# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 846a5eb3-0c25-5345-8e6f-485f4711ac4c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2010 D-2626/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2626-2010_2010-04-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2626/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______, Nigeria,
alias A._______, geboren B._______, Sudan,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 31. März 2010 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2626/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im Sudan gebo-
ren wurde, seit dem Jahre 2006 in seinem Heimatstaat Nigeria lebte, 
diesen Staat im April 2007 Richtung D._______ verliess, seine Reise 
nach  einem mehrmonatigen  Aufenthalt  per  Schiff  fortsetzte  und  am 
17. Oktober  2007 nach Italien gelangte,  wo er  erfolglos ein  Asylver-
fahren durchlief,

dass er am 26. Dezember 2009 illegal in die Schweiz einreiste, wo er 
gleichentags im E._______ ein Asylgesuch stellte, 

dass die italienischen Behörden den Beschwerdeführer am 7. Februar 
2008 daktyloskopisch erfassten, 

dass  er  am  11.  Januar  2010  im  EVZ  summarisch  zu  seinen  Asyl-
gründen befragt wurde, wobei er darlegte, sein Vater sei bei Streitig-
keiten um ein Grundstück getötet worden, worauf er sich am 15. April 
2007 gemeinsam mit seinem Onkel an der Familie des Täters gerächt  
und drei Söhne der besagten Familie getötet habe,

dass ein überlebender Sohn der Familie Polizeibeamter gewesen sei, 
weshalb er seither in Nigeria gesucht werde,

dass ihm sein Onkel zur Flucht geraten habe, worauf er das Land noch 
im gleichen Monat verlassen habe, 

dass er in Italien keinen Platz zum Schlafen gefunden habe, weshalb 
er sich zur Weiterreise in die Schweiz entschlossen habe,

dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu einer allfälligen 
Wegweisung  nach  Italien  und  zu  einem  möglichen  Nichteintretens-
entscheid gewährt wurde,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird, 

dass  das  BFM  die  italienischen  Behörden  am 20.  Januar  2010  um 
Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass von den italienischen Behörden bis dato keine Antwort einging,

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dass das BFM mit Verfügung vom 31. März 2010 - eröffnet am 9. April 
2010 - in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
nach Italien spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist sowie 
den Vollzug anordnete und festhielt, eine allfällige Beschwerde gegen 
diese Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass das BFM zur Begründung anführte, aus dem Fingerabdruckver-
gleich mit der Datenbank EURODAC gehe hervor, dass der Beschwer-
deführer am 7. Februar 2008 in F._______ (Italien) ein Asylgesuch ein-
gereicht habe, 

dass Italien gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkom-
men  [DAA,  SR  0.142.392.68]) und  auf das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass bis  dato keine Stellungnahme aus Italien eingegangen sei  und 
der Termin für die Stellungnahme laut Art. 20 Abs. 1 Bst. c der Verord-
nung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festle-
gung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, 
der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, den ein Staatsan-
gehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Dublin-
II-Verordnung)  verfristet  sei,  was  als  stillschweigende  Zustimmung 
Italiens gelte,

dass die Rückführung, -  vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
(Art. 20 Abs. 1 Bst. d Dublin-II-Verordnung) oder Verlängerung (Art. 20 
Abs. 2 Dublin-II-Verordnung) - bis spätestens zum 5. August 2010 zu 
erfolgen habe, 

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dass dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2010 das rechtliche Gehör 
gewährt worden sei, wobei er ausgesagt habe, es würden keine Grün-
de gegen die italienische Zuständigkeit und gegen seine Wegweisung 
nach Italien bestehen, 

dass der Wegweisungsvollzug nach Italien durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 16.  April  2010  (Post-
stempel)  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  einreichte  und  be-
antragte,  es  sei  die  Verfügung  des  BFM vollumfänglich  aufzuheben 
und das Asylgesuch gutzuheissen, eventualiter sei die Wegweisungs-
verfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er in prozessualer  Hinsicht um Wiederherstellung der aufschie-
benden Wirkung und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersuchte,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass mit  Telefax vom 19. April  2010 der Vollzug der Wegweisung im 
Rahmen einer vorsorglichen Massnahme (Art. 56  VwVG) ausgesetzt 
wurde,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 20. April  2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-

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schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin das 
Gutheissen des Asylgesuchs beantragt wird,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-

