# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** becd118d-3521-52a6-9e68-7a0120ff3549
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.11.2008 C-1579/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1579-2008_2008-11-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1579/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Jürg Kölliker, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

C._______, 
vertreten durch Advokat lic. iur. Javier Ferreiro, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 25. Januar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1579/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am (...) 1960 geborene Beschwerdeführer spanischer Natio-
nalität am 20. April 1999 einen Arbeitsunfall erlitten hat, in dessen Fol-
ge er querschnittgelähmt geblieben ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Gesuch  vom  13.  September  2006 
(act. 2),  eingegangen  beim  spanischen  Versicherungsträger  am 
27. Oktober 2006, die Zusprechung einer Invalidenrente beantragt hat,

dass Dr. R._______ vom medizinischen Dienst der Vorinstanz mit Stel-
lungnahme vom 7. September 2007 (act. 23) eine sitzende Tätigkeit 
des Beschwerdeführers für grundsätzlich möglich gehalten und dessen 
Arbeitsfähigkeit ab dem 24. September 1999 mit 100% beziffert hat,

dass die Vorinstanz mit  Einkommensvergleich vom 15. Oktober 2007 
(act. 24)  einen  Invaliditätsgrad von 18.51% errechnet  hat,  wobei  sie 
keinen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen gewährt hat,

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 23. 
Oktober 2007 (act. 25) mitgeteilt hat, das Gesuch müsse abgewiesen 
werden, da keine Invalidität  im Sinn der gesetzlichen Bestimmungen 
vorliege,

dass der Beschwerdeführer gegen den Vorbescheid vom 23. Oktober 
2007 mit Faxeingabe vom 20. November 2008 (act. 27) Einwand erho-
ben hat, 

dass Dr. R._______ mit Stellungnahme vom 9. Januar 2008 (act. 31) 
seine Einschätzung vom 7. September 2007, wonach der Beschwerde-
führer trotz einer Paraplegie und einer Blasenlähmung in angepassten 
Verweistätigkeiten voll arbeitsfähig sei, bestätigt hat,

dass  die  Vorinstanz  das  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers 
mit Verfügung vom 25. Januar 2008 (act. 32) abgewiesen hat, 

dass der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Advokat Javier 
Ferreiro,  die  Verfügung  vom  25.  Januar  2008  mit  Beschwerde  vom 
6. März 2008 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat mit den 
Anträgen, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer sei mit Wirkung ab April 2000 eine unbefristete ganze 

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Rente zuzusprechen; eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme 
weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 6. März 2008 zudem 
die  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  und die  Gewährung der 
unentgeltlichen Prozessführung beantragt hat,

dass  der  im  Rahmen  des  Vernehmlassungsverfahrens  konsultierte 
Dr. W._______ vom medizinischen Dienst der Vorinstanz mit Stellung-
nahme vom 5. Juli 2008 (act. 38) die Einholung eines neurologischen 
Gutachtens empfohlen hat, damit abgeklärt werden könne, ob das Ma-
nagement der Querschnittlähmung durch den Beschwerdeführer opti-
mal sei,

dass  die  Vorinstanz  dieser  Beurteilung  mit  Vernehmlassung  vom 
10. Juli  2008 gefolgt ist und die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung und Rückweisung der Sache an die Verwaltung beantragt hat,

dass der Beschwerdeführer mit  Replik  vom 29. August  2008 an den 
gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich festgehalten und neu einen 
Bericht  des Hausarztes Dr. B._______ vom 4. Juni  2008 eingereicht 
hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist 
und an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse 
hat, so dass er gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1; vgl. auch Art. 48 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zur 
Beschwerdeführung legitimiert ist,

dass die angefochtene Verfügung dem Beschwerdeführer nach dessen 
Angaben am 6. Februar 2008 eröffnet worden ist,

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dass die am 6. März 2008 der Schweizerischen Post übergebene Be-
schwerde in Ermangelung eines anderslautenden Zustellbeweises sei-
tens der Vorinstanz als fristgerecht und im Übrigen auch formgerecht 
eingereicht gilt, so dass darauf einzutreten ist,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. W._______ vom 5. Juli 
2008 anzuzweifeln,

dass somit der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig festgestellt 
erscheint,

dass daher dem Antrag der Vorinstanz und dem Eventualantrag des 
Beschwerdeführers  auf  Gutheissung  der  Beschwerde  und  Rückwei-
sung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts gestützt auf 
Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist,

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario),

dass  dem obsiegenden  Beschwerdeführer  gemäss  Art.  64  VwVG in 
Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2) eine Parteientschädigung für ihm erwachsene 
notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen ist,

dass  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  keine  Kostennote 
eingereicht hat, 

dass bei dieser Sachlage das Gericht die Parteientschädigung in ana-
loger Anwendung von Art. 14 Abs. 2 VGKE aufgrund der Akten festzu-
setzen hat,

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu bemessen ist und der Stundenansatz für Anwälte und Anwältinnen 

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mindestens  200  und  höchstens  400  Franken  (exkl.  Mehrwertsteuer) 
beträgt  (Art.  64  VwVG  in  Verbindung  mit  Art.  7,  Art.  9  und  Art.  10 
VGKE),

dass es sich vorliegend bezüglich der zeitlichen Inanspruchnahme um 
einen eher unterdurchschnittlichen Fall handelt, da die Vorinstanz be-
reits  in  ihrer  Vernehmlassung  die  Gutheissung  der  Beschwerde und 
Rückweisung der Sache zur erneuten Beurteilung beantragt hat,

dass daher der notwendige Zeitaufwand des Rechtsvertreters in Be-
rücksichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift und der Akten auf 
8 Std. und der Stundenansatz auf Fr. 230.00 veranschlagt wird, aus-
machend ein Anwaltshonorar von Fr. 1'840.00,

dass  gemäss  Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom  2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR 
641.20) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistungen 
von Anwälten, die im Ausland erbracht werden, keine Mehrwertsteuer 
geschuldet ist und diese demzufolge nicht entschädigt wird (Art. 9 Abs. 
1 Bst. c VGKE),

dass die Parteientschädigung damit inkl. Auslagen auf Fr. 1'900.00 zu 
Lasten der Vorinstanz festzusetzen ist,

dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bei diesem Aus-
gang des Verfahrens gegenstandslos geworden und daher abzuschrei-
ben ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 25. Januar 
2008 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit  wird  zur  weiteren Abklärung des Sachverhalts  im 
Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

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4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 1'900.00 zu bezahlen.

5.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege 
wird als gegenstandslos abgeschrieben. 

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Beilage: Replik vom 29. August 2008 inkl. 

Beilagen 21 und 22)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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