# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27b90684-f7e4-5ac2-be6f-c7a031e8ebe0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2011 E-4700/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4700-2009_2011-09-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­4700/2009

U r t e i l   v om   2 3 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richter Markus König,  
Gerichtsschreiber Simon Thurnheer.

Parteien A._______ geboren am (…),
Nigeria, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM 
vom 3. Juli 2009 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
im Juni 2008 verliess und am 18. Juli 2008 in die Schweiz einreiste, wo er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  vom  4.  August  2008  sowie  der 
Bundesanhörung  vom  17. März  2009  zur  Begründung  des Asylgesuchs 
im  Wesentlichen  geltend  machte,  dass  es  zwischen  (…)  und  (…)  zu 
einem  (…)streit  gekommen  sei,  auf  Grund  dessen  unter  den  (…)  eine 
Schlägerei stattgefunden habe, welche damit geendet habe, dass er und 
(…) verletzt und von Nachbarn ins Spital verbracht worden seien, 

dass  (…)  im  Spital  seinen  Verletzungen  erlegen  sei  und  der 
Beschwerdeführer aus Furcht vor (...) das Spital verlassen und sich nach 
C._______ begeben habe,

dass er sich auch in C._______ vor (...) nicht sicher gefühlt habe und in 
die Schweiz geflüchtet sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. Juli 2009 (eröffnet am 7. Juli 2009) 
feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 
sein Asylgesuch  ablehnte  und  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 
des  BFM  seien  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31)  unglaubhaft,  da  sie wenig  konkret,  differenziert  und 
detailliert  dargelegt  seien,  zudem  enthielten  sie  Widersprüche,  darüber 
hinaus  sei  die  Schilderung  des  Reisewegs  unsubstanziiert  und 
realitätsfremd, dem Vollzug der Wegweisung stünden keine Hindernisse 
entgegen,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Juli 2009 gegen diesen 
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei Asyl 
zu  gewähren,  eventualiter  sei  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückzuweisen,  subeventualiter  sei  die  Unzulässigkeit  und 
die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen,

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dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte,  es  sei  ihm  die 
unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  zu  gewähren  und  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten,

dass der Beschwerdeführer in jener Eingabe eine Terminbestätigung des 
Bezirksspitals  D._______  vom  6.  Juli  2009  zur  medizinischen 
Untersuchung  am  17.  Juli  2009,  eine  Konsultationskarte  und  eine 
Entbindungserklärung vom 16.  Juli  2009  (Entbindung von der ärztlichen 
Schweigepflicht) zu den Akten gab,

dass  mit  Zwischenverfügung  vom  27.  Juli  2009  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 2 
VwVG (Parteiverbeiständung) abgewiesen wurde,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  genannter  Zwischenverfügung 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG auf einen späteren Zeitpunkt verschob,

dass  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  antragsgemäss 
verzichtet wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht  feststellte,  dass die nachgereichten 
ärztlichen  Berichte  zwar  die  geltend  gemachte  (…)  dokumentierten, 
jedoch  in  Bezug  auf  den  postoperativen  Heilungsverlauf  und  die  in  der 
Rechtsmitteleingabe behauptete Notwendigkeit eines weiteren operativen 
Eingriffs kaum Hinweise enthielten,

dass  infolgedessen  zur  Feststellung  des  entscheidwesentlichen 
Sachverhalts  dem  Beschwerdeführer  Frist  angesetzt  wurde,  innert 
welcher er einen umfassenden ärztlichen Bericht eines Facharztes FMH 
der fraglichen Richtung beizubringen hatte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  25.  August  2009 
(Poststempel)  dem  Bundesverwaltungsgericht  einen  Führerschein  und 
die  Information  über  seinen  nächsten  ärztlichen  Konsultationstermin  im 
Kantonsspital  D._______  mit  der  Beilage  eines  Datenträgers 
(medizinische  Untersuchungsdaten)  zukommen  liess  und  angab,  an 
jenem Termin werde die bevorstehende Operation besprochen,

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
24. September  2009  feststellte,  dass  jene  Eingabe  den  in  der 
Zwischenverfügung  vom  27.  Juli  2009  statuierten  Anforderungen  nicht 
genügte,  und  eine  Nachfrist  ansetzte  für  das  Beibringen  eines 
umfassenden ärztlichen Zeugnisses, welches neben einer Diagnose auch 
Informationen  über  die  Möglichkeiten  und  die  Notwendigkeit  einer 
weiterführenden  Behandlung  sowie  eine  Prognose  über  den 
Heilungsverlauf zu enthalten hatte, 

dass mit Eingabe vom 9. Oktober 2009 (Poststempel) das Kantonsspital 
E._______  einen  medizinischen  Bericht  vom  29.  September  2009  der 
den Beschwerdeführer behandelnden Ärzte einreichte,

dass  mit  Eingabe  vom  3.  Januar  2011  die  Kantonspolizei  F._______ 
Kopien eines Polizeiberichts vom 21. Oktober 2010 und eines Strafurteils 
des  Bezirksgerichts  G._______  vom  9.  November  2010  zu  den  Akten 
reichte, 

dass der Beschwerdeführer in jenem Urteil wegen (…) verurteilt wurde,

dass die Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 24. August 2011 an ihrer 
Verfügung festhielt und beantragte, die Beschwerde abzuweisen, mit der 
Begründung,  die  Beschwerdeschrift  enthalte  keine  neuen  erheblichen 
Tatsachen  oder  Beweismittel,  die  geeignet  seien,  ihren  Standpunkt  zu 
ändern,  insbesondere  seien  dem  medizinischen  Bericht  vom  29. 
September  2009  keine  Hinweise,  die  gegen  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  sprechen  würden,  zu  entnehmen,  zumal  die 
Behandlung abgeschlossen worden sei, 

dass  die  Vernehmlassung  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom 
25. August 2011 zur Kenntnis gebracht wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG,  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 

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oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden,  auch  dann,  wenn  der 
Beschwerdeführer  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder  bewusst  falsch 
darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens  Vorbringen  auswechselt  oder 
unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder 
die nötige Mitwirkung verweigert,

dass  es  für  die Glaubhaftmachung  nicht  ausreicht,  wenn  der  Inhalt  der 
Vorbringen  zwar möglich  ist,  aber  in Würdigung  der  gesamten Aspekte 
wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Sachverhaltsdarstellung sprechen,

dass entscheidend ist, ob bei einer Gesamtwürdigung die Gründe, die für 
die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen  oder 
nicht  wobei  auf  eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  ist  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2005  Nr.  21  E.  6.1  mit  weiteren 
Hinweisen),

dass das Bundesverwaltungsgericht die Einschätzung des BFM teilt, die 
Schilderung  des  (…)streits  und  der  Schlägerei  sei  wenig  konkret, 
detailliert  und  differenziert,  die  Beschreibung  des  Reisewegs  sei 
undifferenziert  und  realitätsfremd  und  das  Vorbringen,  er  sei  auch  in 
C._______ vor (...) nicht sicher, sei lebensfremd, 

dass  der  Beschwerdeführer  auch  auf  Beschwerdeebene  zur  Erklärung 
der vom BFM monierten Widersprüche nichts beizutragen vermag, zumal 
er  vorgibt,  sich  an  seine  Aussagen  in  der  Erstbefragung  nicht mehr  zu 
erinnern,  und  allfällige  Abweichungen  damit  erklärt,  er  sei  während  der 
Erstbefragung sehr erschöpft gewesen,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, seine Vorbringen zu 
substanziieren,  und  das  BFM  es  zu  Recht  unterlassen  hat,  die 
Asylrelevanz der Vorbringen zu prüfen,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  zusammengefasst  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 

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Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 

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Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat­  bzw.  Herkunftsstaat  des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  (wirtschaftlicher,  sozialer 
oder gesundheitlicher Natur) auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  insbesondere  aus  der  (…)verletzung  des  Beschwerdeführers  kein 
Vollzugshindernis  abzuleiten  ist,  zumal  die  Behandlung  gemäss 
medizinischem Bericht  vom 29. September 2009 abgeschlossen  ist  und 
jenem  Bericht  keine  Hinweise  auf  ernste  Komplikationen  beim 
Heilungsverlauf  oder  die  Notwendigkeit  einer  Nachbehandlung  zu 
entnehmen sind,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass  eine  Partei,  die  nicht  über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt,  auf 
Antrag hin  von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit wird,  sofern 
ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG),

dass  eine  Beschwerde  dann  als  aussichtslos  gilt,  wenn  die 
Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
deshalb  kaum als  ernsthaft  bezeichnet werden  können  (vgl.  BGE 128  I 
225 E. 2.5.3 S. 235 f., BGE 125 II 265 E. 4b S. 275),

dass  die  in  der  Beschwerde  formulierten  Begehren  aufgrund  einer 
summarischen Aktenprüfung als aussichtslos erscheinen,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG somit abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 –  3  des Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

 (Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten  der  Gerichtskasse  mittels  beigelegtem  Einzahlungsschein  zu 
überwesien.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer