# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e9a6c51-22cb-570d-a8ab-749d692a2e03
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.07.2018 RB180014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RB180014_2018-07-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RB180014-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin MLaw M. Schnarwiler 

Urteil vom 23. Juli 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____,   
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

betreffend Persönlichkeitsverletzung / Kostenvorschuss 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung der 10. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 19. April 2018; Proz. CG170007 
 

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Erwägungen: 

 1. Am 17. Januar 2017 überbrachte A._____ (der Kläger) dem Bezirksge-

richt Zürich die Weisung des Friedensrichteramtes C._____, (act. 5/1) über die 

vom Kläger gegen die B._____ (die Beklagte) gerichtete Klage: 

"1.  Es sei festzustellen, dass die Beklagte die Persönlichkeitsrechte des 
Klägers widerrechtlich verletzt hat. 
2. Falls das Begehren 1 gutgeheissen wird, sei dem Kläger Schadener-
satz und Genugtuung zuzusprechen sowie die Beklagte zu verpflichten, das 
Urteil im nächsten dem Urteil folgenden Jahresbericht auszudrucken. 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." 

 In einem gleichzeitig dem Gericht überbrachten Schreiben bezifferte der 

Kläger seinen Anspruch auf Genugtuung mit Fr. 5'000.-- und unter der Überschrift 

"6. Schadenersatz" nannte er die Zahl von Fr. 25'000.--. Zur Begründung seiner 

Begehren schrieb der Kläger, anlässlich der Generalversammlung 2016 der Be-

klagten habe deren Rechtsvertreter gesagt, "Herr A._____ [hat] den objektiven 

Tatbestand der Erpressung erfüllt, den subjektiven weiss ich nicht" (act. 5/2). 

 Entgegen der Auffassung des Friedensrichters, welcher das Einzelgericht 

als zuständig betrachtet hatte (act. 1, Einleitung), legte das Bezirksgericht ein Ge-

schäft des Kollegiums an (act. 5/4/1).  

 Mit Beschluss vom 6. Februar 2017 wies die Vorinstanz das Gesuch des 

Klägers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege infolge Aussichtslosig-

keit ab, und der Kläger wurde zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses in 

der Höhe von Fr. 4'000.– verpflichtet (act. 5/7). Gegen diesen Beschluss erhob 

der Kläger Beschwerde, welche durch die Kammer mit Entscheid vom 4. Sep-

tember 2017 abgewiesen wurde (act. 5/13). Diesen Entscheid zog der Kläger wei-

ter an das Bundesgericht, welches die Beschwerde mit Urteil vom 30. Januar 

2018 abwies, soweit es darauf eintrat (act. 5/14). 

 Mit Verfügung vom 13. März 2018 wurde dem Kläger eine Nachfrist von fünf 

Tagen angesetzt, um den Vorschuss zu leisten (act. 5/19). Mit Eingabe vom 

26. März 2018 beantragte der Kläger, der Vorschuss sei zu reduzieren, eventuali-

ter im Sinne einer Wiedererwägung neu anzusetzen. Dies, da er die Schadener-

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satzforderung zurückziehe und die Genugtuungsforderung von Fr. 5'000.– auf 

Fr. 1'000.– reduziere, womit eine Grundgebühr von nur noch Fr. 150.– anfalle 

(act. 5/21). Mit Verfügung vom 29. März 2018 wurde der Beklagten durch die Vor-

instanz Frist angesetzt, um sich zu diesem Begehren sowie dem Streitwert bezüg-

lich der Persönlichkeitsverletzung zu äussern (act. 5/22). Die Beklagte nahm am 

12. April 2018 Stellung; sie erachtete die Höhe des Vorschusses von Fr. 4'000.-- 

als nach wie vor richtig, weil es um eine nicht vermögensrechtliche Sache und nur 

im Nebenpunkt um Geld gehe, und sie stellte den Antrag für eine Parteientschä-

digung aufgrund des Teilrückzuges der Klage (act. 5/24). 

 Am 19. April 2018 verfügte die Richterin, welche bisher als "Verfahrenslei-

tung" gewirkt hatte, "als Einzelrichterin" Folgendes (act. 5/26 = act. 3): 

1. Vom Rückzug des Antrags auf Genugtuung wird Vormerk ge-
nommen. 

2. Von der Reduktion des Antrags auf Schadenersatz auf Fr. 2'000.– 
wird Vormerk genommen. 

3. Der klagenden Partei wird eine Nachfrist von 5 Tagen ab Zustel-
lung dieser Verfügung angesetzt, um für die Gerichtskosten bei 
der Bezirksgerichtskasse Zürich (Postkonto 80-4713-0) einen re-
duzierten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.00 zu leisten. 

4. Bei Säumnis wird auf die Klage nicht eingetreten. 
5.–6. [Rechtmittelbelehrung / Mitteilungen] 

 Gegen diese Verfügung erhob der Kläger am 24. April 2018 (Datum Post-

stempel) rechtzeitig Beschwerde mit den folgenden Anträgen (act. 2): 

1. Der Entscheid sei im Sinne der Erwägungen aufzuheben resp. 
abzuändern. 

2. Der Streitwert sei mit Fr. 1'000.– festzustellen und die gerichtliche 
Grundgebühr mit Fr. 150.– festzusetzen.  

3. Es sei festzustellen, dass die Schadenersatzforderung zurückge-
zogen wurde und die Genugtuungsforderung im Umfang von 
Fr. 1'000.– aufrecht erhalten wurde. 

4. Es sei festzustellen, dass die angefochtene Verfügung ein 
Rechtspfusch ist. 

 
 
 

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 (Prozessanträge) 
1. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu 

gewähren mit der Begründung, dass er aufgrund mangelnden 
Einkommens die Prozesskaution(en) nebst dem Lebensunterhalt 
nicht aufbringen kann, ggf. sei dem Beschwerdeführer eine Frist 
zu setzen dafür Belege einzureichen. 

2. Die Frist für den Kostenvorschuss sei dem Beschwerdeführer ab-
zunehmen und neu anzusetzen.  

 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 5/1–27). Es wurde da-

von abgesehen, eine Beschwerdeantwort einzuholen (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. Der Beklagten ist mit dem Entscheid ein 

Doppel von act. 2 zuzustellen.  

 2.1 Die Beschwerde dient im Rahmen der Bestimmungen der ZPO der 
Korrektur unrichtiger Entscheide. Sie muss einem schutzwürdigen Interesse des 

Beschwerdeführers dienen (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO), und das ist dann der Fall, 

wenn eine konkrete Änderung der Anordnungen im angefochtenen Entscheid zur 

Diskussion steht. Das  Bedürfnis einer Partei, eine Instanz oder eine Person 

schlecht zu machen, ist kein solches Interesse. Wenn die Beschwerde zulässig 

und in der Sache begründet ist, wird sie gutgeheissen (Art. 327 ZPO). Weitere 

Ansprüche hat der Beschwerdeführer grundsätzlich und von hier nicht zutreffen-

den Ausnahmen abgesehen nicht. 

 Auf den Antrag Ziff. 4, die angefochtene Verfügung sei förmlich als "Rechts-

pfusch" zu bezeichnen, ist demnach nicht einzutreten. 

 2.2 Dem Begehren (Ziff. 1), "Der Entscheid sei im Sinne der Erwägungen 

aufzuheben resp. abzuändern" kommt keine eigene Bedeutung zu, denn der Be-

schwerdeführer verlangt separat jedenfalls sinngemäss eine Reduktion des Kos-

tenvorschusses und eine Richtigstellung dazu, wie er seine Klage reduzierte 

(act. 2). 

 Auf dieses Begehren ist nicht separat einzutreten. 

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 2.3 Der Beschwerdeführer verlangt mit seinem Antrag Ziff. 3 die Feststel-

lung, dass er die Forderung auf Schadenersatz zurückgezogen und den Genug-

tuungsanspruch auf Fr. 1'000.-- reduziert habe. 

 Der Beschwerdeführer hat Recht: so hat er es erklärt (act. 5/21). Diese Er-

klärung ist zwar in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides richtig wie-

dergegeben (S. 2 oben, Erwägung I/1), im Dispositiv ist es aber dann doppelt un-

richtig formuliert: es werden Genugtuung und Schadenersatz verwechselt, und es 

wird der aufrecht erhaltene Betrag mit Fr. 2'000.-- statt richtig Fr. 1'000.-- angege-

ben (Dispositiv Ziff. 1 und 2).  

 Anerkennung und Rückzug (auch nur teilweise) führen ebenso wie ein Ver-

gleich zur unmittelbaren Beendigung des Verfahrens, und es bedarf dazu keiner 

weiteren Erklärung oder Anordnung des Gerichts (Art. 241 Abs. 2 ZPO). Die an-

schliessende "Abschreibung" des Verfahrens (Art. 241 Abs. 3 ZPO; so dürfte die 

"Vormerknahme" hier gemeint gewesen sein) hat grundsätzlich keine eigene Be-

deutung. Wenn in einer Anerkennung oder in einem Vergleich eine Leistung einer 

Partei statuiert wird, bildet der förmliche Abschreibungs-Entscheid immerhin einen 

Vollstreckungstitel (bei einer Geldleistung stellt er etwa einen definitiven, und nicht 

bloss einen provisorischen Rechtsöffnungstitel dar, Art. 80 gegenüber Art. 82 

SchKG). Das ist hier allerdings nicht der Fall. Ein Rückzug führt ferner in der Re-

gel zu Kostenfolgen zum Nachteil des Klägers (Art. 106 Abs. 1 ZPO). So hat denn 

auch die Beklagte, wie vorstehend erwähnt, Antrag gestellt. Das Gericht hat dar-

über aber noch nicht entschieden. Wenn es das tut, wird es an die irrtümliche 

Formulierung seiner Vorsitzenden, die Klage sei (nur) bis auf Fr. 2'000.-- reduziert 

worden, nicht gebunden sein, da dieser "Vormerk" keine eigene rechtliche Bedeu-

tung hat. Endlich sind Vorschuss und/oder Sicherheit nach einem teilweisen Kla-

gerückzug regelmässig neu festzulegen - wie es hier geschah. Auch dafür kommt 

es aber auf die wahre Erklärung des Klägers an und nicht darauf, wie er irrtümlich 

zitiert wurde. Das kann er mit dem Rechtsmittel gegen den neu festgesetzten Be-

trag des Vorschusses geltend machen - was er auch tut. 

 Der Kläger hat daher kein rechtlich schützenswertes Interesse daran, dass 

der Irrtum des angefochtenen Entscheides in der Formulierung von Dispositiv-

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Ziffern 1 und 2 korrigiert wird, und auf die Beschwerde ist auch in diesem Punkt 

nicht einzutreten. 

 Immerhin ist anzumerken, dass der aufgezeigte Widerspruch zwischen den 

Erwägungen und dem Dispositiv einen Anwendungsfall von Art. 334 Abs. 1 ZPO 

darstellt. Einer Berichtigung von Amtes wegen steht insoweit nichts entgegen. 

Immerhin wäre die Zuständigkeit dafür zu überdenken: die Erledigung und damit 

auch das blosse Abschreiben eines Prozesses fällt bei einer Sache des Kollegial-

gerichts nach Auffassung der Kammer (und des Gesamtobergerichts, wie sich 

aus § 31 OrgV OG ergibt) nicht in die Kompetenz der Vorsitzenden oder Referen-

tin. 

 2.4 Der Beschwerdeführer verlangt, es sei der Streitwert auf Fr. 1'000.-- 

festzusetzen und "die gerichtliche Grundgebühr mit Fr.150.-- festzusetzen" (An-

trag Ziff. 2). Sinngemäss will er offenbar, dass der ihm auferlegte Kostenvor-

schuss auf diese Fr. 150.-- reduziert wird. Die Bestimmung des Streitwertes und 

der tarifgemässen Gebühr sind Vorfragen dazu, welchen keine eigene Bedeutung 

zukommt; insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 

 Der Entscheid über die Leistung eines Kostenvorschusses ist mit Beschwer-

de anfechtbar (Art. 103 ZPO). Der Beschwerdeführer ist im Sinne des Gesetzes 

durch den angefochtenen Entscheid beschwert, er stellt jedenfalls sinngemäss ei-

nen Antrag und gibt dafür eine Begründung (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Es ist darauf 

einzutreten. Zu prüfen sind gerügte Rechtsverletzungen ohne Einschränkung auf 

Willkür oder andere qualifizierte Unrichtigkeit; so weit es auf den Sachverhalt an-

kommt, sind nur "offensichtliche" Fehler richtig zu stellen (Art. 320 ZPO). 

 Die Frage nach dem Streitwert und als Folge davon nach den zu erwarten-

den Gerichtskosten hängt eng mit der (sachlichen) Zuständigkeit zusammen, wel-

che von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 60 in Verbindung mit Art. 59 Abs. 2 lit. b 

ZPO), nach der Praxis der Kammer insbesondere in einem Rechtsmittelverfahren. 

 Zivilprozesse werden im ordentlichen Verfahren geführt (Art. 220 ff. ZPO), 

wenn nicht eine andere Bestimmung greift - hier kommt insbesondere das verein-

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fachte Verfahren in Frage (Art. 243 ff. ZPO). Die zuständige Instanz ist im Kanton 

Zürich im ersten Fall das Kollegium des Bezirksgerichts (§ 19 GOG), im zweiten 

das Einzelgericht (§ 24 lit. a GOG). Die Klage auf Feststellung einer Persönlich-

keitsverletzung ist im Katalog der Ausnahmen nirgends aufgeführt, untersteht da-

her dem ordentlichen Verfahren und fällt in die Kompetenz des Kollegialgerichts. 

Eine Geldforderung bis und mit Fr. 30'000.-- wird im vereinfachten Verfahren 

(Art. 243 abs. 1 ZPO) vom Einzelgericht behandelt. Der angefochtene Entscheid 

spricht zwar "von über Fr. 30'000.--" (E. 2.2 erster Satz), das ist aber offensichtlich 

falsch (vgl. act. 5/2 S. 4: für die Positionen "Mietzinsdifferenz" und "Gratisnacht-

essen" behielt sich der Kläger eine "Nachklage" vor, sie sind also gerade nicht 

Bestandteil der bisherigen Klage). Auf den ersten Blick wären die beiden Teile der 

Klage daher in verschiedenen Verfahren von verschiedenen Instanzen zu behan-

deln (Art. 90 ZPO). Es ist allerdings davon auszugehen, dass das materielle 

Recht, dem das Prozessrecht zu dienen hat, die Behandlung mehrerer auf 

Art. 28a ZGB gestützter Begehren in einem Verfahren verlangt, ebenso wie etwa 

bei den Klagen auf Vaterschaft und Unterhalt (Art. 261 und 279 ZGB) oder bei der 

Scheidung und deren finanziellen Folgen (hier statuiert das Gesetz sogar aus-

drücklich den Entscheid in einem Urteil: Art. 283 ZPO). Das Bundesgericht hat 

den Anwendungsbereich von Art. 90 ZPO zudem neuerdings stark eingeschränkt, 

indem es bei einer Mehrzahl von Geldforderungen ohne falsche dogmatische Be-

denken das Zusammenrechnen der Streitwerte nach Art. 93 ZPO vor dem Ent-

scheid über die Verfahrensart vornimmt (BGE 142 III 788) - die Konstellation ist 

der heute zu beurteilenden ähnlich, und der Entscheid indiziert darum die Zuläs-

sigkeit der Klagenhäufung auch im vorliegenden Fall.  

 In aller Regel ist für das Verfahren und die Zuständigkeit beim Zusammen-

treffen vermögensrechtlicher und nicht vermögensrechtlicher Elemente das zweite  

massgebend. Ganz ausnahmsweise mag der vermögensrechtliche Teil dermas-

sen im Vordergrund stehen, dass auf ihn abzustellen ist (das Bundesgericht be-

hält das vor in  BGer 5A_205/2008 vom 3. September 2008, war aber so weit er-

sichtlich noch mit keinem solchen Fall befasst). Dass das hier zutrifft, ist nicht zu 

sehen - gegenteils ist anzunehmen, dass der Kläger durch den Vorwurf der Er-

pressung wirklich getroffen ist; so verlangt er ja auch, dass ein die Klage gut heis-

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sendes Urteil den Mitgliedern der Beklagten kommuniziert werden soll; im Vor-

dergrund stehen daher die Persönlichkeitsverletzung als solche sowie die mit de-

ren gerichtlicher Feststellung einhergehende reparatorische Wirkung. Die vorlie-

gende Klage ist damit als nicht vermögensrechtlich zu beurteilen, und zwar an-

ders als der angefochtene Entscheid annimmt (E. 2.2), schon in der ursprüngli-

chen Fassung - so wie etwa eine Scheidungsklage auch bei Millionenansprüchen 

aus Güterrecht und Unterhalt nicht aus diesem Grund vermögensrechtlich wird 

(der Vorbehalt von § 5 Abs. 2 GebV OG geht nebenbei gesagt gerade davon aus, 

dass die Sache vermögensrechtlich bleibt). Zuständig ist demnach das Kollegial-

gericht. Dass sich die verfahrensleitende und vorsitzende Richterin in der ange-

fochtenen Verfügung als "Einzelrichterin" bezeichnet, ist ein offenkundiger Irrtum. 

Mit Recht erwägt sie, dass auch die Reduktion einer reinen Geldforderung von 

über auf unter die Schwelle von Fr. 30'000.-- an der Zuständigkeit des Kollegiums 

nichts geändert hätte (zur gleichen Frage unter der alten ZPO OGerZH NE090032 

vom 12. März 2011, ferner Dike-Kommentar ZPO-DIGGELMANN, Art. 91 N. 3), und 

als Kollegialgeschäft war die Sache ursprünglich richtig anhand genommen wor-

den. 

 Damit ist der Argumentation des Klägers, der Streitwert betrage nurmehr 

Fr. 1'000.-- und die mögliche Gebühr resp. der mögliche Vorschuss nur noch 

Fr. 150.--, der Boden entzogen (ganz abgesehen davon, dass die Gebühr bei ei-

nem Streitwert von Fr. 1'000.-- 25%, also Fr. 250.-- beträgt und je nach Aufwand 

verdoppelt werden kann: § 4 GebV OG). Zu prüfen bleibt im Rahmen der richterli-

chen Rechtsanwendung, ob der Vorschuss auch zu hoch ist, wenn man die Sa-

che als nicht vermögensrechtlich einordnet.  

 Im konkreten Fall ist der Rahmen für die dereinst festzusetzende Gerichts-

gebühr (worauf bei der Bemessung des Vorschusses Rücksicht zu nehmen ist) "in 

der Regel Fr. 300.-- bis Fr. 13'000.--" (Art. 5 Abs. 1 GebV OG). Ein Anwendungs-

fall von Art. 5 Abs. 2 GebV OG (Erhöhung der Gebühr bis zum Betrag nach 

Streitwert, wenn zum nicht-Vermögensrechtlichen Vermögensrechtliches hinzu 

tritt) kam und kommt nur schon darum nicht in Frage, weil die eingeklagten Beträ-

ge von Fr. 30'000.-- resp. Fr. 1'000.-- eine Erhöhung über die Fr. 13'000.-- hinaus 

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nicht erlauben würden. Anderseits war und ist es richtig, wenn im sehr weiten 

Rahmen der Gebührenverordnung die Höhe der Forderung als ein Kriterium unter 

mehreren berücksichtigt wird. Bei den ursprünglich neben den nicht vermögens-

rechtlichen Anträgen eingeklagten Fr. 30'000.-- eine Gebühr von Fr. 4'000.-- zu 

prognostizieren und den Vorschuss entsprechend festzusetzen, war ebenso rich-

tig wie die Neufestsetzung auf Fr. 2'000.-- als Folge der Reduktion der Geldforde-

rung auf Fr. 1'000.--. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet und ist ab-

zuweisen. 

 Mit der angefochtenen Verfügung wurde dem Kläger die Frist zum Zahlen 

des Kostenvorschusses als Nachfrist angesetzt, mit der Androhung des Nichtein-

tretens im Säumnisfall. Das ist richtig, wenn eine erste Frist ungenutzt abgelaufen 

ist (Art. 101 Abs. 3 ZPO). Wann diese erste Frist abgelaufen ist, wird im ange-

fochtenen Entscheid nicht erläutert. Der Kläger ficht diese Anordnung allerdings 

nicht an, und er macht auch in der Begründung keine Ausführungen zu dem 

Punkt. Es ist daher nicht weiter darauf einzugehen. 

 Nach der Praxis der Kammer lief die dem Kläger angesetzte (Nach-)Frist 

während des Beschwerdeverfahrens nicht säumniswirksam ab. Sie ist mit diesem 

Entscheid neu anzusetzen. 

 3. Der Kläger unterliegt mit seiner Beschwerde und wird damit grundsätz-

lich kostenpflichtig. Angesichts der Besonderheiten der Sache ist allerdings auf 

Kosten für das Beschwerdeverfahren zu verzichten. Damit wird das Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos. Eine Parteientschädigung ist al-

lerdings ausgangsgemäss nicht zuzusprechen: dem Kläger nicht, weil er unter-

liegt, der Beklagten nicht, weil sie mit der Beschwerde keinen Aufwand hatte.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, so weit darauf eingetreten wird. 

2. Die dem Kläger in der angefochtenen Verfügung angesetzte Frist zum Zah-

len eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- wird ihm neu und unter Be-

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rücksichtigung der Gerichtsferien bis zum 20. August 2018 angesetzt. Im 

Übrigen gelten die Bestimmungen von Dispositiv Ziff. 3 und 4 der angefoch-

tenen Verfügung unverändert.  

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben und wird keine 

Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von act. 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw M. Schnarwiler 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 23. Juli 2018
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, so weit darauf eingetreten wird.
	2. Die dem Kläger in der angefochtenen Verfügung angesetzte Frist zum Zahlen eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- wird ihm neu und unter Berücksichtigung der Gerichtsferien bis zum 20. August 2018 angesetzt. Im Übrigen gelten die Bestimmungen von ...
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben und wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von act. 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...