# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7f2e892-4a49-5b63-bed8-b4c043026178
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.09.2025 VR1 2025 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-54_2025-09-25.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Beschluss vom 26. September 2025
mitgeteilt am 29. September 2025

Referenz VR1 25 54

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Maurer, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Elena Liechti

gegen

Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden
Asyl und Rückkehr, Grabenstrasse 8, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Ausschaffungshaft

Anfechtungsobj. Entscheid Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden 
vom 14.08.2025, mitgeteilt am 14.08.2025 (Proz. Nr. J.________)

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Sachverhalt

A. A.________, algerischer Staatsbürger, reiste gemäss eigenen Angaben am 
15. März 2020 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Mit 
Strafbefehl der Jugendanwaltschaft Kanton St. Gallen vom 8. Juni 2020 wurde er 
wegen Delikten gegen das Vermögen, das Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 
812.121) und das Strassenverkehrsgesetz (SVG) schuldig gesprochen und mit 
einem Freiheitsentzug von acht Tagen bestraft. Während des Asylverfahrens 
tauchte A.________ unter. Am 23. Juni 2020 konnte er anlässlich einer Fahrkarten-
kontrolle im Zug von Zürich nach Genf festgenommen und zuständigkeitshalber 
dem Transitzentrum (TRZ) Landhaus in Davos zugeführt werden. A.________ 
verweigerte die Platzierung und entfernte sich gleich wieder von der Unterkunft. Am 
28. Juni 2020 wurde er im Zug auf der Fahrt von Biel nach Zürich bei einem 
Taschendiebstahl beobachtet und vorläufig festgenommen, woraufhin er nach Chur 
verbracht wurde. Mit Verfügung des Migrationsamtes St. Gallen vom 9. Juli 2020 
wurde A.________ wegen Begehens diverser Übertretungen und Vergehen sowie 
Untertauchens für ein Jahr bis zum 8. Juli 2021 aus dem Gebiet des Kantons 
St. Gallen ausgegrenzt. Mit Entscheid vom 13. Juli 2020 errichtete die 
Kollegialbehörde der KESB Prättigau/Davos für A.________ eine Beistandschaft 
nach Kindesschutzrecht. Am 21. Juli 2020 wurde A.________ erneut aufgrund 
unbekannten Aufenthalts im automatisierten Fahndungssystem RIPOL 
ausgeschrieben. Am 25. Juli 2020 konnte er im Kanton Waadt angetroffen werden, 
woraufhin er in die Psychiatrische Klinik Waldhaus in Chur eingewiesen wurde. Am 
26. Juli 2020 wurde A.________ erneut als entwichen gemeldet. Er konnte am 
13. September 2020 in Bern von der Polizei angehalten werden. Mit Bericht vom 
2. November 2020 meldete die Kantonspolizei Neuenburg, dass A.________ 
beschuldigt werde, am 2. Juli 2020 ein Fahrzeug aufgebrochen und daraus 
Deliktsgut entwendet zu haben, am 21. Juli 2020 soll er ebenfalls versucht haben, 
ein Fahrzeug aufzubrechen. Das Regionalgefängnis Thun teilte dem Amt für 
Migration und Zivilrecht Graubünden (AFM GR) mit, dass sich A.________ vom 
6. bis 13. November 2020 in Untersuchungshaft befinde. Am 16. November 2020 
wurde A.________ durch die Kantonspolizei Graubünden bei einem versuchten 
Ladendiebstahl aufgegriffen.

B. Am 4. Dezember 2020 wurde das Gesuch von A.________ um einen 
Kantonswechsel abgelehnt. Mit Entscheid vom 8. Dezember 2020 wies das Staats-
sekretariat für Migration (SEM) das Asylgesuch von A.________ ab. A.________ 
wurde aus der Schweiz weggewiesen und verpflichtet, das Staatsgebiet der 
Schweiz sowie den Schengen-Raum bis am 2. Februar 2021 zu verlassen. Am 
6. Januar 2021 wurde A.________ erneut wegen unbekannten Aufenthalts im 

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RIPOL ausgeschrieben. Am 19. Januar 2021 informierte die Stadtpolizei Zürich das 
AFM GR, dass A.________ wegen diversen Widerhandlungen gegen das 
Strafgesetzbuch (StGB) habe ermittelt werden können. A.________ wurde am 
27. Januar 2021 sowie am 30. Januar 2021 erneut durch die Polizei festgenommen. 
Mit Bericht vom 5. Februar 2021 teilte die Kantonspolizei Neuenburg mit, dass 
A.________ mit weiteren Beteiligten am 4. Dezember 2020 diverse Delikte 
begangen habe. Am 5. Februar 2021 verfügte die Jugendanwaltschaft Graubünden 
die vorsorgliche Unterbringung von A.________ zur Sicherung des Massnahmen-
vollzugs.

C. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Urteil vom 8. Februar 2021 die 
Beschwerde gegen den Entscheid des SEM vom 8. Dezember 2020 rechtskräftig 
ab. Das SEM teilte A.________ daraufhin am 15. Februar 2021 mit, dass er die 
Schweiz bis am 8. April 2021 zu verlassen habe.

D. Am 10. März 2021 stellte das SEM eine Identitätsanfrage beim General-
konsulat der Algerischen Republik. Am 16. März 2021 fand eine Videokonferenz mit 
A.________, seiner Mutter, der Beiständin, und einem Übersetzer statt. Die Mutter 
liess der Beiständin eine Fotokopie der Geburtsurkunde von A.________ zugehen. 
Sie äusserte sich dahingehend, dass sie ihren Sohn in Algerien haben wolle, sie 
würde ihn am Flughafen abholen und nach Hause nehmen.

E. Mit Haftbefehl des AFM GR vom 13. April 2021 wurde A.________ in 
Ausschaffungshaft versetzt; mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des 
Kantons Graubünden (nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) vom 16. April 
2021 wurde die Haft als rechtmässig beurteilt. Gestützt auf die Haftentlassungs-
verfügung des AFM GR wurde A.________ aufgrund der ausstehenden 
Identifikation, mangels Vorhandensein einer Zusicherung betreffend Ausstellung 
eines Ersatzreisedokuments sowie der andauernden Corona-Situation am 11. Juni 
2021 aus der Ausschaffungshaft entlassen. Mit Verfügung des AFM GR vom selben 
Tag wurde A.________ für die Dauer eines Jahres auf das Gemeindegebiet Davos 
eingegrenzt.

F. Mit Schreiben vom 23. Juni 2021 erinnerte das SEM das Algerische General-
konsulat an die ausstehenden Identifizierungsanträge. Am 14. Juli 2021 teilte das 
SEM dem AFM GR mit, dass A.________ von den algerischen Behörden bis anhin 
nicht habe identifiziert werden können und weitere Angaben zur Identität 
(Telefonnummer, Adresse usw.) von A.________ benötigt würden. Am 22. Juli 2021 
gab das AFM GR zur Antwort, dass bereits Kinderfotos, Identitätsausweise der 
Eltern, heimatliche Dokumente, die Adresse der Mutter und Telefonnummer sowie 

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die Verbindungsdaten der Nachbarin der Mutter mit deren Facebook-Name 
zugestellt und damit sämtliche Elemente zur Identifikation von A.________ 
zugestellt worden seien. Gleichentags teilte das SEM dem AFM GR mit, dass die 
Kopien der Geburtsurkunde von A.________ wie auch die Identitätsdokumente 
seiner Eltern bereits am 15. April 2021 an das algerische Generalkonsulat weiter-
geleitet worden seien. Das Generalkonsulat sei am 23. Juni 2021 wegen der 
ausstehenden Antwort gemahnt worden. Trotz der zusätzlich eingereichten 
Unterlagen hätten die algerischen Behörden A.________ gemäss Rückmeldung 
vom 1. Juli 2021 nicht identifizieren können. Das SEM erkundigte sich überdies, ob 
über die Mutter von A.________ weitere ID-Dokumente hätten beschafft werden 
können.

G. Am 27. Juli 2021 unterzeichnete A.________ die Absichtserklärung zur 
freiwilligen Rückkehr. Am 2. September 2021 meldete das AFM GR dem SEM das 
Untertauchen von A.________ per 21. August 2021. Das AFM GR stellte dem SEM 
am 3. September 2021 erneut alle relevanten Daten von A.________ zu. Am 
7. September 2021 liess das AFM GR A.________ im RIPOL ausschreiben. 
Gestützt auf den Haftbefehl der Jugendanwaltschaft Graubünden vom 
14. September 2021 wurde A.________ zwecks Zuführung verhaftet. Am 
17. September 2021 wurde er wieder aus der Untersuchungshaft entlassen und auf 
freien Fuss gesetzt. Im Anschluss an die Haftentlassung kehrte A.________ in die 
zugewiesene Unterkunft TRZ Landhaus in Davos zurück; mit Vollzugs- und 
Erledigungsmeldung wurde dem SEM am 22. September 2021 die Wieder-
aufnahme von A.________ mitgeteilt.

H. Mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft Graubünden vom 20. September 
2021 wurde A.________ für den Zeitraum vom 26. Juni 2020 bis zum 4. August 
2021 wegen Delikten gegen das Vermögen, die Freiheit, die öffentliche Gewalt, das 
Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG, SR 142.20), das BetmG, das SVG sowie 
das Personenbeförderungsgesetz (PBG; SR 745.1) für schuldig gesprochen und 
mit einem Freiheitsentzug von drei Monaten bestraft.

I. Am 6. April 2022 meldete das AFM GR dem SEM das erneute Untertauchen 
von A.________ per 5. April 2022. Da A.________ der Vorladung zur Befragung 
vom 12. April 2022 keine Folge leistete, liess ihn das AFM GR im RIPOL 
ausschreiben. Gestützt auf das Dublin-Verfahren wurde A.________ am 
10. Oktober 2023 aus den Niederlanden in die Schweiz überführt und dem Kanton 
Graubünden zugeführt. Anschliessend wurde er gestützt auf die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft Graubünden mit Wirkung ab 12. Oktober 2023 in den 
vorzeitigen Strafvollzug versetzt.

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J. Mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft Graubünden vom 24. Oktober 2023 
wurde A.________ wegen Delikten gegen das Vermögen, die Freiheit, die 
öffentliche Gewalt, das AIG und das SVG, begangen im Zeitraum vom 4. Dezember 
2020 bis zum 14. Mai 2022, mit einem Freiheitsentzug von drei Monaten bestraft.

K. Anlässlich der Kurzbefragung vom 14. Dezember 2023 durch das AFM GR 
gab A.________ zu Protokoll, dass er bezüglich Papierbeschaffung nichts unter-
nommen habe, keine heimatlichen Dokumente besitze und im telefonischen Kontakt 
mit seiner Mutter stehe. Weiter gab er an, dass er nicht gewillt sei, nach Algerien 
zurückzukehren. Am 3. Januar 2024 erfolgte die Zuweisung in das Ausreisezentrum 
(ARZ) Flüeli in Valzeina. Mit Verfügung des AFM GR vom 4. Januar 2024 wurde 
A.________ auf die Gemeindegebiete Grüsch und Landquart eingegrenzt. 
A.________ übernachtete vom 15. auf den 16. Januar 2024 unerlaubterweise im 
EAZ Meiersboden in Chur, woraufhin ein Hausverbot erlassen wurde. In der Nacht 
vom 6. auf den 7. Februar 2024 wurde A.________ wegen diverser Delikte durch 
die Kantonspolizei Graubünden festgenommen. Anlässlich des Kurzgesprächs vom 
8. Februar 2024 gab A.________ wiederholt an, dass er nicht bereit sei, nach 
Algerien zurückzukehren, da er im Heimatland Probleme und sein Vater hohe 
Geldschulden habe. Auch bei einer finanziellen Rückkehrhilfe zeigte er sich nicht 
bereit dazu, zurückzukehren. A.________ wurde erneut die Eingrenzung auf die 
Gemeindegebiete Grüsch und Landquart erklärt. Er wurde aufgefordert, sich 
selbständig mit seinen heimatlichen Behörden in Verbindung zu setzen, um an ein 
heimatliches Dokument zu gelangen. A.________ delinquierte nach der Entlassung 
aus dem Strafvollzug am 2. Januar 2024 weiter; am 25. Februar 2024 wurde er 
durch die Polizei in Chur vorläufig festgenommen. Mit Entscheid des Zwangsmass-
nahmengerichts vom 28. Februar 2024 wurde bis längstens am 24. Mai 2024 
Untersuchungshaft gegen ihn angeordnet. Am 13. März 2024 teilte das SEM mit, 
dass A.________ unter einer anderen Identität in den Niederlanden registriert 
worden sei. Aufgrund dessen stellte das SEM bei den algerischen Behörden neue 
Identifikationsanträge, lautend auf "B.________, Z.1.________, Alger" und 
"C.________, Z.2.________, Aïn el Turk, Algérie".

L. Gestützt auf die Haftentlassungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
Graubünden vom 21. Mai 2024 und den Vollzugsauftrag für Strafen des Amts für 
Justizvollzug Graubünden (AJV GR) wurde A.________ am 20. Mai 2024 aus der 
Untersuchungshaft entlassen und in den vorzeitigen Strafvollzug in die Justiz-
vollzugsanstalt (JVA) Cazis Tignez versetzt. A.________ gab am 31. Mai 2024 
anlässlich der Kurzbefragung zu Protokoll, dass er wegen Problemen mit einem 
Familienclan nicht nach Algerien zurückkehren könne. Er gab an, dass er bei seiner 

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Einreise in die Schweiz im Jahr 2020 minderjährig gewesen und heute 18 Jahre alt 
sei. Das AFM GR erinnerte ihn an seine Mitwirkungspflicht. Am 4. Juni 2024 wurde 
dem Algerischen Generalkonsulat die Liste der ausstehenden Anträge auf 
Identifizierung zugestellt. Auch anlässlich der Kurzbefragung vom 21. August 2024 
zeigte A.________ keinen Rückkehrwillen. Es konnten eine mögliche weitere 
Identität "D.________", mögliche Facebook-Profilnamen ("E.________", 
"F.________" und "G.________"), Facebook-Kontakte und weitere 
Telefonnummern in Erfahrung gebracht werden. Gestützt auf die mögliche neue 
Identität erstellte das SEM am 2. September 2024 einen weiteren Identifikations-
antrag ("D.________, Z.3.________, Tipaza Algérie"). Am 16. Oktober 2024 wurde 
dem Algerischen Generalkonsulat die Liste der ausstehenden Anträge auf 
Identifizierung zugestellt.

M. Anlässlich der Kurzbefragung vom 5. Dezember 2024 äusserte sich 
A.________ dahingehend, dass er ein paar Mal erfolglos versucht habe, Papiere zu 
beschaffen. Weiter gab er an, dass er kein Bedürfnis habe, mit der heimatlichen 
Botschaft zu sprechen und nicht gewillt sei, nach Algerien zurückzukehren. Auf 
Nachfrage bestätigte er, dass sein aktuelles Facebook-Profil auf "E.________" 
laute. Weiter gab er an, dass er gemäss seiner Mutter im Januar 2005 geboren sei 
und sein korrekter Name "A.________" sei. Am 6. Januar 2025 stellte das SEM dem 
algerischen Konsulat die Liste der ausstehenden Anträge auf Identifizierung zu. Am 
17. Januar 2025 teilte das SEM dem AFM GR mit, dass das Vorliegen eines 
Geburtsscheins nicht genüge, um eine algerische Identität zu belegen. Es brauche 
hierfür Kopien eines Passes, einer ID-Karte oder eines Militärbüchleins. Deshalb 
habe das SEM am 6. November 2024 einen ID-Antrag an die algerischen Behörden 
gerichtet. Zudem benötige es eine schriftliche Erklärung betreffend den 
Rückkehrwillen. Hilfreich sei sicher auch, wenn die inhaftierte Person Kontakt mit 
dem Generalkonsulat aufnehme. Am 23. Januar 2025 liess das AFM GR dem SEM 
den Einzelnachweis betreffend die durch A.________ getätigten Anrufe seit 
Gefängniseintritt zugehen. Diesbezüglich wollte das SEM weitere Abklärungen 
machen und zudem die Social-Media-Plattformen durchleuchten.

N. Mit Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 19. März 2025 wurde 
A.________ wegen Delikten gegen das Vermögen, Leib und Leben, die Freiheit, 
den öffentlichen Verkehr, das AIG, das SVG und das PBG mit einer Freiheitsstrafe 
von 15 Monaten und einer Busse bestraft; ausserdem wurde er für die Dauer von 
sieben Jahren aus der Schweiz verwiesen.

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O. Am 27. März 2025 stellte das SEM dem algerischen Generalkonsulat erneut 
die Liste der ausstehenden Anträge auf Identifizierung zu. Am 1. Mai 2025 gab 
A.________ zu Protokoll, dass er betreffend Papierbeschaffung nichts unter-
nommen habe und keine heimatlichen Dokumente besitze. Zu einer Rückkehr in 
sein Heimatland äusserte er sich negativ. Am 8. Mai 2025 verfügte das AFM GR die 
Versetzung von A.________ in die JVA Realta in Cazis für den 20. Mai 2025. Am 
13. Mai 2025 teilte das SEM mit, dass A.________ gestützt auf die Meldung des 
algerischen Generalkonsulats vom 25. April 2025 unter den Identitäten 
"D.________ / B.________ und C.________" nicht bekannt sei und nicht habe 
identifiziert werden können. Aufgrund von Recherchen des Vertrauensanwaltes der 
Schweizer Botschaft in Algerien ging das SEM davon aus, dass die Hauptidentität 
im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) mit Sicherheit falsch sei. 
Gemäss LINGUA (Anm. des Gerichts: Fachstelle des SEM für Herkunfts-
abklärungen in der Schweiz) handle es sich aber sicherlich um eine Person, die in 
Algerien sozialisiert worden sei. SEM-intern waren OSINT-Recherchen (Anm. des 
Gerichts: "Open Source Intelligence"-Recherchen zu Themen anhand von öffentlich 
verfügbaren Quellen) erfolgt. Via Gesichtserkennung hatte mit hoher 
Wahrscheinlichkeit ein Treffer erzielt werden können, jedoch hatte dieser Treffer 
den Namen des Profils nicht angegeben. Im Weiteren liefen beim Bundesamt für 
Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) noch Abklärungen im Zusammenhang mit dem 
Voraufenthalt in Frankreich. Gestützt auf den Haftbefehl des AFM GR vom 20. Mai 
2025 wurde A.________ am 23. Mai 2025 in Ausschaffungshaft versetzt. Bei der 
Haftanhörung beharrte A.________ darauf, dass er nicht nach Algerien zurück-
kehren wolle.

P. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Zwangsmassnahmengericht vom 
22. Mai 2025 gab A.________ an, dass "A.________" sein richtiger Name sei, er 
aber ein falsches Geburtsdatum angegeben habe; er sei im Jahr 2010 geboren. 
Ausserdem verneinte er, freiwillig nach Algerien zurückzukehren. Mit Entscheid vom 
22. Mai 2025 beurteilte das Zwangsmassnahmengericht die vom AFM GR bis zum 
19. August 2025 angeordnete Ausschaffungshaft als rechtmässig und 
angemessen.

Q. Am 22. Mai 2025 stellte das SEM bei den algerischen Behörden erneut einen 
Identifikationsantrag lautend auf die in Frankreich festgestellte Identität 
"H.________, Z.4.________, Oran, Algérie". Das AFM GR konnte am 5. Juni 2025 
weitere Profile von A.________ auf Facebook, Instagramm und TikTok feststellen 
und reichte diese an das SEM weiter. Diesen Angaben ging das SEM im Rahmen 
von OSINT-Recherchen weiter nach. Am 12. Juni 2025 stellte das SEM bei den 

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algerischen Behörden erneut einen Antrag auf Identifikation mit den Personalien 
"C.________, Z.2.________, Aïn El Turk, Oran Algérie". Anlässlich des 
telefonischen Kurzgesprächs vom 16. Juni 2025 äusserte A.________, dass er 
nicht gewillt sei, nach Algerien zurückzukehren. Er besitze keine heimatlichen 
Dokumente und könne auch keine beschaffen. Die Kontaktaufnahme mit dem 
algerischen Generalkonsulat verweigerte er und war auch nicht bereit, ein 
Ersatzreisedokument zu beschaffen. Am 16. Juli 2025 gab A.________ gegenüber 
dem AFM GR an, dass "H.________" sein korrekter Name sei, ebenfalls korrekt sei 
seine Herkunft "Aïn El Turk". An sein Geburtsdatum konnte er sich nicht erinnern. 
Er gab zudem an, dass er bezüglich Papierbeschaffung nichts unternommen habe, 
dass er keine Dokumente beschaffen könne. Ausserdem gab er an, dass er nicht 
nach Algerien zurückkehren wolle. A.________ wurden in der Folge die Kontakt-
daten des algerischen Konsulats zugesandt und das SEM über die Anhörung 
informiert. Am 18. Juli 2025 erkundigte sich A.________ beim AFM GR nach den 
Kontaktdaten des algerischen Konsulats in der Schweiz, woraufhin ihm das AFM 
GR die Kontaktdaten erneut zustellen liess. Anlässlich der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs zur Verlängerung der Ausschaffungshaft vom 5. August 2025 
gab A.________ an, dass er nach wie vor nichts betreffend Papierbeschaffung 
unternommen habe. Er erklärte sich bereit, nach Algerien zurückzukehren, wenn 
die Schweiz ein Reisedokument für ihn beschaffen würde. Er hielt daran fest, dass 
sein Name "A.________" sei und bestätigte, dass die Geburtsdaten "Z.4.________" 
und "Z.2.________" falsch seien, er sich nicht mehr an sein genaues Geburtsdatum 
erinnere. Ausserdem erklärte er, dass seine Mutter lediglich seine Adoptivmutter 
sei. Am 7. August 2025 teilte das SEM dem AFM GR mit, dass die OSINT-
Recherchen noch keine neuen Erkenntnisse gebracht hätten und noch Resultate 
der Identifikationsanfragen vom 22. Mai und 12. Juni 2025 ausstehend seien. Die 
algerischen Behörden seien letztmals Ende Juni 2025 gemahnt worden.

R. Am 8. August 2025 ersuchte das AFM GR um Verlängerung der bis am 
19. August 2025 verfügten Ausschaffungshaft bis am 19. Januar 2026. Nach 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Zwangsmass-
nahmengericht mit Entscheid vom 14. August 2025, gleichentags mündlich eröffnet 
und schriftlich mitgeteilt, was folgt:

1. Der Verlängerung der Ausschaffungshaft bis zum 19.11.2025 durch das 
Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden wird zugestimmt.

2.a) A.________ hat die Verfahrenskosten in Höhe von CHF 600.00 zu 
übernehmen. Da die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgelt-
lichen Prozessführung erfüllt sind, gehen diese Kosten – unter dem 
Vorbehalt der Rückforderung – zu Lasten des Kantons Graubünden und 
werden auf die Gerichtskasse genommen.

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b) Die Kosten der amtlichen Rechtsbeiständin in Höhe von CHF 3'135.00 
gehen zu Lasten von A.________. Sie werden – unter Vorbehalt der 
Rückerstattungspflicht – vom Kanton Graubünden getragen und aus der 
Gerichtskasse bezahlt.

3. A.________ kann gemäss Art. 80 Abs. 5 AIG einen Monat nach der 
Haftüberprüfung ein Haftentlassungsgesuch beim Amt für Migration und 
Zivilrecht Graubünden einreichen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Eröffnung des Entscheids).

6. (Schriftliche Mitteilung).

S. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerde-
führer) am 25. August 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des 
Kantons Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Das Urteil des Zwangsmassnahmengerichts Graubünden vom 
14. August 2025 sei aufzuheben.

2. Der Beschwerdeführer sei unverzüglich aus der Administrativhaft zu 
entlassen.

3. Eventualiter sei festzustellen, dass die Inhaftierung des Beschwerde-
führers rechtswidrig erfolgte.

4. Dem Beschwerdeführer sei zufolge Mittellosigkeit unentgeltliche 
Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. RA Elena Liechti sei 
als unentgeltliche Rechtsbeiständin einzusetzen und auf einen 
allfälligen Kostenvorschuss sei zu verzichten.

5. Unter o/e Kosten- und Entschädigungsfolge.

Der Beschwerdeführer machte in formeller Hinsicht die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs geltend. In materieller Hinsicht rügte er die fehlende Absehbarkeit des 
Vollzugs und die fehlende Verhältnismässigkeit der Haft.

T. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden reichte am 
29. August 2025 die bei ihm mit Verfügung vom 26. August 2025 einverlangten 
Akten ein und verzichtete auf eine Stellungnahme.

U. Das AFM GR (nachfolgend: Beschwerdegegner) liess sich dazu am 
3. September 2025 vernehmen und beantragte die Abweisung der Beschwerde 
unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

V. Der Beschwerdeführer replizierte am 5. September 2025 zu den 
beschwerdegegnerischen Ausführungen.

W. Der Beschwerdegegner duplizierte am 16. September 2025 und vertiefte das 
bisher Gesagte.

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X. Die Vorinstanz liess sich dazu nicht vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid, der Parteien und die 
Akten, wird, sofern erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden zusammengeführt. Bis am 31. Dezember 2024 wurden 
Beschwerden gegen Entscheide der richterlichen Behörde im Sinne von Art. 2 
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Ausländer- und Asylgesetzgebung des Bundes 
(EGzAAG; BR 618.100) durch die Zweite Strafkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden beurteilt (aArt. 21a Abs. 1 EGzAAG). Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c OGV 
(BR 173.010) i.V.m. Art. 43 GOG (BR 173.000) obliegt die Beurteilung von 
Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht nun neu der Ersten verfassungs- und 
verwaltungsrechtlichen Kammer. Das vorliegende Urteil wird in der ordentlichen 
Besetzung gemäss Art. 38 Abs. 1 GOG gefällt, wonach das Obergericht des 
Kantons Graubünden in der Regel in der Besetzung mit drei Richterinnen und 
Richter entscheidet (vgl. auch Art. 388 Abs. 2 StPO e contrario und Art. 395 StPO 
e contrario).

2.1. Gemäss Art. 21a EGzAAG i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO kann gegen 
Entscheide der richterlichen Behörde gemäss Art. 2 Abs. 1 EGzAAG, vorliegend 
also den Entscheid des Einzelrichters des kantonalen Zwangsmassnahmen-
gerichts, beim Obergericht des Kantons Graubünden Beschwerde geführt werden, 
wobei die Bestimmungen über die strafrechtliche Beschwerde sinngemäss gelten. 
Die Beschwerde ist somit innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzureichen 
(Art. 396 Abs. 1 StPO). Mit dem angefochtenen Entscheid wurde die Verlängerung 
der angeordneten Ausschaffungshaft bis zum 19. November 2025 bestätigt, 
wodurch der Beschwerdeführer beschwert ist. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde vom 25. August 2025 kann – zumindest im 
Hauptantrag – eingetreten werden (Art. 396 StPO).

2.2. Feststellungsbegehren sind nur zulässig, sofern an der Feststellung ein 
schutzwürdiges Interesse besteht und dieses nicht ebenso gut mit einem 
Leistungsbegehren gewahrt werden kann (vgl. BGE 126 II 300 E. 2c; Urteile des 
Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 20. März 2025 E. 1.3; 2C_136/2023, 
2C_219/2023, 2C_327/2023 vom 12. Juni 2023 E. 1.3, 2C_693/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 1.4). Der Beschwerdeführer befindet sich noch in Haft. Seine 

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Interessen können somit durch die Beurteilung der beantragten Aufhebung des 
vorinstanzlichen Entscheids und einer allfälligen Haftentlassung gewahrt werden. 
Auf das eventualiter gestellte Feststellungsbegehren ist deshalb nicht einzutreten.

2.3. Das Beschwerdeverfahren ist unter Vorbehalt von Art. 390 Abs. 5 StPO ein 
schriftliches und nicht öffentliches Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Es richtet sich 
nach den Regeln von Art. 69 Abs. 3 lit. c und Art. 390 ff. StPO. Die Beschwerde 
stellt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes, das heisst ordentliches und 
vollkommenes Rechtsmittel dar. Sie kann – wenn die entsprechende Verfahrens-
handlung beschwerdefähig ist – ohne Einschränkung erhoben werden. Mit der 
Beschwerde können alle Mängel des angefochtenen Entscheids geltend gemacht 
werden. Die Rechtsmittelinstanz verfügt über eine volle Kognition und ist befugt und 
verpflichtet, die ihr unterbreitete Sache frei und umfassend zu prüfen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 7B_470/2023 vom 3. September 2024 E. 2.5; GUIDON, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 393 StPO N. 15 ff.).

3. Streitgegenstand bildet die gegenüber dem Beschwerdeführer angeordnete 
Verlängerung der Ausschaffungshaft durch das Zwangsmassnahmengericht bis 
zum 19. November 2025. Wie dem angefochtenen Entscheid vom 14. August 2025 
(vgl. act. B.1 und AFM-act. 4) und der Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 
3. September 2025 (vgl. act. A.2) entnommen werden können, wird die 
Verlängerung der Ausschaffungshaft um drei Monate mit Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 
und 4 AIG sowie Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG und Art. 79 
Abs. 2 AIG begründet. Vorliegend strittig ist, ob diese Haftgründe erfüllt sind (vgl. 
nachstehende Erwägungen 6.4 bis 6.6) und ob sich die Wegweisung innert 
absehbarer Zeit als vollziehbar (vgl. nachstehende Erwägung 8.5.1) und die 
(verlängerte) Ausschaffungshaft als verhältnismässig erweisen (vgl. nachstehende 
Erwägung 9.3).

3.1. Am 8. Dezember 2020 wies das SEM das vom Beschwerdeführer gestellte 
Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an (vgl. Art. 6a Abs. 1 
des Asylgesetzes [AsylG; SR 142.31]). Er wurde aufgefordert, die Schweiz und den 
Schengen-Raum bis zum 2. Februar 2021 zu verlassen (vgl. Stellungnahme des 
AFM GR vom 14. April 2025 [ZMG-act. II.1]). Das Bundesverwaltungsgericht wies 
die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 8. Februar 2021 rechtskräftig ab. 
Das SEM informierte den Beschwerdeführer am 15. Februar 2021 darüber, dass er 
die Schweiz bis am 8. April 2021 zu verlassen habe (vgl. ZMG-act. II.1). Die am 
13. April 2021 angeordnete Ausschaffungshaft wurde mit Entscheid des 
Zwangsmassnahmengerichts vom 16. April 2021 als rechtmässig beurteilt (vgl. 

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ZMG-act. II.2). Der Beschwerdeführer wurde am 11. Juni 2021 aus der 
Ausschaffungshaft entlassen (vgl. ZMG-act. II.3). Am 8. Mai 2025 verfügte der 
Beschwerdegegner per 20. Mai 2025 die Versetzung des Beschwerdeführers in 
Ausschaffungshaft bis zum 19. August 2025 (vgl. ZMG-act. II.74). Die angeordnete 
Ausschaffungshaft wurde mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 
22. Mai 2025 gestützt (vgl. AFM-act. 2; ZMG-act. I.2). Das Zwangsmassnahmen-
gericht hielt im angefochtenen Entscheid vom 14. August 2025 (vgl. AFM-act. 4) 
fest, dass die Haftgründe, die bereits im Entscheid des Zwangsmassnahmen-
gerichts vom 22. Mai 2025 abgehandelt worden seien, nach wie vor gegeben seien. 
Im Entscheid vom 22. Mai 2025 hatte das Zwangsmassnahmengericht ausgeführt, 
dass ein rechtskräftiger Wegweisungsentscheid gemäss Art. 76 Abs. 1 AIG als 
auch eine Landesverweisung vorlägen. Der Beschwerdeführer sei der 
Ausreisepflicht nicht freiwillig nachgekommen und mehrfach untergetaucht, im 
Rahmen eines Dublin-Verfahrens habe er in die Schweiz zurückgeführt werden 
müssen. Der Beschwerdeführer sei auch weiterhin nicht gewillt, in sein Heimatland 
zurückzukehren. Das Zwangsmassnahmengericht schloss daraus, dass der 
Beschwerdeführer sich weiterhin behördlichen Anordnungen widersetzen und 
versuchen werde, den Vollzug der Wegweisung durch erneutes Untertauchen zu 
verhindern. Für die konkrete Prognose der Gefahr des Untertauchens berück-
sichtigte es überdies, dass der Beschwerdeführer bereits mehrfach strafrechtlich in 
Erscheinung getreten war. Das Zwangsmassnahmengericht bejahte aus diesen 
Gründen das Vorliegen der Haftgründe gemäss Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG. 
Es bejahte zudem den Haftgrund nach Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 
Abs. 1 lit. a AIG, da sich der Beschwerdeführer weigerte, seine Identität 
offenzulegen. Weder im Asylverfahren noch im Anschluss daran sei er seiner 
Mitwirkungspflicht nachgekommen; er sei auch nicht bereit gewesen, bei der 
Beschaffung von heimatlichen Papieren mitzuwirken. Aufgrund der behördlichen 
Bemühungen erachtete das Zwangsmassnahmengericht die Aussicht darauf, dass 
die Identifikation des Beschwerdeführers innert angemessener Zeitdauer gelingen 
könne, als gegeben.

Im angefochtenen Entscheid vom 14. August 2025 zur Verlängerung der 
Ausschaffungshaft wiederholte das Zwangsmassnahmengericht seine Feststellung, 
dass der Beschwerdeführer seine Mitwirkung verweigere. Trotz Freiwillig-
keitserklärung im Jahr 2021 habe der Beschwerdeführer stets betont, nicht freiwillig 
nach Algerien zurückzukehren. Auch anlässlich der Haftverhandlung vom 
14. August 2025 habe er zum Ausdruck gebracht, dass er eben gerade nicht 
freiwillig zurückkehren wolle. Er frage nicht bei der Mutter wegen seinem Geburts-
datum nach, trotz fast täglichem Kontakt. Auch trete er mit den algerischen 

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Behörden nicht in Kontakt. Wohlweislich und mutmasslich, da er wisse, dass diese 
ihm – mit seinem Einverständnis – durchaus ein Reisedokument aushändigen 
würden. Das wolle er aber eben nicht, womit er den Haftgrund selber setze. Das 
Zwangsmassnahmengericht stellte sich weiter auf den Standpunkt, dass 
Rückführungen nach Algerien grundsätzlich möglich seien. Ebenso sei die 
Beschaffung von Reisepapieren grundsätzlich möglich; die Beschaffung gestalte 
sich aber schwierig, was mitverursacht sei durch den Beschwerdeführer. Das 
Zwangsmassnahmengericht erachtete das Vorbringen des AFM GR, dass es in 
einem ähnlich gelagerten Fall gelungen sei, einen algerischen Staatsbürger in sein 
Heimatland zurückzubringen, als glaubhaft. Es erachtete eine baldige Rückkehr des 
Beschwerdeführers als möglich, weshalb es die Zustimmung zur Haftverlängerung 
erteilte. Das Zwangsmassnahmengericht bejahte schliesslich auch das Vorliegen 
der Verhältnismässigkeit. Es schloss, dass keine milderen Massnahmen ergriffen 
werden könnten, die dem Vollzug der Ausschaffung Nachachtung schenken 
würden. In Anbetracht der komplizierten Verhältnisse und im Wissen darum, dass 
Verfahren mit dem Staat Algerien länger dauerten als erforderlich, sah es eine 
Haftdauer von drei Monaten als angemessen und gerechtfertigt an.

3.2. Der Beschwerdeführer bringt dagegen in seiner Beschwerde vom 25. August 
2025 vor, dass er alle Dokumente beschafft habe, die er habe beschaffen können. 
Die seit März 2021 dauernden Bemühungen des Beschwerdegegners um seine 
Identifikation durch die algerischen Behörden, so dass ihm anschliessend ein 
Ersatzreisepapier ausgestellt werden könne, seien bisher erfolglos geblieben und 
damit offensichtlich gescheitert. Dennoch versuche der Beschwerdegegner in 
Zusammenarbeit mit dem SEM, mit immer neuen Identifikationsanträgen bei der 
algerischen Botschaft eine Identifikation zu erzwingen. Obschon der Fall klar sei, 
habe der Beschwerdeführer doch eine Kopie seiner Geburtsurkunde eingereicht. 
Darin seien die Personalien aufgeführt, die er bereits zu Beginn angegeben habe 
und auch das angegebene Geburtsjahr. Das genaue Datum habe er schlicht nie 
gekannt. Das in der Geburtsurkunde festgehaltene Datum sei vermutlich nicht 
korrekt; in Wahrheit sei der Beschwerdeführer jünger, wie ihm seine Mutter 
mitgeteilt habe. Trotz Vorliegens einer Geburtsurkunde, Kopien der Ausweise 
seiner Eltern sowie eines Kinderfotos hätten es die algerischen Behörden 
abgelehnt, ihn als Staatsangehörigen zu identifizieren. Nachdem der 
Beschwerdeführer seit vier Jahren nicht habe identifiziert werden können, sei es 
nicht zielführend, immer weitere Identifikationsanträge zu stellen. Nicht 
nachvollziehbar sei auch der Nutzen, wenn der Beschwerdeführer mit der 
algerischen Botschaft Kontakt aufnehme. Solange ihn die algerischen Behörden 
nicht als Staatsangehörigen identifizierten, stellten sie ihm auch kein Laissez-

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Passer aus. Seine Identifikation als algerischer Staatsangehöriger sei ausdrücklich 
verneint worden. Seitdem seien keine neuen Dokumente eingereicht worden, 
weshalb nicht mehr mit einer plötzlichen Identifikation zu rechnen sei. Es sei unklar, 
inwiefern der Beschwerdeführer seine Nichtidentifikation mitverursache, sei doch 
nicht ausgeführt worden, welche Dokumente noch eingereicht werden müssten 
oder was sonst noch geschehen müsse, um eine Identifikation zu erreichen. Der 
vorgebrachte "ähnlich gelagerte Fall" unterscheide sich ganz wesentlich vom 
Vorliegenden. Folglich sei die Identifikation des Beschwerdeführers und damit der 
Vollzug seiner Wegweisung zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Es liege kein 
"schwebendes Wegweisungsverfahren" vor, womit die Haft gegen Art. 80 Abs. 6 
lit. a AIG, Art. 5 Ziff. 1 lit. f EMRK und die EU-Rückführungsrichtlinien verstiesse und 
unzulässig sei. Der Beschwerdeführer brachte weiter vor, dass er anlässlich der 
Haftverhandlung ausführlich begründet habe, dass der Vollzug seiner 
Landesverweisung nicht absehbar sei. Das Zwangsmassnahmengericht habe aber 
dieses Vorbringen nicht ernsthaft geprüft und in der Entscheidfindung berück-
sichtigt. Indem das Zwangsmassnahmengericht der Behauptung des 
Beschwerdegegners bezüglich eines ähnlich gelagerten Falls, ohne diesen zu 
prüfen, Glauben geschenkt und damit die Ausführungen des Beschwerdeführers 
nicht mehr genügend berücksichtigt habe, habe es seinen Anspruch auf rechtliches 
Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Der Beschwerdeführer hielt zusammen-
fassend fest, dass die Rückführung nicht absehbar sei, so dass die Haft auch nicht 
geeignet sei, deren Vollzug zu sichern. Entsprechend sei die Haft weder geeignet 
noch zumutbar und damit unverhältnismässig. Replizierend führte er an, es sei 
wahrscheinlich, dass seine Geburt resp. Existenz nie ordnungsgemäss im 
nationalen Personenstandsregister Algeriens eingetragen worden sei. Eine 
Geburtsurkunde allein reiche zudem nicht immer aus, um eine formelle 
Registrierung im Registerstand zu bewirken, insbesondere, wenn formale Mängel 
bestünden oder die Daten nie in das nationale System eingegeben worden seien. 
Deshalb komme es vor, dass Personen wie der Beschwerdeführer trotz Vorliegens 
einer Geburtsurkunde offiziell nicht registriert seien.

4. Haftvoraussetzungen

4.1. Voraussetzungen für die Ausschaffungshaft bilden ein (1) erstinstanzlicher – 
nicht notwendigerweise rechtskräftiger – Weg- oder Ausweisungsentscheid oder 
eine erstinstanzliche Landesverweisung nach Art. 66a oder 66abis StGB oder 
Art. 49a oder 49abis Militärstrafgesetz (MStG; SR 321.0), (2) die Absehbarkeit des 
Vollzugs des entsprechenden Entscheids und (3) das Vorliegen eines Haftgrunds 
(Art. 76 Abs. 1 AIG). Die zuständige Behörde ist gehalten, (4) die im Hinblick auf 

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den Wegweisungsvollzug notwendigen Schritte umgehend einzuleiten und 
voranzutreiben (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AIG). Die Haft muss 
ausserdem (5) verhältnismässig und zweckbezogen auf die Sicherung des Vollzugs 
der Weg-, Aus- oder Landesverweisung gerichtet sein. Es ist jeweils aufgrund 
sämtlicher Umstände im Einzelfall zu klären, ob sie (noch) geeignet, erforderlich und 
zumutbar erscheint. Schliesslich muss der Vollzug innert vernünftiger Frist möglich 
sein (Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG; Urteile des Bundesgerichts 2C_585/2024 vom 
20. Dezember 2024 E. 3, 2C_230/2024 vom 11. Juni 2024 E. 4.1, 2C_167/2023 
vom 28. September 2023 E. 5.1).

4.2. Eine Person kann zur Sicherstellung des Vollzugs namentlich aufgrund der 
folgenden Gründe in Haft genommen werden: Wenn sie sich im Asylverfahren, im 
Wegweisungsverfahren oder im strafrechtlichen Verfahren, in dem eine 
Landesverweisung nach Art. 66a oder 66abis StGB oder Art. 49a oder 49abis MStG 
droht, weigert, ihre Identität offenzulegen, mehrere Asylgesuche unter 
verschiedenen Identitäten einreicht, wiederholt einer Vorladung ohne ausreichende 
Gründe nicht Folge leistet oder andere Anordnungen der Behörden im 
Asylverfahren missachtet (Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG) oder wenn ihr bisheriges 
Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie sich behördlichen Anordnungen 
widersetzt (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG). Der Haftgrund der groben Verletzung 
von Mitwirkungspflichten gemäss Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG entspricht weitestgehend 
demjenigen nach dem früheren Art. 13a lit. a ANAG (SR 142.20). Sämtlichen 
haftbegründenden Handlungsvarianten ist gemeinsam, dass die ausländische 
Person im Verfahren nicht mit der Behörde kooperiert. Nicht jedes prozessual 
unerwünschte Verhalten rechtfertigt die Anordnung der Vorbereitungs- oder 
Ausschaffungshaft gestützt auf diese Bestimmung. Vielmehr müssen die 
Mitwirkungspflichten grob verletzt werden, womit regelmässig auch eine 
Erschwerung des Wegweisungsvollzugs vermutet wird (vgl. Botschaft vom 
22. Dezember 1993 zum BG über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, BBl 
1994 I 322 Ziff. 211). Eine haftbegründende Verletzung der Mitwirkungspflicht 
besteht bei der Weigerung, die Identität offenzulegen. Eine solche Weigerung liegt 
vor, wenn keine, widersprüchliche oder unzutreffende Angaben zur Identität 
gemacht werden (BAUMANN/GÖKSU, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, 2022, 
Rz. 25). Haftbegründend ist auch das Stellen mehrerer Asylgesuche unter 
verschiedenen Namen (BAUMANN/GÖKSU, a.a.O., Rz. 26 m.H.). Als schwere 
Verletzung der Mitwirkungspflicht gilt auch die wiederholte Nichtbefolgung von 
Vorladungen ohne ausreichende Gründe (BAUMANN/GÖKSU, a.a.O., Rz. 27; ZÜND, 
in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 
5. Aufl. 2019, Art. 75 AIG N. 4). Schliesslich stellt die Missachtung jeder anderen 

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Anordnung im Asylverfahren einen Haftgrund dar. Bei letzterer muss die schwere 
Verletzung der Mitwirkungspflicht als geeignet erscheinen, den Entscheid über die 
Wegweisung und den Vollzug erheblich zu erschweren (BAUMANN/GÖKSU, a.a.O., 
Rz. 24 ff.; ZÜND, a.a.O., Art. 75 AIG N. 4 und Art. 76 AIG N. 5).

4.3. Der zentrale Ausschaffungshaftgrund der "Untertauchensgefahr" wird in zwei 
Ziffern umschrieben (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG; Urteile des 
Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 20. März 2025 E. 6.2, 2C_233/2022 vom 
12. April 2022 E. 4.1, 2C_278/2021 vom 27. Juli 2021 E. 2.2; BAUMANN/GÖKSU, 
a.a.O., Rz. 60; ZÜND, a.a.O., Art. 76 AIG N. 7). Untertauchensgefahr liegt vor, wenn 
konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass sich die ausländische Person der 
Ausschaffung entziehen will, insbesondere, weil ihr bisheriges Verhalten darauf 
schliessen lässt, dass sie sich behördlichen Anordnungen widersetzt. Dies ist nach 
der Praxis regelmässig der Fall, wenn sie bereits einmal untergetaucht ist, durch 
erkennbar unglaubwürdige und widersprüchliche Angaben die 
Vollziehungsbemühungen zu erschweren versucht oder sonst klar zu erkennen gibt, 
dass sie nicht in ihren Heimatstaat zurückzukehren bereit ist (BGE 140 II 1 E. 5.3, 
130 II 56 E. 3.1, 128 II 241 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 
20. März 2025 E. 6.2 m.w.H.; vgl. CARONI/SCHEIBER/PREISIG/PLOZZA, 
Migrationsrecht, 5. Aufl. 2022, S. 304). Der Vollzug der Wegweisung muss 
erheblich gefährdet erscheinen (BGE 119 Ib 193 E. 2b). Bei einer straffälligen 
ausländischen Person ist eher als bei einer unbescholtenen Person davon 
auszugehen, dass sie in Zukunft behördliche Anordnungen missachten wird 
(BGE 125 II 369 E. 3b/aa m.H.). Eine Untertauchensgefahr liegt auch dann vor, 
wenn die ausländische Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Papierbeschaffung 
nach Art. 90 AIG resp. Art. 8 Asylgesetz nicht nachkommt (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3; 
BGE 130 II 377 E. 3.2.2 m.H.; Urteile des Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 
20. März 2025 E. 6.2, 2C_230/2024 vom 11. Juni 2024 E. 4.4, 2C_793/2022 vom 
9. Oktober 2023 E. 5.2).

4.4. Die maximale Haftdauer von sechs Monaten (Art. 79 Abs. 1 AIG) kann mit 
Zustimmung der kantonalen richterlichen Behörde nach Art. 79 Abs. 2 AIG um 
höchstens zwölf Monate verlängert werden, wenn (lit. a) die betroffene Person nicht 
mit der zuständigen Behörde kooperiert bzw. (lit. b) sich die Übermittlung der für die 
Ausreise erforderlichen Unterlagen durch einen Staat, der kein Schengen-Staat ist, 
verzögert.

5. Am 8. Dezember 2020 wies das SEM das Asylgesuch des Beschwerde-
führers ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an (vgl. ZMG-act. II.1 
S. 5). Mit Urteil vom 8. Februar 2021 wies das Bundesverwaltungsgericht die 

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dagegen erhobene Beschwerde ab (vgl. ZMG-act. II.1 S. 7). Damit liegt – in 
Übereinstimmung mit dem Zwangsmassnahmengericht – ein rechtskräftiger 
Wegweisungsentscheid im Sinne von Art. 76 Abs. 1 AIG vor. Diese Tatsache wird 
durch den Beschwerdeführer nicht bestritten.

6. Haftgründe

6.1. Das Zwangsmassnahmengericht bejahte das Vorliegen des Haftgrundes der 
groben bzw. schwerwiegenden Verletzung von Mitwirkungspflichten (Art. 75 Abs. 1 
lit. a i.V.m. Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 AIG). Es hielt fest, dass der Beschwerdeführer 
seine Mitwirkung verweigere. Die im Jahr 2021 abgegebene Freiwilligkeitserklärung 
widerspreche den mehrfachen Aussagen des Beschwerdeführers, der stets betont 
habe, nicht freiwillig nach Algerien zurückzukehren. Es läge am Beschwerdeführer, 
sein genaues Geburtsdatum bei seiner Mutter zu eruieren. Auch weigere er sich, 
mit den algerischen Behörden in Kontakt zu treten. Damit setze er den Haftgrund 
selber.

6.2. Dem fügte der Beschwerdegegner in seiner Vernehmlassung vom 
3. September 2025 (act. A.2) hinzu, dass der Beschwerdeführer seiner 
Mitwirkungspflicht nie nachgezukommen sei. Dem Beschwerdeführer sei es 
jederzeit möglich gewesen, mit seinen heimatlichen Behörden in Kontakt zu treten 
und ein Reisedokument zu beantragen und eine Freiwilligkeitserklärung betreffend 
Rückkehr zu verfassen. Dem Beschwerdeführer sei wiederholt erklärt worden, dass 
er eine Freiwilligkeitserklärung mit weiteren, wahrheitsgetreuen Angaben (Name, 
Vorname, Geburtsdatum, Name der Eltern, Beruf der Eltern, Namen der 
Grosseltern, Namen der Geschwister, besuchte Schulen usw.) zu beschaffen habe, 
wenn selbständig keine gültigen Reisedokumente zu beschaffen seien. Überdies 
hätte er seine Mutter, mit der er gemäss eigenen Angaben regelmässig Kontakt 
habe, um Hilfe bitten können betreffend Zustellung heimatlicher Dokumente im 
Original oder die Kontaktaufnahme mit den algerischen Behörden vor Ort.

6.3. Wenn das Zwangsmassnahmengericht daraus schliesst, dass der Haftgrund 
der groben Verletzung von Mitwirkungspflichten gemäss Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG 
vorliege, wenn der Beschwerdeführer die Rückkehr in sein Heimatland verweigere, 
zu keinem Zeitpunkt bereit sei, bei der Beschaffung von heimatlichen Papieren 
mitzuwirken resp. nicht bei seiner Mutter abkläre, wann er genau geboren sei und 
auch nicht mit den algerischen Behörden in Kontakt trete, ist dies nicht zu 
beanstanden. Vorliegend hat der Beschwerdeführer ausweislich der Akten das 
Asylgesuch unter den Personalien "A.________, geb. Z.3.________, Algerien" 
gestellt. Er reichte keine algerischen Dokumente ein und gab an, nie einen 

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algerischen Reisepass besessen zu haben, lediglich einen Geburtsschein, der sich 
bei seiner Mutter in Algerien befinde (vgl. ZMG-act. II.1, S. 9). Ausserdem ergibt 
sich aus den Unterlagen, dass der Beschwerdeführer in Frankreich als auch in den 
Niederlanden davon abweichende Personalien ("H.________, Z.4.________, Oran, 
Algérie" [vgl. ZMG-act. I.3 und I.4]; "B.________, Z.1.________, Alger" und 
"C.________, Z.2.________, Aïn el Turk, Algérie" [vgl. ZMG-act. II.49 bis II.51]) 
angegeben hat. Aus den Akten ergibt sich weiter, dass der Beschwerdeführer 
mehrere alias-Identitäten aufweist: "I.________, geb. Z.5.________" und 
"B.________, geb. Z.6.________" (vgl. Stellungnahme des AFM GR vom 20. Mai 
2025 [ZMG-act. I.1]). Der Beschwerdeführer hat überdies nachweislich immer 
wieder neue Angaben zu seinem Geburtsjahr (2004, 2005, 2006, 2010) gemacht, 
ohne diese zu belegen und zudem vorgebracht, dass die Geburtsdaten 
"Z.4.________" und "Z.2.________" falsch seien (vgl. Protokoll Hauptverhandlung 
vom 22. Mai 2025 [ZMG-act. I.2], rechtliches Gehör zur Verlängerung der 
Ausschaffungshaft vom 5. August 2025 [ZMG-act. I.29 S. 4]; Kurzprotokoll des AFM 
GR vom 5. Dezember 2024 [ZMG-act. II.61]). Letztlich hat er behauptet, dass er 
sich an das konkrete Geburtsdatum nicht erinnern könne (vgl. Protokoll 
Hauptverhandlung vom 14. August 2025 [AFM-act. 4 S. 4], ZMG-act. I.29, ZMG-act. 
II.61). Der Beschwerdeführer bringt aber vor, dass er alles getan habe, um seine 
Identität nachzuweisen, indem er dem Beschwerdegegner diverse Unterlagen 
(Fotokopie der Geburtsurkunde, Kinderfoto, Kopien der Identitätsausweise der 
Eltern, die Adresse der Mutter und Telefonnummer, die Verbindungsdaten der 
Nachbarin der Mutter mit deren Facebook-Name) zugehen lassen habe (vgl. act. 
A.1, ZMG-act. II.1, ZMG-act. II.9 und II.12). Er gibt nach wie vor an, über keinen 
Pass oder eine Identitätskarte zu verfügen (vgl. act. A.1). Aus den Akten ergibt sich 
aber, dass die eingeholten Kopien der Geburtsurkunde und der Identitätsausweise 
der Eltern nur schwer lesbar sind und deshalb auch keine präzisen Angaben daraus 
entnommen werden konnten, weshalb versucht wurde, diese vom 
Beschwerdeführer erhältlich zu machen (vgl. Fallbearbeitungsprotokoll SEM/Kt vom 
10. März 2022 [ZMG-act. II.22]).

6.4. Angesichts der vorliegenden Akten überzeugt die vorinstanzliche 
Feststellung, dass der Beschwerdeführer sich weigert, seine Identität offenzulegen 
und weder während des Asylverfahrens noch im Anschluss an das rechtskräftig 
abgeschlossene Asylverfahren seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen ist sowie 
zu keinem Zeitpunkt aktiv bereit war, bei der Beschaffung von heimatlichen 
Papieren mitzuwirken. Der Beschwerdeführer hat nach dem Dargelegten nie aus 
eigenem Antrieb Unterlagen beschafft, trotz Kenntnis über seine Mitwirkungspflicht 
(vgl. Fallbearbeitungsprotokoll SEM/Kt vom 10. März 2022 [ZMG-act. II.22]). Er 

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unterliess es vielmehr, seine Identität offen zu legen, tauchte während des 
Asylverfahrens unter und hielt sich dadurch nicht zur behördlichen Verfügung, 
weshalb das Asylverfahren unterbrochen werden musste und erst zu einem 
späteren Zeitpunkt wiederaufgenommen werden konnte. Er zeigte ausserdem keine 
Kooperationsbereitschaft, sich aktiv an der Papierbeschaffung zu beteiligen. Auch 
die Beschaffung der Kopie der Geburtsurkunde etc. erfolgte erst auf Veranlassung 
der durch die Behörden möglich gemachten Videokonferenz mit seiner Mutter am 
16. März 2021 (vgl. Stellungname AFM GR vom 14. April 2021 [ZMG-act. II.1]). Bis 
heute gelang es den Behörden trotz kontinuierlichen Bemühungen nicht, die 
Identität des Beschwerdeführers zu klären. Damit bleibt es bei den aktenkundigen 
groben Verletzungen der Mitwirkungspflichten betreffend die Identitätsfeststellung, 
die eine mangelhafte Kooperation des Beschwerdeführers mit den Behörden 
offenbaren, was wiederum zu einer erheblichen Erschwerung des Vollzugs der seit 
Februar 2021 rechtskräftigen Wegweisung führte. Der Haftgrund gemäss Art. 76 
Abs. 1 lit. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG ist somit erfüllt.

6.5. Der Haftgrund gemäss Art. 75 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 
AIG kann auch durch die Missachtung jeder anderen Anordnung im Asylverfahren 
erfüllt werden. Nach Rechtskraft des negativen Asyl- und Wegweisungsentscheides 
vom 8. Dezember 2020 setzte das SEM die Ausreisefrist neu auf den 8. April 2021 
fest und wies den Beschwerdeführer auf seine Verpflichtung zur Mitwirkung bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere hin. Sollte er den Anordnungen der Behörden 
keine Folge leisten, könne er in Haft genommen und unter Zwang in sein 
Heimatland zurückgeführt werden (vgl. Stellungnahme AFM GR vom 14. April 2021 
[ZMG-act. II.1, S. 7]). Am 27. Juli 2021 unterzeichnete der Beschwerdeführer im 
Beisein seiner Beiständin eine Absichtserklärung zur freiwilligen Rückkehr (vgl. 
AFM-act. 5). Damit verpflichtete er sich, unverzüglich selbständig Reisepapiere zu 
beschaffen und so bald als möglich auszureisen. Gleichzeitig ersuchte er das SEM 
damit, mit den heimatlichen Behörden Kontakt aufzunehmen zwecks Identifizierung 
und Papierbeschaffung. Anlässlich der Haft zur Sicherung des Massnahmen-
vollzugs in der JVA Tignez in Cazis gab der Beschwerdeführer am 19. Februar 2021 
gegenüber seiner Beiständin sinngemäss an, dass er nicht länger in Schutzhaft 
verbleiben wolle und somit auch bei der Papierbeschaffung kooperieren wolle (vgl. 
ZMG-act. II.1, S. 8 f.). Anlässlich der Kurzgespräche vom 8. Februar 2024 und 
31. Mai 2024 wurde der Beschuldigte erneut an seine Mitwirkungspflicht erinnert 
und aufgefordert, sich selbständig mit seinen heimatlichen Behörden in Verbindung 
zu setzen, um an ein heimatliches Dokument zu gelangen (vgl. Stellungnahme AFM 
GR vom 20. Mai 2025 [ZMG-act. I.1, S. 6 und 7]). Seiner Mitwirkung zur 
Beschaffung von heimatlichen Papieren ist der Beschwerdeführer gemäss Akten 

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jedoch nachweislich nicht nachgekommen. Somit ist mit dem Zwangsmassnahmen-
gericht von der Erfüllung des Haftgrundes gemäss Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 i.V.m. 
Art. 75 Abs. 1 lit. a AIG auszugehen.

6.6. Das Zwangsmassnahmengericht bejahte zudem den Haftgrund der 
Untertauchensgefahr (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG). Der Beschwerdeführer 
äussert sich in seiner Beschwerde nicht dazu. Er gibt lediglich an, dass er in die 
Niederlande gereist und dort um Asyl ersucht habe, da die Rückkehr nach Algerien 
nicht möglich gewesen sei und er in der Schweiz immer mehr Probleme gehabt 
habe.

6.6.1. Der Beschwerdeführer tauchte während seines Aufenthaltes in der Schweiz 
wiederholt unter und hielt sich damit in dieser Zeit nicht mehr zur behördlichen 
Verfügung. Er verstiess zudem wiederholt gegen die Eingrenzungen auf die 
Gemeindegebiete Davos und Grüsch/Landquart, er musste ausserdem in einem 
Dublin-Verfahren aus den Niederlanden in die Schweiz zurückgeführt werden. Der 
Beschwerdeführer hat sich zudem wiederholt geweigert, in sein Heimatland 
zurückzukehren, letztmals anlässlich der Haftverhandlung vom 14. August 2025. 
Ausserdem hat er immer wieder neue (falsche) Angaben zu seiner Identität 
gemacht, weshalb seit März 2021 bis heute keine Identifikation durch die 
heimatlichen Behörden hat erreicht werden können. Zudem wurde er wiederholt 
straffällig, womit eine Untertauchensgefahr als erheblich erachtet werden muss (vgl. 
BGE 122 II 369 E. 3 b/aa). Im Weiteren unterliess er es trotz Aufforderung, 
Originaldokumente aus Algerien zu beschaffen, und hat sich nicht bei den 
algerischen Behörden zur Rückreise bereit erklärt. Vor diesem Hintergrund besteht 
die konkrete Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer im europäischen Ausland 
untertauchen könnte. Aus seinem Verhalten darf zudem geschlossen werden, dass 
er sich auch künftig behördlichen Anordnungen widersetzen könnte.

6.6.2. Es ist unter diesen Umständen nicht zu erwarten, dass sich der Beschwerde-
führer im Falle einer Haftentlassung zwecks Ausreise den Behörden zur Verfügung 
halten würde. Entgegen dem Beschwerdeführer kommen auch keine milderen Mittel 
in Frage, um eine Ausschaffung aus der Schweiz sicherzustellen. Da der 
Beschwerdeführer keine Gewähr dafür bietet, sich an behördliche Anordnungen zu 
halten und mit einer Ausschaffung nach Algerien offenkundig nicht einverstanden 
ist, sind eine Eingrenzung oder Meldepflicht keine geeigneten Mittel, um der 
vorliegenden Untertauchensgefahr zu begegnen. Die konkreten Umstände lassen 
vielmehr befürchten, dass der Beschwerdeführer sich ohne Weiterführung der Haft 
der Ausschaffung entziehen würde. Damit ist auch der Haftgrund der 
Untertauchensgefahr zu bejahen.

21 / 31

7. Verletzung des rechtlichen Gehörs

7.1. Der Beschwerdeführer macht im Zusammenhang mit der Rüge der fehlenden 
Absehbarkeit des Vollzugs eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, die 
einen schwerwiegenden Mangel darstelle, der nicht geheilt werden könne.

7.2. Der Beschwerdeführer macht damit eine Verletzung der Begründungspflicht 
geltend (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 138 I 232 E. 5.1, 137 II 266 E. 3.2, 136 I 229 
E. 5.2). Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV steht den Parteien das rechtliche Gehör zu. 
Dieser Anspruch ist formeller Natur, womit seine Verletzung ungeachtet der 
materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und 
zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führt (BGE 144 I 11 E. 5.3, 137 I 
195 E. 2.2, 135 I 187 E. 2.2). Der Anspruch verlangt, dass die Behörde die 
Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch 
tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die 
Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht 
erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt 
und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf 
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids 
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt (BGE 138 I 232 E. 5.1, 137 II 266 E. 3.2, 136 I 229 E. 5.2). Hohe 
Anforderungen werden an die Begründungsdichte von Haftentscheiden gestellt, 
bilden sie doch Grundlage für erhebliche Eingriffe in die persönliche Freiheit des 
Betroffenen (BGE 142 I 135 E. 2.1, 133 I 270 E. 3.5; ZÜND, Zwangsmassnahmen 
im Ausländerrecht: Verfahrensfragen, AJP 1995, S. 862).

7.3.1. Zur gehörigen Begründung gehören nebst der Feststellung des 
massgebenden Sachverhalts die Angabe der gesetzlichen Grundlagen. Vorliegend 
hat das Zwangsmassnahmengericht dem Einwand des Beschwerdeführers zur 
mehr oder weniger unmöglichen Rückkehr entgegnet, dass Rückführungen nach 
Algerien grundsätzlich möglich seien, ebenso die Beschaffung von Reisepapieren. 
Es hielt fest, dass sich die Beschaffung der Reisepapiere als schwierig gestalte, 
was durch den Beschwerdeführer mitverursacht sei. Den durch den 
Beschwerdegegner vorgebrachten "ähnlich gelagerten Fall" erachtete das 
Zwangsmassnahmengericht als glaubhaft, obschon nicht belegt. Das 
Zwangsmassnahmengericht wies deshalb darauf hin, dass die Belegung des 
angeführten Falles durch anonymisierte Dokumente wünschenswert gewesen 

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wäre. Es schloss, dass die baldige Rückkehr gleichwohl tatsächlich und rechtlich 
möglich erscheine. Damit hat sich das Zwangsmassnahmengericht zur 
Absehbarkeit des Vollzugs der Ausschaffung nur äusserst kurz geäussert, sich 
dabei aber nicht weiter mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander-
gesetzt. Diese Begründung genügt deshalb dem aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden 
hohen Begründungserfordernis an die Begründungsdichte von Haftentscheiden 
nicht (vgl. BGE 142 I 135 E. 2.2).

7.3.2. Nur wenn die Verletzung nicht besonders schwer wiegt, kann sie 
ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit 
erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt 
wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist 
darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 
Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. zum Ganzen: 
BGE 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 E. 4.2.2.2, 133 I 201 E. 2.2). Auch wenn 
vorliegend die Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht wird, hat diese im 
Beschwerdefahren vor dem Obergericht, das mit voller Kognition prüft, als geheilt 
zu gelten. Der Beschwerdeführer konnte sich im Rahmen des durchgeführten 
Schriftenwechsels ausführlich zur Absehbarkeit des Vollzugs äussern.

8. Absehbarkeit des Vollzugs 

8.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Weiterführung der Ausschaffungs-
haft sei nicht zulässig, da der Vollzug der Wegweisung nicht absehbar sei (Art. 80 
Abs. 6 lit. a AIG).

8.2. Das Zwangsmassnahmengericht bejahte nach dem zuvor Dargelegten die 
Absehbarkeit des Vollzugs. Der Beschwerdegegner hielt mit Gesuch vom 20. Mai 
2025 um Anordnung der Ausschaffungshaft (vgl. Stellungnahme AFM GR zur 
richterlichen Überprüfung der Ausschaffungshaft vom 20. Mai 2025 [AFM-act. 1]) 
fest, dass der Vollzug der Wegweisung aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen 
grundsätzlich möglich sei. Wenn der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht 
nachkomme, sich mit den heimatlichen Behörden in der Schweiz in Verbindung 
setze oder sich heimatliche Dokumente von seinen Angehörigen in Algerien 
zustellen liesse, könne er massgeblich zu einer Beendigung seiner Haft beitragen.

23 / 31

8.3.1. Der angefochtene Entscheid erweist sich als bundesrechtskonform, wenn die 
Aufrechterhaltung der Haft auch verhältnismässig ist und der Vollzug nicht aus 
rechtlichen oder tatsächlichen Gründen als undurchführbar gelten muss (Art. 80 
Abs. 6 lit. a AIG). Die Ausschaffungshaft soll den Vollzug der Entfernungs-
massnahme sicherstellen und muss ernsthaft geeignet sein, diesen Zweck zu 
erreichen (vgl. BBl 1994 I 316 Ziff. 122.4). Absehbar ist die Ausschaffung, wenn sie 
rechtlich und tatsächlich möglich ist (BGE 122 II 148 E. 3). Dies ist nicht mehr der 
Fall, wenn die Weg- oder Ausweisung trotz der behördlichen Bemühungen nicht in 
absehbarer Zeit vollzogen werden kann (BGE 130 II 56 E. 4.1.1, 125 II 369 E. 3a; 
Urteile des Bundesgerichts 2C_585/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 4.3 und 
2C_230/2024 vom 11. Juni 2024 E. 4.1). Die Absehbarkeit des Vollzugs fehlt 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung, wenn "die Weg- oder Ausweisung 
trotz der behördlichen Bemühungen nicht in einem dem konkreten Fall 
angemessenen Zeitraum vollzogen werden kann. Die Festhaltung hat, weil 
unverhältnismässig, dann als unzulässig zu gelten, wenn triftige Gründe für solche 
Verzögerungen sprechen oder praktisch feststeht, dass sich der Vollzug kaum 
innert vernünftiger Frist wird realisieren lassen." (Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG; BGE 147 
II 49 E. 2.2.3, 130 II 56 E. 4.1.3 m.H.; Urteile des Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 
20. März 2025 E. 5.1, 2C_585/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 4.3, 2C_468/2022 
vom 7. Juli 2022 E. 4.1). Ist nach Anordnung der Ausschaffungshaft keine 
hinreichende Aussicht auf den Vollzug der Weg- oder Ausweisung gegeben, muss 
die betroffene Person unverzüglich aus der Haft entlassen werden (Art. 5 Abs. 1 lit. f 
EMRK). Der Umstand allein, dass die Ausreise nur schwer organisiert werden kann 
und im Rahmen der entsprechenden Bemühungen mit ausländischen Behörden 
erst noch verhandelt werden muss, was erfahrungsgemäss eine gewisse Zeit in 
Anspruch nimmt, macht die Ausschaffung noch nicht undurchführbar. Gerade 
deswegen wurde die Möglichkeit der Haftverlängerung geschaffen (BGE 130 II 56 
E. 4.1.2, 125 II 217 E. 2; BBl 1994 I 316 Ziff. 122.4). Die Ausschaffungshaft kann 
verlängert werden, wenn dem Vollzug der Weg- oder Ausweisung "besondere 
Hindernisse" entgegenstehen. Dabei kann es sich – wie vorliegend – um eine 
missbräuchliche Weigerung des Betroffenen handeln, in sein Heimatland 
zurückzukehren (BGE 130 II 56 E. 4.1.2). Wie es sich mit der Durchführbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs im Einzelnen verhält, bildet Gegenstand einer nach 
pflichtgemässem Ermessen vorzunehmenden Prognose (BGE 130 II 56 E. 4.1.3; 
ZÜND, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den Zwangsmassnahmen im 
Ausländerrecht, ZBJV 132 [1996] S. 90). Für die Frage, ob der Vollzug der 
Wegweisung absehbar war, ist auf den Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 
abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 20. März 2025 E. 5.1 

24 / 31

m.H.). Massgeblich ist, ob die Ausschaffung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit 
innert absehbarer Zeit möglich sein wird oder nicht.

