# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cd5ba50-af0b-5d08-b8eb-90da79c1936b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.12.2016 LZ160006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ160006_2016-12-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LZ160006-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Oberrichter M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Notz 

Beschluss und Urteil vom 14. Dezember 2016 

 
in Sachen 

 
A._____,  

Beklagte 2, Berufungsklägerin und Beschwerdeführerin 

 
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagter 1, Berufungsbeklagter 1 und Beschwerdegegner 1 

 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____,  

substituiert durch Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____,  

 

sowie 

 
C._____,  

Klägerin, Berufungsbeklagte 2 und Beschwerdegegnerin 2 

 
vertreten durch lic. iur. Z._____ 

 
betreffend Vaterschaft und Unterhalt (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufung und Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelgerichts im  
vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 31. August 2016 
(FK140018-D) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien stehen seit dem 30. Oktober 2014 in einem Verfahren betref-

fend Vaterschaft und Unterhalt, welches vom Beistand der Klägerin anhängig ge-

macht wurde (Urk. 1). Mit Teilurteil vom 8. April 2015 wurde die Vaterschaft des 

Beklagten 1 festgestellt (Prot. I S. 19). Dieser Entscheid ist rechtskräftig. Weiter-

hin strittig sind elterliche Sorge, Obhut, persönlicher Verkehr sowie Unterhalt 

(Urk. 81 S. 2 f.). 

 

2. Am 31. August 2016 fällte die Vorinstanz im Rahmen von vorsorglichen 

Massnahmen, welche das Besuchsrecht des Beklagten 1 zu regeln hatten 

(Urk. 70, Urk. 81 S. 3), den folgenden Entscheid (Urk. 81 S. 13).  

1. Es wird ein begleitetes Besuchsrecht im Sinne von Art. 273 Abs. 2 
ZGB angeordnet.  

2. Der Beklagte 1 ist berechtigt und wird verpflichtet, das Kind 
C._____ im Abstand von 14 Tagen zu einem noch zu bestimmen-
den Wochentag jeweils während vier Stunden begleitet zu besu-
chen.  

3. Ziffer 4 der Verfügung vom 15. Juni 2016, mit welcher Rechts-
anwältin lic. iur. Z1._____ zur Vertreterin der Klägerin bestellt 
worden ist, wird aufgehoben und für die Klägerin C._____, geb. 
tt.mm.2006, wird eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB 
angeordnet.  

4. Die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde wird er-
sucht, für die Klägerin eine Beistandsperson gem. Ziffer 3 zu er-
nennen.  

5. Die Beistandsperson wird mit folgenden Aufgaben betraut: 
 - Kontaktaufnahme und Organisation (…); 
 - Bestimmung der Besuchsmodalitäten (…); 

 - Begleitung und Überwachung (…); 
 - Beantragung der Finanzierung (…); 

 - Berichterstattung (…);  
 - Vermittlung zwischen dem Beklagten 1 und der Beklagten 2 

(…). 

- 3 - 

6. (Kostenentscheid Besuchsrecht). 

7. (Kosten- und Entschädigungsfolgen).  
8. (Schriftliche Mitteilung Parteien und zuständige KESB). 

9. (Berufung). 
 

3. Am 14. September 2016 erhob die Beklagte 2 Berufung mit folgenden An-

trägen (Urk. 80 S. 2): 

1. Ziffern 3, 4 und 5 der Verfügung vom 31. August 2016 seien auf-
zuheben und für das Kind C._____ sei für die Wahrung seiner In-
teressen bezüglich elterliche Sorge, Obhut sowie Regelung des 
Besuchsrechtes, eine Kindesvertreterin im Sinne von Art. 299 f. 
ZPO einzusetzen. 

2. Eventualiter sei Ziffer 3 der Verfügung vom 31. August 2016 auf-
zuheben und wie folgt neu zu erlassen: 

 Zusätzlich zur Einsetzung einer Kindesvertreterin sei für C._____ 
eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB anzuordnen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8% MWSt zu-
lasten des Beklagten 1 und Berufungsbeklagten evtl. zulasten der 
Staatskasse.  

4. Mit Präsidialverfügung vom 12. Oktober 2016 wurde entschieden, dass die 

Eingabe der Beklagten 2 vom 14. September 2016 mit Bezug auf die angefochte-

ne Aufhebung der Kindesvertretung (= Dispositiv-Ziff. 3, erster Halbsatz, der Ver-

fügung der Vorinstanz) als Beschwerde und im Übrigen als Berufung entgegen-

genommen wird. Weiter wurde den Gegenparteien Frist eingeräumt, um die Beru-

fung bzw. Beschwerde zu beantworten (Urk. 87). Die Klägerin hat darauf verzich-

tet, der Beklagte 1 liess sich nicht vernehmen (Urk. 88).  

II.  

A. Beschwerde 

1. In erster Linie beanstandet die Beklagte 2, dass die Vorinstanz die mit Ver-

fügung vom 15. Juni 2016 angeordnete Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 f. 

ZPO aufgehoben hat (Urk. 80 S. 3 ff.). Der vorinstanzliche Entscheid betreffend 

- 4 - 

Aufhebung der Kindesvertretung stellt eine prozessleitende Verfügung im Sinne 

von Art. 319 lit. b ZPO dar und ist daher nur in den vom Gesetz bestimmten  

Fällen (Ziff. 1) oder wenn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht 

(Ziff. 2), mit Beschwerde anfechtbar. Eine gesetzliche Bestimmung, welche eine 

Beschwerdemöglichkeit der Eltern gegen die Einsetzung einer Kindesvertretung 

bzw. deren Aufhebung direkt vorsieht, ist nicht ersichtlich. Entsprechend ist vor-

liegend die Anfechtung des Entscheids durch die Beklagte 2 nur möglich, wenn 

ihr durch den angefochtenen Entscheid ein nicht leicht wiedergutzumachender 

Nachteil droht. Ein solcher Nachteil ist ohne Weiteres anzunehmen, wenn er auch 

durch einen für den Ansprecher günstigen Endentscheid nicht mehr beseitigt wer-

den kann. Indes ist bei der Annahme eines drohenden, nicht leicht wiedergutzu-

machenden Nachteils grundsätzlich Zurückhaltung angebracht. Der Gesetzgeber 

hat die selbstständige Anfechtung gewöhnlicher Inzidenzentscheide absichtlich 

erschwert, denn der Gang des Prozesses sollte nicht unnötig verzögert werden 

(Botschaft ZPO, BBl 2006 7221 7377). 

2. Die betroffene Partei muss einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nach-

teil dartun, d.h. sie hat den Nachteil zu behaupten und nachzuweisen, soweit er 

nicht offensichtlich ist (BK ZPO II-Sterchi, Art. 319 N 15 und Art. 321 N 17). Die 

anwaltlich vertretene Beklagte 2 äussert sich dazu nicht, was gegen ein Eintreten 

sprechen würde. Allerdings steht das vorliegende Verfahren unter der Untersu-

chungs- und Offizialmaxime (Art. 296 ZPO). Der nicht leicht wiedergutzumachen-

de Nachteil kann in der Verletzung des Kindeswohls gesehen werden, welche 

dann entstehen würde, wenn die geltend gemachten Beanstandungen gegen die 

Aufhebung einer Kindesvertretung erst im Rahmen der Anfechtung des Endent-

scheids überprüft werden könnten, und bei Bejahung einer Gehörsverletzung das 

erstinstanzliche Verfahren wiederholt werden müsste, was für ein Kind wohl eine 

erhebliche Belastung darstellen würde. Darin ist ein nicht leicht wiedergutzuma-

chender Nachteil zu erblicken, weshalb die Voraussetzungen von Art. 319 lit. b 

Ziff. 2 ZPO erfüllt sind und auf die Beschwerde einzutreten ist.  

3. Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres Entscheides an, dass die Par-

teien in der Vereinbarung vom 9. Juni 2016 dem Vorschlag des Gerichts zuge-

- 5 - 

stimmt hätten, für die Interessen der Klägerin eine Rechtsvertreterin einzusetzen. 

"Aufgrund obiger Ausführungen", gemeint aufgrund des Umstandes, dass eine 

Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB angeordnet wird, 

erweise es sich als dienlicher, eine Beiständin anstelle einer Rechtsvertreterin für 

die Klägerin einzusetzen (Urk. 81 S. 11).  

4. Die Beklagte 2 moniert, dass die Vorinstanz von sich aus und ohne Anhö-

rung der Parteien die Kindesvertretung aufgehoben habe. Nachdem einem Bei-

stand bzw. einer Beiständin eine andere Funktion zukomme als einer Kindesver-

tretung, sei das Einzelgericht nicht berechtigt gewesen, ohne vorgängige Anhö-

rung sämtlicher Parteien eine rechtskräftige Verfügung aufzuheben. Damit habe 

die Vorinstanz das rechtliche Gehör der Parteien verletzt, weshalb die Verfügung 

ohne Weiteres aufzuheben sei (Urk. 80 S. 4 f).  

5. Der durch Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in Art. 53 ZPO statuierte An-

spruch auf rechtliches Gehör zählt zu den zentralen Verfahrensmaximen und fin-

det seine nähere inhaltliche Ausgestaltung, Konkretisierung und Begrenzung in 

einer Vielzahl von Verfahrensvorschriften. Das rechtliche Gehör dient einerseits 

der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwir-

kungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des 

Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich 

vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 

äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 

sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 

Entscheid zu beeinflussen (BGE 135 I 187 E. 2.2). 

6. Heisst das Gericht eine Vaterschaftsklage gut, so verfügt es die gemeinsa-

me elterliche Sorge, sofern nicht zur Wahrung des Kindeswohls an der alleinigen 

elterlichen Sorge der Mutter festzuhalten oder die alleinige elterliche Sorge dem 

Vater zu übertragen ist (Art. 298c ZGB, in Kraft seit 1. Juli 2014). In der Literatur 

wird die Auffassung vertreten, dass im Zusammenhang mit der Vorschrift von Art. 

298c ZGB die Bestimmungen über die Kinderbelange in eherechtlichen Verfahren 

(Art. 297 - 301 ZPO) analog zur Anwendung gelangen (BSK ZGB I-Schwenzer/ 

Cottier, Art. 298c N 13 mit Verweis auf Schweighauser, in: Sutter-Somm et al., 

- 6 - 

ZPO-Komm., vor Art. 295-304 N 5). Gemäss Art. 299 Abs. 1 ZPO ordnet das Ge-

richt wenn nötig die Vertretung des Kindes an. Die Bestellung einer Kindesvertre-

tung ist u.a. dann zu prüfen, wenn die Eltern bezüglich der Obhut oder Sorge oder 

wichtiger Fragen des persönlichen Verkehrs unterschiedliche Anträge stellen (Art. 

299 Abs. 2 lit. a ZPO) oder wenn Kindesschutzmassnahmen in Frage kommen 

(Art. 299 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 ZPO). Beides trifft vorliegend zu.  

7. Indem die Vorinstanz die mit Verfügung vom 15. Juni 2016 angeordnete 

Kindesvertretung aufgehoben hat, ohne die Parteien vorgängig anzuhören, hat  

sie das rechtliche Gehör verletzt. Zwar findet sich eine Telefonnotiz in den Akten, 

dass die Gerichtsschreiberin die Rechtsvertreterin der Beklagten 2 darüber infor-

miert hat, dass das Gericht entschieden habe, die Kindes- und Erwachsenschutz-

behörde (KESB) mit der Einsetzung einer Beistandsperson zu betrauen (Prot. I 

S. 49). Dass auch die Aufhebung der Kindesvertretung thematisiert worden wäre, 

lässt sich der Protokollnotiz nicht entnehmen. Erschwerend kommt dazu, dass 

vorliegend über den persönlichen Verkehr zwischen dem Beklagten 1 und der 

Klägerin zu befinden war (Urk. 81 S. 3) und nicht über die in der Hauptsache an-

geordnete Kindesvertretung, weshalb die Parteien auch nicht mit einer solchen 

Entscheidung rechnen mussten.   

8. Das Recht, gehört zu werden, ist formeller Natur. Das bedeutet, dass die 

Verletzung des rechtlichen Gehörs ungeachtet der Erfolgsaussichten des 

Rechtsmittels in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids 

führt (BGE 135 I 187 E. 2.2). Ausnahmsweise kann die Verletzung des Grund-

rechts des rechtlichen Gehörs vor der Rechtsmittelinstanz geheilt werden. Die 

Heilung ist zulässig, wenn die Rechtsmittelinstanz über die gleiche Kognition in 

Rechts- und Tatfragen wie die Vorinstanz verfügt (vgl. BGE 133 I 201 E. 2.2). 

9. Im Beschwerdeverfahren können unrichtige Rechtsanwendung (Art. 320  

lit. a ZPO) und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 320 lit. 

b ZPO) gerügt werden. In Bezug auf Rechtsfragen verfügt die Beschwerdeinstanz 

demnach über die gleiche Kognition wie die Vorinstanz, nicht jedoch bezüglich 

Tatfragen. Damit ist die in Frage stehende Dispositiv-Ziff. 3, erster Halbsatz, auf-

- 7 - 

zuheben und die Sache zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entschei-

dung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

10. Anzumerken bleibt, dass die Beklagte 2 grundsätzlich zu Recht einwendet, 

dass die Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO eine andere Stellung hat 

als eine Beistandsperson im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB. So trägt die Beklagte 

2 vor, die Kindesvertretung habe die Aufgabe, für das Kind zu handeln und dem-

entsprechend eine umfassende rechtliche Vertretung der Interessen des Kindes 

im Verfahren zu gewährleisten. Sie habe auch die Möglichkeit, eigene Anträge zu 

stellen und Rechtsmittel einzulegen, soweit es um die Zuteilung der elterlichen 

Obhut oder Sorge sowie wichtige Fragen des persönlichen Verkehrs gehe. Dem-

gegenüber komme dem Beistand gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB eine völlig andere 

Rolle zu. Dieser habe in erster Linie zwischen den Eltern zu vermitteln, indem er  

- wie vorliegend - ein seit längerem nicht mehr ausgeübtes Besuchsrecht in Gang 

zu setzen habe (Urk. 80 S. 5). Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass das Bun-

desgericht die Auffassung vertritt, dass der anwaltliche Verfahrensbeistand im 

Sinne von Art. 299 ZPO die Ausnahme bilde, weil es bei der Kindesvertretung 

funktionell nicht um eine anwaltliche Tätigkeit gehe (BGE 142 III 153 E. 5.3.4). 

Bestehe beispielsweise eine Beistandschaft nach Art. 308 ZGB und liefere der 

Beistand dem Gericht ein umfassendes, elternunabhängiges und neutrales Bild 

von der konkreten Situation (örtlich, häuslich, schulisch, Interaktion zwischen Kind 

und Eltern sowie Geschwistern etc.) bedürfe es keiner Verdoppelung der Informa-

tionsquelle und entsprechend keines diesbezüglichen Beitrages der Kindesvertre-

tung (BGE 142 III 153 E. 5.1.2). Die Vorinstanz wird bei ihrem erneuten Entscheid 

somit zu prüfen haben, ob sie die mit Verfügung vom 15. Juni 2016 eingesetzte 

Kindesvertretung in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Z1._____ aufrecht er-

halten will oder ob es nicht sachgerechter wäre, das Pflichtenheft der für das Be-

suchsrecht eingesetzten Beistandsperson entsprechend zu erweitern, damit diese 

ein umfassendes und elternunabhängiges Bild der konkreten Situation abzugeben 

vermag.  

- 8 - 

B. Berufung 

Wie unter Erw. Ziff. I.4. ausgeführt, richtet sich die Berufung gegen Dispositiv-Ziff. 

3, zweiter Halbsatz, Ziff. 4 und Ziff. 5. Gegenstand der Berufung bilden somit die 

Anordnung einer Beistandschaft und die Beauftragung der zuständigen KESB, ei-

ne Beistandsperson mit der Organisation und Durchführung der Besuchsrechts-

tage zu betrauen. Konkret begründet die Beklagte 2 ihren Aufhebungsantrag, der 

in engem Zusammen mit dem nicht angefochtenen Besuchsrecht steht, nicht. 

Folglich ist auf die Berufung nicht einzutreten.  

III. 

1. Die Entscheidgebühr für das Rechtsmittelverfahren ist in Anwendung von 

§ 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 5 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 GebV 

OG auf Fr. 1'000.– festzusetzen. Davon entfallen vier Fünftel auf das Beschwer-

deverfahren und ein Fünftel auf das Berufungsverfahren.  

2. Das Gericht kann Gerichtskosten, die weder eine Partei noch Dritte veran-

lasst haben, aus Billigkeitsgründen dem Kanton auferlegen (Art. 107 Abs. 2 ZPO). 

Die Parteien tragen für die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vor-

instanz keine Verantwortung, weshalb die Gerichtskosten für das Beschwerde-

verfahren (4/5) in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 ZPO auf die Gerichtskasse zu 

nehmen sind. Für eine durch den Kanton zu entrichtende Parteientschädigung 

fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage (Jenny, in: Sutter-Somm et al., ZPO 

Komm., Art. 107 N 26).  

3. Bei Nichteintreten gilt die klagende Partei bzw. die Partei, welche das 

Rechtsmittel erhoben hat, als unterliegend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), weshalb 

der Kostenanteil des Berufungsverfahrens (1/5) der Beklagten 2 aufzuerlegen ist. 

Prozessentschädigungen sind keine zuzusprechen, der Beklagten 2 infolge ihres 

Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), der Klägerin und dem Beklagten 1 mangels 

erheblicher Umtriebe. 

- 9 - 

4. Die Beklagte 2 stellt ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege (Urk. 80 S. 3). Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgelt-

liche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und 

ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Sofern es zur Wahrung 

der Rechte notwendig ist, besteht darüber hinaus ein Anspruch auf einen unent-

geltlichen Rechtsbeistand (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).  

Die Beklagte 2 geht keiner Erwerbstätigkeit nach. Gemäss Angaben an den Ver-

handlungen vor Vorinstanz im September 2015 und im Juni 2016 kann sie trotz 

intensiver Suche keine Arbeitsstelle finden (Prot. I S. 26, 40) und wird seit 1. Au-

gust 2015 vom Sozialamt unterstützt (Urk. 80 S. 7, Urk. 83/3). Die Mittellosigkeit 

ist somit ausgewiesen. Im Beschwerdeverfahren ist der Prozessstandpunkt nicht 

aussichtslos und das Gesuch gutzuheissen mit dem Hinweis, dass die Beklagte 2 

diesbezüglich ohnehin keine Gerichtskosten zu tragen hat. Dagegen ist das Ge-

such in Bezug auf das Berufungsverfahren nach dem in Erw. Ziff. II/B. Ausgeführ-

ten zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen. 

5. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ ist im Beschwerdeverfahren mit Fr. 800.– 

(zzgl. 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen (Art. 122 

Abs. 2 ZPO).  

Es wird beschlossen: 

1. Der Beklagten 2 wird für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege bewilligt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. Die Nachzahlungspflicht ge-

mäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.  

Für das Berufungsverfahren wird das Gesuch abgewiesen.  

2. Die Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirks-

gericht Dielsdorf vom 31. August 2016 wird mit Bezug auf Dispositiv- 

Ziff. 3, erster Halbsatz, aufgehoben und die Sache zur Ergänzung des  

Verfahrens und zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die  

Vorinstanz zurückgewiesen.  

- 10 - 

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu einem 

Fünftel der Beklagten 2 auferlegt und zu vier Fünfteln auf die Gerichtskasse 

genommen. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für das Beschwerdeverfahren mit 

Fr. 864.– aus der Gerichtskasse entschädigt.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten 1 und die Beklag-

te 2 unter Beilage des Doppels von Urk. 88, an die Obergerichtskasse sowie 

an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG und ein Endentscheid im 
Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

- 11 - 

 
Zürich, 14. Dezember 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Notz 
 
 
versandt am: jo 

	Beschluss und Urteil vom 14. Dezember 2016
	Erwägungen:
	I.

	4. Mit Präsidialverfügung vom 12. Oktober 2016 wurde entschieden, dass die Eingabe der Beklagten 2 vom 14. September 2016 mit Bezug auf die angefochtene Aufhebung der Kindesvertretung (= Dispositiv-Ziff. 3, erster Halbsatz, der Verfügung der Vorinstan...
	II.
	III.

	Es wird beschlossen:
	1. Der Beklagten 2 wird für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorb...
	2. Die Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 31. August 2016 wird mit Bezug auf Dispositiv- Ziff. 3, erster Halbsatz, aufgehoben und die Sache zur Ergänzung des  Verfahrens und zu neuer Entscheidung im ...
	3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden zu einem Fünftel der Beklagten 2 auferlegt und zu vier Fünfteln auf die Gerichtskasse genommen.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 864.– aus der Gerichtskasse entschädigt.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten 1 und die Beklagte 2 unter Beilage des Doppels von Urk. 88, an die Obergerichtskasse sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...