# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 627d3c80-2411-5712-829b-abc6ed1126be
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.08.2010 C-4149/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4149-2010_2010-08-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4149/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Beat Weber,
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

P._______,
vertreten durch G._______, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, 
Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Hinterlassenenrente; Verfügung der SAK vom 
21. Mai 2010.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4149/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Schweizerische  Ausgleichskasse  SAK  (nachfolgend  Vor-
instanz)  mit  Verfügung  vom 21.  Mai  2010  (act.  1/1)  das  Leistungs-
begehren von P._______ (nachfolgend Versicherte oder Beschwerde-
führerin) abgewiesen hat mit der Begründung, dass die Versicherte die 
Anspruchsvoraussetzungen  für  die  Ausrichtung  einer 
Hinterlassenenrente  gemäss  Art.  24a des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG, SR 831.10) nicht erfülle,

dass die Versicherte mit einer als "Beschwerde" bezeichneten Eingabe 
vom 8.  Juni  2010  (Poststempel,  act.  1)  an  das  Bundesverwaltungs-
gericht  gelangte und in  Aufhebung der Verfügung vom 21. Mai  2010 
um Zusprache der gesetzlichen Leistungen ab dem 1. März 2009 unter 
Kosten und Entschädigungsfolge ersuchte,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juli 2010 (act. 3), 
welche der Beschwerdeführerin zur Kenntnis zu bringen ist, beantragt, 
auf  die  Beschwerde  sei  mangels  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  nicht  einzutreten  und  ihr  seien  die  Akten  zur  Be-
handlung der Eingabe als Einsprache gegen ihre Verfügung vom 21. 
Mai 2010 zu überweisen, 

dass gemäss Art. 85bis Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) sowie Art. 31 und 33 
Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 
173.32),  sofern  -  wie  hier  -  keine Ausnahme nach Art.  32  VGG ge-
geben ist,  das  angerufene Bundesverwaltungsgericht  in  Abweichung 
von  Art.  58  Abs.  1  ATSG  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland 
gegen  Einspracheentscheide  der  SAK  oder  Verfügungen  derselben, 
gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, beurteilt,

dass vorliegend die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung nicht 
über  eine Einsprache der  Beschwerdeführerin,  sondern gemäss Art. 
49  ATSG  über  deren  Begehren  um  Ausrichtung  von  Leistungen 
entschieden hat,

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C-4149/2010

dass gemäss Art. 52 ATSG gegen diese Verfügung innerhalb von 30 
Tagen  Einsprache  bei  der  Vorinstanz  (verfügende  Stelle)  erhoben 
werden kann,

dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Eingabe vom 8. Juni 2010 die 
Verfügung der Vorinstanz vom 21. Mai 2010 anficht,

dass  diese  Eingabe  –  wie  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung 
zutreffend  geltend  macht  –  als  Einsprache  gegen  die  angefochtene 
Verfügung zu qualifizieren ist,  deren Beurteilung in die Zuständigkeit 
der Vorinstanz fällt,

dass  daher  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der 
Beschwerde  vom 8.  Juni  2010  gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz 
vom  21.  Mai  2010,  entgegen  der  Rechtsmittelbelehrung,  nicht 
zuständig ist,

dass aus diesen Gründen auf  die Beschwerde im einzelrichterlichen 
Verfahren  nicht  einzutreten  ist  (Art.  23  Abs. 1  Bst.  b  VGG)  und  die 
Akten  in  Anwendung  von  Art.  8  VwVG der  Vorinstanz  zur  weiteren 
Behandlung zu überweisen sind, 

dass das Verfahren kostenfrei ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),

dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 
7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2] ).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die  Akten  werden  an  die  Vorinstanz  zur  weiteren  Behandlung 
überwiesen.

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C-4149/2010

3.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 13. Juli 2007 geht 
zur Kenntnis an die Beschwerdeführerin.

4.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Doppel  der 
Vernehmlassung der Vorinstanz vom 13. Juli 2010)

- die  Vorinstanz  (Ref-Nr.  _______;  Einschreiben;  Beilagen: 
Beschwerde vom 8. Juni 2010 inkl. Zustellcouvert  und Beilagen 1 
und 2)

- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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