# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc309236-f119-5881-b061-4d7cfa134422
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.04.2024 810 23 284 (810 2023 284)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-284_2024-04-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 17. April 2024 (810 23 284) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Antrag auf Aufhebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung und 

Wechsel der Mandatsperson unter Berücksichtigung des Vorschlagsrechts  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichts-
schreiberin i.V. Noemi Guntzburger 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Michael Schermbach, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Antrag auf Aufhebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-

verwaltung und Wechsel der Mandatsperson  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
16. Oktober 2023) 

 
 

 
A. C.____ (geboren am XX.XX.1986) hat seit ihrer Geburt eine kognitive Einschränkung. 
Mit Schreiben vom 18. Dezember 2021 reichte A.____ bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde B.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend ihre Tochter C.____ ein 

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und stellte einen Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft. Zur Begründung führte sie aus, 
dass ihre Tochter seit 2012 alleine in D.____ lebe und dies bis vor ca. drei Jahren gut gegan-
gen sei. Seither habe sich die Situation verschlechtert und die Tochter höre Stimmen und habe 
auch schon Suizidgedanken geäussert. Es sei eine psychische Krankheit diagnostiziert worden. 
Ferner vernachlässige sie zunehmend ihre Körperpflege. Sie habe kaum noch soziale Kontakte 
und drohe zu vereinsamen. Sie selber wohne in E.____ und stosse zunehmend an ihre Gren-
zen, weshalb sie um die Errichtung einer Beistandschaft für ihre Tochter ersuche. 
 
B. In der Folge eröffnete die KESB ein Verfahren betreffend Errichtung einer Beistand-
schaft für C____. Der Abklärungsbericht der F.____ vom 17. März 2022 schloss mit der Emp-
fehlung, eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung für C.____ zu errichten.  
 
C. Nachdem C.____ in ihrer Anhörung vom 25. Mai 2022 angab, mit der Errichtung einer 
Beistandschaft einverstanden zu sein, errichtete die KESB mit Entscheid vom 31. Mai 2022 
eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 für C.____ und setzte als 
Beiständin G.____ ein. Der Beiständin wurden die Aufgabenbereiche übertragen, C.____ bei 
der Erledigung ihrer finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, insbesondere ihr gesamtes Ein-
kommen und Vermögen zu verwalten; sie bei der Erledigung der administrativen Angelegenhei-
ten zu vertreten, insbesondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial-) 
Versicherungen und sonstigen Institutionen oder Privaten; stets für eine geeignete Wohnsitua-
tion bzw. Unterkunft besorgt zu sein und C.____ in allen dafür erforderlichen Vorkehren zu ver-
treten; für eine geeignete Arbeit oder Beschäftigung besorgt zu sein und C.____ in diesem Be-
reich ebenfalls zu vertreten; für ihr gesundheitliches Wohl und hinreichende Betreuung besorgt 
zu sein und sie dabei zu unterstützen und zu vertreten sowie C.____ soziales Wohl zu fördern 
und sie dabei zu vertreten. Die Beiständin wurde ermächtigt, die Post von C.____ umzuleiten 
und zu öffnen. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Im 
August 2022 zog C.____ in eine betreute Wohngemeinschaft des H.____ (vgl. Entscheid der 
KESB vom 4. November 2022).  
 
D. Seit April 2023 wohnt A.____ in I.____ und ihre Tochter ist wieder zu ihr gezogen. Seit 
Mai 2023 arbeitet sie bei der J.____ in D.____. Mit Schreiben vom 3. Mai 2023 wandte sich 
A.____ an die KESB und beantragte, dass die Beistandschaft auf sie übertragen werde mit der 
Begründung, dass die Verhältnisse denjenigen wie vor Errichtung der Beistandschaft entspre-
chen würden. 
 
E. Mit Schreiben vom 21. Juni 2023 wurde C.____ und ihrer Beiständin das rechtliche 
Gehör zur beantragten Übertragung der Beistandschaft an die Mutter gewährt. C.____ nahm 
dieses mit Schreiben vom 4. Juni 2023 wahr und führte aus, ihr grösster Wunsch sei, dass ihre 
Mutter die Beistandschaft übernehmen könne. Demgegenüber sprach sich die Beiständin für 
eine Weiterführung der Vertretungsbeistandschaft durch eine externe Mandatsperson aus. Zur 
Begründung führte sie aus, der Schwächezustand von C.____ bestehe unverändert und es ha-
be sich nach dem Umzug in die betreute Wohngemeinschaft des H.____ gezeigt, dass der Un-
terstützungsbedarf von C.____ in den Bereichen Wohnen, Körperhygiene und Alltagsgestaltung 

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grösser gewesen sei als angenommen. Sie erlebe C.____ als leicht zu beeinflussen und ambi-
valent in ihren Aussagen. Komplexere finanzielle oder administrative Vorgänge könne C.____ 
aufgrund ihrer kognitiven Beeinträchtigung nicht überwachen. K.____, die Psychotherapeutin 
von C.____, habe der Beiständin gegenüber geäussert, C.____ habe deutlich mitgeteilt, sie 
wolle die Beistandschaft wie gehabt weiterführen.  
 
F. Mit Schreiben vom 21. August 2023 äusserte sich A.____ zur Stellungnahme der Bei-
ständin und verlangte bei der KESB die Aufhebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermö-
gensverwaltung oder gegebenenfalls einen Mandatsträgerwechsel mit ihrer Einsetzung als Bei-
ständin. 
 
G. Mit Entscheid vom 16. Oktober 2023 wies die KESB die Anträge von A.____ auf Auf-
hebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung sowie auf Wechsel der Man-
datsperson ab. Zur Begründung führte sie aus, die Einsetzung einer externen Beiständin sei mit 
dem Ziel erfolgt, C.____ in ihrem Loyalitätskonflikt in Bezug auf ihre Eltern zu unterstützen. Die 
weitere Notwendigkeit dieser Unterstützung werde von der Beiständin und Therapeutin bestätigt 
und stehe nicht im Widerspruch zur Unterstützung, welche sie durch A.____ erhalte. Vor Errich-
tung der Beistandschaft habe sich überdies der Vater um die finanziellen und teils administrati-
ven Belange von C.____ gekümmert, nicht deren Mutter. Es handle sich gemäss der Beiständin 
um eine komplexe Mandatsführung, welche das Fachwissen einer Fachbeiständin erfordere. Es 
gebe keine Indizien dafür, dass die Beiständin nicht die objektiven Interessen von C.____ ver-
trete. Weiter überwiege das Interesse an Konstanz gegenüber dem Interesse an der Beendi-
gung des Mandats. 
 
H. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Michael Schermbach, mit Schreiben 
vom 15. November 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragt, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben 
und mit ihm die Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung zu Gunsten von C.____. 
Eventualiter sei die Beschwerdeführerin als Beiständin von C.____ einzusetzen, alles unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt sie die Sistierung des Beschwerdever-
fahrens mit der Begründung, dass sie bei der Vorinstanz ein Wiedererwägungsgesuch einge-
reicht habe und dieses abzuwarten sei. In der Hauptsache begründet sie ihre Anträge zusam-
menfassend damit, die Vorinstanz ignoriere den Wunsch von C.____, ihre Mutter als Beiständin 
einzusetzen, womit sie gegen Art. 401 Abs. 1 ZGB verstosse. 
 
I. Am 15. November 2023 reichte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um Wiedererwä-
gung bei der Vorinstanz ein.  
 
J. In der Vernehmlassung vom 20. Dezember 2023 beantragt die Vorinstanz unter Ver-
weis auf ihren Entscheid vom 16. Oktober 2023 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde 
unter o/e-Kostenfolge.  
 
K. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB vom 10. Dezember 1907 i.V.m. § 66 Abs. 1 des kanto-
nalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 
kann gegen Entscheide der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Das Ver-
fahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind gemäss § 66 Abs. 2 
EG ZGB die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts, des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993, anwendbar. 
Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt 
sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die 
Beschwerdeführerin ist die Mutter von C.____ und damit als nahestehende Person zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach den 
Art. 450 ff. ZGB erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz die Anträge der Beschwerdeführe-
rin auf Aufhebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung sowie auf Mandats-
trägerwechsel zu Recht abgewiesen hat.  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Er-
messen nicht ausreichend ausgeübt und einen unverhältnismässigen und unangemessenen 
Entscheid getroffen habe. Der Wunsch von C.____ werde ignoriert, was aufgrund der Eignung 
und Bereitschaft der Beschwerdeführerin, die Beistandschaft zu übernehmen, gegen Art. 401 
Abs. 1 ZGB verstosse. Die Beschwerdeführerin arbeite inzwischen wieder in der Region und 
lebe mit ihrer Tochter zusammen, was mehr zu ihrem Wohl beitrage, als die sporadischen Kon-
takte zur Beiständin. Die Beschwerdeführerin habe einen Zustand geschaffen, welcher vor Er-
richtung der Beistandschaft knapp 36 Jahre bestanden habe. Es bestehe somit ein wichtiger 
Grund gemäss Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB zur Entlassung der aktuellen Beiständin.  
 
4.2 Die KESB begründet ihren Entscheid damit, die Einsetzung einer externen Beiständin 
sei mit dem Ziel erfolgt, eine neutrale Person zu involvieren, welche C.____ in der fordernden 
Familiensituation unterstützen könne, insbesondere da C.____ leicht beeinflussbar sei. Sie sei 
aufgrund ihrer kognitiven Beeinträchtigung nicht in der Lage, komplexere administrative wie 
finanzielle Vorgänge zu überwachen. Daher scheide eine Vertretung auf Vollmachtbasis durch 
A.____ aus. Die Notwendigkeit einer Beistandschaft bestimme sich ferner nicht nach der Anzahl 
persönlicher Kontakte zur Beiständin. Im Übrigen handle es sich bei der aktuellen Beiständin 
um eine geeignete Person, weswegen eine Entlassung gemäss Art. 423 Abs. 1 ZGB nicht in 
Betracht komme.  
 

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5.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Weiterführung der bestehenden Vertre-
tungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung zu Recht angeordnet hat.  
 
5.2 Mit behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes werden das Wohl und der 
Schutz hilfsbedürftiger Personen sichergestellt (Art. 388 Abs. 1 ZGB). Die Erwachsenenschutz-
behörde errichtet nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB eine Beistandschaft, wenn eine volljährige 
Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in 
der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht 
besorgen kann. Unter geistiger Behinderung werden angeborene oder erworbene Intelligenzde-
fekte verschiedener Schweregrade verstanden (YVO BIDERBOST, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch l, 7. Aufl., Basel 2022, N 10 zu Art. 390 ZGB). Die 
Schwäche alleine genügt nicht, um eine Beistandschaft errichten zu können. Vorausgesetzt ist 
weiter, dass der Schwächezustand kausal dafür ist, dass die betroffene Person ihre Angele-
genheiten nur noch teilweise oder gar nicht besorgen kann. Der Schwächezustand muss mithin 
dazu führen, dass der Betroffene der persönlichen Fürsorge bedarf (vgl. CHRISTIANA 
FOUNTOULAKIS, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 4. 
Aufl., Zürich 2023, N 4 zu Art. 390 ZGB). Die Selbstbestimmung der betroffenen Person soll bei 
der Wahl der Massnahme so weit wie möglich erhalten und gefördert werden (Art. 388 ZGB). 
Behördliche Massnahmen unterliegen damit dem Subsidiaritäts- und dem Verhältnismässig-
keitsprinzip. Sie sind nur so weit zulässig, als sie zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Person 
erforderlich und geeignet sind (Art. 389 ZGB; BGE 140 III 49 E. 4.3.1).  
 
5.3 Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person aufgrund 
eines Schwächezustandes bestimmte Angelegenheiten nicht oder nicht zweckmässig allein 
erledigen kann und daher der Vertretung bedarf (Art. 394 Abs. 1 ZGB). Die Angelegenheiten, in 
denen der Beistand die betroffene Person zu vertreten hat, ergeben sich aus den ihm übertra-
genen Aufgabenbereichen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). Ist die hilfsbedürftige Person im Bereich der 
Vermögensverwaltung zu vertreten, wird die Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 ZGB ge-
mäss Art. 395 ZGB entsprechend ergänzt. Errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine Ver-
tretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung, so bestimmt sie die Vermögenswerte, die 
vom Beistand oder von der Beiständin verwaltet werden sollen. Sie kann Teile des Einkommens 
oder das gesamte Einkommen, Teile des Vermögens oder das gesamte Vermögen oder das 
gesamte Einkommen und Vermögen unter die Verwaltung stellen (Art. 395 Abs. 1 ZGB). Der 
Beistand vertritt die verbeiständete Person im Rahmen der ihm übertragenen Aufgaben selb-
ständig und direkt, auch ohne Einverständnis des Verbeiständeten (BIDERBOST, a.a.O., N 1 f. 
und N 20 zu Art. 394 ZGB).  
 
5.4 Die Erwachsenenschutzbehörde hebt eine Beistandschaft auf Antrag der betroffenen 
oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein 
Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Dies ist unter anderem der Fall, wenn die dem Bei-
stand übertragene Aufgabe vollständig erledigt ist oder der Schwächezustand der betroffenen 
Person sich derart zum Positiven verändert hat, dass sie in der Lage ist, ihre Angelegenheiten 
selbst hinreichend zu besorgen oder eine Vertretung zu bestellen. Eine Beistandschaft ist eben-

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falls aufzuheben, wenn sich im Nachhinein zeigt, dass deren Anordnung ohne hinreichenden 
Grund erfolgt ist (BIDERBOST, a.a.O., N 5 f. zu Art. 399 ZGB). 
 
5.5 Wie den Akten zu entnehmen ist, hat C.____ eine kognitive Einschränkung. Darüber 
hinaus wurde bei ihr in jüngerer Vergangenheit eine psychische Erkrankung diagnostiziert. 
Komplexere finanzielle oder administrative Vorgänge kann C.____ aufgrund ihrer kognitiven 
Beeinträchtigung nicht überwachen. Alltägliche Geschäfte in geringerem Umfang vermag sie 
jedoch selbst zu verrichten, so bereitet ihr etwa der Umgang mit ihrem Taschengeld keine 
Schwierigkeiten. In verschiedenen anderen Bereichen bedarf sie ebenfalls der Unterstützung, 
namentlich bei der Körperpflege oder Alltagsgestaltung. Seit dem 31. Mai 2022 ist sie verbei-
ständet. Die für sie errichtete Vertretungsbeistandschaft umfasst die Vermögens- und Einkom-
mensverwaltung gemäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB. Vor Errichtung der Beistandschaft küm-
merte sich C.____ Vater insbesondere um ihre finanziellen Angelegenheiten. Es ist unbestrit-
ten, dass sie infolge ihres Schwächezustands ihre finanziellen und administrativen Angelegen-
heiten nach wie vor nicht selbst besorgen kann und sie in dieser Hinsicht weiterhin schutz- und 
hilfsbedürftig ist. Insofern ist eine Beistandschaft nach Art. 390 Abs. 1 ZGB das notwendige 
Instrument, um ihr die benötigte Unterstützung zu gewährleisten. Die bestehenden Massnah-
men dienen sowohl dem Schutz als auch dem Wohl von C.____ und sind an die konkrete Situa-
tion angepasst. Mildere Massnahmen, die C.____s Schutzbedürfnis angemessen Rechnung 
tragen könnten, sind nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Aufrechterhal-
tung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung als verhältnismässig. 
 
6.1 Weiter beantragt die Beschwerdeführerin, es sei sie selber als Beiständin von C.____ 
einzusetzen.  
 
6.2 Schlägt die betroffene Person eine Vertrauensperson als Beistand oder Beiständin vor, 
so entspricht die Erwachsenenschutzbehörde ihrem Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person 
für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist (Art. 401 Abs. 1 ZGB). Sie 
berücksichtigt, soweit tunlich, Wünsche der Angehörigen oder anderer nahestehender Perso-
nen (Art. 401 Abs. 2 ZGB). Die Bestimmung ist nicht nur bei der erstmaligen Einsetzung eines 
Beistands, sondern auch einem Wechsel des Beistands zu beachten (FOUNTOULAKIS, a.a.O., 
N 1 zu Art. 401 ZGB; REUSSER, a.a.O., N 7 zu Art. 401 ZGB; CHRISTOPH HÄFELI, in: Büchler/
Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 1a zu 
Art. 401 ZGB). Die Eignung der vorgeschlagenen Person ist nach den Kriterien von Art. 400 
Abs. 1 ZGB zu beurteilen. Neben den drei Elementen fachliche und persönliche Eignung und 
zeitliche Verfügbarkeit ist der Gefahr von Interessenkollisionen besondere Beachtung zu 
schenken (CHRISTOPH HÄFELI in: Häfeli/Rosch [Hrsg.], Berner Kommentar, Der Erwachsenen-
schutz, Bern 2023, N 27 zu Art. 401 ZGB). Bei der Eignung einer nahestehenden Person ist die 
gesamte Familienkonstellation zu beachten. Die Beistandschaft sollte keinesfalls zur Folge ha-
ben, dass die familiären Beziehungen beeinträchtigt werden und die verbeiständete Person 
isoliert wird. Stehen Familienkonflikte im Raum, kann folglich ein Angehöriger auch deshalb als 
ungeeignet erscheinen, weil er von anderen Angehörigen abgelehnt wird und seine Ernennung 
einen Konflikt verstärken könnte (Urteil des Bundesgerichts 5A_427/2017 vom 6. Februar 2018 
E. 3.2). Bei der Eignung der vorgeschlagenen Person kommt der Behörde ein grosses Ermes-

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sen zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_427/2017 vom 6. Februar 2018 E. 3.3 und 
5A_621/2018 vom 11. April 2019 E. 3.1). 
 
6.3 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid darauf beschränkt, zu prüfen, ob 
die aktuelle Beiständin geeignet oder ob sie aus ihrem Amt zu entlassen ist. Dabei ist ihr ent-
gangen, die Geeignetheit der Mutter als mögliche Beistandsperson zu prüfen. Zwar erwähnt die 
Vorinstanz, dass im Zeitpunkt der Errichtung der Beistandschaft eine neutrale Beistandsperson 
eingesetzt worden sei, um dem bestehenden innerfamiliären Loyalitätskonflikt zu begegnen. Sie 
hat jedoch nicht aufgezeigt, dass dieser Konflikt nach wie vor besteht und dass bzw. weshalb er 
einen Hinderungsgrund darstellt, um die Mutter einzusetzen. Aufgrund der aktuellen Familiensi-
tuation und der von der Mutter geschaffenen veränderten Verhältnisse ergibt sich ein solcher 
nicht ohne weiteres. Auch wurden die weiteren Kriterien zur Beurteilung der Geeignetheit nicht 
geprüft. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen und insbesondere mit Blick auf das Vor-
schlagsrecht zur Einsetzung einer Beistandsperson genügen die vorinstanzlichen Erwägungen 
nicht. Die KESB wird eingehend zu prüfen haben, ob die Geeignetheit der Beschwerdeführerin 
als Beiständin für die Tochter gegeben ist. Die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführerin 
erweist sich somit als begründet und die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe 
von insgesamt Fr. 1'200.-- je zur Hälfte der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ 
und der Beschwerdeführerin, d.h. zu je Fr. 600.--, aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen (§ 21 Abs. 1 VPO; § 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. No-
vember 2003). 
 

 

  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 16. Oktober 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ sowie der Beschwerdeführerin 
je zur Hälfte auferlegt. Die von der Beschwerdeführerin zu leistenden 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden mit dem bereits 
geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- verrechnet. Der 
zu viel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.