# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b876ccd8-85c2-5f9c-a0ec-f67ba38709c5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.02.2021 100 2020 257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-257_2021-02-15.pdf

## Full Text

100.2020.257U
BUC/IMA/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Februar 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Imfeld

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde B.________

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2018 (Entscheid 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 16. Juni 2020; 
100 19 529)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. 1988) arbeitet seit dem 18. November 2013 als «…» bei 
der … in Bern. Infolge dieser Anstellung bezog er eine Wohnung in der 
Einwohnergemeinde (EG) B.________. Seine Schriften sind in der EG 
C.________ (Kanton St. Gallen) hinterlegt, wo er aufgewachsen ist. Einem 
Antrag der EG B.________ folgend stellte die Steuerverwaltung des Kantons 
Bern mit Verfügung vom 30. Oktober 2019 fest, dass sich der 
steuerrechtliche Wohnsitz von A.________ ab dem Jahr 2018 in der EG 
B.________ befinde. Die hiergegen erhobene Einsprache vom 
18. November 2019 blieb erfolglos (Entscheid vom 11.12.2019).

B.

Am 27. Dezember 2019 gelangte A.________ an die Steuerrekurs-
kommission des Kantons Bern (StRK). Diese befand, dass sein steuerrecht-
licher Wohnsitz im Jahr 2018 in der EG B.________ lag, und wies seinen 
Rekurs mit Entscheid vom 16. Juni 2020 ab.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. Juli 2020 beantragt 
A.________, der Entscheid der StRK vom 16. Juni 2020 sei aufzuheben und 
es sei festzustellen, dass sein steuerrechtlicher Wohnsitz ab dem 1. Januar 
2018 (weiterhin) in der EG C.________ sei.

Die StRK und die Steuerverwaltung schliessen mit Vernehmlassung vom 
3. August 2020 bzw. Beschwerdeantwort vom 28. August 2020 je auf Abwei-
sung der Beschwerde. Die EG B.________ hat sich nicht vernehmen lassen. 
A.________ hat sich mit Eingabe vom 10. Oktober 2020 erneut zur Sache 
geäussert; er hält an seinen Anträgen fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Rekurs-
verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 
Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 
hiernach einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt nebst der Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids, es sei festzustellen, dass er seinen steuerrechtlichen 
Wohnsitz auch ab dem Jahr 2018 in der EG C.________ (Kanton St. Gallen) 
gehabt habe. Der angefochtene Entscheid regelt einzig die Festlegung des 
steuerlichen Wohnsitzes für das Steuerjahr 2018. Damit liegt das Begehren, 
soweit es sich auf spätere Steuerjahre bezieht, ausserhalb des 
Streitgegenstands, der grundsätzlich nicht über das hinausgehen kann, was 
die StRK geregelt hat (vgl. BVR 2017 S. 514 E. 1.2, 2011 S. 391 E. 2.1; vgl. 
auch VGE 2016/124 vom 11.5.2017 E. 1.2). Weiter sind 
Feststellungsbegehren im Verhältnis zu Leistungs- oder 
Gestaltungsbegehren subsidiär und damit nur zulässig, wenn das 
schutzwürdige Interesse der das Feststellungsbegehren stellenden Partei 
mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren nicht gewahrt werden kann 
(BVR 2018 S. 310 E. 7.3, 2016 S. 273 E. 2.2, 2014 S. 33 E. 1.4; 
BGE 141 II 113 E. 1.7 [Pra 105/2016 Nr. 36]). Das mit dem Feststel-
lungsantrag verfolgte Ziel, die Steuerpflicht im Kanton Bern für das Steuer-
jahr 2018 zu verneinen, kann mit der Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids erreicht werden. Ein darüber hinausgehendes Interesse an der Fest-
stellung der Zuständigkeit des Kantons St. Gallen ist weder erkennbar noch 
dargetan. Ausserdem ist es nicht Sache des Verwaltungsgerichts, über die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 4

Steuerhoheit eines anderen Kantons zu befinden (vgl. zum Ganzen VGE 
2019/247 vom 30.7.2020 E. 1.2). Auf das Feststellungsbegehren ist aus die-
sen Gründen nicht einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund persön-
licher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren 
steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen Wohn-
sitz im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht 
dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen 
besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 Abs. 2 StG; vgl. auch 
Art. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). 
Der steuerrechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittel-
punkt der persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befin-
det (vgl. BVR 2018 S. 239 E. 2.2; BGE 143 II 233 E. 2.5.1 f., 138 II 300 
E. 3.2, 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]; Oesterhelt/Seiler, in Zwei-
fel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 
2017, Art. 3 StHG N. 46). Im Verhältnis zu anderen Kantonen ist die bundes-
gerichtliche Rechtsprechung zum Verbot der interkantonalen Doppelbe-
steuerung zu beachten (Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
zum Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.1).

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 
Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), bestimmt 
sich nach der Gesamtheit der objektiv erkennbaren äusseren Umstände 
(nach aussen erkennbare Absicht) und nicht nach den bloss erklärten Wün-
schen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger Verbunden-
heit mit einem bestimmten Ort (innerer Wille); der steuerrechtliche Wohnsitz 
ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; BGE 143 II 233 
E. 2.5.2, 138 II 300 E. 3.2). Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 5

hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine 
entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres 
Merkmal, das gemeinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen 
Person ein Indiz für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; 
BGE 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Wenn sich eine Person abwechs-
lungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrecht-
lichen Wohnsitzes anhand der äusserlich wahrnehmbaren familiären, beruf-
lichen, wirtschaftlichen und weiteren rechtserheblichen Lebensumstände zu 
ermitteln, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält 
(BVR 2001 S. 1 E. 2c; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5]; 
BGer 2C_480/2019 vom 12.2.2020 E. 2.2.2). Dies beurteilt sich jeweils auf-
grund der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls (BVR 1999 S. 159 E. 2c; 
BGE 138 II 300 E. 3.2), wobei die Verhältnisse am Ende der betroffenen 
Steuerperiode massgebend sind (vgl. Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 
StHG; zum Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.2).

2.3 Das Steuerdomizil von unselbständig erwerbstätigen Personen liegt 
grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufent-
halt nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, 
ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 
E. 2d; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5], 125 I 54 E. 2b; BGer 
2C_806/2019 und 2C_807/2019 vom 8.6.2020 E. 2.3). Der in diesem Zu-
sammenhang verwendete Begriff Arbeitsort meint nicht den Ort, wo der Ar-
beitsplatz liegt, sondern denjenigen, wo die betroffene Person übernachtet, 
um von dort aus zur Arbeit zu gehen (BGer 2C_546/2017 vom 16.7.2018 
E. 2.3 mit Hinweisen). Eine Ausnahme vom Grundsatz des Steuerdomizils 
am Arbeitsort besteht nach ständiger Rechtsprechung für verheiratete Steu-
erpflichtige, die regelmässig an den Wochenenden zu ihrer Familie zurück-
kehren: Die persönlichen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsort der 
Familie werden für stärker erachtet als jene zum Arbeitsort, sodass die be-
troffenen Steuerpflichtigen in der Regel am Aufenthaltsort der Familie zu 
besteuern sind, selbst wenn sie lediglich die Wochenenden und die Freizeit 
dort verbringen (BVR 1999 S. 364 E. 4b/aa; VGE 2019/247 vom 30.7.2020 
E. 2.3; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5], 125 I 54 E. 2b/aa; 
BGer 2C_533/2018 vom 30.10.2019 E. 2.4 f., 2C_1045/2016 vom 3.8.2017 
E. 3.4). Diese Praxis findet grundsätzlich auch auf alleinstehende Personen 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=2&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Schriften+Indiz+Steuerdomizil&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-I-29%3Ade&number_of_ranks=0#page29

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 6

Anwendung, zählt die Rechtsprechung doch Eltern und Geschwister eben-
falls zur Familie der steuerpflichtigen Person. Da die Bindung zur elterlichen 
Familie aber regelmässig lockerer ist als jene unter Eheleuten, wird bei ledi-
gen Steuerpflichtigen das Erfordernis der regelmässigen Rückkehr beson-
ders streng gehandhabt und es ist vermehrt noch als bei verheirateten Per-
sonen zu berücksichtigen, ob weitere als nur familiäre Beziehungen für ein 
Übergewicht der Bindungen zum einen oder anderen Ort sprechen. Dadurch 
erhält der Grundsatz, wonach das Steuerdomizil von Unselbständigerwer-
benden am Arbeitsort liegt, grösseres Gewicht: Trotz allwöchentlicher Rück-
kehr an den Familienort können die Beziehungen zum Arbeitsort namentlich 
überwiegen, wenn sich die Betroffenen dort eine Wohnung eingerichtet 
haben oder dort über einen besonderen Freundes- und Bekanntenkreis ver-
fügen (vgl. BGE 125 I 54 E. 2b/bb; BGer 2C_469/2014 vom 9.12.2014, in 
StE 2015 A 24.21 Nr. 31 E. 3.2; zum Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 
E. 2.3). Ein spezielles Gewicht kommt weiter der Dauer des Arbeitsverhält-
nisses und dem Alter der steuerpflichtigen Person zu (BGE 125 I 54 
E. 2b/bb). Die Rechtsprechung nimmt an, dass die Beziehungen zur elter-
lichen Familie regelmässig dann nicht mehr besonders stark sind, wenn die 
steuerpflichtige Person das dreissigste Altersjahr überschritten hat oder sich 
seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen am selben Ort aufhält (BVR 2001 
S. 1 E. 2d; VGE 2016/124 vom 11.5.2017 E. 2.3; BGer 2C_87/2019 vom 
17.7.2019 E. 3.2.2, 2C_469/2014 vom 9.12.2014, in StE 2015 A 24.21 
Nr. 31 E. 3.2, 2C_250/2013 vom 29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27 
E. 2.2). Liegt zumindest eines der beiden Kriterien vor, begründet dies die 
natürliche Vermutung, der Lebensmittelpunkt befinde sich am Ort der 
Erwerbstätigkeit bzw. des Wochenaufenthalts (BGer 2C_762/2019 vom 
18.11.2019 E. 3.2.3, 2C_87/2019 vom 17.7.2019 E. 3.2.2, je mit weiteren 
Hinweisen).

2.4 Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz begründenden 
Sachverhaltselemente von Amtes wegen abzuklären und dabei den Steuer-
wohnsitz als steuerbegründende Tatsache nachzuweisen (vgl. Art. 166 
Abs. 2 StG; BVR 2018 S. 239 E. 2.5; BGE 140 II 248 E. 3.5, 138 II 300 
E. 3.4). Allerdings kommt bei alleinstehenden Personen gegebenenfalls die 
vorerwähnte Vermutung zugunsten des Steuerdomizils am Arbeitsort zum 
Tragen (E. 2.3 hiervor). Sie kann entkräftet werden, falls die steuerpflichtige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 7

Person regelmässig, mindestens einmal pro Woche, an den Ort zurückkehrt, 
an dem ihre Familie lebt, mit der sie aus bestimmten Gründen besonders 
eng verbunden ist, und wo sie andere persönliche und gesellschaftliche Be-
ziehungen pflegt. Wenn der steuerpflichtigen Person der Nachweis solcher 
familiärer und gesellschaftlicher Beziehungen am Wohnort der Familie 
gelingt, obliegt es dem Kanton des Wochenaufenthalts- oder Arbeitsorts 
nachzuweisen, dass die Person gewichtige wirtschaftliche und allenfalls per-
sönliche Beziehungen zu diesem Ort unterhält (BVR 2001 S. 1 E. 2d; VGE 
2016/220 vom 6.9.2017 E. 2.4, 2016/124 vom 11.5.2017 E. 2.4; BGer 
2C_87/2019 vom 17.7.2019 E. 3.2.2).

3.

Streitig und zu prüfen ist, ob sich das Steuerdomizil des Beschwerdeführers 
für das Jahr 2018 im Kanton Bern befunden hat.

3.1 Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem 18. November 2013 als «…» 
bei der … in Bern, im Jahr 2018 mit einem Pensum von 90 %. Infolge dieser 
Anstellung zog er in die EG B.________, wo er seit November 2013 wohnt 
und eine selbst möblierte 3,5-Zimmerwohnung mietet (vgl. Fragebogen für 
Personen mit Wochenaufenthalt vom 16.4.2018 [nachfolgend: Fragebogen] 
S. 2, Vorakten StV [act. 3B] pag. 7 ff.; Arbeitsvertrag vom 16.10.2013, 
Vorakten StRK [act. 3A] pag. 89 ff.; Schreiben der EG B.________ vom 
21.11.2019, Vorakten StV [act. 3B] pag. 29). Im Mai 2014 verstarb seine 
Mutter, wodurch sich seine persönliche Situation verändert habe, weshalb er 
seine Schriften von der EG B.________ zurück in die EG C.________ 
(Kanton St. Gallen) verlegte, wo er aufgewachsen ist (vgl. Schreiben vom 
10.10.2020 [act. 9] S. 1). In B.________ ist er nun seit dem 14. August 2014 
als Wochenaufenthalter gemeldet (vgl. Einspracheentscheid vom 
11.12.2019 S. 1, Vorakten StV [act. 3B] pag. 31 ff.). In der EG C.________ 
bewohnt der Beschwerdeführer zusammen mit seinen zwei jüngeren 
Brüdern das Elternhaus mit 6,5 Zimmern und Umschwung, an dem sie als 
Erbengemeinschaft zur Hälfte Miteigentum haben (vgl. Fragebogen S. 1 f., 
auch zum Folgenden; Grundbuchauszug vom 14.4.2020, Vorakten StRK 
[act. 3A] pag. 42 ff.). Auf dem Fragebogen gab der Beschwerdeführer an, er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 8

übernachte während der Woche von Montag bis Freitag in der EG 
B.________. Von Freitagnachmittag bis Montagmorgen sei er in 
C.________. Vor der StRK führte er dazu aus, dass er zum Abbau von 
Mehrarbeit bzw. Überzeit manchmal bereits am Donnerstag an seinen 
Wochenendort zurückkehre, womit er in diesen Wochen nur drei Nächte in 
B.________ verbringe. Seine sechs Wochen Ferien sowie die Feiertage 
verbringe er ebenfalls in der EG C.________ (Rekurs vom 27.12.2019 S. 2, 
Vorakten StRK [act. 3A] pag. 2 ff.). Den Akten ist zudem zu entnehmen, dass 
der Beschwerdeführer im massgeblichen Zeitpunkt in keiner 
Lebenspartnerschaft stand (Fragebogen S. 1). Gemäss eigenen Angaben 
trifft er sich in der Regel jedes Wochenende mit seinem Vater sowie weiteren 
Verwandten (Grossmütter, Tante, Onkel, Cousin mit Familie), die ebenfalls 
in der EG C.________ oder der näheren Umgebung wohnten (Rekurs vom 
27.12.2019 S. 2 f., Vorakten StRK [act. 3A] pag. 2 ff.). Zu seinen 
Freizeitaktivitäten führt der Beschwerdeführer aus, er nehme jeweils am 
Freitagabend sowie ungefähr achtmal pro Jahr am Wochenende an 
Turnieren des Spiels «Magic: The Gathering» teil (Fragebogen S. 3). Auch 
spiele er regelmässig in zwei verschiedenen Gruppen oder zu Hause mit 
seinen Brüdern und seinem Cousin das Spiel «Dungeons & Dragons». Mit 
seinem Cousin gehe er zudem oft «Airsoft-Games» spielen. Darüber hinaus 
treffe er sich im Raum St. Gallen mit ehemaligen Studienkollegen und 
kümmere sich zusammen mit seinen Brüdern und seinem Vater um das 
Haus und den Garten in der EG C.________ (Einsprache vom 18.11.2019 
S. 3, Vorakten StV [act. 3A] pag. 21 ff.).

3.2 Es ist unbestritten, dass der ledige Beschwerdeführer (geb. am 
…1988) im Jahr 2018 seit rund fünf Jahren von seinem Wochenaufent-
haltsort in der EG B.________ aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 
nachging. Zudem war er am Stichtag (31.12.2018) 30 Jahre alt. Diese 
Umstände begründen die natürliche Vermutung, dass sich sein Steuerdo-
mizil im Jahr 2018 in der EG B.________ befand (vgl. vorne E. 2.3 f.). Zu 
prüfen ist, ob – ausgehend vom voranstehenden Sachverhalt bzw. den inso-
weit grundsätzlich glaubhaften Ausführungen des Beschwerdeführers 
(E. 3.1) – die Vorinstanz zu Recht geschlossen hat, der Beschwerdeführer 
vermöge diese Vermutung nicht zu entkräften.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 9

3.2.1 Die StRK hält es für glaubhaft, dass der Beschwerdeführer regelmäs-
sig in die EG C.________ zurückkehre und dort über nicht unerhebliche 
familiäre Beziehungen verfüge. Diese gingen in ihrer Intensität insgesamt 
aber nicht über jene Verbundenheit hinaus, die eine ledige Person, die 
regelmässig ihre Wochenenden und ihre Freizeit am Familienort verbringe, 
normalerweise zu diesem Ort habe. Er vermöge damit keine derart enge 
Verbindung zu seiner Familie nachzuweisen, die eine Ausnahme vom 
Arbeitsortprinzip rechtfertigen würde. Die Vorinstanz hat weiter festgestellt, 
die vom Beschwerdeführer am Wochenendort geltend gemachten 
Freizeitaktivitäten seien gewöhnliche Hobbies, die keines übermässigen 
Engagements bedürften. Damit sei nicht von einer besonderen persönlichen 
und gesellschaftlichen Beziehung zur EG C.________ auszugehen, welche 
die Verbindungen zum Arbeitsort überwiegen würden, zumal 
unwahrscheinlich sei, dass der Beschwerdeführer in der EG B.________ 
bzw. an seinem Arbeitsplatz in Bern über keine freundschaftlichen oder 
gesellschaftlichen Beziehungen verfüge. Angesichts dessen sei es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen, die natürliche Vermutung für das 
Steuerjahr 2018 umzustossen. Sodann würden auch die Wohnverhältnisse 
für einen Lebensmittelpunkt in der EG B.________ sprechen (angefochtener 
Entscheid E. 4 f.).

3.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er verbringe jedes Wochen-
ende sowie sämtliche Ferien und Feiertage an seinem Wochenendort. Damit 
habe er die natürliche Vermutung zugunsten des Wochenaufenthaltsorts 
entkräftet, weshalb der Kanton Bern bzw. die StRK nachzuweisen habe, 
dass gewichtigere wirtschaftliche und gegebenenfalls persönliche und ge-
sellschaftliche Beziehungen zu B.________ oder Bern bestünden. Dieser 
Nachweis gelinge jedoch nicht. Es sei an den Steuerbehörden, die den Steu-
erwohnsitz begründenden Sachverhaltselemente von Amtes wegen abzu-
klären, was hier nicht geschehen sei. Der Beschwerdeführer selber habe 
sämtliche angeforderten Unterlagen eingereicht und Auskünfte erteilt. Sein 
gesamtes Beziehungsnetz und seine gesellschaftlichen Aktivitäten be-
schränkten sich auf seinen Wochenendort und dessen nähere Umgebung. 
Zudem habe er auch seinen Arzt und Zahnarzt dort. Die StRK gehe fälsch-
licherweise von persönlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten in 
B.________ und Bern aus. Weiter sei die Wohnung in B.________ seit 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 10

eine blosse Übernachtungsmöglichkeit. In der EG C.________ bewohne er 
hingegen zusammen mit seinen Brüdern eine in ihrem Miteigentum stehende 
Liegenschaft, was mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden sei. 
Aufgrund der ausserordentlichen Situation im Zusammenhang mit der 
Corona-Pandemie habe er zudem vom 18. März bis zum 9. August 2020 
ausschliesslich von C.________ aus im Homeoffice gearbeitet und in dieser 
Zeit kein einziges Mal in B.________ übernachtet (vgl. Beschwerde S. 2 ff.; 
Schreiben vom 10.10.2020 [act. 9] S. 1 f.).

3.2.3 Zunächst ist mit der StRK davon auszugehen, dass die regelmässige 
Rückkehr des Beschwerdeführers in die EG C.________ im Jahr 2018 
glaubhaft erscheint, zumal die aktenkundigen Arbeitszeitprotokolle des 
Beschwerdeführers (vgl. Vorakten StRK [act. 3A] pag. 45 ff.) mit seinen 
Angaben übereinstimmen, wonach er jeweils am Freitagnachmittag bzw. 
gelegentlich – zum Abbau von Überzeit – bereits am Donnerstagabend nach 
C.________ reise und am Montagmorgen nach Bern zurückkehre. Entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers reicht allerdings der Nachweis einer 
regelmässigen Rückkehr für sich allein nicht aus, um die natürliche 
Vermutung umzustossen, dass sich sein Steuerdomizil 2018 in der EG 
B.________ befand. Vielmehr muss der Beschwerdeführer zusätzlich 
dartun, dass er mit seiner Familie am Wochenendort aus bestimmten 
Gründen besonders eng verbunden ist und dort andere persönliche und 
gesellschaftliche Beziehungen pflegt (vgl. vorne E. 2.4). Solange ihm dieser 
Nachweis nicht gelingt, obliegt es entgegen seinen Vorbringen nicht den 
Steuerbehörden, gewichtigere wirtschaftliche, persönliche oder 
gesellschaftliche Beziehungen zu B.________ oder Bern nachzuweisen (vgl. 
vorne E. 2.4) und diesbezüglich von Amtes wegen zusätzliche Abklärungen 
vorzunehmen, nachdem sowohl die Steuerverwaltung als auch die StRK 
bereits Unterlagen und Auskünfte eingeholt haben (vgl. Schreiben der StV 
vom 2.4.2018, Vorakten StV [act. 3B] pag. 1; Schreiben der StRK vom 
27.3.2020, Vorakten StRK [act. 3A] pag. 35 f.).

3.2.4 Der Beschwerdeführer macht eine enge Verbundenheit zu seinen 
Brüdern, seinem Vater sowie der erweiterten Familie geltend (vgl. vorne 
E. 3.1, 3.2.2). Dabei erscheint glaubhaft, dass sich seine persönliche Situa-
tion nach dem Tod seiner Mutter im Mai 2014 verändert und seither seine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 11

Beziehungen zu seinen Brüdern und seinem Vater tendenziell (wieder) an 
Bedeutung gewonnen haben (vgl. Schreiben vom 10.10.2020 [act. 9] S. 1 f.). 
Insoweit kann für das Jahr 2018 von guten bzw. nicht unerheblichen familiä-
ren Beziehungen ausgegangen werden. Wie die StRK aber zutreffend 
begründet hat, reichen diese in ihrer Intensität nicht oder jedenfalls nicht in 
genügendem Mass über jene Verbundenheit hinaus, die eine ledige Person, 
welche – wie der Beschwerdeführer – regelmässig die Wochenenden und 
Freizeit am Wochenend- bzw. Familienort verbringt, normalerweise zu die-
sem Ort hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.2.2). Die Kontakte und fami-
liären Verhältnisse des Beschwerdeführers können weder isoliert noch 
gesamthaft betrachtet als aussergewöhnlich bezeichnet werden und lassen 
– auch im Vergleich mit den von der StRK angeführten sowie anderen Fällen 
– den Schluss nicht zu, dass das Kriterium der besonders engen familiären 
Verbundenheit erfüllt ist (vgl. auch BGer 2C_748/2008 vom 19.3.2009 
E. 3.3). Der Beschwerdeführer geht auf die Erwägungen der StRK nicht 
näher ein, sondern wiederholt in lediglich pauschaler Weise die intensiv ge-
pflegten familiären Beziehungen und wirft der Vorinstanz zugleich vor, die 
effektiven Verhältnisse nicht berücksichtigt bzw. nicht genügend abgeklärt 
zu haben. Aufgrund der natürlichen Vermutung und der Mitwirkungspflicht 
des Beschwerdeführers sowie angesichts der bereits durch die Steuerver-
waltung und die StRK eingeholten Unterlagen und Auskünfte war die Vor-
instanz jedoch nicht gehalten, von sich aus weitere Abklärungen zur familiä-
ren Situation zu treffen (vgl. auch vorne E. 2.4, 3.2.3). Insgesamt reichen die 
Vorbringen des Beschwerdeführers nicht aus, um zu einer vom angefochte-
nen Entscheid abweichenden Würdigung der familiären Verhältnisse zu ge-
langen.

3.2.5 Berufliche Beziehungen zur EG C.________ sind weder geltend 
gemacht noch ersichtlich. Hingegen hat der Beschwerdeführer die Pflege 
anderer als rein familiärer persönlicher Beziehungen insofern glaubhaft 
vorgebracht, als er offenbar verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgeht. So 
nimmt er an den Wochenenden regelmässig an Turnieren oder Treffen zu 
verschiedenen Gesellschaftsspielen teil oder pflegt Freundschaften aus der 
Studienzeit (vgl. vorne E. 3.1). Der Beschwerdeführer führt aber nicht aus, 
inwiefern diese Aktivitäten über das übliche Mass hinausgehen und 
besonders intensiv sind. Zu den entsprechenden Erwägungen der StRK, die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 12

von gewöhnlichen Hobbies ausgeht (vorne E. 3.2.1), äussert er sich nicht. 
Weiter pflegt der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben in 
B.________ und Bern keine persönlichen Beziehungen. Diese Behauptung 
erscheint nach immerhin fünf Jahren Wochenaufenthalt im Raum Bern 
grundsätzlich lebensfremd und wenig glaubhaft. Es ist vielmehr davon 
auszugehen, dass er auch dort ein gewisses Minimum an Beziehungen 
unterhält, sei es am Wohnort oder im Zusammenhang mit seiner Arbeit. 
Denn nach allgemeiner Lebenserfahrung entstehen jedenfalls im 
Arbeitsumfeld regelmässig persönliche und gesellschaftliche Beziehungen, 
wenn sich – wie hier – die steuerpflichtige Person dort lange aufhält und 
insgesamt mehr Zeit verbringt als am Wochenendort (vgl. BVR 2001 S. 1 
E. 4d; VGE 2016/220 vom 6.9.2017 E. 3.5, 2016/124 vom 11.5.2017 E. 4.3, 
2011/321 vom 8.2.2013 E. 5.3 [bestätigt durch BGer 2C_250/2013 vom 
29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27]). Entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers (Beschwerde S. 2 f.; Schreiben vom 10.10.2020 [act. 9] 
S. 2) ist es nicht rechtsfehlerhaft, wenn die StRK auf diesen 
Erfahrungsgrundsatz abgestellt und auch diesbezüglich keine weiteren 
Abklärungen vorgenommen hat (vgl. auch vorne E. 2.4, 3.2.3). Nicht ausser-
gewöhnlich ist sodann, am Wochenendort den Zahnarzt, Hausarzt usw., zu 
denen ein langjähriges Vertrauensverhältnis besteht, nach Möglichkeit bei-
zubehalten (vgl. BGer 2C_270/2012 vom 1.12.2012 E. 3.4). Diesem Argu-
ment kommt im Hinblick auf den Lebensmittelpunkt vor allem dann Bedeu-
tung zu, wenn die Frequenz der Arztbesuche eine gewisse Dimension auf-
weist, was der Beschwerdeführer allerdings nicht geltend macht (vgl. BGer 
2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). Weiter ist der Beschwerdeführer in 
C.________ bzw. im Kanton St. Gallen weder Mitglied von Vereinen noch 
politisch aktiv. Insgesamt ist zwar in Bezug auf die gesellschaftlichen 
Beziehungen von einer etwas stärkeren Bindung des Beschwerdeführers zu 
C.________ auszugehen als zu B.________. Dies kann aber nach dem 
Gesagten (vgl. auch vorne E. 2.4) insofern nicht ausschlaggebend sein, als 
dadurch die in jedem Fall erforderliche besonders enge familiäre 
Verbundenheit zum Wochenendort, an der es hier fehlt, nicht kompensiert 
werden kann.

3.2.6 Auch die Wohnsituation spricht, anders als der Beschwerdeführer 
vorbringt, nicht gegen die Annahme der EG B.________ als Steuerdomizil: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 13

Wenn am Arbeitsort bloss eine möblierte Wohngelegenheit ohne Komfort 
(nur ein einzelnes Zimmer oder eine kleine Wohnung) gemietet wird, die sich 
aus praktischen Gründen in der Nähe des Arbeitsplatzes befindet, kann dies 
als Indiz gegen das Bestehen eines Steuerwohnsitzes am Arbeitsort 
gewichtet werden (VGE 2016/220 vom 6.9.2017 E. 3.4). Zudem kann der 
Umstand, dass die steuerpflichtige Person am Wochenendort ein eigenes 
Haus oder eine eigene Wohnung besitzt, für ein Steuerdomizil an diesem Ort 
sprechen (vgl. BGer 2C_646/2007 vom 7.5.2008 E. 3.3.2, 2C_183/2007 vom 
15.10.2007 E. 3.1). Der Beschwerdeführer bewohnt in der EG B.________ 
allein eine selbst möblierte 3,5-Zimmerwohnung. Ob er dort über einen «voll 
ausgestatteten Haushalt» verfügt, wie er nunmehr in Zweifel zieht (vgl. 
Beschwerde S. 3 f.), und was darunter überhaupt zu verstehen ist, kann da-
hingestellt bleiben. Entgegen dem Beschwerdeführer war es nicht an der 
StRK, diesbezüglich weitere Beweise zu beschaffen (vgl. vorne E. 3.2.3). So 
oder anders stellt diese Unterkunft jedenfalls weit mehr als ein blosses «pied-
à-terre» dar und erscheint vergleichsweise gross, um gemäss eigenen An-
gaben in der Regel lediglich vier Mal pro Woche allein Übernachtungs-
zwecken zu dienen (vgl. Beschwerde S. 3 f.; Rekurs vom 27.12.2019 S. 2, 
Vorakten StRK [act. 3A] pag. 2 ff.; vgl. auch VGE 2016/220 vom 6.9.2017 
E. 3.4; BGer 2C_888/2017 vom 27.3.2018 E. 3.2.2, 2C_854/2013 vom 
12.2.2014 E. 5.3). So führt der Beschwerdeführer sinngemäss selber aus, 
dass die Wohnung zunächst als Hauptwohnung gedacht war und er sie ent-
sprechend ausgesucht hatte (vgl. Schreiben vom 10.10.2020 [act. 9] S. 1). 
In der EG C.________ stehen dem Beschwerdeführer und seinen zwei 
Brüdern je ein eigenes Zimmer sowie der Rest des Elternhauses zur 
Mitbenutzung zur Verfügung, an dem sie als Erbengemeinschaft zur Hälfte 
Miteigentum haben (vgl. vorne E. 3.1). Diese Wohnsituation des 
Beschwerdeführers an seinem Wochenendort erscheint komfortabel. Die 
Liegenschaft gehört ihm aber nicht allein und steht ihm auch nicht zur 
alleinigen Nutzung zur Verfügung. Nicht ausschlaggebend ist der geltend 
gemachte zeitliche und finanzielle Aufwand im Zusammenhang mit der 
Liegenschaft, zumal er diesen mit seinen Brüdern und seinem Vater trägt 
und gleichzeitig auch für die Wohnung in B.________ ein monatlicher 
Mietzins sowie Aufräum- und Reinigungsarbeiten anfallen. Nach dem 
Gesagten erscheinen die Wohnverhältnisse in B.________ mindestens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 14

gleich komfortabel wie am Wochenendort und sprechen jedenfalls nicht für 
die EG C.________ als Steuerwohnsitz.

3.2.7 Es kann sodann nicht darauf ankommen, dass der Beschwerdeführer 
angeblich eine wenig ausgeprägte emotionale Verbundenheit mit der EG 
B.________ bzw. dem Kanton Bern hat und nur aufgrund seiner gemäss 
eigenen Angaben einzigartigen Arbeitsstelle bei der … Wochenaufenthalter 
ist, wobei er selber anfügt, dass es für ihn als … auch «analoge 
Beschäftigungsmöglichkeiten» gäbe (vgl. Schreiben vom 13.3.2020 S. 1, 
Vorakten StRK [act. 3A] pag. 32 ff.). Der Mittelpunkt der Lebensinteressen 
bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände und 
nicht nach den gefühlsmässigen Bindungen zu einem bestimmten Ort (vgl. 
vorne E. 2.2). Unerheblich ist weiter, dass der Beschwerdeführer offenbar 
nur solange in B.________ zu bleiben gedenkt, bis sich seine 
Arbeitssituation ändert (vgl. Fragebogen S. 2). Eine mehr oder weniger be-
stimmte Absicht, später oder wenn die Verhältnisse sich geändert haben an 
einen anderen Ort zu ziehen, steht der Begründung eines Wohnsitzes am 
gegenwärtigen Aufenthaltsort nicht entgegen (vgl. BGE 143 II 233 E. 2.5.2 
mit Verweis auf BGE 127 V 237 E. 2c; VGE 2015/215 vom 30.1.2017, in StE 
2017 B 11.1 Nr. 29 E. 3.4.3, 2012/244 vom 13.11.2013 E. 4.4, 2011/321 vom 
8.2.2013 E. 5.5 [bestätigt durch BGer 2C_250/2013 vom 29.8.2013, in 
StE 2013 A 24.21 Nr. 27]). Mit Blick darauf ist auch der Umstand hier nicht 
weiter bedeutsam, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Corona-Pande-
mie nach eigenen Angaben vom 18. März bis zum 9. August 2020 seine ge-
samte Arbeitszeit von C.________ aus im Homeoffice geleistet und in dieser 
Zeit nicht in B.________ übernachtet hat (vorne E. 3.2.2). Abgesehen davon 
bildet Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein steuerrechtlicher 
Wohnsitz im Steuerjahr 2018 und nicht im Jahr 2020 (vgl. vorne E. 1.2).

3.3 Zusammenfassend vermag der Beschwerdeführer zwar nicht uner-
hebliche familiäre und auch gewisse gesellschaftliche Beziehungen zu 
seinem Wochenendort im Kanton St. Gallen darzutun. Diese erscheinen in-
dessen nicht dermassen aussergewöhnlich, dass sie die natürliche Vermu-
tung umzustossen vermöchten, wonach sich der Lebensmittelpunkt des Be-
schwerdeführers als unselbständig erwerbstätiger, unverheirateter, 30-jähri-
ger Steuerpflichtiger am Arbeitsort befindet, an dem er sich seit Jahren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 15

ununterbrochen aufhält (vgl. BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). Die-
ser Schluss steht auch mit anderen Fällen im Einklang. So ist die Situation 
des Beschwerdeführers nicht mit dem Sachverhalt im Urteil des Bundesge-
richts BGer 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 vergleichbar, wo der Steuerpflich-
tige vier Nächte pro Woche am Wochenendort verbrachte, teilweise von dort 
aus seiner Erwerbstätigkeit nachging und in zahlreichen Vereinen engagiert 
war. Demnach hat die StRK zu Recht erkannt, dass sich das Steuerdomizil 
des Beschwerdeführers für das Steuerjahr 2018 am Stichtag – dem 31. De-
zember 2018 (vgl. Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 StHG; vgl. auch 
Art. 165 Abs. 4 StG; Art. 3 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 105 Abs. 1 DBG) – in der 
EG B.________ befand.

4.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.257U, 
Seite 16

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde B.________
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.