# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbe6d06c-3364-590f-a80e-f7e144697666
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.05.2007 D-1156/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1156-2007_2007-05-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1156/2007
gar/geg
{T 0/2}

Urteil vom 14. Mai 2007

Mitwirkung: Richter Galliker, Dubey, Haefeli
Gerichtsschreiber Geisser

A._______, Sri Lanka,
alias B._______, Belgien,
alias C._______, Sri Lanka,
vertreten durch Thomas Biedermann, Fürsprecher,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 16. Januar 2007 i. S. Vollzug der Wegweisung

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  30.  November  2006  am  D._______  ein  Asylgesuch 
stellte,

dass das BFM mit Verfügung gleichen Datums dem Beschwerdeführer die Einreise in 
die Schweiz vorläufig verweigerte und ihn für die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis 
maximal 14. Dezember 2006 dem E._______ zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  am  1.  Dezember  2006  durch  die  F._______  und  am 
11. Dezember 2006 durch das BFM befragt wurde, 

dass ihm das BFM am 12. Dezember 2006 die Einreise in die Schweiz zur Prüfung des 
Asylgesuchs bewilligte,

dass  das  Bundesamt  am  27.  Dezember  2006  im  G._______  die  Kurzbefragung 
durchführte und ihn am 10. Januar 2007 direkt zu seinen Asylgründen anhörte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er gehöre der tamilischen Ethnie an und stamme aus der Ortschaft H._______, 
Bezirk Jaffna (Nordprovinz Sri Lankas),

dass  er  dort  seine  zwölfjährige  Schulzeit  verbracht  und  eine  Ausbildung  als 
Dieselmotorenmechaniker  beim I._______ begonnen habe,  welche er  ein  halbes Jahr 
vor  dem Abschluss  infolge  der  instabilen  Sicherheitslage  abgebrochen  habe,  um mit 
seiner Mutter und seinem Bruder im Juli beziehungsweise August 2006 nach Colombo 
zu ziehen,

dass  er  zu  Behelligungen  im  Heimatland  zur  Hauptsache  ausführte,  er  sei  am 
14. Februar 2005 in seinem Heimatort von Angehörigen der srilankischen Armee (SLA) 
als  Tatverdächtiger  eines  Bombenattentats  während  zweier  Tage  festgehalten  und 
geschlagen  worden,  wobei  es  einem  "Richter"  gelungen  sei,  seine  Freilassung  zu 
erwirken,

dass er  infolge der erlittenen Verletzungen habe hospitalisiert  werden müssen,  wobei 
ihm nach Abschluss der Spitalpflege ein Geschwulst am Nacken geblieben sei,

dass  er  vor  seiner  Abreise  nach  Colombo  im  Juli  oder  August  2006  wegen  der 
Missachtung einer Ausgangssperre in Jaffna wiederum von Leuten der SLA geohrfeigt 
und kurz festgehalten worden sei,

dass ihn während des anschliessenden Aufenhalts in Colombo die Polizei zur Kontrolle 
seiner Identität und zu Fahndungszwecken auf den Polizeiposten mitgenommen habe, 
um ihn sogleich wieder gehen zu lassen,

dass  er  bei  der  Schweizer  Botschaft  in  Colombo  ein  Gesuch  um  Bewilligung  der 
Einreise in die Schweiz gestellt habe, welches abgewiesen worden sei,

dass  sein  Vater  seit  Januar  1990  in  der  Schweiz  lebe  und  über  eine  B-Bewilligung 
verfüge  sowie seine  Schwester  -  mit  einem  Schweizer  verheiratet  -  mittlerweile  die 
Schweizer Staatsbürgerschaft erlangt habe,

dass  er  aufgrund  der  instabilen  Sicherheitslage  in  seiner  Heimat,  und  um  seinen 

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kranken Vater in der Schweiz zu besuchen, Sri Lanka am 24. November 2006 verlassen 
habe  und  mit  einem  Schlepper  über  Singapur  und  Tokio  auf  dem  Luftweg  nach 
D._______ gelangt sei,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  Aussagen  auf  die  Protokolle  bei  den  Akten  zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  vorinstanzlichen  Verfahrens  einen 
srilankischen  Reisepass  lautend  auf  die  erstrubrizierte  Identität,  welcher  von  der 
F._______ als  echt,  und einen belgischen Reisepass,  welcher  als  Fälschung  erkannt 
wurde, zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  16.  Januar  2007  -  gleichentags  eröffnet  -  das 
Asylgesuch ablehnte sowie die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz 
und den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz die Asylgewährung mit der Begründung verweigerte, die Vorbringen 
des Beschwerdeführers vermöchten weder die Voraussetzungen der Flüchtlingseigen-
schaft im Sinne der Definition von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR  142.31)  zu  erfüllen  noch  hielten  sie  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 AsylG stand,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich seiner behaupteten Festnahme 
vom  Februar  2005  wegen  der  unsubstanziierten  und  widersprüchlichen  Schilderung 
nicht geglaubt werden könnten,

dass hinsichtlich der zwei kurzen Festnahmen durch die srilankischen Sicherheitskräfte, 
welche der Beschwerdeführer vor seiner Abreise nach Colombo und dann in Colombo 
im  Jahre  2006  erlebt  habe,  festzustellen  sei,  dass  die  betreffenden  Nachteile  nicht 
geeignet seien, eine Zwangssituation im Sinne des Asylgesetzes zu begründen,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 13.  Februar  2007 (Poststempel)  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, 

dass er darin beantragte, "der Beschwerdeführer sei vorläufig aufzunehmen",

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Zwischenverfügung vom 20. Februar 2007 die Berechtigung des Beschwerdeführers zur 
Anwesenheit bis zum Abschluss des Verfahrens feststellte und ihm Frist zur Bezahlung 
eines Kostenvorschusses ansetzte,

dass der Kostenvorschuss am 2. März 2007 geleistet wurde,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht seit dem 1. Januar 2007 endgültig über Beschwer-
den gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG),

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-
recht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einem vereinfachten Verfahren 
entschieden  wird  und  die  vorliegende  Beschwerde,  wie  nachfolgend  aufgezeigt, 
offensichtlich  unbegründet  ist,  weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet  werden 
kann und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 
und 3 AsylG),

dass sich die Beschwerde ausschliesslich  gegen den Vollzug der von der Vorinstanz 
verfügten Wegweisung richtet,

dass demnach die Verfügung vom 16. Januar 2007, soweit sie die Frage des Asyls und 
der  Flüchtlingseigenschaft  betrifft,  in  Rechtskraft  erwachsen  ist  und  auch  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  als  solche  (Ziff.  3  des  Verfügungsdispositivs) 
grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen ist,

dass  damit  Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  lediglich  die  Frage  bildet,  ob  die 
Wegweisung  zu vollziehen  oder  ob an Stelle  des  Vollzugs  eine vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen ist,

dass  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat als zulässig, zumutbar und möglich erachtet,

dass  das  BFM  im  Wesentlichen  dazu  ausführt,  wegen  des  Nichterfüllens  der 
Flüchtlingseigenschaft  gelange  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  gemäss  Art.  5 
Abs. 1 AsylG im Falle des Beschwerdeführers nicht zur Anwendung und es würden sich 
aus den Akten keine Anhaltspunkte für die tatsächliche Gefahr einer durch Art.  3 der 
Konvention  zum Schutze  der  Menschenrechte  und Grundfreiheiten  vom 4.  November 
1950 (EMRK, SR 0.101) verbotenen Strafe oder Behandlung ergeben,

dass die  im Norden und Osten Sri  Lankas entbrannten schweren Gefechte  zwischen 
Kämpfern  der  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  und  Regierungstruppen  zu 
Fluchtbewegungen und zu einer  Vielzahl  von Opfern  auch unter  der  Zivilbevölkerung 
geführt hätten,

dass vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Rückkehr des Beschwerdeführers in 
die genannten Gebiete stark erschwert sei,

dass  sich  auch  im  Süden  und  Westen  des  Landes  die  humanitäre  und  politische 

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Situation  aufgrund  der  Tsunami-Vertriebenen,  der  jüngsten  militärischen  Eskalationen 
und der Polarisierung der Politik verschärft habe, von einer generellen Unzumutbarkeit 
einer Wohnsitznahme in diesem Gebiet jedoch nicht gesprochen werden könne,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  gestützt  auf  die  mit  seiner  Staatsangehörigkeit 
verbundenen Niederlassungsfreiheit somit in einem anderen Teil seines Heimatlandes - 
beispielsweise im Grossraum Colombo - ansiedeln könne,

dass es zudem keine individuellen Gründe gebe, welche gegen die Zumutbarkeit eines 
Wegweisungsvollzugs in den Süden Sri Lankas sprächen,

dass der Beschwerdeführer zudem über eine gute Ausbildung verfüge,

dass  er  ferner  Verwandte  in  der  Region  von  Colombo  habe,  welche  ihm  bei  der 
Integration in die Gesellschaft im Süden Sri Lankas behilflich sein dürften,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  ausserdem  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer den Erwägungen des BFM im Wesentlichen entgegenhält, 
es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich die Kampfhandlungen der Bürgerkriegsparteien 
auch in den Westen und Süden des Landes ausdehnen sowie insbesondere Attentate in 
diesen  Gebieten  durch  Kämpfer  der  LTTE  und  darauf  folgende  Bestrafungsaktionen 
durch die Regierungstruppen zunehmen würden,

dass die Vorinstanz mit ihrer Beurteilung, eine Wohnsitznahme im Süden und Westen 
des Landes sei zumutbar, die aktuelle Situation in Sri Lanka verkenne,

dass junge Personen im Alter des Beschwerdeführers aktuell sehr stark von Übergriffen 
bedroht seien, entweder, indem sie von der LTTE zwangsrekrutiert  und im Falle einer 
Weigerung  schlimmstenfalls  exekutiert  würden,  oder  dass  sie  von  den 
Regierungstruppen  als  potenzielle  Freiheitskämpfer  angehalten,  befragt,  in  der  Regel 
geschlagen und meistens inhaftiert, wenn nicht gar liquidiert würden,

dass  sein  Vater  seit  Jahren  in  der  Schweiz  lebe  und  im  Besitze  der 
Aufenthaltsbewilligung sei,

dass  dieser  erwerbstätig  sei  und  über  eine  genügend  grosse  Wohnung  verfüge,  um 
seinen Sohn während der vorläufigen Aufnahme bei sich aufzunehmen sowie für dessen 
Unterhalt besorgt zu sein,

dass auch seine Schwester mit ihrer Familie in der Schweiz lebe und bereit  wäre, für 
den Beschwerdeführer zu sorgen,

dass  das  BFM  gemäss  Art.  44  Abs.  2  AsylG  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  (Art.  14a  des 
Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 
[ANAG, SR 142.20]) zu regeln hat,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, 
nicht zumutbar oder nicht möglich ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  des  Ausländers  in  seinen  Herkunfts-, 
Heimat- oder Drittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 ANAG),

dass das in Art. 5 AsylG in Anlehnung an Art. 33  des  Abkommens vom 28. Juli  1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) statuierte flüchtlingsrechtliche 

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Rückschiebungsverbot  (vgl.  auch  Art.  25  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) vorliegend keine 
Anwendung  findet,  nachdem  im  erstinstanzlichen  Verfahren  das  Nichterfüllen  der 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG und Art. 1 A Ziff. 2 FK festgestellt  worden 
und  die  Verfügung  des  BFM  vom  16.  Januar  2007  diesbezüglich  in  Rechtskraft 
erwachsen ist,

dass gemäss Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte der 
Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen 
müsste, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK drohen würde,

dass  sein  hauptsächliches  Vorbringen,  Mitte  Februar  2005  von  Angehörigen  der 
srilankischen  Armee  während  zweier  Tage  festgehalten  und  spitalreif  geschlagen 
worden zu sein, unglaubhaft ist,

dass ebenso die vom Beschwerdeführer  geltend gemachten kurzzeitigen Festnahmen 
im Jahre 2006 infolge der Missachtung einer Ausgangssperre in Jaffna beziehungsweise 
zur Kontrolle seiner Identität in Colombo die Rückkehr des Beschwerdeführers in seine 
Heimat nicht als unzulässig im Sinne von Art. 3 EMARK erachten lassen,

dass entgegen der Rechtsmitteleingabe keine Anhaltspunkte einer begründeten Frucht 
vor  einer  menschenrechtswidrigen  Behandlung  gemäss  Art.  3  EMRK  durch  die 
Regierung  vorliegen,  zumal  der  Beschwerdeführer  den  Behörden  einen  möglichen 
Aufenthalt in Colombo mit seinem dort bestehenden Beziehungsnetz sowie Wohnsitz bei 
seiner Mutter rechtfertigen kann, und er demzufolge nicht in den Verdacht der "LTTE-
Nähe" geraten dürfte (vgl. A 12, S. 5 f.),

dass  im  Weiteren  von  der  Gefahr  einer  Zwangsrekrutierung  des  Beschwerdeführers 
durch die LTTE im Grossraum Colombo grundsätzlich nicht auszugehen ist, zumal den 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  anlässlich  der  Befragungen  diesbezüglich  keine 
Hinweise zu entnehmen sind (vgl. u.a. A 12, S. 6),

dass  aufgrund  der  Aktenlage  für  den Beschwerdeführer  keine  konkrete  Gefahr  ("real 
risk") besteht, er könnte im Fall einer Rückkehr in den Heimatstaat Opfer von Folter oder 
einer  anderen  nach  Art.  3  EMRK  verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  werden  (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2001 Nr. 16 S. 122; Nr. 17 S. 130 f. sowie 1996 Nr. 18 S. 182 ff., m.w.H.; Urteil EGMR 
vom 6. Februar 2001 i.S. Bensaid, Nr. 44599/98, m.w.H.),

dass  das  Bundesgericht  bei  Ausländern,  die  nahe  Verwandte  mit  gefestigtem 
Anwesenheitsrecht in der Schweiz haben, unter bestimmten Voraussetzungen einen aus 
Art. 8 EMRK abgeleiteten Anspruch auf Anwesenheit anerkennt,

dass der Vater des Beschwerdeführers eine B-Bewilligung besitzt und mithin nicht über 
ein  gefestigtes  Anwesenheitsrecht  im  Sinne  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung 
verfügt (vgl. BGE 119 Ib 91 ff.), weshalb der Beschwerdeführer daraus keinen Anspruch 
auf Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten kann,

dass der Beschwerdeführer  gestützt  auf  die massgebliche Rechtsprechung (vgl.  BGE 
120 Ib 257) ebenso wenig aus dem Aufenthaltsstatus seiner Schwester einen eigenen 
Aufenthaltsanspruch ableiten  kann,  zumal  sich  zwischen dem mittlerweile  volljährigen 
Beschwerdeführer und seiner in der Schweiz lebenden Schwester aus den Akten kein 

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besonderes Betreuungs- und Pflegeverhältnis ergibt,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  keine  Verletzung  der  völkerrechtlichen 
Verpflichtungen der Schweiz darstellt und folglich als zulässig zu erachten ist,

dass  aus  humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung  völkerrechtlicher  Pflichten  der 
Schweiz,  auf  den Vollzug der  Wegweisung als  unzumutbar  verzichtet  wird,  wenn die 
Rückkehr  in  den  Heimatstaat  für  den Betroffenen  eine  konkrete  Gefährdung  darstellt 
(vgl. Art. 14a Abs. 4 ANAG),

dass  nach  Praxis  der  vormals  zuständigen  ARK  (vgl.  EMARK  2006  Nr.  6)  eine 
Rückschaffung abgewiesener Asylsuchender in den Norden Sri Lankas (Bezirke Jaffna, 
Mannar, Vuvuniya, Mullaitivu und Kilinochchi) sowie in gewisse östliche Landesteile als 
unzumutbar (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 123; EMARK 1999 Nr. 24 S. 157), hingegen 
eine Rückkehr  in  die  südlicheren  Provinzen  generell  als  zumutbar  erachtet  wird  (vgl. 
EMARK 1998 Nr. 23 S. 196 ff.; 1999 Nr. 24 S. 157; 2001 Nr. 16 S. 123),

dass  nach  Einschätzung  des  Bundesverwaltungsgerichts  diese  Beurteilung  unter 
Berücksichtigung  der  aktuellen  innenpolitischen  Lage  auch  zum  heutigen  Zeitpunkt 
Gültigkeit hat, da der derzeit instabilen Sicherheitslage im Norden und in den östlichen 
Landesteilen Sri  Lankas weiterhin dadurch Rechnung getragen wird, dass ein Vollzug 
der Wegweisung in diese Region als unzumutbar erachtet wird,

dass dem aus der Nordprovinz stammenden Beschwerdeführer unter Berücksichtigung 
der  Sicherheitslage  grundsätzlich  eine  Aufenthaltsalternative  in  anderen  Landesteilen 
Sri Lankas - insbesondere in Colombo - offen steht,

dass  einer  Aufenthaltsalternative  -  entgegen  der  vom  Beschwerdeführer  vertretenen 
Ansicht - auch keine individuellen Unzumutbarkeitsaspekte entgegenstehen,

dass der Beschwerdeführer jung sowie unabhängig ist und - soweit aktenkundig - keine 
nennenswerten gesundheitlichen Beschwerden hat,

dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  zwölfjährigen  Schulbildung,  einer 
fortgeschrittenen  Berufsbildung  als  Dieselmotorenmechaniker  (vgl.  A  9,  S.  8)  und 
Grundkenntnissen der singhalesischen Sprache (vgl. A 12, S. 6) im Hinblick auf einen 
Berufseinstieg im Grossraum Colombo als ausreichend qualifiziert einzuschätzen ist,

dass  dem  Beschwerdeführer  sodann  auch  eine  soziale  Reintegration  in  Colombo 
gelingen  dürfte,  da  er  mit  seiner  dort  lebenden  Mutter  und  weiteren  Verwandten 
väterlicherseits sowie Bekannten (wie namentlich seiner dortigen Gastgeberin) über ein 
tragfähiges Beziehungsnetz verfügt (vgl. A 12, S. 6; A 21, S. 2),

dass sich somit aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer 
allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  der  Beschwerdeführer  gerate  im  Fall  der 
Rückkehr in seinen Heimatstaat aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder 
gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation,  weshalb der Vollzug der 
Wegweisung insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass  einem Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  auch keine praktischen 
Hindernisse entgegenstehen,

dass somit die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers in 
der Schweiz nicht  erfüllt  sind und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu 
bestätigen ist,

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dass  die  angefochtene  Verfügung,  da  diese  weder  Bundesrecht  verletzt  noch 
unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und 
vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde 
daher abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.--  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  11.  Dezember  2006  [VGKE])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und mit dem am 2. März 
2007 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die  Verfahrenskosten,  bestimmt  auf  Fr.  600.--,  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Dieses Urteil geht an:

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (2.  Expl,  eingeschrieben; 
Beilagen: angefochtene Verfügung im Original, Berufsausweis)

- die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, zu den Akten

- das J._______ des Kantons K._______ (Kopie)

Der Richter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Gregor Geisser

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