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**Case Identifier:** 1d106c5e-a620-57b2-a360-7727114b2a2a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.02.2015 UV 2013/51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-51_2015-02-25.pdf

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Fall-Nr.: UV 2013/51

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.02.2015

Entscheiddatum: 25.02.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2015
Art. 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009. Vorläufige Gewährung von 
Leistungen bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Trägern zweier 
oder mehrerer Mitgliedstaaten. Art. 100 Abs. 2 UVV. Leistungspflicht für 
Folgen früherer Unfälle des für den neuen Unfall leistungspflichtigen 
Unfallversicherers bei einem Unfall nach Wiederaufnahme einer versicherten 
Tätigkeit nur, wenn der neue Unfall Anspruch auf Taggeld auslöst. Wegfall 
der Unfallkausalität nach Eintritt des Status quo sine (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2015, UV 
2013/51).Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane 
Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber 
Peter WohnlichEntscheid vom 25. Februar 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
Silvia Bucher, PD, Freiestrasse 196, 8032 Zürich,gegenHelsana Unfall AG, 
Recht, Postfach, 8081 Zürich 
Helsana,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der Universitätsklinik B.___ (Deutschland) 

arbeitstätig, als sie bei einem Betriebsausflug auf dem C.___ (Schweiz) am 26. Februar 

2011 beim Alpinskifahren stürzte, sich das linke Kniegelenk verdrehte und eine 

Wurzelverletzung (Root Tear) des Innenmeniskushinterhornes links erlitt. Diese 

Verletzung wurde am 16. August 2011 operativ durch Prof. Dr. med. D.___, Chefarzt 

der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Martin-Luther-Krankenhaus, E.___ 

(Deutschland), versorgt. Am 23. Februar 2012 erfolgte durch Prof. Dr. D.___ eine 

arthroskopische Arthrolyse des linken Kniegelenkes mit teilweiser Entfernung der 

Gelenkhaut (Synovektomie) im medialen Recessus und dem Lösen von 

Verwachsungen (Adhäsiolyse) im medialen Recessus und im posterioren 

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Gelenkbereich. Zur Klärung des ursächlichen Zusammenhanges zwischen dem Unfall 

und dem Gesundheitserstschaden sowie seinen Folgeschäden, der Feststellung der 

unfallbedingten Behandlungsbedürftigkeit sowie der unfallbedingten 

Arbeitsunfähigkeitsdauer erfolgte am 22. März 2012 durch Prof. Dr. med. F.___, 

Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik G.___ (Deutschland), 

eine Zusammenhangsbegutachtung. Weiter erstellte dieser am 27. März 2012 ein 

Fachgutachten. Das Heilverfahren wurde von Prof. Dr. med. H.___, Oberstarzt und 

Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, 

Bundeswehrkrankenhaus B.___ (Deutschland), am 29. April 2012 beendet. Ab dem 30. 

April 2012 war die Versicherte wieder arbeitsfähig (act. G 8.1).

A.b  Ab dem 1. Mai 2012 war die Versicherte beim Z.___ (nachfolgend: Arbeitgeber) 

tätig und bei der Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert.

A.c  Mit Bescheid vom 14. August 2012 anerkannte die Unfallkasse Baden-

Württemberg (nachfolgend: UKBW) das Ereignis vom 26. Februar 2011 als 

Arbeitsunfall, lehnte aber eine Rentengewährung ab, da der Unfall keine Minderung der 

Erwerbsfähigkeit in rentenberechtigendem Grad über das Ende des 

Verletztentaggeldanspruchs hinaus hinterlassen habe (vgl. act. G 8.1).

A.d  Am 16. August 2012 erfolgte ein erneuter operativer Eingriff durch Prof. Dr.

D.___. Dabei wurde die Innenmeniskusbasis aufgefrischt, eine Knorpelglättung am 

medialen Tibiaplateau und Femurcondylus, eine teilweise Entfernung der Gelenkhaut 

am oberen Recessus sowie eine Lösung von Verwachsungen im anterlioren 

Gelenkbereich durchgeführt.

A.e  In einem Zwischenbericht an die Helsana vom 30. Oktober 2012 diagnostizierte 

Prof. Dr. D.___ eine Wurzelverletzung des linken Hinterhorns, eine Muskelminderung 

des Ober- und Unterschenkels links sowie eine endgradige Bewegungseinschränkung 

des Kniegelenks links. Als Prognose erachtete er eine vollständige Genesung als 

möglich. Es bestehe bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit. Da die Verletzung noch 

nicht ausgeheilt sei, könne er keine Aussage darüber machen, welche Tätigkeiten 

eingeschränkt bleiben würden (act. G 12.2/M1). 

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A.f   Die Helsana holte mit Schreiben vom 17. Oktober 2012 einen Zwischenbericht von 

Dr. I.___, Arzt für Chirurgie/Unfallchirurgie, Sportmedizin, Celle (D), ein. Dieser erwähnte 

in seiner Antwort vom 20. November 2012 als Diagnose einen Zustand nach 

Innenmeniskusverletzung links und mehrfacher Voroperation und prognostizierte eine 

eingeschränkte Belastungsfähigkeit des linken Kniegelenks. Als Datum der 

vorgesehenen Arbeitsaufnahme nannte er den 1. Dezember 2012 (act. G 12.2/M2).

A.g  Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, Orthopädie, gab in seinem Zwischenbericht zu Handen 

der Helsana vom 27. November 2012 als Diagnose einen/e dorso-medialen 

Knieschmerz/Bewegungseinschränkung links bei Status nach arthroskopischer 

Arthrolyse Kniegelenk links am 23. Februar 2012 und Status nach Innen­

meniskusrefixation linkes Kniegelenk im August 2011 an. Er stellte eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 29. Mai bis 8. Juni 2012 und eine aktuell seit dem 9. 

Juni 2012 bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit fest (act. G 12.2/M3).   

A.h  Am 4. Dezember 2012 rutschte die Versicherte auf dem Weg zur Bushaltestelle auf 

ihrem Arbeitsweg aus und stürzte auf das linke Knie. Die Bagatellunfall-Meldung 

erfolgte am 7. Dezember 2012 (act. G 12.1/K3).

A.i   Am 17. Dezember 2012 wurde in der Imamed Radiologie Nordwest, Basel, ein 

MRT des Kniegelenks links durchgeführt. In seiner Beurteilung hielt Dr. med. K.___, 

Imamed Radiologie Nordwest, fest, es bestehe ein Verdacht auf einen kleinen 

basisnahen schräg horizontalen Einriss an der Unterfläche des 

Innenmeniskushinterhorns. Es lägen narbig imponierende Veränderungen im medialen 

Aspekt des Hoffa'schen Fettkörpers bei Status nach Arthroskopie vor. Zudem seien 

diskrete ödematöse Knochenmarkveränderungen im ventralen Aspekt des medialen 

Femurkondylus mit möglicherweise kontusioneller Ätiologie gegeben. Es beständen 

keine relevante Chondropathie, kein grösserer Gelenkerguss sowie keine relevante 

Baker-Zyste (act.

G 12.2/M4).

A.j   Am 8. Januar 2013 fand eine ambulante Untersuchung bei Dr. med. L.___, 

Oberarzt Orthopädie, Luzerner Kantonsspital, Sursee statt. Dieser hielt in seinem 

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Bericht vom gleichen Tag als Diagnose persistierende Schmerzen bei Status nach 

Kniedistorsion links am 4. Dezember 2012 sowie bei Status nach 3-maliger 

Kniearthroskopie mit Meniskusnaht des medialen Meniskus, letzmalig August 2012, 

fest. Für die Versicherte seien die Schmerzen wieder identisch zur präoperativen 

Situation im August 2012. Sie sei aktuell zu 50% arbeitsunfähig, da nach 5-6 Stunden 

die Schmerzen im linken Knie stark zunehmen würden (act. G 12.2/M5).   

A.k  Als Antwort auf den ihr zugestellten Fragebogen führte die Versicherte gegenüber 

der Helsana am 23. Januar 2013 aus, durch den Sturz am 4. Dezember 2012 sei keine 

zusätzliche Arbeitsunfähigkeit entstanden. Aufgrund des beim Unfall am 26. Februar 

2011 zugezogenen Knieschadens sei sie zum damaligen Zeitpunkt sowieso nur 50% 

arbeitsfähig gewesen. Sie sei noch in ärztlicher Behandlung. Der Heilverlauf stagniere 

seit dem Sturz (act. G 12.1/K4).

A.l   Nachdem er die Versicherte zuletzt am 19. August 2012 kontrolliert hatte, hielt 

Prof. Dr. D.___ in einem Zwischenbericht vom 14. Februar 2013 als Diagnose einen 

hypermobilen Innenmeniskus mit Binnendegeneration fest. Es habe eine Arthroskopie 

des linken Kniegelenks stattgefunden. Aussagen zu Arbeitsunfähigkeit, 

Arbeitsaufnahme und bleibenden Nachteilen könne er nicht treffen, da die Versicherte 

nicht wieder vorstellig geworden sei (act. G 12.2/M 6).

A.mMit Stellungnahme vom 14. Februar 2013 beurteilte die Vertrauensärztin der 

Helsana, Dr. med. M.___, die bei der Versicherten vorliegenden Beschwerden als 

Folgen des Skiunfalles im Februar 2011 (act. G 12.2/M7).

A.n  In seiner Beurteilung vom 1. März 2013 führte Prof. Dr. med. N.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, als 

beratender Arzt der Helsana aus, die erhobenen Diagnosen stünden nur 

möglicherweise in einem Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 4. Dezember 2012. 

Durch den Sturz seien keine fassbaren Schäden gesetzt worden, die durch das 

Ereignis vom 4. Dezember 2012 zwanglos erklärt werden könnten. Es liege nach der 

Knieverletzung am 26. Februar 2011 ein erheblicher Vorschaden am linken Kniegelenk 

vor, der eine 3-malige Arthroskopie notwendig gemacht habe und bei dem keine 

Beschwerdearmut oder –freiheit festgestellt worden sei. Nach dem Schreiben des 

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Arztes aus dem Spital Sursee bestehe am 8. Januar 2013 wieder der gleiche 

Beschwerdezustand wie im August 2012, also dem Zeitpunkt vor dem Sturz. Es seien 

nur unfallfremde Faktoren vorhanden. Allenfalls könne der Zeitraum vom Sturz bis zur 

Anfertigung eines MRI dem Ereignis vom 4. Dezember 2012 zugeordnet werden. Das 

MRI vom 17. Dezember 2012 zeige keine Traumaschäden, so dass eindeutig geworden 

sei, dass die Beschwerden einzig auf den Vorzustand zurückzuführen seien (act. G 

12.2/M8).

A.o  Mit Verfügung vom 4. April 2013 teilte die Helsana der Versicherten mit, dass sich 

der Gesundheitszustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

Vorzustandes auch ohne Unfall mit Wahrscheinlichkeit eingestellt hätte, spätestens ab 

dem 17. Dezember 2012 erreicht worden sei. Durch den Sturz seien keine fassbaren 

Schäden gesetzt worden, die durch das Ereignis vom 4. Dezember 2012 erklärt werden 

könnten. Somit übernehme die Helsana die gesetzlichen Leistungen bis und mit dem 

17. Dezember 2012, da Behandlungen nach diesem Datum nicht mehr mit dem 

angemeldeten Ereignis in Zusammenhang stünden (act. G 12.1/K10).

B.      

B.a  Am 1. Mai 2013 legte die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Moritz Petri, 

München, gegen die Verfügung vom 4. April 2013 Einsprache ein (act. G 12.1/K17).

Eine ausführliche Begründung reichte Rechtsanwalt Petri am 6. Juni 2013 nach und 

ersuchte die Helsana weiter darum, ein Dialog- und Vermittlungsverfahren 

entsprechend der Verordnung der Europäischen Union Nr. 987/2009 mit dem 

deutschen Unfallversicherer und den zuständigen Behörden durchzuführen (act. G 

12.1/K19).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 6. August 2013 lehnte die Helsana die Einsprache 

mit der Begründung ab, die aktuellen Beschwerden seien einzig auf den Vorzustand 

zurückzuführen und es sei ein Status quo sine vel ante bezüglich der Beschwerden des 

späteren Unfallereignisses per 17. Dezember 2012 eingetreten (act. G 12.1/K24).

C.      

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C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 6. August 2013 liess die Versicherte, 

vertreten durch Rechtsanwältin PD Dr. iur. Silvia Bucher, Zürich, Beschwerde erheben 

und beantragen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin über den 17. Dezember 

2012 hinaus weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Weiter beantragte die 

Beschwerdeführerin eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Erlass des 

Bescheids des deutschen Unfallversicherers (act. G 1).

C.b  Mit Verfügung vom 3. September 2013 sistierte das Gericht das Verfahren 

vorläufig bis längstens 31. Dezember 2013 (act. G 2). Auf Gesuch hin (act. G 4) 

verlängerte es die Sistierung bis 31. März 2014 (act. G 5).

C.c  Am 30. Januar 2014 fällte die UKBW einen Bescheid und hielt fest, dass auf Grund 

des am 26. Februar 2011 erlittenen Arbeitsunfalles eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit bis einschliesslich 29. April 2012 

bestanden habe. Für über den 29. April 2012 hinaus gehende Behandlungszeiträume 

und Arbeitsunfähigkeitszeiten sei sie nicht mehr Kosten- bzw. Leistungsträger (act. G 

8.1). Mit Widerspruchsbescheid vom 25. Februar 2014 wies die UKBW sodann den 

Widerspruch vom 28. August 2012 gegen den Bescheid vom 14. August 2012 zurück 

(act. G 8.2). Mit Bescheid vom 4. März 2014 lehnte die UKBW schliesslich auch den 

Antrag vom 10. Juli 2012 auf Gewährung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 

ab (act. G 8.3). Auf die Begründungen dieser Entscheide wird, soweit erforderlich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C.d  Mit Eingabe vom 26. März 2014 beantragte die Beschwerdeführerin eine 

Verlängerung der Sistierung des Verfahrens bis Ende Mai 2014 (act. G 6). Diesem 

Begehren entsprach das Gericht mit Verfügung vom 27. März 2014 (act. G 7).

C.e  Die Beschwerdeführerin beantragte am 27. Mai 2014, der Einspracheentscheid 

vom 6. August 2014 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der 

Beschwerdeführerin aus dem Unfallereignis vom 4. Dezember 2012 – auch über den

17. Dezember 2012 hinaus – die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei 

die Angelegenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen und zur Durchführung des 

Dialog- und Vermittlungsverfahrens mit dem deutschen Versicherungsträger an die 

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Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (act. G 8). Auf die ebenfalls ergänzte 

Begründung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

C.f   Am 26. Juni 2014 legte die Helsana den Fall erneut Prof. Dr. N.___ vor (act. G 

12.2/M9). Dieser hielt in seiner Stellungnahme vom 1. Juli 2014 an seiner Beurteilung 

vom 1. März 2013 fest. Nach wie vor sei kein überwiegend wahrscheinlicher natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 4. Dezember 2012 und den 

diagnostizierten Knieschäden ausgewiesen (act. G 12.2/M10).

C.g  Mit Beschwerdeantwort vom 13. August 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 12).

C.h  Am 28. Oktober 2014 erliess die UKBW einen erneuten Widerspruchsbescheid 

und wies den Widerspruch vom 4. März 2014 gegen den Bescheid vom 30. Januar 

2014 zurück (act. G 18.5).

C.i   Mit Replik vom 12. November 2014 (act. G 18) und Duplik vom 29. Dezember 2014 

(act. G 20) hielten die Parteien an ihren Anträgen und Standpunkten fest.

C.j   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1   Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall 

im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der Unfallversicherer ist für 

Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis bzw. einem unfallähnlichen Ereignis zusammenhängen (A. 

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Rumo-Jungo/A.P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich 

2012, S. 53 ff.). Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid 

die Begriffe des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zutreffend 

definiert; darauf kann verwiesen werden (vgl. zudem BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 335 

E. 1 mit Hinweisen).

1.2   Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der 

Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin. Demgegenüber obliegt es den Rechtsanwendern, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 

1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber 

dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 

118 V 291 f. E. 3a).

1.3   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte 

und Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von 

ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten einholen, beweistauglich, solange ihre 

Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 352 E. 3).

2.       

2.1   Die Beschwerdeführerin stützt die Begründung ihrer Ansprüche zunächst auf eine 

ihrer Ansicht nach gemäss Art. 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 (nach­

folgend: Verordnung 987/2009; SR 0.831.109.268.11) bestehende Vorleistungspflicht 

der Beschwerdegegnerin.

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2.2   Die Verordnung 987/2009 regelt die Modalitäten für die Durchführung der 

Verordnung 883/2004 und die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit. Die 

Verordnung 883/2004 ist Teil des Abkommens zwischen der Europäischen 

Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der schweizerischen 

Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit und ist für die Schweiz am 1. 

April 2012 in Kraft getreten. Die vorliegende Streitsache ist sowohl von dem in Art. 2 

geregelten persönlichen wie auch dem in Art. 3 der Verordnung 883/2004 geregelten 

sachlichen Geltungsbereich erfasst. Die Verordnung 883/2004 sowie die dazugehörige 

Ausführungsverordnung 987/2009 finden auf die vorliegende Streitsache somit 

Anwendung.

2.3   Die Überschrift der Regelung von Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 987/2009 lautet: 

"Vorläufige Anwendung der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats und vorläufige 

Gewährung von Leistungen". Im Text der Bestimmung heisst es: "Besteht zwischen 

den Trägern (…) zweier (…) Mitgliedstaaten eine Meinungsverschiedenheit darüber, 

welcher Träger die Geld- oder Sachleistungen zu gewähren hat, so erhält die 

betreffende Person, die Anspruch auf diese Leistungen hätte, wenn es diese 

Meinungsverschiedenheit nicht gäbe, vorläufig Leistungen nach den vom Träger des 

Wohnorts anzuwendenden Rechtsvorschriften (…)." Wie sich bereits aus dem Titel 

sowie aus dem Text ergibt, handelt es sich um eine reine Vorleistungspflicht. Diese soll 

dem Versicherten die Zeit, in der sich zwei Versicherungsträger mit der Frage 

beschäftigen, wer von ihnen welche Leistungen zu erbringen hat, überbrücken. Liegt 

eine Meinungsverschiedenheit im Sinn von Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 987/2009 vor, 

sieht die Bestimmung die vorläufige Leistungsgewährung nach dem vom Träger des 

Wohnorts anzuwendenden Recht vor.

2.4   Mit Bescheid vom 30. Januar 2014 stellte die UKBW fest, dass auf Grund des am 

26. Februar 2011 erlittenen Arbeitsunfalles eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit lediglich bis einschliesslich 29. April 

2012 bestanden habe, und lehnte eine darüber hinausgehende Leistungspflicht ab (act. 

G 8.1). Mit Widerspruchsbescheid vom 25. Februar 2014 (act. G 8.2) sowie Bescheid 

vom 4. März 2014 (act. G 8.3) lehnte die UKBW sodann weitere Leistungspflichten ab. 

Sie erachtet sich also nicht als leistungspflichtig. Ob diese Leistungsverweigerung 

rechtskräftig geworden ist, ist nicht aktenkundig (vgl. dazu immerhin act. G 18.6), 

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sodass das Vorliegen einer Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden 

Unfallversicherungen weiterhin zumindest im Raum steht. Weitere Abklärungen zum 

allfälligen Eintritt der Rechtskraft der Leistungsablehnung der deutschen 

Unfallversicherung können jedoch unterbleiben, da letztlich offen bleiben kann, ob eine 

Meinungsverschiedenheit im Sinn von Art. 6 Abs. 2 der Verordnung 987/2009 besteht. 

Denn selbst wenn dies bejaht würde, hätte dies lediglich zur Folge, dass eine allfällige 

Vorleistungspflicht nach den schweizerischen Rechtsvorschriften zu prüfen wäre. Diese 

Prüfung wird nachfolgend ohnehin vorgenommen.

3.        

3.1   Die Beschwerdeführerin begründet ihre Ansicht, die Beschwerdegegnerin sei 

leistungspflichtig, mit Art. 100 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 

SR 832.202), wonach in Fällen, in denen der Versicherte während der Heilungsdauer 

eines oder mehrerer Unfälle, aber nach der Wiederaufnahme einer versicherten 

Tätigkeit erneut verunfallt und der neue Unfall Anspruch auf Taggeld auslöst, der für 

den neuen Unfall leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren 

Unfälle erbringt.

3.2   Das Bundesgericht äusserte sich in seinem Entscheid BGE 120 V 65 explizit zum 

Aufbau des Art. 100 UVV und führte aus, dass eine Anwendung des Art. 100 Abs. 2 

UVV entfalle, wenn der neue Unfall keinen Anspruch auf Taggeld auslöse (BGE 120 V 

65 Erw. 5c). Dies stimmt denn auch mit dem Wortlaut der Bestimmung überein. Der 

Anspruch auf ein Taggeld der Unfallversicherung setzt gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG eine 

volle oder teilweise Arbeitsunfähigkeit voraus. Aus den Akten geht hervor, dass durch 

den Unfall vom 4. Dezember 2012 keine (zusätzliche) Arbeitsunfähigkeit begründet 

wurde, da die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall ab dem 3. Dezember 2012 

lediglich zu 50% arbeitsfähig war und davor gar eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

vorgelegen hatte. Eine höhere als die bereits vor dem Unfall bestehende 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit ist damit nicht ausgewiesen und der Tatbestand von Art. 16 Abs. 1 

UVG nicht erfüllt. Dies ergibt sich auch aus dem Hinweis der Beschwerdeführerin vom 

13. Januar 2013 gegenüber der Beschwerdegegnerin, wonach durch den Sturz vom 4. 

Dezember 2012 keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit entstanden sei. Sie sei derzeit 

aufgrund des vorbestehenden Knieschadens sowieso nur 50% arbeitsfähig (act. G 

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12.1/K4). Der Unfall vom 4. Dezember 2012 löste somit keinen Taggeldanspruch aus. 

Entsprechend erbrachte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführer im Zeitraum 

vom 4. bis 17. Dezember 2012 denn auch keine Taggeldleistungen gestützt auf UVG 

(vgl. act. G 23). Damit entfällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt 

auf Art. 100 Abs. 2 UVV, und es kann letztlich offen bleiben, ob der Unfall vom 

4. Dezember 2012 noch während der Heilungsdauer des ersten Unfalls geschah.

4.     

4.1   Zu prüfen bleibt, ob der Unfall vom 4. Dezember 2012 als eigenständiges Ereignis 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründete. Die Beschwerdegegnerin 

verneint dies und richtete denn auch keine (Heilbehandlungs- oder 

Taggeld-)Leistungen aus. Wie aus dem Einspracheentscheid vom 6. August 2013 

hervorgeht, wurden die erbrachten Zahlungen gestützt auf die gemäss Art. 45 Abs. 1 

ATSG bestehende Pflicht zur Übernahme der Kosten der Abklärung geleistet (vgl. 

Einspracheentscheid Ziffer 13, S. 9; act. G 1.1). Eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin setzt, wie vorstehend ausgeführt, einen durch das Unfallereignis 

vom 4. Dezember 2012 kausal verursachten Gesundheitsschaden voraus.

4.2   Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Eingabe vom 27. Mai 2014 hinsichtlich 

der Unfallkausalität vor, den Ausführungen in den Bescheiden der UKBW und im 

angefochtenen Einspracheentscheid sei zu entnehmen, dass sich bei der 

Beschwerdeführerin erst nach dem zweiten Unfall ein neuer Meniskusriss gezeigt habe. 

Nach der Sachverhaltsdarstellung im Widerspruchsbescheid der UKBW sei der 

kurzstreckige horizontale Riss an der Basis des medialen Meniskuskorpus erst nach 

dem Ereignis vom 4. Dezember 2012 festgestellt worden, wobei noch am 29. 

November 2012 – mithin wenige Tage vor diesem zweiten Unfall – im Rahmen des 

Widerspruchverfahrens eine insbesondere unfallchirurgische und radiologische 

Begutachtung stattgefunden habe, die offenbar keinen solchen Befund gezeigt habe. In 

den Bescheiden der UKBW sei von einer MRT-Untersuchung vom 21. August 2013, die 

insbesondere einen kurzstreckigen horizontalen Riss an der Basis des medialen 

Meniskuskorpus und eine Zyste gezeigt habe, bzw. von einem nach dem Unfallereignis 

vom 4. Dezember 2012 festgestellten kurzstreckigen horizontalen Riss an der Basis 

des medialen Meniskuskorpus und einer nach dem zweiten Unfall festgestellten Zyste 

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die Rede. Dabei verneine die UKBW einen Kausalzusammenhang zwischen diesem 

nach dem zweiten Unfall festgestellten Meniskusschaden und dem ersten Unfall, sehe 

hingegen sinngemäss einen Kausalzusammenhang zumindest zwischen diesem 

Meniskusschaden und dem zweiten Unfall. Die beim ersten Unfall erlittene 

Meniskusverletzung sei vollständig ausgeheilt gewesen, sodass die Ganglionbildungen 

nicht Folge des beim ersten Unfall zugezogenen Meniskusrisses sei. Die UKBW 

schreibe sodann im Ergebnis auch die Ganglionbildung dem zweiten Unfall zu, indem 

sie diese im Zusammenhang mit dem nach dem zweiten Unfall festgestellten 

horizontalen Meniskusriss an der Basis des medialen Meniskuskorpus sehe. Der aus 

der Sachverhaltsbeschreibung in den deutschen Bescheiden und im angefochtenen 

Einspracheentscheid ersichtliche zeitliche Zusammenhang – kein neuer Meniskusriss 

fünf Tage vor dem zweiten Unfall, Verdacht auf einen Meniskusriss dreizehn Tage nach 

dem zweiten Unfall – lege sehr nahe, dass der neue Meniskusriss beim zweiten Unfall 

entstanden sei. Die Zysten- bzw. Ganglionbildung müsse darauf zurückzuführen sein, 

dass sich die Beschwerdeführerin während vieler Monate mit einem gerissenen 

Meniskus fortbewegt habe. Die UKBW betrachte die nach dem 29. April 2012 

bestehenden Beschwerden teils als krankheitsbedingt, teils als durch den bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Unfall verursacht. Die Sache sei in Anbetracht der 

für eine Leistungsablehnung durch die Beschwerdegegnerin in keiner Weise 

ausreichenden medizinischen Aktenlage an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 

damit diese ein fachärztliches Gutachten einhole und über den Leistungsanspruch neu 

verfüge.

4.3   Die Beschwerdegegnerin beruft sich im Wesentlichen auf die Beurteilung durch 

ihren beratenden Arzt, Prof. Dr. N.___. Dieser hielt in seinem Bericht vom 1. März 2013 

fest, durch den Sturz vom 4. Dezember 2012 seien keine fassbaren Schäden gesetzt 

worden, die durch dieses Ereignis zwanglos erklärt werden könnten. Es liege ein 

erheblicher Vorschaden am linken Kniegelenk vor, nach Knieverletzung vom 26. 

Februar 2011, der eine 3-malige Arthroskopie notwendig gemacht habe und bei dem 

keine Beschwerdearmut oder –freiheit festgestellt worden sei. Nach dem Schreiben 

des Arztes aus dem Spital Sursee (act. G 12.2/M5) bestehe am 8. Januar 2013 wieder 

der gleiche Beschwerdezustand wie im August 2012, also der Zeit vor dem Sturz. Es 

seien nur unfallfremde Faktoren vorhanden (act. G 12.2/M8). In einer weiteren 

Stellungnahme vom 1. Juli 2014 (act. G 12.2/M10) hielt Prof. Dr. N.___ an seiner 

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bisherigen Beurteilung fest und führte aus, dass nach wie vor kein überwiegend 

wahrscheinlicher und natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 4. 

Dezember 2012 und den diagnostizierten Knieschäden ausgewiesen sei. Das linke 

Kniegelenk der Versicherten sei traumatisch oder degenerativ oder beides am 4. 

Dezember 2012 im Sinne eines pathologischen Vorzustandes erheblich vorgeschädigt 

gewesen. Es seien die folgenden drei Elemente zu erkennen, weshalb die 

Kniegelenksproblematik der Versicherten nicht mit dem Ereignis vom 4. Dezember 

2012 in kausalen Zusammenhang gebracht werden könne:

4.3.1         Erstens werde schon anlässlich der Arthroskopie am 16. August 2012 (3. 

Operation) unter anderem von Knorpelschäden gesprochen, die nicht kausal mit dem in 

Deutschland versicherten Ereignis in Zusammenhang stünden, das bedeute, der 

deutsche Versicherungsträger gehe schon von einem degenerativen Schaden am 

Innenmeniskus vor dem 4. Dezember 2012 aus. Diese pathologischen Befunde 

erheblicher Grösse seien also zum Zeitpunkt des 4. Dezember 2012 als Vorschaden 

aktenkundig. Auch das im MRI beschriebene Ödem sei zwanglos mit den schon von 

Prof. D.___ dokumentierten degenerativen Veränderungen im medialen 

Kniegelenkskompartiment vereinbar.

4.3.2         Zweitens sei von der Seite der Beschwerden und Belastbarkeit vor dem 4. 

Dezember 2012 keine Normalität vorhanden gewesen. Die Beschwerdeführerin sei im 

Anschluss an die Operation vom 16. August 2012 bis zum 2. Dezember 2012 zu 100% 

arbeitsunfähig geschrieben gewesen und anschliessend bis zum 4. Januar 2013 zu 

50%. Der Kniegelenkszustand sei während dreieinhalb Monaten ungenügend gewesen, 

um einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Aus dieser protrahierten Arbeitsunfähigkeit 

spreche indirekt das Vorliegen einer wesentlichen Pathologie im Kniegelenk, die am 4. 

Dezember 2012 immer noch keine vollständige Arbeitsfähigkeit zugelassen habe.

4.3.3         Drittens sei schliesslich am 17. Dezember 2012 ein MRI angefertigt worden, 

das neben verschiedenen pathologischen Befunden auch den Verdacht auf einen 

kleinen basisnahen Einriss an der Unterfläche des Innenmeniskushinterhornes zeige. 

Der Oberarzt der orthopädischen Abteilung des Spitals Sursee habe bei einem Befund 

des MRI am 8. Januar 2013 den Meniskusriss hingegen nicht bestätigen können.

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4.3.4         Zu dem von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Meniskusriss, der sich 

erst nach dem zweiten Unfall gezeigt habe, brachte Prof. Dr. N.___ vor, wenn der 

weitere Verlauf eine Zunahme des Kniebinnenschadens offenbare – im MRI vom 21. 

August 2013 werde von einem Horizontalriss und einem Ganglion gesprochen –, so 

handle es sich dabei um den typischen Verlauf einer progredienten 

Meniskusdegeneration mit Horizontalläsion des Meniskus und Meniskuszyste/

Meniskusganglion; die Zeichen der Meniskusdegeneration seien schon anlässlich der 

arthroskopischen Operation durch Prof. D.___ am 16. August 2012 dokumentiert 

worden.

4.3.5         Als Fazit hielt Prof. Dr. N.___ schliesslich fest, in versicherungsmedizinischer 

Hinsicht habe das Ereignis vom 4. Dezember 2012 zu keiner strukturellen Läsion am 

linken Knie der Beschwerdeführerin geführt. Der Status quo sine sei bereits kurze Zeit 

später erreicht worden, da im am 17. Dezember 2012 angefertigten MRI keine 

Traumafolgen hätten gesichtet werden können, wie das auch der Oberarzt der 

orthopädischen Abteilung am Spital Sursee anlässlich der Konsultation am 8. Januar 

2013 notiert habe (act. G 12.2/M10).

4.4   Die Beurteilung durch Prof. Dr. N.___ erging unter Würdigung sämtlicher 

medizinischer Akten und er setzte sich eingehend mit den geklagten Beschwerden und 

den objektivierten Befunden auseinander. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass 

objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Damit genügt die 

Beurteilung den Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Insgesamt erscheint sie schlüssig und nachvollziehbar. Damit im Einklang 

steht auch die Beurteilung durch Dr. med. L.___ in seinem Bericht vom 8. Januar 2013, 

worin er festhielt, dass für die Beschwerdeführerin die Schmerzen wieder identisch zur 

präoperativen Situation im August 2012 seien. Der Einschätzung von Prof. Dr. N.___ 

folgend, ist somit davon auszugehen, dass das Ereignis vom 4. Dezember 2012 zu 

keiner strukturellen Läsion am linken Knie der Versicherten geführt hatte und der status 

quo sine jedenfalls am 17. Dezember 2012 erreicht war. Damit ist die von der 

Beschwerdegegnerin am 4. April 2013 verfügte Leistungsablehnung nicht zu 

beanstanden.

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4.5   An dieser Einschätzung vermögen auch die Ausführungen in den Bescheiden der 

UKBW nichts zu ändern. Zum einen handelt es sich dabei nicht um medizinische 

Beurteilungen, sondern um eine Interpretation derselben durch Organe der 

Rechtspflege. Ebenfalls wird durch die Entscheidpassagen keineswegs mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan, dass aufgrund des Unfalles vom 4. 

Dezember 2012 noch unfallkausale Restbeschwerden vorliegen. Vielmehr wies die 

UKBW im Bescheid vom 30. Januar 2014 darauf hin, dass die Ganglionbildungen 

neben dem Meniskus in der Regel ihre Ursache in degenerativen 

Meniskusveränderungen hätten, weshalb diese nicht Folge einer Meniskusrissbildung 

seien (act. G 8.1). Damit ging auch die UKBW in ihren Bescheiden von einer 

degenerativen Ursache allfällig noch bestehender Beschwerden aus (vgl. act. G 8.1, 8.2 

sowie 18.5).

5.       

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 6. August 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2015
	Art. 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009. Vorläufige Gewährung von Leistungen bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Trägern zweier oder mehrerer Mitgliedstaaten. Art. 100 Abs. 2 UVV. Leistungspflicht für Folgen früherer Unfälle des für den neuen Unfall leistungspflichtigen Unfallversicherers bei einem Unfall nach Wiederaufnahme einer versicherten Tätigkeit nur, wenn der neue Unfall Anspruch auf Taggeld auslöst. Wegfall der Unfallkausalität nach Eintritt des Status quo sine (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2015, UV 2013/51).Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Peter WohnlichEntscheid vom 25. Februar 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Bucher, PD, Freiestrasse 196, 8032 Zürich,gegenHelsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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