# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f6e9865-4819-53ab-b02f-d2f5d8f05c2c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 02.09.2025 BK 2025 396
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-396_2025-09-02.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 396

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 2. September 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichter Gerber 
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft 
Berner Jura-Seeland, Spitalstrasse 11, 2501 Biel

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen sexuellen Handlungen mit Kindern, Porno-
grafie, Widerhandlungen gegen das Waffengesetz etc.

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 8. August 2025 (KZM 25 1609)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen sexueller 
Handlungen mit Kindern, Pornografie, Widerhandlungen gegen das Waffen- und 
das Betäubungsmittelgesetz sowie Abgabe von gesundheitsgefährdenden Produk-
ten an Jugendliche. Das Regionale Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-
Seeland ordnete am 7. Januar 2025 Untersuchungshaft für die Dauer von einem 
Monat an (ARR 25 2). Mit Entscheiden vom 10. Februar (KZM 25 196) und 5. Mai 
2025 (KZM 25 957) verlängerte das Kantonale Zwangsmassnahmengericht (nach-
folgend: Zwangsmassnahmengericht) die Untersuchungshaft je um drei Monate, 
d.h. insgesamt bis am 3. August 2025. Die Beschwerde gegen den Entscheid des 
Zwangsmassnahmengerichts vom 5. Mai 2025 wies die Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekam-
mer) mit Beschluss BK 25 213 vom 26. Mai 2025 ab. Am 8. August 2025 verlänger-
te das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft erneut um drei Monate, 
d.h. bis am 3. November 2025. Dagegen reichte der Beschuldigte (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, bei der 
Beschwerdekammer Beschwerde ein. Er beantragte, der Entscheid des Zwangs-
massnahmengerichts vom 8. August 2025 sei aufzuheben. Er sei unverzüglich aus 
der Untersuchungshaft zu entlassen, eventualiter unter Auferlegung von geeigne-
ten Ersatzmassnahmen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien zu bestim-
men und dem Kanton Bern zur Bezahlung aufzuerlegen. Das Honorar für seine 
amtliche Verteidigung sei am Ende des Strafverfahrens festzulegen. Das Zwangs-
massnahmengericht verzichtete am 21. August 2025 auf eine Vernehmlassung. In 
ihrer delegierten Stellungnahme vom 26. August 2025 beantragte die Staatsan-
waltschaft die Abweisung der Beschwerde. Am 27. August 2025 verzichtete der 
Verfahrensleiter auf die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels und wies dar-
auf hin, dass allfällige abschliessende Bemerkungen innert 2 Tagen einzureichen 
seien. Innert dieser Frist gelangten keine Schlussbemerkungen bei der Beschwer-
dekammer ein. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c StPO können Entscheide über die 
Verlängerung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde 
angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Un-
tersuchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen 
und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). 
Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten. 

3.

3.1 Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht.

3

Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 
StPO ist keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender 
Beweisergebnisse vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob aufgrund der bisheri-
gen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbre-
chen oder Vergehen und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat 
vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts 
mit vertretbaren Gründen bejahen konnten. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei 
der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Ver-
halten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale er-
füllen könnte. Zur Frage des dringenden Tatverdachts ist weder ein eigentliches 
Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen. 
Zu Beginn der Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tat-
verdacht geringer als in späteren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist ein im-
mer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu 
stellen. Nach Durchführung der in Betracht kommenden Untersuchungshandlungen 
muss eine Verurteilung wahrscheinlich sein (zum Ganzen: Urteil des Bundesge-
richts 7B_154/2023 vom 13. Juli 2023 E. 5.2 mit Verweis auf BGE 143 IV 316 E. 
3.1).

3.2 Betreffend das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts kann vorab auf den Be-
schluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 25 213 vom 26. Mai 2025 verwie-
sen werden (E. 3.2):

Im Rahmen der Ermittlungen betreffend die Vermisstmeldung von D.________ (Jahrgang 2011) stell-
te sich heraus, dass sich diese in Anwesenheit des Beschwerdeführers (Jahrgang 1986) und von 
E.________ (Jahrgang 2011) in einem Hotel in F.________(Ort) befand, in dem sie mutmasslich die 
Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2025 verbrachte. Die Polizei traf in der Folge alle drei Personen im 
gleichen Zimmer an. Aufgrund der Aussagen von D.________ vom 4. Januar 2025 sowie des Be-
schwerdeführers vom 5. Januar 2025 ergab sich, dass es zwischen ihm und E.________ zu körperli-
cher Nähe im Sinne eines «Kuschelns» gekommen war. Offenbar standen E.________ und der Be-
schwerdeführer bereits seit ein paar Monaten in Kontakt und E.________ übernachtete auch vorher 
einmal beim Beschwerdeführer (vgl. Einvernahme des Beschwerdeführers vom 5. Januar 2025, Z. 
52 ff., Z.118 ff.; ARR 25 2). Weiter befanden sich auf dem Mobiltelefon des Beschwerdeführers ein 
Foto von E.________, schlafend in Unterhosen sowie Fotos eines Genitals, welches mutmasslich zu 
E.________ gehört (vgl. Vorhalte und Beilage Protokoll Hafteröffnung vom 6. Januar 2025, Z. 73 ff.; 
ARR 25 2). Aufgrund der Aussagen von E.________ bzw. Angaben seiner Mutter sowie des Be-
schwerdeführers bestanden zudem Hinweise auf weitere Kontakte des Beschwerdeführers zu Jungen 
unter 16 Jahren (vgl. Einvernahme von E.________ vom 4. Januar 2025, Z. 187 ff., Z. 202 f., Z. 525 
ff. sowie Protokoll Hafteröffnung vom 6. Januar 2025, Z. 84 ff.; ARR 25 2). Auch ist davon auszuge-
hen, dass der Beschwerdeführer gegenüber E.________ falsche Angaben hinsichtlich seines Alters 
gemacht hat (Einvernahme D.________ vom 4. Januar 2025, Z. 61; ARR 25 2; Einvernahme 
E.________ vom 4. Januar 2025, Z. 205 ff., Z. 411 ff.; ARR 25 2). Gestützt auf diese Ausgangslage 
wurde der Beschwerdeführer wegen des Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Kindern in Untersu-
chungshaft versetzt (vgl. auch Ermittlungsbericht der Polizei vom 19. Januar 2025; KZM 25 196). Der 
dringende Tatverdacht verdichtete sich in der Folge. So sagte E.________ im Rahmen seiner Vi-
deoeinvernahme vom 17. Januar 2025 aus, es sei zu zweimaligem gegenseitigem Oralverkehr ge-
kommen (ab 14:20; KZM 25 196). Der Beschwerdeführer ist diesbezüglich mittlerweile ebenfalls ge-
ständig (Einvernahme vom 8. April 2025, Z. 225 ff.; KZM 25 957). Offenbar führten die beiden eine 

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Liebesbeziehung miteinander, was auch aus den auf dem Mobiltelefon von E.________ sichergestell-
ten Chat- und Sprachnachrichten hervorgeht (vgl. Extraktionsberichte; KZM 25 196). Der Beschwer-
deführer bestätigte zudem, dass es sich bei den auf seinem Mobiltelefon aufgefundenen Fotos um 
das Genital von E.________ handelt und er (der Beschwerdeführer) diese Aufnahmen gemacht habe 
(Einvernahme vom 7. April 2025, Z. 45 ff., Z. 70 f., Z. 86 ff., Z. 126; KZM 25 957). Der dringende Tat-
verdacht betreffend sexuelle Handlungen mit Kind liegt damit vor und wird betreffend E.________ 
auch nicht (mehr) bestritten. […].

Daran hat sich nichts geändert. Auch in der Beschwerde wird der dringende Tat-
verdacht nicht grundsätzlich bestritten. Ob auch der dringende Tatverdacht besteht, 
dass die beschuldigte Person durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen 
die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträch-
tigt hat und damit eine Anlasstat im Sinne von Art. 221 Abs. 1bis StPO vorliegt, wird 
im Rahmen der Prüfung der qualifizierten Wiederholungsgefahr beurteilt werden.

Weiter besteht der dringende Tatverdacht, dass der Beschwerdeführer durch die 
Erstellung der Fotos des Genitals von E.________ sowie dem Masturbieren in 
Videocalls und dem Verschicken entsprechender Videos im Rahmen der «Sexting-
Affäre» mit einem «G.________» (vgl. Ausführungen zur Wiederholungsgefahr) 
selbst Kinderpornografie hergestellt hat. 

4.

4.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c oder Abs. 1bis StPO voraus. Vorlie-
gend wurde der Haftgrund der qualifizierten Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 
Abs. 1bis StPO angerufen.

Der besondere Haftgrund der qualifizierten Wiederholungsgefahr setzt zunächst ei-
ne untersuchte qualifizierte Anlasstat voraus, nämlich den dringenden Verdacht, 
dass die beschuldigte Person durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen 
die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträch-
tigt hat. Eine einschlägige Vortat ist im Falle der qualifizierten Wiederholungsgefahr 
nicht erforderlich (BGE 150 IV 149 E. 3.6.2 mit Hinweisen). Die in Frage kommen-
de Anlasstat ist folglich auf Verbrechen und schwere Vergehen gegen hochwertige 
Rechtsgüter eingeschränkt. Das zusätzliche Erfordernis der «schweren Beeinträch-
tigung» soll darüber hinaus sicherstellen, dass nicht nur der abstrakte Strafrahmen 
der Anlasstat, sondern auch die Umstände des Einzelfalls bei der Haftprüfung 
berücksichtigt werden. Vorausgesetzt ist somit, dass sich der dringende Tatver-
dacht nicht nur auf ein abstrakt schweres Delikt bezieht, sondern die Anlasstat 
auch aufgrund der konkreten Tatbegehung als (gegen hochwertige Rechtsgüter ge-
richtetes) schweres Delikt zu qualifizieren ist. Demgegenüber kann nicht erheblich 
sein, ob dieses schwere Delikt auch tatsächlich zu einer schweren Beeinträchti-
gung der physischen, psychischen oder sexuellen Integrität einer Person geführt 
hat oder derartige Auswirkungen der Tat - aufgrund glücklicher Umstände - ausge-
blieben sind (Urteil des Bundesgerichts 7B_137/2025 vom 6. März 2025 E. 3.1 mit 
Verweis auf Urteil 7B_1440/2024 vom 5. Februar 2025 E. 4.4 [zur Publikation be-
stimmt]).

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4.2 Der Beschwerdeführer ist geständig, dass es zweimal zu Oralverkehr mit dem da-
mals noch 13-jährigen E.________ gekommen ist. Ein dringender Tatverdacht in 
Bezug auf den Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 
Ziffer 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.00) ist, wie er-
wähnt, unbestritten. Bei der untersuchten Anlasstat handelt es sich um ein Verbre-
chen (Art. 187 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 StGB), welches die Anord-
nung von Haft wegen qualifizierter Wiederholungsgefahr grundsätzlich zulässt. 
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist kein schweres Verbrechen, 
sondern ein Verbrechen oder schweres Vergehen erforderlich. Kinder sind beson-
ders schutzbedürftig und das Rechtsgut der sexuellen Entwicklung Unmündiger 
wiegt sehr hoch (vgl. BGE 143 IV 9 E. 3.1 f.; Urteile des Bundesgerichts 
7B_878/2023 vom 29. Februar 2024 E. 7.4; 6B_1076/2021 vom 28. Oktober 2021 
E. 2.6.4; 1B_254/2019 vom 21. Juni 2021 E. 3.3, je mit Hinweis). Es geht in erster 
Linie darum, eine ungestörte psychisch-emotionale Entwicklung zu gewährleisten, 
bis die Person die notwendige Reife erlangt hat, damit sie zur frei verantwortlichen 
Einwilligung in sexuelle Handlungen in der Lage ist. Insoweit handelt es sich um ei-
nen generellen Schutz von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren vor verfrüh-
ter und deshalb ihre Entwicklung (möglicherweise) schädigender Sexualität (Urteil 
des Bundesgerichts 7B_878/2023 vom 29. Februar 2024 E. 7.4 mit Hinweisen).

4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer schweren Beeinträchtigung 
von E.________. Entgegen der Vorbringen in der Beschwerde hat das Zwangs-
massnahmengericht nicht verkannt, dass die konkrete Tatausführung von Relevanz 
ist. Entsprechend wurde auf den grossen Altersunterschied, das Vorgehen des Be-
schwerdeführers (Verschleierung seines Alters) sowie den Umstand, dass die se-
xuellen Handlungen nicht am unteren Ende des Spektrums möglicher sexueller 
Handlungen anzusiedeln seien, hingewiesen. Dass der Altersunterschied bzw. das 
Alter des Täters im Zusammenhang mit der schweren Beeinträchtigung von Rele-
vanz ist, geht sowohl aus der gesetzlichen Konzeption von Art. 187 StGB (vgl. Zif-
fern 2 und 3) als auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hervor (Urteil des 
Bundesgerichts 7B_137/2025 vom 6. März 2025 E. 3.3; vgl. auch MAIER, in: Basler 
Kommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, N. 11 sowie N. 33a zu 
Art. 187 StGB). Die Staatsanwaltschaft weist in ihrer Stellungnahme vom 26. Au-
gust 2025 zu Recht daraufhin, dass Art. 187 StGB Personen gerade deshalb 
schütze, weil sie besonders vulnerabel und beeinflussbar seien. Anders als dies 
unter (urteilsfähigen) Erwachsenen der Fall wäre, kann nicht von einvernehmlichen 
Handlungen die Rede sein, wenn ein 38-jähriger mit einem Kind eine Beziehung 
aufbaut. Je grösser der Altersunterschied, desto höher ist auch die Wahrschein-
lichkeit, dass der Täter das ausgenutzt hat. Zudem fehlt Personen im Schutzalter 
oftmals die Lebenserfahrung, entsprechende Angaben kritisch zu hinterfragen oder 
zu überprüfen. Nicht entscheidend ist dabei, ob die Treffen persönlich oder virtuell 
stattgefunden haben. So ist nicht ersichtlich, inwiefern die Verschleierung des Al-
tersunterschiedes im Falle von persönlichen Treffen grundsätzlich weniger Gewicht 
haben sollte. Der Umstand, dass es virtuell einfacher ist zu lügen, relativiert die fal-
sche Altersangabe des Beschwerdeführers jedenfalls nicht, zumal es offenbar 
schwer war, das Alter des Beschwerdeführers zu schätzen und man ihm ein deut-
lich jüngeres Alter jedenfalls abzunehmen schien (vgl. Einvernahme von 

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H.________ vom 4. Juli 2024, S. 9; KZM 25 1609 sowie Videoeinvernahme von 
E.________ vom 17. Januar 2025, ab 17:05; KZM25 196). Weiter zeigt die Formu-
lierung in den Materialien zu Art. 187 StGB, dass Beischlaf, orale und anale Pene-
tration zu den schwer wiegenden Handlungen zählen (Botschaft zur Harmonisie-
rung der Strafrahmen und zur Anpassung des Nebenstrafrechts an das geänderte 
Sanktionenrecht; BBl 2018 2827, S. 2870 f., sowie Strafrahmenharmonisierung und 
Anpassung des Nebenstrafrechts an das neue Sanktionenrecht. Vorlage 3: Bun-
desgesetz über eine Revision des Sexualstrafrechts. Bericht der Kommission für 
Rechtsfragen des Ständerates; BBl 2022 687, S. 21). Mit Blick darauf sowie den 
Umstand, dass der Beschwerdeführer betreffend sein Alter gelogen hat, liegt eine 
schwerwiegende Tatbegehung vor, selbst wenn der Beschwerdeführer keine Ge-
walt und keinen Zwang angewendet hat. Der Oralverkehr erfolgte zwar einver-
nehmlich. Das ist aber mit Blick auf den erheblichen Altersunterschied zu relativer-
en. Auch aus den Aussagen von E.________ im Rahmen seiner Videoeinvernah-
me vom 17. Januar 2025 geht hervor, dass er die Sache mit Blick auf den tatsäch-
lichen, ihm nachträglich bekannt gewordenen Altersunterschied ganz anders beur-
teilt (ab 15:50; 25:20, 1:11:55; KZM 25 196). 

4.4 Der Umstand, dass die Mutter von E.________ am 10. Januar 2025 ausgesagt hat, 
dass E.________ sich nach den Treffen mit dem Beschwerdeführer nicht verändert 
und dieser einen guten Einfluss gehabt habe, schliesst eine schwere Beeinträchti-
gung vor diesem Hintergrund offensichtlich nicht aus, zumal E.________ sich zu 
diesem Zeitpunkt der Tragweite der ganzen Angelegenheit offensichtlich nicht be-
wusst war. Jedenfalls zeigen seine Aussagen, dass ihm die Vorfälle zu schaffen 
machen und er diese aufgrund des Alters und der weiteren Kontakte des Be-
schwerdeführers mit Minderjährigen anders als vorher einstuft (Einvernahme vom 
4. Januar 2025 Z. 423 bis Z. 444; ARR 25 2 sowie Videoeinvernahme vom 17. Ja-
nuar 2025, ab 59:35 sowie 1:11:55; KZM 25 196). Da unerheblich ist, ob dieses 
schwere Delikt auch tatsächlich zu einer schweren Beeinträchtigung der physi-
schen, psychischen oder sexuellen Integrität einer Person geführt hat oder derarti-
ge Auswirkungen der Tat ausgeblieben sind, ist es nicht erforderlich, darüber (ab-
schliessend) Beweis zu führen. Der Grundsatz in «dubio pro reo» findet im Haftver-
fahren zudem keine Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_152/2024 vom 
19. Februar 2024 E. 3.3). Mit Blick auf die genannten Umstände sind das Tatvor-
gehen und die erfolgten sexuellen Handlungen jedenfalls geeignet, eine schwere 
Beeinträchtigung herbeizuführen – das reicht aus. Das Vorliegen einer Anlasstat 
wurde vom Zwangsmassnahmengericht zu Recht bejaht.

5.

5.1 Art. 221 Abs. 1bis Bst. b StPO verlangt als Prognoseelement die ernsthafte und 
unmittelbare Gefahr, dass die beschuldigte Person ein gleichartiges, schweres 
Verbrechen verüben werde. Qualifizierte Wiederholungsgefahr in diesem Sinne 
kommt nur infrage, wenn das Risiko von neuen Schwerverbrechen als «untragbar 
hoch» erscheint. In zeitlicher Hinsicht müssen diese akut respektive in naher Zu-
kunft drohen, weshalb die Haft mit grosser Dringlichkeit angeordnet werden muss. 
Die richterliche Prognosebeurteilung stützt sich auf die konkreten Umstände des 
Einzelfalles. Hierbei ist namentlich die konkret von der beschuldigten Person aus-

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gehende Gefährlichkeit beziehungsweise das bei ihr vorhandene Gewaltpotenzial 
einzubeziehen. Massgebende Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallprognose 
sind nach der bisherigen Rechtsprechung zudem die Häufigkeit und Intensität der 
fraglichen Delikte. Bei dieser Bewertung sind allfällige Aggravationstendenzen wie 
eine zunehmende Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere Ka-
denz der Taten zu berücksichtigen. Zu würdigen sind des Weiteren die persönli-
chen Verhältnisse der beschuldigten Person. Liegt bereits ein psychiatrisches Gut-
achten vor, ist dieses ebenfalls in die Beurteilung miteinzubeziehen.  

Bei der Beurteilung des Prognoseelements gilt das Prinzip der «umgekehrten Pro-
portionalität». Dies bedeutet: Je schwerer die drohenden Taten sind und je höher 
die Gefährdung der Sicherheit anderer ist, desto geringere Anforderungen sind an 
die Rückfallgefahr zu stellen. Liegen die Tatschwere und die Sicherheitsrelevanz 
am oberen Ende der Skala, so ist die Messlatte zur Annahme einer rechtserhebli-
chen Rückfallgefahr entsprechend tiefer anzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 
7B_537/2025 vom 3. Juli 2025, E. 3.1 u.a. mit Verweis auf BGE 150 IV 360 E. 3).

5.2 Die zu befürchtenden Straftaten (sexuelle Handlungen mit Kindern [Art. 187 Ziff. 1 
StGB] sowie Pornografie [Art. 197 StGB]) sind als schwer zu qualifizieren. Zudem 
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aktiv den sexuellen Kontakt zu 
weiteren Jugendlichen gesucht und hergestellt hat bzw. es auch mit anderen Ju-
gendlichen zu strafrechtlich relevanten Handlungen zumindest im Versuchsstadium 
gekommen ist (vgl. auch Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 25 213 
vom 26. Mai 2025, E. 3.3). So sagte der Beschwerdeführer aus, er habe mit einer 
weiteren Person, «G.________» aus I.________(Land), welcher schätzungsweise 
15 sei, einen Sexting-Austausch via Snapchat gehabt – etwa für ein halbes Jahr ab 
Sommer 2024 (Einvernahme vom 7. April 2025, Z. 21 ff., Z. 278 ff., Z. 294 ff. Z. 
334, Z. 348 ff., Z. 382 ff.; KZM 25 957). Er habe von «G.________» eine Aufnahme 
erhalten, wie dieser onaniere und er (der Beschwerdeführer) habe selbst dazu 
onaniert (Einvernahme vom 7. April 2025, Z. 341 ff., Z. 516 ff.; KZM 25 957). Diese 
«Sexting-Affäre» ist durch Bild- und Videomaterial belegt. Es ist davon auszuge-
hen, der Beschwerdeführer habe durch das Masturbieren in Videocalls sowie das 
Verschicken entsprechender Videos von sich «G.________» in sexuelle Handlun-
gen einbezogen und ihn zur Vornahme eigener solcher Handlungen verleitet. Wei-
ter gibt es Hinweise auf Kontakte bzw. Treffen mit weiteren Jugendlichen, u.a. ei-
nem «H.________», welcher von der Polizei als H.________, 
O.________(Geb.datum), aus J.________(Ort) (I.________(Land)), identifiziert 
werden konnte (vgl. Apple-Journal-Einträge; KZM 25 196, Vorhalte in der Einver-
nahme des Beschwerdeführers vom 8. April 2025, Z. 755 ff., sowie Deliktsblatt 1; 
vgl. aber auch Z. 687 ff. [betreffend eines K.________]; KZM 25 957). Mittlerweile 
konnte H.________ rechtshilfeweise einvernommen werden. Aus seinen Aussagen 
geht hervor, dass der Beschwerdeführer ihn bezüglich seines Alters ebenfalls an-
gelogen hat (Einvernahme von H.________ vom 4. Juli 2025, S. 9; vgl. auch Ein-
vernahme des Beschwerdeführers vom 10. Juli 2025, Z. 391 ff.; KZM 25 1609). Die 
Aussagen von H.________ ergeben zudem konkrete Hinweise, dass es um eine 
Beziehung gegangen ist (Einvernahme von H.________ vom 4. Juli 2025, S. 20 f. 
sowie S. 29 f.; vgl. auch Einvernahme des Beschwerdeführers vom 10. Juli 2025, 
Z. 444 ff.; KZM 25 1609). Unbestritten ist, dass es zu zwei Treffen und einem Kuss 

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gekommen (Einvernahme von H.________ vom 4. Juli 2025, S. 22 f. sowie Einver-
nahme des Beschwerdeführers vom 10. Juli 2025, Z. 401 ff.; KZM 25 1609) und 
der Beschwerdeführer offen für eine Beziehung gewesen ist (Einvernahme des Be-
schwerdeführers vom 10. Juli 2025, Z. 371 ff.; KZM 25 1609). Selbst wenn diese 
Delikte nicht in der Schweiz untersucht werden können und insofern kein dringen-
der Tatverdacht vorliegt, weisen sie daraufhin, dass der Beschwerdeführer bewusst 
und vermehrt Kontakt zu Jungen im Schutzalter suchte. Der Umstand, dass er teil-
weise von ihnen angeschrieben wurde oder er im Rahmen der bereits bestehenden 
Kontakte weitere Jugendliche traf, ändert daran nichts. Die Umstände, wie 
E.________ den Beschwerdeführer kennenlernte (durch einen anderen Kollegen 
von E.________, anwesend war beim ersten Treffen auch ein anderer dreizehnjäh-
riger Junge [L.________], mit welchem der Beschwerdeführer ebenfalls chattete; 
vgl. Videoeinvernahme E.________ vom 17. Januar 2025, ab 16:20 sowie 26:40; 
KZM 25 196, sowie Einvernahme des Beschwerdeführers vom 10. Juli 2025, Z. 
391 ff.; KZM 25 1609), deuten ebenfalls stark daraufhin, dass der Beschwerdefüh-
rer sich mehrheitlich in einem Umfeld mit Jugendlichen unter 16 Jahren bewegte. 
Dass es dabei nicht in jedem Fall zu sexuellen Handlungen gekommen ist, scheint 
überdies nicht an der fehlenden Bereitschaft des Beschwerdeführers zu liegen, 
sondern an externen Umständen, wie exemplarisch zumindest der Kontaktabbruch 
durch H.________ oder das fehlende Interesse bei M.________ oder K.________ 
(vgl. Einvernahme des Beschwerdeführers vom EV A..________ 8. April 2025, 
08:35 Uhr, Z. 674 f., 696 f; KZM 25 957) zeigen. Eine eingeforderte Reservierungs-
liste der P.________ Hotelkette belegt weiter, dass der Beschwerdeführer rege in 
Europa unterwegs ist (vgl. Deliktsblatt 1 vom 16. April 2025; KZM 25 957). 

5.3 Diese Umstände sind Hinweise auf eine besorgniserregende Häufigkeit und Inten-
sität. Die Staatsanwaltschaft weist in ihrer Stellungnahme vom 26. August 2025 zu 
Recht daraufhin, der Beschwerdeführer verstehe es geschickt, immer wieder Situa-
tionen herbeizuführen, in welchen solche sexuellen Kontakte stattfinden könnten. 
Dieses Vorgehen verbunden mit einem mutmasslich intensiven Interesse des Be-
schwerdeführers an Jugendlichen im Schutzalter deutet aktuell darauf hin, der Be-
schwerdeführer werde auch zukünftig solche Kontakte mit dem Ziel der Vornahme 
von oder der Verleitung zu sexuellen Handlungen suchen, unbesehen davon, ob 
bei ihm bereits eine Störung der Sexualpräferenz diagnostiziert werden konnte. Je-
denfalls steht das mittlerweile vorliegende forensisch-psychiatrischen Gutachten 
vom 20. Juni 2025 mit einer vorläufigen Beurteilung zur Wiederholungsgefahr an-
hand von Akten einer solchen Annahme nicht entgegen. Gemäss der Gutachterin 
waren für das Deliktverhalten des Beschwerdeführers gegenüber Jugendlichen im 
Schutzalter keine situativen Faktoren erkennbar. Eine hohe Wiederholungsgefahr 
für weitere einschlägige Delikte konnte keinesfalls ausgeschlossen werden. Darauf 
wiesen insbesondere das gezielte Vorgehen, die bewusste Inkaufnahme der Delik-
te und die Häufigkeit bzw. Intensität der Kontaktversuche zu Jungen unter 16 Jah-
ren hin (S. 12 f.; KZM 25 1609). Im Gutachten konnte zwar zurzeit (insbesondere 
aufgrund der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers) nicht beurteilt werden, 
ob und welche weiteren statistisch relevanten bzw. klinischen Risikofaktoren nebst 
der Vorstrafe und den Anlassdelikten bzw. kognitiven Verzerrungen des Beschwer-
deführers betreffend die pädosexuellen Anlassdelikte bestehen. Das rechtfertigt 

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aber entgegen den Vorbringen in der Beschwerde zur Zeit und mit Blick auf die so-
eben gemachten Ausführungen nicht, objektive Gründe für die ernsthafte und un-
mittelbare Rückfallgefahr zu verneinen – im Gegenteil. Das zeigt auch die Schluss-
folgerung im Gutachten, wonach beim Beschwerdeführer hinsichtlich der pädose-
xuellen Handlungen im Vergleich mit einem gedachten durchschnittlichen Täter in 
dieser Deliktskategorie ein hohes Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden kön-
ne (S. 13 und S. 14). 

5.4 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es falle auf, dass bei der Beurteilung der 
Rückfallgefahr von einer pädosexuellen Motivation ausgegangen worden sei 
(S. 13), obwohl das Vorliegen einer solchen eben gerade nicht habe festgestellt 
werden können (S. 11 f und S. 14), ist unklar, was der Beschwerdeführer daraus 
ableiten will. Im Gutachten wird zwar festgehalten, es könne bisher weder bestätigt 
noch ausgeschlossen werden, ob beim Beschwerdeführer eine Störung der Sexu-
alpräferenz im Sinne einer Pädophilie oder eine andere psychische Störung beste-
he, welche für die Deliktdynamik und damit die Legalprognose relevant seien (S. 
14). Das steht aber nicht in Widerspruch zu anderen Angaben im Gutachten. So 
sind Hinweise auf ein pädosexuelles Interesse bzw. das Vorliegen von pädosexuel-
len Handlungen nicht mit einer diagnostizierten Pädophilie gleichzusetzen, was im 
Gutachten auch nicht gemacht wurde. Abgesehen davon hängt die Rückfallgefahr 
nicht ausschliesslich von der Diagnose einer Störung der Sexualpräferenz ab und 
die Annahme von pädosexuellen Handlungen oder eines pädosexuellen Interesses 
ist mit Blick auf die bisher bekannten und oben erwähnten Umstände (u.a. auch die 
auf dem Mobiltelefon des Beschwerdeführers aufgefundenen 17 Mediendateien mit 
kinderpornografischem Inhalt [vgl. Vorhalte in der Einvernahme vom 7. April 2025, 
Z. 155 ff., Z. 188 ff., Z. 229 ff., Z. 253 ff. sowie Deliktsblatt 5 KZM 25 957, vgl. auch 
Ermittlungsbericht der Polizei vom 19. Januar 2025; KZM 25 196]; vgl. auch Be-
schluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 25 213 vom 26.Mai 2025, E. 3.3) 
offensichtlich nicht zu beanstanden.  

Weiter ist zu berücksichtigen, dass die psychiatrische Begutachtung weiter andau-
ert und das abschliessende Gutachten per 17. Oktober 2025 erwartet wird. Die 
Gutachterin hielt fest, um in einem nächsten Schritt die psychiatrische Diagnostik, 
die Deliktdynamik, die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit, die Legalprognose und 
die Notwendigkeit einer therapeutischen Massnahme beurteilen zu können, seien 
zusätzliche Informationen erforderlich. Diese Informationen könnten aus der psych-
iatrischen Untersuchung des Beschwerdeführers oder durch Übermittlung von Drit-
tinformationen gewonnen werden (Angaben von Angehörigen oder aus medizini-
schen Unterlagen und Berichten des Kinderheims, in welchem der Beschwerdefüh-
rer zumindest teilweise aufgewachsen zu sein scheine; S. 15). Mittlerweile wurden 
die Mutter des Beschwerdeführers und sein ehemaliger (eingetragener) Partner 
einvernommen. Zudem erfolgte eine weitere Einvernahme mit dem Beschwerde-
führer. Diese enthalten neue Informationen (beispielsweise Heimaufenthalt auf-
grund einer ADHS-Problematik), welche von der Gutachterin zu berücksichtigen 
bzw. zu beurteilen sein werden. Mit Blick auf den bisherigen, teilweise noch unvoll-
ständigen Kenntnistand muss das Rückfallrisiko gerade mit Blick auf die Schwere 
der zu erwartenden Straftaten und das sehr hohe, zu schützende Rechtsgut als un-
tragbar hoch bezeichnet werden. Zwar erfordern Grooming-Delikte naturgemäss 

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eine gewisse Vorlaufzeit. Die Eintrittsschwelle für neue strafbare Handlungen kann 
aber angesichts des bisherigen Tatvorgehens, insbesondere des Umstands, dass 
es dem Beschwerdeführer offenbar in kurzer Zeit gelingt, Kontakte aufzubauen und 
Treffen zu vereinbaren, nicht als hoch bezeichnet werden (vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts 7B_537/2025 vom 3. Juli 2025 E. 3.4). Es kann in diesem Zusam-
menhang auch auf die Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnah-
me vom 26. August 2025 verwiesen werden (Z. 24).

5.5 Es trifft zwar zu, dass die Umstände nicht mit denjenigen in den Urteilen des Bun-
desgerichts 7B_137/2025 vom 6. März 2025 oder 7B_537/2025 vom 3. Juli 2025 
identisch sind, zumal der Beschwerdeführer bislang nicht gegen Ersatzmassnah-
men verstossen hat und nicht einschlägig vorbestraft ist. Das ändert aber an der 
Bejahung der hohen Rückfallgefahr nichts. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass 
der Beschwerdeführer 25 Jahre älter ist als das Opfer. Mit Blick darauf sowie seine 
bisherige Vorgehensweise ist davon auszugehen, dass er seine Opfer manipuliert, 
insbesondere mit Blick auf sein Alter. Zudem besteht die Gefahr weiterer Delikte 
nicht einzig betreffend ein spezifisches Opfer, sondern generell gegenüber Jungen 
im Schutzalter. Eine darüberhinausgehende Gefährlichkeit oder ein erhöhtes Ge-
waltpotential ist nicht erforderlich. Andernfalls käme die qualifizierte Wiederho-
lungsgefahr bei sexuellen Handlungen mit Kindern einzig in Betracht, wenn darüber 
hinaus auch die Gefahr einer Vergewaltigung oder sexueller Nötigung vorliegen 
würde. Mit Blick auf die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern und das sehr 
hohe Rechtsgut der sexuellen Entwicklung Unmündiger kann davon aber nicht 
ausgegangen werden. Trotz fehlender einschlägiger Vorstrafen kann immerhin 
festgehalten werden, dass den Beschwerdeführer seine Verurteilung wegen Ur-
kundenfälschung im Amt und Betrug nicht davon abhielt, wissentlich erneut gegen 
das Gesetz verstossen zu haben. Jedenfalls kann mit Blick auf das noch abzuwar-
tende vollständige forensisch-psychiatrische Gutachten nicht davon ausgegangen 
werden, die bisherige Untersuchungshaft habe ihn gelehrt, Kontakte zu Minderjäh-
rigen zu vermeiden. 

6.

6.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 
0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1). Ob eine Haftdauer als übermässig bezeichnet wer-
den muss, ist aufgrund der konkreten Verhältnisse des einzelnen Falls zu beurtei-
len (BGE 145 IV 179 E.

6.2 Der Beschwerdeführer wurde am 4. Januar 2025 festgenommen. Mit dem ange-
fochtenen Entscheid wurde er für weitere drei Monate, d.h. bis am 3. November 

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2025 in Untersuchungshaft versetzt. Mit Blick auf die zu erwartende freiheitsentzie-
hende Sanktion schon allein im Falle einer Verurteilung wegen sexueller Handlun-
gen mit Kindern und Pornografie droht mit der bisher angeordneten Haftdauer von 
10 Monaten noch keine Überhaft. Auch angesichts der geplanten Ermittlungshand-
lungen (Abwarten Gutachten, Gewährung des rechtlichen Gehörs und Ansetzen 
von Schlusseinvernahmen) erscheint die Dauer der Untersuchungshaft verhältnis-
mässig. Dass das Beschleunigungsgebot in Haftsachen verletzt worden wäre, wird 
zu Recht nicht geltend gemacht.

6.3 Mit Blick auf die Ausführungen zur Rückfallprognose ist entgegen den Vorbringen 
des Beschwerdeführers aktuell zu erwarten, dass er weiterhin sexuell motivierten 
Kontakt zu Minderjähren suchen wird. Ein Verbot, mit Minderjährigen im Schutzal-
ter in Abwesenheit erwachsener Personen Kontakt zu haben, wie vom Beschwer-
deführer vorgeschlagen, erscheint daher zur Bannung der Wiederholungsgefahr 
nicht geeignet. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass im Gutachten zurzeit kei-
ne psychotherapeutische Ersatzmassnahme empfohlen wird, da nicht beurteilt 
werden könne, ob und welche psychische Störung behandelt werden müsste, um 
der Rückfallgefahr entgegenzuwirken (S. 14). Ersatzmassnahmen, welche die 
Wiederholungsgefahr wirksam ausschliessen könnten, liegen folglich zurzeit nicht 
vor (vgl. auch S. 15 des Gutachtens).

Damit erweist sich die Verlängerung der Untersuchungshaft auch als verhältnis-
mässig.  

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für ihre Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch das urteilende Gericht im Endent-
scheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

12

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird am Ende des Verfahrens durch 
das urteilende Gericht festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________ 

(per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland 

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsidentin N.________ 

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 2. September 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt
i.V. Gerichtsschreiber Pittet 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.