# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31fbf9c0-172e-5621-b5a9-f00641a7ecf0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2011 D-5335/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5335-2011_2011-09-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­5335/2011
law/joc

U r t e i l   v om   3 0 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Walter Lang,
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting­Schalch,  
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

Parteien A._______, geboren am (…),
Nigeria, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 14. September 2011 / N (..).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  eigenen  Angaben  zufolge  am  23. Juni 
2011  in die Schweiz einreiste, wo er am 24. Juni 2011  im Empfangs­ 
und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  am  6. Juli  2011  im EVZ Vallorbe  die  Personalien  des 
Beschwerdeführers erhob und  ihn summarisch zum Reiseweg und zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte,

dass  das BFM den Beschwerdeführer  am 9. September  2011  zu  den 
Asylgründen anhörte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  14. September  –  eröffnet  am 
19. September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus 
der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  26. September  2011 
gegen  diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob und beantragt, auf sein Asylgesuch sei einzutreten, eventualiter 
sei  der  Vollzug  der Wegweisung  als  unzumutbar  zu  erachten  und  es 
sei ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren, 

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  sowie  um  Erlass  von  der 
Kostenvorschusspflicht ersucht,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG 
i.V.m. Art. 31­33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  der  Vorinstanz 
teilgenommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG;  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde  die Verletzung  von Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wird,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt  ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene 
Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr. 34  E. 2.1. 
S. 240 f.),

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dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft, weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  auf  ein  Asylgesuch  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende 
den  Behörden  nicht  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einreichung  des 
Gesuchs Reise­ oder  Identitätspapiere abgeben  (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b 
AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess,  im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ  beziehungsweise  in  den  48 Stunden  nach 
der  diesbezüglichen  Aufklärung  durch  Abgabe  eines 
Informationsblattes ein Dokument zu seiner Identifizierung abzugeben,

dass  damit  die  in  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  statuierte 
Grundvoraussetzung  für  ein  Nichteintreten  wegen  fehlender  Papiere 
vorliegend erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  als Ursache  der Nichtabgabe  von Reise­ 
oder Identitätspapieren erklärte, sein Vater habe für ihn im Jahre 2006 
einen  alten,  ungültigen,  nigerianischen Reisepass  besorgt,  dieser  sei 
jedoch  zu  Hause  verbrannt  und  eine  Identitätskarte  habe  er  zwar 
beantragt,  aber  nicht  erhalten  und  er  wisse  nicht,  wie  er  Papiere 
beschaffen solle (vgl. act. A4/9 S. 3 f.), 

dass er Nigeria mittels Hilfe eines Freundes, dem er sein ganzes Geld 
gegeben  habe,  auf  dem  Seeweg  verlassen  habe,  wobei  er  sich  bis 
Frankreich  in  einem  Container  auf  einem  Frachtschiff  versteckt 
gehalten habe und danach mit Hilfe eines Schleppers mit einem Auto 
nach  Genf  und  von  dort  aus  nach  Lausanne  mit  dem  Zug  weiter 
gefahren sei, 

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dass  er  diese  Reise  ohne  Papiere  und  ohne  einer  Ausweiskontrolle 
unterzogen worden zu sein, unternommen habe respektive lediglich an 
der französischen Grenze eine Kontrolle stattgefunden habe, er jedoch 
nicht wisse,  ob der Schlepper  irgendwelche Papiere  gezeigt  habe,  er 
selber  jedenfalls  lediglich  eine Urinprobe  habe  abgeben müssen  und 
er gefragt worden sei, ob er getrunken oder geraucht habe, 

dass  diese  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zur  Nichtabgabe  von 
Reise­  oder  Identitätspapieren  sowie  zu  seinem  Reiseweg – 
übereinstimmend  mit  den  Ausführungen  des  BFM  –  zufolge 
realitätsfremder,  widersprüchlicher,  nicht  nachvollziehbarer  und 
unsubstanziierter Angaben als nicht glaubhaft zu erachten sind,  

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 
diesbezüglichen  Erwägungen  des  BFM  in  der  angefochtenen 
Verfügung zu verweisen ist, 

dass  insbesondere  realitätsfremd  erscheint,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  ganze  Reise  von  Nigeria  bis  Europa  ohne 
Reisepapiere unternommen haben soll und dabei zwar an der Grenze 
zu  Frankreich  einer  Urinprobe  jedoch  nicht  etwa  der  für  eine 
Grenzkontrolle üblichen Ausweiskontrolle unterzogen worden sein soll 
(vgl. act. A4/9 S. 6, act. A10/12 S. 3), 

dass  sich  der  Beschwerdeführer,  der  bis  heute  keine  Papiere 
nachreichte,  in  der  Beschwerde  im  Wesentlichen  darauf  beschränkt, 
zu wiederholen,  es  sei  ihm nicht möglich, Papiere  zu beschaffen und 
er habe in Nigeria nie gültige Ausweispapiere besessen, 

dass  diese  Erklärungen  indes  nicht  geeignet  sind,  die  zuvor 
aufgezeigten Ungereimtheiten zu entkräften,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demzufolge  nicht  gelingt,  für  das 
Nichteinreichen von Reise­ oder  Identitätspapieren  innerhalb der Frist 
von 48 Stunden entschuldbare Gründe darzulegen,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  im 
Kern  vorbrachte,  sein  Vater,  der  Häuptling  des  Dorfes  B._______ 
(C._______), habe sich der Aufforderung des dortigen Rebellenführers 
D._______  widersetzt,  ihn  (den  Beschwerdeführer)  für  dessen 
Truppen rekrutieren zu lassen, weshalb sein Vater 2009 getötet und er 
selbst danach entführt und misshandelt worden sei, 

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dass er danach habe  fliehen können, er  sich  in Spitalpflege begeben 
habe  und  anschliessend  wieder  ins  Dorf  zurückgekehrt  sei,  wo  er 
jedoch wiederum aufgefordert worden sei, der Gruppe von D._______ 
beizutreten, 

dass  er  dies  verweigert  habe,  weshalb  er  gezwungen  worden  sei, 
Geldzahlungen  zu  leisten,  und  dass  anfangs  2010  sein  Haus  und 
Geschäft niedergebrannt worden seien, 

dass er aufgrund dieser Ereignisse und da er nicht nur aus Angst vor 
D._______  und  dessen  Leute,  sondern  auch  aus  Furcht  vor  der 
Regierung,  die  ihn  suche,  da  diese  davon  ausgehe,  dass  er  zur 
Gruppe von D._______ gehöre, im Jahre 2011 Nigeria verlassen habe 
und auf dem Seeweg nach Europa gelangt sei, 

dass  für  die  weiteren  Einzelheiten  des  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalts  auf  die  Protokolle  der 
Befragungen vom 6. Juli 2011 und vom 9. September 2011 sowie die 
angefochtene Verfügung zu verweisen ist, 

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  auf 
verschiedene Unglaubhaftigkeitsmerkmale  in der Gesuchsbegründung 
des Beschwerdeführers hinweist, 

dass  diesbezüglich  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die 
Erwägungen  des BFM  in  der  angefochtenen Verfügung  zu  verweisen 
ist,

dass  insbesondere  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  nach  der  behaupteten  Ermordung  seines  Vaters 
durch Angehörige der militanten Gruppe von D._______ sowie der von 
ihm  geschilderten  Entführung  und  Misshandlungen  und  dem 
nachfolgenden  Spitalaufenthalt  in  seinen  Herkunftsort  zurückgekehrt 
sein soll,

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht  wird, 
was  allenfalls  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnte,  da  der 
Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  vom  26. September  2011 
hauptsächlich auf bereits dargelegte Sachverhaltsvorbringen verweist,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 

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und – wie  sich  aus den nachfolgenden Erwägungen  zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig ist,

dass  das  BFM  zu  Recht  keine  weiteren  Abklärungen  im  Sinne  von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vornahm,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch  in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 
2008/34  E. 9  S. 510,  EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt, 
dass heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, 
und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf,  in dem  ihr Leib,  ihr Leben oder  ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet  ist  oder  in  dem 

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sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  nicht 
unzulässig  ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine 
asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art. 3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer in Nigeria droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  des  jungen  und  –  soweit  aus 
den  Akten  ersichtlich  –  gesunden  und  über  Berufserfahrung 
verfügenden  Beschwerdeführers  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  nicht  unmöglich  ist,  da  keine 
Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem 
Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache das Gesuch 
um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
gegenstandslos wird,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG – ungeachtet der vom Beschwerdeführer 
nicht  belegten  Bedürftigkeit  –  zufolge  Aussichtslosigkeit  der 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­ 
(Art. 1­3  des Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: