# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8f2142c-a13c-5483-9c54-1fd82ca720d1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 19.07.2021 B 2021/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2021-75_2021-07-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/75

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.09.2021

Entscheiddatum: 19.07.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 19.07.2021
Verfahren; Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO (SR 272), Art. 98 Abs. 2 VRP sGS (sGS 
951.1). Zahlungsmodalitäten müssen (bzw. können) nicht Inhalt eines 
Kostenspruchs sein. Es ist zulässig, die Rekurskosten (Abschreibung wegen 
Gegenstandslosigkeit infolge Widerrufs des angefochtenen 
Baubewilligungs- und Einspracheentscheids) statt der widerrufenden 
Behörde der Bauherrschaft aufzuerlegen, wenn letztere selbst den Widerruf 
des Entscheids bei der verfügenden Behörde beantragte. Abweisung der 
Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2021/75). Auf eine gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 29. September 
2021 nicht ein (Verfahren 1C_482/2021).

Entscheid vom 19. Juli 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Huber

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführerin,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

und

X.__ AG,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Anja Müller-Gerteis, AES Rechtsanwälte, 

Paradiesweg 2, 9410 Heiden,

sowie

Politische Gemeinde Y.__,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Abschreibung Rekursverfahren Nr. 00-0000__; Umtriebsentschädigung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die X.__ AG ist Eigentümerin des in der Wohn- und Gewerbezone WG3 liegenden 

Grundstücks Nr. 001__, Grundbuch Y.__. Sie stellte je am 20. Februar 2019 beim 

Gemeinderat Y.__ ein Gesuch um Bewilligung für den Abbruch der auf dem genannten 

Grundstück stehenden Gebäude Vers.-Nrn. 002__, 003__ und 004__ sowie ein Gesuch 

für den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage (vgl. 

Baugesuchsformular in act. 1 der Akten der Gemeinde Y.__ [nachfolgend gmde.-act.]). 

Während der Auflagefrist erhob u.a. A.__ am 2. April 2019 Einsprache gegen das 

Baugesuch (gmde.-act. 5). Mit Beschluss vom 19. Oktober 2020 wies der Gemeinderat 

Y.__ die Einsprache ab und erteilte der X.__ AG die Bewilligung unter Bedingungen und 

Auflagen (Protokollbeschluss in gmde.-act. 26), den der Gemeinderat mit Schreiben 

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vom 21. Oktober 2020 den Beteiligten eröffnete (vgl. Schreiben in gmde.-act. 26 sowie 

Beilage 2 zu act. 1 der Akten der Vorinstanz [nachfolgend vi.-act.]).

B.

Gegen den erwähnten Entscheid vom 19./21. Oktober 2020 erhob A.__ am 

2. November 2020 Rekurs beim Baudepartement (vgl. vi.-act. 1). Während des 

laufenden Rekursverfahrens ersuchte Rechtsanwältin Müller-Gerteis am 17. Februar 

2021 für die X.__ AG den Gemeinderat Y.__, den angefochtenen Entscheid vom 19./21. 

Oktober 2020 zu widerrufen (vi.-act. 13). Es seien in der Zwischenzeit weitere 

Abklärungen im Gang, deren Ergebnisse dem Gemeinderat vorgelegt würden mit der 

Bitte, sodann über das (nach Widerruf des Baubewilligungsentscheids) weiterhin 

hängige Baugesuch nach Gewährung des rechtlichen Gehörs neu zu entscheiden (vi.-

act.13). Am 1. März 2021 widerrief der Gemeinderat Y.__ den angefochtenen 

Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 19./21. Oktober 2020 mit Ausnahme 

der zulasten der X.__ AG erhobenen Baubewilligungsgebühr (vi.-act. 15). Der 

Rekussachbearbeiter des Baudepartementes kündigte daraufhin am 2. März 2021 an, 

den Rekurs infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (act. 16), wogegen sich A.__ 

mit Antwort vom 3. März 2021 wandte und um Fortführung des Verfahrens ersuchte 

(vi.-act. 17). Nachdem der Sachbearbeiter die Fortführung des Rekursverfahrens 

abschlägig beantwortet und A.__ über die Modalitäten einer allfälligen ausseramtlichen 

Entschädigung aufgeklärt hatte (vi.-act. 18), reichte diese am 10. März 2021 eine 

detaillierte Zusammenstellung ihrer Aufwendungen in der Höhe von CHF 1'642.80 

(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) ein (vi.-act. 19). Am 11. März 2021 schrieb 

der Leiter der Rechtsabteilung des Baudepartementes den Rekurs zufolge 

Gegenstandslosigkeit ab (act. 2 der Gerichtsakten [nachfolgend act. G]) Ziffer 1 des 

Rechtsspruches), hiess das Gesuch um Zusprache einer Umtriebsentschädigung gut 

und sprach A.__ eine solche in der Höhe von CHF 400 zulasten der X.__ AG zu (act. 

G 2 Ziffer 3 des Rechtsspruches; Hervorhebung [kursiv] durch das Gericht). Auf die 

Erhebung amtlicher Kosten wurde unter Rückerstattung des von A.__ geleisteten 

Kostenvorschusses verzichtet (act. G 2 Ziffer 2 des Rechtsspruches).

C.  

A.__ (Beschwerdeführerin) erhob mit Eingabe vom 24. März 2021 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Antrag, Ziffer 3 des Dispositivs der Verfügung des 

Baudepartementes wie folgt abzuändern: "Das Begehren von A.__ um Zusprache einer 

Umtriebsentschädigung wird im Sinn der Erwägungen gutgeheissen. Der Gemeinderat 

Y.__ entschädigt A.__ ausseramtlich mit einem Betrag von CHF 400.00. Der Betrag 

C.a. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.  

wird zur Zahlung fällig, sobald die Verfügung rechtskräftig ist. Der Betrag ist auf 

die Bankverbindung (PostFinance IBAN CH00__, Kontoinhaberin A.__) zu 

überweisen" (act. G 1; Hervorhebungen [fett] der Änderungen gegenüber dem 

Wortlaut des angefochtenen Entscheids durch das Gericht). Nebst diesem formellen, 

ausdrücklich formulierten Antrag macht die Beschwerdeführerin Aufwendungen für die 

Beschwerde im Umfang von CHF 98.75 geltend und bittet sie das Gericht darum, das 

Baudepartement anzuweisen, die Grössenordnung der zugesprochenen 

Umtriebsentschädigung zu überdenken und diese allenfalls anzupassen.

Das Baudepartement (Vorinstanz) beantragt in seiner Vernehmlassung vom 15. April 

2021 Abweisung der Beschwerde (act. G 8). Rechtsanwältin Müller-Gerteis stellt für die 

X.__ AG (Beschwerdegegnerin) mit Eingabe vom 26. April 2021 den Antrag, die 

Beschwerde abzuweisen (act. G 12). Für die politische Gemeinde Y.__ 

(Beschwerdebeteiligte) schloss der Gemeinderat Y.__ am 27. April 2021 

vernehmlassungsweise auf Abweisung der Beschwerde (act. G 11). Die 

Beschwerdeführerin machte am 14. Mai 2021 Gebrauch von der Möglichkeit zur 

Vernehmlassung zu den eingegangenen Stellungnahmen (act. G 14). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 2. Juni 2021 ausdrücklich (act. 

G 16), die übrigen Beteiligten stillschweigend auf eine Antwort zur Eingabe der 

Beschwerdeführerin.

C.b. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

C.c. 

Im vorliegenden Verfahren liegt dem Streit über die Entschädigung ein Rekursverfahren 

betreffend Bau- und Einspracheentscheid zugrunde, das von der Vorinstanz zufolge 

Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wurde (zum Begriff der Gegenstandslosigkeit vgl. 

Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den 

Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 1045, und T. Kamber in: Rizvi/

Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, 

Zürich/St. Gallen 2020, N 8 zu Art. 57 VRP je mit beispielhaften Fallkonstellationen). 

Abschreibungsbeschlüsse sind formelle Entscheide, durch die ein Verfahren, 

1.1. 

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vorliegend ein Rekursverfahren, beendet wird, ohne dass prozessuale Vorfragen oder 

materielle Streitfragen behandelt werden (Cavelti/Vögeli, a.a.O, Rz. 1035). Die 

Beschwerde gegen den Kostenentscheid ist zulässig (vgl. GVP 2001 Nr. 52; R. Hirt, Die 

Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 

2004, S. 256) und liegt in der Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP).

bis

Die Beschwerde richtet sich ausschliesslich gegen die Verlegung der ausseramtlichen 

Kosten, nicht aber gegen die Rechtmässigkeit des Abschreibungsbeschlusses selbst, 

wobei die Beschwerdeführerin nicht auch die Anpassung hinsichtlich der Höhe der 

zugesprochenen Umtriebsentschädigung beantragt. Diesbezüglich stellt sie keinen 

konkreten formellen Antrag auf Änderung. Auch wenn an die Antragsstellung, 

namentlich bei Laienbeschwerden, keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind 

(vgl. GVP 1985 Nr. 50; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 915), so muss doch der klare Wille 

erkennbar sein, ob und inwiefern ein Entscheid angepasst werden soll. Es darf ein 

Mindestmass an Sorgfalt bei der Antragsstellung vorausgesetzt werden (vgl. Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 911). Wird insbesondere eine betrags- oder ziffernmässige Änderung 

des angefochtenen Entscheids verlangt, muss sie zumindest bestimmbar sein (Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 911). Die als Bitte (Ansuchen) formulierte Äusserung in der 

Beschwerdeeingabe, das Gericht solle das Baudepartement anweisen, die 

Grössenordnung der Entschädigung zu überdenken und allenfalls anzupassen, erfüllt 

diese Anforderungen nicht. Darin kann kein konkreter formeller Antrag auf Anpassung 

der Höhe der Entschädigung erblickt werden. Die Höhe der Umtriebsentschädigung gilt 

somit mangels hinreichenden Antrags nicht als angefochten. Im Übrigen hat schon der 

Abteilungspräsident im Aufforderungsschreiben zur Leistung des Kostenvorschusses 

darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin die Höhe der ihr zugesprochenen 

Umtriebsentschädigung nicht formell anfechte (vgl. act. G 5). Die Beschwerdeführerin 

hat in der Folge den Kostenvorschuss ohne weitere Opposition geleistet. Auch im 

weiteren Schriftenwechsel nahm die Beschwerdeführerin darauf keinen Bezug mehr. Es 

darf deshalb angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin die Höhe der 

Umtriebsentschädigung – trotz ausführlichen Äusserungen zur Höhe der 

Kostenverlegung – auch tatsächlich nicht anfechten will. Ferner erwiese sich die 

Beschwerde diesbezüglich auch als unbegründet, soweit ein entsprechender Antrag 

behandelt werden müsste. Das Verwaltungsgericht hat die Praxis der Vorinstanz, 

wonach Umtriebsentschädigungen in der Regel nur in der Höhe von CHF 300 bis 

CHF 500 zugesprochen werden, bestätigt (vgl. VerwGE 2013/178 vom 12. Februar 

2014 E. 5.1 mit Hinweis auf Hirt, a.a.O, S. 197; siehe auch Art. 98 VRP i.V.m. Art. 95 

1.2. 

ter 

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Abs. 3 lit. a und c ZPO). Daran vermöchte die vornehmlich generell gehaltene Kritik der 

Beschwerdeführerin (vgl. act. G 2 S. 3) nichts zu ändern. Die Höhe der von der 

Vorinstanz zugesprochenen Umtriebsentschädigung von CHF 400 bewegt sich 

offenkundig in diesem Rahmen und wäre nicht zu beanstanden.

Somit ist ausschliesslich über den Antrag der Beschwerdeführerin zu entscheiden, 

dass statt der X.__ AG der Gemeinderat als zahlungspflichtig erklärt und dass die 

Zahlungsadresse mit der zugehörigen IBAN-Nummer sowie der Fälligkeitszeitpunkt 

formell ins Dispositiv aufgenommen werden sollen. Vor dem Hintergrund namentlich 

der beiden letztgenannten Anträge stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin 

diesbezüglich zur Beschwerde befugt ist.

Art. 45 Abs. 1 VRP (in Verbindung mit Art. 64 VRP) setzt für die Rechtsmittelbefugnis 

eine formelle und eine materielle Beschwer voraus. Die formelle Beschwer ist erfüllt, 

wenn die rechtsuchende Person am Verfahren vor Vorinstanz teilgenommen hat und 

mit ihren Anträgen nicht oder nicht vollständig durchgedrungen ist (vgl. Geisser/Zogg, 

in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 6 f. zu Art. 45 VRP). Materielle Beschwer 

bzw. Rechtsschutzinteresse verlangt, dass der Beschwerdeführer "an der Änderung 

oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheids ein eigenes schutzwürdiges 

Interesse dartut" (Abs. 45 Abs. 1 VRP). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

ist vorausgesetzt, dass die betreffende Person "über eine spezifische Beziehungsnähe 

zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder 

Änderung des angefochtenen Entscheids zieht" (vgl. Geisser/Zogg, in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 9 zu Art. 45 VRP mit Hinweis auf BGE 137 II 30 E. 2.2.2).

1.3. 

Die Beschwerdeführerin ist insofern formell beschwert, als ihrem Antrag auf 

Entschädigung – nebst dem nach dem vorstehend Gesagten nicht angefochtenen 

Umfang – zwar entsprochen wurde, sie aber die der Beschwerdegegnerin auferlegte 

Zahlungspflicht rügt. Sie befürchtet, dass die ihr zugesprochene Parteientschädigung 

im Fall eines Konkurses der Beschwerdegegnerin nicht erhältlich sein könnte (vgl. 

act. G1 S. 2 dritter Absatz). Darin liegt ein möglicher tatsächlicher Nachteil, der ein 

eigenes schutzwürdiges Interesse an der beantragten Änderung des Kostenentscheids 

begründet. Die Schuldnereigenschaft und die Bonität des Schuldners ist bezüglich 

Einbringlichkeit der Entschädigung von Interesse für die Beschwerdeführerin. Die 

formelle und materielle Beschwerdebefugnis ist demnach zu bejahen.

1.3.1. 

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2.  

Nicht einzutreten ist jedoch auf die beiden weiteren beantragten Änderungen. Die 

Festlegung des Fälligkeitszeitpunkts sowie die Angaben der Bankverbindungen stellen 

Abwicklungs- bzw. Vollzugsmodalitäten dar, die nicht Gegenstand eines 

Rechtsspruchs sein müssen bzw. können. Sie regeln weder ein Rechtsverhältnis noch 

auferlegen sie Pflichten. Deren Aufnahme in ein Dispositiv kann nicht verlangt werden. 

Die Anträge können demzufolge auch nicht verfahrensgegenständlich sein. Abgesehen 

davon ist auch nicht erkennbar, worin das schutzwürdige Interesse der 

Beschwerdeführerin an den von ihr begehrten Änderungen besteht (vgl. zur 

Vollstreckung von Entscheiden über ausseramtliche Kosten Hirt, a.a.O., S. 273 ff., 

wonach im Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und 

Konkurs [SR 281.1, SchKG] ohnehin rechtskräftige Entscheide als definitive 

Rechtsöffnungstitel im Sinn von Art. 80 SchKG gelten), weshalb auch mangels 

schutzwürdigen Interesses nicht darauf einzutreten wäre.

1.3.2. 

Im Übrigen entspricht die Beschwerdeeingabe vom 24. März 2021 zeitlich, formal und 

inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit – unter den vorgenannten 

Vorbehalten – einzutreten.

1.4. 

Den Behörden kommt bei der Verlegung und Bemessung von amtlichen und 

ausseramtlichen Kosten ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die 

Ermessenskontrolle ist dem Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren verwehrt 

(Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP e contrario; vgl. VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 

E. 4.1 mit Hinweisen). Es hat sich daher darauf zu beschränken, über die Einhaltung 

des Ermessensspielraums zu wachen, und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz das 

ihr zustehende Ermessen über- bzw. unterschritten oder missbraucht hat (vgl. Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 740 ff.)

2.1. 

Nach Art. 98 Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten 

entschädigt, soweit sie aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und 

angemessen erscheinen. Art. 98  VRP bestimmt, dass die ausseramtliche 

Entschädigung den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt 

wird. Inwiefern ein Beteiligter obsiegt, ist aufgrund der gestellten Anträge zu beurteilen. 

2.2. 

bis

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Die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die 

Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98  VRP). Wie es sich dabei 

im Einzelnen verhält, entscheidet sich nach denselben Kriterien wie bei der Verlegung 

der amtlichen Kosten (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 832). Bei Gegenstandslosigkeit gilt, 

dass derjenige als unterlegener Beteiligter zu betrachten ist, der die 

Gegenstandslosigkeit verursacht hat (Hirt, a.a.O., S. 101). So sind die Kosten im Fall 

der Gegenstandslosigkeit aufgrund eines Widerrufs der angefochtenen Verfügung oder 

des angefochtenen Entscheids oder bei einer Wiedererwägung derselben dem 

entsprechenden Gemeinwesen zu überbinden (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 773). Es gibt 

jedoch Fälle, bei denen die Kostenverlegung nach dem Erfolgsprinzip sachlich nicht 

gerechtfertigt erscheint und bei besonderen Umständen die Kosten nach Ermessen zu 

verteilen sind. Dies gilt insbesondere, wenn die Art des Streitfalls die Kostenauflage als 

unverhältnismässig erscheinen lässt oder ein Prozess gegenstandslos wird (Hirt, a.a.O., 

S. 103 f.). Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO sieht bei Gegenstandslosigkeit ebenfalls eine 

Verlegung nach Ermessen vor. Für die Kostenverlegung ist daher je nach Lage des 

Einzelfalls zu berücksichtigen, wer Anlass zur Beschwerde gegeben hat, welches der 

mutmassliche Prozessausgang gewesen wäre, bei wem die Gründe eingetreten sind, 

die zur Gegenstandslosigkeit des Prozesses geführt haben und welche Partei 

unnötigerweise Kosten verursacht hat (Rüegg/Rüegg, in: Spühler/Fenchio/Infanger 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N 8 zu 

Art. 107 ZPO).

ter

Im Licht vorstehender Ausführungen wären tatsächlich in erster Linie der 

Beschwerdebeteiligten die Kosten aufzuerlegen, weil diese den angefochtenen Bau- 

und Einspracheentscheid widerrief. Jedoch erscheint es mindestens ebenso 

gerechtfertigt, stattdessen die Beschwerdegegnerin (Bauherrschaft) kostenpflichtig zu 

erklären, weil die Beschwerdebeteiligte ja auf Gesuch der Beschwerdegegnerin hin ihre 

Verfügung widerrief. Es verhält sich somit gleich wie in Fällen, wo die Bauherrschaft ihr 

Baugesuch zurückzieht und so die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens verursacht. In 

dieser Konstellation werden üblicherweise ebenfalls der Bauherrschaft die Kosten 

auferlegt, wenn nicht gerade besondere Umstände vorliegen, die eine andere 

Verteilung aufdrängen. Solche sind nicht erkennbar. Allein die beschwerdeführerische 

Behauptung, dass die Beschwerdebeteiligte sich in unrechtmässiger Art und Weise auf 

die Seite der Beschwerdegegnerin stelle ("Insideraktivitäten"), ihren Entscheid ohne 

Widerspruch auf Veranlassung der Beschwerdegegnerin widerrufen habe und so die 

Aufdeckung mutmasslicher "Mauscheleien" habe verhindern wollen (vgl. act. G 1 S. 1, 

act. G 3.1 S. 1, act. G 14), genügt jedenfalls nicht, um einen schwerwiegenden 

2.3. 

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3.  

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1'500, unter Verrechnung mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

 

Verfahrensfehler zu belegen. Die Vorinstanz hat das ihr bei der Kostenverlegung 

zustehende Ermessen nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1 S. 1) ist es nicht Aufgabe des Gerichts – das Gericht 

ist nicht Aufsichtsbehörde über die Verwaltung –, sämtliche Akten auf mögliche 

Ungereimtheiten hin zu untersuchen. Die Beschwerde erweist sich somit als 

unbegründet.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von 

der Beschwerdeführerin zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Diese ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 

verrechnen.

3.1. 

Ausseramtliche Kosten sind der Beschwerdeführerin zufolge Unterliegens nicht zu 

entschädigen (vgl. Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Die übrigen Verfahrensbeteiligten 

haben keinen Antrag auf Entschädigung gestellt.

3.2. 

bis

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		2025-07-19T02:36:04+0200
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