# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 264f256e-f6e8-5abe-bc3e-53edced53cde
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.09.2010 D-8392/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8392-2007_2010-09-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8392/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richterin Claudia Cotting-Schalch, 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X.______,
Sri Lanka,
vertreten durch lic. iur. Martin Neidhart, Advokat und 
Notar, substituiert durch lic. iur. Andreas Iten, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
2. November 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8392/2007

Sachverhalt:

A.
Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer,  ein  aus 
B._______,  C._______,  stammender  srilankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer Ethnie mit  letztem Wohnsitz in D._______ respektive Co-
lombo,  seinen  Heimatstaat  im  Mai  2007  auf  dem  Luftweg.  Über 
E._______, F._______, G._______ und ihm unbekannte Länder sei er 
am  18. September  2007  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die 
Schweiz gelangt. Am gleichen Tag stellte er  im H._______ ein Asyl-
gesuch.  Nach  der  Kurzbefragung  vom  25. September  2007  im 
H._______  und  der  direkten  Anhörung  durch  das  BFM  vom 
18. Oktober  2007  wurde  der  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 
22. Oktober 2007 für den Aufenthalt während des Asylverfahrens dem 
Kanton I._______ zugewiesen.

Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen  aus,  bis  im  Jahre  J._______  an  der  Universität  von 
K._______ studiert  zu haben. In den Jahren (...)  bis (...)  habe er an 
den Pongutamil-Veranstaltungen teilgenommen und im Vorfeld jeweils 
Werbung gemacht. So habe er Flyers sowie Plakate aufgehängt und 
die Bevölkerung über die Wichtigkeit dieses Anlasses informiert. Auch 
habe  er  am  Märtyrertag  und  an  anderen  kulturellen  Festen  teil -
genommen. Ferner habe er sich im Vorfeld der Wahlen der Jahre (...) 
und  (...)  als  Wahlhelfer  engagiert  und  sei  für  die  Kandidaten  der 
L._______ respektive der M._______ auf Stimmenfang gegangen. Die 
Armee  habe  diese  Sachen  beobachtet  und  Angaben  über  die 
Universitätsstudenten gesammelt, um sie anschliessend zu verwarnen. 
Anlässlich  von  Razzien  im  (...)  und  N._______  seien  ihre 
Identitätskarten  eingesammelt  worden.  Die  Angehörigen  des  Dorfes 
seien zum Tempel gebracht, dort verhört und einem Kopfnicker vorge-
führt  worden.  Er  sei  dabei  nicht  weiter  verdächtigt  worden.  Im 
N._______ seien Angehörige der Armee bei ihm zu Hause erschienen 
und hätten ihn wegen seiner Aktivitäten befragt und geschlagen. Man 
habe  ihm mitgeteilt,  dass  er  eine  Vorladung  erhalten  werde  und  zu 
ihrem Camp kommen müsse, ansonsten er getötet würde. Da seines 
Wissens  Leute  in  diesem  Camp  umgebracht  würden,  habe  er  sich 
gleich  am  nächsten  Tag  aus  Angst  um  sein  Leben  zu  seinem  in 
D._______  lebenden  Onkel  begeben,  wo  er  sich  eine  Zeit  lang 
aufgehalten  habe.  Danach  sei  er  über  B._______  nach  O._______ 
gereist. Von dort sei er nach Colombo weitergereist und habe zunächst 

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–  von  den  Behörden  registriert  –  während  (...)  Monate  bei  seiner 
P._______ und anschliessend in einer Lodge gewohnt. Am Y._______ 
seien Angehörige der Polizei, des Criminal Investigation Departements 
(CID) und der Armee im Rahmen einer Razzia auch zum Haus seiner 
P._______ gekommen und hätten ihn zunächst zur (...) Polizeistation 
gebracht,  wo  ein  First  Information  Report  (FIR)  erstellt  und  er 
anschliessend in eine Zelle gebracht worden sei. Danach sei er in die 
(...)  Polizeistation  gebracht  worden,  wo  man  ihn  fotografiert, 
vermessen  und  Videoaufnahmen  von  ihm  gemacht  habe. 
Anschliessend hätten ihn ungefähr zehn Angehörige des CID befragt. 
Am  gleichen  Abend  habe  man  ihn  wieder  zur  (...)  Polizeistation 
zurückgebracht  und  die  Fingerabdrücke  abgenommen.  Nach  zwei 
Tagen sei er gegen eine Bürgschaft, die seine P._______ organisiert 
habe, wieder freigelassen worden. Nach diesem Vorfall  habe er sich 
(...) Monate angemeldet in einer Lodge aufgehalten, wo er wiederholt 
im Rahmen von Razzien kontrolliert  worden sei. Schliesslich habe er 
sich  aus Angst  um sein  Leben zur  Ausreise  entschlossen,  da er  so 
weder  in  K._______  noch  in  Colombo  habe  leben  können.  Auf  die 
weiteren Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

B.  
B.a Mit Verfügung vom 2. November 2007 – eröffnet am 12. November 
2007 –  lehnte  das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers  ab 
und  ordnete  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz  an.  Zur  Begrün-
dung führte es aus, dass seine Vorbringen weder den Anforderungen 
an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) noch denjenigen an die Glaubhaftig-
keit  gemäss  Art.  7  AsylG  genügten. Ausserdem sei  der  Vollzug  der 
Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich.

B.b Am 30. November 2007 wurde die dem BFM retournierte Original-
verfügung vom 2. November 2007 per Express erneut an die Adresse 
des Beschwerdeführers verschickt.

C.
Mit  Eingabe  vom  11.  Dezember  2007  beantragte  der  Beschwerde-
führer  die vollumfängliche Aufhebung der  vorinstanzlichen Verfügung 
vom 2. November  2007,  die  Zuerkennung der  Flüchtlingseigenschaft 
sowie die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei die Unzulässigkeit so-
wie  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und 

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die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In formeller Hinsicht beantragte 
er, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen res-
pektive ihm zu gestatten, den Entscheid in der Schweiz abzuwarten. 
Es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs.  1 
und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie eine angemessene Nach-
frist  zur  ausführlichen  Begründung  der  Beschwerde  zu  gewähren. 
Überdies sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. 
Auf die Begründung und die eingereichten Beweismittel wird - soweit 
entscheidwesentlich - in den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  17. Dezember 
2007 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt,  dass er  den Ausgang 
des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Es wurde festgestellt, 
dass  die  an  seine  aktuelle  Adresse  zugestellte  Verfügung  des  BFM 
vom 2. November 2007 von der Post mit dem Vermerk "Nicht abgeholt"  
an den Absender retourniert worden sei. Die Verfügung gelte gemäss 
Art. 12 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 20 Abs. 3 VwVG nach Ablauf der or -
dentlichen siebentägigen Abholfrist per 12. November 2007 als rechts-
gültig  eröffnet  und  demzufolge  sei  die  formgültige  Beschwerde  vom 
12. Dezember  2007  rechtzeitig  eingereicht  worden.  Deshalb  würden 
sich  weitere  Abklärungen  und  Erörterungen  über  die  Zustell-  bezie-
hungsweise Eröffnungsmodalitäten im Zusammenhang mit  der nach-
träglichen Sendung der angefochtenen Verfügung an den Beschwerde-
führer  beziehungsweise  an  dessen  Rechtsvertreter  erübrigen.  Dem 
Beschwerdeführer wurde die Möglichkeit eingeräumt, innert sieben Ta-
gen ab Erhalt der Zwischenverfügung eine Beschwerdeergänzung ein-
zureichen, wobei bei ungenutztem Fristablauf aufgrund der bestehen-
den Akten entschieden werde. Die Behandlung der Gesuche um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
und  2  VwVG sowie  um Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses wurde auf einen Zeitpunkt nach fristgemässem Eingang der 
Beschwerdeergänzung verwiesen.

E.
Mit  Eingabe  vom 27. Dezember  2007  reichte  der  Beschwerdeführer 
eine Beschwerdeergänzung zu den Akten.

F.
Mit  Zwischenverfügung vom 21. Januar  2008 wurde die Behandlung 

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des  Gesuchs  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG auf den Endentscheid verwiesen 
und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet.

G.
Mit  Eingabe  vom 21. Januar  2008  legte  der  Beschwerdeführer  eine 
Fürsorgebestätigung des (...) vom 17. Januar 2008 ins Recht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht 
ist  daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art.  105 AsylG; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise Änderung. Er ist  daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art. 48  Abs. 1, 
Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

1.4 Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in 
der  Regel  in  der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen 
(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG).

1.5 Gemäss Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-
führung des Schriftenwechsels verzichtet.

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1.6 Auf  den  Antrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wir-
kung ist mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, da die Be-
schwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung  hat  (vgl. 
Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde 
die aufschiebende Wirkung nicht entzog.

2.  
2.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tra-
gen (Art. 3 AsylG).

2.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden 
(Art. 7 AsylG).

3.  
3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung des ablehnenden Asylent-
scheides im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer mache geltend, 
im  N._______  von  Angehörigen  der  Armee,  des  CID  und  von Anti-
LTTE-Gruppen  bedroht  worden  zu  sein.  Im  Dorf  habe  es  Razzien 
gegeben. Ein Freund von ihm sei getötet worden. In Colombo sei er 
am Y._______ festgenommen und für  zwei  Tage inhaftiert  gewesen. 
Ferner  hätten  in  Lodges  Personenkontrollen  stattgefunden.  Diese 
Vorbringen seien jedoch nicht plausibel. So würden die Schilderungen 
des  Vorfalls  im N._______  nicht  den  Eindruck  hinterlassen,  der  Be-
schwerdeführer habe tatsächlich im Zentrum des Geschehens gestan-
den, zumal die Darstellungen als pauschal zu werten seien. So habe 
er auf Nachfragen zu jenem Verhör lediglich damit geantwortet, er sei 

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gefragt worden, ob er Student wäre. Sie hätten gewusst, dass er Ver-
anstaltungen organisiert habe. Er sei geschlagen und mit dem Tod be-
droht worden. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers vermöch-
ten aber nicht zu überzeugen, da in dieser Form Vorbringen von jeder 
beliebigen Person gemacht werden könnten. Es erstaune, dass keine 
persönlichen  Erlebnisse  und  Eindrücke  einfliessen  würden,  und  die 
Angaben  erschöpften  sich  in  allgemeinen  Ausführungen  über  Field 
Bike Groups. Auch den Antworten auf weitere Nachfragen, insbeson-
dere  zum Moment,  als  die  angeblichen Peiniger  abgelassen  hätten, 
fehlten anschauliche und nachvollziehbare Hinweise, die auf real Er-
lebtes  schliessen  lassen  könnten. Die  Angabe,  er  sei  auf  Singhale-
sisch mit  einem Übersetzer nach Organisatoren der Veranstaltungen 
gefragt worden, sei ebenso lediglich als vage und allgemein zu taxie-
ren und somit unsubstanziiert. Gerade zu jenem Ereignis, welches den 
Beschwerdeführer zum Weggang nach Colombo veranlasst habe, wä-
ren anschauliche und substanziierte Angaben zu erwarten gewesen. 
Vorliegend  würden  Realkennzeichen  wie  spezifische  und  subjektive 
Wahrnehmungen fehlen,  die insbesondere bei  Asylgesuchstellern ty-
pisch seien, die tatsächlich Erlebtes vorbringen würden. Die oberfläch-
lichen und unsubstanziierten Vorbringen würden darauf schliessen las-
sen, dass er lediglich Vorbringen aus bekannten Ereignissen konstru-
iere, womit diese nicht geglaubt werden könnten.

Für das BFM stelle sich ferner die Frage, ob sich der Beschwerdefüh-
rer tatsächlich in einem solchen Mass für Veranstaltungen und Wahlen 
eingesetzt  habe,  dass  die  Behörden  auf  ihn  aufmerksam geworden 
wären. So gelinge es ihm nicht,  in den Protokollen übereinstimmend 
anzugeben, für welche Partei er sich an den Wahlen eingesetzt habe. 
Zudem verwende er mit der Angabe M._______ eine nicht tatsachen-
gerechte  Abkürzung  für  ein  tamilisches  Parteienbündnis,  womit  sich 
die  Zweifel  erhärten  würden,  der  Beschwerdeführer  habe  sich 
tatsächlich in asylrelevanter Weise für die Parteien eingesetzt. Die in 
seiner  Stellungnahme  angeführte  Antwort,  wonach  er  während  der 
Befragung  zur  Person  nervös  gewesen  sei,  vermöge  in  dieser  als 
stereotyp  zu  erachtenden  Form  nicht  zu  überzeugen.  Als 
nachgeschoben zu qualifizieren sei die Angabe, er habe in den Jahren 
(...) und (...) Pongutamil-Veranstaltungen organisiert und im Jahre (...) 
an  einer  solchen teilgenommen. An der  Befragung zur  Person habe 
der Beschwerdeführer klar nur eine Teilnahme an der Veranstaltung im 
Jahre (...)  erwähnt. Mit  seiner diesbezüglichen Stellungnahme könne 
er aber die Zweifel des BFM an seinem Engagement nicht beseitigen. 

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Vielmehr  dränge  sich  auch  hier  die  Einschätzung  auf,  der 
Beschwerdeführer  konstruiere  aus  einem  allgemein  bekannten 
Hintergrund eigene Vorbringen.

Im Übrigen seien die Asylvorbringen auch nicht als asylrelevant zu er -
achten. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer von den geltend ge-
machten  wieder  entflammten  bürgerkriegsähnlichen Ereignissen  und 
Unruhen  im Norden  Sri  Lankas  betroffen  gewesen  sei  und  ihm da-
durch die Möglichkeit  einer gesicherten Lebensführung gefehlt  habe, 
stelle keinen asylrechtliche relevanten Nachteil  gemäss Art. 3 AsylG 
dar. Des Weiteren handle es sich sowohl bei der geltend gemachten 
Festnahme  am  Y._______  als  auch  bei  den  Haus-  und  Personen-
kontrollen in den Lodges jeweils um Routinevorkommnisse durch sri-
lankische Behörden von geringer Eingriffsdauer und -intensität, in de-
ren Folge dem Beschwerdeführer offensichtlich keine weiteren Nach-
teile erwachsen seien. So sei die jeweilige Beschränkung der Bewe-
gungsfreiheit nur von verhältnismässig kurzer Dauer gewesen, welche 
keine Zwangslage zu verschaffen vermöge. Dass der Beschwerdefüh-
rer seiner P._______ nicht zur Last habe fallen wollen, sei als ein Be-
weggrund rein persönlicher Natur zu werten und vermöge daher keine 
Asylrelevanz zu begründen. Ebenso wenig könne er aus der Situation 
seines  Freundes  für  sich  eine  Asylrelevanz  herleiten.  Schliesslich 
könnten auch die Vorbringen der Razzien im Dorf keine asylrechtliche 
Relevanz begründen, da er sich diesen durch den Wegzug nach Co-
lombo entzogen habe.

Die Darlegungen seien unsubstanziiert und realitätsfremd, somit könn-
ten diese nicht  geglaubt  werden. Im Rahmen einer antizipierten Be-
weiswürdigung  sei  aufgrund  der  Aussagen  zu  schliessen,  dass  den 
angekündigten Beweismitteln keine asylrelevante Beweiskraft  zukom-
me. Demzufolge  vermöchten  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
weder  die  Anforderungen  an die  Glaubhaftigkeit  noch  diejenigen  an 
die Flüchtlingseigenschaft zu erfüllen.

3.2 Dagegen wendete  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmittel-
eingabe vom 11. Dezember 2007 und der ergänzenden Beschwerde-
begründung vom 27. Dezember 2007 im Wesentlichen ein, die Abwei-
sung seines Asylgesuches stütze sich auf eine willkürliche Würdigung 
des  Sachverhaltes  ab  und  die  Vorinstanz  habe  seine  Aussagen  zu 
Unrecht  als  unglaubhaft  qualifiziert.  Weiter  sei  die  Verneinung  der 
Asylrelevanz von Ereignissen, auf welche er sich berufe, in Verletzung 

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von Bundesrecht geschehen.

