# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09141706-d81a-5038-9898-05f1c75ca437
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2008 D-6657/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6657-2008_2008-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6657/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch Herr Elio G. Baumann, (...), 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der  Beschwerdeführer  sein  Heimatland gemäss eigenen Anga-
ben am 11. November 2007 verliess und nach einem mehrmonatigen 
Aufenthalt im Nachbarstaat Benin zunächst auf dem Luftweg in ein ihm 
unbekanntes  Land  und  von  dort  aus  schliesslich  am 23.  Juni  2008 
ohne Papiere  in  die  Schweiz  gelangte,  wo er  gleichentags im Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in B._______ um Asyl 
nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati-
onsblatt  zur  Abgabe  sämtlicher  bei  anderen  Behörden  hinterlegter 
oder  anderweitig  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von 
48 Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 9. Juli 2008 im EVZ B._______ summarisch zum Reiseweg 
und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wur-
de,

dass das BFM am 21. Juli 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) die Anhörung zu 
den Asylgründen durchführte,

dass er als Begründung für sein Asylgesuch im Wesentlichen geltend 
machte, er habe im September 2007 an einer Demonstration in seinem 
Heimatdorf teilgenommen, da ein Polizist aus (Ort 1) einen Jugendli-
chen zu Unrecht erschossen haben soll,

dass besagter Polizist nach der Demonstration erschossen aufgefun-
den worden sei,

dass die Demonstranten verdächtigt worden seien, den Polizisten um-
gebracht zu haben,

dass die Polizei zu mitternächtlicher Stunde bei bei seinem Elternhaus 
erschienen sei und nach ihm gefragt habe,

dass er  das Haus durch die Hintertüre verlassen habe und sich bei 
den Nachbarn während zwei Tagen versteckt habe,

dass er  anschliessend zu einem Freund nach (Ort  2)  gegangen sei, 
bei dem er sich zwei Monate versteckt aufgehalten habe,

Seite 2

dass er vor diesem Hintergrund sein Heimatland schliesslich verlassen 
und sich nach (Ort 3) (Benin) begeben habe, wo er sich bis zum Ver-
lassen des afrikanischen Kontinents (Juni 2008) aufgehalten habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 10.  Oktober  2008  –  eröffnet  am 
16. Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses seien in  seinem Fall  aufgrund der  Ak-
tenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Oktober  2008 gegen 
diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhe-
ben  und  die  Gewährung  der  Flüchtlingseigenschaft,  eventualiter  die 
vorläufige Aufnahme zwecks Beschaffung der nötigen Identitätspapie-
re  sowie  die  Annulierung beziehungsweise Aussetzung der  Wegwei-
sung beantragen liess,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass der Beschwerdeführer vorliegend das hauptsächliche Begehren 
stellt, es sei ihm der Flüchtlingsstatus zu gewähren, 

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dass das Bundesverwaltungsgericht jedoch im Rahmen der ihm zuste-
henden  Prüfungsbefugnis  im  für  den  Beschwerdeführer  günstigsten 
Fall zum Schluss gelangen kann, das BFM sei deshalb zu Unrecht auf 
sein Asylgesuch nicht eingetreten, weil es bereits aufgrund einer sum-
marischen  Prüfung  hätte  erkennen  sollen,  dass  er  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass  jedoch auch  in  diesem Fall  das  Bundesverwaltungsgericht  das 
Bestehen der Flüchtlingseigenschaft nicht selber im Dispositiv seines 
Urteils feststellen kann, sondern die angefochtene Nichteintretensver-
fügung aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der 
Erwägungen (vgl. dazu wiederum BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.) an 
das BFM zurückzuweisen hat, 

dass konsequenterweise auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, so-
weit darin die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft durch das Bun-
desverwaltungsgericht beantragt wird,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten Vorbringen des Beschwerdeführers vorweg auf die im Emp-
fangszentrum  B._______  am  9.  Juli  2008  protokollierten  Aussagen 
sowie  auf  das  Protokoll  der  direkten  Bundesanhörung  vom  21.  Juli 
2008 zu verweisen ist,

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dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist, 

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches im EVZ Basel beziehungsweise in den 48 Stun-
den nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informa-
tionsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 5.1-.5.2 S. 65 ff.) abzugeben, 

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für  ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere  somit  vorlie-
gend erfüllt ist, 

dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) 
für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs nam-
haft zu machen vermag, 

dass hierzu,  zur Vermeidung von Wiederholungen,  vorab auf  die zu-
treffenden, unter Angabe der jeweiligen Fundstellen in den Protokollen 
gemachten Erwägungen sowie dem Hinweis auf die Rechtsprechung 
in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass die Vorinstanz sodann aufgrund zahlreicher,  erheblicher Wider-
sprüche und Ungereimtheiten die Asylvorbringen des Beschwerdefüh-
rers insgesamt als unglaubhaft qualifizierte, 

dass die diesbezüglichen Ausführungen einer Überprüfung durch das 
Bundesverwaltungsgericht  standhalten,  weshalb  hierzu,  zur  Vermei-
dung von Wiederholungen, ebenfalls auf die entsprechenden Erwägun-
gen des BFM verwiesen werden kann, 

dass die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe die Argumentation der 
Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung nicht umzustossen vermö-
gen, zumal eine konkrete Auseinandersetzung mit den dem Beschwer-
deführer vom BFM vorgeworfenen Unglaubhaftigkeitselementen grund-
sätzlich unterbleibt und sich die diesbezüglich anderen Einwendungen 
in Anbetracht des oben Erwähnten als unbehelfliche, teils  überhaupt 
nicht nachvollziehbare Erklärungsversuche erweisen, 

Seite 6

dass  der  Beschwerdeführer  unter  anderem  ausführt,  er  werde  sich 
zwecks Papierbeschaffung mit seinen Angehörigen oder der Botschaft 
Nigerias in Bern in Verbindung setzen,

dass praxisgemäss erst  auf  Beschwerdeebene abgegebene Papiere, 
welche aus unentschuldbaren Gründen nicht  fristgerecht  abgegeben 
wurden, keine Kassation des vorinstanzlichen Nichteintretensentschei-
des rechtfertigen (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c S. 109),

dass der Vollständigkeit halber in diesem Zusammenhang darauf hin-
zuweisen ist, dass eine Kontaktaufnahme mit der heimatlichen Vertre-
tung in Bern während hängigem Verfahren, letztlich kaum mit der vom 
Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Furcht  vor  staatlicher  Verfol-
gung zu vereinbaren sein dürfte,

dass sodann insbesondere das Argument nicht verfängt, wonach sich 
allfällige Widersprüche oder Ungenauigkeiten mit dem jugendlichen Al-
ter des Beschwerdeführers, der sich noch nie in einer auch nur annä-
hernd vergleichbaren Situation befunden habe, erklären lassen,

dass  den  Anhörungsprotokollen  keine  Anhaltspunkte  zu  entnehmen 
sind, der Beschwerdeführer wäre nicht in der Lage gewesen, den Be-
fragungen zu folgen,

dass  er  die  Verständigung  mit  dem Dolmetscher  jeweils  als  gut  be-
zeichnete und im Anschluss an die Befragungen die Richtigkeit (EVZ) 
und Vollständigkeit (direkte Bundesanhörung) der jeweiligen Protokolle 
nach deren Rückübersetzung unterschriftlich bestätigt hat,

dass darüber hinaus die bei der direkten Bundesanhörung anwesende 
Person des Hilfswerks nach Zusatzfragen keine Einwände anmeldete 
oder weitere Abklärungen anregte,

dass schliesslich die Vorinstanz im vorliegenden Fall aufgrund der Ak-
tenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 21. Juli 2008 prä-
sentierte, unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder rechtliche 
Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung zu Recht 
den  Schluss  gezogen  hat,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flücht-
lingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig  stünden 
einem Vollzug der  Wegweisung  keine Hindernisse  entgegen  (Art. 32 
Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

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dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

Seite 8

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass – entgegen den nicht über Allgemeinplätze hinausgehenden Aus-
führungen in der Beschwerde (Ziff. 6 der Begründung) – die allgemei-
ne Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers nicht 
auf  eine konkrete  Gefährdung im Falle  eines  allfälligen Vollzugs der 
Wegweisung dorthin schliessen lässt, 

dass in den Akten auch nichts darauf hindeutet, der Beschwerdeführer 
geriete im Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation,

dass er über eine solide Schulbildung verfügt, keine gesundheitlichen 
Probleme geltend macht und gemäss eigenen Angaben vor der Ausrei-
se  während  Jahren  in  der  elterlichen  Landwirtschaft  bei  der  Gewin-
nung von Palmöl mitgearbeitet hat, weshalb davon auszugehen ist, er 
bringe gute Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat ein Auskommen 
zu finden,

dass  unter  diesen  Aspekten  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nach Nigeria als zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

Seite 9

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Ausreise und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) ad (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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