# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 716608cc-0cdc-5df7-833f-97a883c5670a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.07.2008 D-4265/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4265-2008_2008-07-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4265/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer,
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______, alias B._______, 
geboren Y._______, Algerien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung 
des BFM vom 18. Juni 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4265/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 30. Mai 2008 bei den Grenzpolizeibe-
hörden am Flughafen C._______ ein Asylgesuch einreichte,

dass das Bundesamt für Migration (BFM) mit  gleichentags eröffneter 
Verfügung vom 30. Mai 2008 die Einreise in die Schweiz vorläufig ver-
weigerte und dem Beschwerdeführer für die Dauer des weiteren Asyl-
verfahrens  bis  maximal  60  Tage  den  Transitbereich  des  Flughafens 
C._______ als Aufenthaltsort zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  ersten  Befragung  vom 
1. Juni 2008 sowie der Anhörung vom 5. Juni 2008 im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  sei  algerischer  Staatsangehöriger,  gehöre  dem 
Volk  der  Berber  an und stamme aus D._______/Provinz  E._______, 
wo er zusammen mit seinen Eltern gelebt habe,

dass die Berber in seiner Heimat Benachteiligungen ausgesetzt seien,

dass er  Ende des Jahres 1997 in  eine Musikschule eingetreten sei, 
von welcher man ihn im Juli 1998 verwiesen habe, weil er ein Album 
über den von der Regierung getöteten Sänger M.L. habe herausgeben 
wollen,

dass er in der Folge - ausser dass man ihm verboten habe, sich einen 
Pass  ausstellen  zu  lassen  -  keine  behördlichen  Probleme  in  seiner 
Heimat mehr gehabt habe,

dass er im April 2006 zusammen mit einem Kollegen für drei Monate 
ein Grundstück gepachtet habe, auf welchem Weidegras angepflanzt 
gewesen sei,  welches sie nach der Ernte als Futtermittel hätten ver-
kaufen wollen,

dass sie aus Angst vor Dieben eines Nachts in Begleitung eines Hun-
des ihre Ernte hätten bewachen wollen und dabei festgestellt  hätten, 
dass  ein  Häufchen  Gras  auseinandergezogen worden  sei  und darin 
Waffen versteckt worden seien,

dass sie den Fund der  Gendarmerie  gemeldet  hätten und diese die 
Waffen konfisziert habe,

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dass am folgenden Tag Terroristen der "Groupe Islamique Armé" (GIA) 
nach  den  Grundstückpächtern  respektive  nach  ihnen  gefragt  hätten 
und sich bei seinem Kollegen - da er an diesem Tag in E._______ ge-
wesen sei - als Käufer vorgestellt und diesen getötet hätten,

dass er  sich  nach seiner  Rückkehr  nach D._______ aus Angst,  das 
gleiche  Schicksal  wie  sein  Kollege  zu  erleiden,  umgehend  nach 
F._______  begeben  und  sich  dort  während  zweier  Jahre  versteckt 
gehalten habe,

dass er in dieser Zeit in einem Café eines Cousins unbehelligt gear-
beitet und auch gewohnt habe,

dass er  seine Heimat aus Angst,  den Terroristen eines Tages in  die 
Hände zu fallen, verlassen habe und über G._______ und H._______ 
in die Schweiz gereist sei,

dass bezüglich der weiteren Angaben auf die Protokolle bei den Akten 
zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Asylangaben Kopien 
eines Bestätigungsschreibens vom 2. Juni 20008 sowie seiner Identi-
tätskarte, eines Familienscheines und eines Geburtsregisterauszuges 
einreichte, 

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit  gleichen-
tags eröffneter Verfügung vom 18. Juni 2008 abwies und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Be-
schwerdeführer habe geltend gemacht, im Jahre 2006 sein Heimatdorf 
aus Angst vor Übergriffen durch Terroristen verlassen zu haben,

dass der Beschwerdeführer selbst weder vor noch nach seiner Flucht 
nach  F._______  von  konkreten  Verfolgungsmassnahmen  betroffen 
gewesen  sei  und  sich  seine  Befürchtungen  ausserdem  auf  eine 
Verfolgung durch Terroristen und nicht auf eine solche durch staatliche 
Organe beziehen würden, worauf an dieser Stelle jedoch nicht weiter 
eingegangen  werde,  da  es  wie  erwähnt  zu  keinen  Übergriffen 
gekommen sei,

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dass sich der Beschwerdeführer den geltend gemachten, lokal oder re-
gional beschränkten Verfolgungsmassnahmen durch einen Wegzug in 
einen anderen Teil seines Heimatlandes entziehen könne, weshalb er 
nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei,

dass der Beschwerdeführer von dieser Fluchtalternative Gebrauch ge-
macht  und  sich  eventuellen  Übergriffen  durch  eine  Flucht  nach 
F._______ entzogen habe, wo er unbehelligt während der zwei Jahre 
seines Aufenthaltes bis zu seiner Ausreise gelebt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  geltend mache,  als  Kabyle  benachteiligt 
zu werden,

dass es zutreffe, wonach die Kabylen in Algerien Schwierigkeiten und 
Schikanen ausgesetzt sein könnten, wobei es sich indessen nicht um 
asylrelevante Benachteiligungen handle, die ein würdiges Leben in Al-
gerien  verhinderten,  zumal  die  allgemein  verbreiteten Nachteile  auf-
grund  der  politischen,  wirtschaftlichen  und  sozialen  Situation  einen 
grossen Teil der algerischen Bevölkerung betreffen würden,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Flüchtlingseigenschaft nicht standhielten,

dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden 
könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den Angaben des 
Beschwerdeführers einzugehen,

dass ein  Wegweisungsvollzug nach Algerien zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung durch Vermittlung 
der I._______ mit  einer vom Beschwerdeführer in Arabisch verfassten 
handschriftlichen  Formulareingabe  vom  25.  Juni  2008  (Datum  und 
Telefaxeingang)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob 
und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Asylgewährung, 
die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  sowie  den  Verzicht  auf 
eine  Wegweisung  beantragte  und  in  prozessualer  Hinsicht  um  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  und  um Verzicht  auf  die  Erhe-
bung eines Kostenvorschusses ersuchte,

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dass  der  Beschwerdeschrift  unter  anderem  zwei  Schreiben  der 
J._______ vom 25. Juni 2008 beilagen, in welchen auf die fehlenden 
finanziellen  Mittel  des  Beschwerdeführers  hingewiesen  und  das 
Bundesverwaltungsgericht  ersucht  wurde,  eine amtliche Übersetzung 
der Rechtsschrift zu veranlassen,

dass sich der Beschwerdeführer aktiv um die Beibringung von Origi-
naldokumenten  bemüht  habe,  die  betreffende  DHL-Sendung  jedoch 
aufgrund  ungenügender  Angaben  bis  heute  nicht  habe  zugeordnet 
werden können  und diese gemäss beiliegender  Sendungsverfolgung 
der DHL vom 17. Juni 2008 im Flughafen am 11. Juni 2008 einem ge-
wissen K._______ ausgeliefert worden sei,

dass von Seiten  der  Kantonspolizei  am Flughafen wohl  eine Person 
namens K._______ existiere,  sich  diese Person aber  bis  Z._______ 
noch in den Ferien befinde und die Beratungsstelle seit dem 13. Juni 
2008  tägliche  Nachforschungen  nach  dem  Verbleib  der  fraglichen 
DHL-Sendung unternommen habe,

dass das Bundesverwaltungsgericht die I._______ beauftragte, die in 
Arabisch gehaltene Beschwerdeschrift in eine Schweizer Amtssprache 
übersetzen zu lassen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juni  2008 in Kopie beim In-
struktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art. 109 
Abs. 2 AsylG),

dass mit  Telefax vom 27. Juni 2008 die bei der I._______ in Auftrag 
gegebene Übersetzung beim Bundesverwaltungsgericht eintraf,

dass bezüglich der Begründung der Beschwerde auf die Erwägungen 
verwiesen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des  BFM entscheidet  (Art.  105  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 
173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren durch die Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 

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ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer-
de hingegen einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 6 AsylG i.V.m. 
Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, 
wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohn-
te,  wegen ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass der wesentliche Inhalt  der vorinstanzlichen Verfügung im Sach-
verhalt angeführt ist, weshalb an dieser Stelle darauf verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen 
geltend  machte,  er  habe  sich  nach  zweimonatigem  Aufenthalt  in 
F._______  wegen  einer  Tuberkuloseerkrankung  durch  Vermittlung 
seines  Onkels  nach  L._______  in  ein  Spital  begeben  und  sei  dort 
während eines halben Jahres behandelt worden,

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dass  er  anschliessend  im  Januar  2007  als  genesener  Mann  nach 
F._______ zurückgekehrt sei, weil er keinen Weg gefunden habe, vor 
der  terroristischen  Gefahr  aus  dem  Land  zu  flüchten,  da  er  sich 
aufgrund behördlicher  Anordnung keinen Reisepass habe ausstellen 
lassen dürfen,

dass er bei einer Rückkehr entweder von den Terroristen getötet würde 
(ein  offizielles  Dokument,  dass  diese  Bedrohung  bestätige,  habe  er 
bereits zu den Akten gereicht) oder wegen der Sache mit dem Reise-
pass ins Gefängnis müsste,

dass aus dem Flüchtlingsbegriff der Genfer Flüchtlingskonvention her-
vorgeht, dass nur Flüchtling ist, wer den Schutz seines Landes nicht in 
Anspruch nehmen kann oder in Folge bestimmter Befürchtungen nicht 
in Anspruch nehmen will, die Flüchtlingseigenschaft also voraussetzt, 
dass die betroffene Person landesweiter Verfolgung ausgesetzt ist,

dass, wer nur in einem bestimmten Landesteil oder in einer bestimm-
ten Region Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt ist, über eine so ge-
nannte inländische Fluchtalternative verfügt,

dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht  erkannte, 
dass  der  Beschwerdeführer  weder  vor  noch  nach  seinem  Wohnort-
wechsel  nach  F._______  irgendwelchen  Behelligungen  seitens 
terroristischer Dritter ausgesetzt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  überdies  in  L._______  unbehelligt 
während eines halben Jahres medizinisch pflegen lassen konnte,

dass der Beschwerdeführer demnach über eine inländische Fluchtal-
ternative verfügt, die er offensichtlich erfolgreich in Anspruch nahm,

dass  keine  faktische  Garantie  für  einen  langfristigen  individuellen 
Schutz der von nichtstaatlicher Verfolgung bedrohten Person verlangt 
werden kann, weil es keinem Staat gelingt, die absolute Sicherheit al-
ler seiner Bürger und Bürgerinnen jederzeit und überall zu garantieren,

dass zudem in Algerien von einer grundsätzlich funktionierenden und 
effizienten Schutzinfrastruktur auszugehen ist,

dass der Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zu den Berbern keine 
asylrechtliche Relevanz zukommt,  da keine konkreten Anhaltspunkte 

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dafür ersichtlich sind, inwiefern der Beschwerdeführer deswegen ge-
zielten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt gewesen sein soll und von 
den allgemeinen Beeinträchtigungen im Heimatland des Beschwerde-
führers (so beispielsweise in der Verwendung der Sprache) eine Viel-
zahl von Personen betroffen sind, so dass aus der blossen Zugehörig-
keit zu den Berbern keine individuelle Gefährdung hergeleitet werden 
kann,

dass  die  Befürchtungen  des  Beschwerdeführers,  wegen  Ausstellung 
eines Reisepasses trotz behördlichen Verbots ins Gefängnis gehen zu 
müssen, angesichts des Umstandes, dass er angeblich auf illegalem 
Weg und mit gefälschtem Reisepass das Land verlassen habe, erheb-
lich zu relativieren sind, zumal es unter diesen Umständen für die al-
gerischen Behörden ein  Leichtes wäre,  zu  kontrollieren,  ob  sich der 
Beschwerdeführer effektiv einen Reisepass ausstellen liess oder nicht,

dass die  vom Beschwerdeführer in  Kopie eingereichten Beweismittel 
an obiger Erkenntnis nichts zu ändern vermögen, wurde der darin ent-
haltene Sachverhalt (terroristische Bedrohung; Identitätsnachweis) im 
angefochtenen Entscheid nicht bestritten,

dass diesbezüglich anzufügen ist, dass die zunächst vom Beschwer-
deführer  im  Personalienblatt  angeführte  Alias-Identität  im  späteren 
Verlauf  des  vorinstanzlichen  Verfahrens  durch  ihn  selber  berichtigt 
wurde,

dass weiter angesichts der vom BFM nicht bestrittenen und letztlich im 
Asylverfahren  korrigierten  Identität  (A._______,  geboren  X._______, 
Algerien) die Einreichung der in Aussicht gestellten Originaldokumente 
nicht abgewartet zu werden braucht,

dass  bei  dieser  Sachlage  die  Glaubhaftigkeit  der  Angaben  des  Be-
schwerdeführers nicht zu prüfen ist,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der 
Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-

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weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine 
Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 
von Art.  3  der  Konvention  vom 4. November  1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich 
sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

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dass in Algerien weder von Bürgerkrieg noch von einer Situation allge-
meiner Gewalt gesprochen werden kann (vgl. dazu auch die im heuti-
gen Zeitpunkt nach wie vor gültige Lageeinschätzung in Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2005 Nr. 13) und der bewaffnete Konflikt, welcher in Algerien 
im letzten Jahrzehnt  des  20. Jahrhunderts  viele  Menschenleben  for-
derte, heute weitgehend beendet ist,

dass sich der Beschwerdeführer eventuellen Übergriffen durch islamis-
tische  Gruppierungen  durch  geeignete  Wohnsitzverlegung  entziehen 
kann,

dass ferner  auch keine individuellen  Gründe ersichtlich sind,  welche 
der  Zumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzugs  entgegenstehen  wür-
den, zumal es sich beim Beschwerdeführer - soweit aktenkundig - um 
einen jungen,  gesunden Mann mit  Berufserfahrungen in  einem Res-
taurationsbetrieb,  diversen  Sprachkenntnissen und  familiärem Bezie-
hungsnetz handelt, weshalb es ihm zuzumuten ist, sich eine (erneute) 
Existenzgrundlage  aufzubauen  und  vorbestandene  soziale  Kontakte 
wieder aufzunehmen,

dass blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, wie nament-
lich Mangel  an Wohnungen und Arbeitsplätzen,  von welchen die an-
sässige Bevölkerung betroffen ist, keine existenzbedrohende Situation 
darstellen,  welche den Vollzug der  Wegweisung eines Ausländers  in 
den  Heimatstaat  als  unzumutbar  erscheinen  liessen  (EMARK  1994 
Nr. 19 S. 149 E. 6b), weshalb auch allfällige wirtschaftliche Reintegrati-
onsschwierigkeiten des  Beschwerdeführers dem Vollzug nicht  entge-
genstehen,

dass auch allfällige Benachteiligungen, denen die Bevölkerung der Ka-
bylei ausgesetzt ist, ebenfalls keine konkrete Gefährdung im Sinne von 
Art. 83 Abs. 4 AuG bewirken,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass der vom BFM verfügte Wegweisungsvollzug zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist,

dass  die  Beschwerde aufgrund der  Erwägungen als  aussichtslos  zu 
qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16  Abs. 1 Bst. a  VGG i.V.m.  Art. 2  und 3  des Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch Vermittlung  der  I._______  (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, OPC, zu den Akten Ref.-Nr. N 508 871 (per Telefax)
- die I._______, M._______ (per Telefax, mit der Bitte, dieses Urteil 

dem  Beschwerdeführer  gegen  beigelegte  Empfangsbestätigung 
auszuhändigen  und  diese  dem  Bundesverwaltungsgericht 
umgehend zuzustellen) 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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