# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 847aa670-28d0-5da5-b8de-7eafd2f66566
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2000-04-19
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 19.04.2000 I 501/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_I-501-99_2000-04-19.html

## Full Text

[AZA] 

I 501/99 Gi 

 

    
  IV. Kammer 
  
 

 

Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; 

Gerichtsschreiber Condrau 

 

    
  Urteil vom 19. April 2000 
  
 

 

in Sachen 

 

C.________, 1966, Beschwerdeführerin, vertreten durch die 

Beratungsstelle X.________, 

 

gegen 

 

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich, 

Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur 

 

    A.- Mit Verfügung vom 27. August 1993 sprach die Coop 

AHV-Ausgleichskasse der 1966 geborenen C.________ eine vom 

1. Februar 1992 bis 31. März 1993 befristete ganze Invali- 

denrente zu. Am 8. März 1994 wies die Ausgleichskasse des 

Kantons Zürich ein neues Rentengesuch ab. Die hiegegen er- 

hobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des 

Kantons Zürich in dem Sinne gut, dass es die Sache zur An- 

ordnung eines medizinischen Gutachtens an die IV-Stelle zu- 

rückwies (Entscheid vom 12. März 1996). Nach Vorliegen des 

Gutachtens der MEDAS am Kantonsspital S.________ sprach die 

IV-Stelle des Kantons Zürich der Versicherten mit Verfügung 

vom 21. Oktober 1997 rückwirkend ab 1. Januar 1995 eine 

halbe Invalidenrente zu. 

 

    B.- Die gegen die Verfügung vom 21. Oktober 1997 er- 

hobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des 

Kantons Zürich mit Entscheid vom 22. Juli 1999 ab. 

 

    C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt C.________ 

beantragen, es sei ihr ab 31. März 1993 eine ganze Invali- 

denrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zu wei- 

teren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. 

    Die IV-Stelle verweist auf die Ausführungen der Vor- 

instanz und beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichts- 

beschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat sich 

nicht vernehmen lassen. 

 

    
  Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 
  
 

 

    1.- Das kantonale Gericht hat die massgebenden gesetz- 

lichen Bestimmungen über die Voraussetzungen und den Umfang 

des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie 

über die Eintretensvoraussetzungen und Prüfungsbefugnis bei 

einer Neuanmeldung (vgl. Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV, Art. 41 

IVG; BGE 117 V 198 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Richtig 

sind auch die Ausführungen über die Bedeutung ärztlicher 

Auskünfte im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades 

(BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 

Erw. 1). 

    2.- a) Das kantonale Gericht hat in Würdigung der 

medizinischen Akten ausführlich dargelegt, weshalb kein 

Anlass besteht, vom Gutachten der MEDAS vom 22. Mai 1997, 

welches auf allseitigen Untersuchungen - unter anderem fan- 

den ein psychiatrisches und ein neurologisches Konsilium 

statt - beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten einschliesslich der von der Be- 

schwerdeführerin erwähnten Berichte von Dr. med. 

B.________, Dr. med. D.________ und Dr. med. L.________ 

abgegeben worden ist und in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge einleuchtet, abzuweichen. Weil nach Ansicht 

der Gutachter beim Krankheitsbild der Beschwerdeführerin 

deren Arbeitsunfähigkeit weitgehend durch die psychischen 

Symptome bestimmt ist und demnach ein genauer Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit schwer festzulegen ist, kann nicht bean- 

standet werden, dass die Vorinstanz eine Verschlechterung 

der gesundheitlichen Situation und den Beginn der Arbeits- 

unfähigkeit ab 1. Januar 1995 angenommen hat. Es besteht 

kein Anlass, ergänzende medizinische Abklärungen anzuord- 

nen. 

 

    b) In Anbetracht der physischen und psychischen Ver- 

fassung der Beschwerdeführerin ist demnach von einer Ar- 

beitsunfähigkeit von 60 % für körperlich leichte Arbeit 

auszugehen. 

 

    3.- Abschliessend ist festzustellen, dass der Invali- 

ditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten auf Grund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen ist. Die von Verwaltung 

und Vorinstanz im Einkommensvergleich herangezogenen Werte 

sind unbestritten und entsprechen der medizinisch festge- 

stellten Arbeitsunfähigkeit, sodass der berechnete Invali- 

ditätsgrad von 60 % nicht zu beanstanden ist. 

    
  Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 
  
 

 

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

 

II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- 

    rungsgericht des Kantons Zürich, der Coop AHV-Aus- 

    gleichskasse, Basel, und dem Bundesamt für Sozialver- 

    sicherung zugestellt. 

 

 

Luzern, 19. April 2000 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der IV. Kammer: 

 

Der Gerichtsschreiber: