# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63191370-1a68-51fa-a7b4-a3962ea83240
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2017 A-2046/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2046-2016_2017-07-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2046/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Michael Beusch,  

Richterin Annie Rochat Pauchard,    

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 
 Vorsorgestiftung A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Zentralschweizer BVG- und Stiftungsaufsicht (ZBSA),  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Vorsorgereglement. 

 

 

 

A-2046/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Vorsorgestiftung A._______ bezweckt die berufliche Vorsorge für die 

Arbeitnehmenden der zum Konzern der B._______ AG gehörenden Unter-

nehmen. Ihr Stiftungsrat beschloss am 31. August 2016 folgende Fassung 

von Art. 30 ihres Vorsorgereglements (im Folgenden: Vorsorgereglement):  

«1. Bei teilweiser oder vollständiger Erwerbsaufgabe ab Alter 60 entsteht 

ebenfalls Anspruch auf eine lebenslängliche (Teil-)Altersrente.  

2.  Die versicherte Person kann nach Alter 60 und im Umfang ihrer Erwerbs-

aufgabe gemäss Art. 29 Abs. 2 anstelle einer (Teil-)Rente auch eine 

(Teil-)Austrittsleistung gemäss Art. 46 verlangen, wenn sie nachweislich 

einer anderweitigen (Teil-)Erwerbstätigkeit nachgeht oder als arbeitslos 

gemeldet ist. Sofern die versicherte Person weder einer Erwerbstätigkeit 

nachgeht noch nachweislich als arbeitslos gemeldet ist, kann sie ihren 

vollständigen Anspruch auf vorzeitige Altersrente bis auf einmaligen Wi-

derruf, längstens jedoch bis zum ordentlichen Rücktrittsalter oder vorzeiti-

gem Tod aufschieben; die Bestimmungen von Art. 32 Abs. 2 gelten sinn-

gemäss, im weiteren sind die jeweils aktuellen Umwandlungssätze zum 

Berechnungszeitpunkt massgebend.» 

Art. 32 Abs. 2 Vorsorgereglement regelt die Bemessung der Altersrente.  

B.  

Nachdem die Vorsorgestiftung A._______ die Zentralschweizer BVG- und 

Stiftungsaufsicht (nachfolgend: ZBSA oder Vorinstanz) über diese Ände-

rungen ihres Reglements in Kenntnis gesetzt und der zuständige Experte 

für berufliche Vorsorge dazu Stellung genommen hatte, wies die ZBSA die 

Vorsorgestiftung mit Verfügung vom 26. Februar 2016 an, a) Art. 30 Abs. 2 

Satz 1 Vorsorgereglement dahingehend zu ändern, dass eine versicherte 

Person bei einer Teilpensionierung keine Austrittsleistung beanspruchen 

kann, und b) den Rentenaufschub gemäss Art. 30 Abs. 2 Satz 2 Vorsorge-

reglement ersatzlos zu streichen. Die Vorsorgestiftung A._______ wurde 

ferner dazu aufgefordert, das angepasste Reglement bis Ende August 

2016 bei der Vorinstanz einzureichen.  

C.  

Mit Beschwerde vom 31. März 2016 beantragt die Vorsorgestiftung 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) sinngemäss, die Verfügung 

der ZBSA vom 26. Februar 2016 sei insoweit aufzuheben, als damit die 

Regelung des Rentenaufschubs in Art. 30 Abs. 2 Satz 2 Vorsorgereglement 

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Seite 3 

als rechtswidrig qualifiziert und eine diesbezügliche Anpassung des Reg-

lements gefordert wurde.  

D.  

Mit Vernehmlassung vom 23. Mai 2016 beantragt die Vorinstanz, die Be-

schwerde sei abzuweisen.  

E.  

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird – soweit sie entscheid-

wesentlich sind – in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-

desverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) be-

urteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt.  

Zu den beim Bundesverwaltungsgericht mit Beschwerde anfechtbaren Ver-

fügungen zählen gemäss Art. 74 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 

1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 

(BVG, SR 831.40) in Verbindung mit Art. 33 Bst. i VGG die Verfügungen 

der Vorinstanz als kantonale Aufsichtsbehörde im Bereich der beruflichen 

Vorsorge. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt in casu nicht vor. 

Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Beurteilung der vor-

liegenden Beschwerde ist somit gegeben. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, sofern das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Die mit der angefochtenen Verfügung getroffene Anordnung, wonach 

die Beschwerdeführerin bis Ende August 2016 ein angepasstes Vorsorge-

reglement einzureichen habe, ist hinfällig geworden, da die genannte Frist 

zwischenzeitlich abgelaufen ist. Soweit sich die Beschwerde gegen diese 

Anordnung richtet, ist sie deshalb als gegenstandslos geworden zu be-

trachten (vgl. auch Urteil des BVGer A-4092/2016 vom 17. März 2017 

E. 1.3 [zur Publikation vorgesehen]).  

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Seite 4 

1.4 Auf die im Übrigen mit der nötigen Beschwerdeberechtigung (Art. 48 

Abs. 1 VwVG) sowie form- und fristgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) einge-

reichte Beschwerde ist, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist 

(vgl. E. 1.3), einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft gemäss Art. 49 VwVG die Verlet-

zung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Miss-

brauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn 

nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat. Da sich 

die Kognition der oberen Instanz nur verengen, nicht aber erweitern kann, 

gilt es jedoch zu beachten, dass die Aufsichtstätigkeit im Bereich der be-

ruflichen Vorsorge als Rechtskontrolle ausgestaltet ist, weshalb sich auch 

das angerufene Gericht – in Abweichung von Art. 49 Bst. c VwVG – auf 

eine Rechtskontrolle zu beschränken hat, soweit Entscheide des Stiftungs-

rates zu überprüfen sind (vgl. BGE 135 V 382 E. 4.2; Urteil 

des BGer 9C_756/2009 vom 8. Februar 2010 E. 5; Urteile des BVGer 

A-4092/2016 vom 17. März 2017 E. 2.1, A-3821/2016 vom 29. September 

2016 E. 2.1).  

Von der Vorinstanz als Aufsichtsbehörde erlassene Massnahmen sind hin-

gegen mit voller Kognition zu überprüfen. Dabei hat die Beschwer-

deinstanz aber zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsbehörde bei der An-

ordnung von Massnahmen ein erheblicher Beurteilungs- bzw. Ermessens-

spielraum zusteht, weshalb eine gewisse Zurückhaltung bei der gerichtli-

chen Überprüfung geboten ist (vgl. Urteil des BVGer A-4092/2016 vom 

17. März 2017 E. 2.1, mit Hinweisen).  

2.2 Nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a BVG wacht die Aufsichtsbehörde unter an-

derem darüber, dass die Vorsorgeeinrichtungen die gesetzlichen Vorschrif-

ten einhalten und das Vorsorgevermögen zweckgemäss verwenden, in-

dem sie insbesondere die Übereinstimmung der reglementarischen Be-

stimmungen mit den gesetzlichen Vorschriften prüft. Die Aufsichtsbehörde 

ist befugt, Massnahmen zur Behebung von Mängeln zu treffen (Art. 62 

Abs. 1 Bst. d BVG). So kann sie gesetzwidrige Reglemente oder Teile da-

von aufheben und den Vorsorgeeinrichtungen verbindliche Weisungen 

über die Ausgestaltung entsprechender Bestimmungen erteilen (BGE 128 

II 24 E. 1a, 112 Ia 180 E. 3). Dabei handelt es sich um eine abstrakte Nor-

menkontrolle; die Überprüfung der Gesetzmässigkeit erfolgt also losgelöst 

von einem konkreten Streitfall (BGE 112 Ia 180 E. 3; CHRISTINA RUGGLI, 

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Seite 5 

Die behördliche Aufsicht über Vorsorgeeinrichtungen, 1992, S. 147; 

vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer C-8377/2010 vom 16. Mai 2013 E. 3.1).  

3.  

3.1 Berufliche Vorsorge umfasst alle Massnahmen auf kollektiver Basis, 

die den älteren Menschen, den Hinterbliebenen und Invaliden beim Eintre-

ten eines Versicherungsfalles (Alter, Tod oder Invalidität) zusammen mit 

den Leistungen der eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (AHV/IV) die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung 

in angemessener Weise erlauben (Art. 113 Abs. 2 Bst. a der Bundesver-

fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 

SR 101] und Art. 1 BVG).  

3.2 Grundsätzlich der obligatorischen Versicherung des BVG unterstellt 

sind die bei der AHV versicherten Arbeitnehmenden (Art. 5 Abs. 1 BVG), 

die das 17. Altersjahr überschritten haben und bei einem Arbeitgeber mehr 

als den gesetzlichen Jahresmindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG in Ver-

bindung mit Art. 5 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) er-

zielen (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-7265/2016 vom 3. Mai 2017 

E. 2.1.2). 

4.  

4.1 Nach Art. 13 Abs. 1 BVG haben Männer, die das 65. Altersjahr und 

Frauen, die das 64. Altersjahr zurückgelegt haben, Anspruch auf Altersleis-

tungen (zum Rentenalter der Frauen vgl. Art. 62a Abs. 1 BVV 2 in Verbin-

dung mit Art. 21 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, 

SR 831.10]). Nach Art. 13 Abs. 2 Satz 1 BVG können die reglementari-

schen Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtung abweichend davon vorse-

hen, dass der Anspruch auf Altersleistungen mit der Beendigung der Er-

werbstätigkeit entsteht. Damit wird der Vorsorgeeinrichtung ermöglicht, 

reglementarisch einen flexiblen Altersrücktritt zu ermöglichen, der nicht auf 

das Erreichen des ordentlichen gesetzlichen oder ordentlichen reglemen-

tarischen Rücktrittsalters, sondern auf den Zeitpunkt der Beendigung der 

dem Versicherungsverhältnis mit der Vorsorgeeinrichtung zugrunde liegen-

den Erwerbstätigkeit fällt (vgl. Urteil des BVGer C-8377/2010 vom 16. Mai 

2013 E. 4.1). Ein flexibler Altersrücktritt kann in den Reglementen der Vor-

sorgeeinrichtungen freilich nach Art. 1i BVV 2 in Verbindung mit Art. 1 

Abs. 3 Satz 2 BVG (unter Vorbehalt hier nicht interessierender Ausnah-

men) frühestens ab dem vollendeten 58. Altersjahr und gemäss Art. 33b 

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Seite 6 

BVG spätestens bis zur Vollendung des 70. Altersjahres vorgesehen wer-

den (vgl. dazu ANNE MEIER, La retraite anticipée, la retraite différée et la 

retraite progressive en droit suisse des assurances sociales, in: La Se-

maine judiciaire [SJ] 2016 II S. 95 ff., 108 und 112).  

Sehen die reglementarischen Bestimmungen einen flexiblen Altersrücktritt 

im erwähnten Sinne vor, ist nach Art. 13 Abs. 2 Satz 2 BVG der Umwand-

lungssatz (Art. 14 BVG) anzupassen. Damit wird insbesondere dem Um-

stand Rechnung getragen, dass bei einem flexiblen Altersrücktritt in Form 

einer vorzeitigen Pensionierung die Äufnung des Altersguthabens früher 

endet und für eine längere Dauer Renten fällig werden (vgl. HANS-ULRICH 

STAUFFER, Berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, N. 750). 

Aufgrund der Anpassung des Umwandlungssatzes sind vorzeitige Pensio-

nierungen in der Regel mit Leistungskürzungen verbunden (vgl. STAUFFER, 

a.a.O., N. 759).  

4.2 Das Bundesgericht führte in seinem Urteil 9C_808/2009, 9C_828/2009 

und 9C_836/2009 vom 4. Februar 2010 (in E. 4.2) insbesondere Folgendes 

aus:  

«Zu Recht weist das BSV [= Bundesamt für Sozialversicherungen] in seiner 

Beschwerde darauf hin, dass das BVG in Art. 13 Abs. 2 den Vorsorgeeinrich-

tungen in den Mindestvorschriften ausdrücklich erlaubt, das Rentenalter in den 

Reglementen abweichend von der gesetzlichen Lösung festzulegen, sofern 

die Mindestansprüche der Versicherten gewahrt bleiben […]. Dies gilt sowohl 

für den Vorbezug wie auch für den Aufschub von Altersleistungen über das 

ordentliche Schlussalter im obligatorischen Bereich […]. […] Dabei ist es 

im Rahmen der weitergehenden Vorsorge – wie das BSV zu Recht einwen-

det – angesichts des den Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der Leistungen 

und Finanzierung nach Art. 49 BVG zukommenden Selbstständigkeitsbe-

reichs auch zulässig, dass das ordentliche reglementarische Pensionsalter auf 

64 Jahre angesetzt und zusätzlich die Möglichkeit des Rentenaufschubs vor-

gesehen wird, wenn die Erwerbstätigkeit über das im Reglement festgelegte 

Schlussalter hinaus weitergeführt wird. Entscheidend ist, dass der Versiche-

rungsschutz während des Rentenaufschubs fortdauert. Dieser Konzeption 

würde es widersprechen, wenn der Arbeitgeber, der über eine umhüllende 

Kasse verfügt, für die Zeit bis zum Erreichen des gesetzlichen Schlussalters 

von 65 eine separate Versicherung, beschränkt auf das Obligatorium, ab-

schliessen müsste. Der Versicherte hat – ohne anderslautende reglementari-

sche Bestimmung – keinen Anspruch darauf, Beiträge bis zum gesetzlichen 

Schlussalter leisten zu können. Entscheidend ist, ob die ihm reglementarisch 

zustehende Altersleistung mindestens den Leistungen gemäss Obligatorium, 

bezogen auf das Schlussalter 65, entspricht. Dies ist im vorliegenden Fall klar-

erweise erfüllt, wie das kantonale Gericht unwidersprochen festgestellt hat.» 

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Seite 7 

Im erwähnten Entscheid erklärte das Bundesgericht sodann, was folgt 

(E. 5.2 des Urteils):  

«Es ist […] ohne weiteres zulässig, den Sparprozess im Zeitpunkt der Vollen-

dung des reglementarischen Schlussalters abzuschliessen. Eine Weiterversi-

cherung (mit oder ohne Beitragszahlung) ist nur möglich, wenn dies die Vor-

sorgeeinrichtung reglementarisch vorgesehen hat und der Arbeitgeber mit der 

Weiterführung des Beschäftigungsverhältnisses einverstanden ist […]. Die im 

Reglement 2008 getroffene Lösung […] gibt zu keiner Beanstandung Anlass, 

wie das BSV zu Recht festhält. Dem Rentenaufschub trägt die Vorsorgeein-

richtung mit der Verzinsung des Alterskapitals und der Erhöhung des Um-

wandlungssatzes Rechnung.» 

4.3  

4.3.1 In seinem Urteil C-8377/2010 vom 16. Mai 2013 hatte das Bundes-

verwaltungsgericht die Rechtskonformität eines Reglements einer Vorsor-

geeinrichtung zu beurteilen, das die Möglichkeiten einer vorzeitigen Pensi-

onierung ab dem 58. Altersjahr und einer vorzeitigen Teilpensionierung ab 

diesem Altersjahr bei Reduktion des Beschäftigungsgrades um mindestens 

20 % vorsah und dabei dem Versicherten die Option einräumte, die Aus-

zahlung der Altersrente aufschieben zu lassen. Gemäss dem entsprechen-

den Reglement galt im Falle eines solchen Rentenaufschubs, dass die Auf-

schubsdauer auf Verlangen des Versicherten oder bei dessen Tod, spätes-

tens jedoch mit Vollendung des 65. Altersjahres endet. Gegebenenfalls be-

lief sich die Altersrente nach dem Reglement auf den Betrag, welcher sich 

aus einer Multiplikation des zu Beginn der Rentenzahlung vorhandenen 

Rentenguthabens mit dem Umwandlungssatz ergab, wobei sich dieser 

Umwandlungssatz – unter Berücksichtigung eines Zuschlages für jedes 

Aufschubsjahr – nach dem Rücktrittsalter bestimmte (vgl. insbesondere 

Bst. Bb sowie E. 4.2 f. und 5.2 des Urteils). 

4.3.2 Namentlich mit Blick auf den hiervor (E. 4.2) erwähnten höchstrich-

terlichen Entscheid prüfte das Bundesverwaltungsgericht im genannten Ur-

teil, ob die Mindestansprüche der Versicherten durch die in Frage stehen-

den Regelung des Rentenaufschubs bei vorzeitiger Pensionierung bzw. 

vorzeitiger Teilpensionierung gewahrt bleiben und der Versicherungs-

schutz während des Rentenaufschubs fortdauert. Es kam dabei sinnge-

mäss zum Schluss, dass nach dem fraglichen Vorsorgeplan die gesetzli-

chen Mindestleistungen garantiert sind (indem der Aufschub zu höheren 

Alters- und Hinterlassenenleistungen führt) und der Versicherungsschutz 

während des Rentenaufschubs bestehen bleibt. Zur Begründung führte es 

insbesondere aus, dass der Vorsorgefall «Alter» gemäss dem entspre-

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Seite 8 

chenden Reglement entweder im Zeitpunkt des Erreichens des ordentli-

chen Rentenalters oder aber im Zeitpunkt eintrete, in welchem sich der 

Versicherte für den vorzeitigen Altersleistungsbezug entscheide (vgl. zum 

Ganzen E. 5.2 und 6.5.1 des Urteils).  

5.  

5.1 Die im vorliegenden Fall noch streitige Regelung von Art. 30 Abs. 2 

Satz 2 Vorsorgereglement ist vergleichbar mit der reglementarischen Ord-

nung des Rentenaufschubs bei vorzeitiger Pensionierung, welche Gegen-

stand des in E. 4.3 genannten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts bil-

dete. Insbesondere ist diese Bestimmung – ebenso wie das Reglement im 

erwähnten Urteil – so zu verstehen, dass der Vorsorgefall «Alter» danach 

erst mit Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters eintritt. Dementspre-

chend ist (wie beim seinerzeit vom Bundesverwaltungsgericht beurteilten 

Fall) davon auszugehen, dass der Aufschub der Alterspension nach der 

reglementarischen Ordnung die Weiterführung des Versicherungsschutzes 

bewirken soll. Nicht von ungefähr beruft sich denn auch die Beschwerde-

führerin auf das erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach 

eine reglementarische Ordnung, gemäss welcher eine vorzeitige Pensio-

nierung ab dem 60. Altersjahr erfolgen und gegebenenfalls für einen Ren-

tenaufschub bis spätestens zum Eintritt des gesetzlichen Rentenalters op-

tiert werden kann, zulässig ist. Wie bereits erwähnt ist nach dieser Recht-

sprechung davon auszugehen, dass bei einer solchen reglementarischen 

Regelung der Vorsorgefall Alter erst mit Erreichen des ordentlichen Rück-

trittsalters eintritt. 

5.2 Im hiervor genannten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

C-8377/2010 vom 16. Mai 2013 war aus intertemporalrechtlichen Gründen 

nicht zu beurteilen, ob die in Frage stehende reglementarische Ordnung 

mit Art. 33a BVG in Einklang steht (so ausdrücklich E. 6.5.2 dieses Urteils). 

Anders verhält es sich indessen vorliegend, ist doch Art. 33a BVG, der 

auch im Überobligatorium zu beachten ist (vgl. Art. 49 Abs. 2 Ziff. 1 BVG),   

seit dem 1. Januar 2011 in Kraft.  

Soweit hier interessierend statuiert Art. 33a BVG, dass Versicherte, deren 

Lohn sich nach dem 58. Altersjahr um höchstens die Hälfte reduziert, auf 

Verlangen die Vorsorge für den bisherigen versicherten Verdienst weiter-

führen können, sofern die Vorsorgeeinrichtung diese Möglichkeit regle-

mentarisch vorsieht (Abs. 1 der Bestimmung). 

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Seite 9 

Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend ausführt, würde die 

genannte gesetzliche Regelung von Art. 33a Abs. 1 BVG obsolet, wenn ein 

Rentenaufschub unter Weiterversicherung eines nicht mehr bezogenen 

Lohnes ohne Beitragspflicht bei vorzeitigem Altersrücktritt möglich wäre. 

Zwar ist diese Vorschrift, die nach der bundesrätlichen Botschaft vom 

15. Juni 2007 zur Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Strukturreform) flexible und 

gleitende Formen des Altersrücktrittes ermöglichen soll (BBl 2007 5669 ff., 

5721), nicht direkt auf den hier interessierenden Rentenaufschub bei vor-

zeitiger Pensionierung zugeschnitten. Doch würde ein Rentenaufschub bei 

einer vorzeitigen Pensionierung, mit welchem der Versicherungsfall Alter 

trotz fehlender Erwerbstätigkeit (und damit fehlenden Beiträgen) erst mit 

Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters eintritt, auf eine über Art. 33a 

Abs. 1 BVG hinausgehende Weiterversicherung eines (während der Auf-

schubsdauer) nicht bloss in reduziertem Umfang, sondern überhaupt nicht 

bezogenen Lohnes hinauslaufen. Vor diesem Hintergrund verstösst die 

vorliegend in Frage stehende Regelung von Art. 30 Abs. 2 Satz 2 Vorsor-

gereglement gegen Art. 33a Abs. 1 BVG. Sie erweist sich damit als rechts-

widrig.  

Dahingestellt bleiben kann nach dem Gesagten, ob die fragliche reglemen-

tarische Ordnung allenfalls auch aus weiteren Gründen im Widerspruch zu 

höherrangigem Recht steht.   

6.   

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht von der Beschwerdefüh-

rerin die hier noch im Streit liegende Anpassung des Vorsorgereglements 

gefordert. Die Verfügung der Vorinstanz vom 26. Februar 2016 ist somit 

(soweit vorliegend noch zu überprüfen) zu bestätigen. Dementsprechend 

ist die Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist, abzu-

weisen.  

7.   

7.1  

7.1.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vorinstanz können keine Verfah-

renskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

Wird ein Verfahren gegenstandslos, so werden die Verfahrenskosten in der 

Regel jener Partei auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit be-

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Seite 10 

wirkt hat. Ist das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos ge-

worden, so werden die Kosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erle-

digungsgrunds festgelegt (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Dabei sind die Prozessaussichten vor Eintritt der 

Gegenstandslosigkeit summarisch zu würdigen (vgl. Urteil des 

BGer 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1 f.; PHILIPPE WEISSENBER-

GER/ASTRID HIRZEL, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenber-

ger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 

2. Aufl. 2016, Art. 5 VGKE N. 3). 

7.1.2 Der Beschwerdeführerin sind jedenfalls ausgangsgemäss insoweit 

Kosten aufzuerlegen, als die Beschwerde abzuweisen ist.  

Soweit ihre Beschwerde bezüglich der vorinstanzlichen Fristansetzung für 

die Einreichung eines angepassten Vorsorgereglements als gegenstandlos 

geworden zu betrachten ist, sind der Beschwerdeführerin ebenfalls Kosten 

aufzuerlegen. Denn zum einen ist die teilweise Gegenstandslosig-

keit des vorliegenden Verfahrens weder der Beschwerdeführerin noch der 

Vorinstanz zuzuschreiben, da sie aufgrund Zeitablaufes eingetreten ist. 

Zum anderen ergibt eine summarische Würdigung der Prozessaussichten 

vor Ablauf der von der Vorinstanz angesetzten Frist bis Ende August 2016, 

dass die entsprechende Anordnung rechtskonform war: Mit Blick auf die 

vorstehenden Erwägungen bestand und besteht nicht nur ein Bedarf nach 

einer Anpassung von Art. 30 Abs. 2 Satz 2 Vorsorgereglement. Vielmehr 

erscheint auch die seinerzeit dafür von der Vorinstanz angesetzte, rund 

sechsmonatige Frist als angemessen (vgl. Urteil des BVGer A-4092/2016 

vom 17. März 2017 E. 12.1 [zur Publikation vorgesehen], mit Hinweis). 

Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die gestützt auf Art. 1 ff. VGKE 

auf Fr. 1'500.- festzulegenden Verfahrenskosten vollumfänglich der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen. Der von der Beschwerdeführerin geleis-

tete Kostenvorschuss von Fr. 1'500.- ist zur Bezahlung der Verfahrenskos-

ten zu verwenden.   

7.2 Der nicht vertretenen Beschwerdeführerin sind keine verhältnismässig 

hohen Kosten entstanden, weshalb ihr schon aus diesem Grund von vorn-

herein keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

 

A-2046/2016 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit sie 

nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben wird. 

2.  

Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht von insge-

samt Fr. 1'500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 1'500.- wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Beat König 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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