# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1895c4a0-6a7f-540e-a5ac-deec521b4b3b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.10.2014 C-4507/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4507-2014_2014-10-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4507/2014 

 

 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  1 0 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

vertreten durch lic. iur. Eveline Gloor, Rechtsanwältin LL.M., 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV-Rente (Rechtsverweigerung). 

 

 

C-4507/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle Zug dem am (…) 1942 geborenen türkischen Staats-

angehörigen A._______ (nachfolgend: Versicherter) mit Verfügungen vom 

30. Mai 1994 (Vorakten 9/1-4) bei einem IV-Grad von 56% mit Wirkung ab 

1. November 1992 eine halbe ordentliche Invalidenrente zusprach, zu-

züglich einer Zusatzrente für seine damalige Ehefrau B._______ sowie 

einer Kinderrente bis 30. November 1993 für seine Tochter C._______ 

(geb. 1975), 

dass der Versicherte im Jahre 2005 die Schweiz verliess, seine neue Ad-

resse aber unbekannt blieb (Vorakten 3), 

dass die IV-Renten letztmals für den Monat Februar 2005 ausgerichtet 

wurden (Vorakten 4/2), 

dass sich der Versicherte am 8. April 2010 bei der Ausgleichskasse Zug 

telefonisch meldete und bekannt gab, dass er seit dem Jahre 2005 sei-

nen Wohnsitz in der Türkei habe (Vorakten 4/2), 

dass der Versicherte der Ausgleichskasse Zug am 9. April 2010 seine ak-

tuelle Adresse in der Türkei per Fax mitteilte (Vorakten 7/33), 

dass die Ausgleichskasse Zug mit Schreiben vom 12. April 2010 (Vorak-

ten 4/2) die Rentenakten an die neu zuständige Schweizerische Aus-

gleichskasse (SAK) übermittelte,  

dass sich der Versicherte, damals vertreten durch Fürsprecher Marcel 

Moser, mit Schreiben vom 12. Mai 2010 (Vorakten 11/2-3) bei der Aus-

gleichskasse Zug nach seinen IV- und AHV-Rentenansprüchen erkundig-

te, 

dass die Ausgleichskasse Zug dem Versicherten mit Schreiben vom 

18. Mai 2010 (Vorakten 11/5) mitteilte, das weitere Vorgehen habe er mit 

der zuständigen SAK zu besprechen, welcher die entsprechende Anfrage 

übermittelt worden sei (Vorakten 11/1), 

dass sich der Versicherte mit Schreiben vom 23. Juli 2010 (Vorakten 

15/1) bei der SAK meldete und eindringlich um Kontaktaufnahme bat, 

damit die Rentenauszahlungen veranlasst werden könnten, 

C-4507/2014 

Seite 3 

dass die SAK den Versicherten mit Schreiben vom 7. März 2011 (Vorak-

ten 25/1) um Zusendung diverser Dokumente und Unterlagen aufforderte, 

dass der SAK seitens des Versicherten die angeforderten Unterlagen mit 

Schreiben vom 6. Mai 2011 (Vorakten 34/1) zugestellt wurden und im 

Nachgang dazu mit Schreiben vom 15. Juni 2011 (Vorakten 37/1) weitere 

Dokumente übermittelt wurden mit dem Hinweis, dass nun über das Ge-

such um Ausrichtung von Rentenleistungen entschieden werden könne 

und eine entsprechende Verfügung erwartet werde,  

dass der Versicherte mit Schreiben vom 13. September 2011 (Vorakten 

42/1) an die SAK gelangte und sie erneut ersuchte, eine Verfügung über 

seinen Rentenanspruch zu erlassen,  

dass der Versicherte mit Schreiben vom 1. November 2013 (Vorakten 

43/1-2) die SAK aufforderte, bis Weihnachten 2013 eine beschwerdefähi-

ge Verfügung zu erlassen, ansonsten eine Rechtsverzögerungsbe-

schwerde erhoben werde,  

dass der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), nun vertreten 

durch Rechtsanwältin Eveline Gloor, mit Eingabe vom 13. August 2014 

(BVGer-act. 1) gegen die SAK (nachfolgend: Vorinstanz) eine Rechtsver-

weigerungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob (Eingang: 

14. August 2014) und die folgenden Rechtsbegehren stellte: 1. Es sei 

festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin durch die Weigerung, das 

Gesuchsverfahren des Beschwerdeführers durch Verfügung abzuschlies-

sen, eine Rechtsverweigerung begangen hat. 2. Die Beschwerdegegnerin 

als Vorinstanz sei anzuweisen, das Gesuchsverfahren unverzüglich durch 

Erlass einer anfechtbaren Verfügung abzuschliessen. 3. Unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen, 

dass die Rechtsverweigerungsbeschwerde im Wesentlichen damit be-

gründet wurde, die Vorinstanz habe – trotz mehrmaligem Ersuchen des 

Beschwerdeführers – unterlassen, im Rahmen einer anfechtbaren Verfü-

gung über dessen Anspruch auf Ausrichtung einer AHV-Rente zu ent-

scheiden und darin sei eine Rechtsverzögerung bzw. –verweigerung zu 

erblicken, 

dass die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) mit Vernehmlassung vom 

5. September 2014 (BVGer-act. 3) unter Beilage der entsprechenden Ak-

ten ausführte, die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Aus-

land (IVSTA) habe dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 29. August 

C-4507/2014 

Seite 4 

2014 die halbe IV-Rente für die Zeit vom 1. März 2005 bis zum 30. Juni 

2006 nachgewährt, mit Verfügung vom 29. August 2014 die halbe IV-

Rente für die Zeit vom 1. Juli 2006 (Neuberechnung nach Ehescheidung) 

bis zum 31. Mai 2007 (d.h. bis zum Beginn der Altersrente) nachgewährt 

und die SAK habe dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Septem-

ber 2014 die ordentliche Altersrente mit Wirkung ab 1. Juni 2007 gewährt, 

dass die ZAS in der Vernehmlassung deshalb beantragte, die Rechtsver-

weigerungsbeschwerde sei als gegenstandslos geworden abzuschreiben, 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, welche von den in Art. 33 

VGG als Vorinstanzen genannten Behörden erlassen wurden, 

dass aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG das VwVG keine Anwendung in 

Sozialversicherungsrechtssachen findet, soweit das ATSG (SR 830.1) 

anwendbar ist, 

dass gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG Beschwerde auch erhoben werden 

kann, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betrof-

fenen Person keine Verfügung oder keinen Einspracheentscheid erlässt 

(vgl. auch Art. 46a und Art. 50 Abs. 2 VwVG),  

dass sich die Rechtsverweigerungsbeschwerde an die Beschwerdein-

stanz richtet, die zuständig wäre, wenn die Verfügung ordnungsgemäss 

ergangen wäre (vgl. BGE 130 V 90 E. 2),  

dass daher das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der gegen 

die SAK erhobene Beschwerde zuständig ist (Art. 33 Bst. d VGG),  

dass zur Beschwerde nur legitimiert ist, wer durch die angefochtene Ver-

fügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Abänderung hat (Art. 59 ATSG sowie Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG),  

dass wenn die Beschwerdelegitimation während des laufenden Verfah-

rens dahinfällt, das Verfahren (als gegenstandslos geworden) abge-

schrieben wird (BGE 118 Ia 488 E. 1a; 118 Ib 1 E. 2; BVGE 2007/12 

E. 2.1; MARANTELLI-SONANINI/HUBER, in: Praxiskommentar VwVG, 2008, 

Art. 48 Rz. 7 mit weiteren Hinweisen), 

dass dementsprechend in den Fällen, in welchen die Vorinstanz während 

der Hängigkeit der Rechtsverweigerungsbeschwerde eine Sachverfügung 

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erlässt, das Beschwerdeverfahren wegen Gegenstandslosigkeit abzu-

schreiben ist und es sich nur dort anders verhalten kann, wo weiterhin ein 

schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung der Rechtsverweigerungs-

beschwerde besteht (MARKUS MÜLLER, in: Kommmentar zum VwVG, 

2008, Art. 46a Rz. 12; Urteile des BVGer C-299/2010 vom 9. März 2010 

E. 1.2.2 mit Hinweisen sowie C-3017/2013 vom 30. September 2013 

E. 1.5; vgl. auch BGE 125 V 373 E. 1), 

dass während der Rechtshängigkeit des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens seitens der ZAS (SAK bzw. IVSTA) am 29. August 2014 mitgeteilt 

bzw. verfügt wurde, der Beschwerdeführer habe für die Zeit vom 1. März 

2005 bis 30. Juni 2006 Anspruch auf eine halbe IV-Rente von monatlich 

Fr. 584.- bzw. die geschuldeten Leistungen würden insgesamt Fr. 9'344.- 

betragen (Vorakten 51/1-3), und für die Zeit vom 1. Juli 2006 bis 31. Mai 

2007 stehe dem Beschwerdeführer eine monatliche halbe IV-Rente von 

Fr. 725.- zu bzw. der geschuldete Gesamtbetrag belaufe sich auf 

Fr. 8'075.- (Vorakten 52/1-7), 

dass die SAK sodann während des hängigen Beschwerdeverfahrens am 

3. September 2014 verfügte, der Beschwerdeführer habe ab dem 1. Juni 

2007 Anspruch auf eine ordentliche Altersrente von monatlich Fr. 1'489.- 

und der Saldo per Oktober 2014 zu seinen Gunsten betrage Fr. 137'361.- 

(Vorakten 54/1-9), 

dass unter diesen Umständen kein aktuelles und praktisches Rechts-

schutzinteresse an der Beurteilung der vom Beschwerdeführer erhobe-

nen Rechtsverweigerungsbeschwerde mehr ersichtlich ist, weshalb das 

vorliegende Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben ist, 

dass die Abschreibung des gegenstandslos gewordenen Verfahrens im 

einzelrichterlichen Verfahren zu erfolgen hat (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Beschwerdeinstanz in der Entscheidungsformel die Verfahrens-

kosten, bestehend aus Spruchgebühr, Schreibgebühren und Barausla-

gen, in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass bei gegenstandslosen Verfahren die Verfahrenskosten in der Regel 

jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit 

bewirkt hat (Art. 5 VGKE [SR 173.320.2]), 

C-4507/2014 

Seite 6 

dass vorliegend die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens 

durch den vorinstanzlichen Verfügungserlass verursacht wurde,  

dass der SAK als Bundesbehörde jedoch keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteient-

schädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 VGKE) und die Ent-

schädigung des anwaltlich vertretenen Beschwerdeführers – mangels 

Einreichung einer Kostennote – aufgrund der Akten festzusetzen ist 

(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), 

dass unter Berücksichtigung der gesamten Umstände eine Parteient-

schädigung von Fr. 1'300.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. Ur-

teil des BVGer C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis]) gerecht-

fertigt ist (Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE),  

dass dem Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz demnach eine 

Parteientschädigung von Fr. 1'300.- zuzusprechen ist. 

 
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung von Fr. 1'300.- zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Kopie der vorin-

stanzlichen Vernehmlassung vom 5. September 2014) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

C-4507/2014 

Seite 7 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Patrizia Levante 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). 

 

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