# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d176eccb-47de-5def-98da-713020ecc17c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2017 200 2016 973
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-973_2017-06-26.pdf

## Full Text

200 16 973 IV
MAW/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. September 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 1. September 2014 unter Hinweis auf Depressionen und 
ein Trauma bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilagen [AB] 1). Im Rahmen medizi-
nischer und erwerblicher Abklärungen wurde die Beschwerdeführerin im 
Dezember 2015 in der MEDAS E.________ GmbH (MEDAS) polydiszi-
plinär begutachtet (Gutachten vom 23. Mai 2016 [AB 67.1]). Gestützt dar-
auf stellte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der Versicher-
ten mit Vorbescheid vom 31. Mai 2016 (AB 68) die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens in Aussicht. Auf dagegen erhobenen Einwand (AB 74, 78) 
sowie unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; AB 80, 85) verfügte die IVB am 13. September 2016 
wie angekündigt (AB 86).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 12. Oktober 2016 Beschwerde. Sie lässt die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sowie dem Rentenentscheid vorausgehend 
die rechtsgenügliche Abklärung des Gesundheitszustands mittels Anord-
nung eines Gerichtsgutachtens im Bereich Psychiatrie / Psychologie bean-
tragen.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. November 2016 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

In der prozessleitenden Verfügung vom 24. November 2016 führte der In-
struktionsrichter aus, er beabsichtige eine Begutachtung bei Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, D.________ 
GmbH, in Auftrag zu geben und gab den Parteien Gelegenheit zur Stel-
lungnahme.

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Mit Eingabe vom 8. Dezember 2016 erhob die Beschwerdegegnerin keine 
Einwände gegen die vorgeschlagene Gutachterin und den Fragenkatalog, 
währenddem die Beschwerdeführerin keine Stellungnahme einreichte.

Am 12. Dezember 2016 beauftragte das Gericht Dr. med. C.________ mit 
der psychiatrischen Begutachtung und unterbreitete ihr den Fragenkatalog. 

Zum entsprechenden Gutachten vom 9. März 2017 (im Gerichtsdossier) 
äusserten sich die Parteien am 4., 5. und 27. April 2017.

Am 26. Juni 2017 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) i.V.m. Art. 37 Abs.1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 13. September 2016 (AB 86). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). 

2.2.1 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

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gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110).

2.2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person 
leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-
stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-
recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-
tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 
soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

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2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ergeben die Akten folgendes Bild:

3.1.1 Vom 15. April bis 4. Juni 2004 wurde die Beschwerdeführerin im 
Spital F.________ stationär abgeklärt und behandelt. Im diesbezüglichen 
Bericht vom 1. Juli 2004 (AB 12 S. 29 ff.) führten die Ärzte als Diagnosen 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine posttraumatische Be-
lastungsstörung (PTBS), eine Depression, ein Verdacht auf eine funktionel-
le Visusverminderung des rechten Auges sowie starke Menstruationsbe-
schwerden aus (S. 29). Zuweisungsgründe seien die PTBS mit Albträumen 
über die Kriegstraumata, Flashbacks, Schlafstörungen und eine depressive 
Begleitsymptomatik mit Antriebs- und Freudlosigkeit sowie gedrückter, trau-
riger Stimmung und grossem Leidensdruck gewesen (S. 30).

3.1.2 Im Rahmen der Hospitalisation vom 28. Oktober bis 23. November 
2004 diagnostizierten die Ärzte der psychiatrischen Dienste G.________, 
im Bericht vom 10. Dezember 2004 (AB 12 S. 25 ff.) eine somatoforme 

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Schmerzstörung mit histrionischen Zügen und depressiver Entwicklung 
(ICD-10 F45.0). 

Vom 20. Oktober 2004 bis 29. April 2005 war bei den psychiatrischen 
Diensten G.________ zudem eine teilstationäre Behandlung erfolgt. Im 
diesbezüglichen Bericht vom 28. April 2005 (AB 12 S. 22 ff.) wurde eine 
schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom bei Verdacht auf 
eine PTBS (ICD-10 F32.21) diagnostiziert. 

3.1.3 Zu der vom 24. Dezember 2005 bis 7. Februar 2006 erfolgten Hos-
pitalisation äusserten sich die Ärzte der psychiatrischen Dienste 
H.________ im Bericht vom 13. Februar 2006 (AB 48 S. 8 ff.) folgender-
massen: Die Zuweisung sei aufgrund von Kopfschmerzen, rezidivierendem 
Erbrechen und abdominalen Beschwerden bei gleichzeitig fehlendem or-
ganischem Korrelat erfolgt (S. 8). Diagnostisch wurden eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), eine PTBS, starke Mens-
truationsbeschwerden bei Uterusmyom sowie eine chronische Obstipation 
festgehalten (S. 11). 

3.1.4 Im Bericht des Spitals F.________ vom 30. März 2006 (AB 12 
S. 16 ff.) berichteten die Ärzte über die stationäre Abklärung und Behand-
lung vom 8. Februar bis 17. März 2006. Es wurden die nachstehenden 
Diagnosen gestellt: anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 
F45.4), PTBS (ICD-10 F43.1), schwergradige Depression (ICD-10 F32.2), 
Erythrozyturie bei Uterushinterwandmyom (ICD-10 D25.9), chronische Ob-
stipation (ICD-10 K59.0) sowie Akne papulopustulosa vulgaris (ICD-10 
L70.0; S. 16).

3.1.5 Vom 20. April bis 2. Juni 2006 (Bericht vom 10. Juni 2006 [AB 48 
S. 6 ff.]) sowie vom 3. Juli bis 1. September 2006 (Bericht vom 27. Sep-
tember 2006 [AB 48 S. 2 ff.]) erfolgte je eine weitere Hospitalisation bei den 
psychiatrischen Diensten H.________. 

3.1.6 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste G.________ vom 
21. September 2006 (AB 12 S. 14 f.) wurden – nach teilstationärer Behand-
lung in der Tagesklinik vom 7. bis 30. Juni 2006 – eine schwere depressive 
Episode mit somatischem Syndrom bei Verdacht auf eine PTBS (ICD-10 
F32.21) sowie eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diagnos-

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tiziert (S. 14). Am 3. Juli 2006 habe der Ehemann der Beschwerdeführerin 
über eine Spitaleinweisung nach Suizidversuch mit Medikamenten infor-
miert (S. 15; vgl. auch AB 48 S. 2).

3.1.7 Vom 21. Mai bis 7. Juni 2014 war die Beschwerdeführerin im Spital 
I.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 19. Juni 2014 (AB 46) diagnosti-
zierten die Ärzte ein komplexes Schmerzsyndrom mit Generalisierung bei 
somatischen und psychischen Anteilen, eine PTBS sowie eine rezidivie-
rende mittel- bis schwergradige depressive Episode (S. 2). Bei der Ein-
trittsuntersuchung habe sich die Beschwerdeführerin in einem reduzierten 
Allgemeinzustand, total erschöpft durch die Ganzkörperschmerzen, präsen-
tiert. Sie habe über Kraft- und Energielosigkeit, Übelkeit, sehr schwanken-
de Stimmung, Apathie und Angstzustände geklagt. Die seit mehreren Jah-
ren bekannten Schmerzen und apathische Stimmung hätten nur leicht posi-
tiv beeinflusst werden können, die Entlassung sei in leicht gebessertem 
Zustand erfolgt (S. 3).

3.1.8 Im Bericht vom 30. Dezember 2014 (AB 27) hielten die psychiatri-
schen Dienste J.________ fest, vom 11. August bis 12. November 2014 sei 
eine teilstationäre Behandlung in der Akuttagesklinik erfolgt (vgl. auch Aus-
trittsbericht vom 25. November 2014 [AB 67.4 S. 13 ff.]). Diagnostiziert 
wurde eine PTBS (ICD-10 F43.1), eine dissoziative Bewegungs- und Sen-
sibilitätsstörung (ICD-10 F44.7), eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig mittelschwere bis schwere Episode (ICD-10 F33.1/33.2), so-
wie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; S. 1). Prognostisch liege 
eine starke Chronifizierung der Symptome mit komplexer Komorbidität vor. 
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als ... bestehe seit Februar 2014 eine 
anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Beeinträchtigend auf das alltägli-
che Leben wirkten sich lähmende und einschränkende Schmerzen, Kon-
zentrationsschwierigkeiten, häufige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, wenig 
Ausdauer, starke Ängste und getriggerte posttraumatische Symptome wie 
Kopfschmerzen, Flashbacks usw. aus (S. 3). 

3.1.9 Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, stellte im Bericht vom 30. April 2015 (AB 35) folgende Diagnosen: rezi-
divierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psy-
chotisches Syndrom (ICD-10 F32.2), PTBS (ICD-10 F43.1) sowie eine So-

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matisierungsstörung (S. 1). Seit dem 18. März 2014 bestehe als Reini-
gungsfrau eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit, wobei am 8. April 2015 eine 
Hospitalisation erfolgt sei (S. 5). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen 
Tätigkeit könne mittelfristig kaum gerechnet werden. Ein wesentlicher Er-
folg sei selbst im stationären Bereich kaum wahrscheinlich (S. 6).

3.1.10 Im Bericht vom 18. August 2015 (AB 52) führten die psychiatrischen 
Dienste J.________ aus, vom 9. April bis 8. Mai 2015 sei eine stationäre 
Behandlung erfolgt. Diagnostisch wurden eine PTBS (ICD-10 F43.1), eine 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere bis schwere Episode (ICD-
10 F33.1 / F33.2), aufgeführt (S. 2). Seit März 2014 bestehe eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (S. 4). Eine längerfristige Prognose kön-
ne nicht abgegeben werden, angesichts der starken Chronifizierung sei es 
jedoch unwahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit eine substanzielle Ver-
besserung des psychischen Zustands erreicht werden könne (S. 3).

3.1.11 Im Dezember 2015 wurde die Beschwerdeführerin durch die ME-
DAS in den Fachbereichen Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin, Neuro-
logie, Orthopädie und Psychiatrie exploriert. Im dazugehörigen Gutachten 
vom 23. Mai 2016 (AB 67.1) hielten die Ärzte im interdisziplinären Konsens 
keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest. Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit stellten sie die folgenden Diagnosen (S. 23):

• Adipositas Grad I
• Leichte Fettstoffwechselstörung
• Verwachsungsbeschwerden bei Zustand nach Appendektomie
• Wiederkehrende Zervikodorsolumbalgien bei initialen degenerativen Wir-

belsäulenveränderungen und leichter Wirbelsäulenfehlstatik in Form beton-
ter BWS-Kyphose

• Senk-Spreizfuss beidseits
• Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10  

F68.0)

Aus neurologischer Sicht könne keine Diagnose mit versicherungsmedizin-
scher Relevanz gestellt werden. Ohne Bedeutung seien nach anamnesti-
schen Angaben ein Spannungskopfschmerz und ein fraglich zervikogener 
Kopfschmerz links festgestellt worden. Weiter sei ein akzidentiell gemesse-
ner erhöhter Liquoreröffnungsdruck ohne Relevanz, klinische Zeichen einer 
sog. benignen intrakraniellen Hypertension bestünden hingegen nicht 

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(S. 21). Die Arbeitsfähigkeit könne ohne entsprechend objektivierbare ver-
sicherungsmedizinisch relevante Diagnosen nicht als reduziert beurteilt 
werden. Die Symptomausweitung und teilweise nicht authentische Sym-
ptompräsentation resp. das aggravatorische Verhalten könnten für die Be-
wertung der Arbeitsfähigkeit nicht herangezogen werden (S. 19). In kardio-
logischer Hinsicht finde sich ein normaler Befund. Die leicht eingeschränkte 
körperliche Leistungsfähigkeit sei auf einen Trainingsmangel zurückzu-
führen, es bestünden keine Hinweise auf eine Rechts- oder Linksherzinsuf-
fizienz, die Herzauskultation sei unauffällig. Nicht von versicherungsmedi-
zinischer Relevanz seien Verwachsungsbeschwerden nach Appendekto-
mie, eine Adipositas Grad I sowie eine leichte Fettstoffwechselstörung mit 
Erhöhung des Cholesterins und des Neutralfetts (vgl. auch kardiologisches 
Teilgutachten vom 7. Dezember 2015 [AB 67.3]). Bei der orthopädischen 
Begutachtung hätten sich HWS, BWS und LWS in ihrer Beweglichkeit je-
weils frei gezeigt. Der körperliche Untersuchungsbefund betreffend die 
Wirbelsäule korreliere gut mit dem vorliegenden Bildmaterial (S. 21). Die 
angefertigten Röntgenaufnahmen der HWS, BWS und LWS zeigten nur 
initiale degenerative Veränderungen und nur eine geringgradige Verstär-
kung der BWS-Kyphose (S. 21 f.). Wenn auch eine akute Pathologie an der 
Wirbelsäule nicht nachweisbar sei und hinreichende Hinweise auf das Vor-
liegen einer vertebragenen Nervenwurzelreizung aus keinem Betrach-
tungswinkel festgestellt werden könnten, so seien doch gelegentliche funk-
tionelle Irritationen an der Wirbelsäule denkbar. Hinweise auf das Vorliegen 
einer rheumatischen Systemerkrankung oder einer Fibromyalgie fänden 
sich im Rahmen der aktuellen Begutachtung nicht. Die bestehende Fuss-
fehlstatik bedinge keine Gesundheitsstörung von IV-Relevanz (S. 22). Bei 
der psychiatrischen Untersuchung und Exploration habe sich gemäss Gut-
achter eine deutliche Aggravation dargestellt. Es bestehe eine erhebliche 
Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten 
Verhalten, insbesondere im Ausdrucksverhalten. Dabei seien die angeführ-
ten intensiven Schmerzen ebenso wie die Schilderung der Kriegserlebnis-
se, vage geblieben. Medizinische Behandlung werde kaum in Anspruch 
genommen und eingefordert. Die Klagen wirkten sehr demonstrativ und 
letztendlich auf den Gutachter unglaubwürdig. Es würden schwerwiegende 
Einschränkungen im Alltag angeführt, wobei jedoch das psychosoziale Um-
feld als weitgehend intakt bezeichnet werden könne. Auch die für dieses 

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Gutachten erhobenen Laborparameter würden für eine negative Antwort-
verzerrung und mindestens für eine sehr bewusstseinsnahe Aggravation 
sprechen. Dies gelte auch für die in der Zusatzuntersuchung angeführten 
Ergebnisse des Rey-Testes (S. 50). Es liege ein sehr auffälliges Verhalten 
vor, welches nicht durch ein primäres krankheitswertiges versicherungsre-
levantes psychiatrisches Leiden erklärt werden könne. Es könne weder 
eine schwerwiegende depressive Störung noch eine Persönlichkeitss-
törung, psychotische Störung oder somatoforme Schmerzstörung diagnos-
tiziert werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe sicherlich keine 
Traumafolgestörung (S. 51).

In der interdisziplinären Beurteilung bestehe sowohl in der angestammten 
Tätigkeit wie auch in einer Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
(S. 23 f.). Ein negatives Fähigkeitsprofil lasse sich von orthopädischer Seite 
nicht formulieren, wenn auch lang anhaltende statische Belastungen der 
Wirbelsäule, lange Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der Körper-
achse sowie lang anhaltende körperlich schwere Arbeiten als ungünstig zu 
werten seien. Auch Arbeiten verbunden mit häufigem Bücken und dem 
Heben von Lasten über 25 kg sollten nicht zugemutet werden. Tätigkeiten 
mit häufigem Kauern oder Bücken sollten eher vermieden werden wegen 
der damit allfällig möglichen intrakraniellen Druckerhöhung. Andere Ein-
schränkungen aus neurologischer Sicht bestünden nicht. Ideal sei eine  
körperlich leichte oder mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit zwischen 
Stehen, Gehen und Sitzen. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Exploran-
din fähig, sämtliche dem körperlichen Belastungsprofil angepassten Tätig-
keiten, die keinen wesentlichen Anspruch an die Kognition, Umstellungs-
fähigkeit und Flexibilität stellten, vollschichtig auszuüben (S. 23).

3.1.12 Auf Veranlassung des Gerichts wurde die Beschwerdeführerin am 
19. und 26. Januar 2017 von Dr. med. C.________ exploriert. Im diesbe-
züglichen Gutachten vom 9. März 2017 (im Gerichtsdossier) stellte die 
Psychiaterin die folgenden Diagnosen (S. 13):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

• Depressive Störung, zurzeit schwer (ICD-10 F32.11 [sic]), mit somatischem 
Syndrom und psychotischen Anteilen

• Komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F62.0 [sic])
• Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)

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Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

• Anamnestisch Cortisol-Dysregulation, in Abklärung

Die Einschränkungen würden sich primär aus der depressiven Störung 
ergeben, indem Trägheit, Müdigkeit, Erschöpfung, Morgentief, affektive 
Limitierung, Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten und schwere psy-
chomotorische Hemmung es beinahe verunmöglichten, überhaupt eine 
Tätigkeit in Angriff zu nehmen, geschweige denn eine ausserhäusliche. 
Seitens der PTBS bzw. der komplexen posttraumatischen Störung ICD-10 
F62.0 fänden sich Einschränkungen, indem die Explorandin reizempfindlich 
(Sirenen, Geballer, Flugzeuge) sei und jeweils in (Todes-)Angst versetzt 
werde und dann in lebendig gewordenen Erinnerungen gefangen sei. Dies 
sei begleitet von psychovegetativen Zeichen wie Gänsehaut, Übelkeit und 
Erbrechen. In solchen Momenten sei sie gänzlich ausserstande, irgendwel-
che Tätigkeiten durchzuführen oder zu verrichten, sie verliere den Faden, 
müsse gegebenenfalls sogar den Ort verlassen. Zum Dritten wirkten sich 
die somatisierten Beschwerden (ICD-10 F45.0) in Form eines labilen und 
dekompensationsfreudigen oberen Gastrointestinaltrakts, der kardiovas-
kulären Beschwerden, der Kopfschmerzen sowie der Inkontinenzsympto-
matik einschränkend aus. Auch diese Phänomene würden es verunmögli-
chen Belastungen standzuhalten und die Explorandin zwingen, wider ihren 
Willen abzubrechen, was immer sie im Begriff zu tun gewesen sei (S. 15). 
Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. med. C.________ aus, die Explorandin kön-
ne in der zweiten Tageshälfte begleitet kleinere Einkäufe machen oder 
beim Zubereiten der Mahlzeit behilflich sein (Gemüse schneiden). Sie kön-
ne in „guten Momenten" Wäsche zusammenfalten und aufräumen. Ihr Leis-
tungsvermögen sei grossen (Tages-)Schwankungen ausgeliefert und das 
Unvermögen sei nicht planbar. Sie könne nicht allein ausser Haus gehen. 
Die Mithilfe im Haushalt sei die am besten angepasste vorstellbare Tätig-
keit, überall sonst wäre die Leistungsfähigkeit (noch) deutlich schlechter 
(S. 19).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 13

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach konstanter Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen 
Experten ab, deren Aufgabe gerade darin besteht, ihre Fachkenntnisse der 
Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn 
die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, von unzutreffenden Sachver-
haltshypothesen ausgeht (BGE 119 V 335 E. 4c S. 346) oder wenn ein vom 
Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern 
Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann zudem 
gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit 
des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprü-
fung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 
Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b aa S. 352; SVR 2014 UV 
Nr. 32 S. 107 E. 3.2).

3.3 Aus den nachfolgenden Überlegungen ergibt sich, dass das ME-
DAS-Gutachten vom 23. Mai 2016 (AB 67.1) – auf welches sich die Be-

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schwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 13. September 
2016 (AB 86) abgestützt hat – mehr überzeugt, als das Gerichtsgutachten 
vom 9. März 2017 (im Gerichtsdossier), weshalb triftige Gründe vorliegen, 
vom Gerichtsgutachten abzuweichen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Das MEDAS-
Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden und ist in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend; zudem sind die 
Schlussfolgerungen der Experten nachvollziehbar begründet abgefasst 
(vgl. E. 3.2.1 hiervor). Unter sorgfältiger Erhebung der Anamnese und Be-
funde gelangten die Gutachter zum Schluss, dass keine Diagnose mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (AB 67.1 S. 23) und der Beschwerde-
führerin sowohl die zuletzt ausgeübte ausserhäusliche Erwerbstätigkeit als 
auch Tätigkeiten im Haushalt vollumfänglich zumutbar seien (AB 67.1 
S. 26). Darauf kann abgestellt werden.

3.3.1 Soweit das Vorliegen einer schweren depressiven Störung umstrit-
ten ist (vgl. Gerichtsgutachten S. 13 f., AB 12 S. 8, 14, 16, 22 und 29 f., 
18.2 S. 1, 25 S. 20, 27 S. 1, 35 S. 1, 46 S. 2, 52 S. 2), ist Nachstehendes 
zu beachten: 

Die depressiven Episoden und damit verbundenen stationären und teilsta-
tionären Behandlungen in den Jahren 2004 bis 2006 (vgl. E. 3.1.1 bis 
3.1.6) werden von den MEDAS-Gutachtern nicht grundsätzlich in Abrede 
gestellt. Vielmehr führen diese aus, der Zeitraum von 2004 bis 2006 sei 
retrospektiv schwer beurteilbar, wobei anzunehmen sei, dass zumindest in 
diesen Zeiten eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (AB 67.1 S. 51). Da-
bei sind die depressiven Episoden insbesondere auch massgeblich im Zu-
sammenhang mit dem damals hängigen Asylverfahren zu sehen. Im Herbst 
2005 war der Familie offenbar mitgeteilt worden, dass sie per Januar 2006 
die Schweiz verlassen müsse, wobei sich die Symptomatik der Beschwer-
deführerin massiv verstärkt habe, bis am 23. Dezember 2005 ein Spitalein-
tritt erfolgt sei (AB 12 S. 15, 48 S. 3 und 8 f.). Im Austrittsbericht der psych-
iatrischen Dienste H.________ über die Hospitalisation vom 20. April bis 
2. Juni 2006 wurde festgehalten, dass eine erneute Ablehnung des Asylge-
suchs zwei Wochen vor Eintritt eine zusätzliche Belastung dargestellt habe 
(AB 48 S. 6; vgl. auch AB 52 S. 3). Zudem bestanden fortwährend finanzi-

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elle Probleme (vgl. AB 52 S. 3, 67.1 S. 50). Solche durch soziale Umstände 
dominierten Gesundheitsbeeinträchtigungen, die bei Wegfall der Belastung 
wieder verschwinden, stellen als reaktives Geschehen keinen invalidisie-
renden Gesundheitsschaden dar (vgl. E. 2.2.2 hiervor sowie Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 17. Februar 2016, 9C_668/2015, E. 3). Zwi-
schen 2006 und 2013 war denn auch eine deutliche gesundheitliche Ver-
besserung eingetreten (vgl. AB 67.1 S. 50). Die Beschwerdeführerin nahm 
kaum medizinische Behandlungen in Anspruch (vgl. AB 67.1 S. 51) und 
hatte ab ca. 2005 eine teilzeitliche Anstellung als ... in einem Privathaushalt 
inne. In den Jahren 2012 und 2013 führte sie zusätzlich eine vollzeitliche 
Tätigkeit in einem ... aus (AB 67.1 S. 11). Eine im Jahr 2012 offenbar er-
neut eingetretene Verschlechterung stand wiederum mit psychosozialen 
Belastungsfaktoren im Zusammenhang, berichtete die Beschwerdeführerin 
doch gegenüber Dr. med. C.________, dass damals ihre Tochter ausgezo-
gen sei, woraufhin sie sehr traurig geworden sei. Wenn die Tochter zu Be-
such gekommen sei, habe sie sich gut gefühlt, sobald diese gegangen sei, 
seien alle Beschwerden wieder hochgekommen (Gerichtsgutachten, S. 8; 
auch gegenüber dem MEDAS-Gutachter berichtete sie, dass der Auszug 
der Tochter sehr schwierig gewesen sei [AB 67.1 S. 44]). Im Austrittsbe-
richt der psychiatrischen Dienste J.________ vom 25. November 2014 
führten die Ärzte zur depressiven Episode ebenfalls familiäre Veränderun-
gen sowie ein Wegfall bzw. Defizit sozialer Verstärkung (Wegfall wichtiger 
Bezugsperson und längere Arbeitslosigkeit) aus (AB 67.4 S. 13). Unter 
Berücksichtigung der Befunderhebung (AB 67.1 S. 46 - 48), sämtlicher vor-
handener Akten sowie des anlässlich der Exploration vom 14. Dezember 
2015 vorzeitig beendeten Rey-Tests (AB 67.1 S. 48) gelangte der psychia-
trische MEDAS-Gutachter zum Schluss, dass eine deutliche Aggravation 
vorgelegen habe (AB 67.1 S. 50) und eine depressive Störung mit Sicher-
heit nicht (mehr) bestehe (AB 67.1 S. 51). Eine Symptomausweitung, teil-
weise nicht authentische Symptompräsentation bzw. ein aggravatorisches 
Verhalten stellte im Übrigen auch der neurologische MEDAS-Gutachter fest 
und beschrieb die Beschwerdeführerin als in einer Leidensrolle und erlern-
ter Hilflosigkeit gefangen (vgl. AB 67.1 S. 14 und 16 - 19). Dass eine (vorü-
bergehende) Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2014 bestanden haben könnte, 
wird vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter nicht ausgeschlossen 
(AB 67.1 S. 51).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 16

3.3.2 Zu der von den Ärzten mehrfach angeführten PTBS (vgl. Gerichts-
gutachten S. 13, AB 8 S. 2, 12 S. 11, 16 und 29, 27 S. 1, 35 S. 1, 46 S. 2, 
48 S. 11, 52 S. 2), gilt was folgt:

Eine PTBS entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein 
belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung 
oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz oder lang anhaltend), die bei 
fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Angst und Depressi-
on sind häufig mit den Symptomen und Merkmalen der PTBS assoziiert 
und Suizidgedanken sind nicht selten. Der Verlauf ist wechselhaft, in der 
Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden. Bei wenigen 
Patienten nimmt die Störung über viele Jahre einen chronischen Verlauf 
und geht dann in eine andauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10 F62.0) 
über. Neuere Übersichtsarbeiten sprechen von einer "sizeable minority" in 
einer Grössenordnung von 10 %, bei denen über Jahre hinweg Symptome 
einer PTBS persistieren. Insbesondere progrediente Entwicklungen wider-
sprechen dem zu erwartenden degressiven Charakter posttraumatischer 
Störungen (BGE 142 V 342 E. 5.1 S. 345 f.). Bei diesem Krankheitsbild 
bedürfen bereits die Herleitung und Begründung der Diagnose besonderes 
Augenmerk (vgl. BGE 142 V 342 E. 5.2.2 S. 347 sowie Entscheid des BGer 
vom 24. November 2015, 9C_195/2015, E. 3.3.1). Nebst der ihrerseits für 
die Bejahung einer PTBS bedeutsamen Schwere des Belastungskriteriums 
erfordert die Latenzzeit zwischen initialer Belastung und Auftreten der 
Störung eine eingehende Prüfung. Diese beträgt nach ICD-10 wenige Wo-
chen, bis (sechs) Monate. Besondere Begründung braucht es dabei in je-
nen Fällen, in denen ganz ausnahmsweise aus bestimmten Gründen ein 
späterer Beginn berücksichtigt werden soll (BGE 142 V 342 E. 5.2.2 
S. 347).

Die Kriegserlebnisse der Beschwerdeführerin sind in den Akten nur sehr 
vage und erst einige Jahre nach der Einreise in die Schweiz dokumentiert 
(vgl. Gerichtsgutachten S. 8, AB 35 S. 3, 48 S. 9). Auch auf Fragen des 
psychiatrischen MEDAS-Gutachters äusserte die Beschwerdeführerin nur 
sehr ungenaue Erlebnisse und Bilder einer Auslösesituation durch Flug-
zeuge oder Hubschrauber, wobei der Bericht eher wie aufgesetzt, erlernt 
und angelesen gewirkt habe. Das in der Aktenlage angeführte dissoziative 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 17

Erleben erscheine eher als eine im Rahmen eines möglichen depressiven 
Erlebens bestandenen Anhedonie, nicht als tatsächliche Depersonalisie-
rungs- oder Derealisationsphänomene. Auch liessen sich Albträume nicht 
in der Form explorieren, wie dies für die Diagnosestellung notwendig wäre. 
Ebenso lasse sich ein Hyperarousal mit Intrusionen und Vermeidungsver-
halten nicht explorieren. Eine möglicherweise früher bestandene Antriebs- 
und Freudlosigkeit sowie Schlafstörungen, würden in einer damals mögli-
cherweise bestandenen depressiven Symptomatik aufgehen. Zudem möge 
eine psychosoziale Entlastung sowie eine durchgeführte psychotherapeuti-
sche und eine medikamentöse Behandlung zu einer Besserung beigetra-
gen haben. Letztendlich hätten Traumafolgestörungen insgesamt doch 
auch eine günstige Prognose, was bei der Beschwerdeführerin der Fall 
sein dürfte. Zum heutigen Zeitpunkt der Begutachtung könne mit Sicherheit 
keine komplexe Traumafolgestörung und auch keine einfache Traumafol-
gestörung festgestellt werden. Eine Beeinflussung und eine Belastung 
durch vorbestehendes Erleben und biographische Elemente möge es ge-
geben haben. Möglicherweise hätten verschiedene Symptome vor Jahren 
Bestand gehabt, die nun jedoch nicht mehr explorierbar seien. Letztendlich 
liessen sich diese auch nicht retrospektiv bei der genauen Befragung der 
Beschwerdeführerin explorieren und finden, so dass insgesamt eine Ver-
besserung und ein Rückgang der Symptomatik postuliert werden könne 
(AB 67.1 S. 50). Auch diese Ausführungen des MEDAS-Gutachters vermö-
gen zu überzeugen. Die Diagnose einer PTBS wurde von den behandeln-
den Ärzten und der Gerichtsgutachterin aufgrund der anamnestischen An-
gaben der Beschwerdeführerin gestellt, wobei auffällt, dass hinsichtlich 
dieser Schilderungen Inkonsistenzen und Widersprüche bestehen. In Be-
richten des Spitals F.________ wird (wie im MEDAS-Gutachten [AB 67.1 
S. 3, 27, 31 und 46]) ausgeführt, die Kriegstraumatisierung in ... habe be-
reits 1998 stattgefunden (AB 8, 12 S. 8, 25 S. 20), während in Berichten 
des Spitals G.________ über eine Bombardierung ihres Dorfes im Jahr 
2001 geschrieben wird (AB 12 S. 22 und 25), was mit den Ausführungen 
von Dr. med. K.________ (AB 35 S. 3) sowie denjenigen im Bericht der 
psychiatrischen Dienste H.________ (AB 48 S. 2) übereinstimmt, wobei 
hier auch noch festgehalten wird, der Ehemann sei gezwungen worden, für 
die ... als Soldat zu kämpfen, weshalb er bei einer Rückschaffung (das 
Asylgesuch wurde damals abgelehnt und eine Ausreisefrist angesetzt) ins 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 18

Gefängnis müsse (AB 48 S. 2 f.). Schliesslich schilderte die Beschwerde-
führerin der Gerichtsgutachterin (ohne die Ereignisse zu datieren), die ...sei 
ins Dorf gekommen, die verbliebenen Bewohner hätten für diese unter Waf-
fengewalt arbeiten müssen. Sie sei mit den Kindern anschliessend in die 
Stadt gegangen, wo sie dem Bombenhagel ausgesetzt gewesen seien (Ge-
richtsgutachten S. 8).

In Würdigung der gesamten Situation ist auch nicht zu vergessen, dass 
eine jahrelange (2006 bis 2013) gesundheitliche Verbesserung zu beob-
achten war, in welcher eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wurde (vgl. AB 14, 
Stellungnahme des RAD vom 17. August 2016 [AB 80 S. 4] und 9. Sep-
tember 2016 [AB 85 S. 3]). 

3.3.3 Zusammenfassend ist aufgrund des schlüssigen und daher beweis-
kräftigen MEDAS-Gutachtens vom 23. Mai 2016 (AB 67.1) erstellt, dass 
insbesondere mit Blick auf das festgestellte aggravatorische Verhalten der 
Beschwerdeführerin keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
vorliegt und demnach sowohl die zuletzt ausgeübte ausserhäusliche Er-
werbstätigkeit als auch Tätigkeiten im Haushalt uneingeschränkt zumutbar 
sind.

4.

Nach dem Dargelegten besteht mangels eines invalidisierenden Gesund-
heitsschadens von vornherein kein Anspruch auf eine Invalidenrente, womit 
sich sowohl ein Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) als auch Weiterun-
gen zur Statusfrage (vgl. zur sog. gemischten Methode: Art. 28a Abs. 3 IVG 
sowie BGE 142 V 290 E. 4 S. 293) erübrigen. In der Folge ist die gegen die 
Verfügung vom 13. September 2016 (AB 86) erhobene Beschwerde abzu-
weisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2017, IV/16/973, Seite 19

Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen. 

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr.800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.