8.3.2. Das Bundesgericht nimmt eine tatsächliche Undurchführbarkeit nur bei 
triftigen Gründen an oder wenn praktisch feststeht, dass sich die Ausschaffung 
innert der gesetzlichen Frist kaum wird realisieren lassen (BGE 130 II 56 E. 4.1.3, 
127 II 168 E. 2c, 125 II 217 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 2C_468/2022 vom 7. Juli 
2022 E. 4.1.; BAUMANN/GÖKSU, a.a.O., Rz. 173). Dies ist in der Regel bloss dann 
der Fall, wenn die Ausschaffung auch bei gesicherter Kenntnis der Identität oder 
der Nationalität der betroffenen Person bzw. trotz ihres Mitwirkens bei der 
Papierbeschaffung mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen erscheint. Zu 
denken ist etwa an eine länger dauernde Transportunfähigkeit aus gesundheitlichen 
Gründen. Weiter ist dies der Fall bei einer ausdrücklichen oder zumindest klar 
erkennbaren und konsequent gehandhabten Weigerung eines Staates, gewisse 
Staatsangehörige zurückzunehmen (BGE 130 II 56 E. 4.1.3, 127 II 168 E. 2c, 125 
II 217 E. 2; Urteile des Bundesgerichts 2C_108/2025 vom 20. März 2025 E. 5.1, 
2C_468/2022 vom 7. Juli 2022 E. 4.1 und 4.3; vgl. BAUMANN/GÖKSU, a.a.O., 
Rz. 173). Ferner bei einem generellen, behördlich angeordneten Ausschaffungs-
stopp oder einer Pandemie. Dass die Durchführbarkeit der Rückführung zweifelhaft 
oder momentan unmöglich oder unsicher ist, genügt nicht (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_898/2017 vom 2. Februar 2018 E. 2.2 m.H.).

8.3.3. Ist die Ausstellung von Papieren durch den Heimatstaat bereits seit einem 
längeren Zeitraum blockiert, obliegt es den antragsstellenden Behörden in 
Rücksprache mit dem SEM, im Verfahren betreffend Haftverlängerung aufzuzeigen 
resp. glaubhaft zu machen, dass die Verhandlungen noch mit dem nötigen 
Nachdruck vorangetrieben werden und dass im Rahmen der Verhandlungen 
tatsächlich realistische Erfolgsaussichten bestehen. Gelingt dies den antrags-
stellenden Behörden nicht, kann nicht mehr von einer ernsthaften Aussicht auf 
Vollzug der Entfernungsmassnahme ausgegangen werden. Die Anforderungen 
nehmen mit zunehmendem Zeitablauf zu. Anhand der konkreten Umstände ist 
insbesondere zu berücksichtigen, ob die Behörden des Herkunftsstaates noch 
ernsthaft an einer zeitnahen Lösung interessiert scheinen. Scheint dies von 
vornherein ausgeschlossen, oder ist klar, dass die Gesprächsbereitschaft der 
Behörden des Herkunftsstaates lediglich dem Hinhalten der Schweizer Behörden 
dient, ist der Vollzug nicht mehr absehbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_585/2024 vom 20. Dezember 2024 E. 5.4.1 m.w.H.). Dies gilt auch, wenn zwar 
ernsthafte Verhandlungen geführt werden, aber bereits absehbar ist, dass es nicht 
in absehbarer Zeit zu einer Lösung kommen wird, da beispielsweise noch 

25 / 31

grundlegende Fragen zu klären sind oder noch mehrere Verhandlungsschritte 
ausstehen (Urteil des Bundesgerichts 2C_585/2024 vom 20. Dezember 2024 
E. 5.4.1).

8.4. Dem Beschwerdeführer ist Recht zu geben, wenn er vorbringt, dass der vor 
dem Zwangsmassnahmengericht geltend gemachte "ähnlich gelagerte Fall" nicht 
mit dem Vorliegenden verglichen werden kann, hat doch im anderen Fall die 
Identifikation durch die algerischen Behörden stattgefunden, im Gegensatz zum 
Vorliegenden (vgl. act. B.2).

8.5.1. Algerien hat sich dazu verpflichtet, seine Staatsangehörigen zu übernehmen, 
die sich unbefugt im Hoheitsgebiet der Schweiz aufhalten, auch wenn diese über 
keinen gültigen Reisepass oder keine gültige Identitätskarte verfügen, sofern 
nachgewiesen oder glaubhaft gemacht wird, dass diese Person zum Zeitpunkt der 
Ausreise die Staatsangehörigkeit der ersuchten Partei besitzt (vgl. Art. 1 des 
Abkommens zwischen dem Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
und der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien über den 
Personenverkehr; SR 0.142.111.279). Die Ausführungen des Beschwerdegegners, 
dass der Vollzug nach Algerien auf allen Vollzugsstufen grundsätzlich möglich sei, 
wird nicht bestritten. Eine Rückführung nach Algerien via Linienflug aus der Schweiz 
ist grundsätzlich möglich, ebenso die zwangsweise Ausschaffung des 
Beschwerdeführers in seine Heimat. Hier liegen zudem keine triftigen Gründe – wie 
in obiger Erwägung 8.3.2 dargelegt – vor, die für die Undurchführbarkeit des 
Vollzugs sprechen, noch hat Algerien sich bisher ausdrücklich geweigert, den 
Beschwerdeführer zurückzunehmen. Aus den Akten ergibt sich ausserdem, dass 
zum Zeitpunkt des Gesuchs um Verlängerung der Ausschaffungshaft noch 
Resultate der Identifikationsanfragen vom 22. Mai und 12. Juni 2025 ausstehend 
waren, wofür die algerischen Behörden bereits gemahnt worden waren (vgl. 
Mitteilung des SEM vom 7. August 2025 [ZMG-act. I.31]). Ausserdem erfolgten 
durch das SEM weiterhin OSINT-Recherchen. Dadurch konnte via Gesichts-
erkennung mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ein Treffer erzielt werden, jedoch 
gab dieser Treffer den Namen des Profils nicht an. Diesbezüglich erfolgten weitere 
Abklärungen. Weiter wurden die Social-Media-Plattformen durchleuchtet und 
Abklärungen zum Voraufenthalt in Frankreich gemacht. Zudem verfügte das SEM 
über die Einzelverbindungsnachweise der ausgehenden Anrufe des Beschwerde-
führers aus der JVA Cazis Tignez, woraus sich wiederum allfällige Neuerungen 
ergaben. Somit waren der Beschwerdegegner und das SEM zum Zeitpunkt des 
Gesuchs weiterhin mit Nachdruck daran, die Identifizierung des Beschwerdeführers 
durch die algerischen Behörden voranzutreiben.

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8.5.2. Der Beschwerdeführer moniert die diversen Identifikationsanfragen bei den 
algerischen Behörden. Diese hat der Beschwerdeführer aufgrund seiner 
Weigerung, bei der Papierbeschaffung mitzuwirken bzw. mit wiederholt falschen 
Angaben mitverursacht. Gemäss Beschwerdegegner können regelmässige 
Nachfragen bei den algerischen Behörden den Druck für eine zeitnahe Antwort 
erhöhen, was nachvollziehbar erscheint (vgl. Vernehmlassung vom 3. September 
2025 [act. A.2]). Ausserdem gilt es zu beachten, dass der Beschwerdeführer 
während der Ausschaffungshaft massgeblich zur Beendigung der Ausschaffungs-
haft hätte beitragen können und es auch heute noch könnte, wenn er seiner 
Mitwirkungspflicht nachkommt und sich mit den algerischen Behörden in der 
Schweiz in Verbindung setzt oder sich heimatliche Dokumente im Original von 
seinen Angehörigen in Algerien zugehen lässt. So hätte er auch bei seiner Mutter 
nach dem korrekten Geburtsdatum nachfragen können, was er aber – gemäss 
seinen Aussagen anlässlich der Hauptverhandlung vom 14. August 2025 – nicht 
getan hat ("Sie weiss es schon, aber ich habe sie nicht gefragt" [AFM-act. 4 S. 4]).

8.5.3. Die Absehbarkeit wird bei einer ernsthaften, wenn auch allenfalls geringen 
Aussicht darauf bejaht. Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist auf 
allen Vollzugsstufen aus rechtlichen und tatsächlichen Gründen grundsätzlich 
möglich und erweist sich trotz der anhaltenden Weigerung des Beschwerdeführers 
zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids als absehbar. Insgesamt bestanden 
zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils nach Auffassung des Obergerichts – wenn 
auch geringe – reale Aussichten auf einen Erfolg bei der Identifizierung des 
Beschwerdeführers, womit konkrete Gründe für die Annahme vorlagen, dass das 
Vollzugshindernis der fehlenden Identifikation dahinfallen werde. Zum Entscheid-
zeitpunkt vom 14. August 2025 konnte deshalb nicht geschlossen werden, dass sich 
der Vollzug der Wegweisung nicht innert vernünftiger Frist realisieren lasse. Damit 
ist die Verlängerung der Ausschaffungshaft um drei Monate unter den gegebenen 
Umständen nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat die Verzögerungen 
mit seiner Weigerung, bei der Papierbeschaffung mitzuwirken und einen 
unbegleiteten Rückflug anzutreten, selber zu verantworten. Es sprechen keine 
weiteren Gründe gegen die Rückführung nach Algerien, solche wurden denn auch 
nicht rechtsgenügend geltend gemacht. Die Verlängerung der Ausschaffungshaft 
ist ausserdem noch weit von der Maximaldauer von 18 Monaten (Art. 79 AIG) 
entfernt.

27 / 31

9. Verhältnismässigkeit

9.1. Der Beschwerdeführer macht schliesslich die fehlende Verhältnismässigkeit 
der Haft geltend. Vorliegend sei die Haft nicht geeignet zur Erfüllung des Haft-
zwecks, den Vollzug der Rückführung sicherzustellen, da die Rückführung nicht 
absehbar sei. Zudem könne sie angesichts der Geschichte des Beschwerdeführers 
nicht als zumutbar erachtet werden. Er habe sich insbesondere im Jahr 2021 sehr 
bemüht, seine Identifikation voranzutreiben und alle Dokumente vorgelegt, die er 
habe vorlegen können. Dass er trotzdem nicht habe identifiziert werden können, sei 
nicht ihm zuzuschreiben. Der Beschwerdeführer befinde sich zudem in einer 
ausweglosen Situation, in der eine Haft besonders belastend sei.

9.2. Das Zwangsmassnahmengericht erkannte keine milderen Mittel als die 
angeordnete Ausschaffungshaft, um dem Vollzug der Rückführung Nachachtung zu 
schenken. Es erachtete mehr als denkbar, dass sich der Beschwerdeführer der 
Rückreise entziehen wolle, wie er dies bereits mit seiner Ausreise in die Niederlande 
getan hatte.

9.3. Die Administrativhaft greift in den Schutzbereich der persönlichen Freiheit ein 
und hat darum den allgemeinen Anforderungen für Grundrechtseingriffe zu 
genügen. Von zentraler Bedeutung ist das Erfordernis der Verhältnismässigkeit. Der 
Grundrechtseingriff muss geeignet und erforderlich sein, den im öffentlichen 
Interesse liegenden Zweck zu erreichen. Sinn und Zweck der Administrativhaft ist 
die Sicherstellung des Wegweisungsvollzugs (vgl. Art. 5 Ziff. 1 lit. f EMRK). Ist 
dieser Zweck nicht zu erreichen, erweist sich die Haft als ungeeignet. Der Haftrichter 
hat die Verhältnismässigkeit und die Möglichkeit milderer ausländischer 
Zwangsmassnahmen tatsächlich zu prüfen und zu begründen, weshalb diese nicht 
geeignet sind, den Wegweisungsvollzug sicherzustellen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_263/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4.3 m.H.). Als mildere Massnahmen werden 
etwa die Anordnung einer Ein- oder Ausgrenzung (Art. 74 AIG), die Hinterlegung 
der Reisepapiere bzw. die Pflicht, eine angemessene finanzielle Sicherheit zu 
leisten oder die Verpflichtung der ausländischen Person, sich regelmässig bei einer 
Behörde zu melden (vgl. Art. 64e lit. a AIG), vorgesehen. Angesichts des 
Verhältnismässigkeitsprinzips muss die Haftdauer so kurz wie möglich sein. Sie darf 
sich nur auf die Dauer der mit der gebotenen Sorgfalt vorangetriebenen Vollzugs-
vorkehrungen erstrecken (Beschleunigungsgebot). Die für den Vollzug notwendigen 
Schritte sind umgehend zu treffen (Art. 76 Abs. 4 AIG; vgl. EG-Rückführungs-
richtlinie 2008/115/EG, RFRL 15 Ziff. 1; vgl. CARONI/SCHEIBER/PREISIG/PLOZZA, 
a.a.O., S. 334). Angesichts des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers sind 
keine milderen Mittel ersichtlich, um den Zweck der Sicherstellung des 

28 / 31

Ausschaffungsvollzugs sicherzustellen, als die angeordnete Ausschaffungshaft, 
weshalb deren Verhältnismässigkeit zu bejahen ist. Der Beschwerdeführer hat sich 
bereits wiederholt über angeordnete Eingrenzungen hinweggesetzt (vgl. ZMG-act. 
II.71 S. 3).

10. Fazit

Nach dem Gesagten erweist sich die Verlängerung der Ausschaffungshaft als 
rechtmässig und verhältnismässig, weshalb sie zu bestätigen ist. Die Beschwerde 
ist dementsprechend abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

11. Verfahrenskosten und Parteientschädigung

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend unterliegt der 
Beschwerdeführer vollständig, womit ihm die Gerichtsgebühren vollständig 
aufzuerlegen sind. Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen von CHF 1'000.00 
bis CHF 5'000.00 (Art. 7 der Verordnung über die Gerichtsgebühren im 
Strafverfahren [VGS; BR 350.210]) erscheint vorliegend eine Gebühr von 
CHF 2'000.00 als angemessen. Die Entschädigungsregelung folgt der 
Kostenregelung; in diesem Sinne ist der Beschwerdeführer grundsätzlich nur zu 
entschädigen, wenn er zumindest teilweise obsiegt. Vorliegend unterliegt er jedoch 
vollständig, womit ihm auch keine Entschädigung zusteht.

12. Unentgeltliche Rechtspflege

12.1. Der Beschwerdeführer stellt in seiner Beschwerde den Antrag, zufolge 
Mittellosigkeit sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und ihm 
Rechtsanwältin MLaw Elena Liechti als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu 
bestellen. Der Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung beziehungsweise einen 
unentgeltlichen Rechtsbeistand beurteilt sich im Haftverfahren grundsätzlich nach 
kantonalem Verfahrensrecht (vgl. ZÜND, a.a.O., Art. 80 AIG N. 4).

12.2.1. Gemäss Art. 27 Abs. 1 EGzAAG in Verbindung mit Art. 76 Abs. 1 VRG 
(BR 370.100) kann das Gericht einer Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt, die unentgeltliche Prozessführung bewilligen, sofern ihr Rechtsstreit nicht 
offensichtlich mutwillig oder von vornherein aussichtslos ist (dazu grundlegend der 
Beschluss des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 16 4 vom 12. Februar 2016 
E. 4). Als aussichtslos gelten Verfahren, bei denen die Gewinnchancen beträchtlich 
geringer sind als die Verlustgefahr und daher kaum mehr als ernsthaft bezeichnet 
werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich 

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Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder jene nur 
wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen 
Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr 
nicht führen würde, nicht allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet 
(vgl. BGE 122 I 267 E. 2b).

12.2.2. Gemäss Art. 19 Abs. 2 EGzAAG wird der inhaftierten Person von der 
richterlichen Behörde ein amtlicher Rechtsbeistand bestellt, wenn sie mittellos ist, 
rechtliche oder tatsächliche Schwierigkeiten bestehen, die tatsächliche oder 
beantragte Haftdauer drei Monate übersteigt und das Begehren nach einem 
Rechtsbeistand geäussert wird. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt 
sein. Mit diesem Artikel wurde die bisherige in der kantonalen Vollziehungs-
verordnung zur Ausländer- und Asylgesetzgebung des Bundes enthaltene 
Regelung verschärft und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung angepasst. Die 
neue Regelung führt dazu, dass in Zukunft unnötige und kostenintensive 
Verbeiständungen nicht mehr gewährt werden. Sofern eine Rechtsverbeiständung 
aufgrund der Besonderheiten des Einzelfalles als geboten erscheint, kann sie durch 
die richterliche Behörde auch weiterhin gewährt werden (vgl. Botschaft der 
Regierung an den Grossen Rat zum Einführungsgesetz zur Ausländer- und 
Asylgesetzgebung des Bundes [EGzAAG] vom 26. August 2008, Heft Nr. 11/2008-
2009, S. 616 f.). Im Gegensatz zu Art. 76 Abs. 1 VRG enthält Art. 19 Abs. 2 
EGzAAG das Kriterium fehlender Aussichtslosigkeit nicht als Voraussetzung für die 
Gewährung einer amtlichen bzw. unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. Wie der 
Systematik des EGzAAG zu entnehmen ist, gilt die Bestimmung von Art. 19 Abs. 2 
EGzAAG indes nur für die Haftüberprüfungsverhandlung, wofür die Einzelrichterin 
oder der Einzelrichter des kantonalen Zwangsmassnahmengerichts zuständig ist 
(Art. 2 Abs. 1 EGzAAG). Das Kriterium der fehlenden Aussichtslosigkeit macht 
keinen Sinn, wenn und soweit ein Haftüberprüfungsverfahren von Gesetzes wegen 
zwingend vorgenommen werden muss. Für den Weiterzug an das Obergericht 
gelten gemäss Art. 21a Abs. 2 EGzAAG die Bestimmungen über die strafrechtliche 
Beschwerde gemäss Art. 393 ff. StPO sinngemäss. Nach der (auch unter der 
Geltung der StPO weiterhin geltenden) bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann 
die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bei Beschwerden gegen die 
Anordnung bzw. Verlängerung von Untersuchungshaft von der Nichtaussichts-
losigkeit der Beschwerde abhängig gemacht werden, und zwar auch dann, wenn 
die beschuldigte Person im Hauptverfahren die Voraussetzungen der notwendigen 
Verteidigung erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_732/2011 vom 19. Januar 
2012 E. 7.1 f. m.w.H.). Auch Art. 29 Abs. 3 BV garantiert einen unentgeltlichen 

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Rechtspflegeanspruch nur bei nicht zum Vornherein aussichtslosen Rechtsmitteln. 
Insofern ist nicht einzusehen, warum beim Gesuch um unentgeltliche Rechts-
verbeiständung im Rahmen einer Beschwerde gegen die Anordnung bzw. 
Verlängerung von Ausschaffungs- oder Durchsetzungshaft das Kriterium der 
Nichtaussichtslosigkeit keine Beachtung finden sollte. Nichts anderes ergibt sich im 
Übrigen, wenn im Hinblick auf Art. 27 Abs. 1 EGzAAG die Bestimmung von Art. 76 
VRG angewendet würde. Somit ist die unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht 
zu gewähren, wenn sich die Beschwerde als von vornherein aussichtslos erweist.

12.2.3. Die vorliegende Beschwerde ist nach dem Dargelegten nicht als 
aussichtslos zu beurteilen. Dass der Beschwerdeführer nicht über die erforderlichen 
finanziellen Mittel zur Beschwerdeführung verfügt, ist offensichtlich und wurde auch 
vom Vorderrichter ohne Weiteres bejaht, so dass ihm die Kosten des vorliegenden 
Verfahrens einstweilen zu erlassen sind. Aufgrund der rechtlichen Fragestellungen 
sowie des Umstandes, dass es sich vorliegend um eine Verlängerung der Haftdauer 
handelt, erscheint auch die beantragte Rechtsverbeiständung angezeigt. Das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie um unentgeltliche Rechtsver-
beiständung ist daher gutzuheissen.

12.2.4. Dem Beschwerdeführer wird im Sinne von Art. 19 Abs. 2 EGzAAG ein 
amtlicher Rechtsbeistand in der Person von Rechtsanwältin MLaw Elena Liechti 
bestellt. Gemäss Art. 16 Abs. 2 AnwG (BR 310.100) setzt die mit der Sache 
befasste Instanz die Entschädigung der Anwältin bei unentgeltlichen 
Rechtsvertretungen nach dem für eine sachgerechte Prozessführung notwendigen 
Zeitaufwand fest. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat dem Gericht mit 
Schreiben vom 25. August 2025 die Honorarnote eingereicht. Darin macht sie einen 
Aufwand von 8.5 Stunden à CHF 220.00 (CHF 1'870.00) zzgl. Barauslagen von 
CHF 12.20, total CHF 1882.20, geltend. Mit ihrer Replik ersuchte sie zudem um 
Ergänzung der Aufwendungen um den Betrag von CHF 300.00 (2.5 h [recte: 1.5 h] 
à CHF 200.00 [vgl. act. E.2 und act. A.3]). Dieser Aufwand erscheint vertretbar. Im 
Rahmen der zu bewilligenden unentgeltlichen Vertretung beträgt der Honoraransatz 
für den berechtigten Aufwand gemäss Art. 5 Abs. 1 HV (BR 310.250) CHF 200.00 
pro Stunde. Die Entschädigung beläuft sich somit auf korrigierte CHF 2'012.20 (10 h 
à CHF 200.00 [CHF 2'000.00]) zzgl. Barauslagen von CHF 12.20). In diesem 
Umfang ist die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (vorläufig) aus der 
Gerichtskasse zu entschädigen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.00 gehen zu Lasten 
von A.________.

3.1. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird gutgeheissen und die 
A.________ auferlegten Verfahrenskosten werden unter dem Vorbehalt der 
Rückforderung dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt und aus der 
Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

3.2. Das Gesuch um unentgeltlichen Rechtsbeistand wird gutgeheissen und es 
wird A.________ in der Person von Rechtsanwältin MLaw Elena Liechti eine 
unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.

3.3. Die Entschädigung der Rechtsvertreterin von CHF 2'012.20 wird unter dem 
Vorbehalt der Rückforderung dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt 
und aus der Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt.

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