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**Case Identifier:** 0e32abad-eced-5326-b6c3-2a20a9b69f98
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.12.2021 200 2021 285
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-285_2021-12-28.pdf

## Full Text

200 21 285 IV
LOU/BOC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Dezember 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Wiedmer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Stiftung C.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 2. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Dezember 2014 unter Hinweis auf psychi-
sche Probleme (Persönlichkeitsstörung, Psychose, Depressionen) auf-
grund eines Schusswechsels bei der Invalidenversicherung zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1). Die IVB nahm erwerbliche und medizinische 
Abklärungen vor und holte die Akten der D.________ ein. Zur Klärung des 
Leistungsanspruches liess die IVB den Versicherten durch die E.________ 
(MEDAS), Polydisziplinäre Begutachtungsstelle, in den Fachgebieten All-
gemeine Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie begutach-
ten (Expertise vom 14. Dezember 2015 [inklusive Teilgutachten; act. II 42.1 
- 42.5]). Ein für die Zeit vom 31. Oktober 2016 bis 30. Januar 2017 geplan-
tes Aufbautraining in der Abklärungsstelle F.________ wurde vorzeitig per 
12. Dezember 2016 abgebrochen (act. II 64, 71, 73). Im Zusammenhang 
mit dem Unfall vom 18. Juli 2012 sprach die D.________ dem Versicherten 
mit Verfügung vom 26. Juni 2017 ab dem 1. Juni 2017 (act. II 95) eine Inva-
lidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % sowie eine Integritäts-
entschädigung bei einer Integritätseinbusse von 53.34 % zu. Im weiteren 
Verlauf liess die IVB den Versicherten durch Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 
14. Februar 2018 [act. II 103.1]). Da sich der Versicherte subjektiv nicht in 
der Lage sah, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, schloss die IVB die 
beruflichen Massnahmen am 13. Dezember 2018 ab (act. II 115). Nach 
Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
und der Durchführung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IVB mit 
Verfügung vom 2. März 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 23 % den An-
spruch auf eine Invalidenrente (act. II 121, 127, 136, 138 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 3

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 19. April 2021 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sei die nach Eintritt der Invalidität verbleibende Rest-
erwerbsfähigkeit über ein gerichtliches polydisziplinäres Gutachten 
abzuklären und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Be-
schwerdeführer die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurichten, alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2021 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Nach diversen Abklärungen lud der Instruktionsrichter die Stiftung 
C.________ mit prozessleitender Verfügung vom 30. November 2021 zum 
Verfahren bei und gab dieser Gelegenheit zur Stellungnahme, worauf die 
Stiftung C.________ mit Eingabe vom 17. Dezember 2021 verzichtete.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 2. März 2021 (act. II 136). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 
der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.3 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 
4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Liegt auch unter dem 
Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädi-
gung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normati-
ven Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene 

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symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindern-
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287, E. 3.6 S. 294).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1).

2.5

2.5.1 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzende Zeitpunkt der An-
spruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 
263 E. 6.1 S. 263; SVR 2019 IV Nr. 2 S. 4 E. 2).

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2.5.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV).

2.5.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die 
Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann 
gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwen-
dung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist 
(BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 
79 E. 2.2.1).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende zu entnehmen:

3.1 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
führte im Bericht vom 30. April 2015 (act. II 24) die folgenden Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: 

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 Posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)
 Mittelgradige depressive Störung (F32.1)

Er berichtete von einem stationären Gesundheitszustand und gab an, im 
Vordergrund stehe die depressive Symptomatik und massive Verfolgungs-
angst vor … … und ständigen Todesdrohungen per SMS begleitet von ve-
getativer Symptomatik sowie Vermeidungsverhalten, Grübeln und 
Hilflosigkeit. Zu den bestehenden körperlichen, geistigen und psychischen 
Einschränkungen verwies der Mediziner auf den Bericht vom 22. Januar 
2015 von Dr. med. I.________ (im Medizinalberuferegister nicht verzeich-
net [<www.medregom.ch>]), visiert von Dr. med. H.________, wo diesbe-
züglich festgehalten wurde (act. II 11/5), es bestünden diffuse Ängste, 
depressive Verstimmung, sozialer Rückzug und Vermeidungsverhalten, 
psychomotorische Unruhe, Nervosität, Ein- und Durchschlafstörungen, Er-
innerungen an das erlebte Trauma, Grübeln, Intrusionen begleitet von ve-
getativer Symptomatik. Im Bericht vom 30. April 2015 von Dr. med. 
H.________ wurde zudem angegeben (act. II 24/3), aus psychiatrischer 
Sicht sei der Beschwerdeführer heute rund 50 % in seiner bisherigen Er-
werbstätigkeit eingeschränkt. Diese Arbeitsunfähigkeit sei weiter durch 
Weiterführung der psychotherapeutischen Behandlung verbesser- und 
steigerbar. 

3.2 Im Gutachten der MEDAS vom 14. Dezember 2015 (inklusive Teil-
gutachten; act. II 42.1 - 42.5) wurde im polydisziplinären Konsens als Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Posttraumatische 
Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) aufgeführt (act. II 42.1/41). Die Gutach-
ter führten aus (act. II 42.1/42 f.), auf allgemeinmedizinischem, neurologi-
schem und orthopädischem Gebiet lägen keine Diagnosen und 
Funktionseinschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 
Psychiatrischerseits imponiere weiterhin das Bild einer konsistenten Post-
traumatischen Belastungsstörung, das sich zwar im Verlauf gebessert ha-
be, aber noch immer keine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
als … mit … zulasse. In der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer 
seit Juli 2012 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. In einer leidensan-
gepassten Tätigkeit wurde vom Juli 2012 bis Mai 2015 eine 100 %-ige Ar-
beitsunfähigkeit angenommen. Seit Juni 2015 sei eine Teilarbeitsfähigkeit 
(Arbeitsunfähigkeit von 70 - 80 % [Dr. med. I.________]) in einer ange-

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passten Tätigkeit anzunehmen, die ab Begutachtungsdatum bis auf Weite-
res mit 50 % gelte. Da noch kein stabiler Endzustand erreicht sei und die 
psychiatrische Behandlung fortgesetzt werde, empfehle sich eine versiche-
rungspsychiatrische Verlaufskontrolle in einem Jahr. Eine angepasste 
Tätigkeit sollte aus psychiatrischer Sicht keine Tätigkeiten beinhalten, wel-
che mit besonderer geistig-seelischer Belastung und Gefährdungsfaktoren 
verbunden seien. Insbesondere sollten Tätigkeiten vermieden werden, wel-
che mit erhöhtem interaktivem Konfliktpotenzial, Zeitdruck, mit direktem 
Kundenkontakt, Termin- und Leistungsdruck, Wechselschichten und Lärm 
verbunden seien. Zusätzliche und betriebsunübliche Pausen könnten anfal-
len; diese seien bei der Bemessung der Arbeitsunfähigkeit von 50 % schon 
berücksichtigt.

3.3 Im Zusammenhang mit der Behandlung in der Tagesklinik 
J.________ vom 16. August bis 23. September 2016 wurden im Bericht 
vom 17. Oktober 2016 (act. II 59) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt:

 Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
 Akzentuierung der Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10: 

Z73)

Der Beschwerdeführer sei in der Belastbarkeit, Ausdauer, Konzentration, 
Auffassung und Anpassung eingeschränkt. Er habe von der regelmässigen 
Tagesstruktur profitieren können, auch wenn es ihm nicht immer gelungen 
sei, daran teilzunehmen. Die Bedrohungssituation sei ähnlich geblieben, 
wie beim letzten Aufenthalt, was bedeute, dass Angst, Unsicherheit und 
Ohnmacht prägend seien für den hypervigilanten Zustand des Beschwer-
deführers und auch Erschöpfung und Vergesslichkeit erklärten. Die thera-
peutischen Möglichkeiten seien aufgrund der unsicheren Situation 
ausgeschöpft, weshalb die berufliche Wiedereingliederung voranzutreiben 
sei. Einerseits habe eine Tagesstruktur einen gesundheitsfördernden Effekt 
und andererseits stelle dies eine Sinngebung für den Beschwerdeführer 
dar. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Es werde ein Belast-
barkeitstraining in einer Tätigkeit ohne Kundenkontakt empfohlen, in wel-
cher der Beschwerdeführer in seinem Rhythmus aufbauen könne. 

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3.4 Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 8. März 2017 (act. II 87) 
die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf:

 Posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)
 Mittelgradige depressive Episode (F32.1)
 Schwere psychosoziale Belastungssituation
 Akzentuierung der Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden Zügen

Er berichtete von einem stationären Gesundheitszustand und hielt fest, der 
Beschwerdeführer sei im August 2016 zur Stabilisierung der depressiven 
Verstimmungen, der ausgeprägten Ängstlichkeit und ausgeprägten sozia-
len Isolation in die Tagesklinik im Spital K.________ überwiesen worden. 
Nach dem Austritt aus der Tagesklinik am 23. September 2016 habe sich 
sein psychischer Zustand nicht wesentlich verändert. Es bestünden Ein-
schränkungen in der Konzentration, im Antrieb, in der Psychomotorik, de-
pressive Merkmale, emotionale Einengung und geminderte soziale 
Funktionen. Aufgrund der beschriebenen Einschränkungen bestehe eine 
50 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Prognose in Bezug auf eine intrapsychi-
sche Veränderung sei eher ungünstig. Sämtliche bislang verordneten The-
rapien (teilstationäre, stationäre und ambulante Psychotherapie, 
Pharmakotherapie, Physiotherapie sowie Behandlungen durch seine 
Hausärztin) seien ohne subjektiv wahrnehmbaren Behandlungserfolg ge-
blieben.

3.5 Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
sowie Kinder- und Jungendpsychiatrie und -psychotherapie, Konsilia-
rpsychiater der D.________, führte in der Beurteilung vom 4. Juli 2017 (act. 
II 89) die folgenden Diagnosen auf (act. II 89/7):

 Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
 Depressive Episode, leicht- bis mittelgradig (ICD-10: F32.0/1)
 Verdacht auf nicht näher bezeichnete dissoziative Störung (ICD10: F44.8)

Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, eine Arbeitstätigkeit 
in einem Pensum von 50 % in einem geschützten Rahmen zu vollziehen. 
Es entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdeführer auf viele Monate 
hinaus auf einen äusseren stützenden und strukturierenden Rahmen an-
gewiesen wäre, um etwas aus dem jetzigen chronifizierten Defektzustand 
herauszukommen und die theoretisch mögliche Restleistungsfähigkeit ver-

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werten zu können. Aus heutiger Sicht könne ihm nur eine geistig einfache 
Tätigkeit ohne Ansprüche an zwischenmenschliche Kommunikationskom-
petenz zugemutet werden, wo vermehrte Pausen möglich wären und auch 
das wiederholte Nichterscheinen keine negativen Konsequenzen hätte, so 
dass von einem möglichen zeitlichen Pensum von 70 - 80 % mit einer etwa 
auf 30 % reduzierten Leistungsfähigkeit ausgegangen werden könnte und 
damit eine sehr geringe Produktivität resultieren würde, welche wohl nur in 
einem geschützten Rahmen umsetzbar wäre.

3.6 Im psychiatrischen Gutachten vom 14. Februar 2018 (act. II 103.1) 
diagnostizierte Dr. med. G.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-
10: F62.0; act. II 103.1 f.). Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
führte der Gutachter aus (act. II 103.1/22), diesbezüglich werde unter 
Berücksichtigung des Berichtes der Abklärungsstelle F.________, der Zu-
sammenschau der vorliegenden Unterlagen und der aktuellen persönlichen 
Untersuchung davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer in der Auf-
nahme einer Tätigkeit z.B. in einem Anstellungsverhältnis als … oder in 
einem … zum … von … überfordert wäre. Hier wäre die Symptomatik der 
Persönlichkeitsänderung, der wiederkehrende Gedanke an das damalige 
traumatisierende Ereignis und der persönlichkeitsabstumpfende Effekt der 
nachfolgenden Jahre hinderlich, eine Tätigkeit zu erbringen, mit der er den 
Lebensunterhalt vollumfänglich bestreiten könnte. Zur Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit gab der Experte an (act. II 103.1/22), sehr wohl 
wäre dem Beschwerdeführer die Ausübung einer Tätigkeit in einer ange-
passten Art und Weise zumutbar. Er könne bei maximaler Willensanstren-
gung und guter Motivation, was von ihm abverlangbar wäre, eine normale 
Tätigkeit von 8,5 Stunden an fünf Tagen der Woche in einem auf ihn ange-
passten und individuell auf ihn zugeschnittenen Rahmen erbringen. Unter 
der Annahme des Vorliegens einer Persönlichkeitsänderung, könne der 
Beschwerdeführer gleichwohl nach einer Zeit der Begleitung und der ange-
passten Tätigkeit (zur Rekonditionierung) sowie unter maximaler Willens-
anstrengung auch eine berufliche Tätigkeit z.B. im … von … annehmen 
und ausfüllen, was seinen Lebensunterhalt sichern würde. Dies wäre nach 
einer Zeit der begleiteten angepassten Tätigkeit von zwei Jahren zumutbar 
und möglich.

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3.7 Im Bericht von Dr. med. I.________ vom 18. April 2019 (act. II 118) 
visiert durch Dr. med. H.________, wurden die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt: 

 Chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)
 Rezidivierende depressive Störung ggw. mittelgradige Episode (F33.1)
 Generalisierte Angststörung (F41.1)
 Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit ängstlich-vermeidenden 

Zügen

Der Psychiater berichtete von einem stationären Gesundheitszustand und 
hielt fest, im Vordergrund stünden als Einschränkungen erhöhte Anspan-
nung, innere Unruhe, sozialer Rückzug und Vermeidungsverhalten, ver-
mindertes Selbstvertrauen und Ketten von somatischen Beschwerden, die 
beschriebenen Symptome der Depression und posttraumatischer Belas-
tungsstörung sowie multisomatische Beschwerden. Aufgrund des starken 
Vermeidungsverhaltens sei eine Tätigkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt 
zum jetzigen Zeitpunkt nicht zumutbar. Zur Prognose hielt er fest, beim 
chronifizierten Zustandsbild des Beschwerdeführers sei von einer wesentli-
chen weiteren Besserung auszugehen. Zur Vorbeugung einer Verschlech-
terung sei er weiterhin auf eine ambulante psychiatrische Behandlung 
angewiesen. 

3.8 In der Stellungnahme vom 20. Dezember 2019 (act. II 121) hielt die 
RAD-Ärztin Dr. med. M.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie, fest, Dr. med. G.________ dokumentiere für den Beschwerdefüh-
rer einen Psychostatus ohne Krankheitswert mit uneingeschränkten 
kognitiven Funktionen und einem freundlich zugewandten Kontaktverhal-
ten. Zwänge und/oder Ängste hätten nicht festgestellt werden können. Der 
Antrieb, Mimik und Gestik seien normal gewesen. Der Beschwerdeführer 
habe nicht misstrauisch gewirkt. Dokumentiert worden seien weiterhin die 
Fähigkeit des Beschwerdeführers sich selbst zu pflegen, sich an Regeln 
und Routinen (pünktliches Erscheinen zum Begutachtungstermin, tägliches 
"Checken", ob er ärztliche Termine habe, regelmässige Verabredungen mit 
seinem Sohn) zu halten, seine Entscheidungsfähigkeit ("keine Entschei-
dungsschwierigkeiten", Gutachten S. 22), die Pflege von familiären Bezie-
hungen (Treffen mit dem Sohn) sowie die Kontaktfähigkeit zu Dritten (er 
habe eine in … lebende Freundin, er habe Kontakt zu einem Nachbarn aus 

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…). Der Beschwerdeführer habe im Rahmen der psychiatrischen Begut-
achtung über einen aktiven Tagesablauf zwischen 5.00 Uhr morgens und 
22.00 Uhr abends berichtet. Unter Berücksichtigung des dokumentierten 
Psychostatus ohne Krankheitswert, des aktiven Tagesablaufes sowie den 
Feststellungen zum funktionellen Leistungsvermögen sei die Beurteilung 
des Dr. med. G.________ einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für eine an-
gepasste Tätigkeit aus medizinischer Sicht nachvollziehbar.

3.9 Dr. med. N.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, führte im Bericht vom 5. April 2021 (Akten des Beschwerdeführers [act. 
I] 3) die folgenden Diagnosen auf: 

 F43.1 Chronifizierte Posttraumatische Belastungsstörung
 F33.1 Rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode
 F41.1 Generalisierte Angststörung
 Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit ängstlich-vermeidenden 

Zügen

Sie gab an, aufgrund des bisherigen langjährig negativen Verlaufs, der 
komplexen Angststörung, schwerwiegender depressiven Symptomatik und 
schweren posttraumatischen Belastungsstörung werde davon ausgegan-
gen, dass die Störung bereits ein chronifiziertes Stadium erreicht habe und 
im Laufe der Jahre sich eine weitere Symptomzunahme ereignen könnte. 
Die depressive und Angstsymptomatik kombiniert mit der Symptomatik ei-
ner posttraumatischen Belastungsstörung führten zu massgeblichen Ein-
schränkungen (anhaltender Tagesmüdigkeit, Schlafstörungen, Konzentra-
tionsstörungen und Einschränkung der Adaptationsfähigkeit an neue 
Situationen), die zu einem erheblichen Leidensdruck mit Beeinträchtigung 
in sämtlichen Lebensbereichen führe.

4.

4.1

4.1.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 14

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

4.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2

4.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der Verfügung 
vom 2. März 2021 (act. II 136) auf das psychiatrische Gutachten des 
Dr. med. G.________ vom 14. Februar 2018 (act. II 103.1). Das Gutachten 
erfüllt die an den Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 15

forderungen (vgl. E. 4.1.2 hiervor), zumindest was die Beurteilung ab dem 
Begutachtungszeitpunkt betrifft. Das Gutachten ist diesbezüglich voll be-
weiskräftig, da es – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte um-
fassend abhandelt und in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde. Weiter 
leuchtet es in der medizinischen Beurteilung ein und die darin gezogenen 
Schlussfolgerungen werden eingehend begründet. Insbesondere hat der 
Gutachter hinsichtlich des depressiven Zustandes des Beschwerdeführers 
schlüssig und überzeugend ausgeführt (act. II 103.1/16), von einer andau-
ernden Depression F32 sei nicht auszugehen, es wäre doch nicht nachvoll-
ziehbar, von einer einzigen depressiven Episode (F32) über Jahre 
andauernd und trotz der jahrelangen Medikation mit Sertralin symptoma-
tisch annähernd unverändert zu sprechen, zumal der Beschwerdeführer 
durchaus einige Interessen an Nachrichtensendungen, etwas zu lesen, 
etwas spazieren zu gehen und offensichtlich auch an einem zwischen-
menschlichen Kontakt zu einer neuen Partnerschaft bekundet habe. 

Im Zusammenhang mit der Diagnose einer andauernden Persönlich-
keitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0) führte Dr. med. 
G.________ aus (act. II 103.1/14 f.), sollte der Beschwerdeführer nach dem 
traumatisierenden Ereignis 2012 die typische Symptomatik einer posttrau-
matischen Belastungsstörung erlitten haben, so erstrecke sich diese krank-
heitswertig über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. In der ICD-10 sei 
dies so definiert, dass andauernde Veränderungen nach einer derartigen 
krankheitswertigen Symptomatik dann in die Diagnosestellung einer an-
dauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung übergingen. Es 
sei nicht nachvollziehbar, warum eine derartige Diskussion nicht bereits 
aus den vorliegenden ärztlichen Unterlagen hervorgehe. Insbesondere hät-
te in der MEDAS-Abklärung 2015 und auch in der Einschätzung eines 
Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie im Auftrag der D.________ 
doch diese differentialdiagnostische Diskussion geführt werden sollen. Dies 
vermag in Bezug auf den zeitlichen Verlauf insofern nicht zu überzeugen, 
als Dr. med. G.________ davon ausgeht, anstelle der Diagnose einer Post-
traumatischen Belastungsstörung sei bereits zwei Jahre nach dem Ereignis 
die Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembe-
lastung zu stellen gewesen. Gemäss DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT/SCHULTE-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 16

MARKWORT (Hrsg.), Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 
ICD-10 Kapitel V (F), Diagnostische Kriterien für Forschung und Praxis, 
6. Aufl. 2016, 172, ist einer Persönlichkeitsänderung, die die angegebenen 
Kriterien erfüllt, oft eine Posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) vor-
ausgegangen. Die Symptome dieser beiden Störungen können sich über-
lappen und die Persönlichkeitsänderung kann den chronischen Verlauf 
einer Posttraumatischen Belastungsstörung darstellen. Eine anhaltende 
Persönlichkeitsänderung sollte in solchen Fällen dennoch nur angenom-
men werden, wenn nach einer mindestens zweijährigen Posttraumatischen 
Belastungsstörung ein Zeitraum von nicht weniger als zwei weiteren Jahren 
vergangen ist, in dem die oben genannten Kriterien erfüllt waren. Folglich 
ist die von Dr. med. G.________ am Gutachten der MEDAS vom 14. De-
zember 2015 (act. II 42.1 - 42.5) in diagnostischer Hinsicht geübte Kritik nur 
bedingt gerechtfertigt, da im damaligen Gutachtenszeitpunkt seit dem Er-
eignis im Juli 2012 erst etwas mehr als drei Jahre vergangen waren. Der 
Psychiater der D.________ Dr. med. L.________ hätte sich hingegen im 
Juli 2017, also fünf Jahre nach dem Ereignis, wie von Dr. med. 
G.________ erwähnt, mit der fraglichen Änderung der Diagnose auseinan-
dersetzen müssen. 

4.2.2 Sodann ist bei der Beurteilung des zeitlichen Verlaufs der Arbeitsun-
fähigkeit des Beschwerdeführers das voll beweiskräftige Gutachten der 
MEDAS vom 14. Dezember 2015 (act. II 42.1 - 42.5) miteinzubeziehen. Es 
ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf den notwendigen Un-
tersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis 
der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation 
ein, setzt sich ausführlich mit den bei den Akten liegenden fachärztlichen 
Einschätzungen auseinander und ist in den Schlussfolgerungen überzeu-
gend. Es erfüllt somit sämtliche Anforderungen an beweiswertige ärztliche 
Entscheidgrundlagen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Dort wird für die bisherige 
Tätigkeit seit Juli 2012 bis auf Weiteres eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit 
angenommen. In einer leidensangepassten Tätigkeit wurde vom Juli 2012 
bis Mai 2015 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit angenommen; seit Juni 
2015 sei eine Teilarbeitsfähigkeit (Arbeitsunfähigkeit von 70 - 80 % [Dr. 
med. I.________]) in einer angepassten Tätigkeit anzunehmen, die ab Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 17

gutachtungsdatum bis auf Weiteres 50 % betrage (act. II 42.1/42 f.); es 
werde eine versicherungspsychiatrische Verlaufskontrolle in einem Jahr 
empfohlen. 

4.2.3 Auf die im weiteren Verlauf vorgenommene Beurteilung des Psych-
iaters der D.________ Dr. med. L.________ vom 4. Juli 2017 (act. II 89) 
kann einerseits aufgrund diagnostischer Ungenauigkeiten (vgl. E. 4.2.1 
hiervor) und andererseits aufgrund des Umstandes, dass dieser sich offen-
kundig in erster Linie auf die Darstellung des Beschwerdeführers stützte 
(die aber im Widerspruch steht zu den anderen Berichten, insbesondere 
hinsichtlich der zuvor unerwähnten Verfolgung schon vor der …), nicht ab-
gestellt werden; er stellte einen chronischen Zustand fest, allerdings mit 
einer nur rudimentären Begründung. Der Bericht erscheint insofern als 
nicht fundiert, weshalb nicht einleuchtet, warum die D.________ (dauer-
haft) eine 100 %-Rente zugesprochen hat, zumal dies in der Verfügung 
vom 26. Juni 2017 auch nicht annähernd (medizinisch) begründet wurde 
(act. II 95). Was die Einschätzungen der behandelnden Ärzte Dres. med. 
I.________ bzw. H.________ und N.________ – Letztere macht im Übri-
gen gar keine konkrete Aussage zur Arbeitsfähigkeit (act. I 3) – betrifft, ist 
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; 
SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezial-
arzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht {BGer}] 
vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 

4.2.4 Wie bereits erwähnt ist die gutachterliche Einschätzung von 
Dr. med. G.________ ab dem Datum der Begutachtung am 22. November 
2017 (act. II 103.1/8) überzeugend und schlüssig. Der Beurteilung von 
Dr. med. G.________, dass in einer angepassten Tätigkeit eine volle Ar-
beitsfähigkeit besteht, stimmt auch die RAD-Psychiaterin Dr. med. 
M.________ am 20. Dezember 2019 zu (act. II 121). An dieser Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 18

fähigkeit hat sich bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung 
am 2. März 2021 (act. II 136) nichts geändert.

4.2.5 Hat sich die sachverständige Person bei der Einschätzung des Leis-
tungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 
orientiert und genügt ihr Gutachten den allgemeinen Anforderungen an den 
Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232), sind die 
darin formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen 
der Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon losgelös-
te juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Be-
weisverfahrens (vgl. E. 2.3 hiervor) soll nicht stattfinden (Entscheid des 
BGer vom 22. Oktober 2019, 9C_520/2019, E. 7.1). Vorliegend erfüllen 
sowohl das Gutachten der MEDAS vom 14. Dezember 2015 (act. II 42.1 - 
4.2.5) sowie dasjenige von Dr. med. G.________ vom 14. Februar 2018 
(act. II 103.1) – wie erwähnt – die an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichtes gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.2.1, 4.2.2 und 4.2.4 hiervor) 
und in psychiatrischer Hinsicht haben sich die Gutachter an den normativen 
Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 orientiert (vgl. act. II 42.1/7 ff.; 42.5; 
103.1). Vor allem haben sie die Anforderungen der Rechtsprechung erfüllt, 
wonach die Sachverständigen substanziiert darzulegen haben, aus wel-
chen medizinisch-psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das 
funktionelle Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in quali-
tativer, quantitativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen. Insbe-
sondere haben die medizinisch-psychiatrischen Sachverständigen 
darzutun, dass, inwiefern und inwieweit wegen der von ihnen erhobenen 
Befunde die beruflich-erwerbliche Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, und 
zwar – zu Vergleichs-, Plausibilisierungs- und Kontrollzwecken – unter Mit-
einbezug der sonstigen persönlichen, familiären und sozialen Aktivitäten 
der rentenansprechenden Person (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3 S. 368). So-
mit ist auch unter dem Gesichtspunkt der Indikatorenprüfung auf die Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit gemäss den Gutachten der MEDAS vom 
14. Dezember 2015 (act. II 42.1 - 4.2.5) und des Dr. med. G.________ vom 
14. Januar 2018 (act. II 103.1) abzustellen. 

4.3 Insgesamt erweist sich der Sachverhalt – entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers (Beschwerde Rechtsbegehren Ziff. 2 und S. 7 Ziff. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 19

8) – als rechtsgenüglich abgeklärt und sind insbesondere die (gesamten) 
Akten der D.________ ab Mai 2015 nicht einzuholen, zumal die Abklärun-
gen der Beschwerdegegnerin durchaus lege artis erfolgten. Es kann somit 
in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) auf 
weitere Abklärungen verzichtet werden.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 
S. 64 E. 4.4.2).

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 20

lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 
2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV 
Nr. 46 S. 148 E. 3.3).  

5.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 21

S. 300, 129 V 222). Die Leistungsanmeldung erfolgte im Dezember 2014 
(act. II 1) und seit dem 18. Juli 2012 wurde dem Beschwerdeführer eine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. II 7.2/9 f.). Mit Blick auf diese Gegebenhei-
ten und unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 
Abs. 1 IVG und des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 
2.4 hiervor) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn auf Anfang Juni 2015. 

5.4

5.4.1 Der Beschwerdeführer hätte die zuletzt bei der O.________ AG 
versehene Stelle (vgl. act. II 7.1/73, 7.4) auch im Gesundheitsfall nicht 
mehr inne, da diese Aktiengesellschaft am 8. November 2013 aufgelöst 
wurde (vgl. <www.zefix.ch>). Folglich ist das Valideneinkommen anhand 
statistischer Werte zu bestimmen (vgl. E. 5.2.1 hiervor). Auszugehen ist 
von den LSE 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn 
(Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
Privater Sektor, Ziff. 45 - 47, Handel, Instandhaltung und Reparatur von 
Motorfahrzeugen, Männer. Der Beschwerdeführer verfügt über keine abge-
schlossene Berufsausbildung (act. II 1/4; Protokoll der Beschwerdegegne-
rin per 18. Mai 2021 [nachfolgend: Protokoll; im Gerichtsdossier], S. 1, 
Eintrag vom 3. Februar 2016) und war bei der O.________ AG ab dem 
1. Juli 2012 – also nur für kurze Zeit bis zum Ereignis vom 18. Juli 2012 – 
als … und … von … tätig, wo er einen monatlichen Lohn von Fr. 6'500.-- 
erzielt hat (act. II 7.1/73; Protokoll S. 1, Eintrag vom 3. Februar 2016). In 
den Jahren zuvor war das Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers 
jedoch deutlich geringer (vgl. act. II 106). Folglich ist vom Kompetenzni-
veau 2 (Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und 
Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen 
Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) im Betrag von monatlich Fr. 5'240.--, 
jährlich Fr. 62'880.-- auszugehen. Angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit in der Wirtschaftsabteilung Ziff. 45 - 47, Handel, 
Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Jahr 2014 von 41.9 
Stunden resultiert ein Betrag von Fr. 65'866.80 (Fr. 62'880.-- : 40 h x 
41.9 h). Nach erfolgter Indexierung auf das Jahr 2015 resultiert ein Vali-
deneinkommen von Fr. 66'058.85 (Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, 
Männer, 2011 - 2017, Wirtschaftszweig G, Handel und Reparatur von Mo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 22

torfahrzeugen, Index Jahr 2014: 102.9 Punkte, Index Jahr 2015: 103.2 
Punkte). 

5.4.2 Das Invalideneinkommen ist ebenfalls anhand statistischer Daten zu 
ermitteln, da der Beschwerdeführer nach Eintritt der gesundheitlichen Be-
schwerden keine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (vgl. 
E. 5.2.2 hiervor). Auszugehen ist dabei von den LSE 2014, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Total, Männer, Kompe-
tenzniveau 1, im Betrag von Fr. 5'312.-- monatlich, Fr. 63'744.-- jährlich. 
Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in der Wirt-
schaftsabteilung Total im Jahr 2014 von 41.7 Stunden resultiert ein Betrag 
von Fr. 66'453.10 (Fr. 63'744.-- : 40 h x 41.7 h). Die Indexierung auf das 
Jahr 2015 ergibt einen Betrag von Fr. 66'646.25 (Tabelle T1.1.10 Nominal-
lohnindex, Männer, 2011 - 2017, Wirtschaftszweig Total, Index Jahr 2014: 
103.2 Punkte, Index Jahr 2015: 103.5 Punkte). Einen leidensbedingten 
Abzug (vgl. E. 5.2.2 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht 
gewährt (vgl. act. II 136). Anfang Juni 2015 war der Beschwerdeführer zu 
70 - 80 % (bzw. 75 %) arbeitsunfähig (act. II 42.1/42 f.; vgl. E. 4.2.2 hier-
vor), womit ein Invalideneinkommen von Fr. 16'661.55 (Fr. 66'646.25 x 
0.25) resultiert. 

5.4.3 Die Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichsein-
kommen ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 75 % (100 / 
Fr. 66'058.85 x [Fr. 66'058.85 - Fr. 16'661.55] = 74.78 %; zu den Run-
dungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 
61 S. 198 E. 7.1), womit ab dem 1. Juni 2015 Anspruch auf eine ganze 
Rente besteht (vgl. E. 2.4 hiervor). 

5.5 Gemäss dem Gutachten der MEDAS vom 14. Dezember 2015 be-
stand ab dem Begutachtungsdatum (letztes Untersuchungsdatum [act. II 
42.1/1]) am 7. Dezember 2015 in einer leidensangepassten Tätigkeit bis 
auf weiteres eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 42.1/42 f.), womit eine 
gesundheitliche Verbesserung und folglich ein Revisionsgrund gegeben ist. 
Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 
(vgl. E. 2.5.2 hiervor) ist somit per Anfang März 2016 ein weiterer Einkom-
mensvergleich vorzunehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 23

5.5.1 Das Validen- wie auch das Invalideneinkommen sind wiederum ge-
stützt auf statistische Daten zu ermitteln (vgl. E. 5.4.1 und 5.4.2 hiervor). 
Für das Valideneinkommen ist von den LSE 2016, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Ziff. 45 
- 47, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen, Männer, 
Kompetenzniveau 2, von monatlich Fr. 5'284.--, jährlich Fr. 63'408.-- aus-
zugehen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in der 
Wirtschaftsabteilung Ziff. 45 - 47, Handel, Instandhaltung und Reparatur 
von Kraftfahrzeugen, im Jahr 2016 von 41.9 Stunden resultiert ein Betrag 
von Fr. 66'419.85 (Fr. 63'408.-- : 40 h x 41.9 h). 

5.5.2 Für das Invalideneinkommen ist von den LSE 2016, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Total, Männer, Kompe-
tenzniveau 1, im Betrag von Fr. 5'340.-- monatlich, Fr. 64'080.-- jährlich 
auszugehen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in 
der Wirtschaftsabteilung Total im Jahr 2016 von 41.7 Stunden resultiert ein 
Betrag von Fr. 66'803.40 (Fr. 64'080.-- : 40 h x 41.7 h). Wie bereits erwähnt 
(vgl. E. 5.4.2 hiervor) wurde zu Recht kein leidensbedingter Abzug gewährt. 
Unter Berücksichtigung der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 
50 % ab Begutachtungsdatum (act. II 42.1/42 f.) resultiert ein Invalidenein-
kommen von Fr. 33'401.70 (Fr. 66'803.40 x 0.5).

5.5.3 Die Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichsein-
kommen ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 50 % (100 / 
Fr. 66'419.85 x [Fr. 66'419.85 - Fr. 33'401.70] = 49.71 %), womit per 
1. März 2016 ein Anspruch auf eine halbe Rente besteht (vgl. E. 2.4 hier-
vor). 

5.6 Schliesslich ist ab dem Begutachtungszeitpunkt durch Dr. med. 
G.________ am 22. November 2017 (act. II 103.1/8) von einer 100 %-igen 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen, so dass 
eine neuerliche gesundheitliche Verbesserung und folglich ein weiterer 
Revisionsgrund gegeben sind. Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist 
gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) ist somit per Anfang Fe-
bruar 2018 erneut ein Einkommensvergleich vorzunehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 24

5.6.1 Das Validen- wie auch das Invalideneinkommen sind wiederum ge-
stützt auf statistische Daten zu ermitteln (vgl. E. 5.4.1 und 5.4.2 hiervor). 
Für das Valideneinkommen ist von den LSE 2018, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Ziff. 45 
- 47, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen, Männer, 
Kompetenzniveau 2, von monatlich Fr. 5'377.--, jährlich Fr. 64'524.-- aus-
zugehen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in der 
Wirtschaftsabteilung Ziff. 45 - 47, Handel, Instandhaltung und Reparatur 
von Kraftfahrzeugen, im Jahr 2018 von 41.9 Stunden resultiert ein Betrag 
von Fr. 67'588.90 (Fr. 64'524.-- : 40 h x 41.9 h).

5.6.2 Für das Invalideneinkommen ist von den LSE 2018, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Total, Männer, Kompe-
tenzniveau 1, im Betrag von Fr. 5'417.-- monatlich, Fr. 65'004.-- jährlich 
auszugehen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in 
der Wirtschaftsabteilung Total im Jahr 2018 von 41.7 Stunden resultiert ein 
Betrag von Fr. 67'766.65 (Fr. 65'004.-- : 40 h x 41.7 h). Wie bereits erwähnt 
(vgl. E. 5.4.2 hiervor) ist kein leidensbedingter Abzug zu gewähren und die 
ab dem Begutachtungszeitpunkt am 22. November 2017 (act. II 103.1/8) 
bestehende 100 %-ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig-
keit führt zu keiner Reduktion des genannten Betrages.

5.6.3 Da das Invalideneinkommen höher als das Valideneinkommen ist, 
resultiert bei der Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichs-
einkommen ein negativer Invaliditätsgrad, was nicht schadet (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 29. November 2017, 8C_378/2017, E. 5.5), weshalb 
ab dem 1. Februar 2018 kein Rentenanspruch mehr besteht (vgl. E. 2.4 
hiervor). 

5.7 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen 
und die angefochtene Verfügung ist insoweit aufzuheben, als der Be-
schwerdeführer vom 1. Juni 2015 bis 29. Februar 2016 Anspruch auf eine 
ganze Rente und vom 1. März 2016 bis 31. Januar 2018 Anspruch auf eine 
halbe Rente hat. Ab dem 1. Februar 2018 besteht kein Rentenanspruch 
mehr. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 25

5.8 Soweit der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. November 2021 
unter Hinweis auf einen Bericht von Dr. med. P.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Oberarzt am Spital Q.________, vom 29. September 2021 (act. I 4) über 
eine am 1. Juni 2021 erlittene Fraktur des rechten Handgelenks informiert 
und eine diesbezügliche Leistungsprüfung durch das Gericht beantragt, ist 
festzuhalten, dass dieser Gesundheitsschaden nach dem hier relevanten 
Beurteilungszeitpunkt, dem Erlass der angefochtenen Verfügung am 
2. März 2021 (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140), 
eingetreten ist. Sollte die Handgelenksfraktur zu einem dauernd ver-
schlechterten Gesundheitszustand geführt haben, wäre ein Leistungsan-
spruch somit nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu beurteilen, 
sondern im Rahmen eines Neuanmeldungsverfahrens zu prüfen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Der Beschwerdeführer hat die Erstellung eines polydisziplinären Gerichts-
gutachtens sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen beantragt. 
Mit Blick auf den Umstand, dass kein Gerichtsgutachten zu erstellen war 
(vgl. E. 4.3 hiervor) und dem Beschwerdeführer ein befristeter Rentenan-
spruch zusteht (vgl. E. 5.7 hiervor), ist je von einem hälftigen Obsiegen 
bzw. Unterliegen der Parteien auszugehen. 

Folglich sind die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, im 
Umfang von je Fr. 400.-- vom Beschwerdeführer und der Beschwerdegeg-
nerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4), wobei der 
Anteil des Beschwerdeführers dem in der Höhe von Fr. 800.-- geleisteten 
Kostenvorschuss zu entnehmen ist. Der davon verbleibende Restbetrag 
von Fr. 400.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückzuerstatten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 26

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Rechtsanwalt B.________ macht mit Kostennote vom 3. Juni 2021 für die 
Zeit vom 4. Februar bis 3. Juni 2021 ein Honorar von Fr. 2'194.60 
([Rechtsanwalt B.________: 7.9 h à Fr. 250.-- = Fr. 1'975.--] + [MLaw: 
1.83 h x Fr. 120.-- = Fr. 219.60]) zuzüglich Auslagen von Fr. 31.90 sowie 
Mehrwertsteuer von Fr. 171.45 (7.7 % von Fr. 2'226.50), total Fr. 2'397.95 
geltend. Mit Blick auf den vorliegend relevanten Verfügungserlass am 
2. März 2021 (act. II 136) sind darin diverse vorprozessuale Aufwendungen 
enthalten (Positionen betreffend 4. Februar bis 1. März 2021), welche nicht 
durch den Parteientschädigungsanspruch gedeckt sind (BGE 114 V 83 E. 
4b S. 87, 228 E. 3b S. 231). Der transparenten Kostennote ist zu entneh-
men, dass im Vorbescheidverfahren der massgebliche Aufwand entstan-
den ist (26. Februar 2021: Rechtsanwalt B.________/Aktenstudium und 
Redaktion Einwände: 1.5 h; 1. März 2021: Rechtsanwalt 
B.________/Schreiben Einwände: 3.5 h), wovon im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren entsprechend profitiert werden konnte (16. April 2021: 
MLaw/Redaktion Beschwerde: 1.25 h; 19. April 2021: Rechtsanwalt 
B.________/Redaktion Beschwerde bzw. Beschwerde: 0.33 h und 0.5 h), 
was sich darin zeigt, dass das Einwandschreiben vom 1. März 2021 (act. II 
138) im Wesentlichen mit der vorliegend erhobenen Beschwerde inhaltlich 
übereinstimmt. Mit Blick auf diese Ausführungen rechtfertigt es sich, die 
Parteientschädigung vorliegend unter zusätzlicher Berücksichtigung der 
beiden Eingaben vom 22. und 26. November 2021 auf pauschal Fr. 1'700.-- 
(inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen. Entsprechend dem hälftigen Ob-
siegen des Beschwerdeführers (vgl. E. 6.1 hiervor) hat die Beschwerde-
gegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von pauschal 
Fr. 850.-- (inkl. Auslagen und MWST) zu ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 27

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 2. März 2021 insoweit aufgehoben, als 
der Beschwerdeführer vom 1. Juni 2015 bis 29. Februar 2016 An-
spruch auf eine ganze Rente und vom 1. März 2016 bis 31. Januar 
2018 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Ab dem 1. Februar 2018 be-
steht kein Rentenanspruch mehr. Im Übrigen wird die Beschwerde ab-
gewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden je hälftig dem Beschwer-
deführer (Fr. 400.--) und der Beschwerdegegnerin (Fr. 400.--) zur Be-
zahlung auferlegt. 

Der Anteil des Beschwerdeführers wird seinem geleisteten Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 400.-- wird 
ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 850.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Einga-

be der Beigeladenen vom 17. Dezember 2021)
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beigeladenen vom 17. Dezem-

ber 2021)
- Stiftung C.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Dez. 2021, IV/21/285, Seite 28

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.