# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2c9cc1c-95d8-5e4e-bc35-9f2d4e41d4e5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 D-7902/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7902-2008_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7902/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 1. Dezember 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7902/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 13. Oktober 2008 in der Schweiz um 
Asyl nachsuchte, 

dass er  bei  der  Erstbefragung vom 20. Oktober  2008 im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie anlässlich der am 18. 
November  2008  in  C._______  durchgeführten  direkten  Bundesan-
hörung geltend machte, er stamme aus D._______ (E._______), 

dass er am späten Nachmittag des 21. beziehungsweise 24. Septem-
ber  2008  seine  Freundin  an  der  F._______  Street  habe  abholen 
wollen, 

dass er - nachdem er an dieser Strasse angekommen sei - in eine Ver-
folgungsjagd zwischen der Polizei  und bewaffneten Räubern geraten 
sei, 

dass er in der Folge von der Polizei festgenommen worden sei, da die-
se ihn für einen der Räuber gehalten habe,

dass ihn die Polizei auf den Polizeiposten gebracht habe, wo er befragt 
und in eine Zelle gesperrt worden sei, 

dass er befürchtet habe, innerhalb der nächsten 24 Stunden getötet zu 
werden,  da  er  zusammen  mit  bewaffneten  Räubern  festgenommen 
worden sei, 

dass in der folgenden Nacht ein Polizist - der mit seinem verstorbenen 
Vater befreundet gewesen sei - zu ihm gekommen sei und ihm gesagt 
habe, er würde ihm zur Flucht verhelfen, 

dass er wenig später im Kofferraum des Autos des Polizisten das Ge-
fängnis habe verlassen können und anschliessend mit dem Bus nach 
Lagos gefahren sei, wo er sich während circa einer Woche versteckt 
gehalten habe, 

dass er am 1. Oktober 2008 nach Cotonou (Benin) gereist sei, da er 
befürchtet habe, von der nigerianischen Polizei erschossen zu werden, 
falls er gefunden werde, 

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dass er anschliessend via Ghana nach Paris geflogen sei, von wo er 
über  Mailand  und  Como  per  Zug,  Auto  und  zu  Fuss  illegal  in  die 
Schweiz gereist sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuchs im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  schriftlich 
aufgefordert  worden  ist,  innert  48  Stunden  ein  Reise-  oder 
Identitätspapier einzureichen, 

dass das BFM mit Entscheid vom 1. Dezember 2008 - eröffnet am 4. 
Dezember 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1988 (AsylG, SR 142.31) auf das Asyl-
gesuch vom 13. Oktober 2008 nicht eintrat und die Wegweisung sowie 
den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen ausführte,  der Beschwerdeführer  mache geltend,  er  sei  mit  ei-
nem  gefälschten  nigerianischen  Pass  ausgereist,  den  er  jedoch  in 
Frankreich vernichtet habe, 

dass die  Angaben des Beschwerdeführers zu diesem Pass aber  er-
hebliche Widersprüche aufweisen würden, habe er doch anlässlich der 
Erstbefragung behauptet, der Pass habe nicht sein eigenes Foto ent-
halten  und  sei  auf  den  Namen  G._______  ausgestellt  gewesen, 
wohingegen er bei der Bundesanhörung erklärt habe, im Pass sei sein 
eigenes  Foto  gewesen  und  das  Dokument  habe  auf  den  Namen 
H._______ gelautet, 

dass der Beschwerdeführer zudem weder in der Lage sei, sich an die 
Fluggesellschaft  zu  erinnern,  noch  ein  Flugzeug  von  innen  zu  be-
schreiben,  bringe er  doch lediglich vor, im Flugzeug habe es wie in 
einem Zug ausgesehen, 

dass seine diesbezüglichen Antworten stereotypen Vorbringen der Ge-
suchsteller  entsprechen würden,  die nicht  bereit  seien,  ihre  Identität 
mit Ausweispapieren zu belegen, 

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dass in den Akten überdies keine Hinweise ersichtlich seien, dass sich 
der Beschwerdeführer seit  seinem Aufenthalt  in der Schweiz um die 
Beschaffung von Dokumenten bemüht habe, 

dass  deshalb  keine  entschulbaren Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem  Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen, 

dass der Beschwerdeführer sich zudem während des Verfahrens in Wi-
dersprüche verwickelt habe, 

dass er beispielsweise bei der Erstbefragung behauptet habe, er habe 
sich  nach  seiner  Ausreise  am  1.  Oktober  2008  aus  Nigeria  zwei 
Wochen  in  Benin,  zwei  Tage in  Ghana  und  fünf  Tage in  Frankreich 
aufgehalten, bevor er in die Schweiz gereist sei, wohingegen er bei der 
Bundesanhörung  geltend  gemacht  habe,  nach  Verlassen  seines 
Heimatlandes sei  er  eine Woche in Benin, drei  Tage in Ghana, zwei 
Wochen in Frankreich und zwei Tage in Mailand geblieben, bevor er in 
die Schweiz gekommen sei, 

dass diese sich ohnehin widersprechenden Versionen dadurch wider-
legt würden, dass der Beschwerdeführer am 12. Oktober 2008 in die 
Schweiz eingereist sei, 

dass der Beschwerdeführer im Weiteren in  der Erstbefragung zuerst 
vorgebracht habe, er sei während einer Woche auf dem Polizeiposten 
gewesen,  demgegenüber  er  später  in  derselben  Befragung  erklärt 
habe, er sei noch am Tag der Festnahme vom Posten geflohen, 

dass überdies die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht  in der 
Lage  sei,  die  Geschehnisse  oder  seine  Eindrücke  während  des 
Aufenthaltes auf dem Polizeiposten näher zu schildern, den Eindruck 
vermitteln würde, er habe das Geschilderte nicht selbst erlebt, 

dass er  beispielsweise lediglich behaupte, auf  dem Polizeiposten sei 
nichts spezielles passiert und er zudem nicht beschreiben könne, wie 
es in der Zelle ausgesehen habe, 

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  deshalb  nicht  geglaubt 
werden könnten, weshalb auf die Ausführungen weiterer bestehender 
Widersprüche verzichtet werde, 

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dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  10.  Dezember  2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, die angefochte-
ne Verfügung sei aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft fest-
zustellen und er sei  vorläufig aufzunehmen, eventualiter sei  das Ver-
fahren im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung zurückzuweisen, 

dass mit der Beschwerde die folgenden Schriftstücke in Kopie zu den 
Akten  gereicht  wurden:  Eine  Versicherungsbestätigung  des 
Durchgangszentrums  sowie  diverse  Terminvereinbarungen  mit  zwei 
verschiedenen  Ärzten,  wobei  auf  einer  der  Kopien  verschiedene 
"Krankheitssymptome" handschriftlich vermerkt waren, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Dezember 2008 beim Instrukti-
onsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 
AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2  AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei  dem am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen Nichteintreten-
statbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen 
sich die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, 
dass das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkun-
dige Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG 
und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
zu beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb in-
soweit  bei  dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingsei-
genschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu ver-
weisen ist,

dass vorliegend die Unterlassung der gesetzlich vorgeschriebenen Ab-
gabe von Reise- oder Identitätspapieren innert 48 Stunden nach Ein-
reichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  vorab  festzuhalten  ist,  dass  die  Behauptung  des 
Beschwerdeführers  in  der  Beschwerdeschrift,  wonach  er  unter 
erheblichen  gesundheitlichen  Störungen  leide  und  sich  die  in  der 
angefochtenen  Verfügung  aufgezeigten  Unstimmigkeiten  mit  den 
Krankheitssymptomen  durchaus  erklären  liessen,  unbehelflich 
erscheint,  zumal  einerseits  bei  drei  Terminvereinbarungen  nicht 
ersichtlich ist, ob sie den Beschwerdeführer betreffen und andererseits 

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bei der vierten Terminvereinbarung die aufgelisteten "Krankheitssymp-
tome" weder konkretisiert noch durch einen Arzt bestätigt sind, 

dass  im  Übrigen  aus  dem  Erstbefragungs-  respektive  Bundesanhö-
rungsprotokoll  keine  Hinweise  dafür  ersichtlich  sind,  der 
Beschwerdeführer  habe  während  den  Befragungen  unter 
gesundheitlichen  Problemen  gelitten  beziehungsweise  sei  aus 
gesundheitlichen  Gründen  nicht  in  der  Lage  gewesen,  seine 
Asylgründe schlüssig vorzutragen, 

dass sich der  Beschwerdeführer deshalb bei  den in  den Protokollen 
geltend  gemachten  Aussagen,  die  er  unterschriftlich  genehmigt  hat, 
behaften lassen muss, 

dass zudem die Beweisofferte hinsichtlich einer exakteren Berichter-
stattung  der  behandelnden  Ärzte  abzuweisen  ist,  da  es  dem  Be-
schwerdeführer  aufgrund  seiner  Mitwirkungspflicht  gemäss  Art.  8 
AsylG zumutbar gewesen wäre, schon im erstinstanzlichen Verfahren 
oder  mit  der  Rechtsmittelschrift  ein  ausführliches  ärztliches  Zeugnis 
beizubringen,  zumal  er  angeblich  seit  dem  10.  November  2008  in 
ärztlicher Behandlung stehen soll, 

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht - in Übereinstimmung 
mit  der  Vorinstanz  -  festzustellen  ist,  dass  die  Asylgründe  des 
Beschwerdeführers  unglaubhaft  sind  und  diesbezüglich  auf  die 
zutreffenden vorinstanzlichen Erwägen zu verweisen ist,

dass in Berücksichtigung, dass die Schilderung seines Aufenthalts auf 
dem Polizeiposten lediglich sehr vage und unsubstanziiert ausgefallen 
ist  (act.  A  9/15,  S.  7),  dass  der  Beschwerdeführer  zudem  in  der 
Erstbefragung geltend machte, die Festnahme durch die Polizei habe 
sich am 24. September 2008 zugetragen (act. A 1/9, S. 5), hingegen 
bei der Bundesanhörung erklärte, er sei am 21. September 2008 durch 
die  Polizei  festgenommen  worden  (act.  A  9/15,  S.  5),  davon 
auszugehen  ist,  es  handle  sich  bei  der  Behauptung  des 
Beschwerdeführers, wonach er von der Polizei zusammen mit Räubern 
festgenommen und auf den Polizeiposten gebracht worden sei, von wo 
er  anschliessend  geflohen  sei,  um  ein  Sachverhaltskonstrukt, 
weswegen  auch  nicht  geglaubt  werden  kann,  dass  er  nun  in  ganz 
Nigeria von der Polizei verfolgt wird,

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dass die Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz  abweichenden  Betrachtungsweise  zu  führen,  zumal  der 
Vorhalt in der Beschwerdeschrift, wonach der Sachverhalt von der Vor-
instanz unvollständig festgestellt worden sei, weil in der angefochtenen 
Verfügung den angeblich erheblichen gesundheitlichen Störungen des 
Beschwerdeführers  keine  Rechnung  getragen  worden  sei,  unzutref-
fend  ist,  da  aus  den  vorinstanzlichen  Akten  keine  gesundheitlichen 
Probleme des Beschwerdeführers ersichtlich sind, sondern diese erst 
auf Beschwerdestufe geltend gemacht werden, 

dass  auch  die  Beweisofferte  des  Beschwerdeführers  nach  weiteren 
Abklärungen vor Ort abzuweisen ist, da zusätzliche Abklärungen zum 
Sachverhalt  nur  dann  vorzunehmen sind,  wenn  hierzu  aufgrund  be-
stimmter, sich aus den Akten oder der Beschwerdeschrift ergebender 
Anhaltspunkte  hinreichend Anlass  besteht,  was im vorliegenden Fall 
jedoch nicht gegeben ist, 

dass der Beweisantrag hinsichtlich weiterer Abklärungen vor Ort ferner 
auch aus dem Grund abzuweisen ist,  da mangels Einreichung eines 
Identitätsdokuments  die  Identität  des  Beschwerdeführers  und  seine 
Herkunft nicht feststehen, was jedoch für weitergehende Abklärungen 
vor Ort grundsätzlich Voraussetzung ist,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 

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Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  er-
sichtlich sind, die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Nigeria nicht  auf  eine konkrete Gefähr-
dung im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt, 

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen jungen Mann 
mit Berufserfahrung als Kaufmann handelt, der sein ganzes bisheriges 

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Leben in Benin City verbracht hat, weshalb davon auszugehen ist, er 
verfüge dort über ein Beziehungsnetz, 

dass bezüglich  der  in der  Beschwerdeschrift  geltend gemachten ge-
sundheitlichen Probleme festzuhalten ist, dass diese nicht belegt sind, 

dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  der  Beschwerdeführer  leide 
unter  erheblichen  gesundheitlichen  Störungen,  weswegen  davon 
auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  habe  keine  nennenswerten 
gesundheitlichen Probleme, weshalb der Vollzug der Wegweisung als 
zumutbar zu erachten ist (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 24), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand: 

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