# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fe15a53-a76d-5848-984a-0e63a216dda7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2008 E-7998/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7998-2008_2008-12-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7998/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

X._______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 1. Dezember 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7998/2008

Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten  (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass das  BFM mit  Verfügung vom 1. Dezember  2008  -  eröffnet  am 
10. Dezember 2008 -  in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG 
auf  das Asylgesuch des  Beschwerdeführers  vom  14.  Oktober 2008 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

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dass  der  Beschwerdeführer mit  Rechtsmitteleingabe  (Formularbe-
schwerde mit handschriftlichen Ergänzungen) vom 12. Dezember 2008 
(Poststempel) die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und unter 
Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  die  Gewährung  von  Asyl, 
eventualiter  die  Feststellung der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 
Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs unter Anordnung der vorläu-
figen Aufnahme beantragt,

dass er in prozessualer Hinsicht den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses und die unentgeltliche Rechtspflege beantragt und 
darum  ersucht,  eventualiter  sei  die  aufschiebende  Wirkung  der  Be-
schwerde wiederherzustellen, die zuständige Behörde sei vorsorglich 
anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder 
Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu un-
terlassen und er sei  bei bereits erfolgter Datenweitergabe darüber in 
einer separaten Verfügung zu informieren,

dass er  am 15. Dezember 2008 eine Unterstützungsbedürftigkeitser-
klärung gleichen Datums einreichen liess,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
-  mit  Ausnahme  des  Antrags  auf  Gutheissung  des  Asylgesuchs 
(vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) -  einzutreten 
ist (Art. 108 Abs. 2 und 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche 
handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  be-
gründen ist,  wobei  auf  die  Erwägungen in  der  angefochtenen Verfü-
gung  verwiesen werden  kann  (vgl. Art.  111a  Abs. 2  AsylG und 109 
Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der  Befragung  im  A._______  vom 
20. Oktober 2008, der Anhörung zu den Asylgründen vom 3. Novem-
ber 2008 und auf die angefochtene Verfügung verwiesen wird,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung dargelegt hat, weshalb 
die  Voraussetzungen  für  einen  Nichteintretensentscheid  gemäss 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und weshalb die 
Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe anführt,  er 
habe bis (...) immer bei seinem Vater gewohnt und sei erst nach des-
sen Tod zu seinem Cousin gezogen,

dass er weiter versuchen werde, über seine Anwältin in Nigeria Reise- 
oder Identitätspapiere zu beschaffen,

dass mit den Problemen seines verstorbenen Vaters auch seine Prob-
leme begonnen hätten,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird, inwiefern die  angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den 

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rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Verweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass  das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist 
und die Wegweisung sowie deren Vollzug angeordnet hat, weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache die anderen Verfahrensan-
träge gegenstandslos geworden sind,  das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist und die Kosten des 
Verfahrens von Fr. 600.  (Art.−  1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- B._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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