# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bfd259a-307c-5a87-ae37-a0756c3ab7bb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 09.05.2025 B 2025/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-1_2025-05-09.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/1

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.06.2025

Entscheiddatum: 09.05.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 09.05.2025
Zuständigkeit zur sozialhilferechtlichen Unterstützung; Abschiebung; 
Richtigstellung. Art. 3 Abs. 2 und Art. 25 SHG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 
ZUG. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist erstellt, dass das 
Verhalten der Beschwerdegegnerin bzw. ihrer Angestellten nicht in 
sachfremder Weise darauf ausgerichtet gewesen war, den Wegzug des 
Bedürftigen zu erwirken. (Verwaltungsgericht, B 2025/1)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 9. Mai 2025  

Besetzung  Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder,  

Verwaltungsrichter Engeler; Gerichtsschreiber Geertsen  

   

Geschäftsnr.   B 2025/1 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 Politische Gemeinde Z.__, 

Beschwerdeführerin,  

 

  gegen 

  Departement des Innern des Kantons St. Gallen,  

Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

Politische Gemeinde Y.__, 

Beschwerdegegnerin,  

 

 

  

Gegenstand  Zuständigkeit zur sozialhilferechtlichen Unterstützung  

(Abschiebung) 

 

 

 

B 2025/1 

 

2/14 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

a. 

A.__, geboren 196_, wohnte an der B.__-strasse 001_, Y.__. Weil er die Mietzinse nicht 

mehr bezahlt hatte, kündigte ihm der Vermieter das Mietverhältnis auf den 31. August 2022. 

A.__ verliess die Wohnung indessen nicht, weshalb ihm mit Entscheid des Einzelrichters 

des C.__ vom 8. November 2022 befohlen wurde, die Wohnung innert 10 Tagen nach 

Rechtskraft des Entscheids zu räumen und der Vermieterin zu übergeben (act. 5.8, Bei-

lage 1). Nach dem Vollzug der Mieterausweisung am 18. Januar 2023 stellten die sozialen 

Dienste Z.__ A.__ eine Notunterkunft im D.__ in Y.__ zur Verfügung (act. 5.2.1 und act. 2, 

lit. A). 

b. 

Am 31. Januar 2023 stellte A.__ bei den sozialen Diensten Z.__ einen Antrag um Gewäh-

rung von Sozialhilfeleistungen, welcher mit Verfügung vom 22. Juni 2023 mit Leistungsbe-

ginn am 1. Februar 2023 gutgeheissen wurde. Hinsichtlich Mietkosten gewährten die sozi-

alen Dienste Z.__ eine Kostengutsprache von monatlich CHF 850 bis 31. August 2023 und 

CHF 800 ab September 2023. A.__ habe sich selbst um eine angemessene Wohngelegen-

heit zu bemühen (Verfügung vom 22. Juni 2023, act. 5.2.1). 

c. 

Am 2. Oktober 2023 war A.__ aus dem D.__ ausgewiesen geworden, da sein Verhalten 

nicht mehr tragbar gewesen sei, wie die sozialen Dienste Z.__ später jenen der Stadt Z.__ 

mitteilten (act. 5.4.30, S. 2 Mitte). Seither sei er ohne feste Unterkunft gewesen. Gegenüber 

einem Mitarbeiter der sozialen Dienste Y.__ gab er an, sich nicht mehr in Y.__ aufzuhalten 

(Aktennotiz vom 12. Oktober 2023, act. 5.8.2). Am 31. Oktober 2023 verhielt sich A.__ un-

gehalten und bedrohlich gegenüber einzelnen Mitarbeitenden der politischen Gemeinde 

Y.__ (siehe die E-Mail-Korrespondenz zwischen Mitarbeitenden der Gemeinde vom 31. Ok-

tober 2023, act. 5.8.4). Ein ähnliches Verhalten zeigte er am 2. November 2023 im Fron-

toffice der politischen Gemeinde Y.__, was einen Polizeieinsatz auslöste (siehe hierzu die 

E-Mail des Leiters der Polizeistation E.__ vom 24. Mai 2024, act. 5.8.3). Gleichentags er-

liess der Gemeindepräsident von Y.__ eine Amtsanzeige, worin er A.__ verbot, das Ver-

waltungsgebäude der politischen Gemeinde Y.__ ohne Voranmeldung zu betreten 

(act. 5.8.5). Ebenfalls noch am selben Tag orientierte ein Mitarbeiter der sozialen Dienste 

Y.__ telefonisch die sozialen Dienste Z.__ über A.__ und dessen bedrohliches Verhalten, 

weil dieser sich – «auch aufgrund der MSH» (medizinisch-soziale Hilfsstelle) – meist in der 

Stadt Z.__ aufhalte und sich am ehesten bei den sozialen Diensten Z.__ melden werde 

 

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3/14 

(act. 5.4.30, S. 8 f.). Wegen seit 2. Oktober 2023 nicht mehr bestehenden Aufenthalts in 

Y.__ stellten die sozialen Dienste Y.__ die Sozialhilfeleistungen auf den 2. November 2023 

ein (act. 5.4.30, S. 2 Mitte).  

d. 

A.__ meldete sich am 7. November 2023 bei den sozialen Diensten der Stadt Z.__ 

(act. 5.4.30, S. 7 f.). In der schriftlichen Erklärung zur Wohnsituation vom 8. November 

2023 führte er diesen gegenüber aus, nach seinem Rauswurf aus dem D.__ am 2. Oktober 

2023 habe er in der Stadt Z.__ jemanden getroffen, in dessen Zuhause in X.__, Kanton 

Appenzell Ausserrhoden, er seither als Gast aufgenommen worden sei, weil er kein Dach 

mehr über dem Kopf habe. Allerdings könne er dort nur noch bis zum 10. November 2023 

bleiben (Beilage zu act. 5.2.4). 

e. 

Die sozialen Dienste Y.__ nahmen in der E-Mail vom 9. November 2023 gegenüber den 

sozialen Diensten der Stadt Z.__ den Standpunkt ein, dass A.__ nicht mehr Aufenthalt in 

Y.__ habe und er deshalb gegenüber der politischen Gemeinde Y.__ keinen Unterstüt-

zungsanspruch mehr habe (act. 5.4.30, S. 2 f.). Darauf erwiderten die sozialen Dienste Z.__ 

am 10. November 2023, der Aufenthaltsort von A.__ sei nicht in der Stadt Z.__ und weiter-

hin ungeklärt (act. 5.4.30, S. 1).  

f. 

Am 14. November 2023 stellte A.__ bei den sozialen Diensten Z.__ einen Antrag auf Sozi-

alhilfeleistungen und gab u.a. an, seit 9. November 2023 nicht mehr in X.__, sondern in der 

Stadt Z.__ (F.__ der Stiftung G.__) zu wohnen (act. 5.4.6; siehe hierzu auch die Auskunft 

einer MSH-2 Mitarbeiterin vom 24. November 2023, act. 5.4.29, S. 43). Per 1. Dezember 

2023 mietete A.__ ein möbliertes Zimmer in der Stadt Z.__ (Untermietvertrag, act. 5.4.3; 

Bezug am 15. Dezember 2023, act. 5.4.13). 

g. 

Die sozialen Dienste Z.__ teilten den sozialen Diensten Y.__ am 7. Dezember 2023 ihre 

Auffassung mit, dass A.__ weiterhin seinen Unterstützungswohnsitz in Y.__ habe bzw. 

eventualiter eine Abschiebung gemäss Art. 25 SHG vorliege (act. 5.2.2). Dem widerspra-

chen die sozialen Dienste Y.__ am 14. Dezember 2023. Sie vertraten den Standpunkt, dass 

der Unterstützungswohnsitz von A.__ mit dessen effektivem Wegzug von Y.__ am 2. Okto-

ber 2023 geendet habe. A.__ sei weder weggeschickt noch in irgendeiner Form abgescho-

ben worden (act. 5.2.3). 

 

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4/14 

h. 

Mit Verfügung vom 21. Dezember 2023 sprachen die sozialen Dienste Z.__ A.__ rückwir-

kend auf den 14. November 2023 finanzielle Sozialhilfe zu (act. 5.4.9). 

i. 

Am 11. Januar 2024 stellten die sozialen Dienste Z.__ bei den sozialen Diensten Y.__ ein 

Richtigstellungsbegehren hinsichtlich der seit 14. November 2023 erbrachten sozialhilfe-

rechtlichen Unterstützung von A.__ (act. 5.2.4). Dagegen erhoben die sozialen Dienste 

Y.__ am 1. Februar 2024 Einsprache (act. 5.4.15). Nachdem die sozialen Dienste Y.__ auf 

die von den sozialen Diensten Z.__ im Schreiben vom 23. Februar 2024 gestellten Fragen 

(act. 5.4.19) unter Verweis auf die Einsprache nicht eingegangen waren (E-Mail vom 

7. März 2024, act. 5.2.7), wiesen die sozialen Dienste Z.__ die Einsprache mit Entscheid 

vom 12. März 2024 ab (act. 5.2.8). 

B.  

a. 

Gegen den Einspracheentscheid der sozialen Dienste Z.__ vom 12. März 2024 erhob die 

Politische Gemeinde Y.__ am 3./4. April 2024 Beschwerde beim Departement des Innern. 

Sie beantragte darin die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Es sei fest-

zustellen, dass keine Abschiebung durch die sozialen Dienste Y.__ vorliege und diese nicht 

zur Erstattung bzw. fortgesetzten Übernahme der Unterstützungskosten (von A.__) ver-

pflichtet sei (act. 5.1 f.). 

b. 

Die Politische Gemeinde Z.__ beantragte in der Vernehmlassung vom 16. April 2024 die 

Abweisung der Beschwerde (act. 5.4). Hierzu nahm die Politische Gemeinde Y.__ am 

7. Mai 2024 Stellung (act. 5.6). 

c. 

Am 15. Mai 2024 ersuchte das Departement des Innern die Politische Gemeinde Y.__ um 

Beantwortung verschiedener, die persönliche Situation von A.__ und dessen Kontakte mit 

den sozialen Diensten Y.__ betreffende Fragen (act. 5.7). Diesem Anliegen kam die Politi-

sche Gemeinde Y.__ am 5. Juni 2024 nach (act. 5.8). Hierzu äusserte sich die Politische 

Gemeinde Z.__ am 13. Juni 2024 (act. 5.10). 

d. 

Das Departement des Innern hiess die Beschwerde der politischen Gemeinde Y.__ am 

 

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17. Dezember 2024 gut und hob den Einspracheentscheid vom 12. März 2024 auf. Des 

Weiteren wies es die Politische Gemeinde Y.__ an, ihm (dem Departement) bis Ende März 

2025 die Fallführungspraxis der sozialen Dienste Y.__ schriftlich darzulegen. Zur Begrün-

dung führte das Departement im Wesentlichen aus, es sei unbestritten, dass A.__ seinen 

bisherigen in Y.__ gelegenen Unterstützungswohnsitz am 2. Oktober 2023 verlassen habe. 

Aufgrund der gesamten Umstände sei davon auszugehen, dass er aus freiem Willen von 

Y.__ weggezogen sei und keine Abschiebung vorliege. Insbesondere sei nicht ersichtlich, 

dass das nach dem Wegzug ausgesprochene Verbot, das Verwaltungsgebäude der politi-

schen Gemeinde Y.__ ohne Voranmeldung zu betreten, und die von den sozialen Diensten 

Y.__ verweigerte Weiterausrichtung von Sozialhilfeleistungen der Abschiebung von A.__ 

gedient hätten. Es sei auch nicht dargetan, dass sich die sozialen Dienste Y.__ in vorwerf-

barer Weise geweigert hätten, A.__ bei der Suche nach einer Unterkunft zu unterstützen. 

In aufsichtsrechtlicher Hinsicht beanstandete das Departement die äusserst rudimentäre, 

hinsichtlich der geltend gemachten Beratungsgespräche mit A.__ praktisch inexistente Fall-

dokumentation (act. 2). 

C.  

a. 

Gegen den Entscheid des Departements (Vorinstanz) vom 17. Dezember 2024 erhob die 

Politische Gemeinde Z.__ (Beschwerdeführerin) am 30. Dezember 2024 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der angefochtene Entscheid sei insofern aufzuheben, 

als damit die Beschwerde der politischen Gemeinde Y.__ (Beschwerdegegnerin) vom 

4. April 2024 gutgeheissen worden sei. Es sei die Beschwerde vom 4. April 2024 gegen 

den Einspracheentscheid vom 12. März 2024 abzuweisen und der Einspracheentscheid 

vollumfänglich zu bestätigen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Beschwerdefüh-

rerin führte aus, A.__ habe (von sich aus) nicht dauerhaft von Y.__ weggehen wollen. Das 

zeige der Umstand, dass er am 28. September 2023, 12. Oktober 2023, 31. Oktober 2023 

und 2. November 2023 Termine bei der Beschwerdegegnerin wahrgenommen habe. Zu-

dem habe er am 8. November 2023 eine Verlustanzeige bei der Polizeistation Y.__ aufge-

geben. Durch die unrechtmässige Verneinung der Zuständigkeit und die Wegweisung habe 

die Beschwerdegegnerin eine Abschiebung begangen. Hinsichtlich des Beweises für die 

Abschiebung greife vorliegend eine Beweislastumkehr, weil die Beschwerdegegnerin die 

Beweisführung aufgrund ihres Verhaltens vereitelt habe. Es sei nicht davon auszugehen, 

dass A.__ ohne die Abschiebung in absehbarer Zeit aus Y.__ weggezogen wäre (act. 1). 

b. 

Die Vorinstanz teilte am 9. Januar 2025 den Verzicht auf eine Vernehmlassung mit (act. 4). 

 

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c. 

In der Vernehmlassung vom 31. Januar 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-

weisung der Beschwerde. Sie bestritt die Vorwürfe der Beschwerdeführerin und gab an, 

Hilfe bei der Wohnungssuche angeboten zu haben. A.__ habe jedoch die sozialen Dienste 

Y.__ aufgrund seiner Suchterkrankung einzig für die finanzielle Unterstützung aufgesucht. 

Für anderweitige Beratungen sei er nicht empfänglich gewesen. Insbesondere habe er nicht 

um Hilfe bei der Wohnungssuche nachgesucht. A.__ sei aus eigenem Wunsch von Y.__ 

weggezogen. Eine Abschiebung liege nicht vor (act. 7). 

d. 

Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine weitere Stellungnahme (Schreiben vom 

12. Februar 2025, act. 9). 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Überprüfung des angefochtenen 

Entscheids der Vorinstanz vom 17. Dezember 2024 ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin, wel-

che vor der Vorinstanz erfolglos die Rückerstattung von Unterstützungskosten von der Be-

schwerdegegnerin für die Zeit ab 14. November 2023 beantragte, ist zur Beschwerde legi-

timiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP; vgl. VerwGE B 2016/189 vom 27. Sep-

tember 2018 E. 1). Deshalb und weil die Beschwerde vom 30. Dezember 2024 (act. 1) in 

zeitlicher, formaler und inhaltlicher Hinsicht den gesetzlichen Anforderungen vollumfänglich 

entspricht (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP), ist darauf ein-

zutreten. 

2.  

Zwischen den Beteiligten umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Frage, ob die Be-

schwerdegegnerin A.__ in die Stadt Z.__ abgeschoben hat, was bejahendenfalls eine Rich-

tigstellung der von der Beschwerdeführerin ab 14. November 2023 erbrachten Sozialhilfe 

samt Rückerstattungsanspruch zulasten der Beschwerdegegnerin zur Folge hätte. 

2.1.  

Die politische Gemeinde leistet persönliche Sozialhilfe durch fachlich geeignetes Personal 

(Art. 3 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes, sGS 381.1, SHG). Gemäss Art. 3 Abs. 2 SHG rich-

ten sich die Zuständigkeit, der Unterstützungswohnsitz und das Verfahren im 

 

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innerkantonalen Verhältnis nach dem Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unter-

stützung Bedürftiger (SR 851.1, ZUG). Eine bedürftige Person hat folglich ihren Unterstüt-

zungswohnsitz in derjenigen politischen Gemeinde, in der sie sich mit der Absicht dauern-

den Verbleibens aufhält (Art. 3 Abs. 2 SHG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 ZUG). 

2.1.1.  

Zur Begründung eines Unterstützungswohnsitzes müssen zwei Merkmale erfüllt sein: Ein 

objektives äusseres, der Aufenthalt, sowie ein subjektives inneres, die Absicht dauernden 

Verbleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht auf den inneren Willen an, sondern 

vielmehr darauf, welche Absicht objektiv erkennbar ist. Der Unterstützungswohnsitz beginnt 

mit der tatsächlichen Niederlassung, wobei weder an die Absicht noch an die Dauer des 

Verbleibens zu strenge Anforderungen gestellt werden; massgebend ist vielmehr, dass sich 

der Lebensmittelpunkt wirklich am neuen Ort befindet, und zwar auch dann, wenn der Auf-

enthalt von kurzer Dauer ist. Unterhält eine bedürftige Person zu mehreren Orten gleichzei-

tig persönliche Beziehungen, so ist der Ort der intensivsten Beziehung zu ermitteln und 

massgebend, das heisst der Mittel- und Schwerpunkt der Lebensbeziehungen. Ein Indiz für 

die Wohnsitzbegründung von unsteten Personen ist der länger andauernde Aufenthalt. In 

der Praxis wird oft eine Dauer von sechs oder mehr Monaten verlangt. Eine kürzere Dauer 

genügt jedoch, wenn andere Elemente auf Stabilität hinweisen (VerwGE B 2016/189 vom 

27. September 2018 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Im Gegensatz zum zivilrechtlichen Wohnsitz 

(Art. 24 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, SR 210, ZGB) bleibt der einmal be-

gründete Unterstützungswohnsitz nicht bis zum Erwerb eines neuen bestehen. Allerdings 

bleibt die bisherige Gemeinde zuständig, wenn eine Person diese nur verlässt, um vorüber-

gehend Unterschlupf etwa bei Verwandten oder Kollegen in einer anderen Gemeinde zu 

suchen (VerwGE B 2016/189 vom 27. September 2018 E. 3.1.2 mit Hinweisen). 

2.1.2.  

Die politische Gemeinde darf eine Person, die um finanzielle Sozialhilfe nachsucht oder 

solche bezieht, nicht veranlassen, aus der Gemeinde wegzuziehen, auch nicht durch Um-

zugsunterstützungen oder andere Begünstigungen, wenn es nicht im Interesse dieser Per-

son liegt (Art. 25 Abs. 1 SHG). Die Behörde darf somit nicht im eigenen Interesse auf un-

rechtmässige Weise – wie etwa mittels behördlicher Schikanen oder Einflussnahme auf 

Vermieter – den Wegzug aktiv fördern. Das Abschiebeverbot im Sinn von Art. 25 Abs. 1 

SHG ist Ausfluss des verfassungsmässigen Rechts auf Niederlassungsfreiheit (Art. 24 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV; vgl. zum Ganzen 

G. WIZENT, Sozialhilferecht, 2. Auflage, 2023, Rz 270 f.). Bei Widerhandlungen gegen die-

ses Verbot bleibt der Unterstützungswohnsitz am bisherigen Wohnort so lange bestehen, 

als die betroffene Person ihn ohne behördlichen Einfluss voraussichtlich nicht verlassen 

hätte, längstens aber während fünf Jahren (Art. 25 Abs. 2 SHG). 

 

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2.1.3.  

Die Aufenthaltsgemeinde kann von der bisherigen Unterstützungsgemeinde Richtigstellung 

verlangen, wenn Behörden der bisherigen Unterstützungsgemeinde den Wegzug der be-

dürftigen Person im Sinn von Art. 25 SHG veranlasst haben (Art. 3 Abs. 2 SHG in Verbin-

dung mit Art. 28 Abs. 2 ZUG). Der Anspruch auf Richtigstellung besteht nur für Unterstüt-

zungsleistungen, die in den letzten fünf Jahren vor dem Begehren ausgerichtet worden sind 

(Art. 3 Abs. 2 SHG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 3 ZUG). 

2.1.4.  

Die politische Gemeinde, die eine Abschiebung geltend macht bzw. daraus Rechte ableitet, 

hat nachzuweisen, dass Behörden der bisherigen Unterstützungsgemeinde den Wegzug 

der bedürftigen Person veranlasst haben (vgl. BGE 149 V 240 E. 4 und BBl 1976 III 1193 ff., 

1214 Mitte). Da sich im Richtigstellungsverfahren zwei Gemeinwesen in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis um die Übernahme der Unterstützungskosten streiten, kommt dem Untersu-

chungsgrundsatz bzw. dessen Verletzung nicht dieselbe Bedeutung zu wie in Verfahren, in 

denen sich eine Privatperson und ein Gemeinwesen gegenüberstehen (vgl. 

BGer 2A.714/2006 vom 10. Juli 2007 E. 2.2). Namentlich entbindet etwa die Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes durch das mit dem Vorwurf der Abschiebung konfrontierte Ge-

meinwesen das beweisbelastete Gemeinwesen nicht von der Beachtung des ihm (eben-

falls) obliegenden Untersuchungsgrundsatzes.  

2.2.  

Aus den plausiblen, unbestritten gebliebenen Angaben von A.__ vom 8. November 2023 

geht hervor, dass er sich nach seiner Ausweisung aus dem D.__, Y.__, am 2. Oktober 2023 

zunächst in der Stadt Z.__ (H.__) aufhielt und dort die Bekanntschaft einer Person machte, 

die ihm in X.__, Kanton Appenzell Ausserrhoden, Obdach gewährte. Auf Wunsch dieser 

Person nahm A.__ einige Wochen später die Obdachgelegenheit in X.__ nicht mehr in An-

spruch (Beilage zu act. 5.2.4) und übernachtete (spätestens) ab 9. November 2023 wieder 

in der Stadt Z.__, wo er auch eine Unterkunft bezog (I.__, F.__, Stiftung G.__, J.__-strasse 

001_; siehe die Antworten von A.__ bei der Befragung der Beschwerdeführerin vom 14. No-

vember 2023, Beilage act. 5.4.6). In damit zu vereinbarender Weise hielt der zuständige 

Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin in der Aktennotiz vom 12. Oktober 2023 nachvollzieh-

bar die Aussagen von A.__ fest, dass er sich nicht mehr in Y.__ aufhalte («In Y.__ sei er 

aber nicht mehr») und zumindest schon damals nicht nur in X.__, sondern auch in der Stadt 

Z.__ weilte (act. 5.8.2). Anlässlich des Gesprächs vom 2. November 2023 gab A.__ gegen-

über der Beschwerdegegnerin hinsichtlich seines aktuellen Aufenthaltsorts lediglich an, 

noch keinen (festen) Aufenthaltsort begründet zu haben und (weiterhin) teilweise in der 

Stadt Z.__ zu nächtigen, bzw. «dass er zur Zeit obdachlos sei und mal dort mal da nächtige. 

Die vergangene Nacht habe er bei der K.__ in Z.__ verbracht» (siehe die Aussagen des 

 

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beim Gespräch anwesenden Polizisten vom 24. Mai 2024, act. 5.8.3). Dass der Beschwer-

deführer ab 2. Oktober 2023 noch persönliche Beziehungen in Y.__ pflegte oder dort 

Freunde, Verwandte oder sonstige Bezugspersonen hatte, wird von der Beschwerdeführe-

rin nicht vorgebracht und ist auch nicht ersichtlich. Weder aus dem Verhalten (tatsächlicher 

Aufenthalt in X.__ und der Stadt Z.__) noch den Angaben von A.__ ergeben sich Hinweise, 

dass er nach dem Verlassen von Y.__ am 2. Oktober 2023 wieder die Absicht hegte, dort 

erneut Aufenthalt zu nehmen. Gegen eine erneute Aufenthaltsnahme sprechen auch die 

schlüssigen Ausführungen der Beschwerdegegnerin bzw. von deren Sozialarbeiter, dass 

A.__ am 2. Oktober 2023 den Zimmerschlüssel zum Hotelzimmer bei der Gemeindekanzlei 

abgegeben habe, ohne sich gleichzeitig beim Sozialamt – etwa mit Blick auf eine mögliche 

(Not-)Unterkunft – zu melden (Schreiben vom 14. Dezember 2023, Beilage zu act. 5.4.27). 

2.3.  

Hinzu kommt, dass der Sozialarbeiter der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 14. De-

zember 2023 ausführte, A.__ habe bereits seit dem Zimmerbezug im D.__ die Absicht ge-

äussert, von Y.__ nach Z.__ wegzuziehen (S. 1 unten, Beilage zu act. 5.4.27; siehe auch 

die Angabe in der Stellungnahme vom 5. Juni 2024, act. 5.8, S. 2 oben). Zwar handelt es 

sich hierbei um eine nicht näher belegte Behauptung im Rahmen des bereits eingetretenen 

innerkantonalen Zuständigkeitskonflikts. Sie wird allerdings dadurch bekräftigt, dass A.__ 

bereits während seines Aufenthalts in Y.__ Kontakte mit der Fachstelle für aufsuchende 

Sozialarbeit (FASA) in der Stadt Z.__ pflegte (siehe hierzu die telefonische Auskunft eines 

FASA-Mitarbeiters, der A.__ «schon länger kennt» und ferner wusste, «dass Herr A.__ der-

zeit tatsächlich in SG wohnhaft sei», vom 28. November 2023, act. 5.4.29, S. 42 unten). In 

damit zu vereinbarender Weise verlegte A.__ denn auch tatsächlich bereits kurze Zeit nach 

der Ausweisung aus dem D.__ den Aufenthaltsschwerpunkt in die Stadt Z.__ (zum Aufent-

halt am 2. Oktober 2023 in Z.__ [H.__] siehe Beilage zu act. 5.2.4; zur Aussage von A.__ 

gegenüber einer Angestellten der sozialen Dienste der Beschwerdeführerin vom 7. Novem-

ber 2023, er habe sich die «letzten zwei[,] drei Wochen» in der Stadt Z.__ aufgehalten, 

siehe act. 5.4.30, S. 7 unten). Hierfür spricht auch die am 2. November 2023 gegenüber 

der Beschwerdeführerin getätigte Bedrohungsinformation durch die Beschwerdegegnerin, 

die noch ausserhalb des erst später zu Tage getretenen innerkantonalen Zuständigkeits-

konflikts bzw. ausserhalb leistungsrechtlicher Überlegungen erfolgte. Die an die Beschwer-

deführerin adressierte Bedrohungsmeldung beruhte nämlich auf der Annahme, dass A.__ 

«sich meistens in Z.__ aufhält» (act. 5.4.30, S. 8; zur im Oktober 2023 in der MSH-2 in der 

Stadt Z.__ – und nicht mehr in der L.__ – erfolgte Neueinstellung des Methadonkonsums 

siehe act. 5.4.29, S. 43).  

2.4.  

Gegen eine Abschiebung bzw. ein aktives Hinwirken der Beschwerdegegnerin auf einen 

 

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Wegzug aus Y.__ spricht, dass diese A.__ die Sozialhilfe noch bis 2. November 2023 ge-

währte (siehe zu dieser «Überbrückungshilfe» bzw. Unterstützung aus «Kulanz» auch das 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 14. Dezember 2023, S. 1 unten und S. 2 Mitte, 

Beilage zu act. 5.4.27), obschon der Wegzug von A.__ aus Y.__ bereits erfolgt war.  

2.4.1.  

So klärte der zuständige Sozialhilfemitarbeiter der Beschwerdegegnerin A.__ – nachdem 

dieser angegeben hatte, sich nicht mehr in Y.__ aufzuhalten – schon am 12. Oktober 2023 

auf, dass der Unterstützungswohnsitz grundsätzlich nicht mehr in Y.__ sei. A.__ müsse sich 

beim zuständigen Sozialhilfemitarbeiter der Beschwerdegegnerin melden, wenn er sich län-

ger an «einem Ort/Person/Wohnung» aufhalte (act. 5.8.2). Dieses Verhalten – gegen wel-

ches A.__ zu keiner Zeit opponierte – erscheint als Ausdruck davon, dass die Beschwerde-

gegnerin nicht mit voller Härte gegen A.__ vorging, sondern aufgrund der damals nach dem 

Wegzug aus Y.__ noch unklaren neuen Aufenthaltssituation vielmehr verhältnismässig zu-

gunsten von A.__ handelte. Eine unrechtmässige Verneinung der Zuständigkeit und Weg-

weisung im Sinn einer Abschiebungshandlung kann im Verhalten der Beschwerdegegnerin 

– entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. 1, IV.6) – nicht erblickt werden 

(siehe auch die zutreffende Würdigung der Vorinstanz in act. 2, E. 3.7.3 und E. 4).  

2.4.2.  

In Anbetracht der von der Beschwerdeführerin vom 12. Oktober bis zum 2. November 2023 

aus «Kulanz» fortgesetzten Unterstützung vermag die Beschwerdeführerin (act. 1, IV.5) so-

dann aus den am 12. und 31. Oktober sowie am 2. November 2023 zwischen A.__ und der 

Beschwerdegegnerin stattgefundenen Kontakten für sich allein nichts Entscheidendes für 

die Aufenthaltsfrage in der den Gegenstand der vorliegenden Leistungsstreitigkeit bilden-

den Zeit ab 14. November 2023 abzuleiten. Gleiches gilt hinsichtlich der von der Beschwer-

deführerin erwähnten (act. 1, IV.5), von A.__ bei der Polizeistation Y.__ am 8. November 

2023 getätigten Anzeige des Ausweisverlusts (Beilage zu act. 5.4.6). Diesbezüglich kommt 

das Folgende hinzu: Aufgrund des von A.__ gehegten Verdachts, sein Ausweis (und seine 

Bankkarte, act. 5.4.30, S. 5 und S. 7 unten) sei ihm im Juli 2023 mutmasslich auf unbe-

kannte Art und Weise aus seinem Zimmer im D.__, Y.__, entwendet worden, drängte sich 

der Kontakt mit der Polizeistation Y.__ – als für das Verlustereignis örtlich zuständige An-

laufstelle bzw. als für ein allfälliges polizeiliches Ermittlungsverfahren (Art. 5 lit. b des Ein-

führungsgesetzes zur Schweizerischen Straf- und Jugendstrafprozessordnung, sGS 962.1, 

EG-StPO) örtlich zuständige Polizeistation – auf. Das Aufsuchen der Polizeistation Y.__ am 

8. November 2023 kann deshalb nicht als tauglicher Ausdruck von konkreten (dauerhaften) 

Aufenthaltsabsichten von A.__ in Y.__ gedeutet werden, zumal er in der Verlustmeldung 

vom 8. November 2023 ausdrücklich angab, ohne festen Wohnsitz zu sein, und gleichen-

tags wieder Kontakt mit den Behörden der Beschwerdeführerin hatte (act. 5.4.30, S. 3 

 

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unten: persönliche Abgabe der Erklärung zur Wohnsituation vom 8. November 2023 in der 

Stadt St. Gallen; siehe hierzu Beilage zu act. 5.2.4). 

2.4.3.  

Im Übrigen erscheinen die Ausführungen des Sozialarbeiters der Beschwerdegegnerin vom 

14. Dezember 2023 plausibel, dass A.__ nach dem 2. Oktober 2023 nie um Unterstützung 

bei der Wohnungs- bzw. Notunterkunftssuche ersucht und sich stattdessen selbstständig 

organisiert habe (Beilage zu act. 5.4.27). Des Weiteren äusserte sich A.__ im Rahmen der 

Kontakte mit der Beschwerdeführerin oder seiner schriftlichen Erklärungen vom 8. Novem-

ber 2023 (Beilage zu act. 5.2.4) und 14. November 2023 (Beilage act. 5.4.6) nicht dahinge-

hend, er habe die bisherigen Unterkünfte in Y.__ wegen eines der Beschwerdegegnerin 

anzurechnenden Verhaltens verloren. Vielmehr ist aktenkundig, dass er sowohl die Woh-

nung an der B.__-strasse als auch das Zimmer im D.__ auf Bestreben der Vermieter wegen 

nicht bezahlter Mietzinse bzw. nicht tragbaren Verhaltens verlassen musste. Auch sonst 

fehlen Äusserungen von A.__ oder sonstige Hinweise in den Akten, dass sein Wegzug aus 

Y.__ durch das Verhalten der Beschwerdegegnerin (insbesondere wegen mangelnder Be-

treuung oder des Zutrittsverbots [siehe hierzu E. 2.5 hiernach]) beeinflusst worden wäre. 

Der im Zusammenhang mit einer mangelhaften Unterstützung bei der Wohnungssuche von 

der Beschwerdeführerin erhobene Vorwurf einer Abschiebehandlung (act. 1, IV.7) erweist 

sich somit als unbegründet. 

2.5.  

Das von der Beschwerdegegnerin ausgesprochene Verbot, dass A.__ ohne vorgängige 

Anmeldung das Verwaltungsgebäude nicht mehr betreten dürfe, erscheint inhaltlich sach-

lich begründet und verhältnismässig. So wurden mehrere Mitarbeitende der Beschwerde-

gegnerin ernsthaft bedroht (siehe etwa act. 5.8, Beilage 4). Entscheidend ist weiter, dass 

A.__ von sich aus gegenüber der Beschwerdeführerin erklärte, dass das (beschränkte) 

Hausverbot «durchaus zurecht ausgesprochen wurde» (act. 5.4.29, S. 40). Diese Aussage 

scheint einer aufrichtigen Introspektionsfähigkeit A.__s zu entspringen, zumal keine un-

sachlichen Aussagemotive ersichtlich sind. Anzufügen bleibt, dass bei der M.__ zahlreiche 

Gefährdungsmeldungen eingegangen waren (act. 5.4.29, S. 22 Mitte), was die Aussprache 

eines (beschränkten) Zutrittsverbots zur Gewährleistung des Schutzes der Persönlichkeit 

und Gesundheit der Mitarbeitenden der Beschwerdegegnerin rechtfertigt (vgl. zur offenbar 

anfangs 2024 ergangenen Verurteilung A.__s zu einer zweijährigen, unbedingten Haftstrafe 

wegen Drohung gegen einen Bankangestellten act. 5.4.29, S. 22 und S. 28, welche retro-

spektiv zusätzlich auf die Begründetheit des beschränkten Zutrittsverbots hindeutet; zum 

früheren Schusswaffenbesitz siehe act. 5.4.30, S. 9 oben). Im Licht dieser Umstände be-

trachtet ist das beschränkte Zutrittsverbot inhaltlich nicht zu beanstanden und es haftet ihm 

 

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nicht der Charakter einer behördlichen Schikane an, wie bereits die Vorinstanz zutreffend 

ausführte (act. 2, E. 3.6.3 und E. 4). 

2.6.  

Vor dem vorstehend dargelegten Hintergrund (E. 2.2 ff. hiervor) ist entgegen der Ansicht 

der Beschwerdeführerin (siehe etwa act. 1, IV.15) erstellt, dass das Verhalten der Be-

schwerdegegnerin bzw. ihrer Angestellten nicht in sachfremder Weise darauf ausgerichtet 

gewesen war, den Wegzug von A.__ aus Y.__ und den (spätestens) ab 14. November 2023 

in der Stadt Z.__ begründeten Aufenthalt zu erwirken. Eine Verletzung des Abschiebever-

bots (Art. 25 SHG) liegt nicht vor. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erweist 

sich der Sachverhalt demnach sowohl hinsichtlich der Frage der Abschiebung als auch der 

Aufenthaltsbegründung in Z.__ ab (spätestens) 14. November 2023 als spruchreif abge-

klärt. Damit ist nicht davon auszugehen, eine mangelhafte Aktenführung bzw. Falldokumen-

tation durch die Beschwerdegegnerin hätte zu einer fehlenden Spruchreife und einem Be-

weisnotstand bei der Beschwerdeführerin geführt (siehe deren Ausführungen in act. 1, 

IV.13 f.), der geeignet wäre, eine Umkehr der Beweis(führungs)last zu begründen. Die Be-

schwerdeführerin legt ausserdem nicht überzeugend dar und es ist auch nicht ersichtlich, 

dass ihr eine mangelhafte Falldokumentation der Beschwerdegegnerin verunmöglicht 

hätte, die Beweisführung insbesondere hinsichtlich einer allfälligen Abschiebung bzw. der 

Aufenthaltsabsichten von A.__ zu erbringen. So wäre es ihr nämlich mühelos im Rahmen 

des von ihr (ebenfalls) zu beachtenden Untersuchungsgrundsatzes (siehe E. 2.1.4 hiervor) 

offengestanden, direkt von A.__, der ihr gegenüber auskunftspflichtig ist (Art. 16 Abs. 1 lit. a 

SHG), zusätzliche und eingehende Auskünfte etwa zu seinen Beweggründen, Y.__ zu ver-

lassen und nach Z.__ zu ziehen, einzufordern. Sowohl darauf als auch auf die Aufforderung 

A.__s, sich mündlich oder schriftlich mit den Darstellungen der Beschwerdegegnerin oder 

dem Fragekatalog vom 23. Februar 2023 (act. 5.4.19) auseinanderzusetzen, verzichtete 

sie offenbar. Ausserdem beliess es die Beschwerdeführerin namentlich dabei, dass sich 

A.__ bei der Befragung zur Abklärung des Wohnsitzes vom 14. November 2023 aus-

schliesslich auf den «letzten Wohnort» in X.__ bezog und die Frage «Weshalb kamen Sie 

nach Z.__?» unbeantwortet liess (Beilage zu act. 5.4.6). Die Beschwerdeführerin hätte es 

somit ohne weiteres – und unabhängig von der im Raum stehenden Mangelhaftigkeit der 

Aktenführung bzw. Falldokumentation durch die Beschwerdegegnerin (vgl. hierzu act. 2, 

E. 3.8, zweiter Absatz) – selbst in der Hand gehabt, allfällige von ihr an der Darstellung der 

Beschwerdegegnerin bzw. an der Spruchreife der Aktenlage gehegten Zweifel mit einer 

gründlichen Befragung A.__s – von dem als direkt betroffene Person aussagekräftige An-

gaben zu erwarten gewesen wären – näher abzuklären und gegebenenfalls zu erhärten. 

3.  

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

 

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13/14 

Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr für das 

Beschwerdeverfahren von CHF 2'000 erscheint angemessen (Art. 7 Abs. 1 Ingress und 

Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf ihre Erhebung ist nicht zu ver-

zichten, da die Beschwerdeführerin als Gemeinwesen vorliegend überwiegend finanzielle 

Interessen verfolgt (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die Beteiligten, die allesamt in ihrem amtlichen 

Wirkungsbereich tätig und im Übrigen auch nicht anwaltlich vertreten sind, haben – unge-

achtet des Verfahrensausgangs – keinen Anspruch auf Ersatz ausseramtlicher Kosten 

(siehe zum Ganzen VerwGE B 2024/85 vom 22. Oktober 2024 E. 3.2 f. und B 2016/189 

vom 27. September 2018 E. 4). 

  

 

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14/14 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:  

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 2'000. 

3.  

Es werden keine ausseramtlichen Kosten zugesprochen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 09.05.2025
	Zuständigkeit zur sozialhilferechtlichen Unterstützung; Abschiebung; Richtigstellung. Art. 3 Abs. 2 und Art. 25 SHG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 ZUG. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist erstellt, dass das Verhalten der Beschwerdegegnerin bzw. ihrer Angestellten nicht in sachfremder Weise darauf ausgerichtet gewesen war, den Wegzug des Bedürftigen zu erwirken. (Verwaltungsgericht, B 2025/1)

		2026-01-28T04:27:10+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen