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**Case Identifier:** 949a6902-1404-5199-a9b2-732b5caaab50
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.07.2021 200 2021 130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-130_2021-07-06.pdf

## Full Text

200 21 130 IV
KOJ/PES/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juli 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Januar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Juni 2019 meldete sich der 1964 geborene A.________ (nachfolgend 
Versicherter bzw. Beschwerdeführer) bei der Invalidenversicherung für eine 
berufliche Integration/Rente an. Er sei seit einer Motorsensenverletzung in 
Höhe des mittleren Unterschenkeldrittels links vom 6. März 2019 (vgl. Ant-
wortbeilage [AB] 13 S. 10) als Landwirt bis auf weiteres zu 100% arbeitsun-
fähig (AB 1).

Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) nahm 
in der Folge in medizinischer und erwerblicher Hinsicht Abklärungen vor 
(AB 2, AB 11, AB 13 S. 9 ff., AB 21, AB 32 S. 2 ff., AB 34 f., AB 36 S. 2 ff., 
AB 37 S. 2 f., AB 40, AB 42). Mit Mitteilung vom 11. März 2020 gewährte 
sie Beratung und Unterstützung im Hinblick auf eine berufliche Integration 
(AB 45). Am 7. Juli 2020 erfolgte eine Erhebung auf dem Betrieb des Ver-
sicherten (vgl. AB 59). Nach Aktualisierung der medizinischen Akten 
(AB 56) unterbreitete die IV-Stelle das Dossier ihrem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) zur Beurteilung aus fachärztlicher Sicht. Insbesondere ge-
stützt auf den hierauf erstellten RAD-Bericht von Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Neurologie, vom 14. September 2020 (AB 58 S. 3 f.) sowie 
den Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 7. Oktober 2020 (AB 59) stellte 
die IV-Stelle dem Versicherten sodann mit Vorbescheid vom 8. Oktober 
2020 die Abweisung seines Leistungsbegehrens betreffend Invalidenrente 
in Aussicht (AB 61).

Am 29. Oktober 2020 liess Dr. med. D.________, Praktischer Arzt, der IV-
Stelle seine Beurteilung zukommen (AB 63). Am 11. November 2020 erhob 
der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen den von 
der IV-Stelle in Aussicht gestellten Rentenentscheid Einwände (AB 65). 
Nach Einholung einer Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 
2./4. Dezember 2020 (AB 67 S. 2 f.) verfügte die IV-Stelle am 11. Januar 
2021 ihrem Vorbescheid entsprechend die Abweisung des Leistungsbe-
gehrens. Es bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (AB 68).

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B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, wiederum vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, am 9. Februar 2021 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, der Invali-
ditätsgrad sei nach der Methode des Betätigungsvergleichs zu berechnen 
und es sei ihm zumindest eine halbe Invalidenrente soweit rechtens auszu-
richten. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen (erneute Ermittlung des 
Valideneinkommens) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2021 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, die Beschwerde sei abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

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i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
11. Januar 2021 (AB 68). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdefüh-
rer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die früher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip aus-

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drücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 V 
215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Der 
Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ab-
lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

2.4 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versi-
cherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 

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Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzen-
de Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten 
Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469). 

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird – von Ausnahmen 
abgesehen – das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Lassen sich in einer solchen 
Konstellation bei grundsätzlich gleicher Erwerbstätigkeit vor und nach Ein-
tritt des Gesundheitsschadens die beiden hypothetischen Erwerbseinkom-
men nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die 
spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein 

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Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe 
der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der 
konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (ausserordentliches Be-
messungsverfahren; vgl. SVR 2020 IV Nr. 23 S. 77 E. 3.2).

Die verbleibende Arbeitsfähigkeit wird nicht in zumutbarer Weise voll aus-
geschöpft (und das ausserordentliche Bemessungsverfahren fällt damit 
ausser Betracht), wenn die versicherte Person auf dem hypothetischen 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen 
Lohn erzielen könnte (vgl. SVR 2018 IV Nr. 24 S. 79 E. 6.1). Der Begriff 
des hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarktes dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 
457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2). Nach diesen Ge-
sichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Mög-
lichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein ren-
tenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 
V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die In-
validitätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person 
unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 
sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirt-
schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot 
an Arbeitskräften entsprechen würden (SVR 2016 IV Nr. 2 S. 6 E. 4.4).

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Bevor eine versicherte Person Leistungen der Sozialversicherung verlangt, 
hat sie aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber 
vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein 
Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungs-
massnahmen – nötigenfalls mit einem Berufswechsel – zumutbarerweise in 
der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. 
Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren 
Tätigkeit sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn es um den Wechsel 
von einer seit Jahren ausgeübten Erwerbstätigkeit zu einer bei der beste-
henden körperlichen Beeinträchtigung unter Umständen besser geeigneten 
Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder gar um die Aufgabe 
einer als selbständig Erwerbender ausgeübten Betätigung mit eigenem 
Betrieb geht. Im Vordergrund stehen bei den zu berücksichtigenden subjek-
tiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie weitere persönli-
che Merkmale wie etwa das Alter, die berufliche Stellung oder eine enge 
Verbundenheit mit dem bisherigen Wohnort. Bei den objektiven Umständen 
sind insbesondere die Verhältnisse auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (SVR 2018 IV 
Nr. 61 S. 197 E. 4.2, 2017 UV Nr. 45 S. 156 E. 3.3.1). Eine Betriebsaufga-
be ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es kann ein 
Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung aufrechter-
halten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewis-
sen erwerblichen Bedeutung leistet (SVR 2018 IV Nr. 61 S. 197 E. 4.2, 
Nr. 16 S. 49 E. 3.1.2). 

Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum 
der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für 
einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Massgeblicher 
Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit der 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in welchem 
die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. Dies 
ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver-
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 146 V 16 E. 7.1 S. 25, 138 

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V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 20 E. 7.1 und 
Nr. 44 S. 156 E. 4.2).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV 
Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

2.5.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Angesichts der in Art. 25 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung (IVV; SR 831.201) vorgesehenen Gleichstellung der invalidenversi-
cherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen 
mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen kann das 
Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden zumeist aufgrund der 
Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. Weist das bis zum Eintritt 
der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in 
Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer 
längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (SVR 
2020 IV Nr. 38 S. 135 E. 6.2; 2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2). Hat sich die 
versicherte Person über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit begnügt, ist dieses für die 
Festlegung des Valideneinkommens massgebend, selbst wenn besser ent-
löhnte Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten (BGE 135 V 58 E. 3.4.6 
S. 64; SVR 2019 UV Nr. 40 S. 152 E. 6.2.1).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist erstellt und denn auch unbestritten, 
dass der Beschwerdeführer am 6. März 2019 eine Motorsensenverletzung 
in Höhe des mittleren Unterschenkeldrittels links (dislozierte Wadenbeinfra-
ktur, Verletzung des Nervus peroneus superficialis und profundus, Verlet-
zung der Arteria tibialis anterior, Muskelverletzungen etc.) erlitten hat 
(vgl. AB 2 S. 2, AB 13 S. 10, AB 21 S. 8, AB 32 S. 3, AB 37 S. 2, AB 56 
S. 3 und 8, AB 58 S. 3) und dass trotz der noch gleichentags erfolgten ope-
rativen Versorgung und dem diesbezüglich insgesamt guten Heilverlauf als 
funktionelle Einschränkung eine Störung des Gangbildes wegen einer per-
sistierenden Fussheberschwäche verblieben ist (vgl. AB 32 S. 4, AB 37 
S. 2, AB 56 S. 3 ff., AB 58 S. 3). Dass sich diese insbesondere beim Gehen 
im unebenen Gelände deutlich einschränkend auswirkt, ist ohne weiteres 
nachvollziehbar und in verschiedenen Berichten so dokumentiert (vgl. 
AB 32 S. 4, AB 37 S. 2, AB 56 S. 9, AB 58 S. 3 f.). Die im postoperativen 
Verlauf aufgetretenen internistischen Komplikationen (Gallenblasenentzün-
dung mit Begleithepatitis bei Gallenblasenstein, Pneumonie Unterlappen 
beidseits, Uveitis anterior, mediastinale und bihiläre Lymphadenopathie, 
segmentale und subsegmentale Lungenembolien rechts, rechtsbetonte 
Herzinsuffizienz NYHA III mit mittelschwerer Trikuspidalinsuffizienz bei am 
ehesten pulmonaler Hypertonie, Vitamin D-Mangel mit leichter Hyperka-
lzämie; vgl. AB 2 S. 1 f.) hat der Beschwerdeführer gemäss den diesbezüg-
lich übereinstimmenden medizinischen Berichten gut überstanden (vgl. 
AB 21 S. 8, AB 32 S. 4 f., AB 56 S. 4 und 9, AB 58 S. 3). Die kardiopulmo-
nale Situation ist inzwischen kompensiert (AB 56 S. 4, AB 58 S. 3). Von 
dieser Seite bestehen somit keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
mehr. Etwas anderes wird denn auch beschwerdeweise nicht geltend ge-
macht. 

Am 14. September 2020 kam die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ ge-
stützt auf die medizinischen Akten zum Schluss, es könne nicht mehr mit 
einer weiteren Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerde-
führers gerechnet werden. Es sei davon auszugehen, dass die bestehen-
den Gangstörungen aufgrund der Fussheberschwäche nach Verletzung 
des Nervus peroneus bestehen bleiben würden. Einschränkungen im Be-

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reich der oberen Extremitäten bestünden nicht. Der Beschwerdeführer sei 
in der Lage, in einer angepassten Tätigkeit leichte, mittelschwere und gele-
gentlich schwere körperliche Arbeiten mit Wechselbelastung, vorwiegend 
jedoch im Sitzen, auszuführen. Eine solche Tätigkeit könne der Beschwer-
deführer acht Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche mit einer Leis-
tungsfähigkeit von 90% ausüben. Tätigkeiten mit häufigem Stehen und 
Gehen, insbesondere im unebenen Gelände, seien aufgrund der 
Gangstörungen ungünstig. Arbeiten auf Leitern und Gerüsten seien wegen 
der Fussheberschwäche und der daraus resultierenden Unsicherheit und 
Sturzgefahr nicht zumutbar. Permanente schwere körperliche Tätigkeiten 
sowie Arbeiten mit häufiger Überkopfarbeit, dem Tragen und Heben von 
schweren Lasten sowie Arbeiten, die mit Zwangshaltungen verbunden sei-
en, sollten vermieden werden. Dieses Zumutbarkeitsprofil gelte seit März 
2020 (ein Jahr nach dem Unfallereignis sei von einem stabilen Zustand 
auszugehen und eine weitere Verbesserung der motorischen Funktionen 
sei nicht mehr zu erwarten). Die bisherige Tätigkeit als Landwirt sei als nur 
bedingt geeignet anzusehen, insbesondere da zumindest teilweise schwere 
körperliche Arbeiten zu verrichten seien. Ungünstig sei auch das Gehen im 
unebenen Gelände. Der Beschwerdeführer sei in der Lage, seine bisherige 
Tätigkeit sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche mit einer 
Leistungsfähigkeit von 70% auszuüben (AB 58 S. 3 f.). 

Diese Einschätzung deckt sich weitgehend mit der Beurteilung der 
Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
und Praktische Ärztin, vom 16. August 2020 (vgl. AB 56 S. 1 f.). Einzig 
gemäss Dr. med. D.________ ist der Beschwerdeführer sowohl in seiner 
angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit maximal zu vier 
Stunden (resp. zu 50%) arbeitsfähig, wobei sich den Antworten von 
Dr. med. D.________ keinerlei Begründung entnehmen lässt, weshalb sich 
die Gangstörungen des Beschwerdeführers in einer angepassten, vorwie-
gend sitzenden Tätigkeit gleichermassen auswirken sollen wie in der ange-
stammten Tätigkeit als selbständiger Landwirt mit … und dem Erfordernis, 
oft in unebenem, steilem Gelände zu gehen (vgl. AB 63).

3.2 Die versicherungsmedizinische Stellungnahme der RAD-Ärztin 
Dr. med. C.________ vom 14. September 2020 (AB 58 S. 3 f.) erfüllt sämt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 12

liche Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert einer versi-
cherungsinternen medizinischen Aktenbeurteilung (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3). Sie basiert auf einem in den Akten lückenlos dokumentier-
ten Befund, sie ist nachvollziehbar begründet, in sich widerspruchsfrei und 
es bestehen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit. Es findet sich in den 
gesamten Akten kein Bericht, der auch nur geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von Dr. med. C.________ 
aufkommen liesse (vgl. E. 2.4 hiervor). Insbesondere ist die abweichende 
Beantwortung der Fragen nach der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. 
D.________ (vgl. AB 63) mangels Begründung und Nachvollziehbarkeit 
(vgl. E. 3.1 hiervor) nicht geeignet, die schlüssig begründete versiche-
rungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. C.________ in Zweifel zu zie-
hen. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht auf letztere abgestellt. 
Etwas anderes wird denn auch beschwerdeweise nicht geltend gemacht. 
Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Dargelegten rechtsgenüglich 
abgeklärt. Gestützt auf die Aktenbeurteilung von Dr. med. C.________ vom 
14. September 2020 ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer ange-
passten Tätigkeit leichte, mittelschwere und gelegentlich schwere körperli-
che Arbeiten mit Wechselbelastung, vorwiegend jedoch im Sitzen, seit 
März 2020 wieder acht Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche mit 
einer Leistungsfähigkeit von 90% ausüben könnte, während er in seiner 
bisherigen Tätigkeit als Landwirt (insbesondere wegen der zumindest teil-
weise schweren körperlichen Arbeit und dem erforderlichen Gehen in un-
ebenem Gelände) lediglich noch in der Lage ist, sechs Stunden pro Tag an 
fünf Tagen die Woche mit einer Leistungsfähigkeit von 70% zu arbeiten 
(vgl. AB 58 S. 3 f.). 

4.

4.1 Da der Beschwerdeführer nach dem Dargelegten seine verblei-
bende Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit besser ausschöpfen 
könnte als bei einem Beibehalten seiner bisherigen Tätigkeit als Landwirt, 
stellt sich im Hinblick auf die Invaliditätsbemessung vorab die Frage nach 
der Zumutbarkeit einer Betriebsaufgabe resp. eines Berufswechsels (vgl. 
E. 2.5.1 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 13

Der Beschwerdeführer bestreitet eine solche Zumutbarkeit und führt hierfür 
insbesondere sein Alter, die verbleibende Aktivitätsdauer, das Fehlen einer 
mehrjährigen Ausbildung als Landwirt, mangelnde anderweitige Berufser-
fahrung und einen entsprechenden Bedarf an Einarbeitungs- und Umstel-
lungszeit an (vgl. Beschwerde S. 4 f. Ziff. 2.3). Dabei verweist er auch auf 
die Rechtsprechung, wonach bei Personen, die im Zeitpunkt einer Renten-
aufhebung oder -herabsetzung das 55. Altersjahr bereits zurückgelegt ha-
ben, eine Unzumutbarkeit der Selbsteingliederung anzunehmen und vor-
derhand weiterhin eine Rente auszurichten sei (vgl. BGE 145 V 209 E. 5.1 
S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 121 E. 5.2, 2016 IV 
Nr. 27 S. 81 E. 5.1, 2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 222 
E. 3.3). Weiter führt er an, dass er im … wohne und keinen Führerausweis 
habe, womit er bereits bezüglich theoretisch möglicher Tätigkeiten äusserst 
eingeschränkt sei. Er habe bisher immer selbständig und eigenverantwort-
lich gearbeitet und sich seine Arbeiten und seine Zeit frei einteilen können. 
In seinem ganzen Arbeitsleben sei er nie in einen fremden Betrieb sowie in 
hierarchische betriebliche Strukturen eingegliedert gewesen und habe fast 
ausschliesslich im eigenen Betrieb gearbeitet. Es müsse daher erwartet 
werden, dass er sich bei einer neuen Stelle sehr schwertun werde. Er wer-
de sich kaum in feste Arbeitsabläufe und eine Weisungsabhängigkeit ein-
finden können (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 2.4). Auch könne nicht unberück-
sichtigt bleiben, dass er den landwirtschaftlichen Betrieb als Betriebsge-
meinschaft mit seinem Bruder betreibe. Eine Aufgabe seiner Tätigkeit auf 
dem Hof sei bereits vor diesem Hintergrund nicht so leicht möglich, da von 
einer solchen auch die berufliche Tätigkeit seines Bruders direkt betroffen 
wäre. All diese Umstände zeigten auf, dass die Zumutbarkeit eines Berufs-
wechsels ausnahmsweise nicht gegeben sei (vgl. Beschwerde S. 5 f. 
Ziff. 2.5).

4.2 Der am ... November 1964 geborene Beschwerdeführer (AB 1 
S. 1) bewirtschaftet in den Wintermonaten gemeinsam mit seinem Bruder 
einen …, während die Brüder im Sommer separate … bewirtschaften 
(AB 59 S. 2 und 4 f.). Der Bereich Abklärungen ermittelte bezogen auf die-
se angestammten Tätigkeiten des Beschwerdeführers in weitestgehender 
Übereinstimmung mit der diesbezüglichen medizinischen Einschätzung 
eine Arbeitsfähigkeit von noch 48% (AB 59 S. 6), während bezogen auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 14

eine angepasste Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von noch 
90% ausgewiesen ist (vgl. AB 58 S. 3, AB 59 S. 7 sowie E. 3 hiervor). Der 
Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Beurteilung durch die RAD-Ärztin 
Dr. med. C.________ vom 14. September 2020 (AB 58 S. 3 f.), in welchem 
feststand, dass er seine verbliebene Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit deutlich besser verwerten könnte als in seiner angestammten 
Tätigkeit als selbständiger Landwirt, 55 Jahre alt. Bei der Prüfung der Fra-
ge nach der Zumutbarkeit einer Betriebsaufgabe resp. eines Berufswech-
sels ist somit in Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer (vgl. Be-
schwerde S. 4 Ziff. 2.3) von einer restlichen Aktivitätsdauer von noch gut 
neun Jahren auszugehen. 

4.3 Vorab ist festzuhalten, dass der Verweis des Beschwerdeführers 
auf die Rechtsprechung, wonach bei Personen, die im Zeitpunkt einer Ren-
tenaufhebung oder -herabsetzung das 55. Altersjahr bereits zurückgelegt 
haben, eine Unzumutbarkeit der Selbsteingliederung anzunehmen und 
vorderhand weiterhin eine Rente auszurichten sei (vgl. BGE 145 V 209 
E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 121 E. 5.2, 2016 
IV Nr. 27 S. 81 E. 5.1, 2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 
S. 222 E. 3.3), vorliegend – da weder eine Rentenaufhebung noch -herab-
setzung zur Diskussion steht – an der Sache vorbeizielt. Zwar sind das 
Alter und die verbleibende Aktivitätsdauer auch für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit eines Berufswechsels resp. einer Betriebsaufgabe wichtige Kri-
terien, nicht aber in dem Sinne, als nach Vollendung des 55. Altersjahres 
eine Zumutbarkeit vermutungsweise zu verneinen wäre. So hat das Bun-
desgericht die Zumutbarkeit eines Berufswechsels bei einem 58-jährigen, 
seit rund 30 Jahren als … tätigen Versicherten mit einer noch zu erwarten-
den Aktivitätsdauer von sechseinhalb Jahren trotz unmittelbarer Mitbetrof-
fenheit seiner mit ihm tätigen Ehefrau bejaht (SVR 2018 IV Nr. 16). Ebenso 
hat das Bundesgericht bei einer 56-jährigen, während über 30 Jahren als 
… im eigenen … tätigen Versicherten mit einer verbleibenden Aktivitäts-
dauer von noch rund acht Jahren entschieden. Die Zumutbarkeit eines Be-
rufswechsels resp. einer Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer lei-
densangepassten unselbständigen Tätigkeit sei zu bejahen (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 7. September 2012, 9C_818/2011). Gleiches 
gilt in Bezug auf einen im Zeitpunkt der Entstehung des potentiellen Ren-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 15

tenanspruchs 56-jährigen Inhaber eines …, der für angepasste leichte Ar-
beiten über ein volles Leistungsvermögen verfügte (Entscheid des BGer 
vom 30. November 2010, 8C_360/2010). Umgekehrt hat das Bundesge-
richt die Zumutbarkeit eines Betriebsaufgabe im Sinne eines Grenzfalls bei 
einem 57-jährigen Landwirt verneint (SVR 2010 IV Nr. 37), wobei in jenem 
Fall abweichend von den bisher zitierten Urteilen und der vorliegenden 
Konstellation in der angestammten Tätigkeit als Landwirt die gleiche Ar-
beitsfähigkeit wie in einer angepassten Tätigkeit vorlag und sich die Frage 
eines Berufswechsels nur deshalb stellte, weil die Einkommensaussichten, 
die ein Berufswechsel geboten hätte, statistisch höher waren als das Ein-
kommen, das der Versicherte trotz Gesundheitsschaden in der ange-
stammten Tätigkeit noch erzielen konnte. In Würdigung aller Umstände, 
insbesondere auch der Tatsache, dass ein Berufswechsel statistisch nur zu 
einem geringfügig höheren Einkommen geführt hätte als ein Beibehalten 
der angestammten Tätigkeit, verneinte das Bundesgericht in der Folge die 
Zumutbarkeit einer Betriebsaufgabe, wobei es explizit festhielt, dass es 
sich hierbei um einen Grenzfall handle und dass bei objektiver Betrachtung 
ein Alter von 57 Jahren kein Hindernis für einen Berufswechsel darstelle 
(vgl. SVR 2010 IV Nr. 37 S. 116 f. E. 4.3). 

Das Alter und die verbleibende Aktivitätsdauer sprechen nach dem Darge-
legten im Falle des Beschwerdeführers für sich genommen nicht gegen die 
Zumutbarkeit einer Betriebsaufgabe resp. eines Berufswechsels. Auch liegt 
keine vergleichbare Konstellation wie im in SVR 2010 IV Nr. 37 beurteilten 
Fall vor, kann der Beschwerdeführer seine verbliebene Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit doch unstrittig deutlich besser verwerten als in 
seiner angestammten Tätigkeit als selbständiger Landwirt (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Auch die übrigen Argumente des Beschwerdeführers gegen die Zu-
mutbarkeit eines Berufswechsels resp. einer Betriebsaufgabe genügen 
nicht für die ausnahmsweise Annahme einer Unzumutbarkeit (vgl. SVR 
2018 IV Nr. 16 S. 49 E. 3.1.2). Soweit der Beschwerdeführer bezweifelt, 
nach Aufgabe seines Betriebs überhaupt eine Stelle zu finden (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. 2.6), ist festzuhalten, dass als funktionelle Einschrän-
kung lediglich eine Gangstörung aufgrund der persistierenden Fussheber-
schwäche links vorliegt, weshalb Arbeiten auf Leitern und Gerüsten nicht 
mehr zumutbar sind und permanente schwere körperliche Tätigkeiten so-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 16

wie Arbeiten mit häufiger Überkopfarbeit, dem Tragen und Heben von 
schweren Lasten sowie Arbeiten, die mit Zwangshaltungen verbunden sind, 
vermieden werden sollten. Ansonsten ist der Beschwerdeführer gemäss 
schlüssigem Zumutbarkeitsprofil wieder in der Lage, sämtliche leichten, 
mittelschweren und gelegentlich schweren körperlichen Arbeiten mit Wech-
selbelastung, vorwiegend jedoch im Sitzen, mit einer Leistung von 90% 
auszuüben. Das Zumutbarkeitsprofil ist damit nicht derart eingeschränkt, 
dass von einer Unverwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen wäre. Daran ändert auch das 
Alter des Beschwerdeführers nichts, da Hilfsarbeiten auf dem hypotheti-
schen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nach-
gefragt werden (vgl. Entscheid des BGer vom 29. Juni 2018, 9C_862/2017, 
E. 3.3.3). Auch die geltend gemachte beträchtliche Einarbeitungszeit (vgl. 
Beschwerde S. 5 Ziff. 2.3) muss in Abrede gestellt werden. Für das Ausü-
ben von einfachen Tätigkeiten braucht es keine langdauernde Einarbei-
tung, umso weniger, als der Beschwerdeführer über langjährige und vielsei-
tige praktische Erfahrungen als selbständiger Landwirt verfügt. Kommt hin-
zu, dass der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug bis 2006 neben seiner 
Tätigkeit als selbständiger Landwirt immer wieder auch in unselbständiger 
Stellung gearbeitet hat (vgl. AB 11) und gemäss Beschwerde S. 8 Ziff. 3.3 
auch nach 2006 während der Erntezeit im Sommer fast täglich bei Herrn 
F.________, einem … in …, tätig war und im Gegenzug als Bezahlung 
Futtermittel beziehen konnte (vgl. BB 3 S. 5). Soweit der Beschwerdeführer 
geltend macht, er werde sich kaum in feste Arbeitsabläufe und eine Wei-
sungsabhängigkeit einfinden können (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 2.4), ist 
dies durch nichts erstellt und bei dieser Ausgangslage mit dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Der seitens des 
Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang erwähnte Entscheid des 
Bundesgerichts vom 28. Mai 2014, 9C_52/2014, ist im Übrigen ohnehin 
nicht einschlägig. Dort wurde die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
nicht allein wegen den Schwierigkeiten, sich in ein hierarchisches Betriebs-
gefüge einzuordnen, verneint. Vielmehr fielen zusätzlich die im Vergleich 
zum vorliegenden Fall sehr viel kürzere verbleibende Aktivitätsdauer (von 
weniger als zwei Jahren und zwei Monaten) sowie die ästhetischen Beein-
trächtigungen im Bereich der Fingernägel ins Gewicht (vgl. E. 3.1.3 des 
erwähnten Entscheids; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 17

vom 2. Dezember 2013, IV/2013/133, E. 4.2.2). Damit sind trotz dem nach-
vollziehbaren Wunsch des Beschwerdeführers, seinen Betrieb weiterzu-
führen und auch der Mitbetroffenheit seines Bruders die strengen Voraus-
setzungen nicht erfüllt, unter denen eine Betriebsaufgabe unzumutbar wä-
re. Angesichts des Umstands, dass die Zumutbarkeit eines Berufswechsels 
als auch die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht bezogen auf den 
konkreten, sondern bezogen auf den hypothetischen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt zu beurteilen sind, vermögen auch der geltend gemachte un-
günstige Wohnort und das Fehlen eines Fahrausweises (vgl. Beschwerde 
S. 5 Ziff. 2.4) zu keiner anderen Beurteilung zu führen. In Würdigung der 
gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten hat die Beschwerde-
gegnerin nach dem Dargelegten eine Betriebsaufgabe resp. einen Berufs-
wechsel insbesondere angesichts der noch vergleichsweise langen Res-
terwerbsdauer, der hohen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
(auch im Vergleich zur angestammten Tätigkeit) sowie des nicht stark ein-
geschränkten Spektrums an möglichen Verweistätigkeiten zu Recht als 
zumutbar erachtet. Die Invalidität ist somit auf der Basis eines Berufswech-
sels zu ermitteln. Damit scheidet das ausserordentliche Bemessungsver-
fahren von vornherein aus (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 7. Juni 2006, I 38/06, E. 3.3 
sowie E. 2.5.1 hiervor) und es ist in Übereinstimmung mit der Beschwerde-
gegnerin für die Ermittlung des Invaliditätsgrads nach der Methode des 
Einkommensvergleichs vorzugehen. 

4.4 Für die Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens hat 
die Beschwerdegegnerin nach dem Dargelegten zu Recht die Tabellenlöh-
ne gemäss LSE herangezogen (vgl. E. 2.5.1 hiervor). Dabei hat sie zutref-
fend auf den Totalwert im Kompetenzniveau 1, Männer der Tabelle TA1 
abgestellt, da dieser eine breite Palette dem Beschwerdeführer noch 
möglicher Tätigkeiten widerspiegelt. Im Jahr 2018 betrug dieser Wert 
Fr. 5'417.-- (Bundesamt für Statistik, LSE 2018, Tabelle TA1, Kompetenz-
niveau 1, Männer, Total). Aufindexiert auf das Jahr 2020, den Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns (Karenzfrist: Art. 29 Abs. 1 IVG; AB 1 
S. 1; Wartezeit: Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; AB 36 S. 2, AB 56 S. 1, AB 58 
S. 3 f., AB 63 S. 1), ergibt dies Fr. 5'508.-- (Fr. 5'417.-- / 101.5 x 103.2 
[Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Tabelle T1.1.15, No-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 18

minallohnindex, Männer, 2016 - 2020, Total]). Da dem Beschwerdeführer in 
zeitlicher Hinsicht eine angepasste Tätigkeit wieder 8 Stunden pro Tag an 
5 Tagen in der Woche möglich und zumutbar ist (AB 58 S. 3) und den Ta-
bellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde 
liegt (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76), erübrigt sich eine diesbezügliche 
Umrechnung. Unter Berücksichtigung der verbliebenen Leistungsfähigkeit 
von 90% in einer angepassten Tätigkeit resultiert aus dem Dargelegten ein 
hypothetisches Invalideneinkommen im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns von Fr. 59'486.-- (Fr. 5'508.-- x 12 x 0.9). Darauf ist abzu-
stellen.

4.5 Soweit der Beschwerdeführer die Ermittlung des Valideneinkom-
mens durch die Beschwerdegegnerin (sie hat praxisgemäss [vgl. E. 2.5.2 
hiervor] auf das durchschnittliche Einkommen der letzten vier Jahre 
gemäss den Einträgen im Auszug aus dem individuellen Konto [AB 11] 
abgestellt [AB 59 S. 7]) beanstandet (vgl. Beschwerde S. 7 Art. 3), erübri-
gen sich weitere Abklärungen: Angesichts der Höhe des hypothetischen 
Invalideneinkommens von Fr. 59'486.-- (vgl. E. 4.4 hiervor) müsste das 
Valideneinkommen mindestens Fr. 98'324.-- betragen, damit ein rentenbe-
gründender Invaliditätsgrad resultierte (100 / Fr. 98'324.-- x [Fr. 98'324.-- - 
Fr. 59'486.-- ] = 39.5 resp. gerundet 40%; vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1 sowie E. 2.2 hiervor). Dass 
der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden in seiner angestammten 
Tätigkeit als selbständiger Landwirt mit … im Jahr 2020 ein Einkommen in 
dieser Höhe erzielt hätte, kann mit Blick auf die im Abklärungsbericht 
Landwirtschaft vom 7. Oktober 2020 (AB 59) dargelegten Betriebsverhält-
nisse, die vom Beschwerdeführer unterschriftlich bestätigten Angaben in 
der Anmeldung zum Leistungsbezug (vgl. AB 1 S. 6 Ziff. 5.4; siehe auch 
AB 69 S. 24 f.) wie auch die in den letzten Jahren betragsmässig abge-
rechneten Einkommen (vgl. Art. 25 Abs. 1 IVV sowie AB 11, AB 35, AB 40 
und AB 59 S. 7) ausgeschlossen werden, wobei auf weitere Abklärungen in 
antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) ver-
zichtet werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 19

4.6 Die Voraussetzungen für eine Parallelisierung der Vergleichsein-
kommen sind vorliegend nicht erfüllt (vgl. BGE 135 V 58). Eine solche wird 
denn auch beschwerdeweise nicht mehr (vgl. demgegenüber AB 65 S. 2) 
geltend gemacht. Zusammenfassend ist ein rentenausschliessender Invali-
ditätsgrad erstellt. Die angefochtene Verfügung vom 11. Januar 2021 
(AB 68) ist damit nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Juli 2021, IV/21/130, Seite 20

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.