# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b69c6b8-0175-597a-a467-a9b9b2307cc5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.05.2008 C-2950/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2950-2006_2008-05-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2950/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  M a i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, Richterin Elena Avenati-
Carpani, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

S._______, vertreten durch G._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2950/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am (...) 1946 geborene Beschwerdeführer deutscher Nationa-
lität mit Gesuch vom 23. März 2005 (act. 1), eingegangen beim deut-
schen Versicherungsträger am 30. März 2005 und bei der Vorinstanz 
am 7. April 2005, eine Invalidenrente beantragt hat,

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 28. Februar 2006 (act. 65) das 
Gesuch des Beschwerdeführers um Zusprechung einer Invalidenrente 
abgewiesen hat mit der Begründung, der durchgeführte Einkommens-
vergleich habe eine Erwerbseinbusse von 36% ergeben, so dass keine 
rentenbegründende Invalidität vorliege,

dass der Beschwerdeführer, vertreten durch seine Gattin G._______, 
diese Verfügung mit Einsprache vom 8. März 2006 (act. 66) und Ein-
spracheergänzung vom 29. März 2006 (act. 68) angefochten hat,

dass  die  Vorinstanz  gestützt  auf  die  Beurteilungen  des  Regionalen 
Ärztlichen  Dienstes  (nachfolgend:  RAD)  Rhone  vom 4. Januar  2006 
(act. 59) und vom 5. September 2006 (act. 75) den Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers verneint und die Einsprache mit  Einsprache-
entscheid vom 25. September 2006 (act. 77) abgewiesen hat,

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 
3. Oktober 2006, der deutschen Post übergeben am 4. Oktober 2006, 
Beschwerde bei der Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnen-
den Personen erhoben und sinngemäss den Antrag gestellt  hat,  die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine Invaliden-
rente zuzusprechen,

dass der Beschwerdeführer zum Beweis ein Arztzeugnis von Dr. med. 
U._______,  Facharzt  für  Innere  Medizin,  vom 2. August  1996 sowie 
Seite 7 des Formulars E 213 vom 29. Juli 2005 (act. 37) vorgelegt hat,

dass die Vorinstanz mit  Vernehmlassung vom 1. November 2006 die 
Abweisung  der  Beschwerde  beantragt  hat  mit  der  Begründung,  die 
eingereichten Unterlagen vermöchten an den Feststellungen des RAD 
Rhone vom 4. Januar 2006 (act. 59) und vom 5. September 2006 (act. 
75) nichts zu ändern,

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dass die Vorinstanz in ihrer  Vernehmlassung vom 1. November 2006 
jedoch eingeräumt hat, sie wäre zu nochmaliger Stellungnahme bereit, 
falls neue, die psychischen Leiden des Beschwerdeführers begründen-
de ärztliche Akten eingereicht würden,

dass der Beschwerdeführer, wiederum vertreten durch G._______, mit 
Replik vom 8. Januar 2007 einen von Prof. Dr. med. C._______ und 
den Dres. S._______ und K._______ unterzeichneten Bericht der Kli-
niken X._______ vom 29. Dezember 2006 hat einreichen lassen,

dass Dr. H._______ vom RAD Rhone in ihrer Stellungnahme vom 27. 
April 2007 ein ärztliches Gutachten, das durch je einen Facharzt oder 
eine Fachärztin in Neurologie/Psychiatrie und in Innerer Medizin zu er-
stellen ist, für notwendig erachtet hat, um den Fall beurteilen zu kön-
nen,

dass die Vorinstanz mit  Duplik vom 7. Mai 2007 dieser Einschätzung 
gefolgt ist und die Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der 
Sache im Sinne der erwähnten Stellungnahme an die Verwaltung be-
antragt hat,

dass dem Beschwerdeführer mit  Verfügung vom 25. Mai  2007 Gele-
genheit  zur  Triplik  eingeräumt worden ist  und dieser  sich  zur  Duplik 
vom 7. Mai 2007 nicht hat vernehmen lassen,

dass gegen die mit Verfügungen vom 25. Mai 2007 und vom 15. April 
2008 bekannt gegebene Zusammensetzung des Spruchkörpers keine 
Ausstandsbegehren eingegangen sind,

dass das Verfahren am 1. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht 
übernommen worden ist und dass dieses gemäss Art. 31 des Bundes-
gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Ver-
waltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 172.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33 
Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für die Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, 
SR 830.1] beschwerdelegitimiert ist,

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dass die am 4. Oktober 2006 der Post übergebene Beschwerde frist-
gerecht und im Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist,  so 
dass darauf einzutreten ist,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. H._______ vom 27. April 
2007 anzuzweifeln,

dass daher dem Antrag der Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwer-
de und Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachver-
halts, insbesondere zur Einholung eines neuropsychiatrischen und in-
ternistischen Gutachtens, gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzuge-
ben ist,

dass das Verfahren kostenlos ist,

dass dem nicht  berufsmässig vertretenen Beschwerdeführer gemäss 
Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 11. 
Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  keine  Parteientschädi-
gung zuzusprechen ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  im  Sinne  der  Erwägungen  gutgeheissen.  Die 
Verfügung vom 28. Februar  2006 und der  Einspracheentscheid  vom 
25. September 2006 werden aufgehoben. 

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

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3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben, mit AR)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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