# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04f09001-3fca-589d-ac9e-d3e364495273
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2025 E-2234/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2234-2025_2025-10-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2234/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richter Lorenz Noli;   

Gerichtsschreiberin Irène Meier. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 25. Februar 2025. 

 

 

 

E-2234/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 21. August 2022 in der Schweiz um 

Asyl nach. Am 4. April 2023 erfolgte gestützt auf Art. 29 Abs. 1 AsylG 

(SR 142.31) die Anhörung des Beschwerdeführers zu den Asylgründen. 

Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei türkischer Staatsangehöriger 

und ethnischer Kurde, stamme ursprünglich aus B._______ in C._______, 

sei ab seinem dritten Lebensjahr mit seiner Familie nach D._______ gezo-

gen und habe zuletzt in E._______ gelebt. Die Türkei habe er im Wesent-

lichen aufgrund diverser Diskriminierungen und Schikanen während seiner 

Schulzeit, im Militärdienst und im späteren Berufsleben sowie aufgrund von 

Misshandlungen durch türkische Polizisten anlässlich der «Graben-

kämpfe» in B._______ (bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen kur-

dischen Gruppierungen und staatlichen Sicherheitskräften; Anm. des 

BVGer) im (…) 2015 verlassen. Weiter habe er befürchtet, getötet zu wer-

den, da er seine Gedanken nicht habe kontrollieren können. Ausgereist sei 

er schliesslich, nachdem er nicht zur Zulassungsprüfung als (…) zugelas-

sen worden sei. 

In der Schweiz werde er durch seinen Bruder und über die sozialen Medien 

bedroht. Zudem habe er an verschiedenen Veranstaltungen der kurdischen 

Gemeinschaft teilgenommen, über welche in den Medien berichtet worden 

sei. Er habe auch vermehrt Posts in Unterstützung der kurdischen Kultur 

auf den sozialen Medien gemacht. Deshalb sei er, sowie seine Schwester 

und deren Verlobter in der Türkei von seinen ehemaligen Arbeitskollegen 

bedroht worden und er befürchte nun in den Fokus der türkischen Behör-

den geraten zu sein. Im Weiteren sei er in der Schweiz getauft worden und 

feiere seinen Geburtstag in einer Kirche. 

A.b Zum Nachweis seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer nach-

folgende Unterlagen in Kopie ein: Fotos von Beiträgen in den sozialen Me-

dien und von der Teilnahme an politischen Aktionen in der Schweiz, drei 

Zeitungsauschnitte, diverse Screenshots unter anderem von Chatverläu-

fen und Drohnachrichten in den sozialen Medien, Screenshots der Sper-

rung eines seiner Kontos in den sozialen Medien, diverse Dokumente zum 

Tod seiner Mutter sowie Fotos des Grabes der Mutter und des Hauses sei-

nes Vaters. Zudem reichte er seine türkische Identitätskarte im Original ein. 

B.  

Mit Verfügung vom 25. Februar 2025 – eröffnet am 27. Februar 2025 – 

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Seite 3 

verneinte die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-

rers, lehnte dessen Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und be-

auftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. 

C.  

Mit Eingabe vom 31. März 2025 erhob der Beschwerdeführer – vertreten 

durch die dannzumal mandatierte Rechtsvertreterin – beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung des 

SEM vom 25. Februar 2025 sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzu-

weisen, den Beschwerdeführer als Flüchtling anzuerkennen und ihm Asyl 

zu gewähren. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, den Beschwer-

deführer als Flüchtling vorläufig aufzunehmen. Subeventualiter sei die 

Vorinstanz anzuweisen, den Beschwerdeführer wegen Unzulässigkeit, 

eventuell Unzumutbarkeit vorläufig aufzunehmen. 

Mit gleicher Eingabe stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um vollstän-

dige Akteneinsicht und Ergänzung der Beschwerdebegründung.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 9. April 2025 hiess der Instruktionsrichter das 

Gesuch um Akteneinsicht teilweise gut und räumte dem Beschwerdeführer 

Frist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung ein. Weiter setzte er dem 

Beschwerdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 

24. April 2025. 

E.  

Der Kostenvorschuss wurde am 22. April 2025 fristgerecht bezahlt. 

F.  

Am 25. Juni 2025 teilte die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers mit, 

dass die Zustellung der vollständigen Akten keine neuen Erkenntnisse er-

geben habe und vollumfänglich auf die in der Beschwerdeschrift vom 

31. März 2025 enthaltenen Ausführungen verwiesen werden könne. Zu-

dem informierte die Rechtsvertretung über die Beendigung des Mandats-

verhältnisses mit dem Beschwerdeführer. 

G.  

Am 16. August 2025 ersuchten die niederländischen Behörden das SEM 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers im Rahmen des Dublin-In-

Verfahrens. Gemäss Rückübernahmeersuchen habe der Beschwerdefüh-

rer angegeben, am 21. Juni 2025 die Schweiz verlassen zu haben und am 

22. Juni 2025 in den Niederlanden um internationalen Schutz ersucht. Das 

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SEM stimmte der Übernahme am 19. August 2025 zu, wobei sich der Be-

schwerdeführer zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in der Schweiz aufhielt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer ist zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Die formellen Rügen, es liege eine Verletzung der Pflicht zur vollständigen 

Abklärung und fehlerfreien Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts 

sowie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, erweisen sich als unbe-

gründet. Eine Rückweisung an die Vorinstanz beantragt der Beschwerde-

führer nicht. Vorliegend erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt denn 

auch als hinreichend erstellt, zumal es dem Beschwerdeführer auch auf 

Beschwerdeebene nicht annähernd gelingt, eine flüchtlingsrechtlich rele-

vante Verfolgung darzulegen (vgl. unten E. 6). Sodann sind den Akten 

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keine Anhaltpunkte zu entnehmen, die den Schluss auf eine fehlerhafte 

Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts nahelegen würden, zumal 

in der Beschwerdeschrift nicht dargelegt wird, inwiefern die Vorinstanz eine 

Gesamtschau der Vorbringen des Beschwerdeführers unterlassen hätte. 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt auch nicht vor, zumal der Be-

schwerdeführer ohne weiteres in der Lage war, den vorinstanzlichen Ent-

scheid sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz händigte dem Beschwer-

deführer mit der angefochtenen Verfügung die editionspflichtigen Asylakten 

aus und gewährte am 13. März 2025 der dannzumal mandatierten Rechts-

vertreterin die beantragte Akteneinsicht. Zudem wurde den Anträgen des 

Beschwerdeführers auf Akteneinsicht und Fristansetzung zur Ergänzung 

der Beschwerdebegründung mit der Zwischenverfügung vom 9. April 2025 

hinreichend Rechnung getragen, womit die in diesem Zusammenhang gel-

tend gemachte Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs als obsolet 

zu betrachten ist. Die formellen Rügen gehen daher insgesamt fehl. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Da-

rauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 

6.  

6.1 Strittig und zu prüfen ist vorliegend die Flüchtlingseigenschaft des Be-

schwerdeführers und mithin die Gewährung von Asyl. 

6.2 Der Beschwerdeführer führt insbesondere diverse Benachteiligungen 

und Schikanen aufgrund seiner kurdischen Ethnie an. So sei er unter an-

derem im Gymnasium von den Lehrern mit Gefängnis bedroht und ausge-

grenzt worden, wenn er das Wort «Kurdistan» benutzt habe. Im 

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Militärdienst habe ihn ein Major mehrmals beschimpft und einmal auch ge-

stossen. Nach seiner militärischen Grundausbildung sei er an die syrische 

Grenze versetzt worden, wo er unter anderem Zeuge von Gewalt an kurdi-

schen Syrern geworden sei und auch selbst Diskriminierung erfahren habe. 

Während seiner Berufstätigkeit sei er weiteren Diskriminierungen aufgrund 

seiner kurdischen Ethnie ausgesetzt gewesen und es sei ihm auch die 

Möglichkeit verwehrt worden, die Zulassungsprüfung zum (…) abzulegen. 

Zudem habe er anlässlich der «Grabenkämpfe» Gewalt und Misshandlun-

gen erlebt, die zu einer zweijährigen Arbeitsunfähigkeit geführt hätten. 

6.3 Die vom Beschwerdeführer konkret geltend gemachten Benachteili-

gungen, Schikanen und körperlichen Angriffe (vgl. oben E. 6.2) gehen in 

ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinaus, welche weite Teile der kur-

dischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher Weise treffen können. In-

dessen führen solche allgemein die kurdische Bevölkerungsgruppe betref-

fende Nachteile praxisgemäss nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft, da sie die Schwelle der Asylrelevanz im Sinne von Art. 3 AsylG in 

der Regel nicht erreichen. Auch sind im Fall der Kurden in der Türkei die 

praxisgemäss sehr hohen Anforderungen an die Bejahung einer Kollektiv-

verfolgung (vgl. BVGE 2014/32 E. 7.2; 2013/11 E. 5.4.2; je m.w.H.) nicht 

als erfüllt zu erachten, dies auch unter Berücksichtigung der aktuellen po-

litischen Entwicklungen in der Türkei (vgl. etwa Urteil des BVGer 

D-3520/2025 vom 10. Juli 2025 E. 6.2). Die vom Beschwerdeführer gel-

tend gemachten Benachteiligungen aufgrund seiner kurdischen Ethnie er-

reichen, einzeln wie auch in ihrer Gesamtheit betrachtet, nicht die für die 

Annahme einer asylrelevanten Verfolgung erforderliche Intensität im Sinne 

von Art. 3 AsylG. Insbesondere lassen die Nachteile objektiv gesehen auch 

kumuliert nicht auf ein menschenunwürdiges Leben oder eine Zwangslage 

des Beschwerdeführers in der Türkei schliessen, der er sich lediglich durch 

eine Flucht hätte entziehen können (vgl. BVGE 2014/29 E. 4.3 f.; 2010/28 

E. 3.3.1.1; Urteile des BVGer E-6303/2025 vom 10. September 2025 S. 7; 

E-2789/2025 vom 9. September 2025 E. 7.2). Die allgemeinen Erläuterun-

gen in der Beschwerdeschrift zur Lage der Justiz und von regierungskriti-

schen Personen in der Türkei vermögen an dieser Einschätzung nichts zu 

ändern. 

6.4 Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten exilpolitischen Tätigkei-

ten (Teilnahme an Kundgebungen und Posts in den sozialen Medien) be-

gründen ebenfalls keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung im Hei-

matland. Vielmehr verdeutlichen sie sein niederschwelliges politisches 

Profil. Wie er selbst angibt, hat er jeweils keine besondere Aufgabe bei den 

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Kundgebungen innegehabt. Im Weiteren ist er auf den eingereichten Zei-

tungsausschnitten (mit Fotos von politischen Veranstaltungen) zwar zu er-

kennen, jedoch wird er nicht namentlich erwähnt. Ferner handelt es sich 

bei den in der Rechtmitteleingabe erwähnten, nach seiner Einreise in die 

Schweiz intensivierten, politischen Posts in den sozialen Medien um Bei-

träge, die mehrheitlich geteilte Inhalte aus anderen Quellen enthalten. 

Auch wenn die Follower-Zahl auf Instagram gemäss Eingabe vom 17. Juli 

2023 bei (…) Followern gelegen haben sollte, ist festzustellen, dass die 

Anzahl der Likes unter den Beiträgen jeweils sehr gering ist. Der Beschwer-

deführer legt zudem auch nicht dar, inwiefern die türkischen Behörden auf 

ihn aufmerksam geworden sein sollen. Ein türkisches Ermittlungsverfahren 

ist gemäss Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts gegen den Be-

schwerdeführer nicht eröffnet worden, was von ihm auch nicht behauptet 

wird. 

6.5 Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdeführer aus seinen exilpo-

litischen Aktivitäten auch nicht ableiten, er erhalte als bekannte regimekri-

tische Person keinen staatlichen Schutz. Die türkischen Behörden sind bei 

allfälligen Drohungen seitens Dritter grundsätzlich schutzwillig und schutz-

fähig und das Bundesverwaltungsgericht geht in ständiger Rechtspre-

chung davon aus, die Türkei verfüge über eine funktionierende und effizi-

ente Schutzinfrastruktur (vgl. Urteile des BVGer D-3459/2023 vom 24. Juni 

2025 E. 7.1.1; E-1577/2024 vom 17. April 2025 E. 5.1.1 und 5.1.2). Das 

Beschwerdevorbringen, der Beschwerdeführer könne in seinem Fall nicht 

auf die Schutzinfrastruktur der türkischen Behörden zurückgreifen (vgl. Be-

schwerde S. 11), blieb unsubstantiiert. Daher ist in Übereinstimmung mit 

der Vorinstanz von der Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der türkischen 

Behörden in Bezug auf die geltend gemachten Drohungen durch Drittper-

sonen auszugehen und es ist dem Beschwerdeführer auch zumutbar, die-

sen Schutz in Anspruch zu nehmen. 

6.6 Im Weiteren ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass es bezüglich 

des Todes der Mutter des Beschwerdeführers keine Hinweise auf eine ge-

gen seine Familie gerichtete Verfolgungsmassnahme respektive Benach-

teiligung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit gibt. In Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass es an einer Kausalität zwi-

schen den Misshandlungen durch die Polizei während den «Grabenkämp-

fen» in den Jahren 2015 und 2016 und der Ausreise im Jahr 2022 fehlt und 

hierbei auch keine gezielte Verfolgung seiner Person stattgefunden hat. 

Zudem ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass sowohl seine Befürch-

tung sich bei der Rückkehr in die Türkei der PKK anzuschliessen, als auch 

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die Annäherung an die christliche Gemeinschaft in der Schweiz asylrecht-

lich nicht relevant sind. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die 

diesbezüglichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 

werden (vgl. Verfügung des SEM vom 25. Februar 2025 Ziff. II). Die Aus-

führungen in der Beschwerde vermögen der zutreffenden vorinstanzlichen 

Einschätzung in der angefochtenen Verfügung nichts Stichhaltiges entge-

genzusetzen. 

6.7 Die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ist daher zu vernei-

nen. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

7.  

Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine Aufenthaltsbewilligung 

noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Er ist daher aus der 

Schweiz wegzuweisen (vgl. Art. 44 AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9; je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

8.2 Vorliegend werden mit dem Wegweisungsvollzug keine völkerrechtli-

chen Verpflichtungen verletzt (Art. 83 Abs. 3 AIG). Hinweise dafür, dass 

dem Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr im Heimatstaat Folter oder 

eine unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder Behandlung droht, 

sind keine ersichtlich (vgl. Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 

EMRK). Im Weiteren finden das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-

foulement sowie der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrück-

schiebung vorliegend keine Anwendung, weil es dem Beschwerdeführer 

nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft zu 

machen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

[FK, SR 0.142.30]). 

8.3 Bezüglich der Türkei ist nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt 

oder bürgerkriegsähnlicher Verhältnisse auszugehen (vgl. Referenzurteil 

des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13 m.w.H.). Weder die 

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Seite 9 

allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe wirtschaftlicher 

oder sozialer Art lassen vorliegend auf eine konkrete Gefährdung des Be-

schwerdeführers im Fall einer Rückkehr schliessen. Er ist jung, gesund und 

verfügt über eine gute Ausbildung und diverse Arbeitserfahrung. Zudem 

kann er in der Türkei auf ein soziales Beziehungsnetz zurückgreifen, das 

ihn nach seiner Rückkehr unterstützen kann. 

8.4 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach sowohl im Sinne der asyl- 

als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig und zumutbar. Dar-

über hinaus ist er auch als möglich anzusehen, da es dem Beschwerde-

führer obliegt, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die 

für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 

Abs. 4 AsylG und BVGE 2008/34 E. 12). Eine Anordnung der vorläufigen 

Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG). 

9.  

Im Ergebnis verletzt die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht, stellt 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest und ist 

– soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen. Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der bereits bezahlte Kostenvorschuss wird zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der bereits bezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Irène Meier 

 

 

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