# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3949e99-d618-5fa3-a5de-90728f9ee40b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2014 A-5432/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5432-2013_2014-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-5432/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter André Moser (Vorsitz), 

Richterin Kathrin Dietrich, 

Richterin Marie-Chantal May Canellas, 

Gerichtsschreiberin Mia Fuchs. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______ AG, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Kommunikation, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Provisorisches Verkaufsverbot für elektrische Erzeugnisse. 

 

 

A-5432/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Aufgrund einer Störungsmeldung führte das Bundesamt für Kommunika-

tion (BAKOM) am 12. Juni 2013 eine Marktkontrolle bei der X._______ 

AG durch und überprüfte folgende zwei Geräte: LED Flutlicht [...] sowie 

LED Balkenleuchte [...]. Zudem wurde die X._______ AG als Importeur 

dieser Geräte zur Einreichung der Konformitätserklärungen und der tech-

nischen Unterlagen aufgefordert. 

Nachdem die technischen Prüfungen durch das BAKOM ergaben, dass 

die kontrollierten Geräte die Grenzwerte für die Störspannung am Netz-

eingang, die Störfeldabstrahlung sowie die Oberschwingungsströme nicht 

einhielten und sich damit als technisch nicht konform erwiesen, stellte das 

BAKOM der X._______ AG die Prüfberichte zu und gewährte ihr das 

rechtliche Gehör vor Erlass des vorgesehenen provisorischen Verkaufs-

verbots. 

B.  

Mit Zwischenverfügung vom 30. August 2013 erliess das BAKOM (Vorin-

stanz) das angedrohte provisorische Verkaufsverbot und untersagte der 

X._______ AG mit sofortiger Wirkung, die beiden fraglichen Geräte in 

Verkehr zu bringen. Zudem dürfe diese ohne vorherige Zustimmung der 

Vorinstanz nicht über die sich in ihrem Besitz befindlichen Geräte verfü-

gen (exportieren, zerstören, veräussern usw.). Einer allfälligen Beschwer-

de wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Zur Begründung führte 

die Vorinstanz aus, dass die Geräte nicht den geltenden Vorschriften be-

züglich des Inverkehrbringens entsprächen, da sie die grundlegenden An-

forderungen gemäss Art. 4 der Verordnung vom 18. November 2009 über 

die elektromagnetische Verträglichkeit (VEMV, SR 734.5) nicht einhielten. 

C.  

Gegen diese Zwischenverfügung erhebt die X._______ AG (Beschwerde-

führerin) am 26. September 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht. Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung und macht geltend, dass die fraglichen Produkte, als sie sie im-

portierte, von einer TÜV zertifizierten Prüfstelle getestet und zertifiziert 

worden seien. Sie habe die gesamten Prüfdokumente der Vorinstanz zu-

gestellt, doch habe diese die Prüfzertifikate und Testberichte ignoriert und 

an den eigenen Testberichten festgehalten. Zu den eingereichten Testbe-

richten und Zertifikaten habe sie in keiner Weise Stellung genommen. 

A-5432/2013 

Seite 3 

D.  

In ihrer Vernehmlassung vom 8. November 2013 beantragt die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen bringt sie vor, ihre Mes-

sungen hätten ergeben, dass die fraglichen Geräte die grundlegenden 

Anforderungen nicht einhielten und das Funkfrequenzspektrum und das 

Stromnetz stören könnten. Selbst wenn die eingereichten technischen 

Unterlagen vollständig und korrekt gewesen wären, hätte dies angesichts 

der Nichteinhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und den möglichen 

Störungen durch diese weder an der in den EMV-Prüfberichten der Vorin-

stanz festgestellten Nichtkonformität noch am Erlass des provisorischen 

Verkaufsverbots etwas geändert. Weniger einschneidende Massnahmen 

seien nicht ersichtlich, weshalb sich das provisorische Verkaufsverbot 

auch als verhältnismässig erweise. 

E.  

Die Beschwerdeführerin verzichtete darauf, zu den Vorbringen der Vorin-

stanz Stellung zu nehmen. 

F.  

Auf weitergehende Ausführungen der Parteien und die sich bei den Akten 

befindlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen 

der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Als Verfügungen im Sinne 

von Art. 5 VwVG gelten auch selbständig eröffnete Zwischenverfügungen 

wie die vorliegend angefochtene (vgl. Art. 5 Abs. 2 VwVG). Eine Be-

schwerde gegen eine solche Verfügung ist allerdings nicht in jedem Fall 

zulässig. Stets möglich ist einzig die Anfechtung von Zwischenverfügun-

gen über die Zuständigkeit und den Ausstand (vgl. Art. 45 Abs. 1 VwVG). 

Gegen andere Zwischenverfügungen kommt eine Beschwerde nach 

Art. 46 Abs. 1 VwVG dagegen nur in Frage, wenn diese entweder einen 

nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Bst. a) oder die 

Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen 

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und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weit-

läufiges Beweisverfahren ersparen würde (Bst. b). 

Mit dem Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils wird die 

Voraussetzung eines schutzwürdigen Interesses an der sofortigen Aufhe-

bung oder Änderung der angefochtenen Zwischenverfügung umschrie-

ben. Demnach liegt das Rechtsschutzinteresse im Schaden, der entstün-

de, wenn der Nachteil auch durch einen an sich günstigen Endentscheid 

nicht oder nur teilweise behoben werden könnte (vgl. BGE 131 V 362 

E. 3.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6184/2010 vom 23. Fe-

bruar 2012 E. 4.2; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Ver-

waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zü-

rich 2013, Rz. 910). Der Nachteil kann rechtlicher oder tatsächlicher, na-

mentlich auch wirtschaftlicher Natur sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_86/2008 vom 23. April 2008 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-3930/2013 vom 13. November 2013 E. 1.1 m.w.H.; ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 2.45 ff.). Er muss nicht 

geradezu irreparabel, jedoch von einigem Gewicht sein (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 1.2.3; 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 910). Nicht erforderlich ist, dass er 

tatsächlich entsteht; es reicht aus, dass er entstehen bzw. nicht von vorn-

herein ausgeschlossen werden kann (Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts A-3930/2013 vom 13. November 2013 E. 1.1 m.w.H.; MARTIN KAY-

SER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, Zürich 2008, 

Art. 46 N. 10). Die Beweislast für das Vorliegen eines entsprechenden 

Nachteils trägt die beschwerdeführende Partei (vgl. BGE 125 II 620 E. 2a; 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5436/2011 vom 5. März 2012 

E. 3.4 m.w.H.; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 909). 

1.2 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde zwar geltend, 

durch das provisorische Verkaufsverbot einen nicht wieder gutzumachen-

den Nachteil zu erleiden. Sie führt indes in keiner Weise näher aus, worin 

dieser Nachteil bestehen soll. Es erscheint demnach fraglich, ob sie ihrer 

diesbezüglichen Mitwirkungspflicht genügend nachgekommen ist. Zwar 

geht aus der angefochtenen Verfügung hervor, dass die Beschwerdefüh-

rerin aufgrund der erlassenen vorsorglichen Massnahme bereits während 

des Verfahrens (und nicht erst mit dessen Abschluss) daran gehindert 

wird, die beiden in Frage stehenden Geräte in Verkehr zu bringen und 

ohne vorherige Zustimmung der Vorinstanz über diese zu verfügen, das 

heisst sie zu exportieren, zu zerstören, weiter zu veräussern etc. Ob inso-

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fern von einem (wirtschaftlichen) Nachteil im Sinne von Art. 46 Abs. 1 

Bst. a VwVG, der – für die Dauer des Verfahrens – auch nicht mit einem 

günstigen Endentscheid behoben werden könnte, gesprochen und ein 

schutzwürdiges Beschwerdeinteresse der Beschwerdeführerin bejaht 

werden kann, kann indes an dieser Stelle offen gelassen werden, da die 

Beschwerde, wie sogleich zu sehen ist, ohnehin abzuweisen ist. 

1.3 Das BAKOM gehört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist 

eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was 

das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (vgl. Art. 32 VGG). Das Bun-

desverwaltungsgericht ist demnach zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. 

1.4 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders be-

rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Än-

derung hat. Die Beschwerdeführerin ist formelle Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung und durch diese auch materiell beschwert. Sie ist des-

halb zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. 

1.5 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

52 VwVG) ist somit – vorbehältlich der vorstehenden Erwägung zum Er-

fordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils (E. 1.2) – einzutre-

ten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der 

Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG). 

3.  

Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Vorinstanz die gesamten 

Prüfdokumente zugestellt zu haben. Diese habe die Prüfzertifikate und 

Testberichte jedoch ignoriert und in der Begründung ihrer Verfügung zu 

diesen nicht Stellung genommen. Die Beschwerdeführerin rügt damit eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs. 

3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und umfasst ver-

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schiedene Teilgehalte, so das Recht auf Information über den Verfah-

rensausgang, die Möglichkeit, sich zu äussern bevor entschieden wird 

und dabei angehört zu werden, das Recht auf Akteneinsicht sowie auf ei-

nen begründeten Entscheid (BGE 136 I 265 E. 3.2, BGE 135 II 286 

E. 5.1, jeweils mit Hinweisen; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

Rz. 3.84 ff.; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der 

Schweiz: Im Rahmen der Bundesverfassung, der EMRK und der UNO-

Pakte, 4. Aufl., Bern 2008, S. 846 ff.). Art. 35 Abs. 1 VwVG regelt die Be-

gründungspflicht ausdrücklich, geht in seinem Gehalt aber nicht weiter als 

Art. 29 Abs. 2 BV. Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst 

sein, dass ihn die Betroffenen gegebenenfalls sachgerecht anfechten 

können (BGE 134 I 83 E. 4.1, BGE 129 I 232 E. 3.2). In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 

129 I 232 E. 3.2). Diese verfassungsrechtlichen Minimalanforderungen an 

die Begründung gelten auch für die Anordnung von vorsorglichen Mass-

nahmen. Daran ändert nichts, dass diese regelmässig aufgrund einer 

summarischen Beurteilung der Anspruchsgrundlage erfolgen und ihrem 

Zweck nach rasch erlassen werden müssen und dass damit nicht endgül-

tig über materielle Ansprüche der Parteien entschieden wird (BGE 134 I 

83 E. 4.1). Die Begründung muss nicht zwingend in der Verfügung selbst 

enthalten sein; allenfalls kann auf ein anderes Schriftstück verwiesen 

werden (FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, in: Waldmann/Weis-

senberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Art. 35 N 13). 

Die Anforderungen sind unter Berücksichtigung aller Umstände des Ein-

zelfalles sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen (zum Ganzen 

MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.104 ff). 

Der Gehörsanspruch ist nach feststehender Rechtsprechung formeller 

Natur. Daraus folgt, dass seine Verletzung ungeachtet der Erfolgsaus-

sichten der Beschwerde grundsätzlich zur Aufhebung des mit dem Ver-

fahrensmangel behafteten Entscheids führt. Nach der Rechtsprechung 

kann eine Verletzung des Gehörsanspruchs indes als geheilt gelten, 

wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem 

Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Beschwerdeinstanz 

mit der gleichen Kognition prüft wie die untere Instanz. Ausgeschlossen 

ist die Heilung jedoch, wenn die Verletzung der Parteirechte besonders 

schwer wiegt; überdies darf den Beschwerdeführenden kein Nachteil er-

wachsen und die Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 135 I 279 

E. 2.6.1, BGE 129 I 129 E. 2.2.3, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 

E. 2; Urteil des Bundesgerichts 1A.234/2006 vom 8. Mai 2007 E. 2.2; Ur-

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teil des Bundesverwaltungsgerichts A-4597/2009 vom 17. Juni 2010 

E. 2.5.1). 

3.2 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung einzig aus, die 

beiden kontrollierten Geräte würden den geltenden Vorschriften bezüglich 

des Inverkehrbringens nicht entsprechen, da sie die grundlegenden An-

forderungen gemäss Art. 4 VEMV nicht einhielten. Eine weitergehende 

Darlegung des Sachverhalts resp. eine nähere Begründung enthält die 

Verfügung nicht. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt, geht aus 

der Verfügung somit nicht hervor, was die Vorinstanz im Einzelnen über-

prüft hat und insbesondere, inwiefern die fraglichen Geräte den Anforde-

rungen nicht genügen sollen. 

Selbst wenn die Verfügung unzureichend begründet war, wusste die Be-

schwerdeführerin jedoch von den Testberichten der Vorinstanz Bescheid. 

So war sie am 14. August 2013 dazu eingeladen worden, sich zum vor-

gesehenen provisorischen Verkaufsverbot zu äussern (was sie mit 

Schreiben vom 25. August 2013 tat). Die Vorinstanz verwies sie dabei auf 

die Testberichte vom 13. August 2013, die sie der Beschwerdeführerin 

ebenfalls in Kopie zustellte und die die Mängel an den Geräten enthalten. 

Der Beschwerdeführerin musste somit bewusst sein, von welchem Sach-

verhalt die Vorinstanz ausging und auf welche Testresultate sie sich stütz-

te. Es erscheint somit zweifelhaft, unter diesen Umständen noch von ei-

ner Verletzung des rechtlichen Gehörs zu sprechen. 

Jedenfalls aber wäre eine solche im vorliegenden Fall geheilt worden: Ei-

nerseits gab die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

8. Oktober 2013 Gelegenheit, sich im Zusammenhang mit der zu erlas-

senden Verfügung bezüglich der Nichtkonformität der Geräte zu äussern. 

In diesem Schreiben legte die Vorinstanz dar, welche technischen Mängel 

an den Geräten bestehen (Nichteinhalten der Grenzwerte für die Stör-

spannung am Netzeingang, der Störfeldabstrahlung sowie der Ober-

schwingungsströme) und weshalb die von der Beschwerdeführerin einge-

reichten Unterlagen nicht als Konformitätserklärungen angesehen werden 

können. Die Vorinstanz ging zudem auch auf die Rüge der Beschwerde-

führerin ein, sich nicht zu ihren eingereichten Unterlagen geäussert, son-

dern stattdessen neue Messberichte erstellt zu haben. Die Beschwerde-

führerin liess sich mit Eingabe vom 16. Oktober 2013 hierzu vernehmen 

und nahm somit das rechtliche Gehör (im Verfahren betreffend die Nicht-

konformität der Geräte) wahr. Andererseits hat die Beschwerdeführerin 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben, das im Beschwer-

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Seite 8 

deverfahren mit voller Prüfungsbefugnis entscheidet (vgl. E. 2), und ihr 

vorliegend die Möglichkeit gegeben hat, sich zu den Vorbringen der Vor-

instanz, insbesondere deren massgeblichen Entscheidgründen, zu äus-

sern. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die mangel-

hafte Begründung der angefochtenen Verfügung gälte somit als geheilt. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Elektrizitätsgesetzes vom 24. Juni 1902 

(EleG, SR 734.0) erlässt der Bundesrat Vorschriften zur Vermeidung von 

Gefahren und Schäden, welche durch Stark- und Schwachstromanlagen 

entstehen. Auf dieser Grundlage erliess der Bundesrat die VEMV. Die 

VEMV gilt für Geräte und ortsfeste Anlagen, die elektromagnetische Stö-

rungen verursachen können, und für Geräte und ortsfeste Anlagen, deren 

Betrieb durch solche Störungen beeinträchtigt werden kann, und regelt 

das Inverkehrbringen von Geräten, das Erstellen von ortsfesten Anlagen, 

die Anerkennung von Prüf- und Konformitätsbewertungsstellen sowie die 

Kontrolle über die in Verkehr gebrachten Geräte und die in Betrieb ste-

henden Geräte und ortsfesten Anlagen (vgl. Art. 1 VEMV). 

In Art. 4 VEMV sind die grundlegenden Anforderungen geregelt: Danach 

müssen Geräte und ortsfeste Anlagen nach dem Stand der Technik so 

konstruiert und gefertigt sein, dass die von ihnen verursachten elektro-

magnetischen Störungen unter einem Pegel liegen, der einen bestim-

mungsgemässen Betrieb von Funk- und Telekommunikationsgeräten oder 

von anderen Geräten und ortsfesten Anlagen verunmöglichen würde 

(Art. 4 Abs. 1 Bst. a VEMV) und sie gegen die elektromagnetischen Stö-

rungen, die bei bestimmungsgemässem Betrieb zu erwarten sind, so ge-

schützt sind, dass dieser Betrieb nicht in unzumutbarer Weise beeinträch-

tigt wird (Art. 4 Abs. 1 Bst. b VEMV). Wer ein Gerät in Verkehr bringt, 

muss eine Konformitätserklärung vorlegen können, aus der hervorgeht, 

dass das Gerät den grundlegenden Anforderungen entspricht (Art. 9 

Abs. 1 VEMV). 

Für die Sicherstellung der Konformität elektrischer Geräte und ortsfester 

Anlagen ist die Vorinstanz als Marktüberwachungsbehörde im Bereich 

der elektromagnetischen Verträglichkeit zuständig (vgl. Art. 11 Abs. 3 

Bst. e der Organisationsverordnung vom 6. Dezember 1999 für das Eid-

genössische Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation [OV-

UVEK, SR 172.217.1]). In diesem Rahmen kontrolliert sie, ob die in Ver-

kehr gebrachten Geräte und die in Betrieb stehenden Geräte und ortsfes-

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Seite 9 

ten Anlagen den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen oder ob sie 

den Betrieb anderer Geräte oder ortsfester Anlagen stören (Art. 19 Abs. 1 

VEMV). Zu diesem Zweck führt sie Stichproben durch und verfolgt be-

gründete Hinweise (Art. 19 Abs. 2 VEMV). Liegen Störungen vor, kann sie 

jederzeit Kontrollen vornehmen und Massnahmen anordnen (Art. 19 

Abs. 3 VEMV). 

4.2 Nachdem eine Störungsmeldung erfolgt war, führte die Vorinstanz am 

12. Juni 2013 eine Marktkontrolle bei der Beschwerdeführerin durch. Sie 

forderte bei dieser die erforderlichen Unterlagen an und überprüfte die 

beiden fraglichen Geräte. Die durch die Vorinstanz durchgeführten Mes-

sungen ergaben, dass diverse Normen nicht eingehalten werden (vgl. 

EMV-Messberichte vom 13. August 2013). So werden insbesondere die 

Grenzwerte für die Störspannung am Netzeingang, für die Störfeldab-

strahlung sowie für die Oberschwingungsströme überschritten. Ausser-

dem entspricht die Kurvenform der Geräte nicht den Anforderungen (vgl. 

zusammengefasst jeweils Ziff. 1 der EMV-Messberichte). Angesichts die-

ser Resultate erweisen sich die grundlegenden Anforderungen an die Ge-

räte nicht als erfüllt und diese können daher, wie die Vorinstanz festhält, 

das Funkfrequenzspektrum und das Stromnetz stören. 

Diese Ergebnisse der vorinstanzlichen Messungen werden von der Be-

schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nicht eigentlich bestritten. 

Vielmehr rügt diese einzig, dass die von ihr eingereichten Prüfzertifikate 

und Testberichte ignoriert worden seien. Dazu ist jedoch festzuhalten, 

dass selbst bei Vorliegen der erforderlichen Unterlagen diese nichts dar-

an geändert hätten, dass sich die überprüften Geräte gemäss den durch 

die Vorinstanz durchgeführten Messungen nicht als konform erweisen. 

4.3 Ergibt eine Kontrolle oder eine Überprüfung, dass die Vorschriften der 

VEMV verletzt sind, verfügt die Vorinstanz geeignete Massnahmen 

(Art. 22 Abs. 1 VEMV). Dazu kann sie gemäss Art. 22 Abs. 2 VEMV das 

weitere Inverkehrbringen verbieten (Bst. a), den Rückruf, die Beschlag-

nahme oder die Einziehung verfügen (Bst. b), die Weiterführung des Be-

triebes untersagen oder einschränken (Bst. c) oder eine Anpassung des 

Gerätes oder der ortsfesten Anlage verlangen (Bst. d). Gestützt auf diese 

Bestimmung untersagte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin vorsorg-

lich, die betroffenen Geräte in Verkehr zu bringen. Zudem verfügte sie, 

dass die Beschwerdeführerin nicht ohne ihre Zustimmung über die ge-

nannten Geräte verfügen dürfe (exportieren, zerstören, veräussern etc.). 

Die verfügten Massnahmen halten sich somit an den gesetzlich vorgege-

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Seite 10 

ben Rahmen. Fraglich ist einzig, ob sie sich auch als verhältnismässig 

erweisen. 

4.3.1 So hat jede Verwaltungsmassnahme dem Grundsatz der Verhält-

nismässigkeit zu entsprechen (Art. 5 Abs. 2 BV). Die Verfügung muss 

demnach im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel 

erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, 

aber mildere Massnahme für den angestrebten Zweck ausreichen würde. 

Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis 

zu den Belastungen stehen, die dem Beschwerdeführer auferlegt werden. 

Bei der Beurteilung dieser Frage sind die einander gegenüberstehenden 

öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwä-

gen. Je gewichtiger das eine und je weniger gewichtig das andere Inte-

resse ist, desto eher fällt die Interessenabwägung zugunsten des erhebli-

chen Interesses aus (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 

Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 581). 

4.3.2 Das auferlegte provisorische Verkaufsverbot sowie die Einschrän-

kungen bei der Verfügung über die Geräte sind zweifelsohne geeignet, 

dem öffentlichen Interesse an einem störungsfreien und sicheren Betrieb 

dieser Produkte nachzukommen und dafür zu sorgen, dass von in Ver-

kehr gebrachten Geräten keine Störungen ausgehen resp. keine Geräte 

auf den Markt gelangen, welche die gesetzlichen Anforderungen an die 

Konformität nicht einhalten. Die Massnahmen erweisen sich zudem als 

erforderlich, ist doch keine mildere Massnahme ersichtlich, mit der das-

selbe Ziel erreicht werden könnte; dies umso mehr, als der Lagerbestand 

der Beschwerdeführerin nicht besonders gross ist (ca. 50 LED Balken-

leuchten und ca. 10 LED Flutlichter), die Preise für die Produkte nicht 

sehr hoch sind (Verkaufspreis ca. Fr. 55.-- für die LED Balkenleuchten 

und ca. Fr. 180.-- für die LED Flutlichter) und lediglich eine relativ geringe 

Anzahl Geräte verkauft wurde (ca. 20 LED Balkenleuchten seit Septem-

ber 2012 und ca. 3 LED Flutlichter seit Januar 2013). Im Übrigen handelt 

es sich vorliegend um ein provisorisches Verkaufsverbot im Sinne einer 

vorsorglichen Massnahme: Es bleibt der Beschwerdeführerin unbenom-

men, die Geräte im Laufe des vor der Vorinstanz hängigen Verfahrens in 

einen konformen Zustand zu bringen. Insgesamt überwiegen, angesichts 

ihrer Bedeutung für die Sicherheit, somit auch die erwähnten öffentlichen 

Interessen das private wirtschaftliche Interesse der Beschwerdeführerin, 

die beiden Produkte weiterhin in nicht konformem Zustand in Verkehr zu 

bringen. Die Anordnungen der Vorinstanz können damit auch als zumut-

bar bezeichnet werden. 

A-5432/2013 

Seite 11 

4.3.3 Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz erweist sich demnach 

als verhältnismässig. 

5.  

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz ihre Zwischenverfügung vom 

30. August 2013 zu Recht erlassen und der Beschwerdeführerin unter-

sagt, die beiden in Frage stehenden und überprüften Geräte in Verkehr 

zu bringen sowie frei über diese zu verfügen. Die dagegen gerichtete Be-

schwerde ist somit, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2), abzuwei-

sen. 

6.  

6.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschwerdeführerin als unter-

liegend, weshalb sie die auf Fr. 700.-- festzusetzenden Verfahrenskosten 

zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese sind mit dem ge-

leisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. 

6.2 Der unterliegenden und nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdefüh-

rerin steht keine Parteientschädigung zu (Art. 64 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. 

VGKE). 

 
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 700.-- verrechnet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

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Seite 12 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

André Moser Mia Fuchs 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still 

vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach 

Ostern (Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amts-

sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Anga-

be der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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