# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5411071b-35ba-52f5-9fdf-0d7601543c66
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 24.04.2025 3-RV.2023.59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2023-59_2025-04-24.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2023.59 
3-RV.2023.60 
3-RV.2023.61 
3-RV.2023.62 
P 59 
 

 

 

 

Urteil vom 24. April 2025 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Loser  

Richter Senn  

Gerichtsschreiberin Schaffner          

 

 
 

   

Rekurrent 1  A._____  

 

Rekurrentin 2  B._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheide der Steuerkommission Q._____ 

vom 30. März 2023 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018 – 2021 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2018 zu einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 156'500.00 (satzbestimmendes Einkommen 

CHF 167'600.00) und zu einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 10'930'000.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 11'451'000.00) 

veranlagt.  

 

1.2. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2019 zu einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 132'100.00 (satzbestimmendes Einkommen 

CHF 132'100.00) und zu einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 11'850'000.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 12'390'000.00) 

veranlagt. 

 

1.3. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2020 zu einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 132'400.00 (satzbestimmendes Einkommen 

CHF 139'800.00) und zu einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 11'340'000.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 11'879'000.00) 

veranlagt.  

 

1.4. 

Mit Verfügung vom 24. Januar 2023 wurden A._____ und B._____ von der 

Steuerkommission Q._____ für das Jahr 2021 zu einem steuerbaren 

Einkommen von CHF 152'200.00 (satzbestimmendes Einkommen 

CHF 165'000.00) und zu einem steuerbaren Vermögen von 

CHF 10'773'000.00 (satzbestimmendes Vermögen CHF 11'312'000.00) 

veranlagt.  

 

2. 

Gegen die Verfügungen vom 24. Januar 2023 erhoben A._____ und 

B._____ mit Schreiben vom 20. Februar 2023 Einsprache. Sie stellten die 

Anträge: 

 

"1.  Die StB ist anzuhalten, die definitive Liquidation von D._____ per 
31.12.2022 anzuerkennen und die Veranlagungen 2018 – 2021 ent-
sprechend anzupassen. 
(Die Aufrechnungen der H._____ VV-Kosten '2018-2020' haben 
A._____ & B._____ akzeptiert) 

 

 - 3 - 

 

 

2. Die StB ist anzuhalten, den korrekten Buchwert für Büro aaa per Ende 
2021 bzw. 2022 festzulegen und die allfällige Differenz zur offiziellen 
Buchhaltung von D._____ zu begründen. Zusammenstellung der Ab-
schreibungen D._____ gemäss (Beilage 28). 

 
3. Das ehemalige Büro von D._____ (Büro aaa) ist bis zum Verkauf als 

'geschäftliche Einheit' zu qualifizieren oder mindestens bis Ende 
2027, nicht wie von der StB angekündigt nur bis Ende 2021." 

 

3. 

Je mit separatem Entscheid vom 30. März 2023 wies die Steuerkommis-

sion Q._____ die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat.  

 

4. 

Die Einspracheentscheide vom 30. März 2023 (Zustellung je am 28. April 

2023) haben A._____ und B._____ mit Rekurs vom 30. April 2023 (Post-

aufgabe am 1. Mai 2023) an das Spezialverwaltungsgericht, Abteilung 

Steuern, weitergezogen mit den Anträgen: 

 

"1. Die StB ist anzuhalten, die definitive Liquidation von D._____ per 
31.12.2022 anzuerkennen und die Veranlagungen 2018 – 2021 ent-
sprechend anzupassen. Das heisst, die Veranlagungen gemäss den 
eingereichten Steuererklärungen von A._____ & B._____ zu 
erstellen. Die Aufrechnungen der H._____ VV-Kosten '2018-2020', so 
wie die Aufrechnungen 'Wertschriften 2018 + 2019' 1 haben A._____ 
& B._____ akzeptiert. 

 
 2. Die StB ist anzuhalten, den korrekten Buchwert für Büro aaa per Ende 

2021 bzw. 2022 festzulegen und die Differenzen 28d zur offiziellen 
Buchaltung von D._____ 28 zu begründen und einen konstruktiven 
Vorschlag für die Lösung des Problems / Korrekturen bei den 
Abschreibungen oder beim Buchwert per 31.12.2022 zu unterbreiten 
/ vorzunehmen. 

 
 3. Die StB ist anzuhalten, das ehemalige Büro von D._____ (Büro aaa) 

bis zum Verkauf als 'geschäftliche Einheit' zu qualifizieren oder 
mindestens bis Ende 2027, nicht wie von der StB angekündigt nur bis 
Ende 2021. 

 
4. Die StB ist anzuhalten, die in der Periode 2005 – 2012, im Rahmen 

des unnötig erzwungenen 'Steuersystem Wechsels für Konsortien' 
(Revision 2009-2012) vorgenommenen, fehlerhaften aber angeblich 
periodengerechten Aufrechnungen, in den Veranlagungen 2018 – 
2022 (Liquidation D._____) nachzuweisen und auszugleichen 48, 51, 
71 + 72. Es handelt sich um eine Fehlerbehebung. 

 
Alternativ würden wir eine pauschale, effiziente Fehlerkorrektur, zu 
den nachfolgenden Bedinungen, akzeptieren: 
a) Einkommensreduktion pauschal 365 TCHF. Zusätzlich Zins ab 

2010.  
b) Entschädigung für die, durch den erzwungenen Steuersystem-

Wechsel 2009 / 2012 resultierenden, ungerechtfertigten SVA Prä-
mien von total 53'907 CHF. Zusätzlich Zins ab 2012 35a. 

 - 4 - 

 

 

c) Eine pauschale Unkosten- / Fehler-Entschädigung an A._____ & 
B._____, deren Höhe die StB als fair bezeichnet und vom Gericht 
bestätigt oder festgelegt wird." 

 

Auf die Begründung wird – soweit für den Entscheid erforderlich – in den 

Erwägungen eingegangen. 

 

5. 

Die Steuerkommission Q._____ und das Kantonale Steueramt beantragen 

die Abweisung der Rekurse.  

 

6. 

A._____ und B._____ haben keine Replik erstattet.  

 

7. 

Das Spezialverwaltungsgericht hat die Akten der Verfahren betreffend 

Kantons- und Gemeindesteuern 2005 (3-RV.2010.142), Kantons- und 

Gemeindesteuern 2007 (3-RV.2014.24), Kantons- und Gemeindesteuern 

2008 (3-RV.2016.135), Kantons- und Gemeindesteuern 2009 - 2012  

(3-RV.2019.37-40) und Kantons- und Gemeindesteuern 2013 - 2017  

(3-RV.2023.38-42) in Sachen von A._____ und B._____ beigezogen. 

 

8. 

Das Gemeindesteueramt Q._____ hat dem Spezialverwaltungsgericht auf-

forderungsgemäss weitere Unterlagen eingereicht. 

  

 - 5 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die vorliegenden Rekurse betreffen die Kantons- und Gemeindesteuern 

2018 bis 2021. Massgebend für die Beurteilung ist somit das Steuergesetz 

vom 15. Dezember 1998 (StG). 

 

2. 

Vorliegend werden die Verfahren 3-RV.2023.59, 3-RV.2023.60, 

3-RV.2023.61 und 3-RV.2023.63 betreffend Kantons- und Gemeinde-

steuern 2018 bis 2021 vereinigt, da sich insbesondere in einem Haupt-

punkt – Zeitpunkt der Liquidation der Einzelunternehmung D._____ 

(nachfolgend EU D._____) – nur ein einheitliches Urteil fällen lässt. 

 

3. 

3.1. 

Im vorliegenden Verfahren kann nicht auf die rechtskräftig abgeschlosse-

nen Verfahren der Steuerjahre bis 2012 eingegangen werden (Urteil des 

Spezialverwaltungsgerichtes vom 26. Mai 2011 [3-RV.2010.142] betreffend 

Kantons- und Gemeindesteuern 2005; Urteil des Spezialverwaltungsge-

richtes vom 10. Februar 2015 [3-RV.2014.24], bestätigt durch Urteil des 

Verwaltungsgerichtes vom 29. Oktober 2015 [WBE.2015.104], beide be-

treffend Kantons- und Gemeindesteuern 2007; Urteil des Spezialverwal-

tungsgerichtes vom 26. Januar 2017 [3-RV.2016.135], bestätigt durch Ur-

teil des Verwaltungsgerichtes vom 9. Juni 2017 [WBE.2017.110], dieses 

bestätigt durch Bundesgerichtsurteil vom 5. Juni 2018 [2C_6292017], alle 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2008; Urteil des Spezialverwal-

tungsgerichtes vom 16. Dezember 2021 [3-RV2019.37-40], bestätigt durch 

Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 31. Mai 2022 [WBE.2022.32-35], 

beide betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2009 – 2012; Urteil des 

Spezialverwaltungsgerichtes vom 22. Juni 2023 [3-RV.2023.38-42] betref-

fend Kantons- und Gemeindesteuern 2013 - 2017). Diese sind aufgrund 

der rechtskräftigen Beurteilung nicht Verfahrensgegenstand.  

 

3.2. 

Aufgrund der rechtskräftigen Beurteilungen der Steuerjahre 2005 und 2007 

bis 2012 besteht keine Grundlage für die Vornahme der mit Antrag vier ge-

forderten Korrekturen. Folglich ist auf diesen Antrag nicht einzutreten.  

 

Die Frist für eine allfällige Revision ist zudem längst abgelaufen, weiter sind 

auch keine Revisionsgründe ersichtlich. Es liegt zudem auch keine Doppel-

besteuerung vor, wie dies der Rekurrent behauptet. 

 

 - 6 - 

 

 

3.3. 

Auch kann vorliegend nicht auf das Steuerjahr 2022 eingegangen werden. 

Verfahrensgegenstand sind – wie ausgeführt – ausschliesslich die Ein-

spracheentscheide der Steuerkommission Q._____ betreffend Kantons- 

und Gemeindesteuern 2018 - 2021. 

 

4. 

4.1. 

Die Rekurrenten erhielten in den Jahren 2018 bis 2021 beide eine Alters-

rente. Daneben betrieb der Rekurrent als Managementberater die 

EU D._____. Zudem verzeichneten die Rekurrenten Einnahmen aus 

Wertschriftenertrag und im Steuerjahr 2018 aus der Vermietung einer 

Liegenschaft.  

 

4.2. 

Im Rekursverfahren ist umstritten, ob der aus der EU D._____ resultierende 

Verlust zum Abzug zugelassen werden kann. Dies ist nachfolgend – nach 

einer Darstellung der Parteivorbringen (Erw. 3.) – zu prüfen (Erw. 4. und 

5.). 

 

5. 

5.1. 

Mit Begleitbrief zur definitiven Steuerveranlagung 2018 vom 24. Januar 

2023 hielt die Steuerkommission Q._____ fest, dass die deklarierte selb-

ständige Tätigkeit ab 2018 nicht mehr als selbständige, gewinnorientierte 

Tätigkeit qualifiziert werde, da seit zehn Jahren kein Umsatz mehr für 

Managementberatungen erwirtschaftet worden sei.  

  

5.2. 

In der Einsprache machte der Rekurrent geltend, dass er die Steuerbe-

hörde am 14. Dezember 2022 orientiert habe, dass er die EU D._____ per 

31. Dezember 2022 liquidieren werde. Das Vorgehen der Steuerbehörde 

sei als tatsachenwidrige Trotz- oder Strafaktion zu qualifizieren. Die Steu-

erbehörde verkenne dabei, dass die EU D._____ in den Vorjahren grosse 

Gewinne erzielt habe. Aus den vielen von EU D._____ erstellten und/oder 

begleiteten Projekten in den Bereichen Beratung und Immobilien habe 

anschliessend eine echte und moralische Pflicht für Auskünfte, 

Hilfestellungen, Informationsaustausch usw. resultiert. Dies würden die 

Kunden zu Recht einfordern, solange eine Firma bestehe. Als 

professioneller Immobilienhändler sei der Rekurrent auch verpflichtet 

gewesen, die Kompetenzen in diversen Bereichen aufrechtzuerhalten bzw. 

zu erweitern, was eine umfangreiche Front- und Netzwerk-Tätigkeit 

erfordere. In den Beilagen sei anhand des Objektes "XY" ersichtlich, 

welche vielseitigen Arbeiten und Verpflichtungen der Rekurrent als 

professioneller Immobilienhändler in den Projektnachbearbeitungsphasen 

der letzten Jahre habe erbringen müssen. Die letzte geschäftliche 

 - 7 - 

 

 

Wohnung "XZ" habe erst per 30. November 2018 verkauft werden können. 

Damit einher gingen zahlreiche geschäftliche Arbeiten, wie z.B. Käufer 

suchen und Besichtigungen durchführen. Im Bereich 

Managementberatung sei die EU D._____ spezialisiert auf die Themen ISO 

Normen, Prozessdesign und Nachfolgeregelung. Das seien alles nicht ho-

norarberechtigte Arbeiten. Arbeit könne man nicht einfach rückwirkend als 

unnötig bezeichnen, wie dies die Steuerbehörde mache. Eine vorzeitige 

bzw. rückwirkende Liquidation der EU D._____ sei bis zum 24. Januar 

2023 kein Thema gewesen.  

  

5.3. 

Im Einspracheentscheid beharrte die Steuerkommission Q._____ darauf, 

dass alle Aktionen des Rekurrenten im Rahmen der EU D._____ seit vielen 

Jahren ohne jegliche Anerkennung des Marktes erfolgten. Konkret habe 

der Rekurrent keine Einnahmen für seine Dienstleistungen erfasst – ausser 

eines geringen Privatanteils an den Fahrzeugkosten. Es sei jeweils folgen-

der Verlust verbucht worden: 

 

 2013 CHF 58'425.00 

 2014 CHF 28'993.00 

 2015 CHF 27'525.00 

 2016 CHF 30'629.00 

 2017 CHF 34'333.00 

 

Mit diesem Wissen lasse sich nicht erkennen, worin die selbständige Er-

werbstätigkeit im steuerrechtlichen Sinne liege. Der erkennbare Aussen-

auftritt und vor allem die Gewinnabsichten würden gänzlich fehlen, wenn 

keine Einnahmen fliessen. Die Steuerkommission würde sich der Diskus-

sion um eine Abgrenzung der Privatanteile Fahrzeug und Kommunika-

tion/Unkosten nicht verschliessen, wenn eine selbständige Tätigkeit zu er-

kennen gewesen wäre. Der Rekurrent habe jedoch mit seinen Aufzeich-

nungen der Jahre 2013 bis 2017 deutlich gemacht, dass kein Anlass be-

stehe, die Tätigkeit anders als nicht gewinnorientiert zu definieren.  

 

5.4. 

Im Rekurs äussert der Rekurrent im Wesentlichen sein Unverständnis dar-

über, dass der Verlust von der Steuerkommission Q._____ nicht zum 

Abzug zugelassen werde, da die EU D._____ erst per 31. Dezember 2022 

liquidiert und im Handelsregister gelöscht worden sei. Im Übrigen bringt er 

die gleichen Argumente vor wie in der Einsprache.  

 

6. 

6.1. 

Alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- 

und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder ande-

ren selbständigen Erwerbstätigkeit sind steuerbar (§ 27 Abs. 1 StG). 

 - 8 - 

 

 

 

Von den steuerbaren Einkünften werden unter anderem die eingetretenen 

und verbuchten Verluste auf Geschäftsvermögen als geschäftsmässig be-

gründete Kosten zum Abzug gebracht (§ 34 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 

und 2 lit. c StG). 

 

Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird zusammen mit 

dem übrigen Einkommen der Reineinkommenssteuer unterworfen. Ge-

schäftsverluste können deshalb innerhalb der Bemessungsperiode vom ro-

hen Einkommen aus den anderen Einkommensquellen abgezogen werden 

(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 5. Auflage, Muri-Bern 2023, § 38 

StG N 3). 

 

6.2.  

Unter einer selbständigen Erwerbstätigkeit wird allgemein jede Tätigkeit 

verstanden, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von 

Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und mit der Absicht 

der Gewinnerzielung nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teil-

nimmt. 

 

Eine selbständige Erwerbstätigkeit kann haupt- oder nebenberuflich, dau-

ernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine selbständige Erwerbstätig-

keit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zu be-

urteilen. Die einzelnen Merkmale des Begriffs der selbständigen Erwerbs-

tätigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in unter-

schiedlicher Intensität auftreten (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 

a.a.O., § 27 StG N 9, mit Hinweisen). 

  

6.3. 

Die Absicht der Gewinnerzielung besteht aus dem ernsthaften Streben 

nach Erzielung eines Einkommens (subjektives Element der Gewinnstre-

bigkeit) und dem objektiven Umstand, dass dieses Streben wirtschaftlich 

Erfolg haben kann (objektives Element: objektive Eignung der Tätigkeit, 

Gewinne zu erzielen). Entscheidend sind die Eignung der eingesetzten Mit-

tel zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die tatsächliche Bewirtschaftung 

nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Fehlt die Gewinnstrebigkeit, 

liegt keine selbständige Erwerbstätigkeit, sondern Liebhaberei vor. Mass-

gebend sind auch bei dieser Abgrenzungsfrage die gesamten Umstände 

des konkreten Falls (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 

StG N 47, mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 1. De-

zember 2015 [2C_375/2015], Erw. 7.1., mit weiteren Hinweisen). 

 

Die zeitliche Verfügbarkeit eines Steuerpflichtigen kann unter Umständen 

ebenfalls ein Element sein, das die Gewinnstrebigkeit verunmöglicht. So 

kam das (damalige) Steuerrekursgericht im Entscheid vom 23. August 

2012 (3-RV.2011.171) zum Schluss, es liege keine Gewinnstrebigkeit vor, 

 - 9 - 

 

 

wenn eine Steuerpflichtige im Bereich Personentransport und "Überra-

schungsservice" selbständig tätig sei, während sie gleichzeitig im Umfang 

von 80 - 90 % unselbständig erwerbstätig sei, weshalb ihr für die selbstän-

dige Tätigkeit und diesbezügliches Marketing nur wenig Zeit zur Verfügung 

stehe. Allerdings ist der vorsichtige Kaufmann in der Aufbau- oder Investi-

tionsphase einer neuen Tätigkeit zu Recht bestrebt, eine sein Grundein-

kommen sichernde andere Tätigkeit weiterzuführen, so lange dies erforder-

lich ist (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 StG N 47, mit 

Hinweisen). 

 

Bei einer andauernden Verlustsituation ist zu prüfen, ob tatsächlich eine 

selbständige Erwerbstätigkeit angenommen werden kann oder ob diese 

bloss vorgeschoben ist. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass allein 

die Tatsache einer mehrjährigen Verlusterzielung die Qualifikation einer 

Tätigkeit als blosses Hobby nicht zu begründen vermag. Es ist dem Um-

stand Rechnung zu tragen, dass der Aufbau einer selbständigen Erwerbs-

tätigkeit lange dauern kann und der Erfolg ungewiss ist. Allerdings fehlt es 

in objektiv erkennbarer Weise an der erforderlichen Gewinnstrebigkeit, 

wenn auf Dauer keine Überschüsse erzielt werden und nach der Art des 

Vorgehens der betreffenden Person realistischerweise und auf längere 

Sicht gesehen auch keine Überschüsse realisiert werden können. Grund-

sätzlich darf von einer Investitionszeit von fünf bis zehn Jahren ausgegan-

gen werden. Für die Beurteilung der Frage, ob eine selbständige Erwerbs-

tätigkeit vorliegt, ist jedoch stets auf die gesamten Umstände des Einzelfal-

les abzustellen. Entscheidend ist letztlich das Gesamtbild einer bestimmten 

Tätigkeit (RGE vom 22. März 2012 [3‑RV.2011.153], Erw. 3.3.; RGE vom 

20. Oktober 2011 [3‑RV.2011.3], Erw. 3.3., je mit zahlreichen Hinweisen) 

 

Das Bundesgericht führte diesbezüglich aus, der Zeitraum, innert welchem 

zwingend Gewinne zu erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinner-

zielungsabsicht ausgegangen werden kann, lasse sich nicht generell fest-

legen. Auch bei der im Steuerrecht mitunter herangezogenen 10‑Jahres-

Frist handle es sich nur um eine grobe Faustregel. Im Einzelfall seien die 

Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse entscheidend (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. Juni 2020 [StE 10/2020 B.23.1 Nr. 90], 

Erw. 2.2.3.). Das Bundesgericht hielt im selben Urteil aber auch fest, dass 

eine selbständige Tätigkeit, die auf Dauer zu keinen Gewinnen führe (so-

genannter "Dauerverlustbetrieb") durchaus auf fehlende Gewinnstrebigkeit 

hinweisen könne. Erforderlich sei eine vertiefte betriebswirtschaftliche Ana-

lyse im individuell-konkreten Fall. 

 

7. 

7.1. 

Aus den Buchhaltungsunterlagen der EU D._____ der Jahre 2008 bis 2021 

sind die folgenden Ergebnisse abzulesen: 

 

 - 10 - 

 

 

 2008  Verlust  CHF   20'472.29 

 2009 Verlust  CHF   17'815.03 

 2010 Verlust  CHF   35'556.82 

 2011 Verlust  CHF  47'363.21 

 2012 Verlust  CHF   41'190.16 

 2013 Verlust  CHF   71'632.71 

 2014 Verlust  CHF  38'704.73 

 2015 Verlust  CHF  35'782.65 

 2016 Verlust  CHF  37'676.36 

 2017 Verlust  CHF  55'758.47 

 2018 Verlust  CHF  50'006.27 

 2019 Verlust  CHF  34'396.01 

 2020 Verlust  CHF  32'501.69 

 2021 Verlust  CHF  66'453.93 

 

7.2. 

Auch wenn sich die Vorinstanz nur mit den Buchhaltungen der Jahre 2013 

bis 2017 auseinandergesetzt hat (Einspracheentscheid), zeugen die wäh-

rend Jahren eingetretenen Verluste aus der EU D._____ davon, dass sich 

die Tätigkeit zur nachhaltigen Gewinnerzielung nicht eignet. Seit 2008 ist 

es dem Rekurrenten nicht mehr gelungen, durch seine Tätigkeit einen 

Gewinn zu erzielen. Zudem geht aus den eingereichten 

Buchhaltungsunterlagen hervor, dass in den Jahren 2008 und 2009 der 

Aufwand jeweils den Ertrag aus Dienstleistungen deutlich überstieg. Ab 

2010 wurde kein Dienstleistungserlös mehr erzielt, ab 2012 stellte der 

Privatanteil Fahrzeugkosten den einzigen Ertrag dar, ab 2020 wurde 

zusätzlich ein kleiner Finanzertrag verbucht. Offenbar ist ein 

gewinnbringender Betrieb objektiv gesehen nicht möglich. Wäre es dem 

Rekurrenten um die Erzielung eines Erwerbseinkommens gegangen, hätte 

er sich von der Zwecklosigkeit der Tätigkeit überzeugen lassen und diese 

eingestellt. Allein aufgrund der Einkünfte aus Wertschriftenertrag, sowie der 

Altersrente, konnte er die verlustbringende selbständige Tätigkeit 

überhaupt erst finanzieren und lange weiterführen. 

 

7.3. 

Zusammenfassend hat die Steuerkommission Q._____ den Betrieb des 

Rekurrenten zu Recht als Dauerverlustbetrieb qualifiziert und somit die 

selbständige Tätigkeit des Rekurrenten in den Steuerveranlagungen 2018 

bis 2021 nicht mehr berücksichtigt. Folglich wurde korrekterweise der 

geltend gemachte Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit nicht zum Ab-

zug zugelassen und auch die geschäftlichen Aufwendungen gemäss Buch-

haltung der EU D._____, wie insbesondere für das Auto und das Telefon, 

nicht mehr anerkannt. Der Rekurs ist in diesem Punkt abzuweisen. 

 

 - 11 - 

 

 

8. 

8.1. 

Zu prüfen sind die weiteren Folgen der Qualifikation des Einzelunterneh-

mens des Rekurrenten als Liebhaberei ab 1. Januar 2018, insbesondere 

im Hinblick auf die Bewertung des "Büro aaa".  

 

8.2. 

Das geschäftlich genutzte Büro in der Liegenschaft R-Weg 15 in Q._____ 

(Büro Nr. aaa, Parz. bbb/GB-Nr. ccc) wurde weiterhin dem 

Geschäftsvermögen zugerechnet. 

 

8.3. 

8.3.1. 

Mit der Qualifikation der EU D._____ als Liebhaberei wird ein mit einer Ge-

schäftsaufgabe vergleichbarer Sachverhalt gesetzt. Damit ist grundsätzlich 

das Geschäfts- in das Privatvermögen zu überführen und steuerlich dar-

über abzurechnen (SGE vom 25. Februar 2016 [3-RV.2015.127]).  

 

Im Übrigen hat der Rekurrent gemäss Auszug aus dem Handelsregister die 

EU D._____ per tt. Dezember 2022 löschen lassen, infolge 

Geschäftsaufgabe.  

 

Zu beachten ist jedoch das Recht der Rekurrenten, die Beibehaltung des 

Geschäftsvermögens zu erklären (§ 23 Abs. 1 StG; SGE vom 24. Oktober 

2013 [3-RV.2013.117] = AGVE 2013 S. 435; RGE vom 24. Mai 2007  

[3-RV.2005.50204]). 

 

8.3.2. 

Führt eine selbständig erwerbende Person ihr Unternehmen nicht mehr 

weiter und erklärt sie schriftlich, dass dieses in ihrem Geschäftsvermögen 

und Eigentum verbleibt, so wird gemäss § 23 Abs. 1 StG die Besteuerung 

der Gewinne bei endgültiger Überführung ins Privatvermögen nach § 27 

Abs. 2 StG bis zu ihrem Ableben hinausgeschoben. 

 

Diese Massnahmen sind gemäss § 23 Abs. 3 StG aufzuheben, wenn die 

Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind, die steuerpflichtige Person 

eine Überführung ins Privatvermögen wünscht oder die Steuerpflicht im 

Kanton endet. 

 

8.4. 

Mit Schreiben vom 14. Dezember 2022 an das Steueramt Q._____ hielt der 

Rekurrent fest, dass das "Büro aaa" ab 2023 als Geschäftsvermögen bis 

zum Verkauf weitergeführt werde. Auch in der Einsprache vom 20. Februar 

2023 sowie im Rekurs vom 30. April 2023 hält der Rekurrent fest, das "Büro 

aaa" sei bis zum Verkauf oder mindestens bis Ende 2027 als Geschäftsver-

mögen zu qualifizieren. Folglich ist davon auszugehen, dass die Rekurren-

 - 12 - 

 

 

ten einen Verbleib der Liegenschaft im Geschäftsvermögen und damit ei-

nen Aufschub der Überführung in das Privatvermögen im Sinne von § 23 

Abs. 1 StG beantragen.  

 

8.5. 

Die Steuerkommission Q._____ hat folglich zu Recht das Büro aaa, wie 

auch von den Rekurrenten gewünscht, im Geschäftsvermögen belassen.  

 

8.6. 

8.6.1. 

Die Rekurrenten beantragen weiter sinngemäss, der Buchwert der "Immo-

bilie 'D._____' Büro aaa" sei per 31. Dezember 2021 mit CHF 296'530.00 

zu bestätigen. Die Steuerkommission hat die Festlegung des Buchwertes 

im Einspracheverfahren verweigert und ist darauf nicht eingetreten, da erst 

im Zeitpunkt der Überführung die Position beurteilt werde und anfechtbar 

sei. 

 

8.6.2. 

Um eine Veranlagung anfechten zu können, braucht die steuerpflichtige 

Person ein Rechtsschutzinteresse (§ 42 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [VRPG]; Kommentar zum 

Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 196 StG N 13 i.V.m. § 192 StG N 15). Ein 

schutzwürdiges eigenes Interesse liegt vor, wenn die Gutheissung des 

Rechtsmittels der steuerpflichtigen Person einen praktischen Nutzen brin-

gen kann, d.h. einen Nachteil abwendet, den der angefochtene Entscheid 

für sie zur Folge hätte (VGE vom 24. Februar 2010 [WBE.2009.112]; Kom-

mentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 196 StG N 13 i.V.m. § 192 

StG N 16). Die Anfechtung einer Verfügung, die den Adressaten nicht be-

lastet, ist unzulässig (VGE vom 8. Dezember 2008 [WBE.2008.114]). 

 

Ein Rechtsschutzinteresse liegt vor, wenn der Steuerpflichtige eine tiefere 

Veranlagung anstrebt. Ein schutzwürdiges Interesse an einer Höherveran-

lagung ist hingegen nur ausnahmsweise gegeben, beispielsweise, wenn 

die Höherveranlagung in einer folgenden Steuerperiode zu tieferen Steuern 

führt oder wenn der Steuerpflichtige dadurch ein Nachsteuer- und Bussen-

verfahren vermeiden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2020 

[2C_392/2020]; SGE vom 22. Oktober 2020 [3-BB.2019.12]). Bei einer be-

antragten Höherveranlagung muss das Rechtsschutzinteresse dargelegt 

werden (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., §, 192 StG N 16a 

mit Hinweis auf AVGE 2004 S. 271 = StE 2005 B 96.21 Nr. 13, SGE vom 

21. März 2013 [3-BB.2012.11] sowie RGE vom 20. Dezember 2006 [3‑RV. 

2006.25]). 

 

8.6.3. 

Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts sind in Veranlagungs-

verfügungen über die Festlegung der Steuerfaktoren hinausgehende 

 - 13 - 

 

 

rechtskraftfähige Feststellungen ausgeschlossen. Ebenso sind im Steuer-

recht selbständige Feststellungsverfügungen, abgesehen vom Fall der 

Festlegung der Steuerpflicht, grundsätzlich ausgeschlossen. Nur aus zwin-

genden praktischen Gründen kann in besonderen Einzelsituationen die 

Vorwegnahme eines Entscheids über eine Rechtsfrage geboten sein, ob-

wohl es mangels Verwirklichung eines Steuertatbestandes noch nicht zu 

einer Veranlagung kommt. Für solche Sonderfälle ist ausnahmsweise das 

Recht auf bzw. die Pflicht zum Erlass einer selbständigen Feststellungsver-

fügung vorzubehalten (vgl. ausführlich AGVE 2009 S. 137; VGE vom 

19. Mai 2010 [WBE.2009.403]). Ein solcher Sonderfall war beispielsweise 

gegeben bei einer erstmaligen Veranlagung nach neuem Recht in der Steu-

erperiode 2001, bei der das Verwaltungsgericht ein schutzwürdiges Inte-

resse an der Festlegung der im Hinblick auf eine künftige Veräusserung per 

Ende 2001 massgebenden Werte (Anlagekosten, kumulierte Abschreibun-

gen und Buchwert bzw. Einkommenssteuerwert landwirtschaftlicher Lie-

genschaften und Einrichtungen) aufgrund der mit dem neuen Recht einher-

gehenden grundlegenden Umgestaltung der Kapitalgewinnbesteuerung 

anerkannte (VGE vom 16. Juni 2010 [WBE.2009.400] Erw. I.2.; Feststel-

lungsinteresse ebenfalls bejaht im VGE vom 19. Dezember 2006 

[WBE.2006.307 = AGVE 2006, S. 99], auch hier im Zusammenhang mit 

einer übergangsrechtlichen Problematik, bestätigt durch Urteil des Bundes-

gerichts vom 13. Juni 2008 [2A.116/2007]). 

 

8.6.4. 

Bezüglich der Qualifikation von Liegenschaften als Geschäfts- oder Privat-

vermögen hat das Verwaltungsgericht ausgeführt, dass für eine derartige 

Feststellungsverfügung – solange eine Änderung der Zuordnung keine Än-

derung der Steuerfaktoren bewirkt – kein Raum besteht und eine solche 

auch nicht zulässig wäre. Auch aus allfälligen Auswirkungen auf AHV-Bei-

träge gehe kein Rechtsschutzinteresse in steuerlicher Hinsicht hervor (VGE 

vom 27. März 2020 [WBE.2019.222], bestätigt durch Urteil des Bundesge-

richts vom 1. Juli 2020 [2C_392/2020]; mit gleichem Ergebnis bezüglich der 

Frage der Zulässigkeit einer Feststellungsverfügung für die Zuordnung zum 

Geschäfts- oder Privatvermögen: SGE vom 26. Mai 2016 [3-RV.2015.154], 

SGE vom 20. Juni 2013 [3‑RV.2013.46] Erw. 4.3. und RGE vom 23. August 

2012 [3‑RV.2012.62]). 

 

8.6.5. 

Im VGE vom 19. Mai 2010 (WBE.2009.403) wurde in Bezug auf die Beur-

teilung von Buchwerten ausgeführt: 

 

"Im Hinblick auf die Beweissicherung spricht nichts dagegen, dass die 
Steuerbehörde dem Pflichtigen für spätere Steuerperioden wichtige Werte 
mitteilt und sie damit beweiskräftig festhält. Dies kann denn auch in der 
Form einer Abweichungsbegründung geschehen. Mehr, insbesondere 
eine rechtsverbindliche Festlegung von Bilanzwerten, braucht es indessen 
unter dem Gesichtswinkel der Beweissicherung nicht." 

 - 14 - 

 

 

 

8.6.6. 

Im VGE vom 27. Januar 2010 (WBE.2009.197) wurde im Zusammenhang 

mit der Feststellung von Anlagekosten, kumulierten Abschreibungen und 

Buchwerten ergänzt: 

 

"2.3.3. 
Wohl mag es für die Steuerbehörde und den Privaten wünschbar sein, 
schon heute sichere Kenntnis davon zu haben, ob und in welchem Umfang 
kumulierte Abschreibungen übertragen wurden, um auf diese Weise auch 
zu wissen, ob und in welchem Umfang spätere Realisierungen eine Ein-
kommensteuerpflicht auslösen. Ebenso mag es im Hinblick auf die Grund-
stückgewinnsteuer trotz Vorliegens eines Steueraufschubtatbestands in 
Fällen von landwirtschaftlichen Betriebsübertragungen (§ 99 StG) von In-
teresse sein zu wissen, wie hoch die Anlagekosten der übertragenen 
Grundstücke sind. Gerade für die Beantwortung solcher Fragen steht aber 
das Veranlagungsverfahren, in dem es allein um die Festlegung der kon-
kreten Steuerfaktoren für die betreffende Steuerperiode geht, nicht zur 
Verfügung. Dies muss umso mehr gelten, als es der Steuerbehörde nicht 
verwehrt ist, dem Steuerpflichtigen ihre Auffassung hinsichtlich Bestand 
und Umfang der nach ihrer Ansicht übertragenen kumulierten Abschrei-
bungen und der Anlagekosten zur Kenntnis zu bringen und sie damit auch 
für die Zukunft zu dokumentieren. Solche Feststellungen – oder genauer: 
behördliche Meinungsäusserungen zu bestimmten Tat- und Rechtsfragen 
– nehmen aber nicht an der Rechtskraft der Veranlagungsverfügung teil 
und können dementsprechend auch nicht separat angefochten werden. 
Aus der mangelnden Rechtskraft solcher behördlicher Meinungsäusserun-
gen erwachsen im Übrigen weder der Steuerbehörde noch dem Steuer-
pflichtigen erkennbare gewichtige Nachteile. Bei einer späteren Realisie-
rung der betroffenen Vermögenswerte bleibt es dem Privaten wie der Be-
hörde unbenommen diese Meinungsäusserungen, wenn nötig in einem 
gerichtlichen Verfahren, überprüfen zu lassen." 

  

8.7. 

8.7.1. 

Gemäss Schreiben der Steuerkommission Q._____ vom 24. Januar 2024 

betrug der Buchwert der Liegenschaft per 31. Dezember 2021 

CHF 280'915.00.  

 

8.7.2. 

Wie bereits im Urteil des Spezialverwaltungsgerichtes von 10. Februar 

2015 (3-RV.2010.142) in Sachen der Rekurrenten betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2005 sowie im Urteil vom 16. Dezember 2021 

(3-RV.2019.37-40) in Sachen der Rekurrenten betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2009 bis 2012 entschieden wurde, besteht für eine Fest-

stellung des Buchwertes der "Immobilie 'D._____' Büro aaa" kein 

Feststellungsinteresse. Der für die Vermögenssteuer in den Jahren 2018 

bis 2021 massgebliche Steuerwert der Liegenschaft "Büro aaa" von 

CHF 282'700.00 liegt ohnehin tiefer als der vom Rekurrenten geltend 

gemachte Buchwert. Ein (unzulässiges) Abstellen auf den höheren 

 - 15 - 

 

 

Buchwert käme einer Höherveranlagung gleich. Insoweit ist auf den Rekurs 

nicht einzutreten. 

 

9. 

Die vereinigten Rekurse sind betreffend die Kantons- und Gemeindesteu-

ern 2018 bis 2021 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 

10. 

10.1. 

Bei diesem Verfahrensausgang haben die Rekurrenten die Kosten des Re-

kursverfahrens zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). 

 

10.2. 

Nicht vertretenen Rekurrenten ist keine Parteientschädigung auszurichten 

(§ 189 Abs. 2 StG). 

 

 

 

  

 - 16 - 

 

 

 
   

Das Gericht erkennt: 

 

1. 

Die Rekurse betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 bis 2021 

werden abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Die Rekurrenten haben die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staats-

gebühr von CHF 3'500.00, der Kanzleigebühr von CHF 185.00 und den 

Auslagen von CHF 100.00, zusammen CHF 3'785.00, unter solidarischer 

Haftbarkeit zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Gemeindesteueramt Q._____ 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

  

 - 17 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 24. April 2025 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Schaffner