# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b84893f-24d7-59c7-b979-4476556a8f1a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 24.09.2025 SV1 2025 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-39_2025-09-24.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 24. September 2025
mitgeteilt am 26. September 2025

[Mit Urteil 8C_638/2025 vom 16. Dezember 2025 hat das Bundesgericht die 
gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen.] 

Referenz SV1 25 39

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Kuster, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch MLaw Artan Sadiku

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1970, zuletzt als selbstständiger Gastwirt tätig, meldete 
sich im Dezember 2023 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: 
IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) an. In der Folge 
klärte die IV-Stelle den Sachverhalt ab und holte verschiedene Unterlagen ein.

B. Am 3. Juli 2024 teilte die IV-Stelle A._____ mit, sie werde ihn vom 18. Juni 
2024 bis zum 18. Dezember 2024 bei der Eingliederung unterstützen und die 
Kosten für eine Coaching-Leistung ab dem 3. Juli 2024 bis zum 18. Dezember 2024 
übernehmen. Mit Verfügung vom 14. August 2024 beendete die IV-Stelle die 
Unterstützung in Form einer Coaching-Leistung allerdings wieder, da aktuell die 
gesundheitliche Genesung im Vordergrund stehe. 

C. In der Folge beauftragte die IV-Stelle Dr. med. B._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstellung eines monodisziplinären 
medizinischen Gutachtens. In dem am 30. Januar 2025 erstatteten Gutachten 
gelangte Dr. med. B._____ zum Schluss, es bestehe keine Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit wies er eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion 
(ICD-10: F43.21), aus. 

D. Mit Vorbescheid vom 12. Februar 2025 stellte die IV-Stelle A._____ die 
Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht, da ihm laut medizinischer 
Expertise die bisherige sowie jede andere adaptierte Tätigkeit weiterhin 
vollumfänglich möglich sei. 

E. Nach der Durchführung des Einwandverfahrens verfügte die IV-Stelle am 
14. Juli 2025 wie vorbeschieden und wies das Leistungsbegehren von A._____ ab. 
Zuvor hatte sie bei Dr. med. B._____ eine Stellungnahme zu den vorgebrachten 
Einwänden eingeholt, welche vom 3. April 2025 datiert, und wozu sich A._____ am 
15. April 2025 vernehmen liess. 

F. Gegen die Verfügung vom 14. Juli 2025 liess A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) am 25. Juli 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden erheben, wobei er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie 
die Gewährung einer ganzen Invalidenrente rückwirkend per 1. Juni 2024 
beantragte. Eventualiter sei die Sache zwecks Neubeurteilung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In beweisrechtlicher Hinsicht beantragte er 
die Einholung eines psychiatrischen sowie somatischen Gutachtens. In der 

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Begründung kritisierte er das eingeholte Gutachten sowohl in formeller als auch in 
materieller Hinsicht.

G. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 27. August 2025 auf Abweisung der Beschwerde und verwies 
zur Begründung auf die angefochtene Verfügung, an welcher sie vollumfänglich 
festhielt.

H. Der Beschwerdeführer liess sich trotz der ihm eingeräumten Frist nicht mehr 
vernehmen. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 14. Juli 2025 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 
Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage des Rentenanspruchs des 
Beschwerdeführers, welcher angesichts der Anmeldung im Dezember 2023 
gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. Juni 2024 (d.h. sechs Monate 
nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstünde, sofern bis dahin das 
Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt gewesen wäre. Umstritten ist, ob 
ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt oder nicht.

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 

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diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt 
vieler: BGE 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1; vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 2.2), die angefochtene 
Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020 
datiert und der hier umstrittene Rentenanspruch seine Begründung frühestens ab 
dem 1. Juni 2024 fände, sind die ab dem 1. Januar 2022 geltenden Normen 
anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 
2020 und Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung vom 3. November 2021; 
siehe ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 1. Januar 
2022, Rz. 9100 [<http://www.sozialversicherungen.admin.ch>]).

4. Soweit der Beschwerdeführer die Unabhängigkeit des psychiatrischen 
Gutachters Dr. med. B._____ in Frage stellt (vgl. act. A.1 S. 5 und S. 7), zielt sein 
Einwand – wie nachfolgend dargelegt wird – ins Leere. 

4.1. Im Allgemeinen gilt in diesem Zusammenhang, dass Personen, die 
Entscheidungen über Rechte und Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, 
darunter auch Sachverständige, im Verwaltungsverfahren in den Ausstand treten 
müssen, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben oder aus anderen 
Gründen befangen sein könnten (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 36 Abs. 1 ATSG; vgl. auch 
Art. 10 Abs. 1 VwVG [SR 172.021] und Art. 34 BGG i.V.m. Art. 19 VwVG und Art. 58 
Abs. 1 BZP [SR 273]; BGE 137 V 210 E. 2.1.3; Urteil des Bundesgerichts 
8C_62/2019 vom 9. August 2019 E. 5.1). Für Sachverständige gelten 
rechtsprechungsgemäss grundsätzlich die gleichen Ausstands- und 
Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen sind. Danach 
ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, 
Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Beurteilung des 
Befangenheitsanscheins und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht 
auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden, sondern das 
Misstrauen muss in objektiver Weise als begründet erscheinen. Angesichts der 
erheblichen Bedeutung, die den medizinischen Gutachten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein 
strenger Massstab anzusetzen (zum Ganzen: Urteile des Bundesgerichts 
8C_488/2022 vom 2. Mai 2023 E. 4.3.1 f. und 8C_296/2021 vom 22. Juni 2021 E. 3 
m.w.H.). So kann das Expertenverhalten während der Exploration objektiv den 
Anschein von Befangenheit erwecken. Zu denken ist etwa an Äusserungen, welche 
die Glaubhaftigkeit der Angaben des Exploranden oder der Explorandin zum 

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Gesundheitszustand und zur Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit von 
vornherein mehr oder weniger offen verneinen, abschätzige Bemerkungen 
persönlicher Natur oder unter Umständen die Art und Weise, wie die Untersuchung 
durchgeführt wird und in diesem Zusammenhang auch die Dauer der Massnahme. 
Die Objektivität der Beurteilung steht auch in Frage, wenn die begutachtende 
Person von weitgehend sachfremden Kriterien auf Aspekte des 
Gesundheitszustandes schliesst, welche für die zumutbare Arbeitsfähigkeit von 
Bedeutung sind. Schliesslich kann die Abfassung einer medizinischen Expertise in 
beleidigendem Ton oder sonst auf unsachliche Art und Weise objektiv Zweifel an 
der Unvoreingenommenheit der sachverständigen Person wecken (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 5.1, 8C_665/2015 vom 
21. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_893/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 1.2.2).

4.2. Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, es sei störend, dass Dr. 
med. B._____ mehrfach die Qualitäten von Dr. med. C._____ in Frage stelle und 
sich gar abwertend über sie äussere. Dies sei wenig professionell und disqualifiziere 
ihn schlussendlich selbst (vgl. act. A.1 S. 5 und S. 7). Dass sich Dr. med. B._____ 
abwertend über Dr. med. C._____ äusserte, geht aus dem Gutachten nicht hervor. 
Stattdessen hielt Dr. med. B._____ einzig fest, dass Dr. med. C._____ laut dem 
Ärzteverzeichnis der FMH (Stand: 25. Januar 2025) nicht Psychiaterin sei, sondern 
einen Facharzttitel für Allgemeine Innere Medizin mit dem interdisziplinären 
Schwerpunkt Psychosomatische und Psychosoziale Medizin habe. Ihre Berichte 
seien somit keine psychiatrischen Berichte (vgl. IV-act. 54 S. 48). Dies trifft 
nachweislich zu (vgl. Ärzteverzeichnis der FMH, abrufbar unter www.doctorfmh.ch) 
und lässt daher nicht auf eine unzulässige Voreingenommenheit schliessen. Weiter 
hielt er fest, dass Dr. med. C._____ zwar Oberärztin, aber nicht Psychiaterin sei, 
weshalb es sich formal auch nicht um eine psychiatrische Behandlung handle (vgl. 
IV-act. 54 S. 53). Inwiefern damit die Objektivität der Beurteilung von Dr. med. 
B._____ in Frage stehen sollte, ist nicht ersichtlich. Im Weiteren setzte sich Dr. med. 
B._____ in seinem Gutachten ausführlich mit den Berichten von Dr. med. C._____ 
auseinander und zeigte dabei in sachlicher Weise auf, inwiefern er ihren 
Einschätzungen nicht folgen konnte (vgl. IV-act. 54 S. 46 ff.). Dass der Gutachter – 
wie der Beschwerdeführer vorbringt – sich hauptsächlich damit begnügt hätte, die 
Fachkompetenz von Dr. med. C._____ in Frage zu stellen, verfängt somit nicht. 
Gleichsam zielt auch der Einwand, es handle sich beim Gutachten von Dr. med. 
B._____ um ein Gefälligkeitsgutachten für die Beschwerdegegnerin, ins Leere. 
Dass das psychiatrische Gutachten vom 30. Januar 2025 in unsachlichem Duktus 
verfasst worden wäre oder sonstige Umstände vorliegen würden, welche den 
Anschein der Befangenheit zu begründen vermöchten, sind weder ersichtlich noch 

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werden solche vom Beschwerdeführer geltend gemacht. Entgegen dessen Ansicht 
fehlt Dr. med. B._____ somit nicht die erforderliche Unabhängigkeit.

5.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

5.2. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet bzw. nimmt sie dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 
E. 2.4 und 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

5.2.1. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 

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bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_458/2024 vom 2. Mai 2025 E. 2.3.2, 8C_380/2021 vom 
21. Dezember 2021 E. 3.2 und 8C_173/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 4.1).

5.2.2. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Allerdings kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt 
werden, soweit er vorbringt, beim Gutachten von Dr. med. B._____ vom 30. Januar 
2025 handle es sich lediglich um eine Parteibehauptung oder um eine 
versicherungsinterne ärztliche Beurteilung. Vielmehr ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens (nach Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 
E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 8C_458/2024 
vom 2. Mai 2025 E. 2.3.2, 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 
vom 13. Oktober 2022 E. 4.1.1 und 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E. 2.3). In 
Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll die Richterperson auch 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 
E. 3b/cc). Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von 

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Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (vgl. dazu 
BGE 124 I 170 E. 4) andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten 
stets in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn 
die behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich 
eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der subjektiven 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 8C_317/2024 vom 22. Januar 2025 E. 6.2, 8C_350/2023 vom 
5. Juni 2024 E. 4, 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 vom 4. Mai 
2022 E. 4 und 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 11.2.2).

5.2.3. Die Feststellung einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung erfolgt 
bei somatoformen Schmerzstörungen (vgl. BGE 141 V 281) wie auch bei sämtlichen 
psychischen Störungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) nach Vorliegen einer 
ärztlichen Diagnosestellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens anhand 
der sogenannten Standardindikatoren. Im strukturierten Beweisverfahren ist der 
Nachweis des funktionellen Schweregrades und der Konsistenz der 
Gesundheitsschädigung unter Verwendung sogenannter Indikatoren zu erbringen 
(vgl. KSIR, Stand: 1. Januar 2025, Rz. 1105). Die Kategorie "funktioneller 
Schweregrad" umfasst den Komplex "Gesundheitsschädigung" (mit 
den Indikatoren "Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde", 
"Behandlungserfolg oder -resistenz", "Eingliederungserfolg oder -resistenz" und 
"Komorbiditäten"), den Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, 
persönliche Ressourcen) und den Komplex "Sozialer Kontext". Die Kategorie 
"Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) umfasst die Komplexe 
"Gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 
Lebensbereichen" und "Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch 
ausgewiesener Leidensdruck" (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.1.3; KSIR, Rz. 1105). Aus 
Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten 
Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet 
ist (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 und 143 V 418 E. 7.1; siehe dazu auch Urteile des 
Bundesgerichts 8C_560/2023 vom 18. Januar 2024 E. 7.4.2, 9C_38/2022 vom 
24. Mai 2022 E. 4.6, 9C_587/2021 vom 31. Januar 2022 E. 4.1 und 9C_197/2018 
vom 5. Juni 2018 E. 7). Hat sich die sachverständige Person bei der Einschätzung 
des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 
orientiert und genügt ihr Gutachten den allgemeinen Anforderungen an den 
Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1), sind die darin 

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formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen der 
Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische 
Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht 
stattfinden (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.2 und 141 V 281 E. 5.2.3; Urteile des 
Bundesgerichts 9C_389/2022 vom 3. Mai 2023 E. 2.3.2, 9C_293/2021 vom 
23. Dezember 2021 E. 2.3, 9C_307/2017 vom 11. Januar 2018 E. 5.1.2 und 
9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.5; siehe auch BGE 144 V 50 E. 4.3). 
Eine solche liegt aber nicht vor, wenn der Versicherungsträger und im 
Beschwerdefall das Gericht anhand der medizinischen Indikatorenprüfung die 
massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung eines 
stimmigen Gesamtbildes schlüssig abhandeln und nachweisen, wo die ärztlichen 
Darlegungen nicht mit den normativen Vorgaben übereinstimmen (vgl. BGE 145 V 
361 E. 4.1.1; SVR 2021 IV Nr. 47 S. 151; Urteile des Bundesgerichts 8C_773/2023 
vom 1. Mai 2024 E. 5.2 f., 9C_293/2021 vom 23. Dezember 2021 E. 2.3 und 
8C_407/2020 vom 3. März 2021 E. 5.2).

6. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 14. Juli 2025 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da beim 
Beschwerdeführer kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Hierbei 
stützte sie sich im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
B._____ vom 30. Januar 2025 ab (vgl. IV-act. 54). Entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers handelt es sich hierbei nicht um ein Parteigutachten, sondern 
um ein von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholtes Gutachten eines externen Spezialarztes, welchem gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung – wie bereits in vorstehender Erwägung 5.2.2 
dargelegt – volle Beweiskraft zukommt, solange nicht konkrete Indizien gegen 
dessen Zuverlässigkeit sprechen. Dies gilt es nachfolgend zu prüfen. 

7. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. vorstehende 
Erwägungen 5.2.1 ff.) ist festzustellen, dass das psychiatrische Gutachten von Dr. 
med. B._____ vom 30. Januar 2025 (Explorationsdatum: 18. Dezember 2024; 
Dauer: rund zwei Stunden) in Kenntnis der Akten (vgl. IV-act. 54 S. 4 ff.), der vom 
Beschwerdeführer beklagten Beschwerden und dem Krankheitsverlauf ergangen ist 
(vgl. IV-act. 54 S. 19 ff.). Es basiert auf eigenen klinischen, testologischen und 
laborchemischen Untersuchungen (vgl. IV-act. 54 S. 39 ff.) und Dr. med. B._____ 
nahm zu den streitigen Belangen Stellung (vgl. IV-act. 54 S. 56 ff.). Soweit der 
Beschwerdeführer die Qualität des Gutachtens insoweit in Zweifel zieht, als der 
Gutachter von der Einholung fremdanamnestischer Auskünfte bei den involvierten 
Ärzten abgesehen habe (vgl. act. A.1 S. 5 f.), ist ihm entgegen zu halten, dass das 

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Einholen fremdanamnestischer Auskünfte grundsätzlich der Fachkenntnis und dem 
Ermessensspielraum des Experten unterliegt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_318/2024 vom 23. Januar 2025 E. 4.1.2 und 9C_379/2019 vom 26. September 
2019 E. 3.5.1). Vorliegend standen dem Gutachter denn auch – wie dargelegt – 
zahlreiche Berichte der behandelnden (Fach-)Arztpersonen zur Verfügung (vgl. IV-
act. 54 S. 4 ff.). Hinzu kommt, dass die behandelnde Ärztin Dr. med. C._____ am 
6. März 2025, d.h. nach der Erstattung des psychiatrischen Gutachtens, eine 
ärztliche Stellungnahme einreichte (vgl. IV-act. 66 S. 3 f.), wozu Dr. med. B._____ 
am 3. April 2025 ergänzend Stellung nahm und dabei auch eine telefonische 
Auskunft bei Dr. med. C._____ einholte (vgl. IV-act. 69 S. 3 f.). Daneben hielt der 
Hausarzt Dr. med. D._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bereits in 
seinem Bericht vom 29. März 2024 fest, den Beschwerdeführer am 7. Juli 2023 
zuletzt gesehen und ihn danach an die E._____ und mithin an Dr. med. C._____ 
zugewiesen zu haben (vgl. IV-act. 29 S. 3). Insofern ist die Vorgehensweise des 
psychiatrischen Gutachters nicht zu beanstanden. In seinem Gutachten vom 
30. Januar 2025 gelangte Dr. med. B._____ letztlich zum Schluss, beim 
Beschwerdeführer liege folgende Diagnose ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit vor (vgl. IV-act. 54 
S. 55 und S. 60): "Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: 
F43.21)". 

8.1. Zur Herleitung der Diagnose führte Dr. med. B._____ aus, zum Zeitpunkt der 
aktuellen Untersuchung am 18. Dezember 2024 sei die Grundstimmung des 
Beschwerdeführers diskret zum depressiven Pol hin verschoben gewesen, die 
affektive Modulationsfähigkeit sei etwas erschwert herstellbar bzw. etwas 
eingeschränkt, aber nicht aufgehoben gewesen. Es sei auch eine Auslenkung zum 
positiven Pol hin gelungen. Der Beschwerdeführer habe Zukunftsängste 
beschrieben und festgehalten, er sei hoffnungslos sowie anhaltend etwas 
deprimiert, letztmals sei das vor zehn Tagen der Fall gewesen. Ausserdem habe er 
eine Minderung der Vitalgefühle, eine Affektarmut sowie eine Antriebsminderung 
beschrieben, Mimik und Gestik seien aber lebhaft gewesen und aus der Schilderung 
des Tagesablaufes könne man entnehmen, dass er doch auch viele Aktivitäten 
ausführe. Der Beschwerdeführer habe etwas widersprüchliche Angaben zu 
Symptomen und Einschränkungen gemacht, die beschriebenen, eher gravierenden 
Einschränkungen habe er meist wieder relativiert, sodass zumindest von einer 
starken Verdeutlichungstendenz auszugehen sei. Weil die Erhebung des 
Psychostatus auch eine stark suggestive Komponente enthalte, gehe er (Dr. med. 
B._____) davon aus, dass dies auch in der vorliegenden Situation der Fall gewesen 
sei. Er gehe insgesamt nicht davon aus, dass die Kriterien einer depressiven 

11 / 25

Episode (leicht, mittelgradig oder schwer) nach ICD-10 erfüllt seien. Die vom 
Beschwerdeführer beschriebenen Ängste bzw. die beschriebene depressive 
Symptomatik stehe in einem eindeutigen Zusammenhang mit der von diesem 
ausführlich beschriebenen psychosozialen Belastungssituation, die auch in den 
Akten immer wieder genannt werde. Er gehe davon aus, dass die Diagnose der 
Anpassungsstörung die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers am besten ICD-
10-konform erfasse. Aufgrund des Zeitkriteriums komme aber nur noch die 
Diagnose der längeren depressiven Reaktion in Frage (vgl. IV-act. 54 S. 54 f.). 

8.2. Diese Herleitung der Diagnose ist unter Berücksichtigung der Kriterien einer 
Anpassungsstörung nach ICD-10, welche von einer sorgfältigen Bewertung der 
Beziehung zwischen Art, Inhalt und Schwere der Symptome, Anamnese und 
Persönlichkeit sowie belastendem Ereignis, belastender Situation oder Lebenskrise 
abhängt (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Auflage 
2014, S. 210), aufgrund der ausführlichen gutachterlichen Befragung des 
Beschwerdeführers, der Befunderhebung und der Würdigung der Vorakten 
durchaus nachvollziehbar und vermag – wie nachfolgend dargelegt wird – durch die 
abweichende Beurteilung der behandelnden Ärztin Dr. med. C._____, mit welcher 
sich Dr. med. B._____ in seinem Gutachten vom 30. Januar 2025 sowie in der 
ergänzenden Stellungnahme vom 3. April 2025 auseinandersetzte (vgl. IV-act. 54 
S. 46 ff. und IV-act. 69), nicht in Zweifel gezogen zu werden. 

8.2.1. Vorab gilt es festzuhalten, dass Dr. med. C._____, bei welcher der 
Beschwerdeführer seit dem 10. Juli 2023 in Behandlung war, zunächst ebenfalls 
eine Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastungssituation am Arbeitsplatz 
(ICD-10: F43.2) bzw. eine Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion 
gemischt (ICD-10: F43.22), diagnostizierte (vgl. Berichte vom 11. August 2023 und 
27. November 2023 [IV-act. 20 S. 1 und S. 3]). In anamnestischer Hinsicht hielt sie 
in ihrem Bericht vom 27. November 2023 fest, der selbstständige Gastwirt leide seit 
ca. zwei Jahren unter einer psychosozialen Belastungssituation am Arbeitsplatz: 
Zuerst im Rahmen der Coronapandemie und danach wegen schlechter 
Wetterbedingungen resp. eines schneearmen Winters, was dem Betrieb geschadet 
habe. Im Rahmen der schwierigen finanziellen Lage habe er sieben Tage pro 
Woche gearbeitet, kaum noch Freizeit und keine Ferien gehabt. Diese psychische 
und körperliche Überlastung habe diesen Sommer zu einer starken Erschöpfung mit 
depressiver Symptomatik und Existenzängsten geführt. Unter regelmässigen, 
ressourcenorientierten und supportiven Einzelgesprächen mit 
Entspannungsverfahren sowie medikamentöser Therapie seien die depressive 

12 / 25

Symptomatik und Reizbarkeit des Beschwerdeführers leicht rückläufig. Es bestehe 
aber weiterhin eine Restsymptomatik in Form von Existenzängsten, 
Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und einer verminderten Belastbarkeit 
(vgl. IV-act. 20 S. 3 f.). 

In einem späteren Bericht vom 30. Januar 2024 diagnostizierte Dr. med. C._____ 
sodann eine depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 
F32.1; vgl. IV-act. 16). Dabei attestierte sie dem Beschwerdeführer, welcher zuvor 
vom 29. Juli 2023 bis zum 31. Oktober 2023 zu 80 %, vom 1. November 2023 bis 
zum 18. Dezember 2023 zu 100 % und vom 19. Dezember 2023 bis zum 31. Januar 
2024 zu 70 % arbeitsunfähig war, ab dem 1. Februar 2024 eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als selbstständiger Gastgeber (vgl. IV-
act. 16 S. 1). Zum Wechsel der Diagnose hielt Dr. med. B._____ in seinem 
Gutachten nachvollziehbar fest, dieser sei auffällig, weil bisher von einer 
Anpassungsstörung ausgegangen worden sei und hier exakt dieselbe Situation 
(inkl. einer leichten Verbesserung, welche sich auch in der Reduktion der 
attestierten Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit abbilde; vgl. IV-act. 54 S. 53) 
beschrieben werde. Wie schon in früheren Berichten werde auch hier wesentlich 
mit psychosozialen Belastungsfaktoren argumentiert (vgl. IV-act. 54 S. 46 f.): 
"Einerseits sind es die Existenzängste, wegen finanziellen Sorgen, welche den 
Patienten belasten und andererseits die verschiedenen Probleme mit dem 
Personal" (IV-act. 16 S. 3; vgl. IV-act. 54 S. 47). Hinsichtlich der psychosozialen 
Belastungssituation verwies Dr. med. B._____ zudem auf den Bericht des 
Hausarztes Dr. med. D._____ vom 29. März 2024, welcher zur Vorgeschichte und 
Entwicklung des Beschwerdeführers festhält, dieser habe nach der Covid-19-
Pandemie als Chef mit drei bis vier Mitarbeitern zunehmend Probleme im Betrieb 
gehabt: Keine Gäste, wenig Arbeit, aber hohe finanzielle Belastung sowie 
Personalmangel und Probleme (vgl. IV-act. 29 S. 2; vgl. IV-act. 54 S. 47). 

Im Verlaufsbericht vom 26. August 2024 bestätigte Dr. med. C._____ die Diagnose 
einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1; vgl. IV-act. 41 S. 1). Auch 
hierzu hielt Dr. med. B._____ in seinem Gutachten fest, dass im Text in erster Linie 
psychosoziale Belastungsfaktoren genannt würden (vgl. IV-act. 54 S. 48). So 
bemerkte Dr. med. C._____ zur Diagnose was folgt (vgl. IV-act. 41 S. 1): "Der 
Patient leidet unter einer beruflichen psychosozialen Belastungssituation seit der 
Corona-Pandemie. Die gegenwärtigen psychisch belastenden Faktoren sind die 
stressige Tätigkeit im Gastgewerbe, die Wetterabhängigkeit des Hotelbetriebes und 
Personalprobleme, sowie private Belastungen. A._____ ist deutlich weniger 
belastbar, schneller erschöpft, braucht mehr Pausen und erholt sich weniger in der 

13 / 25

Freizeit." Zum Verlauf bzw. den veränderten Befunden notierte sie sodann was folgt 
(vgl. IV-act. 41 S. 1): "A._____ beklagt sich in den Gesprächssitzungen immer 
wieder über berufliche und private Sorgen. Er erwähnt, er sei weiterhin nicht 
belastbar und die Arbeit in der Küche sei ihm zu stressig. Eine Steigerung des 
Arbeitspensums war wegen der reduzierten Belastbarkeit und schnellen 
Erschöpfung nicht durchführbar. Der Patient ist oft klagend, erwähnt, er sei schnell 
müde, vergesslich, unkonzentriert und reizbar. Zudem leide er unter 
Durchschlafstörungen und einem nicht erholsamen Schlaf. Ferien und freie Tage 
bringen nicht die erhoffte Erholung. Seit dem 01.02.2024 arbeitet er zu 50 %, vor 
allem in der Führung des Betriebes." Hierzu merkte der psychiatrische Gutachter 
plausibel an, es fehle ein ausführlicher Psychostatus nach AMDP 
(Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie), so dass 
die gestellte Diagnose nicht wirklich nachvollzogen werden könne (vgl. IV-act. 54 
S. 48).

8.2.2. Wenn nun Dr. med. B._____ in seinem Gutachten zum Schluss gelangt, dass 
Dr. med. C._____ in allen Berichten ganz wesentlich mit der psychosozialen 
Belastungssituation des Beschwerdeführers argumentiere, weshalb die Diagnose 
der Anpassungsstörung sicherlich (und auch weiterhin) gerechtfertigt sei, und es ihr 
nicht gelinge, überzeugend nachzuweisen, dass unabhängig davon tatsächlich ein 
psychisches Leiden von Krankheitswert im Sinne einer beispielsweise depressiven 
Episode bestehe (vgl. IV-act. 54 S. 53), so ist dies durchaus nachvollziehbar. Dies 
gilt umso mehr, als eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von 
Krankheitswert rechtsprechungsgemäss umso ausgeprägter vorhanden sein muss, 
je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den 
Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_481/2024 vom 4. März 2025 E. 5.2.1 und 8C_441/2024 vom 
31. Januar 2025 E. 6.1).

Hieran vermag auch die Stellungnahme von Dr. med. C._____ vom 6. März 2025 
(vgl. IV-act. 66 S. 3 f.) nichts zu ändern. Denn darin führte sie im Wesentlichen aus, 
dass die depressive Symptomatik eine Eigendynamik in Unabhängigkeit von den 
sozialen Auslösebedingungen gezeigt habe, weshalb die Diagnose einer 
depressiven Anpassungsstörung in eine mittelgradige depressive Episode 
umgewandelt worden sei (vgl. IV-act. 66 S. 3). Dies vermag insofern nicht zu 
überzeugen, als Dr. med. C._____ nach zuvor festgehaltener leichter Verbesserung 
der depressiven Symptomatik (vgl. Bericht vom 27. November 2023 [IV-act. 20 
S. 4]) und gesteigerter Arbeitsfähigkeit (vgl. Bericht vom 30. Januar 2024 [IV-act. 16 
S. 1]) in ihrem Verlaufsbericht vom 26. August 2024 nach wie vor mit der 

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psychosozialen Belastungssituation argumentierte (vgl. dazu auch den Verweis von 
Dr. med. B._____ in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 3. April 2025 auf das 
Gutachten vom 30. Januar 2025 [IV-act. 69 S. 2]), indem sie ausführte, der 
Beschwerdeführer leide seit der Corona-Pandemie unter einer beruflichen 
psychosozialen Belastungssituation mit gegenwärtigen psychisch belastenden 
Faktoren in Form von stressiger Tätigkeit im Gastgewerbe, Wetterabhängigkeit des 
Hotelbetriebs, Personalproblemen und privaten Belastungen (vgl. IV-act. 41 S. 1 
sowie vorstehende Erwägung 8.2.1). In diesem Zusammenhang gilt es zudem 
darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer auch im Gespräch mit dem 
Eingliederungsberater der IV vom 4. März 2024 angab, Corona und die schlechten 
Wetterverhältnisse machten die Wirte kaputt. Mit dem fehlenden Personal sei auch 
immer viel Druck vorhanden. Man bekomme kein Personal, das etwas könne. Er sei 
aktuell immer müde, bereits am Morgen, habe nun aber jemanden eingestellt, der 
ihm die Buchhaltung mache (vgl. IV-act. 23 S. 1); auch das Kochen habe er 
abgegeben (vgl. IV-act. 23 S. 2). Der Eingliederungsberater bemerkte sodann, die 
psychischen Probleme hätten vor allem mit der Corona-Krise zu tun, welche dem 
Beschwerdeführer finanzielle Existenzprobleme eingebracht habe. Was wirklich 
krankheitsbedingt sei und was eher betriebliche bzw. wirtschaftliche Probleme 
seien, sei nicht klar (vgl. IV-act. 23 S. 4 und IV-act. 34 S. 2). 

Sodann wies Dr. med. B._____ – wie dargelegt – in seinem Gutachten zudem 
daraufhin, dass in sämtlichen Berichten von Dr. med. C._____ ein ausführlicher 
Psychostatus nach AMDP fehle, sodass die gestellte Diagnose auch aus diesem 
Grund nicht nachvollzogen werden könne (vgl. IV-act. 54 S. 48 und S. 53). Darüber 
hinaus sei Dr. med. C._____ nicht Psychiaterin, sondern Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin mit dem interdisziplinären Schwerpunkt Psychosomatische und 
Psychosoziale Medizin. Damit seien ihre Berichte, auch wenn sie Oberärztin bei den 
E._____ sei, keine psychiatrischen Berichte (vgl. IV-act. 54 S. 48 und S. 53). Der 
Einwand von Dr. med. C._____, wonach der Beschwerdeführer in regelmässigen 
Supervisionen durch ihren Vorgesetzten, Dr. med. Dr. phil. F._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vorgestellt und besprochen worden sei (vgl. IV-
act. 66 S. 3), vermag hieran nichts zu ändern. Angesichts der hiervor erwähnten 
Berichte von Dr. med. C._____ kann der Beschwerdegegnerin entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers auch nicht zum Vorwurf gereichen, keine 
aktuellen Verlaufsberichte eingeholt zu haben.

Soweit der Beschwerdeführer sodann geltend macht, die psychischen 
Beschwerden würden bereits seit langem bestehen bzw. seien im Jahr 2014 derart 
gross gewesen, dass er gar Suizidgedanken gehabt habe und somit von einer 

15 / 25

schweren psychiatrischen Vorbelastung auszugehen sei (vgl. act. A.1. S. 3), ist 
darauf hinzuweisen, dass auch die damalige Gesundheitsschädigung mit einer 
psychosozialen Belastungssituation einherging. Jedenfalls lässt sich dem 
Gutachten von Dr. med. B._____ diesbezüglich gestützt auf die Angaben des 
Beschwerdeführers was folgt entnehmen (vgl. IV-act. 54 S. 44): "Sie [seine Ehefrau; 
Anmerkung des Gerichts] habe mit zweiundvierzig einen Hirnschlag gehabt und der 
Expl. habe zwei Jahre lang alles alleine machen müssen. Neben dem gemeinsamen 
Kind habe sie noch ein Kind mitgebracht. Der Expl. habe weiter als _____chauffeur 
gearbeitet, er denke, das sei bis 2015 gewesen. 2015 sei auch die Scheidung 
gewesen. Es sei ihm damals alles zu viel gewesen. Der Job als _____chauffeur 
habe der Expl. verloren, weil er den Führerschein habe abgeben müssen. Es sei 
ihm damals ganz schlecht gegangen. Er sei in eine stationäre Behandlung 
gegangen." Dabei ist anzumerken, dass sich der damalige Gesundheitszustand für 
den vorliegend zu beurteilenden Rentenanspruch, welcher frühestens ab dem 
1. Juni 2024 entstehen könnte, ohnehin nicht als relevant erweist.

Schliesslich vermag auch der Umstand, dass der Eingliederungsberater im August 
2024 den Eindruck hatte, der Beschwerdeführer habe sicher eine depressive Phase 
und sei antriebslos (vgl. IV-act. 32 und 34), gestützt auf welchen der 
Beschwerdeführer vorbringt, die gesundheitlichen Beschwerden seien somit auch 
für einen medizinischen Laien evident gewesen (vgl. act. A.1 S. 4), an der 
Schlüssigkeit der Diagnose von Dr. med. B._____ nichts zu ändern. Denn 
rechtsprechungsgemäss obliegt die abschliessende Beurteilung der sich aus einem 
Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der 
Hauptsache grundsätzlich den Ärztinnen und Ärzten und nicht den Fachleuten der 
Berufsberatung oder der beruflichen Eingliederung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_594/2024 vom 20. Juni 2025 E. 4.2.2 und 8C_64/2024 vom 1. Mai 2025 E. 3.4).

9.1. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers orientierte 
sich der Gutachter Dr. med. B._____ – wie nachfolgend dargelegt wird – an den 
normativen Vorgaben von BGE 141 V 281 bzw. am sogenannten strukturierten 
Beweisverfahren (vgl. dazu vorstehende Erwägung 5.2.3). 

9.1.1. Zum Komplex "Gesundheitsschädigung" (mit den Indikatoren "Ausprägung 
der diagnoserelevanten Befunde", "Behandlungserfolg oder -resistenz", 
"Eingliederungserfolg oder -resistenz" und "Komorbiditäten") der Kategorie 
"funktioneller Schweregrad" kann vorab auf den bereits erwähnten, gutachterlichen 
Untersuchungsbefund verwiesen werden, welchen Dr. med. B._____ eindeutig im 
Zusammenhang mit der sowohl vom Beschwerdeführer als auch in den Akten 
beschriebenen psychosozialen Belastungssituation einordnete (vgl. vorstehende 

16 / 25

Erwägung 8.1). Im Weiteren hielt Dr. med. B._____ in seinem Gutachten was folgt 
fest: Der Beschwerdeführer gehe jetzt wöchentlich nach G._____ in die Tagesklinik 
und das schon seit sicher sechs oder sieben Monaten (seit dem 13. Juni 2024 [vgl. 
IV-act. 41 S. 1]; Anmerkung des Gerichts). Er gehe am Donnerstag den ganzen Tag 
hin. Mit Dr. med. C._____ habe er ungefähr einmal im Monat ein Gespräch. Auf die 
Frage, wie es ihm aktuell gehe, habe er vor allem über die sehr schwierige Situation 
im H._____ berichtet. Die Auslastung sei sehr vom Wetter und den 
Schneeverhältnissen abhängig (vgl. IV-act. 54 S. 44 f.). Sodann berichte der 
Beschwerdeführer, er könne sich maximal zwei Stunden voll konzentrieren oder auf 
den Füssen stehen, dann sei er müde und müsse liegen. Es passiere sogar in der 
Tagesklinik, dass er liegen gehe (vgl. IV-act. 54 S. 45). Es gehe ihm immer etwa 
gleich. Er bleibe einfach zu Hause, gehe nirgends hin und es interessiere ihn auch 
nichts. Das sei schon so, seit er das erste Mal zum Arzt gegangen sei; damals sei 
es noch schlechter gegangen. Er könne sich psychisch nicht selber aufbauen, er 
kriege die Batterie nicht voll (vgl. IV-act. 54 S. 45). Konzentrieren gehe sicher nicht, 
wie es einmal gegangen sei. Er merke es auch, indem er beispielsweise nicht mehr 
die ganze Nacht über oder einen ganzen Tag mit dem Auto irgendwo hinfahren 
könne. Nach ein paar Stunden müsse er es lassen. Bei der Arbeit sei er einfach 
müde, er stehe schon müde auf. Er merke es auch in der Tagesklinik, wenn es zu 
lange gehe, dann müsse er sich brutal zusammenreissen. Nach zwei, drei Stunden 
werde es schwierig. Er sei schon sehr vergesslich geworden, sodass es im selber 
peinlich sei und es ihn ärgern würde (vgl. IV-act. 54 S. 45). Was den Indikator 
"Komorbiditäten" anbelangt, hielt Dr. med. B._____ in seinem Gutachten fest, dass 
am 20. Januar 2025 [recte: 22. Januar 2025] eine pneumologisch-
schlafmedizinische Abklärung stattgefunden habe, wobei eine obstruktive 
Schlafapnoe mit vermehrter Tagesmüdigkeit, nicht erholsamem Schlaf, 
beobachteten Atempausen und Schlaffragmentierung, die durch eine Depression 
aggraviert sei, diagnostiziert worden sei (vgl. IV-act. 54 S. 48).

9.1.2. Zum Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche 
Ressourcen) der Kategorie "funktioneller Schweregrad" hielt Dr. med. B._____ in 
seinem Gutachten fest, in den Akten fänden sich keine Hinweise für Auffälligkeiten 
der Persönlichkeit, eine Persönlichkeitsakzentuierung oder gar eine 
Persönlichkeitsstörung. Die berufliche und soziale Anamnese des 
Beschwerdeführers spreche ganz eindeutig dagegen, dass er an einer 
gravierenden Persönlichkeitsstörung leiden würde, die einen relevanten Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit (gehabt) haben könnte. Vielmehr spreche seine berufliche und 
soziale Anamnese für sehr gute Ressourcen, gerade auch auf Ebene der 

17 / 25

Persönlichkeit, für eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sowie für sehr 
gute soziale Fertigkeiten (vgl. IV-act. 54 S. 49 und S. 55). 

9.1.3. Zum Komplex "Sozialer Kontext" der Kategorie "funktioneller Schweregrad" 
vermerkte Dr. med. B._____ in seinem Gutachten, dass der Beschwerdeführer 
alleine wohne. Die Beziehung zu seiner Tochter sei gut, sie sei jetzt in I._____. Er 
sei vor kurzem bei ihr gewesen und sie würde ihn im Januar auch besuchen. Mit 
den beiden Freunden in J._____ habe er ziemlich viel Kontakt, sie würden jeden 
Tag telefonieren und er sei jetzt auch gerade drei Tage bei ihnen in J._____ 
gewesen. Sonst habe er keine Freunde oder Kollegen, die er regelmässig sehe. Er 
habe noch mit seinen zwei Brüdern telefonisch Kontakt, vielleicht würden sie ihn an 
Weihnachten auch besuchen. Die Eltern lebten nicht mehr (vgl. IV-act. 54 S. 49). 
Der Beschwerdeführer verfügt also durchaus über ein gewisses soziales Netzwerk. 
Als Belastungsfaktor sieht Dr. med. B._____ allerdings den Umstand, dass der 
Beschwerdeführer zwar eigentlich keine Schulden, aber seit Corona Ärger habe. Es 
gehe um einen Corona-Kredit […]. Zu den bereits bestehenden psychosozialen 
Belastungsfaktoren (vgl. dazu die Ausführungen in den vorstehenden 
Erwägungen 8.2.1 f.) kommt damit gemäss Dr. med. B._____ ein weiterer 
Belastungsfaktor hinzu (vgl. IV-act. 54 S. 49).

Praxisgemäss spielt es keine Rolle, dass – wie vorliegend (vgl. dazu vorstehende 
Erwägungen 8.2.1 f.) – psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren bei der 
Entstehung einer Gesundheitsschädigung einen wichtigen Einfluss gehabt hatten, 
sofern sich inzwischen ein eigenständiger invalidisierender Gesundheitsschaden 
entwickelt hat. Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren sind aber insoweit 
auszuklammern, als es darum geht, die für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
kausalen versicherten Aspekte zu umschreiben. Mit anderen Worten finden soziale 
Faktoren keine Berücksichtigung, sobald sie direkt negative funktionelle Folgen 
zeitigen. Eine krankheitswertige Störung muss folglich umso ausgeprägter 
vorhanden sein, je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren das 
Beschwerdebild mitprägen. Wohl überschneiden sich krankheitswertige psychische 
Störungen sowie psychosoziale und soziokulturelle Aspekte oftmals. Ob dabei aber 
ein verselbstständigter Gesundheitsschaden vorliegt, ist im Rahmen des mit 
BGE 141 V 281 eingeführten strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, indem die 
betreffenden Umstände und ihre Entwicklung als Ressourcen oder 
Belastungsfaktoren in den Komplexen "Persönlichkeit" und "sozialer Kontext" 
bewertet werden. Soziale Belastungen, die direkt negative funktionelle Folgen 
zeitigen, sind aber nicht vorab und losgelöst von der Indikatorenprüfung, sondern in 
deren Rahmen im Gesamtkontext zu würdigen. Dabei werden die funktionellen 

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Folgen von Gesundheitsschädigungen durchaus auch mit Blick auf psychosoziale 
und soziokulturelle Belastungsfaktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der 
Folgen einer Gesundheitsschädigung beeinflussen (Urteile des Bundesgerichts 
8C_481/2024 vom 4. März 2025 E. 5.2.1 und 8C_441/2024 vom 31. Januar 2025 
E. 6.1, je m.w.H.). 

Was die psychosozialen Belastungsfaktoren anbelangt, stellte Dr. med. B._____ in 
seinem Gutachten ausweislich der Sachlage nachvollziehbar fest, im Vordergrund 
der spontan vorgebrachten Klagen stünden die psychosoziale Belastungssituation 
sowie die Schwierigkeiten im Umgang damit (vgl. IV-act. 54 S. 52; vgl. dazu auch 
die Ausführungen in den vorstehenden Erwägungen 8.2.1 f.). Der 
Beschwerdeführer leide an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver 
Reaktion, verursacht durch eine über lange Zeit deutlich ungenügende Work-Life-
Balance, vor allem aber auch über gravierende psychosoziale Belastungsfaktoren 
(schwierige, sehr unregelmässige Auslastung des Betriebes, Schwierigkeiten mit 
Mitarbeitern, auf die sich der Beschwerdeführer teilweise nicht ganz verlassen 
könne, drohende Rückforderung eines Corona-Kredites durch den Kanton). Durch 
die aktuelle niederfrequente Behandlung im Ambulatorium der E._____ und dem 
regelmässigen Besuch der Tagesklinik an einem Tag in der Woche sei es dem 
Beschwerdeführer ein Stück weit gelungen, eine bessere Work-Life-Balance zu 
leben (vgl. auch IV-act. 54 S. 45). Die psychosozialen Belastungsfaktoren 
bestünden aber weiter, hätten weiterhin einen gewissen Einfluss, könnten aber 
durch eine psychiatrische Behandlung auch nicht wirklich beeinflusst werden (vgl. 
IV-act. 54 S. 56 f.). Insofern würdigte Dr. med. B._____ diese im Einklang mit der 
Rechtsprechung im Gesamtkontext und schrieb ihnen direkt negative funktionelle 
Folgen zu.

9.1.4. Was sodann die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens) 
und den darin zu prüfenden Komplex "Gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" anbelangt, hielt Dr. 
med. B._____ fest, die Angaben des Beschwerdeführers zu Aktivitäten und 
Einschränkungen seien widersprüchlich. So habe er beispielsweise angegeben, 
dass er einfach zu Hause bleiben und nirgendwo hingehen würde, da ihn auch 
nichts interessiere. Andererseits habe er berichtet, dass er Musik spielen würde und 
ein Mischpult habe. Er höre auch gerne Jazz und Blues, eigentlich jegliche Art von 
Musik. Dies tue ihm gut. Ausserdem habe er angegeben, dass er regelmässig mit 
dem Hund spazieren gehe und bei Freunden in J._____ gewesen sei, was aber eine 
Ausnahme gewesen sei. Allerdings habe er auch berichtet, dass er zu seiner 
Tochter nach I._____ gegangen und in der Zwischensaison drei Wochen in K._____ 

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gewesen sei, wo er ein Haus am Fluss habe. Darüber hinaus habe er angegeben, 
sich maximal zwei Stunden voll konzentrieren oder auf den Füssen stehen zu 
können. Danach sei er müde und müsse liegen. Er könne sich sicher nicht mehr so 
konzentrieren, wie es einmal gegangen sei. So könne er beispielsweise nicht mehr 
eine ganze Nacht oder einen ganzen Tag mit dem Auto irgendwo hinfahren. Nach 
ein paar Stunden müsse er es lassen. Früher habe er von morgens um 9 Uhr bis 
zur Sperrstunde gearbeitet. Jetzt komme er um 10 Uhr und gehe um 14 Uhr. Bei 
der Schilderung des Tagesablaufes habe er dann aber angegeben, dass er um 
14 Uhr mit dem Hund spazieren gehe würde, bevor er sich hinlege und 40 Minuten 
ganz intensiv schlafe. Danach gehe er wieder mit dem Hund und wenn es notwendig 
sei, gehe er noch einmal rauf (um zu arbeiten; Anmerkung des Gerichts) oder auch 
nicht. Oben mache er Kontrolle und wenn er oben bleibe, müsse er auch etwas mit 
den Gästen Kontakt haben oder abrechnen. Wenn es länger gehe, rechne er die 
Kasse ab. Um 20.30 Uhr sei die Küche fertig. So um 20 Uhr oder 20.30 Uhr habe 
er Feierabend, wenn er oben sei. Nach Auffassung von Dr. med. B._____ spricht 
dies nun aber dafür, dass der Beschwerdeführer gelegentlich länger arbeite als nur 
die vier zuerst von ihm genannten Stunden und dass dies nicht etwa von einer 
Krankheit abhängig sei, sondern davon, ob es notwendig sei oder nicht (vgl. IV-
act. 54 S. 57 f. und S. 50). Dies erscheint plausibel. Weiter hielt Dr. med. B._____ 
fest, der Beschwerdeführer berichte, dass er grosse Probleme mit der Konzentration 
habe und vergesslich sei. Gleichzeitig berichte er aber auch, dass er die 
Bestellungen schreiben müsse. Er habe zwar zwei Köche, aber es sei keiner davon 
fähig, wirklich alles zu bestellen. Wenn er oben sei und einer von 1000 Artikeln 
fehle, könne er diesen nirgends mehr kaufen. Er mache die Bestellungen daher 
immer selber bzw. kontrolliere diese. Dr. med. B._____ leitete daraus 
nachvollziehbar ab, dass sich der Beschwerdeführer die Bestellungen offenbar 
besser zutraue als den beiden Köchen, was nicht unbedingt für gravierende 
Einschränkungen der Konzentration oder des Gedächtnisses spreche (vgl. IV-
act. 54 S. 58 und S. 50 f.). Schliesslich wies Dr. med. B._____ darauf hin, dass der 
Beschwerdeführer eine grosse Müdigkeit erwähne. Er sei auch tagsüber müde, 
schon am Morgen. Zu 90 % schlafe er tagsüber. Allerdings habe er auch berichtet, 
dass er sich wieder einen Hund zugelegt habe, damit er nicht gleich ins Bett, 
sondern rausgehe, was er jetzt auch tue. Der Hund müsse ja raus, sonst sei er 
nachher verrückt. Dr. med. B._____ schloss darauf, dass die Müdigkeit doch nicht 
so gross sei, oder mit einem Spaziergang überwunden werden könne, jedenfalls 
spreche dies dafür, dass der Beschwerdeführer wohl eher nicht an 90 % der Tage 
um 14 Uhr schlafen gehe (vgl. IV-act. 54 S. 58 und S. 51). Allerdings habe er mit 
dem Schlafapnoesyndrom auch einen gewichtigen Grund für die Schlafstörungen 
und die Tagesmüdigkeit. Das genaue Ausmass der dadurch bedingten 

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Einschränkungen könne aber nicht festgelegt werden, weil die diesbezüglichen 
Angaben widersprüchlich seien (vgl. IV-act. 54 S. 51 und S. 58).

Dr. med. B._____ schloss daraus, dass der Beschwerdeführer zwar über 
verschiedene doch deutliche Schwierigkeiten, Einschränkungen und Symptome 
geklagt, er aber vieles im weiteren Gespräch wieder stark relativiert habe. Aus den 
Schilderungen des Beschwerdeführers zum Tagesablauf und zu den übrigen 
Aktivitäten müsse man letztlich schliessen, dass keine relevanten Einschränkungen 
bestünden. Der Beschwerdeführer nehme sich mehr Freizeit, habe wohl eine 
bessere Work-Life-Balance, worauf ja auch die Behandlung in der Tagesklinik 
abzuzielen scheine (vgl. IV-act. 54 S. 51 und S. 58). Diese gutachterliche 
Beurteilung ist nachvollziehbar.

9.1.5. Zum Komplex "Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch 
ausgewiesener Leidensdruck" der Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des 
Verhaltens) hielt Dr. med. B._____ in seinem Gutachten sodann fest, es falle auf, 
dass lediglich eine ambulante Behandlung am Ambulatorium der E._____ in 
grossen Abständen dokumentiert sei. Zudem sei die Behandlerin zwar Oberärztin, 
aber nicht Psychiaterin, weshalb es sich formal auch nicht um eine psychiatrische 
Behandlung handle (vgl. IV-act. 54 S. 53). Sodann sei das Medikament, welches 
der Beschwerdeführer nach seinen Angaben regelmässig einnehme, in seinem Blut 
nicht nachweisbar. Der Beschwerdeführer habe zwar angegeben, dass er es 
manchmal vergessen würde; er habe aber explizit auch angegeben, dass er es am 
Untersuchungstag eingenommen habe. Dr. med. B._____ schloss daraus, dass der 
Beschwerdeführer nicht davon ausgehe, von einer antidepressiven 
medikamentösen Behandlung profitieren zu können, was bedeute, dass der 
Leidensdruck möglicherweise nicht gross genug sei, dass allfällige 
Nebenwirkungen in Kauf genommen würden (vgl. IV-act. 54 S. 56 und S. 51 f.). 
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Nichteinnahme des Medikaments 
sei unbelegt, kann ihm unter Hinweis auf die Ergebnisse der Laboruntersuchung 
vom 18. Dezember 2024 nicht gefolgt werden (vgl. IV-act. 54 S. 63 ff. und S. 52). 
Auch ist die geltend gemachte depressionsbedingte Vergesslichkeit im Lichte der 
erwähnten Kontrolltätigkeit des Beschwerdeführers im Betrieb und der erhaltenen 
Fähigkeit, die Bestellungen zu schreiben, damit nichts vergessen gehe, zu 
relativieren.

Was sodann den eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck 
anbelangt, hielt Dr. med. B._____ in seinem Gutachten fest, gemäss dem 
Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 14. August 2024 könne im Bereich 
Eingliederung keine Unterstützung geboten werden, der Beschwerdeführer habe 

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seine Tätigkeit 1:1 ersetzt. Gemäss Info des Jobcoaches möchte/benötige der 
Beschwerdeführer keine Unterstützung in der beruflichen Eingliederung (vgl. IV-
act. 54 S. 47; vgl. auch IV-act. 34 S. 4 f., wonach der Beschwerdeführer gemäss 
dem Verlaufsprotokoll Eingliederung keine Unterstützung in Form eines 
Jobcoachings wollte bzw. er nach Angaben des Jobcoaches nicht wollte, dass die 
internen Abläufe eingesehen werden).

Insofern ist sowohl der behandlungs- als auch der eingliederungsanamnestische 
Leidensdruck zu relativieren.

9.2. Wenn Dr. med. B._____ anhand der vorerwähnten Indikatoren zum Schluss 
gelangt, die Kriterien eines selbstständigen, von psychosozialen Faktoren 
unabhängigen psychischen Leidens von Krankheitswert seien nicht erfüllt und die 
Anpassungsstörung begründe keine anhaltenden Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 54 S. 59, S. 56 und S. 51), so erscheint dies im Rahmen 
einer Gesamtbetrachtung durchaus nachvollziehbar und schlüssig. Soweit der 
Beschwerdeführer die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit dadurch in 
Zweifel zu ziehen versucht, dass er gemäss dem aktenkundigen 
Arbeitsunfähigkeitszeugnis der E._____ vom 25. Februar 2025 nachweislich noch 
immer zu 50 % arbeitsfähig sei (vgl. act. A.1 S. 6), ist in genereller Weise darauf 
hinzuweisen, dass die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine 
Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt. Die psychiatrische 
Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen 
gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische 
Interpretationen möglich, zulässig und rechtlich zu respektieren sind, sofern der 
Experte – wie vorliegend – lege artis vorgegangen ist (BGE 145 V 361 E. 4.1.2; 
Urteil des Bundesgerichts 9C_18/2020 vom 19. Mai 2020 E. 4.1). Dr. med. B._____ 
selbst begründete die Abweichung von der Einschätzung von Dr. med. C._____ 
zudem vor allem damit, dass er nach dem strukturierten Beweisverfahren vorgehen 
musste (vgl. IV-act. 54 S. 53). Das heisse vereinfacht gesagt, dass er differenziert 
zur Konsistenz habe Stellung nehmen, den Einfluss von psychosozialen 
Belastungsfaktoren habe ausschliessen und auch die Frage habe beantworten 
müssen, ob alle sinnvollen therapeutischen Optionen ausgeschöpft seien. 
Vorliegend sei aber die Konsistenz nicht gegeben und psychosoziale 
Belastungsfaktoren hätten einen sehr grossen Einfluss, wie auch Dr. med. C._____ 
immer wieder betone. Auch könne man nicht davon ausgehen, dass die 
therapeutischen Optionen ausgeschöpft seien (vgl. IV-act. 54 S. 53 f.). Insofern ist 
es denn auch nicht widersprüchlich, wenn Dr. med. B._____ trotz diagnostizierter 
"Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.21)" von einer 

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100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgeht. Dass Dr. med. B._____ 
aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer gelegentlich von L._____ nach 
M._____ fahre und dabei keine Probleme habe, eine vollständige Arbeitsfähigkeit 
hergeleitet hätte, ist angesichts der umfassenden Indikatorenprüfung nicht 
ersichtlich. Vor dem Hintergrund des durchgeführten strukturierten 
Beweisverfahrens verfängt auch das Argument des Beschwerdeführers, wonach es 
notorisch sei, dass Dr. med. C._____, welche ihn seit langem betreue, weitaus 
fundiertere Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen könne als ein 
Parteigutachter, der ihn einmalig untersucht habe, nicht. Stattdessen gilt es vielmehr 
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 
E. 3b/cc). Schliesslich relativierte Dr. med. C._____ anlässlich des 
Telefongesprächs mit Dr. med. B._____ am 2. April 2025 ihre Einschätzung des 
psychischen Gesundheitszustands massgeblich (vgl. IV-act. 69 S. 3 f.). Hinweise 
dafür, dass der in der ergänzenden Stellungnahme von Dr. med. B._____ vom 
3. April 2025 wiedergegebene Gesprächsinhalt unzutreffend sein sollte, sind weder 
ersichtlich noch werden solche vom Beschwerdeführer benannt. Vielmehr lässt es 
dieser bei einer pauschalen Bestreitung bewenden (vgl. act. A.1 S. 7 f.).

10. Insgesamt sprechen somit keine konkreten Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. B._____, weshalb 
diesem Gutachten vom 30. Januar 2025 volle Beweiskraft zukommt. In 
psychiatrischer Hinsicht leidet der Beschwerdeführer somit an einer 
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.21), ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sowohl aktuell als auch in der Vergangenheit. 

11. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Beschwerdegegnerin sei 
nicht auf die obstruktive Schlafapnoe eingegangen, welche sich in signifikanter 
Weise auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auswirke, zumal eine gegenseitige 
Wechselwirkung zwischen der Schlafapnoe und den psychischen Beschwerden 
bestehe (vgl. act. A.1 S. 6), kann ihm nicht gefolgt werden. So hielt der Arzt des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes, RAD-Arzt Dr. med. N._____, in seinem 
Abschlussbericht vom 11. Februar 2025 fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht 
könne vollumfänglich auf das eingeholte psychiatrische Gutachten vom 30. Januar 
2025 abgestellt werden. Der Bericht aus der pneumologisch-schlafmedizinischen 
Sprechstunde vom 22. Januar 2025 (vgl. IV-act. 54 S. 67) beschreibe durch die 
empfohlenen Therapien eine besserungsfähige schwere obstruktive Schlafapnoe, 
wobei lungenfunktionell ein Normalbefund festgestellt worden sei ohne Obstruktion 

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oder Einschränkung der CO-Diffusionskapazität. Als zumutbare Therapien seien 
eine aCPAP-Therapie (Schlafmaskentherapie) mit Einschulungstermin bei der 
Lungenliga, ein Rauchstopp und eine Gewichtsreduktion empfohlen (vgl. IV-act. 74 
S. 17). Auch der psychiatrische Gutachter Dr. med. B._____ ging in seinem 
Gutachten davon aus, dass die Schlafapnoe behandelbar sei (vgl. IV-act. 54 S. 59). 
Die Wechselwirkung zwischen der Schlafapnoe und der depressiven Verstimmung 
(vgl. IV-act. 54 S. 67) ist sodann insoweit zu relativieren, als die fehlenden 
funktionellen Auswirkungen der Anpassungsstörung gutachterlicherseits mittels 
strukturiertem Beweisverfahren nachvollziehbar plausibilisiert worden sind. Zudem 
wurden – wie hiervor bereits dargelegt – im Gutachten unter anderem 
widersprüchliche Angaben zur Schlafstörung bzw. Tagesmüdigkeit festgestellt, wie 
etwa eine beklagte grosse Müdigkeit, welche jedoch mit Spaziergängen mit dem 
Hund überwindbar sei (vgl. IV-act. 54 S. 51 und 58), sowie eine erhaltene 
Tagesstruktur und Fähigkeit, auch länger zu arbeiten, was ebenfalls gegen eine 
limitierende Tagesschläfrigkeit spricht (vgl. IV-act. 54 S. 50 und S. 57 f.). Insofern 
stellte Dr. med. B._____ denn auch eine starke Verdeutlichung von 
Einschränkungen und Symptomen fest (vgl. IV-act. 54 S. 52). Schliesslich gilt es 
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Bericht aus der 
pneumologisch-schlafmedizinischen Sprechstunde vom 22. Januar 2025 (vgl. IV-
act. 54 S. 66) auf der Epworth-Schläfrigkeitsskala (ESS) lediglich sieben Punkte 
erreichte, was für eine durchschnittliche bzw. keine abnorme (möglicherweise 
pathologische) Schläfrigkeit spricht (vgl. MSD Manual zur ESS, abrufbar unter 
<https://www.msdmanuals.com/de/profi/multimedia/clinical-calculator/epworth- 
schläfrigkeitsskala-ess> [besucht am 16. September 2025]).

12. Insgesamt ist es somit nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin 
von einem fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschaden ausging. Vor diesem 
Hintergrund kann auf die beantragte Einholung eines psychiatrischen sowie 
somatischen Gutachtens verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht 
aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und 
annehmen darf, dass diese Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht 
geändert würde (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1, 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3, 136 
I 229 E. 5.3 und 134 I 140 E. 5.3; vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_867/2022 vom 
18. Juli 2023 E. 4.1, 8C_411/2021 vom 27. August 2021 E. 4.3.2, 9C_319/2020 vom 
19. August 2020 E. 2.2 und 9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.8). Die Beschwerde 
erweist sich im Ergebnis als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

13.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

https://www.msdmanuals.com/de/profi/multimedia/clinical-calculator/epworth-%20schl%C3%A4frigkeitsskala-ess
https://www.msdmanuals.com/de/profi/multimedia/clinical-calculator/epworth-%20schl%C3%A4frigkeitsskala-ess

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Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, rechtfertigt es 
sich, die Gerichtskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen 
Kostenrahmens auf CHF 700.00 festzusetzen. Diese sind vom unterliegenden 
Beschwerdeführer zu tragen.

13.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten von A._____.

3. Es wird kein Parteikostenersatz zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]