# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd0facfe-1874-5bb1-9b99-ae39b288b6e7
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-09-26
**Language:** de
**Title:** Weiterbildung trotz fehlender Berufspraxis verwertbar; kein Rentenanspruch.
**Docket/Reference:** UV.2012.00126
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2012.00126.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2012.00126
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiber Wyler
Urteil
vom
26. September 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
D
er 1974 geborene
X.___
war
seit dem
1.
Juni 200
2
als Logistiker bei der
Y.___
GmbH
angestellt, wobei er seit dem 2
9.
Januar 2007 krankheitshalber nicht mehr arbeiten konnte
und das Arbeitsverhältnis per 3
1.
August 2007 gekündigt war
, als er sich am 2
4.
Juni 2007 bei einem Spaziergang das rechte Knie verdrehte (Unfallmeldung vom
2.
Juli 2007,
Urk.
7/1
, und Bericht vom 15. Oktober 2007,
Urk.
7/11
). D
as
Spital
Z.___
diagnostizierte
eine
n Status nach
Patellaluxation
am 2
4.
Juni 2007
bei
ossäre
m
Ausriss des
medialen
Re
t
ina
culums
sowie aktuell
P
a
tellasubluxation
und nahm am
2
8.
Juni
2007 eine
Knie
arthroskopie
mit Kniegelenkstoilette,
Arthrotomie
,
Knochenfragmententfernung
im Bereich der medialen
Patellab
e
grenzung
und Raffung des medialen
Retina
culums
vor (Operationsbericht
vom
2.
Juli 2007
,
Urk.
7/3).
X.___
konnte
in der Folge
aufgrund der unfallbedingten Beschwerden eine neue Stelle a
ls Teamleiter Lager bei der A.___
AG ab
13. August 2007 nicht
antreten
(
Urk.
7/11).
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher
X.___
gestützt auf das Arbeitsverhältnis bei der
Y.___
GmbH
obligato
risch gegen die Folgen von Un
fällen versichert war, kam für
Heilbehandlungskosten und für Taggelder auf
, wobei sie bis am
2.
Dezember 2007
ein 100%iges
, vom
3.
bis 1
8.
Dezember 2007
ein 50
%
ig
e
s
und hernach wieder
ein
100
%
iges Taggeld
erbrachte
(
Schreiben vom 18.
Januar 2008
,
Urk.
7/
4
3)
. Am 2
0.
Dezember 2007 wurde
bei
X.___
im Spital
Z.___
bei der Diagnose
eine
r
Arthrofibrose
eine Mobilisation des Kniegelenks sowie Kniearthroskopie mit
Arthrolyse
rechts
durch
g
eführt (Operationsbericht,
Urk.
7/46). Am 1
4.
Februar 2008 liess
X.___
, welcher seit dem 1
4.
Januar 2008 bei der
B.___
AG
für ein Pensum von 100
%
als Logistiker angestellt war,
der SUVA
melden, er sei
am 3
0.
Januar 2008
mit dem rechten Knie eingeknickt, wodurch ihm die Kniescheibe rausgesprungen sei (Schadenmeldung UV
G, Urk.
7/54).
Das Spital
Z.___
diagnostizierte eine Kniedistorsion (Bericht vom 25.
Februar 2008,
Urk.
7/58).
X.___
war in der Folge wieder zu 100
%
arbeitsunfähig (
Eintrag der SUVA,
Urk.
7/56) und die SUVA richtete weiter Taggelder aus und kam für die Heilbeh
andlungskosten auf
(
Telefonnotiz vom 2
8.
März 2008,
Urk.
7/66). Vom 3
0.
April bis
4.
Juni 2008 war
X.___
in der Rehaklinik
C.___
hos
pitalisiert
, welche neben den Kniebeschwerden auch eine leichte bis mittelgra
dige depressive Episode ohne somatisches Syndrom feststellte
(Austrittsbericht vom 1
1.
Juni 2008,
Urk.
7/99).
Am 1
2.
Juni 2008 meldete sich
X.___
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/93).
Die Rehaklinik
C.___
führte a
m 2
6.
September 2008
mit
X.___
eine berufliche Standortbestimmung durch
(Bericht vom 9.
Oktober 2008,
Urk.
7/117)
.
Am
3.
November 2008 wurde X.___
in der Hüftsprechstunde der
Klinik D.___
untersucht, welche ein
femoroacetabuläres
Impingement
links feststellte (Bericht vom 1
1.
November 2008,
Urk.
7/123).
Nachdem
Kreis
arzt
Dr.
E.___
, Facharzt FMH für Chirurgie
, am
26.
Januar 2009
eine ärztliche Beurteilung vor
genommen hatte (
Urk.
7/135), teilte die SUVA X.___
m
it Verfügung vom
7.
April
2009 mit, dass sie eine Kostenübernahme für die Behandlung der linken Hüfte ablehne. Die Kosten für die psychiatrische Behandlung sowie die Taggelder würden weiterhin übernommen (
Urk.
7/156). Am
8.
April 2009 nahm die
Klinik D.___
bei X.___
eine Hüftarthroskopie links vor (Operationsbericht,
Urk.
7/162). Mit Verfügung vom 1
0.
August 2009 hielt die SUVA fest, dass sie die Taggelder per 1
0.
August 2009 einstellen, für die
medizinische Behandlung des
rechte
n
Knie
s
aber weiterhin aufkommen
werde
(
Urk.
7/179). Hiergegen erhob
X.___
, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
André
Largi
er
,
am
9.
September 2009 Einspra
c
h
e und beantragte, es seien weiterh
in Taggelder auszurichten (Urk.
7/188).
Am 1
8.
u
nd am 2
2.
Januar 2010 wurde
X.___
in der
Klinik D.___
erneut
am rechten Knie operiert (Operationsbericht
e
Urk.
7/213
und Urk.
7/214
).
Nachdem am 2
2.
Oktober 2010 eine Hüftarthroskopie rechts durchgeführt worden war (
Urk.
7/249), wurde
X.___
am
11.
Mai 2011 von
Dr.
E.___
kreisärztlich
untersucht (
Bericht vom 1
1.
Mai 2011,
Urk.
7
/265). Am 1
8.
Mai 2011 wurde
d
er SUVA von der IV-Stelle
das bei
der Institution F.___
eingeholte Gut
achten
vom 1
0.
Mai 2011 zugestellt
(
Urk.
7/267)
.
Nachdem die
Klinik D.___
Dr.
E.___
am 2
6.
Mai 2011 über eine Untersuchung von
X.___
in ihrer Hüftsprechstunde vom 1
6.
Mai 2011 berichtet hatte (
Urk.
7/274), verfasste
dieser
am
5.
Juli 2011
einen Nachtrag zu seine
m
Untersuchung
sbericht
vom 1
1.
Mai 2011 (
Urk.
7/280) und schätzte den Integritätsschaden von
X.___
auf 10
%
(
Urk.
7/281)
.
Vom
2.
bis 2
2.
Nov
ember 2011 war
X.___
im Auf
trag der SUVA
zu einer
stationären Standortbestimmung und Behandlung in der
Klinik D.___
hospitalisiert (Bericht und Fragebogen vom 3
0.
Dezember 2011,
Urk.
7/306 und
Urk.
7/307). Mit Verfügung vom 1
4.
März 2012 sprach die SUVA
X.___
eine einer Einbusse der Integrität von 10
%
entsprechende Entschädigung von Fr. 10‘680.
zu (
Urk.
7/313) und m
it Verfüg
ung vom 1
6.
März 2012 hielt sie
fest, dass
sie
X.___
für die Zeit vom 1
0.
August 2009 bis 1
7.
Januar 2010 Taggelder
nachzahlen und ihre Versicherungsleistun
gen per 3
1.
März 2012 einstellen werde
.
Die Kosten für die von der
Klinik D.___
für
3 Monate
verordnete
Medizinische Trainingstherapie
würden noch erbracht
. Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe nicht (
Urk.
7/315).
Die von
X.___
am
5.
April 2012 durch Rechtsanwalt
Dr.
André
Largier
erhobene Einsprache, mit welcher er die Ausrichtung einer angemes
senen Invalidenrente beantragte
(
Urk.
7/317),
wies die SUVA
mit Entscheid vom
9.
Mai 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X.___
am 3
1.
Mai 2012 durch Rechtsanwalt
Dr.
André
Largier
Beschwerde und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm rückwirkend ab
1.
April 2012 eine angemessene Invalidenrente auszurich
ten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin
schloss
mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Juni 2012
auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerde
führer am
2.
Juli 2012 mitgeteilt wurde (
Urk.
8). Am 1
5.
November 2012 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er ab Oktober 2012 eine Stelle als Sachbearbei
ter bei der Stiftung
G.___
gefunden habe (
Urk.
9) und reichte seinen Arbeitsvertrag ein (
Urk.
10). Die Eingabe vom 1
5.
November und der Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers wurden der Beschwerdegegnerin am 1
9.
November 2012 zur
Kenntnisnahme zugestellt (Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente der Beschwerdegegnerin hat.
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über
d
en Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer war nach dem Unfall vom 2
4.
Juni 2007 vom 2
8.
Juni bis
1.
Juli 2007 im Spital
Z.___
hospitalisiert. Dieses diagnostizierte einen Status nach
Patellaluxation
vom 2
4.
Juni 2007 mit
ossärem
Ausriss des medialen
Retinaculums
sowie aktuell
Patellasubluxation
und nahm am 2
8.
Juni 2007 eine Kniearthroskopie mit Kniegelenkstoilette mit
Arthrotomie
,
Knochenfragment
entfernung
im Bereich der medialen
Patellabegrenzung
und Raffung des medi
alen
Retinaculums
vor
(
Urk.
7/4).
2.2
Die Rehaklinik
C.___
, in welcher der Beschw
erdeführer vom 3
0.
April bis 4.
Juni 2008 hospitalisiert war, diagnostizierte mit Austrittsbericht vom 1
1.
Juni 2008 (
Urk.
7/99) (1) eine Knie-Distorsion mit
Patellaluxation
rechts mit (a) medialer Raffung und lateral Release bei
Patellaluxation
am 2
8.
Juni 2007, (b)
Arthrolyse
und Mobilisation Knie rechts am 1
8.
Dezember 2007, (c) MRI vom 7.
Februar 2008: Hypoplasie des
femoral
e
n
Gleitlagers und erhebliche
Chondro
pathia
patellae
Grad 4 sowie bereits einsetzende
arthrotische
Veränderungen und (d) Restbeschwerden rechtes Knie, (2) eine Schlafapnoe, (3) eine leichte bis mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom und (4) ein
en
Sta
tus nach Kniedistorsion rechts mit Verdacht auf mediane Meniskusläsion im Januar 1994 (S. 1).
Ein
Jahr nach dem Unfall bestünden nach wie vor
belas
tungsverstärkte
Schmerzen im Bereich des rechten Knies
sowie
ein Flexions- und Kraftdefizit. Der Beschwerdeführer sei in Folge dessen im Alltag subjektiv
noch
stark eingeschränkt. Treppensteigen alternierend sei
nur
für einige Stufen unter starkem Abstützen am Geländer und Vorneigung der Körperlängsachse möglich. Da sich der Beschwerdeführer bei Austritt noch in der medizinischen Phase befinde, sei eine Zumutbarkeitsbeurteilung aktuell noch nicht möglich (S. 3).
2.3
Dr.
E.___
nannte in Beurteilung der Aktenlage
am 2
6.
Januar 2009
(
Urk.
7/135)
die
Diagnosen (1)
von
rechtseitige
n
Knieschmerzen bei (a) Status nach traumatischer
Patellaluxation
am 2
4.
Juni 2007 mit medialer Raffung und laterale
m
Release am 2
8.
Juni 2007 und (b) Status nach
Arthrolyse
und Mobi
lisation bei
Arthrofibrose
am 1
8.
Dezember 2007 bei massiver
Trochleadysplasie
Knie rechts und beginnender medialer und
patell
o
femoraler
Arthrose und (2) eine
r
beginnende
n
Coxarthrose
bei
vorwiegend Cam-
Impingement
links
.
Er erklärte dabei zur Unfallkausalität der
behandlungsbedürftigen
linksseitigen Hüftbeschwerden, erstmals habe der Beschwerdeführer dem Hausarzt über ver
mehrte Beschwerden im linken Knie und in der linken Hüfte am 2
1.
Januar 2008 geklagt. Der Beschwerdeführer habe dies auf die Arbeitsaufnahme und
die
einseitige Belastung zurückgeführt. Angaben über eine Prellung der linken
Hüfte oder der linken Körperseite seien in der ambulanten Krankengeschichte der Notfallstation des Spitals
Z.___
vom 2
7.
Juni 2007
nicht erwähnt. Im
Aus
trittsbericht
der Rehaklinik
C.___
vom 1
1.
Juni 2008 über den stationären Rehabilitationsaufenthalt vom 3
0.
April bis
4.
Juni 2008 fehlten Hinweise
auf
Hüftbeschwerden links. Die Diagnose Verdacht auf
Impingement
-Beschwerden Hüfte links erscheine erstmals im Untersuchungsbericht der
Klinik D.___
vom
2.
Oktober 2008, das heiss
e
etwa 16 Monate nach dem Unfallereignis.
Der Beschwerdeführer sei dann in die Hüftsprechstunde der
Klinik D.___
überwiesen worden. Die Röntgenbilder des Beckens und der linken Hüfte axial vom
3.
November 2008 dokumentierten eine Offsetstörung am Kopf-Hals-Übergang mit lateralem
Impingement
Pit. Das
Arthro
-MRI der linken Hüfte vom 2
7.
November 2008 dokumentiere die Offsetstörung am
anterolateralen
Kopf-Schenkelhals-Übergang. Korrespondierend käme eine Labrumdegeneration mit
Ganglionbildung
etwa 12 Uhr zur Darstellung
.
Der Knorpel sei, soweit einseh
bar, randständig etwas alteriert, sonst gut erhalten. Beim
femoroacetabuläre
n
Impingement
handle es sich um eine abnorme Anatomie und Morphologie der Hüftgelenkpfanne und/oder des proximalen
Femurendes
. Es handle sich somit um ein unfallfremdes Leiden, d
as auch ohne die traumatische
Pa
tellaluxation
vom 2
4.
Juni 2007 mit nachfolgen
den operativen Behandlungen manifest geworden wäre. Der kausale Zusammenhang der
behandlungsbedürftigen
Hüft
beschwerden
links zum Unfall vom 2
4.
Juni 2007 sei höchstens möglich, jedoch unwahrscheinlich
.
2.4
Die Institution F.___
diagnostizierte in seinem Gutachten vom 1
0.
Mai 2011
(
Urk.
7/267)
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1)
ein
femoroacetabuläres
Impin
gement
rechts, (2) eine
Femoropatellararthrose
und
einen
Status nach lateraler
Patellaf
a
cettektomie
im Januar 2010, Kniegelenksmobilisation und
arthrosko
pische
Arthrolyse
im Dezember 2007 sowie
Knochenfragmententfernung
und Raffung des medialen
Retinaculums
nach
Patellalu
x
atio
n
im Juni 2007 re
chts mit
Trochleadysplasie
, (
3
) eine leichte
femoropatelläre
Inkongruenz links und (
4
) eine rezidivierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Episoden ohne somatisches Syndrom, bestehend seit etwa Januar 2008 (ICD-10 F33.10).
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien (1) Hüftschmerzen nach
arthroskopischem
Labrum-
Débridement
, Pfannenradtrimmung,
Retaillierung
des Übergangs Kopfschenkelhals links
im
April 2009 bei
femoroacetabulärem
Impingement
, (2) Senk-/Spreizfüsse, (3) ein Diabetes mellitus, (4) eine Schlafap
noe und (5) eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion, bestehend von etwa Oktober 2007 bis Dezember 2007 (ICD-10 F43.21). Als Lagerist sei der Beschwerdeführer vom 2
4.
Juni 2007 bis Juni 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit Juli 2010
bestehe aufgrund der rezidivierenden depressiven Stö
rung mit überwiegend mittelgradigen depressiven Episoden und Einschränkung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität, des Antriebs, der Inte
ressen, der Motivation und der Dauerbelastbarkeit gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Körperlich l
e
ichte Tätigkeiten in temperierten Räumen
, die abwechslungsweise sitzend
und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 Kilogramm gehoben oder getragen werden müss
t
en und Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erfor
derliche geistige Flexibilität, ohne erforderliche überdurchschnittliche Kon
zentrationsfähigkeit und Dauerbelastung sowie ohne vermehrte Kundenkontakte könnten gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit Juli 2010 zu 60
%
zugemu
tet werden. Gesamthaft
habe auch
in adaptierten Tätigkeiten
vom 2
4.
Juni 2007 bis Juni 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 24-2
5
). Aus rein orthopädischer Sicht bestehe für die angestammte Tätigkeit seit Juli 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit, das heisst einer körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden
k
önne
, ohne dass dabei häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 Kilogramm gehoben oder getragen werden
müssten
, sei de
r
Beschwerdeführer seit Juli 2010 zu 100
%
arbeitsfähig. Vom 2
4.
Juni 2007 bis Juni 2010 habe für sämtliche Tätig
keiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden
(S. 9)
.
2.
5
Die
Klinik D.___
, Abteilung Knie-/Sportverletzungen,
berichtete unter Nen
nung der bekannten Diagnosen
am
2
4.
Mai 2011
von einer
weiterhin  kon
stante
n
Beschwerdesituation am rechten Knie. Diese zeige sich einerseits durch die Muskelschwäche und andererseits durch die Verkürzung der Oberschenkelmuskulatur.
E
ine stationäre Rehabilitation zur Verbesserung der gesamten mus
kulären Situation und damit Schmerzlinderung
werde empfo
hlen
,
weshalb die
Kollegen der Rheumatologie um Beurteilung des Rehabilitationspotenzials und anschliessende stationäre Aufnahme
ersucht würden
(
Urk.
7/270).
2.
6
Dr.
E.___
erklärte
am
5.
Juli 2007
im Nachgang zum Kreisarztbericht vom 1
1.
Mai 2011
(Bericht vom
24. Mai 2011
,
Urk.
7/280)
,
die Ärzte der
bestätigten
Klinik D.___
eine konstante Beschwerdesituation am rechten Kniegelenk bei
Trochleadysplasie
rechts und beginnender medialer und
patellofemoraler
Arthrose. Sie erw
ähnten eine Muskelschwäche und
eine Verkürzung der gesamten Oberschenkelmuskulatur.
Sie würden diesbezüglich eine stationäre Rehabilitation zur Verbesserung der gesamten muskulären Situation und damit
zur
Schmerzlinderung empfehlen. Die
Ärzte der
Klinik D.___
hätten es
allerdings unterlassen, die Muskelschwäche zu objektivieren. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung am 1
1.
Mai 2011 habe er an den unteren Extre
mitäten keinen signifikanten Unterschied der
Muskeltrophik
gefunden. Auf
grund des bisherigen Verlaufs und de
r
anlässlich des Rehabilitationsaufenthaltes vom 3
0.
April bis
4.
Juni 2008 gemachten Erfahrungen
bezweifle er sehr, dass durch einen weiteren
Rehabilitationsa
ufenthalt die Beschwerdesituation am rechten Kniegelenk wesentlich beeinflusst werde. Im Weiteren erlaube er sich
,
auf den Bericht der
Klinik D.___
vom 1
6.
Mai 2011
(
Urk.
7/274)
hinzu
weisen. Dort stehe, dass die Therapie zur
Kräftigung der
pelvitrochantären
Mu
s
k
ulatur durchzuführen sei. Demzufolge handle es sich um ein unfallfremdes Hüftleiden
. Als Unfallfolge verbleibe
so
mit
eine mässige
femoropatellare
Arth
rose im rech
t
en Kniegelenk bei regelrechter Stabilität. Es bestehe ein
Flexions
defizit
von 25-30° im Vergleich zur gesunden linken Seite. Er empfehle
,
den Fall mit dem Hinweis auf das Rückfallmelderecht abzuschliessen. Zumutbar sei dem Beschwerdeführer eine wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätig
keit mit zu hebenden Lasten von 10 bis 15 Kilogramm den ganzen Tag. Die Dauer der stehenden bzw. gehenden Position sollte einen Drittel der gesamten Arbeitszeit nicht überschrei
t
en und falls möglich auf den ganzen Tag verteilt sein. Tätigkeiten in
kniender
oder hockende
r
Position seien nicht mehr zumut
bar
.
2.7
Die
Ärzte der
Klinik D.___
hielt
en
mit Bericht vom
5.
Juli 2011
(
Urk.
7/287)
fest, w
eiterhin bestehe in ihren Augen ei
n gewisses Rehabilitationspotenz
ial
betreffend die
Schmerzen im Bereich des Kniegelenks rechts und der Hüfte rechts im Zusammenhang mit dem Unfall im Jahr 200
7.
Dabei sei es wahrscheinlich
auch
aufgrund der chronischen Fehlbelastung zu zunehmend
lumbospondylogenen
Schmerzen gekommen. Diesbezüglich sei ein MRI der LWS unauffällig,
weshalb
diese Schmerzen somit als primär muskulär interpre
tiert werden
könnten
. Der Beschwerdeführer beschreibe eine gewisse Linderung der Beschwerden unter der ambulant durchgeführten Physiotherapie, allerdings komme es dadurch nicht zu einer nachhalt
ig
en Besserung der Symptome. Somit könn
t
e
durch einen
stationäre
n
Aufenthalt mit intensiver täglicher Physiothera
pie und allenfalls auch psychologischer Betreuung doch eine gewisse Besserung der Beschwerden erreicht werden.
2.
8
Am
1.
September 2011 erklärte
Dr.
E.___
(
Urk.
7/289)
, Hinweise
für
eine
chroni
sche Fehlbelastung wie sie von
der
Klinik D.___
im
Bericht vom 5.
Juli 2011
erwähnt w
ü
rden, habe er anlässlich seiner Untersuchung
im
Mai
2011
nicht gefunden. Er habe eine seitengleiche
Fussbeschwielung
festgestellt, die
Trophik
an den Unterschenkeln sei seitengleich
gewesen
, am Oberschenkel habe eine Differenz von 0,5 cm bestanden, was nicht signifikant
sei
. Diesbezüg
lich sei die
Bemerkung einer muskulären
Dysbalance
mit Schwäche im rechten Bein hauptsächlich aufgrund der stetigen Schonung zu relativieren. Aufgrund des gesamten Verlaufs und unter Berücksichtigung, dass nur die Residuen am rechten Kniegelenk in ihre Zuständigkeit fiele
n
, halt
e
er
an seiner Meinung fest, dass sich ein dreiwöchiger Rehabilitationsaufenthalt nicht rechtfertigen lasse.
2.
9
Nachdem der Beschwerdeführer
– entgegenkommenderweise auf Kosten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/293) -
vom
2.
bis 2
2.
November 2011 in der
Klinik D.___
hospitalisiert gewesen war,
nannte
Dr.
med.
H.___
,
Ober
ärztin
,
mit Bericht
vom 3
0.
Dezember 2011
(
Urk.
7/306)
als Diagnosen
(1) eine
Femoropatellararthrose
Knie rechts bei (a) Status nach traumatischer
Patellalu
xation
am 2
4.
Juni 2007 mit schwerem Ausriss des Ligamentum
patellae
femo
ralis
mediale, (b) Status nach medialer Raffung und latera
le
m Release am 2
8.
Juni 2007, (c) Status nach
Arthrolyse
und Mobilisation bei
Arthrofibrose
vom 1
8.
Dezember 2007 bei massiver
Trochleadysplasie
Knie rechts und (d) Status nach lateraler
Facettektomie
Patella Knie rechts,
retropatellärem
Débri
dement
und lateraler
Patellainzision
vom 2
2.
Januar 2010, (2) Hüftgelenk
schmerzen beidseits, rechtsbetont bei (a) Status nach Hüftarthroskopie mit
Labrumdébridement
, Pfannenrandtrimmung und Kopf-Schenkelhals
Retaillie
rung
links am
8.
April 2009 und (b) Status nach Hüftgelenksarthroskopie rechts mit
Débridement
und Trimmung Pfannenrand 12 bis 15 Uhr, Taillierung des Kopf-/Halsüberganges am 2
2.
Dezember 2010 bei
femoroacetabulärem
Impin
gement
rechts, (3) einen Diabetes mellitus (Erstdiagnose November 2009, primär insulinpflichtig), (4) ein Schlafapnoesyndrom, CPAP Verwendung, Erstdiagnose 2005, (5) rezidivierende depressive Episoden und (6) einen Vitamin D3-Mangel. Sie erklärte mit separatem Bericht
vom gleichen Tag (
Urk.
7/307)
auf Frage der Beschwerdegegnerin,
der Beschwerdeführer sei durch die Unfallrestfolgen am rechten Knie eingeschränkt für Tätigkeiten, die mit einer vermehrten Gelenkbelastung der Knie einherg
inge
n wie z.B. Tätig
keiten im Knien. S
chweres und mittelschweres Heben und Tragen (mehr als 10 Kilogramm bis Lendenhöhe) könn
e
ebenfalls
nicht mehr
ausgeübt
werden. Leichtes H
e
ben und Tragen (bis 10 Kilogramm Lendenhöhe) sei
nur
gelegentlich möglich, nicht oft während einer hypothetischen 100%igen Arbeitstätigkeit. Aus rheumatologischer Sicht sei unter Beachtung dieser Einschränkungen keine Tätigkeit vorstellbar, die der Beschwerdeführer überhaupt nicht mehr verrichten könnte. Allerdings sei auf
grund der rezidivierenden depressiven Episoden, welche wiederholt als mittel
schwer beurteilt worden seien, trotz entsprechender Therapien von einer herab
gesetzten Leistungsfähigkeit auszugehen, insbesondere auch, da der Beschwer
deführe
r
seit
vier
Jahren nicht mehr im Arbeitsprozess integriert sei. Aufgrund des insulinpflichtigen Diabetes mit gegen Ende des stationären Aufenthaltes
aufgetretener leichter Hypoglykämie bei vermehrter I
nsulinsensi
ti
vität unter vermehrter körperlicher Belastung seien Tätigkeiten, die auf Leitern oder in grösseren Höhen stattfänden oder Tätigkeiten, bei denen Entscheide unter ext
remem Zeitdruck getroffen werden müssten, nicht vorstellbar.
Bei der bekann
ten sowie konventionell-radiologisch als auch im MRI dokumentierten
Femoro
patellararthrose
sei zum jetzigen Zeitpunkt ein vorläufiger En
dzustand erreicht.
3.
Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass lediglich die Beschwerden
des Beschwerdeführers
am rechten Knie
, nicht aber die Hüftbeschwerden und die psychischen Beschwerden
in einem natürlichen und adäquaten Kausalzu
sammenhang mit dem Unfall vom
2
4.
Juni 2007 stehen
, dass
diesbezüglich
der Endzustand erreicht ist und dass
dem Beschwerdeführer entsprechend dem
von
Dr.
H.___
am 3
0.
Dezember 2011 erstellten Zumutbarkeitsprofil
(E. 2.
9
)
Tätig
keiten, die mit einer vermehrten Gelenkbelastung der Knie einhergehe
n, wie z.B. Tätigkeiten im Knie
n, aber auch schweres und mittelschweres Heben und Tra
gen (mehr als 10 Kilogramm bis Lendenhöhe) nicht
mehr
zumutbar s
ind
. Lei
ch
tes Heben und Tragen (bis 10 Kilogramm Lendenhöhe)
ist demgegenüber
gele
gentlich, nicht
aber
oft während einer hypothetischen 100%igen Arbeitstätigkeit
möglich
(
Urk.
1 S. 5,
Urk.
6 S. 3). Diese Beurteilung der Parteien steht in Über
einstimmung mit den Akten und der Rechtsl
age und
erweist sich daher als rechtens
.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt somit, wie sich die unfallbedingten Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers erwerblich auswirken.
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefocht
enen
Einspracheentscheid
vom 9.
Mai 2012 davon aus, dass
der Beschwerd
eführer ohne den Unfall vom 24.
Juni 2007 als Logistiker
HF
,
das heisst
in
eine
r
Bürotätigkeit
,
arbeiten würde
und dass ihm unter Berücksichtigung der unfallbedingten Einschränkungen diese Tätigkeit weiterhin möglich sei (
Urk.
2)
.
4.2.2
Der Beschwerdeführer wendet hiergegen im Wesentlichen ein, er habe im Dezem
ber 2006 die Ausbildung zum Logistiker
HF
erfolgreich abgeschlossen und hätte auf den 1
3.
August 2007 eine neue Stelle als Teamleiter Lager antre
ten können. Doch aufgrund der Folgen des Unfalls vom 2
4.
Juni 2007 sei es in Wirklich
keit nicht so
weit gekommen und
er habe diese Arbeitsstelle wieder verloren, ohne dass er auch nur einen Tag als Teamleiter hätte arbeiten können. Auch seine am 1
4.
Januar 2008 angetretene Stelle als Logistiker bei der
B.___
AG habe er zunächst krankheits- und anschliessend unfallbedingt nur während insgesamt fünf Tagen verrichten können. Somit habe er im Zeitpunkt des Fallabschlusses zwar eine erfolgreiche Ausbildung zum Logistiker
HF
vor
zuweisen, doch h
abe
er überhaupt keine Berufserfahrung
in
diesem neuen Beruf erwerben können. Da seit Abschluss der Ausbildung über fünf Jahre vergangen seien, könne er
realistischerweise
diese Ausbildung heute nicht mehr verwerten (
Urk.
1).
Er habe
per Oktober 2012 eine Arbeitsstelle
bei der
Stiftung G.___
gefunden
, weshalb
auf diesen Lohn – hochge
rechnet auf ein 100%-Pensum – abzustellen
sei
(
Urk.
9).
4.
3
4.3.1
Der Beschwerdeführer, welcher ursprünglich eine Lehre als Lagerist machte, schloss im Dezember 2006 die Weiterbildung zum
d
ipl.
Techniker HF Logistik
erfolgreich
ab (Lebenslauf,
Urk.
7/110). Im Zeitpunkt des Unfalls vom 2
4.
Juni 2007 war er seit Juni 2002 bei der
Y.___
GmbH als Logistiker angestellt, wobei er krankheitshalber letztmals am 2
9.
Januar 2007 gearbeitet hatte (
Urk.
7/1). Am 1
6.
Juli 2007 schloss
d
er
Beschwerdeführer
mit der
A.___
AG einen Arbeitsvertrag als Teamleiter Lager mit Wirkung ab 1
3.
August 2007 ab (
Urk.
7/10). Diese Tätigkeit nahm er
unfallbedingt
nie auf. Ab 1
4.
Januar 2008 war er als Logistiker bei der
B.___
AG angestellt (Arbeitsver
trag vom 1
8.
Dezember 2007,
Urk.
7/40). Dieses Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin am 1
8.
Februar 2008 aber per sofort aufgelöst
, da der Beschwerdeführer
erneut
arbeitsunfähig
geworden
war
(Kündigung,
Urk.
7/75).
4.3.2
D
er Beschwerdeführer
verfügt
über eine Weiterbildung zum Logisti
k
er HF und er
war
offensichtlich gewillt, d
iese Tätigkeit auch auszuüben. Es ist daher
in Übereinstimmung mit den Parteien davon
auszugehen
, dass
er
ohne den Unfall vom 2
4.
Juni 2007 als Logistiker HF,
mithin
in
einem Bürojob
(vgl.
Urk.
7/11
S.
2)
, tätig wäre.
4.
4
4.4
.
1
Der Beschwerdeführer ist sowohl gesundheitsbedingt als auch aufgrund seiner Ausbildung
i
n der Lage
,
die Tätigkeit als Logistiker HF auszuüben.
Da sich n
ach
Art.
7
Abs.
2 ATSG die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit grundsätzlich
ausschliesslich
nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen
richtet und für
die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen
ist
, ob eine Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden
(ausgeglichener Arbeitsmarkt;
Urteil des Bundesgerichts 9C_82/20
09 vom
9.
Oktober 2009 E. 5.5), besteht kein Anlass, dem Beschwer
deführer nicht das als Logistiker HF erzielbare Einkommen als Invalideneinkommen anzurechnen.
Hieran ändert auch nicht
s
, dass der Beschwerdeführer nach Abschluss der Weiterbildung zum Logistiker HF im Jahr 2006 diese Tätigkeit nie ausgeübt hat.
Erlaubt es die Ausbildung zum Automechaniker der versicherten Person auf dem ausgeglichenen Ar
beitsmarkt eine andere Tätigkeit - mithin eine Beschäfti
gung ausserhalb des an
gestammten Berufs - zu finden, mit welcher sich ein Verdienst in gleicher Höhe erzielen lässt (Alexandra
Rumo-Jungo
, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, S. 133), so ist nicht einsichtig, weshalb der Beschwerde
führer seine Ausbildung zum Logis
tiker HF nicht zu verwerten im Stande sein soll. Angesichts des ihm zumutbaren Arbeitsprofils (E. 2.9), seiner beruflichen Er
fahrung im Bereich der Lagerhal
tung, seines jungen Alters, seiner vorge
nannten Weiterbildung sowie insbesondere auch mit Blick auf die dem Sozial
versi
cherungsrecht inhärente Schaden
minderungspflicht ist dem Beschwerde
führer
die Verwertung seiner Arbeitsfä
higkeit als Logistiker HF trotz fehlender Berufspraxis ohne Weiteres zumutbar.
4.
4
.2
Der
Einwand des Beschwerdeführer
s
, es sei
auf sein tatsächlich erzieltes Einkom
men
bei der Stiftung
G.___
abzustellen (
Urk.
9 und
Urk.
10)
,
vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen
. F
ür die Festsetzung des Invalideneinkommens
ist
nach der Rechtsprechung
zwar
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht
(BGE 135 V 297 E. 5.2). Vorliegend
gilt es jedoch zu beachten, dass der
Beschwerdeführer neben
den unfallbedingten Kniebeschwerden
noch
an weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen, namentlich Hüftbeschwerden und psychische
n
Beschwerden
leidet
(E. 2.4)
. Es kann daher nicht
unbesehen
davon ausgegangen werden, dass das von ihm erzielte Einkommen dem
unfallversicherungsrechtlich relevanten Invalideneinkommen ents
pricht.
Ob der im Gutachten der Institution F.___
genannten psychiatr
ischen Diagnose invalidenversi
cherungsrechtliche Relevanz zukommt, kann vorliegend offen bleiben, ist dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Logistiker HF - unfallbedingt - doch voll
umfänglich zumutbar. Weil er mithin seine ihm verbleibende Arbeitsfähig
keit nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft (BGE 135 V 297 E. 5.2), kann nicht auf das vom Beschwerdeführer tatsächlich erzielte Einkommen abgestellt wer
den.
4.5
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die unfallbedingten Einschränkungen am rechten Knie der Ausübung der Tätigkeit
als Logistiker HF
nicht entgegen
stehen. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine
Erwerbseinbusse
und somit auch einen Rentenanspruch verneint hat.
Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu
enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstWyler
RP/FW/IKversandt