# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daeff585-d0cf-5090-a0d3-b424a51ca713
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.12.2010 UV 2009/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-50_2010-12-28.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.04.2020

Entscheiddatum: 28.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 28.12.2010
Art. 6 UVG: Fehlender natürlicher Kausalzusammenhang als Grundlage 
weiterer Leistungen aufgrund asim-Gutachten erstellt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts vom 28. Dezember 2010, UV 2009/50). Bestätigt durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_129/2011

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 28. Dezember 2010

in Sachen

W.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. Michel Béguelin, Dufourstrasse 12, 2502 Biel/

Bienne,

gegen

Helsana Versicherungen AG, Versicherungsrecht, Postfach, 8081 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   W.___, geboren 1977, war seit 26. Juni 2000 als Aussendienstmitarbeiterin bei der 

A.___ angestellt und dadurch obligatorisch bei der «La Suisse» Unfall-Versicherungs-

Gesellschaft (nachfolgend La Suisse) versichert. Am frühen Morgen des 16. Juli 2000 

wurde die Versicherte als Beifahrerin im Personenwagen ihrer Kollegin verletzt. Diese 

fuhr vor einem Lichtsignal, das auf Orange wechselte, auf das vordere Fahrzeug auf, 

das zum Stehen gekommen war (UV-act. K1, K3). Bei der Erstkonsultation am 

folgenden Tag auf der Notfallstation des Regionalspitals Santa Maria, Visp, 

diagnostizierte Dr. med. B.___ ein Hyperextensionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) 

und eine Distorsion des Schultergürtels links (UV-act. M1). Die Versicherte wurde zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben (vgl. UV-act. M7 f.). Die La Suisse erfuhr von früheren 

ähnlichen Verletzungen der Versicherten und erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

unter Vorbehalt der Überprüfung ihrer Leistungspflicht (vgl. UV-act. M3 f., K5 bis K8, 

K19 bis K22, K24).

A.b   Bei einer misslungenen Landung auf einem Trampolin hatte sich die Versicherte 

bereits 1994 am Hinterkopf und an der Halswirbelsäule verletzt (vgl. UV-act. M17 S. 5 f. 

[bzw. Übersetzung M18 S. 4 f.; wobei das Unfalljahr im Gegensatz zu mehreren 

anderen Akten - und demnach wahrscheinlich unzutreffend - mit 1991 angegeben 

worden war]; M24; K5). Die dabei erlittenen Verletzungen waren nach Angaben der 

Versicherten vollständig verheilt und die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt worden (vgl. 

UV-act. K5).

A.c   1996 war ein Personenwagen, der auf der Autobahn im Ausland ausser Kontrolle 

geraten war, gegen das Motorrad ihres damaligen Freundes geprallt, wodurch sie bei 

hoher Geschwindigkeit vom Beifahrersitz geschleudert worden war. Dabei hatte sie 

sich multiple Verletzungen an Armen und Beinen sowie im Nacken-Schulterbereich 

zugezogen (vgl. UV-act. M17 S. 6 bzw. Übersetzung M18 S. 4 unten; M24 S. 2 oben; 

Bericht Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Neurologie, über die konsiliarische 

Untersuchung vom 11. März 1997 [Beilage zu M78]; K5). Gegenüber der IV-Stelle Bern 

hatte der damalige Hausarzt der Versicherten, Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

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Allgemeinmedizin, am 9. März 2002 über eine leichte traumatische Hirnverletzung beim 

Motorradunfall berichtet (Beilage zu UV-act. M81). Die Invalidenversicherung (IV) hatte 

der Versicherten eine Umschulung zur Büroangestellten finanziert, da ihr die Ausübung 

ihres Berufs als Offset-Druckerin nach dem Motorradunfall nicht mehr möglich war 

(UV-act. K63: Urteil des Verwaltungsgericht des Kantons Bern vom 15. Juli 2003, S. 2). 

Auch zu diesem Unfall führte die Versicherte aus, die Beschwerden seien vollständig 

ausgeheilt (UV-act. K5).

A.d   Die La Suisse holte verschiedene ärztliche Berichte ein, besonders das Gutachten 

des Centre Multidisciplinaire de la Douleur vom 29. Januar 2001 (UV-act. M17 mit 

Übersetzung M18) und verfügte am 13. Februar 2001 die Ablehnung einer weiteren 

Leistungspflicht ab 1. Januar 2001 für die Folgen des Unfalls vom 16. Juli 2000 (UV-

act. K22). Diese Ablehnung bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 31. Mai 2002 

(UV-act. K40). Die dagegen erhobene Beschwerde wies die 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern mit 

Entscheid vom 15. Juli 2003 ab (UV-act. K63). Das Eidgenössische 

Versicherungsgericht (EVG) hiess die Verwaltungsgerichtsbeschwerde U 207/03 der 

Versicherten am 16. September 2005 gut. Unter Berücksichtigung des zusätzlich 

eingereichten, von der IV veranlassten, interdisziplinären Gutachtens des Ärztlichen 

Begutachtungsinstituts (ABI), Basel, vom 11. Februar 2004 (UV-act. I/1) hält das Urteil 

fest, dass das psychosomatische Schmerzsyndrom schon vor dem Unfall vom 16. Juli 

2000 bestand und daher zu diesem nicht kausal sei (E. 2.1). Bezüglich körperlicher 

Befunde kam das EVG zum Schluss, deren Kausalität müsse eingehender abgeklärt 

werden (E. 2.2 f.), und wies die Sache dazu und zu neuer Verfügung an die 

Unfallversicherung zurück (UV-act. K71).

B.        

B.a   Neben den Beschwerden im Nacken- und Kopfbereich hatte die Versicherte in der 

Zwischenzeit auch über solche an der linken Schulter und an der linken Hüfte geklagt. 

An der linken Hüfte waren ein Labrumriss und ein Impingement festgestellt (vgl. UV-

act. M29 bis M32, M34 bis M42, M44 bis M55, M69 f., M74 f.), an der linken Schulter 

der Verdacht auf eine hintere Instabilität geäussert und Acromion-Clavicula-

Gelenksbeschwerden verzeichnet worden (UV-act. M53, M56 bis M68, M71 bis M73). 

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Die Versicherte führte auch diese Diagnosen, die Monate bzw. Jahre nach dem 

Autounfall gestellt worden waren, auf das Ereignis vom 16. Juli 2000 zurück und 

machte eine entsprechende Leistungspflicht der Unfallversicherung geltend.

B.b   Die Helsana Unfall AG (nachfolgend Helsana) als Rechtsnachfolgerin der 

La Suisse veranlasste in Absprache mit der Versicherten eine interdisziplinäre ärztliche 

Beurteilung durch die Academy of Swiss Insurance Medicine (asim), Basel. Sie erfolgte 

mit Gutachten vom 1. Juli 2008 und Ergänzung vom 14. November 2008 (UV-act. M82, 

M84). Gestützt darauf stellte die Helsana mit Verfügung vom 1. Dezember 2008 fest, 

dass der natürliche Kausalzusammenhang der andauernden Beschwerden zum Unfall 

vom 16. Juli 2000 nach dem 31. Dezember 2000 nicht mehr mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gegeben sei, und verneinte eine weitere Leistungspflicht (UV-act. 

K121). Die hiergegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 8. April 2009 ab 

(UV-act. K125).

C.        

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 18. Mai 2009 mit den Anträgen auf 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 8. April 2009 und Erbringung der 

gesetzlichen Leistungen ab 1. Januar 2001. Zur Begründung wird angeführt, das asim-

Gutachten vom 1. Juli 2008 sei widersprüchlich und die Ergänzung vom 14. November 

2008 antworte lediglich auf die teilweise suggestiven Fragen der Beschwerdegegnerin; 

mit der Kritik der Beschwerdeführerin seien die Begutachtenden gar nicht konfrontiert 

worden. Es gehe ihr hauptsächlich um Leistungen für die Heilbehandlung, welche zur 

Erhaltung ihres Gesundheitszustands auch nach Meinung der asim-Gutachter 

unerlässlich sei. Mit der Beschwerde liess die Versicherte auch ein Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung durch ihren Rechtsvertreter, Fürsprecher Dr. iur. Michel 

Béguelin, Biel, einreichen.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2009 beantragte die Helsana die 

Abweisung der Beschwerde. Sie verneinte Widersprüche des Gutachtens und wies 

darauf hin, dass dieses mit der Feststellung weiterer Therapiebedürftigkeit keinerlei 

Aussagen über den zuständigen Leistungserbringer mache.

