# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e0ced0c-0746-511a-bb53-f9d58da3c939
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 16.09.2025 VR3 2024 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-80_2025-09-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 16. September 2025
mitgeteilt am 24. September 2025

Referenz VR3 24 80

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Zanolari Hasse, Aktuarin

Parteien A._____ GmbH
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Raphael Arnet

gegen

Gemeinde Zuoz
Chesa Cumünela, 7524 Zuoz
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michel Castelli

Gegenstand Baubewilligung/Baueinsprache

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Sachverhalt

A. Als Grundeigentümer des Grundstücks Nr. Z.1._____, Grundbuch der 
Gemeinde Zuoz, und Bauherr ersuchte B._____ mit Baugesuch vom 29. September 
2023 die Gemeinde Zuoz um Bewilligung eines Lüftungskamins auf dem Dach des 
Wohn- und Geschäftshauses Nr. Z.2._____, inklusive Abluftleitung für das im 
Gebäude befindliche Restaurant "C._____", an der D._____ Z.2._____ in Zuoz. Die 
Bauparzelle befindet sich in der Dorfkernzone (DK) und im Erhaltungsbereich. 

B. Nach Aufforderung seitens der Baubehörde reichte B._____ am 
12. Dezember 2023 überarbeitete und ergänzende Baugesuchsakten ein. Der 
Bericht der kommunalen Bauberaterin vom 11. Dezember 2023 wurde ebenfalls zu 
den Akten genommen.

C. Das Bauvorhaben wurde am 12. Dezember 2023 im kommunalen Publika-
tionsmedium publiziert und öffentlich aufgelegt. Während der Auflagefrist erhob am 
17. Januar 2024 die A._____ GmbH, mit Sitz in E._____, als Grundeigentümerin 
des an drei Seiten angrenzenden Grundstücks Nr. Z.3._____, Grundbuch der 
Gemeinde Zuoz, Einsprache und beantragte ein kosten- und 
entschädigungsfälliges Nichteintreten auf das Baugesuch vom 29. September 
2023/12. Dezember 2023 sowie eventualiter dessen Abweisung. Zur Begründung 
des Hauptantrags führte sie namentlich an, der Baubehörde sei aufgrund des 
Devolutiveffekts der gegen die Verfügung vom 5. Juli 2023 erhobene Beschwerde 
an das damalige Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren VR3 23 
66) betreffend Duldung des baurechts- und gastwirtschaftsrechtswidrigen Zustands 
des Betriebs des _____ladens die Verfahrensherrschaft entzogen. Die Baubehörde 
hätte infolgedessen auf das Baugesuch nicht eintreten dürfen, da sie nicht befugt 
sei, nur über den neu geplanten Lüftungskamin als Nebenanlagen zu entscheiden, 
ohne dabei den Betrieb des _____ladens als Ganzes materiell zu prüfen. In diesem 
Zusammenhang beantragte die A._____ GmbH in verfahrensrechtlicher Hinsicht 
unter anderem die sofortige Betriebsschliessung des _____ladens. Mit ihren zur 
Wahrung der Sorgfaltspflicht vorgetragenen materiellen Vorbringen rügte die 
A._____ GmbH namentlich die durch den Betrieb des Lüftungskamins 
einhergehende unzulässige Umweltbelastung. Schliesslich rügte sie die fehlende 
Profilierung des Bauvorhabens. 

D. In seiner Vernehmlassung vom 4. März 2024 beantragte B._____ die kosten- 
und entschädigungsfällige Abweisung der Einsprache unter Bewilligung des 
Baugesuchs. Die A._____ GmbH verzichtete mit Schreiben vom 13. Juni 2024 auf 
die Einreichung einer Stellungnahme.

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E. Mit Einsprache- und Bauentscheid vom 19. Juni 2024, mitgeteilt am 27. Juni 
2024, wies der Gemeinderat der Gemeinde Zuoz die Einsprache ab, soweit er 
darauf eintrat, und bewilligte das Baugesuch vom 29. September 
2023/12. Dezember 2023 für die Erstellung einer neuen Abluftanlage für das 
Restaurant im Erdgeschoss des Gebäudes Nr. Z.2._____ mit 
Nebenbestimmungen. Im Wesentlichen erachtete sich die Baubehörde als 
zuständig, in der Sache zu befinden, da das Verwaltungsgericht ihr nie verboten 
habe, über das absehbare Baugesuch zu entscheiden. Dem Baugesuch sei eine 
Expertise eines anerkannten Verbandsexperten für Abgastechnik beigelegt und 
dessen umweltrechtliche Konformität sei genügend nachgewiesen worden. 
Schliesslich sei aufgrund des bestehenden Kamins eine Profilierung nicht 
notwendig gewesen und das Baugesuch werde auch von den 
Gestaltungsbestimmungen her als zonenkonform erachtet. 

F. Dagegen erhob die A._____ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
28. August 2024 Beschwerde beim damaligen Verwaltungsgericht und heutigen 
Obergericht des Kantons Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei die vorliegende Verwaltungsgerichtliche Beschwerde gutzuheissen;

2. Es sei der Einsprache- und Bauentscheid des Gemeinderats von Zuoz vom 
19. Juni 2024 betreffend Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ vom 
29. September 2023 | 12. Dezember 2023 aufzuheben;

3. Es sei auf das Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ vom 29. September 2023 | 
12. Dezember 2023 nicht einzutreten;

4. Eventualiter sei der Einsprache- und Bauentscheid des Gemeinderats von 
Zuoz vom 19. Juni 2024 betreffend Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ vom 
29. September 2023 | 12. Dezember 2023 aufzuheben;

5. Eventualiter sei auf das Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ vom 
29. September 2023 | 12. Dezember 2023 abzuweisen;

6. Subeventualiter sei der Einsprache- und Bauentscheid des Gemeinderats 
von Zuoz vom 19. Juni 2024 betreffend Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ 
vom 29. September 2023 | 12. Dezember 2023 aufzuheben;

7. Subeventualiter sei auf das Baugesuch Nr. 23.27.Z.1._____ vom 
29. September 2023 | 12. Dezember 2023 zurückzuweisen;

8. Unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Beschwerdegegners 2, eventualiter zulasten der Beschwerdegegnerin 1.

Prozessualiter beantragte die Beschwerdeführerin, es sei der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen, das Beschwerdeverfahren sei bis zum 
rechtskräftigen Abschluss der Verwaltungsgerichtsverfahren R 23 54 (heute: VR3 
23 54) und R 23 66 (heute: VR3 23 66) unter Berücksichtigung eines allfälligen 

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Rechtsmittelverfahrens vor Bundesgericht zu sistieren und es seien die Vorakten 
der Gemeinde Zuoz im Zusammenhang mit dem Baubewilligungsverfahren sowie 
die Akten der verwaltungsgerichtlichen Verfahren R 23 54 (heute: VR3 23 54) und 
R 23 66 (heute: VR3 23 66) beizuziehen. Zudem stellte sie die Beweisanträge zur 
Einholung eines Luftreinhalte- und Lärmgutachtens bezüglich der aktuellen 
Lüftungsanlage.

Zur Begründung ihrer Beschwerde führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 
bereits die im Einspracheverfahren gerügten Verletzungen der Einheit der 
Baubewilligung und des Prinzips der ganzheitlichen Betrachtung sowie des 
Devolutiveffekts der hängigen Beschwerdeverfahren VR3 23 54 und VR3 23 66 an. 
Da der Lüftungskamin als notwenige Nebenanlage zum _____laden qualifiziert 
werden müsse, sei die Herrschaft der Gemeinde über den Streitgegenstand der 
bereits hängigen Beschwerdeverfahren entzogen. Ferner rügte die 
Beschwerdeführerin insbesondere die Verletzung des rechtlichen Gehörs, die 
fehlende resp. unrichtige Feststellung des Sachverhalts und der formellen 
Rechtsverweigerung durch die Gemeinde Zuoz sowie schliesslich die fehlende 
Überprüfung der Umweltbelastung und die fehlende Profilierung. Aus den 
Baugesuchsunterlagen zum geplante Bauvorhaben sei nicht ersichtlich, ob der 
vorgesehene Lüftungskamin den Vorgaben der Umweltschutzgesetzgebung sowie 
aufgrund der Unterlassung einer Anordnung des Lärmschutznachweises den 
Lärmschutzvorschriften entspräche. 

G. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs erteilte die damalige 
Instruktionsrichterin mit prozessleitender Verfügung vom 24. September 2024 der 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung und verfügte den Beizug der Akten aus 
den Verwaltungsgerichtsverfahren VR3 23 54 und VR3 23 66. Aufgrund der 
Gewährung der aufschiebenden Wirkung und der Erkenntnis der materiellen 
Koordination in den drei Verwaltungsgerichtsverfahren VR3 23 54, VR3 23 66 und 
VR3 24 80 wurde keine Sistierung verfügt. 

H. In ihrer Stellungnahme vom 10./30. September 2024 beantragte die 
Gemeinde Zuoz (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies sie im 
Wesentlichen auf ihren Einsprache- und Bauentscheid vom 19. Juni 2024. Die 
entsprechende Baubewilligung sei direkte Folge der in den Verfahren VR3 23 54 
und VR3 23 66 streitgegenständlichen Verfügungen der Gemeinde, denen B._____ 
nachgekommen sei. Der bewilligte Kamin halte die Luftreinhalte- sowie die 
Lärmschutzverordnung ein und sei aus gestalterischer Sicht in Ordnung. Es bestehe 
keinerlei Gefährdung oder Belästigung durch Gerüche. Die Nutzung der 

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Liegenschaft der Beschwerdeführerin sei uneingeschränkt ohne jegliche nur 
minimal erdenkliche Gefahr oder Belästigung gegeben. Der _____laden werde seit 
Jahren betrieben und sei aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken. Es bestehe für 
Einheimische, Touristen und Gäste wie auch für die Schülerschaft gewissermassen 
ein öffentliches Interesse an einem lebendigen Erlebnisraum im Dorfkern des 
Tourismusortes Zuoz. 

I. B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) beantragte in seiner 
Stellungnahme vom 6. November 2024 die kosten- und entschädigungsfällige 
Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen bestritt er unter Verweis auf die 
bereits im Einspracheverfahren gemachten Vorbringen vom 4. März 2024, dass die 
Gemeinde ihm eine Frist für die Einreichung eines Baugesuchs gesetzt habe, sowie 
die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass übermässige und rechtswidrige 
Immissionen auf das Grundstück Nr. Z.3._____ bestünden. Zur 
Geruchsproblematik habe sich die Gemeinde in ihrem Entscheid vom 22. Mai 2023 
[recte: 3. Mai 2023] vertieft geäussert und es sei daraus zu schliessen, dass die 
bestehende Lüftung ihren Zweck erfülle. Die Lüftungsanlage gemäss Baugesuch 
werde im Sinne des umweltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzips über das Dach 
geführt. Daraus lasse sich aber keine Anerkennung des behaupteten rechtswidrigen 
Zustandes herleiten. Für den Betrieb des _____ladens als solchen habe die 
Gemeinde festgestellt, dass kein nachträgliches Baugesuch eingereicht werden 
müsse. Es sei auch kein Verstoss gegen die Koordinationspflicht resp. den 
Devolutiveffekt ersichtlich, zumal es in dem angefochtenen Baugesuch um die 
Erstellung einer neuen Abluftleitung über Dach gehe und somit eine bereits 
bestehende Abluftanlage ersetzt werden soll. Im Übrigen sei die umweltrechtliche 
Konformität des Baugesuchs mittels Gutachten nachgewiesen worden, wonach die 
geplante Abluftanlage über Dach sämtliche technischen Vorgaben erfülle und somit 
keine übermässigen Immissionen zu erwarten seien. 

J. In ihrer Replik vom 20. November 2024 hielt die Beschwerdeführerin 
unverändert an ihren Anträgen fest und vertiefte ihren Standpunkt. Namentlich 
führte sie an, dass für die zu ersetzende Abluftanlage keine Baubewilligung 
vorgelegen und diese auch nicht rechtmässig bestanden habe, weshalb nicht von 
einem Ersatz gesprochen werden könne. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb eine 
Nebenanlage zu einem Betrieb bewilligt werden sollte, dessen baurechtliche 
Rechtmässigkeit umstritten bzw. Gegenstand von zwei verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren sei. 

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K. In ihrer Duplik vom 23. Dezember 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an 
ihren Rechtsbegehren unverändert fest und vertiefte ihren Standpunkt, wonach die 
behaupteten Immissionen nicht gegeben seien.

L. Der Beschwerdegegner hielt in seiner Duplik vom 9. Januar 2025 an seinen 
Rechtbegehren unverändert fest und führte abschliessend an, mit der neuen 
Abluftanlage werde die Gesamtsituation verbessert, was nicht bedeute, dass die 
aktuellen Lärm- und Geruchsimmissionen der bestehenden Abluftanlage 
rechtswidrig seien. 

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die weiteren 
Ausführungen in den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit entscheidrelevant, 
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Vorliegend ist der an die Beschwerdeführerin und den Beschwerdegegner 
adressierte und eröffnete Einsprache- und Bauentscheid des Gemeinderates der 
Gemeinde Zuoz vom 19. Juni 2024, mitgeteilt am 27. Juni 2024, angefochten (act. 
B.2 = act. C.66 [= act. B.1 im Verfahren VR3 23 66 = act. C.57 im Verfahren VR3 
23 66]). Dabei handelt es sich um einen Bauentscheid i.S.v. Art. 46 Abs. 1 KRVO 
(BR 801.110), den der Gemeinderat der Gemeinde Zuoz gestützt auf Art. 135 
Abs. 1 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 des Baugesetzes der Gemeinde Zuoz (nachfolgend: 
BauG) gefällt hat. Damit ist auch der verwaltungsinterne, kommunale Instanzenzug 
ausgeschöpft und der kommunale Entscheid ist weder nach eidgenössischem noch 
nach kantonalem Recht endgültig. Es handelt sich dabei um ein im Rahmen der 
verwaltungsgerichtlichen Beschwerde zulässiges Anfechtungsobjekt gemäss 
Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) an das heutige Obergericht des Kantons 
Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des revidierten GOG (BR 173.000) per 
1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden übertragen worden sind (Art. 122 Abs. 5 GOG). Auch wenn der 
Bauentscheid über das Bauvorhaben des Beschwerdegegners im Dispositiv 
Nebenbestimmungen enthält, ist nicht ersichtlich, dass dieser unter einer 
aufschiebenden Bedingung erlassen worden ist, weshalb von einem 
verfahrensabschliessenden Entscheid auszugehen ist. Es bestehen keine 
Anhaltspunkte, welche für einen blossen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 49 
Abs. 4 VRG sprächen (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 22 112, R 22 117 vom 21. Dezember 2023 E. 1.1, R 23 6, R 23 7 

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vom 12. Dezember 2023 E. 1.1 und R 21 108 vom 3. Oktober 2023 E. 1 und 9; vgl. 
aber betreffend Art. 93 Abs. 1 BGG und das bundesgerichtliche Verfahren: 
BGE 149 II 170).

1.2. Die Beschwerdeführerin, die als juristische Person durch ihre Organe 
handelt, ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids sowie als 
Grundeigentümerin des Nachbargrundstücks Nr. Z.3._____ durch den 
angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung, weshalb sie gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG zur Erhebung 
der Beschwerde legitimiert ist. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 52 Abs. 1 VRG).

2. Strittig und zu klären ist zunächst der Vorwurf der Verletzung der Einheit der 
Baubewilligung bzw. der Koordinationspflicht (Erwägungen 3. ff hiernach); weiter 
sind die Einhaltung des umweltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzips (Erwägung 4. ff. 
und 5. ff hiernach), namentlich Lärmschutz (Erwägungen 6. ff hiernach) und 
Luftreinhaltung (Erwägungen 7. ff hiernach), sowie die Profilierungsthematik 
(Erwägungen 8. ff hiernach) zu prüfen. Im Rahmen dieser Überprüfung werden die 
Rügen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Verletzung des rechtlichen Gehörs, 
des Devolutiveffekts, der fehlenden Auseinandersetzung mit ihren Vorbringen samt 
Beweisanträgen seitens der Beschwerdegegnerin sowie der fehlenden resp. 
unrichtigen Feststellung des Sachverhalts abgehandelt. 

3. Formelle Mängel im Baubewilligungsverfahren 

3.1. Vorab ist in gebotener Kürze in Ergänzung zur Prozessgeschichte im Vorfeld 
des streitgegenständlichen Baubewilligungsverfahrens festzuhalten, dass der 
Umbau des Gewerberaums im Erdgeschoss des Gebäudes Nr. Z.2._____ auf der 
beschwerdegegnerischen Parzelle Z.1._____ Zuoz in den strittigen _____ Imbiss 
"C._____" mit Verfügung vom 28. Juni 2018 (act. B.38 im Verfahren VR3 23 54) im 
positiven Sinne mit Auflagen zur Kenntnis genommen und die Ausführung der 
Arbeiten gemäss eingereichten Gesuchsunterlagen bewilligt wurden. Eine von der 
heutigen Beschwerdeführerin am 16. Dezember 2021 eingereichte Anzeige um 
Feststellung baurechtswidriger Zustände in Zusammenhang mit dem Betrieb des 
_____ladens mündete in eine Verfügung des Gemeindesrates der Gemeinde Zuoz 
vom 3. Mai 2023, mitgeteilt am 25. Mai 2023 (act. B.16 [= act. B.2 im Verfahren VR3 
23 54]), wonach unter anderem mit Dispositivziffer 1 die Anträge der 
Anzeigeerstatterin abgewiesen worden sind, soweit darauf eingetreten worden ist. 
Dieser Teil der Verfügung vom 3. Mai 2023 bildet zusammen mit deren 
Dispositivziffer 4 das Anfechtungsobjekt im obergerichtlichen Verfahren VR3 23 54. 

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Aufgrund der nicht angefochtenen Dispositivziffer 2 der Verfügung vom 3. Mai 2023 
erstattete der heutige Beschwerdegegner der Baubehörde ein Gutachten, datierend 
vom 27. Juni 2023, in dem festgestellt wurde, dass die Fortluft der Lüftungsanlage 
der _____-Küche an der Hausfassade in Richtung des Grundstücks Nr. Z.3._____ 
ausgeblasen werde, gemäss SIA 382/1 die Fortluft der Kategorie ABL/FOL 4 einer 
gewerblichen Küche jedoch über das Dach geführt werden müsse (act. B.40 im 
Verfahren VR3 23 54). Mit Verfügung vom 5. Juli 2023 duldete der Gemeinderat der 
Gemeinde Zuoz einstweilen den Betrieb des ____ladens (act. B.20 [= B.2 im 
Verfahren VR3 23 66]). Diese Verfügung ist das Anfechtungsobjekt im 
obergerichtlichen Verfahren VR3 23 66. Für detailliertere Ausführungen zu den 
jeweiligen Prozessgeschichten wird auf das jeweilige Urteil in den Verfahren VR3 
23 54 und VR3 23 66 verwiesen. 

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt mit der vorliegenden Beschwerde unter formellen 
Gesichtspunkten nebst der Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör 
betreffend das vorinstanzliche Baubewilligungsverfahren auch die Verletzung der 
bau‑, raumplanungs- und umweltrechtlichen Koordinationspflicht. Es müsse 
aufgrund der Einheit des Baubewilligungsverfahrens ein Baugesuch für den Betrieb 
des _____ladens als solches (Baugesuch für die Zweckänderung inkl. der hierfür 
notwendigen Nachweise) und die neu geplante Lüftungsanlage als notwendige 
Nebenanlage gemeinsam geprüft werden. Da aber das streitgegenständliche 
Baugesuch nur den Lüftungskamin umfasse, habe die Beschwerdegegnerin auf das 
Baugesuch gar nicht eintreten dürfen; denn die Verfahrensherrschaft über die Frage 
nach der Rechtmässigkeit des Betriebs des _____ladens als solche obliege 
aufgrund der hängigen Verfahren resp. des Devolutiveffekts der Beschwerde 
nunmehr der Beschwerdeinstanz (vgl. act. A.1 Rz. 51 und 147 f.). Damit habe die 
Beschwerdegegnerin die ihr obliegende Koordinationspflicht verletzt (vgl. act. A.1 
Rz. 134 ff.). Darauf habe die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Einsprache vom 
17. Januar 2024 (act. B.2) sowie in ihrer Beschwerde vom 5. Juli 2023 (act. A.1 im 
Verfahren VR3 23 66) hingewiesen. In Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie 
des Untersuchungsgrundsatzes habe sich die Beschwerdegegnerin nicht mit 
diesem Vorbringen auseinandergesetzt (act. A.1 Rz. 84 ff.). Wäre Letztere hingegen 
korrekt vorgegangen, hätte sie festgestellt, dass sie bereits selbst (formell) 
baurechtswidrige Zustände auf dem Grundstück Nr. Z.1._____ festgestellt gehabt 
hätte, das hängige Verfahren VR3 23 54 betreffend das Baupolizeiverfahren 
hinsichtlich der Baurechtswidrigkeit des _____ladens auf dem Grundstück 
Nr. Z.1._____ das nachträgliche Baubewilligungsverfahren erfasse und der (hier 
streitgegenständliche) Lüftungskamin eine notwendige Nebenanlage zum 
____laden auf dem Grundstück Nr. Z.1._____ darstelle. Aufgrund dieser 

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Feststellungen hätte die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangen müssen, dass 
ihr aufgrund des Charakters des Lüftungskamins als notwendige Nebenanlage zum 
_____laden und aufgrund des Devolutiveffekts die Herrschaft über den 
Streitgegenstand entzogen gewesen sei (act. A.1 Rz. 145 ff.). 

3.2.1. Art. 29 Abs. 2 BV (SR 101) und auf kantonaler Ebene insbesondere Art. 16 
VRG gewährleisten den Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieser dient einerseits der 
Sachaufklärung und garantiert andererseits ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren (siehe BGE 144 I 11 E. 5.3, 142 I 86 
E. 2.2, 140 I 99 E. 3.4; statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 1C_555/2022 vom 
9. Mai 2023 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
8. Aufl., 2020, Rz. 1001 ff.). Er umfasst namentlich das Recht der Parteien, in einem 
vor einer Verwaltungs‑ oder Justizbehörde geführten Verfahren mit ihrem Begehren 
angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die 
Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu können 
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1002). Der Anspruch ist formeller Natur, 
mithin führt eine Verletzung des Gehörsanspruchs, ungeachtet der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, grundsätzlich zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheides (BGE 144 IV 302 E. 3.1, 144 I 11 E. 5.3, 
137 I 195 E. 2.2 und 132 V 387 E. 5.1; PVG 2011 Nr. 31 E.2 a; 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1174). Dies aber unter dem Vorbehalt, dass 
der Mangel nicht im Beschwerdeverfahren geheilt werden kann (siehe BGE 147 IV 
340 E. 4.11.3, 142 II 218 E. 2.8.1,138 II 77 E. 4.3, 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 
E. 4.2.2.2 und 133 I 201 E. 2.2). Formelle Verfahrensfehler, wozu insbesondere die 
Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör zählt, können durch die 
Rechtsmittelinstanz ausnahmsweise geheilt werden, wobei es sich dabei (in der 
Regel) nicht um eine schwerwiegende Verletzung handeln darf und die Rechtsmit-
telinstanz über eine umfassende Prüfungsbefugnis der Rechts- und Sachlage 
verfügen muss, mithin die Kognition für die zu beurteilende Frage nicht 
eingeschränkt ist (siehe BGE 142 II 218 E. 2.8.1, 137 I 195 E. 2.3.2 f. und 2.6 sowie 
133 I 201 E. 2.2; statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 1C_191/2022 vom 16. Mai 
2023 E. 2.5, 2C_164/2022 vom 23. Februar 2023 E. 3.4 und 1C_128/2022 vom 
19. Januar 2023 E. 3.5, etwas differenzierter hingegen 1C_539/2021 vom 15. 
November 2022 E. 4.3.2 f. m.H.a. BGE 126 I 68 E. 2, 116 IA 94 E. 2c und Urteil des 
Bundesgerichts 1C_100/2011 vom 9. Dezember 2011 E. 4.2.1; 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1175 ff.). Infolge von Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG 
(SR 700) verfügt das Obergericht des Kantons Graubünden im Bereich des 
Raumplanungsrechts grundsätzlich über eine volle Kognition, welche eine Heilung 
eines allfälligen formellen Mangels ermöglicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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1C_158/2019 vom 30. März 2020 E. 2.6, 1C_97/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.2 
und 1P.62/2007 vom 17. August 2007 E. 2.1). Hinsichtlich einer eigentlichen 
Angemessenheits‑ oder Ermessenskontrolle hat es sich aber trotzdem seiner 
Funktion als Rechtsmittelinstanz bewusst zu sein und sich bei der Überprüfung von 
Entscheiden, die namentlich lokale Umstände betreffen, eine gewisse 
Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. BGE 146 II 367 E. 3.1.4 und 145 I 52 E. 3.1 ff.; 
Urteile des Bundesgerichts 1C_48/2022 vom 29. März 2023 E. 4.4, 1C_643/2020 
vom 7. Januar 2022 E. 4.3, 1C_266/2020 vom 4. Januar 2021 E. 3.3.1; Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 22 10 vom 7. Juni 2022 E. 2.5, R 
19 73, R 19 74, R 19 75 und R 19 76 vom 28. September 2021 E. 2.2, R 19 6 vom 
22. Dezember 2020 E. 2.3.2). Dabei verfügen im Kanton Graubünden die 
Gemeinden im Bereich des kommunalen Bau- und Raumplanungsrechts 
grundsätzlich über eine relativ weitgehende Entscheidungsfreiheit bzw. Autonomie 
(vgl. BGE 128 I 3 E. 2b, 118 Ia 446 E. 3c; Urteile des Bundesgerichts 1C_172/2020 
vom 24. März 2021 E. 3.2, 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 3.2, 1C_532/2015 
vom 26. Januar 2016 E. 2.4). Von einer Rückweisung an die Vorinstanz ist – selbst 
bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör – 
abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung – im Sinne einer Heilung des 
Mangels – zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 
Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (siehe BGE 142 II 
218 E. 2.8.1, 138 II 77 E. 4.3, 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 E. 4.2.2.2; Urteile des 
Bundesgerichts 1C_128/2022 vom 19. Januar 2023 E. 3.5, 2C_756/2019 vom 
14. Mai 2020 E. 3.2, 1C_158/2019 vom 30. März 2020 E. 2.6).

3.2.2. Das Koordinationsgebot nach Art. 25a RPG verlangt, dass ein geplantes 
Bauvorhaben in einem einzigen und einheitlichen Bewilligungsverfahren geprüft 
wird (sog. Grundsatz der Einheit des Bauentscheids; vgl. hierzu die Urteile des 
Bundesgerichts 1C_615/2017 vom 12. Oktober 2018 E. 2.5 und 1C_266/2018 vom 
12. April 2019 E. 3.3). Mithin müssen im Baubewilligungsverfahren die für ein 
Bauprojekt erforderlichen Entscheide unterschiedlicher Behörden sowohl formell 
(verfahrensmässig) als auch materiell (inhaltlich) koordiniert werden. Gemäss den 
bundesrechtlichen Minimalanforderungen hat die Koordinationsbehörde für eine 
inhaltliche Abstimmung sowie möglichst für eine gemeinsame oder gleichzeitige 
Eröffnung der Verfügungen zu sorgen (Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG). Dadurch sollen 
widersprüchliche Entscheide vermieden werden (vgl. Art. 25a Abs. 3 RPG; vgl. 
auch MARTI, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: 
Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Art. 25a N. 46; DUSSY, in: 
Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr, Fachhandbuch Öffentliches Baurecht, 2016, 

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Rz. 7.92). Der Sinn dieser Vorschrift besteht aber auch darin, dass sich die 
Verfahrensbeteiligten ein möglichst vollständiges Bild über die Sach- und 
Rechtslage machen können und die Rechtsmittelfrist für alle Beteiligten und 
Teilfragen möglichst gleichzeitig beginnt, damit in einem allfällig anschliessenden 
Rechtsmittelverfahren auch alle Aspekte gesamthaft in einem Verfahren beurteilt 
werden können (vgl. MARTI, a.a.O., Art. 25a N. 48; vgl. auch Art. 33 Abs. 4 RPG, 
wonach einheitliche Rechtsmittelinstanzen vorzusehen sind). Nebst der inhaltlichen 
Abstimmung verfolgt das Koordinationsgebot also auch den Zweck, eine Staffelung 
der Verfahren und damit die Wiederholung von Einsprache- und 
Rechtsmittelverfahren zu inhaltlich gleichen oder gleichartigen Streitpunkten zu 
vermeiden. Der Instanzenzug soll nicht mehrmals durchlaufen werden müssen. 
Gleichzeitig ist erforderlich, dass die Parteirechte der Einsprache- und 
Rechtsmittelbefugten und sonstigen Verfahrensbeteiligten nicht beschränkt werden 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_236/2013 vom 4. Februar 2014 E. 3.1; siehe auch 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 108 vom 3. Oktober 
2023 E. 3.3.4). Art. 25a RPG gilt auch für Konzessionsverfahren sowie 
raumbezogene polizeiliche Bewilligungsverfahren aller Art, namentlich für alle 
erforderlichen umweltrechtlichen Verfahren sowie arbeitsgesetzliche und 
gewerberechtliche Bewilligungsverfahren (MARTI, a.a.O., Art. 25a N. 13). 
Vorbehältlich abweichender Bestimmungen können Betriebsbewilligungen, die in 
der Regel erst nach Erstellung einer Baute oder Anlage erteilt werden, 
ausnahmsweise und in Abweichung von der Koordinationspflicht verfügt werden, 
wobei aber im vorgelagerten Baubewilligungsverfahren bereits jene Anforderungen 
zu berücksichtigen sind, welche sich aus dem Betrieb ergeben (vgl. MARTI, a.a.O., 
Art. 25a N. 33; vgl. insbesondere derselbe, Kommentar zu Urteil des 
Bundesgerichts 1C_640/2015 vom 20. September 2016, ZBl 7/2017 S. 406 f., 
bezüglich des nicht restlos geklärten Verhältnisses von Baubewilligung und 
Gastwirtschaftsbewilligung als Betriebsbewilligung). 

3.2.3. Auf kantonaler Ebene wird die Koordination bei Zusatzbewilligungen in 
Art. 88 KRG (BR 801.100) geregelt. Demnach gilt für Bauvorhaben innerhalb der 
Bauzone die kommunale Baubehörde als Koordinations- bzw. Leitbehörde (Art. 88 
Abs. 2 KRG). Nach Art  88 Abs. 1 KRG besteht eine Koordinationspflicht namentlich 
in den Fällen, in denen neben einer Baubewilligung und einer allfälligen BAB-
Bewilligung zusätzliche Bewilligungen, Genehmigungen oder Zustimmungen 
weiterer Behörden (Zusatzbewilligungen) erforderlich sind und zwischen den 
Bewilligungen ein derart enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht 
getrennt und unabhängig voneinander erteilt werden können, sondern inhaltlich und 
verfahrensmässig in einem Leitverfahren abgestimmt und koordiniert werden 

12 / 29

müssen (siehe auch Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 21 
108 vom 3. Oktober 2023 E. 3.3.1). Ein solch enger Sachzusammenhang ist 
namentlich dann anzunehmen, wenn Rechtsfragen derart untrennbar miteinander 
verbunden sind, dass eine verfahrensrechtlich getrennte Behandlung zu sachlich 
unhaltbaren Ergebnissen führen könnte (BGE 137 II 182 E. 3.7.4.1 f.; Urteile des 
Bundesgerichts 1C_217/2020 vom 8. Juni 2021 E. 5.3 und 2C_975/2019 vom 
27. Mai 2020 E. 4.5.2, WIEDERKEHR, Ausgewählte Fragen der Koordinationspflicht 
nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, AJP 2015, S. 600). Sachlich und zeitlich 
eng zusammenhängende Bauvorhaben müssen koordiniert beurteilt werden, wenn 
zwischen den Vorhaben ein enger betrieblicher und funktioneller Zusammenhang 
besteht und sie daher eine materielle Einheit bilden bzw. wenn durch eine isolierte 
Beurteilung der Bauvorhaben eine materiell-rechtlich gebotene gesamthafte 
Interessenabwägung vereitelt würde (Urteil des Bundesgerichts 1C_238/2021 vom 
27. April 2021 E. 1.3.2). 

3.2.4. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind nachgelagerte Verfahren 
nur dann zulässig, wenn deren Durchführung von der Sache her sinnvoll erscheint 
und sich daraus keine wesentlichen neuen Auswirkungen oder Änderungen für das 
Projekt ergeben oder ergeben können; dies etwa für die Beurteilung der Farb- und 
Materialwahl, was während der Bauausführung besser möglich ist (BGE 150 II 566 
E. 2.2.2, 149 II 170 E. 1.7; Urteile des Bundesgerichts 1C_348/2022 vom 2. Februar 
2023 E. 1.3.2; 1C_72/2021 vom 12. September 2022 E. 4.2; je mit Hinweisen). 
Werden gewisse selbständig beurteilbare Teilaspekte, bspw. die Farb- und 
Materialwahl, nachträglich bewilligt, kann ein Teilentscheid (Art. 91 lit. a BGG) 
gegeben sein. Bedingt hingegen die Baubewilligung die Genehmigung von 
Teilaspekten der Baute vor dem Baubeginn, wird die Wirksamkeit der Bewilligung 
bis zur entsprechenden Genehmigung gehemmt, weshalb keine rechtswirksame 
Teilbaubewilligung, sondern eine suspensiv bedingt erteilte Baubewilligung vorliegt 
(Urteile des Bundesgerichts 1C_479/2022 vom 17. April 2023 E. 1.2; 1C_697/2020 
vom 30. März 2021 E. 1.4; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung führt eine 
solche Bedingung dazu, dass das Baubewilligungsverfahren als noch nicht 
abgeschlossen gilt, sofern der Baubehörde bei der Beurteilung der Erfüllung der 
Bedingung noch ein Entscheidungsspielraum offensteht (BGE 149 II 170 E. 1.6 und 
1.8).

3.3.1. Die Gemeinde hat im ursprünglichen Bau- und 
Betriebsbewilligungsverfahren, welches im Jahr 2018 durchgeführt worden war, 
keine konkret formulierte Auflage zur Lüftung gemacht (vgl. act. C.1, Beilage 7, 
sowie act. C.39, Beilage 1, im Verfahren VR3 23 54). Die (formelle) Rechtskraft der 

13 / 29

Bewilligung steht der Anordnung zusätzlicher Massnahmen zur Begrenzung von 
Emissionen nicht von vornherein entgegen, denn die künftigen Auswirkungen einer 
Anlage lassen sich im Voraus oft nicht genau ermitteln. Erweist sich eine 
abgeänderte Anlage als nicht bewilligungsfähig, ist ein Verfahren zur 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu eröffnen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_283/2007 vom 20. Februar 2008 E. 2.2). 

3.3.2. Im Rahmen des baupolizeilichen Verfahrens, welches Streitgegenstand des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens VR3 23 54 bildet, hat die Gemeinde die 
Anzeigepunkte der Beschwerdeführerin geprüft und deren Anträge mittels 
Verfügung vom 3. Mai 2023 bis auf jenen betreffend eine 
Gastwirtschaftsbewilligung abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist (vgl. act. 
B.16 [= act. B.2 im Verfahren VR3 23 54]). Einzig in Bezug auf die bestehende 
Abluftanlage an der Fassade konnte sie nicht feststellen, ob diese sich als 
nachträglich rechtswidrig erwiesen hätte, weshalb sie in der Dispositivziffer 2 der 
Verfügung vom 3. Mai 2023 die Einholung eines Gutachtens angeordnet hat. Diese 
seitens der Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtlichen Verfahren VR3 23 54 
nicht angefochtene Anordnung stellt eine Zwischenverfügung auf dem Weg zum 
hier angefochtenen Bauentscheid dar (vgl. statt vieler: KIENER/RÜTSCHE/KUHN, 
Öffentliches Verfahrensrecht, 3. Aufl., 2021, Rz. 450). Die Beschwerdegegnerin ist 
im Grunde ihrer Pflicht zur Prüfung baurechtswidriger Zustände nachgekommen 
und hat sich mit der Frage befasst, ob eine allenfalls baurechtswidrige Abluftanlage 
in der bestehenden Form nachträglich bewilligt werden könnte und ein 
nachträgliches Baubewilligungsverfahren zur Klärung der materiellen Rechtslage 
durchzuführen sei (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_147/2023 vom 
29. Februar 2024 E. 3.4). Zwar hätte die Beschwerdegegnerin diese mit der 
besagten Dispositivziffer 2 verfügte Sachverhaltsabklärung wegen des engen 
Sachzusammenhangs idealerweise vor Abschluss des baupolizeilichen Verfahrens 
vorgenommen und die entsprechende Dispositivziffer 1 der Verfügung vom 3. Mai 
2023 erst nach vollständiger Klärung des Sachverhalts betreffend Lüftung erlassen. 
Dieses Vorgehen hätte jedoch nichts daran geändert, dass der Antrag der 
Beschwerdeführerin zur Durchführung eines nachträglichen ordentlichen 
Baubewilligungsverfahrens für den gesamten _____laden ohnehin abgewiesen 
worden wäre (vgl. hierzu Erwägung 5.6 des Urteils des Obergerichts im Verfahren 
VR3 23 54 vom 16. September 2025). Die formellen Voraussetzungen für die 
Durchführung eines nachgelagerten Baubewilligungsverfahrens gemäss Erwägung 
3.2.4. hiervor dürften auf Gemeindeebene jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses der 
Verfügung vom 3. Mai 2023 nicht vollständig vorgelegen haben. Dies impliziert 
jedoch nicht zwingend die Aufhebung des hier angefochtenen Bauentscheids. 

14 / 29

3.3.3. Die unterbliebene formelle Koordination des baupolizeilichen Verfahrens, 
das mit der Verfügung vom 3. Mai 2023 seinen Abschluss fand, mit der 
Sachverhaltsabklärung für die streitgegenständliche Abluftanlage über Dach 
tangiert im Ergebnis das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin. Angesichts der 
Tatsache, dass aber sämtliche Bewilligungen (Betriebs- und Baubewilligung) von 
der in der Sache zuständigen Beschwerdegegnerin letztendlich materiell geprüft 
sowie mit den nötigen Zusatzbewilligungen erteilt worden sind (vgl. diesbezüglich 
das Urteil des Obergerichts im Verfahren VR 23 54 vom 16. September 2025), sind 
die formellen Verletzungen als heilbar im Sinne der vorstehenden Erwägung 3.2.1. 
zu betrachten. Eine Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
zur gesamthaften Prüfung des gesetzesmässigen Zustands des _____ladens und 
der geplanten Abluftanlage über Dach würde einen prozessualen Leerlauf 
darstellen, was mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen 
Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre 
(siehe Urteil des Bundesgerichts 1C_184/2016 vom 14. November 2016 E. 2.4.1; 
BGE 138 II 77 E. 4.3, 137 I 195 E. 2.3.2 und 136 V 117 E. 4.2.2.2). Vor diesem 
Hintergrund und aufgrund des gestaltenden Charakters einer Baubewilligung, deren 
formeller Aspekt vom materiellen losgelöst ist, und der damit einhergehenden 
Zulässigkeit einer nachträglichen Baubewilligung (RUCH, in: 
Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: 
Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Art. 22 N. 8), zielt die Rüge der 
Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegnerin auf ein verspätetes 
Baugesuch nicht hätte eintreten dürfen (act. A.1 Rz. 89 ff. und 110 ff.), ins Leere. 
Gemäss der Rechtsprechung dieses Gerichts ist ein Nichteintreten wegen 
verpasster Fristen gemäss Art. 44 Abs. 2 KRVO auch nicht verhältnismässig und 
nicht im Gesetz vorgesehen, käme dies doch einer Rechtsverweigerung gleich (vgl. 
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 11 126, R 11 127, R 
11 128 und R 11 132 vom 15. Januar 2013 E. 2c sowie R 11 38 vom 3. Juli 2012 
E. 2c und 2d). Aufgrund der Kognition des Obergerichts (vgl. Erwägung 3.2.1 
hiervor) und dessen Befugnis, in der Sache einen reformatorischen Entscheid zu 
erlassen (Art. 56 Abs. 3 VRG), sowie der Gegebenheit, dass im Ergebnis eine 
hinreichende materielle Koordination dieses Verfahrens mit den Verfahren VR3 23 
54 und VR3 23 66 immer noch möglich ist (vgl. BGE 150 II 566 E. 2.6) resp. einer 
gesamthaften Überprüfung aufgrund der Aktenlage im Rechtsmittelverfahren nichts 
im Wege steht, ist nachfolgend zu prüfen, ob die Sachurteilsvoraussetzungen 
gegeben sind, damit ein Entscheid ergehen kann (vgl. BGE 149 II 170 E. 1.8). 

3.4. Vor diesem Hintergrund kann die strittige Frage, ob die streitgegenständliche 
Lüftung als Nebenanlage des _____ladens zu qualifizieren ist oder ob es sich mit 

15 / 29

der neuen Lüftungsanlage über Dach – nach Auffassung der Beschwerdegegnerin 
sowie des Beschwerdegegners – um den Ersatz einer rechtmässig erstellten Anlage 
handle (vgl. act. B.2 S. 3 sowie act. A.2 Ziff. 5, act. A.5 Ziff. IV.5 und IV.6, act. A.8 
S. 3), letztlich offen bleiben. Aufgrund der Kompetenz des Obergerichts, in allen drei 
Verfahren VR3 23 54, VR3 23 66 und VR3 24 80 jeweils einen (koordinierten) 
materiellen Entscheid herbeiführen und damit die Verletzung der 
Koordinationspflicht heilen zu können, erübrigen sich entsprechende Weiterungen. 

3.5. Unbegründet ist schliesslich die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die 
Gemeinde aufgrund des Devolutiveffekts der gegen die Verfügung vom 3. Mai 2023 
erhobenen Beschwerde gehalten gewesen wäre, das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren VR3 23 54 abzuwarten, da das Baupolizeiverfahren hinsichtlich der 
Baurechtswidrigkeit des ____ladens das nachträgliche Baubewilligungsverfahren 
bezüglich Lüftung erfasse. Das Prinzip des Devolutiveffekts besagt, dass die 
Zuständigkeit zum Entscheid über eine angefochtene Verfügung grundsätzlich an 
die Beschwerdeinstanz übergeht und mit der Rechtshängigkeit der Beschwerde der 
Vorinstanz die Herrschaft über den Streitgegenstand, insbesondere auch in Bezug 
auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen, grundsätzlich 
entzogen wird. Die Befugnis und Pflicht zur Rechtsverwirklichung im konkreten Fall 
geht im Beschwerdeverfahren nur innerhalb der durch die angefochtene Verfügung 
gezogenen Grenzen an die Beschwerdeinstanz über; gleichwohl kann die 
Rechtsmittelinstanz in der Folge eine sachliche oder zeitliche Ausdehnung des 
Streitgegenstandes vornehmen (vgl. BGE 130 V 138 E. 4.2 m.w.H.). Die vor der 
Rechtshängigkeit des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens VR3 23 54 erlassene 
Dispositivziffer 2 der Verfügung vom 3. Mai 2023 wurde nicht angefochten und bildet 
auch nicht Streitgegenstand des besagten Verfahrens, weshalb das Vorgehen der 
Gemeinde nicht gegen die dargelegten Grundsätze des Devolutiveffekts verstösst. 
Zudem ist im Verfahren VR3 23 54 eine Ausdehnung des Streitgegenstands auf die 
hier streitgegenständliche Baubewilligung weder angezeigt noch Thema.

4. Materielle Prüfung 

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt bezüglich der Bewilligung der Erstellung einer 
neuen Abluftanlage für das Restaurant im Erdgeschoss mit Verweis auf ihre 
Einsprache vom 17. Januar 2024 die fehlende Überprüfung der Umweltbelastung 
(act. A.1 Rz. 152 ff., act. B.4 Rz. 8 ff. und 62 ff.). Es würden sowohl der 
Lärmschutznachweis als auch der Nachweis der Einhaltung der 
Luftreinhaltebestimmungen in Form eines Sachverständigengutachtens fehlen. 
Namentlich aus dem Bericht "Abluftanlage" sei nicht ersichtlich, ob der vorgesehene 
Lüftungskamin den umweltschutzrechtlichen Vorgaben entspräche. Des Weiteren 

16 / 29

sei auf den Architektenplänen unmissverständlich ersichtlich, dass 
Lärmschutzmassnahmen vorzusehen seien; diesbezüglich würden Ausführungen 
von Seiten der Bauherrschaft fehlen (act. B.4 Rz. 69 ff.). Mithin habe die 
Beschwerdegegnerin in ungenügender Weise den erheblichen Sachverhalt 
festgestellt (act. A.1 Rz. 128 ff.) und damit das Prinzip der ganzheitlichen 
Betrachtungsweise nach Art. 8 USG (SR 814.01) verletzt (act. A.1 Rz. 155 f.). 

4.2. Die Beschwerdegegnerin hielt sowohl in der angefochtenen Verfügung als 
auch in ihrer Vernehmlassung fest, dass im Baubewilligungsverfahren der 
anerkannte Verbandsexperte, F._____, eine Expertise für Abgastechnik erstellt 
habe. Der bewilligte Kamin halte die Luftreinhalte- und Lärmschutzverordnung ein 
und erfülle die gestalterischen Vorgaben. Es bestünde keinerlei Gefährdung oder 
Belästigung durch Gerüche (act. A.2 Ziff. 5 und act. B.2 S. 3). Mit Ausnahme der 
theoretischen, bestrittenen Immissionsreklamationen der Beschwerdeführerin 
würden keine solche aus der Bevölkerung sowie auch nicht aus der Nachbarschaft 
vorliegen und die Behördenmitglieder hätten solche nie in Erfahrung gebracht 
(act. A.7 Ziff. 1.2.1). Die Baubewilligung vom 19. Juni sei die direkte Folge der in 
den Verfahren VR3 23 54 und VR3 23 66 streitgegenständlichen Verfügungen der 
Gemeinde. Der Beschwerdegegner sei seinen ihm daraus auferlegten Pflichten 
nachgekommen (act. A.2 Ziff. 2). Die im Verfahren VR3 23 66 streitgegenständliche 
Verfügung sei nicht ohne die im Verfahren VR3 23 54 streitgegenständliche 
Verfügung zu behandeln, und die streitgegenständliche neueste Verfügung im 
Verfahren VR3 24 80 nicht ohne die vorderen Verfügungen (act. A.2 Ziff. 3). 

4.3. Nach Ansicht des Beschwerdegegners werde die neue Lüftungsanlage 
gemäss dem angefochtenen Baugesuch im Sinne des Vorsorgeprinzips über Dach 
geführt. Einerseits würde die bestehende Lüftung keine übermässigen Geruchs- 
und/oder Lärmimmissionen verursachen, was mittels Verfügung vom 22. Mai 2023 
[recte. 3. Mai 2023] festgestellt worden sei (act. A.5 Ziff. IV.3). Auf der anderen Seite 
sei der Beweis der umweltrechtlichen Konformität mit dem Gutachten des Experten 
F._____ erbracht. Der Expertise sei zu entnehmen, dass die Abluftanlage über 
Dach sämtliche technischen Vorgaben erfülle und somit davon auszugehen sei, 
dass das Vorsorgeprinzip beachtet werde bzw. keine übermässigen Immissionen 
von der neuen Anlage zu erwarten seien (act. A.5 Ziff. IV.6). 

5. Für Abluftanlagen eines Gastronomiebetriebs sind die kantonalen sowie die 
bundesrechtlichen Bestimmungen zum umweltrechtlichen Schutz vor 
Luftverunreinigungen und Lärmimmissionen massgebend.

17 / 29

5.1. Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen müssen durch 
Massnahmen an der Quelle begrenzt werden (Art. 11 Abs. 1 USG [SR 814.01]; 
Emmissionsbegrenzungen). Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung 
sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch 
und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; 
Vorsorgeprinzip). Die Emissionsbegrenzungen müssen verschärft werden, wenn 
feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der 
bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG).

5.2. Die Schädlichkeit oder Lästigkeit von Immissionen ist grundsätzlich nach den 
vom Bundesrat erlassenen Immissionsgrenzwerten zu beurteilen (Art. 13 Abs. 1 
i.V.m. Art. 14 USG für Luftverunreinigungen und Art. 15 USG für Lärm und 
Erschütterungen mit den Ausführungsbestimmungen in der Lärmschutz-
Verordnung [LSV; SR 814.41] und der Luftreinhalte-Verordnung [LRV; SR 
814.318.142.1]). Fehlen Belastungsgrenzwerte (z.B. für Sammelstellen, 
Geruchsimmissionen, Erschütterungen, etc.), so ist eine Einzelfallbeurteilung 
vorzunehmen (BGE 146 II 17 E. 6.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 
5. Oktober 2018 E. 5 und 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E. 2.3.1). 

5.3. Die Gemeinden erfüllen die ihnen gemäss dem Einführungsgesetz zum 
Bundesgesetz über den Umweltschutz [KUSG; BR 820.100] übertragenen 
Aufgaben, und erlassen die notwendigen Emissionsbegrenzungen in den 
Baubewilligungsverfahren (Art. 3 Abs. 1 KUSG) als auch in den eine Baubewilligung 
ergänzenden Verfahren (Art. 12 ff. und Art. 20 ff. KUSG i.V.m. Art. 85 ff. KRG) sowie 
im Rahmen der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Art. 8 KUSG). Bei 
möglichen Verletzungen der Umweltschutzgesetzgebung klären sie den 
Sachverhalt ab (Art. 3 Abs. 1 der kantonalen Umweltschutzverordnung [KUSV; BR 
820.110]). Dabei können sie als Vollzugsbehörde Dritte mit der Durchführung von 
Untersuchungen sowie mit der Erstellung von Fachgutachten beauftragen (Art. 7 
KUSG). Darüber hinaus kommen für Gemeindebehörden auch die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze im VRG zur Anwendung (vgl. dazu Art. 2 VRG). Demnach 
ermittelt die Gemeinde den Sachverhalt von Amtes wegen und erhebt die 
notwendigen Beweise (Art. 11 Abs. 1 und Abs. 3 VRG). Zu den ordentlichen 
Beweismitteln, derer sich die Gemeindebehörden für die Abklärung des 
Sachverhalts bedienen können (Art. 2 VRG), gehören auch 
Sachverständigengutachten (vgl. Art. 12 Abs. 1 lit. f VRG). Als Sachverständige 
gelten Drittpersonen, die aufgrund ihrer besonderen Fachkenntnisse zur 
Feststellung bzw. Klärung des Sachverhalts beigezogen werden (FELLER/KUNZ-

18 / 29

NOTTER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 2019, Art. 10 
N. 5).

5.4. Gemäss Art. 8 USG werden Einwirkungen sowohl einzeln als auch 
gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beurteilt. Aus dem 
Ganzheitlichkeitsprinzip ergibt sich eine generelle Verpflichtung zur umfassenden 
Interessenabwägung, wie sie insbesondere auch im Raumplanungsrecht 
vorzunehmen ist (vgl. Art. 1 und 3 RPV [SR 700.1]).

6. Lärmschutz

6.1. Die Beurteilung von Lärmimmissionen erfolgt nach den in den Anhängen 3 ff. 
der LSV enthaltenen Grenzwerten (Art. 40 Abs. 1 LSV). Fehlen 
Belastungsgrenzwerte, beurteilt die Vollzugsbehörde die Lärmimmissionen im 
Rahmen einer Einzelfallbeurteilung nach Art.  5 USG (Immissionsgrenzwerte [IGW] 
für Lärm und Erschütterungen), wobei sie auch Art. 19 USG (Alarmwerte) und 
Art. 23 USG (Planungswerte) berücksichtigt (Art. 40 Abs. 3 LSV; BGE 146 II 17 
E. 6.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5. Oktober 2018 E. 5 und 
1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E. 2.3.1). Bei neuen Anlagen sind die 
Planungswerte einzuhalten (Art. 23 und Art. 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV; 
vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E. 2.3.1). Für die 
Beurteilung der durch technische Anlagen eines Industrie- und Gewerbebetriebs – 
worunter Gastwirtschaftsbetriebe fallen – verursachten Lärmbelastungen, 
insbesondere durch Lüftungsanlagen (Ziff. 1 lit. e Anhang 6 LSV), sind die in 
Anhang 6 LSV enthaltenen Belastungsgrenzwerte anwendbar (vgl. Cercle Bruit 
Vollzugshilfe 8.10 vom 10. März 1999, vollständig überarbeitet am 1. Februar 2019, 
abrufbar unter https://www.cerclebruit.ch, Vollzugsordner/Alltagslärm/Kultur- und 
Gastgewerbebetriebe, [nachfolgend: CB-Vollzugshilfe], Ziff. 5.2 S. 5; vgl. zur 
Anwendbarkeit der CB-Vollzugshilfe als Entscheidhilfe BGE 137 II 30 E. 3.3 sowie 
Urteil des Bundegerichts 1C_13/2020 vom 13. Oktober 2020 E.5.5). Die von der 
Anlage verursachten Lärmimmissionen müssen kumulativ sowohl die 
Planungswerte der jeweils massgebenden Empfindlichkeitsstufen einhalten als 
auch der Vorsorge genügen, was im Einzelfall zu prüfen ist (BGE 123 II 325 
E. 4c/dd; GRIFFEL/RAUSCH, a.a.O., Art. 11 N. 11; vgl. zum Ganzen Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 14 70 vom 6. November 2015 
E. 5a).

6.2. Für den hier fraglichen Standort gilt gemäss Zonenplan 
unbestrittenermassen die Empfindlichkeitsstufe III (vgl. Zonenschema Art. 58 
BauG). In dieser Zone sind mässig störende Betriebe zugelassen (Art. 43 Abs. 1 

19 / 29

lit. c LSV), somit gilt ein zu beachtender Planungswert von 60 dB am Tag (von 07:00 
Uhr bis 19:00 Uhr) bzw. 50 dB in der Nacht (Anhang 6 LSV). 

6.3. Gemäss der Expertise des Abgastechnikers vom 11. Dezember 2023 
(act. C.64) muss der Anschluss der bereits im _____laden vorhandenen 
Abluftanlage der Küche, namentlich des Ventilators des Typs "G._____" (vgl. 
ebenda Anhang 6.1 Fotos Nr. 1 und 5 bis 8 sowie Anhang 6.7) mit einer Leistung 
von 2'000 m3/h (vgl. ebenda S. 4), in den bestehenden Kaminschacht integriert 
werden, dessen Sanierung mit brandschutzsicherem Edelstahl auszuführen ist. Die 
Berechnung der Abgasanlage ergab, dass die Bedingungen der Norm (DIN) EN 
13384-1 alle erfüllt sind (vgl. ebenda Anhang 6.3 S. 4). Sodann soll der Kaminzug 
mit einem CrNi Rohr saniert und der Kamin mit einem Abluftregenhut versehen 
werden (ebenda S. 4). Ein Abgasschalldämpfer des Typs "H._____" ist ebenfalls 
vorgesehen (vgl. ebenda Anhang 6.3 S. 3) und das Strömungsrauschen wird mit 
45.7 dB(A) bewertet (vgl. ebenda Anhang 6.3 S. 4). Die blosse Anmerkung im 
Architektenplan "Lüftung, evtl. mit Schalldämpfer" (act. C.63) erweist sich vor 
diesem Hintergrund nicht als vorrangig. Für das streitberufene Gericht ergeben sich 
bezüglich Expertise des Abgastechnikers keine Zweifel, und es werden auch keine 
konkreten Rügen vorgetragen, dass der bestehende Ventilator, dessen Integration 
in den sanierten Kamin geplant ist, und der neue Kamin nicht den in Anhang 6 LSV 
enthaltenen Belastungsgrenzwerten entsprechen sollten. Einerseits erfüllen der 
bestehende Ventilator sowie der zu sanierende Kamin die technischen 
Anforderungen. Auf der anderen Seite liegt das Strömungsrauschen des Kamins 
auf dem Dach aufgrund des Abgasschalldämpfers weit unter den Planungswerten 
der Empfindlichkeitsstufe III. Die geplante Anlage genügt dem Vorsorgeprinzip. 

6.4. Die Beschwerdegegnerin durfte demnach zu Recht auf eine Einholung eines 
weiteren Sachverständigengutachtens bezüglich des Lärms verzichten. Damit kann 
der Beschwerdegegnerin keine ungenügende Feststellung des Sachverhalts 
vorgeworfen werden. Es erhellt, dass der mit der Beschwerde erhobene 
Beweisantrag der Beschwerdeführerin, es sei ein Sachverständigengutachten über 
die Einhaltung der Lärmvorschriften in Bezug auf die Abluftleitung einzuholen, 
abzuweisen ist.

7. Luftverunreinigung

7.1.1. Küchendämpfe und -gerüche sind als Geruchsimmissionen 
Luftverunreinigungen im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 3 USG. Für deren Beurteilung 
ist auf die Luftreinhalte-Verordnung (LRV; SR 814.318.142.1) abzustellen. Sofern 
diese keine Emissionsbegrenzung festlegt oder eine bestimmte Begrenzung als 

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nicht anwendbar erklärt, hat die Behörde Emissionen vorsorglich so weit zu 
begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist 
(Art. 4 Abs. 1 LRV). Gemäss Art. 4 Abs. 2 lit. a LRV sind namentlich Massnahmen 
zur Emissionsbegrenzung technisch und betrieblich möglich, die bei vergleichbaren 
Anlagen erfolgreich erprobt sind. Für die Beurteilung der Zumutbarkeit von 
Massnahmen ist der allgemeine Grundsatz der Verhältnismässigkeit gemäss Art. 5 
Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV massgebend (vgl. statt vieler GRIFFEL/RAUSCH, a.a.O., 
Art. 11 N. 13). In Bezug auf Geruchsimmissionen aus Küchenabluft hat der 
Bundesrat keine Grenzwerte festgelegt. Es ist deshalb im Einzelfall zu beurteilen, 
ob die Geruchsimmissionen nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung 
(Art. 14 USG) schädlich oder lästig und damit übermässig sind (vgl. BVR 2006 S. 
335 E. 7.1.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_260/2016 vom 6. Juni 2017 E. 2.1). 
Immissionen gelten gemäss Art. 2 Abs. 5 LRV unter anderem dann als übermässig, 
wenn sie Menschen, Tiere, Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften oder ihre 
Lebensräume gefährden (lit. a) oder aufgrund einer Erhebung feststeht, dass sie 
einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören (lit. 
b). Nach Art. 6 LRV sind Emissionen möglichst nahe am Ort ihrer Entstehung 
möglichst vollständig zu erfassen und so abzuleiten, dass keine übermässigen 
Immissionen entstehen (Abs. 1). Sie müssen in der Regel durch Kamine oder 
Abluftkanäle über Dach ausgestossen werden (Abs. 2). Gemäss der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts bezüglich der Erheblichkeit von 
Beeinträchtigungen besteht kein Recht darauf, dass eine Anlage absolut 
geruchsfrei funktioniert, weshalb eine geringfügige Belästigung der Umgebung 
durch Gerüche grundsätzlich zumutbar ist. Bei solchen sogenannten 
umweltrechtlichen Bagatellfällen sind Massnahmen der Vorsorge nur 
ausnahmsweise gerechtfertigt, wenn sich die geringfügigen Emissionen mit kleinem 
Aufwand erheblich verringern lassen (BGE 133 II 169 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts 1C_37/2023 vom 1. Juli 2024 E. 4.2 m.w.H.).

7.1.2. Die kantonalen Ausführungsbestimmungen sehen vor, dass die Gemeinden 
im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens bei neuen und geänderten stationären 
Anlagen, die Luftverunreinigungen verursachen, für die Einhaltung der Vorschriften 
über die Emissionsbegrenzungen sorgen (Art. 12 KUSG). Gemäss Art. 13 Abs. 1 
KUSG bedürfen Baubewilligungen für Anlagen, welche erhebliche 
Luftverunreinigungen verursachen, in formeller Hinsicht der Zustimmung der 
Fachstelle, deren Auflagen und Bewilligungen in der Baubewilligung aufzunehmen 
sind. Gemäss der Liste der zu koordinierenden Zusatzbewilligungen des 
Departements für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden vom 1. November 
2005 (Stand 1. April 2020) ist als Fachstelle das Amt für Natur und Umwelt 

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Graubünden zuständig. Die Regierung bezeichnet die zusatzbewilligungspflichtigen 
Anlagen in Art. 4 KUSV; unter anderen werden Gewerbe- und Industrieanlagen 
gemäss Anhang 1 (Abs. 1 lit. f) als Verursacher erheblicher Luftverschmutzung 
genannt, namentlich im Bereich der Nahrungsmittelindustrie die Fleischräuchereien 
und die Kaffeeröstereien sowie im Bereich Dienstleistungen die Pizzaöfen. Dies 
Aufzählung dürfte nicht abschliessend sein, allerdings figurieren 
Gastronomiebetriebe also solche nicht im Anhang 1 KUSV. Der kantonale 
Gesetzgeber geht demnach grundsätzlich nicht davon aus, dass 
Gastronomiebetriebe erhebliche Luftverunreinigungen verursachen. Mit der 
Ausnahme für Pizzaöfen gemäss Anhang 1 KUSV, die nicht zwingend mit dem 
Betrieb einer Gastwirtschaft einhergehen müssen, sondern auch privat betrieben 
werden können, ist für den Betrieb einer Gastwirtschaft in formeller Hinsicht keine 
Zustimmung der Fachstelle einzuholen. Vorliegend verfügt der _____laden zwar 
über Pizzaöfen (vgl. act. C.64 Anhang 6.2 Foto Nr. 2); diese sind indes elektrisch 
und verfügen nicht über eine eigene Abluftanlage. Die Abluft des _____ladens wird 
via Lüftungsanlage, bestehend aus Abzugshaube und Ventilator, abgeführt. 
Materielle Vorgaben zu den Immissionsgrenzwerten von Küchendämpfen und -
gerüchen finden sich indes auch nicht auf kantonaler Ebene.

7.2. Die Beschwerdeführerin rügt insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin 
mehrfach ihre Vorbringen bezüglich der Einholung von Sachverständigengutachten 
über die Luftreinhaltung weder gehört noch geprüft habe (act. A.1 Rz. 153).

7.2.1. Macht ein betroffener Dritter das Vorliegen von Anhaltspunkten plausibel, 
dass die von der fraglichen Anlage verursachten Geruchsimmissionen übermässig 
sind oder durch technisch und betrieblich mögliche und wirtschaftlich tragbare 
Massnahmen begrenzt werden können (vgl. Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 4 in 
Verbindung mit Art. 7 und 13 Abs. 1 LRV), bzw., bei umweltrechtlichen 
Bagatellfällen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich die geringfügigen 
Emissionen mit kleinem Aufwand erheblich verringern lassen, hat die zuständige 
Behörde Schadstoffmessungen durchzuführen (Urteil des Bundesgerichts 
1C_37/2023 vom 1. Juli 2024 E. 5.1).

7.2.2. Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass, nebst der Einsprache der 
Beschwerdeführerin, keine weiteren Einsprachen oder Beschwerden von Dritten 
über dem _____laden anzurechnenden Geruchsimmissionen eingegangen seien. 
Angesichts des mehrjährigen Bestehens (seit 2018) des _____ladens resp. der 
seither betriebenen Abluftanlage ist hieraus zu schliessen, dass sich die Anrainer in 
der Dorfkernzone (DK) der Gemeinde Zuoz nicht von Geruchsimmissionen 
beeinträchtigt fühlten. Die Beschwerdegegnerin durfte aufgrund dieser konkreten 

22 / 29

Gegebenheiten zu Recht davon ausgehen, die Geruchsimmissionen seien nicht 
lästig und die Belastung der Umgebung durch Gerüche geringfügig. Entsprechend 
gilt es im konkreten Fall zu prüfen, ob die Emissionen durch allfällige 
verhältnismässige Massnahmen im Sinne des Vorsorgeprinzips erheblich verringert 
werden können. 

7.3.1. Die Abnahme der bestehenden Abluftanlage erfolgte am 1. November 2018 
im Rahmen der Schlussabnahme des gesamten Umbaus des Gewerbelokals zum 
_____laden, anlässlich der nebst dem kommunalen Bauamt die Vertreter der 
involvierten kantonalen Ämter, namentlich das Amt für Industrie, Gewerbe und 
Arbeit und das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit, sowie der 
Gebäudeversicherung Graubünden anwesend waren. Bei der Bauabnahme wurde 
unter anderem festgestellt, dass die ausgehende Lüftung an der Nordfassade evtl. 
zu Problemen (Geruch) führen könnte, da korrekterweise die Lüftung über das Dach 
geführt werden müsste (vgl. act. C.43 im Verfahren VR3 23 54). Es bestehen keine 
konkreten Hinweise, dass die Abzugshaube und der Ventilator der am 1. November 
2018 abgenommenen Anlage technisch nicht einwandfrei gewesen wären und nicht 
den Anforderungen von Art. 6 Abs. 1 LRV, wonach Emissionen möglichst nahe am 
Ort ihrer Entstehung möglichst vollständig erfasst werden müssen, entsprochen 
hätten. Aufgrund der in der Abzugshaube eingebauten Filter kann geschlossen 
werden, dass die Abluft damit schon praktisch geruchsfrei gewesen sein musste. 
Dass die Abluftanlage nebst dem (geringen) Geruch weitere Schadstoffe emittieren 
würde, ist aus den Akten nicht ersichtlich. 

7.3.2. Weiter wurde seitens des Beschwerdegegners auf Anordnung der 
Beschwerdegegnerin hin ein Gutachten datierend vom 27. Juni 2023 eingereicht, 
wonach festgestellt wurde, dass die Fortluft der Lüftungsanlage der _____-Küche 
an der Hausfassade in Richtung des Grundstücks Nr. Z.3._____ ausgeblasen 
werde, und dass gemäss SIA 382/1 die Fortluft der Kategorie ABL/FOL 4 einer 
gewerblichen Küche jedoch über das Dach geführt werden müsse (act. B.40 im 
Verfahren VR3 23 54). Dem beauftragten Experten (Haustechnikplaner) genügte 
für seinen Vorschlag offenbar die tatsächliche Gegebenheit, dass sich der 
Lüftungsausgang an der Fassade genau gegenüber der nicht weit davon entfernten 
Fassade des Nachbargebäudes befindet (vgl. ebenda Foto auf S. 2). Diese 
Einschätzung des Experten kann insofern nachvollzogen werden, als dass gemäss 
den Anforderungen der SIA Norm 382/1 (2014) selbst bei der Fortluft der Kategorie 
FOL 1 und FOL 2 die Distanz zum Nachbargebäude mindestens acht Meter 
betragen muss. Also selbst beim Einbau einer gewöhnlichen Wohnungsküche im 
Gewerbelokal des Gebäudes Nr. Z.2._____ wäre die Ableitung der Abluft an der 

23 / 29

Fassade nicht SIA-konform. Den SIA-Normen kommt als privates Regelwerk 
rechtsprechungsgemäss zwar keine allgemeine Verbindlichkeit im Sinne eines 
Gesetzes oder einer Verordnung zu (vgl. BGE 117 IV Z.2._____ E. 2c mit weiteren 
Hinweisen). Sie können hilfsweise zur Auslegung gesetzlicher Bestimmungen mit 
der Wendung "nach den anerkannten Regeln der Baukunde" oder "nach dem Stand 
der Technik" herangezogen werden (TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 5. Aufl., 2022, § 11 Rz. 270). Gestützt auf das Gutachten vom 
27. Juni 2023 kann aufgrund der fehlenden SIA-Konformität der Abluftmündung 
jedoch nicht unbesehen auf einen baurechtswidrigen Zustand der gesamten 
Abluftanlage geschlossen werden. 

7.3.3. Nach den nachvollziehbaren Berechnungen des Experten für Abgastechnik 
kann die Leistung des bestehenden Ventilators, der bei einem Druck von 300 bis 
430 Pa eine Abluftmenge von 2'000 m3/h fördert, aufgrund der Grösse des Lokals 
auf 1'143 m3/h reduziert werden (act. C64 S. 4 und Anhang 6.4). Die bestehende 
Anlage entlüftet die Räumlichkeiten demnach ordnungsgemäss. Gemäss den 
Aussagen des Experten wird aufgrund des geplanten Anschlusses der Anlage an 
den umzubauenden Kamin die Geruchsbelastung zwischen den beiden Gebäuden 
auf den Grundstücken Nr. 1890 und Z.1._____ durch die Ableitung über Dach 
eliminiert. Im Übrigen erfüllt die projektierte und seitens des Experten empfohlene 
Kote von 11.6 m (vgl. auch act. C.63) für den Kamin die Vorgaben des Bundesamts 
für Umwelt (BAFU), zu finden in der Vollzugshilfe "BAFU 2013: Mindesthöhe von 
Kaminen über Dach" (1. aktualisierte Aufl. Dezember 2018, Erstausgabe 2013; 
nachfolgend: Kamin-Empfehlungen [vgl. zur Beachtlichkeit der Kamin-
Empfehlungen Urteile des Bundesgerichts 1C_37/2023 vom 1. Juli 2024 E. 4.2, 
1C_373/2022 vom 23. Februar 2023 E. 2.1, 1C_655/2019 vom 26. Oktober 2020 
E. 6.1, 1C_506/2016 vom 6. Juni 2017 E. 6.3.1]).

7.4. Zusammenfassend kann der Beschwerdegegnerin keine Verletzung der 
Begründungspflicht vorgeworfen werden, wenn sie sich im angefochtenen 
Bauentscheid auf das Gutachten des Abluftexperten vom 11. Dezember 2023 
abstützt. Soweit es sich gestützt auf die Akten beurteilen lässt, spricht alles dafür, 
dass sich die Abluftmenge, welche gemäss den Berechnungen des Ablufttechnikers 
1'143 m3/h beträgt, von der 2'000 m3/h-leistungsstarken Anlage problemlos 
bewältigen lässt und die Räumlichkeiten ordnungsgemäss entlüftet werden. 
Hinsichtlich der umweltschutzrechtlichen Vorgaben erweist sich die seit dem 2018 
in Betrieb befindliche Anlage als genügend. Durch die geplante bauliche 
Massnahme, die der Beschwerdegegner auf seine Kosten nimmt, werden die 
verbleibenden (geringen) Küchengerüche gemäss dem Stand der Technik über 

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Dach abgeführt und vollständig eliminiert. Eine weitere nennenswerte 
Geruchsminderung durch eine verhältnismässige Massnahme trägt auch die 
Beschwerdeführerin nicht vor. Andere Massnahmen sind nicht ersichtlich. Selbst 
wenn übermässige Immissionen gemäss Art. 6 Abs. 1 LRV vorlägen, würden diese 
durch den geplanten Umbau der Abführung der Fortluft über Dach nach Massgabe 
von Art. 6 Abs. 2 LRV abgestossen. Dem Prinzip der Vorsorge ist Genüge getan. 
Aufgrund der umweltschutzrechtlichen Beurteilung der geplanten Abluftanlage über 
Dach sowie der im baupolizeilichen Verfahren vorgenommenen 
umweltschutzrechtlichen Prüfungen, insbesondere der Interessensabwägung (vgl. 
Urteil im Verfahren VR3 23 54 vom 16. September 2025 Erwägung 7.4.), bezüglich 
des Betriebs des _____ladens kann nicht gesagt werden, nur weil die 
Beschwerdegegnerin eine (unzulässige) Staffelung der in formeller Hinsicht 
sachlich zusammenhängenden Verfahren vornahm, keine materielle 
Gesamtbetrachtung vorgenommen habe. Die diesbezügliche Rüge der 
Beschwerdeführerin verfängt nicht. 

7.5. Der Verzicht auf eine Messung der Luftreinhaltung erweist sich 
schlussfolgernd als rechtmässig. Damit geht auch eine genügende Feststellung des 
Sachverhalts seitens der Beschwerdegegnerin einher, sodass der mit der 
Beschwerde erhobene Beweisantrag der Beschwerdeführerin, es sei ein 
Sachverständigengutachten über die Einhaltung der Luftreinhaltevorschriften in 
Bezug auf die Abluftleitung einzuholen, abzuweisen ist. 

8. Profilierung 

8.1. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin die fehlende Profilierung des 
Bauvorhabens, das nach aussen in Erscheinung trete. Ihrer Ansicht nach hätte 
korrekterweise ein Baugespann aufgestellt werden müssen (act. A.1 Rz. 159 ff.). 

8.2. Nach Art. 43 KRVO ist bei Bauvorhaben, die nach aussen in Erscheinung 
treten, gleichzeitig mit der Einreichung des Baugesuchs ein Baugespann 
aufzustellen. Dieses muss die Lage, Höhe und Gestalt der Baute klar erkennen 
lassen. Aufschüttungen und Böschungen von mehr als 0.8 m Höhe sind ebenfalls 
zu profilieren (Abs. 1). Das Baugespann darf vor der rechtskräftigen Erledigung des 
Baugesuchs nur mit Bewilligung der kommunalen Baubehörde entfernt werden. Es 
ist in jedem Falle während der Dauer der öffentlichen Auflage stehen zu lassen. 
Nach Eintritt der Rechtskraft des Bauentscheids ist das Baugespann sofort zu 
entfernen (Abs. 3). Die Vorschrift von Art. 43 KRVO ist nicht Selbstzweck (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 32 vom 16. Februar 2021 
E. 2.12.2). Der Sinn und Zweck des Baugespanns ist die Darstellung der Umrisse 

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respektive der Dimensionen einer geplanten Baute oder Anlage für interessierte 
Dritte. Ist die Baute bereits erstellt und sind deren Umrisse real ersichtlich, muss 
das geplante Bauvorhaben nicht mehr durch Bauprofile erkenntlich gemacht 
werden. Bei bestehenden Umrissen der Baute entfällt nämlich die Notwendigkeit 
der Informations- und Profilierungspflicht (Urteil des Verwaltungsgerichts R 22 100 
vom 26. September 2023 E. 3.2, bestätigt mit Urteil des Verwaltungsgerichts R 23 
77 vom 22. Oktober 2024 E. 2.4).

8.3. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, die Profilierung sei 
nicht notwendig gewesen. Dem ist beizupflichten, da gemäss Bauplan (act. C.63) 
der grösste Teil der Umbauten im Innern des Gebäudes eingezeichnet ist und einzig 
der alte Abluftregenhut (auf den Plänen gelb markiert) durch einen geringfügig 
höheren Abluftregenhut (rot markiert) ersetzt werden soll. Ferner ist zu 
berücksichtigen, dass in der amtlichen Bekanntgabe ausdrücklich erwähnt worden 
ist, dass wegen der Schneehöhe auf dem Dach ein allfälliges Baugespann nicht 
ersichtlich wäre. Die Beschwerdeführerin war offensichtlich in der Lage, in die 
öffentlich aufgelegenen Pläne des Bauvorhabens Einsicht zu nehmen, und sich eine 
Bild darüber zu machen, welche Dimensionen die bereits erstellte und die geplante 
Anlage hat. Im Übrigen kann der vorliegenden Beschwerde sowie dem 
angefochtenen Bauentscheid entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin 
ein ausreichendes Bild über die Lage und Ausmasse der in Frage stehenden 
Abluftanlage hatte, um den streitgegenständlichen Bauentscheid anfechten und 
dessen gerichtliche Überprüfung verlangen zu können. Die Beschwerde erweist 
sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet. 

9. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin das vorliegende Bauprojekt 
materiell zu Recht als bewilligungsfähig erachtet. Die Beschwerde erweist sich als 
unbegründet und ist somit abzuweisen.

10. Kostenverlegung

10.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten, bestehend 
aus einer Staatsgebühr, die auf CHF 4'000.00 festgelegt wird, und den 
Kanzleiauslagen (Art. 75 Abs. 1 lit. a und b VRG), gestützt auf Art. 73 Abs. 1 sowie 
Art. 72 Abs. 1 VRG grundsätzlich vollumfänglich zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Wie in der vorstehenden Erwägung 3.3.3. festgehalten, wäre die 
Beschwerdegegnerin jedoch gehalten gewesen, die Sachverhaltsabklärung zum 
streitgegenständlichen Bauvorhaben vor Erlass der Verfügung vom 3. Mai 2023 
abzuschliessen. Unterliegt eine Partei nur deshalb vollständig, weil ein formeller 
Fehler der Vorinstanz im Rechtsmittelverfahren geheilt wurde, soll diesem Umstand 

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im Rahmen der Kosten- und Entschädigungsfolge Rechnung getragen werden 
(siehe Urteil des Bundesgerichts 1C_326/2018 vom 21. November 2018 E. 6.1 ff., 
1C_255/2017 vom 24. Oktober 2017 E. 7.3, 1C_41/2014 vom 24. Juli 2014 E. 7.3 
f. und 1C_98/2012 vom 7. August 2012 E. 9.3). Unter Berücksichtigung des 
formellen Mangels eines einheitlichen Bauentscheids auf kommunaler Ebene und 
der damit verbundenen Gehörsverletzung der Beschwerdeführerin, sind die 
Gerichtskosten in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
betreffend Heilung formeller Mängel im Rechtsmittelverfahren sowie des in 
Ausnahmefällen für die Kosten- und Entschädigungsregelung heranzuziehenden 
Verursacherprinzips (vgl. statt vieler Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 2020 22 vom 2. November 2021 E. 5.1 m.w.H.) zu 1/8 der 
Beschwerdegegnerin als Verursacherin aufzuerlegen. 

10.2.1. Die Regelung der Festlegung der Parteientschädigung nach 
Massgabe des Obsiegens bzw. Unterliegens nach Art. 78 Abs. 1 VRG hätte 
vorliegend zur Folge, dass aufgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch 
die Beschwerdegegnerin, diese mit dem in der Sache obsiegenden 
Beschwerdegegner der unterliegenden Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung zu bezahlen hätte, sofern Letzterer durch die 
Gehörsverletzung Kosten entstanden sind, welche ihr ohne Gehörsverletzung nicht 
entstanden wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 
E. 8 mit Hinweis; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 14 67 
und U 14 76 vom 1. Dezember 2015 E. 7b). Auch wenn nach Auffassung des 
Gerichts davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin den 
streitgegenständlichen Bauentscheid selbst bei Beachtung des formellen Baurechts 
angefochten hätte, ergibt sich doch aus deren Rechtschriften, dass sie sich mit der 
Thematik der aus der mangelhaften Koordination ergebenden Gehörsverletzung 
und der aus ihrer Sicht nicht möglichen Heilung gründlich auseinandergesetzt und 
diesen Punkt der Begründung ihres Hauptantrags zugrunde gelegt hat. Damit hat 
sie den Streitgegenstand teilweise fixiert. Es kann folglich davon ausgegangen 
werden, dass sich die Heilung der formellen Fehler des kommunalen Bauverfahrens 
im obergerichtlichen Verfahren auf die Höhe der Parteikosten ausgewirkt hat (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 1C_233/2017 vom 19. September 2018 E. 5.5 e 
contrario). 

10.2.2. Gemäss Art. 16a Abs. 2 AnwG (BR 310.100) und Art. 2 Abs. 1 und 2 
HV (BR 310.250) i.V.m. Art. 19 AnwG wird die Parteientschädigung an die 
obsiegende Partei nach Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich 
von dem in der Honorarnote geltend gemachten Aufwand sowie üblichen 

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Stundenansatz ausgeht. Die Beschwerde gegen die Erteilung der Baubewilligung 
für das strittige Bauvorhaben und die entsprechende Abweisung der Einsprache 
erweist sich in der Sache als unbegründet. Insofern unterliegt die 
Beschwerdeführerin vollständig. Weil die Beschwerdegegnerin angesichts der 
Vorgeschichte des angefochtenen Entscheides zumindest teilweise einen formellen 
Mangel in der Verfahrensführung zu verantworten hat, ist dies zu Gunsten der in 
der Sache unterliegenden Beschwerdeführerin im Entschädigungspunkt 
angemessen zu berücksichtigen. Der formelle Verfahrensmangel im 
vorinstanzlichen Verfahren ist jedoch nicht dem Beschwerdegegner zuzurechnen, 
weshalb er ausseramtlich als die in der Sache vollständig obsiegende Partei zu 
entschädigen ist.

10.2.3. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat eine Honorarnote 
datierend vom 24. Januar 2025 (act. J.1) über total CHF 11'064.75 (Aufwand Anwalt 
von 28.00 h à CHF 270.00 [CHF 7'560.00] Aufwand Jurist von 8.00 h à CHF 220.00 
[CHF 1'760.00], Aufwand Assistentin von 6.50 h à CHF 95.00 [CHF 617.50], 
Spesenpauschale von 3 % [CHF 298.15], zzgl. 8.1 % MWST [CHF 829.10]) 
eingereicht. Die Beschwerdegegnerin rügt mit Schreiben vom 3. Februar 2025 
(act. J.2), es könne nicht von einem Stundenansatz von CHF 270.00 ausgegangen 
werden und Sekretariatsarbeiten würden nicht noch zusätzlich entschädigt werden; 
ebenso wenig der Aufwand eines Praktikanten und dies zum Ansatz von 
CHF 220.00/h, wenn die Arbeit zu 9/10 der Anwalt erledige. Der geltend gemachte 
Aufwand der Rechtsvertreterin unter dem Titel "Anwalt" wird nicht gerügt und 
erscheint angemessen. Da nicht dargelegt wird, dass der ausgewiesene Aufwand 
"Jurist" nicht einer juristischen Mitarbeiterin oder einem juristischen Mitarbeiter 
zugerechnet werden kann, wird dieser Aufwand als angemessener Aufwand des 
Rechtspraktikanten berücksichtigt. Für die Geltendmachung des Aufwands der 
Assistentin besteht keine gesetzliche Grundlage. Diesbezüglich ist festzuhalten, 
dass diese im Rahmen der Rechtsvertretung anfallenden Auslagen grundsätzlich 
als durch den anwendbaren Stundenansatz angemessen abgedeckt gelten und 
deshalb praxisgemäss nicht zusätzlich zur genannten Pauschale verrechnet 
werden können. Die Parteien haben gemäss Art. 4 Abs. 1 Satz 1 der HV zu Beginn 
des Verfahrens eine vollständige, unterschriebene Honorarvereinbarung 
einzureichen. Bei Nichteinreichen einer Honorarvereinbarung beträgt der 
Stundenansatz praxisgemäss höchstens CHF 240.00. In Anwendung von Art. 6 
Abs. 1 HV ist der Stundenansatz für Rechtspraktikantinnen und Rechtspraktikanten 
auf CHF 180.00 festzulegen (75 % von CHF 240.00). Der zum Abzug der Vorsteuer 
mehrwertsteuerpflichtigen Beschwerdeführerin wird praxisgemäss keine MWST 
zugesprochen. Entsprechend resultiert ein reduziertes Honorar in Höhe von 

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CHF 8'404.80 (Aufwand Anwalt von 28.00 h à CHF 240.00 [CHF 6'720.00] Aufwand 
Praktikant von 8.00 h à CHF 180.00 [CHF 1'440.00], Spesenpauschale von 3 % 
[CHF 244.80]). Der Anspruch auf eine Parteientschädigung der Beschwerdeführerin 
wird nach Massgabe der in Erwägung 10.1. hiervor erwähnten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung auf CHF 1'000.00 festgelegt und der Beschwerdegegnerin 
auferlegt. 

10.2.4. Da der Rechtsvertreter des materiell obsiegenden 
Beschwerdegegners trotz entsprechender Aufforderung keine Honorarnote 
eingereicht hat, legt das Gericht die zuzusprechende Parteientschädigung gestützt 
auf Art. 2 und Art. 4 HV nach Ermessen fest. In Anbetracht der Umstände des 
vorliegenden Verfahrens, des Umfangs des Schriftenwechsels sowie der 
Schwierigkeit der Angelegenheit wird die Höhe der Parteientschädigung pauschal 
auf CHF 3'000.00 (inkl. Spesen und MWST) festgelegt und der Beschwerdeführerin 
sowie der Beschwerdegegnerin je im Umfang ihres jeweiligen Unterliegens gemäss 
Verteilschlüssel auferlegt.

10.2.5. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen 
Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel 
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, 
weshalb der in der Sache obsiegenden Beschwerdegegnerin keine 
Parteientschädigung zugesprochen wird.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 4'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 663.00

Total CHF 4'663.00

gehen im Umfang von 7/8 zu Lasten der A._____ GmbH und im Umfang von 1/8 
zu Lasten der Gemeinde Zuoz.

3. Entschädigungen

3.1.Die A._____ GmbH hat B._____ aussergerichtlich mit CHF 2'625.00 (inkl. 
Spesen und MWST) zu entschädigen. 

3.2.Die Gemeinde Zuoz hat die A._____ GmbH aussergerichtlich mit CHF 1'000.00 
(inkl. Spesen exkl. MWST) sowie B._____ mit CHF 375.00 (inkl. Spesen und 
MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelverfahren]

5. [Mitteilungen]