# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5c47e0f-c83c-5b49-b106-d0229220490c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-05
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 05.11.2018 SK 2018 318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2018-318_2018-11-05.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Beschluss
SK 18 318

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 5. November 2018 

Besetzung Oberrichter Guéra (Präsident i.V.), 
Oberrichter Zihlmann und Oberrichter Vicari
Gerichtsschreiberin Segessenmann

Verfahrensbeteiligte A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

Verurteilter/Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Kramgasse 20, 
3011 Bern

und

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
vertreten durch Staatsanwalt C.________, Staatsanwaltschaft des 
Kantons Bern, Region Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 
3011 Bern 

Gegenstand Beschwerde gegen den Entscheid der Polizei- und Militärdirektion 
des Kantons Bern vom 19. Juni 2018 (2018.POM.310)

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Erwägungen:

I.

1. Mit Verfügung vom 8. März 2018 hoben die Bewährungs- und Vollzugsdienste des 
Amts für Justizvollzug des Kantons Bern (nachfolgend BVD) die mit Urteil vom 
22. Mai 2008 durch das Kreisgericht V Burgdorf-Fraubrunnen angeordnete statio-
näre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB infolge Aussichtslosigkeit auf. 
A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) wurde zudem per 12. März 2018 im 
Sinne einer temporären Verlegung in ein Regionalgefängnis des Kantons Bern ver-
bracht (pag. 2 ff der amtlichen Akten der Polizei- und Militärdirektion des Kantons 
Bern [POM]). 

2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 13. April 2018 bei der POM Beschwerde, wobei er die Aufhebung der Verfü-
gung der BVD vom 8. März 2018 sowie die Entlassung aus der Sicherheitshaft be-
antragte. Weiter ersuchte er um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechts-
pflege, unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt (vgl. 
amtliche Akten POM pag. 15 ff.).

3. Mit Entscheid vom 19. Juni 2018 wies die POM die Beschwerde ab, soweit sie dar-
auf eintrat. Auch das Gesuch um Gewährung des Rechts zur unentgeltlichen 
Rechtspflege wies sie ab (vgl. amtliche Akten POM pag. 45 ff.). 

4. Am 23. Juli 2018 erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, beim Obergericht Beschwerde gegen den Entscheid der POM vom 
19. Juni 2018 und stellte folgende Anträge (vgl. pag. 1 ff.):
1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 19.06.2018 
(2018.POM.310) sei aufzuheben.
2. Der Beschwerdeführer sei unverzüglich aus der Sicherheitshaft zu entlassen.
3. Eventuell: Die Vorinstanz sei anzuweisen, auf alle Punkte der Beschwerde des Beschwerdefüh-
rers vom 13.04.2018 gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 08.03.2018 betreffend Auf-
hebung der stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB (1025/16) einzutreten und die 
Sache sei zur Weiterbehandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
4. Die Verfahrens- und Anwaltskosten bei der Vorinstanz seien der Beschwerdegegnerin aufzuer-
legen. 
5. Eventuell: Dem Beschwerdeführer sei für das Verfahren bei der Vorinstanz die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichnende sei ihm als amtlicher Rechtsvertreter zuzuord-
nen.
6. Die Verfahrens und Anwaltskosten für das vorliegende Verfahren seien der Beschwerdegegne-
rin aufzuerlegen.
7. Eventuell sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und der Unterzeichnende sei ihm als amtlicher Rechtsvertreter zuzuordnen. 

Weiter beantragte Rechtsanwalt B.________, es sei ein neues zweites forensisch-
psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben, welches alle relevanten Faktoren in 
Bezug auf die Therapierbarkeit des Beschwerdeführers beurteile und berücksichti-

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ge. Während dieser Zeit sei der Beschwerdeführer in eine Massnahmenvollzugs-
einrichtung zu versetzen, damit die Therapie weitergeführt werden könne (pag. 11). 

5. Gestützt auf diese Eingabe eröffnete die 1. Strafkammer am 26. Juli 2018 das Be-
schwerdeverfahren und forderte die POM auf, innert Frist eine Stellungnahme so-
wie die Vollzugsakten des Beschwerdeführers einzureichen (pag. 35 ff.).

6. Mit Schreiben vom 3. August 2018 beantragte die POM – mit Verweis auf ihre Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid sowie unter Anbringung ergänzender Be-
merkungen – die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einge-
treten werden könne. Auch das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechts-
pflege empfahl die POM infolge Aussichtslosigkeit zur Abweisung (pag. 41 ff.). 

7. Mit Verfügung vom 3. August 2018 gewährte die Verfahrensleitung der General-
staatsanwaltschaft Gelegenheit zur Stellungnahme zur Beschwerde und Vernehm-
lassung der POM (pag. 53 ff.). Am 9. August 2018 beantragte die Generalstaats-
anwaltschaft, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung eines amtlichen An-
waltes sei abzuweisen. Die Verfahrenskosten seien dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen (pag. 49 ff.). 

8. Innert der mit Verfügung vom 10. August 2018 gewährten Frist (pag. 57 ff.) gelang-
te beim Obergericht des Kantons Bern die Replik des Beschwerdeführers vom 
7. September 2018 ein (pag. 63 ff.).

9. Die Generalstaatsanwaltschaft verzichtete auf die ihr mit Verfügung vom 10. Sep-
tember 2018 (pag. 81 ff.) gewährten Gelegenheit zur Duplik (pag. 89), die POM 
duplizierte ihrerseits mit Eingabe vom 14. September 2018 (pag. 91). Mit Verfü-
gung vom 20. September 2018 erachtete die Verfahrensleitung den Schriftenwech-
sel – vorbehältlich umgehend einzureichender Schlussbemerkungen – als abge-
schlossen (pag. 93 ff.). 

II.

10. Gemäss Art. 81a des Gesetzes über den Straf- und Massnahmenvollzug (SMVG; 
BSG 341.1) beurteilen die Strafkammern des Obergerichts als letzte kantonale In-
stanz Beschwerden gegen Verfügungen und Entscheide über den Vollzug von 
Strafen und Massnahmen. Die 1. Strafkammer ist somit zur Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig. Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 82 SMVG 
nach dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21), nament-
lich finden die Art. 79 und Art. 80 bis 84a VRPG sinngemäss Anwendung (Art. 86 
Abs. 2 VRPG).

11. Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 81 Abs. 1 VRPG). Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist vom ange-
fochtenen Entscheid (teilweises Nichteintreten) direkt betroffen und als unterlegene 
Partei zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 79 VRPG).

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12. Auf die Beschwerde vom 23. Juli 2018 ist insoweit einzutreten. Die Kognition der 
Kammer richtet sich nach Art. 80 VRPG.

13. Soweit der Beschwerdeführer als selbständiges Rechtsbegehren (Ziffer 2, pag. 3) 
die Entlassung aus der Sicherheitshaft beantragt, ist auf sein Begehren mangels 
Zuständigkeit nicht einzutreten (vgl. Ausführungen unten Ziffer 19).

III.

14. Die Vorinstanz ist insoweit nicht auf die Beschwerde eingetreten, als der Be-
schwerdeführer seine Entlassung aus der Sicherheitshaft beantragt hatte, da diese 
Frage nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung gewesen sei (amtliche Ak-
ten POM pag. 36). Sie hat festgehalten, dass mit der Sicherheitshaft ein Hafttitel 
vorliege (amtliche Akten POM pag. 35). Mit Blick auf die Rügen des Beschwerde-
führers und des sich daraus ergebenden Streitgegenstands hat die Vorinstanz le-
diglich die Frage überprüft, ob die BVD befugt waren, über die Aussichtslosigkeit 
der Massnahme zu befinden. Sie hat diese Frage bejaht. Das Amt für Justizvollzug 
(AJV) übernehme mit seinen Abteilungen und Vollzugseinrichtungen alle mit dem 
Vollzug von Strafen und Massnahmen zusammenhängenden Aufgaben, und die 
BVD seien ein Geschäftsfeld der AJV (pag. 37). Die Rüge des Beschwerdeführers, 
wonach die Akten im Zeitpunkt des Entscheids nicht vollständig gewesen seien, 
betreffe den Untersuchungsgrundsatz und nicht die Frage des fairen Verfahrens. 
Dieser Untersuchungsgrundsatz sei durch die BVD nicht verletzt worden, zumal die 
fragliche Empfehlung der KoFako, welche im Entscheidzeitpunkt nur im Dispositiv 
vorgelegen habe, nur eine Entscheidgrundlage von mehreren gewesen sei und 
sich die BVD auf die bekannten Vollzugsakten und das jüngste forensisch-
psychiatrische Gutachten gestützt hätten (amtliche Akten POM pag. 35). 

15. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 23. Juli 2018 geltend, die 
Frage der Sicherheitshaft sei sehr wohl im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu 
überprüfen, da eine Gutheissung der Beschwerde betreffend Weiterführung der 
stationären Massnahme eine unverzügliche Entlassung aus der Sicherheitshaft zur 
Folge habe (pag. 7). Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, die BVD hätte 
sich in ihrem Entscheid ausdrücklich auf das KoFako-Dispositiv gestützt, wobei die 
Begründung gefehlt habe, so dass aufgrund der unvollständigen Akten sein An-
spruch auf ein faires Verfahren verletzt worden sei. Die BVD hätten nicht dargelegt, 
wieso nicht den Empfehlungen von Dr. med. D.________, welcher ausdrücklich die 
Variante Massnahmenvollzugseinrichtung in einem forensischen Wohnheim be-
nenne, gefolgt werde. Die BVD hätten noch kein zweites unabhängiges Gutachten 
eingeholt, obwohl Dr. med. D.________ alle Optionen offen gelassen habe. Damit 
habe die BVD auch das Beschleunigungsgebot verletzt. Die Beurteilung der KoFa-
ko gründe auf einer einzigen Frage. Dem Beschwerdeführer sei es auch nicht er-
möglicht worden, Ergänzungsfragen einzureichen. Die KoFako-Beurteilung sei 
nicht rechtsgenüglich erstellt worden und damit nicht verwertbar (pag. 7-9). Dr. 
med. D.________ habe in seinem Gutachten vom 13. Oktober 2017 dem Be-
schwerdeführer einen guten Behandlungserfolg bescheinigt, dieser sei therapierbar 

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und therapiewillig. Der Gutachter habe jedoch die Folgen der dem Beschwerdefüh-
rer verweigerten Therapie zwischen dem 22. Juli 2015 und dem 29. Septem-
ber 2016 nicht beachtet. Demzufolge sei ein neues forensisch-psychiatrisches Gut-
achten in Auftrag zu geben, welches alle relevanten Faktoren berücksichtige. Be-
zeichnend sei, dass sich die Vorinstanz zu diesen Rügen nicht geäussert habe 
(pag. 9-11). 

16. Die Vorinstanz legt in ihrer Vernehmlassung vom 3. August 2018 dar, dass auf die 
Rügen des Beschwerdeführers bezüglich Therapierbarkeit nicht einzutreten sei, da 
er sich mit dem forensisch-psychiatrischen Gutachten unter dem Aspekt der The-
rapierbarkeit erst in seinen Schlussbemerkungen und damit verspätet auseinan-
dersetze (pag. 41 f.). Sollte sich dereinst ein Gericht mit der Frage der Anordnung 
einer Verwahrung befassen, sei es diesem unbenommen, ein neues forensisch-
psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben. Die BVD haben das Gutachten als 
aktuelle und verwertbare Grundlage für die Aufhebung der Massnahme gesehen. 
Ob dem so sei, könne nicht beurteilt werden, da der Beschwerdeführer den Streit-
gegenstand auf die Frage der Zuständigkeit der BVD beschränkt habe. Entgegen 
den Ausführungen des Beschwerdeführers würde sich die KoFako-Empfehlung auf 
die Vollzugsakten und das jüngste Gutachten stützen. Die Vollzugsbehörden wür-
den immer mit konkreten Fragen an die KoFako gelangen (pag. 42).

17. Die Generalstaatsanwaltschaft führt aus, dass mit der Sicherheitshaft ein Hafttitel 
vorliege, wobei die Frage der Rechtsmässigkeit der Anordnung der Sicherheitshaft 
jedoch nicht in diesem Verfahren zu überprüfen sei. Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens sei die Aufhebung der Massnahme (pag. 51). In materieller Hinsicht 
bringt die Generalstaatsanwaltschaft vor, die POM verweise auf die Vorakten, was 
belege, dass sie sich materiell mit der Frage der Aufhebung auseinandergesetzt 
habe. Die Rügen des Beschwerdeführers seien nicht geeignet gewesen, den diffe-
renziert und nachvollziehbar begründeten Entscheid der BVD aufzuheben. Dr. 
med. D.________ komme in seinem Gutachten zum Schluss, dass die Strategie 
einer einsichtsbasierten Veränderung der deliktsrelevanten Problemkreise derart 
wenig erfolgsversprechend sei, dass die Verlängerung der Massnahme mit dieser 
Zielsetzung aus forensisch-psychiatrischer Sicht nicht empfohlen werden könne. 
Der Gutachter komme zum Schluss, dass ein Behandlungserfolg nur erreicht wer-
den könne, wenn die Daten von fünf Jahren bei weitem überstiegen werden, womit 
von einer Unbehandelbarkeit und damit einer Aussichtslosigkeit gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung auszugehen sei (pag. 53). Zu Recht hätten die BVD 
auch die von Dr. med. D.________ dargestellten alternativen Vollzugsvarianten 
aufgrund des Rückfallrisikos und der Fluchtgefahr als undurchführbar abgelehnt. 
Eine neue Begutachtung sei nicht angebracht, da der Gutachter genügend klare 
Antworten geliefert habe. Dass die Massnahme aufzuheben sei, ergebe sich insbe-
sondere auch aus dem Entscheid der Beschwerdekammer BK 18 117 vom 5. 
April 2018, welcher trotz lediglich summarischer Prüfung stichhaltig sei (pag. 55).

18. In seiner Replik macht der Beschwerdeführer ergänzend geltend, die POM würde 
keine Stellung zu seinen materiellen Argumenten nehmen (pag. 69). Die General-
staatsanwaltschaft führe aus, dass der Entscheid nicht nur auf dem KoFako-Bericht 

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gründe. Sie unterlasse es aber, konkrete Angaben zu machen. Sowohl Dr. med. 
D.________ als auch die Therapeuten der JVA St. Johannsen würden einer Auf-
hebung der Massnahme negativ gegenüberstehen und würden das kontraprodukti-
ve Verhalten des Beschwerdeführers nicht nur in seinen Persönlichkeitsmerkma-
len, sondern auch im Gesamtkontext sehen (pag. 71 ff.).

IV.

19. Zur Frage der Entlassung aus der Sicherheitshaft:

Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich, dass er sein 
Rechtsbegehren Nr. 3 (u.a.) nicht als eigenständiges Begehren, sondern lediglich 
als Eventualbegehren im Falle des Obsiegens verstanden haben will (vgl. pag. 7). 
Weiter machte er aber auch – wie bereits im Verfahren vor der POM (amtliche 
Akten POM, pag. 16 f.) und im Widerspruch dazu – geltend, es fehle an einem 
Hafttitel (amtliche Akten POM, pag. 16 f., wo der Beschwerdeführer zusätzlich auch 
vorbrachte, die BVD sei für den Erlass der Verfügung nicht zuständig). Wie die 
Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, liegt mit der Sicherheitshaft ein Hafttitel vor. 
Zuständig für die Frage der Rechtmässigkeit der Sicherheitshaft ist das 
Zwangsmassnahmengericht und als kantonale Rechtsmittelinstanz die 
Beschwerdekammer des Obergerichts. Das Verfahren richtet sich nach der StPO. 
Der Entscheid bzw. die Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts betreffend 
Sicherheitshaft wurden durch den Beschwerdeführer weitergezogen. Das 
Bundesgericht hat sich in drei Entscheiden zur Frage der Rechtmässigkeit der 
Sicherheitshaft geäussert und bestätigt, dass eine Wiederholungsgefahr zu Recht 
bejaht und die Frage nach milderen Ersatzmassnahmen als die Haft ebenso 
rechtmässig verneint worden sei (Urteil des Bundesgerichts BGer 
6B_113_201/2018 vom 15. Mai 2018 E. 6; weiter: Urteil des Bundesgerichts BGer 
6B_1B 287/2018 vom 5. Juli 2018 und zuletzt Urteil des Bundesgerichts BGer 
1B_433/2018 vom 4. Oktober 2018 betreffend Entscheid der Beschwerdekammer 
vom 16. August 2018, BK 18 327). Es besteht kein Raum für ein 
verwaltungsrechtliches Verfahren, in welchem über die gleiche Frage zu befinden 
ist. Die Frage der Rechtsmässigkeit der Sicherheitshaft ist nicht Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens. Die Vorinstanz ist daher mangels Zuständigkeit zu Recht 
nicht auf die Beschwerde eingetreten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt 
abzuweisen. Soweit das Rechtsbegehren als selbständiges Begehren im 
vorliegenden Verfahren zu verstehen ist, ist darauf mangels Zuständigkeit nicht 
einzutreten. 

20. Zur Frage der Zuständigkeit der BVD zum Erlass der Verfügung

Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass die BVD zum Erlass der Verfügung 
betreffend Aufhebung der stationären Massnahme zuständig ist. Auf diese Aus-
führungen kann vollumfänglich verwiesen werden (amtliche Akten pag. 37).

Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer die Zuständigkeit der BVD vor Ober-
gericht nicht mehr bestreitet. Einem Antrag auf Kassation aufgrund Unzuständigkeit 

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könnte denn auch nicht stattgegeben werden (siehe oben). Insbesondere verfängt 
die Argumentation nicht, wonach die Aufhebung der stationären Massnahme durch 
ein Gericht zu überprüfen wäre. Das VRPG sieht die Überprüfung durch eine ver-
waltungsunabhängige Gerichtsbehörde vor (Art. 74 ff. und 86 Abs. 2 VRPG). 

21. Zur Frage des Umfangs des Streitgegenstands in Bezug auf die Aufhebung der 
stationären Massnahme:

Die Vorinstanz macht geltend, der Beschwerdeführer habe mit seiner Beschwerde 
den Streitgegenstand auf die Frage beschränkt, ob die BVD für die Aufhebung der 
stationären Massnahme zuständig gewesen sei. Dementsprechend hat sie sich in-
haltlich nicht dazu geäussert, ob die Voraussetzungen für die Aufhebung der stati-
onären Massnahme erfüllt sind.

Der Beschwerdeführer hat die am 8. März 2018 verfügte Aufhebung der statio-
nären Massnahme vollumfänglich angefochten (amtliche Akten POM, pag. 18). 
Zwar äussert sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 13. April 2018 
nicht ausdrücklich zur Frage der Aufhebung der stationären Massnahme. Er bean-
standet jedoch, dass das Gutachten von Dr. med. D.________ verschiedene Opti-
onen (bedingte Entlassung, Verlängerung der Massnahme, Verwahrung) offen las-
se. Weiter macht er sinngemäss geltend, es bestehe kein Anlass dazu, die Ver-
wahrung zu beantragen (und damit implizit auch dazu, die stationäre Massnahme 
aufzuheben). Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass sich die BVD bei der 
Aufhebung der stationären Massnahme auf das KoFako-Dispositiv stütze, dieses 
jedoch keine Begründung enthalte, welche ihm ermöglichen würde, sich hierzu zu 
äussern (vgl. amtliche Akten pag. 16). Auch damit bringt der Beschwerdeführer 
sinngemäss zum Ausdruck, dass er auch materiell mit der Aufhebung der statio-
nären Massnahme nicht einverstanden ist. 

Bei der Bestimmung des Streitgegenstands ist in erster Linie von den Rechtsbe-
gehren auszugehen. In der Beschwerdebegründung muss dargelegt werden, inwie-
fern der konkrete Entscheid falsch sein soll. Aus der Begründungpflicht nach 
Art. 32 Abs. 2 VRPG wird auch das Rügeprinzip abgeleitet, wobei umstritten ist, ob 
dieses in der Verwaltungsrechtspflege zur Anwendung gelangt. Es kann u.a. dazu 
dienen, den Streitgegenstand zu bestimmen. Zurückhaltung drängt sich jedoch bei 
rechtsunkundigen Personen oder bei offenkundiger Rechtslage auf (vgl. (MARKUS 
MÜLLER, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Auflage 2011, S. 149-151). 

Der Beschwerdeführer hat mit seinem Rechtsbegehren die Verfügung vom 
8. März 2018 vollumfänglich angefochten und den Streitgegenstand nicht be-
schränkt. Er hat es zwar – obwohl anwaltlich vertreten – unterlassen, konkrete ma-
terielle Ausführungen zur Aufhebung der stationären Massnahme zu machen und 
offenbar die Fragen der Aufhebung der stationären Massnahme und der Anord-
nung der Verwahrung vermischt. Aus seinen Ausführungen – insbesondere zum 
KoFako-Dispositiv als Grundlage der Aufhebung der stationären Massnahme sowie 
zum Gutachten von Dr. med. D.________ – ergibt sich jedoch, dass er die Aufhe-
bung der stationären Massnahme als Ganzes und damit auch materiell anficht. 

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Denn Parteiangaben – auch solche von anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern 
– sind nach ihrem erkennbaren wirklichen Sinn auszulegen (MERK-
LI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspfle-
ge im Kanton Bern, Bern 1997, N 11 zu Art. 32). Auch wenn der Beschwerdeführer 
anwaltlich vertreten ist, würde eine Beschränkung des Streitgegenstands vorlie-
gend wohl eine übertriebene Formstrenge darstellen. Die POM hätte demnach die 
Voraussetzungen der Aufhebung der stationären Massnahme materiell prüfen 
müssen. Vorliegend wäre jedoch angesichts der fehlenden klaren Begründung des 
Beschwerdeführers eine kurze und knappe Darlegung der Rechtslage, allenfalls 
auch mit Verweis auf die Ausführungen der BVD, sicherlich rechtsgenügend gewe-
sen. Zusammengefasst hat es die Vorinstanz zu Unrecht unterlassen, die materiel-
len Voraussetzungen zu prüfen. Sie hat damit das rechtliche Gehör des Beschwer-
deführers verletzt. Mit Blick auf den Ausgang dieses Verfahrens (teilweise Gutheis-
sung der Beschwerde und Kassation) braucht sich die Kammer nicht mit der Frage 
der Heilung des rechtlichen Gehörs im oberinstanzlichen Verfahren auseinander-
zusetzen. Die Vorinstanz bzw. die BVD werden – wie nachfolgend darzulegen sein 
wird – zumindest eine Ergänzung des forensisch-psychiatrisches Gutachtens Dr. 
D.________ vom 13.Oktober 2017 bzw. eventuell sogar ein neues forensisch-
psychiatrisches Gutachten einzuholen haben und sich damit ohnehin erneut mit der 
Frage der Aufhebung der stationären Massnahme auseinandersetzen müssen.

22. Zur Frage der Aufhebung der stationären Massnahme bzw. der Einholung eines 
neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens

Der Beschwerdeführer beantragt im oberinstanzlichen Verfahren die Einholung ei-
nes neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens. Er begründet dies damit, dass 
Dr. med. D.________ in seinem Gutachten vom 13. Oktober 2017 sowohl die be-
dingte Entlassung, die Verlängerung der Massnahme und auch die Verwahrung als 
mögliche Optionen erachtet habe (pag. 9). Weiter legt er dar, dass der Gutachter 
die Folgen der dem Beschwerdeführer während 14 Monaten verweigerten Therapie 
sowie die Unterbringung in der JVA Solothurn – anstelle in einem offen geführten 
Massnahmenzentrum – nicht berücksichtigt habe (pag. 11). In materieller Hinsicht 
macht der Beschwerdeführer geltend, die BVD hätten sich bei der Begründung der 
Aufhebung der stationären Massnahme zu Unrecht auf das KoFako-Dispositiv ge-
stützt. Sein rechtliches Gehör bzw. sein Recht auf ein faires Verfahren werde da-
durch verletzt. Zum einen fehle es an einer Begründung des Dispositivs, zum ande-
ren sei ihm nicht die Möglichkeit gewährt worden, Ergänzungsfragen zu stellen. 
Schliesslich basiere die KoFako-Empfehlung auf einer einzigen Frage. 

Zunächst ist festzuhalten, dass vorliegend zumindest fraglich erscheint, inwiefern 
die KoFako-Empfehlung zur Begründung der Aufhebung der stationären Mass-
nahme hinzugezogen werden kann. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich je-
doch mit Blick auf den vorliegenden Ausgangs des Verfahrens. Insofern kann auch 
offen bleiben, ob das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers im Zusammenhang 
mit der KoFako-Empfehlung verletzt wurde. 

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Die Massnahme wird aufgehoben, wenn deren Durch- oder Fortführung als aus-
sichtslos erscheint (Art. 62c Abs. 1 Bst. a StGB). Die Massnahme muss sich defini-
tiv als undurchführbar erweisen. Davon ist nur auszugehen, wenn die Massnahme 
nach Lage der Dinge keinen Erfolg verspricht. Das Scheitern einer Massnahme 
darf nicht leichthin angenommen werden (Urteil des Bundesgerichts BGer 
6B_1001/2015 und 6B_1147/2015 vom 29. Dezember 2015, E. 5.2 mit weiteren 
Hinweisen). Die stationäre Massnahme kann nach Ablauf von fünf Jahren jeweils 
um weitere fünf Jahre verlängert werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen 
erfüllt sind (Art. 59 Abs. 4 StGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung er-
hellt daraus, dass auch Straftäter, bei welchen erst längerfristig ein Behandlungser-
folg zu erreichen ist, im Sinne des Gesetzes als therapierbar gelten. Die Anordnung 
einer Massnahme – und auch die Verlängerung einer Massnahme – setzt jedoch 
voraus, dass die hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass über die Dauer von 
fünf Jahren die Gefahr weiterer Straftaten deutlich verringert werden kann (BGE 
140 I 1 E. 3.2.4 und Urteil des Bundesgerichts BGer 6B_866/2017 vom 11. Oktober 
2017 E. 1.2, wonach die Massnahme aufzuheben ist, wenn die Anordnungsvoraus-
setzungen nachträglich entfallen; vgl. auch E. 1.5 zur hinreichenden Wahrschein-
lichkeit der tatsächlichen Reduktion der Gefahr).

Das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 13. Oktober 2017 äussert sich 
grundsätzlich klar und nachvollziehbar zur Frage der Therapierbarkeit des Be-
schwerdeführers. Der Gutachter erachtet zum einen die bisher erreichten Erfolge 
als sehr gering. Zum anderen führt er aber auch aus, dass mittelfristig keine we-
sentlichen Veränderungen mehr zu erwarten seien. Dr. med. D.________ legt dar, 
dass in den letzten 13 Jahren keine auch nur mittelfristig tragfähige Therapiebezie-
hung möglich gewesen sei (amtliche Akten BVD pag. 1818). Zu Recht hat Dr. med. 
D.________ auch die Möglichkeit einer Therapie in einer anderen Einrichtung ge-
prüft und festgehalten, dass auch eine Veränderung des Settings an der Behandel-
barkeit nur wenig zu ändern vermöge (amtliche Akten BVD pag. 1818). Die Res-
sourcen des Beschwerdeführers seien mittlerweile aktiviert und ausgeschöpft. Die 
seit 2004 angestrebten und gut definierten Therapieziele hätten in den letzten 13 
Jahren nur ansatzweise erreicht werden können. Seit 2015 würden keine weiteren 
Erfolge mehr festgestellt werden (amtliche Akten BVD pag. 1830 f.). Dr. med. 
D.________ gelangte zum Ergebnis, es müsse von einem erheblichen Missver-
hältnis aus Behandlungsdauer und dem zu erwartenden Erfolg ausgegangen wer-
den (amtliche Akten BVD pag. 1818). Im Rahmen einsichtsorientierter Ziele seien 
die Erfolgsaussichten sehr gering (amtliche Akten BVD pag. 1819). Die Blockaden 
seitens des Beschwerdeführers seien derart schwerwiegend gewesen, dass die ge-
forderten Behandlungserfolge nicht hätten erreicht werden können und auf einem 
Niveau stagniert hätten, bei dem nicht von einer ausreichenden Risikosenkung 
durch die Therapie ausgegangen werden könne (amtliche Akten BVD pag. 1827). 
Mit den gängigen Mitteln sei aus Sicht des Gutachters in absehbarer Zeit nicht mit 
relevanten Therapieerfolgen im Sinne einer Verbesserung des selbstverantwortli-
chen Umgangs mit den Problembereichen zu rechnen (amtliche Akten BVD 
pag. 1829 und 1830). Weiter müsse die Behandelbarkeit im Sinne einer einsichts-
basierten Veränderung der problematischen Verhaltensmuster als sehr gering ein-
gestuft werden. Es müsse auch langfristig angenommen werden, dass sich im 

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Rahmen einer erkenntnis- und deliktorientierten Psychotherapie keine relevanten 
erwünschten Veränderungen mehr erreichen liessen (amtliche Akten BVD 
pag. 1830). 

Ein gänzlich anderes Bild zeichnen hingegen die behandelnden Therapeuten des 
JVA St. Johannsen in ihrem aktuelleren Verlaufsbericht vom 28. November 2017 
(amtliche Akten BVD pag. 1895 ff.). Darin nehmen sie Stellung zum Gutachten von 
Dr. med. D.________ (amtliche Akten BVD pag. 1914 ff.). Die Therapeuten emp-
fehlen eine Weiterführung und Verlängerung der stationären Massnahme innerhalb 
eines offenen therapeutischen Settings. Es sei verfrüht davon auszugehen, dass 
die Massnahme aufgrund sehr geringer Beeinflussbarkeit erfolglos wäre (amtliche 
Akten BVD pag. 1905). Die Therapeuten begründen diesen Schluss nachvollzieh-
bar damit, dass eine einsichts- und deliktorientierte Psychotherapie erst 2013 auf 
der TAT Thorberg habe beginnen können. Dabei hätten dem Beschwerdeführer 
deutliche Fortschritte attestiert werden können, welche mit der Befürwortung von 
Perspektiven einhergingen. Diese seien jedoch u.a. von den Vollzugsbehörden ab-
gelehnt worden, was beim Beschwerdeführer aufgrund seiner Persönlichkeit zu ei-
ner Stagnierung der therapeutischen Fortschritte geführt habe. Danach sei eine 
Versetzung ins Regionalgefängnis Thun erfolgt. Insgesamt sei ein konsistenter 
psychotherapeutischer Prozess insgesamt nur über drei Jahr möglich gewesen. 
Gerade aufgrund der kontextbezogenen Umstände erscheine es als voreilig, von 
einer derart geringen prinzipiellen Behandelbarkeit auszugehen (amtliche Akten 
BVD pag. 1904). 

Die BVD hat zutreffend festgehalten, dass der Verlaufsbericht und das Gutachten 
bezüglich der hier relevanten Frage der Beeinflussbarkeit des Beschwerdeführers 
voneinander abweichen (amtliche Akten POM pag. 8). Sie hat auf die Empfehlung 
des Gutachters Dr. med. D.________ abgestellt und dies damit begründet, dass 
der Beschwerdeführer bei den Sozialisierungsmassnahmen und den Entlassungs-
vorbereitungen aktiv mitzuwirken habe. Die Fortschritte, die während der ca. drei 
vollwertigen Therapiejahre tatsächlich erreicht worden seien, seien bescheiden und 
wenig nachhaltig. Dass die Widrigkeiten im Vollzug als Erklärung für die Verweige-
rungsreaktion hinzugezogen würden, sei angesichts der dem Beschwerdeführer 
zur Verfügung stehenden Zeit nicht nachvollziehbar. Auch die Therapieabteilung 
Thorberg habe seit der Begutachtung im Jahr 2014 keine Fortschritte mehr feststel-
len können und die therapeutische Beeinflussbarkeit in Frage gestellt (amtliche Ak-
ten POM pag. 3 f.). 

Die Ausführungen der BVD sind nur teils nachvollziehbar. Zwar ist durchaus zutref-
fend, dass Dr. med. D.________ das Gutachten in Kenntnis der Akten und damit 
auch der schwierigen Umstände im Zusammenhang mit dem Vollzug erstellt hat. 
Seine Prognose, dass nur äussert geringe Fortschritte zu erwarten seien, werden 
durch die Ausführungen der Therapeuten in der JVA St. Johannsen jedoch zumin-
dest teilweise widerlegt. Die nachvollziehbaren Ausführungen der Therapeuten aus 
St. Johannsen sind aktueller als das bereits einjährige Gutachten von Dr. med. 
D.________ und gründen auf praktischen Erfahrungen. Im Gegensatz zum foren-
sisch-psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D.________ wird durch die Thera-

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peuten der JVA St. Johannsen insbesondere berücksichtigt, dass in den letzten 
Jahren keine gefestigte Therapiebeziehung aufgebaut werden konnte, was insbe-
sondere durch die unglücklichen Umstände im Zusammenhang mit der Suche nach 
einem geeigneten Vollzugsort verursacht wurde – und damit nicht direkt und einzig 
auf das Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist. Dass die erwähnten 
Umstände ein erhebliches Misstrauen und eine Verweigerungshaltung des Be-
schwerdeführers gefördert haben, ist durchaus nachvollziehbar. Dem Therapiever-
laufsbericht kann entnommen werden, dass sich der Beschwerdeführer in St. Jo-
hannsen offenbar kooperativ und gut verhalten hat, und erste Erfolge erzielt wer-
den konnten. Die nun erfolgte Versetzung des Beschwerdeführers dürfte diese 
Fortschritte zumindest teilweise wieder in Frage gestellt haben, was jedoch nicht al-
lein dem Beschwerdeführer anzulasten ist. 

Mit Blick auf den Therapieverlauf und die Ergebnisse gemäss Berichten der JVA 
St. Johannsen erachtet es die Kammer als angezeigt, ein ergänzendes bzw. allen-
falls neues forensisch-psychiatrisches Gutachten einholen zu lassen. Akzentuiert 
wird diese Notwendigkeit dadurch, dass die Aufhebung der stationären Massnah-
me für den Beschwerdeführer ein einschneidender Akt darstellt, zumal seitens der 
Vollzugsbehörde bereits ein Antrag auf Verwahrung in Aussicht steht. Das Gutach-
ten wird sich insbesondere mit den neusten Therapieverlaufsberichten auseinan-
derzusetzen haben und bei der Prüfung der Frage der Therapierbarkeit des Be-
schwerdeführers die aktuelle Vollzugssituation sowie den bisherigen Vollzugsver-
lauf gebührend zu berücksichtigen haben. Die Kammer lässt ausdrücklich offen, ob 
ein ergänzendes oder ein neues forensisch-psychiatrisches Gutachten einzuholen 
ist. Die Einholung eines neuen Gutachtens im oberinstanzlichen Verfahren er-
scheint indes unverhältnismässig und würde für den Beschwerdeführer vor allem 
ein relevanter Instanzenverlust bedeuten. Der Beweisantrag auf Einholung eines 
neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens im oberinstanzlichen Verfahren ist 
daher abzuweisen. 

V.

23. Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und der vorinstanzliche Entscheid inso-
weit aufzuheben, als die Sache zwecks Einholung eines ergänzenden, allenfalls 
neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird und darauf basierend die Frage der Aufhebung der stationären Massnahme 
materiell zu prüfen sein wird. 

24. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer als teilweise obsie-
gend zu gelten. Mit seinem Antrag auf Kassation und Überprüfung der Aufhebung 
der stationären Massnahme durch die Vorinstanz (unter Einholung eines neuen fo-
rensisch-psychiatrischen Gutachtens) ist er durchgedrungen. Bezüglich seines 
Rechtsbegehrens um Entlassung aus der Sicherheitshaft ist er hingegen unterle-
gen. Der Umfang des Obsiegens des Beschwerdeführers ist auf rund 50% zu bezif-
fern. Er ist in diesem Umfang zu entschädigen und die oberinstanzlichen Verfah-
renskosten sind hälftig durch den Kanton zu tragen. Soweit der Beschwerdeführer 

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unterliegt, ist sein Begehren jedoch als aussichtslos zu bezeichnen, zumal das 
Bundesgericht die Frage der Zulässigkeit der Sicherheitshaft bereits mehrmals 
überprüft hat. Das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechts-
pflege, unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt, ist 
diesbezüglich abzuweisen. 

25. Die Vorinstanz wird unter Berücksichtigung des oberinstanzlichen Entscheids über 
die Kosten- und Entschädigungsfolgen bzw. das Gesuch um Erteilung der unent-
geltlichen Rechtspflege in ihrem Verfahren neu zu befinden haben. 

26. Die Kosten des oberinstanzlichen Beschwerdeverfahrens von total CHF 3‘000.00, 
werden im Umfang seines Unterliegens von 50% dem Beschwerdeführer mit 
CHF 1‘500.00 zur Bezahlung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Soweit der Be-
schwerdeführer obsiegt, hat der Kanton Bern die hierauf entfallende andere Hälfte 
der Verfahrenskosten von CHF 1‘500.00 zu tragen. 

27. Dem Beschwerdeführer ist im Umfang seines Obsiegens von 50% im oberinstanz-
lichen Verfahren zu Lasten des Kantons Bern, Polizei- und Militärdirektion des Kan-
tons Bern, eine Entschädigung für seine Parteikosten (Anwaltskosten) auszurichten 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Diese wird mit separatem Beschluss bestimmt, nach Ein-
gang der Kostennote von Rechtsanwalt B.________. 

13

Die 1. Strafkammer beschliesst:

1. Der Beweisantrag auf Einholung eines neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens 
im oberinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird abgewiesen. 

2. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der Entscheid der POM vom 
19. Juni 2018 aufgehoben wird und – nach vorgängiger Einholung eines ergänzenden, 
eventuell neuen forensisch-psychiatrischen Gutachtens – zur materiellen Beurteilung 
der Frage der Aufhebung der Massnahme nach Art. 59 StGB an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
wird.

3. Soweit der Beschwerdeführer obsiegt, wird das Gesuch um Erteilung der unentgeltli-
chen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher An-
walt als gegenstandslos abgeschrieben. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, 
wird das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung 
von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt, infolge Aussichtslosigkeit abge-
wiesen. 

4. Dem Beschwerdeführer ist für das oberinstanzliche Beschwerdeverfahren zu Lasten 
des Kantons Bern, Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, eine Parteientschä-
digung von 50% des angefallenen und angemessenen Aufwands (Anwaltskosten) 
auszurichten. Die Höhe der Entschädigung wird mit separatem Beschluss bestimmt. 

Rechtsanwalt B.________ aufgefordert, dem Gericht innert 10 Tagen seine Kosten-
note einzureichen. 

5. Der Beschwerdeführer hat die Hälfte der oberinstanzlichen Verfahrenskosten von total 
CHF 3‘000.00, ausmachend CHF 1‘500.00, zu bezahlen. Die andere Hälfte der obe-
rinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 1‘500.00 trägt der Kanton Bern.

6. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern, Generalsekretariat

Mitzuteilen:
- dem Amt für Justizvollzug des Kantons Bern, Bewährungs- und Vollzugsdienste

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Bern, 5. November 2018 Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Guéra

Die Gerichtsschreiberin:

Segessenmann

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. 
Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.