# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 817b7857-5ab4-527f-a43f-74b299d90487
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.10.2023 S 2022 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-59_2023-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 2. Oktober 2023
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2022 59

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Urteil S 2022 59

A. Der 1971 geborene A.________ war zuletzt bis zum 31. August 2018 als Dispo-
nent bei der C.________ AG angestellt (BG-act. 260 S. 85, VGer ZG S 2021 151 vom 14. 
April 2023 Ziff. A.a.) und über die Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch gegen die Fol-
gen von Unfällen versichert. Am 13. April 2017 erlitt er zuhause einen Treppensturz, bei 
dem er sich einen komplizierten mehrfachen Bruch des linken Oberarms zuzog (Unfall-
meldung vom 19. April 2017, BG-act. 1; Austrittsbericht des Kantonsspitals D.________ 
vom 19. April 2017, BG-act. 7). In der Folge übernahm die Suva die Heilungskosten und 
gewährte Taggelder (BG-act. 3 ff.). Im Verlauf sprach sie dem Versicherten eine Inte-
gritätsentschädigung von 25 % zu aufgrund reduzierter Beweglichkeit sowie Muskel- und 
Kraftminderung links (Schultern bis Hand) und einer schweren Arthrose am linken Schul-
tergelenk (BG-act. 176, 257, 269). Hingegen gewährte sie keine Rente (BG-act. 269). Da-
bei stützte sie sich auf die Feststellungen ihres Kreisarztes. Dieser attestierte – nach Ein-
holen ergänzender neurologischer und bildgebender Befunde (BG-act. 253 f.) – aus soma-
tischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Bürotätigkeit spätestens seit 
dem 1. April 2021 (kreisärztliche Berichte vom 15. März und 29. April 2021, BG-act. 250, 
256). Daran hielt die Suva mit Einspracheentscheid vom 4. April 2022 fest (BG-act. 288). 

B. Hiergegen führte der Versicherte Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Er verlangt die 
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids im Rentenpunkt sowie die Rückweisung der 
Angelegenheit an die Suva, damit diese ein externes Gutachten zur unfallbedingten Ar-
beitsunfähigkeit (Fachbereiche Orthopädie und Neurologie) veranlasse und hernach er-
neut über seinen Rentenanspruch entscheide (act. 1 S. 2, 7).  

C. Die Suva schliesst auf Abweisung der Beschwerde (act. 3). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-
lversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde 
erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 ATSG). Örtlich zuständig 
ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit 
der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG; hier: Kanton Zug, bei 
Wohnsitz des Beschwerdeführers in E.________). Im Kanton Zug beurteilt gemäss Art. 57 

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Urteil S 2022 59

ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden auf dem Gebiet der eid-
genössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittel-
instanz vorsieht. Der angefochtene Entscheid datiert vom 4. April 2022 und ging gemäss 
Sendungsverfolgung der Post am 6. April 2022 beim Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers ein. Die am 19. Mai 2022 der schweizerischen Post übergebene Beschwerde wurde – 
unter Berücksichtigung des Fristenstillstands vom siebten Tag vor Ostern (Sonntag, 17. 
April 2022) bis und mit dem siebten Tag nach Ostern (Art. 38 Abs. 4 lit. a i.V.m. Art. 60 
Abs. 2 ATSG) – rechtzeitig eingereicht. Sie entspricht den formellen Anforderungen. Der 
Beschwerdeführer ist direkt betroffen und damit zur Beschwerde legitimiert, die demnach 
zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäfts-
ordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Der vorliegende Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 
zu Recht den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Unfallversi-
cherung verneint hat, ohne weitere Abklärungen zu tätigen. Nicht (mehr) Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens ist hingegen der Fallabschluss per 31. März 2021 sowie die Höhe 
der zugesprochenen Integritätsentschädigung.  

2.1 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das Vor-
liegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung (vgl. zum Unfallbegriff 
Art. 4 ATSG). Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater 
Kausalzusammenhang besteht (etwa: BGE 142 V 435 E. 1). 

2.2 Ein Rentenanspruch gegenüber der Unfallversicherung entsteht erst, wenn von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs-
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen 
die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Vorausgesetzt 
ist, dass der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens zehn Prozent invalid ist 
(Art. 18 UVG i.V.m. Art. 8 ATSG). 

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2.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtspre-
chung kommt auch den (Akten-)Beurteilungen der beratenden Ärztinnen und Ärzte Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Praxis-
gemäss kommt ihnen aber nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im 
Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhän-
giger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutach-
tens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel-
len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Fest-
stellungen von beratenden Ärzten oder Ärztinnen, so sind ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen. Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vor-
liegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht (BGer 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hin-
weisen; vgl. BGE 137 V 210 E. 1.4; 135 V 465 E. 4.4).

3. Vorliegend ist unbestritten, dass der Versicherte mit dem Treppensturz im April 
2017 einen Unfall erlitten hat. Ebenso wenig werden die Kausalität zwischen dem 
Unfallereignis bzw. der infolgedessen notwendigen Operationen und dem erlittenen 
körperlichen Schaden insbesondere an der linken Schulter bestritten. Weiterungen dazu 
erübrigen sich. Strittig ist hier einzig, ob bzw. inwiefern sich die bleibenden körperlichen 
Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten auswirken und folglich eine 
Leistungspflicht der Unfallversicherung auszulösen vermögen (potenziell: 
Komplementärrente, nachdem der Versicherte gemäss rechtskräftigem Urteil S 2021 151 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 14. April 2023 spätestens seit 1. Januar 
2018 aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung vollumfänglich arbeitsunfähig ist und 
deshalb seit 1. Januar 2019 Anspruch hat auf eine ganze Rente der Invalidenversiche-
rung). 

3.1 Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf die Beurteilungen 
ihres Kreisarztes Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 10. März sowie 29. April 

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2021 (BG-act. 250, 256), sowie die vom Beschwerdeführer eingereichten und auf 
Empfehlung des Kreisarztes zusätzlich eingeholten Akten. 

3.2
3.2.1 Der Versicherte erlitt zunächst im April 2017 einen komplizierten Bruch, der 
operativ versorgt wurde und ordentlich heilte, so dass bereits Mitte September 2017 die 
Arbeitsunfähigkeit durch den Operateur nurmehr mit 25 % beziffert wurde (BG-act. 33). Ab 
Ende September 2017 wurde eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (BG-act. 33), die in der 
Folge am angestammten Arbeitsplatz tatsächlich umgesetzt werden konnte, wenngleich 
dokumentiert ist, dass gewisse Schmerzen und Beschwerden weiterhin bestanden (BG-
act. 40). Bei der operativen Entfernung der im Rahmen der ersten Operation 
eingebrachten Metallplatte kam es indes zum erneuten Bruch des Oberarmknochens. Die 
Versorgung dieses Bruchs führte zu Komplikationen insbesondere neurologischer Art 
(Einklemmung eines Nervs mit Folge insbesondere einer Fallhand, d.h. Unfähigkeit, das 
Handgelenk und die Finger zum Handrücken hin zu strecken; vgl. BG-act. 56 ff.). Wie sich 
den Akten entnehmen lässt, handelte es sich bei der erlittenen Nervenschädigung um eine 
gängige Komplikation, bei der in der Regel ein beschwerdefreies Abheilen zu erwarten war 
(vgl. etwa BG-act. 71 S. 1). Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Versicherte seine 
Arbeit am 30. April 2018 wieder halbtags aufnehmen konnte (BG-act. 105 S. 1). Im Verlauf 
dekompensierte er jedoch psychisch und begab sich ab Juni 2018 (erneut) ambulant in 
psychiatrische Behandlung; durch die behandelnde Psychiaterin wurde eine volle 
Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen attestiert (BG-act. 260 S. 133). Trotz durch 
die psychische Instabilität erschwerter orthopädischer Rehabilitation verbesserte sich 
hingegen der somatische Zustand bis August 2018 so weit, dass die Fallhand nicht mehr 
bestand und die Belastbarkeit des Arms gesteigert werden konnte. Eine Arbeitsunfähigkeit 
wurde nurmehr im Umfang von 37,5 % attestiert (Bericht des Kantonsspitals D.________ 
vom 22. August 2018, BG-act. 132). Im Verlauf ging der behandelnde orthopädische 
Chirurg davon aus, der Patient habe ab 10. Oktober 2018 – aus rein orthopädischer Sicht 
– wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erlangt (BG-act. 146). Die beigezogene Neurologin Dr. 
med. G.________ stellte zwar im August 2019 aus neurologischer Sicht weiterhin 
Beschwerden fest (Sensibilitätsdefizit, Extensionsdefizit, neuropathisches 
Schmerzsyndrom). Eine Arbeitsunfähigkeit vermochte sie indes nicht zu attestieren, 
sondern regte diesbezüglich eine orthopädische Beurteilung an, wobei sie immerhin 
anmerkte, die Schulterschmerzen hätten sich (erst) nach Abbruch der Physiotherapie 
erneut progredient gezeigt, was auch die Bürotätigkeit potenziell gefährde (vgl. BG-act. 
197). 

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3.2.2 Der Kreisarzt der Suva stellte am 7. Dezember 2020 – in Übereinstimmung mit 
den behandelnden Ärzten – aufgrund der Akten fest, dass aus rein somatischer Sicht der 
Endzustand im August 2019 erreicht gewesen sei und eine volle Arbeitsfähigkeit seit 
10. Oktober 2018 wieder bestanden habe. Gleichzeitig wies er auf eine beginnende 
Arthrose an der linken Schulter hin (BG-act. 226 S. 4). Am 10. März 2021 untersuchte er 
den Versicherten persönlich. Basierend darauf empfahl er am 15. März 2021 die 
Weiterführung der Physiotherapie sowie der Behandlung mit Schmerzmitteln und das 
Einholen aktueller neurologischer und bildgebender (computertomografischer) Befunde 
(BG-act. 250), was in der Folge veranlasst wurde (BG-act. 253 f.). Mit Stellungnahme vom 
29. April 2021 hielt Dr. F.________ gestützt auf die ergänzte Aktenlage fest, neurologisch 
seien nach wie vor leichte Residuen vorhanden. Weiter seien die arthrotischen 
Veränderungen an der Schulter fortgeschritten, weshalb die Integritätsentschädigung zu 
erhöhen sei. Indes sei – selbstredend immer nur aus somatischer Sicht – nach wie vor von 
einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer Bürotätigkeit auszugehen (BG-act. 256). 

3.3 Der Schluss des Kreisarztes auf eine aus somatischer Sicht trotz 
Residualbeschwerden wiederhergestellte volle Arbeitsfähigkeit für die angestammten, 
körperlich leichten Büroarbeiten, ist demnach in allen Teilen nachvollziehbar, zumal der 
Kreisarzt keineswegs die verbleibenden Beschwerden ausser Acht gelassen, diesen indes 
nachvollziehbar keinen Einfluss (mehr) auf die Arbeitsfähigkeit in einer leichten 
Bürotätigkeit zugemessen hat. Dabei fällt ins Gewicht, dass in der 
sozialversicherungsrechtlichen Rentenprüfung nicht die Sozialversicherung materiell 
beweisbelastet ist, eine unverminderte Arbeitsfähigkeit mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zu beweisen, sondern die materielle Beweislast sich vielmehr zulasten 
der rentenansprechenden Person auswirkt, wenn eine Arbeitsunfähigkeit nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit belegt werden kann, trotz dem 
Untersuchungsgrundsatz genügender Abklärungen der Versicherungsträgerin (statt vieler: 
BGE 144 V 50 E. 4.3 i.f. mit Hinweisen). Damit letztere gehalten ist, weitere 
Nachforschungen anzustellen, müssen sich aus den Parteivorbringen oder den Akten 
hinreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der rechtserhebliche Sachverhalt noch 
nicht richtig und vollständig abgeklärt wurde (vgl. etwa BGer 9C_58/2022 vom 7. Juni 
2022 E. 4.1.1). Dies ist hier nicht der Fall, hat doch ausweislich der Akten keine der 
behandelnden Arztpersonen aus somatischer Sicht über den 10. Oktober 2018 hinaus 
eine Arbeitsunfähigkeit attestiert, geschweige denn nachvollziehbar begründet. Mithin hat 
die Suva den Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt, indem sie auf ein 

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versicherungsexternes Gutachten verzichtet und auf die Berichte ihres Kreisarztes 
abgestellt hat (der den Versicherten persönlich untersucht hatte). 

Das Ergebnis überzeugt auch vor dem Hintergrund der zahlreichen heute verfügbaren 
Hilfsmittel (etwa ergonomische Hilfen, Einhand-Schreibtastatur, etc.) sowie der 
Rechtsprechung, die entsprechend selbst bei funktionell einarmigen Personen, und sogar 
bei Versicherten, die ihre dominante Hand gesundheitlich nur noch sehr eingeschränkt 
einsetzen können – also bei Personen mit wesentlich schwereren somatischen 
Einschränkungen als der Beschwerdeführer –, lediglich einen Abzug vom Tabellenlohn 
vorsieht, ohne regelhaft auf Arbeitsunfähigkeit zu schliessen (vgl. etwa BGer 8C_55/2022 
vom 19. Mai 2022 E. 4.4.1 mit Hinweisen). 

3.4 Zu keinem anderen Ergebnis führt der Verweis des Beschwerdeführers auf seine 
erhöhte Ermüdbarkeit, Einschränkungen in der Durchhaltefähigkeit und Konzentration, 
sowie einen erhöhten Pausenbedarf. Diese Einschränkungen sind zwar glaubhaft und 
plausibilisiert. Sie führten denn auch (u.a.) zur Zusprache einer Rente der 
Invalidenversicherung (VGer ZG S 2021 151 vom 14. April 2023). Indes stehen diese 
Einschränkungen nach den Erkenntnissen aus dem Parallelverfahren ganz überwiegend 
wahrscheinlich im Zusammenhang mit der psychiatrischen Erkrankung des 
Beschwerdeführers, zumal sie sich gerichtsnotorisch (aus dem Verfahren VGer ZG S 2021 
151) bereits vor dem hier zugrundeliegenden Unfallereignis progredient manifestiert 
haben. Für die Folgen einer psychiatrischen Vorerkrankung hat indes nicht die 
Unfallversicherung einzustehen. 
 
4. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

5. Bei sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfah-
ren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). Eine solche Kostenpflicht ist im Bereich der Unfallversicherung nicht vorgesehen, 
so dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG ist weder 
dem vollständig unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden Sozialversiche-
rungsträgerin eine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die Be-
schwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 2. Oktober 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am