# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99b4ed0d-9cce-5edf-9277-3c0a20d20580
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 11.01.2023 810 23 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-11_2023-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 11. Januar 2023 (810 23 11) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Fristansetzung über Feiertage / Anfechtbarkeit von verfahrensleitenden Verfügungen / 
Gegen drohende Gehörsverletzungen steht die Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht 
offen 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch André M. Brunner, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Prüfung von Kindesschutzmassnahmen  

(Verfügung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
23. Dezember 2022) 

 
 
 
A. A.____ und C.____ sind die unverheirateten und getrennt lebenden Eltern von D.____ 
(geb. 2018). Das Kind lebt bei der Mutter. Ursprünglich hatten die Eltern die Kontakte des Va-
ters zum Kind mit Unterstützung des Sozialdienstes E.____ einvernehmlich geregelt und 

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selbstständig gehandhabt. Nachdem A.____ bereits in den vergangenen Jahren ver-
schiedentlich durch unkontrolliertes und aggressives Verhalten aufgefallen war, kam es am 
9. August 2022 zu einer massiven Gewaltanwendung gegenüber der Kindsmutter. A.____ be-
findet sich seither in Untersuchungshaft. 
 
B. Nach seiner Inhaftierung gelangte A.____ an die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde B.____ (KESB) mit dem Antrag, es seien zeitnah Kontakte zwischen Vater und Sohn an-
zuordnen. Die Behörde eröffnete in der Folge ein Verfahren zur Prüfung von Kindesschutz-
massnahmen. In diesem Rahmen wies die KESB das Gesuch um sofortige Einräumung von 
Kontakten im Untersuchungsgefängnis mit Entscheid vom 25. November 2022 "zur Zeit vor-
sorglich" ab, da das Wohl des bisher nicht über das Vorgefallene informierten Kindes bei einem 
Besuchstermin durch eine Trennscheibe im Untersuchungsgefängnis stark gefährdet sei. Über 
die konkrete Verfügung und Vollstreckung von Kontakten zwischen Vater und Sohn werde erst 
nach den Anhörungen der Eltern und Durchführung allfälliger weiterer Unterstützungsmass-
nahmen erneut entschieden. Ebenfalls werde dann über die Errichtung einer Erziehungsbei-
standschaft entschieden. Dagegen erhob A.____, vertreten durch André M. Brunner, Advokat, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), wo das Verfahren derzeit hängig ist (Verfahren Nr. 810 22 271). 
 
C. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2022 informierte die KESB die Eltern über die in Er-
wägung gezogene Einsetzung von F.____, Sozialarbeiter, G.____ GmbH, als Erziehungsbei-
stand. Als vorläufige Alternative zum direkten persönlichen Kontakt werde die Umsetzung tele-
fonischer Kontakte zwischen Vater und Sohn ins Auge gefasst. Wer Stellung nehmen wolle, 
könne das bis 3. Januar 2023 (bei der KESB B.____ eintreffend, auch elektronisch möglich) 
tun. Die Frist sei nicht erstreckbar. Bezüglich eines bei der KESB eingegangenen Briefum-
schlags mit Bargeld und einem an die Staatsanwaltschaft gerichteten Schreiben gab die KESB 
A.____ die Möglichkeit zur Stellungnahme bis 15. Januar 2023, was mit dem Umschlag mit 
Geld passieren solle. Ohne Rückmeldung werde das Geld an ihn zurückgesandt. 
 
D. Gegen die Verfügung vom 23. Dezember 2022 erhebt A.____, weiterhin vertreten durch 
André M. Brunner, Advokat, mit Eingabe vom 3. Januar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht 
mit den Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, soweit eine nicht 
erstreckbare Frist bis am 3. Januar 2023 angesetzt wurde, und es sei festzustellen, dass eine 
durch die Vorinstanz verursachte Rechtsverweigerung bestehe. Es sei dem Beschwerdeführer 
weiter eine angemessene Frist zur Stellungnahme zur Verfügung vom 23. Dezember 2022 an-
zusetzen. Sodann sei die Vorinstanz anzuhalten, dem Beschwerdeführer inskünftig keine derart 
kurzen Fristen über die Feiertage anzusetzen. Dies alles habe unter o/e-Kostenfolge zu erfol-
gen, wobei ihm für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung mit dem Unterzeichnenden als Vertreter zu bewilligen sei. 
 
E. Das Kantonsgericht hat von Instruktionsmassnahmen abgesehen. 
  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG 
ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 
Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Vorliegend angefochten ist 
die Ansetzung einer Frist zur Stellungnahme in einem Kindesschutzverfahren. Der angefochte-
ne Entscheid schliesst das Verfahren vor der Kindesschutzbehörde nicht ab, sondern stellt im 
dort weiterhin hängigen Verfahren lediglich einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid über 
den Erlass von Kindesschutzmassnahmen dar. Es handelt sich damit um einen Zwischenent-
scheid, genauer gesagt um eine verfahrensleitende Verfügung (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 16. November 2017 [810 17 306] 
E. 1; BGE 139 V 42 E. 2.3; BGE 132 III 785 E. 3; RENE RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA 
KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 
2014, Rz. 1870). Bei Beschwerden gegen Zwischenentscheide aller Art entscheidet gemäss § 1 
Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 die präsidierende Person durch Präsidialentscheid (KGE VV vom 4. Juni 
2019 [810 19 41] E. 2; BLKGE 2010 Nr. 45 E. 1.1). 
 
2.1 Von Bundesrechts wegen anfechtbar sind alle Endentscheide der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörden (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie Entscheide über vorsorgliche Massnahmen 
(Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Anfechtbarkeit von anderen Zwischenentscheiden wird im Zivilge-
setzbuch nicht geregelt (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, 
S. 7084). Das ergänzend zur Anwendung gelangende kantonale Recht (vgl. 450f ZGB) verweist 
in § 66 Abs. 2 EG ZGB auf die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts. 
 
2.2 Zwischenverfügungen sind nach § 43 Abs. 2bis VPO selbständig anfechtbar, wenn sie 
die Zuständigkeit (lit. a), den Ausstand (lit. b), die Auskunfts- oder Editionspflicht (lit. c), die 
Verweigerung der Akteneinsicht (lit. d), die Nichtabnahme gefährdeter Beweise (lit. e), vorsorg-
liche Massnahmen und den Entzug sowie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung (lit. f) oder 
die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (lit. g) zum Gegenstand haben. Der Ge-
setzgeber beabsichtigte mit dieser Formulierung, die Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen 
aus Gründen der Prozessökonomie und der Verfahrensbeschleunigung zu beschränken, wes-
halb in einem abschliessenden Katalog aufgelistet wurde, welche Zwischenverfügungen selb-
ständig anfechtbar sind (vgl. Vorlage an den Landrat vom 19. Juni 2007 [2007/153] betreffend 
Teilrevision des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung, S. 20). Das 
Kantonsgericht soll sich - gleich wie das Bundesgericht - mit jeder Angelegenheit grundsätzlich 
nur einmal inhaltlich befassen (KGE VV vom 4. Juni 2019 [810 19 41] E. 3; KGE VV vom 
23. Juli 2015 [810 15 123] E. 3). Die vorliegend angefochtene Verfügung lässt sich nicht unter 
eine der im Katalog von § 43 Abs. 2bis VPO aufgeführten selbständig anfechtbaren Zwischen-
verfügungen subsumieren. 
 

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3.1 Nach der Rechtsprechung ist die Beschwerde gegen Zwischenverfügungen ausserdem 
zulässig, wenn letztinstanzlich das Bundesgericht angerufen werden kann. Dies ist gemäss 
Art. 93 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 der Fall, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (lit. a); oder wenn die 
Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeu-
tenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(lit. b). Sind diese Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt, darf das kantonale Recht den Weiterzug 
von Zwischenverfügungen an das Kantonsgericht als obere kantonale Gerichtsbehörde nicht 
ausschliessen (KGE VV vom 6. Juli 2020 [810 20 32] E. 4.1; KGE VV vom 23. Juli 2015 [810 15 
123] E. 3; BLKGE 2010 Nr. 45 E. 1.5). 
 
3.2 Die Variante von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG fällt vorliegend von Vornherein ausser Be-
tracht. Dafür fehlt es bereits an der ersten Voraussetzung, denn das Kantonsgericht könnte kei-
nen verfahrensabschliessenden Endentscheid über Kindesschutzmassnahmen fällen. 
 
3.3.1 Vertiefter zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer durch die angefochtene Fristanset-
zung ein nicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG droht. Der 
Beschwerdeführer hat diesen Nachteil darzulegen und er ist vom Gericht als Eintretensvoraus-
setzung zu prüfen (vgl. KGE VV vom 1. Dezember 2021 [810 21 306] E. 3.3.1; KGE VV vom 
6. Juli 2020 [810 20 32] E. 4.3.1; BGE 141 V 330 E. 8.2). Der drohende nicht wiedergutzuma-
chende Nachteil muss dabei rechtlicher Natur sein. Das setzt voraus, dass er sich auch mit ei-
nem späteren günstigen Endentscheid nicht oder nicht gänzlich beseitigen lässt. Die blosse 
Möglichkeit eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur genügt. Dagegen 
reichen rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht aus 
(KGE VV vom 23. Juli 2015 [810 15 123] E. 3; BGE 144 IV 321 E. 2.3; BGE 141 III 395 E. 2.5; 
BGE 137 III 380 E. 1.2.1; je mit Hinweisen). Die Frage, ob ein nicht wiedergutzumachender 
Nachteil vorliegt, bemisst sich allein im Lichte der Auswirkungen des Zwischenentscheids auf 
die Hauptsache (zum Ganzen BGE 137 III 380 E. 1.2.2). 
 
3.3.2 Der Beschwerdeführer erblickt einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil darin, dass 
die Entfremdung zwischen ihm und seinem Sohn jeden Tag voranschreite, wenn aufgrund der 
viel zu kurzen Frist zur Stellungnahme keine hinreichende, in die weiteren Überlegungen der 
Vorinstanz einfliessende Argumentation möglich sei und weiterhin keine angemessenen Kon-
takte zwischen dem Sohn und dem Vater stattfinden könnten. Der Gedanke der Vorinstanz, 
zunächst Telefonate durchzuführen, sei dabei völlig neu und bedinge neue Überlegungen und 
Argumente. 
 
3.3.3 Keiner dieser vom Beschwerdeführer geäusserten Kritikpunkte ist geeignet, einen nicht 
wiedergutzumachenden rechtlichen Nachteil zu begründen. Soweit er drohende Verfahrensfeh-
ler oder inkorrekte Beweiserhebungen geltend macht, entsteht dem Beschwerdeführer kein ir-
reversibler Nachteil, denn er wird später gegebenenfalls den Endentscheid (resp. einen weite-
ren vorsorglichen Entscheid) in dieser Sache anfechten und seine Einwände beschwerdeweise 
vorbringen können. Das Rechtsmittelverfahren ist gerade dazu da, um eine nachträgliche Kor-
rektur von (rechtserheblichen) Verfahrensfehlern erwirken zu können. Auch ein allfälliger inhalt-

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licher Fehlentscheid könnte auf dem Beschwerdeweg umgestossen werden. Es droht keine 
Rechtsverletzung, die später nicht mehr korrigiert werden könnte. Dass es deswegen länger 
dauern könnte, bis ein nach den Vorstellungen des Beschwerdeführers gestaltetes Besuchsre-
gime installiert ist, ist ein hinzunehmender Nachteil tatsächlicher Natur und kein drohender 
Rechtsverlust. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer erhebt mit der Eingabe vom 3. Januar 2023 unter Verweis auf 
Art. 450a Abs. 2 ZGB zugleich Beschwerde wegen Rechtsverweigerung, die quasi definitions-
gemäss kein konkretes Anfechtungsobjekt voraussetzt und nach Art. 450b Abs. 3 ZGB jederzeit 
geführt werden kann. Eine spezifische Begründung des diesbezüglichen Feststellungsantrags 
enthält die Beschwerdeschrift allerdings in Verletzung der Begründungspflicht (Art. 450 Abs. 3 
ZGB) nicht, weshalb darauf schon aus diesem Grund nicht eingetreten werden kann. Ohnehin 
kommt Feststellungsbegehren nach den allgemeinen Prozessregeln im Verhältnis zu Leistungs- 
oder Gestaltungsbegehren subsidiärer Charakter zu (vgl. BGE 141 II 113 E. 1.7 mit Hinweisen). 
Sie sind nur zulässig, wenn ein gleichwertiger rechtsgestaltender Entscheid ausgeschlossen ist 
und setzen ein entsprechendes schutzwürdiges rechtliches oder tatsächliches Interesse voraus, 
das aktuell und praktisch ist (KGE VV vom 20. Mai 2020 [810 19 158] E. 1.2; KGE VV vom 
30. Juni 2017 [810 17 56] E. 1.2; BGE 137 II 199 E. 6.5). Auch in dieser Hinsicht enthält die 
Beschwerdeschrift keine Ausführungen. 
 
4.2 Einziger Gegenstand einer Rechtsverweigerungsbeschwerde ist die Prüfung des bean-
standeten Verweigerns resp. Verzögerns einer Verfügung (vgl. KGE VV vom 28. September 
2016 [810 16 121] E. 3.2; KGE VV vom 3. Juni 2015 [810 14 141] E. 2). Nachdem die Vor-
instanz anscheinend alles daransetzt, um möglichst schnell einen Entscheid betreffend Be-
suchsrecht zu treffen, und es der Beschwerdeführer ist, der von ihr eine längere Frist zur Stel-
lungnahme fordert, ist der Vorwurf einer Rechtsverweigerung nicht recht nachvollziehbar. Ge-
mäss dem Beschwerdeführer sei auch klar, dass die Vorinstanz nach Ablauf der Frist sofort 
entscheiden werde. Gemeint ist vorliegend mit Rechtsverweigerung wohl, dass es dem Be-
schwerdeführer durch die kurze und zudem noch über die Feiertage laufende Frist verunmög-
licht werde, seinen Rechtsvertreter zu instruieren und adäquat zu den sich stellenden Fragen 
Stellung zu nehmen. Bei Lichte besehen rügt der Beschwerdeführer damit eine drohende Ver-
letzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. In einer Gehörsverletzung liegt gleichzeitig 
auch eine Rechtsverweigerung, wobei der Anspruch auf rechtliches Gehör als spezielle Vor-
schrift dem Verbot der Rechtsverweigerung vorgeht (KGE VV vom 15. Juli 2019 [810 18 310] 
E. 8.1.1; BGE 134 II 33 [nicht publ.] E. 3.2). Die Rechtsverweigerungsbeschwerde steht für der-
artige Gehörsrügen aber nicht zur Verfügung. Es gilt das oben Gesagte: Durch einen bloss dro-
henden Verfahrensfehler entsteht einer Verfahrenspartei kein irreversibler rechtlicher Nachteil, 
da ein solcher - falls er sich für die Partei überhaupt negativ auswirkt - im Rahmen einer Be-
schwerde gegen den Sachentscheid behoben werden kann. 
 
5. Somit zeigt sich, dass der angefochtene Entscheid keine ausnahmsweise selbständig 
anfechtbare Zwischenverfügung darstellt und auch die Rechtsverweigerungsbeschwerde im 
vorliegenden Zusammenhang nicht zur Verfügung steht. Der Beschwerdeführer zeigt sich zwar 
irritiert über die Verfahrensführung der Vorinstanz, er muss sich aber damit abfinden, dass den 

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Parteien im Stadium der Verfahrensinstruktion grundsätzlich kein Beschwerderecht gegen ein-
zelne Handlungen oder Unterlassungen der Verfahrensleitung zukommt (vgl. KGE VV vom 
1. Dezember 2021 [810 21 306] E. 4). Zu bemerken bleibt, dass sämtliche in der Beschwerde 
vom 3. Januar 2023 vorgebrachten Rügen in einem allfälligen späteren Rechtsmittelverfahren 
gegen einen Endentscheid der KESB vor Kantonsgericht erneut thematisiert werden können 
(vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG), was eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den vorgebrachten Rü-
gen im jetzigen Verfahrensstadium ausschliesst. 
 
6. Nach dem Gesagten kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 
 
7. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Aus-
gangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). Dem Gesuch des Be-
schwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung kann vorliegend nicht 
entsprochen werden, weil der entsprechende Anspruch gemäss § 22 VPO an die Vorausset-
zung geknüpft ist, dass die Parteibegehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen. Bei feh-
lenden Prozessvoraussetzungen ist in der Regel von Aussichtslosigkeit auszugehen (vgl. 
DANIEL WUFFLI, Die unentgeltliche Rechtspflege in der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
Zürich 2015, Rz. 350; KGE VV vom 31. Oktober 2019 [810 19 197] E. 5.2). Vor diesem Hinter-
grund und angesichts der vorstehenden Ausführungen konnten die Gewinnaussichten für die 
vorliegende Beschwerde von allem Anfang an kaum als ernsthaft bezeichnet werden. 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
   
 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltli-

chen Prozessführung und Verbeiständung wird abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
   
 5. Eine Kopie der Beschwerdeeingabe (inkl. Beilagen) vom 3. Januar 

2023 wird den übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme zuge-
stellt. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber