# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 684a0b71-5d0d-5a8c-a44f-2a877362fdc7
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-12
**Language:** de
**Title:** Qualifikation strittig. Aufgrund Erwerbsbiographie 100 %ige Erwerbstätigkeit ausgewiesen. Auf Haushaltabklärungsbericht kann nicht abgestellt werden. Gutheissung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00848
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00848.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00848
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
12. Januar 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch UCL AG Treuhand + Revisionen
Bahnhofplatz 13, 8953 Dietikon
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren
1970
,
Mutter von drei Kindern (Jahrgang 1986, 1995 und 2000
), war
zuletzt seit dem
7.
Juni 2010
bei
der
Y.___
in einem Teilzeitpensum als Pflegehelferin
SRK
tätig, w
obei der letzte Ar
beits
tag am 2
9.
Oktober 2010 war (
Urk.
7/9
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7 und
Ziff.
2.14). Unter
Hinweis auf seit einem Sturz bei einer Kundin am 2
6.
Oktober 2010 be
steh
ende Arm- und Schulter
beschwerden meldete
sich
die Versicherte
am
2
6.
Sep
tember 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1
Ziff.
6.2-3 und 6.5
,
Urk.
7/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab,
zog Akten des Unfallversicherers bei (
Urk.
7/7) und holte bei
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsappa
rates
, Regionaler Ärztlichen Dienst
(RAD), ein orthopädisches Gutachten ein, das am 1
4.
September 2012 erstattet wurde (
Urk.
7/27
).
Zudem zog die IV-Stelle das von der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich veranlasste rheumatolo
gische Gutachten von
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom
9.
November 2012 (
Urk.
7/32 =
Urk.
33) bei. Am 3
0.
März 2013 erstattete
Dr.
Z.___
, RAD,
ein Verlaufsgutachten (
Urk.
7/36). Sodann veranlasste die IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfä
higkeit in Beruf und Haushalt, über welche am 2
6.
Juni 2013 berichtet wurde (
Urk.
7/39).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/43,
Urk.
7/46,
Urk.
7/51) sprach
die IV-Stelle
der Versic
herten
mit
Verfügung vom 1
2.
Mai 2014
eine
von März 2012 bis Ende Februar 2013 befristete
Viertelsrente
zu (
Urk.
7/54 und
Urk.
7/61
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob direkt bei der IV-Stelle am 1
1.
Juni 2014
Besch
werde ge
gen die Verfügung vom 1
2.
Mai 2014 (
Urk.
2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine entsprechende Rente zuzusprechen (
Urk.
1/1-2,
Urk.
3,
Urk.
4/1-2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
6)
die Abweisung der Beschwerde
.
Mit Gerichtsverfügung vom 3
0.
Oktober 2014 (
Urk.
8) wurde ein zusätzlicher
Arbeitgeberbericht eingefordert, welcher am
3.
November 2014
einging (
Urk.
10,
Urk.
11/1-5) und zu welchem die Beschwerdegegnerin am
2
4.
November 2014
(
Urk.
13)
Stellung
nahm. Am
1.
Dezember 2014 wurde der Beschwerdeführerin die
Beschwerdeantwort und die Stellungnahme der
Be
schwerdegegnerin
zum
Arbeit
geberbericht
zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
14).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht
erwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge
mischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
ri
gen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit
der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei
sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über
die Invalidenversicherung; IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine mög
lichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialversi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht
ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist
jedoch
anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit,
ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu
sein, ist die Invalidität
ausschliesslich
nach den Grundsät
zen für Erwerbstätige,
somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die ge
misch
t
e Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne
Gesund
heitsschaden
voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
deneinkommen
ist nach
Massgabe
der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzu
legen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Ein
kommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes
nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine
ihr zu
mutbare
Tätigkeit bei ausgeglich
e
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das - vom Arzt festzulegende - Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invalidi
tätsbe
mess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden
Sta
tusfrage
handelt es
sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothe
tische
Willensent
schei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss.
Dies gilt auch für die Frage,
in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
ein
trächtigung erwerbstätig wäre
.
Diese
inneren Tatsachen
sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusse
ren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothe
tischer
Geschehensab
läufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn da
rin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberück
sichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (
vgl.
Ur
teil
e
des Bundesgerichts
9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezem
ber
2013
,
je
mit Hinweisen).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
1.6
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach
Mass
gabe
des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des
Kreisschrei
bens
des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestim
mung der gesund
heitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil 9C_201/2011 vom
5.
Septem
be
r
2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu
den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zu
mutbarkeit zu
äussern
hat, bedarf es nur in Ausnah
mefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den
ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesge
richts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai
2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E.
3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen:
Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
träch
tigungen und Behinderungen hat.
Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Be
richt aufzuzeigen sind. Der Berichtstext
schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen
.
Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundes
gerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Haus
pflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die
im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinde
rung
im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes
Abklä
rungs
berichts
, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teil
erwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im
Gesund
heits
fall
betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (
Urk.
2
Verfü
gungsteil 2
)
die von März 2012 bis Februar 2013 befristete
Zusprache
der
Viertelsrente
da
mit, die Be
schwerdeführerin
würde
ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer
Tätigkeit als Pflegehelferin zu
einem Pensum von 40
%
nachgehen
,
und die rest
lichen 60
%
entfielen
auf den Aufgabenbereich
, wo s
ie zu 7.5
0
%
eingeschränkt sei (
S. 2 oben).
Auf die Haushaltabklärung könne abgestellt werden (S. 3 Mitte).
Aus medizinischer Sicht bestehe seit Oktober 2010 keine Arbeitsfähigkeit mehr als Haushaltshelferin. In angepasster Tätigkeit bestehe gemäss dem Gutachten von
Dr.
A.___
vom
9.
November 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Nach Ablauf der Wartezeit per 2
5.
Oktober 2010 habe demnach im Erwerbsbereich eine Einschränkung von 100
%
bestanden, was zu einem Invaliditätsgrad von 44.50
%
führe. Da die Anmeldung erst am 2
6.
September 2011 eingegangen sei, könnten die
Leistungen erst ab
1.
März 2012
ausgerichtet werden (S. 2
oben
).
Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angepasster Tätigkeit ab
9.
November 2012
resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 11
%
(S.
3 oben).
Demnach bestehe ein Anspruch auf eine von März 2012 bis Ende Februar 2013 (
9.
November 2012 plus 3 Monate) befris
tet
e
Viertelsrente
(
S. 5 unten).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1
/1
) geltend, sie sei zum Zeitpunkt des Unfalles zu 100
%
arbeitsfähig und auch willig ge
we
sen. Sie habe die Teilzeitstelle bei der
Y.___
als
Zwischen
ver
dienst
angenommen und sich auch immer um ein grösseres als ein 40
%
Pen
sum
bemüht und auch darum, eine Anstellung von 100
%
zu finden. Die Renten
leistungen von 40
%
entsprächen nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, da sie zu diesem Zeitpunkt zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei (S. 1). Sie sei nach wie vor seit dem
2
9.
Oktober bis heute zu 100
%
arbeitsunfähig und leide an
schweren gesundheitlichen Gebrechen und werde auch in Zukunft voraus
sicht
lich
nicht arbeiten können, weshalb eine Rente über den
1.
März 2013 hin
aus zuzu
sprechen sei (S. 2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali
denrente und in diesem Zusammenhang die Frage nach der Qualifikation.
3.
3.1
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Allgemeinmedizin, stellte in seinem Bericht
vom
7.
Oktober 2011 (
Urk.
7/5/5) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Periarthritis
humeroscapularis
(
PHS
)
rechts nach Sturz bei der Arbeit, Oktober 2010
-
Status nach offener Reposition und Aufrichtungsosteosynthese eine
s
traumatisierten Os
acromiale
rechts,
Bursektomie
subacromial
-
Supraspinatussehnentendinopathie
(Unterflächenläsion rechts)
Dr.
B.___
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit 1991 bei ihm in
hausärztli
cher
Behandlung und die letzte Kontrolle habe am 2
2.
August 2011 stattgefun
den.
Die Beschwerdeführerin sei bei der Arbeit auf einem Teppich au
sgerutscht, ge
stürzt und auf der
rechte
n
Schulter aufgeschlagen. Seither schmerze die rechte Schulter mit eingeschränkter Schulterbeweglichkeit und im MRI nachgewiesener
Fa
zial
läsion
der
Supraspinatussehne
. Die Patientin sei zunächst physiothera
peu
tisch und analgetisch behandelt worden, leider ohne Besserung. Daher sei eine Überweisung zu den Kollegen der
C.___
erfolgt, welche die Indi
kation einer Operationsbedürftigkeit gestellt und die Patientin am 2
0.
Juni 2011 an der rechten Schulter operiert hätten (
Ziff.
1.4).
Ab dem
1.
November 2010 habe eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit von 50
%
bestanden und seit dem
9.
November 2011 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.5).
Dr.
B.___
führte in seinem Schreiben vom 2
1.
Juni 2012 (
Urk.
7/16) aus, trotz Schraubenentfernung aus dem
Acromion
rechts am 2
3.
Dezember 2011 und Wei
terführung der analgestischen Therap
ie und Physiotherapie sowie MTT
per
sistierten die belastungsabhän
g
igen, teils lageabhängigen Schulterschmerzen rechts.
Zur weiteren Beurteilung habe er die Patientin an die
Klinik D.___
für eine Zweitmeinung überwiesen. Dort sei der V
erdacht einer symptomati
sche
n
Acromio-C
lavicular
(AC)
-Gelenksarthrose gestellt worden. Wiederholt seien In
fil
trationen des AC-Gelenkes durchgeführt worden, jedoch hätten diese nur Linderung für wenige Tage gebracht. Es sei wiederholt die
Operationsbe
dürf
tig
keit
des AC-Gelenkes (
arthroskopische
AC-Gelenksresektion) diskutiert worden. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe nach wie vor. Die
Prognose sei
zur Zeit
ungewiss,
da möglicherweise durch die AC-Gelenksresektion eine deut
liche Verbesserung der Belastbarkeit des rechten Armes erzielt werden könnte.
3.2
Dr.
Z.___
,
RAD, stellte in seinem Gutachten vom 1
4.
September 2012
(
Urk.
7/27) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
6
Ziff.
8):
-
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung des rechten Schultergelenkes nach Anpralltrauma am 2
6.
Oktober 2010 mit nachfol
gend
-
offener Reposition und Aufrichtungsosteosynthese eines traumatisier
ten Os
acromiale
rechts,
subacromiale
Bursektomie
am 2
0.
Juni 2011
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
(
OSME
)
,
Dezember 2011
-
wahrscheinlich
arthroskopische
Dekompression und
AC-Gelenksresek
tion
rechts Anfang August 2012
-
Verdacht auf
frozen
shoulder
rechts
Dr.
Z.___
führte aus
,
in der vorliegenden medizinischen Dokumentation werde die Arbeitsfähigkeit als Hauswi
rtschafterin seit dem 2
6.
Oktober 2010 mit 0
%
be
zeichnet
. Dies könne anhand der heutigen Untersuchung bestätigt werden. Die Arbeitsfähigkeit für ein
e
angepasste Tätigkeit s
e
i in der vorliegenden Do
kumentation nicht diskutiert oder beziffert worden. Aufgrund der noch nicht lange zurückliegenden letzten Operation sei
zur Zeit
auch eine Arbeit in ange
passter Tätigkeit noch nicht möglich. Die medizinische Situation sollte in drei Monaten neu bewertete werden (S. 6
Ziff.
9).
3.3
Dr.
med.
E.___
, Oberarzt Orthopädie,
Klinik D.___
, stellte in seinem Bericht vom
5.
November 2012 (
Urk.
7/28 =
Urk.
7/30/1-2) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Schult
erarthroskopie,
subacromiales
Débridement
mit spar
samer
Acromioplastik
und AC-Gelenks
resektion Schulter rechts am
2.
August 2012 bei:
-
Status nach symptomatischer AC-Gelenksarthrose rechts mit/bei
:
-
Status nach OSME am 2
3.
Dezember 2011 (Spital
F.___
)
-
Status nach offener Reposition und Aufrichtungsosteosynthese eines traumatisierten Os
acromiale
rechts sowie offener
Bursektomie
am 2
0.
Juni 2011 (Spital
F.___
)
-
Status nach Sturz auf die rechte Schulter Oktober 2010
Dr.
E.___
nannte als Nebendiagnose eine chronische
Urticaria
. Er führte aus, die Patientin habe mittelfristig von der
schulterarthroskopischen
AC-Resektion
nicht profitiert, auch wenn sie angegeben habe, während etwa zwei Monaten eine
Beschwerdebesserung erfahren zu haben. Die Arbeitsfähigkeit der Patientin richte
sich nach den Schmerzen. Es seien keine weiteren Kontrollen geplant (S. 2).
3.4
Dr.
A.___
stellte in seinem zuhanden der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich erstellten
Gutachten vom
9.
Novem
ber 2012 (
Urk.
7/32) folgende Diag
nose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 11
Ziff.
5.1):
-
posttraumatische
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
et
par
tim
ankylosans
rechts bei/mit:
-
Status nach Sturz auf die rechte Schulter am 2
6.
Oktober 2010
-
posttraumatischer
Supraspinatussehnentendopathi
e
(
Arthro
-MR 1
1.
November 2010)
-
Verdacht auf traumatisiertes Os
acromiale
-
Status nach diagnostischer Schulterarthroskopie rechts, offener Re
position und Osteosynthese
des traumatisierten
Os
acromiale
rechts
sowie offene
subacromiale
Bursektomie
am 2
0.
Juni 2011 (
fecit
Dr.
med.
G.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
)
-
Status nach O
SME
am 2
3.
Dezember 2011
-
Status nach Schulterarthroskopie,
subacromialem
Débridement
mit sparsamer
Acromioplastik
und AC-Gelenksresektion Schulter rechts am
2.
August 2012 (Klinik
D.___
)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
A.___
eine diskrete
Periarthropathia
genu
rechts, eine morbide Adipositas (BMI 48 kg/m
2
) und einen Morbus
Darier
(S. 11
Ziff.
5.2).
Dr.
A.___
führte aus, die klinische Untersuchung zeige eine konsistent auf
tretende Versicherte mit
habitusentsprechenden
Befunden im Allgemeinstatus, aber bezüglich Hebe- und Tragbelastungen, wie in einer Pflegetätigkeit vor
kommend, ungünstiger Wirbelsäulenstatik, bei morbider Adipositas, jedoch ohne
aktuell auffallende
n
myofasziale
n
Befund oder Zeichen einer
neuromenin
gealen
Engpasssituation. Die rechte Schulter zeige sich deutlich und glaubhaft schmerz
haft bei in Schonhaltung gehaltenem rechten Arm und deutlicher
Be
wegungs
einschränkung
im oberen Bereich. Bei
valgischen
Beinachsen bestehe klinisch eine leichte
Femoropatellarsymptomatik
. Anhaltspunkte für ein Leiden aus dem entzündlich-rheumatischen Formenkreis oder für eine
Kompromittie
rung
neuro
men
ingealer
Strukturen bestünden klinisch nicht (S. 12 unten
Ziff.
6.1).
Dr.
A.___
führte aus, eine ausserhäuslich an wechselnden Arbeitsorten ausgeführte hauswirtschaftliche Tätigkeit mit der Notwendigkeit zu
bimanuell
fordernden Arbeiten erscheine derzeit und in näherer Zukunft nicht zumutbar. In beschwerdeadaptierten, vorwiegend einarmig links zu bewältigenden Tätig
keiten sollte die Versicherte ein zeitlich volles Pensum mit einer Leistungsfähig
keit von etwa 50
%
bewältigen können (S. 13
Ziff.
6.2).
Der Heilverlauf nach den durchgeführten orthopädischen Interventionen bleibe
abzuwarten. Im Vordergrund sollten vorerst konservative Bemühungen zur
Schul
ter
stabilisation
stehen. Eine entsprechende Behandlung sei durch die betreuenden Schulterorthopäden bereits initiiert (S. 13
Ziff.
6.3).
3.5
Dr.
Z.___
, RAD, ste
llte nach erneuter orthopädisch-
rheumatologischer Unter
suchung der Beschwerdeführerin am 1
9.
Februar 2013 in seinem Gutachten vom
3
0.
März 2013 (
Urk.
7/36) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit (S. 3
Ziff.
8):
-
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung des rechten Schultergelenkes mit
painful
arc
nach Anpralltrauma am 2
6.
Oktober 2010 mit nachfolgend
-
offener Reposition und Aufrichtungsosteosynthese eines traumatisier
ten Os
acromiale
rechts,
subacromiale
Bursektomie
am 2
0.
Juni 2011
-
Status nach OSME Dezember 2011
-
Staus nach
subacromialem
Débridement
und sparsamer
Acromioplas
tik
und AC-Gelenksresektion der rechten Schulter am
2.
August 2012 (Klinik
D.___
)
Dr.
Z.___
führte aus, da bei der letzten Untersuchung am 1
4.
September 2012
die postoperative Rekonvaleszenz noch nicht abgeschlossen gewesen sei, sei eine
erneute Beurteilung erfolgt (S. 1). Bei der Beschwerdeführerin sei anhand der vorliegenden medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Unter
su
chung vom 1
9.
Februar 2013 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewie
sen,
der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In ihrer letzten Tätigkeit als Spitex
Haus
haltshelferin
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0
%
seit dem 2
6.
Oktober 2010 (S. 3
Ziff.
10).
In angepasster
,
körperlich leichter Tätigkeit, ohne repetitive Bewegung und Be
lastung der rechten Schulter, ohne Arbeiten oberhalb der Brusthöhe, ohne Ar
beit
in weiter Armvorhalte und ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten,
bestehe seit dem Gutachten von
Dr.
A.___
vom
9.
November 2012 eine Arbeitsfä
higkeit von 50
%
, die bedarfsweise wegen erhöhten Pausenbedarfs bis zum Zeitpensum von 100
%
zu leisten sei (S.
4
Ziff.
10).
Die Konklusion hinsichtlich der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
A.___
sei nachvollziehbar und werde identisch gesehen (S. 3
Ziff.
9).
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfü
gung auf das Verlaufsgutachten von
Dr.
Z.___
vom März 2013 (vorstehend
E.
3.5), welcher seinerseits auf das Gutachten von
Dr.
A.___
vom November 2012
(vorstehend E.
3.4) verwies
, und
davon ausging, dass bei der Beschwerde
führerin in der angestammten Tätigkeit als Haushaltshelferin keine Arbeitsfä
hig
keit mehr gegeben, ihr eine angepasste Tätigkeit jedoch seit November 2012 zu 50
%
möglich sei (vorstehend E. 2.1).
4.2
Sowohl das Gutachten von
Dr.
Z.___
vom März 2013 als auch d
as
Gutachten von
Dr.
A.___
v
om November 2012 berücksichtigt
die von der
Beschwer
de
führer
in
geklagten Beschwerden und setzt
sich mit d
iesen umfassend ausei
nan
der.
Beide Gutachten
wurde
n
sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abge
g
eben, leuchten
in der Darlegung der medizinischen Situatio
n ein, und die Schlussfolgerungen sind
in nachv
ollziehbarer Weise begründet.
Sie
erfüllen
da
her die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E
. 1.5
), so dass
darauf abgestellt werden
kann.
Insbesondere
ergab
en
auch die übrigen vor
liegenden medizinische Akten nichts, was auf eine andere Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit respektive weitergehende Einschränkungen schliessen lassen würde.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist
mit
Dr.
Z.___
und
Dr.
A.___
folgend davon aus
zu
gehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit seit dem 2
6.
Oktober 2010 nicht mehr arbeitsfähig ist, ihr aber ab November 2012 eine behinderungsangepasste Tätigkeit im Umfang von einem Pensum von 50
%
zu
mutbar ist.
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist
weiter
die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation
der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin stützte sich dabei auf den
Haus
haltabklärungsbericht
vom 2
6.
Juni 2013 (
Urk.
7/39), worin die Beschwer
de
führerin als zu 40
%
Erwerbstätige und zu 60
%
im Aufgabenbereich Tätige qualifiziert wurde (vgl. vorstehend E.
2.1 und
Urk.
6).
Dem setzte die Beschwer
de
führerin entgegen, sie sei als
zu
100
%
Erwerbstätige zu qualifizieren. Sie hab
e die Teilzeitstelle
bei der
Y.___
als Zwischenverdienst ange
nommen und sich immer um ein grösseres Pensum und darum bemüht, eine An
stellung von 100
%
zu finden (vorstehend E. 2.2).
5.2
Massgebend für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Vollzeit- oder Teil
erwerbstätige ist die Frage, in welchem Umfang sie eine Erwerbstätigkeit aus
üben würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind
im Besonderen ihre persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver
häl
t
nisse, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persön
lichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vorstehend E. 1.3).
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Ge
richt
dürfen
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög
lich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.
5b mit
Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
5.3
Die Beschwerdegegnerin machte geltend, auf den Haushaltabklärungsbericht könn
e abgestellt werden, da dieser vor Ort mit der Beschwerdeführerin fachlich korrekt mit der notwendigen Sorgfalt und im üblichen Rahmen von der
Abklä
rungsperson
durchgeführt worden sei
,
und es für eine erneute Abklärung bei der Versicherten vor Ort keinen Anlass gebe (
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S. 3 Mitte).
5.4
Dabei wird ausser Acht gelassen, dass die Abklärung gerade nicht bei der Be
schwerdeführerin zuhause, sondern bei deren Treuhänder stattfand (vgl.
Urk.
7/38,
Urk.
7/39
Ziff.
1). Die Abklärungsperson hatte damit keine notwendi
gen Kenntnisse von den
örtlichen und räumlichen Verhältnissen
,
sowie den aus
den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behin
de
rungen, weshalb dem Abklärungsbericht keine genügende Beweiskraft (vgl. vor
stehend E. 1.6)
zukommt
.
Insbesondere überzeugen auch die Ausführungen der Abklärungsperson zur Qualifikation der Beschwerdeführerin nicht, wie nachfol
gend dargelegt wird.
So führte die Abklärungsperson unter anderem aus,
es sei nicht glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin wirklich mehr als in ihrem bisherige
n Pensum habe tä
tig sein wollen, da
sie sich doch bereits zu diesem Zeitpunkt nach einer zweiten zusätzlichen Erwerbstätigkeit beziehungsweise einer neuen Stelle
hätte
umsehen
können
(
Urk.
7/39
Ziff.
2.5,
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S.
3 Mitte). Tatsächlich hatte
die Beschwerdeführerin ihre neue Stelle gerade erst
vier Monate zuvor
an
ge
tre
ten, als sich der Unfall ereignete (vgl.
Urk.
7/9
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.14).
5.5
Dass die Beschwerdeführerin, wie sie auch anlässlich des
Ressourcengespräches v
om 1
4.
Oktober 2011 ausführte (
Urk.
7/8 S.
1
Ziff.
2), bis zu einem
Pensum von
60
%
gearbeitet hatte
, mehr jedoch seitens der Arbeitgeberin nicht möglich ge
wesen sei, geht auch aus den detaillierten Lohnangaben des
Arbeitgeberbe
richt
s
der
Y.___
hervor
(vgl.
Urk.
7/9
Ziff.
2.10 und
Ziff.
2.12)
. Dem
nach hatte die Beschwerdeführerin
in den letzten zwei Monaten vor dem Unfall im
August
2010
Fr.
3‘833.80
und im
September
2010
Fr.
3
‘
063.90 er
wirtschaf
tet
, was bei einem Stundenlohn von
Fr.
29.41 im
August 2010
rund 33
Stunden
pro Woche
(
entsprechend einem Pensum von
rund 79
%
)
ergibt
,
und im
Septem
ber 2010
bei
rund
26
Stunden pro Woche
,
ein
Pensum von rund 62
%
. Damit ist
die Aussage der Beschwerdeführerin, sie hätte bis zu 60
%
gearbeitet bestätigt
,
und im Übrigen auch der Umstand, dass sie stets um eine Steigerung des
Arbeits
pensums
bemüht gewesen ist.
Im Übrigen decken sich diese Angaben auch mit ihren Ausführungen gegenüber dem Schadeninspektor des Unfallversicherers (
Urk.
7/7/9-12 S. 1).
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson spon
tan angegeben habe, sie würde bei guter Gesundheit einer Erwerbstätigkeit von lediglich 40
%
bis 60
%
nachgehen (vgl.
Urk.
7/39
Ziff.
2.5), darf in Anbe
tracht der sprachlichen Schwierigkeiten nicht überbewertet werden. Auch sprach
die nicht fachjuristische Vertretung bei ihrem Einwand auf den Vorbe
scheid vom 1
1.
Dezember 2013 von einem Pensum von 60
%
im
Gesundheits
fall
, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Beschwerdeführerin, kaum sei ihr jüngstes Kind auf der Welt gewesen
,
zu 100
%
arbeiten gegangen sei (
Urk.
7/51 S.
2
Ziff.
4).
5.6
Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber dem
Schadenin
spektor
des Unfallversicherers, sie habe vom Jahr 2002 bis April 2010 zu 100
%
in der Wäscherei im
H.___
gearbeitet (
Urk.
7/7/9-12 S. 1),
holte das Gericht einen entsprechenden
Arbeitgeberbericht
ein
(vgl.
Urk.
11/1). Bestätig
t
wurde darin, dass die Beschwer
deführerin vom
1.
August 2002 bis Ende Mai 2009 als Mitarbeiterin der Haus
wirtschaft
tätig war,
seit dem
1.
Oktober 2007
im
Umfang von
37.8 Stunden pro Woche, entsprechend einem Pensum 90
%
(vgl.
Urk.
1/11
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7 und
Ziff.
2.9). Zu diesem Zeitpunkt war das jüngste der drei Kinder
erst
sieben Jahre alt. Dass die Beschwerdeführerin dennoch
in
einem derart hohen Pensum gearbeitet hat, spricht gewichtig für eine 100%ige Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall.
5.7
In Anbetracht der vorliegenden Erwerbsbiographie und i
nsbesondere der mehr
jährigen Tätigkeit in einem hohen Pensum trotz
erziehungs
pflichtiger
Kinder rechtfertigt es sich, die Beschwerdeführerin als zu 100
%
Er
werbstätige zu qua
li
fizieren.
6.
6.1
In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin als zu 100
%
Erwerbstätige zu qualifizieren ist, ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs
zu bestimmen (vor
stehend E. 1.4
).
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu
letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensent
wick
lung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinwei
sen).
6.3
Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeit
punkt des (hypothetischen) Rentenb
eginns abzustellen
(BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG wird verlangt, dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
40
%
bestanden habe (vgl.
vorstehend
E.
1.2). Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG ent
steht
der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Gel
tend
machung des Leistungsanspruches nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG. Die Be
schwer
deführerin meldete sich vorliegend erst
am 2
6.
September 2011 bei der Inva
li
den
versicherung zum Leistungsbezug an (
vgl.
Urk.
7/4
), weshalb der Zeit
punkt des hypothetische Rentenbeginn der
1.
März 2012 ist.
Da
,
wie ausgeführt, vorliegend von einer 100%igen Erwerbstätigkeit im
Ge
sund
heitsfalle
auszugehen ist
, ist der von der Beschwerdeführerin bei ihrer letzten Tätigkeit als Pflegehelferin bei der
Y.___
erzielte Grundlohn
von
Fr.
26.02
(vgl.
Urk.
7/9
Ziff.
2.10) entsprechend aufzurechnen.
A
ufgerechnet auf ein Pensum von 100
%
ergibt dies
im Jahr 2012 unter Be
rücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0.3
%
im Jahr 2012 (Die Volks
wirtschaft 12-2014, S. 93 Tabelle B 10.2,
Ziff.
86-88) ein
Valideneinkom
men
von
insgesamt rund
Fr.
56
‘
998
.--
(
Fr.
26.02
x 42 x 52
x 1.003)
.
6.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf
lich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon
kret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen
hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 E.
3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei
der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass
ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der
massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenar
beits
zeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E.
4.3.2, 126 V 75 E.
3b/
bb
, 124 V 321 E.
3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.5
Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist auf den standardisierten
Durch
schnittslohn
für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen Wirt
schafts
zweigen des privaten Sektors abzustellen. Das im Jahr 2010 von Frauen im Durch
schnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
Fr.
4‘225.-- (LSE 2010, S. 26, Tabelle TA1, Total, Niveau 4). Dies ergibt umgerechnet auf ein Jahr bei einer durchschnittl
ichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft 12-2014, S.
92
Tabelle B 9.2, Total)
, unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1.0
%
im Jahr 2011 und von
0.8
%
im Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft 12-2014, S.
93 Tabelle B 10.2, Nominal
Total)
und des
ab November 2012
noch möglichen Arbeitspensums von 50
%
ein Invalideneinkommen von
rund
Fr.
26‘905.-- für das Jahr 2012
(
Fr.
4'225.-- x 12:
40 x 41.7
x
1.010 x 1.008 x
0.5).
6
.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und beruf
liche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merk
male ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallen
den Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des
Tabel
lenlohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beach
ten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Der von der Beschwerdegegnerin zusätzlich gewährte leidensbedingte Abzug von
10
%
trägt den Umständen angemessen Rechnung.
6
.7
Aufgrund der vor November 2012 bestehende vollständigen Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E.
4.3
) hätte die Beschwerdeführerin demnach zusammenfassend ab hypothetischem Rentenbeginn am
1.
März 2012 ein hypothetisches
Invaliden
einkommen
von
Fr.
0.-- und ab November 2012 unter Berücksichtigung des
lei
densbedingten
Abzuges von 10
%
ein solches von
rund
Fr.
24‘215.-- (
Fr.
26‘905.-- x 0.9) erwirtschaften können.
Demnach besteht von
1.
März 2012 bis 2
8.
Februar 2013 (
6.
November 2012 zu
züglich 3 Monate; vgl.
Art.
88a
Abs.
1 IVV) ein Anspruch der Beschwerde
füh
rerin auf eine ganze Rente.
Danach ergibt sich bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
56‘998.--
und einem
In
valideneinkommen
von
Fr.
24‘215.-- ei
ne Einkommenseinbusse von
Fr.
32‘783
.--, w
as einem Invaliditätsgrad von
rund
57
%
entspricht, bei wel
chem
Ergebnis die Beschwerdeführerin ab
1.
März 2013 Anspruch auf eine halbe In
va
lidenrente hat.
7.
Di
e Beschwerde ist
somit
in dem Sinne gutzuheissen, dass
die angefochtene Verfügung vom 1
2.
Mai 2014 (
Urk.
2) dahingehend ab
ge
änder
t
wird, dass die Beschwerdeführerin vom
1.
März 2012 bis 2
8.
Februar 2013 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat und hernach ab dem
1.
März 2013 ein Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung besteht.
8.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und
auf Fr. 9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der
im Wesentlichen
unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.
8.2
Der obsiegenden Beschwerdeführerin steht eine Prozessentschädigung zu, die beim
praxisgemässen Ansatz von
Fr.
135.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) für bis
Ende 2014 angefallenen Aufwand ermessensweise auf
Fr.
1‘100.-- (inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde wird
in dem Sinne gutgeheissen, dass
die Verfügung
der Sozialver
sicherungsanstalt des Kant
ons Zürich, IV-Stelle, vom 1
2.
Mai 2014
dahin abgeändert
wird
, dass die Beschwerdeführerin
vom
1.
März 2012 bis 2
8.
Februar 2013 einen An
spruch auf eine ganze Invalidenrente und
ab
1.
März 2013 ein
en
Anspruch auf eine halbe Rente
hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
900
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt. Rech
nung
und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintr
itt der Rechts
kraft zu
gestellt.
3
.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozess
ent
schädigung
von
Fr.
1100
.-- (inkl. Bar
auslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
UCL AG Treuhand + Revisionen
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchucan