# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23ccfaae-0542-58b9-a2e7-a30fc60a2204
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2009 A-932/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-932-2009_2009-08-21.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-932/2009
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter André Moser (Vorsitz), 
Richter Lorenz Kneubühler, Richter Markus Metz, 
Gerichtsschreiber Cesar Röthlisberger.

Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, 
SRG SSR idée suisse, Rechtsdienst, Belpstrasse 48, 
3000 Bern 14,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Kommunikation BAKOM,
Zukunftstrasse 44, Postfach, 2501 Biel,
Vorinstanz.

Werbung und Sponsoring.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-932/2009

Sachverhalt:

A. Im Hinblick auf  die  in  Österreich  und der  Schweiz  ausgetragene 
Fussball-Europameisterschaft 2008 (nachfolgend: EURO 2008) erwarb 
die SRG SSR idée suisse (nachfolgend: SRG) bzw. deren Unterneh-
menseinheit, das Schweizer Fernsehen (nachfolgend: SF), von der ös-
terreichischen Unternehmung Greentube Internet Entertainment Solu-
tions AG (nachfolgend: Greentube) das Nutzungsrecht am Computer-
spiel "Sporttip Fussball Challenge 08" (nachfolgend: FC:08). Es han-
delt  sich  dabei  um  ein  Echtzeit-3D-Fussballspiel,  bei  welchem  der 
Spieler  virtuelle  Fussballspiele  gegen  den  Computer  oder  andere 
Spieler bestreiten kann. Zudem besteht die Möglichkeit, sich in einer 
Online-Meisterschaft  mit  allen  anderen  registrierten  Teilnehmern  zu 
messen  und dabei  Preise  zu  gewinnen. Das  Spiel  konnte  kostenlos 
von  der  mit  der  SF-Internetseite  verlinkten  Internetseite 
www.fussballchallenge.ch heruntergeladen werden.

B. Entwickelt  und betrieben wurde FC:08 von Greentube im Auftrag 
der Hauptsponsorin Swisslos, die dafür einen Anteil der Werbefläche 
im Spiel  bekam und ihr Produkt  Sporttip in den Titel  des Computer-
spiels setzen konnte. Als Lizenznehmerin erhielt SF (und die anderen 
drei TV-Unternehmenseinheiten der SRG) das Recht, FC:08 während 
einer  bestimmten  Zeit  in  der  Schweiz  zu  vermarkten.  Demgemäss 
durfte SF das gegenständliche Spiel als eigenes Angebot auf ihrer In-
ternetseite in Form eines "Download-Content" dem Endkunden anbie-
ten.  Zudem  räumte  Greentube  SF  das  Recht  ein,  die  neben  der 
Hauptsponsorin  verbleibenden  Werbeflächen  im  Spiel  an  weitere 
Sponsoren zu vergeben.

C. Vereinbarungsgemäss wurde FC:08 am 15. April 2008 von SF lan-
ciert. Neben Werbespots und anderen Informationsmitteln, strahlte das 
SF am 15. April 2008 auf seinem Sender SF2 in der Sendung "Sport 
aktuell" einen Beitrag zu FC:08 aus. FC:08 wurde als neues Spiel des 
SF vorgestellt. Nach einer Erklärung des Einstiegs und den verschie-
den Auswahl- und Einstellungsmöglichkeiten, konnte man dem Mode-
rator beim Test des Spiels zuschauen. Eine eingespielte Stimme erläu-
terte das Geschehen und informierte über die Möglichkeit, online ge-
gen andere Teilnehmer zu spielen. In Anlehnung an den Hinweis auf 
die  Suchtgefahr  bestätigte  der  Moderator,  dass  er  kaum noch  habe 
aufhören können zu spielen. Wieder in seiner Funktion als Moderator 
informierte  er  schliesslich über die tollen  Preise im Gesamtwert  von 

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http://www.fussballchallenge.ch/

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Fr. 40'000.-  und  die  Download-Möglichkeit  von  der  Internetseite  des 
SF.

Gleichzeitig  wurde  der  Online-Auftritt  zu  FC:08  auf der  Internetseite 
des  SF  freigeschaltet.  Der  Auftritt  beinhaltete  die  Vorstellung  des 
Spiels  mit  einer  Spielanleitung  und  diversen  anderen  Informationen 
und Links, die es zum Spielen braucht wie z.B. einem Bericht zur Pro-
blembehebung und das User Login. Das  Spiel selber konnte nur von 
der  mit  der  SF-Internetseite  verlinkten,  neutralen  Internetseite 
www.fussballchallenge.ch heruntergeladen werden.

D. Am  21. April  2008  eröffnete  das  Bundesamt  für  Kommunikation 
(nachfolgend: BAKOM) ein Aufsichtsverfahren gegen die SRG wegen 
einer  möglichen  Verletzung  der  einschlägigen  Werbebestimmungen. 
Gegenstand  des  Verfahrens  bildete  die  Frage,  ob  der  Beitrag  vom 
15. April  2008 über  FC:08  in  der  Sendung "Sport  aktuell"  das  Tren-
nungsgebot verletzte und ob darin allenfalls Schleichwerbung für die 
Sponsoren des Spiels betrieben wurde. Zudem wurde eine Verletzung 
des  Werbeverbotes  durch  den  Auftritt  von  FC:08  im  Online-Bereich 
von SF (und den anderen drei  TV-Unternehmenseinheiten der SRG) 
vermutet.

E. Das eingeräumte  rechtliche Gehör  nahm die  SRG mit  Schreiben 
vom 15. August 2008 wahr. In ihrer Stellungnahme beantragte sie die 
Einstellung des Aufsichtsverfahrens.

F. Am 14. Januar 2009 verfügte das BAKOM in der Sache. Es wurde 
festgestellt, dass die SRG gegen die einschlägigen Werbevorschriften 
des  Bundesrechts  verstossen  habe,  indem  sie  im  Rahmen  der 
Sendung "Sport aktuell" vom 15. April 2008 einen werbenden Beitrag 
zu ihrem Angebot FC:08 ausgestrahlt und das Spiel in ihrem Online-
Angebot  präsentiert  habe  (Dispositiv  Ziff. 1).  Die  anderen  Vorwürfe 
wurden  fallen  gelassen  (Dispositiv  Ziff. 2).  Die  SRG  wurde 
aufgefordert,  den rechtmässigen Zustand wieder herzustellen, soweit 
dies  nicht  bereits  erfolgt  sei.  Dem BAKOM sei  ein  Bericht  über  die 
getroffenen  Massnahmen  zuzustellen  (Dispositiv  Ziff. 3).  Sollte  die 
SRG  der  Verfügung  nicht  fristgerecht  nachkommen,  würden  weitere 
administrative Massnahmen ergriffen (Dispositiv Ziff. 4).

G. Mit Beschwerde vom 13. Februar 2009 ficht die SRG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin)  die  Verfügung  des  BAKOM  (nachfolgend: 
Vorinstanz) vom 14. Januar 2009  beim Bundesverwaltungsgericht an 

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und fordert  mit  Ausnahme von Ziff. 2  des  Dispositivs  die  Aufhebung 
der  Verfügung.  Zur  Begründung  bestreitet  sie  die  Zuständigkeit  der 
Vorinstanz  betreffend  des  Sendebeitrags  in  der  Sendung  "Sport 
aktuell".  Eventualiter  stellt  sie  sich  auf  den  Standpunkt,  dass  der 
Sendebeitrag keine Werbung,  sondern ein publizistischer  Beitrag sei 
und  deshalb  keine  Verletzung  des  Trennungsgebotes  vorliege.  Auch 
der Online-Auftritt  von FC:08 verletze die Werbebestimmungen nicht. 
Falls  es  sich  um  Eigenwerbung  handle,  sei  diese  wegen 
überwiegender  Publikumsbindung  zulässig,  da  das  Spiel  ein 
publizistisches  Online-Angebot  als  Bestandteil  der  nicht 
konzessionierten Tätigkeit mit Programmbezug darstelle.

H. In  ihrer  Vernehmlassung  vom  14. April  2009  schliesst  die 
Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.

I.  In der Replik vom 25. Mai 2009 bzw. der Duplik vom 3. Juli  2009 
halten die Parteien an ihren Standpunkten und Anträgen fest.

J. Auf  die  übrigen  Ausführungen  und  Unterlagen  wird  –  soweit 
entscheiderheblich  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern 
keine  Ausnahme nach  Art. 32 VGG vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten 
die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Das BAKOM gehört 
zu  den  Vorinstanzen  des  Bundesverwaltungsgerichts  (Art.  33  Bst. d 
VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben 
(Art.  32  VGG). Das Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zur  Beurtei-
lung  vorliegender  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  vom 14. Januar 
2009 zuständig.

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1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt 
(Art. 37 VGG).

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Ver-
fügung  zur  vorliegenden  Beschwerde  berechtigt  (vgl.  Art.  48  Abs. 1 
VwVG). Auf die frist-  und formgerecht  eingereichte Beschwerde (vgl. 
Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.
Die Beschwerdeführerin stellt die Zuständigkeit der Vorinstanz betref-
fend Ziff. 1.1 des Dispositivs  der angefochtenen Verfügung in  Frage. 
Folglich ist  die Zuständigkeit  der Vorinstanz zu klären, bevor auf die 
genannte Sache eingegangen werden kann. Hätte die Vorinstanz näm-
lich als sachlich unzuständige Behörde entschieden, wäre Ziff. 1.1 des 
Dispositivs  nichtig  (vgl.  PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 31 Rz. 18).

2.1 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass nicht die Vorins-
tanz,  sondern  die  unabhängige  Beschwerdeinstanz  für  Radio  und 
Fernsehen (UBI)  für  die Beurteilung der ersten Streitfrage zuständig 
sei. Die  Prüfung  von unentgeltlicher  Schleichwerbung unterliege  der 
Aufsichtskompetenz  der  UBI.  Da  das  neue  Bundesgesetz  vom 
24. März 2006 über Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) begriff-
lich nicht mehr zwischen Eigen- und Drittwerbung unterscheide, werde 
auch  Eigenwerbung  vom  Begriff  der  Schleichwerbung  umfasst.  Da 
Schleichwerbung in  eigener  Sache nur  unentgeltlich sein  könne,  sei 
folglich die UBI zuständig.

2.2 Da vorliegend ein Beitrag zu prüfen ist, der in einer redaktionellen 
Sendung ausgestrahlt wurde, kann der Beschwerdeführerin soweit ge-
folgt werden, als möglicherweise Schleichwerbung vorliegt (vgl. Art. 11 
Abs. 2 der Radio- und Fernsehverordnung vom 9. März 2007 [RTVV, 
SR 784.401]). Unbestritten ist zudem, dass das RTVG nicht mehr zwi-
schen Eigen- und Drittwerbung unterscheidet und die beiden Werbe-
formen  daher  grundsätzlich  unterschiedslos  zu  beurteilen  sind  (vgl. 
Werbebegriff in Art. 2 Bst. k RTVG). Den weiteren Schlüssen der Be-
schwerdeführerin kann indessen nicht gefolgt werden.

2.3 Gemäss  Art. 97  Abs. 2  RTVG beschränkt  sich  die  Zuständigkeit 
der UBI auf die Frage, ob die angefochtene Sendung die Bestimmun-
gen  über  den  Inhalt  redaktioneller  Sendungen  (Art. 4  und  5  RTVG 

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oder das einschlägige internationale Recht) eingehalten hat oder eine 
rechtswidrige Verweigerung des Zugangs zum Programm vorliegt. Die 
Aufsicht  über  die  Einhaltung  der  Bestimmungen  über  Werbung  und 
Sponsoring  (Art. 9  –  14  RTVG)  liegt  –  wie  die  Beschwerdeführerin 
selbst bemerkt – in der alleinigen Zuständigkeit der Vorinstanz (Art. 86 
Abs. 1 RTVG). Im Gegensatz zur Auffassung der Beschwerdeführerin 
spielt die Entgeltlichkeit  (von Schleichwerbung) für die Aufsichtskom-
petenz der Vorinstanz keine Rolle. Es ist zwar richtig, dass die UBI ihre 
Zuständigkeit  in  Fällen  von  unentgeltlicher  Schleichwerbung  bejaht. 
Dies jedoch nur dann, wenn es um die Verletzung des Sachgerechtig-
keitsgebots  geht  (Entscheid  b. 558  der  UBI  vom 19. Oktober  2007). 
Dieser  Vorwurf  steht  vorliegend  aber  gar  nicht  zur  Diskussion. Viel-
mehr wurde die Vorinstanz als Aufsichtsbehörde tätig, weil der Sende-
beitrag vom 15. April 2008 ihrer Auffassung nach das Trennungsgebot 
von Art. 9 RTVG verletzte. Diese Frage betrifft die Einhaltung der Wer-
bebestimmungen  von  Art. 9  –  14  RTVG und  untersteht  unabhängig 
von  der  Entgeltlichkeit  der  Aufsichtskompetenz  der  Vorinstanz  (vgl. 
dazu PETER HETTICH/CLAUDIA KELLER/STEFAN RECHTSTEINER, Telekommunika-
tionsrecht  –  Recht  der  audiovisuellen  Medien  –  Stromversorgungs-
recht, Bern 2009, S. 62 mit Hinweis auf den Entscheid b. 558 der UBI 
vom 19. Oktober 2007).

2.4 Damit erweist sich die Beschwerde in diesem Punkt als unbegrün-
det. Die  Vorinstanz hat  mit  der  Verfügung vom 14. Januar  2009 ihre 
Aufsichtskompetenz nicht überschritten. Die Verfügung ist folglich auch 
betreffend Ziff. 1.1 des Dispositivs in der Sache zu überprüfen.

3.
In materieller Hinsicht stellt sich als erstes die Frage, ob der Sendebei-
trag  über  FC:08  in  der  Sendung  "Sport  aktuell"  vom 15. April  2008 
Werbung  darstellt  und  dessen  Ausstrahlung  das  Trennungsgebot  im 
Sinne von Art. 9 Abs. 1 RTVG verletzt hat.

3.1 Nach Auffassung der Vorinstanz handelt es sich bei FC:08 um ein 
kommerzielles  Angebot  der  Beschwerdeführerin.  Aus  diesem  Grund 
sei  auch der  Sendebeitrag  vom 15. April  2008 als  Eigenwerbung zu 
qualifizieren.  Dessen  Ausstrahlung  in  einer  redaktionellen  Sendung 
("Sport  aktuell")  verstosse  folglich  gegen  das  Trennungsgebot  von 
Art. 9 Abs. 1 RTVG.

Die Vorinstanz begründet ihre Auffassung damit,  dass Eigenwerbung 
ebenfalls als Werbung gelte und folglich dem Trennungsgebot unterlie-

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ge. Eigenwerbung  seien  vom Rundfunkveranstalter  im  eigenen  Pro-
gramm gemachte öffentliche Äusserungen mit beabsichtigter Wirkung 
in eigener Sache. Solche Äusserungen würden nur dann nicht als Ei-
genwerbung gelten, wenn es sich um Hinweise im Sinne von Art. 11 
Abs. 1  RTVG handle,  welche  ausdrücklich  vom Werbebegriff  ausge-
nommen seien. Im Unterschied zur Eigenwerbung seien Äusserungen 
im Sinne von Art. 11 Abs. 1 RTVG mit journalistischen Zwecken oder 
mit  dem publizistischen Informationsauftrag zu rechtfertigen. Würden 
hingegen überwiegend kommerzielle  Ziele verfolgt,  seien die Äusse-
rungen als Eigenwerbung zu qualifizieren.

3.2 Im Sinne der gemachten Ausführungen untersucht die Vorinstanz 
die Beweggründe und kommt zum Schluss, dass die Beschwerdefüh-
rerin  mit  dem Spiel  in  erster  Linie  immaterielle  Mehrwerte  anstrebe. 
Aus dem Angebot von FC:08 und insbesondere aus dessen Kostenlo-
sigkeit resultiere der Beschwerdeführerin ein Imagetransfer und damit 
zugleich  ein  Reputationsgewinn.  Die  Beschwerdeführerin  habe  sich 
die gesamten im Zusammenhang mit dem Spiel entstandenen Kosten 
durch sogenanntes "In Game-Advertising" von Sponsoren finanzieren 
lassen. Aus dem Angebot von FC:08 resultiere damit auch rein rechne-
risch ein positives Ergebnis. Die Gegenleistung für die Sponsoren be-
stehe darin, dass diesen ein werbewirksamer Auftritt im Spiel ermög-
licht würde. Da sich die von den Sponsoren gewünschte Werbewirkung 
nur erzielen lasse, wenn das Spiel  von möglichst vielen Teilnehmern 
gespielt würde, sei die Schaffung von Publizität durch die Beschwer-
deführerin impliziter Bestandteil  der Vereinbarungen. Aufgrund dieser 
Analyse kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass es sich bei FC:08 
um ein  kommerziell  ausgerichtetes  Geschäftsmodell  handle  und  die 
Beschwerdeführerin  dementsprechend  auch  eine  kommerzielle  und 
nicht  journalistische  Motivation  für  den  Sendebeitrag  vom  15. April 
2008 hatte.

3.3 Die  Beschwerdeführerin  widerspricht  der  Auffassung  der  Vorins-
tanz betreffend kommerzieller Ausrichtung des Geschäftsmodells nicht 
bzw.  lässt  die  Frage  offen,  weil  sie  vorliegend  nicht  relevant  sei. 
Schleichwerbung  in  eigener  Sache  könne  sowohl  ein  kommerzielles 
Angebot als auch eine Idee betreffen. Zudem sei sie im Rahmen ihrer 
Programmautonomie  (Art. 93  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] 
und Art. 6 Abs. 2 RTVG) in der Wahl der Themen und der inhaltlichen 
Bearbeitung und der Darstellung ihrer Programme frei. Somit sei es ihr 

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auch erlaubt, über eigene oder fremde kommerzielle Angebote im re-
daktionellen Teil des Programms zu berichten. Gemäss dem erläutern-
den Bericht des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, 
Energie und Kommunikation (UVEK) vom 9. März 2007 zur total revi-
dierten Radio- und Fernsehverordnung (nachfolgend: Erläuternder Be-
richt RTVV), S. 6, liessen sich gewisse Werbeeffekte durch journalisti-
sche Prinzipien oder den Informationsauftrag der Medien rechtfertigen. 
Solange  der  Informationswert  im Vordergrund stehe,  seien  Hinweise 
auf  kommerzielle  Angebote  in  der  journalistischen  Berichterstattung 
erlaubt.  Angesichts  des  grossen  gesellschaftlichen  Interesses  an 
Fussball  zur Zeit  der EURO 2008 sei  es der Beschwerdeführerin  im 
Rahmen ihres Programmauftrages erlaubt gewesen, das vorhandene 
Interesse journalistisch zu erfassen und mit Informationen und Unter-
haltung umzusetzen. FC:08 habe diesem gesellschaftlichen Interesse 
entsprochen  und  zur  Befriedigung  der  Bedürfnisse  des  Publikums 
(Stichwort Fussballfieber) beigetragen. Deshalb sei es aus redaktionel-
ler  Sicht  angemessen gewesen,  gerade in  einer  Sportsendung über 
das Spiel zu berichten. Die Berichterstattung über ein Online-Spiel sei 
nicht anders zu behandeln, als eine solche über ein reales Spiel. Ent-
gegen der Ansicht der Vorinstanz habe der Sendebeitrag vom 15. April 
2008 keine Äusserungen enthalten, welche einzig oder in erster Linie 
einem  werberischen  Selbstzweck  oder  der  Erfüllung  kommerzieller 
Ziele  dienten. Vielmehr  sei  der  Informationswert  im Vordergrund ge-
standen, weshalb der Sendebeitrag auch als publizistischer Beitrag zu 
sehen sei.

3.4 Gemäss  Art. 9  Abs. 1  RTVG muss  Werbung  vom redaktionellen 
Teil des Programms deutlich getrennt und als solche eindeutig erkenn-
bar  sein  (Trennungsgebot).  Das  Trennungsgebot  ist  ein  journalisti-
sches Grundprinzip, welches der unverfälschten Meinungsbildung des 
Publikums dient. Im Gegensatz zum Sachgerechtigkeitsgebot, welches 
mit Vorschriften über den Programminhalt das Publikum vor medialer 
Manipulation schützen soll, erfolgt dieser Schutz beim Trennungsgebot 
durch klare Erkennbarkeit manipulativer Sendungen. Da Werbung na-
turgemäss  einseitig  und  manipulativ  ist,  wäre  die  Anwendung  des 
Sachgerechtigkeitsgebots  bei  Werbesendungen  illusorisch. Allein  die 
klare Trennung von Werbung und redaktionellem Teil des Programms 
gibt dem Publikum die Möglichkeit, werbende Sendungen problemlos 
zu erkennen und sich im Bewusstsein über deren manipulative Natur 
eine  unverfälschte  Meinung  zu  bilden  (vgl.  zum  Ganzen  BBl  2003 
1668 f., 1675; BGE 123 II 402 E. 3b zum alten Art. 18 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes vom 21. Juni  1991 über  Radio  und Fernsehen [aRTVG 
von 1991, AS 1992 601]).

3.5 Als Werbung gilt jede öffentliche Äusserung im Programm, welche 
die  Förderung  des  Abschlusses  von  Rechtsgeschäften  über  Waren 
oder Dienstleistungen, die Unterstützung einer Sache oder Idee oder 
die  Erzielung  einer  anderen  vom Werbetreibenden  oder  vom Rund-
funkveranstalter selbst gewünschten Wirkung zum Zweck hat und ge-
gen Bezahlung oder eine ähnliche Gegenleistung oder als Eigenwer-
bung verbreitet wird (Art. 2 Bst. k RTVG). Die Definition der Werbung 
ist weit gefasst. Sie schliesst neben der kommerziellen auch die ideelle 
Werbung ein  (z.B. politische und  religiöse  Werbung,  bezahlte  Spen-
denaufrufe für wohltätige Zwecke). Nicht notwendig ist eine Aufforde-
rung  zum Abschluss  eines  Rechtsgeschäfts.  Es  reicht,  wenn  irgend 
eine vom Werbenden gewünschte Wirkung angestrebt wird (BBl 2003 
1665).

Ebenfalls als Werbung gilt Eigenwerbung. Darunter versteht man Wer-
besendungen, welche der Veranstalter im eigenen Namen und im ei-
genen  Programm  ausstrahlt.  Durch  die  Unterstellung  der  Eigenwer-
bung  unter  die  Werbung  sollen  Wettbewerbsverzerrungen  verhindert 
werden, welche eintreten würden, wenn ein Veranstalter eigene Waren 
und  Dienstleistungen  ausserhalb  der  eigentlichen  Werbesendungen 
bewerben könnte, während dies Dritten für gleiche Produkte verwehrt 
ist (BBl 2003 1666). Die Vorinstanz bezeichnet Eigenwerbung treffend 
als  eine  im  eigenen  Programm  gemachte  öffentliche  Äusserung  mit 
beabsichtigter  Wirkung in  eigener  Sache. Wie die  Parteien richtiger-
weise festgestellt haben, setzt die Definition von Art. 2 Bst. k RTVG Ei-
genwerbung der Fremdwerbung gleich. Sie unterliegt somit denselben 
Vorschriften. Im Unterschied zur Fremdwerbung ist Eigenwerbung na-
turgemäss unentgeltlich.

Als  unzulässigen  Verstoss  gegen  das  Trennungsgebot  verbietet  das 
Gesetz  zudem  die  sogenannte  Schleichwerbung  (Art. 10  Abs. 3 
RTVG).  Dabei  geht  es  um Werbung,  die  absichtlich  in  redaktionelle 
Beiträge  eingefügt  wird  und  für  deren Ausstrahlung  der  Veranstalter 
verantwortlich ist. Art. 11 Abs. 2 RTVV definiert  Schleichwerbung als 
die  Darstellung  werbenden  Charakters  von  Waren,  Dienstleistungen 
oder Ideen in redaktionellen Sendungen, insbesondere gegen Entgelt. 
Dies stellt  insofern eine Erweiterung des Werbebegriffs im Sinne von 
Art. 2 Bst. k RTVG dar, als durch den Schleichwerbebegriff  auch un-

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entgeltliche  (oder  ohne  ersichtliche  Gegenleistung  ausgestrahlte) 
Fremdwerbung vom Trennungsgebot erfasst wird (vgl. Erläuternder Be-
richt RTVV, S. 6).

3.6 Als Ausnahme zur Eigenwerbung und im redaktionellen Teil zuge-
lassen sind gemäss Art. 11 Abs. 1 RTVV Hinweise auf das Programm, 
in  welchem  sie  ausgestrahlt  werden  (Bst. a);  Hinweise  auf  konkrete 
Sendungen in anderen Programmen des gleichen Unternehmens, die 
inhaltlich in direktem Zusammenhang mit der Sendung stehen, in wel-
cher  sie  ausgestrahlt  werden  (Bst. b);  ohne  Gegenleistung  ausge-
strahlte Hinweise auf Begleitmaterialien, die inhaltlich in direktem Zu-
sammenhang  mit  der  Sendung  stehen,  in  welcher  sie  ausgestrahlt 
werden (Bst. c); kurze Spendenaufrufe für gemeinnützige Organisatio-
nen,  sofern  eine  Gegenleistung  an  den  Veranstalter  höchstens  die 
Produktionskosten deckt (Bst. d).

Eine weitere – sozusagen versteckte – Ausnahme zeigen die Erläute-
rungen des UVEK zur Schleichwerbung. Danach fällt nicht jeder Wer-
beeffekt in redaktionellen Sendungen unter das Verbot der Schleich-
werbung. Gewisse Werbeeffekte lassen sich auch durch journalistische 
Prinzipien  oder  den  Informationsauftrag  der  Medien  rechtfertigen. 
Nicht von der Schleichwerbe-Bestimmung erfasst wird etwa, wenn die 
ausgestrahlten Bilder die Realität  abbilden oder der Veranstalter kei-
nen Einfluss auf die Bilder nehmen bzw. die Ausstrahlung des fragli-
chen Inhalts nicht vermeiden kann (z.B. Bandenwerbung im Fussball-
stadion; vgl. Erläuternder Bericht RTVV, S. 6).

3.7 Unbestritten ist, dass es sich bei der Sendung "Sport aktuell" um 
eine redaktionelle Sendung handelt. Somit ist nachfolgend der in die-
ser Sendung am 15. April 2009 ausgestrahlte Beitrag über FC:08 auf 
seinen werbenden Charakter zu untersuchen. Wird der werbende Cha-
rakter bejaht, sind die Ausnahmen zu prüfen.

3.7.1 Nimmt man die Legaldefinition von Art. 2 Bst. k RTVG als Prüf-
schema, kann als erster und unbestrittener Punkt das Vorliegen einer 
öffentlichen Äusserung in einem Programm ohne weiteres bejaht wer-
den.

3.7.2 Als weiteres und zugleich zentrales Kriterium fordert das Gesetz 
die  Absicht  des  Werbetreibenden  oder  des  Rundfunkveranstalters, 
beim  Publikum  eine  von  ihm  gewünschte  Wirkung  zu  erzielen  (vgl. 
E. 3.5). Die Förderung des Abschlusses eines Rechtsgeschäfts über 

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Waren oder Dienstleistungen kann vorliegend nicht bejaht werden, da 
die Teilnehmer das Spiel gratis herunterladen konnten. Näher zu unter-
suchen ist hingegen die Frage, ob die Beschwerdeführerin mit dem in-
teressierenden Sendebeitrag eine Sache oder Idee unterstützte oder 
eine andere gewünschte Wirkung anstrebte.

Hinter der Frage der beabsichtigten Wirkung versteckt sich der Streit 
der Parteien über die Beweggründe und die Art des Beitrages. Stand 
die Vermittlung von Informationen im Vordergrund, wäre die Wirkung 
durch den publizistischen Informationsauftrag gedeckt  (Art. 24 RTVG 
und Art. 2 der Konzession vom 28. November 2007 für die SRG SSR 
idée suisse [Konzession SRG]). Zielte der Beitrag hingegen überwie-
gend darauf ab, die Zuschauer zur Teilnahme an FC:08 zu bewegen, 
hätte der Beitrag eine vom Werbetreibenden bzw. Rundfunkveranstal-
ter gewünschte Wirkung, die sich ausserhalb des Programmauftrages 
bewegte.

3.7.3 Bei der Untersuchung der Beweggründe überzeugt die Darstel-
lung der Vorinstanz insofern, als das Angebot von FC:08 als kommer-
ziell  ausgerichtetes Geschäftsmodell  zu sehen ist  und das Finanzie-
rungskonzept des "In Game-Advertising" die Wahrnehmung der Spon-
sorenwerbung durch ein möglichst grosses Publikum voraussetzt (vgl. 
E. 3.2).  Aus  diesen  Gründen  ist  davon  auszugehen,  dass  die  Be-
schwerdeführerin  grosses  Interesse  an  der  Schaffung  von  Publizität 
des Spiels hatte. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, die kom-
merzielle  Ausrichtung  von  FC:08  sei  vorliegend  nicht  relevant,  weil 
Schleichwerbung sowohl kommerzielle Angebote wie auch Ideen be-
treffen könne. Gegen die letztere Feststellung ist nichts einzuwenden. 
Die Beschwerdeführerin übersieht dabei jedoch, dass der Werbebegriff 
im Sinne von Art. 2 Bst. k RTVG auch subjektive Tatbestandsmerkmale 
aufweist, für deren Beurteilung die Motive des Werbetreibenden bzw. 
Rundfunkveranstalters durchaus von Bedeutung sind. So ist das Inter-
esse der Beschwerdeführerin an einer möglichst grossen Teilnehmer-
zahl ein gewichtiges Indiz für ihre Absicht, eine gewünschte Wirkung 
beim Publikum zu erzielen. Dabei spricht die Tatsache, dass die Be-
schwerdeführerin neben dem hier interessierenden Sendebeitrag in ih-
ren Werbeblöcken auch Eigenwerbesports für FC:08 geschaltet hatte, 
nicht gegen, sondern für diese Einschätzung.

3.7.4 Da sich die Absicht, beim Publikum eine gewünschte Wirkung zu 
erzielen, nicht allein durch das Erwägen der Beweggründe beurteilen 

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lässt,  sondern  sich  auch  objektiv  in  der  Wirkung  des  Beitrages  äu-
ssern muss, sind nachfolgend die Machart des Beitrages und die darin 
enthaltenen Äusserungen zu untersuchen.

Bei  der Visionierung des Sendebeitrags vom 15. April  2008 fällt  auf, 
dass die Äusserungen praktisch ausschliesslich darauf abzielen, den 
Zuschauer zum Ausprobieren bzw. zur Teilnahme am Spiel zu bewe-
gen. Zweimal wird auf die Möglichkeit zum Gratisdownload hingewie-
sen. Nach dem betonten Darstellen des einfachen und raschen Ein-
stiegs kann man dem begeisterten Moderator beim Spielen zuschau-
en, der nach einem siegreichen Spiel im Zusammenhang mit dem Hin-
weis auf die Suchtgefahr bemerkte, er habe kaum aufhören können zu 
spielen. Zum Abschluss wird dem Publikum die Teilnahme an der On-
line-Meisterschaft mit der Aussicht auf tolle Preise zusätzlich schmack-
haft  gemacht.  Zusammenfassend  enthält  der  Beitrag  alle  Elemente, 
welche man in einer  klassischen Werbesendung erwarten würde. Zu 
dieser Einschätzung passt ein Vergleich mit dem offiziellen Eigenwer-
bespot zu FC:08, der in den Werbeblöcken des SF ausgestrahlt wurde. 
Die dort zu sehenden Sequenzen sehen einigen Sequenzen des Sen-
debeitrages vom 15. April  2008 zum Verwechseln ähnlich. Anschauli-
che Gegenbeispiele stellen in diesem Zusammenhang die zwei Beiträ-
ge vom 5. Juni 2007 bzw. 26. Mai 2008 in der Sendung "10vor10" dar, 
welche über die offiziellen FIFA bzw. UEFA Computerspiele berichten. 
Im ersten Beitrag wird die aufwändige Entstehung des Computerspiels 
in journalistisch aufgearbeiteter Form dargestellt. Es wird gezeigt, wie 
die Bewegungen der echten Fussballstars digital  erfasst werden, um 
die virtuellen Fussballer im Spiel möglichst echt erscheinen zu lassen. 
Der zweite Beitrag begleitet einen jugendlichen Spieler an eine Com-
putermeisterschaft,  an welcher er für  die Schweiz antritt. Die beiden 
Beiträge in "10vor10" heben sich deutlich vom Beitrag in der Sendung 
"Sport aktuell" ab, indem sie neutral und informativ berichten ohne da-
mit den Zuschauer zum Kauf bzw. zur Teilnahme bewegen zu wollen. 
Die  Berichte  in  "10vor10"  sind  als  solche interessant  und haben im 
Gegensatz zum Bericht in "Sport aktuell" einen eigenständigen Infor-
mationswert. 

Es ist somit entgegen den Darstellungen der Beschwerdeführerin sehr 
wohl ein Unterschied zwischen einer journalistisch aufgearbeiten Be-
richterstattung und ihrem Beitrag über FC:08 vom 15. April 2008 zu er-
kennen. Im Gegensatz zu den ausgewogenen und informativen Beiträ-
gen in den Sendungen "10vor10" ist im Beitrag vom 15. April 2008 die 

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Absicht der Beschwerdeführerin, beim Publikum eine gewünschte Wir-
kung – nämlich die Teilnahme am Spiel – zu erzielen, nicht zu überse-
hen.  Damit  ist  das  zentrale  Kriterium  des  Werbebegriffs  von  Art. 2 
Bst. k RTVG erfüllt.

3.7.5 Als letztes Kriterium des Werbebegriffs  müssen die Äusserun-
gen gegen Bezahlung oder eine ähnliche Gegenleistung oder als Ei-
genwerbung erfolgt sein.

Wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, stehen sich in den Sponsorver-
einbarungen die Geld- und Sachleistungen der Sponsoren und das zur 
Verfügung stellen von Werbeflächen im Spiel in einem wechselseitigen 
Verhältnis gegenüber. Impliziter Bestandteil der Vereinbarungen ist da-
bei, dass die Beschwerdeführerin für Publizität sorgt, da die Werbeflä-
chen ansonsten wertlos wären. So betrachtet kann die Lancierung von 
FC:08 in  der  Sendung "Sport  aktuell"  als  Vertragserfüllung gesehen 
werden. Immerhin  ist  der  Beschwerdeführerin  insofern  Recht  zu  ge-
ben, als aus den Sponsorvereinbarungen keine Verpflichtung zu ent-
nehmen ist,  im redaktionellen  Teil  des  Programms Werbung zu ma-
chen. Die Beschwerdeführerin hätte ihren Teil des Vertrages wohl auch 
ohne den Sendebeitrag vom 15. April  2008 erfüllen können. Ob dies 
aber ein Grund ist, die Sponsorenbeiträge nicht als Gegenleistung für 
die im Sendebeitrag gemachte Werbung zu sehen,  ist  fraglich,  kann 
aber vorliegend aus folgenden Gründen offen bleiben.

Erstens sind die werbenden Äusserungen im interessierenden Sende-
beitrag zumindest auch als Eigenwerbung zu qualifizieren, da sie auf 
eine  gewünschte  Wirkung  in  eigener  Sache  abzielen  (vgl.  E. 3.5 
Abs. 2).  Die  Beschwerdeführerin  hat  nämlich  gemäss  Lizenzvertrag 
selber Werbepräsenz im Spiel. Zudem verschafft ihr das Angebot von 
FC:08 immaterielle Mehrwerte (vgl. E. 3.2).

Zweitens fallen die genannten Äusserungen auch unter das Verbot der 
Schleichwerbung,  da  Darstellungen werbenden Charakters  im Sinne 
von  Art. 11  Abs. 2  RTVV von  der  Beschwerdeführerin  absichtlich  in 
das redaktionelle Programm eingefügt wurden und sie für deren Aus-
strahlung verantwortlich ist (E. 3.5 Abs. 3).

3.8 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Sendebeitrag  vom 
15. April 2008 alle Kriterien der Werbung erfüllt. Bei diesem Ergebnis 
sind – wie bereits erwähnt – die Ausnahmen zu prüfen.

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3.9 Als Ausnahmen zur Eigenwerbung gelten die Hinweise im Sinne 
von Art. 11 Abs. 1 RTVV. Aufgrund des Wortlauts kommt hier von vorn-
herein nur ein Hinweis auf Begleitmaterialien in Frage (Bst. c). Begleit-
materialien müssen in einem direkten Bezug zur Sendung stehen und 
deren Inhalt erläutern, vertiefen oder nachbearbeiten. Als Beispiel wird 
der Hinweis auf  die Bezugsmöglichkeit  eines in  der Sendung vorge-
stellten Buches oder auf eine CD mit der Aufzeichnung der Sendung 
genannt (vgl. Erläuternder Bericht RTVV, S. 6; Werbe- und Sponsoren-
richtlinien  für  Radio  und  Fernsehen,  Ausgabe  2009,  [nachfolgend: 
Richtlinien]).  Im  Lichte  dieser  Erläuterungen  wird  deutlich,  dass  der 
vorliegende Fall nicht unter diese Ausnahmeregelung fällt. Es ist keine 
Sendung ersichtlich, welche durch FC:08 erläutert, vertieft oder nach-
bearbeitet würde. Vielmehr ist FC:08 selber der Grund für den Sende-
beitrag und hat als Spiel eine eigenständige Bedeutung. Damit ist kei-
ne Ausnahme im Sinne von Art. 11 Abs. 1 RTVV gegeben.

3.10 Die  Beschwerdeführerin  beruft  sich  schliesslich  auf  die  Praxis 
der Vorinstanz, wonach nicht jeder Werbeeffekt in redaktionellen Sen-
dungen unter das Verbot der Schleichwerbung falle. Diese Ausnahme 
betrifft  Fälle, in welchen der Programmveranstalter die Realität abbil-
det oder keinen Einfluss auf die Bilder nehmen bzw. die Ausstrahlung 
des  fraglichen  Inhalts  nicht  vermeiden  kann  (vgl. E. 3.6).  Vorliegend 
handelt es sich aber offensichtlich nicht um einen nicht beeinflussba-
ren  Werbenebeneffekt.  Vielmehr  unterlag  der  vollständige  Inhalt  der 
Sendung  der  Verfügungsmacht  der  Beschwerdeführerin.  Sie  hat  die 
Sendung absichtlich werbend (und nicht journalistisch informativ) ge-
staltet. Damit können die werbenden Äusserungen entgegen der Auf-
fassung der Beschwerdeführerin nicht als bloss indirekte Werbeeffekte 
im  Zusammenhang  mit  der  Vermittlung  von  Informationen  gesehen 
werden.

3.11 Im Ergebnis ist der Sendebeitrag vom 15. April 2008 über FC:08 
in  der  Sendung  "Sport  aktuell"  als  Werbung  zu  qualifizieren.  Damit 
wird nicht in Frage gestellt, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich 
über eigene oder fremde kommerzielle Angebote im redaktionellen Teil 
berichten  dürfte.  Beim  Bericht  vom  15. April  2008  ist  aber  nicht  zu 
übersehen, dass ungeachtet eines gewissen Informationswerts sowohl 
die  Machart  wie  auch  die  darin  enthaltenen  Äusserungen  praktisch 
ausschliesslich darauf ausgerichtet sind, den Zuschauer zur Teilnahme 
an FC:08 zu bewegen. Da die Beschwerdeführerin ein starkes Eigenin-
teresse an einer möglichst grossen Publizität des Spieles hatte, recht-

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fertigt es sich zudem, in diesem Fall hohe Anforderungen an eine jour-
nalistische Berichterstattung zu stellen. Von diesen Anforderungen ist 
der überwiegend werbende Bericht  vom 15. April  2008 weit  entfernt. 
Damit hat die Beschwerdeführerin gegen das Trennungsgebot (Art. 9 
Abs. 1  RTVG)  verstossen.  Die  Beschwerde  erweist  sich  in  diesem 
Punkt als unbegründet und ist abzuweisen.

4.
Als zweite materiellrechtliche Frage ist zu untersuchen, ob der Auftritt 
von FC:08 auf der Internetseite der Beschwerdeführerin ein zulässiges 
Online-Angebot darstellt. Die Vorinstanz wirft der Beschwerdeführerin 
die Missachtung des für die übrigen publizistischen Angebote gelten-
den Werbeverbots vor.

4.1 Einig sind sich die Parteien darin, dass FC:08 ein Angebot der Be-
schwerdeführerin  im  Rahmen  ihrer  nicht  konzessionierten  Tätigkeit 
darstellt  (Art. 29 RTVG), weil  das Angebot mit  Sponsoring und nicht 
mit Gebührengeldern finanziert wurde. Die Beschwerdeführerin genie-
sse  in  diesem Bereich  grundsätzlich  Wirtschaftsfreiheit,  solange  sie 
die Stellung und Aufgabe anderer Medien nicht unzulässig beeinträch-
tige  (Art. 93  Abs. 4  BV und  Art. 29  RTVG). Es  sei  ihr  deshalb  auch 
möglich, in diesem Bereich ein durch Dritte in Form von "In Game-Ad-
vertising"  finanziertes Spiel  anzubieten. An dieser  Grundsatzbeurtei-
lung ist nichts auszusetzen.

4.2 Grund für die Intervention der Vorinstanz war die Tatsache, dass 
die Beschwerdeführerin  FC:08 nicht  nur im Rahmen ihrer  nicht  kon-
zessionierten Tätigkeit anbot, sondern auch einen Auftritt in ihrem kon-
zessionierten Online-Bereich aufschaltete. 

Gemäss Vorinstanz definiert  Art. 13 Abs. 1 der Konzession SRG die 
zulässigen  Bestandteile  des  Online-Angebotes  abschliessend.  Dem 
Online-Auftritt  komme  eine  Ergänzungs-  und  Vertiefungsfunktion  zu 
und er habe nur soweit zu gehen, als es zur Unterstützung des Pro-
grammauftrages notwendig sei (vgl. Verweis der Vorinstanz auf die Er-
läuterungen  des  UVEK  zur  neuen  Konzession  der  SRG  SSR  vom 
28. November  2007,  [nachfolgend  Erläuterungen  Konzession],  S. 6). 
FC:08 fehle die erforderliche Ergänzung- bzw. Vertiefungsfunktion. Es 
handle sich im Gegenteil  um ein Spiel  mit  einer eigenständigen Be-
deutung ohne direkten Bezug zu einer Sendung. Der Beschwerdefüh-
rerin sei es vordergründig darum gegangen, FC:08 dauerhaft an pro-
minenter und gut frequentierter Stelle im konzessionierten Online-An-

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gebot zu lancieren und präsentieren, weshalb es sich um Eigenwer-
bung  und  nicht  um  eine  journalistisch  motivierte  Berichterstattung 
handle.

Da Eigenwerbung vorliege, sei diese nur zulässig, wenn sie überwie-
gend der Publikumsbindung diene (Art. 13 Abs. 3 Konzession SRG). 
Überwiegende  Publikumsbindung  setzte  einen  Programmbezug  vor-
aus. Die Publikumsbindung bzw. der Programmbezug ergebe sich aus 
einer gesamtheitlichen Betrachtung. Als Indizien für einen Programm-
bezug spreche etwa, wenn der beworbene Gegenstand eine redaktio-
nelle Eigenleistung des Veranstalters verkörpere oder wenn Bezeich-
nung und Verpackung des beworbenen Produktes einen Konnex zum 
eigenen Programm aufwiesen (z.B. Bestellmöglichkeit von Tonträgern 
zu einer Sendung, T-Shirt mit Aufdruck des Logos des Programms). Ei-
genwerbung für nicht konzessionierte Tätigkeiten erfülle in der Regel 
das Kriterium der "überwiegenden Publikumsbindung" nicht (vgl. den 
Verweis der Vorinstanz auf den erläuternden Bericht  RTVV, S. 15 zu 
Art. 22 Abs. 5 RTVV, wo dieselbe Terminologie verwendet werde). Aus 
diesen Gründen habe die Beschwerdeführerin mit dem besagten On-
line-Angebot  das  Werbeverbot  gemäss  Art. 14  Abs. 3  RTVG  i.V.m. 
Art. 23 RTVV und Art. 13 Abs. 3 Konzession SRG verletzt.

Die Verlinkung mit www.fussballchallenge.ch als solche wurde von der 
Vorinstanz nicht beanstandet, da es sich dabei um eine neutrale Inter-
netseite  handle  und  darauf  (neben  dem  Download)  ausschliesslich 
Verlinkungen mit den Online-Angeboten der Finanzierungspartnern zu 
finden  seien,  was  rundfunkrechtlich  nicht  zu  beanstanden  sei  (vgl. 
dazu E. 4.8 und 4.9).

4.3 Die  Beschwerdeführerin  stellt  sich  in  ihrer  Beschwerde  auf  den 
Standpunkt, dass es sich beim Auftritt von FC:08 in ihrem Online-An-
gebot  um einen journalistischen Beitrag und nicht  um Eigenwerbung 
handle. Es würde ein genügender zeitlicher und thematischer Bezug 
zu ihren Sendungen bestehen, da sie über das Thema Fussball  und 
die EURO 2008 in vielen Sendungen berichtet habe. In der Replik rela-
tiviert  die  Beschwerdeführerin  ihren  Standpunkt  insofern,  als  FC:08 
zwar der Sendebezug, nicht aber der Programmbezug fehle. Das Spiel 
sei  mangels  Sendebezug  kein  Online-Angebot  im Sinne von Art. 13 
Abs. 1 Konzession SRG, sondern  ein publizistisches Online-Angebot 
als Bestandteil  der nicht konzessionierten Tätigkeit mit Programmbe-
zug. Dieser ergebe sich aus der umfangreichen Berichterstattung zum 

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http://www.fussballchallenge.ch/

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Thema Fussball  und  insbesondere  zur  EURO 2008. Folge  man der 
Vorinstanz, indem man den Online-Auftritt zu FC:08 als Eigenwerbung 
qualifiziere, sei diese aufgrund des Programmbezuges (Publikumsbin-
dung)  dennoch  als  zulässig  anzusehen.  Bei  Verneinung  der  Publi-
kumsbindung sei  eventualiter  zu prüfen,  ob nicht  ein zulässiger Link 
vorliege  (Art. 13  Abs. 2  Konzession  SRG).  Der  Link 
(www.fussballchallenge.ch) sei zulässig, weil er nicht kommerziell sei.

4.4 Die Internetseite der Beschwerdeführerin, auf welcher der vorlie-
gend  interessierende  Auftritt  zu  FC:08  erfolgte,  gehört  zum übrigen 
publizistischen Angebot, dessen Umfang durch die Konzession zu be-
stimmen ist (Art. 25 Abs. 3 Bst. b RTVG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Konzessi-
on  SRG). Gemäss Art. 13  Abs. 1  der  Konzession SRG umfasst  das 
Online-Angebot  programmbezogene,  multimedial  aufbereitete  Beiträ-
ge,  die  zeitlich und thematisch einen direkten Bezug zu Sendungen 
aufweisen (Bst. a); Hintergrund- und Kontextinformationen, die als Ba-
sis von Sendungen gedient haben (Bst. b); Informationen zu Basiswis-
sen mit Bezug zu bildenden Sendungen, sofern sie zur besseren oder 
zweckmässigeren Erfüllung des Leistungsauftrages dienen (Bst. c); an 
Sendungen gekoppelte Publikumsforen und Spiele ohne eigenständige 
Bedeutung (Bst. d).

Der Bundesrat kann Werbung und Sponsoring in den Radio- und Fern-
sehprogrammen der SRG und im übrigen publizistischen Angebot, das 
zur Erfüllung ihres Programmauftrags notwendig ist und aus den Emp-
fangsgebühren  finanziert  wird,  ganz  oder  teilweise  einschränken 
(Art. 14 Abs. 3 RTVG). Der Bundesrat hat diese Rechtsetzungskompe-
tenz wahrgenommen und Werbung und Sponsoring im übrigen publi-
zistischen  Angebot  bis  auf  wenige  Ausnahmen  verboten  (Art. 23 
RTVV). Eine dieser Ausnahmen sieht  vor,  dass für  Eigenwerbung in 
der Konzession weitere Ausnahmen gemacht werden können (Art. 23 
Bst. d RTVV). Art. 13 Abs. 3 der Konzession SRG lässt im Sinne die-
ser Ausnahme Eigenwerbung im Online-Angebot zu, sofern sie über-
wiegend der Publikumsbindung dient.

Der Online-Auftritt zu FC:08 ist somit im Lichte von Art. 13 Konzession 
SRG zu prüfen.

4.5 Die Parteien sind sich insofern einig, als der Online-Auftritt  nicht 
unter Art. 13 Abs. 1 Konzession SRG subsumiert  werden könne, weil 
der  Sendebezug  fehle. Dieser  Einschätzung  ist  zuzustimmen. Es  ist 
nicht ersichtlich, zu welcher Sendung das Spiel in zeitlicher und the-

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http://www.fussballchallenge.ch/

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matischer Hinsicht in direktem Bezug stehen soll  (Bst. a). Es handelt 
sich dabei auch offensichtlich nicht um Hintergrund- und Kontextinfor-
mationen (Bst. b) oder Basiswissen mit Bezug zu einer bildenden Sen-
dung  (Bst. c).  Zudem  ist  auch  eine  Subsumtion  unter  Bst. d  auszu-
schliessen, weil das Spiel nicht an eine Sendung gekoppelt ist und ei-
genständige Bedeutung hat.

4.6 Die Vorinstanz qualifiziert den Online-Auftritt zu FC:08 als Eigen-
werbung.  Nach  Auffassung  der  Beschwerdeführerin  wäre  Eigenwer-
bung  vorliegend  wegen  überwiegender  Publikumsbindung  zulässig 
(Art. 13 Abs. 3 Konzession SRG). Da die Beschwerdeführerin der Qua-
lifikation als Eigenwerbung nur mit Vorbehalt zuzustimmen scheint, ist 
in einem ersten Schritt zu prüfen, ob tatsächlich Werbung vorliegt.

4.6.1 In Anlehnung an die bereits gemachten Ausführungen (vgl. E. 3) 
kann der Online-Auftritt von FC:08 als öffentliche Äusserungen im ei-
genen Programm bzw. im eigenen Online-Angebot  in  eigener Sache 
im Sinne von Art. 2 Bst. k RTVG qualifiziert werden. Die Absicht, beim 
Publikum eine gewünschte  Wirkung zu erzielen,  lässt  sich hingegen 
nicht daraus ableiten, dass dieses Kriterium beim Sendebeitrag bejaht 
wurde. Der  Online-Auftritt  enthält  andere  Kommunikationsformen  als 
die Fernsehsendung und ist deshalb diesbezüglich separat zu prüfen. 
Immerhin ist das Interesse der Beschwerdeführerin an einer möglichst 
zahlreichen Teilnahme des Publikums auch beim Online-Angebot als 
gewichtiges Indiz für ihre Werbeabsichten zu werten (vgl. E. 3.7.3). 

4.6.2 Auf dem Screenshot des Online-Auftritts ist unter dem Titel "Die 
«Fussball Challenge» hat begonnen" folgender Text zu lesen: 

"Sie  lieben  die  «Ski  Challenge»?  Sie  lieben  Fussball?  Dann  ist  die 
«Fussball  Challenge» genau das Richtige für Sie. Mit  dem kostenlosen 
3D-Fussballspiel für PC können Sie Ihre eigene Mannschaft erstellen und 
online gegen Freunde oder offline gegen den Computer spielen." 

Danach folgt eine kurze Spielanleitung mit einem Video. Unter dem Ti-
tel  "Download  und  Preise"   befinden  sich  der  Link  zu 
www.fussballchallenge.ch sowie  weitere  Links  zu "Alles zur  Fussball 
Challenge"  und  "Probleme  mit  dem  Online-Spiel?".  In  der  rechten 
Spalte  sind  die  Ranglisten  und  das  User-Login,  einige  Videos  zum 
Spiel und das Community-Forum aufgeführt. In der linken Spalte fin-
den  sich  unter  anderem  ein  Spielplan  und  häufig  gestellte  Fragen 
(FAQ). Damit enthält  der Online-Auftritt  neben erklärenden und infor-
mativen Äusserungen auch solche, die direkt darauf abzielen, das Pu-

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http://www.fussballchallenge.ch/

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blikum zur Teilnahme am Spiel zu bewegen. Als konkretes Beispiel ist 
insbesondere der Einleitungstext zu nennen, mit welchem dem Leser 
gesagt wird, dass FC:08 genau das Richtige für ihn sei, falls er  «Ski 
Challenge» und/oder  Fussball  liebe.  Einen  deutlichen  Anreiz  bieten 
auch das Betonen der Kostenlosigkeit und der Hinweis auf die Preise, 
die zu gewinnen sind. Schliesslich wird, indem auf der Internetseite di-
rekt oder indirekt alles zu finden ist, was es für FC:08 braucht, der Auf-
wand für den potenziellen Teilnehmer auf ein Minimum reduziert  und 
ihm damit  der  Einstieg  ins  Spiel  besonders  leicht  gemacht.  Zusam-
menfassend kann auch beim Online-Auftritt das Ziel der Beschwerde-
führerin, eine gewünschte Wirkung zu erzielen, nicht übersehen wer-
den. 

4.6.3 Im Ergebnis liegt Eigenwerbung im Sinne von Art. 2 Bst. k RTVG 
vor.

4.7 Damit ist auf den Einwand der Beschwerdeführerin zurückzukom-
men und zu prüfen,  ob sich die Eigenwerbung zu FC:08 durch eine 
überwiegende Publikumsbindung rechtfertigen lässt.

4.7.1 Wie beide Parteien zu Recht bemerken, können zum Verständ-
nis des Begriffs der überwiegenden Publikumsbindung die Erläuterun-
gen zu Art. 22 Abs. 5 RTVV herangezogen werden (vgl. E. 4.2 Abs. 3). 
Dies  ergibt  sich  nicht  nur  aus  derselben  Terminologie.  Das  UVEK 
nennt im Zusammenhang mit dem im übrigen publizistischen Angebot 
geltenden  Werbeverbot  als  mögliche  Ausnahme ausdrücklich  Eigen-
werbung mit  überwiegender  Publikumsbindung  im Sinne  von Art. 22 
Abs. 5 RTVV. Folglich  ist  auch im Online-Angebot  die  Publikumsbin-
dung zwingend am Programmbezug zu messen.

4.7.2 Gemäss den Vorbringen der Beschwerdeführerin handelt es sich 
beim Auftritt  zu FC:08 um ein Online-Angebot ohne Sende- aber mit 
Programmbezug. Im  Gegensatz  zu  Art. 13  Abs. 1  Konzession  SRG, 
der sowohl einen Sende- wie auch einen Programmbezug fordere, rei-
che für eine Publikumsbindung im Sinne von Abs. 3 Programmbezug. 
Aus  diesem  Grund  sei  das  Spiel  ein  zulässiges  Online-Angebot  im 
Rahmen der nicht konzessionierten Tätigkeit (Art. 29 RTVG).

Die Vorinstanz verneint diese Auffassung. Würde man der Beschwer-
derführerin folgen, kämen dieser im Bereich der kommerziellen Eigen-
werbung mehr Publikationsmöglichkeiten zu als im redaktionellen Be-
reich, was im Lichte der Ergänzungs- und Vertiefungsfunktion des kon-

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zessionierten Online-Angebots offensichtlich nicht der Fall sein könne. 
Der Programmbezug müsse sich aus der Eigenwerbung selbst erge-
ben und genügend konkret sein. Sowohl die Systematik wie auch der 
Sinn und Zweck von Art. 13 Konzession SRG zeigten, dass an den Be-
zug zum redaktionellen Programm der Eigenwerbung dieselben Anfor-
derungen zu stellen seien wie bei redaktionellen Online-Beiträgen.

4.7.3 Der Erläuternde Bericht RTVV spricht von Programmbezug bzw. 
unterlässt eine Unterscheidung zwischen Sende- und Programmbezug 
(vgl. Erläuternder Bericht S. 15). Im Gegensatz zu Art. 13 Abs. 1 Kon-
zession SRG bzw. zu dessen Erläuterungen ist im Zusammenhang mit 
Abs. 3 nie wörtlich davon die Rede, dass Eigenwerbung einen direkten 
Bezug zu den einzelnen Sendungen aufweisen müsse (vgl. Erläuterun-
gen Konzession, S. 6 f.). Bei freier Auslegung des Begriffs der Publi-
kumsbindung  könnte  man  deshalb  durchaus  zum  Schluss  kommen, 
dass Eigenwerbung,  welche thematisch im Zusammenhang mit  dem 
Programm steht, immer dann zulässig sei, wenn sie die Bindung des 
Publikums  in  irgendeiner  Weise  fördere.  Dieser  Idee  folgt  die  Be-
schwerdeführerin, wenn sie anbringt, FC:08 habe durch seinen Erfolg 
geradezu exemplarisch gezeigt, dass ein solches Spiel publikumsbin-
dend wirken könne.

Das Verständnis der Beschwerdeführerin lässt indessen – wie die Vor-
instanz zu Recht bemerkt – sowohl die Systematik wie auch Sinn und 
Zweck von Art. 13 Abs. 3 Konzession SRG unberücksichtigt. 

4.7.4 Gemäss Art. 25 Abs. 3 Bst. b  RTVG darf  das übrige publizisti-
sche Angebot nur soweit gehen, wie es zur Erfüllung des Programm-
auftrages notwendig ist. In Art. 13 Abs. 1 Konzession SRG werden die 
zulässigen Bestandteile des Online-Angebots sodann konkret und ab-
schliessend umschrieben. Abs. 1 ist  somit als Definition des zulässi-
gen Online-Angebotes zu verstehen. Deshalb sind die Erläuterungen 
zu Abs. 1  für  das  gesamte Online-Angebot  massgebend. Nach Sinn 
und Zweck des Online-Angebots darf  sich somit  auch Eigenwerbung 
nur auf Produkte beziehen, welche eine Ergänzungs- und Vertiefungs-
funktion haben. Dieses Ergebnis ergibt sich auch aus der systemati-
schen Unterordnung des ganzen Art. 13 Konzession SRG unter Art. 25 
Abs. 3 Bst. b RTVG. Auch Eigenwerbung darf  nur soweit  gehen,  wie 
dies zur Unterstützung des Programmauftrages notwendig ist. Wie die 
Erläuterungen zur Konzession SRG (S. 6) verdeutlichen, wird eine Un-
terstützung des Programmauftrages nur dann bejaht, wenn in zeitlicher 

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und thematischer Hinsicht ein direkter Bezug zu einzelnen Sendungen 
besteht. Damit ist Programmbezug auch bei Eigenwerbung als Sende-
bezug zu verstehen. Ein weitergehendes Verständnis des Programm-
bezugs,  wie  es  die  Beschwerdeführerin  befürwortet,  würde,  wie  die 
Vorinstanz bereits zutreffend dargelegt hat, zum Ergebnis führen, dass 
die Beschwerdeführerin unter dem Titel "Eigenwerbung" im Sinne von 
Abs. 3 Online-Angebote machen könnte, die im Sinne von Abs. 1 gar 
nicht zulässig wären. Da konzessionierte Tätigkeiten in der Regel kei-
nen direkten Bezug zu einer Sendung haben, ist schliesslich auch der 
Einschätzung  der  Vorinstanz  zuzustimmen,  wonach  Eigenwerbung, 
welche sich auf nicht konzessionierte Tätigkeiten bezieht, in der Regel 
das Kriterium der überwiegenden Publikumsbindung nicht erfülle.

4.7.5 Im Lichte  der  gemachten Erwägungen ist  vorliegend die über-
wiegende Publikumsbindung im Sinne von Art. 13 Abs. 3 der Konzes-
sion SRG zu verneinen. Der Auftritt zu FC:08 stellt folglich unzulässige 
Eigenwerbung im Online-Angebot der Beschwerdeführerin dar. Sie hat 
damit gegen das Werbeverbot im Sinne von Art. 14 Abs. 3 RTVG i.V.m. 
Art. 23 RTVV und Art. 13 Abs. 3 Konzession SRG verstossen.

4.8 Die Beschwerdeführerin  möchte,  falls  Eigenwerbung ohne Publi-
kumsbindung bejaht werde, geprüft haben, ob die Verlinkung zur Inter-
netseite  www.fussballchallenge.ch einen kommerziellen Link darstelle 
oder nicht (Art. 13 Abs. 2 Konzession SRG). Ihre Online-Seiten seien 
nämlich nicht nur auf Angebote im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Konzessi-
on  SRG  beschränkt,  sondern  könnten  auch  Links  zu  Internetseiten 
Dritter oder eigenen beinhalten, solange es sich nicht um kommerziel-
le  Links  handle. Da  sie  sich  nicht  gegen  Geld  oder  eine  geldwerte 
Leistung verpflichtet habe, eine Verlinkung zu der genannten Internet-
seite zu machen, handle es sich vorliegend nicht um einen kommerzi-
ellen, sondern um einen zulässigen Link.

4.9 Aus der  Formulierung der  Beschwerdeführerin  wird  nicht  restlos 
klar, ob es sich dabei um einen weiteren Antrag oder um eine ergän-
zende  Begründung handelt. Klar  ist  indessen,  dass  gemäss Ziff. 1.2 
der  angefochtenen  Verfügung  ausschliesslich  eine  Verletzung  von 
Abs. 3, nicht aber von Abs. 2 des Art. 13 Konzession SRG festgestellt 
wurde. Damit bewegen sich die diesbezüglichen Ausführungen der Be-
schwerdeführerin ausserhalb des Anfechtungsobjekts. Auf einen dies-
bezüglichen Antrag bzw. eine diebezügliche Begründung ist nicht ein-
zutreten bzw. mangels Relevanz nicht weiter einzugehen (vgl. ergän-

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http://www.fussballchallenge.ch/

A-932/2009

zend  ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 
dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, S. 26 Rz. 2.8 f.).

5.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde sowohl betreffend des 
Sendebeitrages vom 15. April 2008 in der Sendung "Sport aktuell" wie 
auch betreffend des Auftrittes von FC:08 im konzessionierten Online-
Angebot der Beschwerdeführerin als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 
Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu 
verrechnen (Art. 5  Abs. 3 der  Verordnung  vom 10. September  1969 
über  Kosten  und  Entschädigungen  im  Verwaltungsverfahren  [SR 
172.041.0]).

6.2 Angesichts  ihres Unterliegens steht  der  Beschwerdeführerin  von 
vornherein keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 
Abs. 1  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2000.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

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A-932/2009

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 1000233855; Einschreiben)
- das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und 

Kommunikation UVEK (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

André Moser Cesar Röthlisberger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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