# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a9d320e-61aa-5bc3-a5d7-e0dcf89068f3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.05.2018 ZK1 2018 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-32_2018-05-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

1 / 16

Ref.: Chur, 23. Mai 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 18 32 28. Mai 2018

(Mit Urteil 5A_547/2018 vom 12. Februar 2019 hat das Bundesgericht die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten 
war.)

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuarin ad hoc Hemmi

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
19. März 2018, mitgeteilt am 22. März 2018, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend Ergänzung einer bestehenden Beistandschaft,

hat sich ergeben:

2 / 16

I. Sachverhalt

A. Mit Schreiben vom 14. November 2016 reichte die Gemeinde O.1_____ bei 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Prättigau/Davos eine Ge-
fährdungsmeldung betreffend X._____ ein. Darin wurde unter anderem ausge-
führt, dass X._____ seit Juli 2013 den Vorsitz bei der A._____ inne habe, welche 
das Vermögen der Familie (Liegenschaft, Kunstbilder etc.) verwalte. X._____ wei-
se aktuell gegenüber der Gemeinde beträchtliche Schulden auf (offene Gebühren-
rechnungen und offene Liegenschaftssteuerrechnungen). Aufgrund mangelnder 
Liquidität sei sie gegenwärtig und voraussichtlich auch weiterhin nicht in der Lage, 
ihre Schulden gegenüber der Gemeinde zu tilgen. Ein Begleichen der Schulden 
mittels Verkauf/Abtretung ihrer Liegenschaft an die Gemeinde lehne sie vehement 
ab. Da sie schon seit längerer Zeit keiner beruflichen Tätigkeit nachgehe, sei es 
ihr zudem nicht möglich, die offenen privaten Steuerrechnungen zu begleichen. 
Mehrere Versuche, X._____ zur Vernunft zu bringen, seien gescheitert. Diskussi-
onen zu einer Lösungsfindung in Bezug auf ihre offenen Rechnungen habe sie 
stets abgelehnt (vgl. KESB act. 2.2).

B.1. Mit Schreiben vom 21. November 2016 wollte die KESB Prättigau/Davos 
X._____ darüber informieren, dass ein Abklärungsverfahren eröffnet wurde, und 
sie zu einer ersten Besprechung einladen. Dieses und ein weiteres Schreiben vom 
23. November 2016 wurden allerdings von der Post mit Vermerk "Empfänger 
konnte unter angegebener Adresse nicht ermittelt werden" an die Absenderin re-
tourniert. Am 16. Dezember 2016 wurde ein erneutes Schreiben betreffend die 
Eröffnung eines Abklärungsverfahrens beim Haus von X._____ deponiert (vgl. 
KESB act. 3, 4, 5, 6 und 8).

2. Am 16. Dezember 2016 teilte X._____ der KESB Prättigau/Davos telefo-
nisch mit, dass sie keine Probleme habe und deshalb an der Besprechung nicht 
teilnehmen werde (vgl. KESB act. 9).

C.1. Mit Verfügung vom 4. Januar 2016 (recte: 2017) wurde X._____ durch 
pract. med. B._____, Allgemeine Innere Medizin/Notarzt, gestützt auf Art. 426 und 
429 f. ZGB in der Klinik C._____ in O.2_____ fürsorgerisch untergebracht. Als 
Grund für die Einweisung wurde eine akute Psychose angegeben (vgl. KESB act. 
10).

3 / 16

2. Anlässlich des Besuchs der KESB Prättigau/Davos in der Klinik C._____ 
vom 13. Januar 2017 zeigte sich X._____ über die Möglichkeit der Errichtung ei-
ner Beistandschaft erfreut (vgl. KESB act. 12).

D. Mit Entscheid vom 2. Februar 2017, mitgeteilt am 3. Februar 2017, erkannte 
die Kollegialbehörde der KESB Prättigau/Davos wie folgt (vgl. KESB act. 20):

"1. Für X._____ wird eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht 
(Art. 390 ZGB) errichtet.

2. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, X._____ 
im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den 
nachfolgend aufgelisteten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und 
soweit nötig bei allen damit verbundenen Handlungen (Administration, 
Rechtsverkehr) zu vertreten:

a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten 
Einkommens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebens-
kosten, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, 
sorgfältige Verwaltung sämtlicher Mobilien und Immobilien, Verkehr 
mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten);

b. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, 
Gemeinden, Betreibungsamt;

c. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versi-
cherungsdeckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesonde-
re Sozialversicherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);

d. die Interessen von X._____ als Hauptaktionärin der A._____ umfas-
send wahrzunehmen und sie nötigenfalls zu vertreten;

e. soweit erforderlich die Post von X._____ zu öffnen.

3. Bezüglich Ernennung einer Beistandsperson für X._____ wird verfügt:

a. D._____, O.3_____ wird zum Beistand ernannt;

b. der Aufwand im Rahmen der ordentlichen Mandatsführung wird mit 
einem Stundenansatz von Fr. 180.-- (exkl. Aufwand Sekretari-
at/Buchhaltung, zuzgl. Spesen und MWST), und für das Sekretariat/die 
Buchhaltung bei Treuhandmandaten einen Stundenansatz von Fr. 
100.-- (inkl. Spesen und MWST) entschädigt;

c. der Bezug der Entschädigung aus dem Vermögen von X._____ ist 
erst nach der Festsetzung durch die KESB und die entsprechende 
Ermächtigung zulässig.

4. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde:

a. sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaf-
fen und mit X._____ persönlich Kontakt aufzunehmen;

b. ein Betriebskonto zu eröffnen, über das grundsätzlich sämtliche 
Einnahmen und Ausgaben abgewickelt werden, und die KESB zu-
sammen mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu in-
formieren;

4 / 16

c. ein persönliches Konto zu eröffnen, auf das X._____ regelmässig 
Beträge zur freien Verfügung überwiesen werden, und die KESB zu-
sammen mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu in-
formieren;

d. in Zusammenarbeit mit der KESB im Sinne der Erwägungen per Da-
tum dieses Entscheids ein Inventar über sämtliche zu verwaltenden 
Vermögenswerte aufzunehmen und dieses zusammen mit einem Bud-
get, das über die mutmasslichen Einnahmen und Ausgaben Auskunft 
gibt, spätestens zwei Monate nach Erhalt der Ernennungsurkunde zur 
Genehmigung einzureichen;

e. bei Banken und Versicherungen bestehende Vollmachten, Dauer-
aufträge, Lastschriftverfahren, Kontokarten, E-Banking-Verträge etc. 
zu prüfen und nötigenfalls zu widerrufen; die KESB ist zusammen mit 
dem Eingangsinventar darüber zu informieren;

f. Bargeld, Wertgegenstände und wichtige Dokumente sicher aufzu-
bewahren.

5. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. Der KESB jährlich (erstmals per 31.01.2018) die Rechnung samt 
Belegen sowie einen schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführun-
gen über die Rechnungsführung und Vermögensentwicklung, die Lage 
von X._____ und die Ausübung der Beistandschaft) und ein aktuelles 
Budget einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von X._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit 
einem Bericht zu informieren und allenfalls eine geeignete Anpassung 
oder die Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen.

6. Die Kosten im Verfahren Errichtung Beistandschaft werden auf Fr. 
500.-- festgesetzt und beim Verfahren belassen.

7. (Rechtsmittelbelehrung)

8. (Mitteilung)."

E. Mit Schreiben vom 3. April 2017 informierte D._____ X._____ über ihre 
schwierige private wirtschaftliche Situation und die prekäre finanzielle Lage der 
A._____ (vgl. KESB act. 33).

F. Mit Entscheid vom 18. Mai 2017, mitgeteilt am 22. Mai 2017, erkannte der 
Leiter der KESB Prättigau/Davos wie folgt (vgl. KESB act. 36):

"1. Das Budget, das einen Vermögensrückschlag von rund Fr. 25'400.-- 
erwarten lässt, wird zur Kenntnis genommen.

2. Das angepasste Eingangsinventar über das für X._____ im Rahmen 
der Beistandschaft zu verwaltende Vermögen weist per 02.02.2017 
gesamthaft einen Passivsaldo von Fr. 22'253.87 aus und wird geneh-
migt. Die einzelnen Bestände gemäss der Vermögensübersicht im An-
hang sind als Anfangsbestände der Rechnung einzusetzen.

5 / 16

3. Zur Vermögensverwaltung wird festgestellt bzw. ergeht folgende Wei-
sung: zum Betriebskonto:

Die Beistandsperson wird angewiesen, das Konto Nr. CK _____ bei 
der E._____ (Privatkonto bis 60) als Betriebskonto zu verwenden und 
sämtliche Einnahmen auf dieses Konto überweisen zu lassen und dar-
aus sämtliche Ausgaben für den Lebensunterhalt zu bestreiten.

4. Folgende Anlagen sind im Sinne der Erwägungen innert angemesse-
ner Frist in zulässige Anlagen nach Art. 6 Abs. 1 lit. a - c VBVV umzu-
wandeln (Art. 8 Abs. 1 VBVV):

A._____, Aktienanteile, pro memoriam

5. Der Beistandsperson wird die Weisung erteilt, eine Inventarliste über 
den Inhalt des Schrankfachs Nr. _____ bei der E._____, lautend auf 
X._____, zu erstellen und der KESB einzureichen.

6. Die Verfügungsrechte über das bei Banken oder Versicherungen an-
gelegte Vermögen von X._____ werden so geregelt (Art. 9 Abs. 2 
VBVV), dass die Beistandsperson und X._____ über folgende Vermö-
genswerte je selbständig verfügen können:

a. Konto Nr. CK _____ bei der E._____ (Betriebskonto)

b. Konto Nr. 00 _____ bei der E._____ (Sparkonto)

c. Schrankfach Nr. _____ (Schrankfach)

d. Konto Nr. _____ bei der _____ (Sparkonto)

e. Konto Nr. _____ bei der F._____ (Sparkonto)

f. Konto Nr. _____ bei der G._____ (Freizügigkeitskonto)

7. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Genehmigung Eingangsinventar werden 
auf Fr. 700.-- festgesetzt.

b. Auf die Erhebung dieser Kosten sowie der Kosten gemäss Ent-
scheid vom 02.02.2017 (Fr. 500.--) im Totalbetrag von Fr. 1'200.-- wird 
aufgrund der besonderen Umstände verzichtet.

8. (Rechtsmittelbelehrung).

9. (Mitteilung)."

G. Mit Schreiben vom 28. Juli 2017 teilte D._____ der KESB Prättigau/Davos 
weitere Erkenntnisse über die finanzielle Situation von X._____ mit. Dabei führte 
er insbesondere aus, lediglich der Verkauf der Liegenschaft der A._____ würde 
die wirtschaftlichen Schwierigkeiten lösen können. Allerdings lehne X._____ den 
Verkauf der Liegenschaft entschieden ab (vgl. KESB act. 42).

H. Mit Schreiben vom 1. September 2017 an die KESB Prättigau/Davos stellte 
D._____ den Antrag, X._____ sei die Handlungsfähigkeit betreffend Einkommens- 
und Vermögensverwaltung, Abschluss von Verträgen und Einreichung von Klagen 
zu entziehen. Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, dass X._____ sich 

6 / 16

sowie auch Dritten finanzielle Schäden zufüge, indem sie Dienstleitungen in An-
spruch nehme und Waren bestelle, obwohl sie wisse oder wissen müsste, dass für 
die Begleichung der entsprechenden Forderungen keine Mittel zur Verfügung 
stünden. Durch dieses Verhalten könne sie sich auch im Sinne des Strafgesetzbu-
ches strafbar machen. Im Weiteren ergreife sie sinnlose Rechtsmittel gegen Ge-
richtsurteile oder reiche sinn- und zwecklose Klagen ein (vgl. KESB act. 44).

I. In der Folge scheiterten mehrere Versuche, X._____ zu einer Behördensi-
tzung bei der KESB Prättigau/Davos vorzuladen. Schliesslich wurde am 21. Sep-
tember 2017 die Vorladung zu einer Behördensitzung vor die Tür von X._____ 
gelegt (vgl. KESB act. 45, 46, 47, 48 und 49).

J.1. Am 5. Oktober 2017 wurde X._____ von der KESB Prättigau/Davos hin-
sichtlich Erstellung eines Gutachtens betreffend Urteilsfähigkeit in Bezug auf Ein-
kommens- und Vermögensverwaltung sowie Wohnen angehört. Anlässlich dieser 
Anhörung machte X._____ teilweise wirre Aussagen und zeigte sich bezüglich des 
Verkaufs der Liegenschaft uneinsichtig (vgl. KESB act. 54).

2. Mit verfahrensleitender Verfügung des Leiters der KESB Prättigau/Davos 
vom 20. Oktober 2017, mitgeteilt gleichentags, wurde für X._____ gestützt auf Art. 
446 Abs. 2 ZGB eine ambulante Begutachtung durch die Psychiatrischen Dienste 
Graubünden (PDGR), O.2_____, angeordnet (vgl. KESB act. 55).

K. Mit Schreiben vom 22. November 2017 teilte die Gemeinde O.1_____ 
D._____ mit, dass sie bereit sei, für die Begleichung sämtlicher offenen Forderun-
gen eine letzte Nachfrist bis am 31. März 2018 zu gewähren. Sollte innert dieser 
Nachfrist kein entsprechender Zahlungseingang verzeichnet werden, werde das 
Verwertungsbegehren für das Grundstück gestellt (vgl. KESB act. 57).

L. Am 21. Februar 2018 reichte die PDGR das psychiatrische Gutachten be-
treffend Abklärung der Urteilsfähigkeit der KESB Prättigau/Davos ein. Darin wurde 
als Hauptdiagnose eine paranoide Schizophrenie festgestellt (ICD-10 F20.0). Die 
Gutachter führten insbesondere aus, dass bei X._____ die Wahrnehmung und 
Urteilungsfähigkeit von Geld und Werten, insbesondere die Urteils- und Hand-
lungsfähigkeit in Bezug auf den dringend notwendigen Verkauf der selbst bewohn-
ten Liegenschaft zum Untersuchungszeitpunkt nicht gegeben sei. Zur Erledigung 
finanzieller und administrativer Belange sei zum jetzigen Zeitpunkt und im weite-
ren Verlauf Unterstützung notwendig (vgl. KESB act. 58).

7 / 16

M. Mit E-Mail der D._____ vom 14. März 2018 wurde die KESB Prätti-
gau/Davos über das Verwertungsbegehren der Steuerverwaltung des Kantons 
Graubünden und das entsprechende Antwortschreiben von D._____ in Kenntnis 
gesetzt (vgl. KESB act. 61).

N.1. Am 19. März 2018 wurde X._____ von der KESB Prättigau/Davos betref-
fend Einschränkung der Handlungsfähigkeit/Anpassung der Massnahme angehört. 
Anlässlich dieser Anhörung zeigte sich X._____ bezüglich des Liegenschaftsver-
kaufs uneinsichtig (vgl. KESB act. 63).

2. Mit Entscheid vom 19. März 2018, mitgeteilt am 22. März 2018, erkannte 
die Kollegialbehörde der KESB Prättigau/Davos wie folgt (vgl. KESB act. 66):

"1. Die für X._____ geführte Massnahme wird vorbehältlich der Voll-
streckbarkeit dieses Entscheids per 22.03.2018 wie folgt erweitert: 
Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Pati-
entenverfügung für das gesundheitliche Wohl von X._____ sowie für 
hinreichende medizinische Betreuung besorgt zu sein (insbesondere 
Verkehr mit Ärzten und anderem medizinischen Betreuungspersonal, 
Prävention), wobei das Vertretungsrecht für medizinische Massnah-
men bei Urteilsunfähigkeit (Art. 378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich 
eingeschlossen ist.

2. H._____ (Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos) wird zur Beiständin 
von X._____ im Bereich Medizin und Gesundheit ernannt.

3. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen 
Kenntnisse zu verschaffen und mit X._____, dem Beistand D._____, 
O.3_____, sowie I._____, O.2_____, persönlich Kontakt aufzuneh-
men.

4. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. Der KESB jährlich (erstmals per 28.01.2019) einen schriftlichen Re-
chenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage von X._____ und die 
Ausübung der Beistandschaft, Ausblick mit Empfehlungen) einzurei-
chen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von X._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit 
einem Bericht zu informieren und allenfalls ein geeignetes Vorgehen 
zu empfehlen.

5. Die Handlungsfähigkeit von X._____ wird für folgenden Bereich entzo-
gen (Art. 394 Abs. 2 ZGB): Einkommens- und Vermögensverwaltung, 
Verkauf der Liegenschaft und sämtliche mit der A._____ im Zusam-
menhang stehenden Rechtsgeschäfte.

6. Die Kosten im Verfahren Anpassung Massnahme/Beschränkung der 
Handlungsfähigkeit (inkl. Gutachterkosten von Fr. 3'770.--) werden auf 
Fr. 5'270.-- festgesetzt und beim Verfahren belassen.

8 / 16

7. (Rechtsmittelbelehrung. Die aufschiebende Wirkung einer Beschwerde 
ist entzogen [Art. 450c ZGB]).

8. (Mitteilung)."

Zur Begründung des Entzugs der Handlungsfähigkeit wurde im Wesentlichen auf 
das psychiatrische Gutachten der PDGR vom 21. Februar 2018 abgestellt. Zudem 
wurde ausgeführt, dass X._____ als Verwaltungsratspräsidentin der A._____ nicht 
in der Lage sei, die Übersicht über die anstehenden Rechtsgeschäfte im Zusam-
menhang mit der besagten Gesellschaft zu behalten. Es seien notwendige Schritte 
zu unternehmen, um X._____ auch diesbezüglich zu entlasten. Dies insbesondere 
deshalb, weil auf betreibungsrechtlichem Weg eine Zwangsverwertung der Lie-
genschaft der A._____ verlangt worden sei. Dies rechtfertige, die Handlungsfähig-
keit von X._____ in den Bereichen Einkommens- und Vermögensverwaltung so-
wie Verkauf der Liegenschaft und sämtliche mit der A._____ im Zusammenhang 
stehenden Rechtsgeschäfte einzuschränken.

O. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Schreiben 
vom 28. März 2018 (Eingang 4. April 2018) Beschwerde bei der KESB Prätti-
gau/Davos, welche die Eingabe am 5. April 2018 zuständigkeitshalber an das 
Kantonsgericht von Graubünden weiterleitete. Die Beschwerdeführerin beantragte, 
der Entzug ihrer Handlungsfähigkeit sei aufzuheben. Hingegen wurden die Erwei-
terung der bestehenden Vertretungsbeistandschaft für die Bereiche Medizin und 
Gesundheit und die Einsetzung von H._____ als Beiständin für die besagten Be-
reiche nicht angefochten (vgl. act. A.1 und KESB act. 73).

P. Die KESB Prättigau/Davos beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 
26. April 2018 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die 
Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen. Sie verzichte-
te auf eine einlässliche Beschwerdeantwort und verwies auf die Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid sowie die Akten (vgl. act. A.2).

Q. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird der Endentscheid der KESB 
Prättigau/Davos vom 19. März 2018, mitgeteilt am 22. März 2018, betreffend An-

9 / 16

passung der bestehenden Massnahme/Beschränkung der Handlungsfähigkeit an-
gefochten. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen einen derartigen Entscheid 
beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kan-
tonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Intern fällt 
die Zuständigkeit zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde der I. Zivilkammer 
zu (vgl. Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; BR 173.100] in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 EGzZGB). Zur Beschwerde 
legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Per-
sonen und damit in erster Linie die von der Anordnung der KESB direkt betroffene 
Person (vgl. Daniel Steck, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 29 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, 
Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB). 
Die Beschwerdeführerin ist somit als unmittelbar Betroffene des angefochtenen 
Entscheids klar zu dessen Anfechtung legitimiert.

1.2. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerdeführerin reichte ihre Be-
schwerde innert der Rechtsmittelfrist bei der KESB Prättigau/Davos ein, welche 
die Eingabe zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht von Graubünden weiter-
leitete (vgl. act. A.1 und KESB act. 73).

1.3. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen 
(Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht keine hohen Anforderungen ge-
stellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 
2006, BBI 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Vor-
liegend ist aus dem Kontext der Beschwerdeschrift vom 28. März 2018 ersichtlich, 
dass die Beschwerdeführerin die Aufhebung des angeordneten Entzugs ihrer 
Handlungsfähigkeit hinsichtlich der Bereiche Einkommens- und Vermögensverwal-
tung, Verkauf der Liegenschaft und sämtliche mit der A._____ im Zusammenhang 
stehenden Rechtsgeschäfte beantragt (vgl. act. A.1), womit das Rechtsmittel im 
Übrigen auch formgerecht eingereicht wurde und auf die Beschwerde daher einzu-
treten ist.

1.4. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Erwachsenen-
schutzbehörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt 
(Art. 450c ZGB). Vorliegend wurde gemäss Dispositiv-Ziffer 7 des angefochtenen 
Entscheids dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen (vgl. KESB 

10 / 16

act. 66). Für das Kantonsgericht von Graubünden als Beschwerdeinstanz besteht 
kein Grund, diesen Entscheid der KESB Prättigau/Davos zu ändern.

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die entsprechenden kantona-
len Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB und Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 
bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer münd-
lichen Hauptverhandlung entscheiden.

2.2. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB mit weiteren Hinweisen). 
Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-
chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Diese Verfahrensgrundsätze beziehen 
sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und 
erstrecken sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Ver-
fahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle Mar-
ti, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 
5. Aufl., Basel 2014, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Daniel Steck, in: 
Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 
2013, N 7 zu Art. 446 ZGB; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 446 ZGB). Da 
die Behörde nur erforderliche Massnahmen verfügen darf und das Recht von Am-
tes wegen anzuwenden hat (Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist die Beurteilung der Verfah-
rensbeteiligten über die Notwendigkeit einer Massnahme grundsätzlich ohne Be-
deutung für den Entscheid der KESB bzw. der Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph 
Auer/Michèle Marti, a.a.O., N 40 zu Art. 446 ZGB).

2.3. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft Erwachsenenschutz, a.a.O., S. 7085; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu 
Art. 450a ZGB). Der Begriff der Rechtsverletzung umfasst jede unrichtige Anwen-

11 / 16

dung und Auslegung des eidgenössischen oder kantonalen Rechts, sowie falsche 
Anwendung oder Nichtanwendung ausländischen Rechts (vgl. Botschaft Erwach-
senenschutz, a.a.O., S. 7085). Gegenstand der Rechtskontrolle ist auch die Prü-
fung, ob die Schranken des Ermessens eingehalten sind, und die Prüfung der 
Verhältnismässigkeit (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 11 zu Art. 450a ZGB mit weite-
ren Hinweisen; Hermann Schmid, a.a.O., N 3 zu Art. 450a ZGB). Die Rüge der 
unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
erlaubt eine umfassende Überprüfung des Sachverhalts, ohne auf die Willkürrüge 
beschränkt zu sein. Im Vordergrund stehen Rügen von aktenwidrigen Feststellun-
gen. Beruht eine tatsächliche Feststellung auf unrichtiger Rechtsanwendung, 
kommt der Rügegrund der Rechtsverletzung zur Anwendung (vgl. Daniel Steck, 
a.a.O., N 12 f. zu Art. 450a ZGB). Die Rüge der Unangemessenheit ermöglicht 
eine umfassende Überprüfung der Handhabung des Ermessens durch die Vor-
instanz (vgl. Daniel Steck, a.a.O., N 14 zu Art. 450a ZGB; Hermann Schmid, 
a.a.O., N 4 zu Art. 450a ZGB). Es kann folglich die blosse Unangemessenheit 
gerügt werden, nicht nur - wie im Verfahren vor Bundesgericht - Ermessensmiss-
brauch, Ermessensüberschreitung und Ermessensunterschreitung (vgl. Daniel 
Steck, a.a.O., N 16 zu Art. 450a ZGB). Unter Art. 450a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB fällt 
auch die Angemessenheitskontrolle, folglich die Prüfung der Zweckmässigkeit und 
Angemessenheit der angefochtenen Anordnung.

3.1. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 2. Februar 2017, mitgeteilt am 
3. Februar 2017, errichtete die KESB Prättigau/Davos für die Beschwerdeführerin 
eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung 
gemäss Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 ZGB. Im Rahmen dieser Massnahme 
wurde die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt (vgl. 
KESB act. 20). Allerdings entzog die KESB Prättigau/Davos mit Entscheid der Kol-
legialbehörde vom 19. März 2018, mitgeteilt am 22. März 2018, der Beschwerde-
führerin gestützt auf Art. 394 Abs. 2 ZGB die Handlungsfähigkeit in Bezug auf die 
Bereiche Einkommens- und Vermögensverwaltung, Verkauf der Liegenschaft und 
sämtliche mit der A._____ im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte (vgl. 
KESB act. 66). Die Beschwerdeführerin stellt sich nun gegen den Entzug ihrer 
Handlungsfähigkeit und beantragt die Aufhebung des entsprechenden Entscheids. 
Sie macht insbesondere geltend, dass es nicht in ihrem Interesse sei, lediglich 
teilweise handlungsfähig zu sein. Der Entzug ihrer Handlungsfähigkeit sei nicht 
verhältnismässig (vgl. act. A.1). Zu prüfen ist vorliegendenfalls somit, ob die KESB 
Prättigau/Davos zu Recht die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin hin-
sichtlich der genannten Bereiche entzogen hat.

12 / 16

3.2. Die Vertretungsbeistandschaft schränkt die Handlungsfähigkeit der verbei-
ständeten Person grundsätzlich nicht ein (Art. 394 Abs. 2 ZGB e contrario), also 
auch nicht bezüglich der Vermögensverwaltung (Art. 394 Abs. 3 ZGB e contrario). 
Allerdings kann die KESB gemäss Art. 394 Abs. 2 ZGB die Handlungsfähigkeit der 
betroffenen Person in Bezug auf bestimmte Angelegenheiten einschränken, auch 
hinsichtlich der Verwaltung der Einkünfte und des Vermögens oder von Teilen da-
von (Art. 394 Abs. 3 ZGB e contrario). Durch die Einschränkung der Handlungs-
fähigkeit verliert die betroffene Person die entsprechende Verpflichtungs- und Ver-
fügungsbefugnis, womit das entsprechende Vermögen vollumfänglich geschützt 
ist. Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person darf nur soweit eingeschränkt 
werden, als dies unbedingt erforderlich ist, also "wohldosiert" und falladäquat. An-
dernfalls wäre die Anordnung unverhältnismässig (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Blosse 
Sturheit, Besserwisserei oder Zögerlichkeit seitens der betroffenen Person genü-
gen in der Regel nicht zur Einschränkung der Handlungsfähigkeit, da diese nicht 
dazu missbraucht werden darf, um sich eine mühsame Auseinandersetzung mit 
der betroffenen Person zu ersparen. Eine entsprechende Einschränkung der 
Handlungsfähigkeit kann z.B. unumgänglich sein, wenn die betroffene Person mit 
der dringend erforderlichen Verwaltung ihres Vermögens oder ihrer Einkünfte 
durch den Beistand nicht (mehr) einverstanden ist und ihr Vermögen herausver-
langt bzw. fordert, dass ihre Einkünfte nicht dem Beistand, sondern ihr direkt aus-
bezahlt werden. Eine lediglich punktuelle Einschränkung der Handlungsfähigkeit 
kann sich etwa aufdrängen, falls die betroffene Person eine geordnete Vermö-
gensverwaltung durch den Beistand durch Leasing- oder Kreditgeschäfte torpe-
diert (vgl. zum Ganzen Helmut Henkel, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 33 zu Art. 394 ZGB und 
N 23 zu Art. 395 ZGB; je mit weiteren Hinweisen). 

3.3. Vorliegend sind die genannten Voraussetzungen für den Entzug der Hand-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Auffassung des streitberufenen Ge-
richts gegeben. Zu erwähnen ist einmal, dass die persönliche wirtschaftliche Situa-
tion der Beschwerdeführerin sowie die finanzielle Lage der A._____ prekär sind. 
So kann zunächst der Gefährdungsmeldung der Gemeinde O.1_____ vom 14. 
November 2016 an die KESB Prättigau/Davos entnommen werden, dass die Be-
schwerdeführerin seit Juli 2013 den Vorsitz bei der A._____ inne habe, welche 
das Vermögen der Familie (Liegenschaft, Kunstbilder etc.) verwalte. Die Be-
schwerdeführerin weise aktuell gegenüber der Gemeinde beträchtliche Schulden 
auf (offene Gebührenrechnungen und offene Liegenschaftssteuerrechnungen). 
Aufgrund mangelnder Liquidität sei sie gegenwärtig und voraussichtlich auch wei-

13 / 16

terhin nicht in der Lage, ihre Schulden gegenüber der Gemeinde zu tilgen. Ein Be-
gleichen der Schulden mittels Verkauf/Abtretung ihrer Liegenschaft an die Ge-
meinde lehne sie vehement ab. Da die Beschwerdeführerin schon seit längerer 
Zeit auch keiner beruflichen Tätigkeit nachgehe, sei es ihr zudem nicht möglich, 
die offenen privaten Steuerrechnungen (Bundes-, Kantons- und Gemeindesteu-
ern) zu begleichen. Zahlreiche von ihr eingereichten Steuererlassgesuche seien 
abschlägig beurteilt worden. Mehrere Versuche, die Beschwerdeführerin zur Ver-
nunft zu bringen, seien gescheitert. Diskussionen zu einer Lösungsfindung in Be-
zug auf ihre offenen Rechnungen habe sie stets abgelehnt (vgl. KESB act. 2.2). 
Sodann ist auf das Schreiben von D._____ an die Beschwerdeführerin vom 3. 
April 2017 hinzuweisen. Darin führte er aus, dass gegen die Beschwerdeführerin 
persönlich sehr viele Betreibungen vorliegen würden und sich die privaten Schul-
den auf rund CHF 53'000.00 beliefen. Es bestehe allerhöchste Gefahr, dass der 
Beschwerdeführerin die Aktien bzw. die Liegenschaft auf dem Rechtsweg verlustig 
gehen würden. Um die privaten Gläubiger wenigstens teilweise entschädigen zu 
können, seien die Bilder deshalb umgehend und bestmöglichst zu verkaufen. Hin-
sichtlich der finanziellen Lage der A._____ teilte der Beistand mit, dass sich die 
kurz- bis mittelfristigen Schulden der Gesellschaft auf rund CHF 302'000.00 (inkl. 
Hypothek) beliefen. Das Vermögen bestehe im Wesentlichen aus der wertvollen 
Liegenschaft. Auch hier würden viele Betreibungen vorliegen und es bestehe al-
lerhöchste Gefahr, dass die Gesellschaft in Konkurs gerate und die Liegenschaft 
versteigert oder freihändig verkauft werde, wobei dann das Konkursamt vorschrei-
be, was zu tun sei, und nicht mehr die Aktionäre bzw. die Beschwerdeführerin als 
Verwaltungsratspräsidentin. Schliesslich stellte D._____ bezüglich des privaten 
Budgets der Beschwerdeführerin und des Gesellschaftsbudgets fest, dass selbst 
bei Begleichung der bestehenden Schulden die laufenden Einnahmen die laufen-
den Ausgaben nicht zu decken vermögen würden (vgl. KESB act. 33). Ferner kam 
der Beistand in seinem Schreiben vom 28. Juli 2017 an die KESB Prättigau/Davos 
zusammenfassend zum Schluss, dass weder die Beschwerdeführerin noch die 
A._____ über Einkommen/Erträge verfügen würden, um ihren Verpflichtungen 
nachkommen zu können. Lediglich der Verkauf der Liegenschaft der A._____ 
würde diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten lösen können. Allerdings werde es in 
der Praxis so sein, dass sich die Beschwerdeführerin nie freiwillig von der Liegen-
schaft trennen werde (vgl. KESB act. 42). Des Weiteren berichtete der Beistand in 
seinem Schreiben vom 1. September 2017 an die KESB Prättigau/Davos, dass die 
Beschwerdeführerin sich sowie auch Dritten finanzielle Schäden zufüge, indem sie 
Dienstleitungen in Anspruch nehme und Waren bestelle, obwohl sie wisse oder 
wissen müsste, dass für die Begleichung der entsprechenden Forderungen keine 

14 / 16

Mittel zur Verfügung stünden. Durch dieses Verhalten könne sich die Beschwerde-
führerin auch im Sinne des Strafgesetzbuches strafbar machen (vgl. KESB act. 
44). Schliesslich ist auf das psychiatrische Gutachten der PDGR betreffend Ab-
klärung der Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin vom 21. Februar 2018 hinzu-
weisen. Dieses macht deutlich, dass sich die Beschwerdeführerin wohl krank-
heitsbedingt uneinsichtig zeigt und den Blick für die Realität komplett verloren hat. 
So wurde als Hauptdiagnose eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) ge-
nannt; als Nebendiagnosen wurden eine rezidivierende depressive Störung (ICD-
10 F33.4), eine Störung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F13.25), 
eine Klaustrophobie (ICD-10 F40.2) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung 
mit paranoiden, sensitiven und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.0) angegeben. 
Die Gutachter führten insbesondere aus, dass sich die Beschwerdeführerin zum 
Zeitpunkt der Exploration psychisch nicht stabil gezeigt habe. Die Wahrnehmung 
und Urteilungsfähigkeit von Geld und Werten, insbesondere die Urteils- und Hand-
lungsfähigkeit in Bezug auf den dringend notwendigen Verkauf der selbst bewohn-
ten Liegenschaft sei zum Untersuchungszeitpunkt nicht gegeben. Zur Erledigung 
finanzieller und administrativer Belange sei zum jetzigen Zeitpunkt und im weite-
ren Verlauf Unterstützung notwendig (vgl. KESB act. 58). Überdies ist die Be-
schwerdeführerin als Verwaltungsratspräsidentin der A._____  wie die KESB 
Prättigau/Davos zu Recht ausführt  nicht in der Lage, die Übersicht über die an-
stehenden Rechtsgeschäfte im Zusammenhang mit der besagten Gesellschaft zu 
behalten. Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich, dass zur Abwendung weite-
ren Schadens für die Beschwerdeführerin und Begleichung der bereits relativ ho-
hen Schulden lediglich die Veräusserung der Liegenschaft der A._____ zu einem 
möglichst hohen Preis bleibt, zumal gegenwärtig kein Einkommen fliesst und der 
IV-Rentenanspruch der Beschwerdeführerin noch in Abklärung ist (vgl. KESB act. 
33 und 42). Wie der Beistand zutreffend ausführt, kann mit dem Erlös aus dem 
Verkauf der Liegenschaft  nach Bezahlung der Schulden  eine Vermögensanla-
ge getätigt werden, aus welcher die Beschwerdeführerin ihren Lebensbedarf be-
streiten kann. Der von der KESB Prättigau/Davos angeordnete Entzug der Hand-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Bereiche Einkommens- 
und Vermögensverwaltung, Verkauf der Liegenschaft und sämtliche mit der 
A._____ im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäften ist somit notwendig. 
Dies insbesondere deshalb, weil auf betreibungsrechtlichem Weg bereits eine 
Zwangsverwertung der Liegenschaft der A._____ verlangt wurde (vgl. KESB act. 
61).

15 / 16

3.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Entzug der Hand-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Bereiche Einkommens- und 
Vermögensverwaltung, Verkauf der Liegenschaft und sämtliche mit der A._____ 
im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte seitens der KESB Prätti-
gau/Davos völlig zu Recht angeordnet wurde. Die Einwände der Beschwerdefüh-
rerin erweisen sich somit als unbegründet und die Beschwerde ist abzuweisen. 

4. Nach Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren (VGZ; BR 320.210) beträgt die Entscheidgebühr in Verfahren der zivilrecht-
lichen Beschwerde zwischen CHF 500.00 und CHF 8'000.00. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens werden vorliegend auf CHF 1'500.00 festgesetzt. Die Kosten-
verteilung richtet sich nach den allgemeinen Regeln der ZPO (Art. 60 Abs. 2 EGz-
ZGB in Verbindung mit Art. 104 ff. ZPO). Dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend gehen die Kosten von CHF 1'500.00 zu Lasten der Beschwerdeführerin 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO).

16 / 16

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
von X._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: