# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e738462-05e6-58bb-991c-19c2709a96a4
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 05.03.2025 Z1 2024 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2024-1_2025-03-05.pdf

## Full Text

20241230_113701_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2024 1

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter A. Staub
Oberrichterin F. Wiget
Gerichtsschreiber Ph. Carr

Urteil vom 5. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Kläger und Berufungskläger,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beklagte und Berufungsbeklagte,

betreffend

elterliche Sorge, Obhut, persönlicher Verkehr und Unterhalt
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichterin, vom 14. November 2023)

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Rechtsbegehren

Kläger und Berufungskläger

1. Der Entscheid vom 14. November 2023 der Einzelrichterin des Kantonsgerichts Zug sei aufzuheben, 
und es sei auf die Klage einzutreten. 

2. Das vor erster Instanz gestellte Rechtsbegehren sei vollumfänglich gutzuheissen, welches lautet: 

1. Es seien die Kinderbelange in der Scheidung zu regeln. 

2. Es seien die gemeinsamen Kinder E.________, geb. tt.mm.2011, und F.________, 
geb. tt.mm.2014, unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien zu belassen. 

3. Es seien die gemeinsamen Kinder, E.________ und F.________, unter die Obhut der Beklagten 
zu stellen. 

4. Es sei der Kläger wie folgt zu berechtigen und zu verpflichten, die gemeinsamen Kinder, 
E.________ und F.________ zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen: 
- jedes zweite Wochenende von Samstagmorgen, 09.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr. 

Grenzt das Betreuungswochenende des Klägers an einen Feiertag, so verlängert sich das 
Betreuungswochenende vom Vorabend des Feiertages, 18:00 Uhr, bis zum Ende des Feier-
tages, 18:00 Uhr;

- in Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern (Donnerstagabend vor Ostern, 08:00 Uhr, bis 
Ostermontagabend, 18:00 Uhr);

- in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten (Freitagabend vor Pfingsten, 18:00 Uhr, bis 
Pfingstmontagabend, 18:00 Uhr). 

5. Der Kläger sei zudem zu berechtigen und zu verpflichten, die Kinder E.________ und 
F.________ jährlich während fünf Wochen zu oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Jede Partei 
wird berechtigt und verpflichtet, die Hälfte der zur Verfügung stehenden Sommerferientage (ab-
züglich allfällige Sommerlager der Kinder etc.) am Stück mit den Kindern zu verbringen. Der Be-
zug der verbleibenden Ferientage sei von den Parteien einvernehmlich mit dem Beistand zu re-
geln. Bei Uneinigkeit der Parteien entscheide der Beistand. 

6. Es sei der Kindesunterhalt für die Kinder F.________ und E.________ festzulegen; der Kläger 
wird konkrete Anträge nach Einsicht in die finanzielle Lage der Beklagten stellen. 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7 % MWST zulasten der Beklagten.

Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzu-
weisen. 

3. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 3'000.00 seien vom Kläger und Berufungskläger zu be-
ziehen, seien ihm aber von der Beklagten und Berufungsbeklagten zu ersetzen. 

4. Die Beklagte und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Kläger und Berufungskläger für das erst-
instanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 8'668.35 (MWST inbegriffen) zu bezahlen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zulasten der Berufungsbeklagten. 

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Beklagte und Berufungsbeklagte

1. Die Berufung des Klägers sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich der gesetzlichen MWST zu Lasten des Klägers.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Kläger) und C.________ (nachfolgend: Beklagte) heirateten am 
tt.mm.2011. Aus ihrer Ehe sind die Kinder E.________, geb. tt.mm.2011, und F.________, 
geb. tt.mm.2014, hervorgegangen. Der Kläger hat Wohnsitz in G.________ (Tschechische 
Republik [nachfolgend auch: Tschechien]), während die Beklagte und die zwei Kinder Wohn-
sitz in H.________ (Schweiz) haben.

2. Am 1. November 2021 machte der Kläger beim Amtsgericht G.________ in Tschechien ein 
Scheidungsverfahren gegen die Beklagte anhängig (Verfahren x.________; nachfolgend: 
CZ-Scheidungsverfahren).

3. Am 14. Dezember 2021 reichte die Beklagte (als Klägerin) beim Kantonsgericht Zug eine 
Scheidungsklage gegen den Kläger (als Beklagten) ein (Verfahren A1 2021 77; nachfolgend: 
CH-Scheidungsverfahren). Auf "gegenseitigen Antrag der Parteien" wurde dieses Verfahren 
am 24. Februar 2022 bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Amtsgerichts 
G.________ sistiert (act. 1/3).

4.1 Am 19. Dezember 2022 machte der Kläger beim Friedensrichteramt H.________ gegen die 
Beklagte ein Schlichtungsgesuch betreffend Regelung der Kinderbelange in der Scheidung 
anhängig. Nach erfolglos verlaufenem Schlichtungsverfahren reichte der Kläger am 2. Mai 
2023 beim Kantonsgericht Zug Klage gegen die Beklagte ein, mit welcher er die in Ziffer 2 
des Rechtsmittelbegehrens wiedergegebenen Anträge stellte (Verfahren EV 2023 82; nach-
folgend: CH-EV-Verfahren; act. 1). In der Klageantwort vom 14. Juni 2023 beantragte die 
Beklagte unter anderem, auf die Klage sei nicht einzutreten und das Verfahren sei auf die 
Frage zu beschränken, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt seien (act. 7).

4.2 Am 2. August 2023 sistierte das Amtsgericht G.________ das CZ-Scheidungsverfahren bis 
zum rechtskräftigen Abschluss des CH-EV-Verfahrens und hielt zur Begründung fest, dass in 
diesem Verfahren "die Frage der elterlichen Sorge, des Sorgerechts, des Umgangs und Un-
terhalts der minderjährigen für die Zeit nach der Auflösung der Ehe" entschieden werde, was 
"für die Entscheidung in der vorliegenden [beim Amtsgericht G.________ hängigen] Rechts-
sache von Bedeutung sein wird" (act. 22/14a).

4.3 Am 22. September 2023 beschränkte die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug das CH-EV-
Verfahren auf die Fragen der Zuständigkeit des Kantonsgerichts Zug und des Bestehens 
einer anderweitigen Rechtshängigkeit (act. 18). 

4.4 Mit Entscheid vom 14. November 2023 trat die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug auf die 
Klage im CH-EV-Verfahren nicht ein (Dispositiv-Ziff. 1), auferlegte die Gerichtskosten von 

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CHF 3'000.00 dem Kläger (Dispositiv-Ziff. 2) und verpflichtete diesen, der Beklagten eine 
Parteientschädigung von CHF 8'668.35 (inkl. MWST) zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 3; act. 26).

5.1 Gegen diesen Entscheid reichte der Kläger mit Eingabe vom 3. Januar 2024 beim Oberge-
richt des Kantons Zug Berufung mit eingangs genanntem Rechtsbegehren ein (act. 27). 

5.2 In der Folge kam es zu einem mehrfachen Schriftenwechsel bezüglich der vom Kläger im 
Berufungsverfahren gestellten Anträge, wonach die Beklagte ihm einen Prozesskostenvor-
schuss zu bezahlen habe oder eventualiter ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 
sei (act. 28-51). 

Mit Entscheid vom 21. August 2024 wies der Präsident der I. Zivilabteilung des Obergerichts 
Zug das Gesuch des Klägers um Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses durch die Be-
klagte sowie das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. Weiter hielt er 
fest, dass über die Prozesskosten für den Entscheid über das Gesuch um Bezahlung eines 
Prozesskostenvorschusses im Endentscheid befunden wird. Für den Entscheid über das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege erhob er keine Kosten und sprach keine Parteientschä-
digungen zu. Schliesslich forderte er den Kläger auf, für das Berufungsverfahren einen Kos-
tenvorschuss von CHF 3'000.00 zu leisten (act. 52). Nachdem der Kläger diesen Kostenvor-
schuss geleistet hatte, liess der Präsident der I. Zivilabteilung der Beklagten die vollständige 
Berufungsschrift zur Einreichung einer Berufungsantwort zukommen (act. 55).

5.3 In der Berufungsantwort vom 25. Oktober 2024 stellte die Beklagte das eingangs genannte 
Rechtsbegehren (act. 56).

5.4 Ein zweiter Schriftenwechsel und eine Berufungsverhandlung wurden nicht durchgeführt (vgl. 
act. 57-59). Allerdings reichten der Kläger am 18. November 2024 (act. 60), die Beklagte am 
12. Dezember 2024 (act. 64) und der Kläger wiederum am 13. Januar 2025 (act. 68) in Aus-
übung des unbedingten Replikrechts unaufgefordert weitere Eingaben ein.

Erwägungen

1. Vorab ist in prozessualer Hinsicht Folgendes festzuhalten:

1.1 Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten 
Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO). Das Berufungs-
verfahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollständigung 
des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzli-
chen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entsprechend 
ist die Berufung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der Beru-
fungskläger aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in tatsächli-
cher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder 
neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzu-
kommen, genügt es nicht, wenn der Berufungskläger lediglich auf seine Vorbringen vor erster 
Instanz verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den 
angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Einzelnen die 

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vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen argumentativ 
auseinandersetzen und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. Die Begrün-
dung muss hinreichend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach nachvollzogen 
werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; 
BGE 142 III 413 E. 2.2.2; 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraus-
setzung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungs-
gerichts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um 
einen verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (Urteil des Bundesgerichts 
5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015; je m.w.H.).

1.2 Das Berufungsgericht verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache 
und kann das erstinstanzliche Urteil sowohl auf rechtliche wie tatsächliche Mängel hin über-
prüfen. Dies bedeutet aber nicht, dass das Berufungsgericht gehalten ist, von sich aus wie 
eine erstinstanzliche Gerichtsbehörde alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fra-
gen zu untersuchen, wenn die Parteien diese in oberer Instanz nicht mehr vortragen. Es hat 
sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der in der 
schriftlichen Begründung gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu 
beschränken (BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4).

1.3 Neue Vorbringen sind im Berufungsverfahren grundsätzlich nur noch unter den Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Danach sind neue Tatsachen und Beweismittel 
nur noch zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden 
(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor-
gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Art. 296 ZPO statuiert jedoch für Kin-
derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurteilen sind – 
den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den 
Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. 
In Verfahren, die der umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien 
auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. Die 
Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit nicht, sofern und soweit Kinderbelange zu 
beurteilen sind (Urteil des Bundesgerichts 5A_178/2024 vom 20. August 2024 E. 5.1 und 5.3, 
zur Publikation vorgesehen; BGE 144 III 349 E. 4.2.1 [= Pra 2019 Nr. 88]). Dementsprechend 
sieht der im Rahmen der ZPO-Revision neu eingeführte Art. 317 Abs. 1bis ZPO vor, dass die 
Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung berücksichtigt, 
wenn sie den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen hat. Diese Bestimmung findet 
auch auf rechtshängige Verfahren Anwendung (Art. 407f ZPO).

Der Untersuchungsgrundsatz entbindet die Parteien indessen nicht von ihrer aktiven Mitwir-
kungspflicht sowie der Behauptungs- und Substanziierungslast. Es bleibt Aufgabe der Ehe-
gatten, dem Gericht das in Betracht kommende Tatsachenmaterial zu unterbreiten, die Be-
weismittel zu bezeichnen und die für die Ermittlung des Sachverhalts notwendigen Beweise 

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im Rahmen des Zumutbaren beizubringen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_463/2022 vom 
22. Mai 2023 E. 6.5.1 m.w.H.).

2. Die Vorinstanz bejahte ihre internationale und örtliche Zuständigkeit. Sie stützte sich dabei 
auf das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Voll-
streckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (SR 0.275.12; LugÜ) sowie auf 
das Übereinkommen über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, 
Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der 
Massnahmen zum Schutz von Kindern (SR 0.211.231.011; HKsÜ; act. 26 E. 3). 

2.1 In der Berufungsantwort macht die Beklagte geltend, das LugÜ begründe keine Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Zug. Dazu verweist sie auf ihre Ausführungen vor erster Instanz 
(act. 56 Rz 8 f.).

2.2 Der (Berufungs-)Beklagten ist es zwar erlaubt, in ihrer Berufungsantwort nach Art. 312 ZPO 
jene erstinstanzlichen Erwägungen zu kritisieren, die ihr im Falle einer abweichenden Beur-
teilung durch das Berufungsgericht nachteilig sein könnten, um damit aufzuzeigen, dass der 
erstinstanzliche Entscheid im Ergebnis richtig ist. Dabei gelten jedoch die gleichen formel-
len Begründungsanforderungen wie für die Berufungsschrift (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 2.4.2). 

2.3 Diesen Begründungsanforderungen (vgl. vorne E. 1.1) genügt die Beklagte mit ihrem pau-
schalen Hinweis auf ihre (nicht näher bezeichneten) Ausführungen in den im erstinstanzli-
chen Verfahren eingereichten Eingaben nicht. Ebenso ungenügend ist die pauschale Be-
hauptung, das LugÜ begründe keine Zuständigkeit. Hätte die Beklagte die Zuständigkeit der 
Zuger Gerichte begründet bestreiten wollen, hätte sie aufzeigen müssen, weshalb bei Nicht-
anwendbarkeit des LugÜ die Zuständigkeit der Zuger Gerichte entfallen würde. Dies tut sie 
nicht und kann sie mangels einschlägiger Gesetzesbestimmungen auch nicht. Mithin ist auf 
ihren Einwand bezüglich Zuständigkeit nicht einzutreten. Im Ergebnis schadet ihr dies nicht, 
da die Vorinstanz – wie zu zeigen ist – auf die vorliegende Klage aus einem anderen Grund 
zu Recht nicht eingetreten ist.

3. Die Vorinstanz trat nicht auf die vorliegende Klage im CH-EV-Verfahren ein, weil die Streit-
sache aufgrund der zuvor eingereichten CH-Scheidungsklage bereits rechtshängig sei (vgl. 
Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO). Dies begründete die Vorinstanz wie folgt:

3.1 Gemäss tschechischem Recht erfolge eine Scheidung in drei Stufen bzw. Verfahren: Im ers-
ten Schritt sei das Verfahren über die Kindesangelegenheiten (elterliche Sorge, Umgangs- 
und Besuchsrecht sowie Kindesunterhalt für die Zeit nach der Scheidung) durchzuführen. 
Dabei handle es sich um ein eigenständiges, dem eigentlichen Scheidungsverfahren vor-
gelagertes gerichtliches Verfahren. Erst nachdem die Regelung der Rechtsverhältnisse der 
minderjährigen Kinder für die Zeit nach der Scheidung rechtskräftig geworden sei, könne die 
Ehe – im zweiten Schritt und eigentlichen Scheidungsverfahren – geschieden werden. Mit 
Ausnahme der Rechtsverhältnisse zu minderjährigen Kindern würden grundsätzlich alle übri-
gen Scheidungsfolgen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils (in einem dritten Schritt) ge-
regelt. Eine Verbindung dieser Klagen mit dem Scheidungsverfahren sei nicht möglich. Das 
Amtsgericht G.________ habe des CZ-Scheidungsverfahren sistiert, weil die im vorliegenden 

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Verfahren zu treffende Regelung der Kinderbelange für das tschechische Scheidungsverfah-
ren von Bedeutung sei. Damit sowie aufgrund der Zuständigkeit der schweizerischen Gerich-
te für die Regelung der Kinderbelange sei eine bereits bestehende Rechtshängigkeit der 
Kinderbelange im CZ-Scheidungsverfahren zu verneinen (act. 26 E. 4.2).

3.2 Die Kinderbelange seien Gegenstand des vorliegenden CH-EV-Verfahrens. Als solche seien 
diese Belange bereits Gegenstand des sistierten CH-Scheidungsverfahrens. Das Bundesge-
richt habe im Entscheid 5A_599/2011 vom 15. März 2012 einen ähnlichen Sachverhalt zu 
beurteilen gehabt. Die Ehefrau mit Wohnsitz in der Schweiz habe im Mai 2009 gegen ihren 
Ehemann mit Domizil in Prag beim Bezirksgericht Zürich eine Scheidungsklage eingereicht. 
Zu diesem Zeitpunkt sei bereits die Scheidungsklage in Prag hängig gewesen, weshalb das 
Bezirksgericht Zürich das Scheidungsverfahren im August 2010 sistiert habe. Im April 2011 
habe die Ehefrau beim Bezirksgericht Zürich eine Klage auf Durchführung der güterrechtli-
chen Auseinandersetzung eingereicht. Auf diese sei das Bezirksgericht mit Verfügung vom 
Mai 2011 nicht eingetreten. Das Obergericht Zürich habe diesen Entscheid geschützt. Das 
Bundesgericht habe die Beschwerde mit folgender Begründung abgewiesen: Da in Prag be-
reits die Klage auf Scheidung und beim Bezirksgericht Zürich eine weitere Scheidungsklage 
hängig seien, bestehe kein Zweifel, dass die von der Ehefrau im April 2011 durch Klage ver-
langte güterrechtliche Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Scheidung der Partei-
en stehe. Die für die Klage auf Scheidung zuständigen schweizerischen Gerichte seien auch 
für die Regelung der Nebenfolgen zuständig, was gestützt auf Art. 63 Abs. 1 IPRG auch in 
internationalen Verhältnissen gelte. Die im Mai 2009 beim Bezirksgericht Zürich eingereichte 
Scheidungsklage enthalte damit bereits eine konnexe Klage (Nebensache) auf Regelung der 
güterrechtlichen Folgen der Scheidung. Dies schliesse die beim gleichen Gericht später (im 
April 2011) eingereichte Klage aus, denn es sei anerkannt, dass ein Anspruch trotz abwei-
chender Umschreibung vom beurteilten bzw. bereits rechtshängigen nicht verschieden sei, 
wenn er in diesem bereits enthalten sei. Der Umstand, dass nun die güterrechtliche Ausein-
andersetzung zur Hauptsache gemacht werde, ändere nichts daran, dass sie im Zusammen-
hang mit der Scheidung stehe. Die am Bezirksgericht Zürich hängige (sistierte) Scheidungs-
klage sei im Scheidungspunkt abzuschreiben, sobald ein anerkennbares Urteil über den 
Scheidungspunkt aus Prag vorgelegt werde. Die Scheidungsklage sei dann gestützt auf 
Art. 64 IPRG als Ergänzungsbegehren betreffend Nebenfolgen im selbstständigen Nachver-
fahren zu prüfen. Mit der Ergänzungsklage würde die Nebensache zur Hauptsache. Auch 
unter diesem Blickwinkel sei die erneute – genau diese güterrechtliche Auseinandersetzung 
als Hauptsache anbegehrende – Klage vom April 2011 ausgeschlossen. Diese Erwägungen 
des Bundesgerichts, so die Vorinstanz, liessen sich auf den vorliegenden Fall übertragen. 
Auch hier bestehe offensichtlich und unbestrittenermassen ein Zusammenhang mit der 
Scheidung der Parteien. Dem Kläger gehe es darum, "die Kinderbelange in der Scheidung 
zu regeln". Dass die Kinderbelange im vorliegenden CH-EV-Verfahren zur Hauptsache 
gemacht würden, ändere nichts daran (act. 26 E. 4.3).

3.3 Zum selben Schluss würden, so die Vorinstanz weiter, auch folgende Überlegungen führen: 
Das Kantonsgericht Zug wende sein eigenes Prozessrecht (die schweizerische ZPO) an. Das 
tschechische (Scheidungs-)Verfahrensrecht habe darauf keinen Einfluss. Gemäss Art. 295 
ZPO gelte das vereinfachte Verfahren nur für selbstständige Klagen im Zusammenhang mit 
Kinderbelangen in familienrechtlichen Angelegenheiten. Liege keine selbstständige Klage 
vor, sondern seien Kinderbelange Gegenstand von eherechtlichen Klagen (sei es im Ehe-

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schutzverfahren, im Scheidungsverfahren, im Scheidungsabänderungsverfahren oder bei 
Ungültigkeits- oder Ehetrennungsklagen), würden die besonderen Verfahrensbestimmungen 
gelten. Art. 295 ZPO sei nicht anwendbar. Dies gelte selbst dann, wenn es in diesem Verfah-
ren nur um Kinderbelange gehe. Mit anderen Worten sehe die schweizerische ZPO kein vom 
Scheidungsverfahren (oder von den übrigen obgenannten eherechtlichen Verfahren) abwei-
chendes Verfahren vor, wenn die Eltern der Kinder, deren Belange zu regeln seien, verheira-
tet seien. Dies gelte auch für den Fall, dass ein ausländischer Scheidungsentscheid der Er-
gänzung bedürfe, weil das ausländische Gericht die Scheidungsnebenfolgen bezüglich der 
Kinder gar nicht oder unvollständig geregelt habe. Art. 284 Abs. 3 ZPO, der analog ange-
wendet werde, verweise diesfalls auf das Scheidungsverfahren (act. 26 E. 4.3).

4. Der Kläger erhebt verschiedene Rügen gegen diese Erwägungen. Darauf ist nachfolgend im 
Einzelnen einzugehen.

4.1 Zunächst macht er geltend, die Kinderbelange würden nach schweizerischem Recht zwin-
gend zum Scheidungsverfahren gehören. Das ergebe sich aus dem Grundsatz der Einheit 
des Scheidungsurteils (Art. 283 Abs. 1 ZPO). Wenn eine ausländische Rechtsordnung für die 
Kinderbelange ein separates Verfahren vorsehe (und die internationalen Abkommen eine 
schweizerische Zuständigkeit vorsähen), so seien "diese im Ausland getrennt einzureichen-
den Klagen als Einheit zu betrachten, ansonsten die Sistierungen der Verfahren (in der 
Schweiz und in Tschechien) blockieren und die Ausschlusswirkung ausländischer Rechts-
hängigkeit des Scheidungsverfahrens unterlaufen" würden. Die "Einheit der Klagen in der 
Tschechei" ergebe sich vorliegend schon daraus, dass die Scheidung nicht ausgesprochen 
werden könne, bevor die Kinderbelange (in einem separaten Verfahren) geregelt worden 
seien (act. 27 Rz 11).

Diese Vorbringen sind schwer verständlich. Insbesondere ist unklar, was der Kläger mit "im 
Ausland getrennt einzureichenden Klagen" meint bzw. ob es sich beim "Ausland" in diesem 
Zusammenhang um die Schweiz oder die Tschechische Republik handelt. Unklar ist ferner, 
was der Kläger mit "Einheit der Klagen in der Tschechei" meint. Im Übrigen schloss die Vor-
instanz nirgends aus, dass im CH-Scheidungsverfahren die Sistierung (insgesamt oder be-
züglich der Kinderbelange) aufgehoben und ein (Teil-)Entscheid getroffen wird; vielmehr wies 
sie darauf hin, dass die Aufhebung der Sistierung zu prüfen sei (act. 26 E. 5). Insofern ist 
nicht ersichtlich, inwiefern irgendeine zurzeit bestehende Sistierung den Fortgang eines an-
deren Verfahrens blockieren könnte. Jedenfalls zeigt der Kläger dies in der Berufung nicht 
auf. Mithin ist auf diese Rügen mangels (hinreichender) Begründung nicht einzutreten (vgl. 
vorne E. 1.1).

4.2 Weiter macht der Kläger geltend, die Vorinstanz habe Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO falsch und 
Art. 9 Abs. 1 IPRG nicht bzw. falsch angewandt. Die Vorinstanz, so der Kläger, habe ihren 
Entscheid im Wesentlichen auf einen angeblich ähnlichen Fall gestützt, den das Bundesge-
richt zu beurteilen gehabt habe. Sie berufe sich zu Unrecht auf diesen Entscheid. Die beiden 
Fälle seien nicht vergleichbar. Im vom Bundesgericht beurteilten Fall sei es um eine in 
Tschechien durchzuführende güterrechtliche Auseinandersetzung gegangen, welche die 
tschechischen Gerichte ohne Weiteres hätten behandeln können. Das Bezirksgericht Zürich 
sei deshalb auf die später separat eingereichte Klage auf Durchführung der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung zu Recht nicht eingetreten. Vorliegend gehe es um die Regelung der 

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Kinderbelange, wobei diese Frage in Tschechien, d.h. nach tschechischem Recht, geregelt 
sein müsse, bevor die Scheidung ausgesprochen werden könne. Dabei sei entscheidend, 
dass die tschechischen Gerichte für die Beurteilung der Kinderbelange aufgrund der interna-
tionalen Übereinkommen nicht zuständig seien. Einem Eintreten auf die Klage betreffend 
güterrechtliche Auseinandersetzung sei im Zürcher Entscheid sowohl die Ausschlusswirkung 
ausländischer Rechtshängigkeit (Art. 9 Abs. 1 IPRG) als auch die Rechtshängigkeit des von 
der [dortigen] Klägerin initiierten und vom Gericht sistierten Scheidungsverfahrens in Zürich 
(Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO) entgegengestanden. Im vorliegenden Verfahren gehe es um eine 
Klage betreffend Kinderbelange. Diese habe in der Schweiz (gewöhnlicher Aufenthaltsort der 
Kinder) zu erfolgen und die Schweiz müsse ein entsprechendes Verfahren zur Verfügung 
stellen (act. 27 Rz 15-18).

Diese Einwände des Klägers sind für sich genommen bereits deshalb unbegründet, weil der 
Kläger nicht darlegt, dass das CH-Scheidungsverfahren kein "entsprechendes Verfahren" ist. 
Im Übrigen überzeugen die Einwände auch nicht, da die Konstellation im Bundesgerichts-
entscheid durchaus mit der vorliegenden Konstellation vergleichbar ist. Im erwähnten Fall in 
Zürich war ein Scheidungsverfahren hängig, das unter anderem die güterrechtliche Ausein-
andersetzung zum Gegenstand hatte; einer späteren Klage, die sich (nur) auf die güterrecht-
liche Auseinandersetzung bezog, stand die Sperrwirkung des bereits in der Schweiz hängi-
gen Scheidungsverfahrens entgegen. Die Ausgangslage ist hier ähnlich: Gegenstand des 
von der Beklagten eingeleiteten CH-Scheidungsverfahrens bilden (unter anderem) Kinderbe-
lange. Der vorliegenden, später eingereichten Klage (CH-EV-Verfahren) steht somit die 
Sperrwirkung der CH-Scheidungsklage entgegen. Ob die tschechischen Gerichte für die Be-
urteilung der Kinderbelange (oder des Güterrechts) zuständig sind oder nicht, ist für den 
Vergleich dieser zwei Fälle unerheblich. In beiden Fällen waren die entsprechenden Schei-
dungsnebenfolgen (Kinderbelange bzw. Güterrecht) bereits in einem anderen, früher einge-
leiteten Verfahren in der Schweiz pendent. Ob hingegen der CH-Scheidungsklage die Sperr-
wirkung der CZ-Scheidungsklage entgegensteht, ist eine andere Frage; auf diese ist zurück-
zukommen (dazu sogleich E. 4.3).

4.3 Unter dem Titel der falschen bzw. unterbliebenen Anwendung von Art. 9 Abs. 1 IPRG (bzw. 
Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO) erhebt der Kläger weitere Einwände.

4.3.1 Er macht geltend, auch wenn es sich nach tschechischem Recht um eine separate Klage 
handle, sei diese Klage Teil der in Tschechien durchzuführenden dreistufigen Scheidung. Die 
Vorinstanz, so der Kläger, habe in diesem Zusammenhang nicht geprüft, ob die Ausschluss-
wirkung ausländischer Rechtshängigkeit greife. Identität der Sache sei unabhängig von einer 
allfällig abweichenden Umschreibung des Rechtsbegehrens gegeben, wenn die im Erstver-
fahren zu beurteilende Rechtsfrage für Vorfragen des Zweitverfahrens präjudizierend sei. 
Dies müsse indessen auch gelten, wenn es um den Umfang der Ausschlusswirkung auslän-
discher Rechtshängigkeit gehe. Mit anderen Worten erstrecke sich die "Ausschlusswirkung 
des tschechischen Rechts" auch auf die Regelung der Kinderbelange, weshalb es keine Rol-
le spiele, dass die Kinderbelange auch Gegenstand des Scheidungsverfahrens in Zug seien. 
Art. 9 Abs. 1 IPRG schränke insoweit den Anwendungsbereich von Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO 
ein; mit anderen Worten habe eine teleologische Reduktion dieser Bestimmung zu erfolgen 
(act. 27 Rz 19). Würde man anders, d.h. wie das Kantonsgericht Zug, entscheiden, würden 
"die schweizerische Rechtsordnung und die Gerichte die Anwendung von Art. 9 Abs. 1 IPRG 

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aushebeln und die Durchsetzung des tschechischen Rechts verweigern". Soweit die interna-
tionalen Abkommen für die Regelung der Kinderbelange eine Zuständigkeit in der Schweiz 
vorsähen, so müssten "die schweizerische Rechtsordnung und die angerufenen Gerichte 
eine Zuständigkeit und insbesondere ein entsprechendes Verfahren zur Verfügung stellen". 
Mithin dränge sich für eine solche Klage eine analoge Anwendung von Art. 295 ZPO auf. 
Entgegen der Annahme der Vorinstanz könne es nicht das Scheidungsgericht [recte: Schei-
dungsverfahren] in Zug sein, "weil dem die Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens in 
G.________" entgegenstehe (act. 27 Rz 20).

4.3.2 Erneut ist nur schwer verständlich, was der Kläger mit diesen Einwänden meint und inwiefern 
er sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt. Soweit er behauptet, die 
"Ausschlusswirkung des tschechischen Rechts" (gemeint ist wohl die Ausschlusswirkung des 
in G.________ eingeleiteten CZ-Scheidungsverfahrens) erstrecke sich auch auf die Rege-
lung der Kinderbelange, widerspricht er sich selbst, fordert doch er mit Einleitung des CH-
EV-Verfahrens genauso, dass die Kinderbelange geregelt werden. Offensichtlich ist auch er 
– und dies zu Recht – der Meinung, dass trotz des bereits in G.________ hängigen CZ-
Scheidungsverfahrens die Kinderbelange in der Schweiz in einem später anhängig gemach-
ten Verfahren zu regeln sind, ohne dass das CZ-Scheidungsverfahren diesbezüglich eine 
Ausschlusswirkung entfaltet. Strittig und entscheidend ist, welches Verfahren in der Schweiz 
durchzuführen bzw. welche Klageart – allenfalls ausschliesslich – zur Verfügung steht: die 
Scheidungsklage nach Art. 290 ff. ZPO, die selbstständige Klage über den Unterhalt von 
Kindern und weitere Kinderbelange nach Art. 295 ff. ZPO oder gar eine in der ZPO nicht ge-
regelte Klage. Auf diese Frage geht der Kläger in der erwähnten Passage der Berufung nicht 
ein. Insbesondere begründet er nicht näher, weshalb sich ausschliesslich eine "analoge An-
wendung von Art. 295 ZPO" aufdrängen und beispielsweise nicht (auch) eine analoge An-
wendung von Art. 290 ZPO möglich sein soll.

4.3.3 Den einzigen Grund, weshalb eine Scheidungsklage in der Schweiz unmöglich sein soll, er-
blickt der Kläger darin, dass in der Tschechischen Republik zuerst ein Scheidungsverfahren 
anhängig gemacht wurde. Dabei übersieht er, dass die Scheidungsklage prinzipiell nichts 
anderes ist als eine objektive Klagenhäufung im Sinne von Art. 90 ZPO. Die klagende Partei 
vereint in der Scheidungsklage mehrere Ansprüche gegen dieselbe Partei. So werden im 
Scheidungsverfahren der Scheidungspunkt, die vermögensrechtlichen Scheidungsfolgen 
(nachehelicher Unterhalt, Güterrecht und berufliche Vorsorge) und – falls aus der Ehe Kinder 
hervorgegangen sind – die Kinderbelange (elterliche Sorge, Obhut, persönlicher Verkehr und 
Kindesunterhalt) beurteilt (vgl. Art. 290 Abs. 1 lit. b-d ZPO). Die Ausschlusswirkung des aus-
ländischen Rechts bezieht sich nun aber nicht auf eine Klage (oder eine Klageschrift) als 
Ganzes, sondern auf die betreffenden Gegenstände einer Klage (Streitgegenstand; vgl. 
Art. 9 Abs. 1 IPRG). Vorausgesetzt ist allemal, dass eine separate Beurteilung der betreffen-
den Gegenstände einer Klage nicht gegen den Ordre public verstösst. Ein solcher Verstoss 
könnte vorliegen, wenn über die Kinderbelange nicht gesamthaft entschieden würde (vgl. 
BGE 126 III 298 E 2a/bb). Vorliegend sollen jedoch alle Kinderbelange in der Schweiz in 
einem einzigen Entscheid beurteilt werden. Werden also in einer Klage mehrere Streitge-
genstände (oder Ansprüche) gehäuft geltend gemacht, kann sich folglich die Ausschlusswir-
kung auch nur auf einzelne dieser Gegenstände (oder Ansprüche) beziehen. Denkbar ist da-
her, dass das Gericht einzelne in einer Klage geltend gemachte Ansprüche beurteilt, es aber 

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auf andere in derselben Klage erhobenen Ansprüche aufgrund der Ausschlusswirkung von 
Art. 9 IPRG nicht eintritt.

Vorliegend bedeutet dies, dass ein allfälliger Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 9 
Abs. 1 IPRG nicht zwingend bezüglich aller im CH-Scheidungsverfahren geltend gemachten 
Ansprüche (Scheidungspunkt und Nebenfolgen) zu fällen wäre, sondern namentlich auf die 
Anträge betreffend Kinderbelange durchaus eingetreten und diesbezüglich ein (Teil-)Ent-
scheid gefällt werden kann. Entsprechend verfängt der Einwand des Klägers, wonach das 
Scheidungsgericht [recte: Scheidungsverfahren] in Zug der "Rechtshängigkeit des Schei-
dungsverfahrens in G.________" entgegenstehe, mit Bezug auf die vorliegend relevanten 
Kinderbelange nicht. Hinzu kommt, dass im CH-EV-Verfahren mangels sachlicher und funkti-
oneller Zuständigkeit nicht über die Eintretensfrage im CH-Scheidungsverfahren entschieden 
werden kann. Solange im CH-Scheidungsverfahren kein Nichteintretensentscheid mit Bezug 
auf die Kinderbelange (oder die ganze Klage) ergangen ist, darf nicht davon ausgegangen 
werden, dass das CZ-Scheidungsverfahren einem Eintreten auf die Kinderbelange im CH-
Scheidungsverfahren entgegensteht. Mithin erweist sich auch die Rüge des Klägers, wonach 
wegen des CZ-Scheidungsverfahrens auf die (gesamte) Klage im CH-Scheidungsverfahren 
nicht eingetreten werden könne, als unbegründet.

4.4 Ferner rügt der Kläger die analoge Anwendung von Art. 284 Abs. 3 ZPO anstelle von 
Art. 295 ZPO als unzutreffend.

4.4.1 Er macht geltend, es treffe zu, dass bei verheirateten Eltern Verfahren über die elterliche 
Sorge, die Obhut oder den persönlichen Verkehr, wenn die Eltern uneinig seien, stets im 
Verbund mit einem anderen Verfahren (insbesondere Eheschutz oder Scheidung) zu klären 
seien, sodass es sich nicht um selbstständige Klagen im Sinne von Art. 295 ZPO handle. 
Soweit es sich um einen Binnensachverhalt handle, sei dies unumstritten (act. 27 Rz 23). 
Situation und Ausgangslage seien hier aber ganz anders. Die internationalen Abkommen und 
gestützt darauf das tschechische Verfahrensrecht würden verlangen, dass die Verfahren be-
treffend Kinderbelange beim Gericht am gewöhnlichen Aufenthaltsort der Kinder stattfänden 
(Art. 3 lit. a und b HKsÜ i.V.m. Art. 5 Ziff. 1 HKsÜ). In der ZPO seien diese Verfahren nicht 
ausdrücklich geregelt. Die schweizerische Rechtsordnung müsse den betroffenen Personen 
ein Verfahren zur Verfügung stellen, das diese Prozesse behandle. Wie die Schweiz das 
Verfahren ausgestalte, sei eine Frage der lex fori. Da eine explizite Regelung fehle und die 
"verbundenen Verfahren" in der Tschechischen Republik durchzuführen seien, dränge sich 
für diese Fälle eine analoge Anwendung von Art. 295 ZPO auch für Fälle auf, in welchen 
ausschliesslich über die Kinderbelange entschieden werde, und dies auch dann, wenn es um 
die Regelung der elterlichen Sorge, der Obhut und des persönlichen Verkehrs gehe, und dies 
unabhängig davon, ob auch der Unterhalt Gegenstand des Prozesses sei. Dieses Ergebnis 
überzeuge umso mehr, als diese Klage nach tschechischem Recht eine selbstständige Klage 
sei (act. 27 Rz 24). 

4.4.2 Diese Rügen sind unbegründet. Der Kläger legt nicht dar, inwiefern internationale Abkommen 
oder das tschechische Verfahrensrecht vorschreiben, dass über Kinderbelange wie die elter-
liche Sorge, die Obhut oder den persönlichen Verkehr stets am gewöhnlichen Aufenthaltsort 
der Kinder entschieden werden muss. Im Grundsatz trifft dies zwar zu, doch gibt es Ausnah-
men (vgl. Art. 63 IPRG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 HKsÜ). Abgesehen davon stellt sich diese Frage 

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vorliegend gar nicht. Die Beklagte, die im CH-Scheidungsverfahren als Klägerin auftritt und 
ihren Wohnsitz im Kanton Zug hat, hält sich bereits seit über einem Jahr in der Schweiz auf 
und die Kinder haben ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort im Kanton Zug. Deshalb sind die 
Zuger Gerichte sowohl für die Scheidung (Art. 59 lit. b IPRG) als auch für die Regelung der 
erwähnten Kinderbelange (Art. 3 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 HKsÜ sowie Art. 2 LugÜ; BGE 126 III 
298 E 2a/bb) international und örtlich zuständig. Die Schweizer Rechtsordnung stellt mit der 
Scheidungsklage (Art. 290 ff. ZPO) ein entsprechendes Verfahren zur Verfügung. Inwiefern 
diese Klage bzw. dieses Verfahren dem behaupteten, vom tschechischen Recht aufgestell-
ten Erfordernis der Selbstständigkeit nicht genügen soll, ist nicht ersichtlich und wird vom 
Kläger auch nicht dargelegt.

Wie zu verfahren wäre, wenn das Scheidungsverfahren in Zug nicht anhängig gemacht wer-
den könnte, muss vorliegend nicht geklärt werden. Diese Frage wäre ohnehin eher dogmati-
scher Natur. Es ist nämlich kaum denkbar, dass in der vorliegenden Konstellation der Kläger 
eine Klage nach Art. 295 ZPO in der Schweiz anhängig gemacht hätte, wenn die Kinder bei 
ihm in der Tschechischen Republik wohnen würden. Denkbar ist höchstens, dass die Zu-
ständigkeit für die Scheidungsklage wegen des Wohnsitzes der Beklagten in Zug läge, die 
Kinder jedoch in der Schweiz in einem anderen Kanton als Zug ihren gewöhnlichen Aufent-
haltsort hätten (beispielsweise wegen einer Fremdplatzierung). Dass in einer solchen Kon-
stellation Art. 295 ZPO analog auf verheiratete Eltern angewandt würde, ist – mangels Alter-
nativen – vorstellbar. Dies muss aber, wie erwähnt, hier nicht geklärt werden, nachdem das 
Scheidungsverfahren zur Verfügung steht.

4.4.3 In internationalen Sachverhalten ist es denkbar, dass ein Schweizer Scheidungsgericht aus-
schliesslich über die Kinderbelange und nicht auch zeitgleich über den Scheidungspunkt 
oder die übrigen Scheidungsnebenfolgen urteilt. Mit dieser Vorgehensweise wird zwar der 
Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils (Art. 283 ZPO) durchbrochen. Dies ist aber hin-
zunehmen. Denn im internationalen Verhältnis (Art. 1 IPRG) hindert der Grundsatz der Ein-
heit des Scheidungsurteils die schweizerischen Scheidungsgerichte nicht, ein ausländisches 
Scheidungsurteil zu ergänzen (vgl. Frankhauser/Bleichenbacher, FamKomm Scheidung, 4. A. 
2022, Anh. ZPO Art. 283 N 21). Vorliegend geht es zwar nicht um eine Ergänzung eines aus-
ländischen Scheidungsentscheids, doch ist die Konstellation vergleichbar (vgl. hinten E. 4.5). 
Der Kläger erwähnt in der Berufung den Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils. Aller-
dings begründet er nicht, inwiefern dessen Durchbrechung hier unzulässig wäre (beispiels-
weise falls im CH-Scheidungsverfahren die Sistierung betreffend Kinderbelange aufgehoben 
und diesbezüglich ein Entscheid gefällt würde) bzw. inwiefern dessen Durchbrechung für das 
Scheidungsgericht in der Tschechischen Republik relevant wäre (beispielsweise falls ein Teil-
entscheid eines Schweizerischen Scheidungsgerichts im CZ-Scheidungsverfahren nicht an-
erkannt würde). Abgesehen davon ist nicht ersichtlich, weshalb er diesen Grundsatz anruft, 
zumal auch er die Kinderbelange mit Wirkung über die Scheidung hinaus von einem Schwei-
zer Gericht geregelt haben will, um das CZ-Scheidungsverfahren fortsetzen zu können.

4.4.4 In internationalen Sachverhalten kann zuweilen eine Unsicherheit darüber bestehen, ob das 
angerufene ausländische Scheidungsgericht über alle Scheidungsnebenfolgen urteilt, über 
die auch ein Schweizer Scheidungsgericht urteilen würde. Die meisten ausländischen Staa-
ten kennen den Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils nicht (Schwander, Anerken-
nung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Scheidungsurteile, FamPra.ch 2009 S. 832 ff., 

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844). Ausländische Scheidungsgerichte urteilen zudem selten über die Teilung der in der 
Schweiz geäufneten Ansprüche aus beruflicher Vorsorge (vgl. Schwander, a.a.O., S. 854). 
Insofern ist es grundsätzlich auch nachvollziehbar, wenn ein Ehegatte in der Schweiz trotz 
eines bereits im Ausland hängigen Scheidungsverfahrens eine Scheidungsklage einreicht, 
beispielsweise um den Zeitpunkt der Teilung der Ansprüche aus beruflicher Vorsorge zu fi-
xieren (vgl. Art. 122 ZGB). Aufgrund dessen und mangels anderer Anhaltspunkte kann der 
Beklagten vorliegend auch kein treuwidriges oder rechtsmissbräuchliches Verhalten vorge-
worfen werden, wenn sie trotz des bereits im Ausland pendenten Scheidungsverfahrens in 
der Schweiz eine Scheidungsklage anhängig machte.

4.4.5 Aus Sicht von Schweizer Gerichten mag es zwar ungewohnt erscheinen, dass vor der Schei-
dung über die nach der Scheidung geltenden Kinderbelange entschieden werden muss. So 
muss das Gericht namentlich über Kindesunterhalt nach der Scheidung entscheiden, ohne 
dass es weiss, wie sich die finanziellen Verhältnisse der Eltern nach der Scheidung (nament-
lich nach güterrechtlicher Auseinandersetzung) gestalten. Ob nun aber das Scheidungsge-
richt oder aber das für selbstständige Klagen nach Art. 295 ZPO zuständige Gericht diesen 
Entscheid trifft, ist in der Sache irrelevant.

4.5 Im Weiteren macht der Kläger geltend, dass der Hinweis der Vorinstanz, wonach Art. 295 ZPO 
ebenfalls nicht anwendbar sei, wenn ein ausländisches Gericht die Scheidungsnebenfolgen 
bezüglich der Kinder nicht oder unvollständig geregelt habe, nichts am [von ihm verlangten] 
Ergebnis zu ändern vermöchte. Bei ihrem Argument, wonach Art. 284 Abs. 3 ZPO analog an-
wendbar sei und auf das Scheidungsrecht verweise, übersehe die Vorinstanz, dass Art. 284 
ZPO von der Änderung "rechtskräftig entschiedener Rechtsfolgen" handle. Ein Teil der Lehre 
wolle "auf die Ergänzung eines lückenhaften Scheidungsurteils, das weder von der ZPO noch 
dem ZGB explizit geregelt" werde, Art. 284 ZPO analog anwenden. Dabei gehe es "namentlich 
um ausländische Scheidungsurteile, welche die Ansprüche gegenüber schweizerischen Vor-
sorgeeinrichtungen nicht behandeln" würden. Dies möge für solche Ergänzungen des Schei-
dungsurteils durchaus angehen. Vorliegend existiere gerade noch kein Scheidungsurteil. Dem-
zufolge könne es in diesem Verfahren auch weder um eine Änderung noch eine Ergänzung 
eines bestehenden (ausländischen) Scheidungsurteils gehen. Der Verweis der Vorinstanz auf 
die analoge Anwendbarkeit von Art. 284 Abs. 3 ZPO sei schlicht falsch, da diese Norm hier 
offenkundig nicht und von "ihrer Interessenlage" auch nicht analog anwendbar sei. Die Vorin-
stanz habe Art. 284 Abs. 3 ZPO fälschlicherweise angewendet (act. 27 Rz 25).

Auch diese Rügen überzeugen nicht. Die Vorinstanz ging weder von der Änderung noch von 
der Ergänzung eines ausländischen Scheidungsurteils aus. Vielmehr verglich sie die vorlie-
gende Konstellation mit der Ergänzung eines lückenhaften ausländischen Scheidungsurteils. 
Für eine solche Ergänzung findet sich in der ZPO kein besonderes Verfahren. Art. 284 Abs. 3 
ZPO sieht indessen vor, dass für streitige Abänderungsverfahren die Vorschriften über die 
Scheidungsklage sinngemäss gelten. In der Lehre besteht – soweit ersichtlich – Einigkeit 
darüber, dass ein Verfahren betreffend Ergänzung eines ausländischen Scheidungsurteils in 
analoger Anwendung von Art. 284 Abs. 3 ZPO ebenfalls nach den prozessualen Bestimmun-
gen über das Scheidungsverfahren abläuft (vgl. Dolge/Bengtsson, in: Brunner/Schwander/  
Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2025, Art. 284 ZPO N 13 f.; Stein, 
FamKomm Scheidung, 4. A. 2022, Anh. ZPO Art. 284 N 7). Inwiefern der Vergleich oder Ana-
logieschluss der Vorinstanz unpassend sein soll, ist nicht ersichtlich und wird vom Kläger 

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auch nicht dargelegt. Die Besonderheit besteht sowohl bei der Ergänzung eines ausländi-
schen Scheidungsurteils (vgl. hierzu BGE 124 III 176 E. 4) als auch in der vorliegenden Kon-
stellation (bei der noch kein ausländisches Scheidungsurteil vorliegt) darin, dass bloss über 
einen Teil der Scheidungsnebenfolgen zu urteilen ist, über die in der Schweiz normalerweise 
in einem einzigen Verfahren – dem Scheidungsverfahren – entschieden wird. Ob es sich bei 
diesem Teil um Ansprüche gegenüber schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen, um Kinder-
belange oder um andere Scheidungsnebenfolgen handelt, ist unerheblich. In analoger An-
wendung von Art. 284 Abs. 3 ZPO steht das Scheidungsverfahren zur Verfügung.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das zuerst anhängig gemachte CZ-Scheidungsver-
fahren nicht zwingend zu einem Nichteintreten auf die Kinderbelange im später eingeleiteten 
CH-Scheidungsverfahren führt. Davon muss zumindest ausgegangen werden, solange im 
CH-Scheidungsverfahren noch kein anderslautender Entscheid (namentlich ein Entscheid 
über das Nichteintreten auf die Kinderbelange) ergangen ist und mithin die Kinderbelange 
(im CH-Scheidungsverfahren) noch rechtshängig sind. Diese Rechtshängigkeit der Kinder-
belange steht der später anhängig gemachten Klage nach Art. 295 ZPO (CH-EV-Verfahren) 
allerdings entgegen (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO). Deshalb trat die Vorinstanz zu Recht nicht 
auf die vorliegende, später eingereichte Klage (CH-EV-Verfahren) ein. Es ist zudem nicht er-
sichtlich (und wird auch nicht behauptet), dass ein im CH-Scheidungsverfahren gefällter Tei-
lentscheid über die Kinderbelange im CZ-Scheidungsverfahren nicht anerkannt würde. Mithin 
ist die Berufung des Klägers abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und der angefochte-
ne Entscheid der Vorinstanz ist vollumfänglich zu bestätigen. 

Anzumerken bleibt, dass es dem Kläger grundsätzlich offensteht, die (teilweise) Aufhebung 
der Sistierung des CH-Scheidungsverfahrens zu verlangen.

6. Abschliessend ist über die Prozesskosten zu entscheiden. Dazu zählen vorliegend auch die 
Prozesskosten betreffend das Gesuch um Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses (Dis-
positiv-Ziff. 3 der Präsidialverfügung vom 21. August 2024 [act. 52]). Für den Entscheid über 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hingegen wurden keine Gerichtskosten erhoben 
und keine Parteientschädigungen zugesprochen (Dispositiv-Ziff. 4 der Präsidialverfügung vom 
21. August 2024), weshalb vorliegend darüber nicht mehr zu befinden ist. 

Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten sowohl des Berufungsverfahrens (Hauptsache) als 
auch des Verfahrens betreffend Leistung eines Prozesskostenvorschusses dem Kläger auf-
zuerlegen und dieser ist zu verpflichten, der Beklagten eine angemessene Parteientschädi-
gung zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Hauptsache betrifft eine nicht vermögensrecht-
liche Streitigkeit im Sinne der Kostenverordnung (KoV OG) und der Verordnung über den 
Anwaltstarif (AnwT). Im ordentlichen und im vereinfachten Verfahren beträgt daher die Ent-
scheidgebühr CHF 150.00 bis CHF 12'000.00 (§ 11 Abs. 2 KoV OG) und das Grundhonorar 
der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte CHF 1'000.00 bis CHF 15'000.00 (§ 4 Abs. 1 
AnwT). Bei der Festsetzung der Entscheidgebühr (vgl. § 3 Abs. 1 lit. c und § 15 Abs. 1 KoV 
OG) und des Grundhonorars (vgl. § 2 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 AnwT) ist – wie erwähnt – der 
Aufwand für das Gesuch um Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses (act. 52) mitzu-
berücksichtigen. Ausserdem fällt ins Gewicht, dass beide Parteien (auch zur Hauptsache) ei-
ne Vielzahl von Eingaben eingereicht haben. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, 
die Entscheidgebühr auf CHF 5'000.00 und das Grundhonorar auf CHF 7'500.00 festzuset-

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zen. Gründe für eine Erhöhung oder für Zuschläge liegen keine vor. Vom Grundhonorar sind 
im Rechtsmittelverfahren zwei Drittel zu berechnen (§ 8 Abs. 1 AnwT), ergebend 
CHF 5'000.00. Unter Berücksichtigung der geltend gemachten Auslagen von CHF 237.40 
(§ 25 Abs. 1 AnwT) und der Mehrwertsteuer von 8,1 % (§ 25a Abs. 1 AnwT) resultiert eine 
angemessene Entschädigung von gerundet CHF 5'660.00. Die vom Rechtsvertreter der Be-
klagten geltend gemachte Entschädigung von CHF 22'083.30 ist offensichtlich zu hoch.

7. Stehen sowohl vermögensrechtliche als auch nicht vermögensrechtliche Fragen im Streit, 
ist die Beschwerde in Zivilsachen ans Bundesgericht ohne Streitwerterfordernis zulässig 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020 E. 1.1).

Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid des Kan-
tonsgerichts Zug, Einzelrichterin, vom 14. November 2023 wird bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 5'000.00 wird dem Kläger auf-
erlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet. Der 
Fehlbetrag von CHF 2'000.00 wird vom Kläger nachgefordert.

3. Der Kläger hat der Beklagten für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung von 
CHF 5'660.00 (inkl. MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschie-
bende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (EV 2023 82)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber Ph. Carr
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: