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**Case Identifier:** ce1b009c-f5b4-55a5-abe7-6e4d919a5d7c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.09.2016 IV 2013/490
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-490_2016-09-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/490

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 29.09.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2016
Art. 28 Abs. 1 IVG; Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Zusprache 
einer Rente der Invalidenversicherung. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit ist in 
der Regel auf die Ergebnisse in ärztlichen Gutachten abzustellen. Das 
Valideneinkommen bemisst sich vorrangig nach dem bisherigen Verdienst 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. 
September 2016, IV 2013/490). Beim Bundesgericht angefochten.

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.  

IV 2013/490

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherte oder Beschwerdeführerin) arbeitete in den letzten 

Jahren für zwei Arbeitgeberinnen in Teilzeit im Haus- bzw. Reinigungsdienst (IV-act. 7 

S. 1 und 6 und IV-act. 10).

A.b  Am 30. Dezember 2009, 17:50 Uhr, wurde die Versicherte beim Überqueren des 

Fussgängerstreifens von einem Auto angefahren (IV-act. 8). Sie zog sich dabei eine 

Deckplattenimpressionsfraktur BWK12 und LWK1 sowie ein Hämatom am 

Oberschenkel und Knie zu (IV-act. 74 S. 4). Nach der Entlassung aus dem 

Kantonsspital St. Gallen am 8. Januar 2010 war die Versicherte wegen anhaltender 

Rücken- und Knieschmerzen in Behandlung u.a. bei ihrem Hausarzt Dr. med. B.___, 

Facharzt für Innere Medizin FMH, bei Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH und für Chirurgie FMH, 

und bei Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH (IV-act. 7 S. 7). 

Ausserdem war sie ab Mitte Juni 2010 in psychiatrischer Behandlung bei Dr. med. 

E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (IV-act. 74 S. 9 f.).

A.c  Die Versicherte meldete sich am 15. September 2010 zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung an (IV-act. 7).

A.d  Im Arztzeugnis vom 17. September 2010 attestierte Dr. B.___ der Versicherten 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Arbeiten (wie als Näherin), nicht 

jedoch für ihre angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst (IV-act. 29 S. 1). Gemäss 

IV-Protokoll des Gesprächs vom 22. September 2010 ging Dr. B.___ von einem 

Zustand nach Rückenkontusion am 30. Dezember 2009 und nach Zoster im August 

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2010 aus. Er erachtete die Versicherte für eine körperlich leichte Tätigkeit zu 50% als 

arbeitsfähig (IV-act. 43).

A.e  Im Arztbericht vom 28. Oktober 2010 erklärte Dr. med. F.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie FMH, dass die Ursache der aktuellen Schmerzen in der 

ungenügenden Stabilisierung der Wirbelsäule und nicht im verbliebenen kyphotischen 

Knick liege (IV-act. 33 S. 10). Im Arztbericht vom 20. Dezember 2010 diagnostizierte Dr. 

F.___ verheilte Deckplattenimpressionen Th12 und L1 vom 30. Dezember 2009 (IV-act. 

33 S. 1). Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsangestellte 

schätzte er auf 50%. Wegen der eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule seien 

keine Arbeiten in gebückter Haltung sowie kein Heben von Lasten über 15 kg möglich. 

Längeres Sitzen über zwei Stunden müsse von einem Positionswechsel unterbrochen 

werden. Sitzende Tätigkeiten (bspw. als Näherin) oder stehende Tätigkeiten wären mit 

6 bzw. 4 Stunden pro Tag mit 80% Leistung, wechselbelastende Tätigkeiten mit 6 

Stunden pro Tag mit 100% Leistung möglich (IV-act. 33 S. 3 bis 6).

A.f  Mit Mitteilung vom 1. März 2011 informierte die IV-Stelle die Versicherte, dass sie 

keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe (IV-act. 42).

A.g  Vom 13. Juli bis 1. August 2011 war die Versicherte in der Klinik G.___ 

hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 5. August 2011 (IV-act. 54 S. 2 ff.) 

diagnostizierten med. prakt. H.___, Assistenzarzt, und Dr. med. I.___, Oberarzt, ein 

chronisches zerviko- und lumbospondylogenes Syndrom (ICD-10: M54.80) und 

Adipositas (BMI 31.1). Der Arzt wies darauf hin, dass die Versicherte funktionell 

weiterhin eingeschränkt sei. Lange Sitz- und Stehleistungen, allenfalls gar in 

Kombination mit Hebeleistungen, seien ungeeignet und sollten in einem künftigen 

Arbeitsumfeld vermieden werden. Psychisch wirkte die Versicherte stabilisiert. 

Empfohlen wurde eine begleitende ambulante Psychotherapie, um die vorhandenen 

Ressourcen umzusetzen.

A.h  Im Arztzeugnis vom 22. August 2011 erklärte Dr. B.___, dass sich die 

Gesamtsituation der Versicherten nicht signifikant zum Besseren gewendet habe. Er 

attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 1. Juni 2011 bis auf weiteres (IV-act. 54 

S. 1). Im Arztzeugnis vom 19. September 2011 schätzte Dr. B.___ die Arbeitsfähigkeit 

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für leichte Tätigkeiten mit Wechselpositionen (ohne langes Sitzen oder Stehen resp. 

Gewichtsbelastung von mehr als 5 kg) ab 1. September 2011 auf 50% (IV-act. 55).

A.i Am 18. Oktober 2011 wurde eine Haushaltsabklärung durchgeführt. Diese ergab, 

dass die Versicherte als Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei (IV-act. 56).

A.j In der Stellungnahme vom 28. Februar 2012 (IV-act. 66 S. 2 f.) ging der Regionale 

Ärztliche Dienst Ostschweiz (nachfolgend RAD) von folgenden Diagnosen aus: 

chronisches zerviko- und lumbospondylogenes Syndrom mit eingeschränkter 

Wirbelsäulen¬beweglichkeit und Weichteilschmerzen, Adipositas und Zustand nach 

Zoster-Infektion L3/4 rechts (16. August 2010). Geeignet für die Versicherte seien 

körperlich leichte Tätigkeiten (Gewichtslimite 5 kg), ohne langes Sitzen oder Stehen mit 

Wechselpositionen, keine Einnahme von oder Verharren in Zwangspositionen, ohne 

Armvorhalt und ohne Überkopfarbeiten.

A.k  Das Begutachtungsinstitut SMAB AG, Bern, mit Zweigniederlassung in St. Gallen, 

wurde von der IV-Stelle mit der polydisziplinären Begutachtung der Versicherten 

beauftragt. Im Gutachten vom 13. Dezember 2012 (nachfolgend Gutachten) wurden mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt: ein 

thoracolumbovertebrales Syndrom ohne Radiculopathie, eine posttraumatische 

Kyphosierung auf Höhe thoracolumbaler Übergang und eine mittelgradige depressive 

Episode ICD-10: F32.1 mit Somatisierungstendenz (IV-act. 74 S. 19).

A.l Mit Vorbescheid vom 17. Juni 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass 

vorgesehen sei, das Leistungsbegehren für eine Rente abzuweisen (IV-act. 79). Mit 

Schreiben vom 20. Juni 2013 erhob der Rechtsvertreter der Versicherten Dr. iur. E. R. 

Pedergnana, St. Gallen, Einwand gegen den Vorbescheid (IV-act. 80).

A.m Mit Verfügung vom 2. September 2013 wies die IV-Stelle das Begehren um eine 

Invalidenrente ab (IV-act. 82).

B. 

B.a  Die Versicherte liess am 27. September 2013 durch ihren Rechtsvertreter 

Beschwerde erheben (act. G 1). Folgende Rechtsbegehren wurden gestellt: 1. Die 

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Verfügung vom 2. September 2013 sei aufzuheben; 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten eine halbe Rente zu sprechen; 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zulasten der Beklagten. Zur Begründung wurde insbesondere angeführt, dass der 

Gesundheitszustand nicht umfassend abgeklärt worden sei und keine ausreichende 

Auseinandersetzung mit den invalidisierenden Schmerzen stattgefunden habe.

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 25. November 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, denn sie stufte die 

Beschwerdeführerin sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht als voll 

arbeitsfähig für eine leidensangepasste Tätigkeit ein (act. G 4). Die 

Beschwerdegegnerin verwies in der Begründung insbesondere auf das Gutachten vom 

13. Dezember 2012, auf die (frühere) bundesgerichtliche Rechtsprechung zu 

somatoformen und vergleichbaren Schmerzstörungen und deren 

Überwindbarkeitsvermutung sowie auf die ungenügende Selbsteingliederung der 

Beschwerdeführerin.

B.c  In der Replik vom 2. Dezember 2013 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Rechtsbegehren fest und verlangte weitere medizinische Abklärungen (act. G 6). 

Beanstandet wurde insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin ohne 

nachvollziehbare Begründung von der gutachterlichen Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit abgewichen sei.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen

1. 

Gegenstand der angefochtenen Verfügung ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 

auf eine Rente der Invalidenversicherung. Die Beschwerdegegnerin verneint einen 

Rentenanspruch, weil keine invaliditätsbedingte Einkommenseinbusse vorliege bzw. 

der Invaliditätsgrad 0% betrage (vgl. IV-act. 82 und act. G 4). Die Beschwerdeführerin 

vertritt dagegen die Ansicht, dass der Invaliditätsgrad mindestens 50% betrage (vgl. 

act. G 1 und G 6). Strittig und deshalb zu prüfen ist, die Rechtmässigkeit der 

Verfügung.

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2. 

2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts; ATSG, SR 830.1) gewesen sind und c. nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.

2.2  Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 

Abs. 2 IVG).

2.3  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit 

können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne 

von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Festzustellen ist 

deshalb, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein 

(psychischer) Gesundheitsschaden führt nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 

ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 

ATSG) sei der ver¬sicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. November 2015, 8C_249/2015, E. 3.1, BGE 127 V 298 E. 4c mit 

Hinweisen).

3. 

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Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt ausreichend geklärt ist.

3.1  Zur Beurteilung der Auswirkungen einer Krankheit ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten 

Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der 

untersuchten Person auseinander setzt, in Kenntnis der und gegebenenfalls in 

Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung 

der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die 

Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass 

die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann und ob der Experte 

oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die 

Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich 

macht (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

3.2 

3.2.1  Im Arztbericht vom 29. Juli 2010 erwähnte Dr. B.___, dass die 

Beschwerdeführerin in psychiatrischer Behandlung bei der Fachärztin Dr. E.___ sei und 

ab 14. Juni 2010 ihr bisheriges Arbeitspensum wieder zu 50% aufgenommen habe 

(Fremdakten SUVA, Arztbericht vom 29. Juli 2010, IV-act. 43 und 74 S. 9).

3.2.2  Im Austrittsbericht der Klinik G.___ vom 5. August 2011 (IV-act. 54 S. 2 f.) 

diagnostizierten med. prakt. H.___ und Dr. I.___: 1. ein chronisches zerviko- und 

lumbospondylogenes Syndrom (ICD-10: M54.80) mit/bei a) klinisch: eingeschränkter 

Wirbelsäulenbeweglichkeit und Weichteilschmerzen, b) radiologisch: Keildeformität von 

BWK12/LWK1 ohne Hinweise für ein KM-Ödem oder eine Veränderung im Verlauf (CR 

LWS 17.08.2010, 16.02.2010 und 30.12.2009) und inferior betonten dehydrierenden 

Diskopathien und dorsal flachbodigen Diskushernien LWK4-SWK1 ohne Myelon- oder 

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Wurzelkompression bei geringem rezessalem Kontakt L5 beidseits (MRI LWS 

29.01.2010), S-förmiger Skoliosefehlhaltung zerviko-thorakal, leichter Erweiterung des 

Zentralkanales auf gut 1 mm HWK6-BWK1/2 (MRI HWS und Schädel 27.03.2006 und 

08.06.2005), c) Status nach Deckplattenimpressionsfraktur BWK12 und LWK1-Fraktur 

Va. Contusio cordis mit neu aufgetretenem Linksschenkelblock und diskretem 

Perikarderguss 31.12.2009 infolge Verkehrsunfall am 30.12.2009; 2. Adipositas (BMI 

31.1). Hinsichtlich der Belastbarkeit wurde angeführt, dass die Beschwerdeführerin 

funktionell weiterhin eingeschränkt sei wie die Hebetestresultate gezeigt hätten. Lange 

Sitz- und Stehleistungen, allenfalls gar in Kombination mit Hebeleistungen, seien für die 

Beschwerdeführerin ungeeignet und sollten in einem künftigen Arbeitsumfeld 

vermieden werden. Die Beschwerdeführerin sei beim Austritt psychisch stabilisiert 

gewesen. Empfohlen wurde eine begleitende ambulante Psychotherapie. Beim 

Klinikaustritt wurden denn auch eine ambulante Physiotherapie und eine 

psychologische Therapie organisiert.

3.2.3  Im Arztbericht vom 13. August 2012 erklärte Dr. B.___ an die Beschwerdeführerin 

bzw. ihren Rechtsanwalt, dass die Beschwerdeführerin sich sehr bemüht habe, sich 

wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. So erwähnte er u.a. die regelmässige 

Physiotherapie, die Manualtherapie, die medizinische Trainingstherapie, das 

regelmässige Training mit dem Crosstrainer zuhause sowie die Bemühungen um eine 

Gesprächstherapie bei einer Spezialärztin für Psychiatrie (IV-act. 74 S. 48 f.).

3.2.4  Im ärztlichen Zeugnis vom 19. September 2011 stellte Dr. B.___ eine erhebliche 

Verbesserung des Gesundheitszustandes fest. Er schätzte die Arbeitsfähigkeit für 

Tätigkeiten ohne langes Sitzen oder Stehen resp. einer Gewichtsbelastung von mehr 

als 5 kg auf 50% (IV-act. 55).

3.2.5  Das Gutachten vom 13. Dezember 2012 von der SMAB AG (IV-act. 74) basiert 

auf Untersuchungen der Beschwerdeführerin in den Disziplinen Psychiatrie und 

Psychotherapie am 28. September 2012 durch Dr. med. J.___, Allgemeine Innere 

Medizin am 22. Oktober 2012 durch Dr. med. K.___ und Orthopädie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates am 31. Oktober 2012 durch Dr. med. L.___. Der Orthopäde 

Dr. L.___ stellte fest, dass bei der Beschwerdeführerin als Folge des Unfalls vor drei 

Jahren ein posttraumatischer Keilwirbel BWK12 und LWK1 vorliege. Dass die 

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akzentuierte Kyphosierung des thoracolumbalen Übergangs zu Beschwerden auf Höhe 

des lumbosakralen Übergangs geführt habe, sei erklärbar, denn es sei nicht 

ungewöhnlich, dass bei Fehlstellungen höherer LWS-Segmente die schmerzhafte 

Symptomatik auf einem tieferen Niveau lokalisiert werde (IV-act. 74 S. 17 f.). Im 

psychiatrischen Teilgutachten führte Dr. J.___ aus, dass sich die von der 

Beschwerdeführerin geäusserten Schmerzen wohl nur teilweise durch somatische 

Befunde erklären liessen. Die Kriterien für eine somatoforme Schmerzstörung seien 

jedoch nicht vollständig erfüllt. Es müsse von einer mittelgradigen depressiven Episode 

mit somatischem Syndrom (Somatisierungstendenz) ausgegangen werden (ICD-10: 

F32.1). Aus psychiatrischer Sicht bestehe aktuell eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, welche 

mit einer adäquaten Psychotherapie wahrscheinlich gesteigert werden könnte. Die 

Prognose sei jedoch eher schlecht. Anzumerken ist, dass sich der psychiatrische 

Gutachter im Gutachten weder vertieft mit der Arbeitsfähigkeit vor der Begutachtung 

auseinandersetzte noch die psychiatrische Krankenakte der Beschwerdeführerin 

beizog (IV-act. 74 S. 10 - 13, 18 f., 25 und 36 f.). Im Weiteren wurde angeführt, dass die 

Beschwerdeführerin ab Mai 2010 zuerst bei der Psychotherapeutin M.___ und ab Juni 

2010 bis zur Praxisaufgabe in N.___ bei der albanisch sprechenden Fachärztin Dr. 

E.___ in Behandlung gewesen sei (IV-act. 74 S. 31). Im internistischen Teilgutachten 

erklärte Dr. K.___, dass es keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gebe 

(IV-act. 74 S. 19 und 44 f.). Die SMAB-Gutachter (nachfolgend Gutachter) stellten 

zusammenfassend folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein 

thorako-lumbovertebrales Syndrom ohne Radikulopathie, eine posttraumatische 

Kyphosierung auf Höhe des thorakolumbalen Übergangs und eine mittelgradige 

depressive Episode mit Somatisierungstendenz (IV-act. 74 S. 19). Hinsichtlich der 

Belastbarkeit der Beschwerdeführerin wurde festgehalten, dass sie wegen der 

verminderten Belastbarkeit keine schweren Tätigkeiten im Reinigungsdienst mehr 

ausführen könne. Ungeeignet seien Arbeiten, die mit Heben von Lasten verbunden 

seien und solche, die mit langem Hebelarm ausgeführt werden müssten wie auch 

solche, die in Reklination bei Überkopfarbeiten zu praktizieren seien. Körperlich leichte 

Tätigkeiten dagegen seien zumutbar. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit differenzierten 

die Gutachter. Aus somatischer Sicht sollte für angepasste Arbeiten, zu denen auch 

der Beruf der Näherin gehöre, ein volles Tagespensum realisiert werden können, 

jedoch mit ca. 20%iger Leistungseinbusse infolge vermehrt notwendigem Wechsel der 

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Position (stehend/sitzend; IV-act. 74 S. 20 - 24). Aus psychiatrischer Sicht sei die 

Arbeitsfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkeiten um 50% eingeschränkt (IV-act. 74 S. 

23). Die Beschwerdeführerin sollte in der Lage sein, leichte Tätigkeiten ohne erhöhte 

Zeitanforderung, ohne erhöhte Umstellungsfähigkeit und ohne erhöhte Anforderung an 

Konzentration und Ausdauer durchzuführen (IV-act. 74 S. 21 bis 23). Das Vorliegen 

einer somatoformen Schmerzstörung oder eines sonstigen vergleichbaren syndromalen 

Zustands wurde verneint (IV-act. 74 S. 26). Prognostiziert wurde, dass sich durch eine 

Intensivierung der Psychotherapie die Arbeitsfähigkeit innert 6 bis 12 Monaten auf 

100% steigern lassen sollte (IV-act. 74 S. 28 und 36). Zum Gutachten und dessen 

Beweiswert ist festzuhalten, dass dieses hinsichtlich Anamnese, Befunden und 

Diagnosen als umfassend und hinreichend detailliert sowie als nachvollziehbar und 

schlüssig einzustufen ist, so dass darauf abgestellt werden kann. So beruht das 

Gutachten auf allseitigen Untersuchungen, die geklagten Beschwerden wurden 

gewürdigt und die Vorakten berücksichtigt. Die medizinischen Zusammenhänge sowie 

die medizinische Beurteilung wurden sowohl aus orthopädischer als auch aus 

psychiatrischer Sicht einleuchtend dargelegt.

3.2.6  Im Bericht des RAD vom 21. Januar 2012 [korrekt 2013] / 11. Februar 2013 (IV-

act. 75) schlossen sich die RAD-Ärzte Dr. O.___ aus fachpsychiatrischer und Dr. P.___ 

aus somatischer Sicht grundsätzlich den Einschätzungen der Gutachter an. Der 

Beschwerdeführerin sei in einer angepassten Tätigkeit, der auch die Tätigkeit als 

Näherin entspreche, aus somatischer Sicht ein volles Tagespensum zumutbar, 

allerdings mit einer Leistungseinbusse von ca. 20% infolge vermehrt notwendiger 

Positionswechsel (stehend/sitzend). Der RAD-Psychiater ging wie der psychiatrische 

Gutachter von einer psychisch bedingten 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus, welche 

durch eine adäquate fachpsychiatrische / psychotherapeutische Behandlung wohl 

deutlich verringert werden könnte. Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin erklärte der 

RAD, dass es keine Hinweise auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. auf relevante 

Inkonsistenzen gebe.

3.3  Festzuhalten ist, dass der medizinische Zustand der Beschwerdeführerin mit dem 

polydisziplinären Gutachten vom 13. Dezember 2012 und der RAD-Stellungnahme vom 

21. Januar 2013 / 11. Februar 2013 besonders für die Zeit ab der Begutachtung 

ausreichend geklärt wurde. Die Beschwerdegegnerin ist mit den Befunden und 

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Diagnosen im Gutachten und in der RAD Stellungnahme einverstanden. Hinsichtlich 

der Arbeitsfähigkeit schloss sich die Beschwerdegegnerin jedoch aus somatischer und 

auch aus psychiatrischer Sicht nicht den Einschätzungen der Gutachter und der RAD-

Ärzte an (vgl. act. G 4 S. 5). Die Arbeitsfähigkeit ist daher nachfolgend zu prüfen.

