# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e482043d-6eef-5175-9778-bc2fd87a93f3
**Source:** Solothurn (SO)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1992-03-13
**Language:** de
**Title:** Solothurn Obergericht Jugendgerichtskammer 13.03.1992 ZZ.1992.24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SO_Omni/SO_OG_003_ZZ-1992-24_1992-03-13.html

## Full Text

SOG 1992 Nr. 24

 

 

§§ 36 f. StPO; Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Entschädigung
bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens.

 

 

Die Herabsetzung oder Verweigerung einer Entschädigung für
Nachteile gemäss § 36 StPO bzw. einer Parteientschädigung gemäss § 37 StPO ist
unter den gleichen Voraussetzungen zulässig, wie die Kostenauflage zu Lasten
des Beschuldigten (SOG 1991 Nr. 32).Sie kommt nur in Frage, wenn der
Beschuldigte die Untersuchung durch verwerfliches oder leichtfertiges Verhalten
veranlasst oder erschwert hat. Das bedeutet, dass der Entscheid über die
Ausrichtung von Entschädigungen gemäss § 36 f. StPO grundsätzlich demjenigen
über die Tragung der Verfahrenskosten zu folgen hat (vgl. BGE 116 Ia 164 f.,
115 Ia 310).

 

Obergericht Anklagekammer, Urteil vom 13. März 1992