# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d65b3b48-e6c2-5407-8d91-b3c914779b5f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.07.2009 C-8550/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8550-2007_2009-07-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8550/2007/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

A._______, 
Zustelldomizil: B._______Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Einspracheentscheid vom 
19. November 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8550/2007

Sachverhalt:

A.
Die 1943 geborene,  in  ihrer  Heimat  Serbien und Montenegro  wohn-
hafte A._______ (im Folgenden: Versicherte oder Beschwerdeführerin) 
war zwischen 1974 und 1992 mehrheitlich in der Schweiz erwerbstätig 
und  hat  die  obligatorischen  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (im Folgenden: AHV resp. 
IV) geleistet. Am 27. September 2002 (Eingangsstempel: 21. Oktober 
2002) meldete sie sich bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im 
Folgenden: IVSTA  bzw.  Vorinstanz)  zum  Bezug  von 
Versicherungsleistungen der IV an (act. 4). 

Nach  Durchführung  von  für  die  Beurteilung  des  Rentenanspruchs 
massgeblichen Abklärungen (act. 5 bis 11) stellte die IVSTA der Versi-
cherten mit Vorbescheid vom 4. April 2003 die Abweisung des Renten-
gesuchs  in  Aussicht  (act.  13).  Nachdem  die  Versicherte  hiergegen, 
vertreten durch lic. iur. H._______, am 7. bzw. 22. April 2003 ihre Ein-
wendungen hatte vorbringen lassen (act. 14 und 16), holte die IVSTA 
in  Serbien  weitere  medizinische  Akten  ein,  die  am  4. August  2003 
eingingen (act. 18). Nachdem der  IV-Stellenarzt  Dr. med. C._______ 
hierzu am 4. September 2003 eine zweite Stellungnahme abgegeben 
hatte  (act. 21),  in  welcher  er  auf  seine frühere  Beurteilung vom 29. 
März 2003 verwies (act. 9), erliess die Vorinstanz am 15. September 
2003 eine dem Vorbescheid vom 4. April  2003 entsprechende Verfü-
gung (act. 22).

B.
Hiergegen  liess  die  Versicherte  durch  ihren  Rechtsvertreter  am 
13. bzw. 17. Oktober 2003 Einsprache erheben und beantragen, es sei 
die  Verfügung  vom 15. September  2003  aufzuheben  und  es  sei  ihr 
eine  IV-Rente  auszurichten  (act.  23  und  25).  Nachdem  sich  der  IV-
Stellenarzt  Dr.  med.  D._______  am  17. November  2003  zur  Sache 
hatte vernehmen lassen (act. 26), wurde die Einsprache mit Entscheid 
vom 20. November 2003 abgewiesen (act. 27).

C.
Die gegen den Einspracheentscheid vom 20. November 2003 bei der 
Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-,  Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (im 
Folgenden: Rekurskommission)  erhobene  Beschwerde  vom  11.  De-

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zember 2003 (vgl. act. 31) wurde mit Entscheid vom 18. Oktober 2004 
abgewiesen  (act.  44).  Die  Rekurskommission  stützte  die  Abweisung 
insbesondere  auf  die  in  der  Zeit  zwischen dem 29. März  2003 und 
dem 19. März 2004 verfassten Berichte der IV-Stellenärzte Dres. med. 
C._______, D._______ und E._______ (act. 7, 9, 21, 26, 35 und 44). 
Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen.

D.
Mit Neuanmeldung vom 14. Januar 2005 (Eingangsstempel: 21. Januar 
2005) machte die Versicherte eine Verschlechterung ihres gesundheit-
lichen Zustands geltend und beantragte eine IV-Rente (act. 46). Dabei 
stützte  sie  sich  auf  drei  Arztberichte  aus  ihrer  Heimat  vom 11. und 
12. Januar  2005  (act.  62  bis  67).  Diese  medizinischen  Unterlagen 
unterbreitete die IVSTA ihrem ärztlichen Dienst zur Stellungnahme. Im 
entsprechenden Bericht vom 6. Oktober 2005 von Dr. med. F._______ 
(Allgemeinmedizin  sowie  Physikalische  Medizin  und  Rehabilitation) 
wurde die Einholung eines Klinikberichts betreffend die Operation der 
Bauchspeicheldrüse  sowie  die  Unterbreitung  des  Dossiers  an  den 
Facharzt  der IV-Stelle zur genaueren Würdigung der psychiatrischen 
Seite  angeregt  (act. 68  bzw. 72). Nach Vorliegen eines Berichts  der 
Klinik I._______ vom 7. November 2005 (act. 69 und 70) äusserte sich 
Dr. med. F._______ am 23. Januar 2006 erneut  zur Sache und kam 
zum  Schluss,  dass  keine  erhebliche  Arbeitsunfähigkeit  vorliege 
(act. 76). 

Nachdem am 21. Februar 2006 der Fragebogen für die im Haushalt tä-
tigen Versicherten  eingegangen  war  (act. 78),  erliess  die  IVSTA am 
24. März 2006 eine rentenabweisende Verfügung (act. 80). Hiergegen 
erhob die Versicherte mit Datum vom 8. April 2006 Einsprache und be-
antragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 24. März 2006 
(act.  81).  Nach  einer  erneuten  Anfrage  beim  ärztlichen  Dienst  vom 
9. November 2007 (act. 92) gab Dr. med. F._______ am 14. November 
2007 eine weitere Stellungnahme ab und hielt fest, dass nur diskrete, 
unbedeutende  Einschränkungen  der  Arbeitsfähigkeit  vorlägen 
(act. 93).  Am  19.  November  2007  erliess  die  IVSTA  einen  –  der 
Verfügung  vom  24.  März  2006  im  Ergebnis  entsprechenden  – 
Einspracheentscheid (act. 94).

E.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. Dezember 2007 
(Eingangsstempel:  18. Dezember  2007)  beim Bundesverwaltungsge-

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richt Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Ein-
spracheentscheids  vom 19. November  2007. Zur  Begründung  führte 
sie zusammengefasst aus, es sei  zu verstehen, dass ärztliche Beur-
teilungen von Ärzten aus Serbien und der Schweiz um 10 % voneinan-
der  abweichen  könnten;  eine  Abweichung  von  50 %  und  mehr  sei 
jedoch  unmöglich.  Die  Meinungen  der  Dres.  med.  J._______, 
K._______ und L._______ sowie von weiteren Fachärzten seien nicht 
beachtet  worden.  Die  Vorinstanz  sei  nur  den  Auffassungen  ihres 
ärztlichen Dienstes gefolgt. 

F.
Mit Schreiben vom 21. Dezember 2007 wurde die Beschwerdeführerin 
vom  Instruktionsrichter  aufgefordert,  dem  Bundesverwaltungsgericht 
ein Zustelldomizil  in  der  Schweiz  bekannt  zu  geben. Am 10. Januar 
2008  leistete  die  Beschwerdeführerin  der  Aufforderung  des  Instruk-
tionsrichters  Folge  und  nannte  eine  Zustelladresse  in  M._______. 
Weiter  ersuchte  sie  (sinngemäss)  um  Erteilung  des  Rechts  auf 
unentgeltliche  Rechtspflege  und  machte  weitere  Ausführungen  im 
Zusammenhang  mit  der  in  ihrer  Heimat  akzeptierten  vollständigen 
Invalidität. 

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 31. März 2008 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochte-
nen Einspracheentscheids. Zur  Begründung wurde insbesondere  auf 
die  Ausführungen  im  Einspracheentscheid  vom  19.  November  2007 
verwiesen,  wonach  die  beurteilende  IV-Ärztin  in  Anwendung  der 
spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs lediglich eine 31%ige 
Einschränkung im Haushaltsbereich festgestellt habe. 

H.
Mit prozessleitender Verfügung vom 2. April  2008 wurde das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos 
abgeschrieben  und  die  Kostenlosigkeit  des  vorliegenden  Verfahrens 
festgestellt. Weiter wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit  gege-
ben,  bis  zum  5.  Mai  2008  eine  Replik  einzureichen.  Nachdem  die 
Annahme  dieser  Verfügung  durch  die  Zustelladressatin  verweigert 
worden war, ging innert der gesetzten Frist keine Replik ein.

Nachträglich  ging beim Bundesverwaltungsgericht  am 17. Juni  2008 
ein Schreiben der Versicherten vom 4. Juni 2008 nebst Beilagen ein. 
Darin  vertrat  sie  hinsichtlich  ihrer  Invalidität  ihren  bisherigen  Stand-

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punkt. Mit  prozessleitender  Verfügung  vom 18. Juni  2008 wurde  die 
nachträgliche  Eingabe  der  Beschwerdeführerin  der  Vorinstanz  zur 
Kenntnis gebracht, die sich hiezu nicht mehr äusserte.

I.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen wei-
ter einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Ob  die  Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind  und  auf  eine  Be-
schwerde  einzutreten  ist,  prüft  das  Bundesverwaltungsgericht  von 
Amtes  wegen  und  mit  freier  Kognition  (vgl.  BVGE  2007/6  E.  1  mit 
Hinweisen). 

1.1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die IVSTA 
ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. Die Zuständigkeit 
des  Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden 
gegen Verfügungen dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 Abs. 1 Bst. b 
des  Bundesgesetzes  vom 19. Juni  1959  über  die  Invalidenversiche-
rung (IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 
37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungs-
rechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des  Bundes-
gesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten.

1.1.3 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressat des an-
gefochtenen Entscheides ist die Beschwerdeführerin berührt  und hat 

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ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung 
(vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.1.4 Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  sämtliche  Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

1.2 Anfechtungsobjekt  bildet  der Einspracheentscheid der Vorinstanz 
vom  19.  November  2007.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  der  Renten-
anspruch  der  Beschwerdeführerin  –  und  in  diesem  Zusammenhang 
insbesondere  die  Frage,  ob  die  Vorinstanz  den  Sachverhalt  rechts-
genüglich abgeklärt und gewürdigt hat.

2.

2.1 Die Schweiz hat mit Serbien und Montenegro – im Unterschied zu 
anderen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien – kein neues 
Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen,  weshalb  das  Abkom-
men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föde-
rativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 
1962 (SR 0.831.109.818.1) weiterhin anwendbar ist  (vgl. BGE 126 V 
198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit  Hinweisen). Nach Art. 2  dieses 
Abkommens  stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in 
ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvor-
schriften,  zu  welchen  die  schweizerische Bundesgesetzgebung über 
die IV gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist.

Da sich keine vom vorgenannten Grundsatz der Gleichstellung abwei-
chenden Bestimmungen finden lassen, ist die Frage, ob und gegebe-
nenfalls ab wann ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen 
der schweizerischen IV besteht, aufgrund schweizerischer Rechtsvor-
schriften zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.2 Nach den intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrecht-
licher  Hinsicht  diejenigen Rechtssätze massgebend,  welche im Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  in  Kraft  stehen  (BGE  130  V  1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 
In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  diejenigen Rechtssätze massge-
bend,  die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachver-
halts  Geltung  haben (BGE 130 V 329  E. 2.3). Nach der  Rechtspre-
chung stellt  das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer 
Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des 
streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 

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129  V  1  E. 1.2  mit  Hinweisen),  sofern  der  IV-Rentenanspruch  nicht 
bereits zuvor erloschen ist (Art. 30 IVG) – wie vorliegend infolge des 
Entstehens des AHV-Rentenanspruchs (1. November 2007; act. 95).

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft getretene ATSG anwendbar. Bei den materiellen Bestimmungen 
des  IVG  und  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom 
17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist  sodann auf die jeweilige Fas-
sung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen 
(4. IV-Revision; AS 2003 3837, 3859) abzustellen. Nicht zu berücksich-
tigen sind die durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, wel-
che am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129, 5155). Im 
Folgenden  werden  deshalb  jeweils  die  ab  1. Januar  2004  bis  Ende 
2007 gültigen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert. 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall  sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität  ist somit der durch einen Ge-
sundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder 
Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält insbesondere 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7 ): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit)  und ein wirtschaftliches im weite-
ren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der  Er-
werbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-
se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

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2.4 Nach Art.  28  Abs.  1  IVG besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze 
Rente,  wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf eine Viertelsrente. Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (ab 1. Janaur 2008: 
Art.  29  Abs.  4  IVG)  werden  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von 
weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine 
abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 
1.  Juni  2002  für  die  Staatsangehörigen  eines  Mitgliedstaates  der 
Europäischen  Gemeinschaft  und  der  Schweiz,  sofern  sie  in  einem 
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft  Wohnsitz haben (siehe 
BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1) – nicht aber für Staatsangehörige 
von Serbien und Montenegro. 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades verweigert 
oder aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmel-
dung  nur  geprüft,  wenn  die  Voraussetzungen  gemäss  Abs. 3  dieser 
Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Zusammenhang mit einer Neu-
anmeldung  –  analog  zu  einem  Revisionsgesuch  –  glaubhaft  zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Tritt  die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell  abzuklären  und  sich  zu  vergewissern,  ob  die  von der  ver-
sicherten  Person  glaubhaft  gemachte  Veränderung  des  IV-Grades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie  hat  demnach in  analoger  Weise 
wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. 
BGE 130 V 71 E. 3.2.2). Stellt sie sodann fest, dass der IV-Grad seit 
Erlass  der  früheren  rechtskräftigen  Verfügung,  die  auf  einer  umfas-
senden  Abklärung  des  (insbesonders  medizinischen)  Sachverhalts 
basierte (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), keine Veränderung erfahren hat, 
so weist sie das neue Gesuch ab.

Unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche gleichermassen 
für das Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2) – 
ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert 
gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b mit 
Hinweisen).

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2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

3.
Im Folgenden ist vorab zu prüfen, ob die Vorinstanz – welche auf die 
Neuanmeldung  der  Versicherten  vom  14.  Januar  2005  (vgl.  Bst.  D 
hiervor)  eingetreten  war  und  die  Sache  materiell  geprüft  hatte  (vgl. 
E. 2.5  hiervor)  –  nach  Massgabe  einer  dem  Untersuchungsprinzip 
gerecht  werdenden  Sachverhaltserhebung  und  -würdigung  zu  Recht 
den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine IV-Rente verneint hat. 

Wie bereits dargelegt (E. 2.5 hiervor) beurteilt  sich die Frage, ob bei 
der  Beschwerdeführerin  eine  wesentliche  Änderung  eingetreten  ist, 
welche geeignet  ist,  den IV-Grad und damit  den Rentenanspruch im 
Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen,  durch Vergleich des Sach-
verhaltes,  wie  er  zur  Zeit  des  ursprünglichen  Einspracheentscheids 
vom  20.  November  2003  –  welcher  mit  Entscheid  der  Rekurskom-
mission vom 18. Oktober 2004 bestätigt worden war (vgl. Bst. B und C 
hiervor) – bestanden hatte, mit demjenigen, der bis zum Erlöschen des 
IV-Rentenanspruchs am 31. Oktober 2007 (vgl. E. 2.2 hiervor) einge-
treten ist.

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3.1 Hinsichtlich  der  Bemessung  der  Invalidität  bzw.  der  Festlegung 
des Status befand die Rekurskommission in ihrem Entscheid vom 18. 
Oktober 2004 (act. 44),  dass der  IV-Grad – in  Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz in deren Einspracheentscheid vom 20. November 2003 
(act. 27) – nach den Bestimmungen für die im Haushalt  tätigen ver-
sicherten Personen festzulegen sei. Mit Blick auf die Ausführungen der 
Beschwerdeführerin  in  den  Fragebögen  für  die  im  Haushalt  tätigen 
Versicherten vom 30. Dezember 2002 (act. 5) bzw. 14. Februar 2006 
(act. 78) ist festzustellen, dass bei der Versicherten nach wie vor ein 
Betätigungsvergleich  vorzunehmen  bzw.  für  die  Bemessung  der 
Invalidität  in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abzustellen ist, in 
welchem  Masse  sie  behindert  ist,  sich  im  Aufgabenbereich  zu  be-
tätigen (spezifische Bemessungsmethode; Art.  28  Abs. 2bis IVG; seit 
1. Januar 2008 Art. 28a Abs. 2 IVG; vgl. BGE 104 V 135 E. 2a).

3.2 Im  Entscheid  der  Rekurskommission  vom  18.  Oktober  2004 
(act. 44)  wurde  im  Rahmen  der  Würdigung  des  medizinischen 
Sachverhalts  zusammengefasst  ausgeführt,  die  Stellungnahmen  der 
IV-Stellenärzte Dres. med. C._______, D._______ und E._______ zu 
diversen,  in  der  Heimat  der  Versicherten  verfassten  Arztberichten 
seien  differenziert,  begründet,  nachvollziehbar  und  in  sich  wider-
spruchsfrei,  weshalb  darauf  abgestellt  werden  könne.  Es  kann  an 
dieser  Stelle  auf  die  Darlegungen  im  rechtskräftigen  Entscheid  der 
Rekurskommission vom 18. Oktober 2004 verwiesen werden. Soweit 
nötig, ist in den nachfolgenden Erwägungen darauf zurückzukommen.

3.3

3.3.1 Im Rahmen der Neuanmeldung vom Januar 2005 erlangte die 
IVSTA  Kenntnis  von  weiteren  Arztberichten  aus  der  Heimat  der 
Versicherten,  welche  der  IV-Stellenärztin  Dr.  med.  F._______  zur 
Beurteilung vorgelegt  wurden. Nachfolgend sind  diese Berichte  bzw. 
die  Stellungnahmen  der  IV-Stellenärztin  zusammengefasst  wieder-
zugeben und zu würdigen.

Dr.  med.  N._______,  Spezialarzt  für  Physikalische  Medizin  und 
Genesung, diagnostizierte in seinem Bericht vom 11. Januar 2005 eine 
Coxarthrose  (Zustand:  versteifend),  eine  cervicale  und  lumbale 
Spondylose,  Plattfüsse  (Fussdeformitäten)  sowie  eine  generelle 
Osteoporose.  Weiter  führte  er  aus,  durch  die  Krankheit  sei  die 
Versicherte  ausser  Stande,  Haushaltsarbeiten  zu  verrichten  (act.  62 
und 63). Im Bericht vom 12. Januar 2005 stellte der Neuropsychiater 

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Dr. med. J._______  die  Diagnose  einer  rezidivierenden  depressiven 
Störung,  gegenwärtig  mit  schwerer  Episode  mit  psychotischen 
Symptomen  (ICD-10:  F33.3),  und  er  erwähnte,  trotz  regelmässigen 
Kontrollen  und  der  Anwendung  von  Therapien  sei  es  nicht  zu  der 
erwarteten  Besserung  gekommen.  Vielmehr  habe  mit  der  Zeit  eine 
allmähliche  Verschlechterung  der  Persönlichkeitsstruktur 
stattgefunden. Die Versicherte sei definitiv arbeitsunfähig (act. 64 und 
65).  Dr.  med.  G._______  berichtete  am  12. Januar  2005  über  eine 
arterielle  Hypertension,  eine  stabile  angina  pectoris,  eine  Myocard-
Ischämie,  eine  Hyperlipoproteinämie,  einen  Zustand  nach  einer 
Pankreaspseudozysten-Operation  sowie  eine chronische  Pankreatitis 
–  und  er  hielt  die  Versicherte  für  Tätigkeiten  auf  dem  Hof  und  im 
Haushalt für vollständig arbeitsunfähig (act. 66 und 67). 

Nach Einsicht in diese medizinischen Berichte führte die IV-Stellenärz-
tin  Dr.  med.  F._______  am  6.  Oktober  2005  unter  anderem  aus, 
Dr. med.  G._______  habe  die  bereits  vorher  bekannten  Befunde 
wieder aufgegriffen und zusätzlich die Diagnose eines Zustands nach 
einer  Pankreaspseudozysten-Operation  gestellt.  Dieser  Befund  sei 
neu,  sei  aber  prinzipiell  nicht  geeignet,  eine  bedeutsame  und 
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Auch Dr. med. N._______ 
erwähne  die  bereits  bekannten  osteoartikulären  Diagnosen,  darüber 
hinaus  eine  behandelte  Osteoporose.  Diese  verursache  –  ohne 
Frakturen  –  ebenfalls  keine  signifikante  und  dauernde 
Arbeitsunfähigkeit. Weiter regte Dr. med. F._______ die Einholung des 
Berichts betreffend die Pankreasoperation an, obwohl aus somatischer 
Sicht  a  priori keine  Arbeitsunfähigkeit  vorliege.  Schliesslich  empfahl 
sie, das Dossier zur präziseren Evaluation der psychischen Situation 
einem Facharzt der IV-Stelle vorzulegen (act. 68 bzw. 72).

3.3.2 Dieser  ärztlichen  Empfehlung  kam  die  Vorinstanz  nicht  nach. 
Aus  dem  am  18.  November  2005  eingereichten  Bericht  der  Klinik 
M._______ vom 7. November 2005 geht einzig hervor, dass sich die 
Beschwerdeführerin im Dezember 2003 einer Pankreaspseudozysten-
Operation  habe  unterziehen  müssen  und  sie  postoperativ  zur 
Genesung  in  einer  spezialisierten  Klinik  gewesen  sei.  Die 
Arbeitsfähigkeit  der  Versicherten  sei  weitgehend  reduziert.  Sie  sei 
nicht fähig zu arbeiten und man schlage eine Invalidität der Kategorie I 
vor (act. 69 und 70, vgl. auch act. 78).

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Mit Datum vom 23. Januar 2006 wies Dr. med. F._______ darauf hin, 
dass der Bericht vom 7. November 2005 sich auf eine Konsultation im 
November  2005  beziehe,  ein  Spitalbericht  betreffend  die  Pankreas-
operation  liege aber  weiterhin  nicht  vor. Die  im Dossier  befindlichen 
medizinischen Akten würden es nicht  erlauben,  auf  eine signifikante 
und dauernde Arbeitsunfähigkeit  in der Haushaltstätigkeit  zu schlies-
sen. Es liege keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes im 
Vergleich zum früheren Gesuch vor (act. 76).

Nachdem  das  Dossier  am  9.  November  2007  wiederum  Dr.  med. 
F._______ unterbreitet worden war (act. 92), nahm diese am 14. No-
vember 2007 erneut Stellung (act. 93). Sie hielt insbesondere fest: Die 
Versicherte  habe  im  "Fragebogen  für  die  im  Haushalt  tätigen  Ver-
sicherten" vom 30. Dezember 2002 (act. 5) erwähnt, ausser dem Ein-
kaufen praktisch keine Haushaltstätigkeiten mehr ausüben zu können 
und  die  Hilfe  von  ihrem  Mann  bzw.  einer  Drittperson  während  10 
Stunden pro Woche in Anspruch nehmen zu müssen. Am 14. Februar 
2006 habe sich die Beschwerdeführerin dahingehend geäussert, dass 
sie nichts mehr machen könne und Hilfe von ihrem Ehemann und einer 
Drittperson (6 Stunden/Woche) benötige. Sie habe ein Problem mit der 
Sehkraft  erwähnt,  aber  es  lägen  diesbezüglich  keine  bestätigenden 
Dokumente vor. Nach dem Stand des Dossiers und nach erneuter Ein-
sichtnahme in  die  diversen  medizinischen  Akten  und  der  objektiven 
klinischen  Beschreibungen  sei  festzustellen,  dass  die  von  der  Be-
schwerdeführerin beschriebenen Einschränkungen nicht eine derartige 
Schwere erkennen liessen,  welche eine bedeutsame Arbeitsunfähig-
keit für die Tätigkeiten einer Hausfrau zur Folge hätten. Wenn man die 
Gewichtung der Stellungnahme von Dr. med. C._______ vom 29. März 
2003 aufgreife und die diversen Pathologien berücksichtigte, gelange 
man  zu  einem  IV-Grad  von  31 %.  Die  Durchführung  einer  Begut-
achtung in der Schweiz sei nicht nötig.

3.4

3.4.1 Zu  den  im  Bericht  von  Dr.  med.  O._______  vom  23.  Februar 
2004 erwähnten neuropsychiatrischen Diagnosen (act. 60 und 61) hat 
der IV-Stellenarzt Dr. med. E._______ in seinem Bericht vom 19. März 
2004 – der sich im vorliegenden Verfahren nicht in den Akten befindet 
– Stellung genommen. Die Rekurskommission erachtete in ihrem Ent-
scheid vom 18. Oktober 2004 (act. 44) die Ausführungen dieses Arztes 
für  differenziert,  begründet  und widerspruchsfrei. Diesem zufolge sei 

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im  Bericht  von  Dr.  med.  O._______  erneut  auf  die  depressive 
Symptomatik  hingewiesen  worden,  wobei  sowohl  aus  der  spärlichen 
Beschreibung  als  auch  aus  der  Diagnoseangabe  (Syndroma  anxio-
depressivum)  ersichtlich  sei,  dass  es  sich  um  keine  schwere  de-
pressive  Episode  (major  depression)  handle;  dies  entspreche  auch 
den  früheren  und  am  23.  Februar  2004  nicht  mehr  erwähnten 
schwachen  therapeutischen  Dosen  der  antidepressiven 
medikamentösen Therapie. Nach wie vor bleibe eine Diskrepanz in der 
Beurteilung  des  Grades  der  Arbeitsunfähigkeit  durch  die  ausländi-
schen  Ärzte  und  durch  den medizinischen Dienst  der  IV-Stelle.  Das 
neuropsychiatrische  Zeugnis  könne  keine  Änderung  der  bisherigen 
Beurteilungen  begründen;  die  Arbeitsunfähigkeit  in  der  Haushalts-
tätigkeit liege nicht über 30 %.

3.4.2 Mit Blick auf die im Bericht vom 12. Januar 2005 (act. 64 und 65) 
vom  Neuropsychiater  Dr.  med.  J._______  neu  diagnostizierte 
rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode 
mit  psychotischen  Symptomen  (ICD-10:  F33.3)  und  dessen 
Ausführungen  betreffend  Therapieresistenz  ergeben  sich  Hinweise 
darauf, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in 
psychiatrischer Hinsicht seit dem – von der Rekurskommission am 18. 
Oktober 2004 bestätigten – Einspracheentscheid vom 20. November 
2003 in relevanter Weise verschlechtert haben könnte. Dies zeigt sich 
auch darin, dass bei der Beschwerdeführerin heute – im Gegensatz zu 
früher (act. 35 und 44) – eine intensive medikamentöse Behandlung 
durchgeführt  wird; unter  anderem  mit  Leponex  (atypisches 
Neuroleptikum  mit  ausgeprägter,  rasch  einsetzender  Dämpfung  und 
starker  antipsychotischer  Wirkung  zur  Behandlung  von 
Schizophrenien;  vgl.  www.  neuroscience-schweiz.ch),  mit  Ladiomil 
(Indikation/Anwendungsmöglichkeit bei Depressionen verschiedenster 
Art; vgl. www.novartis pharma.ch) und mit Diazepan (Wirkstoff aus der 
Gruppe  der  Benzodiazepine  mit  angstlösender,  krampflösender, 
beruhigender  und  schlaffördernder  Wirkung,  der  bei  Angst-  und 
Panikzuständen  und  als  beruhigendes  und  krampflösendes  Mittel 
eingesetzt wird; vgl. www.pharmawiki.ch, alle Websites besucht am 14. 
Juli  2009).  Die  bei  der  Behandlung  mit  diesen  Medikamenten 
verwendete  Dosierung  kann  nicht  mehr  als  schwach  bezeichnet 
werden. 

3.4.3 Nicht  zuletzt  auch  aufgrund  dieser  neuen  Erkenntnisse 
erachtete  die  IV-Stellenärztin  Dr.  med.  F._______  in  ihrer  Stellung-

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nahme vom 6. Oktober  2005  (act.  68  bzw. 72)  eine  präzisere  neue 
Evaluation  durch  einen  entsprechenden  Facharzt  (Psychiatrie  und 
Psychotherapie) für nötig. Dass Dr. med. F._______ in ihren späteren 
Stellungnahmen  vom  23. Janaur  2006  (act.  76)  und  14.  November 
2007 (act. 93)  – trotz  dem Fehlen dieser  fachärztlichen Erhebung – 
eine signifikante und dauerhafte Arbeitsunfähigkeit verneinte, ist unter 
den  gegebenen  Umständen  nicht  nachvollziehbar  und  schlüssig 
(vgl. E.  2.6  hiervor).  Zufolge  der  neu  gestellten  psychiatrischen 
Diagnose  hat  die  Vorinstanz  den  Gesundheitszustand  der 
Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht weiter abzuklären. 

3.5

3.5.1 Dem Bericht von Dr. med. E._______ vom 17. Februar 2004 ist 
zudem zu entnehmen, dass sich die Versicherte bereits im November 
2003  wegen  einer  akuten  Cholecystopankreatitis  in  stationärer  Be-
handlung  befunden  hatte.  Dr.  med.  E._______  war  damals  der 
Meinung, dass dies eine schwere, aber zeitlich begrenzte Erkrankung 
sei,  welche  keine  länger  dauernde  Arbeitsunfähigkeit  begründe 
(act. 35). 

3.5.2 Nachdem Dr. med. G._______ im Bericht vom 12. Januar 2005 
unter anderem Zustände nach einer Pankreaspseudozysten-Operation 
und  einer  chronischen  Pankreatitis  diagnostiziert  hatte  (act.  66  und 
67),  erwähnte  Dr.  med.  F._______  in  ihrer  Stellungnahme  vom  6. 
Oktober 2005, hierbei handle es sich um einen neuen Befund (act. 68 
bzw.  72).  Dies  trifft  zu,  da  es  in  der  Folge  der  akuten 
Bauchspeicheldrüsenentzündung  zur  Ausbildung  von Komplikationen 
in  Form  von  operationsbedürftigen  Pseudozysten  (vgl.  www.swiss-
pankreas.ch; besucht am 14. Juli 2009) und zu einer Chronifizierung 
gekommen  war.  Unter  diesen  Umständen  war  die  von  Dr.  med. 
F._______ empfohlene Einholung der Arztberichte im Zusammenhang 
mit der Pankreas-Problematik zwingender Natur. Zu Beanstandungen 
Anlass  gibt  demnach,  dass  Dr. med. F._______ in  der  Folge in  Un-
kenntnis des entsprechenden Hospitalisations- bzw. Verlaufsberichts – 
beim Bericht vom 7. November 2005 (act. 69 und 70) handelt es sich 
nicht  um  einen  solchen  –  davon  ausgegangen  war,  dass  bei  der 
Versicherten keine bedeutsame Arbeitsunfähigkeit im Aufgabenbereich 
Haushalt vorliege. Immerhin kann es bei einem schweren Verlauf einer 
akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung zu einem mehrwöchigen bzw. 
-monatigen Klinikaufenthalt kommen (vgl. www.swiss-pankreas.ch). Ob 

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die  bei  der  Versicherten  vorhandene  Pankreas-Problematik  eine 
derartige  Schwere  und  Intensität  aufgewiesen  hatte  bzw.  aufweist, 
kann anhand der vorliegenden Akten ebenfalls nicht schlüssig und zu-
verlässig beurteilt werden; immerhin befand sich die Beschwerdeführe-
rin zur Rehabilitation offenbar in einer dafür geeigneten Klinik. Deshalb 
hat  die  Vorinstanz  auch  diesbezüglich  weitere  Abklärungen  in  die 
Wege zu leiten. 

3.5.3 Bei  diesem  Ergebnis  kann  hinsichtlich  der  bei  der  Vorinstanz 
nicht  aktenkundigen  Berichte  im  Zusammenhang  mit  der  Pankreas-
Problematik schliesslich offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin ihre 
sachverhaltliche Mitwirkungspflicht (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 
V 157 E. 1a, je mit Hinweisen) oder die Vorinstanz ihre Aktenführungs-
pflicht gemäss Art. 46 ATSG verletzt hat. Immerhin weigerte sich die 
Versicherte  keinesfalls,  die  entsprechenden  Berichte  einzureichen. 
Vielmehr hatte sie am 14. Februar 2006 darauf hingewiesen, dass sie 
den von der IVSTA am 11. Oktober 2005 (act. 73) und 31. Januar 2006 
(act. 77)  einverlangten Austritts-  bzw. Verlaufsbericht  hinsichtlich  der 
Operation der Bauchspeicheldrüse bereits am 18. November 2005 zu-
gestellt  habe  (act.  78;  vgl.  auch  act.  82).  Gründe,  weshalb  die  Ver-
sicherte  der  Vorinstanz  die  entsprechenden  Berichte  vorenthalten 
sollte, sind nicht ersichtlich.

3.6 Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits 
im  Mai  2002  ophtalmologisch  untersucht  worden  war.  Der  entspre-
chende, undatierte Bericht von Dr. med. P._______ ist jedoch teilweise 
unleserlich  und  wenig  aussagekräftig  (act.  52  und  53),  weshalb  er 
keine  rechtsgenüglichen  Rückschlüsse  auf  die  Sehkraft  der  Ver-
sicherten zulässt. Hinweise darauf,  dass  die  Versicherte  zunehmend 
Probleme  mit  der  Sehkraft  haben  könnte,  ergeben  sich  aus  dem 
Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versicherten vom 14. Februar 
2006. Darin gab die Versicherte an, sehr wenig zu sehen (act. 78). Da 
es durchaus denkbar wäre, dass die Beschwerdeführerin  durch eine 
verminderte Sehkraft auch bei der Erledigung von Haushaltstätigkeiten 
in  stärkerem  Ausmass  als  bisher  eingeschränkt  wäre,  drängen  sich 
auch diesbezüglich weitere medizinische Abklärungen auf.

3.7 Hinsichtlich der medizinischen Situation ist  abschliessend darauf 
hinzuweisen, dass die übrigen Befunde, welche in den – im Rahmen 
der Neuanmeldung eingereichten – Arztberichten erwähnt wurden, be-
reits früher bekannt gewesen waren. Aufgrund der Akten ergeben sich 

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keine Hinweise darauf, dass diese seit langem bekannten Diagnosen 
zu  einer  wesentlichen  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
und  der  Arbeits-  bzw.  Leistungsfähigkeit  geführt  haben  könnten. 
Nachvollziehbar  ist  schliesslich  auch,  dass  die  behandelte  Osteo-
porose ohne Frakturen und die Hyperlipoproteinämie keine markante 
und  dauernde  Arbeitsunfähigkeit  zu  verursachen  vermögen  (act.  68 
bzw. 72). 

4.

Zusammenfassend ergibt sich damit aufgrund der vorliegenden Akten, 
dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 19. November 2007 
auf einem unvollständig ermittelten Sachverhalt  beruht und demnach 
eine rechtskonforme Beurteilung des Rentenanspruchs nicht möglich 
ist. Somit  kann auch die  Frage,  ab welchem Zeitpunkt  ein  allfälliger 
Rentenanspruch besteht, nicht schlüssig und zuverlässig beantwortet 
werden. 

In  Gutheissung der  Beschwerde ist  demnach der  angefochtene Ent-
scheid vom 19. November 2007 aufzuheben und die Sache an die Vor-
instanz  zurückzuweisen,  damit  sie  nach  ergänzenden  Abklärungen 
zum Gesundheitszustand in psychischer und somatischer Hinsicht so-
wie  zu  den  Auswirkungen  allfälliger  Gesundheitsbeeinträchtigungen 
auf  die Arbeits-  und Leistungsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  über 
den Rentenanspruch neu verfüge. 

5.

5.1 Verfahrenskosten werden nicht erhoben, da es vorliegend um die 
Bewilligung bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und 
gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden und nach der Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts  für  hängige  Beschwerden  gegen  IV-Ein-
spracheentscheide  auch  weiterhin  anwendbaren  Bestimmungen  das 
Verfahren  kostenfrei  ist  (vgl.  Art.  69  Abs.  2  IVG  in  Verbindung  mit 
Art. 85bis Abs.  2  des  Bundesgesetzes  über  die  Alters-  und  Hinter-
lassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]).

5.2 Der  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführerin  sind  keine 
unverhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr keine Par-
teientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbin-
dung mit Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 

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[VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefoch-
tene  Einspracheentscheid  vom 19. November  2007  aufgehoben und 
die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird,  damit  diese nach 
erfolgter  Abklärung  im  Sinne  der  Erwägungen  über  den  Renten-
anspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

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Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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