# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ea2b566-68fb-5c8b-baa7-9d408484a076
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.06.2019 UV 2017/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-65_2019-06-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/65

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.09.2019

Entscheiddatum: 18.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2019
Art. 6 UVG. Art. 19 Abs. 2 UVG. Bejahung eines Unfalls bei umstrittenem 
Hergang des Ereignisses. Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen keine 
unfallkausalen Beschwerden mehr vor, der Status quo sine war erreicht 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 
2019, UV 2017/65).

Entscheid vom 18. Juni 2019

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber;

Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.

UV 2017/65

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Taggeldleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als Kundenmalerin tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Am 18. Juni 2015 meldete die 

Arbeitgeberin der Suva, die Versicherte habe am 25. Mai 2015 im Haus schnell zur 

Haustüre gewollt und sei dabei mit dem Fuss gegen eine Stufe im Gang gestossen 

(Suva-act. 1). Die am 25. Mai 2015 erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ 

diagnostizierten ein Distorsionstrauma des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) Grad 

II. Die Röntgenuntersuchung ergab keine ossäre Läsion (vgl. Suva-act. 123). Die Ärzte 

attestierten der Versicherten bis zum 31. Mai 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

und verschrieben ihr eine Orthese sowie Analgesie. Zudem empfahlen sie eine 

Stockentlastung (Suva-act. 116). Die Suva entrichtete Taggelder und kam für die 

Kosten der Heilbehandlung auf (vgl. Schreiben vom 3. September 2015; Suva-act. 9).

A.b Aufgrund persistierender Beschwerden veranlasste die behandelnde Dr. med. 

D.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, weitere bildgebende Abklärungen im Spital 

C.___ (vgl. Suva-act. 115). Ein am 11. Juni 2015 erstelltes MRI des OSG rechts ergab 

eine schräg verlaufende Os naviculare-Fraktur, eine Distorsion der am lateralen 

Fragment ansetzenden, kontinuitätserhaltenden Tibialis-posterior-Sehne, eine Bone 

bruise am Lisfranc-Gelenk II-IV Strahl sowie einen Zustand nach Distorsion der 

Peroneussehne in den distalen Anteilen (Suva-act. 14). Eine CT des rechten Fusses 

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vom 27. Juli 2015 brachte deutliche Zeichen der enostalen Knochenreparation zur 

Darstellung, der ehemalige Frakturspalt war nur noch als feine Mehrsklerosierung 

sichtbar. Im Übrigen zeigte sich bei erheblicher Inaktivitätsosteopenie ein 

altersentsprechender, unauffälliger ossärer Befund ohne Nachweis weiterer knöcherner 

Verletzungen (Suva-act. 13). Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 25. August 2015, er habe 

am 8. Juli 2015 die Behandlung der Versicherten übernommen und eine erneute 

Ruhigstellung mittels Aircast verordnet. Nach Sistierung des Aircast und 

Normalisierung der Mobilisation im Normalschuh bestehe weiterhin eine deutliche 

Belastungseinschränkung des rechten Fusses. Die immer noch arbeitsunfähige 

Versicherte sei auf Gehstöcke angewiesen (Suva-act. 12).

A.c  Dr. med. F.___, Oberarzt mbF Radiologie, Spital C.___, erstellte am 2. September 

2015 ein MRI des OSG rechts. Er beurteilte, bei Status nach Navicularefraktur finde 

sich noch ein Restödem, welches bis zu sechs Monate als normal angesehen werden 

könne. Auffallend sei eine fleckige Knochenstruktur im Sinne einer 

Inaktivitätsosteopenie. Es liege keine Läsion der Bänder im OSG, aber eine ältere 

Läsion in der distalen Syndesmose mit Partialriss des vorderen Syndesmosenbandes 

vor (Suva-act. 11).

A.d Am 16. September 2015 berichtete die Versicherte gegenüber der Suva, sie sei am 

25. Mai 2015 zu Hause die Treppe hochgerannt, auf der letzten Stufe gestolpert und 

dann mit der rechten Fussspitze "in ein Regal geknallt". Sie sei mittlerweile im 

Aufbautraining, habe aber noch gesundheitliche Einschränkungen am Fuss rechts. Vor 

ein paar Jahren habe sie am linken Fuss mit demselben Knochen Probleme gehabt, 

welche sich nun aufgrund der Mehrbelastung verschlimmert hätten. Am linken Fuss 

stehe der Knochen an der Fuss-Innenseite etwas heraus und bereite ihr momentan 

eigentlich mehr Probleme als der rechte Fuss (Suva-act. 16).

A.e  Suva-Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH, 

untersuchte die Versicherte am 12. Oktober 2015 und liess Röntgenbilder beider Füsse 

erstellen. Tags darauf hielt er als Diagnosen einen Status nach axialem 

Stauchungstrauma am 25. Mai 2015 des rechten Fusses mit Os naviculare-Fraktur 

rechts undisloziert mit konservativer Therapie, mit persistierenden Schmerzen des Os 

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cuneiforme rechts und einer nicht unfallbedingten Tibialis-posterior-Tendinopathie links 

fest. Sollte der von ihm verordnete orthopädische Schuh eine Schmerzreduktion 

bringen, empfehle er einen Arbeitsversuch mit maximal 50% (Suva-act. 43, vgl. Suva-

act. 44).

A.f Am 16. Oktober 2015 teilte die Suva der Versicherten mit, bezüglich der geltend 

gemachten Beschwerden am Fuss links bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 25. Mai 2015. Die Suva sei für die genannten 

Beschwerden demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 46).

A.g Auf Zuweisung von Dr. E.___ wurde die Versicherte am 30. Oktober 2015 in der 

Klinik H.___ untersucht. Die zuständige Ärztin hielt gleichentags fest, bezüglich der 

beklagten Beschwerden in der Lisfranc-Linie auf der rechten Seite scheine lediglich 

eine funktionelle Störung vorzuliegen. Insgesamt sei das Unfallereignis für das 

Ausmass der Verletzung auf der rechten Seite relativ gering gewesen. Es sei zu 

überlegen, ob gegebenenfalls eine Vitamin D-Stoffwechselstörung vorliege. Für die 

linke Seite sei durchaus eine Operationsindikation zur Entfernung des Os tibiale 

externum gegeben (Suva-act. 51)

A.h Vom 19. November bis 10. Dezember 2015 befand sich die Versicherte stationär in 

der Rehaklinik Bellikon. Die dort behandelnden Ärzte listeten in ihrem Austrittsbericht 

vom 14. Dezember 2015 als Diagnosen den Unfall vom 25. Mai 2015, eine Osteopenie, 

ein schmerzhaftes Os tibiale externum links, einen Vitamin-D Mangel sowie einen 

Status nach leichtgradiger depressiver Episode bzw. Erschöpfungssyndrom im 

Frühling 2015 auf. Bei Austritt hätten belastungsabhängige Schmerzen am Vorderfuss, 

der distalen Tibia und dem Malleolus medialis rechts, belastungsverstärkte Schmerzen 

und eine Schwellung am Rückfuss links, eine belastungsabhängige diskrete 

Schwellung am Vorderfuss rechts und am Rückfuss links sowie eine eingeschränkte 

Belastbarkeit, allesamt regredient, vorgelegen. Die angestammte Tätigkeit als 

Kundenmalerin sei der Versicherten aktuell nicht zumutbar. Aus unfallkausaler Sicht sei 

eine adaptierte Tätigkeit ganztags möglich (Suva-act. 73)

A.i Die behandelnden Ärzte der Klinik H.___ berichteten am 12. Januar 2016, bezüglich 

des rechten Fusses hätten sich die Beschwerden gut stabilisiert, lediglich bei Druck 

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von plantar gebe die Versicherte Schmerzen medialseitig an und es bestehe etwas 

Ausstrahlung in die distale Region vom Malleolus medialis. Die Beschwerden auf der 

rechten Seite schienen lediglich von einer Verspannung der Fussbinnenmuskulatur 

herzurühren. Auf der linken Seite seien die Beschwerden unverändert und eine 

Operation geplant (Suva-act. 77).

A.j Dr. G.___ führte am 25. Januar 2016 eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung 

durch. Tags darauf beurteilte er in Kenntnis eines am 25. Januar 2016 erstellten MRI 

des Fusses rechts (vgl. Suva-act. 82), die Unfallfolgen seien geheilt. Die intermittierend 

noch bestehenden Beschwerden rechts seien nicht mit der kleinen Fraktur am dorsalen 

lateralen Eck des Os cuneiforme zu erklären. Seitens der Unfallfolgen bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit zu 100% per sofort, weitere diesbezügliche Therapien seien nicht nötig 

(Suva-act. 83).

A.k  Mit Verfügung vom 2. Februar 2016 stellte die Suva die Leistungen per 15. Februar 

2016 ein und verneinte den Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer 

Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung (Suva-act. 85).

A.l Am 8. Februar 2016 gewährte die IV-Stelle der Versicherten Berufsberatung und 

Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (Suva-act. 87).

B.   

B.a  Die Versicherte liess am 26. Februar 2016 gegen die Verfügung vom 2. Februar 

2016 Einsprache erheben (Suva-act. 88). Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. 

Gallen, begründete diese namens der Versicherten am 8. April 2016 (Suva-act. 97).

B.b Am 17. März 2016 hatte sich die Versicherte in der Klinik H.___ einer Exzision des 

Os tibiale externum links unterzogen (Suva-act. 92). Die behandelnden Ärzte 

berichteten am 29. April 2016 über keinerlei Beschwerden am operierten linken Fuss, 

jedoch einen dringenden Verdacht auf ein Tarsaltunnelsyndrom rechts. Die Überlastung 

des rechten Fusses sei durch die Teilbelastung des linken Fusses erklärbar. Die 

Reizung sei in der Zwischenzeit so stark, dass eine neurologische Diagnostik in die 

Wege geleitet werde. Sie attestierten der Versicherten bis zum 12. Mai 2016 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-act. 104). Am 30. Mai 2016 hielten sie fest, die 

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Versicherte habe berichtet, ähnliche Beschwerden wie aktuell im rechten Fuss 

bestünden schon seit dem initialen Trauma im Mai 2015. Sie empfahlen eine 

probatorische Infiltrationsbehandlung des Tarsaltunnels rechts (Suva-act. 106).

B.c  Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen am 21. Juli 

2016 ab, da sich die Versicherte dazu entschieden habe, eine ein Jahr dauernde 

Passerelle zu absolvieren (Suva-act. 108).

B.d Die Versicherte wurde am 25. November 2016 auf Veranlassung der Helsana-

Gruppe durch Dr. med. J.___ und prakt. med. K.___, beide FMH Orthopädische 

Chirurgie, untersucht. Diese befanden in ihrem Bericht vom 1. Dezember 2016, die 

Notwendigkeit zur chirurgischen Sanierung des linken Fusses sei der Entlastung 

rechtsseitig und somit direkt den Unfallfolgen vom 25. Mai 2015 geschuldet. 

Rechtsseitig seien die noch bestehenden Beschwerden auf das Unfallereignis 

zurückzuführen. Es handle sich um einen protrahierten Heilungsverlauf nach Fraktur 

des Os naviculare bei bestehendem Rückfussvalgus. Derzeit sei im angestammten 

Beruf als Malerin keine Arbeitsfähigkeit gegeben. Hinsichtlich der laufenden beruflichen 

Umorientierung zur Kunstlehrerin sähen sie bei wechselbelastender Tätigkeit und 

vollständiger Umsetzung der eingeleiteten Therapie keine wirkliche Einschränkung 

(Suva-act. 112).

B.e  Am 17. Januar 2017 gingen die Verlaufseinträge von Dr. D.___ bei der Suva ein. 

Die Versicherte hatte gegenüber dieser am 29. Mai bzw. 5. Juni 2015 ausgeführt, sie 

habe den rechten Vorfuss mit dorsalextendierten Zehen aus Wut gegen eine Türe 

geschlagen. Der Unfallmechanismus gemäss Bericht des Spitals C.___ stimme nicht, 

sie habe dort Angst gehabt, die Wahrheit zu sagen (Suva-act. 115). Kreisarzt Dr. med. 

L.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nahm am 30. Januar 2017 

Stellung zu den neu eingegangen medizinischen Berichten und befand, die Beurteilung 

von Dr. G.___ erweise sich immer noch als korrekt (Suva-act. 118).

B.f Die Suva beauftragte Prof. Dr. med. M.___, Chefarzt Institut für Radiologie und 

Nuklearmedizin am Spital N.___, die bildgebende Diagnostik konsiliarisch zu beurteilen 

(Suva-act. 126). Dieser hielt am 22. März 2017 fest, es habe zweifellos eine Fraktur des 

Os naviculare bestanden, welche anlässlich der MR-Untersuchung vom 11. Juni 2015 

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frisch gewesen und daher mit dem Trauma vom 25. Mai 2015 vereinbar sei. Im Verlauf 

sei eine weitgehende Konsolidation der Fraktur vorhanden (Suva-act. 127). Im Auftrag 

der Suva (vgl. Suva-act. 129) führte Prof. M.___ am 8. Mai 2017 eine CT des rechten 

Fusses durch und beurteilte, es liege eine ausgeprägte Osteopenie im Frakturbereich 

mit noch nachweisbarem nicht-disloziertem, feinem Frakturspalt vor. Formal handle es 

sich um eine verzögerte Frakturheilung. Es liege eine für das Alter auffallende, 

übermässige allgemeine Osteopenie des gesamten Fussskeletts, jedoch ohne 

Hinweise auf eine Progression im Vergleich zur Voruntersuchung vom 27. Juli 2015 vor. 

Im Verlauf bestehe eine etwas progrediente Arthrose im Chopart-Gelenk II (Suva-act. 

132).

B.g Dr. med. O.___, Facharzt für Chirurgie, Kompetenzzentrum für 

Versicherungsmedizin der Suva, beurteilte am 31. Mai 2017, der Status quo sine sei 

bezüglich des rechten Fusses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit am 25. Januar 

2016 erreicht gewesen. Die Beschwerden im Bereich des linken Fusses seien nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 25. Mai 2015 zurückzuführen, 

auch eine Teilkausalität bestehe nicht mit dem Mass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (Suva-act. 133).

B.h Die Suva gewährte dem Rechtsvertreter der Versicherten am 1. Juni 2017 das 

rechtliche Gehör zum neuen Aktenstand (Suva-act. 134), worauf sich dieser nicht 

vernehmen liess. Mit Entscheid vom 3. Juli 2017 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. 135).

B.i Die IV-Stelle sprach der Versicherten mit Verfügung vom 21. August 2017 für die 

Dauer einer Umschulung vom 24. August 2017 bis 7. Februar 2021 ein Taggeld zu 

(Suva-act. 136).

C.   

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Pedergnana, die 

vorliegende Beschwerde vom 4. September 2017. Sie beantragte darin dessen 

Aufhebung und dass die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten sei, 

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ihr bis auf Weiteres (allenfalls bis zum Beginn der Umschulung durch die 

Invalidenversicherung) die erforderlichen Taggeldleistungen zu erbringen. Eventualiter 

seien die Unfallkausalität der gesundheitlichen Einschränkungen und deren Ausmass 

durch ein gerichtliches Gutachten festzustellen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Sie brachte vor, die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, 

wonach die Beschwerden am Fuss links nicht unfallkausal seien, akzeptiere sie. 

Bezüglich des rechten Fusses habe kein krankhafter Vorzustand bestanden und es 

liege kein Status quo sine vor (act. G1).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 3. Juli 2017. Sie machte geltend, das Ereignis vom 25. Mai 

2015 erfülle den Unfallbegriff nicht und es liege keine unfallähnliche Körperschädigung 

vor, weshalb die Leistungspflicht zum vornherein entfalle. Eventualiter bleibe die 

Leistungseinstellung per 15. Februar 2016 infolge Eintritts des Status quo sine korrekt 

(act. G3).

C.c  Mit Replik vom 10. November 2017 liess die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen festhalten und ausführen, es habe sich beim Ereignis vom 25. Mai 2015 um 

einen Unfall gehandelt. Bezüglich des Hergangs des Ereignisses sei auf die Aussagen 

der ersten Stunde abzustellen (act. G7).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 12. Dezember 2017 auf die Einreichung 

einer umfassenden Duplik (act. G9).

Erwägungen

1. 

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

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daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2. 

Streitig und vorliegend zu prüfen ist vorerst, ob es sich beim Ereignis vom 25. Mai 2015 

um einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 1 UVG 

bzw. Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV handelte. Nachdem die 

Beschwerdegegnerin bis 15. Februar 2016 Leistungen erbracht hatte (vgl. Suva-act. 

135), stellte sie sich in ihrer Beschwerdeantwort auf den Standpunkt, es liege weder ein 

Unfallereignis noch ein unfallähnliches Ereignis vor. Auf die Rückforderung der 

erbrachten Leistungen verzichtete sie (act. G3). Diese Vorgehensweise wäre insofern 

nicht zu beanstanden, als der Unfallversicherer gemäss BGE 130 V 380 die Möglichkeit 

hat, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeldern anerkannte 

Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den 

Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. dazu Art. 

53 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]) einzustellen, d.h. den Fall abzuschliessen. Dies mit der Begründung, 

ein versichertes Ereignis liege - bei richtiger Betrachtungsweise - gar nicht vor. Selbst 

wenn man davon ausginge, dass ein Rückkommenstitel notwendig wäre, ist 

festzuhalten, dass - wie sich nachfolgend ergibt -, nachdem die Beschwerdegegnerin 

das Ereignis vom 25. Mai 2015 als Unfall anerkannt hatte, eine neue erhebliche 

Tatsache bekannt wurde und der Unfallbegriff daher i.S.v. Art. 53 Abs. 1 ATSG ohnehin 

frei zu überprüfen ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, 

Art. 53 Rz 41).

2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Wenn eine bestimmte Einwirkung am eigenen Körper absichtlich 

vorgenommen bzw. herbeigeführt wird, liegt kein Unfallereignis vor. Als absichtliches 

Handeln wird dabei grundsätzlich sowohl das vorsätzliche als auch das 

eventualvorsätzliche Vorgehen betrachtet. Die Absicht muss sich auf die Folge des 

Unfallereignisses, nicht jedoch auf dieses selbst beziehen. Es ist dort ein Unfall 

anzunehmen, wo das Ereignis absichtlich vorgenommen wurde, sich die Absicht 

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hingegen nicht auf die in der Folge eingetretene Schädigung bezog. Zu denken ist etwa 

an einen Sachverhalt, wo jemand absichtlich von einer Mauer springt und sich dabei 

unabsichtlich einen Bruch des Sprunggelenks zuzieht (Kieser, a.a.O., Art. 4 Rz 21 f. mit 

Hinweisen; vgl. André Nabold in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Kommentar zum 

Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 N 19).

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den 

Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser 

Kompetenz hat er in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht. So sind gemäss Art. 9 Abs. 

2 UVV die abschliessend (vgl. BGE 116 V 140 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen) 

aufgeführten Körperschädigungen (Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV), sofern sie nicht eindeutig 

auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt. Es handelt sich dabei um 

Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), 

Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und 

Trommelfellverletzungen (lit. h). Das bei einem Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG 

vorausgesetzte Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors ist bei 

den unfallähnlichen Körperschädigungen nicht erforderlich. Hingegen hat das 

Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) in BGE 129 V 467 E. 2.2 seine 

Rechtsprechung gemäss BGE 123 V 43 bestätigt, wonach mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übrigen 

Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs - fehlende Absicht, äusserer Faktor, 

Plötzlichkeit, Schädigung - erfüllt sein müssen.

2.3 Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses 

ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es 

dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 

sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann 

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aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Thomas 

Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, 

§ 70 N. 2 ff., N. 20; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 

Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu Locher/Gächter, 

a.a.O., § 70 N. 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im 

Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht).

2.4 Damit beurteilt werden kann, ob der Vorfall vom 25. Mai 2015 einen Unfall oder ein 

unfallähnliches Ereignis im Rechtssinn darstellt, ist vorweg festzulegen, wie sich das 

Geschehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. Im Bericht über die 

Notfallkonsultation vom 25. Mai 2015 im Spital C.___ ist als Anamnese festgehalten 

"Selbstvorstellung nach Supinationstrauma OSG rechts heute Nachmittag gegen 4 Uhr 

beim Treppen hinuntergehen". Die Arbeitgeberin meldete der Beschwerdegegnerin am 

18. Juni 2015, die Beschwerdeführerin habe im Haus schnell zur Haustüre gewollt und 

sei dabei mit dem Fuss gegen eine Stufe im Gang gestossen (Suva-act. 1). Am 16. 

September 2015 gab die Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin an, 

sie sei zu Hause die Treppe hoch gerannt und auf der letzten Stufe gestolpert, weshalb 

sie dann mit der rechten Fussspitze in ein Regal "geknallt" sei (Suva-act. 16). Ähnliche 

Sachverhaltsdarstellungen sind auch in weiteren aktenkundigen Berichten 

wiedergegeben (vgl. Suva-act. 25, 38, 51, 65). In den erst am 17. Januar 2017 bei der 

Beschwerdegegnerin eingegangenen Verlaufseinträgen von Dr. D.___ findet sich 

jedoch eine abweichende Schilderung. Am 29. Mai 2015 gab die Beschwerdeführerin 

gegenüber Dr. D.___ an, sie habe aus Wut mit dem rechten Vorfuss mit dorsal 

extendierten Zehen gegen eine Türe geschlagen. Am 5. Juni 2015 führte sie sodann 

aus, der im Bericht des Spitals C.___ festgehaltene Unfallmechanismus stimme nicht. 

Sie habe damals Angst gehabt, die Wahrheit zu sagen, da sie aus Wut gegen eine Türe 

getreten habe. Weiter hielt Dr. D.___ fest, die Beschwerdeführerin sei gestresst, 

dünnhäutig, emotional und habe Wutausbrüche (Suva-act. 115). Entsprechend der 

Zuweisung der Hausärztin ist im Bericht über das MRI vom 11. Juni 2015 ein Zustand 

nach Fussstoss mit dorsal extendierten Zehen in eine Türe festgehalten (Suva-act. 14). 

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Auch gegenüber Dr. J.___ gab die Beschwerdeführerin an, sie habe mit dem rechten 

Fuss gegen eine Tür getreten (Suva-act. 112). Wie die Parteien zu Recht vorbringen, 

sind die Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener und zuverlässiger als 

spätere Darstellungen, die von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können (act. G3, G7, BGE 121 V 45, E. 2a). Vorliegend 

hat die Beschwerdeführerin jedoch am 29. Mai 2015, mithin nur vier Tage nach dem 

fraglichen Ereignis, gegenüber ihrer behandelnden Hausärztin einen von der 

ursprünglichen Schilderung abweichenden Vorgang beschrieben. Am 5. Juni 2015 hat 

sie sodann explizit eingeräumt, die Angabe gegenüber den erstbehandelnden Ärzten 

des Spitals C.___ sei falsch gewesen (vgl. Suva-act. 115). Obwohl in den 

nachfolgenden medizinischen Berichten mehrheitlich die ursprüngliche Version 

wiederholt wurde, ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie er am 29. Mai 2015 von Dr. D.___ 

festgehalten wurde.

2.5  Zu prüfen ist im Folgenden, ob mit dem sich aus Erwägung 2.4 ergebenden 

Sachverhalt der Unfallbegriff erfüllt ist. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob die 

Verletzung absichtlich oder zumindest eventualvorsätzlich herbeigeführt wurde. Die 

Beschwerdeführerin schlug aus Wut mit dem rechten Fuss gegen eine Türe. Ein 

solcher "Wuttritt" oder eine vergleichbare - im Ergebnis möglicherweise 

selbstschädigende - Handlung tritt nach der allgemeinen Lebenserfahrung im Zustand 

emotionaler Agitiertheit, also fast anfallsmässig und meist reaktiv, auf. Der Tritt der 

Beschwerdeführerin ist damit nicht als unverständliche oder inadäquate Handlung zu 

betrachten, zu solchen kommt es im Gegenteil bei Wut nicht selten. Es ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem damals emotional aufgewühlten 

Zustand nicht ernsthaft mit einer möglichen Schädigung rechnete oder diese billigend 

in Kauf nahm. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin unter einer 

Osteopenie leidet. Gemäss der am 26. Januar 2016 erstellten Beurteilung von Dr. G.___ 

ist davon auszugehen, dass die Fraktur bei einer normalen Knochenstruktur mit grosser 

Wahrscheinlichkeit nicht zustande gekommen wäre (Suva-act. 83). Auch die 

behandelnde Ärztin der Klinik H.___ befand, das Unfallereignis sei für das Ausmass der 

Verletzung ziemlich gering gewesen. Es sei zu überlegen, ob gegebenenfalls eine 

Vitamin D-Stoffwechselstörung vorliege (Suva-act. 51). Die relative Schwere der 

erlittenen Verletzungen ist folglich kein Beleg für einen besonders starken Tritt, der an 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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Intensität den Rahmen des bei Wut Nachvollziehbaren übersteigen würde. Insgesamt 

ist damit kein absichtliches oder eventualvorsätzliches Handeln nachgewiesen. Da die 

übrigen Voraussetzungen unbestritten und aktenmässig ausgewiesen erfüllt sind, ist 

das Vorliegen eines Unfallereignisses zu bejahen.

3. 

Weiter ist der Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin über 

den 15. Februar 2016 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden an der rechten unteren 

Extremität und dem Ereignis vom 25. Mai 2015 sowie gestützt darauf das allfällige 

Andauern der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu prüfen. Inzwischen nicht 

mehr umstritten und aktenmässig ausgewiesen ist die fehlende Unfallkausalität der 

Beschwerden am Fuss links sowie allfälliger psychischer Einschränkungen (vgl. act. 

G1, Suva-act. 83, 133).

3.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 112 V 30, 107 V 173, Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 

mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).

3.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt diese erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 

Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden 

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nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der 

Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin 

für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der 

Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 

sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 

18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; Locher/ 

Gächter, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 

328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 

den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 

dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts 

vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit Hinweisen). Welche Ursachen ein nach 

wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem 

durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen 

krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, 

E. 3.3).

3.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der 

Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im 

Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen zu 

entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind. Ein Anspruch auf eine versicherungsexterne 

Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135 V 465).

4. Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Sicht vorwiegend 

auf die Einschätzungen der Kreisärzte Dr. O.___ und Dr. G.___ (Suva-act. 83, 133, 135). 

Die Beschwerdeführerin spricht diesen die Beweiskraft ab und hält ihnen davon 

abweichende medizinische Beurteilungen entgegen (act. G1, G7).

4.1 Bei der Beschwerdeführerin liegen diverse unfallfremde gesundheitliche 

Beeinträchtigungen vor. Sie leidet unter einer generalisierten, also nicht auf die rechte 

untere Extremität beschränkten, Osteopenie (vgl. Suva-act. 73, 125). Diese ist gemäss 

anamnestischen Angaben familiär bedingt (vgl. Suva-act. 73, 133) und laut plausibler 

Beurteilung von Dr. O.___ überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal (Suva-act. 

133). Weiter bestand im Zeitpunkt des Austritts aus der Rehaklinik Bellikon im 

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Dezember 2015 ein offensichtlich unfallfremder Mangel am für den Knochenaufbau 

wichtigen Vitamin D (Suva-act. 73). Ausserdem besteht bei der Beschwerdeführerin ein 

ausgeprägter Knick-Senkfuss beidseits (Suva-act. 112). Dr. O.___ beurteilte, ein Knick-

Senkfuss entspreche einer in der Kindheit erworbenen Deformität, die meist Folge einer 

statischen Insuffizienz sei. Der Befund sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 

unfallkausal (Suva-act. 133). In der medizinischen Literatur wird zwar auch der Erwerb 

der Deformität durch Vorschädigung oder infolge Überbeanspruchung beschrieben 

(Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1394, 

Stichwort Pes valgus). Die an beiden Füssen der Beschwerdeführerin gleichermassen 

vorhandene Deformität spricht jedoch gegen eine Unfallkausalität. Der von Dr. J.___ 

beschriebene Hohlfuss (Pes excavatus) rechts ist gemäss den überzeugenden 

Ausführungen von Dr. O.___ (mit Ausnahme von hier nicht vorliegenden Folgen einer 

Lähmung oder anderer Nervenschäden) ebenfalls eine angeborene Deformität, welche 

nicht durch eine vermehrte Muskelspannung oder ein Hinken zu erreichen ist. 

Ausserdem war in der Dr. O.___ vorliegenden Bildgebung kein Hohlfuss objektivierbar 

(Suva-act. 133, Suva-act. 112).

4.2 Beim Unfall erlitt die Beschwerdeführerin unbestritten eine schräg verlaufende Os 

naviculare-Fraktur (Suva-act. 14). Dabei handelte es sich um eine nicht bzw. allenfalls 

minim dislozierte Fraktur (vgl. Suva-act. 14, 127, 133). Auch der Umstand, dass die 

initial erstellten Röntgenbilder keinerlei Fraktur zeigten, spricht gemäss der 

nachvollziehbaren Einschätzung von Dr. O.___ gegen eine relevante Dislokation der 

Fraktur (Suva-act. 133, vgl. Suva-act. 123). Die Fraktur wurde erst durch ein am 11. 

Juni 2015 erstelltes MRI dokumentiert (Suva-act. 14). Am 27. Juli 2015, mithin rund 

zwei Monate nach dem Unfall, wurde eine CT des Fusses rechts durchgeführt. Die 

zuständigen Ärzte des Spitals C.___ befanden, es lägen deutliche Zeichen der 

enostalen Knochenreparation vor, der ehemalige Frakturspalt sei nur noch als feine 

Mehrsklerosierung sichtbar. Im Übrigen bestehe bei erheblicher Inaktivitätsosteopenie 

ein altersentsprechender, unauffälliger ossärer Befund ohne Nachweis weiterer 

knöcherner Verletzungen. Der Verlauf sei regelrecht (Suva-act. 13). Ein MRI vom 2. 

September 2015 ergab sodann ein Restödem. Dr. med. F.___, Oberarzt mbF 

Radiologie, Spital C.___, beurteilte, ein solches könne bis zu sechs Monate (nach 

Unfall) als normal angesehen werden. Auffallend sei eine fleckige Knochenstruktur im 

Sinne einer Inaktivitätsosteopenie (Suva-act. 11). Die von Dr. G.___ veranlasste 

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Röntgenuntersuchung vom 12. Oktober 2015 ergab einen scharf begrenzten 

Knochendefekt im Os naviculare sowie eine deutlich osteopene Knochenmatrix des 

rechten Fusses (Suva-act. 44). Ein weiteres MRI vom 25. Januar 2016 zeigte sodann 

lediglich kleinste Frakturresiduen im Bereich des Os naviculare kranioventral mit dort 

kleiner Konturunregelmässigkeit und vermutlich noch kleinster posttraumatischer Zyste 

im Ausmass von ca. 2-3mm. Teilweise fänden noch sehr diskrete Umbauprozesse 

statt, auch im Os naviculare, welche aber nur in der flüssigkeitsempfindlichen Sequenz 

nachweisbar seien (Suva-act. 82). Kreisarzt Dr. G.___ schloss am 26. Januar 2016 

überzeugend, die ehemalige Os naviculare-Fraktur zeige sich konsolidiert. Es 

bestünden keinerlei Beschwerden im Bereich des Os naviculare oder des Lisfranc-

Gelenks. Über acht Monate nach banalem Trauma seien die Unfallfolgen geheilt (Suva-

act. 83). Auch Kreisarzt Dr. O.___ stellte sich am 31. Mai 2017 auf den Standpunkt, am 

25. Januar 2016 sei die Frakturheilung nahezu abgeschlossen gewesen. Eine 

Instabilität als Zeichen einer noch nicht abgeschlossenen Frakturheilung würde zu 

einem - vorliegend nicht vorhandenen - Knochenmarksignal führen (Suva-act. 133). 

Prof. M.___ hatte am 8. Mai 2017 eine CT des rechten Fusses durchgeführt und 

beurteilt, es liege im Frakturbereich noch ein nachweisbarer, nicht-dislozierter, feiner 

Frakturspalt vor. Formal handle es sich um eine verzögerte Frakturheilung (Suva-act. 

132, vgl. Suva-act. 127). Auch Dr. J.___ und prakt. med. K.___ berichteten über einen 

protrahierten Heilungsverlauf nach Fraktur des Os naviculare (Suva-act. 112). Wie Dr. 

O.___ jedoch nachvollziehbar festhielt, wären bei noch nicht abgeschlossener 

Frakturheilung Beschwerden im Bereich des Os naviculare rechts zu erwarten (Suva-

act. 133). Solche beschrieben aber weder Dr. G.___ (vgl. Suva-act. 83), noch Dr. J.___ 

und prakt. med. K.___ (vgl. Suva-act. 112). Gemäss Dr. O.___ widerspricht die Angabe 

von Prof. M.___, wonach "der nicht-dislozierte extraartikuläre Frakturspalt noch knapp 

erkennbar" sei (vgl. Suva-act. 132), der Einstufung der Fraktur als knöchern konsolidiert 

nicht (Suva-act. 133-15). Spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. 

Februar 2016 war die Fraktur des Os naviculare damit überwiegend wahrscheinlich 

soweit ausgeheilt, dass diese an sich keine relevanten Beschwerden mehr verursachte. 

Weiter zu prüfen sind jedoch allfällige Beschwerden im Bereich der Sehnen und des 

Tarsaltunnels.

4.3 Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.___ diagnostizierten ein OSG 

Distorsionstrauma Grad II (Suva-act. 116). Das am 11. Juni 2015 durchgeführte MRI 

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bzw. Röntgenbild ergab unter anderem eine Distorsion der am lateralen Fragment 

ansetzenden, kontinuitätserhaltenen Tibialis-posterior-Sehne sowie einen Zustand 

nach Distorsion der Peroneussehne in den distalen Anteilen (Suva-act. 14). Diese rund 

zwei Wochen nach dem Unfall vom 25. Mai 2015 festgestellten Sehnenschädigungen 

waren unbestritten kausal auf diesen zurückzuführen. Umstritten ist jedoch die 

Unfallkausalität des erst 29. April 2016 als Verdachtsdiagnose festgestellten 

Tarsaltunnelsyndroms bzw. der Tendinopathie (vgl. Suva-act. 104). Dr. O.___ stellte 

sich am 31. Mai 2017 entsprechend der bereits am 26. Januar 2016 von Dr. G.___ 

vertretenen Ansicht auf den Standpunkt, der Status quo sine sei am 25. Januar 2016 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht gewesen. Dr. O.___ befand, die mehrere 

Monate nach dem angeschuldigten Ereignis aufgetretene Tendinopathie der Tibialis 

posterior-Sehne des rechten Fusses sei nicht überwiegend Folge des 

Unfallereignisses. Er begründete nachvollziehbar, mit der MR-Untersuchung vom 11. 

Juni 2015 sei zwar eine Signalsteigerung im Bereich des Ansatzes der Sehne am Os 

naviculare dokumentiert worden, diese habe aber bereits bei der MR-Untersuchung 

vom 2. September 2015 nicht mehr bestanden (Suva-act. 133-16, vgl. Suva-act. 11). 

Als weiteres Argument führte Dr. O.___ an, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung seien 

bei der klinischen Untersuchung keine Beschwerden im Bereich des Os naviculare 

mehr beschrieben und die Fraktur bildgebend konsolidiert gewesen (Suva-act. 133). 

Die Beschwerdeführerin hatte am 25. Januar 2016 gegenüber Dr. G.___ angegeben, sie 

habe keine Beschwerden mehr im Bereich der ehemaligen Fraktur, verspüre aber 

Druckschmerzen im Bereich Metatarsale I bis IV. Nach langem Gehen habe sie 

Schmerzen von der Fussinnenseite plantar seitlich bis zum Malleolus medialis 

dorsalseits. Letzteres entspreche dem Verlauf der Tibialis posterior-Sehne (Suva-act. 

83). In ihrer Replik liess die Beschwerdeführerin vorbringen, es sei bekannt, dass 

Schmerzen von den Patienten nicht immer dort gespürt würden, wo ihre Ursache liege. 

Der nervus tibialis sei offensichtlich der hauptversorgende Nervenast der gesamten 

Fusssohle und die Schmerzlokalisation damit unsicher (act. G7). Ein Zusammenhang 

zwischen der relativ kurz nach dem Unfall diagnostizierten Distorsion der Tibialis-

posterior-Sehne und dem erstmals am 29. April 2016 durch Ärzte der Klinik H.___ als 

Verdachtsdiagnose erhobenen Tarsaltunnelsyndroms erscheint zwar möglich. Im 

genannten Bericht vom 29. April 2016 wird jedoch im Kontext mit der festgestellten 

Reizung (wohl im Bereich des Tarsaltunnels) eine Überlastung des rechten Fusses 

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aufgrund der (unfallfremden) Teilbelastung des linken Fusses erwähnt (Suva-act. 104). 

Am 30. Oktober 2015 bzw. 12. Januar 2016 hatten die zuständigen Ärzte der Klinik 

H.___ noch beurteilt, bezüglich der Beschwerden in der Lisfranc-Linie auf der rechten 

Seite scheine lediglich eine funktionelle Störung vorzuliegen bzw. die Beschwerden auf 

der rechten Seite schienen lediglich von einer Verspannung der Fussbinnenmuskulatur 

herzurühren (Suva-act. 51, 77). Dr. G.___ hielt am 1. Februar 2016 zusammenfassend 

fest, die Tendinopathie am rechten Fuss sei zwar "als mögliche Ursache in einer 

Überlastung erklärbar, jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Ursache 

einer kleinen Fraktur vom Os naviculare vom 25. Mai 2015 zu sehen" (Suva-act. 83). 

Dabei muss es sich offensichtlich um einen Fehler bzw. eine redaktionelle 

Unachtsamkeit handeln. Die Aussage ist dahingehend zu interpretieren, als die 

Tendinopathie möglicherweise mit einer Überlastung des rechten Fusses zu erklären, 

jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall verursacht worden sei. Dr. 

J.___ und prakt. med. K.___ begründeten die noch bestehenden Beschwerden am 

Fuss rechts im Wesentlichen mit einer Fehlbelastung bzw. einer funktionellen 

Insuffizienz der fersenstabilisierenden Muskelgruppen medialseitig (Suva-act. 112). Mit 

der Beschwerdegegnerin (act. G3) ist jedoch darauf hinzuweisen, dass diese 

Fehlbelastung gemäss der nachvollziehbaren Einschätzung von Dr. O.___ auf 

unfallfremde Ursachen, nämlich die Knick-Senkfuss-Deformität und die Rückfuss-

Instabilität mit Rückfuss-Valgus, zurückzuführen ist (vgl. Suva-act. 133-12 f., 133-15). 

Insgesamt ist eine Teilkausalität des Unfalls bezüglich der rund ein Jahr nach dem 

Unfall (29. April 2016) erstmals dokumentierten Beschwerden am Tarsaltunnel rechts 

bzw. der Tendinopathie denkbar. Dies ist jedoch nicht nachgewiesen. Der ähnliche 

Beschwerdeverlauf (vgl. u.a. Suva-act. 16, 43, 51, 73) an beiden Füssen spricht zudem 

gegen eine Unfallkausalität der am rechten Fuss aufgetretenen Beschwerden im 

Bereich der Sehnen. Es erscheint jedenfalls nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisbar, dass die Beschwerden mindestens 

teilweise auf den Unfall zurückzuführen sind. Weitere medizinische Abklärungen 

erübrigen sich im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung, zumal sich solche nur 

retrospektiv zu allfälligen Ursachen äussern könnten und daher ohnehin nur eine 

beschränkte Beweiskraft hätten.

4.4 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, die festgestellte Arthrose sei mindestens 

teilweise auf den Unfall zurückzuführen. Für eine abschliessende Beurteilung sei ein 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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Gutachten notwendig (act. G7). Dr. O.___ führte diesbezüglich aus, bereits in der am 

27. Juli 2015, also ungefähr neun Wochen nach dem Unfall, erstellten Bildgebung (vgl. 

Suva-act. 13) seien Veränderungen im Sinne einer beginnenden Arthrose dokumentiert. 

Prof. M.___ habe am 8. Mai 2017 eine im Vergleich zur Voruntersuchung leicht 

progrediente Arthrose im plantaren Anteil des Chopart-Gelenks beschrieben (vgl. Suva-

act. 132). Da durch den Unfall keine Inkongruenz der Gelenke der Fusswurzel in der 

Chopart-Linie entstanden sei, sei das leichte Fortschreiten der Arthrose dort nur eine 

mögliche, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfalls, sondern 

Ausdruck des natürlichen Fortschreitens eines bereits vorbestehenden 

Verschleissleidens (Suva-act. 133-15). Dies erscheint vor dem Hintergrund der bereits 

wenige Wochen nach dem Unfall im Anfangsstadium bestehenden Arthrose und deren 

üblicherweise langsamen Fortschreitens plausibel.

4.5 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass die 

chirurgische Beurteilung von Dr. O.___ vom 31. Mai 2017 (Suva-act. 133) auf 

umfassender Aktenkenntnis beruht, das gesamte Leidensbild der Beschwerdeführerin 

berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind. 

Sie entspricht zudem im Ergebnis der Einschätzung von Dr. G.___, welche auch von Dr. 

L.___ bestätigt wurde (Suva-act. 83, 118). Aus den von der Beschwerdeführerin 

vorgebrachten medizinischen Berichten ergeben sich keine objektiven Gesichtspunkte, 

welche in der Beurteilung von Dr. O.___ ausser Acht gelassen worden wären. Diese 

sind nicht geeignet, die überzeugende Einschätzung der Kreisärzte in Zweifel zu 

ziehen.

4.6 Zusammengefasst war der Status quo sine spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 15. Februar 2016 erreicht.

5.  

5.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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5.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2019
	Art. 6 UVG. Art. 19 Abs. 2 UVG. Bejahung eines Unfalls bei umstrittenem Hergang des Ereignisses. Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor, der Status quo sine war erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2019, UV 2017/65).

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