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**Case Identifier:** d3334e09-7e30-5218-bbf1-51b01786a2bf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.08.2015 725 15 28 / 199 (725 2015 28 / 199)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-15-28---199_2015-08-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. August 2015 (725 15 28 / 199) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beurteilung der Unfallkausalität einer Diskushernie; Status quo sine bei posttraumati-

schen Lumbalgien und Lumboischialgien 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG, Place de 
Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (Police 299503.4.1700) 
 
 
 
A. Der 1990 geborene A.____ arbeitete zuletzt als Mitarbeiter der Protectas SA. In dieser 
Eigenschaft war er bei der VAUDOISE ALLGEMEINE Versicherungsgesellschaft AG (Vaudoi-
se) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 11. März 
2012 erlitt A.____ mit seinem Motorrad einen Verkehrsunfall, wobei er sich den rechten Fuss 
einklemmte. Im Bericht des Spitals B.____ vom 12. März 2012 wurden eine undislozierte Frak-
tur des Grundgliedes mit kleiner Absprengung anterolateral am Calcaneus des rechten Fusses 

 

 
 
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sowie multiple Schürfwunden und Kontusionen am rechten Ellenbogen und am rechten Hand-
gelenk diagnostiziert. Die Vaudoise gewährte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggel-
der und Heilungskosten). Am 21. September 2012 stellte Dr. med. C.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erstmals eine sakroiliakale Blockierung 
sowie eine akute Lumboischialgie fest. Anlässlich einer im Bereich der LWS am 2. Dezember 
2013 durchgeführten MRI-Untersuchung wurde neben einem kongenital engen Spinalkanal 
lumbal und einem bereits mässig dehydrierten Bandscheibenfach auch eine auf LWK4/5 medi-
ane bis linkslaterale nach kaudal luxierte Diskushernie mit recessaler Kompression der Wurzel 
L5 links erhoben. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse lehnte die Vaudoise mit 
Verfügung vom 18. März 2014 die Übernahme von weiteren Versicherungsleistungen ab und 
stellte die Taggelder rückwirkend per 17. Januar 2013 ein. Zur Begründung führte sie an, dass 
die erst einige Zeit nach dem Ereignis vom 11. März 2012 aufgetretenen Rückenbeschwerden 
nicht kausal auf dieses zurückzuführen seien. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2014 ab.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 
25. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheides vom 15. Dezember 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm 
über den 17. Januar 2013 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass gestützt auf die ärztli-
che Beurteilung von Dr. C.____ vom 6. November 2013 erstellt sei, dass die Rückenbeschwer-
den in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 11. März 2012 stün-
den.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2015 schloss die Vaudoise auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Schreiben vom 14. März 2015 ersuchte der Beschwerdeführer das Kantonsgericht 
um Gewährung des Replikrechts.  
 
E. In seiner Replik vom 18. Mai 2015 beantragte der Beschwerdeführer im Sinne eines 
Eventualbegehrens die Anordnung eines Gerichtsgutachtens, wobei er einen Bericht von 
Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 13. März 2015 einreichte. Hierzu liess er vorbringen, dass er sich erneut zur Kausalitäts-
frage habe untersuchen lassen. Gemäss Bericht von Dr. D.____ könne zum Zeitpunkt der Un-
tersuchung kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Motorradunfall und den Rückenbe-
schwerden festgestellt werden, womit aber auch nicht auszuschliessen sei, dass zuvor ein Zu-
sammenhang bestanden habe. Die fachärztlichen Ausführungen würden demnach eine gut-
achterliche Untersuchung rechtfertigen. 
 
F. In der Duplik vom 9. Juni 2015 beantragte die Vaudoise die Abweisung dieses Beweis-
antrags. Sie führte aus, dass die von Dr. D.____ beschriebene blosse Möglichkeit eines Kau-

 

 
 
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salzusammenhangs den sozialversicherungsrechtlichen Beweisanforderungen nicht genüge. Im 
Übrigen hielt sie vollumfänglich an ihrem Standpunkt fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Dornach, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 9. Oktober 2014 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 17. Januar 
2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Massgebend 
ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 15. Dezember 2014 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die 
zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Tatsachen, die 
sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitge-
genstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeit-
punkt des Erlasses des Verwaltungsaktes zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

 

 
 
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ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nun-
mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hier-
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Sozialversicherungsrecht – Recht-
sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 
S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-

 

 
 
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hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Zusätzlich zu diesen allgemeinen Grundsätzen, die im Zusammenhang mit der Fest-
stellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin zu beachten sind, gilt es bei 
der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien der medizinischen Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandschei-
benveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen 
Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann 
eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere sowie 
geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Dis-
kushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfä-
higkeit aufgetreten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur 
aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das 
unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach 
derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei post-
traumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, 
wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein 
und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimme-
rung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel 
nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrach-
ten (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 3.3 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

 

 
 
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beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin o-
der des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7).  
 
5.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage sind im Wesentlichen folgende medizinischen Un-
terlagen von Relevanz: 
 
5.2 Im Bericht des Spitals B.____ vom 12. März 2012, wo der Versicherte im Anschluss an 
das Unfallereignis vom 11. März 2012 ambulant behandelt worden war, wurden am rechten 
Fuss eine undislozierte Fraktur des Grundgliedes Dig. II mit kleiner Absprengung anterolateral 
am Calcaneus und eine Fissur des proximalen Metatersale IV und V am Os cuboidedum diag-
nostiziert. Ferner wurden multiple Schürfwunden und Kontusionen am Ellenbogen und Handge-
lenk rechts festgestellt. Am Ellenbogen und Handgelenk konnten keine ossären Läsionen sowie 
ein unauffälliger Weichteilmantel ausgemacht werden. 
 
5.3 Anlässlich einer ersten klinischen Verlaufskontrolle wurde mit Sprechstundenbericht 
des Spitals B.____ vom 16. März 2012 insgesamt eine deutliche Regredienz der Beschwerden 
festgestellt. Der Versicherte sei an Gehstöcken unter 15kg Teilbelastung im Vacoped mobil. Der 
Ellenbogen sei frei beweglich und es bestehe keine Druckdolenz über dem Radiusköpfchen. 
Eine Druckdolenz bestehe aber am Handgelenk über der Ullna. Eine erneute klinische und ra-
diologische Kontrolle sei in sechs Wochen durchzuführen, bis dahin sei der Fuss weiterhin im 
Vacoped mit einer Teilbelastung von 15kg unter Thromboembolierprophylaxe mit Fragmin ruhig 
zu stellen.  
 
5.4 Mit Bericht vom 21. September 2012 diagnostizierte Dr. C.____ neben den bereits be-
kannten Befunden eine sakroiliakale Blockierung sowie eine akute Lumboischialgie. Bezüglich 
des rechten Fusses sei der Patient absolut beschwerdefrei, es bestehe keine Schwellung, keine 
Überwärmung sowie keine Druckdolenz. Durchblutung, Motorik und Sensibilität seien intakt. Am 
rechten Ellenbogen habe er immer wieder Schmerzen bei längerem Aufliegen des Olecranons 
auf der Tischkante. Zudem berichte er über ausstrahlende Beschwerden im Bereich des linken 

 

 
 
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Sacrums, welche je nach Bewegung in das Bein ausstrahlen würden. Im Rahmen des Rönt-
genbildes würden sich diesbezüglich aber keine Hinweise auf ossäre Läsionen zeigen. Er habe 
dem Patienten Physiotherapie und Rückenschule zur manuellen Mobilisation der Sacroiliacal-
blockierung verordnet.  
 
5.5 Im Rahmen einer MRI-Untersuchung im Bereich der LWS am 2. Dezember 2013 wur-
den ein kongenital enger Spinalkanal lumbal, ein bereits mässig dehydriertes Bandscheiben-
fach sowie eine auf LWK4/5 mediane bis linkslaterale nach kaudal luxierter Diskushernie mit 
recessaler Kompression der Wurzel L5 links festgestellt.  
 
5.6 Mit Schreiben vom 6. November 2013 führte Dr. C.____ aus, dass die Rückenbe-
schwerden mit Sicherheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch den Unfall bedingt seien, 
da diese vorher nicht bestanden hätten und durch die Schwere des Unfalles erklärt werden 
könnten. Es komme vielmehr auch durch eine Fehlbelastung aufgrund der komplexen Fussver-
letzung zu einem anderen Gangbild und damit konsekutiv zu einer lumboischialgenen Sympto-
matik. Die Beschwerden des Ellenbogens hingegen seien nicht klar auf den Unfall zurückzufüh-
ren, sondern eher Überlastungsbeschwerden.  
 
5.7 Im Bericht vom 3. Januar 2014 stellte Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Diagnose einer therapieresistenten Lumbo-
ischialgie links bei mediolateraler Diskushernie L4/L5 mit Kompromittierung der L5-Wurzel links 
sowie einen Status nach Motorradunfall mit Einklemmung des rechten Fusses mit undislozierter 
Fraktur des Grundglieds Dig. II. Inwieweit die nunmehr zwei Jahre nach dem Unfall im MRI sich 
darstellende Diskushernie durch diesen ausgelöst wurde, könne sie nicht beurteilen. Fest stehe, 
dass die beklagten Beschwerden zu den bildpathomorphologischen Veränderungen passen 
würden. Der Patient habe eine therapieresistente diskogene Lumbalgie sowie eine intermittie-
rende belastungsabhängige Ischialgie links. Eine operative Intervention stehe zum aktuellen 
Zeitpunkt ausser Frage, so dass ein Weiterführen der Physiotherapie angezeigt sei.  
 
5.8 Gemäss Kurzbericht des beratenden Arztes der Vaudoise Dr. med. F.____, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 4. März 2014 habe 
die anlässlich der MRI-Untersuchung erhobene links laterale Diskushernie keinen Zusammen-
hang mit dem Unfall vom 11. März 2012.  
 
5.9 Aufgrund der Einsprache des Versicherten vom 21. September 2014 ersuchte die 
Vaudoise den Kreisarzt Dr. med. G.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, auf 
Vorlage der Akten zur Frage Stellung zu nehmen, mit welchem Grad der Wahrscheinlichkeit die 
Rückenbeschwerden auf den Unfall vom 11. März 2012 zurückzuführen seien. Diesbezüglich 
hielt er fest, dass es jeder medizinischen Erfahrungstatsache widerspreche, dass ein Unfall, 
welcher eine Diskushernie ausgelöst haben soll, erst ein Jahr später symptomatisch werde, 
ohne dass eine relevante Krafteinwirkung auf die LWS stattgefunden habe. Die relevante 
Krafteinwirkung sei auf den rechten Fuss erfolgt. Überdies sei im MRI vom 2. Dezember 2013 
ein typisch degenerativer Befund mit degenerativen Bandscheibenveränderungen beschrieben 
sowie ein primär kongenital enger Spinalkanal. Dies seien die anlagebedingten und degenerati-

 

 
 
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ven Ursachen für die bei L4/L5 beschriebene medio links laterale Diskushernie, welche auch 
die Beschwerden verursacht. Eine Kausalität der Rückenbeschwerden zum Unfallereignis sei 
äusserst unwahrscheinlich. 
 
6.1 Wie sich der Darlegung des medizinischen Sachverhalts entnehmen lässt, wurde die 
Diskushernie erstmals im Rahmen eines MRI vom 12. Dezember 2013, mithin rund eineinhalb 
Jahre nach dem Unfallereignis erhoben. Den medizinischen Berichten des Spitals B.____ vom 
12. März 2012 und vom 16. März 2012 im Anschluss an das Unfallereignis sind ferner keine 
Hinweise zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer durch das Unfallereignis vom 
11. März 2012 strukturell nachweisbare Verletzungen an der LWS zugezogen hat. Dokumen-
tiert sind ausschliesslich Verletzungen am rechten Fuss sowie am rechten Handgelenk und El-
lenbogen. Diese sind aber zwischenzeitlich unbestrittenermassen konsolidiert. Wie eingangs 
ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), kann eine Diskushernie nur dann als weitgehend unfallbedingt 
betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere sowie geeignet war, eine 
Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales 
oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (vgl. 
E. 3.4 hiervor). Da neben den fehlenden unverzüglich auftretenden Symptomen der Diskusher-
nie mit unmittelbar eintretender Arbeitsunfähigkeit vorliegend auch keine unfallbedingten struk-
turellen Läsionen ausgewiesen sind, ist gestützt auf die genannten medizinischen Unterlagen 
davon auszugehen, dass die Diskushernie nicht durch den Unfall vom 11. März 2012 verur-
sacht wurde. Dies wird in der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. G.____ vom 10. Oktober 2014 
in Übereinstimmung mit den vorhandenen medizinischen Berichten schlüssig und nachvollzieh-
bar dargelegt. Damit besteht vorliegend kein Anlass, ausnahmsweise von der in Erwägung 3.4 
wiedergegebenen medizinischen Erfahrungstatsache abzuweichen, wonach praktisch alle Dis-
kushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen. 
 
6.2 Auch besteht vorliegend kein Anlass, in grundsätzlicher Hinsicht an den Einschätzun-
gen des Kreisarztes Dr. G.____ zu zweifeln. Rechtsprechungsgemäss können Berichte versi-
cherungsinterner Ärzte soweit berücksichtigt werden, als keine – auch nur geringe – Zweifel an 
der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Wie bereits 
dargelegt, ist die durch Dr. G.____ gestützt auf die sich bei den Akten befindlichen medizini-
schen Berichte vorgenommene Schlussfolgerung, dass die Diskushernie mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit keinen Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. März 2012 aufweise, ange-
sichts der Tatsache, dass die Beschwerden nicht unverzüglich auftraten und keine traumatische 
Schädigung ausgemacht werden konnte, einleuchtend und überzeugend. Dies gilt umso mehr, 
als Dr. G.____ schlüssig und nachvollziehbar darlegt, dass sich im MRI vom 2. Dezember 2013 
ein typisch degenerativer Befund mit degenerativen Bandscheibenveränderungen zeige, welche 
die Ursache für die Diskushernie und die damit verbundenen Beschwerden darstelle. Der Be-
richt von Dr. G.____ setzt sich mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen aus-
einander und vermittelt ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Versicherten. 
 
6.3 Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach gestützt auf die Beurteilung von 
Dr. C.____ vom 6. November 2013 erstellt sei, dass die Rückenbeschwerden auf das Unfaller-
eignis zurückzuführen seien, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise.  

 

 
 
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6.3.1 Unklar ist in diesem Zusammenhang zunächst, inwiefern nach Auffassung von 
Dr. C.____ letztlich überhaupt ein kausaler Zusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden 
und dem Unfallereignis besteht. Soweit er auf die Schwere des Unfallereignisses Bezug nimmt 
und jenes damit sinngemäss als unmittelbare Unfallursache für die Rückenbeschwerden in Be-
tracht zieht, kann vollständig auf das in Erwägung 6.1 und 6.2 Dargelegte verwiesen werden. 
Die in den zitierten Erwägungen vorgenommene Schlussfolgerung vermag Dr. C.____ umso 
weniger in Zweifel zu ziehen, als er sich mit den von der Rechtsprechung geforderten weiteren 
Kriterien, wie namentlich einem allfälligen unfallbedingten Bandscheibenschaden, nicht weiter 
auseinandersetzt. Indessen ergänzt er seine Aussage mit der Schlussfolgerung, dass die 
Rückenbeschwerden auf den Unfall zurückzuführen seien, weil sie sich erst nach diesem mani-
festiert hätten. Wie dies die Beschwerdegegnerin richtig erkannte, beruht seine Argumentation 
damit auf der Beweisformel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung bereits deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem 
aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine solche Beweiswürdigung erweist sich im un-
fallversicherungsrechtlichen Bereich aber als unzureichend (vgl. Urteil des EVG vom 29. No-
vember 2006, U 207/06, E. 2.3).  
 
6.3.2 Gestützt auf weitere Ausführungen zum natürlichen Kausalzusammenhang von 
Dr. C.____ macht der Beschwerdeführer ferner geltend, dass die Rückenbeschwerden durch 
eine fortdauernde Fehlbelastung infolge des Gehens mit Gehstöcken verursacht worden seien. 
Es trifft zwar zu, dass der genannte Arzt in seiner Beurteilung weiter festhält, es sei „auch“ 
durch eine Fehlbelastung aufgrund der Fussverletzung zu einem anderen Gangbild und damit 
zu einer lumboischialgenen Symptomatik gekommen. Ungeachtet dessen, dass im Kontext sei-
ner Beurteilung nicht ganz klar ist, inwiefern diese Aussage zu seinen bereits gemachten Aus-
führungen der Rückenbeschwerden als unmittelbare Unfallursache steht, ist aufgrund des hier-
vor Dargelegten erstellt, dass die Rückenbeschwerden in den degenerativ bedingten Band-
scheibenveränderungen begründet sind. Nicht ausgeschlossen ist damit eine bedingt durch das 
Gehen mit Gehstöcken vorübergehende Aktivierung eines Schmerzsyndroms in Form der be-
schriebenen lumboischialgenen Symptomatik. Zu berücksichtigen ist diesbezüglich aber die 
weitere unfallmedizinische Erfahrungstatsache, wonach das Erreichen des Status quo sine bei 
posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien – bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörper-
frakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule – nach drei bis vier Monaten erwartet 
werden kann. Selbst wenn nämlich die vorliegend bedingt durch die degenerativen Bandschei-
benveränderungen verursachte Diskushernie durch eine Fehlbelastung infolge Gehens mit 
Gehstöcken symptomatisch wurde, wäre angesichts der genannten medizinischen Erfahrungs-
tatsache, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 17. Januar 2013 ohnehin von einem zwi-
schenzeitig erfolgten Wegfall einer mittelbaren Teilursache des Unfalls auszugehen.  
 
6.4 Nach dem Gesagten liegen demnach keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Rücken-
beschwerden – ausser in Form einer durch das Gehen mit Gehstöcken möglichen vorüberge-
henden Aktivierung eines Schmerzsyndroms über die Dauer von maximal vier Monaten und 
somit nicht über Mitte Januar 2013 hinaus – in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 
Unfallereignis stehen. Auch eine gutachterliche Untersuchung würde zu keinen neuen Erkennt-
nissen führen, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf zusätzliche medizinische Abklä-

 

 
 
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rungen verzichtet werden kann (vgl. zur Zulässigkeit einer antizipierten Beweiswürdigung: 
BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine 
mit Hinweisen). Daran vermag auch der mit der Replik vom 18. Mai 2015 ins Recht gelegte Be-
richt von Dr. D.____ nichts zu ändern. Wie die Beschwerdegegnerin richtig erkannte, genügen 
seine Ausführungen, wonach anhand der Bildgebung und der Schilderung des Unfalls heute 
zwar kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Motorradunfall und der Diskushernie fest-
gestellt, im Umkehrschluss ein solcher damit aber auch nicht ausgeschlossen werden könne, 
nicht den im Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dies gilt umso mehr, als Dr. D.____ nicht weiter darlegt, inwie-
fern hingegen eine Unfallkausalität möglich ist. Der Bericht ist demnach auch nicht geeignet, die 
rechtliche Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides in Frage zu stel-
len.  
 
7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt 
auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. G.____ vom 10. Oktober 2014 einen natürlichen Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 11. März 2012 und den über den 
17. Januar 2013 hinaus bestehenden gesundheitlichen Beschwerden verneinte. Den im Ein-
klang mit den medizinischen Unterlagen gemachten überzeugenden kreisärztlichen Ausführun-
gen ist zu entnehmen, dass die Diskushernie nicht durch das Unfallereignis, sondern durch de-
generativ bedingte Wirbelsäulenveränderungen ausgelöst wurde. Bezüglich einer möglichen 
durch das Gehen mit Gehstöcken vorübergehenden Verschlimmerung der degenerativ beding-
ten Rückenbeschwerden in Form eines Schmerzsyndroms, wäre im Zeitpunkt der Leistungsein-
stellung am 17. Januar 2013 zwischenzeitlich vom Eintritt des Status quo sine auszugehen. 
Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ab diesem Zeitpunkt zu Recht abge-
lehnt. Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen.  
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

Mitteilung an Parteien 
  Bundesamt für Gesundheit 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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