# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cd97e9f-56c6-5384-b35c-75e3db01f735
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 03.11.2016 S 2015 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2015-134_2016-11-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 134

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 3. November 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ arbeitete seit 2005 im Nebenerwerb als B._____. Zusätzlich war 

er vollzeitlich als C._____ bei der D._____ AG angestellt. Aufgrund dieser 

unselbständigen Erwerbstätigkeit war er bei der Schweizerischen Unfall-

versicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert, als er am 

17. Juni 2013 mit seinem Fahrrad zu Fall kam und sich dabei an der rech-

ten Schulter verletzte. Die SUVA anerkannte für die Folgen dieses Nicht-

berufsunfalls als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft leistungs-

pflichtig zu sein und erbrachte zunächst die kurzfristigen Versicherungs-

leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. 

2. Am 18. Juni 2014 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Versicherungsleis-

tungen an. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens verneinte die 

IV-Stelle mit Verfügung vom 25. August 2016 den Anspruch von A._____ 

auf Umschulungsmassnahmen. Dagegen erhob A._____ am 28. Septem-

ber 2016 beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde 

(Verfahren S 16 123). Ob A._____ eine Invalidenrente zusteht, hat die IV-

Stelle, soweit aktenkundig, noch nicht entschieden.

3. Bereits mit Schreiben vom 10. April 2015 hatte die SUVA A._____ mitge-

teilt, eine weitere ärztliche Behandlung liesse keine wesentliche Besse-

rung des Gesundheitszustands erwarten, weshalb zukünftig keine Hei-

lungskosten mehr übernommen würden. Ausserdem sei A._____ gemäss 

ärztlicher Beurteilung nunmehr wieder in der Lage, eine leichte bis mittel-

schwere Arbeit ganztags auszuführen unter Vermeidung länger andau-

ernder Tätigkeiten mit dem rechten Arm über Brusthöhe und wiederhol-

tem Krafteinsatz mit dem rechten Arm. Vor diesem Hintergrund würden 

die Taggeldleistungen nach einer Anpassungszeit von drei Monaten per 

31. Juli 2015 eingestellt. Mit Verfügung vom 19. Juni 2015 verneinte die 

SUVA ferner den Anspruch von A._____ auf eine Invalidenrente und des-

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sen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Die dagegen erhobene 

Einsprache wies sie mit Entscheid vom 18. September 2015 ab.

4. Gegen diesen abschlägigen Entscheid gelangte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 22. Oktober 2015 mit Beschwerde an das Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden. Darin beantragte er, der Einspra-

cheentscheid der SUVA vom 18. September 2015 sei aufzuheben und die 

Sache sei im Sinne der Erwägungen zur Neuentscheidung an die SUVA 

zurückzuweisen. Eventuell sei die SUVA zu verpflichten, A._____ eine In-

tegritätsentschädigung bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bzw. mindes-

tens 40 % auszurichten sowie eine entsprechende Rente zu bezahlen. Es 

sei ein pluridisziplinäres Gutachten einzuholen, welches insbesondere die 

fachärztliche Prüfung zum Inhalt habe, ob und gegebenenfalls welche 

Tätigkeiten der Beschwerdeführer unter körperlich-funktioneller wie auch 

seelischer Belastungsberücksichtigung ausüben könne und in welchem 

Umfang er in den bisherigen Tätigkeiten arbeitsfähig sei. Zur Begründung 

brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, die SUVA habe bei 

der Festlegung des Invaliditätsgrads zu Unrecht das mit der selbständi-

gen Erwerbstätigkeit als B._____ erzielte Einkommen ausser Betracht ge-

lassen. Beim Invalideneinkommen habe sie unberücksichtigt gelassen, 

dass er seit dem Unfall vom 17. Juni 2013 nicht mehr im vormaligen Um-

fang als B._____ tätig sein könne. In seiner angestammten Tätigkeit als 

C._____ sei er sodann nur mehr zu 80 % arbeitsfähig. Zusätzlich sei er in 

seiner Leistungsfähigkeit infolge der durch den Unfall verursachten, psy-

chischen Beschwerden beeinträchtigt. Damit sei er infolge des Unfalls 

vom 17. Juni 2013 in jedem Fall zu mehr als 10 % invalid, weshalb ihm 

die SUVA eine Invalidenrente schulde. Zudem habe die SUVA es ver-

säumt, ihn für den erlittenen Haushaltsschaden zu entschädigen. 

Schliesslich stünde ihm eine Integritätsentschädigung zu, habe doch der 

Unfall vom 17. Juni 2013 seine gesundheitliche Verfassung voraussicht-

lich dauerhaft in schwerer Weise beeinträchtigt.

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5. Die SUVA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in der Ver-

nehmlassung vom 15. Dezember 2015 die Abweisung der Beschwerde. 

Zur Begründung führte sie primär aus, für die Tätigkeit als B._____ ge-

niesse der Beschwerdeführer keinen Versicherungsschutz. Die durch die-

se Tätigkeiten erzielten Einkünfte fielen daher bei der Bemessung des 

Valideneinkommens ausser Betracht. Entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers stünden dessen psychische Beschwerden sodann nicht 

in adäquatem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 17. Juni 

2013, weshalb sie dem fraglichen Unfallereignis nicht zuzuordnen seien. 

Im Übrigen stünde dem Beschwerdeführer nach der überzeugenden Be-

urteilung durch den Kreisarzt Dr. med. E._____ keine Integritätsentschä-

digung zu, da er durch den Unfall vom 17. Juni 2013 keine nennenswer-

ten Verletzungen erlitten habe. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich 

einen Haushaltsschaden geltend mache, sei anzumerken, dass die obli-

gatorische Unfallversicherung für die Hausarbeit keinen Versicherungs-

schutz biete, weshalb entsprechenden Beeinträchtigungen bei der Be-

messung der Versicherungsleistungen nicht Rechnung zu tragen sei.

6. In der Replik vom 11. Januar 2016 hielt der Beschwerdeführer an den 

gestellten Anträgen fest und setzte sich mit der Argumentation der Be-

schwerdegegnerin auseinander. Die Beschwerdegegnerin nahm dazu in 

der Duplik vom 22. Januar 2016 unter Erneuerung ihrer Anträge Stellung. 

Am 28. Juli 2016, 23. August 2016, 26. August 2016 und am 7. Septem-

ber 2016 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein. Der Be-

schwerdegegnerin wurden die entsprechenden Beweismittel zur Kenntnis 

gebracht. Sie nahm dazu am 14. September 2016 unter Aufrechterhal-

tung ihrer Anträge Stellung, wobei sie ihrerseits zusätzliche Unterlagen 

einreichte. Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

19. Oktober 2016 unter Erneuerung seiner Anträge. Die Beschwerdegeg-

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nerin verzichtete mit Schreiben vom 31. Oktober 2016 auf eine Stellung-

nahme, womit der Rechtsschriftenwechsel abgeschlossen wurde. 

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der SUVA vom 18. September 2015. Ein solcher Entscheid kann gemäss 

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons angefochten werden, in wel-

chem der Versicherte oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der 

Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt seit Jah-

ren im Kanton Graubünden, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Ver-

waltungsgerichts des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zu-

ständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist 

die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorlie-

genden Streitigkeit zu bejahen. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von die-

sem überdies berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine Beschwerdelegitima-

tion ist folglich zu bejahen. Auf die zudem frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde ist damit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

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2. a) Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer als zuständige obligatorische Unfallversicherungsge-

sellschaft eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung auszu-

richten hat. Bei der Beurteilung dieser Frage ist auf den Sachverhalt ab-

zustellen, wie er zum Zeitpunkt des Abschlusses des vorinstanzlichen 

Verfahrens am 18. September 2015 vorlag (vgl. dazu BGE 132 V 368 

E.6.1, 131 V 412 E.2.1.2.1, 129 V 1 E.1.2; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2015, 3. Aufl., Art. 52 N. 60). Freilich kann 

das Sozialversicherungsgericht aus prozessökonomischen Gründen auch 

die tatsächlichen Verhältnisse nach Erlass eines angefochtenen Einspra-

cheentscheids in die richterliche Beurteilung mit einbeziehen und den das 

Prozessthema bildenden Streitgegenstand insofern in zeitlicher Hinsicht 

ausdehnen. Dies ist indessen – analog zu den Voraussetzungen einer 

sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des durch 

die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Fra-

ge – nur zulässig, wenn der nach Erlass des angefochtenen Entscheids 

eingetretene Sachverhalt, der zu einer neuen Beurteilung der Streitigkeit 

führt, hinreichend genau erstellt ist und die Verfahrensrechte der Parteien, 

insbesondere deren Anspruch auf rechtliches Gehör, gewahrt wurden 

(BGE 130 V 138 E.2.1). Dass diese Voraussetzungen bezüglich der erst-

mals im November 2015 diagnostizierten Hautprobleme (Hautausschlag 

an der rechten Schulter [Beilagen des Beschwerdeführers {Bf-act.} 19-

24]) sowie der erstmals im Dezember 2015 dokumentierten Beeinträchti-

gungen am rechten Auge erfüllt sind, macht der Beschwerdeführer nicht 

geltend. Dies kann aufgrund der Akten denn auch ausgeschlossen wer-

den. Zwar stellte Dr. med. F._____, Facharzt FMH für Dermatologie und 

Venerologie, Ästhetische Medizin, im Arztbericht vom 27. November 2015 

Hautveränderungen fest, schliesst aber eine mögliche Allergie auf das in 

der Schulter implantierte Titan-Plättchen als Ursache für die konstatierten 

Hautveränderungen aus. Auch anderweitig führt er die fraglichen Be-

schwerden nicht auf den Unfall vom 17. Juni 2013 zurück (Bf-act. 19). Im 

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Ergebnis gleich verhält es sich für die beklagten Augenbeschwerden 

rechts, die Dr. med. G._____, Facharzt für Augenheilkunde, im Übrigen 

keiner Krankheit zuordnet, sondern diese lediglich in der vom Beschwer-

deführer geschilderten Weise wiedergibt (vgl. Auszug aus der Krankenak-

te des Beschwerdeführers [Bf-act. 26]). Die fraglichen Haut- sowie Au-

genbeschwerden, die, soweit aktenkundig, erstmals nach Abschluss des 

vorinstanzlichen Verfahrens (18. September 2015) aufgetreten sind, fin-

den im vorliegenden Verfahren daher keine Beachtung.

b) Zu prüfen bleibt, wie es sich bezüglich des neuropathischen Schmerzsyn-

droms verhält, welches Dr. med. H._____, Facharzt FMH für Neurologie, 

anlässlich der Untersuchung vom 18. April 2016 neu diagnostizierte und 

im Arztbericht vom 9. Mai 2016 schilderte (mit Stellungnahme vom 

14. September 2016 eingereicht). Dieser Befund darf im vorliegenden 

Verfahren nur ausser Betracht gelassen werden, wenn die diesem zu-

grundeliegenden Beschwerden beim Abschluss des vorinstanzlichen Ver-

fahrens nicht bestanden haben und von der Beschwerdegegnerin deshalb 

im angefochtenen Einspracheentscheid nicht beurteilt werden konnten 

(vgl. BGE 131 V 142 E.2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_889/2015 vom 

15. Januar 2016 E.2.1). Dies wird von den Verfahrensparteien nicht gel-

tend gemacht. So hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme 

vom 14. September 2016 fest, nach Beurteilung ihres erfahrenen Kreisa-

rztes habe die neurologische Untersuchung vom 18. April 2016 eine zu-

sätzliche unfallkausale Diagnose (Traumatisierung des Nervus supracla-

viculares) ergeben. Dadurch sei ein neuropathisches Schmerzsyndrom 

ausgelöst worden, das eindeutig behandlungsbedürftig sei, die bisher de-

finierte Zumutbarkeitsbeurteilung indes nicht verändere und innert drei bis 

sechs Monaten durch adäquate Behandlung erheblich verbessert werden 

könne. Diese Beurteilung ist unwidersprochen geblieben. Insbesondere 

fehlen in den Akten anderslautende ärztliche Einschätzungen. Angesichts 

der vom Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 17. Juni 2013 fort-

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während beklagen Schulterschmerzen rechts erscheint es naheliegend, 

die Beurteilung von Dr. med. H._____ im Arztbericht vom 9. Mai 2016 als 

eine neue Würdigung des beim Abschluss des vorinstanzlichen Verfah-

rens (18. September 2015) vorliegenden medizinischen Beschwerdebilds 

anzusehen, das von diesem neu teilweise auf ein neuropathisches 

Schmerzsyndrom zurückgeführt wird. Der fragliche Arztbericht wie auch 

die diesbezügliche kreisärztliche Stellungnahme vom 16. Juni 2016 sind 

im vorliegenden Verfahren demnach zu beachten. Gleiches gilt selbstre-

dend für die während des vorliegenden Verfahrens eingereichten Arztbe-

richte des Universitätsspitals Balgrist vom 10. Juni 2016, von Dr. med. 

I._____ vom 26. November 2015 und 28. Juni 2016, von Dr. med. 

K._____ vom 25. Juli 2016, die Stellungnahme von Dr. phil. L._____ vom 

26. August 2016 und die kreisärztliche Beurteilung vom 11. August 2016, 

die sich allesamt ausschliesslich oder zumindest hauptsächlich mit Be-

schwerden auseinandersetzen, die bereits im vorinstanzlichen Verfahren 

vorgebracht wurden.

3. a) Von dieser Sachlage ausgehend ist anschliessend zunächst zu prüfen, ob 

die Beschwerdegegnerin die kurzfristigen Versicherungsleistungen im 

vorliegenden Fall zu Recht per 31. Juli 2015 unter Prüfung des Anspruchs 

des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsent-

schädigung eingestellt hat. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat die zuständige 

Unfallversicherungsgesellschaft, soweit das Gesetz nichts anderes be-

stimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen zu gewähren. Als Unfall im Sinne dieser Be-

stimmung gilt laut der in Art. 4 ATSG enthaltenen Legaldefinition die plötz-

liche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Ist ein Versicherter infolge eines solches Ereignisses 

voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), hat er Anspruch auf vor-

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übergehende Versicherungsleistungen in Form von Taggeldern (Art. 16 

UVG) und der Übernahme der Kosten für die zweckmässige Behandlung 

der Unfallverletzungen (Art. 10 UVG). Kann von der Fortsetzung der ärzt-

lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

des Versicherten mehr erwartet werden und sind allfällige Eingliede-

rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen (Art. 19 

Abs. 1 UVG), hat die zuständige Unfallversicherungsgesellschaft den Fall 

unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prü-

fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsent-

schädigung abzuschliessen (vgl. BGE 134 V 109 E.4.1, 133 V 57 E.6.6.2, 

128 V 169 E.1b). Mit dem Rentenbeginn fallen der Anspruch auf Taggeld-

leistungen sowie die Gewährung der Heilbehandlung, mit Ausnahme der 

in Art. 21 Abs. 1 UVG vorgesehenen, dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 

b) Die Möglichkeit einer namhaften Besserung ist prognostisch und nicht auf 

Grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen. Der Abschluss des Fal-

les durch den Unfallversicherer setzt zudem lediglich voraus, dass von 

weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine 

ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (BGE 134 V 109 E.4.3; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E.3.2, 

8C_590/2008 vom 3. Dezember 2008 E.4.2; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ 

ANDRÉ PIERRE HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 19 S. 144). 

Wie es sich diesbezüglich verhält, beurteilt sich nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Weder die blosse Möglichkeit eines 

positiven Resultats einer weiteren Behandlung noch ein von weiteren 

Heilmassnahmen zu erwartender, nur unbedeutender therapeutischer 

Fortschrift geben Anspruch auf weitere Heilbehandlung. Ob eine weitere 

Heilbehandlung eine namhafte Besserung erwarten lässt, ist prognostisch 

und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (Urteile des 

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Bundesgerichts 8C_95/2009 vom 4. Juni 2009 E.2, 8C_590/2008 vom 

3. Dezember 2008 E.4.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 19 S. 144 f.).

c) In Bezug auf den vorliegenden Fall steht diesbezüglich in tatsächlicher 

Hinsicht fest, dass der Beschwerdeführer am 17. Juni 2013 mit seinem 

Fahrrad zu Fall kam und sich dabei multiple Prellungen sowie Schürfun-

gen und eine Gelenksluxation Tossy II rechts zuzog. Letztere musste am 

29. Oktober 2013 operativ versorgt und anschliessend fachärztlich sowie 

physiotherapeutisch behandelt wurden (vgl. Aktenzusammenfassung im 

Bericht zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL] vom 

1. Februar 2015 [Beilagen der Beschwerdegegnerin {Bg-act.} 172 S. 2-

4]). Dass sich die durch diese Behandlungen erreichte gesundheitliche 

Verfassung durch eine weitere Schulteroperation namhaft verbessern 

liesse, kann aufgrund der Akten ohne weiteres verneint werden. Dort fin-

det sich keine ärztliche Stellungnahme, die einer weiteren Schulteropera-

tion oder einer abermaligen Infiltration (AC-Gelenk und subacromial) nen-

nenswerte Besserungseffekte zuschreibt (vgl. etwa Arztbericht der Klinik 

Balgrist vom 10. Juni 2016, Arztbericht von Dr. med. K._____ vom 25. Juli 

2016, Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 26. November 2015 [Bf-

act. 17 S. 2], EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 [Bg-act. 172 S. 5]). Dage-

gen gehen sowohl der behandelnde Neurologe, Dr. med. H._____, in sei-

nem Arztbericht vom 9. Mai 2016 als auch der Kreisarzt, Dr. med. 

E._____, Facharzt (FMH) für orthopädische Chirurgie, Traumatologie des 

Bewegungsarztes, in der Stellungnahme vom 16. Juni 2016 davon aus, 

die Schmerzen des Beschwerdeführers liessen sich durch eine geeignete 

Behandlung des neuropathischen Schmerzsyndroms innert drei bis sechs 

Monaten auf ein erträgliches Mass reduzieren. Dieser zu erwartende Be-

handlungserfolg stellt jedoch nur eine namhafte Verbesserung im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 UVG dar, wenn sich hierdurch die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers mutmasslich in voraussichtlich dauerhafter Weise er-

höhen lässt (vgl. etwa BGE 134 V 109 E.4.3; Urteil des Bundesgerichts 

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8C_432/2009 vom 2. November 2009 E.5.1; RUMO-JUNGO/HOL-ZER, 

a.a.O., Art. 19 S. 144). Zu dieser Frage äussert sich Dr. med. H._____ im 

Arztbericht vom 9. Mai 2015 nicht. Dr. med. E._____ hält in seiner Stel-

lungnahme vom 16. Juni 2016 demgegenüber fest, die von Dr. med. 

H._____ erstmals diagnostizierte Schmerzsymptomatologie führe nicht zu 

einer zusätzlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit in Bezug auf die 

rechte Schulter. Deshalb könne an der bisherigen Zumutbarkeitsbeurtei-

lung festgehalten werden. Diese Einschätzung leuchtet ein, hat doch Dr. 

med. H._____ mit dem neu diagnostizierten neuropathischen Schmerz-

syndrom nur eine Erklärung für einen Teil der vom Beschwerdeführer seit 

dem Unfall vom 17. Juni 2013 beklagten Schulterschmerzen gefunden, 

die sich durch geeignete Therapie überdies erheblich reduzieren lässt. 

Die darauf zurückzuführenden Beschwerden sowie die übrigen durch das 

interessierende Unfallereignis verursachten Beeinträchtigungen stehen 

jedoch nach der Auffassung der Beschwerdegegnerin seit Juni 2015 der 

Aufnahme einer rentenausschliessenden Erwerbstätigkeit nicht mehr ent-

gegen. Trifft diese Auffassung zu, so durfte die Beschwerdegegnerin den 

Fall auf diesen Zeitpunkt hin unter Prüfung der Rentenfrage und des Inte-

gritätsschadens abschliessen, selbst wenn sich die Befindlichkeit des 

Versicherten durch die Fortsetzung der medizinischen Behandlung noch 

verbessern liesse. Daran ändert die Tatsache nichts, dass nach wie vor 

nicht rechtskräftig entschieden ist, ob der Beschwerdeführer Eingliede-

rungsmassnahmen der Invalidenversicherung beanspruchen kann (vgl. 

Sachverhalt Ziff. 2, Bf-act. 31). Denn die Beschwerdegegnerin hat bei der 

Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs nur jene beruflichen Tätigkei-

ten beachtet, die der Beschwerdeführer derzeit als noch nicht eingeglie-

derter Versicherter auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausüben kann. 

Unter diesen Umständen kann ausgeschlossen werden, dass sich der per 

Juli 2015 verfügte Fallabschluss zum Nachteil des Beschwerdeführers 

auswirkt. Deshalb ist dieses Vorgehen jedenfalls dann nicht zu beanstan-

den, wenn der Beschwerdeführer seither ein rentenausschliessendes 

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Einkommen zu erzielen vermag. Der Fallabschluss ist unter dieser Prä-

misse als zulässig anzusehen, was vom Beschwerdeführer im Übrigen 

nicht in Abrede gestellt wird.

4. a) Dieser ist jedoch der Auffassung, infolge der durch den Unfall vom 

17. Juni 2013 erlittenen Verletzungen seine angestammten Tätigkeiten 

nicht mehr ausüben zu können. Aufgrund persistierender Schulter-

schmerzen und der im Nachgang an das interessierende Unfallereignis 

aufgetretenen psychischen Beschwerden sei er nach wie vor erheblich in 

seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Die anderslautende Einschätzung 

im Bericht der Rehaklinik vom 1. Februar 2015, auf welche die Beschwer-

degegnerin abstelle, überzeuge nicht. Im fraglichen Bericht werde einer-

seits beschrieben, dass der Beschwerdeführer grosse Mühe habe, seinen 

rechten Arm – insbesondere mit mehr als fünf Kilogramm – zu belasten. 

Andererseits begnüge sich die Rehaklinik damit, dem Beschwerdeführer 

zu unterstellen, er könne bei gutem Effort eine bessere Leistung erbrin-

gen, als die in der ELF gezeigte. Diese Beurteilung stehe im Widerspruch 

zu den Berichten von Dr. med. I._____ und Dr. med. M._____. Diesen zu-

folge könne der Beschwerdeführer beschwerdebedingt mit dem rechten 

Arm nur mehr Gewichte bis zu 5 kg bis zum Bauch und 2 kg bis zur 

Schulterhöhe heben. Diese Beurteilung begründe erhebliche Zweifel an 

der Richtigkeit des im Bericht der Rehaklinik formulierten Belastungspro-

fils. Die EFL-Abklärung sei zudem von einem anderen Arzt vorgenommen 

worden, als demjenigen der den Bericht verfasst habe. Herr N._____ sei 

nur zu Beginn der EFL und am Schluss derselben anwesend gewesen. 

Der medizinische Sachverhalt sei somit unzureichend abgeklärt worden. 

Es bestünden unüberwindbare Zweifel an der Sachverhaltsdarstellung der 

Beschwerdegegnerin, weswegen ein polydisziplinäres Gutachten zu den 

unfallkausalen Beschwerden des Beschwerdeführers und der dadurch 

eingetretenen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit einzuholen sei.

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b) Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, mit der 

EFL-Abklärung liege eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers vor. In dem ergonomischen Assessment sei anhand von 

Arbeitssimulationstests (wie Heben und Tragen, Arbeit über Kopfhöhe 

oder Leitersteigen) das arbeitsbezogene Leistungsvermögen des Be-

schwerdeführers mit Blick auf dessen angestammte Tätigkeit konkret so-

wie auch generell beurteilt worden. Die EFL-Abklärung sei, wie es dem 

normalen Vorgehen entspräche, unter ärztlicher Supervision von einer er-

gotherapeutischen Fachperson durchgeführt worden. Dass eine gemein-

same Berichterstattung erfolgt sei, sei dem Beweiswert nicht abträglich. 

Vielmehr sei dies üblich und wünschenswert. Das umfassende Testver-

fahren ermögliche im Übrigen relevante Aussagen zum Leistungsverhal-

ten des Beschwerdeführers und zur Konsistenz der von ihm beklagten 

Beschwerden, wobei gerade eine allfällig zu beobachtende Sym-

ptomausweitung und Selbstlimitierung im Rahmen eines chronifizierten 

Zustands für die Bewertung der zumutbaren Belastungen bedeutsam sein 

könne. Im vorliegenden Fall hätten die Ergebnisse der EFL-Tests nicht 

der effektiven Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers entsprochen, 

weshalb bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

auch medizinisch-theoretische Überlegungen miteingeflossen seien. Im 

Gegensatz zu den behandelnden Ärzten, welche sich direkt auf die 

Schmerzangaben des Beschwerdeführers verlassen hätten, seien die 

medizinischen Fachpersonen der Rehaklinik in der Lage gewesen, auf 

der Grundlage der EFL differenziert zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-

führers Stellung zu nehmen. Die entsprechende Beurteilung sei in sich 

schlüssig und gut begründet, womit ihr voller Beweiswert zukomme. Dar-

an ändere sich nichts, wenn die behandelnden Ärzte an ihrer Beurteilung 

festhalten würden, ohne sich mit der EFL auseinanderzusetzen. Schliess-

lich könne der Beschwerdeführer aus den Abklärungsberichten der 

Kreisärzte nichts zu seinen Gunsten ableiten, da sich diese nur zur ange-

stammten Tätigkeit äusserten und kein allgemeines Belastungsprofil fest-

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legen würden. Die Beschwerdegegnerin sei im angefochtenen Entscheid 

demzufolge zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer 

aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht in einer leidensadaptierten Tätig-

keit zu 100 % arbeitsfähig sei. 

5. a) Um die aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht massgebende Arbeits-

fähigkeit eines Versicherten beurteilen zu können, sind die Unfallversiche-

rungsgesellschaft und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf Un-

terlagen angewiesen, die ihnen der Arzt und allenfalls andere Fachleute 

zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes ist es dabei, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und, sofern erforderlich, dessen Entwicklung im 

Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztli-

cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden 

Befunde zu erheben, gestützt darauf eine Diagnose zu stellen und zur 

Frage der in unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht massgebenden Ar-

beitsfähigkeit Stellung zu nehmen. Solche ärztlichen Berichte erweisen 

sich als beweiskräftig, wenn sie für die streitigen Belange umfassend 

sind, auf den erforderlichen Untersuchungen beruhen, die geklagten Be-

schwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben wurden, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten sowie in 

den daraus gezogenen die Schlussfolgerungen begründet sind 

(BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Aktenbeurteilungen, 

welche den vorgenannten Anforderungen genügen, geniessen vollen Be-

weiswert, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es nur mehr um die 

ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-

verhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E.3.2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 181/06 

vom 21. Juni 2007 E.2.3; URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der 

Invalidenversicherung, Bern 2010, Rz. 1753). An die Beweiswürdigung 

sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall – wie 

- 15 -

vorliegend – ohne Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens 

abgeschlossen werden soll. Bestehen in einem solchen Fall auch nur ge-

ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinter-

ner Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(BGE 135 V 465 E.4.4). Indes lässt die Tatsache, dass der konsultierte 

Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, für 

sich allein nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-

trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-

scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche Arzt-

berichten im Sozialversicherungsrecht haben, ist an die Unparteilichkeit 

des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum 

Ganzen BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). 

b) Die Beschwerdegegnerin liess den Beschwerdeführer mehrfach kreisärzt-

lich untersuchen (Bg-act. 157, 159, 160, 161, 162) und beauftragte in der 

Folge eine Rehaklinik mit der Evaluation der arbeitsbezogenen Leistungs-

fähigkeit des Beschwerdeführers. Im EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 

(Bg-act. 172) stellten Dr. med. Frank N._____, Facharzt FMH für Physika-

lische Medizin und Rehabilitation, sowie O._____, Therapeutin Ergono-

mie, beim Klienten als arbeitsrelevante Probleme belastungsverstärkte 

rechtsseitige Schulterschmerzen und belastungsverstärkte Rücken-

schmerzen fest. Infolge mässiger Symptomausweitung, Selbstlimitierung 

und Inkonsistenzen seien die Resultate der durchgeführten physischen 

Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht 

verwertbar (Bg-act. 172 S. 6). Es sei davon auszugehen, dass der Klient 

bei gutem Effort eine bessere Leistung erbringen könnte, als er bei den 

Leistungstests gezeigt habe. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich 

daher auch auf medizinisch-theoretische Überlegungen unter Berücksich-

tigung der Beobachtungen bei den Leistungstests. Danach sei dem Klien-

ten die Tätigkeit als C._____ ganztags zumutbar unter Ausschluss von 

- 16 -

Reparatur- und Unterhaltsarbeiten im Schnee (Bg-act. 172 S. 6). Die Ne-

bentätigkeit als B._____ sei dem Klienten ebenfalls ganztags zumutbar 

unter Vermeidung von länger dauernden Tätigkeiten mit dem rechten Arm 

über Brusthöhe und Tätigkeiten mit Krafteinsatz des rechten Arms (Bg-

act. 172 S. 6). Im Übrigen seien dem Klienten mit Blick auf die Schulter-

beschwerden leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar un-

ter Ausschluss von länger dauernden Tätigkeiten mit dem rechten Arm 

über Brusthöhe sowie mit häufig wiederholtem Krafteinsatz des rechten 

Arms. Im Hinblick auf die Rückenproblematik seien dem Klienten leichte 

Tätigkeiten mit Wechselbelastung, wahlweise stehend, gehend, sitzend 

ohne Arbeiten in länger dauernder vorgeneigter und/oder verdrehter 

Rumpfposition zuzumuten (Bg-act. 172 S. 7). Den Rückenbeschwerden 

lägen degenerative Veränderungen zugrunde, die nicht auf den Unfall 

vom 17. Januar 2013 zurückzuführen seien (Bg-act. 172 S. 5 f.). Diese 

Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens des Klienten erfolge 

aus rein somatisch-funktioneller Sicht.

c) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen Ausführungen im Be-

richt vom 1. Februar 2015 sind hinsichtlich der auf den Unfall vom 17. Ju-

ni 2013 zurückzuführenden somatischen Beschwerden, die sich mittels 

apparativ/bildgebenden Abklärungen bestätigen lassen und insofern klar 

objektivierbar sind, umfassend. Sie beruhen ausserdem auf den gesam-

ten medizinischen Vorakten und eingehenden persönlichen Untersuchun-

gen des Beschwerdeführers mit spezifischen Leistungstests des arbeits-

platzbezogenen Leistungsvermögens desselben. Die begutachtenden 

medizinischen Fachpersonen setzen sich im EFL-Bericht vom 1. Februar 

2015 zudem mit den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Beschwerden 

sowie funktionellen Beeinträchtigungen auseinander und begründen, 

weshalb sie diese in der geltend gemachten Form nicht als ausgewiesen 

ansehen. Die diesbezüglichen Ausführungen der begutachtenden Fach-

personen im EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 leuchten in der Darlegung 

- 17 -

der medizinischen Situation und den daraus gezogenen Schlussfolgerun-

gen ein. In den Akten finden sich im Übrigen keine Hinweise, die Zweifel 

an der Richtigkeit des von ihnen formulierten Belastungsprofils wecken. 

Dem EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 ist demzufolge voller Beweiswert 

zuzuerkennen.

aa) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeu-

gen. Im Hinblick auf dessen formale Einwände ist anzumerken, dass eine 

EFL in der Regel unter ärztlicher Supervision von einer physio- oder ergo-

therapeutischen Fachperson durchgeführt wird, wobei mehrere Etappen 

durchschritten werden: Eine Patienteninformation, eine auf den Gesund-

heitszustand und die beruflichen Aspekte zentrierte Anamnese, das Aus-

füllen von Fragebogen über Schmerzen und funktionelle Behinderung, ei-

ne klinische Untersuchung, funktionelle Tests sowie die Beobachtung 

(Kooperation, Leistungskohärenz, Niveau der gezeigten Leistungen, Ver-

halten gegenüber physischer Belastung und Schmerzen, Körperschema, 

Sicherheit der Durchführung). Die untersuchende Person vergleicht hier-

auf die gezeigten funktionellen Leistungen mit den physischen Anforde-

rungen der häufigsten Arbeiten am Arbeitsplatz. Schliesslich liefert sie ei-

nen Bericht, der in seinen Schlussfolgerungen über die Art, wie der Klient 

die funktionellen Tests durchgeführt hat, das erreichte globale Leistungs-

niveau, den Kooperationsgrad sowie das Kohärenzniveau der Leistungen 

Auskunft gibt und eine Schätzung der Fähigkeiten, die häufigsten Aufga-

ben am Arbeitsplatz sowie in anderen in Betracht zu ziehenden Tätigkei-

ten auszuführen, abgibt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_547/2008 vom 

16. Januar 2009 E.4.2.1). Diesen vom Bundesgericht formulierten Anfor-

derungen genügen sowohl der EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 als auch 

die diesem zugrunde liegenden Leistungstests. Dass letztere von der Er-

gotherapeutin durchgeführt wurden, ist dabei ebenso wenig zu beanstan-

den, wie die Tatsache, dass Dr. med. N._____ nur zu Anfang und am En-

de der fraglichen Leistungstests anwesend war. Die gegenteilige Auffas-

- 18 -

sung des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet. Auch ansons-

ten sind in formeller Hinsicht keine Gründe ersichtlich, um am Beweiswert 

des Berichts vom 1. Februar 2015 zu zweifeln. 

bb) Was die inhaltliche Kritik des Beschwerdeführers am EFL-Bericht vom 

1. Februar 2015 betrifft, ist einzuräumen, dass der behandelnde Sportor-

thopäde des Beschwerdeführers, Dr. med. H. I._____, Leitender Arzt, Kli-

nik für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparats, in den 

Arztberichten vom 1. April 2015 (Bg-act. 198, Bf-act. 13), 16. April 2015 

(Bg-act. 207, Bf-act. 14), 20. Juli 2015 (Bg-act. 234) und 28. Juni 2016 

(eingereicht mit Schreiben vom 23. August 2016) von Belastungsober-

grenzen bis Bauchhöhe von 5 kg und bis Schulterhöhe von 2 kg ausgeht 

und diese Beurteilung sowohl vom vormaligen Hausarzt, Dr. med. 

P._____, im Arztbericht vom 8. Juni 2015 (Bg-act. 223) als auch vom der-

zeitigen Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. M._____, Facharzt 

FMH für Allgemeinmedizin, in den Arztberichten 1. Januar 2015 (Bf-act. 

15) und vom 13. Juli 2015 (Bg-act. 232, Bf-act. 16) übernommen wird. 

Gleichermassen äussern sich sodann die behandelnde Rheumatologin, 

Dr. med. K._____, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Rheumatolo-

gie, im Arztbericht vom 25. Juli 2016 (eingereicht vom Beschwerdeführer 

mit Schreiben vom 28. Juli 2016) und die Klinik Balgrist im Arztbericht 

vom 10. Juni 2016 (eingereicht vom Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

28. Juli 2016). Dagegen nehmen die begutachtenden Fachpersonen im 

Bericht vom 1. Februar 2015 Belastungsobergrenzen von 10 kg ("Heben 

Boden zu Taillenhöhe" [Bg-act. 172 S. 8]) sowie 2.5 kg ("Heben Taillen- 

zu Kopfhöhe" [Bg-act. 172 S. 8]) an. Keiner der behandelnden Ärzte setzt 

sich indessen mit dem EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 auseinander, 

während Dr. med. N._____ im Bericht vom 21. Mai 2015 zu den von Dr. 

med. I._____ postulierten Belastungslimiten Stellung nimmt und überzeu-

gend darlegt, weshalb er dessen Einschätzung nicht für zutreffend erach-

tet und an seiner Beurteilung des Leistungsvermögens des Beschwerde-

- 19 -

führers festhält (Bg-act. 215). Die behandelnden Ärzte des Beschwerde-

führers benennen in ihren Arztberichten denn auch keine objektiv fest-

stellbaren Gesichtspunkte, welche die begutachtenden Fachpersonen bei 

ihrer Beurteilung ausser Betracht gelassen hätten und die geeignet 

wären, zu einer anderen Beurteilung der aus unfallversicherungsrechtli-

cher Sicht massgebenden, organisch objektivierbaren Unfallfolgen zu ge-

langen. Anders verhält es sich lediglich in Bezug auf den Arztbericht von 

Dr. med. H._____ vom 9. Mai 2016 (eingereicht von der Beschwerdegeg-

nerin mit Schreiben vom 14. September 2016), worin erstmals ein neur-

opathisches Schmerzsyndrom diagnostiziert wird, das auf den Unfall vom 

17. Juni 2013 zurückzuführen ist. Diese Krankheit schränkt jedoch den 

Beschwerdeführer nach der unwidersprochen gebliebenen Einschätzung 

von Dr. med. E._____ in der Stellungnahme vom 16. Juni 2016 in seiner 

Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich ein und lässt sich im Übrigen durch ge-

eignete Therapien innert drei bis sechs Monaten wesentlich verbessern 

(eingereicht von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 14. Sep-

tember 2016). Der Arztbericht von Dr. med. H._____ vom 9. Mai 2016 

weckt somit keine Zweifel an der Richtigkeit der Beurteilung des Leis-

tungsvermögens des Beschwerdeführers im EFL-Bericht vom 1. Februar 

2015

cc) Dies umso weniger, als sich in den medizinischen Akten etliche Hinweise 

auf Selbstlimitierung und Aggravation finden. So stellte Dr. med. I._____ 

in seinem Arztbericht vom 19. Dezember 2014 (Bg-act. 156) trotz der zum 

damaligen Zeitpunkt seit über anderthalb Jahren bestehenden Schulter-

problematik eine nahezu seitensymmetrische Muskelstruktur des gesam-

ten Schultergürtels fest. Bereits im Arztbericht vom 17. September 2014 

war er im Übrigen zu einem vergleichbaren Befund gelangt (Bg-act. 120). 

Sodann klagte der Beschwerdeführer laut dem Arztbericht von Dr. med. 

I._____ vom 11. Dezember 2013 über starke Schulterschmerzen, hielt 

aber eine Schmerzmitteleinnahme nicht für nötig (Bg-act. 39 S. 1). Im 

- 20 -

Weiteren beschrieb der behandelnde Physiotherapeut im Bericht vom 

11. April 2014 eine ungenügende Kooperation und stellte eine destruktive 

Einstellung fest (Bg-act. 76). Schliesslich wurde bei der EFL eine mässige 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz konstatiert (Bg-

act. 172 S. 6). Daraus ist zu folgern, dass die subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers zu seinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, wel-

che den behandelnden Ärzten primär als Grundlage für die Beurteilung 

des funktionellen Leistungsvermögens des Beschwerdeführers gedient 

haben, nur bedingt mit dessen effektivem Leistungsvermögen überein-

stimmen. Aus den vorgenannten Gründen vermögen die Arztberichte der 

behandelnden Ärzte keine Zweifel an der Richtigkeit der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im EFL-Bericht vom 1. Februar 

2015 zu wecken. Dies muss umso mehr gelten, als bei der Würdigung 

solcher Beurteilungen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher 

zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 436 E.4.5; Urteil 

des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E.4.3). 

dd) Soweit sich der Beschwerdeführer alsdann betreffend der geltend ge-

machten Arbeitsunfähigkeit auf den Bericht des Aussendienstmitarbeiters 

der Beschwerdegegnerin vom 7. Februar 2014 (Bg-act. 50, Bf-act. 18) be-

ruft, weist die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hin, dass die darin 

enthaltene Beurteilung bereits mehr als ein Jahr zurückliegt und nicht auf 

einem verbindlichen Zumutbarkeitsprofil beruht. Sie bezieht sich ausser-

dem nur auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der 

D._____ AG. Daraus kann der Beschwerdeführer folglich nichts zu seinen 

Gunsten ableiten. Die Kritik des Beschwerdeführers an der Beurteilung 

seiner Arbeitsfähigkeit im EFL-Bericht vom 1. Februar 2015 erweist sich 

demnach als unbegründet.

- 21 -

d) In Würdigung der Akten gelangt das Gericht aus den vorgenannten Über-

legungen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer infolge der organisch 

objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen in einer leichten bis mittelschweren 

Arbeitstätigkeit ganztags zu 100 % arbeitsfähig ist, wenn hiermit keine 

länger andauernden Tätigkeiten mit dem rechten Arm über Brusthöhe 

verbunden sind und kein häufig wiederholter Krafteinsatz der rechten 

Hand erforderlich ist. Dass die derzeitige psychische Verfassung des Be-

schwerdeführers, der Ausübung einer solchen Tätigkeit entgegensteht, 

kann aufgrund der Aktenlage ausgeschlossen werden. Freilich diagnosti-

zierte dessen behandelnder Psychiater, Dr. med. Q._____, Facharzt FMH 

für Psychiatrie und Psychotherapie, im Arztbericht vom 17. Juli 2015 eine 

psychische Krankheit in Form einer Anpassungsstörung mit längerer de-

pressiver Reaktion sowie eine impulsive Persönlichkeitsstruktur (Bg-

act. 231 S. 1). Er schliesst jedoch ausdrücklich aus, dass diese Krankhei-

ten die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigen (Bg-

act. 231 S. 1). Nichts anderes ergibt sich aus dem Attest von Dr. phil. 

L._____, Psychotherapeut ASP, Psychoanalytiker SGAP, vom 26. August 

2016, bei dem der Beschwerdeführer derzeit in psychotherapeutischer 

Behandlung ist (Bf-act. 30). Diese Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers stehen im Übrigen im Einklang mit der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung. Danach handelt es sich bei der Anpassungs-

störung um eine Krankheit, die zwar eine vorübergehende Einbusse an 

Leistungsfähigkeit mit sich bringen kann, der aber für sich allein kein inva-

lidisierender Charakter beizumessen ist (Urteil des Bundesgerichts 

9C_76/2012 vom 11. Juni 2012 E.2.2.1; Urteil des Eidgenössischen Ver-

sicherungsgerichts vom 25. Mai 2007 I 514/06 E.2.2.2.2). Damit ist mit 

der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

trotz persistierender Schulterbeschwerden und aufgetretenen psychi-

schen Beschwerden in einer leidensadaptierten leichten bis mittelschwe-

ren Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Weitere medizinischen Untersu-

chungen lassen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

- 22 -

keine neuen Erkenntnisse erwarten, weshalb von solchen Beweisvorkeh-

ren abzusehen und der rechtserhebliche Sachverhalt als hinreichend er-

stellt anzusehen ist (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 E.3, 124 I 208 

E.4a). Der Antrag des Beschwerdeführers auf Einholung eines polydiszi-

plinären Gutachtens ist demzufolge in antizipierter Beweiswürdigung ab-

zuweisen.

6. Der Vollständigkeit halber bleibt in Bezug auf die geltend gemachten psy-

chischen Beschwerden festzuhalten, dass die Leistungspflicht des Unfall-

versicherers – nebst dem Erfordernis eines Unfalls im Sinne von Art. 4 

ATSG – voraus setzt, dass zwischen dem Unfallereignis und der gesund-

heitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammen-

hang besteht (vgl. BGE 129 V 177 E.3). Dabei hat ein Ereignis nur dann 

als adäquate Ursache einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemei-

nen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetre-

tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 

allgemein als begünstig erscheint (vgl. BGE 129 V 177 E.3.2). Um diese 

Frage zu beantworten, ist das in Frage stehende Unfallereignis bei nicht 

organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen – wie den hier interessie-

renden psychischen Beschwerden – zunächst aufgrund des augenfälligen 

Geschehensablauf als leicht, mittelschwer oder schwer einzustufen 

(BGE 134 V 109 E.2.1; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 59). Beim 

in Frage stehenden Velounfall, der sich bei einer Geschwindigkeit von 30 

km/h ereignet hat (vgl. Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden 

vom 1. Mai 2014 [Bg-act. 101]), handelt es sich – wie die Verfahrenspar-

teien zutreffend annehmen – um einen mittelschweren Unfall im engeren 

Sinne (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 8C_90/2012 vom 12. De-

zember 2012, 8C_605/2010 vom 9. November 2010 E.6.1). Bei dieser 

Ausgangslage müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusam-

menhangs zwischen dem fraglichen Unfallereignis und allfälligen invalidi-

- 23 -

sierenden psychischen Beschwerden nach der massgeblichen Psycho-

Praxis (BGE 115 V 133) mindestens drei der in die Beurteilung mit einzu-

beziehenden Kriterien in einfacher Form oder zumindest eines der Kriteri-

en besonders ausgeprägt gegeben sein (vgl. statt vieler: Urteile des Bun-

desgerichts 8C_546/2013 vom 24. September 2013 E.3.2, 8C_897/2009 

vom 29. Januar 2010 E.4.5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 65). 

Weder das eine noch das andere trifft im vorliegenden Fall zu: So erwei-

sen sich die Begleitumstände der in Frage stehenden Streifkollision mit 

einem entgegenkommenden Velofahrer weder als dramatisch noch als 

besonders eindrücklich. Beim fraglichen Unfall hat sich der Beschwerde-

führer sodann mit den multiplen Prellungen, Schürfungen sowie einer Ge-

lenksluxation Tossy II rechts keine derart schwerwiegenden Verletzungen 

zugezogen, die erfahrungsgemäss geeignet sind, eine psychische Krank-

heit auszulösen. Eine ungewöhnlich lange Dauer der Behandlung ist vor-

liegend ebenfalls zu verneinen, zumal Dr. med. I._____ bereits im Arztbe-

richt vom 12. Mai 2014 und damit knapp ein Jahr nach dem interessie-

renden Unfallereignis keine hinreichende, organische Ursache für die be-

klagten Beschwerden finden konnte (Bg-act. 87). Zu verneinen ist aus-

serdem das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen. So sprach sich 

der Beschwerdeführer bereits im Dezember 2013 gegen eine Schmerz-

medikation aus (vgl. Arztbericht von Dr. med. I._____ vom 11. Dezember 

2013 [Bg-act. 39 S. 1]) und wies laut dem Arztbericht von Dr. med. 

I._____ vom 19. Dezember 2014 (Bg-act. 156) trotz der zum damaligen 

Zeitpunkt seit über anderthalb Jahren bestehenden Schulterproblematik 

eine nahezu seitensymmetrische Muskelstruktur des gesamten Schulter-

gürtels auf. Daraus kann geschlossen werden, dass eine regelmässige 

Belastung des Schultergürtels dem Beschwerdeführer möglich gewesen 

war und effektiv erfolgte. Dass er aufgrund der erlittenen Unfallverletzun-

gen über einen längeren Zeitraum unter Dauerschmerzen gelitten hat, ist 

daher zu verneinen. Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfol-

gen erheblich verschlimmert hätte, ist zudem ebenso wenig wie ein 

- 24 -

schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen ausgewie-

sen. Schliesslich war der Beschwerdeführer infolge der durch den Unfall 

vom 17. Juni 2013 erlittenen, organischen Verletzungen nicht besonders 

lange in erheblichem Umfang in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. 

Damit liegt im vorliegenden Fall keines der zu erfüllenden Adäquanzkrite-

rien vor (vgl. dazu im Übrigen die ausführliche Begründung der Be-

schwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 18. September 2015 [Bg-

act. 246 S. 4-6; Bf-act. 1 S. 4-6] und der Beschwerdeantwort vom 5. De-

zember 2015 S. 6 f.). Sollte der Beschwerdeführer entgegen der hier ver-

tretenen Auffassung tatsächlich unter invalidisierenden psychischen Be-

schwerden leiden, die durch den Unfall vom 17. Juni 2013 verursacht 

worden wären, so stünden diese jedenfalls nicht in adäquatem Kausalzu-

sammenhang zum fraglichen Unfall. Ihnen wäre deshalb bei der Beurtei-

lung der streitigen Versicherungsleistungen ohnehin nicht Rechnung zu 

tragen (vgl. dazu BGE 129 V 177 E.3; MONICA ARMESTO, in: STEIGER-

SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, 

Rz. 18.19). Dass die Beschwerdegegnerin die fraglichen Beschwerden 

unberücksichtigt gelassen hat, ist demnach auch insofern nicht zu bean-

standen.

7. a) Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer aufgrund der ausgewiese-

nen, somatischen Unfallfolgen in rentenbegründenden Umfang invalid ist 

(Art. 18 Abs. 1 UVG). Laut 8 Abs. 1 ATSG ist Invalidität die voraussicht-

lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-

unfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil-

weise verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

Für die Bestimmung des rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist das 

Einkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach 

- 25 -

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie-

hung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er 

nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Dieser in Art. 16 

ATSG statuierte Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen auf 

zeitidentischer Basis ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenüber gestellt werden, worauf aus der Einkommensdifferenz der an-

spruchserhebliche Invaliditätsgrad zu bestimmen ist (BGE 130 V 343 

E.3.4.2, 128 V 29 E.1). 

b) Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist dabei entscheidend, was 

der Versicherte im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder 

verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls 

der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver-

dienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bis-

herige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre 

(BGE 134 V 322 E.4.1). Diese Regelung wird für die obligatorische Un-

fallversicherung in Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 der Verord-

nung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) dahingehend abge-

ändert, als danach Behinderungen in nicht versicherten Tätigkeiten bei 

der Ermittlung des rentenbegründenden Invaliditätsgrads ausser Betracht 

zu bleiben haben (vgl. Urteile des Bundesgericht 8C_664/2007/ 

8C_713/2007 vom 14. April 2008 E.7.2.3, U 232/06 vom 6. März 2007 

E.3.3.3, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 253/96 vom 

14. September 1998 E.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18 S. 140). 

Eine nicht versicherte Tätigkeit im Sinne dieser Regelungen liegt insbe-

sondere vor, wenn ein Arbeitnehmer nebenbei eine selbstständige Tätig-

keit verrichtet, für welche er sich nicht freiwillig nach Art. 4 UVG versichert 

- 26 -

hat. Mit der in Art. 28 Abs. 2 Satz 2 UVV getroffenen Regelung soll ver-

hindert werden, dass Unfallversicherungsgesellschaften für Tätigkeiten 

Leistungen zu erbringen haben, für welche keine Prämien entrichtet wur-

den. Bei Versicherten, die zugleich eine versicherte und nicht versicherte 

Erwerbstätigkeit ausüben, sind daher die unfallbedingten Behinderungen 

in der nicht versicherten Erwerbstätigkeit unbeachtlich (Urteil des Bun-

desgerichts U 232/06 vom 6. März 2007 E.3.3.3; OMLIN, Die Invalidität in 

der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 179).

c) Im vorliegenden Fall ist unbestritten und aufgrund der Akten ausgewie-

sen, dass der Beschwerdeführer für die seit 2005 im Nebenerwerb aus-

geübte selbständige Erwerbstätigkeit als B._____ nicht freiwillig nach 

Art. 4 UVG versichert war. Die Beschwerdegegnerin hat dem hiermit er-

zielten Einkommen bei der Ermittlung des Valideneinkommens folglich zu 

Recht nicht Rechnung getragen und dieses ausschliesslich auf der 

Grundlage des vom Beschwerdeführer mit seiner unselbständigen Er-

werbstätigkeit bei der D._____ AG erzielten Lohnes mit Fr. 70'850.-- be-

ziffert (Fr. 5'450.-- x 13; Lohnjournal der D._____ AG [Bg-act. 182]). Die 

vom Beschwerdeführer gegen dieses Vorgehen erhobene Kritik erweist 

sich offensichtlich als unbegründet. Im vorliegenden Fall ist demnach von 

einem Valideneinkommen von Fr. 70'850.-- auszugehen.

d) Diesem Verdienst ist jenes Einkommen gegenüberzustellen, das der Be-

schwerdeführer in einer leichten bis mittelschweren Arbeit ganztags unter 

Vermeidung länger andauernden Tätigkeiten mit dem rechten Arm über 

Brusthöhe und häufig wiederholtem Krafteinsatz der rechten Hand auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit einer vollzeitlichen Tätigkeit erzie-

len könnte. Dabei ist primär von der konkreten beruflichen Situation des 

Beschwerdeführers auszugehen. Übt ein Versicherte indessen – wie vor-

liegend der Beschwerdeführer – keine Erwerbstätigkeit aus, ist das für die 

Bemessung des rentenbegründenden Invaliditätsgrads massgebliche In-

- 27 -

valideneinkommen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entwe-

der anhand der LSE-Tabellenlöhne oder der von der SUVA ausgearbeite-

ten DAP-Blätter zu bestimmen, wobei keine dieser beiden Methoden bei 

der Invaliditätsbemessung generell vorzuziehen ist (BGE 129 V 472 

E.4.2). Beim Abstellen auf die LSE-Tabellenlöhne sind praxisgemäss die 

standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A1) und der entsprechende 

Zentralwert (Median) zu verwenden, welche – da auf einer Arbeitszeit von 

40 Stunden beruhend – auf die jeweilige durchschnittliche Arbeitszeit um-

zurechnen sind (BGE 129 V 472 E.4.3.2, 126 V 75 E.3b/bb; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 E.2.5). Wird das Invali-

deneinkommen dergestalt auf der Grundlage der LSE-Tabellenlöhne be-

rechnet, hat das Sozialversicherungsgericht freilich der Erfahrungstatsa-

che Rechnung zu tragen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 

die selbst bei leichten Hilfsarbeiten behindert sind, im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-

mässig benachteiligt sein können. Deshalb kann es angezeigt sein, Versi-

cherten unter Berücksichtigung sämtlicher massgebenden Umstände des 

Einzelfalls (Alter, berufliche Qualifikation, Nationalität, Teilerwerbstätig-

keit) ein Abzug von den LSE-Tabellenlöhnen zuzugestehen, der auf ins-

gesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 134 V 322 E.5.2, 

126 V 75 E.5b/bb und 5b/cc).

e) Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen des Beschwerde-

führers unter Beachtung der vorangehend dargelegten Grundsätze und in 

Berücksichtigung der Zumutbarkeitsbeurteilung im EFL-Bericht vom 

1. Februar 2015 aufgrund der LSE 2012, TA 1, Kompetenzniveau 2, 

Männer, berechnet. Was der Beschwerdeführer diesem Vorgehen entge-

genhält, überzeugt nicht. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb ihm 

die Aufnahme einer entsprechenden vollzeitlichen Erwerbstätigkeit unter 

Berücksichtigung seines Alters sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten 

nicht zumutbar sein sollte. Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren un-

- 28 -

ter Verweis auf die Bestätigung der Transteam Personal AG vom 30. De-

zember 2015 (Bf-act. 11) und der Adecco vom 4. Januar 2016 (Bf-act. 12) 

geltend macht, es sei für ihn aufgrund seiner gesundheitlichen Einschrän-

kungen nahezu unmöglich, eine Arbeitsstelle zu finden, ist darauf hinzu-

weisen, dass es für die Invaliditätsbemessung nicht darauf ankommt, ob 

ein Versicherter auf den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt 

werden kann. Entscheidend ist, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft 

noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn – auf dem für ihn nach seinen 

Fähigkeiten und Möglichkeiten in Betracht fallenden Arbeitsmarkt – die 

verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprächen. 

Bei der Bemessung des Invaliditätseinkommens ist insofern von einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen, von dem angenommen wer-

den kann, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit, wie sie der Versicherte 

trotz seines invalidisierenden Gesundheitsschadens noch zu leisten ver-

mag (BGE 134 V 64 E.4.3.1, 130 V 343 E.3.3; ULRICH MEYER/MARCO 

REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bun-

desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invali-

denversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N. 131 

f.). Davon kann im vorliegenden Fall ohne weiteres ausgegangen werden, 

steht doch dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seiner unfall-

bedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein breiter Fächer an 

möglichen Arbeitstätigkeiten offen. Seinem unfallbedingt eingeschränkten 

Belastungsprofil hat die Beschwerdegegnerin alsdann mit einem Abzug 

von 5 % Rechnung getragen. Daraus ergibt sich ein Invalideneinkommen 

von Fr. 68'497.-- (Fr. 72'102.-- [Fr. 67'596.-- {12 x Fr. 5'633.--} : 40 x 41.7 

x 1.007 [2013] x 1.008 [2014] x 1.008 [2014] x 0.95), das dem Beschwer-

deführer als bei zumutbarer Anstrengung aus unfallversicherungsrechtli-

cher Sicht erzielbarer Verdienst anzurechnen ist. 

f) Wird dieses Einkommen dem Valideneinkommen von Fr. 70'850.-- ge-

genübergestellt, so resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 2'353.-- 

- 29 -

(Fr. 70'850.-- – Fr. 68'497.--), was einem gerundeten Invaliditätsgrad 

(BGE 130 V 121 E.3) von 4 % entspricht (Fr. 2'353.-- : Fr. 70'850.-- x 

100). Dem Beschwerdeführer steht folglich keine Invalidenrente zu 

(Art. 18 Abs. 1 UVG). Soweit er diesem Ergebnis entgegenhält, die Be-

schwerdegegnerin habe es versäumt, seine gesundheitsbedingte Beein-

trächtigung in der Haushaltsführung und Kinderbetreuung zu berücksich-

tigen, ist darauf hinzuweisen, dass in der obligatorischen Unfallversiche-

rung im Unterschied zur Invalidenversicherung nur erwerbstätige Perso-

nen versichert sind (Art. 1a UVG). Folgerichtig werden in Art. 18 Abs. 2 

UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 2 UVV nicht entlöhnte Tätigkeiten vom Versiche-

rungsschutz ausdrücklich ausgenommen. Auf dem Gebiet der obligatori-

schen Unfallversicherung hat deshalb eine allfällige unfallbedingte Ein-

schränkung der Fähigkeit, sich im (nicht erwerblichen) Aufgabenbereich 

im Sinne von Art. 8 Abs. 3 ATSG zu betätigen, bei der Invaliditätsbemes-

sung ausser Betracht zu bleiben (Urteil des Bundesgericht 8C_664/2007 

und 8C_713/2007 vom 14. April 2008 E.7.2.4 und 7.2.5). Die vom Be-

schwerdeführer geltend gemachte unfallbedingte Beeinträchtigung in der 

Haushaltsführung und Kinderbetreuung findet demnach bei der Invali-

ditätsbemessung keine Berücksichtigung. Bei einem Invaliditätsgrad von 

4 % kann der Beschwerdeführer folglich keine Invalidenrente beanspru-

chen. Die gegen den abschlägigen Rentenentscheid erhobene Be-

schwerde erweist sich somit als unbegründet.  

8. Streitig ist im Weiteren, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdefüh-

rer eine Integritätsentschädigung schuldet. Der Beschwerdeführer bringt 

diesbezüglich im Wesentlichen vor, die Feststellung von Dr. med. 

E._____ erlaube keine abschliessende Beurteilung des durch den Unfall 

vom 17. Juni 2013 erlittenen Integritätsschadens. Gerade weil die Schät-

zung des Integritätsschadens in den Kompetenzbereich der Ärzte fiele, 

müsste der massgebliche Sachverhalt hinreichend erstellt sein. Ergän-

zende Beweisvorkehren erwiesen sich in diesem Zusammenhang als un-

- 30 -

erlässlich. Dieser Argumentation hält die Beschwerdegegnerin entgegen, 

Dr. med. E._____ habe seine Einschätzung, wonach der Beschwerdefüh-

rer infolge des Unfalls vom 17. Juni 2013 keine nennenswerten Verlet-

zungen erlitten habe, schlüssig begründet. Den Akten sei nichts zu ent-

nehmen, das gegen seine Ausführungen spreche. Es seien keine Berich-

te von behandelnden Ärzten vorhanden, die einen Integritätsschaden an-

geben würden. Auf die Beurteilung von Dr. med. E._____ sei demnach 

abzustellen. Insofern der Beschwerdeführer auch für die psychischen Be-

schwerden eine Integritätsentschädigung fordere, sei zu beachten, dass 

die beklagten psychischen Beeinträchtigungen weder unfallkausal noch 

ausgewiesen seien. Ohnehin seien die psychischen Beschwerden nicht 

hinreichend stark ausgeprägt, um eine voraussichtlich dauerhafte und er-

hebliche Schädigung der psychischen Integrität zu begründen. 

9. a) Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine an-

gemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine dau-

ernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder psychischen Integrität 

erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung 

gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versi-

cherten Verdiensts nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere 

des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG). Die Schwere des 

Integritätsschadens beurteilt sich ausschliesslich nach dem medizinischen 

Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für 

alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Inte-

gritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich insofern 

von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nach-

teil individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird 

(BGE 124 V 29 E.3c, 115 V 147 E.1, 113 V 218 E.4b). Die Bemessung 

des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umstän-

den des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlit-

tener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Be-

- 31 -

einträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive 

Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E.1, 113 V 221 

E.4b). 

b) Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch ge-

macht. Danach gilt ein Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraus-

sichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang 

besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, un-

abhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt 

wird (Art. 36 Abs. 1 UVV). Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV gelten für die Be-

messung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Im 

Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der 

Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, 

nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b) wichtige und typische 

Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Die Medi-

zinische Abteilung der SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätli-

chen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. 

Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabel-

len stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht ver-

bindlich. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar und beachtlich (BGE 124 V 29 

E.1c, 116 V 156 E.3a; RUMO-JUNGO, a.a.O., Art. 25 S. 167).

c) Der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. E._____, Facharzt FMH 

für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

hielt am 12. Februar 2015 fest, bei der geringgradigen objektiven Beein-

trächtigung im Schulterbereich und der Symptomausweitung bestünde 

kein Integritätsschaden (Bg-act. 171). Diese Ausführungen ergänzte er 

auf entsprechende Nachfrage hin am 13. Februar 2015 dahingehend, als 

- 32 -

er ausführte, anlässlich der Untersuchung in der Rehaklinik seien belas-

tungs- und positionsabhängig verstärkte Dauerschmerzen in der rechten 

Schulterregion mit Ausstrahlung in die Oberarmaussenseite rechts bis 

zum Ellbogen festgestellt worden, gelegentlich auch in den gleichseitigen 

Vorderarm mit intermittierendem Schwellungsgefühl über dem Narbenbe-

reich (Bg-act. 181 S. 1). Nach der klinischen Untersuchung bestünden 

keine augenfällige Muskelatrophie im Schultergürtel und eine seitenglei-

che Oberarmmuskulatur. Festgestellt worden sei ausserdem höchstens 

eine leichte Druckdolenz über dem AC-Gelenk rechts mit leichter Dehis-

zenz zum Acormion hin bei Status nach Teilresektion des distalen Clavia-

culaendes. Es lägen keine AC-Instabilität und kein Klaviertastenphäno-

men vor. Bei der Beweglichkeitsprüfung seien folgende Werte festgestellt 

worden: Flexion rechts 160°, links 180°, Abduktion rechts 100°, links 

120°, Aussen-/Innenrotation rechts 60-0-80°, links 70-0-90°. Aufgrund der 

Umfangmessungen bestünde im Übrigen eine leichte Atrophie der Ober-

armmuskulatur mit einem Umfang rechts -1.6 cm gegenüber links (Bg-

act. 181 S. 1). Von dieser Befundlage ausgehend stellte Dr. med. 

E._____ in der Folge fest, im Bereich der rechten Schulter seien anläss-

lich der klinischen Untersuchung keine Unfallrestfolgen erhoben worden. 

Es sei keine schwere Arthrose des AC-Gelenks nachgewiesen und keine 

Instabilität. Eine vollständige Resektion des AC-Gelenks sei ebenfalls 

nicht durchgeführt worden. Bei mässiger Symptomausweitung, Selbstlimi-

tierung und Inkonsistenz sei die Beschwerdeschilderung mit Zurückhal-

tung zu gewichten. Aufgrund der objektiven Befunde sei kein Integritäts-

schaden ausgewiesen (Bg-act. 181 S. 2).

d) Diese Ausführungen beruhen auf der gesamten Aktenlage und sind für 

die Beurteilung des streitigen Integritätsschadens umfassend, stehen 

doch die vom Beschwerdeführer beklagten psychischen Beschwerden – 

wie dargelegt (vgl. vorstehende Erwägung 6) – jedenfalls nicht in adäqua-

tem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 17. Juni 2013, weshalb sie 

- 33 -

bei der Beurteilung des Integritätsschadens ausser Betracht zu bleiben 

haben. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass Dr. med. E._____ davon 

abgesehen hat, den Beschwerdeführer für die Beurteilung des Integritäts-

schadens persönlich zu untersuchen. Freilich ist eine persönliche Unter-

suchung für eine zuverlässige Beurteilung eines Integritätsschadens im 

Regelfall erforderlich, da die Anamneseerhebung, Symptomausweitung 

und Verhaltensbeobachtung das Kernstück der Begutachtung bildet. Im 

vorliegenden Fall hat Dr. med. E._____ den Beschwerdeführer allerdings 

bereits am 13. Februar 2014 persönlich untersucht (Bg-act. 55). Ausser-

dem war er aufgrund des EFL-Berichts vom 1. Februar 2015 in der Lage, 

sich ein vollständiges Bild über die für die Beurteilung des streitigen Inte-

gritätsschadens massgebliche medizinische Sachlage zu machen. In den 

Akten findet sich im Übrigen kein einziger Arztbericht, in dem das Vorlie-

gen eines Integritätsschadens postuliert wird. Den Beurteilungen von Dr. 

med. E._____ vom 12. sowie 13. Februar 2015 ist demnach voller Be-

weiswert zuzuerkennen. Damit gilt als erstellt, dass der Beschwerdeführer 

durch den Unfall vom 17. Juni 2013 keine erhebliche gesundheitliche Be-

einträchtigung erfahren hat. Demzufolge liegt kein Integritätsschaden vor. 

Die Beschwerdegegnerin hat folglich die Ausrichtung einer Integritätsent-

schädigung zu Recht abgelehnt. Die gegen diese Beurteilung erhobene 

Beschwerde erweist sich als unbegründet.

10. Zusammenfassend bleibt damit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

infolge der durch den Unfall vom 17. Juni 2013 erlittenen Verletzungen in 

seiner Erwerbsfähigkeit nicht in rentenbegründenden Umfang beeinträch-

tigt ist. Ebenso wenig hat er dadurch einen Integritätsschaden erlitten. Der 

angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, 

was zu dessen Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen 

Beschwerde führt.

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11. Das vorliegende Verfahren ist, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e con-

trario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 5. April 

2017 abgewiesen (8C_809/2016).