# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea79d59f-48d9-547c-a4ca-e7a88d0a1163
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 02.07.2021 UV 2021/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2021-6_2021-07-02.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/16

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.01.2022

Entscheiddatum: 02.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2021
Radiologisch objektivierter Meniskusriss nach einem Fussballspiel. Art. 6 
Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfalls im 
Rechtssinne mangels eines überwiegend wahrscheinlichen Nachweises 
eines konkreten, sinnfälligen Geschehens überhaupt und eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors in Bezug auf die in Frage kommenden 
Sachverhalte. Art. 6 Abs. 2 UVG: Erbrachter Gegenbeweis der 
Beschwerdegegnerin einer vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführenden Meniskusschädigung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2021, UV 2021/6).

Entscheid vom 2. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; a.o. 

Gerichtsschreiberin Evelyne Hunziker

Geschäftsnr.

UV 2021/6

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG als Servicetechniker 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit 

Schadenmeldung UVG vom 13. Januar 2020 meldete die Arbeitgeberin der Suva, der 

Versicherte habe sich beim Fussballspielen am 10. Januar 2020 das rechte Knie 

verdreht und eine Verdrehung/Verstauchung erlitten (Suva-act. 1).

A.a. 

Die Erstbehandlung fand ebenfalls am 13. Januar 2020 durch Dr. med. C.___, 

Praktische Ärztin, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Medbase/santémed Gesundheitszentren AG statt. Gemäss dem 

am 28. Januar 2020 bei der Suva eingegangenen Arztzeugnis UVG hatte der 

Versicherte gegenüber Dr. C.___ angegeben, seit einem Fussballspiel am 10. Januar 

2020 eine Schwellung und Schmerzen im rechten Knie verspürt zu haben. Er wisse 

jedoch nicht, ob er sich das Knie verdreht habe oder ob ein Ball angeprallt sei. Unter 

der Rubrik "Allgemeinzustand" hatte Dr. C.___ einen Knorpelschaden Knie links und 

eine Psoriasis aufgeführt. Klinisch hatte Dr. C.___ als Befund am rechten Knie eine 

Flexion/Extension 100-0-0 Grad, eine Schwellung, keine Rötung, einen mässigen 

Erguss und einen Druckschmerz beim medialen Gelenkspalt erhoben. Das vordere 

Kreuzband und die Seitenbänder waren ohne pathologischen Befund gewesen. Mit der 

gleichentags durchgeführten Röntgen-Untersuchung war eine Fraktur am rechten Knie 

ausgeschlossen und der Befund einer etwas medial betonten Gonarthrose mit 

Gelenkspaltverschmälerung erhoben worden (Suva-act. 12). Basierend auf einer am 14. 

A.b. 

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Januar 2020 durch Dr. med. D.___, Radiologie Nordost, Diagnosezentrum E.___, 

durchgeführten MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks (Suva-act. 10) hatte Dr. 

C.___ im Arztzeugnis UVG als Diagnosen eine Chondropathie 4. Grades an der 

lateralen Patellafacette und einen Innenmeniskusriss am rechten Knie erhoben. 

Anlässlich der Erstbehandlung hatte sie dem Versicherten vom 13. bis 18. Januar 2020 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 12, vgl. auch Suva-act. 9). Mit 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 22. Januar 2020 hatte sie diese bis 26. Januar 2021 

verlängert und vom 27. bis 31. Januar 2021 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

(Suva-act. 11-2).

Am 26. Januar 2020 hatte der Versicherte der Suva ausserdem einen Fragebogen 

zu den tatsächlichen Verhältnissen des Ereignisses vom 10. Januar 2020 beantwortet 

(Suva-act. 13).

A.c. 

Am 13. Februar 2020 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

F.___, Facharzt für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, zur Beurteilung ihrer 

Leistungspflicht vor. Gestützt auf die am selben Tag abgegebene kreisärztliche 

Beurteilung, der Schaden am Innenmeniskus des rechten Knies sei degenerativ und 

somit auf Abnutzung zurückzuführen (Suva-act. 16), lehnte es die Suva gegenüber dem 

Versicherten mit formlosem Schreiben, ebenfalls vom 13. Februar 2020, ab, Leistungen 

für die gemeldeten Kniebeschwerden rechts zuzusprechen. Es liege weder ein Unfall 

noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor (Suva-act. 17).

A.d. 

Nachdem der Versicherte am 8. April 2020 der Suva telefonisch mitgeteilt hatte, 

dass er mit der Ablehnung vom 13. Februar 2020 nicht einverstanden sei (Suva-act. 

23), und Dr. C.___ die Suva im Namen des Versicherten mit Schreiben vom 28. April 

2020 um eine nochmalige Prüfung ihrer Leistungspflicht ersucht hatte (Suva-act. 24), 

hielt letztere nach Einholung einer weiteren kreisärztlichen Beurteilung von Dr. F.___ 

vom 30. April 2020 (Suva-act. 25) mit formlosem Schreiben vom selben Tag an ihrer 

Leistungsablehnung fest (Suva-act. 26).

A.e. 

Mit Schreiben vom 11. Juni 2020 äusserte sich Dr. C.___ erneut zugunsten des 

Versicherten zum Vorfall vom 10. Januar 2020 (Suva-act. 28), worauf die Suva die 

Leistungsablehnung mit Verfügung vom 17. Juni 2020 bestätigte (Suva-act. 29).

A.f. 

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B.  

C.  

Erwägungen

1.  

Gegen die Verfügung vom 17. Juni 2020 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 

30. Juni 2020 Einsprache (Suva-act. 35-1).

B.a. 

Nach der Einholung einer ausführlichen kreisärztlichen Beurteilung von Dr. F.___ 

(Suva-act. 37) wies die Suva die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 14. 

Dezember 2020 ab (Suva-act. 45).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 26. Januar 2021 (Datum Postaufgabe) und unter 

Bezugnahme auf eine am 27. März 2020 an die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) gesandte E-Mail betreffend "Antrag zur Neubeurteilung (…)" 

"Einsprache" (richtig: Beschwerde; act. G 1).

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2021 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf einzutreten sei 

(act. G 3).

C.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 4 f.).C.c. 

In formeller Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 

Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdeschrift genüge den 

Mindestanforderungen an die Begründungspflicht von Art. 61 lit. b des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) nicht. Der Beschwerdeführer beschränke sich weitgehend auf einen Verweis auf 

die an sie gerichtete E-Mail vom 27. März 2020, ohne sich mit den Erwägungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid auseinanderzusetzen und mit sachbezogener 

Begründung anzugeben, in welchen Punkten und aus welchen Gründen der 

Einspracheentscheid angefochten werde (act. G 3, S. 2 Ziff. 5).

1.1. 

Gemäss Art. 61 lit. b ATSG muss die Beschwerde eine gedrängte Darstellung des 

Sachverhalts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten. Genügt sie 

1.2. 

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2.

In materieller Hinsicht ist streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht für das von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers mit der 

Schadenmeldung UVG vom 13. Januar 2020 gemeldete Ereignis vom 10. Januar 2020 

bzw. für den Knieschaden rechts zu Recht verneint hat.

diesen Anforderungen nicht, so setzt das Versicherungsgericht der 

beschwerdeführenden Person eine angemessene Frist zur Verbesserung und verbindet 

damit die Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird. An die 

Begründung der Beschwerde sind keine allzu strengen Anforderungen zu stellen. Das 

gilt in besonderem Mass für Laienbeschwerden, bei welchen die Hürden niedrig 

anzusetzen sind (Urteile des Bundesgerichts vom 6. März 2018, 2C_216/2018, E. 3.1, 

und 10. Juli 2003, 2A.603/2002, E. 2; Bollinger Susanne, N 28 zu Art. 61, in: Ghislaine 

Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/ Kurt Pärli [Hrsg.], Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK ATSG]).

Die vorliegend zu beurteilende Beschwerdeeingabe enthält zwar keine 

umfassenden materiellen Ausführungen, doch verweist der Beschwerdeführer darin auf 

eine E-Mail vom 27. März 2020, in welcher er sich gegenüber der Beschwerdegegnerin 

zumindest sachbezogen mit deren Leistungsablehnung auseinandergesetzt hatte. Mit 

seinen Ausführungen bezüglich Gesundheitskosten bzw. Kostenbewusstsein und 

Einkommenssituation geht der Beschwerdeführer zwar nicht die vorliegenden 

Rechtsfragen an, doch ist auch nicht erforderlich, dass die Begründung zutrifft (BGE 

123 V 335 E. 1a, 118 Ib 134 E. 2). Aus der vorliegenden Beschwerdebegründung bzw. 

der obgenannten E-Mail ist jedenfalls genügend klar erkennbar, dass der 

Beschwerdeführer eine erneute Prüfung seiner Ansprüche gegenüber der 

Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der Knieproblematik rechts wünscht, 

dass er das Ereignis vom 10. Januar 2020 im Unterschied zur Beschwerdegegnerin als 

Unfall betrachtet und deren Leistungsablehnung unter anderem deshalb nicht 

nachvollziehen kann, weil er vor dem Fussballspiel am 10. Januar 2020 gemäss seinen 

Angaben beschwerdefrei gewesen sei (vgl. dazu BSK ATSG-Bollinger, N 30 zu Art. 61; 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 89 zu Art. 61). Insgesamt und unter 

Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschwerdeführer nicht von einer 

rechtskundigen Person vertreten war, genügen seine Ausführungen den an eine 

Beschwerde gestellten Mindestanforderungen. Entsprechend ist auf die Beschwerde 

einzutreten.

1.3. 

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3.  

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

3.1. 

Als Unfall gilt nach Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder 

den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit 

nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne 

Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor 

allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat (BGE 112 V 202 

f. E. 1). Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet und nach einem objektiven 

Massstab nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich 

alltäglich und üblich ist (BGE 134 V 76 E. 4.1). Ob dies zutrifft, beurteilt sich im 

Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (André 

Nabold, N 22 zu Art. 6, in Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Hofer Irene, N 32 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; BGE 134 V 76 E. 4.1 und 129 V 404 

E. 2.1; je mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei unkoordinierten Bewegungen ist das 

Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter 

Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ 

beeinflusst hat, was beispielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, 

ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 

verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht. 

Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt (BGE 130 V 

118 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2; je mit 

Hinweisen).

3.2. 

Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 mit Hinweis). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn 

dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 

3.3. 

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1992 Nr. U 156 S. 258). Wenn sich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko 

einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist 

auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 

Ausführung sich aber in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 

185 E. 4.4).

Praxisgemäss sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens von der 

leistungsansprechenden Person glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es 

nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein 

Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen 

wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht 

werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die 

Umstände des Ereignisses ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise 

abzuklären. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen 

Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 29 mit Hinweisen; BSK 

UVG-Hofer, N 9 ff. zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 9 zu Art. 6). Das Gericht stellt auf 

jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 

die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu BGE 115 V 142 f. E. 8b; Thomas Locher/ 

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.: 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Sozialversicherungsrecht, die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht). Wird auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses 

nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erstellt, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch 

erhebenden Person auswirkt (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 29; Kieser, a.a.O., N 70 

f. zu Art. 43; Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 56 f.). Bei sich widersprechenden Angaben 

der versicherten Person über den Ereignishergang kann praxisgemäss auf die 

Beweismaxime abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der 

ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darlegungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die 

versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die 

sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen, die 

sie nach einer Ablehnungsmitteilung oder -verfügung des Versicherers getan hat (BGE 

121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 29 f.). Die Anwendbarkeit 

dieser Beweismaxime setzt allerdings voraus, dass die Aussage präzise und vollständig 

3.4. 

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4.  

aufgezeichnet worden ist (Anna Katharina Pantli/Ueli Kieser/Volker Pribnow, Die 

"Aussage der ersten Stunde" im Schadensausgleichsrecht - und die Mangelhaftigkeit 

ihrer Aufzeichnung, AJP 2000/10, S. 1200 ff.).

Die detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse durch den 

Unfallversicherer erfolgt oft mittels Frageblättern. Im Vordergrund stehen entsprechend 

Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden 

Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen 

Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er dem 

Untersuchungsgrundsatz bzw. seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich 

nachgekommen und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte 

Person einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als 

Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung 

erwähnt bzw. bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt. Der Unfallversicherer ist 

nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur 

weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 4).

3.5. 

Zu prüfen ist zunächst, ob sich am 10. Januar 2020 mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ein Unfall ereignet hat und dabei insbesondere, ob im Sinne der 

Legaldefinition des Unfalls gemäss Art. 4 ATSG vom Vorhandensein eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors ausgegangen werden kann.

4.1. 

Gemäss der von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers am 13. Januar 2020 

eingereichten Schadenmeldung UVG hat sich dieser am 10. Januar 2020 beim 

Fussballspielen das rechte Knie verdreht und eine Verdrehung/Verstauchung erlitten 

(Suva-act. 1). Nach Eingang der Schadenmeldung UVG hat die Beschwerdegegnerin 

den Sachverhalt mit einem Fragebogen detailliert erhoben (Suva-act. 13). Darin 

schilderte der Beschwerdeführer am 26. Januar 2020 ein "Verdrehen oder Schlag auf 

Knie beim Fussballspielen in der Turnhalle". Er habe seit dem 10. Januar 2020 

Beschwerden. Er spiele seit Jahren in der Halle Fussball, worauf der Schaden 

zurückzuführen sei. Auf die konkrete Frage, wann sich Beschwerden bemerkbar 

gemacht hätten, gab der Beschwerdeführer den 11. Januar 2020 an. Gegenüber der 

erstbehandelnden Ärztin hatte der Beschwerdeführer gemäss Arztzeugnis UVG am 13. 

Januar 2020 angegeben, seit einem Fussballspiel am 10. Januar 2020 eine Schwellung 

und Schmerzen im rechten Kniegelenk verspürt zu haben. Ob er sich das Bein verdreht 

4.2. 

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habe oder ein Ball angeprallt sei, wisse er nicht (Suva-act. 12). In den obgenannten 

Sachverhaltsschilderungen wird zunächst übereinstimmend von einer Verdrehung des 

rechten Knies gesprochen. Im Fragebogen sowie im Arztzeugnis UVG, nicht jedoch in 

der Schadenmeldung UVG, wurde ausserdem ein Anprall bzw. Schlag beschrieben. In 

ihrem Schreiben vom 11. Juni 2020 an die Beschwerdegegnerin schilderte Dr. C.___ 

zugunsten des Beschwerdeführers, dass ein Ball gegen das betroffene Knie geprallt sei 

"und" eine Verdrehung des Knies stattgefunden habe. Sie bestätigte jedoch in 

Übereinstimmung mit der Eintragung im Arztzeugnis UVG erneut, dass der 

Beschwerdeführer aber nicht wisse, welches Unfallereignis (Anprall oder Distorsion) zu 

den Schmerzen geführt habe (Suva-act. 28). Auch im Fragebogen wurden das 

Verdrehen und der Schlag alternativ ("oder") erwähnt. Vor diesem Hintergrund ist zu 

sagen, dass sich die kurzen Angaben zum Ereignishergang zwar grundsätzlich 

inhaltlich decken, jedoch davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer selbst 

nicht genau weiss, welches Ereignis die Kniebeschwerden ausgelöst hat, und folglich 

zwei Sachverhaltsvarianten (Verdrehung und Anprall) möglich sind. Damit ist dem im 

Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nicht genüge getan (vgl. Erwägung 3.4).

Ob am 10. Januar 2020 eine Verdrehung oder ein Anprall stattgefunden hat, ist 

letztlich jedoch insofern nicht von Bedeutung, als in Bezug auf beide Sachverhalte das 

Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt wäre.

4.3. 

Der Beschwerdeführer vermag die von ihm auf das Fussballspielen an besagtem 

Tag zurückgeführten Kniebeschwerden rechts weder einer bestimmten 

Körperbewegung noch einer Spielsequenz und damit keinem einzelnen Ereignis 

zuzuordnen (vgl. Erwägung 3.2). Ein Fussballspiel besteht aus ständigen Abfolgen 

alltäglicher Bewegungen wie Laufen, Springen, Drehungen, Richtungs- und 

Tempowechseln und dergleichen, aber auch aus üblichen Einwirkungen auf den Körper 

infolge von Ballberührungen und Berührungen mit Gegenspielern. Damit eine 

körpereigene Bewegung das gemäss Art. 4 ATSG erforderliche Tatbestandsmerkmal 

der Ungewöhnlichkeit erfüllt, muss sie zusätzlich eindeutig programmwidrig sein. Eine 

programmwidrige oder sinnfällige Störung (wie bspw. ein Ausgleiten, Sturz, Misstritt, 

etc.) wurde allerdings vom Beschwerdeführer im Fragebogen nicht angegeben. Auch 

die äussere Einwirkung durch einen Ball oder einen Gegenspieler, welche einem Schlag 

bzw. Anprall entsprechen könnte, wurde von ihm im Fragebogen nicht explizit genannt. 

Die Frage, ob sich während des Fussballspiels etwas Besonderes ereignet habe, wurde 

von ihm ausdrücklich verneint und er erklärte zudem, dass er ein Knieverdrehen und 

Schläge beim Fussballspielen als üblich erachte. Solches sei über die Jahre immer 

4.3.1. 

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5.  

wieder vorgekommen (vgl. Suva-act. 12 f., 28). Zusammenfassend ist mithin 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer kein konkretes, sinnfälliges Geschehen mit 

namhaften Daten beschreiben konnte, aufgrund dessen man sich über die Umstände 

des Vorfalls ein bestimmtes Bild machen könnte (vgl. Erwägung 3.4). Bereits deshalb 

ist ein ungewöhnlicher äusserer Faktor nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

Die Begriffe Verdrehung, Verstauchung, Schlag und Anprall implizieren sodann 

zwar ein traumatisches Geschehen bzw. eine traumatische Verletzung. Gerade 

Verdrehungen und Verstauchungen, aber auch Schläge und ein Anprall, zeichnen sich 

erfahrungsgemäss durch unterschiedliche Schweregrade aus und können auch nur 

geringfügige Traumen darstellen (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl., 2002, S. 1097; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgericht [EVG] vom 30. August 2001, U 277/99). Der medizinische Begriff 

des Traumas deckt sich nicht mit dem Unfallbegriff. Ein traumatisches Ereignis 

schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem 

eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter der 

Ungewöhnlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar 2000, U 236/98, E. 2.d). Eine 

Verdrehung und Verstauchung sowie ein Schlag und ein Anprall können mithin nicht in 

jedem Fall einem Unfall mit unphysiologischer, programmwidriger Beanspruchung 

eines Körperteils bzw. einer Einwirkung auf einen Körperteil im Sinne eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors entsprechen. Fussball ist bekanntermassen eine 

Sportart, bei welcher der Körper, einschliesslich der Kniegelenke, beansprucht und 

belastet wird. Wie bereits erwähnt, betrachtet auch der Beschwerdeführer 

Knieverdrehungen und Schläge als beim Fussball üblich (vgl. Suva-act. 13). Für eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung 

mit Art. 4 ATSG kann nicht jedes Geschehen - jede Bewegung des Körpers und jede 

Einwirkung auf diesen - genügen, sondern es muss eben ein Unfallereignis vorliegen. 

Im vorliegenden Fall ist es - wie dargelegt - nicht möglich, mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszumachen, dass ein ungewöhnlicher Faktor auf 

den Körper des Beschwerdeführers eingewirkt hat. Es liegt demnach kein Unfall im 

Rechtssinne vor.

4.3.2. 

Nachdem festgestellt worden ist, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung aus Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG 

hat, bleibt zu prüfen, ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aufgrund einer 

Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG besteht.

5.1. 

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Auch wenn der Unfallbegriff nicht erfüllt ist, erbringt die Unfallversicherung nach 

Art. 6 Abs. 2 UVG (in der ab 1. Januar 2017 geltenden Fassung) Leistungen beim 

Vorliegen folgender, abschliessend aufgelisteter Körperschädigungen (vgl. dazu KOSS 

UVG-Nabold, N 42 zu Art. 6), sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen sind: a. Knochenbrüche, b. Verrenkungen von Gelenken; c. 

Meniskusrisse; d. Muskelrisse, e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. 

Trommelfellverletzungen. Mit Art. 6 Abs. 2 lit. a bis h UVG wird die gesetzliche 

(Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der Unfallversicherer bei erfüllter 

Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht 

befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschädigung vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 64 ff. E. 8.2.2; Evalotta 

Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, das Beispiel des 

Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 358; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste 

Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in: SZS 2017 S. 33). Der 

Gegenbeweis gilt gemäss der Rechtsprechung als erbracht, wenn die Listendiagnose 

zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung beruht (BGE 146 V 64 E. 8.2.2.1 mit 

Hinweisen).

5.2. 

Zur Feststellung bzw. Beurteilung der medizinischen Verhältnisse - dem 

Vorhandensein einer Listenverletzung sowie der Tatfrage, ob die Schädigung 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist - ist die 

rechtsanwendende Behörde auf eine sorgfältige Abklärung angewiesen, worin sich die 

Mediziner zum Gesundheitsschaden sowie zu den Wirkanteilen äussern müssen (vgl. 

BGE 146 V 69 f. E. 8.6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 58 f. zu Art. 6; Samuelsson, a.a.O., 

S. 343, 357 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 84). Das Gericht hat die medizinischen 

Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; vgl. dazu auch Kieser, a.a.O., N 61 ff. zu Art. 43, 

N 130 zu Art. 61; Locher/ Gächter, a.a.O., § 76 N 25 ff.), d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 

bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel unabhängig davon, 

von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden 

medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 

Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 

nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/16

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6.  

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351, E. 3a mit Hinweis auf 122 V 157). Insofern kann 

rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen 

während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, 

Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann jedoch nicht abgestellt 

werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 

E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4, 4.6 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 

8C_385/2014, E. 4.2.2). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine 

Aktenbeurteilungen, wie sie vorliegend von Dr. F.___ erstellt wurden (Suva-act. 16, 37) 

beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit einer 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 

2017, 8C_780/2016, E. 6.1, und 11. Januar 2007, U 224/06, E. 3.5 mit Hinweisen). 

Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formell-rechtlichen Gründe gegen 

den Einbezug der ärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. F.___ (Suva-act. 16, 37). Ob 

letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiell-

rechtlichen Beurteilung und Beweiswürdigung zu prüfen.

Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer in der am 14. 

Januar 2020 durch Dr. D.___ durchgeführten MRT-Untersuchung des rechten 

Kniegelenks ein ausgedehnter undislozierter horizontaler Riss im Innenmeniskuscorpus 

und -hinterhorn, bis in die Hinterhornwurzel einstrahlend, erhoben wurde (Suva-act. 10; 

vgl. dazu auch Suva-act. 37-3) und somit grundsätzlich die Listendiagnose eines 

Meniskusrisses (Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG) gegeben ist. Suva-Kreisarzt Dr. F.___ geht 

jedoch in seinen Aktenbeurteilungen vom 13. Februar und 21. September 2020, auf 

welche sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht bei ihrer 

Leistungsablehnung abstützt, von einem vorwiegend auf Abnützung 

zurückzuführenden Meniskusriss aus (Suva-act. 16, 37).

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/16

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Dr. F.___ (Suva-act. 37) weist zunächst aktengetreu darauf hin, dass der 

Beschwerdeführer laut Angaben im Fragebogen vom 26. Januar 2020 (Suva-act. 13) 

am 10. Januar 2020 nach einem Fussballspiel in der Halle Schmerzen im rechten 

Kniegelenk verspürt habe, ohne dass laut seinen eigenen Angaben etwas Besonderes 

wie ein Ausgleiten, ein Sturz oder ein Anschlagen passiert sei. Vielmehr habe er 

festgehalten, dass er Knieverdrehen und Schläge als üblich beim Fussball erachte und 

dies immer wieder über die Jahre, seit er Fussball in der Halle spiele, vorkomme, 

worauf er seine Körperschädigung am rechten Kniegelenk zurückführe. Zum 

Rückschluss des Beschwerdeführers fügt Dr. F.___ sodann überzeugend an, dass 

dieser aus medizinischer Sicht durchaus als korrekt zu beurteilen sei, da nicht nur aus 

der Sportmedizin, Orthopädie und Traumatologie bekannt sei, dass kniebelastende 

Sportausübung gerade beim Fussball im Langzeitverlauf zur vorzeitigen Abnützung und 

Schädigung des Innenmeniskus führe. Zwar spricht Dr. F.___ mit seinen 

Sachverhaltsbeispielen - Ausgleiten, Sturz oder Anschlagen - das bei einer 

Leistungspflicht des Unfallversicherers bei Unfällen gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG in 

Verbindung mit Art. 4 ATSG vorausgesetzte Tatbestandselement des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auf den menschlichen Körper an, welches beim Tatbestand der 

unfallähnlichen Körperschädigung im Sinn von Art. 6 Abs. 2 UVG nicht verlangt ist (vgl. 

BSK UVG-Hofer, N 56 zu Art. 6). Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 

Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich allerdings auch nach der am 1. Januar 

2017 in Kraft getretenen UVG-Revision die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom 

Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der 

abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 

letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit bleibt auch beim 

Vorliegen einer Listendiagnose die Frage nach einem initialen erinnerlichen und 

benennbaren Ereignis - nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung als zeitlicher 

Anknüpfungspunkt für Fragen der Versicherungsdeckung oder Zuständigkeit des 

Unfallversicherers - relevant (zum Ganzen BGE 146 V 69 f. E. 8.6 mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2019, 8C_267/2019, E. 6 mit Hinweisen). Lässt 

sich - wie im konkreten Fall (vgl. Erwägung 4.3) - kein auslösendes Ereignis erheben, 

so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des 

Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu 

beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage 

stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

September 2019, 8C_22/2019, E. 8.6 mit Hinweisen). Angesichts des Gesagten liegt 

damit bereits ein Ursachenelement vor, welches für Abnützung spricht.

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/16

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Dr. F.___ (Suva-act. 37) betrachtet sodann bei der Beurteilung der vorliegenden 

Frage naheliegend den im Rahmen der MRT-Untersuchung vom 14. Januar 2020 (vgl. 

Suva-act. 10) erhobenen allgemeinen Gesundheitszustand des rechten Kniegelenks 

des Beschwerdeführers. Er weist diesbezüglich auf den MRT-Befund eines mit dem 

Meniskusschaden zusätzlich bereits bestehenden Meniskusganglions hin, welches er in 

Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur schlüssig und überzeugend als 

Sekundärbefund einer chronischen, langsam fortschreitenden 

Innenmeniskusschädigung bezeichnet, passend auch zum bereits bei der 

Erstbehandlung am 13. Januar 2020 erhobenen degenerativen Röntgenbefund einer 

"medial betonten" Gonarthrose mit Gelenkspaltverschmälerung (Suva-act. 12; vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 124, 

579 ff., 1057, 1067 f., 1088; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 

152, 1146; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 134; Leitlinien der Orthopädie, 

Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 

dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. 2002, S. 53). Die 

Korpelausdünnung und Abnutzung (fokale Chondropathie Grad IV mit tiefreichendem 

Knorpelriss an der lateralen Patellafacette) zeigte sich zwar laut MRT-

Untersuchungsbericht vom 14. Januar 2020 nicht im medialen Kompartiment, sondern 

femoropatellär (Suva-act. 10; vgl. auch die Diagnose in Suva-act. 12). Dessen 

ungeachtet sind jedoch die vorgenannten Befunde, wie auch die Knorpelfibrillationen 

im medialen sowie lateralen Kompartiment (vgl. dazu Debrunner, S. 123) als Hinweis 

auf eine umfassende degenerative Problematik im Bereich des rechten Kniegelenks 

des Beschwerdeführers zu werten. Bei Vorliegen einer solchen ist die Beurteilung von 

Dr. F.___ einer überwiegend wahrscheinlich abnutzungsbedingten 

Meniskusschädigung insofern überzeugend, als im Bereich eines Körperteils die 

Herauslösung eines einzigen Gesundheitsschadens und dessen Betrachtung als 

unabhängiger, traumatisch bedingter Gesundheitsschaden ohne konkreten Grund kein 

nachvollziehbares Ergebnis darstellt. Dr. F.___ sprach im Zusammenhang mit der 

vorzeitigen Abnutzung beim kniebelastenden Fussball gerade auch den beim 

Beschwerdeführer geschädigten Innenmeniskus an (vgl. Erwägung 6.2), der gemäss 

medizinischer Literatur viel häufiger von Degeneration betroffen ist als der äussere (vgl. 

Debrunner, a.a.O., S: 1057). Die Feststellungen von Dr. F.___ in Bezug auf die 

Gesamtsituation des rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers überzeugen mithin 

und sind als weiteres bedeutsames Indiz für eine vorwiegend auf Abnützung 

zurückführende Meniskusschädigung zu sehen. Auch Dr. D.___ ging offensichtlich laut 

MRT-Untersuchungsbericht vom 14. Januar 2020 von einem degenerativ 

imponierenden Riss im Innenmeniskuskorpus und -hinterhorn aus (Suva-act. 10). In 

Übereinstimmung mit den Ausführungen von Dr. F.___ bleibt sodann anzumerken, dass 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/16

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mit dem Ausdruck "Riss" nicht ohne Weiteres eine Traumarelevanz zu verbinden ist 

(vgl. Debrunner, a.a.O., S. 724 f., S. 728 ff., S. 1056; Pschyrembel, a.a.O., S. 1576; 

Roche Lexikon, a.a.O., S. 1623 "Ruptur").

Ein zusätzlich passendes Indiz für eine degenerative bzw. abnutzungsbedingte 

Meniskusschädigung bildet laut Dr. F.___ (Suva-act. 16) sodann der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer offensichtlich auch im Bereich des linken Kniegelenks Degenera­

tionen aufweist und entsprechende Beschwerden hatte. Medizinische Akten dazu 

liegen zwar nicht vor. Dr. C.___ vermerkte jedoch im Arztzeugnis UVG unter der Rubrik 

"Allgemeinzustand" einen Korpelschaden am linken Knie (Suva-act. 12) und Dr. D.___ 

stellte im MRT-Untersuchungsbericht vom 14. Januar 2020 fest, dass die 

Chondropathie IV. Grades an der lateralen Patellafacette rechts von der Lokalisation 

ähnlich der kontralateralen linken Seite 2017 sei (Suva-act. 10). Es überzeugt, dass bei 

paarigen Körperteilen beidseitig übereinstimmend bestehende 

Gesundheitsschädigungen auf eine grundsätzliche, allenfalls sportbedingte, chronische 

Überlastung oder denkbar auch auf eine konstitutionelle Prädisposition hinweisen und 

die Annahme einer traumatischen Verursachung nur auf einer Körperseite - zumindest 

ohne nachgewiesenes Trauma - weniger wahrscheinlich erscheint. Dass sich dabei der 

Verlauf in beiden Kniegelenken nicht genau gleich darstellen muss, und vielleicht nur in 

einem Gelenk bereits auch eine Meniskusschädigung vorliegt, ist insofern nicht 

ausgeschlossen, als nicht beide Körperseiten genau gleich beansprucht werden.

6.4. 

Der alleinige Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich vor dem 10. Januar 

2020 vollständig beschwerdefrei gewesen sei (vgl. dazu Beschwerdeführer in der 

Beschwerde vom 26. Januar 2021 [act. G 1] und Dr. C.___ in ihrem Schreiben vom 11. 

Juni 2020 [act. G 1.9]), kann - wie von Dr. F.___ (Suva-act. 37) ebenfalls festgestellt - in 

der Gesamtbetrachtung nicht als stichhaltiges Indiz gegen einen degenerativen und für 

einen traumatischen Meniskusschaden betrachtet werden. Der zeitliche Aspekt allein 

reicht nicht aus, um von einer traumatischen Schädigung auszugehen. Andernfalls 

würde man sich mit dem blossen Anschein eines Beweises bzw. mit der blossen 

Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung 

schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (vgl. dazu 

die beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc" z.B. in Kieser, 

a.a.O., N 96 zu Art. 4; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

1989, S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 113, S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; 

BGE 119 V 340 E. 2b/bb). In diesem Zusammenhang fügt Dr. F.___ schliesslich 

überzeugend und in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur hinzu, dass sich 

chronische bzw. degenerative Erkrankungen langsam entwickeln würden, was auch 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/16

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7.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 14. Dezember 

2020 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Einsprache abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f  ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

 

erkläre, dass sie langdauernd und vielfach über Jahre ohne jegliche Beschwerden oder 

Symptome fortschreiten würden, bis erstmals Beschwerden auftreten würden (vgl. 

Debrunner, a.a.O., S. 586, 728 ff.). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass angesichts 

der Ausführungen in den Erwägungen 6.1 bis 6.5 keine begründeten Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als 

massgeblich erachteten umfassenden kreisärztlichen Beurteilung von Dr. F.___ vom 21. 

September 2020 (Suva-act. 37) und der Kurzbeurteilung vom 13. Februar 2020 (Suva-

act. 16) bestehen. Bei diesem Beweisergebnis kann mithin auch in materieller Hinsicht 

auf die Beurteilungen abgestellt werden. Die Beschwerdegegnerin vermochte darzutun, 

dass die erstmals mit MRT vom 14. Januar 2020 diagnostizierte (Suva-act. 10) 

Innenmeniskusschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen 

ist. Die Beschwerdegegnerin hat damit auch ihre Leistungspflicht gestützt auf eine 

Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG zu Recht verneint. Die Ausführungen 

von Dr. C.___ in ihren Schreiben vom 28. April und 11. Juni 2020 (act. G 1.9 f.) 

vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Wie sich aus den Erwägungen 4.3, 

6.2 und 6.5 ergibt, vermögen ihre Einwände nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine traumatisch bedingte Meniskusschädigung 

nachzuweisen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2021
	Radiologisch objektivierter Meniskusriss nach einem Fussballspiel. Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfalls im Rechtssinne mangels eines überwiegend wahrscheinlichen Nachweises eines konkreten, sinnfälligen Geschehens überhaupt und eines ungewöhnlichen äusseren Faktors in Bezug auf die in Frage kommenden Sachverhalte. Art. 6 Abs. 2 UVG: Erbrachter Gegenbeweis der Beschwerdegegnerin einer vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführenden Meniskusschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2021, UV 2021/6).

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