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**Case Identifier:** 9204fd53-aa01-5bbe-ad20-0073f0ac7b95
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.07.2013 810 2013 76 (810 13 76)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2013-76_2013-07-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 17. Juli 2013 (810 13 76) 

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Zivilgesetzbuch 

 

 

Vormundschaftsentschädigung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, David Weiss, Gerichts-
schreiber Samuel Baader 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Beschwerdegeg-
nerin 
 
 

  
Betreff Vormundschaftsentschädigung 
 
 
 
A. Die Vormundschaftsbehörde (VB) D.____ ernannte mit Beschluss vom 22. März 2007 
A.____ zur Vormundin von C.____. 
 
B. Mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 genehmigte die VB D.____ die durch die Vor-
mundin eingereichten Zwischenjahresberichte mit Rechnung vom 22. März 2007 bis 
31. Dezember 2011 (Ziff. 1). Die Entschädigungsrechnungen der Vormundin in der Höhe von 
insgesamt Fr. 18'836.60 wurden pro Berichtsperiode um jeweils Fr. 500.-- gekürzt. Die VB 

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D.____ sprach für die vorgenannten Berichtsperioden eine Entschädigung zu Lasten des Mün-
delsvermögens in der Höhe von insgesamt Fr. 15'836.60 zu (Ziff. 2). Sodann beschloss die VB 
D.____ die bestehende Vormundschaft gemäss Art. 369 aZGB weiter zu führen (Ziff. 3) und 
bestätigte die Vormundin für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren (Ziff. 4). Schliesslich er-
hob die VB D.____ zu Lasten des Mündelsvermögens eine Gebühr für die Prüfung und Ge-
nehmigung der Rechnung gemäss § 17 Abs. 3 Ziff. 4 der damals geltenden Verordnung über 
die Gebühren zum Zivilrecht (GebV BL) vom 8. Januar 1991 in der Höhe von Fr. 1'250.-- 
(Ziff. 5). 
 
C. Gegen Ziff. 2 dieses Beschlusses erhob A.____ (Beschwerdeführerin) Beschwerde 
beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragte sinngemäss Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung sei 
aufzuheben und ihr sei die Entschädigung in der Höhe von Fr. 18'836.60 zu Lasten des Mün-
delvermögens zu genehmigen. 
 
D. Mit Schreiben vom 15. Mai 2013 verzichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde (KESB) B.____ (Beschwerdegegnerin) auf die Vernehmlassung. 
 
E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 21. Mai 2013 wurde der Fall der Kammer zur 
Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Am 1. Januar 2013 ist das neue Erwachsenenschutzrecht in Kraft getreten. Gemäss 
Art. 14a Schlusstitel des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 
werden hängige Verfahren von der neu zuständigen Behörde weitergeführt (Abs. 1). Das neue 
Verfahrensrecht findet Anwendung (Abs. 2). Über gerichtliche Rechtsmittel, mit welchen ein 
unter bisherigem Recht ergangener Entscheid angefochten wird, hat also die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz nach Inkrafttreten des neuen Rechts nach neuem Verfahrensrecht zu ent-
scheiden (RUTH E. REUSSER, in Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, 2012, N. 12 zu Art. 
14a SchlT ZGB; DANIEL STECK, in Rosch/Büchler/Jakob, Das neue Erwachsenenschutzrecht, 
Basel 2011, N. 10 zu Art. 14a SchlT ZGB). Das neue Recht enthält in Art. 443 ff. ZGB verbindli-
che behördliche Verfahrensvorschriften. Darüber hinaus bleibt aber für das Verfahren das kan-
tonale Recht vorbehalten (DANIEL STECK, a.a.O., N 4 zu Art. 450f). Die Kantone haben somit die 
Kompetenz, Verfahrensbestimmungen zu erlassen, wenn diese mit bundesrechtlichen Verfah-
rensvorschriften im Einklang stehen. Der Kanton Basel-Landschaft verweist in § 66 Abs. 2 des 
Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB BL) vom 16. November 2006 auf 
das Verfahrensrecht nach Art. 450 - 450e ZGB und im Übrigen auf das kantonale Verwaltungs-
prozessrecht. 
 
1.2 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde 
Beschwerde (als neu zuständige Behörde im Sinne von Art. 14a Abs. 1 SchlT ZGB) beim zu-
ständigen Gericht erhoben werden. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- 

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und Verwaltungsprozessordnung (VPO BL) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht 
unter anderem zuständig für Beschwerden und Entscheide von Behörden, sofern die kantonale 
Gesetzgebung und die Verfassung die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Verwaltungsge-
richt vorsehen. Gestützt auf § 66 Abs. 1 EG ZGB BL ist das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, für die vorliegende Angelegenheit zuständig.  
 
1.3 Zur Beschwerde sind gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB befugt, die am Verfahren beteilig-
ten Personen, die der betroffenen Person nahestehenden Personen sowie Personen, die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben. Die Beschwerdeführerin ist zweifellos durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung (Art. 47 Abs. 
lit. a VPO BL). Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen gemäss § 43 ff. VPO BL erfüllt 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
1.4 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Ferner kann nach Art. 450a Abs. 2 ZGB wegen 
Rechtsverweigerung und -verzögerung Beschwerde geführt werden. Dem Kantonsgericht 
kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Allerdings 
auferlegt sich das Kantonsgericht entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei 
der Ermessenskontrolle eine gewisse Zurückhaltung. Dies insbesondere deshalb, weil die VB 
bzw. die heutigen KESB als Fachbehörde anzusehen sind (vgl. BGE 135 II 384; DANIEL STECK, 
in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 17 ff. zu 
Art. 450a mit weiteren Hinweisen). 
 
2. Indem die Beschwerdeführerin den Beschluss vom 20. Dezember 2012 der Beschwer-
degegnerin einzig in Ziff. 2 anficht, ist nur die Höhe der Entschädigung bzw. die Rechtmässig-
keit der Entschädigungskürzung um Fr. 500.-- pro Berichtsperiode zu prüfen. 
 
3.1 Vorweg ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin durch mangelhafte Begründung des 
angefochtenen Beschlusses den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör ver-
letzte. Gemäss § 9 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV BL) vom 
17. Mai 1984 haben die Parteien in allen Fällen Anspruch auf rechtliches Gehör, auf eine faire 
Behandlung und innert angemessener Frist auf einen begründeten mit einer Rechtsmittelbeleh-
rung versehenen Entscheid. § 13 des basellandschaftlichen Verwaltungsverfahrensgesetzes 
(VwVG BL) vom 13. Juni 1988 hält ebenfalls fest, dass die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör haben, was auch die Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 in Art. 29 Abs. 2 und 
Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
4. November 1950 gewährleistet. Der kantonalrechtliche Anspruch geht dabei nicht über denje-
nigen in Art. 29 Abs. 2 BV hinaus. Somit kann weitgehend auf die diesbezügliche Lehre und 
Rechtsprechung verwiesen werden. Der aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleitete Anspruch auf rechtli-
ches Gehör umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einfluss-
nahme auf den Prozess der Entscheidfindung. In diesem Sinne dient das rechtliche Gehör ei-
nerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs-

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recht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. 
Dazu gehört das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Be-
weisen entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn die-
ses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f., 127 I 56, 122 II 469, je mit 
Hinweisen).  
 
3.2 Die Begründung des Entscheides muss so abgefasst sein, "dass sich der Betroffene 
über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an 
die höhere Instanz weiterziehen kann" (BGE 134 I 83, 88 f.). Dies ist nur möglich, wenn sowohl 
er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen 
können (RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Basel 
2010, N. 344). 
 
3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrem Beschluss vom 20. Dezember 2012 die 
Kürzung der Entschädigung damit, dass die bevormundete C.____ in einer betreuten Einrich-
tung, mit der Beschwerdeführerin in verwandtschaftlicher Beziehung stehe sowie mit dem Um-
stand, dass die Beschwerdeführerin im Hause der bevormundeten Person wohne. Die Be-
schwerdegegnerin beschränkt sich dabei auf die Auflistung dieser drei Umstände, ohne näher 
auszuführen, auf welche gesetzlichen Grundlagen sich diese Kriterien stützen. Ferner wird von 
der Beschwerdegegnerin nicht begründet, welche Umstände sich seit der ursprünglichen Fest-
setzung der Höhe der Entschädigung verändert haben. Insbesondere der verwandtschaftliche 
Grad zwischen der Beschwerdeführerin und der bevormundeten C.____ hat sich nicht verän-
dert. Zwar ist der Ehemann der Beschwerdeführerin gestorben, doch wird gemäss Art. 21 
Abs. 2 ZGB die Schwägerschaft durch Auflösung der Ehe nicht aufgehoben. Folglich bestand 
zu Beginn der Vormundschaft (Ernennung am 22. März 2007) wie auch zu jedem späteren 
Zeitpunkt die Schwägerschaft weiter. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, die Ent-
schädigung aufgrund der Verwandtschaft zu kürzen, ist nicht nachvollziehbar. Inwiefern die 
Umstände, dass C.____ in einer betreuten Einrichtung bzw. die Beschwerdegegnerin in ihrem 
Haus wohne, auf die Entschädigung Auswirkungen hat, bleibt unbeantwortet. Demzufolge kann 
aufgrund dieser Unklarheiten kann nicht festgestellt werden, ob sich die Kürzung der Entschä-
digung auf sachliche oder unsachliche Gründe stützt. 
 
3.4 Es ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Beschluss nicht 
ausreichend begründete und demnach den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Gewährung 
des rechtlichen Gehörs verletzte. Solche mangelhaft begründeten Entscheide sind grundsätz-
lich auf Beschwerde hin aufzuheben (RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., 
N. 348). Da vorliegend die Kürzung der Entschädigung nur Ziff. 2 des angefochtenen Beschlus-
ses vom 20. Dezember 2012 tangiert, ist diese Verfügung nur teilweise, d.h. betreffend die Fra-
ge der Entschädigung, aufzuheben. 
 
4.1 In seiner Praxis verzichtet das Kantonsgericht auf eine Rückweisung der Angelegen-
heit an die Vorinstanz (Beschwerdegegnerin), wenn dies zu einem formalistischen Leerlauf und 
damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde (vgl. KGE VV vom 24. April 2013 [810 13 25] 

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E. 2.3). Dies ist insbesondere der Fall, wenn dem Kantonsgericht alle Entscheidgrundlagen vor-
liegen. Die Höhe der Entschädigung für Vormünder richtet sich nach § 18 GebV BL. Vorliegend 
wurde die Entschädigung nach dem Beschluss zur Ernennung der Vormundin am 22. März 
2007 festgesetzt und anschliessend bis zum angefochtenen Beschluss nicht überprüft. Demzu-
folge ist die damals geltende Fassung vom 19. Dezember 2006 massgebend, welche am 
1. Januar 2007 in Kraft getreten ist (die neue Fassung vom 27. November 2012 ist erst seit 
1. Januar 2013 in Kraft). 
 

§ 18   Entschädigung für Vormünder, Beiräte und Beistände 
 
1 Die Vormünder, Beiräte und Beistände haben für ihre Amtsführung (Verwaltung des Einkommens und Ver-
mögens inkl. Nutzniessungsvermögens, persönliche Betreuung usw.) Anspruch auf Entschädigung und Ersatz 
der Auslagen. Die Entschädigung und der Auslagenersatz werden aus dem Vermögen und Einkommen des 
Mündels und, bei dessen Mittellosigkeit, von der Vormundschaftsbehörde ausgerichtet. 
 
2  Die Vormünder, Beiräte und Beistände haben pro zweijährige Rechnungsperiode zu beanspruchen: 
a. für die Vermögensverwaltung ohne Liegenschaften 1‰ der Aktiven ohne Liegenschaften; 
b. für die Verwaltung von Liegenschaften 3‰ des Katasterwertes; 
c. für die Einkommensverwaltung 1% der Einkünfte; 
d. für die persönliche Betreuung 400–2'000 Fr.; 
e. für die Amtsführung ausserhalb der Buchstaben a–d nach der Mühe, die sie notwendigerweise verur-

sacht, 100–5'000 Fr. 
Ist die Entschädigung aufgrund dieser Ansätze als eindeutig zu niedrig oder zu hoch zu qualifizieren für die 
Amtsführung, die notwendigerweise zu leisten war, kann die Vormundschaftsbehörde die Entschädigung an-
gemessen erhöhen bzw. reduzieren. 
 
3 Die Entschädigungen gemäss Absatz 2 Buchstaben a–c können nur beansprucht werden, wenn das Ver-
mögen und das Einkommen vom Vormund, Beirat oder Beistand effektiv verwaltet werden. 
 
4 Ist die Rechnungsperiode kürzer als zwei Jahre, so besteht der Anspruch auf die Entschädigungen im Sinne 
von Absatz 2 Buchstaben a–d pro rata temporis. 
 
5 Auslagen, die beansprucht werden, sind zu belegen. 
 
6 Wer als Anwaltin oder Anwält oder Treuhänderin oder Treuhänder mit Fach- oder gleichwertigem Ausweis 
eine Vormundschaft, Beiratschaft oder Beistandschaft wahrnimmt, kann ein Honorar nach dem anwendbaren 
Berufstarif nur für diejenigen Verrichtungen beanspruchen, für die berufsspezifische Kenntnisse notwendig 
sind. Ansonsten erfolgt die Entschädigung nach Massgabe von Absatz 2. 

 

4.2 Aufgrund der hievor in Ziff. 4.1 zitierten Bestimmung und den vorliegenden Akten ist 
das Gericht in der Lage, selbst die Höhe der Entschädigung der Beschwerdeführerin für die Zeit 
vom 22. März 2007 bis 31. Dezember 2011 zu bestimmen. 
 
4.3 Aus vorgenannter Bestimmung (vgl. Ziff. 4.1) ergibt sich, dass sich die Entschädigung 
für Vormünder jeweils auf die Berichtsperiode von zwei Jahren (Abs. 2) bezieht. Sodann ist die 
Entschädigung entsprechend dem Aufgabenbereich, welcher das Amt der Vormundschaft um-
fasst, zu bestimmen. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Entschädigung 
pro Berichtsperiode korrekt gestellt. Für die Zeit vom 22. März 2007 bis zum 31. Dezember 
2007 (d.h. pro rata temporis für 279 statt 360 Tage) beläuft sich ihr Entschädigungsantrag auf 
Fr. 3'650.20 und für die weiteren Jahre auf Fr. 3'672.10 (2008), Fr. 3'822.70 (2009), Fr. 3'814.45 
(2010) sowie Fr. 3'876.95 (2011), mithin insgesamt Fr. 18'836.40. Die Auflistung der einzelnen 
Bestandteile, welche zu dieser Gesamtentschädigung führen, wurden von der Vormundin über-

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sichtlich, nachvollziehbar, korrekt und von der Beschwerdegegnerin unbestritten aufgelistet. 
Folglich ist darauf abzustellen. 
 
4.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in ihrem angefochtenen Beschluss auf den Stand-
punkt gestellt, dass die Beschwerdeführerin keine persönliche Betreuung für die bevormundete 
Person zu leisten habe, da Letztere in der betreuten Wohngruppe in E.____ wohne. Dagegen 
wendet die Beschwerdeführerin ein, die Betreuungspersonen seien jeweils nur zwischen 18:00 
und 22:00 Uhr in der Einrichtung zugegen. In der restlichen Zeit wende sich die bevormundete 
C.____ mit ihren Problemen betreffend die Gesundheit, die Finanzen, den Kleiderkauf, die Frei-
zeit und die Ferien sowie ihre persönlichen Anliegen etc. direkt an sie. Demzufolge liege sehr 
wohl ein persönliches Betreuungsverhältnis vor. Diese Argumentation der Beschwerdeführerin 
ist nachvollziehbar und schlüssig. Es ist anzufügen, dass sich der Antrag auf Entschädigung für 
die persönliche Betreuung in den vorgenannten Berichtsperioden jeweils am unteren Ende der 
Entschädigungsskala gemäss § 18 Abs. 2 lit. b aGebV befindet und die Beschwerdeführerin 
demnach nicht die Entschädigung für eine umfassende persönliche Betreuung geltend macht. 
 
4.5 Ferner bringt die Beschwerdegegnerin summarisch vor, die Beschwerdeführerin wohne 
im Haus von C.____, deren Vermögen sie verwalte. Daraus resultiere für sie ein finanzieller 
Vorteil, welcher eine Kürzung der Entschädigung rechtfertige. Die Beschwerdegegnerin lässt 
dabei jedoch ausser Acht, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen (unbestrittenen) An-
gaben einen Mietzins für das Haus in der Höhe von monatlich Fr. 2'000.-- bezahlt. Ein Mietzins 
in dieser Höhe erscheint für ein Haus im Quartier der X.____strasse in D.____ angemessen. 
Jedenfalls ist nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund des Vormundschaftsamts 
einen unterdurchschnittlichen Mietzins leistet. Folglich zieht sie aus der Situation auch keinen 
(finanziellen) Vorteil, weshalb das Bewohnen des Hauses der Bevormundeten bei der Bemes-
sung der Entschädigung nicht zu berücksichtigen ist. 
 
4.6 Schliesslich führt die Beschwerdegegnerin das Kriterium der verwandtschaftlichen Be-
ziehung zwischen der Beschwerdeführerin und C.____ ins Feld. Wie bereits hievor in Ziff. 3.3 
ausgeführt ist unklar, auf welche gesetzliche Grundlage sich dieses Kriterium stützt. Namentlich 
enthält § 18 aGebV die Verwandtschaft nicht als Element, welches die Höhe der Entschädigung 
zu beeinflussen vermag. Mithin ist eine Kürzung der Entschädigung aufgrund einer bestehen-
den Schwägerschaft, welche sodann auch bereits zu Beginn bestanden hatte, nicht nachvoll-
ziehbar. 
 
4.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Entschädigung entsprechend dem gel-
tend gemachten Betrag in der Höhe von Fr. 18'836.40 angemessen erscheint und demnach zu 
genehmigen ist. Es gibt keinen Anlass für eine Kürzung, da das vormundschaftliche Amt, soweit 
aus den Akten ersichtlich, einwandfrei geführt wurde. Sodann ist aus finanzieller Sicht anzufü-
gen, dass das Reinvermögen von anfänglich Fr. 924'181.95 auf Fr. 1'173'562.75 per 
31. Dezember 2011 angewachsen ist. 
 
5.1 Als Berichtigung wird die Korrektur von Redaktions- und Kanzleifehlern verstanden. 
Darunter fallen Schreibfehler, fehlerhafte Bezeichnungen und Namensnennungen, Rechnungs-

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fehler oder Auslassungen (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die 
Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, S. 403). Die Berichtigung bezieht sich auf 
Mängel in der Entscheidformel. Fehler in den Erwägungen können nur insoweit Gegenstand 
einer Berichtigung sein, als sie zur Korrektur des Dispositivs richtiggestellt werden müssen (vgl. 
MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, a.a.O., S. 707). Das Institut der Berichtigung will der Behörde 
ermöglichen, sinnstörende oder -entstellende Fehler auf einfache Weise zu korrigieren, um die 
Rechtssicherheit zu gewährleisten und unnötige Rechtsmittelverfahren zu vermeiden. Mit Rück-
sicht darauf sind die Begriffe Redaktions- und Kanzleifehler verhältnismässig weit auszulegen; 
sie umfassen alle Versehen im Ausdruck, nicht aber Fehler, welche der Willensbildung der ent-
scheidenden Behörde anhaften (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, a.a.O., S. 403; 
KÖLZ/BOSSHART/RÖHL, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 
Zürich 1999, S. 835). Ein Redaktions- oder Kanzleifehler liegt vor, wenn sich aus der Verfügung 
oder Entscheidung ergibt, dass die Behörde nicht die tatsächlich erklärte, sondern eine andere, 
aus dem Zusammenhang erkennbare Entscheidung treffen wollte. Dagegen liegt ein Fehler in 
der Willensbildung vor, wenn ein Entscheid erlassen wird, der so gewollt war, wie er ausge-
sprochen wurde, aber beispielsweise auf einer offensichtlich irrtümlichen Tatbestandsfeststel-
lung beruht (vgl. ZBl 80/1979 S. 495). 
 
5.2 Wie bereits hievor in Ziff. 4.3 ausgeführt, belaufen sich die von der Beschwerdeführerin 
beantragten jährlichen Entschädigungen auf insgesamt Fr. 18'836.40 und nicht gemäss Ziff. 2 
des angefochtenen Beschlusses Fr. 18'836.60. Es handelt sich hierbei offensichtlich um einen 
ungewollten Rechnungsfehler, welcher zu korrigieren ist. Mithin beträgt der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Entschädigung Fr. 18'836.40. 
 
5.3 Die Beschwerdeführerin wurde von der Beschwerdegegnerin mit Beschluss vom 
22. März 2007 zur Vormundin von C.____ ernannt. Da die Beschwerdeführerin nicht rückwir-
kend auf Jahresbeginn zur Vormundin gewählt wurde, trat sie ihr Amt erst per 22. März 2007 
an. Diese Tatsache wurde von der Beschwerdeführerin zudem in ihrem Zwischen-/ Schlussbe-
richt mit Rechnung vom 31. Januar 2007 berücksichtigt, indem sie ihr Entschädigungsantrag 
pro rata temporis für 279 statt 360 Tage kürzte. Diese Kürzung wurde von der Beschwerdegeg-
nerin durch den hiermit angefochtenen Beschluss genehmigt, weshalb offensichtlich der Beginn 
der Amtsperiode nicht auf den 1. Januar 2007, sondern auf den 22. März 2007 fällt. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend ist die Beschwerdeführerin mit 
ihrer Beschwerde durchgedrungen, weshalb der in Ziff. 2 angefochtene Beschluss aufzuheben 
und zu ersetzen ist. Angesichts dieses Verfahrens müssten die Verfahrenskosten der Be-
schwerdegegnerin auferlegt werden. Da der Vorinstanz nach § 20 Abs. 3 und § 20 Abs. 4 VPO 
keine Verfahrenskosten auferlegt werden können, sofern sie das Kantonsgericht nicht in An-
spruch nimmt, werden der Beschwerdegegnerin keine Verfahrenskosten auferlegt.  
 

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6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts beziehungsweise einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung 
zu Lasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Vorliegend liess sich die Beschwerdeführerin 
nicht anwaltlich vertreten, weshalb sie auch keine Parteientschädigung geltend machen kann. 
Demzufolge sind die Parteikosten wettzuschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziff. 2 des Beschlusses der Vor-

mundschaftsbehörde D.____ vom 20. Dezember 2012 aufgehoben und 
der Beschwerdeführerin eine Entschädigung für die Zeit vom 22. März 
2007 bis zum 31. Dezember 2011 von insgesamt Fr. 18'836.40 zu Lasten 
des Mündelvermögens zugesprochen. 

   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber