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**Case Identifier:** 5e3cf763-af99-5163-9462-dc112f592a7f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.09.2014 200 2014 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-17_2014-09-25.pdf

## Full Text

200 14 17 UV
SCP/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. September 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 19. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) war über seine Arbeitgeberin bei der SUVA obligatorisch unfallversi-
chert, als er am 4. Januar 2006 beim Skifahren stürzte und sich die linke 
Schulter verletzte. Im Zusammenhang mit diesem Ereignis gewährte die 
SUVA die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Taggeld 
und Heilbehandlung (vgl. Akten des Versicherten [act. I], 17-20; Akten der 
SUVA [act. II], 1-3). 

B.

Am 8. Juni 2013 verletzte sich der Versicherte erneut an der linken Schul-
ter, als er gemäss Unfallmeldung aus einer Höhe von vier Metern von einer 
wegrutschenden Leiter stürzte, zuerst mit beiden Fersen und danach mit 
der Schulter auf der Leiter sowie Bodenplatten aufprallte (vgl. Akten der 
SUVA [act. IIA], 1). Am 22. Juli 2013 konsultierte er einen Arzt und unter-
zog sich am 14. August 2013 einer Schulteroperation (vgl. act. IIA 14, 21). 

Eine am 13. September 2013 formlos erfolgte Ablehnung ihrer Leistungs-
pflicht (vgl. act. IIA 15) bestätigte die SUVA mit Verfügung vom 7. Oktober 
2013 (act. IIA 24) mit der Begründung, dass zwischen dem Ereignis vom 
8. Juni 2013 und den geklagten linksseitigen Schulterbeschwerden nicht 
überwiegend wahrscheinlich ein Kausalzusammenhang bestehe. Eine 
hiergegen am 12. Oktober 2013 erhobene Einsprache (act. IIA 28) wies sie 
mit Entscheid vom 19. November 2013 (act. IIA 37) ab.

C.

Mit Eingabe vom 6. Januar 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Fürsprecher B.________, Beschwerde und beantragte sinngemäss, der 
angefochtene Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihm 

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seien im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 8. Juni 2013, eventualiter 
als Spätfolge bzw. Rückfall aus dem Vorereignis vom 4. Januar 2006, die 
gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen zu erbringen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 9. April 2014 schloss die SUVA (fortan 
Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde, wobei sie unter 
anderem auf eine chirurgische Aktenbeurteilung ihres Kompetenzzentrums 
Versicherungsmedizin vom 27. März 2014 (in den Verfahrensakten) ver-
wies.

Nachdem der Beschwerdeführer auf das Einreichen einer Replik verzichtet 
und die Beschwerdegegnerin am 22. Mai 2014 unverlangt Schlussbemer-
kungen eingereicht hatte, machte der Beschwerdeführer mit Zuschrift vom 
27. Mai 2014 ergänzende Ausführungen und legte am 30. Mai 2014 eine 
Stellungnahme des behandelnden Orthopäden vom 21. Mai 2014 (act. I 21) 
ins Recht.

Erwägungen:

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 

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1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 19. Novem-
ber 2014 (act. IIA 37), worin in Bestätigung der Verfügung vom 7. Oktober 
2013 (act. IIA 24) ein Anspruch auf die gesetzlichen Unfallversicherungs-
leistungen betreffend die linksseitigen Schulterbeschwerden im Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 8. Juni 2013 (SUVA-Schaden-
Nr. 02.62963.13.6) verneint wurde. Im Einspracheentscheid nicht geprüft 
und damit grundsätzlich ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes stehen 
dagegen die seitens des Beschwerdeführers als Eventualantrag geltend 
gemachten Leistungsansprüche im Zusammenhang mit dem Vorereignis 
vom 4. Januar 2006 (SUVA-Schaden-Nr. 02.62053.06.7). Da es sich dabei 
um eine eng mit dem Anfechtungsobjekt verbundene und liquide Streitfrage 
handelt, zu der die Verwaltung in der Beschwerdeantwort Stellung nahm, 
kann das Beschwerdeverfahren aus prozessökonomischen Gründen darauf 
ausgedehnt werden (vgl. BGE 130 V 501 E. 1.2 S. 503, 122 V 34 E. 2a 
S. 36; SVR 2012 IV Nr. 35 S. 137 E. 3.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

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der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Anlässlich des Unfallereignisses vom 4. Januar 2006 erlitt der Be-
schwerdeführer gemäss Unfallmeldung vom 23. Januar 2006 (act. I 17) 
eine akromioklavikuläre Subluxation der linken Schulter, welche von Dr. 
med. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, erstver-
sorgt und von der Hausärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin FMH, nachbehandelt wurde. Die Letztere vermerkte 
im Unfallschein (act. II 3) ab dem Unfalldatum eine 50%ige und ab 3. Fe-
bruar 2006 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bzw. ab 17. Februar 2006 eine 
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit.

3.1.2 Nach dem Sturz vom 8. Juni 2013 konsultierte der Beschwerdefüh-
rer am 22. Juli 2013 seine Hausärztin. Dr. med. D.________ veranlasste 
eine bildgebende Untersuchung (vgl. act. IIA 14/2), diagnostizierte eine 

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vollständige Ruptur der Supraspinatus-Sehne und überwies den Be-
schwerdeführer an einen Spezialisten (vgl. act. IIA 14/1).

3.1.3 Der nachbehandelnde Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
verordnete eine Abduktionsschiene (vgl. act. IIA 11) und führte am 14. Au-
gust 2013 eine schulterarthroskopische Evaluation mit Teilresektion des 
Labrum glenoidale anterosuperior sowie eine offene Rotatorenmanschet-
ten-Rekonstruktion mit drei transossären Ethibondnähten durch. Als Opera-
tionsindikation diagnostizierte er eine traumatische Rotatorenmanschetten-
Ruptur mit Retraktion der Supraspinatus-Sehne links und Läsion des La-
brums glenoidale anterosuperior (vgl. act. IIA 21). Er attestierte ab 13. Au-
gust 2013 eine 80%ige und ab 26. September eine 50%ige Arbeitsunfähig-
keit bzw. ab 9. Januar 2014 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (vgl. 
act. IIA 8, 47).

3.1.4 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH sowie Intensivmedizin FMH, erklärte auf Aktenvorlage 
am 9. September 2013, das MRI zeige klar die degenerative Natur der 
Schädigung, zudem spreche auch die Latenzzeit zwischen dem gemelde-
ten Ereignis und der Erstkonsultation gegen eine konsekutive strukturelle 
Schädigung (vgl. act. IIA 13). An dieser Auffassung hielt er am 3. Oktober 
2013 fest (vgl. act. IIA 19).

Im Aktenbericht vom 4. Oktober 2013 (act. IIA 22) wies Dr. med. 
F.________ nochmals auf die bildgebend dokumentierten degenerativen 
Beschwerden hin. Es sei eine fortgeschrittene Arthrose am Akromioklaviku-
lar-Gelenk mit einer alten Supraspinatus-Sehnenruptur und fettigen Mus-
kelatrophie objektiviert worden. Eine solche Atrophie weise darauf hin, dass 
die Sehne bereits vor dem 8. Juni 2013 rupturiert sei. Die Ruptur sei die 
Folge einer prolongierten Impingement-Problematik zwischen dem osteo-
phytären Ausläufer degenerativen Ursprungs und der Sehne des Supraspi-
natus-Muskels. Dieses Impingement habe eine chronische Abnutzung ver-
ursacht, die mit einer Sehnenruptur endete. Zwar habe der Beschwerdefüh-
rer als Folge des Sturzes vom 8. Juni 2013 eine Schulterprellung erlitten, 
welche die Beschwerden im Bereich dieses Gelenks nach sich ziehen 
konnte. Aus medizinischer Sicht könnten die im MRI festgestellten Schäden 

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der Schulter jedoch nicht auf den besagten Vorfall zurückgeführt werden. 
Nochmals sei zu betonen, dass sich die beschriebene Schmerzsymptoma-
tik nach dem Ereignis vom 8. Juni 2013 zunächst in Form von Beschwer-
den äusserte und erst über einen Monat danach ein Arzt konsultiert worden 
sei.

3.1.5 Prof. Dr. med. E.________ ging im Bericht vom 6. November 2013 
(act. IIA 39) davon aus, dass die nach dem Unfall vom 8. Juni 2013 post-
traumatisch bestehende Kraftlosigkeit wie auch der nächtliche Schmerz 
durch das Unfallereignis provoziert worden sei, da der Beschwerdeführer 
nach eigenen Angaben davor keine Beschwerden an der linken Schulter 
sowie eine uneingeschränkte Kraft gehabt habe. Die Rupturzone der Su-
praspinatus-Sehne zeige sich im MRI glatt und scharf abgrenzbar, was 
ebenfalls dafür spreche, dass sich die Sehnenruptur eher kürzlich ereignet 
habe. Die im MRI sichtbaren degenerativen Veränderungen des Supraspi-
natus-Muskels seien geringgradig, so dass eine bereits länger bestehende 
relevante Läsion der Supraspinatus-Sehne unwahrscheinlich sei. Die Seh-
nenruptur sei unfallbedingt und klar mit dem Ereignis vom 8. Juni 2013 ver-
einbar.

3.1.6 Am 28. November 2013 führte Dr. med. F.________ aus, die Stel-
lungnahme von Prof. Dr. med. E.________ (act. IIA 39) ändere nichts an 
seiner Beurteilung, im Übrigen habe er den Fall vor seinem Bericht vom 
4. Oktober 2013 (act. IIA 22) mit dem SUVA-Kreisarzt Dr. med. 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, besprochen. Bezüglich des Vorereignisses 
vom 4. Januar 2006 befänden sich im Schadendossier keine medizinischen 
Akten und im Dossier betreffend den Unfall vom 8. Juni 2013 sei kein 
früheres Schultertrauma erwähnt.

Am 2. Dezember 2013 ergänzte Dr. med. F.________ seine Beurteilung 
vom 4. Oktober 2013 (act. IIA 39) dahingehend, dass seine ärztliche Sicht 
auch von Dr. med. G.________ geteilt werde, mit dem das Gesamtbild des 
Falles besprochen worden sei (vgl. act. IIA 42 und 45 [deutsche Überset-
zung]).

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3.1.7 In der Beurteilung des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin 
der Beschwerdegegnerin vom 27. März 2014 (in den Verfahrensakten) er-
klärte Dr. med. H.________, Fachärztin für Chirurgie FMH, die geklagten 
Schulterbeschwerden seien weder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf den Unfall vom 4. Januar 2006 noch auf jenen vom 8. Juni 2013 
zurückzuführen. Der Skiunfall vom 4. Januar 2006 habe nicht zu einer Rup-
tur der Supraspinatus-Sehne geführt und auch die Arthrosebildung im 
Schultereckgelenk nicht nachweislich beeinflusst. Da im MRI vom 23. Juli 
2013 keine Inkongruenz im Akromioklavikular-Gelenk dokumentiert sei, 
habe eine partielle Bandzerrung vorgelegen. Hätte das besagte Ereignis 
eine Ruptur der Supraspinatus-Sehne links zur Folge gehabt, wäre im MRI 
eine fettige Muskelatrophie in einem höhergradigen Stadium sichtbar ge-
wesen. Hinsichtlich des Unfalls vom 8. Juni 2013 beweise das MRI das 
Vorliegen einer Impingement-Konfiguration, welche mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ursächlich für eine Kontinuitätsunterbrechung der Su-
praspinatus-Sehne sei. Die festgestellte fettige Atrophie bzw. Degeneration 
des Supraspinatus-Muskels beweise, dass die Kontinuitätsunterbrechung 
der Supraspinatus-Sehne nicht ursächlich auf das Ereignis vom 8. Juni 
2013 zurückgeführt werden könne. Das Zeitintervall zwischen dem Sturz 
und der Bildgebung sei zu kurz um eine fettige Muskeldegeneration nach-
weisen zu können. Zudem sei es biomechanisch nicht möglich, dass die 
erlittene Schulterkontusion zu einer Ruptur einer Sehne an der Rotatoren-
manschette führe. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer erst 
eineinhalb Monate nach dem Unfall seine Hausärztin konsultiert habe, 
spreche gegen eine am 8. Juni 2013 stattgehabte Sehnenruptur, das seitli-
che Anheben des linken Arms wäre unmittelbar nach dem Unfall nicht mehr 
möglich gewesen.

3.1.8 Mit Stellungnahme vom 21. Mai 2014 (act. I 21) stimmte Prof. Dr. 
med. E.________ der Auffassung von Dr. med. H.________, wonach eine 
Kontusion der Schulter nicht zu einer Ruptur der Sehne führen könne, zu. 
Jedoch sei durchaus möglich, dass bei einem Sturz aus vier Metern Höhe 
gleichzeitig ein Abstützen mit dem linken Arm erfolgt sei, was dann zu einer 
entsprechenden Ruptur geführt haben könnte. Was die Latenzzeit anbe-
lange, sei es in der Regel so, dass eine frische Ruptur der Supraspinatus-
Sehne sofort zu einem Defizit der Muskelkraft mit einer Unfähigkeit den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 10

Arm anzuheben, führe. Es gäbe aber immer wieder Patienten, die mit den 
anderen Muskeln der Rotatorenmanschette einen kompensatorischen Be-
wegungsablauf ausführen könnten. Des Weiteren hätten nicht die degene-
rativen Veränderungen, sondern die gerissene Sehne zur Operationsindi-
kation geführt. Ein Schulterhochstand sei nicht Zeichen einer primär dege-
nerativen Veränderung, sondern durch die entstandene Lücke im Bereich 
der Sehnenruptur verursacht. Auch eine stark entzündlich veränderte Bursa 
subdeltoidea sei mehrere Wochen nach der primären Ruptur nicht per se 
eine degenerative Veränderung, sondern eine Verdickung könne auch 
durch einen nicht vollzogenen Heilungsprozess der abgerissenen Sehne 
entstanden sein. Schliesslich sei klar und offensichtlich, dass Dr. med. 
H.________ als Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin die verschiedenen 
Fakten sowie die degenerativen Veränderungen stärker gewichte als das 
Unfallereignis selbst und die erst seit diesem Zeitpunkt bestehenden Be-
schwerden.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 

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E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-
achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person 
aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberück-
sichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsin-
ternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behan-
delnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf 
dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, 
um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 19. November 2013 
(act. IIA 37) basiert in medizinischer Hinsicht auf den Einschätzungen von 
Dr. med. F.________ (vgl. act. IIA 13, 19, 22), wobei der SUVA-Kreisarzt 
die Situation lediglich aus allgemeininternistischer Sicht beurteilte (vgl. Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. III Ziff. 15) und der konsiliarisch beigezogene Dr. med. 
G.________ keine schriftliche Stellungnahme abgab (vgl. Beschwerde S. 6 
Ziff. III Ziff. 16). Zur Frage einer allfälligen Rückfallkausalität bzw. Spätfolge 
in Bezug auf das Vorereignis vom 4. Januar 2006 konnte Dr. med. 
F.________ nicht abschliessend Stellung nehmen (vgl. act. IIA 41; Be-
schwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 17).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 12

3.3.1 Beide Parteien legten im Beschwerdeverfahren weitere medizini-
sche Beurteilungen ins Recht (vgl. chirurgische Beurteilung vom 27. März 
2014 [in den Verfahrensakten]; act. I 21), die – obwohl sie erst nach dem 
Erlass des Einspracheentscheids verfasst wurden – vorliegend ebenfalls zu 
berücksichtigen sind (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4), beziehen sie 
sich doch auf den hier zur Diskussion stehenden Sachverhalt.

3.3.2 Dr. med. H.________ stützte die Kausalitätsbeurteilung von Dr. 
med. F.________ hinsichtlich des Ereignisses vom 8. Juni 2013 und ver-
neinte das Vorliegen eines Rückfalls bzw. von Spätfolgen in Bezug auf den 
Unfall vom 4. Januar 2006. Ihre fachärztliche Einschätzung erfüllt die höch-
strichterlichen beweisrechtlichen Anforderungen (vgl. E. 3.2 hievor) und 
überzeugt. Vorab vermag der Umstand, dass die SUVA-Ärztin in einem 
Arbeitsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin steht, den Beweiswert ihrer 
Schlussfolgerungen nicht per se zu schmälern. Es sind keine Anhaltspunk-
te ersichtlich, dass sie sich von aussermedizinischen Gesichtspunkten hät-
te leiten lassen, womit die diesbezügliche Kritik des behandelnden Prof. Dr. 
med. E.________ (vgl. act. I 21/2) nicht verfängt. Auch der Umstand, dass 
ihre Beurteilung nicht auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwer-
deführers beruht (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. Mai 2014 
S. 3 Ziff. 4) ist unschädlich. Dr. med. H.________ hatte insbesondere 
Kenntnis der bildgebenden bzw. intraoperativen Befunde und von einer 
klinischen Exploration wären nach durchgeführter Schulteroperation ohne-
hin kaum zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten gewesen. Des Weiteren 
stimmt Prof. Dr. med. E.________ mit ihr überein, dass aus biomechani-
scher Sicht eine direkte Kontusion der Schulter nicht zu einem Sehnenriss 
führen kann, weshalb die Divergenz in den Akten nicht näher geklärt zu 
werden braucht, ob der Beschwerdeführer direkt auf die Schulter stürzte 
(vgl. act. IIA 8 Ziff. 1, 16/2, 17, 39/1) oder – wie bereits initial geschildert – 
zuerst auf den beiden Fersen landete (vgl. act. IIA 1 Ziff. 6, 14 Ziff. 2). Hin-
gegen ist ein beim Sturz gleichzeitig erfolgtes Abstützen des linken Arms 
nirgends dokumentiert, womit nicht von der entsprechenden Mutmassung 
von Prof. Dr. med. E.________ (vgl. act. I 21) ausgegangen werden kann. 

Dr. med. H.________ zeigte einleuchtend und nachvollziehbar auf, dass 
insbesondere aufgrund der unter Kontrastmittel magnetresonanztomogra-

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phisch befundeten fettigen Arophie (vgl. act. IIA 14) – trotz der von Prof. Dr. 
med. E.________ als glatt und scharf abgrenzbar beschriebenen Ruptur-
zone (vgl. act. IIA 39/1) – keine frische Supraspinatus-Sehnenruptur vorge-
legen haben konnte, da in der kurzen Zeit zwischen Unfallereignis vom 
8. Juni 2013 und der bildgebenden Untersuchung vom 23. Juli 2013 sich 
noch keine derartigen Veränderung hätten zeigen können (vgl. Beurteilung 
S. 11). Der Operateur geht mit der versicherungsmedizinischen Beurteilung 
der SUVA-Ärztin einig, dass eine frische Ruptur der Supraspinatus-Sehne 
regelmässig sofort zu einem Defizit der Muskelkraft und einer Unfähigkeit 
führt, den Arm anzuheben (vgl. Beurteilung S. 5 f. und 13; act. I 21/1 
Ziff. 2). Vorliegend ist nicht von einem von Prof. Dr. med. E.________ be-
schriebenen Ausnahmefall auszugehen, wonach nach der frischen Seh-
nenruptur andere Muskeln der Rotatorenmanschette einen kompensatori-
schen Bewegungsablauf ausgeführt hätten. Nach der Sachverhaltsschilde-
rung des Beschwerdeführers blieb die Schulter nicht asymptomatisch, son-
dern verursachte Schmerzen (vgl. act. IIA 16/2). Es ist anzunehmen, dass 
er – selbst wenn er funktionell keine Abduktionseinschränkung bemerkt 
hätte – bei einer stattgehabten traumatischen Sehnenruptur allein die damit 
einhergehende Schmerzsymptomatologie anlässlich der drei Tage nach 
dem Sturzereignis erfolgten Leistenhernien-Operation (vgl. act. IIA 29) de-
klariert und im Rahmen der postoperativen Untersuchungen weiteren Ab-
klärungen zugeführt hätte. Folglich ist nachvollziehbar, dass die SUVA-
Ärztin bei ihrer Beurteilung auch die die lange Latenzzeit berücksichtigte 
und entsprechende Schlüsse daraus zog (vgl. Beurteilung S. 10).

Es ist nicht Sache der obligatorischen Unfallversicherung, die Ursache ei-
nes Gesundheitsschadens zu erforschen, sie hat lediglich abzuklären, ob 
zwischen den geltend gemachten Beschwerden und einem versicherten 
Ereignis ein natürlicher und allenfalls adäquater Kausalzusammenhang 
besteht (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Dezember 
2011, 8C_755/2011, E. 5.2). In der chirurgischen Beurteilung (S. 10) wurde 
jedoch schlüssig aufgezeigt und illustriert, dass die degenerativen Verände-
rungen, insbesondere die subakromiale Impingement-Problematik, ursäch-
lich für die Kontinuitätsunterbrechung der Supraspinatus-Sehne waren 
(S. 10). Damit lieferte die Beschwerdegegnerin eine plausible Erklärung für 
die operativ versorgte Schulterverletzung, was die fachärztliche Einschät-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 14

zung untermauert, dass es sich nach dem massgebenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht um eine traumatische und auf das 
Ereignis vom 8. Juni 2013 zurückzuführende Supraspinatus-Sehnenruptur 
handelte. Soweit die Auffassung von Prof. Dr. med. E.________ damit kon-
trastiert, basiert sie auf einer nicht massgeblichen (hypothetischen) An-
nahme zum Geschehensablauf und ist damit nicht geeignet, die einlässli-
che und beweiskräftige Beurteilung von Dr. med. H.________ in Zweifel zu 
ziehen, zumal seine Überlegungen teilweise auf der beweisrechtlich un-
massgebenden Regel «post hoc, ergo propter hoc» (vgl. BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3) fussen, worauf die 
Beschwerdegegnerin zu Recht hinwies (vgl. act. IIA 37/4 E. 4; Beschwer-
deantwort S. 7 Ziff. III Ziff. 6.6.3). Dies stellt keine Kritik an dessen ausge-
wiesenen und unbestrittenen Fachkompetenz dar (vgl. Beschwerde S. 5 
Ziff. III Ziff. 15), ist aber beweisrechtlich entsprechend zu würdigen.

Nach dem Dargelegten verneinte die Beschwerdegegnerin eine Leistungs-
pflicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 8. Juni 2013 zu Recht. Indes 
wäre denkbar, dass die unbestritten vorhandenen degenerativen Verände-
rungen als Vorzustand durch das Ereignis vom 4. Januar 2006 entstanden 
und die Schulterbeschwerden eine Spätfolge oder ein Rückfall darstellten. 
Dies gilt es nachfolgend im Rahmen des ausgedehnten Anfechtungsge-
genstandes (vgl. E. 1.2 hievor) zu prüfen.

4.

4.1 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2). Liegt ein Rückfall oder eine Spät-
folge vor, so besteht eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur dann, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der sei-
nerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 15

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der 
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs 
beim Grundfall oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 
293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Viel-
mehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postu-
lierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfall-
kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine 
erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers (Entscheid des BGer vom 
26. September 2008, 8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeitliche Ab-
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beein-
trächtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrschein-
lichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (RKUV 
1997 U 275 S. 191 E. 1c).

4.2 Im Rahmen der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 
27. März 2014 (in den Verfahrensakten) wurde schlüssig dargelegt, dass 
der Skiunfall vom 4. Januar 2006 nicht zu einer Gelenksverletzung, son-
dern zu einer Bandzerrung führte, welche keine Arthrose des Akromioklavi-
kular- Gelenks zu bewirken vermag (vgl. Beurteilung S. 4 f.). Ebenso nach-
vollziehbar erscheint, dass bei einer bereits damals stattgehabten Sehnen-
ruptur sich anlässlich der MRI-Untersuchung vom 23. Juli 2013 (vgl. 
act. IIA 14/2) degenerative Veränderungen grösseren Ausmasses in der 
Muskulatur gezeigt hätten (vgl. Beurteilung S. 11). Im Übrigen zeigte Dr. 
med. H.________ auf, dass auch die konservative Behandlung der frühe-
ren Subluxation im Schultereckgelenk, die erhaltene Gelenkkongruenz, der 
asymptomatische Verlauf sowie die kurze Teilarbeitsunfähigkeit gegen eine 
damals bereits rupturierte Supraspinatus-Sehne sprechen (vgl. Beurteilung 
S. 5). Diese Beurteilung blieb in der Stellungnahme von Dr. med. 
E.________ vom 21. Mai 2014 (act. I 21) unwidersprochen.

5. Zusammenfassend ist gestützt auf die beweiskräftige chirurgische 
Beurteilung von Dr. med. H.________ vom 27. März 2014 erstellt, dass 
zwischen den linksseitigen Schulterbeschwerden einerseits und sowohl 
dem Unfall vom 4. Januar 2006 als auch jenem vom 8. Juni 2013 anderer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 16

seits kein natürlicher Kausalzusammenhang vorlag. Damit besteht diesbe-
züglich kein Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen gegenüber der 
Beschwerdegegnerin, folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 19. November 2013 (act. IIA 37) nicht zu beanstanden und sprach sich 
die Beschwerdegegnerin im Sinne einer Prozesserklärung im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens zu Recht auch gegen eine Leistungspflicht unter 
dem Titel eines Rückfalls bzw. einer Spätfolge in Bezug auf das Vorereig-
nis aus (vgl. Beschwerdeantwort S. 9-12 Ziff. III Ziff. 7.1-7.3). Die Be-
schwerde vom 6. Januar 2014 erweist sich demgemäss als unbegründet 
und ist abzuweisen.

Nur am Rande zu ergänzen ist, dass auch der vom Beschwerdeführer an-
lässlich der Befragung vom 18. September 2013 erwähnte weitere Vorfall 
vom 16. Februar 2013 beim Rodeln (vgl. act. IIA 16) – auf welchen der An-
fechtungsgegenstand nicht ausgedehnt wurde – aufgrund des zeitlichen 
Verlaufs nicht zu diesen degenerativen Befunden geführt haben kann und 
insoweit davon auszugehen ist, dieses Ereignis habe allenfalls zu einer 
bloss vorübergehenden, jedoch nicht richtunggebenden Verschlimmerung 
des stummen degenerativen Vorzustands geführt. Dies zumal lediglich 
Schmerzen am linken Knöchel, in der Leistengegend und im Zahnbereich 
beklagt wurden.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Die unterliegende Partei hat grundsätzlich keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (vgl. Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). Die obsiegende Partei kann zur Bezahlung einer Parteien-
tschädigung verpflichtet werden, wenn sich die unterliegende Partei zufolge 
eines rechtswidrigen Verhaltens der Gegenpartei in guten Treuen zur Pro-
zessführung veranlasst sehen durfte (RKUV 1989 K 819 S. 332 E. 3). Dies 
gilt auch, wenn eine unzureichende Sachverhaltsabklärung der Verwaltung 
für die versicherte Person hinreichenden Anlass bildete, beim kantonalen 
Gericht Beschwerde zu führen (SVR 1996 IV Nr. 93 S. 284 E. 4c).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 17

Die Beschwerdegegnerin liegt falsch, wenn sie davon ausgeht, die Stel-
lungnahme von Dr. med. E.________ vom 6. November 2013 (act. IIA 39) 
sei erst nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 19. No-
vember 2013 (act. IIA 37) aufgelegt worden (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 
Ziff. III Ziff. 6.4; Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 22. Mai 2014 S. 1). 
Wie sich aus dem Dokumentenvermerk (vgl. act. IIA 39 [Eingangs-Datum: 
18. November 2013]) ergibt, ging sie der Beschwerdegegnerin spätestens 
am Tag vor Erlass des Einspracheentscheids zu. Die Erforderlichkeit der 
Veranlassung einer vertieften versicherungsmedizinischen Auseinander-
setzung mit der von Prof. Dr. med. E.________ vertretenen Auffassung 
wird von der Beschwerdegegnerin zu Recht nicht in Abrede gestellt (vgl. 
Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 22. Mai 2014 S. 1). Dem Be-
schwerdeführer entstand jedoch dadurch kein zusätzlicher Aufwand, ver-
zichtete er doch – vom Gericht über die weitere Beurteilung in Kenntnis 
gesetzt und mit den Unterlagen bedient – binnen der gesetzten Frist auf 
das Einreichen einer Replik, womit der Instruktionsrichter das Beweisver-
fahren und damit den Schriftenwechsel für geschlossen erklärte (vgl. pro-
zessleitende Verfügungen vom 11. April und 13. Mai 2014). Das Nachholen 
des Versäumten – wider der klaren prozessleitenden Anordnung – im 
Rahmen der Eingabe vom 27. Mai 2014 des Beschwerdeführers vermag 
daran nichts zu ändern, gab doch die Eingabe der Beschwerdegegnerin 
vom 22. Mai 2014 nicht Anlass zur Wiederaufnahme des Schriftenwech-
sels. 

Es ist dem unterliegenden Beschwerdeführer demgemäss keine Parteien-
tschädigung zuzusprechen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Sept. 2014, UV/14/17, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Unfallversicherungs-
leistungen für die linksseitigen Schulterbeschwerden im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 4. Januar 2006.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA, Rechtsabteilung 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.