# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a10cfb6-addf-5d60-bc4c-102f4cd9784e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.05.2021 750 21 117/135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_750-21-117-135_2021-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Mai 2021 (750 21 117 / 135) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Erwerbsersatzentschädigung 

 

 

Lohnausfall als Anspruchsvoraussetzung: Buchhalterisch und wirtschaftlich stammen die 

monatlichen Zahlungen nicht aus Mitteln der GmbH, sondern aus den Eigenmitteln des 

Versicherten. Damit ist aber die Qualifikation der Zahlungen als Lohnzahlungen ausge-

schlossen, womit ein Lohnausfall vorliegt. 

 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Wirtschaftskammer 114, Viaduktstrasse 42, 
Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Corona-Erwerbsersatzentschädigung 

 
 
 
A. B.____, Gesellschafter und Geschäftsführer der A.____, beantragte am 4. Dezember 
2020 als arbeitgeberähnliche Person die Ausrichtung von Erwerbsersatzentschädigung. Aus dem 
entsprechenden Formular «Meldebeleg Corona Erwerbsersatz Arbeitgeber» geht hervor, dass er 

 

 
 
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bis 31. Mai 2020 Kurzarbeitsentschädigung und ab Juni 2020 bis 16. September 2020 Erwerbs-
ersatzentschädigung erhalten hat. Dem Antrag legte er Belege für die Lohnzahlungen September 
bis November 2020 bei, namentlich einen Zahlungsauftrag mit dem Vermerk «Lohn September 
2020» sowie eine Lohnabrechnung Oktober 2020 und eine Lohnabrechnung November 2020. 
 
Mit Verfügung vom 8. Februar 2021 und Einspracheentscheid vom 26. Februar 2021 lehnte die 
Ausgleichskasse Wirtschaftskammer 114 (Kasse) einen Anspruch von B.____ auf Erwerbser-
satzentschädigung für den Monat November 2020 ab mit der Begründung, dass als gesetzliche 
Voraussetzung für einen Leistungsanspruch ein Lohnausfall erforderlich sei. B.____ habe aber 
offenbar trotz erheblicher Umsatzeinbusse den Lohn weiterhin erhalten und somit keinen Lohn-
ausfall erlitten. Der Einwand, bei den Zahlungen habe es sich um blosse Vorschussleistungen 
gehandelt, sei nicht belegt. 
 
B. Dagegen erhob B.____ mit Eingabe vom 24. März 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
und die Ausrichtung von Erwerbsersatzleistungen rückwirkend per Mitte September 2020. Zur 
Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Lohnabrechnungen der Anmeldung 
beigelegt worden seien unter der Annahme, das Erwerbsersatzleistungen weiterhin ausgerichtet 
würden und die beigelegten Abrechnungen als Akonto-Lohnabrechnungen zu betrachten seien. 
Aufgrund zahlreicher Medienmitteilungen sei früh bekannt gewesen, dass im Parlament über eine 
Anschlusslösung für arbeitgeberähnliche Personen aus der Veranstaltungsbranche für die Zeit 
nach dem 16. September 2020 diskutiert würde und mit einer rückwirkenden Auszahlung von 
Erwerbsersatzentschädigung per Mitte September 2020 gerechnet werden könne. Nach dem ers-
ten negativen Bescheid der Kasse seien die Lohnabrechnungen September bis Dezember 2020 
wieder gelöscht und die ausbezahlten Geldbeträge als Darlehensrückzahlungen gebucht worden, 
da die GmbH den Gesellschaftern noch Geld aus den Vorjahren geschuldet habe. Diese Vorge-
hensweise sei von der Kasse nicht akzeptiert worden. Aus Sicht der Kasse hätten somit die Ge-
sellschafter ab Mitte September 2020 keinen einzigen Franken aus der Firma nehmen dürfen. 
Ohne Geldbezüge hätten aber die laufenden privaten Kosten nicht beglichen werden können.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 12. April 2021 beantragte die Kasse die Abweisung der Be-
schwerde. Im vorliegenden Fall sei einzig umstritten, ob es im November 2020 zu einem Lohn-
ausfall gekommen sei. Gemäss den mit dem Antrag auf Ausrichtung von Erwerbsersatzentschä-
digung vom 4. Dezember 2020 eingereichten Unterlagen sei dies nicht der Fall. Erst im Verlauf 
des Verfahrens seien die Buchhaltungsunterlagen abgeändert, die Lohnmeldung an die Kasse 
«angepasst» und die Zahlungen, welche auch einmal gänzlich bestritten worden seien, als Vor-
schussleistungen bezeichnet worden. Das Vorgehen der beschwerdeführenden Partei sei unter 
dem Gesichtspunkt, dass der Bundesrat Ende 2020 rückwirkend Entschädigungen für vorange-
hende Lohnausfälle zugesprochen habe, insoweit verständlich. Denn habe ein Arbeitgeber trotz 
Umsatzeinbruchs die vollen Löhne an die Arbeitnehmer aus knappen Reserven gezahlt, obwohl 
dies der Geschäftsverlauf eigentlich nicht zugelassen habe, sei mangels Lohnausfalls kein An-
spruch auf Erwerbsersatzleistungen entstanden. Darin liege gegenüber jenen Arbeitgebern oder 
auch Geschäftsinhabern, welche auf eine Lohnzahlung ganz oder teilweise verzichtet hätten und 
dementsprechend Anspruch auf Ersatzleistungen erheben könnten, eine den Betroffenen schwer 

