# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4b19d74-b041-513c-864b-9e037948c5ec
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.06.2021 PQ210029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ210029_2021-06-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ210029-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth 

Urteil vom 10. Juni 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

betreffend Akteneinsichtsgesuch 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Bülach vom 21. April 2021; 
VO.2021.9 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Bülach Nord) 
 

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Erwägungen: 

I. 

1. Für B._____, geboren tt. März 1928, bestand seit 1999 eine Mitwirkungs- 

und Verwaltungsbeiratschaft nach Art. 395 Abs. 1 und 2 aZGB, die von der Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bülach Nord später in eine Vertre-

tungsbeistandschaft nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB kombiniert mit einer Mit-

wirkungsbeistandschaft nach Art. 396 ZGB umgewandelt wurde (vgl. KESB 

act. 833/3 und 859). Am tt.mm.2020 verstarb B._____ kinderlos und geschieden. 

2. Mit Urteil vom 9. April 2020 eröffnete das Einzelgericht für Erbschaftssachen 

am Bezirksgericht Bülach verschiedene von B._____ errichtete Verfügungen von 

Todes wegen, stellte dem Erben C._____ die Ausstellung des Erbscheins in Aus-

sicht, sofern keine Einsprache erhoben werde, und verweigerte dem Beschwerde-

führer und Neffen von B._____, A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer), die 

Ausstellung des von diesem beantragten Erbscheins (KESB act. 853). Nachdem 

D._____, mit welchem B._____ einen Erbvertrag abgeschlossen hatte, Einspra-

che gegen die Ausstellung des Erbscheins an den Erben C._____ erhoben hatte, 

schob das Einzelgericht für Erbschaftssachen am Bezirksgericht Bülach mit Urteil 

vom 18. Juni 2010 die Ausstellung des Erbscheins auf und ordnete über den 

Nachlass die Erbschaftsverwaltung an, weil nach Auffassung des Gerichts Unsi-

cherheiten über die Erbberechtigung bestünden (KESB act. 858). 

3. Am 19. August 2020 genehmigte die KESB den von der Beiständin verfass-

ten Bericht und die Rechnung per 31. Dezember 2019 sowie den Schlussbericht 

und die Schlussrechnung per Todestag von B._____. Gleichzeitig wurde die Bei-

ständin entlastet und aus ihrem Amt entlassen (KESB act. 859). 

4. Seit dem Tod von B._____ ersuchte der Beschwerdeführer bei der KESB 

wiederholt um Zustellung der Berichte der Beiständin (u.a. KESB act. 823, 841, 

843). Am 20. und 22. Januar 2021 verlangte er, es seien ihm der Schlussbericht 

und die Schlussrechnung zuzusenden (KESB act. 870 und 871). Mit Entscheid 

- 3 - 

vom 9. Februar 2021 wies die KESB dieses Gesuch ab (KESB act. 876 = BR act. 

1). 

5. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 24. Februar 2021 beim Bezirks-

gericht Bülach Beschwerde und verlangte in Aufhebung des Entscheids der KESB 

sinngemäss die Zustellung von Schlussbericht und -rechnung (BR act. 2 und 3). 

Nach Überweisung der Beschwerde an den für die Behandlung zuständigen Be-

zirksrat Bülach holte dieser die Stellungnahme der KESB ein (BR act. 7 und 8). 

Nachdem der Beschwerdeführer von seinem Replikrecht zur Stellungnahme der 

KESB keinen Gebrauch gemacht hatte, wies der Bezirksrat die Beschwerde mit 

Urteil vom 21. April 2021 ab (BR act. 11 = act. 7). 

6. Mit Eingabe vom 26. April 2021 wehrt sich der Beschwerdeführer gegen den 

Entscheid des Bezirksrats bei der Kammer und bringt erneut sein Anliegen vor, es 

sei ihm der Schlussbericht samt Rechnung zuzustellen (act. 2). In der Folge wur-

den die vorinstanzlichen Akten beigezogen (act. 4). Die KESB reichte ihre Akten 

auszugsweise (ab Oktober 2018: act. 8/9/781-888, zitiert als KESB act.) und der 

Bezirksrat die seinen vollständig ein (act. 8/1-13; zitiert als BR act.). Der Be-

schwerdeführer sandte der Kammer am 30. April 2021 sowie am 21. Mai 2021 je 

eine weitere Eingabe mit Beilagen zu (act. 9, 10, 17 und 18/1-5). Überdies wurden 

ihr am 3., 12. und 21. Mai 2021 vom Bezirksrat die zwischenzeitlich bei ihm neu 

eingereichten Dokumente des Beschwerdeführers überwiesen (act. 11 - 16/33-

34). 

7. Weiterungen erübrigen sich. Die Sache erweist sich als spruchreif. 

II. 

1. 

1.1 Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB 

und den ergänzenden kantonalen Bestimmungen des Einführungsgesetzes zum 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine 

Bestimmungen, gelten für die Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstan-

zen die Regelungen des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG) und, sofern auch 

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hier keine Regelung getroffen wird, die Bestimmungen der Schweizerischen Zivil-

prozessordnung (ZPO) subsidiär (Art. 450f ZGB und § 40 EG KESR). Beschwer-

den gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom Bezirksrat und in 

zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i. V. m. §§ 40 und 63 f. 

EG KESR und § 50 GOG). Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdever-

fahrens können nur die Entscheide des Bezirksrats, nicht diejenigen der KESB 

sein. 

1.2 Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Im Verfahren vor der KESB und den gericht-

lichen Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen 

und das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden (Art. 446 ZGB). 

Von der Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und aufzuzeigen, in-

wiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich 

sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides ausei-

nandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewen-

det bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im Be-

reich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; BGE 

141 III 569 E. 2.3.3 und 138 III 374 E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf sich 

primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-

DROESE/STECK, Art. 450a N 5). Neue Tatsachen und Beweismittel können noch 

bis zum Beginn der Beratungsphase der Rechtsmittelinstanz vorgebracht werden 

(BGE 142 III 413 E. 2.2.6). 

2. 

2.1 Sowohl die der Kammer vom Beschwerdeführer direkt eingereichten als 

auch die vom Bezirksrat ihr zuständigkeitshalber überwiesenen Eingaben des Be-

schwerdeführers erfolgten innert 30-tägiger Beschwerdefrist (BR act. 2, 9, 11, 

12/1, 12/2, 13, 14/21, 15, 16/33 und 17; Art. 450b Abs. 1 ZGB). Die Eingabe vom 

3. Mai 2021 ging beim Bezirksrat in Form einer E-Mail ein und weist keine Unter-

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schrift des Beschwerdeführers, sondern nur seinen Namen in Druckschrift auf 

(act. 14/21). 

2.2 Eingaben sind dem Gericht in Papierform oder elektronisch einzureichen. 

Sie sind zu unterzeichnen. Bei elektronischer Einreichung ist die Eingabe mit ei-

ner qualifizierten elektronischen Signatur gemäss Bundesgesetz über die elektro-

nische Signatur (SR 943.03) zu versehen (Art. 130 Abs. 1 und 2 ZPO). Wer Ein-

gaben elektronisch übermitteln möchte, muss deshalb sowohl über ein qualifizier-

tes Zertifikat verfügen als auch bei einer Zustellplattform registriert sein (vgl. Art. 4 

ff. der Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und 

Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren [VeÜ-

ZSSV]; SR 272.1). Der Beschwerdeführer hat weder ein qualifiziertes Zertifikat 

noch eine Registrierung bei einer Zustellplattform dargetan, weshalb seine Be-

rechtigung zur Einreichung von Eingaben in elektronischer Form zum vornherein 

nicht angenommen werden kann. Folglich ist seine E-Mail vom 3. Mai 2021 ein-

schliesslich Beilagen (act. 14/21-31) unbeachtlich. Aber auch wenn die Eingabe 

samt Beilagen berücksichtigt werden könnte, vermöchte dies an der materiellen 

Entscheidung nichts zu ändern.  

2.3 Die Beschwerde ist ferner beim Gericht schriftlich und begründet einzu-

reichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB). Keine der bei der Kammer eingereichten oder ihr 

überwiesenen Zuschriften enthält einen formellen Antrag des Beschwerdeführers 

(vgl. act. 2, 9, 10, 12/2, 16/33 und 17). Indes lässt sich aus den Begründungen 

ohne weiteres entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Aufhebung des Ent-

scheids des Bezirksrats und die Zustellung des Schlussberichts der Beiständin 

samt Schlussrechnung (KESB act. 828) verlangt. Seine Eingaben weisen im Wei-

tern mehrheitlich eine zwar sehr kurze, aber immerhin eine gewisse Begründung 

auf. Ob diese den vorstehend dargelegten Anforderungen an die Begründungs-

qualität entspricht, ist im Rahmen der nachfolgenden materiellen Prüfung der Be-

schwerde zu untersuchen. 

2.4 Zusammengefasst sind die formalen Voraussetzungen erfüllt, weshalb auf 

die Beschwerde einzutreten ist. 

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3. 

3.1 Der Bezirksrat begründete seinen Entscheid zusammengefasst damit, die 

KESB habe dem Beschwerdeführer zu Recht den Schlussbericht nicht zugestellt. 

Nach dem Tod des Verbeiständeten sei der Bericht gemäss Art. 425 Abs. 3 ZGB 

den Erben bzw. denjenigen Personen zuzustellen, welchen die Vermögensver-

waltung obliege und die eine Verantwortlichkeitsklage erheben könnten. Die Er-

ben von B._____ seien noch nicht bestimmt und es sei noch kein Erbschein aus-

gestellt worden. Da dem Beschwerdeführer (noch) keine gesetzliche Erbenstel-

lung zukomme und ihm die Verwaltung des Nachlassvermögens nicht obliege, 

könne ihm der Schlussbericht einschliesslich Schlussrechnung nicht zugestellt 

werden (act. 7). 

3.2 Mit gleicher Begründung hatte bereits die KESB das Gesuch des Beschwer-

deführers abgewiesen. Sie hielt fest, die Erbschaftsverwaltung sei wegen der Un-

gewissheit der Erbfolge zu Recht angeordnet worden. Der Beschwerdeführer sei 

noch nicht als Erbe amtlich bestätigt. Es sei ungewiss, ob ihm je diese Stellung 

zukomme. Damit sei er bezüglich des Schlussberichts nicht zustellberechtigt (BR 

act. 1). 

4. Der Beschwerdeführer bringt vor der Kammer vor, er sei bis 31. Dezember 

2011 vom Bezirksrat Bülach über alle Geschäfte im Dossier B._____ informiert 

worden. Seit die KESB Bülach Nord ab Januar 2013 für seinen Onkel zuständig 

sei, bestehe kein behördlicher Kontakt mehr zu ihm. Er werde nicht mehr infor-

miert oder zu Befragungen eingeladen, sondern habe seither nur einen Brief vom 

9. Januar 2014 erhalten. Nach der Einsetzung der neuen Beiständin ca. 2018 sei 

es noch schlimmer geworden. Er habe auf das materielle Erbe von B._____ ver-

zichtet; er sei auch nicht pflichtteilsgeschützt. Er sehe sich aber als immaterieller, 

geistiger Erbe seines Onkels. Dieses Erbe umfasse dessen 24-jährige Leidens-

geschichte, die noch nicht abgeschlossen sei, weshalb er den Schlussbericht 

dringendst benötige. Der Schlussbericht gehöre den leiblichen Erben, nicht einer 

Person in Deutschland, die noch vom Gericht definiert werden müsse (act. 2). In 

den weiteren Eingaben und Beilagen bekräftigt der Beschwerdeführer seine Auf-

fassung, er müsse zum Erhalt des Schlussberichts befugt sein, ohne allerdings 

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zusätzliche entscheidrelevante Gründe vorzutragen (vgl. act. 10, 12/2, 16/33 und 

17). 

5. Der Beschwerdeführer setzt sich in seinen Eingaben mit den Erwägungen 

der Vorinstanz nicht auseinander. Er zeigt nicht auf, welche Überlegungen im an-

gefochtenen Entscheid aus welchem Grund falsch sein sollen. Der Beschwerde-

führer anerkennt gegenteils, nicht (materieller) Erbe von B._____ zu sein und kei-

nen pflichtteilsgeschützten Erbanspruch am Nachlass zu haben. Er setzt der vo-

rin-stanzlichen Argumentation lediglich seine allgemeine Auffassung entgegen, er 

habe als immaterieller/geistiger Erbe ein Recht auf Einsicht in den Schlussbericht 

der Beiständin und auf Zustellung desselben. Auf welche Überlegungen und 

Grundlagen er seine Meinung näher abstützt, lässt sich der Beschwerde nicht 

nachvollziehbar entnehmen. Insoweit erweist sich seine Begründung als mangel-

haft. 

 Art. 425 ZGB sieht vor, dass der Beistand oder die Beiständin bei Beendi-

gung des Amts der Erwachsenenschutzbehörde den Schlussbericht erstattet und 

gegebenenfalls die Schlussrechnung einreicht (Abs. 1), welche die Erwachsenen-

schutzbehörde der betroffenen Person oder deren Erben und gegebenenfalls der 

neuen Beiständin oder dem neuen Beistand zustellt (vgl. Abs. 3). Nachdem die 

betroffene Person, B._____, verstorben und die Beistandschaft beendet ist, sind 

der Schlussbericht und die Schlussrechnung demnach den Erben zuzustellen. 

Wie die Vorinstanz zutreffend darlegte, verfolgt diese Bestimmung den Zweck, die 

personengeschützten Daten des Verstorbenen nur denjenigen Personen heraus-

zugeben, welchen die Vermögensverwaltung der Erbmasse obliegt und die eine 

Verantwortlichkeitsklage erheben können (vgl. Art. 413 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 454 

ZGB). Es ist der Vorinstanz deshalb zuzustimmen, dass ein gesetzlicher An-

spruch auf Zustellung des Schlussberichts für den Beschwerdeführer nur besteht, 

wenn er seine Erbenstellung nachweisen kann. 

 Wer Erbe ist, definieren Art. 457 ff. ZGB. Danach wird zwischen gesetzli-

chen und durch Verfügung von Todes wegen eingesetzten Erben unterschieden. 

Eine weitere Form im Sinne eines moralischen, geistigen oder immateriellen Er-

ben, wie der Beschwerdeführer postuliert, kennt die schweizerische Rechtsord-

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nung bisher nicht. Der Beschwerdeführer geht selber davon aus, dass ihm weder 

die eine noch die andere gesetzlich vorgesehene Erbenqualität zufällt. Er ist sich 

bewusst, nicht pflichtteilsgeschützter Erbe seines Onkels zu sein. Er beharrt zu-

dem nicht darauf, die von ihm dem Bezirksgericht Bülach eingereichten und am 

25. Februar 2020 eröffneten eigenhändigen letztwilligen Verfügungen des Erblas-

sers vom 18. Februar 2003 sowie vom 17. Oktober 2009 beanspruchten Gültig-

keit. Weiter bestreitet er nicht, dass ihm die Ausstellung des Erbscheins vom Be-

zirksgericht Bülach mit Urteil vom 9. April 2020 verweigert wurde (vgl. KESB act. 

853). Dass er gegen diesen Entscheid Berufung erhoben und im Rechtsmittelver-

fahren obsiegt hätte, behauptet er ebenfalls nicht. Schliesslich stellt er nicht in Ab-

rede, dass zufolge unklarer Erbfolge im Nachlass von B._____ vom Bezirksge-

richt Bülach gestützt auf Art. 554 Ziff. 2 und 3 ZGB eine Erbschaftsverwaltung 

eingesetzt wurde und bisher noch kein Erbschein ausgestellt werden konnte. Fer-

ner lässt sich seinen Ausführungen nicht entnehmen, auf welche 24-jährige Lei-

densgeschichte von B._____ er sich im Einzelnen berufen möchte. Zwar kann 

aus den Beilagen zur Beschwerde teilweise herausgelesen werden, dass B._____ 

vor Jahren übers Ohr gehauen worden sein und viel Geld verloren haben könnte 

(u.a. act. 3/4 und 16/34/1). Was der Beschwerdeführer daraus indes für sich ablei-

ten möchte, ist nicht ersichtlich, zumal auch diese Umstände, sollten sie zutreffen, 

seine Erbenqualität nicht begründen könnten. Allfällige Schadenersatzforderun-

gen von B._____ gegenüber Dritten könnten (ohne entsprechende Zession) nur 

seine Erben im Sinne von Art. 457 ff. ZGB erheben (vgl. Art. 560 ZGB). Auch eine 

geistige Verbundenheit des Beschwerdeführers zum oder eine gewisse Schick-

salsgemeinschaft mit dem Erblasser würden keine Erbenstellung bewirken. Im 

Übrigen hat der Beschwerdeführer eine persönliche, enge Beziehung zu seinem 

Onkel nicht geschildert. Folglich hat der Beschwerdeführer aus Erwachsenen-

schutz- in Kombination mit Erbrecht keinen Anspruch auf Zustellung des Schluss-

berichts samt Schlussrechnung. 

 Ein solcher Anspruch ist auch aus geheimhaltungs- und datenschutzrechtli-

chen Überlegungen abzulehnen. Der Beistand oder die Beiständin sind gesetzlich 

zur Verschwiegenheit verpflichtet, soweit nicht überwiegende Interessen entge-

genstehen. Dritte sind über die Beistandschaft nur zu orientieren, soweit dies zur 

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gehörigen Erfüllung der Aufgaben des Beistands wichtig ist (Art. 413 Abs. 2 und 3 

ZGB). Die nämliche Pflicht zur Verschwiegenheit sieht Art. 451 Abs. 1 ZGB für die 

Erwachsenenschutzbehörde vor. Der Beschwerdeführer ist bereits über die Erb-

schaftskanzlei des Bezirksgerichts Bülach in den Besitz des Inventars der Erb-

schaftsverwaltung vom 8. September 2020 gelangt. Daraus gehen die Aktiven 

und Passiven des Nachlasses von B._____ im Einzelnen hervor (act. 12/4). In-

wieweit er ein darüber hinausgehendes Interesse an der Einsicht in den Schluss-

bericht und die Schlussrechnung haben könnte, ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig 

ist erkennbar, weshalb die Zustellung der Berichte für die gehörige Erfüllung der 

Aufgaben der Behörde wichtig sein sollte. Da der Beschwerdeführer somit kein 

schützenswertes eigenes Interesse darlegt, erfolgte die Weigerung der KESB, die 

Berichte betreffend die Beistandschaft von B._____ dem Beschwerdeführer her-

auszugeben, zu Recht. Nach Abschluss erwachsenschutzrechtlicher Verfahren 

und Massnahmen gelten für die Einsichtsrechte Dritter in behördliche Akten im 

Übrigen die konkret anwendbare (kantonale) Datenschutzgesetzgebung, welche 

ebenfalls regelmässig neben der Einwilligung des Betroffenen ein besonders 

schutzwürdiges Interesse des Ansprechers voraussetzt (BSK Erw.Schutz-

AUER/MARTI, 2012, Art. 449b N 29 f. und Art. 451 N 5 ff.; BGE 137 I 16 E. 2.4; vgl. 

§§ 16 f. Gesetz über die Information und den Datenschutz (IDG) des Kantons Zü-

rich), was wie gesehen beim Beschwerdeführer nicht ersichtlich ist. 

 In Anbetracht all dieser Umstände ist die Auffassung der Vorinstanz, der Be-

schwerdeführer sei nicht berechtigt, Einsicht in den Schlussbericht und die 

Schlussrechnung zu nehmen und diese zugestellt zu erhalten, nicht zu beanstan-

den. Insbesondere lässt sich weder eine unrichtige Tatsachenfeststellung noch 

eine falsche Rechtsanwendung oder unsachgemässe Ermessensausübung im 

vorinstanzlichen Urteil feststellen. 

6. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, sofern darauf einzutreten ist. 

III. 

1. Die Vorinstanz hat ihre Prozesskosten dem Beschwerdeführer auferlegt 

(act. 7 Dispositiv-Ziff. II). Diesbezüglich drängen sich keine Bemerkungen auf. 

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2. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahrens vor der Kammer ist ge-

stützt auf §§ 5 und 12 GebV OG auf Fr. 800.– festzusetzen und ebenfalls dem un-

terliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung ist ihm 

damit nicht zuzusprechen. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Entscheidgebühr des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens wird auf 

Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachse-

nenschutzbehörde Bülach Nord sowie – unter Rücksendung der eingereich-

ten Akten – an den Bezirksrat Bülach, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
i. V. Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 10. Juni 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Entscheidgebühr des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Bülach, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...