# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cb15f09-793c-5aec-af90-51c76c838a64
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2021 C-1969/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1969-2021_2021-11-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1969/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiberin Nadja Francke. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich), 

vertreten durch Alexander Wirth, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Eintretensvoraussetzungen 

(Verfügung vom 24. März 2021). 

 

 

 

C-1969/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) das 

Leistungsgesuch von A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), ge-

boren 1962, betreffend eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-

rung mit Verfügung vom 24. März 2021 (erneut) abgewiesen hat (Akten der 

Vorinstanz [nachfolgend: act.] 158), nachdem eine erste leistungsabwei-

sende Verfügung vom 27. Dezember 2016 mit Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-651/2017 vom 20. November 2018 aufgehoben und die 

Angelegenheit an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde, damit sie die er-

forderlichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen (insb. Durchführung 

einer polydisziplinären Begutachtung) vornehme und anschliessend neu 

verfüge (act. 86), 

dass die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung 

vom 24. März 2021 am 27. April 2021 (Datum Postaufgabe) Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und darin die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer Invalidenrente "im ge-

setzlichen Ausmass" beantragt hat (Akten im Beschwerdeverfahren [nach-

folgend: BVGer-act.] 1), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 30. April 

2021 die Beschwerdeführerin aufgefordert hat, einen Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- innert einer Frist von 30 Tagen nach Empfang der Verfügung zu 

leisten (BVGer-act. 2), 

dass die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter mit Fax-Eingabe 

vom 17. und 26. Mai 2021 um teilweise Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von den Verfahrenskosten) ersuchen liess 

(BVGer-act. 4 und 6), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 

2021 die Zwischenverfügung vom 30. April 2021 aufgehoben und die Be-

schwerdeführerin aufgefordert hat, bis zum 28. Juni 2021 das der Verfü-

gung beigelegte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" aus-

gefüllt und mit den nötigen Beweismitteln versehen beim Bundesverwal-

tungsgericht einzureichen (BVGer-act. 7), 

dass das Gesuch der Beschwerdeführerin um (teilweise) unentgeltliche 

Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 19. August 2021 abgewiesen 

wurde (BVGer-act. 17, S. 8 -Ziff. 1 Dispositiv),  

C-1969/2021 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin gleichzeitig aufgefordert wurde, innert 30 Ta-

gen ab Erhalt der Verfügung einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- in der 

Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten, ansonsten auf die 

Beschwerde nicht eingetreten werde (BVGer-act. 17, S. 8 Ziff. 2 und 3 Dis-

positiv),  

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich Rentenanspruch vor Bundes-

verwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der 

vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter zu prüfen ist, 

ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, 

dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 2 IVG 

i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG) und Beschwerdeführende in der Regel einen 

Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leis-

ten haben (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG), 

dass die eingeschrieben versandte Zwischenverfügung vom 19. August 

2021 mit der Aufforderung, einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- in der 

Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten innert 30 Tagen ab Erhalt zu 

leisten, gemäss Sendungsverlauf der Post nach einem erfolglosen Zustell-

versuch am 23. August 2021 dem Rechtsvertreter am 24. August 2021 zur 

Abholung gemeldet wurde (vgl. Post-Auszug Track & Trace für […], 

BVGer-act. 20),   

dass der Rechtsvertreter die Zwischenverfügung erst am 6. September 

2021 abgeholt hat (vgl. Poststempel auf dem durch den Rechtsvertreter 

unterzeichneten Rückschein, BVGer-act. 18, vgl. auch BVGer-act. 20),  

dass vorliegend offen gelassen werden kann, ob die sogenannte Zustell-

fiktion, wonach eine Sendung, die nicht innert der Abholfrist, welche sieben 

Tage beträgt, abgeholt wird, am letzten Tag dieser Frist (vorliegend: 31. Au-

gust 2021) als eröffnet vermutet wird (vgl. dazu BGE 134 V 49 E. 4; PATRI-

CIA EGLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 

C-1969/2021 

Seite 4 

2016, Art. 20 N. 56 mit Hinweisen), bei der vorliegenden Auslandssendung 

nach Österreich Anwendung findet,  

dass die 30-tägige Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses jedenfalls 

spätestens am 7. September 2021 zu laufen begonnen (Art. 20 Abs. 1 

VwVG) und somit spätestens am 6. Oktober 2021 geendet hat,  

dass die Beschwerdeführerin gemäss den vorliegenden Akten den einver-

langten Kostenvorschuss innert der angesetzten Frist nicht geleistet 

(BVGer-act. 19) und die Zwischenverfügung vom 19. August 2021 auch 

nicht angefochten hat,  

dass sie auch nicht schriftlich um Fristverlängerung oder um Wiederher-

stellung der versäumten Frist ersucht hat, 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-

nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten umstän-

dehalber zu verzichten ist, 

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE),  

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite zu verweisen ist. 

 

  

C-1969/2021 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Nadja Francke 

 

  

C-1969/2021 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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