# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 943a4989-100a-5ec4-9f52-fff2c87719a5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.03.2025 720 24 128 (720 2024 128)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-24-128_2025-03-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. März 2025 (720 24 128) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Vorbescheidverfahren und einer allfäl-

ligen Heilung; Rückweisung der Streitsache an die IV-Stelle zur weiteren medizinischen 

Abklärung 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Claude Wyssmann, 
Rechtsanwalt und Notar, Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 
4702 Oensingen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 A.____, geboren 1995, arbeitete in einem 100 % Pensum als Assistent Gesundheit 
und Soziales und meldete sich am 1. November 2019 unter Hinweis auf seit 2017 bestehende 
starke Rückenschmerzen bei der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-

 

 
 
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bezug an. In der Folge erteilte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten mit 
Mitteilung vom 12. Oktober 2020 Kostengutsprache für eine Umschulung zur Erlangung eines 
Handelsdiploms. Für die Dauer der Ausbildung wurden ihm mit Verfügung vom 3. März 2021 
IV-Taggelder zugesprochen. Weiter wurde ihm mit Mitteilung von 8. Juni 2021 Kostengutspra-
che für den Lehrgang Sachbearbeitung Rechnungswesen vom 10. August 2021 bis 1. Juli 2022 
erteilt. Am 22. November 2021 musste sich der Versicherte aufgrund einer Rezidiv-
Diskushernie LWK5/SWK1 linksseitig mit Kompression des Duralsackes sowie der S1-Wurzel 
im Spital B.____ einer Re-Fenestration LWK5/SWK1 und Sequesterektomie unterziehen. 
Nachdem er am 21. Januar 2022 das Handelsdiplom erhalten hatte, begann er im Rahmen der 
Umschulung am 1. März 2022 ein einjähriges Praktikum in einem 100 % Pensum, wofür die IV 
ebenfalls Taggeld leistete. Den zuvor bereits begonnenen Lehrgang zum Sachbearbeiter Rech-
nungswesen brach er vorzeitig ab. Mit Schreiben vom 20. April 2022 kündigte er das Prakti-
kumsverhältnis per 28. April 2022, worauf die Rentenprüfung eingeleitet wurde. Gemäss den 
Berichten des Spitals B.____ vom 23. Mai 2022 und vom 21. September 2022 lag die chroni-
sche Beschwerdesymptomatik am Rücken weiterhin vor und schränkte die Arbeitsfähigkeit von 
A.____ ein, worauf am 30. November 2022 eine weitere Operation am Rücken erfolgte. Den 
Berichten von Dr. med. C.____, Facharzt für Neurochirurgie, Spital D.____, vom 23. Dezember 
2022 und vom 16. Januar 2023 kann entnommen werden, dass nach der Operation ein erfreuli-
cher Verlauf eintrat. Dr. C.____ empfahl als zukünftige Arbeit eine leichte körperliche rückenge-
rechte Tätigkeit. Der Patient beschäftige sich intensiv mit dem Wiedereinstieg in die Erwerbstä-
tigkeit. In der Folge erliess die IV-Stelle am 12. Juni 2023 gestützt die Beurteilungen von Dr. 
med. E.____, FA Arbeitsmedizin, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), den Vorbe-
scheid und wies das Leistungsbegehren auf Ausrichtung einer Invalidenrente ab. 
 
A.2 Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyssmann, mit Eingabe 
vom 18. Juli 2023 Einwand und machte unter Hinweis auf die Berichte von Dr. C.____ vom 16. 
Januar 2023, vom 13. Februar 2023, vom 22. Februar 2023 und vom 26. Mai 2023 geltend, 
dass dem RAD kein lückenloser Befund vorgelegen habe. Dr. E.____ habe sich nur auf die 
bandscheibenassoziierten Beschwerden bezogen und habe die beidseitigen Knieaffektionen 
und die psychischen Probleme, die bereits früher ein Thema gewesen seien und sich in letzter 
Zeit wieder verstärkt hätten, nicht berücksichtigt. Diesbezüglich seien von der IV-Stelle entspre-
chende Berichte der behandelnden Ärzte einzuholen. Auch betreffend die bandscheibenassozi-
ierten Beschwerden könne die Arbeitsfähigkeit, wie sie von Dr. E.____ attestiert worden sei, 
derzeit nicht bestätigt werden, weshalb ein Bericht bei Dr. C.____ anzufordern sei. Mit Eingabe 
vom 31. August 2023 reichte er zudem den Bericht des Instituts für Radiologie und Nuklearme-
dizin des Spitals F.____ vom 14. August 2023 und den Bericht der Psychiatrischen Dienste des 
Spitals G.____ vom 3. August 2023 betreffend die Erstkonsultation vom 11. Juli 2023 ein. Unter 
Hinweis auf die Berichte von Dr. C.____ vom 20. Juli 2023 und vom 28. August 2023 wies er 
mit Schreiben vom 2. Oktober 2023 erneut darauf hin, dass eine polydisziplinäre Begutachtung 
angezeigt sei. In der Folge nahm Dr. E.____ am 5. Oktober 2023 Stellung und die IV-Stelle for-
derte bei den Psychiatrischen Diensten des Spitals G.____ die Zustellung eines aktuellen Be-
richts an, worauf diese mit Schreiben vom 27. Februar 2024 erneut den Bericht vom 3. August 
2023 betreffend die Beurteilungen im Rahmen der Erstkonsultation vom 11. Juli 2023 zustellten. 
Der Versicherte liess mit Eingabe vom 1. März 2024 ausserdem die Berichte von Dr. C.____ 

 

 
 
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vom 8. November 2023, vom 28. November 2023, vom 22. Dezember 2023, vom 5. Februar 
2024 und vom 26. Februar 2024 einreichen. 
 
A.3 Die IV-Stelle blieb mit Verfügung vom 5. April 2024 bei ihrer Auffassung, lehnte einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 0 % ab und hielt 
fest, dass die Einschätzung des RAD auch unter Berücksichtigung der neuen Arztberichte plau-
sibel sei, weshalb keine weiteren Abklärungen angezeigt seien. Ab Ablauf des Wartejahres per 
21. Mai 2022 sei dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit in einem 100 % Pensum 
zumutbar, wobei es sich um eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselbelastung handeln soll-
te. 
 
B. Dagegen erhob A.____, erneut vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyssmann, mit 
Eingabe vom 8. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht, und liess unter o/e-Kostenfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung sowie die Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur korrekten 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens resp. zur Wahrung des rechtlichen Gehörs beantra-
gen, eventualiter seien ihm ab wann rechtens die versicherten IV-Leistungen (berufliche Mass-
nahmen, Invalidenrente) nach Massgabe eines Invaliditätsgrads von mindestens 40 % zuzüg-
lich Verzugszins zu 5 % ab wann rechtens zuzusprechen. Subeventualiter sei die Angelegen-
heit zu weiteren medizinischen und beruflich-erwerbsbezogenen Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er die Durchführung 
einer öffentlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK beantragen. 
 
C. Mit Eingabe vom 27. Mai 2024 reichte der Beschwerdeführer den Bericht von Dr. 
C.____ vom 15. Mai 2024 zu den Akten und hielt fest, dass dieser noch mehr Zweifel an der 
Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Beurteilung bewirke.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 28. Juni 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde. Unter Einreichung der Berichte von PD Dr. med. H.____, Facharzt 
FMH für Neurologie, vom 5. Juni 2024 und von Dr. E.____ vom 6. Juni 2024 legte sie dar, dass 
der medizinische Sachverhalt hinreichend geklärt sei. 
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Auffassun-
gen fest (vgl. Replik vom 30. August 2024 und Duplik vom 18. September 2024). 
 
F. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 20. September 2024 wurde die An-
gelegenheit der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen und die Durchführung einer Partei-
verhandlung angeordnet. 
 
G. Mit Schreiben vom 23. Oktober 2024 liess der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht 
eine Kopie des Berichts von Dr. med. I.____, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 16. Oktober 2024 zu den Akten reichen und bekräftigte die Auffassung, dass ein externes 
Gutachten notwendig sei. 
 

 

 
 
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H. Die Beschwerdegegnerin liess sich mit Eingabe vom 19. November 2024 zum Bericht 
von Dr. I.____ vernehmen. Die geltend gemachte Verschlechterung könne vorliegend keine 
Berücksichtigung finden, da diese erst Monate nach Erlass der angefochtenen Verfügung ein-
getreten sei. 
 
I. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 21. November 2024 wurde die An-
gelegenheit erneut der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
J. Mit Eingabe vom 25. November 2024 wies der Beschwerdeführer auf das Urteil des 
Bundesgerichts vom 22. Oktober 2024, 8C_104/2024, hin, worin das Bundesgericht seine Fikti-
on der willentlichen Überwindung der Adipositas aufgehoben habe. Die Adipositas wirke sich 
auch vorliegend erheblich auf die Leistungsfähigkeit aus. 
 
K. Dazu nahm die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 11. Dezember 2024 unter Hin-
weis auf den Bericht von Dr. E.____ vom 10. Dezember 2024 Stellung und hielt fest, dass sie 
die Adipositas bei ihrem Entscheid bereits berücksichtigt habe.  
 
L. Mit Verfügung der Präsidentin vom 13. Dezember 2024 wurde die Angelegenheit wie-
derum der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
M. Mit Eingabe vom 7. März 2025 reichte der Beschwerdeführer die Berichte von Prof. Dr. 
med. J.____, FMH für Neurologie, vom 21. Februar 2025 und von Dr. med. K.____, FMH für 
Anästhesie, vom 26. Februar 2025 zu den Akten. 
 
N. In Anbetracht der bereits per heute angesetzten Verhandlung wurde diese Eingabe der 
Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die Möglichkeit, sich dazu im Rahmen der Parteivorträ-
ge zu äussern, mit Schreiben vom 11. März 2025 zur Kenntnisnahme zugestellt. 
 
O. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde der Beschwerdeführer befragt. An-
schliessend hielten der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers und die Vertreterin der Be-
schwerdegegnerin in ihren Plädoyers an den in der Rechtsschriften gestellten Anträgen und 
den darin vorgebrachten wesentlichen Begründungen fest. Die Beschwerdegegnerin reichte 
ausserdem eine Stellungnahme von Dr. E.____ vom 19. März 2025 zu den Akten. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind alle erfüllt, sodass auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde vom 8. Mai 2024 einzutreten ist. 
 
2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 ent-
stehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invali-

 

 
 
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denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der ab 
1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über 
die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Ren-
tenanspruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV 
sowie diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massge-
bend (KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einfüh-
rung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Ein all-
fälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem erfolgt, sofern die Voraussetzungen 
nach lit. b der Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 erfüllt sind 
(vgl. auch KSIR, Rz. 9100 ff.). 
 
2.2 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 
(Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2).  
 
2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung 
hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Gestützt auf 
Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Renten-
anspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Inva-
liditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). 
Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem 
Invaliditätsgrad unter 50 % gelten Anteile (Abs. 4). 
 

 

 
 
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2.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. 
 
2.6 Ausgangspunkt für die Ermittlung des Invaliditätsgrads ist die Frage, ob und in wel-
chem Ausmass die versicherte Person infolge ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen ar-
beitsunfähig ist. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Ge-
richt) auf Unterlagen, die von Ärztinnen und Ärzten sowie gegebenenfalls weiteren Fachperso-
nen zur Verfügung zu stellen sind. Es ist Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und sich dazu zu äussern, in welchem Umfang und hinsichtlich welcher Tä-
tigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Feb-
ruar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). 
 
2.7 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess massgebenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie 
alle anderen Beweismittel – frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht 
alle Beweismittel, unabhängig, davon von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs erlauben. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-
schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische The-
se abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
3.1 Der medizinische Sachverhalt präsentiert sich wie folgt: 
 
3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass des Vorbescheids vom 12. Juni 2023 
auf die Beurteilungen von Dr. E.____. Dieser diagnostizierte in der Stellungnahme vom 19. April 
2023 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein kombiniertes lumbospondylogenes und lum-
boradikuläres Schmerzsyndrom sowie ein sensibles Ausfallsyndrom S1 links mit/bei Diskusher-
nie L5/S1 links mit rezessaler Tangierung der S1-Wurzel links, medianer Diskushernie L4/5 oh-
ne Nervenkompression, Fazettengelenksarthrose L3-S1, Status nach wiederholten Infiltrationen 
seit 2018, Status nach mikrotechnischer Fenestration und Sequestrektomie LE/S1 links am 21. 
Mai 2019, Re-Fenestration LS/S1 links und Sequesterektomie am 22. November 2021, destru-
ierender und aktivierter Osteochondrose L5/S1 rezessale und knöcherne Einengung LS und S1 

 

 
 
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links, Status nach minimalinvasiver Spondylodese L5-S1 mittels dorsolateraler Fusion und in-
terkorporeller Abstützung und Dekompression LS und S1 links am 30. November 2022. Als Di-
agnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte er eine Adipositas permagna. Be-
züglich angestammter Tätigkeit hielt er fest, dass diese mutmasslich seit 21. Mai 2019 (erste 
Operation) nicht mehr zumutbar sei. In einer angepassten Tätigkeit sei eine deutliche Minderbe-
lastung des unteren Rückens gegeben. Eine optimal angepasste Tätigkeit wie eine Bürotätig-
keit, wofür der Versicherte bereits umgeschult worden sei, sei, abgesehen von den Arbeitsunfä-
higkeiten rund um die Operationen von ca. drei Monaten, voll zumutbar. Nach der letzten Ope-
ration im November 2022 habe sich ein sehr erfreulicher Verlauf gezeigt, so dass die behan-
delnden Ärzte eine angepasste leichte Tätigkeit empfohlen hätten. Im Rahmen seiner Stellung-
nahme vom 9. Juni 2023 hielt Dr. E.____ an seiner Beurteilung fest. Dr. C.____ habe klar fest-
gehalten, dass für die zukünftige Arbeit eine leichte körperliche rückengerechte Tätigkeit zu 
empfehlen sei. 
 
3.3 Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte der Beschwerdeführer weitere Berichte zu 
den Akten. Dr. C.____ wies im Bericht vom 26. Mai 2023 darauf hin, dass das ISG-Syndrom 
beidseits im Vordergrund der Schmerzen stehe. Im IV-Bericht vom 20. Juli 2023 attestierte er 
seinem Patienten aufgrund der Schmerzen und der Depression in jeglicher Tätigkeit eine 
100 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Trotz operativer Behandlung bestünden persistierende Schmer-
zen, auch bei leichter körperlicher Tätigkeit. Im Bericht vom 28. August 2023 führte Dr. C.____ 
aus, dass die diagnostisch-therapeutische ISG-Infiltration beidseits vom gleichen Tag eine 
100 %-ige Schmerzverbesserung gebracht habe. 
 
3.4 Im Bericht vom 3. August 2023 betreffend die Erstkonsultation vom 11. Juli 2023 diag-
nostizierte die Leitende Ärztin der Psychiatrischen Dienste des Spitals G.____ eine Anpas-
sungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und DD eine mittelgradige depressive Episode. 
Sie hielt eine ambulante psychiatrische Behandlung für erforderlich. Die Arbeitsfähigkeit in der 
bisherigen Tätigkeit schätzte sie aufgrund der psychiatrischen Symptomatik auf 50 % ein. 
 
3.5 Dr. E.____ hielt in seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2023 fest, dass die Ske-
lettszintigraphie vom 14. August 2023 keine neuen Erkenntnisse gebracht habe. Die Minderbe-
lastung des unteren Rückens sei bereits anerkannt. Selbst die Spezialisten hätten angemerkt, 
dass eine leichte rückenschonende Tätigkeit angezeigt sei. Auf diese sei der Versicherte bereits 
umgeschult worden. Es sei medizinisch nicht begründbar, weshalb er in einer solchen Tätigkeit 
nicht arbeiten könne. Die an den Hüften beginnenden degenerativen Veränderungen seien für 
die Arbeitsfähigkeit im angepassten Bereich belanglos. Anhaltende Beschwerden und eine Be-
einträchtigung der Arbeitsfähigkeit seien nicht vorhanden. Der Bericht der Psychiatrischen 
Dienste des Spitals G.____ halte einen Erstkontakt am 11. Juli 2023 fest. Diese Situation sei 
somit neu und könne nicht für eine rückwirkende Arbeitsunfähigkeit herhalten. Es werde ledig-
lich eine Anpassungsstörung attestiert, die definitionsgemäss gut behandelbar, von zeitlich be-
grenzter Dauer und nur leichten depressiven Ausmasses sei. Bei dieser Diagnose gehe es um 
die Mühen des Patienten, sich mit einer veränderten Lebenssituation zu arrangieren. Es gebe 
somit keine wegweisenden neuen medizinischen Erkenntnisse, weshalb die bisherige Beurtei-
lung unverändert bleibe. 

 

 
 
Seite 8    

3.6 Dr. C.____ führte im Bericht vom 8. November 2023 aus, der Versicherte habe berich-
tet, dass er teilweise linksseitige Beinschmerzen am dorsalen Oberschenkel und tieflumbale 
Schmerzen rechtsbetont verspüre. Die Infiltration der ISG beidseits habe keine langanhaltende 
Wirkung gebracht. Zudem gebe er Schmerzen in beiden Hüften an. Dr. C.____ erachtete die 
zentrale Re-Re-Dekompression L5-S1 als maximale Variante möglich. 
 
3.7 Dr. L.____, Spital D.____, diagnostizierte in seinem Bericht vom 28. November 2023 
eine Überbelastung der pelvitrochantären Muskulatur links mehr als rechts beider Hüftgelenke, 
am ehesten im Rahmen der Adipositas permagna, Restbeschwerden nach minimalinvasiver 
Spondylodese L5/S1 und ein ISG-Syndrom rechts. 
 
3.8 Dr. C.____ hielt im Verlaufsbericht vom 22. Dezember 2023 fest, dass Saxenda vom 
Patienten aufgrund der Nebenwirkungen abgesetzt worden sei. Dieser berichte von Schmerzen 
tieflumbal rechtsbetont mit teilweiser Ausstrahlung in den dorsalen Ober- und Unterschenkel 
rechts. Aufgrund der starken Schmerzen und des sehr hohen Leidensdrucks werde ein MRI der 
LWS durchgeführt. Sollten die enormen Schmerzen weiter bestehen, komme eine operative 
Therapie in Frage. Am 26. Februar 2024 führte Dr. C.____ eine Facettengelenksinfiltration 
Th11-12 rechts durch. 
 
3.9 Nach Würdigung der vorgenannten Berichte hielt Dr. E.____ in seiner Stellungnahme 
vom 27. März 2024 fest, dass die bisherige Beurteilung unverändert bleibe, da sich in den Be-
richten nichts Neues finden lasse. Dem sehr jungen Versicherten sei eine körperlich leichte Tä-
tigkeit in Wechselbelastung ganztags zumutbar. Eine gewisse Minderbelastbarkeit des unteren 
Rückens sei bereits anerkannt worden. Aus welchen Gründen auch eine angepasste Tätigkeit 
nicht möglich sein sollte, sei nicht einfühlbar. Darüber hinaus scheine der Versicherte weitge-
hend inaktiv und erheblich übergewichtig zu sein, wobei es zu seiner Schadenminderungspflicht 
gehöre, eine dosierte Aktivität aufzunehmen und sein Gewicht deutlich zu reduzieren. Eine we-
sentliche psychische Störung werde nicht mehr vorgebracht. Der Bericht der Psychiatrischen 
Dienste des Spitals G.____ sei bereits bekannt und von Mitte 2023. 
 
3.10 Gestützt auf diese medizinische Aktenlage erliess die Beschwerdegegnerin die ange-
fochtene Verfügung. Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens gingen die folgenden 
ärztlichen Berichte ein: 
 
3.11 Dr. C.____ hielt im Bericht vom 15. Mai 2024 fest, dass der Versicherte unter neuropa-
thischen Schmerzen L5 und S1 links bei mehrfachen Operationen dieses Segments und dege-
nerativen arthrotischen Schmerzen bei kranialer Anschlusssegmentdegeneration des Segments 
L4/5 leide. Bezüglich Arbeitsfähigkeit stellte Dr. C.____ fest, dass auch für eine optimal ange-
passte Tätigkeit eine volle Erwerbstätigkeit nicht realistisch und gegeben sei. 
 
3.12 PD Dr. H.____ vermutete in seinem Bericht vom 5. Juni 2024 in erster Linie eine rein 
sensible Radikulopathie L5-S1 bei im Vordergrund stehenden neuropathisch anmutenden Be-
schwerden. Elektrophysiologisch würden sich keine Hinweise für eine höhergradige axonale 

 

 
 
Seite 9    

Schädigung der Nervenwurzel L5 bzw. S1 links ergeben bei jedoch Zeichen einer chronischen 
Denervation im Myotom L5 links. Angaben zur Arbeitsfähigkeit machte er keine. 
 
3.13 In der Stellungnahme vom 6. Juni 2024 äusserte sich Dr. E.____ zu den Einwendun-
gen der Beschwerde, wobei er sich eines Kommentars bezüglich der Einschätzung von Dr. 
C.____ vom 15. Mai 2024, wonach auch in einer angepassten Tätigkeit keine volle Arbeitsfä-
higkeit bestehe, enthielt. Im Rahmen seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2024 hielt Dr. E.____ 
insbesondere fest, dass im Einklang mit den Spezialisten des Spitals D.____ eine volle Arbeits-
fähigkeit in einer optimal rückenadaptierten körperlich leichten Tätigkeit angenommen worden 
sei. 
 
3.14 Dr. I.____ hielt im Bericht vom 16. Oktober 2024 fest, dass sie den Versicherten seit 
dem 21. August 2024 behandle. Sie diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell sich verschlechternd (mittelschwergradig) mit Somatisierung (chronifizierte Schmerz-
problematik) und intermittierenden präsuizidalen Phasen. Sie hielt eine Arbeitsunfähigkeit von 
80 – 100 % fest. 
 
3.15 Dr. E.____ nahm am 10. Dezember 2024 zum Urteil des Bundesgerichts betreffend 
Adipositas Stellung und hielt fest, dass der Adipositas des Beschwerdeführers in einer körperli-
chen leichten Tätigkeit keine wesentliche einschränkende Wirkung zukomme. 
 
3.16 Prof. J.____ hielt im Bericht vom 21. Februar 2025 fest, dass der Versicherte am 21. 
Februar 2025 erstmals bei ihm gewesen sei. Angaben zur Arbeitsfähigkeit sind dem Bericht 
keine zu entnehmen. 
 
3.17 Im Bericht von Dr. K.____ vom 26. Februar 2025 ist zu entnehmen, dass sie den Ver-
sicherten am 26. Februar 2025 erstmals in der Sprechstunde gesehen habe. 
 
3.18 Im Rahmen der heutigen Parteiverhandlung reichte die Beschwerdegegnerin die Stel-
lungnahme von Dr. E.____ vom 19. März 2025 ein. Darin gelangte Dr. E.____ zur Auffassung, 
dass weiterhin von einer vollen Arbeitsfähigkeit in geeigneten angepassten Tätigkeiten auszu-
gehen sei. 
 
4.1 Zunächst ist der Antrag des Beschwerdeführers zu behandeln, dass die in vorstehen-
der Erwägung zitierte Stellungnahme von Dr. E.____ aufgrund des Devolutiveffekts der Be-
schwerde aus dem Recht zu weisen sei. 
 
4.2 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ff. ATSG zwar De-
volutiveffekt zu. Dies bedeutet, dass die formgültige Beschwerdeerhebung die alleinige Zustän-
digkeit des kantonalen Gerichts begründet, über das in der angefochtenen Verfügung geregelte 
Rechtsverhältnis zu entscheiden. Damit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über 
den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- 
und Entscheidungsgrundlagen, denn das kantonale Gericht hat den rechtserheblichen Sach-
verhalt von Amtes wegen zu ermitteln (Art. 61 lit. c ATSG) und ist nicht an die Begehren der 

 

 
 
Seite 10    

Parteien gebunden (Art. 61 lit. d ATSG). Folgerichtig ist es dem Versicherungsträger grundsätz-
lich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzu-
nehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der ange-
fochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung erlaubt sind dem Versicherungsträger aber in aller Regel punktuelle Abklärungen 
wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch Rückfragen bei medizini-
schen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen. Entscheidende Gesichtspunkte für die 
Beantwortung der Frage, was noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltli-
che Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger weiterer 
Abklärungsmassnahmen (vgl. BGE 136 V 2 E. 2.5 und 2.7). 
 
4.3 Nachdem die Parteien mit Schreiben vom 2. Januar 2025 darüber informiert worden 
waren, dass die Parteiverhandlung für den 27. März 2025 angesetzt werde, liess der Be-
schwerdeführer mit Eingabe vom 7. März 2025 (Eingang 10. März 2025) die Berichte von Prof. 
J.____ und von Dr. K.____ zu den Akten reichen und führte aus, dass darin eine Radikulopathie 
diagnostiziert worden sei, weshalb auch im orthopädischen Bereich abermals zumindest gerin-
ge Zweifel an der Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. E.____ gege-
ben seien. Diese Eingabe liess das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 
11. März 2025 zukommen und wies darauf hin, dass im Rahmen der bereits angesetzten Par-
teiverhandlung Gelegenheit bestehen werde, zur Eingabe Stellung zu nehmen. Bei der von der 
Beschwerdegegnerin heute zu den Akten gereichten Stellungnahme von Dr. E.____ vom 19. 
März 2025 handelt es sich um dessen Einschätzungen zu den vom Beschwerdeführer neu ein-
gereichten Arztberichten. Es handelt sich somit um die Antwort auf eine punktuelle Rückfrage, 
der in Anbetracht der anderen Stellungnahmen von Dr. E.____ keine wegleitende Bedeutung 
zukommt. Damit ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin gemäss bundesgerichtlicher Praxis 
auch unter Berücksichtigung des Devolutiveffekts zulässig. Hinzukommt, dass es im Rahmen 
des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft (BV) vom 18. April 1999 der Beschwerdegegnerin erlaubt sein muss, zu neuen, 
von der Gegenpartei im laufenden Gerichtsverfahren eingereichten ärztlichen Unterlagen 
nochmals Stellung zu nehmen. Ihr Vorgehen kann somit nicht als prozessrechtlich unzulässig 
erachtet werden und die Stellungnahme von Dr. E.____ vom 12. März 2025 ist zu den Akten zu 
nehmen. Die Gehörsrechte des Beschwerdeführers wurden mit dieser Vorgehensweise eben-
falls nicht verletzt, da er die Möglichkeit erhielt, sich im Rahmen des Plädoyers zur Eingabe zu 
äussern. Vor diesem Hintergrund sieht das Kantonsgericht keine gewichtigen Gründe, um die 
Stellungnahme von Dr. E.____ vom 19. März 2025 aus dem Recht zu weisen. 
 
5.1 Der Beschwerdeführer beantragt im Hauptbegehren die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und die Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur korrekten 
Durchführung der Gehörsrechte. Die Beschwerdegegnerin habe eine reine Aktenbeurteilung 
von Dr. E.____ vom 27. März 2024 eingeholt, in der sich dieser erstmals überhaupt zur Rele-
vanz der psychischen Gesundheitsstörung geäussert habe. Auf diese Aktenbeurteilung habe 
sie in der Folge abgestellt, ohne sie vorher dem Beschwerdeführer zur Kenntnis zu bringen, 
womit ihm keine Möglichkeit zur Stellungnahme vor Erlass der angefochtenen Verfügung gebo-
ten worden sei. Es gehöre zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadres-

 

 
 
Seite 11    

sat vor Erlass eines ihm nachteiligen Verwaltungsaktes Stellung nehmen könne. Eine notwen-
dige Bedingung für die Wahrung der Gehörsrechte bestehe darin, dass die Behörde die Partei 
davon in Kenntnis setze, wenn sie dem Dossier neue Akten beifüge, die für die Entscheidfin-
dung wesentlich seien. Es liege damit eine schwere, nicht mehr heilbare Gehörsverletzung vor. 

 
5.2 Gemäss Art. 29 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Für das sozi-
alversicherungsrechtliche Verfahren wurde dieser Anspruch in Art. 42 ATSG verankert. Das 
rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeits-
bezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids, welcher in die Rechtsstellung einer 
Person eingreift, dar. Dazu gehört insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor 
Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche 
Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört 
zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumin-
dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen 
(vgl. BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Die Verlet-
zung des Rechts auf Akteneinsichtnahme und Äusserung führt unabhängig davon, ob die fragli-
chen verfahrensrechtlichen Mängel einen Einfluss auf das Ergebnis haben, grundsätzlich zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Gemäss 
bundesgerichtlicher Praxis kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtli-
chen Gehörs jedoch ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Mög-
lichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie 
die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne 
einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs von 
einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung abzusehen, wenn und soweit die Rückwei-
sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, 
die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförder-
lichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 147 IV 340 E. 4.11.3). 
 
5.3 Aufgrund der Einwände des Beschwerdeführers und der eingereichten medizinischen 
Berichte tätigte die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Vorbescheidverfahrens weitere Sach-
verhaltsabklärungen. Dabei beschränkte sie sich im Wesentlichen darauf, bei Dr. E.____ medi-
zinische Beurteilungen zu den vom Versicherten eingereichten ärztlichen Unterlagen einzuho-
len. Bei den entsprechenden Ausführungen von Dr. E.____ handelt es sich mangels selbst 
durchgeführter Untersuchungen somit nicht um Stellungnahmen im Sinne von Art. 49 Abs. 2 
IVV. Es sind keine medizinischen Befunde erhoben worden, sondern die vorhandenen Befunde 
wurden von einem praktischen Arzt ohne fachärztliche Spezialisierung gewürdigt. Es liegt folg-
lich lediglich eine Empfehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizini-
scher Sicht im Sinne von Art. 49 Abs. 1 IVV vor. Zudem forderte die Beschwerdegegnerin bei 
den Psychiatrischen Diensten des Spitals G.____ einen aktuellen Bericht an. In der Folge reich-
ten die Psychiatrischen Dienste des Spitals G.____ den bereits vom Beschwerdeführer mit 
Einwand vom 31. August 2023 eingereichten Bericht vom 3. August 2023 zu den Akten. Dieser 
Bericht wurde von Dr. E.____ jedoch bereits in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2023 gewür-
digt, worauf dieser am 27. März 2024 auch hinwies. Dr. E.____ nahm in der Folge am 27. März 
2024 die gleiche Einschätzung vor. Der angefochtenen Verfügung kann sodann entnommen 

 

 
 
Seite 12    

werden, dass die Beschwerdegegnerin zur Begründung des Ausschlusses von psychischen 
Faktoren genau die Formulierung übernahm, wie sie bereits in der ersten Beurteilung vom 5. 
Oktober 2023 von Dr. E.____ verfasst wurde. Dies zeigt, dass es auf die zweite Einschätzung 
von Dr. E.____ gar nicht mehr ankam. Dass diese Einschätzung dem Beschwerdeführer vor 
Erlass der angefochtenen Verfügung nicht erneut zur Kenntnis gebracht wurde, stellt somit 
höchstens eine leichte Gehörsverletzung dar. Insbesondere aufgrund der heute durchgeführten 
Parteiverhandlung mit einem Beweiserhebungsverfahren und der im vorliegenden Beschwerde-
verfahren geltenden uneingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Kantonsgerichts (vgl. dazu 
§ 57 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. De-
zember 1993) ist die Gehörsverletzung als geheilt zu betrachten. Nicht zuletzt auch aus pro-
zessökonomischen Gründen ist im vorliegenden Fall von einer Rückweisung an die Beschwer-
degegnerin aus formellen Gründen und zur Durchführung der Gehörsrechte abzusehen.  
 
6.1 Somit ist die vom Beschwerdeführer eventualiter erhobene Rüge zu prüfen, dass die 
Einschätzung von Dr. E.____ betreffend eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit unter Berücksichtigung der Angaben der behandelnden Ärzte, die von einer 
weitaus geringeren Arbeitsfähigkeit ausgehen würden, nicht nachvollziehbar sei und die Be-
schwerdegegnerin eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag hätte geben müssen. Die Be-
schwerdegegnerin hält an ihrer Auffassung fest, wonach der medizinische Sachverhalt vollstän-
dig abgeklärt sei und sich weitere Abklärungen erübrigen würden. 
 
6.2 In Ergänzung der in Erwägung 2.7 hiervor dargelegten Grundsätze ist darauf hinzuwei-
sen, dass gemäss bundesgerichtlicher Praxis Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zukommt wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die 
Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur gerin-
ge Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 142 V 58 E. 5.1). Ausser-
dem ist grundsätzlich derjenige Sachverhalt massgebend, wie er sich bis zum Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 5. April 2024 entwickelte. Dieser Zeitpunkt bildet die zeitliche Grenze 
der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2). Spätere Arztberichte sind 
aber in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des 
Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer vertritt zunächst die Auffassung, dass sich Zweifel an den Beur-
teilungen von Dr. E.____ ergeben würden, da ihm die fachliche Eignung für die vorliegend im 
Vordergrund stehenden orthopädischen und psychiatrischen Probleme fehle. Er verfüge weder 
über einen Facharzttitel noch über eine Berufsausübungsbewilligung oder einen Doktortitel. 
 
7.2 Mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Erwägung 5b der Vernehmlassung vom 28. Juni 
2024) ist davon auszugehen, dass keine Zweifel am akademischen Titel von Dr. E.____, seiner 
Berufsausübungsbewilligung und seinem Fachtitel bestehen. In Bezug auf die Beurteilung von 
psychischen Gesundheitsstörungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist jedoch 

 

 
 
Seite 13    

insofern ein gewisser Vorbehalt anzubringen, als die fachliche Qualifikation eines Arztes und 
einer Ärztin für die Würdigung medizinischer Berichte eine Rolle spielt, denn Verwaltung und 
Sozialversicherungsgericht müssen sich auf die Fachkenntnisse des Verfassers bzw. der Ver-
fasserin eines medizinischen Berichts, auf welchen sie abstellen wollen, verlassen können (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts vom 26. Januar 2010, 9C_736/2009, E. 2.1). 
 
8.1 Zu prüfen ist weiter, inwieweit bereits aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegne-
rin den Beschwerdeführer in einen kaufmännischen Arbeitsbereich umschulte, zuverlässige 
Schlussfolgerungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der Verweistätigkeit angenommen werden 
können. Dr. E.____ machte wiederholt geltend, dass die Verweistätigkeit den Bereich betreffe, 
für den der Beschwerdeführer bereits umgeschult worden sei, also eine Bürotätigkeit.  
 
8.2 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nach Vornahme der zweiten Operation am 
22. November 2021 im Januar 2022 das Handelsdiplom erlangt hatte. Der Beginn des einjähri-
gen Praktikums erfolgte am 1. März 2022, die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den 
Beschwerdeführer jedoch bereits wieder am 20. April 2022. In zeitlicher Nähe dazu liegen die 
Berichte der neurochirurgischen Wirbelsäulensprechstunde des Spitals B.____ vor, die zusam-
mengefasst aufzeigen, dass der Beschwerdeführer nach der zweiten Operation wiederum von 
Schmerzen berichtet habe. Zudem war bereits von einer weiteren Operation die Rede. Dem 
Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen vom 1. Juli 2022 ist zu entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer von zunehmenden Schmerzen im Rücken berichtet habe, wodurch er sehr 
belastet sei und deswegen auch ein Behandlungswechsel stattgefunden habe. Der Versicherte 
mache geltend, er könne maximal ein bis zwei Stunden sitzen und müsse sich dann hinlegen. 
Er habe auch unter Schonbedingungen ständige Schmerzen. Er sehe sich vor diesem Hinter-
grund nicht in der Lage, einem kaufmännischen Praktikum nachzugehen. Im Bericht des Spitals 
B.____ vom 21. September 2022 wurde festgehalten, dass, sofern die chronischen Schmerzen 
persistieren würden, die Arbeitsfähigkeit dauernd eingeschränkt bleiben werde. Bei den Funkti-
onseinschränkungen wurde insbesondere berichtet, dass der Versicherte nicht lange sitzen und 
nicht lange stehen könne. Der Bericht hielt auch für eine angepasste Tätigkeit aktuell keine Ar-
beitsfähigkeit fest mit der Bemerkung, dass für den Fall einer Schmerzreduktion eine Zumutbar-
keit von zwei bis drei Stunden bestehen würde. Nach der dritten Operation berichtete Dr. 
C.____ am 23. Dezember 2022 von einer deutlichen Besserung. Die Rückenschmerzen hätten 
sich gebessert, seien aber noch vorhanden. Der Versicherte beschäftige sich intensiv mit dem 
Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit. Er empfehle für die zukünftige Arbeit eine leichte körper-
lich rückengerechte Tätigkeit. Auf diese Bemerkung von Dr. C.____ nimmt Dr. E.____ in seinen 
Berichten immer wieder Bezug und schloss daraus sogar, dass seine Annahme einer 100 %-
igen Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit im Einklang mit der Auffassung von Dr. 
C.____ erfolge. Dr. C.____ hielt schliesslich am 15. Mai 2024 fest, dass auch für eine ange-
passte Tätigkeit keine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. 
 
8.3 Aus den Akten zeigt sich, dass die Umschulung zwar klappte, die Eingliederung in den 
ersten Arbeitsmarkt dann aber aufgrund der Schmerzen klar nicht erfolgte. Soweit die Be-
schwerdegegnerin bzw. Dr. E.____ argumentieren, die Zumutbarkeit ergebe sich sozusagen 
bereits aus der Umschulung, kann dem nicht gefolgt werden. Weiter ist festzustellen, dass die 

 

 
 
Seite 14    

Einschätzung von Dr. E.____, es bestehe eine volle Zumutbarkeit für eine leichte angepasste 
Tätigkeit, in Widerspruch zur Beurteilung von Dr. C.____ im IV-Bericht vom 20. Juli 2023 und 
dem Bericht vom 15. Mai 2024 steht. Darauf weist der Beschwerdeführer zu Recht hin. Nach 
zunächst erfreulicher gesundheitlicher Entwicklung nach der dritten Operation zeigte sich im Juli 
2023 medizinisch die Situation, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Schmerzzunahme 
auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Ab die-
sem Zeitpunkt finden sich in den Akten durchgehende Behandlungen aufgrund der Schmerzen, 
auch war von einer erneuten Operation die Rede. Im Vordergrund stehen die neuropathischen 
Schmerzen L5 und S1 links und die degenerativen arthrotischen Schmerzen aufgrund einer 
Anschlusssegmentdegeneration des Segments L4/5. Im Bericht vom 15. Mai 2024 äusserte 
sich Dr. C.____ so, dass aufgrund der somatischen und bildgebenden Befunde eine volle Er-
werbstätigkeit nicht realistisch und nicht gegeben sei. Die im Vordergrund stehenden neuropa-
thischen Schmerzen fallen in das Fachgebiet von Dr. C.____. Zudem operierte er den Be-
schwerdeführer, was seiner Einschätzung zusätzliches Gewicht verleiht. Es ist zwar nicht zu 
übersehen, dass Dr. C.____ nicht näher begründete, welches Ausmass die von ihm grundsätz-
lich attestierte Teilarbeitsunfähigkeit ausmacht. Dies führt aber nicht dazu, dass sich die Unter-
suchungspflicht der Beschwerdegegnerin vermindern oder abschwächen würde. Aufgrund des 
Beschwerdebilds stehen somit auch Einschränkungen bezüglich einer körperlich leichten Tätig-
keit im Raum. Wenn der Beschwerdeführer schmerzbedingt nicht lange sitzen und stehen kann, 
so stehen Einschränkungen in einer leichten Verweistätigkeit zumindest in Frage, ganz abge-
sehen von wohl auch fehlender Konzentration wegen der Schmerzen. Vor diesem Hintergrund 
erscheinen die Einschätzungen von Dr. E.____ zu wenig detailliert. Er wies mehrmals darauf 
hin, dass der Beschwerdeführer ja umgeschult sei. Auf die Möglichkeit, dass aufgrund der do-
kumentierten Schmerzen auch in dieser Tätigkeit eine Einschränkung bestehen könnte, ging Dr. 
E.____ nicht ein. Seine Annahme einer 100 %-igen Arbeitsfähigkeit bezüglich einer leichten und 
angepassten Tätigkeit ist deshalb zumindest mit Zweifeln behaftet. 
 
9.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, Dr. E.____ ignoriere den Umstand, dass 
im Bericht der Psychiatrischen Dienste des Spials G.____ vom 3. August 2023 differenzialdiag-
nostisch eine mittelgradige depressive Episode aufgelistet worden sei. Er gehe nur auf die Di-
agnose der Anpassungsstörung ein. Die Beschaffenheit des psychischen Gesundheitszustands 
sei somit noch nicht vollständig erhoben. Ebenso missachte der RAD den Umstand, dass der 
Beschwerdeführer laut Zeugnis von Dr. med. M.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 18. Dezember 2020 bereits früher in Psychotherapie gewesen und arbeitsunfähig ge-
schrieben worden sei. Die Kindheit müsse als dysfunktional beschrieben werden. Er sei der 
ständigen Gewalt seines Stiefvaters ausgesetzt gewesen. Bei der von den Psychiatrischen 
Diensten des Spitals G.____ diagnostizierten Anpassungsstörung mit längerer depressiver Re-
aktion handle es sich gemäss Auffassung des Bundesgerichts nicht nur um ein zeitlich begrenz-
tes Phänomen. Der Bericht der Psychiatrischen Dienste des Spitals G.____ erreiche diagnos-
tisch ohnehin keine genügende Klärung. Sollte sich allein die mittelgradige depressive Episode 
erhärten, so wäre von einer fachärztlichen Abklärung Ausschluss über die Standardindikatoren 
zu erwarten. Weil solches gar nicht vorliege, sei eine schlüssige Beurteilung der Arbeits- und 
Erwerbsunfähigkeit gemäss BGE 141 V 281 unzweifelhaft nicht möglich. Daher könne die RAD-

 

 
 
Seite 15    

Stellungnahme nicht als beweiswertige Grundlage für die Beantwortung der Frage nach der 
invalidisierenden Wirkung des psychischen Störungsbilds herhalten. 
 
9.2 Es ist zwar nicht zu übersehen, dass der Erstkontakt bei den Psychiatrischen Diensten 
des Spitals G.____ nach dem ablehnenden Vorbescheid erfolgte und der Bericht doch auf deut-
lich im Vordergrund stehende psychosoziale Faktoren hinweist (finanzielle Probleme, kein An-
spruch mehr auf Sozialhilfe wegen Heirat etc.). Diese wären rechtsprechungsgemäss nur dann 
von Belang, wenn sich daraus ein sich verselbständigtes psychiatrisches Beschwerdebild ent-
wickelt hätte, was so aus den Akten nicht hervor geht. Der Bericht von Dr. I.____ datiert vom 
16. Oktober 2024 und wurde erst nach dem doppelten Schriftenwechsel eingereicht. Er doku-
mentiert eine Behandlung seit dem 21. August 2024 und damit erst vier Monate nach der ange-
fochtenen Verfügung. In Anbetracht der heutigen Angaben des Beschwerdeführers, wonach er 
über acht Monate lang bei den Psychiatrischen Diensten des Spitals G.____ in Behandlung 
gewesen sei, dann aber einen anderen psychiatrischen Therapieansatz gesucht und bei Dr. 
I.____ gefunden habe, kann aber nicht einfach mit Blick auf das Ausstellungsdatum der jeweili-
gen Berichte geschlossen werden, eine psychiatrische Erkrankung habe sich erst nach Erlass 
der Verfügung manifestiert und habe seither lediglich das Ausmass einer Anpassungsstörung 
erreicht. Der Verlauf ist weiterhin unklar. Damit bestehen auch bezüglich der psychischen Ge-
sundheitsstörung des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Un-
klarheiten, die eine fundierte Abklärung durch eine psychiatrische Fachärztin bzw. einen psy-
chiatrischen Facharzt notwendig machen. 
 
10.1 Der Beschwerdeführer wies in seiner Eingabe vom 25. November 2024 auf das Urteil 
des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2024 (BGE 151 V 66) hin. In diesem Entscheid gelangte 
das Bundesgericht zur Auffassung, dass die Praxis zur invalidisierenden Wirkung einer Adiposi-
tas zu ändern sei. Es hielt fest, dass eine Adipositas eine zu Rentenleistungen berechtigte Inva-
lidität bewirken könne, auch wenn das krankhafte Übergewicht grundsätzlich behandelbar sei, 
keine körperlichen oder geistigen Schäden verursache und auch nicht die Folgen von solchen 
Schäden sei. Die Beschwerdegegnerin liess sich dazu mit Eingabe vom 11. Dezember 2024 
vernehmen und hielt fest, dass die Adipositas vom RAD bereits berücksichtigt worden sei. Aus-
serdem sei Dr. E.____ in der Stellungnahme vom 10. Dezember 2024 zum Schluss gelangt, 
dass der Adipositas keine wesentlich einschränkende Wirkung zukomme und eine körperlich 
leichte Tätigkeit in Wechselbelastung auch diesbezüglich zumutbar sei. Dr. E.____ gelange 
weiter zum Schluss, dass sich die vorliegende Situation wesentlich anders als im Entscheid 
präsentiere, weshalb sich die Erwägungen des Urteils nicht auf den Beschwerdeführer übertra-
gen lassen würden. Vorliegend habe zu keiner Zeit eine Adipositas-bedingte Einschränkung im 
Fokus gestanden und die Adipositas des Beschwerdeführers erreiche bei Weitem nicht das 
Ausmass der versicherten Person des Urteils des Bundesgerichts. 
 
10.2 Wie vom Beschwerdeführer dargelegt, sprach Dr. L.____ dem hohen Körpergewicht 
Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit zu (vgl. Bericht vom 28. November 2023). Weiter geht 
aus der Aktenlage hervor, dass der Beschwerdeführer trotz verschiedener Behandlungsansätze 
weiterhin an einer Adipositas permagna leidet, was von der Beschwerdegegnerin grundsätzlich 
nicht bestritten wird. Im Rahmen der heutigen Befragung gab der Beschwerdeführer zur Aus-

 

 
 
Seite 16    

kunft, dass sein Gewicht nach einer zwischenzeitlichen Senkung wieder auf 135 kg gestiegen 
sei. Im Zeitpunkt der Verfügung habe er ca. 120 kg gewogen. Hinzu kommt, dass Dr. K.____ im 
Bericht vom 26. Februar 2025 darauf hinwies, dass sich die Gewichtszunahme nachteilig auf 
die bestehenden Rückenbeschwerden auswirke. Eine zusätzliche negative Beeinflussung der 
Schmerzen durch das Übergewicht des Beschwerdeführers kann folglich derzeit nicht ausge-
schlossen werden. Somit kann gestützt auf die derzeitige medizinische Aktenlage nicht zwei-
felsfrei beurteil werden, inwiefern die Adipositas zu einer zusätzlichen Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit führt. Hierzu sind weitere Abklärungen durch einen Internisten bzw. eine Internis-
tin notwendig, da die invalidisierende Wirkung eines krankhaften Übergewichts aufgrund der 
Rechtsprechungsänderung nicht mehr per se ausgeschlossen werden kann. 
 
11. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beurteilung von Dr. E.____ keine ausreichen-
de Grundlage für die abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers 
bildet. Da auch die übrigen medizinischen Unterlagen keine rechtsgenügliche Beurteilung zu-
lassen, drängen sich weitere sorgfältige medizinische Abklärungen auf, insbesondere aufgrund 
des noch jungen Alters des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass er in seinem ange-
stammten Beruf als Pfleger unbestrittenermassen keine Arbeitsfähigkeit mehr aufweist. Die An-
gelegenheit ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie mittels Anord-
nung eines externen polydisziplinären Gutachtens in den Disziplinen Interne Medizin, Orthopä-
die, Neurologie und Psychiatrie gemäss Art. 44 ATSG und unter Wahrung der Rechte des Be-
schwerdeführers den medizinischen Sachverhalt umfassend abklären lässt. Die Beschwerde 
wird in dem Sinne gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 5. April 2024 wird aufge-
hoben. 
 
12.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim 
Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den 
Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung 
auf und weist es die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Be-
schwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(vgl. BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2). 
 
12.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist und eine Parteiverhandlung durchgeführt wurde, setzt das Kan-
tonsgericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens 
einheitlich auf Fr. 1'000.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Re-
gel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Be-
schwerdegegnerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.-- ist ihm zu-
rückzuerstatten. 
 

 

 
 
Seite 17    

12.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers macht in seiner Honorarnote vom 27. März 2025 einen Zeitaufwand von 24.60 
Stunden geltend. Nicht zu Lasten der Beschwerdegegnerin entschädigt werden kann praxisge-
mäss der Aufwand des Rechtsvertreters für die Kommunikation mit der Rechtsschutzversiche-
rung von vorliegend insgesamt 0.58 Stunden. Im Zusammenhang mit dem Bericht von Dr. 
I.____ wird ein Aufwand von 1.49 Stunden geltend gemacht. Dieser Aufwand erscheint als zu 
hoch und ist auf 0.75 Stunden (- 0.74 Std.) zu kürzen. Es ergibt sich folglich insgesamt ein Auf-
wand im Umfang von 23.28 Stunden, der sich umfangmässig und in Anbetracht der vorgebrach-
ten Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist und mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten ist. Nicht zu beanstanden sind 
sodann grundsätzlich die in der Honorarnote aufgeführten Auslagen. Da die Tarifordnung für die 
Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 in § 16 Abs. 2 eine Entschädigung von le-
diglich 0.70 Fr./km vorsieht, ist hier jedoch eine Anpassung vorzunehmen (68.6 km x 0.70 Fr. = 
Fr. 48.02). Dies ergibt Auslagen von insgesamt Fr. 290.80. Dem Beschwerdeführer ist folglich 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'605.45 (23.28 Stunden à Fr. 250.-- und Ausla-
gen von Fr. 290.80 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzu-
sprechen. 
 
13. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 
93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges 
Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (vgl. BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorlie-
genden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne 
des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zuläs-
sig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbeleh-
rung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
Seite 18    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen, als die angefoch-
tene Verfügung vom 5. April 2024 aufgehoben und die Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass 
einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 
wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der im Umfang von Fr. 1'000.-- geleistete 
Kostenvorschuss zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'605.45 (inkl. Auslagen und 
8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.