# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3318dbbd-73eb-52ae-aa34-ba69d4bb1bd8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2010 C-1486/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1486-2009_2010-12-09.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III
C-1486/2009

Urteil vom 9.Dezember 2010

Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Antonio Imoberdorf,   
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

Parteien M._______, 
vertreten durch lic. iur. Hans D. Schoch,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen.

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Sachverhalt:

Der Beschwerdeführer (geb. 1977, Palästinenser mit jordanischem Pass) 
heiratete am 21. Mai 2000 in Jerusalem eine Schweizer Bürgerin. Im 
Rahmen des Familiennachzugs gelangte er am 14. Juli 2000 in die 
Schweiz und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner 
im Kanton Basel-Landschaft lebenden Ehefrau. Am 1. Januar 2003 
trenn�ten sich die Eheleute. Sechs Wochen später wurde den Ehegatten 
das Ge�trenntleben richterlich bewilligt. Die kantonale Migrationsbehörde 
verlängerte die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers letztmals 
bis zum 13. Juli 2006, nachdem sie seinen Aufenthaltsanspruch in den 
Jah�ren 2004 und 2005 überprüft hatte (die Ehefrau hielt damals die 
künftige Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft nicht für 
ausgeschlossen).

Am 21. Juni 2006 unterbreitete die kantonale Migrationsbehörde die 
wie�der anstehende Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Be�schwerdeführers dem BFM zur Zustimmung, welche die Vorinstanz 
mit Verfügung vom 18. August 2006 verweigerte. Gleichzeitig wies sie ihn 
aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist an. Die dagegen 
eingereichte Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 
vom 23. Juni 2008 (Geschäfts-Nr. C-544/2006) ab, wobei der Vollzug der 
Wegweisung des Beschwerdeführers nach Jordanien als zulässig, 
mög�lich und zumutbar erachtet wurde. In letzter Instanz wies 
schliesslich auch das Bundesgericht mit Urteil vom 16. Januar 2009 eine 
gegen die�sen Entscheid erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegen�heiten ab, soweit es darauf eintrat.

Noch vor dem letztinstanzlichen Urteil des Bundesgerichts gelangte der 
Beschwerdeführer am 28. Juli 2008 erneut an die kantonale 
Migrationsbehörde und ersuchte wiedererwägungsweise um 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Das in der Folge eröffnete 
Zustimmungsverfahren schrieb das BFM als gegenstandslos geworden 
ab, nachdem die Ehefrau des Beschwerdeführers beschlossen hatte, die 
Scheidung einzureichen. Am 14. Oktober 2008 unterbreitete das 
kantonale Migrationsamt dem BFM ein Gesuch des Beschwerdeführers 
vom 2. Oktober 2008 um Er�teilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss 
Art. 30 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

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die Aus�länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) zur Zustimmung. 
Mit Schreiben vom 15. Oktober 2008 zeigte das kantonale Migrationsamt 
dem Be�schwerdeführer die Bereitschaft an, ihm eine 
Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen zu erteilen.

Am 28. Oktober 2008 räumte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer unter 
Hinweis auf die entsprechenden Erwägungen im Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Juni 2008 (C-544/2006) das 
rechtliche Gehör zur beabsichtigten Abweisung des Gesuchs ein. Von der 
Gelegenheit des rechtlichen Gehörs machte der Beschwerdeführer mit 
Eingabe vom 13. November 2008 Gebrauch und führte im Wesentlichen 
aus, dass er einen Drittel seines Lebens in der Schweiz verbracht und 
sich den schweizerischen Lebensumständen in sehr hohem Masse 
angepasst habe. Er sei polizeilich, behördlich und sozial nie aufgefallen 
und spreche Schweizerdeutsch. Die Lebensumstände in seinem 
ursprünglichen Heimatland kenne er nicht mehr. Hinzu komme, dass die 
lange, nicht ihm anzulastende Dauer des Verfahrens um Zustimmung zur 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (über zwei Jahre) für ihn 
menschlich und wirt�schaftlich einschneidende Konsequenzen gehabt 
habe. Während dieser Zeit habe er lediglich über eine 
Aufenthaltsberechtigung von drei Monaten verfügt. Nach der Erteilung der 
Aufenthaltsbewilligung werde es ihm mit Sicherheit gelingen, eine seinen 
Bedürfnissen entsprechende Anstellung zu finden. Der Härtefall sei 
vorliegend klar gegeben.

Mit Verfügung vom 28. Januar 2009 verweigerte die Vorinstanz die zur 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen 
er�forderliche Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung.

Mit Rechtsmitteleingabe vom 6. März 2009 beantragt der 
Beschwerdefüh�rer beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der 
vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 
aus humanitä�ren Gründen bzw. die Anweisung an das BFM, ihm eine 
solche Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In prozessualer Hinsicht wurde 
um Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung sowie um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung 
ersucht. Zur Begrün�dung verweist der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen auf seine Eingaben bei der kantonalen Migrationsbehörde 

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und der Vorinstanz. Ergänzend wird geltend gemacht, dass er – obwohl 
im Besitze eines jordanischen Passes – nie in Jordanien selbst gelebt 
habe. In Israel bzw. in Ost�jerusalem oder im Westjordanland zu leben, 
wäre mit unüberwindlichen wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten 
verbunden. Zudem könne ihm eine Rückkehr auch aus medizinischer 
Sicht nicht zugemutet werden.

Mit Zwischenverfügung vom 13. März 2009 wies das 
Bundesver�waltungsgericht den Beweisantrag um Durchführung einer 
öffentlichen Parteiverhandlung bzw. einer Parteibefragung ab und gab 
dem Be�schwerdeführer Gelegenheit, eine allfällige 
Beschwerdeergänzung nachzureichen.

Nach mehrmaliger Fristerstreckung reichte der Beschwerdeführer am 
31. August 2009 das ausgefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege" ein und bringt u.a. vor, dass Palästinenser aus Jerusalem, 
die (mit jordanischem Pass) länger als sieben Jahre im Ausland seien, 
das Bleibe- oder Rückkehrrecht verloren hätten.

Am 3. September 2009 wies das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung 
ab.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 4. November 2009 
auf Abweisung der Beschwerde und hält ergänzend fest, dass die 
Prü�fung der technischen Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs infolge 
unklarer Nationalitätsangehörigkeit nicht Gegenstand des vorliegenden 
Ver�fahrens sei.

Von der dem Beschwerdeführer mit Instruktionsverfügung vom 
9. November 2009 eingeräumten Möglichkeit zur Abgabe einer Replik 
wurde innert dazu angesetzter Frist kein Gebrauch gemacht.

Auf die weiteren Vorbringen, die mit der Beschwerde eingereichten 
Beweismittel und die beigezogenen kantonalen Akten wird, soweit 
ent�scheiderheblich, in den Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 
33 VGG genannten Behörden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM 
betreffend Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen gemäss Art. 
30 Abs. 1 Bst. b AuG. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in 
die�sem Bereich endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 5 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110).

1.2. Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 
sich nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts 
anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.3. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung 
zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG); auf die frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt der 
nachfolgenden Erwägungen einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, was 
Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger 
Gesetzesauslegung hätte sein sollen (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, 
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, Rz. 404). Im vorliegenden Fall geht es lediglich um die 
Prüfung, ob von den in den Art. 18–29 AuG geregelten 
Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden kann, um dem dafür 
zuständigen Kanton zu ermöglichen, einem Ausländer oder einer 
Ausländerin eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Es geht jedoch nicht 
um die Wegweisung bzw. um die Prüfung des Vollzugs der Wegweisung. 
Wie in der Zwischenverfügung vom 3. September 2009 festgestellt, 
wurde darüber bereits im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-
544/2006 vom 23. Juni 2008 rechtskräftig befunden.

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3. 
Mit dem Inkrafttreten des AuG am 1. Januar 2008 wurde das ehemalige 
Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer (ANAG, BS 1 121) abgelöst (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I des 
Anhangs 2 zum AuG) und damit auch gewisse Ausführungsverordnungen 
wie die Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl 
der Ausländer (BVO, AS 1986 1791; vgl. Art. 91 der Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE, SR 142.201]). Auf Verfahren, die vor diesem Zeitpunkt eingeleitet 
wurden, bleibt das bisherige Recht anwendbar (vgl. Art. 126 Abs. 1 AuG 
sowie BVGE 2008/1, E. 2). Das Gesuch, auf welches sich die 
angefochtene Verfügung bezieht, wurde nach dem Inkrafttreten des AuG 
gestellt. Für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ist daher auf 
das AuG und die VZAE abzustellen.

Die Anwendung des neuen Rechts hat jedoch nicht zur Folge, dass die bisherige Praxis des 
Bundesgerichts im Zusammenhang mit Art. 13 BVO unbeachtlich ist. Aus der Botschaft des Bundesrates 
zu Art. 30 AuG geht nämlich klar hervor, dass die "Ausnahmen von den Zulassungsvorschrif�ten" bereits 
in der BVO enthalten sind und im neuen Recht übernommen und soweit notwendig ergänzt werden (vgl. 
Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, 
BBl 2002, S. 3786). Demnach hat die Vorinstanz, insbesondere was den Begriff des schwerwiegenden 
persönlichen Härtefalles nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG anbelangt, in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht auf die bundesgerichtliche Praxis zum Härtefallbegriff des Art. 13 Bst. f BVO hingewiesen. 

4. 

4.1. Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 30 
AuG fallen, wie schon die Ausnahme von der zahlenmässigen 
Begren�zung gemäss dem altrechtlichen Art. 13 Bst. f BVO, in die 
Zuständigkeit des BFM (Art. 40 Abs. 1 AuG). Die Vorinstanz und mithin 
auch das Bundesverwaltungsgericht sind daher – entgegen den 
Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner Rechtsmitteleingabe, 
wonach die Kantonsho�heit im Rahmen der Anwendung von 
Bundesrecht nicht ohne Not durchbrochen werden dürfe – nicht an die 
Einschätzung der kantonalen Behörde gebunden (vgl. Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts C-1555/2008 vom 1. September 2009 E. 4.1 
und C-196/2006 vom 26. Okto�ber 2007 [BVGE 2007/45], nicht 
publizierte E. 3).

4.2. Gemäss Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG kann von den 
Zulassungs�voraussetzungen abgewichen werden, um 

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schwerwiegenden persönli�chen Härtefällen oder wichtigen öffentlichen 
Interessen Rechnung zu tra�gen. Nach Art. 31 Abs. 1 VZAE sind bei der 
Beurteilung eines schwerwie�genden persönlichen Härtefalles 
insbesondere die Integration des Ge�suchstellers (Bst. a), die 
Respektierung der Rechtsordnung (Bst. b), seine Familienverhältnisse 
(Bst. c), die finanziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am 
Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (Bst. d), die Dauer der 
Anwesenheit in der Schweiz (Bst. e), der Gesundheitszu�stand (Bst. f) 
und die Möglichkeit für eine Wiedereingliederung im Her�kunftsland (Bst. 
g) zu berücksichtigen.

4.3. Schon aufgrund der Stellung des Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG im 
Gesetz (unter dem Abschnitt "Abweichungen von den 
Zulassungsvoraussetzun�gen"), seiner Formulierung und den vom 
Bundesgericht in der Rechtspre�chung zum entsprechenden Art. 13 Bst. 
f BVO genannten und jetzt in Art. 31 Abs. 1 VZAE aufgeführten Kriterien, 
die allerdings weder einen abschliessenden Katalog darstellen noch 
kumulativ erfüllt sein müssen, ergibt sich, dass dieser Bestimmung 
Ausnahmecharakter zukommt und dass die Voraussetzungen zur 
Anerkennung eines Härtefalls restriktiv zu handhaben sind. Die betroffene 
Person muss sich in einer persönlichen Notlage befinden. Das bedeutet, 
dass ihre Lebens- und Existenzberechti�gung, gemessen am 
durchschnittlichen Schicksal von ausländischen Personen, in 
gesteigertem Mass in Frage gestellt sein müssen bzw. die Verweigerung 
einer Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen für sie mit 
schweren Nachteilen verbunden wäre. Bei der Beurteilung eines 
Härtefalles müssen sämtliche Umstände des jeweiligen Einzelfalls 
be�rücksichtigt werden. Die Anerkennung als Härtefall setzt nicht 
zwingend voraus, dass die Anwesenheit in der Schweiz das einzige Mittel 
zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt. Auf der anderen 
Seite rei�chen eine lang dauernde Anwesenheit und eine fortgeschrittene 
soziale und berufliche Integration sowie klagloses Verhalten für sich 
alleine nicht aus, um einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall zu 
begründen. Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die ausländische Person 
so enge Beziehungen zur Schweiz unterhält, dass von ihr nicht verlangt 
werden kann, in einem anderen Land, insbesondere in ihrem Heimatstaat 
zu le�ben. Berufliche, freundschaftliche und nachbarschaftliche 
Beziehungen, welche die betroffene Person während ihres Aufenthaltes 
in der Schweiz knüpfen konnte, genügen normalerweise nicht für eine 
Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen (vgl. insbesondere 
BGE 130 II 39 E. 3 S. 41 f. und BVGE 2007/45 E. 4.2, je mit Hinweisen).

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5. 

5.1. Der heute 33-jährige Beschwerdeführer reiste im Juli 2000 in die 
Schweiz ein. Wie bereits im Urteil C-544/2006 vom 23. Juni 2008 
ausge�führt, hat er sich hier zwar gut eingelebt und auch die deutsche 
Sprache (inkl. den lokalen Dialekt) gelernt. Von besonders engen 
persönlichen und familiären Beziehungen (die eheliche Gemeinschaft 
dauerte nur zweiein�halb Jahre), deren Auflösung zu einer besonderen 
Härte führen würde, kann keine Rede sein. Dass er sich inzwischen seit 
über zehn Jahren hierzulande aufhält, ändert an dieser Einschätzung 
nichts, zumal der Be�schwerdeführer den weitaus grössten und 
prägenden Teil seines Lebens – darunter seine gesamte Schulzeit und 
die erste berufliche Ausbildung – in der Heimat verbracht hat. Persönliche 
und verwandtschaftliche Beziehungen unterhält er hingegen nach wie vor 
zu seiner Mutter, die er in den Jahren 2006 und 2008 besuchte. Familiäre 
Gründe für ein weiteres Rückreisevisum (gültig vom 7. Mai bis 31. Juli 
2009) machte er auch noch im Jahre 2009 geltend. Obwohl er dann 
offenbar nicht ausreisen konnte, weist dies eindeutig darauf hin, dass 
seine diesbezüglichen Beziehungen zum Heimat- oder Herkunftsstaat 
immer noch eng sind.

5.2. In Bezug auf die berufliche und soziale Integration wird in der 
Rechtsmitteleingabe insbesondere geltend gemacht, dass er in den 
letz�ten Jahren ohne Aufenthaltsbewilligung trotz aller Bemühungen 
keine Chance gehabt habe, ein längerfristiges oder überhaupt ein 
berufliches Engagement zu erhalten. Demgegenüber bestehen jedoch – 
wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend festhielt – 
berechtigte Zweifel, dass ihm die berufliche Integration bei einem 
geregelten Auf�enthalt gelingen werde. Schliesslich war er vor Juli 2006, 
als er noch ei�nen geregelten Aufenthalt hatte, nur zeitweise 
erwerbstätig und bezog von Dezember 2003 bis Mai 2006 sogar 
Leistungen der Sozialhilfe in der Höhe von rund 52'000 Franken (vgl. 
Urteil des Bundesverwaltungsge�richts C-544/2006 vom 23. Juni 2008 E. 
7.1 und 7.3). Zwar sind ihm ge�wisse Bemühungen nicht abzusprechen, 
hat er sich hier doch zum Tontechniker ausgebildet. Hingegen würde ihm 
diese Ausbildung die berufli�che Reintegration bei einer allfälligen 
Rückkehr in seiner Heimat er�leichtern, zumal er schon vor seiner 
Einreise in die Schweiz als Tontechniker beschäftigt war.

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5.3. Der Beschwerdeführer bringt unter Hinweis auf ein ärztliches 
Schrei�ben vom 26. September 2008, wonach er an einer mittelgradig 
ausgeprägten, depressiven Episode mit somatischem Syndrom leide, 
schliesslich vor, eine Rückkehr könne ihm nicht zugemutet werden und 
wäre mit grössten Risiken verbunden (keine Behandlungsmöglichkeit). 
Gemäss dem erwähnten Schreiben sei das Krankheitsbild des 
Beschwerdeführers gekennzeichnet durch eine gedrückte Stimmung, 
dem Verlust der Fähigkeit, sich zu freuen oder Interesse zu entwickeln, 
sowie Beeinträchtigung von Konzentration und vermehrter Müdigkeit, 
Schlafstörung und vermindertem Appetit. Eine medizinische Behandlung 
sei notwendig. Bei einer Rückkehr würde sich das Krankheitsbild noch 
zusätzlich verstärken, was zu einer Suizidalität führen könnte.

Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass sich das ärztliche Schreiben zu den unmittelbaren 
Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Be�schwerdeführers bei einer Wegweisung äussert, was 
– wie oben darge�legt – nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Allein die Krank�heit als 
solche und die sich für ihn ergebenden Folgen vermögen noch kei�nen schwerwiegenden persönlichen 
Härtefall gemäss Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG zu begründen, weshalb diesbezüglich eine Abweichung von 
den Zulassungsvoraussetzungen nicht gerechtfertigt ist.

5.4. Eine Gesamtwürdigung der wesentlichen Umstände im vorliegenden 
Fall führt somit zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die Annahme 
eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles im Sinne von Art. 30 
Abs. 1 Bst. b AuG nicht erfüllt sind. Trotz langjährigem Aufenthalt in der 
Schweiz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer noch einen 
Bezug zum Heimatland aufweist, bzw. dort über ein soziales 
Beziehungs�netz verfügt und mit den dortigen Gegebenheiten nach den 
üblichen anfänglichen Schwierigkeiten wieder vertraut sein wird.

6. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz mit der 
an�gefochtenen Verfügung kein Bundesrecht verletzt hat. Der 
rechtserhebli�che Sachverhalt wurde richtig und vollständig festgestellt 
und die Vorin�stanz hat das ihr zustehende Ermessen pflichtgemäss und 
zutreffend ausgeübt (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

7. 
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende 
Be�schwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die 
Verfahrenskos�ten sind auf Fr. 700.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 

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3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 700.- werden dem Beschwerdeführer 
aufer�legt und mit dem am 23. September 2009 geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr.[…] zurück)
– Das Amt für Migration Basel-Landschaft mit den Akten BL […]

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Rudolf Grun

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