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**Case Identifier:** e6261634-757c-5b36-856f-d4db67b1dfe6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.12.2021 200 2021 663
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-663_2021-12-17.pdf

## Full Text

200 21 663 IV
SCP/SHE/SAL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Dezember 2021

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. August 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Dez. 2021, IV/21/663, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1991 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin), die über keine Berufsausbildung verfügt und nie einer berufli-
chen Tätigkeit nachgegangen ist, meldete sich im August 2013 bei der In-
validenversicherung (IV) unter Hinweis auf eine seit ca. 2006 bestehende 
Depression zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 2 S. 4 f., 14 S. 2). Die medizinischen 
Abklärungen konnten trotz mehrfacher Aufforderung (act. II 25, 35, 36, 45, 
47) wegen ungenügender Mitwirkung durch die Versicherte nicht abge-
schlossen werden (act. II 27, 31, 40), woraufhin die IV-Stelle B.________ 
mit Verfügung vom 7. Mai 2015 den Anspruch auf Versicherungsleistungen 
verneinte (act. II 51). Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Am 13. Februar 2018 leitete die IV-Stelle B.________ die Akten der Versi-
cherten zufolge deren Umzugs in den Kanton Bern der IVB weiter (act. II 
52). 

B. 

Im September 2019 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf psychi-
sche Leiden erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (act. II 55). In der 
Folge holte die IVB beim psychiatrischen Dienst C.________ der 
D.________ ein Gutachten vom 20. Juli 2020 ein (act. II 98.1-98.4). Ge-
stützt darauf stellte sie mit Vorbescheid vom 28. Oktober 2020 bei einem 
Invaliditätsgrad von 46% die Zusprache einer Viertelsrente ab dem 1. März 
2020 in Aussicht (act. II 99). Mit Schreiben vom 30. Oktober 2020 forderte 
die IVB die Versicherte zur Schadenminderung bzw. sich zur Therapiepla-
nung mit ihren behandelnden Ärzten in Verbindung zu setzen und diese 
anschliessend umzusetzen auf und wies sie auf die Folgen bei einer Nich-
terfüllung hin (act. II 100). Mit Verfügung vom 15. Januar 2021 entschied 
sie dem Vorbescheid entsprechend (act. II 105). Am 13. März 2021 forderte 
die IVB die Versicherte erneut zur Schadenminderung bzw. zur Mitteilung 

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der Stelle der aktuellen fachärztlichen Behandlung, sowie ob und ab wann 
ein Aufenthalt in der Tagesklinik geplant sei auf, dies unter Hinweis auf 
eine Leistungskürzung oder -verweigerung im Unterlassungsfall (act. II 
109). Am 9. April 2021 teilte die Versicherte mit, sie sei das letzte Mal am 
27. Januar 2021 in Therapie gewesen und ab der folgenden Woche würden 
die Therapietermine wieder regelmässig stattfinden (act. II 110). Mit Stel-
lungnahme vom 10. Juni 2021 (act. II 119) befand der Regionale Ärztliche 
Dienst (RAD) die Umsetzung der Schadenminderung als der Versicherten 
zumutbar. Mit Vorbescheid vom 11. Juni 2021 stellte die IVB die Aufhebung 
der Viertelsrente in Aussicht, mit der Begründung, dass sich die Versicherte 
trotz zweimaliger Aufforderung zur Schadenminderung nicht in adäquater, 
regelmässiger fachärztlicher Behandlung befinde (act. II 120). Nach Prü-
fung des erhobenen Einwands (act. II 121) verfügte die IVB am 24. August 
2021 die Aufhebung der Viertelsrente per 30. September 2021 (act. II 123).

C.

Mit Eingabe vom 21. September 2021 erhob die Versicherte dagegen Be-
schwerde. Sie beantragt sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben. Weiter ersucht sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 22. September 
2021) machte die Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2021 zusätzliche An-
gaben zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 21. Okto-
ber 2021 auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. August 2021 (act. II 
123). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere die Weiterausrichtung der ab März 2020 bezogenen 
Viertelsrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesund-
heitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, 
ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens nicht mehr zu-
mutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine objektivierte 
Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung von Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 
Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

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2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin veranlasste zur Klärung des medizini-
schen Sachverhaltes eine psychiatrische Begutachtung durch den psychia-
trischen Dienst C.________ der D.________. Im Gutachten vom 20. Juli 
2020 (act. II 98.2) diagnostizierte Dr. med. univ. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, eine selbstunsichere (ICD-10 F60.6) und 
eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31) mit/bei phobischen 
Störungen (ICD-10 F40; Agoraphobie [ICD-10 F40.0], soziale Phobie [ICD-
10 F40.1], spezifische Phobien [ICD-10 F40.2]) und leichter depressiver 
Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 
F33.0; S. 26 Ziff. 6). Dr. med. univ. E.________ zufolge würden als un-
günstige Faktoren wesentlich die nicht gänzlich gegebene Therapiebereit-
schaft, die subjektive Einstellung zur Wiedereingliederbarkeit, gewisse psy-
chosoziale Faktoren (fehlende tragfähige Partnerschaft, die finanziellen 
Verhältnisse, kaum soziale Kontakte), das Fehlen eines Arbeitsplatzes und 
das Bestehen eines gewissen Anreizes für eine Berentung erscheinen (S. 

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34 Ziff. 7.1). Bei der vorliegenden Problematik sei es möglich, dass negati-
ve Kontextfaktoren wie überdurchschnittlicher Zeitdruck oder ein ungünsti-
ges, emotional belastendes Betriebsklima und fehlende Unterstützung zu 
einer Verschlechterung des Zustandsbildes führen könnten. Bei Vorliegen 
günstiger Kontextfaktoren (wenig Zeitdruck, wohlwollendes Betriebsklima, 
Unterstützung durch eine Bezugsperson) werde die Arbeitsfähigkeit für 
eine Tätigkeit ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und 
Anpassungsvermögen, ohne besondere Anforderung an die geistige und 
psychische Belastbarkeit, ohne erhöhte Belastungsfaktoren, ohne beson-
dere Verantwortung, ohne besonderen Zeitdruck, ohne Notwendigkeit ei-
nes hohen Masses an kommunikativen Fähigkeiten und Sozialkompetenz, 
das heisst für eine angepasste Tätigkeit im 1. Arbeitsmarkt gegenwärtig auf 
50% geschätzt. Bei günstigem Therapieverlauf sollte diese schrittweise 
gesteigert werden können. Aus gutachterlicher Sicht erscheine es sinnvoll, 
dass die Versicherte die Möglichkeit habe, sich an den Arbeitsalltag zu ge-
wöhnen, damit Arbeitsmotivation aufgebaut und die Verbesserung der Leis-
tungsfähigkeit "trainiert" werden könne. Insgesamt seien die Einschränkun-
gen der Versicherten als mittelgradig zu werten. In der testpsychologischen 
Untersuchung habe sich gezeigt, dass die Explorandin über durchschnittli-
che intellektuelle Fähigkeiten zu verfügen scheine (S. 35 Ziff. 7.1). Als un-
günstiger Faktor in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sei die subjektive Einstel-
lung diesbezüglich zu nennen. Obwohl unter fachlich adäquater Behand-
lung die Prognose bezüglich genannten Angststörungen als eher günstig 
zu bewerten sei, werde die Prognose aufgrund der zusätzlich vorliegenden 
Persönlichkeitsstörungen sowie dem Umstand, dass ohne effektive Be-
handlung ein hohes Chronifizierungsrisiko besteht, als eher mässig einge-
schätzt (S. 36 Ziff. 7.1). Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. med. univ. 
E.________ weiter fest, dass die maximale Präsenz in einer angepassten 
Tätigkeit aktuell vier bis fünf Stunden pro Tag betrage, bei günstigem Ver-
lauf sollte die Präsenz schrittweise erhöht werden können. Dabei könne bei 
einem zeitlichen Pensum von 60% eine Einschränkung der Leistungsfähig-
keit von 10% angenommen werden, da die Versicherte je nach Situation 
(Anzahl anwesender, Gruppeninteraktion) gegebenenfalls vermehrt Pausen 
benötige. Bei adäquater psychiatrisch-psychotherapeutischer Therapie und 
günstigem Verlauf könne medizinisch-theoretisch von einer Steigerung des 

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Pensums auf 80% bis 100% innerhalb eines Jahres ausgegangen werden 
(S. 38 f. Ziff. 8).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der rentenzusprechenden 
Verfügung vom 15. Januar 2021 (act. II 105) in medizinischer Hinsicht auf 
das psychiatrische Gutachten von Dr. med. univ. E.________ vom 20. Juli 
2020 (act. II 98.2). Die darin enthaltenen Ausführungen und Feststellungen 
beruhen auf einer eingehenden eigenen fachärztlichen Abklärung und sind 
in Kenntnis der Vorakten (act. II 98.2 S. 4 ff. Ziff. 2) getroffen worden. Die 
Schlussfolgerungen von Dr. med. univ. E.________ zum Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin sind nachvollziehbar begründet. Sie legte 
lückenlos dar, welche Befunde zu erheben und welche Kriterien erfüllt und 
inwieweit massgebend für die von ihr gestellten Diagnosen sind. Sie be-
gründete schlüssig welche Auswirkungen die gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben. Das Gut-

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achten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 
3.2 hiervor). Ihm kommt volle Beweiskraft zu und es ist im Nachfolgenden 
darauf abzustellen. 

Dr. med. univ. E.________ hat in ihrer Beurteilung vom 20. Juli 2020 eine 
ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), eine 
emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline-Typ (ICD-10 
F60.31), eine Agoraphobie (ICD-10 F40.0), soziale Phobien (ICD-10 
F40.1), spezifische (isolierte) Phobien (ICD-10 F40.2) und eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) 
diagnostiziert (act. II 98.2 S. 26 Ziff. 6). Aufgrund dieser gesundheitlichen 
Einschränkungen sei der Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit ein 
zeitliches Pensum von 60% mit einer Leistungseinschränkung von 10% 
zumutbar (S. 38 Ziff. 8). Dabei könne bei adäquater psychiatrisch-
psychotherapeutischer Therapie und günstigem Verlauf medizinisch-
theoretisch von einer Steigerung des Pensums auf 80% bis 100% innerhalb 
eines Jahres ausgegangen werden (S. 39 Ziff. 8).

Somit steht fest und ist unbestritten, dass bei der Beschwerdeführerin eine 
Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit besteht, welche entspre-
chend den Ausführungen von Dr. med. univ. E.________ geeignet ist, sie 
in ihrer Arbeitsfähigkeit einzuschränken. Ebenfalls steht fest, dass die ent-
sprechende Einschränkung mit therapeutischen Massnahmen jedoch auf 
10% ([80+100]/2) reduziert werden kann (vgl. E. 4.4 f. hiernach). Damit liegt 
ein IV-rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor (vgl. E. 2.2 hiervor). 

4. 

4.1 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-

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onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 des 
Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; 
SR 832.10) und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezüge-
rinnen und Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt 
jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; 
ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht 
angemessen sind (Art. 7a IVG).

4.2 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumut-
baren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentli-
che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit 
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu 
bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt 
oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die 
Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit 
einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine 
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 
Abs. 4 ATSG).

Der Tatbestand des Art. 21 Abs. 4 ATSG enthält verschiedene Elemente: 
Eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leis-
tung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt einerseits die 
Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerb-
lichen Eingliederung voraus. Zum andern muss diese Vorkehr geeignet 
sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken. Hierfür 
bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine – je nach den 
Umständen zu konkretisierende – gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die 
Vorkehr erfolgreich gewesen wäre. Im Weiteren muss sich die versicherte 
Person einer solchen Massnahme widersetzt oder entzogen oder nicht aus 
eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beigetragen haben; ab welchem 
Zeitpunkt eine entsprechende Annahme getroffen werden darf, ist von der 
richtigen Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abhängig. Im 
Übrigen muss die Sanktion in ihrer konkreten Gestalt verhältnismässig 
sein, indem das Kürzungsmass und die voraussichtliche günstige Wirkung 
der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden einander entspre-

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chen (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 49 E. 3.3, 2017 IV Nr. 65 S. 204 E. 2.2 und 
4.1.1; Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Oktober 2018, 8C_865/2017, 
E. 3.3 und 5.2.2).

4.3 Die Beschwerdeführerin stand während des bei der IV-Stelle 
B.________ eingeleiteten IV-Verfahrens in einer psychotherapeutischen 
Behandlung. Diese Therapie hat die Beschwerdeführerin anlässlich eines 
Wohnortwechsels abgebrochen und in der Folge nicht wieder aufgenom-
men (act. II 14 S. 4). 

4.4 Im psychiatrischen Gutachten vom 20. Juli 2020 (act. II 98.2) emp-
fiehlt Dr. med. univ. E.________ die Weiterführung (und Sicherstellung) der 
in … begonnenen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung im 
Rahmen regelmässiger Konsultationen in ca. ein- bis zweiwöchigem Ab-
stand (S. 35 Ziff. 7.1). Die Behandlung solle dabei langfristig angelegt sein 
und Verfahren beinhalten, welche auch auf die Persönlichkeitsstörungen 
ausgerichtet sind. Bei zusätzlich vorliegender Angstproblematik sei eine 
medikamentöse Behandlung der Angstproblematik gemäss Behandlungs-
empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psy-
chotherapie (SGPP) zu empfehlen. Diese sollte in eine multimodale Thera-
pie, welche auch psychoedukative und psychotherapeutische Aspekte be-
inhalte, eingebettet sein und regelmässige Medikamentenspiegelkontrollen 
beinhalten. Bei adäquater psychiatrisch-psychotherapeutischer Therapie 
und günstigem Verlauf könne medizinisch-theoretisch von einer Steigerung 
des Pensums auf 80% bis 100% innerhalb von einem Jahr ausgegangen 
werden (S. 39 Ziff. 8). Aus medizinischer Sicht sei die angeordnete Mass-
nahme für die Beschwerdeführerin zumutbar (S. 40 Ziff. 8; vgl. diesbezüg-
lich auch die Stellungnahme des RAD, der die Teilnahme der Versicherten 
an den ihr von der Beschwerdegegnerin erteilten Auflagen als zumutbar 
erachtet hat [act. II 119]).

4.5 Die Erforderlich- und Zumutbarkeit einer solchen Therapie ist auf-
grund des Gutachtens erstellt (vgl. auch E. 3.3 hiervor), was von der Be-
schwerdeführerin denn auch nicht bestritten wird. 

Nach der gutachterlichen Beurteilung vom 20. Juli 2020 (act. II 98.2) forder-
te die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin erstmals am 30. Okto-

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ber 2020 (act. II 100) zur Schadenminderung auf und wies sie auf die Fol-
gen bei einer Nichterfüllung hin. Den Aufforderungen, sich in fachärztliche 
Therapie mit entsprechender Behandlungsplanung zu begeben und die 
Beschwerdegegnerin darüber zu informieren, ist die Beschwerdeführerin 
insofern nachgekommen, als dass das Psychiatrische Ambulatorium 
F.________ der Beschwerdegegnerin mitteilte, dass die Beschwerdeführe-
rin für eine intensivere, teilstationäre psychiatrisch-psychotherapeutische 
Behandlung angemeldet werde (act. II 103 S. 1). Dieser Behandlung hat 
sich die Beschwerdeführerin jedoch in der Folge nicht bzw. nicht vollum-
fänglich unterzogen (act. II 107 S. 2 und 117 S. 3 Ziff. 7). Gestützt auf das 
Gutachten des psychiatrischen Dienstes C.________ der D.________ vom 
20. Juli 2020 (act. II 98.2) wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 15. Januar 2021 (act. II 105) eine Viertelsrente zugesprochen mit dem 
Hinweis, dass auch nach der Rentenzusprache jederzeit Massnahmen der 
Wiedereingliederung mit dem Ziel der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit 
angeordnet werden können. Am 18. Januar 2021 informierte die behan-
delnde Ärztin, dass am 16. Dezember 2020 ein Indikationsgespräch betref-
fend Therapie in der Klinik G.________ stattgefunden habe. Dort sei ver-
einbart worden, dass sich die Beschwerdeführerin für einen Schnuppertag 
melden solle, was sie in der Folge unterlassen habe. Weiter sei die Be-
schwerdeführerin zum letzten vereinbarten Termin nicht erschienen (act. II 
107). Ebenfalls am 18. Januar 2021 meldete die behandelnde Ärztin, die 
Beschwerdeführerin habe angerufen und einen neuen Termin vereinbart. 
Die Beschwerdeführerin habe aus Krankheitsgründen den letzten Termin 
nicht wahrgenommen und sich nicht für das Schnuppern in der Rehabilita-
tionsklinik gemeldet (act. II 108 S. 2). Am 13. März 2021 forderte die Be-
schwerdegegnerin die Beschwerdeführerin erneut zur Schadenminderung 
bzw. zur Mitteilung der Stelle der aktuellen fachärztlichen Behandlung, so-
wie, ob und ab wann ein Aufenthalt in der Tagesklinik geplant sei, auf, un-
ter dem Hinweis auf eine Leistungskürzung oder -verweigerung im Unter-
lassungsfall (act. II 109). Am 9. April 2021 teilte die Beschwerdeführerin 
mit, der nächste Termin bei der behandelnden Ärztin finde am nächsten 
Mittwoch statt und die Termine würden nun wieder regelmässig stattfinden 
(act. II 110). Im Verlaufsbericht vom 22. Mai 2021 teilte die behandelnde 
Psychiaterin des Psychiatrische Ambulatorium F.________ der Beschwer-
degegnerin mit, die Beschwerdeführerin habe sich dazu entschieden, kei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Dez. 2021, IV/21/663, Seite 13

nen Schnuppertag zu absolvieren und den Behandlungstermin nicht wahr-
zunehmen (act. II 117 S. 2 Ziff. 4). Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, 
dass seit dem 15. Januar 2021 lediglich zwei Termine am 21. Januar 2021 
und am 19. April 2021 stattgefunden haben (S. 3 Ziff. 7). 

Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Bestätigung der 
H.________ AG über erfolgte Einzelsitzungen (Akten der Beschwerdefüh-
rerin [act. I] 4) geltend macht (Beschwerde, S. 1), sie sei ihrer Schaden-
minderungspflicht nachgekommen, ist festzustellen, dass mit jeweils zwei 
vierzehntäglich in dreimonatlichen Abständen durchgeführten Einzelsitzun-
gen die Einhaltung der vom Ambulatorium F.________ – in Übereinstim-
mung mit dem psychiatrischen Gutachten des psychiatrischen Dienstes 
C.________ der D.________ vom 20. Juli 2020 (act. II 98.2 S. 39 Ziff. 8) – 
für erforderlich gehaltene intensive, teilstationäre psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung (act. II 103) nicht nachgewiesen ist. Die 
Beschwerdegegnerin hält im Rahmen der Beschwerdeantwort zutreffend 
fest, dass von einer regelmässigen Behandlung in der geforderten Inten-
sität keine Rede sein kann (Beschwerdeantwort, S. 4 Ziff. 14). Damit kann 
insbesondere auch nicht gesagt werden, die gutachterlich überzeugend 
begründete Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 90% wäre bei adäquater 
Therapie bis zur hier erfolgten Rentenaufhebung nicht erreichbar gewesen.

4.6 Aufgrund des Dargelegten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin 
der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht nicht bzw. nicht vollumfäng-
lich nachgekommen ist. Gemäss dem von der Beschwerdegegnerin korrekt 
durchgeführten und beschwerdeweise denn auch nicht gerügten Einkom-
mensvergleich (act. II 123 S. 2) hätte die zumutbare medizinische Behand-
lung zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad geführt, womit sie 
das Verhalten der Beschwerdeführerin richtigerweise mit der Aufhebung 
der bisher ausgerichteten Viertelsrente per 30. September 2021 sanktio-
nierte (Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) Daher ist die angefochtene Ver-
fügung vom 24. August 2021 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist 
abzuweisen.

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5.

Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin beantragt schliesslich 
die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Verfahrenskosten 
(Beschwerde, S. 1).

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 
Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der Akten und 
angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit ausgewiesen (Akten der 
Beschwerdeführerin zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
[act. IA] 1 ff.). Auch kann der Prozess nicht von vornherein als aussichtslos 
bezeichnet werden. Demnach ist der nicht anwaltlich vertretenen Be-
schwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Verfah-
renskosten zu gewähren.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 
VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. 
Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

5.3 Für die obsiegende Beschwerdegegnerin besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.