# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 106997f7-ddff-513e-bdde-1a4fdbfdab4c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 31.10.2017 BK 2017 321
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-321_2017-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 17 321

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 31. Oktober 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Trenkel, Oberrich-
ter Stucki
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Fürsprecher B.________  

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

C.________
v.d. Rechtsanwalt D.________

Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Nichtanhandnahme

Strafverfahren wegen Sachentziehung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 11. Juli 2017 (BM 17 27272)

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Erwägungen:

1. Am 24. April 2017 erstattete C.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Anzei-
ge gegen A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) wegen Sachentziehung. Er wa-
rf ihm vor, ohne Berechtigung Baumhausüberreste von seinem Grundstück entfernt 
und entsorgt zu haben. Am 11. Juli 2017 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft 
Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen den Be-
schuldigten nicht an die Hand. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 7. August 
2017 Beschwerde mit folgenden Anträgen:
1. Die Nichtanhandnahmeverfügung vom 11. Juli 2017 sei aufzuheben, das Verfahren sei an die 

Hand zu nehmen, der Beschuldigte / Beschwerdegegner A.________ sei wegen Sachentziehung, 
begangen am 23. März 2017 in E.________ zum Nachteil von C.________ zu verurteilen und an-
gemessen zu bestrafen.

2. Der Beschuldigte / der Beschwerdegegner A.________ sei zu verurteilen, dem Straf- und Zivilklä-
ger / Beschwerdeführer C.________ eine Schadenersatzzahlung in der Höhe von CHF 5'000.00 
zzgl. 5% Verzugszins seit dem 24. März 2017 zu bezahlen.

3. Die Verfahrenskosten seien vollumfänglich dem Beschuldigten / dem Beschwerdegegner 
A.________ aufzuerlegen.

4. Dem Straf- und Zivilkläger / Beschwerdeführer C.________ seien die vollumfänglichen Anwalts-
kosten gemäss noch einzureichender Kostennote zu ersetzen,

                                                                          unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

In ihren Stellungnahmen vom 29. August 2017 respektive vom 5. September 2017 
beantragten die Generalstaatsanwaltschaft respektive der Beschuldigte die kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 17. Oktober 2017 hielt der 
Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest beziehungsweise ergänzte das 
Rechtsbegehren 2 wie folgt: Der Beschuldigte / der Beschwerdegegner A.________ sei zu ver-
urteilen, dem Straf- und Zivilkläger / dem Beschwerdeführer C.________ eine Schadenersatzzahlung 
in der Höhe von 5'025.90 zzgl. 5% Verzugszins seit dem 24. März 2017 zu bezahlen.

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 Schweizerische Strafprozessordnung 
[StPO; SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organi-
sationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdefüh-
rer ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschütz-
ten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist grundsätzlich einzu-
treten.

Soweit indes der Antrag gestellt wurde, der Beschuldigte sei zu einer Schadener-
satzzahlung in der Höhe von 5'025.90 zzgl. 5% Verzugszins seit dem 24. März 
2017 an den Beschwerdeführer zu verurteilen, ist auf die Beschwerde nicht einzu-
treten, da Zivilklagen bei der Beschwerdekammer nicht geltend gemacht werden 
können.

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3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Schreiben der A.________-Immobilien-

Verwaltungen (also – zumindest mittelbar – des Beschuldigten) vom 6. und 
21. März 2017 seien ihm nicht zugestellt worden. Er habe keine Kenntnis von de-
ren Inhalten gehabt. Er habe lediglich die Ausführungen zum Traktandum «Baum-
haus Familie C.________» im Protokoll der Eigentümerversammlung vom 21. Fe-
bruar 2017 gelesen. Von einer Räumung sei dort nicht die Rede. Hätte er von der 
Fristansetzung Kenntnis gehabt, hätte er nicht erst am 22. März 2017 das Material 
von den Briefkästen weg verschoben. Die Räumung (durch die F.________ GmbH 
im Auftrag des Beschuldigten) habe erst am Folgetag, also am 23. März 2017, 
stattgefunden. Eine Gefahr bei der Leerung der Briefkästen habe nicht mehr be-
standen. Die Räumung sei eine unberechtigte Überreaktion gewesen. Es werde 
bestritten, dass unter den rechtskräftig entschiedenen Rückbau des Baumhauses 
auch die Entfernung der Bestandteile vom Grundstück zu subsumieren sei. Die 
Aussage der Staatsanwaltschaft, wonach das Material in den Privatbereich hätte 
zurückgenommen werden können, gehe fehl. Das Material habe sich stets auf dem 
beschwerdeführerischen Grundstück befunden.

Die Generalstaatsanwaltschaft führt dazu Folgendes aus: Diesen Ausführungen des Be-
schwerdeführers ist zunächst entgegenzuhalten, dass es äusserst unwahrscheinlich ist, dass dieser 
vom Räumungstermin nichts gewusst hatte. Einerseits wurde das Schreiben des Beschuldigten vom 
21. März 2017 von diesem persönlich in den Briefkasten des Beschwerdeführers gelegt (EV-Protokoll 
vom 6. Juni 2017, Z. 61 f.). Andererseits kann das Verhalten des Beschwerdeführers, welcher exakt 
am Tag der geplanten Räumung die Baumhausreste von den Briefkästen weg verschob und erstmals 
überhaupt Fotografien von der Situation erstellte, wohl kaum ein Zufall sein. Das Verschieben der 
Baumhausreste und das Erstellen dieser Fotografien konnten keinen anderen Sinn gehabt haben, als 
die geplante Räumung zu verhindern. Weil der Beschwerdeführer den Bauschutt aber nicht vollstän-
dig entfernte oder deutlich weiter weg von den Briefkästen in seinen Privatbereich hin verschob und er 
sich betreffend die geplante Räumung auch nicht mit dem Verwalter in Verbindung setzte, kam es 
schliesslich doch wie geplant zur Entsorgung des Bauschutts. Bereits in der angefochtenen Verfü-
gung wurde aufgezeigt, dass dieses Vorgehen in Absprache mit der Gemeindeverwaltung und ge-
stützt auf die Nutzungs- und Verwaltungsordnung vom 18. Juni 2013 sowie den Verwaltungsvertrag 
von 31. Januar/2. Februar 2011 rechtmässig und korrekt erfolgte. Dem Beschwerdeführer hätte 
schliesslich auch die Möglichkeit offen gestanden, persönlich bei der Räumung anwesend zu sein. So 
hätte für ihn die Gelegenheit bestanden, die Sachlage gemeinsam mit dem Verwalter und der Räu-
mungsfirma noch einmal neu zu beurteilen. Weil der Beschwerdeführer aber alle Vorkehrungen in 
diese Richtung unterliess, ist es ihm zuzuschreiben, dass es wie geplant und angedroht zur Räumung 
des Bauschutts kam.

3.2 Der Beschwerdeführer macht des Weiteren geltend, es seien Seile und ein Brett 
entsorgt worden, die nicht zum Baumhaus gehört hätten. 

Die Generalstaatsanwaltschaft führt dazu aus was folgt: Hier könnte allenfalls eine Zivil-
forderung des Beschwerdeführers gegenüber dem Beschuldigten bestehen. Dabei muss aber berück-
sichtigt werden, in welchem Zustand die Räumungsfirma das zu räumende Gebiet vorfand (vgl. ak-
tenkundige Fotografien). Ob es für sie erkennbar war, welche Bretter und Seile zum Baumhaus 
gehörten und welche zusätzlich installiert wurden, ist fraglich. Ohnehin ist durch das Entsorgen von 
ein paar Seilen und einem Brett der Tatbestand der Sachentziehung eindeutig nicht erfüllt. Hierzu 

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bräuchte es nämlich eines erheblichen Nachteiles. Bagatellfälle wie der vorliegende sollen von dieser 
Strafbestimmung nicht erfasst werden (WEISSENBERGER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Straf-
prozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 25 zu Art. 141 StPO). Gemäss WEISSENBERGER spricht nichts da-
gegen, sich bei der Frage nach dem Bagatellcharakter des Nachteils an dem vom Bundesgericht 
festgesetzten Grenzbetrag von CHF 300.00 für den geringen Vermögensschaden nach Art. 172ter 
StGB zu orientieren. Der allfällige Schaden dürfte hier bei ein paar wenigen Franken liegen.

3.3 Der Beschwerdeführer macht schliesslich eine Zivilforderung von über 
CHF 5‘000.00 für die Sachentziehung geltend. Er legt dazu diverse Rechnungen 
vor, die beim Erbauen des Baumhauses und im Zusammenhang mit der Anliefe-
rung des Materials entstanden sind.

Die Generalstaatsanwaltschaft äussert sich dazu wie folgt: Dabei verkennt er, dass der 
Abbruch des Baumhauses aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgerichts erfolgen musste und bei 
der Entsorgung von Bauschutt sicher kein Schaden in dieser Höhe entstanden sein kann. Selbst 
wenn davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer keine Kenntnis von der bevorstehenden 
Räumung gehabt hatte, wäre der Tatbestand der Sachentziehung nicht erfüllt. Es müsste in diesem 
Zusammenhang nämlich geprüft werden, ob für den Beschwerdeführer überhaupt ein erheblicher 
Nachteil vorliegen würde. Zunächst einmal hatten die Baumhausreste für den Beschwerdeführer kei-
nen ernsthaften Verwendungszweck mehr. Dass seine Kinder angeblich nicht mehr damit spielen 
können, kann kaum zu einem ernsthaften immateriellen Nachteil für ihn führen. Der vom Beschwerde-
führer erlittene Vermögensschaden dürfte ausserdem sehr gering sein, mithin unter CHF 300.00 lie-
gen, handelt es sich bei den entsorg[t]en Baumhausresten doch um Abfall. Folglich wäre auch unter 
diesem Blickwinkel der erhebliche Nachteil zu verneinen und der Tatbestand von Art. 141 StGB ein-
deutig nicht erfüllt. 

4. Der Beschuldigte führt aus, die Behauptung des Beschwerdeführers, er hätte das 
Material vorher verschoben, hätte er von der Frist gewusst, sei eine Schutzbehaup-
tung. Die Eigentümergemeinschaft habe im Protokoll der Versammlung vom 
21. Februar 2017 festgehalten, dass der Zustand des ehemaligen Baumhauses 
nicht akzeptiert werde, da es eine Gefahr beim Leeren des Briefkastens darstelle. 
Der Beschwerdeführer habe dem entnehmen können, dass die Situation eine Ver-
änderung erfahren müsse, auch ohne, dass das Wort «Räumung» erwähnt worden 
sei. Damit der vorgängige Zustand wiederhergestellt sei, müsse nicht nur das 
Baumhaus zurückgebaut, sondern müssten die Überreste weggeräumt werden. 
Der Beschwerdeführer behaupte, die Baumhausreste und weitere Spielsachen sei-
en von den Kindern genutzt worden. Dies sei ebenfalls eine Schutzbehauptung, da 
die Kinder aus Sicherheitsgründen kaum auf den lose aufeinander getürmten Holz-
resten an einem Abhang über den Briefkästen spielen würden. Ergänzend sei fest-
zuhalten, dass der Beschwerdeführer als Eigentümer eines Reihenfamilienhauses 
Teil der Eigentümergemeinschaft sei. Das Eigentümerverhältnis richte sich nach 
Art. 646 ff. Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB; SR 210). Art. 648 ZGB sehe 
vor, dass die im Miteigentum stehenden Sachen so genutzt werden dürften, als es 
mit dem Recht der anderen verträglich sei. Vorliegend befänden sich die Briefkäs-
ten sämtlicher Eigentümer auf dem Grundstück des Beschwerdeführers. Dieser sei 
deshalb verpflichtet, auf die übrigen Eigentümer Rücksicht zu nehmen. Gegen die-
se Pflicht verstosse er, wenn er die Holzbretter so platziere, dass er für die Ei-
gentümer eine Gefahr beim Leeren des Briefkastens schaffe. Selbst wenn man der 

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Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers folge und davon ausgehe, dass 
die Aufforderungen zur Entsorgung nie bei ihm eingegangen seien, vermöchte dies 
nichts zu ändern. Der Tatbestand von Art. 141 Schweizerisches Strafgesetzbuch 
(StGB; SR 311) setze einen «erheblichen wirtschaftlichen Nachteil» voraus, womit 
Bagatellschäden nicht erfasst seien. In subjektiver Hinsicht müsse sich der Vorsatz 
auch auf den erheblichen Nachteil erstrecken. Es handle es sich um Überreste ei-
nes Baumhauses, das im Jahr 2015 zurückgebaut worden sei. Die Holzbretter sei-
en vor Wind und Wetter ungeschützt mehr als zwei Jahre ungenutzt herumgelegen. 
Mit der Entsorgung sei dem Beschwerdeführer kein erheblicher Nachteil erwach-
sen. Aus der Einvernahme des Beschuldigten vom 6. Juni 2017 gehe nicht hervor, 
dass er die Baumhausreste entsorgt habe, um dem Beschwerdeführer in subjektiv 
vorwerfbarer Weise einen erheblichen Nachteil zuzufügen.

5. In der Replik ergänzt der Beschwerdeführer, im erwähnten Protokoll vom 21. Fe-
bruar 2017 sei nur erwähnt worden, dass die Situation bei den Briefkästen so nicht 
akzeptiert werde. Weder der Grund dafür noch eine Räumung seien erwähnt wor-
den. Zudem befänden sich dort nicht die Briefkästen sämtlicher 41 Eigentümer, 
sondern nur diejenigen von 6 Einheiten. Aufgrund der Notiz im Protokoll habe der 
Beschwerdeführer die Gegenstände am 22. März 2017 weiter nach hinten auf sein 
Grundstück versetzt. Er habe die Korrespondenz des Beschuldigten nicht erhalten. 
Offenbar sei diese nicht eingeschrieben versendet worden. Diesen formellen Fehler 
mittels Indizienbehauptungen und Unterstellungen wegzureden, sei nicht korrekt. 
Die Ausführung, wonach der Beschuldigte ein Schreiben persönlich in den Brief-
kasten des Beschwerdeführers eingeworfen habe, werde bestritten und sei als 
Schutzbehauptung zu qualifizieren. Der Beschuldigte habe in all den Jahren keine 
Briefe persönlich in die Briefkästen geworfen. Wieso er dies hier getan haben solle, 
bleibe unklar. Der Beschwerdeführer habe weder von einer Fristansetzung noch 
von einer bloss implizit angedeuteten Räumung gewusst. 

Gemäss dem Schreiben des Beschuldigten hätte die Räumung am Morgen des 
22. März 2017 stattfinden sollen. Der Beschwerdeführer habe das Material am sel-
ben Tag abends zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr verschoben und Fotografien 
erstellt. Wäre die Räumung wie offenbar angekündigt erfolgt, wäre das Material am 
Abend weg gewesen. Hätte der Beschwerdeführer vom Räumungstermin Kenntnis 
gehabt, hätte er nicht bis zum Abend zugewartet. Der Beschwerdeführer habe auch 
nicht an der Räumung vom 23. März 2017 anwesend sein können, da er keine 
Kenntnis von der angedrohten Räumung respektive dem Verschieben auf den 
kommenden Tag gehabt habe. Das Material sei nach dem abgelehnten Baugesuch 
und der Wiederherstellungsverfügung knapp drei Jahre so deponiert gewesen. Wä-
re die Entfernung Bestandteil des abgelehnten Baugesuchs gewesen, wäre der 
Staat längst eingeschritten. Dem Verwalter stehe dieses Handeln nicht zu. Er sei 
dazu nicht befugt gewesen und habe sich strafbar gemacht. Wie auf den Fotografi-
en ersichtlich sei, seien die Seile und Bretter weit von den übrigen Teilen entfernt 
gewesen. Diese stellten klar keine Überreste des Baumhauses dar. Um diese zu 
entfernen, habe man ca. 10 Meter auf das Grundstück des Beschwerdeführers ge-
hen müssen, was strafbar sei. Die Ausführungen, wonach es sich beim Material um 
Fahrnisbauten handle, würden bestritten. Es habe sich beim entfernten Material 

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auch nicht nur um Abfall gehandelt. Die entsprechenden Werte seien aufgeführt 
und mit Quittungen belegt worden (Beilagen 6-8). 

6.
6.1 Bei der Frage, ob ein Strafverfahren über eine Nichtanhandnahme durch die 

Strafverfolgungsbehörde erledigt werden kann, gilt der Grundsatz in dubio pro 
duriore. Dieser fliesst aus dem Legalitätsprinzip (BGE 138 IV 86 E. 4.2). Er 
bedeutet, dass eine Nichtanhandnahme durch die Staatsanwaltschaft gestützt auf 
Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit 
beziehungsweise offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet 
werden darf. Klare Straflosigkeit liegt vor, wenn es sicher ist, dass der Sachverhalt 
unter keinen Straftatbestand fällt, was namentlich bei rein zivilrechtlichen 
Streitigkeiten der Fall ist. Bei der Beurteilung dieser Frage verfügen die 
Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeinstanz über einen gewissen Spielraum, 
den das Bundesgericht mit Zurückhaltung überprüft (BGE 138 IV 86 E. 4.1.2). Im 
Zweifelsfall – wenn die Sach- und/oder die Rechtslage nicht von Vornherein klar 
sind – ist eine Untersuchung zu eröffnen. 

Wer dem Berechtigten ohne Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache entzieht 
und ihm dadurch einen erheblichen Nachteil zufügt, wird, auf Antrag, wegen Sach-
entziehung bestraft (Art. 141 StGB). Wer gegen den Willen des Berechtigten in ein 
Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in ei-
nen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten 
oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines 
Berechtigten, sich zu entfernen, darin verweilt, wird, auf Antrag, wegen Hausfrie-
densbruchs bestraft (Art. 186 StGB).

6.2 Der Beschwerdeführer dringt mit seinem Antrag auf Aufhebung der staatsanwalt-
schaftlichen Verfügung durch. Aufzuwerfen ist zunächst, dass der Beschwerdefüh-
rer behauptet, er habe die Schreiben des Beschuldigten vom 6. und vom 21. März 
2017 nicht erhalten. Das Gegenteil lässt sich (zumindest momentan) nicht nach-
weisen, da die Schreiben weder eingeschrieben verschickt wurden noch Quittun-
gen oder Ähnliches existieren. Freilich ist es wahrscheinlich, dass der Beschwerde-
führer die Schreiben zur Kenntnis genommen hat. Dass er am 22. März 2017 
abends den mutmasslich risikoreichsten Teil der Baumhausresten anders deponiert 
hat, weist stark darauf hin. Liquide festgestellt ist dies aber nicht, womit auch nicht 
behauptet werden kann, der Beschwerdeführer hätte am 23. März 2017 anwesend 
sein und mit der beauftragten Firma und dem Verwalter die Sachlage erneut beur-
teilen können. Mindestens theoretisch ist es jedenfalls möglich, dass der Be-
schwerdeführer an jenem Abend zufälligerweise «aufgeräumt» hat; oder aber er 
hat kurzum durch Nachbarn oder andere Involvierte von der bevorstehenden Räu-
mung Kenntnis erhalten. Hierzu und zum Folgenden erscheinen weitere Abklärun-
gen notwendig, bevor das Verfahren abgeschlossen werden kann.   

In der Replik macht der Beschwerdeführer zumindest sinngemäss einen Hausfrie-
densbruch geltend, wenn er ausführen lässt: «Um dies zu entfernen, musste man ca. 10 
Meter auf das Grundstück des Beschwerdeführers laufen, dieses Verhalten ist strafbar.» In diesem 
Zusammenhang ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe 

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vom 7. August 2017 als Beschwerdebeilage 3 ein am 24. April 2017 unterschriebe-
nes Strafantragsformular einreichte, auf welchem als mögliche Delikte Hausfrie-
densbruch und Diebstahl vermerkt sind. Dieses Dokument befindet sich indessen 
nicht in den Strafakten. Der aktenkundige Strafantrag datiert vielmehr vom 18. Mai 
2017 – offenbar war der Beschwerdeführer an diesem Tag erneut bei der Polizei – 
und bezieht sich nur auf die angebliche Sachentziehung. Die Staatsanwaltschaft 
hat sich dieser Unklarheit anzunehmen, auch wenn der Beschwerdeführer in sei-
nen neueren Eingaben nie explizit von einem möglichen Hausfriedensbruch ge-
sprochen hat. Insgesamt erweist sich der Sachverhalt gegenwärtig als zu wenig li-
quide, als das Verfahren mittels Nichtanhandnahme erledigt werden könnte.

6.3 Mit Blick auf die Tatbestandselemente der Sachentziehung ist überdies Folgendes 
festzuhalten: Nach Ansicht der Beschwerdekammer ist der «erhebliche Nachteil» 
nicht offensichtlich verneinbar. Der Beschwerdeführer reichte eine Vielzahl von 
Rechnungen und Belegen ein, die zeigen, wie viel das damals illegal gebaute 
Baumhaus kostete. Natürlich kann daraus nicht ohne weiteres der Schluss gezo-
gen werden, die Baumhausreste hätten nach der langen Lagerung draussen im 
Garten noch immer einen Wert von mehreren tausend Franken. Wird jedoch in Er-
wägung gezogen, dass diese Materialien andernorts wieder hätten zusammenge-
baut werden können – wahrscheinlich nicht mehr in der ursprünglichen Weise, aber 
immerhin –, so ist der geforderte erhebliche Nachteil möglicherweise gegeben.  

Desgleichen scheint es problematisch, ohne Belege festzustellen, das Vorgehen 
des Beschuldigten sei in Absprache mit der Gemeindeverwaltung erfolgt. Das Ge-
waltmonopol steht grundsätzlich dem Staat zu. Private dürfen – wenn überhaupt – 
nur unter sehr engen Voraussetzungen fremdes Grundeigentum betreten, fremde 
Fahrnis an sich nehmen und entsorgen. Nachdem der Beschwerdeführer am 
22. März 2017 offenbar das «Dach» oberhalb den Briefkästen entfernt hat, scheint 
es fraglich, ob am 23. März 2017 beispielsweise noch von einer akuten Gefährdung 
ausgegangen werden konnte. Hinzu kommt, dass die Baumhausreste unbestritte-
nermassen seit Monaten oder gar Jahren in dieser Weise gelagert wurden. Damit 
erscheinen Abklärungen bei der Gemeinde unumgänglich, bevor das Verfahren 
womöglich eingestellt werden kann. Die vom Beschuldigten angeführten zivilrecht-
lichen Normen vermögen daran nichts zu ändern. Schliesslich scheint auch ein 
vorsätzliches Handeln nicht von vornherein eindeutig nicht gegeben zu sein. Der 
Beschuldigte stützt sich auf den Verwaltungsvertrag vom 2. Februar 2011 und die 
Nutzungs- und Verwaltungsverordnung vom 18. Juni 2013, doch ist diesen – soweit 
ersichtlich – nicht zu entnehmen, dass der Beschuldigte selber (rechtswidrige) Zu-
stände beseitigen oder – wie hier – Dritte damit beauftragen darf (vgl. insb. 
Ziff. 19.5 der Nutzungs- und Verwaltungsverordnung: Sollte die Verwarnung wirkungslos 
sein, kann er dem entsprechenden Eigentümer eine Sonderbeitragsleistung in die Rückstellung vom 
max. Fr. 1‘000.00 auferlegen.).

6.4 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. 

7. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens rechtfertigt sich die Übernahme 
der Verfahrenskosten durch den Kanton Bern (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

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Dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer ist ausserdem eine Entschädigung 
für seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren auszurichten, für welche praxis-
gemäss der Staat aufzukommen hat (Art. 433 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 436 Abs. 1 
StPO). Diese wird auf CHF 2‘030.95 (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt. Die 
Kostennote von Rechtsanwalt D.________ wird insofern gekürzt, als nur Aufwen-
dungen für das Beschwerdeverfahren geltend gemacht werden können (August 
2017 bis Oktober 2017 = 7h à CHF 250.00). Abgezogen werden mithin die Dossier-
eröffnung, das erste Aktenstudium, die ersten rechtlichen Abklärungen, die ersten 
zwei E-Mails an die Klientschaft sowie Telefongespräche März 2017 bis Juli 2017.

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 11. Juli 2017 wird aufgehoben. Die Regionale Staatsan-
waltschaft Bern-Mittelland wird angewiesen, das Strafverfahren gegen den Beschul-
digten zu eröffnen und im Sinne der Erwägungen fortzuführen.  

2. Auf die Schadenersatzklage wird nicht eingetreten.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘000.00, trägt der Kanton 
Bern.

4. Dem Beschwerdeführer wird für seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren eine 
Entschädigung von CHF 2‘030.95 (inkl. Auslagen und MWST) ausgerichtet.

5. Zu eröffnen:
- dem Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwalt D.________
- dem Beschuldigten, v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin G.________

(mit den Akten)

Bern, 31. Oktober 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber:

Müller  

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.