# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ef6d6b7-cc62-5058-aa26-d8f72ab9b303
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.05.2015 810 2014 279 (810 14 279)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-279_2015-05-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 27. Mai 2015 (810 14 279) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Erteilung der Aufenthaltsbewilligung / Kantonswechsel 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Beat Walther, 

Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschrei-
ber i.V. Simon Keller 
 
 

Parteien A.B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Elisabeth Maier, Advoka-
tin 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 
 

  
Betreff Erteilung der Aufenthaltsbewilligung / Kantonswechsel  

(RRB Nr. 1323 vom 9. September 2014) 
 

 

A. Der kosovarische Staatsangehörige A.B.____, geboren am 22. Dezember 1969, reiste 
am 22. April 1993 im Rahmen des Familiennachzugs zu seiner Ehefrau B.B.____, geboren am 
24. August 1974, in die Schweiz ein. Die Ehepartner haben fünf Kinder: C.____, geboren am 
27. Januar 1994, D.____, geboren am 31. Januar 1995, E.____, geboren am 2. Mai 1996, 

 
 
 
 
 

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F.____, geboren am 16. März 1999, und G.____, geboren am 23. Juni 2006. Während die Ehe-
frau und ihr Sohn lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, sind die Töchter Schwei-
zer Bürgerinnen. A.B.____ verfügte bis zu seiner Abmeldung im Kanton Basel-Stadt am 31. Juli 
2013, welche er im Rahmen eines Umzugs in den Kanton Basel-Landschaft vornahm, ebenfalls 
über eine Aufenthaltsbewilligung. Seither ist kein migrationsrechtliches Verfahren im Kanton 
Basel-Stadt hängig (vgl. E-Mail des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-
Stadt an die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft vom 9. Dezember 2014). 
 
B. A.B.____ trat in den Jahren 1996 bis 2012 mehrfach strafrechtlich in Erscheinung. So 
wurde er unter anderem wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit (mehrfach), Gefähr-
dung von Fussgängern, Führen eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Führerausweises, In-
verkehrhaltens eines Personenwagens in nicht vorschriftgemässen Zustands sowie Unterlas-
sens der Meldung von Änderungen im Fahrzeug und des Standortwechsels desselben, dem 
Führen eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Führerausweises und Irreführung der Rechts-
pflege verurteilt. Am 15. Februar 2000 wurde er vom Amt für Migration des Kantons Luzern ein 
erstes Mal verwarnt. Dasselbe Amt drohte ihm am 21. November 2001 die Wegweisung aus der 
Schweiz an, sollte er zu weiteren Klagen im Gaststaat Anlass geben. Am 28. Oktober 2004 
wurde er zudem vom Polizei- und Militärdepartement des Kantons Basel-Stadt wegen 13 offe-
nen Betreibungen sowie zwei Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 156‘714.-- erneut verwarnt. 
Danach folgten drei weitere Verurteilungen: so erfolgte eine Verurteilung durch den Strafbe-
fehlsrichter Basel-Stadt am 28. Dezember 2005 wegen eines Vergehens sowie einer Übertre-
tung gegen das Waffengesetz zu einer bedingten Busse von Fr. 750.--, bei einer Probezeit von 
zwei Jahren. Des Weiteren wurde er am 18. Juli 2007 vom Strafgericht Basel-Landschaft zu 
einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, wegen 
qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Geldwäscherei verurteilt. 
Gestützt auf diese Verurteilung erging am 15. Mai 2008 durch das Sicherheitsdepartement des 
Kantons Basel-Stadt eine weitere Verwarnung. Am 26. November 2010 wurde er vom Gerichts-
präsidium Kulm zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.-- und einer Busse 
von Fr. 500.-- wegen mehrfacher Veruntreuung verurteilt. Die letzte Verurteilung ist am 8. Mai 
2012 ergangen, als A.B.____ von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wegen Fahrenlassens 
ohne Haftpflichtversicherung und Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern zu 
einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 40.-- und zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt 
wurde (seit dem 27. Mai 2015 ist dieses Urteil nicht mehr im Strafregisterauszug ersichtlich). 
Am 16. Januar 2013 schloss A.B.____ mit dem Migrationsamt Basel-Stadt eine Integrationsver-
einbarung ab, in welcher er sich unter anderem verpflichtete, die rechtsstaatliche Ordnung und 
die Werte der Bundesverfassung zu respektieren. Am 23. Oktober 2014 wurde ein Verfahren 
gegen ihn wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz eingestellt (vgl. Einstel-
lungsverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt vom 23. Oktober 2014). Glei-
chentags erging ein Strafbefehl, worin A.B.____ wegen Überlassens eines Motorfahrzeugs an 
einen Führer ohne erforderlichen Ausweis, zu einer Geldstrafe von 30 Tagen à Fr. 30.-- verur-
teilt wurde. Dagegen hat er am 29. Oktober 2014 Einsprache erhoben.  
 

 
 
 
 
 

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C. Die Familie B.____ hatte bereits in den Kantonen Aargau und Luzern Wohnsitz. Am 
31. Juli 2013 meldete sie sich im Kanton Basel-Stadt ab und zog nach H.____ in den Kanton 
Basel-Landschaft. Am 15. August 2013 stellte die Familie beim Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (AfM) ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für die Ehegatten 
und den Sohn. 
 
D. Während das AfM nach Gewährung des rechtlichen Gehörs A.B.____ mit Verfügung 
vom 10. März 2014 die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) verweigerte und 
ihn aufforderte, den Kanton Basel-Landschaft bis spätestens zum 15. April 2014 zu verlassen, 
entsprach es demgegenüber dem Gesuch der Ehefrau und des Sohnes. 
 
E. Die von A.B.____, vertreten durch Dr. Axel Delvoigt, Advokat in Basel, gegen diese 
Verfügung erhobene Beschwerde vom 20. März 2014, wurde vom Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Beschluss Nr. 1323 vom 9. September 2014 abgewiesen. 
Es wurde verfügt, dass A.B.____ den Kanton Basel-Landschaft umgehend zu verlassen habe.  
 
F. Mit Eingabe vom 22. September 2014 erhob A.B.____, weiterhin vertreten durch 
Dr. Axel Delvoigt, gegen den Beschluss des Regierungsrats Nr. 1323 vom 9. September 2014 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge-
richt). Er stellte das Begehren, es sei der Entscheid des Regierungsrates vom 9. September 
2014 und die Verfügung vom AfM vom 10. März 2014 aufzuheben sowie dem Beschwerdefüh-
rer die Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) zu erteilen; unter o/e-Kostenfolge, wobei dem 
Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung mit dem Unterzeichneten als Rechtsbei-
stand zu bewilligen sei.  
 
G. A.B.____, neu vertreten durch Elisabeth Maier, Advokatin in Binningen, reichte am 
26. November 2014 die Beschwerdebegründung ein und hielt vollumfänglich an den gestellten 
Begehren fest. Eventualiter stellte er das Begehren, es sei der angefochtene Entscheid sowie 
die Verfügung des AfM aufzuheben und ans AfM zur Bewilligung des Kantonswechsels der Ge-
samtfamilie, verbunden mit dem Abschluss einer Integrationsvereinbarung, zurückzuweisen. 
Darüber hinaus beantragte er, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 
 
H. Mit Verfügung vom 2. Dezember 2014 wies das Kantonsgericht das AfM an, keine un-
mittelbaren Vollzugsmassnahmen bezüglich der Wegweisung des Beschwerdeführers zu unter-
nehmen. 
 
I. Mit Vernehmlassung vom 13. Januar 2015 schliesst der Regierungsrat auf kostenfälli-
ge Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei.  
 
J. Mit Präsidialverfügung vom 20. Februar 2015 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei-
lung im Rahmen einer Parteiverhandlung überwiesen und dem Beschwerdeführer die unentgelt-
liche Prozessführung und Verbeiständung gewährt. 

 
 
 
 
 

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K. An der heutigen Verhandlung nehmen der Beschwerdeführer und seine Rechtsvertrete-
rin sowie ein Vertreter des Regierungsrats teil; die Parteien halten an ihren Begehren und Be-
gründungen fest.  
 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein Aus-
schlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, 
ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ge-
geben.  
 
2. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Ver-
fügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an des-
sen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des angefochtenen 
Entscheids ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat und die übrigen for-
mellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden.  
 
3. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kog-
nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den ange-
fochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob 
der Beschwerdegegner sein Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren kann beur-
teilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. Die Über-
prüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht im vorliegenden Fall verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario).  
 
4.1 Streitgegenstand bildet die Frage, ob dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung 
im Kanton Basel-Landschaft (Kantonswechsel) zu Recht nicht erteilt worden ist. 
 
4.2 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005, vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Die ausländische Person hat somit grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf 
die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich-
tungen sehen einen solchen vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/ 
Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 

 
 
 
 
 

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4.3 Das AuG gilt für Ausländerinnen und Ausländer, soweit keine anderen Bestimmungen 
des Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene völkerrechtliche Verträge zur Anwen-
dung gelangen (Art. 2 Abs. 1 AuG). Vorweg kann festgehalten werden, dass zwischen der 
Schweiz und dem Kosovo kein Staatsvertrag besteht, der dem Beschwerdeführer einen An-
spruch auf Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. 
 
5.1 Der Beschwerdeführer macht gestützt auf Art. 37 AuG einen Anspruch auf Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung im Kanton Basel-Landschaft (Kantonswechsel) geltend und bringt 
im Wesentlichen vor, dass vorliegend insofern ein Sonderfall bestehe, als der Kantonswechsel 
trotz intakter Familienverhältnisse nur für den Vater verweigert worden sei. Der Kantonswechsel 
sei indes – sofern die Voraussetzungen vorlägen – der Gesamtfamilie zu bewilligen. Gründe, 
welche gegen eine Gewährung des Kantonswechsels für die ganze Familie sprächen, seien 
nicht ersichtlich, zumal entgegen der Auffassung des Regierungsrates keine Widerrufsgründe 
vorlägen, welche eine Wegweisung des Beschwerdeführers rechtfertigen würden. 
 
5.2 Der Regierungsrat legt in seiner Vernehmlassung vom 23. Dezember 2014 dar, dass 
der Beschwerdeführer das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gesetzeswidrig 
erst nach dem Wohnsitzwechsel gestellt und somit eine frühere Prüfung über das Gesuch durch 
das AfM verunmöglicht habe. So hätte nicht mehr verhindert werden können, dass die Familie 
nach erfolgter Übersiedlung Gefahr laufe, getrennt zu werden. Zudem gehe es nicht an, dass 
aufgrund einer vorliegenden intakten Familiengemeinschaft unbedacht aller übrigen Umstände 
Anspruch auf einen Kantonswechsel bestehe. Die wiederholte Delinquenz, die Verschuldung 
und die mangelhafte Integration des Beschwerdeführers könnten nicht einfach ausgeblendet 
werden. Es lägen sowohl der Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe als auch derje-
nige des erheblichen oder wiederholten Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung in der Schweiz vor. Zudem sei der Beschwerdeführer aktuell arbeitslos.  
 
5.3 Gemäss Art. 37 Abs. 1 AuG müssen Personen mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung 
oder einer Aufenthaltsbewilligung, die ihren Wohnort in einen anderen Kanton verlegen wollen, 
im Voraus eine entsprechende Bewilligung des neuen Kantons beantragen (Art. 37 Abs. 1 
AuG). Gemäss Abs. 2 haben Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung Anspruch auf den Kan-
tonswechsel (und somit auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im neuen Kanton), wenn sie 
nicht arbeitslos sind und keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Einzelheiten be-
treffend Kantonswechsel sind in der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätig-
keit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 geregelt. Ausländerinnen und Ausländer können nur in ei-
nem Kanton eine Aufenthaltsbewilligung besitzen und die Bewilligung gilt für das Gebiet des 
Kantons, der sie ausgestellt hat (Art. 66 VZAE). Zwei Bewilligungen können folglich nicht auf 
einmal bestehen. Die alte Bewilligung erlischt dabei nicht schon mit dem Kantons- bzw. Wohn-
sitzwechsel, sondern erst mit der Erteilung der neuen Bewilligung in einem anderen Kanton 
(Art. 61 Abs. 1 lit. b AuG; vgl. ANDREAS ZÜND/ LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 8.13 mit Hinweisen).  
 

 
 
 
 
 

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5.4 Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG liegen unter anderem vor, wenn der Ausländer zu 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Mass-
nahme im Sinne von Art. 64 oder Art. 61 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 
21. Dezember 1937 angeordnet wurde (Art. 62 lit. b AuG) oder wenn er erheblich oder wieder-
holt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen 
hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 62 lit. c 
AuG). 
 
5.5 Vor der Abmeldung bzw. dem eigenmächtigen Umzug in den Kanton Basel-Landschaft 
war der Beschwerdeführer noch im Besitz einer gültigen Aufenthaltsbewilligung, welche ihm der 
Kanton Basel-Stadt erteilt hatte. Auch nach bereits erfolgter Abmeldung im bisherigen Aufent-
haltskanton erlöscht die bisherige Aufenthaltsbewilligung erst mit der Erteilung der Bewilligung 
im neuen Kanton. Dadurch wird administrativer Aufwand und eine unnötige Rechtsunsicherheit 
vermieden (vgl. MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], Migrationsrecht Kommen-
tar, Schweizerisches Ausländergesetz [AuG] und Freizügigkeitsabkommen [FZA] mit weiteren 
Erlassen, 3. Auflage, Zürich 2012, N 1 zu Abs. 1 lit. a unf b von Art. 61). Mit der Verurteilung 
vom 18. Juli 2007 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten durch das Strafgericht 
Basel-Landschaft ist vorliegend eine längerfristige Freiheitsstrafe ausgesprochen worden und 
der Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG ist damit erfüllt. Demzufolge muss nicht mehr geprüft 
werden, ob das Verhalten des Beschwerdeführers zugleich als schwerwiegender Verstoss ge-
gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, 
wie es die Vorinstanz angenommen hat, zumal dieser Widerrufsgrund in der vorliegenden 
Konstellation nur subsidiär zur Anwendung kommen würde (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2, Urteile 
des Bundesgerichts 2C_888/2012 vom 13. März 2013 E. 3, 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 
E. 3.1). Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf Bewilligung des Kantonswech-
sels.  
 
6.1 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die Verweigerung des Kantons-
wechsels stelle eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutz der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 dar.  
 
6.2 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 geschütz-
ten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländische Staatsangehörige 
in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem anderen Staat ab-
leiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt 
(ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen 
Ausländerrecht, Europäische Grundrechte-Zeitschrift [EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 
E. 2.1). Diese Garantien können dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren 
Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das gemein-
same Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu 
Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes An-

 
 
 
 
 

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wesenheitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie das Schweizer Bür-
gerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung 
verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese 
Personen zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minderjährige Kinder) 
gehören und es muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (BGE 
135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Ein staatlicher Eingriff in 
das Recht auf Achtung des Familienlebens liegt indessen regelmässig nicht vor, wenn den An-
gehörigen zugemutet werden kann, ihre Beziehung im Ausland zu leben. Ist es den in der 
Schweiz anwesenheitsberechtigten Familienmitgliedern folglich möglich, mit dem Ausländer, 
dem eine fremdenpolizeiliche Bewilligung verweigert worden ist, auszureisen, wird der Schutz-
bereich von Art. 8 EMRK normalerweise nicht berührt (BGE 135 I 153 E. 2.1; BGE 122 II 289 
E. 3b). 
 
6.3 Der Beschwerdeführer hat vier Töchter, welche alle die schweizerische Staatsbürger-
schaft besitzen. Der Sohn und die Ehefrau verfügen demgegenüber über eine Aufenthaltsbewil-
ligung. Ein gefestigtes Anwesenheitsrecht zumindest eines Teils der Kernfamilie des Be-
schwerdeführers liegt demnach vor. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzuhalten, 
dass die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Familie eng, tatsächlich und 
intakt ist, zumal – bis auf die älteste Tochter – sämtliche Kinder mit dem Vater und der Mutter in 
einem Haushalt wohnen. Alle Kinder sind in der Schweiz geboren und hier verwurzelt. Die bei-
den jüngsten Kinder sind mittlerweile 9 bzw. 16 Jahre alt. Sie befinden sich damit in einem für 
die Persönlichkeitsentwicklung wichtigen Alter, in welchem ein Wechsel des Umfeldes nicht 
förderlich ist. Die Töchter haben als Schweizer Bürgerinnen ein offenkundiges Interesse daran, 
in der Schweiz zu leben, um von den hiesigen Ausbildungsmöglichkeiten und Lebensbedingun-
gen profitieren zu können (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.2.3). Der Beschwerdeführer kann sich dem-
nach auf seinen Anspruch aus dem Schutzbereich von Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 
Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV berufen. 
 
6.4 Indes gilt der grundrechtliche Anspruch nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht absolut. Nach 
Art. 8 Ziff. 2 EMRK darf in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut eingegriffen werden, soweit 
der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokrati-
schen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirt-
schaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafba-
ren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten an-
derer notwendig ist. 
 
6.5 Wie bereits in Erwägung 5.5 hiervor festgestellt, wurde der Beschwerdeführer zu einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 
rechtfertigt dem Grundsatz nach gleichzeitig einen Eingriff in den grundrechtlich begründeten 
Anwesenheitsanspruch, denn der angefochtene Entscheid stützt sich auf eine gesetzliche 
Grundlage und er bezweckt die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sowie die Verhinde-

 
 
 
 
 

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rung weiterer strafbarer Handlungen. Er verfolgt damit öffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 
EMRK ausdrücklich erwähnt sind. 
7.1 Vorliegend gilt zu beachten, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers 
nicht erloschen ist, sondern erst mit der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in einem anderen 
Kanton erlöschen würde, was vorliegend nicht der Fall ist (Art. 61 Abs. 1 lit. b AuG). Auch das 
Vorliegen von Rechtfertigungsgründen nach Art. 8 Abs. 2 EMRK führt nicht automatisch zum 
Erlöschen der eingeräumten Rechtsansprüche auf Erteilung und Verlängerung ausländerrecht-
licher Bewilligungen. Die Bewilligung im neuen Kanton kann vielmehr nur verweigert werden, 
sofern der Widerrufsgrund eine Wegweisung aus der Schweiz rechtfertigen würde. Vom neuen 
Kanton ist deshalb weiter zu prüfen, ob eine Wegweisung aus der Schweiz verhältnismässig 
wäre (vgl. Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich des Staatssekretariats für Migration 
[Weisungen AuG], Version vom 25. Oktober 2013 [Stand vom 13. Februar 2015], Ziffer 
3.1.8.2.1). Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und 
privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/ 
Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., N 3 zu Art. 51; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/ 
Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., N 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich 
gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen 
Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich 
der Eingriff als notwendig erweist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im 
Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV und aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK im Hinblick auf einen Ein-
griff in Art. 8 EMRK (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG 
verlangt auch die EMRK in diesem Zusammenhang eine Abwägung der privaten Interessen an 
der Verlängerung der Bewilligung und den öffentlichen Interessen an deren Nichtverlängerung. 
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) stützt sich bei der Beurteilung der 
Zulässigkeit aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die 
gleichen Aspekte wie die bundesgerichtliche Praxis (ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, a.a.O., 
S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Daraus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne von 
Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnismässig erweist, grundsätzlich auch der Prüfung nach Art. 8 
EMRK standhält (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 
 
7.2 Im Rahmen der Interessenabwägung sind namentlich die Schwere des Delikts und des 
Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Aus-
länders während diesem, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit 
sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen. Ähn-
liche Vorgaben ergeben sich auch aus der Praxis des EGMR (ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI 
YAR, a.a.O., S. 12 f.; BGE 135 II 377 E. 4.3). Demgemäss sind die Natur und die Schwere der 
begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Ver-
halten der betreffenden Person zu berücksichtigen. Von Bedeutung sind auch die Dauer des 
Aufenthaltes der ausländischen Person im Gastgeberstaat und die Intensität ihrer sozialen, kul-
turellen und familiären Bindungen sowohl im Gastgeberstaat als auch im Heimatland. Ebenso 
ist die familiäre Situation des Betroffenen zu beachten, namentlich die Dauer seiner Ehe, die 
Staatsangehörigkeit sämtlicher beteiligter Personen sowie übrige Umstände, welche Rück-

 
 
 
 
 

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schlüsse auf die effektive Natur der Paarbeziehung erlauben. Massgebend ist weiter, ob die 
Ehegattin bzw. der Ehegatte der betreffenden ausländischen Person bei Aufnahme der familiä-
ren Beziehung von deren deliktischen Handlungen gewusst hatte. Ferner spielt auch eine Rolle, 
welche Probleme die Ehefrau resp. der Ehemann bei einer gemeinsamen Ausreise ins Heimat-
land des Partners zu gegenwärtigen hätte. Zu prüfen ist sodann, ob aus der Beziehung Kinder 
hervorgegangen sind und in welchem Alter sich diese gegebenenfalls befinden. Insbesondere 
sind auch die Interessen und das Wohl der Kinder des Betroffenen von Bedeutung, wobei na-
mentlich deren mutmasslichen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in ihr Heimatland Rechnung 
zu tragen ist (vgl. Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 15. No-
vember 2012 § 63; Urteil des EGMR Boultif gegen die Schweiz [54273/00] vom 2. August 2001 
§ 48). 
 
7.3 Was das Fernhalteinteresse anbetrifft, so muss gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung bei schweren Straftaten – wozu grundsätzlich auch Drogendelikte aus rein 
finanziellen Motiven gehören – selbst ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf 
genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 130 II 176 E. 4.2 ff. mit Hinweisen). Auch der 
EGMR akzeptiert ausdrücklich, dass bei Betäubungsmitteldelinquenz von einer gewissen 
Schwere ein strenger Massstab angelegt wird; gemäss seiner Praxis überwiegt bei Betäu-
bungsmitteldelikten regelmässig das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts 
(Urteil des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 15. November 2012 
§ 65 ff.). Bei Ausländern, welche sich wie der Beschwerdeführer nicht auf das Abkommen vom 
21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäi-
schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) beru-
fen können, darf im Rahmen der Interessenabwägung abgesehen von der aktuellen Gefähr-
dung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, welche von der betroffenen Einzelperson aus-
geht, namentlich auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (BGE 
136 II 5 E. 4.2; BGE 130 II 176 E. 4.2 ff.).  
 
8.1 Somit bleibt nachfolgend anhand der dargelegten Rechtslage zu prüfen, ob unter Be-
rücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden Falles die öffentlichen Interessen an 
einer Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) die privaten Interessen des 
Beschwerdeführers an einem Verbleib bei seiner Familie in der Schweiz zu überwiegen vermö-
gen. 
 
8.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, dass starke öffentliche Interes-
sen an einer Fernhaltung des Beschwerdeführers bestehen würden, da er mehrmals schwer-
wiegend gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung der Schweiz verstossen habe und sich 
durch zahlreiche Verwarnungen nicht habe beeindrucken lassen. Zudem habe er Schulden in 
beträchtlichem Ausmasse angehäuft. Zu den persönlichen Interessen hält der Regierungsrat 
fest, dass sich der Beschwerdeführer seit 21 Jahren in der Schweiz aufhalte. Im Kosovo befän-
den sich seine Eltern sowie ein Bruder. Zudem sei seine Muttersprache albanisch. Zu seiner 
Heimat bestünden folglich Anknüpfungspunkte. In der Schweiz würden demgegenüber seine 

 
 
 
 
 

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Ehefrau und seine Kinder wohnen. Eine Trennung träfe seine Kernfamilie bestimmt hart. Der 
Beschwerdeführer trage jedoch die alleinige Schuld an der möglichen Trennung von seiner Fa-
milie. Er habe weder die Chancen der Strafjustiz noch jene der Migrationsbehörden genutzt und 
sein kriminelles Verhalten trotz vier Verwarnungen fortgesetzt. Ungeachtet der langen Aufent-
haltsdauer sei der Beschwerdeführer aufgrund der aufgeführten Gründe in der Schweiz insge-
samt schlecht integriert. Die öffentlichen Interessen an der Wegweisung des Beschwerdefüh-
rers würden deshalb seine privaten Interessen überwiegen. Ein Eingriff in das Recht auf Fami-
lienleben nach Art. 8 EMRK erweise sich somit ebenfalls als zulässig. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer räumte ein, dass die begangenen Delikte nicht bagatellisiert 
werden dürften, obschon es sich nicht um Gewaltdelikte handle. Indessen hege er die Absicht, 
einen Neuanfang gänzlich ohne strafrechtliche Verfehlungen zu wagen. Zu berücksichtigen sei 
des Weiteren, dass er bereits seit über 20 Jahren in der Schweiz lebe und seine Familie bes-
tens integriert sei. Es bestünden ausreichend soziale Verbindungen im Aufenthaltsstaat. Bezüg-
lich der wirtschaftlichen Belange sei darauf hinzuweisen, dass die Familie mittlerweile eine 
Schuldenberatung in Anspruch genommen habe. Zudem verfüge seine Ehefrau über eine Fest-
anstellung. Zwar sei er zurzeit arbeitslos bzw. betätige sich lediglich im Haushalt, dies liege in-
des zum einen an seiner unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit und zum andern am Konkurs seiner 
Firma. In der Vergangenheit habe er zum Familienunterhalt beigetragen, indem er als Gipser 
gearbeitet habe. 
 
8.4 Aus den Verfahrensakten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer während seines Auf-
enthaltes in der Schweiz unzählige Male strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. Neben diver-
sen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, wie insbesondere Geschwindig-
keitsüberschreitungen (vgl. Strafbefehl vom 19. Mai 2008 vom Bezirksamt Zofingen), die auf-
grund des grossen Gefährdungspotentials, welches dem Führen eines Motorfahrzeugs eigen 
ist, nicht zu verharmlosen sind (Urteil des Bundesgerichts 2C_241/2011 vom 9. März 2012 
E. 3.1), wurde er mit Urteil des Strafbefehlsrichters Basel-Stadt vom 28. Dezember 2005 wegen 
Vergehen gegen das Waffengesetz verurteilt. Am 18. Juli 2007 wurde er vom Strafgericht Ba-
sel-Landschaft zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten wegen qualifizierter Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Geldwäscherei verurteilt. Die letzte Verur-
teilung ist am 8. Mai 2012 ergangen, als der Beschwerdeführer von der Staatsanwaltschaft Ba-
sel-Stadt wegen Fahrenlassens ohne Haftpflichtversicherung und Nichtabgabe von Ausweisen 
und/oder Kontrollschildern verurteilt wurde. Etliche länger zurückliegende Delikte sind mittler-
weile aus dem Strafregister entfernt worden. In diesem Zusammenhang gilt es zu erwähnen, 
dass im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung vorzunehmenden ausländerrechtlichen Inte-
ressenabwägung im Strafregister bereits gelöschte Urteile nicht ausgeblendet werden können. 
Vielmehr haben sie in die Gesamtbewertung miteinzufliessen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 E. 3.2.2). Vier Verwarnungen und eine Integrationsverein-
barung mit dem Amt für Migration Basel-Stadt vermochten sein Verhalten gegenüber der Ein-
haltung der schweizerischen Rechtsordnung nicht nachhaltig positiv zu beeinflussen. Trotz sei-
ner stetig beteuerten Besserungsabsicht und angeblich gewonnenen Einsichtsfähigkeit wurde 

 
 
 
 
 

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er immer wieder rückfällig, weshalb ihm keine günstige Prognose gestellt werden kann. Bei der 
vorliegenden intensiven Delinquenz, wobei insbesondere der Verstoss gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz zu erwähnen ist (vgl. E. 7.3 hiervor), muss nach der Rechtsprechung selbst 
ein geringes Restrisiko weiterer Straffälligkeit nicht in Kauf genommen werden. Hinzu kommt, 
dass der Beschwerdeführer am 28. Oktober 2004 vom Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt 
wegen seiner Schulden verwarnt wurde. Seit der Integrationsvereinbarung vom 16. Januar 
2013, wo explizit vereinbart wurde, dass er keine neuen Betreibungen ab Februar 2013 be-
kommen sollte, kamen zahlreiche weitere Betreibungen hinzu; vom 1. Februar 2013 bis zum 
21. Februar 2014 ist der Beschwerdeführer sieben Mal betrieben worden, gesamthaft geht es 
um einen Betrag in der Höhe von Fr. 26‘736.--. Mittlerweile hat der Beschwerdeführer zehn Be-
treibungen in Höhe von Fr. 95‘647.25 und sieben offene Verlustscheine in der Höhe von 
Fr. 37‘056.05 angesammelt (vgl. Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes des Kan-
tons Basel-Landschaft vom 27. Mai 2015). Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer 
eine Schuldenberatungsstelle aufgesucht hat, zumal zahlreiche Betreibungen nach deren Auf-
suchen ergangen sind. 
 
Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen bestehen demnach gewichtige öffentliche Interes-
sen, dem Beschwerdeführer, der offensichtlich nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich an die 
schweizerische Rechtsordnung zu halten und seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukom-
men, den Aufenthalt im Kanton Basel-Landschaft zu verweigern. 
 
8.5 In Bezug auf die privaten Interessen ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer 
seit mittlerweile 22 Jahren in der Schweiz aufhält. Er spricht deutsch und die gesamte Kernfami-
lie des Beschwerdeführers lebt in der Schweiz. Eine Trennung würde ihn und seine Familie si-
cherlich hart treffen und es ist von einem gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdefüh-
rers an der Fortführung des ehelichen und familiären Zusammenlebens in der Schweiz auszu-
gehen. Über ein grösseres soziales Beziehungsnetz in der Schweiz verfügt der Beschwerdefüh-
rer gemäss Akten nicht. Zwar engagiert sich die gesamte Familie karitativ in einer Kirche, wenn 
auch der Beschwerdeführer selbst eingesteht, dass hauptsächlich seine Töchter in diesem Zu-
sammenhang grosse Dienste leisten. Aus dem Umstand, dass insbesondere seine Töchter in 
der Schweiz gut integriert sind, vermag der Beschwerdeführer entgegen seiner Ansicht nichts 
zu seinen Gunsten abzuleiten. Hinsichtlich der beruflichen Integration ist festzuhalten, dass die 
Arbeitskraft des Beschwerdeführers nicht als unentbehrlich im Sinne von Art. 18 ff. AuG qualifi-
ziert werden kann. Zeitweise arbeitete er als Gipser, er hat jedoch keine Berufsausbildung ab-
solviert und eine von ihm selbstständig geführte Unternehmung musste im November 2013 
Konkurs anmelden. Aufgrund eines Verkehrsunfalls im Oktober 2013 bezieht der Beschwerde-
führer aktuell SUVA-Taggelder. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung hat er ausgeführt, 
nach wie vor keiner entschädigten Erwerbstätigkeit nachzugehen und als Hausmann tätig zu 
sein. Von einer erfolgreichen beruflichen Integration kann folglich nicht die Rede sein.  
 
8.6 Unbestrittenermassen wird ein Neuanfang in seinem Heimatland mit gewissen Schwie-
rigkeiten verbunden sein. Relativierend ist jedoch festzuhalten, dass er im Kosovo geboren ist 

 
 
 
 
 

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und die prägenden Kinder- und Jugendjahre dort verbracht hat, weshalb damit zu rechnen ist, 
dass er sich in seinem Herkunftsland zurechtfinden wird. Albanisch ist seine Muttersprache. Er 
ist somit mit den Verhältnissen vor Ort, so auch mit Kultur und Sprache, vertraut und verfügt 
nach wie vor über persönliche Kontakte im Heimatland, so zu seinen Eltern und seinem Bruder. 
Diese werden ihn bei einer Reintegration im Kosovo unterstützen können. Der Beschwerdefüh-
rer legt nicht substantiiert dar und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb ihm bei einer Rückkehr 
grosse Schwierigkeiten bei der Reintegration drohen sollten. Dass die Rückkehr mit persönli-
chen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist, ändert an der Zumutbarkeit nichts. Dem-
entsprechend durfte der Regierungsrat ohne Verletzung von Bundes- oder Konventionsrecht 
zum Ergebnis kommen, die ordnungs- und sicherheitspolizeilichen Interessen an der Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung überwögen die privaten Interessen der Beschwerdefüh-
rers und seiner Familie an einem weiteren Verbleib in der Schweiz. Angesichts der wiederholten 
Straffälligkeit und der Schuldenanhäufung wäre eine Wegweisung aus der Schweiz somit ver-
hältnismässig. Damit erfolgte die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers für den Kanton Basel-Landschaft zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.  
 
9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden.  
 
9.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Vorlie-
gend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1‘800.-- dem unterlegenen Be-
schwerdeführer aufzuerlegen beziehungsweise zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-
pflege der Gerichtskasse zu überbinden. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 2‘100.-- ist dem Beschwerdeführer daher zurückzuerstatten. 
 
9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind vorliegend wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege ist der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar zu-
lasten der Gerichtskasse auszurichten. In ihren Honorarnoten vom 18. März 2015 und vom 
27. Mai 2015 macht sie einen Aufwand von insgesamt 13.41 Stunden geltend. Bei unentgeltli-
cher Verbeiständung beträgt das Honorar gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin-
nen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 Fr. 200.-- pro Stunde. Somit beläuft sich das 
Honorar vorliegend auf Fr. 2‘684.-- plus Auslagen in der Höhe von Fr. 152.--, mithin Fr. 2‘836.-- 
(exkl. MWSt), d.h. insgesamt Fr. 3‘062.15 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt). 
 
9.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 

 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘800.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘062.15 (inkl. Auslagen und 8 % MWSt) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 14. September 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_785/2015) erhoben.