# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a250b4b1-dabe-527d-9565-c164ffb17f26
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2023 A-2894/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2894-2022_2023-11-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2894/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, Richter Jürg Marcel Tiefenthal, 

Gerichtsschreiber Tobias Egli. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG, 

vertreten durch  

Thomas Brack, Rechtsanwalt, und/oder 

Roberto Nüesch, Rechtsanwalt, 

Reichenbach Rechtsanwälte AG, 

Beschwerdeführerin, 

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 

Medien, 

Zukunftstrasse 44, Postfach 256, 

2501 Biel/Bienne, 

Vorinstanz. 

  
 

 
 

Gegenstand 
 Radio und Fernsehen; 

Rückforderung Soforthilfe für das Jahr 2020. 

 

A-2894/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in (…). Ihr Zweck ist 

die Veranstaltung des lokalen Radiosenders (…), ein für die Region (…) 

bestimmtes Radioprogramm, sowie alle damit zusammenhängenden Tä-

tigkeiten. Sie verfügte im Jahr 2020 über eine Veranstalterkonzession mit 

Leistungsauftrag ohne Abgabenanteil im Sinne von Art. 43 Abs. 1 Bst. a 

des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.40) und 

für die Verbreitung ihres Radioprogramms über UKW über eine entspre-

chende Funkkonzession nach Art. 22 Abs. 1 des Fernmeldegesetzes 

(FMG, SR 784.10) in einem Versorgungsgebiet nach Anhang 1 der Radio 

-und Fernsehverordnung (RTVV, SR. 784.401; vgl. BAKOM, […]). Ende 

2021 gab die A._______ AG ihre Veranstalterkonzession zurück. Das Bun-

desamt für Kommunikation (BAKOM) passte daraufhin die UKW-Konzes-

sion mit Verfügung vom (…) an (…). 

B.  

Mit Schreiben vom 17. März 2020 wandten sich der Verband Schweizer 

Privatradios und Radios Régionales Romandes an die damalige Bundes-

präsidentin Simonetta Sommaruga. Sie brachten vor, dass aufgrund der 

Coronakrise die Werbeeinnahmen der Privatradios eingebrochen seien. 

Aus diesem Grund ersuchten sie um Soforthilfe für die Schweizer Privatra-

dios in der Höhe von 12 Mio. Fr. Dieser Betrag sei der vorhandenen 

Schwankungsreserve der Radio- und TV-Abgabe zu entnehmen. 

C.  

Am 20. Mai 2020 erliess der Bundesrat die Verordnung über Übergangs-

massnahmen zugunsten der elektronischen Medien im Zusammenhang 

mit dem Coronavirus (Covid-19-Verordnung elektronische Medien, 

SR 784.402; nachfolgend auch: Medien-VO) und setzte diese per 1. Juni 

2020 in Kraft. Die Verordnung regelt die durch die ausserordentliche Lage 

im Zusammenhang mit dem Coronavirus bedingten einmaligen Beiträge 

an elektronische Medien für das Jahr 2020, insbesondere eine einmalige 

Zahlung an Radio- und Fernsehveranstalter. 

D.  

In Anwendung von Art. 4 Abs. 2 Medien-VO gewährte das BAKOM mit Ver-

fügung vom 5. Juni 2020 der A._______ AG einen einmaligen Beitrag von 

Fr. 487'128.–. Das BAKOM verfügte (Dispositiv-Ziffern 1–3): 

A-2894/2022 

Seite 3 

«1. Der Adressatin wird gestützt auf die Verordnung über Übergangs- 

massnahmen zugunsten der elektronischen Medien im Zusammen-

hang mit dem Coronavirus ein einmaliger Betrag in der Höhe von 

487'128 Franken zugesprochen. 

2. Die Adressatin ist verpflichtet, dem BAKOM bis zum 30. April 2021 

eine Jahresrechnung einzureichen. 

3. Weist die Adressatin in ihrer Jahresrechnung 2020 einen Gewinn aus, 

so wird das BAKOM den Betrag gemäss Ziffer 1 des Verfügungsdis-

positivs teilweise oder ganz zurückfordern.» 

E.  

Mit Schreiben vom 16. Juni 2020 wandte sich das BAKOM mit ergänzen-

den Informationen an die betroffenen Radioveranstalter. Es unterrichtete 

sie unter anderem darüber, dass gemäss Eidgenössischer Steuerverwal-

tung die Hilfe mehrwertsteuertechnisch als Subvention zu betrachten sei. 

F.  

Am 17. Dezember 2020 informierte das BAKOM die A._______ AG, dass 

sie gemäss Art. 4 Abs. 3 Medien-VO dem BAKOM bis zum 30. April 2021 

die Jahresrechnung 2020 und den Revisionsbericht einzureichen habe. 

Gehe daraus hervor, dass ein Gewinn erzielt worden sei, würden die ge-

leisteten Beiträge im Umfang des Gewinns gekürzt und die entsprechen-

den Beträge seien zurückzuzahlen. Darüber hinaus enthielt das Schreiben 

Informationen zur Rechnungslegung. Als massgebliche Rechtsgrundlagen 

wurden die Rechnungslegungsgrundsätze gemäss Art. 957 ff. des Obliga-

tionenrechts (OR, SR 220), das Bundesgesetz über Finanzhilfen und Ab-

geltungen vom 5. Oktober 1990 (Subventionsgesetz, SuG, SR 616.1) so-

wie der Ergänzende Leitfaden des BAKOM zur Jahresrechnung für Veran-

stalter vom Dezember 2019 (nachfolgend: Leitfaden BAKOM) aufgeführt. 

G.  

Im Informationsschreiben an die A._______ AG vom 8. März 2021 listete 

das BAKOM die einzureichenden Dokumente auf, anhand derer es über-

prüfe, ob die in der Verordnung und in der Verfügung festgelegten Voraus-

setzungen für den Erhalt der Beiträge gemäss Medien-VO eingehalten 

worden seien. 

H.  

Ein Jahr später, mit Schreiben vom 7. März 2022, informierte das BAKOM 

die A._______ AG darüber, dass sie die Jahresrechnung, den Revisions-

bericht sowie weitere Dokumente geprüft habe. Gestützt auf diese Prüfung 

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Seite 4 

teilte es mit, es beabsichtige, die Bildung der Rückstellung für die Pensi-

onskasse in der Höhe von Fr. (…) nicht anzurechnen, da die Rückstellung 

nicht einen mit der Covid-19-Nothilfe für das Jahr 2020 finanzierbaren Auf-

wand darstelle. Das BAKOM gewährte der A._______ AG Gelegenheit zur 

Stellungnahme und stellte die verfügungsweise Festsetzung des Umfangs 

sowie der Modalitäten einer allfälligen Rückerstattung in Aussicht. 

I.  

In ihrer Stellungnahme vom 15. März 2022 teilte die A._______ AG dem 

BAKOM mit, dass sie unter Berücksichtigung der einschlägigen Rechts-

grundlagen sowie aller anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften nicht 

nachvollziehen könne, aus welchem Grund es sich bei der Rückstellung für 

die Pensionskasse um keinen mit der Covid-19-Nothilfe finanzierbaren Auf-

wand handeln solle. Die betragsmässige und «verursachungsgerecht» kor-

rekte Abbildung des Sachverhalts in der Jahresrechnung sei mittels Testats 

ihrer Revisionsstelle bestätigt. Sie bat deshalb um Neubeurteilung des 

Sachverhalts. 

J.  

Am 31. Mai 2022 verfügte das BAKOM, der anrechenbare Gewinn der 

A._______ AG betrage im Geschäftsjahr 2020 Fr. (…). Die A._______ AG 

habe diesen Beitrag zurückzuerstatten und innert 30 Tagen nach Rechts-

kraft der Verfügung auf das erwähnte Konto zu überweisen. 

K.  

Dagegen erhob die A._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

1. Juli 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, 

die Verfügung des BAKOM (nachfolgend auch: Vorinstanz) vom 31. Mai 

2022 sei aufzuheben und sie sei zu verpflichten, für das Geschäftsjahr 

2020 einen anrechenbaren Gewinn von Fr. (…) zurückzuerstatten. 

L.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 10. August 2022 

die Abweisung der Beschwerde. 

M.  

Mit Replik vom 3. Oktober 2022 hielt die Beschwerdeführerin vollumfäng-

lich an ihren Rechtsbegehren fest. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Stel-

lungnahme. 

N.  

Auf die weitergehenden Ausführungen der Parteien und die sich bei den 

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Seite 5 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von Behör-

den erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten und 

überdies keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Beim BAKOM han-

delt es sich um eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. An-

hang 1 Ziff. B/VII/1.6 der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsver-

ordnung vom 25. November 1998 [RVOV, SR 172.010.1]). Eine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist damit 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat sich am vorinstanzlichen Verfahren betei-

ligt und ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung sowohl formell als 

auch materiell beschwert. Sie ist damit nach Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Be-

schwerde berechtigt. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzu-

treten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Verlet-

zungen des Bundesrechts – einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens –, auf unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und auf Unangemessenheit (Art. 49 

VwVG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an und ist an die Begrün-

dung der Parteien nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

3.  

Streitig ist, ob die Vorinstanz zu Recht eine Korrektur der Jahresrechnung 

2020 der Beschwerdeführerin vorgenommen und die Bildung der Rückstel-

lung für Sanierungsbeiträge an die Pensionskasse der Beschwerdeführerin 

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Seite 6 

in der Höhe von Fr. (…) als nicht zulässigen Aufwand qualifiziert hat. Nach 

den Berechnungen der Vorinstanz schloss die Jahresrechnung 2020 der 

Beschwerdeführerin mit einem Gewinn von Fr. (…), weshalb sie gestützt 

auf Art. 4 Abs. 3 Medien-VO die Rückerstattung dieses Betrags verfügte. 

Zu prüfen ist, ob der für das Jahr 2020 gewährte Covid-19-Unterstützungs-

beitrag dem Subventionsgesetz untersteht (E. 5) und welche Bestimmun-

gen auf die Erstellung und die Prüfung der Jahresrechnung 2020 der Be-

schwerdeführerin Anwendung finden (E. 6). Sodann ist zu klären, ob die 

Bildung der Rückstellung für Sanierungsbeiträge an die Pensionskasse so-

wohl einen zulässigen Aufwand nach Obligationenrecht als auch nach der 

RTV-Gesetzgebung darstellt (E. 7.2), wobei vorfrageweise auf die Rechts-

natur des Leitfadens BAKOM einzugehen ist (E. 7.1). 

4.  

4.1 Die Covid-19-Verordnung elektronische Medien regelt unter anderem 

die durch die ausserordentliche Lage im Zusammenhang mit dem Corona-

virus bedingten einmaligen Beiträge zugunsten von Radio- und Fernseh-

veranstalter für das Jahr 2020 (Art. 1 Abs. 1 Bst. a Medien-VO). Der Bun-

desrat erliess die Verordnung auf Aufforderung des Parlaments hin, dessen 

Räte im April 2020 zwei gleichlautende Motionen mit dem Titel «Covid-19. 

Nothilfegelder für die privaten Radio- und Fernsehstationen in der Schweiz 

sofort ausschütten» überwiesen (Geschäftsnummern 20.3146 und 

20.3155 vom 23. resp. 27. April 2020). 

4.2  

4.2.1 Seit dem Erlass der Verfügung am 5. Juni 2020 wurde die Covid-19-

Verordnung elektronische Medien zweimal geändert. Die Verordnung trat 

am 1. Juni 2020 für die Dauer von sechs Monaten in Kraft (Art. 5 Medien-

VO). Mit einer Änderung vom 11. November 2020 (AS 2020 4673) wurden 

einerseits die Geltungsdauer der Verordnung bis zum 31. Dezember 2021 

verlängert und andererseits die Bestimmungen, auf die sich der vorliegend 

in Streit stehende finanzielle Beitrag stützt – aArt. 1 Abs. 1 Bst. a, aArt. 2 

und aArt. 4 Abs. 1–3 Medien-VO –, aufgehoben. Damit stellt sich zunächst 

die Frage des anwendbaren Rechts. 

4.2.2 Die Rechtmässigkeit eines Verwaltungsaktes ist im Beschwerdever-

fahren grundsätzlich nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses zu be-

urteilen, ausser das seither geänderte Recht sehe ausdrücklich eine an-

dere Ordnung vor. Es ist deshalb regelmässig auf das alte Recht 

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Seite 7 

abzustellen. Zu relativieren ist dieser Nachwirkungsgrundsatz insofern, als 

für die Beschwerdeführerin günstigeres Recht stets berücksichtigt werden 

soll und strengeres Recht dann, wenn zwingende Gründe für dessen so-

fortige Anwendung sprechen (vgl. BGE 141 II 393 E. 2.4 und 139 II 243 

E. 11.1; TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 

2022, Rn. 552 f.). 

4.2.3 Die Covid-19-Verordnung elektronische Medien enthielt keine Über-

gangsbestimmungen. Das neue Recht ist für die Beschwerdeführerin nicht 

günstiger und es liegen keine zwingenden Gründe vor, die für die aus-

nahmsweise Anwendung des neuen Rechts sprechen würden. Folglich ist 

das Recht anwendbar, das zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung der 

Vorinstanz am 5. Juni 2020 in Kraft war, mithin die Covid-19-Verordnung 

elektronische Medien, Stand am 1. Juni 2020 (AS 2020 1769). 

4.3 Art. 2 Abs. 1 Covid-19-Verordnung elektronische Medien sah vor, dass 

die Vorinstanz auf Gesuch hin einmalig eine Zahlung an folgende Radio-

veranstalter leistet: 

«a. kommerzielle Radioveranstalter mit einer UKW-Funkkonzession für 

die Verbreitung ihres Radioprogramms in einem Versorgungsgebiet 

nach Anhang 1 der Radio- und Fernsehverordnung vom 9. März 2007 

(RTVV); 

b. komplementäre nicht gewinnorientierte Radioveranstalter mit einer 

Konzession nach Artikel 38 Absatz 1 Buchstabe b RTVG in einem 

Versorgungsgebiet nach Anhang 1 RTVV.» 

Innerhalb der jeweiligen Kategorie erhielt jeder Veranstalter im Rahmen 

der verfügbaren Mittel dieselbe Summe (aArt. 2 Abs. 2 Medien-VO). 

4.4 Für die Finanzierung dieser (und weiterer) Massnahmen stand der 

nicht verwendete Ertrag aus der Abgabe für Radio und Fernsehen im Um-

fang von 30 Millionen Franken zur Verfügung. Die kommerziellen Radio- 

veranstalter mit oder ohne Abgabenanteil nach aArt. 2 Abs. 1 Bst. a Me-

dien-VO erhielten je Fr. 487'128.– (aArt. 4 Abs. 2 Bst. a Medien-VO). 

5.  

Zunächst ist zu prüfen, ob die unter der Covid-19-Verordnung elektroni-

sche Medien geleistete Zahlung an die Beschwerdeführerin dem Subven-

tionsgesetz untersteht. 

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Seite 8 

5.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass das SuG für alle im Bundes-

recht vorgesehenen Finanzhilfen und Abgeltungen gelte. Ein charakteristi-

sches Merkmal der Finanzhilfe stelle die Verhaltensbildung dar. Die Ge-

währung von Finanzhilfen sei an die Erfüllung einer genau bestimmten Auf-

gabe geknüpft. Finanzielle Leistungen des Staates ohne Zweckbindungen 

stellten somit keine Finanzhilfen dar. Die Medien-VO lege für die Zahlung 

an Radio- und Fernsehveranstalter keinerlei Voraussetzungen fest, die an 

ein bestimmtes Verhalten geknüpft wären. Nicht einmal eine bestehende 

Konzession sei vorausgesetzt. Für ihren Fall setze die Medien-VO lediglich 

das Bestehen einer UKW-Funkkonzession voraus. Auch in den der Verord-

nung zugrundeliegenden Motionen 20.3146 und 20.3155 sei ausdrücklich 

von «Nothilfegeldern» die Rede und nicht von Subventionen. Weiter habe 

die Vorinstanz in der Verfügung vom 5. Juni 2020 nicht vorgebracht, dass 

die Zahlungen unter das Subventionsgesetz fallen würden. Weder in der 

Medien-VO noch im späteren Art. 14 Covid-Gesetz sei dies im Gegensatz 

zu Art. 12b Abs. 8 Covid-Gesetz und der RTV-Gesetzgebung, wo das SuG 

jeweils explizit erwähnt werde, vorgesehen. Somit würden Zahlungen ge-

mäss der Medien-VO nicht unter den Subventionsbegriff fallen und der Gel-

tungsbereich des SuG sei nicht eröffnet. Indem die Vorinstanz trotzdem 

von der Anwendbarkeit des SuG ausgegangen sei, habe sie Art. 2 Abs. 1 

SuG verletzt. 

5.2 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Vernehmlassung, dass zur Anwend-

barkeit des Subventionsrechts bereits ein Präjudiz existiere, das sich auf 

die Medien-VO beziehe. Das Bundesverwaltungsgericht habe im Urteil 

A-4372/2020 vom 18. März 2021 in Erwägung 4.5 explizit festgehalten, 

dass es sich bei den in aArt. 2 Medien-VO vorgesehenen Beiträge an Ra-

dioveranstalter um Finanzhilfen im Sinne des SuG handle, auf die ein An-

spruch bestehe (Art. 3 Abs. 1 SuG). 

5.3 Das Subventionsgesetz gilt für alle im Bundesrecht vorgesehenen Fi-

nanzhilfen (vgl. Art. 2 Abs. 1 SuG). Als Finanzhilfen gelten geldwerte Vor-

teile, die Empfängern ausserhalb der Bundesverwaltung gewährt werden, 

um die Erfüllung einer vom Empfänger gewählten Aufgabe zu fördern oder 

zu erhalten. Geldwerte Vorteile können insbesondere in Form von nicht-

rückzahlbaren Geldleistungen gewährt werden (vgl. Art. 3 Abs. 1 SuG). Die 

Einmalzahlung wurde der Beschwerdeführerin à fonds perdu ausbezahlt, 

damit sie ihr kommerzielles UKW-Radioprogramm 2020 verbreiten konnte. 

Es bestand zu diesem Zeitpunkt ein erhebliches öffentliches Interesse, 

dass u.a. das wirtschaftliche Leben weitergeführt und die damit verbunde-

nen Arbeitsplätze trotz der pandemiebedingten Einschränkungen erhalten 

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werden konnten. Die der Beschwerdeführerin gewährte Finanzhilfe be-

zweckte den Erhalt ihrer Geschäftstätigkeit als Radioveranstalterin, nach-

dem – wie von der Branche geltend gemacht – die Werbeeinnahmen ein-

gebrochen waren (vgl. Gesuch um Soforthilfe des Verbands Schweizer Pri-

vatradios und Radios Régionales Romandes vom 17. März 2020, […]). 

Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin kann in diesem Zweck 

durchaus eine Verhaltensbildung erblickt werden. Der Sendebetrieb der 

Beschwerdeführerin wurde damit insofern gefördert, als dass sie diesen 

trotz widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang 

mit der Covid-19-Pandemie aufrechterhalten konnte. Die Zahlung stellt da-

her eine Finanzhilfe und somit eine Subvention im Sinne von Art. 3 Abs. 1 

SuG dar, auf die aArt. 2 Abs. 1 Medien-VO Anspruch gab (vgl. Urteile des 

BVGer A-1484/2022 vom 22. Juni 2023 E. 4.3 und  

A-4372/2020 vom 18. März 2021 E. 4.5; ferner betreffend kantonale Covid-

Unterstützungsgelder Urteile des BGer 2C_401/2022 vom 2. November 

2022 E. 1.2 und 2C_8/2022 vom 28. September 2022 E. 1.2; Urteil des 

BVGer A-1484/2022 vom 22. Juni 2023 E. 4.3; BGE 140 I 153 E. 2.5.4; 

Urteil des BVGer A-2600/2020 vom 16. Februar 2021 E. 4.2 f.). 

5.4 Das 3. Kapitel des Subventionsgesetzes zu den allgemeinen Bestim-

mungen für Finanzhilfen und Abgeltungen ist anwendbar, soweit andere 

Bundesgesetze oder allgemeinverbindliche Bundesbeschlüsse nichts Ab-

weichendes vorschreiben (vgl. Art. 2 Abs. 2 SuG). Dies ist vorliegend nicht 

der Fall. Somit finden auch Art. 14 SuG über die Anrechnung von Aufwen-

dungen und Art. 30 SuG über den Widerruf von Finanzhilfe- und Abgel-

tungsverfügungen Anwendung (vgl. Urteil des BVGer A-1484/2022 vom 

22. Juni 2023 E. 4.3; ferner Urteil des BGer 2C_650/2009 vom 22. Februar 

2010 E. 2.1). 

Art. 30 SuG sieht vor, dass die zuständige Behörde eine Finanzhilfeverfü-

gung widerruft, wenn sie die Leistung in Verletzung von Rechtsvorschriften 

oder aufgrund eines unrichtigen oder unvollständigen Sachverhalts zu Un-

recht gewährt hat (Abs. 1). Mit dem Widerruf fordert die Behörde die bereits 

ausgerichteten Leistungen zurück (Abs. 3 Satz 1). Hat der Empfänger 

schuldhaft gehandelt, so erhebt sie zudem einen Zins von jährlich 5 Pro-

zent seit der Auszahlung (Abs. 3 Satz 2). Art. 30 Abs. 2 SuG sieht drei ku-

mulative Voraussetzungen vor, unter denen auf einen Widerruf zu verzich-

ten ist. Darauf wird später einzugehen sein (E. 8). 

6.  

Sodann ist zu beurteilen, welche Bestimmungen auf die Erstellung und die 

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Seite 10 

Prüfung der Jahresrechnung 2020 der Beschwerdeführerin Anwendung 

finden. 

6.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sich der Begriff der Jahres-

rechnung in der Medien-VO nur auf die revidierte Jahresrechnung nach OR 

bzw. einem anerkannten Rechnungsstandard beziehen könne, weil nur 

diesbezüglich ein Revisionsbericht vorgesehen sei. Bei der Jahresrech-

nung handle es sich um einen Rechtsbegriff, der in den Art. 958 ff. OR kon-

kretisiert werde. Eine weitergehende Konkretisierung des Begriffs in aArt. 4 

Abs. 3 Medien-VO habe sich erübrigt, da der Konnex zwischen der einzu-

reichenden Jahresrechnung 2020 und dem Revisionsbericht keine Zweifel 

daran lasse, welche Jahresrechnung gemeint sei. Eine «Jahresrechnung 

nach den Vorgaben des BAKOM» würde zusätzlich einen separaten Kon-

tenplan und eine Abstimmung zwischen den revidierten Konten und den 

Konten gemäss BAKOM voraussetzen. Die Verordnung sehe solches ge-

rade nicht vor und dies könne auch nicht aus den Umständen abgeleitet 

werden, da nicht alle Anspruchsberechtigten zur Einreichung einer Jahres-

rechnung nach den Vorgaben der Vorinstanz verpflichtet seien. Nur auf-

grund ihrer willkürlichen Rechtsauffassung erachte sich die Vorinstanz als 

berechtigt, den notwendigen Rückstellungsaufwand in der revidierten Jah-

resrechnung der Beschwerdeführerin aufzurechnen. Dies erfolge entgegen 

der Medien-VO vermutlich gestützt auf den eigenen Leitfaden, in dem sie 

sich wiederum auf Art. 14 Abs. 1 SuG berufe. Abzustellen sei jedoch nach 

dem unmissverständlichen Wortlaut der Verordnung auf das Ergebnis ge-

mäss revidierter Jahresrechnung 2020. Selbst wenn das SuG vorliegend 

anwendbar und Art. 14 Abs. 1 SuG dahingehend auszulegen wäre, dass 

Rückstellungen in der Jahresrechnung aufzurechnen seien, würde Art. 4 

Abs. 3 der Verordnung dem SuG vorgehen. Die Vorinstanz verfalle in Will-

kür und verletze aArt. 4 Abs. 3 der Medien-VO, indem sie von deren klaren 

Wortlaut abweiche und eine Jahresrechnung nach den Vorgaben des 

BAKOM verlange. Die Medien-VO verlange keine Jahresrechnung nach 

der RTV-Gesetzgebung. Wie die Rechnung zu prüfen sei, sei in aArt. 4 

Abs. 3 Medien-VO festgelegt. Für die Festlegung weiterer Kriterien oder 

Bedingungen durch die Vorinstanz lasse die Medien-VO keinen Raum. 

Ausserdem könne die Vorinstanz nichts daraus ableiten, dass sie von An-

fang an transparent gemacht habe, welche Unterlagen sie von ihr verlangt 

habe. Den Schreiben vom 16. Juni 2020 und 17. Dezember 2020 gehe die 

Verfügungsqualität ab. Zudem gehe es letztlich nicht darum, welche Unter-

lagen einzureichen gewesen seien, sondern welche Unterlagen im Hinblick 

auf eine Rückzahlungspflicht massgebend seien. Mit der Verfügung vom 

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Seite 11 

5. Juni 2020 sei ihrem Gesuch voll entsprochen worden, womit sie mangels 

Beschwer bzw. schutzwürdigem Interesse gar nicht zu deren Anfechtung 

legitimiert gewesen sei. 

6.2 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, dass der Begriff der Jahresrech-

nung in aArt. 4 Abs. 3 Medien-VO und in den aufgrund der Dringlichkeit bei 

der Entstehung der entsprechenden Norm spärlichen Materialen nicht wei-

ter konkretisiert werde. Sie wende diesen Begriff analog den Grundlagen 

der Rechnungsführung für die konzessionierten Veranstalter in den 

Art. 2 ff. der Verordnung des UVEK über Radio und Fernsehen 

(SR 784.401.11; nachfolgend: UVEK-Verordnung) i.V.m. Art. 27 Abs. 5 

RTVV und Art. 18 RTVG an. Dies sei der Beschwerdeführerin von Anfang 

an transparent gemacht worden: Bereits in der Verfügung vom 5. Juni 2020 

habe sie der Beschwerdeführerin mitgeteilt, welche Anforderungen sie an 

die Jahresrechnung gemäss Medien-VO stelle. Dazu sei noch während der 

laufenden Rechtsmittelfrist ein vom 16. Juni 2020 datierendes Informati-

onsschreiben gefolgt. Die Verfügung sei nicht angefochten worden und 

Rückmeldungen oder Vorbehalte in Bezug auf die Anforderungen an die 

Jahresrechnung von Seiten der Beschwerdeführerin seien ausgeblieben. 

Auch hätten die Rechnungslegungsanforderungen mit Bezug auf die Fi-

nanzhilfe nach Medien-VO zu keinem signifikanten Zusatzaufwand geführt. 

Zum Zeitpunkt der Einreichung der Jahresrechnung 2020 habe die Be-

schwerdeführerin über eine Konzession mit Leistungsauftrag ohne Abga-

benanteil im Sinne von Art. 43 Abs. 1 Bst. a RTVG verfügt und habe folglich 

ohnehin eine Jahresrechnung nach den erwähnten Bestimmungen des 

Rundfunkrechts einreichen müssen. 

Ausserdem vermöge die blosse Einreichung der Jahresrechnung gemäss 

aArt. 4 Abs. 3 Medien-VO nicht schlüssig zu beantworten, ob die Be-

schwerdeführerin für das Jahr 2020 einen Gewinn erzielt habe. Sie habe 

als subventionierende Behörde in Anwendung des 3. Abschnitts des SuG 

(Art. 23 ff. SuG) zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Finanzhilfe 

auch aus einer ex-post-Sicht vorliegen würden. Die Einreichung der Jah-

resrechnung sei entsprechend der Ausgangspunkt der Subventionsprü-

fung, d.h. der Prüfung, ob das subventionierte Unternehmen einen Gewinn 

erzielt habe und die Finanzhilfe in diesem Umfang gemäss aArt. 4 Abs. 3 

Medien-VO zurückzuerstatten sei. 

6.3 Aus aArt. 4 Abs. 3 Medien-VO geht nicht hervor, welche Bestimmun-

gen für die Analyse der Jahresabschlüsse 2020 der Radioveranstalter 

massgebend sind, um festzustellen, ob sie einen Gewinn erzielt haben 

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oder nicht. Als juristische Person untersteht die Beschwerdeführerin ge-

mäss Art. 957 ff. OR der Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung. 

Im Jahr 2020 verfügte sie über eine Konzession mit Leistungsauftrag ohne 

Abgabenanteil im Sinne von Art. 43 Abs. 1 Bst. a RTVG. Folglich unter-

stand sie den Bestimmungen des RTVG, der RTVV und der UVEK-Verord-

nung. In der Verfügung vom 5. Juni 2020 wurde sie ausserdem darauf hin-

gewiesen, dass die Vorgaben der Vorinstanz als Grundlage zur Gewinnbe-

rechnung beigezogen werden. Ebenfalls wurde sie darauf aufmerksam ge-

macht, dass die Vorinstanz für den Fall, dass die Jahresrechnung 2020 

einen Gewinn ausweise, den entsprechenden Betrag teilweise oder ganz 

zurückfordern werde (vgl. ebenfalls aArt. 4 Abs. 3 Medien-VO). 

Die Übergangsmassnahmen gemäss aArt. 2 Abs. 1 Medien-VO finanzierte 

der Bund aus dem bisher nicht verwendeten Ertrag aus der Abgabe für 

Radio und Fernsehen nach Art. 40 Abs. 3 RTVV (vgl. aArt. 4 Abs. 1 Me-

dien-VO). Dieser dient normalerweise zur Finanzierung der Erfüllung des 

verfassungsrechtlichen Leistungsauftrags von Radio und Fernsehen (vgl. 

Art. 93 Abs. 2 BV; Art. 68 Abs. 1 RTVG). Für Veranstalter, die über eine 

Konzession mit Leistungsauftrag verfügen und Anspruch auf einen Anteil 

an dieser Gebühr haben, gelten – im Vergleich zu Veranstaltern mit Leis-

tungsauftrag, aber ohne Abgabeanteil bzw. im Vergleich zu Veranstaltern 

ohne Leistungsauftrag – besondere Buchführungspflichten. Es entsprach 

daher dem Grundsatz der Gleichbehandlung (vgl. Art. 8 BV), dass die Vor-

instanz alle Begünstigten der Übergangsmassnahmen, die durch diese 

Gebühren finanziert wurden, den gleichen Buchführungspflichten für die 

Erstellung ihrer Jahresrechnung 2020 und damit den gleichen Bedingun-

gen unterwarf (vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer A-1484/2022 vom 

22. Juni 2023 E. 5.3.1, das eine Veranstalterin ohne Leistungsauftrag be-

trifft; vgl. ferner auch Art. 1 Abs. 1 Bst. c SuG). 

Des Weiteren wurde die Beschwerdeführerin vor der Einreichung der Jah-

resrechnung 2020 über die mehrwertsteuerliche Behandlung (vgl. Schrei-

ben der Vorinstanz vom 16. Juni 2020), die gesetzlichen Grundlagen und 

die anwendbaren Rechnungslegungsgrundsätze (vgl. Schreiben der Vor-

instanz vom 17. Dezember 2020) sowie die einzureichenden Basisdoku-

mente (Schreiben der Vorinstanz vom 8. März 2021) informiert. Diese 

Schreiben erhielten alle Veranstalter, die im Jahr 2020 von der Übergangs-

massnahme profitierten. Damit wurden alle Veranstalter auf die Regeln für 

die Einreichung ihrer Jahresrechnung 2020 hingewiesen und im Sinne des 

Gleichbehandlungsgebots (vgl. Art. 8 BV) behandelt (vgl. Urteil des BVGer 

A-1484/2022 vom 22. Juni 2023 E. 5.3.2). 

A-2894/2022 

Seite 13 

6.4 Vor diesem Hintergrund ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegan-

gen, dass die Beschwerdeführerin bei der Erstellung ihrer Jahresrechnung 

2020 sowie zur Überprüfung allfälliger Rückzahlungen bei einem Gewinn 

die in Art. 957 ff. OR, SuG, RTVG, RTVV, UVEK-Verordnung und im Leit-

faden BAKOM verankerten Rechnungslegungsgrundsätze einhalten muss 

(vgl. Urteil des BVGer A-1484/2022 vom 22. Juni 2023 E. 5.4). 

7.  

Nachdem die der Jahresrechnung zu Grunde zu legenden Rechnungsle-

gungsgrundsätze bestimmt sind, ist die Rechtmässigkeit der Korrektur der 

Jahresrechnung 2020 der Beschwerdeführerin durch die Vorinstanz zu 

prüfen. Es ist zu beurteilen, ob es sich bei der von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachten buchhalterischen Rückstellung um einen zulässigen 

Aufwand handelt (E. 7.2). Hierzu ist vorfrageweise die Rechtsnatur des 

Leitfadens BAKOM zur Jahresrechnung für Veranstalter zu klären (E. 7.1). 

7.1 Der Leitfaden BAKOM zur Jahresrechnung für Veranstalter stellt keine 

Rechtsverordnung dar, sondern er dient als Anwendungshilfe für das 

RTVG, die RTVV und die UVEK-Verordnung. Sein Hauptzweck besteht da-

rin, die Erwartungen der Vorinstanz an die konzessionierten Veranstalter 

darzulegen (vgl. Leitfaden BAKOM Ziff. 1). Als Verwaltungsverordnung ver-

fügt er nicht über Gesetzeskraft und ist weder für die Bürger noch für die 

Gerichte oder die Verwaltung verbindlich. Er soll eine einheitliche und 

rechtsgleiche Auslegung und Anwendung der Gesetze und Verordnungen 

durch die Verwaltung gewährleisten (vgl. Leitfaden BAKOM Ziff. 1.1). Ver-

waltungsverordnungen dürfen nicht über den Rahmen hinausgehen, den 

die übergeordnete Norm, die sie konkretisieren sollen, vorgibt. Im Falle ei-

ner Lücke dürfen sie nichts anderes vorsehen, als was sich aus der Ge-

setzgebung oder der Rechtsprechung ergibt (vgl. BGE 146 I 105 E. 4.1, 

142 II 182 E. 2.3.2, 121 II 473 E. 2b jeweils m.w.H.). Die Behörden berück-

sichtigen eine Verwaltungsverordnung bei ihrer Entscheidfindung, sofern 

sie eine dem konkreten Fall angepasste und gerecht werdende Auslegung 

der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen ermöglichen. Das Gericht 

weicht nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsverordnungen ab, wenn 

diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar-

stellen. Damit wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisun-

gen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 

getragen (vgl. BGE 146 I 105 E. 4.1, 142 II 182 E. 2.3.2 f., 121 II 473 E. 2b; 

BVGE 2010/33 E. 3.3.1; Urteile des BVGer A-1484/2022 vom 22. Juni 

2023 E. 6.4, A-2023/2021 vom 14. November 2022 E. 7.2.3). 

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Seite 14 

7.2 Rückstellungen für Sanierungsmassnahmen bei einer Unterdeckung 

der Pensionskasse stellen eine zulässige Rückstellung gemäss Art. 960e 

Abs. 2 OR dar (vgl. EXPERTsuisse [Hrsg.], Schweizer Handbuch der Wirt-

schaftsprüfung, Band Buchführung und Rechnungslegung, Ausgabe 2023, 

Rz. 495 ff., insb. Rz. 511 und Rz. 538). Allerdings ist das OR nicht allein 

massgebend für die Jahresrechnung (vgl. E. 6.4). Zwar gelten für die Er-

stellung der Jahresrechnung von konzessionierten Veranstaltern die Best-

immungen des Obligationenrechts über die Buchführung für Aktiengesell-

schaften sinngemäss. Die Vorinstanz kann jedoch ergänzende Weisungen 

erlassen, namentlich zur Gewährleistung der Vollständigkeit und für die Be-

wertung von Vermögen und Geschäftsvorfällen (vgl. Art. 2 Abs. 1 UVEK-

Verordnung). Davon hat die Vorinstanz mit ihrem Leitfaden Gebrauch ge-

macht. Sodann sehen das RTVG, die RTVV und die UVEK-Verordnung 

eigene Bestimmungen zur Buchführung vor. Ferner ist zu berücksichtigen, 

dass es sich bei dem an die Beschwerdeführerin ausbezahlten Unterstüt-

zungsbeitrag um eine Finanzhilfe gemäss Art. 3 Abs. 1 SuG handelt, wes-

halb auch die Regeln der Subventionsgesetzgebung auf die Gewährung 

Anwendung finden (vgl. E. 5.3). 

Es ist folglich zu prüfen, ob die Bildung der Rückstellung für die Sanierung 

der Pensionskasse nicht nur einen anrechenbaren Aufwand nach OR, son-

dern auch einen im Sinne der Gewinnermittlung nach den Regeln der RTV-

Gesetzgebung (RTVG, RTVV, UVEK-Verordnung und Leitfaden BAKOM) 

sowie des Subventionsgesetzes zulässigen Aufwand darstellt. 

7.2.1 Die Beschwerdeführerin moniert, die Auslegung von Art. 14 SuG 

durch die Vorinstanz sei willkürlich. Art. 14 SuG definiere den Begriff der 

«tatsächlich entstandenen Aufwendungen» nicht so, dass bereits ein effek-

tiver Mittelabfluss erfolgt sein müsse, zumal namentlich auch Abschrei-

bungsaufwand im branchenüblichen Ausmass zu berücksichtigen sei (vgl. 

Art. 14 Abs. 3 Bst. a SUG). Es gebe keinerlei Anhaltspunkte, dass das SuG 

diesen Begriff anders definieren möchte als das Obligationenrecht (insbe-

sondere Art. 959b OR). Das schweizerische Rechnungslegungsrecht lege 

eindeutig fest, dass erforderliche Rückstellungen für vergangene Ereig-

nisse zulasten der Erfolgsrechnung gebildet werden müssten (Art. 960e 

Abs. 2 OR) und somit als Aufwendungen gelten würden. Die spätere Ver-

wendung von Rückstellungen (d.h. der Mittelabfluss gegen aussen) sei 

demgegenüber gar nicht mehr erfolgswirksam und stelle daher auch kei-

nen Aufwand mehr dar. Es treffe somit nicht zu, dass Rückstellungen keine 

tatsächlichen Aufwendungen darstellen würden. Indem die Vorinstanz ihre 

abweichende Auffassung damit begründe, das Risiko, für das die 

A-2894/2022 

Seite 15 

Rückstellung gebildet werde, könne sich bewahrheiten oder nicht, ver-

kenne sie, dass Rückstellungen ohnehin nur dann gebildet werden dürften 

und müssten, wenn der Eintritt wahrscheinlich sei. Dabei habe die prozen-

tuale Höhe der Rückstellung auch die Eintretenswahrscheinlichkeit zu be-

rücksichtigen. Ansonsten handle es sich um Eventualverbindlichkeiten, die 

nicht zu bilanzieren seien. Rückstellungen vom tatsächlichen Aufwand aus-

nehmen zu wollen, lasse sodann ausser Acht, dass auch andere Verbind-

lichkeiten ohne Mittelabfluss hinfällig werden könnten, obwohl sie bei ihrer 

Erfassung die Erfolgsrechnung belastet hätten. Nach der Leseart der Vo-

rinstanz würden erfasste Aufwendungen generell erst dann berücksichtigt, 

wenn auch ein Mittelabfluss erfolgt sei. Demnach müssten diese Mittelab-

flüsse in späteren Jahren dann trotzdem als Aufwendungen berücksichtigt 

werden, obwohl sie dannzumal gar nicht mehr als Aufwandpositionen ab-

gebildet seien. Massgebend wäre eine Art «Cashflow-Rechnung», was of-

fensichtlich in keiner Weise dem gesetzgeberischen Willen entspreche. 

Durch die Nichtberücksichtigung von erforderlichen Rückstellungen in der 

revidierten Jahresrechnung verstosse die Vorinstanz gegen Art. 14 SuG. 

Würden solche zwingenden Aufwendungen im Rahmen der Bewertung 

durch die subventionierende Behörde nicht berücksichtigt und würde im 

entsprechenden Umfang eine Rückzahlung bzw. Verweigerung der Sub-

vention verfügt, entleere dies handelsrechtlich zu bildenden Rückstellun-

gen ihre buchhalterische Wirkung. Dies könne letztlich eine Subventions-

berechtigte handelsrechtlich sogar in eine Überschuldung bzw. in den Kon-

kurs führen. Für die Subventionsbehörde bestehe deshalb in Bezug auf 

Aufwendungen, die zwingend anfallen würden, keinen Ermessensspiel-

raum. Die Höhe der vorgenommenen Rückstellung entspreche sodann 

auch nicht dem Maximalrisiko, sondern bilde basierend auf dem Gutachten 

der C._______ AG die Eintretenswahrscheinlichkeit ab. Ihre Revisions-

stelle habe die Jahresrechnung 2020 geprüft und testiert, dass sie nicht auf 

Sachverhalte gestossen sei, aus denen sie schliessen müsse, dass die 

Jahresrechnung nicht dem Gesetz entspreche. Damit stehe fest, dass die 

Rückstellung sowohl dem Grund als auch der Höhe nach dem Obligatio-

nenrecht entspreche. 

Die Vorinstanz verkenne sodann, dass Art. 14 Abs. 1 SuG der Abgrenzung 

von erforderlichem und nicht erforderlichem Aufwand diene. Diese Bestim-

mung bezwecke, unnötige Aufwendungen, für die handelsrechtlich ein ge-

wisses Ermessen bestehe wie beispielsweise Spenden oder überhöhte 

Löhne, von Subventionen auszunehmen. Art. 14 SuG könne sodann keine 

Grundlage für irgendwelche Kürzungen oder Rückforderungen der 

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Seite 16 

Beiträge nach der Medien-VO sein. Vorliegend fehle es von vornherein an 

einer staatlich übertragenen Aufgabe anhand derer beurteilt werden könne, 

ob die geltend gemachten Kosten für die Erfüllung der Aufgabe notwendig 

gewesen seien. Indem die Vorinstanz für die Beiträge nach der Medien-VO 

auf einen von ihr selbst erlassenen Leitfaden verweise, der dem Vollzug 

des RTVG diene, und danach ausführe, es bestünden keine sachlichen 

Gründe, zwischen der Festlegung des Abgabenanteils nach RTVG und den 

Beiträgen nach Medien-VO unterschiedliche Massstäbe anzuwenden, 

überschreite die Vorinstanz ihre Kompetenz. Es sei unerfindlich, weshalb 

die Vorinstanz aArt. 4 Abs. 3 Medien-VO nicht als sachlichen Grund be-

trachte, um von ihrem eigenen, nicht einschlägigen Leitfaden abzuwei-

chen. 

7.2.2 Die Vorinstanz führt aus, dass gemäss Art. 14 Abs. 1 SuG nur Auf-

wendungen anrechenbar seien, die tatsächlich entstanden und für die 

zweckmässige Erfüllung der Aufgabe unbedingt erforderlich seien. In ihrer 

konstanten Praxis zu Art. 14 SuG berücksichtige sie Rückstellungen nicht 

als anrechenbaren Aufwand. Dies habe sie der Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 17. Dezember 2020 mitgeteilt. Zwar seien in gewissen 

Konstellationen nach den Bestimmungen des OR Rückstellungen zu bil-

den, dies bedeute allerdings nicht, dass die subventionierende Behörde sie 

als anrechenbare Aufwendungen im Sinne von Art. 14 SuG zu bewerten 

habe. Bei der Auslegung von Art. 14 SuG verfüge die rechtsanwendende 

Subventionsbehörde über einen Ermessensspielraum. Die Bildung einer 

Rückstellung habe zum Zweck, einem allfälligen zukünftigen Finanzrisiko 

begegnen zu können. Ob das Risiko sich verwirkliche oder nicht, sei unsi-

cher, auch wenn Rückstellungen nur aufgrund plausibilisierter Einschät-

zungen gebildet würden. Vor dem Hintergrund von Art. 14 Abs. 1 SuG 

könne sie keine Aufwände finanzieren, die künftig entfallen und bei einer 

Nicht-Verwirklichung des Risikos als ausserordentlichen Ertrag ausgewie-

sen würden. Die Festlegung des Abgabenanteils erfolge, gleich wie dieje-

nigen der Covid-Hilfe 2020, gemäss den Bestimmungen des Subventions-

gesetzes (vgl. Art. 40 Abs. 3 RTVG). Es bestünden keine sachlichen 

Gründe, bei diesen beiden Finanzhilfen unterschiedliche Massstäbe bei 

der subventionsrechtlichen Beurteilung von Rückstellungsaufwand anzu-

wenden, zumal beide in den Geltungsbereich von Art. 14 Abs. 1 SuG fallen 

und von der gleichen Behörde vergeben würden. 

7.2.3 Gemäss Art. 14 Abs. 1 SuG sind nur diejenigen Aufwendungen an 

Abgeltungen anrechenbar, die tatsächlich entstanden und für die zweck-

mässige Erfüllung der Aufgaben «unbedingt erforderlich» («absolument 

A-2894/2022 

Seite 17 

nécessaires» / «assolutamente necessarie») sind. Es ist deshalb zu prü-

fen, ob der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Rückstellungs-

aufwand im Sinne von Art. 14 Abs. 1 SuG tatsächlich angefallen ist und 

eine unbedingt erforderliche Aufwendung darstellt. Art. 14 Abs. 1 SuG soll 

eine Übersubventionierung verhindern und das besonders gewichtige öf-

fentliches Interesse des sorgsamen Umgangs mit Steuergeldern gewähr-

leisten. Aufwendungen, die für die Erreichung des Zwecks der Subvention 

nicht erforderlich sind, sollen in anderen Worten nicht auf Kosten des Steu-

erzahlers erfolgen. 

7.2.4 Die Vorinstanz stützt ihren Entscheid namentlich auf Ziff. 3.15 ihres 

Leitfadens. Dieser stellt eine Verwaltungsverordnung dar. Damit verfügt der 

Leitfaden zwar nicht über Gesetzeskraft, er ist jedoch von den Behörden 

zu berücksichtigen, sofern er eine dem konkreten Fall angepasste und ge-

recht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen 

gewährleistet (vgl. E. 7.1). Gemäss Ziff. 3.15 des Leitfadens BAKOM ist die 

Bildung von Rückstellungen in der statuarischen Rechnung zulässig, aller-

dings wird die Rückstellungsbildung bei der Bestimmung des Abgabenan-

teils nicht berücksichtigt. Die Vorinstanz berücksichtigt nur die Aufwendun-

gen, die dem Veranstalter tatsächlich aufgrund eingetretener Schäden ent-

standen sind. Dabei verweist Ziff. 3.15 des Leitfadens BAKOM explizit auf 

Art. 14 Abs. 1 SuG. 

Die Beschwerdeführerin begründet die Rückstellung mit der damals dro-

henden Unterdeckung ihrer Pensionskasse und den anstehenden Sanie-

rungsbeiträgen, die damit verbunden seien. Sie stützt sich dabei auf eine 

Lagebeurteilung vom März 2020, wonach für die Personalvorsorgestiftung 

der B._______ per Ende 2020 eine Unterdeckung von 97 Prozent prog-

nostiziert worden war (vgl. Actuarial Consulting der C._______ AG vom 

18. März 2020, […]). 

Die Jahresrechnung 2020 wurde praxisgemäss im Frühjahr 2021 erstellt; 

der entsprechende Revisionsbericht datiert vom 22. April 2021. Ob die 

Pensionskasse für das Jahr 2020 tatsächlich eine Unterdeckung auswies, 

musste zu diesem Zeitpunkt – mindestens in den Grundzügen – bekannt 

sein. Die Beschwerdeführerin äusserte sich in ihren Eingaben nicht dazu 

und sie reichte dem Gericht keine Unterlagen ein, aus denen eine tatsäch-

liche Unterdeckung der Pensionskasse hervorgehen würde. Aus diesem 

Grund zog das Gericht die öffentlich zugänglichen Geschäftsberichte der 

Personalvorsorgestiftung der B._______ bei (abrufbar unter […], abgeru-

fen am 16.10.2023). Wie den Geschäftsberichten der Jahre 2020 bis 2022 

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Seite 18 

zu entnehmen ist, hat sich die Pensionskasse B._______ im massgebli-

chen Zeitraum entgegen der Prognose nie in einer Unterdeckung befunden 

(der Deckungsgrad betrug im Jahr 2020 103.9 %, im Jahr 2021 113 % und 

im Jahr 2022 114,4 %). Im Wissen darum, dass sich die im März 2020 

prognostizierte Unterdeckung für das Jahr 2020 nicht bewahrheitet hatte, 

wäre es deshalb zum Zeitpunkt der Erstellung der Jahresrechnung im 

Frühjahr 2021 angebracht gewesen, auf eine entsprechende Rückstellung 

zu verzichten oder zumindest eine Neubeurteilung der Lage in Auftrag zu 

geben. Ob es zu letzterem gekommen ist, kann den eingereichten Unter-

lagen der Beschwerdeführerin nicht entnommen werden. Das im Zeitpunkt 

der Erstellung der Jahresrechnung 2020 überholte «Actuarial Consulting» 

reicht jedenfalls nicht aus, um die geltend gemachte Rückstellung für Sa-

nierungsbeiträge an die Pensionskasse zu rechtfertigen. 

Des Weiteren wurde von der Beschwerdeführerin bis heute nicht dargelegt, 

wie sich die geltend gemachte Rückstellung für die Pensionskasse in der 

Höhe von Fr. (…) zusammensetzt beziehungsweise welche Berechnungs-

grundlagen dafür angewendet wurde. Einzig der Hinweis auf das einge-

reichte – und zum Zeitpunkt des Jahresabschluss 2020 bereits überholte – 

Actuarial Consulting der C._______ AG vom 18. März 2020 reicht nicht 

aus, um die geltend gemachte Rückstellung für die Pensionskasse rechts-

genügend bzw. in der angegebenen Höhe zu begründen. 

Da die Personalvorsorgestiftung der B._______ im massgeblichen Zeit-

raum keine Unterdeckung auswies, wurden im Übrigen auch keine Sanie-

rungsbeiträge erhoben. Es kam einzig zu den bereits im Actuarial Consul-

ting der C._______ AG vom 18. März 2020 angedachten Arbeitgebereinla-

gen in der Höhe von Fr. (…), wovon Fr. (…) die D._______ betrafen. Einen 

Beschluss, wonach Sanierungsbeiträge erforderlich waren, gab es im Jahr 

2020 nicht. 

Aus dem Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin trotz wesentlich po-

sitiver Entwicklung der Deckung ihrer Pensionskasse für das Jahr 2020 bei 

Erstellung der Jahresrechnung 2020 im Frühjahr 2021 auf eine zu diesem 

Zeitpunkt überholte Lagebeurteilung vom März 2020 stützte, zu diesem 

Zeitpunkt keine Sanierungsmassnahmen definitiv beschlossen waren und 

sich die Pensionskasse B._______ im massgeblichen Zeitraum nie in einer 

Unterdeckung befand, lässt sich schliessen, dass die geltend gemachte 

Rückstellung von Fr. (…) keinen unbedingt erforderlichen Aufwand im 

Sinne von Art. 14 Abs. 1 SuG darstellt. Dass die Beschwerdeführerin trotz 

positiver Entwicklung des Deckungsgrads ihrer Pensionskasse im Frühjahr 

A-2894/2022 

Seite 19 

2021 an der Rückstellung festhielt, spricht für eine mit Art. 14 Abs. 1 SuG 

nicht zu vereinbarende Gewinnschmälerung, zumal das Subventionsge-

setz mitunter zum Zweck hat, sicherzustellen, dass Finanzhilfen nur ge-

währt werden, wenn sie hinreichend begründet sind (vgl. Art. 1 Abs. 1 

Bst. a SuG). 

7.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die von der Beschwerdeführerin 

in ihrer Jahresrechnung 2020 vorgenommene Bildung von Rückstellungen 

für die Pensionskasse unter den gegebenen Umständen keinen gemäss 

Art. 14 Abs. 1 SuG anrechenbaren Aufwand darstellt. Die Vorinstanz hat 

die Jahresrechnung 2020 der Beschwerdeführerin zu Recht um den Betrag 

der Rückstellung für die Pensionskasse korrigiert. 

8.  

8.1 Art. 30 Abs. 2 SuG sieht vor, dass die zuständige Behörde auf den Wi-

derruf verzichtet, wenn der Empfänger aufgrund der Verfügung Massnah-

men getroffen hat, die nicht ohne unzumutbare finanzielle Einbussen rück-

gängig gemacht werden können (Bst. a), die Rechtsverletzung für ihn nicht 

leicht erkennbar war (Bst. b) und eine allfällig unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des Sachverhalts nicht auf schuldhaftes Handeln des 

Empfängers zurückzuführen ist (Bst. c). Die Voraussetzungen von Bst. a–

c müssen dabei kumulativ erfüllt sein (Urteil des BGer 2C_631/2009 vom 

22. Februar 2010 E. 2.3.1; Urteil des BVGer A-1484/2022 vom 22. Juni 

2023 E. 11.1 jeweils m.w.H.). Die Behörde, die eine Verwaltungsverfügung 

widerrufen will, muss vorgängig eine Interessenabwägung zwischen dem 

öffentlichen Interesse an der korrekten Anwendung des objektiven Rechts 

und dem privaten, mit der Rechtssicherheit verbundenen Interesse an der 

Aufrechterhaltung der Verfügung vornehmen (vgl. POLTIER, Les subven-

tions, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band X, Finanzrecht, 

2011, Rn. 183; sowie zum Ganzen Urteil des BVGer A-1484/2022 vom 

22. Juni 2023 E. 11.1). 

8.2 Die Vorinstanz wies die Beschwerdeführerin zunächst bei der Gewäh-

rung der Übergangsmassnahme und sodann mehrfach nach deren Ge-

währung auf die für die Einreichung ihrer Jahresrechnung 2020 geltenden 

Regeln hin (vgl. E. 6.3). Sie war somit von Anfang an darüber informiert 

und musste sich bewusst sein, dass es sich um eine vorübergehende und 

nicht endgültige Massnahme handelt und eine Rückzahlung im Umfang ei-

nes erzielten Gewinns geschuldet ist (vgl. Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung 

vom 5. Juni 2020). Die unrichtige und unvollständige Darstellung des 

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Seite 20 

relevanten Sachverhalts ist somit ihr zuzurechnen (vgl. Art. 30 Abs. 2 Bst. c 

SuG). Ein Verzicht auf den Widerruf ist damit ausgeschlossen. 

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführerin bewusst gewesen sein muss, 

dass es sich nur um eine Übergangsmassnahme handelte und eine Rück-

erstattung möglich ist. Sie kann sich deshalb nicht auf einen guten Glauben 

berufen. Zudem überwiegen die öffentlichen Interessen an der korrekten 

Anwendung des objektiven Rechts, an der Gleichbehandlung aller von der 

Übergangsmassnahme profitierenden Radiosender bei der Überprüfung 

der Jahresrechnung (vgl. Art. 8 Abs. 1 BV) sowie das öffentliche Interesse, 

dass nur die tatsächlich entstandenen und für die zweckmässige Erfüllung 

der Aufgabe unbedingt erforderlichen Aufwendungen anrechenbar sind 

(vgl. Art. 14 Abs. 1 SuG), das private Interesse der Beschwerdeführerin an 

der Aufrechterhaltung der Subvention (vgl. Urteil des BVGer A-1484/2022 

vom 22. Juni 2023 E. 11.2). 

Ferner ist auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass die zuständige Behörde 

ihre ursprüngliche Verfügung auch gestützt auf Art. 18 Abs. 1 SuG korrigie-

ren kann, wenn diese nur einen provisorischen Betrag zusprach und den 

definitiven Betrag unter den Vorbehalt der noch zu prüfenden Abrechnung 

stellte (vgl. Urteile des BGer 2C_429/2018 vom 25. Mai 2020 E. 4.2 f. und 

2C_631/2009 vom 22. Februar 2010 E. 2.1 f.). 

9. Somit war die Vorinstanz gehalten, ihren Entscheid vom 5. Juni 2020 

gestützt auf Art. 30 Abs. 1 SuG teilweise zu widerrufen und die zu viel aus-

bezahlte Finanzhilfe zurückzufordern (vgl. Art. 30 Abs. 3 Satz 1 SuG). Ent-

sprechend ist die Beschwerde abzuweisen.  

A-2894/2022 

Seite 21 

10.  

10.1 Die Kosten des vorliegenden Verfahrens werden auf Fr. 3’000.– fest-

gesetzt (Art. 1 ff., Art. 4 des Reglements über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie 

sind der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag ist dem Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– zu 

entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE). 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)  

A-2894/2022 

Seite 22 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– 

verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– wird der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Sie hat dem 

Bundesverwaltungsgericht hierzu ihre Kontoverbindung bekannt zu geben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Ge-

neralsekretariat UVEK. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christine Ackermann Tobias Egli 

  

A-2894/2022 

Seite 23 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-2894/2022 

Seite 24 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Generalsekretariat des UVEK (Gerichtsurkunde)