# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e899ac86-9b77-5484-a24e-db409e639cfa
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.03.2025 BV.2024.13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2024-13_2025-03-05.pdf

## Full Text

Beschluss vom 5. März 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Nathalie Zufferey,     

Gerichtsschreiberin Inga Leonova  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Semela, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

SWISSMEDIC, SCHWEIZERISCHES  

HEILMITTELINSTITUT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Hausdurchsuchung (Art. 48 f. VStrR); Beschlagnahme 

(Art. 46 f. VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2024.13 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Im Rahmen eines Testkaufs bestellte das Swissmedic Schweizerische Heil-

mittelinstitut (nachfolgend «Swissmedic») am 25. November 2022 über die 

Webseite […] die Arzneimittel Eroforce, Melatonin und RioLean. Diese 

wurden Swissmedic in zwei Postsendungen zugestellt, die bei einer Post-

stelle der Schweizerischen Post aufgegeben worden waren. Als Absender 

der einen Postsendung war die «B. in Z.» und der anderen Postsendung war 

«C. Inc. in Y., Austria» angegeben, wobei als Rücksendeadresse der zwei-

ten Postsendung «B., Warenrücknahme, Z.» vermerkt wurde (act. 5.5).  

 

 

B. In der Folge eröffnete Swissmedic am 3. März 2023 unter der Geschäfts-

nummer 500 2023 135 ein Verwaltungsstrafverfahren gegen unbekannte 

Täterschaft wegen Verdachts auf Einfuhr von Arzneimitteln für Dritte ohne 

Bewilligung i.S.v. Art. 86 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 18 Abs. 1 lit. a des Bundes-

gesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte 

(Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) und dehnte es am 13. April 2024 auf 

A. und D. aus (act. 5, S. 7 und 9).  

 

 

C. Mit Verfügungen vom 6. Juni 2024 beschlagnahmte Swissmedic mehrere 

Bankkonten (act. 1, S. 3 f.) und ordnete auf dem Grundstück Nr. 1. in X./SG 

eine Grundbuchsperre an. In diesem Zusammenhang liess A. am 14. Juni 

2024 beim Direktor von Swissmedic Beschwerde erheben, welche am 

21. Juni 2024 der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zur Beurtei-

lung weitergeleitet wurde. Dieses Beschwerdeverfahren (in Sachen A. gegen 

Swissmedic betreffend Beschlagnahme) ist unter dem Geschäftszeichen 

BV.2024.17 hängig.  

 

 

D. Gestützt auf die Durchsuchungsbefehle des Direktors von Swissmedic vom 

29. Mai 2024 (act. 5.1) fanden am 6. Juni 2024 in den Räumlichkeiten am 

Sitz der E. und F. AG in W./SG, sowie am Privatdomizil von D. in V./SG 

Durchsuchungen statt (act. 1, S. 3; act. 5, S. 2). Anlässlich dieser Haus-

durchsuchungen wurden diverse Datenträger sowie Dokumente sicherge-

stellt. Aufgrund beantragter und durchgeführter Siegelungen stellte Swiss-

medic am 25. Juni 2024 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafge-

richts ein Entsiegelungsgesuch, woraufhin das Verfahren BE.2024.13 in 

Sachen Swissmedic gegen E., D., F. AG sowie A. betreffend Entsiegelung 

eröffnet wurde. 

 

- 3 - 

 

 

E. Mit Eingabe vom 10. Juni 2024 liess A. bei der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen  

(act. 1): 

 

«1. Es seien die Durchsuchungsbefehle E. in W./SG, F. AG in W./SG, und D. in V./SG 

aufzuheben. 

 

2. Es seien alle Sicherstellungen aus den Durchsuchungen gemäss Ziffer 1, d.h. alle bei 

den Betroffenen beschlagnahmten Gegenstände, Vermögenswerte und IT-Sicherstel-

lungen aufzuheben und die Beschwerdegegnerin aufzufordern, die Sachen den 

Betroffenen sofort herauszugeben. 

 

3. Es sei die Beschlagnahme resp. Sicherstellung von allen Vermögenswerten des Be-

schwerdeführers, der C. Inc., […], und der B. International Inc., […], sofort aufzuheben. 

 

4. Unter Kosten- und EntschädigungsfoIgen zulasten der Beschwerdegegnerin.» 

 

Daraufhin eröffnete die Beschwerdekammer das vorliegende Beschwerde-

verfahren BV.2024.13.  

 

 

F. Ebenfalls am 10. Juni 2024 liess D. inhaltlich eine identische Beschwerde-

schrift bei der Beschwerdekammer einreichen. Dieses Verfahren wird unter 

der Geschäftsnummer BV.2024.12 geführt. 

 

 

G. Mit Eingabe vom 28. Juni 2024 liess sich der Direktor von Swissmedic zur 

Beschwerde vom 10. Juni 2024 von A. vernehmen. Er beantragt im Haupt-

begehren das Nichteintreten auf die Beschwerde. Eventualiter sei die Be-

schwerde kostenfällig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 5). 

A. liess sich hierzu mit Eingabe vom 5. August 2024 vernehmen und teilte 

insbesondere mit, dass die Beschlagnahmungen das Verfahren BV.2024.17 

betreffen, weshalb er am Antrag Ziffer 3 im vorliegenden Verfahren nicht 

mehr festhalte (act. 9). Der Direktor von Swissmedic duplizierte mit Eingabe 

vom 9. August 2024 und hielt an den in der Beschwerdeantwort gestellten 

Begehren fest (act. 12).  

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men. 

 

 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Gemäss Art. 90 Abs. 1 HMG wird die Strafverfolgung im Vollzugsbereich des 

Bundes von der Beschwerdegegnerin nach den Bestimmungen des Bundes-

gesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; 

SR 313.0) geführt. 

 

1.2 Soweit das VStrR einzelne Fragen nicht abschliessend regelt, sind die Be-

stimmungen der StPO grundsätzlich analog anwendbar (BGE 139 IV 246 

E. 1.2 und E. 3.2; siehe auch die Urteile des Bundesgerichts 1B_604/2021 

vom 23. November 2022 E. 2 und 7B_110/2022 vom 11. März 2024 E. 1.1 

m.w.H.). Die allgemeinen strafprozessualen und verfassungsrechtlichen 

Grundsätze sind auch im Verwaltungsstrafverfahren zu berücksichtigen 

(BGE 139 IV 246 E. 3.2 i.f.; TPF 2021 217 E. 1.2; 2020 96 E. 3.1.2 S. 104). 

 

 

2.  

2.1 Gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zu-

sammenhängende Amtshandlungen kann bei der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 26 Abs. 1 VStrR i.V.m. 

Art. 37 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Orga-

nisation der Strafbehörden des Bundes [StBOG; SR 173.71]). Mit der Be-

schwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder die Unange-

messenheit gerügt werden (Art. 28 Abs. 3 VStrR). Die Beschwerde ist innert 

drei Tagen nachdem der Beschwerdeführer von der Amtshandlung Kenntnis 

hat bei der zuständigen Behörde schriftlich, mit Antrag und kurzer Begrün-

dung, einzureichen (Art. 28 Abs. 3 VStrR). Die Beschwerde ist bei der Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts einzureichen, wenn sie sich ge-

gen den Direktor der beteiligten Verwaltung richtet (vgl. Art. 26 Abs. 2 lit. a 

VStrR).  

 

2.2  

2.2.1 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Amtshandlung 

berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung hat (Art. 28 Abs. 1 VStrR). Das zur Beschwerdeführung berechti-

gende Rechtsschutzinteresse im Sinne von Art. 28 Abs. 1 VStrR muss 

grundsätzlich ein aktuelles und praktisches sein (BGE 118 IV 67 E. 1c; 

TPF  2004 40 E. 2.1 S. 43; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BV.2022.30 

vom 15. Dezember 2022 E. 3.3.1; BH.2021.6 vom 4. Januar 2022 E. 1.2.1). 

Ein aktuelles Rechtsschutzinteresse ist insbesondere dann zu verneinen, 

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wenn die anzufechtende, hoheitliche Verfahrenshandlung im fraglichen Pro-

zessstadium nicht mehr korrigiert werden kann. Dies ist beispielsweise der 

Fall, wenn sich die Beschwerde gegen die Anordnung und Durchführung ei-

ner schon abgeschlossenen Hausdurchsuchung richtet (GUIDON, Die Be-

schwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N. 244 mit 

Hinweis auf TPF 2005 187 E. 2).  

 

2.2.2 Nach bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann auf das Erfordernis des 

aktuellen praktischen Interesses ausnahmsweise verzichtet werden, wenn 

sich die gerügte Rechtsverletzung jederzeit wiederholen könnte, eine recht-

zeitige gerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre, sich die 

aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen 

wieder stellen könnten und an deren Beantwortung wegen der grundsätzli-

chen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht (BGE 131 

II 670 E. 1.2; 125 I 394 E. 4b; 118 IV 67 E. 1d; 116 Ia 150 E. 2a; 116 II 729 

E. 6). 

 

2.3  

2.3.1 Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht erhoben.  

 

2.3.2 Gemäss den Ausführungen in der Beschwerde richtet sie sich gegen die am 

6. Juni 2024 durchgeführten Hausdurchsuchungen sowie gegen die glei-

chentags verfügten Kontosperren (act. 1, S. 4 und 8). Nachdem der Be-

schwerdeführer im Rahmen des Schriftenwechsels erklärte, am Antrag 3 

nicht mehr festzuhalten, sind die Vermögensbeschlagnahmen in diesem 

Verfahren nicht zu behandeln.   

 

2.3.3 Was die Hausdurchsuchungen betrifft, geht aus den vorliegenden Akten Fol-

gendes hervor: Gestützt auf die Durchsuchungsbefehle vom 29. Mai 2024 

fanden am 6. Juni 2024 an zwei Orten Hausdurchsuchungen statt. Zum ei-

nen wurden die Räumlichkeiten am Wohnsitz des Mitbeschuldigten in V./SG 

und zum anderen die Räumlichkeiten in W./SG, in denen die E. und F. AG 

ihren Sitz haben, durchsucht. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwer-

deführer von den in den Räumlichkeiten Dritter durchgeführten Hausdurch-

suchungen betroffen sein soll. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

(act. 9, S. 3) vermag allein der Umstand, dass die untersuchende Behörde 

mit den Hausdurchsuchungen bezweckte, im gegen den Beschwerdeführer 

geführten Verfahren Beweismittel zu erlangen, seine Beschwerdebefugnis 

nicht zu begründen. Da der Beschwerdeführer nicht befugt ist, vorliegend 

Interessen Dritter geltend zu machen, ist auf die Beschwerde und damit auf 

die Anträge 1 und 2 nicht einzutreten.  

 

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3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

 

 

4. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. 

Art. 66 Abs. 1 BGG analog, siehe dazu TPF 2011 25 E. 3). Die Gerichtsge-

bühr ist auf Fr. 2'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements 

des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren 

und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 

- 7 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 

 

Bellinzona, 5. März 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Stefan Semela 

- Swissmedic, Schweizerisches Heilmittelinstitut 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).