# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb9dacaf-0eb8-5386-a4eb-e0ba952d410f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.05.2010 UV 2009/39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-39_2010-05-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/39

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.04.2020

Entscheiddatum: 20.05.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2010
Art. 6, 18, 24 und 36 UVG, Art. 16 ATSG: Unfallkausalität verneint bezüglich 
psychischer Beschwerden bei leichtem Unfallereignis (Sturz in 
Wohnungsflur); bejaht bezüglich objektivierbarer organischer Beschwerden. 
Rückweisung zur Abklärung der somatisch bedingten Erwerbsunfähigkeit 
unter Einbezug der unfallfremden Faktoren (Diskopathie und 
Spondylarthrose) sowie zur Ermittlung des Integritätsschadens (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2010, UV 
2009/39).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Thomann

Entscheid vom 20. Mai 2010

in Sachen

T.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

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Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1947 geborene T.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 1998 bei einem 

Beschäftigungsgrad von 100% als Stationshilfe in der psychiatrischen Klinik A.___ 

angestellt und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) 

unfallversichert (act. G 3.1/K 12). Am 22. Februar 2005 stürzte die Versicherte zu Hause 

auf das Gesäss und wurde gleichentags vom örtlichen Notfallarzt ambulant behandelt. 

Dieser diagnostizierte eine Prellung am Steissbein/Gesäss (act. G 3.1/K 1 und K 4). Da 

die Schmerzen nicht abklangen, suchte die Versicherte zwei Tage später ihren 

Hausarzt Dr. med. B.___ auf, welcher sie notfallmässig an das Kantonale Spital 

überwies. Im Rahmen des Spitalaufenthalts vom 24. Februar bis 3. März 2005 wurden 

eine Fraktur des BWK12 sowie eine hypertrophe Spondylarthrose L5/S1 diagnostiziert. 

Bezüglich der Fraktur wurde eine konservative Therapie mit Schmerzmitteln und 

Physiotherapie angeordnet. Weiter wurde eine allgemeine Appetit- und Lustlosigkeit 

festgestellt, welche der Versicherten schon jahrelang bekannt sei und wegen welcher 

bereits eine Konsultation beim Psychotherapeuten Dr. med. C.___ vereinbart sei (act. 

G 3.1/M 2). Aufgrund der persistierenden Beschwerden erfolgte vom 9. bis 13. März 

2005 eine erneute Hospitalisation im Kantonsspital St. Gallen. Während dieser willigte 

die Versicherte trotz Empfehlung der behandelnden Ärzte nicht in eine Operation ein, 

so dass die Behandlung der Fraktur des BWK12 mit einem Gipskorsett erfolgte (act. 

G 3.1/M 3).

A.b   Nachdem die Versicherte nach Einholung einer second opinion einem operativen 

Eingriff zustimmte, wurde am 7. April 2005 am Kantonsspital St. Gallen eine dorsale 

Spondylodese BWK11-LWK1 und eine ventrale Spondylodese BWK11/12 durchgeführt 

(act. G 3.1/M 7 und M 8). Vom 18. Mai bis 4. Juni 2005 hielt sich die Versicherte zur 

Rehabilitation in der Klinik D.___ auf (act. G 3.1/M 13). Im Anschluss an die Freigabe 

des Segments L1 durch Operation am 31. August 2005 folgte vom 27. September bis 

17. Oktober 2005 ein weiterer Rehabilitationsaufenthalt in der RehaClinic Zurzach, 

während dem eine deutlich gesteigerte Beweglichkeit bei nur unwesentlicher 

Besserung der Schmerzen im HWS-Bereich erzielt werden konnte (act. G 3.1/M 19). In 

der Nachkontrolle vom 29. November 2005 im Kantonsspital St. Gallen zeigte sich ein 

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zufriedenstellender Heilungsverlauf bei anhaltenden Schmerzen im Bereich des 

thorakolumbalen Übergangs mit teilweisen Ausstrahlungen ins linke Bein, weshalb ein 

MRI-Untersuch der Lendenwirbelsäule angeordnet wurde (act. G 3.1/M 21). Bei diesem 

Untersuch zeigten sich eine flache Diskushernie in den Segmenten L4/5 und L4/S1 

ohne Kompression neuronaler Strukturen bei vorbestehender Diskopathie sowie 

beidseitige Spondylarthrosen vor allem der drei unteren Lumbalsegmente, wobei der 

Spinalkanal nicht verengt sei. Eine ärztlicherseits vorgeschlagene Infiltration der 

Facettengelenke der LWS lehnte die Versicherte ab (act. G 3.1/M 22b).

A.c   Im Rahmen einer weiteren Nachkontrolle am 25. Juli 2006 im Kantonsspital St. 

Gallen stellte der untersuchende Arzt fest, dass die Versicherte vermutlich am Beginn 

eines chronifizierten Schmerzsyndroms, bei gleichzeitigem depressiven Syndrom 

stehe, da die Schmerz- und Gesamtsituation im Vergleich zum letzten Untersuch 

erheblich negativer geschildert worden sei, ohne dass entsprechende organische 

Veränderungen festgestellt werden konnten (act. G 3.1/M 25). Vom 27. Februar bis 

19. März 2007 folgte ein Rehabilitationsaufenthalt in der E.___, während dem nebst der 

Behandlung der thorakolumbalen und lumbalen Beschwerden auch eine 

psychologische Betreuung stattfand (act. G 3.1/M 33). Aufgrund eines Aktengutachtens 

des beratenden Rheumatologen Dr. med. F.___ vom 18. Juni 2007 ordnete die Helvetia 

eine interdisziplinäre Begutachtung der Versicherten in den Fachbereichen 

Rheumatologie, Orthopädie und Psychiatrie an (act. G 3.1/M 34b und K 48).

A.d   Die Medizinische Abklärungsstelle Ostschweiz (nachfolgend: MEDAS) führt in 

ihrem polydisziplinären Gutachten vom 7. Februar 2008 aus, die vorgebrachten 

Beschwerden (Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und der 

Rippenentnahmestelle am dorsalen linken Rippenbogen, mit Ausstrahlung ins linke 

Bein) würden sich somatischerseits eindeutig klinisch und radiologisch objektivieren 

lassen. Unter Einbezug der unfallbedingten psychischen Beschwerden - einer leichten 

bis mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syndrom sowie einer 

psychogenen Überlagerung des zugrundeliegenden lumbovertebralen 

Schmerzsyndroms und des Zustands nach BWK12-Fraktur vom 22. Februar 2005 - sei 

die Versicherte in einer angepassten Tätigkeit unfallbedingt zu 50% arbeitsunfähig. 

Zudem sei aufgrund der Unfallfolgen orthopädischerseits von einem Integritätsschaden 

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von 10% auszugehen. Betreffend der physischen Unfallfolgen sei ab August 2007 von 

einem Endzustand auszugehen (act. G 3.1/M 38b).

A.e   Nach Einsicht in das MEDAS-Gutachten brachte der Rechtsvertreter der 

Versicherten, G.___, mit Schreiben vom 4. Juli 2008 vor, dass die Psychiaterin Dr. med. 

H.___ von einer Arbeitsunfähigkeit von 70% ausgehe. Weiter sei die Versicherte 

gemäss dem ausführlichen Bericht des Orthopäden Dr. med. I.___ vom 30. Juni 2008 

angesichts der sehr starken, unfallbedingten Schmerzen, welche sich im Jahr 2008 

noch verschlimmert hätten, vollständig arbeitsunfähig. Aufgrund dieser Berichte solle 

der Fall mit Ausrichtung einer 70%igen Unfallrente und einer 40%igen 

Integritätsentschädigung abgeschlossen werden (G 3.1/K 76).

A.f    Mit Verfügung vom 31. Oktober 2008 erkannte die Helsana aufgrund des MEDAS-

Gutachtens auf eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 40% wegen orthopädischer 

Einschränkungen. Demgegenüber wurde eine Leistungspflicht wegen der psychischen 

Beschwerden der Versicherten verneint, da diese nicht in adäquat-kausalem 

Zusammenhang mit dem versicherten Ereignis stünden. Anhand eines 

Einkommensvergleichs und unter Gewährung eines Leidensabzuges von 15% 

errechnete die Helsana einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 50% und 

setzte den Rentenbeginn auf den 1. Dezember 2008 fest. Weiter sprach sie der 

Versicherten eine Integritätsentschädigung von 10% zu (G 3.1/K 91).

B.       

Gegen diese Verfügung erhob der Vertreter der Versicherten am 2. Dezember 2008 

Einsprache mit dem Begehren, es seien eine 70%ige Unfallrente und eine 30%ige 

Integritätsentschädigung zuzusprechen (act. G 3.1/K 94a). Die Helsana wies die 

Einsprache mit Entscheid vom 9. März 2009 ab (act. G 3.1/K 111).

C.       

C.a   Mit Beschwerde vom 6. April 2009 ersucht die Beschwerdeführerin um 

Abänderung des Einspracheentscheids in dem Sinn, als ihr eine Invalidenrente von 

70% und eine Integritätsentschädigung von 40-50% zuzusprechen seien. Zur 

Begründung führt sie insbesondere an, die behandelnden Ärzte hätten ihr durchgehend 

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eine Arbeitsunfähigkeit von 70%, respektive 100% attestiert. Vor dem Unfall habe sie 

an keinerlei psychischen Beschwerden gelitten und der Bruch eines Wirbelkörpers sei 

nicht als leichter, sondern als schwerer Unfall zu taxieren. Nach dem Unfall sei es zu 

einer ärztlichen Fehlbehandlung gekommen, indem der Wirbelbruch erst nach zwei 

Tagen bei der Zweitkonsultation diagnostiziert und sie anschliessend fälschlicherweise 

mit einem Korsett anstatt einer Operation behandelt worden sei. Auch hätten sich 

gemäss Dr. I.___ die Schrauben an den Wirbeln gelockert und es bestünden starke, 

dauerhafte Schmerzen. Es sei ihr aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters, ihrer 

Beschwerden sowie der mangelnden Ausbildung ein Leidensabzug von 20% zu 

gewähren. Bei der Bemessung des Integritätsschadens müssten auch die psychischen 

Beschwerden berücksichtigt werden; mit Blick auf den Bericht von Dr. I.___ vom 

5. Januar 2009 erscheine eine Integritätsentschädigung von 40-50% angemessen (act. 

G 1).

C.b   Die Beschwerdegegnerin hält in der Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2009 an der 

Auffassung fest, dass die psychische Fehlentwicklung der Beschwerdeführerin nicht in 

adäquat kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehe und das Unfallereignis 

nicht als schwer bezeichnet werden könne. Zur Ermittlung des Invaliditätsgrads sei zu 

Recht auf das MEDAS-Gutachten abgestellt worden, wonach aus orthopädischer Sicht 

eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 40% bestehe. Dies werde auch von Dr. I.___ 

bestätigt, der eine 50%ige Unfallrente gesamthaft gesehen als verhältnismässig 

erachte. Die gutachterliche Einschätzung des Integritätsschadens auf 10% werde von 

Dr. F.___ sowie von Dr. med. K.___, Orthopädische Chirurgie FMH, geteilt, weshalb an 

der verfügten Integritätsentschädigung festzuhalten sei (act. G 3).

C.c   In der Replik vom 5. Juni 2009 hebt die Beschwerdeführerin hervor, dass die 

Einschätzung von Dr. I.___, wonach eine Invalidenrente von 50% für den vorliegenden 

Fall angemessen erscheine, nur die körperlichen Beschwerden betreffe. Sie sei jedoch 

auch aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig. Auch diesbezüglich sei die 

Unfallkausalität zu bejahen, da mehrere der vom Bundesgericht vorgegebenen 

Adäquanz-Kriterien erfüllt seien; insbesondere sei eine langjährige ärztliche 

Behandlung mit quälenden permanenten Schmerzen erfolgt (act. G 5).

C.d   Mit Duplik vom 29. Juni 2009 hält die Beschwerdegegnerin an den gestellten 

Rechtsbegehren fest und verzichtet auf ergänzende Ausführungen (act. G 7).

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Erwägungen:

1.        

1.1    Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(SR 832.20; UVG) gewährt die Unfallversicherung Leistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe 

des Arztes ist es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es 

dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu 

beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 

129 V 177, E. 3 mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

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1.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 352 E. 3.a mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen. So kommt gemäss höchstrichterlicher Praxis den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Berichten und Gutachten externer Spezialärzte, 

welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zu, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen  (BGE 125 V 353 E. 3.b.bb).

2.        

2.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die bei der Beschwerdeführerin aufgetretenen 

psychischen Beschwerden auf den Unfall vom 22. Februar 2005 zurück zu führen sind 

und die Beschwerdegegnerin folglich dafür leistungspflichtig ist. Wie vorangehend 

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aufgezeigt, besteht ein Leistungsanspruch nur für jene Beschwerden, welche in 

natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis 

stehen (Erw. 1.1). Die Prüfung der natürlichen Kausalität kann dahinfallen, wenn die 

Adäquanz zu verneinen ist, weshalb vorab Letztere zu prüfen ist.

2.2    Die Adäquanz zwischen einem Unfallereignis und psychischen Beschwerden ist 

gemäss ständiger Bundesgerichtspraxis anhand des objektiv fassbaren 

Unfallgeschehens zu beurteilen, wobei zwischen Unfällen im banalen oder leichten, im 

mittleren und im schweren Bereich zu unterscheiden ist. Bei einem banalen oder 

leichten Unfall ist der adäquate Kausalzusammenhang zu den psychischen 

Beschwerden in der Regel ohne weitereszu verneinen, da es dem Unfallereignis an der 

Erheblichkeit mangelt, welche allgemein erforderlich ist, um eine invalidisierende 

psychische Fehlentwicklung zu bewirken. Demgegenüber ist bei einem schweren 

Unfallereignis die Adäquanz in der Regel zu bejahen, da ein solches Geschehen 

allgemein geeignet ist, invalidisierende psychische Beschwerden hervorzurufen. Im 

Bereich der als mittel(-schwer) zu taxierenden Unfallereignisse bedarf es weiterer 

Umstände, welche die Geeignetheit, psychische Beschwerden zu bewirken, erhöhen, 

wie besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls; eine ausgeprägte Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 

eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche 

Dauerschmerzen; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie 

der Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Für die Bejahung 

der Adäquanz müssen nicht sämtliche der genannten Kriterien erfüllt sein; vielmehr 

kann es bei einem mittelschweren Unfall an der Grenze zu einem schweren genügen, 

wenn ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist. Umgekehrt 

müssen mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, wenn es 

sich um einen Grenzfall zu den leichten Unfällen handelt (zum Ganzen: 

BGE 115 V 140 f. E. 6.c und 124 V 45 E. 5.c.bb).

2.3     

2.3.1           Von der Beschwerdeführerin wird geltend gemacht, beim Bruch des 

Wirbelkörpers handle es sich nicht um ein leichtes, sondern um ein schweres 

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Unfallereignis (act. G 1, S. 3 unten). Mit Blick auf die höchstrichterliche 

Rechtsprechung ist ohne weiteres zu verneinen, dass es sich beim vorliegend zu 

beurteilenden Ereignis - einem schwindelbedingten Sturz aufs Gesäss im Wohnungsflur 

- um einen schweren Unfall oder einen schwereren Unfall im mittleren Bereich handelt 

(vgl. die Übersicht im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. April 2005 i/

S A. [U 458/04] E. 3.4.1). Auch einen "normalen" Unfall im mittleren Bereich stellt ein 

solches Sturzereignis nicht dar.

2.3.2           Fraglich ist, ob allenfalls nicht ein leichter, sondern ein mittelschwerer 

Unfall, angrenzend an einen leichten, vorliegt. Einen solchen hat das Bundesgericht 

etwa bei einem Versicherten angenommen, der in der Dunkelheit in eine 1.10 m tiefe 

Abfallmulde stürzte und sich dabei erheblich verletzte (Urteil des Bundesgerichts vom 

4. August 2008 i/S M. [8C_92/2008] E. 8). Ebenfalls als Unfall im mittleren Bereich an 

der Grenze zu einem leichten Fall wurde ein Sturz von einem schlittenähnlichen 

Wintersportgerät mit Rückenkontusion und Distorsion der Halswirbelsäule beurteilt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2009 i/S F. [8C_893/2008] E. 5.3). Als leichte 

Ereignisse eingestuft wurden dagegen das Ausgleiten beim Aussteigen aus einem 

Bagger mit darob erlittener Kniedistorsion, ebenso wie ein Sturz auf die Knie nach 

Stolpern auf einer Steintreppe (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2009 i/S I. 

[8C_68/2009] E. 8). Mit Blick auf diese Kasuistik ist der Unfall vom 22. Februar 2005 als 

leichtes Ereignis einzustufen. Dass sich die Beschwerdeführerin beim Sturz auf das 

Gesäss einen Wirbelkörper gebrochen hat, ist für die Beurteilung der Unfallschwere 

nicht massgeblich, sondern wäre allenfalls bei den weiteren Adäquanzkriterien zu 

berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2009 i/S R. 

[8C_810/2008] E. 4.1). Aufgrund der Qualifikation als leichtes Ereignis ist die adäquate 

Kausalität zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden ohne Weiteres zu 

verneinen.

2.3.3           Anzumerken ist, dass der adäquate Kausalzusammenhang im vorliegenden 

Fall auch bei Annahme eines mittelschweren Ereignisses an der Grenze zu einem 

leichten verneint werden müsste. So liegen keine besonderen Begleitumstände und 

kein besonders dramatisches Unfallereignis vor. Ebenfalls erlitt die Beschwerdeführerin 

keine besonders schweren Verletzungen, die geeignet wären, psychische 

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Fehlentwicklungen auszulösen. Von der Beschwerdeführerin wird vor allem ein 

langwieriger Heilungsverlauf mit starken chronischen Schmerzen geltend gemacht. 

Zudem habe sie eine ärztliche Fehlbehandlung erlitten, weil der Wirbelkörper-Bruch 

erst beim Zweituntersuch festgestellt worden sei, und anfänglich nur eine konservative 

statt einer operativen Behandlung angeordnet worden sei (act. G 1 und 5). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nach dem Sturz im 

hausärztlichen Notfalldienst behandelt wurde und aufgrund des unbestimmten 

Beschwerdebildes vorerst lediglich eine starke Prellung im Gesässbereich 

diagnostiziert wurde (act. G 3.1/K 1). Angesichts der augenscheinlichen Geringfügigkeit 

des Sturzes und dessen Folgen (Dr. I.___ geht von einem sogenannten "low-energy"-

Trauma aus [act. G 1.3, S. 2]) ist nicht zu beanstanden, dass vom behandelnden Arzt 

vorerst auf bildgebende Untersuchungen oder andere weiterführende 

Diagnosemethoden verzichtet wurde. Bezüglich der Behandlung mit einem Korsett an­

stelle eines operativen Eingriffs ist entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin 

nicht von einem Behandlungsfehler auszugehen, war es doch sie selbst, welche 

entgegen dem ausdrücklichen Anraten der Ärzte anfänglich eine Operation abgelehnt 

hatte (act. G 3.1/M 3). Die medizinischen Behandlungen, insbesondere die operativen 

Eingriffe im April und August 2005 erfolgten plangemäss und mit zufriedenstellendem 

Heilungsverlauf (act. G 3.1/M 21). Eine ärztliche Fehlbehandlung ist deshalb zu 

verneinen. Gutachterlich erstellt ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin unfallbedingt 

an dauerhaften, erheblichen Schmerzen leidet (act. G 3.1/M 38b, S. 24) und zudem seit 

dem Unfall praktisch durchgehend zu 100% arbeitsunfähig war (act. G 3.1/M 35). Im 

vorliegenden Fall könnten demnach die zwei Adäquanz-Kriterien der körperlichen 

Dauerschmerzen sowie der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit bejaht werden. Da aber 

beide Kriterien nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, muss die Adäquanz 

mit Blick auf die höchstrichterliche Praxis trotzdem verneint werden, sind doch bei 

einem Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten mindestens vier der 

insgesamt sieben Adäquanzkriterien gefordert (Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

August 2008 i/S M. [8C_92/2008] E. 13 mit Hinweisen). Zusammenfassend ist demnach 

festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich der 

psychischen Leiden der Beschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Adäquanz zu 

Recht verneint hat.

3.        

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3.1    Betreffend die körperlichen Leiden hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht teilweise anerkannt und aufgrund einer unfallbedingten 

Arbeitsunfähigkeit von 40% eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50% 

zugesprochen (act. G 3.1/K 91). Dabei stellte die Beschwerdegegnerin auf das 

MEDAS-Gutachten ab, gemäss welchem der Unfall vom 22. Februar 2005 zu 40% 

teilkausal für die körperlichen Beschwerden ist, während die restlichen 60% der 

körperlichen Beschwerden auf der vorbestehenden Diskopathie, der Spondylarthrose 

L4/5 und L5/S1 ohne Kompression neuraler Strukturen sowie der axialen Osteoporose 

gründen (act. G 3.1/M 38b S. 25 f.).

3.2    Der Ermittlung des Invaliditätsgrads hat die Beschwerdegegnerin einen 

Einkommensvergleich gemäss Art. 18 UVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über 

den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; ATSG) zugrunde gelegt, 

was wegen der ohne Unfall zu erwartenden vollen Erwerbstätigkeit der 

Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden ist. Beim Einkommensvergleich wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der Heilbehandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen) in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das ohne Invalidität erzielt werden könnte 

(Valideneinkommen). Für die Festsetzung des Valideneinkommens ist grundsätzlich 

darauf abzustellen, was die versicherte Person zum Zeitpunkt des Rentenbeginns ohne 

Invalidität am angestammten Arbeitsplatz verdienen würde (BGE 129 V 224 E. 4.3.1). 

Bezüglich des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Wird kein Einkommen 

mehr erzielt, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist insbesondere auf die Tabellenlöhne gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

3.3    In einer modifizierten Form ist der Einkommensvergleich im Fall der 

Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(SR 832.202; UVV) anzustellen. Gemäss dieser Bestimmung ist der Invaliditätsgrad 

hypothetisch anhand der Erwerbseinkommen eines Versicherten mittleren Alters mit 

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gleicher Gesundheitsschädigung zu ermitteln, wenn ein Versicherter nach dem Unfall 

die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt oder sich das vorgerückte Alter 

erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt. Vorliegend 

steht aufgrund der Auskünfte der ehemaligen Arbeitgeberin fest, dass die 

Beschwerdeführerin kein höheres Einkommen erzielen kann, als dies bei einer Person 

mittleren Alters der Fall wäre (act. G 3.1/K 80 und K 86). Weiter haben die 

untersuchenden Ärzte zwischen den unfallfremden und unfallkausalen Faktoren der 

Arbeitsunfähigkeit unterschieden, weshalb sich ein Beizug der besonderen 

Bemessungsmethode nach Art. 28 Abs. 4 UVV erübrigt. Die Beschwerdegegnerin hat 

demnach zur Ermittlung des Invaliditätsgrads zu Recht einen Einkommensvergleich 

gemäss Art. 16 ATSG getätigt.

3.4    Da die Beschwerdeführerin zum Berentungszeitpunkt keiner Erwerbstätigkeit 

nachging, hat die Beschwerdegegnerin der Bemessung des Invalideneinkommens in 

Einklang mit der Praxis des Bundesgerichts die LSE-Tabellenlöhne zugrunde gelegt. 

Gemäss diesen statistischen Werten war im Jahr 2006 in einer einfachen, repetitiven 

Vollzeit-Erwerbstätigkeit ohne entsprechende Berufs- oder Fachausbildung ein 

monatlicher Bruttolohn von Fr. 4'019.-- zu erzielen (LSE 2006, Tabelle TA 1, 

Anforderungsprofil 4, weibliches Geschlecht). Unter Berücksichtigung der 

betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden sowie der Teuerung in den 

Jahren 2007 (1,6%) und 2008 (1,5%) ergibt sich für 2008 ein Jahreseinkommen von Fr. 

51'848.--. Von diesem Betrag ausgehend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund der 

gutachterlich festgestellten, unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 

von 40% und unter Gewährung eines Leidensabzugs von 15% ein Invalideneinkommen 

von Fr. 26'442.-- (Fr. 51'848.-- x 60% x 85%) errechnet (act. G 3.1/K 91).

3.5    Strittig und zu prüfen ist insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von 

einer Arbeitsunfähigkeit von 40% aufgrund der somatischen Unfallfolgen ausging, 

während der gutachterlich festgestellte unfallfremde Anteil von 60% an den 

somatischen Beschwerden bei der Rentenberechnung unberücksichtigt blieb.

3.5.1           Laut Art. 36 Abs. 2 UVG werden Invalidenrenten, 

Integritätsentschädigungen sowie Hinterlassenenrenten angemessen gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). 

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Dabei nicht berücksichtigt werden Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu 

keiner Verminderung der Erwerbstätigkeit geführt haben (Satz 2). Eine Rentenkürzung 

ist nicht nur bei sekundären unfallfremden Faktoren ausgeschlossen, sondern auch 

dann, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis einen bestimmten 

Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Ausgeschlossen ist die 

Anwendung von Art. 36 Abs. 2 UVG jedoch dann, wenn verschiedene, sich nicht 

überschneidende Gesundheitsschäden auftreten, deren Ursächlichkeit getrennt 

beurteilt werden kann (BGE 121 V 331 ff. E. 3.b und c; 126 V 117 E. 3.a). Dies ist 

gemäss Rechtsprechung etwa dann der Fall, wenn im Anschluss an einen Unfall eine 

psychogene Fehlverarbeitung desselben auftritt (Urteil des EVG vom 17. April 2000 i/S 

U. [U 275/99] E. 2.c).

3.5.2           Gemäss der eben aufgezeigten Praxis fällt das psychische Leiden der 

Beschwerdeführerin als getrennt zu beurteilender Gesundheitsschaden nicht unter 

Art. 36 Abs. 2 UVG. Demgegenüber ist besagte Norm auf die somatischen 

Beschwerden anwendbar. Im MEDAS-Gutachten wird diesbezüglich festgehalten, dass 

gemäss den beigezogenen Unterlagen und den Aussagen der Beschwerdeführerin die 

Diskopathie der unteren LWS sowie die Spondylarthrose als degenerative Leiden bis 

zum Unfall vom 22. Februar 2005 asymptomatisch blieben. Durch die BKW12-Fraktur 

am 22. Februar 2005 mit kyphotischer Knickbildung sei es zu einer richtunggebenden 

Verschlimmerung gekommen. Sowohl der status quo ante (Gesundheitszustand wie 

vor dem Unfall) als auch der status quo sine (Gesundheitszustand, wie er sich auch 

ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte) seien nicht erreichbar, weil durch den 

Unfall vom 22. Februar 2005 eine dauerhafte Verschlimmerung eingetreten sei. Die 

unfallfremden Faktoren würden für den Zeitraum nach Abschluss der Heilbehandlung 

mit 60% ins Gewicht fallen, während der restliche Anteil von 40% an den somatischen 

Beschwerden unfallkausal sei (act. G 3.1/M 38b S. 25 ff.). Bezüglich der Feststellung, 

dass zwar unfallfremde Faktoren massgeblich am invalidisierenden 

Gesundheitsschaden Anteil haben, jedoch eine erhebliche unfallkausale Schädigung 

fortbesteht, kommt dem MEDAS-Gutachten volle Beweiskraft zu, zumal es sich mit 

dem Berichten von Dr. I.___ vom 30. Juni und 22. August 2008 sowie vom 5. Januar 

2009 deckt, wonach bei der Beschwerdeführerin eine erhöhte Disposition zur 

Frakturbildung bestanden habe, eine deutliche Verschlechterung der Biostatik mit 

grosser Wahrscheinlichkeit jedoch erst im Nachgang zum Unfall durch die Zunahme 

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der Kyphosierung von 15° auf 24° am thorako-lumbalen Übergang nach der 

Segmentfreigabeoperation auf Höhe L1 eingetreten sei (act. G 1.3, 1.6 und 5.1). 

Zusammenfassend steht demnach fest, dass bei der Beschwerdeführerin vor dem 

Unfall von 22. Februar 2005 keine Gesundheitsschädigung mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bestanden hat, sondern diese erst zusammen mit den Unfallfolgen 

manifest geworden ist. Weiter ist erstellt, dass die somatischen Beschwerden im 

MEDAS-Gutachten, ebenso wie in den Berichten von Dr. I.___ umfassend 

Berücksichtigung gefunden haben. Diesbezüglich ist anzumerken, dass Dr. I.___ 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin von einer regelrechten Lage des 

Spondylodesematerials ausgeht und keine Anzeichen für eine Schraubenlockerung 

festgestellt hat (act. G 1.6 und 5.1). Da die unfallfremden Faktoren vor dem Unfall nicht 

zu einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit geführt haben, sind diese gemäss Art. 36 

Abs. 2 Satz 2 UVG bei der Bemessung des Invaliditätsgrads auch mit einzubeziehen.

3.5.3           Zu prüfen bleibt, in welchem Umfang sich die somatischen Beschwerden in 

ihrer Gesamtheit auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgewirkt haben. Im 

MEDAS-Gutachten wird festgehalten, dass ab dem Unfalltag von einer orthopädisch 

bedingten, 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im angestammten 

Beruf als Stationshilfe auszugehen sei. Solche körperliche Belastungen seien ihr 

dauerhaft nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe unter 

Berücksichtigung der somatischen und psychischen Unfallfolgen eine anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. G 3.1/M 38b S. 27 f.). Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin enthält das MEDAS-Gutachten jedoch keine Aussage betreffend 

den rein somatisch bedingten Grad der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit in einem 

leidensangepassten Beruf. Die relative Aufteilung der Beschwerden in 40% 

unfallbedingt und 60% unfallfremd erfolgt, ohne dass die gesamthaft bestehende, 

somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit als absoluter Wert beziffert wird. Diesbezüglich 

ist das MEDAS-Gutachten lückenhaft. Ebenso kann nicht auf die Berichte von Dr. I.___ 

vom 22. August 2008 und vom 5. Januar 2009 abgestellt werden, weil darin die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nur schematisch erörtert und insbesondere die 

verbliebene Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht untersucht 

wird (act. G 1.3 und 1.6).

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3.5.4           Somit steht nach Würdigung der massgeblichen Beweismittel fest, dass die 

Arbeitsfähigkeit und damit auch der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin nicht in 

rechtsgenüglicher Weise erstellt sind. Der angefochtene Entscheid ist daher 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, von der MEDAS eine 

ergänzende Stellungnahme zu deren Gutachten einzuholen, in der zu erläutern sein 

wird, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit 

arbeitsfähig ist, unter Berücksichtigung sowohl des unfallkausalen als auch des 

unfallfremden Anteils der somatischen Beschwerden, aber unter Ausklammerung der 

psychischen Beschwerden.

3.6    Weiter wird von der Beschwerdeführerin ein Leidensabzug von 20% anstelle der 

gewährten 15% verlangt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist auf 

diese Frage einzutreten, da der Leidensabzug als Element zur Bemessung des 

Invaliditätsgrads ebenfalls Teil des Anfechtungsgegenstands bildet und somit der 

gerichtlichen Überprüfung zugänglich ist (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 

Zürich 2009, Rn. 56 ff. zu Art. 61 ATSG, mit Hinweisen).

3.6.1           Ein Leidensabzug vom Tabellenlohn ist gemäss Bundesgericht 

vorzunehmen, wenn der gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmer im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen Arbeitnehmern nur ein verhältnismässig geringes Einkommen 

erzielen kann. Auch ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche 

und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Einfluss 

dieser Faktoren auf das Invalideneinkommen ist im konkreten Fall und nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 

25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Bei der Überprüfung 

dieses Ermessensentscheids hat sich das Gericht eine gewisse Beschränkung 

aufzuerlegen, als es sein eigenes Ermessen nur dann an dasjenige der Vorinstanz zu 

stellen hat, wenn aufgrund der konkreten Gegebenheiten eine abweichende 

Ermessensausübung naheliegender erscheint (BGE 135 V 305 E. 6.2).

3.6.2           Laut MEDAS-Gutachten kann die Beschwerdeführerin aufgrund ihres 

orthopädischen Leidens nur mehr leichte Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position 

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mit Möglichkeit zum Stellungswechsel ausüben. Weiter soll sie keine Lasten über 5 kg 

heben und Arbeiten über Kopf oder in Zwangshaltungen sowie Bücken vermeiden (act. 

G 3.1/M 38b S. 25 f.). Das mögliche Betätigungsfeld der Beschwerdeführerin ist somit 

gesundheitsbedingt erheblilch eingeschränkt. Nicht ins Gewicht fällt demgegenüber, 

dass die Beschwerdeführerin höchstens einer Teilzeiterwerbstätigkeit nachgehen kann, 

da auf dem fraglichen Anforderungsniveau Teilzeitarbeiterinnen verhältnismässig nicht 

schlechter als Vollzeitangestellte entlöhnt werden (BFS, Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung, Neuchâtel 2008, S. 16, Tabelle T 2*). Als Ausländerin mit 

Niederlassungsbewilligung hat die Beschwerdeführerin ein um etwa 6% 

unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten, wobei auch allfällige sprachliche 

Defizite einen Teilfaktor für die niedrigere Entlöhnung von Ausländern bilden dürften, 

weshalb die diesbezüglichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin als 

mitberücksichtigt zu gelten haben (LSE 2006, Tabelle TA 12, Anforderungsprofil 4, 

weibliches Geschlecht). Die Beschwerdeführerin hat aufgrund ihres Alters kein 

unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten, jedoch ist gemäss ständiger Praxis 

des Bundesgerichts den allgemeinen Schwierigkeiten von älteren Versicherten bei der 

Stellensuche angemessen Rechnung zu tragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

10. Februar 2010 i/S L. [9C_979/2009] E. 3.1 mit Hinweisen). Zusammenfassend ergibt 

sich, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen, 

ihres Aufenthaltsstatus sowie des fortgeschritten Alters gewisse Einkommensnachteile 

zu gewärtigen hat. Die in der Beschwerdeschrift geltend gemachten zusätzlichen 

Einschränkungen durch die somatischen Leiden wurden, soweit unfallkausal, bereits in 

die Ermittlung der Restarbeitsfähigkeit mit einbezogen, während die psychischen 

Beschwerden mangels Unfallkausalität auch bei Bemessung des Leidensabzugs nicht 

berücksichtigt werden können. Angesichts des verfügbaren Ermessensspielraums von 

0-25% hat die Beschwerdegegnerin den Einschränkungen der Beschwerdeführerin mit 

dem gewährten Leidensabzug von 15% in nicht zu beanstandender Weise Rechnung 

getragen.

3.7    Als Valideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin, ausgehend von einem 

Brutto-Monatslohn im Jahr 2003 von Fr. 3'640.--, zuzüglich 13. Monatslohn, 

Wochenend- und Teuerungszuschlägen für die Jahre 2003 bis 2008, Fr. 53'264.-- 

angenommen. Gemäss den Lohnabrechnungen der früheren Arbeitgeberin hat die 

Beschwerdeführerin jedoch erst im Jahr 2005 einen Grundlohn von Fr. 3'640.-- erzielt, 

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während dieser im vorangehenden Jahr noch Fr. 3'585.-- betrug (act. G 3.1/K 86a-m). 

Die Berechnung der Beschwerdegegnerin ist deshalb dahingehend zu korrigieren, dass 

nur die Teuerungszuschläge von 2005 bis 2008 in die Berechnung des 

Valideneinkommens einzubeziehen sind. Die ebenfalls zu berücksichtigenden 

Wochenendzulagen wurden von der Beschwerdegegnerin korrekt anhand der von 

Februar 2004 bis Januar 2005 erzielten Zulagen von gerundet Fr. 2'070.-- ermittelt. Die 

Beschwerdegegnerin hat demnach der Bemessung des Invaliditätsgrads der 

Beschwerdeführerin ein Valideneinkommen von Fr. 51'947.70 zugrunde zu legen 

(Fr. 3'640.-- x 13, zzgl. Teuerungszulagen 2005 bis 2008 von 1%, 1,2%, 1,6% und 

1,5% sowie Lohnzulagen von Fr. 2'070.--).

4.        

Weiter ersucht die Beschwerdeführerin um eine Integritätsentschädigung in der Höhe 

von 40-50%, während diese von der Beschwerdegegnerin auf 10% veranschlagt 

wurde.

4.1    Erleidet die versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie gemäss Art. 24 Abs. 1 

UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Deren Bemessung 

richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens, welcher 

sich wiederum nach dem medizinischen Befund richtet. Bei gleichem medizinischen 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und 

egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 f. E. 3c; BGE 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Die Integritätsentschädigung setzt einen 

dauernden - voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 

Umfang bestehenden - Integritätsschaden voraus (vgl. Art. 36 Abs. 1 UVV; BGE 124 V 

36 ff. E. 4). Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV ist die Integritätsentschädigung anhand der 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen, welcher eine Grobskala der 

Integritätsschädigungen enthält. Die Medizinische Abteilung der SUVA hat in 

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Weiterentwicklung dieser Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer 

Form (so genannte Feinraster) erarbeitet, welche Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1.c mit Hinweis).

4.2    Zur Bestimmung des Integritätsschadens stellte die Beschwerdegegnerin auf die 

Einschätzung im MEDAS-Gutachten ab, welche auch von den Dres. F.___ und K.___ 

geteilt werde (act. G 3 S. 4). In besagtem Gutachten wird wörtlich ausgeführt: 

"Aufgrund der Folgen des Unfalls vom 22.02.2005 ist orthopädischerseits von einem 

Integritätsschaden von 10% auszugehen. Psychiatrischerseits wurde diesbezüglich 

keine Frage gestellt" (act. G 3.1/M 38b S. 29). Weitere Ausführungen bezüglich des zu 

prüfenden Integritätsschadens fehlen im MEDAS-Gutachten. Dr. F.___ hält in seiner 

Stellungnahme vom 18. Juni 2007 fest, dass aufgrund der Veränderung an BWK12 

gemäss den SUVA-Tabellen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 5-10% 

bestehe (act. G 3.1/M 34b). Dr. K.___ würdigt das Gutachten als ausreichend 

begründet und schlüssig; eine ausdrückliche Stellungnahme bezüglich der 

Einschätzung des Integritätsschadens fehlt (act. G 3.1/M 44a). Die von der 

Beschwerdegegnerin beigezogenen Arztberichte genügen den in Erw. 1.2 aufgezeigten 

Beweisanforderungen nicht, weil es ihnen einer Begründung ermangelt, aus welcher 

nachvollziehbar würde, wie der Integritätsschaden im konkreten Fall ermittelt wurde. 

Insbesondere fehlen auch Ausführungen dazu, ob der unfallfremde Anteil am 

Integritätsschaden in die Bemessung mit einbezogen wurde oder nicht (vgl. 

nachfolgende Erw. 4.4).

4.3    Die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens wird in Bezug auf den 

Integritätsschaden weiter gemindert durch den abweichenden, vergleichsweise 

ausführlich begründeten Bericht von Dr. I.___, welcher die MEDAS-Schätzung als 

eindeutig zu tief erachtet. Angesichts des kyphotischen Neigungswinkels von 24° 

sowie des Zustands der Beschwerdeführerin, welche praktisch einen Dauerschmerz 

verspüre, keine Zusatzbelastungen möglich seien, der Schlaf auch Nachts durch die 

Schmerzen gestört sei und der relativ langen Erholungszeit nach verstärkten 

Schmerzen ergebe sich mit Blick auf die SUVA-Tabellen ein Integritätsschaden von 

40-50% (act. G 1.3). Der Bericht von Dr. I.___ beruht auf umfassenden Untersuchungen 

der Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1.6 und 5.1) und ist ausreichend begründet, jedoch 

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wurde der Integritätsschaden nur näherungsweise ("40-50%") und damit nicht mit der 

erforderlichen Bestimmtheit ermittelt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 11. April 2008, UV 2007/107 E. 1.3). Zudem wird im Bericht 

von Dr. I.___ ausser Acht gelassen, dass Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG (vgl. Erw. 3.5.1) 

gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts bezüglich der Integritätsentschädigung 

nicht zur Anwendung kommt und somit bei einem Mitwirken von unfallfremden 

Schadensursachen auch dann eine Kürzung vorzunehmen ist, wenn diese ohne das 

Unfallereignis für sich allein zu keiner Minderung der Arbeitsfähigkeit geführt hätten 

(BGE 116 V 157 E. 3.c, mit ausführlicher Begründung bestätigt im Urteil des EVG vom 

29. Juni 2007 i/S T. [U 374/06] E. 2).

4.4    Gemäss den vorangehenden Ausführungen ist weder mit dem MEDAS-

Gutachten, noch mit den von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Arztberichten 

die Höhe des Integritätsschadens in rechtsgenüglicher Weise erstellt. Jedoch ist 

festzustellen, dass die medizinischen Experten übereinstimmend von der 

Objektivierbarkeit des von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Schmerzbildes 

ausgehen. Eine erneute ärztliche Untersuchung der Beschwerdeführerin ist demnach 

nicht erforderlich und es wird durch eine von der Beschwerdegegnerin zu 

beauftragende, neutrale Fachperson lediglich aufgrund der vorhandenen Akten zu 

klären sein, in welchem Umfang ein Integritätsschaden besteht. Dabei ist dem 

Umstand Rechnung zu tragen, dass unfallfremde Faktoren teilursächlich für den 

Gesundheitsschaden sind, weshalb gemäss Art. 36 Abs. 2 Satz 1 UVG eine 

"angemessene" Kürzung am ermittelten Integritätsschaden vorzunehmen ist. Bezüglich 

der ins Auge zu fassenden Kürzung hielt der Bundesrat in seiner Botschaft zum UVG 

fest, dass eine solche nicht streng proportional anhand des Anteils der unfallfremden 

Faktoren, sondern eben angemessen und damit in der Regel zugunsten der 

Versicherten milder zu bestimmen ist (BBl 1976 III 141 ff. S. 175, vgl. Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 469; Alexandra 

Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 185). 

Betreffend den vorliegenden Fall ist somit nicht das im MEDAS-Gutachten festgestellte 

Verhältnis von 40% zu 60% zwischen unfallkausalen und unfallfremden Faktoren 

massgeblich, sondern es ist dem Umstand angemessen Rechnung zu tragen, dass 

sich erst durch den Unfall die körperliche Integrität der Beschwerdeführerin in 

massgebender und dauerhafter Weise verschlechtert hat (vgl. act. G 3.1/M 38b S. 26).

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5.        

5.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 9. März 2009 teilweise gutzuheissen. Die Angelegenheit 

wird zur Einholung einer ergänzenden Stellungnahme der MEDAS zu ihrem Gutachten 

betreffend die verbliebene Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer 

angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung auch der unfallfremden, organischen 

Faktoren zurückgewiesen. Weiter hat die Beschwerdegegnerin eine neutrale, mit dem 

Fall nicht vorbefasste Fachperson mit der Beurteilung des Integritätsschadens der 

Beschwerdeführerin anhand der Akten zu beauftragen, bevor sie erneut in der Sache 

verfügen wird.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Da sich im vorliegenden 

Verfahren ergeben hat, dass die von der Beschwerdeführerin veranlassten 

spezialärztlichen Untersuchungen für die Beurteilung der Streitfragen massgebend 

waren, bleibt es ihr unbenommen, die diesbezüglichen Kosten bei der 

Beschwerdegegnerin in Rechnung zu stellen (Ueli Kieser, a.a.O., N. 113 zu Art. 61 

ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 9. März 2009 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und zu 

neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Art. 6, 18, 24 und 36 UVG, Art. 16 ATSG: Unfallkausalität verneint bezüglich 

psychischer Beschwerden bei leichtem Unfallereignis (Sturz in Wohnungsflur); 

bejaht bezüglich objektivierbarer organischer Beschwerden. Rückweisung zur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/40

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Abklärung der somatisch bedingten Erwerbsunfähigkeit unter Einbezug der 

unfallfremden Faktoren (Diskopathie und Spondylarthrose) sowie zur Ermittlung 

des Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 20. Mai 2010, UV 2009/39).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Thomann

Entscheid vom 20. Mai 2010

in Sachen

T.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1947 geborene T.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 1998 bei einem 

Beschäftigungsgrad von 100% als Stationshilfe in der psychiatrischen Klinik A.___ 

angestellt und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) 

unfallversichert (act. G 3.1/K 12). Am 22. Februar 2005 stürzte die Versicherte zu Hause 

auf das Gesäss und wurde gleichentags vom örtlichen Notfallarzt ambulant behandelt. 

Dieser diagnostizierte eine Prellung am Steissbein/Gesäss (act. G 3.1/K 1 und K 4). Da 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/40

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die Schmerzen nicht abklangen, suchte die Versicherte zwei Tage später ihren 

Hausarzt Dr. med. B.___ auf, welcher sie notfallmässig an das Kantonale Spital 

überwies. Im Rahmen des Spitalaufenthalts vom 24. Februar bis 3. März 2005 wurden 

eine Fraktur des BWK12 sowie eine hypertrophe Spondylarthrose L5/S1 diagnostiziert. 

Bezüglich der Fraktur wurde eine konservative Therapie mit Schmerzmitteln und 

Physiotherapie angeordnet. Weiter wurde eine allgemeine Appetit- und Lustlosigkeit 

festgestellt, welche der Versicherten schon jahrelang bekannt sei und wegen welcher 

bereits eine Konsultation beim Psychotherapeuten Dr. med. C.___ vereinbart sei (act. 

G 3.1/M 2). Aufgrund der persistierenden Beschwerden erfolgte vom 9. bis 13. März 

2005 eine erneute Hospitalisation im Kantonsspital St. Gallen. Während dieser willigte 

die Versicherte trotz Empfehlung der behandelnden Ärzte nicht in eine Operation ein, 

so dass die Behandlung der Fraktur des BWK12 mit einem Gipskorsett erfolgte (act. 

G 3.1/M 3).

A.b   Nachdem die Versicherte nach Einholung einer second opinion einem operativen 

Eingriff zustimmte, wurde am 7. April 2005 am Kantonsspital St. Gallen eine dorsale 

Spondylodese BWK11-LWK1 und eine ventrale Spondylodese BWK11/12 durchgeführt 

(act. G 3.1/M 7 und M 8). Vom 18. Mai bis 4. Juni 2005 hielt sich die Versicherte zur 

Rehabilitation in der Klinik D.___ auf (act. G 3.1/M 13). Im Anschluss an die Freigabe 

des Segments L1 durch Operation am 31. August 2005 folgte vom 27. September bis 

17. Oktober 2005 ein weiterer Rehabilitationsaufenthalt in der RehaClinic Zurzach, 

während dem eine deutlich gesteigerte Beweglichkeit bei nur unwesentlicher 

Besserung der Schmerzen im HWS-Bereich erzielt werden konnte (act. G 3.1/M 19). In 

der Nachkontrolle vom 29. November 2005 im Kantonsspital St. Gallen zeigte sich ein 

zufriedenstellender Heilungsverlauf bei anhaltenden Schmerzen im Bereich des 

thorakolumbalen Übergangs mit teilweisen Ausstrahlungen ins linke Bein, weshalb ein 

MRI-Untersuch der Lendenwirbelsäule angeordnet wurde (act. G 3.1/M 21). Bei diesem 

Untersuch zeigten sich eine flache Diskushernie in den Segmenten L4/5 und L4/S1 

ohne Kompression neuronaler Strukturen bei vorbestehender Diskopathie sowie 

beidseitige Spondylarthrosen vor allem der drei unteren Lumbalsegmente, wobei der 

Spinalkanal nicht verengt sei. Eine ärztlicherseits vorgeschlagene Infiltration der 

Facettengelenke der LWS lehnte die Versicherte ab (act. G 3.1/M 22b).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/40

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A.c   Im Rahmen einer weiteren Nachkontrolle am 25. Juli 2006 im Kantonsspital St. 

Gallen stellte der untersuchende Arzt fest, dass die Versicherte vermutlich am Beginn 

eines chronifizierten Schmerzsyndroms, bei gleichzeitigem depressiven Syndrom 

stehe, da die Schmerz- und Gesamtsituation im Vergleich zum letzten Untersuch 

erheblich negativer geschildert worden sei, ohne dass entsprechende organische 

Veränderungen festgestellt werden konnten (act. G 3.1/M 25). Vom 27. Februar bis 

19. März 2007 folgte ein Rehabilitationsaufenthalt in der E.___, während dem nebst der 

Behandlung der thorakolumbalen und lumbalen Beschwerden auch eine 

psychologische Betreuung stattfand (act. G 3.1/M 33). Aufgrund eines Aktengutachtens 

des beratenden Rheumatologen Dr. med. F.___ vom 18. Juni 2007 ordnete die Helvetia 

eine interdisziplinäre Begutachtung der Versicherten in den Fachbereichen 

Rheumatologie, Orthopädie und Psychiatrie an (act. G 3.1/M 34b und K 48).

A.d   Die Medizinische Abklärungsstelle Ostschweiz (nachfolgend: MEDAS) führt in 

ihrem polydisziplinären Gutachten vom 7. Februar 2008 aus, die vorgebrachten 

Beschwerden (Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und der 

Rippenentnahmestelle am dorsalen linken Rippenbogen, mit Ausstrahlung ins linke 

Bein) würden sich somatischerseits eindeutig klinisch und radiologisch objektivieren 

lassen. Unter Einbezug der unfallbedingten psychischen Beschwerden - einer leichten 

bis mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syndrom sowie einer 

psychogenen Überlagerung des zugrundeliegenden lumbovertebralen 

Schmerzsyndroms und des Zustands nach BWK12-Fraktur vom 22. Februar 2005 - sei 

die Versicherte in einer angepassten Tätigkeit unfallbedingt zu 50% arbeitsunfähig. 

Zudem sei aufgrund der Unfallfolgen orthopädischerseits von einem Integritätsschaden 

von 10% auszugehen. Betreffend der physischen Unfallfolgen sei ab August 2007 von 

einem Endzustand auszugehen (act. G 3.1/M 38b).

A.e   Nach Einsicht in das MEDAS-Gutachten brachte der Rechtsvertreter der 

Versicherten, G.___, mit Schreiben vom 4. Juli 2008 vor, dass die Psychiaterin Dr. med. 

H.___ von einer Arbeitsunfähigkeit von 70% ausgehe. Weiter sei die Versicherte 

gemäss dem ausführlichen Bericht des Orthopäden Dr. med. I.___ vom 30. Juni 2008 

angesichts der sehr starken, unfallbedingten Schmerzen, welche sich im Jahr 2008 

noch verschlimmert hätten, vollständig arbeitsunfähig. Aufgrund dieser Berichte solle 

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der Fall mit Ausrichtung einer 70%igen Unfallrente und einer 40%igen 

Integritätsentschädigung abgeschlossen werden (G 3.1/K 76).

A.f    Mit Verfügung vom 31. Oktober 2008 erkannte die Helsana aufgrund des MEDAS-

Gutachtens auf eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 40% wegen orthopädischer 

Einschränkungen. Demgegenüber wurde eine Leistungspflicht wegen der psychischen 

Beschwerden der Versicherten verneint, da diese nicht in adäquat-kausalem 

Zusammenhang mit dem versicherten Ereignis stünden. Anhand eines 

Einkommensvergleichs und unter Gewährung eines Leidensabzuges von 15% 

errechnete die Helsana einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 50% und 

setzte den Rentenbeginn auf den 1. Dezember 2008 fest. Weiter sprach sie der 

Versicherten eine Integritätsentschädigung von 10% zu (G 3.1/K 91).

B.       

Gegen diese Verfügung erhob der Vertreter der Versicherten am 2. Dezember 2008 

Einsprache mit dem Begehren, es seien eine 70%ige Unfallrente und eine 30%ige 

Integritätsentschädigung zuzusprechen (act. G 3.1/K 94a). Die Helsana wies die 

Einsprache mit Entscheid vom 9. März 2009 ab (act. G 3.1/K 111).

C.       

C.a   Mit Beschwerde vom 6. April 2009 ersucht die Beschwerdeführerin um 

Abänderung des Einspracheentscheids in dem Sinn, als ihr eine Invalidenrente von 

70% und eine Integritätsentschädigung von 40-50% zuzusprechen seien. Zur 

Begründung führt sie insbesondere an, die behandelnden Ärzte hätten ihr durchgehend 

eine Arbeitsunfähigkeit von 70%, respektive 100% attestiert. Vor dem Unfall habe sie 

an keinerlei psychischen Beschwerden gelitten und der Bruch eines Wirbelkörpers sei 

nicht als leichter, sondern als schwerer Unfall zu taxieren. Nach dem Unfall sei es zu 

einer ärztlichen Fehlbehandlung gekommen, indem der Wirbelbruch erst nach zwei 

Tagen bei der Zweitkonsultation diagnostiziert und sie anschliessend fälschlicherweise 

mit einem Korsett anstatt einer Operation behandelt worden sei. Auch hätten sich 

gemäss Dr. I.___ die Schrauben an den Wirbeln gelockert und es bestünden starke, 

dauerhafte Schmerzen. Es sei ihr aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters, ihrer 

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Beschwerden sowie der mangelnden Ausbildung ein Leidensabzug von 20% zu 

gewähren. Bei der Bemessung des Integritätsschadens müssten auch die psychischen 

Beschwerden berücksichtigt werden; mit Blick auf den Bericht von Dr. I.___ vom 

5. Januar 2009 erscheine eine Integritätsentschädigung von 40-50% angemessen (act. 

G 1).

C.b   Die Beschwerdegegnerin hält in der Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2009 an der 

Auffassung fest, dass die psychische Fehlentwicklung der Beschwerdeführerin nicht in 

adäquat kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehe und das Unfallereignis 

nicht als schwer bezeichnet werden könne. Zur Ermittlung des Invaliditätsgrads sei zu 

Recht auf das MEDAS-Gutachten abgestellt worden, wonach aus orthopädischer Sicht 

eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 40% bestehe. Dies werde auch von Dr. I.___ 

bestätigt, der eine 50%ige Unfallrente gesamthaft gesehen als verhältnismässig 

erachte. Die gutachterliche Einschätzung des Integritätsschadens auf 10% werde von 

Dr. F.___ sowie von Dr. med. K.___, Orthopädische Chirurgie FMH, geteilt, weshalb an 

der verfügten Integritätsentschädigung festzuhalten sei (act. G 3).

C.c   In der Replik vom 5. Juni 2009 hebt die Beschwerdeführerin hervor, dass die 

Einschätzung von Dr. I.___, wonach eine Invalidenrente von 50% für den vorliegenden 

Fall angemessen erscheine, nur die körperlichen Beschwerden betreffe. Sie sei jedoch 

auch aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig. Auch diesbezüglich sei die 

Unfallkausalität zu bejahen, da mehrere der vom Bundesgericht vorgegebenen 

Adäquanz-Kriterien erfüllt seien; insbesondere sei eine langjährige ärztliche 

Behandlung mit quälenden permanenten Schmerzen erfolgt (act. G 5).

C.d   Mit Duplik vom 29. Juni 2009 hält die Beschwerdegegnerin an den gestellten 

Rechtsbegehren fest und verzichtet auf ergänzende Ausführungen (act. G 7).

Erwägungen:

1.        

1.1    Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(SR 832.20; UVG) gewährt die Unfallversicherung Leistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten, soweit das Gesetz nichts anderes 

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bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe 

des Arztes ist es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es 

dem Gericht obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu 

beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 

129 V 177, E. 3 mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

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einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 

gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die 

eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 352 E. 3.a mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen. So kommt gemäss höchstrichterlicher Praxis den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Berichten und Gutachten externer Spezialärzte, 

welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zu, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen  (BGE 125 V 353 E. 3.b.bb).

2.        

2.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die bei der Beschwerdeführerin aufgetretenen 

psychischen Beschwerden auf den Unfall vom 22. Februar 2005 zurück zu führen sind 

und die Beschwerdegegnerin folglich dafür leistungspflichtig ist. Wie vorangehend 

aufgezeigt, besteht ein Leistungsanspruch nur für jene Beschwerden, welche in 

natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis 

stehen (Erw. 1.1). Die Prüfung der natürlichen Kausalität kann dahinfallen, wenn die 

Adäquanz zu verneinen ist, weshalb vorab Letztere zu prüfen ist.

2.2    Die Adäquanz zwischen einem Unfallereignis und psychischen Beschwerden ist 

gemäss ständiger Bundesgerichtspraxis anhand des objektiv fassbaren 

Unfallgeschehens zu beurteilen, wobei zwischen Unfällen im banalen oder leichten, im 

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mittleren und im schweren Bereich zu unterscheiden ist. Bei einem banalen oder 

leichten Unfall ist der adäquate Kausalzusammenhang zu den psychischen 

Beschwerden in der Regel ohne weitereszu verneinen, da es dem Unfallereignis an der 

Erheblichkeit mangelt, welche allgemein erforderlich ist, um eine invalidisierende 

psychische Fehlentwicklung zu bewirken. Demgegenüber ist bei einem schweren 

Unfallereignis die Adäquanz in der Regel zu bejahen, da ein solches Geschehen 

allgemein geeignet ist, invalidisierende psychische Beschwerden hervorzurufen. Im 

Bereich der als mittel(-schwer) zu taxierenden Unfallereignisse bedarf es weiterer 

Umstände, welche die Geeignetheit, psychische Beschwerden zu bewirken, erhöhen, 

wie besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls; eine ausgeprägte Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 

eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche 

Dauerschmerzen; eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie 

der Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Für die Bejahung 

der Adäquanz müssen nicht sämtliche der genannten Kriterien erfüllt sein; vielmehr 

kann es bei einem mittelschweren Unfall an der Grenze zu einem schweren genügen, 

wenn ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist. Umgekehrt 

müssen mehrere Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, wenn es 

sich um einen Grenzfall zu den leichten Unfällen handelt (zum Ganzen: 

BGE 115 V 140 f. E. 6.c und 124 V 45 E. 5.c.bb).

2.3     

2.3.1           Von der Beschwerdeführerin wird geltend gemacht, beim Bruch des 

Wirbelkörpers handle es sich nicht um ein leichtes, sondern um ein schweres 

Unfallereignis (act. G 1, S. 3 unten). Mit Blick auf die höchstrichterliche 

Rechtsprechung ist ohne weiteres zu verneinen, dass es sich beim vorliegend zu 

beurteilenden Ereignis - einem schwindelbedingten Sturz aufs Gesäss im Wohnungsflur 

- um einen schweren Unfall oder einen schwereren Unfall im mittleren Bereich handelt 

(vgl. die Übersicht im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. April 2005 i/

S A. [U 458/04] E. 3.4.1). Auch einen "normalen" Unfall im mittleren Bereich stellt ein 

solches Sturzereignis nicht dar.

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2.3.2           Fraglich ist, ob allenfalls nicht ein leichter, sondern ein mittelschwerer 

Unfall, angrenzend an einen leichten, vorliegt. Einen solchen hat das Bundesgericht 

etwa bei einem Versicherten angenommen, der in der Dunkelheit in eine 1.10 m tiefe 

Abfallmulde stürzte und sich dabei erheblich verletzte (Urteil des Bundesgerichts vom 

4. August 2008 i/S M. [8C_92/2008] E. 8). Ebenfalls als Unfall im mittleren Bereich an 

der Grenze zu einem leichten Fall wurde ein Sturz von einem schlittenähnlichen 

Wintersportgerät mit Rückenkontusion und Distorsion der Halswirbelsäule beurteilt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2009 i/S F. [8C_893/2008] E. 5.3). Als leichte 

Ereignisse eingestuft wurden dagegen das Ausgleiten beim Aussteigen aus einem 

Bagger mit darob erlittener Kniedistorsion, ebenso wie ein Sturz auf die Knie nach 

Stolpern auf einer Steintreppe (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2009 i/S I. 

[8C_68/2009] E. 8). Mit Blick auf diese Kasuistik ist der Unfall vom 22. Februar 2005 als 

leichtes Ereignis einzustufen. Dass sich die Beschwerdeführerin beim Sturz auf das 

Gesäss einen Wirbelkörper gebrochen hat, ist für die Beurteilung der Unfallschwere 

nicht massgeblich, sondern wäre allenfalls bei den weiteren Adäquanzkriterien zu 

berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2009 i/S R. 

[8C_810/2008] E. 4.1). Aufgrund der Qualifikation als leichtes Ereignis ist die adäquate 

Kausalität zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden ohne Weiteres zu 

verneinen.

2.3.3           Anzumerken ist, dass der adäquate Kausalzusammenhang im vorliegenden 

Fall auch bei Annahme eines mittelschweren Ereignisses an der Grenze zu einem 

leichten verneint werden müsste. So liegen keine besonderen Begleitumstände und 

kein besonders dramatisches Unfallereignis vor. Ebenfalls erlitt die Beschwerdeführerin 

keine besonders schweren Verletzungen, die geeignet wären, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen. Von der Beschwerdeführerin wird vor allem ein 

langwieriger Heilungsverlauf mit starken chronischen Schmerzen geltend gemacht. 

Zudem habe sie eine ärztliche Fehlbehandlung erlitten, weil der Wirbelkörper-Bruch 

erst beim Zweituntersuch festgestellt worden sei, und anfänglich nur eine konservative 

statt einer operativen Behandlung angeordnet worden sei (act. G 1 und 5). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nach dem Sturz im 

hausärztlichen Notfalldienst behandelt wurde und aufgrund des unbestimmten 

Beschwerdebildes vorerst lediglich eine starke Prellung im Gesässbereich 

diagnostiziert wurde (act. G 3.1/K 1). Angesichts der augenscheinlichen Geringfügigkeit 

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des Sturzes und dessen Folgen (Dr. I.___ geht von einem sogenannten "low-energy"-

Trauma aus [act. G 1.3, S. 2]) ist nicht zu beanstanden, dass vom behandelnden Arzt 

vorerst auf bildgebende Untersuchungen oder andere weiterführende 

Diagnosemethoden verzichtet wurde. Bezüglich der Behandlung mit einem Korsett an­

stelle eines operativen Eingriffs ist entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin 

nicht von einem Behandlungsfehler auszugehen, war es doch sie selbst, welche 

entgegen dem ausdrücklichen Anraten der Ärzte anfänglich eine Operation abgelehnt 

hatte (act. G 3.1/M 3). Die medizinischen Behandlungen, insbesondere die operativen 

Eingriffe im April und August 2005 erfolgten plangemäss und mit zufriedenstellendem 

Heilungsverlauf (act. G 3.1/M 21). Eine ärztliche Fehlbehandlung ist deshalb zu 

verneinen. Gutachterlich erstellt ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin unfallbedingt 

an dauerhaften, erheblichen Schmerzen leidet (act. G 3.1/M 38b, S. 24) und zudem seit 

dem Unfall praktisch durchgehend zu 100% arbeitsunfähig war (act. G 3.1/M 35). Im 

vorliegenden Fall könnten demnach die zwei Adäquanz-Kriterien der körperlichen 

Dauerschmerzen sowie der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit bejaht werden. Da aber 

beide Kriterien nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, muss die Adäquanz 

mit Blick auf die höchstrichterliche Praxis trotzdem verneint werden, sind doch bei 

einem Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten mindestens vier der 

insgesamt sieben Adäquanzkriterien gefordert (Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

August 2008 i/S M. [8C_92/2008] E. 13 mit Hinweisen). Zusammenfassend ist demnach 

festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich der 

psychischen Leiden der Beschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Adäquanz zu 

Recht verneint hat.

3.        

3.1    Betreffend die körperlichen Leiden hat die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht teilweise anerkannt und aufgrund einer unfallbedingten 

Arbeitsunfähigkeit von 40% eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50% 

zugesprochen (act. G 3.1/K 91). Dabei stellte die Beschwerdegegnerin auf das 

MEDAS-Gutachten ab, gemäss welchem der Unfall vom 22. Februar 2005 zu 40% 

teilkausal für die körperlichen Beschwerden ist, während die restlichen 60% der 

körperlichen Beschwerden auf der vorbestehenden Diskopathie, der Spondylarthrose 

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L4/5 und L5/S1 ohne Kompression neuraler Strukturen sowie der axialen Osteoporose 

gründen (act. G 3.1/M 38b S. 25 f.).

3.2    Der Ermittlung des Invaliditätsgrads hat die Beschwerdegegnerin einen 

Einkommensvergleich gemäss Art. 18 UVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über 

den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; ATSG) zugrunde gelegt, 

was wegen der ohne Unfall zu erwartenden vollen Erwerbstätigkeit der 

Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden ist. Beim Einkommensvergleich wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der Heilbehandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen) in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das ohne Invalidität erzielt werden könnte 

(Valideneinkommen). Für die Festsetzung des Valideneinkommens ist grundsätzlich 

darauf abzustellen, was die versicherte Person zum Zeitpunkt des Rentenbeginns ohne 

Invalidität am angestammten Arbeitsplatz verdienen würde (BGE 129 V 224 E. 4.3.1). 

Bezüglich des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Wird kein Einkommen 

mehr erzielt, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist insbesondere auf die Tabellenlöhne gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

3.3    In einer modifizierten Form ist der Einkommensvergleich im Fall der 

Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung 

(SR 832.202; UVV) anzustellen. Gemäss dieser Bestimmung ist der Invaliditätsgrad 

hypothetisch anhand der Erwerbseinkommen eines Versicherten mittleren Alters mit 

gleicher Gesundheitsschädigung zu ermitteln, wenn ein Versicherter nach dem Unfall 

die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt oder sich das vorgerückte Alter 

erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt. Vorliegend 

steht aufgrund der Auskünfte der ehemaligen Arbeitgeberin fest, dass die 

Beschwerdeführerin kein höheres Einkommen erzielen kann, als dies bei einer Person 

mittleren Alters der Fall wäre (act. G 3.1/K 80 und K 86). Weiter haben die 

untersuchenden Ärzte zwischen den unfallfremden und unfallkausalen Faktoren der 

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Arbeitsunfähigkeit unterschieden, weshalb sich ein Beizug der besonderen 

Bemessungsmethode nach Art. 28 Abs. 4 UVV erübrigt. Die Beschwerdegegnerin hat 

demnach zur Ermittlung des Invaliditätsgrads zu Recht einen Einkommensvergleich 

gemäss Art. 16 ATSG getätigt.

3.4    Da die Beschwerdeführerin zum Berentungszeitpunkt keiner Erwerbstätigkeit 

nachging, hat die Beschwerdegegnerin der Bemessung des Invalideneinkommens in 

Einklang mit der Praxis des Bundesgerichts die LSE-Tabellenlöhne zugrunde gelegt. 

Gemäss diesen statistischen Werten war im Jahr 2006 in einer einfachen, repetitiven 

Vollzeit-Erwerbstätigkeit ohne entsprechende Berufs- oder Fachausbildung ein 

monatlicher Bruttolohn von Fr. 4'019.-- zu erzielen (LSE 2006, Tabelle TA 1, 

Anforderungsprofil 4, weibliches Geschlecht). Unter Berücksichtigung der 

betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden sowie der Teuerung in den 

Jahren 2007 (1,6%) und 2008 (1,5%) ergibt sich für 2008 ein Jahreseinkommen von Fr. 

51'848.--. Von diesem Betrag ausgehend hat die Beschwerdegegnerin aufgrund der 

gutachterlich festgestellten, unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 

von 40% und unter Gewährung eines Leidensabzugs von 15% ein Invalideneinkommen 

von Fr. 26'442.-- (Fr. 51'848.-- x 60% x 85%) errechnet (act. G 3.1/K 91).

3.5    Strittig und zu prüfen ist insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von 

einer Arbeitsunfähigkeit von 40% aufgrund der somatischen Unfallfolgen ausging, 

während der gutachterlich festgestellte unfallfremde Anteil von 60% an den 

somatischen Beschwerden bei der Rentenberechnung unberücksichtigt blieb.

3.5.1           Laut Art. 36 Abs. 2 UVG werden Invalidenrenten, 

Integritätsentschädigungen sowie Hinterlassenenrenten angemessen gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist (Satz 1). 

Dabei nicht berücksichtigt werden Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu 

keiner Verminderung der Erwerbstätigkeit geführt haben (Satz 2). Eine Rentenkürzung 

ist nicht nur bei sekundären unfallfremden Faktoren ausgeschlossen, sondern auch 

dann, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis einen bestimmten 

Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Ausgeschlossen ist die 

Anwendung von Art. 36 Abs. 2 UVG jedoch dann, wenn verschiedene, sich nicht 

überschneidende Gesundheitsschäden auftreten, deren Ursächlichkeit getrennt 

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beurteilt werden kann (BGE 121 V 331 ff. E. 3.b und c; 126 V 117 E. 3.a). Dies ist 

gemäss Rechtsprechung etwa dann der Fall, wenn im Anschluss an einen Unfall eine 

psychogene Fehlverarbeitung desselben auftritt (Urteil des EVG vom 17. April 2000 i/S 

U. [U 275/99] E. 2.c).

3.5.2           Gemäss der eben aufgezeigten Praxis fällt das psychische Leiden der 

Beschwerdeführerin als getrennt zu beurteilender Gesundheitsschaden nicht unter 

Art. 36 Abs. 2 UVG. Demgegenüber ist besagte Norm auf die somatischen 

Beschwerden anwendbar. Im MEDAS-Gutachten wird diesbezüglich festgehalten, dass 

gemäss den beigezogenen Unterlagen und den Aussagen der Beschwerdeführerin die 

Diskopathie der unteren LWS sowie die Spondylarthrose als degenerative Leiden bis 

zum Unfall vom 22. Februar 2005 asymptomatisch blieben. Durch die BKW12-Fraktur 

am 22. Februar 2005 mit kyphotischer Knickbildung sei es zu einer richtunggebenden 

Verschlimmerung gekommen. Sowohl der status quo ante (Gesundheitszustand wie 

vor dem Unfall) als auch der status quo sine (Gesundheitszustand, wie er sich auch 

ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte) seien nicht erreichbar, weil durch den 

Unfall vom 22. Februar 2005 eine dauerhafte Verschlimmerung eingetreten sei. Die 

unfallfremden Faktoren würden für den Zeitraum nach Abschluss der Heilbehandlung 

mit 60% ins Gewicht fallen, während der restliche Anteil von 40% an den somatischen 

Beschwerden unfallkausal sei (act. G 3.1/M 38b S. 25 ff.). Bezüglich der Feststellung, 

dass zwar unfallfremde Faktoren massgeblich am invalidisierenden 

Gesundheitsschaden Anteil haben, jedoch eine erhebliche unfallkausale Schädigung 

fortbesteht, kommt dem MEDAS-Gutachten volle Beweiskraft zu, zumal es sich mit 

dem Berichten von Dr. I.___ vom 30. Juni und 22. August 2008 sowie vom 5. Januar 

2009 deckt, wonach bei der Beschwerdeführerin eine erhöhte Disposition zur 

Frakturbildung bestanden habe, eine deutliche Verschlechterung der Biostatik mit 

grosser Wahrscheinlichkeit jedoch erst im Nachgang zum Unfall durch die Zunahme 

der Kyphosierung von 15° auf 24° am thorako-lumbalen Übergang nach der 

Segmentfreigabeoperation auf Höhe L1 eingetreten sei (act. G 1.3, 1.6 und 5.1). 

Zusammenfassend steht demnach fest, dass bei der Beschwerdeführerin vor dem 

Unfall von 22. Februar 2005 keine Gesundheitsschädigung mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bestanden hat, sondern diese erst zusammen mit den Unfallfolgen 

manifest geworden ist. Weiter ist erstellt, dass die somatischen Beschwerden im 

MEDAS-Gutachten, ebenso wie in den Berichten von Dr. I.___ umfassend 

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Berücksichtigung gefunden haben. Diesbezüglich ist anzumerken, dass Dr. I.___ 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin von einer regelrechten Lage des 

Spondylodesematerials ausgeht und keine Anzeichen für eine Schraubenlockerung 

festgestellt hat (act. G 1.6 und 5.1). Da die unfallfremden Faktoren vor dem Unfall nicht 

zu einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit geführt haben, sind diese gemäss Art. 36 

Abs. 2 Satz 2 UVG bei der Bemessung des Invaliditätsgrads auch mit einzubeziehen.

3.5.3           Zu prüfen bleibt, in welchem Umfang sich die somatischen Beschwerden in 

ihrer Gesamtheit auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgewirkt haben. Im 

MEDAS-Gutachten wird festgehalten, dass ab dem Unfalltag von einer orthopädisch 

bedingten, 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im angestammten 

Beruf als Stationshilfe auszugehen sei. Solche körperliche Belastungen seien ihr 

dauerhaft nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe unter 

Berücksichtigung der somatischen und psychischen Unfallfolgen eine anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. G 3.1/M 38b S. 27 f.). Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin enthält das MEDAS-Gutachten jedoch keine Aussage betreffend 

den rein somatisch bedingten Grad der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit in einem 

leidensangepassten Beruf. Die relative Aufteilung der Beschwerden in 40% 

unfallbedingt und 60% unfallfremd erfolgt, ohne dass die gesamthaft bestehende, 

somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit als absoluter Wert beziffert wird. Diesbezüglich 

ist das MEDAS-Gutachten lückenhaft. Ebenso kann nicht auf die Berichte von Dr. I.___ 

vom 22. August 2008 und vom 5. Januar 2009 abgestellt werden, weil darin die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nur schematisch erörtert und insbesondere die 

verbliebene Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht untersucht 

wird (act. G 1.3 und 1.6).

3.5.4           Somit steht nach Würdigung der massgeblichen Beweismittel fest, dass die 

Arbeitsfähigkeit und damit auch der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin nicht in 

rechtsgenüglicher Weise erstellt sind. Der angefochtene Entscheid ist daher 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, von der MEDAS eine 

ergänzende Stellungnahme zu deren Gutachten einzuholen, in der zu erläutern sein 

wird, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit 

arbeitsfähig ist, unter Berücksichtigung sowohl des unfallkausalen als auch des 

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unfallfremden Anteils der somatischen Beschwerden, aber unter Ausklammerung der 

psychischen Beschwerden.

3.6    Weiter wird von der Beschwerdeführerin ein Leidensabzug von 20% anstelle der 

gewährten 15% verlangt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist auf 

diese Frage einzutreten, da der Leidensabzug als Element zur Bemessung des 

Invaliditätsgrads ebenfalls Teil des Anfechtungsgegenstands bildet und somit der 

gerichtlichen Überprüfung zugänglich ist (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 

Zürich 2009, Rn. 56 ff. zu Art. 61 ATSG, mit Hinweisen).

3.6.1           Ein Leidensabzug vom Tabellenlohn ist gemäss Bundesgericht 

vorzunehmen, wenn der gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmer im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen Arbeitnehmern nur ein verhältnismässig geringes Einkommen 

erzielen kann. Auch ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche 

und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Einfluss 

dieser Faktoren auf das Invalideneinkommen ist im konkreten Fall und nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 

25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Bei der Überprüfung 

dieses Ermessensentscheids hat sich das Gericht eine gewisse Beschränkung 

aufzuerlegen, als es sein eigenes Ermessen nur dann an dasjenige der Vorinstanz zu 

stellen hat, wenn aufgrund der konkreten Gegebenheiten eine abweichende 

Ermessensausübung naheliegender erscheint (BGE 135 V 305 E. 6.2).

3.6.2           Laut MEDAS-Gutachten kann die Beschwerdeführerin aufgrund ihres 

orthopädischen Leidens nur mehr leichte Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position 

mit Möglichkeit zum Stellungswechsel ausüben. Weiter soll sie keine Lasten über 5 kg 

heben und Arbeiten über Kopf oder in Zwangshaltungen sowie Bücken vermeiden (act. 

G 3.1/M 38b S. 25 f.). Das mögliche Betätigungsfeld der Beschwerdeführerin ist somit 

gesundheitsbedingt erheblilch eingeschränkt. Nicht ins Gewicht fällt demgegenüber, 

dass die Beschwerdeführerin höchstens einer Teilzeiterwerbstätigkeit nachgehen kann, 

da auf dem fraglichen Anforderungsniveau Teilzeitarbeiterinnen verhältnismässig nicht 

schlechter als Vollzeitangestellte entlöhnt werden (BFS, Schweizerische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 36/40

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Lohnstrukturerhebung, Neuchâtel 2008, S. 16, Tabelle T 2*). Als Ausländerin mit 

Niederlassungsbewilligung hat die Beschwerdeführerin ein um etwa 6% 

unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten, wobei auch allfällige sprachliche 

Defizite einen Teilfaktor für die niedrigere Entlöhnung von Ausländern bilden dürften, 

weshalb die diesbezüglichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin als 

mitberücksichtigt zu gelten haben (LSE 2006, Tabelle TA 12, Anforderungsprofil 4, 

weibliches Geschlecht). Die Beschwerdeführerin hat aufgrund ihres Alters kein 

unterdurchschnittliches Einkommen zu erwarten, jedoch ist gemäss ständiger Praxis 

des Bundesgerichts den allgemeinen Schwierigkeiten von älteren Versicherten bei der 

Stellensuche angemessen Rechnung zu tragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

10. Februar 2010 i/S L. [9C_979/2009] E. 3.1 mit Hinweisen). Zusammenfassend ergibt 

sich, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen, 

ihres Aufenthaltsstatus sowie des fortgeschritten Alters gewisse Einkommensnachteile 

zu gewärtigen hat. Die in der Beschwerdeschrift geltend gemachten zusätzlichen 

Einschränkungen durch die somatischen Leiden wurden, soweit unfallkausal, bereits in 

die Ermittlung der Restarbeitsfähigkeit mit einbezogen, während die psychischen 

Beschwerden mangels Unfallkausalität auch bei Bemessung des Leidensabzugs nicht 

berücksichtigt werden können. Angesichts des verfügbaren Ermessensspielraums von 

0-25% hat die Beschwerdegegnerin den Einschränkungen der Beschwerdeführerin mit 

dem gewährten Leidensabzug von 15% in nicht zu beanstandender Weise Rechnung 

getragen.

3.7    Als Valideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin, ausgehend von einem 

Brutto-Monatslohn im Jahr 2003 von Fr. 3'640.--, zuzüglich 13. Monatslohn, 

Wochenend- und Teuerungszuschlägen für die Jahre 2003 bis 2008, Fr. 53'264.-- 

angenommen. Gemäss den Lohnabrechnungen der früheren Arbeitgeberin hat die 

Beschwerdeführerin jedoch erst im Jahr 2005 einen Grundlohn von Fr. 3'640.-- erzielt, 

während dieser im vorangehenden Jahr noch Fr. 3'585.-- betrug (act. G 3.1/K 86a-m). 

Die Berechnung der Beschwerdegegnerin ist deshalb dahingehend zu korrigieren, dass 

nur die Teuerungszuschläge von 2005 bis 2008 in die Berechnung des 

Valideneinkommens einzubeziehen sind. Die ebenfalls zu berücksichtigenden 

Wochenendzulagen wurden von der Beschwerdegegnerin korrekt anhand der von 

Februar 2004 bis Januar 2005 erzielten Zulagen von gerundet Fr. 2'070.-- ermittelt. Die 

Beschwerdegegnerin hat demnach der Bemessung des Invaliditätsgrads der 

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Beschwerdeführerin ein Valideneinkommen von Fr. 51'947.70 zugrunde zu legen 

(Fr. 3'640.-- x 13, zzgl. Teuerungszulagen 2005 bis 2008 von 1%, 1,2%, 1,6% und 

1,5% sowie Lohnzulagen von Fr. 2'070.--).

4.        

Weiter ersucht die Beschwerdeführerin um eine Integritätsentschädigung in der Höhe 

von 40-50%, während diese von der Beschwerdegegnerin auf 10% veranschlagt 

wurde.

4.1    Erleidet die versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie gemäss Art. 24 Abs. 1 

UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Deren Bemessung 

richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens, welcher 

sich wiederum nach dem medizinischen Befund richtet. Bei gleichem medizinischen 

Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und 

egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 f. E. 3c; BGE 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Die Integritätsentschädigung setzt einen 

dauernden - voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 

Umfang bestehenden - Integritätsschaden voraus (vgl. Art. 36 Abs. 1 UVV; BGE 124 V 

36 ff. E. 4). Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV ist die Integritätsentschädigung anhand der 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen, welcher eine Grobskala der 

Integritätsschädigungen enthält. Die Medizinische Abteilung der SUVA hat in 

Weiterentwicklung dieser Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer 

Form (so genannte Feinraster) erarbeitet, welche Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1.c mit Hinweis).

4.2    Zur Bestimmung des Integritätsschadens stellte die Beschwerdegegnerin auf die 

Einschätzung im MEDAS-Gutachten ab, welche auch von den Dres. F.___ und K.___ 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 38/40

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geteilt werde (act. G 3 S. 4). In besagtem Gutachten wird wörtlich ausgeführt: 

"Aufgrund der Folgen des Unfalls vom 22.02.2005 ist orthopädischerseits von einem 

Integritätsschaden von 10% auszugehen. Psychiatrischerseits wurde diesbezüglich 

keine Frage gestellt" (act. G 3.1/M 38b S. 29). Weitere Ausführungen bezüglich des zu 

prüfenden Integritätsschadens fehlen im MEDAS-Gutachten. Dr. F.___ hält in seiner 

Stellungnahme vom 18. Juni 2007 fest, dass aufgrund der Veränderung an BWK12 

gemäss den SUVA-Tabellen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 5-10% 

bestehe (act. G 3.1/M 34b). Dr. K.___ würdigt das Gutachten als ausreichend 

begründet und schlüssig; eine ausdrückliche Stellungnahme bezüglich der 

Einschätzung des Integritätsschadens fehlt (act. G 3.1/M 44a). Die von der 

Beschwerdegegnerin beigezogenen Arztberichte genügen den in Erw. 1.2 aufgezeigten 

Beweisanforderungen nicht, weil es ihnen einer Begründung ermangelt, aus welcher 

nachvollziehbar würde, wie der Integritätsschaden im konkreten Fall ermittelt wurde. 

Insbesondere fehlen auch Ausführungen dazu, ob der unfallfremde Anteil am 

Integritätsschaden in die Bemessung mit einbezogen wurde oder nicht (vgl. 

nachfolgende Erw. 4.4).

4.3    Die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens wird in Bezug auf den 

Integritätsschaden weiter gemindert durch den abweichenden, vergleichsweise 

ausführlich begründeten Bericht von Dr. I.___, welcher die MEDAS-Schätzung als 

eindeutig zu tief erachtet. Angesichts des kyphotischen Neigungswinkels von 24° 

sowie des Zustands der Beschwerdeführerin, welche praktisch einen Dauerschmerz 

verspüre, keine Zusatzbelastungen möglich seien, der Schlaf auch Nachts durch die 

Schmerzen gestört sei und der relativ langen Erholungszeit nach verstärkten 

Schmerzen ergebe sich mit Blick auf die SUVA-Tabellen ein Integritätsschaden von 

40-50% (act. G 1.3). Der Bericht von Dr. I.___ beruht auf umfassenden Untersuchungen 

der Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1.6 und 5.1) und ist ausreichend begründet, jedoch 

wurde der Integritätsschaden nur näherungsweise ("40-50%") und damit nicht mit der 

erforderlichen Bestimmtheit ermittelt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 11. April 2008, UV 2007/107 E. 1.3). Zudem wird im Bericht 

von Dr. I.___ ausser Acht gelassen, dass Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG (vgl. Erw. 3.5.1) 

gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts bezüglich der Integritätsentschädigung 

nicht zur Anwendung kommt und somit bei einem Mitwirken von unfallfremden 

Schadensursachen auch dann eine Kürzung vorzunehmen ist, wenn diese ohne das 

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Unfallereignis für sich allein zu keiner Minderung der Arbeitsfähigkeit geführt hätten 

(BGE 116 V 157 E. 3.c, mit ausführlicher Begründung bestätigt im Urteil des EVG vom 

29. Juni 2007 i/S T. [U 374/06] E. 2).

4.4    Gemäss den vorangehenden Ausführungen ist weder mit dem MEDAS-

Gutachten, noch mit den von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Arztberichten 

die Höhe des Integritätsschadens in rechtsgenüglicher Weise erstellt. Jedoch ist 

festzustellen, dass die medizinischen Experten übereinstimmend von der 

Objektivierbarkeit des von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Schmerzbildes 

ausgehen. Eine erneute ärztliche Untersuchung der Beschwerdeführerin ist demnach 

nicht erforderlich und es wird durch eine von der Beschwerdegegnerin zu 

beauftragende, neutrale Fachperson lediglich aufgrund der vorhandenen Akten zu 

klären sein, in welchem Umfang ein Integritätsschaden besteht. Dabei ist dem 

Umstand Rechnung zu tragen, dass unfallfremde Faktoren teilursächlich für den 

Gesundheitsschaden sind, weshalb gemäss Art. 36 Abs. 2 Satz 1 UVG eine 

"angemessene" Kürzung am ermittelten Integritätsschaden vorzunehmen ist. Bezüglich 

der ins Auge zu fassenden Kürzung hielt der Bundesrat in seiner Botschaft zum UVG 

fest, dass eine solche nicht streng proportional anhand des Anteils der unfallfremden 

Faktoren, sondern eben angemessen und damit in der Regel zugunsten der 

Versicherten milder zu bestimmen ist (BBl 1976 III 141 ff. S. 175, vgl. Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 469; Alexandra 

Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 185). 

Betreffend den vorliegenden Fall ist somit nicht das im MEDAS-Gutachten festgestellte 

Verhältnis von 40% zu 60% zwischen unfallkausalen und unfallfremden Faktoren 

massgeblich, sondern es ist dem Umstand angemessen Rechnung zu tragen, dass 

sich erst durch den Unfall die körperliche Integrität der Beschwerdeführerin in 

massgebender und dauerhafter Weise verschlechtert hat (vgl. act. G 3.1/M 38b S. 26).

5.        

5.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 9. März 2009 teilweise gutzuheissen. Die Angelegenheit 

wird zur Einholung einer ergänzenden Stellungnahme der MEDAS zu ihrem Gutachten 

betreffend die verbliebene Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer 

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angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung auch der unfallfremden, organischen 

Faktoren zurückgewiesen. Weiter hat die Beschwerdegegnerin eine neutrale, mit dem 

Fall nicht vorbefasste Fachperson mit der Beurteilung des Integritätsschadens der 

Beschwerdeführerin anhand der Akten zu beauftragen, bevor sie erneut in der Sache 

verfügen wird.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Da sich im vorliegenden 

Verfahren ergeben hat, dass die von der Beschwerdeführerin veranlassten 

spezialärztlichen Untersuchungen für die Beurteilung der Streitfragen massgebend 

waren, bleibt es ihr unbenommen, die diesbezüglichen Kosten bei der 

Beschwerdegegnerin in Rechnung zu stellen (Ueli Kieser, a.a.O., N. 113 zu Art. 61 

ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 9. März 2009 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und zu 

neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2010
	Art. 6, 18, 24 und 36 UVG, Art. 16 ATSG: Unfallkausalität verneint bezüglich psychischer Beschwerden bei leichtem Unfallereignis (Sturz in Wohnungsflur); bejaht bezüglich objektivierbarer organischer Beschwerden. Rückweisung zur Abklärung der somatisch bedingten Erwerbsunfähigkeit unter Einbezug der unfallfremden Faktoren (Diskopathie und Spondylarthrose) sowie zur Ermittlung des Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2010, UV 2009/39).

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