# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 663e5312-df2c-559c-8927-58273127c250
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.06.2021 715 20 46 / 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-46---149_2021-06-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Juni 2021 (715 20 46 / 149)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Prüfung der Frage, ob die Arbeitslosenkasse die Einstelltage mit vollen Taggeldern oder 

nur im Umfang der Differenz zwischen dem Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 

und demjenigen auf Kompensationszahlung getilgt hat (BGE 122 V 34) 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, Monbi-
joustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 

A. Der 1965 geborene A.____ meldete sich am 8. November 2018 zur Arbeitsvermittlung 
an und erhob am 14. November 2018 (Eingang) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 12. 
November 2018. In der Folge eröffnete die Unia Arbeitslosenkasse (Arbeitslosenkasse) eine Rah-
menfrist für den Leistungsbezug vom 12. November 2018 bis 11. November 2020. Ab 26. No-
vember 2018 stand A.____ als Dachdecker über die B.____ AG beim Einsatzbetrieb C.____ AG 

 
 
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in X.____ in einem auf 3 Monate befristeten Zwischenverdienstarbeitsverhältnis. Dieses Arbeits-
verhältnis löste A.____ am 12. Dezember 2018 mit einem WhatsApp an den Abteilungsleiter der 
Einsatzfirma per sofort auf. Vom 22. bis 26. Januar 2019 arbeitete er bei der D.____ AG im Zwi-
schenverdienst. Per 12. Februar 2019 meldete er sich von der Arbeitsvermittlung ab, da er mit 
der E.____ AG einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Arbeitsbeginn am 13. Februar 2019 abge-
schlossen hatte. Mit Verfügung vom 9. April 2019 stellte die Arbeitslosenkasse A.____ wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab 10. November 2018 für 33 Tage in der Anspruchsberech-
tigung ein. Gleichzeitig forderte sie infolge zu Unrecht ausgerichteter Arbeitslosentaggelder einen 
Betrag in Höhe von Fr. 6'991.75 zurück. Mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020 bestätigte 
die Arbeitslosenkasse die Einstellungsverfügung vom 9. April 2019. Sie wies dabei darauf hin, 
dass sich der Rückforderungsbetrag infolge Verschiebung des Beginns der Einstellungsfrist vom 
10. auf den 12. November 2018 richtigerweise auf Fr. 6'996.25 belaufe. 
 
B. Gegen diesen Entscheid reichte A.____ am 29. Januar 2020 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), ein. Er beantragte sinnge-
mäss, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei von der Einstellung in seiner An-
spruchsberechtigung sowie der Rückforderung abzusehen. Sinngemäss machte er geltend, dass 
die Voraussetzungen für eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nicht gegeben seien.  
 
C.  In ihrer Vernehmlassung vom 24. Februar 2020 schloss die Arbeitslosenkasse auf Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Auf Anfrage des Kantonsgerichts präzisierte der Versicherte am 3. Juni 2020 seine Be-
schwerde. Die Arbeitslosenkasse verzichtete auf die Einreichung einer Stellungnahme. 
 
E. Mit Beschluss vom 2. Oktober 2020 stellte das Präsidium des Kantonsgerichts fest, dass 
aufgrund der Aktenlage die Höhe der Rückforderung nicht rechtsgenüglich überprüft werden 
könne. Es stellte deshalb den Fall aus und forderte die Arbeitslosenkasse auf, Abklärungen hin-
sichtlich der Normalarbeitszeit bei der Einsatzfirma, der C.____ AG, und detaillierte Angaben zur 
Berechnung des Rückforderungsbetrages vorzunehmen. Dieser Aufforderung kam die Arbeitslo-
senkasse mit Schreiben vom 30. November 2020 nach.  
 
F. In seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2021 hielt der Versicherte sinngemäss an sei-
nen Rechtsbegehren fest.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und 

 
 
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Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend 
kommt der Versicherte im Kanton Basel-Landschaft seinen Kontrollpflichten nach, weshalb die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die 
beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
vom 29. Januar 2020 ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung So-zial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Verfahren ist strittig, ob die Arbeitslosenkasse zu 
Recht den Versicherten wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 33 Tagen 
in der Anspruchsberechtigung eingestellt und deshalb von ihm einen Betrag in Höhe von Fr. 
6'991.75 (gemäss Verfügung vom 9. April 2019) bzw. Fr. 6'996.25 (gemäss Einspracheentscheid 
vom 22. Januar 2020) zurückgefordert hat. Bei einem Taggeld von Fr. 231.20 beläuft sich der 
Streitwert auf Fr. 7'629.60 (33 Tage à Fr. 231.20). Damit liegt der Streitwert sowohl in Bezug auf 
die Einstellung in der Anspruchsberechtigung als auch die Rückforderung unter Fr. 20'000.--, 
weshalb über die Beschwerde präsidial zu entscheiden ist. 
 
2.  In seinem Beschluss vom 2. Oktober 2020 setzte sich das Präsidium des Kantonsge-
richts mit der Rechtmässigkeit der Einstellung des Versicherten in der Anspruchsberechtigung 
und der daraus resultierenden Rückforderung auseinander. Dabei legte es die Rechtsgrundlagen 
und die darauf beruhende Rechtsprechung für die Voraussetzungen einer Einstellung in der An-
spruchsberechtigung und der Rückforderung von zu Unrecht ausgerichteten Arbeitslosentaggel-
dern dar. Weiter stellte es fest, dass die sofortige Auflösung des Zwischenverdienstverhältnisses 
bei der Einsatzfirma, der C.____ AG, per 12. Dezember 2018 durch den Versicherten selbstver-
schuldet sei, weshalb die Arbeitslosenkasse zu Recht den Versicherten gestützt auf Art. 30 Abs. 
1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 lit. b AVIV in seiner Anspruchsberechtigung eingestellt 
habe (vgl. Ziffern 4.1 – 4.6). Zudem kam es zum Schluss, dass die Einstellung im unteren Bereich 
des schweren Verschuldens für die Dauer von 33 Tagen nicht zu beanstanden sei (vgl. Ziffern 
5.1 – 5.3.2). Schliesslich erkannte es, dass der Versicherte die zu Unrecht bezogenen Leistungen 
gestützt auf Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten habe, 
da infolge Abmeldung von der Arbeitsvermittlung per 12. Februar 2019 keine Möglichkeit mehr 
bestehe, die Einstelltage mit laufenden Taggeldern zu tilgen (vgl. Ziffer 6.2). Es wird darauf ver-
wiesen. 
 
3.1 Keine abschliessende Beurteilung war jedoch im Zeitpunkt des Beschlusses vom 2. Ok-
tober 2020 in Bezug auf den Rückforderungsbetrag in Höhe von Fr. 6'991.75 (gemäss Verfügung 
vom 9. April 2019) bzw. Fr. 6'996.25 (gemäss Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020) mög-
lich. So konnte aufgrund der Akten insbesondere nicht überprüft werden, ob die Arbeitslosen-
kasse die Einstelltage mit 33 vollen Taggeldern oder nur im Umfang der Differenz zwischen dem 

 
 
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Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung und demjenigen auf Kompensationszahlung getilgt hat 
(BGE 122 V 34). Zudem war im Zusammenhang mit der Berechnung des mutmasslich entgan-
genen Zwischenverdienstes (vgl. dazu AVIG-Praxis ALE Rz. D70) nicht belegt, dass die betrieb-
liche Normalarbeitszeit im Einsatzbetrieb – wie von der Arbeitslosenkasse – angenommen, tat-
sächlich 42 Stunden betrug. Aus diesem Grund konnte keine zuverlässige Überprüfung des von 
der Arbeitslosenkasse ermittelten mutmasslich entgangenen Zwischenverdienstes in Höhe von 
Fr. 6'208.45 vorgenommen werden. Ausserdem war nicht klar, ob die Arbeitslosenkasse in ihrem 
Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020 die Rückforderungssumme von Fr. 6'991.75 auf 
Fr. 6'996.25 erhöhen wollte. Schliesslich stellte sich die Frage, ob und inwieweit die von der 
B.____ AG erfolgten Korrekturen aufgrund falsch abgerechneter Quellensteuer bei ihren Rück-
forderungsabrechnungen vom 3. und 9. April 2019 beachtet wurden. 
 
3.2.1 Mit Schreiben vom 30. November 2020 gab die Arbeitslosenkasse über die offenen Fra-
gen Auskunft. Sie stellte zunächst fest, dass sich die beim Versicherten in den Taggeldabrech-
nungen vorgenommenen Quellensteuerabzüge auf die Angaben im Auszahlungssystem ASAL 
stützten. Sie habe keine Möglichkeit, die dort hinterlegten Daten zu beeinflussen. Gemäss diesen 
Angaben sei der Versicherte ab Beginn der Rahmenfrist im November 2018 bis Juli 2019 gemäss 
Tarifgruppe C mit 3 Kindern und für die Zeit von August 2019 bis Oktober 2019 gemäss Tarif-
gruppe C mit 2 Kindern quellensteuerpflichtig gewesen. Ab November 2019 habe keine Quellen-
steuerpflicht mehr bestanden.  
 
3.2.2 Das Auszahlungssystem ASAL dient den Arbeitslosenkassen für die rasche und korrekte 
Auszahlung der Entschädigungen an die bezugsberechtigten Personen. Da sämtliche Berech-
nungen der Arbeitslosenentschädigung und Auszahlungen mit Hilfe des Auszahlungssystems 
ASAL erfolgen, wird eine einheitliche Rechtsanwendung gewährleistet, was auch im Interesse 
der Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit liegt. Wie die Arbeitslosenkasse zu Recht darlegt, 
muss sie auf die im Auszahlungssystem ASAL hinterlegten Daten abstellen (vgl. Urteil des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 30. September 2016 [715 15 393], E. 3.2 
mit Hinweisen). Vorliegend stimmen die Angaben der Arbeitslosenkasse mit den Angaben im 
Auszahlungssystem ASAL überein. Die von der Arbeitslosenkasse vorgenommenen Quellen-
steuerabzüge sind deshalb nicht zu beanstanden. 
 
3.2.3 Im Beschluss vom 2. Oktober 2020 stellte sich die Frage, ob im Hinblick auf die aus der 
Einsatzfirma C.____ AG erzielten und in der Folge in den Taggeldabrechnungen angerechneten 
Zwischenverdiensten eine Anpassung aufgrund der durch die B.____ AG nachträglich vorgenom-
menen Korrekturen bei den Quellensteuerabzügen vorzunehmen ist. Im heutigen Zeitpunkt ist 
jedoch festzustellen, dass die Beantwortung dieser Frage nicht von Belang ist, wird doch ein von 
einer arbeitslosen Person erzielter Zwischenverdienst brutto angerechnet (vgl. Taggeld- und 
Rückforderungsabrechnungen vom 13. und 28. Dezember 2018, 8. Februar 2019 sowie 3. und 
9. April 2019, Dok.-Nrn. 85, 87, 89, 90, 101 und 106). Da die Quellensteuer erst bei der Berech-
nung der Netto-Arbeitslosenentschädigung zu berücksichtigen ist, haben die durch die B.____ 
AG korrigierten Quellensteuerabzüge vorliegend keinen Einfluss auf den anrechenbaren Zwi-
schenverdienst des Versicherten.  
 

 
 
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3.3 Im Weiteren zeigte die Arbeitslosenkasse in ihrem Schreiben vom 30. November 2020 
und den beigelegten Aktenstücken 2 – 4 auf, wie die 33 Einstelltage in den Rückforderungsab-
rechnungen vom 3. und 9. April 2019 (Dok.-Nrn. 87, 89 und 90) und im Einspracheentscheid vom 
22. Januar 2020 getilgt wurden. Aufgrund dieser Angaben ist die Rückforderung in Höhe von Fr. 
6991.75 gemäss Verfügung vom 9. April 2019 nachvollziehbar geworden. Anhand der mit Ant-
wortschreiben der Arbeitslosenkasse vom 30. November 2020 eingereichten "Auszahlungsvor-
schlägen" (Akte 2) kann auch die mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020 geltend ge-
machte Rückforderung von Fr. 6'996.25 im Einzelnen überprüft werden. Dabei wird klar, dass im 
November 2018 keine Tilgung von Einstelltagen zulässig ist, da der Versicherte in diesem Monat 
ab Beginn des Einsatzes bei der C.____ AG per 26. November 2018 bis Ende Monat tatsächlich 
einen Zwischenverdienst bei der Einsatzfirma C.____ AG ausübte (vgl. Bescheinigung über den 
Zwischenverdienst im November 2018, Dok.-Nr. 115; Arbeits- und Einsatzvertrag vom 19. No-
vember 2018, Dok.-Nr. 110). Die Arbeitslosenkasse korrigierte deshalb zu Recht die Verfügung 
vom 9. April 2019, indem sie im angefochtenen Entscheid nur in den Monaten Dezember 2018, 
Januar 2019 und Februar 2019 Einstelltage berücksichtigte (vgl. Ziffer 19 des erwähnten Ent-
scheides). Sodann erweist sich der von der Arbeitslosenkasse berechnete Rückforderungsbetrag 
von insgesamt Fr. 6'996.25 als rechtens. Insbesondere ist ersichtlich, dass die bundesgerichtliche 
Vorgabe, wonach die Einstellung von 33 Tagen nur im Umfang der Differenz zwischen dem An-
spruch auf Arbeitslosenentschädigung und dem Anspruch auf Kompensationszahlung des Versi-
cherten zulässig ist, erfüllt ist (BGE 122 V 34; Ziffer 6.3.1 des Beschlusses vom 2. Oktober 2020). 
Dies ergibt sich allein daraus, dass der Versicherte – wie nachfolgend aufgezeigt wird – aufgrund 
des Zwischenverdienstes, den er in den Monaten Dezember 2018, Januar 2019 und Februar 
2019 zumutbarerweise hätte erwirtschaften können, keinen Anspruch auf Arbeitslosentschädi-
gung gehabt hätte.  
 
3.4.1 Bei der Ermittlung des mutmasslichen Zwischenverdienstes ist zu beachten, dass die 
Normalarbeitszeit bei der Einsatzfirma C.____ AG gemäss den Abklärungen der Arbeitslosen-
kasse 44 Stunden pro Woche, d.h. 8,8 Stunden pro Tag, betrug (vgl. E-Mail der B.____ AG vom 
19. Oktober 2020; Akte 3 des Antwortschreibens vom 30. November 2020). Der Bruttolohn des 
Versicherten belief sich gemäss Arbeits- und Einsatzvertrag vom 19. November 2018 auf Fr. 
34.06 pro Stunde (exkl. Ferien; Dok.-Nr. 110). Der Abrechnung Dezember 2018 (Dok.-Nr. 106) 
und der Bescheinigung über Zwischenverdienst vom 10. Januar 2019 (Dok.-Nr. 105) ist zu ent-
nehmen, dass der Versicherte vom 1. bis 11. Dezember 2018 während 7 kontrollierten Tagen 
einen tatsächlichen Zwischenverdienst von Fr. 1'997.65 erzielt hat. Da es dem Versicherten zu-
mutbar war, über den 11. Dezember 2018 hinaus bei der C.____ AG im Zwischenverdienst zu 
arbeiten, hätte er zusätzlich einen Zwischenverdienst von Fr. 4'196.20 (14 Tage x 8,8 Stunden x 
Fr. 34.06) brutto, insgesamt somit Fr. 6'193.85, erwirtschaften können. Ein Zwischenverdienst 
von Fr. 6'193.85 entspricht 21,4 Tagegeldern (Fr. 6'193.85 x 80 % : Fr. 231.20), womit bei 21 
kontrollierten Tagen kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besteht.  
 
3.4.2 Nichts Anderes ergibt sich für Januar 2019 und Februar 2019. Im Januar 2019 betrug 
der tatsächliche während 4 Tagen bei der D.____ AG erzielte Zwischenverdienst Fr. 1'016.-- 
brutto (vgl. Bescheinigung über den Zwischenverdienst im Januar 2019 vom 6. Februar 2019, 
Dok.-Nr. 104; Abrechnung Januar 2019 vom 8. Februar 2019, Dok.-Nr. 101). Bei 23 kontrollierten 

 
 
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Tagen beläuft sich der mutmasslich entgangene Zwischenverdienst auf Fr. 5'694.85 (19 Tage x 
8,8 Stunden x Fr. 34.06). Ein Zwischenverdienst von insgesamt Fr. 6'710.85 kommt 23,2 Taggel-
dern gleich (Fr. 6'710.85 x 80 % : Fr. 231.20). Damit wäre für den Januar 2019 keine Arbeitslos-
entschädigung auszurichten gewesen. Gemäss Abrechnung Februar 2019 vom 8. März 2019 
(Dok.-Nr. 95) und Rückforderung vom 13. März 2019 (Dok.-Nr. 92) erzielte der Versicherte im 
Februar 2019 keinen Zwischenverdienst. Er hätte jedoch bis zur Abmeldung von der Arbeitslo-
senversicherung per 12. Februar 2019 bei 8 kontrollierten Tagen einen Zwischenverdienst von 
Fr. 2'397.80 (8 Tage x 8,8 Stunden x Fr. 34.06) verdienen können, was 8,3 Taggeldern entspricht 
(Fr. 2'397.80 x 80 % : Fr. 231.20). Es ist somit zusammenfassend festzustellen, dass der Versi-
cherte für die Zeit von Dezember 2018 bis Februar 2019 unter Berücksichtigung des effektiven 
und anrechenbaren, mutmasslich entgangenen Zwischenverdienstes keinen Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung hat.  
 
3.5 In Bezug auf die Höhe des Rückforderungsbetrages geht aus der Abrechnung vom 
28. Dezember 2018 (Dok.-Nr. 106) hervor, dass im Dezember 2018 14,1 entschädigungsberech-
tigte Taggelder abgerechnet wurden. Dies entspricht einer Brutto-Arbeitslosenent-schädigung 
von Fr. 3'259.92 (14,1 Tage x Fr. 231.20). Unter Berücksichtigung von 9,4 Einstelltagen (vgl. 
Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020) hat der Versicherte Anspruch auf eine Arbeitslo-
senentschädigung von Fr. 1'086.65 brutto (Fr. 3'259.92 – Fr. 2'173.28 [9,4 Tage x Fr. 231.20]). 
Dieser Betrag stimmt mit dem "Auszahlungsvorschlag" der Arbeitslosenkasse für Dezember 2018 
(Akte 2 des Antwortschreibens vom 30. November 2020) überein. Nach Abzug der Sozialversi-
cherungsbeiträge und der Quellensteuer ergibt sich eine Netto-Arbeitslosen-entschädigung von 
Fr. 991.30. Demzufolge ist der Rückforderungsbetrag unter Berücksichtigung, dass dem Versi-
cherten im Dezember 2018 Fr. 2'976.70 netto ausbezahlt wurde, mit Fr. 1'985.40 (Fr. 2'976.70 - 
Fr. 991.30) zu beziffern. Im Januar 2019 belief sich die Auszahlung bei 19,5 entschädigungsbe-
rechtigten Taggeldern auf Fr. 4'508.40 brutto bzw. auf Fr. 4'141.05 netto (vgl. Abrechnung Januar 
2019 vom 8. Februar 2019, Dok.-Nr. 101). Da gemäss Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020 
im Januar 2019 19,5 Einstelltage zu tilgen waren, entspricht der Rückforderungsbetrag für Januar 
2019 dem in der Rückforderungsabrechnung vom 3. April 2019 (Dok.-Nr. 90) berechneten Betrag 
von Fr. 4'141.05. Gemäss Abrechnung vom 8. März 2019 (Dok.-Nr. 95), welche am 13. März 
2019 (Dok.-Nr. 92) ersetzt wurde, ist davon auszugehen, dass dem Versicherten im Februar 2019 
für 8 entschädigungsberechtigte Taggelder Fr. 1'702.-- netto ausbezahlt wurde. Bei noch zu til-
genden 4,1 Einstelltagen hat der Versicherte Anspruch auf Fr. 901.70 brutto (3,9 Taggelder x Fr. 
231.20) bzw. Fr. 832.20 netto (vgl. "Auszahlungsvorschlag" für Februar 2019, Akte 2 des Ant-
wortschreibens vom 30. November 2020). Daraus ergibt sich für Februar 2019 ein Rückforde-
rungsbetrag in Höhe von Fr. 869.80 (Fr. 1702.-- – Fr. 832.20). Somit besteht ein Rückforderungs-
anspruch der Arbeitslosenkasse von insgesamt Fr. 6'996.25 (Fr. 1'985.40 + Fr. 4'141.05 + Fr. 
869.80).  
 
3.6 Im Antwortschreiben vom 30. November 2020 sah sich die Arbeitslosenkasse aufgrund 
der Ausführungen im Beschluss vom 2. Oktober 2020 veranlasst, die Höhe der Rückforderung 
neu zu berechnen (vgl. Akte 4). Danach beträgt der Rückforderungsbetrag insgesamt 
Fr. 7'556.10. Diese Berechnung kann nicht vollumfänglich nachvollzogen werden. So ist nicht 
klar, weshalb bei der Ermittlung des mutmasslich entgangenen Zwischenverdienstes von einem 

 
 
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Stundenlohn von Fr. 37.98 brutto ausgegangen wird. Zwar entspricht der Stundenlohn von 
Fr. 37.98 demjenigen gemäss Arbeits- und Einsatzvertrag der C.____ AG vom 19. November 
2018 (Dok.-Nr. 110). Da jedoch der anrechenbare Zwischenverdienst in der Regel um die Fe-
rienentschädigung zu kürzen ist (vgl. AVIG-Praxis ALE C149), ist lediglich ein Stundenansatz von 
Fr. 34.06 brutto (abzüglich Fr. 3.92 Ferien; Dok.-Nr. 110) zu berücksichtigen. Die Ausführungen 
der Arbeitslosenkasse zur Berechnung des hypothetischen Zwischenverdienstes auf Seite 3 un-
ten erklären nicht, weshalb davon abzuweichen ist. Weiter erstaunt, dass die Arbeitslosenkasse 
im Monat November 2018 anstelle des effektiv erzielten Zwischenverdienstes von Fr. 1'248.30 
(vgl. Abrechnung November 2018 vom 13. Dezember 2018, Dok.-Nr. 85) einen hypothetischen 
Zwischenverdienst von Fr. 1'671.10 (5 kontrollierte Tage x 8,8 Tage x Fr. 37.98) anrechnete. Da 
der Versicherte im November 2018 seiner Pflicht zur Annahme eines Zwischenverdienstes voll-
umfänglich nachkam (vgl. Bescheinigung über den Zwischenverdienst im November 2018 vom 
6. Dezember 2018, Dok.-Nr. 115), besteht kein Raum für die Anrechnung eines mutmasslichen 
Zwischenverdienstes (vgl. auch Erwägung 3.3). Der Grund für diese Vorgehensweise ist mög-
licherweise im in der Ziffer 6.3.3 des Beschlusses vom 2. Oktober 2020 angeführten Berech-
nungsbeispiel zu suchen. Mit diesem Beispiel sollte jedoch lediglich veranschaulicht werden, 
dass aufgrund der damaligen Aktenlage nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die 33 Ein-
stelltage mit Taggeldern verrechnet wurden, welche nicht für deren Tilgung herangezogen wer-
den durften. Auf jeden Fall war nicht beabsichtigt, der Arbeitslosenkasse vorzugeben, dass der 
effektiv erzielte Zwischenverdienst mit einem hypothetischen Zwischenverdienst zu ersetzen sei. 
Da die Arbeitslosenkasse jedoch ausdrücklich darauf verzichtet, eine Rückforderung von mehr 
als Fr. 6991.75 geltend zu machen (vgl. Antwortschreiben vom 30. November 2020), kann an 
dieser Stelle darauf verzichtet werden, weiter auf die Berechnungen der Arbeitslosenkasse ge-
mäss der mit Antwortschreiben vom 30. November 2020 eingereichten Akte 4 einzugehen. Aus 
dem gleichen Grund sieht das Präsidium keinen Anlass, den von der Arbeitslosenkasse geltend 
gemachten Rückforderungsbetrag zu Ungunsten des Versicherten auf Fr. 6'996.25 (vgl. Erwä-
gung 3.5) zu erhöhen.  
 
4. Nach dem Gesagten steht zusammenfassend fest, dass die Arbeitslosenkasse den Ver-
sicherten zu Recht für 33 Tage infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit eingestellt und des-
wegen die in der Kontrollperiode Dezember 2018 bis Februar 2019 ausgerichteten Arbeitslo-
senentschädigung im Umfang von Fr. 6'991.75 zurückgefordert hat. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 22. Januar 2020 ist daher unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.  
 
5. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 
 
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