# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63de3d87-f04a-5bd2-b934-d599c4240950
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 01.04.2015 U 2015 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2015-13_2015-04-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 15 13 und 14

3. Kammer 

Vorsitz Stecher
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 1. April 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
Beschwerdeführer

und

B._____,

Beschwerdeführerin
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Sozialhilfe

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1. Nach Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) kann das Verwaltungsgericht ein Urteil im Dispositiv ohne 

Begründung oder mit einer Kurzbegründung mitteilen. Bei Verzicht auf ein 

vollständig begründetes Urteil wird die Staatsgebühr angemessen redu-

ziert (Art. 75 Abs. 2 letzter Satz VRG). Von dieser Möglichkeit macht das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden aufgrund der zeitlichen 

Dringlichkeit vorliegend Gebrauch und teilt den Verfahrensparteien das 

Urteil im Dispositiv mit Kurzbegründung mit.

2. Mit Verfügung vom 6. Januar 2015 hat die Gemeinde X._____ (nachfol-

gend: Beschwerdegegnerin) A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

ab dem 1. Februar 2015 aus der Sozialhilfe ausgeschlossen und die öf-

fentliche Unterstützung für ihn eingestellt. Gleichentags hat sie seiner 

Ehefrau, B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), ab dem 1. Februar 

2015 für sich und die beiden Kinder öffentliche Unterstützung im Betrag 

von Fr. 2'521.50 gewährt. Diese beiden Verfahren hängen insofern mit-

einander zusammen, als die Beschwerdeführer, die als verheiratetes 

Ehepaar mit ihren unmündigen Kindern im gleichen Haushalt leben, sozi-

alhilferechtlich als Schicksalsgemeinschaft anzusehen sind und deshalb 

bei der Bemessung der Sozialhilfe eine Unterstützungseinheit bilden 

(WINZENT, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, Ein Handbuch, 

Zürich/St. Gallen 2014, S. 457 f.). In Bezug auf ihre Bedürftigkeit hat dies 

zur Folge, dass ihr Bedarf an öffentlicher Unterstützung grundsätzlich 

aufgrund eines Gesamtbudgets zu berechnen ist, in dem die anrechenba-

ren Einkünfte aller Familienmitglieder ihren anzuerkennenden Ausgaben 

gegenübergestellt werden. Einen allfälligen sich hieraus ergebenden 

Fehlbetrag hat die unterstützungspflichtige Gemeinde durch die von ihr zu 

gewährende öffentliche Unterstützung zu decken. Dementsprechend 

hängt die Bedürftigkeit der Beschwerdeführer nicht allein von ihrem indi-

viduellen Bedarf, sondern von der Bedürftigkeit der Bedarfsgemeinschaft 

als Ganzes ab (WINZENT, a.a.O., S. 460). Angesichts dieser Abhängigkeit 

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der den Beschwerdeführern zustehenden öffentlichen Unterstützung er-

scheint es angezeigt, die Beschwerdeverfahren U 15 13 und U 15 14 ge-

stützt auf Art. 6 Abs. 1 lit. a VRG zu vereinigen. Dementsprechend ent-

scheidet das Verwaltungsgericht über die Beschwerden U 15 13 und U 15 

14 gemeinsam im vorliegenden Urteil.

3. Dabei ist zunächst zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwer-

deführer in der angefochtenen Verfügung zu Recht mit Wirkung ab dem 

1. Februar 2015 aus der Sozialhilfe ausgeschlossen und die öffentliche 

Unterstützung für ihn persönlich eingestellt hat (Beschwerdeverfahren 

U 15 13). 

a) Nach Art. 11 der Ausführungsbestimmungen zum kantonalen Unterstüt-

zungsgesetz (ABzUG; BR 546.720) kann die unterstützungspflichtige 

Gemeinde den Grundbedarf für den Lebensunterhalt bei ungenügenden 

Integrationsanstrengungen für die Dauer von maximal zwölf Monaten um 

5–15 % kürzen. Eine solche verwaltungsrechtliche Sanktion kann insbe-

sondere ergriffen werden, wenn eine Person nicht bereit ist, eine ihr von 

der unterstützungspflichtigen Gemeinde zugewiesene, ihren physischen 

und psychischen Fähigkeiten entsprechende Arbeit auszuführen oder an 

einem von der unterstützungspflichtigen Gemeinde angeordneten Be-

schäftigungs-, Einsatz- oder Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramm 

teilzunehmen (lit. a), bei grober Pflichtverletzung (lit. b) und bei Rechts-

missbrauch (lit. c). Eine vollständige Einstellung der Unterstützungsleis-

tungen ist aufgrund von Art. 11 ABzUG nicht zulässig, und zwar selbst 

dann nicht, wenn die Existenzsicherung durch Nothilfe vorbehalten bleibt 

(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] U 14 22 vom 5. Juni 2014 

E.4b).

b) Von dieser sanktionellen Kürzung der öffentlichen Unterstützung ist deren 

Einstellung wegen fehlender Anspruchsvoraussetzungen zu unterschei-

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den. Eine solche Anordnung setzt rechtsprechungsgemäss voraus, dass 

der um öffentliche Unterstützung Nachsuchende derzeit aus eigener Kraft 

faktisch und rechtlich in der Lage ist, sich die für seinen Lebensunterhalt 

erforderlichen Mittel zu beschaffen, davon jedoch aus eigenem Antrieb 

schuldhaft absieht. Letzteres trifft insbesondere zu, wenn eine Person ei-

ne ihr zumutbare Arbeit ablehnt oder sich weigert, an einem zumutbaren 

Beschäftigungsprogramm teilzunehmen. In solchen Fällen darf die unter-

stützungspflichtige Gemeinde die Ausrichtung der Sozialhilfe insoweit 

verweigern, als die Person durch die ausgeschlagene Arbeit in der Lage 

gewesen wäre, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Dadurch 

verstösst sie weder gegen Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) noch die massgeblichen Rege-

lungen des kantonalen Unterstützungsrechts (BGE 139 I 218 E.3.3, 130 I 

71 E.4.3 ff.; Urteile des Bundesgerichts 2P.147/2002 vom 4. März 2003 

E.3 und 5, 8C_787/2011 vom 28. Februar 2012 E.3.2.1; PVG 2009 Nr. 18 

E.3b, VGU U 14 22 vom 5. Juni 2014 E.4b). 

c) Nach dem vorangehend Ausgeführten kann sich die in der angefochtenen 

Verfügung angeordnete vollständige Einstellung der öffentlichen Unter-

stützung durchaus als zulässig erweisen. Eine solche Anordnung fällt al-

lerdings nur in Betracht, wenn und solange als die Einkünfte – auf welche 

der Beschwerdeführer etwa zufolge seiner schuldhaften Weigerung, eine 

zumutbare Arbeit aufzunehmen, freiwillig verzichtet hat – den ihm auf-

grund der Richtlinien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhil-

fe (SKOS-Richtlinien) zustehenden Sozialhilfebeitrag übersteigen (vgl. 

SKOS-Richtlinien, Kapitel A.8.3, vgl. PVG 2009 Nr. 18 E.3d; VGU U 14 22 

vom 5. Juni 2014 E.4c; vgl. dazu auch BGE 130 I 71, 139 I 218 E.5.3 f.). 

Vor der Anordnung einer Leistungseinstellung hat die unterstützungs-

pflichtige Gemeinde freilich sicherzustellen, dass der um öffentliche Un-

terstützung Nachsuchende weiss, welche Arbeit er auszuüben hat, und 

welche Konsequenzen ihm für den Fall der Ablehnung einer zumutbaren 

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Beschäftigung drohen. Entsprechende Weisungen sowie Auflagen und 

die für den Widerhandlungsfall angedrohte Kürzung bzw. Einstellung der 

öffentlichen Unterstützung haben daher in Form einer Verfügung zu erge-

hen (Urteil des Bundesgerichts 8C_500/2012 vom 22. November 2012 

E.7.2.2; vgl. VGU U 14 22 vom 5. Juni 2014 E.4c, U 13 11 vom 28. Juni 

E.2b, 3b, U 13 29 vom 28. Juni 2013 E.3b, 4c).

d) Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mehrfach aufgefor-

dert, an Beschäftigungsprogrammen teilzunehmen. Dass der Beschwer-

deführer im Jahr 2014 solche Aufforderungen ablehnen durfte, weil er 

sich um seine kranke Ehefrau kümmern musste, ist denkbar. Die gesund-

heitliche Verfassung der Ehefrau des Beschwerdeführers hat sich zwi-

schenzeitlich jedoch verbessert, so dass sie nicht mehr auf die Betreuung 

ihres Ehemannes angewiesen ist. Bei dieser Sachlage geht die Be-

schwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass dem 37-jährigen Beschwer-

deführer die Ausübung einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit möglich und 

zumutbar ist. In den Akten fehlen jedoch Angaben zu dem für den Be-

schwerdeführer organisierten Beschäftigungsprogramm bzw. der von ihm 

verlangten Arbeit. So ergibt sich weder aus der angefochtenen Verfügung 

noch aus den Akten, ob es sich bei der konkret geforderten Arbeit um ei-

ne bezahlte Arbeit gehandelt hat, wie hoch ein allfälliges Erwerbsein-

kommen ausgefallen wäre und wie lange der Arbeitseinsatz gedauert hät-

te. Es ist damit unklar, ob der Beschwerdeführer vorliegend die Ausübung 

einer zumutbaren Arbeit verweigert hat, die es ihm ermöglicht hätte, sich 

die für das Überleben notwendigen Finanzmittel ganz oder teilweise 

selbst zu beschaffen, was eine ganz oder teilweise Einstellung der Unter-

stützungsleistungen rechtfertigen würde. Aufgrund der vorliegenden Ak-

tenlage kann das Verwaltungsgericht deshalb nicht beurteilen, ob die ver-

fügte Leistungseinstellung rechtens war. Letztlich ist diese Frage jedoch 

nicht von entscheidender Bedeutung. Fest steht nämlich, dass es die Be-

schwerdegegnerin versäumt hat, dem Beschwerdeführer mittels Verfü-

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gung anzudrohen, dass – falls er die konkret geforderte Arbeit nicht aus-

übt – ihm der dadurch entgangene Verdienst als hypothetisches Einkom-

men angerechnet wird. Dass die Beschwerdegegnerin die an den Be-

schwerdeführer in der Vergangenheit ausgerichtete öffentliche Unterstüt-

zung bereits wegen fehlenden Integrationsbemühungen gekürzt und ihm 

eine Einstellung angedroht hat, ändert daran nichts, da die entsprechen-

den Androhungen nicht auf die bezahlte Arbeit bezogen waren, welche 

die Beschwerdegegnerin zur Leistungseinstellung veranlasst hat (vgl. da-

zu: VGU 14 22 vom 5. Juni 2014 E.4c). Selbst wenn sich der Beschwer-

deführer schuldhaft geweigert haben sollte, eine zumutbare Arbeit aus-

zuüben, die ihm die Erzielung eines existenzsichernden Verdienstes er-

möglicht hätte, wäre die Beschwerdegegnerin deshalb nicht berechtigt, 

dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung ein hypotheti-

sches Einkommen anzurechnen und ihm mit dieser Begründung die Be-

dürftigkeit abzusprechen. Dass weder der Beschwerdeführer noch dessen 

Ehefrau über Einkünfte oder Vermögen verfügen, ist unbestritten. Damit 

ist der Beschwerdeführer als bedürftig anzusehen, weshalb die Be-

schwerdegegnerin dem Beschwerdeführer als unterstützungspflichtige 

Gemeinde die zur Deckung seines Lebensunterhalts erforderlichen Mittel 

auszurichten hat. Die Beschwerde U 15 13 erweist sich demnach als be-

gründet, weshalb der hierdurch angefochtene Entscheid aufzuheben und 

die Angelegenheit zur Neuberechnung der dem Beschwerdeführer zuste-

henden öffentlichen Unterstützung an die Beschwerdegegnerin zurück-

zuweisen ist. Bei der Bemessung der fraglichen öffentlichen Unterstüt-

zung wird die Beschwerdegegnerin einerseits zu prüfen haben, ob der 

Grundbedarf des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 11 ABzUG 

zu kürzen ist, andererseits wird sie die der Ehefrau des Beschwerdefüh-

rers mit Verfügung vom 6. Januar 2015 zugesprochene öffentliche Unter-

stützung zu berücksichtigen haben.

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4. Die von der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung der Beschwerde-

gegnerin vom 6. Januar 2015 erhobene Beschwerde (Beschwerdeverfah-

ren U 15 14) gründet auf der Annahme, dass der Beschwerdeführer von 

der öffentlichen Unterstützung ausgeschlossen ist. Für diesen Fall fordert 

sie, die ihr in der angefochtenen Verfügung zugesprochene öffentliche 

Unterstützung im Betrag von Fr. 2'521.50 einerseits um den auf den Be-

schwerdeführer entfallenden Mietkostenanteil, andererseits auf den einem 

Dreipersonenhaushalt für die Lebenshaltung zustehenden Grundbedarf 

von Fr. 1'834.-- zu erhöhen. Mit der Gutheissung der Beschwerde U 15 13 

sind diese Ansprüche insoweit hinfällig geworden, als die Beschwerde-

gegnerin danach verpflichtet ist, den Mietkostenanteil des Beschwerde-

führers zu übernehmen, sodass die gesamten Mietkosten wiederum 

durch die den Beschwerdeführern zugesprochene öffentliche Unterstüt-

zung gedeckt sind. Dasselbe gilt grundsätzlich für den von der Beschwer-

deführerin geforderten Grundbedarf von Fr. 1'834.--. Freilich hat die Be-

schwerdegegnerin die Möglichkeit, den Grundbedarf des Beschwerdefüh-

rers in Anwendung von Art. 11 ABzUB zu kürzen. Dabei hat sie jedoch die 

Situation der von einer solchen Kürzung mitbetroffenen Beschwerdeführe-

rin und der gemeinsamen Kinder angemessen zu berücksichtigen (SKOS-

Richtlinien, Kapitel A.8-3). Die diesbezüglich von der Beschwerdeführerin 

im Rahmen des vorliegenden Verfahrens vorgebrachten Einwände wird 

sie daher allesamt bei einer allfälligen Kürzung des Grundbedarfs des 

Beschwerdeführers zu prüfen haben. Bei dieser Ausgangslage ist das 

Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an einer gerichtlichen 

Prüfung dieser Fragen im Rahmen des vorliegenden Verfahrens entfallen. 

Demnach ist die Beschwerde U 15 14 infolge nachträglichen Wegfalls des 

Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos geworden abzuschreiben. 

5. Im Hinblick auf zukünftige Anordnungen bleibt anzumerken, dass die Be-

schwerdegegnerin bei ihren Anordnungen die bestehende familiäre Situa-

tion sowie die Rollen- und Aufgabenteilung zu beachten hat. Will sie von 

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der bestehenden Aufgabenteilung abweichen, so hat sie sorgfältig zu prü-

fen, ob und inwiefern den betroffenen Personen unter den gegebenen 

Umständen (z.B. Alter der Kinder, Betreuungssituation, gesundheitliche 

Verfassung, berufliche Qualifikation) ein Rollenwechsel zugemutet wer-

den kann. Ausserdem hat sie im Falle der Kürzung der öffentlichen Unter-

stützung die Situation der davon mitbetroffenen Personen in die Unter-

stützungseinheit in die Interessenabwägung einzubeziehen. Im Falle einer 

gerechtfertigten Einstellung des Beschwerdeführers hätte die Beschwer-

degegnerin sodann die von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Fra-

gen zu prüfen, ob der Familie zumindest der Grundbedarf für den Le-

bensunterhalt eines Dreipersonenhaushalts sowie die gesamten Mietkos-

ten für die Familienwohnung zuzubilligen wären.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdegegnerin als un-

terliegende Partei anzusehen, weshalb ihr die Kosten für das vorliegende 

Verfahren aufzuerlegen sind (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Gesuche der Be-

schwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind un-

ter diesen Umständen als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Dem 

nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht keine aussergericht-

liche Entschädigung zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerden U 15 13 und U 15 14 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde U 15 13 wird gutgeheissen, der Entscheid der Gemeinde 

X._____ vom 6. Januar 2015 wird aufgehoben und die Angelegenheit zur 

Berechnung der A._____ zustehenden öffentlichen Unterstützung an die 

Gemeinde X._____ zurückgewiesen. 

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3. Die Beschwerde U 15 14 wird infolge Wegfall des Rechtsschutzinteresses 

als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

4. Die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 500.-- gehen zulasten der Gemein-

de X._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

5. a) Jede Partei kann innert 30 Tagen seit der Mitteilung schriftlich ein 

vollständig begründetes Urteil verlangen. Verlangt keine Partei innert Frist 

eine Begründung, erwächst das Urteil in Rechtskraft.

b) Verlangt eine Partei eine Begründung, wird der Entscheid schriftlich be-

gründet und den Parteien in vollständiger Ausfertigung mitgeteilt. Die 

Rechtsmittelfristen beginnen mit dieser Zustellung zu laufen. Mit dem be-

gründeten Urteil wird auch die vollumfänglichen Gerichtskosten von 

Fr. 1'000.-- auferlegt werden.

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