# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fc5f1ba-1dc7-5d16-a3ee-bab3fdfe1871
**Source:** Nidwalden (NW)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-06
**Language:** de
**Title:** Nidwalden Gerichte 06.03.2024 34555
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/NW_Gerichte/NW_OG_001_34555_2024-03-06.pdf

## Full Text

GERICHTE    VERWALTUNGSGERICHT  Marktgasse 4, Postfach 1244, 6371 Stans  

Tel. 041 618 79 70, www.nw.ch 

 

SV 23 14 Urteil BGer 8C_12/2024 vom 4. Juli 2024/Abweisung 

Entscheid vom 20. November 2023 

Sozialversicherungsabteilung 

 

 

 

Besetzung Vizepräsidentin Barbara Brodmann, Vorsitz, 

 Verwaltungsrichterin Dr. med. Carole Bodenmüller, 

 Verwaltungsrichter Stephan Zimmerli, 

Gerichtsschreiber Silvan Zwyssig. 

 

 

Verfahrensbeteiligte A.__, 

vertreten durch seine Ehefrau B.__, 

Beschwerdeführer, 

gegen 

Ausgleichskasse Nidwalden, 

Stansstaderstrasse 88, Postfach, 6371 Stans, 

Beschwerdegegnerin. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegenstand Ergänzungsleistungen 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Ausgleichs-

kasse Nidwalden vom 15. Juni 2023. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_12%2F2024+&rank=1&azaclir=aza&highlight_docid=aza%3A%2F%2F04-07-2024-8C_12-2024&number_of_ranks=380

2 │ 18 

 

Sachverhalt: 

A.  

Am 30. September 2022 meldete B.__ («Ehefrau») ihren 1943 geborenen Ehegatten A.__ 

(«Beschwerdeführer»), unter Auflage zahlreicher Unterlagen bei der Ausgleichskasse Nidwal-

den zum Bezug von Ergänzungsleistungen an (AK-act. 27). Ihre Einkünfte würden sich auf die 

monatliche Rente der Ehefrau von Fr. 2'150.– bzw. des Beschwerdeführers von Fr. 3'189.– 

(inkl. Hilflosenentschädigung) beschränken; Vermögen hätten sie nicht.  

Mit Verfügung vom 15. Februar 2023 (AK-act. 54) wies die Ausgleichskasse das Gesuch um 

Ergänzungsleistungen ab. Unter Berücksichtigung eines unbelegten Vermögensrückgangs in 

den Jahren 2000-2003, 2005 und 2007-2009 überschreite ihr Vermögen die Vermögens-

schwelle von Fr. 200'000.–. Die dagegen erhobene Einsprache wurde nach Überprüfung des 

angefochtenen Entscheids sowie der neuen Beweisunterlagen mit Entscheid vom 15. Juni 

2023 abgewiesen (AK-act. 74). 

 

B.  

Dagegen liess der Versicherte durch Rechtsanwalt Fessler mit Eingabe vom 10. Juli 2023 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht Nidwalden erheben und folgende Anträge stellen: 

«1. Der Einspracheentscheid vom 15.06.2023 sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer 

seien die ihm gesetzlich zustehenden Leistungen zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 15.06.2023 aufzuheben und die Sache zur 

Neuberechnung des EL-Anspruchs im Sinne der nachstehenden Ausführungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

  3. Unter (Kosten- und) Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» 

Wiederum wurde neues Beweismaterial (BF-Bel. 1-16) aufgelegt. 

 

3 │ 18 

 

C.  

Mit Verfügung vom 21. Juli 2023 wurde Rechtsanwalt Fessler aufgefordert, innert 10 Tagen 

eine Anwaltsvollmacht und den Nachweis für den Eintrag in das Anwaltsregister aufzulegen. 

Sollte er nicht in einem Anwaltsregister eingetragen sein, sei die Beschwerde zu verbessern, 

indem die Beschwerdeschrift vom Beschwerdeführer bzw. der vertretungsberechtigten Ehe-

frau zu unterzeichnen und innert 10 Tagen neu einzureichen sei. 

 

D.  

Am 26. Juli 2023 wurde die verbesserte, von der vertretungsberechtigten Ehefrau unterzeich-

nete Beschwerdeschrift eingereicht. Rechtsanwalt Fessler wird in der verbesserten Rechts-

schrift nicht mehr als Vertreter oder Zustelladresse aufgeführt. 

 

E.  

Die Ausgleichskasse schloss mit Vernehmlassung vom 1. September 2023 auf kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig überwies sie das Versichertendossier (AK-act. 1 ff.). 

 

F.  

Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet (Art. 6 SRG [NG 264.1]). Der Beschwer-

deführer liess mit Eingabe vom 26. September 2023 weitere Belege (BF-Bel. 16-20) einrei-

chen. 

 

G.  

Die Ausgleichskasse nahm am 5. Oktober 2023 zur Noveneingabe Stellung. 

 

H.  

Die Sozialversicherungsabteilung des Verwaltungsgerichts Nidwalden hat die vorliegende Be-

schwerdesache anlässlich der Sitzung vom 20. November 2023 abschliessend beraten und 

beurteilt. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften sowie die eingereichten Unterlagen 

wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

4 │ 18 

 

Erwägungen: 

1.  

1.1  

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023 ist in Anwendung des ELG 

(SR 831.30) ergangen. Gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG, der auf das Ergänzungsleistungsrecht 

anwendbar ist (Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 ELG), kann gegen Einspracheentscheide der 

Ausgleichskasse beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht (Art. 58 Abs. 1 ATSG) 

Beschwerde erhoben werden. Der Verfügungsadressat hat Wohnsitz im Kanton Nidwalden, 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts Nidwalden gegeben ist. Sachlich zu-

ständig ist die Sozialversicherungsabteilung (Art. 33 Abs. 2 und Art. 39 GerG [NG 261.1]). 

Nachdem auch Frist und Form (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) eingehalten sind, ist auf die 

verbesserte Beschwerde vom 26. Juli 2023 einzutreten. 

 

1.2  

Im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrund-

satz (s. Art. 61 lit. c ATSG). Indes wird die Maxime rechtsprechungsgemäss von den Mitwir-

kungspflichten der Parteien beschränkt. Zu diesen gehört in erster Linie die Begründungs- und 

Rügepflicht, die gerade beinhaltet, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -be-

streitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen. Zudem sind an den Untersuchungs-

grundsatz geringere Anforderungen zu stellen, wenn die Parteien durch Anwälte respektive 

ihren Rechtsdienst vertreten sind (BGE 146 V 240 E. 8.3.2; ausführlich: PETER FORSTER, in: 

Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, 2021, N 41 f. zu 

Art. 61 ATSG). 

Mit Eingabe vom 26. September 2023 reichte der Beschwerdeführer nach Abschluss des 

Rechtsschriftenwechsels nochmals weitere Belege (BF-Bel. 16-20) ein und ersuchte um deren 

Berücksichtigung. Es wird nicht ausgeführt, weshalb diese bereits existierenden Belege nicht 

schon zusammen mit der Anmeldung, mit der Einsprache oder zuletzt mit der Beschwerde 

eingereicht worden sind. Auch wird mit keinem Wort begründet, inwiefern sich aufgrund dieser 

Unterlagen eine Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Einspracheentscheids auf-

drängte. Es ist – ohne Substantiierung in der Rechtsschrift – nicht Sache des Gerichts, in den 

Beweismitteln der Parteien nach Argumenten für deren Standpunkte zu suchen. Zufolge einer 

Verletzung der Begründungs- und Rügepflicht bleiben die mit Eingabe vom 26. September 

5 │ 18 

 

2023 erstmals eingereichten Belege unbeachtlich. Die BF-Bel. 16-20 wären bereits mit der 

Beschwerde vom 10. Juli 2023 vorzubringen gewesen, zumal der Beschwerdeführer im Ein-

spracheverfahren und beim Verfassen der Beschwerde noch anwaltlich vertreten resp. bera-

ten wurde. 

 

2.  

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht – worauf vorab einzugehen ist (BGE  

132 V 387 E. 5.1) – eine unzulässige Beweisverwertung (nachfolgende E. 3) sowie in der Sa-

che eine unzulässige «Lebensführungskontrolle» (E. 4). Ferner behauptet er weitere abzugs-

fähige Auslagen (E. 5).  

 

3.  

3.1  

Zusammen mit der Anmeldung vom 30. September 2022 (AK-act. 27) reichte der Beschwer-

deführer der Ausgleichskasse zahlreiche Unterlagen (AK-act. 3-25) ein, um den behaupteten 

EL-Anspruch zu belegen. Miteingereicht wurden auch Steuerunterlagen, namentlich die Ver-

anlagungen aus den Jahren 1995 bis 2021 (AK-act. 24). Die Ausgleichskasse berücksichtigte 

diese Unterlagen in ihren Entscheiden und ermittelte für diverse Jahre im Sinne der EL-Ge-

setzgebung als Einkommen anrechenbare Vermögensverzichte, unter anderem in den Jahren 

2000 und 2001.  

 

3.2  

Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde (Ziff. 3.2, S. 8 f.) auf den Standpunkt, 

die für die Jahre 2000 und 2001 ermittelten Verzichte seien nicht zu berücksichtigen. Das 

Staatsarchiv bewahre die Steuerveranlagungen erst ab 2002 auf. «Steuerveranlagungen, die 

Jahre vor 2002 betreffen, hätten somit offiziell nicht als existent zu gelten und dürften daher 

von den Verwaltungsbehörden nicht zu Ungunsten der Versicherten verwendet werden, wenn 

diese in offenbarer Unkenntnis der für sie negativen Folgen solche Unterlagen einreichten.» 

Die Ausgleichskasse habe die handelnde Ehefrau nicht darauf hingewiesen, dass eine Einrei-

chung älterer Steuerunterlagen nachteilig sein könnte, womit sie sich treuwidrig verhalten und 

ihre Aufklärungspflicht nach Art. 27 ATSG verletzt habe. 

 

6 │ 18 

 

3.3  

Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Es 

sind keinerlei Gründe oder Vorschriften ersichtlich, die eine Berücksichtigung der Steuerunter-

lagen des Beschwerdeführers aus den Jahren 2000 und 2001 untersagen würden, zumal es 

sich dabei um in der Sache relevante Urkundenbeweise handelt. Sodann war der Beschwer-

deführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht (Art. 28 Abs. 2 ATSG) gar dazu verpflichtet, die 

vorhandenen, zweckdienlichen Unterlagen beizubringen, und zwar unabhängig davon, ob dies 

zu seinem Vor- oder Nachteil ist. Ob und wie lange amtliche Dokumente vom Staatsarchiv 

aufbewahrt werden, ist unerheblich. Es existiert kein diesbezügliches Beweisverwertungsver-

bot. Auch sind keine Rechte und Pflichten ersichtlich, über welche die Ausgleichskasse den 

Beschwerdeführer (bzw. dessen Ehefrau) gemäss Art. 27 ATSG hätte aufklären müssen, es 

aber nicht getan hat. Ein treuwidriges Verhalten oder eine Verletzung der Aufklärungspflicht 

fällt nach Gesagtem ausser Betracht. 

 

4.  

4.1  

Im angefochtenen Einspracheentscheid hält die Ausgleichskasse fest, in casu habe man die 

Vermögensabnahmen in den Jahren 2000 bis 2009 beurteilen müssen. Die Anwendung der 

Bestimmungen über den übermässigen Vermögensverbrauch (Art. 11a Abs. 3 und 4 ELG) auf 

die vorliegende EL-Berechnung sei damit ausgeschlossen. Das Verzichtsvermögen sei ge-

mäss Rz. 3532.10-12 WEL zu berechnen, was das Bundesgericht mit Urteil 9C_667/2021 vom 

17. Mai 2022 geschützt habe.  

 

4.2  

Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde (Ziff. 3.1, S. 3-8) auf den Standpunkt, 

die von der Ausgleichskasse zur Ermittlung des anrechenbaren Verzichtsvermögens gemäss 

aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG angewendete Rz. 3532.10-12 WEL verletze den Grundsatz, wonach 

das System der Ergänzungsleistungen keine gesetzliche Handhabe für eine wie auch immer 

geartete «Lebensführungskontrolle» biete. Bei der Berechnung des Verzichtsvermögens sei 

zwingend ein Vermögensverbrauch von mindestens 10 Prozent pro Jahr als zulässig anzuse-

hen und demzufolge ausser Acht zu lassen. 

 

7 │ 18 

 

4.3  

4.3.1  

Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Arti-

keln 4-6 erfüllen, Ergänzungsleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 

ELG). Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben Personen, wenn sie über ein Reinvermögen 

unterhalb der Vermögensschwelle verfügen; diese bei Ehepaaren bei 200'000 Franken 

(Art. 9a Abs. 1 lit. b ELG). Vermögen, auf welches nach Artikel 11a Absätze 2-4 verzichtet 

wurde, gehört auch zum Reinvermögen nach Absatz 1 (Art. 9a Abs. 3 ELG). 

 

4.3.2  

Gemäss dem mit Wirkung seit 1. Januar 2021 aufgehobenen aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG (Stand 

am 1. Januar 2019) werden Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist, als 

Einnahmen angerechnet. Der Tatbestand dieser Bestimmung ist erfüllt, wenn der Leistungs-

ansprecher ohne rechtliche Verpflichtung oder ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte 

oder Vermögen verzichtet hat. Dabei ist ein Verzicht nicht allein deswegen anzunehmen, weil 

jemand vor der Anmeldung zum Ergänzungsleistungsbezug über seinen Verhältnissen gelebt 

haben könnte; das System der Ergänzungsleistungen bietet keine gesetzliche Handhabe für 

eine wie auch immer geartete «Lebensführungskontrolle» (BGE 146 V 306 E. 2.3.1 m.w.H.). 

Das anrechenbare Vermögen ist nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte 

kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten (aArt. 17 

Abs. 1 Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-

versicherung [ELV; SR 831.301; Stand am 1. Juli 2020]). Der anzurechnende Betrag von Ver-

mögenswerten, auf die verzichtet worden ist (aArt. 11 Abs. 1 Bst. g ELG), wird jährlich um 

10'000 Franken vermindert. Der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichtes ist unver-

ändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann je-

weils nach einem Jahr zu vermindern. Für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung 

ist der verminderte Betrag am 1. Januar des Bezugsjahres massgebend (aArt. 17a Abs. 1-3 

ELV). 

 

8 │ 18 

 

4.3.3  

Die Anrechnung von Einkünften und Vermögenswerten, auf die verzichtet wurde, richtet sich 

seit dem 1. Januar 2021 nach Art. 11a ELG: Ein Vermögensverzicht liegt vor, wenn ab der 

Entstehung des Anspruchs auf eine Hinterlassenenrente der AHV beziehungsweise auf eine 

Rente der IV pro Jahr mehr als 10 Prozent des Vermögens verbraucht wurden, ohne dass ein 

wichtiger Grund dafür vorliegt. Bei Vermögen bis 100 000 Franken liegt die Grenze bei 10 000 

Franken pro Jahr. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten; er bestimmt insbesondere die wich-

tigen Gründe. Bei Bezügerinnen und Bezügern einer Altersrente der AHV gilt Absatz 3 auch 

für die 10 Jahre vor dem Beginn des Rentenanspruches (Art. 11a Abs. 3 und 4 ELG). 

Artikel 11a Absätze 3 und 4 gilt nur für Vermögen, das nach Inkrafttreten dieser Änderung 

verbraucht worden ist (Abs. 3 Übergangsbestimmung zur Änderung vom 22. März 2019 [EL-

Reform] ELG). 

 

4.3.4  

Wenn ein bedeutender Vermögensrückgang vorliegt und die EL-beziehende Person nicht 

nachweisen kann, wofür sie das Geld verwendet hat, ist grundsätzlich von einem Vermögens-

verzicht auszugehen. Verfügten die EL-beziehende Person und ihre Angehörigen in den Jah-

ren, in denen der Vermögensrückgang stattgefunden hat, über ein genügendes Einkommen, 

entspricht die Höhe des Vermögensverzichts der Höhe des Vermögensrückgangs. Verfügten 

sie dagegen über ein ungenügendes Einkommen, entspricht der Vermögensverzicht lediglich 

der Differenz zwischen dem unbelegten Vermögensrückgang und dem Teil des Vermögens, 

der für den Lebensunterhalt aufgewendet werden musste. Das Einkommen gilt als genügend, 

wenn es höher ist als ein anwendbarer Pauschalbetrag für den Lebensunterhalt und als unge-

nügend, wenn es darunter liegt. Bei der Ermittlung des anwendbaren Pauschalbetrages und 

des Einkommens sind die EL-beziehende Person, ihr Ehegatte und diejenigen Kinder zu be-

rücksichtigen, die zum Zeitpunkt, in dem sich der Vermögensverzicht ereignete, minderjährig 

waren oder sich in Ausbildung befanden und das 25. Altersjahr noch nicht vollendet hatten. 

Der Pauschalbetrag für den Lebensunterhalt wird ermittelt, indem der Betrag für den allgemei-

nen Lebensbedarf einer alleinstehenden Person nach Anhang 5.1 mit dem entsprechenden 

Faktor nach Anhang 8 multipliziert wird (Rz. 3532.09-12 Wegleitung über die Ergänzungsleis-

tungen zur AHV und IV [WEL], gültig ab 1. April 2011 [Stand 1. Januar 2023; <https://sozial-

versicherungen.admin.ch/de/d/6930>]). 

 

9 │ 18 

 

4.4  

Unbestrittenermassen sind vorliegend Vermögensreduktionen in den Jahren 2000 bis 2009 zu 

beurteilen gewesen. Eine Anwendung von Art. 11a ELG fällt gemäss Abs. 3 Übergangsbe-

stimmung zur Änderung vom 22. März 2019 (EL-Reform) ELG ausser Betracht. Entsprechend 

fehlt es an einer Grundlage, einen zulässigen Vermögensverbrauch von mindestens 10 Pro-

zent pro Jahr zu berücksichtigen. Diese neurechtliche Regelung basiert auf Art. 11a Abs. 3 

ELG, einer auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbaren Bestimmung. 

Massgeblich ist die altrechtliche Gesetzesnorm aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG (vorne E. 4.3.2). Ob 

ein massgeblicher Vermögensverzicht vorliegt, bestimmt sich demnach nach aArt. 11 Abs. 1 

lit. g ELG, wobei zur Konkretisierung auf die Verwaltungsweisung Rz. 3532.09-12 WEL (vorne 

E. 4.3.4) abzustellen ist. Es ist unerheblich, dass sich die Weisung in dieser Fassung nicht auf 

aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG, sondern auf den erst per 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Art. 11a 

Abs. 2 ELG bezieht. Die Verwaltungsweisung hat in diesem Punkt keine Änderung der bishe-

rigen Praxis gemäss aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG zur Folge und kann entsprechend auch analog 

auf die altrechtliche Bestimmung angewendet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_667/2021 vom 17. Mai 2022 E. 7.2 f.). Sie stellt eine überzeugende Konkretisierung der 

rechtlichen Vorgaben zur Bemessung des Vermögensverzichts gemäss der bis 31. Dezember 

2020 geltenden Rechtslage dar und kann deshalb berücksichtigt werden, ohne dass dies einer 

unzulässigen Anwendung noch nicht in Kraft getretenen Rechts gleichkommt. Dabei ist dem 

Beschwerdeführer der Nachweis offen gestanden, dass kein tatbeständlicher Vermögensver-

zicht vorlag bzw. er nicht ohne rechtliche Verpflichtung oder ohne adäquate Gegenleistung auf 

Vermögen verzichtet hat. Die rechtskonforme Anwendung von aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG auf 

den vorliegenden Sachverhalt stellt keine unzulässige «Lebensführungskontrolle» dar. Der 

Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet. 

 

5.  

5.1  

Die Ausgleichskasse nahm im angefochtenen Einspracheentscheid – nach Würdigung der 

vom Beschwerdeführer im Einspracheverfahren neu geltend gemachten Auslagen (Ziffn. 1-7, 

S. 7-11) – folgende abzugsfähige Auslagen an (Zusammenfassung Ziff. 8, S. 11): 

 

 

 

10 │ 18 

 

Jahr Ausgaben (in Fr.) Summe (in Fr.) 

2000 18'206.55 + 41'000 59'205.55 

2001 111'936.30 + 5'380 + 5'220 + 5026.63 + 3'773.45 131'336.38 

2002 5'380 + 2'413 + 5'624 + 5'426.39 + 2'162 + 3'184.80 24'189.19 

2003 
98'468.60 + 75'000 + 2'462.75 + 7'232.70 + 11'449 + 500 + 3'730 +  

12'146.83 + 3'605 + 5'701.24 + 2'369.52 + 2'715.79 225'381.43 

2004 6'254.80 + 12'790.23 + 1'620 + 1'436.40 + 6'001.14 + 2'250.32 + 2'319.68 32'672.57 

2005 13'833.89 + 1'620 + 1'436.40 16'890.29 

2006 14'733.24 + 1'620 + 1'324 17'677.24 

2007 1620 + 1'324 2'944.00 

2008 7'918.53 + 3'860.76 + 3'439.85 + 1'620 + 1'324 18'163.14 

2009 13'043.53 + 1'324 14'367.53 

 

Die Ausgleichskasse erwog weiter, dass sich der Stand des Vermögens per Stichtag 31.12 

des jeweiligen Jahres aus dem Wert der privaten Liegenschaften und den Wertschriftengutha-

ben abzüglich der privaten Schulden zusammensetze. Der unbelegte Vermögensrückgang 

betrage dementsprechend was folgt (Ziff. 9.1, S. 11 f.): 

 

Jahr 
Vermögensstand  

per 

Vermögen  

(in Fr.) 

Vermögensrückgang  

im laufenden Jahr (in Fr.) 

1999 31.12.1999 1'293'664 - 

2000 31.12.2000 875'462 418'202 

2001 31.12.2001 612'918 262'544 

2002 31.12.2002 299'369 313'549 

2003 31.12.2003 0 299'369 

2004 31.12.2004 491'558 
-491'558 

(kein Rückgang) 

2005 31.12.2005 243'778 247'780 

2006 31.12.2006 230'995 12'783 

2007 31.12.2007 105'366 125'629 

2008 31.12.2008 -6'285 111'651 

2009 31.12.2009 224'109 
-230'394 

(kein Rückgang) 

 

Das Einkommensdefizit ergebe sich aus dem Pauschalbetrag für den Lebensunterhalt 

(Rz. 3532.12 WEL) nach Abzug des Einkommens gemäss Steuerveranlagungen. Mit dem Ein-

kommensdefizit werde der Fehlbetrag zur Deckung des Lebensunterhalts mittels Vermögens 

festgelegt. Ein Vermögensverzehr werde dadurch berücksichtigt (Ziff. 9.2, S. 12): 

 

11 │ 18 

 

Jahr 

Tatsächliches Einkommen 

(Renten-/Erwerbseinkom-

men und Vermögensertrag 

Vorjahr (in Fr.) 

Pauschalbedarf für den Lebensunterhalt 

(5.3 x der Betrag für den allgemeinen Le-

bensbedarf einer alleinstehenden Person 

[vgl. Rz. 3532.12 WEL i.V.m. Anhang 8 

WEL]; in Fr.) 

Differenz 

(Einkommensdefizit; 

in Fr.) 

2000 9'082 16'460 x 5.3 = 87'238 78'156 

2001 62'898 16'880 x 5.3 = 89'464 26'566 

2002 99'196 16'880 x 5.3 = 89'464 Kein Defizit 

2003 42'438 17'300 x 5.3 = 91'690 49'252 

2005 -6'279 17'640 x 5.3 = 93'492 99'771 

2007 950 18'140 x 5.3 = 96'142 95'192 

2008 3'941 18'140 x 5.3 = 96'142 92'201 

2009 35'598 18'720 x 5.3 = 99'216 63'618 

 

Die Höhe des Verzichts ergebe sich aus der Verrechnung des Vermögensrückgangs mit dem 

Defizit und den belegten Ausgaben. Hinzuzurechnen seien allfällige Pensionskassenbezüge 

(Ziff. 9.3, S. 12): 

Jahr 

Vermögensrück-

gang im laufen-

den Jahr (in Fr.) 

Einkom-

mensdefizit 

(in Fr.) 

Belegte 

Ausgaben 

(in Fr.) 

Kapitalbezug (in 

Fr.) 

Vermögensverzicht aus unbe-

legtem Vermögensrückgang 

(Vermögensrückgang minus 

Einkommensdefizit und Ausga-

ben plus Kapitalbezug; in Fr.) 

2000 418'202 78'156 59'205.55 - 280'840.45 

2001 262'544 26'566 131'336.38 - 104'641.62 

2002 313'549 Kein Defizit 24'189.19 - 289'359.81 

2003 299'369 49'252 225'381.43 - 24'735.57 

2005 247'780 99'771 16'890.29 - 131'118.71 

2007 125'629 95'192 2'944.00 - 27'493.00 

2008 111'651 92'201 18'163.14 57'590.60 

(Säule 3a UBS) 

58'277.46 

2009 -230'394 

(kein Rückgang) 

63'618 14'367.53 326'795.35 

(Lebensversi-

cherung Win-

terthur) abzgl. 

Zinsbetrag 

18'415.82 

 

Zuletzt erwog die Ausgleichskasse, es seien die hiervor aufgeführten Verzichte aus unbeleg-

tem Vermögensverbrauch entsprechend der Regelung von aArt. 17a ELV jährlich um 

Fr. 10'000.– zu reduzieren. Der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des erstmaligen Verzichts 

(2000) sei dabei unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu 

übertragen (demnach 2001) und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern (also erstmals 

ab 2002). Für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen sei der verminderte Betrag 

12 │ 18 

 

am 1. Januar des Bezugsjahres (2022) massgebend (vgl. aArt. 17a ELV, Rz. 3531.02 WEL 

[Ziff. 10, S. 12 f.]): 

Jahr 
Verzicht nach jährlicher Amorti-

sation von Fr. 10'000 (in Fr.) 
Berechnung (in Fr.) 

2000 280'840.45 - 

2001 385'482.07 280'840.45 + 104'641.62 

2002 664'841.88 385'482.07 + 289'359.81 abzgl. 10'000 Amortisation 

2003 679'577.45 664'841.88 + 24'735.57 abzgl. 10'000 Amortisation 

2004 739'857.45 679'577.45 + 70'280 (Liegenschaftsverkauf) 

abzgl. 10'000 Amortisation 

2005 860'976.16 739'857.45 + 131'118.71 abzgl. 10'000 Amortisation 

2006 850'976.16 860'976.16 abzgl. 10'000 Amortisation 

2007 868'469.16 850'976.16 + 27'493 abzgl. 10'000 Amortisation 

2008 917'046.62 868'469.16 + 58'577.46 abzgl. 10'000 Amortisation 

2009 925'462.44 917'046.62 + 18'415.82 abzgl. 10'000 Amortisation 

2010 915'462.44 925'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2011 905'462.44 915'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2012 895'462.44 905'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2013 885'462.44 895'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2014 875'462.44 885'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2015 865'462.44 875'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2016 855'462.44 865'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2017 845'462.44 855'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2018 835'462.44 845'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2019 825'462.44 835'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2020 815'462.44 825'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2021 805'462.44 815'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2022 795'462.44 805'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

2023 785'462.44 795'462.44 abzgl. 10'000 Amortisation 

 

Die Ausgleichskasse schlussfolgert, der Vermögensverzicht betrage im Ergebnis per 1. Januar 

2022 Fr. 795'462.44 und per 1. Januar 2023 Fr. 785'462.44. Der Verzichtsbetrag liege damit 

– ohne Berücksichtigung allfälliger weiterer in den Jahren 2010-2022 erfolgten und bislang 

nicht überprüften Vermögensverzichte und allenfalls noch vorhandenen Vermögens – über der 

Vermögensschwelle von Fr. 200'000.–. Da die Vermögensschwelle überschritten worden sei, 

sei das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 15. Februar 2023 zu Recht abgewiesen worden 

(Ziff. 11, S. 13). 

 

 

13 │ 18 

 

5.2  

Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde (Ziff. 3.3, S. 9-15) unter Auflage weite-

rer Urkundenbeweise (BF-Bel. 2-15) auf den Standpunkt, es seien zusätzlich als abzugsfähige 

Auslagen zu berücksichtigen für das Jahr 

− 2000: Fr. 9'572.40 (Prämien deutsche Krankenversicherung; BF-Bel. 4); 

− 2000: Fr. 4'184.– (Prämien Kranken- und Unfallversicherung Ehemann; BF-Bel. 5); 

− 2000: Fr. 1'436.– (Prämien Kranken- und Unfallversicherung Ehefrau; BF-Bel. 5); 

− 2000: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2000: Fr. 36'029.– (Kauf PW; BF-Bel. 8); 

− 2000: Fr. 19'715.50 (Kosten Wohnung Florida; BF-Bel. 15); 

− 2001: Fr. 8'184.13 (Prämien deutsche Krankenversicherung; BF-Bel. 4); 

− 2001: Fr. 1'436.– (Prämien Kranken- und Unfallversicherung Ehefrau; BF-Bel. 5); 

− 2001: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2001: Fr. 2'312.50 (Kosten Kredit Coutts; BF-Bel. 9); 

− 2001: Fr. 4'320.83 (Kosten Kredit Coutts; BF-Bel. 9); 

− 2001: Fr. 3'968.50 (Kosten Wohnung Florida; BF-Bel. 15); 

− 2002: Fr. 9'168.76 (Prämien deutsche Krankenversicherung; BF-Bel. 4); 

− 2002: Fr. 1'436.– (Prämien Kranken- und Unfallversicherung Ehefrau; BF-Bel. 5); 

− 2002: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2002: Fr. 1'739.65 (Kosten Kredit Coutts; BF-Bel. 9); 

− 2002: Fr. 171.66 (Kosten Kredit Coutts; BF-Bel. 9); 

− 2002: Fr. 3'968.50 (Kosten Wohnung Florida; BF-Bel. 15); 

− 2003: Fr. 1'436.– (Prämien Kranken- und Unfallversicherung Ehefrau; BF-Bel. 5); 

− 2003: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2003: Fr. 5'906.70 (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10); 

− 2003: Fr. 4'543.70 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 11); 

− 2003: Fr. 3'968.50 (Kosten Wohnung Florida; BF-Bel. 15); 

− 2004: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2004: Fr. 73'051.– (Wertverlust Wohnung; BF-Bel. 7); 

− 2004: Fr. 8'800.– (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10); 

− 2004: Fr. 6'711.90 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 11); 

− 2005: Fr. 49'992.– (Darlehenskosten; BF-Bel. 2); 

− 2005: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

14 │ 18 

 

− 2005: Fr. 8'800.– (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10); 

− 2005: Fr. 8'546.90 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 12); 

− 2006: Fr. 12'000.– (Reisekosten CH-USA; BF-Bel. 6); 

− 2006: Fr. 8'800.– (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10); 

− 2006: Fr. 890.65 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 12); 

− 2006: Fr. 916.40 (Anwaltskosten; BF-Bel. 13); 

− 2006: Fr. 1'750.– (Gerichtskosten; BF-Bel. 14); 

− 2007: Fr. 15'223.96 (Prämien deutsche Krankenversicherung; BF-Bel. 4); 

− 2007: Fr. 6'691.10 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 12); 

− 2008: Fr. 5'831.35 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 3); 

− 2008: Fr. 17'820.– (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10); 

− 2009: Fr. 8'982.03 (Verlust Personengesellschaft C.__; BF-Bel. 3); 

− 2009: Fr. 10'204.65 (Kosten Kredit CS; BF-Bel. 10). 

Die weiteren Aspekte der Vermögensverzichtsberechnung der Ausgleichskasse beanstandet 

der Beschwerdeführer nicht.  

Der Beschwerdeführer verlangt, es seien die abzugsfähigen Ausgaben unter Berücksichtigung 

der mit Beschwerde vorgebrachten Positionen neu zu ermitteln bzw. die Berechnung entspre-

chend neu vorzunehmen. Der Ergänzungsleistungsanspruch ab 1. September 2022 sei erneut 

zu prüfen. 

 

5.3  

Die einschlägigen Gesetzesgrundlagen wurden an anderer Stelle bereits erläutert (vgl. E. 4.3). 

Darauf wird verwiesen. 

 

5.4  

Ob die vom Beschwerdeführer hier nachträglich geltend gemachten Auslagen abzugsfähig 

sind, kann an dieser Stelle offenbleiben. Selbst wenn sämtliche Auslagepositionen zum Abzug 

zugelassen würden, resultierte für die Jahre 2022 bzw. 2023 ein Vermögensverzicht von 

Fr. 423'215.10 (2022) resp. Fr. 413'215.10 (2023).  

15 │ 18 

 

Die hypothetische Berechnung sähe wie folgt aus: 

Jahr Ausgaben (in Fr.; zusätzliche Ausgaben kursiv) Summe (in Fr.) 

2000 18'206.55 + 41'000 + 9'572.40 + 4'184 + 1'436 + 12'000 + 36'029 + 19'715.50 142'143.45 

2001 111'936.30 + 5'380 + 5'220 + 5026.63 + 3'773.45 + 8'184.13 + 1'436 + 12'000 

+ 2'312.50 + 4'320.83 + 3'968.50 

163'558.34 

2002 5'380 + 2'413 + 5'624 + 5'426.39 + 2'162 + 3'184.80 + 9'168.76 + 1'436 + 12'000 

+ 1'739.65 + 171.66 + 3'968.50 

52'673.76 

2003 98'468.60 + 75'000 + 2'462.75 + 7'232.70 + 11'449 + 500 + 3'730 + 12'146.83 

+ 3'605 + 5'701.24 + 2'369.52 + 2'715.79 + 1'436 + 12'000 + 5'906.70 

+ 4'543.70 + 3'968.50 

253'236.33 

2004 6'254.80 + 12'790.23 + 1'620 + 1'436.40 + 6'001.14 + 2'250.32 + 2'319.68 

+ 12'000 + 73'051 + 8'800 + 6'711.90 

133'235.47 

2005 13'833.89 + 1'620 + 1'436.40 + 49'992 + 12'000 + 8'800 + 8'546.90 96'229.19 

2006 14'733.24 + 1'620 + 1'324 + 12'000 + 8'800 + 890.65 + 916.40 + 1'750 42'034.29 

2007 1620 + 1'324 + 15'223.96 + 6'691.10 24'859.06 

2008 7'918.53 + 3'860.76 + 3'439.85 + 1'620 + 1'324 + 5'831.35 + 17'820 41'814.49 

2009 13'043.53 + 1'324 + 8'982.03 + 10'204.65 33'554.21 

 

Jahr Vermögensstand per Vermögen (in Fr.) Vermögensrückgang im laufenden Jahr (in Fr.) 

1999 31.12.1999 1'293'664 - 

2000 31.12.2000 875'462 418'202 

2001 31.12.2001 612'918 262'544 

2002 31.12.2002 299'369 313'549 

2003 31.12.2003 0 299'369 

2004 31.12.2004 491'558 
-491'558  

(kein Rückgang) 

2005 31.12.2005 243'778 247'780 

2006 31.12.2006 230'995 12'783 

2007 31.12.2007 105'366 125'629 

2008 31.12.2008 -6'285 111'651 

2009 31.12.2009 224'109 
-230'394  

(kein Rückgang) 

 

Jahr 

Tatsächliches Einkommen 

(Renten-/Erwerbseinkom-

men und Vermögensertrag 

Vorjahr (in Fr.) 

Pauschalbedarf für den Lebensunterhalt 

(5.3 x der Betrag für den allgemeinen Le-

bensbedarf einer alleinstehenden Person 

[vgl. Rz. 3532.12 WEL i.V.m. Anhang 8 

WEL]; in Fr.) 

Differenz 

(Einkommensdefizit; 

in Fr.) 

2000 9'082 16'460 x 5.3 = 87'238 78'156 

2001 62'898 16'880 x 5.3 = 89'464 26'566 

2002 99'196 16'880 x 5.3 = 89'464 Kein Defizit 

2003 42'438 17'300 x 5.3 = 91'690 49'252 

2005 -6'279 17'640 x 5.3 = 93'492 99'771 

2007 950 18'140 x 5.3 = 96'142 95'192 

2008 3'941 18'140 x 5.3 = 96'142 92'201 

2009 35'598 18'720 x 5.3 = 99'216 63'618 

16 │ 18 

 

 

Jahr 

Vermögensrück-

gang im laufen-

den Jahr (in Fr.) 

Einkom-

mensdefizit 

(in Fr.) 

Belegte 

Ausgaben 

(in Fr.) 

Kapitalbezug (in 

Fr.) 

Vermögensverzicht aus unbe-

legtem Vermögensrückgang 

(Vermögensrückgang minus 

Einkommensdefizit und Ausga-

ben plus Kapitalbezug; in Fr.) 

2000 418'202 78'156 142'143.45 - 197'902.55 

2001 262'544 26'566 163'558.34 - 72'419.66 

2002 313'549 Kein Defizit 52'673.76 - 260'875.24 

2003 299'369 49'252 253'236.33 - - 

2005 247'780 99'771 96'229.19 - 51'779.81 

2007 125'629 95'192 24'859.06 - 5'577.94 

2008 111'651 92'201 41'814.49 57'590.60 

(Säule 3a UBS) 

35'226.11 

2009 -230'394 

(kein Rückgang) 

63'618 33'554.21 326'795.35 

(Lebensversi-

cherung Win-

terthur) abzgl. 

Zinsbetrag 

9'433.79 

 

Jahr 
Verzicht nach jährlicher Amorti-

sation von Fr. 10'000 (in Fr.) 
Berechnung (in Fr.) 

2000 197'902.55 - 

2001 270'322.21 197'902.55 + 72'419.66 

2002 521'197.45 270'322.21 + 260'857.24 abzgl. 10'000 Amortisation 

2003 511'197.45 521'197.45 abzgl. 10'000 Amortisation 

2004 501'197.45 511'197.45 abzgl. 10'000 Amortisation 

2005 542'977.26 501'197.45 + 51'779.81 abzgl. 10'000 Amortisation 

2006 532'977.26 542'977.26 abzgl. 10'000 Amortisation 

2007 528'555.20 532'977.26 + 5'577.94 abzgl. 10'000 Amortisation 

2008 553'781.31 528'555.20 + 35'226.11 abzgl. 10'000 Amortisation 

2009 553'215.10 553'781.31 + 9'433.79 abzgl. 10'000 Amortisation 

2010 543'215.10 553'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2011 533'215.10 543'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2012 523'215.10 533'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2013 513'215.10 523'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2014 503'215.10 513'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2015 493'215.10 503'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2016 483'215.10 493'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2017 473'215.10 483'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2018 463'215.10 473'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2019 453'215.10 463'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2020 443'215.10 453'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

17 │ 18 

 

2021 433'215.10 443'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2022 423'215.10 433'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

2023 413'215.10 423'215.10 abzgl. 10'000 Amortisation 

 

Jedenfalls würde die Vermögensschwelle von Fr. 200'000.– selbst dann überschritten, wenn 

alle vom Beschwerdeführer geltend gemachten Auslagen zum Abzug zugelassen würden. Die 

Gewährung von Ergänzungsleistungen fällt bereits aus diesen Gründen ausser Betracht.  

 

6.  

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023 erweist sich im Ergebnis als rech-

tens. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet und demzufolge abzuweisen. 

 

7.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG und Art. 18 Prozesskostengesetz 

[PKoG; NG 261.2]). Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf Parteientschä-

digung (Art. 61 lit. g ATSG). 

18 │ 18 

 

Demgemäss erkennt das Verwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde vom 10. Juli 2023 wird abgewiesen. 

 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

4. [Zustellung]. 

 

 

Stans, 20. November 2023 

VERWALTUNGSGERICHT NIDWALDEN 

Sozialversicherungsabteilung 

Die Vizepräsidentin 

 

 

 

lic. iur. Barbara Brodmann 

Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

MLaw Silvan Zwyssig Versand:     

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Schweizerischen Bundesgericht, 

Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht 

werden (Art. 82 ff. i.V.m. Art. 90 ff. BGG). Die Beschwerde hat die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal-

ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angeführten Urkunden sind beizulegen, 

soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Für den Fristenlauf gilt Art. 44 ff. BGG.