# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d57286c4-9888-55d4-bc76-f4d826be3d2d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2010 E-2488/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2488-2010_2010-04-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2488/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Markus König,
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
unbekannte Staatsangehörigkeit (bzw. Bangladesch),
vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 26. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2488/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 3. August 2004 ein erstes Asylgesuch 
in der Schweiz stellte, zu dessen Begründung er im Wesentlichen Pro-
bleme aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Minderheit der Bihari geltend 
machte,

dass das BFM mit  Verfügung vom 8. Juni  2005 das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers abwies und seine Wegweisung sowie deren Voll-
zug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom 16. Februar 2010 
(E-4497/2006)  eine  gegen  die  Verfügung  vom  8. Juni  2005  ein-
gereichte Beschwerde vom 11. Juli 2005 abwies,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom 18. März 2010 beim BFM ein zweites Asylgesuch einreichte,

dass er  zu dessen Begründung im Wesentlichen geltend machte,  er 
sei  Bihari  und  habe  sein  Leben  vor  der  Flucht  in  die  Schweiz  in 
B._______, Dhaka in Bangladesch verbracht,

dass er nach dem Erhalt  des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 16. Februar 2010 im Hinblick auf die Rückreise nach Bangladesch 
an die bangladeschische Vertretung in der Schweiz gelangt sei, wo er 
einen  Antrag  betreffend  Regularisierung  seiner  Staatsangehörigkeit 
sowie Ausstellung eines Reisepasses ausgefüllt habe,

dass dieser Antrag durch die Vertretung Bangladeschs mit Schreiben 
vom (...) mit der Begründung abgewiesen worden sei, der Beschwer-
deführer habe nicht für die bangladeschische Staatsangehörigkeit op-
tiert,

dass der Beschwerdeführer nicht verstehe, was mit diesem Schreiben 
genau  gemeint  sei,  dieses  ihm  aber  widersprüchlich  erscheine,  so 
dass weitere  Abklärungen  im Rahmen eines  zweiten Asylverfahrens 
zwingend erforderlich seien,

dass  weitere  Ausführungen  zur  Frage  seiner  Flüchtlingseigenschaft 
und der Asylgewährung erst nach vollständiger Abklärung des rechts -
erheblichen Sachverhalts gemacht werden könnten,

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dass  aber  aufgrund  der  Weigerung  der  Gewährung  der  Staats-
angehörigkeit  Bangladeschs  feststehe,  dass  es  ihm  unmöglich  sein 
werde,  von den heimatlichen Behörden Schutz vor Verfolgung durch 
andere Personen zu ersuchen,

dass mit  dem Schreiben der  bangladeschischen Vertretung vom (...) 
die Schutzunwilligkeit der bangladeschischen Behörden bewiesen sei, 
weshalb seine Flüchtlingseigenschaft zu bejahen sei,

dass der Beschwerdeführer zum Beweis seiner Vorbringen ein Schrei-
ben  der  "Permanent  Mission  Of  Bangladesh"  in  Genf  vom (...)  ein -
reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 26. März 2010 in Anwendung von 
Art. 32  Abs. 2  Bst. e  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31)  auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  das  am 
3. August  2004  eingeleitete  Asylverfahren  sei  seit  dem  16. Februar 
2010 rechtskräftig abgeschlossen,

dass  dem  Beschwerdeführer  kein  Reisepass  oder  Ersatzreise-
dokument habe ausgestellt werden können, weil das dazu notwendige, 
vom  Aussenministerium  in  Dhaka  beglaubigte  "National  Certificate" 
vom Beschwerdeführer zuvor nicht beschafft worden sei,

dass es dem Beschwerdeführer obliege, dieses zu beschaffen und da-
mit bei der bangladeschischen Vertretung in der Schweiz einen Pass-
antrag zu stellen,

dass diesbezüglich keine weiteren Abklärungen notwendig seien oder 
der  Rechtsvertretung  zur  Einholung  einer  Stellungnahme  durch  die 
Vertretung Bangladeschs eine Frist einzuräumen sei,

dass aus dem Umstand, dass dem Beschwerdeführer kein Reisepass 
ausgestellt worden sei, kein "hypothetisches Verfolgungsmotiv" seitens 
der  bangladeschischen  Behörden  seit  dem  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgericht vom 16. Februar 2010 hergeleitet werden könne,

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dass bezüglich der Rechte der Biharis auf die Ausführungen im Urteil  
des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Februar 2010 verwiesen wer-
den könne,

dass sich mithin aus den Akten keine Hinweise ergeben würden, dass 
nach dem Abschluss des ersten Verfahrens Ereignisse eingetreten sei -
en, die die Flüchtlingseigenschaft zu begründen vermöchten oder die 
für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. April 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, es sei ihm vollumfängliche Einsicht in die Akten betreffend 
das erste Asylverfahren, eventualiter das rechtliche Gehör betreffend 
dieser Akten zu gewähren,

dass ihm nach der  Gewährung der  vollständigen Akteneinsicht  oder 
des  rechtlichen  Gehörs  eine  angemessene  Frist  zur  Beschwerde-
ergänzung zu gewähren sei,

dass die Verfügung des BFM vom 26. März 2010 aufzuheben und zur 
Neubeurteilung  und  zur  vollständigen  und  richtigen  Abklärung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts zurückzuweisen sei,

dass eventualiter auf das Asylgesuch einzutreten, subeventualiter dem 
Beschwerdeführer als Flüchtling Asyl zu gewähren, subsubeventualiter 
die Unzulässigkeit,  respektive Unzumutbarkeit  respektive Unmöglich-
keit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen sei,

dass  dem  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  vor  der  Gut-
heissung  der  Beschwerde  beziehungsweise  vor  einem  anderen 
Endentscheid in dieser Sache eine angemessene Frist zur Einreichung 
einer  detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteient-
schädigung einzuräumen sei,

dass auf die Begründung der gestellten Begehren, soweit erforderlich, 
in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass die Akten am 15. April 2010 beim Bundesverwaltungsgericht ein-
trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass  es  im  Asylbereich  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968  über 
das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass mithin auf den Subeventualantrag, es sei dem Beschwerdeführer 
als  Flüchtling  Asyl  zu  gewähren,  von  vornherein  nicht  eingetreten 
werden kann,

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Anträge in Bezug 
auf  die Gewährung der Einsichtnahme in die Akten des erstinstanz-
lichen  ersten  Asylverfahrens  geltend  macht,  es  sei  "offensichtlich", 
dass  sich  das  BFM  in  seinen  Ausführungen  betreffend  die  Aus-
führungen des Beschwerdeführers zu seiner Identität  "in erster  Linie 
auf die Akten des ersten Asylverfahrens stützen dürfte",

dass diesen Akten deshalb "Asylrelevanz" zukomme und daher "zwin-
gend Einsicht in diese Akten gewährt werden" müsse,

dass gestützt auf die Akten festzustellen ist,  dass dem Beschwerde-
führer  beziehungsweise  dessen  Rechtsvertreter  im  ersten  Asylver-
fahren vom BFM am 23. Juni 2005 und am 18. April 2008 Einsicht in 
die  vorinstanzlichen  Verfahrensakten  des  ersten  Asylverfahrens  ge-
währt wurde (vgl. vorinstanzliche Akten A 13/1, A 24/9),

dass daher davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer bereits 
im Besitz der von ihm zur Einsichtnahme beantragten Akten ist,

dass der Beschwerdeführer denn auch nicht vorbringt, es sei ihm im 
ersten Asylverfahren keine oder nur unvollständig Einsicht in die Akten 
gewährt worden, oder er sei aus anderen Gründen nicht (mehr) im Be-
sitz dieser Akten,

dass die Gesuche um Gewährung der Einsicht in die vorinstanzlichen 
Akten betreffend das erste Asylverfahren, der Gewährung des recht-
lichen Gehörs dazu und einer angemessenen Frist  zur Beschwerde-
ergänzung demnach abzuweisen sind,

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dass  in  diesem  Zusammenhang  auch  keine  Verletzung  der  Be-
gründungspflicht oder des rechtlichen Gehörs festzustellen ist (vgl. Be-
schwerde S. 3),

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren erfolglos  durchlaufen oder  ihr 
Gesuch  zurückgezogen  haben  oder  während  des  hängigen  Asylver-
fahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn die Anhörung 
Hinweise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt,  die ge-
eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die 
Gewährung  vorübergehenden Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2 
Bst. e AsylG),

dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen in der Schweiz be-
reits  erfolglos  ein  Asylverfahren  durchlaufen  hat  und  seine  Flücht-
lingseigenschaft rechtskräftig verneint worden ist,

dass  bei  der  Prüfung,  ob  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet 
sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  der  Flüchtlingsbegriff 
gemäss Art. 3 AsylG zugrunde zu legen ist, 

dass  in dieser Hinsicht deshalb nur Hinweise auf Ereignisse bedeut-
sam sind, die sich zur Begründung der Flüchtlingseigenschaft eignen, 
und  auf  das Asylgesuch daher nicht  einzutreten ist,  wenn eines der 
Elemente  des  Flüchtlingsbegriffs  gemäss  Art. 3  AsylG  offensichtlich 
nicht erfüllt ist,

dass dabei ein gegenüber der Glaubhaftmachung reduzierter Beweis-
massstab gilt, auf das Asylgesuch somit einzutreten ist, wenn sich Hin-
weise auf ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG ergeben, die 
nicht  zum Vornherein haltlos sind (vgl. zur Publikation vorgesehenes 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-5407/2006  vom 30. Novem-
ber 2009 E. 4.2),

dass das BFM in der Begründung der angefochtenen Verfügung über-
zeugend darlegt, weshalb seit dem Urteil vom 16. Februar 2010 keine 
Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigen-
schaft zu begründen,

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dass  sich  aus  dem Umstand,  dass  dem  Beschwerdeführer  von  der 
bangladeschischen  Vertretung  in  der  Schweiz  kein  Reisepass  aus-
gestellt  wurde,  offensichtlich  keine  Hinweise  ergeben,  die  geeignet 
sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen  oder  die  für  die  Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass  durch  das  vom Beschwerdeführer  eingereichte  Schreiben  vom 
(...) zwar bestätigt wird, dass sich die bangladeschische Vertretung in 
der Schweiz nicht in der Lage sah, dem Beschwerdeführer auf dessen 
Gesuch vom (...) hin einen Reisepass auszustellen,

dass sich diesem Schreiben indessen die genauen Gründe dafür nicht 
entnehmen  lassen  und  der  Beschwerdeführer  bezeichnenderweise 
keine Kopien seines Antrags an das Konsulat zu den Akten gereicht 
hat,

dass  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  eine 
nachvollziehbare  Erklärung  für  die  Nichtausstellung  des  Identitäts-
dokuments aufgeführt hat, und im Übrigen auch in diesem Zusammen-
hang keine Verletzung der in  Art. 9  und Art. 29 Abs. 2  der Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999  (BV,  SR  101)  garantierten  Rechte  festzustellen  ist  (vgl.  Be-
schwerde S. 6),

dass  sich  im  Rahmen  des  ersten  Asylverfahrens  –  anlässlich  einer 
Botschaftsabklärung, deren Ergebnis dem Beschwerdeführer ebenfalls 
bekannt  gegeben  worden  ist  –  Hinweise  auf  unwahre  Identitäts-
angaben  des  Beschwerdeführers  ergeben  und  das  Bundesver-
waltungsgericht  in  seinem  Urteil  vom  16.  Februar  2010  die  Frage 
ausdrücklich offengelassen hatte,  ob es sich bei  ihm tatsächlich  um 
einen Bihari handle (vgl. Urteilserwägung 5),

dass  auch  im  Rahmen  des  vorliegenden  Verfahrens  nicht  ab-
schliessend geklärt werden muss, ob der Beschwerdeführer ein Bihari  
ist, oder ob es sich bei ihm um einen Bengalen handelt, der sich nur  
gegenüber  den  Schweizer  Asylbehörden  (und  gegenüber  der  Ver-
tretung Bangladeschs in der Schweiz) als Bihari bezeichnet,

dass es sich unter den gegebenen Umständen erübrigt, auf mögliche 
hypothetische Gründe für  die Nichtausstellung des Reisepasses ein-
zugehen, 

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dass im Übrigen auch bei unterstellter Wahrheit der Angaben des Be-
schwerdeführers nicht ersichtlich wäre, inwiefern er in seinem Heimat -
land konkret und ernsthaft gefährdet respektive in absehbarer Zukunft  
mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  flüchtlingsrechtlich  relevan-
ten Verfolgung ausgesetzt würde,

dass in Bezug auf die aktuelle Situation der Bihari in Bangladesch, ih -
rem  rechtlichen  Status,  insbesondere  ihrem  Anspruch  auf  die  Aus-
stellung eines Reisepasses, auf die sehr einlässlichen Erwägungen im 
Urteil des Bundesverwaltungsgericht vom 16. Februar 2010 verwiesen 
werden kann, auf welche hier nicht zurückzukommen ist,

dass  das  BFM  nach  dem  Gesagten  zu  Recht  in  Anwendung  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst. e  AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend nach wie vor zumutbar ist,

dass  dazu  ferner  auf  die  zutreffenden  und  zu  bestätigenden  Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung sowie auf die Erwägungen 
des Bundesverwaltungsgerichts  im Urteil  vom 16. Februar  2010 ver-
wiesen werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich auch als möglich erscheint, da keine zwingenden 
Vollzugshindernisse  festzustellen  sind  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es 
dem Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reise-
papiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen, Rügen und An-
träge in der Beschwerde einzugehen, zumal sie am Ergebnis nichts zu 
ändern vermögen,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass es sich schliesslich schon angesichts der vollumfänglichen Ab-
weisung  der  Beschwerde erübrigt,  dem Beschwerdeführer  eine  Frist 
für die Einreichung einer Kostennote einzuräumen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die kantonale Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Raemy

Versand:

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