# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f7ffac2-c0e3-5e16-b592-3ccd7b5c4e9c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.06.2017 IV 2015/15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-15_2017-06-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/15

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2019

Entscheiddatum: 21.06.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2017
Rentenprüfung nach vorgängigem Rückweisungsentscheid des kantonalen 
Gerichts und einer polydisziplinären, beweistauglichen Begutachtung. 
Einkommensvergleich. Parallelisierung bei unterdurchschnittlichem 
Valideneinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 21. Juni 2017, IV 2015/15). Entscheid vom 21. Juni 2017 
Besetzung Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), 
Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Joachim 
Huber; Gerichtsschreiberin Marilena Gnesa Geschäftsnr. IV 2015/15 Parteien 
A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso 
Glavas, Haus zur alten Dorfbank, Dorfstrasse 33, 9313 Muolen, gegen IV-
Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, 
Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt

Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2017

A.   

A.___ meldete sich am 28. Dezember 2009 erstmals zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an (Eingang IV-Stelle 11. Januar 2010, IV-act. 1). Sie hatte 

bis zu einem Treppensturz vom 24. Februar 2009 als Reinigungskraft in einem 

Restaurant gearbeitet (IV-act. 1-7, 12, 21-15). Eine von der 

Krankentaggeldversicherung veranlasste psychiatrische und rheumatologische 

Begutachtung im Institut für medizinische und ergonomische Abklärungen (IME), 

Sargans, ergab insbesondere die Diagnosen chronisches lumbospondylogenes 

Schmerzsyndrom, rezidivierendes zervikozephales Schmerzsyndrom, Polyarthralgien 

unklarer Ursache, leichte Episode einer rezidivierenden depressiven Störung sowie 

Agoraphobie. Die Arbeitsfähigkeit wurde insgesamt für ideal angepasste Tätigkeiten 

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auf 50% festgelegt (Gutachten vom 21. März 2010, IV-act. 31). Die IV-Stelle sprach der 

Versicherten gestützt auf diese Beurteilung bei einem IV-Grad von 48% rückwirkend ab 

1. Juli 2010 eine Viertelsrente zu (IV-act. 76; 71). Eine gegen diese Verfügung gerichtete 

Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid IV 

2011/209 vom 20. August 2013 teilweise gut. Es bemängelte, dass die IV-Stelle das 

gutachterlich attestierte Steigerungspotential der Arbeitsfähigkeit vor Verfügungserlass 

nicht abgeklärt hatte (IV-act. 91; auch zu näheren Angaben zum Sachverhalt).

B.   

B.a  Die IV-Stelle holte daraufhin Arztberichte bei den behandelnden medizinischen 

Fachpersonen ein (IV-act. 93 ff.) und ordnete eine polydisziplinäre medizinische 

Untersuchung der Versicherten an (IV-act. 102). Am 23. September 2014 erstattete die 

Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG, Bern, das Gutachten auf 

der Grundlage einer internistischen, kardiologischen, rheumatologischen sowie 

psychiatrischen Untersuchung. Die Gutachter diagnostizierten in der polydisziplinären 

Konsensbeurteilung - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine rezidivierende 

depressive Störung, aktuell mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), eine 

generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1), eine koronare Herzkrankheit, ein 

generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom sowie ein lumbospondylogenes 

Schmerzsyndrom mit Spondylolisthesis L5/S1, fortgeschrittener Osteochondrose L5/

S1 und beginnender degenerativer Diskopathie L4/L5 ohne segmentale Instabilität (IV-

act. 112-16). Die Gutachter schätzten die Arbeitsfähigkeit auf 50 % ab 31. August 2011 

für körperlich leichte, wechselbelastende, rückenschonende Tätigkeiten mit der 

Möglichkeit zu Wechselposition, ohne repetitives Bücken, Anheben und Tragen von 

Lasten über 7 kg, ohne Arbeitstätigkeiten in der Vorneigehaltung des Rumpfes, in 

kniender oder kauernder Position, unter besonderem Zeitdruck, unter 

Nachtarbeitsbedingungen oder mit besonderen Anforderungen an die Team- und 

Konfliktfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit als Raumpflegerin sei nicht mehr zumutbar (IV-

act. 112-17 ff.).

B.b  Die IV-Stelle ermittelte in der Folge ausgehend von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit 

und unter Berücksichtigung des Minderverdienstes einen Invaliditätsgrad von 47.5 % 

(Einkommensvergleich vom 27. Oktober 2014, IV-act. 118; vgl. auch Feststellungsblatt 

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vom 29. Oktober 2014, IV-act. 117) und stellte der Versicherten die Zusprache einer 

Viertelsrente ab 1. Juli 2010 in Aussicht (Vorbescheid vom 30. Oktober 2014, IV-act. 

120). Die Versicherte erhob am 18. November 2014 Einwand (IV-act. 124). Mit Eingabe 

vom 12. Dezember 2014 reichte die Versicherte einen Bericht der Radiologie B.___ vom 

20. November 2014 ein (IV-act. 128 f.). Am 17. Dezember 2014 verfügte die IV-Stelle 

gemäss Vorbescheid (IV-act. 131 und 126-1 ff.).

C.  

C.a Die vorliegende Beschwerde vom 26. Januar 2015 (act. G 1) richtet sich gegen die 

Verfügung vom 17. Dezember 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung und die rückwirkende Ausrichtung einer halben 

Invalidenrente ab 24. Februar 2009 bzw. ein Jahr danach. In formeller Hinsicht sei die 

Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Begründungspflicht, des 

Untersuchungsgrundsatzes sowie von EMRK-Garantien (Recht auf ein faires Verfahren, 

Rechtsgleichheit) zu rügen. Die Beschwerdeführerin begründet diese Rügen damit, die 

Beschwerdegegnerin verwende den sogenannten Allianznamen "namentlich und 

vornehmlich" bei Versicherten balkanischer Abstammung, obwohl dies dort fremd sei, 

und weigere sich, auf entsprechende Reklamationen einzugehen. Darin sei eine 

Diskriminierung zu erblicken. Eine Verletzung von Verfahrensgarantien liege im 

Weiteren darin begründet, dass die Beschwerdegegnerin von den Durchschnittslöhnen 

der Gesamtbevölkerung ausgehe, und damit eine Gleichstellung der schweizerischen 

und ausländischen Bevölkerung vornehme, obwohl diese Gleichheit nicht vorliege. 

Beim Einkommensvergleich sei nicht berücksichtigt worden, dass das 

Valideneinkommen der Beschwerdeführerin deutlich tiefer als dasjenige der hiesigen 

Bevölkerung gewesen sei. Zudem werde ihr ein Invalideneinkommen zugemutet, das 

sie selbst als Gesunde nicht verdient habe. Dadurch seien Verfahrensgarantien, 

namentlich Art. 6 EMRK (Gleichheits-, Fairness- und Willkürverbot), verletzt worden.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 5. März 2015 (act. 4) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Da 

es im vorliegenden Verfahren einzig um die Festsetzung des Invaliditätsgrads gehe, sei 

auf darüber hinausgehende Rügen nicht einzutreten. Es ist nicht einzusehen, weshalb 

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die Verwendung des Allianznamens diskriminierend sei; die Beschwerdeführerin selbst 

habe diesen Doppelnamen in der IV-Anmeldung angegeben. Es treffe nicht zu, dass 

der Allianzname lediglich bei Versicherten balkanischer Abstammung verwendet werde. 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sei ebenso wenig ersichtlich. Die 

Beschwerdegegnerin sei von der gutachterlich bescheinigten 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von adaptiert 50 % ausgegangen. Eine tiefere 

Arbeitsfähigkeit mache die Beschwerdeführerin nicht geltend. Die invalidisierenden 

Beschwerden seien im Februar 2009 aufgetreten, so dass für die Berechnung des 

Valideneinkommens das von ihr im Jahr 2008 erzielte Erwerbseinkommen von Fr. 

41'363.- eingesetzt worden sei. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeite, sei ihr 

Invalideneinkommen anhand der Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für 

Statistik (Tabellenlöhne) berechnet worden. Es treffe im Weiteren nicht zu, dass es für 

die Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Arbeitsstellen 

mehr gebe, stünden ihr doch eine Vielzahl von geeigneten Tätigkeiten im Produktions- 

und Dienst¬leistungssektor offen.

C.c In ihrer Replik vom 17. März 2015 (act. G 6) hält die Beschwerdeführerin an den in 

der Beschwerde gestellten Anträgen fest. Im Fragebogen für Arbeitgebende habe die 

C.___ AG einen Lohn von Fr. 3'383.-/Monat angegeben. Der Validenlohn betrage 

demzufolge Fr. 43'979.- (Fr. 3'383.- x 13). Für den Fall, dass die angefochtene 

Verfügung Bestand haben sollte, beantragt die Beschwerdeführerin die Durchführung 

von beruflichen Massnahmen.

C.d Auf die Einreichung einer Duplik hat die Beschwerdegegnerin verzichtet (act. G 8).

Erwägungen

1.   

1.1  In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung diverser 

verfahrensrechtlicher Garantien, so des rechtlichen Gehörs, des 

Untersuchungsgrundsatzes und der Begründungspflicht. Sie weist zur Begründung 

ihrer Rügen etwa darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin - wie vornehmlich bei 

Versicherten balkanischer Abstammung - den Allianznamen der Beschwerdeführerin 

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verwende. Dies sei diskriminierend. Im Einwand vom 18. November 2014 habe sie (die 

Beschwerdeführerin) diesen Umstand gerügt. Auf den Einwand sei die 

Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht eingegangen. Dies verletze 

das Recht auf ein faires Verfahren, weil der Allianzname namentlich bei Leuten aus dem 

Balkan fremd sei. Menschen mit Namensendung auf -ic hätten auf Grund des 

fremdländischen Namens bei der Wohnungs- und Arbeitssuche erhebliche 

Schwierigkeiten, die sich durch die Verwendung des Allianznamens kumulieren 

würden, und dies würde die Diskriminierung verstärken. Die Beschwerdegegnerin habe 

die Notwendigkeit der Allianznamensverwendung nicht begründen können. Die 

Verletzung von Verfahrensgarantien sei zudem in der Missachtung der geltend 

gemachten, aber fehlenden Parallelisierung der Einkommen zu sehen bzw. in der 

Gleichstellung der schweizerischen und ausländischen Bevölkerung, obwohl diese 

Gleichheit gemäss der vorhandenen IV-Akten und der Erhebungen des Bundesamtes 

für Statistik nicht vorliege (act. 1, S. 2 ff.).

1.2  Dass die Beschwerdegegnerin trotz der im Einwand vom Rechtsvertreter 

geäusserten Kritik in der Verfügung den Allianznamen der Beschwerdeführerin 

verwendet hat, verletzt nicht in erkennbarer Weise die Garantie auf ein faires Verfahren. 

Die Begründungspflicht der Beschwerdegegnerin, die sich darauf beschränkt, die 

Entscheidgrundlagen verständlich zu machen, würde überstrapaziert, wenn sie im 

rechtsgestaltenden Akt auf derartige Vorbringen eingehen müsste. Die 

Beschwerdeführerin legt selbst nicht dar, inwiefern die Verwendung des Allianznamens 

entscheidrelevant gewesen sein sollte; derartiges ist denn auch nicht im Ansatz 

erkennbar. Eine sich auf den Rentenentscheid auswirkende Diskriminierung ist in keiner 

Weise dargetan oder ersichtlich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist.

2.   

Streitig ist in materieller Hinsicht die Höhe des Rentenanspruchs der 

Beschwerdeführerin.

2.1  Betreffend die massgebenden Rechtsgrundlagen ist auf die entsprechenden 

Erwägungen im Entscheid IV 2011/209 zu verweisen.

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2.2  Die Beschwerdegegnerin stützt die Zusprache der Viertelsrente auf das 

polydisziplinäre Gutachten der SMAB vom 23. September 2014 (IV-act. 112). Danach 

besteht bei der Beschwerdeführerin gesamtgutachterlich eine Arbeitsfähigkeit von 50 

% in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, während die angestammte Tätigkeit 

entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. IV-act. 126-1) nicht 

mehr zumutbar ist (vgl. Gutachten, S. 18 f.). Gegen die Heranziehung des Gutachtens 

der SMAB erhebt die Beschwerdeführerin zu Recht keine Einwände, entspricht dieses 

doch vollumfänglich den Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an 

den Beweiswert von medizinischen Gutachten und Berichten. Im Weiteren hat RAD-

Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, das Gutachten 

der SMAB für umfassend, plausibel nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei 

befunden und dessen Heranziehung befürwortet (Stellungnahme vom 3. Oktober 2014, 

IV-act. 113); diese Sichtweise hat in der Folge auch RAD-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, vertreten (Stellungnahme vom 21. Oktober 2014, 

IV-act. 116). Demnach ist für die Rentenprüfung von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit auszugehen.

3.   

In der Folge ist basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % der Invaliditätsgrad zu 

bestimmen. Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht einen Einkommensvergleich 

vorgenommen, was die Beschwerdeführerin nicht bestreitet.

3.1  Für die Bestimmung des Valideneinkommens wird grundsätzlich am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 125 V 58 E. 3.1; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_590/2014 vom 18. März 2015 E. 5.1; 8C_196/2013 vom 

21. August 2013 E. 3.1). Dies rechtfertigt sich auch hier, zumal das Einkommen des 

Jahres 2009 zuverlässig bekannt ist (Fragebogen für Arbeitgebende, IV-act. 58-3; 

Lohnabrechnungen, IV-act. 60-3 f.) und davon auszugehen ist, dass die 

Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden weiterhin 

ausgeübt hätte. Die Beschwerdeführerin hätte im Jahr 2009 ein Jahreseinkommen von 

Fr. 43'979.- erzielt (Fr. 3'383.- x 13 [siehe zum Anspruch auf einen 13. Monatslohn IV-

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act. 58-8]). Dieses Valideneinkommen wird denn auch von beiden Parteien anerkannt. 

Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik, 

Lohnentwicklung Index Frauen 2009: 2552; Index Frauen 2010: 2579) beläuft sich das 

Valideneinkommen per 2010 auf Fr. 44'444.-.

3.2 

3.2.1      Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen, so ist für die Bemessung des Invalideneinkommens 

auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person nach zumutbarer 

Behandlung und allfälliger Eingliederung angesichts ihrer Ausbildung und ihrer 

physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Rechtssprechungsgemäss 

werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

Die Beschwerdeführerin ist nicht mehr arbeitstätig, weshalb als Grundlage für die 

Bemessung des Invalideneinkommens auf den statistischen Hilfsarbeiterinnenlohn 

abzustellen ist. Dieser beträgt für das Jahr 2010 bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit 

von 41.6 Stunden/Woche Fr. 52'728.- (Tabelle TA1, vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015).

3.2.2      Die Beschwerdeführerin erzielte vor Eintreten der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung im Vergleich zum Tabellenlohn einen unterdurchschnittlichen 

Verdienst, sodass eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen vorzunehmen ist, 

zumal es an Hinweisen fehlt, dass sie sich aus freien Stücken mit dem 

unterdurchschnittlichen Lohn begnügt hätte (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.3; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 E. 5.1). Der Erheblichkeitsgrenzwert der 

Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom Tabellenlohn, ab welchem sich 

eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen rechtfertigt, beträgt nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung 5 %. Parallelisiert wird in dem Umfang, in 

welchem die prozentuale Abweichung 5 % übersteigt (BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 E. 6.1.2 f.). Vorliegend hat die 

Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (act. G 1) eine 

Parallelisierung der Einkommen vorgenommen, was sich aus den Akten ergibt (vgl. 

Einkommensvergleich, IV-act. 118, und act. G 4). Die von der Beschwerdeführerin nicht 

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substantiiert vorgebrachte Rüge, in der Missachtung der fehlenden Parallelisierung der 

Einkommen sei eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie weiterer 

verfahrensrechtlicher (EMRK-) Garantien zu erblicken, ist somit unbegründet. Der 

Minderverdienst beträgt bei einem Valideneinkommen von Fr. 44'444.- und dem 

Tabellenlohn von Fr. 52'728.- Fr. 8'284.-, was 15.71% entspricht. Folglich sind 10.71% 

zu parallelisieren. Damit beträgt das Invalideneinkommen bei 50% Arbeitsfähigkeit 

unter Vorbehalt eines allfälligen leidensbedingten Abzugs (vgl. die nachfolgende E. 

3.2.3 f.) Fr. 23'541.-.

3.2.3      Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung 

statistischer Tabellenlohne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 

benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Die Frage, ob 

und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls abhängig, die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige 

Abzug auf 25 % festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des 

Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 75 E. 5b; 129 V 472 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen). Ist bestimmten einkommensbeeinflussenden Merkmalen bereits bei der 

Parallelisierung der Vergleichseinkommen Rechnung getragen worden, dürfen 

dieselben invaliditätsfremden Faktoren nicht nochmals im Rahmen des Leidensabzugs 

berücksichtigt werden (BGE 134 V 322 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin hat im 

vorliegenden Fall keinen Abzug vorgenommen mit der Begründung, aus internistisch-

kardiologischer Sicht könne die Beschwerdeführerin körperlich leichte Tätigkeiten im 

Umfang von 50 % vollschichtig ausführen (IV-act. 126-1). Mit der 

Einkommensparallelisierung seien sämtliche von der Beschwerdeführerin aufgeführten 

invaliditätsfremden Faktoren (insbesondere ihr ursprünglicher Ausländerstatus) bereits 

berücksichtigt worden, weshalb sich kein weiterer Abzug rechtfertige (act. G 4).

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3.2.4      Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit der 

Einkommensparallelisierung und dem Tabellenlohnabzug einen Verstoss gegen EMRK-

Garantien (Rechtsgleichheit, Fairnessgebot und Willkürverbot; act. G 1). Die 

diesbezüglichen Argumente des Rechtsvertreters sind identisch mit jenen, die dieser im 

dem Bundesgerichtsentscheid 8C_771/2016 vom 18. Januar 2017 zugrunde liegenden 

Fall bereits vorgebracht hat (vgl. E. 5). In jenem wie auch in früheren, im Entscheid 

referenzierten Verfahren hat das Bundesgericht diese Argumentation verworfen. Darauf 

ist zu verweisen. Ergänzend ist für den vorliegenden Fall festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin bereits mehr als ihr halbes Leben in der Schweiz verbringt, seit 

2002 über das Schweizer Bürgerrecht verfügt und hier während vieler Jahre 

erwerbstätig war. Ihre unterdessen erwachsenen Kinder sind hier geboren und 

ausgebildet worden. Selbst wenn die Deutschkenntnisse der Beschwerdeführerin nicht 

gut sein sollten (vgl. dazu jedoch immerhin die Selbstangabe guter Kenntnisse in Wort 

und Schrift in IV-act. 35-6), ist dennoch nicht von einer herkunftsbedingt übermässigen 

Erschwernis einer Erwerbstätigkeit auszugehen, die durch die 

Einkommensparallelisierung nicht bereits berücksichtigt und darüber hinaus mit einem 

Tabellenlohnabzug zu korrigieren wäre. Es sind auch keine weiteren Faktoren 

ersichtlich, die einen Abzug als notwendig erscheinen liessen. So hatte die 

Beschwerdeführerin bei Verfügungserlass noch rund 10 Erwerbsjahre bis zur 

ordentlichen Alterspensionierung vor sich, sodass ein "Altersabzug" nicht gerechtfertigt 

erscheint. Erhebliche Leistungsschwankungen, häufige Krankheitsabsenzen oder 

weitere Faktoren, die sich verglichen mit gesunden Arbeitnehmenden als 

Konkurrenznachteil für die Beschwerdeführerin auswirken und zu einer schlechteren 

Entlohnung führen könnten, sind im Übrigen nicht ausgewiesen (vgl. zum 

Anforderungsprofil der halbtägigen Einsetzbarkeit explizit ohne zusätzliche Minderung 

der Leistungsfähigkeit das psychiatrische Teilgutachten, IV-act. 112-57 f.; 

Gesamtgutachten, IV-act. 112-18). Folglich hat die Beschwerdegegnerin zu Recht nur 

die Einkommensparallelisierung vorgenommen und keinen zusätzlichen Abzug 

anerkannt.

3.3  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 44'444.- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 23'541.- beläuft sich der Invaliditätsgrad auf 47 %.

4.   

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Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von 

sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG. Vorliegend ist die IV-Anmeldung am 19. Januar 2010 erfolgt (vgl. IV-act. 1); ein 

Rentenanspruch besteht somit frühestens ab 1. Juli 2010. Die Beschwerdegegnerin hat 

den Anspruch auf eine Viertelsrente ab diesem Datum verfügt. Dies ist nicht zu 

beanstanden. Zwar wurde im SMAB-Gutachten festgehalten, die Arbeitsfähigkeit habe 

sich "spätestens" seit dem Myokardinfarkt vom 31. August 2011 auf 50% auch in 

angepassten Tätigkeiten reduziert (IV-act. 112-19). Mit der Beschwerdegegnerin 

erscheint es aber als gerechtfertigt davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit auch 

zwischen den Begutachtungen durch das IME (psychiatrisch durch Dr. med. F.___ im 

Februar 2010 und rheumatologisch durch G.___ im März 2010; IV-act. 31) und dem 

Myokardinfarkt nicht über 50% gestiegen ist (vgl. zum Gesundheitszustand bis zum 

Erlass der ersten Rentenverfügung vom 24. Mai 2011 auch den Entscheid IV 2011/209). 

Hinweise auf eine rentenrelevante Verbesserung in jenem Zeitraum liegen jedenfalls 

nicht vor. Die von den Gutachtern des IME abgegebene Verbesserungsprognose hat 

sich nicht eingestellt (siehe etwa auch die Ergebnisse der zweimonatigen Abklärung in 

der Abklärungsstätte H.___ im September/Oktober 2010, IV-act. 42-4 f.). Folglich ist 

auch der von der Beschwerdegegnerin auf den 1. Juli 2010 festgesetzte Rentenbeginn 

nicht zu beanstanden.

5.  

5.1  Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung nicht zu 

beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG 

nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- 

bis Fr. 1'000.- zu bestimmenden und in Fällen wie dem vorliegenden praxisgemäss auf 

Fr. 600.- festzulegenden Gerichtskosten sind vollumfänglich der unterliegenden 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung das Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2009/459 vom 19. Dezember 2011 E. 

5.2 f.). Der von ihr geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.

Entscheid

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.- zu bezahlen. Der 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird daran angerechnet.

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