# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7567014c-911c-56b2-b732-da62b19242d6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.01.2015 UV 2014/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-46_2015-01-09.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/46

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.01.2015

Entscheiddatum: 09.01.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 09.01.2015
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Weitergehender Leistungsanspruch nach 
ursprünglicher rechtskräftiger Rentenablehnung und Zusprechung einer 
Integritätsentschädigung mangels wesentlicher Verschlimmerung der 
Unfallfolgen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 9. Januar 2015, UV 2014/46).Versicherungsrichterin Christiane 
Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, 
Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Della 
BatlinerEntscheid vom 9. Januar 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch B.___,gegenSchweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto 
Bachmann, Lischer, Zemp & Partner,Schwanenplatz 4, 
6004 Luzern,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war beim Baugeschäft C.___ (vgl. Akten des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kt. 

GL vom 1. Mai 2014, S. 3), angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherunganstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfälle versichert, als ihm am 2. 

Juni 1989 während der Arbeit beim Einschlagen einer Eisenstange mit einem Hammer 

ein Metallsplitter des geborstenen Werkzeugs in die rechte Wange eindrang. Im 

Anschluss an die initiale ärztliche Versorgung mit primärem Wundverschluss wurde 

beim Versicherten eine periphere Fazialisparese festgestellt. Am 27. August 1990 trat 

der Versicherte stationär in die Otorhinolaryngologische (ORL-) Klinik des 

Universitätsspitals Zürich (USZ) ein, wo laut Bericht vom 12. September 1990 die 

Diagnose "Fremdkörper Parotis rechts, periphere Fazialisparese, residuell" gestellt 

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wurde. Am 28. August 1990 wurde eine Fremdkörperentfernung durch laterale 

Teilparotidektomie rechts vorgenommen. Am 1. September 1990 konnte der 

Versicherte aus der Klinik entlassen werden (Suva-act. 7/6 f.). Die Suva erbrachte die 

gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).

A.b  Mit Schreiben vom 9. Januar 1991 informierte die Suva den damaligen 

Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. W. Fleischmann, Altendorf, 

dahingehend, die ORL-Klinik des USZ habe ihr mit Zwischenbericht vom 15. November 

1990 mitgeteilt, dass die ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei und eine 

weitere Kontrolle im Frühsommer 1991 durchgeführt werde. Die Suva werde bei 

Behandlungsabschluss die Frage der Integritätsentschädigung prüfen (Suva-act. 7/3).

A.c  Am 29. August 1991 erfolgte die Abschlussuntersuchung und am 2. September 

1991 die Beurteilung des Integritätsschadens durch den Kreisarzt der Suva, Dr. med. 

D.___ (Suva-act. 7/4 f.).

A.d  Gestützt auf das Untersuchungsergebnis bzw. die Integritätsschadensschätzung 

des Kreisarztes sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. September 

1991 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7.5% 

zu, verneinte jedoch mangels erheblicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit durch 

die Restfolgen des Unfalls einen Rentenanspruch (Suva-act. 7/8 f.). Nach 

Einspracheerhebung des Versicherten vom 11. Oktober 1991 (Suva-act. 7/10 f.) 

erhöhte die Suva die Integritätsentschädigung mit Verfügung vom 17. Dezember 1991 

entsprechend einer Integritätseinbusse von 15% und erklärte die Verfügung vom 13. 

September 1991 als gegenstandslos (Suva-act. 7/12).

A.e  Mit Schreiben vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 

(Suva-act. 2) sowie 5. November 2012 (Suva-act. 5) teilte der Versicherte der Suva mit, 

dass er aus familiären Gründen im Jahre 2011 in den E.___ zurückgekehrt sei, nicht 

mehr arbeiten könne und deshalb kein Einkommen mehr erziele. Seit seinem 

Arbeitsunfall vor rund 30 Jahren (richtig wohl: 20 Jahren) sei er immer noch krank und 

warte auf die Zusprechung einer Rente und einer Integritätsentschädigung durch die 

Suva. Der Versicherte reichte gleichzeitig verschiedene Arztberichte von Ärzten aus 

E.___ sowie ein Foto ein (Suva-act. 2 ff., 6, 25).

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A.f   Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung bei Dr. med. F.___, Chirurgie 

FMH (Suva-act. 8), teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 6. Dezember 

2012 mit, dass aufgrund der vorgelegten Akten und der medizinischen Kenntnisse 

keine richtungsweisende Verschlimmerung angenommen werden könne. Sein Gesuch 

um weitergehende Leistungen müsse somit abgewiesen werden. Die verbliebenen 

Unfallfolgen seien mit der am 17. Dezember 1991 ausbezahlten 

Integritätsentschädigung abgegolten (Suva-act. 9). Nachdem sich der Versicherte mit 

dieser Leistungsablehnung nicht einverstanden erklärt hatte (Suva-act. 10), erliess die 

Suva am 14. Dezember 2012 eine anfechtbare Verfügung (Suva-act. 11).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte über die Memos Rechtsberatung & 

Übersetzungen, Zürich, am 5. Januar 2013 vorsorglich Einsprache erheben (Suva-act. 

13). Am 11. Februar 2013 liess der Versicherte seine Anträge sowie die Begründung 

nachreichen. Er liess beantragen, die Verfügung vom 14. Dezember 2012 sei 

aufzuheben. Es sei die richtungsweisende Verschlimmerung anzuerkennen. 

Eventualiter seien weitere Untersuchungen durchzuführen. Es sei der versicherten 

Person, A.___, eine Rente zuzusprechen (Suva-act. 14). Am 8. März 2013 liess der 

Versicherte eine Dissertation von Annette Wolowski, Minden, zum Thema 

"Fehlregenerationen des Nervus [nachfolgend: N.] facialis - ein vernachlässigtes 

Krankheitsbild" (2005) vorlegen (Suva-act. 18).

B.b  Am 19. März bzw. 27. Juni 2013 gaben Kreisarzt Dr. F.___ und Dr. med. G.___, 

Fachärztin für Neurologie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine ärzt­

liche (neurologische) Beurteilung zum Schadenfall ab (Suva-act. 21, 26). Am 30. 

September 2013 liess der Versicherte eine Stellungnahme zu den vorgenannten 

ärztlichen Beurteilungen einreichen (Suva-act. 28).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 29).

C.      

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C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch die Memos 

Rechtsberatung & Übersetzungen mit Eingabe vom 12. März 2014 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen erheben mit den Anträgen, die 

angefochtene Verfügung vom 14. Dezember 2013 (richtig: Einspracheentscheid vom 

10. Februar 2014) sei aufzuheben. Es seien die richtungsweisende Verschlimmerung 

bzw. die Folgeschäden anzuerkennen. Eventualiter seien ergänzende medizinische 

Abklärungen zu treffen. Die Invalidität sei zu prüfen und es seien dem 

Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Akten des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2014 liess die Suva, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. R. Bachmann, Luzern, Abweisung der Beschwerde beantragen, 

soweit darauf eingetreten werden könne (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Glarus).

C.c  Mit Schreiben vom 25. April 2014 schloss das Verwaltungsgericht des Kantons 

Glarus den Schriftenwechsel ab (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Glarus).

C.d  Am 1. Mai 2014 räumte der Präsident des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Glarus dem Beschwerdeführer verfügungsweise eine Frist ein, um seinen letzten 

schweizerischen Arbeitgeber und dessen Wohnsitz mitzuteilen. Nachdem der 

Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Schreiben vom 9. 

Mai 2014 gemeldet hatte, dass seine letzte Arbeitgeberin vor seiner Rückkehr in E.___ 

die H.___ AG gewesen sei, überwies der Präsident des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Glarus die Beschwerde mit Verfügung vom 27. Mai 2014 zuständigkeitshalber 

an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (act. G 1).

C.e  Mit Schreiben vom 13. Mai (richtig wohl: Juni) 2014 bestätigte die Memos 

Rechtsberatung & Übersetzungen dem Versicherungsgericht, dass ihre Vertretung 

unentgeltlich und damit nicht berufsmässig erfolge, worauf sie als Vertreterin vor 

Versicherungsgericht zugelassen wurde (act. G 2 ff.).

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C.f   Eine versicherungsgerichtliche Abklärung durch Zustellnachweis der Post für den 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 ergab die Rechtzeitigkeit 

der Beschwerdeerhebung vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus (act. G 5 f.).

C.g  Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen 

Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.              

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 10. Februar 2014 (Suva-act. 29). Diesem liegt die Verfügung vom 14. Dezember 

2012 zu Grunde (Suva-act. 11). Nachdem der Beschwerdeführer in seinen Schreiben 

vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2) sowie 5. 

November 2012 (Suva-act. 5) der Beschwerdegegnerin mitgeteilt hatte, dass er seit 

seinem Arbeitsunfall vor rund 30 Jahren auf die Zusprechung einer Rente und einer 

Integritätsentschädigung warte und nun um Zusprechung einer Rente sowie einer 

Integritätsentschädigung ersuche, stellte die Beschwerdegegnerin in der Verfügung 

vom 14. Dezember 2012 (Suva-act. 11) fest, sie könne über die am 17. Dezember 1991 

ausbezahlte Integritätsentschädigung (Suva-act. 7/12) hinaus keine weitergehenden 

Leistungen erbringen. In die Leistungsablehnung eingeschlossen waren mithin sowohl 

die Ablehnung einer höheren Integritätsentschädigung als auch die Verneinung eines 

Rentenanspruchs. In der Einsprachebegründung vom 11. Februar 2013 (Suva-act. 14) 

stellte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers - wie von der Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 richtig festgehalten (vgl. 

Erwägung 3. c.) - lediglich den Antrag auf eine Invalidenrente. Hinsichtlich 

Integritätsentschädigung wurde kein Antrag gestellt und die Einsprachebegründung 

enthielt ebenfalls keine diesbezüglichen Argumentationen. Die Ablehnung einer 

zusätzlichen Integritätsentschädigung ist somit damals in Teilrechtskraft erwachsen 

(vgl. dazu Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/

Basel/Genf, S. 436; BGE 119 V 350 E. 1b, 117 V 295 E. 2a). Die Erwägungen der 

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Beschwerdegegnerin betreffend Integritätsschaden bzw. fehlender wesentlicher 

Verschlechterung desselben im Vergleich zur Verfügung vom 17. Dezember 1991 sind 

folglich als obiter dictum und nicht als materiell-rechtliche Entscheidung zu betrachten. 

In der Beschwerde vom 12. März 2014 (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Glarus) stellt die Vertreterin des Beschwerdeführers zwar fest, dass auch eine 

Verschlimmerung der Integrität ausgewiesen sei, beantragt jedoch richtigerweise nur 

eine Prüfung der Invalidität und äussert sich auch in der Beschwerdebegründung nur 

zu diesem Rechtsverhältnis. Auf einen Antrag betreffend Integritätsentschädigung 

könnte angesichts der dargelegten Sachlage in jedem Fall nicht eingetreten werden.

2.              

2.1   Mit der seinerzeitigen Verfügung vom 13. September 1991 hat die 

Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers mangels 

erheblicher Erwerbsunfähigkeit infolge der Restfolgen des Unfalls vom 2. Juni 1989 

gemäss Art. 18 ff. des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

verneint und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 

7.5% zugesprochen (Suva-act. 7/8 f.). Nachdem der Beschwerdeführer am 11. Oktober 

1991 nur gegen die Integritätsentschädigung Einsprache erhob (Suva-act. 7/10) und 

sich die Verfügung vom 17. Dezember 1991 entsprechend auch nur mit dieser befasst, 

ist davon auszugehen, dass die in der Verfügung vom 17. Dezember 1991 festgestellte 

Gegenstandslosigkeit der Verfügung vom 13. September 1991 ebenfalls nur die 

Integritätsentschädigung einschliesst. Bezüglich Rentenanspruch ist mithin die 

Verfügung vom 13. September 1991 und hinsichtlich der vom vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht mehr betroffenen Integritätsentschädigung die Verfügung 

vom 17. Dezember 1991 in (Teil-)Rechtskraft erwachsen. Eine Revision im Sinne von 

Art. 22 Abs. 1 UVG sowie von Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) entfällt zum vornherein, weil sich 

diese Bestimmungen nur auf die Revision laufender Invalidenrenten beziehen. 

Hingegen steht auch eine Rentenablehnung unter dem Vorbehalt einer Anpassung an 

einen - vorliegend geltend gemachten - geänderten Gesundheitszustand. Dieser in der 

Invalidenversicherung durch das Institut der Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 3 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) geregelte Grundsatz gilt 

auch im Unfallversicherungsrecht, indem es einer versicherten Person jederzeit 

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freisteht, einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten 

Unfallereignisses geltend zu machen und erneut Leistungen der Unfallversicherung zu 

beanspruchen (vgl. Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 

832.202]). Die Zusprechung einer Rente ist möglich, wenn die entsprechenden 

Beschwerden in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang zum 

ursprünglichen Unfall stehen (vgl. BGE 118 V 296 f. E. 2c mit Hinweisen) und eine 

erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirken (vgl. dazu Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 30. Mai 2001, U 390/99, E. 1a; RKUV 1994 Nr. U 

189 S. 139 E. 3a). Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs einer 

Gesundheitsschädigung zu einem Unfall und der erheblichen Verschlimmerung der 

Unfallfolgen erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den medizinischen 

Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. Demgegenüber obliegt es 

dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten 

(BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174).

2.2   Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich 

geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 

geheiltes Leiden im Verlauf längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen 

bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 

293 E. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Die Frage, ob eine 

erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen vorliegt, beurteilt sich durch den 

Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung mit demjenigen 

im Zeitpunkt des die Neuanmeldung betreffenden Einspracheentscheids (RKUV 1989 

Nr. U 65 S. 70).

2.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

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Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

eines Rückfalls und einer Spätfolge zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines 

erneuten natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. eines veränderten 

Gesundheitszustands handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 78 f.). Die Verwaltung 

als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur 

dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.4   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311).

3.        

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Streitig und zu prüfen ist, ob hinsichtlich der vom Beschwerdeführer in seinen 

Schreiben vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2) 

sowie 5. November 2012 (Suva-act. 5) geltend gemachten Beschwerden ein Rückfall 

oder Spätfolgen des Unfalls vom 2. Juni 1989 vorliegen, die zwischenzeitlich eine 

erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirkt haben. Dabei ist der medizinische 

Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenablehnungsverfügung vom 13. September 1991 

(Suva-act. 7/8 f.) mit dem Sachverhalt zu vergleichen, wie er im Zeitpunkt der 

Verfügung vom 14. Dezember 2012 (Suva-act 11) bzw. des Einspracheentscheids vom 

10. Februar 2014 (Suva-act. 29) bestand. Die Beschwerdegegnerin verneint das 

Bestehen einer relevanten Verschlimmerung und stützt sich dabei auf die - wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen - überzeugenden und schlüssigen 

Aktenbeurteilungen von Dr. F.___ vom 19. März 2013 (Suva-act. 21) und der Neurologin 

Dr. G.___ vom 27. Juni 2013 (Suva-act. 26).

4.       

4.1   Die unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen, wie sie im Zeitpunkt der 

rechtskräftig gewordenen Rentenablehnung vorgelegen haben, sind im Bericht über die 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung und in der Beurteilung des Integritätsschadens 

von Dr. D.___ vom 2. September 1991 (Suva-act. 7/4 f.) sowie im Bericht der ORL-

Klinik des USZ vom 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.) dokumentiert. Aus letzterem 

geht hervor, dass der Beschwerdeführer rund ein Jahr nach Erleiden der 

Fremdkörperverletzung an der rechten Wange sowie der lateralen Parotidektomie mit 

Fremdkörperentfernung rechts am 28. August 1990 noch unter einer residuellen 

Fazialisparese litt. Gegenüber den untersuchenden bzw. behandelnden Ärzten der 

ORL-Klinik des USZ beschrieb der Beschwerdeführer infolge der peripheren 

Fazialisparese zunehmend aufgetretene neuralgieforme Schmerzen im Bereich der 

ganzen Wange rechts, ausgelöst durch oberflächliche Berührung, beim Essen und 

beim Rasieren, sowie einen vermehrten Tränenfluss. Die periphere Fazialisparese sei 

zunehmend regredient, hingegen würden neu Synkinesien auftreten. Als Befunde 

erhoben die Ärzte denn auch eine Hypalgesie und Hypästhesie sowie Parästhesien im 

Bereich der rechten Wange und der Stirn rechts, paramedian begrenzt. Durch die 

periphere Fazialisparese rechts betrage die Funktion der Stirn 30%, der Augen und des 

Mundes je 70%. In Ruhe sei keine Gesichtsasymmetrie feststellbar. Die motorischen 

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Funktionen des Nervus trigeminus und der Corneareflex seien beidseits unauffällig. In 

der "Beurteilung" wiederholten die Ärzte die zum Zeitpunkt der Hospitalisation vom 27. 

August bis 1. September 1990 noch bestehende residuelle periphere Fazialisparese 

rechts und führten zudem aus, dass die angegebenen Missempfindungen im Bereich 

des Gesichts keinem pathologischen Substrat zugewiesen werden könnten. 

Insbesondere seien die Funktionen des Nervus trigeminus intakt. Entsprechende 

Missempfindungen würden aber häufig von Patienten mit peripherer Fazialisparese 

beschrieben. Der Zusammenhang mit dem in der Parotis liegenden Metallfremdkörper 

sei unklar. Die Fremdkörperentfernung durch die laterale Teilparotidektomie habe sich 

problemlos gestaltet. Der postoperative Verlauf sei unauffällig gewesen (Suva-act. 7/6 

f.). Dr. D.___ konnte anlässlich seiner Abschlussuntersuchung wiederum ein Jahr 

später, also am 29. August 1991, eine partielle bzw. zurückgebildete Fazialisparese 

bestätigen und sogar ein vollständiges Schliessen des rechten Auges feststellen, auch 

wenn der Lidschluss etwas weniger kräftig war als links. Das Stirnrunzeln rechts war - 

wie bereits von den Ärzten der ORL-Klinik des USZ erfasst - deutlich vermindert, was 

eine gewisse Asymmetrie des Gesichts ergab. Beim Zeigen der Zähne wurde der 

Mundwinkel rechts etwas weniger nach lateral oben gezogen als links. Im gleichentags 

erstellten Untersuchungsbericht schloss Dr. D.___, es seien also eindeutige, aber relativ 

geringe Folgen der peripheren Fazialisparese rechts noch erkennbar. Ausserdem sei 

die Behandlung abgeschlossen und es gelte längst eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-

act. 7/5). In der Beurteilung des Integritätsschadens vom 2. September 1991 führte Dr. 

D.___ die vorgenannten Unfallfolgen an, verneinte aber einen Tränenfluss und 

bestätigte, dass sich die periphere Fazialisparese zu einem schönen Teil 

zurückgebildet habe (Suva-act. 7/4).

4.2   Der medizinische Sachverhalt bzw. die Beschwerden im Zeitpunkt der Neubeur­

teilung, die mit der Ausgangslage zu vergleichen sind, werden zunächst vom 

Beschwerdeführer beschrieben. Laut seinen Schreiben vom 21. Juni 2012 

(Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2) sowie 5. November 2012 

(Suva-act. 5) ist er seit dem Unfall im Jahr 1989 krank. Er habe sich damals das Auge 

verletzt und sei daraufhin mehrmals ohne Erfolg operiert worden. Bei diesen vielen 

Operationen sei ein Augennerv verletzt worden, weshalb er heute Schmerzen habe. Die 

Schmerzen und Stiche im Bereich vom Auge und Gesicht seien bei jeder Bewegung 

und beim Sprechen vorhanden. Wenn er spreche, verstelle sich zudem sein Gesicht. 

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Die Menschen würden diese Gesichtsveränderung falsch verstehen, was für ihn eine 

grosse psychische Belastung sei. Einem in beglaubigter Übersetzung aus dem I.___ 

vorliegenden Schreiben von Dr. J.___, Pädiater und Facharzt für Familienmedizin, K.___ 

(E.___) vom 19. Dezember 2011 ist sodann zu entnehmen, dass sich der 

Beschwerdeführer wegen Schmerzen im Kopf gemeldet habe, deren Intensität bei 

Bewegung des Halses und des Kopfs zugenommen hätten. Die Schmerzen würden ab 

dem 2. Mai 1989 datieren, weil der Beschwerdeführer einen Schlaganfall mit einer 

Metallstange gehabt habe. Auch nach der Operation sei das Problem nicht behoben 

gewesen und der Beschwerdeführer habe Schmerzen auf der rechten Seite des Kopfs. 

Sie würden im Bereich der Auricula beginnen und sich zum Auge ausbreiten. Wegen 

der Verletzung von Ästen des N. fazialis habe der Beschwerdeführer ein 

Taubheitsgefühl im Gesicht und ein Muskelkontraktionsproblem. Als Diagnose 

vermerkte Dr. J.___ eine Fazialisparese lateral rechts (Suva-act. 2/5, 5/6 f.). Laut 

Übersetzung des ausserdem von Dr. L.___, Facharzt für Psychiatrie, erstellten Berichts 

vom 22. August 2012 hat sich der Beschwerdeführer wegen mehrfacher somatischer 

Beschwerden, die sich nach der Untersuchung als emotionale Beschwerden erwiesen 

hätten, bei ihm vorgestellt. Der Beschwerdeführer sei über einen langen Zeitraum, über 

30 Jahre, im Ausland tätig gewesen, wo er sich ernsthaft verletzt habe. Sein 

Gesundheitszustand sei somatisch, insbesondere aber auch emotional gesehen, labil, 

demotivierend und eingeschränkt. Er habe Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu 

knüpfen, und meide den Kontakt zu anderen Menschen. Darüber hinaus habe er 

anhaltende Schmerzen sowie ein Taubheitsgefühl im Gesicht und klage über starke 

Schlafstörungen in Form von Schlaflosigkeit. Dr. L.___ stellte als Diagnosen: "Sy 

neuroasthenicum post Contusio capitis et faciei, Paresis N. fazialis lat. dex. et 

Cephaleae et Sy-vertiginosum posttraumatica" (Suva-act. 2/8, 25). Die Vertreterin des 

Beschwerdeführers macht sodann in der Beschwerde vom12. März 2014 psychische 

Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Unfalls bzw. der Unfallfolgen geltend, die zu 

berücksichtigen seien. Zudem sei über 20 Jahre nach dem Trauma eine körperliche 

Veränderung feststellbar. So seien als Spätfolgen der Faziallähmung eine ausbleibende 

Regeneration, das Krokodilstränen-Syndrom (nicht nur vermehrtes Tränen), 

Synkinesien, ein postparalytischer Spasmus fazialis sowie eine Fehlregeneration des N. 

fazialis zu finden (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des Kt. GL).

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4.3   Sowohl Dr. F.___ als auch Dr. G.___ verneinen angesichts der in den Erwägungen 

4.1 und 4.2 dargelegten Sachlage eine seit dem abschlägigen Entscheid bezüglich des 

Rentenanspruchs im Jahr 1991 eingetretene Veränderung des unfallkausalen 

Gesundheitszustands. Laut Dr. F.___ begann nach der Versorgung des Nervs die 

Heilung und spätestens zwei Jahre nach dem Trauma sei von einem Residualzustand 

auszugehen. Eine Verschlimmerung bzw. Verbesserung sei im Anschluss nicht mehr 

überwiegend wahrscheinlich zu erwarten, da auch die Ausbildung eines Neuroms nach 

Abschluss der Nervenheilung strukturell nicht mehr erklärbar sei. Entsprechend sei zum 

Zeitpunkt des Abschlusses von einem stabilen Zustand auszugehen gewesen. 

Aufgrund der anatomischen Veränderungen sei über 20 Jahre nach dem Trauma eine 

Veränderung des N. fazialis nicht überwiegend wahrscheinlich erklärbar, sodass eine 

strukturelle Verschlimmerung nicht überwiegend wahrscheinlich begründet werden 

könne. Auch im Schreiben des Beschwerdeführers würden keine entsprechenden 

Hinweise festgehalten. Inwiefern sich eine kausale psychiatrische Störung entwickelt 

habe, könne er nicht beurteilen, wobei der zeitliche Verlauf und die geringen Residuen 

bei Fallabschluss eher dagegen sprechen würden (Svua-act. 21). Dr. G.___ legt in ihrer 

neurologischen Beurteilung dar, dass in den medizinischen Akten nirgends ein Kontakt 

zwischen Hammer und Kopf beschrieben sei; dementsprechend sei echtzeitlich auch 

keine Contusio capitis bzw. kein Kopfanprall diagnostiziert worden. Durch den 

kreisärztlichen Bericht über die Abschlussuntersuchung ein Jahr nach der 

Untersuchung in der ORL-Klinik des USZ sei ausgewiesen, dass sich die klinische 

Symptomatik nicht verschlechtert gehabt habe. Der 20 Jahre später in E.___ erhobene 

Befund entspreche demjenigen zum Zeitpunkt der kreisärztlichen Einschätzung bzw. 

Untersuchung. Dr. J.___ beschreibe Schmerzen und Muskelkontraktionen im Bereich 

des rechten Gesichts. Es könne davon ausgegangen werden, dass mit den 

Muskelkontraktionen Synkinesien, d.h. unwillkürliche Mitbewegungen durch 

Fehleinsprossung im Rahmen der Regeneration nach Nervenverletzung, gemeint seien. 

Eine relevante bzw. richtungsweisende Verschlimmerung wäre weder medizinisch zu 

erwarten, noch sei sie anhand der aktuellen ärztlichen Berichte aus E.___ ausgewiesen. 

Das vom Beschwerdeführer beigelegte Foto (Suva-act. 6) eines Mannes mittleren Alters 

zeige eine Gesichtssymmetrie, wie sie bei einer peripheren Fazialisparese zu erwarten 

sei. Die Erheblichkeit der Beschwerden sei durch die Beschwerdegegnerin mit der 

Verfügung betreffend Integritätsentschädigung vom 17. Dezember 1991 (Suva-act. 

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7/12) anerkannt worden. Die anerkannten Unfallfolgen, d.h. die periphere 

Fazialisparese mit bereits vor über 20 Jahren beschriebenen Synkinesien, 

Dysästhesien/Schmerzen und Störungen im Tränenfluss rechts, würden keine 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit erklären. Einzig Tätigkeiten mit Publikumsverkehr 

seien nicht empfehlenswert (Suva-act. 26).

4.4   Allein der Umstand, dass Dr. F.___ und Dr. G.___ ihre Beurteilungen 

ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst 

untersucht haben, steht dem Beweiswert ihrer Beurteilungen nicht entgegen (vgl. dazu 

Urteile des Bundesgerichts vom 1. Februar 2010, 8C_792/2009, E. 5, und vom 22. 

Dezember 2011, 8C_641/2011, E. 3.3.3 mit Hinweisen; PVG 1996, 267 E. 3b). Beide 

Ärzte führen die für ihre Beurteilungen massgebenden medizinischen Unterlagen (Dr. 

F.___: "aktenmässiger Verlauf") inhaltlich detailliert an. Ausgangspunkt ihrer 

Beurteilungen bildet die sowohl bereits ein Jahr nach dem Unfall, aber auch im 

Zeitpunkt der Meldung eines Rückfalls bzw. von Spätfolgen unbestrittene und in den 

medizinischen Akten ausgewiesene, unfallkausale Diagnose einer residuellen 

peripheren Fazialisparese rechts im Bereich der rechten Gesichtshälfte. Der - 

insbesondere von Dr. G.___ vorgenommene - Vergleich zwischen den bezüglich dieser 

Diagnose früher und aktuell erhobenen Befunden und geklagten Beschwerden ist 

relevant für die Beurteilung, ob sich zwischenzeitlich eine Veränderung des 

Gesundheitszustands eingestellt hat. Dr. G.___ kommt gestützt auf die vorliegende 

Aktenlage nachvollziehbarerweise zum Schluss, dass sich die klinische Symptomatik 

seit der Rentenablehnung bzw. der Festsetzung des Integritätsschadens nicht 

verändert habe. So nannten bereits die Ärzte der ORL-Klinik des USZ in der Anamnese 

die Synkinesien - die, wie von Dr. G.___ schlüssig dargelegt, den von Dr. J.___ 

festgehaltenen Muskelkontraktionen entsprechen - sowie Störungen im Tränenfluss. 

Auch die damals geklagten Dysästhesien/Schmerzen konnten trotz fehlendem 

pathologischem Substrat medizinisch erklärt werden und wurden damit von den Ärzten 

der ORL-Klinik des USZ offensichtlich anerkannt. Erhoben wurden schliesslich 

Funktionsstörungen betreffend die Stirn, das rechte Auge sowie den Mund. Wenn der 

Beschwerdeführer bzw. seine Vertreterin hinsichtlich der vorgenannten, konkreten 

Einschränkungen nun einen aktuellen Zustand mit angeblicher Verschlimmerung 

beschreiben, kann darin kein Nachweis für eine überwiegend wahrscheinlich 

eingetretene Veränderung des Gesundheitszustands erkannt werden. Die von der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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Vertreterin unter anderem angeführte ausgebliebene Regeneration bzw. 

Fehlregeneration des N. fazialis wird von den Suva-Ärzten nicht in Abrede gestellt wird. 

Es ist - wie gesagt - unbestritten, dass der Beschwerdeführer unter einer residuellen 

peripheren Fazialisparese mit entsprechenden Einschränkungen und Beschwerden 

leidet. Das Residuum drückt gerade aus, dass sich der N. fazialis des 

Beschwerdeführers in Folge seiner am 2. Juni 1989 erlittenen Nervenläsion nur 

ungenügend erholen konnte und diesbezüglich ein Dauerschaden vorliegt. Hinsichtlich 

der Möglichkeit einer späteren anatomischen strukturellen Veränderung einer 

Nervenverletzung kann schliesslich auf die schlüssigen sowie überzeugenden und sich 

in den obigen Vergleich einfügenden Ausführungen von Dr. F.___ abgestellt werden, 

wonach im Anschluss an den zwei Jahre nach einer Nervenverletzung erreichten 

Residualzustand keine Verschlimmerung bzw. Verbesserung mehr zu erwarten sei. 

Vielmehr konnte Dr. D.___ anlässlich der ein Jahr nach der Hospitalisation des 

Beschwerdeführers in der ORL-Klinik des USZ durchgeführten Abschlussuntersuchung 

nochmals eine funktionelle Verbesserung (das rechte Auge konnte nun vollständig 

geschlossen werden) feststellen. Hinsichtlich der von Seiten des Beschwerdeführers 

angeführten "Krokodilstränen" sowie den Stichen bzw. Schmerzen bei jeder Bewegung 

und beim Sprechen handelt es sich sodann um subjektive Angaben, die entweder 

keine Differenzierung gegenüber den früher erhobenen Befunden hinsichtlich des 

Ausmasses zulassen (Schmerzen) oder nur rein von der wörtlichen Beschreibung her 

eine Differenz erkennen lassen, diese jedoch medizinisch nicht belegt ist (Tränenfluss). 

Zwei Jahre nach dem Unfall konnte nämlich von Dr. D.___ kein Tränenfluss mehr 

festgestellt werden. In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss 

ergebenden Beweisschwierigkeiten genügen die subjektiven Schmerzangaben der 

versicherten Person für die Begründung einer (teilweisen) Invalidität allein nicht. 

Vielmehr ist im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt, 

dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig 

feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche 

Beurteilung der Rentenansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil des EVG vom 2. 

Dezember 2002, I 53/02, E. 2.2, mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 9. Oktober 2001, I 

383/00, E. 2b). Dr. J.___ erhob zwar einen Schmerzbefund, doch lässt dieser nicht auf 

eine Veränderung hinweisen. Die Darstellung des Beschwerdeführers in seinem 

Schreiben vom 5. November 2012, er sei nach dem Unfall mehrmals erfolglos operiert 

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und bei einer Operation sei ein Augennerv verletzt worden, weshalb er heute 

Schmerzen habe, ist aktenmässig nicht dokumentiert. Hinsichtlich Tränenfluss äussern 

sich sodann weder Dr. J.___ noch Dr. L.___. Letzterer gibt vorderhand ebenfalls nur die 

vom Beschwerdeführer subjektiv beschriebenen Beschwerden wieder. Hinsichtlich der 

von Dr. L.___ ausserdem gestellten Diagnosen Kopfschmerzen und Schwindelsyndrom 

sowie den ausserdem im Bericht festgehaltenen, ebenfalls nur subjektiv angegebenen 

Schlafstörungen, ist angesichts der rund 20-jährigen Latenzzeit eine überwiegend 

wahrscheinliche Unfallkausalität zumindest in Frage gestellt. Dies zumal es sich dabei 

um Beschwerden handelt, die bekanntermassen verschiedenste, insbesondere auch 

krankheitsbedingte Ursachen haben können. Die Diagnose einer Contusio capitis 

wurde schliesslich in den echtzeitlichen Akten nie gestellt, womit auch aktuell nicht 

überwiegend wahrscheinlich von einer solchen ausgegangen werden kann.

4.5   Dem in der Einsprachebegründung vom 11. Februar 2013 (Suva-act. 14) 

sinngemäss erhobenen Einwand des Beschwerdeführers, die kreisärztliche 

Integritätsschadensbeurteilung sowie der Bericht über die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung von Dr. D.___ vom 2. September 1991 (Suva-act. 7/4 f.) und 

der Bericht der ORL-Klinik des USZ vom 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.) 

könnten für die Beurteilung einer allfälligen Verschlimmerung nicht herangezogen 

werden, kann nicht gefolgt werden. Vorweg ist richtigzustellen, dass die 

Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 14. Dezember 2012 (Suva-act. 11) 

hinsichtlich der Frage, ob eine richtungsweisende Verschlimmerung angenommen 

werden kann, konkret auf die Kurzbeurteilung von Dr. F.___ vom 6. Dezember 2012 

abgestellt hat (Suva-act. 8). Was den Beweiswert der medizinischen Akten aus dem 

Jahr 1990/1991 betrifft, ist sodann zu sagen, dass sowohl in der 

Integritätsschadensbeurteilung sowie im Bericht über die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung von Dr. D.___ vom 2. September 1991 die Befunde der ORL-

Klinik des USZ ausdrücklich erwähnt sind. Dass schliesslich gerade diese infolge der 

Einsprache vom 11. Oktober 1991 (Suva-act. 7/10 f.) zu einer Erhöhung des 

Integritätsschadens von 7.5 auf 15% geführt haben (Suva-act. 7/12) ändert nichts 

daran, dass die fraglichen Befunde - wenn auch von Dr. D.___ bezüglich Höhe des 

dadurch erlittenen Integritätsschadens zunächst unrichtig geschätzt - grundsätzlich 

berücksichtigt worden sind. Es besteht somit kein Grund, die 

Integritätsschadensbeurteilung sowie den Bericht über die kreisärztliche 

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Abschlussuntersuchung von Dr. D.___ vom 2. September 1991 nicht als Grundlage für 

den ursprünglichen medizinischen Sachverhalt heranzuziehen. In einem Schreiben vom 

9. Januar 1991 hatte die Beschwerdegegnerin gegenüber dem damaligen 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zwar vermerkt, die ORL-Klinik habe ihr mit 

Zwischenbericht vom 15. November 1990 mitgeteilt, dass die ärztliche Behandlung 

noch nicht abgeschlossen sei und eine weitere Kontrolle im Frühsommer 1991 

durchgeführt werde (Suva-act. 7/3). Deren tatsächliche Durchführung oder gar deren 

Ergebnisse sind jedoch aktenmässig nicht dokumentiert. Vielmehr erklärte Dr. D.___ 

rund drei Viertel Jahre später, nämlich am 2. September 1991, dass die Behandlung 

abgeschlossen sei und längst eine volle Arbeitsfähigkeit gelte. Gestützt darauf wurde 

ein Rentenanspruch abgelehnt und nur eine Integritätsentschädigung zugesprochen. 

Angesichts der dokumentierten Sachlage ist mithin keine Ungereimtheit zu erkennen, 

die gegen eine Verwendung der ursprünglichen Berichte von Dr. D.___ und der ORL-

Klinik des USZ als Vergleichsgrundlage sprechen würde.

4.6   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus dem Vergleich des ursprünglichen 

medizinischen Sachverhalts, der zur Rentenabweisung geführt hat, mit demjenigen, 

den der Beschwerdeführer sowie Dr. J.___ und Dr. L.___ aktuell im Zeitpunkt des 

angefochtenen Einspracheentscheids beschreiben, keine erhebliche Verschlimmerung 

der somatischen Unfallfolgen folgt. Das mit Schreiben vom 5. November 2012 

eingereichte Foto (Suva-act. 6) des Beschwerdeführers vermag an dieser Beurteilung 

nichts zu ändern. Abgesehen davon, dass es sich um ein undatiertes Foto handelt, sind 

darauf jedenfalls keine ins Auge springenden Verletzungsfolgen sichtbar, welche über 

die ursprünglich von Dr. D.___ und den Ärzten der ORL-Klinik des USZ erhobenen 

Befunde hinausgehen würden. Deshalb kann der Feststellung der Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid - aus rein optischem Blickwinkel zeigten sich 

auf dem Foto keine sehr gravierenden Verletzungsfolgen - ohne Weiteres zugestimmt 

werden. Schmerzen lassen sich zudem auf einem Foto ohnehin nicht abbilden. Dem 

Einwand des Beschwerdeführers, er warte seit 1989 auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung, ist zu entgegnen, dass über die vorgenannten Ansprüche 

bereits am 13. September 1991 (Ablehnung eines Rentenanspruchs; Zusprechnung 

einer Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 7.5%) bzw. 

17. Dezember 1991 (Erhöhung der Integritätsentschädigung entsprechend einem 

Integritätsschaden von 15%) verfügt worden war (UV-act. 7/8 f. und 7/12), gegen die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Verfügungen der Rechtsweg offen gestanden hatte und er, als er diesen nicht beschritt, 

durch einen Anwalt vertreten war. Die Verfügungen betreffend Ablehnung des 

Rentenanspruchs sowie der Zusprechung einer Integritätsentschädigung basierend auf 

einem Integritätsschaden von 15% wurden rechtskräftig, womit der Beschwerdeführer 

eine seit damals eingetretene erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen nachweisen 

müsste. Die wiedergegebene Aussage ist wohl als Klage darüber zu verstehen, dass 

sich während all der Jahre keine wesentliche Verbesserung des somatischen 

Gesundheitsschadens ergeben hat. In diese Schlussfolgerung fügt sich ein, dass der 

Beschwerdeführer für die zahlreichen Jahre seines angeblichen Wartens keine 

Arbeitsunfähigkeit geltend macht. Was schliesslich die vorgelegte zahnmedizinische 

Dissertation von A. Wolowski (a.a.O.)

anbetrifft, hält die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

zutreffend fest, dass diese naturgemäss lediglich auf allgemeine Weise eine bestimmte 

Fragestellung angeht und nicht auf den hier zu beurteilenden Einzelfall eingehen kann, 

womit dadurch die gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen und damit 

fallbezogen hergestellten Schlussfolgerungen nicht in Frage gestellt sind (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 6.3).

5.              

Hinsichtlich der nunmehr neu geklagten psychischen Beschwerden liessen zwar die 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-

act. 29, Ziff. 2. g., Absatz 1) teilweise einen natürlichen Kausalzusammenhang zum 

ursprünglichen Unfall vom 2. Juni 1989 vermuten, doch ist richtig zu stellen, dass die 

Ärzte der ORL-Klinik des USZ in ihrem Bericht 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.) 

nicht einen Kausalzusammenhang der Missempfindungen ohne pathologisches 

Substrat zum Unfallereignis als unklar bezeichneten, sondern einen solchen zum 

Metallkörper in der Parotis. Die Missempfindungen als solche wurden von Patienten mit 

peripherer Fazialisparese häufig beschrieben, weshalb grundsätzlich deren 

Unfallkausalität nicht in Frage gestellt wurde. Laut Bericht von Dr. L.___ vom 22. 

August 2012 (Suva-act. 25) lässt sich der Beschwerdeführer bei ihm psychiatrisch 

behandeln. Bei ihm bestehe eine emotionale Labilität und sein Gesundheitszustand sei 

demotivierend und einschränkend. Er klage über anhaltende Schmerzen, ein 

Taubheitsgefühl im Gesicht und über Schlaflosigkeit. Hinsichtlich somatisch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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begründeter Schmerzen bzw. begründetem Taubheitsgefühl ist auf die Erwägungen in 

Ziff. 4.4 zu verweisen. Insoweit als die vorgenannten Beschwerden allesamt als 

psychisch bedingt betrachtet werden, ist festzuhalten, dass sich Dr. L.___ in seinem 

Bericht in keiner Weise hinsichtlich deren Ursächlichkeit äussert. Vielmehr werden auch 

von ihm nur subjektive Angaben des Beschwerdeführers wiedergegeben. Deren 

tatsächliches Bestehen oder deren Inhalt ist mit dem Bericht von Dr. L.___ nicht belegt 

bzw. definiert. So fehlt es insbesondere an einer ärztlich gestellten psychiatrischen 

Diagnose und entsprechenden ärztlich erhobenen Befunden. Die Diagnosen 

Kopfschmerzen, neurasthenisches Syndrom sowie Schwindelsyndrom können zwar 

durchaus psychisch bedingt sein, doch lässt sich daraus keine Unfallkausalität 

ableiten. Die Ursächlichkeit der fraglichen Diagnosen ist vielfältig bzw. muss in keiner 

Weise in einem Unfall liegen. Gerade innerhalb des im konkreten Fall äusserst langen 

Zeitraums zwischen Unfall und Rückfallmeldung (rund 20 Jahre) können sich für die 

geklagten Beschwerden verschiedenste krankheitsbedingte Ursachen eingestellt haben 

(vgl. z.B. Kopfschmerz: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 

2012, S. 1126; Schwindel: Pschyrembel, a.a.O., S. 1905; Neurasthenie: Roche Lexikon 

Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1317). Bei einem Syndrom handelt es sich 

ausserdem um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer 

Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes 

Krankheitsbild, mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder 

nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur jeweiligen Diagnose führt mithin eher das vom 

jeweiligen Patienten subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv 

erhobener organischer oder psychiatrischer Befund (Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 

1791). In der Aussage des Beschwerdeführers, die Menschen würden seine 

Gesichtsveränderung falsch verstehen, was psychisch belastend sei, und in der 

Feststellung von Dr. L.___, der Beschwerdeführer habe Schwierigkeiten soziale 

Kontakte zu knüpfen und meide den Kontakt zu anderen Menschen, können zwar 

unfallkausale Folgen gesehen werden. Auch hier handelt es sich jedoch um rein 

subjektive Angaben. Mangels Fehlens einer psychiatrischen Diagnose ist nicht 

gesichert, dass die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers tatsächlich 

beeinträchtigt ist. Die Ursachen von Kontaktschwierigkeiten sind bekanntlich vielfältig. 

Im Weiteren kann eine Kausalitätsbeurteilung nicht nur auf dem Umstand basieren, 

dass die als Spätfolge gemeldeten Beschwerden nach dem Unfall vom 2. Juni 1989 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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aufgetreten sind. Diese Tatsache vermag für sich nach herrschender Lehre und 

konstanter Rechtsprechung keinen Beweis für eine Unfallkausalität zu erbringen, da 

der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärung liefert. 

Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der 

blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat 

(Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 55; BGE 119 V 341 E. 2b/bb; Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Juni 2010, 8C_178/2010, E. 4.1). Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass die nunmehr neu geklagten psychischen Beschwerden mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum ursprünglichen Unfall vom 2. Juni 1989 stehen, weshalb 

auch unter diesem Aspekt eine Verschlimmerung der Unfallfolgen zu verneinen ist. Bei 

dargelegtem überwiegend wahrscheinlichem Fehlen natürlich kausaler psychischer 

Unfallfolgen erübrigt sich eine Adäquanzprüfung.

6.        

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer kein (weitergehender) 

Leistungsanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin wegen veränderter 

tatsächlicher Verhältnisse zusteht. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der 

Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 nicht zu beanstanden und die dagegen 

erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a 

ATSG). Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.01.2015
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Weitergehender Leistungsanspruch nach ursprünglicher rechtskräftiger Rentenablehnung und Zusprechung einer Integritätsentschädigung mangels wesentlicher Verschlimmerung der Unfallfolgen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2015, UV 2014/46).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 9. Januar 2015in SachenA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch B.___,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner,Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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		2025-07-19T09:23:00+0200
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