 

 
 
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zu erklärende Ungerechtigkeit vor. Dies ändere aber nichts daran, dass sich die Kasse an die 
Gesetzesbestimmungen zu halten habe. Corona-Erwerbsersatzentschädigung gebe es nur, 
wenn keine oder nicht die gesamten Lohnzahlungen geleistet worden seien. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Nach Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusam-
menhang mit dem Coronavirus (Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) vom 20. März 2020 vorlie-
gend anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskassen beim zuständi-
gen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 
Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur 
Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut 
§ 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträ-
ger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 24. März 2021 ist 
demnach einzutreten. 
 
2.1 Am 20. März 2020 hat der Bundesrat ein Paket mit diversen Coronavirus bedingten Ver-
ordnungen bzw. Verordnungsänderungen verabschiedet, unter anderem die Verordnung über 
Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus 
(Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung). Diese Verordnung wurde rückwirkend per 17. 
März 2020 in Kraft gesetzt (vgl. Art. 9 Abs. 1 der Verordnung) und brachte insbesondere in Bezug 
auf die Kurzarbeit diverse (vorübergehende) Verfahrenserleichterungen und Anspruchserweite-
rungen mit sich (insb. den Wegfall der Karenztage und eine Ausdehnung des Anspruches auf 
einen weiteren Personenkreis [arbeitgeberähnliche Personen]). Der Versicherte bezog gestützt 
auf die Ausnahmebestimmung als arbeitgeberähnliche Person Kurzarbeitsentschädigung. Der 
Anspruch war bis 31. Mai 2020 befristet.  
 
2.2 Im Anschluss daran, ab 1. Juni 2020, bestand Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung 
befristet bis 16. September 2020 gestützt auf Art. 2 Abs. 3ter Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall 
(vgl. Verordnungsänderung vom 1. Juli 2020). Dieser Absatz wurde hinzugefügt, um der beson-
deren Situation von Personen Rechnung zu tragen, die im Veranstaltungsbereich arbeiten und 
sich in einer arbeitgeberähnlichen Stellung befinden, aber den Status eines Arbeitnehmers ha-
ben. Während die vom Veranstaltungsverbot betroffenen Selbständigerwerbenden weiterhin Er-
werbsausfallentschädigung erhielten, schien es nicht gerechtfertigt, Firmenchefs, die sich in der 
gleichen Situation befanden, allein aufgrund ihres Arbeitnehmerstatus von Leistungen auszu-
schliessen. Als Voraussetzung für einen Leistungsanspruch musste das jährliche ahv-pflichtige 
Einkommen im Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.-- liegen. 
 

 

 
 
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2.3 Mit Verordnungsänderung vom 11. September 2020 wurde Art. 2 Abs. 3ter Covid-19-Ver-
ordnung Erwerbsausfall mit Wirkung ab 17. September 2020 aufgehoben. Gemäss Me-dienmit-
teilung des Bundesrates vom 11. September 2020 werde die Unterstützung für Selbständiger-
werbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, deren Tätigkeit nach wie vor wegen 
des Veranstaltungsverbots erheblich eingeschränkt sei, im Parlament im Rahmen der Debatten 
zum Covid-19-Gesetz diskutiert. Bis der Entscheid gefällt sei, werde dieser Punkt in der Verord-
nung noch nicht geregelt. Das Gesetz werde voraussichtlich Ende September 2020 in Kraft tre-
ten. Je nachdem, was das Parlament beschliesse, könnten die Leistungen für die erwähnten 
Gruppen von Anspruchsberechtigten rückwirkend per 17. September 2020 eingeführt werden. 
 
2.4 Am 25. September 2020 verabschiedete das Parlament das Covid-19-Gesetz und er-
klärte es als dringlich, so dass es sofort in Kraft gesetzt wurde. In Art. 15 des Gesetzes sind die 
Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls geregelt. In Abs. 2 werden Personen in 
arbeitgeberähnlicher Stellung ausdrücklich als Anspruchsberechtigte aufgeführt und in Abs. 3 
werden die Details zur Bemessung des Anspruchs auf den Verordnungsweg verwiesen. Die ent-
sprechende Verordnungsbestimmung erliess der Bundesrat am 4. November 2020. Die für den 
vorliegenden Fall einschlägige Bestimmung befindet sich in Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordung 
Erwerbsausfall. Danach sind Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung nach Art. 31 Abs. 3 lit. b 
und c des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung (AVIG) vom 25. Juni 1982 dann 
anspruchsberechtigt, wenn ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlichen Massnahmen zur 
Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist, wenn sie einen Lohnausfall 
erleiden und wenn sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein ahv-pflichtiges Einkommen von min-
destens Fr. 10'000.-- erzielt haben. Gemäss Abs. 3ter gilt die Erwerbstätigkeit als massgeblich 
eingeschränkt, wenn pro Monat eine Umsatzeinbusse von mindestens 55 % im Vergleich zum 
durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015-2019 vorliegt. Die Höhe der Umsatzein-
busse wurde seither zweimal angepasst, indem ab 19. Dezember 2020 bis 31. März 2021 eine 
Umsatzeinbusse von mindestens 40 % und ab 1. April 2021 eine solche von mindestens 30 % 
verlangt wird. 
 
3. Im gegebenen Fall verneinte die Kasse eine Anspruchsberechtigung mit der Begrün-
dung, dass der Versicherte im fraglichen Monat November 2020 keinen Lohnausfall erlitten habe. 
In der Tat sind für die Monate September bis November 2020 Belege in den Akten, die auf Lohn-
zahlungen schliessen lassen: ein Zahlungsauftrag mit dem Vermerk «Lohn September» vom 25. 
September 2020 sowie eine Lohnabrechnung vom 26. Oktober 2020 und eine Lohnabrechnung 
vom 20. November 2020 jeweils über den Betrag von Fr. 4'000.--. Aufgrund dieser Unterlagen 
durfte die Kasse grundsätzlich davon ausgehen, dass der Versicherte im hier strittigen Monat 
November 2020 keinen Lohnausfall erlitten hat. In der Einsprache vom 9. Februar 2021 machte 
der Versicherte dann aber geltend, dass die Lohnabrechnungen automatisch generiert worden 
seien. Seit September 2020 seien aber effektiv keine Lohnzahlungen mehr erfolgt. Die falschen 
Lohnabrechnungen seien im Lohnprogramm storniert und die berichtigte beitragspflichtige Lohn-
summe der Kasse gemeldet worden. Diesbezüglich befindet sich eine Bestätigung der Kasse 
vom 29. Januar 2021 in den Akten. Aus dem «Nachtrag Lohnmeldung» geht die Reduktion der 
beitragspflichtigen Lohnsumme um Fr. 34'000.-- hervor. Die Kasse bemerkte dazu, dass die 

 

 
 
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Löhne September bis Dezember 2020 storniert worden seien, da sie fälschlicherweise automa-
tisch generiert worden seien, obwohl keine Lohnzahlungen stattgefunden hätten. Die Reduktion 
von Fr. 34'000.-- entspricht denn auch der Summe der Löhne des Versicherten sowie seiner 
Schwester, welche Mitinhaberin der Firma A.____ ist, für die Zeit September bis Dezember 2020. 
Den Geschäftskontoauszügen der Postfinance der A.____ GmbH ist demgegenüber zu entneh-
men, dass von September 2020 bis Dezember 2020 jeweils der Betrag von Fr. 4'000.-- auf das 
Konto des Versicherten bei der Bank D.____ überwiesen worden ist. Dies wird von ihm grund-
sätzlich nicht bestritten, er wendete aber zunächst ein, dass es sich bei diesen Zahlungen nicht 
um Lohnzahlungen, sondern um Vorschüsse auf die zu erwartenden Corona-Erwerbsersatzent-
schädigungen gehandelt habe. Im weiteren Verlauf des Verfahrens brachte er vor, die Zahlungen 
seien Rückzahlungsleistungen aus einem Darlehen, das er der Gesellschaft gewährt habe. 
 
4.1 Der Verordnungstext nach Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall 
setzt – im Gegensatz zur bis 16. September 2020 in Kraft gewesenen Bestimmung von Art. 2 
Abs. 3ter, wonach eine Anspruchsberechtigung gegeben war, sofern das massgebende Einkom-
men im Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.-- lag – neben einer Umsatzeinbusse 
auch einen Lohnausfall voraus. Damit wollte der Gesetzgeber diejenigen arbeitgeberähnlichen 
Personen von einem Leistungsanspruch ausnehmen, die über genügend Mittel in ihrem Unter-
nehmen verfügen, um sich ihren Lohn auszuzahlen.  
 
4.2 Nicht jede Zahlung, die von der Firma an einen Gesellschafter bzw. Geschäftsführer 
erfolgt, darf ohne weiteres als Lohn qualifiziert werden. Im vorliegenden Fall ist zwar auf den 
ersten Blick zu vermuten, dass die monatlichen Überweisungen von Fr. 4'000.-- auf das Konto 
des Versicherten Lohnzahlungen darstellen, da die Überweisungen jeweils Ende Monat unter 
dem Titel Lohn erfolgten und genau dem Betrag entsprachen, den er der Kasse als ahv-pflichti-
gen Lohn gemeldet hatte. Dem Betroffenen muss aber die Möglichkeit offenstehen, diese Ver-
mutung zu widerlegen. Indem der Versicherte vorbringt, dass die Zahlungen eine Darlehensrück-
zahlung darstellen, beruft er sich auf den Erhalt von Mitteln, die wirtschaftlich gar nicht der Firma, 
sondern ihm selbst gehören. In diesem Fall könnte nicht von Lohnzahlungen gesprochen werden. 
 
4.3 Zu prüfen ist, ob ihm der Nachweis der Darlehensrückzahlung gelingt. Die A.____ ver-
buchte die Zahlungen September bis Dezember 2020 zunächst zwar als Lohnzahlungen, korri-
gierte aber die Buchungen in der Folge und wies gegenüber der Kasse mittels Lohnkontoauszug 
aus, dass seit September 2020 keine Lohnzahlungen mehr getätigt worden sind. Die Kasse 
scheint diese Korrektur auch insofern akzeptiert zu haben, als sie die entsprechende Lohnsum-
menreduktion am 29. Januar 2021 bestätigte. Nachdem somit aus der korrigierten Buchhaltung 
nachvollziehbar hervorgeht, dass an den Versicherten im September, Oktober und auch im hier 
strittigen Monat November 2020 sowie im Dezember 2020 keine Zahlung unter dem Titel «Lohn» 
erfolgte, stellt sich die Frage, welchen wirtschaftlichen Hintergrund die Zahlungen von jeweils Fr. 
4'000.-- haben, die er von September bis Dezember 2020 erhielt. Den eingereichten Buchhal-
tungsunterlagen ist zu entnehmen, dass die A.____ für den Versicherten ein Kontokorrentkonto 
(Nr. 2260) führt, nach welchem das Konto nachträglich per 25. September 2020, per 26. Oktober 
2020, per 26. November 2020 sowie per 24. Dezember 2020 mit jeweils Fr. 4'000.-- belastet 
wurde. Buchhalterisch und wirtschaftlich stammen die Zahlungen somit nicht aus Mitteln der 

 

 
 
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GmbH, sondern aus den Eigenmitteln des Versicherten. Damit ist aber die Qualifikation der Zah-
lungen bzw. der hier strittigen Zahlung November 2020 als Lohnzahlung ausgeschlossen. 
 
5. Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass die Kasse aufgrund der 
ursprünglich eingereichten Unterlagen von einem Lohnfluss an den Versicherten ausgehen durfte 
und dass die nachträgliche Korrektur der Buchungen zu Lasten des Kontokorrentkontos auf den 
ersten Blick ungewöhnlich erscheint, aber als zulässig zu betrachten ist, da für die Qualifikation 
einer Zahlung letztlich nur massgeblich sein kann, wie sie nach aktueller Buchung ausgewiesen 
ist. In diesem Zusammenhang ist ferner zu beachten, dass der Versicherte bereits für die Zeit ab 
1. Juni 2020 bis 16. September 2020 unter der damals geltenden Bestimmung Art. 2 Abs. 3ter 
Covid-19-Verordnung Erwerbsersatz als arbeitgeberähnliche Person in der Veranstaltungsbran-
che Erwerbsersatzentschädigung erhielt und gemäss Medienmitteilung vom 11. September 2020 
eine Anschlusslösung für die Veranstaltungsbranche diskutiert und in Aussicht gestellt wurde. Er 
verfuhr in Bezug auf die monatlichen Zahlungen deshalb gleich wie während der Zeit bis 16. 
September 2020. Die neuen Anspruchsbestimmungen gemäss Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Veror-
dung Erwerbsersatz (Umsatzeinbusse und Lohneinbusse) waren erst nach Erlass am 4. Novem-
ber 2020 bekannt, traten aber rückwirkend per 17. September 2020 in Kraft. In Berücksichtigung 
dieses Sachverhalts ist es nachvollziehbar, dass der Versicherte aufgrund seiner bisherigen Er-
fahrungen mit Erwerbsersatzleistungen erstmals weiterhin Vorschusszahlungen leistete in der 
Annahme, dass die Erwerbsersatztaggelder nachträglich ausgerichtet würden. Schliesslich war 
in der vorherigen Regelung bis 16. September 2020 kein Lohnausfall vorausgesetzt gewesen. 
 
Demzufolge ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als der Einspracheentscheid vom 
26. Februar 2021 aufzuheben und festzustellen ist, dass ein Lohnausfall vorliegt. Die Angelegen-
heit ist sodann zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Kasse zurückzuwei-
sen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach § 20 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist der Prozess vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
- mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 

 

 
 
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dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 26. Februar 2021 aufgehoben und festgestellt 
wird, dass ein Lohnausfall vorliegt. Die Angelegenheit wird zur weiteren 
Beurteilung sowie zur anschliessenden Neuverfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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