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**Case Identifier:** 24c37447-5f4d-5cf5-8d0f-2d251cc0e6ee
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 25.10.2021 IV 2020/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2020-87_2021-10-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.06.2022

Entscheiddatum: 25.10.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2021
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Umstritten ist die Beweiskraft eines 
polydisziplinären Gutachtens vom 9. Dezember 2019, welches dem unter 
einer arteriellen und einer koronaren Herzkrankheit sowie unter 
weichteilrheumatischen Beschwerden keine rentenbegründende 
Arbeitsunfähigkeit attestierte. Das Gutachten ist beweistauglich, die 
Beschwerde folglich abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2021, IV 2020/87).

Entscheid vom 25. Oktober 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim 

Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin 

Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2020/87

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5, Postfach 48, 

9620 Lichtensteig,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) wurde anlässlich eines stationären 

Spitalaufenthalts vom 4. bis 21. Juli 2017 eine Takayasu-Arteriitis diagnostiziert 

(Austrittsbericht der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin des Kantonsspitals 

St. Gallen [KSSG] vom 31. Juli 2017, IV-act. 52; Sprechstundenbericht PD Dr. med. 

B.___, Facharzt für Rheumatologie, Klinik für Rheumatologie des KSSG, vom 

15. August 2017, IV-act. 9). Der Versicherte meldete sich am 27. November 2017 bei 

der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Als Grund nannte er die 

diagnostizierte Takayasu-Arteriitis, Schwindel, Schmerzen am ganzen Körper, 

Kopfschmerzen, eine Blutgefässkrankheit und eine starke Müdigkeit. Der 

Gesundheitsschaden bzw. eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 27. Juni 

2017 (IV-act. 1). Das am 1. Februar 2015 angetretene Arbeitsverhältnis als Night 

Manager und Geschäftsführer bei der N.___ AG endete am 31. Oktober 2017 (IV-

act. 1-6; IV-act. 13; Auszug aus dem individuellen Konto [IK], IV-act. 11).

A.a. 

Dr. B.___ hielt im Sprechstundenbericht vom 2. März 2018 fest, das allgemeine 

Befinden und die Schwindelsymptomatik hätten sich innerhalb der letzten Monate 

weiter verbessert. Fieber oder weitere Allgemeinsymptome seien nicht aufgetreten. Es 

bestünden allerdings weiterhin eine chronische Müdigkeit und Kopfschmerzen, die 

möglicherweise mit der Leflunomidtherapie assoziiert seien. Hinsichtlich der Vaskulitis 

seien derzeit keine Aktivitätszeichen vorhanden. Die Therapie werde gut vertragen. Die 

Genese der beklagten Gelenkbeschwerden sei nicht klar (IV-act. 22). Im Arztbericht 

A.b. 

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vom 3. Mai 2018 führte er aus, in der MRI-Untersuchung vom November 2017 sei noch 

ein residueller Entzündungs-Zustand erkennbar. Die maximale physische Belastbarkeit 

und Dauerbelastbarkeit seien aufgrund der Erkrankung weiterhin deutlich reduziert. Im 

Hinblick auf die berufliche Reintegration solle insbesondere darauf geachtet werden, 

dass keine schweren körperlichen Tätigkeiten ausgeübt würden. Hierbei solle das 

Heben von Lasten über 10 kg wegen der Aorten-Beteiligung vermieden werden. 

Inwieweit sich die Situation weiter stabilisiere und eine bessere körperliche 

Belastbarkeit erreicht werde, könne derzeit noch nicht abschliessend beurteilt werden 

(IV-act. 25).

Mit Mitteilung vom 14. Februar 2019 wies die IV-Stelle das Gesuch hinsichtlich 

beruflicher Massnahmen ab, da der Versicherte weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig sei 

(IV-act. 43). 

A.c. 

Im Verlaufsbericht vom 30. Januar 2019 führte Dr. B.___ aus, es bestünden 

weiterhin diffuse Schmerzereignisse im Bereich des Thorax und des Abdomens. Mit 

Hilfe mehrerer bildgebender Verfahren (MRI und PET-CT) sei eine weitgehende 

Rückbildung der Erkrankungsaktivität nachgewiesen worden, wobei im PET-CT-Befund 

vom Januar 2019 weiterhin eine Aktivität im Bereich der Aorta darstellbar sei. 

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit könne derzeit noch keine abschliessende Beurteilung 

abgegeben werden, da sich die Erkrankung weiterhin im Heilungsprozess befinde (IV-

act. 38). Im Sprechstundenbericht vom 5. Juni 2019 hielt er fest, der Versicherte 

berichte über paravertebrale Beschwerden zunehmender Intensität und Schmerzen in 

mehreren Gelenken ohne klassische Entzündungszeichen. Die allgemeine 

Leistungsfähigkeit sei nicht wesentlich eingeschränkt, sodass längere Spaziergänge 

möglich seien. Es sei anzunehmen, dass die Rückenschmerzen Ausdruck der 

Entzündung seien. Daher werde die Beurteilung geändert und eine Umstellung der 

Therapie auf Tocilizumab vorgenommen (IV-act. 53).

A.d. 

Der Auftrag der IV-Stelle für ein polydisziplinäres Gutachten entfiel auf das 

Medizinische Zentrum Römerhof (MZR; Gutachten vom 9. Dezember 2019; Dr. med. 

C.___, Facharzt für Innere Medizin, Dr. D.___, Diplompsychologin Neuropsychologie, 

Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. F.___, Facharzt 

für Rheumatologie; Dr. med. G.___, Facharzt für Innere Medizin spez. Angiologie, 

A.e. 

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- Verdacht auf koronare Herzkrankheit mit Myokardinfarkt,

- Takayasu-Arteriitis mit Erstdiagnose im Juli 2017, im Verlauf und aktuell keine 

sicheren Hinweise mehr für eine Restaktivität (anamnestisch; ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit),

- Diabetes mellitus Typ 2,

- Adipositas

- chronifiziertes nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches 

Beschwerdesyndrom im Sinne einer Fibromyalgie mit tendenziell generalisierender 

Tenderpointbildung in der oberen und unteren Körperhälfte und para-panvertebral 

sowie

- minimale neuropsychologische Störung mit/bei leichten Einschränkungen der 

Aufmerksamkeit und der Impulskontrolle und leichte Einschränkungen beim verbalen 

und visuellen Gedächtnis sowie beim Arbeitsgedächtnis (zum Ganzen: IV-act. 77-7 f., 

44, 48, 69, 94).

Die Gutachter kamen zum Schluss, in der angestammten Tätigkeit im Gastrobetrieb mit 

Einsatz als Reinigungskraft mit Führungsposition bestehe aufgrund des 

weichteilrheumatischen Beschwerdebildes eine bleibende Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit um 20 %, bezogen auf ein volles Pensum, seit 2011. Diese diene dazu, 

regelmässig kurze Erholungspausen einzuhalten (IV-act. 77-9, 51). In einer weniger 

belastenden, vor allem administrativen Tätigkeit mit Wechsel zwischen sitzenden und 

stehenden Arbeitsabläufen und ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu (Fibromyalgie) 

bestehe bezogen auf ein volles Pensum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 77-10, 

52).

Dr. med. H.___, Fachärztin für Kardiologie; Untersuchungen vom 25./26. September, 

11., 15., 23. und 29. Oktober 2019; IV-act. 77). Die Gutachter erhoben im Wesentlichen 

folgende Diagnosen:

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A.f. Der RAD-Arzt Dr. J.___ nahm am 18. Dezember 2019 Stellung, das Gutachten sei 

umfassend und schlüssig. Die medizinischen Schlussfolgerungen seien 

versicherungsmedizinisch nachvollziehbar. Die Indikatoren gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung würden eingehend erörtert. Entgegen des 

erhobenen Verdachts auf koronare Herzkrankheit mit Myokardinfarkt sei jedoch 

festzuhalten, dass alle im Hinblick auf eine mögliche koronare Herzkrankheit 

durchgeführten Untersuchungen unauffällige Befunde ergeben hätten. Zwar empfehle 

die Kardiologin die Durchführung eines Coro-CTs, um eine koronare Herzkrankheit 

definitiv auszuschliessen. Der Versicherte habe jedoch in der Ergometrie 132 W leisten 

können, sodass mittelschwere Tätigkeiten möglich seien. Das empfohlene Coro-CT 

werde daran nichts ändern und das Untersuchungsergebnis müsse deshalb nicht 

abgewartet werden (IV-act. 78).

A.g. Mit Vorbescheid vom 10. Januar 2020 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens um Rente. 

Gestützt auf die gutachterlich bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 0 % (IV-act. 82). Dagegen 

erhob das Sozialamt I.___ am 10. Februar 2020 Einwand. Es machte geltend, der 

Versicherte sei körperlich stark eingeschränkt, die Schmerzen seien schubförmig und 

liessen keinesfalls eine ganztägige Arbeit zu (IV-act. 87-1). Dazu reichte es eine 

Stellungnahme von Dr. B.___ vom 4. Februar 2020 ein. Darin führte dieser aus, unter 

Einsetzung von Leflunomid und Tocilizumab habe im Herbst 2019 eine gewisse 

Stabilisierung der Erkrankung erreicht werden können. Leider sei die Kostengutsprache 

zur Fortführung der Behandlung mit Tocilizumab im Oktober 2019 ausgelaufen, womit 

die Therapie habe beendet werden müssen. In der Folge habe der Versicherte über 

eine deutliche Verschlechterung der Allgemeinsymptome, insbesondere der 

allgemeinen Leistungsfähigkeit und der Rückenschmerzen, berichtet. Es handle sich 

um eine chronische Autoimmunerkrankung, deren Verlauf günstigenfalls unter einer 

suffizienten immunsuppressiven Therapie positiv beeinflusst werden könne. Das Ziel 

der Behandlung sei die Vermeidung von Folgeschäden an den Gefässen sowie eine 

Verbesserung der Lebensqualität und eine Schmerzreduktion. Derzeit sei man von 

diesem Therapieziel noch entfernt und es sei aktuell auch nicht davon auszugehen, 

dass in den nächsten Monaten eine signifikante Besserung auftreten werde. Der 

Entscheid der IV sei nicht nachvollziehbar, da aufgrund der Krankheit zum jetzigen 

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Zeitpunkt und auch zukünftig die Erwerbsfähigkeit deutlich eingeschränkt sei (IV-

act. 87-2 f.). Der RAD-Arzt Dr. J.___ äusserte sich am 4. März 2020 dahingehend, der 

behandelnde Arzt teile keine neuen objektiven Funktionseinschränkungen mit, die 

geeignet seien, Zweifel an der Richtigkeit des erstellten Gutachtens zu wecken. 

Vielmehr gebe er lediglich die subjektiven Angaben des Versicherten wieder. 

Versicherungsmedizinisch ergebe sich aus der vorliegenden medizinischen 

Stellungnahme keine Veranlassung, von der gutachterlichen Einschätzung 

abzuweichen (IV-act. 88). Mit Verfügung vom 5. März 2020 wies die IV-Stelle das 

Rentenbegehren mangels rentenbegründender Erwerbsunfähigkeit ab. Der mit dem 

Einwand vorgelegte Bericht von Dr. B.___ vermöge das beweistaugliche Gutachten 

nicht zu entkräften (IV-act. 89).

B.

B.a. Mit Beschwerde vom 4. Mai 2020 beantragt A.___ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. M. Roos, die Verfügung vom 

5. März 2020 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, die Sache sei 

zur Vornahme weiterer Sachverhaltsabklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen und das MZR-Gutachten vom 9. Dezember 

2019 sei zu ergänzen. Er macht geltend, das Gutachten sei nicht durchgehend 

stringent und unvollständig. Aufgrund der stark auseinanderfallenden Einschätzungen 

und Beurteilung der teilweise identischen Diagnosen hätte die Beschwerdegegnerin 

weitere Abklärungen vornehmen und insbesondere die Stellungnahme von Dr. B.___ 

der Gutachterstelle mit Ergänzungsfragen unterbreiten müssen. Im Gutachten fehle 

eine Auseinandersetzung mit der diagnostizierten Takayasu-Arteriitis gänzlich. Ebenso 

seien ihm keine konkreten Aussagen zum Verlauf der Fibromyalgie während der 

vorangehenden neun Jahre zu entnehmen. Aufgrund des durchwegs positiven 

Resultats der Konsistenzprüfung sei nicht nachvollziehbar, dass sich der 

Beschwerdeführer nur subjektiv als arbeitsunfähig betrachte und objektiv keine 

Anhaltspukte für eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sein 

sollten. Der rheumatologische Gutachter habe keine körperlichen Leiden feststellen 

können und sei davon ausgegangen, dass die Beschwerden psychologisch-

psychiatrischen Ursprungs seien, während die psychiatrische Gutachterin keine 

Diagnosen stellen und keine Arbeitsfähigkeitseinschränkung habe attestieren können. 

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Die als angepasst anzusehenden Tätigkeiten erforderten eine hohe 

Konzentrationsfähigkeit und viel Durchhaltevermögen. Diese fehlten bei ihm 

nachweislich. Die Beurteilung der Gutachter zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie 

in angepasster Tätigkeit seien deshalb nicht nachvollziehbar. Die neuropsychologische 

Gutachterin habe nicht angegeben, ob bzw. inwieweit die von ihr festgestellte 

Ermüdbarkeit, Leistungseinbusse und Konzentrationsschwäche die Arbeitsfähigkeit 

einschränkten. Die Einschränkung von 0 % bzw. 20 % der Arbeitsfähigkeit sei nicht 

stringent zum vom Gutachter empfohlenen stationären Rehabilitationsaufenthalt (act. G 

1).

B.b. Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2020 beantragt die Beschwerdegegnerin, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Zur Begründung führt sie aus, entgegen den 

Ausführungen des Beschwerdeführers habe der rheumatologische Gutachter 

nachvollziehbar dargelegt, dass keine sicheren Hinweise mehr für eine Restaktivität der 

Takayasu-Arteriitis bestünden und die anfallsbedingten Beschwerden in den letzten 

Monaten abgenommen hätten. Ob die beim Beschwerdeführer vorhandenen 

Beschwerden unter der Takayasu-Arteriitis oder unter der Fibromyalgie diagnostiziert 

würden, sei irrelevant, da letztendlich die funktionellen Auswirkungen der Befunde bzw. 

Diagnosen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und damit des Rentenanspruchs 

relevant seien. Diese seien vom Gutachter berücksichtigt worden, indem er in der 

angestammten Tätigkeit eine 20%ige Reduktion der Arbeitsfähigkeit festgestellt habe. 

Dr. B.___ bringe keine neuen Tatsachen bzw. Anhaltspunkte vor, welche den 

Gutachtern entgangen wären. Aus seinen Ausführungen gehe klar hervor, dass ihm das 

polydisziplinäre Gutachten nicht vorgelegen habe, wodurch er sich auch nicht mit 

dessen Inhalt habe auseinandersetzen können. Dass die neuropsychologische 

Gutachterin keine eigene Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben habe, bewirke keinen 

Mangel des Gutachtens. Die Neuropsychologie stelle eine Hilfsdisziplin bei der 

gesamtmedizinischen Beurteilung dar und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

obliege grundsätzlich den Fachärzten und nicht den Psychologen (act. G 4).

B.c. Mit Replik vom 1. September 2020 bringt der Beschwerdeführer vor, das 

Gutachten gehe nur am Rande auf die diagnostizierte Takayasu-Arteriitis ein, stelle 

lediglich auf die eigenen Befunde ab und lasse die Krankengeschichte sowie die 

Befunde des behandelnden Arztes völlig ausser Acht. Weitere in den Teilgutachten 

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dokumentierte Beschwerden (Thoraxschmerzen, übermässiger Harndrang, Müdigkeit 

etc.) hätten keinen Eingang in die Gesamtbeurteilung gefunden. In der Stellungnahme 

vom 18. Dezember 2019 setze sich der RAD-Arzt nicht mit den beanstandeten 

Mängeln des Gutachtens auseinander. Es bestünden objektive Anhaltspunkte, dass die 

medizinischen Gutachter wichtige Beurteilungsgrundlagen nicht berücksichtigt hätten, 

was nachzuholen sei. Es sei äusserst unwahrscheinlich, dass er ausschliesslich unter 

einer Fibromyalgie leide und dass folglich die Diagnose und Behandlung des 

behandelnden Arztes falsch gewesen wären. Da die Beschwerden schubweise 

verlaufen würden, sei davon auszugehen, dass er am Tag der Untersuchung kaum 

Symptome gehabt habe. Ein erneuter Erfolg der Behandlung mit Tocilizumab sei 

ungewiss und könne nicht einfach angenommen werden. Unabhängig von der 

tatsächlichen Tagesform sei er als Folge seiner Erkrankung seit Jahren faktisch 

arbeitsunfähig. Das Gutachten berücksichtige die Auswirkung der 

neuropsychologischen Einschränkungen und der nachweislich vorliegenden schnellen 

Ermüdung sowie der Konzentrationsschwächen auf die Arbeitsfähigkeit nicht (act. G 6).

B.d. Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 7. September 2020 auf eine Duplik 

(act. G 8).

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die 

Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.  

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

1.1. 

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Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 289 E. 3.2). 

Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden 

können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 427 

E. 6). Für somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und 

gleichgestellte Diagnosen wie Fibromyalgie) und psychische Erkrankungen (wie 

namentlich Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen) ist der Beweis nach dem 

strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 145 V 226 E. 6; 

BGE 143 V 429 E. 7.2; BGE 141 V 294 f., E. 3.5 f. und S. 298, E. 4.2). Der Beweis für 

eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur 

dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen 

Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild 

einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer 

Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

1.4. 

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2.

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das MZR-Gutachten vom 

9. Dezember 2019. Strittig ist dessen Beweistauglichkeit. Im Wesentlichen hält der 

Beschwerdeführer das Gutachten für mangelhaft und unvollständig, da sich 

insbesondere der rheumatologische Gutachter zu wenig mit der vom behandelnden 

Rheumatologen gestellten Krankheit auseinandergesetzt und schlussendlich eine 

andere Diagnose als dieser gestellt habe. Zudem habe die neuropsychologische 

Gutachterin keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben, obwohl sie eine erhöhte 

Ermüdbarkeit, Leistungseinbusse und Konzentrationsschwäche festgestellt habe. 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.5. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.6. 

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Aufgrund dieser Einschränkungen sei es auch nicht nachvollziehbar, weshalb eine 

Tätigkeit im Bereich administrativer Aufgaben, welche hohe Anforderungen an die 

Konzentrationsfähigkeit stellen würde, als adaptiert erachtet werde.

 2.1. 

Der Beschwerdeführer gab im Rahmen der Begutachtung an, er leide unter 

Schmerzen am Hinterkopf, paracervikal und parathorakal (IV-act. 77-31, 36, 45, 56, 63, 

77), sowie an den Schultern bzw. im Bereich der linken Schulter und lumbal (IV-

act. 77-36, 77). Weiter berichtete er über eine verbliebene grosse, vor allem 

nachmittags auftretende Müdigkeit, derentwegen er sich jeweils nachmittags für zwei 

bis drei Stunden hinlege (IV-act. 77-30 f., 33, 56, 65, 78, 84).

2.1.1. 

Der behandelnde Dr. B.___ berichtete am 30. Januar und am 1. Februar 2019, 

aktuelle bildgebende Befunde (MRI, PET-CT) hätten eine weitgehende Rückbildung der 

Erkrankungsaktivität der Takayasu-Arteriitis nachgewiesen, wobei im Bereich der Aorta 

weiterhin eine Aktivität bzw. sehr diskrete Restentzündung darstellbar sei. Die 

Entzündungsparameter seien mit einer Ausnahme im Oktober 2018 (vgl. dazu Bericht 

vom 17. Oktober 2018, IV-act. 35-4 ff.) jeweils normal gewesen. Gemäss Bericht vom 

5. Juni 2019 waren keine weiteren Zeichen einer Entzündung (wie Fieber etc.) 

aufgetreten (IV-act. 53). Neben den Arteriitis-Befunden im engeren Sinne erwähnte 

Dr. B.___ weitere vom Beschwerdeführer geschilderte Beschwerden: Im Bericht vom 

17. Oktober 2018 ein wechselhaftes Befinden mit regelmässig auftretenden 

Gelenkschmerzen, ohne Arthritiszeichen, muskuläre Beschwerden und eine allgemeine 

Leistungseinschränkung (IV-act. 35-4 ff.), im Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2018 

eine intermittierend, schubweise auftretende, lahmlegende Müdigkeit (IV-act. 35-1 ff.), 

im Bericht vom 30. Januar 2019 weiterhin diffuse Schmerzereignisse im Bereich des 

Thorax und des Abdomens (IV-act. 38) und in demjenigen vom 5. Juni 2019 

zunehmende paravertebrale Beschwerden und Schmerzen in mehreren Gelenken (IV-

act. 53). Bezüglich der Rückenschmerzen hielt er fest, diese stünden möglicherweise 

doch im Zusammenhang mit der Entzündung und die Therapie werde folglich auf 

Tocilizumab (Actamara) umgestellt (IV-act. 48, 53). Der Beschwerdeführer gab im 

Rahmen der Begutachtung an, im Verlauf habe er unter ausstrahlenden lumbalen 

Rückenschmerzen gelitten, wobei sich seit Beginn der Medikation mit Actamara und 

Pregabalin im Juni 2019 die Häufigkeit der zwei bis drei Tage andauernden 

Schmerzanfälle deutlich reduziert habe (IV-act. 77-33, 36, entsprechend Teilgutachten 

Innere Medizin S. 8 f., und IV-act. 77-45, 79).

2.1.2. 

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Der rheumatologische Gutachter erhob als Hauptbefund eine tendenzielle 

generalisierende Tenderpointbildung an der oberen und unteren Körperhälfte und pan-

paravertebral mit einem Widespread-Index von 15 (IV-act. 77-47). Der klinische Befund 

zeigte sodann eine geringe Schmerzprovokation L4/L5 ohne radikuläre Symptomatik 

und bei unauffälligem peripherem Gelenkstatus. Im Röntgenbefund war eine diskret 

beginnende Spondylarthrose L4/L5 beidseits ersichtlich (IV-act. 77-47). Gestützt auf 

diesen Befund und die Angabe des Beschwerdeführers, es sei bei ihm bereits im Jahr 

2011 eine Fibromyalgie diagnostiziert worden, stellte der Gutachter diese Diagnose. Er 

hielt fest, als deren Symptome seien unspezifische Arthralgien mit erhöhter 

Ermüdbarkeit und subjektiv genereller Leistungseinbusse typisch (vgl. IV-act. 77-47, 

49). Hinsichtlich der Takayasu-Arteriitis befand er, es werde eine fehlende respektive 

kaum mehr vorhandene Entzündungsaktivität unter entsprechender 

immunsuppressiver Behandlung bestätigt, was als positiver Krankheitsverlauf zu 

bewerten sei (IV-act. 77-49). Das weichteilrheumatische Beschwerdebild und nicht die 

Takayasu-Arteriitis seien für die aktuellen Einschränkungen dominant (IV-act. 77-49). 

Seitens der Takayasu-Arteriitis könne aktuell keine Aktivität mehr erfasst werden, 

weshalb sie die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke. Im Rahmen der Fibromyalgie finde 

er keine strukturell fassbare Änderung am Bewegungsapparat, es handle sich um eine 

Schmerzverarbeitungs- oder -wahrnehmungsstörung. Aufgrund dieser bestehe eine 

erhöhte Ermüdbarkeit und Leistungseinschränkung, weshalb diesem Faktor des 

Beschwerdebildes in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen werden 

müsse, zumal es sich um eine eher generalisierende Form von Tenderpoints mit einem 

Widespread-lndex von 15 handle (IV-act. 77-50). In der bisherigen Tätigkeit als 

Reinigungskraft sowie in Führungsposition der Reinigungsequipe bestehe eine 

aufgrund erhöhten Pausenbedarfs um 20 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 77-51). In einer weniger belastenden, vor allem administrativen Tätigkeit im 

Wechsel zwischen Sitzen und Gehen und ohne Exposition in kalt-feuchtem Milieu sei 

der Beschwerdeführer (aus rheumatologischer Sicht) zu 100 % arbeitsfähig (IV-

act. 77-52).

2.1.3. 

Ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden der Takayasu-Arteriitis 

oder einer Fibromyalgie zuzuordnen sind, ist nicht relevant. Denn für die 

invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung massgebend ist nicht die Diagnose, 

sondern unter welchen Beschwerden die versicherte Person leidet, ob diese 

objektiviert werden können und welche Tätigkeiten der versicherten Person trotz ihrer 

gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind (BGE 136 V 281 E. 3.2.1; Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2020, 9C_524/2020, E. 5.1 mit weiteren 

2.1.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/20

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Verweisen). Es kann daher nicht als Mangel des Gutachtens angesehen werden, dass 

der Gutachter die vom behandelnden Rheumatologen gestellte Diagnose Takayasu-

Arteriitis lediglich als anamnestisch diagnostiziert anerkannte und aktuell keine 

Hinweise mehr auf eine Restaktivität feststellen konnte. Zudem begründete der 

rheumatologische Gutachter nachvollziehbar, dass keine bzw. kaum eine 

Entzündungsaktivität vorhanden seien und die unspezifischen Arthralgien mit erhöhter 

Ermüdbarkeit und subjektiv genereller Leistungseinbusse als typische Symptome einer 

bereits im Jahr 2001 schon einmal diagnostizierten Fibromyalgie zu betrachten seien 

(IV-act. 77-49 f.). Entscheidend ist indes wie dargelegt, ob die sich aus den 

Beschwerden ergebenden Einschränkungen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung 

nachvollziehbar berücksichtigt wurden. Ebenso ändert der Hinweis des 

rheumatologischen Gutachters auf die nicht ausgeschöpfte Behandlung der 

Fibromyalgie nichts an der Arbeitsfähigkeitsschätzung. Dabei handelt es sich lediglich 

um eine Empfehlung, nicht jedoch um eine Massnahme, die die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers noch verbessern könnte, zumal diese für angepasste Tätigkeiten 

gemäss dem Gutachter bereits ohne die vorgeschlagene Rehabilitation 100 % beträgt.

Aus internistischer, angiologischer und kardiologischer Sicht wurden ebenfalls 

keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit festgestellt. Die kardiologische Abklärung 

ergab eine normale systo-diastolische Funktion des linken Ventrikels. Bei der 

Fahrradergometrie war die Belastung wegen Oberschenkelschmerzen submaximal 

(Abbruch bei 132 W [63 % des Sollwertes]). Die Echokardiographie war von 

eingeschränkter Qualität, weshalb die Gutachterin zum Ausschluss einer relevanten 

Koronarstenose die Durchführung eines Coro-CT empfahl (IV-act. 77-99 f., 105). Der 

internistische Gutachter übernahm die Beurteilung der kardiologischen Gutachterin. 

Allerdings wurde die Aussage, dass bei einer Leistung von 132 W mittelschwere 

Tätigkeiten möglich seien, von ihm ergänzt (vgl. IV-act. 77-39 und IV-act. 77-100). 

Unter dieser Annahme ist schlüssig, dass er den Verdacht auf eine koronare 

Herzkrankheit als - allerdings sich nur auf die qualitative Arbeitsfähigkeit auswirkend - 

aufführte (IV-act. 77-40). Der angiologische Gutachter erhob keine Hinweise auf eine 

klinisch relevante periphere arterielle Verschlusskrankheit und keine venös auffälligen 

Befunde. Die vom Beschwerdeführer angegebenen subjektiven Beschwerden seien 

aus angiologsicher Sicht nicht erklärbar. Aus fachspezifischer Sicht sei die 

Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (IV-act. 77-59 f.). Auch diese Beurteilung ist 

mangels anderslautender Berichte behandelnder Ärzte nachvollziehbar. Der 

Beschwerdeführer bemängelt denn auch diese Teilgutachten nicht explizit.

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/20

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 2.3. 

In der psychiatrischen Begutachtung berichtete der Beschwerdeführer, dass er 

sich nebst der vorhandenen Schmerzen und der Müdigkeit psychisch gut und nicht 

bedrückt fühle (IV-act. 77-77 f.). Auch die gezielte systematische Befragung ergab 

keine weiteren relevanten aktuellen Beschwerden (IV-act. 77-84 f.). Die Schmerzen 

hätten sich unter Pregabalin gebessert, so dass dieses vor eineinhalb Monaten bei 

reduzierten Schmerzen habe abgesetzt werden können. Seither leide er beim Lesen 

und Tätigkeiten am PC unter Konzentrationsstörungen. Auch im Verlauf seien keine 

psychischen Beschwerden aufgetreten (IV-act. 77-79). Weiter schilderte der 

Beschwerdeführer, der Vater sei gegenüber ihm und seinen Geschwistern brutal 

gewesen und habe ihn trotz seines Wunsches, die kaufmännische Ausbildung zu 

absolvieren, zur Verkaufslehre gezwungen. Auch habe er ab dem siebten Lebensjahr 

helfen müssen, Zeitungen zu vertragen und beim K.___ gearbeitet (IV-act. 77-80, 82). 

Als Rüster und Kommissionierer bei der L.___ sei er nach drei Jahren zum 

stellvertretenen Abteilungsleiter befördert worden. Auch habe er eine Profikarriere als 

Gamer verfolgt und später die Billardhalle in M.___ gekauft und geführt. Wegen des 

Rauchverbots und finanzieller Scheidungsfolgen habe er Konkurs anmelden müssen. 

Ab Ende 2014 oder Anfang 2015 habe er bei der N.___ AG in einer Diskothek 

Reinigungsarbeiten verrichtet und sei nach drei Monaten zum Chef der Abteilung über 

25 Mitarbeitende und im April 2016 zum stellvertretenden Manager Assistant befördert 

worden. Er sei für administrative Belange verantwortlich gewesen, habe aber auch bei 

der Reinigung mitgeholfen. Er sei seit Juni 2017 zu 100 % krankgeschrieben gewesen 

und nach Ablauf der Sperrfrist gekündigt worden (IV-act. 77-82 f.; vgl. auch IV-

act. 77-64 f.).

2.3.1. 

In der neuropsychologischen Untersuchung fielen eine sprunghafte und nicht 

sehr differenzierte Antwortweise sowie ein unkonzentriertes Zuhören auf (IV-act. 77-65). 

Die Symptomvalidierung war unauffällig. Die Testung zeigte eine minimale 

neuropsychologische Störung bei leichten Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der 

Impulskontrolle, des verbalen und visuellen Gedächtnisses sowie des 

Arbeitsgedächtnisses (IV-act. 77-69). Die neuropsychologische Gutachterin kam zum 

Schluss, ob diese Störung beim Beschwerdeführer eine funktionelle Einschränkung 

bewirke, könne aktuell aus neuropsychologischer Sicht nicht eingeschätzt werden (IV-

act. 77-70). Während des psychiatrischen Untersuchungsgesprächs waren 

Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Langzeitgedächtnis durchgehend 

ungestört (IV-act. 77-88). Im Übrigen war der psychopathologische Befund bis auf eine 

gegebenenfalls leicht erhöhte Psychomotorik unauffällig (IV-act. 77-88 ff.). Auch die 

2.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/20

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Parameter der funktionellen Leistungsfähigkeit gemäss Mini-ICF-APP waren nicht 

beeinträchtigt (IV-act. 77-90 ff.).

Die psychiatrische Gutachterin legte dar, die Diagnosekriterien einer depressiven 

Episode seien nicht erfüllt und eine solche sei auch nie diagnostiziert worden. Die 

Schmerzen seien aus rheumatologischer Sicht erklär- und nachvollziehbar. Die 

minimalen neuropsychologischen Störungen hätten keinen wesentlichen Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 77-95). Die psychiatrische Gutachterin kam zum Ergebnis, 

aus Sicht ihres Fachgebietes bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 77-96 f.). Dies erscheint nachvollziehbar. Weder ist aktenkundig, dass der 

Beschwerdeführer psychiatrisch behandelt worden wäre, noch beklagte er – ausser der 

Schmerzen – psychische Beschwerden. Die Einschränkungen durch die Schmerzen 

wurden vom rheumatologischen Gutachter gewürdigt und - obwohl ohne strukturelles 

fassbares Korrelat (IV-act. 77-50) – von diesem bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung 

berücksichtigt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die gestellte Diagnose 

oft auch davon abhängt, aus Sicht welchen Fachgebiets sie gestellt wird: Der 

Rheumatologe wird in der Regel eine Fibromyalgie diagnostizieren, der Psychiater/

Psychotherapeut eine somatoforme Schmerzstörung (P. Henningsen, Probleme und 

offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen 

Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 06/2014, S. 515). Der rheumatologische 

Gutachter hat diese Gleichsetzung für den Beschwerdeführer ausdrücklich betont (IV-

act. 77-50). Komplementär dazu und mit Bezug auf das rheumatologische 

Teilgutachten hat die psychiatrische Gutachterin ausgeführt, es bestehe eine aus 

rheumatologischer Sicht erklär- und nachvollziehbare Fibromyalgie und auf das 

rheumatologische Teilgutachten verwiesen (IV-act. 77-95). Es trifft somit nicht zu, dass 

die Beurteilung der Schmerzen durch die Gutachter dem jeweils anderen Fachgebiet 

zugeschoben und somit nicht in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eingeflossen wäre 

oder dass sich das rheumatologische und das psychiatrische Teilgutachten 

widersprächen.

2.3.3. 

Der Beschwerdeführer bemängelt, dass die neuropsychologische Gutachterin 

keine eigene Arbeitsfähigkeitseinschätzung abgegeben habe. Sie hat die von ihr 

erhobene minimale neuropsychologische Störung als solche ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Dabei stellte sie leichte Einschränkungen der 

Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle, beim verbalen und visuellen sowie beim 

Arbeitsgedächtnis fest (IV-act. 77-69). Im Anschluss erwähnte sie, dass sich aktuell 

nicht einschätzen lasse, ob die Einschränkungen der Aufmerksamkeit beim 

Beschwerdeführer funktionell einschränkend seien (IV-act. 77-70). Hervorzuheben ist, 

2.3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/20

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dass die Einschränkungen lediglich als minimal bezeichnet wurden und sich nicht auf 

die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auswirken. Weiter hat die 

Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hingewiesen, dass es sich bei der 

Neuropsychologie nicht um eine selbständige Gutachtensdisziplin handle; 

entsprechend hat die psychiatrische Gutachterin das Ergebnis in ihre Einschätzung 

einbezogen. Es ist grundsätzlich Aufgabe des psychiatrischen Facharztes, die 

Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite 

einzuschätzen. Eine neuropsychologische Abklärung stellt lediglich – aber immerhin – 

eine Zusatzuntersuchung dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2021, 

8C_11/2021, E. 4.2, mit Verweisen). Vorliegend berücksichtigte die psychiatrische 

Gutachterin die neuropsychologische Untersuchung und hielt fest, dass die erhobene 

minimale neuropsychologische Störung keinen wesentlichen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit habe (IV-act. 77-95).

Der geschilderte Tagesablauf des Beschwerdeführers beinhaltet Spaziergänge mit 

den Hunden, Gamen, bis die Rückenschmerzen zu stark würden, sowie die 

Zubereitung einfacherer Malzeiten. Alle zwei Tage habe er Physiotherapie bzw. 

Physiofit (IV-act. 77-30 f., 65, 84). An Tagen, an denen es ihm besser gehe, könne er 

den Haushalt selbständig besorgen, an schlechteren Tagen erhalte er Unterstützung 

von Nachbarn bzw. das Essen geliefert (IV-act. 77-46, 79). Befragt zu Ferienreisen gab 

er an, im Sommer 2019 sei er mit seinem Bruder und dessen Familie in O.___ gewesen 

und vor drei Wochen habe er seine Tochter in P.___ besucht. Er reise monatlich 

dorthin. Nach der 18-stündigen Reise dorthin (mit dem Flixbus) sei er jeweils für einen 

bis zwei Tage erschöpft (IV-act. 77-84, 86). Aufgrund der Schmerzen und Erschöpfung 

sei er nicht bzw. maximal an einem Tag pro Woche arbeitsfähig (IV-act. 77-41, 59, 83). 

Als belastende Faktoren erwähnten die Gutachter, dass der Beschwerdeführer durch 

die unerwartete Takayasu-Arteriitis unvermittelt arbeitsunfähig geworden sei und sich 

aufgrund der Beschwerden, die er dieser Erkrankung zuschreibe bzw. aus somatischer 

Sicht für gänzlich arbeitsunfähig halte (IV-act. 77-41, 59, 87). Als Ressourcen werden 

eine humorvolle Haltung, ein stabiles und stützendes soziales Umfeld mit guter 

Beziehung zu seiner Lebenspartnerin und seiner Tochter, die absolvierte Ausbildung, 

die bis zur Erkrankung stetige Arbeitstätigkeit, die Motivation für seine berufliche 

Wiedereingliederung, die (wohl fremd-)sprachlichen Kenntnisse und das Fehlen 

psychischer Belastungsfaktoren genannt. Seine schwierige Kindheit habe der 

Beschwerdeführer gut verarbeitet, was für eine gute Resilienz spreche (IV-act. 77-41, 

51, 96). Zur Konsistenz hielt der internistische Gutachter fest, die vom 

Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen parathorakal beidseits und parazervikal 

rechts seien nicht nachvollziehbar und es fänden sich darüber und über eine 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/20

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verringerte Gehstrecke keine Angaben in den Akten (IV-act. 77-41). Bezüglich der 

Schmerzen cervikal links und thorakal (vgl. Angaben in IV-act. 77-36, 45, 63 und in IV-

act. 77-56, wo insbesondere auch Schmerzen im Hinterkopf- und Nackenbereich 

angegeben werden) sei eine gewisse Verdeutlichung ersichtlich (IV-act. 77-35). Der 

rheumatologische Gutachter führte aus, in vergleichbaren Lebensbereichen bestünden 

gleichmässige Einschränkungen des Aktivitätsniveaus, je nach Ausprägung des 

weichteilrheumatischen Beschwerdebildes. Der Leidensdruck sei mässig (IV-

act. 77-51). Auch aus neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht ergaben sich 

keine Hinweise auf Symptomverdeutlichung oder Aggravation (IV-act. 77-70, 71, 96). 

Die Angaben zur Häufigkeit der Schmerzattacken sind nicht übereinstimmend (im Jahr 

2018 zwei, im Jahr 2019 vier, im Juni und Juli 2019 keine [IV-act. 77-36]; im Jahr 2019 

fünf oder sechs [IV-act. 77-77]; demgegenüber die Angabe, alle zwei Tage könne er 

sich vor Schmerzen kaum bewegen [IV-act. 77-64], wobei hier eventuell ein 

Missverständnis vorliegen und die Dauer der Schmerzen gemeint sein könnte). 

Insgesamt zeigt sich ein stimmiges Gesamtbild der Einschränkungen des 

Beschwerdeführers.

Das Gutachten ist nachvollziehbar und schlüssig, berücksichtigt die geklagten 

Beschwerden und relevanten Befunde sowie die massgeblichen Indikatoren des 

strukturierten Beweisverfahrens. Auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung 

kann daher abgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeitseinschätzung überzeugt 

insbesondere, da die Schmerzattacken lediglich sporadisch auftreten. Zum Vorbringen 

des Beschwerdeführers, die attestierte Arbeitsfähigkeit von 100 % in adaptierten 

Tätigkeiten berücksichtige nicht, dass es sich dabei vorwiegend um administrative 

Tätigkeiten handle, bei denen Einschränkungen der Konzentration zu berücksichtigen 

seien, ist festzuhalten, dass solche weder die neuropsychologische (vgl. IV-act. 77-69, 

wonach Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und gewisse Aspekte des Gedächtnisses nur 

leicht eingeschränkt seien, die Konzentration aber nicht erwähnt wird) noch die 

psychiatrische Gutachterin (vgl. IV-act. 77-88) erheben konnte (vgl. auch E. 2.3.4). 

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Aufnahme einer geregelten Arbeit sei 

wegen der durch die Takayasu-Arteriitis verursachten Beschwerden verunmöglicht. 

Obwohl die Gutachter die Konsistenz durchwegs als gegeben erachteten, würden sie 

von seiner subjektiven Einschätzung abweichen, was nicht nachvollziehbar sei. Dazu ist 

festzuhalten, dass sich die Konsistenz auf die Auswirkungen der Einschränkungen 

bezieht, insbesondere auf die Frage, ob diese in sämtlichen Alltagsbereichen in 

vergleichbarer Intensität vorliegen. Die subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers 

hat demgegenüber die Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit zum Gegenstand, 

beinhaltet also zusätzlich die Auswirkung konsistenter Einschränkungen auf diese. Aus 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/20

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der gegebenen Konsistenz der Einschränkungen kann daher nicht gefolgert werden, 

dass auf die subjektive Arbeitsfähigkeitsschätzung des Beschwerdeführers abzustellen 

ist. Betreffend die Berichte der behandelnden Ärzte ist auszuführen, dass diese keine 

von den Gutachtern nicht berücksichtigten objektivierten Tatsachen enthalten, welche 

die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen vermögen. Schliesslich ist bezüglich 

der Einschätzungen behandelnder Ärzte auch in Betracht zu ziehen, dass diese als 

Beauftragte eine andere Aufgabe wahrnehmen als Gutachter und sich die Sichtweise 

dadurch unterscheidet (Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 

8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren Verweisen; BGE 135 V 470, E. 4.5). Die 

unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 

die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Entscheid des Bundesgerichts vom 17. Februar 2021, 

8C_783/2020, E. 5.2, mit Hinweisen). Wie bereits ausgeführt berücksichtigten die 

Gutachter, insbesondere auch der rheumatologische Gutachter, alle wesentlichen 

Aspekte wie die von den Behandlern gestellten Diagnosen und Befunde in ihrer 

Einschätzung (vgl. auch Diagnoseherleitung im rheumatologischen Gutachten, IV-act. 

77-49 f.). Der Sachverhalt erweist sich folglich als rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb 

entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers von weiteren Abklärungen abgesehen 

werden kann.

 2.6. 

Die behandelnden Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer ab der Diagnose der 

Takayasu-Arteriitis im Juli 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Bereits am 

27. November 2017 meldete sich der Beschwerdeführer zum Leistungsbezug an, 

womit ein allfälliger Rentenanspruch ab 1. Juli 2018 gegeben ist, sofern zu diesem 

Zeitpunkt eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit bestand (Art. 28 Abs. 1 lit. b und 

lit. c IVG; Art. 29 IVG). Der Hausarzt Dr. P.___ attestierte dem Beschwerdeführer zwar 

bis zum 28. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Arztzeugnis vom 

17. Oktober 2018, Fremdakten, act. 5-12). Im Arztbericht vom 18. April 2018 und im 

Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2018 nahm er jedoch keine eigene 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vor, sondern verwies auf die Einschätzung des 

2.6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/20

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3.  

Der Einkommensvergleich (siehe angefochtene Verfügung, IV-act. 89) wird vom 

Beschwerdeführer nicht bestritten und erweist sich nach summarischer Prüfung als 

korrekt. Der Beschwerdeführer erzielte bei der letzten Arbeitsstelle sowie früheren 

Anstellungen ein Einkommen knapp unter bzw. um das Kompetenzniveau 1 der 

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE; siehe Anhang 2 der vom Bundesamt 

für Sozialversicherungen herausgegebenen IV-Textausgabe, Ausgabe 2019, S. 228, 

basierend auf der LSE). Grundsätzlich kann damit sowohl beim Validen- als auch beim 

Invalideneinkommen vom gleichen Tabellenlohn ausgegangen und ein sogenannter 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Der Invaliditätsgrad entspricht damit dem 

Grad der Arbeitsunfähigkeit, dies unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 

Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Mai 2019, 9C_851/2018, E. 5.1, mit 

Hinweisen). Bei der gutachterlich festgesetzten Arbeitsfähigkeit von 100% in einer 

adaptierten Tätigkeit ergäbe sich selbst bei Gewährung des nach der Praxis 

höchstzulässigen 25%igen Tabellenlohnabzugs (Urteil des Bundesgerichts vom 25. 

März 2021, 9C_568/2020, E. 8.1; BGE 134 V 327 E. 5.2) kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 40%. Somit hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

Spezialarztes, namentlich des behandelnden Rheumatologen Dr. B.___ (IV-act. 20-1 ff.; 

IV-act. 35-1 f.). Dieser hielt im Verlaufsbericht vom 19. Januar 2019 fest, die 

Prednisolon-Therapie habe im Sommer 2018 beendet werden können. Bildgebend sei 

eine weitgehende Rückbildung der Entzündungsaktivität nachweisbar, die 

Entzündungsparameter seien bis auf eine Ausnahme im Oktober 2018 jeweils normal 

gewesen (IV-act. 38; vgl. auch Sprechstundenbericht vom 1. Februar 2019 (IV-act. 48). 

Im Bericht vom 5. Juni 2019 führte Dr. B.___ aus, die allgemeine Leistungsfähigkeit sei 

nicht wesentlich eingeschränkt, so dass längere Spaziergänge möglich seien. Aufgrund 

einer Zunahme der verbliebenen paravertebralen Beschwerden werde die Medikation 

auf Tocilizumab umgestellt (IV-act. 53). Gemäss Angaben des Beschwerdeführers 

anlässlich der Begutachtung führte dies zu einer weiteren Verbesserung (IV-act. 77-45; 

IV-act. 77-77). Damit erscheint die gutachterliche Einschätzung, wonach die attestierte 

Arbeitsfähigkeit während des ganzen erheblichen Zeitrahmens bestand, 

nachvollziehbar. Bei Beendigung des Wartejahres im Juli 2018 bestand bereits keine 

Arbeitsfähigkeit mehr, welche einen Invaliditätsgrad von 40 % oder mehr begründete. 

Der Beschwerdeführer hat somit auch keinen befristeten Rentenanspruch.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/20

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4.

4.1. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird ihm angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2021
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Umstritten ist die Beweiskraft eines polydisziplinären Gutachtens vom 9. Dezember 2019, welches dem unter einer arteriellen und einer koronaren Herzkrankheit sowie unter weichteilrheumatischen Beschwerden keine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit attestierte. Das Gutachten ist beweistauglich, die Beschwerde folglich abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2021, IV 2020/87).

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