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**Case Identifier:** f2576aa4-e10c-5ff4-98e6-85025e38c3db
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 25.09.2020 IV 2018/390
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-390_2020-09-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/390

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.12.2020

Entscheiddatum: 25.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 25.09.2020
Art. 7 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Würdigung eines polydisziplinären 
Gutachtens. Beweiswert des Gutachtens bejaht. 100%ige Arbeitsfähigkeit ist 
in einer adaptierten Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich. Rentenanspruch 
verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
25. September 2020, IV 2018/390).

Entscheid vom 25. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Karin Huber-

Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner; a.o. Gerichtsschreiberin Marsha Karas

Geschäftsnr.

IV 2018/390

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roman Schmidlin, Hofmann Gehler Schmidlin, 

Lattenhofweg 4, Postfach 2151, 8645 Jona,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 13. Januar 2016 unter Hinweis auf Knie- und 

Nackenschmerzen erneut bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Leistungsbezug 

an (IV-act. 88). Zuvor hatte er ab dem 1. Februar 2004 eine ganze Rente bezogen, die 

per 30. November 2010 aufgehoben wurde, da er aufgrund der Verbesserung seines 

Gesundheitszustandes wieder einer vollen Erwerbstätigkeit nachging (vgl. IV-act. 85 

und 81). Am 15. August 2015 hatte sich der Versicherte beim Aussteigen aus dem Bus 

eine Kniedistorsion links mit Zerrung des medialen Retinaculums mit subkutanem 

Ödem präpatellar und entlang der Quadricepssehne bei intakten Kreuz-Lateralbändern 

zugezogen (Fremdakten-1-227 und 1-266). Die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) war für die Folgen des Unfalls aufgekommen 

(Fremdakten 1-252). Der Versicherte war vom 1. April bis 31. Oktober 2015 bei der 

B.___ AG als Maschinenführer angestellt gewesen (IV-act. 111-2 ff.).

A.a. 

Im Bericht des Kreisarztes Dr. med. C.___, Facharzt Neurochirurgie, vom 9. März 

2016 wurde eine retropatelläre Chondromalazie dritten Grades Knie links bei Status 

nach Kniegelenksarthroskopie links mit lateraler TME am 30. Oktober 2014 

diagnostiziert. Die bisherige Tätigkeit als Maschinenführer mit schwerer körperlicher 

Belastung sei betreffend das linke Knie nicht mehr zumutbar. Für eine leichte, 

gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende, jedoch vornehmlich sitzende Tätigkeit 

sei er arbeitsfähig. Betreffend Zumutbarkeitsprofil wird festgehalten: Gehen auf 

ebenem Gelände unbegrenzt, kein längeres Stehen und keine Zwangshaltungen wie 

Hocken bzw. Knien, gelegentliches Treppensteigen, kein Leiternsteigen sowie 

Vermeidung von Gehen auf unebenem Grund. Zudem wurde berichtet, dass die 

strukturellen Veränderungen im linken Knie gravierend und dauerhaft seien und einen 

A.b. 

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Anspruch auf Integritätsentschädigung begründen würden (Fremdakten 9-3 f.). Mit 

Schreiben vom 10. März 2016 teilte die Suva dem Versicherten die Einstellung der 

Taggeldleistungen per 1. April 2016 mit, da der Versicherte ab diesem Zeitpunkt wieder 

zu 100% in adaptierter Tätigkeit arbeitsfähig sei (Fremdakten 14-1 f.).

Vom 13. April bis 1. Juni 2016 nahm der Versicherte an einem vom Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) organisierten Einsatzprogram Z.___ mit einem 

Pensum von 50% teil (vgl. IV-act. 118-3). Aufgrund einer Zunahme der körperlichen 

Beschwerden wurde er zu 100% arbeitsunfähig geschrieben und musste das 

Einsatzprogramm frühzeitig beenden (IV-act. 124, 122)

A.c. 

Vom 27. Juni bis 23. Juli 2016 war der Versicherte in den Kliniken Valens zur 

Ausschöpfung der konservativen Therapiemassnahmen, zur Verhinderung einer 

weiteren operativen Versorgung sowie zur beruflichen Reintegration hospitalisiert. Die 

behandelnden Ärzte berichteten im Austrittsbericht vom 8. August 2016 von einer 

Zervikobrachialige beidseits linksbetont mit/bei Fehlhaltung der HWS, muskuläreren 

Dysbalancen im Schulterbereich, Diskusprotrusion C3/4 rechts und C6/7 links und 

Status nach Diskektomie und Spondylodese C4-6 (Mai 2011). Der Versicherte habe die 

eingangs schmerzbedingte deutlich eingeschränkte Beweglichkeit im Halswirbelsäulen- 

und linken Armbereich gut verbessern können. Es sei jedoch weiterhin zu 

belastungsabhängigen starken Schmerzexazerbationen gekommen, vor allem bei 

Bewegungen über Schulterhöhe. Betreffend die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als 

Maschinenführer bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. In einer leichten bis 

mittelschweren, wechselbelastenden Verweistätigkeit sei er ab dem 25. Juli 2016 zu 

50% arbeitsfähig. Stehend vorgeneigte Tätigkeiten sollten nur manchmal und das 

Heben von Lasten bis max. 15 kg sowie Arbeiten über Schulterhöhe nur selten 

vorkommen (IV-act. 130 und 129).

A.d. 

Dr. med. D.___ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Fachärztin für 

Arbeitsmedizin, attestierte dem Versicherten am 29. August 2016 nach Würdigung 

verschiedener Arztberichte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit 

und eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 50%, zügig steigerbar auf ein 

Vollpensum (für Adaptionskriterien vgl. IV-act. 135-2). Mit Mitteilung vom 24. Oktober 

A.e. 

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2016 wurde dem Versicherten Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche 

zugesprochen (IV-act. 148).

Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle führte im Schlussbericht vom 7. 

Februar 2017 aus, der Versicherte habe vom 26. September 2016 bis 25. Januar 2017 

erneut an einem vom RAV organisierten Einsatzprogramm in E.___ teilgenommen. Dort 

habe er mit einem Pensum von 50% in einer adaptierten Tätigkeit (CNC 

Programmierung, sitzende Tätigkeit am Computer) gearbeitet. Aus dem Schlussbericht 

des Einsatzprogrammes (vgl. IV-act. 153-3 ff.) sei deutlich geworden, dass der 

Versicherte sehr motiviert gewesen sei, jedoch aus gesundheitlichen Gründen (Rücken- 

und Nackenprobleme) keine Verbesserung habe erzielt werden können und der 

Versicherte am Schluss nur noch mit einem Pensum von 20% gearbeitet habe. Das Ziel 

einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei zu keinem Zeitpunkt des Einsatzprogrammes 

möglich gewesen infolge des instabilen Gesundheitszustandes. Es sei ihm sehr schwer 

gefallen, über längere Zeit zu stehen und zu sitzen, nach einem einstündigen Intervall 

habe er sich bewegen müssen. Nach einem halben Tag seien die Schmerzen so gross 

gewesen, dass er sich zu Hause habe ausruhen müssen und seine Konzentration nicht 

mehr vorhanden gewesen sei. In seinem Fazit hält der Eingliederungsverantwortliche 

fest, dass die aktuelle Arbeitsfähigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei und 

trotz grossem Bemühen die gesundheitliche Situation nicht habe verbessert werden 

können (IV-act. 154-3 f.).

A.f. 

Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte von der PMEDA AG Zürich im Juli 

2017 polydisziplinär (orthopädisch, internistisch, psychiatrisch und neurologisch) 

untersucht (IV-act. 186-3). Im polydisziplinären Konsens ihres Gutachtens vom 10. 

November 2017 (vgl. IV-Act. 186-37 ff.) nannten die Sachverständigen als Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Diskektomie und Spondylose C4 bis C6 im 

Jahre 2011 und eine medial betonte Gonarthrose rechts. Als Diagnose ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ermittelten die Gutachter eine mögliche C7-

Wurzelirritation links bei Status nach Spondylodese HWK 4-6 (Mai 2011), eine 

Cephalgie, eine Opioid-Fehlmedikation, den Verdacht auf eine arterielle Hypertonie und 

eine Knochenzyste am Grundglied IV-Zehe rechts. In der bisherigen und in 

vergleichbaren körperlich schweren Tätigkeiten bestehe aufgrund des postoperativen 

spinalen Status und einer Gonarthrose eine dauerhafte vollständige Arbeitsunfähigkeit. 

A.g. 

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In einer körperlich leichten, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübten 

Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes bestehe spätestens seit 2010 eine 

Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 186-44 f.).

Im Bericht vom 18. Dezember 2017 hielt Dr. med. F.___, Facharzt Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, folgende Diagnosen fest: 

schwere mediale Gonarthrose mit subchondraler Reaktionszone und degenerativ 

verändertem Meniskus rechts sowie Status nach Kniegelenksarthroskopie mit lateraler 

Teilmeniskektomie bei retropatellärer Chondromalazie 3. Grades am 30. Oktober 2014 

links. Aufgrund akuter Schmerzen und einer Schwellung im rechten Kniegelenk, ohne 

erneutes Trauma, sei eine Kniegelenksinfiltration rechts durchgeführt worden. Er 

schrieb den Versicherten vom 18. Dezember 2017 bis 2. Februar 2018 zu 100% 

arbeitsunfähig (IV-act. 192 und 197).

A.h. 

Am 21. Dezember 2017 würdigte der RAD, Dr. med. G.___, Fachärztin für 

Allgemeine Innere Medizin, das Gutachten als konsistent, widerspruchsfrei, umfassend 

und schlüssig. Die im Konsens abgeleiteten medizinischen Schlussforderungen seien 

versicherungsmedizinisch nachvollziehbar und die wesentlichen Einschränkungen 

hätten in der Beurteilung Berücksichtigung gefunden. Betreffend den aktuellen Bericht 

von Dr. F.___ hielt der RAD überdies fest, dass die Aktivierung der Gonarthrose des 

rechten Kniegelenks durchaus eine vorübergehende vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit 

zu bewirken vermöge. Die Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei 

jedoch nicht längerfristig beeinflusst und die im Gutachten genannten 

Adaptionskriterien würden die mangelnde Belastbarkeit der Kniegelenke bereits 

einschliessen (IV-act. 194).

A.i. 

Am 18. Januar 2018 berichtete Dr. F.___ von einer Kniegelenksarthroskopie rechts 

mit Resektion am medialen Meniskus und Débridement lateral, Steadman-Bohrungen 

am medialen Femurkondyl und Tibiaplateau sowie einer ausgedehnten Synovektomie 

von über 90% der Synovitis (IV-act. 198-4). Im Arztbericht zur beruflichen Integration/

Rente vom 28. Mai 2018 hielt Dr. med. H.___, Chirurgische Klinik Spital I.___, fest, am 

25. Januar 2018 habe eine Kniegelenkspunktion und -arthroskopie mit 

Hämatomausräumung und Kniegelenksspülung nach der am 18. Januar 

durchgeführten Kniegelenksarthroskopie durchgeführt werden müssen. Bei bekannter 

A.j. 

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Gonarthrose habe bei der letzten Kontrolle am 15. Mai 2018 eine persistierende 

Schwellneigung und ein deutlicher intraartikulärer Kniegelenkserguss bestanden. Der 

Versicherte sei auf Schmerzmittel angewiesen und weiterhin bei hauptsächlich 

medialen Kniegelenksschmerzen im Alltag eingeschränkt. In der klinischen 

Untersuchung bestehe das Schmerzproblem hauptsächlich bei Belastung und beim 

Anlaufen. Betreffend Prognosen sei anzumerken, dass bei Pangonarthrose mittel- bis 

langfristig entsprechend des Leidensdruckes mit einem endoprothetischen 

Kniegelenksersatz zu rechnen sei. Für körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten sowie 

einseitig belastende Tätigkeiten für das Kniegelenk (langes Stehen, Treppenlaufen, 

längere Gehstrecken) werde der Versicherte eingeschränkt sein. In der angestammten 

Tätigkeit sei er vollständig arbeitsunfähig, in adaptierter Tätigkeit bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit von 6-8 Stunden pro Tag (IV-act. 205).

Am 5. Juni 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sein 

Leistungsbegehren für berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-act. 208).

A.k. 

Mit Vorbescheid vom 29. Juni 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei einem 

Invaliditätsgrad von 0% die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Der 

Versicherte sei in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig. Dabei solle 

es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit handeln, welche wechselbelastend oder 

überwiegend im Sitzen ausgeübt werden könne (IV-act. 214). Mit Verfügung vom 2. 

Oktober 2018 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid (IV-act. 220).

A.l. 

Mit Schreiben vom 1. Oktober 2018 liess der Versicherte über Rechtsanwalt lic. 

iur. Roman Schmidlin, geltend machen, dass sein Gesundheitszustand noch nicht 

abschliessend beurteilt werden könne. Er verwies dabei auf den Bericht von Dr. med. 

J.___, Arzt Rheumatologie Spital I.___, vom 27. September 2018 (vgl. IV-act. 229 bzw. 

241-7 f.). Aufgrund der neuen Erkrankung, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

habe, müsse von einer Verfügung zum aktuellen Zeitpunkt abgesehen werden (IV-act. 

228). Am 9. Oktober 2018 widerrief die IV-Stelle ihre Verfügung vom 2. Oktober 2018 

und stellte eine neue Verfügung in Aussicht (IV-act. 231).

A.m. 

RAD-Ärztin Dr. G.___ nahm am 16. Oktober 2018 erneut Stellung und kam zum 

Schluss, dass aus medizinischer Sicht die gutachterlichen Ausführungen zur 

A.n. 

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B.  

Arbeitsfähigkeit bei der Bemessung der IV-Leistungen weiterhin zu Grunde gelegt 

werden könnten. Die klinischen Beschwerden im Bereich der linken oberen Extremität 

seien gegenüber dem Gutachtenszeitpunkt übereinstimmend geschildert worden. Die 

Bildgebung im Rahmen des Gutachtens sei aufgrund der schriftlichen Befundung 

identisch mit dem MRI vom 10. September 2018 und eine mögliche C7 Wurzelirritation 

links sei bereits im Gutachten diskutiert worden. Im Gutachten sei mittels klinisch-

neurologischer Untersuchung und Neurographie eine neurogene Schädigung im 

Bereich der linken oberen Extremität ausgeschlossen worden. Aktuell sei weder eine 

neurologische Untersuchung noch eine Neurographie durchgeführt worden. Auch 

betreffend das rechte Kniegelenk sei im Bericht von Dr. H.___ vom 28. Mai 2018 ein 

weitgehend identischer klinischer Untersuchungsbefund wie im orthopädischen 

Gutachten beschrieben worden (IV-act. 234-3).

Am 18. Oktober 2018 verfügte die IV-Stelle erneut gemäss dem Vorbescheid und 

verwies auf die RAD-Stellungnahme vom 16. Oktober 2018. Es habe sich aufgrund der 

eingereichten Arztberichte kein neuer medizinischer Sachverhalt ergeben, weshalb 

weiterhin auf das Gutachten abzustützen sei (IV-act. 235).

A.o. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 19. 

November 2018. Es wird beantragt, dass die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Oktober 

2018 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine ganze Rente auszurichten sei. 

Eventualiter sei die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zum neuen 

Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Weiter beantragt der 

Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie 

Rechtsverbeiständung. Zur Begründung lässt der Beschwerdeführer über seinen 

Rechtsvertreter geltend machen, das polydisziplinäre Gutachten sei aufgrund des 

Berichtes von Dr. J.___ bereits wieder überholt und könne folglich für die 

Anspruchsprüfung nicht herangezogen werden. Es liege eine wesentliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor. Des Weiteren seien diverse 

Unstimmigkeiten im polydisziplinären Gutachten festzustellen. Das Gutachten sei 

unvollständig, da keine rheumatologische Begutachtung erfolgt sei, weshalb ergänzend 

B.a. 

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ein rheumatologisches Gutachten in Auftrag zu geben sei. Weiter überzeuge das 

orthopädische Teilgutachten nicht. Einerseits sei durch Dr. J.___ nun ein Korrelat zu 

den erheblichen zervikalen Schmerzen gefunden worden und andererseits könne der 

klinisch unauffällige Befund des linken Knies nicht nachvollzogen werden, zumal der 

Suva Kreisarzt eine strukturelle Veränderung im linken Knie festgestellt und eine 

Integritätsentschädigung vorgeschlagen habe. Unverständlich seien auch die 

Ausführungen im neurologischen Teilgutachten, welches die Medikation mit zwei 

Opioiden als auffällig bezeichnet und das Fehlen eines Schmerzkalenders moniert 

habe. Zusammenfassend sei das Gutachten nicht verwertbar und die Verfügung zu früh 

erfolgt, weshalb weitere Abklärungen erforderlich seien. Nach Einschätzung des 

Beschwerdeführers sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, welche 

einen Anspruch auf eine ganze Rente nach sich ziehe (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und erklärt, die Kritik des Beschwerdeführers am 

polydisziplinären Gutachten sei unbegründet. Aufgrund des eingereichten Berichtes 

von Dr. J.___ würden keine neuen Diagnosen gestellt, welche im Gutachten nicht 

bereits berücksichtigt worden wären und es könne nicht von einer wesentlichen 

respektive dauernden Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen 

werden. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei mit dem im Auftrag 

gegebenen polydisziplinären Gutachten genügend abgeklärt worden und es sei keine 

rheumatologische Begutachtung erforderlich (act. G 3).

B.b. 

Am 17. Januar 2019 bewilligte das Gericht das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Roman Schmidlin) für das 

Beschwerdeverfahren (act. G 4).

B.c. 

Mit Replik vom 5. März 2019 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. 

Das polydisziplinäre Gutachten sei sehr einseitig ausgefallen und berücksichtige nicht 

sämtliche Faktoren, die zum heutigen Zeitpunkt bekannt seien. Insbesondere sei durch 

Dr. J.___ ein Korrelat zu der beschriebenen Schmerzsymptomatik gefunden worden. 

Der Behandlungserfolg sei abzuwarten und je nach Therapieerfolg seien die starken 

Schmerzen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen. Des Weiteren 

B.d. 

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Erwägungen

1.  

sei der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkommensvergleich sehr 

speziell. Es sei unverständlich, dass das Invalideneinkommen höher als das 

Valideneinkommen sei, weshalb hier korrigierend eingegriffen werden müsse (act. G 8)

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 11. März 2019 auf die Einreichung einer 

Duplik (act. G 10).

B.e. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.1. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit 

verstanden. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).  Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie 

aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Der Grad der für einen 

allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch 

einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen 

und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum 

Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40% invalid ist.

1.3. 

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Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit 

Hinweisen). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob 

über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen 

haben Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche 

Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts abweichendes vorsieht, nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 

(BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

1.4. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Ob einer 

versicherungsmedizinischen Expertise oder einem ärztlichen Bericht Beweiswert 

zukommt, stellt eine frei überprüfbare Rechtsfrage dar. Diese ist zu bejahen, wenn der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie 

der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten 

externer Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) darf voller Beweiswert 

zuerkannt werden, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

vom 20. August 2018, 9C_86/2018, E. 5.1 mit Hinweisen).

1.5. 

In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

1.6. 

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2.  

aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Dies gilt auch für Stellungnahmen behandelnder 

Spezialärzte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. April 

2006, I 803/05, E. 5.5). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der 

Verwaltung bei externen Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche 

Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des EVG vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht 

zulässig, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 

stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig 

geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte 

benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 

sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2018, 9C_86/2018, E. 5.4.1 mit 

Hinweisen).

Zunächst ist zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers genügend abgeklärt wurde, um der 

Beschwerdegegnerin eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen.

2.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs auf 

das polydisziplinäre Gutachten der PMEDA vom 10. November 2017 (IV-act. 186), 

welches dem Beschwerdeführer in einer körperlich leichten, wechselbelastend oder 

überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit ab dem Jahr 2010 eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit bescheinigt, sowie auf die RAD-Stellungnahme 

vom 16. Oktober 2018 zum Verlauf nach dem Gutachtenszeitpunkt (IV-act. 234). Der 

Beschwerdeführer hingegen spricht dem polydisziplinären Gutachten der PMEDA den 

Beweiswert ab. Zur Begründung werden insbesondere die Erkenntnisse aus dem 

Sprechstundenbericht von Dr. med. J.___ vom 27. September 2018 herbeigezogen. Zu 

prüfen ist demnach, ob dem polydisziplinären Gutachten materiell-rechtlich gefolgt 

werden kann, oder ob konkrete Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen (vgl. E. 

1.5 vorstehend). Auf die einzelnen Kritikpunkte am Gutachten wird nachfolgend, soweit 

entscheidrelevant, konkret eingegangen.

2.2. 

Soweit der Beschwerdeführer moniert, der orthopädische Gutachter habe 

entgegen dem Bericht von Dr. J.___ kein ausreichendes Korrelat für die angegebenen 

2.3. 

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erheblichen zervikalen Schmerzen gefunden, kann er - wie nachfolgend aufzuzeigen ist 

- nichts zu seinen Gunsten ableiten.

Dr. J.___ berichtete am 27. September 2018, dass ab Mitte August 2018 eine 

ausgeprägte Schmerzsymptomatik im Bereich der Halswirbelsäule mit einem 

"Einschlafen" des linken Armes bei bestimmten Bewegungen bestanden habe. Er 

diagnostizierte ein Zervikales Schmerzsyndrom derzeit radikulär C7 links bei einer 

moderaten Osteochondrose HWK 3/4 und HWK 6/7 mit geringen Bandscheibenhernien 

und potenziellen foraminalen Kompressionen der Nervenwurzeln C4 rechts und C7 

beidseits; Status nach Daktylitis D4 der linken Hand und eine Gicht. Eine CT-

gesteuerte Infiltration sei bereits geplant. Eine prognostische Aussage zur Dauer der 

100%igen Arbeitsunfähigkeit sei derzeit nicht möglich, da der Erfolg der Therapien 

abzuwarten sei (IV-act. 229-1 f. bzw. 241-7 f.).

2.3.1. 

Im orthopädischen Teilgutachten hält Dr. med. K.___, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass sich aus 

orthopädischer Sicht eine geringe Einschränkung der HWS-Beweglichkeit finde und die 

spontane Mobilität nicht namhaft limitiert erscheine. Das MRI der HWS vom 28. Juli 

2017 zeige degenerative Veränderungen und Diskusprotrusionen in den 

Anschlusssegmenten bei Status nach Spondylodese HWK 4-6 bei gut erhaltenem 

Alignement. Es lasse sich kein ausreichendes Korrelat für die angegebenen erheblichen 

zervikalen Schmerzen und Sensibilitätsstörungen im linken Arm finden (IV-act. 186-29 

f.).

2.3.2. 

Aus dem neurologischen Teilgutachten geht hervor, dass Dr. med. L.___, 

Facharzt Neurologie, eine mögliche C7-Wurzelirritation links bei Status nach 

Spondylodese HWK 4 bis 6 (Mai 2011) diskutierte (IV-act. 186-22 f.). Aus den 

neurologischen Untersuchungsbefunden lasse sich kein nervales Defizit schlüssig und 

biologisch plausibel erheben. Die angegebenen sensiblen Störungen würden keinem 

radikulären oder anderweitig plausiblen Muster folgen, die Kraftproben seien durch 

Zeichen einer mangelhaften Mitarbeit geprägt (wechselnde Willkürtonisierung) und 

insbesondere die symmetrischen Eigenreflexe der Arme sprächen gegen eine namhaft 

radikuläre Läsion. Allenfalls komme es aufgrund anamnestischer Angaben zu einer 

Schmerzprojektion infolge einer C7-Wurzelirritation, die sich im Befund jedoch auch 

nicht nachvollziehen liesse. Bei einem Status nach zervikaler Spondylodese HWK 4-6 

sei die Halswirbelsäulenbeweglichkeit und -belastbarkeit zwar als leicht limitiert 

anzusehen, in der klinischen Beobachtung der spontanen Mobilität habe jedoch keine 

namhafte Einschränkung bestanden. Zudem habe die Elektroneurographie der Arme 

2.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/20

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regelrechte Befunde gezeigt, sodass sich auch hieraus kein namhaftes nervales Defizit 

ergebe. Im spinalen MRI der HWS vom 28. Juli 2017 zeige sich eine Diskusprotrusion 

in den Höhen HWK 3/4 und HWK 6/7. Eine Myelopathie, 

Spinalnervenwurzelkompression oder anderweitig postoperative Alterationen mit 

eigenständigem Krankheitswert hätten sich nicht gezeigt. Infolge des postoperativen 

spinalen Status bestehe betreffend schwerer körperlicher Arbeit eine 

Arbeitsunfähigkeit. Aus neurologischer Sicht sei für eine wechselbelastende oder 

überwiegend sitzende, körperlich leichte Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

gegeben (IV-act. 186-22 f. und 55).

Aus den Akten, welche den Gutachtern vorgelegen haben (vgl. IV-act. 186-7), 

geht weiter hervor, dass bereits Dr. med. M.___, Neurochirurgie Kantonsspital St. 

Gallen, am 18. Februar 2016 von epi- und subfusionellen Diskusprotrusionen HWK 3/4 

und HWK 6/7 mit jeweiliger foraminaler Einengung und von einer geplanten 

Nervenwurzelinfiltration C4 und C7 berichtete (vgl. Arztbericht IV-Abklärung, IV-act. 

113-3). Im Rahmen einer Zweitmeinung berichtete Prof. Dr. med. N.___, Facharzt 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 7. Juni 

2016 von einer Schmerzexacerbation auf der linken Seite mit Kribbelparästhesien des 

gesamten Armes, wobei die neurologischen Abklärungen unauffällig gewesen seien. 

Die im Kantonsspital durchgeführten Nervenwurzelinfiltrationen C4 und C7 hätten zu 

keiner Linderung der Beschwerden geführt. Es werde nun eine mikrochirurgische 

Dekompression mit gleichzeitiger Spondylodese geplant (IV-act. 125-3 f.). Im weiteren 

Verlauf hatte Dr. N.___ am 30. November 2016 festgehalten, dass bei Besserung der 

Schmerzsymptomatik die Physiotherapie weiter beibehalten werden soll und die 

ursprünglich angedachte operative Versteifung von C3-C7 kaum erfolgsversprechend 

sei (IV-act. 157-6). Die von Dr. J.___ geplante Infiltration der Nervenwurzel wurde nach 

dem Gesagten bereits im Jahre 2016 ohne nennenswerte Besserung der Beschwerden 

durchgeführt, weshalb ein weiteres Zuwarten für die Beurteilung des Therapieerfolges – 

welches in der Replik vom 5. März 2019 für notwendig gehalten wurde (vgl. act. G 8) – 

keinen entscheidrelevanten neuen Aufschluss erwarten lässt.

2.3.4. 

Betreffend die geklagten Beschwerden und Befunde der Halswirbelsäule 

ergaben sich aus dem Bericht von Dr. J.___ gemäss vorstehenden Erwägungen keine 

neuen Erkenntnisse, welche nicht bereits durch den RAD oder die Gutachter gewürdigt 

worden sind. Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch Dr. J.___ wird ferner nicht 

weiter begründet und es geht aus dessen Bericht insbesondere nicht hervor, ob sie die 

bisherige Tätigkeit oder auch eine adaptierte Tätigkeit beschlägt. Das vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte Korrelat zu den zervikalen Schmerzen wurde 

2.3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/20

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vielmehr bereits im neurologischen Gutachten diskutiert und im Rahmen der 

Konsensbesprechung bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt (vgl. IV-

act. 186-42 ff.).

Der Beschwerdeführer bemängelt weiter die Einschätzung des orthopädischen 

Gutachters bezüglich der unauffälligen klinischen Befunde für das linke Kniegelenk. Der 

Gutachter habe sich nicht genügend mit der medizinischen Aktenlage 

auseinandergesetzt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Suva-Kreisarzt 

gemäss eigener Untersuchung eine Integritätsentschädigung aufgrund gravierenden 

strukturellen Veränderungen im linken Knie befürwortete (vgl. Fremdakten 9-4). Der 

orthopädische Gutachter hält betreffend beide Knie fest, das Gangbild sei leicht rechts 

hinkend, es bestehe ein Druckschmerz beim medialen und lateralen Gelenkspalt 

beidseits sowie ein geringer Erguss im rechten Kniegelenk, eine geringe mediale 

Aufklappbarkeit rechts und Angabe eines endgradigen Beugeschmerzes rechts. Es 

bestehe keine Seiteninstabilität links. Der klinische Befund für das linke Knie sei 

unauffällig, rechtsseitig zeige sich im MRI eine medial betonte trikompartimentelle 

Gonarthrose IV (IV-act. 186-27 ff.). Der orthopädische Gutachter hatte Kenntnis von 

den Vorakten und hat die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers im Bereich 

beider Kniegelenke berücksichtigt, in der medizinischen Befundaufnahme bezüglich 

des linken Knies im Zeitpunkt des Gutachtens jedoch keine Auffälligkeiten (z.B. 

Schwellung, Überwärmung, Erguss etc.) festgestellt. Betreffend die Arbeitsfähigkeit hält 

der Gutachter fest, dass nur noch für leichte körperliche Arbeiten, bevorzugt sitzend 

oder wechselbelastend, eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe (IV-act. 186-29). Dies 

deckt sich mit der Einschätzung des Suva Kreisarztes betreffend zumutbarer Tätigkeit 

bezogen auf das linke Knie (vgl. Fremdakten 9-4). Dem Beschwerdeführer ist insoweit 

zuzustimmen, dass die bisherige Diagnose Retropatelläre Chondromalazie dritten 

Grades Knie links bei Status nach Kniegelenksarthroskopie mit lateraler 

Teilmeniskektomie (vgl. Suva Bericht vom 9. März 2016, Fremdakten 9-3; Bericht von 

Dr. F.___ vom 18. Januar 2018, IV-act 198-4) im Gutachten nicht aufgelistet ist. 

Invalidenversicherungsrechtlich kommt es nach der Rechtsprechung grundsätzlich 

indessen nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine 

Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesgerichtes vom 28. Juni 2018, 

9C_273/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, 

inwiefern aufgrund der geklagten Beschwerden an der Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit durch den orthopädischen Teilgutachter 

betreffend das linke Knie zu zweifeln wäre. Hinzu kommt, dass die Rechtsprechung 

sogar bei massiven Kniebeschwerden davon ausgeht, dass diesem Leiden mit dem 

Zumutbarkeitsprofil einer wechselbelastenden Tätigkeit angemessen Rechnung 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/20

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getragen wird (Urteile des EVG vom 17. August 2004, I 643/03, E. 4.2 und des 

Bundesgerichts vom 31. Mai 2011, 9C_49/2011, E. 3.3). Auch diese Kritik vermag 

somit an der Zuverlässigkeit des Gutachtens nichts zu ändern.

Weiter lässt der Beschwerdeführer geltend machen, dass eine rheumatologische 

Abklärung notwendig sei. Festzuhalten ist diesbezüglich, dass es grundsätzlich den 

Gutachterpersonen überlassen ist, über Art und Umfang der aufgrund der konkreten 

Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 14. Februar 2018, 8C_682/2017, E. 6.2 mit Hinweisen). Weder der RAD noch die 

PMEDA-Gutachterstelle hatten eine rheumatologische Begutachtung für erforderlich 

gehalten. Betreffend Beurteilung des Gesundheitszustandes ist zudem anzumerken, 

dass an der Erstellung des PMEDA-Gutachtens vom 17. November 2017 je ein 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, für 

Innere Medizin, für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie beteiligt waren. 

Die Fachkompetenz des Orthopäden und Internisten erstreckt sich auch auf 

rheumatologische Leiden. Gegenstand der Rheumatologie - als Teildisziplin der Inneren 

Medizin - sind (chronische) Schmerzen des Bewegungsapparates, was unter anderem 

auch auf die Orthopädie zutrifft (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2018, 

8C_682/2017, E. 6.2 mit Hinweisen). Weshalb insbesondere der Orthopäde und der 

Neurologe nicht in der Lage gewesen sein sollten, die HWS-Schmerzen und das 

Einschlafen des linken Armes sowie die damit einhergehende Arbeitsfähigkeit 

kompetent zu beurteilen, ist nicht ersichtlich, zumal Dr. J.___ dieselben Diagnosen wie 

im Gutachten stellt. Ferner kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine den 

Beweisanforderungen grundsätzlich genügende medizinische Expertise nicht in Frage 

gestellt werden und es besteht kein Anlass zu weiteren Abklärungen, wenn die 

behandelnden Ärzte und Ärztinnen zu einer unterschiedlichen Sichtweise gelangen (vgl. 

E. 1.6 vorstehend). Wie bereits ausgeführt benennt der beigezogene Rheumatologe Dr. 

J.___ keine objektiven Gesichtspunkte, die gegen die Beurteilung der Gutachter 

sprechen würden und im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren. Es 

besteht somit kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen und solche lassen 

keinen entscheidrelevanten neuen Aufschluss erwarten (antizipierte Beweiswürdigung, 

vgl. BGE 136 I 229, E. 5.3).

2.5. 

Letztlich bemängelt der Beschwerdeführer, das PMEDA-Gutachten setze sich 

nicht mit den Resultaten aus dem vom RAV angesetzten Einsatzprogramm und den 

darin enthaltenen Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit auseinander. Der Programmleiter 

des Einsatzprogrammes berichtete am 24. Januar 2017, dass der Beschwerdeführer 

sehr motiviert, aber sein Gesundheitszustand während der ganzen Zeit sehr instabil 

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/20

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und eine Steigerung des Arbeitspensums nicht möglich gewesen sei. Es sei dem 

Beschwerdeführer schwergefallen, über längere Zeit zu stehen und zu sitzen, wobei er 

sich nach einer Stunde sitzen immer wieder habe bewegen müssen. Er habe öfters 

aufgrund der Schmerzen die Arbeit früher verlassen müssen. Am Ende hätte er nur 

noch mit einem Pensum von 20% arbeiten können (IV-act. 153-3 ff.). Es trifft zu, dass 

die Gutachter sich mit dieser Thematik nicht befasst haben und eine Diskussion 

wünschenswert gewesen wäre. Nach dem Gesagten lassen sich im Bericht des 

Einsatzprogrammes vom 24. Januar 2017 jedoch keine Rückschlüsse auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus medizinischer Sicht ziehen. Vielmehr zeigt 

der Situationsbericht die Einschätzung der Programmleitung betreffend 

Leistungsfähigkeit und Arbeitsverhalten des Beschwerdeführers insbesondere 

aufgrund des subjektiven Beschwerdevortrages. Die Beurteilung des 

Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähigkeit ist denn wie vorstehend erläutert 

auch nicht Aufgabe von betreuenden Personen im Einsatzprogramm, sondern der 

medizinischen Fachpersonen (vgl. E. 1.5). Dies haben die Gutachter denn auch getan 

und aufgrund somatischer Gründe eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit attestiert. Der orthopädische, der internistische und der psychiatrische 

Gutachter hielten fest, dass keine Schonhaltung, Schonsitz, Auffälligkeiten der 

Spontanmotorik und kein schmerzgeplagter Eindruck vorliegen würden (IV-act. 186-14 

und 186-25, 186-36). Der neurologische Gutachter berichtete, dass der 

Beschwerdeführer während der Anamnese nach 45 Minuten unter Angabe von 

Armschmerzen links und einer Verkrampfung der linken Schulter- und Armmuskulatur 

habe aufstehen müssen, wobei nach circa 3-4 Minuten wieder eine Besserung 

eingetreten sei. Der Kopf könne spontan frei in alle Richtungen gewandt werden (IV-

act. 186-18). In der Konsensbesprechung kamen die Gutachter zum Schluss, dass 

aufgrund der objektiven Befunde einer nicht namhaften Beeinträchtigung der 

spontanen Mobilität und der Kontextfaktoren in adaptierter Tätigkeit, als körperlich 

leicht, wechselbelastend oder überwiegend sitzend beschrieben, eine Arbeitsfähigkeit 

von 100% bestehe. Eine insbesondere vom Hausarzt attestierte geringere 

Arbeitsfähigkeit stütze sich mehrheitlich auf den subjektiven Beschwerdevortrag und 

überzeuge aus gutachterlicher Sicht nicht ausreichend (vgl. IV-act. 186-38 f.). Diese 

Schlussfolgerungen sind - auch unter Berücksichtigung des Berichtes aus dem 

Einsatzprogramm - nicht zu beanstanden.

Zusammenfassend lässt sich nach dem vorstehend Gesagten festhalten, dass der 

medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt wurde. Das Gutachten erfüllt 

sowohl die formellen als auch die inhaltlichen Voraussetzungen. Dem Gutachten 

kommt folglich Beweiswert zu und es besteht kein Anlass, bezüglich der medizinisch-

2.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/20

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3.  

theoretischen Arbeitsfähigkeit von dessen Einschätzungen abzuweichen. Nach der 

Begutachtung kam es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes, weshalb weiterhin auf das Gutachten abgestellt werden kann. 

Wie in den vorstehenden Erwägungen dargetan (vgl. E. 2.1-5), handelt es sich bei den 

von den Gutachtern abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden 

Ärzte um eine andere Einschätzung desselben Sachverhaltes bzw. diese bezogen sich 

nicht ausdrücklich auf eine adaptierte Tätigkeit. Insofern überzeugt auch die 

ausführliche Einschätzung in der RAD-Stellungnahme vom 16. Oktober 2018 zu den 

nach der Begutachtung erstatteten Berichten (IV-act. 234). Damit ist überwiegend 

wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der angestammten 

Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist. In einer körperlich leichten, wechselbelastend oder 

überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit besteht seit spätestens 2010 eine 

Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 186-44 ff.).

Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente und 

beanstandet im Zusammenhang mit der konkreten Berechnung des 

Einkommensvergleichs, es sei unlogisch, dass er mit dem Gesundheitsschaden ein 

höheres Erwerbseinkomme erziele würde als ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. 

Es sei hier korrigierend einzugreifen, indem entweder auf einen anderen Tabellenlohn 

abgestellt oder ein Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen werde. Gemäss Art. 29 IVG 

entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Vorliegend ist daher ein Rentenanspruch 

frühestens ab Juli 2016 zu prüfen.

3.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlungen und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde. Hierzu wird in der Regel am zuletzt erzielten, der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, 

da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 135 V 58). Das 

Invalideneinkommen bezeichnet das mit Invalidität, genauer mit dem invalidisierenden 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/20

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Gesundheitsschaden - zumutbarerweise noch erzielbare Erwerbseinkommen, welches 

im Rahmen von Art. 28a IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG einzusetzen und dem 

Valideneinkommen gegenüberzustellen ist (vgl. E. 1.2 vorstehend).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Hat sie 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so sind statistische Werte 

(Tabellenlöhne) beizuziehen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Beim Invalideneinkommen 

handelt es sich begrifflich um eine hypothetische Tatsache. Sofern auf Tabellenlöhne 

abgestellt wird, sind grundsätzlich immer die aktuellsten statistischen Daten zu 

verwenden (BGE 142 V 178 E. 2.5.5). Die Rechtsprechung wendet dabei in der Regel 

die Monatslöhne gemäss LSE Tabelle TA1, Zeile "Total Privater Sektor" an (Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2018, 8C_458/2017, E. 6.2.3). Rechtsprechungsgemäss 

gibt es durchaus Konstellationen, in welchem das Invalideneinkommen höher als das 

Valideneinkommen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2019, 

9C_674/2019, E. 3.4.4 mit Hinweisen)

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin stellt für das Valideneinkommen auf das Einkommen des 

Beschwerdeführers aus dem Jahr 2015 ab. Damals hatte der Beschwerdeführer bei der 

B.___ AG ein Jahreseinkommen von Fr. 65'000.-- verdient (IV-act. 111-3). Dem IK-

Auszug (IV-act. 90) ist zu entnehmen, dass er zuvor noch nie Einkommen in dieser 

Höhe erwirtschaftet hat. Das Invalideneinkommen ermittelt die Beschwerdegegnerin 

anhand der Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung 2014 (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik und rechnete dies zu einem Jahreseinkommen von Fr. 66'453.-- hoch (vgl. 

Anhang 2 Lohnentwicklung der IV-Textausgabe der Informationsstelle AHV/IV). Einen 

zusätzlichen leidensbedingten Abzug (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2) vom 

Invalideneinkommen nahm sie nicht vor (vgl. IV-act. 212). Eine Gegenüberstellung des 

Valideneinkommens von Fr. 65'000.-- und des Invalideneinkommens von Fr. 66'453.-- 

ergebe einen Invaliditätsgrad von 0% und löse somit keinen Rentenanspruch aus.

3.4. 

Die Beschwerdegegnerin hat korrekterweise auf den Monatslohn von Fr. 5'312.-- 

basierend auf 40 Arbeitsstunden pro Woche gemäss LSE Tabelle TA1 Zeile "Total 

Privat Sektor" für Männer im Kompetenzniveau 1 abgestellt und diesen entsprechend 

der betriebsüblichen Arbeitszeit aufgerechnet. Eine Ausnahme betreffend Abstellen auf 

ein statistisches Durchschnittseinkommen einer einzelnen Branche liegt nicht vor (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2018, 8C_458/2017, E. 6.2.3). Wie 

vorstehend dargetan, handelt es sich beim Invalideneinkommen um eine hypothetische 

Tatsache und bei den Tabellenlöhnen um statistische Annahmen (vgl. E. 3.2), deren 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/20

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4.  

Entscheid

Anwendung eine gewisse Abstrahierung beinhaltet und die konkreten Gegebenheiten 

im Einzelfall ausblendet (Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2017, 

9C_667/2017, E. 3.2). Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin in der Verfügung 

festgestellt, dass der Beschwerdeführer bei der Verwertung der medizinisch 

attestierten Arbeitsfähigkeit von 100% ein mindestens gleich hohes Jahreseinkommen 

erzielten könnte wie vor Eintritt des Gesundheitsschadens. Selbst unter Gewährung 

eines höchstmöglichen Tabellenlohnabzuges von 25% (BGE 126 V 75 E. 5b/cc) 

resultierte bei einem Invalideneinkommen von Fr. 49'839.75 kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad (23%).

Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 18. Oktober 2018 nicht zu 

beanstanden und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.

4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

4.2. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorardnung des Kantons St. 

Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 15'000.--. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/20

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 

600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.09.2020
	Art. 7 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Beweiswert des Gutachtens bejaht. 100%ige Arbeitsfähigkeit ist in einer adaptierten Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich. Rentenanspruch verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. September 2020, IV 2018/390).

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