# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4759e04-75bf-59e6-b0b9-2ae3f44ba5f9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.03.2010 E-1105/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1105-2010_2010-03-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1105/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon 
Scuntaro;
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______, Nigeria,
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Februar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1105/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 26. September 2009 auf dem Seeweg verliess, in Italien an 
Land ging und am 21. Oktober 2009 in die Schweiz gelangte, wo er im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) C._______ gleichentags ein 
Asylgesuch stellte,

dass ihn das BFM unter anderem mittels Formulars und Hinweises auf 
die entsprechende gesetzliche Nichteintretensbestimmung aufforderte, 
innerhalb von 48 Stunden Reise- oder Identitätspapiere abzugeben,

dass  er  im  EVZ  C._______  am  5.  November  2009  summarisch  zu 
seiner Person sowie den Ausreisemotiven befragt wurde, 

dass er am 10. November 2009 für das weitere Verfahren dem Kanton 
D._______ als Aufenthaltskanton zugewiesen wurde,

dass  er  am  14. Dezember  2009  einlässlich  vom BFM  zu  den  Asyl-
gründen angehört wurde, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte, er sei  nigerianischer Staatsangehöriger und ethnischer Igbo 
mit  letztem  Wohnsitz  in  (...),  wo  er  seit  Februar  2009  als 
Privatchauffeur  von  F._______,  eines  noch  aktiven  Politikers  und 
ehemaligen Mitgliedes des (...), gearbeitet habe,

dass  er  eines  Tages  im  August  2009  den  F._______  zu  dessen 
Arbeitsort in der Stadt G._______ habe fahren müssen,

dass er am Abend im Dienstwagen, einem Peugeot (...), vor dem Büro 
des  F._______s  gesessen  sei,  als  vier  oder  fünf  mit  Gewehren 
bewaffnete Kriminelle gekommen seien, die ihn unter Drohungen und 
Schlägen  aus  dem  Wagen  geholt  haben  und  mit  diesem  davon 
gefahren seien, 

dass er  in  dieser Situation  geschrien habe,  hinter  das Gebäude ge-
flüchtet sei und anschliessend den F._______, der innert drei Minuten 
zu Fuss erreichbar gewesen sei, über den Vorfall orientiert habe, 

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dass der F._______ davon überzeugt gewesen sei, es sei ein Mordver-
such  gegen  ihn  unter  Beteiligung  des  Beschwerdeführers  geplant 
gewesen und dieser habe den Dienstwagen selber entwendet, 

dass  ihn  der  F._______  deshalb  aufgefordert  habe,  den  Wagen  zu 
ersetzen  und  ihm  die  Bandenmitglieder  zu  liefern,  und  sich  an  die 
Polizei gewandt habe, 

dass die Polizei den Beschwerdeführer über das Ereignis einvernom-
men habe, wobei sie ihm den Tathergang nicht geglaubt und ihn eines 
Tatbeitrags bezichtigt habe,

dass er ein paar Tage später in das an die Stadt G._______ angren-
zende  Dorf  H._______  gegangen  sei,  wo  sich  seine  Mutter 
aufgehalten habe,

dass  er  dort  erfahren  habe,  dass  sein  F._______  auf  ihn  Schläger-
truppen (...) angesetzt habe,

dass er gehört habe, auch von der Polizei gesucht zu werden, zumal 
behauptet  worden  sei,  er  habe  das  Auto  seines  F._______s 
entwendet,

dass er deshalb das Dorf H._______ verlassen habe und nach Lagos 
gegangen sei, wo er eine Nigerianerin getroffen habe, 

dass deren Ehemann auf einem Schiff gearbeitet habe, 

dass ihm die Nigerianerin die Reise ins Ausland organisiert und finan-
ziert habe,

dass er ohne Reisepapiere gereist sei,

dass es in Nigeria viele Entführungsfälle gebe, weshalb ein weiterer 
Aufenthalt im Heimatland nicht ratsam sei,

dass er  keine anderen Ausreisegründe habe und vor den erwähnten 
Vorfällen nie mit den Behörden seines Landes oder mit anderen Per-
sonen ernsthafte Probleme gehabt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  trotz  wiederholter  Aufforderungen  keine 
Reise- oder Identitätspapiere zu den Akten reichte,

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dass das BFM mit Verfügung vom 2. Februar 2010 – eröffnet am 4. Fe-
bruar 2010 – auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung des Be-
schwerdeführers aus der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, dieser habe 
den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 48 Stun-
den keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und habe für diese 
Unterlassung auch keine entschuldbaren Gründe vorgebracht, 

dass insbesondere keine Anstrengungen zur Beschaffung von Reise-
papieren erkennbar gewesen seien und angesichts der angegebenen 
Reisemodalitäten  und  der  nicht  nachvollziehbaren  stereotypen  Vor-
bringen nicht geglaubt werden könne, dass er kein Ausweispapier auf 
seiner Reise besessen habe, 

dass auf Grund der Anhörung weder die Flüchtlingseigenschaft  fest-
gestellt  werden könne,  noch die Vornahme zusätzlicher Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig seien, da er  die Ereignisse, die zu seiner 
Flucht geführt  haben sollen, oberflächlich und vage dargestellt  habe, 
zumal manche Angaben widersprüchlich und realitätsfremd ausgefal-
len seien und der allgemeinen Erfahrung und Logik des Handelns wi-
dersprechen würden,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und  der  Vollzug  der  Wegweisung  zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Februar 2010 (Post-
aufgabe) sinngemäss die Aufhebung der BFM-Verfügung vom 2. Fe-
bruar 2010, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gut-
heissung des Asylgesuchs beantragte,

dass sowohl die Beschwerde als auch die vorinstanzlichen Akten nach 
Fehlleitungen zwischen der zentralen Kanzlei des Bundesverwaltungs-
gerichts  und dem BFM erst  am 24. Februar  2010 beim Instruktions-
richter  eintrafen (Art. 109 Abs. 2  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31]),

dass  mit  Telefonat  vom 24. Februar  2010  die  kantonale  Vollzugsbe-
hörde über den Eingang einer fristgerecht erhobenen Beschwerde ori-
entiert wurde, 

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und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgeset-
zes  vom 20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren [VwVG, 
SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob das 
BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, und sich dem-
nach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensentscheid 
als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prüfung 
enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer 
Entscheidung an das BFM zurückweist (vgl. Entscheidungen und Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 
Nr. 34 E. 2.1),

dass mithin auf die sinngemässen Anträge auf Gewährung des Asyls 
unter Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht einzutreten ist,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbeste-
hen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden 
ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist, 
und in  diesem Sinne auch die Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegen-

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stand bildet (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 insb. E. 2.1 und 5.6.5),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet worden ist,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 
Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den  nicht  in  der  Lage,  auf  Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf 
Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. a - c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil BVGE 2007/7 bei "Reise- und Identi-
tätspapieren"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie 
Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung der Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6), und unter Vorbehalt des Vor-
liegens entschuldbarer Gründe ein Nichteintretensentscheid selbst dann 
zu erfolgen hat, wenn trotz fehlender Ausweise keine Zweifel über die 
Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (vgl. E. 5.3. in fine),

dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere einge-
reicht  und  das  BFM richtig  dargelegt  hat,  weshalb  für  diese  Unter-
lassung keine entschuldbaren Gründe vorliegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

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dass er keine überzeugende Angaben über allfällige Bemühungen zur 
Beschaffung eigener Personalpapiere gemacht hat,

dass  er  neu  in  der  Beschwerde  behauptete,  er  sei  mit  gefälschten 
Reisepapieren ausgereist und habe sich dieser Papiere nach der An-
kunft in Europa entledigt (vgl. Beschwerde S. 1), was seiner ursprüngli-
chen Behauptung, wonach er Nigeria ohne ein Reisedokument verlas-
sen habe (vgl. A1 S. 6), widerspricht,

dass aufgrund seiner stereotypen und realitätsfremden Ausführungen 
zum Verlauf der Reise davon auszugehen ist, er habe für seine Reise 
in die Schweiz authentische Reisepapiere verwendet, die er jedoch in 
Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht  (vgl. Art.  8  Abs.  1 
Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthalte,

dass an dieser Beurteilung auch eine nachträgliche Einreichung von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der vor-
handenen und für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass die Identität des Beschwerdeführers somit nicht feststeht,

dass weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Fest-
stellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshinder-
nisses  noch zur  direkten Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  be-
steht (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass die Schilderung der zentralen, die angebliche Verfolgung unmit-
telbar betreffenden Sachverhalten keine Realkennzeichen aufweist,

dass  die  Aussagen  zum  F._______,  zur  Polizei,  zur  nigerianischen 
Helferin,  zu  Aufenthaltsorten,  zu  Beweismitteln  und  zur  angeblich 
politischen  Dimension  des  Autodiebstahls  hinsichtlich  der 
Kontaktnahmen und des Ablaufs zentraler Ereignisse ungereimt, vage 
und lebensfremd ausgefallen sind und nicht von persönlich Erlebtem 
zeugen,

dass der Beschwerdeführer beispielsweise zuerst behauptete, eine Ni-
gerianerin habe ihm die Reise organisiert und finanziert, und er habe 
keine Reisepapiere auf der Reise mitgeführt  (A1 S. 6, 7),  später die 
Frage nicht beantworten konnte, wieviel er für die Reise in die Schweiz 

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bezahlt habe (A13 S. 6), weshalb ihn die Befragerin an die ursprüngli-
che Aussage erinnert hat, eine Nigerianerin in Lagos kennengelernt zu 
haben, und er in der Folge den Beweggrund der Nigerianerin für ihr 
uneigennütziges Handeln damit begründete, sie habe Verständnis für 
seine Situation gehabt (A13 S. 6),

dass er demgegenüber in der Beschwerde neu behauptete, ein Kolle-
ge  von  der  (...)  habe  alles  für  ihn  erledigt,  einschliesslich  die 
Finanzierung  der  Reise  und  die  Beschaffung  der  auf  der  Reise 
mitgeführten gefälschten Reisepapiere,

dass  der  ursprünglich  geschilderte  Autodiebstahl  durch  unbekannte 
Täter in der Beschwerde als eine konzertierte Aktion von Angehörigen 
der (...) und der (...) dargestellt  wird, und sich der Beschwerdeführer 
neu  als  (...)-Angehöriger,  der  wegen  seiner  politischen  Ansichten  in 
Nigeria verfolgt sei, ausgibt,

dass jedoch diese zentralen Behauptungen mit den Aussagen in den 
Anhörungen in keiner Weise in Einklang zu bringen sind, 

dass  bei  dieser  Sachlage die  Vorbringen des Beschwerdeführers  zu 
den  Verfolgungs-  und  Fluchtgründen  insgesamt  als  unglaubhaft  und 
haltlos zu bezeichnen sind und die Ausführungen in der Rechtsmittel-
eingabe offenbar darauf abzielen, den ursprünglich geltend gemachten 
und der angefochtenen Verfügung zugrundgelegten Sachverhalts  mit 
einer politischen Dimension anzureichern, ohne indessen zu den kor-
rekten Erwägungen des BFM fundiert Stellung zu nehmen,

dass deshalb an dieser Stelle mangels stichhaltiger Entgegnungen in 
der Beschwerde und zur Vermeidung von Wiederholungen im Weiteren 
auf die zutreffenden Ausführungen des BFM in der angefochtenen Ver-
fügung verwiesen wird (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten Ausnahme-
tatbestände vorliegt und das BFM demnach zu Recht  auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

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steht, weshalb die Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 
Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, dass heisst, sie 
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls 
wenigstens glaubhaft zu machen, 

dass  in  der  Beschwerdeschrift  nichts  Konkretes  zum Wegweisungs-
punkt vorgebracht wird, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG) und namentlich keine Person in 
irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in 
dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in 
ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 
Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) oder in dem ihr menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) und Art. 1  des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 
gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigen-
de Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) droht,

dass nachfolgend auf die blosse Behauptung des Beschwerdeführers 
abzustellen ist, er sei nigerianischer Staatsbürger, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da es  dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 

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AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements 
keine Anwendung findet und auch keine Anhaltspunkte für eine dem 
Beschwerdeführer  in  Nigeria  drohende  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne der EMRK und der FoK bestehen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle seiner 
Rückkehr schliessen lassen und er sich im Übrigen statt im (...) State 
in einem anderen Landesteilen Nigerias niederlassen kann,

dass  mangels  entsprechender  Atteste  von  der  Gesundheit  des  Be-
schwerdeführers auszugehen ist, und er in Nigeria, wo er als Chauf-
feur  berufliche  Erfahrungen  erworben  haben  soll,  offensichtlich  über 
ein tragfähiges verwandtschaftliches Beziehungsnetz (mindestens acht 
nahe Verwandte sollen mit weiteren Bekannten in den Bundesstaaten 
[...] leben) verfügt,

dass sich der Wegweisungsvollzug somit als zumutbar erweist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine Vollzugshinder-
nisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-
sepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom BFM  verfügte  Vollzug  der  Weg-
weisung zu bestätigen ist  und auch diesbezüglich keine zusätzlichen 
Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens die Kosten von 
Fr. 600.− (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

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Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde. 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Thomas Hardegger

Versand: 

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