# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30266574-f7e5-5c49-af86-3076a52591df
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-07
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 07.04.2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_empfehlung-vom-7apri_2014-04-07.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 031 323 74 84, Fax 031 325 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

 
Bern, 7. April 2014 

 
 
 

Empfehlung 
 
 

gemäss Art. 14 des 
Bundesgesetzes über das  

Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung 
 
 

zum Schlichtungsantrag von  
 
 

X 
(Antragsteller) 

 
 

gegen 
 
 

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und 
Sport, Generalsekretariat (GS-VBS) 

 
 

 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Der Antragsteller (Journalist) hat mit Gesuch vom 16. Oktober 2012 beim Generalsekretariat 
des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (GS-VBS) 
Einsicht in sämtliche Berichte der Aufsicht über den Nachrichtendienst NDB aller vorhandenen 
Jahre verlangt. Daraufhin liess das GS-VBS dem Antragsteller mit E-Mail vom 26. Oktober 2012 
eine Liste der abgeschlossenen Berichte der Nachrichtendienstlichen Aufsicht im GS-VBS  
(ND-Aufsicht) zukommen (mit insgesamt 11 abgeschlossenen Berichten, davon drei aus dem 
Jahr 2009, drei aus dem Jahr 2010 und fünf aus dem Jahr 2011) und bat ihn darum, sein 
Gesuch zu präzisieren, da es sonst nicht behandelt werden könne. Auf dieser Liste waren 
folgende Berichte aufgeführt: 

„Berichterstattung für das Jahr 2009 

- Prüfung der vom DAP [Dienst für Analyse und Prävention] dem Departement vorgelegten Informationen 
über die Tätigkeit zur Wahrung der inneren Sicherheit [nachfolgend Bericht A]; 

- Analyse der Anwendung des Datensystems ISIS [nachfolgend Bericht B]; 

- Bericht über die Prüfung der Rechtmässigkeit der Datenbearbeitung in System ISIS NT „Staatsschutz“ 
des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP) [nachfolgend Bericht C]; 

 

 

 

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Berichterstattung für das Jahr 2010 

- Inspektion der vom NDB dem Departement zur Verfügung gestellten Informationen zur Tätigkeit im 
Hinblick auf die Wahrung der inneren Sicherheit [nachfolgend Bericht D]; 

- Begleitende Prüfung des Um- und Aufbaus der Informationssysteme des NDB und des Standes der 
Umsetzung der Empfehlungen aus dem Inspektionsbericht 2/2009 (Rechtmässigkeit der 
Datenbearbeitung im System ISIS NT Staatsschutz) 
[nachfolgend Bericht E]; 

- Bericht über die selektive Prüfung von COMINT – Leistungsvereinbarungen zwischen dem 
Nachrichtendienst des Bundes (NDB) und dem Zentrum für elektronische Operationen 
[nachfolgend Bericht F]; 

Berichterstattung für das Jahr 2011 

- Inspektion der vom NDB dem Departement zur Verfügung gestellten Informationen zur Tätigkeit im 
Hinblick auf die Wahrung der inneren Sicherheit [nachfolgend Bericht G]; 

- Prüfung der Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht der GPDel zur Datenbearbeitung im 
Staatsschutzinformationssystem ISIS-NT vom 21. Juni 2010 aus dem Inspektionsbericht 2/2009 der ND-
Aufsicht vom Januar 2010 [nachfolgend Bericht H]; 

- Inspektion des Militärischen Nachrichtendienstes (MND) und dessen Zusammenarbeit mit dem 
Nachrichtendienst des Bundes (NDB) [nachfolgend Bericht I]; 

- Inspektion zu den internen Abläufen des NDB [nachfolgend Bericht J]; 

- Rapport intermédiaire concernant la surveillance des activités de protection de l’Etat dans les cantons 
[nachfolgend Bericht K].“ 

2. In der Folge zog der Antragsteller sein Gesuch vom 16. Oktober 2012 formell zurück und 
ersetzte es durch ein neues Zugangsgesuch vom 1. November 2012, in welchem er, gestützt 
auf das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, 
BGÖ; SR 152.3), um Zugang zu Folgendem verlangte: 

„Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung und/oder Management Summary sowie die 
vorgeschlagenen Massnahmen sämtlicher abgeschlossener Berichte gemäss der Liste, die Sie uns zur 
Verfügung gestellt haben […].“ 

3. Mit Schreiben vom 23. November 2012 nahm das GS-VBS Stellung zum Gesuch und teilte dem 
Antragsteller mit, der Zugang zu den in seinem Gesuch aufgeführten Dokumenten werde 
verweigert, da diese unter die Ausnahmebestimmungen in Art. 7 Abs. 1 Bst. a, b, c und d BGÖ 
fallen würden. Einer der Berichte (Bericht B)1 könne zudem ohnehin nicht zugänglich gemacht 
werden, weil dieser in unmittelbarem und besonderem Auftrag der 
Geschäftsprüfungsdelegation erstellt worden sei. Der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte (Beauftragter) habe in seiner Empfehlung vom 18. November 2010 
festgehalten, dass das Öffentlichkeitsgesetz in diesem Fall nicht gelte. 
Weiter seien Teile eines anderen Berichts (Bericht C)2 bereits am 6. Dezember 2010 einem 
anderen Journalisten derselben Redaktion weitergeleitet worden. Die damalige Feststellung des 
VBS gelte auch heute noch: „Wären die Berichte der ND-Aufsicht der Öffentlichkeit zugänglich, 
würden die Mechanismen der internen Kontrolle negativ beeinflusst werden. Denn die 

                                                      
1  „Analyse des Datensystems ISIS“. 
2  „Bericht über die Prüfung der Rechtmässigkeit der Datenbearbeitung im System ISIS NT ‚Staatsschutz‘ des Dienstes für 

Analyse und Prävention (DAP)“. 

 

 

 

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beaufsichtigten Personen und Dienststellen würden dann zögern, den Aufsichtsorganen offen, 
komplett und transparent Auskunft zu erteilen. Es bestünde das Risiko, dass der 
Informationsfluss zwischen dem Nachrichtendienst und den Aufsichtsorganen versiegen 
würde.“ 

4. Am 7. Dezember 2012 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim Beauftragten 
ein. Darin rügte er die pauschale Ablehnung seines Zugangsgesuches mit Verweis auf Art. 7 
Abs. 1 Bst. a, b, c und d BGÖ, ohne dass das GS-VBS ausgeführt hätte, inwiefern die einzelnen 
Dokumente die erwähnten Ausnahmen betreffen würden. Diese pauschale Absage sei nicht 
nachvollziehbar. 
Er wies darauf hin, dass er sein ursprüngliches Zugangsgesuch, in welchem er noch die 
vollständigen Berichte heraus verlangt hatte, formell zurückgezogen habe und nunmehr bloss 
Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung und/oder Management Summary sowie die 
vorgeschlagenen Massnahmen sämtlicher abgeschlossener Berichte gemäss der Liste des  
GS-VBS einsehen möchte. Sollten sich darin noch immer Informationen finden, welche nicht 
öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen, könnten diese Stellen geschwärzt werden. Auf 
diese Weise werde den erwähnten Ausnahmebestimmungen des Art. 7 BGÖ ausreichend 
Rechnung getragen. Er sei überzeugt davon, dass der Öffentlichkeit – mit den oben 
ausgeführten Einschränkungen – Einsicht in die verlangten Teile der Aufsichtsberichte gewährt 
werden könne und müsse, da selbst der Nachrichtendienst nicht vollständig im Geheimen 
arbeiten dürfe. Er könne nicht akzeptieren, dass sämtliche Zugangsgesuche im 
Zusammenhang mit dem Nachrichtendienst pauschal mit einem allgemeinen Verweis auf die 
ersten vier Buchstaben von Art. 7 BGÖ vom Tisch gewischt würden. 
Weiter erachte er die ablehnende Haltung des GS-VBS in Bezug auf den Bericht B mit Verweis 
auf den „besonderen Auftrag der Geschäftsprüfungsdelegation“ als fragwürdig.  
Im Übrigen sei der Umstand, dass Teile des Berichts C bereits einmal einem Journalisten 
zugestellt worden seien, eher ein Argument für eine zeitnahe Zugangsgewährung in demselben 
Umfang als für eine Zugangsverweigerung. Ob es sich dabei um dieselbe Redaktion handle, sei 
unerheblich, und darüber hinaus arbeite der betreffende Journalist und damalige Antragsteller 
nicht mehr für diese Redaktion und seine Unterlagen seien aus Gründen des Quellenschutzes 
und des Redaktionsgeheimnisses anderen Journalisten nicht zugänglich. Was die 
Argumentation des GS-VBS zu den noch nicht veröffentlichten Teilen des Berichts anbelange, 
so liessen sich die Befürchtungen über das Versiegen des Informationsflusses zwischen dem 
Nachrichtendienst und den Aufsichtsorganen nicht gesetzlich abstützen, da das 
Öffentlichkeitsgesetz keine Ausnahmebestimmungen kenne, die in diesem Sinne auszulegen 
wären. Schliesslich sei er der Ansicht, dass der Zugang zu amtlichen Dokumenten auch im 
Bereich der ND-Aufsicht dem „Sinn und Geist des BGÖ“ entspreche, da es letztlich darum 
gehe, was in Art. 8 Abs. 5 BGÖ festgehalten sei, nämlich dass der Zugang zu Berichten über 
die Evaluation der Leistungsfähigkeit der Bundesverwaltung und die Wirksamkeit ihrer 
Massnahmen gewährleistet sei. 

5. Am 18. Januar 2013 wurden neun der insgesamt elf betroffenen Berichte (Berichte A und D-K) 
sowie eine Stellungnahme persönlich durch einen Mitarbeiter des GS-VBS an den Beauftragten 
ausgehändigt.  
In der Stellungnahme teilte das GS-VBS dem Beauftragten mit, dass jene beiden betroffenen 
Berichte, welche bereits Gegenstand einer Empfehlung des Beauftragten gewesen waren 
(Empfehlung vom 18. November 2010: VBS / Inspektionsberichte ND-Aufsicht), nicht mehr an 
ihn weitergeleitet würden. Zur Begründung der vollständigen Zugangsverweigerung verwies das 
GS-VBS integral auf seine Stellungnahme an den Antragsteller vom 23. November 2012 (vgl. 
Ziffer 3). Ergänzend führte es aus, die Nachrichtendienste und ihre Partner seien einerseits 
darauf angewiesen, dass die Informationen, die Einzelheiten der Ziele, Abläufe und 

http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00893/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdYN7gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--

 

 

 

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Arbeitsweise sowie allfällige Schwierigkeiten vertraulich blieben, da sonst ihre Tätigkeit 
erheblich gestört werden könnte. Andererseits würde die Wirksamkeit der internen Kontrolle 
negativ beeinflusst werden, wenn die Berichte des zuständigen Kontrollorgans in grossen 
Umfang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden. Diese Problematik habe der Beauftragte 
in seiner Empfehlung vom 18. November 2010 (vgl. oben) bereits erkannt. 

 

II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

6. Gemäss Art. 13 BGÖ kann eine Person einen Schlichtungsantrag beim Beauftragten 
einreichen, wenn die Behörde den Zugang zu amtlichen Dokumenten einschränkt, aufschiebt 
oder verweigert, oder wenn die Behörde innert der vom Gesetz vorgeschriebenen Frist keine 
Stellungnahme abgibt.  

7. Der Beauftragte wird nicht von Amtes wegen, sondern nur auf Grund eines schriftlichen 
Schlichtungsantrags tätig.3 Berechtigt, einen Schlichtungsantrag einzureichen, ist jede Person, 
die an einem Gesuchsverfahren um Zugang zu amtlichen Dokumenten teilgenommen hat. Für 
den Schlichtungsantrag genügt einfache Schriftlichkeit. Aus dem Begehren muss hervorgehen, 
dass sich der Beauftragte mit der Sache befassen soll. Der Schlichtungsantrag muss innert 
20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der Behörde schriftlich eingereicht werden. 

8. Der Antragsteller hat ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ beim GS-VBS eingereicht und eine 
ablehnende Antwort erhalten. Als Teilnehmer an einem vorangegangenen Gesuchsverfahren ist 
er zur Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt. Der Schlichtungsantrag wurde 
formgerecht (einfache Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der 
Stellungnahme der Behörde) beim Beauftragten eingereicht.  

9. Das Schlichtungsverfahren kann auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten stattfinden. Die Festlegung des Verfahrens im 
Detail obliegt alleine dem Beauftragten.4 

10. Kommt keine Einigung zu Stande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche 
Lösung, ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

11. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 
Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ, SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die 
Angemessenheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde. Er prüft damit im 
Schlichtungsverfahren einerseits beispielsweise, ob die für das Zugangsgesuch zuständige 
Behörde den Begriff des amtlichen Dokumentes (Art. 5 BGÖ) sowie die in Art. 7 f. BGÖ 
vorgesehenen Ausnahmeklauseln oder die Bestimmungen in Bezug auf den Schutz der 
Personendaten (Art. 9 BGÖ) rechtmässig angewendet hat. Andererseits prüft er in jenen 

                                                      
3 BBl 2003 2023. 
4 BBl 2003 2024. 

 

 

 

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Bereichen, in denen das Öffentlichkeitsgesetz der Behörde bei der Bearbeitung eines 
Zugangsgesuches einen gewissen Ermessensspielraum verleiht (z.B. Art der Einsichtnahme in 
amtliche Dokumente), ob die von der Behörde gewählte Lösung auf die Umstände des 
jeweiligen Falls abgestimmt und angemessen ist. Dabei kann der Beauftragte entsprechende 
Vorschläge im Rahmen des Schlichtungsverfahrens machen (Art. 12 Abs. 2 VBGÖ) oder 
gegebenenfalls eine entsprechende Empfehlung erlassen (Art. 14 BGÖ).5 

12. Vorab äussert sich der Beauftragte kurz zu jenen beiden Berichten, welche bereits Gegenstand 
eines früheren Schlichtungsverfahrens waren und welche das GS-VBS ihm daher nicht mehr 
aushändigte. Es sind dies die Berichte B und C (vgl. Ziffer 1).  
Wie der Beauftragte in seiner Empfehlung vom 18. November 20106 an das VBS festhielt, 
wurde der Bericht B in unmittelbarem und besonderem Auftrag der GPDel erstellt, weshalb das 
Öffentlichkeitsgesetz auf dieses Dokument keine Anwendung findet. Auf die damaligen 
Ausführungen in der erwähnten Empfehlung des Beauftragten kann vollumfänglich verwiesen 
werden.7  

13. Der Beauftragte kommt daher zu folgendem Zwischenergebnis: 
Der von der ND-Aufsicht erstellt Bericht B mit dem Titel „Analyse der Anwendung des 
Datensystems ISIS“ vom 23. September 2009 wurde in unmittelbarem und explizitem Auftrag 
der GPDel erstellt, weshalb in Art. 47 Abs. 1 (Vertraulichkeit) des Bundesgesetzes über die 
Bundesversammlung (Parlamentsgesetz, ParlG SR 171.10) eine spezielle 
Geheimhaltungsnorm i.S.v. Art. 4 Bst. a BGÖ zu sehen ist, welche dem Öffentlichkeitsgesetz 
vorgeht. Folglich besteht aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes kein Anspruch auf Zugang.  

14. In Bezug auf den Bericht C hat der Beauftragte in seiner Empfehlung vom 18. November 2010 
bereits festgehalten, dass das Öffentlichkeitsgesetz auf dieses Dokument grundsätzlich 
anwendbar ist.8 Zwar anerkannte der Beauftragte das vom VBS geltend gemachte 
Schadensrisiko im Falle einer Offenlegung des gesamten Aufsichtsberichts und damit das 
Vorhandensein einer Gefährdung für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 
1 Bst. c BGÖ), im Ergebnis erachtete er eine vollständige Zugangsverweigerung jedoch als 
unverhältnismässig und empfahl dem VBS, sowohl das Titelblatt, das Abkürzungsverzeichnis, 
die Seiten 1, 2 ,3 ,4 und 5 sowie die Seite 34 (Anhang 1) und die Seiten 38-54 (Anhang) 
offenzulegen.  

15. Das GS-VBS führte in seiner Stellungnahme vom 23. November 2012 an den Antragsteller (vgl. 
Ziffer 3) aus, es habe Teile dieses Berichts C bereits im Dezember 2010 einem anderen 
Journalisten zugestellt. Die damalige Feststellung des VBS, wonach eine Offenlegung der 
Berichte der ND-Aufsicht zu einer negativen Beeinflussung der Mechanismen der internen 
Kontrolle führen und der komplette und transparente Informationsfluss der beaufsichtigten 
Personen und Dienststellen gegenüber den Aufsichtsorganen versiegen würde, gelte auch 
heute noch. 
Dazu hält der Beauftragte fest, dass eine Zugänglichmachung von bestimmten amtlichen 
Dokumenten bzw. einzelner Teile eines amtlichen Dokuments an eine gesuchstellende Person 
kein Grund für eine spätere Zugangsbeschränkung oder -verweigerung gegenüber einer 
anderen gesuchstellenden Person sein kann. Im Gegenteil sieht Art. 2 VBGÖ gerade vor, dass 
der Zugang zu einem amtlichen Dokument, zu welchem eine Person bereits Zugang erhalten 

                                                      
5 CHRISTINE GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Art. 13, RZ 8. 
6  EDÖB Empfehlung vom 18. November 2010: VBS / Inspektionsberichte ND-Aufsicht. 
7  A.a.O. Ziffer II.B.1-3.1. 
8  A.a.O. Ziffer II.B. 4 ff. 

http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00893/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdYN7gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--

 

 

 

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hat, in demselben Umfang auch jeder weiteren gesuchstellenden Person zusteht.9  

16. Vorliegend hat der Antragsteller somit von vornherein mindestens in demselben Umfang einen 
Anspruch auf Zugang zum verlangten Bericht C, wie dieser bereits im Dezember 2010 einem 
anderen Journalisten zugänglich gemacht wurde. Ob bzw. in welchem Rahmen der 
Antragsteller vorliegend Zugang zum Bericht C verlangte, welcher hinsichtlich des Umfangs 
bzw. des Inhalts weiter geht, als die bereits zugänglich gemachten Teile des Berichts, kann der 
Beauftragte nicht abschliessend feststellen, da ihm der zu beurteilende Bericht C im 
Schlichtungsverfahren vom GS-VBS nicht ausgehändigt wurde (vgl. Ziffer 5). Er kann sich 
folglich kein Bild darüber machen, auf welchen Seiten des Berichts C welche Informationen 
enthalten sind. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der besagte Bericht C dem 
Beauftragten bereits anlässlich eines früheren Schlichtungsverfahrens zur Einsicht zugestellt 
wurde. Einerseits entscheidet der Beauftragte in jedem Einzelfall ausschliesslich anhand der 
ihm vorgelegten Fallakten und andererseits wurde der Bericht C am Ende des damaligen 
Schlichtungsverfahrens vereinbarungsgemäss mit Schreiben vom 24. Mai 2011dem VBS 
zurückgegeben. Da der Antragsteller vorliegend jedoch nicht den gesamten Bericht C heraus 
verlangte, sondern lediglich dessen Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung und/oder 
Management Summary sowie die darin enthaltenen vorgeschlagenen Massnahmen, erachtet 
der Beauftragte eine entsprechende Zugangsgewährung mit Blick auf den 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz als möglich und angemessen.10 Im Übrigen hat das GS-VBS 
hinsichtlich des Berichts C keine Ausnahmetatbestände des Öffentlichkeitsgesetzes geltend 
gemacht, die einem Zugang im verlangten Umfang entgegenstehen könnten. 

17. Der Beauftragte kommt daher zu folgendem Zwischenergebnis: 
Der Bericht B mit dem Titel „Bericht über die Prüfung der Rechtmässigkeit der 
Datenbearbeitung im System ISIS NT „Staatsschutz“ des Dienstes für Analyse und Prävention 
(DAP)“ fällt unter das Öffentlichkeitsgesetz und ist dem Antragsteller im verlangten Umfang 
zugänglich zu machen. 

18. Schliesslich gilt es die vollständige Zugangsverweigerung hinsichtlich der verbleibenden neun 
Inspektionsberichte A sowie D-K (vgl. Ziffer 1) zu prüfen. 
In seiner Stellungnahme an den Antragsteller vom 23. November 2012 (vgl. Ziffer 3) teilte das 
GS-VBS zur Begründung seiner vollständigen Zugangsverweigerung hinsichtlich der 
verbleibenden neun Inspektionsberichte folgendes mit: 

„Die Dokumente fallen unter folgende, vom Öffentlichkeitsgesetz vorgesehenen Ausnahmebestim-
mungen: Art. 7 Abs. 1 Bst. a, b, c und d BGÖ.“ 

In der Stellungnahme an den Beauftragten vom 17. Januar 2013 verwies das GS-VBS zur 
Begründung der Zugangsverweigerung auf seine Stellungnahme an den Antragsteller vom 23. 
November 2012. Ergänzend führte es aus, die Nachrichtendienste und ihre Partner seien 
einerseits darauf angewiesen, dass die Informationen, die Einzelheiten der Ziele, Abläufe und 
Arbeitsweise sowie allfällige Schwierigkeiten vertraulich blieben, da sonst ihre Tätigkeit 
erheblich gestört werden könnte. Andererseits würde die Wirksamkeit der internen Kontrolle 
negativ beeinflusst werden, wenn die Berichte des zuständigen Kontrollorgans in grossen 
Umfang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden. 
Weitere Bemerkungen bzw. konkrete Ausführungen zu den angesprochenen 
Ausnahmebestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes unterliess das GS-VBS. Ebenso wenig 
setzte es sich mit den konkreten Inhalten der zu beurteilenden Berichte auseinander und 
erklärte auch nicht, inwiefern mit der Zugänglichmachung bestimmter Inhalte ein 

                                                      
9  Sog. „access to one – access to all“-Prinzip. 
10  EDÖB Empfehlung vom 18. November 2010: VBS / Inspektionsberichte ND-Aufsicht, Ziffer II.B. 11.1 f., und Ziffer III. 2. 

http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00893/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdYN7gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--

 

 

 

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Schadensrisiko verbunden sein könnte. Vielmehr wurde die Zugangsverweigerung mit einem 
Pauschalverweis auf Art. 7 Abs. 1 Bst a-d BGÖ erklärt und mit der Befürchtung eines 
Versiegens des Informationsflusses zwischen beaufsichtigten Stellen und Aufsichtsorganen 
begründet, was sich nach Ansicht des Beauftragten in dieser Allgemeinheit weder begründen 
noch mit Blick auf die Ausnahmebestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes abstützen lässt.  

19. Der Paradigmenwechsel vom Geheimhaltungsprinzip zum Öffentlichkeitsprinzip, welcher mit 
der Inkraftsetzung des Öffentlichkeitsgesetzes eingeleitet wurde, bringt eine Beweislastumkehr 
mit sich. Demnach obliegt der Behörde die Beweislast zur Widerlegung der Vermutung des 
freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten.11 Gelingt es der Behörde nicht, diesen Beweis zu 
erbringen, so ist in aller Regel zugunsten des Zugangs zu entscheiden.12 Des Weiteren ergibt 
sich die Pflicht zur Einreichung einer rechtsgenügend begründeten Stellungnahme an den 
Beauftragten ebenso direkt aus Art. 12b Abs. 1 Bst. a VBGÖ (Pflicht zur Mitwirkung am 
Schlichtungsverfahren).  

20. Vorliegend erachtet der Beauftragte den Beweis über das Vorliegen eines Ausnahmetatbe-
standes zur Widerlegung der Vermutung des freien Zugangs zu den neun verbleibenden 
Berichten A sowie D-K der ND-Aufsicht als nicht erbracht. Der pauschale Verweis des GS-VBS 
auf die ersten vier Buchstaben des Art. 7 Abs. 1 BGÖ und die daraus erfolgte vollständige 
Zugangsverweigerung sind für ihn nicht nachvollziehbar. Weiter berücksichtigte das GS-VBS 
seiner Ansicht nach mit der vollständigen Zugangsverweigerung den Umstand nicht, dass der 
Antragsteller sein ursprüngliches Zugangsgesuch um Einsicht in die vollständigen Berichte 
bereits insofern weitgehend eingeschränkt hat, als er letztlich nur noch um Zugang zu Titelblatt, 
Inhaltsverzeichnis, Zusammenfassung und/oder Management Summary sowie den 
vorgeschlagenen Massnahmen der jeweiligen Berichte verlangt hat (vgl. Ziffer 2). 

21. Der Beauftragte kommt daher zu folgendem Zwischenergebnis: 
Für die verbleibenden neun Berichte A sowie D-K der ND-Aufsicht (vgl. Ziffer 1) hat das  
GS-VBS den Beweis über das Vorhandensein von Ausnahmetatbeständen des 
Öffentlichkeitsgesetzes nicht erbracht, weshalb die neun Berichte im verlangten Umfang an den 
Antragsteller herauszugeben sind. 

III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

22. Das GS-VBS hält an der Verweigerung des Zugangs zum Bericht „Analyse der Anwendung des 
Datensystems ISIS“ (Bericht B) fest.  

23. Das GS-VBS gewährt dem Antragsteller den Zugang zum „Bericht über die Prüfung der 
Rechtmässigkeit der Datenbearbeitung in System ISIS NT ‚Staatsschutz‘ des Dienstes für 
Analyse und Prävention (DAP)“ (Bericht C) im verlangten Umfang. Sollte es den Zugang zu 
diesem Bericht bereits in grösserem Umfang einer anderen gesuchstellenden Person gewährt 
haben, so gewährt es den Zugang in demselben Umfang auch gegenüber dem Antragsteller. 

24. Das GS-VBS gewährt dem Antragsteller den Zugang im verlangten Umfang zu folgenden 
Berichten (Bericht A sowie D-K): 

- Prüfung der vom DAP dem Departement vorgelegten Informationen über die Tätigkeit zur 

                                                      
11  Urteil des BVGer A-4962/2012 vom 22. April 2013 E. 6.2 m.w.H. 
12  EDÖB Empfehlung vom 25. Januar 2013: armasuisse / Benützungsvereinbarung Militärflugplatz Buochs; EDÖB 

Empfehlungen vom 28. Januar 2013: armasuisse / Dokumente im Zusammenhang mit einem geplanten 
Grundstücksverkauf. 

http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00890/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn1_hGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--
http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00890/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn1_gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--
http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00890/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn1_gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--
http://www.edoeb.admin.ch/oeffentlichkeitsprinzip/00889/00890/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdn1_gmym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--

 

 

 

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Wahrung der inneren Sicherheit (Bericht A); 

- Inspektion der vom NDB dem Departement zur Verfügung gestellten Informationen zur 
Tätigkeit im Hinblick auf die Wahrung der inneren Sicherheit (Bericht D); 

- Begleitende Prüfung des Um- und Aufbaus der Informationssysteme des NDB und des 
Standes der Umsetzung der Empfehlungen aus dem Inspektionsbericht 2/2009 
(Rechtmässigkeit der Datenbearbeitung im System ISIS NT Staatsschutz) 
(Bericht E); 

- Bericht über die selektive Prüfung von COMINT – Leistungsvereinbarungen zwischen dem 
Nachrichtendienst des Bundes (NDB) und dem Zentrum für elektronische Operationen 
(Bericht F); 

- Inspektion der vom NDB dem Departement zur Verfügung gestellten Informationen zur 
Tätigkeit im Hinblick auf die Wahrung der inneren Sicherheit (Bericht G); 

- Prüfung der Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht der GPDel zur Datenbearbeitung 
im Staatsschutzinformationssystem ISIS-NT vom 21. Juni 2010 aus dem Inspektionsbericht 
2/2009 der ND-Aufsicht vom Januar 2010 (Bericht H); 

- Inspektion des Militärischen Nachrichtendienstes (MND) und dessen Zusammenarbeit mit 
dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) (Bericht I); 

- Inspektion zu den internen Abläufen des NDB (Bericht J); 

- Rapport intermédiaire concernant la surveillance des activités de protection de l’Etat dans les 
cantons (Bericht K). 

25. Das GS-VBS erlässt eine Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), wenn es in Abweichung von Ziffer  23 und 24 den 
Zugang nicht gewähren will.  

26. Das GS-VBS erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung (Art. 15 
Abs. 3 BGÖ). 

27. Der Antragsteller kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung beim GS-VBS 
den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 VwVG verlangen, wenn er mit der Empfehlung nicht 
einverstanden ist (Art. 15 Abs. 1 BGÖ). 

28. Gegen die Verfügung kann der Antragsteller beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
führen (Art. 16 BGÖ).  

29. In Analogie zu Art. 22a VwVG stehen gesetzliche Fristen, die nach Tagen bestimmt sind, vom 
siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern still. 

30. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten wird der Name des Antragstellers anonymisiert (Art. 13 Abs. 
3 VBGÖ). 

 

 

 

 

 

 

 

 

9/9 
 

31. Die Empfehlung wird eröffnet: 

- X 
 
- Generalsekretariat VBS 

3003 Bern 
 

 
 
 

 
 
Jean-Phillippe Walter 
 

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: