# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 537a3168-2e40-542f-b111-570d767871c6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.12.2023 725 2023 196 / 282 (725 23 196 / 282)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-196---282_2023-12-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 14. Dezember 2023 (725 23 196 / 282) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Zeitpunkt des Fallabschlusses: Bedeutung nachträglich eingegangener Arztberichte, Be-
weistauglichkeit der versicherungsinternen Beurteilung bestätigt 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Tina Ger-
ber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1974 geborene A.____ war seit dem 12. August 1996 bei der B.____ AG in C.____ 
als Elektromechaniker angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert. Am 18. November 1998 meldete der Versicherte der Suva, dass 
er eine Läsion des lateralen Meniskus links erlitten habe. Die Suva anerkannte ihre Leistungs-
pflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Sie erbrachte die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen auch für ein weiteres Ereignis vom 19. September 2019, als sich A.____ 

 

 
 
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beim Absteigen vom Velo das linke Knie verdreht hatte, und übernahm insbesondere auch die 
Kosten einer Teilmeniskektomie am 16. Oktober 2019.  
 
A.2 Am 16. März 2001 erlitt der Versicherte ein massives Hyperextensionstrauma am rech-
ten Knie. Die Suva anerkannte den Versicherungsfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. 
Der Fall wurde nach erneutem Distorsionstrauma am 13. Mai 2005 am 24. Mai 2005 abgeschlos-
sen.  
 
A.3 Ab dem 10. Mai 2010 war A.____ als Hilfsmonteur bei der D.____ AG in E.____ tätig 
und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses durch die Suva obligatorisch unfallversichert. Gemäss 
Schadenmeldung vom 19. Januar 2011 hat sich der Versicherte am 2. Januar 2011 erneut am 
rechten Knie verletzt. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen, insbesondere im Zusam-
menhang mit einer am 3. Mai 2011 durchgeführten Operation. Mit Verfügung vom 23. Januar 
2012 hat sie dem Versicherten ausserdem eine Integritätsentschädigung, basierend auf einer 
Integritätseinbusse von 22,5%, zugesprochen.  
 
A.4 Am 23. Mai 2021 wurde bei A.____ am rechten Knie eine Knietotalprothese eingesetzt. 
Nach Durchführung einer kreisärztlichen Untersuchung sprach die Suva dem Versicherten mit 
Verfügung vom 22. Dezember 2022 für die verbliebenen Beeinträchtigungen aus den Unfällen 
vom 8. November 1998 und vom 2. Januar 2011 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsein-
busse von 17% sowie Integritätsentschädigungen für das rechte Knie – entsprechend einer In-
tegritätseinbusse von 7,5% – und für das linke Knie – entsprechend einer Integritätseinbusse von 
15% – zu. Eine dagegen erhobene Einsprache wies der Unfallversicherer mit Einspracheent-
scheid vom 2. Mai 2023 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 2. Juni 2023 beim Sozialversiche-
rungsgericht E.____ Beschwerde, welche zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) überwiesen wurde. Er bean-
tragte sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 aufzuheben, 
und führte aus, dass der Endzustand bezüglich beider Knie noch nicht erreicht sei. Gleichzeitig 
reichte er medizinische Unterlagen ein und stellte einen weiteren Arztbericht in Aussicht. In ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege.  
 
C. Am 14. Juli 2023 reichte der Beschwerdeführer den in Aussicht gestellten Arztbericht 
ein. 
 
D. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 28. August 2023 auf Ab-
weisung der Beschwerde und beantragte in verfahrensrechtlicher Hinsicht, dass die nach dem 
Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 ergangenen medizinischen Unterlagen aus dem Recht zu 
weisen seien.  
 
E. Der Beschwerdeführer reichte am 5. Oktober 2023 einen weiteren Arztbericht ein. In ih-
rer diesbezüglichen Stellungnahme vom 13. Oktober 2023 wiederholte die Beschwerdegegnerin 

 

 
 
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den Antrag, die nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids ergangenen Arztberichte 
seien nicht zu berücksichtigen und die Beschwerde sei abzuweisen. 
 
F. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2023 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beur-
teilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in F.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerden zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
2. Juni 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Dezember 
2022 und Einspracheentscheid vom 2. Mai 2023 eine Invalidenrente entsprechend einer Er-
werbseinbusse von 17% sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritäts-
schaden von insgesamt 22,5% (15% für das linke Knie, 7,5% für das rechte Knie) zugesprochen.  
 
2.2 Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und Heilbehandlung, hat der Unfallver-
sicherer so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu 
und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsent-
schädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Einstellung der vorübergehenden Leistun-
gen und der Fallabschluss hängen mit der Prüfung der Rentenfrage und der Integritätsentschä-
digung derart eng zusammen, dass von einem einheitlichen Streitgegenstand auszugehen ist 
(BGE 144 V 354 E. 4.2). Praxisgemäss ist jedoch eine Verfügung hinsichtlich des Entscheids 
über die Integritätsentschädigung einerseits und des Entscheids über die Invalidenrente anderer-
seits der Teilrechtskraft zugänglich (BGE 144 V 354 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 
2017, 8C_43/2017, E. 2.3.1, publ. in: SVR 2017 UV Nr. 40 S. 138). 
 
2.3 Der Beschwerdeführer macht im vorliegenden Verfahren insbesondere geltend, dass der 
medizinische Endzustand noch nicht eingetreten und der Fallabschluss folglich verfrüht erfolgt 

 

 
 
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ist. Im Rahmen des Einspracheverfahrens war überdies die Höhe der Invalidenrente strittig. Be-
reits im Einspracheverfahren war augenscheinlich die Integritätsentschädigung nicht mehr um-
stritten. Die Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich eine Teilrechtskraft angenommen, was – so-
fern sich der Zeitpunkt des Fallabschlusses respektive des medizinischen Endzustands als kor-
rekt erweisen würde (vgl. nachfolgend E. 6) – nicht zu beanstanden wäre. 
 
3.1 In der obligatorischen Unfallversicherung werden nach Art. 6 Abs. 1 UVG, soweit dieses 
Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun-
fällen und Berufskrankheiten gewährt. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person An-
spruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 
UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Erleidet die 
versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geis-
tigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine ange-
messene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 
Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 
UVG). 
 
3.2 Kann von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden und laufen auch 
keine Eingliederungsmassnahmen der IV mehr, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung 
der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlungskosten, Taggeld) abzuschliessen und den 
Anspruch auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (vgl. BGE 
137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 E. 4.1). Die Frage, ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, 
bestimmt sich namentlich – aber nicht ausschliesslich – nach Massgabe der zu erwartenden Stei-
gerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. 
Der Begriff "namhaft" verdeutlicht ferner, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung 
im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 143 V 148 E. 
3.1.1, 134 V 109 E. 4.3; SVR 2020 UV Nr. 24, 8C_614/2019, E. 5.2 f.). Der Fallabschluss bedingt 
folglich nicht, dass eine ärztliche Behandlung der Unfallfolgen nicht länger erforderlich ist. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen indessen ebenso wenig wie die blosse Möglichkeit einer 
Besserung (RKUV 2005 Nr. U 557, U 244/04, E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juni 2022, 
8C_219/2022, E. 4.1). In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher-
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden. 
Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte 
zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem 
Begriff Prognose erfasst werden (SVR 2020 UV Nr. 24, 8C_614/2019, E. 5.2; Urteile des Bun-
desgerichts vom 5. September 2022, 8C_299/2022, E. 2.3, vom 2. Juni 2022, 8C_219/2022, 
E. 4.1 und vom 13. April 2022, 8C_682/2021, E. 5.1). 
 
4. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustands, dem Erreichen eines Endzustandes und der Arbeits-

 

 
 
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fähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizini-
sche Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 132 V 93 E. 4). Das Gericht 
hat diese Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht 
erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 
E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten 
und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie 
einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1, 135 V 465 E. 4.4). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das sozialversiche-
rungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungs-
grundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht sind. Danach haben Verwal-
tung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich 
bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet 
rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 
129 V 4 E. 1.2). 
 
5. Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob über den 31. Oktober 2022 (gemäss Schrei-
ben der Beschwerdegegnerin vom 30. August 2022, Suva-Akten 04.XXXXXXXX.X, Nr. XXX) hin-
aus noch mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin 
gerechnet werden konnte, sind folgende medizinische Unterlagen von ausschlaggebender Be-
deutung: 
5.1 Dem Austrittsbericht der Klinik G.____ vom 26. Januar 2022 sind folgende Diagnosen 
zu entnehmen: (1) rezidivierende Beschwerden und Blockaden des rechten Knies bei Status nach 
lateraler Meniskusoperation im Jahr 1998, Status nach vorderer Kreuzbandruptur, Kreuzband-
plastik und Meniskusteilresektion im Jahr 2001, Status nach Gelenkstoilette im Jahr 2019 sowie 
Knietotalendoprothese rechts mit Spongiosaplastik der Knochendefekte am 23. März 2021; (2) 
Kniedistorsionstrauma beim Absteigen vom Fahrrad am 19. September 2019 mit komplexer me-
dialer Meniskushinterhornläsion links und transarthroskopischer medialer Teilmeniskektomie 
links, Abrasionschondroplastik an der medialen Femurkondylenrolle, Meniskustrimmung am 

 

 
 
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Restmeniskus lateral links am 16. Oktober 2019; (3) Blockade im Kniegelenk links am 8. Novem-
ber 1998 mit anhaltenden Kniegelenkbeschwerden links und transarthroskopischer lateraler Teil-
meniskektomie links; (4) eine arterielle Hypertonie. Der Patient sei frühzeitig am 21. Januar 2022 
aus der Rehabilitation entlassen worden aufgrund der bisher nicht behandelten arteriellen Hyper-
tonie. Der Patient wünsche keine diesbezügliche medikamentöse Behandlung und sei damit für 
ein arbeitsorientiertes Programm nicht rehabilitationsfähig. Jegliche Art von Trainingsprogram-
men seien unter diesen Umständen medizinisch kontraindiziert. Aufgrund der unbehandelten Hy-
pertonie befinde sich der Patient derzeit noch in der medizinischen Phase. Unter alleiniger Be-
rücksichtigung der Knieproblematik rechts sei durch eine arbeitsorientierte Rehabilitation rein 
prognostisch gesehen die Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit als Arbeitsagoge nicht aus-
geschlossen. Hinsichtlich einer anderen Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei aus heu-
tiger Sicht zumindest eine leichte, allenfalls auch leichte bis mittelschwere, wechselbelastende 
Tätigkeit ohne längeres Arbeiten in der Hocke oder auf den Knien sowie ohne häufiges Treppen- 
oder Leitersteigen ganztags möglich. Bis spätestens Anfang März 2022 könne von einer entspre-
chenden arbeitsbezogenen Belastbarkeit ausgegangen werden.  
 
5.2 Mit Bericht vom 28. März 2022 führte der behandelnde Facharzt und Operateur 
Prof. Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates, aus, dass sich bezüglich der Knieprothese rechts ein erfreulicher Verlauf zeige. Die Be-
schwerden seien mässig; der Patient müsse sich noch beim Laufen konzentrieren, habe indessen 
keine Schmerzen und müsse keine Schmerzmittel einnehmen. Auch die Beweglichkeit habe sich 
verbessert. In der Röntgenuntersuchung habe sich eine korrekt implantierte Prothese ohne Lo-
ckerungszeichen gezeigt. Es werde nochmals Physiotherapie verordnet. Bezüglich Wiederein-
gliederung sei hinsichtlich des Kniegelenks eine Tätigkeit mit wechselnden Stellungen im Gehen, 
Stehen und Sitzen, ohne Arbeiten auf den Knien oder vermehrtes Treppensteigen wieder ganz-
tags möglich. Die gesamte Arbeitsfähigkeit bestimme sich jedoch nicht bloss durch das Kniege-
lenk, sondern auch durch die Nebendiagnosen, d.h. durch die Adipositas WHO Grad III, das 
Burnout im Jahr 2019 sowie die arterielle Hypertonie mit alternativem Therapieansatz. In der er-
lernten Tätigkeit als Elektromonteur bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.  
 
5.3 Eine Röntgenuntersuchung vom 7. April 2022 ergab den Befund eines Status nach Knie-
totalendoprothese rechts mit leichter Varusfehlstellung im Kniegelenk beidseits.  
 
5.4 Am 23. August 2022 fand eine von der Beschwerdegegnerin veranlasste kreisärztliche 
Untersuchung statt. Mit Bericht vom selben Tag führte Dr. med. I.____, Facharzt für orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, dass der Versicherte derzeit 
von wechselnden Beschwerden im linken und rechten Kniegelenk berichte. Ob die Beschwerden 
im linken oder rechten Gelenk auftreten würden, hänge jeweils von der Belastungssituation ab. 
Ausserdem habe er noch gewisse Schwellungstendenzen im rechten Kniegelenk. Beschwerde-
frei laufen könne er maximal 500 bis 600 m. Dann müsse er sitzen oder sich kurz ausruhen. Wenn 
er die Schmerzen toleriere, könne er weiter laufen. Der Versicherte nehme zurzeit weder regel-
mässig noch bedarfsweise Schmerzmedikamente ein und absolviere zweimal wöchentlich Trai-
ningseinheiten der medizinischen Trainingstherapie (MTT). Dr. I.____ diagnostizierte (1) eine 

 

 
 
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Verletzung des linken Kniegelenks mit Blockierungen am 8. November 1998 bei Status nach Arth-
roskopie des rechten Knies mit Resektion des lateralen Meniskus im Jahr 1998, Arthroskopie des 
linken Knies mit lateraler Teilmeniskektomie im Jahr 1998 sowie Arthroskopie des linken Knies 
mit medialer Teilmeniskektomie, Abrasionschondroplastik der medialen Femurkondylenrolle und 
Meniskustrimming am Restmeniskus lateral links sowie (2) Knall im rechten Knie am 2. Januar 
2011 bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik mit Ligamentum patellae Transplantat rechts, 
medialer Teilmeniskektomie rechts, Débridement und Knorpelglättung der medialen Femurkon-
dylenrolle im Jahr 2011 sowie Implantation einer Knietotalendoprothese rechtes Kniegelenk, Me-
tallentfernung Tibiaschraube und femorale Schraube, autologe Spongiosaplastik. Unfallfremd 
seien eine arterielle Hypertonie, eine chronisch venöse Insuffizienz der Unterschenkel beidseits 
sowie eine Adipositas. Der Versicherte zeige hinsichtlich der Schmerzen im linken Kniegelenk 
eine kompensierte Situation. Insgesamt habe ein flüssiges Gangbild mit regelrechter Abrollfunk-
tion im Bereich beider Füsse festgestellt werden können. Das rechte Knie zeige eine sehr gute 
Beweglichkeit mit einer Flexion von 110° bei Status nach Knietotalendoprothese. Unter Berück-
sichtigung der bildgebenden Diagnostik und der klinischen Befunde sei der medizinische Endzu-
stand bezogen auf das rechte und linke Kniegelenk erreicht. Das Belastbarkeitsprofil auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt bezogen auf beide Kniegelenke umfasse eine ganztägige leichte und 
wechselbelastende Tätigkeit, bei der der sitzende Anteil überwiegen sollte, ohne Besteigen von 
Leitern und Gerüsten, ohne Situationen im unebenen Gelände, ohne Vibrationsbelastung für die 
unteren Extremitäten, ohne kniende oder kauernde Positionen und ohne Zwangshaltungen. Aus 
medizinischer Sicht sei eine Fortführung der zweimal wöchentlichen MTT bis Ende Oktober 2022 
zu empfehlen. Die Weiterführung der Therapie werde indessen keine Auswirkungen auf das for-
mulierte Zumutbarkeitsprofil auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Gleichentags beurteilte 
Dr. I.____ den erlittenen Integritätsschaden an beiden Kniegelenken.  
 
5.5 Dr. H.____ führte mit Bericht vom 28. März 2023 aus, dass der Patient weiterhin unter 
beidseitigen Knieschmerzen je nach Belastung leide. Er fühle sich noch in der Rehabilitation und 
mache langsame aber stetige Verbesserungen. Der Patient sei mit dem Entscheid des Unfallver-
sicherers nicht einverstanden, er möchte noch mehr Zeit, um sich zu rehabilitieren und der ge-
wünschten Tätigkeit als Masseur nachzugehen. Als Befund sei beim Kniegelenk rechts ein mini-
maler Resterguss, eine gerade Beinachse sowie eine Extension/Flexion von 120°, ligamentär 
stabil, in Flexion leicht aufklappbar, festzustellen. Bei reiner Betrachtung des rechten Kniegelenks 
sei sicherlich nach zwei Jahren ein Endzustand erreicht, auch wenn der Patient viele Gründe 
sieht, wie sich die Situation noch verbessern könnte. Indessen lägen beim Patienten viele sich 
auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Nebendiagnosen vor. Er unterstütze deshalb den Antrag des 
Patienten, die Arbeitsfähigkeit nochmals neu einzuschätzen. Allerdings müsse dazu der Hausarzt 
beigezogen werden, der mit der Behandlung der Nebendiagnosen betraut sei. Von Seiten der 
Kniegelenke seien aktuell keine weiteren Termine vorgesehen.  
 
5.6 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer aus-
serdem folgende Arztberichte ein: 
5.6.1 Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, diagnostiziere mit Bericht vom 12. Juli 2023 ein Status nach Knietotalendoprothese 
rechts. Die komplexe Situation sei bekannt. Der Patient beklage weiterhin ein Spannungsgefühl 

 

 
 
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peripatellär und beginne bereits nach wenigen 100 m oder nach circa 15 Minuten deutlich zu 
hinken. Klinisch zeige sich eine leichte Überwärmung, etwas Erguss sowie eine hypomobile Knie-
scheibe, die sich im Vergleich zur Gegenseite wenig verschieblich zeige. Es liege eine neutrale 
Beinachse vor, die Flexion betrage 115°. Radiologisch zeige sich ein leichter Varus von 2° sowie 
im Vergleich zu präoperativ eine tieferstehende Kniescheibe im Sinne einer Patella baja. Anläss-
lich des durchgeführten Prothesen-MRI sei eine deutliche Synovialitis sowie ein hypertropher 
Hoffa-Körper, der durchaus zu einem Impingement führen könne, festgestellt worden. Es sei eine 
Infiltration vorgenommen worden.  
 
5.6.2 Mit Bericht vom 3. Oktober 2023 berichtete Dr. J.____ über das zwischenzeitlich durch-
geführte SPECT-CT. Hier habe sich insgesamt eine eher varische Beinachse sowie eine Flexion 
des Femurschildes von 11° (Norm bis zu 7°) gezeigt, was die Stressreaktion an der distalen 
Quadricepssehne bzw. am oberen Patella-Pol erklären könne. Auch habe sich ein sogenannter 
negative slope am Tibiaplateau gezeigt, hier werde der Erfahrung nach die Flexion deutlich be-
einträchtigt. Die tibiale Resektion erscheine etwas knapp, deutlich werde die Gelenksfläche etwas 
kranialisiert, was zu der tiefstehenden Patella führe. Dies beeinflusse die Biomechanik ebenfalls 
im Sinne einer verringerten Flexion. Eine Lockerung sei nicht erkennbar. Es liege eine komplexe 
Situation vor. Sollten die Beschwerden den Patienten zunehmend einschränken, müsse ein kom-
pletter Prothesenwechsel diskutiert werden. Aktuell sei der Patient sicherlich nachvollziehbar ein-
geschränkt, mit einer Verbesserung sei eigentlich nicht zu rechnen, wenn die Situation so belas-
sen werde.  
 
5.7 Der Kreisarzt Dr. I.____ nahm am 25. August 2023 zum Bericht von Dr. J.____ vom 
12. Juli 2023 und den neu vorliegenden bildgebenden Untersuchungen Stellung. Er führte aus, 
dass die von Dr. J.____ postulierte Synovialitis vom untersuchenden Radiologen nicht bestätigt 
werde. Aufgrund des operativen Eingriffs mit Implantation einer Knietotalendoprothese seien bild-
gebende Veränderungen zwar zwangsläufig vorhanden. Spezielle therapeutische Massnahmen 
seien aus diesen üblichen postoperativen Veränderungen orthopädischerseits nicht abzuleiten. 
Eine beschriebene Hypertrophie im Bereich des Hoffa’schen Fettkörpers im MRI vom 
22. Juni.2023 stelle keine mechanische Blockierung dar bzw. sei eine solche Blockierung nicht 
nachvollziehbar. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass eine namhafte Besserung nicht über-
wiegend wahrscheinlich sei und ab spätestens 24. August 2022 der medizinische Endzustand 
eingetreten sei. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Einschätzung ihres Kreisarz-
tes Dr. I.____ vom 23. August 2022. Sie ging demzufolge davon aus, dass ab diesem Zeitpunkt 
bzw. ab 31. Oktober 2022 von einer weiteren medizinischen Behandlung keine namhafte Besse-
rung mehr zu erwarten und der medizinische Endzustand eingetreten sei. Dem Beschwerdeführer 
sei eine leichte und wechselbelastende Tätigkeit, bei der der sitzende Anteil überwiegt, ohne 
Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Situationen im unebenen Gelände, ohne Vibrations-
belastung für die unteren Extremitäten, ohne kniende oder kauernde Positionen und ohne 
Zwangshaltungen ganztägig zumutbar. 
 

 

 
 
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6.2 Wie in Erwägung 4 hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Rechtspre-
chungsgemäss sind an versicherungsinterne Beurteilungen, wie die vorliegenden Berichte von 
Dr. I.____, strenge Anforderungen zu stellen und bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche Zweifel liegen indes-
sen nicht vor. Die Beurteilung von Dr. I.____ vom 24. August 2022 stützt sich auf eine umfas-
sende Aktenlage und eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers, sie berücksichtigt 
die geklagten Beschwerden und vermag in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
zu überzeugen. Sie entspricht damit den rechtssprechungsgemässen Anforderungen an die Be-
weistauglichkeit. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Einstellung der 
vorübergehenden Leistungen per 31. Oktober 2022 von der Fortsetzung der medizinischen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Zustandes der Knie im Sinne einer höheren Arbeitsfä-
higkeit bzw. einer relevanten Änderung des Verweisprofils mehr zu erwarten war. Festzustellen 
ist in Bezug auf den Eintritt des medizinischen Endzustandes betreffend die Knieproblematik ins-
besondere auch, dass sich die Einschätzung von Dr. I.____ mit derjenigen des behandelnden 
Facharztes Prof. H.____ vom 28. März 2022 deckt. Auch das vom Kreisarzt definierte Zumutbar-
keitsprofil entspricht im Wesentlichen demjenigen des behandelnden Arztes Prof. H.____ (Bericht 
vom 28. März 2022) sowie demjenigen der Klinik G.____ vom 26. Januar 2022.  
 
6.3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Einschätzung von Dr. I.____ namentlich unter Hin-
weis auf die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte von Dr. J.____. Die 
Beschwerdegegnerin weist diesbezüglich zu Recht darauf hin, dass die Berichte vom 12. Juli 
2023 und 10. Oktober 2023 nach dem Einspracheentscheid ergingen. Massgebend ist der Sach-
verhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 2. Mai 2023 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Indessen sind später ergangene 
Arztberichte bei der Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die in diesem 
Zeitpunkt gegebene Situation erlauben (BGE 121 V 362 E. 1b in fine; Urteil des Bundesgerichts 
vom 3. August 2021, 8C_397/2021, E. 3.2.3). Insofern kann dem Antrag der Beschwerdegegne-
rin, die Berichte seien aus dem Recht zu weisen, nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Es bleibt 
jedoch zu betonen, dass der Gesundheitszustand und die Möglichkeit einer namhaften Besse-
rung im Zeitpunkt des Fallabschlusses prognostisch zu beurteilen ist (vgl. E. 3.2 hiervor).  
 
6.3.2 Die nach dem Erlass des Einspracheentscheids ergangenen Berichte von Dr. J.____ 
vermögen die beweistaugliche Einschätzung von Dr. I.____ auch rückwirkend nicht in Frage zu 
stellen. Dr. J.____ beschreibt vielmehr im Wesentlichen dieselben Befunde und dieselben Ein-
schränkungen, wie sie bereits bei der kreisärztlichen Untersuchung vorlagen. Er sieht auch kei-
nen Anlass für einen unmittelbaren operativen Eingriff. Er hielt lediglich fest, dass ein kompletter 
Prothesenwechsel diskutiert werden müsse, falls die Beschwerden den Patienten in Zukunft zu-
nehmend einschränken würden. Dementsprechend scheint auch die als Zweitmeinung herange-
zogene Einschätzung von Dr. J.____ nichts am Eintritt des medizinischen Endzustandes zu än-
dern. Eine namhafte Verbesserung ist auch nach diesen Berichten nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit zu erwarten. Das Vorliegen einer bleibenden Einschränkung ist unbestritten und 
steht dem Eintritt des medizinischen Endzustands in keiner Weise entgegen. Dass aktuell – wie 

 

 
 
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auch im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids – eine wesentliche Beeinträchti-
gung aufgrund der Kniesituation vorliegt, wird von Dr. I.____ festgehalten und im Rahmen des 
Verweisprofils berücksichtigt. Festzustellen ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich 
Dr. J.____ nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äussert. Das von Dr. I.____ defi-
nierte zumutbare Verweisprofil erweist sich unter Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwer-
den durchaus als schlüssig und nachvollziehbar. Die Auswirkungen der nicht unfallkausalen Ne-
bendiagnosen sind – entgegen der Auffassung von Dr. H.____ im Bericht vom 28. März 2202 – 
im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen Anspruches nicht zu berücksichtigen.  
 
6.4 Nach dem Ausgeführten steht fest, dass die Berichte von Dr. J.____ vom 12. Juli 2023 
und 10. Oktober 2023 die Beurteilung von Dr. I.____ nicht in Frage zu stellen vermögen. Im mas-
sgeblichen Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids war nach übereinstimmender Ak-
tenlage prognostisch nicht mehr mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes be-
treffen die Knie zu rechnen. Sollte es seither zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen 
Situation gekommen sein – wofür sich in der vorhandenen Aktenlage wenig Belege finden – so 
wäre eine solche im Rahmen einer Rückfallmeldung zu behandeln. Ferner erweist sich auch die 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Kreisarzt als nachvollziehbar. Die Beschwerdegeg-
nerin hat folglich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts zu Recht auf die kreisärzt-
liche Einschätzung vom 24. August 2022 abgestellt.  
 
7. Zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 
Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmög-
lichen Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher vorliegend unstreitig 
auf den 1. November 2022 zu liegen kommt. 
 
7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi-
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1). 
 
7.2  Die Beschwerdegegnerin hat den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. 
Sie hat dabei sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommens anhand der statistischen 
Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2020) ermittelt, was in Anbetracht der 
Umstände des vorliegenden Falls nicht zu beanstanden ist. Bei der Ermittlung des Validenein-
kommens hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Tabelle TA_1 (monatlicher Bruttolohn 
[Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht - Privater Sektor), 
Baugewerbe, Männer, Kompetenzniveau 2, abgestellt. Dieser Wert (Fr. 6'069.--) x zwölf Monate, 
hochgerechnet auf 41,3 Wochenstunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 
2022, ergibt ein Valideneinkommen von Fr. 76'022.--.  

 

 
 
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7.3.1 Da der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit ausübt, ist auch das hypothetische In-
valideneinkommen ist anhand der LSE 2020 zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin hat hier zu 
Recht auf den Totalwert für Männer, Kompetenzniveau 1 abgestellt. Ferner gewährte sie dem 
Beschwerdeführer einen Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 5%.  
 
7.3.2 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage der LSE ermittelt, ist der entspre-
chende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal 
separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalidenein-
kommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-kategorie 
und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen. (BGE 135 V 297 E. 5.2, 
134 V 322 E. 5.2). Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im 
Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer 
der genannten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemei-
nen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann.  
 
7.3.3 Dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind, ist – wie die 
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht ausführt – nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal der Ta-
bellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und 
mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 15. Dezember 2022, 
8C_128/2022, E. 6.2.3, vom 19. September 2019, 8C_82/2019, E. 6.3.2, vom 17. Juli 2018, 
9C_284/2018, E. 2.2.1 und vom 6. Oktober 2017, 8C_ 439/2017, E. 5.5 mit Hinweisen). Die wei-
teren qualitativen Einschränkungen sind im Belastungsprofil bereits berücksichtigt und rechtferti-
gen grundsätzlich ebenfalls keinen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hin-
weis). Soweit es sich bei diesen weiteren Faktoren nicht ohnehin nur um eine nähere Umschrei-
bung der leichten Tätigkeit handelt, ist angesichts des konkreten Belastbarkeitsprofils im vorlie-
genden Fall im Kompetenzniveau 1 von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten auszugehen. Weitere Faktoren, die einen höheren Abzug vom Tabellenlohn 
rechtfertigen würden, werden vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und sind auch nicht 
ersichtlich. Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt letztlich eine Schätzung dar. Bei deren 
Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermes-
sen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Da die Beschwer-
degegnerin den mit Verfügung vom 22. Dezember 2022 gewährten Tabellenabzug im angefoch-
tenen Einspracheentscheid beibehalten hat, hat das Gericht nicht korrigierend einzugreifen.  
7.4 Nach dem Ausgeführten ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 62'770.-- (LSE 
2020, Total Männer, Kompetenzniveau 1 [Fr. 5'261.--] x zwölf Monate, hochgerechnet auf 41,7 
Wochenstunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2022 abzüglich 5%). Stellt 
man dieses Invalideneinkommen dem Valideneinkommen von Fr. 76'022.-- gegenüber, ergibt 
sich eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 13'252.-- oder ein Invaliditätsgrad von 17%. Die 
Beschwerdegegnerin hat den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente folglich 
korrekt ermittelt. 
 

 

 
 
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8. Wie in Erwägung 2.3 hiervor ausgeführt, ist in Bezug auf die zugesprochene Integritäts-
entschädigung von einer Teilrechtskraft auszugehen, da der Beschwerdeführer diesen Anspruch 
weder in seiner Einsprache vom 1. Februar 2023 noch in seiner Beschwerde vom 2. Juni 2023 
angefochten hat. Nach dem Ausgeführten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. Mai 
2023 sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses als auch bezüglich der zugespro-
chenen Leistungen zu Recht ergangen. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 
 
9. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten zu erheben. 
Eine Parteientschädigung wird dem Prozessausgang entsprechend nicht ausgerichtet. Da dem 
Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten auferlegt werden und er überdies nicht anwaltlich ver-
treten ist, erübrigt sich der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege. 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 
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