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**Case Identifier:** fd5bc71f-a23c-5739-8106-64b02cc8d312
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2014 200 2013 818
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-818_2014-02-18.pdf

## Full Text

200 13 818 IV
MAW/BOC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Februar 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) erlitt am 20. September 2004 in C.________ einen Ver-
kehrsunfall, dies nachdem er seine Arbeitsstelle in der Schweiz per 31. Au-
gust 2004 aufgegeben hatte und in C.________ Vorbereitungen für die 
Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit traf. Daraufhin kehrte er 
im Oktober 2004 zu seiner Ehefrau und seinem Sohn in die Schweiz zurück 
und bezog Leistungen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 
(nachfolgend: SUVA; Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1, 9/41, 9/68, 11, 18).

Am 19. September 2005 meldete sich der Versicherte unter Verweis auf 
den erlittenen Verkehrsunfall bei der Invalidenversicherung zum Leistungs-
bezug an (act. II 1). Die IVB zog in der Folge die Akten der SUVA bei und 
nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor (act. II 3, 5, 9, 11, 23, 
30, 48, 52). Weiter gewährte sie Berufsberatung und vom 6. Juni bis 
19. September 2006 wurde in der Abklärungsstelle D.________ eine beruf-
liche Abklärung durchgeführt (act. II 10, 28, 44). Die beruflichen Massnah-
men schloss die IVB mit Verfügung vom 16. September 2008 ab (act. II 
69). Auf Empfehlung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) veran-
lasste die IVB eine interdisziplinäre Begutachtung durch Dr. med. 
E.________, Facharzt für Rheumatologie FMH sowie Allgemeine Innere 
Medizin FMH, und Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, in welcher festgehalten wurde, es bestünden in einer 
angepassten Tätigkeit keine Einschränkungen (Expertisen je vom 25. No-
vember 2008 [act. II 70, 72]). 

Daraufhin stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 6. Januar 
2009 die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht (act. II 74). Mit Ein-
wand vom 28. Januar 2009 kündigte der Versicherte die Einreichung eines 
neurologischen und psychiatrischen Privatgutachtens an (act. II 78). Dr. 
med. G.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psycho-
therapie, attestierte dem Versicherten in der entsprechenden Expertise 

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vom 27. Oktober 2009 eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit für alle berufli-
chen Tätigkeiten (Akten der IVB [act. IIa] 90/4 ff.). 

Nachdem der RAD nicht ausschliessen konnte, dass inzwischen eine Ver-
schlechterung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten war, bot 
die IVB den Versicherten für eine Verlaufsbegutachtung auf (act. IIa 91, 99, 
100). Da dieser eine zusätzliche Begutachtung verweigerte, führte die IVB 
das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durch. Der Versicherte verweigerte 
weiterhin die Mitwirkung an der Verlaufsbegutachtung, weshalb die IVB am 
2. Februar 2011 das Nichteintreten auf das Leistungsbegehren verfügte 
(act. IIa 103, 109 – 111, 115). Diese Verfügung blieb unangefochten. 

B.

Die SUVA liess den Versicherten durch die MEDAS interdisziplinär begut-
achten (Expertise vom 4. September 2012 [act. IIa 122]) und sprach ihm 
daraufhin mit Verfügung vom 1. Februar 2013 (act. IIa 117/2 ff.) eine Rente 
bei einer Erwerbsunfähigkeit von 42 % ab dem 1. Februar 2013 zu. Unter 
Verweis auf die Verfügung der SUVA beantragte der Versicherte bei der 
IVB mit Schreiben vom 5. Februar 2013 die Festsetzung der Leistungen 
(act. IIa 117/1). 

Mit Vorbescheid vom 18. April 2013 (act. IIa 124) stellte die IVB dem Versi-
cherten die Verneinung des Rentenanspruchs bei einem Invaliditätsgrad 
von 12 % in Aussicht und erliess – nach Einwand des Versicherten – am 
15. August 2013 eine entsprechende Verfügung (act. IIa 125, 127).

C.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 16. September 2013 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 
dem Beschwerdeführer eine halbe, mindestens aber eine Viertelsrente zu-
zusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2013 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1

1.1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 15. August 2013 (act. IIa 127). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

1.2

1.2.1 Fraglich ist, ob hier mit der IV-Stelle Bern die örtlich zuständige Stel-
le die angefochtene Verfügung erlassen hat. Nach Art. 40 Abs. 1 lit. a der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; 
SR 831.201) ist diejenige IV-Stelle zur Entgegennahme und Prüfung der 
Anmeldungen zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten ihren 
Wohnsitz haben. Gemäss Art. 40 Abs. 3 IVV bleibt die einmal begründete 
Zuständigkeit der IV-Stelle unter Vorbehalt von Art. 40 Abs. 2bis – 2quater IVV 
im Verlaufe des Verfahrens erhalten. Die Revisionsverfahren werden von 
jener IV-Stelle durchgeführt, die bei Eingang des Revisionsgesuches oder 
bei der Wiederaufnahme des Verfahrens von Amtes wegen nach Art. 40 
IVV für den Fall zuständig ist (Art. 88 Abs. 1 IVV). Diese Regelung hat 
analog für das Neuanmeldungsverfahren zu gelten. 

Der Beschwerdeführer hat seit dem 1. Dezember 2006 Wohnsitz in 
H.________ (Kanton … [act. II 42]); in Anwendung von Art. 40 Abs. 3 IVV 
blieb die örtliche Zuständigkeit der IV-Stelle Bern trotz dieses Kantons-
wechsels bestehen, da das im September 2005 eingeleitete Verwaltungs-
verfahren nach wie vor im Gang war und der diesbezügliche rechtskräftige 
Abschluss erst mit Verfügung vom 2. Februar 2011 (act. IIa 115) erfolgte. 
Als der Beschwerdeführer im Februar 2013 eine Neuanmeldung vornahm 
(act. IIa 117/1), hatte er nach wie vor Wohnsitz in H.________; in analoger 
Anwendung von Art. 88 Abs. 1 IVV wäre jedoch neu die IV-Stelle des Kan-
tons … zur Behandlung des Gesuches örtlich zuständig gewesen.

1.2.2 Die Verfügung einer örtlich unzuständigen IV-Stelle ist jedoch in der 
Regel nicht nichtig, wohl aber anfechtbar. Die kantonalen Gerichte haben 
ihre Zuständigkeit und diejenige ihrer Vorinstanzen von Amtes wegen zu 
prüfen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann indessen aus 
prozessökonomischen Gründen von der Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und der Überweisung an die zuständige Behörde abgesehen 
werden unter der Voraussetzung, dass einerseits die Unzuständigkeit nicht 

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gerügt wird und anderseits aufgrund der gegebenen Aktenlage in der 
Sache entschieden werden kann (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 31. Dezember 2010, 9C_891/2010, E. 2.2). Diese Voraussetzungen 
sind hier erfüllt, so dass auf die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und die Überweisung an die zuständige Behörde verzichtet werden kann.

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 

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ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 
tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). 

Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer an-
haltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich 
(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkann-
ten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282). Wie 
jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine dia-
gnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch kei-
ne Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme 
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstren-
gung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewälti-
gung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den 
Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann 
nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressour-
cen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein-
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststel-
lung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung 
und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chroni-
sche körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter 
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne 
länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des 
Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innersee-
lischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); 
das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder statio-
nären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) 
trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriteri-
en zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstel-
len, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zu-
mutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67, 136 
V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354). 
Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende Gerichtspraxis ist 
weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 
204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die rechtliche Natur des Kriteri-

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enkataloges – auf medizinwissenschaftlich unhaltbaren Annahmen (SVR 
2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

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und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.8 Die ärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszu-
stand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leis-
tungspotential bilden unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der 
Rechtsfrage, ob und gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person 
unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen 
und die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Im Rah-
men der freien Beweiswürdigung darf sich dabei die Verwaltung – und im 
Streitfall das Gericht – weder über die medizinischen Tatsachenfeststellun-
gen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfol-
gerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozial-
versicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Letz-
teres gilt namentlich dann, wenn die begutachtende Fachperson allein auf-
grund der Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Die rechtsanwendenden 
Behörden haben diesfalls mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztli-
che Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichts-

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punkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungs-
faktoren) mit berücksichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen 
Standpunkt aus unbeachtlich sind, und ob die von den Ärzten anerkannte 
(Teil-)Arbeitsunfähigkeit auch im Lichte der für eine Unüberwindlichkeit der 
Schmerzsymptomatik massgebenden rechtlichen Kriterien standhält (BGE 
130 V 352 E. 2.2.5 S. 355; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG, heute BGer] vom 15. September 2004, I 515/03, E. 2.2).

2.9 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Dies gilt auch für Revisionsgesuche im Sinne 
von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie analog, 
wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräftiger Ab-
lehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 V 22 
E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 
3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 
3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

3.

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3.1 Soweit der Beschwerdeführer davon ausgeht, der von der SUVA 
festgelegte Invaliditätsgrad von 42 % (act. IIa 117/2 ff.) sei auch invaliden-
versicherungsrechtlich relevant (vgl. Beschwerde S. 3), ist festzuhalten, 
dass die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs die verschiedenen Sozial-
versicherungsträger nicht davon entbindet, die Invaliditätsbemessung in 
jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls dürfen sie 
sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des von ei-
nem anderen Versicherer festgelegten Invaliditätsgrades begnügen (BGE 
133 V 549 E. 6.1 S. 553). Die Invaliditätsschätzung des Unfallversicherers 
entfaltet denn auch gegenüber der Invalidenversicherung keine Bindungs-
wirkung (BGE 133 V 549 E. 6.4 S. 555).

3.2 Dass die Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche Anmeldung 
vom 19. September 2005 (act. II 1) nicht eingetreten ist (Verfügung vom 
2. Februar 2011 [act. IIa 115]), führt dazu, dass der für die freie Prüfung 
des Invaliditätsgrades notwendige Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund 
(vgl. 2.9 hiervor) allein darin besteht, dass der Beschwerdeführer seine 
Mitwirkungspflicht erfüllt und sich einer neuen Begutachtung gestellt hat. 
Da die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist, hat eine richterli-
che Überprüfung der Eintretensfrage zu unterbleiben (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114).

3.3 Der Beschwerdeführer wurde seit dem Unfall vom 20. September 
2004 mehrfach medizinisch begutachtet:

3.3.1 Im Rahmen der interdisziplinären rheumatologisch-psychiatrischen 
Begutachtung (Expertisen je vom 25. November 2008 [act. II 70, 72]) dia-
gnostizierten die Dres. med. E.________ und F.________ Folgendes (act. 
II 70/9, 72/6):

1. Status nach posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1 [bzw. 
posttraumatic stress disorder {PTSD}])
Gebesserte depressive Reaktion (ICD-10: F43.21)
Berufliche Schwierigkeiten (ICD-10: Z56)

2. Chronisch generalisierendes Schmerzsyndrom
 nicht ausreichend somatisch abstützbar
 cervical- und lumbalbetontes Panvertebralsyndrom
 diffuse Druckschmerzangabe
 Schlafstörungen, Müdigkeit, ungerichtete Schwindelbeschwerden

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3. Cervical- und lumbalbetontes Panvertebralsyndrom
 20. September 2004 Abrissfraktur vom Prozessus spinosus von HWK6 

sowie von HWK7 sowie wenig dislozierte Fraktur der 1. Rippe rechts
4. Übergewicht mit Body Mass Index von 26
5. Diffuse idiopathische skelettale Hyperostose
6. Hautausschlag im Bereich der Ellbogenstreckseiten

Differentialdiagnose: Psoriasisbefall am Integument
7. Gestörte Gluconeogense

Die Dres. med. E.________ und F.________ hielten zusammenfassend 
fest (act. II 70/16 bzw. 72/11), in der interdisziplinären Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Komponente 
als auch die psychosomatisch-psychiatrische Komponente mitberücksichti-
ge, könne derzeit für eine angepasste Verweistätigkeit keine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit und für die zuletzt in der Schweiz ausgeübte be-
rufliche Tätigkeit eine maximale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
50 % formuliert werden.

3.3.2 Dr. med. G.________ diagnostizierte im neurologischen und psych-
iatrischen Privatgutachten vom 27. Oktober 2009 (act. IIa 90/4 ff.) Folgen-
des (act. IIa 90/25):

Neurologische Diagnosen:
 Chronische cervicale Schmerzen nach Frakturen der Proc. spinosi HWK 6 und 

7 und des Proc. transversus BWK 1 am 20. September 2004
DD: Chronisches Schmerzsyndrom nach HWS-Beschleunigungstrauma

Psychiatrische Diagnosen:
 Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)

DD: Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD10: 
F62.0)

 Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1)
 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-

10: F45.42)

Der Experte führte aus (act. IIa 90/26), zum Zeitpunkt der Gutachtenerstel-
lung bestehe weiterhin ein chronifiziertes Schmerzsyndrom, zu dessen 
Verursachung und Aufrechterhaltung vermutlich multiple – somatische und 
psychische – Faktoren beitrügen. Darüber hinaus sei – im Gegensatz zur 
Beurteilung im psychiatrischen Vorgutachten von Dr. med. F.________ 
vom 25. November 2008 – auch weiter ein schwerergradiges und komple-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 13

xes psychiatrisches Störungsbild festzustellen. Dabei lägen auch gegen-
wärtig noch eindeutige Zeichen einer PTBS vor. Daneben bestehe ein in 
der Ausprägung sicher schwankendes, aber in jedem Fall relevantes und 
zum Untersuchungszeitpunkt zumindest mittelgradiges depressives Syn-
drom. Zusammen mit dem chronischen Schmerzsyndrom bedingten die 
psychiatrischen Störungen gegenwärtig eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit. Eine neurologische Störung oder Erkrankung als Folge des Unfalls sei 
gegenwärtig nicht nachweisbar. Insbesondere ergäben sich keine eindeuti-
gen Hinweise auf eine Schädigung des Rückenmarkes im Bereich der 
Halswirbelsäule oder auf eine Neurokompression im Bereich der cervikalen 
Nervenwurzeln. Dr. med. G.________ hielt fest (act. IIa 90/37), der Be-
schwerdeführer sei gegenwärtig sowohl in seinem bisherigen Beruf als … 
und … als auch für eine andere Berufstätigkeit aus neurologischer und 
psychiatrischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig.

3.3.3 Das von der SUVA in Auftrag gegebene MEDAS-Gutachten vom 
4. September 2012 (act. IIa 122) basiert auf internistischen, orthopädi-
schen, neurologischen und psychiatrischen fachärztlichen Untersuchungen. 
Die Gutachter führten die folgenden Diagnosen auf (act. IIa 122/49):

 Chronisches cervikocephales Schmerzsyndrom
- St. n. Verkehrsunfall am 20. September 2004
- HWS-Distorsion, Abrissfraktur Processus spinosus C6 und C7 und Fraktur 

der ersten Rippe rechts
- Klinisch keine Radikulopathie

 St. n. milder traumatischer Hirnverletzung möglich, EFNS-Kategorie I
 Chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom
 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychiatrischen Faktoren 

(ICD-10: F45.41)
 Restsymptomatik eines PTSD (ICD-10: F43.1)

Gemäss der gutachterlichen Einschätzung lasse sich aus rein internisti-
scher Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (act. IIa 
122/29), aus orthopädischer Sicht seien medizinisch-theoretisch leichte bis 
mittelschwere Tätigkeiten zumutbar ohne Überkopfarbeiten und ohne 
Tätigkeiten in absturzgefährdeter Position (Gerüste, Leitern; act. IIa 122/36) 
und aus neurologischer Sicht sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Be-
schwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit nicht arbeitsfähig werden 
könnte; hier spiele die inzwischen eingetretene hochgradige Dekonditionie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 14

rung wahrscheinlich eine wesentliche Rolle (act. IIa 122/40). Die Experten 
führten aus (act. IIa 122/53), zusammenfassend liessen sich von somati-
scher Seite die beklagten Beschwerden, insbesondere deren Ausmass und 
die Intensität der gezeigten Einschränkung sowie auch der schwankende 
Verlauf mit der Diskrepanz zwischen aktenmässig beschriebener Besse-
rung und der subjektiven Haltung, erheblich eingeschränkt zu sein, nicht 
mit somatischen Befunden alleine erklären, eine zusätzliche psychogene 
Komponente, welche mit der Chronifizierung interferiere, sei offensichtlich. 
Auch die stark ausgeprägten Schwankungen im Schmerzverlauf bei gleich 
bleibender praktisch fehlender körperlicher Belastung seien schwierig 
nachzuvollziehen. Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt (act. IIa 
122/60 f.), die früher beschriebenen psychischen Einschränkungen – nicht 
nur das PTSD, sondern die rezidivierende depressive Störung, die zwar 
aktuell nicht im Vordergrund stehe, aber in einer chronischen Suizidalität 
nachklinge – vor allem die mangelnde Introspektionsfähigkeit des Be-
schwerdeführers mit einer mangelnden Fähigkeit, das Unfallereignis und 
seine Folgen, den subjektiv als Bruch erlebten Schicksalsschlag am Kulmi-
nationspunkt einer beruflich ehrgeizigen Entwicklung, hätten zu einer psy-
chosomatischen Fehlentwicklung geführt. Diese wiege so schwer, dass die 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bei 50 % liege. Nicht nur, 
dass die Arbeit als …/… eine erhöhte Konzentration erfordere, beim Be-
schwerdeführer dürften bei seiner angestammten Arbeit das traumatische 
Erlebnis seiner zerstörten Hoffnungen revitalisiert werden. Die subjektive 
Inanspruchnahme durch das nicht verarbeitete Unfallereignis, die dadurch 
zu erwartende eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, eine allgemein 
verminderte seelische Flexibilität seien Gründe, welche eine Willensan-
strengung zur Überwindung der psychosomatischen Problematik nur in 
einem reduzierten Ausmass zumutbar machten. In einer adaptierten Tätig-
keit, welche weniger hohe Ansprüche an das Konzentrationsvermögen stel-
le, sollte eine volle Arbeitsfähigkeit mit 30 % vermindertem Rendement 
möglich sein.

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 15

4.1 Die drei Expertisen schätzen die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers unterschiedlich ein. Während die Dres. med. 
E.________ und F.________ in einer körperlich angepassten Tätigkeit eine 
volle Arbeitsfähigkeit attestieren (act. II 70, 72), bescheinigt der neurolo-
gisch-psychiatrische Gutachter Dr. med. G.________ für alle beruflichen 
Tätigkeiten eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit (act. IIa 90/37); die MEDAS-
Gutachter ihrerseits erachten in einer adaptierten Tätigkeit eine volle Ar-
beitsfähigkeit mit einem aus psychiatrischen Gründen um 30 % reduzierten 
Rendement als zumutbar (act. IIa 122/61).

4.2 Aus somatischer Sicht ist insbesondere aufgrund der Ausführungen 
von Dr. med. E.________ und der MEDAS-Gutachter (act. II 70/16; act. IIa 
122/29, 122/36, 122/40) von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidens-
angepassten Tätigkeit auszugehen. 

4.3 In psychischer Hinsicht ist mit Blick auf die gutachterlich erwähnten 
Diagnosen einer somatoformen Schmerzstörung (Dr. med. F.________ 
[act. II 72/7]) und einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10: F45.42; Dr. med. G.________ [act. IIa 
90/25] bzw. ICD-10: F45.41; MEDAS-Gutachten [act. IIa 122/49]) die inva-
lidisierende Wirkung der geklagten Beschwerden anhand der zu den soma-
toformen Schmerzstörungen entwickelten Rechtsprechung zu prüfen (vgl. 
E. 2.2 hiervor).

4.3.1 Zu einer allfälligen psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer ist festzuhalten, dass Dr. med. 
F.________ im Gutachten vom 25. November 2008 (act. II 72/6) einen 
„Status nach“ PTBS (ICD-10: F43.1) sowie eine gebesserte depressive 
Reaktion (ICD-10: F43.21) diagnostizierte und ausführte (act. II 72/12), die 
damalige Symptomatik könne knapp die Kriterien einer PTBS gemäss ICD-
10 erfüllen. Der Verlauf sei positiv, der Beschwerdeführer habe sich von 
der PTBS lösen können. Dafür spreche unter anderem, dass er fähig sei, 
Auto zu fahren. Zur Besserung habe beigetragen, dass er in ambulanter 
psychiatrischer Behandlung stehe. Es seien seit dem Unfall vier Jahre ver-
gangen. Die ICD-10 gehe davon aus, dass PTBS nicht während mehreren 
Jahren bestehen blieben, ausser wenn es zu Retraumatisierungen komme. 
Letzteres sei beim Beschwerdeführer nicht der Fall. Es habe sich auch kei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 16

ne andauernde Persönlichkeitsänderung eingestellt, die entsprechende 
Symptomatik zeige sich nicht. Der Neurologe und Psychiater Dr. med. 
G.________ ging im Gutachten vom 27. Oktober 2009 hingegen von einer 
PTBS (ICD-10: 43.1) und einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-
10: F32.1; act. IIa 90/25) aus; der behandelnde Psychiater Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnosti-
zierte in seinen Berichten vom 3. März 2009 (act. IIa 85/3 – 6) und vom 9. 
Juli 2010 (act. IIa 98) auch eine PTBS (ICD-10: F43.1) und zudem eine 
rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: 
F33.1). Dass die ambulante psychiatrische Behandlung die Situation in 
Bezug auf die depressive Störung und die PTBS verbessert hat, wird je-
doch auch vom Gutachter Dr. med. G.________ nicht bestritten (act. IIa 
90/37; vgl. auch Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
J.________ vom 3. März 2009). Die MEDAS-Gutachter ihrerseits stellten 
anlässlich der Abklärung kein offensichtliches Nachlassen der geistigen 
Spannkraft fest (act. IIa 122/44) und gingen lediglich noch von einer Rest-
symptomatik eines PTSD (ICD-10: F43.1; act. IIa 122/49) sowie einer die 
Schmerzstörung begleitenden aktuell leichtgradigen Depressivität (bei 
chronischer Suizidalität) aus (act. IIa 122/48). Sie hielten fest (act. IIa 
122/47 f.), (gemäss der Leitlinien der ICD-10) könne die Störung dem 
Trauma also mit einer Latenz folgen, die Wochen bis Monate dauere, je-
doch selten mehr als sechs Monate nach dem Trauma. Dies sei nun der 
Fall beim Beschwerdeführer, wenn er angebe, dass er die ersten psychi-
schen Beeinträchtigungen ein bis zwei Jahre nach dem Unfall bemerkt ha-
be. Man müsse sich auch fragen, ob es sich tatsächlich um ein Ereignis 
von aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmass 
gehandelt habe, das geeignet wäre, beinahe bei jedermann eine tiefgrei-
fende Verzweiflung auszulösen. Zudem hielten die MEDAS-Gutachter fest, 
die Restsymptomatik eines PTSD stehe aber auch nach eigenem Bekun-
den des Beschwerdeführers nicht im Vordergrund. Er sage, dass im Zen-
trum seines Beschwerdeerlebens die Schmerzen stünden und dass alles 
anders aussehen würde, wenn diese nicht mehr wären. Insgesamt betrach-
tet weisen die Problematik der PTBS – soweit vorliegend überhaupt von 
einer solchen Störung auszugehen ist – und die depressiven Beschwerden 
nicht eine derart erhebliche Schwere, Ausprägung und Dauer auf, um im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 17

Rahmen der psychischen Komorbidität der Schmerzstörung eine invalidi-
sierende Wirkung beimessen zu können.

4.3.2 Es bleiben die praxisgemäss massgebenden weiteren Kriterien (vgl. 
E. 2.2 hiervor) zu prüfen. Das Kriterium der chronischen körperlichen Be-
gleiterkrankungen ist hier nicht erfüllt, da der Beschwerdeführer aus soma-
tischer Sicht in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist 
(vgl. E. 4.2 hiervor; vgl. Entscheid des BGer vom 1. Mai 2013, 
8C_145/2013, E. 5.6.1). Dass die SUVA dem Beschwerdeführer eine Inte-
gritätsentschädigung von 20 % zugesprochen hat (vgl. Beschwerde S. 8; 
act. IIa 128/28 ff.) ändert daran nichts. Ein – allerdings hauptsächlich in der 
somatoformen Schmerzstörung selbst begründeter (vgl. Entscheid des 
BGer vom 27. November 2009, 8C_591/2009, E. 4.2) – mehrjähriger, chro-
nifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Sympto-
matik ohne länger dauernde Rückbildung kann hier bejaht werden. Weiter 
wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten, dass das Kriterium 
des sozialen Rückzugs in allen Belangen des Lebens nicht erfüllt ist (Be-
schwerde S. 8). Das Kriterium eines verfestigten, therapeutisch nicht mehr 
beeinflussbaren innerseelischen Verlaufs einer an sich missglückten, psy-
chisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; 
"Flucht in die Krankheit") ist zu verneinen, hat sich doch – wie die Be-
schwerdegegnerin zutreffend ausgeführt hat (Beschwerdeantwort S. 2) – 
die PTBS-Symptomatik sowie die Depression aufgrund der psychiatrischen 
Behandlung zurückgebildet; diese Behandlung ist zudem gemäss dem 
psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS adäquat und sollte weitergeführt 
werden (act. IIa 122/49). Für die Bejahung des Kriteriums des Scheiterns 
einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung 
(auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer 
Haltung der versicherten Person reicht es unter objektivem Blickwinkel 
nicht, dass die versicherte Person sämtliche Therapievorschläge des 
Hausarztes oder der übrigen behandelnden Ärzte in kooperativer Weise 
umgesetzt hat, solange und soweit bisher nicht oder nicht ausreichend ge-
nutzte zumutbare (ambulante oder stationäre) Behandlungsmöglichkeiten 
aus fachärztlicher Sicht weiterhin indiziert sind (SVR 2011 IV Nr. 26 S. 75 
E. 3.2.1). An bisher nicht (oder nicht ausreichend) genutzten zumutbaren 
Massnahmen wird im neurologischen Teilgutachten der MEDAS ein regel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 18

mässiges Konditionstraining zur Verbesserung der körperlichen Belastbar-
keit vorgeschlagen (act. IIa 122/41), so dass das entsprechende Kriterium 
als nicht erfüllt zu gelten hat.

4.3.3 Nach dem Ausgeführten liegt keine psychische Komorbidität im er-
forderlichen Ausmass vor und es ist nur eines der massgebenden weiteren 
Kriterien erfüllt. Folglich ist mit der Beschwerdegegnerin die Rechtsfrage 
nach der Zumutbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung zu bejahen 
(vgl. E. 2.8 hiervor), weshalb dem Beschwerdeführer eine körperliche an-
gepasste Tätigkeit vollzeitig und ohne Leistungseinschränkung zuzumuten 
ist, dies abweichend von der im MEDAS-Gutachten aus psychiatrischen 
Gründen attestierten Verminderung des Rendements um 30 % in einer 
leidensangepassten Tätigkeit.

5.

5.1 Mittels Einkommensvergleich ist schliesslich der Invaliditätsgrad 
festzulegen (vgl. E. 2.4 und 2.5 hiervor). 

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellen-
löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 19

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 
S. 91 E. 4.1.1).

5.2

5.2.1 Das Nichteintreten auf die Anmeldung vom 19. September 2005 
(Verfügung vom 2. Februar 2011 [act. IIa 115]) hat zur Folge, dass sich der 
Beschwerdeführer am 5. Februar 2013 (vgl. act. IIa 117/1) wieder ange-
meldet hat, was in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der 
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG 
entsteht, zu einem frühestmöglichen Rentenbeginn ab August 2013 führt; 
auf diesen Zeitpunkt hin ist somit der Einkommensvergleich vorzunehmen 
(BGE 129 V 222).

5.2.2 Bei der Festlegung des Valideneinkommens ist zu berücksichtigen, 
dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle aus invaliditätsfremden 
Gründen aufgegeben hatte (act. II 11, 18), weshalb nicht auf seinen dama-
ligen Verdienst abgestellt werden kann (SVR 2009 IV Nr. 58 S. 182 E. 2.3). 
Wie der Beschwerdeführer selber richtig ausführen lässt, kann kein hypo-
thetisches Einkommen als Selbstständigerwerbender in C.________ ermit-
telt werden (vgl. Beschwerde S. 5), zumal er diese Tätigkeit ja noch gar 
nicht aufgenommen hatte. Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als auf Ta-
bellenlöhne gemäss LSE abzustellen; da die Zahlen für das Jahr 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 20

noch nicht verfügbar sind, sind diejenigen des Jahres 2012 heranzuziehen. 
Der Beschwerdeführer war jahrelang (ohne Lehrabschluss [act. II 1/4]) im 
gleichen Bereich als … und … tätig (vgl. act. II 18), so dass auf das Anfor-
derungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) im Bereich 
Hochbau abzustellen ist, dies gemäss LSE 2010, Tabelle TA1, Männer, 
von Fr. 5‘944.-- monatlich bzw. Fr. 71‘328.-- jährlich; indexiert auf das Jahr 
2012 (Tabelle T1.93, Baugewerbe: Index 2010: 122.7 Punkte; Index 2012: 
124.9 Punkte; Fr. 71‘328.-- / 122.7 x 124.9 = Fr. 72‘606.90) und angepasst 
an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Bereich Hoch- und Tief-
bau im Jahr 2012 von 41.8 Stunden (Fr. 72‘606.90 / 40 Std. x 41.8 Std.) 
resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 75‘874.20. 

5.2.3 Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist auch das Invalidenein-
kommen anhand statistischer Daten zu ermitteln (vgl. E. 5.1.2 hiervor). 
Ausgehend von den LSE 2010, Tabelle TA1, Total, Männer, Anforderungs-
niveau 4, im Betrag von Fr. 4‘901.-- monatlich bzw. Fr. 58‘812.-- jährlich, 
indexiert auf das Jahr 2012 (Tabelle T1.93, Männer, Index 2010: 123.4 
Punkte; Index 2012: 125.5 Punkte; Fr. 58‘812.-- / 123.4 x 125.5 = 
Fr. 59‘812.85) und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeits-
zeit im Abschnitt Total im Jahr 2012 von 41.7 Stunden (Fr. 59‘812.85 / 40 
Std. x 41.7 Std.) resultiert ein Betrag von Fr. 62‘354.90. Angesichts der aus 
körperlichen Gründen weggefallenen Möglichkeit Schwerarbeit zu verrich-
ten, kann ein leidensbedingter Abzug (vgl. E. 5.1.2 hiervor) gewährt wer-
den. Dabei bleibt der Invaliditätsgrad selbst dann unter 40 %, wenn ein 
grosszügiger Abzug von 20 % vorgenommen wird; das Invalideneinkom-
men beträgt in diesem Fall Fr. 49‘883.90 (Fr. 62‘354.90 x 0.8) und die Ge-
genüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen ergibt 
einen Invaliditätsgrad von gerundet 34 % (100 / Fr. 75‘874.20 x 
[Fr. 75‘874.20 – Fr. 49‘883.90] = 34.25 %; zu den Rundungsregeln vgl. 
BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). 

5.3 Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2014, IV/13/818, Seite 21

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

6.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.