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**Case Identifier:** 7fe094d1-46f7-560c-be7c-94c66ecafc6e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.08.2013 B 2013/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-36_2013-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/36

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.08.2013

Entscheiddatum: 27.08.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
Ausländerrecht, Härtefall, Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG. Der 
vergleichsweise intensiven affektiven und wirtschaftlichen Beziehung des 
Beschwerdeführers zu seinem 2006 geborenen Sohn mit Schweizer 
Bürgerrecht steht sein bisheriges Verhalten in der Schweiz, das nicht als 
tadellos bezeichnet werden kann, gegenüber. Er hat unter anderem in 
unmittelbarer Anwesenheit der von ihm betreuten Kinder mit Kokain 
gehandelt und sich anlässlich einer polizeilichen Personenkontrolle renitent 
verhalten. Der Beschwerdeführer ist in beruflicher Hinsicht in der Schweiz 
integriert, jedoch erscheint seine Wiedereingliederung in Guinea, wo er bis 
zu seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 2002 im Alter von 22 Jahren und im 
Jahr 2007 lebte, nicht als stark gefährdet (Verwaltungsgericht, B 2013/36).

Urteil vom 27. August 2013

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter Dr. B. Heer, lic. iur. A. 

Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Ersatzrichterin lic.iur. D. Gmünder Perrig; 

Gerichtsschreiber Dr. Th. Scherrer

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Lisa Etter-Steinlin, Haus Washington, 

Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen,

gegen

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Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 

St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y. (geb. 1980) stammt aus Guinea (Conakry) und reiste am 4. April 2002 in die 

Schweiz ein. Das Asylgesuch, das er als E.D. (geb. 1984) einreichte, wurde am 18. 

August 2003 abgewiesen. Er ist der Vater von K., den die Schweizerin B.S. (geb. 1982) 

am 30. Oktober 2006 zur Welt brachte. X.Y. kehrte am 11. Januar 2007 nach Guinea 

zurück. Während seiner Anwesenheit als (abgewiesener) Asylbewerber in der Schweiz 

wurde er sechsmal strafrechtlich belangt und zu Freiheitsstrafen von insgesamt 15 

Monaten verurteilt.

B./ Am 19. November 2007 heiratete X.Y. in Guinea B.S., die am 6. Juli 2007 von N.I. 

(geb. 1978, Gambia) geschieden worden war. X.Y. reiste am 5. August 2008 wieder in 

die Schweiz ein. Ab 4. Oktober 2008 wohnte er zusammen mit B.S., dem 

gemeinsamen Sohn und der Tochter (geb. 2003) der Ehefrau aus ihrer früheren Ehe in 

Wil. Vom 13. November 2010 bis 15. August 2011 lebten die Eheleute getrennt. Am 16. 

November 2011 kamen sie in einem von B.S. angestrengten neuerlichen 

Eheschutzverfahren überein, dass X.Y. spätestens am 30. November 2011 die 

gemeinsame Wohnung wieder verlasse.

X.Y. war von Oktober 2008 bis Mai 2009 als Mitarbeiter der Q. und anschliessend bis 

September 2009 als Maschinenbediener bei der H. in Wil angestellt. Seit Dezember 

2009 arbeitet er als Recyclist und Maschinenführer bei der Z. AG, Gossau.

Strafrechtlich wurde X.Y. nach seiner erneuten Einreise in die Schweiz am 3. März 2009 

wegen Fälschung eines Ausweises (Führerausweis von Guinea, bedingte Geldstrafe 

von zehn Tagessätzen zu 100 Franken, Busse 300 Franken), im Zusatz dazu am 27. 

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April 2010 wegen mehrfacher Verletzung einer Ausgrenzung (aus dem Gebiet der Stadt 

Winterthur begangen vom 23. März 2006 bis 11. Januar 2007) und Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz (Verkauf von fünf Portionen Kokain zum Preis von 

400 Franken und Besitz von zwei weiteren Portionen am 4. August 2009, 320 Stunden 

gemeinnützige Arbeit anstelle einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu 90 Franken), am 

9. Juni 2011 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Besitz von vier 

Gramm Marihuana, Busse 200 Franken) sowie am 23. Dezember 2011 wegen 

Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (gelegentlicher Konsum von Marihuana) 

sowie mehrfacher Beschimpfung und Hinderung einer Amtshandlung (begangen am 

21. Juni 2011 anlässlich einer polizeilichen Personenkontrolle, Geldstrafe von 30 

Tagessätzen zu 80 Franken, davon 15 Tagessätze bedingt bei einer Probezeit von drei 

Jahren, Busse von 300 Franken) belangt.

C./ Das kantonale Migrationsamt verwarnte X.Y. am 4. August 2010 wegen der 

zahlreichen strafrechtlichen Verfehlungen. Es verlängerte seine Aufenthaltsbewilligung 

– nachdem es am 15. Juli 2011 angesichts der Trennung von der Ehefrau den Widerruf 

der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht gestellt hatte, die Eheleute aber wieder 

zusammenlebten - am 5. September 2011 bis 4. August 2013. Nach der neuerlichen 

Trennung von der Ehefrau widerrief das Migrationsamt am 5. Juni 2012 die 

Aufenthaltsbewilligung. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den dagegen 

erhobenen Rekurs am 4. Februar 2013 ab. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege trug 

der Kanton die Entscheidgebühr von 1'000 Franken und entschädigte die 

Rechtsvertreterin von X.Y. mit 1'300 Franken zuzüglich Mehrwertsteuer.

D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob gegen den am 5. Februar 2013 

versandten Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes (nachfolgend 

Vorinstanz) durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 20. Februar 2013 und 

Ergänzung vom 8. April 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem 

Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, eventualiter unter 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, sei der angefochtene Entscheid 

aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung weiterhin zu gewähren.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 11. April 2013, die Beschwerde sei 

abzuweisen. Ebenfalls am 11. April 2013 wurde der Beschwerdeführer wegen Gewalt 

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und Drohung gegen Behörden und Beamte und versuchter einfacher Körperverletzung 

– er hatte sich am 12. August 2012 erneut verbal und physisch einer polizeilichen 

Personenkontrolle widersetzt – zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 60 

Franken, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, und einer Busse 

von 400 Franken verurteilt. Der Verwaltungsgerichtspräsident wies am 24. April 2013 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und –verbeiständung ab. 

Am 24. Juli 2013 übermittelte das Migrationsamt dem Gericht und der Vorinstanz ein 

Schreiben der Freundin des Beschwerdeführers sowie die Kopien eines von ihr und 

dem Beschwerdeführer unterzeichneten Gesuchs um Durchführung des 

Vorbereitungsverfahrens der Eheschliessung und einer vom Beschwerdeführer am 1. 

Juli 2013, nicht aber von seiner Ehefrau unterzeichneten Ehescheidungsvereinbarung 

und weiterer Dokumente. Die Unterlagen wurden am 30. Juli 2013 der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zur Kenntnis gebracht.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt VRP). 

Anfechtungsgegenstand ist der abschlägige Rekursentscheid der Vorinstanz vom 4. 

Februar 2013, der zum Widerruf der bis 4. August 2013 gültigen Aufenthaltsbewilligung 

des Beschwerdeführers ergangen ist. Mit Ablauf der Gültigkeitsdauer ist die 

Aufenthaltsbewilligung erloschen (Art. 61 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die 

Ausländerinnen und Ausländer; SR 142.20, abgekürzt AuG). Insofern ist das 

Widerrufsverfahren gegenstandslos. Der Rechtsstreit betrifft mithin nun die 

Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. dazu BGer 2C_1020/2012 vom 15. 

Oktober 2012 E. 2.1; 2C_235/2012 vom 13. März 2013 E. 1.1). Der Beschwerdeführer, 

der während der Dauer des Verfahrens in der Schweiz anwesenheitsberechtigt bleibt 

(vgl. Art. 59 Abs. 2 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit; 

SR 142.201, abgekürzt VZAE), ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingabe vom 20. Februar 2013 wurde 

rechtzeitig eingereicht und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 8. April 2013 die 

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gesetzlichen Anforderungen in formeller und inhaltlicher Hinsicht (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 

diesen zusammenwohnen. Im Eheschutzverfahren wurde der Beschwerdeführer am 16. 

November 2011 verpflichtet, die eheliche Wohnung an der C.-strasse 0 in Wil 

spätestens bis Ende November 2011 zu verlassen. Per 1. Dezember 2012 mietete er 

eine eigene Wohnung an der V.-strasse 00 in Wil. Auch wenn die Ehefrau des 

Beschwerdeführers, welche im Rahmen des Eheschutzverfahrens zunächst möglichst 

schnell geschieden werden wollte (act. 13/275), mittlerweile die Scheidungsklage 

zurückgezogen hat (vgl. act. 25) und die Rechtsvertreterin als Adresse des 

Beschwerdeführers die frühere eheliche Wohnung angibt, wird in der Beschwerde nicht 

geltend gemacht, der Beschwerdeführer lebe erneut mit seiner Ehefrau zusammen. 

Vielmehr hat der Beschwerdeführer mit der Unterzeichnung einer 

Ehescheidungsvereinbarung am 1. Juli 2013 (act. 25) zum Ausdruck gebracht, dass er 

von einem definitiven Scheitern der Ehe ausgeht. Daher kommt eine Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung wegen wichtiger Gründe für einen getrennten Wohnsitz nach 

Art. 49 AuG nicht in Betracht (vgl. dazu BGer 2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 E. 3).

3. Zu prüfen ist, ob der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG im Sinn eines nachehelichen 

Härtefalls weiterbesteht.

3.1. Gemäss Art. 50 Abs. 1 Ingress und lit. a AuG besteht nach Auflösung der Ehe oder 

der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens 

drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Bei der Berechnung 

der absolut geltenden Dreijahresfrist kommt es gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung auf die in der Schweiz gemeinsam verbrachte Zeit an 

(BGer 2C_366/2012 vom 1. Mai 2012 E. 2.1, 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 

E. 4.1 und 4.1.1, BGE 136 II 113 E. 3.3). Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive 

Berechnung der Dauer der ehelichen Gemeinschaft ist in der Regel die Aufgabe der 

Hausgemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Der Beschwerdeführer wendet sich nicht 

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gegen die vorinstanzliche Feststellung, angesichts seiner Einreise in die Schweiz am 5. 

August 2008 und des Getrenntlebens seit 13. November 2010 – unterbrochen vom 15. 

August bis 16. November 2011 – habe das gemeinschaftliche Ehe- und Familienleben 

lediglich rund zweieinhalb Jahre gedauert.

3.2. Der Beschwerdeführer begründet seinen Anspruch auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung mit der Beziehung zu seinem 2006 geborenen Sohn, der zufolge 

Abstammung Schweizer ist.

3.2.1. Gemäss Art. 50 Abs. 1 Ingress und lit. b und Abs. 2 AuG besteht nach Auflösung 

der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Verlängerung 

der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG auch dann weiter, wenn wichtige 

persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, 

namentlich dann, wenn der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht 

aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im 

Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend (vgl. 

BGer 2C_422/2012 vom 16. Dezember 2012 E. 3.3, BGE 136 II 1 E. 5.3; zur Bedeutung 

von Art. 31 VZAE in diesem Zusammenhang vgl. BGer 2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 

E. 6.3).

Zu berücksichtigen sind auch die Interessen gemeinsamer Kinder, soweit zu ihnen eine 

enge Beziehung besteht und sie in der Schweiz gut integriert sind. Dabei ist den 

verfassungsrechtlichen bzw. staatsvertraglichen Ansprüchen (Art. 13 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, abgekürzt BV; 

Art. 8 der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten, SR 0.101, abgekürzt EMRK) Rechnung zu tragen. Der Schutz des 

Kindeswohls gemäss Art. 11 BV und Art. 3 des Übereinkommens über die Rechte des 

Kindes (SR 0.107) führt zu keinen über Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK 

hinausgehenden Ansprüchen auf Bewilligung (vgl. BGer 2C_828/2012 vom 26. März 

2013 E. 2.3.2, BGer 2C_339/2013 vom 18. Juli 2013 E. 2.9 mit Hinweis auf BGE 124 II 

361 E. 3b).

Da Art. 8 EMRK ein intaktes und tatsächlich gelebtes Familienleben schützt, setzt der 

Anspruch voraus, dass die Beziehung zum Kind intakt und bereits bisher sachgerecht 

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gelebt worden ist. Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte Elternteil kann die familiäre 

Beziehung mit seinen Kindern schon aus zivilrechtlichen Gründen von vornherein nur in 

einem beschränkten Rahmen leben, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten 

Besuchsrechts. Hierzu ist nicht erforderlich, dass er dauernd im gleichen Land wie das 

Kind lebt und dort über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt. Ein solcher Anspruch ist 

ausnahmsweise dann zu bejahen, wenn zwischen dem Ausländer und dessen Kindern 

in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehungen bestehen, die – 

würde eine Bewilligung verweigert – wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem 

Land, in welches der Ausländer vermutlich auszureisen hätte, praktisch nicht 

aufrechterhalten werden könnte. Zudem muss sich der Ausländer tadellos verhalten 

haben. Nur unter diesen Voraussetzungen kann das private Interesse am Verbleib im 

Land gestützt auf ein Besuchsrecht ausnahmsweise das öffentliche Interesse an einer 

einschränkenden nationalen Einwanderungspolitik im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK 

überwiegen (vgl. BGer 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.1-3.4.3, 

2C_925/2011 vom 22. Juni 2012 E. 5.1, BGE 137 I 284 E. 2.3.1, 136 II 497 E. 4.3).

3.2.2. Der Beschwerdeführer hat sich bisher nicht tadellos verhalten. Im Jahr 2002 

ersuchte er nach der illegalen Einreise in die Schweiz unter falschen Angaben zu seiner 

Identität um Asyl. Der mit dem im Jahr 2003 ergangenen abschlägigen Asylentscheid 

verbundenen Pflicht zur Ausreise kam er erst im Januar 2007 nach. Während seiner 

Anwesenheit als (abgewiesener) Asylbewerber in der Schweiz wurde er sechsmal 

strafrechtlich belangt und unter anderem wegen Hinderung von Amtshandlungen, 

Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und Gewalt und Drohung gegen Behörden 

und Beamte zu Freiheitsstrafen von insgesamt 15 Monaten verurteilt. Entgegen der in 

der Beschwerde vertretenen Auffassung wird dieses Verhalten des Beschwerdeführers 

mit seiner Ausreise in sein Heimatland nicht unbeachtlich. Der Vollzug der Pflicht, die 

Schweiz zu verlassen, war nicht die Folge strafrechtlich relevanten Verhaltens, sondern 

des abschlägigen Asylentscheides. Abgesehen davon reiste der Beschwerdeführer in 

seine Heimat zurück mit der Aussicht, in Kürze erneut in die Schweiz einzureisen. Der 

vorübergehende Aufenthalt ausserhalb der Schweiz kann deshalb nicht dazu führen, 

dass das frühere Verhalten in der Schweiz nicht mehr von Belang ist.

Der Beschwerdeführer wurde auch nach seiner erneuten Einreise in die Schweiz am 5. 

August 2008 mehrfach strafrechtlich verurteilt. Er handelte am 4. August 2009 – also 

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nach seiner Heirat mit einer Schweizerin und der Geburt von K., mit denen zusammen 

er wohnte, und trotz seiner Erwerbstätigkeit - mit Kokain (Verkauf von fünf Portionen 

und Besitz von zwei weiteren Portionen) und wurde deswegen am 27. April 2010 - 

anstelle einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen – zu 320 Stunden gemeinnütziger Arbeit 

verpflichtet. Auch nachdem er am 4. August 2010 ausländerrechtlich verwarnt und ihm 

am 5. Juli 2011 der Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung in Aussicht gestellt worden 

war, fiel er strafrechtlich auf. Obwohl ihm also bewusst sein musste, dass sein 

Anwesenheitsrecht in der Schweiz fraglich war, musste er am 9. Juni 2011 wegen des 

Besitzes von vier Gramm Marihuana mit 200 Franken gebüsst und am 23. Dezember 

2011 wegen mehrfacher Beschimpfung und Hinderung einer Amtshandlung – er hatte 

sich am 21. Juni 2011 einer polizeilichen Personenkontrolle, nachdem er die Beamten 

als "Arschlöcher" und "Rassisten" bezeichnet hatte, durch Flucht entzogen – und 

wegen Konsums von Marihuana – nach seinen Angaben raucht er monatlich zwei bis 

vier Joints – zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 80 Franken, davon 15 

Tagessätze bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, und einer Busse 

von 200 Franken verurteilt werden. Selbst während des Rekursverfahrens legte er sich 

am 12. August 2012 – wiederum anlässlich einer Personenkontrolle – mit der Polizei an 

und wurde am 11. April 2013 wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und 

Beamte sowie wegen versuchter einfacher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 

Tagessätzen zu je 60 Franken, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei 

Jahren, und einer Busse von 400 Franken verurteilt. Soweit der Beschwerdeführer 

wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz belangt wurde, fällt 

darunter nicht bloss der Besitz von Marihuana zum Eigenkonsum, der – worauf in der 

Beschwerde hingewiesen wird – nicht sonderlich schwer wiegt, sondern vor allem der 

Verkauf von Kokain.

Offen bleiben kann unter diesen Umständen, ob die Fälschung des Führerausweises 

von Guinea – in der Beschwerde wird vorgebracht, in diesen Staaten würden oft 

gefälschte Ausweise abgegeben, ohne dass die Inhaber dies wüssten – für sich allein 

einem tadellosen Verhalten des Beschwerdeführers entgegenstehen würde.

3.2.3. Über die Beziehung zwischen dem am 30. Oktober 2006 geborenen K. und dem 

Beschwerdeführer bis zu dessen Ausreise am 11. Januar 2007 lässt sich den Akten 

nichts entnehmen.

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K. war knapp zwei Jahre alt, als der Beschwerdeführer anfangs August 2008 erneut in 

die Schweiz einreiste. Anschliessend lebten sie rund zwei Jahre in einem gemeinsamen 

Haushalt. Einem knappen Jahr der Trennung folgten noch einmal rund drei Monate in 

gemeinsamem Haushalt. Soweit die Beziehung zwischen den Eltern intakt war, hat sich 

der Beschwerdeführer insbesondere wenn die Ehefrau ihrer Arbeit und Ausbildung 

nachging an der Betreuung und Erziehung von K. aktiv beteiligt. Er hat am ersten 

Elternabend im Kindergarten teilgenommen (act. 18/12) und besuchte mit ihm seit 2009 

regelmässig das "VAKI-Tschutten" (act. 13/134). Obwohl die Ehefrau das Engagement 

des Beschwerdeführers vor allem im Eheschutzverfahren eher ungünstig schilderte 

(vgl. act. 13/157 und 312), wurde in den Eheschutzverfahren ein Besuchsrecht im 

üblichen Umfang mit der Möglichkeit der Eltern, sich über ein weitergehendes 

Kontaktrecht von Fall zu Fall zu einigen, festgelegt (vgl. act. 13/141, Entscheid 

betreffend Eheschutzmassnahmen vom 28. Januar 2011, und 259, Entscheid 

betreffend Eheschutzmassnahmen vom 16. November 2011). Im ersten Verfahren 

betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung beschrieb die Ehefrau am 17. Juli 2011 

eine affektiv und wirtschaftlich enge Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und 

K.: Zur Erleichterung der gemeinsamen Kinderbetreuung suchten und fanden die Eltern 

für den Beschwerdeführer eine Wohnung, deren Garten an jenen der Familienwohnung 

grenzte. Die Ehefrau schickte die Kinder auch unter der Woche, wenn sie Spätdienst/

Nachtwache hatte, zum Beschwerdeführer, mit dem sie öfters im Garten zusammen 

sassen und viel Zeit verbrachten. K. besuchte den Beschwerdeführer regelmässig 

mindestens jedes zweite Wochenende. Beide nahmen regelmässig jeden 

Samstagmorgen am "VAKI-Tschutten", das der Beschwerdeführer auch bezahlte, teil. 

Da K. extrem Heimweh (nach seinem Vater) hatte, sich oft in den Schlaf weinte, kaum 

mehr ass und stets nach seinem Vater fragte, kam der Beschwerdeführer öfters am 

Abend vorbei, um die Kinder gemeinsam zu Bett zu bringen. Im Sommer kletterte K. 

öfters zum Beschwerdeführer auf den Balkon und wünschte ihm "Gute Nacht". Der 

Beschwerdeführer bezahlte mehr als die vorgesehenen monatlichen Alimente von 500 

Franken (vgl. die Ausführungen der Ehefrau des Beschwerdeführers act. 13/133-135).

Während der Phasen der Trennung übte der Beschwerdeführer das ihm in den 

Eheschutzverfahren eingeräumte Besuchsrecht - soweit ihm dies von der Mutter von K. 

zugestanden wurde (vgl. act. 13/311 und 312) - regelmässig aus und gestaltete die 

gemeinsame Zeit – soweit aus den Akten ersichtlich – aktiv, indem er beispielsweise 

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am 12. August 2012 mit K. den Freizeitpark Niederbüren besuchte. Nachbarn und 

Bekannte des Beschwerdeführers beschreiben eine affektiv enge Beziehung zwischen 

dem Beschwerdeführer und K. Von einem affektiv intakten Verhältnis und vom 

Bestreben des Beschwerdeführers, das ihm zustehende Besuchsrecht auch tatsächlich 

ausüben zu können, zeugt auch der Bericht der Jugend- und Familienbegleitung der 

Sozialen Dienste der Stadt Wil vom 5. März 2013 (vgl. act. 9/10).

3.2.4. Im Eheschutzverfahren vereinbarten die Ehefrau und der Beschwerdeführer ein 

Besuchsrecht im üblichen Umfang. Soweit dies das ihm zustehende Besuchsrecht und 

die Ehefrau zulassen, pflegt der Beschwerdeführer in affektiver und wirtschaftlicher 

Hinsicht eine intakte Beziehung zu seinem Sohn. Unter Berücksichtigung des 

schwierigen partnerschaftlichen Verhältnisses – die Ehefrau wünschte zunächst im 

Eheschutzverfahren eine möglichst schnelle Scheidung, zog allerdings die Klage wieder 

zurück, nachdem die Absicht des Beschwerdeführers, eine andere Schweizer Bürgerin 

zu heiraten, bekannt geworden war – erscheint die Beziehung zwischen dem 

Beschwerdeführer und seinem Sohn vergleichsweise intensiv (vgl. anders in BGer 

2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 E. 6, 2C_1045/2012 vom 7. Januar 2013 E. 2.3). In 

dieser Intensität wird sie nach einer Rückkehr des Beschwerdeführers in seine Heimat 

nicht weiterzuführen sein. Insbesondere dürfte die praktische Umsetzung eines 

modifizierten Besuchsrechts – soweit es in Guinea ausgeübt werden sollte - am Willen 

der Ehefrau und – soweit es in der Schweiz ausgeübt werden sollte – an den 

wirtschaftlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers scheitern. Ebenso lässt sich – 

was im Beschwerdeverfahren unwidersprochen geblieben ist – eine elektronische 

Kommunikation zwischen K. in der Schweiz und seinem Vater in Guinea 

möglicherweise nur schwer organisieren. Einigermassen regelmässig und zuverlässig 

wird der Kontakt wohl lediglich auf dem üblichen Postweg aufrechterhalten bleiben 

können. In wirtschaftlicher Hinsicht dürfte die bisher regelmässig geleistete finanzielle 

Unterstützung des Beschwerdeführers wegfallen.

Dem Interesse, die vergleichsweise intensive Beziehung im Rahmen des 

Besuchsrechts in der Schweiz weiter zu pflegen, steht das Verhalten des 

Beschwerdeführers entgegen, das angesichts der zahlreichen strafrechtlichen 

Verurteilungen nicht als tadellos bezeichnet werden kann. Selbst die unmittelbare 

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Anwesenheit der von ihm betreuten Kinder hat ihn nicht daran gehindert, mit Kokain zu 

handeln und sich bei einer polizeilichen Personenkontrolle renitent zu verhalten.

Insbesondere in dieser Hinsicht unterscheidet sich der Sachverhalt von jenem der 

Angelegenheit Udeh gegen die Schweiz, in welcher der Europäische Gerichtshof für 

Menschenrechte die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung als Verletzung von 

Art. 8 EMKK beurteilte (Nr. 12020/09 vom 16. April 2013, noch nicht rechtskräftig; vgl. 

BGer 2C_339/2012 vom 18. Juli 2013 E. 2.9). Jener Beschwerdeführer hatte sich in der 

Schweiz, die seit mehr als siebeneinhalb Jahren den Mittelpunkt seines privaten und 

familiären Lebens bildete, nicht das geringste Delikt zuschulden kommen lassen ("n'a 

jamais commis le moindre délit en Suisse") und sein Verhalten nach der vorzeitigen 

Entlassung aus dem Strafvollzug in Deutschland im Mai 2008 war tadellos ("son 

comportement après avoir été remis en liberté était également irréprochable"). Das 

Argument der Schweiz, angesichts der Verurteilung wegen des Handels mit 257 

Gramm reinem Kokain zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten in Deutschland, bestehe 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in der Schweiz, erschien 

deshalb als spekulativ.

3.2.5. Der 1980 geborene Beschwerdeführer verbrachte die prägende Kindheit und 

Jugend bis zum 22. Altersjahr in seinem Heimatland. Seit April 2002 lebt er in der 

Schweiz, wobei seine Anwesenheit durch einen Aufenthalt im Heimatland, welcher von 

Januar 2007 bis August 2008 dauerte, unterbrochen wurde. Insgesamt hat er damit 

bisher rund neun Jahre und damit eine beträchtliche Zeit seines Lebens in der Schweiz 

verbracht. Er ist seit Oktober 2008 unselbständig erwerbstätig und damit beruflich 

integriert. Dies ändert allerdings nichts daran, dass seine Wiedereingliederung im 

Heimatland jedenfalls im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG nicht als stark gefährdet 

erscheint, was im Übrigen in der Beschwerde auch nicht geltend gemacht wird.

4. Zusammenfassend hat sich der Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt der Auflösung 

der ehelichen Gemeinschaft weniger als drei Jahre in der Schweiz aufgehalten. Der in 

affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht vergleichsweise intensiven Beziehung zu seinem 

Sohn steht das nicht als tadellos zu bezeichnende Verhalten des Beschwerdeführers in 

der Schweiz gegenüber, so dass insgesamt keine ausreichenden wichtigen 

persönlichen Gründe vorliegen, die für einen weiteren Verbleib in der Schweiz sprechen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

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würden. Deshalb erweist sich der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers als recht- und verhältnismässig. Die 

Beschwerde ist dementsprechend unbegründet und abzuweisen.

5. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 2'000 Franken bezahlt der 

Beschwerdeführer unter Verrechnung seines Kostenvorschusses in der gleichen Höhe.

3./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                     Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Beda Eugster            Dr. Thomas Scherrer

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwältin Lisa Etter-Steinlin, 9000 St. Gallen)

-   die Vorinstanz

am:

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil Verwaltungsgericht, 27.08.2013
	Ausländerrecht, Härtefall, Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG. Der vergleichsweise intensiven affektiven und wirtschaftlichen Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem 2006 geborenen Sohn mit Schweizer Bürgerrecht steht sein bisheriges Verhalten in der Schweiz, das nicht als tadellos bezeichnet werden kann, gegenüber. Er hat unter anderem in unmittelbarer Anwesenheit der von ihm betreuten Kinder mit Kokain gehandelt und sich anlässlich einer polizeilichen Personenkontrolle renitent verhalten. Der Beschwerdeführer ist in beruflicher Hinsicht in der Schweiz integriert, jedoch erscheint seine Wiedereingliederung in Guinea, wo er bis zu seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 2002 im Alter von 22 Jahren und im Jahr 2007 lebte, nicht als stark gefährdet (Verwaltungsgericht, B 2013/36).

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		2025-07-19T10:30:15+0200
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