# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96762ef8-519c-546e-b584-57e63ba82e35
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-10
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 10.11.2011 SBK.2011.257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2011-257_2011-11-10.pdf

## Full Text

64 Obergericht 2011 

19 Art. 135 Abs. 2 StPO 
Weder das Bundesrecht noch das kantonale Recht räumen gesetzlich 
einen Anspruch auf Leistung einer Akontozahlung an den amtlichen Ver-
teidiger ein. Eine Ausnahmesituation ist nur dann zu bejahen, wenn ohne 
Ausrichtung einer Akontozahlung die Wirksamkeit der amtlichen Vertei-
digung nachgerade in Frage gestellt ist. In einer derartigen Situation 
besteht allerdings auch nur Anspruch auf Deckung der notwendigen 
laufenden Kosten. 

Aus dem Entscheid des Obergerichts, Beschwerdekammer in Strafsachen, 
vom 10. November 2011 i.S. M.B. gegen Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau 
(SBK.2011.257). 

20 Art. 146 Abs. 1, 147 StPO 
Aufgrund des in Art. 146 Abs. 1 StPO statuierten Grundsatzes der ge-
trennten Einvernahme besteht kein Anspruch von beschuldigten Perso-
nen, Zeugen oder Auskunftspersonen, bei der Einvernahme von Mitbe-
schuldigten, anderen Zeugen oder Auskunftspersonen anwesend zu sein. 
Wird das Konfrontationsrecht nachträglich eingeräumt, so werden die 
Teilnahmerechte der Parteien nach Art. 147 Abs. 1 StPO respektiert. 

Aus dem Entscheid des Obergerichts, Beschwerdekammer in Strafsachen, 
vom 19. Mai 2011 i.S. K.J. gegen Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm 
(SBK.2011.91). 

Aus den Erwägungen 

2. 
2.1. 
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist die Verweigerung der 

Teilnahme des Beschwerdeführers zusammen mit seiner amtlichen 
Verteidigerin oder jene seiner amtlichen Verteidigerin allein an der 
Einvernahme des Mitbeschuldigten (…).