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**Case Identifier:** e59d392f-47c4-53f8-a10f-dc78c9b63a37
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.09.2018 100 2017 349
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-349_2018-09-13.pdf

## Full Text

100.2017.349U
DAM/MAM/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. September 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident 
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Marti

1. A.________
2. B.________

wohnhaft im Ausland, p.A. A.________ 
Beschwerdeführende

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Familiennachzug des Ehemanns durch Schweizer Ehefrau (Ent-
scheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 27. Novem-
ber 2017; 2017.POM.342)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.09.2018, Nr. 100.2017.349U, 
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Sachverhalt:

A.

B.________ (geb. … 1994), Staatsangehöriger der Dominikanischen 
Republik, heiratete am 7. Juli 2016 in Santo Domingo Norte die Schweizer 
Bürgerin A.________ (geb. … 1964). Am 14. Juli 2016 ersuchte 
B.________ auf der Schweizer Botschaft in Santo Domingo um Erteilung 
eines Visums für den langfristigen Aufenthalt zwecks Familiennachzugs zu 
seiner Ehefrau. Mit Verfügung vom 6. April 2017 wies das Amt für Migration 
und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), den 
Antrag mit der Begründung ab, es lägen Indizien für eine Scheinehe vor.

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 6. Mai 
2017 Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
(POM), welche das Rechtsmittel mit Entscheid vom 27. November 2017 
abwies.

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 23. Dezember 2017 
bzw. mit verbesserter Eingabe vom 11. Januar 2018 (Posteingang) 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der Entscheid 
der POM sei aufzuheben und B.________ sei die Einreise in die Schweiz 
zu bewilligen. Weiter sei ihm im Rahmen des Familiennachzugs eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Die POM beantragt mit Vernehmlassung 
vom 31. Januar 2018 die Abweisung der Beschwerde. Dazu hat sich 
A.________ am 17. Februar 2018 geäussert.

Der Instruktionsrichter hat in der Folge weitere Unterlagen zu den Akten er-
kannt. Am 23. Mai 2018 hat eine Delegation des Verwaltungsgerichts eine 
Instruktionsverhandlung durchgeführt. An der Verhandlung und im An-

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schluss daran sind weitere Beweismittel eingereicht worden. Von der Gele-
genheit, sich zum Protokoll der Instruktionsverhandlung zu äussern und 
Schlussbemerkungen einzureichen, haben A.________ am 9. Juni 2018 
und die POM am 15. Juni 2018 Gebrauch gemacht. Die Beteiligten halten 
an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und Art. 77 
des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die Beschwerdeführenden rügen in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine Ver-
letzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör.

2.1 Nach Ansicht der Beschwerdeführenden hat es die POM unterlas-
sen, sich eingehend und im Einzelnen mit ihren Argumenten auseinander-
zusetzen. Die Vorinstanz habe sich «pauschal» der Verfügung des MIP an-
geschlossen und nur Aspekte hervorgehoben, die zu ihren Ungunsten 
sprächen. Damit habe die Vorinstanz die Begründungspflicht verletzt (Be-
schwerde S. 4 f.).

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2.2 Die POM hat allgemein ausgeführt, unter welchen Voraussetzungen 
der Nachzug von ausländischen Ehegatten durch Schweizerinnen oder 
Schweizer rechtsmissbräuchlich ist (angefochtener Entscheid E. 5). In der 
Folge ist sie auf die Sachumstände eingegangen, die für und gegen rechts-
missbräuchliches Verhalten sprechen und hat im Ergebnis ein solches be-
jaht (angefochtener Entscheid E. 7). Die für diese Beurteilung massgeben-
den Gesichtspunkte ergeben sich aus diesen Erwägungen. Gestützt darauf 
war es den Beschwerdeführenden ohne weiteres möglich, den Entscheid 
der POM sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung der Begründungs-
pflicht, einem wesentlichen Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Ge-
hör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101), Art. 26 
Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und Art. 21 
Abs. 1 VRPG (vgl. statt vieler BGE 142 II 49 E. 9.2; BVR 2016 S. 529 
E. 4.3), ist zu verneinen.

3.

In der Sache ist strittig, ob die POM den Nachzug des Beschwerdeführers 
verweigern durfte, ohne Recht zu verletzen.

3.1 Der Familiennachzug des Beschwerdeführers, Staatsangehöriger 
der Dominikanischen Republik, richtet sich nach Art. 42 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder (AuG; SR 142.20), da die Beschwerdeführerin Schweizer Bürgerin 
ist. Diese Bestimmung vermittelt dem ausländischen Ehegatten grundsätz-
lich einen Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz. Das Gleiche er-
gibt sich aus Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101), sofern die familiäre Beziehung intakt ist und gelebt wird. Ge-
mäss Art. 51 Abs. 1 Bst. a AuG erlöschen die Ansprüche nach Art. 42 AuG, 
wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich um 
Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über 
die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen. Ein Bewilligungsanspruch 
entfällt demnach, wenn zum vornherein nie der Wille bestand, eine dauer-
hafte Gemeinschaft zu begründen, und der einzige Zweck der Heirat darin 
liegt, der ausländischen Person zu einer fremdenpolizeilichen Bewilligung 

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zu verhelfen (sog. Schein- oder Ausländerrechtsehe; BGE 128 II 145 E. 2.1 
mit Hinweis).

3.2 Ob eine Scheinehe geschlossen wurde bzw. ob die Ehe bloss for-
mell besteht, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist nur 
durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 E. 10.2 [Pra 93/2004 Nr. 171], 
127 II 49 E. 5a). Zu diesen Indizien gehören vorab äussere Begebenheiten: 
Die Tatsache, dass die nachzuziehende Person ohne Heirat keine Aufent-
haltsbewilligung erlangen kann; das Vorliegen eines erheblichen Altersun-
terschieds zwischen den Ehegatten; die Umstände des Kennenlernens und 
der Beziehung, so etwa eine kurze Bekanntschaft vor der Heirat oder ge-
ringe Kenntnisse eines Ehegatten über den anderen; Schwierigkeiten in der 
Kommunikation; die Vereinbarung einer Bezahlung für die Heirat. Die Indi-
zien können aber auch psychische Vorgänge betreffen (tatsächlicher Wille; 
vgl. BGE 128 II 145 E. 3.1; BGer 2C_483/2017 vom 6.2.2018 E. 4.2, 
2C_279/2017 vom 25.9.2017 E. 3.1, 2C_518/2016 vom 7.9.2017 E. 2.3). 
Eine Scheinehe liegt umgekehrt nicht bereits dann vor, wenn auch auslän-
derrechtliche Motive den Eheschluss beeinflusst haben. Erforderlich ist, 
dass der Wille zur Führung der Lebensgemeinschaft im Sinn einer auf 
Dauer angelegten wirtschaftlichen, körperlichen und spirituellen Verbindung 
zumindest bei einem der Ehepartner fehlt (vgl. BGE 121 II 97 E. 3b; 
BGer 2C_483/2017 vom 6.2.2018 E. 4.2).

3.3 Grundsätzlich muss die Migrationsbehörde die Ausländerrechtsehe 
nachweisen. Dass eine solche vorliegt, darf dabei nicht leichthin ange-
nommen werden, insbesondere wenn auf der Basis von Indizien auf eine 
Scheinehe geschlossen wird. Letztere müssen klar und konkret sein (vgl. 
BGE 128 II 145 E. 2.2; BGer 2C_595/2017 vom 13.4.2018 E. 5.2). Die Be-
hörden müssen den Sachverhalt von Amtes wegen möglichst zuverlässig 
abklären; indessen wird der Untersuchungsgrundsatz (Art. 18 Abs. 1 
VRPG) durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (Art. 20 Abs. 3 
i.V.m. Art. 90 AuG). Diese kommt namentlich bei Tatsachen zum Tragen, 
die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung 
gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können 
(vgl. BGE 138 II 465 E. 8.6.4). Das gilt vor allem, wenn bereits gewichtige 
Hinweise für eine Ausländerrechtsehe sprechen; dann wird von den Ehe-

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leuten erwartet, dass sie von sich aus Umstände vorbringen und belegen, 
um den echten Ehewillen glaubhaft zu machen (BGer 2C_483/2017 vom 
6.2.2018 E. 4.2, 2C_279/2017 vom 25.9.2017 E. 3.1).

3.4 Die Frage, ob eine Scheinehe vorliegt, stellt sich im Allgemeinen 
erst im Nachhinein, nachdem die betreffende ausländische Person eine 
Zeit lang mit seiner hier anwesenheitsberechtigten Ehepartnerin bzw. sei-
nem Ehepartner zusammen gelebt hat bzw. hätte zusammen leben kön-
nen. Selbst wenn die Eheleute noch gar keine Gelegenheit erhalten haben, 
die Absicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft durch Zusammen-
leben unter Beweis zu stellen, ist nicht ausgeschlossen, dass – bei ent-
sprechender Indizienlage – bereits im Zeitpunkt der erstmaligen Gesuchs-
einreichung auf eine Scheinehe geschlossen werden darf und die Erteilung 
einer fremdenpolizeilichen Nachzugsbewilligung von Anbeginn weg zu ver-
weigern ist (BGer 2C_75/2013 vom 29.8.2013 E. 3.4, 2C_125/2011 vom 
31.8.2011 E. 3.5, je mit Hinweisen). Lässt die Indizienlage keinen eindeuti-
gen Schluss zu, ist das Vorliegen einer Scheinehe nicht erstellt. In diesem 
Fall ist dem ausländischen Ehegatten trotz allenfalls bestehender Zweifel 
die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, auf das Risiko hin, dass sich die Ehe 
aufgrund des späteren Verhaltens der Beteiligten (z.B. fehlendes eheliches 
Zusammenleben in der Schweiz) in Verbindung mit den bereits heute be-
kannten, in diese Richtung weisenden Indizien als Scheinehe herausstellt 
und die Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die künftigen Erkenntnisse wi-
derrufen werden muss bzw. nicht mehr zu verlängern ist 
(BGer 2C_1020/2016 vom 4.4.2017 E. 4.2, 2C_564/2014 vom 20.4.2015 
E. 4.1, 2C_154/2015 vom 17.3.2015 E. 2.4).

4.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

4.1 Die Beschwerdeführerin ist 54 Jahre alt und Mutter dreier erwachse-
ner Kinder (C.________, geb. … 1987; D.________, geb. … 1992 und 
E.________, geb. … 1993). Sie hat drei gescheiterte Ehen hinter sich (vgl. 
zum Vorleben einlässlich hinten E. 4.6). Nach eigenen Angaben hat sie 

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ursprünglich eine Ausbildung zur Pflegehelferin absolviert (Akten MIDI 
pag. 92). Seit dem 15. November 2017 arbeitet die Beschwerdeführerin als 
Kassiererin bei einem grossen Drogeriemarkt in Bern (Arbeitsvertrag vom 
20.10.2017; act. 1C). Ihre Schulden aus einem Kreditvertrag vom 9. De-
zember 2003 hat sie im Dezember 2017 vollständig beglichen (act. 12A1). 
Sie unterstützt den Beschwerdeführer monatlich mit einem Betrag von 
Fr. 50.-- bis Fr. 150.-- (Akten MIDI pag. 93; Protokoll der Instruktions-
verhandlung [nachfolgend: Protokoll] S. 7; act. 12).

4.2 Der 24-jährige Beschwerdeführer lebt bei seiner Mutter und seinem 
Stiefvater in Villa Mella/Dominikanische Republik (Protokoll S. 5). Zu sei-
nem Vater, der ebenfalls in der Dominikanischen Republik lebt, soll er nach 
Angaben der Beschwerdeführerin kaum Kontakt haben (Protokoll S. 6). Er 
absolvierte Informatik- und Verkaufskurse (Kurszertifikate; act. 1C); einer 
dauerhaften geregelten Erwerbstätigkeit geht er indes nicht nach (Akten 
MIDI pag. 82; Protokoll S. 6 f.). Er wird von seiner Mutter und der Be-
schwerdeführerin finanziell unterstützt (Akten MIDI pag. 83). Sein Heimat-
land hat er noch nie verlassen (Akten MIDI pag. 82). Er spricht Spanisch 
und Englisch; nun ist er daran, Deutsch zu lernen (Akten MIDI pag. 36, 
82 f.).

4.3 Im Juli 2015 lernten sich die Beschwerdeführerenden per Videotele-
fonie (Skype) kennen. In den darauf folgenden Monaten pflegten sie den 
Kontakt mit Sprachnachrichten (WhatsApp) und Videotelefonaten (Skype). 
Seit Januar 2016 sind sie ein Paar (Akten MIDI pag. 80, 89). Im Frühjahr 
(März oder April) 2016 fragte die Beschwerdeführerin den Beschwerde-
führer, ob er sie heiraten wolle. Der Beschwerdeführer nahm den Antrag an 
(Akten MIDI pag. 81, 90). Am 30. Juni 2016 reiste die Beschwerdeführerin 
in die Dominikanische Republik, wo sie den Beschwerdeführer zum ersten 
Mal persönlich traf. Am 7. Juli 2016 fand die Eheschliessung statt (vgl. Ehe-
schein, Akten MIDI pag. 3). Die Beschwerdeführerin nahm den Familien-
namen des Beschwerdeführers an. Am 19. Juli 2016 kehrte sie in die 
Schweiz zurück (E-Ticket-Beleg; act. 1C), wo sie um Registrierung der aus-
ländischen Heirat ersuchte. Am 9. August 2016 wies der Zivilstands- und 
Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern die zuständige Behörde an, die Ehe 
im Schweizer Zivilstandsregister einzutragen (Schreiben des Zivilstands- 

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und Bürgerrechtsdiensts vom 9.8.2016; act. 1C). Die Beschwerdeführerin 
liess sich neue amtliche Dokumente – lautend auf den neuen Familien-
namen – ausstellen (Pass sowie Niederlassungsausweis der Einwohner-
gemeinde Köniz vom 6.9.2016; act. 1C). Im Dezember 2017 liess sie sich 
den Vornamen des Beschwerdeführers eintätowieren (Foto auf Wechselda-
tenträger; act. 1D).

4.4 Am 23. November 2016 wurden die Beschwerdeführenden von der 
Schweizerischen Botschaft in Santo Domingo bzw. vom MIDI getrennt von-
einander befragt (vgl. Gesprächsprotokolle; Akten MIDI pag. 80 ff. und 
88 ff.). Die Beschwerdeführenden gaben zunächst übereinstimmende Ant-
worten zu den familiären Verhältnissen (Akten MIDI pag. 83 und 92). Der 
Beschwerdeführer wusste davon, dass die Beschwerdeführerin dreimal 
verheiratet war und drei Kinder hat. Von den Kindern kannte er Vornamen 
und Alter (Akten MIDI pag. 83 f.). Zu den jeweiligen Tagesabläufen, Ar-
beits- und Wohnsituationen, Interessen und Freizeitbeschäftigungen beant-
worteten die Beschwerdeführenden die Fragen ebenfalls übereinstimmend 
(Akten MIDI pag. 82 f. und 91 f.). Ihre Aussagen zu den Umständen des 
Kennenlernens im Juli 2015, des Verlöbnisses im Frühjahr 2016 und der 
Eheschliessung am 7. Juli 2016 stimmten auch überein (Akten MIDI 
pag. 80 ff. und 89 ff.). Den Befragungsprotokollen lassen sich aber auch 
abweichende Angaben entnehmen: So gab der Beschwerdeführer an, er 
habe die Eheringe gekauft (Akten MIDI pag. 84), wogegen die Beschwer-
deführerin ausführte, sie hätten diese zusammen gekauft (Akten MIDI 
pag. 94). Weiter teilte der Beschwerdeführer den Behörden mit, er habe 
das Abitur gemacht sowie Informatik-, Verkaufs- und Englischkurse be-
sucht (Akten MIDI pag. 82). Die Beschwerdeführerin ging demgegenüber 
davon aus, ihr Ehemann habe Informatik und Englisch studiert (Akten MIDI 
pag. 91). Die Beschwerdeführerin führte ihrerseits aus, sie habe die Primar-
schule sowie eine Ausbildung zur Pflegehelferin absolviert (Akten MIDI 
pag. 92). Der Beschwerdeführer meinte hingegen, sie habe das Abitur ge-
macht (Akten MIDI pag. 82). Weiter gab die Beschwerdeführerin zu Proto-
koll, dass es ihr aufgrund der Hitze und Kriminalität schwer fallen würde, in 
der Dominikanischen Republik zu leben (Akten MIDI pag. 94). Der Be-
schwerdeführer ging demgegenüber davon aus, dass sie sich ein Leben in 
der Dominikanischen Republik vorstellen könne (Akten MIDI pag. 85). Der 

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Beschwerdeführer hatte überdies keine Kenntnis von der vormaligen Ver-
lobung der Beschwerdeführerin. Letztere wies bereits an der Befragung 
darauf hin, dass sie ihrem Ehemann von der früheren Absicht, einen 32 
Jahre jüngeren Mazedonier zu heiraten, nichts erzählt habe (Akten MIDI 
pag. 90). Sie führte aus, dass der Beschwerdeführer nicht wissen müsse, 
«was vorher war». Sie wolle auch nichts über frühere Beziehungen des Be-
schwerdeführers wissen. Die Beschwerdeführerin war denn auch nicht in 
der Lage, den Zeitpunkt oder die Dauer der letzten Beziehung des Be-
schwerdeführers zu nennen (Akten MIDI pag. 93). Ebenfalls keine Kenntnis 
hatte sie von den hier lebenden Verwandten des Beschwerdeführers und 
der dadurch bereits bestehenden Verbindung zur Schweiz (Akten MIDI 
pag. 83, 85 und 94; weiterführend dazu hinten E. 4.7).

4.5 Zu den gegenseitigen Kontakten seit der Eheschliessung ergibt sich 
was folgt:

4.5.1 Die Beschwerdeführenden pflegen den Kontakt mit Videotelefonie 
(Skype) und Sprachnachrichten (WhatsApp). Zunächst verständigten sie 
sich hauptsächlich auf Englisch (Akten MIDI pag. 82, 92), nunmehr aus-
schliesslich auf Deutsch (Protokoll S. 4). Aus den Dateien auf den akten-
kundigen Wechseldatenträgern ergibt sich, dass die Beschwerdeführenden 
zwischen Januar 2017 und Mai 2018 nahezu täglich miteinander in Kontakt 
gestanden sind (vgl. die drei Wechseldatenträger [USB-Sticks]; Akten POM 
[Beilagen zum Dossier], act. 1D und 13A). Wie sich diesen Dateien ent-
nehmen lässt, geht die Kontaktaufnahme sowohl von der Beschwerdefüh-
rerin als auch vom Beschwerdeführer aus.

4.5.2 Vom 2.-16. Februar 2017 besuchte die Beschwerdeführerin ihren 
Ehemann in der Dominikanischen Republik (vgl. E-Tickets sowie Ein- und 
Ausreisestempel im Pass; act. 1C). Der Beschwerdeführer beantragte am 
14. September 2017 die Erteilung eines Schengen-Visums zwecks Be-
suchs der Beschwerdeführerin in der Schweiz (Akten POM pag. 43-46). 
Der MIDI stimmte diesem Antrag nicht zu, da er die Wiederausreise nicht 
als gesichert erachtete (Akten POM pag. 48). Hierauf reiste die Beschwer-
deführerin am 27. Oktober 2017 erneut in die Dominikanische Republik, wo 
sie bis am 9. November 2017 weilte (vgl. E-Tickets sowie Ein- und Ausrei-
sestempel im Pass; act. 1C). Seit dem 30. Oktober 2017 ist die Beschwer-

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deführerin im Besitz eines auf ein Jahr befristeten Aufenthaltstitels der Do-
minikanischen Republik (Residencia Temporal; act. 1C). Die Beschwerde-
führerin hat im Rahmen ihrer Reisen die Familie des Beschwerdeführers 
kennengelernt (Protokoll S. 4 f.). Der Beschwerdeführer hat die Familienan-
gehörigen der Beschwerdeführerin bis jetzt nicht persönlich getroffen 
(Akten MIDI pag. 84); mit ihren beiden Söhnen hat er allerdings telefoniert 
(Protokoll S. 7).

4.6 Das Vorleben der Beschwerdeführerin ist wie folgt dokumentiert:

4.6.1 Die Beschwerdeführerin ist mit dem Beschwerdeführer ihre vierte 
Ehe eingegangen. Ihre erste Ehe führte sie ab dem 28. Dezember 1988 mit 
einem srilankischen Staatsangehörigen. Aus dieser Ehe gingen ihre Toch-
ter und ihr erster Sohn hervor. Am 19. November 1992 kam es zur Schei-
dung (Akten MIDI pag. 38 ff.). Ihre zweite Ehe schloss sie am 2. April 1993. 
Mit ihrem zweiten Ehemann hat sie einen gemeinsamen Sohn. Auf ge-
meinsames Begehren hin liessen sich die Eheleute am 11. April 2007 
scheiden (Akten MIDI pag. 42 f.). Vom 4. März 2008 bis am 27. Dezember 
2010 war sie mit einem türkischen Staatsangehörigen verheiratet (Schei-
dungsurteil; Akten MIDI pag. 44 f.). Im Zusammenhang mit dieser Ehe 
wurde die Beschwerdeführerin vom Regionalgericht Bern-Mittelland am 
9. November 2010 schuldig erklärt der Widerhandlung gegen das Auslän-
dergesetz durch Eingehen einer Ehe mit einem Ausländer in der Absicht, 
die Vorschriften über die Zulassung und den Aufenthalt von Ausländern zu 
umgehen sowie sich unrechtmässig zu bereichern (Urteil des Regionalge-
richts Bern-Mittelland vom 9.11.2010; act. 9A1). Wie der Urteilsbegründung 
zu entnehmen ist, hatte die Beschwerdeführerin finanzielle Probleme; sie 
schuldete einem Bankinstitut per 31. Dezember 2008 einen Betrag von 
rund Fr. 25ʹ500.-- (Urteilsbegründung vom 20.12.2010 S. 18; act. 9A2). Die 
angespannte finanzielle Lage habe die Beschwerdeführerin dazu bewogen, 
die Ehe mit dem türkischen Staatsangehörigen einzugehen, weil ihr dafür 
ein grosser Geldbetrag versprochen worden sei (Urteilsbegründung vom 
20.12.2010 S. 21; act. 9A2). Die Beschwerdeführerin legte gegen dieses 
Urteil kein Rechtsmittel ein (act. 9A3).

4.6.2 Im Juni 2014 ging die Beschwerdeführerin mit einem damals 21-jäh-
rigen mazedonischen Staatsangehörigen eine Beziehung ein. Die beiden 

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gaben einander das Eheversprechen und das Ehevorbereitungsverfahren 
wurde eingeleitet. Zum Eheschluss kam es indes nicht, da die Beschwerde-
führerin laut eigenen Angaben festgestellt haben will, dass ihr Verlobter sie 
einzig aus ausländerrechtlichen Motiven heiraten wollte (Akten MIDI 
pag. 90).

4.7 Zu den weiteren Beziehungen des Beschwerdeführers zur Schweiz 
ergibt sich Folgendes: An der Befragung vom 23. November 2016 gab der 
Beschwerdeführer zu Protokoll, in der Schweiz würden eine Tante und zwei 
Cousins leben. Er pflege aber keinen Kontakt mit ihnen und wisse nicht, wo 
diese wohnten (Akten MIDI pag. 83, 85). Die Beschwerdeführerin führte an 
der Instruktionsverhandlung aus, dass sie über diese Verwandten – 
«glaublich eine Tante, ein Onkel und ein Cousin» – keine Angaben machen 
könne. Bei der Tante handle es sich um die Schwester seines Vaters. Sie 
vermute, dass ihr Ehemann, der kaum mit seinem Vater verkehre, kein 
Interesse daran habe, mit dessen Schwester Kontakt zu pflegen. Diese 
Annahme sei aber rein spekulativ (Protokoll S. 5 f.).

5.

Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, es lägen 
«genügend Indizien mit der erforderlichen Eindeutigkeit für die Annahme 
eines Rechtsmissbrauchs» vor.

5.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, abgesehen vom Alters-
unterschied liege «kein wirklich nachgewiesenes Indiz» vor, das auf eine 
Scheinehe schliessen lasse. Im Umstand, dass sie sich über die sozialen 
Medien kennengelernt haben, könne nicht ernsthaft ein weiteres solches 
Indiz erblickt werden; dies sei mit den heutigen Lebensumständen nicht 
vereinbar. Die Vorinstanz werfe ihnen zudem zu Unrecht vor, Fragen wider-
sprüchlich beantwortet zu haben. Vielmehr hätten sie die Fragen über-
einstimmend und widerspruchsfrei beantwortet. Es bestünden genügend 
Anhaltspunkte, die auf eine echte Beziehung schliessen liessen. Sie wür-
den den Kontakt schon seit Januar 2016 mit Telefonaten und vor allem Vi-
deogesprächen pflegen. Schliesslich machen die Beschwerdeführenden 

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geltend, dass im Zweifelsfall die Einreise des Beschwerdeführers zu bewil-
ligen und ihnen damit die Möglichkeit einzuräumen sei, den Tatbeweis des 
echten Ehewillens zu erbringen.

5.2 Als Indiz für das Vorliegen einer Scheinehe führt die POM zunächst 
zu Recht den grossen Altersunterschied von 30 Jahren an. Dieses Indiz ge-
winnt – wie die POM zutreffend festhält – durch den Umstand zusätzlich an 
Gewicht, dass die Kinder der Beschwerdeführerin älter als der Beschwer-
deführer sind (vgl. angefochtener Entscheid E. 7c S. 7). Für eine Schein-
ehe spricht auch, dass die Beschwerdeführenden nach weniger als einem 
Jahr seit der ersten virtuellen Begegnung und ohne einander je persönlich 
getroffen zu haben im Frühling 2016 beschlossen haben zu heiraten (vorne 
E. 4.3). Dass zwischen dem ersten persönlichen Treffen der Be-
schwerdeführenden (30.6.2016) und ihrer Trauung (7.7.2016) gerade 
einmal eine Woche verging, ist ebenfalls nicht zu Gunsten der Beschwer-
deführenden zu würdigen (vgl. angefochtener Entscheid E. 7c S. 7). Aus-
serdem lebt der Beschwerdeführer in wirtschaftlich schwierigen Verhältnis-
sen mit geringen Zukunftsperspektiven. Er verfügt über keine feste Arbeits-
stelle und damit auch über kein geregeltes Einkommen, lebt im Haushalt 
seiner Mutter und wird von dieser sowie der Beschwerdeführerin finanziell 
unterstützt (vorne E. 4.2). Die Heirat des Beschwerdeführers mit der Be-
schwerdeführerin stellt für ihn wohl die einzige Möglichkeit dar, ein Aufent-
haltsrecht in der Schweiz zu erlangen. Dass die Vorinstanz diese Um-
stände als eindeutige Indizien für eine Ausländerrechtsehe gewichtet hat, 
ist nicht zu beanstanden.

5.3 Nach Auffassung der Vorinstanz sprechen auch die Umstände des 
Kennenlernens, der Ablauf des Tags der Trauung, die bestehenden be-
deutenden Wissenslücken zwischen den Eheleuten, das Vorleben und die 
wirtschaftliche und familiäre Lage der Beschwerdeführerin sowie die Tatsa-
che, dass der Beschwerdeführer die Familienangehörigen der Beschwerde-
führerin nicht kennt für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 7c). Ausserdem hätten die Beschwerdeführenden 
bisher noch nie als Ehepaar länger zusammen gelebt, obschon dies seit 
November 2017 mit der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis in der Dominika-
nischen Republik an die Beschwerdeführerin möglich gewesen wäre 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.09.2018, Nr. 100.2017.349U, 
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(Schlussbemerkungen vom 15.6.2018; act. 17). Ob auch diese Würdigun-
gen überzeugen, ist nachfolgend zu prüfen.

5.3.1 Die Kritik der Beschwerdeführenden am angefochtenen Entscheid 
ist insofern berechtigt, als in den Umständen des Kennenlernens kein wei-
teres Indiz für einen rein ausländerrechtlich motivierten Eheschluss erblickt 
werden kann. Den Beschwerdeführenden kann nicht vorgeworfen werden, 
sich über Videotelefonie bzw. die sozialen Medien kennengelernt zu haben, 
handelt es sich doch hierbei um keine ungewöhnlichen Kommunikations-
formen. Nicht beigepflichtet werden kann der Vorinstanz auch insoweit, als 
sie im Ablauf des Tags der Trauung ein zusätzliches Indiz für eine Auslän-
derrechtsehe annimmt (vgl. angefochtener Entscheid E. 7c S. 7). Wenn die 
Feierlichkeiten nicht unmittelbar an die Trauung anschliessen, sondern erst 
am Abend stattfinden, kann daraus nichts zu Ungunsten der Beschwerde-
führenden abgeleitet werden. Die POM hat es denn auch unterlassen zu 
begründen, inwiefern die Umstände des Hochzeitstags nach den Verhält-
nissen der Dominikanischen Republik auf eine Umgehungsehe schliessen 
lassen.

5.3.2 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die POM halte 
ihnen zu Unrecht bedeutende Wissenslücken vor, ergibt sich was folgt: Wie 
sich aus dem festgestellten Sachverhalt ergibt, beantworteten die Be-
schwerdeführenden die Mehrheit der Fragen übereinstimmend. Dass sie 
die jeweiligen Ausbildungen nicht präziser einordnen konnten, ist nicht als 
bedeutende Wissenslücke zu werten, zumal die Unstimmigkeiten höchst-
wahrscheinlich daher rühren, dass sich die Berufsbildung in der Schweiz 
von jener in der Dominikanischen Republik wesentlich unterscheidet. Eben-
falls keine bedeutende Wissenslücke liegt darin begründet, dass der Be-
schwerdeführer keine Kenntnis von der vormaligen Verlobung seiner Ehe-
frau mit einem 32 Jahre jüngeren Mann hatte. Die Beschwerdeführerin wies 
bereits im Rahmen der Befragung darauf hin, dass sie dem Beschwer-
deführer davon nichts erzählt hat. Vor diesem Hintergrund erstaunt nicht, 
wenn die Beschwerdeführerin von der früheren Beziehung ihres Ehemanns 
ebenfalls nichts Näheres wusste (vorne E. 4.4). Auffällig ist aber der Um-
stand, dass der Beschwerdeführer seiner Ehefrau von seinen in der 
Schweiz lebenden Verwandten, zu denen er angeblich keine Verbindungen 

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mehr hat, nichts erzählt hat. Die Beschwerdeführerin spekulierte im Rah-
men der Instruktionsverhandlung, dass ihr Ehemann, der kaum Kontakt zu 
seinem Vater pflege, auch nicht mit dessen Schwester verkehren wolle 
(vorne E. 4.7). Diese Erklärungen sind nicht näher überprüfbar, können 
aber zutreffen. Insgesamt erweisen sich die Aussagen der Beschwerdefüh-
renden als relativ konsistent. Das Verwaltungsgericht kann demnach die 
Auffassung der Vorinstanz nicht teilen, wonach bei der Lektüre der Befra-
gungsprotokolle der Eindruck entstehe, dass sich die Beschwerdeführen-
den nur oberflächlich miteinander auseinandergesetzt haben (angefochte-
ner Entscheid E. 7d S. 9). Daraus ergibt sich vielmehr, dass die Beschwer-
deführenden insgesamt gute Kenntnisse voneinander haben.

5.3.3 Weiter machen die Beschwerdeführenden geltend, aus dem Vorle-
ben der Beschwerdeführerin dürften keine negativen Schlüsse für das hier 
interessierende Verfahren gezogen werden (Beschwerde S. 6). Die POM 
hält dem entgegen, dass sich die Verurteilung wegen Täuschung im Be-
reich der Scheinehe ungünstig auf ihre Glaubwürdigkeit auswirke. Die Ver-
fahrensbeteiligten sind sich aber insofern einig, als nicht ohne weiteres auf 
die Absicht der Beschwerdeführerin geschlossen werden dürfe, erneut 
einem Ausländer durch Eingehen einer Scheinehe zu einem Aufenthaltstitel 
in der Schweiz zu verhelfen (angefochtener Entscheid E. 7c S. 8). Die fi-
nanzielle Situation der Beschwerdeführerin hat sich insofern stabilisiert, als 
sie ein regelmässiges Einkommen erzielt und ihre Schulden aus dem Kre-
ditvertrag beglichen hat (vorne E. 4.1). Es liegen auch keine Hinweise vor, 
die dafür sprechen, dass die Beschwerdeführerin von ihrem Ehemann oder 
dessen Verwandten geldwerte Leistungen erhalten hat oder sich solche hat 
versprechen lassen. Unter diesen Umständen bildet die rechtskräftige Ver-
urteilung kein weiteres Indiz für eine Scheinehe, auch wenn einzuräumen 
ist, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin an der Instruktions-
verhandlung, mit denen sie die Bereicherungsabsicht entgegen dem straf-
gerichtlichen Erkenntnis in allen Teilen abgestritten hat (Protokoll S. 6), 
wenig überzeugend sind (vgl. auch Schlussbemerkungen der POM vom 
15.6.2018 S. 2; act. 17). Mit Blick auf die hier interessierende Eheschlies-
sung ist ihr die Glaubwürdigkeit aber nicht abzusprechen. Auch die POM 
begründet den Rechtsmissbrauch letztlich nicht mit dem (Schein-)Ehewillen 
der Beschwerdeführerin, sondern mit demjenigen des Beschwerdeführers 

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Seite 15

(angefochtener Entscheid E. 7d S. 9). Zu seinen Ungunsten lässt sich aus 
der erwähnten strafrechtlichen Verurteilung indes von vornherein nichts ab-
leiten.

5.3.4 Die POM wirft dem Beschwerdeführer schliesslich vor, die Familien-
angehörigen der Beschwerdeführerin nicht zu kennen und mit ihnen keinen 
Kontakt zu pflegen (angefochtener Entscheid E. 7c S. 8). Dieser Vorwurf ist 
unberechtigt. Dass der Beschwerdeführer die Familienangehörigen der Be-
schwerdeführerin bisher nicht persönlich getroffen hat, ist primär auf die 
räumliche Distanz zurückzuführen. Ebenso wenig kann den Beschwerde-
führenden vorgeworfen werden, sie hätten nie länger als Ehepaar zusam-
mengelebt. Von der Beschwerdeführerin, die zwar seit dem 30. Oktober 
2017 über einen Aufenthaltstitel der Dominikanischen Republik verfügt, 
kann im Licht ihrer familiären Verwurzelung und ihren beruflichen Verpflich-
tungen in der Schweiz nicht erwartet werden, im Heimatland des Be-
schwerdeführers zu leben, um den Vorwurf der Ausländerrechtsehe zu ent-
kräften.

5.3.5 Somit ergibt sich, dass in den von der POM genannten (zusätzli-
chen) Umständen keine Indizien für eine Scheinehe erkennbar sind.

5.4 Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass auch Indizien vorliegen, die 
auf den Willen der Beschwerdeführenden zur Führung einer auf Dauer an-
gelegten Lebensgemeinschaft schliessen lassen: Zunächst stehen die Be-
schwerdeführenden seit Januar 2016, was sie glaubhaft darlegen und ab 
Januar 2017 auch belegen, nahezu täglich miteinander in Kontakt. Dabei 
gingen bzw. gehen die ‒ mangels Alternativen über WhatsApp und Skype 
geführten ‒ Kontakte von beiden Beschwerdeführenden aus (vorne 
E. 4.5.1). Im Weiteren ist der Beschwerdeführer bestrebt, die deutsche 
Sprache zu erlernen (vorne E. 4.2), was sich in der zur Kommunikation ver-
wendeten Sprache zeigt. Indem die Beschwerdeführerin im Februar und 
Oktober 2017 für jeweils rund zwei Wochen zum Beschwerdeführer in die 
Dominikanische Republik reiste (vorne E. 4.5.2), verbrachte sie im Jahr 
2017 sämtliche einer Arbeitnehmerin bzw. einem Arbeitnehmer von Geset-
zes wegen zustehenden Ferien mit dem Beschwerdeführer (vgl. Art. 329a 
Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]); der ge-
meinsame Verbleib ist mit Fotografien belegt. Im Weiteren beantragte die 

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Beschwerdeführerin einen Aufenthaltstitel in der Dominikanischen Republik 
und liess sich gar den Vornamen ihres Ehemannes eintätowieren (vorne 
E. 4.3). Der Beschwerdeführer bemühte sich seinerseits darum, seine Ehe-
frau in der Schweiz besuchen zu dürfen. Da ihm das Schengen-Visum nicht 
erteilt wurde, blieb ihm ein Besuch aber versagt (vorne E. 4.5.2).

5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass zum einen gewichtige Indizien 
für das Vorliegen einer Scheinehe sprechen (vorne E. 5.2). Zum anderen 
bestehen aber auch mehrere Hinweise für das Vorhandensein des tatsäch-
lichen Ehewillens bei beiden Beschwerdeführenden (vorne E. 5.4). Nach 
der Rechtsprechung darf eine Scheinehe nicht leichthin angenommen wer-
den, vielmehr muss die Indizienlage einen klaren und unzweideutigen 
Schluss zulassen und darf insofern keinen Raum für Zweifel lassen (vgl. 
vorne E. 3.3 f.). ‒ Die sich hier präsentierende Indizienlage lässt gerade 
keinen eindeutigen Schluss zu, zumal einige Sachumstände, welche die 
POM zur Begründung des Rechtsmissbrauchs herangezogen hat, nicht zu 
Ungunsten der Beschwerdeführenden gewürdigt werden können. Mangels 
der erforderlichen Eindeutigkeit darf daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf 
das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe geschlossen werden. Dass aus-
länderrechtliche Motive bei der Heirat der Beschwerdeführenden eine Rolle 
gespielt haben, wird zutreffen, reicht jedoch für sich genommen ebenfalls 
nicht zur Annahme einer Scheinehe aus (vorne E. 3.2). Es ist denn auch 
nicht erkennbar, mit welchen (zusätzlichen) Vorkehren die Beschwerdefüh-
renden ihren echten Ehewillen glaubhaft machen können (vorne E. 3.3). 
Folglich ist dem Beschwerdeführer trotz bestehender Zweifel die nachge-
suchte Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Dadurch wird indes nicht ausge-
schlossen, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt eine neue, gegenteilige 
Beurteilung und damit der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung aufdrängen kann (vorne E. 3.4).

5.6 Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und der angefochtene Ent-
scheid aufzuheben. Die Akten sind dem MIP (MIDI) zu übermitteln, um dem 
Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.

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6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind für das verwaltungsgerichtliche 
und das vorinstanzliche Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 108 
Abs. 1 und 2 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern vom 27. November 2017 wird aufge-
hoben. Die Akten gehen an das Amt für Migration und Personenstand 
des Kantons Bern, Migrationsdienst, zur Erteilung einer Aufenthaltsbe-
willigung an den Beschwerdeführer.

2. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden weder Verfah-
renskosten erhoben noch Parteikosten gesprochen.

3. Für das Verfahren vor der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.