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führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass  aufgrund  der  Abklärungen  des  BFM  feststeht  und  vom  Be-
schwerdeführer auch nicht bestritten wird, dass er am 7. Februar 2008 
in  F._______  (Italien)  ein  Asylgesuch  einreichte  und  von  den 
italienischen Behörden daktyloskopisch erfasst wurde, 

dass  angesichts  des  zuvor  festgestellten  Sachverhalts  und  der  ein-
schlägigen Staatsverträge (vgl. DAA, Dublin-II-Verordnung und Verord-
nung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit 
Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des 
Rates [Dublin-DVO]) Italien als  für  die Durchführung des Asylverfah-
rens zuständig zu erachten ist, 

dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 20. Janu-
ar 2010 um Übernahme des Beschwerdeführers bis dato unbeantwor-
tet  liessen,  wodurch  die  Fiktion  der  Zustimmung zur  Aufnahme ent-
steht (vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), 

dass  das  BFM  aufgrund  dieser  Sachlage  zu  Recht  folgerte,  Italien 
habe den Beschwerdeführer zurückzuübernehmen,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe sinngemäss 
geltend macht, im Fall einer Überstellung nach Italien drohe ihm eine 
unzulässige  Abschiebung  nach  D._______,  womit  er  einen  Verstoss 
gegen Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) befürchtet, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  festhält,  dass 
Italien sowohl Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli  1951 über 
die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und der EMRK 
ist und keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, dass sich Italien nicht 
an die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen hält,

dass  Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche pri -
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen, 

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dass die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die 
Betreuung der  Flüchtlinge  im Flughafen Fiumicino  (Rom) organisiert 
und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbietet,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür er -
sichtlich  sind,  der  Beschwerdeführer  würde  im Falle  einer  Rückkehr 
nach Italien dort in eine existenzielle Notlage geraten,

dass vor diesem Hintergrund die weitergehenden Ausführungen in der 
Rechtsmitteleingabe, wonach es die italienischen Behörden nicht inter-
essiere, was nach seiner Ausweisung passiere, sondern lediglich wich-
tig sei, dass er sich nicht mehr in Italien aufhalte, jeglicher Grundlage 
entbehren,

dass der Verweis des Beschwerdeführers auf ein Abkommen Italiens 
mit D._______, das Italien erlaube, Personen, die wie er per Boot nach 
G._______  gekommen  seien,  früher  oder  später  nach  D._______ 
zurückzuschicken,  vorliegend  unbehelflich  ist,  da  Italien  gemäss 
eigenen Angaben des Beschwerdeführers sein Asylgesuch prüfte,

dass überdies darauf hinzuweisen ist, dass der Europäische Gerichts-
hof  für  Menschenrechte  (EGMR)  in  zwei  Verfahren die  Überstellung 
von zwei  erwachsenen Männern  nach Italien bejahte (vgl. European 
Council  on  Refugees  and  Exiles  /ECRE  Information  Note;  EctHR 
Interim Measures (Rule 39) to stop Dublin transfers, S. 2),

dass ferner - entgegen den diesbezüglich pauschalen und undifferen-
zierten Einwänden in der Beschwerde - davon auszugehen ist, der in  
Italien  gestellte  Asylantrag  des  Beschwerdeführers  sei  in  einem 
rechtsstaatlich korrekten Verfahren geprüft und abgelehnt worden,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  keine  anderen  Gründe  vorbringen 
kann, die die Zuständigkeit  der Schweiz zur Durchführung des Asyl- 
und  Wegweisungsverfahrens  nach  sich  ziehen  würden  beziehungs-
weise die der Ausreise in den Drittstaat entgegen stünden,

dass weder angesichts der Verhältnisse in Italien noch zufolge der in -
dividuellen Situation des Beschwerdeführers Anlass zur Ausübung des 
Selbsteintrittsrechts  im  Sinne  von  Art. 3  Abs. 2  Dublin-II-Verordnung 
besteht, 

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens im Sinne von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG, bei dem es um ein Überstellungsverfahren in den für die 
Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Mitgliedstaat  handelt,  system-
bedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art 44 
Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 - 4 des Bundesgesetzes vom 16.  De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20),

dass  nämlich  die  Frage  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
vielmehr  bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber 
stattfinden  muss,  namentlich  im  Rahmen eines  allfälligen  Selbstein-
trittsrechts im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung, welches, 
wie vorstehend ausgeführt wurde, nicht zur Anwendung gelangt,

dass das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung nach Italien zu 
Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der Hauptsache der Antrag 
auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegen-
standslos wird,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent -

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geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet einer 
allfälligen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- den H._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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