# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92352c79-0778-5a63-ae4d-a0f18c9d61a1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.09.2023 RT230120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT230120_2023-09-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT230120-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,  

Oberrichter lic. iur. M.Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 4. September 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte 
 

betreffend Rechtsöffnung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Pfäffikon vom 27. April 2023 (EB230038-H) 
 
  

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 27. April 2023 erteilte das Bezirksgericht Pfäffikon 

(Vorinstanz) dem Gesuchsteller in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts Ill-

nau-Effretikon (Zahlungsbefehl vom 3. Januar 2023) – gestützt auf vier Gerichts-

entscheide – definitive Rechtsöffnung für Fr. 9'940.--, im Mehrbetrag (Fr. 1'000.--) 

wurde das Rechtsöffnungsgesuch abgewiesen und die Kostenfolgen wurden zu 

Lasten des Gesuchsgegners geregelt (Urk. 7 = Urk. 12). 

b) Hiergegen erhob der Gesuchsgegner am 22. August 2023 fristgerecht 

(vgl. Urk. 9/2: Zustellung am 15. August 2022) Beschwerde und stellte die folgen-

den Beschwerdeanträge (Urk. 11): 

"• Unentgeltliche Kosten Übernahme (Wurde nicht berücksichtigt obwohl 
ich Sozialfall bin und von den Behörden weiss, dass das Übernommen 
werden muss). 

 • Herr A._____ ist zu entschädigen 30'000.- CHF (Schulden Privat). Wel-
ches durch den Prozess der Gegenseite verursacht wurde. Da Sie of-
fensichtlich etwas schwer von Begriff sind. 

 • Alle Kosten sind durch das Gericht, Alimenten Stelle, Staatsanwalt-
schaft und Frau X._____ (Anwaltskanzlei) zu begleichen (Verursacher-
prinzip)" 

c) Am 23. Oktober 2023 erhob auch der Gesuchsteller Beschwerde und 

verlangte damit für den abgewiesenen Mehrbetrag (oben Erwägung 1.a) die defi-

nitive Rechtsöffnung (Beschwerdeverfahren RT230121-O). Dieses Verfahren ist 

derzeit noch pendent. 

d) Dem Gesuchsgegner wurde am 24. Oktober 2023 brieflich mitgeteilt, 

dass aus seiner Eingabe nicht hervorgehe, gegen welchen erstinstanzlichen Ent-

scheid sich seine Beschwerde richte (Urk. 13). Nach Beizug der vorinstanzlichen 

Akten (Urk. 1-10) und Eingang der Beschwerde des Gesuchstellers ist aufgrund 

der vom Gesuchsgegner angegebenen Referenz jedoch klar, dass sich seine Be-

schwerde gegen das vorinstanzliche Urteil vom 27. April 2023 richtet. Da sich die 

Beschwerde des Gesuchsgegners nunmehr sogleich als offensichtlich unbegrün-

det erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 

Abs. 1 ZPO). 

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2. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Beschwerde darge-

legt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll. 

Das Beschwerdeverfahren ist nicht einfach eine Fortsetzung des erstinstanzlichen 

Verfahrens, sondern es dient der Überprüfung des angefochtenen Entscheids im 

Lichte von konkret dagegen vorgebrachten Beanstandungen. Die Beschwerde 

muss sich daher mit den entsprechenden Entscheidgründen der Vorinstanz konk-

ret und im Einzelnen auseinandersetzen; pauschale Verweisungen auf bei der 

Vorinstanz eingereichte Rechtsschriften oder eine blosse Darstellung der Sach- 

und Rechtslage aus eigener Sicht genügen nicht. Was nicht rechtsgenügend be-

anstandet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden 

und hat insofern grundsätzlich Bestand. Sodann sind im Beschwerdeverfahren 

neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausge-

schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO); was im erstinstanzlichen Verfahren nicht (recht-

zeitig) vorgetragen wurde, kann im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht 

mehr geltend gemacht bzw. nachgeholt werden. 

b) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der Gesuchsteller stütze sich 

auf vier Gerichtsentscheide von Zürcher Gerichten. Mit dem Urteil des Bezirksge-

richts Zürich vom 16. September 2020 seien dem Gesuchsgegner Kosten von 

Fr. 1'940.– auferlegt worden, mit dem Urteil des Obergerichts Zürich vom 8. Juli 

2021 solche von Fr. 1'500.–, mit dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

21. Januar 2022 solche von Fr. 5'000.– und mit dem Beschluss des Obergerichts 

Zürich vom 14. Juli 2022 solche von Fr. 1'500.–. Diese Gerichtsentscheide seien 

rechtskräftig und vollstreckbar und würden damit definitive Rechtsöffnungstitel 

darstellen. Die vom Gesuchsgegner dagegen erhobenen Einwendungen der Ge-

hörsverletzung etc. seien zu verwerfen und die inhaltlichen Einwendungen könn-

ten im Rechtsöffnungsverfahren nicht berücksichtigt werden (Urk. 12 Erwägung II. 

und III.). Da der Gesuchsteller fast vollumfänglich obsiege, seien die Verfahrens-

kosten dem Gesuchsgegner aufzuerlegen. Sie seien aus dem vom Gesuchsteller 

geleisteten Vorschuss zu beziehen, dem Gesuchsteller aber vom Gesuchsgegner 

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zu ersetzen. Da kein be-gründeter Fall gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO vorliege, 

seien keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Urk. 12 Erw. V.). 

c) Aus der Beschwerdeschrift (Anträge und Begründung) wird letztlich 

nicht völlig klar, ob sich die Beschwerde nur gegen die Kostenauflage richtet – so 

der Wortlaut der Beschwerdeanträge – oder gegen die Rechtsöffnung als solche 

(oder gegen beides). Dies kann jedoch offen bleiben, denn die Beschwerde ent-

hält keinerlei Beanstandungen der vorinstanzlichen Erwägungen. Der Gesuchs-

gegner macht einzig geltend, er sei ein Sozialfall (was wohl sinngemäss heissen 

soll, dass er nichts zahlen könne). Ob der Gesuchsgegner über die nötigen 

Geldmittel zur Zahlung der betriebenen Forderungen und/oder der ihm auferleg-

ten vorinstanzlichen Kosten verfügt, kann jedoch vom Rechtsöffnungsgericht nicht 

geprüft werden. Nachdem im Übrigen die vorinstanzlichen Erwägungen nicht be-

anstandet wurden, bleibt es bei diesen und der darauf gestützten Rechtsöffnung, 

der Kostenauflage und der Nichtzusprechung einer Entschädigung. 

d) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich un-

begründet. Sie ist demgemäss abzuweisen. 

e) Die Beteiligten werden darauf hingewiesen, dass das Beschwerdever-

fahren RT230121-O (Beschwerde des Gesuchstellers) noch hängig ist. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 9'940.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Der Gesuchsgegner hat zwar geltend gemacht, kein Geld zu haben, 

und "unentgeltliche Kosten Übernahme" verlangt; es bleibt jedoch unklar, ob er 

damit ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren 

gestellt hat (Urk. 11). Ein solches wäre allerdings ohnehin abzuweisen, denn der 

Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege setzt neben der Mittellosigkeit auch vo-

raus, dass die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen (Art. 117 lit. b ZPO); 

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die Beschwerde des Gesuchsgegners ist jedoch als aussichtslos anzusehen (vgl. 

vorstehende Erwägungen). 

d) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, dem Gesuchsteller 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Es wird darauf hingewiesen, dass das Beschwerdeverfahren RT230121-O 

(Beschwerde des Gesuchstellers) bei der Kammer noch hängig ist. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

des Doppels von Urk. 11, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 9'940.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 4. September 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
ip 

	Urteil vom 4. September 2023
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	Es wird darauf hingewiesen, dass das Beschwerdeverfahren RT230121-O (Beschwerde des Gesuchstellers) bei der Kammer noch hängig ist.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage des Doppels von Urk. 11, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...