# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6397a793-c69b-58c8-b241-d19178d45d20
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 19.07.2023 VBE.2023.55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-55_2023-07-19.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

 

VBE.2023.55 / dr / nl 
Art. 72 

 

Urteil vom 19. Juli 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichterin Merkofer 

Gerichtsschreiberin i.V. Reisinger 

 

 
   

Beschwerde- 

führer 

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Evalotta Samuelsson, Rechtsanwältin, 

Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich 

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin 

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene  B._____  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 13. Dezember 2022) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1963 geborene und zuletzt als Koch und "Zeitungsverträger/Medien-

zusteller" tätig gewesene Beschwerdeführer meldete sich erstmals im 

Juli 2018 unter Hinweis auf einen "Herzinfarkt" und eine "Koronare 2-Ge-

fässerkrankung" zum Bezug von Leistungen (Berufliche Integration/Rente) 

der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Im Rahmen der da-

raufhin getätigten Abklärungen zog die Beschwerdegegnerin die Akten der 

Krankentaggeldversicherung bei. Da der Beschwerdeführer ab Okto-

ber 2018 wieder voll arbeitsfähig war, wurde der Fall mit Mitteilung vom 

19. November 2018 abgeschlossen. 

 

1.2. 

Am 20. März 2021 meldete sich der Beschwerdeführer erneut unter Hin-

weis auf eine gesundheitliche Verschlechterung seit November 2020 zum 

Bezug von Leistungen (Berufliche Integration/Rente) der IV an. Im Rahmen 

der daraufhin getätigten Abklärungen zog die Beschwerdegegnerin die Ak-

ten der Krankentaggeldversicherung bei, welche den Beschwerdeführer 

durch Dr. med. C., Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hatte untersu-

chen lassen (Expertise vom 5. Juli 2021 und versicherungsmedizinische 

Stellungnahme vom 21. September 2021), und hielt Rücksprache mit dem 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Nach durchgeführtem Vorbescheid-

verfahren verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 13. De-

zember 2022 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

 

2. 

2.1. 

Am 31. Januar 2023 erhob der Beschwerdeführer fristgerecht Beschwerde 

gegen die Verfügung vom 13. Dezember 2022 und stellte folgende Rechts-

begehren: 

 

" 1. «Die Verfügung vom 13.12.2022 sei aufzuheben und es sei dem Be-
schwerdeführer eine unbefristete volle Rente; eventualiter mind. unbe-
fristete Viertelrente zuzusprechen»; 

 
 2. «Eventualiter sei die Verfügung vom 13.12.2022 aufzuheben und es sei 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklä-
rungen zurückzuweisen, damit diese hernach erneut über die gesetzli-
chen Leistungen des Beschwerdeführers entscheidet» 

 
Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegne-
rin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 27. März 2023 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 - 3 - 

 

 

 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 28. März 2023 wurde die beruf-

liche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers beigeladen und ihr Ge-

legenheit zur Stellungnahme eingeräumt, worauf diese mit Eingabe vom 

4. April 2023 verzichtete. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 13. Dezember 2022 (Vernehm-

lassungsbeilage [VB] 86) zu Recht abgewiesen hat. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Ob diese Änderungen oder die bis zum 31. De-

zember 2021 geltende Rechtslage massgebend sind bzw. ist, ist jedoch 

unerheblich, da sich die Frage nach dem anwendbaren Recht in der vorlie-

genden Konstellation lediglich beim Tabellenlohnabzug stellt und ein sol-

cher weder nach altem noch nach neuem Recht zu gewähren ist, wie nach-

folgend aufgezeigt wird (vgl. E. 6.4.3 hiernach). 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

13. Dezember 2022 (VB 86) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf 

die von der Krankentaggeldversicherung veranlasste Expertise von 

Dr. med. C. vom 5. Juli 2021 und die Beurteilungen der RAD-Ärztin 

Dr. med. D., Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 19. Januar 

2022 und vom 3. Mai 2022. 

 

Dr. med. C. stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit (VB 56 S. 3): 

 

"-  Koronare 2-Gefässerkrankung 
- Z.n. STEMI 12/2017 
- Z.n. RIVA-Stenting 12/2017 
- Z.n. PTCA und Stenting RV-Ast/RCA 02/2018 
- Leicht eingeschränkte LVEF (45%) 
- CVRF: Arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie" 

 

Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit 50 % und in einer 

angepassten leichten bis selten mittelschweren Tätigkeit in wechselnder 

Belastung, ohne regelmässig mittelschwere und schwere Tätigkeiten, 

Schichtdienst und rein stehende Tätigkeiten, 80 % arbeitsfähig (VB 56 

S. 4). In einer angepassten Tätigkeit sei mit einer leichten Minderung des 

 - 4 - 

 

 

 

Rendements durch erhöhte Pausenbedürftigkeit und langsameres Arbeits-

tempo zu rechnen (VB 56 S. 3). 

 

Gemäss der Beurteilung von Dr. med. D. vom 19. Januar 2022 sei aus 

fachinternistischer und versicherungsmedizinischer Sicht festzustellen, 

dass – übereinstimmend mit der Einschätzung der Kardiologen des Kan-

tonsspitals E. – sich die Beschwerden durch die mittelgradig einge-

schränkte Pumpfunktion erklären liessen. Es werde eine Verlaufsuntersu-

chung in der Kardiologie des Kantonsspitals E. empfohlen. Inzwischen sei 

ein obstruktives Schlafapnoesyndrom diagnostiziert und eine Maskenbeat-

mung etabliert worden, wodurch die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht einge-

schränkt werde (VB 70).  

 

Nachdem die Verlaufsuntersuchung beim Kantonsspital E. am 28. März 

2022 stattgefunden hatte (VB 76), wurde der entsprechende Bericht der 

RAD-Ärztin Dr. med. D. vorgelegt. Gemäss ihrer Beurteilung vom 3. Mai 

2022 sei die Arbeitsfähigkeit in der Höhe von 50 % in der angestammten 

Tätigkeit aus versicherungsmedizinischer Sicht aufgrund der Befunde voll-

ständig nachvollziehbar. Eine angepasste Tätigkeit sei medizinisch-theore-

tisch in grösserem Umfang zumutbar. Es werde aufgrund des jetzigen Vor-

handenseins zusätzlicher, insbesondere aktueller Befunde von einer Leis-

tungseinschränkung von 30 % ausgegangen. So sei der Beschwerdeführer 

in der angestammten Tätigkeit ab 1. August 2021 50 % arbeitsfähig, wenn 

das Heben von Lasten über 20 kg vermieden und mindestens eine längere 

Pause beachtet werde. In einer angepassten, körperlich leichten, überwie-

gend sitzenden Tätigkeit bestehe ab 1. August 2021 eine 70%ige Arbeits-

fähigkeit (VB 78). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.2. 

Praxisgemäss spricht der Umstand, dass ein Gutachten im Auftrag eines 

Krankentaggeldversicherers – somit nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

(vgl. dazu BGE 141 V 330 E. 3.2 S. 335; 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258 ff.) – 

erstellt wurde, nicht gegen dessen Beweiskraft für die Beurteilung des Ren-

tenanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung. Indessen sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 

 - 5 - 

 

 

 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit einer solchen Ex-

pertise, so sind – wie bei versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen 

– ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Einem "Fremdgutachten" 

kommt somit nicht von vornherein dieselbe Beweiskraft zu wie einer ge-

richtlich oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger 

veranlassten Expertise unabhängiger Sachverständiger (Urteile des Bun-

desgerichts 9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.2; 8C_71/2016 vom 1. Juli 

2016 E. 5; 8C_230/2019 vom 2. Juli 2019 E. 3.2; je mit Hinweisen). 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst vor, sowohl die versiche-

rungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. C. vom 5. Juli 2021 als auch 

die Beurteilung der RAD-Ärztin Dr. med. D. vom 3. Mai 2022 würden sich 

als nicht schlüssig und unvollständig erweisen (Beschwerde S. 4). So wür-

den erhebliche Zweifel daran bestehen, dass der Beschwerdeführer die Tä-

tigkeit als Koch noch zu 50 % ausüben könne (Beschwerde S. 5 f.). Zudem 

habe die RAD-Ärztin weder die ausgeprägte Varikose noch das mittelgra-

dige obstruktive Schlafapnoesyndrom berücksichtigt oder diskutiert (Be-

schwerde S. 6). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Dr. med. C. führte in seiner Beurteilung vom 5. Juli 2021, wie vom Be-

schwerdeführer dargelegt (Beschwerde S. 5), aus, es müsse in Frage ge-

stellt werden, inwiefern der Beruf als Koch angesichts der kardialen 

Grunderkrankung grundsätzlich noch geeignet sei (VB 56 S. 3). Jedoch er-

läuterte er in seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 

21. September 2021, es habe sich dabei um eine prognostische und prak-

tisch orientierte Überlegung gehandelt, welche medizintheoretisch nichts 

daran ändern würde, dass eine Restarbeitsfähigkeit als Koch aktuell noch 

zu 50 % bestehen würde (VB 60.1 S. 5 f.). Ebenso wurde durch die behan-

delnden Ärzte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. In der angestammten 

Tätigkeit als Koch sollte es dem Beschwerdeführer möglich sein, halbtags 

tätig zu sein, wobei jedoch mindestens eine längere Pause gewährt werden 

sollte und auf das Heben schwerer Lasten (> 20 kg) zu verzichten sei (vgl. 

Arztbericht des Kantonsspitals E. vom 28. März 2022 in VB 76). Diese Ein-

schätzung sei gemäss der Stellungnahme von RAD-Ärztin Dr. med. D. vom 

3. Mai 2022 aus versicherungsmedizinischer Sicht vollständig nachvoll-

ziehbar (VB 78). Da für die IV-Grad-Berechnung jedoch ohnehin auf die 

angepasste Tätigkeit abzustellen (vgl. E. 6 nachfolgend) und das Warte-

jahr, für welches die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit entschei-

dend ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), unbestrittenermassen erfüllt ist, ist die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vorliegend nicht massge-

bend. Was die Auflösung des Arbeitsverhältnisses des Beschwerdeführers 

als Hilfskoch durch den Arbeitgeber betrifft (Beschwerde S. 5), ist darauf 

 - 6 - 

 

 

 

hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer das Angebot seines Arbeitge-

bers, in einem Teilzeitpensum zu arbeiten, abgelehnt habe, weshalb dieser 

das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst habe (Telefonische Abklärung der 

Krankentaggeldversicherung vom 15. Juli 2021 in VB 60.1 S. 15). 

 

5.2.2. 

RAD-Ärztin Dr. med. D. diskutierte in ihrem Bericht vom 3. Mai 2022, wie 

vom Beschwerdeführer ausgeführt (Beschwerde S. 6), zwar weder die aus-

geprägte Varikose noch das mittelgradige obstruktive Schlafapnoesyn-

drom. Dies ist indessen ohne Weiteres nachvollziehbar, äusserte sich 

Dr. med. D. in ihrer Stellungnahme vom 3. Mai 2022 ihrem Auftrag entspre-

chend doch einzig zum Bericht über die Verlaufskontrolle des Kantonsspi-

tals E. vom 28. März 2022, welche sie in ihrer Stellungnahme vom 19. Ja-

nuar 2022 empfohlen hatte (VB 70). Die Varikose am linken Bein des Be-

schwerdeführers wurde im Übrigen von Dr. med. C. in seiner Expertise vom 

5. Juli 2021 als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufge-

führt und entsprechend berücksichtigt (VB 56 S. 3 f.). Der Bericht von 

Dr. med. C. vom 5. Juli 2021 lag Dr. med. D. zudem vor (VB 78), weshalb 

deren Beurteilung vom 3. Mai 2022 in Kenntnis der Varikose erging. Betref-

fend das mittelgradige obstruktive Schlafapnoesyndrom legten Dr. med. F. 

und Prof. Dr. med. G., Fachärzte für Neurologie, der Klinik H. die Arbeits-

fähigkeit aus somnologischer Sicht in ihrem Bericht vom 7. Juli 2021 auf 

100 % fest (VB 62). Zudem äusserte sich RAD-Ärztin Dr. med. D. in ihrer 

Stellungnahme vom 19. Januar 2022 zum obstruktiven Schlafapnoesyn-

drom und verwies auf die dadurch nicht eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

(VB 70 S. 5). Die Varikose und das mittelgradige obstruktive Schlafapnoe-

syndrom vermögen somit weder an der Beurteilung von Dr. med. C. vom 

5. Juli 2021 (VB 56 S. 4) noch an derjenigen der RAD-Ärztin Dr. med. D. 

vom 3. Mai 2022 (VB 78) Zweifel zu wecken. 

 

5.2.3. 

RAD-Ärztin Dr. med. D. attestierte dem Beschwerdeführer in ihrem Bericht 

vom 3. Mai 2022, im Gegensatz zu Dr. med. C., welcher in einer angepass-

ten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % festhielt (VB 56 S. 4), eine sol-

che von 70 %. Dies begründete sie mit zusätzlichen und aktuellen Befun-

den (VB 78). So gehe aus dem Bericht des Kantonsspitals E. vom 28. März 

2022 nachvollziehbar hervor, dass die systolische Funktion der linken Herz-

kammer mittelschwer (EF 39 %), die diastolische Funktion leichtgradig ein-

geschränkt sei und sich in der Spiroergometrie eine mittelschwere Leis-

tungseinschränkung zeige. Zudem sei eine chronotrope Inkompetenz be-

schrieben worden, die ebenfalls zur Leistungsminderung beitragen könne 

(VB 78, vgl. VB 76). Die von der Einschätzung von Dr. med. C. in seinem 

Gutachten vom 5. Juli 2021 abweichende Beurteilung durch die RAD-Ärztin 

Dr. med. D. und die darin attestierte Arbeitsfähigkeit in der Höhe von 50 % 

in der angestammten und 70 % in einer angepassten Tätigkeit (VB 78) sind 

 - 7 - 

 

 

 

angesichts der mit Bericht des Kantonsspitals E. vom 28. März 2022 aus-

gewiesenen zusätzlichen, aktuellen Befunde ohne Weiteres nachvollzieh-

bar. 

 

6. 

6.1. 

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 

Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG; vgl. auch Art. 25 und 

26 IVV). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-

kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-

setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-

valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG; sogenannte all-

gemeine Methode des Einkommensvergleichs). 

 

6.2. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des Validenein-

kommens auf das zuletzt erzielte Einkommen des Beschwerdeführers, wel-

ches gemäss Angaben seines damaligen Arbeitgebers im Jahr 2021 

Fr. 67'600.00 betragen habe. Dieses ergänzte sie mit dem durchschnittli-

chen Einkommen des Beschwerdeführers aus den beiden Nebenerwerbs-

tätigkeiten aus den Jahren 2015 bis 2019 in der Höhe von Fr. 9'594.00, 

woraus ein Valideneinkommen von Fr. 77'194.00 resultierte. Da der Be-

schwerdeführer seit Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbstätig-

keit mehr aufgenommen hat, stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der 

Festlegung des Invalideneinkommens auf die Tabelle TA1, Total, Kompe-

tenzniveau 1, der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bun-

desamtes für Statistik (BfS) (vgl. diesbezüglich Urteil des Bundesgerichts 

8C_632/2021 vom 2. Dezember 2021 E. 6.3.2) des Jahres 2018, wobei sie 

die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit sowie die bis 2021 eingetre-

tene Lohnentwicklung berücksichtigte. Das Invalideneinkommen setzte sie 

bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit auf 

Fr. 47'843.00 fest. Bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 29'351.00 resultierte 

somit ein (rentenausschliessender) Invaliditätsgrad von 38 % (VB 86, 

Art. 28 IVG). 

 

Betreffend die Festsetzung des Invalideneinkommens bringt der Beschwer-

deführer vor, es hätte ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 10 % 

vorgenommen werden müssen (Beschwerde S. 6 f.). Mangels in der 

Schweiz anerkannter Ausbildung und Spezialkenntnissen und da der Be-

schwerdeführer zehn Jahre beim selben Arbeitgeber gearbeitet habe und 

lediglich über rudimentäre Deutschkenntnisse verfüge und aufgrund des 

erheblich eingeschränkten Belastungsprofils, sei zudem von einer Unver-

wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

 - 8 - 

 

 

 

auszugehen (Beschwerde S. 7). Die Ermittlung des Valideneinkommens 

wird vom Beschwerdeführer nicht gerügt (vgl. BGE 119 V 347 E. 1a 

S. 349 f.). 

 

6.3. 

Die Beschwerdegegnerin rechnete das Einkommen aus den Nebener-

werbstätigkeiten des Beschwerdeführers bei der J. AG und der K. AG beim 

Valideneinkommen zum Einkommen aus der Haupterwerbstätigkeit in der 

Höhe von Fr. 67'600.00 für das Jahr 2021 hinzu. Betreffend die Nebener-

werbstätigkeit bei der J. AG ist dies korrekt, da der Beschwerdeführer diese 

vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2021 nach wie vor aus-

geübt hatte (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto in VB 37), weshalb 

davon auszugehen ist, dass er ohne Gesundheitsschaden auch weiterhin 

bei der J. AG tätig gewesen wäre und das betreffende Einkommen somit 

auch weiterhin erzielt hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_745/2020 

vom 29. März 2021 E. 6.2. mit Hinweis). Die Nebenerwerbstätigkeit bei der 

K. AG nahm der Beschwerdeführer im Jahr 2018 hingegen nicht wieder auf 

(vgl. Auszug aus dem individuellen Konto in VB 37), obwohl er seit Okto-

ber 2018 wieder voll arbeitsfähig war (vgl. Aktennotiz vom 15. November 

2018 in VB 26). Der Beschwerdeführer erzielte die Einkünfte daraus somit 

bereits vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2021 nicht mehr 

und hätte sie daher ohne Gesundheitsschaden auch weiterhin nicht erzielt. 

Die Nebenerwerbstätigkeit bei der K. AG hätte bei der Ermittlung des Vali-

deneinkommens somit nicht berücksichtigt werden dürfen. Wird das Ein-

kommen aus der Haupterwerbstätigkeit in der Höhe von Fr. 67'600.00 

(VB 44) mit den durchschnittlichen Einkünften aus der Nebenerwerbstätig-

keit bei der J. AG aus den Jahren 2016 bis 2020, indexiert auf das Jahr 

2021, in der Höhe von Fr. 6'482.00 (Auszug aus dem individuellen Konto in 

VB 37) addiert, ergibt sich ein Valideneinkommen in der Höhe von insge-

samt Fr. 74'082.00. 

 

6.4. 

6.4.1. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel-

cher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich er-

zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte Per-

son nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 

nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der LSE herangezogen wer-

den (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweis unter anderem auf BGE 129 

V 472 E. 4.2.1 S. 475). 

 
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von lohnstatistischen An-

gaben ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

 - 9 - 

 

 

 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon-

kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug soll 

aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall An-

haltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder 

mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfä-

higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 

Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges 

ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalidenein-

kommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schät-

zen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen 

(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.; 129 V 472 

E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]). 

 

6.4.2. 

Da der Beschwerdeführer seit Eintritt des Gesundheitsschadens keine Er-

werbstätigkeit mehr aufgenommen hat, stellte die Beschwerdegegnerin zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens – übereinstimmend mit der bundes-

gerichtlichen Rechtsprechung – auf die LSE-Tabellenlöhne ab. Wird auf 

Tabellenlöhne abgestellt, sind jedoch grundsätzlich immer die aktuellsten 

veröffentlichten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 

S. 297; 142 V 17a E. 2.5.8.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_132/2020 vom 

18. Juni 2020 E. 4.1 und 4.2.1). Die Beschwerdegegnerin hätte daher nicht 

auf die LSE-Tabellenlöhne des Jahres 2018, sondern auf diejenigen des 

Jahres 2020 abstellen müssen. Gemäss der LSE-Tabelle TA1, Total, Kom-

petenzniveau 1, des Jahres 2020 beträgt der Tabellenlohn monatlich 

Fr. 5'261.00. Wird die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit sowie die 

bis 2021 eingetretene Lohnentwicklung berücksichtigt, entspricht dieser ei-

nem Jahreslohn von Fr. 65'322.00. Bei einer Arbeitsfähigkeit in der Höhe 

von 70 % (VB 78) resultiert daraus ein Invalidenlohn in der Höhe von 

Fr. 45'725.00. 

 

6.4.3. 

Was den beantragten Tabellenlohnabzug in der Höhe von 10 % betrifft, ist 

zu erwähnen, dass die leichte Minderung des Rendements durch erhöhte 

Pausenbedürftigkeit und langsameres Arbeitstempo (VB 56 S. 3, E. 3) be-

reits bei der Höhe der zumutbaren Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurde 

und deshalb nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Ab-

zugs einfliessen und zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts-

punkts führen darf (vgl. VB 60.1 S. 5, wonach eine Einschränkung des Ren-

dements um 50 % angenommen wurde, gerade weil regelmässig mittel-

schwere und schwere Tätigkeiten sowie rein stehende Tätigkeiten nicht 

mehr abverlangt werden können; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

9C_217/2017 vom 21. Dezember 2017 E. 4.2 mit Hinweis). Die Bedeutung 

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 - 10 - 

 

 

 

der Dienstjahre nimmt im privaten Sektor sodann ab, je niedriger das An-

forderungsprofil ist. Im Rahmen des Kompetenzniveaus 1 kommt der lan-

gen Betriebszugehörigkeit praxisgemäss keine relevante Bedeutung zu 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_874/2014 vom 2. September 2015 E. 3.3.2), 

weshalb die Tatsache, dass der Beschwerdeführer über zehn Jahre beim 

selben Arbeitgeber tätig war (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto in 

VB 37), keinen Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen vermag. Das Alter des 

Beschwerdeführers wirkt sich des Weiteren statistisch gesehen vorliegend 

eher lohnerhöhend aus (vgl. die Tabelle T9_b, Monatlicher Bruttolohn nach 

Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht des Jahres 2020). Betref-

fend die Nationalität beziehungsweise die Aufenthaltskategorie ist zu er-

wähnen, dass der Beschwerdeführer die Schweizerische Staatsangehörig-

keit besitzt (vgl. Identitätskarte in VB 30), was sich statistisch gesehen 

ebenfalls lohnerhöhend auswirkt (vgl. die Tabelle T12_b, Monatlicher Brut-

tolohn, Schweizer/innen und Ausländer/innen, nach beruflicher Stellung 

und Geschlecht des Jahres 2020). Nicht abzugsrelevant sind sodann die 

vom Beschwerdeführer angeführten sprachlichen Schwierigkeiten, da 

Hilfsarbeitstätigkeiten im Rahmen des Kompetenzniveaus 1 keine guten 

Kenntnisse der deutschen Sprache erfordern (vgl. Urteile des Bundesge-

richts 9C_777/2015 vom 12. Mai 2016 E. 5.3; 9C_426/2014 vom 18. Au-

gust 2014 E. 4.2). Wie hiervor bereits erwähnt (vgl. E. 2), ist ein Tabellen-

lohnabzug sodann auch nach neuem Recht nicht zu gewähren. Ein solcher 

wird gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV lediglich vorgenommen, wenn die versi-

cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 

Leistungsfähigkeit (vgl. Art 54a Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 49 Abs. 1bis IVV) von 

50 % oder weniger tätig sein kann. Vorliegend ist der Beschwerdeführer in 

einer angepassten Tätigkeit jedoch 70 % arbeitsfähig (VB 78). 

 

6.5. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 74'082.00 (vgl. E. 6.3. hiervor) und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 45'725.00 (Fr. 65'322.00 x 0.70; vgl. 

E. 6.4.2) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 28'357.00 und somit ein 

rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 38 % (Art. 28 IVG). 

 

7. 

Was die Rüge des Beschwerdeführers betrifft, es sei von einer Unverwert-

barkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt aus-

zugehen (Beschwerde S. 7), ist festzuhalten, dass ihm mit Blick auf seine 

restliche Aktivitätsdauer von noch sechseinhalb Jahren (3. Mai 2022 [Zeit-

punkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer Teilerwerbs-

tätigkeit; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 461 f.] bis zum Pensionsalter) eine 

erwerbliche Umsetzung der Leistungsfähigkeit möglich und zumutbar ist; 

dies insbesondere, da er in einer Verweistätigkeit 70 % arbeitsfähig ist (vgl. 

auch Urteil des Bundesgerichts 8C_117/2018 vom 31. August 2018 E. 3.2 

und 3.3.4, in welchem die Verwertbarkeit bei einer Versicherten, die rund 

zwei Jahre vor der ordentlichen Pensionierung stand und noch zu 80 % in 

 - 11 - 

 

 

 

Verweistätigkeiten arbeitsfähig war, bejaht wurde). Bei einem Zumutbar-

keitsprofil, bei welchem er noch leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten 

ausüben kann (VB 78), steht dem Beschwerdeführer ein breites Spektrum 

an Verweistätigkeiten offen. Auch die vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte mangelhafte Schulbildung und fehlende Berufsausbildung wirken 

sich bei den ihm zumutbaren Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 nicht ne-

gativ aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_192/2022 vom 7. Juli 2022 E. 7.2 

mit Hinweis). Es ist deshalb trotz des Alters des zum massgeblichen Zeit-

punkt 58-jährigen Beschwerdeführers und seiner fehlenden Berufsausbil-

dung nicht von einem invalidenversicherungsrechtlich erschwerten Zugang 

zum Arbeitsmarkt auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_892/2017 vom 23. August 2018 E. 5; Urteil des Bundesgerichts 

8C_910/2015 vom 19. Mai 2016). 

 

8. 

8.1. 

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 

13. Dezember 2022 (VB 86) das Rentenbegehren des Beschwerdeführers 

(VB 29) zu Recht abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde ist da-

her abzuweisen. 

 

8.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

8.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 - 12 - 

 

 

 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 19. Juli 2023 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Päsidentin:    Die Gerichtsschreiberin i.V.: 

 

 

 

Peterhans    Reisinger