# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ebf08a8-a422-5bd0-a112-e94700c86a8a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.08.2020 UV 2019/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-46_2020-08-05.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/46

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.12.2020

Entscheiddatum: 05.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2020
Art. 24, 25 UVG: Verneinung eines Integritätsschadens von mindestens 5% 
und damit eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung bei residuellen 
Bewegungs- und Belastungsschmerzen linker Hemithorax bei Zustand nach 
knöchern konsolidierter Rippenfraktur 8 links und Strecksehnenfraktur D5 
rechts mit Streckhemmung bzw. Beugekontraktur/Deformierung DIP-Gelenk 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 
2020, UV 2019/46).

Entscheid vom 5. August 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/46

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Dr. rer. pol. Fabian Teichmann, Teichmann 

International (Schweiz) AG, Dufourstrasse 124, 9000 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 17. Juli 2018 als 

Produktionsmitarbeiter für die B.___, C.___, tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Suva-act. 

1).

A.a. 

Am 21. September 2018 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 28. 

August 2018 als Fussgänger von einem LKW angefahren worden, habe eine 

Thoraxprellung links erlitten und sei seit dem 29. August 2018 arbeitsunfähig (Suva-act. 

1). Eine Erstbehandlung hatte am Unfalltag in der Klinik D.___ stattgefunden, wo die 

Ärzte nach einer röntgenologischen Untersuchung des Thorax und Hemithorax eine 

Fraktur der 8. Rippe diagnostiziert hatten (Suva-act. 15).

A.b. 

Mit Schreiben vom 28. September bzw. 11. Oktober 2018 sprach die Suva dem 

Versicherten für die Folgen des Nichtberufsunfalls vom 28. August 2018 die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 7, 20).

A.c. 

Mit Schreiben vom 19. Oktober 2018 reichte der Versicherte der Suva ein fach­

orthopädisches Attest des nachbehandelnden Arztes Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädie, D.___, vom 12. Oktober 2018 über die Unfallfolgen vom 28. August 2018 

ein. Dr. E.___ stellte die bereits bekannte Diagnose einer Fraktur der 8. Rippe links und 

die neue Diagnose eines Strecksehnenabrisses am 5. Finger rechts (Suva-act. 31). 

A.d. 

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Dem Versicherten wurde von seinem Hausarzt Dr. med. F.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, D.___, bis 1. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

(Suva-act. 40, 42, 44 ff.).

Am 15. Januar 2019 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, zu einer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vor. Dr. G.___ hielt am 16. 

Januar 2019 fest, dass die beim Unfall erlittene Thoraxkontusion mit Rippenfraktur 8 

spätestens nach drei Monaten "wieder körperlich voll belastbar" sei. Der später 

dazugekommene Strecksehnenabriss komme im Dossier erst zwei Monate später zur 

Erwähnung und werde auch erst seit November 2018 behandelt, so dass ein 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 28. August 2018 nicht überwiegend 

wahrscheinlich bestehe. Unfallbedingt sei dementsprechend seit Anfang Dezember 

2018 eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (Suva-act. 50-1).

A.e. 

Am 22. Januar 2019 erklärte der Versicherte der Suva telefonisch, dass auf der 

Notfallstation der Klinik D.___ ein "grosser Trubel" geherrscht habe. Aus zeitlichen 

Gründen hätten nur die grösseren Verletzungen behandelt werden können. In Bezug 

auf den Finger habe man ihm geraten, den Heilverlauf abzuwarten. Er habe die rechte 

Hand eingebunden, gekühlt und mit Salbe behandelt. Erst als keine Besserung 

eingetreten sei, sei der Finger richtig untersucht worden (Suva-act. 51). Am selben Tag 

empfahl Dr. G.___ der Suva aufgrund der neuen Erkenntnisse aus dem 

Telefongespräch die Anerkennung des Strecksehnenabrisses als Unfallfolge. Eine 

Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet, da die Erheblichkeitsgrenze nicht 

erreicht werde (Suva-act. 50).

A.f. 

In einem fachärztlichen Attest vom 25. Januar 2019 zur Vorlage bei der 

Versicherung nannte Dr. E.___ folgende Diagnosen: Rippenfraktur 8. Rippe links, 

Prellung linker Hemithorax, Strecksehnenruptur 5. Finger rechts bei Unfallereignis vom 

28. August 2018. Im Weiteren bestätigte er eine letzte Untersuchung am 18. Januar 

2019 und hielt fest, dass weiterhin Restbeschwerden im Bereich der Verletzungen, 

nämlich im Bereich des 5. Fingers rechts und der 8. Rippe links, bestehen würden. Die 

Einschränkungen würden Bewegungs- und Belastungsschmerzen sowie 

Wetterfühligkeit betreffen. Zudem sei der 5. Finger rechts formverändert. Die 

A.g. 

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Unfallfolgen würden voraussichtlich bis zum 15. Februar 2019 abgeheilt sein (Suva-act. 

57-1, vgl. auch Suva-act. 58).

Mit Schreiben vom 8. März 2019 verlangte der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Dr. rer. pol. F.M. Teichmann, St. Gallen, unter Hinweis auf das 

fachärztliche Attest von Dr. E.___ vom 25. Januar 2019 ergänzende Abklärungen 

hinsichtlich Taggelder bis 15. Februar 2019 und eines Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung (Suva-act. 68).

A.h. 

Nachdem die Suva das Schreiben von Rechtsanwalt Dr. Teichmann am 13. März 

2019 Dr. G.___ vorgelegt hatte, der am selben Tag erklärt hatte, dass er bei seiner 

Beurteilung bleibe, dass keine Integritätsentschädigung geschuldet sei (Suva-act. 69), 

teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 14. März 2019 mit, dass Taggelder 

entgegenkommenderweise bis zum 31. Januar 2019 bezahlt würden und die 

Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung nicht erfüllt seien (Suva-act. 71).

A.i. 

Mit Schreiben vom 22. März 2019 machte Rechtsanwalt Dr. Teichmann gegenüber 

der Suva geltend, dass die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 15. Februar 2019 

gedauert habe und ihm entsprechend bis dann Taggelder auszurichten seien. Auch 

habe der Versicherte aufgrund seiner Unfallverletzungen immer noch Schmerzen und 

insbesondere die verletzte Hand sei weiter eingeschränkt. Ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung könne daher nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Er wiederholte, dass ergänzende 

Abklärungen vorgenommen werden müssten (Suva-act. 72).

A.j. 

Nachdem Dr. G.___ am 27. März 2019 nochmals festgestellt hatte, dass die 

knöchern konsolidierte Rippenfraktur ebensowenig wie ein Strecksehnenabriss am 

Endglied einen Integritätsschaden in entschädigungspflichtigem Ausmass begründe 

und diesbezügliche weitere Abklärungen nicht notwendig seien (Suva-act. 73), nahm er 

am selben Tag gestützt auf die sogenannten Feinrastertabellen der medizinischen 

Abteilung der Suva eine Integritätsschadensbeurteilung vor. Er kam zum Schluss, dass 

in Bezug auf den linken Hemithorax die Bemessungsgrenze zur Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung nicht erreicht werde und selbst der Verlust eines 

A.k. 

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B.  

C.  

Kleinfingerendgliedes nicht mit einem ausgleichspflichtigen Integritätsschaden 

bewertet würde (Suva-act. 75).

Gestützt auf die kreisärztliche Integritätsschadensbeurteilung verneinte die Suva 

mit Verfügung vom 12. April 2019 einen Anspruch des Versicherten auf eine 

Integritätsentschädigung. Im Weiteren sicherte die Suva die Ausrichtung eines 

Taggeldes bis zum 15. Februar 2019 zu (Suva-act. 77).

A.l. 

Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt Dr. Teichmann für den Versicherten 

mit Eingabe vom 18. April 2019 Einsprache mit den Anträgen, die Verfügung vom 12. 

April 2019 sei dahingehend aufzuheben, dass dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung zugesprochen werde; eventualiter sei der Sachverhalt zwecks 

weiterer Abklärungen zurückzuweisen und alsdann sei dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(zzgl. MwSt) zu Lasten der Suva (Suva-act. 79). Mit Schreiben vom 11. Mai 2019 

reichte der Rechtsvertreter des Versicherten ein fachärztliches Attest von Dr. E.___ vom 

3. Mai 2019 ein (Suva-act. 82).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 26. Juli 2019 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 84).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Juli 2019 erhob Rechtsanwalt Dr. 

Teichmann für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 31. 

Juli 2019 Beschwerde und wiederholte seine Anträge aus dem Einspracheverfahren 

(act. G 1). Mit Schreiben vom 29. Oktober 2019 reichte er ein ärztliches Attest von Dr. 

E.___ vom 15. Oktober 2019 ein (act. G 7.1.1).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2019 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 26. Juli 2019 (act. G 9).

C.b. 

In der Replik vom 6. Januar 2019 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert an den Beschwerdeanträgen fest (act. G 11).

C.c. 

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Erwägungen

1.  

Mit Schreiben vom 11. Februar 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer umfassenden Duplik. Sie verwies auf ihre Ausführungen in der 

Beschwerdeantwort und erneuerte ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G 

13).

C.d. 

Mit Schreiben vom 12. Februar 2020 reichte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers ein fachärztliches Abschluss-Attest von Dr. E.___ vom 3. Februar 

2020 ein (act. G 14, G 14.1.1).

C.e. 

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung hat. Während die Beschwerdegegnerin einen solchen 

insbesondere gestützt auf die Integritätsschadensbeurteilung von Dr. G.___ vom 28. 

März 2019 (Suva-act. 75) verneint, geht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

von einem Anspruch auf eine Integritätsentschädigung aus und beruft sich dabei auf 

die fachärztlichen Atteste von Dr. E.___ (vgl. insbesondere Suva-act. 57-1, 58, 82, act. 

G 7.1.1, G 14.1.1).

1.1. 

Der Beschwerdeführer hat sich beim Unfall vom 28. August 2018 

unbestrittenermassen eine Fraktur der 8. Rippe links sowie einen Strecksehnenabriss 

des 5. Fingers rechts zugezogen (Suva-act. 16, 31, 50). Dr. G.___ erhob in der 

Integritätsschadensbeurteilung vom 28. März 2019 (Suva-act. 75) als Befunde 

residuelle Bewegungs- und Belastungsschmerzen im Bereich des linken Hemithorax 

bei Zustand nach knöchern konsolidierter Rippenfraktur 8 links sowie eine 

Strecksehnenruptur D5 rechts mit Streckhemmung bzw. Beugekontraktur/

Deformierung im DIP-Gelenk. Dr. E.___ hielt in seinen fachärztlichen 

(Abschluss-)Attesten vom 3. Mai 2019 (Suva-act. 82), 15. Oktober 2019 (act. G 7.1.1) 

und 3. Februar 2020 (act. G 14.1.1) fest, es würden weiterhin unfallbedingte 

Folgebeschwerden bzw. Restbeschwerden im Bereich der Verletzungen, nämlich am 5. 

Finger rechts und im Bereich des Hemithorax 8. Rippe bestehen; im Bereich des linken 

Thorax Belastungsschmerzen und Bewegungsschmerzen und im Bereich des 5. 

Fingers rechts eine Formveränderung des DIP-Gelenks sowie ein Bewegungsdefizit. 

Die von Dr. G.___ und Dr. E.___ erhobenen Befunde betreffend Hemithorax und 5. 

Finger stimmen inhaltlich überein, wobei Dr. E.___ in seinem fachärztlichen Attest vom 

25. Januar 2019 zusätzlich als Einschränkung eine Wetterfühligkeit nennt (Suva-act. 

1.2. 

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2.  

57-1, 58). Diese sowie die Bewegungs- und Belastungsschmerzen bezieht er zudem 

offenbar auf die weiterhin bestehenden Restbeschwerden im Bereich der Verletzungen 

des 5. Fingers rechts sowie der 8. Rippe links.

Laut Auffassung der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 15. 

November 2019 (act. G 9, Ziff. 4.1) mache der Beschwerdeführer geltend, dass ihm 

eine Integritätsentschädigung für die verbleibenden Unfallfolgen am Kleinfinger der 

rechten Hand zustehe, bestreite hingegen nicht, dass keine Integritätsentschädigung 

für die Folgen am linken Thorax geschuldet sei. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers räumt zwar in der Einsprache vom 18. April 2019 (Suva-act. 79) 

und in der Beschwerde vom 31. Juli 2019 (act. G 1) ein, dass der Beschwerdeführer 

durch den Unfall insbesondere Restbeschwerden im Bereich des 5. Fingers rechts - 

Bewegungseinschränkungen in Form eines Streckdefizits - habe, spricht zusätzlich 

aber auch - ohne hier nur auf den Kleinfinger Bezug zu nehmen - von Bewegungs- und 

Belastungsschmerzen sowie einer Wetterfühligkeit, welche näher eruiert und abgeklärt 

werden müssten, weil deren Auswirkungen wohl bleibend seien und in erheblicher Art 

und Weise einschränken könnten. In der Replik vom 6. Januar 2019 (act. G 11) erwähnt 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers andererseits, die Beschwerdegegnerin 

habe festgehalten, dass hinsichtlich der Verletzung des linken Thorax die 

Voraussetzungen der dauerhaften Schädigung nicht erfüllt seien. In seiner Eingabe vom 

12. Februar 2020 (act. G 14) macht er sodann ausdrücklich geltend, dass der 

Dauerschaden betreffend die 8. Rippe links in der Integritätsschadensschätzung nicht 

mitberücksichtigt sei. Angesichts dessen, dass sowohl Dr. E.___ als auch Dr. G.___ 

unfallbedingte Befunde nicht nur im Bereich des 5. Fingers rechts, sondern auch im 

Bereich des Hemithorax erhoben haben, und Dr. E.___ explizit von einem 

Dauerschaden in Form von Belastungs- und Bewegungsschmerzen im Bereich des 

linken Thorax spricht (act. G 7.1.1), ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

zumindest mit Blick auf seine Ausführungen in der Einsprache und Beschwerde auch in 

Bezug auf den Hemithorax einen Integritätsschaden geltend macht.

1.3. 

Nach Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Ein 

Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen 

Lebens mindestens im gleichen Umfang besteht (Art. 36 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung 

über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Er ist erheblich, wenn die körperliche, 

2.1. 

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geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig 

oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 UVV). Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV 

gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 

Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren 

Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten 

Beeinträchtigung festgesetzt (Art. 36 Abs. 3 UVV).

Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der 

Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht 

abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische 

Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten 

Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen 

Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die 

Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem 

Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die 

gemäss der Skala 5% nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 

1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust 

gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der 

Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz 

entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5% des Höchstbetrages des 

versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).

2.2. 

Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen 

Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) 

erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine 

Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von 

Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des 

Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach 

unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit 

denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit 

dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).

2.3. 

Trotz des Feinrasters der Suva-Tabellen gibt es Integritätsschäden, die sich nicht 

direkt einer Position der Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen zuordnen 

lassen. In diesen Fällen ist in direkter oder analoger Anwendung von Ziff. 1 Abs. 2 von 

Anhang 3 zur UVV der Grad der Schwere für spezielle oder nicht aufgeführte 

Integritätsschäden vom Skalenwert bzw. von Positionen der Suva-Tabellen abzuleiten. 

Zuerst ist mithin zu prüfen, ob ein Integritätsschaden in der Skala von Anhang 3 zur 

UVV figuriert. Falls dies nicht zutrifft, ist in den Suva-Tabellen eine passende Position 

2.4. 

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3.  

zu suchen. Bei negativem Ausgang der Suche ist schliesslich die Schwere des 

Integritätsschadens mittels Vergleichs zu den Werten in der Skala von Anhang 3 zur 

UVV oder der Suva-Tabellen abzuleiten (KOSS-Thomas Frei, N 17 f. zu Art. 25 UVG).

Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich einzig nach dem medizinischen 

Befund, womit die Beurteilung des Integritätsschadens eine ärztliche Aufgabe darstellt 

(Koss-Frei, N 5 zu Art. 25 UVG; BSK UVG-Max B. Berger, Basel 2019, N 13 zu Art. 25 

UVG; Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren 

Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Insofern 

sind auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, 

beweistauglich. Bestehen indessen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3; BGE 125 V 352 E. 3; 

RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311ff.).

2.5. 

Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und kombinierten Fällen öffnet dem 

Arzt oder der Ärztin einen grossen Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung 

bzw. das Sozialversicherungsgericht nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, 

wenn die unfallmedizinische Beurteilung im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 UVV 

sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde (Urteil 

des Bundesgerichts vom 14. August 2008, 8C_660/2007, E. 4.2).

2.6. 

Wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 2.1), kann ein Integritätsschaden nur 

ausgeglichen werden, wenn er erheblich ist, d.h. (im konkreten Fall) die körperliche 

Integrität augenfällig oder stark beeinträchtigt (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 UVV), was dann 

der Fall ist, wenn er die Schwelle der Erheblichkeit von mindestens 5% erreicht bzw. 

überschreitet (Erwägung 2.2; Ziff. 1 Abs. 3 des Anhangs 3 zur UVV). Dr. G.___ schätzt 

3.1. 

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jedoch den Integritätsschaden in Bezug auf den linken Hemithorax auf 0% (Suva-act. 

75). Die vom Beschwerdeführer beim Unfall erlittene Rippenfraktur ist weder in der 

Skala in Anhang 3 zur UVV noch in den Suva-Tabellen aufgelistet, doch erscheint 

einzig eine Zuordnung zu den Wirbelsäulenaffektionen in der Feinrastertabelle 7 

naheliegend und passend. Die Tabelle 7 bemisst den Grad des Integritätsschadens auf 

Basis der Funktionseinschränkung. Diese bestimmt sich in dieser Tabelle zum einen 

nach der erlittenen Schädigung (z.B. einer Fraktur, einer Diskushernie oder einer 

Skoliose) und zum anderen nach dem Ausmass der empfundenen Schmerzen, welche 

wieder in vier Stufen bemessen werden. Die Schmerzfunktionsskala der Tabelle 7 

ermöglicht also, wie auch die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 15. 

November 2019 (act. G 9) einräumt, die Berücksichtigung von Schmerzen nach Dauer 

und Intensität (BSK UVG-Berger, a.a.O., N 22 zu Art. 25 UVG). Wetterfühligkeit zeigt 

sich in der Regel ebenfalls in Form von Schmerzen und ist damit unter die 

Schmerzskala zu subsumieren. Für sehr starke schmerzhafte 

Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule ist gemäss Anhang 3 zur UVV eine 

Integritätseinbusse von 50% vorgesehen. Gemäss Suva-Tabelle 7 kann höchstens eine 

Fraktur der LWS, BWS und HSW inklusive Spondylodese, Kyphose oder Skoliose mit 

mässigen Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, gute und rasche 

Erholung (1 - 2 Tage) eine Integritätseinbusse von mindestens 5 % erreichen, wobei 

der Rahmenwert bei 0% beginnt (= niedrigste Schmerzskala: +). Bei keinen 

nennenswerten Schmerzen, einer geringen, seltenen Funktionsstörung v.a. bei starker 

Belastung, sieht die Suva-Tabelle 7 keine Integritätsentschädigung vor. Für geringe 

Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe, ist sodann eine 

Integritätseinbusse von 5 bis 10 % vorgesehen (= mittlere Schmerzskala: ++). Wie 

bereits erwähnt, haben sowohl Dr. G.___ als auch Dr. E.___ beim Beschwerdeführer 

residuelle Bewegungs- und Belastungsschmerzen als Befund erhoben, doch geht Dr. 

G.___ davon aus, dass höchstens der untere Rahmenwert der niedrigsten 

Schmerzskala erfüllt ist. Nach Lage der Akten ist keine rechtsfehlerhafte Handhabung 

des Ermessens ersichtlich. Hinsichtlich der Schmerzintensität und Schmerzdauer 

finden sich jedenfalls in den medizinischen Akten keinerlei Angaben, auch keine 

Hinweise zu Therapiebemühungen oder Schmerzmedikation. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beschränkt sich in der Beschwerde einzig auf die Nennung von 

Bewegung- und Belastungsschmerzen sowie einer Wetterfühligkeit (act. G 1, Ziff. 12). 

In der Replik vom 6. Januar 2019 (act. G 9) äussert er sich sodann überhaupt nur zur 

Bemessung des Integritätsschadens bezüglich des 5. Fingers rechts. Schliesslich ist 

auch den fachärztlichen Attesten von Dr. E.___ nicht zu entnehmen, dass er den 

Belastungs- und Bewegungsschmerzen im linken Thorax eine Integritätseinbusse 

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4.  

beimessen würde. Vielmehr hält Dr. E.___ fest, dass die Fraktur der 8. Rippe nicht 

messbar sei (act. G 7.1.1, G 14.1.1).

Angesichts der vorangehenden Erwägungen ist die Verneinung einer 

Integritätsentschädigung für die verbleibenden Hemithoraxbeschwerden links durch die 

Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. Inwiefern hier weitere Abklärungen 

erforderlich oder gerechtfertigt sein sollten, wird weder vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers dargelegt noch ergeben sich diesbezügliche Anhaltspunkte aus 

den Akten.

3.2. 

Zu beurteilen bleibt, ob der Integritätsschaden im Bereich des Kleinfingers rechts 

in Form einer Streckhemmung bzw. Beugekontraktion/Deformierung im DIP-Gelenk 

einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründet.

4.1. 

Auch die Beeinträchtigung einer Streckhemmung bzw. Beugekontraktur/Defor­

mierung im DIP-Gelenk des 5. Fingers ist weder in der Skala in Anhang 3 zur UVV noch 

in den Tabellen der Suva enthalten. Dr. G.___ hat deshalb gemäss Ziff. 1 Abs. 2 

Anhang 3 eine Integritätsschadenschätzung im Vergleich zu anderen Schäden 

vorgenommen, welche in den Suva-Tabellen 1 ("Funktionsstörungen oberer 

Extremitäten"), 3 ("Einfacher oder kombinierter Finger-, Hand- und Armverlust") und 5 

("Arthrosen") enthalten sind. Die analoge Anwendung dieser Vergleichswerte erscheint 

passend und überzeugend und vor allem auch umfassend. Dr. G.___ stellt in seiner 

Beurteilung vom 28. März 2019 fest (Suva-act. 75), dass die im vorliegenden Fall 

verifizierte Verletzung mit residuellen Beschwerden gemäss Tabelle 1 und 5 die 

Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer Integritätsentschädigung nicht erreiche. 

Selbst der Verlust eines Kleinfingerendgliedes würde gemäss Tabelle 3 nicht mit einem 

ausgleichpflichtigen Integritätsschaden bewertet.

4.2. 

 4.3. 

Die Beschwerdegegnerin weist in der Beschwerdeantwort vom 15. November 

2019 (act. G 9) zutreffend darauf hin, dass in der Tabelle 1 für Funktionsstörungen an 

den oberen Extremitäten Bewegungseinschränkungen aufgeführt sind. Der 5. Finger 

des Beschwerdeführers weist insbesondere diese gesundheitliche Einschränkung als 

Dauerschaden auf, doch braucht es - wie die Beschwerdegegnerin ebenfalls richtig 

festhält - für eine Integritätsentschädigung eine Bewegungseinschränkung mindestens 

4.3.1. 

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der ganzen Hand, welche beim Beschwerdeführer unstreitig nicht gegeben ist. Dr. 

G.___ hat demnach zu Recht keine Entschädigungspflicht aus der Tabelle 1 abgeleitet.

Tabelle 5 betrifft Arthrosen. Eine entsprechende Diagnose ist nicht aktenkundig, 

doch bilden gerade die Symptome einer Arthrose Belastungs- und Dauerschmerzen, 

eine Steifheit und Einschränkung der Beweglichkeit sowie Fehlstellungen bzw. 

Deformitäten (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 

Bern 2005, S. 579 ff., 764 ff.; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/

Boston 2017, S. 152 f.; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134). Bei 

den vorliegenden Beeinträchtigungen im Bereich des rechten Kleinfingers - einer 

Streckhemmung bzw. einer Beugekontraktur/Deformierung im DIP-Gelenk - erweist 

sich damit die Bestimmung des Integritätsschadens anhand der Arthrosen-Tabelle 

besonders passend. Doch auch in Anwendung der Suva-Tabelle 5 ist die Einschätzung 

von Dr. G.___, wonach die Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung nicht erreicht sei, nicht zu beanstanden. Wie die 

Beschwerdegegnerin richtig feststellt, beträgt der Integritätsschaden bei einer 

Fingergelenk-Arthrose - mässigen und schweren Grades, mit Gelenksresektion oder 

Arthrodese und mit einer Endoprothese mit gutem oder schlechtem Erfolg - 0%. Auch 

im Rahmen der Suva-Tabelle 5 müsste die Arthrose für eine Integritätsentschädigung 

die Hand betreffen. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers insbesondere im 

Zusammenhang mit dem Kleinfinger vorgebrachten Schmerzen und beschriebene 

Wetterfühligkeit sind bei Anwendung der Suva-Tabelle 5 insofern bereits 

berücksichtigt, als der Schmerz - wie gesagt - ein Symptom der Arthrose bildet und 

dieser wiederum auch zu Bewegungseinschränkungen führt. Besagte Symptome 

bilden mithin den Inhalt des Integritätsschadens bei Arthrosen und können nicht 

zusätzlich veranschlagt werden. Mit der Integritätsentschädigung werden konkrete, 

objektivierbare gesundheitliche Schäden und nicht die im Einzelfall subjektiv als 

störend empfundenen Einschränkungen oder individuelle Besonderheiten 

berücksichtigt. Die Schwere des Integritätsschadens beurteilt sich allein nach dem 

medizinischen Befund (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 221 E. 4b mit Hinweisen; Koss-Frei, 

N 3 f. zu Art. 25 UVG). Schmerzen und Wetterfühligkeit sind einer objektiven Prüfung 

nicht zugänglich. Die Suva-Tabelle 7 ("Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen") 

bildet die einzige Ausnahme, bei der sich die Funktionseinschränkung auch nach dem 

Ausmass der empfundenen Schmerzen bestimmt (vgl. Erwägung 3.1). Die vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angeführten Punkte rechtfertigen mithin keine 

Erhöhung der in der Suva-Tabelle 5 festgelegten Werte. Eine Formveränderung, wie sie 

beim Beschwerdeführer unstreitig vorliegt, ist schliesslich - wie bereits erwähnt - 

4.3.2. 

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ebenso ein bei einer Arthrose auftretendes Symptom, womit auch sie nicht zusätzlich 

veranschlagt werden kann.

Die Suva-Tabelle 3 betrifft Fingerverluste. Allgemein ist festzuhalten, dass eine 

Funktionseinschränkung, wie im vorliegenden Fall, in der Regel weniger schwer wiegt 

als der Verlust eines Körperteils bzw. Organs. Nur die völlige Gebrauchsunfähigkeit 

eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt. Bei teilweisem Verlust und bei teilweiser 

Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer (vgl. Ziff. 2 

von Anhang 3 zur UVV). Der Beschwerdeführer weist keinen Verlust, sondern lediglich 

ein Bewegungsdefizit und eine Formveränderung des rechten Kleinfingers auf. Dr. 

G.___ hält jedoch zutreffend fest, dass selbst der Verlust eines Kleinfingerendglieds 

gemäss Suva-Tabelle 3 nicht mit einem ausgleichspflichtigen Integritätsschaden 

bewertet sei. Gemäss Suva-Tabelle 3 müssten sogar bei einem Verlust nach den 

Abbildungen 14 ff. zwei Gelenke eines Kleinfingers betroffen sein, damit ein 

entschädigungspflichtiger Integritätsschaden bejaht werden könnte. Die Höhe des 

Integritätsschadens ist sodann von der Bedeutung des Fingers bzw. Fingergliedes für 

die Funktion der ganzen Hand abhängig. Gemäss der Skala in Anhang 3 zur UVV 

beträgt der Integritätsschaden beim Verlust von mindestens zwei Gliedern eines 

Langfingers oder eines Gliedes des Daumens 5%, während er beim Verlust eines 

Daumens 20% beträgt (Anhang 3 zur UVV). Der Verlust eines Daumens wiegt mithin 

schwerer als derjenige eines Langfingers. Gesamthaft betrachtet fällt damit in Bezug 

auf den konkreten Fall eine Integritätsentschädigung augenscheinlich ausser Betracht. 

Auch der objektivierte strukturelle Befund der Deformierung als solcher wiegt sodann 

nicht schwerer als der Verlust eines Fingerendgliedes und ist somit bei der analogen 

Anwendung der Werte der Suva-Tabelle 3 als mitenthalten zu betrachten. Ästhetische 

Aspekte stellen schliesslich - wie Schmerzen - persönliche Umstände des Einzelfalls 

dar, von denen die Bemessung des Integritätsschadens nicht abhängt (vgl. dazu 

Erwägung 4.3.2). Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 15. 

November 2019 zutreffend festhält, werden sie einzig in der Suva-Tabelle 18 

("Integritätsschaden bei Schädigung der Haut") berücksichtigt. Jedoch ist auch dort 

der Verlust eines kompletten Fingers Voraussetzung dafür, dass überhaupt ein 

entschädigungspflichtiger Integritätsschaden besteht.

4.3.3. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit Bezug auf die kreisärztliche 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 28. März 2019 keine konkreten sachlichen Fehler 

erkennbar sind, welche die Einschätzung der Höhe des Integritätsschadens in Bezug 

auf die Beeinträchtigung des rechten Kleinfingers in Frage stellen und ein Abweichen 

davon rechtfertigen würden. Auch die sorgfältig vorgenommene Überprüfung der 

4.4. 

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5.

Da die Beurteilung der Rechtsbegehren gestützt auf die Akten vorgenommen werden 

konnten, erübrigen sich weitere Abklärungen. Der entsprechende Antrag des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers ist folglich abzuweisen.

6.  

Entscheid

kreisärztlichen Integritätsschadensschätzung durch die Beschwerdegegnerin ist 

nachvollziehbar und schlüssig, weshalb auf sie abzustellen und die Verneinung einer 

Integritätsentschädigung durch die Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist.

Die ärztlichen Atteste von Dr. E.___ vermögen an dieser Beurteilung nichts zu 

ändern. Dr. E.___ hält im fachärztlichen Attest vom 15. Oktober 2019 (act. G 7.1.1) und 

im fachärztlichen Abschluss-Attest vom 3. Februar 2020 (act. G 14.1.1) fest, der 

Dauerschaden am 5. Finger rechts betrage 1/10 Finger. Die resultierende Invalidität sei 

1/10 Finger des 5. Fingers rechts. Die Beschwerdegegnerin weist in der 

Beschwerdeantwort vom 15. November 2019 zu Recht darauf hin, dass Dr. E.___ keine 

konkrete Auseinandersetzung mit der überzeugenden kreisärztlichen Beurteilung führt. 

Begründend widerspricht Dr. E.___ der Integritätsschadensbeurteilung von Dr. G.___ 

jedenfalls nicht. Die obgenannte Aussage von Dr. E.___ orientiert sich insbesondere 

auch nicht an der schweizerischen Rechtslage, sondern vermutlich an der 

Standardgliedertaxe nach deutschem Unfallversicherungsrecht. Nach dieser wäre ein 

anderer Finger als der Daumen (20%) und der Zeigfinger (10%) bei Verlust mit 5% zu 

entschädigen (https://www.

deutsche-familienversicherung.de/ versicherungen/unfallversicherung/ratgeber/artikel/

gliedertaxe-und-invaliditaet-wie-viel-ist-mein-koerper-wert/, abgerufen am 4. August 

2020). Folglich wäre vorliegend bei 1/10 Kleinfinger, wie es Dr. E.___ festhält, eine 

Entschädigung von 0.5% geschuldet, die nach schweizerischer Rechtsauffassung 

ohnehin unerheblich wäre und somit keine Entschädigung zeitigen würde. Die 

Beurteilung von Dr. E.___ vermag damit keine auch nur geringen Zweifel an der 

versicherungsinternen Beurteilung zu wecken (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 

4. Juli 2019, 8C_589/2018, E. 5.3).

4.5. 

Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).6.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

6.3. 

https://www.deutsche-familienversicherung.de/%20versicherungen/unfallversicherung/ratgeber/artikel/gliedertaxe-und-invaliditaet-wie-viel-ist-mein-koerper-wert/
https://www.deutsche-familienversicherung.de/%20versicherungen/unfallversicherung/ratgeber/artikel/gliedertaxe-und-invaliditaet-wie-viel-ist-mein-koerper-wert/
https://www.deutsche-familienversicherung.de/%20versicherungen/unfallversicherung/ratgeber/artikel/gliedertaxe-und-invaliditaet-wie-viel-ist-mein-koerper-wert/
https://www.deutsche-familienversicherung.de/%20versicherungen/unfallversicherung/ratgeber/artikel/gliedertaxe-und-invaliditaet-wie-viel-ist-mein-koerper-wert/

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2020
	Art. 24, 25 UVG: Verneinung eines Integritätsschadens von mindestens 5% und damit eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung bei residuellen Bewegungs- und Belastungsschmerzen linker Hemithorax bei Zustand nach knöchern konsolidierter Rippenfraktur 8 links und Strecksehnenfraktur D5 rechts mit Streckhemmung bzw. Beugekontraktur/Deformierung DIP-Gelenk (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 2020, UV 2019/46).

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