Zur  Glaubhaftigkeit  seiner  Aussagen  sei  vorweg  festzuhalten,  dass 
diese gemäss Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 7 nur in Abrede gestellt wer-
den  könne,  wenn  klare  Aussagen  im  Empfangszentrum  in  wesentli-
chen Punkten der Asylbegründung von späteren Aussagen diametral 
abweichen würden, oder wenn bestimmte Ereignisse oder Befürchtun-
gen, welche später als zentrale Asylgründe genannt würden, nicht be-
reits im Empfangszentrum ansatzweise erwähnt würden. Er habe den 
Ablauf der Ereignisse kohärent und widerspruchsfrei dargelegt. Dass 
er bei den persönlichen Befragungen keine literarischen Ausführungen 
gemacht habe, könne ihm nicht zum Nachteil gereichen. Immerhin ha-
be er in seiner Heimat mit den Behörden derart  traumatisierende Er-
fahrungen gemacht, dass er sich zur Flucht entschlossen und auf eine 
– dank seiner guten Ausbildung – gesicherte Zukunft verzichtet habe. 
Da sei es nur verständlich und nicht als Schutzbehauptung zu werten, 
wenn er angebe, bei den Befragungen nervös gewesen zu sein, und in 
seinen Ausführungen eher knapp geblieben sei. Immerhin habe er zum 
Vorfall  im N._______ angeben können, dass seine Mutter und seine 
Schwester anwesend gewesen seien und diese geweint und geschrien 
hätten. Es könne ihm daher nicht vorgehalten werden, wenn er die ihm 
gestellten Fragen sachlich und auf das Wesentliche beschränkt beant-
wortet habe.

Zum Vorhalt widersprüchlicher Angaben zu seinen Teilnahmen an den 
Pongutamil-Veranstaltungen  sei  ebenso  wenig  ein  Widerspruch  er-
sichtlich. Er sei bei der Erstbefragung aufgefordert worden, nur sum-
marisch Auskunft zu geben, und darauf hingewiesen worden, dass ei-
ne ausführliche Befragung folgen werde. So habe er den Beginn sei -
nes Engagements für die Pongutamil-Veranstaltungen im Wissen da-
rum erwähnt, dass er später noch ausführlicher darüber befragt werde. 
Im Übrigen sei die Anzahl der Teilnahmen an den Veranstaltungen gar 
nicht als relevant für seine spätere Bedrohung zu erachten, sondern 
das Engagement an und für sich. Es handle sich bei der Erwähnung 
lediglich einer Teilnahme anlässlich der Erstbefragung also nicht ein-
mal um einen Widerspruch, sondern allenfalls um eine Unvollständig-
keit in einem nicht wesentlichen Punkt. Jedenfalls sei dieser Umstand 
sicherlich  nicht  geeignet,  die  Glaubhaftigkeit  seiner  Aussagen  zu 
schmälern. Soweit das BFM an einem tatsächlichen politischen Enga-
gement seiner Person zweifle, weil er einmal ein Engagement für die 

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L._______ und dann ein solches für die M._______ erwähnt habe, sei 
entgegenzuhalten, dass die L._______ nicht eine andere Partei als die 
M._______, sondern ein Teil derselben sei. Deshalb könne auch hier 
nicht  ohne  Willkür  von  einem  Widerspruch  gesprochen  werden.  Er 
selber  habe  bereits  anlässlich  der  Erstbefragung  die  M._______ 
gemeint;  es  könne  jedoch  dahingestellt  bleiben,  ob  die  Unklarheit 
bezüglich  der  genauen  Bezeichnung  der  Partei  aufgrund  seiner 
Nervosität  oder  aufgrund  eines Missverständnisses des  Übersetzers 
zustande gekommen sei. Als Zwischenergebnis sei festzuhalten, dass 
die Vorinstanz den Sachverhalt  willkürlich gewürdigt habe, indem sie 
seinen  Aussagen die  Glaubhaftigkeit  abgesprochen habe. Es sei  ihr 
nicht  gelungen,  relevante  Widersprüche  in  seinen  Antworten  zu 
bezeichnen,  weshalb  von seinen  Darlegungen  ausgegangen werden 
müsse.

Das BFM habe sich weiter materiell zur Asylrelevanz seiner Vorbringen 
geäussert. In diesem Zusammenhang sei den vorinstanzlichen Ausfüh-
rungen entgegenzuhalten, dass die Eingriffe der srilankischen Sicher-
heitskräfte nicht derart  banal gewesen seien, wie von der Vorinstanz 
dargestellt  werde.  Immerhin  sei  er  mehrfach  geschlagen  und  auch 
über längere Zeit festgehalten worden. Hinzu komme, dass auch Ein-
griffe, die für  sich betrachtet  nicht  besonders schwer wiegten,  durch 
die  Regelmässigkeit  ihres  Vorkommens einen derart  starken psychi-
schen Druck auf  die  Betroffenen ausüben könnten,  dass nicht  mehr 
von leichten Eingriffen die Rede sein könne. Im Weiteren verkenne die  
Vorinstanz, dass neben den tatsächlichen Eingriffen in die nach Art. 3  
Abs. 2 AsylG geschützten Rechtsgüter bereits eine begründete Furcht, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, ausreichend sei für die Zu-
erkennung der Flüchtlingseigenschaft. Aus seinen Ausführungen gehe 
einhellig hervor, dass er jeweils nur durch Glück oder Zufall schweren 
Sanktionen entgangen sei. Auch in Colombo wäre er nicht in Sicher-
heit gewesen, sondern wäre verhaftet und verschleppt worden, sobald 
seine Vergangenheit an der Universität K._______ mit Teilnahmen und 
Organisation  der  Pongutamil-Veranstaltungen  sowie  seinem 
politischen Engagement  bekannt  geworden wäre. Es habe also eine 
begründete  Furcht  bestanden,  dass  er  aufgrund  seiner  politischen 
Gesinnung einer Gefährdung von Leib und Leben sowie seiner Freiheit 
ausgesetzt gewesen wäre.

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4.  
4.1 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person 
die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nach -
teile  von  bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise  mit  be-
achtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft berechtigter-
weise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter, in 
Art. 3 Abs. 1 AsylG aufgezählter  Verfolgungsmotive zugefügt  worden 
sind  beziehungsweise  zugefügt  zu  werden  drohen,  ohne  dass  im 
Heimatstaat effektiver Schutz geboten würde (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 
E. 10 S. 201 ff.). Begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 
Abs. 1 AsylG liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, 
letztere hätte sich – aus Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtli-
cher  Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zeit  verwirklicht  bezie-
hungsweise werde sich – auch aus heutiger Sicht – mit  ebensolcher 
Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft  verwirklichen.  Eine  bloss 
entfernte  Möglichkeit  künftiger  Verfolgung  genügt  nicht;  es  müssen 
konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt  der erwarteten – und 
aus  einem der  vom Gesetz  aufgezählten  Motive  erfolgenden  –  Be-
nachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht da-
vor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen. Massgeblich 
kann indessen nicht allein sein, was ein vernünftig denkender, beson-
nener  Mensch angesichts  geschehener  oder  drohender  Verfolgungs-
handlungen zu Recht empfunden hätte. Vielmehr ist diese rein objekti-
ve Betrachtungsweise zusätzlich durch das von der betroffenen Person 
selbst bereits Erlebte und das Wissen um Konsequenzen in vergleich-
baren Fällen zu ergänzen. Dabei hat  eine Person,  die bereits früher 
staatlicher Verfolgung ausgesetzt war, objektive Gründe für eine aus-
geprägtere Furcht,  selbst wenn die frühere Verfolgung für sich allein 
mangels der erforderlichen Intensität keine flüchtlingsrechtliche Rele-
vanz aufweisen sollte (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., EMARK 
2004 Nr. 1 E. 6a S. 9). Die erlittene Verfolgung beziehungsweise die 
begründete Furcht vor künftiger Verfolgung muss zudem sachlich und 
zeitlich kausal für die Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat 
und grundsätzlich auch im Zeitpunkt des Asylentscheids noch aktuell  
sein. Im Übrigen muss feststehen, dass die von einer Verfolgung be-
drohte asylsuchende Person über keine innerstaatliche Fluchtalternati-
ve verfügt (vgl. zum Ganzen EMARK 2005 Nr. 7 E. 7.1 S. 69 f. mit wei-
teren Hinweisen).

4.2 Der Beschwerdeführer führt  an,  er sei  von den srilankischen Si-
cherheitskräften mehrfach geschlagen und über längere Zeit festgehal-

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ten  worden,  und  macht  in  diesem Zusammenhang  eine  begründete 
Furcht vor künftiger Verfolgung durch die srilankischen Behörden gel-
tend.

Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer angeführten und von der Vor-
instanz bestrittenen Vorfalls im N._______, anlässlich welchem er be-
fragt, geschlagen und bedroht worden sei und welcher für seine Flucht 
nach Colombo kausal gewesen sein soll, ist mit der Vorinstanz einig zu 
gehen,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  diesbezüglich  nicht  gelingt, 
diesen  Vorfall  in  den  wesentlichen  Punkten  hinreichend  konkret  zu 
begründen, dieser mithin gemäss Art. 7 AsylG nicht als glaubhaft er -
achtet werden kann. So lassen sich in den Vorbringen jedes effektiv 
Verfolgten hinsichtlich der angeführten Verfolgungssituation respektive 
der  erlebten  Geschehnisse  erfahrungsgemäss  zahlreiche  Realkenn-
zeichen (so insbesondere Detailreichtum der Schilderung, freies asso-
ziatives Erzählen, Interaktionsschilderung sowie inhaltliche Besonder-
heiten) finden. Die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers 
zum Vorfall im N._______ wirken jedoch in ihrer Gesamtheit – entge-
gen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Ansicht – aufgrund der 
stereotypen und unsubstanziierten Ausführungen aufgesetzt und kon-
struiert,  lassen  somit  überwiegend  Realkennzeichen  vermissen, 
weshalb  davon  auszugehen  ist,  dass  er  diesbezüglich  einen  nicht 
selber  erlebten  Sachverhalt  vorgetragen  hat  und  somit  seine 
Schilderungen nicht  geglaubt werden können. Insbesondere ist  nach 
Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts eine Diskrepanz in der Dichte 
zwischen  den  Schilderungen  zum Vorfall  im  N._______  und  zu  den 
Vorkommnissen  mit  den  Sicherheitskräften  in  Colombo  deutlich 
ersichtlich,  vermag  doch  der  Beschwerdeführer  nicht  einmal  das 
genaue  Datum  dieses  so  tiefgreifenden  und  offenbar  sein  weiteres 
Verhalten  bestimmenden  Vorfalles  im  N._______  zu  benennen.  An 
dieser  Einschätzung vermag auch der  in  der  Beschwerde gemachte 
Einwand,  wonach  er  den  Ablauf  der  Ereignisse  kohärent  und 
widerspruchsfrei  dargelegt  habe und  es  ihm nicht  zum Nachteil  ge-
reichen  könne,  dass  er  bei  den  persönlichen  Befragungen  keine 
literarischen  Ausführungen  gemacht  habe,  zumal  er  bei  den  Be-
fragungen nervös gewesen und in seinen Ausführungen eher  knapp 
geblieben sei, nichts zu ändern. Es ist zwar einzuräumen, dass Asyl-
bewerber eine gewisse Nervosität  in den für sie wichtigen Befragun-
gen empfinden mögen. Die vom BFM festgestellten Ungereimtheiten 
lassen sich indessen nicht  mit  einer solchen Nervosität  erklären. So 
hat ein Asylbewerber grundsätzlich nur eigene Erlebnisse zu schildern 

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und  braucht  nicht  komplizierte  theoretische  oder  abstrakte  Er-
örterungen  anzustellen.  Da  lediglich  selber  Erlebtes  wiederzugeben 
ist, darf erwartet werden, dass der Sachverhalt wiederholt übereinstim-
mend, detailliert  und mit  inhaltlichen Besonderheiten sowie persönli-
chen  Eindrücken  versehen  wiedergegeben  werden  kann,  zumal  es 
sich  bei  den  geschilderten  Vorkommnissen  im  N._______  um  ein-
schneidende Ereignisse handelt, die erfahrungsgemäss besonders gut 
im Gedächtnis  haften bleiben. Zudem ist  nicht  nachvollziehbar, dass 
der Beschwerdeführer anlässlich der Razzien im (...) und N._______ 
(Verhöre  der  Dorfbewohner  bei  einem Tempel;  Vorführung  vor  einen 
Kopfnicker)  unentdeckt  geblieben  sein  soll,  um  im  gleichen  Monat 
N._______ von Militärangehörigen zu Hause aufgesucht und bedroht 
zu werden. 

Soweit  der Beschwerdeführer anführt,  er sei  während seines Aufent-
haltes in Colombo im Rahmen von Razzien der Sicherheitskräfte ver-
schiedentlich kontrolliert und einmal während zweier Tage zwecks Ab-
klärung seiner Identität und Befragung, festgehalten worden, sind die-
se  Sachverhaltselemente  vor  dem Hintergrund  der  Bekämpfung des 
Terrorismus der LTTE durch die srilankische Armee zu sehen. Derarti-
gen Massnahmen kommt indessen bereits aufgrund ihrer Eingriffsdau-
er und Intensität in der Regel kein Verfolgungscharakter zu. Darüber 
hinaus zielen die Personenkontrollen einzig darauf ab, die Infiltrierung 
von  LTTE-Kämpfern  in  die  Zivilgesellschaft  zu  unterbinden,  was  in 
asylrechtlicher  Hinsicht  keine relevante Verfolgungssituation darstellt. 
In Bezug auf den Beschwerdeführer stellen die geschilderten Vorfälle 
– entgegen der in der Beschwerdeschrift dargelegten Ansicht – somit 
noch  keine  ernsthaften  Nachteile  im  Sinne  des  Gesetzes  dar. Zwar 
handelt es sich bei der angeführten zweitägigen Haft des Beschwerde-
führers  vom  Y._______  auf  zwei  verschiedenen  Polizeiposten  in 
Colombo  um einen  Eingriff  in  seine  persönliche  Freiheit.  Die  relativ 
kurze Haftdauer und die Haftumstände – insbesondere werden keine 
Eingriffe  in  die  körperliche  Integrität  geltend  gemacht  –  vermögen 
jedoch keinen Nachteil  von asylbeachtlicher Intensität zu begründen. 
Das Gleiche gilt  insbesondere auch für die vorgebrachten Personen-
kontrollen  des  Beschwerdeführers,  als  dieser  angemeldet  in  einer 
Lodge in Colombo wohnhaft war.

Die zweitägige Haft sowie die wiederholten Personenkontrollen stellen 
auch keine objektiven Anhaltspunkte  für  eine begründete  Furcht  vor 
künftiger  Verfolgung dar. Den Schilderungen  des Beschwerdeführers 

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lassen sich keine Hinweise auf konkrete Umstände entnehmen, wel-
che auf  eine drohende  Verfolgung in  absehbarer  Zukunft  schliessen 
lassen würden. So wurde er nach der Haft ohne Anklageerhebung mit 
der einzigen Auflage, die Stadt nicht  zu verlassen respektive im An-
schluss an die Kontrollen mit der Aufforderung, in die Heimatstadt zu-
rückzukehren, entlassen, was dafür spricht, dass die srilankischen Be-
hörden  in  der  Person  des  Beschwerdeführers  kein  Sicherheitsrisiko 
gesehen haben, und er somit keine weitere Verhaftung zu befürchten 
hat. Die geschilderten Umstände der Verhaftung – er sei im Rahmen 
einer  grossen  Razzia  kontrolliert  und  wegen  seiner  Herkunft  aus 
K._______ als Verdächtiger mitgenommen worden (vgl. A5/20, S. 14) 
–   deuten  auf  eine  zum  damaligen  Zeitpunkt  gängige 
Personenkontrolle  hin,  was  keine  gezielte  Verfolgung  darstellt.  Auch 
nach  der  Niederlage  der  LTTE haben  die  srilankischen  Behörden  – 
namentlich  im  Grossraum  Colombo  –  die  Sicherheitsmassnahmen 
nicht gelockert. Daher laufen aufgrund der angespannten Lage in Sri 
Lanka Angehörige der tamilischen Volksgruppe nach wie vor Gefahr, 
überall  und  jederzeit  von  srilankischem  Sicherheitspersonal  einer 
minuziösen  Personenkontrolle  unterzogen  und  öfters  auch  für 
eingehendere Abklärungen auf den Posten mitgenommen oder in ein 
Armeecamp beordert zu werden. Diese Massnahmen stellen jedoch – 
wie  erwähnt  –  aufgrund  der  mangelnden  Zielgerichtetheit  und 
Intensität keinen asylrelevanten Nachteil  dar. Dem Beschwerdeführer 
kann somit insgesamt keine objektiv begründete Furcht vor zukünftiger 
Verfolgung durch die srilankischen Behörden zuerkannt werden.

Gegen  eine  (allenfalls  andauernde)  staatliche  Verfolgung  des 
Beschwerdeführers spricht letztlich auch der Umstand, dass er seinen 
Heimatstaat legal mit seinem eigenen Reisepass über den Flughafen 
Colombo verlassen konnte (vgl. act. A1/9, S. 3 und 6).

An  dieser  Einschätzung  vermögen  auch  die  auf  Beschwerdeebene 
eingereichten Beweismittel, die sich in pauschaler Weise zur allgemei-
nen  Situation  in  K._______  und  den  Studenten  der  dortigen 
Universität  im  Jahre  (...)  sowie  einer  Bedrohung  des 
Beschwerdeführers  durch  einen  unbekannten  Mann  äussern, 
angesichts obiger Feststellungen nichts zu ändern. Zudem können die 
aus kirchlichen Kreisen stammenden Bestätigungen teilweise nicht in 
Übereinstimmung  mit  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  im 
vorliegend  zu  beurteilenden  Asyl(beschwerde)verfahren  gebracht 

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werden,  weshalb  diesen  insgesamt  keine  relevante  Beweiskraft 
beigemessen werden kann.

4.3 Zusammenfassend folgt,  dass der Beschwerdeführer die Voraus-
setzungen  zur  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt.  
Die  Vorinstanz hat  daher  das Asylbegehren zu Recht  abgelehnt. Es 
erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in der Eingabe des Be-
schwerdeführers  einzugehen,  da  sie  an  dieser  Würdigung  nichts  zu 
ändern vermögen.

5.  
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

6.
6.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.2
6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei -
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

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Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwer-
deführer – wie rechtskräftig feststeht – nicht gelungen ist,  eine asyl-
rechtlich  erhebliche  Gefährdung  glaubhaft  zu  machen,  kann  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rück-
führung  des  Beschwerdeführers  in  seinen  Heimatstaat  ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien, 
Urteil  vom 28. Februar  2008,  Beschwerde Nr. 37201/06,  §§ 124 bis 
127,  mit  weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechts-
situation  in  Sri  Lanka  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen 
Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der 
Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völ-
kerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.3
6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 

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Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

6.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur 
Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener Asyl-
suchender tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der dies-
bezüglich festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer innerstaatli-
chen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für 
srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  der  Nord- 
oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender 
Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen 
Beziehungsnetzes  sowie  die  Aussicht  auf  eine  gesicherte  Einkom-
mens-  und  Wohnsituation  voraus  (a.a.O.,  E. 7.6.2).  Für  srilankische 
Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus dem Grossraum Colom-
bo oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges Fa-
milien- oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkreten Unter-
kunftsmöglichkeit rechnen können, ist grundsätzlich von der Zumutbar-
keit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diese  Gebiete  auszugehen,  wobei 
die Dauer der Landesabwesenheit  mitzuberücksichtigen ist; je kürzer 
der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zurückliegt, 
desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines tatsächlichen 
familiären  oder  sozialen  Beziehungsnetzes  zu  stellen  (a.a.O., 
E. 7.6.1).

Seit Erlass des vorstehend zitierten Grundsatzurteils hat sich die Si-
cherheitssituation in Sri Lanka eher verschlechtert. Die Behörden ha-
ben namentlich im Grossraum Colombo die  Sicherheitsmassnahmen 
erneut  verschärft.  Das  Risiko,  als  Tamile  willkürlichen  Verhaftungen 
und Ausweisungen ausgesetzt  zu  sein,  ist  weiter  gestiegen. Ausser-
dem haben die Behörden in Bezug auf Personen tamilischer Ethnie of-
fenbar neue Formen der Registrierung eingeführt, da namentlich aus 
dem Norden und Osten zugezogene Tamilen in Colombo als ernsthaf-
tes Sicherheitsrisiko angesehen werden. Obwohl die srilankische Re-
gierung  Ende  Mai  2009  den  militärischen  Sieg  über  die  tamilischen 
Rebellen verkündet hat,  ist  im heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht 
klar,  ob  der  seit  rund  26  Jahren  schwelende  Bürgerkrieg  damit  tat -
sächlich zu Ende ist. Ebenfalls offen ist die Frage, was der militärische 

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Sieg der Regierung für die Tamilen konkret bedeutet und wie sich die 
allgemeine Sicherheits- und Menschenrechtslage in Sri  Lanka in Zu-
kunft entwickeln wird (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
D-4125/2006 vom 16. Februar 2010 E. 10.2.3 mit weiteren Hinweisen).

6.3.3 Der Beschwerdeführer stammt aus der C._______ von Sri Lanka 
(B._______),  weshalb  eine  Rückkehr  dorthin  angesichts  der  oben 
skizzierten Rechtsprechung als nicht zumutbar zu erachten ist.

6.3.4 Zu prüfen bleibt demnach, ob für den Beschwerdeführer im Sü-
den des Landes respektive im Grossraum Colombo eine innerstaat li-
che Aufenthaltsalternative besteht,  was das Vorliegen besonders be-
günstigender  Faktoren  wie  die  Existenz  eines  tragfähigen  familiären 
oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicher-
te Einkommens- und Wohnsituation voraussetzt.

Das Bestehen einer solchen innerstaatlichen Aufenthaltsalternative ist 
vorliegend zu bejahen. Gemäss seinen eigenen Angaben sollen sich in 
Colombo verschiedene (...) aufhalten, wobei er bei P._______ während 
(...)  Monate behördlich angemeldet  auch gewohnt habe und die ihm 
vor der Ausreise behilflich gewesen sein soll (vgl. act. A5/20, S. 4 ff.  
und  S. 15).  Insgesamt  hielt  sich  der  Beschwerdeführer  vor  seiner 
Ausreise während knapp (...) Monaten in Colombo auf und war jeweils  
behördlich registriert. Somit ist vorliegend davon auszugehen, dass er 
in  Colombo  mehrere  mit  ihm  verwandte  Personen  hat,  wobei  diese 
ebenfalls  in  eine  Familie  eingebunden  sein  dürften.  Da  der 
Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Aussagen  während  seines 
Aufenthaltes  in  Colombo  von  einem  in  Q._______  lebenden  (...), 
seinem in R._______ lebenden (...)  und seiner in der S._______ le-
benden (...)  finanziell  unterstützt worden sei und ihm diese auch bei 
der Finanzierung der Ausreise behilflich gewesen sein dürften (vgl. act. 
A5/20,  S.  6),  kann  angenommen  werden,  dass  er  im  Fall  einer 
Rückkehr nach Colombo erneut mit ihrer Hilfe rechnen kann. Im Wei-
teren schloss der Beschwerdeführer ein Studium ab und spricht neben 
Tamilisch die englische Sprache, womit er über eine gute Grundlage 
zur  eigenen  Existenzsicherung  verfügt  (vgl.  act.  A1/9,  S.  2).  Dem 
Beschwerdeführer ist  es ausserdem zuzumuten, sich um eine Arbeit 
zu bemühen, was er offenbar während seines Aufenthaltes in Colombo 
willentlich unterliess (vgl. act. A5/20,  S. 7). Den Akten können keine 
gesundheitlichen Probleme entnommen werden und gestützt auf seine 
Angaben ist er jung und ungebunden. In Anbetracht dieser Umstände 

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ist es dem Beschwerdeführer zuzumuten, in den Grossraum Colombo 
zurückzukehren und sich dort niederzulassen. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung – auch 
in Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Sri Lanka – als zumutbar.

6.4 Schliesslich  obliegt  es  dem Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

6.5 Insgesamt  ist  der  durch  die  Vorinstanz  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  bestätigen. Die  Vorinstanz  hat  diesen  zu  Recht  als 
zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt 
eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme ausser  Betracht  (Art.  83 
Abs. 1-4 AuG).

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist.

8.
8.1 Eine Partei,  die nicht  über  die  erforderlichen Mittel  verfügt,  wird 
auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern 
ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer 
Rechte notwendig ist, wird der Partei ein Anwalt bestellt  (vgl. Art. 65 
Abs. 1 und 2 VwVG).

8.2 Der  Beschwerdeführer  ist  seit  Juni  2008  erwerbstätig,  weshalb 
davon auszugehen ist, er sei nicht bedürftig gemäss von Art. 65 Abs. 1 
VwVG. Deshalb  ist  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen.

8.3 Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im  Sinne 
von Art. 65 Abs. 2 VwVG ist  mangels Erfüllung der Voraussetzungen 
von Art. 65  Abs. 1 VwVG ebenfalls  abzuweisen. Zudem stellten  sich 
auch keine komplizierten Sach- und Rechtsfragen, welche besondere 
Kenntnisse beziehungsweise eine anwaltliche Vertretung als notwen-

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dig erscheinen liessen. Aus diesen Gründen ist dem Begehren um Bei-
gabe eines Anwaltes ebenfalls nicht stattzugeben.

8.4 Bei  diesem Ausgang des Verfahrens wird  der  Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Die Kosten des Verfahrens 
sind auf  insgesamt  Fr. 600.--  festzusetzen (Art.  1-3  des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung so-
wie um Beigabe eines Anwaltes werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 
(per Kurier; in Kopie)

- T._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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