# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98cab9c5-09c7-5429-93e5-8ba65d690e86
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.08.2020 200 2019 591
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-591_2020-08-10.pdf

## Full Text

200 19 591 BV
LOU/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. August 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Kläger

gegen

C.________
Beklagte

betreffend Klage vom 6. August 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Kläger) ist ... 
Staatsangehöriger (Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland [nachfol-
gend IVSTA], [act. III], 6 S. 1) und verfügte über die Aufenthaltsbewilligung 
B (act. III 6 S. 9). 

Ab September 2008 war der Versicherte in der Funktion "..." (Akten des 
Versicherten [act. I] 5) bzw. "..." (act. I 6) bei einem Beschäftigungsgrad 
von 100% bei der D.________ angestellt und dadurch bei der C.________ 
berufsvorsorgeversichert (act. I 2; Klageantwort, [Gerichtsakten], pag. 38, 
Ziff. 2). Dieses Arbeitsverhältnis wurde mit Vereinbarung vom 11. Januar 
2011 (act. I 8) infolge Dienstpflichtverletzungen per 30. April 2011 aufgelöst 
und der Versicherte von der Erbringung jeglicher Arbeitsleistung ab 12. Ja-
nuar 2011 befreit. 

A.b.

Im April 2016 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (vgl. act. III 93 S. 1). Mit (un-
angefochten gebliebener) Verfügung vom 14. Juli 2017 (act. III 109) sprach 
die IVSTA dem Versicherten ab November 2016 bei einem Invaliditätsgrad 
von 100% eine ganze Invalidenrente zu. Dabei stützte sie sich im Wesentli-
chen auf ein zu Handen der E.________ – von welcher der Versicherte seit 
April 2016 eine "Rente wegen voller Erwerbsminderung" bezieht (act. III 73) 
– erstelltes "Nervenärztliches Gutachten" vom 20. September 2016 von Dr. 
med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (act. III 
16 S. 1 – 10; 96 S. 2). Darin diagnostizierte die Gutachterin im Wesentli-
chen eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie (ICD-10 F20.0) sowie 
ein schizophrenes Residuum (ICD-10 F20.5), weswegen an einen Einsatz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 3

unter arbeitsmarktüblichen Bedingungen nicht zu denken sei (act. III 16 S. 
8 f.). 

A.c.

Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 (act. I 23), 8. November 2018 (act. I 25) 
sowie 14. Januar 2019 (act. I 28) gelangte der Versicherte an die 
C.________ und machte jeweils (sinngemäss) geltend, der Eintritt der Ar-
beitsunfähigkeit, welche zur Invalidität geführt habe, sei auf November 
2010 festzulegen. Zu diesem Zeitpunkt sei er bei der C.________ berufs-
vorsorgeversichert gewesen, weshalb sie zur Erbringung der Leistungen 
bei Invalidität verpflichtet sei (vgl. act. I 25 S. 3). Die C.________ verneinte 
eine Leistungspflicht – zuletzt mit Schreiben vom 23. Januar 2019 (act. I 
29) – im Wesentlichen mit der Begründung, bei Austritt aus ihrer Vorsorge-
einrichtung habe bis zum Eintritt der Invalidität keine ununterbrochene Ar-
beitsunfähigkeit von 20% bestanden (vgl. act. I 26). 

B.

B.a.

Mit Eingabe vom 6. August 2019 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, Klage (pag. 2 – 22). Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren (pag. 3): 

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 1. Novem-
ber 2016 die gesetzlichen und reglementarischen Berufsvorsorgeleistun-
gen bei Invalidität, insbesondere eine Invalidenrente basierend auf einem 
Invaliditätsgrad von 100% in Höhe von mindestens Fr. 2'658.50 pro Mo-
nat, zu entrichten, nebst Zins zu 5% p.a. auf den ausstehenden Leistun-
gen ab jeweiligem Fälligkeitstag, frühestens ab Klageerhebung.  

2. Es sei dem Kläger die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.

Mit "Klageergänzung" vom 27. August 2019 (pag. 27 – 30) liess der Versi-
cherte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vervollständigen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 4

Mit Klageantwort vom 4. September 2019 (pag. 37 – 52) beantragt die Be-
klagte die Abweisung der Klage "unter Kosten- und Entschädigungsfolgen".

Entsprechend dem Ersuchen des Instruktionsrichters in der prozessleiten-
den Verfügung vom 11. September 2019 (pag. 54 f.) reichte die IVSTA mit 
Schreiben vom 26. September 2019 (pag. 58) die den Kläger betreffenden 
IV-Akten ein (act. III). 

Mit Verfügung vom 13. Dezember 2019 (pag. 70 f.) hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete dem 
Kläger Rechtsanwalt Dr. B.________ als amtlicher Anwalt bei. Ferner ori-
entierte er die Parteien, er beabsichtige im Hinblick auf die Klärung der 
Frage nach dem Zeitpunkt des Beginns einer psychischen Beeinträchti-
gung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstel-
lung eines Gerichtsgutachtens zu beauftragen. 

Während der Kläger der Begutachtung durch Dr. med. G.________ zu-
stimmte und eine Ergänzungsfrage vorbrachte (pag. 72 f.), liess sich die 
Beklagte innert Frist nicht vernehmen.

Am 11. März 2020 erstattete Dr. med. G.________ das Gutachten (in den 
Gerichtsakten [pag. 89 – 137]). 

Mit Stellungnahmen vom 27. März 2020 (Beklagte [pag. 156 f.]) und 
20. April 2020 (Kläger [pag. 160 – 166]) hielten die Parteien an ihrem jewei-
ligen Klage- bzw. Klageantwortbegehren sowie ihren Standpunkten fest. 

B.b.

Am 9. Juli 2020 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 5

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 6. August 2019 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c VRPG und Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG). 
Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische Sitz oder 
Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die versicher-
te Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlgerichtsstand 
nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber oder die versi-
cherte Person – wie hier – klagende Partei ist (SVR 2006 BVG Nr. 17 S. 62 
E. 2.3). Die Beklagte hat Sitz in Bern (vgl. www.zefix.ch); damit ist das an-
gerufene Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig. Auch die üb-
rigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt (Legitimation der Parteien; 
formgerechte Klage [Art. 32 VRPG]). Auf die Klage ist einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Klägers auf eine Invali-
denrente gegenüber der Beklagten und damit zusammenhängend, wann 
die für die Entstehung des Leistungsanspruchs relevante Arbeitsunfähigkeit 
eingetreten ist und ob der sachliche und zeitliche Konnex zur nachmaligen 
Invalidität gegeben sind.

1.3 Aufgrund des im Recht der beruflichen Vorsorge auf kantonaler 
Ebene vorgeschriebenen Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand 
einzig aus den Rechtsbegehren der Klage, und allenfalls, soweit zulässig, 
der Widerklage. Innerhalb des Streitgegenstandes ist das Berufsvorsorge-
gericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxime an die Begehren der 
Parteien nicht gebunden (Art. 84 Abs. 3 VRPG; vgl. auch BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26).

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 6

2.

2.1

2.1.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40% in-
valid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invali-
dität geführt hat, versichert waren. Aus der engen Verbindung zwischen 
dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf 
eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im 
obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversi-
cherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c S. 108). 

2.1.2 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozial-
versicherungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in 
das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die 
konkrete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenü-
ber der Invalidenversicherung entscheidend war und die invalidenversiche-
rungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prü-fung 
der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswir-
kung findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 
26 Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des IVG anknüpfen oder diese 
übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437).

2.2 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derje-
nigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 7

tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der lnvaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 
2018 BVG Nr. 4S. 10 E. 2.1).

Der Bestimmung von Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung 
mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine 
in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Ar-
beitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt. Der An-
spruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall 
nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derje-
nigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit angehört hatte (BGE 130 V 270 E. 4.1 S. 275; SVR 2018 
BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.3).

2.3

2.3.1 Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG ist eine 
erhebliche und dauerhafte Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 
3.2.2 S. 23). Sie muss mindestens 20% betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 
62; SVR 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.1). Ob eine Person trotz Lohnzah-
lung tatsächlich erheblich arbeitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines 
Arbeitsverhältnisses – im Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich 
– ihre übliche oder aber nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränk-
te Leistung erbrachte, ist von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. 
Rechtsprechungsgemäss ist erforderlich, dass sich die behauptete Arbeits-
unfähigkeit im Arbeitsverhältnis, das über die Vorsorgepflicht den Versiche-
rungsschutz begründet, konkret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa 
durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar 
Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fal-
lende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen beson-
derer Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage 
tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sin-
ne, dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung 
verpflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 8

eben doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht 
gezogen werden (SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. SS. 15 
E. 2.2). Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Ar-
beitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte 
medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist 
eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person 
tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller 
Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit 
im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich 
einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise 
echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit 
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf 
nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und 
spekulative Überlegungen ersetzt werden. (SVR 2014 BVG Nr. 6 S. 19 E. 
4.2). 

2.3.2 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses 
(einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestan-
denen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invali-
dität voraus. Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der 
Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art 
her im Wesentlichen derselbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit 
zu Grunde liegt. Nicht erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; 
eine Wechselwirkung im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 
20 E. 3.2 S. 22; SVR 2018 BVG Nr. 37S. 138 E. 2.1.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 
70E. 5b). Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt vor-
aus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren 
Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder ar-
beitsfähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände 
des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Ge-
sundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt so-
wie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme 
oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 9

urteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die 
in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie 
etwa die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende 
Person über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung 
bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung bei-
gemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst na-
mentlich die Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen 
Sinne das Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsun-
fähigkeit nicht per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2019 BVG 
Nr. 30S. 118 E. 2.2, 2018 BVG Nr. 19 S. 67 E. 3.2.1).

Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses 
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird unterbro-
chen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit von über 
80% in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine Arbeitsfähig-
keit von 80% genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2019 BVG Nr. 30 S. 118 E. 
2.2, 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.2). Anders verhält es sich, wenn die 
fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im 
Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf 
sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wie-
dereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 
2014 BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

2.3.3 Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung des zeitlichen 
Konnexes im Falle von Schubkrankheiten, wozu etwa die Schizophrenie zu 
zählen ist, kein allzu strenger Massstab anzulegen. Damit soll dem Um-
stand Rechnung getragen werden, dass derartige Krankheitsbilder unter-
schiedliche Verläufe aufweisen. Dies stellt ein erhöhtes Risiko dar, dass die 
Krankheit sich erst zu einem Zeitpunkt invalidisierend manifestiert, in wel-
chem eine Versicherungsdeckung fehlt, was unter dem Gesichtspunkt des 
(obligatorischen) Versicherungsschutzes stossend sein kann. Daher kommt 
bei Schubkrankheiten den gesamten Umständen des Einzelfalls besondere 
Bedeutung zu (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Januar 2019, 
9C_333/2018, E. 6.1). Diese sind im Besonderen geprägt durch ihren wel-
lenförmigen Verlauf mit sich ablösenden Perioden von akuter Exazerbation 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 10

und Remission, wobei sie sich nicht immer gleich manifestieren (BGer, 
9C_333/2018, E. 6.2).

2.4

2.4.1 Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das 
Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr 
Rechte ableitet (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 
210]). Diese Bestimmung verteilt die Beweislast für alle 
Forderungsstreitigkeiten gestützt auf Bundesrecht und legt fest, welche 
Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Überdies leitet sich 
daraus das Recht auf Beweis und Gegenbeweis von noch nicht erstellten 
rechtserheblichen Tatsachen ab. Art. 8 ZGB regelt aber nicht die 
Beweiswürdigung und schliesst insbesondere eine antizipierende 
Beweiswürdigung nicht aus (Entscheid des BGer vom 3. April 2014, 
9C_915/2013, E. 2). 

2.4.2 Im Berufsvorsorgeprozess ist der Sachverhalt im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen festzustellen (Art. 73 Abs. 2 
BVG); die materielle Beweislast beinhaltet daher keine Beweisführungslast 
(BGer 9C_915/2013, E. 2). Der Untersuchungsgrundsatz wird aber durch 
die Mitwirkungspflichten der Parteien beschränkt. Dazu gehört vor allem die 
Substanziierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen Tatsa-
chenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten 
sein müssen. Für das Gelingen eines allfälligen Gegenbeweises ist bloss 
erforderlich, dass der Hauptbeweis erschüttert wird und damit die Sachbe-
hauptungen nicht mehr als überwiegend wahrscheinlich erscheinen (BGE 
130 III 321 E. 3.4 S. 326). Die Bestreitungslast darf indes nicht zu einer 
Umkehr der Behauptungs- und Beweislast führen. Zudem sind an den Un-
tersuchungsgrundsatz geringere Anforderungen zu stellen, wenn die Par-
teien durch Anwälte vertreten sind (BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97). 

2.4.3 Im Sozialversicherungsrecht hat der Richter seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. auch E. 
2.3.1 vorne). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 
den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat vielmehr jener 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 11

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 
3.2 S. 429). 

3.

3.1 Bei einer Änderung gesetzlicher Vorschriften sind grundsätzlich 
diejenigen materiellen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des 
zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben. Dieser allgemei-
ne übergangsrechtliche Grundsatz gilt auch im Bereich der beruflichen 
Vorsorge, namentlich bei Reglements- und Statutenänderungen (BGE 126 
V 163 E. 4b S. 165; SVR 2007 BVG Nr. 23 S. 79E. 4.1). Bei der Festset-
zung von Invalidenleistungen sind grundsätzlich die Reglementsbestim-
mungen massgebend, welche im Zeitpunkt der Entstehung des 
Leistungsanspruchs gelten und nicht jene, die bei Beginn der – in der Folge 
invalidisierenden – Arbeitsunfähigkeit in Kraft waren (BGE 121 V 97). 

Indem vorliegend die Ausrichtung der reglementarischen Vorsorgeleistun-
gen ab November 2016, insbesondere eine Invalidenrente, beantragt wird 
(vgl. Klage, pag. 3), ist – mit dem Kläger (pag. 8 f., Ziff. 15) – auf das ab 
1. Januar 2016 gültige Reglement (nachfolgend Reglement) abzustellen 
(Akten der Beklagten [act. II] 41b). Zu ergänzen bleibt, dass sich in Bezug 
auf den hier insbesondere interessierenden Art. 50 Reglement im Vergleich 
zu der ab 1. Januar 2010 gültigen Fassung (act. II 41a) keine Änderung 
ergeben hat (vgl. auch Klageantwort, pag. 44, Ziff. 33).

3.2 Es ist unbestritten und erstellt, dass der Kläger ab dem 1. Sep-
tember 2008 bei der D.________ angestellt war und dieses Arbeitsverhält-
nis per 30. April 2011 endete (act. I 5 – 8; Klage, pag. 5, Ziff. 6; 
Klageantwort, pag. 38, Ziff. 2 f.). Weiter steht fest, dass der Kläger durch 
dieses Anstellungsverhältnis bei der Beklagten berufsvorsorgeversichert 
war (vgl. act. I 2) und dieses Vorsorgeverhältnis unter Berücksichtigung der 
Nachdeckungsfrist von einem Monat (entsprechend 30 Tagen [vgl. BRECH-
BÜHL/HUNZIKER, in Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], Kommentar zum BVG 
und FZG, 2. Auflage, 2019, Art. 10 BVG N. 29) bis am 30. Mai 2011 dauer-
te, nachdem der Kläger unbestrittenermassen vor Ablauf der Monatsfrist 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-427%3Ade&number_of_ranks=0#page427

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 12

kein neues Vorsorgeverhältnis angetreten hatte (vgl. act. III 31 S. 6; Kla-
geantwort, pag. 39, Ziff. 6). Die vorliegend zu beantwortende Frage, ob die 
Beklagte für die eingeklagten Invalidenleistungen aufzukommen hat, ist 
somit vorab davon abhängig, ob vor der Beendigung des Vorsorgeverhält-
nisses per 30. Mai 2011 respektive während der Versicherungsdauer von 
September 2008 bis 30. Mai 2011 eine zur späteren Invalidität führende 
Arbeitsunfähigkeit in einem Umfang von mindestens 20% bestanden hatte.

3.3 Der Kläger macht geltend, die Feststellungen der IV zum Beginn 
der Arbeitsunfähigkeit seien offensichtlich unhaltbar (pag. 11, Ziff. 21) und 
vermöchten gegenüber der Beklagten keine Bindungswirkung zu entfalten 
(Ziff. 22). Die Beklagte hält dagegen, die der Verfügung vom 14. Juli 2017 
(act. III 109) zugrunde liegenden Feststellungen seien "gut begründet" 
(pag. 48), womit sie (implizit) von einer Bindungswirkung ausgeht. 

3.3.1 Wie in E. 2.1.2 vorne dargelegt, sind die Vorsorgeeinrichtungen im 
Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellun-
gen der Organe der Invalidenversicherung gebunden (vgl. auch Art. 50 ff. 
Reglement). Diese Bindungswirkung erstreckt sich grundsätzlich auch auf 
die Feststellungen hinsichtlich des Eintritts der (nachmals) invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit, d.h. der Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss 
Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung (IVG; SR 831.20; vgl. Entscheid des BGer vom 10. Juli 
2013, 9C_944/2012, E. 1.2). Da jedoch der IV-Rentenanspruch frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs entsteht (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die Leistungsvoraussetzungen 
für die Invalidenrente eine einjährige Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 
beinhalten, ist die IV-Stelle nicht gehalten, Abklärungen zu einer allfälligen 
Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen, die ab dem Leistungsersuchen gerechnet 
weiter als sechs Monate zurückliegt. Ist für den Anspruch auf Invalidenleis-
tungen der beruflichen Vorsorge der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in der 
weiter zurückliegenden Periode entscheidend, besteht keine Bindungswir-
kung der betroffenen Vorsorgeeinrichtung an die Feststellungen der IV-
Stelle zum Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit (vgl. HANS-
ULRICH STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur beruflichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 13

Vorsorge, 4. Auflage 2019, S. 73 f.; Entscheid des BGer vom 10. 
September 2019, 9C_387/2019, E. 3.3).

3.3.2 Die Verfügung der IVSTA vom 14. Juli 2017 wurde der Beklagten 
in Kopie zur Kenntnis zugestellt (act. III 109 S. 2). Dass sie die Verfügung 
nicht erhalten hätte, wird weder geltend gemacht noch bestehen hierfür 
Anhaltspunkte, womit die formellen Voraussetzungen für die Bindung der 
Beklagten an die Feststellungen der IV erfüllt sind. Indessen meldete sich 
der Kläger erst lange nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses mit der 
Beklagten bzw. Ablauf der (obligatorischen) Nachdeckungsfrist von einem 
Monat für die Risiken Tod und Invalidität (Art. 10 Abs. 3 BVG; Art. 8 Abs. 4 
Reglement) – mithin im April 2016 (act. III 93 S. 1; act. II 30) – bei der Inva-
lidenversicherung zum Leistungsbezug an. Folglich hatte die IVSTA die 
Arbeitsunfähigkeit lediglich für die sechs Monate davor liegende Zeitspanne 
abzuklären, welcher Überprüfungszeitraum lange nach Auflösung des Vor-
sorgeverhältnisses mit der Beklagten liegt (vgl. E. 3.2 vorne). Die Beklagte 
stellt darauf ab und hält dem Kläger damit entgegen, im Zeitpunkt des Be-
ginns des Wartejahres zur IV-Rente sei er nicht mehr bei ihr versichert ge-
wesen. Demnach hatte die Beklagte kein Interesse an einer Anfechtung der 
Verfügung der IVSTA und der Prüfung der Frage, ob ein Rentenanspruch 
bereits früher vorläge. Dagegen wären dem Kläger selbstredend ohne wei-
teres Vorteile aus einem früheren IV-Rentenbeginn auch mit Blick auf das 
vorliegende Klageverfahren erwachsen und hätte demzufolge für ihn 
durchaus ein grundsätzliches rechtlich schützenswertes Interesse an der 
Überprüfung der Verfügung der IVSTA bestehen können. Indessen wäre 
angesichts seiner unbestritten erst im April 2016 erfolgten Anmeldung zum 
Leistungsbezug (act. III 93 S. 1) und der gesetzlichen sechsmonatigen Ka-
renzfrist eine Beschwerde, mit welcher ein (auch für die Beklagte verbindli-
cher) früherer Leistungsbeginn hätte erreicht werden sollen, offensichtlich 
aussichtslos gewesen. Unter diesen Umständen ergab sich für den Kläger 
bloss rein theoretisch aber nicht faktisch eine Möglichkeit, die Leistungsver-
fügung erfolgreich anzufechten, weshalb sie ihm nicht entgegengehalten 
werden kann und vorliegend somit eine freie Prüfung erfolgen muss.

Hinzu kommt, dass sich die IVSTA hinsichtlich des Beginns der 
Arbeitsunfähigkeit auf das zu Handen der E.________ verfasste Gutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 14

von Dr. med. F.________ vom 20. September 2016 (act. III 16 S. 1 – 10) 
stützte, welches sich jedoch zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit nicht 
äussert, geschweige denn als massgeblichen Zeitpunkt den 1. November 
2015 nennt (vgl. E. 4.2.19 hinten). Auch aus den übrigen Akten ergeben 
sich keine Anhaltspunkte, welche die von der IVSTA getroffene 
Feststellung zu belegen vermöchten. Namentlich stellt die von der 
Beklagten referenzierte Belegstelle (Vorbescheid vom 9. Mai 2017 [act. II 
30 S. 2; pag. 48]) kein solches Dokument dar, womit es im Verfahren 
hinsichtlich des tatsächlichen Beginns der massgeblichen 
Arbeitsunfähigkeit an einer in beweismässiger Hinsicht genügenden 
ärztlichen Feststellung fehlt. Ob demnach von einer offensichtlichen 
Unrichtigkeit der Verfügung der IVSTA vom 14. Juli 2017 auszugehen und 
(auch) deshalb deren Verbindlichkeitswirkung zu verneinen wäre (vgl. E. 
2.1.2 vorne), braucht nach dem oben Dargelegten nicht abschliessend 
beurteilt zu werden.

3.3.3 Zusammenfassend sind die vorliegend zu beurteilenden 
streitbetroffenen Fragen (vgl. E. 1.2 vorne) ohne Bindung an die von der 
IVSTA getroffenen und der Verfügung vom 14. Juli 2017 zugrunde gelegten 
Tatsachenfeststellungen zu prüfen.

4.

4.1 Der am 14. Juli 2017 durch die IV erfolgten Zusprache einer 
ganzen Invalidenrente ab November 2016 lag bzw. liegt ausschliesslich ein 
psychisches Leiden in Form einer paranoid-halluzinatorischen 
Schizophrenie (ICD-10 F20.0) sowie eines schizophrenen Residuums 
(ICD-10 20.5) zugrunde (act. III 96 S. 2; 81 S. 2; 16 S. 8 f.). Dies ist denn 
auch unbestritten.

4.2 Die Leistungspflicht der Beklagten setzt nach dem Dargelegten 
(vgl. E. 2.2 ff. vorne) voraus, dass während der Versicherungsdauer (vgl. 
E. 3.2 vorne) eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% eingetreten ist 
(vgl. E. 2.3.1 vorne) und zwischen der – potentiell – bestandenen Arbeits-
unfähigkeit und der nachmaligen, mit einer Schizophrenie begründeten 
Invalidität (vgl. E. 4.1 vorne) ein enger sachlicher und zeitlicher Zusam-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 15

menhang besteht (vgl. E. 2.3.2 f. vorne). Im Hinblick auf diese zu beant-
wortenden Fragen präsentiert sich die Aktenlage in tatsächlicher Hinsicht 
im Wesentlichen wie folgt: 

4.2.1 Der Medical Service der D.________ hielt am 4. August 2008 im 
Hinblick auf die Anstellung des Klägers durch Ankreuzen des betreffenden 
Feldes fest, aus den erhaltenen Angaben ergäben sich keine Bedenken 
gegen die vorgesehene Beschäftigung (act. II 2). 

4.2.2 In der Gesamtbeurteilung der Probe-/Einarbeitungszeit vom 
12. November 2009 (act. II 3) wurde festgehalten, die Probe-
/Einarbeitungszeit werde am 31. Dezember 2009 erfolgreich abgeschlos-
sen. 

4.2.3 Im Hinblick auf die Erteilung einer Verwarnung (act. II 6b) erfolgte 
am 6. Juli 2010 ein Gespräch der Arbeitgeberin mit dem Kläger, welche 
ihm insgesamt fünf Vorfälle vom 23. März 2009, 22. Februar, 14. April, 
21. Juni und vom 24. Juni 2010 vorwarf (Handygebrauch für private Zwe-
cke, zu lang bezogene Pause, Nicht- oder zu spätes Erscheinen zur Arbeit 
[act. II 6a]).

4.2.4 Vom 5. November bis 3. Dezember 2010 hielt sich der Kläger zur 
stationären Behandlung im H.________ auf. Im "Kurzbrief" vom 3. 
Dezember 2010 (act. III 40) wurde eine psychische und 
Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum 
anderer psychotroper Substanzen: Psychotische Störung (ICD-10 F19.5) 
diagnostiziert. In der Akutphase habe sich das Vollbild einer produktiven 
Psychose mit ausgeprägtem Wahn, Vergiftungsideen etc. präsentiert, bei 
fehlender Krankheitseinsicht. Insbesondere die Eigengefährdung habe ei-
nen richterlichen Unterbringungsbeschluss erforderlich gemacht. Unter der 
konsequenten neuroleptischen Behandlung habe sich eine deutliche Re-
mission eingestellt. Die Stabilisierungsphase habe nicht zu Ende geführt 
werden können, da der Kläger aufgrund verschiedener Ängste bezüglich 
Versicherung und Arbeitgeber die Behandlung habe beenden wollen (S. 1). 
Die Arbeitsfähigkeit sei noch nicht gegeben, der Kläger könne dem Arbeits-
stress aktuell noch nicht standhalten. Die "Empfehlung" sei eine "AU-
Schreibung bis Ende d. Jahres" (S. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 16

Mit weiterem Bericht des H.________ vom 5. Januar 2011 (act. III 76 S. 1 – 
4) wurde festgehalten, das Behandlungsergebnis könne als akzeptabel 
beurteilt werden. Der Kläger sei nicht mehr produktiv psychotisch. Aller-
dings sei die Stabilisierungsphase noch sehr kurz und er müsste unter am-
bulanten Bedingungen auf alle Fälle eine Reizabschirmung erfahren, 
keinesfalls sofort wieder dem Arbeitsstress zugeführt werden (S. 3).

4.2.5 Mit "Vereinbarung" vom 11. Januar 2011 (act. I 8) wurde das Ar-
beitsverhältnis des Klägers mit der D.________ per 30. April 2011 auf-
gelöst. Unter "Ausgangslage" wurde festgehalten, infolge 
Dienstpflichtverletzungen habe der Kläger am 27. Juli 2010 eine schriftliche 
Verwarnung und "auf Grund dieser Vorkommnisse eine letzte Chance" er-
halten, um die darin erwähnten Erwartungen zu erfüllen. Leider habe sich 
am 22. Oktober 2010 ein weiterer Vorfall ereignet. 

4.2.6 Im Arbeitszeugnis vom 30. April 2011 (act. II 5a) wurde festgehal-
ten, der Kläger verfüge über ein abgerundetes Fachwissen und die nötige 
Erfahrung in seinem Aufgabengebiet. Er habe sich für sein Aufgabengebiet 
eingesetzt und seine Arbeiten gewissenhaft erledigt. Er habe das Arbeits-
pensum mit einem gleichmässigen Einsatz bewältigt, auch unter schwieri-
gen Arbeitsbedingungen. Die Zuverlässigkeit und der rechtzeitige 
Arbeitsantritt seien mehrfach Thema von Fördergesprächen gewesen. Auf-
grund gemeinsamer Gespräche sei man zum Schluss gekommen, dass 
eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen 
die sinnvollste Lösung darstelle.

4.2.7 Vom 28. Oktober bis 9. Dezember 2011 erfolgte ein weiterer stati-
onärer Aufenthalt im H.________. Im Bericht vom 16. Januar 2012 (act. III 
46 S. 1 – 3) wurde eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) sowie 
psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch 
und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Schädlicher Gebrauch 
(ICD-10 F19.1) diagnostiziert. Im Vorfeld der Behandlung sei es aus bis 
dahin unerklärlichen Gründen zu einem komatösen Zustand gekommen (S. 
1). Zwischenanamnestisch wurde festgehalten, der Kläger sei nach der 
Entlassung aus der Behandlung im H.________ 2010 von seinem Arbeit-
geber in der Schweiz gekündigt worden, aufgrund der Erkrankung. Darauf-
hin sei er nach ... zurückgekehrt und habe seitdem eine Arbeit als ... bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 17

Firma I.________. Weiter wurde festgehalten, der Kläger sei voll in seinem 
Wahn. Die Kernproblematik sei eine deutliche Selbstwertproblematik, die er 
im Rahmen seiner Psychose dann kompensiere. Diagnostisch liege primär 
eine Psychose vor, die sicher immer wieder zusätzlich verstärkt werde 
durch den Drogenkonsum, aber eventuell auch primär die psychotischen 
Symptome damit kompensiert werden sollten (S. 2).

4.2.8 Im zu Handen des (...) Krankenversicherers verfassten sozialme-
dizinischen Gutachten der Begutachtungsstelle J.________ vom 31. Mai 
2012 (act. III 48 S. 2 ff.) wurde unter "AU-bezogene Diagnose nach ICD-
10" eine Störung durch multiplen Substanzgebrauch psychotroper Sub-
stanzen (ICD-10 F19) und unter "weitere Diagnose(n)" eine paranoide 
Schizophrenie (nach Krankenhaus-Entlassungsbericht), eine Adipositas 
sowie eine Hypertonie festgehalten. Der 23-jährige, vollschichtig arbeitssu-
chende Kläger sei seit nunmehr über sechs Monaten arbeitsunfähig er-
krankt. Ursächlich sei eine notfallmässige Krankenhausbehandlung in 
komatösem Zustand auf der Grundlage von Suchtmitteimissbrauch gewe-
sen (S. 3). Unter "Beginn der AU" wurde der 25. Oktober 2011 vermerkt (S. 
4).

4.2.9 Der behandelnde Psychotherapeut K.________ hielt im Bericht 
vom 13. Juli 2012 (act. III 50) als Diagnose eine Schizophrenie fest. Seit 
der Gabe von Xeplion sei der Kläger frei von psychotischen Symptomen. 
Allerdings sei die Einsichtfähigkeit bezüglich der medikamentösen Behand-
lung noch eingeschränkt. Insbesondere dränge er auf die Reduktion der 
Medikamente nach ausreichend langem Injektionszeitraum, so dass er – 
K.________ – seinem Wunsch nachgebe und gegen Herbst dieses Jahres 
mit der Reduktion beginnen werde.

4.2.10 Vom 13. Februar bis 26. März 2013 erfolgte in der Klinik 
L.________ ein stationärer Aufenthalt. Mit am 3. Mai 2013 (act. III 52) zu 
Handen der E.________ erstattetem, u.a. von Dr. med. M.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin, unterzeichne-
tem ärztlichem "Entlassungsbericht", wurden ein schizophrenes Residuum 
bei bekannter paranoider Schizophrenie (ICD-10 F20.5), ein multipler Sub-
stanzmissbrauch, derzeit abstinent (ICD-10 F19.2), eine Störung des Sozi-
alverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten (ICD-10 F91.3), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 18

eine Adipositas (ICD-10 E66.01) sowie eine arterielle Hypertonie (ICD-10 
I10.90) diagnostiziert (S. 2). Bereits vom 27. Mai bis 15. Juli 2003 sei im 
Spital N.________, ein stationärer Aufenthalt erfolgt. Damals seien im We-
sentlichen eine Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellen aggressi-
ven sowie beginnenden dissozialen Verhaltensweisen bei psychosozial 
retardiertem Jugendlichen, eine Konzentrationsstörung, Lern- und Leis-
tungsmöglichkeiten an der unteren Grenze der mittleren Verteilungsbreite, 
jedoch kein Hinweis auf frühkindliche Hirnschädigungen diagnostiziert wor-
den (S. 14 f.). 

Gemäss den Angaben des Klägers habe er beim Einsetzen der psychoti-
schen Symptomatik nach der Kündigung seiner Arbeitstätigkeit in der 
Schweiz und psychiatrischer Behandlung kein neues Arbeitsverhältnis ge-
funden. Aufgrund der beschriebenen Symptomatik sei es ihm zuletzt nicht 
mehr möglich gewesen, seiner Arbeitstätigkeit nachzugehen. Der Kläger 
habe zwischen Juli und August 2012 versucht, seine Vermittelbarkeit 
selbstständig durch Aufnahme eines Meisterlehrganges zu steigern. Auf-
grund der Beschwerden sei ihm die Durchführung der Massnahme aller-
dings nicht möglich gewesen (S. 7). Der Kläger habe seinen 
Rehabilitationsaufenthalt ohne bestehendes Arbeitsrechtsverhältnis bei 
ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit seit November 2011 angetreten (S. 9). 
Er sei für seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... (bei der D.________ [vgl. 
S. 8]) unter 3 Stunden und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für schwere 
körperliche Arbeiten, ständig im Stehen, Gehen, Sitzen in Tages-Früh-
/Spätschicht für 6 Stunden und mehr leistungsfähig unter Ausschluss von 
Nachtschichten, entlassen worden. Aufgrund der langen Krankheitsphase 
und Erwerbslosigkeit, der noch bestehenden Beschwerden sowie der in der 
Reha sich verbesserten Compliance und der Vorgeschichte des Klägers 
bestehe in der direkten Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt das Risiko 
einer ungünstigen Prognose. Die Reha-Massnahme habe nur Aussicht auf 
Erfolg, wenn im Anschluss Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zur 
Wiedereingliederung des Klägers in seinen alten Beruf erfolgten (S. 18). 

4.2.11 Mit Bericht vom 16. Mai 2014 (act. III 57) hielt K.________ bei dia-
gnostizierter Schizophrenie unter Anamnese Folgendes fest: "psych. geht 
es gut, sei aber 4 Wo. AU, da BSV im LWS-Bereich, bekommt Physiothe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 19

rapie, kam sonst bei Massnahme gut zurecht, kann gut schlafen, beim Auf-
stehen tritt Schwindel auf, MRT des Kopfes war vor drei Monaten gemacht 
worden und war unauffällig". In befundmässiger Hinsicht beständen keine 
Hinweise auf eine produktiv-psychotische Symptomatik (S. 1). 

4.2.12 Vom 26. bis 28. August 2014 erfolgte in der Klinik O.________ 
eine stationäre Behandlung. Im Bericht vom 15. September 2014 (act. III 
60) wurden unter "Schmerzdiagnosen" eine "Chronifizierte monolokuläre 
Schmerzerkrankung MPSS Stadium 2 mit ausgeprägter schmerzbedingter 
Beeinträchtigung" und unter "Sonstige Diagnosen" u.a. ein schizophrenes 
Residuum bei bekannter paranoider Schizophrenie festgehalten (S. 1). Un-
ter "Schmerzanamnese" hielten die behandelnden Ärzte und Therapeuten 
fest, der Kläger berichte über lumbale Schmerzen mit anfänglicher 
Ausstrahlung in die Oberschenkel, welche nach 3-4 Stunden längerem Sit-
zen aufträten (S. 1). Der Kläger habe Anfang des Jahres ein Arbeits-
Assessment besucht und ab Juli diesen Jahres (bzw. Juni 2014 [vgl. S. 4]) 
eine Massnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben im P.________ begonnen. 
Diese ginge über ein Jahr und würde im Juli nächsten Jahres beendet sein. 
Der lumbale Schmerz führe während des Unterrichtes jedoch zu Konzen-
trationsstörungen, er habe dann immer den Drang sich bewegen zu müs-
sen und würde dann spazieren gehen. Beim Kläger sei eine paranoide 
Schizophrenie (aktuell in Remission unter Medikation) bekannt. Er berichte, 
schon länger keine Psychose mehr gehabt zu haben (S. 2). 

4.2.13 Mit Bericht vom 6. März 2015 (act. III 63) diagnostizierte 
K.________ eine depressive Störung. Weiter hielt er fest, der Kläger stehe 
bei ihm wegen einer schizodepressiven Psychose in Behandlung. Unter 
Abilify sei die psychotische Symptomatik gut abgeklungen, zuletzt sei eine 
depressive Symptomatik aufgetreten. 

4.2.14 Vom 19. bis 25. August 2015 erfolgte ein stationärer Aufenthalt im 
Q.________ (Klinik für Neurologie). Im Bericht vom 19. August 2015 (act. 
III 64) wurden als Diagnosen eine Reizpleozytose nach intrathekaler Injek-
tion (DD: entzündliche meningiale Reizung), eine mittelgradige depressive 
Episode, ein chronisches Schmerzsyndrom bei rezidivierenden Wirbelsäu-
lenbeschwerden (DD: Somatisierungsstörung) sowie ein lumbaler Band-
scheibenvorfall L4/L5 festgehalten (S. 1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 20

4.2.15 Vom 15. September bis 5. Oktober 2015 erfolgte im Q.________ 
(Tagesklinik für Psychiatrie/Psychotherapie und Psychosomatik) ein tages-
klinischer Aufenthalt. Im "Entlassungsbrief" vom 14. Oktober 2015 (act. III 
65 S. 1 f.) wurden in psychiatrischer Hinsicht eine paranoide Schizophrenie 
(ICD-10 F20.0) und ein schizophrenes Residuum (ICD-10 F20.5) diagnosti-
ziert. Im Aufnahmegespräch habe der Kläger berichtet, dass es ihm psy-
chisch schlecht gehe, er einfach nicht mehr klarkomme. Er sei an einer 
Psychose erkrankt und habe am 1. September 2015 eine neue Arbeit als ... 
begonnen. Diese überfordere ihn. Er müsse seitdem ständig schlafen, fühle 
sich schlapp, habe keinen Antrieb mehr. Auch habe er Angstzustände, 
könne nicht mehr einschlafen und sei ständig angespannt. Er sei seit 
1. September 2015 über eine Zeitarbeitsfirma als ... tätig, Zwischen 2013 
und 2015 sei eine Umschulung zum ... erfolgt (S. 1). Während des tages-
klinischen Aufenthaltes sei auf Wunsch des Klägers ein "Antrag auf einen 
Grad der Behinderung gestellt" worden (S. 2).

4.2.16 Im zu Handen des Krankenversicherers verfassten sozialmedizini-
schen Gutachten der Begutachtungsstelle J.________ vom 5. April 2016 
(act. III 66 S. 2 ff.) wurde unter "AU-bezogene Diagnose nach ICD-10" eine 
paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) und unter "weitere Diagnose(n)" 
ein Hypertonus, ein Schmerzsyndrom bei degenerativer Wirbelsäulener-
krankung, "angabegemäss" auch Bandscheibenschädigung sowie eine 
Adipositas festgehalten. Anamnestisch führte die Gutachterin aus, der 27-
jährige, zuletzt als .../Probezeit tätige, zwischenzeitlich gekündigte Kläger, 
sei bei psychophysischer Überforderung mit zunehmender Angststörung 
und Antriebsminderung bei bereits seit Jahren bestehender psychiatrischer 
Erkrankung mit wiederholten "AU-Zeiten" aktuell durchgehend seit dem 
14. September 2015 arbeitsunfähig. Der Kläger befinde sich nach mehr-
wöchiger Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik weiterhin in re-
gelmässig fachärztlicher Betreuung. In der sozialmedizinischen Beurteilung 
der Arbeitsunfähigkeit hielt die untersuchende Ärztin fest, nach Anamnese- 
und Befunderhebung sowie unter Würdigung der vorliegenden Unterlagen 
habe der Kläger bei fehlender Stressbelastbarkeit und Umstellungsfähigkeit 
sowie deutlicher Antriebsminderung weiter keine Belastbarkeit für seine 
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... oder eine vergleichbare Tätigkeit auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt erreicht. Unter Würdigung des bisherigen Krank-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 21

heitsverlaufes mit Hinweis auf anhaltende psychophysische Leistungsmin-
derung seit Jahren sei die Erwerbsfähigkeit erheblich gemindert (S. 3).

4.2.17 Dr. med. R.________, Arzt für Neurologie sowie 
Psychiatrie/Psychotherapie, diagnostizierte im zu Handen der E.________ 
verfassten psychiatrischen Gutachten vom 28. Juni 2016 (act. III 12) eine 
chronifizierte Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 
F20.5), eine somatoforme Schmerzstörung bei bekanntem LWS-Syndrom 
(ICD-10 F45.4) sowie vorbekannte internistische Erkrankungen (S. 7). 
Zusammenfassend sei bis auf weiteres eine Belastbarkeit auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gegeben, selbst wenn dringend zu 
ergreifende fachliche Massnahmen auf psychiatrischem Fachgebiet 
intensiviert werden sollten (S. 8).

4.2.18 Vom 19. Juli bis 30. August 2016 hielt sich der Kläger zum dritten 
Mal zur stationären Behandlung im H.________ auf. Im Bericht vom 30. 
August 2016 (act. III 69) wurden eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 
F20.0), ein milder Entzug von opiathaltigen Analgetika (ICD-10 F11.3), eine 
Abhängigkeit von opiathaltigen Analgetika (ICD-10 F11.2) sowie 
psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch 
und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Schädlicher Gebrauch 
(ICD-10 F19.1) diagnostiziert (S. 1). Die Aufnahme sei erfolgt, nachdem es 
von der Polizei unter dem Verdacht eines Verstosses gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (illegaler Verkauf) zu einem Zugriff beim Kläger 
gekommen und dieser seither wahnhaft davon überzeugt sei, dass er von 
der Polizei erschossen werden würde (S. 2).

4.2.19 Dr. med. F.________ hielt im zu Handen der E.________ 
verfassten nervenärztlichen Gutachten vom 20. September 2016 (act. III 16 
S. 1 – 10) als Diagnosen eine paranoid halluzinatorische Schizophrenie 
(ICD-10 F20.0), ein schizophrenes Residuum (ICD-10 F20.5), eine 
Adipositas (ICD-10 E66.99) sowie eine chronische Schmerzstörung (ICD-
10 R52.2) bei anamnestisch bekanntem Bandscheibenvorfall, fest (S. 8). 
Im Hinblick auf die beschriebenen und nachvollziehbaren Defizite im 
Bereich der schizophrenen Minussymptomatik sei an einen Einsatz unter 
arbeitsmarktüblichen Bedingungen in keiner Weise zu denken. Den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 22

allgemeinen Anforderungen würde der Kläger in keiner Weise gerecht 
werden (S. 9).

4.2.20 Im zu Handen des Klägers verfassten Schreiben des H.________ 
vom 15. Februar 2018 (act. I 30) wurde festgehalten, der "Beginn der 
Erkrankung" liege im Vorfeld der Erstaufnahme im Oktober 2010.

4.2.21 Am 20. November 2018 beantwortete die S.________ AG die von 
der Beklagten gestellte Frage, ob beim Austritt aus der C.________ eine 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% bestanden habe, mit "Nein" (act. II 
38b). 

4.2.22 Im Gerichtsgutachten vom 11. März 2020 (pag. 89 – 137) hielt Dr. 
med. G.________ die folgenden Diagnosen fest (pag. 119): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

1. Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) 

2. Schizophrenes Residuum (ICD-10 F20.5) 

3. Anhaltende Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen 
(ICD-10 F45.41) bei anamnestisch bekanntem Bandscheibenvorfall

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Psychische und Verhaltensstörung durch Cannabinoide, schädlicher Ge-
brauch, gegenwärtig abstinent, anamnestisch seit 2011 (ICD-10 F12.10) 

2. Zustand nach psychischer und Verhaltensstörung durch Opioide, schädli-
cher Gebrauch, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F11.10) bei chronischer 
Schmerzstörung Gabe von opiathaltigen Analgetika (Targin), abstinent 
seit 2018

Die Befunde seien ausgeprägt und diagnoserelevant (pag. 119). Es könne 
davon ausgegangen werden, dass die erste psychotische Dekompensation 
im Oktober/November 2010 durch den seit 2008 bestehenden 
Cannabiskonsum getriggert worden, aber nicht ursächlich auf den 
Cannabiskonsum zurückzuführen sei (pag. 120). Aus gutachterlicher Sicht 
handle es sich um eine schizophrene Erkrankung mit erster akuter Dekom-
pensation im November 2010 und nicht um eine wiederholte drogenindu-
zierte Psychose (pag. 121). Das Krankheitsbild zeige einen typischen 
chronischen Verlauf einer paranoiden Schizophrenie mit Ausbildung eines 
schizophrenen Residuums (pag. 120). Es bestehe kein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 23

Eingliederungspotenzial und keine Perspektive der Wiedereingliederung in 
den ersten Arbeitsmarkt (pag. 126). Weiter müsse eine Vorläuferphase 
(Prodromalphase) mit Beginn ab 2008 angenommen werden. Zum 
Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Tätigkeit bei der D.________ nach 
Entlassung aus der ersten stationären Behandlung sei die akute Psychose 
gemäss heutigen anamnestischen Angaben des Klägers nicht vollständig 
remittiert gewesen. Also habe zum damaligen Zeitpunkt mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zumindest eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sowie 
eine anhaltende Trugwahrnehmung der Realität vorgelegen (pag. 128). 

Ab dem 5. November 2010 bestehe durchgehend eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bis zur Wiederaufnahme der ersten Tätigkeit von Juni bis 
November 2011. Im Anschluss daran bestehe eine durchgehende 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit. In der angestammten Tätigkeit als ... bei der 
D.________ betrage die Arbeitsunfähigkeit seit dem 5. November 2010 
durchgehend bis heute 100%. Der Kläger sei auch in einer angepassten 
Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig (pag. 133). Es 
müsse von einer durchgehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem 
ersten Arbeitsmarkt nach Beendigung seiner Tätigkeit als ... ab November 
2011 ausgegangen werden (pag. 134). Jedoch sei der Kläger in dieser 
Tätigkeit von Juni 2011 bis November 2011 arbeitsfähig gewesen. Ab wann 
und mit welchem Ausmass eine beginnende Arbeitsunfähigkeit auch in 
angepasster Tätigkeit während dieser Anstellung begonnen habe, sei 
retrospektiv mangels Dokumentation nicht zu beurteilen (pag. 135).

Während der Qualifizierung zum ..., P.________ GmbH, vom März 2014 
bis Juni 2015, sei der Kläger in seiner angestammten Tätigkeit ebenfalls zu 
100% arbeitsunfähig gewesen. Auch in einer angestammten Tätigkeit 
(gemeint wohl: angepassten Tätigkeit [insoweit zutreffend der Einwand des 
Klägers auf pag. 164, wonach es sich hier um einen offensichtlichen 
Verschreiber handle]) auf dem ersten Arbeitsmarkt müsse während dieser 
Zeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Es habe 
sich hier um eine Qualifizierungsmassnahme in einem 
Berufsförderungswerk gehandelt, ohne die Bedingungen des freien 
Arbeitsmarktes und um einen geschützten Rahmen. Auf dem freien 
Arbeitsmarkt habe der Kläger bereits zwei Tage nach der Arbeitsaufnahme 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 24

am 1. September 2015 mit nachfolgender 100%iger Arbeitsunfähigkeit 
dekompensiert (pag. 135).

5.

5.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgericht [EVG; heute BGer] 
vom 20. Januar 2004, B 80/02, E. 3.2).

5.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 
231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352; Entscheid des BGer vom 16. 
Dezember 2013, 9C_761/2013, E. 3.1.2).

6.

6.1 Umstritten ist zunächst, ob während der Versicherungsdauer bei 
der Beklagten aufgrund der nachmalig zur Invalidität führenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 25

Schizophrenie (vgl. E. 4.1 vorne) eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit 
eingetreten ist, was der Kläger bejaht (pag. 17, Ziff. 37), die Beklagte 
dagegen verneint (pag. 47, Ziff. 59). 

6.1.1 Soweit die Beklagte zunächst zumindest impliziert, die vorliegend 
geltend gemachten psychischen Störungen hätten bereits im Jahr 2003 
bestanden, als der Kläger in einer Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie 
und Psychotherapie in stationärer Behandlung stand (act. III 52 S. 14 f.; 
pag. 47, Ziff. 58), kann ihr nicht gefolgt werden: Wie aus dem Entlassungs-
bericht der Klinik L.________ vom 3. Mai 2013 (act. III 52) folgt, wurde in 
diesem Zeitpunkt keine Schizophrenie diagnostiziert. Wohl handelt es sich 
bei diesem Bericht insoweit allein um eine Sekundärquelle; jedoch beste-
hen in den Akten keine Anhaltspunkte dahingehend, dass die damals ge-
stellten Diagnosen falsch wiedergegeben worden wären. Auch vermag die 
Beklagte die im Bericht Klinik L.________ übernommenen Feststellungen 
nicht mittels Gegenbeweis (etwa in Form [echtzeitlicher] medizinischer Be-
richte) in Frage zu stellen (vgl. E. 2.4.2 vorne). Die Gerichtsgutachterin Dr. 
med. G.________ hielt hierzu überzeugend (vgl. E. 5.2 vorne) fest, das 
während der Pubertät gezeigte auffällige Sozialverhalten spreche für eine 
erhöhte innerseelische Vulnerabilität, die zur Ausbildung der schizophrenen 
Erkrankung mitbeigetragen haben könne (pag. 121). Dass bereits damals 
richtigerweise eine Schizophrenie hätte diagnostiziert werden müssen, 
sagte die Gutachterin nicht und dergleichen lässt sich auch aus den 
übrigen medizinischen Berichten nicht ableiten. Es liegen sodann keine 
ärztlichen Dokumente vor und es bestehen auch anderweitig keine 
Anhaltspunkte dafür, dass eine Schizophrenie oder ein äquivalentes Leiden 
bis zum Antritt des Beschäftigungsverhältnisses bei der D.________ per 
September 2008 aufgetreten wäre und dieses die Arbeitsfähigkeit bereits 
zu Beginn des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten eingeschränkt 
hätte. Im Gegenteil hielt der Medical Service zu Handen der D.________ 
am 4. August 2008 ausdrücklich fest, aus den erhaltenen Angaben ergäben 
sich keine Bedenken gegen die vorgesehene Beschäftigung (act. II 2).

6.1.2 Vom 5. November bis 3. Dezember 2010 – mithin während der 
Versicherungsdauer (vgl. E. 3.2 vorne) – stand der Kläger erstmals im 
H.________ in stationärer Behandlung. Damals wurden (erstmals) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 26

psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch 
und Konsum anderer psychotroper Substanzen: Psychotische Störung, 
diagnostiziert (act. III 40 S. 1). Weiter hat sich in der Akutphase das Vollbild 
einer produktiven Psychose mit ausgeprägtem Wahn- und 
Vergiftungsideen präsentiert, wobei die Eigengefährdung einen 
richterlichen Unterbringungsbeschluss erforderlich machte. Die Beklagte 
anerkennt, dass "diese Störung" damals ihren Anfang nahm (pag. 47, Ziff. 
62). Dr. med. G.________ hielt hierzu fest, dass dieser Aufenthalt als 
manifester Beginn der paranoiden Schizophrenie angesehen werden 
müsse (pag. 128). Diese Einschätzung überzeugt, zumal das Vorliegen 
einer Schizophrenie im Verlauf von den allermeisten Ärzten wiederholt 
bestätigt wurde (vgl. E. 4.2 vorne; pag. 127). Im Übrigen sind wahnhafte 
Störungen gerade in ihren frühen Stadien diagnostisch schwierig zu 
unterscheiden (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klas-
sifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 127), weil die Schizophrenie 
keine eindeutig pathognomonischen Symptome aufweist (vgl. DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 128). Aus dem Umstand, wonach beim 
ersten Aufenthalt des Klägers im H.________ noch nicht ausdrücklich eine 
Schizophrenie diagnostiziert worden war, vermag die Beklagte deshalb 
nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Im Bericht vom 5. Januar 2011 wies 
das H.________ denn auch lediglich auf einen blossen Zusammenhang 
zwischen den Drogen und der Auslösung der Psychose hin (act. III 76 S. 
3), schrieb ihnen jedoch keine alleinige Ursächlichkeit zu. Soweit die Be-
klagte sodann unter Hinweis auf ein "Telefongespräch" mit dem Health & 
Medical Service (pag. 48, Ziff. 65) von einer gegenteiligen Einschätzung 
auszugehen und dem damaligen Substanzkonsum des Klägers die aussch-
liessliche Ursache des psychischen Beschwerdebildes zuzuschreiben 
scheint, vermag sie dies weder unter Hinweis auf abweichende echtzeitli-
che medizinische Berichte noch mittels einem nachträglich verfassten 
fachärztlichen Bericht zu untermauern. Vielmehr hielt Dr. med. G.________ 
in überzeugender und von der Beklagten nicht entkräfteter Weise (vgl. E. 
2.4.2 vorne) fest, es könne davon ausgegangen werden, dass die erste 
psychotische Dekompensation im Oktober/November 2010 durch den seit 
2008 bestehenden Cannabiskonsum getriggert worden, aber nicht ursäch-
lich auf den Cannabiskonsum zurückzuführen sei (pag. 120), wobei dieser 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 27

aus heutiger Sicht als negativer Selbstheilungsversuch der schon damals 
bestandenen Prodromalsymptome der Schizophrenie verstanden werden 
müsse (pag. 124). Diese Einschätzung deckt sich im Wesentlichen mit je-
ner im "Entlassungsbericht" der Klinik L.________, wonach der Kläger 
zunächst versucht habe, sich durch Cannabiskonsum zu beruhigen (act. III 
52 S. 13); zudem spricht der Bericht von einer "von der Psychose getrage-
ne[n] Verschärfung des Drogenkonsums" (S. 14). Wenn die Gutachterin, 
welche der Diagnose einer psychischen und Verhaltensstörung durch 
opioidhaltige Schmerzmittel ICD-10 F11.10, schädlicher Gebrauch, keine 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (pag. 119) bescheinigt, den Drogen-
konsum als Symptom einer Pathologie und nicht als Ursache derselben 
beurteilt, ist dies somit nachvollziehbar und schlüssig.

Demnach steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (vgl. E. 2.4.3 vorne) fest, dass erstmals während der Versicherungs-
dauer bei der Beklagten die später zur Invalidität führende Schizophrenie 
aufgetreten ist.

6.1.3 Zu prüfen ist der weitere aus den Vorbringen auf pag. 47, Ziff. 59 
abzuleitende Einwand der Beklagten, es sei nicht erstellt, dass die Schizo-
phrenie bereits während der Anstellung bei der D.________ zu einer min-
destens 20%igen Arbeitsunfähigkeit geführt habe (vgl. E. 2.3.1 vorne). 

6.1.3.1 Im den stationären Aufenthalt vom 5. November bis 3. Dezember 
2010 betreffenden "Kurzbrief" des H.________ vom 3. Dezember 2010 
wurde darauf hingewiesen, dass die Stabilisierungsphase relativ kurz ge-
wesen sei und die Psychoedukation nicht habe zu Ende geführt werden 
können. Der Kläger habe aufgrund verschiedener Ängste die Behandlung 
beenden wollen (act. III 40 S. 1). Die Arbeitsfähigkeit erachtete die behan-
delnde Psychologin noch nicht als gegeben, der Kläger könne "aktuell" 
dem Arbeitsstress noch nicht standhalten, woraufhin sie bis Ende des Jah-
res eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (S. 2). Im später verfassten, nun 
auch von der Chefärztin mitunterzeichneten Bericht des H.________ vom 
5. Januar 2011 (act. III 76 S. 1 – 4) wurde das Behandlungsergebnis als 
"akzeptabel" beurteilt, jedoch eine unter ambulanten Bedingungen zu erfol-
gende Reizabschirmung als notwendig erachtet. Ausdrücklich wurde darauf 
hingewiesen, dass der Kläger "keinesfalls sofort wieder dem Arbeitsstress 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 28

zugeführt werden" sollte (S. 3). Eine zeitliche Begrenzung der durch letzte-
re Formulierung klarerweise bescheinigten, wenn auch nicht numerisch 
quantifizierten Arbeitsunfähigkeit erfolgte – entgegen der Darstellung der 
Beklagten (pag. 39, Ziff. 5) – im Unterschied zum allein summarisch abge-
fassten und, wie gezeigt, nicht ärztlich unterzeichneten Kurzbrief vom 
3. Dezember 2010, nicht. 

Indem der zweite Bericht erst am 5. Januar 2011 verfasst und darin – wie 
dargelegt – die Zuführung des Klägers in den Arbeitsalltag als klar kon-
traindiziert beurteilt wurde, lässt sich die Darstellung der Beklagten, der 
Kläger sei nach dem ersten Aufenthalt im H.________ "ab Januar 2011 
wieder arbeitsfähig entlassen" worden (pag. 47, Ziff. 58), nicht bestätigen. 
Es besteht denn auch kein Anlass zur Annahme, die Befristung der Ar-
beitsunfähigkeit sei im später verfassten Bericht vom 5. Januar 2011 ver-
sehentlich oder gar bewusst unterlieben. Vielmehr ist die fehlende 
Befristung im Verbund mit dem Hinweis zu erblicken, der Kläger dürfe "kei-
nesfalls" in den "Arbeitsstress" – sei es in die angestammte oder eine an-
gepasste Tätigkeit – zurückkehren. Damit liegt ein starkes Indiz für eine 
über den 31. Dezember 2010 hinaus bestehende, schizophreniform (vgl. E. 
6.1.2 vorne) bedingte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von min-
destens 20% vor. Daran ändert der Jahre später erfolgte und keinerlei Be-
gründung aufweisende Bericht des Health & Medical Service vom 
20. November 2018 (act. II 38b) nichts, zumal hinsichtlich des weiteren 
Verlaufs bis zum Ablauf des Beschäftigungsverhältnisses per 30. April 
2011 keine weiteren Berichte im Recht liegen, welche sich zur Arbeits-
fähigkeit äussern, geschweige denn ausdrücklich eine Arbeitsfähigkeit be-
scheinigen. Dass der Kläger, wie aus Beilage act. II 7 folgt, nur bis am 
31. Dezember 2010 der Arbeit fernblieb, lässt mit Blick auf die Natur des 
psychischen Leidens keinen Rückschluss auf die Arbeitsfähigkeit zu, und 
dies umso weniger, als der Kläger offensichtlich aufgrund verschiedener 
Ängste hinsichtlich der Versicherung und der bestehenden Anstellung bei 
der D.________ (act. II 40 S. 1) die Behandlung im H.________ beenden 
wollte.

Damit ist entgegen der Beklagten eine während der Dauer des Beschäfti-
gungsverhältnisses bei der D.________ bestehende 20%ige Arbeitsun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 29

fähigkeit bereits im Lichte der echtzeitlichen Arztberichte hinreichend er-
stellt.

6.1.3.2 Dazu kommt, dass – damit die Einbusse an funktionellem Leis-
tungsvermögen von 20% (vgl. E. 2.3.1 vorne) im bisherigen Beruf vorsorge-
rechtlich relevant werden kann – sie in dem Sinne dauerhafter Natur sein 
muss, dass der ihr zugrunde liegende Gesundheitsschaden auf längere 
Sicht geeignet ist, die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person erheblich zu 
beeinträchtigen (vgl. MARC HÜRZELER, in Schneider/Geiser/Gächter [Hrsg.], 
Kommentar zum BVG und FZG, 2. Auflage, 2019, Art. 23 BVG N. 8). Dabei 
können retrospektiv ausgestellte ärztliche Beurteilungen in gewissen Fällen 
eine wichtige Ergänzung der Beweisgrundlage darstellen, insbesondere bei 
Krankheitsbildern mit ausgeprägt schwankendem Verlauf, bei denen die 
Abfolge von Arbeitsunfähigkeiten und Perioden der Arbeitsfähigkeit mitun-
ter erst im Lichte späterer Erkenntnisse zuverlässig beurteilbar sind (vgl. 
HÜRZELER, a.a.O., Art. 23 BVG N. 11)

Fest steht, dass der Kläger ab dem 5. November 2010 in stationärer Be-
handlung stand und demnach von einer knapp zweimonatigen Arbeitsun-
fähigkeit und damit einer erheblichen Dauer derselben auszugehen ist. 
Zudem ist die bereits in diesem Zeitpunkt sich manifestierende Schizo-
phrenie (vgl. E. 6.1.2 vorne) grundsätzlich geeignet, die Arbeitsfähigkeit 
längerfristig erheblich zu beeinträchtigen, woran nichts ändert, dass der 
Verlauf wellenförmig geprägt ist (vgl. E. 2.3.3 vorne). Dr. med. G.________ 
hielt im Gerichtsgutachten fest, zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der 
Tätigkeit bei der D.________ nach Entlassung aus der ersten stationären 
Behandlung sei die akute Psychose gemäss heutigen anamnestischen 
Angaben des Klägers nicht vollständig remittiert gewesen, weshalb zum 
damaligen Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest eine 
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sowie eine anhaltende Trugwahrnehmung 
der Realität vorgelegen habe (pag. 128). Zwar fusst diese Einschätzung – 
wie auch von der Gutachterin transparent gemacht – auf den Angaben des 
Klägers. Es bestehen jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass er seine An-
gaben gegenüber der Gutachterin einzig zu Prozesszwecken vorbrachte, 
wurde doch die Behandlungsbedürftigkeit der geklagten schizophrenifor-
men Beschwerden über den 31. Dezember 2010 hinaus echtzeitlich als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 30

dringend ("auf alle Fälle" [act. III 76 S. 3]) erachtet, woraus zu schliessen 
ist, dass weiterhin eine erhebliche Psychopatholgie mit entsprechender 
Einschränkung des (erwerblich relevanten) funktionellen Leistungsvermö-
gens vorhanden gewesen sein musste. Wenn Dr. med. G.________ des-
halb bei diagnostizierter Schizophrenie (mit entsprechend schwankendem 
Verlauf) und echtzeitlich erstellter Behandlungsbedürftigkeit retrospektiv auf 
die Fortdauer einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit 
auch nach dem Aufenthalt im H.________ am 3. Dezember 2010 schloss, 
überzeugt dies unter den gegebenen Umständen auch in beweismässiger 
Hinsicht. 

6.1.3.3 Die Beklagte bringt weiter vor, die gesundheitliche Beeinträchti-
gung habe sich auf das Arbeitsverhältnis nicht sinnfällig ausgewirkt respek-
tive die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen sei arbeitsrechtlich 
nicht in Erscheinung getreten (vgl. pag. 45, Ziff. 44). 

Der Grundsatz, dass die Leistungseinbusse in aller Regel dem Arbeitgeber 
aufgefallen sein muss (vgl. E. 2.3.1 vorne), lässt insbesondere in Anbe-
tracht der besonderen Art des gesundheitlichen Leidens – so namentlich 
bei Schizophrenie – Ausnahmen zu (vgl. HÜRZELER, a.a.O., Art. 23 BVG N. 
11; STAUFFER, a.a.O., S. 80), was dem Umstand Rechnung trägt, dass ein 
schizophreniformes Leiden episodisch mit teilweiser oder vollständiger 
Remission oder chronisch auftreten kann (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, 
a.a.O., S. 131). 

Wie in E. 4.2.5 vorne gezeigt, wurde das Arbeitsverhältnis zwischen der 
D.________ und dem Kläger mit Vereinbarung vom 11. Januar 2011 infol-
ge von Dienstpflichtverletzungen per 30. April 2011 aufgelöst, wobei der 
Kläger per 12. Januar 2011 freigestellt wurde (act. I 8). Der Kündigung vor-
angegangen war eine Verwarnung am 27. Juli 2010. Dieser ging ihrerseits 
am 6. Juli 2010 eine gemeinsame Besprechung zwischen dem Kläger und 
Vertretern der Arbeitgeberin voraus, wobei aus der entsprechenden Akten-
notiz hervorgeht, dass dem Kläger diverse Nachlässigkeiten namentlich in 
Zusammenhang mit der Befolgung von Arbeitszeiten vorgeworfen wurden 
(act. II 6a). Dies fand auch seinen Niederschlag im Arbeitszeugnis, wonach 
"die Zuverlässigkeit und der rechtzeitige Arbeitsantritt […] mehrfach Thema 
von Fördergesprächen gewesen" sei (act. II 5a). Dr. med. G.________ hielt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 31

hierzu im Gerichtsgutachten fest, das vom Kläger beschriebene (und ak-
tenmässig dokumentierte) Zuspätkommen sei erfolgt, weil er wegen dem 
Cannabis nicht rechtzeitig habe aufstehen können, was im Zusammenhang 
mit der beginnenden Erkrankung zu sehen sei. Diese (überzeugende) Ein-
schätzung ist insofern relevant, als dass der Substanzmissbrauch nach 
gutachterlicher Einschätzung als Teil der psychischen Erkrankung beurteilt 
wird (vgl. E. 6.1.2 vorne) und damit die damaligen (sinnfällig in Erscheinung 
getretenen) Nachlässigkeiten des Klägers überwiegend wahrscheinlich auf 
die schizopreniforme Problematik zurückzuführen sind. Die Beklagte legt 
nicht dar (vgl. E. 2.4.2 vorne) und es ist auch anderweitig nicht ersichtlich, 
dass diese Einschätzung unzutreffend wäre. Auch überzeugt ihr Einwand, 
die Kündigung sei wegen Dienstpflichtverletzungen erfolgt und nicht, weil 
der Kläger "langsamer oder schlechter gearbeitet hätte" (pag. 45, Ziff. 44) 
nicht: Wie eben gezeigt, mangelte es dem Kläger offensichtlich an hinrei-
chender Zuverlässigkeit, welcher Aspekt durchaus als eine arbeitsrechtlich 
relevante Pflichtverletzung zu werten ist. Selbst jedoch, wenn mit Blick auf 
die bereits anfangs 2009 (und damit kurze Zeit nach Beginn des Beschäfti-
gungsverhältnisses bei der D.________ im September 2008 [act. I 5]) do-
kumentierten Unzuverlässigkeiten (act. II 6a) formal nicht von einem "Abfall 
der Leistungen" (vgl. E. 2.3.1 vorne), sondern von einer von Beginn weg 
nicht hinreichenden Performance auszugehen wäre, könnte die Beklagte 
daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten: Zum einen nennt die (auch von 
der Beklagten referierte) Rechtsprechung einen für den rechtsgenüglichen 
Nachweis einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit nach aussen sichtbaren "Abfall 
der Leistungen" allein beispielhaft ("so etwa"). Zum andern trüge die darge-
legte Sichtweise dem besonderen Charakter des vorliegenden psychischen 
Leidens nicht Rechnung. Dr. med. G.________ hielt im Gerichtsgutachten 
fest, die zwischen 2008 und 2010 zunehmenden Schlafstörungen mit einer 
Unfähigkeit, sich an eine Schichtarbeit zu adaptieren, das ab 2009 zuneh-
mende Überforderungsgefühl, nicht die entsprechenden Denk- und Arbeits-
leistungen erfüllen zu können mit Konzentrationsschwierigkeiten, 
Stimmungsinstabilität mit zunehmender Gereiztheit, Misstrauen und leichter 
Depression bis hin zu Trugwahrnehmungen, könnten als (mittels Cannabis 
selbstbehandelte) Prodromalsymptomatik der schizophrenen Erkrankung 
verstanden werden (pag. 121). Wohl fusst auch diese Einschätzung der 
Gutachterin auf einer nachträglichen Bewertung von anlässlich der Begut-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 32

achtung gemachten Angaben des Klägers. Jedoch ist – bei nach Aktenlage 
gesicherter Diagnose einer Schizophrenie (vgl. E. 6.1.2 vorne) – zu beach-
ten, dass die Prodromalphase häufig erst retrospektiv identifiziert werden 
kann (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 130). Die während des 
Arbeitsverhältnisses bei der D.________ in Erscheinung getretenen Unzu-
verlässigkeiten und Unzulänglichkeiten des Klägers, welche zu einer Ver-
warnung und schliesslich zur Kündigung geführt haben, stehen somit 
durchaus im Einklang mit dem damals aktenmässig dokumentierten Auftre-
ten schizophreniformer Beschwerden. 

6.1.4 Zusammenfassend ist eine während der Versicherungsdauer bei 
der Beklagten eingetretene, mindestens 20%ige medizinisch-theoretische 
Arbeitsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich erstellt.

6.2 Der sachliche Konnex (vgl. E. 2.3.2 vorne) ist gegeben, ist doch 
der Gesundheitsschaden (Schizophrenie), welcher zur Arbeitsunfähigkeit 
geführt hat (vgl. E. 6.1 vorne), derselbe wie derjenige, der der Erwerbsun-
fähigkeit zugrunde liegt respektive zur Invalidität geführt hat (vgl. E. 4.1 
vorne).

6.3 Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt vor-
aus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren 
Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder ar-
beitsfähig war (vgl. E. 2.3.2 vorne). 

6.3.1 Der Kläger war nach der Freistellung durch die D.________ ab 
Juni 2011 bei der Firma I.________ in ... (...) als ... erwerbstätig (act. III 31 
S. 6), wobei es sich um eine Beschäftigung im angestammten Bereich 
handelte (zum Begriff des ..., vgl. www.duden.de). Wie in E. 6.1.3.2 vorne 
dargelegt, bedurften die psychischen Beeinträchtigungen des Klägers im 
Zeitpunkt des Austritts aus dem H.________ per 3. Dezember 2010 weite-
rer medizinischer Behandlung. Es bestehen in den Akten keine Anhalts-
punkte dafür, dass dies im Zeitpunkt des bei der Firma I.________ 
ausgeübten Beschäftigungsverhältnisses anders gewesen wäre respektive 
damals nunmehr eine vollständige Remission der Beschwerden bzw. der 
zugrunde liegenden Problematik vorgelegen hätte. Vielmehr ist mangels 
anderweitiger Angaben in den Akten davon auszugehen, dass sich die bei 

http://www.duden.de

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 33

Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der D.________ bestehende Be-
handlungsbedürftigkeit sowie die mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit 
fortsetzten. Dies galt ohne weiteres auch für eine angepasste Tätigkeit, 
nachdem das im Bericht des H.________ vom 5. Januar 2011 als dringend 
postulierte Fernbleiben vom Arbeitsstress sich nicht allein auf die ange-
stammte Tätigkeit bezog (vgl. act. III 76 S. 3) respektive dem Bericht keine 
Hinweise zu entnehmen sind, wonach eine angepasste Tätigkeit ab einem 
bestimmten Zeitpunkt wieder möglich wäre (vgl. auch E. 6.1.3.1 vorne). 
Alleine aus dem Umstand, dass der Kläger nach der Kündigung bei der 
D.________ wiederum im angestammten Bereich eine Tätigkeit aufnahm, 
lässt folglich unter den vorliegend gegebenen Umständen sowie mit Blick 
auf das Wesen des Beschwerdebildes (vgl. E. 6.1.3.3 vorne) nicht auf ei-
nen Unterbruch des zeitlichen Konnexes schliessen. Dies umso weniger, 
als sich der Kläger bereits Ende Oktober 2011 bei diagnostizierter paranoi-
der Schizophrenie (nach komatösem Zustand auf der Grundlage eines 
Suchtmittelmissbrauchs) wiederum in stationäre psychiatrische Behandlung 
begeben musste (act. III 46 S. 1). Im sozialmedizinischen Gutachten vom 
31. Mai 2012 (act. III 48 S. 2 ff.) wurde betreffend den damals arbeitslosen 
Kläger entsprechend eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit at-
testiert (S. 3). Dass als Beginn der Arbeitsunfähigkeit der 25. Oktober 2011 
angegeben wurde (S. 4), vermag einen früheren Eintritt derselben nicht in 
Frage zu stellen, lag doch der Gutachterin einzig der Bericht des 
H.________ vom 16. Januar 2012 vor und nicht auch jener vom 5. Januar 
2011, welcher sich auf den ersten Aufenthalt vom 5. November bis 3. De-
zember 2010 daselbst bezieht, womit die Gutachterin eine weiter zurück-
reichende Arbeitsunfähigkeit gar nicht prüfen konnte. 

6.3.2 Nach einem weiteren stationären Aufenthalt in der Klinik 
L.________ vom 13. Februar bis 26. März 2013 wurde der Kläger im ent-
sprechenden "Entlassungsbericht" (act. III 52) für die angestammte Tätig-
keit im Umfang von "unter drei Stunden" und betreffend eine angepasste 
Tätigkeit im Umfang von "6 Stunden und mehr" als arbeitsfähig erachtet 
(S. 3, 18). Eine Arbeitsfähigkeit von über 80% (vgl. E. 2.3.2 vorne) ist damit 
nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Dies umso weniger, als die be-
handelnden Ärzte eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt nur unter der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 34

Bedingung von Eingliederungsmassnahmen als möglich beurteilten 
(S. 18 f.). 

Von März 2014 bis Juli 2015 erfolgte eine Umschulung zum ... (act. III 12 S. 
4; 31 S. 6; 65 S. 1), welche Tätigkeit – wie auch die Beklagte anerkennt 
(pag. 47, Ziff. 61) – im Rahmen einer Eingliederungsmassnahme erfolgte 
und damit nicht als den zeitlichen Konnex unterbrechend zu qualifizieren ist 
(vgl. E. 2.3.2 vorne; Gerichtsgutachten, pag. 135). Dass die
Massnahme den Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes entsprochen hät-
te, ist nicht ersichtlich und macht auch die Beklagte nicht geltend. Die Um-
schulung hatte denn auch nicht ansatzweise die Wiedereingliederung in 
den ersten Arbeitsmarkt zur Folge, war der Kläger nach deren Abschluss 
doch lediglich eineinhalb Wochen im nämlichen Beruf tätig, bevor es auf-
grund einer erneuten Verschlechterung des psychischen Gesundheitszu-
standes bei diagnostizierter Schizophrenie zu einem weiteren (tages-
)klinischen Aufenthalt kam (act. III 65 S. 1). Im weiteren Verlauf wurde im 
sozialmedizinischen Gutachten vom 5. April 2016 (act. III 66 S. 2 ff.) eine 
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 3). Auch Dr. med. R.________ 
(act. III 12 S. 8) und – nach dem dritten Aufenthalt im H.________ (act. III 
69) – Dr. med. F.________ (act. III S. 1 – 10) hielten einen Einsatz auf dem 
ersten Arbeitsmarkt aufgrund der schizophrenen Symptomatik als nicht 
mehr möglich (S. 9). 

6.3.3 Damit ist es dem Kläger während des gesamten Zeitraums bis 
zum Eintritt der Invalidität im November 2016 nicht mehr gelungen, auf dem 
ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Zwar lag zwischenzeitlich (so 2014 
und namentlich 2015) auch ein das funktionelle Leistungsvermögen zusätz-
lich einschränkendes Schmerzsyndrom, namentlich in Form von Rücken-
beschwerden, vor (vgl. act. III 65 S. 4 ff.) und remittierten die psychotischen 
Beschwerden zwischenzeitlich vorübergehend (vgl. act. III 63). Darin sind 
jedoch keine den zeitlichen Konnex unterbrechende (konkurrierende) Fak-
toren zu erblicken: So hielt Dr. med. G.________ zum diagnostizierten 
schizophrenen Residuum fest, im Vordergrund ständen u.a. die psychomo-
torische Verlangsamung, die verminderte Aktivität, die Affektverflachung 
sowie Passivität und Initiativmangel (pag. 122). Zur (ebenfalls) diagnosti-
zierten anhaltenden Schmerzstörung führte die Gutachterin aus, der Kläger 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 35

leide unter chronischen lumbalen Rückenschmerzen. Es handle sich hier 
um eine Art "Teufelskreis", da der Kläger sich wenig bewege und von der 
Bewegung her dekonditioniert und zunehmend adipös sei, was die 
Schmerzen durch die Immobilität zusätzlich verstärke. In Kombination mit 
dem Residualzustand beim chronischen Verlauf der schizophrenen Erkran-
kung sei es besonders schwierig, den Kläger zur Mobilisierung und regel-
mässigen Bewegung zu motivieren und zu aktivieren (pag. 123). Damit 
stellt die Gutachterin die Schmerzstörung in Abhängigkeit der schizophreni-
formen Beschwerden. Auch Dr. med. F.________ wies bereits auf eine 
schizophreniforme Minussymptomatik mit verringerter Ausdauer- und Be-
lastbarkeit hin, welche rehabilitative Massnahmen als nicht erfolgverspre-
chend erscheinen liessen (act. III 16 S. 9 f.). 

Ungeachtet der Frage nach dem Verhältnis der Schmerzstörung zur Schi-
zophrenie bleibt jedoch festzuhalten, dass es namentlich die Beschwerden 
von Seiten der Schizophrenie waren, welche im September 2015 zum so-
fortigen Abbruch des damaligen Arbeitsversuches im ersten Arbeitsmarkt 
geführt haben (vgl. act. III 65 S. 1 – 3). Dies wurde auch medizinisch-
theoretisch bestätigt, so namentlich im sozialmedizinischen Gutachten vom 
5. April 2016 (act. III 66 S. 2 ff.), worin als "AU-bezogene Diagnose" allein 
die paranoide Schizophrenie aufgeführt und das Schmerzsyndrom einzig 
unter "weitere Diagnose(n)" genannt wurde (S. 3). Auch Dr. med. 
F.________ erfasste in ihrem Gutachten die chronische Schmerzstörung 
zwar diagnostisch (act. III 16 S. 8), führte indessen ihre Schlussfolgerung, 
wonach an einen Einsatz unter arbeitsmarktüblichen Bedingungen in keiner 
Weise mehr zu denken sei, allein auf die schizophrene Minussymptomatik 
zurück (S. 9). Schliesslich liegt es – worauf ebenfalls bereits hingewiesen 
wurde (vgl. E. 6.1.3.3 vorne) – im Wesen des schizophrenen Krankheitsbil-
des, dass auch Phasen vollständiger Remission auftreten können (vgl. E. 
2.3.3 vorne), ohne dass gleichzeitig von einem definitiven Verschwinden 
der Krankheit auszugehen wäre. 

6.4 Zusammenfassend ist der enge sachliche und zeitliche Konnex 
zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses mit der Be-
klagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der seit November 2016 ein-
getretenen Invalidität überwiegend wahrscheinlich erstellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 36

7.

Das vorliegend massgebliche Reglement knüpft hinsichtlich des Invali-
ditätsbegriffs an jenen der IV an (vgl. E. 3.1 vorne; Art. 50 Reglement). Dr. 
med. G.________ hat den Kläger im Gerichtsgutachten für sämtliche Tätig-
keiten als arbeitsunfähig eingeschätzt (pag. 133), was sich mit der Beurtei-
lung von Dr. med. F.________ im nervenärztlichen Gutachten vom 20. 
September 2016 (act. III 16 S. 1 – 10) und der Einschätzung der IV deckt. 
Die Gerichtsgutachterin hat sich sodann an den mit BGE 141 V 281 defi-
nierten, invalidenversicherungs- und damit vorliegend auch berufsvorsorge-
rechtlich massgeblichen Standardindikatoren orientiert; ein triftiger Grund, 
welcher ein Abweichen von ihrer medizinischen Schätzung erforderlich 
machen würde (BGE 145 V 361 E. 4.3 S. 367), ist weder ersichtlich noch 
macht die Beklagte einen solchen geltend. Damit hat die Beklagte dem 
Kläger gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen ab 
dem 1. November 2016 eine Invalidenrente auf der Grundlage eines Invali-
ditätsgrades von 100% auszurichten. 

8.

Der Kläger hat in seinen Rechtsbegehren die betragliche Höhe der auszu-
richtenden Rente beziffert (vgl. Antrag, Ziff. 1). In Anbetracht der sich auf-
grund der Leistungen der Invalidenversicherung sowie von ausländischen 
Versicherungen noch stellenden und vorliegend nicht Streitgegenstand 
bildenden koordinationsrechtlichen Fragen rechtfertigt es sich, die Akten 
zur Festsetzung des definitiven Rentenbetrags an die Beklagte zu überwei-
sen. 

9.

9.1 Der Kläger beantragt ferner die Ausrichtung eines Verzugszinses 
von 5% p.a. auf den ausstehenden Leistungen ab dem jeweiligen Fällig-
keitsdatum, frühestens ab Klageerhebung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 37

9.2 Im Berufsvorsorgerecht werden sowohl im Leistungs- wie auch im 
Beitragsbereich Verzugszinsen zugelassen. Die zu bezahlenden 
Verzugszinsen ergeben sich in erster Linie aus dem Reglement der 
Vorsorgeeinrichtung. Nach der Rechtsprechung gelten reglementarische 
Leistungsansprüche als Forderungen mit einem bestimmten Verfalltag, 
weshalb die Vorsorgeeinrichtung grundsätzlich in Verzug gerät, ohne dass 
eine Mahnung des Versicherten nötig wäre (BGE 127 V 377 E. 5e/bb 
S. 389; Entscheid des BGer vom 21. Oktober 2014, 9C_418/2014, E. 4.1).

9.3 Gemäss der im Recht der beruflichen Vorsorge anwendbaren Re-
gelung von Art. 105 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; 
SR 220) haben Vorsorgeeinrichtungen auf fälligen Invalidenrenten erst ab 
dem Zeitpunkt Verzugszins zu leisten, in dem die versicherte Person die 
Betreibung angehoben oder gerichtliche Klage eingereicht hat; dabei be-
trägt der Verzugszins 5% (Art. 104 Abs. 1 OR), sofern das Reglement der 
Vorsorgeeinrichtung nicht eine andere Regelung kennt (BGE 119 V 131 E. 
4 S. 133).

Im Beiblatt zum Basisplan I der C.________ (gültig ab 1. Januar 2018, 
Stand 1. Januar 2019) wird der Verzugszinssatz auf 2% – und nicht wie 
beantragt auf 5% – festgelegt (act. II 41d), sodass in dieser Hinsicht die 
oben erwähnte obligationenrechtliche Regelung vorliegend nicht zur An-
wendung gelangt. Somit sind dem Kläger ab der Klageerhebung und dem 
jeweiligen Fälligkeitsdatum die reglementarischen Verzugszinsen zuzu-
sprechen.

10.

10.1

10.1.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.

10.1.2 Die Kosten eines vom kantonalen Versicherungsgericht in Auftrag 
gegebenen Gutachtens (MEDAS-Gutachten sowie mono- und bidisziplinäre 
Gutachten) können nicht systematisch überbunden werden, sondern nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 38

dann, wenn die Abklärungen der Verwaltung lückenhaft oder klar ungenü-
gend waren und das Gerichtsgutachten dazu dienen soll, die Mängel des 
Verwaltungsverfahrens zu beheben. Es muss also ein Zusammenhang 
zwischen den Mängeln der administrativen Abklärungen und der Notwen-
digkeit der Anordnung eines Gerichtsgutachtens bestehen. Dies ist na-
mentlich zu bejahen, wenn die Verwaltung einen offensichtlichen 
Widerspruch zwischen verschiedenen im Dossier enthaltenen medizini-
schen Beurteilungen nicht mit objektiver Begründung auflöst, die Verwal-
tung eine oder mehrere für die Beurteilung bzw. Würdigung der 
medizinischen Situation notwendigen Fragen offen lässt oder sich die Ver-
waltung auf ein Gutachten stützt, welches die Anforderungen an den Be-
weiswert einer medizinischen Expertise offensichtlich nicht erfüllt (vgl. BGE 
140 V 70 E. 6.1 S. 75, 139 V 496 E. 4.3 f. S. 501).

Im vorliegenden Verfahren musste im Rahmen der Abklärung des (medizi-
nischen) Sachverhalts ein psychiatrisches Gutachten eingeholt werden. Die 
Gutachtenskosten sind der Beklagten aufzuerlegen, denn sie trifft die Un-
tersuchungspflicht. Sie kann zwar grundsätzlich auf die Erhebung von IV-
Stellen abstellen, abgesehen davon, dass Verfügungen der IV-Stelle für sie 
auch verbindlich sein können. Im vorliegenden Fall war die Verfügung der 
IV-Stelle jedoch von vornherein nicht verbindlich (vgl. E. 3.3.3 vorne). In der 
Folge musste der medizinische Sachverhalt in Bezug auf die Frage nach 
dem Beginn der massgeblichen Arbeitsunfähigkeit sowie der Frage nach 
dem sachlichen und zeitlichen Konnex zur nachmaligen Invalidität abge-
klärt werden. Dass die Beklagte insoweit selber Abklärungsbedarf ortete, 
ergibt sich aus dem Umstand, dass sie zur Frage, ob beim Austritt aus der 
C.________ eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% bestanden habe, 
selber einen – wenngleich beweismässig völlig ungenügenden – Bericht 
einholte (act. II 38b). Weil überdies die Ausrichtung einer Invalidenrente 
eingeklagt war, die medizinische Tatsachengrundlagen einer Aktualisierung 
bedurften und eine Rückweisung zu diesem Zweck an die Beklagte ausser 
Betracht fiel, war zwingend ein Gerichtsgutachten einzuholen. 

10.1.3 Die Kosten für das Gerichtsgutachten vom 11. März 2020 von 
Fr. 5'000.-- (pag. 143) sowie die Laboruntersuchungen von Fr. 680.90 (pag. 
147), ausmachend insgesamt Fr. 5’680.90 (vgl. auch Art. 58 Abs. 3 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 39

Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Ver-
waltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Ver-
fahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12]), hat dementsprechend die Be-
klagte zu übernehmen. 

10.2 Da das BVG keine Regelung über die Parteikosten im kantonalen 
Klageverfahren enthält, ist die Frage aufgrund der kantonalen Prozess-
rechtsbestimmungen zu beurteilen. Nach Art. 109 Abs. 1 VRPG sind die 
Parteikosten nach Massgabe des Unterliegens auf die Parteien zu verle-
gen. Der anwaltlich vertretene, vollständig obsiegende Kläger hat Anspruch 
auf eine Parteientschädigung. Die Beklagte hat als unterliegende Partei 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

10.3

10.3.1 Gemäss Art. 104 Abs. 1 VRPG umfassen die Parteikosten den 
durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand. Die Be-
messung des Parteikostenersatzes richtet sich nach den Vorschriften der 
Anwaltsgesetzgebung. Gestützt auf Art. 41 Abs. 1 und 4 des kantonalen 
Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) bemisst sich der 
Parteikostenersatz in sozialversicherungsrechtlichen Klage- und Be-
schwerdeverfahren ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der Ta-
rifrahmen von Art. 13 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemes-
sung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV [BSG 
168.811]) zur Anwendung gelangt.

10.3.2 Mit Eingabe vom 4. Mai 2020 (pag. 170 f.) hat Rechtsanwalt Dr. 
B.________ dem Gericht eine Kostennote zukommen lassen, worin er ei-
nen zu entschädigenden Betrag von insgesamt Fr. 9‘692.40, basierend auf 
einem Honorar von Fr. 8‘672.-- (27.10 Std. à Fr. 320.--) und Auslagen von 
Fr. 243.90, zuzüglich Mehrwertsteuer (7.7% auf Fr. 8‘915.90) von 
Fr. 686.50, geltend macht. Der Aufwand erscheint mit Blick auf die gesam-
ten Umstände und im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen sowie den als 
durchschnittlich zu qualifizierenden Umfang der Rechtsschriften als über-
höht. Die Parteientschädigung wird deshalb auf pauschal Fr. 5‘500.-- (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 40

10.4 Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt sich die Kostenliqui-
dation im Rahmen des mit Verfügung vom 13. Dezember 2019 bewilligten 
Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (pag. 71).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verurteilt, dem Kläger mit 
Wirkung ab 1. November 2016 eine auf einem Invaliditätsgrad von 
100% basierende Invalidenrente zu bezahlen, zusätzlich Zins von 2% 
ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum der Leistungen seit 6. August 2019.

2. Die Akten werden zwecks frankenmässiger Bestimmung der Invaliden-
rente an die Beklagte überwiesen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beklagte hat dem Kläger eine Parteientschädigung von Fr. 5‘500.-- 
(inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

5. Der Beklagten werden die für das Gerichtsgutachten angefallenen 
Kosten in Höhe von Fr. 5'680.90 (inkl. Laborleistungen) zur Bezahlung 
auferlegt.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Klägers
- C.________  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14
- Dr. med. G.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 41

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2020, BV/19/591, Seite 42

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.