# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db604220-ca15-5fc6-8185-4f71495b8e75
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.07.2014 725 14 90 / 175 (725 2014 89 / 176)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-90---175_2014-07-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  24. Juli 2014 (725 14 90 / 175 und 725 14 89 / 176) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallähnliche Körperschädigung: Meniskusriss, Bejahung des äusseren Faktors, Kausa-

lität 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
 
 
SWICA  Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 34, 
8401 Winterthur, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 
8010 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (UVG Ref. 2013 7423942) 
 
 
 
A. Der 1961 geborene A.____ ist seit dem 10. September 2003 bei der B.____ AG in Ba-
sel als Medizin-Informatiker angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Allianz Suisse Versi-
cherungs-Gesellschaft AG (Allianz) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten ver-
sichert. Mit Bagatell-Unfallmeldung UVG vom 2. Juli 2013 teilte die Arbeitgeberin der Allianz 

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mit, dass der Versicherte am 26. März 2013 beim Tragen eines Behälters durch eine Tür von 
der Kante der Türschwelle abgerutscht sei und sich das Knie verdreht habe. Am 24. Juli 2013 
wurde beim Versicherten eine Arthroskopie des linken Knies mit Débridement und medialer 
Teilmeniskektomie durchgeführt. Gemäss Austrittsbericht des Spitals C.____ vom 26. Juli 2013 
sei ein medialer Meniskusschaden (Radiärriss) und eine beginnende mediale Gonarthrose des 
linken Knies bei Status nach Kniegelenksdistorsion festzustellen. Mit Verfügung vom 
13. Dezember 2013 verneinte die Allianz ihre Leistungspflicht, da weder ein Unfall noch eine 
unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Gesetzes vorliege und ausserdem der natürliche 
Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall vom 26. März 2013 und dem gemeldeten Menis-
kusschaden nicht nachgewiesen sei. Die dagegen vom Versicherten und seiner Krankenversi-
cherung, die SWICA Krankenversicherung AG (SWICA), erhobenen Einsprachen wies die Alli-
anz mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2014 ab. 
 
B. Hiergegen erhoben A.____ am 13. März 2014 und die SWICA am 17. März 2014 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Die be-
schwerdeführenden Parteien beantragten übereinstimmend, es sei der Einspracheentscheid 
vom 14. Februar 2014 aufzuheben und es sei die Allianz zu verpflichten, für die Kosten des 
Unfalls vom 26. März 2013 aufzukommen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
dass die erlittene Knieverletzung als Unfall bzw. als unfallähnliche Körperschädigung anzuer-
kennen sei, da eine Erkrankung oder Degeneration des Meniskus rechtsgenüglich ausge-
schlossen werden könne.  
 
C. Mit Verfügung vom 21. März 2014 wurden die vorliegenden Beschwerdeverfahren zu-
sammengelegt.  
 
D. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 17. April 2014 auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
1.2 Zur Beschwerde berechtigt ist gemäss Art. 59 ATSG, wer durch die angefochtene Ver-
fügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung hat. Neben dem Beschwerdeführer als versicherte Person und Ver-
fügungsadressat erfüllt auch die SWICA diese Voraussetzungen, denn der angefochtene Ein-
spracheentscheid tangiert ihre Leistungspflicht als Krankenversicherung des Beschwerdefüh-
rers. Auf die –  im Übrigen frist- und formgerecht erhobenen –  Beschwerden ist demnach ein-
zutreten. 
 
2. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, hat sie Anspruch auf ein 
Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
 
2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äusse-
re Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegen-
stück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 76 E. 4.1.1). 
Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 
Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei 
grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Definitionsgemäss bezieht sich 
das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, son-
dern nur auf diesen selbst (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 404 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, je mit Hin-
weisen). Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der ungewöhnliche Faktor in einer unkoor-
dinierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung bestehen (BG 
E 130 V 117 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b m.w.H..; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG] vom 13. Februar 2006, U 144/06, E. 1, Urteil des EVG vom 13. Dezember 2002, 
U 65/02, E. 1.2; vgl. UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall-Haftung-Versicherung, Zürich/St. Gal-
len 2012, N 17 ff.; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, 
Bern 2003, § 7 N 13). Bei unkoordinierten Bewegungen ist die Ungewöhnlichkeit zu bejahen, 
wenn der normale Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges unterbrochen oder gestört 
wird, was beispielsweise dann zutrifft, wenn der Versicherte stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst, oder wenn er, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Ab-
wehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (Urteil des EVG vom 30. August 2001, 
U 277/99, E. 3c; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1999 Nr. U 345 S. 420 E. 2b m.w.H.). 
 
2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen 
eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der 
Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 Gebrauch gemacht und verschiedene Körperschädigungen auch ohne un-

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt. In diesen Fällen wird bereits auf-
grund des medizinischen Befunds vermutet, dass eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 
besteht (BGE 134 V 81 E. 4.3.2.2). Die Liste der den Unfällen gleichgestellten Körperschäden 
ist abschliessend, weshalb Erweiterungen durch Analogieschlüsse unzulässig sind (vgl. BGE 
116 V 139 f. E. 4a und 147 E. 2b, 114 V 303 E. 3; ALFRED BÜHLER, Die unfallähnliche Körper-
schädigung, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge [SZS] 
1996 S. 81 ff.). Es handelt sich gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV um: a) Knochenbrüche, b) Verren-
kungen von Gelenken, c) Meniskusrisse, d) Muskelrisse, e) Muskelzerrungen, f) Sehnenrisse, 
g) Bandläsionen und h) Trommelfellverletzungen. Die unfallähnlichen Körperschädigungen 
müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Unfallbegriffsmerkmale (äusserer Fak-
tor, Plötzlichkeit, Schädigung und Unfreiwilligkeit) aufweisen. Besondere Bedeutung kommt 
hierbei der Voraussetzung des äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers 
liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein solches 
Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslö-
ser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeu-
tig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor (BGE 129 V 467 E. 2.2). 
 
2.3 Auch die schädigende äussere Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung 
bestehen (BGE 129 V 468 E. 4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist 
jedoch kein äusserer (schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb ein solcher 
nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen 
in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 469 E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 
vom 1. März 2012, 8C_50/2012, E. 5.3). Vielmehr ist gemäss Rechtsprechung für die Bejahung 
eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein Ge-
schehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu 
bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allge-
mein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Betäti-
gungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist sodann 
auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch 
normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner 
Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer 
Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornah-
me einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein davon unterscheidba-
res äusseres Moment hineinspielt. Erfüllt ist demgegenüber das Erfordernis des äusseren 
schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung 
häufig zu körpereigenen Traumen führen können, etwa das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, 
die heftige und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse unkontrollierbare 
Änderung der Körperlage (BGE 129 V 470 E. 4.2.3). Der (äussere) Auslösungsfaktor kann all-
täglich und diskret sein. Es muss sich indessen um ein plötzliches Ereignis handeln. Dabei 
kommt es beim Begriffsmerkmal der Plötzlichkeit im Rahmen der unfallähnlichen Körperschädi-
gungen nicht in erster Linie auf die Dauer der schädigenden Einwirkung an als vielmehr auf 
deren Einmaligkeit. Keine unfallähnliche Körperschädigung liegt demgemäss vor, wenn eine 
Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV ausschliesslich auf wiederholte, im tägli-
chen Leben laufend auftretende Mikrotraumata zurückzuführen ist, welche eine allmähliche Ab-

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

nützung bewirken und schliesslich zu einem behandlungsbedürftigen Gesundheitsschaden füh-
ren (Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2006, U 184/06, E. 2 m.w.H.). Erforderlich 
für die Bejahung eines äusseren Faktors ist insgesamt ein gesteigertes Schädigungspotenzial, 
sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur 
Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 
129 V 471 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2009, 8C_656/2008, E. 3.2). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht. Das Gericht hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener 
Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und 
festzustellen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip 
der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine förmlichen Beweisregeln gebunden 
ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf 
dessen Stichhaltigkeit zu prüfen (vgl. LOCHER, a.a.O., § 68 N 3). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichen-
des vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blos-
se Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; Zeitschrift für die 
Ausgleichskassen [ZAK] 1986 S. 189 f. E. 2c, jeweils m.w.H.). 
 
3.3 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall ge-
meldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete 
Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund 
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu 
machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteil des EVG 
vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2, Urteil des EVG vom 15. September 2004, 
U 234/04). Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf 
können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streit-
fall hat das Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbe-
griffs bzw. der unfallähnlichen Körperschädigung gegeben sind. Dabei kommt ihm ein nicht un-
erheblicher Beurteilungsspielraum zu (vgl. BGE 112 V 202 E. 1; RKUV 2003 U 485 S. 259; 
ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 168). 
3.4 Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person ist gemäss Rechtspre-
chung den Angaben, die von der versicherten Person kurz nach dem Unfall gemacht wurden, 
meist grösseres Gewicht beizumessen als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 
Versicherers. Der Grundsatz, wonach die spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Re-
gel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Schilderungen, die bewusst oder unbe-
wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 
sein können, stellt eine im Rahmen freier Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entschei-

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dungshilfe dar. Sie kann jedoch nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklä-
rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des EVG vom 23. November 2006, 
U 258/04, E. 3.1 m.w.H.; vgl. auch: Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008, 
8C_827/2007, E. 5.2). 
 
4.1.1 Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG der Arbeitgeberin vom 2. Juli 2013 sei der Be-
schwerdeführer am 26. März 2013 beim Tragen eines Behälters durch die Büro-Türe bei sich zu 
Hause von der ca. 14 cm hohen Kante der Türschwelle abgerutscht, wobei er sich das Knie 
verdreht habe.  
 
4.1.2 Der behandelnde Arzt PD Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, hielt mit Arztbericht vom 5. Juli 2013 bezüglich des um-
strittenen Ereignisses fest, dass der Beschwerdeführer am 26. März 2013 mit Kisten in den 
Händen über eine Balkenschwelle in seinem Ferienhaus gestolpert sei und eine belastete Dis-
torsion des Kniegelenks mit plötzlich einschiessendem Schmerz und Schwellung erlitten habe. 
 
4.1.3 Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 22. August 2013 mitteilte, dass 
sie die Leistungspflicht ablehne, wandte sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
10. September 2013 an die Versicherung und führte aus, dass es zum Ereignis gekommen sei, 
als er mit einem ca. 15 kg schweren Kunststoffbehälter mit den Massen 60 cm x 40 cm x 30 cm 
durch einen Türrahmen habe gehen wollen. Aus Platzgründen habe er sich quer drehen wollen. 
Bei Seitwärtstreten habe er nicht realisiert, dass er bereits über der Schwelle gewesen sei und 
der linke Fuss sei über die Schwelle von 11 cm Höhe gerutscht. Beim Sturz, den er teilweise 
habe abfangen können, habe er sich das linke Knie verdreht. Die Beschwerden seien unmittel-
bar nach dem Ereignis aufgetreten. Diese Schilderung wiederholte der Beschwerdeführer in 
seiner Einsprache vom 12. Januar 2014 und in der vorliegenden Beschwerde vom 13. März 
2014. 
 
4.2 Zunächst ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass die Schilderungen zum 
Hergang des Ereignisses vom 26. März 2013 nicht in jeder Hinsicht übereinstimmen. Sie unter-
scheiden sich namentlich hinsichtlich der schädigenden Bewegung selbst (Abrutschen oder 
Stolpern) und bezüglich des vom Beschwerdeführer geschilderten, teilweise aufgefangenen 
Sturzes. Die Beschwerdegegnerin macht deswegen geltend, dass entsprechend der Recht-
sprechung auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde abzustellen sei. Dabei übersieht 
sie jedoch, dass die ersten Aussagen des Beschwerdeführers (gegenüber seiner Arbeitgeberin) 
erst knapp dreieinhalb Monate nach dem umstrittenen Ereignis stattfanden, weshalb der ange-
rufenen Beweisregel nur untergeordnete Bedeutung zukommen kann (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 1. März 2012, 8C_50/2012, E. 5.5). Zwar könnte die ab 10. September 2013 vorge-
brachte Schilderung des Beschwerdeführers von versicherungsrechtlichen Überlegungen be-
einflusst sein. Indessen ist kein relevanter Widerspruch zwischen der Schilderung ab 
10. September 2013 und derjenigen in der Bagatellunfall-Meldung vom 2. Juli 2013, zu erken-
nen. Vielmehr beschrieb der Beschwerdeführer anfänglich, dass er beim Tragen eines Behäl-
ters von einer Türschwelle abgerutscht sei und sich das Knie verdreht habe. An dieser Aussage 
hielt der Beschwerdeführer anschliessend fest, wobei er in Bezug auf den getragenen Behälter 

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

und seine körperliche Position Präzisierungen machte. Im neu angegebenen „Sturz“ ist entge-
gen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ebenfalls kein massgeblicher Widerspruch zu 
sehen, zumal die Formulierung des Beschwerdeführers auch dahingehend verstanden werden 
kann, dass bloss der „Sturz“ des Fusses beim Abrutschen von der Türschwelle und das an-
schliessende Auffangen des Körpers gemeint sind. Die Unterschiede in der Unfallschilderung 
sind für die Beurteilung des vorliegenden Falles ohnehin nicht von Bedeutung, beinhalten doch 
beide Varianten des Ereignisses einen sinnfälligen, äusseren Faktor. Durch das Abrutschen von 
einer Türschwelle mit einem schweren, die Sicht behindernden Behälter, begleitet von einem 
Verdrehen des Knies beim Auffangen des Körpers hat – auch ohne Sturz – aufgrund eines 
äusseren Einflusses eine unfreiwillige, plötzliche, unkontrollierte Änderung der Körperlage statt-
gefunden, der jedenfalls ein gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes 
Gefahrenpotential innewohnte. Damit ist auch die Schädlichkeit des Ereignisses zu bejahen, 
zumal das erlittene unfallähnliche Ereignis (Abrutschen von einer Türschwelle mit anschlies-
sendem Auffangen des Körpers und Verdrehen des Knies) – wie der Vertrauensarzt der Be-
schwerdeführerin in seiner Stellungnahme vom 17. März 2014 ausführt – geeignet ist, einen 
Meniskusriss hervorzurufen. Obwohl sie vorbringt, dass der Beschwerdeführer keinen äusseren 
Faktor geltend mache, scheint dessen Vorliegen denn auch von der Beschwerdegegnerin letzt-
lich nicht bestritten zu werden. Auch in der von der Beschwerdegegnerin zitierten Rechtspre-
chung wird ein – mit dem vorliegenden Abrutschen vergleichbares – Stolpern ohne Sturz als 
äusserer, wenn auch nicht ungewöhnlicher, Faktor anerkannt.  
 
4.3 Ob darüber hinaus auch die Ungewöhnlichkeit des Ereignisses zu bejahen ist, kann 
vorliegend offen gelassen werden, handelt es sich beim erlittenen Meniskusriss doch unbestrit-
tenermassen um eine Listenverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV. Da eine Listenver-
letzung sowie – nach dem Ausgeführten – die übrigen Merkmale des Unfallbegriffs (äusserer 
Faktor, Plötzlichkeit, Schädigung und Unfreiwilligkeit) gegeben sind, ist vorliegend eine unfall-
ähnliche Körperschädigung zu bejahen. 
 
5.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt jedoch in jedem Fall voraus, dass 
zwischen dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Er-
folg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit einge-
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen 
mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrschein-
lichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
5.2 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat die 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG)  – wie alle anderen Beweismittel – ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
6.1.1 Der behandelnde Arzt Dr. E.____ diagnostizierte mit Bericht vom 5. Juli 2013 einen 
Verdacht auf Ruptur des medialen Meniskus (Korbhenkelläsion) bei Status nach Distorsion des 
linken Kniegelenks am 26. März 2013. Der Patient habe bisher an keinerlei Kniebeschwerden 
gelitten. Anlässlich des Ereignisses vom 26. März 2013 habe er einen plötzlich einschiessenden 
Schmerz verspürt, mit anschliessender Schwellung des Gelenks. Seither empfinde er immer 
wieder bei voller Extension sowie bei Rotation des Knies einschiessende Schmerzen, wobei es 
zwischendurch beschwerdefreie Stunden und Tage gäbe. Gemäss dem anschliessend am 
11. Juli 2013 von Dr. med. F.____, FMH Radiologie, durchgeführten MRI seien fortgeschrittene 
degenerative Veränderungen des medialen Meniskus, jedoch kein Korbhenkelriss sichtbar ge-
worden. 
 
6.1.2 Im Austrittsbericht vom 26. Juli 2013 hielten Dr. E.____ und Dr. med. G.____, Assis-
tenzarzt, fest, dass der Versicherte vom 24. Juli 2013 bis zum 25. Juli 2013 zur Durchführung 
einer Arthroskopie mit Débridement und medialer Teilmeniskektomie im Spital H.____ hospitali-
siert gewesen sei. Es seien ein medialer Meniskusschaden (Radiärriss) und eine beginnende 
mediale Gonarthrose des linken Knies bei Status nach Kniegelenksdistorsion am 26. März 2013 
zu diagnostizieren. Dem Patienten sei erklärt worden, dass die Meniskusläsion eventuell im 
Rahmen einer beginnenden medialen Gonarthrose zu sehen sei. Weitere chirurgische Schritte 
seien möglich. Postoperativ sei ein komplikationsloser Verlauf festzustellen.  

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
6.1.3 Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. I.____, FMH Chirurgie, hielt in 
seinem Konsiliarbericht vom 21. August 2013 fest, dass der erlittene Meniskusriss nur mit einer 
Wahrscheinlichkeit von unter 50% auf das Unfallereignis vom 26. März 2013 zurückzuführen 
sei. Die geltend gemachte Gesundheitsschädigung sei bloss möglicherweise auf den Unfall 
zurückzuführen. Als unfallfremder Faktor lägen relevante degenerative Veränderungen vor.  
 
6.1.4 Auf Anfrage von Dr. I.____ beurteilte Dr. J.____, FMH Radiologie, das eingeholte MRI 
vom 11. Juli 2013. Dr. J.____ führte in seinem Bericht vom 4. November 2013 aus, dass bild-
gebend eine mediale Femorotibialarthrose sowie eine Läsion des lateralen Meniskus im Vor-
derhorn festzustellen seien. Die Läsion sei zeitlich nicht terminierbar, so dass eine Unfallfolge 
möglich, jedoch aufgrund des Bildmaterials nicht beweisbar sei.  
 
6.1.5 In seinem Aktengutachten vom 3. Dezember 2013 stellte Dr. I.____ fest, dass der Ver-
sicherte am 26. März 2013 eine belastende Torsionsbewegung des linken Knies erlitten habe. 
Wegen persistierender Schmerzen bei vorher vollständiger Beschwerdefreiheit sei drei Monate 
nach dem Unfallereignis die klinische und radiologische Abklärung erfolgt, wobei die Befunde 
kontrovers beurteilt worden seien. Unbestritten sei, dass im Bereich des medialen Tibiaplateaus 
kein Knochenmarksödem als Ausdruck einer erfolgten Traumatisierung sichtbar sei. Ebenso 
unbestritten seien degenerative Veränderungen im Bereich des medialen Femorotibialkompar-
timents sowohl im Knorpel wie auch im Meniskusbereich. Radiologisch und klinisch sei folglich 
eine (unfallfremde) beginnende mediale Gonarthrose links zu diagnostizieren. Sowohl die Ra-
diologen des Spitals H.____ wie auch Dr. J.____ hätten die Veränderungen im Bereich des 
medialen Meniskus als degenerativ angesehen. Aufgrund derer Hinweise könne das Postulat 
einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit des natürlichen medizinischen Kausalzusammen-
hangs nicht aufrechterhalten werden.  
 
6.1.6 Der Vertrauensarzt der beschwerdeführenden Krankenkasse, Dr. med. K.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, hielt in seiner Stellungnahme vom 17. März 2014 fest, dass vor dem 
Ereignis keine Beschwerden bestanden hätten. Die Beschwerden, die den Versicherten zur 
ärztlichen Abklärung und Behandlung veranlasst hätten, liessen sich als Brückensymptome 
glaubhaft und nachvollziehbar auf das Ereignis vom 26. März 2013 zurückführen. Das be-
schriebene Ereignis sei pathophysiologisch auf stimmige Weise geeignet für das Entstehen des 
vorliegenden Gesundheitsschadens. Altersentsprechend bestünden im Grossen und Ganzen 
keine wesentlichen pathologischen Befunde bis auf den Meniskusriss des linken Knies. Der 
Meniskus zeige sodann auch bis auf den Riss einen entsprechend unauffälligen Befund. Der 
Riss sei zudem radiär, was auf ein Trauma hinweise.  
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung der natürlichen Kausalität 
vollumfänglich auf das Aktengutachten ihres Vertrauensarztes vom 3. Dezember 2013. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass sämtliche behandelnden und beratenden Ärzte den medialen Me-
niskusschaden auf die mediale Gonarthrose im linken Knie zurückführten. Der natürliche Kau-
salzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 26. März 2014 und den geklagten Beschwer-
den sei somit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Beschwerdeführerin hält 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dieser Einschätzung die Stellungnahme ihres Vertrauensarztes Dr. K.____ vom 17. März 2014 
entgegen, wonach unter anderem die Art des Meniskusrisses (radiär) sowie die pathophysiolo-
gische Eignung des Unfalls für das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs spre-
chen würden. 
 
6.3 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin und ihres Vertrauensarztes 
Dr. I.____ gehen gerade nicht sämtliche Ärzte übereinstimmend von einer degenerativen Ge-
nese des Gesundheitsschadens aus. Vielmehr erachtet der behandelnde Arzt Dr. E.____ eine 
solche lediglich für möglich. Der von Dr. I.____ hinzugezogene Dr. J.____ schliesst einen trau-
matischen Auslöser des Meniskusrisses ebenfalls in keiner Weise aus, sondern hält lediglich 
fest, dass dieser nicht bildgebend bewiesen werden könne. In den ärztlichen Unterlagen finden 
sich – abgesehen vom kaum begründeten Postulat des Versicherungsarztes Dr. I.____ – keine 
konkreten Hinweise darauf, dass der Meniskusschaden auf die Gonarthrose zurückzuführen ist. 
Zur divergierenden Einschätzung von Dr. K.____ hat die Beschwerdegegnerin keine Stellung 
genommen. Unter diesen Umständen erscheint es fraglich, ob die vorliegende Angelegenheit 
gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage beurteilt werden kann, oder ob allenfalls 
ergänzende medizinische Abklärungen vorgenommen werden müssen. Wie sich aus den nach-
folgenden Ausführungen ergibt, kann jedoch von solchen Weiterungen des medizinischen 
Sachverhalts abgesehen werden.  
 
7.1  Wie das Bundesgericht in BGE 123 V 43 erkannt und mit BGE 129 V 466 und BGE 
139 V 327 bestätigt hat, besteht der Zweck des Instituts der unfallähnlichen Körperschädigung 
nicht darin, krankhafte oder degenerative Körperschäden von der obligatorischen Unfallversi-
cherung auszuschliessen, sondern darin, die oft schwierige Abgrenzung zwischen Unfall und 
Krankheit zugunsten der Versicherten zu vermeiden. Ein degenerativer oder pathologischer 
Vorzustand schliesst daher eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfall-
ähnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest wer-
den lässt. Wie bereits unter Erwägung 2.2 hiervor erwähnt, genügt bei den in Art. 9 Abs. 2 lit. a 
bis h UVV abschliessend aufgezählten Verletzungen das Hinzutreten einer schädigenden, 
äusseren Einwirkung wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den (vor- oder überwie-
gend) krankhaften oder degenerativen Ursachen, damit eine unfallähnliche Körperschädigung 
vorliegt (Urteile des Bundesgerichts vom 21. August 2013, 8C_403/2013, E. 5 und vom 26. Juli 
2011, 8C_186/2011, E. 9.6; BGE 139 V 327 E. 3.1, 129 V 467 E. 2.2, 123 V 44 f. E. 2b). Dabei 
wird verlangt, dass die für die Beeinträchtigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV typischen Schmer-
zen unmittelbar im Anschluss an den als äusseren Faktor bezeichneten Lebenssachverhalt auf-
treten (vgl. Urteil des EVG vom 8. Oktober 2003, U 126/02, E. 3 m.w.H.; vgl. auch: Urteil des 
Bundesgerichts vom 4. Februar 2013, 8C_909/2012, E. 5.2, Urteil des EVG vom 21. Oktober 
2002, U 5/02, E. 2.3). Indessen ist nicht abzuklären, ob eine "eindeutige" krankheits- oder de-
generativ bedingte Verursachung vorliegt (Urteile des Bundesgerichts vom 21. August 2013, 
8C_403/2013, E. 5, und vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 9.6; BGE 129 V 466 f. E. 2.1, 
123 V 44 f. E. 2b). 
 
7.2 Die “Ad-hoc-Kommission Schaden UVG“ hält in ihren “Empfehlungen zur Anwendung 
von UVG und UVV“ Nr. 2/86 (Unfallähnliche Körperschädigungen [UKS], in der Fassung ge-

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mäss Revision vom 20. März 2012) zum Erfordernis der natürlichen Kausalität bei unfallähnli-
chen Körperschädigungen fest, dass mit dem Nachweis des unfallähnlichen Ereignisses grund-
sätzlich auch die natürliche (Teil-)Kausalität als erstellt gilt (vgl. auch: CHRISTOPH KIESER / UELI 
KIESER, Die unfallähnliche Körperschädigung – Bemerkungen zu einem neuen EVG-Entscheid, 
in: SZS 2001, S. 582). 
 
7.3 Wie in Erwägung 4.2 hiervor ausgeführt, ist das Erfordernis des unfreiwilligen, plötzli-
chen, schädigenden, äusseren Faktors vorliegend erfüllt. Die symptomatischen und für die Di-
agnosestellung relevanten Beschwerden (einschiessende Schmerzen, Schwellung) sind nach 
unbestrittenen und glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers unmittelbar nach dem Abrut-
schen von der Türschwelle und dem Auffangen des Körpers aufgetreten. Dies wird vom erstbe-
handelnden Arzt Dr. E.____ im Bericht vom 5. Juli 2013 bestätigt, der aufgrund der geklagten 
Beschwerden den Verdacht eines Meniskusrisses diagnostizierte. Der Vertrauensarzt der Be-
schwerdegegnerin Dr. I.____ beschreibt ausserdem in der Anamnese seines Aktengutachtens 
vom 3. Dezember 2013, dass der Versicherte seit der Kniedistorsion am 26. März 2013 unter 
persistierenden Kniebeschwerden gelitten habe, die ihn schliesslich veranlassten, sich in ärztli-
che Behandlung zu begeben. Im Lichte der vorstehend geschilderten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung (E. 7.1 hiervor) ist nach dem Ausgeführten davon auszugehen, dass das Er-
eignis vom 26. März 2013 den Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zumindest manifest hat werden lassen. Selbst bei den von der Beschwerde-
gegnerin angenommenen starken degenerativen Veränderungen wäre folglich davon auszuge-
hen, dass das äussere Ereignis den erlittenen Meniskusriss auslöste bzw. eine (Teil-)Ursache 
für die Verletzung bildete. Auch nach den Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden 
UVG Nr. 2/86 ist die natürliche Kausalität als gegeben zu betrachten, ist das unfallähnliche Er-
eignis doch erstellt. Daran ändern auch die (bestrittenen) Ausführungen der Beschwerdegegne-
rin, wonach der Meniskusschaden auf die Gonarthrose zurückzuführen ist, nichts, hat sie nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung doch nicht abzuklären, ob eine eindeutig degenerative 
Ursache gegeben ist (vgl. E. 7.1 in fine hiervor). Liegt mit dem Vorfall vom 26. März 2013 ein 
unfallähnliches Ereignis als Auslösungsfaktor für den erlittenen Meniskusriss vor, so ist eine 
leistungspflichtbegründende unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c 
UVV zu bejahen. Nach dem Ausgeführten ist in Gutheissung der Beschwerden der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 14. Februar 2014 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 26. März 2013 
die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind bei den nicht anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführern wettzuschlagen. 
  

 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerden wird der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 14. Februar 2014 aufgehoben und die Beschwerdegeg-
nerin wird verpflichtet, für die Folgen des Ereignisses vom 26. März 
2013 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht