# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9351742a-e3fa-5ebe-9cbe-5b15a1254633
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.03.2021 810 20 240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-240_2021-03-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. März 2021 (810 20 240) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Raumplanung, Bauwesen 
 
 
Antrag auf Baueinstellung / Zuständige Behörden 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
 
B.____, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstras-
se 29, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin 
 
C.____ AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Stefan Wirz, 
Advokat 
 

 Verein D.____, Beigeladene 
 
Einwohnergemeinde E.____, Beigeladene 

  
 
 

Betreff Antrag auf Baueinstellung  
(Entscheid der Baurekurskommission vom 29. September 2020) 

 
 

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A. Das mit einem Einfamilienhaus überbaute Grundstück Nr. 1548, Grundbuch (GB) 
E.____, an der Adresse X.____ 10 in E.____ befindet sich im Eigentum des Vereins D.____. 
Der Verein F.____ betreibt in der Liegenschaft eine sozialpädagogische Jugendwohngruppe. 
Die Parzelle befindet sich im Perimeter des Quartierplans "G.____". Das zur Umsetzung der 
Quartierplanung eingereichte Baugesuch Nr. 0135/2020 ist noch im Bewilligungsstadium und 
betrifft die Parzelle Nr. 1548 insoweit, als an deren südöstlichen Ecke ein ungedeckter Contai-
nerplatz für Abfallcontainer der Einwohnergemeinde E.____ erstellt werden soll. Auf der nörd-
lich angrenzenden, der Wohnzone W2 zugewiesenen Parzelle Nr. 1554, GB E.____, beabsich-
tigt die Eigentümerin C.____ AG den Abriss des bestehenden Einfamilienhauses mit Garage 
und die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Einstellhalle (Baugesuch Nr. 0916/2019). Da-
gegen erhoben die Anwohnerinnen A.____ und B.____ zunächst Einsprache und im Anschluss 
an die am 11. Juni 2019 ergangene Einspracheabweisung Beschwerde bei der Baurekurskom-
mission des Kantons Basel-Landschaft (BRK). Dort ist das Baubewilligungsverfahren zurzeit 
noch hängig (Verfahren Nr. 20-033). 
 
B. Nach einer telefonischen Anzeige stellte das kantonale Bauinspektorat (BIT) im Dezem-
ber 2019 vor Ort fest, dass auf der Parzelle Nr. 1554 mit Rodungsarbeiten begonnen worden 
war. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2019 ordnete das BIT die sofortige Einstellung sämtli-
cher baulicher Massnahmen, die die Umgebung verändern, und der Rodungsarbeiten an. Diese 
dürften erst wieder aufgenommen werden, wenn hierzu eine Bewilligung vorliege. 
 
C. A.____ und B.____ wandten sich mit Schreiben vom 9. Juli 2020 an das BIT und melde-
ten der Behörde, dass auf der Parzelle Nr. 1554 Grabungsarbeiten zur Umlegung von Leitun-
gen geplant seien. Sie beantragten den Erlass eines Verbots der Baumassnahmen bis zum 
Abschluss des Baubewilligungsverfahrens. Die Aktuarin der Baurekurskommission teilte ihnen 
nach Absprache mit dem BIT am 21. Juli 2020 per E-Mail mit, dass die Baugesuchstellerin und 
der Projektverfasser glaubhaft versichert hätten, dass auf der Baugesuchsparzelle keinerlei 
Arbeiten ausgeführt würden, welche das strittige Baugesuch beträfen. 
 
D. Mit Eingabe vom 22. September 2020 gelangten A.____ und B.____ gleichzeitig an das 
BIT und die BRK. Sie stellten an beide Behörden die Anträge, im Rahmen des Einsprachever-
fahrens G.____ sowie des Baurekursverfahrens gegen die C.____ AG seien jegliche Änderun-
gen an Vegetation und Terrain bis zur Rechtskraft der beiden Baubewilligungen unter Strafan-
drohung zu verbieten. Sie begründeten ihr Gesuch im Wesentlichen damit, dass sie Kenntnis 
von einer auf den Grundstücken geplanten Umlegung der Gas- und Wasserleitungen erlangt 
hätten. Die Aushubarbeiten drohten fünf fast 100-jährige Douglasien zu beschädigen. Die Bäu-
me würden Gegenstand von zwei laufenden Verfahren bilden, denen von Gesetzes wegen auf-
schiebende Wirkung zukomme. Es sei den Grundeigentümern deshalb untersagt, den Streitge-
genstand während der beiden laufenden Verfahren zu verändern. Es würden hinter dem Rü-
cken der Einsprecherinnnen widerrechtliche bauliche Massnahmen geplant, deren Ausführung 
es zu verhindern gälte. 
 
E. Das BIT trat mit Entscheid vom 25. September 2020 nicht auf das Begehren ein. Es er-
wog zusammengefasst, es habe zusammen mit der Baubewilligung vom 11. Juni 2019 im Ver-

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fahren Nr. 0916/2019 bereits "unpräjudiziell" eine Baueinstellung für die Parzelle Nr. 1554 ver-
fügt. Die Bauherrschaft habe sich an diese Einstellung gehalten. Die nach wie vor rechtskräftige 
und gültige Baueinstellung auf der Parzelle Nr. 1554 werde durch die Leitungsumlegung nicht 
berührt. Die vorliegend geplante Verlegung betreffe einzig die Parzelle Nr. 1548. Das Begehren 
um Baueinstellung beziehe sich zwar auch auf das Baugesuchsverfahren Nr. 0135/2020. Da-
rauf könne aber nicht eingetreten werden, weil die Leitungsverlegung ausserhalb des Projektpe-
rimeters vorgenommen werde. Mit der vorgesehenen Leitungsverlegung werde kein baubewilli-
gungspflichtiger Tatbestand erfüllt. Die Leitung könne auch ohne entsprechende Baubewilligung 
verlegt werden. Die Bauherrschaft habe im Übrigen einen Baumschützer hinzugezogen und 
glaubhaft zugesichert, dass der Baumschutz gewährleistet werde. Damit seien auch die Aufla-
gen der noch nicht rechtskräftigen Baubewilligung entsprechend abgesichert. Keines der beiden 
Baubewilligungsverfahren werde durch die Leitungsverlegung präjudiziert. 
 
F. Gegen den Entscheid des BIT erhoben A.____ und B.____ mit Eingabe vom 26. Sep-
tember 2020 Beschwerde bei der Baurekurskommission mit den Rechtsbegehren, der ange-
fochtene Entscheid sei aufzuheben und auf der Parzelle Nr. 1548, GB E.____, seien jegliche 
Änderungen an Vegetation und Terrain unter Strafandrohung an die C.____ AG, an die Grund-
eigentümer oder an weitere Akteure zu verbieten. Dieses Verbot müsse gelten bis zur Rechts-
kraft der Baubewilligungen betreffend die Baugesuche Nr. 0916/2019 und Nr. 0135/2020. Die-
ses Verbot sei superprovisorisch auszusprechen und den Betroffenen mitzuteilen. 
 
G. Die Baurekurskommission wies die Beschwerde mit Entscheid vom 29. September 2020 
ab. Die Angelegenheit wurde im Sinne der Erwägungen zuständigkeitshalber an die Einwoh-
nergemeinde E.____ weitergeleitet. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wurde verzichtet. 
Sodann wurde der C.____ AG eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 500.-- zu Lasten 
des Staates zugesprochen. Die BRK begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass 
die geplanten und teilweise bereits vorgenommenen Leitungsarbeiten weder das Baugesuch 
Nr. 0916/2019 noch das Baugesuch Nr. 0135/2020 tangieren würden und mit diesen auch nicht 
in direktem Zusammenhang stünden. Der Streitgegenstand betreffe nur die auf der Parzelle 
Nr. 1548 vorgenommenen Leitungsarbeiten, die nicht in die Zuständigkeit des BIT fielen, wes-
halb dieses im Ergebnis zu Recht nicht auf die bei ihm gestellten Begehren eingetreten sei. Für 
die Leitungsarbeiten sei die Gemeinde E.____ zuständig, die das Aufgrabungsgesuch am 
22. September 2020 bewilligt habe. Die mit der Eingabe gleichen Datums vorgebrachten Rügen 
und Anträge der Antragstellerinnen hätten deshalb vom BIT zuständigkeitshalber an die Ge-
meinde weitergeleitet werden müssen, was im Beschwerdeverfahren nachgeholt werde. 
 
H. Mit Eingabe vom 30. September 2020 haben A.____ und B.____ beim Kantonsgericht, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben. Sie stel-
len die Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und auf der Parzelle 
Nr. 1548, GB E.____, seien jegliche Änderungen an Vegetation und Terrain unter Strafandro-
hung an die C.____ AG, die Grundeigentümer oder weitere Akteure zu verbieten. Dieses Verbot 
müsse gelten bis zur Rechtskraft der Baubewilligungen betreffend die Baugesuche Nr. 0916/
2019 und Nr. 0135/2020. Dieses Verbot sei superprovisorisch auszusprechen. Für den Fall des 
Absterbens der Bäume seien weiter konkrete Ersatzlösungen an gleicher Stelle und von glei-

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chem landschaftsprägendem Wert inkl. Finanzierung durch die Verursacher festzulegen. Die 
Beschwerdeführerinnen bringen im Wesentlichen vor, sie hätten in ihrer Einsprache gegen das 
Bauprojekt der C.____ AG verlangt, dass die drei landschaftsprägenden Nadelbäume im Nor-
den des Grundstücks Nr. 1548 aus Gründen des Landschafts- und Naturschutzes erhalten blie-
ben. Dieser Zustand müsse bis zum Entscheid über das Baugesuch erhalten bleiben. Durch die 
bereits begonnenen Baggerarbeiten zur Verlegung von Leitungen seien die Bäume akut in ih-
rem Bestand gefährdet, weshalb der Erlass einer vorsorglichen Massnahme dringlich sei. Die 
Beschwerdeführerinnen rügen eine Rechtsverweigerung durch die BRK, da sie der Rechtsmit-
telbelehrung folgend korrekt gehandelt hätten. Das Vorgehen des BIT, der BRK und der Ge-
meinde würden ein rechtzeitiges Ergreifen von Schutzmassnahmen verunmöglichen. Für die 
Verlegung der Leitungen bestehe keine sachliche Notwendigkeit und keine Dringlichkeit. Die 
Grabungsarbeiten erfolgten im sensiblen Wurzelbereich der Bäume und es sei infolge der ge-
planten Lage der Leitungen von einer schweren Schädigung der Bäume auszugehen, was mit-
telfristig zu deren Absterben führen werde. 
 
I. Mit Verfügung vom 1. Oktober 2020 untersagte das Kantonsgericht dem Verein D.____ 
und der C.____ AG superprovisorisch, Änderungen an der Vegetation und am Terrain auf der 
Parzelle Nr. 1548, GB E.____, vorzunehmen. Auf übereinstimmenden Antrag der Beschwerde-
führerinnen und der C.____ AG wurde das superprovisorische Veränderungsverbot am 7. Okto-
ber 2020 wieder aufgehoben. 
 
J. In der Vernehmlassung vom 5. Oktober 2020 stellt die C.____ AG, vertreten durch 
Dr. Stefan Wirz, Advokat, in der Hauptsache den Antrag, es sei unter o/e-Kostenfolge auf die 
Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Sie führt aus, die Grabungsar-
beiten für die Leitungsverlegung seien bereits am 1. Oktober 2020 abgeschlossen gewesen. 
Die in der Beschwerde verlangten Massnahmen zielten ins Leere, weshalb kein aktuelles 
Rechtsschutzinteresse an einem Baustopp mehr bestehe, wobei die Beschwerdelegitimation 
der Beschwerdeführerinnen ohnehin zu verneinen sei, weil sie nicht an der angegebenen Ad-
resse wohnen würden und kein schutzwürdiges Interesse an der Sache vorweisen könnten. Die 
Leitungsverlegung betreffe die hängigen Baubewilligungsverfahren nicht und stelle auch keine 
baubewilligungspflichtige Tätigkeit dar. Sie sei nötig und dringlich geworden, weil sich die be-
stehenden Leitungen in einem schlechten Zustand befunden hätten und ursprünglich ohne ge-
setzlichen oder vertraglichen Anspruch unter der Nachbarparzelle Nr. 1554 verlegt worden sei-
en. Die in der Beschwerdeschrift angesprochenen Bäume seien von der Leitungsverlegung 
nicht tangiert. Sie seien im Übrigen auch nicht geschützt. Sie seien bei den Arbeiten weder be-
einträchtigt noch geschnitten oder gar gefällt worden. Ohne dazu verpflichtet zu sein, sei unprä-
judiziell ein Baumspezialist beigezogen worden. Die Verlegungsarbeiten seien unter Begleitung 
durch diesen Fachmann problemlos verlaufen und es seien keine grossen Wurzelwerke ange-
troffen worden. 
 
K. Die Baurekurskommission verweist in der Vernehmlassung vom 5. Oktober 2020 auf 
ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid und hält daran vollumfänglich fest. 
 

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L. Das BIT teilt in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2020 mit, dass es seit über 20 
Jahren in gefestigter Praxis keine Baubewilligungen für Leitungsverlegungen für Wasser oder 
Gas etc. auf Privatgrundstücken bzw. Leitungsanschlüsse an öffentliche Leitungen erteile. 
 
M. Die Einwohnergemeinde E.____ hat Akten eingereicht, ohne sich zur Beschwerde zu 
äussern. Der Verein D.____ hat sich nicht vernehmen lassen. 
 
N. Die Beschwerdeführerinnen haben am 6. Oktober 2020 eine ergänzende Beschwer-
debegründung eingereicht. Sie stellen die zusätzlichen Rechtsbegehren, der ausgehobene 
Graben sei spätestens bis zum 13. Oktober 2020 unter Aufsicht einer Baumpflegefachperson 
wieder zuzuschütten. Zur Beweissicherung sei so rasch als möglich mittels Augenschein eine 
unabhängige Expertise betreffend der verursachten sowie der dadurch zu befürchtenden mittel- 
und langfristigen Schäden zu erstellen. Falls auf einen Augenschein verzichtet werde, seien die 
beigelegten Fotografien der Beschwerdeführerinnen dem unabhängigen Experten als rechtsgül-
tiges Beweismaterial zur Verfügung zu stellen (Dokumentation des Grabenverlaufs sowie des 
betroffenen Wurzelwerks). Es sei ausserdem die Verantwortlichkeit der verschiedenen involvier-
ten Parteien für diese Schäden zu klären. Für den Fall einer zur Fällung führender Schädigung 
oder des Absterbens der Bäume seien konkrete Ersatzpflanzungen mit dem gleichen land-
schaftsprägenden Wert (gleiche Stelle und Grösse) festzulegen. Verbindlich festzuhalten sei die 
zu wählende Baumart mit zu erwartender Endgrösse, der genaue Standort (Garantie der Pflan-
zung an der gleichen Stelle) sowie der Stammdurchmesser zum Pflanzzeitpunkt. Die Dauer 
dieser Regelung sei unter Berücksichtigung der langfristigen Spätschäden durch Pilzbefall 
durch einen Baumschutzexperten festzulegen. Ebenso sei die Finanzierung der Fällung sowie 
der Neupflanzungen durch die Verursacher festzulegen. Eine zusätzliche Schädigung der be-
einträchtigten Bäume durch weitere Arbeiten im Bereich der Kronenprojektionsfläche plus 2 
Meter sei zu verbieten. Somit sei auch jede weitere Schädigung im Rahmen der beiden hängi-
gen Bauprojekte zu untersagen. Mit Eingabe vom 13. Oktober 2020 haben die Beschwerdefüh-
rerinnen präzisierende Bemerkungen zur beantragten Expertise nachgereicht. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 
in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Baurekurskommission beim 
Kantonsgericht angefochten werden. Eine Baueinstellung schliesst das Verfahren nicht ab. Sie 
gilt als vorläufige Anordnung bis zur endgültigen Entscheidung über die Baurechtskonformität 
des Vorhabens und ist damit als vorsorgliche Massnahme zu qualifizieren. Zwischenentscheide 
über vorsorgliche Massnahmen sind nach § 43 Abs. 2bis lit. f VPO selbständig anfechtbar. 
Rechtsmittelentscheide betreffend Zwischenverfügungen stellen ihrerseits Zwischenverfügun-
gen im Sinne von § 43 Abs. 2bis VPO dar (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 25. Juni 2018 [810 18 114] E. 1.1; BLKGE 2011 Nr. 43 
E. 1, mit weiteren Hinweisen). Über Beschwerden gegen Zwischenverfügungen entscheidet die 
präsidierende Person (§ 1 Abs. 3 lit. f VPO). 

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1.2.1 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch den angefochtenen 
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung seiner Eingabe hat. 
Die Beschwerdeführerinnen haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und sind 
durch den angefochtenen Entscheid, der ihre Begehren abweist, formell beschwert. 
 
1.2.2 In Bausachen wird für die Bejahung eines schutzwürdigen Interesses eine ausreichende 
räumliche Beziehungsnähe zum Baugrundstück verlangt. Diese Voraussetzung gilt nach der 
Rechtsprechung in der Regel als erfüllt, wenn die Liegenschaft des Beschwerde führenden 
Nachbarn unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrs-
träger davon getrennt wird oder sich in einem Umkreis von bis zu 100 m befindet (vgl. KGE VV 
vom 14. August 2019 [810 18 292] E. 1.2; BGE 140 II 214 E. 2.3; BGE 121 II 171 E. 2b). Die 
Beschwerdeführerinnen geben an, im Wohnhaus an der Adresse X.____ 5 zu wohnen, was die 
private Beschwerdegegnerin ohne Angabe von Gründen bestreitet. Gemäss Auskunft der Ge-
meindeverwaltung E.____ sind die Beschwerdeführerinnen an dieser Adresse angemeldet, wo-
rauf hier abzustellen ist. Die Distanz zur Parzelle Nr. 1548 beträgt vom Wohnhaus rund 60 m, 
so dass von einer rechtsgenüglichen räumlichen Beziehungsnähe zur Streitsache auszugehen 
ist. 
 
1.2.3 Das schutzwürdige Interesse muss ferner aktuell und praktisch sein. Das Rechtsschutz-
interesse ist aktuell und praktisch, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der gerichtlichen 
Beurteilung noch besteht und durch die beantragte Aufhebung des angefochtenen Hoheitsakts 
beseitigt würde (BGE 141 II 14 E. 4.4; BGE 136 I 274 E. 1.3; BGE 125 I 394 E. 4a). Fehlt ein 
solches Interesse, können die Begehren nicht geprüft werden. Mit diesem Erfordernis soll si-
chergestellt werden, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entschei-
det; es dient insofern der Prozessökonomie (KGE VV vom 19. März 2014 [810 13 358] E. 1.2.1; 
BGE 137 IV 87 E. 1; BGE 118 Ib 356 E. 1a). Im vorliegenden Fall ist die Leitungsverlegung mitt-
lerweile abgeschlossen, so dass sich die Frage eines vorsorglichen Baustopps nicht mehr stellt. 
Dennoch kann das aktuelle und praktische Rechtsschutzinteresse nicht gänzlich verneint wer-
den. Da es keinen abschliessenden Katalog vorsorglicher Massnahmen gibt, käme auch der 
Erlass einer anderen Massnahme zur Bewahrung des gegenwärtigen Zustands in Betracht, 
etwa die in der Beschwerde verlangten baumschützerischen Vorkehrungen (vgl. MAGDALENA 
RUOSS FIERZ, Massnahmen gegen illegales Bauen, Zürich 1999, S. 96). Sodann kommt dem 
Baueinstellungsverfahren auch die Funktion zu, den Bewilligungszwang durchzusetzen und die 
Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens zu sichern (vgl. nachfolgend 
E. 3). Die Frage, ob die Leitungsverlegung einer Baubewilligungspflicht unterliegt, ist nach wie 
vor aktuell und deren Bejahung könnte für die Beschwerdeführerinnen einen praktischen Nut-
zen haben. 
 
1.3 In den beiden - innerhalb der Beschwerdefrist (§ 48 VPO) eingereichten - Eingaben vom 
30. September 2020 und 6. Oktober 2020 stellen die Beschwerdeführerinnen zahlreiche 
Rechtsbegehren. Soweit sich diese auf die Baueinstellung resp. Zuschüttung des ausgehobe-
nen Leitungsgrabens beziehen, sind diese Anträge mittlerweile gegenstandslos. Wenn weiter 
sinngemäss die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verlangt wird, gehen diese Be-
gehren über den vorliegenden Streitgegenstand hinaus: Die Frage der Beseitigung des vor-

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schriftswidrigen Zustands stellt sich erst, wenn in einem Baubewilligungsverfahren die nachträg-
liche Bewilligung nicht erteilt werden kann (vgl. § 137 Abs. 3 RBG). Die Beschwerdebegehren 
können aber laienfreundlich ausgelegt und in dem Sinne entgegengenommen werden, dass die 
Beschwerdeführerinnen den Erlass vorsorglicher baumpflegerischer Massnahmen und die 
Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens anstreben. 
 
1.4 Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist demnach teilweise einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen vorliegend verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). Da Entscheide zu vorsorglichen 
Massnahmen auf einer summarischen und ermessensgeprägten Prüfung beruhen (vgl. auch 
nachfolgend E. 3), kann die Beurteilung durch das Kantonsgericht vorliegend nicht detaillierter 
ausfallen (vgl. KGE VV vom 7. August 2020 [810 20 111] E. 2; KGE VV vom 28. März 2019 
[810 18 281] E. 2). 
 
3. Gemäss Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 
1979 dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert wer-
den. Das Bewilligungserfordernis soll eine vorgängige staatliche Kontrolle des Bauvorhabens im 
Lichte der raumplanerischen Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung 
ermöglichen und Dritten die Gelegenheit einräumen, sich am Verfahren zu beteiligen und ihre 
Rechte geltend zu machen. Wird mit den Bauarbeiten unberechtigterweise begonnen oder wer-
den Bauten nicht den genehmigten Plänen entsprechend oder entgegen gesetzlichen Vorschrif-
ten gebaut oder genutzt, verfügt die Baubewilligungsbehörde die Baueinstellung oder nötigen-
falls ein Benutzungsverbot unter Androhung der Ungehorsamsstrafe gemäss Schweizerischem 
Strafgesetzbuch (§ 137 Abs. 1 RBG). Der behördliche Baustopp bezweckt, den Ist-Zustand ge-
gen eine laufende oder drohende Veränderung zu schützen und die Durchführung eines nach-
träglichen Baubewilligungsverfahrens zu sichern, bis die Baubewilligung oder eine andere An-
ordnung wie z.B. ein Abbruchbefehl erlassen wird. Die Massnahme soll gleichzeitig auch ver-
hindern, dass der eigenmächtig Vorgehende besser gestellt wird als der sich korrekt Verhalten-
de. Aus dem Charakter der Baueinstellung folgt, dass bereits die Gefahr, die vorgängige Kon-
trolle und Mitsprache würde vereitelt oder übermässig erschwert, eine Baueinstellung rechtfer-
tigt. Sie ist zudem angebracht, wenn mit der ernsthaften Möglichkeit zu rechnen ist, dass ein in 
Ausführung begriffener Bau nicht zulässig ist. Die Prüfung der Frage, ob die Baubewilligungs-
pflicht effektiv verletzt wurde oder der Umfang der Baubewilligung überschritten wird, gehört ins 
nachfolgende Hauptverfahren. Die einstellende Behörde darf sich mit einer summarischen Un-
tersuchung begnügen, was bedeutet, dass der Sachverhalt lediglich glaubhaft gemacht werden 
muss und die Bewilligungsbehörde einer umfassenden Abklärung im Einzelnen enthoben ist 
(KGE VV vom 22. Februar 2019 [810 18 302] E. 3; ANDREAS BAUMANN, in: Baumann et al. 
[Hrsg.], Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 60 Rz. 101; RUOSS 
FIERZ, a.a.O., S. 94 ff.). 
 

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4. Gestützt auf die Akten, das Leitungskataster und die Eingaben der Parteien ist vorlie-
gend von folgendem Sachverhalt auszugehen: Die Liegenschaft Nr. 1548, GB E.____, ist an 
das unter der Gemeindestrasse X.____ verlegte Leitungsnetz der öffentlichen Gas- und Was-
serversorgung angeschlossen. Die Erschliessung erfolgte ursprünglich mittels Hausanschluss-
leitungen, die von den nordöstlich der Parzelle unter der Strasse gelegenen Anschlusspunkten 
her die Nachbarparzelle Nr. 1554 unter resp. entlang der Garagenbox durchquerten und nach 
ca. 12 m und einer Biegung die Grenze zur Parzelle Nr. 1548 in gerader Linie in Richtung des 
Hauses überquerten. Diese Leitungsführung war nicht durch Dienstbarkeiten abgesichert. Sie 
verunmöglichte den mit dem Neubauprojekt beabsichtigten Rückbau der Garagenbox und die 
geplante Erstellung eines neuen Elektro-Verteilerkastens. Das verantwortliche Architekturbüro 
erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Gasversorger (Industrielle Werke Basel, IWB) und dem 
Brunnenmeister der Gemeinde eine Umlegungsplanung. Im Auftrag der kommunalen Bauver-
waltung ersuchte der Projektplaner am 28. Mai 2020 das BIT um Baufreigabe zur Umlegung der 
Leitungen. Dieses antwortete ihm gleichentags, das Bauinspektorat sei für derartige Bewilligun-
gen nicht zuständig. Die Gemeinde E.____ bewilligte in der Folge am 22. September 2020 das 
Gesuch der IWB für die Aufgrabung der Strasse. Die Arbeiten wurden am 28. September 2020 
in Angriff genommen. Im Rahmen der Umverlegung wurden die bestehenden Leitungen ge-
kappt und vorerst im Boden belassen. Weiter wurden Gräben ausgehoben und neue Leitungen 
darin verlegt. Die Gräben sind mittlerweile wieder zugeschüttet. Die neue Leitungsführung ver-
läuft von Anschlusspunkten auf der Höhe des Gartentores am Nordrand der Parzelle Nr. 1548 
her in praktisch rechtem Winkel zur Strasse auf das Grundstück und führt durch den Garten 
nahe der nördlichen Grundstücksgrenze dem bestehenden Fussweg entlang, um schliesslich in 
Richtung des Gebäudes abzubiegen. Links und rechts dieses Weges - mit einem geschätzten 
Abstand von je 2 m - steht jeweils eine rund 30 m hohe Douglasie (Pseudotsuga menziesii), 
weiter entfernt befindet sich im mit zahlreichen weiteren Bäumen bewachsenen Garten ein drit-
tes Exemplar dieser Spezies. Ob das Wurzelwerk der Bäume durch die Grabungsarbeiten 
Schaden genommen hat, ist nicht bekannt. 
 
5. Die Beschwerdeführerinnen rügen eine Rechtsverweigerung durch die Vorinstanz, da 
diese ihr Anliegen nicht behandelt habe, obwohl sie nach der Rechtsmittelbelehrung korrekt 
vorgegangen seien. Die formelle Rüge ist vorab zu behandeln. 
 
5.1 Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 räumt den Anspruch auf Behandlung formgerecht eingereichter Eingaben ein und 
verbietet formelle Rechtsverweigerung. Dem Rechtsuchenden wird ein gerechtes Verfahren 
verweigert, wenn sein ordnungsgemäss eingereichtes Begehren nicht regelgemäss geprüft 
wird. Eine formelle Rechtsverweigerung liegt vor, wenn eine Behörde auf eine Eingabe fälschli-
cherweise nicht eintritt oder eine solche ausdrücklich bzw. stillschweigend nicht an die Hand 
nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre (BGE 144 II 184 E. 3.1; BGE 135 I 6 
E. 2.1; GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizeri-
schen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 29 Rz. 18). 
 
5.2 Die Vorinstanz erwägt in der Entscheidbegründung, dass die auf der Parz. Nr. 1548, GB 
E.____, ab 28. September 2020 geplanten und teilweise bereits vorgenommenen Leitungsar-

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beiten das Baugesuch Nr. 0916/2019 auf der Parz. 1554, GB E.____, nicht beträfen und dar-
über hinaus auch das Baugesuch Nr. 0135/2020 nicht tangieren würden, da letzteres sich nur 
auf einen kleinen Teil am südlichen Rand der Parzelle Nr. 1548 erstrecke. Die von den Be-
schwerdeführerinnen monierten Leitungsarbeiten stünden somit nicht im Zusammenhang mit 
den genannten Baugesuchen. Aus dem Streitgegenstand ergäbe sich keine Zuständigkeit des 
Bauinspektorats, weshalb dieses mit anderer Begründung, aber im Ergebnis zu Recht, nicht auf 
die von den Beschwerdeführerinnen gestellten Anträge eingetreten sei. 
 
5.3.1 Diese in der Beschwerde beanstandeten Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid 
sind in der Tat nicht nachvollziehbar. Die Einstellung von Bauarbeiten wird gemäss § 137 
Abs. 1 RBG von der Baubewilligungsbehörde verfügt. Das Bauinspektorat besorgt die Aufga-
ben, die der Bau- und Umweltschutzdirektion auf den Gebieten des Baubewilligungsverfahrens, 
der Bauinspektion und des Baupolizeiwesens zugewiesen sind (§ 20 Abs. 1 der Dienstordnung 
der Bau- und Umweltschutzdirektion vom 23. Oktober 2018). Beim BIT handelt es sich somit 
unzweifelhaft um die zuständige Behörde für den Entscheid über die von den Beschwerdeführe-
rinnen beantragte Baueinstellung. Dass für die Leitungsverlegung gegebenenfalls eine An-
schlussbewilligung des kommunalen Wasserversorgers erforderlich ist, ändert an dieser Zu-
ständigkeit nichts. 
 
5.3.2 Tatbestandsvoraussetzung für eine verfügungsweise Einstellung der Bauarbeiten ist, 
dass unberechtigterweise mit Bauarbeiten begonnen wurde. Unberechtigt sind die Arbeiten, 
wenn sie der Baubewilligungspflicht unterliegen und keine rechtskräftige Baubewilligung vor-
liegt. In einem ersten Schritt ist somit von der Bewilligungsbehörde zu prüfen, ob das Vorhaben 
baubewilligungspflichtig ist. Verneint sie diese Frage, führt dies nicht zu ihrer Unzuständigkeit, 
sondern sie weist den Antrag auf einen Baustopp ab. Bejahendenfalls hat sie zu prüfen, ob eine 
Bewilligung für die Arbeiten erteilt wurde. Für diese Beurteilung spielt es keine Rolle, ob gar 
kein Baugesuch eingereicht wurde oder ob das Baubewilligungsverfahren noch hängig ist. In 
beiden Fällen liegt keine rechtskräftige Bewilligung für die Arbeiten vor. 
 
5.3.3 Die Beschwerdeführerinnen verknüpften ihr beim BIT eingereichtes Gesuch um Bauein-
stellung unnötigerweise mit den hängigen Baubewilligungsverfahren, was das Vorgehen der 
damit befassten Behörden bis zu einem gewissen Grad zu erklären vermag. Das BIT interpre-
tierte das Rechtsbegehren wörtlich und gelangte zum (zutreffenden) Schluss, dass die Lei-
tungsarbeiten ausserhalb der jeweiligen Planungsgebiete ausgeführt würden, wobei für die Par-
zelle Nr. 1554 ohnehin bereits ein Baustopp verhängt worden sei. Es trat aus diesem Grund 
nicht auf das Begehren der Beschwerdeführerinnen ein. Diese Vorgehensweise erscheint reich-
lich formalistisch, ging es den Beschwerdeführerinnen doch erkennbar um das vorläufige Ver-
bot der geplanten Leitungsverlegung in Unkenntnis und unabhängig davon, wo genau die Arbei-
ten ausgeführt würden. Ob diese im Zusammenhang mit den in der Eingabe genannten nicht 
rechtskräftig beurteilten Baugesuchen standen, war für die Beurteilung der beantragten Bauein-
stellung grundsätzlich unerheblich, zumal das BIT von Amtes wegen zur Anordnung einer Bau-
einstellung verpflichtet ist, wenn es Kenntnis von baurechtswidrigen Bauarbeiten erlangt (vgl. 
RUOSS FIERZ, a.a.O., S. 96 f.). In der Sache ist den Beschwerdeführerinnen aber durch den 
Nichteintretensentscheid des BIT kein Nachteil erwachsen: Wie sich aus den Erwägungen des 

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Entscheids vom 25. September 2020 ergibt, hat das BIT die entscheidende Vorfrage geprüft, ob 
mit der Leitungsverlegung ein baubewilligungspflichtiger Tatbestand erfüllt wurde. Nach Auffas-
sung der Bewilligungsbehörde konnte die Leitung ohne Baubewilligung verlegt werden (vgl. E. 2 
des Entscheids vom 25. September 2020). 
 
5.3.4 Die Vorinstanz hätte ihrerseits als Rechtsmittelinstanz gegen Verfügungen des BIT 
(§ 133 Abs. 1 RBG) zu überprüfen gehabt, ob diese Rechtsauffassung gesetzeskonform ist. 
Dies hat sie im angefochtenen Entscheid nicht getan. Auch in der Vernehmlassung hält sie am 
wie gezeigt unzutreffenden Standpunkt fest, dass das BIT resp. die Baurekurskommission in 
dieser Sache nicht die zuständige Instanz sei, weshalb sie sich weder zur Frage der Bewilli-
gungspflicht noch zur Notwendigkeit superprovisorischer Massnahmen äussere. 
 
5.4 Indem die Vorinstanz zu Unrecht von einer Unzuständigkeit des BIT ausgegangen ist 
und aus diesem Grund die Beschwerdeeingabe der Beschwerdeführerinnen nicht materiell be-
urteilt hat, hat sie eine formelle Rechtsverweigerung begangen. Der Anspruch auf Behandlung 
formgerecht eingereichter Eingaben ist formeller Natur. Die Anspruchsverletzung führt grund-
sätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ungeachtet der Erfolgsaussichten des 
Standpunkts der Beschwerdeführerinnen in der Sache selbst (vgl. KGE VV vom 15. November 
2020 [810 20 177] E. 4.4; STEINMANN, a.a.O., Rz. 21). Die ohnehin nur mit Zurückhaltung anzu-
nehmende Möglichkeit einer Heilung des formellen Mangels im Rechtsmittelverfahren erscheint 
vorliegend ausgeschlossen, nachdem sich die Vorinstanz weder im angefochtenen Entscheid 
noch in der Vernehmlassung auch nur ansatzweise zu den sich stellenden Rechtsfragen ge-
äussert hat. Eine Heilung käme somit einer unzulässigen Verkürzung des Instanzenzugs gleich. 
Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen, soweit darauf eingetre-
ten werden kann. Aufgrund der formellen Natur des Anspruchs auf ein gerechtes Verfahren ist 
der angefochtene Entscheid ohne Prüfung in der Sache aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur 
materiellen Beurteilung der Beschwerdeeingabe vom 26. September 2020 an die Baurekurs-
kommission zurückzuweisen. 
 
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung (mit noch offenem Ausgang) 
gilt für die Frage der Auferlegung der Verfahrenskosten wie auch der Parteientschädigung als 
vollständiges Obsiegen der Beschwerdeführerschaft. Soweit nicht auf die Beschwerdebegehren 
der Beschwerdeführerinnen eingetreten werden konnte, sind diese im Verfahren unterlegen. 
Angesichts des von keiner Partei veranlassten formellen Fehlers der Vorinstanz, der zum vor-
liegenden Entscheid führt, erscheint es sachgerecht, dass sie die damit zusammenhängenden 
Kosten alleine trägt. Unter Würdigung aller Umstände rechtfertigt es sich, von den Verfahrens-
kosten in der Gesamthöhe von Fr. 500.-- einen Anteil von Fr. 400.-- der Vorinstanz aufzuerle-
gen. Den Beschwerdeführerinnen ist in solidarischer Haftbarkeit ein Verfahrenskostenanteil von 
Fr. 100.-- zu überbinden und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- zu verrech-
nen. Der zuviel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- ist den Beschwerdeführe-
rinnen zurückzuerstatten. 

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6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Die anwaltlich vertretene private Beschwerdegegnerin beantragt in 
der Vernehmlassung die Zusprechung einer Parteientschädigung in der Höhe von gesamthaft 
Fr. 2'075.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST). Im Umfang ihres teilweisen Obsiegens ist ihr 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Gegenparteien zuzusprechen. Mit ihrem Nichteintre-
tensantrag ist sie grossmehrheitlich unterlegen, weshalb die Parteientschädigung ermessens-
weise auf Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) festzusetzen ist. Damit haben die Be-
schwerdeführerinnen der C.____ AG unter solidarischer Haftung eine reduzierte Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen. Im Übrigen werden die Parteikosten wettge-
schlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 

Entscheid der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft 
Nr. 20-055 vom 29. September 2020 wird aufgehoben und die Angele-
genheit zur Neubeurteilung an die Baurekurskommission zurückgewie-
sen. 

   
 2. Der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft wird ein Ver-

fahrenskostenanteil in der Höhe von Fr. 400.-- auferlegt. 
 
Den Beschwerdeführerinnen wird unter solidarischer Haftung ein Verfah-
renskostenanteil in der Höhe von Fr. 100.-- auferlegt. Der zuviel geleiste-
te Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird den Beschwerdefüh-
rerinnen zurückerstattet. 

   
 3. Die Beschwerdeführerinnen haben der C.____ AG unter solidarischer 

Haftung eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im Übrigen 
werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber