# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 915dc8da-bf4a-57be-bcc8-cbae46ea1fc7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.05.2010 UV 2009/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-5_2010-05-20.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.04.2020

Entscheiddatum: 20.05.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2010
Art. 6, 10 und 16 UVG, Art. 11 UVV: Natürlicher Kausalzusammenhang einer 
nach dem Unfall aufgetretenen Migräne aufgrund der unfallnahen Akten 
nicht erstellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 20. Mai 2010, UV 2009/5).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 20. Mai 2010

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   K.___, geboren 1965, war als Steward bei der A.___ angestellt und dadurch bei 

der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 9. Februar 2002 war er im Bahnhof 

im stillstehenden Intercity-Zug am Arbeiten, als ein Regionalzug auf diesen auffuhr. Er 

wurde dabei zu Boden geschleudert und schlug mit Kopf und Rücken auf. 

Herabfallende Gegenstände, darunter ein Container, verletzten ihn linksseitig an 

Ellbogen und Schulter (UV-act. 1 und 3). Auf der Notfallstation des Kantonsspitals 

St. Gallen diagnostizierte Assistenzarzt Dr. med. B.___ Kontusionen der linken Schulter, 

des linken Ellbogens und von Zeige- und Mittelfinger der linken Hand. Ossäre 

Verletzungen konnten ausgeschlossen werden (UV-act. 5). Dr. med. C.___, Facharzt 

FMH für Innere Medizin, der die weitere Behandlung des Versicherten übernahm, fügte 

der Diagnoseliste im Bericht vom 4. März 2002 "Wirbelsäulendezelerationstrauma 

(HWS und LWS)" bei und nahm als Angabe des Patienten auf, er sei durch den Sturz 

bewusstlos geworden und erst im Spital wieder erwacht (UV-act. 2). Laut Unfallschein 

war er nach dem Unfall 100%, ab 5. März 2002 50% und ab 2. April 2002 30% 

arbeitsunfähig. Ab 1. Mai 2002 konnte er die Arbeit wieder voll aufnehmen (UV-act. 

4.1). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder).

A.b   Mit Meldung vom 10. Juli 2003 zeigte die D.___ (neuer Name für die frühere A.___) 

der Suva an, dass der Versicherte wegen der Folgen des Unfalls vom 9. Februar 2002 

seit 2. Juli 2003 wieder zu 50% arbeitsunfähig sei (UV-act. 6). Dr. C.___ gab im Bericht 

vom 29. Juli 2003 als Diagnose ein posttraumatisches Cervicalsyndrom an und 

attestierte vom 3. bis 11. Juli 2003 volle und ab 12. Juli 2003 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 9). Die Röntgenaufnahmen vom 24. Juni 2003 hatten eine 

diskrete rechtskonvexe skoliotische Fehlhaltung hochcervical ergeben (UV-act. 7). Ab 

9. August 2003 war der Versicherte wieder voll arbeitsfähig (UV-act. 10). Die Suva 

erbrachte wiederum die gesetzlichen Leistungen. Dr. C.___ berichtete am 

10. November 2003 über eine Migräne, die unzweifelhaft als Folge des Unfalls vom 

9. Februar 2002 aufgetreten sei (UV-act. 11). E.___, praktischer Arzt für Neurologie, 

untersuchte den Versicherten am 21. Januar 2004 neurologisch und 

elektroencephalographisch und informierte Dr. C.___ am 4. Februar 2004 über streng 

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rechtsseitige Migräne-Attacken von meist zwei bis drei Tagen Dauer bei einer 

durchschnittlichen Frequenz von vier bis sieben pro Monat (UV-act. 15). Zum Unfall 

führte er aus, dem Patienten sei ein schwerer Metall-Container auf den Nacken/

Hinterkopf gefallen. Eine Bewusstlosigkeit habe nicht bestanden. Aus neurologischer 

Sicht beurteilte med. pract. E.___ die Migräne als zweifellos posttraumatisch. Im 

Bericht an die Suva vom 20. Februar 2004 erwähnte er einen Status nach Commotio 

cerebri / HWS-Distorsion am 9. Februar 2002 und beschrieb die Frequenz der Migräne 

mit mehrfach wöchentlich von jeweils mehreren Stunden bis zu einem Tag Dauer (UV-

act. 13). Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule am 23. Januar 2004 hatten leichte 

degenerative Veränderungen mit Retrospondylose C4 und leichter Unkarthrose C4, 

eine rechtsseitige Einengung des Neuroforamen Th1/2, eine Hypomobilität bei der 

Inklination und eine Blockade bei der Reklination gezeigt, wiesen aber keine 

Knochenverletzung nach (UV-act. 17). Dr. C.___ berichtete am 24. März 2004 über eine 

deutliche Rückbildung der Migräne-Beschwerden (UV-act. 17). Als Arbeitsunfähigkeit 

gab er 50% vom 14. Februar bis 1. März 2004 an. Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, kam in der Aktenbeurteilung vom 

24. Mai 2005 zum Schluss, dass die als Migräne diagnostizierten Kopfschmerzen 

überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien (UV-act. 23). Am 4. November 2005 

berichtete Dr. C.___ zur Diagnose posttraumatische Migräne (UV-act. 25): "Unter einer 

Basistherapie mit Sibelium bedarf der Patient an etwa vier bis acht Tagen pro Monat 

einer Anfallsmedikation mit Zomig (Triptan). Unter diesem Regime erfreut er sich eines 

recht guten Befindens, doch besteht zur Zeit keine Möglichkeit, die Therapie zu 

reduzieren oder gar abzusetzen." Der Hausarzt attestierte volle Arbeitsfähigkeit.

A.c   Ab 1. Januar 2006 wurde der Versicherte wieder 50% arbeitsunfähig geschrieben. 

Dr. C.___ berichtete am 7. Februar 2006 über zwei bis fünf Migräne-Attacken pro 

Woche. Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, erhob am 30. März 2006 

aufgrund des Migräne-Kalenders zehn Attacken pro Monat. Der Versicherte gab an, er 

sei im vergangenen Jahr zwar 100% arbeitsfähig geschrieben gewesen, habe aber 

wegen Schmerzattacken die Arbeit hin und wieder niederlegen müssen und dadurch 

(bei Beschäftigung im Stundenlohn) eine durchschnittliche Lohneinbusse von 

Fr. 1'000.-- pro Monat erlitten (UV-act. 35). Aufgrund der Verlaufskontrolle vom 

27. April 2006 beurteilte med. pract. E.___ die Migräne aus neurologischer Sicht 

weiterhin als posttraumatisch, unterstützte die 50%ige Arbeitsunfähigkeit und zeigte 

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verschiedene Therapiemöglichkeiten auf (UV-act. 36). Am 4. Oktober 2006 berichtete 

Dr. C.___ über keine signifikante Rückbildung der Migräne-Anfälle bezüglich Intensität 

und Frequenz aufgrund der geänderten Therapie. Er attestierte weiterhin 50% 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 38). Der Versicherte beauftragte am 27. November 2006 

Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Gallen, mit der Wahrung seiner 

Interessen. Mit Zwischenbericht vom 8. Dezember 2006 gab Dr. C.___ der Suva 

bekannt, der Patient sei zusehends überfordert und laufe Gefahr, in eine depressive 

Entwicklung überzugleiten, weshalb sich eine psychiatrische Begleitung aufdränge. Die 

Migräne-Anfälle würden eher zunehmen und zu einer Korrektur der Arbeitsfähigkeit 

nach unten zwingen. Prozentwerte zur Arbeitsunfähigkeit gab der Hausarzt nicht an 

(UV-act. 44). Der Rechtsvertreter des Versicherten bat die Suva am 12. Januar 2007, 

die Taggeldansprüche seines Mandanten rückwirkend aufgrund der ausgewiesenen 

Erwerbseinbussen zu überprüfen (UV-act. 46). Med. pract. E.___ ermittelte im Bericht 

vom 7. Februar 2007 eine migränebedingte Arbeitsunfähigkeit von 50% seit Januar 

2004 und von 60 bis 70% von November 2006 bis Januar 2007. Die aktuelle 

Anfallshäufigkeit gab er mit zehn bis zwölf Attacken pro Monat von vier bis zwölf 

Stunden Dauer, in Einzelfällen bis zu drei Tagen durchgehend, an (UV-act. 52). 

Dr. C.___ bestätigte Berichte seines Patienten über Arbeitsniederlegungen wegen 

Migräne-Attacken und rechnete die Angaben der Stundenausfälle auf 

Arbeitsunfähigkeiten zwischen 16.7 und 27.75% um (UV-act. 58). Das craniocerebrale 

Kernspintomogramm mit Kontrastmittel vom 20. Juni 2007 beurteilte Dr. med. I.___, 

Facharzt FMH für Radiologie, St. Gallen, als normentsprechend. Eine intracranielle 

Raumforderung schloss er sicher aus. Bei fehlenden Anhaltspunkten für 

Durchblutungsstörungen oder Hämosiderin-Einlagerungen verneinte er eine 

morphologisch fassbare Migräne-Ursache (UV-act. 73).

A.d   Am 12. März 2008 gab der Suva-Versicherungsmediziner Dr. med. H.___, 

Facharzt für Neurologie, eine neurologische Beurteilung aufgrund der Akten ab (UV-act. 

97). Er kam zum Schluss, dass der Versicherte beim Unfall vom 9. Februar 2002 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit weder eine HWS-Beschleunigungsverletzung noch 

eine HWS-Distorsion erlitten habe. Gemäss Echtzeitdokumenten sei es zu einer 

Kontusion des/der linken Arms/Schulter ("Contact-Verletzung") gekommen. Die 

klinischen Hauptkriterien einer leichten traumatischen Hirnverletzung 

(Bewusstseinsverlust, posttraumatische Amnesie) seien nicht erfüllt. Kopfschmerzen 

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seien beim Versicherten erstmals über ein Jahr und neun Monate nach dem Unfall 

dokumentiert und damit klar nicht innerhalb der anerkannten Karenzfrist von sieben 

Tagen nach dem Unfallereignis aufgetreten. Die migräneartigen Kopfschmerzen 

könnten nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den 

Unfall vom 9. Februar 2002 zurückgeführt werden. Eine unfallbedingte strukturelle 

Läsion im Bereich der Halswirbelsäule oder des Kopfs habe nicht nachgewiesen 

werden können. Nach dem 1. Mai 2002, als Dr. C.___ wieder volle Arbeitsfähigkeit 

attestierte, hätten keine Unfallfolgen mehr vorgelegen. Die Suva stellte darauf mit 

Verfügung vom 19. März 2008 alle Versicherungsleistungen per 31. März 2008 ein (UV-

act. 103). Am 20. März 2008 liess der Versicherte dagegen Einsprache erheben (UV-

act. 106). Die SWICA Gesundheitsorganisation erhob am 8. April 2008 als beteiligte 

Krankenversicherung ebenfalls vorsorglich Einsprache, zog diese am 13. Mai 2008 

aber wieder zurück (UV-act. 110 und 117). Der Rechtsvertreter des Versicherten 

begründete die Einsprache am 13. November 2008 (UV-act. 129). Mit Entscheid vom 

26. November 2008 wies die Suva diese ab.

A.e   Der Versicherte hatte sich zwischenzeitlich bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug angemeldet (UV-act. 50). Die Suva führte darauf das Meldeverfahren 

durch (UV-act. 51).

B.        

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 26. November 2008 richtet sich die 

Beschwerde vom 12. Januar 2009 mit den Anträgen auf dessen Aufhebung und auf 

Ausrichtung der Taggeldleistungen bzw. der gesetzlichen Leistungen rückwirkend ab 

1. April 2008, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Mit der Beschwerde wurde auch ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch den bisherigen Rechtsvertreter gestellt. Zur Begründung 

wurde angeführt, die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ erfülle die Voraussetzungen an 

beweiskräftige Arztberichte nicht, da ihm weder der Untersuchungsbericht der 

Unfalluntersuchungsstelle für Bahnen und Schiffe (Reg. Nr. 02020901, Unfall vom 

9. Februar 2002; nachfolgend als Unfalluntersuchungsbericht bezeichnet) vorgelegen 

habe noch die Krankengeschichte von Dr. C.___ bekannt gewesen sei. Aus beiden 

Unterlagen gehe nämlich hervor, dass der Beschwerdeführer schon unmittelbar nach 

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dem Unfall auch über Kopfschmerzen geklagt habe. Aus der Krankengeschichte von 

Dr. C.___ ergebe sich auch ein buntes Beschwerdebild mit Nacken- und 

Kopfbeschwerden, Übelkeit, Visusstörungen etc., weshalb eine HWS-Distorsion oder 

ähnliche Verletzung vorliege. Es stehe aufgrund der Akten auch fest, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall eine Bewusstlosigkeit erlitten habe, unklar sei lediglich 

deren Dauer. Überwiegend wahrscheinlich habe er beim Unfall auch eine Commotio 

cerebri erlitten. Insgesamt stehe eine anhaltende posttraumatische Migräne mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit fest.

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2009 beantragte die Suva die 

Abweisung der Beschwerde. Die Adäquanz der Migräne-Beschwerden müsse verneint 

werden, nachdem diese nicht auf ein unfallkausales organisches Substrat 

zurückgeführt werden könnten. Ihr natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfall könne 

dabei offengelassen werden, sei aber jedenfalls nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt.

B.c   Mit Replik vom 11. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer ausführen, für die 

Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis (gemäss BGE 115 V 133) bestehe kein 

Raum, da gemäss Gutachten des Schweizerischen Instituts für Versicherungsmedizin 

(SIVM) vom 13. Februar 2009 zuhanden der IV keine psychiatrische Diagnose vorliege. 

Vielmehr seien die Voraussetzungen für die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis 

erfüllt. Auch die natürliche Kausalität sei mit der Diagnose einer posttraumatischen 

Migräne und eines intermittierenden leichten Cervicalsyndroms gemäss SIVM-

Gutachten erstellt (act. G 13.1). Er liess auch eine Fotodokumentation des 

Arbeitsplatzes einreichen, wonach es praktisch ausgeschlossen sei, dass er den Kopf 

beim Sturz aufgrund der heftigen Kollision und der engen Platzverhältnisse nicht an 

den metallenen Seitenwänden angeschlagen habe.

B.d   Am 18. Mai 2009 entsprach der Gerichtspräsident dem Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung aufgrund der Unterlagen, die am 2. Februar 2009 eingereicht 

worden waren (act. G 15 und 4).

B.e   Die Suva verzichtete am 28. Mai 2009 auf eine einlässliche Duplik. Sie verneinte 

ausdrücklich den Beweis einer posttraumatischen Migräne durch das SIVM-Gutachten.

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B.f    Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Suva ihre Leistungspflicht nach dem 31. März 

2008 für die Folgen des Unfalls vom 9. Februar 2002 zu Recht verneint hat. Dabei 

stehen einzig Versicherungsleistungen wegen Migräne-Attacken ab April 2008 zur 

Diskussion.

1.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht des Unfallversicherers inklusive 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und 

dem Gesundheitsschaden sowie zur Beweisregelung zutreffend dargelegt (Erwägung 

2). Gleiches gilt für die Ausführungen zum Beweiswert von ärztlichen Berichten 

(Erwägung 3.a). Darauf kann verwiesen werden.

2.         

Zunächst ist strittig, welche Verletzungen sich der Beschwerdeführer beim Sturz am 

9. Februar 2002 zugezogen hatte:

2.1    Im Vordergrund steht die Frage, ab wann er über Kopfschmerzen klagte.

2.1.1           In der internen Unfallanzeige vom 14. Februar 2002 gab der 

Beschwerdeführer an, er sei zu Boden geschleudert worden und habe mit Kopf und 

Rücken aufgeschlagen. Zahlreiche Gegenstände, inkl. ein Container, seien auf ihn 

gefallen und hätten ihn an Ellbogen und Schulter verletzt. Als Verletzungen führte er 

Verstauchungen und Prellungen an Wirbelsäule und Ellbogen auf (UV-act. 3). Dr. B.___ 

diagnostizierte bei der Notfallbehandlung vom 9. Februar 2002 Kontusionen von 

Schulter, Ellbogen sowie Zeige- und Mittelfinger (UV-act. 5). Dr. C.___ stellte am 

12. Februar 2002 "Schmerzen im Bereich des linken Processus coracoideus, 

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linksscapulär, auf Höhe C7 sowie auf Höhe von LWK 2-5" fest (UV-act. 2, 

Krankengeschichte Dr. C.___ act. G 1.1). Die unfallnahen ärztlichen Unterlagen 

enthalten damit keine Angaben über Kontusionen des Kopfes oder Kopfschmerzen. 

Neben den Kontusionen an Schulter, Ellbogen und Hand werden lediglich Schmerzen 

im Bereich der Hals- und der lumbalen Wirbelsäule dokumentiert. Diese Angaben 

decken sich mit denjenigen des Beschwerdeführers in der internen Unfallanzeige vom 

14. Februar 2002 (UV-act. 3). Einzig im Unfalluntersuchungsbericht (UV-act. 129 

Beilage 2) wird der Beschwerdeführer als verletzte Person mit Kopf- und 

Rückenschmerzen sowie Prellung an der linken Schulter genannt. Aus dem 

Unfalluntersuchungsbericht geht jedoch in keiner Weise hervor, woher die Angaben 

über die aufgeführten Verletzungen stammen. Die Auslassung der Verletzungen am 

Ellbogen und an der Hand zeigt, dass der Unfalluntersuchungsbericht nur ein grobes 

Verletzungsbild wiedergab. Die Nennung von Kopfschmerzen im 

Unfalluntersuchungsbericht vermag jedenfalls nicht die übereinstimmende Faktenlage 

von beiden Arztberichten und der internen Unfallanzeige umzustossen und zu 

beweisen, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall an Kopfschmerzen 

litt.

2.1.2           Für seinen Bericht vom 27. März 2008 an den Rechtsvertreter, der im 

Einspracheverfahren eingereicht wurde, führte med. pract. E.___ am 25. März 2008 

eine 

Untersuchung und Befragung des Beschwerdeführers durch (UV-act. 129 Beilage 1). 

Dieser habe dabei angegeben, etwa ein bis zwei Tage nach dem Unfall seien erstmals 

die streng rechtsseitigen Kopfschmerzen mit Nausea und Photo-/Phonophobie 

aufgetreten. Die erste Konsultation bei Hausarzt Dr. C.___ fand am 12. Februar 2002 

statt, somit zu einem Zeitpunkt, als diese Migräne-Beschwerden bereits aufgetreten 

seien (UV-act. 2, Krankengeschichte Dr. C.___ act. G 1.1). Weder Dr. C.___ noch zwei 

Tage später der Arbeitgeberin gegenüber erwähnte der Beschwerdeführer 

Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden. Gegenüber späteren Schilderungen, die 

bewusst oder unbewusst durch nachträgliche Überlegungen beeinflusst sein können, 

gelten die ersten Aussagen nach der Rechtsprechung als zuverlässiger und 

glaubwürdiger (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen). Die nachträglichen Angaben 

gegenüber med. pract. E.___ vermögen vorliegend die unfallnahen Dokumente somit 

nicht zu entkräften.

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2.1.3           Aus den Infiltrationen mit Xyloneural, die Dr. C.___ ab 22. Februar 2002 in 

der Krankengeschichte dokumentiert (act. G 1.1), lässt sich bezüglich Kopfschmerzen 

oder Migräne nichts herleiten. Das Medikament eignet sich laut Fachinformation im 

Arzneimittel-Kompendium für Anwendungsverfahren der Neuraltherapie bei 

Erkrankungen der Wirbelsäule, Erkrankungen der Extremitäten, Beschwerden im 

Kopfbereich und für andere Anwendungen der Neuraltherapie (www.kompendium.ch 

→ Präparatname Xyloneural). Dr. C.___ gab die detaillierte Indikation für die Infiltration 

nicht an und nannte den genauen Ort derselben nicht. Da er zuvor keine anderen 

Schmerzlokalisationen als Schulter, cervical und panvertebral genannt hatte und 

Xyloneural solche Indikationen abdeckt, ist davon auszugehen, dass er damit diese 

Schmerzen behandelte.

2.1.4           In der Krankengeschichte notierte Dr. C.___ zum Untersuchungsdatum 

19. März 2002 neben Angaben zur Wirksamkeit der bisherigen Behandlung: "Seit 4 

Wochen wechselseitige Nackenschmerzen. → Migräne" (act. G 1.1). Wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht bemerkt, stellen 

Nackenschmerzen kein typisches Symptom von Migräne dar, und erwähnte der 

Hausarzt in der Krankengeschichte keine solchen (Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, 

Geräuschempfindlichkeit). Dennoch steht fest, dass die Diagnose Migräne in den 

Aufzeichnungen des Hausarztes am 19. März 2002 erstmals festgehalten worden war. 

Dieser Zeitpunkt liegt 5½ Wochen nach dem Unfall vom 9. Februar 2002 und damit 

weit ausserhalb der Karenzfrist von sieben Tagen gemäss der Internationalen 

Kopfschmerzgesellschaft (International Headache Society, http://ihs-classification.org/

de/ und UV-act. 97), um von traumatisch bedingten Kopfschmerzen zu sprechen. 

Selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers angenommen wird, dass Dr. C.___ die 

Diagnose Migräne nicht sofort stellte, ist nicht einzusehen, dass er anlässlich der fünf 

vorangehenden Konsultationen seit dem Unfall in der Krankengeschichte keinerlei 

Hinweise auf solche Gesundheitsbeeinträchtigungen oder auf Kopfschmerzen machte, 

wenn solche früher schon geklagt worden sein sollten.

2.1.5           Der Beschwerdeführer lässt gegen den Bericht von Dr. B.___ anführen, 

anlässlich dieses Grossereignisses mit zahlreichen, zum Teil schwer verletzten Opfern 

sei auf der Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen wenig Zeit für die 

Untersuchung und Dokumentation geblieben. Dem ist entgegenzuhalten, dass der 

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Notfallarzt auch Druckschmerzen an Zeige- und Mittelfinger dokumentierte, die nicht 

spezifisch behandelt werden mussten. Bei dieser Detailgenauigkeit ist es 

unwahrscheinlich, dass Dr. B.___ Kopfschmerzen und/oder ein Anschlagen des Kopfes 

nicht dokumentierte, wenn ihm solches berichtet worden wäre (UV-act. 5).

2.1.6           Wie auch aus der Krankengeschichte hervorgeht, hatte der Hausarzt am 

31. Mai 2002 die Unfallbehandlung gegenüber der Beschwerdegegnerin 

abgeschlossen, nachdem der Beschwerdeführer seit 1. Mai 2002 wieder voll 

arbeitsfähig geschrieben worden war (act. G 1.1 und UV-act. 4.1). Der Eintrag in der 

Krankengeschichte unter dem Datum vom 29. Mai 2002 betrifft mit "Sturz bei einer 

Notbremse am 17. Mai 2002" ein anderes Unfallereignis, das lumbale Schmerzen 

auslöste. Das Zeichen vor "cervicale Cephalea" darf mit "Ø" für "keine" interpretiert 

werden. Andernfalls wäre der Behandlungsabschluss widersinnig gewesen. Die 

Unfallversicherung erfuhr echtzeitlich erst mit dem Bericht des Hausarztes vom 

10. November 2003 von Migräne-Beschwerden (UV-act. 11). Im vorangehenden 

Zeugnis vom 29. Juli 2003 hatte Dr. C.___ ein posttraumatisches Cervicalsyndrom 

diagnostiziert, keinerlei Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden erwähnt und die 

Wiederaufnahme der Behandlung auf den 30. Juni 2003 datiert (UV-act. 9). Diese 

Angaben decken sich mit der Krankengeschichte von Dr. C.___, die ausser der 

einmaligen Erwähnung am 19. März 2002 erst ab Herbst 2003 Hinweise auf Migräne-

Beschwerden enthält (act. G 1.1).

2.1.7           Mit Hinweis auf die engen Platzverhältnisse am Arbeitsplatz 

(Fotodokumentation act. G 13.1) lässt der Beschwerdeführer auch geltend machen, es 

sei praktisch ausgeschlossen, dass er sich beim Sturz durch die heftige Kollision den 

Kopf nicht an den metallenen Seitenwänden angeschlagen habe. Dem ist 

entgegenzuhalten, dass der Korridor in der gleichen Richtung läuft, wie der Aufprall 

erfolgte, was ein seitliches Anschlagen unwahrscheinlich macht. Auch die Schilderung 

des Beschwerdeführers in der internen Unfallanzeige (UV-act. 3: "Ich wurde zu Boden 

geschleudert, schlug mit Kopf und Rücken auf.") lässt nur auf ein frontales 

Aufschlagen, nicht auf ein seitliches Anschlagen, schliessen. Einem erheblichen An- 

oder Aufschlagen steht jedoch entgegen, dass weder Dr. B.___ noch Dr. C.___ 

irgendwelche Kontusionsmarken am Kopf feststellten und dass der Beschwerdeführer 

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den erstbehandelnden Ärzten gegenüber nicht über Kopfschmerzen klagte (UV-act. 2 

und 5, act. G 1.1).

2.1.8           Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unmittelbar nach dem Unfall vom 

9. Februar 2002 ärztlicherseits keine Kontusionsmarken am Kopf und keine 

Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden dokumentiert wurden. Letztere wurden in 

der Krankengeschichte erstmals am 19. März 2002 erwähnt, der Unfallversicherung 

aber erst mit dem Bericht des Hausarztes vom 10. November 2003 zur Kenntnis 

gebracht (act. G 1.1 und UV-act. 11).

2.2    Weiter ist umstritten, ob der Beschwerdeführer durch den Sturz am 9. Februar 

2002 bewusstlos worden war und ob er eine Commotio cerebri erlitten hatte. Er lässt in 

der Beschwerde ausführen, die Angabe von Dr. C.___, er sei auch während der Fahrt 

ins Spital noch bewusstlos gewesen (UV-act. 2 und act. G 1.1), beruhe auf einem 

Missverständnis. Er sei aber auf jeden Fall kurze Zeit bewusstlos gewesen. - Dr. B.___ 

hatte anlässlich der Notfallbehandlung keine diesbezüglichen Angaben gemacht (UV-

act. 5). Med. pract. E.___ führte im Bericht vom 4. Februar 2004 an Dr. C.___ aus, es 

habe keine Bewusstlosigkeit bestanden. Ausgehend von einem Metall-Container, der 

dem Patienten auf den Nacken/Hinterkopf gefallen sei, beschrieb er neben einer 

posttraumatischen Migräne ohne Aura einen "Status nach Cervicooccipitaltrauma am 

9. Dezember 2002", einen unauffälligen Neurostatus und ein Elektroencephalogramm 

(EEG) in den Grenzen der Norm ohne Herdbefund oder epileptiforme Aktivität (UV-act. 

15). Der Suva berichtete er am 20. Februar 2004 abweichend über einen "Status nach 

Commotio cerebri/HWS-Distorsion am 9. Februar 2002" (UV-act. 13). - Es ist sehr wohl 

möglich, dass der Beschwerdeführer durch den Sturz für kurze Zeit benommen war 

und sich zunächst orientieren musste. Ob diese Benommenheit eine eigentliche 

Bewusstlosigkeit war, kann aufgrund der vorhandenen Akten nicht geklärt werden und 

muss mangels anderer Klärungsmöglichkeiten offen bleiben. - Die unfallnahen 

Dokumente enthalten, ausser der relativierten Angabe von Dr. C.___ bezüglich 

Bewusstlosigkeit, keine Hinweise auf eine Commotio cerebri. Eine Amnesie wird nicht 

berichtet. Med. pract. E.___ erklärte echtzeitlich nicht, weshalb seine Beurteilung im 

Bericht an die Unfallversicherung vom 20. Februar 2004 gegenüber derjenigen im 

Bericht an den Hausarzt vom 4. Februar 2004 (gut zwei Wochen früher) erheblich 

anders ausfiel und wie aus "keine Bewusstlosigkeit" eine "Commotio cerebri" wurde. 

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Eine solche Erklärung geht auch aus seinem Bericht vom 27. März 2008 an den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nicht hervor, obwohl er diesen ausdrücklich 

wegen Ungenauigkeiten und Widersprüchen verfasste, die Dr. H.___ aufgezeigt hatte 

(UV-act. 129 Beilage 1 und UV-act. 97). Wie bereits dargelegt (Erwägung 2.1.2) gelten 

die zugrunde liegenden späteren Ausführungen des Beschwerdeführers als weniger 

glaubhaft als die unfallnahen Angaben. Auch die Gutachter am SIVM erklären nicht, 

weshalb sie trotz zugegebenermassen widersprüchlicher Aktenlage den Angaben des 

Versicherten folgten und von einer Commotio cerebri ausgingen (Gutachten vom 

13. Februar 2009 S. 17 [act. G 13.1]). Nachdem eine Commotio cerebri aufgrund der 

unfallnahen Unterlagen eher zu verneinen ist, bestehen umso weniger Anzeichen, 

wonach der Beschwerdeführer ein Schädelhirntrauma im Sinn einer schweren 

Hirnerschütterung, mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio 

cerebri, erlitt. Eine solche Verletzungsschwere wäre jedoch Voraussetzung für die 

Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis unter dem Aspekt eines 

Schädelhirntraumas (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.1 S. 122 und Urteil des Bundesgerichts 

8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).

2.3    Zu prüfen ist weiter, ob der Beschwerdeführer beim Sturz vom 9. Februar 2002 

eine Distorsion oder eine Schleuderverletzung der Halswirbelsäule erlitt.

2.3.1           Während Kopf und Halswirbelsäule eines durch Sicherheitsgurte im Sitz 

zurückgehaltenen Autoinsassen bei einem Auffahrunfall Vorwärts- und 

Rückwärtsbewegungen erleiden, wurde der Beschwerdeführer durch das Auffahren 

des Regionalzugs zu Boden geworfen. Eine Schleuderbewegung im beschriebenen 

Sinn ist darin nicht zu erkennen. Dr. C.___ notierte am 12. Februar 2002 in der 

Krankengeschichte zwar cervikale und panvertebrale Schmerzen. Er zeichnete die 

Schmerzpunkte jedoch so ein, wie er den Befund im Zeugnis vom 4. März 2002 an die 

Unfallversicherung wiedergab: "Schmerzen im Bereich des linken Processus 

coracoideus, linksscapulär, auf Höhe C7 sowie auf Höhe von LWK 2-5" (act. G 1.1, UV-

act. 2). In diesem Zeugnis gab er als Diagnose neben den Kontusionen auch ein 

"Wirbelsäulendezelerationstrauma (HWS und LWS)" an, nicht eine Distorsion der 

Halswirbelsäule oder ein craniocerebrales Beschleunigungstrauma. Anlässlich der 

nächsten Konsultation vermerkte der Hausarzt in der Krankengeschichte: "Schmerzen 

lumbal zunehmend. Übriges deutlich gebessert." Ein buntes Beschwerdebild, das für 

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die Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis Voraussetzung wäre, 

präsentierte sich nicht (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Schlafstörungen, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen usw., vgl. BGE 117 

V 359 E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2). Selbst die Nackenschmerzen 

wurden als schulterseitige Schmerzen auf Höhe des untersten Nackenwirbels (C7) 

präzisiert, womit nicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass sich innert der 

massgeblichen Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden zumindest 

Halswirbelsäulen- oder Nackenbeschwerden manifestierten. Damit fehlen die 

wesentlichen Merkmale einer Distorsion oder eine Schleuderverletzung der 

Halswirbelsäule nach der einschlägigen Rechtsprechung (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 

E. 5 [U 215/05]; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_792/2009 vom 1. Februar 

2010 E. 6.1 und 8C_574/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 5.3).

2.3.2           Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, er habe bereits unmittelbar 

nach dem Unfall an den mit der Migräne verbundenen vielfältigen Beschwerden 

(Nacken- und Kopfbeschwerden, Übelkeit, Visusstörungen etc.) gelitten, die mit dem 

typischen Beschwerdebild nach Distorsionen der Halswirbelsäule gleichzusetzen seien. 

Dr. C.___ hielt in der Krankengeschichte (act. G 1.1) keine solchen Beschwerden fest. 

Med. pract. E.___ berichtete im Zusammenhang mit Migräne-Attacken über Übelkeit 

und Phono-/Photophobie (UV-act. 15). Aus den anfallbezogenen Beschwerden, die zu 

einer Migräne passen und nur in diesem Zusammenhang rund zwei Jahre nach dem 

Unfall erstmals beschrieben wurden, lässt sich jedoch nicht auf ein Beschwerdebild 

nach einer Distorsion der Halswirbelsäule schliessen und keinesfalls auf einen solchen 

Verletzungsmechanismus.

2.3.3           Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers und seines 

Rechtsvertreters lassen sich dem Unfalluntersuchungsbericht (UV-act. 129 Beilage 2) 

keine Anhaltspunkte entnehmen, dass der Aufprall des Regionalzugs geeignet 

gewesen sei, eine Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule zu verursachen. Der 

Unfalluntersuchungsbericht hält fest, der Regionalzug sei mit ca. 30km/h gefahren und 

ca. 40m vor dem Aufprall habe dessen Lokführer eine Schnellbremsung eingeleitet 

(Ziffern 1.1 und 3.2). Der Aufprall erfolgte demnach keineswegs ungebremst und die 

Aufprallgeschwindigkeit betrug weit weniger als 30km/h. Konkrete Schlüsse auf die 

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Kräfte, die auf den Beschwerdeführer wirkten und auf die Art seiner Verletzungen 

ergeben sich aus dem Unfalluntersuchungsbericht nicht. Solche liess auch der 

Beschwerdeführer nicht im Einzelnen darstellen.

2.4    Unterschiedlich berichtet wird, von welchem Objekt der Beschwerdeführer beim 

Unfall getroffen wurde. In den direkten Angaben in der internen Unfallanzeige wird ein 

Container angegeben (UV-act. 3), während Dr. B.___ und Dr. C.___ von einem (grossen) 

Koffer berichten (UV-act. 2 und 5). Angesichts der konkreten Verhältnisse am 

Arbeitsplatz ist eher von einem Container auszugehen. Getroffen wurde der 

Beschwerdeführer an Schulter und Arm linksseitig, was aus den ärztlich erhobenen 

Schmerzpunkten und seinen eigenen Angaben hervorgeht (UV-act. 2 und 5). Die 

Schilderung, er sei auf den Nacken/Hinterkopf getroffen worden, taucht erstmals im 

Bericht von med. pract. E.___ vom 4. Februar 2004, zwei Jahre nach dem Unfall, auf 

(UV-act. 15) und lässt sich durch die unfallnahen Berichte nicht stützen.

2.5    Strukturelle Verletzungen fanden sich keine: Die Röntgenuntersuchung vom 

Unfalltag am Kantonsspital St. Gallen ergab keine ossären Läsionen (UV-act. 5). Die 

Aufnahmen der Halswirbelsäule vom 24. Juni 2003 und vom 23. Januar 2004 zeigten 

eine diskrete Fehlhaltung und leichte degenerative Veränderungen, jedoch keine 

Knochenverletzung (UV-act. 7 und 17). Mit dem craniocerebralen Kernspintomogramm 

vom 20. Juni 2007 konnten keine Abweichungen von der Norm und damit keine 

morphologisch fassbare Migräne-Ursache gefunden werden (UV-act. 73).

3.         

Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Einstellungszeitpunkt an einer 

Migräne ohne Aura litt. Nachfolgend gilt es, diese - besonders bezüglich Kausalität - zu 

beurteilen:

3.1    Wie ausgeführt (Erwägung 2.1.6) erfuhr die Beschwerdegegnerin echtzeitlich erst 

mit dem Bericht des Hausarztes vom 10. November 2003 von Migräne-Beschwerden 

(UV-act. 11). Dr. C.___ hielt darin fest: "Weiterhin leidet der Patient an einer Migräne, 

die unzweifelhaft im Gefolge des 09.02.02 stattgefundenen Unfalls aufgetreten ist. Eine 

Therapie mit Inderal 80mg/täglich führte zu keinem durchschlagenden Erfolg." 

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Med. pract. E.___ nannte im Bericht an den Hausarzt das Unfalldatum unzutreffend mit 

dem 9. Dezember 2002 und berichtete: "Seit diesem Zeitpunkt klagt der Patient über 

zuvor nie aufgetretene, streng rechtsseitige Migräne-Attacken von meist 2-3 Tagen 

Dauer, Frequenz durchschnittlich 4-7/Monat, mit Übelkeit, Phono-/Photophobie und 

deutlicher Verstärkung durch körperliche Aktivität." In der Beurteilung hielt er fest: 

"Dass die Migräne streng rechtsseitig auftritt und nicht wenigstens gelegentlich auch 

auf der anderen Seite, ist als Indiz für eine symptomatische Form zu werten; aus 

neurologischer Sicht besteht kein Zweifel, dass es sich um eine posttraumatische 

Migräne-Form handelt." (UV-act. 15) - Eine Begründung von Dr. C.___ oder med. pract. 

E.___, weshalb die zeitlich nach dem Unfall aufgetretene Migräne auch durch diesen 

verursacht worden sei, findet sich nicht. Selbst im Bericht vom 27. März 2008 (UV-act. 

129 Beilage 1) bezog sich der praktische Arzt einzig auf die nochmals neu erfragten 

Angaben des Beschwerdeführers, die sich durch die unfallnahen Arztberichte und die 

Krankengeschichte von Dr. C.___, wie in den vorstehenden Erwägungen 2.1 und 2.2 

dargestellt, nicht stützen lassen. Med. pract. E.___ liess durch seine Darstellungen 

auch den unzutreffenden Eindruck entstehen, die Migräne-Attacken seien seit dem 

Unfall in der beschriebenen Häufigkeit aufgetreten, was sich durch die Berichte und die 

Krankengeschichte von Dr. C.___ und die Tatsache, dass er seinen Patienten erst nach 

zwei Jahren neurologisch untersuchen liess, ebenfalls nicht stützen lässt. Das einzige 

eigentliche Argument, die Migräne sei nach dem Unfall aufgetreten und auf diesen 

zurückzuführen, weil der Beschwerdeführer davor nicht an solchen Beschwerden 

gelitten habe, ist nach ständiger Rechtsprechung beweisrechtlich für sich allein nicht 

ergiebig ("post hoc ergo propter hoc" vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 E. 7.2.4 S. 54 mit 

Hinweisen).

3.2    Dr. F.___ stützte seine Aktenbeurteilung vom 24. Mai 2005 in erster Linie auf die 

Angaben von med. pract. E.___ (UV-act. 23). Er ging somit fälschlicherweise von einer 

Kopfkontusion und einem nicht zutreffenden zeitlichen Zusammenhang aus. Auf seine 

Beurteilung, die Symptomatik sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, kann daher 

nicht abgestellt werden.

3.3    Dr. G.___ machte anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 30. März 2006 

eine Bestandesaufnahme und stützte sich auf die vorhandenen Beurteilungen. Er 

veranlasste eine Verlaufsbeurteilung durch med. pract. E.___ (UV-act. 35). Dieser 

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berichtete am 5. Mai 2006 über den Verlauf der Migräne, die Wirkung der seither 

eingesetzten Medikamente sowie über eine gewisse Besserung, seitdem der Patient 

krank geschrieben worden sei. Auch in diesem Bericht führte er die Migräne einzig 

nach der Formel "post hoc ergo propter hoc" auf den Unfall zurück (UV-act. 36). Die 

Stellungnahmen von med. pract. E.___ vom 7. Februar 2007 (UV-act. 52) und von 

Dr. C.___ vom 5. Februar bzw. 10. März 2007 (UV-act. 57f.) setzen sich mit der 

migränebedingten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auseinander und 

enthalten keine Hinweise zur Kausalität dieser Beschwerden.

3.4    Die neurologische Beurteilung durch Dr. H.___ am 12. März 2008 (UV-act. 97) 

stützt sich auf das ganze bisherige Aktendossier, wobei der Neurologe auftragsgemäss 

den Schwerpunkt auf die medizinischen Akten richtete. Der Unfalluntersuchungsbericht 

vom Mai 2002 (UV-act. 129 Beilage 2) und die Krankengeschichte von Dr. C.___ (act. 

G 1.1) lagen ihm dabei nicht vor, was der Beschwerdeführer rügt. Wie in Erwägung 2 

ausgeführt, nannte der Unfalluntersuchungsbericht aus unbekannter Quelle zwar 

Kopfschmerzen, doch wird diese Angabe durch kein unfallnahes Dokument gestützt, 

insbesondere nicht durch die medizinischen Unterlagen. Dr. H.___ durfte davon aus-

gehen, dass Dr. C.___ seine Berichte an die Unfallversicherung aufgrund der 

Krankengeschichte schrieb und alle relevanten Fakten aufführte. Hätte ihm auch die 

Krankengeschichte vorgelegen, hätte er festgestellt, dass unfallnah keine 

Kopfschmerzen dokumentiert wurden, am 19. März 2002 ein einmaliger Hinweis auf 

eine Migräne verzeichnet war und Migräne-Beschwerden erst wieder ab Ende 2003 

berichtet wurden. Dr. H.___ verneinte eine überwiegend wahrscheinliche 

Unfallkausalität der migräneartigen Kopfschmerzen aufgrund der Kontusion an linkem 

Arm bzw. Schulter (Unfallmechanismus), der unfallnahen Dokumente und des 

Beschwerdeverlaufs (fehlende Brückensymptomatik, Progredienz der Beschwerden 

und Therapieresistenz). Die Kenntnis des einmaligen Hinweises auf eine Migräne in der 

Krankengeschichte am 19. März 2002 hätte ihm zwar nicht erlaubt, von einer 

erstmaligen Nennung von Kopfschmerzen ein Jahr und neun Monate nach dem Unfall 

zu schreiben, die übrigen Grundlagen und Folgerungen seiner Beurteilung hätten aber 

genau gleich bleiben können. - Trotz der Kritik des Beschwerdeführers und seines 

Rechtsvertreters erfüllt die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ die Anforderungen gemäss 

der Rechtsprechung: Sämtliche Akten, die von der Beschwerdegegnerin bis zu jenem 

Zeitpunkt zur Dokumentation zusammengetragen worden waren, inklusive eine 

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Schilderung des Unfallhergangs durch den Beschwerdeführer selbst, lagen dem 

Neurologen vor. Sie erlaubten ihm, sich ein umfassendes Bild zu machen. Die 

Beurteilung von Dr. H.___ erscheint als schlüssig, ist nachvollziehbar begründet und in 

sich widerspruchsfrei. Es bestehen auch keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. 

Deshalb darf vorliegend auf die neurologische Beurteilung von Dr. H.___ abgestellt 

werden.

3.5    Der Beschwerdeführer lässt weiter anführen, laut SIVM-Gutachten vom 

13. Februar 2009 lägen als Folge des Unfalls vom 9. Februar 2002 eine 

posttraumatische Migräne und ein intermittierendes, leichtes Cervicalsyndrom vor, 

womit die natürliche Kausalität bestätigt werde (act. G  13.1). Das SIVM-Gutachten war 

von der IV in Auftrag gegeben worden und hatte sich nicht mit Kausalitätsfragen zu 

befassen. Die Aktenzusammenfassung des Gutachtens lässt darauf schliessen, dass 

den Gutachtern das Arztzeugnis von Dr. C.___ vom 29. Juli 2003 nicht zur Verfügung 

stand, das die Wiederaufnahme der Behandlung wegen eines posttraumatischen 

Cervicalsyndroms dokumentiert und keinerlei Hinweise auf Kopfschmerzen oder 

Migräne-Beschwerden enthält (UV-act. 9). Den Gutachtern standen die übrigen 

medizinischen Unterlagen der Suva vollständig zur Verfügung. Sie erkannten die 

Widersprüchlichkeit der Aktenlage bezüglich Bewusstlosigkeit und Commotio cerebri 

und stellten fest, dass die Akten unterschiedliche Angaben bezüglich Erstmanifestation 

der Migräne enthalten. Dennoch stützten sie sich sieben Jahre nach dem Unfall ohne 

nähere Begründung und ohne Diskussion der Widersprüche auf die Angaben des 

Beschwerdeführers. Das SIVM-Gutachten kann daher nicht als nachvollziehbar 

begründet und widerspruchsfrei bezeichnet werden. Insbesondere ist damit weder der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Migräne-Beschwerden und dem Unfall 

vom 9. Februar 2002 überwiegend wahrscheinlich erstellt, noch ist dargetan, dass sich 

diese Beschwerden - entgegen den unfallnahen Akten - bereits am Unfalltag oder kurz 

danach manifestierten.

3.6    Der Beschwerdeführer lässt weiter beantragen, beim SIVM sei ein 

Zusatzgutachten in Auftrag zu geben, sollte die Kausalität weiterhin bestritten werden. 

Es ist nicht anzunehmen, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung 

des vorliegend relevanten Sachverhalts, insbesondere für die Würdigung der 

unfallnahen Akten, neue Erkenntnisse bringen. Deshalb kann in antizipierter 

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Beweiswürdigung darauf verzichtet werden (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.3 S. 234 und BGE 

131 I 153 E. 3 S. 157 je mit Hinweisen).

3.7    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die unfallnahen medizinischen Akten 

weder einen Hinweis auf eine Kontusion des Kopfs noch auf Kopfschmerzen enthalten 

und diesbezüglich der ebenfalls unfallnahen Schilderung des Beschwerdeführers 

entsprechen. Alle Berichte, die die Migräne kausal dem Unfall zuordnen, tun dies allein 

aufgrund der unergiebigen Formel "post hoc ergo propter hoc". Sie gehen dabei 

weitgehend davon aus, der Beschwerdeführer sei von einem herabfallenden 

Gegenstand am Nacken und Hinterkopf getroffen worden, was nicht dem echtzeitlich 

erhobenen Ablauf entspricht. Demgegenüber wird einzig von Dr. H.___ eine 

umfassende Gesamtwürdigung der (medizinischen) Akten vorgenommen und gestützt 

darauf die Unfallkausalität der migräneartigen Kopfschmerzen überzeugend als nicht 

überwiegend wahrscheinlich dargestellt. In Würdigung der gesamten Aktenlage muss 

der natürliche Kausalzusammenhang der Migräne-Beschwerden zum Unfall vom 

9. Februar 2002 verneint werden. Der adäquate Kausalzusammenhang ist demnach 

nicht mehr zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen somit zu Recht per 

31. März 2008 eingestellt und eine weitere Leistungspflicht verneint.

4.         

4.1     Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) keine zu erheben.

4.2 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, 

sGS 963.70). Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers 

gestatten, kann er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat 

entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 des st. gallischen 

Zivilprozessgesetzes, systematische Gesetzessammlung des Kantons St. Gallen [sGS] 

961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die 

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Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Am 21. Januar 2010 reichte der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers eine Honorarnote über Fr. 4'317.25 (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) ein (act. G 18). Der eingereichten Honorarnote kann nicht entsprochen 

werden. Die Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGs 963.75) sieht 

für die Verwaltungsrechtspflege das Pauschalhonorar als Regelfall vor. In 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren spricht das Versicherungsgericht regelmässig 

eine pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.-- und Fr. 4'500.-- zu. In Würdigung 

aller Umstände wird die Parteientschädigung auf Fr. 3'200.-- (80% von Fr. 4'000.-- inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgelegt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit 

Fr. 3'200.--.

Art. 6, 10 und 16 UVG, Art. 11 UVV: Natürlicher Kausalzusammenhang einer nach 

dem Unfall aufgetretenen Migräne aufgrund der unfallnahen Akten nicht 

erstellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 

2010, UV 2009/5).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 20. Mai 2010

in Sachen

K.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   K.___, geboren 1965, war als Steward bei der A.___ angestellt und dadurch bei 

der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 9. Februar 2002 war er im Bahnhof 

im stillstehenden Intercity-Zug am Arbeiten, als ein Regionalzug auf diesen auffuhr. Er 

wurde dabei zu Boden geschleudert und schlug mit Kopf und Rücken auf. 

Herabfallende Gegenstände, darunter ein Container, verletzten ihn linksseitig an 

Ellbogen und Schulter (UV-act. 1 und 3). Auf der Notfallstation des Kantonsspitals 

St. Gallen diagnostizierte Assistenzarzt Dr. med. B.___ Kontusionen der linken Schulter, 

des linken Ellbogens und von Zeige- und Mittelfinger der linken Hand. Ossäre 

Verletzungen konnten ausgeschlossen werden (UV-act. 5). Dr. med. C.___, Facharzt 

FMH für Innere Medizin, der die weitere Behandlung des Versicherten übernahm, fügte 

der Diagnoseliste im Bericht vom 4. März 2002 "Wirbelsäulendezelerationstrauma 

(HWS und LWS)" bei und nahm als Angabe des Patienten auf, er sei durch den Sturz 

bewusstlos geworden und erst im Spital wieder erwacht (UV-act. 2). Laut Unfallschein 

war er nach dem Unfall 100%, ab 5. März 2002 50% und ab 2. April 2002 30% 

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arbeitsunfähig. Ab 1. Mai 2002 konnte er die Arbeit wieder voll aufnehmen (UV-act. 

4.1). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder).

A.b   Mit Meldung vom 10. Juli 2003 zeigte die D.___ (neuer Name für die frühere A.___) 

der Suva an, dass der Versicherte wegen der Folgen des Unfalls vom 9. Februar 2002 

seit 2. Juli 2003 wieder zu 50% arbeitsunfähig sei (UV-act. 6). Dr. C.___ gab im Bericht 

vom 29. Juli 2003 als Diagnose ein posttraumatisches Cervicalsyndrom an und 

attestierte vom 3. bis 11. Juli 2003 volle und ab 12. Juli 2003 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 9). Die Röntgenaufnahmen vom 24. Juni 2003 hatten eine 

diskrete rechtskonvexe skoliotische Fehlhaltung hochcervical ergeben (UV-act. 7). Ab 

9. August 2003 war der Versicherte wieder voll arbeitsfähig (UV-act. 10). Die Suva 

erbrachte wiederum die gesetzlichen Leistungen. Dr. C.___ berichtete am 

10. November 2003 über eine Migräne, die unzweifelhaft als Folge des Unfalls vom 

9. Februar 2002 aufgetreten sei (UV-act. 11). E.___, praktischer Arzt für Neurologie, 

untersuchte den Versicherten am 21. Januar 2004 neurologisch und 

elektroencephalographisch und informierte Dr. C.___ am 4. Februar 2004 über streng 

rechtsseitige Migräne-Attacken von meist zwei bis drei Tagen Dauer bei einer 

durchschnittlichen Frequenz von vier bis sieben pro Monat (UV-act. 15). Zum Unfall 

führte er aus, dem Patienten sei ein schwerer Metall-Container auf den Nacken/

Hinterkopf gefallen. Eine Bewusstlosigkeit habe nicht bestanden. Aus neurologischer 

Sicht beurteilte med. pract. E.___ die Migräne als zweifellos posttraumatisch. Im 

Bericht an die Suva vom 20. Februar 2004 erwähnte er einen Status nach Commotio 

cerebri / HWS-Distorsion am 9. Februar 2002 und beschrieb die Frequenz der Migräne 

mit mehrfach wöchentlich von jeweils mehreren Stunden bis zu einem Tag Dauer (UV-

act. 13). Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule am 23. Januar 2004 hatten leichte 

degenerative Veränderungen mit Retrospondylose C4 und leichter Unkarthrose C4, 

eine rechtsseitige Einengung des Neuroforamen Th1/2, eine Hypomobilität bei der 

Inklination und eine Blockade bei der Reklination gezeigt, wiesen aber keine 

Knochenverletzung nach (UV-act. 17). Dr. C.___ berichtete am 24. März 2004 über eine 

deutliche Rückbildung der Migräne-Beschwerden (UV-act. 17). Als Arbeitsunfähigkeit 

gab er 50% vom 14. Februar bis 1. März 2004 an. Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, kam in der Aktenbeurteilung vom 

24. Mai 2005 zum Schluss, dass die als Migräne diagnostizierten Kopfschmerzen 

überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien (UV-act. 23). Am 4. November 2005 

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berichtete Dr. C.___ zur Diagnose posttraumatische Migräne (UV-act. 25): "Unter einer 

Basistherapie mit Sibelium bedarf der Patient an etwa vier bis acht Tagen pro Monat 

einer Anfallsmedikation mit Zomig (Triptan). Unter diesem Regime erfreut er sich eines 

recht guten Befindens, doch besteht zur Zeit keine Möglichkeit, die Therapie zu 

reduzieren oder gar abzusetzen." Der Hausarzt attestierte volle Arbeitsfähigkeit.

A.c   Ab 1. Januar 2006 wurde der Versicherte wieder 50% arbeitsunfähig geschrieben. 

Dr. C.___ berichtete am 7. Februar 2006 über zwei bis fünf Migräne-Attacken pro 

Woche. Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, erhob am 30. März 2006 

aufgrund des Migräne-Kalenders zehn Attacken pro Monat. Der Versicherte gab an, er 

sei im vergangenen Jahr zwar 100% arbeitsfähig geschrieben gewesen, habe aber 

wegen Schmerzattacken die Arbeit hin und wieder niederlegen müssen und dadurch 

(bei Beschäftigung im Stundenlohn) eine durchschnittliche Lohneinbusse von 

Fr. 1'000.-- pro Monat erlitten (UV-act. 35). Aufgrund der Verlaufskontrolle vom 

27. April 2006 beurteilte med. pract. E.___ die Migräne aus neurologischer Sicht 

weiterhin als posttraumatisch, unterstützte die 50%ige Arbeitsunfähigkeit und zeigte 

verschiedene Therapiemöglichkeiten auf (UV-act. 36). Am 4. Oktober 2006 berichtete 

Dr. C.___ über keine signifikante Rückbildung der Migräne-Anfälle bezüglich Intensität 

und Frequenz aufgrund der geänderten Therapie. Er attestierte weiterhin 50% 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 38). Der Versicherte beauftragte am 27. November 2006 

Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Gallen, mit der Wahrung seiner 

Interessen. Mit Zwischenbericht vom 8. Dezember 2006 gab Dr. C.___ der Suva 

bekannt, der Patient sei zusehends überfordert und laufe Gefahr, in eine depressive 

Entwicklung überzugleiten, weshalb sich eine psychiatrische Begleitung aufdränge. Die 

Migräne-Anfälle würden eher zunehmen und zu einer Korrektur der Arbeitsfähigkeit 

nach unten zwingen. Prozentwerte zur Arbeitsunfähigkeit gab der Hausarzt nicht an 

(UV-act. 44). Der Rechtsvertreter des Versicherten bat die Suva am 12. Januar 2007, 

die Taggeldansprüche seines Mandanten rückwirkend aufgrund der ausgewiesenen 

Erwerbseinbussen zu überprüfen (UV-act. 46). Med. pract. E.___ ermittelte im Bericht 

vom 7. Februar 2007 eine migränebedingte Arbeitsunfähigkeit von 50% seit Januar 

2004 und von 60 bis 70% von November 2006 bis Januar 2007. Die aktuelle 

Anfallshäufigkeit gab er mit zehn bis zwölf Attacken pro Monat von vier bis zwölf 

Stunden Dauer, in Einzelfällen bis zu drei Tagen durchgehend, an (UV-act. 52). 

Dr. C.___ bestätigte Berichte seines Patienten über Arbeitsniederlegungen wegen 

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Migräne-Attacken und rechnete die Angaben der Stundenausfälle auf 

Arbeitsunfähigkeiten zwischen 16.7 und 27.75% um (UV-act. 58). Das craniocerebrale 

Kernspintomogramm mit Kontrastmittel vom 20. Juni 2007 beurteilte Dr. med. I.___, 

Facharzt FMH für Radiologie, St. Gallen, als normentsprechend. Eine intracranielle 

Raumforderung schloss er sicher aus. Bei fehlenden Anhaltspunkten für 

Durchblutungsstörungen oder Hämosiderin-Einlagerungen verneinte er eine 

morphologisch fassbare Migräne-Ursache (UV-act. 73).

A.d   Am 12. März 2008 gab der Suva-Versicherungsmediziner Dr. med. H.___, 

Facharzt für Neurologie, eine neurologische Beurteilung aufgrund der Akten ab (UV-act. 

97). Er kam zum Schluss, dass der Versicherte beim Unfall vom 9. Februar 2002 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit weder eine HWS-Beschleunigungsverletzung noch 

eine HWS-Distorsion erlitten habe. Gemäss Echtzeitdokumenten sei es zu einer 

Kontusion des/der linken Arms/Schulter ("Contact-Verletzung") gekommen. Die 

klinischen Hauptkriterien einer leichten traumatischen Hirnverletzung 

(Bewusstseinsverlust, posttraumatische Amnesie) seien nicht erfüllt. Kopfschmerzen 

seien beim Versicherten erstmals über ein Jahr und neun Monate nach dem Unfall 

dokumentiert und damit klar nicht innerhalb der anerkannten Karenzfrist von sieben 

Tagen nach dem Unfallereignis aufgetreten. Die migräneartigen Kopfschmerzen 

könnten nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den 

Unfall vom 9. Februar 2002 zurückgeführt werden. Eine unfallbedingte strukturelle 

Läsion im Bereich der Halswirbelsäule oder des Kopfs habe nicht nachgewiesen 

werden können. Nach dem 1. Mai 2002, als Dr. C.___ wieder volle Arbeitsfähigkeit 

attestierte, hätten keine Unfallfolgen mehr vorgelegen. Die Suva stellte darauf mit 

Verfügung vom 19. März 2008 alle Versicherungsleistungen per 31. März 2008 ein (UV-

act. 103). Am 20. März 2008 liess der Versicherte dagegen Einsprache erheben (UV-

act. 106). Die SWICA Gesundheitsorganisation erhob am 8. April 2008 als beteiligte 

Krankenversicherung ebenfalls vorsorglich Einsprache, zog diese am 13. Mai 2008 

aber wieder zurück (UV-act. 110 und 117). Der Rechtsvertreter des Versicherten 

begründete die Einsprache am 13. November 2008 (UV-act. 129). Mit Entscheid vom 

26. November 2008 wies die Suva diese ab.

A.e   Der Versicherte hatte sich zwischenzeitlich bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug angemeldet (UV-act. 50). Die Suva führte darauf das Meldeverfahren 

durch (UV-act. 51).

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B.        

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 26. November 2008 richtet sich die 

Beschwerde vom 12. Januar 2009 mit den Anträgen auf dessen Aufhebung und auf 

Ausrichtung der Taggeldleistungen bzw. der gesetzlichen Leistungen rückwirkend ab 

1. April 2008, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Mit der Beschwerde wurde auch ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch den bisherigen Rechtsvertreter gestellt. Zur Begründung 

wurde angeführt, die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ erfülle die Voraussetzungen an 

beweiskräftige Arztberichte nicht, da ihm weder der Untersuchungsbericht der 

Unfalluntersuchungsstelle für Bahnen und Schiffe (Reg. Nr. 02020901, Unfall vom 

9. Februar 2002; nachfolgend als Unfalluntersuchungsbericht bezeichnet) vorgelegen 

habe noch die Krankengeschichte von Dr. C.___ bekannt gewesen sei. Aus beiden 

Unterlagen gehe nämlich hervor, dass der Beschwerdeführer schon unmittelbar nach 

dem Unfall auch über Kopfschmerzen geklagt habe. Aus der Krankengeschichte von 

Dr. C.___ ergebe sich auch ein buntes Beschwerdebild mit Nacken- und 

Kopfbeschwerden, Übelkeit, Visusstörungen etc., weshalb eine HWS-Distorsion oder 

ähnliche Verletzung vorliege. Es stehe aufgrund der Akten auch fest, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall eine Bewusstlosigkeit erlitten habe, unklar sei lediglich 

deren Dauer. Überwiegend wahrscheinlich habe er beim Unfall auch eine Commotio 

cerebri erlitten. Insgesamt stehe eine anhaltende posttraumatische Migräne mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit fest.

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2009 beantragte die Suva die 

Abweisung der Beschwerde. Die Adäquanz der Migräne-Beschwerden müsse verneint 

werden, nachdem diese nicht auf ein unfallkausales organisches Substrat 

zurückgeführt werden könnten. Ihr natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfall könne 

dabei offengelassen werden, sei aber jedenfalls nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt.

B.c   Mit Replik vom 11. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer ausführen, für die 

Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis (gemäss BGE 115 V 133) bestehe kein 

Raum, da gemäss Gutachten des Schweizerischen Instituts für Versicherungsmedizin 

(SIVM) vom 13. Februar 2009 zuhanden der IV keine psychiatrische Diagnose vorliege. 

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Vielmehr seien die Voraussetzungen für die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis 

erfüllt. Auch die natürliche Kausalität sei mit der Diagnose einer posttraumatischen 

Migräne und eines intermittierenden leichten Cervicalsyndroms gemäss SIVM-

Gutachten erstellt (act. G 13.1). Er liess auch eine Fotodokumentation des 

Arbeitsplatzes einreichen, wonach es praktisch ausgeschlossen sei, dass er den Kopf 

beim Sturz aufgrund der heftigen Kollision und der engen Platzverhältnisse nicht an 

den metallenen Seitenwänden angeschlagen habe.

B.d   Am 18. Mai 2009 entsprach der Gerichtspräsident dem Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung aufgrund der Unterlagen, die am 2. Februar 2009 eingereicht 

worden waren (act. G 15 und 4).

B.e   Die Suva verzichtete am 28. Mai 2009 auf eine einlässliche Duplik. Sie verneinte 

ausdrücklich den Beweis einer posttraumatischen Migräne durch das SIVM-Gutachten.

B.f    Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die Suva ihre Leistungspflicht nach dem 31. März 

2008 für die Folgen des Unfalls vom 9. Februar 2002 zu Recht verneint hat. Dabei 

stehen einzig Versicherungsleistungen wegen Migräne-Attacken ab April 2008 zur 

Diskussion.

1.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht des Unfallversicherers inklusive 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und 

dem Gesundheitsschaden sowie zur Beweisregelung zutreffend dargelegt (Erwägung 

2). Gleiches gilt für die Ausführungen zum Beweiswert von ärztlichen Berichten 

(Erwägung 3.a). Darauf kann verwiesen werden.

2.         

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/37

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Zunächst ist strittig, welche Verletzungen sich der Beschwerdeführer beim Sturz am 

9. Februar 2002 zugezogen hatte:

2.1    Im Vordergrund steht die Frage, ab wann er über Kopfschmerzen klagte.

2.1.1           In der internen Unfallanzeige vom 14. Februar 2002 gab der 

Beschwerdeführer an, er sei zu Boden geschleudert worden und habe mit Kopf und 

Rücken aufgeschlagen. Zahlreiche Gegenstände, inkl. ein Container, seien auf ihn 

gefallen und hätten ihn an Ellbogen und Schulter verletzt. Als Verletzungen führte er 

Verstauchungen und Prellungen an Wirbelsäule und Ellbogen auf (UV-act. 3). Dr. B.___ 

diagnostizierte bei der Notfallbehandlung vom 9. Februar 2002 Kontusionen von 

Schulter, Ellbogen sowie Zeige- und Mittelfinger (UV-act. 5). Dr. C.___ stellte am 

12. Februar 2002 "Schmerzen im Bereich des linken Processus coracoideus, 

linksscapulär, auf Höhe C7 sowie auf Höhe von LWK 2-5" fest (UV-act. 2, 

Krankengeschichte Dr. C.___ act. G 1.1). Die unfallnahen ärztlichen Unterlagen 

enthalten damit keine Angaben über Kontusionen des Kopfes oder Kopfschmerzen. 

Neben den Kontusionen an Schulter, Ellbogen und Hand werden lediglich Schmerzen 

im Bereich der Hals- und der lumbalen Wirbelsäule dokumentiert. Diese Angaben 

decken sich mit denjenigen des Beschwerdeführers in der internen Unfallanzeige vom 

14. Februar 2002 (UV-act. 3). Einzig im Unfalluntersuchungsbericht (UV-act. 129 

Beilage 2) wird der Beschwerdeführer als verletzte Person mit Kopf- und 

Rückenschmerzen sowie Prellung an der linken Schulter genannt. Aus dem 

Unfalluntersuchungsbericht geht jedoch in keiner Weise hervor, woher die Angaben 

über die aufgeführten Verletzungen stammen. Die Auslassung der Verletzungen am 

Ellbogen und an der Hand zeigt, dass der Unfalluntersuchungsbericht nur ein grobes 

Verletzungsbild wiedergab. Die Nennung von Kopfschmerzen im 

Unfalluntersuchungsbericht vermag jedenfalls nicht die übereinstimmende Faktenlage 

von beiden Arztberichten und der internen Unfallanzeige umzustossen und zu 

beweisen, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall an Kopfschmerzen 

litt.

2.1.2           Für seinen Bericht vom 27. März 2008 an den Rechtsvertreter, der im 

Einspracheverfahren eingereicht wurde, führte med. pract. E.___ am 25. März 2008 

eine 

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Untersuchung und Befragung des Beschwerdeführers durch (UV-act. 129 Beilage 1). 

Dieser habe dabei angegeben, etwa ein bis zwei Tage nach dem Unfall seien erstmals 

die streng rechtsseitigen Kopfschmerzen mit Nausea und Photo-/Phonophobie 

aufgetreten. Die erste Konsultation bei Hausarzt Dr. C.___ fand am 12. Februar 2002 

statt, somit zu einem Zeitpunkt, als diese Migräne-Beschwerden bereits aufgetreten 

seien (UV-act. 2, Krankengeschichte Dr. C.___ act. G 1.1). Weder Dr. C.___ noch zwei 

Tage später der Arbeitgeberin gegenüber erwähnte der Beschwerdeführer 

Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden. Gegenüber späteren Schilderungen, die 

bewusst oder unbewusst durch nachträgliche Überlegungen beeinflusst sein können, 

gelten die ersten Aussagen nach der Rechtsprechung als zuverlässiger und 

glaubwürdiger (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen). Die nachträglichen Angaben 

gegenüber med. pract. E.___ vermögen vorliegend die unfallnahen Dokumente somit 

nicht zu entkräften.

2.1.3           Aus den Infiltrationen mit Xyloneural, die Dr. C.___ ab 22. Februar 2002 in 

der Krankengeschichte dokumentiert (act. G 1.1), lässt sich bezüglich Kopfschmerzen 

oder Migräne nichts herleiten. Das Medikament eignet sich laut Fachinformation im 

Arzneimittel-Kompendium für Anwendungsverfahren der Neuraltherapie bei 

Erkrankungen der Wirbelsäule, Erkrankungen der Extremitäten, Beschwerden im 

Kopfbereich und für andere Anwendungen der Neuraltherapie (www.kompendium.ch 

→ Präparatname Xyloneural). Dr. C.___ gab die detaillierte Indikation für die Infiltration 

nicht an und nannte den genauen Ort derselben nicht. Da er zuvor keine anderen 

Schmerzlokalisationen als Schulter, cervical und panvertebral genannt hatte und 

Xyloneural solche Indikationen abdeckt, ist davon auszugehen, dass er damit diese 

Schmerzen behandelte.

2.1.4           In der Krankengeschichte notierte Dr. C.___ zum Untersuchungsdatum 

19. März 2002 neben Angaben zur Wirksamkeit der bisherigen Behandlung: "Seit 4 

Wochen wechselseitige Nackenschmerzen. → Migräne" (act. G 1.1). Wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht bemerkt, stellen 

Nackenschmerzen kein typisches Symptom von Migräne dar, und erwähnte der 

Hausarzt in der Krankengeschichte keine solchen (Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, 

Geräuschempfindlichkeit). Dennoch steht fest, dass die Diagnose Migräne in den 

Aufzeichnungen des Hausarztes am 19. März 2002 erstmals festgehalten worden war. 

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Dieser Zeitpunkt liegt 5½ Wochen nach dem Unfall vom 9. Februar 2002 und damit 

weit ausserhalb der Karenzfrist von sieben Tagen gemäss der Internationalen 

Kopfschmerzgesellschaft (International Headache Society, http://ihs-classification.org/

de/ und UV-act. 97), um von traumatisch bedingten Kopfschmerzen zu sprechen. 

Selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers angenommen wird, dass Dr. C.___ die 

Diagnose Migräne nicht sofort stellte, ist nicht einzusehen, dass er anlässlich der fünf 

vorangehenden Konsultationen seit dem Unfall in der Krankengeschichte keinerlei 

Hinweise auf solche Gesundheitsbeeinträchtigungen oder auf Kopfschmerzen machte, 

wenn solche früher schon geklagt worden sein sollten.

2.1.5           Der Beschwerdeführer lässt gegen den Bericht von Dr. B.___ anführen, 

anlässlich dieses Grossereignisses mit zahlreichen, zum Teil schwer verletzten Opfern 

sei auf der Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen wenig Zeit für die 

Untersuchung und Dokumentation geblieben. Dem ist entgegenzuhalten, dass der 

Notfallarzt auch Druckschmerzen an Zeige- und Mittelfinger dokumentierte, die nicht 

spezifisch behandelt werden mussten. Bei dieser Detailgenauigkeit ist es 

unwahrscheinlich, dass Dr. B.___ Kopfschmerzen und/oder ein Anschlagen des Kopfes 

nicht dokumentierte, wenn ihm solches berichtet worden wäre (UV-act. 5).

2.1.6           Wie auch aus der Krankengeschichte hervorgeht, hatte der Hausarzt am 

31. Mai 2002 die Unfallbehandlung gegenüber der Beschwerdegegnerin 

abgeschlossen, nachdem der Beschwerdeführer seit 1. Mai 2002 wieder voll 

arbeitsfähig geschrieben worden war (act. G 1.1 und UV-act. 4.1). Der Eintrag in der 

Krankengeschichte unter dem Datum vom 29. Mai 2002 betrifft mit "Sturz bei einer 

Notbremse am 17. Mai 2002" ein anderes Unfallereignis, das lumbale Schmerzen 

auslöste. Das Zeichen vor "cervicale Cephalea" darf mit "Ø" für "keine" interpretiert 

werden. Andernfalls wäre der Behandlungsabschluss widersinnig gewesen. Die 

Unfallversicherung erfuhr echtzeitlich erst mit dem Bericht des Hausarztes vom 

10. November 2003 von Migräne-Beschwerden (UV-act. 11). Im vorangehenden 

Zeugnis vom 29. Juli 2003 hatte Dr. C.___ ein posttraumatisches Cervicalsyndrom 

diagnostiziert, keinerlei Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden erwähnt und die 

Wiederaufnahme der Behandlung auf den 30. Juni 2003 datiert (UV-act. 9). Diese 

Angaben decken sich mit der Krankengeschichte von Dr. C.___, die ausser der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/37

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einmaligen Erwähnung am 19. März 2002 erst ab Herbst 2003 Hinweise auf Migräne-

Beschwerden enthält (act. G 1.1).

2.1.7           Mit Hinweis auf die engen Platzverhältnisse am Arbeitsplatz 

(Fotodokumentation act. G 13.1) lässt der Beschwerdeführer auch geltend machen, es 

sei praktisch ausgeschlossen, dass er sich beim Sturz durch die heftige Kollision den 

Kopf nicht an den metallenen Seitenwänden angeschlagen habe. Dem ist 

entgegenzuhalten, dass der Korridor in der gleichen Richtung läuft, wie der Aufprall 

erfolgte, was ein seitliches Anschlagen unwahrscheinlich macht. Auch die Schilderung 

des Beschwerdeführers in der internen Unfallanzeige (UV-act. 3: "Ich wurde zu Boden 

geschleudert, schlug mit Kopf und Rücken auf.") lässt nur auf ein frontales 

Aufschlagen, nicht auf ein seitliches Anschlagen, schliessen. Einem erheblichen An- 

oder Aufschlagen steht jedoch entgegen, dass weder Dr. B.___ noch Dr. C.___ 

irgendwelche Kontusionsmarken am Kopf feststellten und dass der Beschwerdeführer 

den erstbehandelnden Ärzten gegenüber nicht über Kopfschmerzen klagte (UV-act. 2 

und 5, act. G 1.1).

2.1.8           Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unmittelbar nach dem Unfall vom 

9. Februar 2002 ärztlicherseits keine Kontusionsmarken am Kopf und keine 

Kopfschmerzen oder Migräne-Beschwerden dokumentiert wurden. Letztere wurden in 

der Krankengeschichte erstmals am 19. März 2002 erwähnt, der Unfallversicherung 

aber erst mit dem Bericht des Hausarztes vom 10. November 2003 zur Kenntnis 

gebracht (act. G 1.1 und UV-act. 11).

2.2    Weiter ist umstritten, ob der Beschwerdeführer durch den Sturz am 9. Februar 

2002 bewusstlos worden war und ob er eine Commotio cerebri erlitten hatte. Er lässt in 

der Beschwerde ausführen, die Angabe von Dr. C.___, er sei auch während der Fahrt 

ins Spital noch bewusstlos gewesen (UV-act. 2 und act. G 1.1), beruhe auf einem 

Missverständnis. Er sei aber auf jeden Fall kurze Zeit bewusstlos gewesen. - Dr. B.___ 

hatte anlässlich der Notfallbehandlung keine diesbezüglichen Angaben gemacht (UV-

act. 5). Med. pract. E.___ führte im Bericht vom 4. Februar 2004 an Dr. C.___ aus, es 

habe keine Bewusstlosigkeit bestanden. Ausgehend von einem Metall-Container, der 

dem Patienten auf den Nacken/Hinterkopf gefallen sei, beschrieb er neben einer 

posttraumatischen Migräne ohne Aura einen "Status nach Cervicooccipitaltrauma am 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/37

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9. Dezember 2002", einen unauffälligen Neurostatus und ein Elektroencephalogramm 

(EEG) in den Grenzen der Norm ohne Herdbefund oder epileptiforme Aktivität (UV-act. 

15). Der Suva berichtete er am 20. Februar 2004 abweichend über einen "Status nach 

Commotio cerebri/HWS-Distorsion am 9. Februar 2002" (UV-act. 13). - Es ist sehr wohl 

möglich, dass der Beschwerdeführer durch den Sturz für kurze Zeit benommen war 

und sich zunächst orientieren musste. Ob diese Benommenheit eine eigentliche 

Bewusstlosigkeit war, kann aufgrund der vorhandenen Akten nicht geklärt werden und 

muss mangels anderer Klärungsmöglichkeiten offen bleiben. - Die unfallnahen 

Dokumente enthalten, ausser der relativierten Angabe von Dr. C.___ bezüglich 

Bewusstlosigkeit, keine Hinweise auf eine Commotio cerebri. Eine Amnesie wird nicht 

berichtet. Med. pract. E.___ erklärte echtzeitlich nicht, weshalb seine Beurteilung im 

Bericht an die Unfallversicherung vom 20. Februar 2004 gegenüber derjenigen im 

Bericht an den Hausarzt vom 4. Februar 2004 (gut zwei Wochen früher) erheblich 

anders ausfiel und wie aus "keine Bewusstlosigkeit" eine "Commotio cerebri" wurde. 

Eine solche Erklärung geht auch aus seinem Bericht vom 27. März 2008 an den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nicht hervor, obwohl er diesen ausdrücklich 

wegen Ungenauigkeiten und Widersprüchen verfasste, die Dr. H.___ aufgezeigt hatte 

(UV-act. 129 Beilage 1 und UV-act. 97). Wie bereits dargelegt (Erwägung 2.1.2) gelten 

die zugrunde liegenden späteren Ausführungen des Beschwerdeführers als weniger 

glaubhaft als die unfallnahen Angaben. Auch die Gutachter am SIVM erklären nicht, 

weshalb sie trotz zugegebenermassen widersprüchlicher Aktenlage den Angaben des 

Versicherten folgten und von einer Commotio cerebri ausgingen (Gutachten vom 

13. Februar 2009 S. 17 [act. G 13.1]). Nachdem eine Commotio cerebri aufgrund der 

unfallnahen Unterlagen eher zu verneinen ist, bestehen umso weniger Anzeichen, 

wonach der Beschwerdeführer ein Schädelhirntrauma im Sinn einer schweren 

Hirnerschütterung, mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio 

cerebri, erlitt. Eine solche Verletzungsschwere wäre jedoch Voraussetzung für die 

Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis unter dem Aspekt eines 

Schädelhirntraumas (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.1 S. 122 und Urteil des Bundesgerichts 

8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).

2.3    Zu prüfen ist weiter, ob der Beschwerdeführer beim Sturz vom 9. Februar 2002 

eine Distorsion oder eine Schleuderverletzung der Halswirbelsäule erlitt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 31/37

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2.3.1           Während Kopf und Halswirbelsäule eines durch Sicherheitsgurte im Sitz 

zurückgehaltenen Autoinsassen bei einem Auffahrunfall Vorwärts- und 

Rückwärtsbewegungen erleiden, wurde der Beschwerdeführer durch das Auffahren 

des Regionalzugs zu Boden geworfen. Eine Schleuderbewegung im beschriebenen 

Sinn ist darin nicht zu erkennen. Dr. C.___ notierte am 12. Februar 2002 in der 

Krankengeschichte zwar cervikale und panvertebrale Schmerzen. Er zeichnete die 

Schmerzpunkte jedoch so ein, wie er den Befund im Zeugnis vom 4. März 2002 an die 

Unfallversicherung wiedergab: "Schmerzen im Bereich des linken Processus 

coracoideus, linksscapulär, auf Höhe C7 sowie auf Höhe von LWK 2-5" (act. G 1.1, UV-

act. 2). In diesem Zeugnis gab er als Diagnose neben den Kontusionen auch ein 

"Wirbelsäulendezelerationstrauma (HWS und LWS)" an, nicht eine Distorsion der 

Halswirbelsäule oder ein craniocerebrales Beschleunigungstrauma. Anlässlich der 

nächsten Konsultation vermerkte der Hausarzt in der Krankengeschichte: "Schmerzen 

lumbal zunehmend. Übriges deutlich gebessert." Ein buntes Beschwerdebild, das für 

die Anwendung der sogenannten Schleudertrauma-Praxis Voraussetzung wäre, 

präsentierte sich nicht (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Schlafstörungen, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen usw., vgl. BGE 117 

V 359 E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2). Selbst die Nackenschmerzen 

wurden als schulterseitige Schmerzen auf Höhe des untersten Nackenwirbels (C7) 

präzisiert, womit nicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass sich innert der 

massgeblichen Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden zumindest 

Halswirbelsäulen- oder Nackenbeschwerden manifestierten. Damit fehlen die 

wesentlichen Merkmale einer Distorsion oder eine Schleuderverletzung der 

Halswirbelsäule nach der einschlägigen Rechtsprechung (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 

E. 5 [U 215/05]; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_792/2009 vom 1. Februar 

2010 E. 6.1 und 8C_574/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 5.3).

2.3.2           Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, er habe bereits unmittelbar 

nach dem Unfall an den mit der Migräne verbundenen vielfältigen Beschwerden 

(Nacken- und Kopfbeschwerden, Übelkeit, Visusstörungen etc.) gelitten, die mit dem 

typischen Beschwerdebild nach Distorsionen der Halswirbelsäule gleichzusetzen seien. 

Dr. C.___ hielt in der Krankengeschichte (act. G 1.1) keine solchen Beschwerden fest. 

Med. pract. E.___ berichtete im Zusammenhang mit Migräne-Attacken über Übelkeit 

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und Phono-/Photophobie (UV-act. 15). Aus den anfallbezogenen Beschwerden, die zu 

einer Migräne passen und nur in diesem Zusammenhang rund zwei Jahre nach dem 

Unfall erstmals beschrieben wurden, lässt sich jedoch nicht auf ein Beschwerdebild 

nach einer Distorsion der Halswirbelsäule schliessen und keinesfalls auf einen solchen 

Verletzungsmechanismus.

2.3.3           Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers und seines 

Rechtsvertreters lassen sich dem Unfalluntersuchungsbericht (UV-act. 129 Beilage 2) 

keine Anhaltspunkte entnehmen, dass der Aufprall des Regionalzugs geeignet 

gewesen sei, eine Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule zu verursachen. Der 

Unfalluntersuchungsbericht hält fest, der Regionalzug sei mit ca. 30km/h gefahren und 

ca. 40m vor dem Aufprall habe dessen Lokführer eine Schnellbremsung eingeleitet 

(Ziffern 1.1 und 3.2). Der Aufprall erfolgte demnach keineswegs ungebremst und die 

Aufprallgeschwindigkeit betrug weit weniger als 30km/h. Konkrete Schlüsse auf die 

Kräfte, die auf den Beschwerdeführer wirkten und auf die Art seiner Verletzungen 

ergeben sich aus dem Unfalluntersuchungsbericht nicht. Solche liess auch der 

Beschwerdeführer nicht im Einzelnen darstellen.

2.4    Unterschiedlich berichtet wird, von welchem Objekt der Beschwerdeführer beim 

Unfall getroffen wurde. In den direkten Angaben in der internen Unfallanzeige wird ein 

Container angegeben (UV-act. 3), während Dr. B.___ und Dr. C.___ von einem (grossen) 

Koffer berichten (UV-act. 2 und 5). Angesichts der konkreten Verhältnisse am 

Arbeitsplatz ist eher von einem Container auszugehen. Getroffen wurde der 

Beschwerdeführer an Schulter und Arm linksseitig, was aus den ärztlich erhobenen 

Schmerzpunkten und seinen eigenen Angaben hervorgeht (UV-act. 2 und 5). Die 

Schilderung, er sei auf den Nacken/Hinterkopf getroffen worden, taucht erstmals im 

Bericht von med. pract. E.___ vom 4. Februar 2004, zwei Jahre nach dem Unfall, auf 

(UV-act. 15) und lässt sich durch die unfallnahen Berichte nicht stützen.

2.5    Strukturelle Verletzungen fanden sich keine: Die Röntgenuntersuchung vom 

Unfalltag am Kantonsspital St. Gallen ergab keine ossären Läsionen (UV-act. 5). Die 

Aufnahmen der Halswirbelsäule vom 24. Juni 2003 und vom 23. Januar 2004 zeigten 

eine diskrete Fehlhaltung und leichte degenerative Veränderungen, jedoch keine 

Knochenverletzung (UV-act. 7 und 17). Mit dem craniocerebralen Kernspintomogramm 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 33/37

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vom 20. Juni 2007 konnten keine Abweichungen von der Norm und damit keine 

morphologisch fassbare Migräne-Ursache gefunden werden (UV-act. 73).

3.         

Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Einstellungszeitpunkt an einer 

Migräne ohne Aura litt. Nachfolgend gilt es, diese - besonders bezüglich Kausalität - zu 

beurteilen:

3.1    Wie ausgeführt (Erwägung 2.1.6) erfuhr die Beschwerdegegnerin echtzeitlich erst 

mit dem Bericht des Hausarztes vom 10. November 2003 von Migräne-Beschwerden 

(UV-act. 11). Dr. C.___ hielt darin fest: "Weiterhin leidet der Patient an einer Migräne, 

die unzweifelhaft im Gefolge des 09.02.02 stattgefundenen Unfalls aufgetreten ist. Eine 

Therapie mit Inderal 80mg/täglich führte zu keinem durchschlagenden Erfolg." 

Med. pract. E.___ nannte im Bericht an den Hausarzt das Unfalldatum unzutreffend mit 

dem 9. Dezember 2002 und berichtete: "Seit diesem Zeitpunkt klagt der Patient über 

zuvor nie aufgetretene, streng rechtsseitige Migräne-Attacken von meist 2-3 Tagen 

Dauer, Frequenz durchschnittlich 4-7/Monat, mit Übelkeit, Phono-/Photophobie und 

deutlicher Verstärkung durch körperliche Aktivität." In der Beurteilung hielt er fest: 

"Dass die Migräne streng rechtsseitig auftritt und nicht wenigstens gelegentlich auch 

auf der anderen Seite, ist als Indiz für eine symptomatische Form zu werten; aus 

neurologischer Sicht besteht kein Zweifel, dass es sich um eine posttraumatische 

Migräne-Form handelt." (UV-act. 15) - Eine Begründung von Dr. C.___ oder med. pract. 

E.___, weshalb die zeitlich nach dem Unfall aufgetretene Migräne auch durch diesen 

verursacht worden sei, findet sich nicht. Selbst im Bericht vom 27. März 2008 (UV-act. 

129 Beilage 1) bezog sich der praktische Arzt einzig auf die nochmals neu erfragten 

Angaben des Beschwerdeführers, die sich durch die unfallnahen Arztberichte und die 

Krankengeschichte von Dr. C.___, wie in den vorstehenden Erwägungen 2.1 und 2.2 

dargestellt, nicht stützen lassen. Med. pract. E.___ liess durch seine Darstellungen 

auch den unzutreffenden Eindruck entstehen, die Migräne-Attacken seien seit dem 

Unfall in der beschriebenen Häufigkeit aufgetreten, was sich durch die Berichte und die 

Krankengeschichte von Dr. C.___ und die Tatsache, dass er seinen Patienten erst nach 

zwei Jahren neurologisch untersuchen liess, ebenfalls nicht stützen lässt. Das einzige 

eigentliche Argument, die Migräne sei nach dem Unfall aufgetreten und auf diesen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 34/37

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zurückzuführen, weil der Beschwerdeführer davor nicht an solchen Beschwerden 

gelitten habe, ist nach ständiger Rechtsprechung beweisrechtlich für sich allein nicht 

ergiebig ("post hoc ergo propter hoc" vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 E. 7.2.4 S. 54 mit 

Hinweisen).

3.2    Dr. F.___ stützte seine Aktenbeurteilung vom 24. Mai 2005 in erster Linie auf die 

Angaben von med. pract. E.___ (UV-act. 23). Er ging somit fälschlicherweise von einer 

Kopfkontusion und einem nicht zutreffenden zeitlichen Zusammenhang aus. Auf seine 

Beurteilung, die Symptomatik sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, kann daher 

nicht abgestellt werden.

3.3    Dr. G.___ machte anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 30. März 2006 

eine Bestandesaufnahme und stützte sich auf die vorhandenen Beurteilungen. Er 

veranlasste eine Verlaufsbeurteilung durch med. pract. E.___ (UV-act. 35). Dieser 

berichtete am 5. Mai 2006 über den Verlauf der Migräne, die Wirkung der seither 

eingesetzten Medikamente sowie über eine gewisse Besserung, seitdem der Patient 

krank geschrieben worden sei. Auch in diesem Bericht führte er die Migräne einzig 

nach der Formel "post hoc ergo propter hoc" auf den Unfall zurück (UV-act. 36). Die 

Stellungnahmen von med. pract. E.___ vom 7. Februar 2007 (UV-act. 52) und von 

Dr. C.___ vom 5. Februar bzw. 10. März 2007 (UV-act. 57f.) setzen sich mit der 

migränebedingten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auseinander und 

enthalten keine Hinweise zur Kausalität dieser Beschwerden.

3.4    Die neurologische Beurteilung durch Dr. H.___ am 12. März 2008 (UV-act. 97) 

stützt sich auf das ganze bisherige Aktendossier, wobei der Neurologe auftragsgemäss 

den Schwerpunkt auf die medizinischen Akten richtete. Der Unfalluntersuchungsbericht 

vom Mai 2002 (UV-act. 129 Beilage 2) und die Krankengeschichte von Dr. C.___ (act. 

G 1.1) lagen ihm dabei nicht vor, was der Beschwerdeführer rügt. Wie in Erwägung 2 

ausgeführt, nannte der Unfalluntersuchungsbericht aus unbekannter Quelle zwar 

Kopfschmerzen, doch wird diese Angabe durch kein unfallnahes Dokument gestützt, 

insbesondere nicht durch die medizinischen Unterlagen. Dr. H.___ durfte davon aus-

gehen, dass Dr. C.___ seine Berichte an die Unfallversicherung aufgrund der 

Krankengeschichte schrieb und alle relevanten Fakten aufführte. Hätte ihm auch die 

Krankengeschichte vorgelegen, hätte er festgestellt, dass unfallnah keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 35/37

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Kopfschmerzen dokumentiert wurden, am 19. März 2002 ein einmaliger Hinweis auf 

eine Migräne verzeichnet war und Migräne-Beschwerden erst wieder ab Ende 2003 

berichtet wurden. Dr. H.___ verneinte eine überwiegend wahrscheinliche 

Unfallkausalität der migräneartigen Kopfschmerzen aufgrund der Kontusion an linkem 

Arm bzw. Schulter (Unfallmechanismus), der unfallnahen Dokumente und des 

Beschwerdeverlaufs (fehlende Brückensymptomatik, Progredienz der Beschwerden 

und Therapieresistenz). Die Kenntnis des einmaligen Hinweises auf eine Migräne in der 

Krankengeschichte am 19. März 2002 hätte ihm zwar nicht erlaubt, von einer 

erstmaligen Nennung von Kopfschmerzen ein Jahr und neun Monate nach dem Unfall 

zu schreiben, die übrigen Grundlagen und Folgerungen seiner Beurteilung hätten aber 

genau gleich bleiben können. - Trotz der Kritik des Beschwerdeführers und seines 

Rechtsvertreters erfüllt die Aktenbeurteilung von Dr. H.___ die Anforderungen gemäss 

der Rechtsprechung: Sämtliche Akten, die von der Beschwerdegegnerin bis zu jenem 

Zeitpunkt zur Dokumentation zusammengetragen worden waren, inklusive eine 

Schilderung des Unfallhergangs durch den Beschwerdeführer selbst, lagen dem 

Neurologen vor. Sie erlaubten ihm, sich ein umfassendes Bild zu machen. Die 

Beurteilung von Dr. H.___ erscheint als schlüssig, ist nachvollziehbar begründet und in 

sich widerspruchsfrei. Es bestehen auch keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. 

Deshalb darf vorliegend auf die neurologische Beurteilung von Dr. H.___ abgestellt 

werden.

3.5    Der Beschwerdeführer lässt weiter anführen, laut SIVM-Gutachten vom 

13. Februar 2009 lägen als Folge des Unfalls vom 9. Februar 2002 eine 

posttraumatische Migräne und ein intermittierendes, leichtes Cervicalsyndrom vor, 

womit die natürliche Kausalität bestätigt werde (act. G  13.1). Das SIVM-Gutachten war 

von der IV in Auftrag gegeben worden und hatte sich nicht mit Kausalitätsfragen zu 

befassen. Die Aktenzusammenfassung des Gutachtens lässt darauf schliessen, dass 

den Gutachtern das Arztzeugnis von Dr. C.___ vom 29. Juli 2003 nicht zur Verfügung 

stand, das die Wiederaufnahme der Behandlung wegen eines posttraumatischen 

Cervicalsyndroms dokumentiert und keinerlei Hinweise auf Kopfschmerzen oder 

Migräne-Beschwerden enthält (UV-act. 9). Den Gutachtern standen die übrigen 

medizinischen Unterlagen der Suva vollständig zur Verfügung. Sie erkannten die 

Widersprüchlichkeit der Aktenlage bezüglich Bewusstlosigkeit und Commotio cerebri 

und stellten fest, dass die Akten unterschiedliche Angaben bezüglich Erstmanifestation 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 36/37

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der Migräne enthalten. Dennoch stützten sie sich sieben Jahre nach dem Unfall ohne 

nähere Begründung und ohne Diskussion der Widersprüche auf die Angaben des 

Beschwerdeführers. Das SIVM-Gutachten kann daher nicht als nachvollziehbar 

begründet und widerspruchsfrei bezeichnet werden. Insbesondere ist damit weder der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Migräne-Beschwerden und dem Unfall 

vom 9. Februar 2002 überwiegend wahrscheinlich erstellt, noch ist dargetan, dass sich 

diese Beschwerden - entgegen den unfallnahen Akten - bereits am Unfalltag oder kurz 

danach manifestierten.

3.6    Der Beschwerdeführer lässt weiter beantragen, beim SIVM sei ein 

Zusatzgutachten in Auftrag zu geben, sollte die Kausalität weiterhin bestritten werden. 

Es ist nicht anzunehmen, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung 

des vorliegend relevanten Sachverhalts, insbesondere für die Würdigung der 

unfallnahen Akten, neue Erkenntnisse bringen. Deshalb kann in antizipierter 

Beweiswürdigung darauf verzichtet werden (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.3 S. 234 und BGE 

131 I 153 E. 3 S. 157 je mit Hinweisen).

3.7    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die unfallnahen medizinischen Akten 

weder einen Hinweis auf eine Kontusion des Kopfs noch auf Kopfschmerzen enthalten 

und diesbezüglich der ebenfalls unfallnahen Schilderung des Beschwerdeführers 

entsprechen. Alle Berichte, die die Migräne kausal dem Unfall zuordnen, tun dies allein 

aufgrund der unergiebigen Formel "post hoc ergo propter hoc". Sie gehen dabei 

weitgehend davon aus, der Beschwerdeführer sei von einem herabfallenden 

Gegenstand am Nacken und Hinterkopf getroffen worden, was nicht dem echtzeitlich 

erhobenen Ablauf entspricht. Demgegenüber wird einzig von Dr. H.___ eine 

umfassende Gesamtwürdigung der (medizinischen) Akten vorgenommen und gestützt 

darauf die Unfallkausalität der migräneartigen Kopfschmerzen überzeugend als nicht 

überwiegend wahrscheinlich dargestellt. In Würdigung der gesamten Aktenlage muss 

der natürliche Kausalzusammenhang der Migräne-Beschwerden zum Unfall vom 

9. Februar 2002 verneint werden. Der adäquate Kausalzusammenhang ist demnach 

nicht mehr zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen somit zu Recht per 

31. März 2008 eingestellt und eine weitere Leistungspflicht verneint.

4.         

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 37/37

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4.1     Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) keine zu erheben.

4.2 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu 

berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes, 

sGS 963.70). Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers 

gestatten, kann er zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat 

entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 des st. gallischen 

Zivilprozessgesetzes, systematische Gesetzessammlung des Kantons St. Gallen [sGS] 

961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des st. gallischen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Am 21. Januar 2010 reichte der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers eine Honorarnote über Fr. 4'317.25 (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) ein (act. G 18). Der eingereichten Honorarnote kann nicht entsprochen 

werden. Die Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGs 963.75) sieht 

für die Verwaltungsrechtspflege das Pauschalhonorar als Regelfall vor. In 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren spricht das Versicherungsgericht regelmässig 

eine pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.-- und Fr. 4'500.-- zu. In Würdigung 

aller Umstände wird die Parteientschädigung auf Fr. 3'200.-- (80% von Fr. 4'000.-- inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgelegt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit 

Fr. 3'200.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2010
	Art. 6, 10 und 16 UVG, Art. 11 UVV: Natürlicher Kausalzusammenhang einer nach dem Unfall aufgetretenen Migräne aufgrund der unfallnahen Akten nicht erstellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2010, UV 2009/5).

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