# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d3b732b-717e-5d33-b6c2-8f8e20a475da
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-24
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Zivilrechtliche Abteilung 24.01.2014 2014_OG Z 13 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_005_2014-OG-Z-13-8_2014-01-24.pdf

## Full Text

Zivilprozessordnung. Art. 59 Abs. 2, Art. 60, Art. 110, Art. 319 lit. b Ziff. 1, Art. 
321 ZPO. Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen 
erfüllt sind. Zu diesen gehört auch die Einhaltung der Rechtsmittelfristen. Beim 
Entscheid über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege handelt es sich 
um eine prozessleitende Verfügung im summarischen Verfahren. Die 
Beschwerdefrist beträgt 10 Tage und zwar auch, wenn der Entscheid über das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zusammen mit dem Entscheid in der 
Hauptsache gefällt wird. Der Entscheid über die dem unentgeltlichen 
Rechtsbeistand zustehende Entschädigung stellt einen Kostenentscheid im 
Sinne von Art. 110 ZPO und demgemäss einen "anderen erstinstanzlichen 
Entscheid" im Sinne von  Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO dar, der selbstständig mit 
Beschwerde angefochten werden kann. Ergeht der Entschädigungsentscheid 
zusammen mit dem Endentscheid in der Hauptsache und als dessen 
Bestandteil, so kann mit dem gegen den Sachentscheid ergriffenen 
Rechtsmittel nicht auch der Entschädigungsentscheid angefochten werden. 
Hierfür steht ausschliesslich die selbstständige Beschwerde gemäss Art. 121 
ZPO zur Verfügung. Die Vorinstanz hätte betreffend die festgelegte 
Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin in der 
Rechtsmittelbelehrung die Beschwerde als Rechtsmittel aufzuführen gehabt. 
Vorliegend ist entscheidwesentlich, dass die Beschwerdeführerin auch die in 
der Rechtsmittelbelehrung (unzutreffend angeführte) längere 30-tägige 
Rechtsmittelfrist (zur Einreichung der Berufung) nicht eingehalten hat. Offen 
bleiben konnte daher die Frage, ob die anwaltlich vertretene 
Beschwerdeführerin sich nach Treu und Glauben überhaupt auf die fehlerhafte 
Rechtsmittelbelehrung hätte verlassen dürfen. 
 
Obergericht, 24. Januar 2014, OG Z 13 8 
(Das Bundesgericht hat die dagegen erhobene Beschwerde in Zivilsachen abgewiesen, 
soweit darauf einzutreten war, BGE 5A_158/2014 vom 07.07.2014)