# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5afb0309-1517-56a4-b71e-3b6ce1787673
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2023 A-1650/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1650-2023_2023-07-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1650/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Annie Rochat Pauchard,  

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin, 

Gerichtsschreiberin Katharina Meienberg. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

vertreten durch  

lic. iur. Stephan Erbe, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Zoll Nordost,  

handelnd durch das  

Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG),  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Zoll; Nichteintreten; Rechtsverweigerungsbeschwerde. 

 

 

A-1650/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ AG (nachfolgend: Gesellschaft oder Beschwerdeführerin) 

ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in B._______, deren Zweck die Herstel-

lung, Entwicklung von und Handel mit chemischen, pharmazeutischen und 

textilen Produkten aller Art als Grundprodukte, Halb- und Fertigfabrikate, 

Bau und Betrieb von Anlagen für die Freisetzung, Erzeugung, Umwandlung 

und den Transport von Energie und die Beteiligung an anderen Unterneh-

mungen ist (Handelsregisterauszug, aufgerufen am 16. Juni 2023). 

B.  

B.a Am 30. Juli 2020 stellte die Gesellschaft bei der Eidgenössischen Zoll-

verwaltung (per 1. Januar 2022 umbenannt in Bundesamt für Zoll und 

Grenzsicherheit [BAZG], nachfolgend: EZV, BAZG oder Vorinstanz) ein 

Gesuch um Berichtigung einer Ausfuhrveranlagungsverfügung betreffend 

flüchtige organische Verbindungen (nachfolgend: VOC) nach Art. 59 des 

Zollgesetzes vom 18. März 2005 (SR 631.0, nachfolgend: ZG). 

B.b Am 27. August 2020 bestätigte die EZV den Eingang des Berichti-

gungsgesuchs und erklärte, dieses als Beschwerde entgegenzunehmen. 

B.c Dieser Umdeutung widersprach die Gesellschaft mit Schreiben vom 

28. August 2020, in welchem sie auf die Behandlung als Berichtigungsge-

such nach Art. 59 ZG bestand. 

B.d Das Verfahren wurde zeitweise sistiert. 

B.e Am 18. Januar 2023 wies die BAZG die Gesellschaft darauf hin, dass 

sie die Auffassung vertrete, die Beschwerdefrist sei abgelaufen, weshalb 

die Beschwerde nicht gutgeheissen werden könne. 

B.f Mit Schreiben vom 6. Februar 2023 betonte die Gesellschaft nochmals, 

dass sie keine Beschwerde eingereicht habe und bat um Beurteilung des 

Berichtigungsgesuchs.  

C.  

Mit Entscheid vom 23. Februar 2023 entschied das BAZG, dass es sich bei 

dem Gesuch vom 30. Juli 2020 um eine Beschwerde handle und auf diese 

nicht einzutreten sei. 

A-1650/2023 

Seite 3 

D.  

Mit Beschwerde vom 27. März 2023 gelangt die Gesellschaft ans Bundes-

verwaltungsgericht und beantragt die Aufhebung des Nichteintretensent-

scheids vom 23. Februar 2023. Die Vorinstanz sei anzuweisen, die Ein-

gabe der Beschwerdeführerin vom 30. Juli 2020 als Berichtigungsgesuch 

entgegenzunehmen und einen Entscheid darüber zu fällen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen und 

zusammengefasst aus, in der Weigerung der Vorinstanz, das Gesuch vom 

30. Juli 2020 entgegen dem ausdrücklichen Willen der Beschwerdeführerin 

als Berichtigungsgesuch zu behandeln, liege eine formelle Rechtsverwei-

gerung. Die Beschwerdeführerin habe einen Anspruch darauf, dass sich 

die Vorinstanz mit ihrem Berichtigungsgesuch auseinandersetze und dies-

bezüglich eine Verfügung erlasse. In materieller Hinsicht sei vorliegend 

Art. 59 ZG anwendbar, nicht wie von der Vorinstanz behauptet Art. 34 ZG. 

Auch die Frist von Art. 59 ZG zur Einreichung des Gesuchs sei erfüllt, wo-

mit das Gesuch anhand zunehmen gewesen wäre. Die Beschwerdeführe-

rin habe die Vorinstanz auch explizit aufgefordert, eine anfechtbare Verfü-

gung zu erlassen. 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 15. Mai 2023 nimmt die Vorinstanz Stellung und 

beantragt die Gutheissung der Rechtsverweigerungsbeschwerde. Die Sa-

che sei unter Kostenauflage zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen.  

 

Auf die übrigen Ausführungen und die Akten wird, sofern und soweit erfor-

derlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

  

A-1650/2023 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 172.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.201). Das BAZG gehört – wie früher 

auch schon die EZV – als Behörde nach Art. 33 VGG zu den Vorinstanzen 

des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Aus-

nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-

gericht ist folglich für die Beurteilung der vorliegenden Sache zuständig. 

1.2 Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des 

Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

1.3 Die Beschwerdeführerin hat sich am vorinstanzlichen Verfahren betei-

ligt. Sie ist Adressatin der angefochtenen Verfügung und mit dieser formell 

und materiell beschwert. Sie hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG) sowie am Erlass der begehrten Verfü-

gung betreffend das Berichtigungsgesuch. Die Beschwerde wurde frist- 

und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die 

Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich der Überschreitung und des 

Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit ge-

rügt werden (Art. 49 VwVG). 

2.  

2.1 Das Verbot der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung wird ver-

letzt, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder das 

gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, obschon sie zum Tätigwer-

den verpflichtet wäre. Eine Rechtsverweigerung ist somit dann möglich, 

wenn ein Anspruch der Privaten auf Behandlung ihrer Begehren besteht 

(ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 1045 mit Hinweis auf 

BGE 144 II 184 u.a.). Die Untätigkeit kann sich in unterschiedlichen For-

men manifestieren: In der Regel liegt eine Rechtsverweigerung vor, wenn 

sich die zuständige Behörde ausdrücklich oder sinngemäss weigert, ein 

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Seite 5 

Verfahren an die Hand zu nehmen (REGINA KIENER/WALTER KÄLIN/JUDITH 

WYTTENBACH, Grundrechte, 3. Aufl., Bern 2018, S. 507 f.). 

2.2 Die formelle Rechtsverweigerung umfasst ein unter dem Gesichtswin-

kel der rechtsstaatlichen Verfahrensprinzipien unhaltbares Verhalten einer 

Behörde gegenüber den Rechtssuchenden. Unter den Begriff der formel-

len Rechtsverweigerung fällt die Rechtsverweigerung im engen Sinn, die 

Rechtsverzögerung sowie das Verbot des überspitzen Formalismus (Urteil 

des BVGer A‑1247/2010 vom 19. April 2010 E. 3.2.1; KIENER/KÄLIN/WYT-

TENBACH, a.a.O., S. 505 ff.). 

2.3 Eine formelle Rechtsverweigerung im engen Sinn liegt vor, wenn eine 

Behörde es ausdrücklich ablehnt oder stillschweigend unterlässt, eine Ent-

scheidung zu treffen, obwohl sie dazu verpflichtet ist (anstatt vieler GEROLD 

STEINMANN, in: Bernhard Ehrenzeller [et al.] [Hrsg.], Die schweizerische 

Bundesverfassung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2008, Art. 29 N. 18 ff.). 

Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) räumt einen Anspruch auf Behand-

lung frist- und formgerecht eingereichter Eingaben ein und verbietet die 

formelle Rechtsverweigerung (anstatt vieler BGE 135 I 265 E. 1.3, 134 I 

229 E. 2.3). Ob eine regelgemässe Behandlung eines ordnungsgemäss 

eingereichten Begehrens vorliegt, beurteilt sich nach dem einschlägigen 

Verfahrensrecht, unter Einbezug des Verfassungsrechts (BGE 127 I 133 

E. 7c), und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-

freiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) und deren korrekter 

Anwendung (STEINMANN, a.a.O., Art. 29, N. 20). Ein Anspruch auf Erlass 

einer Verfügung besteht grundsätzlich dann, wenn einerseits eine Behörde 

nach dem anzuwendenden Recht verpflichtet ist, in Verfügungsform zu 

handeln, und wenn andererseits die gesuchstellende Person, Organisation 

oder Behörde nach Art. 6 i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG Parteistellung bean-

spruchen kann (BVGE 2008/15 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; Urteil des 

BVGer A‑1247/2010 vom 19. April 2010 E. 3.2.2). 

3.  

3.1 Vorliegend argumentiert die Beschwerdeführerin, sie habe Anspruch 

auf Erlass einer Verfügung betreffend das am 30. Juli 2020 gestellte Be-

richtigungsgesuch und habe auch ausdrücklich den Erlass einer Verfügung 

bei der Vorinstanz beantragt. Der Anspruch auf Erlass der Verfügung er-

gebe sich aus Art. 59 ZG. Es gehe nicht um die Frage, ob das Gesuch 

gutzuheissen sei, sondern nur darum, dass sich die Vorinstanz mit dem 

Gesuch formell und materiell hätte auseinandersetzten müssen. Die 

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Eintretensvoraussetzungen, insbesondere die Zuständigkeit der Vo-

rinstanz und die fristgerechte Einreichung des Gesuchs, seien erfüllt. 

3.2 Die Vorinstanz stimmt der Beschwerdeführerin in ihrer Vernehmlas-

sung betreffend die Rechtsverweigerung zu und führt aus, sie sei in der 

angefochtenen Verfügung vom 23. Februar 2023 zwar auf den Antrag der 

Beschwerdeführerin eingegangen und habe in den Erwägungen festgehal-

ten, dass Art. 59 ZG nicht anwendbar sei, sie habe es jedoch unterlassen, 

das Gesuch auf dieser rechtlichen Grundlage zu prüfen und einen entspre-

chenden Entscheid zu fällen. Sie habe stattdessen einen Nichteintretens-

entscheid wegen verpasster Beschwerdefrist gefällt. Dies sei fälschlicher-

weise und entgegen dem klaren Willen der Beschwerdeführerin erfolgt, 

weshalb der Rüge der Rechtsverweigerung stattzugeben sei.  

3.3 Die Beschwerdeführerin stellte am 30. Juli 2020 ausdrücklich ein Be-

richtigungsgesuch nach Art. 59 Abs. 4 ZG bei der Vorinstanz. Sie wieder-

holte auch mehrfach den klaren Willen, dass sie dieses Gesuch beurteilt 

haben möchte und nicht etwa eine Beschwerde. Indem sich die Vorinstanz 

über den klaren und ausdrücklichen Willen der Beschwerdeführerin hin-

wegsetzte und statt des Berichtigungsgesuchs eine Beschwerde prüfte, 

weigerte sie sich sinngemäss als zuständige Behörde das Verfahren be-

treffend Berichtigung anhand zu nehmen (vgl. E. 2.1 vorstehend). Die Be-

schwerdeführerin hat auch einen Anspruch auf Beurteilung ihres Gesuchs, 

nachdem die Vorinstanz die zuständige Behörde ist und aufgrund des ge-

schilderten Sachverhalts zumindest nicht von vorneherein ausgeschlossen 

werden kann, dass ein Berichtigungsgesuch nach Art. 59 ZG für den vor-

liegenden Fall in Betracht kommt. Die Fragen der Anwendbarkeit von 

Art. 59 ZG, der Fristeinhaltung und – im Falle des Eintretens – des Vorlie-

gens der materiellen Voraussetzungen, welche die Vorinstanz teilweise an-

satzweise im Rahmen der Beschwerde prüfte, haben Gegenstand der zu 

erlassenen Verfügung zu sein. Vor diesem Hintergrund liegt im Verhalten 

der Vorinstanz eine Rechtsverweigerung im engeren Sinne in Bezug auf 

die begehrte Beurteilung des Berichtigungsgesuchs. Im Weiteren hat die 

Vorinstanz zu Unrecht einen Beschwerdeentscheid erlassen, da gar keine 

Beschwerde vor der Vorinstanz erhoben worden ist.  

3.4 Bei diesem Ergebnis ist der angefochtene Entscheid vom 23. Februar 

2023 aufzuheben und die Vorinstanz wird angewiesen, das Berichtigungs-

gesuch der Beschwerdeführerin vom 30. Juli 2020 auf Grundlage von 

Art. 59 ZG zu prüfen und darüber zu entscheiden.  

  

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Seite 7 

4.  

4.1  

4.1.1 Der Beschwerdeführerin sind als obsiegende Partei keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Der einbezahlte Kosten-

vorschuss in Höhe von Fr. 2’000.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.  

4.1.2 Der Vorinstanz können keine Verfahrenskosten auferlegt werden 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). Folglich sind keine Verfahrensgebühren zu erhe-

ben. 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz hat der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Partei-

entschädigung zu entrichten (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Ver-

pflichtung des Gerichts, die Parteien ausdrücklich zur Einreichung einer 

Kostennote aufzufordern, besteht nicht. Dies gilt nach der Rechtsprechung 

selbst dann, wenn die Rechtsvertreter die Einreichung einer Kostennote 

auf Aufforderung hin in Aussicht stellen, falls sich der notwendige Vertre-

tungsaufwand aufgrund der Aktenlage zuverlässig abschätzen lässt (vgl. 

Art. 14 Abs. 2 VGKE; MICHAEL BEUSCH, in: Moser/Beusch/Kneubüh-

ler/Kayser [Hrsg.], Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

3. Aufl., 2022, S. 310 f. mit Hinweis auf Urteil des BGer 2C_422/2011 vom 

9. Januar 2012). Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitauf-

wand bemessen (Art. 10 Abs. 1 VGKE).  

4.2.2 Vorliegend hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine 

Kostennote eingereicht. Die Parteientschädigung lässt sich allerdings zu-

verlässig schätzen (einfacher Schriftenwechsel, überschaubare Aktenlage) 

und wird somit praxisgemäss auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verweisen. 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Der angefochtene Entscheid vom 23. Februar 2023 wird aufgehoben und 

die Vorinstanz wird angewiesen, das Berichtigungsgesuch der Beschwer-

deführerin vom 30. Juli 2020 zu behandeln und darüber zu entscheiden.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 2'000.- wird dieser nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

4.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteient-

schädigung von Fr. 3'000.- zu bezahlen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Katharina Meienberg 

 

  

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Seite 9 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 10 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)