# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e13561c-fdcc-5315-bc3f-34b0fd9192b8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.02.2013 IV 2011/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-11_2013-02-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/11

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.02.2013

Entscheiddatum: 26.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 26.02.2013
Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG. Rentenrevision. Psychiatrisches 
Gutachten beweiskräftig (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St.Gallen vom 26. Februar 2013, IV 2011/11). Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_333/2013.

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

 

Entscheid vom 26. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rentenrevision (Einstellung Rente)

 

Sachverhalt:

A.       

A.a   A.___, geboren 1962, meldete sich am 21. März 2004 wegen eines 

Harnleitertumors, Zuckerkrankheit und Augendrucks zum Bezug von IV-Leistungen an 

(act. G 4.1.1). Sein Hausarzt Dr. med. B.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, 

Rebstein, attestierte ihm im Bericht vom 30. März 2004 einen Diabetes mellitus Typ II, 

einen Status nach Nephroureterektomie links im Mai 2002 bei Urothelkarzinom sowie 

eine arterielle Hypertonie. Diese Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeits­

fähigkeit, der Versicherte sei zu 100% arbeitsfähig, jedoch habe er seine Stelle durch 

Kündigung verloren (act. G 4.1.7-1ff.). Vom 16. bis 20. Februar 2004 war der 

Versicherte in der Endokrinologie/Diabetologie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) zur 

Optimierung der Diabetestherapie hospitalisiert. Den Diabetes sahen die Ärzte nicht als 

Grund für eine Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.1.9-5f.). Gemäss dem Arztbericht der 

Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Heerbrugg, vom 7. April 2004, wo 

der Versicherte seit 10. März 2003 in Behandlung war, bestand seit Mai 2002 eine 

mittelgradig depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F 32.11). Die 

behandelnden Ärzte attestierten dem Versicherten eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 

50% in adaptierter Tätigkeit. Als solche empfahlen sie Tätigkeiten, bei welchen er nicht 

in Kontakt mit Öl komme, da er einen möglichen Zusammenhang zwischen seinem 

Tumor und der früheren Arbeit mit Öl vermute. Die Teilarbeitsfähigkeit sei ganztags mit 

reduzierter Leistung realisierbar. In der angestammten Tätigkeit als Maschinenführer sei 

er seit 29. Mai 2001 zu 100% arbeitsunfähig. Verschiedene Arbeitsversuche seien 

gescheitert (act. G 4.1.9-1ff.). Per 31. Mai 2004 kündigte die Arbeitgeberin dem 

Versicherten die Stelle als Metallarbeiter (act. G 4.1.11-1).

A.b   Mit Verfügungen vom 22. April 2005 und 5. Juli 2005 sprach die IV-Stelle dem 

Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 56% eine halbe Rente ab 1. März 

2003 zu (act. G 4.1.34, 4.1.37). Mit Verfügung vom 15. Juli 2005 stellte sie ihre 

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Bemühungen um Arbeitsvermittlung ein und verwies für die weitere Unterstützung auf 

die Arbeitslosenversicherung (act. G 4.1.38).

A.c   Im Verlaufsbericht vom 27. März 2006 anlässlich einer Revision von Amtes wegen 

hielt Dr. B.___ an seiner Einschätzung gemäss Bericht vom 30. März 2004 fest. Auf 

Grund der damaligen Beurteilungen durch die Urologen und die Endokrinologen des 

KSSG sowie durch das Zetup St. Gallen (keine Arbeitsunfähigkeit) könne er nicht 

nachvollziehen, warum schliesslich ein IV-Grad von 56% resultiert habe (act. 

G 4.1.47-3).

A.d   Dr. med. C.___, Oberarzt der Fachstelle für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Heerbrugg, berichtete am 4. April 2006 über eine leichte Besserung der depressiven 

Grundstimmung bei grundsätzlich stationärem Gesundheitszustand. Der Versicherte 

wirke immer noch emotional labil und reduziert belastbar. Die Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit betrage ca. vier Stunden pro Tag bei einer leicht 

reduzierten Leistungsfähigkeit von ca. 20% (act. G 4.1.48). Gestützt darauf ging der 

RAD-Arzt Dr. med. D.___ von einem stationären Gesundheitszustand aus (act. 

G 4.1.52) und die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 19. Juli 2006 mit, der 

Rentenanspruch bleibe unverändert (act. G 4.1.54).

A.e   Mit Fragebogen vom 6. Juli 2009 leitete die IV-Stelle erneut eine Rentenrevision 

ein (act. G 4.1.56). Der Hausarzt Dr. B.___ attestierte im Verlaufsbericht vom 7. 

September 2009 einen unveränderten Gesundheitszustand (act. G 4.1.60-3). Mit 

Arztbericht vom 26. Oktober 2009 befanden die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums 

Rheintal, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verschlechtert. Auf 

Grund der Dauer und Stärke der psychischen Symptome (Antriebslosigkeit, 

Konzentrationsprobleme, Niedergeschlagenheit, Ängste in sozialen Kontexten sowie 

vor Kontakt mit Maschinenöl), welche mit graduellen Unterschieden seit 2004 vorlägen, 

seien nach aktueller Einschätzung die Kriterien einer rezidivierenden depressiven 

Störung mit gegenwärtig mittelgradiger depressiver Episode erfüllt (ICD-10 F33.10). 

Nach vorläufigem Abschluss der ambulanten Behandlung Ende März 2006 sei der 

Versicherte am 5. Oktober 2009 auf Grund einer Zunahme der depressiven Symptome 

erneut vorstellig geworden. Die Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit betrage 

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vier Stunden pro Tag / 20 Stunden die Woche bei einer Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit um 20% (act. G 4.1.62).

A.f    Gestützt auf die Untersuchung vom 19. April 2010 diagnostizierte Dr. med. E.___, 

Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, im Gutachten vom 9. Juni 2010 mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leicht bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), beginnende 

Chronifizierung in leichter Ausprägung sowie eine leichtgradige atypische Angststörung 

nach Krebserkrankung vor acht Jahren (ICD-10: F41.8). Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit seien akzentuierte Persönlichkeitszüge mit passiv-aggressiven und 

ängstlich-vermeidenden Anteilen (ICD-10: Z73.1). Gemäss Dr. E.___ war spätestens ab 

dem aktuellen Untersuchungszeitpunkt im April 2010 von einer Arbeitsunfähigkeit von 

noch ca. 30% auszugehen. Diese bestehe auch in der angestammten Tätigkeit als 

angelernter Maschinenführer. Die Tätigkeit könne vollzeitlich bei verminderter 

Leistungsfähigkeit um ca. 30% ausgeübt werden (act. G 4.1.68-12). RAD-Arzt Dr. med. 

F.___ befand das Gutachten von Dr. E.___ mit Stellungnahme vom 22. Juni 2010 als 

plausibel und nachvollziehbar (act. G 4.1.69).

A.g   Mit Vorbescheid vom 2. Juli 2010 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass 

die Einstellung der Invalidenrente vorgesehen sei (act. G 4.1.73f.). Dagegen erhob der 

Versicherte am 24. August 2010 Einwand und ergänzte diesen mit Begründung vom 

13. Oktober 2010. Er beantragte eine Überprüfung des Vorbescheids und eine 

Zusprache der ihm zustehenden Versicherungsleistungen bzw. die weitere Ausrichtung 

einer halben Invalidenrente (act. G 4.1.78, 4.1.89).

A.h   Mit Verfügung vom 2. Dezember 2010 entschied die IV-Stelle im Sinn des 

Vorbescheids die Einstellung der Invalidenrente. Sie stellte sich auf den Standpunkt, 

dass auf das Gutachten von Dr. E.___ abzustellen und damit von einer 70%igen 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Metallarbeiter auszugehen sei. 

Daher werde beim Invalideneinkommen nicht der Tabellenlohn beigezogen, sondern 

der mögliche Verdienst im bisherigen Beruf. Auf Grund des resultierenden 

Invaliditätsgrads von 30% bestehe kein Rentenanspruch mehr (act. G 4.1.92).

B.       

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B.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 6. Januar 2011 mit dem Antrag auf 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Verpflichtung der Beschwerdegegnerin 

zur weiteren Ausrichtung einer halben Rente, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Zur Begründung machte der Beschwerdeführer geltend, das Gutachten von Dr. E.___ 

sei nicht beweistauglich, weil es nicht in Kenntnis der vollständigen Akten verfasst 

worden sei. Dem Gutachter sei nämlich lediglich der Verlaufsbericht von Dr. med. 

G.___, Psychiatrie-Zentrum Heerbrugg, vom 26. Oktober 2009, nicht jedoch ein 

weiterer Verlaufsbericht bzw. die Krankengeschichte ab Oktober 2006 zur Verfügung 

gestanden. Dieser Mangel wiege insofern schwer, als die Einschätzungen der 

Arbeitsunfähigkeit von Dr. G.___ und jene von Dr. E.___ stark divergierten. Zudem sei 

problematisch, dass die IV-Stelle die Arbeitsunfähigkeit von 30% mit der 

Erwerbsunfähigkeit gleich gesetzt habe, zumal weder ein Abzug wegen Teilzeittätigkeit 

noch ein leidensadaptierter Abzug vorgenommen worden sei (act. G 1).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2011 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Auf einen weiteren 

Schriftenwechsel wurde verzichtet.

 

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 22. April bzw. 5. Juli 

2005 (act. G 4.1.34, 4.1.37) rentenrelevant verbessert hat.

1.2    Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so 

wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 

erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision 

gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f. 

E. 3.5). Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des 

Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten 

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rechtskräftigen Verfügung vorlag, die auf einer materiellen Prüfung des 

Rentenanspruchs beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung 

(BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der 

Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands 

auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinn von 

Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 112 V 372 E. 2b mit Hinweisen).

2.      

2.1    Ausgangspunkt für die Beurteilung des gesundheitlichen Verlaufs bildet im vor­

liegenden Revisionsverfahren die ursprüngliche Rentenzusprache vom 22. April bzw. 

5. Juli 2005 (act. G 4.1.34, 4.1.37). Die Mitteilung vom 19. Juli 2006 (act. G 4.1.54), 

worin die bisherige Situation ohne umfassende Abklärungen bestätigt wurde (act. G 

4.1.54), ist demgegenüber für die Verlaufsbeurteilung nicht von Bedeutung. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 

2010 (act. G 4.1.92) auf das psychiatrische Gutachten von Dr. E.___ vom 9. Juni 2010 

(act. G 4.1.68). Darin diagnostizierte der Gutachter mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht bis 

mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), beginnende Chronifizierung in 

leichter Ausprägung sowie eine leichtgradige atypische Angststörung nach 

Krebserkrankung vor acht Jahren (ICD-10: F41.8). Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit 

passiv-aggressiven und ängstlich-vermeidenden Anteilen (ICD-10: Z73.1) seien ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dr. E.___ führte aus, dass zum aktuellen 

Untersuchungszeitpunkt eine leicht bis allenfalls zeitweilig mittelgradige depressive 

Symptomatik mit Schlafstörungen, innerer Unruhe, Stimmungsschwankungen, kaum 

vermindertem Antrieb, zeitweilig Gefühlen von Überforderung, vermindertem 

Selbstwerterleben und zeitweilig Zukunftsängsten sowie auch Ansätzen zu 

Panikäquivalenten festgestellt werden könnten. Nach der Rückkehr an seinen 

Arbeitsplatz im Jahr 2003 habe der Beschwerdeführer eine eigene Theorie entwickelt, 

dass sein Nierentumor durch Dämpfe bei der Arbeit mit Maschinenölen entstanden sei. 

Bis heute halte er diese eigene Krankheitstheorie aufrecht, obwohl er mehrfach mit 

verschiedenen Ärzten über seine Ängste habe sprechen können. Dennoch sei der 

Beschwerdeführer in der Lage, positive Aktivitäten wie sportliche Betätigung, Musik 

(Keyboard, Schlagzeug und Trommeln) und weitere Aktivitäten durchzuführen. Er 

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kümmere sich um seine kranke Frau und versorge auch einen Grossteil des Haushalts 

selbst. Auch kümmere er sich um seine Söhne wie insbesondere den Jüngeren, der 

lange eine Lehrstelle habe suchen müssen. Hier zeigten sich verschiedene 

psychosoziale Belastungen, die die Lebensqualität des Beschwerdeführers 

beeinträchtigten bzw. seine Lebensführung erschwerten, aber auch, dass er 

ausreichend Ressourcen mobilisieren könne, um ein beachtliches Mass an 

Belastungen zu bewältigen. Diagnostisch sei von einer gegenwärtig leichten bis 

zeitweilig mittelgradigen depressiven Episode bei einer rezidivierenden depressiven 

Störung auszugehen, wobei wohl zudem eine beginnende Chronifizierung der 

Symptomatik in leichter depressiver Ausprägung mitbedacht werden müsse. Die 

depressive Symptomatik habe sich auf dem Boden von seit der Adoleszenz 

bestehenden akzentuierten Persönlichkeitszügen mit passiv-aggressiven und 

ängstlich-vermeidenden Anteilen nach einer Krebserkrankung ab 2002 entwickelt. 

Zudem habe bei dem vom Beschwerdeführer nachvollziehbar geschilderten, zeitweilig 

auftretenden beginnenden Panikäquivalenten die Diagnose einer leichtgradigen, 

atypischen Angststörung nach Krebserkrankung vor acht Jahren gestellt werden 

können. Ein Teil der aktuell vorliegenden Beschwerden sei nicht störungsbedingt, 

sondern es handle sich dabei um IV-fremde psychosoziale Belastungsfaktoren (u.a. 

Migrationshintergrund, geringer Ausbildungsstand, keine Berufsausbildung, erschwerte 

Vermittelbarkeit auf dem freien Arbeitsmarkt, Erkrankung der Ehefrau, Probleme in der 

Erziehung der Söhne). Dr. E.___ stellte auf Grund seines Untersuchungsbefundes fest, 

dass leicht- und zeitweilig mittelgradige Einschränkungen der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit ausgewiesen seien. Es bestünden leichte Einschränkungen der 

Aufmerksamkeit, der Konzentrationsfähigkeit und auch der Ausdauer sowie eine leicht 

verminderte emotionale Belastbarkeit und leicht verminderte Stress- und 

Frustrationstoleranz. Zudem bestünden leichtgradige Defizite der sozialen 

Kompetenzen, insbesondere eine eingeschränkte Abgrenzungs- und Konfliktfähigkeit 

seien hierbei zu beachten. Aus gutachterlicher Sicht sei von einer wesentlichen 

Verbesserung des psychischen Zustands im Vergleich zu den psychiatrischen 

Befunden von 2004 und somit des medizinischen Sachverhalts auszugehen.

2.2    Demgegenüber sah das Psychiatrie-Zentrum im Verlaufsbericht vom 26. Oktober 

2009 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bei einer rezidivierenden 

depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10: F33.10). 

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Angesichts akuter Belastungsfaktoren wie dem Tod des Vaters im Oktober 2008 sowie 

der progredienten rheumatischen Erkrankung der Ehefrau hätten sich die Symptome 

deutlich verstärkt. Die Symptomatik und der klinische Befund entsprächen einer 

mittelgradigen depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden Depression (act. 

G 4.1.62-2). Bezugnehmend auf diese psychiatrischen Vorbefunde des Psychiatrie-

Zentrums vom 26. Oktober 2009 bestand für Dr. E.___ hinsichtlich der Diagnose einer 

rezidivierenden depressiven Störung zwar Übereinstimmung. Allerdings habe zum 

Begutachtungszeitpunkt keine mittelgradige depressive Episode, sondern eine leichte 

depressive Episode mit zeitweilig mittelgradiger Ausprägung vorgelegen. Weiter 

machte Dr. E.___ darauf aufmerksam, dass von den behandelnden Psychiatern auch 

somatische Befunde und psychosoziale Belastungsfaktoren in die Beurteilung der 

Arbeitsunfähigkeit mit einbezogen worden seien. Die Angaben zur Arbeitsunfähigkeit in 

diesem Bericht seien zusätzlich inkonsistent und zum Teil auch widersprüchlich. So sei 

nicht nachvollziehbar, warum im neuesten Bericht des Psychiatrie-Zentrums auch von 

einer Verschlechterung des psychischen Zustands des Beschwerdeführers nach dem 

Tod des Vaters im Oktober 2008 berichtet worden sei, der Beschwerdeführer aber erst 

ein Jahr später, nach Einleitung der Rentenrevision, eine Veranlassung gesehen habe, 

sich erneut in psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zu begeben. 

Schliesslich würden im Bericht hypothetische Angaben gemacht, wonach sich auf 

Grund der Aversion des Beschwerdeführers gegen Maschinenöl durch die Ausführung 

der angestammten Tätigkeit eine Verschlechterung des psychischen Zustands ergeben 

könnte. Da der Beschwerdeführer aber schon sieben Jahre nicht mehr in dieser 

Tätigkeit gearbeitet habe, sei dies eher Spekulation. Zudem sei das Arbeitsverhältnis in 

der angestammten Tätigkeit seit 2004 gekündigt und es scheine daher sehr 

unwahrscheinlich, dass der Arbeitgeber ihn erneut einstellen würde (act. G 4.1.68-14).

2.3    Weitere Widersprüche in den Berichten des Psychiatrie-Zentrums zeigen sich 

sodann in der Angabe zur Höhe der Arbeitsunfähigkeit. Während im Bericht vom 7. 

April 2004 noch von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen worden war (act. 

G 4.1.9-4), gingen die Psychiatrieärzte im Verlaufsbericht vom 4. April 2006 zwar von 

einem stationären Gesundheitszustand aus, reduzierten die Arbeitsfähigkeit jedoch 

dahingehend, als sie sie durch eine leidensadaptierte Tätigkeit von ca. vier Stunden pro 

Tag bei einer leicht reduzierten Leistungsfähigkeit von ca. 20% definierten (act. 

G 4.1.48-1). Obgleich im Verlaufsbericht vom 26. Januar 2009 schliesslich eine 

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Verschlechterung des Gesundheitszustands festgehalten wurde, blieb es weiterhin bei 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Vorberichts (act. G 4.1.62-1f.). Dagegen beurteilte 

der Gutachter Dr. E.___ die Arbeitsunfähigkeit gestützt auf seine 

Untersuchungsbefunde und unter Ausblendung der psychosozialen Belastungsfaktoren 

nachvollziehbar mit 30%. Von dieser Arbeitsunfähigkeit sei spätestens ab dem 

aktuellen Untersuchungsdatum auszugehen, wobei adaptierte Tätigkeiten vollzeitlich 

bei verminderter Leistungsfähigkeit um ca. 30% ausgeübt werden könnten. Als 

adaptiert seien eher angelernte, handwerkliche Tätigkeiten zu nennen, die keine 

besonders erhöhten Anforderungen an die Stress- und Frustrationstoleranz, die 

emotionale Belastbarkeit oder die sozialen Kompetenzen stellten. Die angestammte 

Tätigkeit als Maschinenführer erscheine grundsätzlich leidensadaptiert. Wenn die 

Vorschriften der SUVA und der Arbeitsmedizin bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes 

beachtet würden, sei aus psychiatrischer Sicht auch der Umgang mit Maschinenölen 

medizintheoretisch zumutbar (act. G 4.1.68-13).

2.4    Die Rüge des Beschwerdeführers, das Gutachten von Dr. E.___ sei schon darum 

nicht beweistauglich, weil dieser darauf verzichtet habe, einen aktuelleren Verlaufs­

bericht bzw. die Krankengeschichte ab Oktober 2006 einzufordern, überzeugt nicht. 

Beim Bericht vom 26. Oktober 2009 handelt es sich ja gerade um einen die 

Behandlungsdauer beim Psychiatrie-Zentrum beleuchtenden Verlaufsbericht. Zudem 

machte der Beschwerdeführer auch nicht geltend, dass sich sein psychischer 

Gesundheitszustand innerhalb der sechs Monate bis zur Begutachtung relevant 

verändert habe. Andererseits war der Beschwerdeführer ab Ende März 2006 bis 

Oktober 2009 gar nicht in psychiatrischer Behandlung und auch der Hausarzt machte 

im Bericht vom 7. September 2009 keine Aussage über diesbezüglich bei ihm erfolgte 

Konsultationen (vgl. act. G 4.1.60-3).

2.5    Im Weiteren ist auf die von Dr. E.___ festgestellte deutliche Ambivalenz in Bezug 

auf die Psychotherapiemotivation des Beschwerdeführers hinzuweisen, da erst seit 

Herbst 2009 wieder niederfrequent Therapiegespräche bei einer Psychologin im 

Psychiatrie-Zentrum Heerbrugg stattfänden. Eine psychopharmakologische 

Behandlung sei den behandelnden Psychiatern nicht erforderlich erschienen und auch 

der Beschwerdeführer halte für sich eine antidepressive Medikation nicht für nötig (act. 

G 4.1.68-12). Dass von März 2006 bis Oktober 2009 keinerlei psychiatrische 

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Behandlungen stattfanden, lässt denn auch die vom Psychiatrie-Zentrum attestierte ca. 

60%ige Arbeitsunfähigkeit (empfohlenes 50%-Pensum mit Leistungseinbusse von ca. 

20%) als wenig plausibel erscheinen.

2.6    Schliesslich fällt bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung ins Gewicht, 

dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die 

Attestierung einer 70%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Namentlich geht aus der Gesamtbeurteilung anschaulich 

hervor, dass der Beschwerdeführer über ausreichend Ressourcen verfügt, um ein 

beachtliches Aktivitätsniveau zu halten (Sport, Musik, Haushalt, Hilfestellungen für 

kranken Vater und Ehefrau, Unterstützung der jüngeren Söhne). Weiter bestehen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden 

wären. Damit geht einher, dass auch der Beschwerdeführer keine wesentlichen Mängel 

an der Begutachtung ins Feld führt. Die Beschwerdegegnerin hat damit der 

Bestimmung des Invaliditätsgrads in der angefochtenen Verfügung zu Recht die 

gutachterliche Leistungsfähigkeitsbeurteilung zugrunde gelegt.

3.        

3.1    Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung von Dr. E.___ ist demnach von einer 

medizinisch-theoretischen 70%igen Restarbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in 

übrigen leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen.

3.2    Nachdem der Beschwerdeführer weiterhin in seiner angestammten Tätigkeit 

arbeiten kann, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht sowohl beim Validen- als auch 

beim Invalideneinkommen vom Lohn bei der ehemaligen Arbeitgeberin aus. In Fällen, 

wo zur Bestimmung des Validen- und Invalideneinkommens dieselbe Vergleichsgrösse 

herangezogen wird, kann ein sogenannter Prozentvergleich vorgenommen werden. 

Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter allfälliger 

Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 9. 

März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Da ein sogenannter leidensbedingter Abzug 

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von gesamthaft höchstens 25% jedoch nur vorzunehmen ist, wenn das 

Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen festgelegt wird (Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. August 2008, 9C_129/2008, E. 3.3.1 mit Hinweis auf BGE 126 V 

79 E. 5b), was vorliegend wie erwähnt nicht der Fall ist, entspricht der Invaliditätsgrad 

direkt dem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 30%. Damit ist der Rentenanspruch zu 

verneinen.

4.      

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange­

legenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.

bis

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