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**Case Identifier:** d902d719-00c8-5883-b7c6-f667636b2a1a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2025 E-1962/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1962-2021_2025-11-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

   
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1962/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Richterin Roswitha Petry (Vorsitz), 

Richterin Susanne Bolz-Reimann 

Richterin Constance Leisinger,   

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Sri Lanka,  

vertreten durch Linda Spähni,  

Freiplatzaktion (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; Verfügung des  

SEM vom 26. März 2021. 

 

 

 

E-1962/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamili-

scher Ethnie, verliess nach eigenen Angaben seinen Heimatstaat am 

27. oder 28. Oktober 2018 und reiste über verschiedene Länder in die 

Schweiz ein, wo er am (…) September 2020 ein Asylgesuch stellte. Am 

29. September 2020 bevollmächtigte er die ihm zugewiesene Rechtsver-

tretung mit seiner Interessenwahrung im Asylverfahren. Das SEM nahm 

am 29. September 2020 seine Personalien auf und hörte ihn am 21. De-

zember 2020 zu seinen Asylgründen an. Am 29. Dezember 2020 wies es 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers dem erweiterten Verfahren zu und 

hörte ihn am 22. Februar 2021 im Rahmen einer ergänzenden Anhörung 

erneut zu seinen Asylgründen an. 

A.b In den beiden Anhörungen führte der Beschwerdeführer aus, er sei in 

B._______ (Jaffna-Distrikt) geboren worden und aufgewachsen. Er habe 

(…) Geschwister, von denen drei verstorben seien. Sein Vater sei Mitglied 

der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) gewesen. Ein Onkel zweiten 

Grades seines Vaters sei in einer Führungsposition bei der Marine-Abtei-

lung der LTTE, den sogenannten «Sea Tigers», gewesen. Sein Vater habe 

ab 1995 ebenfalls in dieser Einheit gedient, sich jedoch im Mai 2009 den 

sri-lankischen Behörden ergeben. In der Folge habe die ganze Familie 

während einer gewissen Zeit im C._______-Camp gelebt. Während dieser 

Zeit seien immer wieder Angehörige des CID (Criminal Investigation De-

partment) bei seiner Familie vorbeigekommen, um seinen Vater mitzuneh-

men. Die Behörden hätten von diesem verlangt, mit ihnen zu kooperieren, 

ihnen Munitionsverstecke der LTTE zu verraten und Geld von ihm gefor-

dert, welches er einige Male für seinen Vater übergeben habe. Weil sein 

Vater immer wieder kontrolliert und bedroht worden sei und es in regelmäs-

sigen Abständen Hausdurchsuchungen gegeben habe, sei dieser Ende Ja-

nuar 2011 illegal auf einem Boot nach Indien gereist. Daraufhin hätten die 

Behörden auch seine Mutter mehrfach für Befragungen mitgenommen und 

sie insbesondere zum Verbleib seines Vaters befragt. Seine Familie habe 

daher mit einem Reiseagenten Kontakt aufgenommen, um Reisepässe zu 

beantragen. Nach Erhalt der Pässe seien er, seine Mutter und seine 

Schwester am 10. Februar 2011 auch nach Indien gereist. Dort sei sein 

Vater bis 2020 immer wieder von indischen Sicherheitskräften, welche im 

Austausch mit dem sri-lankischen CID gestanden hätten, zu seiner LTTE-

Vergangenheit befragt worden.  

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Seite 3 

In Indien habe er über Facebook eine Frau kennengelernt, deren Familie 

ebenfalls aus B._______ stamme. Diese besitze die französische Staats-

bürgerschaft, lebe und arbeite jedoch bereits seit ungefähr zehn Jahren in 

Grossbritannien. Am 13. Dezember 2014 hätten sie geheiratet. Er habe 

zwar weiterhin in Indien gelebt, sei aber in den Jahren 2014 bis 2017 re-

gelmässig (alle vier bis sechs Monate) nach Sri Lanka (Colombo) zurück-

gekehrt zwecks Organisierens eines Visums, um zu seiner Ehefrau nach 

Grossbritannien reisen zu können. Die Engländer hätten jedoch strenge 

Einreisebewilligungen. Alle seine Visumsanträge seien abgelehnt worden. 

Aufgrund dieser Schwierigkeiten und weil seine Frau nicht vorgehabt habe, 

von England nach Frankreich zurückzukehren, sei der Kontakt zu ihr be-

reits seit 2018 abgebrochen. Zudem wolle sich seine Ehefrau von ihm 

scheiden lassen. 

Als er zuletzt von Indien nach Sri Lanka zurückgekehrt sei, um sich um die 

Visaangelegenheiten zu kümmern, hätten ihm Mitglieder der in Indien an-

sässigen Organisation «Eela Tamil Elanchargal» (phonetisch; auf Deutsch: 

«Jungs der Tamil-Tigers» [ehemalige LTTE-Kämpfer]) 50'000.– Rupien mit-

gegeben, damit er dieses Geld einem invaliden LTTE-Veteranen übergebe. 

Im Februar 2018 habe er das Geld dem Invaliden ausgehändigt. Direkt 

nach der Geldübergabe seien CID-Angehörige auf einem Motorrad vorbei-

gekommen und hätten ihn kontrolliert, zu seiner Wohnadresse befragt so-

wie seine Identitätskarte beschlagnahmt. Zwei Tage später sei er telefo-

nisch aufgefordert worden, nach D._______ (Jaffna) zu einem Armee-

Camp zu kommen, um seine Identitätskarte abzuholen. Er sei der Auffor-

derung gefolgt. Sein jüngerer Cousin habe ihn mit zwei seiner Freunde 

dorthin begleitet. Diese hätten draussen warten müssen, während er drin-

nen von Soldaten und CID-Angehörigen gepackt, ins Gesicht geschlagen, 

in ein Zimmer gebracht, dort auf einen Stuhl gesetzt und alleine gelassen 

worden sei. Am nächsten Morgen seien ihm Fragen gestellt worden zu sei-

ner Familie, insbesondere zu seinem Vater, zur Geldübergabe sowie zu 

einem Bekannten, der sich wegen Schmuggels von «Zyankali» (Kaliumcy-

anid) in einem Gefängnis in Indien befinde. Die Behörden hätten sehr gut 

über seine Familie Bescheid gewusst. Während der Befragung sei er be-

leidigt und misshandelt worden. Zwei Tage später sei er freigelassen wor-

den mit der Aufforderung, sich mit seinem Reisepass im Büro des CID in 

Colombo zu melden. Daraufhin habe er (anstatt bei seiner Tante) bei einem 

Freund übernachtet. In der Folge habe er erfahren, dass er bei seiner Tante 

gesucht worden sei. Daher habe er eine neue SIM-Karte gekauft und sich 

während mehrerer Monate bei Freunden und Verwandten versteckt. Nach-

dem er erfahren habe, dass auch die indischen Sicherheitskräfte bei seinen 

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Seite 4 

Eltern nach ihm gesucht hätten, sei er am 27. oder 28. Oktober 2018 mit 

der Hilfe eines Schleppers aus Sri Lanka ausgereist und über verschiedene 

Länder auf illegalem Weg in die Schweiz gelangt. 

A.c Zum Nachweis seiner Identität reichte der Beschwerdeführer beim 

SEM seine Geburtsurkunde im Original mit englischer Übersetzung (BM 

[Beweismittel] 1–2), eine Heiratsurkunde im Original mit englischer Über-

setzung (BM 3), eine Ersatz-Identitätskarte des «Department of Posts» 

(BM 10; in Kopie) und eine indische «Aadhaar»-Karte (BM 11; in Kopie) 

ein. Weiter legte er zur Untermauerung seiner Asylvorbringen die nachfol-

genden Beweismittel (jeweils in Kopie) ins Recht:  

- einen Online-Artikel der Zeitung «Deccan Herald» (BM 4); 

- verschiedene Fotografien, auf denen er zusammen mit LTTE-

Veteranen zu sehen sei (BM 5); 

- zwei Fotografien, auf denen er zusammen mit einem invaliden LTTE-

Veteranen zu sehen sei (BM 6); 

- ein undatiertes Schreiben der E._______ Church F._______ (BM 7); 

- ein beglaubigtes Schreiben seines Grossvaters vom 9. Oktober 2020 

(BM 8);  

- zwei Schreiben der britischen Migrationsbehörden vom 10. August 

2018 und 7. Januar 2019 (BM 9); 

- mehrere Unterlagen zu «internally displaced persons», insbesondere 

ein Dokument mit namentlicher Erwähnung seines Vaters (BM 12). 

A.d Mit Verfügung vom 26. März 2021 (eröffnet am 29. März 2021) stellte 

das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an.  

B.  

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Cora 

Dubach von der Freiplatzaktion G._______, mit Eingabe vom 27. April 

2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm Asyl zu gewähren. 

In seinem Eventualantrag ersuchte er um Gewährung der vorläufigen Auf-

nahme unter Feststellung der Unzulässigkeit respektive der Unzumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs. In formeller Hinsicht ersuchte er um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzichtsauf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses sowie um Beiordnung der mandatierten 

Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. 

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Seite 5 

Der Beschwerde legte er Kopien der angefochtenen Verfügung und der 

Vollmacht sowie eine Kostennote der Rechtsvertreterin bei. 

B.a Am 29. April 2021 bestätigte die im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren eingesetzte Instruktionsrichterin den Eingang der Beschwerde und ver-

fügte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens einstwei-

len in der Schweiz abwarten. 

B.b Mit Zwischenverfügung vom 11. Mai 2021 hiess die Instruktionsrichte-

rin die Gesuche des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung sowie der amtlichen Rechtsverbeiständung unter 

Vorbehalt der fristgerechten Nachreichung einer Fürsorgebestätigung gut 

und setzte MLaw Cora Dubach unter demselben Vorbehalt als amtliche 

Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers ein. 

B.c Mit Eingabe vom 12. Mai 2021 reichte der Beschwerdeführer eine Für-

sorgebestätigung nach. 

B.d Mit Vernehmlassung vom 17. Mai 2021 erklärte die Vorinstanz, die Be-

schwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweis-

mittel, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen würden, 

und hielt an ihren Erwägungen im Asylentscheid vollumfänglich fest.  

B.e Am 27. Mai 2021 brachte die Instruktionsrichterin die Vernehmlassung 

dem Beschwerdeführer zur Kenntnis. 

B.f Mit Spontaneingaben vom 4. Oktober 2021 und 9. November 2021 

reichte der Beschwerdeführer einen ärztlichen Bericht vom (…) Juli 2021 

sowie die Anzeige des LTTE-Veteranen bei der Human Rights Commission 

of Sri Lanka vom 15. Oktober 2021 (in Kopie; inkl. englischer Übersetzung) 

nach. 

B.g Auf das Gesuch von MLaw Cora Dubach vom 12. Mai 2022 hin ent-

band die Instruktionsrichterin diese mit Zwischenverfügung vom 17. Juni 

2022 von ihrem Amt als amtliche Rechtsbeiständin und ordnete dem Be-

schwerdeführer MLaw Linda Spähni, Freiplatzaktion G._______, als neue 

amtliche Rechtsbeiständin bei. 

B.h Mit Spontaneingabe vom 8. August 2022 reichte der Beschwerdefüh-

rer einen Arztbericht vom (…) Juli 2022 sowie ein Themenpapier der Län-

deranalyse der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 13. Juli 2022 

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Seite 6 

mit dem Titel «Sri Lanka: Wirtschaftskrise und Gesundheitsversorgung» 

nach. 

B.i Mit zweiter Vernehmlassung vom 29. August 2022 nahm das SEM auf 

die entsprechende Einladung der Instruktionsrichterin hin zu den vom Be-

schwerdeführer neu eingereichten Beweismitteln Stellung.  

B.j Mit Replik vom 14. September 2022 reichte der Beschwerdeführer ei-

nen Bericht zu Sri Lanka mit dem Titel «Situation of human rights in 

Sri Lanka, Comprehensive Report of the United Nations High Commissio-

ner for Human Rights» vom 6. September 2022 sowie das Themenpapier 

der SFH-Länderanalyse mit dem Titel «Sri Lanka: Psychiatrische Behand-

lung und Psychotherapie im Norden» vom 3. September 2020 ein.  

B.k Mit Spontaneingaben vom 23. September 2022, 15. Februar 2023, 

26. Mai 2023 und 10. Oktober 2023 reichte der Beschwerdeführer einen 

weiteren SFH-Bericht vom 22. September 2022, eine Kopie seiner Identi-

tätskarte, einen Arztbericht des Universitätsspitals H._______ ([…]), Klinik 

für (…), vom (…) Mai 2023 sowie eine E-Mail der britischen Botschaft vom 

16. Januar 2019 nach. 

B.l Mit Verfügung vom 7. Mai 2025 forderte die Instruktionsrichterin den 

Beschwerdeführer auf, einen aktuellen psychiatrischen Facharztbericht so-

wie eine unterzeichnete Erklärung betreffend die Entbindung der behan-

delnden Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten von 

der ärztlichen Schweigepflicht einzureichen. 

B.m Mit Eingabe vom 6. Juni 2024 reichte der Beschwerdeführer eine ärzt-

liche Stellungnahme des (…) für Folter- und Kriegsopfer vom (…) Mai 2024 

zu den Akten und machte Ausführungen zu seinem Gesundheitszustand. 

Mit Eingaben vom 16. Mai 2025 und 1. Juli 2025 reichte er einen Mailver-

kehr mit I._______, einen Antrag vom (…) April 2025 zur Fortsetzung der 

psychologischen Psychotherapie nach der 30. Sitzung, ein Repetierrezept 

vom (…) Mai 2025, die unterzeichnete Entbindung von der ärztlichen 

Schweigepflicht sowie einen Kurzbericht des (…) vom (…) Juni 2025 nach.  

 

  

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Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Behandlung von 

Beschwerden gegen Asyl- und Wegweisungsverfügungen des SEM; dabei 

entscheidet das Gericht in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (vgl. 

Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

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Seite 8 

Zu den Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen ist auf die 

ständige Rechtspraxis des Bundesverwaltungsgerichts zu verweisen (vgl. 

nur BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

4.  

4.1 In der angefochtenen Verfügung kam das SEM zum Schluss, die Asyl-

vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die 

Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten. Es zweifle die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Kontakte zu ehemaligen Mitgliedern 

der LTTE, welche der Beschwerdeführer mit Fotografien dokumentiert 

habe, nicht an, da sich in Indien viele Bürgerkriegsflüchtlinge aufhielten, 

entsprechende Vereinigungen existierten und sein Vater früher LTTE-Mit-

glied gewesen sei. Ebenfalls bezweifle es nicht, dass ehemalige (insbe-

sondere kriegsversehrte) LTTE-Kämpfer vom Ausland aus finanziell unter-

stützt würden. Allerdings habe der Beschwerdeführer nicht glaubhaft dar-

gelegt, in den Fokus der sri-lankischen Behörden geraten zu sein, indem 

er im Februar 2018 einem invaliden LTTE-Veteranen einen Unterstüt-

zungsbetrag überbracht habe. Es erscheine schwer vorstellbar respektive 

in gewisser Weise auch naiv, dass sich der Beschwerdeführer trotz seiner 

Biographie und der Ereignisse um seinen Vater in Indien von einer Ehema-

ligen-Vereinigung der LTTE habe Geld aushändigen lassen, um es an-

schliessend persönlich an einen LTTE-Veteranen in Sri Lanka zu überge-

ben. Zudem mute es seltsam an, dass er in all den Jahren, während denen 

er zwischen Indien und Sri Lanka hin- und hergereist sei, nie kontrolliert 

worden sei, jedoch ausgerechnet nach dem Besuch des LTTE-Veteranen 

von CID-Beamten auf der Strasse angehalten worden sei. Diese angebli-

che Personenkontrolle habe er auch nur sehr knapp, stereotyp und wenig 

erlebnisgeprägt geschildert. Dass er den CID-Beamten auf ihre Frage hin, 

was er hier mache, freimütig erzählt habe, Bekannte in Indien hätten ihn 

beauftragt, jemandem Geld zu übergeben, sei schwer nachvollziehbar. An-

gesichts seiner traumatischen Erlebnisse im Rahmen des Bürgerkriegs so-

wie der angeblich schwerwiegenden Probleme seines Vaters mit der sri-

lankischen Armee sei ebenso schwer nachvollziehbar, dass er drei Tage 

später auf die telefonische Aufforderung der Beamten hin zu einem Armee-

Camp gegangen sei, dies bloss um seine beschlagnahmte Identitätskarte 

wieder abzuholen, obschon er diese gar nicht mehr benötigt hätte, da er im 

Besitze eines Reisepasses gewesen sei. Seine Schilderungen bezüglich 

der Vorfälle im Camp von D._______, insbesondere die Befragungen und 

Misshandlungen durch die Beamten des CID, wirkten weiter plakativ und 

fielen durch eine sehr lineare Erzählweise auf. Er habe zwar immer wieder 

Gesprächsverläufe in der direkten Rede wiedergegeben, in seinen Schil-

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Seite 9 

derungen liessen sich jedoch kaum Realkennzeichen feststellen. Dies 

deute auf einen zwar gut vorbereiteten, letztlich aber auswendig gelernten 

Sachverhalt hin, zumal Berichte von Entführungen und Misshandlungen 

stark verbreitet seien. In seiner Beschreibung der Erlebnisse im Zusam-

menhang mit dem Tsunami im Jahr 2004 und dem Tod seiner Schwester 

habe er gezeigt, dass er zu ausführlichen und detailreichen Beschreibun-

gen fähig sei sowie erlebnisbasierte Ereignisse mit raum-zeitlichen Ver-

knüpfungen schildern könne. Im Vergleich hierzu habe er die Ereignisse 

rund um die Befragungen und Misshandlungen im Armee-Camp linear und 

oberflächlich geschildert. 

Weiter erscheine realitätsfremd, dass ihn die Beamten nach zwei Tagen 

Inhaftierung mit schweren Misshandlungen mit der Aufforderung, seinen 

Reisepass in die Büros des CID-Hauptquartiers in Colombo zu bringen, 

wieder hätten gehen lassen und dass er nach den angeblich schweren 

Misshandlungen weder einen Arzt aufgesucht noch die erlittenen Verlet-

zungen dokumentiert oder die Vorfälle irgendwo gemeldet habe. Zudem 

erscheine der Umstand nicht nachvollziehbar, dass er Ende Oktober 2018, 

nachdem er sich während etwa acht Monaten vor den Behörden versteckt 

habe, schliesslich auf legalem Weg über den Flughafen von Colombo, wo 

sich auch das CID-Hauptquartier befinde, mit seinem persönlichen Reise-

pass aus Sri Lanka auf dem Luftweg habe verlassen können, obwohl der 

CID, das heisst Spezialisten der Polizei, nach ihm gesucht hätten. Ferner 

sei nicht glaubhaft, dass er nicht einmal Kopien seiner regulären Identitäts-

karte oder seines Reisepasses mehr besitze, nachdem er über eine län-

gere Zeit hinweg mittels entsprechender Anträge versucht habe, eine Ein-

reisebewilligung beziehungsweise ein Visum für Grossbritannien zu erhal-

ten. Vielmehr falle auf, dass die auslösenden Ereignisse seiner Asylbe-

gründung offenbar mit einem ablehnenden Bescheid der britischen Migra-

tionsbehörden von Februar 2018 und August 2018 (recte: von August 2018 

und Januar 2019; vgl. auch Sachverhalt Bst. A.c) zusammengefallen 

seien, was ein bezeichnendes Licht auf den vermutlich wahren Grund sei-

nes Asylgesuchs werfe. Es sei davon auszugehen, dass er, nachdem der 

Versuch eines Familiennachzugs durch seine Ehefrau sowie später auch 

die Beziehung zu ihr gescheitert sei, über ein Asylgesuch versucht habe, 

ein Aufenthaltsrecht in Europa zu erwirken. Bei den beiden eingereichten 

Schreiben der E._______ Church F._______ sowie seines Vaters (recte: 

Grossvaters) handle es sich sodann um reine Gefälligkeitsschreiben, de-

nen keine Beweiskraft zukomme. Darüber hinaus würden die beiden 

Schreiben keinen direkten Bezug auf seine Asylgründe nehmen. Der ein-

gereichte Internet-Artikel von Juli 2015 thematisiere schliesslich die Ver-

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Seite 10 

haftung von LTTE-Aktivisten aufgrund gefälschter Pässe und habe keinen 

direkten Bezug zu ihm. Die eingereichten Beweismittel seien somit nicht 

dienlich, die ohnehin als unglaubhaft eingestuften Asylvorbringen zu stüt-

zen. 

4.2 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Rechtsmitteleingabe vor, er 

habe seine Asylvorbringen glaubhaft dargelegt. Insbesondere sei er sich 

im Zeitpunkt der Übergabe des Geldes nicht bewusst gewesen, in welche 

Gefahr er sich hierdurch begeben habe. Er habe den LTTE-Veteranen aus 

humanitären Gründen unterstützen wollen und ihm aus diesem Grund das 

Geld ausgehändigt. Erst im Nachhinein habe er erfahren, dass der LTTE-

Veteran schon einmal Probleme wegen einer Geldübergabe gehabt habe. 

Da die sri-lankischen Behörden wohl befürchtet hätten, dass dieses Geld 

in den Wiederaufbau der LTTE fliessen würde und der LTTE-Veteran damit 

zu tun habe, sei es naheliegend, dass dieser überwacht worden sei. Somit 

sei er durch den Besuch beim LTTE-Veteranen in den Fokus der Beamten 

geraten. Dies erkläre auch, weshalb er ausgerechnet bei dieser Reise nach 

Sri Lanka kontrolliert worden sei. Da er sich keiner Schuld bewusst gewe-

sen sei, habe er den Beamten Auskunft über den Grund seines Besuchs 

erteilt. Dass er auf die Aufforderung der Beamten hin drei Tage später zu 

einem Armee-Camp gegangen sei, um seine Identitätskarte abzuholen, sei 

ebenfalls nicht realitätsfremd, dies auch nicht angesichts der Geschichte 

seines Vaters. Jener sei damals nämlich zu einem sehr abgelegenen Ort 

vorgeladen worden, der für die «Liquidation» von Leuten bekannt gewesen 

sei. Er selbst sei demgegenüber in ein CID-Büro beziehungsweise CID-

Camp vorgeladen worden und habe sich dorthin als Sicherheitsmass-

nahme von seinem Cousin und dessen zwei Freunden begleiten lassen, 

womit die Beamten ihn nicht einfach hätten spurlos verschwinden lassen 

können. Seine ID-Karte sei für ihn wichtig gewesen, um sich auszuweisen, 

da er seinen Pass bereits bei der Botschaft für den Visumsantrag habe 

abgeben müssen.  

Seine Erzählung der Vorfälle im Camp von D._______ weise sodann di-

verse Realkennzeichen auf. So habe er nicht nur, wie vom SEM richtiger-

weise festgehalten, die Gesprächsverläufe immer wieder in der direkten 

Rede wiedergegeben. Er habe auch Fragen und Antworten wiedergegeben 

und es sei ihm gelungen, Aktionen und Reaktionen zu schildern. Auch habe 

er die Reaktionen der Befrager auf seine Antworten detailliert erzählt. Die  

Vorinstanz verkenne in ihren Ausführungen, dass er zudem sein persönli-

ches Empfinden genügend geschildert habe. So habe er beispielsweise 

ausgeführt, dass er während der Befragung geweint, grosse Schmerzen 

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empfunden und befürchtet habe, dass sein Vater durch seine Inhaftierung 

zur Rückkehr nach Sri Lanka gezwungen würde, sowie dass er trotz der 

groben Beleidigungen seine Wut unterdrückt habe. Zudem habe er wäh-

rend seines Berichts durchaus persönlich betroffen gewirkt, indem er wäh-

rend seiner Erzählung emotional geworden sei. Schliesslich habe er detail-

liert erklärt, was genau ihm vorgeworfen worden sei. Diese Vorwürfe habe 

er in einen komplexen Sachverhalt mit anderen beteiligten Personen und 

Organisationen einordnen können und seine Verhaftung in den Kontext mit 

seinem Vater gebracht. Der Sachverhalt wirke damit entgegen der Auffas-

sung der Vorinstanz nicht konstruiert. 

Es komme in Sri Lanka immer wieder vor, dass Personen zunächst freige-

lassen würden, um dann später zu verschwinden. Nachdem er mit seinem 

Cousin und dessen zwei Freunden im Armee-Camp drei Zeugen dabeige-

habt habe, sei es naheliegend, dass die Behörden ihn wieder freigelassen 

hätten, um ihn dann zu einem späteren Zeitpunkt – ohne Zeugen – erneut 

zu entführen. So sei er bereits am Abend nach seiner Freilassung bei sei-

ner Tante gesucht worden. Seine Freilassung sei daher keineswegs reali-

tätsfremd. Aufgrund seiner Furcht vor Verfolgung durch die staatlichen Be-

hörden habe er zudem Angst gehabt, die Übergriffe dokumentieren zu las-

sen. Schliesslich habe er Sri Lanka Ende Oktober 2018 mit seinem per-

sönlichen Reisepass auf dem Luftweg verlassen können, da der Schlepper 

dies so für ihn organisiert und ihn aufgefordert habe, am Flughafen einen 

bestimmten Schalter aufzusuchen. Tatsächlich komme es regelmässig vor, 

dass der Schlepper eine Person bei der Grenzkontrolle besteche, womit 

einer flüchtenden Person die Ausreise gelinge, auch wenn diese gesucht 

werde.  

4.3 In der Spontaneingabe vom 9. November 2021 macht der Beschwer-

deführer geltend, es gehe aus der beigelegten Anzeige bei der Human 

Rights Commission of Sri Lanka hervor, dass er in Sri Lanka noch immer 

gesucht werde. Gleichzeitig belege diese die Ereignisse aus dem Jahr 

2018, als er dem Anzeigeerstatter und LTTE-Veteranen, der unter Beo-

bachtung des CID gestanden habe, Geld von einer Organisation namens 

«Eela Tamil Elanchargal» aus Indien mitgebracht habe. Im Oktober 2021 

sei der LTTE-Veteran erneut von vier Mitgliedern des CID aufgesucht und 

nach ihm befragt worden. 

4.4 In seiner (zweiten) Vernehmlassung vom 29. August 2022 hält das 

SEM zu der vom Beschwerdeführer eingereichten Anzeige fest, es sei nicht 

nachvollziehbar, dass der LTTE-Veteran erst am 12. Oktober 2021 und 

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Seite 12 

damit rund drei Jahre nach den relevanten Ereignissen vom CID zum Be-

schwerdeführer befragt worden sein solle. Das Schreiben nehme auch 

kaum Bezug auf die Asylvorbringen des Beschwerdeführers und sei ver-

mutlich ein reines Gefälligkeitsschreiben privater Seite. 

4.5 In seiner Replik entgegnet der Beschwerdeführer, die beim Regional 

Office des Human Rights Commission of Sri Lanka in Jaffna eingereichte 

Anzeige des LTTE-Veteranen sei kein privates Gefälligkeitsschreiben. Viel-

mehr sei diese am 15. Oktober 2021 durch den Regional Coordinator mit 

einem offiziellen Bestätigungsschreiben entgegengenommen worden. Es 

handle sich dabei um eine Anzeige, die der LTTE-Veteran in Besorgnis um 

seine eigene Sicherheit gemacht habe. Daher gehe es in der Anzeige auch 

nicht direkt um seine – des Beschwerdeführers – eigenen Asylgründe, son-

dern um die Gefährdungslage des LTTE-Veteranen. Dieser sei im Jahr 

2016 zum ersten Mal durch das CID befragt worden, welches ihm vorge-

worfen habe, von terroristischen Gruppierungen im Ausland Geld zu erhal-

ten. Da dessen finanzielle Situation auch anschliessend sehr prekär ge-

blieben sei, habe dieser im Jahr 2018 einen weiteren kleinen Geldbetrag 

von der tamilischen Diaspora erhalten, den er – der Beschwerdeführer – 

ihm überbracht habe. Hierdurch sei die Gefährdungslage des Veteranen 

indessen weiter gestiegen, da die sri-lankischen Behörden in den Jahren 

2018 und 2019 vermehrt befürchtet hätten, dass sich die LTTE – finanziert 

durch die Diaspora – erneut gruppieren würden. Insbesondere die Nord-

Provinz sei dabei in den Fokus der staatlichen Überwachung geraten, was 

bis heute andaure. In diesem Kontext sei die verstärkte Beobachtung des 

LTTE-Veteranen und die eigene Festnahme und Befragung im Jahr 2018 

zu sehen. Nach dem Regierungswechsel im November 2019 habe die 

Überwachung der tamilischen Bevölkerung insbesondere in der Nordpro-

vinz noch mehr zugenommen. Die weitere Befragung im Oktober 2021 sei 

daher nicht erstaunlich. 

5.  

Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach einer eingehenden Prüfung 

der vorliegenden Akten zum Schluss, dass das SEM die vom Beschwerde-

führer im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Ausreisegründe 

zu Recht als unglaubhaft eingestuft hat. Wie nachfolgend aufzuzeigen sein 

wird, vermögen die Beschwerdevorbringen an dieser zutreffenden 

Schlussfolgerung des SEM in der angefochtenen Verfügung nichts zu än-

dern.  

E-1962/2021 

Seite 13 

5.1 Zunächst ist festzuhalten, dass das SEM die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Kontakte zu ehemaligen LTTE-Mitgliedern sowie die in 

den Anhörungen beschriebene LTTE-Vergangenheit seines Vaters zu 

Recht nicht in Frage gestellt hat. Namentlich hat der Beschwerdeführer 

nicht nur das Bestehen solcher Kontakte mittels verschiedener Fotografien 

untermauert, sondern auch in der ersten Anhörung zu den Asylgründen in 

seiner freien Erzählung sehr detailliert zur LTTE-Vergangenheit seines Va-

ters Auskunft erteilt und hierbei insbesondere mit verschiedenen Realkenn-

zeichen (zum Beispiel mittels Nennung der Namen der beiden CID-Beam-

ten, welche seinen Vater öfters einvernommen hätten, sowie der Kontextu-

alisierung, dass der Kollege seines Vaters beabsichtigt habe, ein Studio zu 

gründen, und während der Eröffnungszeremonie umgebracht worden sei) 

einen Erlebnisbezug hergestellt (SEM-act. […]-23 ad F. 102).  

5.2 Nicht überzeugend erscheint demgegenüber, dass das SEM für seine 

Feststellung, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Probleme mit 

den sri-lankischen Behörden enthielten kaum Hinweise auf einen Realitäts-

bezug, einen Vergleich der diesbezüglichen Angaben des Beschwerdefüh-

rers mit dessen Schilderungen der Erlebnisse im Zusammenhang mit dem 

Tsunami, durch welchen seine jüngere Schwester gestorben sei, herange-

zogen hat. Das Protokoll der ergänzenden Anhörung zeigt nämlich auf, 

dass sich der Beschwerdeführer auch bei der Erzählung der Tsunami-Er-

lebnisse anfangs sehr kurz hielt und erst im Rahmen der ihm diesbezüglich 

vom SEM-Fachspezialisten gestellten elf Rückfragen seine Schilderungen 

um viele einzelne Details und Kontextualisierungen ergänzte (act. 40 ad 

F. 10–21). Insbesondere lieferte der Beschwerdeführer erst auf die Bitte 

des SEM-Fachspezialisten hin, er solle doch versuchen, möglichst detail-

liert zu schildern, was passiert sei, einen längeren freien Bericht zu den 

Geschehnissen (act. 40 ad F. 18). Demgegenüber wurde der Beschwerde-

führer mit Blick auf seine Asylvorbringen in der ersten Anhörung lediglich 

sehr kurz befragt. Nach einer eingehenden Schilderung der Vorgeschichte 

(LTTE-Vergangenheit seines Vaters) und einer kurzen Darstellung der ei-

genen Geschichte unterbrach der SEM-Fachspezialist den Redefluss des 

Beschwerdeführers mit den Worten «Leider ist die Zeit etwas weit fortge-

schritten. Darf ich Sie bitten, in ein paar wenigen Sätzen zu schildern, was 

bis zur Ausreise noch passiert ist, ohne ins Detail zu gehen» (act. 23 ad 

F. 103). In der ergänzenden Anhörung wurde der Beschwerdeführer zwar 

nochmals zu der Geldübergabe und der anschliessenden Begegnung mit 

den CID-Beamten befragt. Auf seine Rückfrage hin, ob er denn nun «alles 

auspacken» solle, wurde er jedoch angehalten, einfach die Fragen zu be-

antworten und sich dabei kurz zu halten (act. 40 ad F. 86 f.). Zudem wurde 

E-1962/2021 

Seite 14 

er auch in der ergänzenden Anhörung zweimal vom SEM-Fachspezialisten 

unterbrochen (act. 40 ad F. 74 und 87). Obschon das SEM somit zu Recht 

einen unterschiedlichen Detailierungsgrad der Schilderungen des Be-

schwerdeführers seiner Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Tsunami 

einerseits und seiner Asylvorbringen andererseits feststellte, erscheint die-

ser Umstand angesichts der dargelegten unterschiedlichen Befragungs-

weise nicht ohne Weiteres aussagekräftig zur Beurteilung der Glaubhaf-

tigkeit der jeweiligen Aussagen. 

5.3 Die Schlussfolgerung des SEM, die Angaben des Beschwerdeführers 

zu seinen Fluchtgründen seien unglaubhaft, erweist sich jedoch aus ande-

ren Gründen als zutreffend. So hat das SEM zu Recht darauf hingewiesen, 

dass es schwer vorstellbar und in gewisser Weise auch naiv sei, dass der 

Beschwerdeführer trotz der LTTE-Vergangenheit seines Vaters und den 

damit zusammenhängenden Problemen mit den sri-lankischen Behörden 

einer Geldübergabe an einen LTTE-Veteranen zugestimmt habe. Ebenfalls 

zu Recht hat das SEM die Angabe des Beschwerdeführers angezweifelt, 

wonach er anlässlich der Kontrolle durch die CID-Beamten freimütig die 

Geldübergabe offengelegt habe. Schliesslich deutet auch der Umstand, 

dass er mit seinem eigenen Pass den Flughafen Colombo legal auf dem 

Luftweg hat verlassen können, obwohl er angeblich vom CID gesucht wor-

den sei, nicht auf ein Interesse der sri-lankischen Behörden an seiner Per-

son hin. Daran vermag die als Schutzbehauptung zu wertende Aussage 

des Beschwerdeführers, der Schlepper habe einen Schalterbeamten am 

Flughafen bestochen, nichts zu ändern. Gegen ein Interesse der sri-lanki-

schen Behörden an seiner Person spricht ferner, dass der Beschwerdefüh-

rer aufgrund seiner Visaangelegenheiten nach eigenen Angaben sehr oft 

zwischen Indien und Sri Lanka hin- und hergereist ist und bei den Grenz-

übertritten offenbar nie behelligt wurde.   

5.4 Zusätzlich zu diesen Feststellungen des SEM enthält die Darstellung 

der Fluchtgründe des Beschwerdeführers jedoch auch verschiedene Wi-

dersprüche.  

5.4.1 In den beiden Anhörungen widersprach sich der Beschwerdeführer 

mit Blick auf die Umstände der Geldübergabe. So erscheint die vom Be-

schwerdeführer angegebene zeitliche Einordnung der Übergabe des Gel-

des an den LTTE-Veteranen von Februar 2018 (act. 40 ad F. 73) nicht ein-

leuchtend, nachdem er diese in den beiden Anhörungen in einen direkten 

Zusammenhang mit seiner letzten Reise von Indien nach Sri Lanka stellte. 

Diese letzte Reise von Indien nach Sri Lanka fand gemäss beiden 

E-1962/2021 

Seite 15 

Anhörungen jedoch eindeutig bereits im Jahr 2017 statt (gemäss der ers-

ten Anhörung im Mai 2017 [act. 23 ad F. 43–45] sowie gemäss der ergän-

zenden Anhörung im April oder Mai 2017 [act. 40 ad F. 61]). Es ist den An-

hörungen nicht zu entnehmen, dass er das ihm anvertraute Geld nach sei-

ner Ankunft in Sri Lanka noch während rund acht Monaten auf sich getra-

gen hätte, bevor er es dem LTTE-Veteranen im Februar 2018 aushändigte. 

Vielmehr lässt seine Darstellung der Ereignisse darauf schliessen, dass er 

direkt nach seiner letzten Reise von Indien nach Sri Lanka das Haus des 

LTTE-Veteranen aufgesucht habe, um ihm das Geld zu übergeben (act. 40 

ad F. 74). Unter diesen Umständen ist die geltend gemachte Geldübergabe 

im Februar 2018 angesichts der vom Beschwerdeführer angegebenen 

Kontextualisierung in zeitlicher Hinsicht anzuzweifeln.  

5.4.2 Weiter weisen die Angaben des Beschwerdeführers in Bezug auf die 

geltend gemachten Misshandlungen durch die CID-Beamten verschiedene 

Ungereimtheiten auf. In der ergänzenden Anhörung führte er aus, er sei in 

den zwei Tagen seiner illegalen Festnahme im Armee-Camp während ins-

gesamt fünf oder sechs Stunden befragt worden. Während der restlichen 

Zeit sei er misshandelt und geschlagen worden (act. 40 ad F. 103). Auf die 

Rückfrage hin, ob er nicht während den Schlägen auch befragt worden sei, 

bestätigte er, die Behörden hätten Fragen gestellt und ihn gleichzeitig ge-

schlagen (act. 40 ad F. 104). Auf die erneute Rückfrage hin, während wie 

vielen Stunden er insgesamt verhört beziehungsweise befragt und ge-

schlagen worden sei, erhöhte er die Gesamtzeit der Befragungen inklusive 

Misshandlungen auf acht bis zehn Stunden (act. 40 ad F. 105). Zu den 

geltend gemachten Misshandlungen erzählte er, er sei einmal bei der An-

kunft ins Gesicht geschlagen worden. Während der Befragung habe einmal 

ein Beamter seinen Hinterkopf festgehalten und gegen den Tisch geschla-

gen. Der Beamte, welcher seine Aussagen protokolliert habe, sei zudem 

einmal aufgestanden und habe ihm eine Ohrfeige versetzt, woraufhin er 

auf den Boden gefallen sei, eine Hinterkopfverletzung erlitten habe und ein 

Fingernagel zu Bruch gegangen sei (act. 40 ad F. 97). Das schlimmste Er-

lebnis sei aber gewesen, dass sie (die Beamten) mit zwei Fingern Chili-

Pulver genommen und die Finger in seine Augen gedrückt hätten (act. 40 

ad F. 106). In Beantwortung der weiteren Rückfrage, ob es Zeiten gegeben 

habe, während denen er permanent geschlagen worden sei oder ob es 

sich lediglich um vereinzelte Schläge wie ein Faustschlag ins Gesicht oder 

eine Ohrfeige gehandelt habe, erklärte der Beschwerdeführer, es habe sich 

lediglich um vereinzelte Schläge gehandelt; insgesamt sei er dreimal heftig 

geschlagen worden (act. 40 ad F. 107–108).  

E-1962/2021 

Seite 16 

Diese Aussagen des Beschwerdeführers sind widersprüchlich: Einerseits 

deutete er mehrere Stunden andauernde Misshandlungen an («während 

der restlichen Zeit»), andererseits präzisierte er nach mehreren Nachfra-

gen, es habe sich insgesamt lediglich um drei heftige Schläge gehandelt 

und er sei während einer Stunde mit Chili-Pulver in den Augen misshandelt 

worden. Damit wirft die angegebene Gesamtdauer der Misshandlungen 

Fragen auf. Da es sich bei der behaupteten Festnahme und den Misshand-

lungen um einschneidende Erlebnisse handelt, wären hier genauere Anga-

ben zu erwarten gewesen. 

5.5 Die Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner Rechtsmittelein-

gabe vermögen an der dargelegten Einschätzung nichts zu ändern. Seine 

Behauptung, er sei zuletzt im Jahr 2018 von Sri Lanka nach Indien gegan-

gen, ist aktenwidrig, nachdem er in den beiden Anhörungen angab sowie 

namentlich auf die Rückfrage der Rechtsvertretung hin bestätigte, er habe 

bereits im Jahr 2017 Indien zum letzten Mal verlassen (act. 23 ad F. 43–45 

und 40 ad F. 61). Seine nachgeschobene Begründung zur Einwilligung in 

die Geldübergabe, wonach ihm zu jenem Zeitpunkt nicht bewusst gewesen 

sei, in welche Gefahr er sich hierdurch begebe, vermag nichts daran zu 

ändern, dass diese Einwilligung ohne jegliche Bedenken in einer objektiv 

nicht mehr nachvollziehbaren Weise naiv erscheint. Auch die nachgescho-

bene Behauptung, er habe seine Identitätskarte gebraucht, um sich auszu-

weisen, da er seinen Pass im Rahmen des Visumsantrags bereits den eng-

lischen Behörden habe abgeben müssen, lässt seine Entscheidung, frei-

willig das Armee-Camp aufzusuchen und damit das Risiko einer Inhaftie-

rung einzugehen, objektiv nicht nachvollziehen. Die in der Beschwerde-

schrift geäusserten angeblichen Absichten der sri-lankischen Behörden 

(diese hätten befürchtet, dass das dem LTTE-Veteranen übergebene Geld 

in den Wiederaufbau der LTTE fliessen würde und der LTTE-Veteran damit 

zu tun habe; diese hätten ihn nach der illegalen Festnahme im Armee-

Camp freigelassen, bloss um ihn anschliessend erneut zu entführen, wobei 

bei einer erneuten Festnahme beziehungsweise Entführung dann niemand 

gewusst hätte, wo er sich befinde) beruhen lediglich auf Spekulationen und 

vermögen an der vom SEM festgestellten Unglaubhaftigkeit seiner Asylvor-

bringen ebenfalls nichts zu ändern. Schliesslich weist er in der Beschwerde 

zwar zu Recht auf einige Realkennzeichen seiner Schilderungen im Zu-

sammenhang mit der geltend gemachten illegalen Inhaftierung hin (zum 

Beispiel die Angabe der Schmerzen im Zusammenhang mit dem Chili-Pul-

ver in den Augen, der aufgrund eines heftigen Schlags zu Bruch gegan-

gene Fingernagel sowie die Unterdrückung seiner Wut trotz der groben 

Beleidigungen). Diese vermögen jedoch die vorangehend aufgeführten 

E-1962/2021 

Seite 17 

deutlichen Hinweise auf die Unglaubhaftigkeit der Vorbringen (Widersprü-

che, mangelnde Logik sowie fehlende respektive nicht nachvollziehbare 

Kontextualisierung) nicht aufzuwiegen. Auch die übrigen Ausführungen in 

der Beschwerde, welche mehrheitlich als Schutzbehauptungen zu werten 

sind (fehlende Dokumentation seiner Verletzungen infolge seines erschüt-

terten Vertrauens in die staatlichen Organisationen, Bestechung der 

Grenzkontrolle, fehlende Kopien seiner regulären Identitätspapiere) sowie 

die auf Beschwerdeebene nachgereichten Beweismittel, insbesondere die 

Anzeige des LTTE-Veteranen bei der Human Rights Commission, welche 

das SEM zu Recht als Gefälligkeitsschreiben eingestuft hat, führen zu kei-

ner anderen Einschätzung. Entsprechend ist dem SEM beizupflichten, 

dass insgesamt der Eindruck eines zwar gut vorbereiteten, letztlich aber 

auswendig gelernten Sachverhalts entsteht.  

5.6 Nach dem Gesagten hat das SEM die Aussagen des Beschwerdefüh-

rers zu seinen Fluchtgründen zu Recht als unglaubhaft eingestuft. Insge-

samt ist es somit zu Recht zum Schluss gelangt, dass es diesem nicht ge-

lungen ist, das Bestehen einer begründeten Furcht vor Verfolgung durch 

die sri-lankischen Behörden im Zeitpunkt seiner Ausreise glaubhaft zu ma-

chen. 

6.  

6.1 Das SEM hat des Weiteren zutreffend festgehalten, dass keine Risiko-

faktoren im Sinne des nach wie vor gültigen Referenzurteils  

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 (vgl. z.B. Urteile des BVGer E-6347/2019 

vom 3. Mai 2024 E. 8.1; E-5862/2023 vom 25. März 2024 E. 5.1) vorliegen. 

Diesbezüglich hat das SEM in der angefochtenen Verfügung ausgeführt, 

es könne aufgrund des blossen Umstands, dass sein Vater sowie sein On-

kel (recte: Grossonkel) früher LTTE-Mitglieder gewesen seien, nicht davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer in den Augen der sri-

lankischen Sicherheitsbehörden als eine Person gelte, die eine besonders 

enge Beziehung zu der LTTE gepflegt habe. Insbesondere habe dieser ex-

plizit verneint, selbst ein Mitglied der Organisation «Eela Tamil Elanchar-

gal» gewesen zu sein. Auch die am 16. November 2019 erfolgte Präsident-

schaftswahl vermöge diese Einschätzung nicht umzustossen. So habe der 

Beschwerdeführer die Präsidentschaftswahl respektive deren Folgen we-

der als Gefährdungselement vorgebracht noch seien den Akten Hinweise 

auf eine Verschärfung seiner persönlichen Situation aufgrund dieses Er-

eignisses zu entnehmen. Die Anforderungen an die Annahme einer be-

gründeten Verfolgungsfurcht seien damit nicht gegeben. Es bestehe daher 

E-1962/2021 

Seite 18 

kein begründeter Anlass zur Annahme, dass er bei einer Rückkehr nach 

Sri Lanka mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft 

flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein 

werde. Seine Vorbringen hielten damit auch den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. 

6.2 Der Beschwerdeführer macht hierzu in der Beschwerde geltend, er er-

fülle gleich mehrere relevante Risikofaktoren. So sei er bereits Opfer einer 

irregulären Inhaftierung samt körperlicher Misshandlung geworden. Dabei 

sei ihm unter anderem vorgeworfen worden, dass er für die LTTE Geld 

nach Sri Lanka gebracht und zusammen mit anderen Personen die LTTE 

habe wiederbeleben wollen. In seiner Familie seien mehrere Personen, 

insbesondere sein Vater, bei der LTTE gewesen. Die sri-lankischen Behör-

den würden über seine Verbindungen zu der LTTE Bescheid wissen. Es 

müsse damit davon ausgegangen werden, dass gerade angesichts des 

aktuellen Regierungswechsels die vom Bundesverwaltungsgericht ge-

nannten Risikofaktoren erfüllt seien. Das dreiste und rechtswidrige Vorge-

hen des Rajapaksa-Clans gegen jegliche Gegner lasse vermuten, dass 

dieses Regime auch gegenüber zurückgeschafften, abgewiesenen Asylsu-

chenden aus der Schweiz vermehrt vorgehen werde. Bei ihm komme er-

schwerend hinzu, dass er bereits vor seiner Ausreise inhaftiert gewesen 

und demnach dem Staat bekannt sei sowie eine ihn betreffende Vorladung 

vorliege. Die erlebte Verfolgung sei gezielt gegen ihn gerichtet und kausal 

für seine Flucht gewesen. Sie habe auf seiner ethnischen Zugehörigkeit 

und seiner politischen Gesinnung gefusst. Es bestehe damit eine erhöhte 

Gefahr erneuter asylrelevanter Verfolgung. 

6.3 Gemäss den vorliegenden Akten hat der Beschwerdeführer selbst zu 

keinem Zeitpunkt die LTTE unterstützt. Bezüglich der Organisation «Eela 

Tamil Elanchargal», welche ihm aufgetragen habe, Geld einem LTTE-Ve-

teranen auszuhändigen, verneinte er zudem explizit eine Mitgliedschaft 

(vgl. act. 40 ad F. 79), wie das SEM in der angefochtenen Verfügung zu 

Recht feststellte. Entgegen seiner Darstellung hat er damit keine eigenen 

Verbindungen zu der LTTE behauptet respektive glaubhaft gemacht. Die 

ehemaligen Verbindungen seines Vaters sowie dessen Onkels zweiten 

Grades zu der LTTE reichen nicht aus, um einen Risikofaktor zu begrün-

den. Es ist damit entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht 

davon auszugehen, dass er in den Augen der sri-lankischen Sicherheits-

behörden als eine Person gelte, die (selbst) eine besonders enge Bezie-

hung zu der LTTE gepflegt habe. Hierfür spricht auch, dass der Beschwer-

deführer nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit seiner Heirat und 

E-1962/2021 

Seite 19 

den Visaangelegenheiten vor seiner letzten Ausreise bereits mehrere Male 

unbehelligt zwischen Indien und Sri Lanka hin- und herreisen konnte. Zu-

dem hat er keine Vorverfolgung glaubhaft machen können. Die von ihm 

geschilderte illegale Inhaftierung und Misshandlung durch die CID-Beam-

ten im Armee-Camp erweisen sich, wie vorangehend dargelegt (E. 5.3–

5.6), als nicht glaubhaft gemacht. Damit kann der Beschwerdeführer aus 

diesen Vorbringen auch im Rahmen der Prüfung der Risikofaktoren nichts 

zu seinen Gunsten ableiten.  

Das erstmalige Vorbringen in der Beschwerde, es liege gegen ihn eine Vor-

ladung vor, hat der Beschwerdeführer sodann nicht mit entsprechenden 

Beweismitteln nachgewiesen. Dieses Vorbringen erscheint nachgescho-

ben, nachdem er in den Anhörungen nicht erwähnte, es sei gegen ihn ein 

Verfahren eröffnet worden. Darüber hinaus handelt es sich bei der geltend 

gemachten mündlichen Aufforderung der CID-Beamten, er solle seinen 

Reisepass in die Büros des CID-Hauptquartiers in Colombo bringen, ein-

deutig nicht um eine amtliche Vorladung. Weiter liegen auch keine Hin-

weise dafür vor, dass der Beschwerdeführer in der am Flughafen in Co-

lombo abrufbaren «Stop-List» eingetragen wäre. Die tamilische Ethnie des 

Beschwerdeführers begründet ferner für sich alleine genommen objektiv 

keine Furcht vor Verfolgung, dies auch nicht zusammen mit seinem aktu-

ellen, mehrjährigen Aufenthalt in der Schweiz. Weitere Risikofaktoren sind 

nicht ersichtlich. 

Es ist somit in Würdigung sämtlicher Umstände nicht anzunehmen, dass 

der Beschwerdeführer von der sri-lankischen Regierung zu jener kleinen 

Gruppe gezählt wird, die bestrebt ist, den tamilischen Separatismus wieder 

aufleben zu lassen, und so eine Gefahr für den sri-lankischen Einheitsstaat 

darstellt. Auch unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Lage nach 

den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Jahr 2024 in Sri Lanka 

(vgl. E. 8.2.4 hiernach) ist nicht davon auszugehen, dass ihm persönlich im 

Falle einer Rückkehr ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen 

würden. Daran vermag auch der mit der Replik ins Recht gelegte Bericht 

zu Sri Lanka mit dem Titel «Situation of human rights in Sri Lanka, Com-

prehensive Report of the United Nations High Commissioner for Human 

Rights» vom 6. September 2022 nichts zu ändern. 

6.4 Zusammenfassend liegen nach dem Gesagten auch keine flüchtlings-

rechtlich beachtlichen Risikofaktoren vor. Damit hat die Vorinstanz in der 

angefochtenen Verfügung zu Recht festgestellt, dass der Beschwerdefüh-

rer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt.  

E-1962/2021 

Seite 20 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.2.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

E-1962/2021 

Seite 21 

8.2.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten er-

geben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in 

den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 

EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 

wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-

rechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der 

Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder 

glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder un-

menschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi ge-

gen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer, 37201/06, §§ 124–127 

m.w.H.). Insbesondere lassen keine konkreten Hinweise darauf schliessen, 

dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit Massnahmen zu befürchten hätte, die über einen sogenannten 

«Background Check» (Befragung und Überprüfung von Tätigkeiten im In- 

und Ausland) hinausgehen würden, oder dass er persönlich gefährdet 

wäre.  

8.2.4 Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Weg-

weisungsvollzug nach der Auffassung des Gerichts ebenfalls nicht unzu-

lässig erscheinen (vgl. Referenzurteil des BVGer E-737/2020 vom 27. Feb-

ruar 2023 E. 10.1.2.3 und Referenzurteil des BVGer E-1866/2015 E. 12.2). 

In Bezug auf die aktuelle Gefährdungslage für nach Sri Lanka zurückkeh-

rende tamilische Asylsuchende ist festzuhalten, dass auf Präsident Gota-

baya Rajapaksa am 20. Juli 2022 Ranil Wickremesinghe als Übergangs-

präsident folgte. Nach Einschätzung des Bundesverwaltungsgerichts fand 

unter diesem keine wesentliche Änderung der Verhältnisse statt, da auch 

er Teil des alten politischen Systems war. Nach der schweren Wirtschafts-

krise wurde am 22. September 2024 Anura Kumara Dissanayake zum Prä-

sidenten gewählt, der Vorsitzender der kommunistischen Partei Janatha 

Vimukthi Peramuna ist. Erstmals wurde somit ein Präsident gewählt, der 

nicht den zwei etablierten Parteien angehört. Bei der Parlamentswahl von 

Mitte November 2024 kam ein Linksbündnis, die National People’s Power 

E-1962/2021 

Seite 22 

(NPP), auf einen Stimmenanteil von 61 %. Aktuell ist noch nicht absehbar, 

wie sich diese jüngsten Entwicklungen auf die politische und allgemeine 

Lage in Sri Lanka auswirken werden. Es ist aber jedenfalls nicht davon 

auszugehen, dass sich die allgemeine Situation für Rückkehrende tamili-

scher Ethnie durch den jüngsten Regierungswechsel verschärft hätte (vgl. 

Urteile des BVGer E-1880/2025 vom 4. April 2025 E. 8.2.2; E-2979/2020 

vom 24. März 2025 E. 6.3.1; D-3540/2019 vom 19. Dezember 2024 

E. 10.2).  

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 Der offene bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regie-

rung und der LTTE ist seit Mai 2009 beendet. Zurzeit herrscht in Sri Lanka 

weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. In den beiden Refe-

renzurteilen E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 und D-3619/2016 vom 16. Ok-

tober 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht eine Einschätzung der Lage 

in Sri Lanka vorgenommen und dabei festgestellt, der Wegweisungsvollzug 

sei sowohl in die Nordprovinz als auch in die Ostprovinz unter Einschluss 

des Vanni-Gebiets zumutbar, wenn das Vorliegen von bestimmten indivi-

duellen Zumutbarkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen 

familiären oder sozialen Beziehungsnetzes sowie Aussicht auf eine gesi-

cherte Einkommens- und Wohnsituation) bejaht werden könne. An dieser 

Einschätzung vermag die seit einiger Zeit in weiten Teilen Sri Lankas herr-

schende angespannte Lage (insbesondere eine anhaltende Wirtschafts- 

und Finanzkrise) grundsätzlich nichts zu ändern, zumal diese Umstände 

die ganze sri-lankische Bevölkerung betreffen (vgl. statt vieler: Referenz-

urteil des BVGer E-737/2020 vom 27. Februar 2023 E. 10.2.5.1; Urteil des 

BVGer D-6224/2023 vom 20. Dezember 2024 E. 9.4.2 m.w.H.).   

8.3.2 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, der Be-

schwerdeführer sei jung, gesund und arbeitsfähig. Er habe einen guten 

schulischen und beruflichen Werdegang hinter sich, die Schule bis zur 

(…) Klasse besucht und nach seiner Ausreise in Indien als (…) und (…) 

gearbeitet. Zuletzt sei er dort in einem (…) angestellt gewesen. Seine zahl-

reichen Flugreisen zwischen Indien und Sri Lanka sowie seine Anstrengun-

gen in Bezug auf den Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung in 

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Seite 23 

Grossbritannien deuteten stark darauf hin, dass er über einen beachtlichen 

finanziellen Rückhalt verfüge. Aktuell lebten noch seine  

Grosseltern väterlicherseits in B._______. Seine Familie besitze dort ein 

Grundstück. Ausserdem seien verschiedene Onkel und Tanten ebenfalls 

im Distrikt Jaffna wohnhaft. Er selbst habe sich bei seinen Rückreisen nach 

Sri Lanka jeweils zum Teil mehrere Monate lang in Colombo aufgehalten 

und dort offenbar auch über eine offizielle Adresse verfügt, wie seinem Hei-

ratsdokument zu entnehmen sei. Damit bestünden – trotz seines zugege-

benermassen langen Auslandaufenthalts – keine begründeten Wegwei-

sungsvollzugshindernisse. Daran vermöchten auch die depressiven Pha-

sen, die er sowohl in Sri Lanka als auch in der Schweiz behandeln lassen 

habe, nichts zu ändern. Somit erweise sich der Vollzug der Wegweisung 

nach Sri Lanka auch in individueller Hinsicht als zumutbar.  

8.3.3 Der Beschwerdeführer machte in seiner Rechtsmitteleingabe, abge-

sehen von einer Wiederholung seiner (vorangehend als nicht glaubhaft ge-

macht eingestuften) Asylvorbringen, wonach er bereits vor seiner Flucht 

Opfer einer irregulären Haft samt Folter geworden sei, keine eigentlichen 

Vollzugshindernisgründe geltend (vgl. Beschwerde Ziff. 61 ff.). Er wies in-

dessen darauf hin, dass er psychisch sehr angeschlagen sei und behielt 

sich diesbezüglich, nach einer vollständigen Abklärung seines Gesund-

heitszustands, weitere Ausführungen zur Zumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs vor. Mit Eingabe vom 4. Oktober 2021 reichte er den ärztlichen 

Bericht vom (…) Juli 2021 nach, in welchem ihm eine posttraumatische 

Belastungsstörung (PTBS) mit einer schweren depressiven Episode mit 

psychotischen Symptomen diagnostiziert werde. Aus dem Bericht gehe zu-

dem hervor, dass es bei einer Rückkehr ins Heimatland vermutlich zu einer 

Retraumatisierung und Dekompensation kommen werde. Weiter sei er für 

eine Behandlung im (…) für Folter- und Kriegsopfer in H._______ ange-

meldet. Der Vollzug sei angesichts der diagnostizierten PTBS nicht zumut-

bar.  

8.3.4 Mit Spontaneingabe vom 8. August 2022 reichte er einen weiteren 

Arztbericht vom (…) Juli 2022 nach und machte geltend, gemäss diesem 

sei bei ihm eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) so-

wie eine schwere depressive Episode (ICD-10: F32.2) diagnostiziert wor-

den. Er leide unter anderem unter zunehmender depressiver Symptomatik, 

häufigen Sorgen, Todeswünschen sowie erheblichen Konzentrations- und 

Merkfähigkeitsstörungen. Weiter bestünden intrusive Erinnerungen und 

Flashbacks mit vegetativer Begleitsymptomatik, teilweise mit schweren 

Dissoziationen. Er sei auf die Verfügbarkeit und den Zugang der Medi-

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Seite 24 

kamente J._______ (…) mg, K._______ (…) mg und L._______ (…) mg 

angewiesen. Bei vorzeitigem Abbruch der Fachbehandlung sei gemäss 

dem ärztlichen Bericht davon auszugehen, dass jederzeit mit einer akuten 

Selbstgefährdung gerechnet werden müsse. Angesichts der in Sri Lanka 

bestehenden schweren Wirtschaftskrise sei insbesondere das Gesund-

heitswesen in Sri Lanka angeschlagen. Es sei nicht mit einer baldigen und 

dauerhaften Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Sri Lanka zu 

rechnen. Deshalb sei weder seine Versorgung mit den notwendigen Medi-

kamenten noch eine ausreichende psychologisch-psychiatrische Betreu-

ung bei einer Rückkehr nach Sri Lanka gewährleistet. Eine Rückführung 

würde vielmehr zu einer massiven Verschlechterung seines Gesundheits-

zustands führen und ihn in eine lebensbedrohliche Situation bringen. 

8.3.5 In der zweiten Vernehmlassung vom 29. August 2022 hielt das SEM 

diesbezüglich fest, Sri Lanka verfüge über ein relativ gut funktionierendes 

Gesundheitssystem und alle Einwohner und Einwohnerinnen hätten Zu-

gang zu einer nahezu kostenlosen Gesundheitsversorgung. Die medizini-

schen Einrichtungen in Sri Lanka würden vom Staat und vom privaten Sek-

tor getragen. In staatlichen Krankenhäusern könnten sich Staatsangehö-

rige kostenlos behandeln lassen. Die staatlichen Krankenhäuser in den 

grösseren Städten verfügten über moderne Geräte und könnten so viele 

Behandlungsmethoden anbieten. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise 

in Sri Lanka würden die Leistungen im grundsätzlich gut ausgebauten und 

vergleichsweise gut funktionierenden Gesundheitswesen allerdings ratio-

niert. Aufgrund der Improvisation des Gesundheitspersonals sowie der Un-

terstützung von externen Geldgebern bleibe dieses jedoch für alle Patien-

tinnen und Patienten weiterhin zugänglich. Die geltend gemachten gesund-

heitlichen Beeinträchtigungen, namentlich die psychische Erkrankung des 

Beschwerdeführers, könne demnach auch in Sri Lanka beziehungsweise 

in der Nordprovinz behandelt werden, womit die Situation des Beschwer-

deführers nicht als eine medizinische Notlage einzustufen sei. 

8.3.6 In seiner Replik erwiderte der Beschwerdeführer, das SEM verkenne 

die aktuell äusserst prekäre Situation in Sri Lanka. Die Schlussfolgerungen 

der Notiz des SEM zur medizinischen Versorgung während der Wirt-

schafts- und Versorgungskrise vom 29. Juli 2022 stehe im Widerspruch zu 

den Schlussfolgerungen des bereits eingereichten Themenpapiers der 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 13. Juli 2022. Tatsächlich sei bereits 

vor der aktuellen Wirtschaftskriese die Gesundheitsversorgung im Bereich 

psychischer Erkrankungen völlig ungenügend gewesen, was sich durch die 

Wirtschaftskrise noch verschlimmert habe. Eine Rückführung würde ihn 

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Seite 25 

daher angesichts der überhöhten Transportkosten für die Anreise sowie 

der überteuerten Kosten für die Medikamente in eine finanzielle Notlage 

bringen, womit er sich die dringend benötigte Behandlung nicht leisten 

könnte.  

8.3.7 Mit Eingaben vom 6. Juni 2024 und 1. Juli 2025 reichte der Be-

schwerdeführer die ärztliche Stellungnahme des (…) für Folter- und Kriegs-

opfer vom (…) Mai 2024 ein und machte geltend, dass sich seine depres-

sive Symptomatik zwar leicht verbessert, die Symptomatik der komplexen 

PTBS jedoch zugenommen habe, wobei es auch zu selbstverletzendem 

Verhalten gekommen sei.  

8.3.8 Mit Eingaben vom 1. Juli 2025 reichte er den Kurzbericht von Oberas-

sistent I._______ vom (…) Juni 2025 nach und führte aus, gestützt darauf 

hätten die zuvor eingereichten Berichte nach wie vor Gültigkeit. Zurzeit 

leide er jedoch neben der komplexen PTBS auch wieder an einer schweren 

depressiven Episode (ICD-10: F32.2). In der letzten Zeit häuften sich zu-

dem dissoziative Phänomene und selbstverletzende Verhaltensweisen mit 

suizidalen Absichten, welche intensivere Termine erforderten. Medikamen-

tös werde er aktuell mit J._______ 20 mg, M._______ (…) mg und 

L._______ (…) mg behandelt. Eine traumafokussierte Therapie sei drin-

gend indiziert. Im Falle einer Ausschaffung müsse mit einer massiven Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands, insbesondere mit akuter Suizi-

dalität, gerechnet werden.  

8.3.9 Aus medizinischen Gründen kann nur dann auf Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs geschlossen werden, wenn eine notwendige Be-

handlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die fehlende Mög-

lichkeit der (Weiter-)Behandlung bei einer Rückkehr zu einer raschen und 

lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der be-

troffenen Person führt. Dabei wird diejenige allgemeine und dringende me-

dizinische Behandlung als relevant erachtet, die zur Gewährleistung einer 

menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt 

nicht bereits vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem 

schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behandlung mög-

lich ist (vgl. BVGE 2017 VI/7 E. 6; BVGE 2011/50 E. 8.3, je m.w.H.). 

8.3.10 In seinem Referenzurteil E-737/2020 vom 27. Februar 2023 setzte 

sich das Bundesverwaltungsgericht umfassend mit der Gesundheitsver-

sorgung in Sri Lanka im Zusammenhang mit der herrschenden Wirtschafts- 

und Versorgungskrise auseinander. Trotz einer Verschlechterung der 

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Seite 26 

Versorgungslage ging es davon aus, dass eine Grundversorgung gewähr-

leistet sei. Es sei im Einzelfall abzuklären, welcher Behandlung, Betreuung 

und Medikation eine zurückzuführende Person bedürfe (ebd. E. 10.2.6). Im 

Urteil D-3805/2022 vom 15. Juni 2023 gelangte das Bundesverwaltungs-

gericht unter Berücksichtigung dieses Referenzurteils E-737/2020 insbe-

sondere zum Schluss, dass der Vollzug der Wegweisung auch im Falle 

eines unter einer komplexen PTBS leidenden Beschwerdeführers zumut-

bar sei (ebd. E. 6.2.2). Im Urteil E-2426/2020 vom 5. Juni 2024 hat das 

Bundesverwaltungsgericht schliesslich festgestellt, dass die medizinische 

Versorgungslage in Sri Lanka eine Entspannung erfahren habe. Gängige 

psychiatrisch-psychologische Behandlungen seien verfügbar (ebd. 

E. 13.3.4.2). 

8.3.11 In den vorliegenden Medizinalakten wurde beim Beschwerdeführer 

in psychischer Hinsicht eine PTBS sowie eine (schwere) depressive Epi-

sode ohne psychotische Symptome diagnostiziert. Den Medizinalakten ist 

weiter zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits seit mehreren 

Jahren in einer psychotherapeutischen Behandlung steht und er regelmäs-

sig Psychopharmaka verschrieben erhält. Aktuell wird er gemäss Repetier-

rezept vom (…) Mai 2025 mit J._______ (…) mg und M._______ (…) mg 

behandelt. Offenbar scheint beim Beschwerdeführer diese langjährige 

Therapie dennoch nicht (genügend) angeschlagen zu haben; es geht ihm 

psychisch weiterhin schlecht. Die Medizinalpersonen sehen als einen mög-

lichen Grund hierfür dessen nach wie vor ungeregelten Aufenthaltsstatus. 

Trotz dieser durchaus individuell belastenden Situation ist mit Blick auf die 

vorangehend dargestellte Rechtsprechung festzustellen, dass es dem Be-

schwerdeführer auch in Sri Lanka möglich sein wird, seine psychischen Er-

krankungen behandeln zu lassen und in diesem Zusammenhang insbe-

sondere die in der Schweiz begonnene ambulante psychotherapeutische 

Behandlung fortzusetzen.  

Das vom Beschwerdeführer eingenommene Medikament J._______ 

(Anm.: ein Antidepressivum in Form eines […] mit dem Wirkstoff: […] [vgl. 

https://compendium.ch/product [...]; zuletzt abgerufen am 12. November 

2025]) ist sodann in Sri Lanka als solches verfügbar (vgl. zum Beispiel: […]; 

zuletzt abgerufen am 12. November 2025]). Das vom Beschwerdeführer 

ebenfalls eingenommene Medikament M._______ enthält den Wirkstoff 

[…] (vgl. https://compendium.ch/product [...]; zuletzt abgerufen am 12. No-

vember 2025]). In Sri Lanka wird ein Antidepressivum mit demselben Wirk-

stoff unter dem Namen «N._______» vertrieben (vgl. zum Beispiel: […]; 

zuletzt abgerufen am 12. November 2025). Damit sind die vom Beschwer-

https://compendium.ch/product%20%5b...%5d
https://carelink.lk/product/fluoxetine-20-mg-spc/
https://compendium.ch/product%20%5b...%5d

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Seite 27 

deführer aktuell eingenommenen Medikamente respektive entsprechende 

Ersatzpräparate auch in Sri Lanka erhältlich. Der Umstand, dass die Be-

handlungsmöglichkeiten in Sri Lanka schwerer zugänglich sind als in der 

Schweiz, vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Für den Fall, 

dass von ihm benötigte Medikamente im Zeitpunkt der Ausreise in 

Sri Lanka kurzfristig nicht verfügbar sein sollten, steht es dem Beschwer-

deführer zudem offen, sich vor seiner Ausreise aus der Schweiz einen Me-

dikamentenvorrat anzulegen und im Rahmen der individuellen Rückkehr-

hilfe bei Bedarf finanzielle Unterstützung zur Erleichterung seiner Einglie-

derung oder zur befristeten medizinischen Betreuung in seiner Heimat zu 

beantragen (vgl. Urteil des BVGer D-2920/2020 vom 14. April 2025 

E. 8.3.3 m.w.H.; Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverord-

nung 2 über Finanzierungfragen vom 11. August 1999 [AsylV 2, 

SR 142.312]). Die beim Beschwerdeführer diagnostizierten psychischen 

Erkrankungen vermögen somit nicht zur Annahme der Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs zu führen. 

8.3.12 Gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts steht schliess-

lich eine allfällige Suizidalität einem Wegweisungsvollzug nicht entgegen, 

solange konkrete Massnahmen zur Verhütung der Umsetzung einer ent-

sprechenden Drohung getroffen werden (vgl. Urteil des BVGer  

D-3668/2022 vom 17. Juni 2025 E. 8.4.1 m.w.H.). Vorliegend besteht na-

mentlich die Möglichkeit, den Beschwerdeführer, der aufgrund seiner psy-

chischen Probleme aktuell in medizinischer Behandlung steht, gezielt the-

rapeutisch sowie medikamentös auf den Vollzug der Wegweisung vorzu-

bereiten. Zudem wird vor einem Vollzug der Wegweisung die Reisefähig-

keit des Beschwerdeführers zu prüfen sein, wobei die schweizerischen Be-

hörden im Falle einer Suiziddrohung entsprechende Massnahmen (bei-

spielsweise eine begleitete Rückführung) anordnen werden. Unter diesen 

Umständen führt auch eine allfällige Gefahr selbstverletzender Verhaltens-

weisen mit suizidalen Absichten seitens des Beschwerdeführers nicht zu 

einer Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs.  

8.3.13 Damit erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

E-1962/2021 

Seite 28 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Indessen wurde ihm 

mit Zwischenverfügung vom 11. Mai 2021 – unter Vorbehalt der Nachrei-

chung einer Fürsorgebestätigung, welche fristgerecht beim Bundesverwal-

tungsgericht einging – die unentgeltliche Prozessführung gewährt. Nach-

dem aus den dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten keine 

Hinweise auf eine seither eingetretene relevante Veränderung der finanzi-

ellen Verhältnisse des Beschwerdeführers hervorgehen, sind dem Be-

schwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

10.2 Mit Zwischenverfügung vom 11. Mai 2021 wurde (ebenfalls unter Vor-

behalt der Nachreichung einer Fürsorgebestätigung, welche – wie bereits 

dargelegt – fristgerecht beim Bundesverwaltungsgericht einging) auch das 

Gesuch des Beschwerdeführers um amtliche Rechtsverbeiständung gut-

geheissen und Rechtsanwältin MLaw Cora Dubach als amtliche Rechts-

beiständin eingesetzt. Auf deren Gesuch vom 12. Mai 2022 hin entband die 

Instruktionsrichterin sie mit Zwischenverfügung vom 17. Juni 2022 von ih-

rem Amt als amtliche Rechtsbeiständin und ordnete dem Beschwerdefüh-

rer neu MLaw Linda Spähni, Freiplatzaktion G._______, als amtliche 

Rechtsbeiständin bei. Nachdem MLaw Cora Dubach mit Schreiben vom 

12. Mai 2022 ihr Vertretungshonorar an die Freiplatzaktion G._______ ab-

getreten hat, ist der Freiplatzaktion G._______ für die Dauer der amtlichen 

Vertretung des Beschwerdeführers durch MLaw Cora Dubach ein amtli-

ches Honorar zulasten der Gerichtskasse zuzusprechen. Für die Dauer der 

anschliessenden amtlichen Vertretung durch MLaw Linda Spähni steht 

MLaw Linda Spähni ebenfalls ein amtliches Honorar zulasten der Gerichts-

kasse zu. 

10.2.1 Die Festsetzung des amtlichen Honorars erfolgt in Anwendung von 

Art. 12 i.V.m. Art. 8–11 VGKE (Reglement vom 21. Februar 2008 über die 

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Seite 29 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), wobei das Bundesverwaltungsgericht bei nicht-anwaltli-

cher amtlicher Vertretung in der Regel von einem Stundenansatz von 

Fr. 100.– bis Fr. 150.– ausgeht (vgl. Art. 10 Abs. 2 VGKE). 

10.2.2 MLaw Cora Dubach hat mit der Beschwerde eine Kostennote ein-

gereicht. In dieser hat sie ein Honorar im Betrag von Fr. 2’409.50 geltend 

gemacht und auf die fehlende Mehrwertsteuerpflicht hingewiesen. Als Be-

rechnungsgrundlagen für das geltend gemachte Honorar gab sie einen 

Stundenaufwand (für Erstgespräch und Fallaufnahme, weitere Bespre-

chungen mit dem Beschwerdeführer, Aktenstudium, weitere juristische und 

länderspezifische Abklärungen und für das Verfassen der Beschwerde-

schrift) von insgesamt 14.4 Stunden an. Dieser Vertretungsaufwand er-

scheint angesichts der aktenkundigen sowie vorliegend erforderlichen 

rechtlichen Bemühungen zwar eher hoch, aber nicht unangemessen. Für 

das Erstgespräch und die Fallaufnahme, die weiteren Besprechungen mit 

dem Beschwerdeführer und das Verfassen der Beschwerdeschrift hat sie 

sodann einen Stundensatz von Fr. 150.– angegeben, während sie für das 

Aktenstudium und die weiteren juristischen sowie länderspezifischen Ab-

klärungen einen Stundensatz von Fr. 200.– anwandte. Letzterer Stunden-

satz ist auf den für nicht-anwaltliche Vertretungen maximal zulässigen 

Stundensatz von Fr. 150.– (vgl. E. 12.2.1) zu kürzen. Die geltend gemach-

ten Barauslagen von insgesamt Fr. 149.50 (Fr. 5.50 Spesen für Porto und 

Fr. 144.– Entschädigung für Dolmetscher respektive Dolmetscherin) sind 

nicht zu beanstanden. Damit ergibt sich ein Entschädigungsanspruch von 

Fr. 2’309.5. Für die in der Kostennote nicht berücksichtigten, nachträglich 

eingereichten Eingaben ist die Entschädigung leicht zu erhöhen, womit der 

Freiplatzaktion G._______ ein amtliches Honorar von insgesamt 

Fr. 2'380.– (inkl. Auslagen) zulasten der Gerichtskasse zuzusprechen ist. 

10.3 Die mit Zwischenverfügung vom 17. Juni 2022 neu eingesetzte amtli-

che Rechtsbeiständin MLaw Linda Spähni hat für die amtliche Vertretung 

des Beschwerdeführers im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Kos-

tennote eingereicht, weshalb die ihr zustehende Entschädigung von Amtes 

wegen zu bestimmen ist. In der Zeit ihres Vertretungsverhältnisses hat sie 

insgesamt elf Eingaben an das Bundesverwaltungsgericht verfasst, wobei 

es sich bei dem Grossteil der Eingaben jedoch um blosse Nachreichungen 

von Unterlagen sowie Fristerstreckungsgesuche handelt. Lediglich die Ein-

gaben vom 8. August 2022, 14. September 2022 (Replik) und 23. Septem-

ber 2022 enthalten wesentliche materielle Ausführungen in der Sache. Un-

ter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der 

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Seite 30 

Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens sowie des bei 

nichtanwaltlicher Vertretung geltenden Stundensatzes von (maximal) 

Fr. 150.– erscheint ein Honorar von insgesamt Fr. 1’500.– (inkl. Auslagen) 

angemessen. Dieses ist MLaw Linda Spähni zulasten der Gerichtskasse 

zuzusprechen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 31 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Die Gerichtskasse entrichtet der Freiplatzaktion G._______ für die amtli-

che Rechtsverbeiständung des Beschwerdeführers durch MLaw Cora 

Dubach ein amtliches Honorar in der Höhe von Fr. 2'380.– sowie Linda 

Spähni, Freiplatzaktion G._______, für die anschliessende amtliche 

Rechtsverbeiständung des Beschwerdeführers ein amtliches Honorar in 

der Höhe von Fr. 1'500.–. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter 

 

 

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