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**Case Identifier:** dafd2996-07e9-5e67-b93c-04946382cd8e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.11.2025 100 2025 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2025-37_2025-11-10.pdf

## Full Text

100.2025.37U
NYR/NUI/FRM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. November 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Nyffenegger
Gerichtsschreiberin Nuspliger

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Entzug Kollektiv-Fahrzeugausweis und Händlerschilder 
(Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 20. Januar 
2025; 2024.SIDGS.601)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.11.2025, Nr. 100.2025.37U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist Inhaber der seit 1998 im Handelsregister eingetragenen Ein-
zelunternehmung «B.________» und im Besitz des Kollektiv-Fahrzeugaus-
weises sowie der dazugehörigen Händlerschilder C.________.U für Motor-
wagen. Nach einer periodischen Kontrolle verfügte das Strassenverkehrs- 
und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (SVSA) am 2. Juli 2024 den Entzug 
des Kollektiv-Fahrzeugausweises und der dazugehörigen Händlerschilder. 
Gegen den Entzug erhob A.________ am 17. Juli 2024 Einsprache beim 
SVSA. Mit Entscheid vom 6. September 2024 wies dieses die Einsprache ab 
und bestätigte den Entzug vom 2. Juli 2024.

B.

Am 20. September 2024 reichte A.________ bei der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern (SID) Beschwerde gegen den Einspracheentscheid des SVSA 
ein. Die SID wies die Beschwerde mit Entscheid vom 20. Januar 2025 ab.

C.

Mit undatiertem Schreiben (Postaufgabe: 5.2.2025) hat A.________ beim 
Verwaltungsgericht «Einsprache» gegen den Entscheid der SID erhoben. 
Der Abteilungspräsident hat ihm am 7. Februar 2025 Gelegenheit gegeben, 
innert noch laufender Beschwerdefrist eine formgültige Beschwerde (Antrag 
und sachbezogene Begründung) einzureichen. Am 18. Februar 2025 hat 
A.________ eine Beschwerdeergänzung eingereicht. Er beantragt, der an-
gefochtene Entscheid sei aufzuheben und vom Entzug des Kollektiv-Fahr-
zeugausweises sowie der dazugehörigen Händlerschilder sei abzusehen. 
Eventuell sei der Kollektiv-Fahrzeugausweis befristet unter Auflagen zu be-
lassen.

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Die SID schliesst mit Vernehmlassung vom 26. März 2025 auf Abweisung 
der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind mit der Be-
schwerdeergänzung vom 18. Februar 2025 eingehalten (Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten ist der Entzug des Kollektiv-Fahrzeugausweises sowie der dazu-
gehörigen Händlerschilder C.________.U für Motorwagen.

2.1 Motorfahrzeuge und ihre Anhänger dürfen nur mit Fahrzeugausweis 
und Kontrollschildern in Verkehr gebracht werden (Art. 10 Abs. 1 des Stras-
senverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01]). Der Bun-
desrat erlässt Vorschriften über Ausweise und Kontrollschilder, inbegriffen 
kurzfristig gültige für geprüfte oder nicht geprüfte Motorfahrzeuge und An-
hänger sowie für Unternehmen des Motorfahrzeuggewerbes (Art. 25 Abs. 2 
Bst. d SVG). Unter anderem gestützt auf diese Vorschrift hat er die Abgabe 
von Kollektiv-Fahrzeugausweisen und Händlerschildern in den Art. 22 ff. und 

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im Anhang 4 der Verkehrsversicherungsverordnung vom 20. November 
1959 (VVV; SR 741.31) geregelt.

2.2 Nach dem System des SVG und der VVV beziehen sich der Fahr-
zeugausweis und das entsprechende Kontrollschild grundsätzlich auf ein be-
stimmtes, amtlich geprüftes und zugelassenes Fahrzeug. Durch die Abgabe 
von Kollektiv-Fahrzeugausweisen mit Händlerschildern wird dieser Grund-
satz durchbrochen, indem ausnahmsweise auf die individuelle Immatrikula-
tion des betreffenden Fahrzeugs verzichtet wird. Dies ermöglicht bestimmten 
Personen und Unternehmungen unter gewissen Voraussetzungen, auch un-
geprüfte Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr zu benützen, wobei die Fahr-
zeuge betriebssicher sein und in der Regel den Vorschriften entsprechen 
müssen (Art. 24 Abs. 1 VVV). Um die allgemeine Betriebsgefahr, die mit sol-
chen Fahrzeugen entstehen kann, nicht unnötig zu erhöhen, dürfen Händ-
lerschilder nur für die in Art. 24 VVV abschliessend aufgezählten Zwecke 
verwendet werden. Das Erteilen des Kollektiv-Fahrzeugausweises und Aus-
händigen der entsprechenden Händlerschilder hat in diesem Sinn zurückhal-
tend zu erfolgen (BGE 120 Ib 317 E. 5d; BGer 1C_260/2023 vom 
30.11.2023 E. 3.1).

2.3 Gemäss Art. 23 Abs. 1 VVV werden Kollektiv-Fahrzeugausweise an 
Betriebe abgegeben, welche die im Anhang 4 der Verordnung aufgeführten 
Voraussetzungen erfüllen sowie über die für die Art des Betriebs erforderli-
chen Bewilligungen verfügen, Gewähr für die einwandfreie Verwendung des 
Ausweises bieten und, soweit es sich um Unternehmen des Motorfahrzeug-
gewerbes handelt, die in Art. 71 Abs. 2 SVG vorgeschriebene Versicherung 
abgeschlossen haben. Diese Anforderungen gelten kumulativ 
(BGer 1C_567/2018 vom 22.7.2019 E. 4.2). Die kantonale Behörde kann zu-
gunsten der Bewerberin bzw. des Bewerbers oder der Inhaberin bzw. des 
Inhabers ausnahmsweise von den Voraussetzungen des Anhangs 4 abwei-
chen, wenn die Gesamtbeurteilung des Betriebs ergibt, dass die Händler-
schilder ohne Gefahr für die Verkehrssicherheit und die Umwelt abgegeben 
werden können (Art. 23 Abs. 2 VVV). Sind die Voraussetzungen für die Er-
teilung nicht mehr erfüllt, sind die Kollektiv-Fahrzeugausweise – und die da-
zugehörigen Händlerschilder (vgl. BGer 1C_567/2018 vom 22.7.2019 
E. 5.5) – zu entziehen (Art. 23a Abs. 1 VVV; vgl. auch Art. 16 Abs. 1 SVG). 

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Anhang 4 VVV nennt für verschiedene Arten von Betrieben die jeweiligen 
Mindestanforderungen an die Fachkenntnisse und Erfahrungen der Gesuch-
stellerin oder des Gesuchstellers oder einer anderen im Betrieb verantwort-
lichen Person und an den Umfang des Betriebs sowie dessen Räumlichkei-
ten und Einrichtungen. Zu den betreffenden Betrieben zählen insbesondere 
Fahrzeughandelsbetriebe (Ziff. 3) sowie Reparaturwerkstätten für leichte 
Motorwagen und ähnliche Fahrzeuge (Ziff. 4). Das Erteilen eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises an Fahrzeughandelsbetriebe setzt unter anderem vor-
aus, dass pro Jahr z.B. mindestens 40 leichte Motorwagen verkauft werden 
(Ziff. 3.21). Für Reparaturwerkstätten wird vorausgesetzt, dass pro Jahr an 
mindestens 50 Fahrzeugen entgeltliche Reparaturarbeiten ausgeführt wer-
den, die Probe- oder Überführungsfahrten notwendig machen (Ziff. 4.21).

3.

Zur Ausgangslage ergibt sich aus den Akten Folgendes:

3.1 Der heute 72-jährige Beschwerdeführer (Jg. 1953) führt gemäss sei-
nen Angaben seit 1995 eine eigene Garage, zunächst am …weg und ab 
1997 an der …strasse in D.________; seit diesem Zeitpunkt ist er im Besitz 
eines Kollektiv-Fahrzeugausweises mit Händlerschildern (C.________.U; 
Akten SVSA pag. 29). Seit 2006 betreibt er eine Werkstatt und einen Autohof 
an der …strasse in D.________, wo er auch wohnt. Im Sommer 2020 und 
Winter 2022 war er unfall- bzw. krankheitsbedingt mehrere Monate arbeits-
unfähig (Handoperation, Herzinfarkt; Akten SVSA pag. 60 und 65). Das 
SVSA überprüft periodisch, ob die Voraussetzungen für die Abgabe eines 
Kollektiv-Fahrzeugausweises noch vorliegen. Es hat dem Beschwerdeführer 
zu diesem Zweck am 7. März 2024 einen Fragebogen zugestellt. Darin gab 
der Beschwerdeführer an, dass er in den letzten zwölf Monaten 20 Fahr-
zeuge repariert und 25 verkauft habe und für die kommenden zwölf Monate 
30 Reparaturen und 25 Verkäufe erwarte (Akten SVSA pag. 61 Rückseite). 
Gestützt auf diese Angaben stellte das SVSA fest, dass der Beschwerdefüh-
rer neben einer Reparaturwerkstätte auch einen Fahrzeughandel für leichte 
Motorwagen betreibt. Es kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die 
Mindestvoraussetzungen für beide Betriebsarten nach Anhang 4 VVV (Ziff. 3 

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und 4) nicht erfüllt und verfügte den Entzug und die Rückgabe des Kollektiv-
Fahrzeugausweises sowie der Händlerschilder (Verfügung und Einspra-
cheentscheid, Akten SVSA pag. 63 und 70).

3.2 Der Beschwerdeführer reichte im vorinstanzlichen Verfahren ver-
schiedene neue Unterlagen ein. Die Vorinstanz hat sämtliche Rechnungs- 
bzw. Quittungsbelege mit klaren Angaben (insb. Datum) über Reparaturen 
und Verkäufe im Zeitraum von April 2023 bis November 2024 in einer Über-
sichtstabelle zusammengestellt (vgl. angefochtener Entscheid E. 2.5). Ge-
stützt darauf hat sie festgestellt, dass der Beschwerdeführer im gesamten 
Zeitraum 13 Reparaturen und 53 Verkäufe belegen konnte (angefochtener 
Entscheid E. 2.6). Dabei hat die Vorinstanz nur die «Radwechsel»-Repara-
turen nicht berücksichtigt, zugunsten des Beschwerdeführers alle anderen 
aber schon, obwohl fraglich ist, ob in allen anderen Fällen Probefahrten nötig 
waren. In den letzten zwölf Monaten vor dem angefochtenen Entscheid (De-
zember 2023 bis November 2024) hat der Beschwerdeführer 3 Reparaturen 
und 36 Verkäufe nachweisen können (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 2.5 f.). Ein Jahr vor dem Einspracheentscheid des SVSA (September 
2023 bis August 2024) waren es 4 Reparaturen und 29 Verkäufe bzw. ein 
Jahr vor der Verfügung des SVSA (Juli 2023 bis Juni 2024) 6 Reparaturen 
und 30 Verkäufe (vgl. Übersichtstabelle). Der Beschwerdeführer bestreitet 
die in der Übersichtstabelle dargestellten Zahlen vor Verwaltungsgericht 
nicht. Sie stimmen mit den von ihm eingereichten Unterlagen überein und 
auf sie ist abzustellen.

3.3 Die Vorinstanz hat wie das SVSA dafürgehalten, dass die Mindest-
voraussetzungen sowohl für die Betriebsart als Reparaturwerkstätte als auch 
für den Fahrzeughandel für leichte Motowagen nicht erfüllt bzw. nicht nach-
gewiesen seien. Dafür würden auch die Angaben des Beschwerdeführers im 
Fragebogen sprechen, worin er selbst davon ausgegangen sei, die Mindest-
zahlen im Folgejahr nicht zu erfüllen. Auch habe er wohl unter Druck des 
drohenden Entzugs innerhalb weniger Tagen mehrere Fahrzeuge ab Platz 
für den Export verkauft (vgl. Übersichtstabelle, 26./27.6.2024). Eine nachhal-
tige Erhöhung der Verkaufszahlen sei jedoch nicht erkennbar. Der Ausweis 
und die Schilder seien daher zu entziehen (angefochtener Entscheid 
E. 2.6). – Der Beschwerdeführer bestreitet zusammengefasst nicht, dass er 

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die Mindestzahlen an Reparaturen und Verkäufe nicht erfüllt. Der Grund 
liege in seinem krankheitsbedingten Ausfall. Er habe die Geschäftstätigkeit 
aber wieder aufgenommen und werde die Voraussetzungen bald wieder er-
füllen.

3.4 Mit Blick auf die dargestellten Zahlen erfüllt der Beschwerdeführer die 
Mindestanforderungen an Anzahl Reparaturen (mind. 50 pro Jahr) klar nicht, 
und diejenigen an Verkäufen (mind. 40 pro Jahr) knapp nicht. Hinsichtlich 
der Verkaufszahlen hat die Vorinstanz zutreffend darauf hingewiesen, dass 
der Beschwerdeführer an den beiden Tagen vom 26./27. Juni 2024 insge-
samt 19 Fahrzeuge verkauft hat, was bei weitem überdurchschnittlich ist. 
Diese hohen Verkaufszahlen fallen in sämtliche Beurteilungszeiträume 
(vorne E. 3.2) und vermitteln ein unzutreffendes Gesamtbild über den Be-
trieb des Beschwerdeführers. Nach dem Ausgeführten ist die Vorinstanz zu 
Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer die Mindestanforde-
rungen an Reparaturen und Verkäufen verfehlt, was er auch nicht bestreitet. 
Das gilt im Übrigen auch über den gesamten Betriebsumfang unter Berück-
sichtigung beider Betriebsarten betrachtet (39 Reparaturen und Verkäufe im 
Beurteilungszeitraum vor dem vorinstanzlichen Entscheid bzw. 33/36 im Be-
urteilungszeitraum vor Einspracheentscheid/Verfügung; vgl. Anhang 4 
Ziff. 20 VVV).

4.

Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer seinen Kollektiv-
Fahrzeugausweis gestützt auf Art. 23 Abs. 2 VVV hätte belassen müssen.

4.1 Art. 23 Abs. 2 VVV räumt den kantonalen Behörden die Möglichkeit 
ein, von den bundesrechtlichen Erteilungsvoraussetzungen abzuweichen, 
sofern dies eine Gesamtbeurteilung des Unternehmens rechtfertigt (vgl. 
vorne E. 2.3). Die betrieblichen Voraussetzungen zur Abgabe von Kollektiv-
Fahrzeugausweisen waren früher in Richtlinien umschrieben und sind seit 
dem 1. August 1992 im Anhang 4 der VVV geregelt (vgl. VGE 18780 vom 
9.3.1993 E. 3). Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) 
hat dazu Weisungen und Erläuterungen vom 5. August 1994 erlassen (ein-

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sehbar unter: <www.astra.admin.ch>, Rubriken «Dokumentation/Gesetzge-
bung/Dokumente betreffend Strassenverkehr/Weisungen»). Im Einzelfall an-
gewendet erwiesen sich einige Vorschriften als «zu schematisch und zu 
starr» (so Begleitschreiben EJPD zu den Weisungen), weshalb die Ausnah-
mebestimmung mit der Änderung vom 11. April 2001 (AS 2001 1383) in 
Art. 23 Abs. 2 VVV neu aufgenommen wurde (in Kraft seit 1.6.2001). 
Gemäss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) wurde diese Möglichkeit ge-
schaffen, um kleineren und mittleren Unternehmen im Autogewerbe und Ta-
xiwesen das wirtschaftliche Fortkommen zu erleichtern (vgl. 
BGer 1C_72/2007 vom 29.8.2007 E. 6). Seit der Verordnungsänderung von 
2001 soll den Minimalanforderungen in Anhang 4 VVV (nur) noch die Bedeu-
tung von Richtlinien zukommen und verfügen die kantonalen Behörden über 
einen grossen Ermessenspielraum (vgl. BGer 1C_260/2023 vom 30.11.2023 
E. 3.1.2, 1C_608/2021 vom 19.1.2022 E. 3.1.3 mit Hinweisen; vgl. zur Ent-
stehungsgeschichte der Ausnahmebestimmung auch VGer AG 
WBE.2023.219 vom 25.10.2023 E. 3.6.3).

4.2 Die Vorinstanz hat beim SVSA eine Stellungnahme zur Ausnahme-
praxis nach Art. 23 Abs. 2 VVV eingeholt. Danach belässt das SVSA die 
Händlerschilder namentlich befristet für ein Jahr, wenn bei einem Einmann-
betrieb der Inhaber oder die Inhaberin nachweist, dass er oder sie in den 
letzten zwölf Monaten aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht ar-
beiten konnte (Stellungnahme vom 15.11.2024, Akten SID pag. 31). Die 
Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer könne sich nicht mit Erfolg 
auf diese Ausnahme berufen. Er habe weder einen längeren Arbeitsausfall 
nach dem Herzinfarkt mit einem Arztzeugnis belegt noch für das Jahr 2024 
gesundheitliche Probleme geltend gemacht. Es sei weder ersichtlich noch 
dargetan, inwiefern das SVSA das ihm zustehende Ermessen pflichtwidrig 
ausgeübt haben soll (angefochtener Entscheid E. 3.3).

4.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, mit Blick auf seine gesundheitliche 
Situation (vgl. Arztzeugnis act. 4A) und aus Gründen der Verhältnismässig-
keit sei ausnahmsweise von einem Entzug abzusehen. Die Händlerschilder 
seien für den wirtschaftlichen Fortbestand seines langjährigen Unterneh-
mens sehr wichtig. Zudem sei die Nachfolgeregelung innerhalb der Familie 
bereits im Gang (vgl. Businessplan und Plan-Erfolgsrechnung, act. 1C und 

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4B). Dafür seien verschiedene neue Fahrzeuge angeschafft worden. Die 
Händlerschilder würden für den erfolgreichen Übergang des Betriebs eine 
unerlässliche Grundlage bilden.

4.4 Die Vorinstanz überprüfte die Voraussetzungen im Zeitraum April 
2023 bis November 2024 (vorne E. 3.2). Die vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten gesundheitlichen Probleme liegen klar ausserhalb dieses Zeit-
raums (Handoperation 2020 und Herzinfarkt Ende 2022; vgl. vorne E. 3.1). 
Gemäss der vor Verwaltungsgericht eingereichten ärztlichen Bestätigung 
vom 28. Januar 2025 war der Beschwerdeführer nur von Mitte November bis 
Mitte Dezember 2022 krankheitsbedingt arbeitsunfähig und konnte ab die-
sem Zeitpunkt wieder normal arbeiten. Dies korrespondiert mit den Angaben 
im Arztbericht einer kardiologischen Arztpraxis vom März 2023, wonach der 
Beschwerdeführer nach einem Herzinfarkt im November 2022 subjektiv 
komplett beschwerdefrei ist und auch aus kardiologischer Sicht eine normale 
Leistungsfähigkeit aufweist (act. 4A). Daneben erwähnt der Bericht Diabetes 
und Bluthockdruck, die beide medikamentös behandelt werden, sich aber 
nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken; er macht 
dies auch nicht geltend. Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer ab Mitte 
Dezember 2022 seine berufliche Tätigkeit wieder aufgenommen hat, ist nicht 
zu beanstanden, dass das SVSA bereits im Zeitpunkt seiner Verfügung (Juli 
2024) und entsprechend seiner Praxis (vorne E. 4.2) den Arbeitsausfall von 
November bis Dezember 2022 nicht zugunsten des Beschwerdeführers 
berücksichtigt hat. Er musste auch in späteren Beurteilungsperioden nicht 
berücksichtigt werden. Obwohl der Beschwerdeführer aus gesundheitlicher 
Sicht voll arbeitsfähig war, verfehlte er in sämtlichen Beurteilungsperioden 
die in Anhang 4 der VVV festgelegten Mindestzahlen für Reparatur und Fahr-
zeughandel und lässt sich auch kein Trend hin zu einer Erhöhung der Repa-
ratur- und Verkaufszahlen ausmachen. Ohnehin dient der Kollektiv-Fahr-
zeugausweis in erster Linie dazu, geprüfte oder nicht geprüfte, aber betriebs-
sichere Fahrzeuge zu bewegen (vgl. vorne E. 2.2). Aus den aktenkundigen 
Quittungen (Akten SID 7A1) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine 
Fahrzeuge «ab Platz» (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) an Händle-
rinnen und Händler verkauft, welche die Fahrzeuge exportieren. Eine (allfäl-
lig notwendige) Instandstellung, gegebenenfalls mit Fahrzeugprüfung, wozu 
der Beschwerdeführer die Händlerschilder braucht, ist nicht vorgesehen. 

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Aufgrund der Vereinbarung «ab Platz» ist davon auszugehen, dass die Autos 
abgeholt werden und der Beschwerdeführer keine Händlerschilder benötigt, 
um die verkauften Fahrzeuge zur Käuferschaft zu bewegen. Soweit die Ex-
portfahrzeuge nicht mehr betriebssicher sind, dürfen sie auch mit Händler-
schildern nicht bewegt werden (vorne E. 2.2). Mit den drei bis sechs Fahr-
zeugreparaturen pro Jahr, bei denen der Beschwerdeführer allenfalls auf die 
Händlerschilder angewiesen sein könnte (vorne E. 3.2), lässt sich keine Re-
paraturwerkstätte wirtschaftlich betreiben. Dem Beschwerdeführer musste 
der Kollektiv-Fahrzeugweis und die Händlerschilder auch nicht unter dem 
Gesichtswinkel des wirtschaftlichen Fortkommens belassen werden (vorne 
E. 4.1). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht 
betont, dass die Nachfolgeregelung im Gang ist. Gemäss dem eingereichten 
Businessplan soll sich das Unternehmen auf den An- und Verkauf von ge-
brauchten Fahrzeugen im Preissegment zwischen Fr. 30'000.-- und 
150'000.-- spezialisieren (act. 1C und 4B). Fahrzeugreparaturen entfallen 
künftig. Verglichen mit den (aktenkundigen) Autoverkäufen zu Exportzwe-
cken zu sehr tiefen Preisen von in der Regel wenigen hundert Franken pro 
Auto stellt dies eine Neuausrichtung dar (Ausbau Autohandel in höherem 
Preissegment). Folglich benötigt der Beschwerdeführer den Kollektiv-Fahr-
zeugausweis nicht mehr für das Weiterführen des Geschäfts nach bisheri-
gem Konzept. Für das neue Konzept rechnet der Beschwerdeführer im ers-
ten Jahr (Startjahr) mit einem Verkauf von 100-150 Fahrzeugen bei einem 
durchschnittlichen Verkaufspreis von Fr. 15'000-20'000.--. Als Beleg reicht 
er sieben Rechnungen von Dezember 2024/Januar 2025 über Autokäufe zu 
Preisen zwischen rund Fr. 21'0000.-- bis Euro 117'000.-- ein (act. 1C und 
4B). Dies allein genügt für den Nachweis des Fahrzeughandels noch nicht. 
Insbesondere belegt der Beschwerdeführer damit keine Verkäufe. Verläuft 
das neu konzipierte Geschäft aber plangemäss, wird es dem Beschwerde-
führer möglich sein, den Nachweis von 40 verkauften Fahrzeugen zu erbrin-
gen und wieder einen Kollektiv-Fahrzeugausweis zu beantragen, zumal die 
Voraussetzungen von Anhang 4 Ziff. 3.1 VVV sowie betreffend Räumlichkei-
ten und Betriebseinrichtungen (vgl. vorne E. 2.3) erfüllt zu sein scheinen (vgl. 
dazu Verfügung SVSA vom 2.7.2024, Akten SVSA pag. 63).

4.5 Eventuell beantragt der Beschwerdeführer, der Kollektiv-Fahrzeug-
ausweis sei ihm befristet unter Auflagen zu belassen (vorne Bst. C). – Nach 

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dem Ausgeführten benötigt der Beschwerdeführer für das bisherige Ver-
kaufskonzept keinen Kollektiv-Fahrzeugausweis und erweist sich eine be-
fristete Weiterbelassung dafür nicht notwendig. Im Übrigen legt er auch nicht 
dar, welche Auflagen konkret bestimmt werden sollten. Ohnehin ist eine Neu-
ausrichtung des Betriebs im Gang. Es steht dem Beschwerdeführer oder ei-
nem Nachfolger jederzeit frei, ein neues Gesuch um Erteilung eines Kollektiv-
Fahrzeugausweises zu stellen (vgl. auch BGer 1C_260/2023 vom 
30.11.2023 E. 4 a.E.).

4.6 Zusammengefasst ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, 
dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für die Erteilung des 
Kollektiv-Fahrzeugausweises nicht mehr erfüllt und er sich überdies nicht auf 
Gründe berufen kann, die ein ausnahmsweises Belassen des Ausweises 
rechtfertigen würden. Diese Beurteilung ist auch mit Blick auf die vor Verwal-
tungsgericht neu ins Recht gelegten Beweismittel nicht zu beanstanden. Der 
Entzug des Kollektiv-Fahrzeugausweises und der dazugehörigen Händler-
schilder erweist sich als rechtmässig. Die vom SVSA angeordnete Frist vom 
15. Oktober 2024 ist zwischenzeitlich abgelaufen. Die Vorinstanz hat ihrer-
seits keine neue Frist angesetzt. Es bleibt dem SVSA überlassen, dies zu 
tun.

5.

5.1 Nach dem Ausgeführten hält der angefochtene Entscheid der 
Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist 
abzuweisen.

5.2 Bei diesem Prozessausgang hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (ad E. 4.6)
- Bundesamt für Strassen

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.