# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 546aadf6-8699-54bc-b238-b431b2f0bc35
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2008 D-7362/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7362-2008_2008-11-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7362/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni.

A._______,
eigenen Angaben zufolge Sudan,
vertreten durch Yassin Abu-Ied, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. November 2008 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7362/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer am 14. September 2008 in  der Schweiz 
um Asyl nachsuchte, 

dass er bei der Erstbefragung vom 22. September 2008 im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum Kreuzlingen sowie anlässlich der am 6. Okto-
ber  2008 ebenda gestützt  auf  Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  durchgeführten  Bundesanhörung 
geltend machte, er sei als Sohn eines Sudanesen und einer nigeriani-
schen Staatsangehörigen in B._______ (Sudan) geboren,

dass  er  nach  dem  gewaltsamen  Tod seines  Vaters  am  14.  Februar 
1985 mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder im Alter von etwas 
über  2  Jahren  den  Sudan  umgehend  verlassen  habe  und  nach 
C._______ (Nigeria) gezogen sei,

dass er dort die Primar- und Sekundarschule und bis zum Jahre 2005 
die Universität D._______ in C._______ besucht habe, 

dass seine Mutter in C._______ einen Handel mit Sand und Kies be-
trieben habe,

dass am 13. oder 14. August 2008 Unbekannte den Lastwagenkipper 
seiner  Mutter  beschlagnahmt  und  Lösegeld  in  der  Höhe  von 
150'000 Naira verlangt hätten,

dass seine Mutter bei der Polizei Anzeige erstattet habe,

dass  am 19.  August  2008  der  Anführer  der  Diebesbande  zu  seiner 
Mutter nach Hause gekommen sei und mit ihr gestritten habe,

dass dieser Anführer das Haus wieder verlassen habe und wenig spä-
ter unterwegs von der Polizei festgenommen worden sei,

dass am darauf folgenden Tag vier Männer ins Haus der Mutter einge-
drungen seien und diese mit Macheten getötet hätten,

dass er  – der Beschwerdeführer  – Zeuge dieses Geschehens gewor-
den sei, und sich einer der Männer sofort auch mit einer Machete auf 
ihn gestürzt habe,

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dass er in Notwehr dem Angreifer ein Rüstmesser in den Hals gesto-
chen und ihn dabei getötet habe,

dass  er  danach  sofort  aus  dem  Haus  gerannt  sei  und  bei  einem 
Freund in der Universität D._______ vorübergehend Unterschlupf ge-
funden habe,

dass sein Bruder im Jahre 1999 oder 2000 in den Sudan zurückge-
kehrt  sei  und der Beschwerdeführer nun in  Nigeria  keine Verwandte 
und  – mit Ausnahme des besagten Freundes  – keine Bekannte mehr 
habe,

dass er am 24. oder 25. August 2008 auf dem Landweg via Niger nach 
Libyen und anschliessend mit dem Schiff nach Italien gereist sei,

dass er am 14. September 2008 von Italien her mit dem Zug unter Um-
gehung der Grenzkontrollen in die Schweiz gereist sei,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  keinerlei  Ausweisschriften  zu  den  Akten 
reichte  und  auf  entsprechenden  Vorhalt  hin  erklärte,  ausser  eines 
Schüler-  beziehungsweise  Studentenausweises  nie  ein  Identitätspa-
pier beantragt oder besessen zu haben,

dass der Beschwerdeführer vom BFM für den weiteren Aufenthalt wäh-
rend der  Dauer  des  Verfahrens dem Kanton E._______  zugewiesen 
wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. November 2008  – eröffnet am 
12. November  2008  – in  Anwendung  von Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  und 
Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG; SR 142.31)  auf 
das Asylgesuch vom 14. September 2008 nicht eintrat und die Weg-
weisung des Beschwerdeführers anordnete, wobei dieser die Schweiz 
am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen habe, 

dass die Vorinstanz zur  Begründung dieses Entscheids im Wesentli-
chen ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe den Asylbehörden trotz 
entsprechender schriftlicher Aufforderung innerhalb der eingeräumten 
Frist  von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder 
Identitätspapiere zu den Akten gegeben,

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dass nicht  glaubhaft  sei,  dass der Beschwerdeführer in Nigeria über 
keinen Aufenthaltsstatus verfüge, 

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  seinen  Reiseweg  derart  unsub-
stanziiert  und realitätsfremd geschildert  habe, dass er nicht geglaubt 
werden könne,

dass der Beschwerdeführer bis anhin nichts unternommen habe, um 
seinen Studentenausweis zu erlangen,

dass sodann auch die weiteren Schilderungen des Beschwerdeführers 
in wesentlichen Punkten unsubstanziiert, vage, realitätsfremd und wi-
dersprüchlich ausgefallen seien,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom 18. November 2008 gegen die Verfügung des BFM vom 11. No-
vember 2008 Beschwerde erhob und sinngemäss beantragte, es sei 
die  besagte  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Prüfung  des 
Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung inklu-
sive der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (Art. 65 Abs. 1 und 2 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren [VwVG, SR 172.021]) beantragt wurde,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  20.  November  2008  vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass das BFM den Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungszuständigkeit  der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

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dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  gemäss der  revidierten  Bestimmung von Art.  32  Abs. 2  Bst.  a 
AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen  nicht  in  der  Lage (Art.  32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  wenn  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst  b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007 auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet, wobei 
im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der 
Flüchtlingseigenschaft  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegwei-
sungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind  (vgl.  BVGE  2007/8 
E. 2.1 S. 73), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- und Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, zu-
mal  der  Beschwerdeführer  diesen  Erwägungen  nichts  entgegenhält, 
das zu einer anderen Würdigung führen könnte,

dass  die  Vorinstanz  vorab  zutreffend  feststellte,  angesichts  dessen, 
dass die Mutter des Beschwerdeführers Nigerianerin gewesen sei und 
der  Beschwerdeführer  gemäss  seinen  Angaben  die  Schulen  bis  zur 
Universität in C._______ besucht habe, könne nicht geglaubt werden, 
dass der Beschwerdeführer in Nigeria keinen Aufenthaltsstatus gehabt 
habe (vgl. A1, S. 2), zumal in Nigeria aufgewachsene Ausländer mit ei-
nem nigerianischen Elternteil ohne weiteres die Staatsbürgerschaft er-
hielten,

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dass die in der Rechtsmitteleingabe (vgl. S. 4) dazu abgegebene Er-
klärung, der Beschwerdeführer sei irrtümlich davon ausgegangen, kei-
ne Aufenthaltsbewilligung zu haben, und habe sich keine weiteren Ge-
danken  über  diesen  Status  gemacht,  da  es  durchaus  möglich  sei, 
"ohne  Aufenthaltsstatus  an  der  Universität  eingeschrieben  zu  sein", 
nicht zu überzeugen vermag,

dass auch die durch nichts belegte – als Entgegnung auf die Feststel-
lung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe bis anhin nichts un-
ternommen,  um sich  seinen  Studentenausweis  zu  beschaffen  – Be-
hauptung,  die  Studentenkarte  sei  per  Post  auf  dem  Weg  in  die 
Schweiz, nicht geeignet ist, eine plausible Begründung für das Nicht-
einreichen von Reise- und Identitätspapieren zu liefern,

dass der Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuches  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2.), 

dass das BFM sodann zu Recht bemerkte, der vom Beschwerdeführer 
geschilderte Reiseweg (er will in nur rund zwei Wochen auf dem Land-
weg von der Küste im Süden Nigerias durch die Sahara bis an die liby-
sche Mittelmeerküste, dann per Schiff nach Italien und schliesslich mit 
dem Zug in  die  Schweiz  gereist  sein,  ohne dabei  jemals kontrolliert 
worden zu sein) sei als völlig realitätsfremd zu taxieren, 

dass sich durch den Einwand, Asylsuchende irrten "häufig durch meh-
rere  Länder",  bevor  sie  sich  bei  einer  Behörde  meldeten,  überdies 
habe "jeder von uns schon die Schweizer Grenze passiert, ohne kon-
trolliert zu werden" (vgl. Beschwerde S. 3), die Zweifel am vorgebrach-
ten Reiseweg keinesfalls beseitigen lassen,

dass es dem Beschwerdeführer im Weiteren auch nicht gelungen ist, 
die  geltend  gemachte  Verfolgungssituation  glaubhaft  zu  machen,  da 
die entsprechenden Aussagen  – wie in der angefochtenen Verfügung 
zutreffend festgestellt  wurde  – in  wesentlichen  Punkten sehr  unsub-
stanziiert und vage (etwa bezüglich des Hergangs der Tötung der Mut-
ter, bezüglich der mutmasslichen Täter  oder bezüglich der  Kenntnis-
nahme von der Verhaftung des Vorsitzenden der Bande) sowie wider-
sprüchlich  (etwa  was  die  Mörder  seiner  Mutter,  die  Ereignisse  vom 
13./14. August 2008, das Vorgehen der Polizei, nachdem diese Kennt-

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nis von der Erpressung seiner Mutter erhalten habe oder die Frage, ob 
auch sein Freund gesucht werde, betrifft) ausgefallen sind und somit 
nicht  den  Eindruck  erwecken,  der  Beschwerdeführer  habe  das  Ge-
schilderte tatsächlich selber erlebt,

dass  schliesslich  auch  die  weiteren,  knappen  Ausführungen  in  der 
Rechtsmitteleingabe (im Wesentlichen Wiederholungen des anlässlich 
der Befragungen geltend gemachten Sachverhaltes sowie der Hinweis, 
die  Kriminalitätsrate  sei  im  ganzen  Land  sehr  hoch)  nicht  geeignet 
sind, die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen zu beseitigen, 

dass mithin im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  direkten  Bundesanhörung  vom 6. Oktober  2008  darstellte, 
unter  Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche  Abklä-
rungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung ohne weiteres 
der Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  offenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig 
stünden  dem  Vollzug  der  Wegweisung  keine  Hindernisse  entgegen 
(Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass die Vorinstanz nach dem Gesagten zu Recht gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  hat  (Art.  32  Bst.  a  der 
Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
[AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte 
Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass das  BFM in seiner  angefochtenen Verfügung berechtigterweise 
bemerkte,  der  Beschwerdeführer  könnte  -  sofern  er  seine sudanesi-

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sche Staatsangehörigkeit nachweisen könne - grundsätzlich in den Su-
dan zurückkehren,

dass jedoch im Folgenden die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglich-
keit des Vollzugs der Wegweisung nach Nigeria, wo der Beschwerde-
führer aufgrund der Aktenlage ein Aufenthaltsrecht, allenfalls sogar die 
Staatsbürgerschaft besitzt, zu prüfen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer  im  Heimat-,  Herkunfts-  oder  einem  Drittstaat  droht 
(Art. 83 Abs. 3 AuG), zumal die geltend gemachte Verfolgungssituation 
nicht glaubhaft erscheint,

dass den Akten auch keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria unzumutbar wäre,

dass es zwar in Nigeria in den vergangenen Wochen  – insbesondere 
im Zusammenhang mit der Rückgabe der an Erdöl reichen Halbinsel 
Bakassi an Kamerun – zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen ni-
gerianischen Rebellen und den Sicherheitskräften gekommen ist,

dass jedoch bezüglich Nigeria – und auch bezüglich der im Niger-Del-
ta gelegenen Millionenstadt C._______, wo der Beschwerdeführer ge-
mäss seinen Angaben seit  seinem 3. Lebensjahr  gelebt  hat  – unter 
den  heute  bestehenden  Verhältnissen  nicht  von  Krieg,  Bürgerkrieg 
oder von einer Situation allgemeiner Gewalt, welche für den Beschwer-
deführer bei der Rückkehr in seine Heimat eine konkrete Gefahr dar-
stellen würde, gesprochen werden kann, 

dass der Beschwerdeführer jung und  – soweit aktenkundig  – gesund 
ist und über eine sehr gute Schulbildung (Primar- und Sekundarschule 
sowie Studien in Politik und öffentliche Verwaltung an der Universität 
D._______ in C._______) verfügt,

dass zudem davon auszugehen ist, dass er in Nigeria nebst dem be-
sagten  Freund  noch  weitere  Verwandte  und  Bekannte  hat,  weshalb 
nicht zu befürchten ist, dass er bei seiner Rückkehr in eine seine Exi-
stenz vernichtende Situation geraten könnte, die als konkrete Gefähr-

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dung  im  Sinne  der  zu  beachtenden  Bestimmungen  zu  werten  wäre 
(Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des – über ein Aufenthaltsrecht oder 
gar  über  die  Staatsbürgerschaft  verfügenden  – Beschwerdeführers 
nach Nigeria schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da kei-
ne praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entge-
genstehen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der dortigen Vertre-
tung  allenfalls  benötigte  neue  Reisepapiere  zu  beschaffen  (Art.  8 
Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten somit keine Wegweisungshindernisse vorlie-
gen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung inklusive der un-
entgeltlichen Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG abzuweisen ist,  da sich die Beschwerde als aussichtslos dar-
stellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des  Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Prozessführung  inklusive  der  unent-
geltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.–, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert  30 Tagen ab Versand des 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Kathrin Mangold Horni

Versand:

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