# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b8c2ebd-6542-5cf5-adce-cecf799e37be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2020 720 20 113/208
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-113-208_2020-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 27. August 2020 (720 20 113 / 208) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Die im Verwaltungsgutachten vorgenommene Einschätzung der Ressourcen des Versi-
cherten erweist sich als nachvollziehbar. Ablehnung eines Rentenanspruchs infolge Nicht-
erfüllung des Wartejahrs.  
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Yves Waldmann, Ad-
vokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1981 geborene A.____ meldete sich unter Hinweis auf eine seit 2015 bestehende 
depressive Erkrankung und Erschöpfung am 28. Juni 2018 bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse, 
namentlich nach Einholung eines psychiatrischen Fachgutachtens durch Prof. Dr. med. B.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Juli 2019, lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft 

 

 
 
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(IV-Stelle) nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 5. Februar 2020 den 
Anspruch auf eine IV-Rente ab. Zur Begründung machte sie geltend, dass der Versicherte aus 
versicherungsmedizinischer Sicht nie mehr als 30% arbeitsunfähig gewesen sei. Die Vorausset-
zungen für eine Rentenzusprache seien deshalb nicht erfüllt. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Yves Waldmann, am 
11. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung ab Mai 2019 eine ganze IV-Rente auszurichten, eventualiter sei die Angelegenheit 
zwecks weiterer Abklärungen und zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen sowie zur 
Neuberechnung des IV-Grads an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung liess er im We-
sentlichen vorbringen, dass die IV-Stelle ausschliesslich auf das Gutachten von Prof. B.____ ab-
gestellt und dabei übersehen habe, dass der medizinische Sachverhalt nur unvollständig abge-
klärt worden sei. Insbesondere seien die Auswirkungen und die Schwere der im Einklang mit den 
behandelnden Ärzten diagnostizierten Persönlichkeitsstörung nur ungenügend berücksichtigt 
worden. Es erweise sich als widersprüchlich, wenn Prof. B.____ die Persönlichkeitsstörung mit 
der Begründung nur monatlich stattfindender Therapiesitzungen als nicht schwer einstufe, 
obschon sie eine psychotherapeutische Behandlung gleichzeitig als nahezu sinnlos und die Wir-
kung einer Pharmakotherapie als fraglich bezeichne. Die von Prof. B.____ attestierte Restarbeits-
fähigkeit von 70% sei nicht nachvollziehbar begründet worden. Tatsächlich bestehe aktuell auf 
dem ersten Arbeitsmarkt keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr. Schliesslich seien zu Unrecht 
keine umfassenden Eingliederungsmassnahmen vorgenommen worden.  
 
C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 24. April 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. Insgesamt würden die Ressourcen und ein gutes Funktionsniveau die funktionellen 
Beeinträchtigungen überwiegen. In Übereinstimmung mit der Einschätzung durch Prof. B.____ 
sowie dem regional-ärztlichen Dienst (RAD) könne nicht von einer schweren Persönlichkeitsstö-
rung ausgegangen werden, welche die Arbeitsfähigkeit vollständig beeinträchtigen würde. We-
gen der klar formulierten Krankheitsüberzeugung des Versicherten sei zu Recht von der Durch-
führung von Eingliederungsmassnahmen abgesehen worden.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.  

 

 

 
 
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1.2 Im Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht sind grundsätzlich 
nur Rechtsverhältnisse zu beurteilen, zu denen die zuständige Sozialversicherungsbehörde vor-
gängig verbindlich - in Form einer Verfügung oder eines Einspracheentscheids - Stellung genom-
men hat. Insoweit bestimmen die Verfügung und der nachfolgende Einspracheentscheid den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech-
tungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfü-
gung bzw. kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und 
b, je mit Hinweisen). Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist 
demnach stets das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und 
zwar in dem Ausmass, als die Regelung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des 
Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, 
Bern 1983, S. 46). Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streitge-
genstand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich 
demgegenüber die Beschwerde bzw. eine Eingabe auf ein nicht durch die Verfügung bestimmtes 
Rechtsverhältnis, gehören die beanstandeten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum Streit-
gegenstand (BGE 125 V 414   f. E. 1b). Diesfalls steht den Betroffenen keine Befugnis zu, verfü-
gungsweise nicht geregelte Rechtsverhältnisse durch eine Beschwerde richterlich überprüfen zu 
lassen. Das Gericht kann auf eine diesbezügliche Beschwerde folglich nicht eintreten (BGE 
118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; ULRICH MEYER, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: 
BJM 1989 S. 25). 
 
1.3 Anfechtungsgegenstand der vorliegend angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 
6. April 2018 bildet ausschliesslich der von der IV-Stelle verneinte Anspruch auf eine Rente der 
IV. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdebegründung darüber hinaus vorbringt 
(a.a.O., Ziffer 16), dass die IV-Stelle zu Unrecht keine Eingliederungsmassnahmen durchgeführt 
habe, kann auf seine Beschwerde deshalb nicht eingetreten werden. Auf die frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde ist vielmehr nur insoweit einzutreten, als sie sich gegen die von 
der IV-Stelle verfügte Ablehnung eines Rentenanspruchs richtet.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

 

 
 
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und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49, E. 1.2, 130 V 396, E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294, E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294, E. 4c in fine). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15, E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310, E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

 

 
 
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und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93, E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-statten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 
125 V 351, E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351, E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465, E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351, E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Strittig ist, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf eine IV-Rente 
besitzt. In Bezug auf das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Fachgutachten von Prof. 
B.____ vom 12. Juli 2019 sind sich die Parteien einig, dass der Versicherte an einer narzissti-
schen Persönlichkeitsstörung und an einem schädlichen Gebrauch von Cannabis leidet. Einig 
sind sich die Parteien im Weiteren darin, dass keine Depression vorliegt (IV-Dok 51). Uneinigkeit 
besteht hingegen hinsichtlich der Schwere der Persönlichkeitsstörung und damit, in welchem Um-
fang der Beschwerdeführer weiterhin noch arbeitsfähig ist. Prof. B.____ hat in diesem Zusam-
menhang erwogen, dass die Persönlichkeitsstörung insgesamt zwar nachweisbar, jedoch nicht 
schwer sei. Es fänden sich keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer posttraumatischen Stö-
rung oder gar einer anhaltenden Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung. Depressive 
Symptome lägen kaum vor. Alleine die gedankliche Einengung auf das Opferthema und seine 
Perspektivlosigkeit würden für die Annahme einer depressiven Episode nicht ausreichen. Auch 

 

 
 
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die von der behandelnden Therapeutin geäusserte Symptomatik sei nicht sehr typisch für das 
Vorliegen einer depressiven Symptomatik. Die beschriebenen Gefühle der Leere liessen sich e-
her im Sinne der Persönlichkeitsstörung, zu Beginn der Therapie wahrscheinlich akzentuiert im 
Rahmen einer narzisstischen Krise, erklären. Im Rahmen der aktuellen Untersuchung sei das 
Selbstwertgefühl und die Schwingungsfähigkeit jedoch intakt gewesen. Der Explorand sei verär-
gert und verbittert, dass ihm das Leben im Wohlstand nicht gelungen sei, wofür er die Schuld 
jedoch nicht bei sich sehe. Gesicherte, depressive Kriterien seien somit nicht erfüllt. Dies gelte 
wohl auch für die Vergangenheit. Der Versicherte stehe seit Ende Mai 2018 ursprünglich wö-
chentlich, aktuell monatlich in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung. Eine stationäre 
Therapie oder Psychopharmakotherapie seien nie versucht worden. Aus den Berichten der be-
handelnden Psychotherapeutin gehe hervor, dass er nicht glaube, dass ihm eine Therapie oder 
die Einnahme von Medikamenten helfen würden. Dieser Umstand würde die therapeutische Ar-
beit erschweren. Ohne eigene Motivation sei eine Therapie ohnehin nahezu sinnlos. Der Verlauf 
sei bisher eher chronisch. Der Versicherte dramatisiere seine Situation und insbesondere seine 
Opferrolle. Er verleugne die eher negativen Persönlichkeitseigenschaften. Dies passe insgesamt 
gut zur nunmehr gestellten Diagnose. Der Versicherte habe Schwierigkeiten, sich an Regeln und 
Routinen anzupassen. Schwierigkeiten bestünden auch bei der Flexibilität und der Umstellungs-
fähigkeit, bei der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sowie der Selbstbehauptungsfähigkeit. 
Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben sei indessen nur leicht beeinträchtigt, 
ebenso die Anwendung von Kompetenz und Wissen sowie seine Entscheidungs- und Urteilsfä-
higkeit, die Spontanaktivitäten und die Kontaktfähigkeit zu Dritten. Die Gruppenfähigkeit sei sehr 
abhängig davon, wie die Gruppe auf ihn zugehe. Die inhaltliche Einengung und seine Impulsivität 
liessen rasch Konflikte am Arbeitsplatz entstehen. Dabei sei es wesentlich, wie der Explorand 
eingesetzt und angeleitet werde. Andererseits liege die letzte Berufserfahrung einige Jahre zu-
rück und der Explorand wolle nicht arbeiten. Dennoch könne er schrittweise wieder in den Ar-
beitsmarkt zurückfinden. So habe er mit seiner Persönlichkeit bereits eine Lehre geschafft und 
gearbeitet. Ein entsprechendes Engagement sei zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit sei seit Beginn 
der ambulanten Therapie im Juni 2018 im Umfang von 30% beeinträchtigt. Die Einschätzung 
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit entspreche demgegenüber dem Wunsch des Versicherten. 
Die Tatsache, dass keine schwere Störung vorliege, sei am Therapiesetting absehbar. Medizini-
sche Massnahmen seien nur insofern indiziert, als der Versicherte eine Begleitung zur Adaption 
an die veränderten Lebensverhältnisse benötige (IV-Dok 30). 
 
5.2 Während die IV-Stelle auf das zitierte Gutachten von Prof. B.____ abgestützt hat, stellt 
sich der Beschwerdeführer mit Blick auf die Berichte seiner behandelnden Fachtherapeutin auf 
den Standpunkt, dass der medizinische Sachverhalt nur unvollständig abgeklärt und insbeson-
dere die Auswirkung und die Schwere seiner Persönlichkeitsstörung nur ungenügend berücksich-
tigt worden seien. Er beruft sich dabei insbesondere auf die von Dr. med. C.____, FMH Psychi-
atrie und Psychotherapie, und lic. phil. D.____, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, im 
Rahmen des Einwandverfahrens eingereichte Stellungnahme vom 26. November 2019 (IV-Dok 
49). Daraus geht hervor, dass seine narzisstische Persönlichkeitsstörung viel schwerer sei, als 
sie von Prof. B.____ nach einem einzigen Gespräch mit dem Versicherten erhoben worden sei. 
Je länger die Behandlerin ihn nun kenne, umso deutlicher imponiere das Ausmass seiner Stö-

 

 
 
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rung. Diese Störung könne sehr wohl unvereinbar mit einer Anstellung sein, weil infolge der Frust-
rationstoleranz die Fähigkeit zur Unterordnung und Anpassung nicht gegeben sei. Der Versi-
cherte habe sich aufgrund seiner narzisstischen Persönlichkeit ein realitätsfremdes Weltbild auf-
gebaut. Er sehe sich als Opfer der Situation und erlebe die Welt als feindlich und gegen sich 
gerichtet. Auch sehe er keineswegs ein, was er dazu selbst beitrage. Aufgrund seiner mangeln-
den Einsicht sei es absolut unrealistisch und unzumutbar, dass der Versicherte nach 14 Jahren 
ohne Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 70% in der freien Wirtschaft wieder einsteigen 
könne. Dies könnte ihn komplett überfordern und unbeherrschte Handlungen provozieren. Einem 
Belastbarkeitstraining im Umfang von vorerst 30% stehe jedoch nichts im Weg, zumal es dem 
Versicherten auch helfen könne, aus seinem starren negativen Gedankengut herauszufinden und 
sich wieder zu öffnen. Sollte der Versuch misslingen, müsste die Rentenfrage erneut geprüft wer-
den.  
 
6.1 Das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten von Prof. B.____ erfüllt zweifelsohne die 
rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwaltungsexternes 
Verwaltungsgutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 4.3), ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit ihrer Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von 
Dr. B.____ beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden des 
Versicherten und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden. Es äussert sich 
insbesondere detailliert zu den dem Versicherten noch verbleibenden Ressourcen und kommt 
auf der Basis umfassender Testungen (Gutachten, Ziffer 4.3.2) dabei zum Schluss, dass die Per-
sönlichkeitsstörung insgesamt zwar nachweisbar, jedoch nicht sehr schwer ausgeprägt sei. Diese 
Schlussfolgerung ist nachvollziehbar. Sie korrespondiert mit den vielschichtigen Ergebnissen der 
von der Gutachterin vorgenommenen Testungen, wonach beispielsweise die Prüfung der Ver-
träglichkeit zwar unterdurchschnittliche Werte ergeben hat, die charakterlichen Eigenschaften in-
des keine besondere Ausprägung aufgewiesen haben. Auch wenn der Versicherte im Rahmen 
seiner narzisstischen Störung in sozialer Hinsicht zweifellos an seine Grenzen stossen mag, spre-
chen auch die von Prof. B.____ durchschnittlich erhobenen Werte bezüglich seiner sozialer Be-
ziehungen noch nicht für eine schwere Ausprägung (a.a.O.). Daran ändert nichts, dass die von 
Prof. B.____ von der Behandlerin postulierte Einengung und Impulsivität rasch zu Konflikten am 
Arbeitsplatz führen können. Alleine deshalb auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zu schlies-
sen, greift zu kurz, weil beispielsweise die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Fähigkeit zur Pla-
nung und Strukturierung von Aufgaben jeweils nur leicht beeinträchtigt sind (Gutachten, Ziffer 
7.4).  
 
6.2 Zusammenfassend sind diverse Fähigkeiten des Versicherten leicht bis mittelschwer 
eingeschränkt, demgegenüber andere weiterhin durchaus erhalten sind. Damit aber verbietet es 
sich, auf eine schwere Persönlichkeitsstörung zu schliessen, wie sie dem Versicherten von der 
behandelnden Psychotherapeutin attestiert worden ist, ohne dass dabei abweichende Testergeb-

 

 
 
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nisse vorliegen würden. Dies zeigt alleine schon ein Blick auf die von Prof. B.____ vorgenom-
mene Einschätzung der Ressourcen des Versicherten hinsichtlich seiner psychischen Wider-
standsfähigkeit. Auch wenn der Versicherte Schwierigkeiten hat, sich an Regeln und Routinen 
anzupassen, und seine Widerstandsfähigkeit als reduziert bezeichnet worden ist, hat er in der 
entsprechenden Testung immerhin durchschnittlich ausgeprägte Werte erzielt (Gutachten, ad Zif-
fer 7.4 und S. 11). Dies zeigt auf, dass er auch in diesem Teilbereich nicht derart schwer und 
umfassend eingeschränkt ist, dass keinerlei Restarbeitsfähigkeit mehr verbleiben würde. Dass 
der Versicherte nicht umfassend eingeschränkt ist, ergibt sich schliesslich auch aus den anam-
nestischen Angaben zum Tagesverlauf (Gutachten, S. 8), der letztlich durchwegs als aktiv und 
sozial bezeichnet werden kann. Entgegen der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auffas-
sung kann bei dieser Ausgangslage schliesslich auch nicht gesagt werden, es liessen sich in der 
freien Wirtschaft keine Arbeitsplätze mehr finden, bei dem ein potentielles Konfliktpotential nicht 
durch die von Prof. B.____ erwähnte Anleitung und Begleitung kompensiert werden kann. Ohne-
hin ist dabei zu berücksichtigen, dass auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Vielzahl von 
Tätigkeiten besteht, welche auch eigenverantwortlich und ohne grosse soziale Interaktion oder 
gar alleine und selbständig ausgeführt werden können. Zu denken ist beispielsweise an Überwa-
chungs- und Kontrollarbeiten und Kurierdienste, aber auch an einfache Verpackungsarbeiten, 
welche gerade keine Teamarbeit voraussetzen. 
 
6.3 Während die behandelnde Fachpsychologin keine eigene Testung vorgenommen hat, 
beschränkt sich ihre abweichende Einschätzung letztlich darauf, aufgrund der mangelhaften Ein-
sicht des Versicherten in sein eigenes Verhalten eine schlechte Prognose abzugeben. Gleichzei-
tig aber erachtet sie ein Belastbarkeitstraining im Umfang von vorerst 30% als begrüssenswert, 
um dem Versicherten zu helfen, aus einem starren Gedankengut herauszufinden. Dies aber be-
deutet, dass der Versicherte ebenfalls aus Sicht seiner behandelnden Fachpsychologin offenbar 
über genügend Ressourcen verfügt, zumindest teilweise einer Tätigkeit nachzugehen. Dass der 
genaue Umfang seiner noch verbleibenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit von der Gutachterin 
höher beurteilt wird, ist einer umfassenden Exploration letztlich inhärent. Zu berücksichtigen ist 
dabei, dass sich der Versicherte erst Ende Mai 2018 in die Therapie begeben, die Behandlerin in 
ihrem ärztlichen Verlaufsbericht vom 12. Januar 2019 zunächst jedoch lediglich einen Verdacht 
auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung erhoben hatte (IV-Dok 20). Mit anderen Worten war 
die von der behandelnden Psychologin erhobene Symptomatik bereits anfänglich offenbar nicht 
schwer ausgeprägt, andernfalls sie – insbesondere nach einer halbjährigen, anfangs wöchentli-
chen Therapie (IV-Dok 20 13, ad Ziffer 1.2) – bereits dazumal ohne Vorbehalt erhoben worden 
wäre. Dies aber spricht dafür, dass die narzisstische Persönlichkeitsstörung letztlich tatsächlich 
nur leicht ist. Zumal sich der Versicherte mittlerweile ohnehin nur noch einmal pro Monat in die 
psychotherapeutische Behandlung begibt, erweist es sich somit als nachvollziehbar, wenn Prof. 
B.____ die Persönlichkeitsstörung unter anderem mit der Begründung einer nur monatlich statt-
findenden Therapiefrequenz als weniger schwer einstuft. Auch erweist es sich generell als wider-
sprüchlich, wenn die behandelnde Psychologin zunächst um eine präzise Exploration durch eine 
externe Fachperson ersucht (IV-Dok 20, S. 4 a.E.), deren Ergebnisse nachträglich aber in Frage 
stellt. Schliesslich kann auch kein Widerspruch darin erkannt werden, wenn die Gutachterin das 
Vorliegen einer schweren Persönlichkeitsstörung mit der fehlenden Pharmakotherapie begrün-

 

 
 
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det, andererseits aber festhält, dass ohne eigene Motivation des Versicherten eine solche The-
rapie nahezu sinnlos sei. Vielmehr geht bereits aus den Berichten der behandelnden Psychothe-
rapeutin hervor, dass der Versicherte nicht daran glaubt, dass ihm eine Therapie oder die Ein-
nahme von Medikamenten helfen würden. Mithin erweist es sich ohne Weiteres als nachvollzieh-
bar, dass dieser Umstand die therapeutische Arbeit wohl nicht nur erschweren, sondern letztlich 
wohl verunmöglichen würde. Ein Widerspruch in der Schlüssigkeit der gutachterlichen Überle-
gungen von Prof. B.____, wie ihn der Beschwerdeführer vorbringen lässt, kann darin jedenfalls 
nicht erkannt werden.  
 
7. Die gutachterliche Schlussfolgerung von Prof. B.____, wonach beim Versicherten durch-
gehend von einer lediglich 30%-igen Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, leuch-
tet somit in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein. Der vom Beschwerdeführer 
geäusserte Vorwurf, dass ihrem Gutachten die logische Nachvollziehbarkeit fehle und diese nur 
unzulänglich ausgeführt werde, erweist sich der dargelegten Aktenlage zufolge nicht als gerecht-
fertigt. Mit Blick auf das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG lit. b IVG (oben, Erwägung 2.1) sind 
die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch bei einer durchgehend bestehenden, nur 30%-
igen Arbeitsunfähigkeit des Versicherten demnach nicht erfüllt. Die Vorinstanz hat den Renten-
anspruch des Versicherten im Ergebnis somit zu Recht abgelehnt, und die hiergegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei 
Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, 
setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrah-
mens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Be-
schwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm 
ist allerdings mit Verfügung vom 17. April 2020 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wor-
den. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genom-
men.  
 
8.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  
Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 17. April 2020 auch die unentgeltliche Verbeistän-
dung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus der 
Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
18. Mai 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von neun Stunden und 48 Minuten 
geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als 
angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen im Um-
fang von Fr. 59.60. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'175.10 (9 

 

 
 
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Stunden und 48 Minuten à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 59.60 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'175.10 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
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