# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6557a0ca-f3db-51af-a0c7-5a39b320b825
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 18.06.2018 A 2018 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2018-10_2018-06-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 18 10

4. Kammer

Einzelrichter Racioppi und Simmen als Aktuar

URTEIL

vom 18. Juni 2018

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ GmbH,

Beschwerdeführerin

gegen 

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger,

Beschwerdegegnerin

betreffend Handänderungssteuer (Widerruf, Wiedererwägung, Revision)

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1. Die C._____ AG ist die Muttergesellschaft der B._____ AG, welche wie-

derum einzige Gesellschafterin der A._____ GmbH ist. Mit Kaufvertrag 

vom 28. Oktober 2015 (mit Nachtrag vom 29. Oktober 2015) verkaufte die 

A._____ GmbH der C._____ AG das in der Gemeinde X._____ gelegene 

Hotel D._____ zum Preis von Fr. 1'300'000.--.

2. Nachdem der Gemeinde X._____ am 18. November 2015 die Handände-

rung durch das Grundbuchamt angezeigt wurde, verfügte sie am 31. De-

zember 2015 gegenüber der C._____ AG und der A._____ GmbH die 

Handänderungssteuer von gesamthaft Fr. 26'000.--. Da gemäss Ziff. III/5. 

des Kaufvertrags vom 28. Oktober 2015 die Handänderungssteuer je zur 

Hälfte von der Käufer- und der Verkäuferschaft getragen werden sollte, 

stellte die Gemeinde sowohl der C._____ AG als auch der A._____ 

GmbH je eine Rechnung über Fr. 13'000.-- zu.

3. Die dagegen von der C._____ AG und der A._____ GmbH am 5. Februar 

2016 erhobene Einsprache wurde von der Gemeinde X._____ mit Ein-

spracheentscheid vom 5. April 2016 abgewiesen. 

4. Dagegen erhob die C._____ AG am 13. Mai 2016 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, welches diese mit Ent-

scheid A 16 21 vom 10. Januar 2017 abwies, soweit es darauf eintrat. 

5. Am 20. August 2017 ersuchten die C._____ AG und die A._____ GmbH 

bei der Gemeinde X._____ um Wiedererwägung bzw. Widerruf des Ein-

sprache- und Veranlagungsentscheids vom 5. April 2016. Als Begründung 

legten sie ihrem Schreiben eine öffentliche Urkunde vom 2. Juni 2017 

über die Rückabwicklung des Kaufvertrags zwischen der C._____ AG und 

der A._____ GmbH bei.

6. Mit Entscheid vom 19. Januar 2018 wies die Gemeinde X._____ die Ge-

suche der C._____ AG und der A._____ GmbH um Revision, Wiederruf 

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und Wiedererwägung des Einsprache- und Veranlagungsentscheids vom 

5. April 2016 ab, soweit sie darauf eintrat. 

7. Dagegen erhob die A._____ GmbH (nachfolgend Beschwerdeführerin) 

am 26. Februar 2018 (Poststempel) Beschwerde an das Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhe-

bung des angefochtenen Entscheids vom 19. Januar 2018 und Anerken-

nung der Rückabwicklung des Kaufvertrags zwischen der C._____ AG 

und der A._____ GmbH mit allen damit zusammenhängenden Rechts- 

und Steuerfolgen. Sinngemäss beantragte die Beschwerdeführerin zudem 

die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.

8. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in 

ihrer Beschwerdeantwort vom 7. März 2018, auf die Beschwerde sowie 

das sinngemässe Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei 

nicht einzutreten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Be-

schwerdegegnerin, das Verfahren sei vorläufig auf die Frage der Recht-

zeitigkeit der Beschwerdeerhebung zu beschränken.

9. Am 20. März 2018 (Poststempel) beantragte die Beschwerdeführerin die 

Wiederherstellung der Frist gemäss Art. 24 VwVG und begründete dies 

im Wesentlichen mit einer akuten Spitalpflege des einen Geschäftsführers 

im Zeitpunkt der Zustellung des strittigen Entscheids und einer Ansässig-

keit des anderen Geschäftsführers im Ausland, wodurch die notwendigen 

Besprechungen und Abstimmungen nur sehr eingeschränkt möglich ge-

wesen seien. 

10. Die Beschwerdegegnerin beantragte am 27. März 2018 die Abweisung 

des Antrags auf Wiederherstellung der Beschwerdefrist, soweit darauf 

einzutreten sei. Zudem beantragte sie die ausnahmsweise Zusprache ei-

ner aussergerichtlichen Entschädigung. 

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11. In zwei weiteren Schriftenwechseln hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und vertieften ihre Argumentationen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Entscheid vom 19. Januar 2018 sowie auf die einge-

reichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-

wägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Das vorliegende Urteil wird gestützt auf Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) in einzelrichterli-

cher Kompetenz erlassen, da die Beschwerde − wie nachfolgend zu zei-

gen ist − offensichtlich unzulässig ist. 

2. Vorweg ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass mit dem 

vorliegenden Entscheid in der Hauptsache der sinngemäss geltend ge-

machte Antrag der Beschwerdeführerin auf Gewährung der aufschieben-

den Wirkung obsolet wird.

3. Gemäss Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchen-

steuern (GKStG; BR 720.200) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, so-

weit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können 

oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der 

angefochtene kommunale Entscheid vom 19. Januar 2018, mit welchem 

die Beschwerdegegnerin das Gesuch der Beschwerdeführerin um Revisi-

on, Wiederruf und Wiedererwägung des Einsprache- und Veranlagungs-

entscheids vom 5. April 2016 abgewiesen hat, soweit sie darauf eingetre-

ten ist, ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz ange-

fochten werden. Folglich stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 

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Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. 

Nachdem der angefochtene Entscheid indes vom 19. Januar 2018 datiert 

und die hiergegen erhobene schriftliche Beschwerde dem streitberufenen 

Gericht erst am 26. Februar 2018 (Poststempel) zugestellt wurde, gilt es 

vorab zu klären, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann.

4.1. Gemäss Art. 29 Abs. 2 GKStG kann die steuerpflichtige Person gegen 

Entscheide der Veranlagungsbehörde innert 30 Tagen seit Zustellung 

beim Verwaltungsgericht schriftlich Beschwerde erheben. Die vom Gesetz 

bestimmten Fristen können gemäss Art. 1 Abs. 2 GKStG i.V.m. Art. 124 

Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; 

BR 720.000) nicht erstreckt werden. Für die Berechnung, die Einhaltung 

und die Wiederherstellung der Fristen gelten gemäss Art. 1 Abs. 2 GKStG 

i.V.m. Art. 124 Abs. 3 StG die Vorschriften des Verwaltungsrechtspflege-

gesetzes. Dieses sieht in Art. 7 VRG vor, dass Fristen, die durch eine Mit-

teilung, eine amtliche Publikation oder den Eintritt eines Ereignisses aus-

gelöst werden, am folgenden Tag zu laufen beginnen (Abs. 1). Ist der 

letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein staatlich anerkann-

ter Feiertag, endet sie am nächstfolgenden Werktag (Abs. 2). Gemäss 

Art. 8 Abs. 1 VRG müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist 

einer schweizerischen Poststelle, einer schweizerischen diplomatischen 

oder konsularischen Vertretung oder innerhalb der Bürozeit der zuständi-

gen Behörde übergeben werden. Die Frist gilt auch als gewahrt, wenn die 

Eingabe rechtzeitig bei einer unzuständigen Behörde eingereicht worden 

ist (Art. 8 Abs. 2 VRG). 

4.2. Vorliegend wurde der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin 

vom 19. Januar 2018 von der Beschwerdeführerin gemäss Track and 

Trace am 24. Januar 2018 in Empfang genommen (vgl. Akten der Be-

schwerdegegnerin [Bg-act.] 4). Die gegenteilige Behauptung der Be-

schwerdeführerin, wonach sie den angefochtenen Entscheid erst am 

26. Januar 2018 in Empfang genommen hat (vgl. Beschwerde vom 

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26. Februar 2018 S. 1), erweist sich belegtermassen als falsch. Dement-

sprechend begann die 30-tägige Beschwerdefrist von Art. 29 Abs. 2 

GKStG am 25. Januar 2018 zu laufen (vgl. Art. 7 Abs. 1 VRG) und endete 

am 23. Februar 2018. Wie gesehen müssen Eingaben gemäss Art. 8 

Abs. 1 VRG spätestens am letzten Tag der Frist − vorliegend wäre das 

somit der 23. Februar 2018 gewesen − einer schweizerischen Poststelle 

übergeben werden. Die Eingabe der Beschwerdeführerin bei der schwei-

zerischen Post zuhanden des Verwaltungsgerichtes erfolgte aber anhand 

der Akten verifizierbar erst am 26. Februar 2018. Der angefochtene Ent-

scheid vom 19. Januar 2018 ist somit mit Ablauf der 30-tägigen Be-

schwerdefrist in formelle Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerde vom 

26. Februar 2018 (Poststempel) ist damit nicht fristgerecht erfolgt, wes-

halb darauf nicht einzutreten ist.

5.1. In ihrer Eingabe ans Gericht vom 20. März 2018 (Poststempel) bringt die 

Beschwerdeführerin vor, dass sie ausser zweier Geschäftsführern über 

keine Mitarbeiter verfüge. Einer der Geschäftsführer habe sich im Zeit-

punkt der Zustellung des Entscheids vom 19. Januar 2018 in akuter Spi-

talpflege befunden, wobei die medizinische Behandlung mit Spitalaufent-

halt bis heute andauere. Der zweite Geschäftsführer, dessen Tätigkeit für 

die Beschwerdeführerin sich auf die Überwachung der Baustelle in 

Y._____ beschränke, sei im Ausland ansässig. Trotz der schwierigen 

Umstände habe die Beschwerdeführerin nach Kenntnisnahme der stritti-

gen Verfügung am 26. Januar 2018 versucht, möglichst rasch zu handeln, 

obschon in der gesetzten Frist die Handlungsfähigkeit sehr stark einge-

schränkt gewesen sei. Folglich seien die Voraussetzungen für eine Wie-

derherstellung der Frist gemäss Art. 24 des Bundesgesetzes über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) gegeben.

5.2. Zunächst gilt es mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass im Be-

schwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den nicht die Verfahrensbestimmungen des Bundesgesetzes über das 

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Verwaltungsverfahren, welche gemäss Art. 1 Abs. 1 VwVG Anwendung 

finden auf Verfahren in Verwaltungssachen, die durch Verfügungen von 

Bundesbehörden in erster Instanz oder auf Beschwerde zu erledigen 

sind, sondern vielmehr jene des kantonalen Gesetzes über die Verwal-

tungsrechtspflege Anwendung finden. Dementsprechend ist der von der 

Beschwerdeführerin angerufene Art. 24 VwVG, wonach eine Frist wieder-

hergestellt wird, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschul-

deterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln und er unter 

Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses um 

eine Wiederherstellung der Frist ersucht und die versäumte Rechtshand-

lung nachholt, im vorliegenden Verfahren nicht einschlägig. 

5.3. Gemäss Art. 124 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 VRG kann eine Frist im 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren nur wiederhergestellt 

werden, wenn die Partei beweisen kann, dass ihr oder ihrem Vertreter die 

Einhaltung der Frist infolge eines unverschuldeten Hindernisses nicht 

möglich war. Hierfür muss sie innert zehn Tagen seit Wegfall des Hinder-

nisses ein Gesuch um Wiederherstellung einreichen (Art. 124 Abs. 3 StG 

i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VRG). Auf eine Wiederherstellung der Frist ist nur zu 

erkennen, wenn die Säumnis auf ein unverschuldetes Hindernis, also auf 

eine objektive oder subjektive Unmöglichkeit, rechtzeitig zu handeln, 

zurückzuführen ist. Die Wiederherstellung ist nach der bundesgerichtli-

chen Praxis nur bei klarer Schuldlosigkeit des Gesuchstellers und seines 

Vertreters zu gewähren. Waren der Gesuchsteller bzw. sein Vertreter we-

gen eines von ihrem Willen unabhängigen Umstandes verhindert, zeitge-

recht zu handeln, liegt objektive Unmöglichkeit vor (vgl. Urteil des Bun-

desgerichtes 1C_336/2011 vom 12. Dezember 2011 E.2.3). So bildet bei-

spielsweise ein Krankheitszustand, wenn und solange er jegliches auf die 

Fristwahrung gerichtetes Handeln verunmöglicht, ein unverschuldetes, 

zur Wiederherstellung einer Frist führendes Hindernis. Doch muss die Er-

krankung derart sein, dass die rechtsuchende Person durch sie davon 

abgehalten wird, selber innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit 

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der Vornahme der Handlung zu beauftragen. Voraussetzung ist, dass die 

körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung jegliches auf die 

Fristwahrung gerichtetes Handeln wie etwa den Beizug eines (Ersatz)-

Vertreters verunmöglichte (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_390/2009 

vom 24. Juni 2009 E.2.1; PLÜSS, in: GRIFFEL (Hrsg.), Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2014, § 12 Rz. 62). In zeitlicher Hinsicht muss die Er-

krankung am Ende der Frist liegen beziehungsweise sich mit dem Termin 

überschneiden. Erkrankt die Partei hingegen eine gewisse Zeit vor Frist-

ablauf beziehungsweise dem Termin, ist sie in der Regel in der Lage, sel-

ber zu handeln oder die Dienste eines Dritten in Anspruch zu nehmen 

(vgl. BGE 122 V 255 E.2a mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesge-

richtes 2C_401/2007 vom 21. Januar 2008 E.3.3). Weitere objektive 

Fristwiederherstellungsgründe wären Naturkatastrophen oder Militär-

dienst. Demgegenüber ist von subjektiver Unmöglichkeit auszugehen, 

wenn zwar die Vornahme einer Handlung objektiv betrachtet möglich ge-

wesen wäre, die betroffene Person aber durch besondere Umstände, die 

sie nicht zu vertreten hat, am Handeln gehindert worden ist. In Betracht 

kommen hier insbesondere unverschuldete Irrtumsfälle (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E.3.2 mit weiteren 

Hinweisen).

5.4. Die Beschwerdeführerin hat ihren Antrag auf Wiederherstellung der Be-

schwerdefrist mit Eingabe ans Gericht vom 20. März 2018 (Poststempel) 

eingereicht. Wie gesehen macht sie geltend, erst am 26. Januar 2018 

Kenntnis vom strittigen Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. Juni 

2018 erhalten zu haben − dies entgegen des mittels Track and Trace do-

kumentierten Empfangs durch die Beschwerdeführerin am 24. Januar 

2018 (vgl. Bg-act. 4 sowie vorstehend E.4.2). Grund für die verspätete 

Kenntnisnahme soll einerseits ein Spitalaufenthalt des einen Geschäfts-

führers sowie anderseits eine Auslandansässigkeit des anderen Ge-

schäftsführers gewesen sein, weshalb die notwendigen Besprechungen 

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und Abstimmungen nur sehr eingeschränkt möglich gewesen sein sollen. 

Wie nachstehend dargestellt rechtfertigt dies im vorliegenden Fall indes 

keine Wiederherstellung der Frist. Wie gesehen hat die Beschwerdeführe-

rin am 26. Februar 2018 − und damit drei Tage nach Ablauf der gesetzli-

chen Beschwerdefrist von Art. 29 Abs. 2 GKStG − Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erhoben (vgl. vorstehend 

E.4.2). Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist der angebliche Hindernisgrund 

folglich weggefallen. Gemäss Art. 124 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 

VRG ist das Gesuch um Wiederherstellung innert zehn Tagen seit Weg-

fall des Hindernisses einzureichen. Folglich hätte das Fristwiederherstel-

lungsgesuch selbst unter der wenig wahrscheinlichen Prämisse, dass das 

Hindernis erst im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung, mithin am 

26. Februar 2018, weggefallen ist, spätestens innert zehn Tagen nach 

Einreichung der Beschwerde gestellt werden müssen. Die Beschwerde-

führerin hat aber aktenkundig erst am 20. März 2018, nachdem ihr die 

Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 7. März 2018 vorlag, 

welche Nichteintreten auf die Beschwerde infolge verpasster Beschwer-

defrist beantragt, ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist eingereicht. 

Dementsprechend erfolgte aber die Einreichung des Antrags auf Wieder-

herstellung der Beschwerdefrist durch die Beschwerdeführerin am 

20. März 2018 verspätet, weil die 10-tägige Frist für den Antrag auf Wie-

derherstellung allerspätestens am 26. Februar 2018 zu laufen begonnen 

hatte. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich weitere Ausführungen zu den 

von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Hindernisgründen, weil 

das Fristwiederherstellungsgesuch − wie gesehen − ohnehin zu spät ein-

gereicht wurde. Selbst wenn somit Hindernisgründe − wie von der Be-

schwerdeführerin behauptet − bestanden hätten, wäre auf das Gesuch 

um Fristwiederherstellung mangels Einhaltung der 10-tägigen Frist nicht 

einzutreten.

6.1. Nach dem vorstehend Gesagten ist festzuhalten, dass der angefochtene 

Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2018 mit Ablauf der 

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30-tägigen Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen ist. Die Beschwerde 

vom 26. Februar 2018 (Poststempel) ist damit nicht fristgerecht erfolgt, 

weshalb darauf nicht einzutreten ist. Zudem erfolgte auch das Gesuch um 

Wiederherstellung der Frist verspätet, weshalb auch darauf nicht einzutre-

ten ist. 

6.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der Beschwerdeführerin. Bund, Kanton 

und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Or-

ganisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Partei-

entschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend − entgegen dem expli-

ziten Antrag der Beschwerdegegnerin in deren Stellungnahme vom 

27. März 2018 − kein Anlass. Zwar trifft es zu, dass die Beschwerdeführe-

rin insbesondere durch die Einreichung des Fristwiederherstellungsge-

suchs vom 20. März 2018 (Poststempel) auf Seiten der Beschwerdegeg-

nerin Aufwand verursacht hat. Dieser Aufwand hielt sich jedoch − wie die 

eingereichten Rechtsschriften der Beschwerdegegnerin zeigen − in über-

schaubarem Rahmen, weshalb vorliegend ein Abweichen von der Grund-

regel von Art. 78 Abs. 2 VRG nicht angebracht ist. Dementsprechend ist 

der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf das Fristwiederherstellungsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

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3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 230.--

zusammen Fr. 1‘730.--

gehen zulasten der A._____ GmbH und sind innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]