# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b34f538e-735f-53b0-9287-a1b2136f58d7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.10.2018 200 2018 547
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-547_2018-10-30.pdf

## Full Text

200 18 547 BV
ACT/BOC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Bossert

Sammelstiftung VITA
Hagenholzstrasse 60, 8050 Zürich
Klägerin

gegen

A.________ GmbH
Beklagte

betreffend Klage vom 26. Juli 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die A.________ GmbH schloss sich mit Anschlussvertrag Nr. ... vom 26. 
Oktober 2015 bzw. 7. Januar 2016 der Sammelstiftung Vita zwecks Durch-
führung der beruflichen Vorsorge an, wobei der Vertragsbeginn auf den 1. 
April 2015 festgesetzt wurde (Akten der Sammelstiftung Vita, Klagebeilage 
[KB] 1). Da die A.________ GmbH ihren Zahlungspflichten nicht nachkam, 
kündigte die Sammelstiftung Vita am 15. Mai 2017 den Anschlussvertrag 
mit der A.________ GmbH per 31. Mai 2017 (KB 13). Die bei Vertragsauf-
lösung offenen Beitragsforderungen inklusive Mahnspesen und Verwal-
tungskosten von total Fr. 23‘798.45 (KB 6) setzte die Sammelstiftung Vita 
zuzüglich 5 % Zins ab dem 1. November 2017, Zins bis 31. Oktober 2017 
in der Höhe von Fr. 1‘110.85 sowie Fr. 300.-- Betreibungsspesen in Betrei-
bung, was Zahlungsbefehlskosten von Fr. 103.30 verursachte (Zahlungs-
befehl vom 27. November 2017 in der Betreibung Nr. ... des 
Betreibungsamtes B.________ [KB 15]). Dagegen erhob die A.________ 
GmbH am 22. Januar 2018 Rechtsvorschlag. 

B.

Mit Eingabe vom 26. Juli 2018 beantragt die Sammelstiftung Vita (nachfol-
gend: Klägerin) beschwerdeweise das Folgende:

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Beitrags-
ausstand von Fr. 23‘798.45 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Novem-
ber 2017, minus Fr. 1‘607.60 Lohnkorrektur per 27. Februar 2018 
und Fr. 197.20 Altersgutschrift per 30. Juni 2018, zuzüglich Fr. 
1‘110.85 Zins bis 31. Oktober 2017 und vertragliche Inkassomass-
nahmen zu bezahlen.

2. Es sei der in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes 
B.________ erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseiti-
gen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklag-
ten.

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Der Instruktionsrichter forderte die A.________ GmbH (nachfolgend: Be-
klagte) mit prozessleitender Verfügung vom 30. Juli 2018 auf, innert Frist 
eine Klageantwort einzureichen. Die entsprechende Frist liess die Beklagte 
unbenutzt verstreichen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. September 2018 ersuchte der In-
struktionsrichter die Klägerin im Zusammenhang mit dem Versicherten 
C.________ bezüglich einer allfälligen doppelten Beitragserhebung für das 
Jahr 2016 Auskunft zu geben, was diese mit Eingabe vom 3. Oktober 2018 
getan hat. Gleichzeitig teilte die Klägerin mit, aufgrund einer Lohnkorrektur 
für das Jahr 2017 ergebe sich eine Gutschrift von Fr. 85.15 (richtig: 
Fr. 84.30), welche von der Forderung von Fr. 23‘798.45 in Abzug zu brin-
gen sei. Diese Eingabe der Klägerin wurde der Beklagten mit prozesslei-
tender Verfügung vom 8. Oktober 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Die Klage wurde formgerecht bei dem gemäss Art. 73 Abs. 3 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) örtlich zuständigen Ge-
richt eingereicht. Die sachliche Zuständigkeit richtet sich nach Art. 73 Abs. 
1 BVG in Verbindung mit Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Bei 
der eingeklagten Forderung (inkl. Mahn- und Inkassokosten sowie Ver-
zugszins) handelt es sich um eine vorsorgerechtliche Streitigkeit zwischen 
einer Beitragspflichtigen und einer Vorsorgeeinrichtung (vgl. BGE 114 
V 102 E. 1b S. 105), womit die sachliche Zuständigkeit des urteilenden 
Gerichts gegeben ist (vgl. BVR 1991 S. 333 E. 2c). Weil auf dem ordentli-
chen Prozessweg zusätzlich auch die Beseitigung des Rechtsvorschlages 
verlangt werden kann (Art. 79 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 
über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]), ist das angerufe-

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ne Gericht auch für die Beurteilung des von der Klägerin gestellten 
Rechtsöffnungsbegehrens zuständig. Folglich ist auf die Klage einzutreten.

1.2 Streitig ist, ob die Beklagte der Klägerin einen Beitragsausstand von 
Fr. 23‘798.45 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. November 2017, minus 
Fr. 1‘607.60 Lohnkorrektur per 27. Februar 2018 und Fr. 197.20 Altersgut-
schrift per 30. Juni 2018, zuzüglich Fr. 1‘110.85 Zins bis 31. Oktober 2017 
und vertragliche Inkassomassnahmen zu bezahlen hat und ob in der Be-
treibung Nr. ... des Betreibungsamtes B.________ der Rechtsvorschlag 
vollumfänglich aufzuheben ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

2.

2.1 Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der Beiträge des Arbeitge-
bers und der Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen fest. 
Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein, wie die 
gesamten Beiträge aller seiner Arbeitnehmer (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 und 2 
BVG). Der Arbeitgeber schuldet der Vorsorgeeinrichtung die gesamten 
Beiträge (Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG). 

Gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung für nicht 
rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen. Die Höhe der Ver-
zugszinsen richtet sich in erster Linie nach der im Vorsorgevertrag getrof-
fenen Parteivereinbarung und wo eine solche fehlt, nach den gesetzlichen 
Verzugsbestimmungen von Art. 102 ff. des Schweizerischen Obligationen-
rechts (OR; SR 220; SVR 1994 BVG Nr. 2 S. 5 E. 3b aa; SZS 1990 S. 161 
E. 4b). Gemäss Art. 102 OR gerät der Schuldner beim Fehlen einer Verfall-
tagsabrede durch Mahnung in Verzug. Ist der Schuldner mit der Zahlung 
einer Geldschuld in Verzug, so hat er Verzugszinsen von 5 % zu bezahlen 
(BGE 127 V 377 E. 5e bb S. 390), sofern nicht ein höherer Verzugszins 

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vereinbart worden ist (Art. 104 Abs. 1 und 2 OR; Entscheid des EVG vom 
11. Dezember 2002, B 21/02, E. 6.1.1).

2.2 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone zur Beurteilung von 
Streitigkeiten aus dem Bereich des BVG ein einfaches, rasches und in der 
Regel kostenloses Verfahren vor; der Richter stellt den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest. Es gilt somit der Untersuchungsgrundsatz, der besagt, 
dass das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (BGE 138 V 86 
E. 5.2.3 S. 97, 125 V 193 E. 2 S. 195).

Der Untersuchungsgrundsatz wird beschränkt durch die Mitwirkungspflich-
ten der Parteien. Zu diesen gehört im Klageverfahren der beruflichen Vor-
sorge die Substanziierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen 
Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthal-
ten sein müssen (BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97). Dementsprechend ist es 
einerseits Sache der klagenden Vorsorgeeinrichtung, die Beitragsforderung 
so weit zu substanziieren, dass sie überprüft werden kann. Der eingeklagte 
Forderungsbetrag ist zeitlich und masslich zu spezifizieren, also gestützt 
auf eine Forderungsübersicht zu behaupten, wie er sich zusammensetzt. In 
diesem Zusammenhang verbietet es sich, dass das Berufsvorsorgegericht 
selber in den Akten nach denjenigen Positionen, die für die Beitragshöhe 
von Belang sind, forschen und eruieren muss, wie der Forderungsbetrag 
ermittelt wird (BGE 141 V 71 E. 5.2.2 S. 79). Anderseits obliegt es der be-
klagten Arbeitgeberin, substanziiert darzulegen, weshalb und gegebenen-
falls in welchen Punkten die eingeklagte Beitragsforderung unbegründet 
bzw. unzutreffend ist. Soweit die eingeklagte Forderung hinreichend sub-
stanziiert ist, bleiben unsubstanziierte Bestreitungen unberücksichtigt; 
demgegenüber darf das Gericht eine Klage, soweit sie nicht hinreichend 
substanziiert und nachvollziehbar ist, trotz ungenügend sustanziierter oder 
gänzlich fehlender Bestreitung nicht gutheissen (SZS 2001 S. 562 E. 1a 
bb).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 6

3.

3.1 Gestützt auf den Anschlussvertrag (KB 1) sind die Aktiv- und Pas-
sivlegitimation ohne weiteres gegeben. 

3.2 Die Beklagte war der Klägerin zwischen April 2015 (Ziff. 16 Abs. 1 
Anschlussvertrag; KB 1) und Ende Mai 2017 (Kündigung vom 15. Mai 
2017; KB 13) angeschlossen und damit grundsätzlich verpflichtet, Beiträge 
zu bezahlen (Art. 66 BVG, Ziff. 10 Anschlussvertrag [KB 1] sowie Ziff. 5 
Vorsorgereglement [KB 3]). 

3.3 Gemäss Akten beliefen sich die offenen Beiträge per 31. Dezember 
2016 auf Fr. 4‘411.55 (Fr. 4‘585.25 - Fr. 100.-- Mahnspesen - Fr. 73.70 
Zinsen; KB 6). Vom 1. Januar bis 31. Mai 2017 betrugen die offenen Bei-
träge Fr. 18‘113.20 (Fr. 19‘334.50 - Fr. 848.80 Einzahlung vom 27. Juni 
2017 - Fr. 372.50 Altersausgleich; KB 14). Der offene Beitragssaldo belief 
sich per 31. Mai 2017 gemäss Akten folglich auf total Fr. 22‘524.75 
(Fr. 4‘411.55 + Fr. 18‘113.20). 

Betreffend den Versicherten C.________ ist Folgendes zu beachten: Mit 
Eingabe vom 3. Oktober 2018 teilte die Klägerin mit, aufgrund der Lohnbe-
scheinigung der Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) vom 26. No-
vember 2016 für das Jahr 2016 (KB 8) sei der entsprechende Lohn per 11. 
Juli 2017 auf Fr. 72‘000.-- korrigiert worden, da in der Anmeldung lediglich 
Fr. 24‘000.-- deklariert worden seien. Somit ergebe sich eine Belastung per 
11. Juli 2017 von Fr. 8‘522.10 rückwirkend für das Jahr 2016. Mit Blick auf 
diese Ausführungen besteht für C.________ für das Jahr 2016 somit keine 
doppelte Beitragserhebung. Denn Beiträge im Umfang von Fr. 4‘794.20 
basieren auf einem Lohn von Fr. 24‘000.--, während Beiträge im Umfang 
von Fr. 8‘522.40 auf der (nicht gemeldeten) Lohndifferenz von Fr. 48‘000.-- 
(Fr. 72‘000.-- - Fr. 24‘000.--) beruhen; so sind denn auch die Gesamtbeträ-
ge der Jahre 2016 (Fr. 13‘316.60 [Fr. 4‘794.20 + Fr. 8‘522.40]) und 2017 
(Fr. 13‘152.10) in etwa gleich hoch (KB 6, S. 1 und 2). Ebenfalls mit Einga-
be vom 3. Oktober 2018 teilte die Klägerin mit, sie habe zudem für 
C.________ den Lohn des Jahres 2017 von Fr. 72‘000.-- auf Fr. 70‘800.-- 
korrigiert, was zu einer Gutschrift von Fr. 85.15 (richtig: Fr. 84.30) führe. Mit 
Blick auf die Lohnbescheinigung und Abrechnung der Familienzulagen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 7

AKB vom 25. November 2017 für das Jahr 2017 (KB 8) ist dieses Vorgehen 
nicht zu beanstanden. Entsprechend reduzieren sich die Beiträge vom 
1. Januar bis 31. Mai 2017 von Fr. 18‘113.20 um die erwähnte Gutschrift 
von Fr. 84.30 auf Fr. 18‘028.90. 

Weiter erfolgte per 27. Februar 2018 eine Lohnkorrektur für die Versicherte 
D.________ zu Gunsten der Beklagten im Betrag von Fr. 1‘607.60 (KB 9). 
Schliesslich wurde per 30. Juni 2018 ein Zuschuss bei ungünstiger Alters-
struktur im Betrag von Fr. 197.20 gutgeschrieben (KB 9), so dass sich die 
offenen Beiträge für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2017 auf Fr. 
16‘224.10 belaufen (Fr. 18‘028.90 - Fr. 1‘607.60 - Fr. 197.20).

Total besteht demnach per 31. Mai 2017 eine offene Beitragsforderung von 
Fr. 20‘635.65 (Fr. 4‘411.55 + Fr. 16‘224.10).

3.4 Entsprechend der Kompetenz des Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG ist im 
Fall des Zahlungsverzuges in Ziff. 12 Abs. 1 Satz 2 Anschlussvertrag (KB 
1) eine Verzugszinspflicht statuiert, welche allein für ausstehende Beiträge, 
nicht jedoch für Inkassokosten oder Ähnliches Gültigkeit hat. Damit ist al-
lein auf den ausstehenden Beiträgen ein Verzugszins geschuldet.

3.4.1 Da weder Anschlussvertrag (KB 1) noch Vorsorgereglement (KB 3) 
einen Zinssatz vorsehen, ist auf den allgemeinen Zinssatz von 5 % gemäss 
Art. 104 Abs. 1 OR abzustellen (vgl. E. 2.1 hiervor). 

3.4.2 Hier liegt keine Verfalltagsabrede vor, denn in Ziff. 10 Anschlussver-
trag (KB 1) werden allein die Fälligkeitstermine festgelegt, während Art. 12 
Satz 1 Anschlussvertrag (KB 1) eine Mahnung vorsieht. Für die per 31. De-
zember 2016 offenen Beiträge über Fr. 4‘411.55 (vgl. E. 3.3 hiervor) liegt 
eine Mahnung vom 15. Februar 2017 in den Akten (KB 10); für den Restbe-
trag von Fr. 16‘224.10, d.h. die Beitragsausstände des Jahres 2017 (vgl. E. 
3.3 hiervor), ist die Klage vom 26. Juli 2018 als Mahnung anzusehen. 

In der Folge schuldet die Beklagte Zinsen von 5 % ab dem 15. Februar 
2017 auf dem Betrag von Fr. 4‘411.55 sowie Zinsen von 5 % ab dem 
26. Juli 2018 auf dem Restbetrag von Fr. 16‘224.10. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 8

3.5 Die Mahnspesen von Fr. 100.-- für eine Mahnung vom 15. Februar 
2016 (KB 6, 7), die Inkassomassnahmen von total Fr. 300.-- (KB 14; je 
Fr. 100.-- für Mahnungen vom 15. Februar, 15. März und 18. April 2017 [KB 
6, 10 - 12]), die Betreibungsspesen von Fr. 300.-- (vgl. KB 15) und die Ver-
tragsauflösungskosten von Fr. 500.-- (KB 14) finden ihre Grundlagen in Ziff. 
2 und 3 des Kostenreglements (KB 1 in fine), welches gestützt auf Art. 5 
Anschlussvertrag (KB 1) erlassen worden ist (betreffend Kosten für Mah-
nungen und allfällige weitere Inkassobemühungen vgl. auch Ziff. 12 Abs. 2 
Anschlussvertrag). Damit sind diese Kosten im Umfang von insgesamt 
Fr. 1‘200.-- ebenfalls geschuldet. Nicht geschuldet sind dagegen Fr. 300.--
für die angedrohte Information des Kassenvorstandes (KB 11), deren 
Durchführung jedoch nicht erstellt ist. 

3.6 Im Zusammenhang mit der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes 
B.________ sind Zahlungsbefehlskosten von Fr. 103.30 entstanden (KB 
15). Die Betreibungskosten sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68 
SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum 
dem Gläubiger zugesprochenen Betrag zu bezahlen. Diese Kosten bilden 
nicht Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens und es braucht dafür kei-
ne Rechtsöffnung erteilt zu werden (SVR 2006 KV Nr. 1 S. 2 E. 4.1; RKUV 
2004 S. 465 E. 5.3.2). Gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG ist der Gläubiger 
berechtigt, von den Zahlungen des Schuldners die Betreibungskosten 
vorab zu erheben.

3.7 Nach dem Dargelegten ist die Beklagte in teilweiser Gutheissung 
der Klage zu verurteilen, der Beklagten Fr. 21‘835.65 (Fr. 20‘635.65 für 
offene Beiträge [vgl. E. 3.3 hiervor] und Fr. 1‘200.-- für Inkassomassnah-
men sowie Vertragsauflösungskosten [vgl. E. 3.5 hiervor]) nebst Zins zu 
5 % auf Fr. 4‘411.55 ab dem 17. Februar 2017 und Zins zu 5 % auf 
Fr. 16‘224.10 ab dem 26. Juli 2018 zu bezahlen. Im erwähnten Umfang ist 
der Klägerin in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes B.________ 
die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Im Übrigen ist die Klage abzuwei-
sen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 9

4.

4.1 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG soll das Verfahren vor dem kantonalen 
Gericht in der Regel kostenlos sein. Allerdings gilt auch ohne ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage als allgemeiner Grundsatz des Bundessozialversi-
cherungsrechts, dass diese Kostenfreiheit im Falle mutwilliger oder leicht-
sinniger Prozessführung eingeschränkt werden kann. Im Zusammenhang 
mit Prämienstreitigkeiten im Bereich der beruflichen Vorsorge ist auf Grund 
der besonderen Natur des Verfahrens bei der Beurteilung der Mutwilligkeit 
nicht nur auf das Verhalten der zahlungspflichtigen Person im gerichtlichen 
Verfahren abzustellen, sondern es ist auch ihr Verhalten im vorprozessua-
len Stadium mit zu berücksichtigen (BGE 124 V 285 E. 3a S. 287 und E. 4b 
S. 289). Wer als Arbeitgeber oder Versicherter Rechnungen und Mahnun-
gen nicht beachtet, sich deswegen von der Vorsorgeeinrichtung betreiben 
lässt, diese – bei materiell offensichtlich unbegründetem Standpunkt – mit-
tels Rechtsvorschlag zwingt, den Rechtsweg zu beschreiten, in eben die-
sem selber veranlassten Prozess nichts von sich hören lässt und somit 
nicht das Geringste zur Klärung des Sachverhalts beiträgt, handelt mutwil-
lig. Eine solche Prozessverursachung verbunden mit der durch Untätigkeit 
geprägten Haltung im Gerichtsverfahren, welche insgesamt auf eine Ver-
zögerungstaktik des Zahlungspflichtigen hinausläuft, darf – ohne dass darin 
eine Bundesrechtswidrigkeit zu erblicken wäre – durch Auferlegung von 
Gerichtskosten sanktioniert werden (BGE 124 V 285 E. 4b S. 289).

Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Klägerin das Gericht nur deshalb 
anrufen musste, weil es die Beklagte unterlassen hat, die fälligen BVG-
Beiträge zu bezahlen und gegen den entsprechenden Zahlungsbefehl ohne 
Grundangabe Rechtsvorschlag erhoben hat. Dieses Recht steht der Be-
klagten zwar von Gesetzes wegen zu, so dass ihr nicht allein dessen Aus-
übung vorgeworfen werden kann. Demgegenüber hat ihr aber zum Nachteil 
zu gereichen, dass sie gegenüber der Klägerin weder vor der Klageeinrei-
chung noch im vorliegenden Verwaltungsgerichtsverfahren irgendwelche 
Einwendungen gegen die Rechtmässigkeit der Forderung oder von Teilbe-
trägen derselben erhoben hat. In ständiger Praxis wertet das Gericht ein 
solches Verhalten als krasse und mutwillige Verletzung der Mitwirkungs-
pflichten, die sich durch keinerlei schützenswerte Interessen rechtfertigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 10

lässt und nicht mehr unter die Garantie des kostenfreien Verfahrens fällt 
(Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 1992, BV 
34333, und vom 15. Februar 2001, BV 58564; vgl. auch BGE 124 V 285 
E. 4b S. 289). Der Beklagten ist somit mutwilliges Prozessieren vorzuwer-
fen, was die Auferlegung der Verfahrenskosten, festgesetzt auf Fr. 1‘000.--, 
rechtfertigt.

4.2 Das BVG regelt nicht, ob und unter welchen Voraussetzungen ein 
Anspruch auf Parteientschädigung besteht. Das Eidg. Versicherungsgericht 
(heute Bundesgericht) hat festgestellt, dass der Grundsatz, wonach obsie-
gende Sozialversicherungsträger keinen Anspruch auf eine Parteientschä-
digung zu Lasten der versicherten Person haben, auch im erstinstanzlichen 
Verfahren der beruflichen Vorsorge gilt (BGE 126 V 143 E. 4b S. 150). Im 
kantonalen Verfahren obsiegende Sozialversicherer, die anwaltlich oder 
sonst wie qualifiziert vertreten sind, haben jedoch Anspruch auf Parteien-
tschädigung, wenn die Prozessführung der Gegenpartei als mutwillig oder 
leichtsinnig zu bezeichnen ist. Fehlt eine solche Vertretung, müssen zu-
sätzlich zu Mutwilligkeit oder Leichtsinn die Voraussetzungen für die Par-
teientschädigungsberechtigung einer unvertretenen Partei erfüllt sein 
(BGE 128 V 323). 

Da die Klägerin keinen aussenstehenden Anwalt mit der Wahrung ihrer 
Interessen beauftragt hat und auch nicht von einem aufwändigen Verfahren 
gesprochen werden kann, ist ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die A.________ GmbH verur-
teilt, der Sammelstiftung Vita Fr. 21‘835.65 nebst Zins zu 5 % auf 
Fr. 4‘411.55 ab dem 17. Februar 2017 und Zins zu 5 % auf 
Fr. 16‘224.10 ab dem 26. Juli 2018 zu bezahlen. Im Übrigen wird die 
Klage abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Okt. 2018, BV/18/547, Seite 11

2. Der Vita Sammelstiftung wird in der Betreibung Nr. ... des Betrei-
bungsamtes B.________ für Fr. 21‘835.65 nebst Zins zu 5 % auf 
Fr. 4‘411.55 ab dem 17. Februar 2017 und Zins zu 5 % auf 
Fr. 16‘224.10 ab dem 26. Juli 2018 die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Die Beklagte wird verurteilt, die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- zu 
bezahlen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- Sammelstiftung VITA 
- A.________ GmbH 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnisnahme:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.