# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d3ac77e-c1f7-53d1-bbf5-6acfb3a36303
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2011 E-129/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-129-2009_2011-10-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­129/2009

U r t e i l   v om   2 7 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter Markus König (Vorsitz),
Richterin Emilia Antonioni, Richterin Regula Schenker Senn,   
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

Parteien A._______,
Syrien,
vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar,
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl;
Verfügung des BFM vom 4. Dezember 2008 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  den  Heimatstaat 
im  Juni  2008  verliess,  über  die  Türkei  und  ein  angeblich  unbekanntes 
Land  am  4.  Juli  2008  illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  am  7.  Juli 
2008 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum Kreuzlingen vom 22. Juli 2008 sowie der Anhörung zu 
den  Asylgründen  vom  5.  November  2008  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  ein  staatenloser 
Kurde  (Ajanib)  aus  der  Provinz  B._______  und  habe  deshalb  in  Syrien 
weder Rechte noch berufliche Freiheiten,

dass  er  (…)  der  Kurdisch Demokratischen Partei  (PYD)  beigetreten  sei 
und unter anderem auch an Kundgebungen teilgenommen habe,

dass  er  (…)  verhaftet,  einen Monat  lang  festgehalten  und  dann mit  der 
Auflage  wieder  freigelassen  worden  sei,  an  keinen  weiteren 
Kundgebungen teilzunehmen,

dass er  trotzdem  im  (…) an einer Gedenkkundgebung  für den Aufstand 
vom  (…)  teilgenommen  habe  und  danach  vom  politischen 
Sicherheitsdienst mehrmals zu Hause gesucht worden sei,

dass er deshalb in die Türkei gefahren sei, um von dort nach Westeuropa 
weiterzureisen,  indessen  wegen  Geldmangels  wieder  nach  Syrien 
zurückgekehrt sei,

dass er (…) über genügend Geld verfügt habe und somit illegal über die 
Türkei in die Schweiz habe reisen können,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 5. November 
2008 auch das rechtliche Gehör zu Abklärungen der Schweizer Botschaft 
respektive einer entsprechenden Auskunft der Botschaft an das BFM vom 
19. August 2009 gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  seiner  Ankunft  in  der  Schweiz  an 
verschiedenen politischen Kundgebungen teilgenommen hat,

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dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 4. Dezember 2008 – eröffnet am 9. Dezember 2008 – ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz anordnete,

dass das BFM zur Begründung  im Wesentlichen anführte,  aufgrund der 
unsubstanziierten  Angaben  des  Beschwerdeführers  und  verschiedener 
Ungereimtheiten  könnten  die  aktive  Teilnahme  an  den  Kundgebungen 
(…) vom (…) und die angeblich darauf folgenden Verfolgungshandlungen 
nicht geglaubt werden, weshalb diese Vorbringen den Anforderungen an 
die Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG,  SR  142.31)  nicht  standhalten  würden  und  sich  diesbezüglich 
auch eine Prüfung der asylrechtlichen Relevanz erübrige,

dass  die  als  staatenloser  Kurde  in  Syrien  geltend  gemachten 
Behelligungen  und  Diskriminierungen  keine  Verfolgung  im 
flüchtlingsrechtlichen Sinn darstellen würden,

dass  eine  allfällige  Bestrafung  wegen  illegaler  Ausreise  aus  Syrien, 
welche  durch  das  Ergebnis  der  Nachforschungen  der  Schweizer 
Botschaft  bestätigt  worden  sei,  mangels  einer  der  im  AsylG 
abschliessend  genannten  Verfolgungsgründe  flüchtlingsrechtlich 
ebenfalls nicht relevant wäre,

dass  auch  die  vom  Beschwerdeführer  dokumentierte  Teilnahme  an 
exilpolitischen  Aktivitäten  angesichts  des  geringen  Grads  seiner 
Exponiertheit  keine  begründete  Furcht  vor  zukünftiger  Verfolgung  zu 
schaffen vermöge,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  8.  Januar  2009  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  unter  anderem  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die 
Gewährung  von  Asyl  und  eventuell  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit 
sowie  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  verbunden  mit 
seiner vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er zur Stützung seiner Vorbringen als Beweismittel sieben Beilagen 
zum  Thema  der  Situation  der  Kurden  in  Syrien  (ein  fotokopierter, 
undatierter  Artikel,  zwei  Internet­Ausdrucke,  die  Fotokopie  einer 
Bestätigung  der  Kurdisch  Demokratischen  Partei/Syrien  sowie  Kopien 
zweier parlamentarischer Interpellationen vom 15. und 16. Juni 2005) zu 
den Akten reichte,

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dass  das  BFM  mit  Vernehmlassung  vom  23.  Januar  2009  –  dem 
Beschwerdeführer  am  4.  Februar  2009  zur  Kenntnisnahme  zugestellt – 
an seinen Erwägungen vollumfänglich festhielt und daher die Abweisung 
der Beschwerde beantragte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29.  Januar  2009  das 
Original  der  mit  dem  Rechtsmittel  eingereichten  Bestätigung  der 
Kurdischen Demokratischen Partei/Syrien zu den Akten gab,

dass  der  Instruktionsrichter  das  BFM  mit  Zwischenverfügung  vom  16. 
Juni  2011  einlud,  angesichts  der  aktuellen  Verhältnisse  in  Syrien  eine 
ergänzende Vernehmlassung zu den Akten zu reichen,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Juni 2011 seinen Entscheid vom 
4. Dezember  2008  teilweise  in  Wiedererwägung  zog,  dessen 
Dispositivziffern  4  und  5  aufhob  und  den  Beschwerdeführer  wegen 
Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  in  der  Schweiz 
aufnahm,

dass  deshalb  dem  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  vom 
30. Juni 2011 Gelegenheit geboten wurde, seine Beschwerde innert Frist 
ohne  Kostenfolge  zurückzuziehen,  und  dieser  auf  die  Verfügung  nicht 
reagierte,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  auf  dem Gebiet  des  Asyls  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des BFM entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 

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Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Juni 2011 wiedererwägungsweise 
den am 4. Dezember 2008 verfügten Vollzug der Wegweisung aufschob 
und  den  Beschwerdeführer  vorläufig  aufnahm,  weshalb  dessen 
Beschwerde,  soweit  diese  den  Vollzug  der  Wegweisung  betrifft, 
gegenstandslos geworden ist,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  dem  angefochtenen  Entscheid  zugrunde  liegenden 
ausführlichen und differenzierten Erwägungen des BFM nach Prüfung der 
Akten  als  überzeugend  und  praxiskonform  zu  bezeichnen  sind,  und 
darauf  zwecks  Vermeidung  unnötiger Wiederholungen  vorab  verwiesen 
werden kann,

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dass der angefochtene Entscheid somit zu bestätigen ist,

dass  das  BFM  in  seinen  Erwägungen  überzeugend  aufgezeigt  hat, 
weshalb  die  zentralen  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  als 
unglaubhaft  zu  qualifizieren  sind,  und  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen  vorab  auf  die  angefochtene  Verfügung  (vgl.  S.  3  ff.) 
verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  diesen  Erwägungen  in  seiner 
Beschwerdeeingabe  (vgl.  S.  4  ff.)  insgesamt  keine  Argumente 
entgegensetzt,  welche  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  umzustossen 
vermöchten,

dass  er  zunächst  in  seiner  Beschwerdebegründung  aus  seiner  Sicht 
sowie in allgemeiner Form auf die Situation der Kurden in Syrien hinweist, 
wie  sie  bereits  in  der  angefochtenen  Verfügung  erwähnt  wird  (vgl. 
Beschwerde S. 3 f.),

dass der Beschwerdeführer hierbei geltend macht, den ungefähr 200'000 
Kurden  in  Syrien  sei  vom  Regime  die  Staatsbürgerschaft  aberkannt 
worden  und  so  seien  sie  im  eigenen  Land  zu  Staatenlosen  (Ajanib) 
geworden,  seien  entrechtet  und  bekämen  unter  anderem  auch  keinen 
Reisepass (vgl. Beschwerde S. 4),

dass  nach  der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  für  die 
Anerkennung einer asylrechtlich relevanten Furcht vor Verfolgung – oder 
einer  vollzugsrechtlich  relevanten  Gefährdung  –  allein  die  fehlende 
Staatsangehörigkeit  (selbst  bei  den  schlechter  gestellten  nicht 
registrierten staatenlosen Kurden, so genannten Maktumin) nicht und das 
Gleiche auch  für  eine allfällige Bestrafung wegen  illegaler Ausreise  aus 
Syrien  gelten  würde  (vgl.  zum  Ganzen  etwa  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK]  2002  Nr.  23  E. 4.d  S. 185  ff.;  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  D­7159/2010  vom  20. Januar  2011  E.  5,  E­
5341/2006 vom 3. März 2011 E. 5.2, E­2757/2010 vom 17. März 2011 E. 
3.3  und  E­3201/2009  vom  21. September  2011  E. 3,  je  mit  weiteren 
Hinweisen),

dass an dieser Feststellung auch die mit der Beschwerde eingereichten 
Dokumentationen zum Thema der Situation der Kurden  in Syrien nichts 
zu ändern vermögen,

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dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  seine  Vorbringen  zu  den 
Kundgebungen  von  (…)  sowie  zu  seiner  Reise  in  die  Türkei  und 
Rückreise  nach  Syrien  seien  nicht  unglaubhaft  und  realitätsfremd  (vgl. 
Beschwerde S. 4  ff.), die entsprechenden Ausführungen und Argumente 
indessen nicht zu überzeugen vermögen,

dass das Bundesverwaltungsgericht sich einerseits der Feststellung des 
BFM  anschliesst,  wonach  die  protokollierte  Schilderung  seiner 
angeblichen  persönlichen  Rolle  während  (…)  so  oberflächlich  und 
unsubstanziiert ausgefallen sind (vgl. Protokoll der Bundesanhörung S. 8 
ff.), dass nicht von einer Darstellung von selbst Erlebtem auszugehen ist,

dass  die  protokollierten Aussagen auch  sonst  von  einem Mangel  an  so 
genannten Realitätskennzeichen geprägt sind,

dass  diese  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  auch  deshalb  als 
unglaubhaft einzustufen sind, weil er auf seiner Reise nach Westeuropa 
angeblich  einzig  wegen  knapper  finanzieller  Mittel  (vgl.  Protokoll  der 
Bundesanhörung  S.  7)  aus  der  Türkei  zurückkehrte  und  sich  wieder  in 
den  Herrschaftsbereich  des  angeblichen  Verfolgerstaats  begab,  was 
offensichtlich  nicht  mit  der  geltend  gemachten  Furcht  vor  Verfolgung 
durch die syrischen Behörden in Einklang zu bringen ist,

dass  dies  umso  weniger  gilt,  als  der  Beschwerdeführer  zu  diesem 
Zeitpunkt eigenen Angaben zufolge Bekannte in der Türkei hatte, die ihn 
rund  zwei  Wochen  lang  aufgenommen  hätten  (vgl.  EVZ­Protokoll  S.  2 
und 8, Protokoll der Bundesanhörung S. 11, Beschwerde S. 5),

dass die diesbezüglichen Erklärungsversuche des Beschwerdeführers für 
seine Rückkehr  nach  Syrien  (vgl.  Beschwerde  S.  5)  nicht  überzeugend 
erscheinen und auch an der Tatsache nichts zu ändern vermögen, dass 
er  im  Fall  einer  konkreten  Gefährdung  naheliegenderweise  versucht 
hätte,  sich  ohne  genügende  Mittel  nach  Europa  durchzuschlagen  oder 
sich zumindest in der Türkei um Schutz zu bemühen,

dass im Übrigen durch die Rückkehr des Beschwerdeführers nach Syrien 
seine  Flüchtlingseigenschaft  unter  den  gegebenen  Umständen 
grundsätzlich widerrufbar  geworden wäre, wenn er  diese  zum Zeitpunkt 
der  ersten Ausreise  aufgewiesen  hätte  (vgl.  in  diesem, Zusammenhang 
Art. 63 Abs.  1 Bst.  b AsylG  i.V.m. Art.  1 Bst. C Ziff.  4 des Abkommens 
vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

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dass  das  mit  der  Beschwerde  eingereichte  angebliche  Schreiben  der 
Kurdischen  Demokratischen  Partei/Syrien  weder  datiert  noch 
unterzeichnet  ist  und  dem  Dokument  praktisch  sämtliche  bei  einer 
Bestätigung  der  Parteimitgliedschaft  üblicherweise  zu  erwartende 
Angaben  –  etwa  Datum  des  Parteibeitritts,  zuständige  Parteisektion, 
Funktion  und  gegebenenfalls  besondere  Aufgaben  innerhalb  der 
Organisation  –  fehlen  und  darin  auffälligerweise  die  Personalien  seiner 
Mutter,  nicht  aber  diejenigen  seines  Vaters  aufgeführt  sind,  was  im 
syrischen Kontext merkwürdig erscheint,

dass  dieses  Dokument  unter  Würdigung  aller  Verfahrensumstände  die 
Zugehörigkeit  des  Beschwerdeführers  zu  dieser  Partei  damit  nicht 
glaubharft zu machen vermag,

dass der Beschwerdeführer in Bezug auf seine Exilaktivitäten festhält, er 
sei entgegen den Behauptungen des BFM sehr wohl exponiert gewesen, 
da  das  syrische  Regime  unter  den  Exil­Kurden  Hunderte  Agenten  und 
Informanten  eingeschleust  habe,  und  er  sei  auf  Fotografien,  (…),  klar 
erkennbar abgebildet gewesen (vgl. Beschwerde S. 7),

dass die bei den Akten  liegende Darstellung der exilpolitischen Tätigkeit 
des Beschwerdeführers den Eindruck eines Mitläufers ohne individuelles 
Engagement erweckt, was auch damit  zusammenhängen kann, dass er 
seinen  Angaben  zufolge  bei  keiner  der  exilpolitischen  Organisationen 
Mitglied sei (vgl. Protokoll der Anhörung zu den Asylgründen S. 3 f.),

dass  der  Einschätzung  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  (vgl. 
dort  S.  5)  zu  folgen  ist,  wonach  er  sich  offensichtlich  nicht  besonders 
exponiert  habe  und  –  auch  angesichts  der  grossen  Zahl  von  syrischen 
Staatsangehörigen, die erfahrungsgemäss  in der Schweiz an politischen 
Kundgebungen  teilnehmen  –  auch  nicht  von  seiner  Identifikation 
auszugehen sei,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 

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einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  vorliegend  das  BFM  den  Beschwerdeführer  wegen Unzulässigkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  aufgenommen  hat,  weshalb  sich 
weitere Ausführungen zur Durchführbarkeit des Vollzugs erübrigen,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  beim  vorliegenden  Verfahrensausgang  der  Beschwerdeführer  mit 
seinen  Rechtsbegehren  zur  Hälfte  durchgedrungen  ist,  das 
Bundesverwaltungsgericht  in  diesem  Fall  praxisgemäss  von  einem 
hälftigen Obsiegen ausgeht,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  hälftigen  Kosten, 
ausmachend  Fr. 300.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]),  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

dass  ganz  oder  teilweise  obsiegende  Partien  Anspruch  auf  eine 
Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten (Art. 
64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE) haben und dem Beschwerdeführer 
eine reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen ist,

dass  vorliegend  keine  Kostennote  zu  den  Akten  gereicht  worden  ist, 
weshalb  der  notwendige  Vertretungsaufwand  aufgrund  der  Akten 
festzustellen  ist  (Art.  14  Abs.  2  VGKE),  und  die  von  der  Vorinstanz 
auszurichtende  hälftige  Parteientschädigung  unter  Berücksichtigung  der 

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massgebenden  Berechnungsfaktoren  von  Amtes  wegen  auf  Fr.  700.– 
(inklusive sämtlicher Auslagen) festzusetzen ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

2. 
Die  hälftigen  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.–  werden  dem 
Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab 
Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.  
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 700.– zu entrichten.

4. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 
Migrationsbehörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand: