# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2ee50d8-57f6-59dd-a739-7c5da0dbdad7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.10.2014 UV 2013/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-61_2014-10-20.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/61

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.10.2014

Entscheiddatum: 20.10.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 20.10.2014
Art. 4 ATSG. Medizinische Massnahme. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt, da 
weder die Erweiterung des operativen Eingriffs noch der postoperativ 
aufgetretene Infekt oder die Nachbehandlung das Merkmal der 
Ungewöhnlichkeit erfüllen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2014, UV 2013/61).Bestätigt durch Urteil 
des Bundesgerichts 8C_858/2014

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Entscheid vom 20. Oktober 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, Rorschacher Strasse 107, 

9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___, war bei der B.___ AG als kaufmännische Angestellte tätig und dadurch bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 6. bzw. 7. November 2012 sei 

es am 26. Januar 2011 während einer Operation zu einem Behandlungsfehler 

gekommen. Der Versicherten habe aufgrund krankheitsbedingter Beschwerden ein 

Implantat in den Rücken eingesetzt werden müssen. Dabei habe der Operateur, Dr. 

med. C.___, Wirbelsäulenchirurgie FMH, Klinik D.___, ohne Einwilligung der 

Versicherten zwei Implantate eingesetzt, was zu einer Entzündung im Rücken geführt 

habe (Suva-act. 1, 3).

A.b  Gemäss den vorliegenden Akten führte Dr. C.___ bei der Versicherten am

26. Januar 2011 aufgrund der Diagnosen segmentale Instabilität L3/L4 und L4/L5, 

mediane Diskushernie L3/L4 sowie Protrusion L4/L5 eine Mikrodiskektomie L3/L4 von 

links sowie eine interspinöse Stabilisation L3/L4 (Diam) und L4/L5 (Bacjac) durch. Da 

sich intraoperativ eine deutlich vermehrte segmentale Beweglichkeit L3/L4 aber auch 

L4/L5 gezeigt habe, sei eine mikrochirurgische Dekompression mit Flavektomie von 

links L3/L4 mit einer Sequesterotomie und Teilnukleotomie durchgeführt worden. 

Anschliessend sei zur Stabilisierung interspinös ein Diam (10mm) eingelegt und 

befestigt worden. Da das Segment L4/L5 ebenfalls überbeweglich gewesen sei, sei 

dort eine interspinöse Bacjac-Stabilisation (12mm) durchgeführt worden (Suva-act. 18).

A.c  In der Folge wurde bei der Versicherten aufgrund einer zunehmenden Hautrötung 

mit Schwellung und progredienten lumbalen Schmerzen am 23. März 2011 eine 

Wundexzision lumbal auf Höhe L3/L4 durchgeführt. Dabei zeigte sich eine 

oberflächliche Infektion des subkutanen Fettgewebes. Die Versicherte wurde am 25. 

März 2011 bei reizlosen Wundverhältnissen entlassen (Suva-act. 20 f.).

A.d  Nachdem eine im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) durchgeführte 

Röntgenuntersuchung einen Infekt im Bereich des interspinösen Implantats auf Höhe 

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L4/L5 ergeben hatte (Suv-act. 36 f.), wurden die beiden Implantate am 16. Mai 2011 

operativ entfernt (Suva-act. 35). Im postoperativen Verlauf klagte die Versicherte 

weiterhin über lumbosakrale Schmerzen, weshalb sie vom 11. bis 28. Juli 2011 in der 

Rehaklinik Valens stationär behandelt wurde. Im Austrittsbericht vom 28. Juli 2011 

nannte die Klinik als Diagnosen ein chronisches lumbovertebrales Syndrom, 

Hyperlaxizität, muskuläre Dysbalance, Status nach Einlage zweier interspinöser 

Implantate L3/L4 und L4/L5 und Mikrodiskektomie L3/L4 bei chronischem 

lumbospondylogenem Schmerzsyndrom 01/2011, Status nach lumbaler Wundexzision 

von nekrotischem Gewebe bei postoperativem Wundinfekt 03/2011, Status nach 

Entfernung des Osteosynthesematerials L3/L4 und L4/L5 bei periprothetischem Infekt 

mit Propionibacterium acnes 05/2011 sowie Anpassungsstörung. Die Schmerzen seien 

auf eine ungenügende Stabilisationsfähigkeit der Wirbelsäule bei Hyperlaxizität 

(Beighton Score 8/9 Punkte) und muskulärer Dysbalance mit konsekutiver 

Wirbelsäulenfehlform und -haltung zurückzuführen (Suva-act. 11-54 ff.).

A.e  Nachdem mehrere diagnostische Infiltrationen der Segmente L3/L4, L4/L5 sowie 

L5/S1 durchgeführt worden und zwischenzeitlich eine Besserung der Beschwerden

eingetreten war (vgl. den Bericht vom 7. Dezember 2011, Suva-act. 28, sowie Suva-

act. 29 f.), hielt Dr. med. E.___, leitender Arzt Neurochirurgie, KSS, im Bericht vom 9. 

Mai 2012 fest, die Versicherte gebe an, am Beschwerdebild habe sich grundsätzlich 

nichts geändert und sie leide weiterhin an einem anhaltenden Verspannungs- und 

Verkürzungsgefühl im Kreuz. Letzteres exazerbiere weiterhin unter Inklination. Er führte 

aus, es sei festzuhalten, dass keine umschriebene Pathologie benannt werden könne, 

welche das von der Versicherten beklagte Beschwerdebild gut erkläre und mit 

operativen Massnahmen mit hoher Sicherheit wegzubringen wäre (Suva-act. 27).

A.f   Im Arztzeugnis UVG vom 19. November 2012 führte Dr. C.___ aus, bei der 

Versicherten bestehe ein chronifiziertes lumbo- und zervikospondylogenes Schmerz­

syndrom. Es bestünden keine neurologischen Defizite (Suva-act. 14).

A.g  In der Folge veranlasste die Suva hinsichtlich der Frage, ob aufgrund der Sachlage 

ein Unfallereignis vorläge, eine Beurteilung durch ihren Kreisarzt (vgl. Suva-act. 26). In 

der chirurgisch-orthopädischen Beurteilung vom 28. Januar 2013 führte Dr. med. F.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH und Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

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Bewegungsapparates, aus, die intraoperative Erweiterung des Eingriffs ohne 

Aufklärung, die Indikationsstellung zur Behandlung der vom Operateur diagnostizierten 

segmentalen Instabilität mit einem interspinösen Implantat sowie die Auswahl des 

speziellen Implantats im Abschnitt L4/L5 würden vom medizinischen Standard nicht in 

dem Ausmass abweichen, dass aus medizinischer Sicht ein Unfall im Sinn des 

Gesetzes vorläge. Ob das Ausmass der präoperativen Abklärung, die 

Indikationsstellung, die Implantatswahl und die postoperative Behandlung, 

insbesondere das Komplikations-Management, einen Behandlungsfehler darstellten, 

sei gegebenenfalls in einer weiteren Beurteilung zu klären (Suva-act. 38).

A.h  Mit Verfügung vom 10. April 2013 lehnte die Suva eine Leistungspflicht gestützt 

auf die Beurteilung vom 28. Januar 2013 ab (Suva-act. 42). Die dagegen vom 

Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, St. Gallen, am 

13. Mai 2013 erhobene Einsprache (Suva-act. 43) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 18. Juli 2013 ab (Suva-act. 49).

B.    

B.a  Dagegen liess die Versicherte am 16. September 2013 Beschwerde erheben und 

beantragen, der Einspracheentscheid vom 18. Juli 2013 sei aufzuheben und es seien 

ihr entsprechende Versicherungsleistungen zu entrichten, rückwirkend ab dem Unfall 

vom 26. Januar 2011. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu 

gewähren, unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter im Wesentlichen an, 

der Unfallbegriff sei erfüllt, da die intraoperative Erweiterung des Eingriffs ohne 

Aufklärung, die Indikationsstellung zur Behandlung der vom Operateur diagnostizierten 

segmentalen Instabilität mit einem interspinösen Implantat sowie die Auswahl des 

speziellen Implantats im Abschnitt L4/L5 vom medizinischen Standard derart 

abweiche, dass aus medizinischer Sicht von einem Unfall ausgegangen werden müsse 

und ausserdem gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung absolut 

vergleichbar sei mit einer Ungeschicklichkeit oder absichtlichen Schädigung, mit der 

niemand zu rechnen bräuchte (act. G 1).

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B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, beim 

beschriebenen operativen Eingriff (Suva-act. 18) sei kein ungewöhnliches Vorgehen zu 

erkennen. Es lägen weder Anzeichen für grobe und ausserordentliche Verwechslungen 

oder Ungeschicklichkeiten noch für eine absichtliche Schädigung vor. Die gewählten 

Implantate seien geeignet, die gewünschte interspinöse Stabilisierung zu bewirken. Ein 

Unfall sei bereits mangels Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors zu verneinen. Auch 

lägen keine Hinweise für einen Behandlungsfehler vor; die Operation sei vielmehr lege 

artis erfolgt (act. G 5).

B.c  Am 28. Oktober 2013 bewilligte das Versicherungsgericht das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G 7).

B.d  Mit Schreiben vom 16. Dezember 2013 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin einen Arztbericht von Dr. med. G.___, physikalische und 

rehabilitative Medizin, KSSG, vom 14. November 2013 ein (act. G 12, 12.1).

B.e  Mit Replik vom 15. Januar 2014 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

fest, wie bereits dargelegt überschreite ein operativer Eingriff an der Wirbelsäule mit 

Einsetzen eines Implantats ohne Zustimmung die Schwelle des Aussergewöhnlichen. 

Auch die medizinische Behandlung könne als ungewöhnlich beurteilt werden, da 

zumindest zu erwarten gewesen wäre, dass sich der Arzt nach der anspruchsvollen 

Operation bezüglich der Wundversorgung ein strenges Mass an Sorgfalt auferlege und 

der Patient nicht damit rechnen müsse, dass er diese Behandlung nur noch 

oberflächlich und verspätet vornehme (act. G 14).

B.f   Mit Duplik vom 28. Januar 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen 

fest und bestätigte den bereits vorgebrachten Standpunkt, wonach der Eingriff vom

26. Januar 2011 einerseits sehr wohl indiziert gewesen sei und andererseits die 

Schwelle der Aussergewöhnlichkeit in keiner Weise überschritten habe (act. G 16).

Erwägungen:

1.     

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Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob der am 26. Januar 2011 durchgeführte 

operative Eingriff einen Unfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 820.1) darstellt und die 

Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer entsprechend leistungspflichtig ist. Dabei 

stellt sich insbesondere die Frage, ob das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt ist.

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;

SR 832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Zudem 

erbringt die Versicherung Leistungen für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der 

Heilbehandlung zugefügt werden (vgl. Art. 6 Abs. 3 UVG). Als Unfall gilt die plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

1.2   Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der äussere Faktor 

ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder 

Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich 

nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Dies gilt auch, wenn zu beurteilen ist, 

ob ein ärztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt. Nach der Praxis ist es 

indessen mit dem Erfordernis der Aussergewöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine 

medizinische Massnahme in Frage steht (SVR 2001 KV Nr. 50 S. 145 E. 3a; BGE 122 V 

233 E. 1, 118 V 61 E. 2b, 283 E. 2a, je mit Hinweisen). Die Vornahme des 

medizinischen Eingriffs muss unter den jeweils gegebenen Umständen vom 

medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, 

entsprechend grosse Risiken in sich schliessen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 31 f.).

1.3   Ob der Unfallbegriff und namentlich das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors im Rahmen einer Krankenbehandlung, für welche der Unfallversicherer 

grundsätzlich nicht leistungspflichtig ist, ausnahmsweise erfüllt ist, ist aufgrund 

objektiver medizinischer Kriterien zu prüfen. Die Frage ist nur dann zu bejahen, wenn 

die ärztliche Vorkehr als solche den Charakter des ungewöhnlichen äusseren Faktors 

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aufweist, denn das Merkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition 

des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des äusseren Faktors, sondern allein auf 

diesen selbst. Ein Behandlungsfehler kann den Unfallbegriff namentlich dann erfüllen, 

wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und 

Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen 

niemand rechnet oder zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen 

Unfallversicherungsrechts vorliegt, beurteilt sich unabhängig davon, ob der Arzt oder 

die Ärztin einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlich-rechtliche) 

Haftung begründet (RKUV 2003 Nr. U 492 S. 371 E. 2.3, U 56/01, Urteil des 

Bundesgerichtes vom 9. November 2011, 8C_708/2011, in: SVR 2012 UV Nr. 11 S. 37).

1.4   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die 

Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht haben von 

sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 

zu sorgen. Dabei sind rechtserheblich alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, 

ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Wenn es sich jedoch als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, greift die Beweisregel 

Platz, dass die Parteien eine Beweislast insofern tragen, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b, 115 V 142 E. 8a).

2.     

2.1   Gemäss vorliegender Aktenlage hatte Dr. C.___ der Beschwerdeführerin beim 

operativen Eingriff vom 26. Januar 2011 neben einer Mikrodiskektomie L3/L4 und 

interspinösen Stabilisation L3/L4 (Diam) ohne Einwilligung ein weiteres interspinöses 

Implantat (Bacjac) auf Höhe L4/L5 eingesetzt (vgl. den Operationsbericht vom 26. 

Januar 2011, Suva-act. 18; vgl. auch die nicht unterzeichnete Operationseinwilligung 

vom 27. November 2012, Suva-act. 17). In diesem Zusammenhang ist zwischen den 

Parteien in erster Linie umstritten, ob diese von Dr. C.___ vorgenommene intraoperative 

Erweiterung des Eingriffs, worüber die Beschwerdeführerin präoperativ nicht aufgeklärt 

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worden war, vom medizinisch Üblichen ganz erheblich abweicht und ein entsprechend 

grosses Risiko in sich birgt, so dass das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit als 

erfüllt zu erachten ist.

2.2   Die Beschwerdeführerin erachtet den Unfallbegriff als erfüllt, da die Erweiterung 

des Eingriffs ohne Aufklärung, die Indikationsstellung zur Behandlung der 

diagnostizierten Instabilität mit einem interspinösen Implantat sowie die Auswahl des 

Implantats vom medizinischen Standard derart abweiche, dass von einem Unfall 

ausgegangen werden müsse (act. G 1, S. 11). Die Beschwerdegegnerin verneint die 

Ungewöhnlichkeit gestützt auf die chirurgische-orthopädische Beurteilung von Dr. 

F.___ vom 28. Januar 2013 (Suva-act. 38).

2.3   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen Herkunft noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

2.4   Dr. F.___ führte in seiner Beurteilung aus, in Kenntnis der Ausführungen im 

Austrittsbericht der Klinik Valens vom 28. Juli 2011 (Suva-act. 11-54 ff.) sei die 

intraoperativ vermehrte segmentale Beweglichkeit auch in Höhe L4/L5 nachvollziehbar, 

da die Klinik als Diagnose ein chronisches lumbovertebrales Syndrom, unter anderem 

bei Hyperlaxität, nenne und erklärt werde, dass die geklagten Schmerzen u.a. auf eine 

ungenügende Stabilisationsfähigkeit der Wirbelsäule bei Hyperlaxität zurückzuführen 

seien. Es werde der sogenannte Beighton-Score mit 8 von 9 Punkten angegeben, 

wobei anzumerken sei, dass in der Literatur ab einem Wert von 5 eine generalisierte 

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Hypermobilität als ausgewiesen gelte. Entsprechend erscheine es aufgrund der im 

Austrittsbericht mitgeteilten Befunde plausibel, dass Dr. C.___ auch in Höhe L4/L5 eine 

segmentale Instabilität vorgefunden habe. Dabei handle es sich um den gleichen 

Zustand wie ein Segment höher, für das der Operateur sich die Einwilligung habe 

geben lassen. Die intraoperative Erweiterung im Sinne der Durchführung eines für ein 

Wirbelsäulensegment bewilligten OP-Verfahrens auf ein weiteres Wirbelsäulensegment, 

für das intraoperativ dieselbe Diagnose gestellt werde, weiche vom medizinisch 

Üblichen nicht ganz erheblich ab. Hinsichtlich der Indikationsstellung und 

Implantatwahl führte Dr. F.___ aus, es sei zwar korrekt, dass der Hersteller als 

bevorzugte Indikation für das Bacjac-Implantat die Lumbalstenose mit neurogener 

Claudicatio angebe. Dies sei jedoch nicht die ausschliessliche Indikation, da eine 

interspinöse Stabilisierung mit dem Implantat ähnlich wie mit dem Diam-Implantat 

möglich sei. Ob nun überhaupt segmentale Instabilitäten mit einem interspinösen 

Transplantat erfolgsversprechend zu behandeln seien und welches der Implantate 

gegebenenfalls bevorzugt werden sollte, sei Frage eines Expertenstreits. Bezüglich der 

OP-Indikation und der Implantatwahl liege keine medizinische Massnahme vor, die, 

ähnlich einer ausserordentlichen Verwechslung oder Ungeschicklichkeit, mit der 

niemand zu rechnen brauche, vom Üblichen ganz erheblich abweiche. 

Zusammenfassend weiche die intraoperative Erweiterung des Eingriffs ohne 

Aufklärung, die Indikationsstellung zur Behandlung der von Dr. C.___ diagnostizierten 

segmentalen Instabilität mit einem interspinösen Implantat sowie die Auswahl des 

Implantats im Abschnitt L4/L5 vom medizinischen Standard nicht in einem Ausmass 

ab, dass aus medizinischer Sicht ein Unfall nach Art. 4 ATSG vorliege (Suva-act. 38).

2.5   Dr. F.___ legt in seiner Beurteilung in Würdigung der vorliegenden medizinischen 

Untersuchungsberichte und der bildgebenden Abklärungen überzeugend dar, dass der 

von Dr. C.___ durchgeführte Eingriff sowohl in Bezug auf die intraoperative Erweiterung 

als auch auf die Wahl des Implantats nicht derart aussergewöhnlich ist, dass ein Unfall 

nach Art. 4 ATSG zu bejahen wäre. Dr. F.___ zeigt einleuchtend auf, dass vor dem 

Hintergrund der intraoperativ gestellten Diagnose die von Dr. C.___ vorgenommene 

chirurgische Massnahme (Erweiterung des Eingriffs auf ein weiteres 

Wirbelsäulensegment) weder vergleichbar ist mit einer ausserordentlichen 

Verwechslung bzw. Ungeschicklichkeit noch mit einer absichtlichen Schädigung, mit 

der niemand rechnet oder zu rechnen braucht. Wie Dr. F.___ plausibel darlegt, mag die 

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Einsetzung der Implantate als indizierte Behandlung bei der vorliegenden Diagnose 

Frage eines Expertenstreites sein. So führte denn auch Dr. E.___ im Bericht vom 9. Mai 

2011 aus, die Indikation für das auf L4/L5 liegende interspinöse Implantat sei nicht 

ganz klar (Suva-act. 36). Die Durchführung einer solchen chirurgischen Massnahme, 

deren Indikation nicht abschliessend geklärt ist, genügt jedoch vor dem Hintergrund 

des an das Merkmal der Ungewöhnlichkeit anzulegenden strengen Massstabes nicht 

für die Bejahung des Unfallbegriffs. So ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

lediglich entscheidend, ob der Eingriff als solcher das Begriffsmerkmal der 

Aussergewöhnlichkeit erfüllt; der Indikation kommt in diesem Zusammenhang dagegen 

weder für sich allein noch im Verein mit anderen Umständen (wie ärztliche 

Fehlleistungen bei der Durchführung der Massnahme) irgendwelche Bedeutung zu. Bei 

der Indikation handelt es sich nicht um einen äusseren Faktor, sondern lediglich um 

den – auf vorgängigen ärztlichen Abklärungen und Erkenntnissen beruhenden – Grund, 

im Einzelfall ein bestimmtes diagnostisches oder therapeutisches Verfahren zur 

Anwendung zu bringen. Erweist sich die Indikation für einen im Rahmen der 

Krankheitsbehandlung erfolgten Eingriff nachträglich als falsch, liegt eine blosse 

Fehlbehandlung vor (vgl. BGE 118 V 283 E 3b). Wie in Erwägung 1.3 aufgezeigt, hat der 

Unfallversicherer hierfür nur aufzukommen, wenn die (nicht indizierte) Vorkehr selber 

die Schwelle der Aussergewöhnlichkeit überschreitet, was vorliegend zu verneinen ist.

2.6   Wie von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 18. Juli 2013

(Suva-act. 49, S. 5 f.) dargelegt, vermag auch der Einwand der Beschwerdeführerin, sie 

sei über die interspinöse Stabilisierung L4/L5 präoperativ nicht aufgeklärt worden, vor 

dem Hintergrund, dass sie unbestrittenermassen über das OP-Verfahren und die 

Risiken hinsichtlich des Wirbelsäulensegments L3/L4 aufgeklärt worden war und 

diesbezüglich ihre Einwilligung erteilt hatte, und sich die Erweiterung dieses Verfahrens 

auf das benachbarte Segment L4/L5 aufgrund gleicher Diagnose erst intraoperativ 

ergeben hatte, nicht durchzudringen. Dass ein Operateur in einem solchen Fall den 

Eingriff erweitert, stellt in medizinischer Hinsicht nichts derart Aussergewöhnliches dar, 

als dass das Merkmal der Ungewöhnlichkeit als erfüllt zu erachten wäre.

2.7   Nach dem Gesagten geht die Beschwerdegegnerin gestützt auf die plausible 

Beurteilung von Dr. F.___ im Einspracheentscheid vom 18. Juli 2013 zu Recht davon 

aus, dass die am 26. Januar 2011 durchgeführte medizinische Massnahme vom 

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medizinisch Üblichen nicht ganz erheblich abweicht und somit bezüglich des 

operativen Eingriffs kein Unfallereignis nach Art. 4 ATSG vorliegt.

3.     

3.1   Im Weiteren stellt sich die Frage, ob der postoperative Verlauf und insbesondere 

die postoperativen Komplikationen in Form des aufgetretenen Infekts das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit erfüllen. Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin erlittenen 

Infekts ist darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine 

Infektion durch eine Operationswunde nur dann als ungewöhnlich zu erachten ist, 

wenn sie nicht unter die Risiken fällt, mit welchen man bei der Vornahme einer 

medizinischen Massnahme grundsätzlich zu rechnen hat (vgl. BGE 118 V 230 E. 5a f.). 

Vorliegend sind den Akten keine Hinweise darauf zu entnehmen, dass der von der 

Beschwerdeführerin erlittene Infekt derart aussergewöhnlich ist, dass man von einem 

Risiko sprechen müsste, mit welchem die Beschwerdeführerin im Voraus nicht zu 

rechnen brauchte. 

3.2   Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin stellt sich im Weiteren auf den 

Standpunkt, dass die postoperative Behandlung durch Dr. C.___ unzureichend 

gewesen sei, da er die Klagen der Beschwerdeführerin über starke Schmerzen im 

Wundbereich ignoriert und die Infektion falsch behandelt habe; er macht mithin auch 

bezüglich der Nachbehandlung durch Dr. C.___ einen Behandlungsfehler geltend (act. 

G 1 S. 11).

3.3   Im Bericht über die Kontrolluntersuchung vom 8. März 2011 führte Dr. C.___ aus, 

klinisch zeige sich eine leichte Schwellung im oberen Drittel der Narbe, welche im 

normalen Rahmen sei. Ansonsten bestünden reizlose Wundverhältnisse und keine 

neurologischen Defizite. Die Röntgenuntersuchung der LWS habe eine gute Stellung 

der Implantate L3/L4 und L4/L5 interspinös ergeben. Das Segment L4/L5 sei vielleicht 

leicht überdistrahiert (Suva-act. 19). Am 23. März 2011 wurde die Beschwerdeführerin 

bei Diagnose einer oberflächlichen Wundinfektion lumbal nach Eingriff vom 26. Januar 

2011 operiert (Wundexzision lumbal auf Höhe L3/L4). Im entsprechenden Bericht 

gleichen Datums wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin habe während der 

letzten 1.5 Wochen an einer zunehmenden Hautrötung mit Schwellung und 

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progredienten lumbalen Schmerzen nach der Operation vom 26. Januar 2011 gelitten. 

Aufgrund der erhobenen Befunde mit zunehmenden Beschwerden habe man sich zur 

Wundrevision entschlossen. Bei der Operation hätten sich eine oberflächliche Infektion 

des subkutanen Fettgewebes und interspinös etwas nekrotisches Gewebe, aber kein 

Hinweis für ein Infektionszeichen und kein Eiter gezeigt. Am 25. März 2011 sei die 

Beschwerdeführerin bei reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen worden 

(Suva-act. 20 f.). Im Bericht über die Kontrolluntersuchung vom 19. April 2011 hielt Dr. 

C.___ fest, das Kontroll-MRI vom 12. April 2011 habe ein kleines subkutanes 

epifasziales Serom auf Höhe L3/L4 und eine kleine Resthernie L3/L4 ohne signifikante 

Stenose oder Wurzelkompression gezeigt. Das Segment L4/L5 scheine etwas 

überdistrahiert zu sein mit leichter kyphotischer Fehlstellung. Dies komme am ehesten 

als mögliche Schmerzursache in Frage. In dieser Situation komme bei seit drei 

Monaten persistierenden Beschwerden eine Revisionsoperation mit Entfernung des 

interspinösen Bacjac-Implantates L4/L5 in Frage. Da das Segment intraoperativ 

überbeweglich gewesen sei, sei eine dorsolaterale semirigide Stabilisation L3/L5 zu 

empfehlen (Suva-act. 23).  Im Bericht vom 9. Mai 2011 hielt Dr. E.___, an welchen die 

Beschwerdeführerin überwiesen worden war, sodann fest, nach einer 

Verdachtsdiagnose bestätigten die aktuellen Röntgenuntersuchungen einen Infekt im 

Bereich des interspinösen Implantats auf Höhe L4/L5. Aufgrund der doch recht 

ausgedehnten Entzündung seien die Implantate zu entfernen (Suva-act. 36; vgl. auch 

den Bericht vom 4. Mai 2011, Suva-act. 37). Am 16. Mai 2011 wurden die beiden 

Implantate entfernt (Suva-act. 35).

3.4   Dr. F.___ äussert sich in seiner Beurteilung vom 28. Januar 2013 nicht zur 

postoperativen Behandlung der Beschwerdeführerin durch Dr. C.___, sondern merkt 

lediglich an, dass die Frage, ob hinsichtlich des "Komplikations-Managements" des 

Operateurs ein Behandlungsfehler anzunehmen sei, gegebenenfalls in einer weiteren 

Beurteilung zu klären sei (Suva-act. 38, S. 11). In diesem Zusammenhang ist darauf 

hinzuweisen, dass selbst bei Annahme eines Behandlungsfehlers, dieser im 

vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage nicht die Schwelle der Aussergewöhnlichkeit 

überschreitet und nicht als ausserordentliche Ungeschicklichkeit oder gar absichtliche 

Schädigung zu qualifizieren ist, zumal mehrere Kontrolluntersuchungen im März und 

April 2011 durchgeführt worden waren und der Infekt mit Blick auf die 

Untersuchungsberichte (vgl. Suva-act. 19 ff.) nicht ohne Weiteres erkennbar war und 

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auch vom nachbehandelnden Kantonsspital St. Gallen erst aufgrund einer weiteren, im 

Rahmen einer Verdachtsdiagnose durchgeführten Röntgenuntersuchung im Mai 2011 

bestätigt werden konnte (vgl. Suva-act. 36 f.).

3.5   Was schliesslich den eingereichten Bericht von Dr. G.___ vom 14. November 2013 

(act. G 12.1) betrifft, so ist dieser entgegen der Argumentation des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin vorliegend nicht geeignet, zu belegen, dass hinsichtlich des von 

Dr. C.___ durchgeführten Eingriffs und der postoperativen Behandlung das Merkmal 

der Ungewöhnlichkeit als erfüllt erachtet werden müsste, zumal sich dem Bericht 

bezüglich der im vorliegenden Verfahren relevanten Fragen keinerlei Äusserungen 

entnehmen lassen.

4.     

Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass vorliegend kein versicherter Unfall im Sinne 

von Art. 4 ATSG vorliegt. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht damit zu 

Recht verneint.

5.     

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. G 7) hat der Rechtsbeistand Anspruch auf 

Entschädigung. Ausgehend von einer mittleren Entschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) hat der Staat hierfür im Umfang von 

80% (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]), d.h. mit einem Betrag 

von Fr. 3'200.--, aufzukommen. Die Beschwerdeführerin kann indessen, wenn es ihre 

wirtschaftlichen Verhältnisse gestatten, zur Nachzahlung der Auslagen für die 

Vertretung verpflichtet werden (Art. 117 ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung 

[ZPO; SR 272] in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, [VRP; sGS 951.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

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1.    Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.    Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.      Der Staat hat den unentgeltlichen Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin mit

Fr. 3'200.-- zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.10.2014
	Art. 4 ATSG. Medizinische Massnahme. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt, da weder die Erweiterung des operativen Eingriffs noch der postoperativ aufgetretene Infekt oder die Nachbehandlung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2014, UV 2013/61).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_858/2014

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