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**Case Identifier:** c047852d-8497-5d68-a406-1417dc7fea14
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.07.2017 IV 2015/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-22_2017-07-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/22

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 07.07.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2017
Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Da weder 
auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes noch auf diejenige des 
RAD abgestellt werden kann, sind weitere medizinische Abklärungen in der 
Form einer RAD-Untersuchung oder eines Gutachtens notwendig. Teilweise 
Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die IV-Stelle 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 
2017, IV 2015/22).

Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2017

Entscheid vom 7. Juli 2017

Besetzung                                                                      

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger             

Geschäftsnr.                                                                                                                    

IV 2015/22            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roman Schmidlin,

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Hofmann Gehler Schmidlin, Lattenhofweg 4, 8645 Jona,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich im Mai 2012 wegen eines Tumors im linken Lungenflügel bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Sie 

gab an, in B.___ vier Jahre lang die Primar- und zwei Jahre lang die Sekundarschule 

besucht zu haben. Ihr erlernter Beruf sei Näherin; über ein Fähigkeitszeugnis/Diplom 

verfüge sie nicht. Aktuell sei sie zu 50 % als Betriebsangestellte Vormontage tätig. 

Gemäss dem IK-Auszug hatte die Versicherte im Jahr 2010 Erwerbseinkommen von Fr. 

37'997.-- (C.___ AG) und von Fr. 5'144.-- (D.___ AG) erzielt (IV-act. 12).

A.b  Anlässlich eines telefonischen Gesprächs nannte der Hausarzt der Versicherten, 

Dr. med. E.___, gegenüber RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Arbeitsmedizin 

FMH, die folgende Diagnose (IV-act. 9):

•      Neuroendokrines lowgrade Malignom hilusnah des linken Lungenunterlappens, 

den rechten Lungenlappen infiltrierend, ED während der Schwangerschaft

-      Pneumonektomie links am 13.09.2011

-      Geburt eines gesunden Kindes am 10.08.2011

-      intermittierend thorakales Schmerzsyndrom mit massivem Anstieg des CRP.

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Dr. E.___ erklärte, dass die Abklärungen des thorakalen Schmerzsyndroms noch liefen. 

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei die Versicherte vom 13. September 2011 bis 1. 

April 2012 voll arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 2. April 2012 sei sie wieder zu 50 % 

arbeitsfähig. Die Prognose sei offen.

A.c  Die C.___ AG berichtete am 6. Juni 2012 (IV-act. 15), dass sie die Versicherte seit 

dem 8. Februar 2006 zu 100 % als Produktionsmitarbeiterin beschäftige. Seit dem 1. 

April 2012 betrage das Pensum gesundheitsbedingt noch 50 %. Der Lohn belaufe sich 

seit dem 1. Januar 2011 auf Fr. 40'820.-- pro Jahr. Die Versicherte würde heute ohne 

Gesundheitsschaden gleich viel verdienen. Die Tätigkeit der Versicherten beinhalte 

leichte Montagetätigkeiten (Zusammenstecken von Litzen). Die Arbeit müsse oft im 

Sitzen und nur selten im Gehen und Stehen ausgeübt werden. Selten müsse die 

Versicherte leichte, mittelschwere oder schwere Lasten heben oder tragen. Die 

Arbeitgeberin wies darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen an ergonomischen 

Arbeitsplätzen tätig seien. Die Mitarbeiterinnen würden von den Vorgesetzten je nach 

körperlicher Verfassung und Gesundheitszustand zugeteilt. Es stünden 

Schonarbeitsplätze zur Wiedereingliederung zur Verfügung. Die D.___ AG berichtete 

am 10. Juli 2012 (IV-act. 21), dass sie die Versicherte seit dem 1. Oktober 2008 ca. 5.5 

Stunden pro Woche als Unterhaltsreinigerin (Reinigungsarbeiten in Büros) beschäftige. 

Seit April 2012 betrage der Lohn Fr. 250.40 pro Monat. Die Versicherte sei vom 1. Juli 

2011 bis 29. März 2012 krankgeschrieben gewesen. Im April 2012 habe sie wieder 

gearbeitet, danach nicht mehr. Die Tätigkeit habe diverse Reinigungsarbeiten wie 

Staubwischen, Staubsaugen, Boden feucht aufnehmen, Abfall leeren und WC reinigen 

beinhaltet.

A.d  Die Versicherte gab am 5. Juli 2012 gegenüber der Eingliederungsverantwortlichen 

an (IV-act. 22), dass sie noch ab und zu Schmerzen habe. Die letzte Morphineinnahme 

sei im Februar 2012 gewesen. Sie sei kraftlos und müde. Ansonsten gehe es ihr gut. 

Beim Gehen müsse sie bereits nach einer kurzen Strecke eine Pause einlegen. Die 

Versicherte erklärte, dass sie ab dem 9. Juli 2012 versuchsweise wieder ein volles 

Arbeitspensum absolvieren werde. Sie erledige nach wie vor dieselbe Arbeit, jedoch 

mit weniger Druck. Farbarbeiten müsse sie nicht mehr ausführen. Im Rahmen der 

Frühintervention notierte RAD-Ärztin Dr. F.___ am 17. Juli 2012 (IV-act. 25), dass die 

Prognose bei dieser Tumorerkrankung offen sei. Es sei von einer Arbeitsfähigkeit 

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adaptiert von 50 % auszugehen, provisorisch steigerbar je nach Arbeitsplatzprofil und 

Verlauf der Tumorkrankheit. Am 6. August 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass ihr Beratung und Unterstützung beim Erhalt ihres derzeitigen Arbeitsplatzes 

gewährt werde (IV-act. 27).

A.e  Am 2. November 2012 ging bei der IV-Stelle ein Schreiben ein, in welchem die 

Versicherte eine IV-Rente beantragte (IV-act. 29). Die Eingliederungsverantwortliche 

notierte am 10. Januar 2013, dass die Versicherte die Stelle bei der D.___ AG per Ende 

April 2012 und diejenige bei der C.___ AG per Ende Oktober 2012 gekündigt habe (IV-

act. 30). Die C.___ AG habe ihr gegenüber erklärt (IV-act. 34-2), dass die Versicherte 

am Montag, 9. und Dienstag, 10. Juli 2012 voll gearbeitet habe. Am Mittwoch sei sie 

wegen einer Grippe krank gewesen. Am Donnerstag habe sie wieder voll gearbeitet. 

Am Freitag hätten die Betriebsferien angefangen (13. Juli bis 10. August 2012). Vom 13. 

bis 24. August 2012 und vom 27. August bis 11. September 2012 sei die Versicherte 

wegen der „Lungendiagnose“ krank gewesen. Vom 1. bis 19. Oktober 2012 habe sie 

wieder voll gearbeitet. Danach habe sie bis Ende Oktober 2012 (Ende des 

Arbeitsverhältnisses) Ferien gehabt. Bei der Tätigkeit der Versicherten habe es sich um 

eine leichte Arbeit in der Vormontage gehandelt. An den Anwesenheitstagen habe sie 

eine gute Leistung erbracht. Die Versicherte gab am selben Tag gegenüber der 

Eingliederungsverantwortlichen an, dass sie die Arbeitsstelle bei der C.___ AG 

gekündigt habe, weil ihr das Pensum von 100 % zu viel gewesen sei. Sie sei oft viel zu 

müde und kraftlos gewesen. Seit November 2012 arbeite sie in der Wäscherei des 

Spitals G.___ in einem Arbeitspensum von 50 %. Sie empfinde diese Tätigkeit als leicht 

und sie gehe ihr gut von der Hand. Schwere Lasten müsse sie nicht herumtragen. Sie 

fühle sich nicht in der Lage, mehr als 50 % zu arbeiten. Dem eingereichten 

Arbeitsvertrag war zu entnehmen, dass die Versicherte neu ein Erwerbseinkommen von 

Fr. 28'163.20 pro Jahr erzielte (IV-act. 33). Am 7. Mai 2013 teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit (IV-act. 37), dass das Gesuch um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen abgewiesen werde, weil sie in einem Pensum von 50 % 

arbeite und eine Steigerung des Arbeitspensums nicht geplant sei.

A.f  Dr. E.___ berichtete im Juni 2013 (IV-act. 40), dass die Versicherte derzeit 

beschwerdearm sei. Durch die Pneumonektomie sei sie jedoch rasch ermüdbar, 

kurzatmig und eingeschränkt leistungsfähig. Mit der 50 %igen Erwerbstätigkeit komme 

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sie an ihre Belastungsgrenzen. Ferner habe die Versicherte noch Schmerzen im 

Bereich der Thorakotomienarbe. Eine Medikation sei derzeit nicht erforderlich. Die 

Versicherte sei in der jetzigen Tätigkeit als Wäscherin sowie in jeder anderen Tätigkeit 

zu 50 % arbeitsfähig. Die Versicherte sei mit einem Lungenflügel deutlich kurzatmiger 

und sie benötige dazwischen kleinere Pausen. Das Ausmass sei ihm nicht ganz klar. 

Dr. F.___ vom RAD notierte am 26. Juni 2013 (IV-act. 45), dass bei der schweren 

Krankheit mit unklarer Prognose nach der Entfernung der linken Lunge und seither 

unberechenbaren plötzlichen Schmerzereignissen, welche auch zu notfallmässigen 

Hospitalisationen mit anschliessender Arbeitsunfähigkeit von mehreren Tagen geführt 

hätten, die vom Hausarzt genannte Einschränkung generell zuzutreffen scheine. In der 

Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin (leichte Montagetätigkeiten) sowie in der Tätigkeit 

als Unterhaltsreinigerin sei die Versicherte voll arbeitsunfähig. Als Wäscherin (Wäsche 

einsammeln, Transport zur Waschküche, saubere Wäsche verteilen) sowie in körperlich 

leichten Tätigkeiten sei die Versicherte zu 50 % arbeitsfähig. Dr. F.___ hielt 

abschliessend fest, dass bei dieser Tumorerkrankung vor einem definitiven Entscheid 

ein Arztbericht der Onkologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) eingeholt werden 

sollte; sie gehe davon aus, dass dort die Nachkontrollen stattfänden. Die Onkologie 

des KSSG informierte die IV-Stelle am 5. September 2013 darüber (IV-act. 47), dass die 

Versicherte im Jahr 2012 einmalig zu einem Untersuch erschienen sei.

A.g  Dr. F.___ notierte am 22. November 2013 (IV-act. 54), dass die Versicherte keine 

oder kaum mehr ärztliche Betreuung benötige. Angeblich fänden auch keine 

onkologischen Nachkontrollen mehr statt. Aus medizinischer Sicht dürfe davon 

ausgegangen werden, dass die Versicherte für körperlich belastende Tätigkeiten 

bleibend arbeitsunfähig sei. Für körperlich leichte Tätigkeiten gehe sie von einer 

Steigerbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf 80-100 % aus. Die angestammte Tätigkeit bei 

der C.___ AG habe die Kriterien einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit erfüllt. Die 

Arbeit als Unterhaltsreinigerin dürfte diese Anforderungen in grossen Teilen ebenfalls 

erfüllen. Mit 5.5 Stunden pro Woche dürfte sie weiterhin zumutbar sein. Die 

Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit sei nicht beurteilbar, da ein Arbeitsplatzprofil 

fehle. Sicherheitshalber sollte noch von Dr. H.___ vom Spital G.___ ein Arztbericht 

eingeholt werden. Allenfalls sollte bei der Versicherten nochmals nachgefragt werden, 

wann sie welche Ärzte letztmals aufgesucht habe und wie es ihr jetzt gehe. Der Dr. 

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H.___ zugestellte Fragenkatalog kam unbeantwortet mit der Bemerkung zurück, dass 

der Arzt abgereist sei (IV-act. 55-1).

A.h  Das Spital G.___ berichtete am 24. Februar 2014 (IV-act. 57), dass es die 

Versicherte seit dem 1. November 2012 zu 50 % als Mitarbeiterin Hauswirtschaft 

beschäftige. Der Lohn betrage seit dem 1. Januar 2014 Fr. 28'982.20 pro Jahr. Die 

Arbeit beinhalte das Einsammeln, Verteilen und Waschen der Wäsche und müsse oft 

im Gehen, manchmal im Stehen und selten im Sitzen ausgeübt werden. Die Versicherte 

müsse oft leichte und mittelschwere und selten schwere Gewichte heben und tragen.

A.i   Dr. med. I.___, Chirurgische Klinik Orthopädie, Spital G.___, gab in seinem Bericht 

an Dr. E.___ vom 23. Juni 2014 (IV-act. 60-2 f.) die folgenden Diagnosen an:

•      Traumatisiertes AC-Gelenk links mit kleinem Erguss mit geringer gelenksseitiger 

Ansatztendinose der Subscapularissehne nach Kontusionstrauma der Schulter nach 

Anfahrtrauma als Fussgängerin vom 29. Oktober 2013

•      Status nach mehrfragmentärer, dislozierter oberer und unterer 

Schambeinastfraktur rechts vom 29. Oktober 2013.

Dr. I.___ erklärte, dass es der Versicherten von Seiten der linken Schulter nach wie vor 

sehr gut gehe. Auch bei forcierter Belastung bestünden keine Schmerzen. Die 

Behandlung bei ihm sei im Moment abgeschlossen.

A.j   Dr. F.___ vom RAD notierte am 4. September 2014 (IV-act. 61), dass die Tätigkeit 

als Mitarbeiterin Hauswirtschaft einer mittelschweren bis schweren körperlichen 

Tätigkeit entspreche. Diese Tätigkeit sollte die Versicherte nicht über das aktuelle 

Pensum von 50 % steigern. Die Arbeit als Unterhaltsreinigerin dürfte die Versicherte 5.5 

Stunden pro Woche durchführen. Die Tätigkeit bei der C.___ AG habe einer optimal 

leidensadaptierten Tätigkeit entsprochen, welche die Versicherte zu 80-100 % ausüben 

könnte.

A.k  Mit Vorbescheid vom 17. September 2014 (IV-act. 64) kündigte die IV-Stelle der 

Versicherten bei einem IV-Grad von 0 % die Abweisung des Rentengesuchs an. Zur 

Begründung führte sie an, dass die Versicherte ab dem 13. September 2011 

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vorübergehend vermindert arbeitsfähig gewesen sei. Ihre Arbeitsstelle habe die 

Versicherte im August 2012 von sich aus gekündigt, obwohl ihr ein Schonarbeitsplatz 

angeboten worden sei. In dieser Erwerbstätigkeit hätte die Versicherte innerhalb eines 

Jahres die volle Arbeitsfähigkeit wiedererlangt. Auch den Nebenerwerb als 

Raumpflegerin könnte die Versicherte weiterhin ausüben. Unter diesen Umständen 

liege keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vor. Dagegen liess die Versicherte am 6. 

Oktober/24. November 2014 (IV-act. 65, 69) einwenden, dass sie Anspruch auf eine 

Viertelsrente habe. Sie habe ihre Arbeitstätigkeit ab dem 9. Juli 2012 lediglich 

versuchsweise auf 100 % ausgedehnt. Der Arbeitsversuch sei wegen der grossen 

gesundheitlichen Probleme gescheitert. Die RAD-Ärztin habe am 26. Juni 2013 notiert, 

dass auch in einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit höchstens eine Arbeitsfähigkeit 

von 50 % bestehe. In Widerspruch dazu sei die RAD-Ärztin am 4. September 2014 

plötzlich zum Schluss gekommen, dass sie (die Versicherte) in einer optimal 

leidensadaptierten Tätigkeit zu 80-100 % arbeitsfähig sei. Das Krankheitsbild habe sich 

seit der Einschätzung vom 26. Juni 2013 in keiner Art und Weise verändert. Selbst die 

behandelnden Ärzte seien zum Ergebnis gekommen, dass die Versicherte in einer 

optimal leidensadaptierten Tätigkeit wohl nicht mehr zu 100 % arbeitsfähig sei. Die 50 

%-Stelle im Spital G.___ entspreche einer optimal adaptierten Tätigkeit. Es liege 

offensichtlich eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit vor. Die Tätigkeit als Reinigungsfachfrau 

sei ihr vor allem deshalb nicht mehr möglich, weil sie dabei körperlich anstrengende 

Arbeiten ausführen müsste. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 48'000.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 28'100.-- resultiere ein IV-Grad von 42 %. Sollte keine 

Viertelsrente zugesprochen werden, wäre ein Gutachten anzuordnen. Dem Einwand 

lagen Arbeitsunfähigkeitsatteste von Dr. E.___ für die Zeit vom 13. bis 24. August 2012, 

vom 12. bis 29. September 2012 und vom 21. bis 25. Oktober 2013 bei (IV-act. 69-18 

ff.).

A.l   RAD-Ärztin Dr. F.___ notierte am 17. Dezember 2014 (IV-act. 70), dass sich aus 

medizinischer Sicht keine neuen Aspekte ergäben. Die operative Entfernung der linken 

Lunge sei ein grosser Eingriff gewesen, der den allgemeinen Gesundheitszustand und 

die Atemkapazität der Versicherten über längere Zeit eingeschränkt habe. Die grössere 

rechte Lunge sei allerdings gesund. Es könne davon ausgegangen werden, dass sich 

die Versicherte innert mehrerer Monate an die neue Situation gewöhnt habe. Eine 

gewisse Einschränkung der Lungenkapazität werde als Restzustand verbleiben. 

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Deshalb seien der Versicherten bleibend keine schweren und sehr schweren 

Tätigkeiten mehr möglich. Bezüglich des Tumorverlaufs ergäben sich keine Hinweise 

auf ein Rezidiv des Karzinoids, was sich auf die weitere Prognose und den bisherigen 

und künftigen Verlauf günstig auswirke. Nach einem grossen Eingriff mit zunächst 

unklarem Tumorverlauf müsse die Wiedereingliederung vorsichtig erfolgen. Nach einer 

Thoraxchirurgie seien Schmerzattacken in den ersten Monaten bis Jahren nichts 

Ungewöhnliches; sie müssten ernsthaft abgeklärt werden. Die während des 

Arbeitsversuchs eingetretenen Arbeitsunfähigkeiten innerhalb des ersten Jahres 

postoperativ seien in diesem Kontext zu verstehen und dürften nicht als gescheiterter 

Arbeitsversuch interpretiert werden. Ausserdem sei ein gescheiterter Arbeitsversuch 

nie ein Beweis dafür, dass aus IV-medizinischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. 

Wenn die Versicherte die nicht optimal leidensadaptierte Tätigkeit in der Wäscherei zu 

50 % und zusätzlich die − ebenfalls nicht optimal adaptierte − Reinigungsarbeit in 

einem kleinen Pensum ausführe, dürfe nach einem komplikationslosen Verlauf für eine 

optimal leidensadaptierte Tätigkeit von einem höheren Pensum ausgegangen werden. 

Weitere Abklärungen seien nicht notwendig, sofern die weiteren Tumornachkontrollen 

keine Anhaltspunkte auf ein Rezidiv ergäben.

A.m Die C.___ AG bestätigte am 18. Dezember 2014 telefonisch, dass der Versicherten 

nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz eine leichte Tätigkeit angeboten worden sei. In 

der Produktionshalle herrsche ein gewisser Lärm. Die Versicherte sei jedoch weder 

Dämpfen noch Hitze oder Staub ausgesetzt gewesen (IV-act. 71).

A.n  Mit Verfügung vom 18. Dezember 2014 (IV-act. 72) wies die IV-Stelle das 

Rentengesuch bei einem IV-Grad von 0 % aus den im Vorbescheid angegebenen 

Gründen ab. Zum Einwand hielt sie ergänzend fest, dass die Tätigkeit bei der C.___ AG 

insgesamt leidensadaptierter gewesen sei als die aktuelle Teilzeittätigkeit im Bereich 

der Hauswirtschaft/Wäscherei des Spitals G.___. Bezüglich der medizinischen Situation 

verwies die IV-Stelle auf die Stellungnahme des RAD von 17. Dezember 2014.

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

am 30. Januar 2015 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die 

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Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Viertelsrente; eventualiter sei die 

Angelegenheit für weitere Abklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zur Begründung machte der Rechtsvertreter 

ergänzend zu den Einwänden im Vorbescheidverfahren geltend, die RAD-Ärztin habe 

verkannt, dass die Beschwerdeführerin die Tätigkeit als Reinigungsfachfrau bereits im 

April 2012 aus gesundheitlichen Gründen habe aufgeben müssen.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 25. März 2015 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, die RAD-Ärztin habe am 17. Juli 

2012 darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeitsfähigkeit bei der 

Beschwerdeführerin je nach Arbeitsplatz und Verlauf der Tumorkrankheit steigerbar sei. 

Am 26. Juni 2013 habe die RAD-Ärztin erklärt, dass vor einem definitiven Entscheid bei 

der Onkologie des KSSG ein Arztbericht eingeholt werden sollte. Der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD vom 26. Juni 2013 sei also noch keine definitive 

Bedeutung zugekommen. Die Ausführungen der RAD-Ärztin vom 17. Dezember 2014 

seien schlüssig. Demgegenüber habe Dr. E.___ seine Arbeitsfähigkeitsschätzung von 

50 % adaptiert nicht schlüssig begründet. Er habe vor allem auf die Schilderungen der 

Beschwerdeführerin abgestellt, was IV-rechtlich nicht massgeblich sei. Demnach sei 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit 

mindestens zu 80 % arbeitsfähig sei. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht 

angezeigt, zumal die medizinische Behandlung des Krebsleidens mit Ausnahme von 

sporadischen Kontrolluntersuchungen abgeschlossen sei.

B.c  In seiner Replik vom 31. Juli 2015 (act. G 12) machte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin ergänzend geltend, der Arbeitsversuch habe bestätigt, dass die 

Beschwerdeführerin in der früheren Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin nicht voll 

arbeitsfähig sei. Die RAD-Ärztin habe die Beschwerdeführerin nie persönlich 

untersucht. Zudem seien ihre Einschätzungen widersprüchlich. Für die Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit sei eine persönliche Untersuchung notwendig.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 13 f.).

Erwägungen

1.   

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Vorab ist zu prüfen, ob die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist. Gemäss Art. 60 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der 

Verfügung einzureichen. Die angefochtene Verfügung datiert vom 18. Dezember 2014, 

die Beschwerde ist aber erst am 30. Januar 2015 erhoben worden. Gesetzliche oder 

behördliche Fristen, die nach Tagen oder Monaten bestimmt sind, stehen vom 18. 

Dezem¬ber bis und mit dem 2. Januar still (Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG). Die Frist hat also 

erst am 3. Januar 2015 zu laufen begonnen. Der Rechtsvertreter hat am 28. Tag der 

Frist und somit rechtzeitig Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde ist deshalb 

einzutreten.

2.   

2.1  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem IV-Grad von 0 % verneint. Strittig 

ist demnach, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

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Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

3.   

3.1  Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen.

3.2  Der medizinische Sachverhalt ist grundsätzlich unbestritten. Der 

Beschwerdeführerin ist im September 2011 wegen eines Tumors (lowgrade Malignom) 

der linke Lungenflügel entfernt worden. Umstritten ist, wie sich dieser 

Gesundheitsschaden auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hat respektive auswirkt. 

Während der Hausarzt Dr. E.___ die Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auf 50 % 

geschätzt hat, ist RAD-Ärztin Dr. F.___ davon ausgegangen, dass in einer optimal 

adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80-100 % besteht. Dr. E.___ hat die 50 

%ige Arbeitsunfähigkeit mit einer raschen Ermüdbarkeit, einem raschen Einsetzen von 

Atemnot/deutlicher Kurzatmigkeit und Schmerzen im Bereich der Thorakotomienarbe 

begründet. Wie oft die Schmerzen auftreten, von welcher Intensität sie sind und 

weshalb sie einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben sollen, hat Dr. E.___ nicht 

erläutert. Er hat auch nicht begründet, weshalb sich die Kurzatmigkeit in einer optimal 

adaptierten Tätigkeit in quantitativer Hinsicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken solle. 

Offenbar haben bei Dr. E.___ selber gewisse Unsicherheiten bezüglich der 

Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bestanden. Ansonsten hätte er kaum 

angemerkt, dass ihm das Ausmass der Kurzatmigkeit respektive der zusätzlich 

benötigten Pausen wegen der Kurzatmigkeit nicht ganz klar sei. Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E.___ entspricht der von der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens effektiv erbrachten Arbeitsleistung. 

Möglicherweise beruht seine Arbeitsfähigkeitsschätzung also hauptsächlich auf den 

subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und weniger auf den objektiven 

Befunden. Die subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung einer versicherten Person ist 

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bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung jedoch irrelevant. Entscheidend ist, welche 

Arbeitsleistung ihr aus objektiver Sicht noch zumutbar ist. Insgesamt mangelt es der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E.___ somit an der notwendigen Beweiskraft. Die 

RAD-Ärztin hat ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung gestützt auf die Akten abgegeben; eine 

eigene Untersuchung hat sie nicht vorgenommen. Zwar ist ihre Einschätzung, dass es 

sich bei der aktuell ausgeübten 50 %-Tätigkeit als Mitarbeiterin Hauswirtschaft in der 

Wäscherei eines Spitals nicht um eine optimal adaptierte Tätigkeit handelt und dass 

der Beschwerdeführerin die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit in einem 

höheren Pensum zumutbar sei, aufgrund der im Recht liegenden Akten durchaus 

nachvollziehbar. Allerdings erscheint die rein aktenmässige Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit im vorliegenden Fall als problematisch, weil die vorhandenen 

medizinischen Berichte hinsichtlich der Folgen der Tumorerkrankung respektive der 

Entfernung des linken Lungenflügels äusserst dürftig sind; von behandelnden 

Fachärzten liegen lediglich ältere Behandlungsberichte im Recht. Eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung eines behandelnden Facharztes fehlt. Ausserdem ist unklar, 

wie sich das thorakale Schmerzsyndrom zwischenzeitlich entwickelt hat. Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdeführerin wiederholt über eine Kraftlosigkeit und Müdigkeit 

berichtet hat (IV-act. 22 und 30). Auch hierzu fehlen nähere Angaben wie 

beispielsweise die Intensität und der Verlauf der Symptomatik. Die RAD-Ärztin hat sich 

weder mit der geltend gemachten Kraftlosigkeit noch mit der Müdigkeit 

auseinandergesetzt. Schliesslich hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu 

Recht darauf hingewiesen, dass die RAD-Ärztin fälschlicherweise davon ausgegangen 

ist, dass die Beschwerdeführerin neben dem 50 %-Pensum als Mitarbeiterin 

Hauswirtschaft weiterhin 5.5 Stunden pro Woche als Unterhaltsreinigerin tätig sei. 

Daraus hat die RAD-Ärztin am 17. Dezember 2014 den Schluss gezogen, dass die 

Beschwerdeführerin in einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit höhergradig 

arbeitsfähig wäre. Diese Schlussfolgerung basiert also auf einer falschen Faktenlage. 

Schliesslich hat die RAD-Ärztin mit ihrer ungenauen Arbeitsfähigkeitsschätzung für 

adaptierte Tätigkeiten (80-100 %) selber eine gewisse Unsicherheit eingestanden. Der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der RAD-Ärztin mangelt es somit insgesamt ebenfalls an 

der notwendigen Beweiskraft. Die Sache ist daher zur weiteren medizinischen 

Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die konkrete Ausgestaltung 

der medizinischen Abklärung (externe Begutachtung oder RAD-Untersuchung, 

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Methodik zur Objektivierung der geltend gemachten Einschränkungen, Evaluation der 

Funktionellen Leistungsfähigkeit etc.) sind durch die Beschwerdegegnerin zu 

bestimmen.

3.3  Demnach ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der 

Beschwerde wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 

ATSG aufzuheben und die Sache ist zur weiteren medizinischen Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.   

4.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die 

Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die 

Verwaltung als volles Obsiegen der Beschwerdeführerin zu werten (BGE 132 V 215 E. 

6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

4.2  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur 

weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten 

ist. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat 

keine Honorarnote eingereicht. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

Entscheid

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 18. Dezember 2014 

aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuver-

fügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.07.2017
	Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Da weder auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes noch auf diejenige des RAD abgestellt werden kann, sind weitere medizinische Abklärungen in der Form einer RAD-Untersuchung oder eines Gutachtens notwendig. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juli 2017, IV 2015/22).

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