# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f766497-42c1-51bc-bd88-ffee6792d82c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.01.2012 ZK1 2011 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-79_2012-01-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 11. Januar 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 79         16. Januar 2012

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Brunner und Schlenker
Aktuarin Thöny

In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Rolf W. 
Rempfler, Falkensteinstrasse 1, 9006 St. Gallen, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden vom 14. September 
2011, mitgeteilt am 13. Oktober 2011, in Sachen des Berufungsklägers gegen Y., 
Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Mas-
anserstrasse 35, 7001 Chur, 

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. und Y. heirateten am 13. September 1996 in Dänemark. Aus dieser Ehe 
gingen die Kinder A., geboren am 29. Oktober 1996, B., geboren am 17. Septem-
ber 1998 und C., geboren am 13. Februar 2002, hervor. Die Familie wohnte bis 
zur Trennung in D..

B. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2008 ersuchte Y. den Bezirksgerichtspräsi-
denten Imboden um Erlass von Eheschutzmassnahmen. Darin ersuchte sie neben 
der superprovisorisch zu verfügenden Zuteilung der Obhut über die drei Kinder die 
Zuweisung der ehelichen Wohnung in D. sowie die Festlegung eines Unterhalts-
beitrags in Höhe von Fr. 6'528.--. In seiner Stellungnahme vom 19. November 
2008 zeigte sich der Ehemann mit der Zuweisung der Wohnung an die Gesuch-
stellerin einverstanden, beantragte jedoch, es sei die älteste Tochter A. unter sei-
ne elterliche Obhut zu stellen und die Ehefrau zur Entrichtung eines Unterhaltsbei-
trags von Fr. 1'000.-- zu verpflichten. Unterhaltsbeiträge an die Gesuchstellerin 
seien nicht zu sprechen. 

C. Mit Eheschutzverfügung vom 15. Dezember 2008 teilte der Bezirksge-
richtspräsident Imboden als Eheschutzrichter die Obhut über die gemeinsamen 
Kinder unter gleichzeitiger Zuweisung der ehelichen Wohnung der Ehefrau zu, 
räumte dem Ehemann ein gerichtsübliches Besuchsrecht von zwei Wochenenden 
im Monat ein und verpflichtete ihn zur Leistung eines monatlichen Unterhaltsbei-
trags von Fr. 5'413.--, wobei Fr. 1'000.-- auf jedes Kind und Fr. 2'413.-- an die 
Ehefrau entfielen. Gegen diese Verfügung liess X. am 12. Januar 2009 Rekurs 
beim Kantonsgericht von Graubünden erheben. Anlässlich der Vergleichsverhand-
lung vom 25. März 2009 konnten sich die Parteien auf eine Ausdehnung des Be-
suchsrechts sowie die Einräumung eines Ferienrechts einigen, woraufhin das Re-
kursverfahren gleichentags als durch Vergleich erledigt abgeschrieben werden 
konnte.

D. Am 19. April 2010 stellte X. beim Bezirksgerichtspräsidenten Imboden ein 
Gesuch um Abänderung der erlassenen Eheschutzmassnahmen. Anlässlich der 
Eheschutzverhandlung vom 7. Juli 2010 kamen die Parteien vergleichsweise übe-
rein, die Obhut über die Tochter A. auf den Vater zu übertragen, wobei der Mutter 
ein angemessenes Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt wurde. Der an die Ehe-
frau und die beiden Töchter B. und C. zu entrichtende Unterhaltsbeitrag wurde auf 
Fr. 5'250.-- (je Fr. 1'000.-- für jedes Kind und Fr. 3'250.-- für die Ehefrau) festge-

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legt. Das Abänderungsverfahren konnte mit Verfügung vom 7. Juli 2010 als durch 
Vergleich erledigt abgeschrieben werden.

E. Nachdem die Ehegatten am 9./22. Februar 2011 beim Bezirksgericht Imbo-
den das Scheidungsverfahren auf gemeinsames Begehren anhängig gemacht 
hatten, stellte X. am 27. Juni 2011 ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnah-
men mit folgendem Rechtsbegehren:

„Es sei der im Eheschutz (Verfügung BGP Imboden vom 7. Juli 2010, Proz. 
Nr. 130-2010-52) festgesetzte Ehegattenunterhalt von Fr. 3'250.-- für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens herabzusetzen wie folgt:

- ab 1. Juli 2011 bis und mit Februar 2012: Fr. 2'259.25,
- ab März 2012: Fr. 0.--;

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchstellerin.

Antrag zum Verfahren:

Es seien die Akten des hängigen Ehescheidungsverfahrens, Proz. Nr. 115-
2011-13 beizuziehen, desgleichen die Akten des letzten Eheschutzverfah-
rens, Proz. Nr. 130-2010-52, abgeschlossen mit der unangefochten geblie-
benen Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 7. Juli 
2010.“

F. In ihrer Stellungnahme vom 2. August 2011 liess Y. die vollumfassende 
Abweisung des Abänderungsgesuchs unter voller Kosten- und Entschädigungs-
folge zu Lasten des Gesuchstellers beantragen.

G. Mit Entscheid vom 14. September 2011, mitgeteilt am 13. Oktober 2011, 
erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden wie folgt:

„1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und X. verpflichtet, seiner 
Familie Unterhaltsbeiträge wie folgt zu entrichten:

- Fr. 5'250.00 bis zum 31. August 2012 (je Fr. 1'000.00 für die Töch-
ter B. und C., zuzüglich der vertraglichen und/oder gesetzlichen 
Kinderzulagen; Fr. 3'250.00 für die Ehefrau);

- Fr. 3'247.00 mit Wirkung ab 1. September 2012 (je Fr. 1'000.00 für 
die Töchter B. und C., zuzüglich der vertraglichen und/oder ge-
setzlichen Kinderzulagen; Fr. 1'247.00 für die Ehefrau).

2. Die Kosten dieses Verfahrens in Höhe von Fr. 2'000.00 gehen, unter 
Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss, zu ¾ zu Lasten 
des Gesuchstellers und zu ¼ zu Lasten der Gesuchsgegnerin.

Ausseramtlich hat der Gesuchsteller die Gesuchsgegnerin mit 
Fr. 1'375.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

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H. Gegen diesen Entscheid liess X. mit Eingabe vom 24. Oktober 2011 Beru-
fung an das Kantonsgericht von Graubünden erklären. Dabei stellte er das folgen-
de Rechtsbegehren:

„In Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei der im Eheschutz (Ab-
schreibungsverfügung BGP Imboden vom 7. Juli 2010, Proz. Nr. 130-2010-
52) vereinbarte Ehegattenunterhalt von Fr. 3'250.-- für die Dauer des 
Scheidungsverfahrens herabzusetzen wie folgt:

- ab 1. Juli 2011 bis und mit Februar 2012: Fr. 2'259.25
- ab März 2012: Fr. 0.--

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbe-
klagten, auch für das Verfahren vor Vorinstanz.

Antrag zum Verfahren:

Es seien die Akten des beim Bezirksgericht Imboden hängigen Eheschei-
dungsverfahrens, Proz. Nr. 115-2011-13 beizuziehen.“

I. In ihrer Berufungsantwort vom 7. November 2011 beantragte Y. die vollum-
fassende Abweisung der Berufung unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu Lasten des Berufungsklägers für das Berufungsverfahren.

J. Am 16. November sowie am 2. Dezember 2011 liess der Berufungskläger 
jeweils ein Aktenverzeichnis unter Beilage weiterer Urkunden einreichen. In ihrer 
Stellungnahme vom 2. Dezember 2011 sowie vom 9. Dezember 2011 beantragte 
die Berufungsbeklagte jeweils die Verweisung dieser Urkunden aus dem Recht, 
zumal deren Einlage einen Verstoss gegen die Novenbeschränkung von Art. 317 
ZPO darstelle.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den Rechts-
schriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegan-
gen.

II. Erwägungen

1.a) Gegen erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen kann 
gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO Berufung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO erhoben 
werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten, wie sie vorliegend zur Diskus-
sion stehen, ist die Berufung allerdings nur zulässig, wenn der Streitwert der zu-
letzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren CHF 10'000.-- übersteigt. Massgebend 
ist somit nicht der Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Par-
teien und dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf 
den Betrag, welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzli-

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chen Urteils noch streitig war. Bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer gilt als 
Kapitalwert der zwanzigfache Betrag der einjährigen Nutzung oder Leistung und 
bei Leibrenten der Barwert (Art. 92 Abs. 2 ZPO; vgl. dazu Spühler, Basler Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, N. 8 zu Art. 308 ZPO; 
Reetz/Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, N. 39 f. zu Art. 308 ZPO; Blickenstorfer, in: 
Brunner/Gasser/Schwander, DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, N. 24 zu Art. 308 ZPO).

b) Vorliegend hat X. in seinem Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
vor der Vorinstanz um eine Herabsetzung des im Eheschutzverfahren festgelegten 
Ehegattenunterhalts von Fr. 3'250.-- auf Fr. 2'259.25 ab 1. Juli 2011 und um eine 
komplette Aufhebung der Unterhaltspflicht ab 1. März 2012 ersucht. Demgegenü-
ber beantragte Y. die Abweisung des Abänderungsgesuchs und dementsprechend 
die Beibehaltung der bisherigen Unterhaltsregelung, welche einen monatlichen 
Beitrag zu ihren Gunsten von Fr. 3'250.-- vorsah. Strittig waren somit Differenzbe-
träge von rund Fr. 990.-- bis Ende Februar 2012 und Fr. 3'250.-- ab 1. März 2012, 
womit der Streitwert bei Anrechnung des zwanzigfachen Betrags im Sinne von Art. 
92 Abs. 2 ZPO klarerweise über der massgeblichen Grenze von Fr. 10'000.-- liegt. 
Selbst wenn von der zweifellos kürzeren Dauer des Hauptverfahrens auszugehen 
wäre, ist der für die Berufungsfähigkeit erforderliche Streitwert bei beantragten 
wiederkehrenden Leistungen in der genannten Grössenordnung offensichtlich 
noch erreicht. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Berufung vom 
24. Oktober 2011 ist demnach einzutreten.

2.a) Art. 276 ZPO regelt die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen im 
Scheidungsverfahren. Gemäss Art. 276 Abs. 1 Satz 2 ZPO finden die Bestimmun-
gen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft und damit die 
Art. 271 ff. ZPO sinngemäss Anwendung. Für die vorsorglichen Massnahmen gilt 
damit wie unter dem bisherigen Recht, dass diese in einem raschen Verfahren 
erlassen werden müssen. Es kommen mithin die Vorschriften über das summari-
sche Verfahren unter Einbezug der Art. 272 und Art. 273 ZPO zur Anwendung 
(vgl. de Graaf in: Kurzkommentar ZPO, Basel 2010, N. 3 zu Art. 276). Art. 272 
ZPO statuiert im Sinne der Wahrheitsfindung im Familienprozess die Untersu-
chungsmaxime für sämtliche eherechtlichen Verfahren im summarischen Verfah-
ren. Dies steht im Gegensatz zu Art. 277 ZPO, der für das Scheidungsverfahren 
im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung und des nachehelichen Un-
terhalts den Verhandlungsgrundsatz vorsieht. Entgegen der Auffassung der Beru-
fungsbeklagten gelangt die Untersuchungsmaxime nach überwiegender Lehre 

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auch dann zur Anwendung, wenn im Massnahmeverfahren nur der Ehegattenun-
terhalt, nicht aber Kinderbelange strittig sind (vgl.; Baumann in: Brun-
ner/Gasser/Schwander, DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, a.a.O., N. 2 ff. zu Art. 272; de Graaf, a.a.O., N. 3 zu Art. 276). 

b) Geht es im summarischen Verfahren um Kinderbelange, kommt der Unter-
suchungsgrundsatz uneingeschränkt zum Zuge; für alle anderen Streitpunkte gilt 
die sogenannte abgeschwächte Untersuchungsmaxime. Dies bedeutet, dass das 
Gericht auch über nicht von den Parteien vorgebrachtes Tatsachenmaterial Be-
weise erheben und dem Urteil zugrunde legen kann. Es kann auch über nicht be-
strittene Tatsachenbehauptungen Beweise erheben und ist nicht auf die von den 
Parteien beantragten Beweismittel beschränkt. Daraus folgt, dass kein Beweismit-
tel von vornherein ausgeschlossen werden kann. Diese Verfahrensmaxime, die 
den erstinstanzlichen Prozess beherrscht hat, gilt auch in zweiter Instanz 
grundsätzlich weiter. Die Geltung der abgeschwächten Untersuchungsmaxime 
auch im Berufungsverfahren hat zur Folge, dass im Unterschied zu sonstigen 
summarischen Verfahren keine Beweismittelbeschränkung besteht und das No-
venverbot gemäss Art. 317 ZPO entfällt. Sowohl echte wie auch unechten Noven 
sind bis zur Urteilsberatung zugelassen (vgl. de Graaf in: Kurzkommentar ZPO, 
Basel 2010, N. 4 zu Art. 273; vgl. Reetz/Hilber, in Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, a.a.O., N. 13 f. zu Art. 317 ZPO; Vetterli, FamKomm. Scheidung, 2. Aufl., 
Anh. ZPO Art. 271 ZPO N 5). Auf den vorliegenden Fall bezogen bedeutet dies, 
dass die nachträglichen Eingaben des Berufungsklägers vom 16. November 2011 
(act. B.06-B.09) sowie vom 2. Dezember 2011 (act. B.10-B.17) entgegen dem An-
trag der Berufungsgeklagten zuzulassen sind. 

3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist eine Abänderung der mit Ver-
fügung des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 7. Juli 2010 gestützt auf ei-
nen zwischen den Parteien erzielten Vergleich angeordneten Eheschutzmass-
nahmen. Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft bzw. vorsorgliche 
Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens können gemäss Art. 179 
ZGB abgeändert werden, wenn nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils eine we-
sentliche und dauernde Änderung eingetreten ist oder die tatsächlichen Umstän-
de, die dem Massnahmeentscheid zu Grunde lagen, sich nachträglich als unrichtig 
erwiesen haben. Eine Änderung ist ferner angebracht, wenn sich der Entscheid 
nachträglich im Ergebnis als nicht gerechtfertigt herausstellt, weil dem Massnah-
megericht die Tatsachen nicht zuverlässig bekannt waren. Andernfalls steht die 
formelle Rechtskraft des Eheschutz- bzw. des Präliminarentscheides einer Abän-

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derung entgegen. Eine Abänderung ist ferner ausgeschlossen, wenn die Sachlage 
durch eigenmächtiges, widerrechtliches, mithin rechtsmissbräuchliches Verhalten 
herbeigeführt worden ist (Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, N. 8, 8a 
und 10 zu [a]Art. 179 ZGB; Hasenböhler/Opel, Basler Kommentar Zivilgesetzbuch 
I, 3. Aufl. 2006, N. 3 und 4 zu Art. 179 ZGB). Nicht jede geringfügige Abweichung 
von den im Entscheidzeitpunkt massgebenden Eigenschaften berechtigt jedoch 
bereits zu einer Abänderung. So wird im Unterhaltspunkt eine wesentliche und 
dauernde Veränderung der finanziellen Verhältnisse gefordert (Bräm, Kommentar 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, Das Familienrecht, 1. Abteilung, Teilband II 
1 c, 3. Aufl. Zürich 1998, N 10 zu Art. 179 ZGB). Was wesentlich und dauerhaft ist, 
entscheidet sich nach den konkreten Verhältnissen der im Einzelfall betroffenen 
Parteien. 

4. Der Berufungskläger rügt zunächst, die Vorinstanz habe die veränderte Be-
treuungssituation und die damit verbundene Pensumsreduktion des Berufungsklä-
gers nicht zutreffend gewürdigt. Seit Erlass der Eheschutzverfügung habe sich die 
Situation insofern geändert, als die älteste Tochter A. den Kontakt zu ihrer Mutter 
praktisch abgebrochen habe, womit jegliche Mitbetreuung der Berufungsbeklagten 
entfallen sei. Seit September 2010 sei der Berufungskläger rund um die Uhr allei-
ne für die Betreuung und Erziehung von A. zuständig und verantwortlich. Mit sei-
ner 100%-Kaderstelle mit Arbeitsort in E. leiste er mehr als die gefestigte bundes-
gerichtliche Rechtsprechung von ihm verlange. Infolge des Kontaktabbruchs sei 
die überobligatorische Belastung unzumutbar geworden, weshalb er für die Zeit 
vom 1. Juli 2011 bis zum 29. Oktober 2012 (Vollendung des 16. Lebensjahrs von 
A.) eine Reduktion seines Arbeitspensums auf 80% vorgenommen habe. Diese 
Pensumsreduktion sei zwar freiwillig erfolgt, sie beruhe jedoch auf schützenswer-
ten Gründen, nämlich Kinderbetreuung/-erziehung und seine eigene Gesundheit, 
weshalb eine angemessene Anpassung der Unterhaltsbeiträge vorgenommen 
werden müsse. Die Vorinstanz führte dazu im Wesentlichen aus, es sei eine all-
gemein bekannte Tatsache, dass die Betreuungsintensität mit zunehmendem Alter 
des Kindes abnehme. Der Berufungskläger zeige nicht konkret auf, weshalb von 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach dem betreuenden Elternteil 
nach Erreichen des 10. Altersjahrs des jüngsten Kindes die Aufnahme eines Teil-
zeiterwerbs in der Regel zuzumuten sei, abzuweichen wäre. Offensichtlich habe 
sich die Tochter in letzter Zeit trotz der berufsbedingten Abwesenheit des Kindsva-
ters gut entwickelt, weshalb nicht ersichtlich sei, inwiefern bei einer Weiterführung 
eines Vollzeiterwerbs eine dem Kindeswohl abträgliche Entwicklung stattfinden 
könnte. Die Argumente des Berufungsklägers seien recht allgemein gehalten und 

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vermöchten die Notwendigkeit einer Reduktion des Arbeitspensums nicht darzu-
tun. Daher sei bei ihm nicht vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen, 
sondern es seien ihm hypothetisch die Einkünfte anzurechnen, welche er bei ei-
nem 100%-Pensum erzielen würde.

a) Dem Berufungskläger ist insofern zuzustimmen, als seine Belastung durch 
den Vollzeiterwerb und die zusätzliche umfassende Betreuung der Tochter A. als 
sehr hoch einzustufen ist. Dies insbesondere im Lichte der von der Vorinstanz zi-
tierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach von einer vollen Erwerbs-
fähigkeit auszugehen ist, wenn das jüngste Kind das 16. Altersjahr vollendet hat 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.203/2006 vom 16. Januar 2007 mit Verweis auf 
BGE 115 II 6 E. 3c S. 10). Im vorliegenden Fall ist die vom Berufungskläger zu 
betreuende Tochter A. jedoch erst 15-jährig, weshalb ein Vollzeiterwerb gemäss 
herrschender Lehre noch nicht verlangt werden kann. Fest steht jedoch, dass der 
Berufungskläger bis anhin einer vollen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Das 
dabei erzielte Einkommen ist ihm analog zur Praxis bei Überzeit auch weiterhin 
anzurechnen, wenn für das Aufgeben der bisherigen Gepflogenheiten keine trifti-
gen Gründe vorliegen und die Entrichtung angemessener Unterhaltsbeiträge da-
von abhängt. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden, kann die Frage, 
ob im konkreten Fall ausreichende Gründe für eine Pensumsreduktion vorliegen, 
jedoch offen gelassen werden, da selbst mit dem tieferen Einkommen dank des 
Wegfalls der hohen Berufsauslagen beim Berufungskläger noch eine ausreichen-
de Leistungsfähigkeit vorhanden ist, um die Unterhaltsbeiträge in bisheriger Höhe 
leisten zu können.

b) Gemäss Lohnabrechnung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. 
Gallen für die Monate März bis Mai 2011 (Hauptverfahren act. II/35.1-35.3) erzielt 
der Berufungskläger nach Reduktion seines Arbeitspensums auf 80% ein monatli-
ches Bruttoeinkommen von Fr. 10'422.55. Nach den Abzügen für Sozialversiche-
rungen (total 7,2% ≙ Fr. 750.45) und für die Rentenversicherung (Fr. 727.35) ver-
bleibt somit ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 8'944.80 respektive unter 
Berücksichtigung des 13. Monatslohns von Fr. 9'746.40. Im Vergleich zum Ein-
kommen, welches der Unterhaltsberechnung im Eheschutzverfahren zugrunde 
gelegt wurde (Fr. 11'296.--), ergibt sich somit eine Reduktion um Fr. 1’549.60 pro 
Monat. Was den Grundbedarf des Berufungsklägers anbelangt, so ist zunächst 
festzuhalten, dass der Umstand, dass die Tochter A. neu beim Berufungskläger 
lebt, bereits im Abänderungsverfahren berücksichtigt wurde. Die Parteien konnten 
sich damals auf einen Grundbedarf des Berufungsklägers von Fr. 5'449.-- einigen, 
ohne jedoch die einzelnen Bedarfspositionen genau zu beziffern. Aus diesem 

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Grund ist die nachfolgende Berechnung in Anlehnung an das erste Eheschutzver-
fahren durchzuführen, wobei die entsprechenden Auslagen für A. (Grundbetrag, 
Krankenkassenprämie) nunmehr beim Vater anzurechnen sind. Der Grundbedarf 
des Berufungsklägers hat sich gegenüber dem Eheschutzverfahren überdies da-
durch geändert, dass aufgrund des Arbeitsplatzwechsels die erheblichen Ausla-
gen für den Arbeitsweg von E. nach F. mit dem Privatfahrzeug wegfallen. Für den 
aktuellen Arbeitsweg von D. nach F. erscheint die Benützung der öffentlichen Ver-
kehrsmittel als zumutbar, weshalb lediglich noch die Kosten für ein bündnerisches 
Generalabonnement BÜGA (Fr. 200.-- pro Monat) einbezogen werden. Gelegent-
liche Ausseneinsätze, wie sie der Berufungskläger geltend macht, sind zwar durch 
die Arbeitszeiterfassung belegt, den Akten sind jedoch keine Angaben zu deren 
Ort zu entnehmen. Auch die Bestätigung des Arbeitgebers beweist keine Ver-
pflichtung zur Benützung eines Privatfahrzeugs, weshalb nicht nachgewiesen ist, 
dass für Dienstreisen weitere, nicht durch den Arbeitgeber abgegoltene Auslagen 
über diejenigen des BÜGA hinaus entstehen. Bei der Ermittlung der jährlichen 
Steuerbelastung ist vom Nettoeinkommen (Fr. 117'000.--) inklusive der Kinderzu-
lagen (Fr. 7'600.--) auszugehen. Des Weiteren sind die zulässigen Abzüge wie 
Berufsauslagen, Unterhaltsleistungen, Versicherungsprämien und Kinderabzüge 
zu berücksichtigen, was ein steuerbares Einkommen von rund Fr. 42'000.-- ergibt. 
Gestützt darauf dürfte sich die jährliche Steuerbelastung auf etwa Fr. 1'450.-- be-
laufen, was monatlichen Rückstellungen von Fr. 120.-- entspricht. Der Grundbe-
darf des Berufungsklägers setzt sich nach dem Gesagten somit wie folgt zusam-
men:

 Grundbetrag Fr. 1'350.00
 Grundbetrag A. Fr.    600.00
 Krankenkasse Fr.    211.75
 Krankenkasse A. Fr.      91.35
 Wohnkosten Fr. 1’814.00
 BÜGA Fr.    200.00
 Hausratsversicherung Fr.      42.00
 Steuerlast Fr.    120.00
 Total Fr. 4'429.10

Weitere Bedarfspositionen werden im vorliegenden Verfahren nicht geltend ge-
macht und sind auch nicht nachgewiesen.

c) Wird nun der Bedarf des Berufungsklägers (Fr 4'429.--) seinem aktuellen 
Nettoeinkommen (Fr. 9'746.--) gegenübergestellt, so ergibt sich daraus ein monat-

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licher Überschuss von Fr. 5'317.--. Damit können die bisherigen Unterhaltsver-
pflichtungen des Berufungsklägers gedeckt werden, ohne dass ein Eingriff in sein 
Existenzminimum vorliegt. Mit anderen Worten ist der Berufungskläger auch mit 
niedrigerem Arbeitspensum und dadurch geringerem Einkommen weiterhin in der 
Lage, für den Unterhalt seiner Familie im bisherigen Umfang aufzukommen. Eine 
Anpassung der Unterhaltsbeiträge lässt sich aus dieser Sicht nicht begründen. 
Damit erübrigt sich die Frage, ob die vom Berufungskläger herbeigeführte Ein-
kommensminderung wieder rückgängig gemacht werden könnte und er das von 
der Vorinstanz festgelegte Einkommen auch tatsächlich erzielen könnte. Ebenso 
wenig vermögen gewisse Anpassungen im Grundbedarf der Ehefrau einen Abän-
derungsgrund herbeizuführen, was im Übrigen vom Berufungskläger auch nicht 
geltend gemacht wird. Der Grundbedarf der Ehefrau beläuft sich nach Berücksich-
tigung der tieferen Wohnkosten (neu Fr. 1'886.--, vgl. act. III/4) insgesamt noch auf 
Fr. 5'342.--, so dass die Beibehaltung der Unterhaltsbeiträge von total Fr. 5'250.-- 
nicht unangemessen erscheint. 

d) In der vorstehenden Rechnung ausgeklammert blieben die Kinderzulagen, 
die beiden Ehegatten für die bei ihnen lebenden Kinder zusätzlich zur Verfügung 
stehen und die Deckung von in der Bedarfsrechnung nicht berücksichtigten Kos-
ten im Zusammenhang mit den Kindern erlauben. Darunter fallen insbesondere 
die Auslagen für Schule und Schulmaterial im Falle von A. sowie die Kosten für 
Schulmaterial und Sportaktivitäten im Falle von B. und C.. 

5. Des Weiteren strittig ist im vorliegenden Fall der Zeitpunkt der Wiederauf-
nahme einer Erwerbstätigkeit durch die Berufungsbeklagte. Die Vorinstanz führte 
diesbezüglich aus, der Ehefrau habe spätestens mit der Einreichung des gemein-
samen Scheidungsbegehrens (9./22. Februar 2011) bewusst sein müssen, dass 
an eine Wiedervereinigung definitiv nicht mehr zu denken sei und damit eine Wie-
deraufnahme eines Teilzeiterwerbs unumgänglich sei. Der Ehemann habe die An-
rechnung eines Erwerbseinkommens ab März 2012 beantragt. Angesichts der 
mehrjährigen beruflichen Abwesenheit der Berufungsbeklagten, der ausgewiese-
nen überdurchschnittlichen Einkommensverhältnisse von X. und der Tatsache, 
dass sich die beiden Töchter B. und C. dannzumal mitten im laufenden Schuljahr 
befinden würden, sei die sich daraus ergebende Übergangsfrist zu kurz bemes-
sen. Lege man den Beginn der Erwerbspflicht auf den Beginn des neuen Schul-
jahres nach den Sommerferien, somit per 1. September 2012, fest, könne die Ehe-
frau ihre Tätigkeit nicht nur mit dem Stundenplan ihrer beiden Töchter abstimmen, 
sondern auch eine Fremdbetreuung organisieren. Dagegen wendet der Beru-
fungskläger nun ein, die Ehe sei bereits vor der Ende 2008 erfolgten Aufhebung 

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des gemeinsamen Haushalts unheilbar zerrüttet gewesen, weshalb der Beru-
fungsbeklagten bereits viel früher als vom Vorderrichter angenommen klar gewe-
sen sei, dass an eine Wiedervereinigung definitiv nicht mehr zu denken war. Die-
ser Zeitpunkt sei aktenkundigerweise auf mindestens Januar 2009 zu setzen, als 
die Berufungsbeklagte von seiner Stellungnahme in Sachen Obhutszuteilung der 
Kinder vom 11. Januar 2009 Kenntnis erhalten habe. Daraus resultiere bis Febru-
ar 2012 eine Übergangsfrist für den beruflichen Wiedereinstieg von mindestens 36 
Monaten, was eine mehr als angemessene Dauer darstelle.

a) Ist eine Wiederherstellung des gemeinsamen Haushaltes nicht mehr zu er-
warten, gewinnt das Ziel der wirtschaftlichen Selbständigkeit eines jeden Ehegat-
ten an Bedeutung. Für die Frage der Wiederaufnahme oder Erhöhung der Er-
werbstätigkeit eines Ehegatten ist es deshalb sowohl im Eheschutzverfahren wie 
auch im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen gerechtfertigt, auf die für 
die Scheidung geltenden Kriterien gemäss Art. 125 ZGB zurückzugreifen (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts 5P.90/2002 vom 1. Juli 2002 E. 4.b). Ab welchem Zeit-
punkt der Berufungsbeklagten die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zuzumuten ist, 
bestimmt sich im vorliegenden Fall vor allem nach der bisher gelebten Aufgaben-
verteilung der Ehegatten, der beruflichen Ausbildung und den Erwerbsaussichten 
aufgrund der Arbeitsmarktlage. Wird die Pflicht zur Aufnahme der Erwerbstätigkeit 
grundsätzlich bejaht, so ist dem betroffenen Ehegatten eine angemessene Frist 
zur Umstellung einzuräumen. Er muss hinreichend Zeit dafür haben, die rechtli-
chen Vorgaben in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Übergangsfrist muss ihrem 
Zweck und den Umständen angemessen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5P.470/2002 vom 22. Mai 2003 mit Hinweis auf BGE 114 II 13 E. 5 S. 17).

b) Gemäss Praxis des Bundesgerichts ist einem haushaltführenden und kin-
derbetreuenden Ehegatten die Aufnahme einer Teilzeitarbeit erst dann zumutbar, 
wenn das jüngste Kind mit zehn Jahren dem Kleinkindalter entwachsen ist. Im vor-
liegenden Verfahren ist dies Mitte Februar 2012 der Fall, wenn die jüngste Tochter 
C. 10-jährig wird. Dennoch hat die Vorinstanz die Umstellungsfrist bis Ende Au-
gust 2012 ausgedehnt. Bei Gesamtbetrachtung der konkreten Umstände und un-
ter Einbezug der Tatsache, dass der Berufungsbeklagten trotz weiterhin erforderli-
cher Betreuung von zwei Kindern sogleich ein 50%-Pensum zugemutet wird, ist 
die Lösung der Vorinstanz als grosszügig, aber noch vertretbar zu werten. Zwar ist 
dem Berufungskläger darin zuzustimmen, dass die Ehefrau bereits vor Einrei-
chung des Scheidungsbegehrens damit rechnen musste, dass die Wiederaufnah-
me des Ehelebens nicht mehr zu erwarten war. Dies insbesondere auch aufgrund 
des Umstands, dass bereits im Eheschutzverfahren die Obhutszuteilung äusserst 

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strittig war und sogar zu einer Strafanzeige (25. August 2009) und einem Strafver-
fahren wegen Entziehen von Unmündigen (Urteil vom 10. November 2010) führte. 
Bereits zu diesem Zeitpunkt war sicherlich absehbar, dass eine Weiterführung des 
gemeinsamen Haushalts nicht mehr möglich sein würde. Auch kann im vorliegen-
den Fall entgegen den Ausführungen der Vorinstanz - trotz des hohen Einkom-
mens des Ehemannes - nicht von guten finanziellen Verhältnissen gesprochen 
werden, zumal beide Parteien mit den vorhandenen Mitteln knapp ihren Grundbe-
darf decken können. Auf der anderen Seite ist jedoch zu berücksichtigen, dass die 
Berufungsbeklagte seit 15 Jahren neben der Haushaltführung und der Kinderbe-
treuung keiner weiteren Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Der berufliche Unter-
bruch erfolgte zudem nach bloss ein- bis zweijähriger Berufstätigkeit, was aufzeigt, 
dass die Berufungsbeklagte kaum über praktische Berufserfahrung verfügt. Hinzu 
kommt, dass es sich bei ihrem Berufsabschluss um ein ausländisches Diplom 
handelt (Hauptverfahren act. II/52), was sich auf dem Arbeitsmarkt ebenso wie 
ihre pakistanische Abstammung als nachteilig erweisen könnte. Eine weitere 
Schwierigkeit dürfte darin bestehen, dass erfahrungsgemäss - entgegen den Aus-
führungen des Berufungsklägers - nur ein eingeschränkter Markt für Teilzeitstellen 
mit kinderverträglichen Arbeitszeiten (somit ohne Nachtwache) besteht. Die vom 
Berufungskläger angegebenen Stellenangebote (Hauptverfahren act. II/54.1-9) 
weisen entweder ein höheres Anforderungsprofil (beispielsweise das Absolvieren 
einer Höheren Fachschule HF) auf oder beziehen sich auf ein höheres Arbeits-
pensum. Es besteht somit ein gewisses Arbeitsmarktrisiko, welches im vorliegen-
den Fall massgeblich ins Gewicht fällt. Des Weiteren muss die zukünftige Arbeits-
tätigkeit in zeitlicher Hinsicht mit dem Stundenplan der beiden bei ihr lebenden 
Töchter koordiniert und für allfällige Überschneidungen eine Fremdbetreuung or-
ganisiert werden. Unter diesen Umständen erscheint die von der Vorinstanz fest-
gelegte Umstellungsfrist nicht als unangemessen, weshalb auf eine Anpassung 
verzichtet werden kann. 

6.a) Was die Höhe des der Berufungsbeklagten anrechenbaren hypothetischen 
Einkommens betrifft, führte die Vorinstanz aus, gestützt auf den Lohnrechner des 
Bundesamtes für Statistik sei bei einer ausgebildeten Krankenschwester von ei-
nem Bruttolohn zwischen F. 2'500.-- und Fr. 3'115.-- auszugehen. Das Stellenan-
gebot sei zwar genügend, jedoch dürfe die lange berufliche Abwesenheit der Ehe-
frau nicht unberücksichtigt bleiben. Dieser sei dadurch Rechnung zu tragen, indem 
das erzielbare Einkommen zumindest in einer Anfangsphase im unteren Bereich 
der Lohnspanne anzusiedeln sei. Konkret sei der Ehefrau somit ab 1. September 
2012 ein monatlicher Nettoverdienst von Fr. 2'250.-- anzurechnen. Demgegenüber 

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macht der Berufungskläger geltend, der Vorderrichter habe die konkrete Lage auf 
dem Arbeitsmarkt zu wenig realistisch gewürdigt. Das Stellenangebot für diplo-
miertes Pflegepersonal sei nicht nur genügend, sondern schlicht hervorragend. 
Auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt würden für Pflegekräfte inzwischen sogar 
„Kopfgelder“ für erfolgreiche Vermittlungen gezahlt und die Leitungen der Heime, 
Spitäler und Kliniken würden enormen Werbeaufwand zur Personalrekrutierung 
betreiben. Zwar könne gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum Beweis 
der Grundlagen eines hypothetischen Einkommens auch auf Lohnstrukturerhe-
bungen abgestellt werden, jedoch nur sofern die erforderlichen Anpassungen an 
die konkreten Umstände des Einzelfalles vorgenommen würden. In seinem Ge-
such um vorsorgliche Massnahmen vom 27. Juni 2010 forderte der Berufungsklä-
ger die Anrechnung eines monatlichen Nettoneinkommens von mindestens 
Fr. 3'250.-- einschliesslich eines 13. Monatslohns.

b) Die Vorbringen des Berufungsklägers vermögen die Einschätzung der Vor-
instanz nicht zu entkräften. Wie bereits in der vorstehenden Erwägung ausgeführt 
wurde, liegen im konkreten Fall zahlreiche Faktoren vor, welche sich auch länger-
fristig, das heisst über die Einarbeitungszeit von drei Monaten hinaus, mit grosser 
Wahrscheinlichkeit lohnmindernd auswirken dürften. Ausserdem ist nochmals dar-
auf hinzuweisen, dass die vom Berufungskläger angeführten Stellenausschrei-
bungen für die Berufungsbeklagte grösstenteils nicht in Betracht kommen, weil 
entweder ein anderes Anforderungsprofil gestellt wird oder ein höheres Arbeits-
pensum zu verrichten ist. Die Überlegungen der Vorinstanz, wonach auf einen 
statistischen Durchschnittslohn im unteren Bereich der Lohnspanne abzustellen 
ist, erscheinen unter diesen Gesichtspunkten nicht als unangemessen. Dies gilt 
umso mehr, als der angenommene Nettoverdienst von Fr. 2'250.-- von der Vorin-
stanz in vollem Umfang vom Bedarf der Ehefrau in Abzug gebracht wird, ohne da-
bei allfällige Auslagen, die mit der Erwerbstätigkeit in direktem Zusammenhang 
stehen (Arbeitsweg, Kinderbetreuung, etc.) zu berücksichtigen. Damit verbleibt der 
Berufungsbeklagten nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zur Deckung ihrer ei-
genen und den Lebenskosten der beiden jüngeren Kindern das familienrechtliche 
Existenzminimum, während dem Berufungskläger zusammen mit der ältesten 
Tochter ab diesem Zeitpunkt ein nicht unerheblicher Überschuss zur Verfügung 
stehen wird. Selbst wenn die Berufungsbeklagte somit ein höheres Einkommen 
als hypothetisch angenommen erzielen würde, bliebe der zugesprochene Unter-
haltsbeitrag noch angemessen. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle an-
gefügt, dass der Anspruch der Ehefrau korrekterweise auf den Zeitpunkt ihrer Er-
werbsaufnahme neu hätte bemessen werden müssen, da auch sie - im Rahmen 

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der durch den ehelichen Lebensstandard gesetzten Obergrenze - Anspruch auf 
Teilhabe an den durch ihren Einsatz verbesserten finanziellen Verhältnissen hat. 
Nachdem dies jedoch von Seiten der Ehefrau nicht angefochten wurde, ist darauf 
nicht weiter einzugehen.

7. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass sich die Verhältnisse des 
Berufungsklägers zwar insofern verändert haben, als er aufgrund der Pensumsre-
duktion ein tieferes Einkommen erzielt, dass diese Lohnverminderung jedoch kei-
ne Anpassung der im Eheschutzverfahren festgelegten Unterhaltsbeiträge recht-
fertigt. Auch die übrigen Einwände des Berufungsklägers erweisen sich als offen-
sichtlich unbegründet, weshalb die Berufung abzuweisen ist. 

8. Bei diesem Ausgang gehen die Gerichtskosten, bestehend aus einer Ge-
richtsgebühr von Fr. 2'000.-- (Art. 8 der Verordnung über die Verfahrenskosten im 
Zivilprozess; BR 320.070) zulasten des Berufungsklägers, welcher der Berufungs-
beklagten zudem die im Berufungsverfahren entstandenen Auslagen und die Kos-
ten ihrer Rechtsvertretung zu ersetzen hat (Art. 106 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit 
Art. 95 ZPO). Dabei erscheint der vom Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten 
mit Honorarnote vom 15. November 2011 geltend gemachte Aufwand von total 
Fr. 4'316.20 als angemessen. Nach Einreichung der Honorarnote gingen jedoch 
seitens des Berufungsklägers weitere Rechtschriften ein, welche beim Rechtsver-
treter der Berufungsbeklagten einen zusätzlichen Aufwand (Studium, Rücksprache 
mit Klientin, Stellungnahme etc.) verursachten. Es rechtfertigt sich daher, den gel-
tend gemachten Honoraranspruch auf Fr. 4'800.-- zu erhöhen. X. ist somit zu ver-
pflichten, Y. für das vorliegende Berufungsverfahren mit Fr. 4'800.-- zu entschädi-
gen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von Fr. 2'000.– gehen zulas-
ten des Berufungsklägers, welcher der Berufungsbeklagten für das Beru-
fungsverfahren überdies eine Parteientschädigung von Fr. 4'800.-- (einsch-
liesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: