# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af3e9bf0-9789-5aba-b389-e5d92d659dbd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 27.05.2019 120 2018 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2018-65_2019-05-27.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 120/2018/65 Bern, 27. Mai 2019

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau B.________
Beschwerdeführerin 2

und

Baupolizeibehörde der Gemeinde Urtenen-Schönbühl, Gemeindeverwaltung, 
Zentrumsplatz 8, Postfach, 3322 Urtenen-Schönbühl

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Urtenen Schönbühl vom 
17. September 2018 (Baubewilligung Nr. 2015-019; Um- und Ausbau Bauernhaus, 
Nichtbefolgen von Auflagen aus der Baubewilligung)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer 1 ist Alleineigentümer der Liegenschaft Urtenen-Schönbühl 

Grundbuchblatt Nr. D.________. Darauf befindet sich unter anderem das Bauernhaus 

E.________strasse Nr. 10. Dieses ist im Bauinventar der Gemeinde Urtenen-Schönbühl 

als schützenswert eingestuft. Zudem wurde es mit Regierungsratsbeschluss (RRB) vom 

22. Mai 1996 unter Schutz gestellt und in das Inventar der Kunstaltertümer aufgenommen. 

Die Beschwerdeführenden reichten am 15. Mai 2015 bei der Gemeinde Urtenen-

Schönbühl ein vom 1. Mai 2015 datierendes Baugesuch ein für den Einbau eines 

Treppenhauses mit Lift, die Sanierung der Wohnung im Obergeschoss, den Ausbau des 

Dachstocks über dem Wohnteil sowie den Anbau einer Schnitzelheizung an den 

RA Nr. 120/2018/65 2

bestehenden Einstellraum. Geplant war unter anderem, den mächtigen, mit Eternit 

versehenden Dachschlepper auf der Ostseite abzubrechen und circa 1.5 m nördlich davon 

eine Schlepplukarne zu erstellen, deren Vorderfont nicht verglast wird, so dass ein 

überdachter Dachbalkon entsteht. Mit Verfügung vom 12. Juni 2015 stimmte die kantonale 

Denkmalpflege (KDP) dem Bauvorhaben unter anderem mit den Auflagen zu, der 

Schlepper sei vom Projektverfasser im Detail auszuweisen und die Gestaltung der 

Verglasung im Laubenbereich im 1. Obergeschoss sei vor Ort zu definieren. Sie habe sich 

in die Erscheinung der Laube zu integrieren. Mit Gesamtentscheid vom 28. Juli 2015 2018 

erteilte die Gemeinde Urtenen-Schönbühl die Baubewilligung. Sowohl die Verfügung der 

KDP als auch der Gesamtentscheid wurden rechtskräftig. Am 16. Juni 2016 bewilligte die 

Gemeinde nachträglich eine Projektänderung für bauliche Änderungen im 

Gebäudeinneren.

2. Mit dem unterzeichneten Formular "Selbstdeklaration Baukontrolle 2" vom 23. Januar 

2017 meldete der Beschwerdeführer 1 die bewilligungskonforme Ausführung des 

Bauvorhabens. Die Bauverwaltung nahm am 2. Februar 2017 eine Schlusskontrolle vor. 

Nach Rücksprache mit der KDP teilte sie den Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 

29. März 2017 unter anderem Folgendes mit:

«7. Der Schlepper (Balkonüberdachung) muss nachgerüstet werden. Von der 
Bauherrschaft oder vom Projektverfasser ist dieser noch auf einer 
Ausführungsskizze (Form und Materialisierung) im Detail auszuweisen. Eine 
Veränderung gegenüber dem bewilligten Projekt löst auf jeden Fall eine 
Projektänderung aus.

8. Die Gestaltung der Verglasung im Laubenbereich des 1. Obergeschosses ist vor Ort 
zu definieren. Da es sich um eine äussere Veränderung handelt, kann man diese 
nicht als geringfügig bezeichnen. Als einfache Verbesserung sind stehende Bretter 
in Leibungstiefe einzusetzen. Der Abstand der Bretter ist 2 cm kleiner als die Tiefe 
der Leibung auszuführen. Die Bretter sind in die Farbgebung zu integrieren. Auch 
diese Veränderung löst eine Projektänderung aus.»

Die Bauverwaltung ersuchte die Beschwerdeführenden, die Mängel bis 31. August 2017 

beheben zu lassen und die erforderliche Projektänderung bis spätestens 12. Mai 2017 

einzureichen. Da die Beschwerdeführenden kein Projektänderungsgesuch einreichten, 

eröffnete die Gemeinde mit Verfügung vom 6. September 2017 ein Verfahren zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Sie gab den Beschwerdeführenden 

Gelegenheit, sich zur drohenden Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu 

äussern und wies auf die Möglichkeit eines nachträglichen Baugesuchs hin. Von der 

RA Nr. 120/2018/65 3

Möglichkeit zur Stellungnahme machten die Beschwerdeführenden am 2. Oktober 2017 

Gebrauch. Ein nachträgliches Baugesuch reichten sie jedoch nicht ein.

Mit Wiederherstellungsverfügung vom 17. September 2018 forderte die Gemeinde 

Urtenen-Schönbühl die Beschwerdeführenden auf, den nicht eingebauten Schlepper 

(Balkonüberdachung) sowie die Verkleidung der Verglasung im Laubenbereich an der 

Südfassade der Liegenschaft entsprechend den von der KDP genehmigten Pläne innert 

vier Monaten seit Eintritt der Rechtskraft der Verfügung einzubauen. Gleichzeitig drohte sie 

die Ersatzvornahme und eine Busse bei Nichtbefolgung an. Zur Begründung führte sie 

unter anderem aus, die Auflagen der KDP seien in Rechtskraft erwachsen. Schlepper und 

Verglasung seien nicht in Übereinstimmung mit der Baubewilligung erstellt worden. Die 

erstmalige Anbringung eines Schleppers sei ein geeignetes und erforderliches Mittel zur 

Herstellung des rechtmässigen Zustands. Sie sei mit einem vertretbaren finanziellen 

Aufwand verbunden und liege im öffentlichen Interesse des Denkmalschutzes. 

Wohnhygienische Gründe würden der Erstellung des Schleppers nicht entgegenstehen. 

Bezüglich der Verglasung im Laubenbereich an der Südfassade kämen als 

Wiederherstellungsmassnahmen einerseits der Einbau einer neuen Verglasung, 

andererseits das Anbringen einer Verkleidung an die bereits eingebaute Verglasung, 

beides gemäss Vorgaben der KDP, in Betracht. Da mit der zweiten, kostengünstigeren 

Massnahme die denkmalschützerischen Interessen gewahrt werden könnten, sei diese zu 

wählen.

3. Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden am 15. Oktober 2018 

Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie 

beantragen, die Wiederherstellungsverfügung sei vollumfänglich aufzuheben. Eventuell sei 

auf die Anordnung, nachträglich eine Balkonüberdachung entsprechend den Plänen der 

Bau- und Betriebskommission einzubauen, zu verzichten. Zur Begründung machen sie 

insbesondere geltend, das 1860 erstellte Bauernhaus sei zu einem späteren Zeitpunkt auf 

der ganzen Ostseite um vier Meter verbreitert worden. Seither sei der Lichteinfall sehr 

begrenzt. In diesem Bereich befänden sich der Balkon und die Verglasung. Die 

Zusammenarbeit mit der KDP sei schwierig gewesen. Die Ostseite des Bauernhauses sei 

von der Öffentlichkeit nicht einsehbar. Deshalb bestehe kein öffentliches Interesse an den 

verfügten baulichen Massnahmen. Der zusätzliche finanzielle Aufwand sowie die massive 

Verschlechterung der Wohnqualität seien unverhältnismässig. Es gebe keine 

denkmalpflegerische Vorschrift, wonach Balkone mit Schleppern ausgerüstet werden 

RA Nr. 120/2018/65 4

müssten. Die aktuelle Gestaltung der Verglasung sei ihnen gegen ihren Willen vom 

Sachbearbeiter der KDP vorgeschrieben worden. Zudem seien die Pläne, die sie zur 

Wiederherstellungsverfügung erhalten hätten, nicht tauglich, um die geforderten Arbeiten 

auszuführen. Die Gestaltung sei nicht vor Ort definiert worden. Gemäss Auskunft der KDP 

sei der Mitarbeiter, der die Pläne genehmigt habe, nie auf dem Balkon gestanden. 

4. In ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 9. November 2018 beantragte die 

Gemeinde die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie insbesondere 

geltend, dass die beiden Auflagen zum Schlepper und zur Gestaltung der Verglasung im 

Laubenbereich im 1. Obergeschoss in Rechtskraft erwachsen seien, würden die 

Beschwerdeführenden nicht in Frage stellen. Ein öffentliches Interesse an der 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei im Allgemeinen gegeben. Schutz und 

Erhalt eines Baudenkmals hänge nicht von der Einsehbarkeit ab. Die 

Beschwerdeführenden würden die behaupteten zu hohen Wiederherstellungskosten nicht 

beziffern. In der Beilage 4 zur angefochtenen Verfügung (Detailplan und Beschrieb 

Schlepper) sei lediglich die Metallabdeckung des Schleppers fälschicherweise als "noch 

nicht definitiv" bezeichnet. Im Übrigen seien die Planbeilagen nicht zu beanstanden. Sie 

seien vermasst und könnten von einer Fachperson problemlos umgesetzt werden. Die 

vorgeschriebene gemeinsame Definition der genauen Ausgestaltung der Verglasung vor 

Ort sei von den Beschwerdeführenden verpasst worden. Das Ziel der guten Erscheinung 

dieser Massnahme müsse nun im vorliegenden Wiederherstellungsverfahren auf anderem 

Weg erreicht werden.

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte im Beisein 

der Beschwerdeführenden sowie einer Vertretung der Vorinstanz und der KDP einen 

Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich 

zum Protokoll des Augenscheins mit Instruktionsverhandlung zu äussern. Von dieser 

Möglichkeit machten alle Beteiligten Gebrauch. Die Beschwerdeführenden machten in ihrer 

Stellungnahme unter anderem geltend, im Bauinventar seien schützenswerte Objekte mit 

Dacheinschnitten aufgeführt. Sie verwiesen auf ein Bauernhaus in Münchenbuchsee. Das 

Rechtsamt bat die KDP, zu diesem Einwand Stellung zu nehmen. Anschliessend gab es 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191)

RA Nr. 120/2018/65 5

den Beteiligten Gelegenheit, Schlussbemerkungen einzureichen. Von dieser Möglichkeit 

machten die Beschwerdeführenden Gebrauch. Die KDP verzichtete ausdrücklich, die 

Gemeinde stillschweigend auf das Einreichen von Schlussbemerkungen.

6. Auf die Rechtsschriften, die Vorakten sowie das Ergebnis des Augenscheins wird, 

soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG2 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 

48 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVE angefochten werden. 

Diese ist daher für die Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Die Beschwerdeführenden sind als Adressatin bzw. Adressat der angefochtenen 

Wiederherstellungsverfügung besonders berührt. Sie haben ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Änderung oder Aufhebung. Sie sind deshalb befugt, Beschwerde zu führen 

(Art. 65 Abs. 1 VRPG3).

c) Die Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist eingereicht worden (Art. 49 Abs. 1 

BauG). Sie enthält einen Antrag und eine Begründung (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Die BVE tritt 

deshalb auf die Beschwerde ein.

2. Rechtswidrigkeit

a) Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführenden die Laubenverglasung und den 

Dacheinschnitt (Dachbalkon) in Abweichung von den bewilligten Plänen erstellt haben bzw. 

dass sie entgegen der rechtskräftigen Auflagen weder den Dachschlepper im Detail 

ausgewiesen noch die Gestaltung der Verglasung im Laubenbereich im 1. Obergeschoss 

vor Ort mit der KDP definiert haben. Deshalb hat die Vorinstanz zu Recht ein 

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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Wiederherstellungsverfahren eingeleitet (vgl. Art. 46 BauG). Die Beschwerdeführenden 

haben kein nachträgliches Baugesuch gestellt. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts 

gilt es als unverhältnismässig, eine an sich bewilligungsfähige Baute oder Anlage bloss 

wegen Fehlens der Baubewilligung beseitigen zu lassen (sog. formelle Rechtswidrigkeit). 

In Fällen, in denen kein nachträgliches Baugesuch gestellt wird, hat die 

Rechtsmittelbehörde deshalb summarisch zu prüfen, ob das Vorhaben bewilligt werden 

könnte (sog. materielle Rechtswidrigkeit).4

b) Beim Bauernhaus E.________strasse Nr. 10 handelt es sich unbestritten um ein 

schützenswertes Baudenkmal im Sinn von Art. 10a Abs. 2 BauG, das zudem mit 

Regierungsratsbeschluss (RRB) vom 22. Mai 1996 unter Schutz gestellt und in das 

Inventar der Kunstaltertümer aufgenommen worden ist. Im Bauinventar wird es 

folgendermassen beschreiben:

«Bauernhaus. Projekt 1858, Ausführung 1860; Fassadenrenov. 1995
Mächtiger spätklassizistischer Baukörper; Satteldach; O-seitig breite, von der Giebelfront zurück 
gesetzte Laube (heute verglast). Vertikale Unterteilung des Wohntraktes in anspruchsvollen 
Hauptteil (Sandstein, im DG dekorativer Sichtrieg) u. schlichteren Sichtriegteil. Qualitätvolle Details: 
Dachkonsolen, Riegausfachungen mit Dekormalerei, Haustür, Lauben-Holzwerk u.a. Ökonomietrakt 
(Ständerbau) teilw. erneuert; Tennstor mit Stichbogen. Vor der Giebelfassade Garten mit Bassin, 
Gartenhaus (E.________strasse 10B) u. Eisenstaketenzaun. Zusammen mit den Nebengebäuden 
(E.________strasse 10A West u. 10A Ost) ausgesprochen herrschaftliches Anwesen von grosser 
Ausstrahlung. Werk des bedeutenden Burgdorfer Arch. F.________, der gleichzeitig für den 
gleichen Bauherrn den Stock gegenüber (E.________strasse 13) erbaute.»

Schützenswerte Baudenkmäler dürfen grundsätzlich nicht abgebrochen werden. Innere 

Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattungen sind ihrer Bedeutung entsprechend zu 

erhalten, sofern dies für den Schutzzweck erforderlich und für die Eigentümerin oder den 

Eigentümer zumutbar ist (Art. 10b Abs. 2 BauG). Baudenkmäler können nach den 

Bedürfnissen des heutigen Lebens und Wohnens für bisherige oder passende neue 

Zwecke genutzt und unter Berücksichtigung ihres Wertes verändert werden. Sie dürfen 

durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt werden (Art. 10b Abs. 1 

BauG). Im Baubewilligungsverfahren sind die zur Abwehr von Gefährdungen erforderlichen 

Bedingungen und Auflagen festzusetzen; es können Projektänderungen verlangt, soweit 

nötig Baubeschränkungen verfügt oder der Bauabschlag verfügt werden (Art. 10b Abs. 4 

BauG). 

4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 15a

RA Nr. 120/2018/65 7

Der Denkmalschutz bezweckt die Erhaltung denkmalgeschützter Bauten in ihrem inneren 

und äusseren Bestand. Eigentumsbeschränkungen zum Schutz von Baudenkmälern liegen 

allgemein im öffentlichen Interesse.5 Auch wenn Baudenkmäler nach den Bedürfnissen des 

heutigen Lebens und Wohnens genutzt und unter Berücksichtigung ihres Wertes verändert 

werden dürfen, sind nur solche Veränderungen zulässig, die die erhaltenswerte 

Baustruktur und Bausubstanz gestalterisch berücksichtigen und soweit als möglich 

erhalten. Eine Baute soll als Zeuge und Ausdruck einer historischen, gesellschaftlichen, 

wirtschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben.6 Das bedeutet, dass die 

Veränderung diejenigen Qualitäten und Eigenschaften des Gebäudes respektieren muss, 

die zu seiner Qualifizierung als schützens- oder erhaltenswert geführt haben. Eingriffe sind 

so gering wie möglich zu halten, so dass die Authentizität des Baudenkmals bestehen 

bleibt. Da es sich beim fraglichen Bauernhaus um ein unter Schutz gestelltes Denkmal 

handelt, sind Veränderungen zudem nur zulässig, wenn die KDP die entsprechende 

Bewilligung erteilt (Art. 17 Abs. 1 DPG7). 

c) Soweit aus den Plänen ersichtlich, wurde die Verglasung des gesamten 

Laubenbereichs im 1. Obergeschoss bewilligt, wobei die Gestaltung noch vor Ort zu 

definieren war. Anlässlich der Baukontrolle stellte die Vorinstanz fest, dass die Verglasung 

nicht der Bewilligung entsprach. In der angefochtenen Verfügung verlangte sie daher, dass 

die Verkleidung der Verglasung im Laubenbereich an der Südfassade entsprechend den 

von der KDP genehmigten Plänen einzubauen sei. Auf diesen Plänen ist der ganze 

Laubenbereich im 1. Obergeschoss als verglast eingezeichnet. Anlässlich des 

Augenscheins konnte festgestellt werden, dass nur etwa die Hälfte des Laubenbereichs im 

1. Obergeschoss verglast worden ist. Die andere Hälfte des Laubenbereichs ist nach wie 

vor im ursprünglichen Zustand, d.h. aus Holz. Ebenso konnte festgestellt werden, dass die 

Holzverkleidung im verglasten Bereich in der Zwischenzeit eingebaut worden ist. Die 

Vertreterin der KDP führte am Augenschein aus, der ursprünglich belassene Teil der 

Laubefassade sei aus denkmalpflegerischer Sicht völlig unproblematisch. Es ist somit nicht 

nötig, dass der gesamte Laubenbereich im 1. Obergeschoss verglast und mit Holz 

verkleidet wird. Die Vertreterin der KDP führte am Augenschein weiter aus, die Verkleidung 

der Laubenverglasung sei zwar etwas spärlich, könne aber aus denkmalpflegerischer Sicht 

so akzeptiert werden. Auch die Berner Fahne könne belassen werden. Damit steht fest, 

5 BGE 120 Ia 270 E. 4a, mit weiteren Hinweisen
6 BGE 126 I 219 E. 2e
7 Gesetz vom 8. September 1999 über die Denkmalpflege (Denkmalpflegegesetz, DPG; BSG 426.41)

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dass bezüglich der Laubenverglasung kein rechtswidriger Zustand vorliegt. Die 

Beschwerde wird deshalb gutgeheissen, soweit sie die Laubenverglasung betrifft.

d) Im Zusammenhang mit der Sanierung der Wohnung im 1. Obergeschoss wurden der 

Abbruch des mächtigen Dachschleppers auf der Ostseite und der leicht nach Norden 

verschobene Neubau einer auf der Vorderfront offenen Schlepplukarne bewilligt. Damit 

sollte dem Wunsch der Beschwerdeführenden nach einem Aussenraum im Dach 

entgegengekommen werden. Die Beschwerdeführenden haben von der Baubewilligung nur 

insoweit Gebrauch gemacht, als sie den Dachschlepper abgebrochen haben. Sie wollen 

den dabei entstandenen Dacheinschnitt (Dachbalkon) beibehalten und nicht, wie bewilligt, 

mit einer auf der Vorderfront offenen Schlepplukarne versehen. Neben der Nutzung als 

Balkon bezwecken die Beschwerdeführenden damit vor allem eine bessere Belichtung der 

Küche.

Am Augenschein mit Instruktionsverhandlung führte die Vertreterin der KDP aus, die 

genaue Lage des Dacheinschnittes spiele keine grosse Rolle, aber über dem Einschnitt sei 

ein Dachschlepper zu erstellen. Dieser müsse auf den Seiten geschlossen sein. Aus 

historischer Sicht gebe es folgende Varianten für die Belichtung des Dachgeschosses: 

Lukarnen, Dachfenster und Dachschlepper. Die Nutzung des Dachgeschosses mittels 

Dacheinschnitt als Balkon sei ein modernes Wohnelement und passe nicht in das 

historische Erscheinungsbild des Gebäudes. Die KDP wende die vom Amt für Gemeinden 

und Raumordnung (AGR) herausgegebenen Gestaltungsgrundsätze für Um- und 

Ausbauten sowie Zweckänderungen schützenswerter Bauen in der Landwirtschaftszone8 

auch für Baudenkmäler in der Bauzone an. Dies stelle die gültige Praxis der KDP dar. 

Anders als die Beschwerdeführenden meinen, ist nicht zu beanstanden, dass die KDP die 

für schützenswerte Bauten ausserhalb der Bauzone geltenden Gestaltungsgrundsätze 

auch auf schützenswerte Bauernhäuser in der Bauzone anwendet, wird doch mit diesen 

Gestaltungsgrundsätzen bezweckt, den Charakter und die Identität des Gebäudes zu 

wahren. Diese fachlichen Anforderungen treffen für schützenswerte Bauten desselben 

Typs innerhalb und ausserhalb der Bauzone gleichermassen zu. 

e) Die Beschwerdeführenden machten in ihrer Stellungnahme unter anderem geltend, 

im Bauinventar seien schützenswerte Objekte mit Dacheinschnitten aufgeführt. Sie 

8 Einsehbar unter <https://www.jgk.be.ch>, Rubriken «Baubewilligungen, Bauen ausserhalb Bauzonen, 
Gestaltungsgrundsätze»

http://www.jgk.be.ch

RA Nr. 120/2018/65 9

verwiesen auf ein Bauernhaus in Münchenbuchsee. Soweit die Beschwerdeführenden 

damit einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht geltend machen wollen, ist 

Folgendes festzuhalten: Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht der 

Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die 

gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen 

nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt den Bürgern grundsätzlich keinen 

Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. 

Ausnahmsweise und unter strengen Bedingungen wird jedoch im Rahmen des 

verfassungsmässig verbürgten Gleichheitssatzes ein Anspruch auf Gleichbehandlung im 

Unrecht anerkannt (Art. 8 Abs. 1 BV9). Dies setzt voraus, dass die zu beurteilenden Fälle in 

den tatbestandserheblichen Sachverhaltselementen übereinstimmen, dass dieselbe 

Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und zudem zu erkennen gibt, auch 

künftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu wollen.10 Zum von den 

Beschwerdeführenden erwähnten Bauernhaus in Münchenbuchsee führt die KDP aus, zum 

Zeitpunkt der Inventarisierung sei der Dacheinschnitt schon erstellt gewesen. Es liegt somit 

kein vergleichbarer Sachverhalt vor. Zudem ist mit dem Nennen eines einzigen Beispiels 

keine rechtswidrige Bewilligungspraxis dargetan oder ersichtlich. Es besteht deshalb von 

vornherein kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht.

f) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung der Denkmalpflege, ein 

Dacheinschnitt passe als modernes Element nicht in das historische Erscheinungsbild des 

Gebäudes E.________strasse 10, nachvollziehbar ist und die BVE überzeugt. Aufgrund 

einer summarischen Prüfung erscheint der Dacheinschnitt deshalb nicht als 

bewilligungsfähig. 

3. Wiederherstellung

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, es bestehe kein öffentliches Interesse an 

der Wiederherstellung, da die Ostseite des Bauernhauses vom öffentlichen Raum aus nicht 

einsehbar und somit auch nicht von ortsbildschützerischem Interesse sei. Es sei deshalb 

nicht ersichtlich, warum sie eine kostspielige Balkonüberdachung erstellen sollten. Der 

zusätzliche finanzielle Aufwand und die massive Verschlechterung der Wohnqualität seien 

9 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
10 Vgl. BGE 136 I 65 E. 5.6 S. 78 mit Hinweisen

RA Nr. 120/2018/65 10

unverhältnismässig. Ihr Interesse an einem gesunden Wohnklima mit genügend Lichteinfall 

sei stärker zu gewichten als die denkmalpflegerischen Interessen am nachträglichen 

Einbau einer Balkonüberdachung. Auch hinsichtlich der zusätzlichen Kosten sei die 

angeordnete Massnahme nicht verhältnismässig. Zudem seien die Pläne, die sie zur 

Wiederherstellungsverfügung erhalten hätten, nicht tauglich, um die geforderten Arbeiten 

auszuführen. Die Gestaltung sei nicht vor Ort definiert worden. 

b) Ist ein baubewilligungspflichtiges Bauvorhaben ohne oder in Überschreitung einer 

Baubewilligung ausgeführt worden (formelle Rechtswidrigkeit) und kann es nachträglich 

auch nicht bewilligt werden (materielle Rechtswidrigkeit), ist der rechtmässige Zustand 

wiederherzustellen (Art. 46 BauG). Die Verpflichtung zur Wiederherstellung kann auch in 

der Aufforderung bestehen, den rechtmässigen Zustand erstmals herzustellen, 

beispielsweise einen bewilligten, aber unvollendeten Bau zu vollenden.11 Die 

Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein 

und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist 

verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter 

geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die 

pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.12 

c) Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist 

im Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen 

Bestimmungen und an der konsequenten Verhinderung von Bauten und Anlagen, die der 

baurechtlichen Ordnung widersprechen, generell gross ist.13 Das Bauernhaus 

E.________strasse 10 ist ein schützenswertes Baudenkmal. Es besteht deshalb ein 

erhebliches öffentliches Interesse, den Charakter des überlieferten, historischen 

Erscheinungsbilds zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Der Umstand, dass die Ostseite 

vom öffentlichen Raum aus nicht einsehbar ist, ist entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführenden nicht entscheidrelevant, da die Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands aus denkmalpflegerischen Gründen und nicht wegen des 

Ortsbildschutzes erforderlich ist. Der Wunsch der Beschwerdeführenden nach einer 

11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 8
12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1
13 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 9a mit Hinweisen

RA Nr. 120/2018/65 11

besseren Belichtung ihrer Wohnung ist zwar nachvollziehbar, er kann jedoch nur unter 

Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen erfüllt werden, im vorliegenden 

Fall beispielsweise mit einer Laubenverglasung und mit einer (einzig) auf der Vorderfront 

offenen Schlepplukarne. 

d) Wiederherstellungsmassnahmen müssen verhältnismässig sein. Die Anordnung 

muss geeignet sein, um das angestrebte Ziel zu erreichen, darf nicht weiter gehen als zur 

Herstellung des rechtmässigen Zustands notwendig ist und die mit der Wiederherstellung 

verbundene Belastung des oder der Pflichtigen muss in einem vernünftigen Verhältnis zum 

verfolgten Ziel stehen. Eine Wiederherstellungsverfügung ist dann unverhältnismässig, 

wenn die Abweichung vom Gesetz gering ist und die berührten öffentlichen Interessen den 

Schaden, der der Eigentümerin oder dem Eigentümer durch die Wiederherstellung 

entstünde, nicht zu rechtfertigen vermögen. Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

kann sich auch eine Bauherrschaft berufen, die nicht gutgläubig gehandelt hat. Sie muss 

aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum 

Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der 

Bauherrschaft allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass 

berücksichtigen.14 

Zur Herstellung des rechtmässigen Zustands muss entweder die bewilligte Schlepplukarne 

über dem Dacheinschnitt gebaut oder der Dacheinschnitt ganz verschlossen werden. 

Beide Lösungen sind aus denkmalpflegerischer Sicht gleichermassen geeignet und 

erforderlich. Ein vollständiges Verschliessen des Dacheinschnitts ist jedoch nicht im 

Interesse der Beschwerdeführenden, steht dies doch ihrem Anliegen nach besserer 

Belichtung und Belüftung ihrer Wohnung diametral entgegen. Die Anordnung der 

Vorinstanz, die fehlende Schlepplukarne gemäss den bewilligten Plänen und dem von der 

Denkmalpflege genehmigten Detailplan einzubauen, ist deshalb unter diesem 

Gesichtspunkt nicht zu beanstanden. Aufgrund der Erläuterungen der Vorinstanz in ihrer 

Beschwerdevernehmlassung und anlässlich des Augenscheins mit Instruktionsverhandlung 

erscheint der fragliche Detailplan auch als genügend klar, um gestützt darauf den 

rechtmässigen Zustand herzustellen. Es ist Sache der Beschwerdeführenden, gestützt 

darauf allfällige noch erforderliche Ausführungspläne erstellen zu lassen. Schliesslich ist 

14 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 9c Bst. a-c

RA Nr. 120/2018/65 12

die angeordnete Massnahme auch zumutbar, d.h. die Belastung für die 

Beschwerdeführenden steht in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel. Es kann 

dabei offen gelassen werden, ob sich die Wiederherstellungskosten auf rund 50'000 

Franken belaufen werden oder ob sie um mindestens 10'000 Franken gesenkt werden 

könnten, wie die Vorinstanz geltend macht. Wirtschaftliche Interessen allein haben nach 

der Rechtsprechung kaum je ausschlaggebendes Gewicht, selbst wenn die 

Wiederherstellungskosten sehr hoch sind.15 Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit 

der KDP wussten die Beschwerdeführenden, dass diese einen Dacheinschnitt bzw. 

Dachbalkon nicht als bewilligungsfähig erachtete. Sie können deshalb nicht als gutgläubig 

im baurechtlichen Sinn gelten. Die Wiederherstellungskosten sind demnach nicht derart 

hoch, dass deshalb auf die Wiederherstellung aus Gründen der Verhältnismässigkeit 

verzichtet werden müsste. Dies gilt umso mehr, als sich die Beschwerdeführenden die mit 

der nachträglichen Erstellung der Schlepplukarne verbundenen Mehrkosten aufgrund ihres 

Vorgehens selber zuzuschreiben haben. Die angeordnete Wiederherstellungsmassnahme 

ist deshalb auch verhältnismässig. Es steht den Beschwerdeführenden frei, den 

Empfehlungen der KDP folgend eine andere Ausführung der Schlepplukarne zu prüfen 

(beispielsweise Holzgestell statt Metall, Ziegeleindeckung statt Blech) und entsprechende 

Detailpläne vor Ablauf der Wiederherstellungsfrist genehmigen zu lassen. 

4. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache 

wird eine Pauschalgebühr von Fr. 200.00 bis 4'000.00 je Beschwerde erhoben (Art. 19 

Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 2 GebV16). In Anwendung dieser Bestimmungen und 

unter Berücksichtigung der Bemessungskriterien von Art. 7 GebV wird die Pauschalgebühr 

auf Fr. 2'000.00 festgelegt. Für den Augenschein mit Instruktionsverhandlung vom 17. 

Januar 2019 wird in Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von 

Fr. 400.00 erhoben. Die Verfahrenskosten betragen somit Fr. 2'400.00. 

15 Vgl. dazu Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 
2013, Art. 46 N.9c Bst. c, mit weiteren Hinweisen
16 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

RA Nr. 120/2018/65 13

Laut Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei 

auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere 

Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu 

erheben. Als unterliegend gilt, wer mit seinen Anträgen nicht durchdringt. Die 

Beschwerdeführenden dringen mit ihrer Beschwerde insoweit durch, als die 

Wiederherstellungsverfügung aufgehoben wird, soweit sie die Anpassung der 

Laubenverglasung verlangt. Im Übrigen unterliegen sie. Sie gelten somit als zur Hälfte 

obsiegend. Deshalb haben sie Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.00 zu tragen. 

Die restlichen Verfahrenskosten sind nicht zu erheben (Art.  108 Abs. 2 VRPG).

b) Die obsiegende Partei hat grundsätzlich Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Beschwerdeführenden sind nicht durch einen Anwalt oder 

eine Anwältin vertreten. Parteikosten sind somit keine angefallen (Art. 104 Abs. 1 VRPG). 

Die Vorinstanz hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (vgl. Art. 104 

Abs. 4 VRPG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. b und c VRPG). Parteikosten werden deshalb keine 

gesprochen.

III. Entscheid

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Ziffern 1 und 3 der Verfügung 

der Gemeinde Urtenen-Schönbühl vom 17. September 2018 folgendermassen 

angepasst:

«1. Der nicht eingebaute Schlepper (Balkonüberdachung) auf der Ostseite der Liegenschaft 
E.________strasse 10, 3322 Urtenen-Schönbühl (Parzelle Nr. D.________) ist 
entsprechend dem von der Denkmalpflege genehmigten Plan "Detailplan und Beschrieb 
Schlepper" (Beilage 4) einzubauen. (Satz zwei unverändert).»

«3. Kommen die Verfügungsadressaten dieser Verfügung innert der Frist nach Ziff. 1 hiervor 
nicht vollständig und vorschriftsgemäss nach, wird die Gemeinde ohne weitere 
Verfügungen zur Ersatzvornahme schreiten, d.h die Wiederherstellungsmassnahme 
nach Ziff. 1 hiervor (Einbau Schlepper) auf Kosten der Verfügungsadressaten selber 
ausführen oder durch Dritte ausführen lassen (Art. 47 BauG).»

RA Nr. 120/2018/65 14

Im Übrigen wird die Verfügung der Gemeinde Urtenen-Schönbühl vom 

17. September 2018 bestätigt.

2. Die Beschwerdeführenden haben Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.00 zu 

tragen. Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. 

Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 

erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau B.________ und Herrn A.________, eingeschrieben

- Baupolizeibehörde der Gemeinde Urtenen-Schönbühl, Gemeindeverwaltung, 

eingeschrieben

- Kantonale Denkmalpflege, zur Kenntnis

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungspräsident