# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 336fb92c-ce55-55fa-a35a-03630199504f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2025 E-4248/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4248-2025_2025-10-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-4248/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Esther Marti; 

Gerichtsschreiber Nicholas Swain. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 14. Mai 2025 / N (…). 

 

 

 

E-4248/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein Kurde mit letztem Wohnort in B._______, stellte 

am 8. Juni 2023 zusammen mit seinem Partner in der Schweiz ein Asyl-

gesuch. Das SEM führte am 11. August 2023 seine Anhörung zu den Asyl-

gründen durch. Am 17. August 2023 erfolgte die Zuteilung des Asylge-

suchs in das erweiterte Verfahren. 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch im Wesentlichen 

damit, dass er homosexuell sei und seit dem Jahr 2020 in einer Liebesbe-

ziehung zu C._______ (E-4251/2025 / N […]) stehe. Er sei deswegen von 

seiner grossen Verwandtschaft ausgegrenzt und von mehreren Angehöri-

gen der Familie auch mit dem Tod bedroht worden. Ausserdem habe er 

Gewalt durch Fremde erlebt und sei von ihnen verschiedentlich zur Been-

digung seiner homosexuellen Beziehung aufgefordert worden. Nach einem 

tätlichen Angriff auf sie beide durch Unbekannte in B._______ habe er er-

folglos versucht, eine Anzeige auf der Polizeiwache einzureichen.  

Er gehöre einem grossen kurdischen Familienclan an und habe befürchtet, 

von einem Verwandten getötet zu werden. Aus diesem Grund habe er die 

Türkei Anfang Juni 2023 verlassen und sei auf dem Luftweg nach Bosnien 

und Herzegowina und von dort aus weiter in die Schweiz gereist. Aufgrund 

der traumatischen Ereignisse im Heimatstaat stottere er nun.  

B.b Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer neben Ko-

pien seiner Identitätspapiere Fotografien und Videos zu den Akten, die ihn 

und C._______ als Paar abbilden. 

C.  

C.a Mit Verfügung vom 14. Mai 2025 (eröffnet am selben Tag) stellte das 

SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht; 

es lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an.  

C.b Am gleichen Tag wurde auch das Asylgesuch des Partners des Be-

schwerdeführers vom SEM abgewiesen. 

D.  

Mit Eingabe vom 12. Juni 2025 (Datum der Postaufgabe) erhob der Be-

schwerdeführer – gleich wie, mit separatem Rechtsmittel, sein Partner – 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen seinen Asylentscheid. 

E-4248/2025 

Seite 3 

Er beantragte inhaltlich die Aufhebung dieser Verfügung, die Anerkennung 

seiner Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung des Asyls; eventualiter 

seien Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest-

zustellen und sei seine vorläufige Aufnahme anzuordnen.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 13. Juni 2025 stellte der Instruktionsrichter 

fest, dass der Beschwerdeführer den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten dürfe, und forderte ihn dazu auf, bis zum 30. Juni 2025 

einen Kostenvorschuss zu leisten. 

F.  

Der Kostenvorschuss wurde am 17. Juni 2025 überwiesen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten, nachdem auch der einverlangte 

Kostenvorschuss fristgerecht überwiesen worden ist. 

  

E-4248/2025 

Seite 4 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Das SEM begründete die Ablehnung des Asylgesuchs – unter Hinweis 

auf die entsprechende Praxis des Bundesverwaltungsgerichts – im  

Wesentlichen damit, die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe 

würden den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht genügen 

(verfügbarer behördlicher Schutz vor Nachstellungen Dritter, zumutbare  

innerstaatliche Flucht- respektive Schutzalternative). 

E-4248/2025 

Seite 5 

5.2 In seinem Rechtsmittel wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass er 

in der Türkei wegen seiner sexuellen Orientierung wiederholt Diskriminie-

rung, sozialer Ausgrenzung, Gewaltdrohungen und familiärem Druck aus-

gesetzt gewesen sei. In der türkischen Gesellschaft herrsche eine weit-

verbreitete Intoleranz gegenüber LGBT+-Personen. Die Todesdrohungen 

seien ernst zu nehmen und ein normales, sicheres Leben sei unter diesen 

Umständen in der Türkei nicht mehr möglich gewesen. Aufgrund seiner 

ethnischen Identität als Kurde und der Zugehörigkeit zu einer grossen kur-

dischen Stammesstruktur sei er nach Bekanntwerden seiner Homosexua-

lität nicht nur ausgeschlossen, sondern wegen sogenannter "Ehrverlet-

zung" gezielt bedroht worden. Eine Rückkehr in die Türkei wäre für ihn mit 

konkreter Lebensgefahr verbunden, weil die türkischen Behörden ihm kei-

nen ausreichenden Schutz bieten könnten oder wollten. Auch seine In-

tegration in der Schweiz spreche dagegen, ihn zurückzuschicken. 

6.  

6.1 Das SEM hat die Asylvorbringen des Beschwerdeführers mit aus- 

führlicher und zutreffender Begründung als asylrechtlich nicht relevant  

qualifiziert. Es kann vorweg auf diese Ausführungen in der vorinstanzlichen 

Verfügung verwiesen werden.  

6.2  

6.2.1 In der Tat geht das Bundesverwaltungsgericht auch in seiner aktuel-

len Praxis nicht von einer kollektiven Verfolgung homosexueller Personen 

aus der Türkei aus (vgl. etwa die Urteile des BVGer E-4594/2025 vom 

17. September 2025 E. 7.1, E-6369/2025 vom 11. September 2025 E. 7.2 

oder D-1690/2025 vom 15. Mai 2025 E. 7.2, je m.w.H.). Homosexualität ist 

in der Türkei nicht strafbar und es ist – trotz teilweiser homophober Ten-

denzen, namentlich in ruralen Gegenden – nicht von einer generellen Ver-

folgung oder Schutzlosigkeit von Homosexuellen auszugehen: In den tür-

kischen Grossstädten, namentlich in Istanbul, Ankara oder Izmir, bestehen 

grosse und aktive homosexuelle Gemeinschaften sowie entsprechende 

Anlaufstellen, die Beratung und psychologische sowie rechtliche Unterstüt-

zung anbieten (vgl. BVGer E-1788/2024 vom 10. Mai 2024 E. 7.2,  

D-608/2024 vom 13. Februar 2024 E. 7.2). 

6.2.2 Damit wäre es dem erwachsenen, gut ausgebildeten und schon 

lange in verschiedensten Branchen berufstätigen Beschwerdeführer (vgl. 

SEM-act. 15/16 ad F42 ff.) möglich und zuzumuten, seine Homosexualität 

in einer dieser Grossstädte zu leben, beispielsweise in D._______, wo er 

geboren worden war und als Erwachsener bereits einige Zeit gelebt hatte 

(vgl. a.a.O. ad F19 f., F36 ff.).  

E-4248/2025 

Seite 6 

6.2.3 Soweit der Beschwerdeführer befürchtet, wegen seiner Homosexua-

lität Nachteile aus seinem familiären Umfeld zu erfahren, ist zunächst fest-

zuhalten, dass die angeblichen Drohungen in den Jahren vor der Ausreise 

nie wahrgemacht worden sind. Zudem könnte er auch allfälligen solchen 

Verfolgungshandlungen durch erneute Wohnsitznahme in D._______ oder 

in einer anderen Grossstadt durchaus innerstaatlich entgehen (vgl. hierzu 

angefochtene Verfügung S. 4).  

6.2.4 Das aufgrund seiner Homosexualität angeblich entstandene Zerwürf-

nis mit der Familie, vermag – so bedauerlich diese Situation ist – flücht-

lingsrechtlich keine Relevanz zu entfalten.  

6.2.5 Schliesslich ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der türkische 

Staat in Fällen von Übergriffen aufgrund der sexuellen Orientierung grund-

sätzlich schutzfähig und schutzbereit ist und gegen solche Verbrechen vor-

geht. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass ein Polizist sich – mit den 

Worten "Beschäftigt mich nicht mit sowas" – geweigert habe, eine Anzeige 

aufzunehmen (vgl. SEM-act. 15/16 ad F105): Es wäre dem Beschwerde-

führer und seinem Partner möglich und zuzumuten gewesen, sich an die 

übergeordnete Stelle dieses Beamten zu wenden und ihre Anzeige dort zu 

deponieren. 

6.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das SEM zu Recht festgestellt hat, 

die Vorbringen des Beschwerdeführers seien flüchtlingsrechtlich nicht re-

levant, und das Asylgesuch abgelehnt hat. 

7.  

Die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylge-

such hat in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrecht- 

liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die verfügte 

Wegweisung steht daher im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

und wurde von der Vorinstanz ebenfalls zu Recht angeordnet. 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

  

E-4248/2025 

Seite 7 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG).  

8.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

8.2.3 Der Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung in die Türkei ist 

unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig, weil der Beschwerdefüh-

rer – wie zuvor dargelegt – dort keinen Nachteilen im Sinne von Art. 3 

AsylG ausgesetzt wäre. Aus den Vorbringen des Beschwerdeführers erge-

ben sich ausserdem auch keine konkreten und gewichtigen Anhaltspunkte 

für die Annahme, dass er im Falle einer Ausschaffung in die Türkei mit be-

achtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK verbotenen Strafe 

oder Behandlung ausgesetzt wäre (vgl. Urteil des Europäischen Gerichts-

hofs für Menschenrechte Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse 

Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschen-

rechtssituation in der Türkei bietet zum heutigen Zeitpunkt keinen konkre-

ten Anlass zur Annahme, dem Beschwerdeführer drohe eine entspre-

chende Gefährdung.  

8.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist somit sowohl im Sinne der asylge-

setzlichen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

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Seite 8 

8.3.2 Die allgemeine Lage in der Türkei ist weder von Bürgerkrieg noch von 

landesweiter allgemeiner Gewalt gekennzeichnet, so dass der Vollzug der 

Wegweisung dorthin grundsätzlich zumutbar erscheint (vgl. Referenzurteil 

BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13). Es bestehen auch 

sonst keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, der Beschwerde-

führer sei bei einer Rückkehr in die Türkei einer konkreten Gefährdung im 

Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG ausgesetzt. 

8.3.3 Gemäss Akten sprechen auch keine gesundheitlichen Gründe gegen 

die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, und es ist nicht davon auszu-

gehen, der Beschwerdeführer werde bei seiner Rückkehr in den Heimat-

staat in wirtschaftlicher Hinsicht in eine existenzbedrohende Situation ge-

raten. 

8.3.4 Die Frage, ob es dem Beschwerdeführer zuzumuten wäre, in die von 

den verheerenden Erdbeben vom Februar 2023 betroffene Provinz 

B._______ zurückzukehren, kann offenbleiben, nachdem ohnehin nicht 

anzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer zu seiner Familie zurückkeh-

ren will und er in westanatolischen Grossstädten über eine zumutbare Auf-

enthaltsalternative verfügt. 

8.3.5 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als 

zumutbar. An dieser Feststellung vermag auch der in der Beschwerde  

geltend gemachte Grad der Integration in der Schweiz nichts zu ändern 

(vgl. hierzu auch Art. 14 Abs. 2 AsylG). 

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

E-4248/2025 

Seite 9 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur 

Begleichung dieser Kosten zu verwenden. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-4248/2025 

Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Markus König Nicholas Swain 

 

 

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