# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 397dafdb-d6b0-50e6-b368-6b0e3399b754
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.01.2024 RU230048
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RU230048_2024-01-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RU230048-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Ersatzrichterin lic. iur. N. Jeker sowie Ge-

richtsschreiber MLaw B. Lakic 

Beschluss vom 9. Januar 2024 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführer 

 

betreffend Rechtshilfe / Einvernahme 
 
Beschwerde gegen eine Vorladung des Einzelgerichtes Rechtshilfe / Amts-
hilfe des Bezirksgerichtes Horgen vom 15. Dezember 2023 (FR230136) 
 
  

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Erwägungen: 

1.1. B._____ ist die Tochter des Beschwerdeführers (vgl. act. 2 Rz. 7.1) und 

hat gegen ihn vor dem Superior Court of the State of California in and for the 

County of Alameda (fortan: Superior Court) 2020 eine Zivilklage erhoben (vgl. 

Sammel-act. 6/2 resp. 6/4). Im Rahmen dieses Zivilverfahrens stellte der Superior 

Court am 22. November 2023 ein Gesuch um internationale Rechtshilfe, in dem 

um die Befragung des Beschwerdeführers ersucht wurde (act. 1).  

 Daraufhin lud die Vorinstanz als ausführendes Gericht den Beschwerde-

führer mit Vorladung vom 15. Dezember 2023 zur Einvernahme auf den 

5. Februar 2024 vor (act. 6/5 = act. 3 = act. 5, fortan act. 5).  

1.2. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 (Datum Poststempel) erhob der Be-

schwerdeführer gegen diese Vorladung Beschwerde und beantragte die Aufhe-

bung derselben. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der auf-

schiebenden Wirkung (act. 2).  

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 6/1-5). Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers ist nur insoweit einzu-

gehen, als sie für den Beschwerdeentscheid relevant sind. 

2.1. Das an die Vorinstanz gerichtete Rechtshilfeersuchen hat eine grenz-

überschreitende Beweiserhebung zum Gegenstand, welche der internationalen 

Rechtshilfe in Zivilsachen zuzuordnen ist (vgl. BGE 132 III 291 E. 1.1). Sowohl die 

Vereinigten Staaten als auch die Schweiz haben das Haager Übereinkommen 

vom 18. März 1970 über die Beweisaufnahme im Ausland in Zivil- oder Handels-

sachen unterzeichnet (nachfolgend HBewUe70).  

 Gemäss Übereinkommen ist auf die im Rahmen der Rechtshilfe durchzu-

führenden Beweiserhebungen schweizerisches Recht anwendbar (Art. 9 Abs. 1 

HBewUe70). Insbesondere gilt beim Vollzug des Rechtshilfeersuchens die 

Schweizerische Zivilprozessordnung. Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung handelt es sich beim Rechtshilfeverfahren um ein atypisches Summarver-

fahren (Art. 339 Abs. 2 i.V.m. Art. 248 ff. ZPO), welches grundsätzlich in den An-

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wendungsbereich des Vollstreckungsverfahrens gemäss Art. 335 ff. ZPO fällt 

(BGE 142 III 116, E. 3.3.1 f.). 

2.2. Das Anfechtungsobjekt ist eine Vorladung zur Befragung des Beschwer-

deführers. Dabei handelt es sich – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

(act. 2 Rz. 1) – nicht um einen Entscheid, der ihn zur Beschwerde gemäss 

Art. 319 lit. a ZPO legitimiert. Da mit der blossen Vorladung das Rechtshilfege-

such (noch) nicht endgültig vollzogen und das Rechtshilfeverfahren nicht beendet 

wird, liegt vielmehr ein prozessleitender Entscheid gemäss Art. 319 lit. b ZPO im 

Rahmen eines Vollstreckungsverfahrens vor. Ein solcher kann – mangels einer 

gesetzlichen Beschwerdemöglichkeit gemäss Ziffer 1 der Bestimmung – mittels 

Beschwerde nur angefochten werden, wenn durch ihn ein nicht leicht wiedergut-

zumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziffer 2 ZPO).  

 Das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen ist von Amtes wegen zu 

prüfen, doch, wie allgemein bei der Prüfung von Prozessvoraussetzungen, nur auf 

der Basis des dem Gericht vorgelegten Tatsachenmaterials (MÜLLER, DIKE-

Komm-ZPO, 2. Auflage 2016, Art. 60 N 1). Entsprechend muss die betroffene 

Partei den nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist be-

weispflichtig, sofern die Gefahr nicht von vornherein offenkundig ist (STERCHI, in: 

Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, Art. 319 N 

15 m.w.H.). 

2.3. Bei prozessleitenden Entscheiden beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage, 

sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Im Beschwer-

deverfahren können die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich un-

richtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Die Beschwerde ist innerhalb der Rechtsmittelfrist schriftlich, begründet und mit 

Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen (Art. 321 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

3.1.1. Der Beschwerdeführer sieht in der Vorladung einen nicht leicht wieder-

gutzumachenden Nachteil, da es anlässlich der (unzulässigen) Parteibefragung 

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zur Offenlegung von Informationen kommen könnte, die ihn stark schädigen könn-

ten. Zudem verweist der Beschwerdeführer auf Art. 164 ZPO und erklärt, eine 

Mitwirkungsverweigerung im Zusammenhang mit der Vorladung würde zu einem 

nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil bei der Beweiswürdigung führen 

(act. 2 Rzn. 13.7 und 13.9).  

3.1.2. Inwiefern dem Beschwerdeführer durch die Vorladung (alleine) ein nicht 

leicht wiedergutzumachender Nachteil entsteht, ist nicht erkennbar. Sieht der Be-

schwerdeführer einen Nachteil durch die Befragung selbst, so kann er sich – so-

fern seine schutzwürdigen Interessen gefährdet sind – auf Art. 156 ZPO berufen, 

wonach die Vorinstanz dann die erforderlichen Massnahmen zu treffen hätte. Dies 

scheint der Beschwerdeführer selbst zu erkennen, beruft er sich doch in seiner 

Beschwerde an anderer Stelle ausdrücklich auf diese Bestimmung (act. 2 

Rz. 10.2; vgl. auch act. 2 Rz. 12). Analoges gilt für seine (allfälligen) Aussage- 

und Verweigerungsrechte (vgl. dahingehend act. 2 Rz. 10), von denen er anläss-

lich der Verhandlung Gebrauch machen kann. Solche Verweigerungsrechte gibt 

es laut dem Rechtshilfeersuchen auch nach kalifornischem Recht (vgl. act. 2 bzw. 

act. 4 Ziff. 8.b und 16). Welche Auswirkungen eine – durch den Verweis auf 

Art. 164 ZPO anzunehmende – unberechtigte Mitwirkungsverweigerung auf das 

Zivilverfahren in Kalifornien hat, ist eine Frage der Beweiswürdigung durch das 

Sachgericht. Eine Partei, die durch die Weigerung einen prozessualen Nachteil 

erfährt, kann grundsätzlich erst den Endentscheid wegen falscher Beweiswürdi-

gung anfechten (vgl. etwa OGer ZH PC120009 vom 27. Februar 2013 E. 6c mit 

Hinweisen). Dies hat prinzipiell auch in einem internationalen Kontext zu gelten. 

Dass dem Beschwerdeführer dies im konkreten Fall nicht möglich sein soll, macht 

er nicht geltend. Folglich ist ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil zu 

verneinen, und auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.  

3.2. Selbst wenn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil bejaht wür-

de, wäre der Beschwerde kein Erfolg beschieden.  

 Im aktuellen Verfahrensstand resp. im Zusammenhang mit der Vorladung 

ist sowohl eine unrichtige Rechtsanwendung als auch eine offensichtlich unrichti-

ge Feststellung des Sachverhaltes zu verneinen. So hätte die Vorinstanz das 

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Rechtshilfegesuch nicht gestützt auf Art. 23 HBewUe70 abweisen dürfen (vgl. da-

hingehend act. 2 Rz. 11), zumal (auch) der entsprechende Vorbehalt 6 der 

Schweiz lediglich die Herausgabe von Dokumenten – und keine Parteibefragung 

– zum Inhalt hat. Auch der in diesem Zusammenhang vorgebrachten Behauptung 

des Beschwerdeführers, er wisse nicht, was mit der Parteibefragung bewiesen 

werden soll, und der daraus folgenden Unklarheit, zu welchen Tatsachenbehaup-

tungen er Stellung beziehen müsse (vgl. act. 2 Rzn. 9.2 und 10.3), kann nicht ge-

folgt werden; in den vorinstanzlichen Akten befinden sich sowohl das Rechtshil-

feersuchen als auch der Fragekatalog inkl. diverser Beilagen, jeweils mit Überset-

zung in deutscher Sprache (act. 6/2 und act. 6/4). Damit sind auch die Vorschrif-

ten gemäss Art. 3 f. HBewUe70 eingehalten. Ob die Klage vor dem Superior 

Court genügend substantiiert ist (act. 2 Rz. 11.2), ist nicht im Rahmen des 

Rechtshilfeverfahrens zu beantworten. Dasselbe gilt für die Frage, ob der erst 

auszusprechende Entscheid des Superior Courts in der Schweiz anerkenn- und 

vollstreckbar ist resp. sein wird (vgl. act. 2 Rz. 13).  

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen. Entschädigungen sind keine zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 500.– festgesetzt und 

dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer und Rechtsanwalt 

Dr. X._____ (als Rechtsvertreter von B._____) sowie unter Rücksendung 

der erstinstanzlichen Akten an das Bezirksgericht Horgen, je gegen Emp-

fangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
CHF 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

MLaw B. Lakic 
 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 9. Januar 2024
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 500.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer und Rechtsanwalt Dr. X._____ (als Rechtsvertreter von B._____) sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an das Bezirksgericht Horgen, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...