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**Case Identifier:** 38965376-a361-5dbf-953f-92a84df991bf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2019 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2019-1_0000-00-00.pdf

## Full Text

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

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Staatsorganisation 1
Organisaziun statala 
Organizzazione dello Stato

Kantonales Gesetz über die Gehälter und die berufliche 
Vorsorge der Mitglieder des Kantons- und des Verwal- 
tungsgerichts, Regelung betreffend die Erhöhung der 
Austrittsleistung.
– Historischer Abriss über die Gerichtsorganisation im 

Kanton Graubünden (Gerichtsreform 2000, Justizreform 
2006, Gebietsreform 2016/2017) (E.5.2.).

– Gesetzliche Grundlage und korrekte Auslegung der 
fraglichen Bestimmung (hier keine verfassungswidrige, 
rechtsungleiche und willkürliche Auslegung); Frage, ob 
eine Lücke in Bezug auf die (vollamtlichen) Mitglieder 
der Bezirksgerichte besteht, verneint (keine echte oder 
unechte Lücke bzw. kein rechtspolitischer Mangel, kein 
Rechtsmissbrauch); keine Verletzung des Vertrauens- 
schutzes (E.5.3 ff.).

Legge cantonale sugli stipendi e la previdenza professi- 
onale dei membri del Tribunale cantonale e del Tribuna- 
le amministrativo, norma riguardante l’aumento della 
prestazione d’uscita.
– Riassunto storico sull’organizzazione dei tribunali nel 

Cantone dei Grigioni (Riforma dei tribunali 2000, Riforma 
giudiziaria 2006, Riforma territoriale 2016/2017) (consid. 
5.2).

– Base legale e interpretazione corretta della relativa 
norma (nel caso in giudizio l’interpretazione non è né 
arbitraria né contraria alla costituzione o al principio 
dell’uguaglianza giuridica); negata la domanda se esiste 
una lacuna riguardo ai membri (a tempo pieno) dei tri- 
bunali distrettuali (nessuna lacuna propria o impropria 
risp. nessuna mancanza giuspolitica, nessun abuso del 
diritto); nessuna violazione del principio della tutela 
dell’affidamento (consid. 5.3 segg.).

Erwägungen:
5. Die Forderung des Klägers basiert auf Art. 5 Abs. 2 bzw.

Abs. 3 des Gesetzes über die Gehälter und die berufliche Vorsorge der 
Mitglieder des Kantons- und des Verwaltungsgerichts (GGVG;

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BR 173.050). Demnach werden die Sparguthaben im Zeitpunkt der 
Alterspensionierung zu Lasten des Kantons um 25 % erhöht bzw. ist 
auch bei einem vorzeitigen Austritt eine Erhöhung der Austritts- 
leistung zu Lasten des Kantons geschuldet, wobei der Zuschlag
2.5 % für jedes erfüllte Altersjahr ab Alter 50, insgesamt jedoch 
höchstens 25 % beträgt.

5.1.1. Im Nachfolgenden ist zu prüfen, ob Art. 5 Abs. 2 bzw. 
Abs. 3 GGVG auf den Kläger anwendbar ist oder nicht, ob er folglich 
eine um Fr.   höhere  Austrittsleistung  geltend machen kann oder 
nicht und wenn ja, ob sich dieser Anspruch zu Recht gegen den 
Beklagten richtet oder nicht. Gestützt auf die Rügen des Klägers ist 
auf die konkrete Tragweite des GGVG einzugehen, mithin auf die 
Frage, ob Art. 5 Abs. 2 bzw. Abs. 3 GGVG eine genügende 
gesetzliche Grundlage für die klägerische Forderung darstellt oder 
nicht. In diesem Zusammenhang hat sich das Gericht mit den 
Fragen auseinanderzusetzen, ob die vom Beklagten 
vorgenommene Auslegung, dem Kläger stehe keine Erhöhung der 
Austrittsleistung zu, verfassungswidrig, rechtsungleich und/oder 
willkürlich ist oder nicht, ob im GGVG in Bezug auf die (vollamtlichen) 
Mitglieder der Bezirksgerichte eine (echte oder) unechte Lücke besteht 
oder nicht und schliesslich, im Rahmen einer konkreten 
Normenkontrolle, ob dieses Gesetz selbst verfassungswidrig ist oder 
nicht.

5.1.2. Was den zeitlichen Aspekt betrifft, so ist auf die ge- 
setzlichen Grundlagen abzustellen, die im Zeitpunkt der Beendi- 
gung des öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses des Klägers 
bzw. von dessen Pensionierung am galten, es sei denn, es gälten  
andere  intertemporalrechtliche  Regelungen  (vgl.  Häfelin/ 
Müller/UHlMann, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich/St. Gallen 
2016, Rz. 288 ff., Rz. 293 f.). Später in Kraft getretene Erlasse können 
allerdings zur Auslegung und zum besseren Verständnis der mass- 
geblichen gesetzlichen Grundlagen beigezogen werden.

5.2. Der materiell-rechtlichen Prüfung des GGVG ist der 
besseren Übersicht und des besseren Verständnisses halber vor- 
auszuschicken, wie sich im Kanton die Organisation der Gerichte seit 
der Jahrtausendwende gewandelt hat:

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Rechtsprechung auf 
dem Gebiet der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit überwiegend Aufga- be der 
Gerichtsgemeinden; erst mit der Gründung des schweizeri- schen 
Bundesstaates von 1848 und dem damit notwendig gewor- denen 
Erlass einer modernen Kantonsverfassung wurde eine neue 
Gerichtsorganisation geschaffen, die auf 39 Kreis- und 14 Bezirks-

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gerichten sowie einem Kantonsgericht beruhte (ScHMid, in: Bänziger/ 
Mengiardi/Toller & ParTner, Kommentar zur Verfassung des Kantons 
Graubünden, Chur/Glarus/Zürich 2006, Art. 54 S. 4; Botschaft der 
Regierung an den Grossen Rat betreffend Optimierung der kanto- nalen 
Gerichtsorganisation [Justizreform], Heft Nr. 6/2006–2007,
S. 461; nachfolgend Botschaft Justizreform).

Mit der im Jahr 2000 gutgeheissenen Gerichtsreform wurden 
u.a. die Kreisgerichte und Kreisgerichtsausschüsse ab- geschafft, 
deren Aufgaben wurden auf die Bezirksgerichte über- tragen, und die 
Anzahl der Bezirksgerichte wurde auf 11 reduziert (Botschaft 
Justizreform, S. 461 mit Hinweis auf Botschaft zur Re- form der 
bündnerischen Gerichtsorganisation, Heft Nr. 2/1999– 2000, S. 53 ff., 
Botschaft Anschlussgesetzgebung Gebietsreform, Heft Nr. 10/2013–
2014, S. 763).

Mit der Justizreform des Jahres 2006 wurden das Kantons- 
und das Verwaltungsgericht neu strukturiert (Botschaft Justizre- form, 
S. 457 und S. 507). Diese Gerichte setzten sich bis zum Jahr 2008 
aus je einem vollamtlichen Präsidenten und zwei vollamtli- chen 
Vizepräsidenten sowie fünf nebenamtlichen Richterinnen und Richtern 
zusammen (vgl. Botschaft Justizreform, S. 462–464,
S. 483, Botschaft der Regierung an den Grossen Rat betreffend Er- 
lass GGVG, Heft Nr. 9/2006–2007, S. 1083, nachfolgend Botschaft 
GGVG). Seit dem 1. Januar 2009 bestehen diese beiden Gerichte aus 
je fünf bzw. sechs (Kantonsgericht seit 2016) vollamtlichen 
Richterinnen und Richtern (Botschaft Justizreform, S. 518, S. 570 
f.). Diese Reform machte die Totalrevision des Gerichtsverfas- 
sungsgesetzes (GVG; BR 310.000, in Kraft bis zum 31. Dezember 
2007) erforderlich, das neu als Gerichtsorganisationsgesetz (GOG; BR 
173.000) erlassen wurde und am 1. Januar 2008 in Kraft trat (vgl. 
Botschaft Justizreform, S. 507). Dieses GOG vom 31. August 
2006/1. Januar 2008 wurde ersetzt durch das GOG vom 16. Juni 
2010, in Kraft seit dem 1. Januar 2011 (vgl. Art. 74 Abs. 1 GOG).

Gleichzeitig mit dieser Revision (Justizreform 2006) sollte die 
Besoldung und die berufliche Vorsorge der bisherigen, aber auch der 
künftigen vollamtlichen Richterinnen und Richter des Kantons- und 
Verwaltungsgerichts – auch als vollamtliche Mit- glieder der 
kantonalen Gerichte bezeichnet – angepasst werden (Botschaft 
Justizreform, S. 467). Die bisherigen grossrätlichen Ver- ordnungen 
über die «Besoldung der Präsidenten und der Richter des 
Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts» sowie über die
«berufliche Vorsorge der vollamtlichen Mitglieder der kantonalen 
Gerichte» (BR 173.140 und BR 173.150) sollten in ein formell-rechtli-

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ches Gesetz überführt werden (Botschaft Justizreform, S. 467). Zu 
diesem Zweck wurden per 1. Januar 2007 das GGVG (Gesetz über die 
Gehälter und die berufliche Vorsorge der Mitglieder der kan- tonalen 
Gerichte) (vgl. Botschaft GGVG, S. 1079) erlassen und die 
entsprechenden grossrätlichen Verordnungen aufgehoben.

Im Zuge der Gebietsreform im Jahr 2016/2017 wurden die 
Regionalverbände und die Bezirke zu 11 Regionen zusammenge- 
führt, die Bezirksgerichte zu Regionalgerichten umbenannt und als 
untere kantonale Gerichte (Art. 54 Abs. 1 Ziff. 2 KV) statuiert sowie die 
Kreise als Körperschaften des öffentlichen Rechts aufgehoben 
(Botschaft  betreffend  Teilrevision  des  GOG/Gebietsreform,  Heft Nr. 
7/2015–2016, S. 349, nachfolgend Botschaft GOG; vgl. auch Bot- schaft 
betreffend Teilrevision Kantonsverfassung [Gebietsreform], Heft 
18/2011–2012, S. 1963). Im Rahmen dieser Revision wurde das GOG 
vom 16. Juni 2010 (in Kraft seit dem 1. Januar 2011) revidiert
(GOG vom 2. Februar 2016, in Kraft seit dem 1. Januar 2017).

Gleichzeitig mit dieser Gebietsreform (2016/2017) wurde der 
Titel des GGVG per 1. Januar 2017 geändert in Gesetz über die 
Gehälter und die berufliche Vorsorge der Mitglieder des Kantons- und 
des Verwaltungsgerichts (Botschaft GOG, S. 394, II. Ziff. 7,
S. 369, vgl. auch den Hinweis auf S. 351, Ziff. 2.3).

In Bezug auf die Besoldung und die berufliche Vorsorge der 
voll- und hauptamtlichen Mitglieder der Regionalgerichte er- liess das 
Kantonsgericht am 1. Dezember 2016 gestützt auf Art. 51a Abs. 3 KV, 
auf das GOG und das Finanzhaushaltsgesetz (FHG; BR 710.100) die 
Regionalgerichtsverordnung (RGV; BR 173.500), die am 1. Januar 
2017 in Kraft trat und die ursprüngliche, ebenfalls vom Kantonsgericht 
erlassene Verordnung über die Organisati- on, die Besoldung und das 
Rechnungswesen der Bezirksgerichte (Bezirksgerichtsverordnung 
[BGV; BR 173.500]) vom 14. Dezember 2010 ersetzte, die ihrerseits 
die gleichnamige BGV vom 1. Juli 2008 ersetzte (vgl. auch Erwägung 
5.4.2.1).

5.3. Sowohl die Eingriffs- wie auch die Leistungsverwaltung 
sind  dem  Legalitätsprinzip  unterworfen  (Häfelin/Müller/UHlMann, 
a.a.O., Rz. 379, 381). Dieses besagt, dass sich jegliche Verwaltungs- 
tätigkeit auf ein Gesetz stützen muss; Verwaltungstätigkeiten, die nicht  
auf  einem  Gesetz  beruhen,  sind  unzulässig  (Häfelin/Müller/ UHlMann, 
a.a.O., Rz. 325). Gesetze sind die wichtigsten Quellen des 
Verwaltungsrechts (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 66). Beste- hen 
Unklarheiten über die Tragweite eines Rechtssatzes, so ist des- sen  
Sinn  durch  Gesetzesauslegung  zu  ermitteln  (Häfelin/Müller/ UHlMann, 
a.a.O., Rz. 175). Auslegung ist notwendig, wo der Geset-

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zeswortlaut nicht klar ist oder wo Zweifel bestehen, ob ein schein- bar 
klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Häfelin/ 
Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 175); mit der Auslegung ist auch dafür zu 
sorgen, dass die verwaltungsrechtlichen Bestimmungen die 
massgeblichen Verfassungsgrundsätze und verfassungsmässigen 
Rechte beachten (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 176.). Für die 
Normen des Verwaltungsrechts gelten die üblichen Methoden der 
Gesetzesauslegung, wobei die grammatikalische, historische, zeit- 
gemässe, systematische und teleologische Auslegungsmethode zur 
Anwendung gelangen (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 177).

5.4.1. Im Zeitpunkt, als der Kläger zurücktrat und pensio- niert 
wurde (im Jahr   ), war das GGVG vom 19. Oktober 2006 mit dem 
ursprünglichen Titel «Gesetz über die Gehälter und die be- rufliche 
Vorsorge der Mitglieder der kantonalen Gerichte» in Kraft (seit 1. 
Januar 2007). Aus dieser Bezeichnung allein (Titel) und auch aus dem 
Wortlaut von Art. 5 Abs. 2 bzw. Abs. 3 GGVG (vgl. Erwä- gung 5) geht 
nicht eindeutig hervor, wer mit «vollamtliche Mitglie- der der kantonalen 
Gerichte» gemeint war. Um dies zu bestimmen, ist auf die Materialien 
zurückzugreifen.

5.4.2.1. Vorläufer des GGVG waren die grossrätlichen Ver- 
ordnungen über die Besoldung der Präsidenten und Richter des 
Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts vom 20. Novem- ber 
1974, in Kraft seit dem 1. Januar 1975 (BR 173.140) und über die 
berufliche Vorsorge der vollamtlichen Mitglieder der kanto- nalen 
Gerichte vom 2. Oktober 2000, in Kraft seit dem 1. Januar 2001 (BR 
173.150; deren Vorläufer ihrerseits die Verordnung über die 
Versicherung der Gerichtsmitglieder des Kantonsgerichts und 
Verwaltungsgerichts vom 30. November 1993 war) (vgl. Botschaft 
GGVG, S. 1079, und für den Wortlaut der Verordnungen Botschaft 
GGVG S. 1145 ff.). Die vollamtlichen Mitglieder von Kantons- und 
Verwaltungsgericht waren bis zum Inkrafttreten des GGVG in einer 
separaten öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtung versichert, die 
Verwaltung der Kasse und somit auch der Einzug der Prämi- en 
erfolgte über die Pensionskasse Graubünden (früher Kantonale 
Pensionskasse Graubünden; nachfolgend KPG) (Art. 10 Verord- nung 
über die berufliche Vorsorge [BR 173.150]; Botschaft GGVG,
S. 1080, vgl. auch Botschaft Teilrevision des Gesetzes über die Kan- 
tonale Pensionskasse Graubünden [PKG; BR 170.450], Heft Nr.  20
/2006 –2007, S. 2252 zu Art. 36).

Die Besoldung und die berufliche Vorsorge der voll- und 
hauptamtlichen Mitglieder der Bezirksgerichte hingegen war zum 
damaligen Zeitpunkt in den vom Kantonsgericht erlassenen Wei-

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sungen zur Organisation sowie zum Personal- und Rechnungswe- sen 
der Bezirksgerichte geregelt, die von der vom Kantonsgericht 
erlassenen BGV (vom 1. Juli 2008, in Kraft seit 1. Januar 2009) er- 
setzt wurde (vgl. Erwägung 5.2), die ihrerseits ersetzt wurde durch die 
BGV vom 14. Dezember 2010, in Kraft seit dem 1. Januar 2011.

Die grossrätlichen Verordnungen betreffend Besoldung und 
berufliche Vorsorge der Magistratspersonen (BR 173.140 und BR 
173.150) mussten in formell-rechtliche Gesetze überführt wer- den 
(Botschaft GGVG, S. 1080), weil die KV (vgl. Art. 31 Abs. 2 Ziff. 5 KV: 
Grundsätze von Organisation und Aufgaben der Behörden und Gerichte) 
den Erlass dieser Bestimmungen neu auf Gesetzesstufe vorschrieb 
(Botschaft Justizreform, S. 467 f.). In der Folge wurde das GGVG 
vom 19. Oktober 2006 – mit dem Titel «Gesetz über die Gehälter und 
die berufliche Vorsorge der Mitglieder der kantonalen Gerichte» – 
erlassen, das am 1. Januar 2007 in Kraft trat. Der Titel des GGVG 
wurde per 1. Januar 2017 geändert in «Gesetz über die Gehälter und 
die berufliche Vorsorge der Mitglieder des Kantons- und des 
Verwaltungsgerichts» (Botschaft GOG, S. 394, II. Ziff. 7,
S. 369, vgl. auch den Hinweis auf S. 351). Begründet wurde diese 
Änderung damit, dass der Anwendungsbereich des Gesetzes das 
Kantons- und Verwaltungsgericht, jedoch nicht die Regionalge- richte 
umfasse (Botschaft GOG, S. 369). Dies entspricht einerseits der 
ursprünglichen Formulierung im Titel der erwähnten grossrät- lichen 
Verordnungen aus den Jahren 1974 und 1993 und stimmt andererseits 
insofern mit der seinerzeitigen Zielrichtung der Jus- tizreform von 2006 
überein, als diese die Neustrukturierung ledig- lich des Kantons- und 
des Verwaltungsgerichts (nicht jedoch der Bezirksgerichte) vorsah 
(vgl. Botschaft Justizreform, S. 457, 507).

Die BGV, welche die Bezirksgerichte betraf, wurde eben- falls 
per 1. Januar 2017 durch die vom Kantonsgericht gestützt auf die KV 
und das GOG erlassene RGV ersetzt.

5.4.2.2. In Bezug auf den Inhalt wird in der Botschaft GGVG 
ausgeführt, dass gleichzeitig mit der Justizreform die Besoldung und 
die berufliche Vorsorge der bisherigen, aber auch der künfti- gen 
vollamtlichen Richterinnen und Richter bzw. der vollamtlichen Mitglieder 
der kantonalen Gerichte angepasst werden müssten (Botschaft 
Justizreform, S. 467, Botschaft GGVG, S. 1083). Dringlich sei die 
Anpassung im Bereich der beruflichen Vorsorge, weil die aktuelle 
Regelung den bundesrechtlichen Vorgaben nicht vollum- fänglich 
entspreche (Botschaft Justizreform, S. 467) bzw. weil die 
Finanzkontrolle verschiedene Rügen materieller und formeller Na- tur 
geltend mache und die berufliche Vorsorge der Magistratsper-

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sonen daher in die KPG integriert werden solle (Botschaft GGVG,
S. 1081). Art. 36 des Finanzhaushaltsgesetzes (BR 710.100) ermäch- 
tige den Grossen Rat, die Versicherungen der Richterinnen und 
Richter des Kantons- und Verwaltungsgerichts in die KPG zu inte- 
grieren (S. 1081). Mit dem Eintritt in die KPG gehe eine Reduktion der 
Leistungen einher, die mit der Erhöhung des Sparguthabens um 25 
% teilweise aufgefangen werden solle (Botschaft GGVG,
S. 1082). Zurzeit seien die beiden Präsidenten und die vier Vizeprä- 
sidenten von der Integration in die KPG betroffen – die nebenamt- 
lichen Richterinnen und Richter also nicht –, bei einem Wechsel zu 
vollamtlichen Richterinnen und Richtern würden auch diese zu den 
gleichen Bedingungen in der KPG versichert (Botschaft GGVG, S. 1083).

5.4.2.3. Aus diesen Ausführungen zu Entstehung und Zweck 
des GGVG, aus dem Hinweis im Finanzhaushaltsgesetz sowie auch aus 
dem später geänderten Titel des GGVG geht hervor, dass das GGVG 
bzw. die fraglichen Bestimmungen in Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG nur 
für die vollamtlichen Richterinnen und Richter des Kan- tons- und des 
Verwaltungsgerichts Gültigkeit haben sollten bzw. haben (ursprünglich 
nur für die vollamtlichen, nach dem System- wechsel für alle 
Richterinnen und Richter). Für den Kläger galten (im Zeitpunkt seiner 
Pensionierung) hingegen die Weisungen des Kantonsgerichts zur 
Organisation sowie zum Personal- und Rech- nungswesen der 
Bezirksgerichte (ersetzt per 1. Januar 2009 durch die BGV). Hätte nun, 
wie der Kläger geltend macht, das GGVG vom
1. Januar 2007 auch für die vollamtlichen Mitglieder der Bezirksge- 
richte Geltung erlangt, würden zwei Erlasse gleichzeitig die beruf- liche 
Vorsorge der Mitglieder der Bezirksgerichte regeln. Dies wäre 
widersprüchlich, weshalb nicht einzusehen ist, dass der Gesetz- 
geber mit dem GGVG – ohne dass gleichzeitig die Weisungen des 
Kantonsgerichts bzw. die BGV aufgehoben worden wären – eine 
zweite Regelung mit Gültigkeit auch für die berufliche Vorsorge der 
vollamtlichen Mitglieder der Bezirksgerichte hätte erlassen sollen.

5.4.3. Die vollamtlichen Richterinnen und Richter der 
Bezirksgerichte waren zum Zeitpunkt des Erlasses des GGVG 
(2006/2007) entweder bereits der KPG angeschlossen (vgl. Art. 3 
Abs. 2 PKG vom 16. Juni 2005, in Kraft seit 1. Januar 2006, der 
die Möglichkeit, sich freiwillig anzuschliessen, statuierte) oder in 
einer eigenen Vorsorgeeinrichtung versichert (wie auch der Kläger als 
vollamtliches Mitglied des Bezirksgerichts B. ). Letzteres war 
gemäss BGV (in der Fassung von 2010) bis Ende 2012 möglich, wobei 
vorausgesetzt wurde, dass die Leistungen der Vorsorgeein-

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richtung mit denen der KPG zumindest gleichwertig seien (Art. 13 Abs. 
2 BGV; auch der Systemwechsel bei der Vorsorgeeinrichtung des 
Bezirksgerichts B. im Jahr 2005 bezweckte eine Anglei- chung an 
die KPG). Auch in diesem Zusammenhang wäre es nicht 
nachvollziehbar, wenn das GGVG (in Kraft seit dem 1. Januar 2007), das 
den Anschluss an die KPG vorschrieb (vgl. Art. 5 Abs. 1 GGVG), mit 
Wirkung auch für die Bezirksgerichte erlassen worden wäre: 
Während die vollamtlichen Mitglieder des Kantons- und Verwal- 
tungsgerichts vor dem 1. Januar 2007 noch einer eigenen Vorsor- 
gestiftung angeschlossen waren (Botschaft Justizreform, S. 467, 
Botschaft GGVG, S. 1081), war der Anschluss an die KPG für die 
vollamtlichen Mitglieder der Bezirksgerichte bereits vorher mög- lich 
bzw. wurde er sogar empfohlen (vgl. Art. 3 Abs. 2 KPG vom
16. Juni 2005, Art. 11 Abs. 1 BGV vom 1. Juli 2008). Obligatorisch 
wurde der Anschluss an die KPG für die vollamtlichen Mitglieder der 
Bezirksgerichte erst ab dem Jahr 2013 (Art. 13 Abs. 2 BGV vom
14. Dezember 2010). Damit bestand einerseits im Jahr 2007, als das 
GGVG in Kraft trat, für die vollamtlichen Mitglieder der Bezirksge- 
richte kein Bedarf nach einer zusätzlichen Regelung über die beruf- liche 
Vorsorge. Andererseits hätte es im Jahr 2016 des Erlasses des RGV 
(in Kraft seit 1. Januar 2017) nicht bedurft, sondern höchstens einer 
Anpassung der Bezeichnung im GGVG, wenn das GGVG auch die 
berufliche Vorsorge der vollamtlichen Richterinnen und Richter der 
Bezirksgerichte geregelt hätte.

5.4.4. Diese Auffassung kommt auch in der Botschaft GOG 
(2015–2016) an mehreren Stellen zum Ausdruck. So wird beispiels- 
weise unter dem Titel Personal- und Vorsorgewesen festgehalten, 
dass sich die (…) berufliche Vorsorge der Richterinnen und Richter des 
Kantons- und Verwaltungsgerichts nach der Spezialgesetzge- bung 
richte, die (…) berufliche Vorsorge der voll- und hauptamt- lichen 
Mitglieder der Bezirksgerichte hingegen nach dem kanto- nalen 
Personal- bzw. Pensionskassenrecht (S. 351). Ferner wird explizit 
erwähnt (vgl. Erläuterungen zu den einzelnen geänderten 
Bestimmungen, Ziff. 5.8 Gesetz über die Gehälter und die berufli- che 
Vorsorge der Mitglieder der kantonalen Gerichte), dass der An- 
wendungsbereich des GGVG das Kantons- und das Verwaltungs- 
gericht umfasse, nicht jedoch die Regionalgerichte (…), weshalb der 
Titel des GGVG zu präzisieren sei (S. 369).

5.4.5. Schliesslich geht auch aus dem anlässlich der Be- 
zirksgerichtspräsidenten-Konferenz vom 7. März 2008 in Landquart 
gestellten «Antrag auf Pensionskassen-Regelung für die Mitglieder der 
Bezirksgerichte» hervor, dass auch die Präsidenten, Vizepräsi-

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dentinnen und Vizepräsidenten der Bezirksgerichte davon ausgin- gen, 
dass das GGVG nicht auf sie anwendbar sei. Wörtlich führen sie im 
Antrag aus: «Mit den ‚kantonalen Gerichten‘ sind offen- sichtlich nur 
das Kantons- und Verwaltungsgericht gemeint. In der Botschaft der 
Regierung fehlt jeglicher Hinweis auf die elf Bezirks- gerichte und die 
erstinstanzlichen Gerichte waren auch in den Bera- tungen im Grossen 
Rat kein Thema» (vgl. S. 3 mit Hinweis in Fn 12 auf das Protokoll des 
Grossen Rates vom 19. Oktober 2006, S. 543 ff.). Aus diesem Grund 
schlug die Bezirksgerichtspräsidenten- Konferenz den Erlass eines 
ähnlich lautenden Gesetzes über die berufliche Vorsorge der 
Mitglieder der Bezirksgerichte vor. Im fraglichen Entwurf war 
ebenfalls ein Zuschlag von 25 % der Austrittsleistung analog Art. 5 
Abs. 2 und Abs. 3 GGVG vorgesehen. Der Gesetzgeber ist diesem 
Vorschlag in der Folge offensichtlich nicht gefolgt, zumal im Zuge 
der Justizreform (2006–2007) das BGV nicht entsprechend revidiert 
wurde und in dem im Jahr 2017 erlassenen RGV bezüglich der 
beruflichen Vorsorge lediglich auf das kantonale Personalrecht und 
das PKG verwiesen wird (Art. 13 RGV), die ihrerseits bezüglich der 
beruflichen Vorsorge der Mitglieder der Regionalgerichte keine 
Sonderregelung enthalten.

5.4.6. Aus den Materialien zum Erlass des GGVG ergibt sich 
somit klar, dass das GGVG und somit auch Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 
GGVG nicht auf die vollamtlichen Richterinnen und Richter der Be- 
zirksgerichte Anwendung finden sollten, wie der Kläger geltend macht, 
sondern nur auf die vollamtlichen Richterinnen und Richter des 
Kantons- und Verwaltungsgerichts, wie der Beklagte geltend macht.

5.5. Mit der Auslegung ist auch dafür zu sorgen, dass die 
verwaltungsrechtlichen Bestimmungen die massgeblichen Ver- 
fassungsgrundsätze und verfassungsmässigen Rechte beachten 
(Häfelin/Müller/UHlMann,  a.a.O.,  Rz.  176).  Bei  der  verfassungskon- 
formen Auslegung wird die Norm eines Gesetzes oder einer Ver- 
ordnung im Lichte der Bestimmungen der Verfassung interpretiert; der 
Sinn einer Vorschrift wird mit Blick auf die Verfassung ermit- telt 
(Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 194). Im Verwaltungsrecht kommt 
die verfassungskonforme Auslegung zum Zug, wenn die 
anerkannten Auslegungsmethoden zu unterschiedlichen Deutun- gen 
einer Norm führen (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 194).

5.5.1. Wie vorne in den Erwägungen 5.4.2. ff. dargelegt, er- gibt 
die Auslegung von Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG nach den ver- 
schiedenen Auslegungsmethoden (insbesondere die historische und 
teleologische Auslegung) keine unterschiedliche Deutung.

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Über die Tragweite der Bestimmung bestand keine Unsicherheit, 
selbst die Präsidenten, die Vizepräsidentinnen und Vizepräsiden- ten 
der Bezirksgerichte gaben anlässlich der Bezirksgerichtspräsi- denten-
Konferenz im Jahr 2008 die Einschätzung wieder, dass das GGVG auf 
sie nicht anwendbar sei. Da die Auslegung ihre Schran- ke immer im 
klaren Wortlaut und Sinn einer Gesetzesbestimmung findet 
(Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 194; BGE 140 I 353 E.3), bleibt es 
bei der in Erwägung 5.4.6. dargelegten Auslegung von Art. 5 Abs. 2 
und Abs. 3 GGVG.

5.5.2. Selbst wenn aber die Deutung von Art. 5 Abs. 2 und 
Abs. 3 GGVG Schwierigkeiten bereitete, würde die Auslegung, dass das 
GGVG nicht auf die vollamtlichen Mitglieder der Bezirks- bzw. 
Regionalgerichte anwendbar ist, entgegen den Behauptungen des 
Klägers der Verfassung nicht entgegenstehen.

Art. 54 KV in ihrer Fassung des Jahres 2004 (nachfolgend 
KV 2004) sah vor, dass die Zivil- und die Strafgerichtsbarkeit durch 
das Kantonsgericht (Abs. 1 Ziff. 1), die Bezirksgerichte (Abs. 1 Ziff. 
2) sowie die Kreispräsidentinnen und Kreispräsidenten (Abs. 1 Ziff. 3) 
ausgeübt werden. Per 1. Januar 2011 wurde Art. 54 Abs. 1 Ziff. 3 KV, 
mithin die Funktion der Kreispräsidentinnen und Krei- spräsidenten 
aufgehoben, per 1. Januar 2017 traten an Stelle der Bezirksgerichte die 
Regionalgerichte, die neu und erstmals explizit die Bezeichnung «untere 
kantonale Gerichte» bekamen (Änderung von Art. 54 Abs. 1 Ziff. 2 KV). 
Dementsprechend wurde Art. 71 KV 2004 (Bezirke als 
Gerichtssprengel für die Zivil- und Strafgerichts- barkeit) angepasst 
und übergangsrechtlich per 1. Januar 2016 Art. 108 Abs. 2 der 
Schlussbestimmungen KV eingefügt, wonach die Bezirke bis Ende 
2016 die Gerichtssprengel für die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit 
bildeten.

Inwiefern das GGVG bzw. Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG 
diesen verfassungsrechtlichen Bestimmungen zuwiderlaufen wür- den, 
vermag der Kläger nicht überzeugend darzulegen. Die KV sah und sieht 
für den Kanton verschiedene Gerichtsebenen mit unter- schiedlicher 
hierarchischer Stellung (erste und zweite Instanz, vgl. dazu Erwägung 
5.5.3) und somit verschiedenen Funktionen und Aufgaben vor (vgl. 
auch Art. 11 ff., Art. 27 ff., Art. 37 ff. GOG vom
31. August 2006). Der Umstand, dass all diese Gerichtsinstanzen und 
deren Organisation im GOG geregelt sind, ist zumindest eine 
gesetzgeberische Zweckmässigkeit, wenn nicht gar Notwendig- keit, 
und er bedeutet zwar, dass alle diese Gerichte (in geografi- scher 
Hinsicht) der Gerichtsorganisation des Kantons angehören, jedoch 
entgegen den Ausführungen des Klägers, nicht automa-

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

35

tisch, dass sie alle, also auch die Bezirksgerichte, auch auf funkti- 
oneller Ebene als «kantonale» Gerichte anerkannt worden wären. Mit 
der Gesetzessystematik vereinbar ist des Weiteren, dass un- 
terschiedliche Regelungen über die Besoldung und die berufliche 
Vorsorge der Mitglieder dieser verschiedenen Gerichtsinstanzen 
bestanden (vgl. Erwägung 5.4.2.1, grossrätliche Verordnungen be- 
treffend Besoldung und berufliche Vorsorge der Präsidenten und der 
Richter des Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts bzw. der 
vollamtlichen Mitglieder der kantonalen Gerichte [BR 173.140 und BR 
173.150], kantonsgerichtliche Weisungen zur Organisation sowie zum 
Personal- und Rechnungswesen der Bezirksgerichte bzw. BGV). 
Folglich steht der KV (insbesondere Art. 54 KV 2004) und dem GOG 
nicht entgegen, dass mit dem im Jahr 2007 in Kraft getretenen GGVG 
eine spezifische Regelung nur für die kantonalen Gerichte, mithin nur für 
die vollamtlichen Mitglieder des Kantons- und Verwaltungsgerichts, 
erlassen wurde.

5.5.3. Der Kläger rügt auch, dass bei der Auslegung des 
GGVG die Rechtsgleichheit verletzt sei. Eine rechtsanwendende 
Behörde verletzt dann den Gleichheitssatz, wenn sie zwei gleiche 
tatsächliche Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich 
beurteilt (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 587).

Das Gericht kommt auch hier zum Schluss, dass die Nicht-
Anwendbarkeit des GGVG auf die vollamtlichen Mitglie- der der 
Bezirksgerichte für den Fall, dass die Deutung von Art. 5 Abs. 2 und 
Abs. 3 GGVG nicht eindeutig wäre (vgl. Erwägungen
5.5–5.5.1), nicht rechtsungleich ist. Im Kanton Graubünden ist die 
Gerichtsbarkeit für die zivil- und strafrechtlichen Fälle in zwei In- 
stanzen aufgeteilt, die Bezirks- bzw. Regionalgerichte als erste 
Instanz (Art. 4 f. des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zi- 
vilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), das Kantonsgericht als 
obere (Rechtsmittel-)Instanz (Art. 6 f. EGzZPO). Damit sind, wie be- 
reits erwähnt, den verschiedenen Gerichtsinstanzen verschiedene 
Funktionen und Aufgaben zugewiesen. Auch wenn, wie die Beige- 
ladenen ausführen, seit der Jahrtausendwende die Finanzierung der 
Bezirks- bzw. Regionalgerichte in immer grösserem Umfang von den 
Trägergemeinden weg auf den Kanton überging (vgl. auch Art. 18 BGV) 
und auch die personalrechtliche Situation der Mitglie- der der 
ehemaligen Bezirks- bzw. nunmehr der Regionalgerichte immer mehr 
vom Kanton aus geregelt wurde (vgl. z.B. Art. 9–14, Art. 13 Abs. 1, 
Art. 17 BGV), ist doch bereits aufgrund der unter- schiedlichen 
hierarchischen Struktur, Funktionen und Aufgaben vertretbar, das 
GGVG so auszulegen, dass es nur für die oberen

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

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Gerichtsinstanzen Gültigkeit hat. Das Bundesgericht hat in BGE 138 I 
321 (E.5.3.1) in Bezug auf die Frage der Besoldung von Gerichts- 
mitgliedern (Ober- und Verwaltungsgericht einerseits sowie Sozi- 
alversicherungsgericht andererseits) bestätigt, dass die Stellung eines 
Gerichts im Instanzenzug bzw. dessen rechtsprecherische Tätigkeit 
ein sachliches Kriterium für eine Lohndifferenz darstellt. Weshalb 
dieses Kriterium (unterschiedliche Funktion bzw. Stellung im 
Instanzenzug) sowie auch andere für die Lohnhöhe massgebli- che 
Kriterien – der Kläger erwähnt Verantwortung, Aufgabenbe- reich, 
Arbeitslast, Qualifikation etc., das Bundesgericht führt Alter, 
Dienstalter, Erfahrung, Leistung, Aufgabenbereich, Verantwortung an 
(BGE 138 I 321 E.3.3) – eine unterschiedliche Besoldung sollen 
rechtfertigen können, jedoch nicht eine unterschiedliche Regelung der 
Altersvorsorge, wie der Kläger argumentiert, ist nicht nachvoll- ziehbar. 
Immerhin gehört die Altersvorsorge im weiteren Sinn auch zur 
Besoldung bzw. hängt die Beitragshöhe und damit die Äufnung des 
Austrittsguthabens auch von der Höhe des Lohnes ab (vgl. Art. 7 und 
8 des PKG).

Dies gilt umso mehr, als es für die Erhöhung der Austritts- 
leistung der vollamtlichen Mitglieder des Kantons- und Verwal- 
tungsgerichts noch einen weiteren sachlichen Grund gab, näm- lich 
das tiefere Leistungsniveau im Bereich Altersleistungen bei der 
KPG im Vergleich zu den Leistungen bei der bisherigen Vor- 
sorgeeinrichtung. Durch die von der Finanzkontrolle verlangte 
Überführung der beruflichen Vorsorge dieser Gerichtsmitglieder von 
der bisherigen Vorsorgeeinrichtung in die KPG ging nämlich eine 
Schlechterstellung einher, die mit der Erhöhung der Austritts- leistung 
gemäss GGVG teilweise (eine moderate Reduktion der 
Altersleistungen blieb bestehen) aufgefangen werden sollte (vgl. 
Botschaft GGVG, S. 1081 f.). Dass im Zeitpunkt des Erlasses des 
GGVG (in Kraft seit 2007) bei den Bezirksgerichten eine ähnlich 
vorteilhaftere Regelung als diejenige in der KPG bestanden hätte (vgl. 
Erwägung 5.4.3), derer die vollamtlichen Mitglieder der Be- 
zirksgerichte mit dem Übertritt in die KPG verlustig gegangen wä- ren, 
ist nicht ersichtlich. Jedenfalls legt der Kläger Solches nicht dar, 
insbesondere nicht, dass er als ehemaliger vollamtlicher Prä- sident 
des Bezirksgerichts B. einer Vorsorgeeinrichtung mit ähnlich 
besseren Altersleistungen wie seinerzeit die Mitglieder des Kantons- 
und Verwaltungsgerichts angeschlossen gewesen wäre. Im Gegenteil, 
die mit einer Nachzahlung von Fr. einherge- gangene Änderung des 
Vorsorgeplans bei der Vorsorgeeinrich- tung des damaligen 
Bezirksgerichts B. im Jahr 2005, die zur

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

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Aufhebung der Maximierung des versicherten Lohnes und zu ei- ner 
Angleichung an die Lösung der KPG führte, deutet eher darauf hin, dass 
der Wechsel in die KPG, wenn überhaupt, dann mit einer 
Besserstellung einhergegangen sein dürfte. Wäre dem tatsächlich so 
(was aus den Akten nicht klar hervorgeht), so hätte der Kläger (wohl 
trotz einer Nachzahlung seinerseits) – im Gegensatz zu den 
vollamtlichen Mitgliedern des Kantons- und Verwaltungsgerichts
– nicht nur den Besitzstand bewahren, sondern von einer Verbes- 
serung profitieren können.

Eine rechtsungleiche Auslegung bzw. Anwendung des GGVG 
wäre unter all diesen Umständen, auch wenn Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 
GGVG unterschiedliche Deutungen zuliesse (vgl. Erwä- gungen 5.5–
5.5.1, was hier nicht der Fall ist), zu verneinen.

5.5.4. Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt bei der Auslegung 
und Anwendung von Gesetzesnormen nicht bereits vor, wenn eine 
andere Auslegung ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender er- 
scheint, sondern erst, wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist 
(Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 605). Dies ist insbesondere dann 
der Fall, wenn er zur tatsächlichen Situation in klarem Wider- spruch 
steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrund- satz krass 
verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeits- gedanken 
zuwiderläuft (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 605 mit zahlreichen 
Hinweisen).

Der Kläger macht geltend, der Beklagte handle willkürlich, weil 
die vollamtlichen Mitglieder der unteren Gerichte nicht gleich behandelt 
würden wie die vollamtlichen Mitglieder der oberen Ge- richte. Wie 
bereits ausgeführt, stellt dies keine rechtsungleiche Be- handlung dar 
(Erwägung 5.5.3). Zudem ist auch nicht ersichtlich, dass die 
Auslegung von Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG, so, wie sie vom 
Beklagten vorgenommen wurde (Anwendbarkeit nur auf die 
vollamtlichen Mitglieder des Kantons- und Verwaltungsgerichts), sollte 
die Auslegung überhaupt verschiedene Deutungen zulassen 
(Erwägungen 5.5–5.5.1), willkürlich wäre, mithin dem Gerechtig- 
keitsgedanken in stossender Weise zuwiderlaufen würde.

5.6. Eine Lücke des Gesetzes liegt vor, wenn sich eine 
gesetzliche Regelung als unvollständig erweist, weil sie auf eine 
bestimmte Frage keine Antwort gibt; bevor eine ausfüllungsbe- 
dürftige Lücke angenommen werden darf, ist durch Auslegung zu 
ermitteln, ob das Fehlen einer ausdrücklichen Anordnung nicht eine 
bewusst negative Antwort des Gesetzes bedeutet, d.h. ein so- genannt 
qualifiziertes Schweigen darstellt (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 
202). In diesem Fall hat das Gesetz eine Rechtsfrage nicht

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übersehen, sondern stillschweigend – im negativen Sinn – mitent- 
schieden  (Häfelin/Müller/UHlMann,  a.a.O.,  Rz.  202).  Für  Analogie und 
richterliche Lückenfüllung ist dann nach traditioneller Auffas- sung kein 
Platz (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 202 mit zahlrei- chen 
Hinweisen). Die herrschende Lehre und die bundesgerichtli- che 
Rechtsprechung unterscheiden echte und unechte Lücken (…). Eine 
echte Lücke liegt vor, wenn ein Gesetz für eine Frage, ohne deren 
Beantwortung die Rechtsanwendung nicht möglich ist, keine Regelung 
enthält (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 206). Bei der unechten Lücke 
gibt die gesetzliche Regelung zwar auf alle Fragen, die sich bei der 
Rechtsanwendung stellen, eine Antwort; weil sie aber zu einem 
sachlich unbefriedigenden Resultat führt, wird sie als lückenhaft 
empfunden (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 206). Die Unterscheidung 
zwischen echten und unechten Lücken wird in der Praxis immer 
weniger beachtet (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 213). Auch das 
Bundesgericht lässt die Schliessung einer un- echten bzw. 
rechtspolitischen Lücke, nämlich einer Wertungslücke bzw. eines 
rechtspolitischen Mangels, den das Gericht im allge- meinen 
hinzunehmen habe, nur dort zu, wo der Gesetzgeber sich offenkundig 
über gewisse Tatsachen geirrt hat oder wo sich die Verhältnisse seit 
Erlass des Gesetzes in einem Masse gewandelt haben, dass die 
Vorschrift unter gewissen Gesichtspunkten nicht oder nicht mehr 
befriedigt und ihre Anwendung rechtsmissbräuch- lich wird (Urteil 
8C_729/2017 vom 26. März 2018 E.3.2.1; BGE 124 V 159 E.4c).

5.6.1. Von einer echten Lücke kann vorliegend nicht ge-
sprochen werden. Wie ausgeführt (vgl. zusammenfassend Erwä- 
gung 5.4.6), regelt das GGVG einzig die berufliche Vorsorge der 
vollamtlichen Mitglieder des Kantons- und Verwaltungsgerichts, 
während für die vollamtlichen Mitglieder der ehemaligen Bezirks- 
gerichte ursprünglich unabhängig vom Beklagten unterschiedliche 
Vorsorgelösungen galten (vgl. Erwägung 5.4.3, Art. 13 Abs. 2 BGV), die 
ab Anfang 2013 in eine einheitliche Vorsorgelösung im Rahmen des 
kantonalen Personal- und Pensionskassengesetzes übergin- gen. Als 
unvollständig kann diese im Rahmen des GGVG sowie der BGV bzw. 
RGV getroffene gesetzliche Regelung nicht bezeichnet werden.

Inwiefern die Nichtanwendung des GGVG auf die ehema- ligen 
vollamtlichen Mitglieder der Bezirksgerichte bzw. auf den Kläger zu 
einem sachlich unbefriedigenden Resultat im Sinne ei- nes 
rechtspolitischen Mangels führte, ist nicht ersichtlich. Insbe- sondere 
zeigt der Kläger nicht konkret, – d.h. mit entsprechendem

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Zahlenmaterial, Hinweisen auf Reglemente, etc. –, auf, inwiefern der 
Gesetzgeber die berufliche Vorsorge der Mitglieder der ver- 
schiedenen Gerichtsinstanzen falsch eingeschätzt hätte oder sich die 
Verhältnisse seit Erlass des GGVG im Jahr 2007 so gewandelt hätten, 
dass die Anwendung von Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG nach der 
hiesigen Auslegung (vgl. Erwägung 5.4.6) nicht mehr halt- bar bzw. 
rechtsmissbräuchlich wäre. Das Gericht vermag Solches nicht zu 
erkennen, weshalb auch diese klägerische Rüge nicht zu hören ist.

5.6.2. Rechtsmissbrauch ist nach Auffassung des Bundes- 
gerichts Teil des Grundsatzes von Treu und Glauben (Häfelin/Mül- 
ler/UHlMann, a.a.O., Rz. 722). Rechtsmissbrauch liegt insbesondere 
dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von 
Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut schützen will 
(Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 723). Rechtsmissbräuchlich handeln  
können  sowohl  Private  wie  auch  Behörden  (Häfelin/Mül- ler/UHlMann, 
a.a.O., Rz. 723).

Das GGVG sollte, wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 5.5.3), die 
mit dem tieferen Leistungsniveau einhergehende Schlechter- stellung 
in der beruflichen Vorsorge der vollamtlichen Kantons- und 
Verwaltungsgerichtsmitglieder beim Übergang in die KPG auffangen. 
Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 GGVG sind gerade nicht auf die vollamtlichen 
Mitglieder der ehemaligen Bezirksgerichte an- wendbar, weil bei 
diesen, soweit für das Gericht ersichtlich (vgl. Erwägung 5.5.3), keine 
vergleichbare Konstellation – Übergang in die KPG und damit 
einhergehende Benachteiligung – gegeben war. Auch hier kann dem 
klägerischen Einwand, es liege Rechtsmiss- brauch vor, nicht gefolgt 
werden. Das GGVG war nicht zum Schutz der vollamtlichen Mitglieder 
der ehemaligen Bezirksgerichte erlas- sen worden (vgl. Erwägungen 
5.4.2.2 und 5.5.3), folglich bedeutet seine Nichtanwendbarkeit auf diese 
Magistratspersonen auch kei- nen Rechtsmissbrauch.

5.7. Schliesslich macht der Kläger einen Verstoss gegen 
Treu und Glauben geltend, weil die Justizaufsichtskommission 
versprochen habe, die Ungleichheit bei den Pensionskassengel- dern 
mit der Gerichtsreform zu beseitigen, dieses Versprechen später 
jedoch nicht eingehalten habe. Der Grundsatz von Treu und Glauben 
gebietet ein loyales und vertrauenswürdiges Verhalten im 
Rechtsverkehr (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 620). Dieser 
Grundsatz wirkt sich im Verwaltungsrecht vor allem in zweifacher 
Hinsicht aus: in der Form des sogenannten Vertrauensschutzes, mit 
welchem dem Privaten ein Anspruch auf Schutz seines berech-

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

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tigten Vertrauens in das bestimmte Erwartungen begründende 
Verhalten der Behörden verliehen wird, und in Form des Verbots 
widersprüchlichen und rechtsmissbräuchlichen Verhaltens (Häfe- 
lin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 621). Der Vertrauensschutz setzt ei- nen 
Vertrauenstatbestand voraus, der bei den betroffenen Dritten bestimmte  
Erwartungen  auslöst  (Häfelin/Müller/UHlMann,  a.a.O., Rz. 627).

Vorliegend behauptet der Kläger nicht, dass die Justizauf- 
sichtskommission des Grossen Rates eine solche Vertrauensgrund- 
lage, nämlich einen staatlichen Akt mit einem ausreichenden Mass an 
Bestimmtheit (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 627), geschaf- fen 
habe, die bei ihm ein – berechtigtes – Vertrauen auf Beseitigung einer 
angeblichen Rechtsungleichheit ausgelöst habe. Weder spe- zifiziert 
noch belegt er dieses angebliche Versprechen, d.h. er zeigt nicht auf, 
von wem und wem gegenüber in welchem Zusammen- hang welche 
Aussagen gemacht worden wären, die bei ihm eine berechtigte 
Erwartung ausgelöst hätten, dass die Justizaufsichts- kommission 
handeln bzw. dass nach ihr auch der Grosse Rat bzw. das 
Kantonsgericht (das BGV und RGV wurden gestützt auf die KV und das 
GOG vom Kantonsgericht erlassen, vgl. Erwägung 5.4.2.1) 
entsprechend, d.h. in seinem Sinn, legiferieren würde. Solches kann 
kein/e Staatsbürger/in erwarten, zumal die gesetzgebenden Behörden 
(hier das Kantonsgericht oder allenfalls der Grosse Rat), trotz allfälliger 
Vorberatung durch die zuständigen Kommissionen, letztlich 
unabhängig von irgendwelchen Vorgaben entscheiden.

Darüber hinaus ist auch nicht ersichtlich, dass der Klä- ger 
abstellend auf die angeblichen Aussagen der Justizaufsichts- 
kommission bestimmte Dispositionen getätigt hätte, die er nicht ohne 
Nachteil rückgängig machen könnte (Häfelin/Müller/UHlMann, a.a.O., Rz. 
659). Somit fehlen vorliegend die Voraussetzungen, auf- grund derer 
sich der Kläger erfolgreich auf den Vertrauensschutz berufen könnte.

5.8. Zusammengefasst bedeutet dies, dass Art. 5 Abs. 2 und 
Abs. 3 GGVG auf die vollamtlichen Mitglieder der ehemaligen 
Bezirksgerichte und somit auch auf den Kläger keine Anwendung 
findet. Sowohl aus der Historie, dem Sinn und den Materialien so- wie 
schliesslich aus dem per 2017 geänderten Titel des GGVG geht dies 
eindeutig hervor. Diese Auslegung ist weder verfassungs- widrig, 
rechtsungleich noch willkürlich, was dazu führt, dass den vollamtlichen 
Mitgliedern der ehemaligen Bezirksgerichte kein Anspruch aus Art. 5 
Abs. 2 und Abs. 3 GVGG zusteht, sie mithin keine Erhöhung der 
Austrittsleistung, so wie sie für die vollamtli-

1/1 Staatsorganisation PVG 2019

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chen Mitglieder des Kantons- und Verwaltungsgerichts seit 2007 
vorgesehen ist, geltend machen können. Weder eine echte, noch eine 
unechte Lücke, mithin ein rechtspolitischer Mangel, sind in dieser für 
die unterschiedlichen Gerichtsinstanzen geltenden un- terschiedlichen 
Regelung ersichtlich, von Rechtsmissbrauch oder Verletzung des 
Vertrauensschutzes kann vorliegend ebenfalls nicht gesprochen 
werden.
S 17 149 Urteil vom 10. September 2019

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-recht- 
lichen Angelegenheiten ist noch hängig (9C_695/2019).