# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5158d97c-ed28-57fc-a6ef-2de49bc219a2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 25.03.2025 STK 2023 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2023-47_2025-03-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 25. März 2025
STK 2023 47

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Veronika Bürgler Trutmann,
Gerichtsschreiberin Heidi Dörig.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 
8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

betreffend mehrfachen Betrug
(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 20. April 2023, 
SGO 2022 36);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. a) Am 21. September 2022 erhob die kantonale Staatsanwaltschaft beim 
Strafgericht Schwyz Anklage gegen A.________ wegen mehrfachen Betrugs. 
Sie wirft ihm gemäss Anklageschrift Folgendes vor (Vi-act. 1):

Der Beschuldigte wird angeklagt

des mehrfachen Betrugs 
im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB,

begangen dadurch, dass er mehrfach in der Absicht, sich oder einen andern 
unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrü-
ckung von Tatsachen arglistig irreführte oder ihn in einem Irrtum arglistig 
bestärkte und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmte, wodurch dieser 
sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigte,

eventualiter

des mehrfachen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen der Sozialhilfe
im Sinne von Art. 148a Abs. 1 StGB,

begangen dadurch, dass er mehrfach jemanden durch unwahre oder unvoll-
ständige Angaben, durch Verschweigen von Tatsachen oder in anderer Weise 
irreführte oder in einem Irrtum bestärkte, sodass er oder ein anderer Leistungen 
einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe bezog, die ihm oder dem andern 
nicht zustanden,

bei folgendem Sachverhalt:

Spätestens ab dem 01.11.2016 bezog A.________ (nachfolgend: der Beschul-
digte) Sozialhilfeleistungen von der Gemeinde Wangen SZ. Zwischen dem 
01.09.2017 und 31.12.2018 arbeitete der Beschuldigte als Küchenhilfe für 
D.________. Dazu reichte der Beschuldigte dem Sozialamt der Gemeinde 
Wangen SZ einen Arbeitsvertrag vom 24.08.2017 sowie die Lohnabrechnungen 
der Monate September 2017 bis Dezember 2018 ein, gemäss welchen er in ei-
nem 20 Prozent Pensum angestellt war und einen monatlichen Bruttolohn zwi-
schen CHF 758.30 (September 2017 bis Juli 2018) und CHF 812.50 (August 
2018 bis Dezember 2018) verdiente.

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Aufgrund der ihr vom Beschuldigten bekanntgegebenen Angaben unterstützte 
die Gemeinde Wangen SZ den Beschuldigten zwischen September 2017 und 
Dezember 2018 mit finanziellen Beiträgen in der Höhe von total CHF 31’177.45.

Monat
Wirtsch.
Sozialhilfe

Direktzahlungen/
Abtretungen

Total

September 2017 CHF 2’024.50 CHF 1’979.60 CHF 4’004.10
Oktober 2017 CHF 1’875.50 CHF 964.80 CHF 2’840.30
November 2017 CHF 1’815.00 – CHF 1’469.35 CHF 345.65
Dezember 2017 CHF 1’875.50 CHF 809.05 CHF 2’684.55
Januar 2018 CHF 1’869.00 CHF 2’405.55 CHF 4’274.55
Februar 2018 CHF 1’744.00 CHF 497.90 CHF 2’241.90
März 2018 CHF 1’925.50 CHF 1’786.80 CHF 3’712.30
April 2018 CHF 1’865.00 CHF 1’131.35 CHF 2’996.35
Mai 2018 CHF 1’925.50 – CHF 3’251.80 – CHF 1’326.30
Juni 2018 CHF 1’855.70 – CHF 1’740.25 CHF 115.45
Juli 2018 CHF 1’925.50 CHF 2’637.50 CHF 4’563.00
August 2018 CHF 1’925.50 – CHF 4’780.90 – CHF 2’855.40
September 2018 CHF 1’815.00 CHF 1’597.15 CHF 3’412.15
Oktober 2018 CHF 1’960.70 CHF 829.25 CHF 2’789.95
November 2018 CHF 1’900.20 CHF 779.80 CHF 2’680.00
Dezember 2018 CHF 1’965.00 – CHF 3’266.10 – CHF 1’301.10
Total CHF 31’177.45

Zwischen dem 01.08.2019 und 30.11.2019 arbeitete der Beschuldigte ein zwei-
tes Mal als Küchenhilfe für D.________. Dem Sozialamt der Gemeinde Wangen 
SZ reichte der Beschuldigte einen Arbeitsvertrag vom 19.06.2019 sowie die 
Lohnabrechnungen der Monate August 2019 bis November 2019 ein, gemäss 
welchen er wiederum in einem 20 Prozent Pensum angestellt war und einen 
monatlichen Bruttolohn von CHF 758.30 verdiente. 

Aufgrund der ihr bekannten Angaben unterstützte die Gemeinde Wangen SZ 
den Beschuldigten zwischen August 2019 und November 2019 mit finanziellen 
Beiträgen in der Höhe von total CHF 12’068.15.

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Monat
Wirtsch. 
Sozialhilfe

Direktzahlungen/
Abtretungen

Total

August 2019 CHF 1’865.00 CHF 1’511.55 CHF 3’376.55
September 2019 CHF 1’865.00 CHF 341.55 CHF 2’206.55
Oktober 2019 CHF 1’925.50 CHF 1’277.70 CHF 3’203.20
November 2019 CHF 1’865.00 CHF 1’416.85 CHF 3’281.85
Total CHF 12’068.15

In Tat und Wahrheit war der Beschuldigte zwischen dem 01.09.2017 und 
31.12.2018 sowie zwischen dem 01.08.2019 und 30.11.2019 in einem 100 Pro-
zent Pensum beim Einzelunternehmen D.________ angestellt und bezog einen 
monatlichen Nettolohn von CHF 3’500.00.

In der Absicht, weiterhin Sozialhilfeleistungen der Gemeinde Wangen SZ zu 
beziehen, täuschte der Beschuldigte mit Arbeitsverträgen und Lohnabrechnun-
gen die Mitarbeitenden der Gemeinde Wangen SZ wissentlich und willentlich 
über sein effektives Arbeitspensum und sein tatsächliches Salär beim Einzelun-
ternehmen D.________. Dies führte bei den Mitarbeitenden der Gemeinde 
Wangen SZ zum Irrtum, dass der Beschuldigte Anspruch auf Sozialhilfeleistun-
gen habe, weshalb ihm zwischen September 2017 und Dezember 2018 sowie 
zwischen August 2019 und November 2019 Sozialhilfebeiträge in der Höhe von 
total CHF 43’245.60 ausbezahlt wurden, auf die er aufgrund seines tatsächli-
chen Einkommens keinen Anspruch gehabt hätte. Der Beschuldigte sah voraus, 
dass die Mitarbeitenden der Gemeinde Wangen SZ aufgrund der Arbeitsverträ-
ge und Lohnabrechnungen sein effektives Arbeitspensum nicht überprüfen 
werden und ein höheres Arbeitspensum sowie die zusätzlichen Auszahlungen 
des Salärs in bar nur schwer nachzuweisen gewesen wären.

b) Mit Urteil vom 20. April 2023 erkannte das Strafgericht Schwyz was folgt 
(angefochtenes Urteil; Vi-act. 44):

1. A.________ wird des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 
StGB schuldig gesprochen, begangen in den Zeiträumen von 1. Septem-
ber 2017 bis 31. Dezember 2018 und von 1. August 2019 bis 30. No-
vember 2019.

2. A.________ wird mit einer Geldstrafe von 250 Tagessätzen zu Fr. 50.-- 
und einer (Verbindungs-)Busse von Fr. 3’125.-- bestraft.

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3. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 3 Jahren aufge-
schoben.

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse 
tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 63 Tagen.

5. Von einer Landesverweisung wird im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB ab-
gesehen.

6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
den Untersuchungs- und Anklagekosten 4’820.00
den Gerichtskosten (inkl. Gerichtsgebühr) 4’973.70
den Kosten der amtlichen Verteidigung 7’250.00

Total Fr. 17’043.70

werden A.________ auferlegt. Bezüglich der Kosten für die amtliche Ver-
teidigung bleibt Ziff. 7 vorbehalten.

7. Amtliche Verteidigung:

a) Der amtliche Verteidiger RA E.________ wird aus der Strafge-
richtskasse pauschal mit Fr. 7’250.-- entschädigt (inkl. Auslagen 
und MwSt.; Fr. 180.-- Stundenansatz).

b) Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden aufgrund der wirt-
schaftlichen Verhältnisse von A.________ einstweilen auf die 
Staatskasse genommen.

c) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ 
gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

8. [Zustellung]

9. [Rechtsmittel]

B. Der Beschuldigte meldete am 26. April 2023 gegen dieses Urteil Beru-
fung an (KG-act. 2) und erklärte am 14. August 2023 Berufung (KG-act. 3). 
Die Staatsanwaltschaft teilte am 21. August 2023 mit, sie verzichte auf eine 
Anschlussberufung sowie auf persönliches Auftreten vor Gericht (KG-act. 5). 
Die Berufungsverhandlung wurde auf den 22. Oktober 2024 angesetzt 
(KG-act. 12 und 15), musste aufgrund des Ausfalls der Dolmetscherin jedoch 

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kurzfristig abzitiert werden (KG-act. 26). Am 18. März 2025 fand die Beru-
fungsverhandlung statt, an der neben dem Beschuldigten A.________ auch 
der Mitbeschuldigte F.________ (nachfolgend: Mitbeschuldigter) befragt wur-
de (KG-act. 37). An der Berufungsverhandlung stellte die Verteidigung des 
Beschuldigten folgende Anträge (KG-act. 37/1):

1. Das angefochtene Urteil sei vollumfänglich aufzuheben und der Beschul-
digte/Berufungskläger freizusprechen; entsprechend sind ihm die Kosten 
der Untersuchung sowie des vorinstanzlichen Gerichtsverfahrens nicht 
aufzuerlegen und er ist für seine anwaltlichen Aufwendungen im Umfang 
von CHF 7’250.00 sowie von CHF 7’595.90 zu entschädigen.

2. Eventualiter ist das angefochtene Urteil aufzuheben und die Anklage an 
die Anklägerin/Berufungsbeklagte zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten 
des Staates. 

C. Auf die einzelnen Vorbringen der Verteidigung wird – soweit notwendig – 
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen;-

und in Erwägung:

1. Vorbemerkungen

Die Verteidigung focht gemäss den an der Berufungsverhandlung gestellten 
Anträgen das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich an (KG-act. 37/1, Antrag 
Ziff. 1). Die Vorinstanz sah von einer Landesverweisung im Sinne von Art. 66a 
Abs. 2 StGB ab (angef. Urteil Dispositiv-Ziff. 5). Da offenkundig nicht davon 
auszugehen ist, dass die Verteidigung das Absehen von einer Landesverwei-
sung beanstandet, und sie anlässlich der Berufungsverhandlung keine ent-
sprechenden Ausführungen machte, erwuchs die Dispositivziffer 5 des ange-

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fochtenen Urteils betreffend Landesverweisung in Rechtskraft. Im Übrigen ist 
das vorinstanzliche Urteil gemäss den Rügen der Verteidigung zu überprüfen.

2. Sachverhalt

2.1.1 Die Vorinstanz erachtete den dem Beschuldigten vorgeworfenen Sach-
verhalt bezüglich der äusseren Gegebenheiten als erstellt und verwies auf die 
Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen für die beiden Anstellungen des Be-
schuldigten beim D.________ von September 2017 bis Dezember 2018 sowie 
von August 2019 bis November 2019 (angef. Urteil E. I.2). Weiter stufte die 
Vorinstanz die Aussagen des Mitbeschuldigten und ehemaligen Inhabers des 
D.________ sowie seiner damaligen Frau G.________ betreffend die Schwa-
rzarbeit des Beschuldigten als glaubhaft ein. Die beiden hätten jeweils über-
einstimmend und ohne nennenswerte Widersprüche sowohl in der staatsan-
waltschaftlichen Einvernahme wie auch anlässlich der Hauptverhandlung 
bestätigt, dass der Beschuldigte zu 20 % im Imbiss angestellt gewesen sei, 
jedoch 100 % gearbeitet habe und die restlichen 80 % des Lohns bar ausbe-
zahlt bekommen habe. Insgesamt habe der Beschuldigte so einen Nettolohn 
von Fr. 3’500.00 pro Monat erhalten. Dass der Mitbeschuldigte den Beschul-
digten wohl aus Rache für dessen Affäre mit seiner damaligen Frau 
G.________ beim Sozialamt der Gemeinde Wangen (nachfolgend: Sozialamt) 
gemeldet habe, oder dass G.________ den Beschuldigten im Dezember 2019 
auf Veranlassung des Mitbeschuldigten hin fälschlicherweise der Vergewalti-
gung beschuldigt habe, ändere nichts an der Glaubhaftigkeit der Aussagen 
der beiden in Bezug auf die inoffizielle Anstellung und Entlöhnung des Be-
schuldigten. Überdies würden sich sowohl der Mitbeschuldigte als auch 
G.________ mit ihren Aussagen selbst belasten, was ebenfalls für die Glaub-
haftigkeit der Aussagen zur Schwarzarbeit des Beschuldigten spreche (angef. 
Urteil E. I.2./a, b und d).

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2.1.2 Weiter erachtete die Vorinstanz die Einvernahmen von G.________ als 
verwertbar. Diese sei zu Recht im Untersuchungsverfahren als Zeugin und 
anlässlich der Hauptverhandlung als Auskunftsperson befragt worden, da erst 
im Nachgang der Aussagen von G.________ in der staatsanwaltschaftlichen 
Einvernahme eine mögliche Beteiligung von G.________ am Delikt, das dem 
Beschuldigten vorgeworfen werde, nicht mehr ausgeschlossen habe werden 
können (angef. Urteil E. I.2/c).

2.1.3 Zudem sprächen weitere Gründe dafür, dass der Beschuldigte neben 
seinem 20 %-Pensum zu 80 % „schwarz“ angestellt gewesen sei. So habe er 
nicht bemerkt, dass er ab August 2018 eine Lohnerhöhung erhalten habe, und 
bei seiner zweiten Anstellung habe er einen tieferen Lohn erhalten als am En-
de der ersten Anstellung. Dass die reguläre Entlöhnung für den Beschuldigten 
demnach sekundär gewesen sei, deute auf Schwarzarbeit hin. Der Mitbe-
schuldigte sei auf einen zusätzlichen Mitarbeiter angewiesen gewesen, was 
ebenfalls dafür spreche, dass der Beschuldigte zu 100 % im Imbiss beschäf-
tigt gewesen sei. Weiter sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschuldigte bloss 
in einem Pensum von 20 % hätte arbeiten wollen (angef. Urteil E. I.2/f). Nach 
dem Gesagten sei der angeklagte Sachverhalt als erstellt zu betrachten. Dass 
der Beschuldigte den Vorwurf abstreite, vermöge daran nichts zu ändern (an-
gef. Urteil E. I.2/h, zusammengefasst).

2.2.1 Die Verteidigung rügt demgegenüber, der Beschuldigte sei zumindest 
gestützt auf das Prinzip in dubio pro reo freizusprechen. Der angeklagte 
Sachverhalt lasse sich weder gestützt auf die unglaubhaften und widersprüch-
lichen Aussagen des Mitbeschuldigten, die unverwertbaren und unglaubhaften 
Aussagen von G.________ noch gestützt auf die übrigen Akten rechtsgenüg-
lich erstellen (KG-act. 37/1, Rz. 2).

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2.2.2 Zum einen sei der Mitbeschuldigte nicht glaubwürdig. Er wolle sich am 
Beschuldigten rächen, da dieser Ende 2019 mit seiner damaligen Frau 
G.________ eine sexuelle Beziehung geführt habe. Dass der Mitbeschuldigte 
seine damalige Frau veranlasst habe, den Beschuldigten im Dezember 2019 
wider besseres Wissen bei der Polizei wegen Vergewaltigung anzuzeigen, 
mache deutlich, wozu der Mitbeschuldigte im Stande sei, um vermeintlich die 
Familienehre wiederherzustellen und sich am Beschuldigten zu rächen. Rund 
drei Wochen nach der missglückten Anzeigeerstattung hätten der Mitbeschul-
digte und seine damalige Frau dem Sozialamt die Meldung erstattet, die das 
vorliegende Verfahren in Gang gebracht habe. Das Strafverfahren betreffend 
falsche Anschuldigung zeige, dass der Mitbeschuldigte nicht einmal davor 
zurückschrecke, sich selbst strafrechtlich zu belasten. Dass sich der Mitbe-
schuldigte strafrechtlich selbst belaste, spreche demnach nicht für die Glaub-
haftigkeit seiner Aussagen (KG-act. 37/1, Rz. 3 ff.).

2.2.3 Zum anderen seien die vom Mitbeschuldigten im vorliegenden Strafver-
fahren getätigten Aussagen unglaubhaft. Die Verteidigung weist diesbezüglich 
auf folgende Umstände hin: die ausgebliebenen Untersuchungshandlungen 
der Staatsanwaltschaft betreffend Aussagen des Mitbeschuldigten, wonach 
der Beschuldigte Darlehen vergeben und über grössere Bargeldbeträge ver-
fügt habe, die widersprüchlichen Ausführungen des Mitbeschuldigten betref-
fend (i) seine Motivation für die Anstellung des Beschuldigten, (ii) den Grund 
für die Meldung beim Sozialamt sowie (iii) die Unkenntnis von der vom Be-
schuldigten erhaltenen Sozialhilfe, die Ungewissheit, ob der Umsatz des 
D.________ überhaupt für die Bezahlung einer 100 %-Hilfskraft ausgereicht 
hätte, die Widersprüchlichkeiten betreffend Arbeitspensum der damaligen 
Frau des Mitbeschuldigten und einer zwischenzeitlich angestellten Hilfskraft 
sowie dass der Beschuldigte per August 2018 eine ausgewiesene Lohner-
höhung in Höhe von rund Fr. 50.00 erhalten habe. Die Vorinstanz habe nicht 
eingehend begründet, weshalb sie die Aussagen des Mitbeschuldigten betref-

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fend Schwarzarbeit trotz dieser Widersprüche als glaubhaft erachtet habe. 
Gestützt auf die Aussagen des Mitbeschuldigten könne der Sachverhalt nicht 
erstellt werden und die Schlussfolgerungen der Vorinstanz seien willkürlich 
(KG-act. 37/1, Rz. 8 ff.).

2.2.4 Weiter rügt die Verteidigung, dass die Aussagen der Exfrau des Mitbe-
schuldigten, G.________, nicht verwertbar seien. Anlässlich der Zeugenein-
vernahme vom 31. August 2021 habe sie sich selbst belastet, weshalb sie 
spätestens ab diesem Zeitpunkt als Beschuldigte oder zumindest als Aus-
kunftsperson hätte einvernommen werden müssen. Aufgrund der falschen 
Belehrung von G.________ in der Rolle als Zeugin seien ihre Aussagen un-
verwertbar. Die Einvernahme anlässlich der Hauptverhandlung vom 20. April 
2023 sei ebenfalls unverwertbar, da G.________ zwar korrekterweise als 
Auskunftsperson befragt worden, jedoch fälschlicherweise als Zeugin zur 
Hauptverhandlung vorgeladen worden sei (KG-act. 37/1, Rz. 17 ff.). Ohnehin 
sei G.________ nicht glaubwürdig, da sie sich vom Beschuldigten gedemütigt 
gefühlt und dem Mitbeschuldigten gegenüber starke Schuldgefühle gehabt 
habe, wie die falsche Anzeige wegen Vergewaltigung gegen den Beschuldig-
ten zeige. Die Verteidigung beanstandet zudem, dass die Einvernahmeproto-
kolle schlecht und kaum nachvollziehbar und die an der Hauptverhandlung 
gestellten Fragen suggestiv gewesen seien. Auch die Aussagen von 
G.________ seien unglaubhaft, wobei die Verteidigung beispielsweise auf 
folgende Umstände verweist: die widersprüchlichen Angaben zum Umfang 
ihrer Mithilfe im Imbiss ihres damaligen Ehemanns, dass sie mehrfach durch 
den Mitbeschuldigten beeinflusst worden sei (polizeiliche Einvernahme vom 
31. August 2021; falsche Anschuldigung betreffend Vergewaltigung), die Wi-
dersprüche zwischen den Aussagen von G.________ und H.________, der 
Sozialarbeiterin der Gemeinde Wangen, die ausweichenden Antworten auf 
Fragen betreffend Drohungen durch den Beschuldigten sowie die schwammi-
gen Ausführungen betreffend Bargeldzahlungen (KG-act. 37/1, Rz. 40 ff.).

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2.2.5 Zur Erstellung des Anklagesachverhalts könne demnach weder auf die 
Aussagen des Mitbeschuldigten noch auf jene von G.________ abgestellt 
werden. Die Vorinstanz habe ausserdem die schriftliche Aussage der Soziala-
rbeiterin H.________ inhaltlich falsch gewürdigt. Die übrigen Akten, wie insbe-
sondere die ausgewiesene Lohnerhöhung des Beschuldigten sowie der Um-
stand, dass auch der zwischen den beiden Anstellungen des Beschuldigten 
beschäftigte Angestellte lediglich in einem 20 %-Pensum gearbeitet habe, 
sprächen gegen den Vorwurf der Schwarzarbeit. Gestützt auf die vorhande-
nen Akten könne der Sachverhalt gemäss Anklage damit nicht erstellt werden. 
Es bestünden jedenfalls unüberwindliche Zweifel am dem Beschuldigten vor-
geworfenen Sachverhalt und dieser sei aufgrund der ungenügenden Beweis-
lage zumindest in dubio pro reo freizusprechen (KG-act. 37/1, Rz. 61 f.).

2.3.1 a) Die Arbeitstätigkeit des Beschuldigten umfasste ab November 2016 
folgende Arbeitsstellen: Der Beschuldigte arbeitete gemäss Arbeitsvertrag 
vom 2. September 2016 sowie den Lohnabrechnungen von November 2016 
bis März 2017 in einem Pensum von 20 % bei I.________ und erhielt einen 
Monatslohn von brutto Fr. 758.30 (U-act. 8.1.008-013). Gemäss Arbeitsvertrag 
vom 11. April 2017 und den Lohnabrechnungen war der Beschuldigte von Mai 
2017 bis Juni 2017 in einem 20 %-Pensum bei J.________ tätig und erhielt 
einen Monatslohn von brutto Fr. 758.30 (U-act. 8.1.015-017). Von September 
2017 bis Dezember 2018 arbeitete er schliesslich gemäss Arbeitsvertrag vom 
24. August 2017 sowie den Lohnabrechnungen in einem Pensum von 20 % 
beim D.________ und verdiente brutto Fr. 758.35 pro Monat (U-act. 8.1.019-
035; ab August 2018 erhielt er einen Monatslohn von brutto Fr. 812.50). Im 
Juli 2019 arbeitete der Beschuldigte auf Stundenlohnbasis bei der 
K.________ GmbH und verdiente für zehn Arbeitsstunden brutto Fr. 218.00 
(vgl. Arbeitsvertrag vom 1. Juli 2019; U-act. 8.1.037 f.). Gemäss Arbeitsvertrag 
vom 19. Juni 2019 sowie den Lohnabrechnungen war er von August 2019 bis 

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November 2019 erneut beim D.________ in einem 20 %-Pensum beschäftigt 
und verdiente brutto Fr. 758.35 pro Monat (U-act. 8.1.040-044). 

2.3.1 b) Ab 1. Dezember 2019 arbeitete der Beschuldigte bei L.________ mit 
einem Stundenlohn in Höhe von brutto Fr. 24.24 (vgl. Arbeitsvertrag vom 
27. November 2019; U-act. 8.1.046). Im Dezember 2019 erhielt der Beschul-
digte einen Lohn von brutto Fr. 440.39 und im Januar 2020 betrug der Lohn 
brutto Fr. 1’406.79 (U-act. 8.1.047 f.). Anlässlich der delegierten Einvernahme 
vom 17. August 2020 gab der Beschuldigte an, nach wie vor bei L.________ 
zu arbeiten, dort jedoch seit Mai 2020 in einem 100 %-Pensum mit einem Mo-
natslohn von brutto Fr. 4’500.00 festangestellt zu sein (U-act. 10.1.001, Fra-
gen 54 f.). Am 12. August 2022 fand die staatsanwaltschaftliche Einvernahme 
des Beschuldigten statt, wobei dieser keine näheren Angaben zu seiner aktu-
ellen Arbeitstätigkeit als Pizzaiolo oder zu seinem Erwerbseinkommen machte 
(U-act. 10.1.005, Rz. 204 ff.). Auch anlässlich der Hauptverhandlung vom 
20. April 2023 verweigerte er die Aussage betreffend Erwerbstätigkeit und 
Einkommen (Vi-act. 27, S. 10 f.). Dem Plädoyer der Verteidigung ist ebenso 
wenig konkret zu entnehmen, welches Erwerbseinkommen der Beschuldigte 
erzielte (vgl. Vi-act. 27, Plädoyer RA E.________, Rz. 35). Aus der Einver-
nahme des Beschuldigten an der Berufungsverhandlung vom 18. März 2025 
und der eingereichten Lohnabrechnung vom September 2024 ergibt sich, 
dass der Beschuldigte mindestens seit September 2024 in einem 70 %-
Pensum bei der M.________GmbH arbeitet und einen Bruttolohn von 
Fr. 2’779.96 erhält (KG-act. 37, Fragen 2 f.; KG-act. 37/1/4).

2.3.1 c) Der Beschuldigte führte sowohl bei der staatsanwaltschaftlichen Ein-
vernahme vom 12. August 2022 als auch an der Berufungsverhandlung vom 
18. März 2025 im Wesentlichen aus, dass er gerne mehr als 20 % gearbeitet 
hätte, der Mitbeschuldigte und damalige Inhaber des D.________ jedoch nicht 
mehr Arbeit für ihn gehabt und er keine andere Arbeitsstelle gefunden habe 

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(Vi-act. 10.1.005, Rz. 61 ff.; KG-act. 37, Fragen 22 ff.). Angesichts der Tatsa-
che, dass der Beschuldigte insgesamt 20 Monate (September 2017 bis De-
zember 2018 und August 2019 bis Dezember 2019) im Rahmen von zwei un-
terschiedlichen Anstellungen beim D.________ beschäftigt war, erscheint es 
jedoch realitätsfremd, dass der Beschuldigte in diesem gesamten Zeitraum 
keine andere Anstellung mit einem Pensum von mehr als 20 % finden konnte, 
zumal der Beschuldigte vielseitig einsetzbar ist (vgl. „Mitarbeiter Allrounder“ 
[U-act. 8.1.008], „Küchenhilfe“ [U-act. 8.1.015], „Pizzaiolo“ [U-act. 10.1.005 
Rz. 206 f.) und auch keinen langen Arbeitsweg scheut, wie seine Anstellung 
bis 31. Dezember 2022 beim N.________SA im Kanton Waadt oder seine 
aktuelle Anstellung in Buchs SG zeigen (vgl. Vi-act. 27, Plädoyer 
RA E.________, Beilage 2; KG-act. 37/1/4). Vielmehr fällt bei den Anstellun-
gen des Beschuldigten Folgendes auf: Auf seine Arbeitstätigkeit im Umfang 
von 20 % über einen Zeitraum von drei Jahren bei drei verschiedenen Arbeit-
gebern folgte ab Mai 2020, notabene nachdem der Beschuldigte mit Schrei-
ben vom 16. März 2020 über die Einleitung eines Strafverfahrens betreffend 
Sozialhilfebetrug informiert worden war (U-act. 2.1.001), eine Festanstellung 
mit einem 100 %-Pensum bei L.________, wo er bereits ab Dezember 2019 
auf Stundenlohnbasis arbeitete (vgl. dazu E. 2.3.1/b oben). Auch bei der 
nächsten aktenkundigen Anstellung mindestens seit September 2024 bei der 
M.________GmbH ist der Beschuldigte mit 70 % in einem erheblich höheren 
Pensum tätig als bis November 2019 mit einem 20 %-Pensum bzw. bis April 
2020 auf Stundenlohnbasis. Die Behauptung des Beschuldigten, er hätte ger-
ne mehr als 20 % gearbeitet, habe jedoch keine Arbeit gefunden, ist nach dem 
Gesagten als Schutzbehauptung zu qualifizieren.

2.3.1 d) Zwischen der massiven Erhöhung seines Pensums ab Mai 2020 auf 
100 %, nachdem er zuvor über Jahre in einem Pensum von maximal 20 % 
gearbeitet hatte, und der Meldung des Mitbeschuldigten beim Sozialamt be-
treffend Schwarzarbeit am 3. Januar 2020 (U-act. 15.2.003) sowie dem 

Kantonsgericht Schwyz 14

Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 16. März 2020, womit der Beschuldigte 
über die Einleitung eines Strafverfahrens betreffend Sozialhilfebetrug infor-
miert wurde (U-act. 2.1.001), besteht damit ein enger zeitlicher Zusammen-
hang. Dies ist als Indiz dafür zu werten, dass der Beschuldigte bereits vor Ein-
leitung des Strafverfahrens Anfang des Jahres 2020 während seiner Anstel-
lungen beim D.________ von September 2017 bis Dezember 2018 und von 
August 2019 bis November 2019 tatsächlich mehr als 20 % arbeitete.

2.3.2 a) Die Vorinstanz stützte sich für die Erstellung des Sachverhalts mass-
geblich auf die Aussagen des Mitbeschuldigten (vgl. dazu E. 2.1.1 oben). Der 
Aktennotiz von H.________ vom Sozialamt vom 3. Januar 2020 ist zu ent-
nehmen, dass das Ehepaar F+G.________ sie um ein Gespräch gebeten und 
ihr bei dieser Gelegenheit mitgeteilt habe, dass der Beschuldigte in der ge-
samten Zeit, in der er beim D.________ angestellt gewesen sei, jeden Monat 
zusätzlich zum überwiesenen Lohn Fr. 3’500.00 bar ausbezahlt erhalten habe. 
Der Beschuldigte habe verlangt, offiziell nur 20 % angestellt zu werden 
(U-act. 15.2.003). Anlässlich der delegierten Einvernahme vom 17. August 
2020 stellte der Mitbeschuldigte klar, dass H.________ dies falsch verstanden 
habe und Fr. 3’500.00 der Gesamtbetrag gewesen sei. Fr. 758.35 habe er 
überwiesen und den Restbetrag von Fr. 2’740.00 habe er, da der Beschuldigte 
gut gearbeitet habe, auf Fr. 2’750.00 aufgerundet und diesem ausbezahlt. Er 
habe dies nur deshalb so gemacht, weil der Beschuldigte dies gewollt habe. 
Am Montag habe der Beschuldigte frei gehabt und an den anderen Tagen 
100 % gearbeitet, jeweils von 10:30 Uhr bis 13:30 Uhr und von 17:00 Uhr bis 
22:30 Uhr (U-act. 10.1.002, Fragen 12 ff.). Auch anlässlich der weiteren Be-
fragungen am 12. August 2022, an der Hauptverhandlung vom 20. April 2023 
sowie an der Berufungsverhandlung vom 18. März 2025 bestätigte der Mitbe-
schuldigte übereinstimmend mit seinen vorherigen Aussagen (soweit dazu 
befragt), dass er den Beschuldigten auf dessen Verlangen hin offiziell 20 % 
angestellt habe, dieser aber 100 % gearbeitet und neben dem ihm bzw. dem 

Kantonsgericht Schwyz 15

Sozialamt überwiesenen Lohn von netto rund Fr. 700.00 monatlich 
Fr. 2’742.00 bzw. aufgerundet Fr. 2’750.00 bar ausbezahlt erhalten habe. Mo-
natlich habe der Beschuldigte insgesamt Fr. 3’500.00 verdient. Ausser am 
Sonntag oder Montag habe der Beschuldigte in einem Pensum von 100 % 
jeweils von 10:30 Uhr bis 13:30 Uhr und von 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr gearbei-
tet (vgl. U-act. 10.1.004, Rz. 72 ff. und 111 ff.; Vi-act. 27, Fragen 123 ff.; KG-
act. 37, Fragen 101, 112 ff. und 126 ff.). 

2.3.2 b) Die Verteidigung rügte sowohl die fehlende Glaubwürdigkeit des Mit-
beschuldigten als auch die fehlende Glaubhaftigkeit seiner Aussagen 
(vgl. dazu E. 2.2.2 f. oben). Im Zusammenhang mit der Würdigung von Zeu-
genaussagen hielt das Bundesgericht fest, dass der allgemeinen Glaubwür-
digkeit im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft nach heutiger Er-
kenntnis kaum mehr relevante Bedeutung zukommt. Weitaus bedeutender für 
die Wahrheitsfindung ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage. Dabei 
wird die konkrete Aussage anhand von Realitätskriterien und Fantasiesignalen 
darauf überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben 
einem tatsächlichen Erleben der befragten Person entspringen (BGE 147 
IV 534 E. 2.3.3 m. w. H.). Aussagen können insbesondere als glaubhaft quali-
fiziert werden, wenn sie in sich stimmig sind, Realitätskriterien aufweisen und 
durch weitere Indizien bestätigt werden (vgl. BGE 147 IV 534 E. 2.5.2). Rea-
litätskriterien sind unter anderem Detailreichtum, Individualität, Homogenität 
und Konstanz der zu beurteilenden Aussagen (KGer SZ STK 2022 16 vom 
24. November 2023 E. 4/b m. w. H.). Auch die innere Geschlossenheit des 
dargestellten Geschehensablaufs, eine Selbstbelastung oder unvorteilhafte 
Darstellung der eigenen Rolle, die Strukturgleichheit der Aussage oder eine 
enge Verknüpfung der Aussage mit bewiesenen Tatsachen und gleichlauten-
den Aussagen Dritter sind als Kennzeichen wahrheitsgetreuer Aussagen zu 
werten (OGer SO STBER.2015.80 vom 13. September 2016 E. 4 m. w. H.).

Kantonsgericht Schwyz 16

2.3.2 c) Wie die Verteidigung zutreffend vorbringt (vgl. KG-act. 37/1, Rz. 11), 
qualifizierte die Vorinstanz die Aussagen des Mitbeschuldigten als glaubhaft, 
ohne diese Schlussfolgerung näher zu begründen (angef. Urteil E. I.2/d). Bei 
der Würdigung der vom Mitbeschuldigten getätigten Aussagen in Bezug auf 
die behauptete Schwarzarbeit des Beschuldigten fällt insbesondere auf, dass 
der Mitbeschuldigte über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren weitgehend 
konstant und in sich stimmig aussagte, der Beschuldigte sei offiziell zu 20 % 
bei ihm angestellt gewesen, habe jedoch 100 % gearbeitet und die Differenz 
zum deklarierten Lohn habe er ihm bar ausbezahlt. Auch die vom Mitbeschul-
digten genannten Arbeitszeiten des Beschuldigten sowie die ausbezahlten 
Lohnsummen sind in sich stimmig: So behauptete der Mitbeschuldigte bereits 
im Gespräch mit H.________ vom Sozialamt am 3. Januar 2020 – wie später 
klargestellt wurde –, dass der Beschuldigte total Fr. 3’500.00 pro Monat ver-
dient habe (vgl. dazu E. 2.3.2/a oben). Gemäss den Lohnabrechnungen ver-
diente er während seiner Anstellung beim Mitbeschuldigten von September 
2017 bis Juli 2018 sowie von August 2019 bis November 2019 für das offiziel-
le 20 %-Pensum brutto Fr. 700.00 bzw. Fr. 758.30 inkl. Anteil für den 13. Mo-
natslohn, was netto einen Betrag von monatlich Fr. 687.60 ergibt (U-
act. 8.1.023 ff.). Fr. 700.00 entsprechen einem Anteil von exakt 20 % eines 
Monatslohns von total Fr. 3’500.00 und stimmen damit mit den Aussagen des 
Mitbeschuldigten und dem offiziellen 20 %-Pensum des Beschuldigten übe-
rein. Auch der vom Mitbeschuldigten genannte Betrag in Höhe von 
Fr. 2’742.00 bzw. aufgerundet Fr. 2’750.00, den er dem Beschuldigten jeweils 
zusätzlich bar ausbezahlt habe, ist im Gesamtkontext seiner Schilderungen 
schlüssig (Fr. 3’500.00 – Fr. 758.30 = Fr. 2’742.00 [gerundet]). Der Beschul-
digte blieb zudem im Verlauf der über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren 
stattgefundenen Befragungen bei seiner Behauptung, dass der Beschuldigte 
total Fr. 3’500.00 pro Monat verdient habe, und er ihm die Differenz in Höhe 
von aufgerundet Fr. 2’750.00 jeweils bar ausbezahlt habe (vgl. U-
act. 15.2.003; U-act. 10.1.002, Frage 12; U-act. 10.1.004, Rz. 72 ff.; Vi-act. 27, 

Kantonsgericht Schwyz 17

Fragen 123 ff.; KG-act. 37, Fragen 132 ff.). Die Aussagen des Mitbeschuldig-
ten weisen damit einen hohen Detaillierungsgrad sowie Konstanz über einen 
Zeitraum von mehreren Jahren auf.

2.3.2 d) Ein weiteres Realitätskriterium ist der Umstand, dass sich der Mitbe-
schuldigte mit seinen Aussagen selbst belastet. Spätestens mit dem erstin-
stanzlichen Urteil vom 20. April 2023 (SGO 2022 37), gemäss dem der Mitbe-
schuldigte den Tatbestand der Gehilfenschaft zum Betrug erfüllte und neben 
einer bedingten Geldstrafe und einer Busse ein Landesverweis für fünf Jahre 
ausgesprochen wurde, mussten dem Mitbeschuldigten die Konsequenzen 
seiner Aussagen bewusst sein. Trotz der für den seit fast 20 Jahren in der 
Schweiz lebenden Mitbeschuldigten (vgl. U-act. 1.2.004) einschneidenden 
fünfjährigen Landesverweisung sowie eigenständiger Berufung des Mitbe-
schuldigten gegen seine Verurteilung inklusive Landesverweisung bestätigte 
dieser auch anlässlich der Befragung vor dem Berufungsgericht am 18. März 
2025 vollumfänglich seine Erklärung, dass der Beschuldigte zu 100 % bei ihm 
gearbeitet habe und er diesem die Differenz zum offiziellen 20 %-Pensum 
jeweils bar ausbezahlt habe (KG-act. 37, Fragen 101, 112 ff. und 126 ff.). Der 
Mitbeschuldigte blieb damit an der Berufungsverhandlung vom 18. März 2025 
auf im Wesentlichen denselben selbstbelastenden Aussagen, die er gemäss 
Aktennotiz bereits im Gespräch mit H.________ vom Sozialamt am 3. Januar 
2020 gemacht hatte, was als Realitätskriterium für die Glaubhaftigkeit der 
Aussagen des Mitbeschuldigten spricht.

2.3.2 e) Die Verteidigung bringt vor, dass sich der Mitbeschuldigte für die Affä-
re des Beschuldigten mit der damaligen Ehefrau des Mitbeschuldigten rächen 
wolle und deshalb nicht glaubwürdig sei (KG-act. 37/1, Rz. 3 ff.). Dabei weist 
die Verteidigung auf die grosse zeitliche Nähe zwischen dem Bekanntwerden 
der Affäre im Dezember 2019 und der Meldung des Mitbeschuldigten und sei-
ner damaligen Ehefrau beim Sozialamt betreffend Schwarzarbeit des Be-

Kantonsgericht Schwyz 18

schuldigten am 3. Januar 2020 hin (KG-act. 37/1, Rz. 5). Dieser zeitliche Zu-
sammenhang indiziert zwar, dass das Bekanntwerden der Affäre den Mitbe-
schuldigten dazu veranlasste, dem Sozialamt die inoffizielle Anstellung des 
Beschuldigten beim D.________ zu melden. Nicht daraus abgeleitet werden 
kann jedoch, dass die Aussagen des Mitbeschuldigten betreffend Schwarzar-
beit des Beschuldigten erfunden sein sollen. Selbst wenn der Mitbeschuldigte 
die vorgenannte Meldung beim Sozialamt aus Rache erstattet haben sollte, 
ändert dies nichts daran, dass er anlässlich seiner Befragungen über mehrere 
Jahre konstant erklärte, dass der Beschuldigte inoffiziell zu 100 % beim 
D.________ gearbeitet und die Lohndifferenz jeweils bar ausbezahlt erhalten 
habe (vgl. E. 2.3.2/c und d oben).

2.3.2 f) Gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Mitbeschuldigten bringt 
die Verteidigung weiter vor, die Vorinstanz habe die Ausführungen des Mitbe-
schuldigten bezüglich der Gründe für seine Einlassung auf die Schwarzarbeit, 
der Gründe für die Meldung beim Sozialamt sowie bezüglich seiner Unkennt-
nis der Sozialhilfeunterstützung des Beschuldigten richtigerweise als unglaub-
haft qualifiziert. Mangels Begründung bleibe schleierhaft, weshalb die Vor-
instanz die Ausführungen des Mitbeschuldigten betreffend die vereinbarte 
Schwarzarbeit dennoch als glaubhaft beurteilt habe (KG-act. 37/1, Rz. 10 f.). 
Die von der Verteidigung vorgebrachte Kritik bezieht sich jedoch auf Aussa-
gen des Mitbeschuldigten, die seine eigene Tatbeteiligung betreffen und im 
Strafverfahren gegen den Mitbeschuldigten zu würdigen sind. Daraus kann 
nicht auf eine generelle Unglaubhaftigkeit der Aussagen des Mitbeschuldigten 
geschlossen werden. Zur Würdigung der Aussagen des Mitbeschuldigten be-
züglich der inoffiziellen Anstellung des Beschuldigten beim D.________ sowie 
der Auszahlung der Lohndifferenz in bar kann auf die vorstehenden Aus-
führungen verwiesen werden (E. 2.3.2/a-d oben).

Kantonsgericht Schwyz 19

2.3.2 g) Mit der wie soeben aufgezeigten hier vorliegenden Konstanz, der in-
neren Geschlossenheit der geschilderten Geschehnisse sowie der Selbstbe-
lastung sprechen mehrere Realitätskriterien für die Glaubhaftigkeit der Aussa-
gen des Mitbeschuldigten zur Anstellung und zur Entlöhnung des Beschuldig-
ten. Weiter decken sich die entsprechenden Ausführungen des Mitbeschuldig-
ten mit anderen Indizien, die ebenfalls die Schlussfolgerung nahelegen, dass 
der Beschuldigte – entgegen seiner offiziellen Anstellung im Umfang von 20 % 
– Vollzeit beim Mitbeschuldigten arbeitete und die Lohndifferenz bar ausbe-
zahlt erhielt (vgl. E. 2.3.1 oben). Unter Würdigung der genannten Umstände 
sind die Aussagen des Mitbeschuldigten betreffend Umfang und Entlöhnung 
der Arbeitstätigkeit des Beschuldigten glaubhaft.

2.3.3 Bezüglich der Aussagen des Beschuldigten ergibt sich was folgt: 
Gemäss der Aktennotiz von H.________ vom Sozialamt vom 15. Januar 2020 
sprach sie den Beschuldigten darauf an, dass sich dieser sehr oft im 
D.________ aufhalte, obwohl er dort nur 20 % angestellt sei. Darauf habe der 
Beschuldigte geantwortet, dass er aufgrund des ausstehenden Asylentscheids 
viel im Kopf habe und deshalb oft einen Kaffee beim befreundeten Ehepaar 
F+G.________ trinke und rede. Er arbeite jeweils nur über den Mittag ein bis 
zwei Stunden (U-act. 15.2.004). An der Berufungsverhandlung sagte der Be-
schuldigte zur Ausgestaltung seines 20 %-Pensums beim D.________, es 
habe keine bestimmten Arbeitstage gegeben. Er habe in der Nähe gewohnt 
und dem Mitbeschuldigten geholfen, wenn er Zeit gehabt und dieser ihn ge-
braucht habe. Aufgrund seiner psychischen Probleme habe er nicht rechnen 
können, wie viel 20 % seien. Er wisse auch nicht, wie der Mitbeschuldigte das 
20 %-Pensum berechnet habe. Dem Beschuldigten sei nicht bewusst gewe-
sen, dass er mehr als 20 % beim Mitbeschuldigten gearbeitet habe. Konkret 
führte der Beschuldigte aus: „Was sie mich gebeten haben zu tun, habe ich 
erledigt, 20 %, 30 % oder 40 %.“ (KG-act. 37, Fragen 18 ff.). Damit räumte er 
selbst ein, mehr als 20 % beim D.________ gearbeitet zu haben. Nach eige-

Kantonsgericht Schwyz 20

nen Angaben weiss der Beschuldigte zudem nicht, wie er oder der Mitbe-
schuldigte als Vorgesetzter die Einhaltung seines angeblichen 20 %-Pensums 
überwachten. Auch diese angebliche Unkenntnis des Beschuldigten, ob oder 
wie die Einhaltung des vertraglich vereinbarten Arbeitspensums von 20 % 
bzw. achteinhalb Arbeitsstunden pro Woche (vgl. U-act. 8.1.019 und 8.1.040), 
verteilt auf verschiedene Arbeitstage, sichergestellt wurde, indiziert, dass er in 
einem höheren als dem vertraglich vereinbarten Arbeitspensum von 20 % 
beim D.________ arbeitete.

2.3.4 Der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte erklärten zudem überein-
stimmend, dass der D.________ auch Essen ausgeliefert habe (KG-act. 37, 
Fragen 27 ff. und Fragen 127 f.). Der Beschuldige war von September 2017 
bis Dezember 2018 sowie von August 2019 bis November 2019 über einen 
Zeitraum von insgesamt 20 Monaten beim Mitbeschuldigten angestellt. Den 
vom Mitbeschuldigten ausgefüllten Lohndeklarationen für die Ausgleichskasse 
Schwyz ist zu entnehmen, dass der Beschuldigte während 17 von den insge-
samt 20 Monaten der einzige Angestellte des Mitbeschuldigten war. Lediglich 
von 15. Dezember 2017 bis 15. Januar 2018 sowie im Oktober und November 
2019 war eine weitere Person beim D.________ angestellt (U-act. 15.1.008/2; 
U-act. 15.1.016/2 f.; U-act. 15.1.024/2). Gemäss den Ausführungen des Mit-
beschuldigten habe auch seine damalige Ehefrau neben ihrem eigentlichen 
Job bei O.________ am Abend ab 18:00 Uhr oder 19:00 Uhr teilweise noch im 
Imbiss mitgeholfen (KG-act. 37, Fragen 129 ff.; U-act. 10.1.002, Frage 12; U-
act. 10.1.004, Rz. 111 ff.). Der Betrieb eines Imbisses samt Essensausliefe-
rungen an sechs Tagen pro Woche jeweils am Mittag und am Abend erfordert 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung grundsätzlich die Anwesenheit von 
wenigstens zwei Personen. Dass der Beschuldigte während 17 von 20 Mona-
ten seiner Anstellung der einzige Angestellte im D.________ war und der Mit-
beschuldigte als Geschäftsinhaber im Übrigen bloss gelegentlich abends von 
seiner damaligen berufstätigen Ehefrau unterstützt wurde, der Imbissbetrieb 

Kantonsgericht Schwyz 21

samt Essensauslieferungen aber dennoch aufrechterhalten werden konnte, ist 
ein weiteres Indiz für eine Arbeitstätigkeit des Beschuldigten im D.________ in 
einem deutlich höheren Pensum als 20 %.

2.4.1 Neben den als glaubhaft zu qualifizierenden Aussagen des Mitbeschul-
digten zur Anstellung des Beschuldigten beim D.________ liegen keine direk-
ten Beweise dafür vor, dass der Beschuldigte in einem 100 %-Pensum arbei-
tete und die Lohndifferenz zum deklarierten 20 %-Pensum jeweils bar ausbe-
zahlt erhielt. Mangels direkter Beweise sind nach der Rechtsprechung auch 
indirekte Beweise zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsa-
chen, die nicht unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf 
die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine 
Mehrzahl von Indizien, die für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen 
Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten 
und insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeu-
gen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder 
Täter erlaubt. Der Grundsatz in dubio pro reo als Entscheidregel verlangt 
nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für 
den Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel 
kommt nur zur Anwendung, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung als Gan-
zem relevante Zweifel verbleiben (BGer 6B_1301/2020 vom 12. Januar 2021 
E. 1.2.3 m. w. H.).

2.4.2 Unter Würdigung der vorstehend aufgezeigten Umstände und Indizien, 
wonach der Beschuldigte über einen Zeitraum von drei Jahren bei drei ver-
schiedenen Arbeitgebern jeweils in einem 20 %-Pensum angestellt war, dieser 
nach Einleitung des vorliegenden Strafverfahrens im März 2020 ab Mai 2020 
in einem 100 %-Pensum arbeitete und auch aktuell in einem 70 %-Pensum 
tätig ist, die entsprechenden Aussagen des Mitbeschuldigten aufgrund ver-
schiedener Realitätskriterien als glaubhaft zu qualifizieren sind, der Beschul-

Kantonsgericht Schwyz 22

digte selbst zugab, mehr als 20 % gearbeitet zu haben und nicht wusste, wie 
die Einhaltung seines angeblichen 20 %-Pensums überwacht wurde, und der 
Betrieb des D.________ samt Essensauslieferungen die Anwesenheit des 
Mitbeschuldigten und wenigstens einer weiteren Person erforderte 
(vgl. E. 2.3.4 oben), verbleiben keine ernsthaften Zweifel daran, dass der Be-
schuldigte während insgesamt 20 Monaten von September 2017 bis Dezem-
ber 2018 und von August 2019 bis November 2019 nicht wie vertraglich ver-
einbart nur 20 %, sondern Vollzeit beim Mitbeschuldigten im D.________ ar-
beitete und monatlich zusätzlich zum deklarierten Lohn Fr. 2’750.00 bar aus-
bezahlt erhielt. Eine Gesamtwürdigung der Indizien und Aussagen zeigt damit, 
dass der gemäss der Anklageschrift dem Beschuldigten vorgeworfene Sach-
verhalt erstellt ist (vgl. angef. Urteil E. I.2/h).

2.4.3 Vor dem Hintergrund, dass bereits aufgrund der Indizienlage (E. 2.3 
oben) keine vernünftigen Zweifel daran verbleiben, dass der Beschuldigte den 
Anklagevorwurf erfüllte, kann die von der Verteidigung aufgeworfene Frage 
der Verwertbarkeit der Aussagen der ehemaligen Frau des Mitbeschuldigten, 
G.________, anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Befragung als Zeugin 
sowie der Befragung an der Hauptverhandlung als Auskunftsperson offenblei-
ben (vgl. KG-act. 37/1, Rz. 17 ff.). Selbst eine gänzliche Unverwertbarkeit der 
Aussagen von G.________ würde nichts an der aufgrund der Gesamtheit der 
Indizien gewonnenen Überzeugung des Gerichts ändern, wonach sich der 
dem Beschuldigten vorgeworfene Sachverhalt so zutrug.

3. Betrug

3.1 Des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich schuldig, 
wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, je-
manden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig 
irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu ei-

Kantonsgericht Schwyz 23

nem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am 
Vermögen schädigt. Angriffsmittel beim Betrug ist die Täuschung. Als Täu-
schung gilt jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem andern eine 
von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen (BGE 140 IV 11 
E. 2.3.2; 135 IV 76 E. 5.1 mit Hinweisen). Sie ist eine unrichtige Erklärung 
über Tatsachen, d. h. über objektiv feststehende, vergangene oder gegenwär-
tige Geschehnisse oder Zustände (BGE 135 IV 76 E. 5.1). Die Täuschungs-
handlung muss arglistig sein und einen Irrtum bewirken, d. h. eine Vorstellung, 
die von der Wirklichkeit abweicht. Nicht notwendig ist, dass sich der Getäusch-
te eine konkrete Vorstellung bildet (BGE 118 IV 35 E. 2/c; Trechsel/Crameri, 
in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommen-
tar, 4. A. 2021, Art. 146 StGB N 14). Ferner muss der Getäuschte gestützt auf 
den Irrtum eine rechtliche oder tatsächliche Vermögensdisposition treffen 
(Trechsel/Crameri, a. a. O., Art. 146 StGB N 15). Vollendet ist der Betrug so-
dann mit dem Eintritt eines Vermögensschadens (Trechsel/Crameri, a. a. O., 
Art. 146 StGB N 20). Zwischen der Täuschung und dem Irrtum sowie dem 
Irrtum und der Vermögensdisposition muss ein Motivationszusammenhang 
bestehen, zwischen der Vermögensverfügung und dem Schaden ein Kausal-
zusammenhang (Trechsel/Crameri, a. a. O., Art. 146 StGB N 29). In subjekti-
ver Hinsicht erfordert der Tatbestand Vorsatz und die Absicht unrechtmässiger 
Bereicherung (Trechsel/Crameri, a. a. O., Art. 146 StGB N 31).

3.2.1 Der Beschuldigte reichte dem Sozialamt Arbeitsverträge und Lohnab-
rechnungen des D.________ ein, die lediglich ein 20 %-Pensum und nicht 
sein tatsächliches Vollzeitpensum auswiesen. Auf den monatlichen Abrech-
nungen der Sozialhilfe fand sich jeweils der Hinweis, dass der Klient hiermit 
erkläre, dass er und alle Mitglieder seines Haushalts im Vormonat keinerlei 
andere Einnahmen als die in der Abrechnung erwähnten erhalten hätten 
(vgl. U-act. 8.1.001, S. 12; U-act. 8.1.019 ff.; U-act. 15.2.008/09 ff.). Das Ver-
halten des Beschuldigten war darauf gerichtet, beim Sozialamt eine von der 

Kantonsgericht Schwyz 24

Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen, nämlich dass er lediglich 
in einem Pensum von 20 % arbeitet und entsprechend netto knapp Fr. 700.00 
pro Monat verdient, obwohl er monatlich insgesamt rund Fr. 3’500.00 für sein 
eigentliches Vollzeitpensum erhielt. Als Folge dieser Täuschungshandlungen 
des Beschuldigten ging das Sozialamt fälschlicherweise von einer zu hohen 
Unterstützungsbedürftigkeit des Beschuldigten aus, der im Zeitraum von Sep-
tember 2017 bis Dezember 2018 und von August 2019 bis November 2019 
Sozialhilfeleistungen in Höhe von insgesamt Fr. 43’245.60 bekam (vgl. angef. 
Urteil E. I.3/a; Vi-act. 1, S. 2 f.; U-act. 8.1.001, Rz. 6; U-act. 8.1.005/01 ff.). 
Aufgrund der falschen Angaben des Beschuldigten irrte das Sozialamt über 
die Unterstützungsbedürftigkeit des Beschuldigten.

3.2.2 Die Täuschung muss zudem arglistig sein. Besteht eine Pflicht zur 
vollständigen und wahrheitsgetreuen Auskunftserteilung und ist die Überprü-
fung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar, können 
schon einfache falsche Angaben als arglistig gelten. Die Behörden dürfen 
grundsätzlich darauf vertrauen, dass die Angaben mitwirkungspflichtiger Per-
sonen wahrheitsgetreu und vollständig sind (BGer 6B_402/2024 vom 2. April 
2025 E. 1.3.2 m. w. H.). Der Beschuldigte reichte dem Sozialamt mit den Ar-
beitsverträgen und den Lohnabrechnungen des D.________ Urkunden un-
wahren Inhalts ein. Statt seines tatsächlichen Einkommens in Höhe von ins-
gesamt Fr. 3’500.00 pro Monat wiesen diese lediglich ein 20 %-Pensum mit 
einer Entlöhnung von netto knapp Fr. 700.00 pro Monat aus. Wer Sozialhilfe 
beantragt, ist verpflichtet, wahrheitsgetreu über seine persönlichen und finan-
ziellen Verhältnisse Auskunft zu geben sowie bei der Abklärung des Sachver-
halts mitzuwirken und Veränderungen unverzüglich zu melden (vgl. §§ 26a 
und 37a Sozialhilfegesetz des Kantons Schwyz). Zudem findet sich auf den an 
den Beschuldigten adressierten Abrechnungen der wirtschaftlichen Sozialhilfe 
des Sozialamts jeweils der folgende Hinweis: „Der/die Klient/-in erklärt hiermit, 
dass er/sie und alle unterstützten Mitglieder seines/ihres Haushaltes im Vor-

Kantonsgericht Schwyz 25

monat keinerlei andere Einnahmen als die oben erwähnten erhalten 
hat/haben.“ (U-act. 15.2.008/09 ff.). Der Beschuldigte war damit zur wahr-
heitsgetreuen Auskunftserteilung gegenüber dem Sozialamt verpflichtet. Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Sozialhilfebehörde das 
Unterlassen der Prüfung eingereichter Belege angesichts der grossen Zahl 
von Sozialhilfeersuchen nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn diese Un-
terlagen keine oder voraussichtlich keine Hinweise auf nicht deklarierte Ein-
kommens- und Vermögenswerte enthalten (BGer 6B_9/2020 vom 29. Juni 
2020 E. 2.2.2 m. w. H.). Die Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und Kündi-
gungsschreiben der verschiedenen Arbeitgeber des Beschuldigten weisen 
keine Widersprüchlichkeiten oder Hinweise auf nicht deklarierte Einkom-
menswerte auf (vgl. U-act. 8.1.008 ff.). Die Überprüfung, ob jeder Sozialhilfe-
empfänger tatsächlich im angegebenen Arbeitspensum oder überhaupt arbei-
tet, wäre der Behörde also nur mit besonderer Mühe möglich und ist nicht zu-
mutbar, weshalb das Sozialamt darauf vertrauen durfte, dass die gemachten 
Angaben der Wahrheit entsprechen. Aus diesen Gründen ist die Täuschung 
des Sozialamts über das Arbeitspensum und das Einkommen des Beschuldig-
ten mittels unwahrer Urkunden arglistig.

3.2.3 a) Aufgrund der arglistigen Täuschung erhielt der Beschuldigte im De-
liktszeitraum von September 2017 bis Dezember 2018 sowie von August 2019 
bis November 2019 Sozialhilfeleistungen in Höhe von insgesamt Fr. 43’245.60 
(vgl. angef. Urteil E. I.3/a; Vi-act. 1, S. 2 f.; U-act. 8.1.005/01 ff.; U-
act. 15.2.008/09 ff.), womit die Gemeinde Wangen eine Vermögensdisposition 
vornahm. 

3.2.3 b) Diesbezüglich rügt die Verteidigung, die Vorinstanz habe die Delikts-
summe zu hoch und damit falsch festgesetzt. Ein Bruttolohn von Fr. 3’500.00 
sei für eine fünf- bzw. mittlerweile sechsköpfige Familie nicht bedarfsdeckend, 
weshalb der Beschuldigte auch bei einer Deklaration des gesamten Lohns 

Kantonsgericht Schwyz 26

Anspruch auf Sozialhilfe gehabt hätte. Die Berechnungen in der Strafanzeige 
der Geschädigten seien im Gegensatz zur Anklage zudem von einem durch-
schnittlichen Monatslohn des Beschuldigten von Fr. 4’250.30 ausgegangen, 
da der Mitbeschuldigte im Gespräch mit H.________ vom 3. Januar 2020 im 
Widerspruch zu späteren Aussagen erklärt habe, dass der Beschuldigte mo-
natlich zusätzlich Fr. 3’500.00 bar ausbezahlt erhalten habe. Weiter seien vom 
angeblichen Monatslohn von Fr. 3’500.00 Sozialversicherungsabgaben und 
Quellensteuern in Abzug zu bringen. Zur Ermittlung der Deliktssumme könn-
ten nicht einfach die monatlichen Sozialhilfebeiträge addiert werden (KG-
act. 37/1, Rz. 65). 

3.2.3 c) Die Staatsanwaltschaft stützte sich für die Berechnung der vom Be-
schuldigten erhaltenen Sozialhilfeleistungen nachvollziehbar auf die monatli-
chen Abrechnungen des Sozialamts und berücksichtigte sowohl die wirtschaft-
liche Sozialhilfe wie auch Direktzahlungen und Abtretungen. Für die Monate 
September 2017 bis Dezember 2018 sowie August 2019 bis November 2019 
betrugen die Sozialhilfeleistungen für den Beschuldigten und seine Familie 
total Fr. 43’245.60 (= Fr. 31’177.45 + Fr. 12’068.15 [Vi-act. 1]; U-
act. 15.2.008/09 ff.). Weder die Anklage noch die Vorinstanz stützte sich für 
die Berechnung des Vermögensschadens auf die Strafanzeige der Geschä-
digten, womit die entsprechende Rüge der Verteidigung nicht einschlägig ist. 
Die Sozialhilfebeiträge wiesen monatlich grosse Schwankungen auf, betrugen 
über den Deliktszeitraum von 20 Monaten aber im Durchschnitt Fr. 2’162.00 (= 
Fr. 43’245.60 / 20) pro Monat. Gemäss erstelltem Sachverhalt erhielt der Be-
schuldigte während seiner Anstellung beim D.________ vom Mitbeschuldigten 
monatlich die Lohndifferenz von Fr. 2’750.00 bar ausbezahlt. Selbst unter 
Berücksichtigung eines grosszügig bemessenen Pauschalabzugs von 20 % 
für Sozialversicherungsabgaben und Quellensteuer, deren Nichtberücksichti-
gung die Verteidigung beanstandet, verbleibt ein zusätzlicher monatlicher Net-
tolohn von Fr. 2’200.00 (= Fr. 2’750.00 x 80 %). Das zusätzliche Nettoein-

Kantonsgericht Schwyz 27

kommen des Beschuldigten von mindestens Fr. 2’200.00, das dieser gegenü-
ber dem Sozialamt nicht angab, übersteigt damit die erhaltenen monatlichen 
Sozialhilfebeiträge von durchschnittlich Fr. 2’162.00. Da der Beschuldigte mit 
dem Nettoeinkommen aus seinem 100 %-Pensum sowie den von der Vertei-
digung nicht berücksichtigten Kinderzulagen von monatlich Fr. 660.00 (vgl. U-
act. 8.1.023) im Deliktszeitraum den Lebensunterhalt im Sinne des sozialen 
Existenzminimums für sich und seine Familie demnach hätte decken können, 
hatte er keinen Anspruch auf Sozialhilfebeiträge (vgl. §§ 15 f. Gesetz über die 
Sozialhilfe [ShG]). Entgegen den Vorbringen der Verteidigung trifft es zu, dass 
sich die Deliktssumme auf Fr. 43’245.60 beläuft. Indem die Gemeinde Wan-
gen dem Beschuldigten Sozialhilfeleistungen in diesem Umfang ausbezahlte, 
obwohl dieser keinen Anspruch darauf hatte, entstand der Gemeinde Wangen 
ein Vermögensschaden in Höhe von Fr. 43’245.60.

3.2.4  Wie der Mitbeschuldigte konstant aussagte, habe er den Beschuldigten 
auf dessen Verlangen hin offiziell zu 20 % angestellt und ihm die Differenz zu 
dem von ihm geleisteten Vollzeitpensum jeweils bar ausbezahlt 
(vgl. U-act. 15.2.003; U-act. 10.1.002, Fragen 15 und 22; U-act. 10.1.004, 
Rz. 72 ff.; Vi-act. 27, Frage 110; KG-act. 37, Frage 98). Der Beschuldigte habe 
gesagt, Geld von der Sozialhilfe bekomme er sowieso; er sei doch nicht dumm 
und arbeite gratis (U-act. 10.1.004, Rz. 148 ff.; Vi-act. 27, Frage 121). In erster 
Linie profitierte der Beschuldigte von dieser Abmachung und der Einreichung 
der unwahren Belege beim Sozialamt, indem er neben der wirtschaftlichen 
Sozialhilfe zusätzlich monatlich Fr. 2’750.00 in bar erhielt. Aus dem Gesamt-
kontext ergibt sich, dass der Beschuldigte dem Sozialamt unwahre Arbeitsver-
träge und Lohnabrechnungen einreichte, um dieses über sein tatsächliches 
Arbeitspensum zu täuschen und so die Auszahlung ihm nicht zustehender 
Sozialhilfeleistungen zu erwirken, womit ein Motivationszusammenhang zwi-
schen den Täuschungshandlungen des Beschuldigten und dem herbeigeführ-
ten Irrtum des Sozialamts sowie zwischen dem Irrtum und der Vermögensdis-

Kantonsgericht Schwyz 28

position vorliegt. Indem das Sozialamt dem Beschuldigten wirtschaftliche So-
zialhilfe leistete, ohne dass dieser Anspruch auf diese Unterstützung hatte, 
entstand der Gemeinde Wangen als kausale Folge der Vermögensdisposition 
ein Vermögensschaden in entsprechender Höhe. Der Beschuldigte erfüllte mit 
seinem Verhalten gemäss erstelltem Sachverhalt folglich alle objektiven Tat-
bestandsmerkmale des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB. 

3.2.5 Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wis-
sen und Willen ausführt (Art. 12 Abs. 2 Satz 1 StGB). Aus den gesamten Um-
ständen ergibt sich, dass sich der Beschuldigte trotz Vollzeitpensums lediglich 
zu 20 % anstellen liess und dem Sozialamt unwahre Arbeitsverträge und 
Lohnabrechnungen einreichte, um sowohl Sozialhilfe als auch die volle Ent-
löhnung für seinen Vollzeitjob zu erhalten. Die Verschleierung seines tatsäch-
lichen Arbeitspensums beim D.________ durch Einreichung unwahrer Ar-
beitsverträge und Lohnabrechnungen zeigt, dass der Beschuldigte wissentlich 
handelte und das Sozialamt mit unwahren Belegen bewusst über den Umfang 
seiner Arbeitstätigkeit und entsprechend seine Unterstützungsbedürftigkeit 
täuschte. Wie vorstehend aufgezeigt, sagte der Mitbeschuldigte zudem kon-
stant aus, der Beschuldigte habe ihm gegenüber erklärt, Geld von der Sozial-
hilfe bekomme er sowieso; er sei doch nicht dumm und arbeite gratis (E. 3.2.4 
oben). Nach dem Gesagten verbleiben keine ernsthaften Zweifel daran, dass 
der Beschuldigte die Verwirklichung des Betrugs zulasten der Gemeinde 
Wangen anstrebte und willentlich handelte. Das Handeln des Beschuldigten 
war damit vorsätzlich. Gesamthaft betrachtet bezweckte der Beschuldigte mit 
seinem Vorgehen, sowohl Sozialhilfeleistungen als auch die volle Entlöhnung 
für seinen Vollzeitjob zu erhalten, womit auch die Bereicherungsabsicht des 
Beschuldigten vorliegt.

3.3 Der Beschuldigte erfüllte mit seinem Verhalten sowohl den objektiven 
wie auch den subjektiven Tatbestand des Betrugs im Sinne von Art. 146 

Kantonsgericht Schwyz 29

Abs. 1 StGB. Da der Tatvorwurf zwei separate Anstellungen beim D.________ 
betrifft, machte sich der Beschuldigte des mehrfachen Betrugs im Sinne von 
Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig, begangen in zwei Fällen in den Zeiträumen 
von 1. September 2017 bis 31. Dezember 2018 und von 1. August 2019 bis 
30. November 2019.

4. Strafzumessung

4.1 Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer bedingten Gelds-
trafe von 250 Tagessätzen à Fr. 50.00 mit einer Probezeit von drei Jahren 
sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 3’125.00 (angef. Urteil Dispositiv-
Ziff. 2-4). Die Verteidigung beanstandet, dass die Vorinstanz das Verschulden 
des Beschuldigten als leicht einstufe, die Einsatzstrafe jedoch mit 320 Tages-
sätzen im mittleren Bereich des Strafrahmens ansetze. Die Strafe sei zudem 
gestützt auf eine zu hohe Deliktssumme festgesetzt worden. Bei der Tatkom-
ponente sei die Opfermitverantwortung nicht strafmindernd berücksichtigt 
worden. Der Beschuldigte habe gemäss der Gemeinde Wangen von fünf ver-
schiedenen Arbeitgebern gleiche Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und 
Kündigungsschreiben erhalten. Dass das Sozialamt dennoch keine weiteren 
Abklärungen vorgenommen habe, sei als unsorgfältiges Verhalten der Ge-
schädigten strafmindernd zu berücksichtigen. Das vorinstanzliche Urteil habe 
bei der Strafzumessung zudem die Täterkomponente nicht berücksichtigt. Das 
Vorleben des Beschuldigten sei ebenfalls strafmindernd zu berücksichtigen 
(KG-act. 37/1, Rz. 63 ff.).

4.2.1 Die Vorinstanz erwog, dass für die beiden vom Beschuldigten begange-
nen Betrugstatbestände jeweils eine Geldstrafe auszufällen sei, da sich ver-
schuldensbedingt keine Freiheitsstrafe rechtfertige (angef. Urteil E. II.1/a). Da 
nur der Beschuldigte ein Rechtsmittel erhob, darf das Berufungsgericht das 
angefochtene Urteil nach Art. 391 Abs. 2 StPO nicht zu dessen Nachteil 

Kantonsgericht Schwyz 30

abändern, d.h. ein Wechsel der Strafart von einer Geld- zu einer Freiheitsstra-
fe ist ausgeschlossen (vgl. Keller, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung/Jugendstrafprozess-
ordnung, 3. A. 2023, Art. 391 StPO N 3a). Bezüglich der rechtlichen Aus-
führungen zur Bildung einer Gesamtstrafe sowie der Anwendung des bis 
31. Dezember 2017 geltenden Rechts als lex mitior kann in Anwendung von 
Art. 82 Abs. 4 StPO auf den nach eigener Prüfung durch die Strafkammer als 
zutreffend beurteilten vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (angef. 
Urteil E. II.1 und II.1/a). Weil es sich beim Betrug im Rahmen der ersten An-
stellung von September 2017 bis Dezember 2018 aufgrund der längeren Zeit-
dauer von 16 Monaten (vs. 4 Monate) und der höheren Deliktssumme von 
Fr. 31’177.45 (vs. Fr. 12’068.15) um das schwerere Delikt handelt, ist dafür 
eine Einsatzstrafe festzulegen und diese für den zweiten Betrugstatbestand 
betreffend die Anstellung von August 2019 bis November 2019 nach Art. 49 
Abs. 1 StGB angemessen zu erhöhen.

4.2.2 Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es 
berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wir-
kung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden wird nach der 
Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach 
der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters 
sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 
(Art. 47 StGB). Verschuldensmindernde und verschuldenserhöhende Gründe 
sind zu würdigen und die objektive und subjektive Tatschwere zu bewerten, 
um zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen. Dem 
Tatverschulden kommt bei der Strafzumessung eine entscheidende Rolle zu. 
Die anhand des Verschuldens ermittelte Strafe kann schliesslich aufgrund 
wesentlicher Täterkomponenten angepasst werden (BGE 136 IV 55 E. 5.4 f. 
und 5.7; Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 2019, N 73, 277 und 311 ff.; 

Kantonsgericht Schwyz 31

KGer GR SK1 22 29 vom 26. Juli 2023 E. 4.1.1 m. H.). Das Gericht hält in sei-
ner Begründung die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und 
deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB).

4.3.1 Bezüglich des Schuldspruchs für den ersten Betrug im Zeitraum von 
September 2017 bis Dezember 2018 beläuft sich der Vermögensschaden der 
Gemeinde Wangen und damit die Deliktssumme auf Fr. 31’177.45 (Vi-act. 1). 
Wie vorstehend ausgeführt (E. 3.2.3/c oben), erweist sich der von der Ankla-
gebehörde gestützt auf die vom Beschuldigten erhaltenen Sozialhilfebeiträge 
berechnete Vermögensschaden – entgegen den Vorbringen der Verteidigung 
– als korrekt. Weiter macht die Verteidigung geltend, das unsorgfältige Verhal-
ten der Geschädigten sei strafmindernd zu berücksichtigen. Die Geschädigte 
habe es unterlassen, rudimentäre Abklärungen vorzunehmen, obwohl fünf 
verschiedene Arbeitgeber des Beschuldigten gleiche Arbeitsverträge, Lohnab-
rechnungen und Kündigungsschreiben ausgestellt hätten (KG-act. 37/1, 
Rz. 66 f.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Sozialhil-
febehörde das Unterlassen der Prüfung der eingereichten Belege angesichts 
der grossen Zahl von Sozialhilfeersuchen nicht zum Vorwurf gemacht werden, 
wenn diese Unterlagen keine oder voraussichtlich keine Hinweise auf nicht 
deklarierte Einkommens- und Vermögenswerte enthalten (BGer 6B_9/2020 
vom 29. Juni 2020 E. 2.2.2 m. w. H.). Die Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen 
und Kündigungsschreiben der verschiedenen Arbeitgeber des Beschuldigten 
weisen keine Widersprüchlichkeiten oder Hinweise auf nicht deklarierte Ein-
kommenswerte auf (vgl. U-act. 8.1.008 ff.). Auch kann nicht allein aus dem 
Umstand, dass die Belege der verschiedenen Arbeitgeber des Beschuldigten 
retrospektiv betrachtet nach Bekanntwerden des Betrugs Übereinstimmungen 
aufweisen, auf ein leichtsinniges Verhalten oder ein Ausserachtlassen eines 
Mindestmasses an Aufmerksamkeit durch das Sozialamt geschlossen werden 
(vgl. Wiprächtiger/Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Strafrecht, 4. A. 2019, Art. 47 StGB N 110; Maeder/Niggli in: Nigg-

Kantonsgericht Schwyz 32

li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht, 4. A. 2019, Art. 146 
StGB N 122 m. V. a. N 68). Entgegen der Rüge der Verteidigung ist kein Op-
ferverhalten ersichtlich, das sich verschuldensmindernd auswirken würde. 
Nach dem Gesagten ist aber die objektive Tatschwere aufgrund der im Ver-
gleich zu denkbar schwereren Betrugsvarianten eher tiefen Deliktssumme von 
Fr. 31’177.45 noch als leicht einzuordnen.

4.3.2 Weiter zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte rein aus finanziel-
len Motiven sowie direktvorsätzlich handelte (s. E. 3.2.5 oben) und sein Vor-
gehen angesichts der Zeitdauer des Betrugs über 16 Monate eine nicht uner-
hebliche kriminelle Energie aufweist, weshalb die subjektive Tatschwere als 
leicht bis mittel einzustufen ist. Gesamthaft betrachtet bleibt das Tatverschul-
den des Beschuldigten aber gerade noch leicht. Für den ersten Betrugstatbe-
stand erscheint eine Einsatzstrafe von 320 Tagessätzen Geldstrafe verschul-
densangemessen. Entgegen der Rüge der Verteidigung (KG-act. 37/1, Rz. 64) 
befindet sich eine Geldstrafe von 320 Tagessätzen noch im unteren Bereich 
des für den Tatbestand des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB gel-
tenden ordentlichen Strafrahmens von drei Tagessätzen Geldstrafe bis fünf 
Jahre Freiheitsstrafe (vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB).

4.3.3 Betreffend den Schuldspruch für den zweiten Betrug im Zeitraum von 
August 2019 bis November 2019 beläuft sich die Deliktssumme auf 
Fr. 12’068.15 (Vi-act. 1). Ein sich verschuldensmindernd auswirkendes Opfer-
verhalten des Sozialamts ist nicht ersichtlich (dazu E. 4.2.3/a oben). Leicht 
verschuldenserhöhend wirkt sich aus, dass der Beschuldigte nach einem 
mehrmonatigen Unterbruch mit demselben Vorgehen ein zweites Mal ge-
genüber dem Sozialamt ein zu tiefes Arbeitspensum vortäuschte und Sozial-
hilfeleistungen bezog, auf die er keinen Anspruch hatte. Nach dem Gesagten 
wiegt die objektive Tatschwere insbesondere angesichts des vergleichsweise 
tiefen Deliktsbetrags leicht. Subjektiv wirkt sich auch hier das rein finanzielle 

Kantonsgericht Schwyz 33

Motiv und der direkte Vorsatz des Beschuldigten verschuldenserhöhend aus. 
Dennoch ist die subjektive Tatschwere gerade noch als leicht einzustufen. 
Insgesamt ist das Tatverschulden des Beschuldigten als leicht zu werten. Ver-
schuldensangemessen wäre eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen, die in An-
wendung des Asperationsprinzips sowie im Hinblick auf den engen zeitlichen 
und sachlichen Zusammenhang zur Einsatzstrafe auf 50 Tagessätze zu redu-
zieren ist. Mit der Einsatzstrafe von 320 Tagessätzen resultiert daraus eine 
hypothetische Gesamtstrafe von 370 Tagessätzen Geldstrafe, die – in An-
wendung des früheren Rechts als lex mitior – auf das gesetzliche Höchstmass 
der Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu reduzieren ist (Art. 34 Abs. 1 StGB [in 
der bis 31. Dezember 2017 geltenden Fassung]). 

4.3.4 Die verschuldensangemessene Strafe kann aufgrund sog. Täterkompo-
nenten, die mit der Tatbegehung an sich nichts zu tun haben, wie dem Vorle-
ben, den persönlichen Verhältnissen oder dem Verhalten nach der Tat und im 
Strafverfahren, herabgesetzt oder erhöht werden (Art. 47 Abs. 1 StGB; Ma-
thys, a. a. O., N 311; KGer GR SK1 22 29 vom 26. Juli 2023 E. 4.7.1). Die Ver-
teidigung macht geltend, dass die belastende Kinder- und Jugendzeit des Be-
schuldigten strafmindernd zu berücksichtigen sei. Er habe die Zeit von seinem 
15. bis zu seinem 30. Lebensjahr bei der PKK verbracht (KG-act. 37/1, 
Rz. 68). Der Beschuldigte erklärte anlässlich der Berufungsverhandlung, dass 
er aufgrund seiner früheren PKK-Mitgliedschaft in der Türkei nach wie vor un-
ter psychischen Problemen leide und nicht mehr als 60-70 % arbeiten dürfe 
(KG-act. 37, Fragen 9 f. und 40 f.; vgl. dazu auch den Asylentscheid vom 
10. Januar 2020 [U-act. 8.1.004]). Mangels erkennbaren direkten Zusammen-
hangs zwischen dem Vorleben und den begangenen Taten wirkt sich die 
schwierige Jugend des Beschuldigten jedoch nur leicht strafmindernd aus. 
Leicht straferhöhend zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte während 
des gesamten Strafverfahrens keinerlei Einsicht oder Reue zeigte. Dass der 
Beschuldigte nicht vorbestraft ist und sich seit Einleitung des Strafverfahrens 

Kantonsgericht Schwyz 34

wohlverhielt (KG-act. 34), ist neutral zu werten. Wie die Vorinstanz zutreffend 
erwog (angef. Urteil E. II.1/c), ist die lange Verfahrensdauer von mehr als drei 
Jahren zwischen Verfahrenseröffnung und erstinstanzlichem Urteil bzw. fünf 
Jahren bis zum Berufungsentscheid deutlich strafmindernd zu berücksichti-
gen. Nach Würdigung der Täterkomponenten rechtfertigt es sich, die hypothe-
tische Strafe von 360 Tagessätzen auf eine Gesamtstrafe von 250 Tagessät-
zen Geldstrafe zu reduzieren.

4.4 Ein Tagessatz beträgt in der Regel zwischen Fr. 30.00 und Fr. 3’000.00. 
Das Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich 
nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und 
Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 
StGB). Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Beschuldigte monatlich Gel-
der im Umfang von rund Fr. 4’900.00 erhalte. Unter Berücksichtigung der Un-
terstützungsabzüge für seine Ehefrau und die vier Kinder sowie eines Pau-
schalabzugs von 15 % für die hohe Anzahl Tagessätze ergebe sich eine Ta-
gessatzhöhe von Fr. 50.00 (angef. Urteil E. II.2). Der anlässlich der Beru-
fungsverhandlung eingereichten Lohnabrechnung vom September 2024 ist zu 
entnehmen, dass der Beschuldigte bei seiner aktuellen Anstellung im 
70 %-Pensum inkl. Kinderzulagen einen Nettolohn in Höhe von Fr. 3’207.60 
erhält (KG-act. 37/1/4). Zusätzlich bekommt er vom Staat monatlich rund 
Fr. 2’000.00 an Unterstützungsleistungen (KG-act. 37, Fragen 4 f.). Damit ist 
von einem monatlichen Einkommen des Beschuldigten von rund Fr. 5’200.00 
auszugehen. Unter Berücksichtigung eines aufgrund der staatlichen Unter-
stützungsleistungen ermessensweise auf 10 % reduzierten Pauschalabzugs 
des Beschuldigten, eines Pauschalabzugs von 15 % für die hohe Anzahl Ta-
gessätze sowie von Unterstützungsabzügen von 15 % für die Ehefrau, 15 % 
für das erste Kind, 12.5 % für das zweite Kind und je 10 % für das dritte und 
vierte Kind (Dolge, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-

Kantonsgericht Schwyz 35

recht, 4. A. 2019, Art. 34 StGB N 60 und 85; Schweizerische Staatsanwalt-
schaftskonferenz SSK, <https://www.ssk-cmp.ch/de/dienstleistungen/em-
pfehlungen-der-ssk/kategorie/327>, Berechnungsformular Tagessatz [zuletzt 
besucht am 4. August 2025]) resultiert ein Tagessatz in Höhe von auf zehn 
Franken abgerundet Fr. 40.00. Die Geldstrafe ist damit auf eine Tagessatz-
höhe von Fr. 40.00 zu reduzieren.

4.5 Die Vorinstanz sprach die Geldstrafe bedingt aus und setzte die Probe-
zeit auf drei Jahre fest (angef. Urteil Dispositiv-Ziff. 3). Aufgrund des geltenden 
Verschlechterungsverbots nach Art. 391 Abs. 2 StPO erübrigen sich Aus-
führungen zum bedingten Vollzug der Geldstrafe (vgl. dazu E. 4.2.1 oben). Die 
Verteidigung rügt, dass die Probezeit mangels Vorstrafen des Beschuldigten 
sowie angesichts seines Wohlverhaltens seit Ende November 2019 und der 
niedrigen Rückfallgefahr auf das gesetzliche Minimum von zwei Jahren fest-
zusetzen sei. Die Vorinstanz habe sich von sachfremden Gesichtspunkten 
leiten lassen, indem sie aufgrund der engen finanziellen Verhältnisse des Be-
schuldigten auf eine erhöhte Rückfallgefahr bezüglich Vermögensdelikte ge-
schlossen und die zweifache Tatbegehung berücksichtigt habe (KG-act. 37/1, 
Rz. 69). Die Bemessung der Probezeit richtet sich nach den Umständen des 
Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und dem Charakter des 
Verurteilten sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit (Schneider/Garré, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht, 4. A. 2019, Art. 44 StGB 
N 4 m. w. H.). Die Vorinstanz zog in Betracht, dass der Beschuldigte den Tat-
bestand des Betrugs zweifach begangen, rein aus finanziellen Motiven ge-
handelt habe und seine wirtschaftlichen Verhältnisse nach wie vor nicht gut 
aussähen (angef. Urteil E. II.3). Der vom Beschuldigten begangene Betrug 
erstreckte sich über einen Zeitraum von 20 Monaten, wurde durch äussere 
Umstände und nicht durch Einsicht des Beschuldigten beendet und der Be-
schuldigte zeigte bis zuletzt keine Reue (vgl. dazu BGer 6B_593/2020 vom 
19. Oktober 2020 E. 3.3), weshalb von ihm eine gewisse Rückfallgefahr aus-

Kantonsgericht Schwyz 36

geht. Die Probezeit von drei Jahren ist daher auch nach Ansicht der Straf-
kammer des Kantonsgerichts anzuordnen.

4.6 Zudem verurteilte die Vorinstanz den Beschuldigten zu einer Verbin-
dungsbusse in Höhe von Fr. 3’125.00 (angef. Urteil Dispositiv-Ziff. 2). Die Ver-
bindungsbusse soll gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Betracht 
kommen, wenn trotz Gewährung des bedingten Vollzugs einer Geld- oder 
Freiheitsstrafe mit der Auferlegung einer zu bezahlenden Busse ein spürbarer 
Denkzettel verpasst werden soll. Die Strafenkombination dient spezialpräven-
tiven Zwecken (BGE 146 IV 145 E. 2.2; 135 IV 188 E. 3.3). Wie die Verteidi-
gung zu Recht vorbringt (KG-act. 37/1, Rz. 70 f.), ist die Obergrenze der Ver-
bindungsstrafe nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf 20 % der 
Hauptsanktion festzulegen (BGE 135 IV 188 E. 3.4.4). Die bedingte Geldstrafe 
hat unter Einschluss der Verbindungsbusse schuldangemessen zu sein 
(BGE 134 IV 60 E. 7.3.3; Mathys, a. a. O., N 460). Die Verteidigung macht gel-
tend, dass eine Verbindungsbusse von maximal Fr. 2’000.00 angemessen sei 
(KG-act. 37/1, Rz. 71). Bezüglich des Verschuldens kann auf die vorstehen-
den Ausführungen zur Bemessung der Anzahl Tagessätze verwiesen werden 
(E. 4.3.1 ff.). Angesichts der fehlenden Einsicht und Reue des Beschuldigten 
rechtfertigt es sich, ihm neben der bedingten Geldstrafe eine Verbindungs-
busse im Sinne eines spürbaren Denkzettels bzw. zur Abschreckung aufzuer-
legen. Unter Würdigung der erwähnten strafzumessungsrelevanten Umstände 
sowie in Anbetracht dessen, dass der Beschuldigte mit den beiden Betrugs-
tatbeständen Vermögensdelikte beging, erscheint es verschuldensangemes-
sen, die Verbindungsbusse auf einen Fünftel der bedingten Geldstrafe festzu-
legen. Ausgehend von der neu festgesetzten bedingten Geldstrafe von 
250 Tagessätzen à Fr. 40.00 ist die Verbindungsbusse damit auf Fr. 2’000.00 
zu reduzieren (= 250 x Fr. 40.00 x 20 %). Die bei schuldhaftem Nichtbezahlen 
der Busse zu leistende Ersatzfreiheitsstrafe ist dementsprechend auf 50 Tage 
festzusetzen (vgl. BGE 134 IV 60 E. 7.3.3).

Kantonsgericht Schwyz 37

5. Kosten und Entschädigungen

5.1.1 Nach dem Gesagten ist die Berufung des Beschuldigten insofern teil-
weise gutzuheissen, als die Tagessatzhöhe von Fr. 50.00 auf Fr. 40.00 und 
die Verbindungsbusse von Fr. 3’125.00 auf Fr. 2’000.00 zu reduzieren ist. Im 
Übrigen ist die Berufung abzuweisen.

5.1.2 Bei diesem Verfahrensausgang bleibt es bei der vorinstanzlichen Kos-
tenregelung (vgl. Art. 426 Abs. 1 StPO). Für die Zusprechung einer Entschä-
digung, wie die Verteidigung dies beantragt (KG-act. 37/1, Rz. 72), besteht 
mangels Freispruchs kein Raum (vgl. Art. 429 Abs. 1 StPO).

5.2.1 Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Mass-
gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Erwirkt eine 
Partei, die ein Rechtsmittel ergriff, einen für sie günstigeren Entscheid, können 
ihr die Verfahrenskosten dennoch auferlegt werden, wenn der angefochtene 
Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird (vgl. Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO). 
Der Beschuldigte obsiegt im Berufungsverfahren einzig mit der Reduktion der 
Tagessatzhöhe von Fr. 50.00 auf Fr. 40.00 sowie der Reduktion der Verbin-
dungsbusse von Fr. 3’125.00 auf Fr. 2’000.00. In den übrigen Punkten, insbe-
sondere im Schuldpunkt betreffend den mehrfachen Betrug sowie bezüglich 
der Anzahl Tagessätze der bedingten Geldstrafe unterliegt der Beschuldigte, 
weshalb es sich rechtfertigt, ihm die Kosten des Berufungsverfahrens von 
Fr. 3’500.00 (vgl. Art. 424 Abs. 1 StPO i. V. m. § 27 GebO) vollumfänglich auf-
zuerlegen. Weil der Kostenentscheid die Entschädigungsfrage präjudiziert, ist 
dem Beschuldigten keine Entschädigung auszurichten (vgl. BGE 147 IV 47, 
E. 4.1 m. w. H.).

5.2.2 Der vormalige Rechtsvertreter des Beschuldigten, Rechtsanwalt 
E.________, legte mit Schreiben vom 24. April 2024 sein Mandat als amtlicher 

Kantonsgericht Schwyz 38

Verteidiger aufgrund Beendigung seiner Anwaltstätigkeit nieder (KG-act. 13). 
Mit Verfügung vom 30. April 2024 wurde Rechtsanwalt B.________ als amtli-
cher Verteidiger des Beschuldigten eingesetzt (KG-act. 14). Für seinen Auf-
wand im Berufungsverfahren ist der amtliche Verteidiger nach dem Gebühren-
tarif für Rechtsanwälte (GebTRA) zu vergüten (Art. 135 Abs. 1 StPO). In Straf-
sachen beträgt das Honorar vor dem Kantonsgericht als Berufungsinstanz 
Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Innerhalb dieses Tarifrah-
mens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsa-
che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie 
dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Eine Partei kann eine 
spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit und ihre Auslagen einreichen. Er-
scheint sie angemessen, ist sie der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu 
legen. Andernfalls wird die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen fest-
gesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Der Stundenansatz des von der öffentlichen 
Hand zu entschädigenden amtlichen Verteidigers liegt gemäss § 5 Abs. 1 
GebTRA bei Fr. 180.00 bis Fr. 220.00 (zuzüglich Auslagen).

5.2.3 Der vormalige amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt E.________, reichte 
für seine Bemühungen im Berufungsverfahren eine Honorarnote über total 
Fr. 493.90 (inkl. MWST und Auslagen) für einen Zeitaufwand von 2:10 h à 
Fr. 200.00 ein (KG-act. 13/2). Diese Kostennote erscheint in Anbetracht des 
Aufwands für das Studium des vorinstanzlichen Urteils und das Verfassen der 
vierseitigen Berufungserklärung angemessen. Rechtsanwalt E.________ ist 
damit als vormaliger amtlicher Verteidiger für das Berufungsverfahren mit 
Fr. 493.90 (inkl. MWST und Auslagen) zu entschädigen. Anlässlich der Beru-
fungsverhandlung reichte der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, 
B.________, für seine Bemühungen im Berufungsverfahren eine Honorarnote 
über insgesamt Fr. 7’595.90 (inkl. MWST und Auslagen) ein (KG-act. 37/1/5). 
Auf die eingereichte Honorarnote ist nicht abzustellen, da diese Aufwendun-
gen mit Datum vor der Einsetzung als amtlicher Verteidiger aufweist, die Beru-

Kantonsgericht Schwyz 39

fungsverhandlung lediglich rund dreieinhalb anstelle der eingesetzten sieben 
Stunden dauerte und angesichts der eher geringen Schwierigkeit des Falls ein 
Stundenansatz von Fr. 200.00 anstatt von Fr. 220.00 angemessen erscheint. 
Das Honorar ist folglich nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen. In An-
betracht der 16-seitigen Plädoyernotizen für die Berufungsverhandlung (KG-
act. 37/1) und deren Dauer von rund dreieinhalb Stunden (KG-act. 37) sowie 
unter Berücksichtigung der Wichtigkeit der Strafsache für den Beschuldigten, 
aber auch der überschaubaren Akten und Tatvorwürfe und der eher geringen 
Schwierigkeit des Falls erscheint eine Entschädigung in Höhe von pauschal 
Fr. 5’500.00 (inkl. MWST und Auslagen) angemessen. Die Kosten der amtli-
chen Verteidigung in Höhe von total Fr. 5’993.90 (= Fr. 493.90 + Fr. 5’500.00) 
sind dem Beschuldigten vollumfänglich aufzuerlegen, jedoch aufgrund seiner 
wirtschaftlichen Verhältnisse einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen. Vor-
behalten bleibt die Rückzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO;-

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festgestellt:

Das Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 20. April 2023 (SGO 2022 36) er-
wuchs wie folgt in Rechtskraft:

[…]

5. Von einer Landesverweisung wird im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB ab-
gesehen.

[…]

sowie erkannt:

In teilweiser Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Strafgerichts 
Schwyz vom 20. April 2023 (SGO 2022 36) in den Dispositivziffern 2 und 4 
aufgehoben sowie in den Dispositivziffern 1, 3, 6 und 7 bestätigt und im Sinne 
von Art. 408 StPO wie folgt neu verkündet:

1. A.________ wird des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 
StGB schuldig gesprochen, begangen in den Zeiträumen von 1. Sep-
tember 2017 bis 31. Dezember 2018 und von 1. August 2019 bis 
30. November 2019.

2. A.________ wird mit einer Geldstrafe von 250 Tagessätzen zu Fr. 40.00 
und einer (Verbindungs-)Busse von Fr. 2’000.00 bestraft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 3 Jahren aufge-
schoben.

Kantonsgericht Schwyz 41

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse 
tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 50 Tagen.

5. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens, bestehend aus:

den Untersuchungs- und Anklagekosten Fr. 4’820.00
den Gerichtskosten (inkl. Gerichtsgebühr) Fr. 4’973.70
den Kosten der amtlichen Verteidigung Fr. 7’250.00
Total Fr. 17’043.70

werden A.________ auferlegt. Bezüglich der Kosten für die amtliche 
Verteidigung bleibt Ziff. 6 vorbehalten.

6. Amtliche Verteidigung:

a) Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt E.________, wird für das 
vorinstanzliche Verfahren aus der Strafgerichtskasse pauschal mit 
Fr. 7’250.00 entschädigt (inkl. Auslagen und MWST; Fr. 180.00 
Stundenansatz).

b) Die Kosten für die amtliche Verteidigung werden aufgrund der wirt-
schaftlichen Verhältnisse von A.________ einstweilen auf die 
Staatskasse genommen.

c) Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von A.________ gemäss 
Art. 135 Abs. 4 StPO.

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’500.00 werden 
A.________ auferlegt.

8. Der vormalige amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt E.________, wird für 
das Berufungsverfahren aus der Kantonsgerichtskasse mit Fr. 493.90 

Kantonsgericht Schwyz 42

(inkl. Auslagen und MWST) entschädigt. Der amtliche Verteidiger, 
Rechtsanwalt B.________, wird für das Berufungsverfahren aus der 
Kantonsgerichtskasse pauschal mit Fr. 5’500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) entschädigt. Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von 
A.________ nach Art. 135 Abs. 4 StPO.

9. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

10. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A an die 3. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) 
und an die Vorinstanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vor-
instanz (1/ES, unter Rückgabe der Akten), das Amt für Justizvollzug 
(1/R, zum Inkasso und Vollzug), das Amt für Migration (1/R), die Kan-
tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv) und elektronische Mitteilung an die 
KOST (Strafregister).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 7. August 2025  amu