# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 311469a8-fb14-5e24-9c37-b0da9e0fd26e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 01.10.2014 RR.2014.263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2014-263_2014-10-01.pdf

## Full Text

Entscheid vom 1. Oktober 2014 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT GRAUBÜNDEN, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Vorinstanz  ZWANGSMASSNAHMENGERICHT DES KANTONS 

GRAUBÜNDEN,  

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-

land 

 

Entsiegelung (Art. 9 IRSG i.V.m. Art. 248 StPO) 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2014.263 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen A. ein Ermittlungsverfahren führt 

wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gemäss § 370 Abs. 1 der 

deutschen Abgabeordnung und des Betrugs gemäss § 263 des deutschen 

Strafgesetzbuchs (vgl. act. 5.1, S. 2); 

 

- sie diesbezüglich am 15. Mai 2014 ein Rechtshilfeersuchen an die Staats-

anwaltschaft Graubünden richtete (vgl. act. 5.1, S. 2); 

 

- die Staatsanwaltschaft Graubünden im Rahmen des entsprechenden 

Rechtshilfeverfahrens am 29. Juli 2014 beim Zwangsmassnahmengericht 

des Kantons Graubünden um Entsiegelung und Durchsuchung der am 

16. Juli 2014 am Wohnsitz von A. versiegelten Gegenstände ersuchte (vgl. 

act. 5.1, S. 3); 

 

- das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden dieses Gesuch 

mit Entscheid vom 25. August 2014 teilweise guthiess (act. 5.1); 

 

- A. hiergegen mit Eingabe vom 18. September 2014 bei der Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob (act. 1). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 

die Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. 

Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt 

(Art. 12 Abs. 1 IRSG); 

 

- der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen gemäss 

Art. 80e Abs. 2 IRSG selbstständig nur angefochten werden können, sofern 

sie einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewir-

ken durch die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenstän-

den (lit. a) oder durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländi-

schen Prozess beteiligt sind (lit. b); 

 

- ein im Rahmen des Rechtshilfeverfahrens ergangener, ein Gesuch um 

Entsiegelung gutheissender Entscheid von der betroffenen Person nicht 

mittels ordentlichem Rechtsmittel, sondern erst im Rahmen einer gegen die 

- 3 - 

 

 

Schlussverfügung gerichteten Beschwerde angefochten werden kann (sie-

he Art. 80e Abs. 2 e contrario; BGE 138 IV 40 E. 2.3.1 S. 44 f.; 127 II 151 

E. 4c/bb S. 156; 126 II 495 E. 5e/bb-dd S. 503 ff.; Entscheid des Bundes-

strafgerichts RR.2012.12 vom 19. April 2012); 

 

- sich die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unzulässig er-

weist, weshalb auf sie ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 57 

Abs. 1 VwVG e contrario) nicht einzutreten ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG); 

 

- die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 300.-- festzuset-

zen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG, Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a 

des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die 

Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]); 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 2. Oktober 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A.  

- Staatsanwaltschaft Graubünden 

- Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 
gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 

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Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).