# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b1f00b0-8b52-52b7-aad3-02a6d07e2ef5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.06.2023 III 2023 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-57_2023-06-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 57

Entscheid vom 27. Juni 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________

gegen

1. Bezirksrat Gersau, Ausserdorfstrasse 7, Postfach 59, 6442 Ger-
sau,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 
1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________ AG

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Nachträgliche Baubewilligung)

2

Sachverhalt:

A. 1992 bewilligte der Bezirksrat Gersau den Neubau eines Hotel-Restaurants 
auf KTN D.________; 1994 wurde nachträglich die Baubewilligung für einen 
Containerunterstand (als zusätzliche Neubaute) erteilt. Ebenfalls 1994 monierte 
die damalige Nachbarin, auf KTN D.________ würden unrechtmässige Bauarbei-
ten vorgenommen, worauf der Bezirksrat die Bauherrschaft 1995 aufforderte, ei-
nen gültigen Umgebungsplan und ggf. ein ordentliches Gesuch für ein Gartenre-
staurant einzureichen. Nachdem ein solches eingereicht wurde, erteilte der Be-
zirksrat Gersau am 28. Juni 1996 u.a. die Bewilligung für das Einrichten eines 
Gartenrestaurants mit Sonnenstorenanlage und Abschlusswand in Holz als 
Schallschutz gegenüber KTN E.________ (Vi-act. II-02 [Baudossier 11-22-044]).

B. Nachdem die Schallschutzwand ohne Bewilligung entfernt wurde, interve-
nierte A.________ als Eigentümer der Nachbarliegenschaft KTN E.________ am 
27. Februar 2017 beim Bezirksrat Gersau, worauf die C.________ AG wieder ei-
ne Schallschutzwand aufbauen liess. Im Sommer 2021 stellte A.________ fest, 
dass erneut ohne Bewilligung neben der Schallschutzwand (zwischen der 
Schallschutzwand und der Hotelbaute) die bestehende Glaswand durch eine 
Holztür ersetzt wurde. Anlässlich der Begehung vom 13. Oktober 2021 wurde 
festgestellt, dass die 2017 wieder aufgebaute Schallschutzwand nicht über die 
1996 bewilligte Schalldämmung verfügte. Aufgrund eines Missverständnisses 
bewilligte die Baukommission Gersau am 3. Januar 2022 den Türeinbau 
nachträglich unter entsprechenden Auflagen im vereinfachten Verfahren, wider-
rief diese Baubewilligung am 8. April 2022 jedoch, nachdem A.________ dage-
gen Verwaltungsbeschwerde erhoben hatte. Die C.________ AG wurde ver-
pflichtet, bis spätestens 18. Mai 2022 ein ordentliches Baugesuch für die kom-
plette Schallschutzwand zur Publikation und öffentlichen Auflage einzureichen 
unter besonderer Beachtung der Einhaltung der massgebenden Lärmschutzvor-
schriften (Vi-act. I-01 / Beilage 4 zur VB).

C. Am 17. Juni 2022 reichte die C.________ AG das nachträgliche Bauge-
such für den Türeinbau und die Erneuerung der Schallschutzwand auf dem 
Grundstück KTN D.________ ein. Innert der Auflagefrist reichte A.________ am 
19. Juli 2022 Einsprache dagegen ein (vgl. Vi-act. II-02).

D. Mit Gesamtentscheid vom 6. Oktober 2022 erteilte das ARE die kantonale 
Baubewilligung im Sinne der Erwägungen und unter den Nebenbestimmungen 
der zuständigen Stellen; die Einsprache wurde aus kantonaler Sicht abgewiesen 
(Vi-act. II-02). 

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Mit BRB 22-178 vom 7. November 2022 beschloss der Bezirksrat Gersau (vgl. 
Vi-act. II-02):

1. Die Einsprache von A.________ wird im Sinne der Erwägungen teilweise gut-
geheissen.

2. Der C.________ AG, wird die Baubewilligung für den Türeinbau in die Schall-
schutzwand sowie für die Erneuerung der Schallschutzwand im Sinne der Er-
wägungen unter folgenden Auflagen nachträglich erteilt:
- Die Tür ist mit einer geeigneten Schliessgarnitur, Dichtungen und einem 

mechanischen Türschliesser zu ergänzen; 
- Die Schallschutzwand ist wie am 28. Juni 1996 bewilligt wieder herzustellen.

3. Der kantonale Gesamtentscheid vom 6. Oktober 2022 bildet einen integrieren-
den Bestandteil dieser Bewilligung.

4. Das Notariat Gersau wird eingeladen, im Sinne der Erwägungen folgende Nut-
zungsbeschränkung im Grundbuch anzumerken:

Für den Restaurantbetrieb der ________ müssen gegenüber dem Nachbar-
grundstück KTN E.________ Lärmschutzmassnahmen (Türe und Lärmschutz-
wand) gemäss Baubewilligung vom 07. November 2022 vorhanden sein. Diese 
Nutzungsbeschränkung kann nur mit Zustimmung des Bezirksrats Gersau 
gelöscht werden.

(5.-7. Gebühren und Auslagen, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung)

E. Gegen diese Baubewilligung erhob A.________ am 12. Dezember 2022 
Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den An-
trägen (Vi-act. I-01; Hervorhebungen im Original):

1. Es sei betreffend die auf dem Grundstück KTN D.________ auf der Seite zur 
Grenze des Grundstücks des Beschwerdeführers, Grundstück KTN 
E.________, in die Abschlusswand eingebaute Holztür Ziff. 2 des angefochte-
nen Beschlusses des Bezirksrats Gersau Nr. 22-178 vom 7. November 2022 
(sowie diesbezüglich Ziff. 3, mithin der mitangefochtene, integrierte Gesamtent-
scheid des Amts für Raumentwicklung vom 6. Oktober 2022) wie folgt aufzuhe-
ben und abzuändern:

Die nachträgliche Baubewilligung für die eingebaute Holztür sei nicht zu ertei-
len und es seien die notwendigen Vollstreckungsmassnahmen zur Beseitigung 
einer bestehenden materiellen Baurechtswidrigkeit betreffend eingebaute Holz-
tür zu verfügen. Mithin sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die einge-
baute Holztür zu entfernen und durch eine festmontierte Glastrennwand 
gemäss Beschluss Nr. 96-126 des Bezirksrats Gersau vom 28. Juni 1996 zu 
ersetzen.

2. Eventualiter sei zusätzlich zu den bereits verfügten Auflagen betreffend die auf 
dem Grundstück KTN D.________ auf der Seite zur Grenze des Grundstücks 
des Beschwerdeführers, Grundstück KTN E.________, in die Abschlusswand 
eingebaute Holztür die Bewilligung für die eingebaute Holztür nur unter den zu-
sätzlichen Auflagen zu erteilen, die Holztür zu verdichten und fest zu verriegeln 
sowie dauernd geschlossen zu halten. Mithin ist Ziff. 2 des angefochtenen Be-

4

schlusses des Bezirksrats Gersau Nr. 22-178 vom 7. November 2022 wie folgt 
zu ergänzen:

Die Holztür ist unter Strafandrohung von Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall 
zu verdichten und dauerhaft zu verriegeln und muss dauerhaft geschlossen 
sein.

3. Subeventualiter sei Ziff. 2 des angefochtenen Beschlusses des Bezirksrats 
Gersau vom 7. November 2022 in Bezug auf die eingebaute Holztür die Bewilli-
gung (inkl. diesbezüglich Ziff. 3, mithin der mitangefochtene Gesamtentscheid 
des Amts für Raumentwicklung vom 6. Oktober 2022) aufzuheben und diesbe-
züglich die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 1 evt. 2 zurück-
zuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz 1 evt. 2 so-
wie der Beschwerdegegnerin unter solidarischer Haftbarkeit.

F. Mit RRB Nr. 202/2023 vom 14. März 2023 (Versand 21.3.2023) wies der 
Regierungsrat die Beschwerde ab; die Verfahrenskosten (Fr. 1'500.--) wurden 
dem Beschwerdeführer auferlegt.

G. Am 11. April 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen (Hervorhebungen im 
Original):

1. Es sei in Aufhebung des angefochtenen Beschlusses Nr. 202/2023 des Regie-
rungsrats des Kantons Schwyz, Beschwerdeentscheid vom 14. März 2023, be-
treffend die auf dem Grundstück KTN D.________ auf der Seite zur Grenze des 
Grundstücks des Beschwerdeführers, Grundstück KTN E.________, in die Ab-
schlusswand eingebaute Holztür Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats Ger-
sau Nr. 22-178 vom 7. November 2022 sowie diesbezüglich Ziff. 3, mithin der 
integrierte Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 6. Oktober 
2022, wie folgt aufzuheben und abzuändern:

Die nachträgliche Baubewilligung für die eingebaute Holztür sei nicht zu ertei-
len und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die eingebaute Holztür 
zu entfernen und durch eine festmontierte Glastrennwand zu ersetzen;

Es sei Ziff. 4 des Beschlusses des Bezirksrats Gersau Nr. 22-178 vom 7. No-
vember 2022 wie folgt abzuändern: 

Das Notariat Gersau wird eingeladen, im Sinne der Erwägungen folgende Nut-
zungsbeschränkung im Grundbuch anzumerken:

Für den Restaurantbetrieb der ________ müssen gegenüber dem Nachbar-
grundstück KTN E.________ Lärmschutzmassnahmen (Entfernung Holztür 
und Ersetzen durch festmontierte Glastrennwand und Lärmschutzwand) 
gemäss Baubewilligung vom 7. November 2022 vorhanden sein. Diese Nut-
zungsbeschränkung kann nur mit Zustimmung des Bezirksrats Gersau gelöscht 
werden.

2. Eventualiter sei in Aufhebung des angefochtenen Beschlusses Nr. 202/2023 
des Regierungsrats des Kantons Schwyz, Beschwerdeentscheid vom 14. März 
2023, betreffend die auf dem Grundstück KTN D.________ auf der Seite zur 

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Grenze des Grundstücks des Beschwerdeführers, Grundstück KTN 
E.________, in die Abschlusswand eingebaute Holztür die Bewilligung für die 
eingebaute Holztür nur unter den zusätzlichen Auflagen zu erteilen, die Holztür 
von einer Fachperson zu verdichten und fest zu verriegeln sowie dauernd 
geschlossen zu halten. Mithin ist Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats Ger-
sau Nr. 22-178 vom 7. November 2022 wie folgt zu ergänzen:

Die Holztür ist von einer Fachperson zu verdichten und dauerhaft so zu verrie-
geln, dass sie nicht mehr geöffnet werden kann.

3. Subeventualiter sei der angefochtene Beschluss Nr. 202/2023 des Regierungs-
rats des Kantons Schwyz, Beschwerdeentscheid vom 14. März 2023 aufzuhe-
ben, 

und es sei betreffend die auf dem Grundstück, KTN D.________ auf der Seite 
zur Grenze des Grundstücks des Beschwerdeführers, Grundstück KTN 
E.________, in die Abschlusswand eingebaute Holztür die Bewilligung für die 
eingebaute Holztür nur unter den zusätzlichen Auflagen zu erteilen, die Holztür 
mit einer geeigneten Schliessgarnitur, Dichtungen und einem mechanischen 
Türschliesser von einer Fachperson zu ergänzen und während des Garten-
restaurantbetriebs, eventualiter ab wann bis wann, dauernd geschlossen 
zu halten. Mithin ist Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats Gersau Nr. 22-178 
vom 7. November 2022 wie folgt zu ergänzen:

Die Holztür ist mit einer geeigneten Schliessgarnitur, Dichtungen und einem 
mechanischen Türschliesser von einer Fachperson zu ergänzen und darf unter 
Strafandrohung von Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall während den Be-
triebszeiten des Gartenrestaurants, evt. von wann bis wann, nicht geöffnet wer-
den.

4. Subsubeventualiter sei der angefochtene Beschluss Nr. 202/2023 des Regie-
rungsrats des Kantons Schwyz, Beschwerdeentscheid vom 14. März 2023, auf-
zuheben und es sei in Bezug auf die eingebaute Holztür die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung und Ergänzung des Sachverhalts an die Vorinstanz, evt. an die 
Erstinstanzen 1 evt. 2 zurückzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen sowohl für das vorinstanzliche Verfah-
ren, wie auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren, zu Lasten der Vor-
instanz evt. Erstinstanz 1 evt. 2 bzw. zulasten des Staates sowie der Be-
schwerdegegnerin unter solidarischer Haftbarkeit.  

H. Am 18. April 2023 erklärt das Sicherheitsdepartement seinen Verzicht auf 
eine Vernehmlassung. Das Amt für Raumentwicklung (ARE) beantragt mit Ver-
nehmlassung vom 21. April 2023 die Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat 
Gersau verzichtet mit Schreiben vom 1. Mai 2023 auf die Einreichung einer Ver-
nehmlassung unter Bestreitung der Behauptungen des Beschwerdeführers und 
mit Verweis auf die Ausführungen im angefochtenen BRB 22-178 vom 7. No-
vember 2022 sowie RRB Nr. 202/2023 vom 14. März 2023. Die C.________ AG 
reicht innert Frist keine Vernehmlassung ein.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Mit dem angefochtenen Beschluss beurteilte der Regierungsrat die vom 
Beschwerdeführer vorgetragenen Rügen der Verletzung des Wiedererwägungs-
rechts, des Lärmschutzrechts und des Gastgewerbegesetzes als unbegründet.

2.1 Gemäss Regierungsrat finde das Wiedererwägungsrecht § 34 VRP auf das 
vorliegende Baugesuch bzw. das Baubewilligungsverfahren keine Anwendung, 
bzw. könne sich der Beschwerdeführer nicht darauf berufen, da in der Baubewil-
ligung von 1996 keine lärmschutzrechtliche Beurteilung stattgefunden habe und 
damit bezüglich Notwendigkeit der Lärmschutzwand denn auch kein abgeurteilter 
Sachverhalt vorliege. Vielmehr beruhe die Errichtung der Schallschutzwand auf 
einem freiwilligen Entgegenkommen des damaligen Bauherrn gegenüber der 
damaligen Einsprecherin, worauf diese die Einsprache zurückgezogen habe; 
über die Notwendigkeit der Lärmschutzwand sei daher nie geurteilt worden; die 
entsprechende Auflage beruhe allein auf dem Wunsch der Nachbarin und des 
Bauherrn. Entsprechend seien für den Türeinbau auch keine Wiedererwägungs-
gründe notwendig. Darüber hinaus könne zu jeder bewilligten und realisierten 
Baute zu späterem Zeitpunkt ein Gesuch um Änderung eingereicht werden, ohne 
dass dafür Wiedererwägungsgründe vorhanden sein müssten (angefochtener 
RRB E. 2).

2.2 Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer, 1996 sei keine lärm-
schutzrechtliche Überprüfung vorgenommen worden. Die vollständig geschlos-
sene Lärmschutzwand sei damals einzig zwecks Lärmschutz verfügt worden, um 
das Nachbargrundstück vom Lärm des Gartenrestaurantbetriebs abzuschirmen. 
Dass die Einsprache infolge Einigung basierend auf der Skizze der Schall-
schutzwand zurückgezogen worden sei, ändere hieran nichts; die Skizze habe 
integrierender Bestandteil der Baubewilligung gebildet. Solle die Baubewilligung 
nun geändert werden, namentlich eine Verschlechterung des Lärmschutzes be-
willigt werden bzw. die belastende Baubewilligung durch eine weniger belastende 
Bewilligung ersetzt werden, müssten die Voraussetzungen der Wiedererwägung 
gemäss § 34 VRP gegeben sein. Diese seien in casu jedoch nicht gegeben; die 
Bauherrschaft mache auch gar keine Wiedererwägungsgründe geltend. Weder 
lägen veränderte Verhältnisse vor, welche den Ersatz der festmontierten Glas-
trennwand durch eine Holztür rechtfertigen würden, noch liege dies im öffentli-
chen Interesse. Vielmehr stelle der Lärmschutz des Nachbarn ein erhebliches öf-
fentliches Interesse dar. Der Ersatz der Glastrennwand durch eine Holztür stelle 
jedoch eine wesentliche Verschlechterung dar, namentlich da sich gezeigt habe, 

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dass die Tür während des Gartenrestaurantbetriebes jeweils dauerhaft geöffnet 
gewesen sei (vgl. Beschwerde vom 11.4.2023, Ziff. 8-14). 

2.3.1 Formelle Rechtskraft und damit Rechtsbeständigkeit einer Verfügung bzw. 
eines Entscheides bedeutet nicht, dass die Anordnung in jedem Fall nicht mehr 
abänderbar ist. Verschiedene Rechtsinstitute erlauben es grundsätzlich, auf eine 
formell rechtskräftige Anordnung zurückzukommen. Hierzu zählt u.a. die Wieder-
erwägung nach § 34 VRP. Bei einer Baubewilligung handelt es sich in materieller 
Hinsicht um eine Feststellungsverfügung, mit welcher festgestellt wird, dass dem 
konkreten Vorhaben keine öffentlich-rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. In 
formeller Hinsicht wirkt die Baubewilligung als Gestaltungsverfügung, indem sie 
das durch die Bewilligungspflicht statuierte formelle Bauverbot beseitigt und das 
Vorhaben in die "Realisierungsfreiheit" entlässt. Aus der Tatsache, dass ein 
Rechtsanspruch auf Erteilung der Baubewilligung besteht, sofern die Vorausset-
zungen erfüllt sind, wurde abgeleitet, dass die Baubewilligung eine eigentliche 
Polizeibewilligung darstellt (vgl. Stalder/Tschirky, in: FHB Öffentliches Baurecht, 
Zürich 2016, Rz. 2.13-2.15; Baumann, in Baumann et al., Kommentar zum Bau-
gesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 59 Rz. 29). Eine Baubewilligung stellt 
mithin weder eine Dauerverfügung dar, noch wird damit ein Dauersachverhalt ge-
regelt (VGE III 2018 112 vom 6.12.2018 E. 5.2.1). Die Tatsache, dass eine ein-
mal bewilligte und gestützt auf die rechtskräftige Baubewilligung erstellte Baute in 
der Regel über längere Zeit Bestand hat, macht hieraus weder einen Dauersach-
verhalt im Rechtssinne noch die Baubewilligung zu einer Dauerverfügung. Es ist 
somit insgesamt fraglich, ob eine Baubewilligung überhaupt einer Wiedererwä-
gung zugänglich ist (VGE III 2018 112 vom 6.12.2018 E. 5.2.2).

2.3.2 Vorliegend liegt die Fragestellung indes ohnehin anders. Mit der Baubewil-
ligung für das (u.a.) Gartenrestaurant wurde (nach dem Gesagten) die Recht-
mässigkeit des Vorhabens festgestellt sowie dieses zur Realisierung freigegeben 
und mit der Umsetzung wurde die Baubewilligung von 1996 "konsumiert". Es 
stellt sich weder die Frage eines Widderrufs noch der Wiedererwägung dieser 
Bewilligung; es handelt sich um eine formell und materiell rechtskonforme Baute. 
Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, dürfen bewilligte Bauten geändert 
werden, wobei im Einzelfall zu prüfen ist, ob die Änderung für sich einer neuerli-
chen Baubewilligung bedarf (oder ohne Bewilligung realisiert werden kann). Auch 
im Rahmen dieses neuerlichen Baubewilligungsverfahrens gilt es wiederum bzw. 
von Neuem festzustellen, ob die geplante Änderung bewilligungsfähig ist, d.h. ob 
dieser keine öffentlich-rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. 

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2.3.3 Der Beschwerdeführer macht vorliegend geltend, die Baubewilligung von 
1996 enthalte die Auflage, das Gartenrestaurant mit der Schallschutzwand 
gemäss Skizze, welche integrierender Bestandteil der Baubewilligung bilde, zu 
erstellen. Dies stelle gemäss Ruch (Ruch, in Aemisegger et al, Praxiskommentar 
RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, Art. 22 Rz. 73) einen den 
Bauherrn belastenden Bauentscheid dar, welcher nur unter den Voraussetzun-
gen der Wiedererwägung nach § 34 VRP abgeändert werden dürfe. Ob diese In-
terpretation der Lehre zutrifft, ob und ggf. wann bei einem Baugesuch zur Abän-
derung einer bestehenden Baute die Voraussetzungen der Wiedererwägung ge-
geben sein müssen, kann vorliegend offen bleiben, da es ohnehin an einer zu 
ändernden Auflage fehlt.

2.3.4 Sachverhaltsmässig ergibt sich aus den Akten, dass 1994 die damalige Ei-
gentümerin von KTN E.________ gegenüber dem Bezirksrat monierte, auf KTN 
D.________ würden unbewilligte Umgebungsarbeiten vorgenommen. In der Fol-
ge wurde die Bauherrschaft aufgefordert, ein ordentliches Gesuch für ein Garten-
restaurant einzureichen. Dem kam die Bauherrschaft mit Baugesuch vom 14. Ju-
ni 1995 nach. Hiergegen erhob die Eigentümerin KTN E.________ Einsprache 
(vgl. BRB 96-126 vom 28.6.1996; Vi-act I-01, Beilage 3 zur VB). Am 12. Juni 
1996 zog sie ihre Einsprache schriftlich zurück und führte aus, "durch die Schall-
schutzmassnahme (Schallschutzwand) die gemäss beiliegender Skizze auf dem 
Grundstück "G.________" in Gersau erstellt werden soll, möchte ich hiermit die 
von mir im Dez. 94 eingereichte Einsprache gegen den Gartenrestaurantbetrieb 
auf dem obengenannten Grundstück zurückziehen" (Beilage 7 zur Einsprache 
vom 19.7.2022). Im Sachverhalt zur Baubewilligung vom 28. Juni 1996 hielt der 
Bezirksrat hierzu fest, die Eigentümerin habe mit Schreiben vom 12. Juni 1996 
die Einsprache vom 20. Dezember 1995 zurückgezogen mit der Auflage, dass 
die geforderten Schallschutzmassnahmen (Schallschutzwand aus Holz) gemäss 
der vorgelegten Detailskizze Mst. 1:50 vom 12. Juni 1996 erstellt werden. In den 
Erwägungen der Baubewilligung finden die Schallschutzmassnahmen keinerlei 
Erwähnung, auch nicht unter Erwägung e) Gartenrestaurant. Im Beschluss, d.h. 
im Dispositiv der Baubewilligung hat der Bezirksrat u.a. festgelegt: 

q) Die von der Eigentümerin von Kat.-Nr. E.________ (…) geforderte Schall-
schutzwand in Holzkonstruktion bildet Bestandteil dieser Bewilligung. Die Holz-
wand ist sofort nach Erstellung beidseitig mit mindestens zwei Meter hohen 
Grünpflanzen bewachsen zu lassen. Die entsprechende Bepflanzungsart ist 
vorgängig mit dem Bauamt Gersau zu besprechen.

2.3.5 Auflagen sind mit der Baubewilligung verbundene, von der Behörde aufer-
legte Pflichten oder Forderungen zu einem Tun, Dulden oder Unterlassen; sie 
können selbständig und mit den Instrumenten des Verwaltungszwangs durchge-

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setzt werden (Ruch, a.a.O., Art. 22 Rz. 21). Auflagen zählen zu den Nebenbe-
stimmungen einer Baubewilligung. Durch Nebenbestimmungen können unterge-
ordnete Mängel eines Baugesuchs behoben werden, als mildere Massnahme zur 
Verweigerung der Baubewilligung (VGE III 2018 121 vom 18.12.2018 E. 1.5 mit 
weiteren Hinweisen). Nebenbestimmungen, und damit auch die Auflagen, unter-
liegen den gleichen rechtsstaatlichen Anforderungen wie die Verfügungen; sie 
bedürfen insbesondere einer gesetzlichen Grundlage, wobei es ausreichend ist, 
wenn sie durch den vom Gesetz verfolgten Zweck gerechtfertigt werden können 
(Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, § 32 Rz. 869).

Die Auflagen dienen damit dem Ziel der Baubewilligung, nämlich der Feststellung 
(vgl. oben E. 2.3.1), dass dem der Bewilligung zu Grunde liegenden Vorhaben 
(inkl. Auflagen) keine öffentlich-rechtlichen, insbesondere baupolizeilichen, um-
weltrechtlichen und raumplanerischen Hindernisse entgegenstehen. Dies bedeu-
tet allerdings nicht, dass alles, was im Bewilligungsdispositiv zum integrierten 
Bestandteil der Bewilligung erklärt wird, eine Nebenbestimmung resp. Auflage im 
erwähnten Sinne darstellen würde. Namentlich eine privatrechtliche Vereinba-
rung wird dadurch, dass sie zum "Bestandteil" der Baubewilligung erklärt wird, 
noch nicht zu einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung (Baumann, in Baumann et 
al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, § 59 Rz. 29 mit Hinweis auf 
BVR 1996 S. 539 ff.). Derlei Auflagen dienen nicht dazu, die Übereinstimmung 
mit öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften zu gewährleisten.

2.3.6 Vorliegend ist der Vorinstanz in ihrer Feststellung, die Schallschutzwand 
bzw. der Lärmschutz sei durch die Baubewilligungsbehörde 1996 gar nicht beur-
teilt worden, insofern zuzustimmen, als sich aus der Baubewilligung in keiner 
Weise ergibt, dass die Schallschutzwand damals als eine Bedingung für die Be-
willigungsfähigkeit betrachtet und daher als Auflage formuliert worden wäre. 
Vielmehr ergibt sich aus dem Bewilligungsdispositiv (und ebenso unter Berück-
sichtigung des dargestellten Sachverhaltes und der Erwägungen), dass der Be-
zirksrat lediglich den Plan der Schallschutzwand in Holzkonstruktion vom 12. Juni 
1996 - der nicht mit den Plänen des Baugesuches vom 14. Juni 1995 eingereicht 
wurde, sondern nach der einvernehmlichen Streiterledigung zwischen der Bau-
herrschaft und der Einsprecherin - zum integrierten Bestandteil der Baubewilli-
gung erklärt hat, mithin als bewilligtes Bauvorhaben bezeichnet hat. Nichts lässt 
darauf schliessen, die Baubewilligungsbehörde habe das Vorhaben nur unter 
Verwirklichung der Schallschutzwand als bewilligungsfähig betrachtet und daher 
die Wand als Auflage definiert (als mildere Massnahme zur Verweigerung der 
Baubewilligung). Die Tatsache, dass die damalige Einsprecherin die Erstellung 
der Schallschutzwand als Auflage für ihren Einspracherückzug betrachtete,     

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ändert nichts daran, dass die Schallschutzwand keine Auflage der Baubewilli-
gungsbehörde darstellte. Bleibt schliesslich anzufügen, dass aufgrund der vorlie-
genden Unterlagen, in denen stets 'nur' von der Schallschutzwand aus Holz die 
Rede ist, auch gar nicht klar ist, ob die Glastrennwand unterhalb des Balkons 
Bestandteil dieser Schallschutzmassnahme bildete oder nicht bereits schon in 
den ursprünglichen Baugesuchsplänen auch ohne Schallschutzwand aus Holz 
vorgesehen war, so wie wohl auch die Glastrennwände auf den Balkonen. 

2.3.7 Damit aber ist nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat festgestellt 
hat, für die Beurteilung des vorliegenden Baugesuches seien die Voraussetzun-
gen der Wiedererwägung nach § 34 VRP nicht relevant. Vielmehr ist das Bauge-
such als eigenständiges Gesuch für bauliche Massnahmen am bestehenden, 
bewilligten Bau auf KTN D.________ zu betrachten, nämlich für den Einbau einer 
Holztür ("Türeinbau um Glas zu ersetzen", "Es wird lediglich das Material von der 
Glastrennung zur Holztürtrennung gewechselt"; vgl. Baugesuch vom 17.6.2022; 
Vi-act. II-02 / Baudossier / Baugesuch). 

3. Der Regierungsrat wies auch die Rüge ab, das Baugesuch verletze Lärm-
schutzrecht.

3.1 Vorliegend steht fest, dass mit der Baubewilligung vom 28. Juni 1996 auf 
KTN D.________ unter anderem ein Gartenrestaurant mit Sonnenstorenanlage 
und Abschlusswand in Holz als Schallschutz bewilligt wurde, wobei die Detailan-
sicht Schallschutzwand in Holzkonstruktion Mst. 1:50 vom 12. Juni 1996 zum in-
tegrierten Bestandteil der Baubewilligung erklärt wurde:

(Auszug Plan Schallschutzwand, Beilage Baubewilligung BRB 96-126 vom 28.6.1996)

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Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin (zu unbestimmtem Zeitpunkt) 
die Schallschutzwand entfernte und später - nachdem der Beschwerdeführer re-
klamierte - eine neue Holzwand erstellte. Am 6. August 2021 wurde sie durch 
das Bauamt Gersau aufgefordert, für die im Jahr 2017 ohne behördliche Geneh-
migung verändert wiederaufgebaute Schallschutzwand auf Grundstück KTN 
D.________ ein nachträgliches Baugesuch einzureichen.

Im Rahmen dieses Verfahrens hat sich sodann gezeigt, dass der Bauteil / die 
Trennwand zwischen Säule und Haus unterhalb des Balkons, welcher im Plan 
als 'Glas' vermerkt ist, durch eine Holztür ersetzt wurde. Mit Beschluss vom 
3. Januar 2022 genehmigte die Baukommission die baulichen Änderungen im 
vereinfachten Verfahren.

Im Beschluss der Baukommission B2.2.3 (2021-033) vom 8. April 2022 (E. 5./6.), 
mit welchem die Baubewilligung vom 3. Januar 2022 widerrufen wurde, erwog 
die Baukommission: "Für die wiederaufgebaute Schallschutzwand als solche mit 
neuerdings integrierter Türe liegt nun allerdings weder ein Baugesuch und folg-
lich auch keine Baubewilligung vor. Es erweist sich daher als angezeigt und ge-
rechtfertigt, (…) ein ordentliches Baugesuch für die komplette Schallschutzwand 
samt integrierter Türe einzufordern, wobei es sich wohl empfehlen dürfte, in 
Berücksichtigung der Lärmschutzthematik den bestehenden Aufbau der Schall-
schutzwand, eventuell auch die in diese integrierte Türe, zu überdenken. (…) Die 
C.________ AG ist zu verpflichten, das ordentliche Baugesuch für die Schall-
schutzwand (…) einzureichen. Dabei dürfte es sich zur kantonalen Überprüfung 
der Einhaltung der massgebenden Lärmschutzvorschriften empfehlen, zusam-
men mit dem Baugesuch eine von einem Fachmann erstellte Lärm-Prognose 
einzureichen, wobei die massgeblichen Lärmemissionen von den Gästen auf der 
Gartenterrasse stammen und dieser Lärm in den Bereich des Alltagslärms fällt" 
(Vi-act. I-01 / Beilage 4 zur VB).

3.2 Am 17. Juni 2022 reichte die Beschwerdegegnerin das Baugesuch "Tür-
einbau in Schallschutzwand" ein (vgl. Vi-act II-02/Baudossier). Neben dem Ge-
suchsformular wurde eine Skizze eingereicht, welche darin besteht, dass im 
oben abgebildeten Plan (vom 12.6.1996) hinter das Wort 'Lamellen' handschrift-
lich in Klammern 'Vollholz' angefügt wurde und die Trennwand aus Glas hand-
schriftlich durchgestrichen und mit 'Holztür (Vollholz) 5cm' beschriftet wurde. Bei-
gefügt wurde auch eine Beurteilung Lärmschutzwirkung der H.________ AG vom 
9. Juni 2022. Dieser Beurteilung lässt sich entnehmen, dass die Lärmschutzwand 
aus Unterhaltsgründen ersetzt worden sei und im Rahmen dieses Ersatzes die 
Glastrennwand durch eine Holztür. Die neue Wand sei analog dem Bestand wie-
derum als zweischalige Holzwand mit einer Schallisolierung aufgebaut (Lamellen 

12

Vollholz 11cm, Isolierung 4cm, Schalung Vollholz 2cm); einzig die Verglasung sei 
durch eine neue Holztür (Vollholz, 5cm, ohne Dichtungen mit vereinfachter 
Schliessgarnitur) ersetzt worden. Für die Holzwand, welche die H.________ AG 
bei einer Begehung vor Ort am 20. Mai 2022 beurteilt habe, errechnete sie ein 
bewertetes Schalldämmmass (R'w) von rund 44 dB, für die Tür ein bewertetes 
Schalldämmmass (R'w) von 30.5 dB. Die H.________ AG gelangte schliesslich 
zu folgender Beurteilung: 

- Die ersetzte Wand wurde analog wie die ursprüngliche konstruiert und weist eine 
gute Schalldämmung auf. Dieser Wandteil entspricht den heutigen Anforderun-
gen an eine Lärmschutzwand vollauf. Eine Absorptionswirkung ist aus akusti-
scher Hinsicht nicht notwendig. Die Lärmschutzwand führt nicht zu unerwünsch-
ten Reflexionen zum Nachbargrundstück hin.

- Die neu eingefügte Holztür weist ein geringeres Schalldämmass als die effektive 
Wandkonstruktion auf. Die Tür hat jedoch genügend Masse, um einen effektiven 
Schallschutz gegenüber der Restaurant-Terrasse (= geringe Lärmentwicklung 
v.a. Gespräche und Servicegeräusche) zu gewährleisten. Es kann zudem davon 
ausgegangen werden, dass mit der neuen Tür der Schallschutz gegenüber der 
ursprünglichen Einfach-Verglasung verbessert wird.

- Weil die Tür ohne Dichtung und mit einer vereinfachten Schliessgarnitur ausge-
führt wurde, wird die Wirkung aufgrund der Schallnebenwege etwas abgemindert. 
Zur Sicherstellung einer effizienten Schalldämmung wird empfohlen, Dichtungen 
in die Tür einzufräsen und die Tür mit einer guten Schliessgarnitur zu versehen.

Fazit:

Die neue Lärmschutzwand dient dazu, die Terrasse des Restaurants G.________ 
vom Nachbargrundstück abzutrennen (Lärmentwicklung v.a. durch Gespräche und 
Serviergeräusche auf der Restaurantterrasse). Der Wandaufbau und auch die Tür 
weisen ein ausreichendes Schalldämmmass auf und sind zur Sicherstellung des 
Lärmschutzes geeignet. Um zu verhindern, dass Schallnebenwege bei der Tür ei-
ne effektive Schutzwirkung vermindern, sollten bei der Tür Dichtungen und eine 
geeignete Schliessgarnitur eingesetzt werden.

3.3.1 Im Gesamtentscheid vom 6. Oktober 2022 verweist das ARE auf die Beur-
teilung der Lärmschutzwirkung der H.________ AG, welcher das Amt für Umwelt 
und Energie (AfU) mit der Auflage zustimme, dass eine geeignete Schliessgarni-
tur und Dichtungen einzusetzen seien, um Schallnebenwege zu verhindern. Ent-
sprechend wurde die kantonale Baubewilligung mit der Nebenbestimmung des 
AfU erteilt (Vi-act. I-01/Beilage 6 zur VB). 

3.3.2 Der Bezirksrat erwog in der Baubewilligung vom 7. November 2022, gegen 
den Ersatz der ursprünglichen Festverglasung durch eine 5cm dicke Vollholztüre 
würden sich aus baurechtlicher Sicht keine grundlegenden Einwände ergeben, 
soweit die bautechnische Ausführung einen ausreichenden Schallschutz zu ge-
währleisten vermöge. Dies sei gemäss Beurteilung der Lärmschutzwirkung der 

13

H.________ AG gegeben, wobei Dichtungen und eine geeignete Schliessgarnitur 
empfohlen werde. Das AfU habe dem mit Auflage zugestimmt. Was die Schall-
schutzwand anbelangt, so stellte der Bezirksrat fest, anlässlich des Augen-
scheins vom 13. Oktober 2021 habe sich gezeigt, dass in der neuen Wandkon-
struktion die Isolation fehle, weshalb sie die attestierten Lärmschutzwerte nicht 
zu erfüllen vermöge. Es sei daher die Schallschutzwand wie am 28. Juni 1996 
bewilligt wiederherzustellen. Der Restaurationsbetrieb auf der ________ werde 
untersagt, bis beides (Schallschutzwand wie 1996 bewilligt sowie Holztüraus-
führung mit Auflage geeignete Schliessgarnitur, Dichtungen und mechanischer 
Türschliesser) erfüllt sei, was im Grundbuch anzumerken sei (Vi-act. I-01/Beilage 
5 zur VB). 

3.3.3 Im Rahmen der Vernehmlassung zur Verwaltungsbeschwerde hat das ARE 
beim AfU einen Mitbericht eingeholt und gestützt darauf die Abweisung der Be-
schwerde beantragt. 

In der Stellungnahme vom 23. Dezember 2022 hielt das AfU fest, gemäss Beur-
teilung der H.________ AG weise die Holztür eine bessere Schalldämmung auf 
als die bisherige Einfach-Verglasung; der Zustand habe sich damit grundsätzlich 
verbessert. Seine eigene Beurteilung habe es anhand der Annahme gestützt auf 
Google-Maps Streetview getroffen, dass die Tür nicht für den Service gebraucht 
werde und damit meist geschlossen sei. Dies habe die Bauherrschaft bestätigt. 
Das AfU habe mittels Formular Gaststättenlärm des Circle Bruits die Lärmsituati-
on ermittelt. Demgemäss könnten die Planungswerte bereits ohne weiterführen-
de Massnahmen (d.h. ohne Lärmschutzwand) mit einem Wert von 0.00 für die 
Tagesphase (7-19 Uhr) und 0.15 für die Abendphase (19 bis 22 Uhr) deutlich 
eingehalten werden. Wenn die Planungswerte bereits ohne Massnahmen einge-
halten seien, stelle sich die Frage der Verhältnismässigkeit, weitere Massnah-
men zu fordern. Das AfU habe daher einzig die Empfehlung der H.________ AG 
als Auflage verfasst (Schliessgarnitur und Dichtungen), da die Einhaltung der ge-
setzlichen Grundlagen bereits genügend erfüllt sei. Weiter hielt das AfU fest, 
dass seine Anwesenheit bei der Besprechung vor Ort (wie es in neueren, nach 
dem 20.9.2020 [recte wohl 2022] eingegangenen Schreiben dokumentiert sei) 
notwendig gewesen wäre. Dabei sei festgestellt worden, dass die Holzwand nicht 
über die in der Beurteilung Lärmschutzwirkung der H.________ AG genannte 
Isolation verfüge. Die Bauherrschaft habe daher eine Versiegelung der Tür oder 
Ersatz durch Glaswand sowie Optimierung der Schalldämmung der Lärmschutz-
wand in Aussicht gestellt. In Anbetracht dessen unterstütze das AfU den Be-
schluss des Bezirksrates; weitergehende Massnahmen seien nicht notwendig 
(Vi-act. III-04).

14

3.4 Im angefochtenen RRB hält der Regierungsrat fest, beim Gartenrestaurant 
auf KTN D.________ handle es sich um eine neue ortsfeste Anlage im Sinne der 
Umweltschutzgesetzgebung, deren Betrieb mit Lärmemissionen verbunden sei. 
Diese Lärmemissionen müssten nach Art. 7 Abs. 1 der Lärmschutz-Verordnung 
(LSV; SR 814.41) vom 15. Dezember 1986 so weit begrenzt werden, als dies 
technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar sei und die von der 
Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschrei-
ten. Bezüglich Beurteilung der Situation verwies der Regierungsrat auf das For-
mular von Circle Bruit (www.circlebruit.ch / Vollzugsordner / 8 Alltagslärm / 8.10 
Kultur- & Gastgewerbebetriebe / Vollzugshilfe Anhang 3; eingesehen am 
5.6.2023), anhand dessen auch das AfU in der Vernehmlassung die zu erwar-
tenden Lärmwerte ermittelt habe. Die durch das AfU angegebenen Parameter 
seien durchaus nachvollziehbar, wobei verschiedene Kriterien zu Gunsten des 
Beschwerdeführers beurteilt worden seien (Sitzplätze/Gäste 56; Auslastung 75%; 
Terrassenfläche 25x5m; Entfernung Empfangspunkt 10m von Terrasse; Gäste-
verhalten mittel; Abstrahlung Halbraum; Terrasse mässig einsehbar; Örtlichkeit 
Wohnnutzung; Empfindlichkeitsstufe III; Hintergrundgeräusch mittel; Ortsüblich-
keit nicht gegeben und Ganzjahresbetrieb). Daraus ergebe sich ein Lärmwert von 
0.00 tagsüber (7 bis 19 Uhr) und abends (19 bis 22 Uhr) ein Lärmwert von 0.15. 
Mit diesen Resultaten unter 1.00 würden die Planungswerte eingehalten bzw. 
deutlich unterschritten. Dabei sei die Wirkung der Lärmschutzwand noch nicht 
einmal einbezogen; selbst wenn diese vollständig entfernt würde, wären die Pla-
nungswerte voraussichtlich immer noch problemlos eingehalten. Die beschwer-
deführerische Forderung, die Tür in der Lärmschutzwand zu entfernen oder sub-
eventualiter dauerhaft zu verschliessen, sei aus lärmschutzrechtlicher Sicht da-
her abzuweisen. 

3.5 Der Beschwerdeführer wirft dem Regierungsrat eine fehlerhafte Anwen-
dung der Vollzugshilfe Anhang 3 vor. Die Terrassengrösse betrage effektiv 25 x 
6.45m und nicht 25 x 5m. Die Einsehbarkeit der Terrasse sei vom Gebäude des 
Beschwerdeführers aus aufgrund der Tür gegeben, sie sei mithin 'gut einsehbar'. 
Zudem sei nicht von mittlerem, sondern lautem Gästeverhalten auszugehen. Die 
Terrasse würde insbesondere im Sommer regelmässig mit Musik bespielt, der 
Betrieb sei beliebter Haltestopp für Reisecars, wodurch ganze Gesellschaften die 
Terrasse auf einmal füllen würden und eine regelrechte Biergartenatmosphäre 
herrsche. Die Hintergrundgeräusche seien als leise, nicht mittel festzulegen, 
denn die Strasse sei nicht stark befahren, die Liegenschaften lägen direkt am 
See. Das Gartenrestaurant sei das einzige im Quartier, in welchem es neben der 
Strasse nur Grünflächen oder Wohnhäuser gebe. Das Restaurant sei die Haupt-
lärmquelle und werde nicht durch andere Lärmgeräusche absorbiert. Mit diesen 

15

Parametern resultiere ohne Lärmschutzwand bereits am Tag eine Überschrei-
tung der Planungswerte, abends ab 22 Uhr seien gar die Alarmwerte überschrit-
ten. Zudem sei zu berücksichtigen, dass das Gartenrestaurant regelmässig auch 
komplett ausgelastet sei (100% anstelle 75%), was die Lärmbelastung gemäss 
Prognose noch erheblich erhöhe. Es zeige sich, dass schon kleine Korrekturen 
an den Parametern zu Überschreitungen der Planungswerte führten, weshalb ei-
ne Verschlechterung der Situation durch Einbau einer Tür anstelle der festmon-
tierten Glastrennwand nicht bewilligungsfähig sei. Die Sachverhaltsfeststellung 
sei zudem unvollständig, weil die Lärmbelastung ab 22 Uhr gar nicht beurteilt 
worden sei, obwohl das Gartenrestaurant regelmässig bis 23.30 - 24 Uhr geöff-
net sei. Unvollständigkeit liege auch vor, weil die Fixpunkte bzw. die Parameter 
der Lärmprognose in der Baubewilligung vom 7. November 2022 fehlen würden.  

Zudem widerspricht der Beschwerdeführer dem Regierungsrat, wonach dem 
Vorsorgeprinzip auch mit der Holztür Genüge getan sei, da die Planungswerte 
auch ohne Schallschutzwand eingehalten seien. Das Ziel der vorsorglichen 
Emissionsbegrenzung nach Art. 11 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Um-
weltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) vom 7. Oktober 1983 liege 
darin, jegliche unnötigen Emissionen zu vermeiden. Auch wenn die Planungs-
werte eingehalten seien, sei zu prüfen, ob das Vorsorgeprinzip weitergehende 
Beschränkungen erfordere. Es sei jene Massnahme zu wählen / bewilligen, wel-
che im Rahmen des Vorsorgeprinzips und des Verhältnismässigkeitsprinzips den 
besten Lärmschutz gewährleiste. All dies hätten die Vorinstanzen nicht berück-
sichtigt. Zudem verlange Art. 7 Abs. 1 Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) 
vom 15. Dezember 1986 kumulativ die Einhaltung der Planungswerte und eine 
vorsorgliche Emissionsbegrenzung; auch bei Einhaltung der Planungswerte sei 
dies verletzt, wenn eine Lärmbelastung reduzierende Massnahmen technisch 
möglich und wirtschaftlich tragbar sei. Die Baubewilligungsbehörde habe sich für 
jene Massnahme mit dem besten Lärmschutz zu entscheiden. Dies sei nicht die 
Holztür, sondern die geschlossene Trennwand. Mit dem Türeinbau (die mangels 
Auflage, immer geöffnet sein könne) werde der Zweck einer Lärmschutzwand ge-
radezu vereitelt. Dass die geschlossene Trennwand betrieblich und wirtschaftlich 
möglich sei, bestätige der jahrelange erfolgreiche Betrieb des Gartenrestaurants 
seit 1996. Die Beschwerdegegnerin habe nichts Anderes behauptet und bringe 
auch keine Gründe vor, weshalb neu eine Holztür benötigt werde. Eine Ver-
schlechterung der Lärmsituation sei nicht bewilligungsfähig; aufgrund des gelten-
den Vorsorgeprinzips dürfe lediglich eine umweltrechtliche Optimierung in Be-
tracht kommen. 

16

3.6 Dem Vorwurf des Beschwerdeführers einer unvollständigen Sachverhalts-
abklärung resp. ungenügender Entscheidgrundlagen ist beizupflichten.

3.6.1 Es beginnt dies bereits mit Ungereimtheiten bezüglich Baugesuch. Mit dem 
Widerruf der Baubewilligung (vom 3.1.2021) am 8. April 2022 wurde die Bauherr-
schaft aufgefordert, für die neu erstellte Schallschutzwand und die Holztür ein 
nachträgliches Baugesuch einzureichen. In der Folge hat die Beschwerdegegne-
rin ein Baugesuch 'Türeinbau in Schallschutzwand' eingereicht (vgl. ABl 
F.________S.1733), was schon nicht der Anordnung gemäss Beschluss vom 8. 
April 2022 entsprach (vgl. auch oben E. 3.1). 

3.6.2 Im Weitern wurde im Beschluss vom 8. April 2022 auch explizit auf die er-
höhten Anforderungen hinsichtlich Lärmschutznachweis hingewiesen. Die Bau-
herrschaft wurde aufgefordert, mit dem Baugesuch eine von einem Fachmann 
erstellte Lärm-Prognose einzureichen (Vi-act. I-01/Beilage 4 zur VB). Die Bau-
herrschaft hat hierauf wohl eine Beurteilung der H.________ AG eingereicht. Wie 
sich dann aber in der Folge herausgestellt hat, war diese Beurteilung völlig unzu-
reichend, weil sie von einem offenkundig falschen Sachverhalt ausging, was die 
Schallschutzwand anbelangt. Zudem enthält die Beurteilung die Annahme, die 
Holztür weise einen besseren Schallschutz auf als die ursprüngliche Einfach-
Verglasung. Ob der H.________ AG die ursprüngliche Glastrennwand bekannt 
war, geht aus der Beurteilung nicht hervor, weshalb unklar ist, ob diese Annahme 
zutrifft. Fest steht, dass die alte Trennwand sich offenbar noch im Keller des Ge-
bäudes befindet und damit durchaus eine konkrete Aussage betreffend Schall-
schutz möglich wäre (vgl. Mail vom 22.9.2022 nach der Besichtigung vom 
15.9.2022; act. 13 in elektr. Dossier ARE). Auch nimmt die Beurteilung lediglich 
zu Schalldämmmassen Stellung (vgl. oben E. 3.2), ohne sich zum Lärm der Gar-
tenterrasse, dessen Verbreitung und Immission auf dem Nachbargrundstück des 
Beschwerdeführers zu äussern. Ein eigentlicher Lärmschutznachweis, wie dies 
mit Beschluss vom 8. April 2022 gefordert wurde, hat die Bauherrschaft mit dem 
Baugesuch damit nicht vorgelegt. Dies losgelöst von der Tatsache, dass die Be-
urteilung ohnehin auf einem falschen Sachverhalt beruht.

3.6.3 Die Beurteilung des AfU im Rahmen des Gesamtentscheides ARE beruhte 
eben auf dieser erwiesenermassen fehlerhaften Beurteilung, weshalb aus der 
Tatsache, dass das AfU resp. das ARE die kantonale Baubewilligung mit Neben-
bestimmungen (was den Lärmschutz anbelangt) erteilte, nichts zugunsten der 
Baubewilligung abgeleitet werden kann.

Der Bezirksrat wiederum hat zu Recht von der Bauherrschaft die Wiederherstel-
lung der Schallschutzwand gemäss Baubewilligung von 1996 gefordert, nachdem 

17

die neue Wand dieser Vorgabe offenkundig nicht entsprach. Dass für die neue 
Wand - entgegen der Aufforderung im Beschluss vom 8. April 2022 - gar kein 
Baugesuch eingereicht wurde, wurde zu Unrecht gar nicht moniert. Betreffend 
Tür hat der Bezirksrat den Gesamtentscheid ARE übernommen und die Auflage 
ergänzt um die Vorgabe, es müsse an der Tür ein Schliessmechanismus ange-
bracht werden. Nach dem Gesagten basiert aber diese Gesuchsprüfung auf der 
fehlerhaften Beurteilung der H.________ AG und ohne, dass die mit Beschluss 
vom 8. April 2022 geforderte Lärm-Prognose bzw. ein Lärmschutznachweis vor-
gelegen hätte.

3.6.4 Im Rahmen des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens ermittelte das AfU die 
Lärmsituation unter Beizug der Vollzugshilfe Anhang 3 circle bruit. Dies ergibt 
sich so aus der Stellungnahme des AfU vom 23. Dezember 2022. Die eigentliche 
Vollzugshilfe mit Erläuterungen der eingesetzten Parameter bzw. die Ermittlung 
selbst befindet sich indes nicht in den Akten (ein ausgefülltes Formular findet sich 
in Vi-act. V-08, d.h. in den Akten des instruierenden Departementes, also nicht 
des AfU). Die Darstellung in der erwähnten Stellungnahme lässt sich dadurch 
kaum nachvollziehen. 

Zudem fällt auf, dass das AfU mit einer Terrassengrösse von 35 x 5m gerechnet 
haben will, wogegen der Regierungsrat von 25 x 5m ausging. Der Beschwerde-
führer verlangt eine Terrassengrösse von 25 x 6.45m. Dem Planauszug Beilage 
zur Baubewilligung vom 28. Juni 1996 kann eine Breite von ca. 6m entnommen 
werden (vgl. Vi-act. I-01/Beilage 3 zur VB). Nachdem ein entsprechender Plan 
besteht, stellt sich die Frage, warum sämtliche Parteien auf Annahmen abstellen, 
die gemäss diesem Planausschnitt ohnehin nicht zutreffen. 

Auf demselben Planausschnitt sind auf der Gartenterrasse bestuhlte Tische ein-
getragen, wobei demgemäss von weit mehr als 56 Sitzplätzen ausgegangen 
werden müsste (18 Sitzplätze zwischen zwei Säulenabschnitten, wovon es 7 
gibt). Anderseits finden sich im Internet Bilder, welche auf weit weniger Sitzplätze 
schliessen lassen. Es ist davon auszugehen, dass sich für eine nachvollziehbare 
Beurteilung anhand des vorhandenen Bildmaterials sowie des Inventars, der Be-
willigungen und den Erfahrungen der Wirte eine genauere Anzahl der Sitzplätze 
als die getroffene, widersprüchliche Annahme eruieren lässt.

Strittig ist die Beurteilung des Gaststättenlärms von KTN D.________ in Bezug 
auf die Liegenschaft des Beschwerdeführers KTN E.________. Bei beiden han-
delt es sich um überbaute Liegenschaften. Mithin kann der für die Vollzugshilfe 
notwendige Empfangspunkt genau definiert werden. Auf welchen Punkt sich die 
verschiedenen Annahmen (des AfU, des Regierungsrates und auch des Be-
schwerdeführers) beziehen, bleibt nicht nachvollziehbar und damit auch die gan-

18

ze Beurteilung. Dieser zu definierende Empfangspunkt ist auch relevant für den 
Parameter 'Einsehbarkeit' der Terrasse (gut, mässig, kaum, nicht). Ohne klare 
Definition ist keine der Behauptungen schlüssig, weil kein Empfangspunkt nach-
vollziehbar definiert wurde. Kommt hinzu, dass auch klar festzuhalten sein wird, 
ob dieser Parameter mit oder ohne bestehende bzw. 1996 bewilligte Schall-
schutzwand festgelegt wird oder nicht. 

Bezüglich Hintergrundgeräusch geht der Regierungsrat von 'mittel' aus, der Be-
schwerdeführer von leise. Gemäss Erläuterung zur Vollzugshilfe gilt 'mittel' etwa 
für eine Kernzone mit mässigem Kundenverkehr, oder störender Strassenver-
kehrslärm, oder bestehender Gastronomiebetrieb mit Aussenwirtschaft bereits 
vorhanden; 'leise' wird beschrieben als z.B. umliegende Wohnzonen, oder Innen-
hof- oder sehr enge bauliche Situation ohne andere Lärmquellen, oder höchstens 
geringfügig störender Strassenverkehrslärm. Es finden sich mithin Argumente für 
beide Kategorien, weshalb man nicht umhinkommen wird, die Situation vor Ort 
genau zu betrachten und die Festlegung schliesslich nachvollziehbar zu begrün-
den. Die vorliegend getroffenen Annahmen vermögen dem nicht zu genügen, 
weshalb auch eine Überprüfung durch das Gericht nicht möglich ist.

Auch die Annahme, es liege bei der Gartenwirtschaft G.________ ein Ganzjah-
resbetrieb vor, ist zu hinterfragen, lässt sich aber aufgrund der bisherigen Erfah-
rungen des Restaurants klären, so dass nicht auf nicht plausibilisierte Annahmen 
abgestellt werden muss.

Sodann unterscheidet die Vollzugshilfe nach drei Tageszeiten; 7 - 19 Uhr, 19 - 22 
Uhr, 22 bis 07 Uhr. Warum sich sowohl das AfU als auch der Regierungsrat ein-
zig zu den ersten beiden Tagesabschnitten äussern, bleibt unbegründet. Gerade 
in den Nachtstunden kann die Lärmbelastung problematisch sein, weshalb auch 
hierzu klare Aussagen erwartet werden.

Schliesslich ist dem Beschwerdeführer insoweit beizupflichten, als es je nach Pa-
rameter nur geringe Veränderungen braucht, um zu sehr unterschiedlichen Er-
gebnissen zu gelangen. Umso entscheidender ist es, dass die Parameter nach-
vollziehbar begründet festgelegt werden. Dies ist aktuell nicht der Fall. 

3.7 Damit aber muss festgehalten werden, dass die erteilte Baubewilligung auf 
ungenügenden Abklärungen basiert. Der Regierungsratsbeschluss ist daher auf-
zuheben und die Sache an den Bezirksrat zurückzuweisen, damit - wie bereits im 
Beschluss der Baukommission vom 8. April 2022 gefordert - eine nachvollziehba-
re Beurteilung der Lärmsituation und damit auch der Bewilligungsfähigkeit des 
Bauprojektes vorgenommen wird. Dabei wird auch entscheidend sein, dass nicht 
die Bewilligung einer Gartenwirtschaft zur Prüfung steht, sondern lediglich der 

19

Ersatz der Glastrennwand durch eine Holztür bei bestehender Schallschutzwand 
gemäss Baubewilligung vom 28. Juni 1996 (welche es ja wiederherzustellen gilt). 
In diesem Rahmen wird sich die Baubewilligungsbehörde neben der Einhaltung 
der Planungswerte auch zur Erfüllung des Vorsorgeprinzips Art. 11 Abs. 2 USG 
äussern müssen (vgl. BGE 141 II 476 E. 3.2; Urteile BGer 1C_287/2021 vom 
25.7.2022 E. 6.5; 1C_204/2015 vom 18.1.2016 E. 3.7), wobei zu erwähnen ist, 
dass bei Anlagen, welche die lärmschutzrechtlichen Planungswerte einhalten, 
zusätzliche Massnahmen zum Lärmschutz im Sinne der Vorsorge jedoch nur in 
Betracht kommen, wenn sich dadurch mit relativ geringem Aufwand eine wesent-
liche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (Urteil BGer 
1C_282/2021 vom 10.6.2022 E. 9.3 m.w.H.; vgl. betreffend Türen und Fenstern 
einer Event-Baracke auch VGE III 2019 9 vom 24.10.2019 E. 4.4.4).

4.1 Die Beschwerde erweist sich damit im Subsubeventualantrag als begrün-
det. Da die Beschwerde bereits in diesem Sinne gutzuheissen ist, erübrigt es 
sich zu beurteilen, ob das Baugesuch das Gastgewerbegesetz verletzt. 

4.2 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 
davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 E. 
7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 E. 6.2, je mit Hinweisen).

4.3 Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 2'400.-- festgesetzt und der Beschwerdegegnerin, dem Bezirk 
Gersau und dem Staat zu gleichen Teilen auferlegt (§ 72 VRP).

4.4 Der Beschwerdeführer ist anwaltschaftlich vertreten und hat dem Verfah-
rensausgang entsprechend Anspruch auf eine Parteientschädigung zulasten der 
Vorinstanzen und Beschwerdegegnerin (§ 74 VRP). Sie ist in Beachtung des 
kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 
27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in 
§ 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung 
der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festzusetzen und wird zu je einem Drittel der Beschwerdegegnerin, dem 
Bezirk Gersau und dem Kanton auferlegt. 

20

4.5 Neu zu regeln sind ebenso die Kosten- und Entschädigungsfolgen des re-
gierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens RRB Nr. 202/2023 vom 14.3.2023 
(Dispositiv-Ziff. 2 und 3).

Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Kosten des regierungsrätli-
chen Verfahrens (inklusive Kanzleikosten) von insgesamt Fr. 1'500.-- neu je zu 
einem Drittel (je Fr. 500.--) der Beschwerdegegnerin, dem Bezirk Gersau und 
dem Kanton auferlegt. 

Die Beschwerdegegnerin, der Bezirk Gersau und der Kanton haben dem bean-
walteten Beschwerdeführer für das regierungsrätliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von je Fr. 500.-- (zusammen insge-
samt Fr. 1'500.--) zu entrichten. 

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der RRB Nr. 202/2023 vom 14. März 
2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Baugesuchsprüfung im Sinne 
der Erwägungen an den Bezirk Gersau zurückgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'400.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden je zu einem Drittel (je Fr. 800.--) der Beschwerde-
gegnerin, dem Bezirk Gersau und dem Kanton Schwyz auferlegt.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

Die Beschwerdegegnerin und der Bezirk Gersau haben ihr Betreffnis innert 
30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 
0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

Der vom Beschwerdeführer am 24. April 2023 geleistete Kostenvorschuss 
von Fr. 2'500.-- wird ihm aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin, der Bezirk Gersau und der Kanton Schwyz ha-
ben dem Beschwerdeführer für das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von je Fr. 800.-- (total Fr. 2'400.-- inkl. Barauslagen 
und MwSt) zu leisten.

4. Die Verfahrenskosten für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren von 
Fr. 1'500.-- gehen neu je zu einem Drittel (Fr. 500.--) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin, des Bezirks Gersau und des Kantons Schwyz.

5. Für das Verwaltungsbeschwerdeverfahren haben die Beschwerdegegnerin, 
der Bezirk Gersau und der Kanton Schwyz dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung von je Fr. 500.-- (total Fr. 1'500.-- inkl. Barauslagen 
und MwSt) zu leisten. 

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

22

7. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Beschwerdegegnerin (R)
- den Bezirksrat Gersau (R)
- das Amt für Raumentwicklung (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Bundesamt für Umwelt (BAFU), 3003 Bern (A) 

Schwyz, 27. Juni 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 8. August 2023