3.4  Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin 

aus somatischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei (vgl. IV-act. 77 

S. 2, IV-act. 79 S. 1, IV-act. 82 S. 1 und act. G 4 S. 3 f.). Zur Begründung verwies die 

Beschwerdegegnerin wiederholt auf die Aussage auf Seite 18 im Gutachten, dass die 

Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig sei (IV-act. 74). Unbeachtet liess die 

Beschwerdegegnerin jedoch die weiteren gutachterlichen Ausführungen zur 

Arbeitsfähigkeit wie auf Seite 22 im Gutachten: „Für nicht speziell 

wirbelsäulenbeanspruchende Tätigkeiten besteht aus somatischer Sicht 100% 

Arbeitsfähigkeit, so auch für den Beruf der Näherin. Zu berücksichtigen ist eine ca. 

20% Leistungseinbusse infolge vermehrt notwendigem Wechsel der Position (stehend/

sitzend). […]“ sowie auf Seite 23: „[…] Aus heutiger Sicht muss vom somatischen 

Standpunkt her die Arbeitsfähigkeit als eingeschränkt angesehen werden, wenn es sich 

um das ursprüngliche Tätigkeitsprofil der Reinigungstätigkeit handelt. Für angepasste 

Arbeiten, zu denen auch der Beruf der Näherin gehört, sollte ein volles Tagespensum 

realisiert werden können, mit ca. 20% Leistungseinbusse infolge vermehrt 

notwendigem Wechsel der Position (sitzend/stehend). […].“ sowie die Antwort auf die 

Frage wie sich der Grad der Arbeitsfähigkeit seither entwickelt habe (IV-act. 74 S. 24). 

Trotz der Relevanz erläuterte die Beschwerdegegnerin jedoch nicht, weshalb sie den 

Arbeitsfähigkeitseinschätzungen der Gutachter (IV-act. 74 S. 22 - 24) und des RAD (IV-

act. 75 S. 2), welche von einer somatisch bedingten Leistungseinbusse von 20% 

ausgingen, nicht gefolgt war. Da die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

aus somatischer Sicht nachvollziehbar und schlüssig ist und keine Gründe ersichtlich 

sind, davon abzuweichen, ist auf diese abzustellen.

3.5  Auch aus psychiatrischer Sicht folgte die Beschwerdegegnerin nicht der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Gutachter und der RAD-Ärzte. Die 

Beschwerdegegnerin erachtet die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht als 

voll arbeitsfähig in einer angepassten Tätigkeit (IV-act. 74 S. 22 f., 25 und 36 f.). Zur 

Begründung, dass keine psychischen Einschränkungen mit invalidisierender 

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Auswirkung vorlägen, führte die Beschwerdegegnerin an, dass sie die 

Beschwerdeführerin als nicht besonders depressiv oder sonstwie psychisch 

beeinträchtigt erachte, denn die Beschwerdeführerin nehme keine Antidepressiva ein 

und absolviere auch keine psychiatrische Therapie, weshalb auch kein erheblicher 

Leidensdruck vorliegen könne.

3.5.1  Wie in Erwägung 3.2.5 bereits festgehalten, fehlt im psychiatrischen 

Teilgutachten eine fundierte Auseinandersetzung mit der Arbeitsfähigkeit vor der 

Begutachtung und im Gutachten wird nicht erwähnt, dass die psychiatrischen 

Krankenakten der Beschwerdeführerin beigezogen worden wären. Deshalb kann der 

Aussage, dass aus psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit für ausserhäusliche 

Tätigkeiten seit April 2010 durchgehend um 50% eingeschränkt war (IV-act. 74 S. 25 

und 37), hinsichtlich der Zeit vor der Begutachtung nicht unbesehen gefolgt werden. 

Zweckdienliche Informationen zur psychischen Situation der Beschwerdeführerin vor 

der Begutachtung finden sich jedoch in den weiteren Akten. So erklärte die 

Beschwerdeführerin am 27. Mai 2010, dass sie ca. alle drei Wochen in die 

Psychotherapie gehe (IV-act. Fremdakten SUVA, Besprechungsprotokoll vom 27. Mai 

2010 und Arztbericht vom 29. Juli 2010 von Dr. B.___). Ab Sommer 2010 wurde die 

Beschwerdeführerin neu von Dr. E.___ psychologisch betreut (IV-act. Fremdakten 

SUVA, Besprechungsprotokoll vom 25. Juni 2010). In der Folge fanden die 

Therapiesitzungen einmal pro Monat statt (IV-act. 41 S. 1, vgl. auch IV-act. 74 S. 31). 

Im Arztbericht vom 25. Januar 2011 führte Dr. E.___ aus, dass anlässlich von zwei 

Terminen nach dem 7. Oktober 2010 sich eine Verbesserung der Grundstimmung und 

eine deutliche Stabilisierung gezeigt habe, so dass am 17. Dezember 2010 die 

Behandlung im gegenseitigen Einvernehmen abgeschlossen werden konnte (act. G 

10.2). Folglich ist davon auszugehen, dass sich die psychisch bedingten Leiden und 

Einschränkungen der Beschwerdeführerin soweit verbessert hatten, so dass sich diese 

spätestens ab Januar 2011 nicht mehr oder nur noch im untergeordneten Masse auf 

die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Von der Beschwerdeführerin wurde auch nicht geltend 

gemacht, dass sie in der Zeit von Januar 2011 bis August 2012 andernorts in 

psychologischer Behandlung war. Erst mit der psychologischen Begutachtung am 28. 

September 2012 wurde (erneut) ärztlich ein behandlungsbedürftiges depressives 

Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt. Dementsprechend ist im 

Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass im 

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rentenrelevanten Zeitraum vor der psychiatrischen Begutachtung am 28. September 

2012 keine relevante psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorlag.

3.5.2  Für die Zeit ab der psychiatrischen Begutachtung am 28. September 2012 kann 

der Argumentation der Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerdeführerin aus 

psychischer Sicht voll arbeitsfähig sei, nicht gefolgt werden wie nachfolgende 

Erwägungen zeigen.

3.5.3  Für eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit spricht nebst den Ausführungen im 

psychiatrischen Gutachten, dass sich die Beschwerdeführerin - entsprechend der 

ärztlichen Empfehlungen - wieder in psychotherapeutische Behandlung begab (IV-act. 

76, 80, act. G 6 S. 4). Aus dem Verhalten der Beschwerdeführerin kann daher für die 

Zeit nach der Begutachtung - entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin - nicht 

geschlossen werden, dass keine Depression mit Krankheitswert bzw. keine psychisch 

bedingte Arbeitsunfähigkeit vorlag.

3.5.4  Gestützt auf die Aussage auf Seite 18 im Gutachten, dass die 

Beschwerdeführerin in einer rückenadaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht voll 

arbeitsfähig sei, vertritt die Beschwerdegegnerin den Standpunkt, dass ein mit einer 

somatoformen Schmerzstörung vergleichbares syndromales Leiden vorliege und es 

sich bei der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode daher um eine 

reaktive Begleiterscheinung zur Schmerzstörung handle (vgl. act. G 4). Eine solche 

Depression stelle keine invalidisierende psychische Komorbidität dar, weil kein von 

depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbarer verselbständigter und 

pathologischer Gesundheitsschaden vorliege. In der angefochtenen Verfügung (IV-act. 

82 S. 2) begründet die Beschwerdegegnerin die Abweisung des Rentenanspruchs 

damit, dass die mittelgradige depressive Episode aus einem nicht objektivierbaren 

Schmerzgeschehen ableitbar sei und somit keine von depressiven 

Verstimmungszuständen klar unterscheidbare psychiatrische Erkrankung im Sinn eines 

verselbstständigten Gesundheitszustandes darstelle, weshalb es der 

Beschwerdeführerin möglich gewesen wäre, die notwendige Willenskraft für die 

Ausübung einer vollen Erwerbstätigkeit aufzubringen. Die Ablehnung der 

invalidisierenden Wirkung der mittelschweren depressiven Störung mit der 

Argumentation zu somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren unklaren 

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sydromalen Zuständen ist vorliegend insofern unbehilflich, da die Beschwerden 

(Schmerzen) der Beschwerdeführerin gemäss Gutachten (zumindest teilweise) 

somatisch erklärbar sind (vgl. Erwägungen 3.2.5 und 3.4, IV-act. 74 S. 18, 27 und 35). 

Ausserdem beantworteten die Gutachter die Frage, ob eine somatoforme 

Schmerzstörung oder ein sonstiger vergleichbarer syndromaler Zustand habe 

diagnostiziert werden können wie folgt: „Es besteht kein syndromales 

Beschwerdebild.“ und die Frage, ob eine psychische Komorbidität von erheblicher 

Schwere und Dauer vorliege: „Vom begutachtenden Psychiater wird eine „depressive 

Episode mittelschwerer Ausprägung“ diagnostiziert.“ (vgl. IV-act. 74 S. 26 f.). Im 

psychiatrischen Teilgutachten führt der konsiliarisch beigezogene Psychiater Dr. J.___ 

als Beleg für die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) 

die bei der Beschwerdeführerin festgestellten Symptome an (vgl. IV-act. 74 S. 30 bis 

38, insb. S. 36). Die gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode ist 

aufgrund der festgestellten Symptome als nachvollziehbar und zutreffend einzustufen. 

Da es sich gemäss Gutachter und RAD nicht um die Begleiterscheinung einer 

Schmerzkrankheit, sondern primär um ein selbstständiges (vom psychogenen 

Schmerzsyndrom losgelöstes) depressives Leiden handelt, muss, zumal es keine 

gegenteiligen ärztlichen Einschätzungen gibt, mit dem Grad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit von einer mittelschweren depressiven Störung mit invalidisierender 

Wirkung ausgegangen werden.

3.5.5  Im Weiteren begründet die Beschwerdegegnerin die Ablehnung eines 

Rentenanspruchs damit, dass Depressionen bis zu einem Schweregrad von 

mittelschwer gut therapierbar seien und weist darauf hin, dass gemäss Gutachten die 

Beschwerdeführerin mit entsprechender psychiatrischer Therapie ihre volle 

Arbeitsfähigkeit innert einem Jahr wieder erlangen könnte, weshalb keine 

invalidisierende Depression vorliegen könne (vgl. IV-act. 74 S. 36 und IV-act. 82 S. 2). 

Bei dieser Annahme verkennt die Beschwerdegegnerin, dass es sich bei der Aussage 

des Gutachters zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit lediglich um eine Prognose 

handelte, denn der Gutachter wies darauf hin, dass nach durchgeführter Therapie eine 

Neuevaluation durchgeführt werden sollte (vgl. IV-act. 74 S. 28 und 36). Demzufolge ist 

solange von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht auszugehen, 

als nicht durch neuere Erkenntnisse, bspw. durch einen Arztbericht oder ein Gutachten, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes bzw. eine geringere 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischer Sicht erwiesen ist.

3.5.6  Aus dem Gesagten ergibt sich, dass aus psychiatrischer Sicht ab dem 28. 

September 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit besteht.

3.6  Da dem Gutachten nicht entnommen werden kann, dass die somatisch und die 

psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit kumulativ zu berücksichtigen sind, ist auf den 

jeweils dominierenden Grund der Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Insgesamt ist damit 

festzustellen, dass die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in 

leidensangepassten Tätigkeiten vor dem 28. September 2012 20% und seither 50% 

beträgt.

4. 

Da der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung einen minimalen 

Invaliditätsgrad (bzw. eine minimale Erwerbseinbusse) voraussetzt (vgl. Erwägung 2.2) 

und der Invaliditätsgrad vorliegend umstritten ist (vgl. act. G 1, G 4 und G 6), ist dieser 

zu prüfen.

4.1  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2015, 

8C_612/2014, E. 4.2).

4.2  Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. April 2015, 8C_612/2014, E. 4.2.2.1). In der Regel wird am 

zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es der empirischen Erfahrung entspricht, dass 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 

müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit 

Hinweisen).

4.2.1  Die Beschwerdeführerin arbeitete vor dem Unfall einerseits als 

Reinigungsangestellte bei Q.___ und andererseits erledigte sie den Hausdienst in 

Wohnliegenschaften der R.___ AG. Trotzdem ermittelte die Beschwerdegegnerin das 

Valideneinkommen von Fr. 52‘790.- anhand der Tabellenlöhne der 

Lohnstrukturerhebung des Jahres 2010 (IV-act. 77). Nachfolgend ist zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin nicht vom (hochgerechneten) bisherigen Verdienst hätte 

ausgehen müssen.

4.2.2  Die Arbeitsunfähigkeit trat mit dem Verkehrsunfall kurz vor Ende des Jahres 2009 

ein (30. Dezember 2009). Folglich kann an die Einkommenssituation im Jahr 2009 

angeknüpft werden.

4.2.3  Bei der Anstellung bei Q.___ handelt es sich gemäss der Arbeitgeberin um ein 

25%iges Teilzeitpensum (durchschnittliche Soll-Arbeitszeit von 10.5 Stunden pro 

Woche; IV-act. 18 S. 2). Bei einem Stundenlohn von Fr. 22.39 (inkl. Anteil 13. 

Monatslohn/Gratifikation, exkl. Zuschlag für Ferien-/Feiertagsentschädigung) ergibt 

dies ein Jahreseinkommen von Fr. 12‘225.- (10.5 Std. x Fr. 22.39 pro Std. x 52 

Wochen). Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (nachfolgend IK-Auszug) 

verdiente die Versicherte im Jahr 2009 Fr. 14‘697.- (IV-act. 17 S. 1). Folglich 

entsprachen die im Jahr 2009 geleisteten Arbeitsstunden effektiv einem 30%-

Teilzeitpensum.

4.2.4  Bei der Anstellung im Hausdienst bei der R.___ AG handelt es sich um ein 

Teilzeitpensum im Monatslohn. Gemäss IK-Auszug betrug das diesbezügliche 

Einkommen im Jahr 2009 Fr. 6‘630.- (IV-act. 17 S. 1). Gemäss der Arbeitgeberin liegt 

dieser Anstellung ein Stundenlohn von Fr. 23.- und ein durchschnittlicher Zeitaufwand 

von 5.54 Stunden pro Woche zugrunde (IV-act. Fremdakten SUVA, Gesprächsnotiz 

vom 11. März 2010). Bei der Anstellung handelt es sich folglich um ein 13%iges 

Teilzeitpensum (5.54 Stunden im Verhältnis zur betrieblichen Normalarbeitszeit von 

42.5 Stunden pro Woche [IV-act. 16 S. 2]).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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4.2.5  Die Beschwerdeführerin erzielte mit ihren Arbeitspensen von insgesamt 43% 

(30% + 13%) im Jahr 2009 ein Einkommen von Fr. 21‘327.- (Fr. 14‘697.- + Fr. 6‘630.-). 

Hochgerechnet auf ein 100%iges Arbeitspensum ergibt dies ein Einkommen Fr. 

49‘598.--. Angepasst an den Nominallohnindex des Jahres 2010 (107.0 : 107.2) 

resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 49‘691.-.

4.3  Beim Invalideneinkommen von Fr. 52‘790.- ging die Beschwerdegegnerin 

gleichfalls von den Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung 2010 aus 

(Anspruchsniveau 4, Frauen). Ein Leidensabzug wurde nicht vorgenommen (vgl. IV-act. 

82 S. 2).

4.3.1  Die Beschwerdeführerin ist nur eingeschränkt arbeitsfähig. Als angepasste und 

zumutbare Tätigkeit kommt aufgrund der beruflichen Erfahrung der 

Beschwerdeführerin insbesondere eine Anstellung als Näherin in Frage (vgl. IV-act. 74 

S. 22, 24 und 26 und IV-act. 75). Daneben sind jedoch auch weitere einfache 

handwerkliche Tätigkeiten, welche im Rahmen des Belastungsprofiles liegen, in 

Betracht zu ziehen (vgl. zu den somatisch bedingten Einschränkungen Erwägungen 

3.2.5 und 3.4). Daher ist gemäss Rechtsprechung bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens grundsätzlich vom Tabellenlohn auszugehen. Der 

durchschnittlich von einer Frau ohne qualifizierte Berufsausbildung (TA1, 

Anspruchsniveau 4) erzielte Jahreslohn betrug im Jahr 2010 bei einer Arbeitszeit von 

41.6 Stunden pro Woche Fr. 52'728.- (12 x Fr. 4'225.- / 40 Std. x 41.6 Std.).

4.3.2  Ausgehend von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% vor und von 50% ab dem 28. 

September 2012 (vgl. Erwägung 3.6) beträgt das zumutbare erzielbare Einkommen Fr. 

42'182.- (80% von Fr. 52'728.-) bzw. Fr. 26'364.- (50% von Fr. 52'728.-).

4.3.3  Im Weiteren ist zu prüfen, ob ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt ist (BGE 

124 V 321 E. 3b/aa; 126 V 75 E. 5b/aa). Nach der Rechtsprechung können die 

statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu 

tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der 

Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 

4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind (BGE 126 V 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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75 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen – insbesondere auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten 

Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig 

(BGE 126 V 75 E. 5b; 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Geeignet ist für die 

Beschwerdeführerin insbesondere eine Tätigkeit als Näherin. Dabei handelt es sich um 

eine Tätigkeit mit unterdurchschnittlicher Entlöhnung. Diese liegt gemäss der LSE 

2010, Wirtschaftsabteilung 14 „Herstellung von Bekleidung“ rund 30% unter dem von 

einer Frau ohne qualifizierte Berufsausbildung durchschnittlich erzielten Jahreslohn. 

Auch bei den weiteren in Frage kommenden körperlich leichten Tätigkeiten dürfte es 

sich eher um solche mit unterdurchschnittlicher Entlöhnung handeln. Da im zuvor 

ermittelten Invalidenlohn die 20%ige bzw. 50%ige Leistungsreduktion bereits 

berücksichtigt ist, sind nur noch die qualitativen Einschränkungen, welche zu einer 

unterdurchschnittlichen Bezahlung im Vergleich zum Durchschnittslohn führen, zu 

berücksichtigen. Relevant sind vorliegend insbesondere die gesundheitsbedingten 

qualitativen Einschränkungen wie die sehr geringe Belastbarkeit und die erschwerte 

Einsetzbarkeit wegen mehrerer Handicaps (Bedarf an zusätzlichen, regelmässigen 

Pausen, das Erfordernis des regelmässigen Wechsels der Arbeitsposition [Sitzen, 

Stehen]). Eine lohnmässig relevante Erschwernis ergibt sich durch den Umstand, dass 

vorliegend nur noch sehr leichte Hilfsarbeiten in Frage kommen, für welche kein 

Mangel an Arbeitskräften besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 2008, 

9C_603/2007, E. 4.2.3). Ein Leidensabzug von 15% erscheint als angemessen. Es ist 

folglich von einem erzielbaren Invalideneinkommen bis zum bzw. ab dem 

Begutachtungstermin vom 28. September 2012 von Fr. 35'855.- bzw. von Fr. 22'409.- 

auszugehen.

4.4  Der Invaliditätsgrad beträgt folglich vor bzw. ab dem 28. September 2012 28% 

([Fr. 49‘691.- - Fr. 35'855.-] / Fr. 49‘691.-) bzw. 55% ([Fr. 49‘691.- - Fr. 22'409.-] / Fr. 

49‘691.-).

5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Nachfolgend sind die Rentenanspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 und 

Art. 29 IVG zu prüfen.

5.1  Eingliederungsmassnahmen sind vorliegend nicht nötig, da die 

Beschwerdeführerin bereits über die erforderlichen beruflichen Grundkenntnisse als 

Näherin verfügt (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Die Beschwerdeführerin ist seit dem 

Verkehrsunfall am 30. Dezember 2009 zumindest zu 50% in angestammter Tätigkeit 

arbeitsunfähig. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin einerseits den erforderlichen 

Mindestgrad von 40% und andererseits seit dem 30. Dezember 2010 das erforderliche 

Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der 

Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung 

des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der 

auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt. Da sich die 19__ geborene 

Beschwerdeführerin am 15. September 2010 zum Bezug von IV-Leistungen anmeldete, 

kann ein Rentenanspruch frühestens am 15. März 2011 entstehen. Gemäss Art. 29 

Abs. 3 IVG wird die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der 

Rentenanspruch entsteht.

5.2  Folglich hat die Beschwerdeführerin mit ihrem Invaliditätsgrad von 55% ab 28. 

September 2012 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung ab 1. 

September 2012.

6. 

6.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 2. September 2013 in 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Der Beschwerdeführerin ist ab 1. 

September 2012 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Zur 

Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

6.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 

1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

600.- ist ihr zurückzuerstatten.

6.3  Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2012, IV 2010/158) eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 2. September 

2013 aufgehoben und der Beschwerdeführerin wird mit Wirkung ab 1. September 2012 

eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2016
	Art. 28 Abs. 1 IVG; Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit ist in der Regel auf die Ergebnisse in ärztlichen Gutachten abzustellen. Das Valideneinkommen bemisst sich vorrangig nach dem bisherigen Verdienst (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2016, IV 2013/490). Beim Bundesgericht angefochten.

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