# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aec7efab-60e6-5a71-96c0-81188c623075
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2011 C-3889/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3889-2011_2011-10-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­3889/2011

U r t e i l   v om   2 0 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

Parteien A._______,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond­
Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,   
Vorinstanz. 

Gegenstand AHV, Einspracheentscheid vom 7. Juni 2011.

C­3889/2011

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. Dezember 2010 die ordentliche 
Altersrente der Eidgenössischen Alters­ und Hinterlassenenversicherung 
(AHV) für die Beschwerdeführerin festgelegt hat,

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung am 5. Januar 2011 
(Faxeingabe)  "Widerspruch"  eingelegt  hat,  diese  Einsprache  aber  nicht 
begründet  und  auf  eine  nachträgliche  Begründung  durch  einen 
Rechtsbeistand verwiesen hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Beschwerdeführerin  am  20.  April  2011 
aufgefordert hat, ihre Rechtsschrift innert 20 Tagen zu begründen – unter 
der  Androhung,  dass  ansonsten  auf  die  Einsprache  nicht  eingetreten 
werden könne,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  20.  Mai  2011  geltend 
gemacht hat, sie sei bisher infolge Krankheit und Pflegevertretung für ihre 
Mutter  nicht  in  der  Lage  gewesen,  die  Angelegenheit  einem 
Rechtsbeistand  zu  übergeben,  ihre Wohngemeinde  habe  ihr  aber  zwei 
Termine bei Rechtsvertretern vermittelt – der erste finde am 26. Mai 2011 
statt,

dass  in  der  Folge  bei  der  Vorinstanz  keine  nachträgliche  Begründung 
einging, so dass sie mit Verfügung vom 7. Juni 2011 auf die Einsprache 
nicht eintrat,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  7.  Juli  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung 
einreichte – erneut ohne Begründung,

dass sie auf Aufforderung des Instruktionsrichters vom 12. Juli 2011 hin, 
ihre Beschwerde innert kurzer Frist zu begründen und Rechtbegehren zu 
stellen,  am 21.  Juli  2011  festhielt,  sie habe den Antrag auf Ausrichtung 
einer Altersrente am 8. November 2011 gestellt und suche zur Zeit noch 
einen Rechtsvertreter in der Schweiz,

dass  nach  gewährter  Fristerstreckung  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer 
Eingabe vom 28. Juli 2011 festhielt, ihr Rentenanspruch sei nicht verjährt, 
und die Bestätigung eines ehemaligen Arbeitsgebers über den Abschluss 
eines Arbeitsvertrages vorlegte,

C­3889/2011

Seite 3

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 7. September 2011 die 
Abweisung  der  Beschwerde  vom  7.  Juli  2011  und  die  Bestätigung  des 
angefochtenen Nichteintretensentscheids beantragte,

dass  der  Instruktionsrichter  auf  die  Durchführung  eines  zweiten 
Schriftenwechsels verzichtete und der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom  19.  September  2011  Gelegenheit  gab,  bis  zum  7.  Oktober  2011 
allfällige Bemerkungen zur Vernehmlassung einzureichen,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Schreiben  vom  6.  Oktober  2011 
mitteilte,  in  den  nächsten  Tagen werde  eine  anwaltliche Stellungnahme 
eingereicht,

dass  sie  am  17.  Oktober  2011  telefonisch  erneut  eine  schriftliche 
Stellungnahme in Aussicht gestellt hat,

dass bis heute keine Stellungnahme eingegangen ist,

dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die  in Art. 33 genannten Behörden gelten – so 
insbesondere auch die SAK,

dass Einspracheentscheide der Vorinstanz Verfügungen im Sinne von 
Art. 5 VwVG darstellen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  daher  zur  Beurteilung  der 
Beschwerde vom 7. Juli 2011 zuständig ist,

dass  vorliegend  über  eine  Verfügung  der  Vorinstanz  zu  befinden  ist, 
mit  welcher  sie  mangels  Begründung  nicht  auf  die  Einsprache  der 
Beschwerdeführerin eingetreten ist,

dass damit Gegenstand des Beschwerdeverfahrens einzig die formelle 
Frage  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu Recht  einen Nichteintretensentscheid 
gefällt  hat  – nicht  dagegen die materielle Frage,  ob  in der Verfügung 
vom  6.  Dezember  2010  die  Altersrente  der  Beschwerdeführerin 
rechtmässig festgelegt worden ist,

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Seite 4

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  im  Beschwerdeverfahren  in  keiner 
Weise  zur  Frage  geäussert  hat,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  ihre 
Einsprache nicht eingetreten ist,

dass Einsprachen gegen Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 10 
Abs.  1  der  Verordnung  vom  11.  September  2002  über  den 
Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSV,  SR  830.11) 
mit Rechtsbegehren versehen und begründet sein müssen,

dass  sich  aus  den  Akten  ergibt,  dass  die  Beschwerdeführerin  auch 
innert  der  gewährten  Nachfrist  ihre  Einsprache  in  keiner  Weise 
begründet und keine Rechtsbegehren gestellt hat, obwohl sie von der 
Vorinstanz  unter  Androhung  des  Nichteintretens  dazu  aufgefordert 
worden ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  verspäteten  Eingabe  an  die 
Vorinstanz vom 20. Mai 2011 zwar darauf hingewiesen hat, bisher wegen 
Krankheit  nicht  in  der  Lage  gewesen  zu  sein,  die  erforderliche 
Begründung  nachzuliefern,  dass  sie  aber  kein  Gesuch  um 
Wiederherstellung  der  Frist  gestellt  (Art.  24  VwVG),  sondern  auf 
kommende Termine bei Rechtsvertretern hingewiesen hat,

dass die Vorinstanz unter diesen Umständen davon ausgehen durfte, die 
Beschwerdeführerin  werde mit  Hilfe  eines  Rechtsvertreters  in  der  Lage 
sein, ihre Einsprache nachträglich zu begründen, 

dass  die  Vorinstanz  zudem  der  Beschwerdeführerin  vor  Erlass  des 
angefochtenen Entscheides noch ausreichend Zeit  liess, den ersten der 
mitgeteilten  Termine  wahrzunehmen  und  eine  Einsprachebegründung 
nachzureichen,

dass somit  feststeht, dass die Vorinstanz zu Recht und ohne Verletzung 
des  Anspruchs  der  Beschwerdeführerin  auf  rechtliches  Gehör 
androhungsgemäss  auf  die  Einsprache  vom  5.  Januar  2011  nicht 
eingetreten ist (vgl. Art. 52 Abs. 3 VwVG),

dass sich die Beschwerde damit als offensichtlich unbegründet erweist 
und  im  einzelrichterlichen Verfahren  abzuweisen  ist  (Art.  85bis  Abs.  3 
des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1946  über  die  Alters­  und 
Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]),

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Seite 5

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG) 
und keine Parteientschädigung zuzusprechen  ist  (Art.  7 Abs. 1 und 3 
VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde vom 7. Juli 2011 wird abgewiesen.

2. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung zugesprochen.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref­Nr._______)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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