# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec400b68-49d7-5301-81ae-01c63605ffa4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.10.2025 715 2025 134 (715 25 134)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2025-134_2025-10-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 1. Oktober 2025 (715 25 134) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit verneint, gesundheitlich bedingte Unzumutbarkeit 
des Verbleibs am Arbeitsplatz 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Die 1997 geborene A.____ war seit dem 1. April 2024 bei der B.____ als Sachbearbei-
terin angestellt. Am 24. Oktober 2024 kündigte sie das Arbeitsverhältnis auf den 30. November 
2024. Am 28. Oktober 2024 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
Liestal (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und erhob am 30. Oktober 2024 bei der Öffentlichen 
Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 2. Dezember 2024. Mit Verfügung Nr. XX/XXXX vom 8. Januar 2025 stellte die Arbeitslo-

 

 
 
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senkasse A.____ ab dem 1. Dezember 2024 (recte wohl: 2. Dezember 2024) wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit für 31 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Zur Begründung wur-
de ausgeführt, sie habe das Arbeitsverhältnis aufgelöst, ohne dass ihr eine neue Stelle vertrag-
lich zugesichert gewesen sei. Es sei nicht hinreichend belegt, aus welchen konkreten Gründen 
die Ausübung der bisherigen Tätigkeit gesundheitlich unzumutbar gewesen sein soll und seit 
wann sie in ärztlicher Behandlung gestanden habe. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die 
behandelnde Ärztin erst im Zeitpunkt der Kündigung konsultiert worden sei und das ausgestellte 
Zeugnis ausschliesslich auf den Angaben der Versicherten beruhe. Die dagegen erhobene Ein-
sprache hiess die Einspracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit 
Baselland (KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, teilweise gut, indem sie die Anzahl 
der Einstelltage auf 24 Tage reduzierte (Einspracheentscheid vom 25. Februar 2025). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 24. März 
2025 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 25. Februar 
2025 und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen ab 1. Dezember 2024 (recte: 2. Dezem-
ber 2024). Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, es sei hinreichend erstellt, dass ihr 
der Verbleib an der bisherigen Stelle aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ge-
wesen sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 9. Mai 2025 schloss die Arbeitslosenkasse auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person im Zeitpunkt des Verfügungserlasses ihre Kontrollpflicht erfüllt. 
Vorliegend erfüllte die Beschwerdeführerin diese im Kanton Basel-Landschaft. Laut § 54 Abs. 1 
lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. De-
zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche In-
stanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger ge-
mäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde 
zuständig. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde vom 24. März 2025 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwer-
deführerin zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 24 Tage in der Anspruchsbe-
rechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 181.25 ergibt sich ein Streitwert von 
Fr. 4'350.-- (24 x Fr. 181.25), womit die Sache präsidial zu entscheiden ist. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen 
beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamts alles Zumutbare unterneh-
men, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
verfügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versi-
cherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
versicherungsrechtliche Sanktion bezweckt sie damit die angemessene Mitbeteiligung der Ver-
sicherten am Schaden, den diese durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuld-
hafter Weise natürlich und adäquat kausal verursacht haben. Als Verwaltungssanktion ist sie 
vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (THOMAS 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schwei-
zerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden im 
Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern 
der Arbeitslosigkeit nicht auf objektive Faktoren zurückzuführen ist, sondern in einem nach den 
persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person 
liegt, für das die Versicherung keine Haftung übernimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
3. Februar 2009, 8C_842/2008, E. 3.2 mit Hinweis). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn 
die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine an-
dere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zu-
gemutet werden konnte (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). 
 
2.3 Die Frage der Zumutbarkeit beurteilt sich anhand der Kriterien von Art. 16 Abs. 2 AVIG. 
Danach gilt eine Arbeit als zumutbar, wenn sie den berufs- und ortsüblichen, insbesondere den 
gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den Fähigkeiten und dem Ge-
sundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wiederbeschäftigung in ih-
rem Beruf nicht wesentlich erschwert. Dabei wird in beweisrechtlicher Hinsicht die Zumutbarkeit 
des Verbleibens an der Arbeitsstelle vermutet. Hinsichtlich der Unzumutbarkeit ist nach kon-
stanter Rechtsprechung ein strenger Massstab anzulegen (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). 
Ohne das Vorliegen besonderer Umstände darf der versicherten Person zugemutet werden, am 
bisherigen Arbeitsplatz mindestens so lange zu verbleiben, bis eine neue Stelle gefunden ist 
(vgl. ARV 1976 Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N.27 zu Art. 16; 
JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, 
S. 116).  
 

 

 
 
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2.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförde-
rung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit 
dem 17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) 
Aufgeben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei 
einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anfor-
derungen an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere 
sind bei der Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu 
berücksichtigen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu 
nennen, kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Überein-
kommens gesprochen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 
8C_958/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
2.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die 
die Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Belegt die versicherte Person durch ein eindeutiges 
ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel), dass ihr die Weiterar-
beit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, ist grundsätzlich von einer Unzu-
mutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen auszugehen (vgl. Weisung AVIG-Praxis ALE der Di-
rektion für Arbeit [AVIG-Praxis ALE], Rz. 290; BGE 124 V 234 E. 4b/bb). Ein schlechtes Ar-
beitsklima oder Spannungen zwischen den Versicherten und ihren Arbeitskolleginnen und Ar-
beitskollegen oder Vorgesetzten begründen hingegen keine Unzumutbarkeit (SVR 1997 ALV 
Nr. 105 S. 324 E. 2a; ARV 1986 Nr. 23 S. 90). Solche Umstände können jedoch im Rahmen der 
Verschuldensbeurteilung berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG, heute Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 29. Oktober 2003, 
C 133/03, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA 
THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). 
Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. AURELIA JENNY/CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kom-
mentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2025, N 11 zu Art. 43; 
BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen 
Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das 
Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 
(BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). 
 
4. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihre Stelle bei der B.____ auf den 
30. November 2024 kündigte, ohne dass ihr eine neue Arbeitsstelle zugesichert war. Strittig 
bleibt jedoch die Frage, ob das Verbleiben am gekündigten Arbeitsplatz für die Beschwerdefüh-

 

 
 
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rerin zumutbar gewesen wäre. Zu klären ist daher, ob sie sich auf den Ausnahmetatbestand 
gemäss dem letzten Teilsatz von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV berufen kann (vgl. E. 2.2 hiervor). 
 
5. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar:  
 
5.1 Die Beschwerdeführerin war ab dem 1. April 2024 bei der B.____ als Sachbearbeiterin 
angestellt. Am 24. Oktober 2024 kündigte sie das Arbeitsverhältnis auf den 30. November 2024, 
wobei sie als Grund für die Kündigung "persönliche Gründe" angab (act.  94). Mit Schreiben 
vom 28. Oktober 2024 bestätigte der Geschäftsführer der B.____ den Erhalt der Kündigung und 
hielt fest, er bedaure, dass die Zusammenarbeit zwischen der Beschwerdeführerin und dem 
Leiter der Kontaktstellen nicht funktioniert habe (act. 95). Im Antrag auf Arbeitslosenentschädi-
gung vom 30. Oktober 2024 erklärte die Beschwerdeführerin, sie habe aus gesundheitlichen 
Gründen gekündigt (act. 86). Dem Antrag lag ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. C.____, 
FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 22. Oktober 2024 bei, aus welchem hervorgeht, dass die 
Versicherte seit dem 22. Oktober 2024 vollständig arbeitsunfähig sei (act. 79). Am 31. Oktober 
2024 bestätigte Dr. C.____, sie habe der Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen 
dringend geraten, das Arbeitsverhältnis zu beenden (act. 96). Im Rahmen des rechtlichen Ge-
hörs vom 8. November 2024 führte die Versicherte erneut aus, das Arbeitsverhältnis aus ge-
sundheitlichen Gründen aufgelöst zu haben (act. 109). Am 11. November 2024 attestierte 
Dr. C.____ der Versicherten eine krankheitsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 
14. Oktober 2024 bis 20. Oktober 2024 sowie vom 22. Oktober 2024 bis 30. November 2024; 
ab dem 1. Dezember 2024 sei sie wieder uneingeschränkt arbeitsfähig (act. 155). In der Be-
scheinigung vom 25. November 2024 erklärte der ehemalige Arbeitgeber, der Kündigungsgrund 
sei ihm nicht bekannt, bestätigte jedoch eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit der Be-
schwerdeführerin für den Zeitraum vom 14. November 2024 bis 30. November 2024 (act. 176). 
 
5.2 In einer undatierten Stellungnahme, die am 19. Dezember 2024 bei der Arbeitslosen-
kasse einging (act. 205 f.), bekräftigte die Beschwerdeführerin, die Stelle bei der B.____ aus 
gesundheitlichen Gründen gekündigt zu haben. Sie gab an, von ihrem Vorgesetzten wöchent-
lich "gemobbt" worden zu sein. Als Beispiele führte sie an, der Vorgesetzte habe ihr zwar Feri-
entage bewilligt, sie aber später aufgefordert, diese zu verschieben. Er habe sie unter Druck 
gesetzt und ihr in Aussicht gestellt, gewünschte Freitage nicht zu genehmigen, sofern sie ihm 
nicht entgegenkomme. Bereits zuvor habe es Diskussionen gegeben, weil sie nach der Planung 
des Vorgesetzten 11 Tage am Stück hätte arbeiten sollen. Bei den persönlichen Gesprächen 
sei dieser jeweils ziemlich wütend und aggressiv aufgetreten. Zudem habe er ihr Ferien verwei-
gert und sie zu Unrecht beschuldigt, ein Gestell beschädigt zu haben. Nachdem sie sich wie-
derholt an die stellvertretende Geschäftsleitung gewandt und diese Gespräche mit dem Vorge-
setzten geführt hatte, habe sich die Situation nur kurzzeitig verbessert. Aus diesen Gründen 
habe sie nicht schlafen können und unter Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen sowie täglich starken 
Kopfschmerzen gelitten. Es sei ihr psychisch nicht gut gegangen, sie habe keine Lebensfreude 
mehr empfunden und sich in ihrer Freizeit zurückgezogen. Infolgedessen habe sie ihre Ärztin 
konsultiert, welche ihr dringend zur Kündigung der Arbeitsstelle geraten habe, um eine weitere 
Verschlechterung ihres Gesundheitszustands zu verhindern. 
 

 

 
 
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5.3 In ihrer Einsprache vom 10. Januar 2025 (act. 242 f.) sowie in einem weiteren Schrei-
ben an die Beschwerdegegnerin vom 14. Januar 2025 (act. 236) stellte die Beschwerdeführerin 
klar, sie habe ihre Ärztin vor der Kündigung aufgesucht. Im Rahmen des Einspracheverfahrens 
forderte die Arbeitslosenkasse die Beschwerdeführerin mit E-Mail vom 13. Februar 2025 
(act. 285) auf, ein ausführliches ärztliches Zeugnis einzureichen. Dabei habe ihre Ärztin folgen-
de Fragen zu beantworten: Wie lautete die konkrete Diagnose zum Kündigungszeitpunkt? In-
wiefern war die Diagnose kausal für die Arbeitsunfähigkeit? Seit wann besteht die Diagnose 
und seit wann ist die Patientin bei Ihnen deshalb in Behandlung? Wurde die Patientin an einen 
Spezialisten, wie z.B. einen Psychiater, überwiesen? Wenn nein, weshalb nicht? In einem un-
datierten Antwortschreiben (act. 290) diagnostizierte Dr.  C.____ eine reaktive Depressi-
on/Panikstörung im Zusammenhang mit einer belastenden bzw. Mobbing-Situation am Arbeits-
platz. Die Diagnose sei kausal für die Arbeitsunfähigkeit. Sie sei am 14. Oktober 2024 gestellt 
worden. Anamnestisch bestünden die Symptome seit Juni 2024. Dr.C.____ führte weiter aus, 
die Versicherte sei nicht an einen Psychiater überwiesen worden, da die Symptome klar ar-
beitsplatzbezogen gewesen seien. Nach dem Entscheid zur Kündigung und der Beendigung 
des Arbeitsverhältnisses habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten deutlich verbes-
sert. 
 
6.1 Wie unter Erwägung 2.5 hiervor ausgeführt, begründen neben Meinungsverschieden-
heiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen weder ein schlechtes Arbeitsklima noch strukturel-
le Probleme am Arbeitsplatz eine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses. 
Auch Stresssituationen oder vergleichbare Belastungen sind grundsätzlich hinzunehmen, und 
es ist der versicherten Person zumutbar, das Arbeitsverhältnis nicht ohne die Zusicherung einer 
neuen Anschlussstelle aufzugeben. Hingegen kann sich eine Unzumutbarkeit nach der Recht-
sprechung aus (allenfalls durch die Situation am Arbeitsplatz bedingten) gesundheitlichen 
Gründen ergeben. Solche gesundheitlichen Gründe erfordern jedoch stets den Nachweis mit-
tels eines eindeutigen und aussagekräftigen ärztlichen Zeugnisses. 
 
6.2 Gestützt auf die vorliegenden Akten und die glaubhaften Angaben der Beschwerdefüh-
rerin steht fest, dass gesundheitliche Probleme ausschlaggebend für ihre Entscheidung waren, 
die Tätigkeit bei der B.____ zu beenden. Zu prüfen ist somit, ob die geltend gemachte Unzu-
mutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen durch ein rechtsge-
nügendes ärztliches Zeugnis oder andere geeignete Beweismittel nachgewiesen ist. 
 
6.3.1 Die von Dr.C.____ ausgestellten ärztlichen Zeugnisse vom 22. und 31. Oktober 2024 
sowie vom 11. November 2024 belegen, dass sich die Beschwerdeführerin bereits vor der Kün-
digung am 24. Oktober 2024 aus krankheitsbedingten Gründen in ärztliche Behandlung bege-
ben hatte, ab dem 14. Oktober 2024 arbeitsunfähig war und ihr die behandelnde Ärztin aus ge-
sundheitlichen Gründen ausdrücklich zur Kündigung geraten hatte. Auf Nachfrage der Be-
schwerdegegnerin diagnostizierte Dr.C.____ eine reaktive Depression/Panikstörung im Zu-
sammenhang mit einer belastenden bzw. Mobbing-Situation am Arbeitsplatz und bestätigte den 
Kausalzusammenhang zwischen der Diagnose vom 14. Oktober 2024 und der bestehenden 
Arbeitsunfähigkeit. Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin ein Verbleib am Arbeitsplatz 
zum Zeitpunkt der Kündigung gesundheitlich nicht zumutbar war. Die ärztlichen Bescheinigun-

 

 
 
Seite 7    

gen wurden zeitnah ausgestellt, enthalten die für ein rechtsgenügendes Attest erforderlichen 
medizinischen Angaben und lassen klar erkennen, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit 
aus psychischen Gründen nicht fortsetzen konnte. Sie genügen den Anforderungen an eine 
rechtsgenügliche medizinische Beurteilungsgrundlage (vgl. E. 2.5 hiervor, vgl. auch Urteil des 
Bundesgerichts vom 13. März 2013, 8C_943/2012, E. 3.4). 
 
6.3.2 Die gegenteilige Auffassung der Beschwerdegegnerin überzeugt nicht. Zum einen ist 
entgegen ihrer Auffassung nicht erkennbar, dass die Rechtsprechung des Kantonsgerichts 
zwingend die Qualifikation als Fachärztin oder Facharzt für Psychiatrie für die Beurteilung der 
Unzumutbarkeit bei psychischen Belastungen voraussetzt. Der von der Beschwerdegegnerin 
zitierte Entscheid des Kantonsgerichts vom 25. Januar 2021 (KGSV 715 20 327, E. 6.2) ist hier-
für nicht einschlägig. Daraus ergibt sich keine generelle Verpflichtung zur psychiatrischen Be-
gutachtung bei Vorliegen einer psychischen Erkrankung. Auch aus den AVIG-Weisungen ALE 
ergibt sich eine solche Pflicht nicht. Im Übrigen lag in jenem Fall – anders als im vorliegenden – 
gerade kein eindeutiges, hinreichend aussagekräftiges ärztliches Zeugnis vor. Soweit die Be-
schwerdegegnerin weiter geltend macht, Dr. C.____ habe den Kausalzusammenhang nicht 
hinreichend begründet, ist festzuhalten, dass die behandelnde Ärztin die Diagnose einer reakti-
ven Depression/Panikstörung in direktem Zusammenhang mit der Arbeitssituation gestellt und 
die Kausalität der Diagnose mit der Arbeitsunfähigkeit ausdrücklich bejaht hat. Diese Einschät-
zung ist schlüssig und nachvollziehbar und bedurfte keiner weitergehenden medizinischen Be-
gründung. Auch der Umstand, dass die Arbeitsunfähigkeit über das Ende des Arbeitsverhältnis-
ses hinaus andauerte und erst ab dem 1. Dezember 2024 wieder volle Arbeitsfähigkeit bestand, 
vermag die Einschätzung von Dr. C.____ nicht in Frage zu stellen. Schliesslich ist zu beachten, 
dass es im Rahmen der Sachverhaltsabklärung nicht angeht, den behandelnden Ärztinnen oder 
Ärzten gezielte Fragen zu stellen und deren klare Antworten anschliessend ohne weitere (medi-
zinische) Abklärungen als ungenügend zu verwerfen. Hielt die Arbeitslosenkasse die Stellung-
nahme von Dr.C.____ (act. 290) für unzureichend, wäre es ihre Aufgabe gewesen, ergänzende 
medizinische Abklärungen zu veranlassen (Art. 43 Abs. 1 ATSG), was sie jedoch unterliess. 
 
6.3.3 Es ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin ein weiterer Ver-
bleib an der bisherigen Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar war. Sie gab 
ihre Anstellung daher nicht freiwillig im Sinne eines selbstgewählten Arbeitsplatzverlustes auf, 
sondern stützte die Kündigung auf triftige Gründe im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG. Der 
Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist nicht erfüllt, da kein Verschulden ersichtlich ist. 
Folglich erfolgte die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Ar-
beitslosigkeit zu Unrecht. Der angefochtene Einspracheentscheid der Arbeitslosenkasse vom 
25. Februar 2025 ist daher aufzuheben und die Beschwerde ist gutzuheissen. 
 
7.1 Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kos-
tenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Ge-
richtskosten auferlegen. Da weder das AVIG noch das kantonale Recht (vgl. dazu § 20 VPO) 

 

 
 
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eine Kostenpflicht vorsehen und sich die Parteien weder mutwillig noch leichtsinnig verhalten 
haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat demnach 
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Ihre Rechtsvertreterin machte in ihrer Honorarnote 
vom 26. Mai 2025 einen Zeitaufwand von 7 Stunden und 20 Minuten und Auslagen von 
Fr. 29.50 geltend, was umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenan-
satz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 2'013.75 (7,33 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 29.50 zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 25. Februar 2025 wird aufgehoben. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland hat der Beschwerdeführe-
rin eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'013.75 (inkl. Auslagen 
zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.