# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af49f96b-55ae-5603-a5ad-9516f155aeab
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-15
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 15.11.2017 603 2017 176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2017-176_2017-11-15.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2017 176

Urteil vom 15. November 2017

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Stephanie Gruntz

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Gränicher

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR,  Vorinstanz     

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Sicherungsentzug des Führerausweises

Beschwerde vom 19. Oktober 2017 gegen die Verfügung vom 
28. September 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist im Jahr 1972 geboren; er besitzt seit 1990 den 
Führerausweis insbesondere der Kategorie B. Im automatisierten Datensystem für 
Administrativmassnahmen (ADMAS; vgl. Art. 104b des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr 
vom 19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01] und die ADMAS-Register-Verordnung vom 
18. Oktober 2000 [SR 741.55]) ist er nicht verzeichnet.

B. Am 17. Juni 2017, gegen 2 Uhr, fuhr der Beschwerdeführer mit einem Personenwagen in 
angetrunkenem Zustand (Atemalkoholprobe: 0.86 mg/l) von B.________ in Richtung C.________. 
Kurz nach der D.________, auf der E.________ in C.________, kam er in einer Linkskurve von 
der Strasse ab. Er kollidierte mit einem Kandelaber und fuhr, ohne sich um den begangenen 
Schaden zu kümmern, weiter in Richtung C.________. Da er jedoch einen Schaden an seinem 
Fahrzeug bemerkte, hielt er in C.________ bei F.________ an. Dort wurde er schliesslich von der 
Polizei aufgegriffen und der Führerausweis wurde ihm abgenommen.     

C. Mit Verfügung vom 21. Juni 2017 hat die Kommission für Administrativmassnahmen im 
Strassenverkehr (Vorinstanz) dem Beschwerdeführer den Führerausweis aller Kategorien 
vorsorglich auf unbestimmte Zeit – bis zur Klärung der Ausschlussgründe – entzogen und die 
Beibringung eines Fahreignungsgutachtens angeordnet, das sich namentlich über die 
Alkoholkonsum-Gewohnheiten des Beschwerdeführers und das mögliche Vorliegen einer 
chronischen oder periodischen Alkoholabhängigkeit und/oder anderer die Fahreignung 
beeinträchtigender Faktoren (z.B. Persönlichkeitsstörungen) ausspricht. 

D. In der Folge nahm das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals G.________ eine 
verkehrsmedizinische Begutachtung des Beschwerdeführers vor, wobei die in diesem Rahmen 
vorgenommene Bestimmung des Ethylglucuronids (EtG) in der Haarprobe einen Wert von 
57 pg/mg ergab. Die Experten schlossen in ihrem Gutachten vom 1. September 2017, dass beim 
Beschwerdeführer von einem chronisch übermässigen Alkoholkonsum auszugehen sei. 

E. Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 18. September 2017 (Datum des Eingangs) 
zu diesem Gutachten Stellung und übermittelte der Vorinstanz zudem ein Schreiben seines 
Arbeitgebers vom 15. September 2017.  

F. Mit Verfügung vom 28. September 2017 hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den 
Führerausweis auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch für drei Monate, gerechnet ab dem 
17. Juni 2017, entzogen (Sicherungsentzug), da insgesamt aus verkehrsmedizinischer Sicht 
zumindest von einem verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch auszugehen sei und die Fahreignung 
verneint werden müsse. Die Vorinstanz legte in der Verfügung weiter dar, dass die Wiedererteilung 
des Führerausweises nach Ablauf der Sperrfrist, mittels Nachweises einer mindestens 
sechsmonatigen Alkoholabstinenz sowie einer verkehrsmedizinischen Neubeurteilung, in 
Erwägung gezogen werden könne.  

G. Mit Strafbefehl vom 10. Oktober 2017 hat die Staatsanwaltschaft den Beschwerdeführer 
wegen des Ereignisses vom 17. Juni 2017 der Verletzung der Verkehrsregeln (Nichtbeherrschen 
des Fahrzeuges), des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug; qualifizierte Atem- oder 
Blutalkoholkonzentration), der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit 
und des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall für schuldig befunden. Dieser Strafbefehl ist in 
Rechtskraft erwachsen. 

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H. Am 19. Oktober 2017 hat der Beschwerdeführer gegen den durch die Vorinstanz verfügten 
Sicherungsentzug des Führerausweises (Verfügung vom 28. September 2017) Beschwerde an 
das Kantonsgericht erhoben. Er beantragt insbesondere die Aufhebung dieser Verfügung. 
Eventualiter sei die Sache zur Ausfällung eines (rückwirkenden) Warnungsentzugs an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. 

I. Die Vorinstanz beantragt am 31. Oktober 2017 die Abweisung der Beschwerde. 

J. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen 
Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassen-
verkehr [AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist 
zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten 
(Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die 
Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit 
ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3. a) Vorliegend hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Führerausweis mit Verfügung 
vom 28. September 2017 auf unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für drei Monate, gerechnet 
ab dem 17. Juni 2017 (Datum des Unfallereignisses und der Abnahme des Führerausweises durch 
die Polizei), entzogen. Zur Begründung führte sie gestützt auf das Gutachten des Kantonsspitals 
G.________ aus, dass beim Beschwerdeführer aus verkehrsmedizinischer Sicht von einem 
chronisch übermässigen Alkoholkonsum, der schliesslich zur Trunkenheitsfahrt geführt habe, 
auszugehen sei. Dafür spreche das Ergebnis der Haaranalyse (EtG-Wert von 57 pg/mg) und die 
bei dieser Fahrt festgestellte hohe Blutalkoholkonzentration von 0.86 mg/l, die auf eine erhebliche 
Alkoholgewöhnung schliessen lasse, welche sich nur durch lange andauernden regelmässigen 
Alkoholüberkonsum entwickeln könne. Allein das Überschreiten von Werten über 
1.6 Gewichtspromille belege einen gesundheitsschädigenden Umgang mit Alkohol und sei ein 
Zeichen für eine Suchtgefährdung. Zudem stehe das Resultat der Haaranalyse im deutlichen 
Widerspruch zu den geringen bis moderaten Trinkangaben des Beschwerdeführers. Er 
bagatellisiere sein Trinkverhalten bzw. schätze dieses nicht realistisch ein. Insgesamt sei deshalb 
aus verkehrsmedizinischer Sicht zumindest von einem verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch 
auszugehen; dem Beschwerdeführer fehle mithin die Fahreignung.

b) Der Beschwerdeführer bringt hiergegen in seiner Beschwerde im Wesentlichen vor, 
dass der Sicherungsentzug vom 28. September 2017 zu Unrecht erfolgt sei. Die Vorinstanz habe 
das Vorliegen eines verkehrsmedizinisch relevanten Problems im Wesentlichen mit dem Resultat 
einer einmaligen Haaranalyse, dem gemessenen Atemalkoholwert im Ereigniszeitpunkt von 
1.6 Gewichtspromille und mit seinen hiervon abweichenden Angaben zum Trinkverhalten 

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begründet. Weitere Abklärungen, namentlich eine Erhebung und Auswertung einschlägiger 
Blutwerte oder eine Befragung des Umfeldes zum Trinkverhalten, seien nicht erfolgt. Das 
Gutachten bilde demnach keine hinreichende Grundlage für die Anordnung eines 
Sicherungsentzugs. Auch könne vorliegend nicht geschlossen werden, dass er nicht in der Lage 
sei, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen. Vielmehr lasse sein 
unbelasteter automobilistischer Leumund über nahezu 27 Jahre auf das Gegenteil schliessen. 

c) Es ist mithin nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten des 
Kantonsspitals G.________ vom 1. September 2017 zu Recht den Sicherungsentzug des 
Führerausweises verfügte.   

4. a) Motorfahrzeugfahrer müssen nach Art. 14 SVG über Fahreignung und Fahrkompetenz 
verfügen (Abs. 1). Für die Fahreignung ist insbesondere erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer 
die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von 
Motorfahrzeugen hat (Abs. 2 lit. b), und dass er frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von 
Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Abs. 2 lit. c). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt 
wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 
Abs. 1 SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese nach Art. 15d Abs. 
1 lit. a SVG einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, namentlich bei Fahren in 
angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1.6 Gewichtspromille oder mehr 
oder mit einer Atemalkoholkonzentration von 0.8 mg Alkohol oder mehr pro Liter Atemluft. Leidet 
eine Person an einer Sucht, welche die Fahreignung ausschliesst, wie beispielsweise Alkohol-, 
Betäubungs- und Arzneimittelabhängigkeit, wird ihr der Führerausweis auf unbestimmte Zeit 
entzogen (Sicherungsentzug; Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Eine allfällige Wiedererteilung des 
Ausweises nach Sicherungsentzügen erfolgt unter den Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 3 SVG. 

b) Angesichts des drohenden schweren Eingriffs in die persönlichen Verhältnisse der 
betroffenen Person kommt bei Sicherungsentzugsfällen sorgfältigen verkehrsmedizinischen 
Abklärungen aller wesentlichen Gesichtspunkte grosse Bedeutung zu (BGE 133 II 384 E. 3.1). 
Trunksucht liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor, wenn jemand regelmässig so 
viel Alkohol konsumiert, dass seine Fahreignung vermindert wird und er diese Neigung zum 
übermässigen Alkoholgenuss durch seinen eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu 
kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn die Person 
nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder 
wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten 
Strassenverkehr teilnimmt. Der Begriff der Sucht im Verkehrsrecht deckt sich somit nicht mit dem 
medizinischen Begriff der Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Ein Sicherungsentzug ist 
grundsätzlich auch bei suchtgefährdeten Personen möglich, bei denen ein die Verkehrssicherheit 
beeinträchtigender regelmässiger Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorliegt (BGE 129 II 82 E. 4.1 
mit Hinweisen; WEISSENBERGER, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16d N. 30 mit Hin-
weisen; siehe auch Anhang 1 Ziff. 3 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 
[VZV; SR 741.51], wonach als medizinische Mindestanforderungen für die Fahreignung betreffend 
Alkohol, Betäubungsmittel und psychotrop wirksame Medikamente spezifiziert wird, dass keine 
Abhängigkeit und kein verkehrsrelevanter Missbrauch bestehen darf). Zweck des 
Sicherungsentzugs ist es, die zu befürchtende Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen 
ungeeigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu verhindern. Daraus ergibt sich, dass der 
Sicherungsentzug immer auf unbestimmte Zeit anzuordnen ist (BGE 133 II 331 E. 9.1; 130 II 25 
E. 3). Eine Trunksucht bzw. ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch mit Suchtgefährdung im 
Sinne der bundesgerichtlichen Praxis, welche einen Ausweisentzug auf unbestimmte Zeit 

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rechtfertigen, dürfen nicht leichthin angenommen werden (Urteil BGer 1C_615/2014 vom 
11. Mai 2015 E. 2.2).  

c) Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als geeignetes 
Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums als auch der Einhaltung einer 
Abstinenzverpflichtung (BGE 140 II 334 E. 3 mit Hinweisen). Biochemische Analyseresultate von 
Haarproben betreffend das Trinkalkohol-Stoffwechselprodukt EtG erlauben objektive Rückschlüsse 
zum Alkoholkonsum eines Probanden während einer bestimmten Zeit (vgl. SCHWEIZERISCHE 
GESELLSCHAFT FÜR RECHTSMEDIZIN [SGRM], Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von EtG in 
Haarproben, Version 2017, Ziff. 3.1). Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den 
Alkoholkonsum. Nach dem Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar eingelagert und 
erlaubt – über ein grösseres Zeitfenster als bei einer Blutuntersuchung – Aussagen über den 
erfolgten Konsum. Die festgestellte EtG-Konzentration korreliert mit der aufgenommenen Menge 
an Trinkalkohol. Aufgrund des Kopfhaar-Längenwachstums von rund einem Zentimeter pro Monat 
lassen sich Aussagen über den Alkoholkonsum während der entsprechenden Zeit vor der 
Haarentnahme machen (BGE 140 II 334 E. 3 mit Hinweisen). EtG-Werte von über 30 pg/mg gelten 
als Nachweis für einen übermässigen Alkoholkonsum (BGE 140 II 334 E. 7; siehe auch SGRM, 
Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von EtG in Haarproben, Version 2017, Ziff. 6.2, wonach 
ein EtG-Wert ≥ 30 pg/mg für einen übermässigen Alkoholkonsum spricht).  

d) Nach der Rechtsprechung können deutlich überhöhte EtG-Werte zwar ein wichtiges 
Indiz für mangelnde Fahrtüchtigkeit darstellen; sie vermögen jedoch eine ausreichende 
verkehrsmedizinische Abklärung als Voraussetzung für den Sicherungsentzug nicht vollständig zu 
ersetzen. Es muss hinreichend dargetan sein, dass der Betroffene seine Neigung zum 
übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren 
vermag (vgl. Urteile BGer 1C_150/2010 vom 25. November 2010 E. 5.1 mit Hinweisen und 5.3; 
1C_615/2014 vom 11. Mai 2015 E. 2.5.1).

e) Die Haaranalyse wird von dafür qualifizierten Labors vorgenommen. Die von ihnen 
gefundenen Ergebnisse – ebenso wie die verkehrsmedizinischen Gutachten an sich – sind 
Gutachten, von denen die zuständigen Behörden nicht ohne triftige Gründe abweichen dürfen. 
Dies ist nur zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft 
erschüttert ist (BGE 140 II 334 E. 3 mit Hinweis). Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise 
bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot 
willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) verstossen (statt vieler BGE 133 II 384 E. 4.2.3 mit 
Hinweisen; zur Bindungswirkung des Gerichtes an die Gutachten siehe insbesondere auch Urteil 
BGer 1C_242/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2). 

5. a) Vorliegend hat das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals  G.________ die am 
26. Juli 2017 asservierte Haarprobe am 15. August 2017 analysiert. Überprüft wurde dabei 
gemäss dem Gutachten ein Zeitraum von etwa drei Monaten vor Probeentnahme. Die 
Haaruntersuchung ergab einen Wert von 57 pg/mg EtG. Laut dem Gutachten – im Einklang mit 
den Ausführungen der SGRM, Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von EtG in Haarproben, 
Version 2017, Ziff. 6.2 –spricht dieses Ergebnis für einen übermässigen Alkoholkonsum im 
überprüften Zeitraum. Selbst bei einer Berücksichtigung der Messunsicherheit von ± 30 %, welche 
im Laborbericht angegeben wurde, liegt dieser Wert noch erheblich über dem Grenzwert von 
30 pg/mg. 

Dieser hohe EtG-Wert stellt nach dem Vorgesagten ein wichtiges Indiz für die mangelnde 
Fahrtüchtigkeit des Beschwerdeführers dar. Es ist nachfolgend zu prüfen, ob darüber 

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hinausgehend eine ausreichende verkehrsmedizinische Abklärung erfolgte, welche den verfügten 
Sicherungsentzug zu rechtfertigen vermag. 

b) Der Beschwerdeführer wurde am 26. Juli 2017 am Institut für Rechtsmedizin des 
Kantonsspitals G.________ einer verkehrsmedizinischen Untersuchung unterzogen. Beim 
leitenden Gutachter H.________ handelt es sich um einen Arzt mit der höchsten 
Qualifikationsstufe 4 als Verkehrsmediziner SGRM, welcher nach Art. 5abis Abs. 1 lit. d VZV 
berechtigt ist, alle verkehrsmedizinischen Untersuchungen und Gutachten zur Fahreignung und 
Fahrfähigkeit und insbesondere auch die Fahreignungsuntersuchungen nach Art. 15d Abs. 1 lit. a 
SVG (bei Zweifeln an der Fahreignung wegen Fahrens in qualifiziert angetrunkenem Zustand) 
vorzunehmen. Zwar waren die körperlichen Befunde beim Beschwerdeführer anlässlich der 
Untersuchung unauffällig, die Gutachter hielten hierzu jedoch überzeugend fest, dass sich 
alkoholbedingte Folgeveränderungen in der Regel erst im Verlaufe eines auffälligen 
Trinkverhaltens über Jahre bis Jahrzehnte entwickeln könnten, so dass das Fehlen solcher 
Veränderungen einen problematischen Alkoholkonsum nicht auszuschliessen vermöge. Die 
Gutachter haben den Beschwerdeführer am Tag der Untersuchung zu seinen persönlichen 
Verhältnissen und der sozialen Situation umfassend befragt; es wurde eine umfassende 
Anamnese vorgenommen, und das Trinkverhalten des Beschwerdeführers allgemein und bei der 
konkreten Trunkenheitsfahrt wurde einlässlich aufgearbeitet und analysiert. Der Beschwerdeführer 
gab zu seiner Trunkenheitsfahrt insbesondere an, dass er von der Arbeit mit dem Auto an ein 
Aufrichtfest gefahren sei. Er habe ein Bier zum Apero getrunken. Dann habe er ein Glas Wein 
getrunken, das wohl immer wieder aufgefüllt worden sei. Er habe mehrfach gesagt, dass er nun 
gehen müsse, blieb dann aber doch sitzen. Als er dann mit dem Auto losgefahren sei, habe er sich 
gut gefühlt. Zwar habe er sich wegen des vorgängigen Alkoholkonsums schon Gedanken 
gemacht, er wollte aber unbedingt nach Hause. Er habe das Gefühl gehabt, er könne noch fahren 
und gedacht bzw. gehofft, dass er noch nicht über dem Limit sei. Anderseits sei ihm klar gewesen, 
dass er bei einer Polizeikontrolle den Führerausweis abgeben müsse. Er sei dann während der 
Fahrt eingeschlafen, was zum Unfall geführt habe. Zu seinen allgemeinen Trinkgewohnheiten gab 
er insbesondere an, dass er im Durchschnitt etwa zweimal pro Monat am Wochenende Alkohol 
konsumiere. Im Ausgang trinke er vorwiegend Bier, etwa zwei bis drei Bier à 5 dl, doch er sei 
nurmehr selten abends weg. Wenn er zu Hause Besuch habe, trinke er üblicherweise zwei Bier à 
5 dl und gelegentlich ein Glas Wein. Nur selten, maximal einmal pro Woche, trinke er unter der 
Woche am Abend ein Bier mit der Freundin. Die Gutachter hoben hierzu hervor, dass das Resultat 
der Haaranalyse im deutlichen Widerspruch zu den geringen bis moderaten Trinkangaben des 
Beschwerdeführers stehe. Er bagatellisiere sein Trinkverhalten bzw. schätze dieses nicht richtig 
ein. Für einen chronisch übermässigen Alkoholkonsum sprechen gemäss den Gutachtern 
namentlich auch das Resultat der Haaranalyse und die bei der Trunkenheitsfahrt festgestellte hohe 
Blutalkoholkonzentration, welche auf eine erhebliche Alkoholgewöhnung durch lang andauernden 
regelmässigen Alkoholüberkonsum schliessen lasse. Insgesamt schlossen die Gutachter 
demnach, dass aus verkehrsmedizinischer Sicht zumindest von einem verkehrsrelevanten 
Alkoholmissbrauch auszugehen sei und die Fahreignung verneint werden müsse. Vor einer 
verkehrsmedizinischen Neubeurteilung (inklusive Haaranalyse auf EtG) solle eine mindestens 
sechsmonatige Alkoholabstinenz vorliegen. 

c) Dieses Gutachten erweist sich als vollständig, schlüssig und widerspruchsfrei, und das 
Kantonsgericht sieht keine triftigen Gründe, um von diesem Gutachten abzuweichen. Wie erwähnt, 
erachteten die Gutachter den erhöhten EtG-Wert zu Recht als ein wichtiges Indiz für die 
mangelnde Fahrtüchtigkeit. Der gutachterliche Schluss basiert jedoch nicht nur auf diesem Wert; 
vielmehr wurde das Gutachten nach der einlässlichen Erhebung der allgemeinen und 

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alkoholspezifischen Anamnese und gestützt auf die Untersuchung des Beschwerdeführers durch 
qualifizierte Gutachter erstellt (vgl. auch Urteil BGer 1C_615/2014 vom 11. Mai 2015 E. 2.5.2). 
Berücksichtigt wurden die Umstände der Trunkenheitsfahrt  und die dabei gemessenen 
Blutalkoholwerte. Die Ausführungen des Hausarztes wurden beigezogen und berücksichtigt. 
Insbesondere erwähnte der Hausarzt eine Konsultation im Notfall wegen eines Sturzes im 
alkoholisierten Zustand im Februar 2017. Auf die Einholung weiterer Berichte Dritter – 
beispielsweise der Familienangehörigen und des Arbeitgebers – zu den Trinkgewohnheiten wurde 
zwar verzichtet; indes sind entsprechende Berichte ohnehin äusserst kritisch zu würdigen und 
deren Einholung kann sich als problematisch erweisen (vgl. WEISSENBERGER, 
Administrativrechtliche Massnahmen bei Alkohol- und Drogengefährdung, in Jahrbuch zum 
Strassenverkehrsrecht 2004, S. 124, mit Hinweis; FREI, Die Aussagekraft von EtG in der 
verkehrsmedizinischen Fahreignungsbegutachtung, in Strassenverkehr 2012, S. 26). Auch konnte 
– entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde – auf die Ermittlung von 
(weiteren) Parametern aus dem Blut verzichtet werden, zumal das Bundesgericht in seiner 
Rechtsprechung ausführte, dass es sich bei der neu eingesetzten forensisch-toxikologischen 
Haaranalyse auf EtG anders als bei der bisher verwendeten Laboranalytik zur Überprüfung des 
Alkoholkonsums anhand der in der Regel aus dem Blut ermittelten Parameter CDT, Gamma-GT, 
GOT, GPT und MCV, mit der kein direkter Alkoholkonsum-Nachweis erbracht werden kann, um 
eine direkte, beweiskräftige Analysemethode handle (vgl. Urteil BGer 6A.8/2007 vom 1. Mai 2007 
E. 2.3; siehe zudem auch BGE 140 II 334 E. 3). Die Argumente des Beschwerdeführers in seiner 
Beschwerde bzw. in seiner Stellungnahme vom 18. September 2017, ebenso wie auch die 
Ausführungen seines Arbeitgebers vom 15. September 2017, welcher namentlich bestätigte, dass 
sie den Beschwerdeführer als seriösen und kompetenten Kadermitarbeiter kennengelernt hätten 
und dass dieser für seine berufliche Tätigkeit mobil sein müsse, sind nicht geeignet, an den 
Schlüssen des Gutachtens ernsthafte Zweifel zu erwecken.       

Auch soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vorbringt, dass er seit Anfang August 
2017 keinen Alkohol mehr trinke, die Vorinstanz es aber unterlassen habe, dies weiter abzuklären, 
kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. So belegte er doch die von ihm behauptete Abstinenz 
in keiner Weise und er hat sich insbesondere keiner Untersuchung unterzogen, die diese 
bestätigen würde. Zudem fällt auf, dass die behauptete Abstinenz wenige Tage nach der 
Entnahme der Haarprobe vom 26. Juli 2017 begonnen haben soll. Der Vorinstanz, welche nach 
Eingang des Gutachtens und nach Anhörung des Beschwerdeführers ohne Verzug über den 
Sicherungsentzug entschieden hat, kann damit nicht vorgeworfen werden, dass sie diese 
Behauptung nicht von sich aus näher untersuchte, zumal sich das Gutachten wie erwähnt als 
schlüssig erweist. 

d) Im Ergebnis hat damit die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten des Kantonsspitals 
G.________ vom 1. September 2017 zu Recht geschlossen, dass die Fahreignung des 
Beschwerdeführers verneint werden muss, und ihm folglich den Führerausweis für unbestimmte 
Dauer, mindestens jedoch für drei Monate, gerechnet ab dem 17. Juni 2017, entzogen. 

e) Auch schloss die Vorinstanz zu Recht, dass die Wiedererteilung des Führerausweises 
nach Ablauf der Sperrfrist, mittels Nachweises einer mindestens sechsmonatigen Alkoholabstinenz 
und einer verkehrsmedizinischen Neubeurteilung, in Erwägung gezogen werden kann (vgl. Art. 17 
Abs. 3 SVG, wonach der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter 
Auflagen wiedererteilt werden kann, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist 
abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die 
Fahreignung ausgeschlossen hat). Diese Massnahme wurde ferner vom Beschwerdeführer in 

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seiner Beschwerde auch nicht weiter bestritten. Im Rahmen dieser Massnahme wird ihm auch 
zugute kommen, dass er – wie er selbst angibt – seit längerer Zeit keinen Alkohol mehr 
konsumiert.

6. Die angefochtene Verfügung ist damit im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist 
folglich abzuweisen und die Verfügung der Vorinstanz vom 28. September 2017 ist zu bestätigen. 

7. a) Die Verfahrenskosten, die auf CHF 600.- festgelegt werden, sind dem 
Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem 
Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 
17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz; TarifVJ; 
SGF 150.12). 

b) Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 15. November 2017/dgr

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin