# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06f74058-6d74-597c-936d-0e57523de6fc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.12.2014 100 2013 336
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-336_2014-12-29.pdf

## Full Text

100.2013.336U
HER/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Dezember 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Verschweigens wesentlicher Tatsachen (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 29. August 2013; BD 328/12)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2014, Nr. 100.2013.336U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der kosovarische Staatsangehörige A.________, geboren am … 1973, hielt sich 
erstmals von August 1991 bis November 1992 in der Schweiz auf und ersuchte 
erfolglos um vorläufige Aufnahme. Im Februar 1997 stellte er ein Asylgesuch, welches 
abgewiesen wurde. Anfangs Juli 2003 reiste A.________ illegal in die Schweiz ein und 
heiratete am 19. September 2003 die Schweizerin B.________, geboren am … 1966. 
Gestützt auf diese Ehe erteilte ihm der Kanton Freiburg 2003 die Aufenthalts- und am 
21. August 2008 die Niederlassungsbewilligung. Diese kinderlos gebliebene Ehe wurde 
am 13. August 2009 geschieden.

Vor seiner Einreise in die Schweiz hat A.________ seit 1998 zusammen mit seiner 
Landsfrau C.________, geboren am … 1974, in seinem Elternhaus gelebt und mit ihr 
eine sogenannte traditionelle Ehe geführt. Am 3. Mai 2011 liessen sich A.________ 
und C.________ amtlich trauen. Sie haben zwei gemeinsame Töchter (geboren 2000 
und 2004) sowie einen Sohn (geboren Dezember 2011). Am 23. Mai 2011 stellte 
A.________ im Kanton Bern ein Gesuch um Nachzug seiner Ehefrau und der Töchter 
in die Schweiz. Dieses Verfahren löste nähere Abklärungen über die familiären 
Verhältnisse von A.________ aus und wurde bis zum rechtskräftigen Entscheid über 
dessen Bleiberecht sistiert.

Mit Verfügung vom 23. November 2012 widerrief das Amt für Migration und 
Personenstand (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Niederlassungsbewilligung von 
A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist auf den 
28. Februar 2013 an.

B.

Die von A.________ am 24. Dezember 2012 gegen diese Verfügung erhobene 
Beschwerde wies die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) mit 
Entscheid vom 29. August 2013 ab und setzte ihm eine neue Ausreisefrist auf den 
26. Oktober 2013 an. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2014, Nr. 100.2013.336U, Seite 3

C.

Hiergegen hat A.________ am 2. Oktober 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Er beantragt, der Entscheid der POM sei aufzuheben und ihm sei die 
Niederlassungsbewilligung zu belassen. Eventualiter sei ihm die Aufenthaltsbewilligung 
zu erteilen und von der Wegweisung abzusehen.

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 25. Oktober 2013 die Abweisung der 
Beschwerde. Mit Replik vom 30. Oktober 2013 führt A.________ seine Anträge weiter 
aus. Mit Verfügung vom 4. November 2013 hat die damalige Instruktionsrichterin 
weitere Akten eingeholt. Diese hat sie A.________ am 9. Dezember 2013 zugestellt, 
der am 17. Dezember 2013 Stellung genommen und an seinen Anträgen festgehalten 
hat.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

2.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab, es seien ihm die ihn betreffenden und im 
vorinstanzlichen Verfahren beigezogenen Akten des Amts für Bevölkerung und 

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Migration (BMA) des Kantons Freiburg nie zugestellt worden (Beschwerde S. 3 f.). – Er 
macht damit sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend (vgl. 
Art. 21 ff. VRPG; Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]). Dieses umfasst den Anspruch der 
Parteien auf Einsicht in die Verfahrensakten, soweit nicht überwiegende öffentliche 
oder private Interessen entgegenstehen (vgl. Art. 23 Abs. 1 VRPG; BVR 2012 S. 252 
E. 3.3.4). Die Behörde ist im Allgemeinen indessen nicht verpflichtet, die Akten von 
Amtes wegen zur Einsicht vorzulegen, sondern hat einzig über den Beizug neuer 
entscheidwesentlicher Akten zu informieren. Es ist in erster Linie Sache der Parteien, 
die Akteneinsicht zu beantragen. Wird dies unterlassen, können sie sich hinterher nicht 
über eine Gehörsverletzung beklagen (vgl. BGE 132 V 387 E. 6.2, 98 Ib 167 E. 2; 
BGer 2C_440/441/2014 vom 10.10.2014, E. 6.2, 2C_114/2013 vom 10.9.2013, E. 2.2, 
2A.69/2001 vom 29.6.2001, E. 2b/aa; Michele Albertini, Der verfassungsmässige 
Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Diss. 
Bern 1999, S. 248). Im Verfahren vor der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer kein 
entsprechendes Gesuch gestellt, obgleich die POM den Beizug der fraglichen Akten 
mit Verfügung vom 15. April 2013 angezeigt hat (vgl. Vorakten POM pag. 26 f.), womit 
für den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer klar sein musste, dass die 
Beschwerdeinstanz ihre Beweiswürdigung gegebenenfalls auch auf jene Akten stützen 
wird. Die Rüge der Gehörsverletzung ist daher unbegründet.

2.2 Sollte der Beschwerdeführer auch rügen, die Einsicht in die Akten des BMA sei 
ihm bereits im Verwaltungsverfahren zu Unrecht verweigert worden, wäre darauf nicht 
weiter einzugehen. Eine entsprechende Gehörsverletzung hätte er im vorinstanzlichen 
Verfahren geltend machen müssen. Da er dies unterlassen (vgl. Beschwerde an die 
POM vom 24.12.2012) und im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren zudem (obwohl 
anwaltlich vertreten) von seinem Einsichtsrecht nicht Gebrauch gemacht hat (E. 2.1 
hiervor), könnte er diese Rüge vor Verwaltungsgericht nicht mehr vorbringen (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 21 N. 18; 
VGE 2013/251 vom 24.6.2014, E. 3.3 mit Hinweisen). Im Übrigen hat das 
Verwaltungsgericht die fraglichen Akten beim BMA ediert und dem Beschwerdeführer 
Gelegenheit zur Stellungnahme geboten (vgl. act. 9-12).

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3.

In der Sache umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz.

Gemäss Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) wird die Niederlassungsbewilligung 
unbefristet und ohne Bedingungen erteilt. Sie kann widerrufen werden, wenn die 
Ausländerin oder der Ausländer im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht 
oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. 
Art. 62 Bst. a AuG). Die falsche Angabe oder das Verschweigen wesentlicher 
Tatsachen muss in der Absicht erfolgt sein, gestützt darauf den Aufenthalt oder die 
Niederlassung bewilligt zu erhalten (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.1 mit 
Hinweisen; VGE 2013/417 vom 17.4.2014, E. 3.1 [bestätigt durch BGer 2C_513/2014 
vom 10.11.2014]). Der Widerruf ist indes auch dann zulässig, wenn die falschen 
Angaben oder das wissentliche Verschweigen wesentlicher Tatsachen für die 
Bewilligungserteilung nicht kausal waren (vgl. BGer 2C_944/2013 vom 21.3.2014, 
E. 2.1, 2C_47/2010 vom 16.6.2010, E. 3.1). Als wesentliche Tatsachen, bei deren 
Verschweigen ein Widerrufsgrund gegeben sein kann, gelten gemäss ständiger 
Rechtsprechung das Vorhandensein von vor- oder ausserehelichen Kindern, sofern 
dies auf eine Parallelbeziehung im Heimatland oder auf das Bestehen einer stabilen 
ausserehelichen Beziehung hinweisen könnte (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, 
E. 2.2, 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.1; weitergehend BGer 2C_299/2012 vom 
6.8.2012, E. 4.1, wonach das Bundesgericht bereits das Nichterwähnen von Kindern 
im Ausland als Verschweigen wesentlicher Tatsachen ansieht). Nach Art. 90 Bst. a 
AuG sind Ausländerinnen und Ausländer verpflichtet, an der Feststellung des 
Sachverhalts mitzuwirken. Sie müssen insbesondere zutreffende und vollständige 
Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen machen. 
Kraft des im Verwaltungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatzes obliegt es 
jedoch primär den Behörden, entsprechende Fragen zu stellen oder auf ihren 
Formularen einen entsprechenden Hinweis anzubringen (Art. 18 Abs. 1 VRPG; 
BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.2 mit Hinweisen). Eine Verletzung der 
Mitwirkungspflicht im Sinn von Art. 62 Bst. a AuG liegt jedoch dann vor, wenn die 
ausländische Person aufgrund der Gesuchsbegründung oder anderer von ihr zu ver-
tretenden Umständen bei den Behörden einen falschen Anschein über eine 
wesentliche Tatsache erweckt bzw. aufrechterhält und insofern eine Täu-

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schungshandlung begeht (BGer 2C_595/2011 vom 24.1.2012, E. 3.4). Insbesondere 
darf die Behörde sich darauf verlassen, dass die einmal erteilten Auskünfte bei 
passivem Verhalten der betroffenen Partei nach wie vor zutreffen (vgl. BGE 140 II 65 
E. 2.2 [hinsichtlich Einbürgerungsverfahren]).

4.

Die Vorinstanz sieht im Verschweigen der vor- bzw. ausserehelichen Kinder sowie in 
der Beziehung zur heutigen Ehefrau einen Widerrufsgrund (angefochtener Entscheid 
E. 3b und 3c-e).

4.1 Der Beschwerdeführer zeugte unbestrittenermassen zwischen 1998 und 2003 
zwei Kinder mit seiner heutigen Ehefrau, mit der er damals in sog. traditioneller Ehe 
verheiratet war. Das zweite Kind kam im April 2004 zur Welt und wurde gezeugt, kurz 
bevor er die Schweizer Bürgerin B.________ ehelichte, mit der er zu diesem Zeitpunkt 
bereits liiert war (angefochtener Entscheid E. 3a). Der Beschwerdeführer stand täglich 
in telefonischem Kontakt mit den beiden Kindern, besuchte sie regelmässig in Kosovo 
und unterstützte sie finanziell. Wiederholt traf er dabei auch seine heutige Ehefrau 
(Vorakten MIDI pag. 35). Dies sind Gegebenheiten, die insbesondere im Jahr 2003 
beim erstmaligen Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, aber auch 
anlässlich der Bewilligungsverlängerungen und bei der Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung im Jahr 2008 auf eine Parallelbeziehung hätten hinweisen 
können (vgl. dazu BGer 2C_761/2013 vom 28.3.2014, E. 3.4). Die Kenntnis dieser 
Fakten hätte seitens der Migrationsbehörden zumindest nähere Abklärungen 
ausgelöst, weshalb sie wesentliche Tatsachen im Sinn von Art. 62 Bst. a AuG bilden. 
Denn Kinder oder Partnerinnen im Ausland können – wie vorliegend tatsächlich 
geschehen – früher oder später zu Nachzugsgesuchen Anlass geben, weswegen die 
Bewilligungsbehörde über die Umstände umfassend und wahrheitsgetreu aufzuklären 
ist (BGer 2C_915/2011 vom 24.4.2012, E. 3.2).

4.2 Der Einwand des Beschwerdeführers, er sei sich des Zusammenhangs 
zwischen seinen vorehelichen Kindern und seinem Aufenthaltsstatus nicht ausreichend 
im Klaren gewesen (Beschwerde S. 4), vermag nicht zu überzeugen. Trotz 
ausdrücklicher Fragen seitens der Migrationsbehörden hat er es nicht nur unterlassen, 
über seine zweite Tochter zu informieren (dazu E. 4.3 hiernach); auch seine erste 

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Tochter erwähnte er bis ins Jahr 2010 nicht. Auf dem Gesuchsformular vom 
September 2003 liess er das Feld «KINDER» leer (act. 10A/5), obwohl er hier seine im 
Jahr 2000 geborene Tochter hätte nennen müssen. Er gibt zu, er habe sie auf dem Ge-
such von 2003 nicht erwähnt, weil er befürchtete, er bekäme ansonsten Probleme (vgl. 
Befragungsprotokoll, act. 10A/1 S. 8). Dies belegt, dass der Beschwerdeführer mit 
allfälligen negativen Konsequenzen gerechnet hat. Denn wären die 
Migrationsbehörden des Kantons Freiburg über die erste Tochter ins Bild gesetzt 
worden, hätten sie vor Erteilung der Aufenthaltsbewilligung weitere Informationen – 
insbesondere betreffend die Kindsmutter und die kurze Dauer seit der angeblichen 
Trennung von ihr – eingeholt und gegebenenfalls den Aufenthaltstitel verweigert.

4.3 Bezüglich der zweiten Tochter (geboren 2004) bestreitet der Beschwerdeführer 
nicht, von Beginn weg die Geburt sowie die Umstände ihrer Zeugung gegenüber den 
Behörden und seiner Exfrau verheimlicht zu haben (Beschwerde S. 8). Unzutreffend ist 
jedoch sein Vorbringen, dieses Verhalten hätte keinen Einfluss auf seinen 
ausländerrechtlichen Status gehabt, weshalb es sich hier nicht um wesentliche 
Tatsachen im Sinn der einschlägigen Bestimmungen des AuG handeln würde 
(Beschwerde S. 8). Es hilft dem Beschwerdeführer auch nicht, wenn er ausführt, er 
habe seine zweite Tochter nicht erwähnt, weil er ein schlechtes Gewissen wegen des 
«Seitensprungs» gehabt habe und er seine Beziehung sowie die Heirat nicht habe 
gefährden wollen (Beschwerde S. 4 und 8; Beschwerde an die POM vom 24.12.2012 
S. 8). Er zeigt damit vielmehr, dass ihm die Problematik und die Möglichkeit von 
unliebsamen Auswirkungen auf seine Aufenthaltstitel sehr wohl bewusst waren. So 
hätten sich die Freiburger Migrationsbehörden bei Kenntnis der Geburt der zweiten 
Tochter unzweifelhaft näher mit deren Zeugungszeitpunkt sowie der Beziehung zur 
Mutter und heutigen Ehefrau (dazu E. 4.4 hiernach) auseinandergesetzt. Im Übrigen 
hat der Beschwerdeführer noch am 19. Januar 2010, nachdem er bereits von seiner 
Exfrau geschieden war (Vorakten MIDI pag. 9), der Freiburger Ausländerbehörde 
gegenüber angegeben, er habe nur jene im Jahr 2000 geborene Tochter 
(Befragungsprotokoll, act. 10A/1 S. 7). Entsprechend seiner Argumentation hätte er 
jedoch spätestens seit der Scheidung keinen Grund mehr gehabt, die zweite Tochter 
vor den Ausländerbehörden zu verheimlichen. Die Vorinstanz geht deshalb zu Recht 
davon aus, durch das vorsätzliche Verschweigen seiner 2000 und 2004 geborenen 
Töchter habe der Beschwerdeführer eine Täuschungshandlung begangen und damit 
einen Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. a AuG gesetzt 
(angefochtener Entscheid E. 3b).

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4.4 Die Vorinstanz erachtet auch eine seit 1998 andauernde (verschwiegene) 
Parallelbeziehung zwischen dem Beschwerdeführer und der Mutter seiner drei Kinder 
als gegeben (angefochtener Entscheid E. 3e). Der Beschwerdeführer bestreitet, nach 
2002 die Beziehung mit seiner heutigen Ehefrau fortgeführt zu haben (Beschwerde 
S. 4 und 7). – Einiges deutet darauf hin, dass das Verhältnis auch nach der Hochzeit 
mit B.________ weiter bestanden hat: Bereits über den Zeitpunkt und den Grund der 
angeblichen Trennung sind widersprüchliche Angaben aktenkundig. Einerseits 
behauptet der Beschwerdeführer, die Beziehung habe 2002 bei seinem Wegzug in die 
Schweiz geendet (Vorakten MIDI pag. 33; Beschwerde an die POM vom 24.12.2012 
S. 5 und 7). Andererseits argumentiert er, die traditionelle Ehe sei durch den Auszug 
seiner Ehefrau aus der elterlichen Wohnung geschieden worden und sie habe fortan 
15 km von den Töchtern entfernt gelebt (Beschwerde S. 8; Beschwerde an die POM 
vom 24.12.2012 S. 5). Seine Ehefrau schliesslich sagt aus, sie habe die Beziehung 
zum Beschwerdeführer im Sommer 2003 wegen seiner Heirat mit B.________ beendet 
(Vorakten MIDI pag. 43). Mit einer Wohnsitzbestätigung sucht der Beschwerdeführer 
die unterschiedlichen Aufenthaltsorte von Mutter und Töchtern zu belegen. Diese Be-
stätigung vermag den damals faktischen Wohnort seiner heutigen Ehefrau bzw. das 
Fehlen einer Paarbeziehung jedoch nicht schlüssig zu beweisen. Im Jahr 2003 hat das 
Paar trotz angeblicher Trennung eine zweite Tochter gezeugt. Obschon die POM die 
Ungereimtheiten seiner Darstellung einlässlich dargelegt hat, begnügt sich der 
Beschwerdeführer mit dem Hinweis, es habe sich um einen «One-Night-Stand» 
gehandelt (Beschwerde S. 6). Unter diesen Umständen kann im Wesentlichen auf 
E. 3e des angefochtenen Entscheids verwiesen werden. Für den Fortbestand der Be-
ziehung spricht namentlich das grosszügige Besuchsrecht, über das die Mutter seiner 
Kinder und heutige Ehefrau verfügte. Ein solches entspricht, wie die Schweizer 
Botschaft in Kosovo überzeugend darlegt, in keiner Weise den dort gelebten 
Traditionen (Vorakten MIDI pag. 41). Auch weist die Tatsache, dass die beiden Töchter 
stets den Nachnamen ihres Vaters trugen, auf eine fortdauernde Beziehung zwischen 
den Eltern hin. Gemäss den plausiblen Abklärungen der Botschaft in Kosovo ist eine 
Eintragung des Vaters bei nicht rechtlich verheirateten Paaren nur durch Anerkennung 
vor Ort möglich bzw. eine vorgängige Registrierung gilt als Beweis der Anerkennung 
(Vorakten MIDI pag. 41 f.). Im Übrigen räumt der Beschwerdeführer zumindest ein, 
seine heutige Ehefrau bei seinen Besuchen in Kosovo jeweils getroffen zu haben 
(Beschwerde S. 7; Vorakten MIDI pag. 35). Insgesamt erscheint es, auch mit Blick auf 
die Umstände der Ehe des Beschwerdeführers mit B.________ (vgl. E. 5 hiernach), 
unglaubwürdig, dass das Verhältnis zwischen ihm und seiner heutigen Ehefrau 2002 

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oder 2003 beendet worden ist. Mit der Vorinstanz ist daher zu folgern, dass der 
Beschwerdeführer über all die Jahre eine Parallelbeziehung geführt hat.

4.5 Nach dem Gesagten ist demnach nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
das mehrfache Verschweigen von wesentlichen Tatsachen und damit das Vorliegen 
des Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. a AuG bejaht hat.

5.

Nach Ansicht der Vorinstanz muss aus den Umständen auch geschlossen werden, 
dass der Beschwerdeführer eine Umgehungsehe geführt hat (angefochtener Entscheid 
E. 3d).

5.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist gemäss ständiger 
Rechtsprechung gerechtfertigt, wenn sich nachträglich Hinweise ergeben, welche die 
Ehe, auf die sich die ausländische Person für den Erhalt der Bewilligung berufen hat, 
als Umgehungsehe erscheinen lässt (BGer 2C_303/2013 vom 13.3.2014, E. 2.1, 
2C_12/2013 vom 1.2.2013, E. 2.1). Ob eine solche vorliegt, entzieht sich in der Regel 
einem direkten Beweis und ist bloss durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 
E. 10.2 [Pra 93/2004 Nr. 171]). Anhaltspunkte können äussere Gegebenheiten, aber 
auch innere, psychische Vorgänge wie den Willen der Eheleute betreffen. 
Diesbezüglich typisch sind die drohende Wegweisung, weil ohne Heirat eine 
Aufenthaltsbewilligung nicht erteilt bzw. verlängert worden wäre, die Umstände und 
kurze Dauer der Bekanntschaft vor der Heirat, eine fehlende Lebensgemeinschaft oder 
die Vereinbarung eines Entgelts für die Ehe. Umgekehrt kann aus dem blossen 
Umstand, dass das Ehepaar während einer gewissen Zeit zusammengelebt und 
allenfalls intime Beziehungen unterhalten hat, noch nicht abgeleitet werden, dass die 
Begründung einer wirklichen Lebensgemeinschaft gewollt war. Ein derartiges 
Verhalten kann auch nur dazu dienen, den wahren Aufenthaltszweck den Behörden 
gegenüber zu verschleiern (BGE 122 II 289 E. 2b; BGer 2C_808/2013 vom 18.2.2014, 
E. 2.2; VGE 2011/485 vom 24.5.2012, E. 2.2). Eine Umgehungsehe liegt nicht bereits 
dann vor, wenn ausländerrechtliche Motive für den Eheschluss mitentscheidend waren. 
Erforderlich ist zusätzlich, dass der Ehewille zumindest bei einem der Eheleute fehlt 
(BGer 2C_808/2013 vom 18.2.2014, E. 2.3).

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5.2 Wenn eine ausländische Person trotz kultureller und sprachlicher 
Verschiedenheiten eine Schweizerin oder einen Schweizer heiratet, gestützt auf diese 
Ehe eine Aufenthalts- sowie eine Niederlassungsbewilligung erwirkt und sich kurz nach 
dem Erhalt der Niederlassungsbewilligung scheiden lässt, um anschliessend einen 
Landsmann oder eine Landsfrau zu ehelichen und diese sowie die gemeinsamen 
Kinder in die Schweiz nachzuziehen, ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
nach der Rechtsprechung gerechtfertigt (BGer 2C_658/2012 vom 3.12.2012, 
E. 3.3.2 f., 2C_535/2012 vom 30.12.2012, E. 3.3, 2A.585/2006 vom 4.1.2007, E. 3.3.1; 
vgl. hinsichtlich Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung BGE 135 II 161 E. 4.1, 
130 II 482 E. 3.1 und 3.3). Der Beschwerdeführer erfüllt dieses Verhaltensmuster: Vor 
seiner Einreise in die Schweiz führte er mit seiner heutigen Ehefrau eine sog. 
traditionelle Ehe in Kosovo (Vorakten MIDI pag. 43) und hat mittlerweile drei Kinder mit 
ihr (Vorakten MIDI pag. 35). Nachdem sich das Paar angeblich getrennt hatte (dazu 
E. 4.4 hiervor), reiste der Beschwerdeführer illegal in die Schweiz ein und heiratete am 
19. September 2003 die Schweizerin B.________, die er erst kurze Zeit kannte 
(act. 10A/1 S. 1 und 3; act. 10A/2 S. 4; Vorakten MIDI pag. 9, 24 und 33). Sein zweites 
Kind mit seiner heutigen Ehefrau wurde kurz vor dieser Eheschliessung gezeugt, 
während er bereits eine Beziehung zu B.________ pflegte (Beschwerde an die POM 
vom 24.12.2012 S. 7 f.). Nicht einmal ein Jahr nach Erhalt der Nieder-
lassungsbewilligung liessen sich der Beschwerdeführer und B.________ scheiden 
(Vorakten MIDI pag. 9 und 51). Am 3. Mai 2011 ehelichte der Beschwerdeführer in 
Kosovo seine heutige Ehefrau und stellte am 23. Mai 2011 ein Gesuch um 
Familiennachzug für sie sowie die beiden gemeinsamen Töchter (Vorakten MIDI 
pag. 34 und 51). Im Dezember 2011 wurde das dritte gemeinsame Kind geboren 
(Vorakten MIDI pag. 35). Dies deutet stark daraufhin, dass es dem Beschwerdeführer 
einzig um die Erlangung des Bleiberechts in der Schweiz ging und nicht um eine auf 
Dauer angelegte Ehe mit der Schweizerin B.________.

5.3 Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 3d) zu Recht darlegt, 
sprechen zusätzlich weitere Indizien für eine Umgehungsehe: Der Beschwerdeführer 
hatte bereits vorher mehrfach erfolglos versucht, in der Schweiz Fuss zu fassen (vorne 
Bst. A; Vorakten MIDI pag. 51). Ausserdem hielt er sich vor der Heirat nicht 
rechtmässig in der Schweiz auf (act. 10A/4). Der Beschwerdeführer konnte daher nur 
aufgrund seiner Ehe mit B.________ zu einem ordentlichen Aufenthaltstitel gelangen. 
Nebstdem zeichnen die Akten ein wenig festliches Bild der Hochzeit. Abgesehen vom 
Bruder des Beschwerdeführers, der zugleich Trauzeuge war, nahmen keine 

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Familienmitglieder teil. Selbst zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Eheschluss 
nicht, wie es ansonsten üblich ist, gefeiert (Vorakten MIDI pag. 24 und 33). Des 
Weiteren wissen die Eheleute … wenig bis gar nichts übereinander oder ihre jeweiligen 
Herkunftsfamilien. Beide hatten ihre Schwiegereltern nie gesehen und die Geschwister 
kannten sie nur schlecht (Vorakten MIDI pag. 25 f.; act. 10A/1 S. 4 ff.; act. 10A/2 
S. 5 f.). Gemäss eigenen Angaben sahen sie sich aufgrund ihrer unterschiedlichen 
Arbeitszeiten im Alltag eher selten (Vorakten MIDI pag. 25; act. 10A/1 S. 11; act. 10A/2 
S. 7 f.). Da sie überdies kaum gemeinsame Interessen oder Berührungspunkte hatten, 
vermochten sie nur wenige gemeinsame Tätigkeiten vorzuweisen (Vorakten MIDI 
pag. 27 und 34; act. 10A/1 S. 8 f.; act. 10A/2 S. 8 f.). Darüber hinaus fuhren sie 
während der gesamten Ehedauer nie zusammen in die Ferien und verbrachten auch 
die Feiertage nicht gemeinsam (Vorakten MIDI pag. 34; act. 10A/1 S. 8 ff.; act. 10A/2 
S. 2 und 8 f.). Augenfällig ist schliesslich, dass der Beschwerdeführer zum Gebäude in 
D.________, in dem sich die Wohnung von B.________ befand, praktisch keine 
Angaben machen konnte und nach eigenem Bekunden mit keinem der Nachbarn 
bekannt war (act. 10A/1 S. 10 f.). Gemäss den Feststellungen der Freiburger 
Ausländerbehörde im Jahr 2005 hatte er gar ein Studio in E.________ (act. 10A/3), 
obwohl ein solches zur Berufsausübung nicht notwendig war, da sein Arbeitsplatz in 
E.________ mit dem Auto in rund 20 Minuten erreichbar ist. Dazu hat er weder in 
seiner Beschwerde (vgl. S. 5) noch nach Einsicht in das diesbezügliche Aktenstück 
(vgl. act. 12) plausible Erklärungen abgegeben. In Anbetracht der nicht substantiiert 
bestrittenen Gesamtumstände ist folglich mit der Vorinstanz auf eine Umgehungsehe 
seitens des Beschwerdeführers zu schliessen.

5.4 Aufgrund des Gesagten hat die POM somit zu Recht einen Widerrufsgrund 
auch in der durch den Beschwerdeführer zwecks Aufenthalts eingegangen 
Umgehungsehe erblickt.

6.

Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit des Bewilligungswiderrufs.

6.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch bei Vorliegen eines 
Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn er aufgrund der im Einzelfall 
vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 BV 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2014, Nr. 100.2013.336U, Seite 12

und Art. 96 Abs. 2 AuG; BGE 139 I 145 E. 2.2 mit Hinweisen; BGer 2C_214/2013 vom 
14.2.2014, E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffent-
lichen Interessen an der Entfernungsmassnahme sowie die privaten Interessen der 
betroffenen Person gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit 
der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit, die Integration der betroffenen Person, das Alter im Zeitpunkt der 
Einreise sowie die Chancen einer Wiedereingliederung im Heimatland (vgl. BVR 2013 
S. 543 E. 4.1).

6.2 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, wenn sie die Durchsetzung des materiellen 
Ausländerrechts sowie die richtige Entscheidfindung im Rahmen eines 
Bewilligungsverfahrens als gewichtige öffentliche Interessen ansieht und dabei der 
Einhaltung der Mitwirkungspflicht der Ausländerinnen und Ausländer (Art. 90 AuG) 
grosse Bedeutung zumisst (angefochtener Entscheid E. 4b). Dem gegenüber steht das 
private Interesse des Beschwerdeführers am Nichtwiderruf der 
Niederlassungsbewilligung und am Verbleib in der Schweiz. Dem Beschwerdeführer ist 
zugute zu halten, dass er wirtschaftlich integriert ist. Er arbeitete stets beim gleichen 
Arbeitgeber (Vorakten MIDI pag. 1 und 36), bezog nie Sozialhilfe und ist schuldenfrei 
(Vorakten MIDI pag. 15). Aufgrund der Akten scheint er zudem strafrechtlich – 
abgesehen von einem Strafbefehl wegen rechtswidriger Einreise und rechtswidrigem 
Aufenthalt aus dem Jahr 2003 (act. 10A/4) – nicht in Erscheinung getreten zu sein. Der 
Beschwerdeführer ist der deutschen Sprache mächtig, auch wenn sein Anwalt für die 
Befragung vom 7. März 2012 um Beizug eines Dolmetschers ersuchte (Vorakten MIDI 
pag. 29). Er hielt sich bis zur Anordnung der Entfernungsmassnahme durch den MIDI 
rund neun Jahre hier auf (Vorakten MIDI pag. 1 und 61). Allerdings reiste er erst im 
Alter von 30 Jahren in die Schweiz ein. Seine Kernfamilie, bestehend aus seiner 
heutigen Ehefrau und den drei gemeinsamen Kindern, leben ebenso in Kosovo wie 
seine Mutter und weitere Verwandte (Vorakten MIDI pag. 35), weshalb er dort über ein 
intaktes soziales Netz verfügt. Der Beschwerdeführer verbrachte den grössten Teil 
seines Lebens, darunter die gesamte Kindheit, die prägende Jugend sowie einen 
erheblichen Teil seines Erwachsenenlebens in seinem Heimatland. Durch die 
regelmässigen Aufenthalte in Kosovo (vgl. Vorakten MIDI pag. 34 sowie vorne E. 4.1 
und 4.4) ist er mit den dortigen Verhältnissen nach wie vor gut vertraut. Zusätzlich sind 
seine Interessen am Verbleib in der Schweiz insofern erheblich zu relativieren, als sein 
gesamter Aufenthalt in der Schweiz – wie die Vorinstanz zu Recht ausführt – auf einer 
Täuschung der Behörden und auf rechtsmissbräuchlichem Verhalten beruht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2014, Nr. 100.2013.336U, Seite 13

Insbesondere liegt die (letzte) Täuschungshandlung nicht so lange zurück, dass sie 
nicht mehr zu beachten wäre. Noch bei der Befragung vom 19. Januar 2010 durch das 
BMA hat der Beschwerdeführer unvollständige Angaben gemacht (vgl. E. 4.1 hiervor). 
Die vorgebrachten (weiterhin nicht belegten) guten Kontakte zum Arbeitgeber sowie zu 
Schweizerinnen und Schweizern (Beschwerde S. 9) mögen bestehen, sind jedoch 
nicht ausschlaggebend. Die wirtschaftliche Wiedereingliederung ist möglicherweise mit 
gewissen Schwierigkeiten verbunden, jedoch ist nicht ersichtlich, inwiefern der 
Beschwerdeführer von der schwierigeren Wirtschaftslage in Kosovo stärker betroffen 
sein sollte als die dort ansässige Bevölkerung; seine in der Schweiz gemachte Berufs-
erfahrung kann ihm den Wiedereinstieg erleichtern. Schliesslich erachtet der Be-
schwerdeführer selbst die Rückkehr als zumutbar (vgl. Beschwerde an die POM vom 
24.12.2012 S. 10 f.; s. auch Vorakten MIDI pag. 45).

6.3 Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz zu Recht erkannt, dass die 
massgeblichen öffentlichen Interessen die privaten Interessen des Beschwerdeführers 
am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen und sich der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig erweist. Unter diesen Umständen fällt 
eine Grundlage für den weiteren Verbleib des Beschwerdeführers auch als 
Aufenthalter ausser Betracht.

7.

7.1 Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Da die von 
der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzusetzen.

7.2 Mit dem Entscheid in der Hauptsache erübrigt es sich, das Gesuch um 
aufschiebende Wirkung (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 2) zu beurteilen (BVR 2012 S. 314 
E. 5.4; VGE 2013/420 vom 11.8.2014, E. 5.7; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., 
Art. 28 N. 5). Ohnehin kommt der Beschwerde, was dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers bekannt sein dürfte, von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 
zu (Art. 82 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29.12.2014, Nr. 100.2013.336U, Seite 14

7.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 24. Februar 2015.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.