# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3eddc44a-f0b6-5e4a-b50a-cbe88b5ba232
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2025 D-1727/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1727-2025_2025-05-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1727/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer;  

Gerichtsschreiberin Michelle Rebsamen. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sudan, 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) und Einreisebewilligung 

zugunsten von  

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…); 

Verfügung des SEM vom 6. Februar 2025 / (…). 

 

D-1727/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

I. 

A.  

Am 9. September 2006 reichte der Beschwerdeführer in der Schweiz ein 

Asylgesuch ein. Das damalige Bundesamt für Migration (BFM, heute SEM) 

lehnte das Asylgesuch mit Verfügung vom 5. Januar 2007 ab, verfügte die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. Das Bundes-

verwaltungsgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil (…) 

vom (…) gut, hob die Verfügung des SEM vom 5. Januar 2007 auf und wies 

das damalige BFM an, dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren. Der Be-

schwerdeführer wurde in der Folge am 17. September 2008 als Flüchtling 

anerkannt und es wurde ihm hierzulande Asyl gewährt. 

B.  

Am 1. April 2009 bewilligte das damalige BFM der Ehefrau des Beschwer-

deführers und den drei Kindern «B._______, geboren (…)» (nachfolgend: 

B._______), «C._______, geboren (…)» alias C._______ (nachfolgend: 

C._______) und «D._______, geboren (…)» alias D._______ (nachfol-

gend: D._______) die Einreise in die Schweiz zwecks Familienvereinigung 

gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG. Am 11. Juli 2009 reiste die Ehefrau in 

Begleitung der beiden Kinder C._______ und D._______ in die Schweiz 

ein und ersuchte am 29. Juli 2009 um Asyl. Mit Verfügung vom 1. Septem-

ber 2009 stellte das damalige BFM fest, dass die Ehefrau und die Kinder 

C._______ und D._______ die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 Abs. 

1 und 2 AsylG nicht erfüllten, anerkannte sie aber gestützt auf Art. 51 Abs. 

1 AsylG als Flüchtlinge und gewährte ihnen Asyl.  

C.  

Mit Schreiben vom 15. Mai 2010 erklärte die Ehefrau gegenüber dem da-

maligen BFM den Verzicht auf den Asylstatus zwecks Rückkehr in den Hei-

matstaat. Dieser Verzicht umfasse auch – mit Zustimmung des Beschwer-

deführers – die Kinder C._______ und D._______. Daraufhin stellte das 

damalige BFM mit Verfügung vom 3. Juni 2010 fest, dass das der Ehefrau 

und den Kindern C._______ und D._______ gewährte Asyl erloschen sei 

und sie nicht mehr als Flüchtlinge gelten würden. Am 9. Juli 2010 kehrte 

die Ehefrau mit den Kindern C._______ und D._______ in den Sudan zu-

rück. 

 

D-1727/2025 

Seite 3 

D.  

Am 31. Juli 2014 ersuchte der Beschwerdeführer das SEM erneut um Fa-

milienasyl zugunsten seines Sohnes B._______. Mit Verfügung vom 9. De-

zember 2015 lehnte das SEM dieses Gesuch ab und verweigerte 

B._______ die Einreise in die Schweiz. Das Bundesverwaltungsgericht 

wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil (…) vom (…) ab. 

II. 

E.  

Mit als «Gesuch um Gewährung vorübergehenden Schutzes» bezeichne-

ter Eingabe vom 8. März 2024 gelangte der Beschwerdeführer erneut an 

das SEM und stellte «das dringende Gesuch um Gewährung eines vo-

rübergehenden Schutzes aufgrund der Bürgerkriegssituation in Sudan» 

zugunsten seiner Söhne B._______ und C._______ sowie seiner Töchter 

D._______ und E._______, geboren (…) (nachfolgend: E._______). 

F.  

Mit Schreiben vom 23. September 2024 erkundigte sich der Beschwerde-

führer beim SEM nach dem Stand seines Gesuchs vom 8. März 2024. 

G.  

Das SEM stellte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 26. November 

2024 in Aussicht, dass ein Familiennachzug für die erwachsenen Kinder 

B._______, C._______ und D._______ gestützt auf Art. 51 Abs. 1 und 4 

AsylG aufgrund deren Volljährigkeit keine Aussicht auf Erfolg haben werde 

und bat um Mitteilung für den Fall, dass er dennoch am Gesuch um Fami-

lienzusammenführung festhalten wolle und eine beschwerdefähige Verfü-

gung wünsche. Gleichzeitig teilte das SEM dem Beschwerdeführer mit, 

dass seine Eingabe vom 8. März 2024 als Gesuch um Familienzusammen-

führung betreffend die minderjährige Tochter E._______ entgegengenom-

men werde, und räumte ihm eine Frist bis zum 31. Dezember 2024 ein, um 

mehrere Fragen zu beantworten; andernfalls werde aufgrund der Akten-

lage entschieden. Diese Frist liess der Beschwerdeführer unbenützt ver-

streichen. 

H.  

Mit Verfügung vom 6. Februar 2025 – eröffnet am 11. Februar 2025 – 

lehnte das SEM das Gesuch des Beschwerdeführers um Familiennachzug 

ab und verweigerte B._______, C._______, D._______ und E._______ die 

Einreise in die Schweiz. 

D-1727/2025 

Seite 4 

I.  

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. März 2025 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, es sei die Verfü-

gung des SEM vom 6. Februar 2025 aufzuheben und seinen Kindern 

B._______, C._______, D._______ und E._______ die Einreise zwecks 

vorübergehenden Schutzes zu bewilligen, eventualiter sei seiner Tochter 

E._______ die Einreise zwecks Familiennachzugs/Familienasyls zu bewil-

ligen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er sinngemäss um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung samt Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses. 

Der Beschwerde beigelegt waren je in Kopie eine Geburtsurkunde von 

E._______ und mehrere Versandbelege von Western Union. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch hier – end-

gültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der Be-

schwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legiti-

miert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutre-

ten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26 

E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel verzichtet. 

D-1727/2025 

Seite 5 

4.  

4.1 Nach Art. 51 Abs. 1 AsylG werden – unter dem Titel Familienasyl – die 

Ehegatten und minderjährigen Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als 

Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Um-

stände dagegensprechen. Für die Beurteilung der Minderjährigkeit ist ge-

mäss konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts das Al-

ter des Kindes im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Familienasyl 

respektive Familiennachzug massgeblich (vgl. u.a. Urteil des BVGer 

E-4554/2020 vom 26. November 2024 E. 3.3). 

4.2 Die Einreisebewilligung zwecks Gewährung des Familienasyls im 

Sinne von Art. 51 Abs. 4 AsylG wird denjenigen Familienmitgliedern erteilt, 

die mit einem in der Schweiz als Flüchtling anerkannten und asylberech-

tigten Mitglied in einer Familiengemeinschaft gelebt haben, welche durch 

die Flucht desselben getrennt wurde. Die Einreisebewilligung dient dem-

nach der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch 

die Flucht getrennt wurden, nicht aber der Aufnahme von neuen oder der 

Wiederaufnahme von beendeten Beziehungen (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.2 

und 5.4, insb. 5.4.2). Weiter setzt die Bewilligung der Einreise in die 

Schweiz voraus, dass die Verbindung auch nach der Trennung aufrecht-

erhalten und eine rasche Wiedervereinigung der Familie angestrebt wurde 

(vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.4-5.5). 

4.3 Wer um die Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Gewährung von 

Familienasyl ersucht, hat die Zugehörigkeit des nachzuziehenden Angehö-

rigen zur Familiengemeinschaft, die im Zeitpunkt der Flucht vorbestandene 

Familiengemeinschaft, die Familientrennung durch die Flucht sowie die 

fest beabsichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nach-

zuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Das SEM hat die Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. März 2024 

als Gesuch um Familienzusammenführung entgegengenommen und ist in 

der angefochtenen Verfügung zum Schluss gelangt, die Voraussetzungen 

von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG seien nicht erfüllt. B._______, C._______ 

und D._______ seien gemäss dieser Bestimmung infolge ihrer Volljährig-

keit nicht als Anspruchsberechtigte des Familienasyls erfasst und könnten 

daher nicht nachgezogen werden. Betreffend die minderjährige Tochter 

E._______ sei festzuhalten, dass die seinerzeit in der Schweiz lebende 

und mit E._______ schwangere Kindsmutter mit Mitteilung vom 15. Mai 

2010 freiwillig auf ihr Asyl und ihre Flüchtlingseigenschaft verzichtet habe 

D-1727/2025 

Seite 6 

und in ihren Heimatstaat zurückgekehrt sei. Das BFM habe in der Folge 

am 3. Juni 2010 das Erlöschen des Asyls und der Flüchtlingseigenschaft 

festgestellt. E._______ sei erst im November 2010 geboren. Nachdem der 

Beschwerdeführer nicht auf das Instruktionsschreiben vom 26. November 

2024 reagiert habe, gehe aus den Akten nicht hervor, wie und in welcher 

Form er mit E._______ in einer schützenswerten Familiengemeinschaft 

gelebt beziehungsweise eine solche gestaltet habe, zumal E._______ seit 

ihrer Geburt in ihrem Heimatstaat Sudan gelebt habe. Aus den vorliegen-

den Akten sei keine gelebte Familiengemeinschaft zwischen ihm und 

E._______ ersichtlich. 

5.2 Der Beschwerdeführer entgegnet in seiner Beschwerde, dass die Vor- 

instanz auf sein Gesuch um Gewährung vorübergehenden Schutzes nicht 

eingegangen sei. Er bitte daher um Gewährung vorübergehenden Schut-

zes respektive um die Erteilung humanitärer Visa, sodass seine Kinder für 

die Dauer des Bürgerkrieges im Sudan in der Schweiz Schutz erhielten. Es 

sei notorisch, dass die Bürgerkriegssituation im Sudan die grösste huma-

nitäre Katastrophe weltweit hervorgebracht habe. Die Schutzbedürftigkeit 

liege auf der Hand und die Gewährung vorübergehenden Schutzes wäre 

die ethisch richtige Handlung, um die prekäre Situation seiner Familienan-

gehörigen zu lindern und ihnen für die Dauer des Bürgerkriegs Schutz zu 

bieten.  

Er habe aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse das Schreiben des SEM 

vom 26. November 2024 nicht beantworten und auch niemanden finden 

können, der ihn dabei hätte unterstützen können. In Beantwortung jener 

Fragen halte er fest, dass seine damalige Ehefrau im Zeitpunkt ihrer Aus-

reise im Juli 2010 schwanger gewesen. Er sei der Vater von E._______ 

und als solcher in der Geburtsurkunde von E._______ eingetragen. Er 

nehme seine Vaterrolle in sämtlichen Angelegenheiten des Personen- und 

Vermögenssorgerechts wahr. Dieses Recht stehe ihm nach sudanesi-

schem Familien-recht trotz Scheidung zu. Die freiwillige Abreise seiner 

schwangeren Frau mit den Kindern C._______ und D._______ im Juli 

2010 habe leider zu einer Trennungssituation geführt. Es sei für ihn den-

noch klar gewesen, die Beziehung zu seinen Kindern weiterhin zu pflegen. 

So habe er regelmässig mit seinen Kindern telefoniert und sie nach Mög-

lichkeit finanziell unterstützt. 

6.  

Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz sei auf sein 

«Gesuch um Gewährung vorübergehenden Schutzes» infolge der 

D-1727/2025 

Seite 7 

Bürgerkriegssituation im Sudan nicht eingegangen, ist folgendes festzuhal-

ten. Das Konzept des vorübergehenden Schutzes im Sinne von Art. 66 – 

79a AsylG sieht vor, dass der Bundesrat den Grundsatzentscheid trifft, ob 

und nach welchen Kriterien Gruppen von Schutzbedürftigen vorüberge-

hender Schutz gewährt wird. Der Bundesrat aktivierte den Schutzstatus S 

zum ersten Mal überhaupt am 12. März 2022 im Zusammenhang mit dem 

russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und definierte in der Allgemeinver-

fügung vom 11. März 2022 die Voraussetzungen für die Zugehörigkeit zur 

Gruppe der Schutzberechtigten. Betreffend den Sudan, dem Heimatstaat 

des Beschwerdeführers und seiner Kinder, hat der Bundesrat keinen 

Schutzstatus aktiviert. Der Beschwerdeführer vermag daher aus den Best-

immungen von Art. 66 – 79a AsylG nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 

Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund seine als «Gesuch um Ge-

währung vorübergehenden Schutzes» bezeichnete Eingabe vom 8. März 

2024, mit welcher er um Einreise seiner Kinder in die Schweiz ersuchte, zu 

seinen Gunsten als Gesuch um Familiennachzug im Sinne von Art. 51 

Abs. 1 und 4 AsylG qualifiziert hat, ist deshalb nicht zu beanstanden. Dies 

gilt umso mehr, als das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

26. November 2024 diese rechtliche Qualifikation mitgeteilt und ihm An-

schlussfragen gestellt hat. Der Beschwerdeführer ist allerdings weder sei-

ner Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AsylG nachgekommen 

noch hat er von der Möglichkeit einer Stellungnahme zur rechtlichen Qua-

lifikation seines Gesuchs Gebrauch gemacht. Sein Einwand in der Be-

schwerdeschrift, er habe aus sprachlichen Gründen keine Stellungnahme 

einreichen können, ist als blosse Schutzbehauptung zu erachten, zumal er 

sich kurz zuvor mit einer Verfahrensstandsanfrage vom 23. September 

2024 an das SEM gewandt und insofern zur Fortführung des Verfahrens 

aufgefordert hatte.  

7.  

7.1 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach die Voraus-

setzungen für die asylrechtliche Familienzusammenführung gemäss 

Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG vorliegend nicht erfüllt sind, zu bestätigen ist. 

7.2 Das SEM hat in der angefochtenen Verfügung zu Recht und mit zutref-

fender Begründung die Voraussetzungen für eine Familienzusammenfüh-

rung betreffend die Kinder B._______, C._______ und D._______ als nicht 

erfüllt erachtet. Diese Kinder waren zum Zeitpunkt der Gesuchseinrei-

chung am 8. März 2024 unbestrittenermassen volljährig und erfüllen somit 

das zwingende Erfordernis der Minderjährigkeit nach Art. 51 Abs. 1 AsylG 

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Seite 8 

nicht (vgl. etwa Urteil des BVGer E-6150/2024 vom 18. Februar 2025 E. 

6.3). 

7.3 Die jüngste Tochter E._______ ist dagegen minderjährig, womit sie 

grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Familienzusammenführung 

nach Art. 51 AsylG fällt. Wie vorstehend dargelegt, knüpft der Anspruch auf 

Familienasyl unter anderem an die Voraussetzung an, dass die Familien-

gemeinschaft durch Flucht getrennt worden ist. Der Beschwerdeführer 

bringt in seiner Beschwerdeschrift vor, dass seine damalige Frau im Juli 

2010 freiwillig aus der Schweiz ausgereist sei und es deshalb zur Tren-

nungssituation mit seinen Kindern gekommen sei. Die Tochter E._______ 

ist rund vier Monate nach der Rückreise ins Heimatland geboren und der 

Beschwerdeführer hat sie – soweit aktenkundig – noch nie gesehen. Die 

prägende Kindheit und Jugendzeit hat E._______ bei der Kindsmutter im 

Sudan verbracht. Der Beschwerdeführer kann daher nicht als hauptsächli-

che Bezugsperson betrachtet werden. Daran vermögen auch seine finan-

ziellen Zuwendungen an seine Familie im Heimatland nichts zu ändern, 

zumal er nicht konkret aufzeigt, welche direkten Kontakte mit E._______ 

stattgefunden haben sollen; aus den in der Beschwerde erwähnten, der 

Rechtsmitteleingabe aber nicht beigelegten zwei Chatverläufe zwischen 

ihm und E._______ vom 9. März 2025 und 10. März 2025 vermag er je-

denfalls nichts abzuleiten, weshalb auf eine Nachreichung dieser Chatver-

läufe verzichtet werden kann. Es kann vor den dargelegten Umständen je-

denfalls nicht von einer tatsächlich gelebten Familiengemeinschaft ausge-

gangen werden. Sodann ist die im Zeitpunkt der Ausreise schwangere 

Ehefrau mit dem Einverständnis des Beschwerdeführers ins Heimatland 

zurückgekehrt. Die Trennung hat damit offenkundig nicht aufgrund der 

Flucht, sondern infolge der Scheidung stattgefunden. Bezeichnenderweise 

hat der Beschwerdeführer betreffend E._______ bis zum 8. März 2024 

auch nie ein Gesuch um Familienzusammenführung gestellt und damit die 

Trennungssituation akzeptiert. Damit fehlen auf Seiten des Beschwerde-

führers auch ein Wille zur (raschen Wieder-)Vereinigung und (Weiter-)Füh-

rung des Familienlebens mit seiner Tochter. 

8.  

Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bun-

desrecht nicht verletzt. Das SEM hat das Gesuch um Familienzusammen-

führung beziehungsweise um Bewilligung der Einreise in die Schweiz ge-

mäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG zu Recht abgelehnt. Die angefochtene 

Verfügung ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen. 

D-1727/2025 

Seite 9 

9.  

9.1 Mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache ist das Gesuch um Be-

freiung von der Kostenvorschusspflicht (Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden. 

9.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist ungeachtet der Frage der prozessualen Bedürf-

tigkeit abzuweisen, da die Begehren aufgrund der vorstehenden Erwägun-

gen als aussichtslos zu gelten haben. 

9.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.00 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1727/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Michelle Rebsamen 

 

 

Versand: