# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 786e59cb-975b-5067-932e-b15e707ac291
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-01
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Strafprozessuale Beschwerdeinstanz 01.04.2016 2016_OG BI 16 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_002_2016-OG-BI-16-1_2016-04-01.pdf

## Full Text

Strafprozessordnung. Art. 94 Abs. 1 und Abs. 2 StPO. Fristwiederherstellung. 
Die Wiederherstellung einer versäumten Frist kommt nur in Betracht, wenn der 
säumigen Person kein Vorwurf gemacht werden kann, wenn sie mit anderen 
Worten aus hinreichenden subjektiven oder objektiven Gründen davon 
abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln. Es muss sich dabei um Gründe 
von einigem Gewicht handeln. Allgemein wird vorausgesetzt, dass es dem 
Betroffenen in seiner konkreten Situation unmöglich war, die fragliche Frist zu 
wahren oder mit der Fristwahrung einen Dritten zu betrauen. Es gilt ein 
strenger Massstab. Das Gesuch ist innert einer Frist von dreissig Tagen nach 
Wegfall des Säumnisgrundes schriftlich und begründet bei der Behörde zu 
stellen, bei welcher die versäumte Verfahrenshandlung hätte vorgenommen 
werden sollen. Innert gleicher Frist muss die versäumte Verfahrenshandlung 
nachgeholt werden. Im konkreten Fall machte der Betroffene eine 
Fristwiederherstellung geltend, unterliess es jedoch die versäumte 
Verfahrenshandlung nachzuholen. Überdies machte er keine valablen 
Fristwiederherstellungsgründe glaubhaft. Abweisung des Gesuchs, soweit 
darauf einzutreten ist. 
 
Obergericht, 1. April 2016, OG BI 16 1