# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 089afb05-a1b5-5411-be6f-668e4b7854f6
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-23
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung; auf polydisziplinäres Gutachten kann abgestellt werden; keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes; Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2022.00213
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2022.00213.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2022.00213
V. Kammer
Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Ersatzrichterin Curiger
Gerichtsschreiberin Sherif
Urteil
vom
23. Dezember 2022
in Sache
n
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Ivo Baumann
Grieder
Baumann Lerch
Epprecht
, Rechtsanwälte
Badenerstrasse
21, Postfach, 8021 Zürich 1
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1965 geborene
X.___
arbeite
te als
Reinigungsmitarbei
terin und meldete sich
am 30. Juni 2014 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf Beschwerden im linken Ell
en
bogen bestehend seit dem 10. Januar 2014 erstmals bei
der
Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte mit der Versicherten ein Standortgespräch (Urk. 7/18) und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/9
, 7/26
)
. Nach durchgeführtem Vorbe
scheidverfahren (Urk. 7/33) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfü
gung vom 26. Mai 2015 ausgehend von einer nur vorübergehenden Arbeits-
und Leistungseinschränkung sowie einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in jeder Tätigkeit ohne Ellbogenbelastung ab (Urk. 7/34). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 6. Juni 2019 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/40). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche Abklärungen (Urk. 7/47) und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/52)
. Nachdem die IV-Stelle
weitere
medizinische Abklärungen getätigt hatte (Urk. 7/70-75
, 7/79-80
, 7/88-89
, 7/93
)
, teilte sie der Versicherten am 2. Juni 2021 mit, zur Klärung der Leistungsansprüche sei eine umfassende medizinische Untersuchung (Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie) notwendig (Urk. 7/110). Am 18. November 2021 erstatteten die Gutachter de
r
Y.___
GmbH ihr polydis
ziplinäres Gutachten (Urk. 7/120).
Mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2021
stellte
die IV-Stelle
der Versicherten die Abweisung des
Leistungs
begehrens in Aussicht
(Urk. 7/128), wogegen
sie
am 19. Januar 2022 Einwand erheben liess (Urk. 7/130).
Am
2. März 2022
verfügte
die IV-Stelle
im angekündigten Sinne und wies das Leistungsbegehren ab
(Urk. 2 [=Urk. 7/133]).
2
.
Dagegen liess die Versicherte am 1. April 2022 beim Obergericht des Kantons Aargau, Versicherungsgericht, Beschwerde erheben und beantragen, die ange
fochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S.
1
). Das Versicherungsgericht Aargau überwies die Beschwerde mit Schreiben vom 11. April 2022 (Urk. 4)
zuständigkeitshalber
an das hiesige Gericht. Mit Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 23. Mai 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008
des Kreisschreibens
zu den Übergangsbe
stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems
, K
S ÜB WE IV
, gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 202
2.
Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1).
Bei einer Neuanmeldung der versicherten Person bei der IV-Stelle sind die Revisionsregeln demnach analog anwendbar (BGE 141 V 585 E. 5.3 in
fine
, 133 V 108 E. 5.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_317/2022 vom 7. September 2022 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.5
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bildet bei der Neuanmeldung die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Dem
gemäss sind die Verhältnisse bei Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung mit denjenigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Anspruchsverneinung zu ver
glei
chen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesent
lichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
1.
6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver
fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog im
angefochtenen Entscheid,
es sei
eine umfas
sende medizinische Abklärung durchgeführt worden
, diese habe
gezeigt,
dass
sich die gesundheitlichen Beschwerden der
Versicherten
seit Februar 2019 (Beginn der einjährigen Wartezeit) verschlechtert
hätten
. Nach Ablauf der einjährigen Warte
zeit im Februar 2020 sei ihr die bisherige Tätigkeit in einem Pensum von 80 % zumutbar gewesen, was einer Erwerbseinbusse und damit einem Invaliditätsgrad von 20 % entspreche. Aufgrund einer Verschlechterung der psychischen Beschwerden sei die Beschwerdeführerin ab November 2020 noch zu 70 % arbeitsfähig gewesen. Die Erwerbseinbusse und der Invaliditätsgrad hätten
ledig
lich
30 % betragen, weshalb weiterhin kein Anspruch auf Rentenleistungen bestehe. Seit Juli 2021 liege eine Verbesserung der Beschwerden vor. Die bishe
rige Tätigkeit als Spezialreinigerin sei ihr wieder zu 80 % zumutbar und es liege ein Invaliditätsgrad von 20 % vor
, weshalb
kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
bestehe
(Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, das Gutachten der
Y.___
sei nicht verwertbar, weshalb die Verfügung aufgehoben werden müsse. Im neu
rologischen Teilgutachten sei ausgeführt worden, dass ihr eine angepasste Tätig
keit mit Entlastung des linken Fusses und
dem
Tragen von offenen oder weichen
Schuhen uneingeschränkt möglich sei. Sinngemäss bedeute dies, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Gebäudereinigerin gerade nicht ausgeübt werden könne. Die angestammte Tätigkeit könne unter keinen Umständen zu 80 % durchgeführt werden. Im Weiteren werde der Arbeitsweg nicht diskutiert. Dieser könne nur unter bestimmten Voraussetzungen und bei warmen Temperaturen mit offenen Schuhen bewältigt werden.
Das psychiatrische Teilgutachten enthalte zudem die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
sowie
eine leichte depressive Episode. Der Gutachter habe ausgeführt, gemäss der gültigen Rechtsprechung bestehe keine psychische Störung von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer, die als Komorbidität gelten dürfe. Die vom Gutachter zitierte Rechtsprechung sei jedoch überholt. Seine Schlussfolgerungen seien nicht ergebnisoffen und somit von vornherein nicht verwertbar. Auch eine leichte depressive Episode sei grundsätzlich geeignet, die Arbeitsfähigkeit zu reduzieren. Auf seine Feststellungen
könne
nicht abge
stellt werden. Das Gutachten der
Y.___
sei insgesamt widersprüchlich, ungenau und werde ihrem komplexen Beschwerdebild nicht gerecht (Urk. 1).
2.3
Strittig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenver
sicherung. Die Beschwerdegegnerin gab ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (Urk. 7/120), nahm diverse Berichte zu den Akten (Urk. 7/52,
7
/70-75, 7/79-80, 7/88-89, 7/93
) und legte das Dossier ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor (Urk. 7/127/10-12). Damit ist sie unbestrittenermassen auf die Neuanmeldung de
r Beschwerdeführerin
vom 6. Juni 2019 (Urk. 7/40) ein
getreten. Zu prüfen ist damit, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seit der einen Leistungsanspruch verneinenden Verfügung vom 26. Mai 2015 (Urk. 7/34) anspruchsrelevant verändert hat
.
3.
3.1
Im Zuge der anspruchsverneinenden Verfügung vom 26. Mai 2016 (Urk. 7/34) stützte sich die Beschwerdegegnerin im W
esentlichen auf das Zeugnis der behan
delnden Ärzte des Spital
s
Z.___
, welches der Krankentaggeldversicherung zugestellt worden war. Darin führten die Ärzte aus, es bestehe für belastende Tätigkeiten des Ell
en
bogens eine deutliche Beeinträchtigung, welche die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit sicherlich einschränken würde. In einer angepassten Tätigkeit, ohne Ell
en
bogenbelastung, ohne schweres Heben und Tragen von Gegenständen über 5 kg könne sie jedoch eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit erreichen (Urk. 7/26/17-18; vgl. auch Ausführungen zum Inva
lideneinkommen im Einkommensvergleich, Urk. 7/31
und im Feststellungsblatt zur Klärung des Rentenanspruchs, Urk. 7/32/2
).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der vorliegenden Neuanmeldung präsentierte sich der medizini
s
che Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt:
3.2.2
Dr.
med.
A.___
, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nannte in ihrem Gutachten vom 5. September 2019 zuhanden des Krankentaggeldversicherers
eine deutlich verminderte Belastbar
keit des linken Fusses bei Status nach Arthrodese im Grosszehengrundgelenk im Februar 2019 und Status nach Metallentfernung.
Dr.
A.___
erklärte, postopera
tiv sei keine Einlagenversorgung und auch keine Versorgung mit einer Abrollhilfe im Schuh erfolgt.
D
ie Befunde am Bewegungsapparat
seien
bis auf
eine
geringe Haltungsinsuffizienz mit Fehlstatik der Wirbelsäule, muskulärem Hartspann und verschmächtigter Rumpfmuskulatur
ansonsten
altersentsprechend.
Dr.
A.___
hielt fest
, die vorgetragenen Beschwerden würden sich auf den linken Fuss konzentrieren. Nach erfolgloser konservativer Therapie sei der Entschluss zu einer Arthrodese im Grosszehengrundgelenk links gefasst worden. Bei postoperativen Beschwerden sei im Sommer noch die Metallentfernung
durchgeführt worden
. Inzwischen
begebe sich
die Beschwerdeführerin wieder
in
Physiotherapie und sie nehme regelmässig Schmerzmedikamente ein. Dringend notwendig erachtete
Dr.
A.___
eine Einlagenversorgung und die Versorgung der Schuhe mit einer Abrollhilfe, zudem sei der Beschwerdeführerin für den privaten Bereich zu Holzclogs geraten worden. Ein regelmässiges Belastungstraining mit aktuell kür
zeren Spaziergängen und Steigerung der Länge der Spaziergänge sowie die Fort
führung der Physiotherapie
sei ebenfalls angezeigt
.
Dr.
A.___
ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Reinigungskraft auf Dauer nicht mehr verrichten könne. Spätestens Anfang November 2019 werde für körperlich leichte Tätigkeiten, die überwiegend im Sitzen verrichtet werden könnten, wieder eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben sein. Im Laufe der Zeit werde die Beschwerdeführerin auch wieder mehr Belastbarkeit für Tätigkeiten aus wech
selnder Ausgangslage, gegebenenfalls nochmals für gehende und stehende Tätig
keiten erreichen
(Urk. 7/52/9
f.
).
3.2.
3
Am 24. Januar 2020 berichtete
B.___,
Oberarzt d
es Kantonsspitals C.___
, Facharzt Allgemeinchirurgie und Traumatologie, die Beschwerde
führerin sei zur geplanten klinischen Kontrolle nach Einleitung einer Schmerz
modulation mit Lyrica erschienen. Sie habe über einen unveränderten Verlauf mit gleichbleibenden
Beschwerden berichtet. Nach wie vor habe sie starke Berüh
rungsschmerzen über dem
Dig
. I Fuss links. Die Therapie mit
Cabapentin
habe sie nicht vertragen und diese habe wegen Herzschmerzen abgesetzt werden müssen. Zusätzlich erfolge die Analgesie mit Dafalgan (Urk. 7/73). Am 18. August 2020 ergänzte
Oberarzt der
C.___
,
Dr.
med.
D.___
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
die ambulante/stationäre Behandlung habe am 28. Januar 2019 begonnen.
S
eit dem 29. Januar 2019 sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Es sei eine Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten attestiert worden, da die Beschwerdeführerin nicht stehend, aber auch nicht sitzend arbeiten könne. Sie toleriere keine Schuhe und nicht einmal das Tragen von Socken. Initial habe sich die Beschwerdeführerin im Januar 2019 nach der Zuweisung durch die Ärzte des Spital
s
Z.___
vorge
stellt. Zu Beginn sei eine konservative Therapie mit Einlagenversorgung und Analgesie durchgeführt worden; eine Infiltration zur Schmerztherapie sei von der Beschwerdeführerin abgelehnt worden, da sie angegeben hatte, eine
Kortisonal
lergie
zu haben. Auch eine verbesserte Einlagenversorgung sei aufgrund des finanziellen Aufwandes damals abgelehnt worden. Schliesslich sei bei erhebli
chem Leidensdruck die Indikation zur MTP I-Arthrodese gestellt worden.
Nach der Operation habe sich in den ersten drei bis vier Monaten ein relativ guter Verlauf mit Linderung der Schmerzen gezeigt, dann schien jedoch die Platte zu stören. Im Juni 2019 sei die Metallentfernung durchgeführt worden. Nach dieser Operation sei es zu zunehmenden Dysästhesien im Bereich der medialen Grosszehe gekommen, die persistierend seien und sich auch durch die verschie
denen Therapiemassnahmen nicht ausreichend gut gebessert hätten. Als Diagnose nannte
Dr.
D.___
neuropathische Schmerzen im Grosszeh links (Urk. 7/79/1-2).
Am 15. Oktober 2020 erklärte Oberärz
tin der
C.___
,
Dr.
med.
E.___
, Fachärztin Anästhesiologie, auf Anfrage des Rechtsvertreters der Beschwerdefüh
rerin, die Beschwerdeführerin reagiere noch hochempfindlich auf
die
Berührung der Grosszehe, so dass die Arbeitsunfähigkeit auf 100 % geschätzt werde. Solange diese Empfindlichkeit bestehe
,
könne die Beschwerdeführerin kaum Tätigkeiten ausführen, die das Tragen von festen, geschlossenen Schuhen notwendig machen würde
n
.
Dies werde seitens der Beschwerdeführerin aktuell in keinster Weise toleriert. Nach aktueller Einschätzung durch die Schmerztherapeuten bestehe keine Besserungstendenz. Dem Belastungsprofil von
Dr.
A.___
könne aufgrund der Empfindlichkeit durch die Nervenpathologie nicht gefolgt werden. Es werde keine Berührung im Vorfuss,
insbesondere in der Grosszehe
,
toleriert
(Urk. 7/93/5).
3.2.
4
Im
Sprechstundenbericht vom 13. Mai 2020 hielten die Ärzte der Universitäts
klinik
F.___
fest, die Beschwerdeführerin habe über ausgeprägte dorsale
Schmerzen im MTP I-Bereich seit der MTP I-Arthrodese berichtet. Zudem habe sie über Hypästhesie und ausstrahlende Schmerzen im Bereich des 1.
Strahles geklagt. Eine Lyrica-
Therapie sei eingeleitet worden, was aber zu keiner wesent
lichen Besserung geführt habe. Eine Schmerztherapie habe
die Beschwerdefüh
rerin
ebenfalls begonnen. Sie habe jedoch einen sehr hohen Leidensdruck beschrieben. Als Diagnosen führten die Ärzte einen Verdacht auf Läsion der
N.
digitalis
dorsalis
hallucis
lateralis
links mit/bei Status nach Osteosynthesema
terialentfernung am 24. Juni 2019 mit/bei Status nach MTP I-Arthrodese links am 26. Februar 2019 mit/bei symptomatischer MTP I-Arthrose links auf.
Da die operativen Massnahmen (
Neurolyse) unsicher seien, soll
e die Beschwerdeführer
in
jedoch zunächst die begonnene Schmerztherapie fortsetzen (Urk. 7/72).
3.2.
5
Die behandelnden Ärzte der Psychiatrische Dienste
G.___
berichteten am 19. Januar 2021,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 16. November 2020 in ambulanter Behandlung und es hätten erst zwei Konsultationen stattgefunden. Die Arbeitsunfähigkeit sei bis anhin von den Ärzten der Somatik attestiert worden. Aufgrund der mittelgradigen depressiven Symptomatik und der chroni
schen Schmerzproblematik sei jedoch auch in psychiatrischer Hinsicht von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 7/89/2-3). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Ärzte eine chronische Schmerz
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) im Rahmen eines neuropathischen Schmerzes im Grosszeh links und multiplen psychoso
zialen Belastungsfaktoren (anhaltende Arbeitsunfähigkeit, Wegfall des Kranken
taggeldes, finanzielle Nöte) sowie eine mittelgradige depressive Symptomatik (ICD-10: F32.1) auf. Die beklagten Gedächtnisstörungen seien am ehesten im Rahmen der depressiven Episode zu sehen, eine hirnorganische Ursache könne aber nicht ausgeschlossen werden. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte einen Status nach transitorischer ischämischer Attacke im Juni 201
6.
Die Prognose der Arbeitsfähigkeit sei insgesamt mit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Weiterbehandlung inklusive antidepres
siver Therapie günstig einzuschätzen. Die Ärzte wiesen jedoch darauf hin, es dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass die körperliche Komponente einen erheblichen Anteil der aktuellen Arbeits
un
fähigkeit ausmache (Urk. 7/89/4-5).
3.2.
6
Am 12. Oktober 2021 erstatteten die Gutachter der
Y.___
das von der Beschwer
degegnerin veranlasste polydisziplinäre Gutachte
n (Urk. 7/120). Sie führten
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
folgende Diagnosen auf (Urk. 7/120/19):
-
Status nach Grosszehengrundgelenksarthrodese links im Februar 2019 und Me
tallentfernung im Juni 2019
-
Neuropathisches Schmerzsyndrom Fuss links mit mechanischer Hy
p
eral
gesie und Allodynie im Narbenbereich nach Arthrodese MTP 1 und Status nach Osteosynthesematerialentfernung
-
DD bei Läsion eines sensiblen Hautastes aus dem
Nervus
peronaeus
superficialis
-
Rezidivierende depressive Störung mit leichten bis mittelgradigen Episo
den
,
gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.1, F33.0).
Gemäss dem orthopädischen Teilgutachten von
Dr.
med.
H.___
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
habe
die Beschwerdeführerin
zur Begutachtung
Flipflops
getragen
, im Barfuss
gang sei ein Schonhinken links ersichtlich gewesen. Der Zehen- und Fersengang seien nicht möglich gewesen. Befundmässig führte
Dr.
H.___
aus, es habe k
eine Druckdolenz der Metatarsal
köpfchen rechts festgestellt werden können, links sei nicht prüfbar gewesen. Es habe ausser einem extremen Berührungs
schmerz keine Zeichen eines CRPS gegeben,
auch
seien keine livide Schwellung,
eine
Atrophie oder
ein
Hirsutismus festgestellt worden (Urk. 7/120/8).
Er erläu
terte, die Schmerzen in der Grosszehe links und die Tatsache, dass diese kaum
habe
untersucht werden
können
, sei aus rein orthopädischer Sicht nicht plausibel, nachdem klinisch keine Zeichen eines CRPS vorl
ägen
und die Arthrodese radio
logisch ossär konsolidiert sei. Es habe einzig im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eine Arbeitsunfähigkeit bestanden
(Urk. 7/120/9)
.
Im internistischen Teilgutachten hielt
Dr.
med.
I.___
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, fest, es seien keine internistischen Beschwerden beklagt worden (Urk. 7/120/30). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
I.___
eine arterielle Hypertonie sowie eine Hyperlipidämie auf. Der Blutdruck sei mit 5 mg Ramipril täglich gut eingestellt. Es g
e
be keine Hinweise für das Vorliegen einer hypertensiven Kardiomyopathie. Nach der transient ischämischen Attacke (TIA) im Jahr 2016 müsse die Beschwerdeführerin lebenslänglich Aspirin
Cardio
100 mg und das Statin
Atrovastatin
40 mg einnehmen. Es bestehe
seit jeher
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Aus internistischer Sicht habe sich keine Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben (Urk. 7/120/33-34).
Dr.
med.
J.___
,
Facharzt Neurologie,
führte in seinem Teilgutachten aus,
in einem Areal am Fussrücken und Grosszeh links etwa im Bereich der Narbe nach der Arthrodese Digitus I und
et
was darüber hinaus habe die Beschwerdeführerin eine Überempfindlichkeit angegeben, bereits eine leichte Berührung sei als schmerzhaft angegeben worden (Allodynie). In diesem Areal sei
weiter
eine Hypästhesie
genannt worden. Der Digitus II Fuss links sei nicht überempfindlich, jedoch sei ebenfalls eine Hypästhesie dorsalseitig erwähnt worden.
Durch die Schmerzen sei die Bewegung im Grosszehengrundgelenk und die Bewegung im
Sprunggelenk eingeschränkt, sodass die Dorsalextension erschwert prüfbar sei. Die Berührungssensibilität sei in den übrigen Körperarealen seitengleich intakt (Urk. 7/120/45).
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
med.
K.___
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie,
notierte, die Beschwerdeführerin habe sich während der Explo
ration offen, freundlich und kooperativ verhalten. Sie habe eher knapp auf die gestellten Fragen geantwortet und sei nie in einen Erzählfluss gekommen. Auf Nachfrage habe sie mit dramatischen Worten auf die Schmerzen im Fuss hinge
wiesen. Während der Exploration seien keinerlei averbale Schmerzäusserungen wie Schonhaltungen, Lagerungen oder ein Ausdruck von Schmerzen im Gesicht beobachtet worden (Urk. 7/120/66). Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Unter
suchung seien die Symptome einer leichten depressiven Episode erhoben worden, die gekennzeichnet gewesen sei
en
durch gedrückte Stimmung und eine Vermin
derung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude und das Interesse seien vermindert gewesen. Der Schlaf der Beschwerdeführerin sei leicht gestört und ihr Selbstwertgefühl sowie das Selbstvertrauen seien beeinträchtigt. Bei ihr würden Gedanken über die eigene Wertlosigkeit bestehen. Die gedrückte Stimmung ver
ändere sich von Tag zu Tag wenig, sie reagiere allerdings auf die Lebensumstände mit Auflockerung in Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Begegnungen.
Dr.
K.___
führte weiter aus, der Übergang von der mittelschweren zur leichten depressiven Episode dürfte schätzungsweise im Juni 2021 stattgefunden haben, der durch die Besserung des Appetits markiert sei (Urk. 7/120/71).
Bei der Beur
teilung der Konsistenz sei eine Diskrepanz zwischen den geklagten psychischen Beschwerden und der Dringlichkeit, mit der die Beschwerdeführerin sich um eine adäquate psychiatrisch-psychotherapeutisch
e
Behandlung bemüht habe, festzu
stellen gewesen. Es sei zwar nachvollziehbar, dass angefragte po
rtugiesisch
sprachige
psychiatrische Fachpersonen
keine Kapazität hätten. Eine Behandlung bei einer nicht port
ugiesischsprachigen Psychiater
i
n mit Hilfe einer Dolmet
scher
i
n bleibe eine Option, die dem Verzicht auf eine angemessene Behandlung vorzuziehen sei (Urk. 7/120/75). Aus psychiatrische
r
Sicht habe die Beschwerde
führerin ab circa dem Jahr 1988 eine rezidivierende depressive Störung mit langer Remission nach der Emigration in die Schweiz im Jahr 2006 und einem Rezidiv ab spätestens November 2020 mit einer mittelgradigen Episode, die ab Juni 2021 in eine leichte depressive Episode übergegangen sei, entwickelt. Bei der Beschwerdeführerin seien trotz der beschriebenen psychischen Störung Ressour
cen
, wie eine gute Partnerbeziehung und eine gute Beziehung zu den Kindern
sowie
den Enkelkindern,
festgestellt worden
.
Als
Belastung
sfaktoren führte
Dr.
K.___
vor allem
die
Arbeitslosigkeit, finanzielle Belastungen und die
Abhängigkeit sowie schlechte Deutschkenntnisse und fehlende Integration
auf
(Urk. 7/120/76-77).
I
n ihrer Konsensbeurteilung
erläuterten die Gutachter
, die Schmerzen in der Grosszehe links und die Tatsache, dass diese kaum untersucht werden könne, sei
en
aus rein orthopädischer Sicht nicht plausibilisiert, nachdem klinisch keine Zeichen eines CRPS vorl
ägen
und die Arthrodese radiologisch ossär konsolidiert sei. Es habe einzig im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eine Arbeitsun
fähigkeit bestanden (Urk. 7/120/9).
Die Gutachter führten in ihrer Konsensbeur
teilung aus,
bei der Beschwerdeführerin liege ein Status nach Arthrodese des MTP I Digitus 1 Fuss links vor und sie habe eine Hyperalgesie/Allodynie mit gleich
zeitiger Hypästhesie am linken Fuss angegeben. Die Beschreibung der Schmerzsymptomatik mit Präsenz einer mechanischen Hyperalgesie passe zu einem neuropathischen Schmerz. Das angegebene Areal gehe über das Versor
gungsgebiet eines einzelnen Nervens hinaus. Das Hautareal zwischen Digitus I und Digitus II werde über den
N.
peroneus
profundus und das Hautareal am Fuss
rücken über den
N.
peroneus
superficialis
beziehungsweise dessen
Endäste
Nn
. digitales dorsales versorgt.
Die Diagnose einer Läsion des
N.
cutaneus
digitalis
dorsalis
hallucis
lateralis
als alleinige Ursache der angegebenen Schmerzsympto
matik sei aus neurologischer Sicht daher nicht nachvollziehbar. Das hauptsäch
lich betroffene Areal konzentriere sich mit Angabe einer Allodynie auf das Versorgungsgebiet des
N.
cutaneus
dorsalis
medialis
. Eine elektrophysiologisch etablierte Messmethode des
Endastes
des
N.
peroneus
superficialis
existiere nicht. Elektroneurographisch habe sich der
N.
peroneus
superficialis
bei Ableitung über dem
Hauptast
am linken Fuss bei der Beschwerdeführerin normal dargestellt. Das MRI des linken Fusses vom 6. Oktober 2021 zeige keine Nachweise eines Neuroms oder Ganglions. Hinweise für ein Neurom als postoperative Ursache der Schmerzsymptomatik habe sich somit nicht feststellen lassen. Zudem seien die Kriterien für ein komplex-regionales Schmerzsyndrom (CRPS) nicht erfüllt. Anamnestisch hätten depressive Episoden seit der Geburt des ersten Kindes 1988 bestanden. Zu einer fachpsychiatrischen Behandlung hätten die depressiven Episoden bis im Jahr 2020 nie Anlass gegeben. In Folge der Metallentfernung am 24. Juni 2019 und der erlebten Schmerzen sowie Einschränkungen habe die Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung entwickelt. Die depressive Symptomatik habe sich in der Zeitspanne zwischen Oktober 2019 und November 2020 entwickelt. Ab November 2020, mit Beginn der ambulanten psychiatrisch-psy
chotherapeutischen Behandlung, sei diese fachpsyc
hiatrisch nachweisbar. Zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung hätten die Symptome einer leichten
depressiven Episode erhoben werden können, die gekennzeichnet sei durch gedrückte Stimmung und eine Verminderung des Antrieb
s
und der Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude und das Interesse seien vermindert gewesen, der Schlaf leicht gestört und das Selbstwertgefühl sowie das Selbstvertrauen seien beeinträchtigt. Der Übergang von der mittelschweren zur leichten depressiven Episode habe schätzungsweise im Juni 2021 stattgefunden,
was
durch eine Besserung des Appetits markiert sei
(Urk. 7/120/18-19)
.
Gemäss den Gutachtern
bestand
im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Februar bis Juli 2019 gesamthaft eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Putzfrau. Ab August 2019 habe die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aufgrund des neuropathischen Schmerzsyndroms des linken Fusses mit mechanischer Hyperalgesie und Allody
nie im Bereich der Grosszehe links 80 % (20 % arbeitsunfähig) betragen, da die Leistungsfähigkeit aufgrund der Schmerzen reduziert
gewesen
sei. Von November 2020 bis Juni 2021 habe die Arbeitsfähigkeit aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit leichten
bis mittelgradigen Episoden
70 % (30 % arbeits
unfähig) betragen. Bei der mittlerweile leichten depressiven Episode betrage die Arbeitsfähigkeit seit Juni 2021 gesamthaft 80 % (20 arbeitsunfähig). Auch für adaptierte Tätigkeiten habe die Arbeitsfähigkeit im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Februar bis Juli 2019
0 % (100 % arbeitsunfähig) betragen. Sitzende Tätigkeiten mit offenen Schuhen, respektive weichen Schuhen ohne Druck auf die Narbe könnten der Beschwerdeführerin ab August 2019 bei voller Stundenpräsenz zu 100 % (0 % arbeitsunfähig) zugemutet werden. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne Kundenkontakt und ohne überdurchschnittliche Dau
erbelastung könnten ihr zudem von November 2020 bis Juni 2021 zu 80 % (20 %
a
rbeitsunfähig) und ab Juli 2021 zu 90 % (10 % arbeitsunfähig) zugemutet werden (Urk. 7/120/20).
Die Gutachter führten weiter aus, im Vergleich zu Mai 2015 liege aus orthopädi
scher, neurologischer und psychiatrischer Sicht ein veränderter Gesundheitszu
stand vor. Aus internistischer Sicht habe sich keine Veränderung des Gesund
heitszustandes ergeben.
Aufgrund der psychischen und neurologischen Beschwerden bestehe eine
funktionelle Einschränkung
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit; aus internistischer und orthopädischer Sicht könne diese Frage jedoch verneint werden (Urk. 7/120/21-22).
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten vom 12. Oktober
2021
erging in
K
enntnis der und in Auseindersetzung mit den relevan
ten Vorakten (Urk. 7/120/4-6, 7/120/39-42, 7/120/56-59) und den geklagten Beschwerden sowie gestützt auf die fachärzt
lichen klinischen Untersuchungen (Urk. 7/120/6-9, 7/120/30-35, 7/120/42-46, 7/120/59-70). Die Gutachter begründeten ihre Einschätzungen ausführlich und differenziert (vgl. Urk. 7/120/10-13, 7/120/15-23, 7/120/47-50, 7/120/70-81), sie nahmen zu den Beurteilungen in den Vorakten einlässlich Stellung und begrün
deten – soweit Diskrepanzen bestanden (vgl. insbesondere Urk. 7/120/11, 7/120/48) – abweichende Einschätzungen plausibel. Mithin erfüllt das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizini
sche Entscheidungsgrundlage, weshalb darauf abgestellt werden kann (E.
1.
6
).
4.2
Vorliegend strittig und zu prüfen ist die Frage, ob eine invalidenversicherungs
rechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerde
führerin eingetreten ist (vgl. E. 1.4). Die IV-Stelle stützte sich bei ihrem Entscheid im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der
Y.___
vom 12. Oktober 2021 (Urk. 7/120). Die Gutachter kamen in ihrer Konsensbeurteilung zum Schluss, im Vergleich zu Mai 2015, mithin seit
Erlass der Verfügung vom 26. Mai 2015 (Urk. 7/34) bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids, welcher die zeitli
che Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis bildet (E.
1.5
)
, sei es aus orthopädischer, neurologischer und psychiatrischer Sicht zu einem veränderten Gesundheitszustand gekommen
.
Die Schlussfolgerung der Gutachter, wonach aufgrund des Status nach der Grosszehengrundgelenksarthrodese seit Februar 2019 ein veränderter Gesundheitszustand vorliegt, ist nachvollziehbar. Nachdem die Folgen der Operation vollständig
ossär
konsolidiert waren und keine patho
logischen Befunde erhoben werden konnten,
die massgeblich die Leistungsfähig
keit der Beschwerdeführerin beeinträchtigen,
ist schlüssig, dass einzig im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eine umfassende Arbeitsunfähigkeit vorlag.
Die Gutachter
erläuterten denn auch überzeugend
, dass die Diagnose einer Läsion des
N.
cutaneus
digitalis
dorsalis
hallucis
lateralis
nicht als alleinige Ursache
der angegebenen Schmerzsymptomatik
nachvollziehbar sei, da das angegebene Areal über das Versorgungsgebiet eines einzelnen Nervs hinausgehe.
Da auch keine Hinweise auf ein Neurom als postoperative Ursache festgestellt werden konnte und auch die Kriterien eines komplex-regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) nicht erfüllt waren, fehlt es an objektivierbaren Befunden für die anamnestisch ange
gebene Schmerzsymptomatik
mit erheblicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
.
Dass die Gutachter gestützt auf die erhobenen Befunde sowie den Angaben der Beschwerdeführerin noch von einer funktionell leichten Einschränkung aufgrund der Schmerzen ausgingen, ist
daher
einleuchtend
.
Gestützt auf das Gutachten ist damit erstellt, dass die Beschwerdeführerin
im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Februar bis Juli 2019
als
Reinigungsmitarbeiterin
zu 100 % arbeitsunfähig war
. Ab August 2019
la
g
die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aufgrund des neuropathischen Schmerzsyndroms des linken Fusses gesamthaft bei 80 % (20 % arbeitsunfähig
)
. Von November 2020 bis Juni 2021
betrug
die Arbeitsfähigkeit aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit leichten
bis mittelgradigen Episoden
gesamthaft
70 %
. Bei der mittlerweile leichten depressiven Episode
lag
die Arbeitsfähigkeit seit Juni 2021
wieder
bei
80 %
. Auch für adaptierte Tätigkeiten
lag
die Arbeitsfähigkeit im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von Februar bis Juli 2019
bei
0 % (100 % arbeitsunfähig).
Eine angepasste, s
itzende Tätigkeit mit offenen Schuhen, respektive weichen Schuhen ohne Druck auf die Narbe
war
der Beschwerdeführerin ab August 2019 zu 1
00 % (0 % arbeitsun
fähig) zumutbar
. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne Kundenkontakt und ohne über
durchschnittliche Dauerbelastung
waren
ihr zudem von November 2020 bis Juni 2021 zu 80 %
und ab Juli 2021
wieder
zu 90 %
zumutbar
(Urk. 7/120/20).
4.
3
Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbrachte, vermag die vorgenannte Ein
schätzung nicht in Frage zu stellen. Die
von ihr umschriebenen grossen Schmerzen
im linken Fuss
(vgl. auch Urk. 1 S. 3)
vermögen für sich alleine keine relevante
langandauernde
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes zu begründen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin trotz den Schmerzen keine Gehstöcke verwendet und keine Spezialschuhe trägt. Ebenso wenig
nahm sie eine Versorgung durch eine
Abrol
lhilfe
in Anspruch
(vgl. Urk. 7/120/6).
Zu
r
Bewältigung ihrer bisherigen Tätigkeit wäre allenfalls eine Versorgung mit Spezialschuhen an
ge
zeigt,
zumal auch die behandelnde Schmerztherapeutin Dr.
E.___
festhielt, eine Schuhversorgung mit möglichst wenig Druck auf die Grosszehe könne erfolgen, da die Haupteinschränkung die Empfindlichkeit in der Grosszehe sei (vgl. Urk. 7/93/5).
Eine klinisch oder radio
logisch festgestellte verminderte Belastbarkeit des linken Fusses ist
jedoch
nicht ausgewiesen (vgl. Urk. 7/120/11).
Nach Versagen der schmerztherapeutischen Massnahmen wurden keine Behandlungen mehr aufgenommen und auch eine weitere operative Massnahme wurde nicht mehr in Erwägung gezogen (Urk. 7/120/48). Nachdem es der Beschwerdeführerin möglich war, in Flipflops mit einer leichten Schonentlastung des linken Fusses ohne Probleme die Treppen aufzusteigen (Urk. 7/120/48), ist nicht nachvollziehbar, inwiefern ihr
zumindest
eine angepasste Tätigkeit nicht möglich sein sollte.
Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Einschätzung des neurologi
schen Gutachters sei nicht überzeugend. Dieser komme zum Schluss, ihr sei eine Tätigkeit mit Entlastung des linken Fusses und mit Tragen von offenen oder weichen Schuhen zumutbar, gleichzeitig bescheinige er indes eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit. Die angestammte Tätigkeit könne jedoch gerade nicht ohne geschlossenes Schuhwerk ausgeführt werden, weshalb die Einschätzung widersprüchlich sei. Zudem stelle sich die Frage, wie sie den Arbeitsweg mit offenen Schuhen bewältigen könne (Urk. 1 S. 3).
Der neurologische Gutachter kam zum Schluss, in angestammter Tätigkeit bestehe bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, da die Leistungsfähig
keit aufgrund der Schmerzen reduziert sei. In angepasster Tätigkeit, in welcher der linke Fuss entlastet werden könne und offene oder weiche Schuhe getragen werden könnten, sei die Versicherte vollständig arbeitsfähig (Urk. 7/120/49). Diese Ausführungen machen deutlich, dass der neurologische Gutachter sich bewusst war, dass die angestammte Tätigkeit das Tragen von geschlossenem Schuhwerk voraussetzt. Aus diesem Grund gelangte er zum Schluss, dass auf
grund der dadurch verursachten Schmerzen eine Leistungsreduktion von 20 % resultieren würde, währenddem eine angepasste Tätigkeit ohne Leistungsreduk
tion zu 100 % ausgeübt werden könnte. Entgegen der Auffassung der Beschwer
deführerin ist seine Beurteilung somit nicht widersprüchlich, sondern vielmehr in sich schlüssig.
Bezüglich dem Vorbringen
, die Beschwerdeführerin könne je nach Witterung den Arbeitsweg nicht bewältigen, ist darauf hinzuweisen, dass sie anlässlich der Begutachtung angab, ihr Ehemann und sie würden über zwei Autos verfügen und sie könne Autofahren (Urk. 7/120/64). Weshalb es ihr - auch bei schlechter Witterung - nicht möglich sein sollte, notfalls mit offenem Schuhwerk mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, leuchtet nicht ein.
Soweit die Beschwerdeführerin
sodann
geltend macht, der psychiatrische Gut
achter
Dr.
K.___
habe auf die überholte Rechtsprechung verwiesen, wonach
bei einer leichten depressiven Episode
keine psychische Störung von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer bestehe, die als Komo
r
bidität gelten dürfte, vermag sie
damit
ebenso wenig
durchzudringen.
Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten
lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes therapeu
tisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesundheits
schadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis).
Dr.
K.___
wies in seinem Teilgutachten denn
auch darauf hin, dass die therapeutischen M
assnahm
en noch nicht erschöpft seien und bei einer adäquaten Therapie eine Besserung zu erwarten sei (Urk. 7/120/73). Des Weiteren verwies er auf die psychosozialen Belastungsfak
toren wie
die
Arbeitslosigkeit, d
ie
finanziellen Belastungen und d
ie
Abhängigkeit sowie d
ie
schlechten Deutschkenntnisse und fehlende Integration, welche nega
tive funktionelle Folgen gezeigt
hätten
und sich ungünstig auf die rezidivierende depressive Störung
ausgewirkt
h
ätten
.
Diese sozialen Belastungen
müssen
bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung
jedoch
ausgeklammert
bleiben
(Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3).
Dr.
K.___
beachtete in seiner Beurteilung
(Urk. 7/120/77 f.)
der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht denn auch die vom Bundesgericht systematisierten Stan
dardindikatoren
(BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281)
.
Auf die psychiatrische Beurteilung von
Dr.
K.___
kann mithin ohne Weiteres abgestellt werden.
4.
4
Nach dem Gesagten erweisen sich die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten der
Y.___
als unbegründet. Der medizinische Sachverhalt erweist sich als hinreichend abgeklärt und von einer weiteren polydisziplinären Begutachtung – wie von der Beschwerdeführerin beantragt (Urk. 1 S. 4) – sind keine massgeblich neuen Erkenntnisse zu erwarten. Mit
dem im Sozialversiche
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ist
erstellt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit ab
August
2019 zu mindestens 80 % und ab November 2020 aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit zu mindestens 70 % arbeitsfähig war.
Ab Juni 2021 bestand wieder eine 80
%ige
Arbeitsfähigkeit
.
Wie die IV-Stelle richtig ausführte (
Urk.
2 S.2), resultiert somit ab Februar 2020 ein Invaliditätsgrad von 20% (vgl. zum Prozent
vergleich statt vieler Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom
5.
Juli 2011, E.10.2.1), der sich vorübergehend (vom Februar bis August 2021, vgl.
Art.
88a IVV) auf 30% erhöhte.
5.
Nachdem die Beschwerdeführerin auch in ihrer angestammten Tätigkeit nicht während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig war, sind die Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente mangels Bestehens des Wartejahres
ebenso wenig erfüllt, wie das Erfordernis eines danach bestehenden IV-Grades von mindestens 40 %
(vgl. E. 1.3). Die angefochtene Verfügung vom 2. März 2022 (Urk. 2) ist nicht zu beanstanden, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Ivo Baumann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei
zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
VogelSherif