# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49987c80-6cf7-5af5-ae23-ce5d6c55cb0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2025 E-6673/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6673-2025_2025-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6673/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger,  

Gerichtsschreiberin Eva Hostettler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw Saban Murat Özten,  

Rechtsbüro, 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug);  

Verfügung des SEM vom 16. Mai 2025. 

 

 

 

E-6673/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge 

am 24. Juli 2021 verliess und am 31. Juli 2021 in die Schweiz einreiste, wo 

er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 15. September 

2021 zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er sei türkischer Staatsangehöriger, ethnischer Kurde und stamme 

ursprünglich aus B._______, Provinz C._______, wobei er seit 1995 in 

D._______ gelebt habe,  

dass sein Vater politische Probleme gehabt habe und daher im Jahr 2002 

nach Deutschland geflohen sei, wo er seither als anerkannter Flüchtling 

lebe,  

dass er selbst von 2016 bis 2018 Mitglied der HDP (Halkların Demokratik 

Partisi) gewesen sei, an verschiedenen Treffen teilgenommen und Aktio-

nen unterstützt habe, 

dass er dabei das Gefühl gehabt habe, beobachtet zu werden, wobei an 

seinem Arbeitsort regelmässig Polizisten in Zivil vorbeigekommen seien, 

und er mehrmals angehalten und durchsucht, jedoch – abgesehen von 

Massenfestnahmen bei Kundgebungen – nicht festgenommen und auch 

keine Anklage erhoben worden sei,  

dass nachdem einer seiner Brüder aus politischen Gründen ausgereist sei 

und viele Parteikollegen festgenommen worden seien, er aus der Partei 

ausgetreten sei, diese jedoch weiterhin unterstützt habe, indem er bei-

spielsweise bei Hausbesuchen Werbung gemacht habe,  

dass er auf den sozialen Medien Beiträge zu Vorfällen in kurdischen Ge-

bieten in Syrien und im Irak veröffentlicht respektive weitergeleitet habe, 

und deshalb etwa im Januar 2020 ein Strafverfahren wegen Propaganda 

für eine Terrororganisation eingeleitet worden sei, und er, nachdem ein Vor-

führbefehl ergangen sei, im Januar 2021 untergetaucht sei, 

dass weder er noch sein Anwalt an den Gerichtsverhandlungen teilgenom-

men hätten, und er sich, da ohnehin nicht mit einem fairen Verfahren ge-

rechnet werden könne, auch nicht weiter mit dem Verfahren befasst und 

seinen Heimatstaat im Juli 2021 auf dem Landweg verlassen habe,  

E-6673/2025 

Seite 3 

dass nach seiner Ausreise je ein weiteres Verfahren wegen Propaganda 

für eine Terrororganisation, wegen Beleidigung des Staatspräsidenten und 

wegen Beleidigung des ehemaligen Innenministers eröffnet und weitere 

Festnahmebefehle erlassen worden seien,  

dass er zur Stützung seiner Vorbringen diverse türkische Justizdokumente 

zu den Akten reichte und diesbezüglich auf die vorinstanzlichen Akten zu 

verweisen ist (vgl. zum Ganzen siehe SEM-Vorhaben […] [nachfolgend: 

SEM-act.] 8/142; angefochtene Verfügung vom 16. Mai 2025, Ziff. I, 

Pkt. 4 f.),  

dass der Beschwerdeführer am 27. September 2024 eine in der Schweiz 

aufenthaltsberechtigte türkische Staatsangehörige heiratete und bei den 

zuständigen kantonalen Migrationsbehörden ein Verfahren um Erteilung ei-

ner Aufenthaltsbewilligung einleitete,  

dass das SEM mit Verfügung vom 16. Mai 2025 – eröffnet am 19. Mai 2025 

– feststellte, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht 

erfüllt, sein Asylgesuch ablehnte und festhielt, dass die weitere Aufenthalts-

regelung in der Schweiz in die Zuständigkeit der kantonalen Migrationsbe-

hörde falle,  

dass der Beschwerdeführer am 16. Juni 2025 eine im Briefkopf an das 

Bundesverwaltungsgericht gerichtete, aber an die Vorinstanz adressierte 

Beschwerde gegen diese Verfügung einreichte und im Wesentlichen bean-

tragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlingsei-

genschaft sei anzuerkennen, und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter 

sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig oder unzu-

mutbar sei und eine vorläufige Aufnahme anzuordnen, sub-eventualiter sei 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass die beim SEM am 17. Juni 2025 eingegangene Beschwerde am 

3. September 2025 an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet 

wurde,  

dass das Bundesverwaltungsgericht am 4. September 2025 den Eingang 

der Beschwerde bestätigte, 

dass der mit Zwischenverfügung vom 12. September 2025 verlangte Kos-

tenvorschuss am 29. September 2025 fristgerecht geleistet wurde, 

 

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Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), und sich das Verfahren nach 

dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts an-

deres bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass die Wegweisung respektive der Vollzug der Wegweisung nicht Ge-

genstand der angefochtenen Verfügung bilden, weshalb auf das diesbe-

zügliche Rechtsbegehren nicht einzutreten ist (Ziffer 4 der Beschwerde-

schrift),  

dass gemäss Art. 21 Abs. 1 VwVG schriftliche Eingaben spätestens am 

letzten Tage der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen der 

schweizerischen Post übergeben werden müssen,  

dass die Frist als gewahrt gilt, wenn die beschwerdeführende Partei recht-

zeitig an die unzuständige Behörde gelangt (Art. 21 Abs. 2 VwVG),  

dass die vorliegende Beschwerde am 16. Juni 2025 zuhanden des SEM 

der schweizerischen Post übergeben wurde, womit die dreissigtägige Be-

schwerdefrist eingehalten wurde,   

dass das SEM gemäss Art. 8 Abs. 1 VwVG die Beschwerde unverzüglich 

an das Bundesverwaltungsgericht hätte überweisen müssen, dem Be-

schwerdeführer jedoch vorliegend kein Rechtsnachteil erwachsen ist, wes-

halb sich weitere Ausführungen erübrigen,  

dass somit im Übrigen auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

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Seite 5 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), und das Bundesverwaltungs-

gericht die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen ge-

mäss Art. 7 AsylG in verschiedenen Entscheiden dargelegt und präzisiert 

hat, worauf hier verwiesen werden kann (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 

m.w.H.),  

dass das SEM zur Begründung des Asylentscheids im Wesentlichen aus-

führte, der Beschwerdeführer sei auffallend schlecht über den Ablauf des 

angeblich eingeleiteten Strafverfahrens informiert gewesen, und es sei un-

klar geblieben, welche Schritte im Zusammenhang mit diesem Verfahren 

bereits im Januar 2020 gegen ihn eingeleitet worden seien, wobei es auch 

eine blosse Vermutung darstelle, es bestehe eine Ausreisesperre gegen 

ihn,  

dass dieses Desinteresse des Beschwerdeführers und seines Anwalts an 

dem Strafverfahren, welches für ihn äusserst einschneidende Konsequen-

zen gehabt hätte, nicht nachvollziehbar sei, und aufgrund von Widersprü-

chen zwischen seinen Aussagen und den eingereichten türkischen Jus-

tizdokumenten und der unsubstanziierten Vorbringen bereits erhebliche 

Zweifel an der Glaubhaftigkeit bestünden,  

dass sich die Zweifel an der Glaubhaftigkeit durch den Umstand, dass es 

ihm erst vier Monate nach der Anhörung möglich gewesen sei, bestimmte 

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Seite 6 

Justizdokumente einzureichen, es sich aber bei den eingereichten Doku-

menten wiederum nicht um die einverlangten Beweismittel gehandelt habe, 

weiter akzentuiert hätten,  

dass der Beschwerdeführer sodann erst am 10. Mai 2022 die Beweismittel 

eingereicht habe, obwohl beispielsweise das Urteil bereits am 3. Mai 2021 

ergangen sei,  

dass anlässlich der am 1. Juli 2022 durchgeführten Dokumentenanalyse 

diverse Fälschungsmerkmale an den eingereichten Justizdokumenten er-

kannt worden seien, und es in den eingereichten Beweismittel Unstimmig-

keiten in Bezug auf die Laufnummern des Verfahrens, die Funktionsnum-

mern der zuständigen Staatsanwälte oder Richter, die Datierung (Anklage-

schrift), die Struktur des Untersuchungsberichts gebe, wobei bei Letzterem 

auch die ausstellende Behörde nicht korrekt sei und es Unregelmässigkei-

ten in Bezug auf die darin zitierten weiteren Behörden gebe,  

dass der aufgezeigte Verfahrensablauf betreffend Ausstellung eines Vor-

führbefehls nicht den Tatsachen entspreche, und im Schreiben der Polizei-

direktion D._______ klare Manipulationsspuren ersichtlich seien,  

dass soweit der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs 

vom 28. Juli 2022 vorgebracht habe, es sei nicht klar, welche Ausführungen 

sich auf welche Beweismittel bezögen und welche Fälschungsmerkmale 

welches Dokument aufweise, und er deshalb nicht klar Stellung beziehen 

könne,  

dass dem entgegenzuhalten sei, dass sowohl die genaue Bezeichnung 

des Dokuments als auch die Nummerierung und die Unstimmigkeiten kon-

kret aufgeführt worden seien und die Rechtsvertretung auch unter Bezug-

nahme auf die Nummerierung Stellung genommen habe,  

dass in der Stellungnahme weiter ausgeführt worden sei, der Grund für die 

Unstimmigkeiten könne eine fehlerhafte Formatierung sein und die ent-

sprechenden Dokumente würden nun in korrekter Formatierung einge-

reicht, wobei beim türkischen Gericht auch ein Schreiben zwecks Korrektur 

der falschen Verfahrensnummer eingereicht worden sei,  

dass in diesem Zusammenhang anzumerken sei, dass zwar die Jahreszahl 

in der neuen Version der Anklageschrift geändert worden sei, jedoch wei-

terhin Unstimmigkeiten in Bezug auf die vorgegebenen Laufnummern und 

die angegebenen Funktionsnummern bestünden, und auch die neue 

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Seite 7 

Version des erstinstanzlichen Urteils weiterhin die genannten Unregelmäs-

sigkeiten aufweise, weshalb daran festgehalten werde, dass die im Zusam-

menhang mit dem anlässlich der Anhörung vorgebrachten türkischen Straf-

verfahren eingereichten Beweismittel gefälscht und die Vorbringen als un-

glaubhaft zu qualifizieren seien,  

dass dieses Strafverfahren gemäss Angaben des Beschwerdeführers auf 

seine Aktivitäten auf den sozialen Medien zurückführen seien, es jedoch 

erhebliche Zweifel gebe, dass er überhaupt jemals via soziale Medien Bei-

träge publiziert habe, da er lediglich den Untersuchungsbericht der Krimi-

nalermittlungsdirektion für Cyberdelikte eingereicht habe, bei welchem die 

meisten Fälschungsmerkmale festgestellt worden seien,   

dass auch bei Wahrunterstellung anzumerken sei, dass der Beschwerde-

führer nach eigenen Angaben aber lediglich zehn Beiträge publiziert habe, 

welche er auch nicht persönlich verfasst habe, womit er ein äusserst nie-

derschwelliges Profil aufweise,  

dass eine begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen daher im Falle des 

Beschwerdeführers zu verneinen sei,  

dass seine niederschwelligen Aktivitäten zugunsten der HDP sein Gefähr-

dungsprofil nicht in relevantem Masse schärfen könnten, zumal bei den 

beiden Hausdurchsuchungen und der Durchsuchung seines Fahrzeugs 

nichts gefunden worden sei und abgesehen vom diffusen Gefühl, beobach-

tet zu werden, nichts Konkretes vorgefallen sei, weshalb keine beachtliche 

Wahrscheinlichkeit für flüchtlingsrechtlich relevante Konsequenzen vor-

liege,  

dass aufgrund der zuvor festgestellten Unglaubhaftigkeit der Vorbringen 

und den eingereichten gefälschten Beweismitteln, und des Umstands, 

dass der Beschwerdeführer keinen UYAP-Auszug eingereicht habe, be-

reits ein gewisser Vorbehalt, was die Glaubhaftigkeit der weiteren Vorbrin-

gen betreffe, bestehe,  

dass diese jedoch ohnehin keine flüchtlingsrechtliche Relevanz entfalten 

würden, weshalb auf eine vertiefte Glaubhaftigkeitsprüfung verzichtet wer-

den könne,  

dass der Beschwerdeführer geltend mache, es seien weitere Strafverfah-

ren gegen ihn eröffnet worden, namentlich wegen Propaganda für eine Ter-

rororganisation (Art. 7 Abs. 2 ATG), wegen Präsidentenbeleidigung (Art. 

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299 tStGB) und wegen Beleidigung des ehemaligen Innenministers (Art. 

125 tStGB), 

dass diesbezüglich festzuhalten sei, dass den eingereichten Vorführbe-

schlüssen vom (…) und (…) zu entnehmen sei, dass der Beschwerdeführer 

zwecks Einvernahme vorzuführen und danach freizulassen sei,   

dass er strafrechtlich unbescholten sei und die eingereichten Dokumente 

leicht fälschbar seien, weshalb die Dokumente lediglich von geringem Be-

weiswert seien, eine abschliessende Beurteilung der Echtheit der Doku-

mente jedoch ausbleiben könne, da den damit geltend gemachten Straf-

verfahren ohnehin keine asylrechtliche Relevanz zukomme,  

dass Ermittlungs- und Untersuchungsverfahren in teils hoher Zahl einge-

leitet, aber oftmals wieder eingestellt würden, womit eine beachtliche 

Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung kaum erreicht werde, und der 

Strafrahmen bei Ersttätern ohne geschärftes oppositionelles Profil nicht 

ausgeschöpft werde, eine allfällige Freiheitsstrafe bedingt ausgesprochen 

oder die Verkündung des Urteils aufgeschoben werde, was im Übrigen 

auch für das gestützt auf Art. 125 tStGB eingeleitete Verfahren gelte,  

dass der Beschwerdeführer strafrechtlich unbescholten sei und über kein 

politisches Profil verfüge, er zwar geltend mache, aus einer politisch akti-

ven Familie zu stammen, es jedoch zu keinen relevanten Vorfällen in die-

sem Zusammenhang gekommen sei,  

dass daher die geltend gemachten weiteren Strafverfahren flüchtlings-

rechtlich nicht relevant seien und er insgesamt die Flüchtlingseigenschaft 

nicht erfülle und sein Asylgesuch abzulehnen sei,  

dass der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen im Wesent-

lichen entgegenhält, in seinem Heimatstaat seien drei Verfahren hängig 

und es drohe ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe, wobei den türkischen 

Medien mehrere Berichte über Personen zu entnehmen seien, die wegen 

angeblicher Präsidentenbeleidigung verhaftet worden seien,  

dass ihm im Verfahren wegen Beleidigung des ehemaligen türkischen In-

nenministers ebenfalls eine Freiheits- oder Geldstrafe drohe, und es allge-

mein bekannt sei, dass in den türkischen Gefängnissen schwere Men-

schenrechtsverletzungen begangen würden,  

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Seite 9 

dass es Art. 3 AsylG verletze, wenn sein Asylgesuch abgelehnt werde, ob-

wohl mehrere Strafverfahren hängig seien, die mit erheblicher Wahrschein-

lichkeit in einer Verurteilung und unbedingten Haftstrafe münden,  

dass, soweit die Vorinstanz feststelle, es sei ihm nicht gelungen, das erste 

Strafverfahren glaubhaft darzulegen, er die in diesem Zusammenhang ein-

gereichten Dokumente von seinem damaligen türkischen Rechtsvertreter 

erhalten habe,  

dass er Mitglied der HDP gewesen sei und Angehörige der HDP gemäss 

öffentlich zugänglichen Quellen ein Gefährdungsprofil aufwiesen, weshalb 

er bei einem weiteren Verbleib in seinem Heimatstaat sehr wahrscheinlich 

verhaftet worden wäre,  

dass die eingereichten türkischen Justizdokumente aus UYAP herunterge-

laden worden seien und einige der Dokumente mit einem QR-Code verse-

hen seien, womit deren Echtheit überprüft werden könne, zumal sich aus 

den Berichten in der türkischen Presse nicht ableiten lasse, dass seine Do-

kumente gefälscht seien und die Vorinstanz diesen Vorwurf auch nicht nä-

her substanziiere, 

dass die im Koordinationsurteil des Bundesverwaltungsgerichts festgelegt 

Kriterien nicht starr anzuwenden, sondern einzelfallspezifisch zu prüfen 

und würdigen seien, und er alle diese Kriterien erfülle, es sehr wahrschein-

lich sei, dass gegen ihn aufgrund der grossen Anzahl der via soziale Me-

dien publizierten Beiträgen eine unbedingte Freiheitsstrafe ausgesprochen 

werde,  

dass in der Türkei nur sehr wenige strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein-

gestellt und die meisten in Verurteilungen münden würden, zumal der Be-

schwerdeführer politisch aktiv sei und aus einer politisch aktiven Familie 

stamme,  

dass die Vorinstanz mit der Korruption in der türkischen Justiz argumen-

tiere, woraus folgerichtig aber eine erhöhte Gefahr von Willkür für die be-

troffenen Personen resultiere und keinesfalls mit einem fairen Urteil zu 

rechnen sein dürfte,  

dass er überdies an Demonstrationen teilgenommen und sich exilpolitisch 

engagiert habe, weshalb ihm auch deswegen ernsthafte Nachteile drohen 

würden, und sich die allgemeine Menschenrechtslage in der Türkei weiter 

verschlechtert habe,  

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Seite 10 

dass der Beschwerdeführer im Sinne eines Subeventualbegehrens um 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ersucht, und sich in den vorlie-

genden Akten keine Anhaltspunkte für eine ungenügende oder unrichtige 

Sachverhaltsfeststellung oder eine Verletzung der Begründungspflicht fin-

den, weshalb der Antrag, welcher im Übrigen auch nicht näher begründet 

wird, abzuweisen ist,  

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Asylvorbringen mit zutreffender Begründung als un-

glaubhaft respektive nicht asylrelevant erachtet hat, und diesbezüglich in 

Ergänzung der nachfolgenden Erwägungen auf die Ausführungen in der 

vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. SEM-act. 75/16 

Ziffer II), wobei in der Beschwerde keine substanziellen Argumente vorge-

bracht werden, die geeignet wären, hinsichtlich der Flüchtlingseigenschaft 

zu einer von derjenigen des SEM abweichenden Einschätzung zu führen,  

dass es dem Beschwerdeführer zunächst nicht gelungen ist, das erste gel-

tend gemachte türkische Strafverfahren glaubhaft darzulegen, seine dies-

bezüglichen Ausführungen bei der Anhörung unsubstanziiert sind (vgl. 

SEM-act. 23/18 F43 ff., F76 f.), 

dass sich in den diesbezüglich eingereichten Strafdokumenten etliche re-

levante Fälschungsmerkmale finden, und auch seine im Rahmen des 

rechtlichen Gehörs gemachten Ausführungen zur Authentizität nicht zu 

überzeugen vermögen (vgl. SEM-act. 46/2 f.),  

dass Lichte der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine 

stichhaltigen Gründe dafür vorliegen, wonach Personen, die in der Türkei 

von Ermittlungsverfahren wegen Propaganda zugunsten einer Terrororga-

nisation und Präsidentenbeleidigung betroffen sind, generell einen Polit-

malus im absoluten oder relativen Sinne zu befürchten hätten (vgl. zum 

Ganzen Koordinationsurteil E-4103/2024 vom 8. November 2024), der Be-

schwerdeführer kein Risikoprofil aufweist und im Übrigen auf die zutreffen-

den vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist (vgl. SEM-act. 75/16, 

Ziff. II, Pkt. 3), wonach diese Verfahren vorliegend keine flüchtlingsrechtli-

che Relevanz entfalteten,  

dass sich die in der Beschwerdeschrift gemachten Ausführungen auf allge-

meine Plausibilitätserörterungen und Mutmassungen beschränken und da-

her nicht geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen,  

E-6673/2025 

Seite 11 

dass der Beschwerdeführer aus den zitierten Presseberichten und der ei-

genen Angaben zufolge verschlechterten Menschenrechtslage in der Tür-

kei nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, vermag er damit doch weder 

die tatsächliche Existenz der vorgebrachten weiteren Strafverfahren, noch 

die Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe oder grundsätzlich 

eine begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen substanziiert darzutun, 

zumal er über kein politisches Gefährdungsprofil verfügt,  

dass die Vorinstanz sich in der angefochtenen Verfügung ausführlich mit 

den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und dargelegt 

hat, weshalb sie zum Schluss kommt, dass der Beschwerdeführer die 

Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, und nicht ersichtlich ist, inwiefern es 

die vom Bundesverwaltungsgericht im erwähnten Koordinationsurteil auf-

geführten Kriterien zu starr angewandt haben soll, weshalb sich diese Aus-

führungen in der Beschwerde als unbegründet erweisen,  

dass soweit nun auf Beschwerdeebene vorgebracht wird, der Beschwer-

deführer habe sich exilpolitisch engagiert, dieses Vorbringen weder näher 

substanziiert noch mit Beweismitteln belegt wurde, weshalb sich weitere 

Ausführungen erübrigen,  

dass entgegen den in der Beschwerde gemachten Ausführungen die Vor-

instanz die Echtheit der übrigen eingereichten Strafverfahrensakten explizit 

offengelassen hat (vgl. SEM-act. 75/16, S. 11),  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei der ein-

bezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet 

wird. 

 

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Seite 12 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Eva Hostettler 

 

 

Versand: