# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 115a6c9e-b1f7-5921-acfe-208e6a41bb64
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 08.06.2018 V-2017/240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_V-2017-240_2018-06-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/28

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: V-2017/240

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Kindes- und Erwachsenenschutz

Publikationsdatum: 08.06.2018

Entscheiddatum: 08.06.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 08.06.2018
Art. 298b ZGB in Verbindung mit Art. 12 Abs. 4 SchlT ZGB (SR 210). Erteilung 
der gemeinsamen elterlichen Sorge. Es liegt kein schwerwiegender 
Dauerkonflikt vor, aufgrund dessen wichtige Entscheidungen im Hinblick auf 
das Kind nicht getroffen werden können. Es gibt keine Hinweise, dass in 
Belangen, die nicht die tägliche Betreuung des Kindes, sondern die 
elterliche Sorge beschlagen, kein gemeinsamer Nenner gefunden werden 
könnte. Nicht ersichtlich ist weiter, inwiefern die gemeinsame elterliche 
Sorge eine Verschlechterung der aktuellen Situation herbeiführen respektive 
die Beibehaltung der alleinigen elterlichen Sorge eine Verbesserung 
derselben mit sich bringen würde. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass eine 
Belastung des Kindes in entscheidender Weise verstärkt und eine 
Kindeswohlgefährdung drohen würde, weil die gemeinsame elterliche Sorge 
zugesprochen wird (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, 8. Juni 
2018, V-2017/240).

Präsident Titus Gunzenreiner, Fachrichterinnen Sieglinde Marte und Marina Wismer, 

Gerichtsschreiberin Silvia Geiger

 

 

X, Beschwerdeführer

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, Vorinstanz,

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Y, vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. Rahel Plüss, Bürki/Bolt/Németh 

Rechtsanwälte, Auerstrasse 2, Postfach 91, 9435 Heerbrugg, Beschwerdebeteiligte

Z,  geb. 2010, verbeiständet durch A, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

gemeinsame elterliche Sorge, persönlicher Verkehr, Weisung, Erweiterung der 

Aufgaben der Beiständin

 

Sachverhalt:

A.- Y (Mutter) und X (Vater) sind die nicht miteinander verheirateten Eltern von Z (geb. 

2010). Im Dezember 2014 beendeten sie ihre Beziehung. Der Mutter stehen das 

alleinige Sorgerecht und die Obhut über Z zu. Mit Verfügung vom 23. Januar 2015 

genehmigte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) den von den Eltern 

am 21. Januar 2015 geschlossenen Unterhaltsvertrag.

B.- Am 12. Februar 2015 gelangte X an die KESB und stellte einen Antrag auf Regelung 

des Besuchsrechts. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 24. Juni 2015 stellte er 

zudem den Antrag auf gemeinsames Sorgerecht. Am 30. Juli 2015 erstattete der 

Bereichsleiter der sozialen Dienste B eine Gefährdungsmeldung an die KESB und 

führte aus, Z lege seit mehreren Wochen und Monaten vor allem im Kindergarten ein 

sehr auffälliges Verhalten an den Tag. Die Eltern seien in der Sozialberatung der 

sozialen Dienste B, um eine Besuchsregelung zu treffen. Die Kommunikation zwischen 

den Eltern sei sehr destruktiv. In der Folge gab die KESB am 11. August 2015 bei der C 

eine Sozialabklärung in Auftrag. Am 22. Januar 2016 erstattete die C den 

Abklärungsbericht. Darin wurde unter anderem die Errichtung einer 

Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB, eine Besuchsrechtsregelung 

mit vorerst wöchentlichen Besuchen zwischen Z und dem Vater am Samstag, später 

mit 14-tägigen Besuchskontakten am Wochenende mit Übernachtung, die 

Weiterführung der Begleitung von Z bei den Kinder- und Jugendpsychiatrischen 

Diensten (KJPD) und die Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge empfohlen. Mit 

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Verfügung vom 8. Juni 2016 erteilte die KESB Y und X die Weisung, die 

entwicklungsbezogene Begleitung von Z beim KJPD inklusive Elternberatung 

weiterzuführen. Gleichzeitig errichtete sie für Z eine Beistandschaft gemäss Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB und ernannte A zur Beiständin. Eine Verfügung hinsichtlich des 

Antrags auf gemeinsame elterliche Sorge und einer Besuchsrechtsregelung stellte sie 

für später in Aussicht. Mit Unterstützung der Beiständin schlossen die Eltern am 12. 

September 2016 eine Vereinbarung über das Besuchsrecht (alle zwei Wochen von 

Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 17.30 Uhr). Da dennoch keine regelmässigen Besuche 

zwischen Z und dem Vater stattfanden, sah die KESB vor, die Eltern in eine Mediation 

zu schicken. Diese wurde nach der ersten Sitzung am 24. Februar 2017 wieder 

beendet, nachdem X nicht bereit war, parallel laufende Gerichtsverfahren zu sistieren. 

Am 3. Mai 2017 teilte die Beiständin den Eltern mit, dass Z weiterhin an den 

Wochenenden nicht zum Vater gehen wolle. X informierte die KESB mit Schreiben vom 

1. Juli 2017, dass er sich zum Wohl von Z für den Moment zurückziehe und nicht mehr 

auf ein Besuchsrecht beharre.

C.- Nachdem die KESB den Eltern mit Schreiben vom 21. Juli 2017 das rechtliche 

Gehör zu den vorgesehenen Massnahmen gewährt hatte, verfügte sie am 30. August 

2017 Folgendes:

"1.  Der Antrag von X auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge wird 

abgewiesen.

 2.  Es werden zwischen X und Z begleitete Besuche für die Dauer von vorerst sechs 

Monaten

      angeordnet. Während der ersten drei Monate soll dabei mindestens ein begleiteter 

Besuch

      pro Monat von anfänglich ungefähr zwei Stunden stattfinden, danach ist eine 

Ausweitung

      auf zwei begleitete Besuche pro Monat zu prüfen.

      Es ist vorgesehen, dass die Besuche im Rahmen des Angebots von C 

wahrgenommen

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      werden. Die effektive zeitliche Dauer der Besuche hat sich dabei nach den 

Bedürfnissen

      von Z zu richten.

 3.  Die Besuchsrechtsregelung gemäss Vereinbarung der Eltern vom 12. September 

2016

      wird für die Dauer der Anordnung der begleiteten Besuche sistiert.

 4.  Mit der Kostenregelung der begleiteten Besuche werden die Eltern und das 

zuständige

      Sozialamt betraut.

 5.  Gestützt auf Art. 307 ZGB werden die Eltern angewiesen, für vorerst sechs Monate

      eine Familientherapie zu besuchen.

 6.  Gestützt auf Art. 307 ZGB wird Y angewiesen, Z zur Bewältigung der 

Trennungssituation

      der Eltern sowie der belasteten Besuchsrechtssituation für die Dauer der 

Notwendigkeit

      bzw. für mindestens sechs Monate in eine Gruppentherapie oder eine Mal- und

      Kunsttherapie zu geben.

 7.  Mit der Kostenregelung der angeordneten Weisungen werden die Eltern und das

      zuständige Sozialamt beauftragt.

 8.  Der Auftrag der Beiständin, A, wird in Bezug auf die oben erwähnten Weisungen 

wie folgt

      erweitert:

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      a)  das begleitete Besuchsrecht zu organisieren, zu überwachen und den 

involvierten 

           Personen für den Austausch zur Verfügung zu stehen, 

      b)  zusammen mit der Mutter von Z die geeignete Therapieform im Sinne des

           Beschlusspunktes 6 für Z zu suchen, diese zu organisieren und mit den 

involvierten

           Fachpersonen im Austausch zu stehen,

      c)  die Familientherapie zu organisieren und mit den involvierten Fachpersonen im

           Austausch zu stehen.

 9.  Auf die Erhebung einer Gebühr wird verzichtet."

Gegen diese Verfügung erhob X mit Eingabe vom 4. Oktober 2017 Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit folgenden Anträgen:

"1.  Der Beschluss der KESB vom 6. September 2017 (recte: 30. August 2017)

      sei vollumfänglich aufzuheben.

 2.  Die KESB sei anzuweisen, das gemeinsame Sorgerecht sinngemäss zu erteilen.

 3.  Vor einer Neubeurteilung des Falls sei die KESB anzuweisen, die Akten dieses 

Dossiers

      ordentlich und unparteiisch zu führen.

 4.  Die KESB sei anzuweisen, dass mir als KV und Verfahrensbeteiligter endlich

      ein vollumfängliches und uneingeschränktes Akteneinsichtsrecht bei allen 

involvierten

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      Personen/Ämtern zugestanden wird, namentlich bei:

      -  KESB

      -  Amtsvormundschaft

      -  KJPD

 5.  Ein Gericht habe eine verbindliche Besuchsrechtsregelung zu erlassen.

 6.  Der KV sei für die ihm nicht gewährten Besuchswochenenden und Urlaub zu

      entschädigen.

 7.  Die Kosten des Verfahrens seien der KESB bzw. der KM aufzuerlegen."

Mit Schreiben vom 6. November 2017 verzichtete die KESB auf eine Stellungnahme. 

Die Rechtsvertreterin von Y liess sich mit Eingabe vom 27. November 2017 vernehmen 

und trug auf Abweisung der Beschwerde an. Am 2. Januar 2018 reichte X eine 

Stellungnahme mit diversen Beilagen ein. Dazu nahm die Rechtsvertreterin von Y mit 

Eingabe vom 19. Januar 2018 Stellung.

D.- Am 19. Januar 2018 wurde Z vom Präsidenten der Verwaltungsrekurskommission 

angehört. Er führte aus, dass Mama und Papa zwar immer noch streiten würden, er 

das aber nicht mehr mitbekomme, worüber er froh sei. Wenn Papa seine Anliegen 

mehr respektieren würde, würde er lieber zu ihm gehen. Begleitete Besuche mit dem 

Papa finde er nicht gut; wenn es aber Besuche gebe, dann sei es schon besser, nicht 

mit Papa allein zu sein. Er wünsche sich, dass Papa aufhöre zu streiten und er dann 

wieder zu ihm gehen könne.

Am 8. Juni 2018 fand die mündliche Verhandlung statt, an welcher X, dessen Eltern 

und Y mit ihrer Rechtsvertreterin teilnahmen.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit erforderlich, 

in den Erwägungen eingegangen.

 

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Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 4. Oktober 2017 ist 

rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 450 und 450b ZGB, Art. 27 des Einführungsgesetzes 

zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht [sGS 912.5, abgekürzt: EG-KES] sowie Art. 

41  des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1, abgekürzt: VRP]). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten.

2.- Die angefochtene Verfügung und das vorinstanzliche Verfahren sind von Amtes 

wegen auf die formelle Rechtmässigkeit hin zu überprüfen.

a) Z steht unter der Obhut der Mutter, welche in D wohnt. Die KESB war daher sowohl 

örtlich als auch sachlich zum Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig (Art. 315 

Abs. 1 und Art. 25 Abs. 1 ZGB).

b) Die KESB handelt und entscheidet unter Vorbehalt abweichender Bestimmungen in 

der Besetzung von drei Mitgliedern (Art. 440 Abs. 2 ZGB und Art. 16 EG-KES). Die 

angefochtene Verfügung erging in der vorgeschriebenen Besetzung von drei 

Behördenmitgliedern. Es gibt keine gesetzliche Regelung, wonach der Spruchkörper 

paritätisch hinsichtlich des Geschlechts zusammengesetzt sein muss.

c) Nach Art. 314a Abs. 1 ZGB ist das Kind vor dem Erlass von 

Kindesschutzmassnahmen in geeigneter Weise durch die Kindesschutzbehörde oder 

durch eine beauftragte Drittperson persönlich anzuhören, soweit nicht sein Alter oder 

andere wichtige Gründe dagegen sprechen. Das Bundesgericht geht im Sinn einer 

Richtlinie davon aus, dass die Kinderanhörung grundsätzlich ab dem vollendeten 

sechsten Altersjahr möglich ist (BGE 131 III 553 E. 1.2.3). Unter Vorbehalt des vom 

Gesetz genannten "Ausschlusses durch Kindesalter" oder der "anderen wichtigen 

Gründe" besteht eine Verpflichtung zur Anhörung des Kindes. "Andere wichtige 

Gründe" können gegeben sein bei Aussageverweigerung des Kindes, befürchteten 

Repressalien, dauerndem Auslandaufenthalt oder befürchteter 

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Gesundheitsschädigung. Demgegenüber darf die Anhörung des Kindes nicht mit dem 

Vorwand einer möglichen Belastung des Kindes abgelehnt werden, weil gerade 

kleinere Kinder oft in einem Loyalitätskonflikt stehen, so dass mit dem Verweis auf 

einen Loyalitätskonflikt oder eine Belastung die Anhörung des Kindes fast durchwegs 

ausgehebelt werden könnte (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 5A_2/2016 vom 28. April 

2016 E. 2.3). Z war im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung der Vorinstanz sieben 

Jahre alt und hatte damit das für die Anhörung relevante Schwellenalter überschritten. 

Allein mit der Begründung, Z leide unter einem Loyalitätskonflikt, hätte die Vorinstanz 

nicht auf dessen Anhörung verzichten dürfen. Grundsätzlich ist die Kindesanhörung 

durch die KESB durchzuführen. Ausnahmsweise ist eine Heilung durch eine 

gerichtliche Anhörung zulässig (vgl. BGer 5A_2/2016 vom 28. April 2016 E. 2.3). Im 

Sinne einer solchen Ausnahme wurde die Anhörung von Z im Beschwerdeverfahren 

nachgeholt; er wurde am 19. Januar 2018 vom Präsidenten der 

Verwaltungsrekurskommission angehört.

d) Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm sei das rechtliche Gehör mehrheitlich 

verweigert worden. Aus den Akten der Vorinstanz ergibt sich, dass dem 

Beschwerdeführer sowohl vor dem Erlass der Verfügung vom 8. Juni 2016 als auch der 

angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 jeweils die Gelegenheit zur 

Stellungnahme zu den vorgesehenen Massnahmen eingeräumt wurde. Eine Verletzung 

des rechtlichen Gehörs ist deshalb nicht ersichtlich. Im Übrigen bringt der 

Beschwerdeführer auch nicht konkret vor, inwiefern ihm das rechtliche Gehör 

verweigert worden sei.

e) Des Weiteren wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine unordentliche und 

parteiergreifende Aktenführung vor. Die Akten seien selektiv geführt worden; wichtige 

Dokumente, vor allem solche zu Gunsten des Beschwerdeführers, würden fehlen. Die 

Vorinstanz habe zudem wesentlich Partei für die Mutter ergriffen. Die Akten der 

Vorinstanz wurden dem Gericht ordentlich nummeriert und mit Aktenverzeichnis 

eingereicht. Welche Dokumente konkret fehlen würden, macht der Beschwerdeführer 

nicht geltend, weshalb auf diese Rüge nicht weiter eingegangen werden kann. Aus den 

Akten der Vorinstanz ergibt sich zudem keine Parteiergreifung zu Gunsten der Mutter. 

Allein im Umstand, dass die Vorinstanz nicht vollumfänglich im Sinne des 

Beschwerdeführers entschied, lässt sich keine Parteilichkeit erblicken.

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f) Die angefochtene Verfügung ist schliesslich hinreichend begründet. In formeller 

Hinsicht ist sie somit nicht zu beanstanden.

3.- Auf den Antrag des Beschwerdeführers, er sei für die ihm nicht gewährten 

Besuchswochenenden und Ferien zu entschädigen, wird mangels Zuständigkeit der 

Verwaltungsrekurskommission nicht eingetreten. Gemäss Art. 72 lit. a VRP und Art. 

13  des Verantwortlichkeitsgesetzes (sGS 161.1) beurteilt der Zivilrichter öffentlich-

rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Staat, öffentlich-rechtlichen 

Körperschaften oder Anstalten (vgl. auch Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im 

Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 

2003, Rz. 483).

4.- Der Beschwerdeführer beantragt, die Vorinstanz sei anzuweisen, dass ihm als Vater 

und Verfahrensbeteiligter ein vollumfängliches und uneingeschränktes 

Akteneinsichtsrecht bei allen involvierten Personen und Ämtern zugestanden werde, 

namentlich bei der Vorinstanz, der Amtsvormundschaft und den KJPD. Der 

Beschwerdeführer nahm am 14. Dezember 2017 und am 7. Juni 2018 auf dem Gericht 

Einsicht in die Akten. Dabei konnte er auch Einsicht in die Akten der Vorinstanz 

nehmen, womit der Antrag hinsichtlich der Einsicht in die Akten der

Vorinstanz hinfällig geworden ist. Eine Beiständin hat so oft wie nötig, mindestens aber 

alle zwei Jahre, einen Bericht über die Lage der betroffenen Person und die Ausübung 

der Beistandschaft zu erstellen (Art. 411 Abs. 1 ZGB). Hierbei hat sie die betroffene 

Person, soweit tunlich, beizuziehen und ihr auf Verlangen eine Kopie zu geben (Abs. 2). 

Dass die Beiständin zusätzliche, anlässlich der Mandatsführung angefallene Akten 

herausgeben muss, ergibt sich aus dem Gesetz nicht. Für die Gewährung von Einsicht 

in die Akten bei den KJPD hat sich der Beschwerdeführer direkt an die KJPD zu 

wenden.

5.- Angefochten ist zunächst Ziffer 1 der Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 

2017, mit welcher der Antrag des Vaters auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen 

Sorge abgewiesen wurde.

bis

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a) Die Vorinstanz begründete die Abweisung des Antrags auf Erteilung der 

gemeinsamen elterlichen Sorge damit, dass die Beziehung zwischen den Eltern hoch 

konflikthaft sei. Es finde keine respektvolle Kommunikation statt und in keinen 

Belangen sei eine Absprachemöglichkeit vorhanden. Beide Elternteile seien im 

Trennungskonflikt gefangen und es gelinge insbesondere dem Vater nicht, die 

Paarebene in Anwesenheit des Kindes ausser Acht zu lassen. Z störe sich daran, dass 

in seiner Anwesenheit schlecht über die Mutter geredet werde und er wolle nicht als 

Bote zwischen den Eltern fungieren. Dass sich Z in einem Loyalitätskonflikt befinde, sei 

von Seiten der Fachpersonen bestätigt worden. Die Errichtung einer Beistandschaft 

habe bisher nicht zu einer Entspannung der Situation beigetragen. Der Vater versuche 

mit allen Mitteln, Druck auszuüben, um ein Besuchsrecht durchzusetzen. Dabei würden 

Überlegungen des Kindeswohls nicht im Vordergrund stehen. Unter diesen Umständen 

sei davon auszugehen, dass es den Eltern nicht gelingen würde, gemeinsame 

Entscheidungen im Rahmen der gemeinsamen elterlichen Sorge zu treffen. Vielmehr 

sei damit zu rechnen, dass gemeinsame Entscheidungen verzögert oder verunmöglicht 

würden und der Druck auf Z zunähme. Die Konflikte würden sich mehren. Bereits jetzt 

würden es die Eltern nicht schaffen, in den wenigen Angelegenheiten, bei denen eine 

Einigkeit erforderlich wäre, zusammen eine Entscheidung zu finden. Z leide unter dieser 

Situation; eine weitere Häufung von Konflikten zwischen den Eltern würde die 

Kindswohlgefährdung verstärken.

Der Beschwerdeführer macht demgegenüber unter Verweis auf verschiedene 

Bundesgerichtsurteile geltend, dass die abstrakte Möglichkeit eines Konflikts nicht 

ausreiche, um die Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge abzulehnen. Die 

gemeinsame elterliche Sorge könne auch bei einem Dauerkonflikt, bei Unfähigkeit zur 

Kommunikation oder bei stark divergierender Erziehungsansichten oder Erziehungsstile 

erteilt werden. Ein bestehender Loyalitätskonflikt werde durch die gemeinsame 

elterliche Sorge nicht verstärkt.

Die Mutter führte anlässlich der mündlichen Verhandlung aus, dass sie die alleinige 

elterliche Sorge beibehalten wolle. Mit der gemeinsamen elterlichen Sorge würden ihr 

Steine in den Weg gelegt werden, da der Beschwerdeführer nicht mit ihr, sondern 

gegen sie arbeite. Eine Entscheidung mitzutreffen bedeute Verantwortung für das Kind 

mitzutragen, was der Beschwerdeführer derzeit nicht tue. Sie müsse alles alleine 

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machen und bekomme keinen Unterhalt. Die Rechtsvertreterin machte geltend, dass 

zwischen den Eltern ein schwerwiegender Dauerkonflikt vorliege, bei dem keine 

Entspannung in Sicht sei. Der Beschwerdeführer setze ständig neue Verfahren in Gang. 

Es finde keine konstruktive Kommunikation auf sachlicher Ebene statt. Dem 

Beschwerdeführer gehe es bei der gemeinsamen elterlichen Sorge nur darum, 

gegenüber der Mutter Macht auszuüben. Es gehe ihm nicht um das Kind.

b) aa) Seit Inkrafttreten der neuen Bestimmungen über das elterliche Sorgerecht am 

1. Juli 2014 tritt die gemeinsame elterliche Sorge bei unverheirateten Eltern durch 

gemeinsame Erklärung der Eltern (Art. 298a ZGB), durch Entscheid der 

Kindesschutzbehörde (Art. 298b ZGB) oder durch das Gericht ein (Art. 298c ZGB). Bei 

wesentlicher Änderung der Verhältnisse regelt die Kindesschutzbehörde die Zuteilung 

der elterlichen Sorge neu, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist (Art. 298d 

ZGB). Auch wenn die gemeinsame elterliche Sorge nicht automatisch entsteht, so ist 

sie nach neuem Recht dennoch als Regelfall vorgesehen (BSK ZGB I-Schwenzer/

Cottier, 5. Aufl. 2014, Art. 298b N 3 ff.). Stand bei Inkrafttreten der Gesetzesänderung 

die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so konnte sich der andere Elternteil binnen 

Jahresfrist nach Inkrafttreten der Änderung mit dem Antrag auf Verfügung der 

gemeinsamen elterlichen Sorge an die zuständige Behörde wenden, wobei Art. 298b 

ZGB sinngemässe Anwendung findet (Art. 12 Abs. 4 SchlT ZGB). Demnach verfügt die 

Kindesschutzbehörde die gemeinsame elterliche Sorge, sofern nicht zur Wahrung des 

Kindeswohls an der alleinigen elterlichen Sorge der Mutter festzuhalten oder die 

alleinige elterliche Sorge dem Vater zu übertragen ist (Art. 298b Abs. 2 ZGB).

Das neue Recht fusst auf der Annahme, dass dem Wohl des Kindes am besten gedient 

ist, wenn die Eltern das Sorgerecht gemeinsam ausüben. Von diesem Grundsatz soll 

nur abgewichen werden, wenn eine andere Lösung die Interessen ausnahmsweise 

besser wahrt (BGer 5A_22/2016 vom 2. September 2016 E. 4.2). Die Alleinzuteilung der 

elterlichen Sorge muss deshalb die eng begrenzte Ausnahme bleiben, wenn auch nicht 

die Interventionsschwelle für eine Kindesschutzmassnahme nach Art. 311 ZGB 

erforderlich ist (BGer 5A_186/2016 vom 2. Mai 2016 E. 4, mit Hinweis auf BGE 141 III 

472).

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Gemeinsame elterliche Sorge bedeutet, dass die Eltern gemeinsam für das Wohl ihres 

Kindes zu sorgen und es zu erziehen haben (Art. 301 Abs. 1 ZGB). Weiter haben die 

Eltern die Aufgabe, die körperliche, geistige und sittliche Entfaltung des Kindes zu 

schützen (Art. 302 Abs. 1 ZGB). Sämtliche wichtige Entscheidungen im Leben ihres 

Kindes haben die Eltern gemeinsam zu treffen. Die gemeinsame Ausübung der 

elterlichen Sorge setzt voraus, dass die Eltern ein Mindestmass an Übereinstimmung 

aufweisen und wenigstens im Ansatz einvernehmlich handeln können. In diesem Sinne 

haben die Eltern im wohlverstandenen Interesse des Kindes möglichst verständig 

zusammenzuwirken. Eigene Interessen haben die Eltern zurückzustecken und Konflikte 

untereinander sollten tunlichst vermieden werden. Das ist nicht wenig verlangt und 

gelingt auch längst nicht allen getrennt lebenden Eltern. Elterliche 

Auseinandersetzungen können ein Ausmass erreichen, das die pflichtgemässe 

Wahrnehmung der elterlichen Sorge erheblich erschwert oder gar verunmöglicht. Beim 

Kind können Loyalitätskonflikte oder Gefühle der Unsicherheit und der Ohnmacht 

ausgelöst werden. Ein schwerwiegender elterlicher Dauerkonflikt kann deshalb die 

Alleinzuteilung des Sorgerechts erforderlich machen. In solchen Fällen drohen 

zwangsläufig eine Belastung des Kindes oder die Verschleppung wichtiger 

Entscheidungen (BGE 142 III 197 E. 3.5). Es muss ein erheblicher und chronischer 

Konflikt vorliegen, punktuelle Auseinandersetzungen oder Meinungsverschiedenheiten 

genügen nicht (BGE 141 III 472 E. 4.6). Der Konflikt muss sich zudem auf wesentliche 

Bereiche der elterlichen Sorge und auf verschiedene Lebensbereiche des Kindes 

beziehen, das heisst, er muss die Kinderbelange als Ganzes erfassen. Ein Konflikt 

hinsichtlich einzelner Fragen genügt nicht und erst recht nicht genügt, wenn sich der 

Streit ausschliesslich um die Regelung des Sorgerechts dreht (BGer 5A_22/2016 E. 5.2 

vom 2. September 2016 und 5A_833/2016 vom 1. Februar 2017 E. 2). Sodann 

rechtfertigt sich ein Abweichen vom gemeinsamen Sorgerecht nur, wenn sich der 

Dauerkonflikt negativ auf das Kindeswohl auswirkt und von der Alleinzuteilung des 

Sorgerechts eine Verbesserung erwartet werden kann (BGE 141 III 472 E. 4.6; Büchler/

Clausen, Die elterliche Sorge – Entwicklungen in Lehre und Rechtsprechung, 

in: FamPra.ch 2018 S. 18 f., mit weiteren Hinweisen).

bb) Das Bundesgericht schützte die Alleinzuteilung der elterlichen Sorge im Falle von 

Eltern, deren heftig geführter Nachtrennungskonflikt sich immer mehr verstärkte, 

chronifizierte und auf die verschiedenen Lebensbereiche des Kindes erstreckte. Die 

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Eltern hatten eingeräumt, dass sie nicht miteinander kommunizieren und sich über 

grundlegende Fragen hinsichtlich der Kinderbelange nicht einigen können (BGE 141 III 

472; Büchler/Clausen, a.a.O., S. 19). Weiter erachtete das Bundesgericht die 

Voraussetzungen für die Belassung des alleinigen Sorgerechts namentlich dort als 

erfüllt, wo das Kind zum nicht sorgeberechtigten Elternteil seit etlichen Jahren 

überhaupt keinen Kontakt mehr hatte, sei es, dass die ablehnende Haltung des 15-

jährigen Kindes zur vollständigen Blockade des sorgeberechtigten Elternteils hinzutrat 

(BGer 5A_926/2014 vom 28. August 2015 E. 3.4), sei es, dass der nicht 

sorgeberechtigte Vater zufolge kompletter mütterlicher Blockade seit Jahren 

vollständig aus dem Leben der inzwischen 6-jährigen Tochter ausgeschlossen war 

(BGE 142 III 197 E. 3.6). Zum gleichen Schluss kam das Bundesgericht in einem Fall, in 

welchem die Kommunikation zwischen den Eltern komplett blockiert war und sich der 

chronifizierte Konflikt auf verschiedene Lebensbereiche des Kindes erstreckte, in 

denen ein Zusammenwirken erforderlich wäre, so dass in verschiedener Hinsicht 

anstehende Entscheide nicht möglich waren. In tatsächlicher Hinsicht war in jenem Fall 

erstellt, dass der Vater einen gegen die Mutter gerichteten Machtkampf über das Kind 

austrug und das Kind unter diesem Missbrauch und allgemein unter dem Elternkonflikt 

stark litt, so dass bei ihm eine darauf zurückzuführende psychische Störung 

diagnostiziert wurde. Das Bundesgericht räumte ein, dass in einer solchen Situation 

von der Alleinzuteilung des Sorgerechts an die Mutter keine Wunder erwartet werden 

dürfen, weil die väterliche Obsession in Bezug auf das mütterliche Verhalten dadurch 

nicht einfach verschwinden würde. Es befand aber, dass eine alleinige 

Entscheidzuständigkeit den Druck auf das Kind voraussichtlich doch mindern dürfte, 

weil mit der Alleinsorge weniger Boden für die dem Wohl des Kindes in hohem Mass 

abträgliche Instrumentalisierung besteht und nötige Entscheide nicht mehr verschleppt 

werden oder unterbleiben, sondern rasch gefasst und umgesetzt werden können (BGer 

5A_89/2016 vom 2. Mai 2016 E. 3 f.).

Demgegenüber verneinte das Bundesgericht die Voraussetzungen für eine 

Alleinzuteilung der elterlichen Sorge in einem Fall, wo sich die Eltern im Rahmen eines 

heftigen Dauerkonflikts mit chronischer Kommunikationsunfähigkeit zwar gegenseitig 

mit Vorwürfen überhäuften und gegeneinander auch eine Gefährdungsmeldung bzw. 

eine Strafanzeige eingereicht hatten, sich aber in Bezug auf das Besuchsrecht doch 

einigen konnten, so dass dieses ohne nennenswerte Probleme ausgeübt werden 

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konnte. Das Bundesgericht erwog, die von der Mutter vorgebrachten stark 

divergierenden Erziehungsansichten bzw. Erziehungsstile bezögen sich primär auf die 

Kindesbetreuung und würden für sich genommen noch keinen Grund zur Alleinsorge 

darstellen. Ferner war nach Ansicht des Bundesgerichts nicht davon auszugehen, dass 

sich der Loyalitätskonflikt, dem die Kinder aufgrund der Streitereien zwischen den 

Eltern ausgesetzt waren, unter einer gemeinsamen Sorge in entscheidender Weise 

verstärken würde (BGer 5A_186/2016 vom 2. Mai 2016 E. 4). Mit Urteil vom 

17. November 2016 wies das Bundesgericht eine Beschwerde gegen die Zuteilung der 

gemeinsamen elterlichen Sorge ab, obwohl auf Elternebene ein immer noch 

unverarbeiteter Konflikt bestand. Soweit die Mutter geltend mache, die Übergaben des 

Kindes könnten nicht ohne Dritthilfe bewerkstelligt werden, habe dies nichts mit der 

Frage des Sorgerechts zu tun. Es sei nicht zu sehen, weshalb die Eltern – 

gegebenenfalls durch Vermittlung der Beiständin – nicht auch für anstehende 

Entscheidungen in der Lebensplanung des Kindes eine Lösung finden sollten. Die 

Eltern gingen sich konsequent aus dem Weg und wollten sich nicht persönlich sehen. 

Die Ausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge setze aber nicht zwingend voraus, 

dass sich die Eltern persönlich sehen würden. Die Kommunikation könne über 

schriftliche Kanäle laufen; eine persönliche Begegnung der Eltern sei entbehrlich, auch 

wenn sie im Interesse des Kindes an sich wünschenswert wäre (BGer 5A_345/2016 

vom 17. November 2016 E. 5). Auch dem bundesgerichtlichen Urteil vom 

21. November 2016 stand ein chronischer Elternkonflikt zugrunde, wobei das 

Bundesgericht davon ausging, dass die gemeinsame elterliche Sorge den Konflikt der 

Eltern nicht verschlimmern würde. Einerseits hatten die Eltern bisher trotz ihren 

Streitereien tragfähige Lösungen gefunden, andererseits ging es um ein 14-jähriges 

Kind, das entsprechend selbständig geworden war und damit vermehrt seinen eigenen 

Willen durchsetzen konnte (BGer 5A_292/2016 vom 21. November 2016 E. 5).

c) Der Beschwerdeführer beantragte bei der Vorinstanz am 24. Juni 2015 innerhalb der 

gesetzlich vorgesehenen Jahresfrist die gemeinsame elterliche Sorge. Die gemeinsame 

elterliche Sorge ist in der heutigen Gesellschaft die Regel – und nicht die Ausnahme. 

Um eine Ausnahme vom Grundsatz der gemeinsamen elterlichen Sorge zu 

rechtfertigen, müssten konkrete Feststellungen die Befürchtung nahelegen, dass sich 

der Elternkonflikt aller Wahrscheinlichkeit nach auf gemeinsam zu regelnde 

Kindesbelange ausweiten, der Wechsel zur gemeinsamen elterlichen Sorge also zu 

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einer Verschlechterung der Situation führen würde, beispielsweise indem sich der 

Konflikt in so gravierender Weise auf verschiedene Lebensbereiche des Kindes 

auswirkt, dass nötige Entscheidungen nicht getroffen oder verschleppt werden, und 

damit das Kindeswohl gefährdet wäre. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Zwischen den 

Eltern besteht zwar unbestrittenermassen ein Konflikt. Es gibt jedoch keine konkreten 

Hinweise, dass dieser Konflikt gemeinsam zu regelnde Kindesbelange beschlägt. Die 

Mutter brachte nicht vor, dass der Beschwerdeführer sie schon einmal in einer 

Entscheidung hinsichtlich Z behindert hätte. Vielmehr führte sie vor Gericht aus, dass 

kein konkreter Dissens über Angelegenheiten, die Z betreffen, vorliege 

(Verhandlungsprotokoll S. 9). Und auch der Beschwerdeführer hielt fest, dass er keinen 

konkreten Einwand hinsichtlich der Angelegenheiten von Z habe. Wenn Z etwas 

machen wolle, habe er nichts dagegen. Und er denke, dass alles, was Z derzeit mache, 

freiwillig geschehe (Verhandlungsprotokoll S. 9 f.). Allein die abstrakte Befürchtung der 

Mutter, der Beschwerdeführer würde ihr bei der gemeinsamen elterlichen Sorge Steine 

in den Weg legen, reicht für die Beibehaltung der alleinigen elterlichen Sorge nicht aus. 

Eine präventive Anordnung der alleinigen elterlichen Sorge aufgrund einer möglichen 

späteren Schwierigkeit liegt nicht im Sinne des Gesetzgebers. Die etlichen, vom 

Beschwerdeführer in die Wege geleiteten gerichtlichen Verfahren sind für eine 

Beilegung des elterlichen Konflikts zwar nicht förderlich; sie haben mit der Frage des 

Sorgerechts aber nichts zu tun. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Eltern aufgrund 

dieser Verfahren nicht dennoch in der Lage sein sollten, für anstehende Entscheide 

hinsichtlich Z eine Lösung zu finden. Sollte dies dennoch einmal nicht möglich sein, so 

haben die Eltern die Hilfe der Beiständin in Anspruch zu nehmen, deren Aufgabe es ist, 

zwischen den Eltern zu vermitteln und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Dass die Eltern derzeit keinen Kontakt haben und nicht direkt miteinander 

kommunizieren, steht der gemeinsamen elterlichen Sorge nicht im Weg. Es ist nicht 

zwingend nötig, dass die Eltern persönlich miteinander kommunizieren; eine minimale 

Kommunikation kann auch schriftlich oder über den Beistand erfolgen. Ebenfalls kein 

Grund für die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge ist, dass zwischen Z und dem 

Beschwerdeführer gegenwärtig kein Kontakt besteht. Die gemeinsame elterliche Sorge 

setzt nicht unabdingbar voraus, dass die Ausübung des Besuchsrechts reibungslos 

funktioniert. Schwierigkeiten bei der Besuchsrechtsausübung sind auf der 

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entsprechenden Stufe, das heisst im Rahmen der Regelung des persönlichen Verkehrs, 

zu lösen und nicht im Streit um die elterliche Sorge.

Im Weiteren ist im Hinblick auf die Zuteilung der elterlichen Sorge nicht von Belang, 

dass der Beschwerdeführer die Unterhaltszahlungen einstellte. Ein Konflikt um den 

Kindesunterhalt kann gemäss bundesgerichtlicher Praxis kein Argument sein, um die 

alleinige elterliche Sorge einem Elternteil zuzusprechen. Die Unterhaltsfrage betrifft 

ausschliesslich finanzielle Aspekte. Sie hat keinen Zusammenhang mit der Frage, ob 

die Eltern fähig sind, die elterliche Sorge zum Wohl des Kindes gemeinsam auszuüben. 

Der Unterhaltsstreit hängt mit der Sorgerechtsfrage auch nicht indirekt zusammen. 

Denn welcher Elternteil in welchem Umfang finanzielle Leistungen erbringen muss, 

bestimmt sich nach der Obhutsregelung bzw. den jeweiligen Anteilen der Eltern an der 

Betreuung (s. Art. 276 Abs. 2 ZGB) und nicht danach, unter wessen elterlicher Sorge 

das Kind nach Massgabe von Art. 296 ff. ZGB steht (BGer 5A_22/2016 vom 

2. September 2016 E. 5.3).

Schliesslich wurde auch im Abklärungsbericht der C vom 22. Januar 2016 die Zuteilung 

der gemeinsamen elterlichen Sorge empfohlen. Es wurde festgehalten, dass in der 

Person des Beschwerdeführers keine gravierenden Gründe ersichtlich seien, die gegen 

eine Ablehnung des Antrags auf gemeinsame elterliche Sorge sprechen würden. Da für 

die Ausübung der gemeinsamen elterlichen Sorge eine minimale Kommunikation unter 

den Eltern erforderlich sei, wurde hervorgehoben, dass entscheidend sei, dass der 

Beschwerdeführer sich bemühe, gegenüber der Mutter eine wohlwollende Haltung 

hinsichtlich ihrer Mutterrolle einzunehmen (act. 6/54).

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass kein schwerwiegender Dauerkonflikt vorliegt, 

aufgrund dessen wichtige Entscheidungen im Hinblick auf Z nicht getroffen werden 

können. Es gibt keine Hinweise, dass in Belangen, die nicht die tägliche Betreuung des 

Kindes, sondern die elterliche Sorge beschlagen, kein gemeinsamer Nenner gefunden 

werden könnte. Nicht ersichtlich ist weiter, inwiefern die gemeinsame elterliche Sorge 

eine Verschlechterung der aktuellen Situation herbeiführen respektive die Beibehaltung 

der alleinigen elterlichen Sorge eine Verbesserung derselben mit sich bringen würde. 

Es gibt keine Anhaltspunkte, dass eine Belastung von Z in entscheidender Weise 

verstärkt und eine Kindeswohlgefährdung drohen würde, weil die gemeinsame 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/28

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elterliche Sorge zugesprochen wird. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, sich das 

Wohl ihres Sohnes Z vor Augen zu halten und sich eingedenk dessen die Kooperation 

in Kinderbelangen zu Herzen zu nehmen. Insgesamt fehlt es an einem stichhaltigen, 

rechtsgenüglichen Grund, die alleinige elterliche Sorge bei der Mutter zu belassen. 

Entsprechend ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen, und Dispositivziffer 1 

des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 30. August 2017 ist aufzuheben. 

Den Eltern ist die gemeinsame elterliche Sorge zuzuteilen.

6.- Weiter ist Ziffer 2 der Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2017 angefochten, 

mit welcher begleitete Besuche zwischen dem Beschwerdeführer und Z für die Dauer 

von vorerst sechs Monaten angeordnet wurden.

a) Die Vorinstanz begründet die Anordnung von begleiteten Besuchen damit, dass 

zwischen Z und dem Vater seit Anfang 2017 kein Kontakt mehr bestehe, da sich Z 

weigere, Besuche beim Vater wahrzunehmen. Der Umstand, dass Z keine Besuche 

mehr beim Vater möchte, reiche nicht aus, um von einem Besuchsrecht abzusehen. 

Aufgrund des längeren Kontaktabbruchs und des Umstands, dass Z ohne die 

Begleitung von Fachpersonen nicht zur Wiederaufnahme des Kontakts zum Vater 

bewegt werden könne, werde ein begleitetes Besuchsrecht angeordnet. Die Beziehung 

zwischen Z und dem Vater soll so aufgebaut werden, dass Z zu Kontakten mit dem 

Vater motiviert werden könne und bald wieder unbegleitete Besuche möglich seien.

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ein begleitetes Besuchsrecht eine konkrete 

Gefährdung des Kindeswohls voraussetze; die blosse Befürchtung der Mutter einer 

ungünstigen Beeinflussung reiche nicht aus. Eine konkrete Gefährdung des 

Kindeswohls, welche begleitete Besuche rechtfertigen würde, beruhe in der 

angefochtenen Verfügung lediglich auf unbelegten Behauptungen der Mutter. Es gebe 

keinen Grund, dem Vater das Besuchsrecht auf lediglich zwei Stunden (begleitet) 

zurückzustufen. Zudem mache ein begleitetes Besuchsrecht keinen Sinn, wenn danach 

die Besuchsrechtsregelung wieder nicht eingehalten werde. Es handle sich dabei um 

eine reine Beschäftigungsmassnahme, welche er sich nicht leisten könne.

Die Rechtsvertreterin der Mutter hielt zum begleiteten Besuchsrecht an der mündlichen 

Verhandlung fest, dass bereits ein Jahr vergangen sei, ohne dass begleitete Besuche 

stattgefunden hätten. Es sei wichtig, dass diese nun zügig zustande kommen würden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/28

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b) Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige 

Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 

Abs. 1 ZGB). Dieses Recht steht den Eltern und Kindern um ihrer Persönlichkeit willen 

zu. In erster Linie dient das Besuchsrecht indessen dem Interesse des Kindes. Bei der 

Festsetzung geht es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den 

Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu 

regeln (BGer 5C.146/2004 vom 1. September 2004 E. 2.1). Die Kindesschutzbehörde 

kann Eltern, Pflegeeltern oder das Kind ermahnen und ihnen Weisungen erteilen, wenn 

sich die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen Verkehrs für das Kind 

nachteilig auswirkt oder wenn eine Ermahnung oder eine Weisung aus anderen 

Gründen geboten ist (Art. 273 Abs. 2 ZGB). Der aus Art. 273 Abs. 1 ZGB fliessende 

Anspruch kann gestützt auf Art. 274 Abs. 2 ZGB verweigert oder entzogen werden, 

wenn das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet wird, wenn ihn 

der betreffende Elternteil pflichtwidrig ausgeübt hat, wenn sich dieser nicht ernsthaft 

um das Kind gekümmert hat oder wenn andere wichtige Gründe vorliegen. Eine 

Gefährdung des Wohls des Kindes liegt dann vor, wenn dessen ungestörte körperliche, 

geistige oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit 

dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist. Der gänzliche Ausschluss eines 

Elternteils vom persönlichen Verkehr kommt allerdings nur als Ultima Ratio infrage; er 

ist einzig dann statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen eines Besuchsrechts 

nicht anderweitig in für das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen (BGer 

5A_661/2014 vom 27. März 2015 E. 3.2). Können die nachteiligen Auswirkungen auf 

das Kind durch ein begleitetes Besuchsrecht verhindert werden, ist das Besuchsrecht 

nicht gänzlich zu unterbinden (Fam-Komm Scheidung/Büchler, 3. Aufl. 2017, Art. 274 N 

17).

Unter einem begleiteten Besuchsrecht wird die Ausübung von Besuchskontakten in 

Anwesenheit einer oder mehrerer Drittpersonen verstanden. Es stellt eine 

Kindesschutzmassnahme im Sinne der Art. 307 ff. ZGB dar und bezweckt, der 

Gefährdung des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und 

Ängste abzubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen zum 

Kind und unter den Eltern zu vermitteln. Ein begleitetes Besuchsrecht ist namentlich 

indiziert bei einer negativen Beeinflussung des Kindes, bei psychischer Belastung, 

Überforderungen und Ängste des Kindes sowie bei einem stark gestörten Verhältnis 

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unter den Eltern. Es ist insbesondere angebracht in Fällen, in denen es nach fehlendem 

Kontakt um das Anbahnen einer Beziehung zwischen dem Kind und Elternteil geht. 

Vorausgesetzt werden konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls. 

Eine bloss abstrakte Gefahr reicht nicht aus. Da das begleitete Besuchsrecht lediglich 

eine Übergangslösung darstellt, ist es stets nur für eine begrenzte Dauer anzuordnen. 

Es ist im Regelfall zeitlich auf ein halbes oder ein ganzes Jahr zu begrenzen. Zudem 

scheidet es aus, wenn von vornherein klar ist, dass das Besuchsrecht in absehbarer 

Zeit nicht ohne Begleitung ausgeübt werden können wird (Schwenzer/Cottier, a.a.O., 

Art. 273 N 25 ff.; Büchler, a.a.O., Art. 274 N 17 ff.).

c) aa) Nach der Trennung der Eltern im Dezember 2014 hatte Z während zwei bis drei 

Monaten keinen Kontakt zum Vater. Die Mutter liess keine Besuche zu. Sie äusserte, 

dass sie Angst habe, Z ohne Drittperson dem Vater zu überlassen (act. 6/12). Der Vater 

bemühte sich um ein Besuchsrecht, erhielt von der Mutter aber jeweils keine Antwort, 

weshalb er sich mehrmals hilfesuchend an die Behörden wandte. In der Folge 

vereinbarten die Eltern ein vierstündiges Besuchsrecht mit Begleitung einer Drittperson. 

Während dieser Zeit besuchten sie die Sozialberatung der Sozialen Dienste B, um eine 

Besuchsrechtsregelung zu finden. Am 30. Juli 2015 teilte der Bereichsleiter der 

Sozialen Dienste B dem Vater mit, dass die Mutter die Entscheidung getroffen habe, 

dass bis auf Weiteres keine Besuche mehr stattfinden würden, da sich aus ihrer Sicht 

die Situation von Z verschlechtert habe. Während der Sozialabklärung durch die C, die 

Ende August 2015 begann, wurden Kontakte zwischen dem Vater und Z zunächst in 

einem geschützten Rahmen im Kinderhort organisiert. Da der Kontakt positiv verlief, 

konnten die Besuche zeitnah beim Vater stattfinden. Die Übergaben wurden vorerst 

durch die Abklärerin begleitet. Ab Oktober 2015 fanden die Übergaben unbegleitet 

statt und ab Januar 2016 konnten ganztägige Besuche beim Vater realisiert werden 

(vgl. act. 6/54). Ab Ostern 2016 fanden 14-tägige Besuchskontakte mit Übernachtung 

beim Vater statt. Ende Mai 2016 teilte die Abklärerin mit, dass die Mutter nicht mehr 

bereit sei, Z an den Wochenenden dem Vater zu überlassen, da dieser geäussert habe, 

nicht mehr zum Vater gehen zu wollen (act. 80). Im November und Dezember 2016 

fanden wiederum keine Besuche statt, da sich Z weigerte, zum Vater zu gehen. An 

Weihnachten 2016 und im Januar 2017 fanden Besuchskontakte statt, danach 

verweigerte Z Besuche beim Vater erneut. Seither gab es keine Besuche mehr 

zwischen Z und dem Vater. Der Vater hatte am 1. Juli 2017 die Vorinstanz informiert, 

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dass er sich zum Wohl von Z für den Moment zurückziehe und nicht mehr auf ein 

Besuchsrecht beharre. Vor Gericht erzählte er, dass er Z vor einigen Tagen am 

Besuchstag in der Schule gesehen habe. Z habe sich gefreut und dafür gesorgt, dass 

er neben ihm habe sitzen können (Verhandlungsprotokoll S. 2).

bb) Es ist unbestritten, dass sich Z aufgrund der Streitigkeiten der Eltern in einem 

Loyalitätskonflikt befindet. Eine Kindswohlgefährdung ist damit ausgewiesen. 

Streitigkeiten zwischen den Eltern sind vielfach zweifelsohne als Quelle von 

Kindswohlverletzungen anzusehen (Biderbost, Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 

ZGB], Freiburg 1996, S. 313). Der Loyalitätskonflikt spitzte sich derart zu, dass Z 

Besuche beim Vater ablehnt. Mit Ausnahme des kürzlich stattgefundenen 

Schulbesuchstages haben sich Z und der Beschwerdeführer schon seit längerer Zeit 

nicht mehr gesehen. Es ist das Ziel aller Beteiligten, den Kontakt zwischen Z und dem 

Beschwerdeführer wieder herzustellen. Z hat trotz des positiv verlaufenen 

Schulbesuchstages noch immer Vorbehalte gegenüber Besuche beim 

Beschwerdeführer. Die Mutter führte vor Gericht aus, dass sie Z nach dem 

Schulbesuchstag angeboten habe, den Beschwerdeführer anzurufen. Dies habe Z 

jedoch abgelehnt (Verhandlungsprotokoll S. 4 und 9). Z hat insbesondere Bedenken, 

mit dem Beschwerdeführer allein zu sein. Gegenüber der Mutter soll er gesagt haben, 

dass der Beschwerdeführer sich in der Schule anders verhalte als zuhause 

(Verhandlungsprotokoll S. 4). Anlässlich der Anhörung am 19. Januar 2018 führte er 

aus, dass der Beschwerdeführer nur nett sei, wenn andere dabei seien (act. 18). Eine 

Wiederannährung zwischen Vater und Sohn sollte deshalb aufgrund der Bedenken von 

Z behutsam erfolgen.

Für die Regelung des Besuchsrechts ist auch der Wille des Kindes von herausragender 

Bedeutung. Insbesondere bei der Ausgestaltung des Besuchsrechts im Einzelnen ist 

der Kindeswille zu berücksichtigen (Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 273 N 11). Z würde 

sich eigentlich wünschen, den Beschwerdeführer wieder zu besuchen, sofern dieser 

aufhöre zu streiten. Er glaubt jedoch nicht daran, dass sich der Beschwerdeführer 

ändern werde, weshalb er auch ein begleitetes Besuchsrecht nicht für gut befand. 

Wenn es dennoch ein Besuchsrecht gebe, dann wäre es seiner Meinung nach sicher 

besser, nicht mit dem Beschwerdeführer allein zu sein (vgl. act. 18).

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Vor diesem Hintergrund ist die Anordnung von vorerst begleiteten Besuchen zur 

Wahrung des Kindeswohls indiziert. Unbegleitete Besuche sind derzeit abzulehnen, da 

Z erst wieder Vertrauen in die Besuche beim Beschwerdeführer fassen muss.

Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Anordnung der Vorinstanz von 

vorerst begleiteten Besuchen mit Blick auf die vorhandene Konstellation und das 

Kindswohl notwendig und sinnvoll ist. Insbesondere kann damit die Beziehung 

zwischen dem Beschwerdeführer und Z verbessert und baldmöglichst auf ein übliches 

unbegleitetes Besuchsrecht hingewirkt werden, was nicht zuletzt auch im Interesse des 

Beschwerdeführers liegt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt somit abzuweisen.

d) Die Ausgestaltung des begleiteten Besuchsrechts (während der ersten drei Monate 

mindestens ein Kontakt pro Monat von ungefähr zwei Stunden, danach die Prüfung 

einer Ausweitung auf zwei begleitete Besuche pro Monat) ist im üblichen Rahmen und 

nicht zu beanstanden. Es geht darum, dass Z Vertrauen in die Besuche des Vaters 

fassen kann, weshalb die Kontakte behutsam wieder aufzubauen sind. Da das 

Kindeswohl Vorrang vor allen anderen Überlegungen hat, hat das Interesse des Vaters 

an häufigeren und länger dauernden Besuchen dahinter zurückzustehen. Ziel der 

begleiteten Besuche ist die Ausdehnung auf ein gerichtsübliches Besuchsrecht. Gegen 

den Ort der Durchführung der begleiteten Besuche wurden keine Einwände erhoben.

e) Primär ist es Sache der Eltern (und des betroffenen Kindes), gemeinsam eine 

einvernehmliche Besuchsrechtsregelung zu erarbeiten. Eine solche einvernehmliche 

Lösung wird regelmässig dem Kindeswohl am besten gerecht. Der Vater oder die 

Mutter können aber auch verlangen, dass ihr Anspruch auf persönlichen Verkehr 

geregelt wird (Art. 273 Abs. 3 ZGB). Vorbehältlich der Zuständigkeit des Gerichts im 

Eheschutz- und Scheidungsverfahren ist bei einem Streit über die Ausübung des 

Besuchsrechts für dessen Festsetzung die KESB am Wohnsitz des Kindes zuständig 

(Art. 275 Abs. 1 und 2 ZGB). Z hat seinen zivilrechtlichen Wohnsitz bei der Mutter in D 

(vgl. Art. 25 Abs. 1 ZGB). Zur Regelung des Besuchsrechts ist deshalb die KESB 

zuständig. Wenn das Gericht die Festlegung eines Besuchsrechts selber vornähme, 

würde dies zu einer Verkürzung des Rechtsmittelweges führen. Deshalb ist, soweit 

beantragt wird, das Gericht habe eine Besuchsrechtsregelung zu erlassen, auf die 

Beschwerde nicht einzutreten.

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f) Die Mutter ist darauf hinzuweisen, dass sie als obhutsberechtigter Elternteil die 

Pflicht trifft, die Beziehung zwischen Z und dem Vater zu fördern und Z für die 

Kontaktpflege positiv vorzubereiten. Es ist allgemein anerkannt, dass aufgrund des 

schicksalshaften Eltern-Kind-Verhältnisses die Beziehung des Kindes zu beiden 

Elternteilen sehr wichtig ist und bei dessen Identitätsfindung eine entscheidende Rolle 

spielen kann (BGer 5A_505/2013 vom 20. August 2013 E. 6).

7.- Die mit Dispositivziffer 3 der angefochtenen Verfügung angeordnete Sistierung der 

Besuchsrechtsregelung gemäss Vereinbarung der Eltern vom 12. September 2016 für 

die Dauer des begleiteten Besuchsrechts ist sinnvoll und somit nicht zu beanstanden. 

Die Beschwerde dagegen ist abzuweisen.

8.- In Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 betraute die 

Vorinstanz die Eltern und das zuständige Sozialamt mit der Regelung der Kosten der 

begleiteten Besuche.

Ist das begleitete Besuchsrecht nicht durch das Verhalten eines Elternteils allein 

verursacht, sollten die entstandenen Kosten durch beide Elternteile je zur Hälfte 

getragen werden (Schwenzer/Cottier, a.a.O., Art. 273 N 28). Im vorliegenden Fall liegt 

die Ursache des begleiteten Besuchsrechts im Elternkonflikt. Die Vorinstanz hat 

deshalb zu Recht die Kosten der begleiteten Besuche beiden Elternteilen auferlegt. 

Können sie aufgrund ihrer finanziellen Situation die Kosten nicht tragen, bedeutet dies 

nicht, dass keine begleiteten Besuche stattfinden. Vielmehr kommt dann das 

zuständige Sozialamt für die Kosten auf. Die Beschwerde ist in diesem Punkt ebenfalls 

abzuweisen.

9.- In Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 wies die Vorinstanz 

die Eltern an, für vorerst sechs Monate eine Familientherapie zu besuchen.

a) Gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB ist die KESB befugt, eine Weisung zur 

Durchführung einer Therapie zu erlassen. Eine Familientherapie zielt auf die Lösung der 

Probleme ab, die Menschen im Kontext ihrer Beziehungen mit wichtigen 

Bezugspersonen ihres Lebens und ihrer sozialen Netzwerke erleben. Zu den Zielen der 

Familientherapie gehören unter anderem die Stärkung der Funktionalität der Familie auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/28

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verschiedenen Ebenen, die Verbesserung des gegenseitigen Verständnis und die 

Entwicklung von Bewältigungs- und Problemlösungsstrategien in unterschiedlichen 

Lebensdilemma und schwierigen Situationen (vgl. Familientherapie und Systemische 

Praxis, in: www.systemis.ch).

Die Weisung zur Durchführung einer Therapie hat definitionsgemäss ein 

lösungsorientiertes Mitwirken der Parteien zum Gegenstand und macht deshalb nur 

Sinn, wenn beidseits wenigstens eine minimale Bereitschaft zur Konfliktbewältigung 

vorhanden ist. In Fällen, in denen dies nicht zutraf und sich der eine Elternteil 

verschloss, lehnte das Bundesgericht die Anordnung zu einer Pflichtmediation deshalb 

ab (vgl. BGer 5A_535/2010 vom 10. August 2010 E. 3 und 5A_154/2010 vom 29. April 

2010 E. 3).

b) Vor Gericht signalisierten beide Elternteile eine gewisse Bereitschaft für den Besuch 

einer Familientherapie (Verhandlungsprotokoll S. 3 und 5). Das Ausüben der 

gemeinsamen elterlichen Sorge setzt voraus, dass den Eltern eine minimale 

Kommunikation gelingt. Die Familientherapie soll ihnen dabei helfen, die 

Kommunikation zu verbessern und insbesondere zu erkennen, dass eine 

Wiederaufnahme der Kommunikation in erster Linie dem Wohl von Z dient. Den Eltern 

kann aufgezeigt werden, wie sich ihr Konflikt auf die Befindlichkeit von Z auswirkt, wie 

sie Z aus dem Spannungsfeld nehmen und in Zukunft vermeiden können, dass dieser 

unter dem elterlichen Konflikt leidet. Unter diesen Umständen ist die Weisung der 

Vorinstanz, für vorerst sechs Monate eine Familientherapie zu besuchen, nicht zu 

beanstanden, und die Beschwerde dagegen abzuweisen.

10.- In Ziffer 6 der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 wies die Vorinstanz 

die Mutter an, Z zur Bewältigung der Trennungssituation der Eltern sowie der 

belasteten Besuchsrechtssituation für die Dauer der Notwendigkeit bzw. für 

mindestens sechs Monate in eine Gruppentherapie oder eine Mal- und Kunsttherapie 

zu geben.

a) Der Beschwerdeführer machte vor Gericht geltend, dass Z bereits bei den KJPD in 

Therapie gewesen sei und es für ihn Unruhe bringen würde, gleich nochmals eine 

Therapie zu besuchen (Verhandlungsprotokoll S. 4). Die Mutter hingegen befürwortet 

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den Besuch einer Therapie. Sie machte geltend, dass es für Z wichtig sei, dass er 

begleitet werde (Verhandlungsprotokoll S. 6).

b) Z befindet sich aufgrund des elterlichen Konflikts in einem Loyalitätskonflikt, der 

darin gipfelte, dass er Besuche beim Vater verweigert. Das Ziel aller Beteiligten ist es, 

dass Z in die Besuche beim Vater wieder Vertrauen fassen kann. Es ist sinnvoll, dass Z 

für den Wiederaufbau eines Kontakts zum Vater Unterstützung erhält und therapeutisch 

begleitet wird. Bei einer Gruppentherapie könnte Z insbesondere erkennen, dass er 

nicht das einzige Kind ist, das unter einem Loyalitätskonflikt leidet. Es ist nicht davon 

auszugehen, dass eine weitere Therapie Unruhe in das Leben von Z bringen würde. 

Einerseits liegt die Therapie bei den KJPD nun schon einige Zeit zurück und 

andererseits meinte Z anlässlich der Anhörung vom 19. Januar 2018, dass es ihn nicht 

stören würde, nochmal eine Therapie zu machen und ein Kunstkurs ihm gefallen würde 

(act. 18). Vor diesem Hintergrund ist gegen die Weisung der Vorinstanz, Z zur 

Bewältigung der Trennungssituation der Eltern sowie der belasteten 

Besuchsrechtssituation für die Dauer der Notwendigkeit bzw. für mindestens sechs 

Monate in eine Gruppentherapie oder eine Mal- und Kunsttherapie zu geben, nichts 

einzuwenden. Die Beschwerde dagegen ist abzuweisen.

11.- In Ziffer 7 der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 beauftragte die Vor­

instanz die Eltern und das zuständige Sozialamt mit der Regelung der Kosten 

hinsichtlich der Familientherapie und der Gruppen- oder Mal- und Kunsttherapie von Z.

Da die angeordneten Therapien vorliegend nicht durch das Verhalten nur eines 

Elternteils verursacht sind, sondern aufgrund des elterlichen Konflikts, auferlegte die 

Vorinstanz die Kosten zu Recht beiden Eltern (vgl. auch Ausführungen unter Ziff. 8). Die 

Beschwerde dagegen ist somit abzuweisen.

12.- In Ziffer 8 der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2017 erweiterte die 

Vorinstanz die Aufgaben der Beiständin. Sie wurde beauftragt, das begleitete 

Besuchsrecht zu organisieren, zu überwachen und den involvierten Personen für den 

Austausch zur Verfügung zu stehen (lit. a), zusammen mit der Mutter die geeignete 

Therapieform für Z zu suchen, diese zu organisieren und mit den involvierten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/28

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Fachpersonen im Austausch zu stehen (lit. b) und die Familientherapie zu organisieren 

und mit den involvierten Fachpersonen im Austausch zu stehen (lit. c).

Aufgrund der voranstehenden Erwägungen ergibt sich, dass sowohl das begleitete 

Besuchsrecht als auch die angeordneten Therapien (Familientherapie und Therapie für 

Z) von der Vorinstanz zu Recht angeordnet wurden. Entsprechend ist auch die 

Erweiterung der Aufgaben der Beiständin sinnvoll und nicht zu beanstanden. Aufgrund 

der Zuteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge ist einzig Dispositivziffer 8 lit. b der 

vorinstanzlichen Verfügung vom 30. August 2017 dahingehend anzupassen, dass die 

Beiständin zusammen mit den Eltern (und nicht nur zusammen mit der Mutter) die 

geeignete Therapieform im Sinne des Beschlusspunktes 6 für Z zu suchen, diese zu 

organisieren und mit den involvierten Fachpersonen im Austausch zu stehen hat.

13.- Zusammenfassend ergibt sich, dass Dispositivziffer 1 der angefochtenen 

Verfügung der Vorinstanz vom 30. August 2017 aufzuheben und den Eltern die 

gemeinsame elterliche Sorge zu erteilen ist. Entsprechend ist Dispositivziffer 8 lit. b der 

angefochtenen Verfügung dahingehend umzuformulieren, dass die Beiständin 

beauftragt wird, zusammen mit den Eltern von Z die geeignete Therapieform im Sinne 

des Beschlusspunktes 6 für Z zu suchen, diese zu organisieren und mit den 

involvierten Fachpersonen im Austausch zu stehen. Im Übrigen ist die Beschwerde 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

14.- Einer Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (Art. 

450c ZGB). Während eines allfälligen Rechtsmittelverfahrens vor dem Kantonsgericht 

wäre das begleitete Besuchsrecht gefährdet und es würde eine weitere Entfremdung 

zwischen dem Beschwerdeführer und Z drohen. Zudem ist es wichtig, dass Z 

baldmöglichst die von der Vorinstanz angeordnete Therapie beginnen kann, da er sich 

in einem Loyalitätskonflikt befindet und damit das Kindeswohl gefährdet ist. Einer 

allfälligen Beschwerde gegen den vorliegenden Entscheid ist deshalb hinsichtlich des 

begleiteten Besuchsrechts und der Therapie von Z (Abweisung der Beschwerde gegen 

die Dispositivziffern 2 und 6 der angefochtenen Verfügung) die aufschiebende Wirkung 

zu entziehen (vgl. Art. 450c ZGB).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/28

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15.- a) Nach Art. 11 lit. a EG-KES und Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener 

Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Es gilt der Grundsatz der Kostentragung nach Massgabe des Obsiegens und 

Unterliegens. Namentlich in familienrechtlichen Verfahren kann von der 

Kostenverlegung nach dem Erfolgsprinzip auch abgewichen und Art. 107 Abs. 1 lit. c 

der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, abgekürzt: ZPO), wonach die 

Kosten nach Ermessen verlegt werden können, sinngemäss angewendet werden. 

Vorliegend ist einerseits darauf Rücksicht zu nehmen, dass beide Eltern an der 

Regelung der Kindesbelange ein Interesse haben. Andererseits fällt ins Gewicht, dass 

der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen, mit Ausnahme der Zuteilung der 

gemeinsamen elterlichen Sorge, unterliegt, während die Mutter die vor-instanzliche 

Verfügung guthiess. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die amtlichen Kosten 

dem Beschwerdeführer zu zwei Dritteln und der Mutter zu einem Drittel aufzuerlegen. 

Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss des Beschwerdeführers 

von Fr. 800.– ist mit seinem Kostenanteil (Fr. 800.–) zu verrechnen.

b) Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Mutter Anspruch auf eine teilweise 

Entschädigung der ausseramtlichen Kosten (Art. 98  VRP), soweit sie aufgrund der 

Sach- und Rechtslage als notwendig und angemessen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). 

Im Beschwerdeverfahren war der Beizug eines Rechtsbeistandes geboten. Die 

Rechtsvertreterin reichte eine Kostennote ein. Sie macht darin ein Honorar von Fr. 

2'871.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend. Im Verfahren vor der 

Verwaltungsrekurskommission beträgt das Honorar zwischen Fr. 1'000.– und Fr. 

12'000.– (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und 

Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt: HonO). Der Aufwand der Rechtsvertreterin 

erscheint unter Berücksichtigung der Verfahrensdauer, des Aktenumfangs und der 

Schwierigkeit des Falls als tarifkonform. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist die 

Mutter im Umfang eines Drittels, das heisst im Betrag von Fr. 957.–, vom 

Beschwerdeführer zu entschädigen.

 

Entscheid:

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/28

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1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositivziffer 1 der Verfügung

     der KESB vom 30. August 2017 wird aufgehoben.

     Y und X wird die gemeinsame elterliche Sorge über Z erteilt.

     Gegen die Dispositivziffern 2 (begleitetes Besuchsrecht), 3 (Sistierung der 

Vereinbarung

     der Eltern vom 12. September 2016), 4 (Kostenregelung des begleiteten 

Besuchsrechts),

     5 (Weisung zum Besuch einer Familientherapie), 6 (Weisung, Z in eine Therapie zu 

geben),

     7 (Kostenregelung der Weisungen) und 8 (Erweiterung des Auftrags der Beiständin) 

der

     Verfügung der KESB vom 30. August 2017 wird die Beschwerde abgewiesen.

     Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

 

2.  Dispositivziffer 8 lit b. der Verfügung der KESB vom 30. August 2017 wird 

dahingehend

     umformuliert, dass die Beiständin beauftragt wird, zusammen mit den Eltern von Z 

die

     geeignete Therapieform im Sinne des Beschlusspunktes 6 für Z zu suchen, diese zu

     organisieren und mit den involvierten Fachpersonen im Austausch zu stehen.

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/28

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3.  Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wird hinsichtlich des 

begleiteten

     Besuchsrechts und der Therapie von Z die aufschiebende Wirkung entzogen.

 

4.  Die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.– haben Y zu einem Drittel (Fr. 400.– ‍) und X zu 

zwei

     Dritteln (Fr. 800.–) zu bezahlen. Der Kostenvorschuss von X von Fr. 800.– wird mit 

seinem

     Kostenanteil verrechnet.

 

5.  X hat Y für die ausseramtlichen Kosten mit Fr. 957.– zu entschädigen.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 08.06.2018
	Art. 298b ZGB in Verbindung mit Art. 12 Abs. 4 SchlT ZGB (SR 210). Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge. Es liegt kein schwerwiegender Dauerkonflikt vor, aufgrund dessen wichtige Entscheidungen im Hinblick auf das Kind nicht getroffen werden können. Es gibt keine Hinweise, dass in Belangen, die nicht die tägliche Betreuung des Kindes, sondern die elterliche Sorge beschlagen, kein gemeinsamer Nenner gefunden werden könnte. Nicht ersichtlich ist weiter, inwiefern die gemeinsame elterliche Sorge eine Verschlechterung der aktuellen Situation herbeiführen respektive die Beibehaltung der alleinigen elterlichen Sorge eine Verbesserung derselben mit sich bringen würde. Es gibt keine Anhaltspunkte, dass eine Belastung des Kindes in entscheidender Weise verstärkt und eine Kindeswohlgefährdung drohen würde, weil die gemeinsame elterliche Sorge zugesprochen wird (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, 8. Juni 2018, V-2017/240).

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