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C.c   Am 10. Juli 2009 hiess der Präsident des Versicherungsgerichts das Gesuch um 

unentgeltliche Verbeiständung der Beschwerdeführerin durch Fürsprecher Dr. iur. 

Michel Béguelin gut (act. G 7).

C.d   In der Replik vom 7. September 2009 führte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin aus, die asim-Gutachter hätten eine strukturelle Läsion nicht 

verneint. Auf jeden Fall würden die Gutachter frühestens ab dem Zeitpunkt des 

Gutachtens (1. Juli 2008) und nicht bereits ab 1. Januar 2001 einen Zusammenhang mit 

dem Unfall nur noch für möglich halten. Die Aussage der Gutachter, weitere 

Heilbehandlung sei nötig, jedoch nicht mehr unfallkausal, widerspreche ihrer Haltung 

klar, wonach der Endzustand des unfallbedingten Schadens noch nicht erreicht sei.

C.e   Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Duplik vom 23. September 2009 auf 

eine ausführliche Stellungnahme.

C.f    Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Streitig und zu prüfen ist, ob die körperlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen, an 

denen die Beschwerdeführerin über den 31. Dezember 2000 hinaus leidet, in einem 

ursächlichen (natürlichen und allenfalls auch adäquaten) Zusammenhang zum Unfall 

vom 16. Juli 2000 stehen und ob demnach die Voraussetzungen für eine weitere 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gegeben sind. In diesem Zusammenhang 

steht insbesondere die Schlüssigkeit des asim-Gutachtens zur Diskussion. - Über die 

Kausalität der psychiatrischen Diagnosen, speziell des psychosomatischen 

Schmerzsyndroms, ist demgegenüber durch das EVG am 16. September 2005 

abschliessend geurteilt worden (U 207/03, E. 2.1).

1.2    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sowie über die 

Voraussetzung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem 

Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf den Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit und den Beweiswert ärztlicher Berichte 

(Erwägungen III 3. f.). Darauf kann verwiesen werden.

1.3    Da die La Suisse als Rechtsvorgängerin der Helsana die Leistungspflicht nie 

grundsätzlich anerkannt und die Leistungen jeweils unter Vorbehalt erbrachte (vgl. UV-

act. K5, K8), sind die erwähnten Voraussetzungen der Leistungserbringung 

massgebend. Die (rechtlichen) Aspekte, unter denen eine einmal anerkannte 

Leistungspflicht aufgehoben werden kann, spielen vorliegend keine Rolle.

2.         

2.1    Zum asim-Gutachten ist zunächst festzuhalten, dass der Fragenkatalog 

ausdrücklich auf objektivierbare Befunde aus den Bereichen Orthopädie, 

Rheumatologie und Neurologie beschränkt und das psychiatrische Beschwerdebild 

unmissverständlich ausgeschlossen worden war (UV-act. K103). Die Begutachtungs-

Stelle veranlasste im Rahmen des polydisziplinären Gutachtens dennoch auch ein 

psychiatrisches und ein neuropsychologisches Fachgutachten (Beilagen 5 und 4 zum 

asim-Gutachten [UV-act. M82]). Begründet wurden diese als Dokumentation, dass seit 

der letzten psychiatrischen Beurteilung (ABI- Gutachten vom 11. Februar 2004 [UV-act. 

I/1]) keine weiteren psychischen oder psychiatrischen Diagnosen hinzugekommen 

seien, welche die aktuelle Beurteilung beeinflussen könnten (asim-Gutachten [UV-act. 

M82] S. 40/51). Bei der Beantwortung des Fragenkatalogs der Helsana hielten sich die 

Begutachtenden an die Vorgaben des Auftrags, beschränkten sich auf die Fachgebiete 

Orthopädie, Rheumatologie und Neurologie und wiesen die Folgen des Unfalls vom 

16. Juli 2000 aus (Ziff. 7.2 ab S. 42/53), während im vorangehenden allgemeinen Teil 

des asim-Gutachtens nicht zwischen den Folgen der verschiedenen Unfälle (beim 

Trampolinspringen 1994, Motorradunfall 1996 sowie Autounfall vom 16. Juli 2000) 

unterschieden und auch krankheitsbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen 

beschrieben wurden.

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2.2    Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, strukturelle 

Verletzungen beim Unfall vom 16. Juli 2000 würden im asim-Gutachten nicht klar 

verneint (Antwort auf Frage 2.1, S. 43-46/51). In der Antwort auf Frage 2.2 ("Falls Sie 

eine solche strukturelle Läsion als nachgewiesen betrachten: Wie lange hat diese 

Läsion ihrer Ansicht nach bestanden bzw. war diese im Zeitpunkt ihrer Untersuchung 

noch nachweisbar?" S. 45/51) würden Beschwerden bzw. Befunde beschrieben und es 

sei aufgrund der Fragestellung davon auszugehen, dass es sich dabei um strukturelle 

Verletzungen handle. Es trifft zu, dass die Begutachtenden die Teilfragen 2.1 und 2.2 

nach strukturellen Verletzungen - für sich betrachtet - nicht eindeutig beantworten. 

Eigentliche strukturelle Läsionen im Sinn von organisch objektiv ausgewiesenen 

Unfallfolgen bzw. objektivierbaren Untersuchungsergebnissen, die reproduzierbar und 

von der Person der Untersuchenden und den Angaben der Patientin unabhängig sind 

(vgl. SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 E. 2 mit Hinweis [Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 

vom 28. Oktober 2009; in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2]), werden in ihren 

Antworten jedoch nicht aufgelistet. Es wurden keine Befunde erhoben, die als mit 

apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigte strukturelle Läsion bezeichnet 

werden können. Das gilt sowohl für die klinisch festgestellten Einschränkungen der 

Inklination und der Rotation der HWS als auch die radiologisch dokumentierte 

Streckhaltung (Antwort auf Frage 2.2, S. 45/51; vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.1). In der Antwort auf Teilfrage 2.1 (S. 

43-46/51) führen die Begutachtenden aus, dass allfällige Weichteilverletzungen nicht 

beweisbar seien. Sie begründen einlässlich, weshalb die linksseitigen 

Schulterbeschwerden nicht auf den Unfall vom 16. Juli 2000 zurückzuführen seien und 

dass ein Zusammenhang der Diagnosen und Behandlungen an der linken Hüfte mit 

dem Unfall zwar möglich aber nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Diese 

Ausführungen und Antworten der Begutachtenden sind unglücklich platziert, weil sie 

zwar unter der Hauptfrage 2 "Organische Befunde und Diagnosen?" stehen, die 

gestellten Teilfragen 2.1 und 2.2 jedoch nicht gezielt beantworten. Dass die 

Begutachtenden keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen beschrieben 

haben und dass sich in den medizinischen Akten keine solchen des Unfalls vom 

16. Juli 2000 finden, wird jedoch - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt - im 

Vergleich mit der vorstehend zitierten Rechtsprechung klar.

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2.3    Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin führt weiter aus, die Begutachtenden 

würden nicht nachvollziehbar und schlüssig erklären, weshalb der (natürliche) 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall bereits ab dem Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung (31. Dezember 2000) nicht mehr gegeben bzw. nur noch möglich 

sein sollte.

2.3.1           Im rheumatologischen Fachgutachten vom 12. November 2007 (Beilage 2 

zu UV-act. M82) erhob Oberarzt Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und 

Rheumatologie, folgende rheumatologischen Diagnosen: Chronisches 

Schmerzsyndrom (ICD-10: M79.0) bei/mit: initial geringem organischen Korrelat; Status 

nach chirurgischer Hüftluxation; Pfannenrandtrimmung, Labrumfixation, Kopf-/

Schenkelhals-Taillierung links am 13. Januar 2006 bei gemischt femuro-acetabulärem 

Impingement Hüfte links; Status nach Re-Arthrotomie Hüfte links und Entfernung der 

Bohrerspitze am 13. Januar 2006; Status nach Schraubenentfernung am 4. August 

2006; persistierender Periarthropathie der Hüfte links; Status nach Schulter-

Arthroskopie mit hinterer Stabilisierung Juni 2003 bei Verdacht auf posttraumatische 

hintere Schulterinstabilität links, Differentialdiagnostik: posttraumatisch/

Hypermobilitätssyndrom (Beighton-Score 6/9); Status nach HWS-Distorsion 1994, 

1996 und 2000; Hypermobilitätssyndrom Beighton-Score 6/9 (a.a.O. S. 5/8). Der 

begutachtende Rheumatologe führte in seiner Beurteilung sodann unter anderem aus: 

"In Anbetracht der heute zu erhebenden Befunde, der weiterhin relativ globalisiert, 

schwer lokalisierbar und diffus beklagten Symptome mit Fokussierung auf die 

Bereiche, in denen operative Eingriffe durchgeführt wurden oder wo sich anderweitige 

Traumata schadhaft manifestiert haben sollen, stehen für mich in diesem Fall Aspekte 

einer chronischen Schmerzstörung mit häufigem Arztwechsel (so lange bis sich einer 

findet, der einen organischen, evtl. operationsfähigen Kern der Beschwerden 

identifiziert) im Vordergrund gegenüber denen einer organischen Erkrankung. - 

Entsprechend kann ich, in detaillierter Kenntnis der Aktenlage die Einschätzung des 

Centre multidisciplinaire de la Douleur nicht in gleicher Weise in Frage stellen, wie dies 

der Vorgutachter des ABI tut. Nach meinem Dafürhalten muss in Anbetracht des 

Verlaufs, vermutlich in Übereinstimmung mit den sich diesbezüglich selbst als 

befangen bezeichnenden Rheumatologen der Klinik Balgrist, sogar davon 

ausgegangen werden, dass die Schmerzverarbeitungsstörung als Ursache des 

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'Versagens' der operativen Schmerztherapien sogar als primäres Korrelat des 

ungünstigen Verlaufs bezeichnet werden muss." (Beilage 2 zu UV-act. M82 S. 7/8).

2.3.2           Unter Berücksichtigung der Vorakten, der eigenen Untersuchungen sowie 

aller Fachgutachten lautet die Antwort auf die Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang im asim-Gutachten vom 1. Juli 2008 (3.1, UV-act. M82 

S. 46/51): "Die zervikobrachialen Beschwerden könnten im Sinne eines late whiplash 

syndromes interpretiert werden. Wahrscheinlicher ist jedoch, bei sehr diffuser 

Schmerzangabe und ausgeweiteter Symptompräsentation ein Zusammenhang mit dem 

chronischen Schmerzsyndrom im Sinne Symptomausweitung vor dem Hintergrund der 

bereits 1999 im psychiatrischen Gutachten beschriebenen Somatisierungstendenz und 

Persönlichkeitsstörung (…). Seit dem Unfall 2000 hat eine Chronifizierung und 

Ausbreitung der Schmerzen zu einem Panvertebralsyndrom eingesetzt. Ein 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 16. Juli 2000 ist ab Zeitpunkt des Gutachtens 

bestenfalls noch möglich, aber nicht mehr überwiegend wahrscheinlich. Ein 

Zusammenhang mit den vorherigen Unfällen 1994 und 1996 aber ebenfalls möglich. 

(…)" Auf Nachfrage der Helsana hin präzisierte Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Innere 

Medizin und stellvertretender asim-Chefarzt, am 14. November 2008 (UV-act. M83 f.): 

"Wie aus den ausführlichen Darlegungen unseres Gutachtens unter 7.1. und speziell 

7.2., Punkt 2.1 und 7.2., Punkt 3.1 unmissverständlich hervorgeht, ist die 

Unfallkausalität der aktuellen Beschwerden nicht gegeben und die vorbestehende 

Somatisierungsstörung ausschlaggebend für die aktuelle Beschwerdesituation - nebst 

den Folgen der diversen Operationen, deren Indikation hinterfragt werden kann (siehe 

entsprechende Ausführungen im Gutachten). - Entsprechend muss die Aussage unter 

Punkt 3.4.3 dahingehend korrigiert werden, dass der status quo ante nicht erreicht ist 

(aus unfallfremden Gründen), dass der status quo sine jedoch durchaus erreicht ist, 

indem die zugrunde liegende Psychopathologie ausschlaggebend ist für die 

Chronifizierung und Ausweitung der Beschwerden und dies auch ohne Unfall in 

gleichem Masse hätte auftreten können. - In erneuter Durchsicht der Akten und der 

Ausführungen des Gutachtens erscheint es plausibel, die Kausalität zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 1. Januar 2001 als nicht mehr überwiegend wahrscheinlich 

einzustufen."

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2.3.3           Ausser der nachträglich als Irrtum bezeichneten und in der Ergänzung vom 

14. November 2008 korrigierten Angabe bezüglich Status quo sine unter Antwort 3.4.3 

(UV-act. M82 S. 48/51 oben) sind im Gutachten vom 1. Juli 2008 keine Widersprüche 

zum Kausalzusammenhang ersichtlich. Vielmehr argumentieren sowohl das 

Gesamtgutachten als auch die einzelnen Fachgutachten dahingehend, dass die 

physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nur beschränkte 

Zeit auf den Unfall vom 16. Juli 2000 zurückzuführen sind. Mit der Ergänzung vom 

14. November 2008 wird präzisiert, dass die Kausalität zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 1. Januar 2001 als nicht mehr überwiegend wahrscheinlich 

einzustufen ist.

2.3.4           Zusammenfassend ist im asim-Gutachten vom 1. Juli 2008 und der 

Ergänzung vom 14. November 2008 (UV-act. 82, 84) schlüssig dargetan, dass die 

physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, die über den 

31. Dezember 2000 hinaus geklagt werden, nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 16. Juli 2000 zurückzuführen sind und damit der 

natürliche Kausalzusammenhang fehlt.

2.4    Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht zu Recht geltend, die 

Teilfragen 4.1 und 4.2 (UV-act. 82 S. 48/51) seien als solche widersprüchlich 

beantwortet. Bei Gesamtbetrachtung und vor allem unter Einbezug der Ergänzung vom 

14. November 2008 wird dieser Widerspruch jedoch aufgelöst: Die Begutachtenden 

beschreiben weitere Behandlungsmöglichkeiten, verneinen jedoch eine Leistungspflicht 

der beschwerdegegnerischen Unfallversicherung, da die natürliche Kausalität nicht 

mehr überwiegend wahrscheinlich gegeben ist. Die Fragen nach dem Endzustand sind 

jedoch vorliegend nicht massgebend, da die Voraussetzungen der Leistungserbringung 

zu prüfen sind, nicht die Aufhebung der einmal anerkannten Leistungspflicht und deren 

Zeitpunkt (vgl. BGE 134 V 109 E. 3 f. S. 112 ff.), wie in der vorstehenden E. 1.3 

ausgeführt.

2.5    Zusammenfassend kann für die vorliegend relevante Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 16. Juli 2000 und den physischen 

Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin, die über den 31. Dezember 

2000 hinaus geklagt werden, auf das asim-Gutachten vom 1. Juli 2008 und die 

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Ergänzung vom 14. November 2008 (UV-act. 82, 84) abgestellt werden. Sie sind für die 

streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 

berücksichtigen auch die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden, leuchten in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die 

Schlussfolgerungen der Experten und Expertinnen sind begründet (BGE 125 V 351 

E. 3a S. 352). Auch bei ausdrücklicher Mitberücksichtigung des Gutachtens des Centre 

Multidisciplinaire de la Douleur vom 29. Januar 2001 (UV-act. M17 mit Übersetzung 

M18) und des interdisziplinären Gutachtens des Ärztlichen Begutachtungsinstituts 

(ABI), Basel, vom 11. Februar 2004 (UV-act. I/1), die bereits dem EVG für das Urteil 

vom 16. September 2005 (U 207/03; UV-act. K71) vorlagen und als Vorakten durch die 

Begutachtenden des asim berücksichtigt wurden, ergibt sich keine andere Würdigung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs. Eine weitere Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin über den 31. Dezember 2000 hinaus ist nicht begründet und 

wurde in der Verfügung vom 1. Dezember 2008 und im Einspracheentscheid vom 

8. April 2009 zu Recht verneint.

3.         

Letztlich nicht zu beanstanden ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bzgl. 

Ergänzungsfragen an die Begutachtenden: Dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin wurde das asim-Gutachten vom 1. Juli 2008 am 3. Juli 2008 zur 

allfälligen Stellungnahme zugestellt (UV-act. K113). Er gab diese am 14. Oktober 2008 

ab. Dabei wies er auf "etwas widersprüchliche Angaben" des Gutachtens hin, stellte 

jedoch keinerlei Anträge auf Ergänzungsfragen an die Begutachtenden (UV-act. K118). 

Die Beschwerdegegnerin stellte solche am 31. Oktober 2008 ohne vorgängige 

Rücksprache mit dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, bediente diesen jedoch 

mit einer Kopie des Schreibens an die Gutachterstelle (UV-act. M83, K119). Die 

Ergänzung der Gutachterstelle vom 14. November 2008 (UV-act. M84) wurde dem 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 26. November 2008 zugestellt und der 

Entscheid der Helsana in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt (UV-act. K120). 

Hätten die Beschwerdeführerin bzw. ihr Rechtsvertreter auf weiteren Ergänzungsfragen 

an die Begutachtenden bestanden, hätten sie die Gelegenheit gehabt, auf diejenigen 

der Unfallversicherung sofort zu reagieren und solche zu stellen oder durch die 

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Beschwerdegegnerin stellen zu lassen. - Selbst wenn der Beschwerdegegnerin der 

Vorwurf gemacht werden kann, sie sei nicht korrekt vorgegangen und hätte die 

Gegenpartei vorgängig über die vorgesehenen Ergänzungsfragen informieren sollen, 

damit die Ergänzungsfragen hätten gemeinsam gestellt werden können (BGE 136 V 

113 E. 5.4 S. 116), ist dieser allfällige Verfahrensmangel vorliegend geheilt, weil die 

Beschwerdeführerin keine Ergänzungsfragen stellen liess und auf diejenigen der 

Beschwerdegegnerin mit Stillschweigen reagierte (vgl. BGE 136 V 113 E. 5.5 S. 116 mit 

Hinweis).

4.         

4.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) keine zu erheben.

4.2 Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 

10. Juli 2009 bewilligt (act. G 7). Sie kann indessen, wenn es ihre wirtschaftlichen 

Verhältnisse gestatten, zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet 

werden (Art. 288 Abs. 1 des Zivilprozessgesetzes sGS 961.2, i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1). Zufolge der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung ist der Staat zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung 

der Beschwerdeführerin aufzukommen, wobei dem unentgeltlichen Rechtsbeistand 

lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70; Honorarverordnung für Rechtsanwälte und 

Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat 

am 6. Oktober 2009 eine Kostennote über insgesamt Fr. 3'815.50 (um 20% gekürztes 

Honorar von Fr. 3'450.-- zuzüglich Barauslagen Fr. 96.-- und Mehrwertsteuer 

Fr. 269.50; act. G 13) eingereicht. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

spricht in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren gestützt auf Art. 22 Abs. 1 lit.b 

HonO regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.-- 

und Fr. 4'500.-- zu. Es ist kein Anlass ersichtlich, weshalb im vorliegenden Fall anders 

zu verfahren wäre. In Würdigung aller Umstände ist die Parteientschädigung 

vorliegend, wie in vergleichbaren Fällen üblich, ohne direkte Berücksichtigung des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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geltend gemachten Zeitaufwandes von 17¼ Stunden auf Fr. 3'600.-- (80% von 

Fr. 4'500.-- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 3'600.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.12.2010
	Art. 6 UVG: Fehlender natürlicher Kausalzusammenhang als Grundlage weiterer Leistungen aufgrund asim-Gutachten erstellt (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 28. Dezember 2010, UV 2009/50). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_129/2011

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