# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de0e64bd-f178-5e70-91c5-5f504f1870e0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 23.09.2025 501 2024 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2024-161_2025-09-23.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2024 161

Urteil vom 23. September 2025

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Catherine Overney
Ersatzrichter: Armin Sahli
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Thomas Zbinden

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin

Gegenstand Fahren in fahrunfähigem Zustand (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG)

Berufung vom 7. November 2024 gegen das Urteil der Polizeirichterin 
des Sensebezirks vom 19. September 2024

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Sachverhalt

A. Gemäss Strafbefehl vom 21. November 2023 fuhr A.________ am 2. Juni 2023 gegen 
5.50 Uhr mit dem Lieferwagen mit dem Kennzeichen bbb und einem Sachentransportanhänger mit 
dem Kennzeichen ccc auf der Autobahn A12, Juraseite, von Flamatt in Richtung Düdingen. In 
Bösingen kam er aufgrund eines Sekundenschlafes von der rechten Fahrspur ab. Die rechte Front 
der Fahrzeugkombination kollidierte mit der Baustellensignalisation, welche sich auf dem 
Pannenstreifen befand (act. 1).

B. A.________ wurde mit Strafbefehl vom 21. November 2023 wegen grober Verletzung der 
Verkehrsregeln und des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug / andere Gründe) 
schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à CHF 100.- und einer 
Busse von CHF 500.- verurteilt (act. 1). Gegen den Strafbefehl erhob A.________ fristgerecht 
Einsprache (act. 10005).

C. Mit Urteil der Polizeirichterin des Sensebezirks vom 19. September 2024 wurde A.________ 
wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, begangen am 2 Juni 2023, zu einer bedingten Geldstrafe 
von 15 Tagessätzen à CHF 100.- verurteilt (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG). Vom Vorwurf der groben 
Verletzung der Verkehrsregeln wurde er freigesprochen (act. 2).

D. Mit Berufungserklärung vom 7. November 2024 focht A.________ (nachfolgend: der 
Beschuldigte oder der Berufungsführer) das erstinstanzliche Urteil an und beantragte einen 
Freispruch (act. 4). Der Berufungsführer hat am 8. Januar 2025 seine Berufung schriftlich begründet 
(act. 11). Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg (nachfolgend: die Staatsanwaltschaft) wie 
auch die Polizeirichterin des Sensebezirks haben auf die Einreichung einer Stellungnahme 
verzichtet (act. 13 und 14).

Erwägungen

1.

1.1. Als beschuldigte und erstinstanzlich auch verurteilte Person besitzt der Berufungsführer ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 
Abs. 1 StPO und ist somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und 
entspricht den gesetzlichen Anforderungen; es ist darauf einzutreten.

1.2. Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten 
(Art. 404 Abs. 1 StPO). Der Berufungsführer ficht das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich an, wenn 
auch nicht in allen Punkten selbständig. Das erstinstanzliche Urteil ist somit grundsätzlich in 
sämtlichen Ziffern zu überprüfen, wobei die nur als Konsequenz des beantragten Freispruchs 
angefochtenen Punkte (Strafzumessung, Kosten), welche nicht begründet wurden, lediglich zu 
überprüfen sind, wenn der Gerichtshof im Schuldpunkt zu einem anderen Ergebnis kommen sollte.

1.3. Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile des 
erstinstanzlichen Urteils über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der alleinigen 

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Berufung des Berufungsführers an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 
StPO gebunden.

1.4. Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im 
erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Beweisabnahmen 
des erstinstanzlichen Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn 
a. Beweisvorschriften verletzt worden sind; b. die Beweiserhebungen unvollständig waren; c. die 
Akten über die Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz erhebt von 
Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 
StPO).

Vorliegend erscheint es nicht erforderlich, über die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen 
Hauptverfahren erhobenen Beweise hinauszugehen. Der Strafappellationshof kann sich auf die 
Einvernahmen des Berufungsführers sowie den Beizug der Akten beschränken. Die Parteien haben 
der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens zugestimmt.

2.

2.1. Der Berufungsführer bestreitet seine Verurteilung wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
(Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG). Er rügt die von der Vorinstanz vorgenommene Beweiswürdigung und 
macht geltend, der Sachverhalt sei von der Polizeirichterin des Sensebezirks unrichtig festgestellt 
worden (Art. 398 Abs. 3 StPO). Er macht ebenso eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo 
geltend und beantragt einen Freispruch vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand.

2.2. Der Umstand, dass der Verkehrsunfall durch einen Sekundenschlaf verursacht wurde, wird 
vom Berufungsführer grundsätzlich anerkannt (act. 2007 und act. 13/2). Vom Berufungsführer wird 
hingegen geltend gemacht, er habe den bevorstehenden Sekundenschlaf nicht erkennen können, 
weshalb ihm auch kein Fehlverhalten im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG vorgeworfen werden 
könne. Er sei vom Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand freizusprechen (act. 11).

3.

3.1. Gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 
bestraft, wer aus anderen Gründen fahrunfähig ist und ein Motorfahrzeug führt. Wer wegen Alkohol- , 
Betäubungsmittel- oder Arzneimitteleinfluss oder aus anderen Gründen nicht über die erforderliche 
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verfügt, gilt während dieser Zeit als fahrunfähig und darf 
kein Fahrzeug führen (Art. 31 Abs. 2 SVG).

Bezüglich der rechtlichen Würdigung ist auf die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung zum 
Sekundenschlaf zu verweisen. Demnach kann bei einem gesunden und nicht aus anderen Gründen 
fahrunfähigen Fahrzeugführer Einschlafen am Steuer ohne vorherige subjektiv erkennbare 
Ermüdungserscheinungen ausgeschlossen werden (BGE 126 II 206 E. 1a, bestätigt im Urteil BGer 
6B_26/2016 vom 6. Juni 2016 Erw. 3.5).

3.2. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urteilende 
Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner persönlichen Überzeugung aufgrund 
gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht 
trifft sein Urteil unabhängig von der Zahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache 
sprechen, und ohne Rücksicht auf die Form des Beweismittels (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl. 2005, § 54 N. 3 f., mit Hinweisen). Beweise frei zu 
würdigen heisst, Beweismittel gewissenhaft und unvoreingenommen auf ihre spezifische 

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Glaubwürdigkeit und ihren individuellen Beweiswert hin zu beurteilen, um daraus Schlüsse auf das 
tatsächlich Geschehene zu ziehen. Das Gebot der freien Beweiswürdigung verweist damit auf die 
zentrale Aufgabe der Strafbehörden, die historischen Fakten zu ermitteln. Das Gericht darf die 
Beurteilung dessen, was tatsächlich vorgefallen ist, nicht nach generellabstrakten Vorgaben, 
sondern nur frei, in Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls und nach 
pflichtgemässem Ermessen vornehmen. Es gibt keinen "numerus clausus" der Beweismittel. Alle 
zulässigen und verwertbaren Beweismittel sind formell gleichrangig; Überzeugungskraft entfalten 
sie einzig im Umfang ihrer inneren Autorität (TOPHINKE, in Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 10 StPO N. 47 sowie N. 56, mit Hinweisen).

3.3. Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung folgend ist gemäss der aus Art. 32 Abs. 1 BV 
(bzw. Art. 4 aBV) fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Maxime "in dubio pro reo" bis 
zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung 
Angeklagte unschuldig ist (Art. 10 Abs. 1 StPO). Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime 
ausserdem, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten 
ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel 
bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (Art. 10 Abs. 3 StPO). Die 
Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte 
zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche 
immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um 
erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven 
Sachlage aufdrängen (BGE 124 IV 87 E. 2a; mit Verweis auf BGE 120 Ia 31). Der "Indubio"-
Grundsatz findet auf die Frage, welche Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls 
zu würdigen sind, keine Anwendung. So stellt das Gericht bei sich widersprechenden Beweismitteln 
nicht unbesehen auf den für den Angeklagten günstigeren Beweis ab. Der fragliche Grundsatz wird 
erst anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben 
und ausgewertet worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzem relevante Zweifel 
verbleiben (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1 f., mit Hinweisen; Urteile BGer 6B_299/2020 vom 
13. November 2020 E. 2.2.2; 6B_910/2019 vom 15. Juni 2020 E. 2.3.3; 6B_1395/2019 vom 
3. Juni 2020 E. 1.1; je mit Hinweisen).

3.4. Insgesamt steht dem Sachgericht im Bereich der Beweiswürdigung praxisgemäss ein 
erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 146 IV 297 E. 2.2.5; 144 IV 345 E. 2.2.1 ff.; 134 IV 132 
E. 4.2; 129 IV 6 E. 6.1). 

4.

4.1. Der Berufungsführer wirft der Vorinstanz vor, unrichtigerweise beim Berufungsführer im 
Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung von einer gesunden Person ausgegangen zu sein. 
Die Vorinstanz habe weiter nicht berücksichtigt, dass der Berufungsführer zum Zeitpunkt des Unfalls 
keine Kenntnis davon hatte, an einer obstruktiven Schlafapnoe erkrankt zu sein. Er habe die 
Ermüdungserscheinungen nicht erkennen können (act. 11).

4.2. Eingangs ist festzuhalten, dass die Polizeirichterin des Sensebezirks entgegen der Annahme 
des Berufungsführers nicht festgestellt hat, beim Berufungsführer handle es sich um eine gesunde 
Person. Die Polizeirichterin hat in Erwägung III/1.3 lediglich die Erwägungen des Bundesgerichts in 
BGE 126 II 206 zitiert.

4.3. Der Berufungsführer hat in seinem Schreiben an die Staatsanwaltschaft vom 
16. Februar 2024 seine Einsprache gegen den Strafbefehl begründet. Er hat mit diesem Schreiben 

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verschiedene medizinische Unterlagen eingereicht. Dr. med D.________, FMH Pneumologie, hat in 
seinem Bericht vom 15. Dezember 2023 ein obstruktives Schlafapnoesyndrom mittelschweren 
Grades diagnostiziert. Als Anamnese führte er unerholsamen Schlaf und Tagesmüdigkeit auf. Aus 
dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass die Auto-CPAP-Therapie im August 2023 aufgenommen 
worden sei. Die Auto-CPAP-Therapie habe sich als ausreichend herausgestellt. Die Bettzeiten 
hätten auf 6-7 Stunden gesteigert werden können. Der Patient habe die Fahrzeiten mit dem LKW 
auf 2 Stunden pro Tag reduziert. Aus diesem Grund könne auf eine Meldung an den Kantonsarzt 
zum Entzug des Fahrausweises verzichtet werden. Dr. med. E.________, FMH Neurologie, 
diagnostizierte im Bericht vom 30. Januar 2024 ein schwergradiges obstruktives Schlaf-Apnoe-
Syndrom (oSAS) und hielt fest, dass die Fahreignung nun aufgrund der letzten Resultate nach 
Aufnahme der Auto-CPAP-Therapie ausreichend sei. Bei multiplen Wachbleibe-Tests sei der Patient 
in keinem der 4 Durchgänge eingeschlafen. Es habe sich gezeigt, dass die Therapienutzung und 
Therapiewirkung des CPAP exzellent sei, weshalb die Voraussetzungen der Fahreignung gegeben 
seien (act. 10018 – 10035).

Im Hinblick auf die Verhandlung vor der Polizeirichterin des Sensebezirks hat der Berufungsführer 
eine E-Mail von Dr. med. D.________ vom 23. Mai 2024 ins Recht gelegt. In dieser E-Mail führt 
Dr. med. D.________ aus, für die obstruktive Schlafapnoe sei die typische Klinik unerholsamer 
Schlaf mit bereits morgendlicher Müdigkeit trotz ausreichend langem Schlaf. Die 
Eigenwahrnehmung von Schläfrigkeit könne beeinträchtigt sein. So gäbe es Patienten, die aufgrund 
bereits länger bestehender Symptome quasi ihr Normalbefinden nicht mehr erkennen und ihre 
Vigilanzeinschränkung als normal empfinden (act. 12/16).

4.4. Die Polizeirichterin des Sensebezirks hat in ihrem Urteil festgestellt, dass das 
Beschwerdebild dieser Atemstörung u.a. durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zu einem 
Einschlafzwang (Sekundenschlaf) gekennzeichnet ist. Diese Anzeichen hätte der Beschuldigte bei 
pflichtgemässer Sorgfalt bemerken und seine Fahrt unterbrechen müssen (vgl. angefochtenes 
Urteil, Erwägung 1.6).

4.5. Diese Feststellung ist angesichts der medizinischen Diagnosen und der in den eingereichten 
medizinischen Berichten beschriebenen Ausprägung der Erkrankung (mittelgradiges bis 
schwergradiges Schlafapnoe-Syndrom) nicht zu beanstanden. Es ist angesichts dieser 
Feststellungen nicht glaubhaft, der Berufungsführer habe seine Tagesschläfrigkeit nicht zu erkennen 
vermocht. Die behandelnden Ärzte stellten sich mitunter auch die Frage, ob der Kantonsarzt zum 
Entzug des Fahrausweises informiert werden müsse, da die Fahreignung nach Art. 31 SVG nicht 
mehr gegeben sein könnte. Diese Meldung unterblieb nur deshalb, weil die Auto-CPAP-Therapie 
sich als effizient erwies und zu wesentlich besseren Testergebnissen führte, so dass eine 
Gefährdung der Sicherheit beim Führen eines Fahrzeugs aus der Sicht der Ärzte ausgeschlossen 
werden konnte. Vor der Auto-CPAP-Therapie waren die Symptome der obstruktiven Schlafapnoe 
ausgeprägt und es bestand eine Tagesschläfrigkeit, welche bei langen Fahrten mit dem LKW das 
Risiko eines Sekundenschlafs ganz erheblich erhöhte. Im Umkehrschluss ergibt sich aus den 
medizinischen Berichten, dass der Berufungsführer vor der Auto-CPAP-Therapie für LKW-Fahrten 
über mehrere Stunden fahrunfähig war.

4.6. Am Unfalltag ist der Berufungsführer um 04.15 Uhr in F.________ losgefahren. Zuvor fuhr er 
noch den Arbeitsweg von über 20 Minuten von seinem Wohnort in G.________ nach F.________. 
Er ist also vor 04.00 Uhr bei sich zu Hause losgefahren. Der Unfall ereignete sich um 05.50 auf der 
A12 auf der Höhe von Bösingen. Er war zu diesem Zeitpunkt knapp 2 Stunden unterwegs. In der 
Nacht zuvor hat er seinen Angaben zufolge 5 Stunden geschlafen. Mit der Auto-CPAP hat er die 

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Schlafdauer bis im Februar 2024 auf 7 Stunden erhöht, was zu Ergebnissen führte, die es erlaubten, 
auf eine Meldung an den Kantonsarzt zu verzichten. Die Ursache des Sekundenschlafs unmittelbar 
vor dem Unfall ist mithin zweifelsohne die obstruktive Schlafapnoe, was vom Berufungsführer auch 
nicht bestritten wird, und die damit einhergehende Tagesmüdigkeit.

4.7. Wer wegen anderen Gründen wie einer obstruktiven Schlafapnoe nicht über die erforderliche 
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verfügt, gilt während dieser Zeit als fahrunfähig und darf 
kein Fahrzeug führen. Es trifft zu, dass der Berufungsführer keine Kenntnis seiner Erkrankung an 
einer obstruktiven Schlafapnoe hatte, da die medizinischen Abklärungen erst nach dem Unfall 
vorgenommen wurden und er erst danach die medizinische Diagnose erhielt. Hingegen kann im 
Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichts ausgeschlossen werden, dass er die Symptome 
dieser Erkrankung nicht früher erkannt hat. Er hat diesen Symptomen (unerholsamer Schlaf und 
Tagesmüdigkeit) zu wenig Beachtung geschenkt und sich weiterhin für mehrstündige Fahrten an 
das Steuer eines LKW gesetzt. Mithin hat er seine Eigenverantwortung nicht wahrgenommen und 
gegen Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG verstossen. Die Verurteilung wegen Fahrens in fahrunfähigem 
Zustand ist gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach Einschlafen am Steuer 
ohne vorherige subjektiv erkennbare Ermüdungserscheinungen ausgeschlossen werden kann, zu 
bestätigen.

5.

Der Berufungsführer ficht die Strafzumessung sowie den Kostenpunkt nicht selbständig an, sondern 
nur als Folge des beantragten Freispruchs. Soweit erforderlich, kann daher diesbezüglich auf die 
zutreffenden Ausführungen der Polizeirichterin verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 6 f., 
Art. 82 Abs. 4 StPO).

6.

Dem Gesagten zufolge ist die Berufung abzuweisen und die Verurteilung des Berufungsführers 
wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu bestätigen.

7.

7.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 
StPO). Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz 
selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene 
Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).

Bei vorliegendem Verfahrensausgang hat der Berufungsführer die erstinstanzlichen 
Verfahrenskosten von CHF 550.- (Gerichtsgebühr: CHF 300.-; Auslagen: CHF 250.-) und die 
oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 1'100.- (Gerichtsgebühr: CHF 1'000.-; Auslagen: 
CHF 100.-) vollumfänglich zu tragen (Art. 426 und 428 StPO).

7.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch des Berufungsführers auf 
Entschädigung oder Genugtuung nach Art. 429 StPO.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Das Urteil der Polizeirichterin des Sensebezirks vom 19. September 2024 wird bestätigt. Es 
lautet wie folgt:

1. A.________ wird verurteilt wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, begangen am 
2. Juni 2023 (Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG).

2. A.________ wird vom Vorwurf der groben Verletzung der Verkehrsregeln 
freigesprochen.

3. A.________ wird zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen à CHF 100.- mit einer 
Probezeit von 2 Jahren verurteilt (Art. 34, 40, 42, 44, 47 StGB).

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 550.- (Gerichtsgebühr 300.-; Auslagen CHF 250.-, 
inkl. Auslagen der Staatsanwaltschaft) werden A.________ auferlegt (Art. 426 StPO).

5. Es wird keine Entschädigung gesprochen. 

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 1'100.- festgesetzt (Gerichtsgebühr: 
CHF 1'000.-; Auslagen: CHF 100.-). Sie werden A.________ auferlegt.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 23. September 2025/asa

Der Vizepräsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin