# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1593e99c-d276-502d-b1cc-9e2b2652e3e8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2009 C-6567/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6567-2007_2009-10-27.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6567/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

A._______, Montenegro, Zustelladresse: B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV (freiwillige Versicherung).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6567/2007

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1949  geborene,  verwitwete  schweizerisch-monte-
negrinische Doppelbürgerin A._______ hat sich per 31. März 2005 aus 
der Schweiz abgemeldet und ihren Wohnsitz nach Montenegro verlegt 
(act. 1). Am 5. Mai 2005 hat sich A._______ bei der Schweizerischen 
Ausgleichskasse  (nachfolgend:  SAK)  zur  Aufnahme  in  die  freiwillige 
Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (nachfolgend: 
freiwillige  Versicherung)  angemeldet.  Mit  Schreiben  vom  10. August 
2005  hat  die  SAK  A._______  die  Aufnahme  in  die  freiwillige 
Versicherung  per  1. März  2005  bestätigt  und  sie  gleichzeitig 
aufgefordert,  die  Erklärung  über  Einkommen und  Vermögen  zwecks 
Veranlagung der Beiträge auszufüllen und zurückzusenden (act. 4).

B.
Mit Beitragsverfügung vom 9. Februar 2007 hat die SAK die Beiträge 
von  A._______  für  die  Beitragsperiode  2006/2007  auf  Fr. 1'716.-- 
(Beiträge  in  der  Höhe  von  Fr. 1'666.--  zuzüglich  eines  Ver-
waltungskostenbeitrags  von Fr. 50.--)  festgelegt  (act. 14).  Sie  stützte 
sich dabei auf den in der eingereichten Bilanz für das Jahr 2005 aus-
gewiesenen  Netto-Gewinn  aus  selbständiger  Erwerbstätigkeit  in  der 
Höhe von Euro 4'125.-- (act. 12).

C.
Gegen  diese  Beitragsverfügung  hat  A._______  am  8. Mai  2007 
Einsprache erhoben (act. 19). Sie beantragte die Neufestsetzung der 
Beiträge,  da sie lediglich in  der  Sommersaison arbeite  und der  ver-
fügte Beitrag somit zu hoch sei.

D.
Am 4. September  2007 hat  die SAK die Einsprache abgewiesen mit 
der Begründung, dass die Aufrechnung des Teilzeitverdienstes auf ein 
volles Jahr korrekt sei (act. 31).

E.
Gegen  die  Einspracheverfügung  vom  4. September  2007  erhob 
A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  am  25. September 
2007  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragte 
sinngemäss die Neuberechnung der Beiträge, da es nicht möglich sei, 
dass  sie  aufgrund einer  Saisontätigkeit  während vier  Monaten mehr 

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Beiträge bezahlen müsse, als damals, als sie in der Schweiz während 
fünf Tagen pro Woche einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei.

F.
Mit  Schreiben  vom  8. Oktober  2007  wurde  die  Beschwerdeführerin 
aufgefordert, dem Gericht eine schweizerische Zustelladresse anzuge-
ben.  Dieser  Aufforderung  kam sie  mit  einem undatiertem Schreiben 
(Posteingang Bundesverwaltungsgericht am 26. Oktober 2007) nach.

G.
Mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 2007 beantragte die SAK die 
Abweisung der Beschwerde. Die Beiträge für die Jahre 2006/2007 sei-
en gestützt auf das von August bis Dezember 2005 erzielte und auf ein 
volles Jahr aufgerechnete Einkommen festgesetzt worden. Dieses Vor-
gehen  entspreche  der  Wegleitung  zur  freiwilligen  AHV/IV.  Eine 
Änderung  der  Einkommensgrundlagen  im  Vergleich  zur  Vorperiode 
liege  nicht  vor,  weshalb  eine  Neuberechnung  der  Beiträge  nicht 
möglich sei. Bezüglich der Beiträge für das Jahr 2005 habe man der 
Beschwerdeführerin zwei verschiedene Rechnungsvarianten zur Aus-
wahl vorgelegt und schliesslich – da sich die Beschwerdeführerin nicht 
dazu äusserte – die Variante mit den höheren Beiträgen in Rechnung 
gestellt.

H.
Mit Replik vom 10. Mai 2008 machte die Beschwerdeführerin geltend, 
sie habe vom Schreiben der SAK mit den Vorschlägen erst sehr spät 
Kenntnis erhalten, da sie zur fraglichen Zeit auf einer Reise gewesen 
sei. Mit  Blick  auf  die  Wichtigkeit  des  Dokuments  hätte  die  SAK das 
Schreiben per Einschreiben schicken müssen. Sie verstehe nicht, wie-
so die SAK ohne ihren Gegenbericht einfach den höheren Betrag aus-
gewählt habe. Abschliessend wies die Beschwerdeführerin darauf hin, 
dass sie nicht im Gastgewerbe, sondern während vier Monaten in der 
Kosmetikbranche gearbeitet habe.

I.
Mit Duplik vom 29. Mai 2008 hielt die SAK an ihrem Abweisungsantrag 
fest und führte aus, in der Regel würden nur zweite Mahnungen per 
Einschreiben  verschickt.  Es  liege  an  der  Beschwerdeführerin,  ihre 
Posteingänge zu kontrollieren. Der  viermonatige  Stellenwechsel  vom 
Gastgewerbe in die Kosmetikbranche stelle zwar eine qualitative Än-
derung dar, diese müsse jedoch von Dauer sein, damit sie berücksich-
tigt werden könne.

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J.
Mit Eingabe vom 18. Juni 2008 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem 
Antrag fest und wiederholte ihre Aussage, nie im Gastgewerbe gear-
beitet zu haben, sondern als Kosmetikerin tätig zu sein. Ferner reichte 
sie ein Diplom über ihre Ausbildung als Kosmetikerin ein.

K.
Mit  Schreiben vom 18. August  2008 bestätigte die SAK ihren Antrag 
und äusserte  sich  nicht  zur  letzten Stellungnahme der  Beschwerde-
führerin.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 85bis Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1946  über 
die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es 
liegt keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesver-
waltungsgericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, so-
weit  das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den Allgemeinen 
Teil  des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1)  anwendbar  ist. 
Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 
im  ersten  Teil  geregelte  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  an-
wendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom 
ATSG vorsieht.

1.3 Die  Verfügung  als  Anfechtungsgegenstand  bildet  nicht  nur  den 
Ausgangspunkt,  sondern  zugleich den Rahmen und die  Begrenzung 
des Streitgegenstandes im Beschwerdeverfahren (vgl. FRITZ GYGI, Bun-
desverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern 1983,  S. 46).  Streitgegen-
stand kann mithin – im Rahmen der Parteianträge – nur das in der Ver-
fügung geregelte Rechtsverhältnis sein. Rechtsbegehren, die ausser-

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halb der in der Verfügung geregelten Rechtsverhältnisse liegen, sind 
grundsätzlich unzulässig (vgl. u.a. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 45 mit Hinwei-
sen;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege  des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich 1998,  Rz. 404  und 
611 ff.).

Mit Einsprache vom 8. Mai 2007 hat die Beschwerdeführerin die Fest-
setzung der Beiträge für die Beitragsperiode 2006/2007 angefochten. 
Dementsprechend hat die SAK mit Einspracheentscheid vom 4. Sep-
tember 2007 nur diese Frage entschieden. 

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist somit nur die 
Berechnung der Beiträge für die Periode 2006/2007 und nicht etwa die 
von der SAK und später auch von der Beschwerdeführerin diskutierte 
Wahl der Berechnungsmethode betreffend Beiträge für das Jahr 2005.

Die Beschwerdeführerin ist  durch den angefochtenen Einspracheent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung  oder  Änderung,  so  dass  sie  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG  be-
schwerdelegitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 In  materieller  Hinsicht  sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tat-
bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende Ver-
fahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG so-
wie das AHVG, die Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) und die Verord-
nung  vom  26. Mai 1961  über  die  freiwillige  Alters-,  Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung (VFV, SR 831.111) in den bis zum 31. De-
zember 2007 geltenden Fassungen anwendbar. 

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 

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unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.
Vorliegend ist  unbestritten,  dass die Beschwerdeführerin die Voraus-
setzungen für die Aufnahme in die freiwillige Versicherung erfüllt und 
sie somit zu Recht von der SAK per 1. März 2005 aufgenommen wor-
den ist.

Wie bereits ausgeführt  (vgl. 1.3)  ist  vorliegend strittig und vom Bun-
desverwaltungsgericht  zu  prüfen,  ob  die  SAK  die  Beiträge  der  Be-
schwerdeführerin für die Beitragsperiode 2006/2007 korrekt festgelegt 
hat.

3.1

3.1.1 Art. 2  Abs. 1  AHVG  bestimmt,  dass  Schweizer  Bürger  und 
Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft 
oder der Europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mit-
gliedstaat  der  Europäischen  Gemeinschaft  oder  der  Europäischen 
Freihandelsassoziation  leben,  der  freiwilligen  Versicherung  beitreten 
können, falls sie unmittelbar vorher während mindestens fünf aufeinan-
der folgenden Jahren obligatorisch versichert waren.

Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Ver-
sicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und die Modalitäten des 
Beitritts,  des  Rücktritts  und  des  Ausschlusses.  Ferner  regelt  er  die 
Festsetzung  und  Erhebung  der  Beiträge  sowie  die  Gewährung  von 
Leistungen. Er kann die Bestimmungen betreffend die Dauer der Bei-
tragspflicht,  die  Berechnung  der  Beiträge  sowie  den  Beitragsbezug 
den  Besonderheiten  der  freiwilligen  Versicherung  anpassen  (Art. 2 
Abs. 6 AHVG).

3.1.2 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten belaufen sich auf 
9,8 Prozent des massgebenden Einkommens (Art. 13b VFV). Die Bei-
träge werden in Schweizer Franken für eine zweijährige Periode (Bei-
tragsperiode) festgesetzt, welche am 1. Januar jedes geraden Jahres 
beginnt. Fällt der Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht mit dem An-
fang einer Beitragsperiode zusammen, so werden die Beiträge bis zum 
Ende der laufenden Beitragsperiode festgesetzt (Art. 14 Abs. 1 VFV). 
Massgebend ist bei erwerbstätigen Versicherten das durchschnittliche 
Erwerbseinkommen der beiden der Beitragsperiode vorangegangenen 

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Jahre  und  bei  nichterwerbstätigen  Versicherten  der  Vermögensstand 
zu Beginn der Beitragsperiode sowie das im vorangehenden Jahr er-
zielte  Renteneinkommen. Für  die  Bemessung  des  Einkommens  aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit ist das im Betrieb investierte Eigenkapi-
tal  zu  Beginn  der  Beitragsperiode  massgebend.  Der  abzuziehende 
Zins entspricht dem Durchschnitt der nach Artikel 18 Absatz 2 der Ver-
ordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters-  und Hinterlassenen-
versicherung für die Bemessungsperiode massgebenden Zinssätze. Er 
wird  auf  das  nächste  halbe  Prozent  auf-  oder  abgerundet  (Art. 14 
Abs. 2 VFV). Weist der Versicherte eine wesentliche dauernde Ände-
rung seiner Einkommensgrundlagen beziehungsweise Vermögensver-
hältnisse nach, so werden die Beiträge auf Grund des von der Ände-
rung der Einkommensgrundlagen an erzielten und auf ein Jahr berech-
neten Einkommens beziehungsweise auf Grund des Vermögensstan-
des  im  Zeitpunkt  der  Änderung  der  Vermögensverhältnisse  neu  be-
rechnet und festgesetzt (Art. 14 Abs. 3 VFV).

3.1.3 Personen, die nicht dauernd voll  erwerbstätig sind, leisten Bei-
träge wie Nichterwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkom-
men zusammen mit  denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr 
nicht  mindestens  der  Hälfte  des  Beitrages  nach  Artikel 28  entspre-
chen.  Ihre  Beiträge  vom Erwerbseinkommen  müssen  auf  jeden  Fall 
den Mindestbeitrag nach Artikel 28 erreichen (Art. 28bis AHVV).

Nach der Verwaltungspraxis gilt die Erwerbstätigkeit als nicht dauernd, 
die während weniger als neun Monaten im Kalenderjahr ausgeübt wird 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2008 [9C_910/2007 E. 2]). 
Volle Erwerbstätigkeit im Sinne dieser Bestimmungen liegt in der Re-
gel vor, wenn für die Tätigkeit ein erheblicher Teil der im betreffenden 
Erwerbszweig  üblichen  Arbeitszeit  aufgewendet  wird.  Diese  Voraus-
setzung fehlt  nach der von der Rechtsprechung geschützten Verwal-
tungspraxis, wenn der Beitragspflichtige nicht während mindestens der 
halben üblichen Arbeitszeit tätig ist (BGE 115 V 161 E. 10d).

3.1.4 Einkommen  aus  selbständiger  Erwerbstätigkeit  ist  jedes  Er-
werbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung ge-
leistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).

3.1.5 Gemäss  Art. 18a Abs. 1  VFV  belaufen  sich  die  Verwaltungs-
kostenbeiträge auf den in der Verordnung vom 11. Oktober 1972 über 
den Höchstansatz der Verwaltungskostenbeiträge in der AHV festge-

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setzten  Maximalansatz  (Verordnung  Verwaltungskostenbeiträge; 
SR 831.143.41). Der Verwaltungskostenbeitrag ist gleichzeitig mit den 
Beiträgen zu erheben (Art. 18a Abs. 2 VFV). Die von den Ausgleichs-
kassen nach Artikel 69 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung zu erheben-
den Verwaltungskostenbeiträge dürfen 3 Prozent der Beitragssumme, 
die ein Arbeitgeber, Selbständigerwerbender oder Nichterwerbstätiger 
zu  entrichten hat,  nicht  übersteigen  (Art. 1  Verordnung Verwaltungs-
kostenbeiträge).

3.2 Vorliegend  rügt  die  Beschwerdeführerin,  dass  ihr  erzieltes  Ein-
kommen bei der Bemessung ihrer Beiträge für die Periode 2006/2007 
auf ein ganzes Jahr aufgerechnet wurde. Sie macht geltend, sie habe 
lediglich während vier Monaten eine Teilzeit-Tätigkeit ausgeübt, da sie 
nur  während  der  Hochsaison  genügend  Arbeit  respektive  Kunden 
habe.

3.3 Die SAK macht geltend, die Aufrechnung der Beiträge sei gemäss 
der  Wegleitung  zur  freiwilligen  Versicherung  vorgesehen,  wenn  eine 
Erwerbstätigkeit nicht während der ganzen Berechnungsperiode aus-
geübt werde. Eine Änderung der Einkommensgrundlagen während der 
Beitragsperiode  im  Vergleich  zur  Vorperiode  liege  nicht  vor.  Somit 
habe sich in qualitativer Hinsicht nichts verändert, weshalb keine Neu-
berechnung gemäss Art. 14 Abs. 3 VFV möglich sei.

3.4

3.4.1 Die Beschwerdeführerin ist gemäss ihren Angaben als selbstän-
dige Kosmetikerin tätig. Als Nachweis für ihre Tätigkeit reicht sie na-
mentlich die Geschäftsbilanz, die Betriebsbewilligung und die Arbeits-
erlaubnis  sowie  einen  Mietvertrag  für  ihre  Wohn-  und  Arbeitsräume 
ein. Aufgrund der eingereichten Belege und mangels Hinweise auf ein 
Anstellungsverhältnis ist davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh-
rerin als Selbständigerwerbende im Sinne des AHVG tätig ist.

3.4.2 Die Beschwerdeführerin, welche in einer touristischen Ortschaft 
lebt, führt ferner aus, dass sie ihre Tätigkeit als Kosmetikerin nur wäh-
rend der  Hochsaison ausüben könne,  da ihr  in  der  übrigen Zeit  die 
Kundinnen fehlen würden. Den Akten sind keine gegenteiligen Hinwei-
se zu entnehmen, so dass den glaubwürdigen Darstellungen der Be-
schwerdeführerin zu folgen ist. Es ist daher mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit davon auszugehen, dass sie diese Tätigkeit somit "nicht 

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dauernd"  (weniger  als  neun  Monate  pro  Jahr)  und  möglicherweise 
auch "nicht voll" (weniger als die Hälfte der üblichen Arbeitszeit) aus-
übt. Beim Vorliegen einer solchen Situation ist die Beschwerdeführerin 
als nicht dauernd voll  Erwerbstätige zu qualifizieren und gestützt auf 
Art. 28bis Abs. 1 AHVV ist  die Vergleichsrechnung durchzuführen, um 
festzustellen,  ob  die  Beschwerdeführerin  für  die  Beitragsbemessung 
als Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige gilt. Damit diese Rech-
nung  durchgeführt  werden  kann,  sind  die  Beiträge,  die  sie  als  Er-
werbstätige  respektive  als  Nichterwerbstätige  schuldet,  zu  ermitteln 
und miteinander zu vergleichen. Die Beiträge von selbständig Erwerbs-
tätigen bemessen sich nach dem zu Beginn der Beitragsperiode inves-
tierte Eigenkapital abzüglich des Zinses gemäss Art. 18 Abs. 2 AHVV. 
Die Beiträge von Nichterwerbstätigen bemessen sich hingegen nach 
dem Vermögensstand  zu  Beginn  der  Beitragsperiode  sowie  dem im 
vorangegangenen  Jahr  erzielte  Renteneinkommen  (Art. 14  Abs. 2 
VFV).

Die SAK räumte in ihrer Stellungnahme vom 17. August 2009 ein, sie 
habe die Vergleichsrechnung nicht durchgeführt. Zur Begründung führ-
te sie Folgendes aus: "Nachdem die Beiträge als erwerbstätige Person 
mehr als die Hälfte derjenigen einer nichterwerbstätigen Person betra-
gen  (massgebendes  Vermögen  von CHF 79'100,  Beleg 9,  führt  zum 
Minimalbetrag von CHF 824.-) haben wir auf diesen Vorgang verzich-
tet."  Die SAK hat somit zwar den Beitrag der Beschwerdeführerin als 
Nichterwerbstätige bestimmt; sie ist aber ohne Durchführung der Ver-
gleichsrechnung und ohne nachvollziehbare Gründe davon ausgegan-
gen, die Beschwerdeführerin sei als Erwerbstätige zu veranlagen. Zur 
Berechnung der entsprechenden Beiträge hat sie auf die von der Be-
schwerdeführerin eingereichten Geschäftsbilanz abgestellt. Sie hat da-
bei den in der Bilanz ausgewiesenen Geschäftsgewinn als Einkommen 
berücksichtigt  und auf  ein (hypothetisches) Jahreseinkommen aufge-
rechnet. Dieses Vorgehen entspricht  jedoch nicht  den Berechnungs-
vorschriften gemäss Art. 14 Abs. 2 VFV, welcher vorschreibt, dass auf 
das  im  Betrieb  investierte  Eigenkapital  abzüglich  Zinsen  gemäss 
Art. 18 Abs. 2 AHVV abzustellen ist.

Die SAK hat somit in zweifacher Hinsicht die Berechnung der Beiträge 
der Beschwerdeführerin fehlerhaft durchgeführt: Zum einen hat sie die 
Beiträge nicht nach der Methode für selbständig Erwerbende, sondern 
nach der Methode für  Angestellte berechnet,  zum andern hat  sie es 
unterlassen, nach der Berechnung der Beiträge als (selbständig) Er-

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werbstätige  den  Vergleich  mit  den  Beiträgen  als  Nichterwerbstätige 
vorzunehmen. Ob es – entgegen der Meinung der Beschwerdeführe-
rin – korrekt ist, das Einkommen für eine unterjährige Periode auf ein 
volles Jahr aufzurechnen, kann vorliegend offen bleiben, da hier eine 
Berechnungsmethode anzuwenden ist, bei der sich diese Frage nicht 
stellt. Der SAK ist hingegen zuzustimmen, dass in casu kein Fall von 
Art. 14  Abs. 3  VFV gegeben  ist  und  somit  eine  Neuberechnung  auf 
dieser Grundlage nicht in Frage kommt.

3.5 Zusammenfassend ist  somit  festzuhalten,  dass  die  SAK die  Be-
rechnung der Beiträge der Beschwerdeführerin nicht korrekt durchge-
führt  hat,  da sie weder die Beiträge der  Beschwerdeführerin  als  Er-
werbstätige  nach der  Methode für  Selbständigerwerbende festgelegt 
noch die Vergleichsrechnung gemäss Art. 28bis Abs. 1 AHVV durchge-
führt hat.

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die Sache an die SAK zu-
rückzuweisen,  damit  diese  die  Beiträge  der  Beschwerdeführerin  als 
Selbständigerwerbende berechnet  und anschliessend die Vergleichs-
rechnung durchführt  und entscheidet,  ob die Beschwerdeführerin  als 
Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige zu veranlagen ist.

4.

4.1 Das  Verfahren  ist  für  die  Parteien  kostenlos  (Art. 85bis Abs. 2 
AHVG).

4.2 Da der  obsiegenden Beschwerdeführerin,  welche nicht  vertreten 
war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und die-
se zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist keine Par-
teientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die Sache an die Vor-
instanz zurückgewiesen wird, damit diese die Beiträge der Beschwer-
deführerin im Sinne der Erwägungen 3.4 und 3.5 neu festlegt.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde; Beilage: Stellungnahme 
der SAK vom 29. September 2009)

- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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