# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 531ab74c-c8fd-5626-995b-32661af155b9
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.10.2018 I 2018 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-60_2018-10-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 60

Entscheid vom 12. Oktober 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
substituiert durch MLaw C.________, ebenda,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A.1 A.________ (Jg. 1984, kroatischer Staatsangehöriger) ist in Bosnien auf-
gewachsen und hat dort eine Krankenpflegeschule besucht, welche er mit dem 
Erwerb des Diploms als Krankenpfleger/ medizinischer Techniker abgeschlossen 
hat. Im Februar 2008 reiste er in die Schweiz ein und arbeitete bis 2011 als 
Fachmann Gesundheit (FaGe) im Altersheim F.________ in G.________. Von 
April bis August 2012 war er als Krankenpfleger in einem Alterswohnheim in 
H.________ erwerbstätig. Vom 1. März 2013 bis zur Kündigung am 30. Novem-
ber 2013 arbeitete er in einem Pflegezentrum in I.________ (letzter effektiver Ar-
beitstag am 17.6.2013, vgl. IV-act. 44-9/34).

A.2 Am 25. September 2008 hatte A.________ J.________ geheiratet. Er ist 
Vater eines am ______ 2010 geborenen Sohnes. Seit Oktober 2013 lebt er ge-
trennt von der Familie (IV-act. 16-4/5).

A.3 Vom 9. bis zum 14. Oktober 2013 war A.________ im Spital K.________ 
hospitalisiert, nachdem er in alkoholisiertem Zustand gefahren und einer Polizei-
patrouille aufgefallen war, welche ihn ins Spital brachte (vgl. IV-act. 15-9/12, wo-
nach u.a. ein Status nach Suizidversuch diagnostiziert wurde). Am 28. November 
2013 meldete er sich bei der IV-Stelle Schwyz zur Früherfassung wegen Morbus 
Behçet und wegen psychischer Probleme an (IV-act. 1). Am 18. Dezember 2013 
folgte die Anmeldung zur beruflichen Integration/Rente. Die gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen wurden mit Behçet-Krankheit, Schmerzen in den Augen und 
Rheuma umschrieben (IV-act. 6-6/7).

B. Im Auftrag der IV-Stelle Schwyz wurde A.________ am 7. und 9. Septem-
ber 2015 im ärztlichen Begutachtungsinstitut (D.________) allgemeininternis-
tisch, ophthalmologisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht. Das po-
lydisziplinäre Gutachten wurde am 26. Oktober 2015 erstattet (IV-act. 44). Die 
D.________-Gutachter führten als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, eine mittelgradige bis 
schwere depressive Episode sowie einen Verdacht auf eine entzündliche rheu-
matische Systemerkrankung unklarer Ätiologie auf. Unter weitere Diagnosen oh-
ne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde u.a. auf einen schädlichen Cannabis-/ 
Alkoholkonsum, Spielsucht, Bulima nervosa, anlagebedingte Fehlsichtigkeit, 
chronische Benetzungsstörung hingewiesen (IV-at. 44-25/34). Hinsichtlich Ar-
beitsfähigkeit kamen die D.________-Gutachter zum Ergebnis, dass die psychi-
sche Symptomatik im Vordergrund stehe und diese zu einer vollständigen Ar-
beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Krankenpfleger führe sowie zu 
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80% in sämtlichen Verweistätigkei-

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ten ohne Patientenkontakt. Als medizinische Massnahme wurde eine teilstationä-
re psychiatrische Behandlung in einer Tagesklinik über einen Zeitraum von 3-6 
Monaten empfohlen mit allmählicher beruflichen Wiedereingliederung nach Bes-
serung des psychischen Zustandsbildes (IV-act. 44-26f./34).

Am 18. Dezember 2015 gelangte der RAD-Arzt Dr.med. univ. Dr.phil. 
L.________ zum Ergebnis, dass auf das psychiatrische Teilgutachten wegen 
grundlegender Mängel nicht abgestellt werden könne. Namentlich seien die ICD-
Kriterien für die gutachterlich diagnostizierte emotional-instabile Persönlichkeitss-
törung nicht erfüllt (IV-act. 47-4/11).

C. Nach einem ablehnenden Vorbescheid vom 8. Januar 2016 (IV-act. 50) 
und Einwänden von A.________ (IV-act. 53) teilte die IV-Stelle am 16. Septem-
ber 2016 mit, dass nach Absprache mit RAD-Arzt L.________ vorerst eine Alko-
hol- und Cannabis-Abstinenz von 6 Monaten gefordert werde (IV-act. 56). 
A.________ stimmte diesem Vorgehen am 20. September 2016 zu (IV-act. 57).

Am 14. November 2016 unterschrieb A.________ eine Eingliederungsvereinba-
rung für ein Arbeitstraining (vom 21.11.2016 bis 20.5.2017) bei der Einrichtung 
Impuls (u.a. mit dem Ziel, eine Steigerung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 50% auf 100% in 6 Monaten zu erreichen, vgl. IV-act. 75). Die IV-Stelle 
Schwyz erteilte am 6. Dezember 2016 Kostengutsprache und sprach für die 
Dauer des Arbeitstrainings Taggelder zu (IV-act. 78).

Die Präsenzzeit betrug anfangs 50% (12:30-16:15 Uhr) und ab 1. Februar 2017 
60% (08:15-11:45 Uhr, 12:30-14.15 Uhr, IV-act. 96-2/4, Ziff.6). Am 21. März 2017 
wurde das Arbeitstraining vorzeitig beendet, nachdem A.________ oft gefehlt 
hatte (44 Absenzen: krank mit Arbeitszeugnis am 1./2.12.2016, 13.-23.12.2016, 
9.-20.1.2017, 25./26.1.2017, 6./7.2.2017 und 15.-17.2.2017; Unfall mit Arztzeug-
nis vom 20.-24.2.2017; medizinische Abklärungen vom 7.12.2016, 30.1.2017 und 
21.2.2017; Absenzen vom 6.-10.3.2017 mit Begründung "fehlendes Geld für ÖV"; 
ab 14.3.2017 krank gemeldet ohne Arztzeugnis, vgl. IV-act. 96-2/4, Ziff. 5). Im 
Schlussbericht vom 24. März 2017 wurde festgehalten, dass das Ziel der Steige-
rung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50% auf 100% nicht habe erreicht 
werden können (IV-act. 96-4/4).

D. Eine Abklärung am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM) 
mit Haaranalyse und Bericht vom 17. August 2017 ergab einen starken chroni-
schen Alkoholkonsum (Etyhlglucuronid-Konzentration von 60 pg/mg, IV-act. 116). 
Der RAD-Arzt T. Hongler (Allg. Innere Medizin) empfahl am 19. September 2017 
eine erneute polydisziplinäre Begutachtung (IV-act. 117-8/8). Die ausgeloste 
Gutachterstelle (M.________) erstattete am 15. Februar 2018 ein interdiszi-

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plinäres Gutachten (Innere Medizin, Neuropsychologie, Ophthalmologie, Psych-
iatrie sowie Rheumatologie). Die M.________-Gutachter diagnostizierten u.a. ak-
zentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen und narzisstischen Antei-
len (ICD-10 Z73.1), psychologische und Verhaltensfaktoren i.S. einer Krankheits-
verarbeitungsstörung bei Problemen am Bewegungsapparat (ICD-10: F54), eine 
Bulimia nervosa (ICD-10:F50.2) sowie einen hochgradigen Verdacht auf eine 
entzündlich-rheumatische Systemerkrankung, am ehesten eine undifferenzierte 
Spondylarthritis (IV-act. 128-67/85). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten/ bisherigen Tätigkeit (Krankenpfleger) und für Verweistätigkeiten wur-
de einzig aus psychiatrischer Sicht eine Rendementsverminderung von 20% at-
testiert, derweil aus rheumatologischer und ophthalmologischer Sicht eine Ein-
schränkung verneint wurde (IV-act. 128-80/85).

Am 23. März 2018 beurteilte der RAD-Arzt Dr.med. E.________ das polydiszi-
plinäre M.________-Gutachten als nachvollziehbar und schlüssig (IV-act. 129-
10/10). 

E. Mit Vorbescheid vom 25. April 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Leis-
tungsbegehren abzuweisen (siehe IV-act. 133). Dagegen liess A.________ am 
16. Mai 2018 Einwände erheben (IV-act. 134). Mit Verfügung vom 7. Juni 2018 
verwies die IV-Stelle auf die Einschätzung des RAD, wonach der Versicherte ei-
ne verbleibende verwertbare Arbeitsfähigkeit von 80% in der angestammten und 
in einer Verweistätigkeit aufweise, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen 
werde. Falls der Versicherte Unterstützung bei der Verwertung der Restarbeits-
fähigkeit wünsche, habe er ein separates Gesuch mit Motivationsschreiben ein-
zureichen (IV-act. 135).

F. Gegen die am 11. Juni 2018 eingegangene Verfügung liess A.________ 
rechtzeitig am 11. Juli 2018 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit 
den folgenden Anträgen:

1. Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 2018 sei 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei berufliche Eingliederung (Berufsbe-
ratung, Arbeitstraining, Umschulung etc.) zu gewähren. Die Beschwerdegegne-
rin sei zu verpflichten, die für die Auswahl der Eingliederungsmassnahmen 
nötigen Abklärungen vorzunehmen. 

2. Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzu-
weisen. 

3. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Es 
sei RA B.______ als seinen unentgeltlichen Rechtsvertreter einzusetzen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 

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G. Mit Vernehmlassung vom 23. August 2018 beantragte die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdefüh-
rers. Dazu nahm der Beschwerdeführer am 29. August 2018 Stellung. Die IV-
Stelle äusserte sich noch in einer weiteren Eingabe vom 6. September 2018. Am 
24. September 2018 folgte die Honorarnote des Rechtsvertreters.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. In der Beschwerde wird die Gewährung von beruflichen Eingliederungs-
massnahmen (Berufsberatung, Arbeitstraining etc.) beantragt. Diesbezüglich 
machte der Beschwerdeführer bereits am 16. Mai 2018 geltend, dass seine Ein-
gliederungsfähigkeit nicht in Frage zu stellen sei (IV-act. 134). Ihm schwebe eine 
Umschulung zum Lüftungsmonteur vor, eine bereits früher versuchsweise aus-
probierte Tätigkeit, welche er grundsätzlich bewältigen könne.

Demgegenüber hielt die Vorinstanz in der Verfügung vom 7. Juni 2018 fest, 
gemäss M.________-Gutachten sehe sich der Versicherte selber nicht als ar-
beitsfähig, was die Motivation für Eingliederungsmassnahmen in Frage stelle. Für 
Unterstützung bei der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit könne der Versicherte 
ein separates Gesuch mit Motivationsschreiben einreichen.

In der Folge ist zu prüfen, ob die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht einen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen verneint hat. 

1.1 Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte haben 
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet 
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die 
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind 
(vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. a und b Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG, 
SR 831.20). Die Eingliederungsmassnahmen umfassen unter anderem Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 8 Abs. 3 
lit. abis IVG) und weitere berufliche Massnahmen, konkret Berufsberatung, erst-
malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe 
(Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG). Als Integrationsmassnahmen gelten gezielte, auf die be-
rufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozial-beruflichen Rehabilita-
tion und Beschäftigungsmassnahmen (Art. 14a Abs. 2 IVG). Das Arbeitstraining 
stellt eine Integrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede-
rung im Sinne von Art. 14a Abs. 2 IVG dar (Bundesgerichtsurteil 9C_892/2011 v. 
21.9.2012 Erw. 3.2). Anspruch auf solche Integrationsmassnahmen haben Versi-
cherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50% arbeitsunfähig 

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sind, sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnah-
men beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Anspruch 
auf Berufsberatung haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl 
oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind (Art. 15 IVG). An-
spruch auf erstmalige berufliche Ausbildung haben Versicherte, die noch nicht 
erwerbstätig waren (Art. 16 Abs. 1 IVG). Anspruch auf Umschulung haben Versi-
cherte, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die 
Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 
Abs. 1 IVG), wobei die leistungsspezifische Invalidität (vgl. Art. 4 Abs. 2 IVG) 
rechtsprechungsgemäss erst dann als eingetreten gilt, wenn eine bleibende oder 
längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20% vorliegt (vgl. Ulrich Mey-
er/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., 
Zürich 2014, S. 201 unten, mit Hinweisen). Anspruch auf Arbeitsvermittlung ha-
ben arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind (Art. 18 Abs. 1 
lit. a IVG). Die Invalidenversicherung kann einer versicherten Person versuchs-
weise einen Arbeitsplatz für längstens 180 Tage zuweisen (Arbeitsversuch), um 
die tatsächliche Leistungsfähigkeit der versicherten Person im Arbeitsmarkt ab-
zuklären (Art. 18a Abs. 1 IVG). Versicherten, die im Rahmen der Arbeitsvermitt-
lung einen Arbeitsplatz gefunden haben, kann während der erforderlichen An-
lern- oder Einarbeitungszeit ein Einarbeitungszuschuss entrichtet werden (Art. 
18b Abs. 1 IVG). Schliesslich kann eingliederungsfähigen invaliden Versicherten 
eine Kapitalhilfe zur Aufnahme oder zum Ausbau einer Tätigkeit als Selbständi-
gerwerbende gewährt werden (Art. 18d IVG).

1.2 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG nimmt der Versicherungsträger die notwen-
digen Abklärungen zur Beurteilung des Leistungsbegehrens von Amtes wegen 
vor. 

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurtei-
len. Der Arzt hat auch dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeit der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel-
che Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 
125 V 256 Erw. 4; BGE 105 V 156 Erw. 1). 

Zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs 
steht der IV-Stelle der Regionale ärztliche Dienst (RAD) zur Verfügung. Dieser 
setzt die für die IV nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähig-
keit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Auf-
gabenbereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Hierfür kann die IV-Stelle unter 

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anderem Experten sowie medizinische und berufliche Abklärungsstellen beizie-
hen (Art. 59 Abs. 3 IVG).

In der Mehrzahl der Fälle stützt der RAD seine Beurteilung auf die vorhandenen 
ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit 
an sich kein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen (Bundesgerichtsur-
teil 9C_164/2013 vom 4.9.2013 Erw. 3.2.1; VGE I 2012 52 vom 14.8.2012 Erw. 
6.1; VGE I 2011 124 vom 14.12.2011 Erw. 3.7).

1.3 In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (Art. 
61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweis-
regeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Beweismit-
tel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; BGE 122 V 160 f. Erw. 1c mit 
Hinweisen).

1.4 Im Übrigen ist zu beachten, dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf den 
bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier 7.6.2018) eingetre-
tenen Sachverhalt abzustellen ist (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_158/2010 vom 
29.6.2010 Erw. 4.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 132 V 215 Erw. 3.1.1, S. 220). 

2.1.1  Der Beschwerdeführer macht geltend, das am 21. November 2016 begon-
nene Arbeitstraining sei entgegen seinem Wunsch am 21. März 2017 vorzeitig 
beendet worden, obwohl im M.________-Gutachten ein Anspruch auf berufliche 
Eingliederung festgehalten worden sei (Beschwerde. S. 5 oben). Sinngemäss 
beantragt er damit die Weiterführung des (vorzeitig beendeten) Arbeitstrainings. 

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2.1.2  Im Schlussbericht des Vereins Impuls vom 24. März 2017, welcher die für 
den Zeitraum vom 21. November 2016 bis 20. Mai 2017 vorgesehene und am 
21. März 2017 vorzeitig beendete Integrationsmassnahme betrifft, wurde zur Be-
endigung u.a. sinngemäss ausgeführt, der Versicherte sei vom 6. bis 10. März 
2017 mit der Begründung "fehlendes Geld für ÖV-Kosten" nicht erschienen und 
ab 14. März 2017 habe er wegen Krankheit gefehlt, ohne dass er ein entspre-
chendes Arztzeugnis einreichte (IV-act. 96-2/4). Angesichts der gesundheitlich 
sowie anderweitig bedingten Fehlzeiten des Beschwerdeführers sei eine Beurtei-
lung seiner beruflichen Kompetenzen nicht möglich. Die Fachleitung kam zur 
Einschätzung, dass der Beschwerdeführer zwar seine anfänglich eher geringe 
Arbeitsleistung im Verlauf geringfügig zu steigern wusste und dass er ab März 
2017 über die formalen Voraussetzungen zur aktiven Stellensuche verfügte. Bei 
deutlich eingeschränkter Belastbarkeit und häufigen Absenzen erscheine die Ar-
beitsfähigkeit des Beschwerdeführers allerdings sehr fraglich. Auch bei Anwe-
senheit bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit. Hinsichtlich seiner berufli-
chen Ausrichtung bestünden keine klaren Vorstellungen. Generell erschwere die 
verminderte Belastbarkeit/ Flexibilität eine Einsetzbarkeit im Arbeitsmarkt. Seine 
gesundheitliche Problematik dürfte sich weiter limitierend auf die Suche nach ei-
ner Anschlusslösung auswirken. Eine realitätsbezogene Einschätzung über die 
vom Beschwerdeführer erreichbaren und zumutbaren Tätigkeiten sei unter den 
gegebenen Umständen nicht möglich. Seine beruflichen Perspektiven seien wei-
terhin ungewiss, auch hinsichtlich des Umstandes, wonach gemäss Mitteilung 
des IV-Eingliederungsberaters ein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen ver-
neint worden sei (IV-act. 96-4/4).

2.1.3  Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Unterlagen führt zum Er-
gebnis, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu Recht einen An-
spruch auf Wiederaufnahme der vorzeitig abgebrochenen Eingliederungsmass-
nahme verneint hat. Vor Gericht legte der beanwaltete Beschwerdeführer nicht 
dar, weshalb er ab dem 14. März 2017 dem Arbeitstraining ohne ärztliches Attest 
und damit unentschuldigt fernblieb. Unbehelflich ist die Mitteilung des Beschwer-
deführers an den IV-Berater mit E-Mail vom 23. März 2017, wonach es ihm da-
mals psychisch nicht gut gegangen sei (IV-act. 98-1/5 unten), da er nach den 
konkreten Umständen und bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen musste, 
dass Krankheitsabsenzen zu bescheinigen sind (wie er dies mehrfach vorneh-
men liess, vgl. IV-act. 96-2/4 oben). Sodann kann er daraus, dass er in der Wo-
che vom 6. bis 10. März 2017 mangels Geld für Fahrkarten nicht zur Arbeit er-
schien, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da es grundsätzlich seine Sache ge-
wesen wäre, sich rechtzeitig um Fahrkarten zu kümmern, zumal aktenkundig ist, 
dass der Versicherte bis Ende Februar Reisegutscheine der IV bezogen hatte 

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(vgl. IV-act. 98-2/5 unten). Den diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz in 
ihrer Vernehmlassung (Ziffer 8) ist uneingeschränkt beizupflichten.

Abgesehen davon hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 3) zutreffend 
darauf hingewiesen, dass sich die M.________-Gutachter die häufigen Absenzen 
des Beschwerdeführers vom Arbeitstraining aus versicherungspsychiatrischer 
Sicht nicht erklären konnten und für die Gutachter ein relevanter eingliederungs-
anamnestischer Leidensdruck nur bedingt nachvollziehbar war (vgl. M.________-
Gutachten vom 15.2.2018 S. 59 = IV-act. 128-60/85). 

2.1.4  Soweit der Beschwerdeführer seine (v.a. am Schluss unentschuldigten) 
Absenzen beim Arbeitstraining sinngemäss damit begründet, dass es zu Verzö-
gerungen bei der Auszahlung der IV-Taggelder gekommen sei (vgl. E-Mail des 
Beschwerdeführers vom 4.4.2017 = Bf-act. 2), ist ihm entgegenzuhalten, dass er 
bereits am 15. Januar 2017 (weniger als 2 Monate nach Beginn des Arbeitstrai-
nings) über 30 Absenzen (krankheitsbedingt) angesammelt hatte, so dass ihm ab 
diesem Datum für weitere Unterbrüche keine Taggelder mehr ausgerichtet wur-
den (vgl. IV-act. 94-1/3 unten i.V.m. Art. 20quater Abs. 2 lit. a IVV). Da der Be-
schwerdeführer im Januar und Februar 2017 nur jeweils wenige Tage am Ar-
beitstraining teilnahm, fielen diese Taggeldzahlungen dementsprechend gering 
aus (vgl. IV-Taggeld-Verfügungen vom 3.1.2017 und 3.2.2017 = IV-act. 86f.). Im 
Übrigen musste dem Beschwerdeführer bewusst sein, dass bei anhaltend unent-
schuldigten Absenzen Taggelder entfallen und schliesslich mit einem Abbruch 
des Arbeitstrainings zu rechnen war. Dass solche Absenzen eine mangelhafte 
Motivation nahelegen, bedarf keiner zusätzlichen Begründung. 

2.1.5  Ferner kann auch der geltend gemachte Tod eines Onkels nicht als Recht-
fertigung dienen, da dieser Onkel gemäss Beschwerdeführer am 17. März 2017 
verstorben ist (vgl. Bf-act. 2), indes die massgebenden, nicht hinreichend be-
gründeten Absenzen bereits ab 6. März 2017 aufgetreten sind (siehe oben).

2.1.6  Aus diesen dargelegten Gründen durfte die Vorinstanz zu Recht auf eine 
unzureichende subjektive Eingliederungsbereitschaft des Beschwerdeführers 
schliessen und diese Eingliederungsmassnahme beenden. Dass sich daran in 
der Zwischenzeit etwas massgeblich geändert hat, ist nach der Aktenlage nicht 
ersichtlich.

2.2 Zudem beantragt der Beschwerdeführer eine berufliche Umschulung. 

2.2.1  Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe 
der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig 
und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 

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versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmög-
lichkeit zu vermitteln (BGE 122 V 79 Erw. 3b/bb, 99 V 35 Erw. 2; ZAK 1988 S. 
468 Erw. 2a, 1984 S. 91 oben). Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden 
Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, 
sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit 
(BGE 122 V 79 Erw. 3b/bb; ZAK 1988 S. 470 Erw. 2c, 1978 S. 517 Erw. 3a). Ei-
ne annähernde Gleichwertigkeit im Sinne einer Momentaufnahme einzig unter 
dem Aspekt der Verdienstmöglichkeit genügt indes nicht. Vielmehr dürfte die 
annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und der neuen 
Tätigkeit auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden 
Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (Bundesge-
richtsurteil 9C_994/2009 vom 22.3.2010 Erw. 4 mit Hinweisen; vgl. auch VGE I 
2011 163 vom 15.3.2012 Erw. 3.3.1).

Subjektive Berufsneigungen allein im Sinne eines Wunschberufs vermögen kei-
nen Umschulungsanspruch zu begründen (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O. N 33 zu 
Art. 8 IVG mit Verweis auf Urteil EVG I 849/02vom 13.7.2004). Es ist nicht Auf-
gabe der IV, einen beeinträchtigten Versicherten in eine bessere beruflich-
erwerbliche Stellung zu führen, als er sie vorher innehatte. Von dieser Regel ist 
ausnahmsweise abzuweichen, wenn Art und Schwere des Gesundheitsschadens 
und ihre beruflichen Auswirkungen derart schwer wiegen, dass nur eine vergli-
chen mit der vor dem Invaliditätseintritt ausgeübten Erwerbstätigkeit anspruchs-
vollere Ausbildung zu einer optimalen Verwertung der Arbeitsfähigkeit führt 
(Meyer/Reichmuth, a.a.O., N 15 zu Art. 8 m.w.H.; vgl. Art. 6 Abs. 1bis IVV).

2.2.2  Gemäss dem M.________-Gutachten ist der Beschwerdeführer aus psy-
chischen Gründen dauerhaft zu 20% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, 
womit diese Voraussetzung einer Umschulung erfüllt ist (vgl. vorn Erw. 1.2). In-
des setzt der Umschulungsanspruch als weitere Voraussetzung voraus, dass die 
in Aussicht genommene Massnahme eingliederungswirksam ist, was bedeutet, 
dass sie zu einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beiträgt (Meyer/Reichmuth, 
a.a.O., N 49 zu Art. 17 IVG mit Verweis auf ZAK 1992 364 Erw. 2b). Dem Be-
schwerdeführer schwebt eine Umschulung zum Lüftungsmonteur vor oder eine 
Arbeit im grafischen Bereich. Am liebsten würde er nachts und alleine arbeiten, 
da er nicht gerne mit vielen Menschen zusammen sei (IV-act. 128-24f./85). Er hat 
in Bosnien das Diplom als Krankenpfleger/ medizinischer Techniker erworben. 
Dieser Ausbildungsabschluss ist gleichwertig zur schweizerischen Ausbildung als 
gelernter Fachangestellter Gesundheit (Sekundarstufe II [ISCED 3C]), was mit 
der Verfügung des Schweizerischen Roten Kreuzes vom 7. Juli 2010 anerkannt 
bestätigt worden ist (IV-act. 101-1/2). 

11

Im vorliegenden Fall hat der beanwaltete Beschwerdeführer nicht substantiiert 
dargelegt, dass mit der Umschulung zum Lüftungsmonteur oder im grafischen 
Bereich im Vergleich zur bisherigen Ausbildung als Fachangestellter Gesundheit 
eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erreicht werden könnte (v.a. auch bezo-
gen auf die Verdienstmöglichkeiten). Eine solche Annahme ergibt sich auch nicht 
aus den vorliegenden Akten. Soweit der Beschwerdeführer (hinsichtlich der 
annähernden Gleichwertigkeit) das von der Vorinstanz für die Taggeldberech-
nung herangezogene Jahreseinkommen von Fr. 62'400.-- bestreitet, er mithin 
geltend macht, dass er vor Eintritt der Invalidität ein höheres Einkommen erzielt 
habe (da er angeblich eine Kaderposition als Abteilungsleiter bei einem Alters-
heim innegehabt habe) und ihm invaliditätsbedingt im Pflegebereich keine 
gleichwertigen Stellen offen stünden, weshalb er umzuschulen sei, kann dieser 
Argumentation nicht gefolgt werden. Zum einen verweist die Vorinstanz zu Recht 
auf den IK-Auszug (Vi-act. 13), in welchem die Einkommen des Beschwerdefüh-
rers seit 2008 aufgeführt sind. Daraus erhellt, dass das herangezogene Jahres-
einkommen von Fr. 62'400.-- sicherlich nicht zu tief ausgefallen ist. Weitere Ab-
klärungen bezüglich einer allfälligen früheren Kaderposition sind nicht notwendig. 
Zum andern ist der sinngemässen Argumentation der Vorinstanz beizupflichten, 
wonach der Beschwerdeführer nach einer Umschulung (zum Lüftungsmonteur 
oder Grafiker) grundsätzlich kein höheres Einkommen erzielen könnte, als ihm 
dies im angestammten Pflegebereich (in welchem er eine mehrjährige Berufser-
fahrung mit einem gleichwertigen Abschluss wie ein gelernter Fachangestellter 
Gesundheit aufweist) möglich wäre. 

2.2.3  Soweit in der Beschwerde eingewendet wird, die Anforderungen an das 
Pflegepersonal seien in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen und es herrsche 
grosser Leistungs- und Zeitdruck, ist zu beachten, dass ein zunehmender Leis-
tungsdruck am Arbeitsplatz grundsätzlich im ganzen Arbeitsmarkt zu beobachten 
ist und mithin auch die angesprochenen Branchen (Lüftungsmonteure/ Grafiker) 
betrifft. 

2.2.4  Der Beschwerdeführer beantragt sodann aufgrund der langen Berufsab-
wesenheit eine Wiedereinschulung nach Art. 17 Abs. 2 IVG. Indessen übersieht 
er, dass eine solche Massnahme im Arbeitstraining zu erblicken ist, für welches 
die Vorinstanz am 6. Dezember 2016 Kostengutsprache erteilt hatte (vgl. VGE I 
2011 163 vom 15.3.2012 Erw. 3). Es kann auf die bereits gemachten Ausführun-
gen (Erw. 2.1.1 ff.) verwiesen werden.

2.2.5  Unbehelflich sind auch die im Zusammenhang mit dem Umschulungsan-
spruch gemachten Einwände gegen das M.________-Gutachten. Es liegt kein 

12

Widerspruch darin vor, wenn die Gutachter dem Beschwerdeführer einerseits ei-
ne Rendementverminderung von 20% in der angestammten (wie auch einer ad-
aptierten) Tätigkeit attestieren und anderseits festhalten, dass der Versicherte in 
wohlwollender Umgebung ohne allzu grossen Leistungsdruck arbeiten sollte (IV-
act. 128-80/85). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, lassen sich auch im 
Pflegesektor solche (wohlwollenden) Arbeitsumgebungen finden, was in erster 
Linie vom Arbeitgeber bzw. Vorgesetzen abhängt. Im Übrigen bietet gerade der 
Pflegesektor zahlreiche Möglichkeiten für Nachtarbeiten, was einem Wunsch des 
Beschwerdeführers entspricht. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der Be-
schwerdeführer heute phasenweise als Hilfsarbeiter bei Lüftungsinstallationen 
arbeitet (Beschwerde S. 4 Mitte) und auch in dieser Tätigkeit ein gewisser Leis-
tungsdruck gegeben ist. Es leuchtet nicht ein, weshalb dem Beschwerdeführer 
eine geeignete Arbeit in seiner angestammten Tätigkeit, in welcher er über einen 
Ausbildungsabschluss verfügt, nicht möglich sein soll. Die Vorinstanz hat diesbe-
züglich in der Vernehmlassung ihr Angebot für eine Arbeitsvermittlung erneuert.

2.2.6  Der Beschwerdeführer macht weitere Mängel des M.________-
Gutachtens geltend. So fehlten darin fundierte Aussagen zu allfälligen Ein-
schränkungen aus allgemeininternistischer und psychiatrischer Sicht. Diesem 
Einwand kann nicht gefolgt werden; es ist auf die zutreffenden Ausführungen in 
der Vernehmlassung (S. 4 Ziff. 13 und 14) zu verweisen. Das M.________-
Gutachten äussert sich ausführlich zum Ergebnis der D.________-Gutachter und 
es finden sich sowohl Beurteilungen aus allgemeininternistischer wie auch aus 
psychiatrischer Sicht (IV-act. 128-19/85). Aus psychiatrischen Gründen wurde 
dem Beschwerdeführer gutachterlich eine Rendementverminderung von 20% at-
testiert. Welche allgemeininternistischen Pathologien mit (zusätzlichem) Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit bestehen sollen, wird vom beanwalteten Beschwerdefüh-
rer nicht dargelegt. Hinzu kommt, dass es ihm aktuell nach eigenen Angaben 
möglich ist, phasenweise als Hilfsarbeiter bei Lüftungsinstallationen zu arbeiten, 
was ebenfalls gegen das Vorliegen von allgemeininternistischen Pathologien mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit spricht.

2.3 Aus den genannten Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. 

3. Zu prüfen bleibt der Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltli-
cher Rechtsverbeiständung. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und  
Rechtsverbeiständung (Art. 61 lit. f ATSG) setzt die Bedürftigkeit der gesuchstel-
lenden Partei, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren (vgl. dazu 

13

BGE 129 I 129 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen) sowie die sachliche Gebotenheit des 
Beizugs eines Anwalts voraus (BGE 132 V 200 Erw. 4.1 und Erw. 5.1.3).

Im vorliegenden Fall sind diese Voraussetzungen erfüllt. Die Bedürftigkeit ist 
durch die aufgelegten URP-Akten (Bf-act. 4-7) hinreichend ausgewiesen. Aus 
den vorinstanzlichen Akten ergibt sich zudem, dass der (kindsunterhaltspflichti-
ge) Beschwerdeführer von der Fürsorgebehörde an seinem Wohnsitz finanziell 
unterstützt wird. Sodann kann das Verfahren nicht als aussichtslos bezeichnet 
werden und auch die Gebotenheit einer Vertretung erscheint gegeben. Dem Be-
schwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwalt lic.iur. B.________ (substitu-
iert durch MLaw C.________) ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für Rechtsan-
wälte (GebTRA; SRSZ 280.411) abzustellen, welcher für das Honorar in Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 
8'400.-- vorsieht. Nach § 2 GebTRA ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der 
Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung so-
wie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen.

Gemäss § 6 Abs. 1 GebTRA kann eine Partei eine spezifizierte Kostennote über 
ihre Tätigkeit und ihre Auslagen einreichen. Erscheint sie angemessen, ist sie 
der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu legen. Andernfalls wird die Ver-
gütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt. Über die Angemessenheit 
der Kostennote ist nach dem Gebührentarif auch dann zu befinden, wenn der 
Anwalt als unentgeltlicher Rechtsvertreter tätig ist (§ 6 Abs. 3 GebTRA). 

Der Rechtsvertreter hat eine Kostennote von Fr. 2'114.60 (inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) eingereicht, welche (auch hinsichtlich des zeitlichen Aufwands) 
nicht übersetzt erscheint und deswegen anerkannt wird. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Von einem Inkasso wird derzeit abgesehen, nachdem ihm die unentgeltli-
che Prozessführung gewährt wird (siehe nachfolgend).

3. Dem Beschwerdeführer wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) 
gewährt und Rechtsanwalt lic.iur. B.________ als unentgeltlicher Rechts-
beistand bestellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar 
(inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 2'114.60 zu entrichten.

4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- und die 
Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von Fr. 2'114.60 dem 
Gericht zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP). 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A). 

Schwyz, 12. Oktober 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Oktober 2018