# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27971305-87ac-52bd-8cc6-f4679c856bac
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.03.2012 725 2011 423 (725 11 423)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2011-423_2012-03-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

vom 8. März 2012 (725 11 423)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Adäquate Kausalität  

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli Ziegler, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Christine Dedato 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 

A. Der 1979 geborene A.____ ist über seinen Arbeitgeber obligatorisch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen und Be-
rufskrankheiten versichert. Am 2. Februar 2010 erlitt A.____ bei einem Auffahrunfall, als das 
ihm folgende Fahrzeug ins Heck seines stehenden Wagens stiess, ein kraniozervikales Be-
schleunigungstrauma. In der Folge erbrachte die SUVA Versicherungsleistungen. 
 
Mit Verfügung vom 6. Juni 2011 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen per 30. Juni 2011 
ein und begründete dies damit, dass es zwischen dem Unfallereignis und den noch geklagten, 
organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden an der gemäss BGE 115 V 133 zu 
prüfenden Adäquanz fehle. Hiergegen erhob A.____ fristgerecht Einsprache und beantragte, 
dass die Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen und demgemäss aufzuheben sei, sowie dass 

 
 
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die Leistungen von der SUVA weiterhin auszurichten seien. Mit Einspracheentscheid vom 
19. Oktober 2011 wies die SUVA die Einsprache mit der Begründung ab, dass die heutigen 
Beschwerden nicht mehr adäquat kausal auf den Unfall vom 2. Februar 2010 zurückzuführen 
seien.  
 
B. Mit Eingabe vom 25. November 2011 reichte A.____ , Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein. Er bean-
tragt, dass der Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2011 und die Verfügung vom 6. Juni 2011 
aufzuheben seien und die SUVA rückwirkend zur Wiederaufnahme der Versicherungsleistun-
gen zu verpflichten sei. In der Begründung hält er im Wesentlichen an der adäquaten Kausalität 
zwischen dem Unfall vom 2. Februar 2010 und seinen heutigen Beschwerden fest und verweist 
auf die Begründung seiner Einsprache vom 4. Juli 2011.  
 
C.  Die SUVA, vertreten durch Andreas Hardegger, Rechtsanwalt, beantragt mit Ver-
nehmlassung vom 27. Dezember 2011 die Abweisung der Beschwerde und hält am Einspra-
cheentscheid vom 19. Oktober 2011 fest. Sie vertritt weiter die Auffassung, dass die adäquate 
Kausalität zwischen dem Unfall vom 2. Februar 2011 und den heutigen Beschwerden von 
A.____  fehle und die Einsprache zu Recht abgewiesen worden sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt in B.____. Gemäss 
§ 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich und örtlich für die Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist ein-
zutreten. 
 
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als da-
von eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 
Satz 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG) hat die versicherte Person, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 
10 % invalid ist. Zudem besteht gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 

 
 
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Integritätsentschädigung, wenn durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität bewirkt worden ist. 
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - vor-
aus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruches nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; 115 V 134 E. 3).  
 
3.2 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 2. Februar 2010 ein kra-
niozervikales Beschleunigungstrauma erlitt. Kurz nach dem Unfall vom 2. Februar 2010 klagte 
er über Nackenschmerzen. Dr. med. C.____, Assistenzärztin Chirurgie, diagnostizierte glei-
chentags einen Status nach Autounfall mit kraniozervikalem Beschleunigungstrauma. Dieses ist 
damit in den Akten klar dokumentiert und der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen. 
 
3.3 Strittig im vorliegenden Fall ist einzig, ob die adäquate Kausalität zwischen dem Unfall-
ereignis vom 2. Februar 2010 und den heutigen Beschwerden gegeben ist.  
 
4.1 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2). Der Voraussetzung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 
(vgl. BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (vgl. BGE 112 V 33 E. 1b). 
 

 
 
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4.2 Ob die geklagten Beschwerden noch adäquat kausale Unfallfolgen sind, hat der Unfall-
versicherer beim Fallabschluss zu prüfen. Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 zum 
Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert (E. 3 und 4). Demnach sind Heilbehandlung und Tag-
geld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr 
zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen. Ob 
eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden 
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträch-
tigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un-
bedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). Wenn eine entsprechende 
Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall abzuschliessen. 
 
4.3 Solange von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besse-
rung erwartet werden kann, ist dem Unfallversicherer verwehrt, die Adäquanzprüfung vorzu-
nehmen und dadurch den Behandlungsabschluss herbeizuführen (vgl. Urteil des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts vom 10. Januar 2005, U 269/04 E. 1.3). Umgekehrt ist es nicht 
Sache der versicherten Person, den Erfolg von Heilbehandlungsmassnahmen zu beurteilen. 
Wenn mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes mehr erwartet werden kann, ändert deshalb auch die Geltendmachung andauernder 
Schmerzen nichts an der Tatsache, dass ein Anspruch auf eine weiterführende Behandlung 
nicht mehr besteht und der Unfallversicherer den Fallabschluss vorzunehmen hat (vgl. 
ALEXANDRA RUMO-JUNG, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Zürich/Basel/Genf 2003, Art. 19). 
 
5.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende medizinische Unterlagen zu 
berücksichtigen: 
 
5.1.1 Dr. C.____ diagnostizierte am 2. Februar 2010 ein kraniozervikales Beschleunigungs-
trauma und hielt fest, dass der Beschwerdeführer über leichtgradige Nackenbeschwerden klag-
te und anfänglich Kribbelparästhesien in der rechten Hand verspürt habe.  
 
 
5.1.2 Dr. med. D.____, FMH Innere Medizin und Angiologie, hielt in seinen Zwischenberich-
ten vom 22. Oktober 2010 und 2. Februar 2011 ein kraniozervikales Beschleunigungstrauma 
fest.  
 
Im Zwischenbericht vom 22. Oktober 2010 stellte er fest, dass sich die chronifizierten Schmer-
zen im Nacken- und Kopfbereich mit Wasser- und Physiotherapie verbessert hätten. Weiter 
weist er daraufhin, dass der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig sei und bisher keine Ar-
beitsunfähigkeit attestiert werden musste, einzig ob ein bleibender Nachteil zu erwarten sei, 
liess Dr. D.____ offen.  
 
Im Zwischenbericht vom 2. Februar 2011 erklärte er, dass die Beschwerden mit der Physio- und 
Wassertherapie regredient wären, jedoch immer noch Verspannungen im Nacken mit zum Teil 

 
 
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elektrischem Gefühl vorhanden seien. Dr. D.____ teilte mit, dass die Physiotherapie jetzt been-
det werde. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor zu 100 % arbeitsfähig und nie arbeitsunfähig 
gewesen. Es sei nach wie vor unklar, wie lange die Verspannungen andauern würden.  
 
5.1.3 Dr. med. E.____, FMH für Neurologie, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 18. März 
2011 ein leichtes tendomyotisches Zervikalsyndrom ohne (sichere) radikuläre Reizerscheinun-
gen bei Zustand nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma im Rahmen einer Heckkollision 
am 2. Februar 2010. Sie hatte den Eindruck, dass der Beschwerdeführer durch das Unfallereig-
nis verunsichert worden sei und bereits auf leichtere Erschütterungen mit Muskelhartspann rea-
giere. Therapeutisch erachtete sie die Fortsetzung der Physiotherapie im Rehacenter Rheinfel-
den für lohnenswert, als Alternative schlug sie die Alexander-Therapie sowie zusätzliches Fit-
ness-Training vor. In Reserve erschien ihr Irfen 600mg oder abends Sirdalud 2mg geeignet. 
Ihrer Meinung nach wäre eine erneute Standortbestimmung, voraussichtlich inklusive MRT der 
HWS, empfehlenswert, wenn sich in den nächsten 2-6 Monaten keine weitere Besserung ab-
zeichnen sollte. 
 
5.1.4 Bei der ärztlichen Beurteilung vom 28. März 2011 hielt Dr. med. F.____, FMH Allge-
meinmedizin, Kreisarzt der SUVA, keine weitere Behandlung für nötig. Eine allfällige Traumati-
sierung der Halswirbelsäule des Beschwerdeführers sei längstens auskuriert. Die von 
Dr. E.____ empfohlene Therapie entspreche einem landesüblichen Fitnesstraining und sei we-
der suva- noch kassenpflichtig. Er vertrat den Standpunkt, dass es mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit keine strukturell objektivierbaren Unfallfolgen mehr gäbe. Der Befund sei 
seit Beginn derart geringfügig, dass man bisher auf eine Magnetresonanztomographie der 
Halswirbelsäule verzichtet habe. Seiner Ansicht nach würde eine solche auch zum jetzigen 
Zeitpunkt keine neuen Erkenntnisse liefern. 
 
5.1.5 Dr. med. G.____, FMH Radiologie, machte am 19. Juli 2011 ein MRT der HWS vom 
Beschwerdeführer. In seinem Befund vom 19. Juli 2011 hielt er fest, dass keine Voruntersu-
chungen vorliegen würden, intakte ossäre Strukturen in allen Abschnitten vorhanden wären, 
das Myelon ohne pathologische Veränderungen sei und sich ein kleiner Schleimhautpolyp im 
Sinus maxillaris links befinde. Es würden regelrechte Verhältnisse im kraniozervikalen Über-
gang vorliegen. Bei C2/C3 gäbe es einen normalen Befund, bei C3/C4 normale Weite des Spi-
nalkanals und der Neuroforamina bei normaler Konfiguration des Discus, bei C4/C5 ebenso 
normale Weite der Neuroforamina, auch Spinalkanal und Myelon seien normal. Bei C5/C6 gäbe 
es einen normalen Befund, bei C6/C7 normale Verhältnisse im Spinalkanal, das Myelon sei 
regelrecht und die Neuroforamina normal weit, bei C7/TH1 gäbe es minime mediane Protrusion 
des normal hohen Discus, seitengleiche Konfiguration der Neuroforamina, regelrechter Befund 
im Myelon. In der oberen BWS bestünden ganz diskrete chondrotische Veränderungen auf Hö-
he TH2/TH3 und TH3/TH4 mit ganz minimer Aufweitung des Anulus fibrosus. Dr. G.____ attes-
tierte dem Beschwerdeführer in seiner Beurteilung intakte ossäre Strukturen und fand keinen 
Nachweis einer Diskushernie oder Myelopathie. Jedoch gäbe es minime chondropathische 
Veränderungen C7/TH1 sowie TH2-TH4 mit ganz diskreten Discusprotrusionen, diese seien 
aber wohl ohne klinische Relevanz. 
 
5.1.6  Am 17. August 2011 fand bei Dr. F.____ eine kreisärztliche Untersuchung statt. In sei-
ner Beurteilung diagnostizierte er, dass ein funktionelles linksbetontes Cervikalsyndrom nach 

 
 
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HWS-Distorsion (2. Februar 2010) vorliege. Die Beschwerden seien konsistent, allerdings rein 
funktioneller Natur. Es ergäben sich keine Anhaltspunkte für strukturelle Residuen jener Distor-
sion. Der Leidensdruck zeige anamnetisch langsam abnehmende Tendenz. Der Beschwerde-
führer habe die Wirbelsäulehygiene inzwischen implementiert. Die Chronifizierung habe er noch 
nicht überwunden, weshalb er weiterhin auf Physiotherapie angewiesen sei. Vom Befund her 
könne er keine entsprechende Indikation finden. Versicherungsmedizinisch sei jene Nacken-
distorsion längst auskuriert. Der Beschwerdeführer leide jetzt unter etwas chronifizierten funkti-
onellen Beschwerden ohne irgend eine organische Grundlage. Der Beschwerdeführer habe 
bisher normal weiterarbeiten können und auch der Befund vom 17. August 2011 ergäbe dies-
bezüglich keine Vorbehalte.   
 
5.2 Weiter sind die Angaben des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. 
 
5.2.1 Der Beschwerdeführer füllte am 22. Oktober 2010 einen Fragebogen der SUVA aus 
und gab an, dass es ihm bis jetzt immer möglich gewesen sei zu arbeiten. Seine Ausfälle seien 
durch die Reha (Physiotherapie) bedingt. 
 
5.2.2 Im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen der SUVA vom 15. November 
2010 berichtete der Beschwerdeführer unter "Art der Beschwerden", er habe sofort Nacken-
schmerzen ausstrahlend in Hinterkopf mit Kribbelgefühlen sowie Kribbelgefühle in der rechten 
Hand und verschwommenes Sehen verspürt. Vor seinem Unfall hätten ein Mal jährlich Rücken-
schmerzen lumbal bestanden. Der Beschwerdeführer hielt unter "Persönliche Erwartungen und 
Prognosen bezüglich Heilung und Arbeitsfähigkeit" fest, dass er eine sehr langsame - aber gute 
- Besserung erwarte. 
 
6. Das Unfallereignis lag zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung über 16 Monate zurück. 
Der Beschwerdeführer bestätigte im Fragebogen der SUVA am 22. Oktober 2010 insbesondere 
selbst, es sei ihm immer möglich gewesen zu arbeiten. Einzig aufgrund der Physiotherapie sei 
es zu Arbeitsausfällen gekommen. Dies ergibt sich auch aus den Zwischenberichten von 
Dr. D.____ vom 22. Oktober 2010 und 2. Februar 2011, welche bestätigen, dass eine Arbeits-
unfähigkeit des Beschwerdeführers nie bestanden habe.  
 
Des Weiteren sind die heutigen Beschwerden organisch nicht nachweisbar, wie man den vor-
handenen Arztberichten (ausführlich siehe E. 5.1) entnehmen kann. Bereits dem Zwischenbe-
richt vom 2. Februar 2011 von Dr. D.____ lässt sich entnehmen, dass die Beschwerden regre-
dient waren und die Physiotherapie beendet wird. Im Arztbericht vom 18. März 2011 von 
Dr. E.____ wurde zwar ein leichtes tendomyotisches Zervikalsyndrom diagnostiziert, jedoch 
schränkte sie diese Diagnose weiter ein, indem sie festhielt, dass dies ohne sichere radikuläre 
Reizerscheinungen vorliege. Im Übrigen empfahl sie ein Fitnessprogramm. Dr. F.____ hielt am 
28. März 2011 keine weitere Behandlung für nötig, da eine allfällige Traumatisierung der Hals-
wirbelsäule des Beschwerdeführers längst auskuriert sei. Dr. G.____ attestierte dem Be-
schwerdeführer mittels MRT vom 19. Juli 2011 intakte ossäre Strukturen und fand keinen 
Nachweis einer Diskushernie oder Myelopathie. Es gäbe zwar minime chondropathische Ver-
änderung C7/TH1 sowie TH2-TH4 mit ganz diskreten Discusprotrusionen, diese wären aber 
ohne klinische Relevanz. Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 17. August 2011 kam 
Dr. F.____ zur Diagnose, dass ein funktionelles linksbetontes Cervikalsyndrom nach HWS-

 
 
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Distorsion vorläge, jedoch seien die Beschwerden konsistent rein funktioneller Natur. Aus versi-
cherungsmedizinischer Sicht sei die Nackendistorsion längst auskuriert, der Beschwerdeführer 
leide nun unter etwas chronifizierten funktionellen Beschwerden ohne irgend eine organische 
Grundlage. Von medizinischen Massnahmen, wie Physiotherapie, ist somit mit der erforderli-
chen Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. 
Die Beschwerdegegnerin hat daher am 6. Juni 2011 den Fall zu Recht per 30. Juni 2011 abge-
schlossen. 
 
7.1 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der na-
türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gel-
ten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 
den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Unter-
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, 
welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati-
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (für viele: Urteil des Bundesgerichts vom 
7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmetho-
den müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
7.2 Liegen keine organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgeschäden vor wie vorlie-
gend, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss 
(BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person 
beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, einen äquivalenten Verletzungsmecha-
nismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas 
vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verlet-
zung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 
und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affekt-
labilität, Depression, Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz 
nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten 
(vgl. die nachfolgende E. 6.2) Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleuder-
trauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach einer sol-
chen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurtei-
lung psychischer Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Krite-
rien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma 
der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen physischen und 
psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), 
währenddem bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlent-
wicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Ge-
sundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).  
 
7.3 Dr. C.____ diagnostizierte nach dem Unfallereignis vom 2. Februar 2010 gleichentags 
ein kraniozervikales Beschleunigungstrauma und hielt fest, dass der Beschwerdeführer über 
Nackenbeschwerden klage. Dr. D.____ bestätigte dies in seinen Zwischenberichten vom 

 
 
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22. Oktober 2010 und 2. Februar 2011. Ein Schleudertrauma ist in den Akten klar dokumentiert 
und von der Beschwerdegegnerin unbestritten.   
 
8. Im bereits mehrfach erwähnten BGE 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht ausführ-
lich mit der bisherigen Praxis zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalen-
ter Verletzung der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Be-
schwerden (so genannte Schleudertrauma-Praxis nach BGE 117 V 359 ff.) befasst. Dabei hat 
es entschieden, dass am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit sol-
chen Verletzungen festzuhalten sei (E. 7-9). Auch bestehe keine Veranlassung, die bewährten 
Grundsätze über die bei dieser Prüfung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach deren 
Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen Einbezug 
weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (E. 10.1). Demnach ist für die Bejahung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall nach wie vor zu verlangen, dass dem Un-
fall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zu-
kommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüp-
fen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten 
Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Re-
gel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, 
lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des 
Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, 
welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittle-
ren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in be-
sonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusam-
menhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden (E. 10.1 mit Hinweisen). 
 
9.1 Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensab-
lauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. Kranken- und Unfallversicherung - Recht-
sprechung [RKUV] 1999 Nr. U 335 S. 207 E. bb), nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Be-
gleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. Derartigen 
dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den 
Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - 
Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichts-
punkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Un-
falls zu prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Ver-
letzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht. Dieser 
Grundsatz gilt sowohl in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklun-
gen nach Unfall (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 8 S. 27 
E. 5.3.1)  als auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil I. des Bundesgerichts 
vom 11. Juni 2008, 8C_536/2007, E. 6.1). 
 
9.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2011 ging die Beschwerde-
gegnerin gestützt auf die biomechanische Kurzbeurteilung vom 7. Dezember 2010 davon aus, 
dass es sich beim Auffahrunfall, den der Beschwerdeführer am 2. Februar 2010 erlitt, um ein 

 
 
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mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu einem leichten Ereignis handle. Der biomechani-
schen Kurzbeurteilung lässt sich entnehmen, dass die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsän-
derung, delta-v, für das Fahrzeug des Beschwerdeführers knapp unterhalb oder innerhalb eines 
Bereiches von 10 bis 15 km/h gelegen hat. Durch die dabei wirksamen Beschleunigungskräfte 
hätte sich der Beschwerdeführer relativ zum Fahrzeug in Richtung der Fahrzeuglängsachse 
nach hinten bewegt.  
 
9.3 Diese Beurteilung der Beschwerdegegnerin ist mit Blick auf die Massstäbe, wie sie 
durch die Rechtsprechung zur Unfallschwere bei Schleudertraumen oder adäquanzrechtlich 
äquivalenten Verletzungsmechanismen entwickelt worden sind, nicht zu beanstanden. Einfache 
Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug werden in der Regel als mittelschwere Unfälle im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet (vlg. Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts vom 8. November 2004 U 314/03, Erw. 3.1 und vom 15. März 2005 U 380/04, 
Erw. 5.1.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
10.1 Geht man von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne aus, müssen für die Beja-
hung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder eines der relevanten Adäquanzkrite-
rien in besonders ausgeprägter oder aber mehrere dieser Kriterien in gehäufter oder auffallen-
der Weise erfüllt sein (Urteile T. des Bundesgerichts vom 31. März 2009, 8C_987/2008, E. 5.2, 
und J. vom 16. Mai 2008, 8C_726/2007, E. 4.3.2.1).  
 
Das Bundesgericht hat die bisherige Schleudertrauma-Praxis im genannten Urteil BGE 134 V 
109 ff. in mehrfacher Hinsicht präzisiert. So hat es die Anforderungen an den Nachweis einer 
natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis recht-
fertigt, erhöht (E. 9) und die adäquanzrelevanten Kriterien teilweise modifiziert (E. 10.2 und 
10.3). Dies betrifft zunächst das Kriterium der "ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Be-
handlung", das nur dann vorliegt, wenn nach dem Unfall fortgesetzt spezifische und die versi-
cherte Person belastende ärztliche Behandlung im Zeitraum bis zum Fallabschluss notwendig 
gewesen war (E. 10.2.3). Weiter wird für die Erfüllung des Kriteriums "Dauerbeschwerden" vor-
ausgesetzt, dass diese erheblich sind, was auf Grund glaubhaft geltend gemachter Schmerzen 
und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person im Lebensalltag erfährt, zu beur-
teilen ist (E. 10.2.4). Hinsichtlich des Kriteriums "Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit" 
schliesslich ist nicht die Dauer an sich, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche 
massgeblich, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt 
(E. 10.2.7). Zusammenfassend hat das Bundesgericht den Katalog der bisherigen adäquanzre-
levanten Kriterien (BGE 117 V 367 E. 6a, 383 E. 4b) in BGE 134 V 109 wie folgt neu gefasst 
(E. 10.3): 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; 
- erhebliche Beschwerden; 
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. 
 

 
 
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10.2 Der Beschwerdeführer war stets arbeitsfähig, einzig die Physiotherapie verursachte 
Arbeitsausfälle. Die Erfüllung weiterer Kriterien fällt klarerweise nicht in Betracht. Die Ausfüh-
rungen der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2011 sind somit 
nicht zu beanstanden. 
 
11. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistun-
gen für die Folgen der HWS-Verletzung, welche der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls 
vom 2. Februar 2010 erlitten hat, zu Recht per 30. Juni 2011 eingestellt und den adäquaten 
Kausalzusammenhang verneint hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 
19. Oktober 2009 erhobene Beschwerde muss deshalb abgewiesen werden. 
 
12. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos ist. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person einen bundes-
rechtlichen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Aus der Begrenzung des Anspruchs auf die 
Beschwerde führende Person folgt, dass die Beschwerdegegnerin, das heisst die Sozialversi-
cherung bei Obsiegen grundsätzlich keinen Parteikostenersatz verlangen kann (vgl. THOMAS 
LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, S. 497). Die ausserordentlichen 
Kosten sind daher wettzuschlagen. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht