher aufgrund eines Schulterleidens bereits seit 
dem 13. Februar 2007 zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. I/2). Mit Verfügung vom 
17. August 2018 sprach die Suva dem Versicherten eine Rente basierend auf einem IV-
Grad von 10 % sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einem 
Integritätsschaden von 50 % zu (Suva-act. I/547). Dagegen erhob der Versicherte am 
6. September 2018 Einsprache (Suva-act. I/553), welche er am 28. Februar 2019 weiter 
begründete. Darin beantragte er u.a. eine externe Begutachtung hinsichtlich des aus 
somatischer und psychischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsprofils und der 
diesbezüglichen Arbeits- und Leistungsfähigkeit inkl. EFL (Suva-act. I/583). Mit Eingabe 
vom 14. Juni 2019 hielt er daran fest und beantragte explizit eine neuropsychologisch-
psychiatrische Abklärung im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens (Suva-
act. I/590). Am 12. März 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie zur 
Beurteilung des Leistungsanspruchs eine polydisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS 
Zentralschweiz in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie vorsehe (Suva-
act. I/608). Daraufhin gab der Versicherte mit Schreiben vom 3. Juni 2020 zu verstehen, 
dass er an einer psychiatrischen Teilbegutachtung nicht teilnehmen werde und darauf zu 
verzichten sei (Suva-act. I/619). Am 7. Juli 2020 erliess die Suva eine Zwischenverfügung, 
mit der sie an der psychiatrischen Teilbegutachtung festhielt (Suva-act. I/620).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 8. September 2020 beantragte der 
Versicherte, die Zwischenverfügung vom 7. Juli 2020 sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin anzuweisen, auf eine psychiatrische Begutachtung zu verzichten; 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 6. November 2020 beantragte die Suva die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 4). 

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Urteil S 2020 109

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
7. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 8. September 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]. Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer 
wohnt in D.________ (ZG). Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Entscheid am 7. Juli 2020. 
Dieser ging dem Beschwerdeführer am Folgetag zu. Die Beschwerdeschrift wurde am 
8. September 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. 
Unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG gilt die Beschwerde als rechtzeitig 
i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
sodann auch Antrag und Begründung, entspricht somit den formellen Anforderungen an 
eine Beschwerde.

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Urteil S 2020 109

2.2 Anfechtungsgegenstand ist die Verfügung vom 7. Juli 2020, mit welcher die 
Beschwerdegegnerin an der psychiatrischen Teilbegutachtung festgehalten hat. Es 
handelt sich dabei um eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. 
Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; 
SR 172.021). Diese ist gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG selbständig anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (vgl. BGE 132 V 93 
E. 6.1).

In BGE 137 V 210 wurde in Änderung der früheren Rechtsprechung (BGE 132 V 93 
E. 6.5) erkannt, dass die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden 
Nachteils bei der Anordnung von medizinischen Gutachten und der Bezeichnung der 
Gutachter für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren regelmässig gegeben sei, zumal 
die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen 
tatsächlichen Nachteil bewirken werde. Hinzu komme, dass die mit medizinischen 
Untersuchungen einhergehenden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die 
physische oder psychische Integrität bedeuten würden. Demnach können materielle 
Einwendungen beschwerdeweise geltend gemacht werden, beispielsweise solche des 
Inhalts, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie – mit Blick 
auf einen bereits umfassend abgeklärten Sachverhalt – bloss einer "second opinion" 
(Zweitmeinung) entspräche (noch anders: BGE 136 V 156; vgl. auch BGer U 571/06 vom 
29. Mai 2007 E. 4.2).

Vorliegend bringt der Beschwerdeführer vor, ein psychiatrisches Teilgutachten sei nicht 
mehr notwendig und wehrt sich damit gegen die Teilbegutachtung an sich (act. 1 S. 4). 
Angesichts der hiervor zitierten Rechtsprechung ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.3 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine 
unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der 
Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16 und Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer 
befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im 
Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich 
Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu 
beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage (Ueli Kieser, ATSG-

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Urteil S 2020 109

Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 20). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat 
der Versicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 
126 V 353 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten eine 
massgebende Rolle zu. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die 
Mitwirkungspflichten der versicherten Person (vgl. BGE 125 V 193 E. 2). Danach hat sie 
sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn sie zumutbar 
sind. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG müssen jene 
Untersuchungen aber auch notwendig und somit von entscheidender Bedeutung für die 
Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts sein. Die versicherte Person hat sich somit 
nicht jeglicher Untersuchung zu unterziehen, soweit sie sich nicht als unzumutbar erweist. 
In diesem Sinne liegt die medizinische Begutachtung nicht im uneingeschränkten 
Ermessen der rechtsanwendenden Stellen. Diese haben sich von rechtsstaatlichen 
Grundsätzen leiten zu lassen, wozu die Verpflichtung zur Objektivität und 
Unvoreingenommenheit ebenso gehört, wie der Grundsatz der rationellen Verwaltung 
(zum Ganzen BGer 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 4.1 mit Hinweisen).

4. Nachfolgend ist entsprechend zu prüfen, ob eine psychiatrische Teilbegutachtung 
notwendig ist. 

4.1 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass – unter Berücksichtigung der, der Suva 
zukommenden Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens und damit 
des grossen Ermessensspielraums bezüglich Notwendigkeit, Umfang und 
Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen – im vorliegenden Verfahren die 
richterliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer 
Plausibilitäts- resp. Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben muss. Entscheidend ist 
somit, ob die Gründe, die die Suva für die Notwendigkeit weiterer medizinischer 
Abklärungen anführt, plausibel erscheinen. Das Gericht greift demzufolge bei der Frage 
der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung ins Ermessen der mit der Abklärung 
betrauten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, 
eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte 
bestehen, dass sich die Suva bei ihrem Entscheid von sachfremden Motiven hat leiten 
lassen (vgl. VGer Zug S 2012 153 vom 28. Februar 2013 E. 3.1 mit Hinweisen).

4.2 Der Sachverhalt stellt sich im vorliegenden Fall wie folgt dar:

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4.2.1 In der Einsprachebegründung vom 28. Februar 2019 beantragte der 
Beschwerdeführer u.a. eine externe Begutachtung hinsichtlich des aus somatischer und 
psychischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsprofils und der diesbezüglichen Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit inkl. EFL. Er rügte, der rechtserhebliche Sachverhalt sei nicht 
rechtsgenüglich abgeklärt. Dabei verwies er insbesondere auf die durch die langjährige, 
unfallbedingte Einnahme stärkster Schmerzmittel entstandene Einschränkung in der 
Konzentration, sowie auf weitere psychische Einschränkungen (namentlich Depression, 
fehlende mentale und psychische Belastbarkeit), welche von der Suva nicht abgeklärt 
worden seien, obwohl sie vom ihm in der Untersuchung geltend gemacht worden seien 
und sich Hinweise aus den Akten ergeben würden (Suva-act. I/583). Zudem legte er zwei 
ärztliche Zeugnisse, eines von PD Dr. med. E.________ vom 19. November 2018 (Suva-
act. I/584) und eines von Dr. med. F.________, Innere Medizin FMH, vom 3. Dezember 
2018 (Suva-act. I/585), bei.

Im Nachgang zur Eingabe vom 28. Februar 2019 liess der Beschwerdeführer der Suva am 
14. Juni 2019 die Stellungnahme von PD Dr. E.________ vom 17. Mai 2019 zukommen. 
Dabei wurde die Befragung von PD Dr. E.________ sowie eine neuropsychologisch-
psychiatrische Abklärung im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens beantragt. 
Begründend wurde unter Hinweis auf die Stellungnahme von PD Dr. E.________ 
angemerkt, dieser mache erneut klar, dass es aufgrund der unfallbedingten, chronischen 
Schmerzen zusätzlich zu den übrigen orthopädischen Einschränkungen in Fuss und Knie 
zu einer Einschränkung in der Konzentrationsfähigkeit gekommen sei, welche es 
notwendig mache, dass er, der Versicherte, spätestens nach zwei Stunden Arbeit aus 
neuropsychologischer Sicht eine Pause von 30 Minuten einhalten müsse (Suva-act. I/590 
f.). 

Diesem Einwand kam die Suva nach und teilte am 12. März 2020 mit, dass sie 
beabsichtige, die MEDAS Zentralschweiz mit einer polydisziplinären Begutachtung in den 
Disziplinen Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie zu beauftragen (Suva-act. I/608).

Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens brachte der Beschwerdeführer nun jedoch vor, 
eine psychiatrische Teilbegutachtung sei nicht mehr notwendig, da er sich aus psychischer 
Sicht mit den somatischen Einschränkungen mittlerweile besser habe arrangieren können 
und einen "versöhnlicheren" Umgang mit den Schmerzen und Einschränkungen gefunden 
habe. Infolgedessen habe er die Einnahme von Targin reduzieren können, was sich positiv 
auf sein psychisches Befinden ausgewirkt habe. Eine Einschränkung aus psychiatrischer 

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Sicht liege nicht (mehr) vor. Die damals von Dr. F.________ gestellte Verdachtsdiagnose 
der depressiven Verstimmung habe sich nicht erhärtet. Dies zeige sich auch darin, dass er 
keine psychiatrische oder psychologische Hilfe in Anspruch genommen und zu keiner Zeit 
Psychopharmaka konsumiert habe (act. 1 S. 4).

4.2.2 Die Suva stellte sich demgegenüber in ihrer Vernehmlassung auf den Standpunkt, 
dass es vorliegend um die Beurteilung eines komplexen Schmerzsyndroms gehe, weshalb 
auch die Fachrichtung Psychiatrie in die Begutachtung einzubeziehen sei. Bei der 
Begutachtung von Schmerzen handle es sich bekanntermassen um eine interdisziplinäre 
Aufgabe. Wie in der Zwischenverfügung vom 7. Juli 2020 korrekt ausgeführt worden sei, 
habe der Beschwerdeführer unter Berufung auf psychische Beschwerden selbst bereits 
eine psychiatrische Begutachtung beantragen lassen. Dass nun eine psychiatrische 
Begutachtung nicht notwendig bzw. die Teilnahme an einer solchen nicht zumutbar sei, sei 
nicht nachvollziehbar (act. 4). 

4.3
4.3.1 Wie unter Erwägung 3 dargestellt, ist eine Untersuchung dann notwendig, wenn 
sie von entscheidender Bedeutung für die Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts ist. Vorliegend beantragte der Beschwerdeführer selbst im Rahmen seiner 
Einsprachebegründung vom 28. Februar 2019 eine externe Begutachtung hinsichtlich des 
aus somatischer und psychischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsprofils und der 
diesbezüglichen Arbeits- und Leistungsfähigkeit inkl. EFL (Suva-act. I/583 S. 1). In der 
Eingabe vom 14. Juni 2019 wurde daran festgehalten und explizit eine 
neuropsychologisch-psychiatrische Abklärung im Rahmen eines polydisziplinären 
Gutachtens verlangt (Suva-act. I/590 S. 1 f.). Zur Begründung brachte er in den soeben 
genannten Eingaben vor, er leide unter Einschränkungen in der Konzentration sowie 
weiteren psychischen Einschränkungen (namentlich Depression, fehlende mentale und 
psychische Belastbarkeit), die von der Suva weder abgeklärt noch bei der Bestimmung 
des Anforderungsprofils und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden 
seien (Suva-act. I/583 S. 3). Aufgrund der unfallbedingten, chronischen Schmerzen sei es 
zu einer Einschränkung in der Konzentrationsfähigkeit gekommen, welche es notwendig 
mache, dass er spätestens nach zwei Stunden Arbeit eine Pause von 30 Minuten 
einschalten müsse (Suva-act. I/590 S. 1). Zur Untermauerung des Abklärungsbedarfs 
reichte er neue medizinische Akten ein. Dem Schreiben von Dr. F.________ vom 
3. Dezember 2018 ist zu entnehmen, dass eine geklagte Konzentrationsschwäche, 
depressive Verstimmung, Schlafstörung und Suizidgedanken vorliegen würden. Diese 

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Verstimmung führe auch zu einem Grübeln, einer Hoffnungslosigkeit und diese oder der 
chronifizierte Opioidgebrauch zu Konzentrationsstörungen. Eine Berentung würde dem 
Umstand dieser sowohl psychisch als auch somatisch begründeten weiteren 
Arbeitsunfähigkeit Rechnung tragen, wobei das Ergebnis der neuropsychologischen 
Testung durch den G.________ noch abzuwarten sei (Suva-act. I/585). PD 
Dr. E.________ stellte in seinem Schreiben vom 19. November 2018 u.a. die Diagnose 
der Konzentrationsschwäche und fehlenden Belastbarkeit bei konstanter 
Schmerzmitteleinnahme. Zum Verlauf wurde festgehalten, der Versicherte könne sich 
nicht vorstellen, einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen, da er sich kaum mehr 
als zwei Stunden konzentrieren könne. Die fehlende Konzentrationsfähigkeit mit 
Schlafstörungen zur Nacht liessen eine intensive anspruchsvolle geistige Tätigkeit nicht 
mehr zu (Suva-act. I/584). Auch im Bericht vom 17. Mai 2019 wies PD Dr. E.________ auf 
die eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit des Beschwerdeführers hin (Suva-act. I/591). 
Erst diese Akten veranlassten die Suva zur Anordnung einer polydisziplinären 
Begutachtung in den Disziplinen Orthopädie, Psychiatrie und Neurologie. Angesichts der 
Tatsache, dass in den soeben dargelegten Berichten von depressiven Verstimmungen mit 
Schlafstörungen und Suizidgedanken die Rede war und die Arbeitsunfähigkeit auch mit 
psychischen Beschwerden begründet wurde, erscheint es nachvollziehbar, weshalb die 
Suva unter diesen Umständen auch eine psychiatrische Teilbegutachtung für notwendig 
erachtete. Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung dessen, dass PD 
Dr. E.________ bereits mit Schreiben vom 27. März 2018 auf eine psychische 
Abhängigkeit mit Konzentrationsschwäche hinwies und er von einem Schmerzsyndrom 
ausging (Suva-act. I/520). 

Der Beschwerdeführer stellt nicht explizit in Abrede, dass im Zeitpunkt der 
Einspracheerhebung eine psychiatrische Begutachtung notwendig war. Vielmehr bringt er 
vor, er habe sich aus psychiatrischer Sicht mit den somatischen Einschränkungen 
mittlerweile besser arrangieren können und einen "versöhnlicheren" Umgang mit den 
Schmerzen und Einschränkungen gefunden. Infolgedessen habe er die Einnahme von 
Targin in den letzten Monaten reduzieren können, was sich positiv auf sein psychisches 
Befinden ausgewirkt habe. Er sei diesbezüglich nicht mehr eingeschränkt. Die damals von 
Dr. F.________ gestellte Verdachtsdiagnose der depressiven Verstimmung habe sich 
nicht erhärtet (act. 1 S. 4). Ein entsprechendes ärztliches Zeugnis, welches diese 
Veränderung bestätigt, legt er indessen nicht vor. Sodann ist zu beachten, dass es nicht 
darum geht, wie sich der Beschwerdeführer subjektiv fühlt und ob er sich mit den 
Einschränkungen abgefunden hat, sondern darum, ob die Störungen objektivierbar sind 

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und sich noch auswirken. Darüber hinaus liegt es nicht im Ermessen des 
Beschwerdeführers zu bestimmen, wann ein Sachverhalt genügend abgeklärt ist. Im 
Rahmen der Verfahrensleitung und gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz liegt es im 
Ermessen der Suva zu bestimmen, wann der Sachverhalt hinreichend ermittelt ist. Der 
Beschwerdeführer wurde bisher noch nicht psychiatrisch begutachtet und er bringt 
diesbezüglich auch nicht vor, die Suva hole ein Gutachten im Sinne einer unzulässigen 
"second opinion" ein (vgl. hierzu Kieser, a.a.O., Art. 44 N 81). Unter den dargelegten 
Gesichtspunkten kann somit festgehalten werden, dass die Suva gestützt auf die Akten zu 
Recht ein psychiatrisches Teilgutachten angeordnet hat. Die Notwendigkeit einer 
psychiatrischen Untersuchung kann damit bejaht werden.

4.3.2 Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, eine Begutachtung könne ihm nicht 
zugemutet werden (act. 1 S. 4). Diesbezüglich ist zwar zu beachten, dass eine 
medizinische Untersuchung oder Begutachtung regelmässig die persönliche Freiheit einer 
versicherten Person tangiert. Gemäss herrschender Lehre handelt es sich hierbei jedoch 
lediglich um einen leichten Grundrechtseingriff. Bezüglich der Untersuchungen durch eine 
Gutachtensstelle wird in der Lehre und Rechtsprechung auch durchgehend festgehalten, 
dass diese generell als zumutbar betrachtet werden (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 92; Massimo 
Aliotta, Begutachtungen im Bundessozialversicherungsrecht, 2017, S. 76 f.; BGer 
9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 4.1). Unter den genannten Aspekten erweist sich die 
psychiatrische Untersuchung sodann auch als zumutbar, zumal der Beschwerdeführer 
selbst nicht weiter begründet, aus welchem Grund konkret die Untersuchung nicht 
zumutbar wäre.

4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von der Vorinstanz angeführten 
Gründe für eine psychiatrische Teilbegutachtung im Rahmen des polydisziplinären 
Gutachtens durch die MEDAS Zentralschweiz nachvollziehbar erscheinen und die 
Anordnung der Untersuchung mittels Zwischenverfügung vom 7. Juli 2020 somit nicht zu 
beanstanden ist. Die Beschwerde erweist sich deshalb als unbegründet und ist 
abzuweisen.

5. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 16. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am