# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0be65eef-4d3b-5175-8d3c-12ff4e7715f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.02.2025 D-7836/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7836-2024_2025-02-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger (Vorsitz), 

Richter Walter Lang, Richter Simon Thurnheer, 

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea, 

vertreten durch MLaw Ladina Hautle, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS) und Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 8. November 2024 / N (…). 

 

 

 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 7. November 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach. Auf dem Personalienblatt gab er an, am (…) geboren und somit 

noch minderjährig zu sein. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der eu-

ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 

26. August 2023 in B._______, C._______, aufgegriffen und am 31. Au-

gust 2023 daktyloskopiert worden war. 

B.  

Das SEM führte mit dem Beschwerdeführer am 29. Dezember 2023 eine 

Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (EB UMA) 

durch und hörte ihn am 4. März 2024 zu seinen Asylgründen an. 

Dabei machte er geltend, er sei ethnischer Peul und in (…) D._______ ge-

boren und aufgewachsen. Seine Eltern hätten sich getrennt, als er noch 

ein kleines Kind gewesen sei. Sein Vater habe zwei Brüder, die er kenne, 

möglicherweise habe er noch weitere Geschwister. Seine beiden Onkel vä-

terlicherseits hielten sich im Ausland auf. Er wisse nicht, ob seine Mutter 

Geschwister habe, da er bei seinem Vater aufgewachsen sei und kaum 

Kontakt zu seiner Mutter gehabt habe. Sie lebe ebenfalls in D._______, wo 

wisse er nicht genau. Sie sei aber gelegentlich zu Besuch gekommen. Er 

sei bis zur (…) Klasse zur Schule gegangen, anschliessend habe er die 

Koranschule besucht. Im Jahr (…) habe er zusammen mit seinem Vater 

Guinea verlassen und sei auf illegale Weise über ihm unbekannte Länder 

bis nach E._______ gereist. Den Grund für die Ausreise kenne er nicht. 

Sein Vater habe ihm damals nur gesagt, dass sie gemeinsam nach 

E._______ gehen würden, damit er dort den Koran studieren könne. Über-

haupt habe er kaum Erinnerungen an die Zeit der Ausreise. Sein Vater 

habe damals keine Arbeit mehr gehabt und der Vermieter habe sie aus der 

Mietwohnung vertrieben, sodass er und sein Vater einige Tage bei einem 

Freund des Vaters gelebt hätten. Anschliessend seien sie nach E._______ 

gegangen, wo sie sich in einem leerstehenden Haus aufgehalten hätten. 

Dort hätten eines Tages die Einheimischen die Flüchtlinge mit Holzstöcken 

attackiert und aus dem Haus vertrieben. Anstatt den Flüchtlingen zu helfen, 

hätten die Behörden diese in einen LKW verladen, in die Wüste gefahren 

und sie dort ohne Wasser und ohne Nahrung zurückgelassen. Jene Flücht-

linge hätten sich dann aufgeteilt, er habe sich mit seinem Vater jener 

Gruppe angeschlossen, welche nach E._______ habe zurückkehren wol-

len. Am zweiten Tag sei sein Vater in der Nacht im Schlaf verstorben; er sei 

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im Wüstensand beerdigt worden. Irgendwann sei er (Beschwerdeführer) 

wieder in eine Stadt gelangt, wo er Unterstützung von der «International 

Organization for Migration» (IOM) erhalten habe. Am 26. August 2023 sei 

er nach B._______, C._______, gelangt, wo er in einem Flüchtlingslager 

untergebracht worden sei. Von C._______ aus sei er in die Schweiz wei-

tergereist. Er wolle nicht in sein Heimatland zurückkehren, weil er dort 

keine Möglichkeit habe, die Schule zu besuchen und sich eine gute Zukunft 

aufzubauen. 

Der Beschwerdeführer reichte keine Identitätsdokumente ein. 

C.  

Im Auftrag des SEM erstattete das F._______ am 30. Januar 2024 ein Gut-

achten zur Altersschätzung des Beschwerdeführers. 

D.  

Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 

29. August 2024 Stellung zur durchgeführten Altersabklärung und zur vom 

SEM mit Schreiben vom 1. Juli 2024 in Aussicht gestellten Anpassung sei-

nes Geburtsdatums im ZEMIS auf den (…). 

E.  

Mit Verfügung vom 8. November 2024 – eröffnet am 12. November 2024 – 

verneinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, 

lehnte sein Asylgesuch ab, ordnete die Wegweisung aus der Schweiz so-

wie den Wegweisungsvollzug an (Dispositivziffern 1-4, 6) und stellte fest, 

das Geburtsdatum des Beschwerdeführers werde im ZEMIS auf den (…) 

festgelegt und mit einem Bestreitungsvermerk versehen (Dispositivziffer 

5). 

F.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 12. Dezember 2024 erhob der 

Beschwerdeführer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Darin 

wurde beantragt, es sei Ziffer 5 der Verfügung des SEM vom 8. November 

2024 aufzuheben und das SEM anzuweisen, das Geburtsdatum im ZEMIS 

auf dem (…) zu belassen, im Asyl- und Wegweisungspunkt sei die Verfü-

gung des SEM vom 8. November 2024 aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei wegen 

Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme anzu-

ordnen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, es sei dem Be-

schwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, ihm die 

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Seite 4 

unentgeltliche Verbeiständung mit der Unterzeichnenden zu bewilligen so-

wie auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. 

Der Beschwerde waren eine Vollmacht vom 8. April 2024, die angefoch-

tene Verfügung, ein Zwischenbericht der Betreuung vom 10. Dezember 

2024, ein psychologischer Zwischenbericht vom 11. Dezember 2024 und 

eine Fürsorgebestätigung vom 12. Dezember 2024 beigelegt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die 

Beschwerde ist sowohl hinsichtlich des Asylentscheids (Art. 108 Abs. 2 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) als 

auch des ZEMIS-Eintrags in Ziffer 5 des Dispositivs der angefochtenen 

Verfügung (Art. 37 VGG sowie Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) 

frist- und formgerecht eingereicht worden. Auf die Beschwerde ist einzutre-

ten. 

1.3 Die Beschwerde richtet sich inhaltlich ausschliesslich gegen den ver-

fügten Wegweisungsvollzug nach Guinea und gegen die Änderung der 

ZEMIS-Eintragung. Die Dispositivziffern 1 bis 3 (Nichtzuerkennung der 

Flüchtlingseigenschaft, Verweigerung des Asyls und Anordnung der Weg-

weisung an sich) der Verfügung sind mangels Anfechtung in Rechtskraft 

erwachsen. 

1.4 Praxisgemäss wird das Beschwerdeverfahren betreffend ZEMIS-Da-

tenbereinigung (D-7836/2024) neben dem Beschwerdeverfahren in Bezug 

auf den Wegweisungsvollzug (D-7790/2024) separat geführt (vgl. BVGE 

2018 VI/3). Vorliegend kann – aufgrund der Verfahrenskonstellation und 

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des Prozessausgangs – jedoch in einem Urteil über beide Verfahren be-

funden werden (vgl. statt vieler bspw. Urteil des BVGer E-2068/2024 und 

E-2050/2024 vom 12. Juli 2024 E. 1.4 m.w.H.). 

1.5 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Bereich des Ausländerrechts und hinsichtlich der 

ZEMIS-Berichtigung nach Art. 49 VwVG (vgl. zum Ausländerländerrechts-

bereich BVGE 2014/26 E. 5).  

2.  

Gestützt auf Art. 57 Abs. 1 (e contrario) VwVG und Art. 111a Abs. 1 AsylG 

wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

3.  

3.1 Am 1. September 2023 ist eine Totalrevision des Bundesgesetzes über 

den Datenschutz (DSG, SR 235.1) in Kraft getreten (AS 2022 491). Die an-

gefochtene Verfügung datiert vom 8. November 2024, weshalb für das vor-

liegende Beschwerdeverfahren das neue Recht gilt (vgl. Art. 70 DSG). Da 

die für Beschwerdeverfahren betreffend Datenänderung im ZEMIS wesent-

lichen Bestimmungen inhaltlich gleichgeblieben sind, kann auch unter der 

Geltung des revidierten DSG auf die bisherige Rechtsprechung verwiesen 

werden. 

3.2 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes über 

das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-

tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, 

nach dem DSG und dem VwVG. 

3.3 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 6 Abs. 5 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 41 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 

Art. 32 Abs. 1 DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein 

absoluter und uneingeschränkter Anspruch (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.2). 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 6 

Die ZEMIS-Verordnung sieht zudem in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, 

dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind. 

3.4 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (vgl. Urteil des BGer 1C_11/2013 vom 21. Oktober 

2013 E. 4.2; BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). Nach den massgeblichen Beweisre-

geln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung 

sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen 

Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. 

Die mit dem Berichtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat zwar nach 

dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes 

wegen abzuklären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch 

gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung 

mitzuwirken (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 VI/3 E. 3.3). 

3.5 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige der neuen 

Personendaten bewiesen werden, ist die Bearbeitung der Daten unter be-

stimmten Umständen einzuschränken (vgl. Art. 41 Abs. 3 DSG). Dabei 

sieht Art. 41 Abs. 4 DSG die Anbringung eines Bestreitungsvermerks vor. 

Spricht mehr für die Richtigkeit der neuen Daten, sind die bisherigen An-

gaben zunächst zu berichtigen und die neuen Daten anschliessend mit ei-

nem entsprechenden Vermerk zu versehen. Verhält es sich umgekehrt, er-

scheint also die Richtigkeit der bisher eingetragenen Daten als wahrschein-

licher oder zumindest nicht als unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen 

und mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über dessen Anbringung 

ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein 

entsprechender Antrag gestellt worden ist (vgl. zum Ganzen BVGE 2018 

VI/3 E. 3.4 m.H.). 

3.6 Vorliegend obliegt es demnach grundsätzlich der Vorinstanz zu bewei-

sen, dass das von ihr im ZEMIS unter der Rubrik der Hauptidentität einge-

tragene Geburtsdatum des Beschwerdeführers ([…]) korrekt respektive zu-

mindest wahrscheinlicher ist als der vom Beschwerdeführer verlangte Ein-

trag. Der Beschwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, dass die von ihm 

verlangte Änderung ([…]) richtig beziehungsweise zumindest wahrschein-

licher ist als das derzeit im ZEMIS erfasste Geburtsdatum. Gelingt keiner 

Partei der sichere Nachweis, ist dasjenige Datum im ZEMIS zu belassen 

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oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist (vgl. BVGE 2018 

VI/3 E. 3.5 m.w.H. und E. 4.2.3). 

Im Asylverfahren ist die Minderjährigkeit – der allgemeinen asylrechtlichen 

Beweisregel folgend – von der asylsuchenden Person zumindest glaubhaft 

zu machen. Über die Glaubhaftigkeit ist im Rahmen einer Gesamtwürdi-

gung zu befinden. Anders verhält es sich im datenschutzrechtlichen Ver-

fahren betreffend die Berichtigung von Personendaten im ZEMIS. Hier wird 

verlangt, dass die wahrscheinlichsten – also überwiegend wahrscheinli-

chen – Personendaten eingetragen werden. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz hält zur Begründung ihrer Verfügung in Bezug auf die 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte Minderjährigkeit fest, er habe er-

klärt, (…) Jahre alt beziehungsweise am (…) geboren und somit minder-

jährig zu sein. Er habe sein Alter respektive sein Geburtsdatum von seinem 

Vater erfahren, als er noch Schüler gewesen sei. Sein Vater habe eine Ge-

burtsurkunde besessen, welche er selbst aber nie gesehen habe. Diese 

sei verloren gegangen, als der Vater auf der Reise verstorben sei (A14, 

Punkt 1.06, Seite 3). Obwohl er (…) Jahre lang die Schule besucht habe, 

habe er dazu keinerlei zeitliche Angaben machen können. Er habe weder 

gewusst, in welchem Jahr er eingeschult worden sei wie alt er damals ge-

wesen sei noch wann er die Schule verlassen habe (A14, Punkt 1.17.04, 

Seite 5). Aufgrund seiner vagen zeitlichen Aussagen müsse davon ausge-

gangen werden, dass er mit diesem Aussageverhalten beabsichtigt habe, 

Rückschlüsse auf sein wahres Alter zu erschweren. Darüber hinaus habe 

er die vorgebrachte Minderjährigkeit nicht mit rechtsgenüglichen Doku-

menten zu belegen vermocht und bislang auch keinerlei Bemühungen ge-

zeigt, solche zu beschaffen. Gemäss dem äusseren Erscheinungsbild 

wirke er zudem deutlich älter als geltend gemacht. Des Weiteren habe er 

angegeben, dass er bei seiner Ankunft in C._______ im August 2023 als 

(…)-jährig respektive mit Geburtsjahr (…) registriert worden sei. Seine Er-

klärung, die (…) Behörden hätten sein Geburtsjahr falsch aufgeschrieben, 

erscheine nicht plausibel und sei als Schutzbehauptung zu werten (A20, 

F45-F51). Das Gutachten des F._______ vom 30. Januar 2024 attestiere 

dem Beschwerdeführer aufgrund des abgeschlossenen Skelettwachstums 

seiner Hand ein Mindestalter von (…) Jahren. Seine Angabe, er sei im Zeit-

punkt der Untersuchung (…) Jahre und (…) Monate alt gewesen, könne 

daher nicht zutreffen. Weiter sei die computertomographische Untersu-

chung seiner Schlüsselbeinanteile aufgrund einer anatomischen Normva-

riante zwar nicht verwertbar gewesen. Nach den Ergebnissen der 

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zahnärztlichen Untersuchung würden sich Entwicklungsstadien ergeben, 

die auf ein Durchschnittsalter von (…) bis (…) Jahren schliessen liessen. 

Allerdings seien im vorliegenden Fall hierbei gewisse Vorbehalte aufgrund 

ethnischer Unterschiede zu berücksichtigen. Das Gutachten sei insgesamt 

zwar nur als schwaches Indiz zu werten, könne aber als Hinweis auf die 

Volljährigkeit des Beschwerdeführers hinzugezogen werden. Nicht zuletzt 

halte es zusammenfassend fest, dass von einem durchschnittlichen Le-

bensalter von (…) bis (…) Jahren auszugehen sei. Zu den Einwänden in 

der Stellungnahme vom 29. August 2024 sei festzuhalten, dass der per-

sönliche Eindruck, den eine befragende Person vom Auftreten, äusseren 

Erscheinungsbild und (Aussage-)Verhalten einer asylsuchenden Person 

erlange, bei der Beurteilung des Alters zwar ein nur schwaches Indiz dar-

stelle, in die Gesamtwürdigung könne es aber dennoch miteinfliessen. 

Dem Gutachten sei neben den weiteren aufgeführten Indizien ebenfalls 

eine gewisse Beweiskraft beizumessen, habe der Beschwerdeführer die-

sem zufolge doch nachweislich unzutreffende Altersangaben gemacht. Die 

geltend gemachte Minderjährigkeit und das angegebene Geburtsdatum 

seien weder glaubhaft gemacht noch belegt worden, weshalb der Be-

schwerdeführer in der Folge unter Gesamtwürdigung aller aufgezeigten 

Anhaltspunkte für das weitere Verfahren als volljährig erachtet werde. 

Zum Wegweisungsvollzug führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdefüh-

rer habe die Behörden erwiesenermassen über seine Identität getäuscht. 

Es bestehe deshalb kein Grund zur Annahme allfälliger Hinweise auf die 

Flüchtlingseigenschaft und der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss 

Art. 5 Abs. 1 AsylG könne somit nicht angewandt werden. Ferner würden 

sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dem Be-

schwerdeführer im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtli-

cher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Be-

handlung drohe. Es sei ihm nicht gelungen, die behauptete Minderjährig-

keit glaubhaft darzulegen. Lasse sich das tatsächliche Alter eines angeb-

lich minderjährigen Gesuchstellers nicht ermitteln, habe dieser im Rahmen 

des Wegweisungsvollzugs die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, womit 

er sich nicht auf die für Minderjährige geltenden Regelungen berufen könne 

(EMARK 2001 Nr. 23). Trotz der politischen Instabilität liege in Guinea 

keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder von allgemeiner Gewalt vor, 

aufgrund derer die Zivilbevölkerung konkret gefährdet wäre. In individueller 

Hinsicht seien die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alter un-

glaubhaft, wodurch ein wesentlicher Aspekt seines Lebenslaufs nicht nach-

vollzogen werden könne. Auch könnten zentrale Elemente zu seiner Per-

son, seiner persönlichen Biografie und seinem sozialen Beziehungsnetz im 

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Heimatstaat nicht als gesichert qualifiziert werden. Wie das Bundesverwal-

tungsgericht in mehreren Urteilen festgehalten habe, beinhalte die Unter-

suchungsmaxime gewisse vernünftige Grenzen und finde ihre Schranken 

in der Mitwirkungspflicht der Gesuchsteller. In diesem Zusammenhang 

stelle die Tatsache, dass es der Behörde wegen eines die Mitwirkungs-

pflicht verletzenden Verhaltens (z. B. Weigerung zur Bekanntgabe der 

Identität oder eindeutiger Wille zur Verheimlichung wichtiger Angaben über 

die persönliche Situation) unmöglich sein könne, Abklärungen über die tat-

sächliche Lebenssituation im Heimatland durchzuführen, kein Hindernis für 

den Vollzug der Wegweisung dar. Der Beschwerdeführer sei jung, soweit 

bei guter Gesundheit und spreche fliessend Peul und Französisch. Ausser-

dem verfüge er über (…) Jahre Schulbildung, was im afrikanischen Kontext 

durchaus als normal betrachtet werden könne. Es sei deshalb davon aus-

zugehen, dass er sich bei einer Rückkehr ins Heimatland rasch wieder ins 

Sozial- und Erwerbsleben integrieren könne, zumal er aus (…) D._______ 

stamme, wo auch seine Mutter und mutmasslich noch weitere Verwandte 

leben würden. Gemäss seinen Aussagen pflege er von der Schweiz aus 

über Videotelefonie Kontakt zu seiner Mutter und stehe über Facebook im 

Austausch mit Freunden in D._______, sodass von einem tragfähigen Be-

ziehungsnetz ausgegangen werden könne. Es stehe dem Beschwerdefüh-

rer zudem frei, finanzielle Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen. Der Voll-

zug der Wegweisung nach Guinea sei folglich zumutbar. Ausserdem sei er 

technisch möglich und praktisch durchführbar. 

4.2 In der Beschwerde wird entgegnet, das medizinische Altersgutachten 

basiere lediglich auf zwei Säulen (Handknochenanalyse, zahnärztliche Un-

tersuchung) und erlaube daher keine verlässliche Aussage zu einer allfäl-

ligen Volljährigkeit. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der EB UMA 

und der Anhörung mehrere zeitlich übereinstimmende Angaben gemacht. 

So habe er ausgesagt, er habe die Schule bis zur (…) Klasse besucht, bis 

er zusammen mit seinem Vater im Jahr (…) aus Guinea ausgereist sei. 

Sein Alter zum Zeitpunkt der Ausreise habe er mit (…) Jahren benannt. In 

diesem Alter besuche man etwa die (…) Klasse. Diese zeitlichen Angaben 

seien daher übereinstimmend. Dass der Beschwerdeführer nur wenige 

zeitliche Angaben habe machen können, möge daran liegen, dass er zum 

Ausreisezeitpunkt erst (…) Jahre alt gewesen sei und die Ausreise im An-

hörungszeitpunkt bereits (…) Jahre zurückgelegen habe. Seine Aussagen 

enthielten zudem keine Widersprüche, was für die Richtigkeit seiner Anga-

ben spreche. Weiter scheine eine gewisse Knappheit der Aussagen in sei-

ner Natur zu liegen. Er antworte grundsätzlich auf alle Fragen kurz. Auch 

die einleitenden Fragen habe er eher knapp beantwortet. Wegen 

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Seite 10 

Nervosität und Angstzuständen befinde er sich seit dem (…) in psycholo-

gischer Behandlung. Es bestehe der Verdacht auf eine Posttraumatische 

Belastungsstörung. Aufgrund des sozialen und emotionalen Entwicklungs-

standes gehe die Psychologin von seiner Minderjährigkeit aus. Ein weite-

res Indiz hierfür sei die Einschätzung seiner Bezugspersonen, welche ihn 

im Alltag betreuen würden. So nenne der Zwischenbericht der Betreuung 

mehrere für die Minderjährigkeit sprechende Verhaltensweisen. Die Be-

zugspersonen würden den Beschwerdeführer seit Langem begleiten und 

seien speziell ausgebildet. Ihre Einschätzung sei daher von grosser Be-

deutung. Der Beschwerdeführer habe bereits bei der Anhörung plausibel 

erklärt, weshalb sein Geburtsjahr in C._______ falsch registriert worden 

sei. Bei der Registrierung der ankommenden Personen habe in B._______ 

ein Chaos geherrscht. Er habe erst später in einem Lager in G._______ 

bemerkt, dass sein Geburtsdatum falsch registriert worden sei. Da es dort 

für diese Angelegenheit keine Ansprechperson gegeben habe, habe er das 

registrierte Alter belassen. Hinzu komme, dass er von Anfang an nicht in 

C._______ habe bleiben und weiterreisen wollen. Eine Alterskorrektur sei 

für ihn damals irrelevant gewesen. Bei der Einschätzung des SEM, wonach 

er deutlich älter aussehe als angegeben, handle es sich um eine rein sub-

jektive Wahrnehmung; eine Voreingenommenheit sei nicht auszuschlies-

sen. Entgegen dieser Ansicht zeige das Gesicht des Beschwerdeführers 

deutlich jugendliche Züge. Insgesamt würden die für seine Minderjährigkeit 

sprechenden Indizien eindeutig überwiegen. Das ärztliche Gutachten sei 

bestenfalls ein schwaches Indiz für das eingetragene Geburtsdatum. Die 

übrigen Umstände liessen allesamt das angegebene Datum als wahr-

scheinlich erscheinen. Seine Aussagen seien überzeugend, konzis und wi-

derspruchsfrei gewesen. Ausserdem würden die mit der Beschwerde ein-

gereichten Berichte eindeutig für seine Minderjährigkeit sprechen. 

Im Weiteren wird gerügt, dass aufgrund der verfügten Altersanpassung bei 

der Anordnung der Wegweisung (recte: des Wegweisungsvollzugs) das 

Kindeswohl nicht berücksichtigt worden sei. Es sei daher die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und das Alter des Be-

schwerdeführers wieder auf den (…) anzupassen. Zudem pflege der Be-

schwerdeführer entgegen der Annahme des SEM keinen Kontakt zu seiner 

Mutter. Er habe zwar bei der Anhörung gesagt, dass er ein bis drei Mal mit 

ihr telefoniert habe. Abgesehen davon bestehe jedoch wenig Kontakt, 

manchmal vergingen sogar Monate ohne Kontakt. Es sei fraglich, ob die 

Mutter überhaupt Interesse an ihm habe. Die Beziehung sei emotional dis-

tanziert. Ausserdem sei die Mutter krank. Bei einer Rückkehr könnte der 

Beschwerdeführer von ihr weder emotionale noch finanzielle Unter-

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Seite 11 

stützung erwarten. Auch müsse bezweifelt werden, dass seine Freunde, 

die er seit über (…) Jahren nicht mehr gesehen habe und zu denen wenig 

Kontakt bestehe, ihn finanziell oder anderweitig unterstützen könnten, zu-

mal sie im gleichen Alter seien wie er. Hinzu komme, dass sein Vater ver-

storben sei. Er habe kein familiäres Umfeld, welches ihm bei der Reintegra-

tion behilflich sein könnte. Zudem verfüge er über keinen Schulabschluss 

und habe keinerlei Arbeitserfahrung. Seine psychische Gesundheit sei 

durch die traumatischen Erlebnisse auf der Flucht angeschlagen. Er habe 

seine psychische Verfassung bereits in der EB UMA und auch bei der An-

hörung erwähnt. Seit Kurzem befinde er sich in psychologischer Behand-

lung, wobei bereits eine Verdachtsdiagnose gestellt worden sei. Die Psy-

chologin erachte eine psychotherapeutische Behandlung als stark indiziert 

und ein stabiles soziales Umfeld sei unabdingbar. Aufgrund der bereits im 

vorinstanzlichen Verfahren bestehenden Anzeichen einer psychischen Er-

krankung wären weitere Abklärungen und eine Begründung, inwiefern eine 

allfällig diagnostizierte psychische Krankheit in Guinea behandelt werden 

könnte, angezeigt gewesen. Der Beschwerdeführer habe in seiner Heimat 

weder Familie noch Freunde, die ihm Stabilität bieten könnten. Hinzu 

komme, dass in Guinea psychiatrische Behandlungen von den Patienten 

selbst bezahlt werden müssten. Er habe keine finanziellen Rücklagen. Bei 

einer Rückkehr müsste er ein Leben in extremer Armut führen. Er riskiere, 

nicht ausreichend Nahrung zu haben, obdachlos zu sein und Opfer von der 

in D._______ um sich greifenden Kriminalität zu werden. 

5.  

5.1 Zunächst ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in Missachtung 

seiner Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 AsylG) weder bei der Vorinstanz 

noch auf Beschwerdeebene rechtsgenügliche Identitätspapiere einreichte, 

mit denen er sein Geburtsdatum nachweisen könnte. Es darf davon aus-

gegangen werden, dass er sich um die Beschaffung entsprechender Do-

kumente bemüht hätte, hätte er die Behörden von seiner Minderjährigkeit 

überzeugen wollen. 

5.2 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellen 

medizinische Altersabklärungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu ge-

wichtende Indizien für das Alter einer Person dar. Die Schlüsselbein- res-

pektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Untersuchung sind da-

bei grundsätzlich, anders als die Handknochenaltersanalyse und die ärzt-

liche körperliche Untersuchung, zum Beweis geeignet. Das Bundesverwal-

tungsgericht hat in dieser Hinsicht Grundsätze zur Gewichtung der Resul-

tate der Untersuchungen definiert (eingehend hierzu: BVGE 2018 VI/3 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 12 

E. 4.2.1 f.; vgl. auch Urteil des BVGer E-794/2024 vom 5. April 2024 

E. 6.3.3 m.H.). Darüber hinaus sind die üblichen verfahrensrechtlichen Re-

geln der Beweiswürdigung zu beachten, wobei es umso mehr auf eine Ge-

samtwürdigung der Beweise ankommt, je weniger die medizinischen Ab-

klärungen ein Indiz für das Vorliegen des streitigen Alters darstellen 

(vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 f., 2019 I/6 E. 6.1 ff.). Im Gutachten des 

F._______ vom 30. Januar 2024 (SEM-act. 17) wird unter anderem ausge-

führt, dass die Wachstumsfugen der Schlüsselbein-Brustbeingelenke des 

Beschwerdeführers nicht für die Altersdiagnostik herangezogen werden 

könnten, da die inneren Schlüsselbeinanteile in der computertomographi-

schen Untersuchung beidseits eine anatomische Normvariante (Fisch-

maulkonfiguration und mehrere Knochenkerne) aufwiesen. Nach den Er-

gebnissen der zahnärztlichen Untersuchung habe beim Beschwerdeführer 

an den Zähnen 1 bis 7 im dritten Quadranten ein (…) festgestellt werden 

können. An den Weisheitszähnen (3. Molaren) habe sich in Regio (…), (…), 

(…) und (…) jeweils ein Mineralisationsstadium «(…)» nach DEMIRJIAN ge-

funden. Daraus würden sich Entwicklungsstadien ergeben, welche nach 

OLZE auf ein Durchschnittsalter von (…) bis (…) Jahren ([…]) schliessen 

liessen. Für das Mineralisationsstadium «(…)» der Weisheitszähne sei 

nach KNELL et al. kein Mindestalter angegeben. Im Rahmen einer zusam-

menfassenden Beurteilung ergebe sich beim Beschwerdeführer zum Zeit-

punkt der Untersuchung am 26. Januar 2024 ein durchschnittliches Le-

bensalter von (…) bis (…) Jahren und ein Mindestalter von (…) Jahren. 

Damit könne das angegebene Geburtsdatum (chronologisches Lebensal-

ter […] Jahre und […] Monate) gemäss der im Gutachten referenzierten 

Standardliteratur nicht zutreffen. 

Was den konkreten Beweiswert des Gutachtens betrifft, ist festzuhalten, 

dass sich das darin angegebene Mindestalter auf die Handknochenalters-

analyse stützt, welche gemäss BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 keine verlässliche 

Aussage darüber zulässt, ob eine Person das 18. Lebensjahr überschritten 

hat. Die zahnärztliche Untersuchung ergab kein Mindestalter, jedoch ein 

Durchschnittsalter von (…) bis (…) Jahren. Bei diesem Ergebnis lässt sich 

gestützt auf das Altersgutachten keine zuverlässige Aussage zur Minder- 

oder Volljährigkeit machen. Dementsprechend kommt einer Gesamtwürdi-

gung der Beweislage respektive – nachdem vorliegend keine Beweismittel 

hinsichtlich des Alters vorgelegt wurden – den Aussagen des Beschwerde-

führers besonderes Gewicht zu (vgl. etwa Urteil E-2068/2024 und 

E-2050/2024 E. 5 m.w.H.). 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 13 

5.3 Wie bereits die Vorinstanz feststellte, war der Beschwerdeführer weder 

in der Lage anzugeben, in welchem Jahr er eingeschult wurde noch wel-

ches Alter er damals hatte noch wann sein letzter Schultag war (vgl. EB 

UMA [SEM-act. 14], S. 5 Ziff. 1.17.04). Im Weiteren konnte er nicht ange-

ben, wie lange der Abschluss der (…) Klasse zurückliegt (vgl. a.a.O.). Auf 

die Frage hin, wie lange er die Koranschule besucht habe, gab er zunächst 

ausweichende Antworten, bevor er erklärte, er wisse es nicht (vgl. a.a.O.). 

Sodann fällt auf, dass er weder das Alter seiner Mutter noch seines Vaters 

kannte und auch hinsichtlich der Anzahl seiner Onkel und Tanten keinerlei 

Kenntnis hatte. Zur Begründung gab er an, seine Onkel väterlicherseits 

seien in H._______, wohin er nicht gegangen sei; er habe in D._______ 

gelebt. Sein Vater habe nie von seinen Brüdern berichtet. Die Frage, wes-

halb er so wenig über die Angehörigen seiner Eltern wisse, beantwortete 

er dahingehend, dass er mit seinem Vater zusammengelebt habe, seit er 

ein kleines Kind gewesen sei (vgl. SEM-act. 14, S. 7/8 Ziff. 3.01). Diese 

Erklärungen sind als unbehelfliche Schutzbehauptungen zu qualifizieren. 

Insgesamt sind die Angaben des Beschwerdeführers nicht geeignet, das 

Gericht von der Richtigkeit des von ihm geltend gemachten Geburtsdatums 

zu überzeugen. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass er sein wahres 

Alter zu verschleiern versucht. Die in der Beschwerde vertretene Argumen-

tation, wonach er bei der Ausreise erst (…) Jahre alt gewesen sei, die Aus-

reise im Anhörungszeitpunkt bereits (…) Jahre zurückgelegen habe und er 

grundsätzlich alle Fragen kurz beantworte, vermag daran nichts zu ändern. 

Vor diesem Hintergrund ergibt sich auch daraus, dass die Betreuung und 

die behandelnde Psychologin von seiner Minderjährigkeit ausgehen (vgl. 

dazu Zwischenbericht der Betreuung vom 10. Dezember 2024, psycholo-

gischer Zwischenbericht vom 11. Dezember 2024), nichts zu seinen Guns-

ten. 

5.4 Das äussere Erscheinungsbild einer Person ist in der Regel lediglich 

ein schwaches Indiz für die Alterseinschätzung (vgl. Urteil des BVGer 

A-3246/2021 vom 3. Januar 2023 E. 4.6 m.w.H.). Es kann deshalb im 

Lichte der übrigen Aktenlage im vorliegenden Fall offenbleiben, ob der Be-

schwerdeführer – wie von der Vorinstanz angeführt – aufgrund seines 

äusseren Erscheinungsbildes tatsächlich «deutlich älter» wirkt als von ihm 

geltend gemacht. 

5.5 Auch die in C._______ erfassten Personalien stellen keine aussage-

kräftigen Indizien für das vom Beschwerdeführer genannte Geburtsdatum 

vom (…) dar. Einerseits weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass 

seine Erklärung, die (…) Behörden hätten sein Geburtsjahr falsch 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 14 

registriert, nicht plausibel erscheint. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die 

(…) Behörden sich – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht – geirrt 

und als Geburtsjahr (…) statt (…) festgehalten haben (vgl. Anhörungspro-

tokoll [SEM-act. 20], S. 5/6 F48-F51). Andererseits lässt sich nicht gänzlich 

ausschliessen, dass das Geburtsjahr in C._______ falsch registriert wurde. 

Die Registrierung in C._______ ist demzufolge weder als Indiz für das vom 

SEM eingetragene Geburtsdatum noch für das vom Beschwerdeführer be-

hauptete Alter zu werten. 

5.6 Zusammenfassend ist zwar weder die Richtigkeit des im ZEMIS einge-

tragenen noch diejenige des geltend gemachten Geburtsdatums bewie-

sen. Das exakte Geburtsdatum des Beschwerdeführers lässt sich nicht er-

mitteln. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erachtet das Gericht je-

doch die Volljährigkeit des Beschwerdeführers deutlich wahrscheinlicher 

als die behauptete Minderjährigkeit. Das im ZEMIS eingetragene Geburts-

datum ([…]) ist deshalb unverändert zu belassen, auch wenn es sich dabei 

um einen fiktiven Geburtstag des Beschwerdeführers handelt, welcher mit 

grösster Wahrscheinlichkeit nicht richtig ist. Dies lässt sich in Fällen, bei 

denen das Geburtsdatum unbekannt ist und stattdessen praxisgemäss der 

(…) als fiktiver Geburtstag erfasst wird, nicht vermeiden. Der bestehende 

ZEMIS-Eintrag ist weiterhin mit einem Bestreitungsvermerk zu versehen. 

6.  

Im Hinblick auf die Prüfung der Durchführbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs stellt sich die Frage nach der Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-

rers; diese muss von ihm zumindest glaubhaft gemacht werden (vgl. dazu 

BVGE 2018 VI/3 E. 3 und E. 4.2.3). Wie vorliegend festgestellt wurde, ist 

ihm dies nicht gelungen, weshalb er als volljährig zu erachten ist. Dass die 

Vorinstanz das Kindeswohl nicht berücksichtigt hat, ist damit nicht zu be-

anstanden, und der Kassationsantrag ist abzuweisen. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstan-

dard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 15 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 

0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer 

Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.1 Da rechtskräftig feststeht, dass der Beschwerdeführer die Flücht-

lingseigenschaft nicht erfüllt, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz 

der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung fin-

den. Eine Rückkehr in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von 

Art. 5 AsylG rechtmässig. 

7.2.2 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung nach Guinea dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Men-

schenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste 

der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder 

glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-

menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge-

gen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer, 37201/06, §§ 124–127 

m.w.H.). Dies ist ihm nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschen-

rechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug im heutigen 

Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 

7.3.1 In Guinea herrscht zurzeit weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine 

Situation allgemeiner Gewalt. Der Vollzug der Wegweisung ist daher ge-

mäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nicht als generell unzu-

mutbar zu erachten (vgl. dazu das Urteil E-5329/2020 vom 7. Oktober 2024 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 16 

E. 8.2.1 mit Verweis auf die Urteile D-3060/2024 vom 29. Mai 2024 E. 7.3.3 

und E-1706/2024 vom 2. Mai 2024 E. 10.3.2). 

7.3.2 Es sind vorliegend auch keine individuellen Vollzugshindernisse er-

sichtlich. In Ergänzung zu den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist 

Folgendes festzuhalten: 

7.3.2.1 Gemäss dem Zwischenbericht der Psychologin vom 11. Dezember 

2024 befindet sich der Beschwerdeführer seit dem (…) in ambulanter psy-

chotherapeutischer Behandlung. Es besteht der Verdacht auf eine Post-

traumatische Belastungsstörung, und es werden dem Beschwerdeführer 

aufgrund seines psychischen Zustandes und der Verdachtsdiagnose wö-

chentliche bis zweiwöchentliche ambulante psychotherapeutische Sitzun-

gen empfohlen. 

Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, dass es in D._______, wo 

der Beschwerdeführer aufgewachsen ist, praktizierendes psychiatrisches 

Fachpersonal und Behandlungsmöglichkeiten gibt, auch wenn die Behand-

lung von psychisch Kranken in Guinea nicht den europäischen Standards 

entspricht (vgl. Urteil E-3869/2016 vom 25. Januar 2017 E. 6.3.2 mit Hin-

weis auf das Urteil D-2700/2016 vom 24. November 2016 E. 7.5). Es ist 

dem Beschwerdeführer daher zuzumuten, sich in seinem Heimatstaat be-

handeln zu lassen beziehungsweise die in der Schweiz begonnene psy-

chotherapeutische Behandlung fortzusetzen. Hinsichtlich der in der Be-

schwerde geäusserten Bedenken, er könne sich eine medizinische Be-

handlung in seinem Heimatland nicht leisten, ist er auf die Möglichkeit hin-

zuweisen, nötigenfalls die Gewährung medizinischer Rückkehrhilfe zu be-

antragen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverordnung 2 

vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]). Im 

Weiteren ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in Bezug auf den 

psychischen Gesundheitszustand keine weiteren Abklärungen veranlasst 

hat, zumal sie aufgrund der geltend gemachten Beschwerden (vgl. SEM-

act. 14, S. 11 Ziff. 8.02; SEM-act. 20, S. 2 F5-7) nicht von einer abklärungs-

bedürftigen Erkrankung ausgehen musste. Der medizinische Sachverhalt 

kann damit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses als hinreichend erstellt 

erachtet werden. Nach dem Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in seine Heimat in eine medizi-

nische Notlage geraten würde. 

7.3.2.2 Im Übrigen handelt es sich beim Beschwerdeführer um einen jun-

gen, arbeitsfähigen Mann, der den Grossteil seines Lebens in Guinea ver-

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 17 

bracht hat, dort sozialisiert wurde und in seinem Heimatland immerhin eine 

Schulbildung von (…) Jahren genossen hat. Auch hat er eigenen Angaben 

zufolge seinem Vater ab und zu beim Hausbau geholfen (vgl. SEM-act. 14, 

S. 6 Ziff. 1.17.05) und damit in seiner Heimat bereits eine gewisse Arbeits-

erfahrung gesammelt. Ausserdem dürfte er mit der im Zwischenbericht der 

Betreuung vom 10. Dezember 2024 erwähnten Schnupperlehre als (…) 

sowie allenfalls weiteren absolvierten Schnupperlehren (vgl. Zielvereinba-

rung im Zwischenbericht) einen praktischen Einblick in den schweizeri-

schen Arbeitsmarkt erhalten haben, was ihm bei einer Wiedereingliederung 

in Guinea von Nutzen sein kann. Da der Eindruck besteht, dass der Be-

schwerdeführer sein wahres Alter beziehungsweise seine Identität zu ver-

schleiern versucht, ist vermutungsweise davon auszugehen, dass er im 

Heimatland nach wie vor über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt. Es 

ist folglich damit zu rechnen, dass seine Familienangehörigen (Mutter und 

mutmasslich weitere Verwandte) wie auch seine Freunde – namentlich sein 

Freund (…), den er seit der Kindheit kennt und der für ihn wie ein älterer 

Bruder ist (vgl. SEM-act. 20, S. 6 F57/58) – ihm bei der Wiedereingliede-

rung behilflich sein werden, was sich insbesondere auf seine psychische 

Verfassung positiv auswirken dürfte. Es darf ihm zugemutet werden, den 

Kontakt zu seiner Mutter und seinen Freunden entsprechend zu intensivie-

ren. Aufgrund seiner Volljährigkeit ist im Übrigen von einer gewissen 

Selbstständigkeit des Beschwerdeführers auszugehen, die es ihm erleich-

tern dürfte, im Heimatland wieder Fuss zu fassen. Weitere individuelle 

Gründe, aufgrund derer geschlossen werden könnte, er gerate im Falle der 

Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation, sind nicht ersichtlich. 

7.3.3 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich nach dem Gesagten als 

zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch möglich 

ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 18 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 49 

VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache ist das Gesuch um Ver-

zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos gewor-

den. 

9.2 Wie den obenstehenden Ausführungen zu entnehmen ist, war die Be-

schwerde als aussichtslos zu bezeichnen. Es fehlt damit an einer materiel-

len Voraussetzung zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung, weshalb diese Gesuche – 

ungeachtet der durch die Fürsorgebestätigung vom 12. Dezember 2024 

ausgewiesenen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers – abzuweisen sind. 

9.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde hinsichtlich Datenänderung im ZEMIS (Dispositivziffer 5 

der angefochtenen Verfügung) wird abgewiesen. 

Das im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum des Beschwerdeführers ([…]) 

und der Bestreitungsvermerk sind zu belassen. 

2.  

Die Beschwerde hinsichtlich des Vollzugs der Wegweisung (Dispositivzif-

fern 4 und 6 der angefochtenen Verfügung) wird abgewiesen. 

3.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist beträgt 30 

Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung der Rechnung erfolgt mit sepa-

rater Post. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde und das Generalsekretariat des Eidgenössischen Justiz- 

und Polizeidepartements (EJPD). 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Karin Schnidrig 

 

D-7836/2024 und D-7790/2024 

Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung:  

Gegen Dispositivziffer 1 dieses Entscheides kann innert 30 Tagen nach Er-

öffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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