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**Case Identifier:** 8f2c1501-e7b7-5f9d-b67c-42c1aa965dbf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.05.2020 200 2020 259
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-259_2020-05-06.pdf

## Full Text

200 20 259 ALV
SCP/TOZ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 6. Mai 2020

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Syna Arbeitslosenkasse 
Rechtsdienst, Römerstrasse 7, Postfach, 4601 Olten
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2020, ALV/20/259, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1987 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
ab dem 28. September 2017 als ... bei der B.________ AG angestellt 
(Antwortbeilagen der Syna Arbeitslosenkasse [Syna bzw. 
Beschwerdegegnerin; AB] 186 f.); das Arbeitsverhältnis wurde mit 
Auflösungsvereinbarung per 25. Juli 2019 beendet (AB 205 f.). Am 26. Juli 
2019 meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an (vgl. AB 154) 
und stellte am 30. Juli 2019 einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 25. Juli 2019 (AB 194 bis 197). Die Syna eröffnete in der Folge eine 
vom 26. Juli 2019 bis 25. Juli 2021 dauernde Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug; den versicherten Verdienst setzte sie dabei auf Fr. 4‘460.-
- fest (AB 133). Mit Schreiben vom 30. September 2019 (AB 130) erklärte 
sich der Versicherte mit der Höhe des versicherten Verdienstes nicht 
einverstanden. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2019 (AB 107 bis 112) 
bestätigte die Syna die Höhe des versicherten Verdienstes von Fr. 4‘460.-- 
mit der Begründung, massgebend für die Berechnung sei der 
Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (Bemessungszeitraum 
vom 29. Januar 2019 bis 25. Juli 2019; AB 110). Daran hielt sie auf Ein-
sprache hin (AB 88 bis 90) mit Entscheid vom 12. März 2020 (AB 41 bis 
47) fest.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 30. März 2020 Beschwerde. Er bean-
tragt, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei der versicherte 
Verdienst neu zu berechnen bzw. auf Fr. 5‘175.-- festzulegen. 

Am 16. April 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Hinweis auf die 
Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid auf eine Beschwer-
deantwort. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2020, ALV/20/259, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. E. 1.2 hiernach). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. März 
2020 (AB 41 bis 47). Streitig und zu prüfen ist einzig die Berechnung bzw. 
die Höhe des versicherten Verdienstes. 

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es seien die Umstände zu erhe-
ben, welche zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses geführt hätten (vgl. 
Beschwerde, S. 3), ist insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten, da 
diese Frage nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheides 
bildet und es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand und somit an 
einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; 

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SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1; vgl. auch prozessleitende Verfügung vom 
31. März 2020, Ziff. 1b f.). 

1.3 Umstritten ist die Berechnung des versicherten Verdienstes bzw. 
eine Differenz von Fr. 715.-- (Fr. 5‘175.-- statt Fr. 4‘460.--; vgl. Beschwerde, 
S. 5 Ziff. 4). Der Streitwert liegt daher unter Fr. 20'000.-- (Fr. 715.-- x 0.7 
[keine Unterhaltspflicht; vgl. E. 2.4 hiernach] : 21.7 x 400 [maximaler Tag-
geldanspruch] = Fr. 9‘225.80; vgl. AB 133), weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherte hat Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn 
er neben anderen Erfordernissen einen anrechenbaren Arbeitsausfall 
erlitten (Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG) und die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 
1 lit. e AVIG).

2.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn 
er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander 
folgende volle Arbeitstage dauert. Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, 
für den der arbeitslosen Person Lohnansprüche oder wegen vorzeitiger 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses Entschädigungsansprüche zustehen 
(Abs. 3). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeits-
zeit, die die versicherte Person normalerweise während ihres letzten Ar-
beitsverhältnisses geleistet hat (Art. 4 Abs. 1 AVIV). Der Arbeitsausfall von 
teilweise Arbeitslosen ist anrechenbar, wenn er innerhalb von zwei Wochen 
mindestens zwei volle Arbeitstage ausmacht (Art. 5 AVIV).

2.3 Nach Art. 13 Abs. 1 AVIG erfüllt die Beitragszeit, wer innerhalb der 
Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine 
beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Die Rahmenfrist für die 

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Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte 
Person erstmals sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 
i.V.m. Abs. 2 AVIG).

2.3.1 Gemäss Art. 11 AVIV zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalender-
monat, in dem die versicherte Person beitragspflichtig ist (Abs. 1); Bei-
tragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, werden zu-
sammengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten 
(Abs. 2).

2.3.2 Für die Ermittlung der Beitragsdauer sind die Kalendertage mass-
gebend und nicht etwa die Tage, an welchen der Leistungsansprecher 
tatsächlich einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachging. Die Beschäf-
tigungstage, wozu auch solche zählen, an denen die versicherte Person 
unter Umständen nur kurz, z.B. eine Stunde, gearbeitet hat, müssen des-
halb mit dem Faktor 1.4 (Umrechnung von fünf wöchentlichen 
Beitragstagen in sieben Kalenderwochentage) in Kalendertage umgerech-
net werden (BGE 122 V 249 E. 2c S. 251).

2.3.3 Für die Bestimmung des Beitragsmonats kommt es auf die formale 
Dauer des Arbeitsverhältnisses an. Dies bedeutet, dass jeder Kalendermo-
nat innerhalb eines Arbeitsverhältnisses, in dem Arbeit geleistet wird, als 
(ein) Beitragsmonat gilt, während jene Kalendermonate ausser Betracht 
fallen, in denen der Arbeitnehmer an gar keinem Tag gearbeitet hat 
(BGE 121 V 165 E. 2c bb S. 170; ARV 2013 S. 74 E. 2.3).

2.4 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet. Für 
eine Woche werden fünf Taggelder ausbezahlt (Art. 21 AVIG). Ein volles 
Taggeld beträgt grundsätzlich 80 % des versicherten Verdienstes (Art. 22 
Abs. 1 AVIG). Ein Taggeld in der Höhe von 70 % des versicherten 
Verdienstes erhalten Versicherte, die keine Unterhaltspflicht gegenüber 
Kindern unter 25 Jahren haben (Art. 22 Abs. 2 lit. a AVIG). 

2.5 Als versicherter Verdienst gilt der massgebende Lohn im Sinne von 
Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) i.V.m. Art. 7 der Ver-
ordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung (AHVV; SR 831.101), der während eines Bemessungszeitrau-

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mes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt 
wurde. Darin eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten regelmässi-
gen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonveni-
enzen darstellen (Art. 23 Abs. 1 AVIG; BGE 144 V 195 E. 4.1 S. 198).

2.5.1 Mit dem Rechtsbegriff „normalerweise“ sollen Einkünfte, die mit 
über ein normales Arbeitnehmerpensum hinausgehenden Beschäftigungen 
erzielt werden, für den versicherten Verdienst unbeachtlich bleiben. Ent-
sprechend der Zweckbestimmung, nur für normale übliche Arbeitnehmer-
tätigkeit Versicherungsschutz zu bieten, oder weil der eigentliche Grund 
ihrer Ausrichtung mit der Arbeitslosigkeit entfallen ist, sind Überzeit- und 
Überstundenentschädigung, vertraglich vereinbarte Schichtzulagen, Fami-
lienzulagen und Spesenentschädigungen etc. bei der Ermittlung des versi-
cherten Verdienstes nicht zu berücksichtigen. Ferner ist auch die Entschä-
digung für nicht bezogene Ferien bei der Festsetzung des versicherten 
Verdienstes ausser Acht zu lassen (BGE 144 V 195 E. 4.1 S. 198 und E. 
4.4 S. 199).

2.5.2 Als Überstundenarbeit gilt Arbeit, die über die im Einzelarbeits-, 
Normal- oder Gesamtarbeitsvertrag vereinbarte, im Betrieb geltende oder 
in der Branche übliche Stundenanzahl geleistet wird (BGE 129 V 105 E. 3.1 
S. 107). Sowohl mit Überzeit wie auch mit Überstundenarbeit wird nicht 
„normalerweise“ erzielter Lohn erworben, da sich der Einsatz des Arbeit-
nehmers regelmässig auf die vertraglich vereinbarte, betriebs- oder bran-
chenübliche Arbeitszeit beschränkt. Die Tatsache, dass je nach wirtschaft-
licher und betrieblicher Situation darüber hinaus in nicht unerheblichem 
Ausmass Überstundenarbeit geleistet wird, wozu der Arbeitnehmer gemäss 
Art. 321c Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) 
soweit verpflichtet ist, als er sie zu leisten vermag und sie ihm nach Treu 
und Glauben zugemutet werden kann, ist wohl arbeitsrechtlich von Belang, 
in arbeitsversicherungsrechtlicher Hinsicht aber nicht entscheidend 
(BGE 129 V 105 E. 3.2 S. 108). 

2.5.3 Nach Art. 37 Abs. 1 AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst 
nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn 
der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Er bemisst sich gemäss Abs. 2 
nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn 

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der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn 
höher ist als derjenige nach Abs. 1. Der Bemessungszeitraum beginnt, 
unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor 
dem Eintritt eines anrechenbaren Verdienstausfalls. Voraussetzung ist, 
dass vor diesem Tag mindestens zwölf Beitragsmonate innerhalb der 
Rahmenfrist für die Beitragszeit liegen (Art. 37 Abs. 3 AVIV).

3.

3.1 Es steht zu Recht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer am 
26. Juli 2019 sämtliche Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 Abs. 1 
AVIG erfüllte und somit Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat 
(AB 133). Streitig ist hingegen die Bemessung resp. Höhe des versicherten 
Verdienstes.

3.2 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer vom 28. September 2017 bis 25. Juli 2019 als ..., Anstel-
lungskategorie C (nach Art. 8 und 12 des Gesamtarbeitsvertrages für den 
Bereich der privaten Sicherheitsdienstleistungen [fortan: GAV]), bei der 
B.________ AG angestellt war (AB 186, 191, 205 f.). Mit Schreiben vom 
16. Dezember 2019 (AB 66) führte die ehemalige Arbeitgeberin aus, der 
Beschwerdeführer habe im Stundenlohn gearbeitet und es sei ein Einsatz 
von bis zu 900 Stunden pro Jahr vorgesehen gewesen; die Einsätze seien 
demnach auf das Jahr berechnet und unregelmässig gewesen. 

3.2.1 Gemäss Art. 8 Ziff. 1 GAV handelt es sich bei der Anstellungskate-
gorie C um Mitarbeitende im Stundenlohn mit einem Pensum bis 900 Ar-
beitsstunden pro Kalenderjahr, inkl. Ferien und Zeitbonus von 10 %. Die 
Kategorie B betrifft Mitarbeitende im Monatslohn mit einem vertraglich fix 
festgelegten Pensum zwischen 901 bis 1‘800 Stunden pro Kalenderjahr, 
während das fixe Arbeitspensum bei der Kategorie A zwischen 1‘801 und 
2‘300 Stunden pro Kalenderjahr beträgt. 

Nach Art. 8 Ziff. 2 GAV wird am Ende eines jeden Kalenderjahres kontrol-
liert, ob das vom Mitarbeitenden geleistete Pensum dem vertraglich verein-
barten Anstellungspensum entspricht und die Vorgaben gemäss den drei 

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vorstehenden aufgeführten Kategorien eingehalten sind. Pensumsüber-
schreitungen sind entweder mit Freizeit zu kompensieren oder auszuzah-
len. In der Kategorie B und C können Pensumsüberschreitungen im Um-
fang von max. 5 % auf die Arbeitszeitabrechnung des Folgejahres übertra-
gen werden. Bei grösseren Überschreitungen sind entsprechende Nach-
zahlungen für Mehrzeit zu 100 % des Bruttolohnes zu entrichten (Art. 8 
Ziff. 2 lit. b GAV). 

Wird mit der grösseren Überschreitung in den Kategorien B und C gleich-
zeitig eine höhere Kategorie erreicht, so muss das ganze geleistete Pen-
sum zum Ansatz der höheren Kategorie und des entsprechenden Dienst-
jahres entschädigt werden. Im Wiederholungsfall muss der/die Mitarbeiten-
de in die nächsthöhere Anstellungskategorie und das entsprechende 
Dienstjahr mit einem vertraglich fix festgelegten Pensum überführt werden 
(Art. 8 Ziff. 3 GAV).

Nach Art. 12 Ziff. 2 GAV wird, um der Nachtarbeit (23.00 Uhr - 06.00 Uhr) 
und Sonntags- bzw. Feiertagsarbeit (06.00 Uhr - 23.00 Uhr) Rechnung zu 
tragen, ein Zeitbonus gewährt. Dieser beträgt 6 Minuten (10 %) pro Stunde, 
die in diese Zeiträume fällt (inklusive Pause). Dieser Zeitbonus fliesst in die 
Berechnung der Arbeitszeit ein. 

3.2.2 Aus den von der B.________ AG eingereichten Zeitabrechnungen 
für die Periode vom 1. Juli 2018 bis 31. Juli 2019 (AB 67 bis 74) geht 
hervor, dass der Beschwerdeführer in der Zeit von Juli 2018 bis Juni 2019 
(174 Arbeitstage) 2‘027.5 bzw. in den Monaten Januar bis Juni 2019 (94 
Arbeitstage) hochgerechnet auf ein Jahr 2‘187.5 Arbeitsstunden bei einer 
durchschnittlichen Tagesarbeitszeit von 11.65 Stunden geleistet hat. 
Gemäss Einsatzvertrag vom 1. September 2017 (AB 191 bis 193) wurde 
dem Beschwerdeführer per 1. Oktober 2017 der Arbeitsort ... in … (…; AB 
99) zugewiesen (AB 191). Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise 
darauf und es wird auch nicht geltend gemacht, dass der 
Beschwerdeführer an einem anderen Ort gearbeitet hätte (AB 99 bis 104). 
Mithin ist davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer nur an diesem 
Einsatzort tätig war. Mit Blick auf Art. 8 Ziff. 1 GAV überschritten die vom 
Beschwerdeführer in den genannten Zeiträumen geleisteten Pensen deut-
lich das vertraglich vereinbarte Anstellungspensum von maximal 900 Ar-

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beitsstunden pro Kalenderjahr. Damit wurden die Vorgaben gemäss der 
vorstehend aufgeführten Kategorie C nicht eingehalten und die Vorschriften 
des GAV - wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt hat (AB 44) - 
verletzt. Die Frage, ob der Beschwerdeführer gemäss Art. 8 Ziff. 3 GAV 
Anspruch auf eine Anstellung in der Kategorie A mit einer Mindestbeschäf-
tigungsdauer von 1‘801 Stunden gehabt hätte, muss vorliegend - wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend festgehalten hat - nicht geklärt werden, da 
bei der Berechnung des versicherten Verdienstes auf den im 
massgeblichen Bemessungszeitraum tatsächlich erzielten Lohn abgestellt 
wurde (vgl. E. 3.4 hiernach).

3.3 Das Arbeitsverhältnis mit der B.________ AG endete am 25. Juli 
2019 (AB 205). Am darauf folgenden Werktag meldete sich der 
Beschwerdeführer zur Arbeitsvermittlung an (vgl. AB 154). Gestützt auf Art. 
37 Abs. 3 AVIV beginnt der Bemessungszeitraum für den versicherten 
Verdienst demnach am 25. Juli 2019 (am Tag vor dem Eintritt eines 
anrechenbaren Verdienstausfalls; vgl. E. 2.5.3 hiervor). Soweit der 
Beschwerdeführer geltend macht, der massgebliche Bemessungszeitraum 
habe am 30. Juni 2019 zu beginnen resp. habe sich vom 1. Januar 2019 
bis 30. Juni 2019 zu erstrecken, da er im Monat Juli 2019 - insbesondere 
zufolge des Bezuges von Ferien (vgl. E. 3.3.2 hiernach) - lediglich während 
vier Tagen einen Verdienst erzielt habe (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 3), 
kann dem - wie nachfolgend dargelegt wird - nicht gefolgt werden.

3.3.1 Der versicherte Verdienst bemisst sich gemäss Art. 37 Abs. 1 und 2 
AVIV nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs resp. zwölf 
Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug (vgl. 
E. 2.5.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat entsprechend der Regelung 
von Art. 9 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 AVIG am 26. Juli 2019 eine Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug und am 25. Juli 2019 eine Rahmenfrist für die 
Beitragszeit eröffnet (vgl. E. 3.1 hiervor).

Wie in E. 2.3.3 hiervor dargelegt, ist für die Bestimmung des 
Beitragsmonates im Hinblick auf die Ermittlung der Beitragszeit die formale 
Dauer des Arbeitsverhältnisses entscheidend. Werden unregelmässige 
Einsätze im Rahmen eines einzigen Arbeitsvertrages geleistet, sind alle 
Monate, in denen gearbeitet worden ist, als ganze Beitragsmonate 

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19830238/index.html#a37
https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19830238/index.html#a37

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anzurechnen. Dies gilt auch dann, wenn in einem Monat nur wenige oder 
sogar nur ein Tag und im vorangehenden bzw. nachfolgenden Monat nicht 
gearbeitet wurde (vgl. AVIG-Praxis ALE vom Januar 2020, Rz. B150a). Nur 
wenn das Arbeitsverhältnis im Verlauf eines Monates aufgenommen resp. 
beendet wird, berechnet sich die Beitragszeit erst ab Zeitpunkt der 
Aufnahme bzw. bis Beendigung der Arbeit nach Art. 11 Abs. 2 AVIV 
(Proratisierung; AVIG-Praxis ALE vom Januar 2020, Rz. B150a). 

Im Monat Juli 2019 hat der Beschwerdeführer an vier Tagen gearbeitet und 
hierfür auch den entsprechenden Lohn erhalten (AB 73, 35). Folglich sind 
im Juli 2019 sämtliche Kalendertage während der formalen Dauer für die 
Ermittlung des Beitragsmonates zu berücksichtigen. Da das Anstellungs-
verhältnis per 25. Juli 2019 beendet wurde, was keinem vollen Kalender-
monat entspricht, sind die möglichen 19 Werktage vom 1. bis 25. Juli 2019 
mit dem Faktor 1.4 umzurechnen, was eine Beitragszeit von 26.6 Kalender-
tagen ergibt (vgl. E. 2.3.1 ff. hiervor). In der Zeit von Februar 2019 bis Juni 
2019 hat der Beschwerdeführer mindestens an einem Tag jeden Monats 
gearbeitet, weshalb die fünf Monate vollumfänglich als Beitragsmonate 
anzurechnen sind. Addiert zu den 26.6 Kalendertagen ergibt sich eine Bei-
tragszeit von 5 Monaten und 26.6 Kalendertagen. Um die Voraussetzung 
der letzten sechs Beitragsmonate zu erfüllen, sind demnach noch mindes-
tens 3.4 Kalendertage notwendig, was der Zeitperiode vom 29. Januar 
2019 bis 31. Januar 2019 entspricht. Der Bemessungszeitraum im Sinne 
von Art. 37 Abs. 1 bzw. 2 AVIV (vgl. E. 2.5.3 hiervor) erstreckt sich dem-
nach vom 29. Januar 2019 bis 25. Juli 2019 resp. vom 26. Juli 2018 bis 
25. Juli 2019. 

3.3.2 Soweit der Beschwerdeführer einwendet, sein zweiwöchiger Feri-
enbezug im Monat Juli 2019 wäre unbezahlt gewesen, da er im Stunden-
lohn angestellt gewesen sei (vgl. Beschwerde, S. 5 Ziff. 4), verkennt er, 
dass ihm die Ferienentschädigung im Umfang von 8.33 % jeweils pro ge-
leistete Stunde zum Grundlohn entschädigt wurde. Ob während dieser 
arbeitsfreien Zeit der Lohn weiterhin ausbezahlt wurde oder die Abgeltung 
in Form eines Zuschlages zum Grundlohn erfolgte, ist ohne Belang. Folgte 
man der Argumentation des Beschwerdeführers, würde dies zur Konse-
quenz führen, dass die monatlich ausbezahlte Ferienentschädigung gene-

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rell nicht als massgebender Lohn für den versicherten Verdienst berück-
sichtigt werden dürfte. Grundsätzlich stellt die Ferienentschädigung 
rechtsprechungsgemäss nicht Bestandteil des versicherten Verdienstes 
dar, soweit der Ferienanspruch in Form eines Lohnzuschlages abgegolten 
wird und in den relevanten Monaten keine Ferien bezogen werden. Im Falle 
der Abgeltung des Ferienanspruchs mittels Lohnzuschlages kann die Feri-
enentschädigung deshalb nur als versicherter Verdienst derjenigen Monate 
angerechnet werden, in denen Ferien, zusammenhängend oder an einzel-
nen Tagen, tatsächlich bezogen werden (BGE 144 V 195 E. 4.6.2 S. 201). 
Liegt kein zusammenhängender Ferienbezug vor, sondern werden nur 
einzelne Freitage bezogen, ist die lohnprozentuale Ferienentschädigung 
bei der Festsetzung des versicherten Verdienstes zu berücksichtigen 
(BGE 125 V 42 E. 6b f. S. 49). Praxisgemäss werden Ferien- und Feier-
tagsentschädigungen der im Stundenlohn beschäftigten Arbeitnehmenden 
für die Berechnung des versicherten Verdienstes mitberücksichtigt, soweit 
der maximal mögliche Verdienst ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung 
die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit nicht überschreitet (vgl. AVIG-Praxis 
ALE vom Januar 2020, Rz. C2). 

3.4 Während des massgebenden Bemessungszeitraumes vom 29. Ja-
nuar 2019 bis 25. Juli 2019 hat der Beschwerdeführer gemäss 
„Berechnungstabelle versicherter Verdienst" der Beschwerdegegnerin (AB 
151) folgende beitragspflichtige Einkommen erzielt: Fr. 658.65 vom 29. bis 
31. Januar 2019, Fr. 3‘765.-- im Februar 2019, Fr. 5‘870.90 im März 2019, 
Fr. 5'926.25 im April 2019, Fr. 5‘669.75 im Mai 2019, Fr. 3'989.25 im Juni 
2019 und Fr. 877.50 vom 1. bis 25. Juli 2019. Addiert ergeben diese Löhne 
ein Einkommen von insgesamt Fr. 26‘757.30, was einem Durchschnittslohn 
von Fr. 4‘459.55 entspricht. Anzufügen ist, dass die aufgeführten Einkom-
men ohne jegliche Kürzungen vollumfänglich in der Berechnung 
berücksichtigt wurden.

3.4.1 Die gerichtliche Überprüfung der in dieser Berechnungstabelle 
aufgeführten Einkommen anhand der Zeit- und Lohnabrechnungen (AB 67 
bis 74, 99 bis 105, 171 bis 176, 199 bis 204) sowie des Einsatzvertrages 
resp. GAV ergibt einzig mit Bezug auf den in der Zeit vom 29. bis 31. Janu-
ar 2019 erzielten Verdienst eine Differenz. Gemäss Zeitabrechnung (AB 

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70) hat der Beschwerdeführer am 30. und 31. Januar 2019 total 25 Stun-
den gearbeitet. Weiter hatte er gemäss Art. 12 Ziff. 2 GAV (vgl. E. 3.2.1 
hiervor) Anspruch auf Zeitgutschriften von 6 Minuten für die 14 in der Zeit 
zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr geleisteten Stunden (Arbeitszeiten von 
12.00 Uhr bis 07.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 07.00 Uhr), woraus weitere 
84 Minuten oder 1.4 Stunden resultieren. Somit hat der Beschwerdeführer 
an diesen beiden Tagen beim Stundenansatz von Fr. 27.-- (inkl. Ferienent-
schädigung; AB 191) Fr. 712.80 (26.4 x Fr. 27.--) und nicht Fr. 658.65 ver-
dient, wie es die Beschwerdegegnerin unzutreffend in der 
„Berechnungstabelle versicherter Verdienst" (AB 151) eingetragen hat. Der 
versicherte Verdienst errechnet sich demnach bei sechs Beitragsmonaten 
auf Fr. 4‘468.60 (total Einkommen von Fr. 26‘811.47) und ist entsprechend 
der von der Beschwerdegegnerin angewandten Rundungsregel auf Fr. 
4‘469.-- festzusetzen. 

3.4.2 Während des Bemessungszeitraumes vom 26. Juli 2018 bis 25. Juli 
2019 (vgl. E. 3.3.1 hiervor) hat der Beschwerdeführer gemäss 
„Berechnungstabelle versicherter Verdienst" der Beschwerdegegnerin (AB 
151) folgende beitragspflichtige Einkommen erzielt: Fr. 506.45 vom 27. bis 
31. Juli 2018, Fr. 3‘186.-- im August 2018, Fr. 2‘808.-- im September 2018, 
Fr. 5‘170.25 im Oktober 2018, Fr. 4‘818.80 im November 2018, Fr. 4'484.50 
im Dezember 2018, Fr. 5'829.-- im Januar 2019, Fr. 3‘765.-- im Februar 
2019, Fr. 5‘870.90 im März 2019, Fr. 5'926.25 im April 2019, Fr. 5‘669.75 
im Mai 2019, Fr. 3'989.25 im Juni 2019 und Fr. 877.50 vom 1. bis 25. Juli 
2019. 

Die gerichtliche Überprüfung der hier aufgeführten Einkommen ergibt einzig 
bezüglich des in der Zeit vom 27. bis 31. Juli 2018 erzielten Verdienstes 
eine Differenz. Gemäss Zeitabrechnung (AB 67) hat der Beschwerdeführer 
am 27., 30. und 31. Juli 2018 total 36 Stunden gearbeitet, womit beim 
Stundenansatz von Fr. 27.-- (inkl. Ferienentschädigung; AB 191) Fr. 972.-- 
(36 x Fr. 27.--) und nicht Fr. 506.45 resultiert (vgl. auch Lohnabrechnung 
Juli 2018; AB 176), wie es die Beschwerdegegnerin fälschlicherweise in der 
„Berechnungstabelle versicherter Verdienst" (AB 151) eingetragen hat. Der 
versicherte Verdienst errechnet sich demnach bei zwölf Beitragsmonaten 
auf Fr. 4‘447.30 (total Einkommen von Fr. 53‘367.20) und liegt damit tiefer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2020, ALV/20/259, Seite 13

als derjenige nach Art. 37 Abs. 1 AVIV. Massgeblich ist folglich der ver-
sicherte Verdienst von Fr. 4‘469.-- (vgl. E. 3.4.1 hiervor). 

4.

Nach dem Dargelegten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 12. März 2020 (AB 41 bis 47) in-
soweit aufzuheben, als der versicherte Verdienst auf Fr. 4'469.-- festzuset-
zen ist. Soweit auf die Beschwerde weiter einzutreten ist, ist sie abzuwei-
sen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der im Grundsatz unterliegende 
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Um-
kehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG); der Be-
schwerdegegnerin steht praxisgemäss ebenfalls keine Parteientschädigung 
zu (Art. 104 Abs. 4 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 lit. c VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Syna Arbeitslosenkasse vom 20. März 2020 in-
soweit aufgehoben, als der versicherte Verdienst auf Fr. 4‘469.-- fest-
gesetzt wird. Soweit auf die Beschwerde weiter einzutreten ist, wird sie 
abgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2020, ALV/20/259, Seite 14

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Syna Arbeitslosenkasse  
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.