# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd000028-ec55-5a8b-ad93-41bda34df975
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.05.2014 200 2013 952
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-952_2014-05-02.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 10. Dezember 2015 abgewiesen (9C_432/2014).

200 13 952 IV
MAW/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Mai 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 19. Dezember 2011 bei der Invalidenversicherung (IV) 
unter Hinweis auf Migräne-Kopfschmerzen zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV, Antwortbeilage [AB] 2). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) berufliche und medizinische Erhebungen durch. 
Dabei forderte sie die Versicherte auf Empfehlung des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (AB 28) mit 
Schreiben vom 21. März 2012 (AB 29) zur Durchführung einer Basis-
behandlung (der Migräne), zum Abbau des Triptankonsums (übermässiger 
Medikamentengebrauch) und zur Führung eines Kopfwehtagebuches auf. 
Die daraufhin aufgenommene Basistherapie wurde wegen den aufgetrete-
nen starken Nebenwirkungen am 16. Mai 2012 abgebrochen (AB 34).

Im weiteren Verlauf veranlasste die IVB eine Begutachtung durch die 
Dres. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, und C.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Gutachten vom 14. April 
2013; AB 49.1). Zudem liess sie einen Abklärungsbericht Haushalt erstellen 
(AB 55). Mit Vorbescheid vom 17. Juli 2013 (AB 57) stellte die IVB bei ei-
nem in Anwendung der gemischten Methode (56% Erwerbstätigkeit und 
44% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 11% die Abwei-
sung des Rentenbegehrens in Aussicht. Damit zeigte sich die Versicherte 
nicht einverstanden und erhob am 13. September 2013 Einwand (AB 63).

Nach Einholung einer Stellungnahme des RAD (AB 66) verfügte die IVB 
am 30. September 2013 wie im Vorbescheid angekündigt und wies das 
Rentenbegehren ab (AB 68).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 28. Oktober 2013 Beschwerde und 
beantragte sinngemäss die Zusprache einer IV-Rente. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Verfügungen berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. September 2013 
(AB 68). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdefüh-
rerin. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft die angefochtenen Verfügungen frei und ist 
an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Grundsätzlich wird für die Bestimmung des IV-Grades gemäss 
Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre.

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festge-
legt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-

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Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 
125 V 146 E. 2a S. 150). 

2.3.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er-
werbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c 
S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 195).

Erfolgt die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspensums, ohne 
dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbe-
reich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, ist dies für die Methode der 
Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung. Die Gründe für eine ohne Ge-
sundheitsschaden bloss teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit sind für die 
Wahl der Bemessungsmethode lediglich insofern von Interesse, als sie in 
Zusammenhang stehen mit der Tätigkeit in einem Aufgabenbereich nach 
Art. 5 Abs. 1 IVG (und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Insbesondere werden allein 
stehende Personen bei einer Reduktion des Beschäftigungsgrades aus 
freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen mit ei-
nem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung. Ist im konkre-
ten Fall von einer Teilzeiterwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich auszuge-
hen, so gelangt die gemischte Methode nicht zur Anwendung (BGE 131 V 
51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54).

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2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben: 

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 2. Februar 2012 (AB 20) mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Migräne mit Aura, eine Hypotonie 
und chronische Rückenschmerzen (S. 1 Ziff. 1.1). Die episodischen Kopf-
schmerzen, welche bereits im 21. Lebensjahr aufgetreten seien, hätten 
über die Jahre langsam zugenommen, so dass die Anfälle zuletzt zwischen 
10 bis 18 Tage pro Monat aufträten und die Beschwerdeführerin jeweils für 
Haushaltsarbeiten und berufliche Tätigkeiten praktisch lahmlegten. Unter 
medikamentöser Behandlung könnten die Schmerzen nach zwei Stunden 
nachlassen, seien aber in letzter Zeit häufig bald darauf wieder aufgetreten. 
Die Wirkung der Anfallsbehandlung habe nachgelassen. Bezüglich der Rü-
ckenschmerzen bestehe ein chronischer Zustand mit häufigen Kreuz-
schmerzen (S. 1 f. Ziff. 1.4). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als … be-
stehe seit dem 1. Juli 2005 eine 75%-ige Arbeitsunfähigkeit ohne vermin-
derte Leistungsfähigkeit. Wenn die Beschwerdeführerin schmerzfrei sei, 
könne sie die normale Büroarbeit erledigen (S. 2 Ziff. 1.6 f.).

3.1.2 Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnos-
tizierte im Bericht vom 16. Juli 2012 (AB 35) eine Migräne mit häufigen 
Kopfschmerzepisoden, mit und ohne Aura. Der episodische Kopfschmerz 
habe im Alter von ca. 20 Jahren, nach der Geburt des ersten Kindes, be-

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gonnen. In diesem Jahr seien pro Monat zwischen 15 und 17 Kopfschmerz-
tage zu verzeichnen, die praktisch ausnahmslos medikamentös behandelt 
worden seien. In der Regel begännen die Migräne-Episoden früh morgens. 
Das eingenommen Akutmedikament führe regelmässig und zuverlässig 
innerhalb von ein bis zwei Stunden zum Abklingen der Kopfschmerzen 
(S. 1). Hinsichtlich der wirksamen und gut tolerierten Akutmedikation drän-
ge sich kein Änderungsbedarf auf. Hingegen solle versucht werden, durch 
prophylaktische Massnahmen (autogenes Training, progressive Muskelre-
laxation, Akupunktur, regelmässige körperliche Tätigkeit) die Häufigkeit der 
Migräne-Kopfschmerzen zu reduzieren. Zudem bestünden weitere medi-
kamentöse Möglichkeiten der Migräne-Prophylaxe (S. 2).

3.1.3 Im bidisziplinären Gutachten der Dres. med. B.________ und 
C.________ vom 14. April 2013 (AB 49.1) wurde aus neurologischer Sicht 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Migräne mit und ohne Aura, 
ein Medikamentenübergebrauchskopfschmerz und ein Zustand nach 
Spondylodese L5/S1 1999 mit intermittierendem Lumbovertebralsyndrom 
diagnostiziert. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine kli-
nisch leicht ausgeprägte Polyneuropathie angeführt (S. 9 Ziff. 5). Anhand 
der Anamnese ergäben sich keine Hinweise dafür, dass sich die Anfalls-
häufigkeit ab 2003 verändert habe. Es sei deshalb nur schwer verständlich, 
weshalb sich ab 2011 bei gleichartiger Symptomatologie eine Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit eingestellt haben solle. Es falle auf, dass gleich-
zeitig klar abgrenzbare IV-fremde Faktoren bestünden mit Stellenverlust im 
selben Jahr. Zudem bestehe eine eindeutig zu hohe Medikamentenein-
nahme. Es ergäben sich somit klare Hinweise auf einen Medikamenten-
übergebrauchskopfschmerz. Weiter gab der Gutachter an, aus neurologi-
scher Sicht bestehe eine Beeinträchtigung für Arbeiten mit mehr als leicht 
bis mässiger Belastung der Körperachse bei Zustand nach lumbaler Ver-
steifung. Wegen der Migräne bestehe zudem eine Beeinträchtigung von 
20%. Die Angabe der Beschwerdeführerin, bei frei wählbarem Arbeits-
rhythmus nur eine Arbeitsleistung von 20% erbringen zu können, lasse sich 
weder anhand der Anamnese noch der zur Verfügung stehenden Unterla-
gen stützen. Wenn es gelinge, die Medikationsbehandlung zu optimieren, 
sei unter Umständen später von einer höheren Arbeitsfähigkeit auszugehen 
(S. 10). Aus psychiatrischer Sicht wurde gestützt auf die Untersuchungsbe-

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funde, die Angaben der Beschwerdeführerin und die Aktenlage eine rezidi-
vierende depressive Episode leichten Grades (ICD-10 F33.0) diagnosti-
ziert. Aufgrund der Schmerzproblematik (Rücken, Kiefer, Migräne) sei die 
Beschwerdeführerin in ihrem Schlaf und in ihrer allgemeinen Lebensqua-
lität beeinträchtigt. Insbesondere leide sie an bedrückenden Ängsten hin-
sichtlich der Entwicklung der Kieferproblematik, des nun neu entdeckten 
Lichen im Genitalbereich und nicht zuletzt auch wegen der andauernden 
Antikoagulation. Die depressiven Episoden seien jeweils von kurzer Dauer. 
Die Beschwerdeführerin könne sich aus subjektiver Sicht immer wieder 
erholen und auch während der Untersuchung habe keine durchgehende 
Freudlosigkeit, Bedrücktheit oder Interesselosigkeit und Antriebshemmung 
bestanden. Die Auswirkungen auf den Alltag würden hauptsächlich durch 
die Schmerzproblematik bestimmt werden. Die depressive Symptomatik 
stehe im Hintergrund. Sie könne nicht unabhängig von der Schmerzpro-
blematik gesehen werden und würde ohne diese nicht bestehen (S. 16). 
Ferner gab der Gutachter an, aus psychiatrischer Sicht könne alleine ge-
stützt auf die rezidivierend auftretenden kurzzeitigen depressiven Episoden 
leichten Grades keine Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
abgeleitet werden. Er wies aber darauf hin, dass das psychische Gleichge-
wicht der Beschwerdeführerin durch ihre langdauernde Krankheit instabil 
sei und die psychischen Ressourcen reduziert seien (S. 17). Aus bidiszi-
plinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass die neurologische 
Beurteilung hinsichtlich der Bemessung der Beeinträchtigung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit massgeblich sei (S. 18).

3.1.4 Dr. med. dent. F.________ bestätige im Bericht vom 3. September 
2013 (AB 63 S. 5), dass die massiven Kiefergelenksprobleme der Be-
schwerdeführerin mit klinisch stark eingeschränkter Kaufunktion und fort-
geschrittener Arthrose im rechten Kiefergelenk mit eingehender Diskusge-
neration zu diversen Konsultationen im Februar und März 2013 geführt 
hätten. Diese Erkrankung könne sehr häufig einhergehen mit starken Kopf-
schmerzen/Migräneattacken.

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 3. September 2013 (AB 63 S. 6 f.) insbesondere eine akute Lumbago 

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(S. 6). Seit fünf Tagen bestünden fast immobilisierende lumbale Schmer-
zen. Radiologisch zeige sich eine Anschlusssegmentdegeneration. Klinisch 
fänden sich jedoch keine neurologischen Ausfälle (S. 7).

Im Bericht vom 9. September 2013 (AB 63 S. 8 f.) führte der behandelnde 
Orthopäde aus, unter angepasster Analgesie sei es zu einer Besserung der 
Schmerzsituation gekommen. Mit der Beschwerdeführerin sei ein abwar-
tendes Verhalten vereinbart worden. Es werde auf einen guten Effekt der 
Physiotherapie gehofft (S. 9). 

3.1.6 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht vom 23. August 
2013 (AB 63 S. 3) im Wesentlichen eine Kiefergelenksarthropathie rechts, 
eine fortgeschrittene Arthrose im rechten Kiefergelenk, eine Migräne mit 
häufigen Episoden sowie einen Verdacht auf einen triptaninduzierten Kopf-
schmerz. Die Beschwerdeführerin leide seit längerem unter Kieferschmer-
zen rechts, wobei durch die Schmerzmittelbehandlung eine leichte Besse-
rung eingetreten sei. Die fortgeschrittene Kiefergelenksarthrose triggere 
wahrscheinlich die Migräne. Zur Lockerung der Kiefermuskulatur werde 
eine Physiotherapie durchgeführt. Die Kieferschmerzen hätten etwas nach-
gelassen, nicht aber die Häufigkeit der Migräneattacken, so dass eine re-
gelmässige Arbeit weiterhin unmöglich sei. 

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, hielt in seiner Stellungnahme vom 17. September 2013 
(AB 66) fest, es bestehe kein Anlass von der Beurteilung der Dres. med. 
B.________ und C.________ abzuweichen. Die angeführte Migräne, wel-
che gemäss der Auffassung des Hausarztes eine geregelte Arbeitsfähigkeit 
verunmögliche, sei zentraler Bestandteil des neurologischen Teilgutachtens 
gewesen. Bei den aktuell bestehenden Rückenbeschwerden handle es sich 
um eine akute Lumbago bei Facettengelenksarthrose, also mit weit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nicht um eine dauerhaft die Arbeitsfähigkeit 
in einer Bürotätigkeit beeinträchtigende Störung (S. 2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 10

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Dres. med. B.________ und C.________ haben sich in ihrer 
ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit 
den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinan-
dergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf ihre 
eigenen Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. 
Somit erfüllt das Gutachten vom 14. April 2013 (AB 49.1) die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm 
volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Dr. med. 
B.________ hat aus somatischer (neurologischer) Sicht schlüssig und 
nachvollziehbar dargelegt, dass die Beschwerdeführerin an einer Migräne, 
an einem Medikamentenübergebrauchskopfschmerz sowie an einem Zu-
stand nach Spondylodese L5/S1 mit intermittierendem Lumbovertebral-
syndrom leidet und sie in einer Tätigkeit mit leichter bis mässiger Belastung 
der Körperachse aufgrund der bestehenden Migräne in ihrer Leistungs-
fähigkeit um 20% eingeschränkt ist (AB 49.1 S. 9 Ziff. 5 und S. 10). Aus 

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psychiatrischer Sicht hat Dr. med. C.________ überzeugend begründet, 
weshalb gestützt auf die diagnostizierte rezidivierende depressive Episode 
leichten Grades keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet wer-
den kann (S. 17). Schliesslich haben die Gutachter aus bidisziplinärer Sicht 
dargelegt, dass hinsichtlich der Bemessung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit allein die neurologische Beurteilung massgeblich ist (S. 18). Dar-
auf ist abzustellen.

An dieser schlüssigen Beurteilung ändern die Berichte des Dr. med. 
D.________ vom 2. Februar 2012 und 23. August 2013 nichts, in welchen 
der Hausarzt insbesondere aufgrund der diagnostizierten Migräne eine 
75%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (AB 20 S. 2 Ziff. 1.6 f.) resp. ein re-
gelmässiges Arbeiten als unmöglich erachtete (AB 63 S. 3). Denn die Gut-
achter haben schlüssig dargelegt, weshalb die diagnostizierte Migräne 
(nur) zu einer 20%-igen Leistungsminderung führt. Diese Beurteilung steht 
im Einklang mit den vorliegenden medizinischen Akten und dabei insbe-
sondere mit dem Bericht des RAD-Arztes Dr. med. H.________ vom 
17. September 2013 (AB 66) und demjenigen des Prof. Dr. med. 
E.________ vom 16. Juli 2012 (AB 35). So hat Letzterer, obwohl die Be-
schwerdeführerin an 15 bis 17 Tagen im Monat an einer Migräne leidet, 
keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit angeführt, sondern gab an, das 
eingenommene Akutmedikament führe regelmässig und zuverlässig inner-
halb von ein bis zwei Stunden zum Abklingen der in der Regel bereits am 
frühen Morgen auftretenden Migräne-Episoden. Da die Migräne folglich 
nach der Einnahme des Akutmedikaments nach ein bis zwei Stunden zum 
Verschwinden gebracht werden kann, ist – wie von den Gutachtern aufge-
zeigt – nicht von einer weitergehenden Einschränkung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit auszugehen. Damit ist es auch unerheblich, ob die An-
fallhäufigkeit tatsächlich im von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 
Umfang seit 2003 besteht – wie im bidisziplinären Gutachten ausgeführt – 
oder ob die Anfallhäufigkeit zugenommen hat, wie die Beschwerdeführerin 
gegenüber den Gutachtern geltend gemacht hat (AB 49.1 S. 10). Immerhin 
muss sich die Beschwerdeführerin entgegenhalten lassen, dass sie ange-
geben hat, sie leide seit ihrem 20. Lebensjahr resp. seit kurz nach der Ge-
burt ihrer ersten Tochter (geb. 1979) unter Migräne-Attacken (AB 35 S. 1 
und 49.1 S. 5 Ziff. 1).

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Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht (Beschwerde S. 1), ihren 
Veränderungen in der Wirbelsäule wie auch ihrem Kieferdefekt sei zu we-
nig Beachtung geschenkt worden, ist ihr entgegenzuhalten, dass die bei-
den Gutachter ihre Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit in Kenntnis dieser beider Problematiken abgegeben 
haben. So attestierte insbesondere Dr. med. B.________ bei Zustand nach 
lumbaler Versteifung eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für Tätig-
keiten mit mehr als leichter bis mässiger Belastung der Körperachse 
(AB 49.1 S. 10). Hinsichtlich der von Dr. med. G.________ im Bericht vom 
3. September 2013 diagnostizierten akuten Lumbago (AB 63 S. 6) ist mit 
dem RAD-Arzt Dr. med. H.________ davon auszugehen, dass es sich 
diesbezüglich mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht um eine 
dauerhaft die Arbeitsfähigkeit in einer Bürotätigkeit beeinträchtigende 
Störung handelt (AB 66 S. 2). Im sechs Tage später erstellten Bericht vom 
9. September 2013 stellte Dr. med. G.________ denn auch bereits eine 
Besserung der Schmerzsituation nach angepasster Analgesie fest (AB 63 
S. 9). Und schliesslich ist es vorliegend nicht massgeblich, ob der beste-
hende Kieferdefekt – entsprechend der Auffassung der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 1) – als Auslöser der Migräne anzusehen ist, zumal der 
behandelnde Zahnarzt diesbezüglich keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit attestiert hat (AB 63 S. 5). Massgeblich ist einzig, dass die Gut-
achter die diagnostizierte Migräne selbst in ihre Beurteilung einbezogen 
haben. 

3.4 Entsprechend ist vorliegend gestützt auf das Gutachten der 
Dres. med. B.________ und C.________ vom 14. April 2013 (AB 49.1) von 
einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit mit einer um 20% reduzierten Leistungs-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (mit leichter bis mässiger Belastung 
der Körperachse) – und somit auch in der bisherigen Tätigkeit im … (vgl. 
AB 55 S. 3 Ziff. 3.2) – auszugehen. 

4.

4.1 Bei der Invaliditätsbemessung ist vorab zu prüfen, welche Invali-
ditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 13

vgl. E. 2.3 hiervor) anzuwenden ist. Die Beschwerdegegnerin ging in der 
angefochtenen Verfügung vom 30. September 2013 (AB 68) von einem 
Status 56% Erwerb und 44% Haushalt aus und wendete für die Invali-
ditätsbemessung die gemischte Methode (vgl. E. 2.3.2 hiervor) an. Damit 
zeigt sich die Beschwerdeführerin nicht einverstanden (Beschwerde S. 4 
und 13). 

4.2 Der Beschwerdeführerin ist insofern zuzustimmen (Beschwerde 
S. 13), dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegan-
gen werden kann (vgl. E. 2.3.3 hiervor), dass sie im Gesundheitsfall im 
Umfang von 44% im Haushalt tätig wäre. Denn sie ist alleinstehend und 
lebt (alleine) in einer Dreizimmerwohnung. Ihre vier Kinder (geboren: 19xx, 
19xx, 19xx, 19xx) sind (lange) ausgezogen. Es besteht somit – entgegen 
der Auffassung der Beschwerdegegnerin – kein Anlass für die Vermutung, 
dass sie ihre freie Zeit in einem Aufgabenbereich verwendet resp. verwen-
den würde (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Entgegen dem Vorbringen der Beschwer-
deführerin ist jedoch auch nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sie im 
Gesundheitsfall zu 100% einer Arbeitstätigkeit nachgehen würde (Be-
schwerde S. 13). Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie entsprechend 
ihren eigenen Angaben gegenüber der Abklärungsfachperson der Be-
schwerdegegnerin bei guter Gesundheit 50% bis 60% arbeitstätig wäre 
(AB 55 S. 4 Ziff. 3.5). Diesen Angaben ist ein höheres Gewicht beizumes-
sen als den später vorgebrachten Einwänden, gilt doch im Sozialversiche-
rungsrecht die Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aus-
sagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 
sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträg-
lichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 
sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 
2004 U 515 S. 420 E. 1.2). Dies erscheint auch deshalb überwiegend 
wahrscheinlich, da die Beschwerdeführerin von ihrem geschiedenen Ehe-
mann Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'000.-- im Monat bezieht (AB 55 S. 4 
Ziff. 3.6) und somit auch aus finanzieller Sicht kein Grund besteht, in einem 
vollschichtigen Pensum tätig zu sein. Und schliesslich hatte die Beschwer-
deführerin seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, kein höheres als ein 
50%-iges Arbeitspensum inne (AB 22 S. 2 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 14

4.3 Nach dem Dargelegten ist unter Berücksichtigung der konkreten 
Lebensumstände der Beschwerdeführerin (vgl. E. 2.3.3 hiervor) mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sie im Gesund-
heitsfall im Umfang eines 50% bis 60%-igen Arbeitspensums berufstätig 
wäre und die übrige, freie Zeit nicht in einem Aufgabenbereich, sondern für 
Freizeittätigkeiten nutzen würden. Der IV-Grad ist dementsprechend vorlie-
gend nicht nach der gemischten, sondern nach der für rein Teilzeiterwerbs-
tätige gültigen Methode des Einkommensvergleichs zu berechnen (vgl. 
E. 2.3.3 hiervor).

5.

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dabei ist der IV-Grad – zu Gunsten der Beschwerde-
führerin – unter Berücksichtigung eines 60%-igen Arbeitspensums nach der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. 
E. 2.3.1 hiervor).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 15

tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222, 128 V 
174). Unter Berücksichtigung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 IVG sind die 
für den Einkommensvergleich massgebenden Werte vorliegend auf das 
Jahr 2012 zu beziehen (vgl. u.a. AB 2, 20 S. 2 Ziff. 1.6). Da – wie nachfol-
gend dargelegt wird – sowohl Validen- wie auch Invalideneinkommen auf 
der Basis des gleichen Tabellenlohnes zu ermitteln sind, erübrigt sich vor-
liegend jedoch sowohl die Aufrechnung auf das Jahr 2012 als auch eine 
konkrete zahlenmässige Berechnung.

5.3 Die Beschwerdeführerin hat ihre letzten Arbeitsstellen aus invali-
ditätsfremden Gründen verloren (vgl. AB 55 S. 3 f. Ziff. 3.2). Folglich ist das 
Valideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen (LSE 2010) zu ermitteln. 
Dabei ist angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin zwar … 
gelernt hat, jedoch seit 1986 immer im … tätig war (vgl. AB 22), auf die 
Tabelle TA7, Ziff. 23 (andere …), Anforderungsniveau 4 (einfache und re-
petitive Arbeiten) abzustellen. Da der Beschwerdeführerin ihre zuletzt aus-
geübte Tätigkeit im … weiterhin zumutbar ist (vgl. E. 3.4 hiervor) und sie in 
ihrer aktuellen Arbeitsstelle als … im Stundenlohn angestellt ist (AB 18), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 16

rechtfertigt es sich das Invalideneinkommen anhand des gleichen Tabellen-
lohnes zu ermitteln.

Somit ist sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf der 
gleichen LSE-Basis zu ermitteln (Tabelle TA7, Ziff. 23, Anforderungsniveau 
4, Frauen), weshalb der IV-Grad hier dem Umfang der Leistungsminderung 
unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn entspricht (Entscheid 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] 
vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Ein solcher Abzug ist hier jedoch nicht 
gerechtfertigt. Die behinderungsbedingten Einschränkungen sind bereits im 
Rahmen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit berücksichtigt und allfälli-
ge invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie, Beschäftigungsgrad) wären bei beiden Einkommen zu berück-
sichtigen (Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Folglich resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad 
von 20% (vgl. E. 2.2 hiervor).

Da vorliegend einzig der Rentenanspruch zu prüfen ist, kann die Frage 
offen gelassen werden, ob der Beschwerdeführerin im Rahmen der Scha-
denminderungspflicht zumutbar wäre, eine Tätigkeit in einem höheren Ar-
beitspensum aufzunehmen, um die Einkommenseinbusse zu minimieren 
resp. um eine solche zu verhindern. Denn auch ausgehend von einem 
60%-igen Arbeitspensum resultiert – wie soeben dargelegt – ein renten-
ausschliessender IV-Grad.

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 30. September 
2013 im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist unbegründet und abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2014, IV/13/952, Seite 17

Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

7.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.