# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e9f27af-9a1f-5719-9c5e-8b0706aa5abd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.11.2016 200 2016 175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-175_2016-11-30.pdf

## Full Text

200 16 175 UV
KOJ/PES/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 30. November 2016

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Nov. 2016, UV/2016/175, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

 Mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2015 bestätigte die SUVA 
(nachfolgend SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) gegenüber dem 1962 
geborenen A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ihre Verfügung vom 26. August 2015 (Antwortbeilage [AB] 128), 
mit welcher sie entschieden hatte, den Fall per 31. August 2015 abzu-
schliessen und dem Versicherten für eine Integritätseinbusse von 10% 
eine Entschädigung sowie ausgehend von einer Erwerbsunfähigkeit 
von 11% ab dem 1. September 2015 eine Rente auszurichten und wies 
die dagegen erhobene Einsprache ab (AB 144).

 Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten 
durch Fürsprecher B.________, am 1. Februar 2016 Beschwerde mit 
dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm aus dem 
Arbeitsunfall vom 25. August 2014 auch mit Wirkung nach dem 31. Juli 
bzw. 31. August 2015 die gesetzlichen Leistungen, Heilbehandlungen 
und Taggelder zuzusprechen. Unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen.

 Mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2016 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

 In der Folge reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berich-
te ein (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 5, 7, 8, 10) und beantragt mit Stel-
lungnahme vom 11. August 2016 eventualiter, den angefochtenen Ein-
spracheentscheid aufzuheben und die Sache zur rechtsgenüglichen 
Abklärung des Sachverhalts und nachfolgender Neuverfügung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 Mit Stellungnahme vom 14. November 2016 stellt die Beschwerdegeg-
nerin gestützt auf eine versicherungsmedizinische Beurteilung der neu 
eingereichten Akten durch C.________, Facharzt für Chirurgie FMH 
sowie für Chirurgie und Unfallchirurgie sowie für Viszeralchirurgie des 
Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin 
vom 12. Oktober 2016 (in den Gerichtsakten), den Antrag, die Be-
schwerde in dem Sinne gutzuheissen, als der angefochtene Einspra-

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cheentscheid vom 14. Dezember 2015 aufzuheben und die Angelegen-
heit zur Vornahme weiterer Abklärungen und anschliessender Neuver-
fügung an sie zurückzuweisen sei. 

 Es liegt damit ein übereinstimmender Antrag der Parteien auf Gutheis-
sung der Beschwerde in dem Sinne vor, als der angefochtene Einspra-
cheentscheid aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zur Vornahme weiterer Abklärungen und zu anschliessendem Erlass 
einer neuen Verfügung zurückzuweisen sei (vgl. auch prozessleitende 
Verfügung vom 16. November 2016). Diesem Antrag kann gestützt auf 
die Sach- und Rechtslage entsprochen werden, zumal aus den über-
einstimmenden Angaben des Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH und des Dr. med. C.________ folgt, dass der medizinische End-
zustand noch nicht erreicht ist und beide Parteien übereinstimmend da-
von ausgehen, dass nach der von Prof. Dr. med. D.________ vorge-
schlagenen weiteren Operation eine wesentliche Verbesserung des 
Gesundheitszustands erwartet werden kann (siehe Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 11. August 2016 und Eingabe der Beschwerde-
gegnerin vom 14. November 2016). Die Beschwerde ist entsprechend 
gutzuheissen.

 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 des Bundesge-
setzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20] i.V.m. Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG; 
SR 830.1]).

 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungs-
gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be-
deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 
bemessen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

 Die von Fürsprecher B.________ eingereichte Honorarnote vom 
28. November 2016 ist nicht zu beanstanden. Die geltend gemachten 
Auslagen neben den Fotokopien und Porti betreffen offensichtlich die 

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im Zusammenhang mit den eingeholten Arztberichten (vgl. BB 5 ff.) 
entstandenen Expertenkosten, die unter den gegebenen Umständen 
von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Parteientschädigung 
zurückzuerstatten sind (vgl. RKUV 2004 U 503 S. 187 E. 5.1; SVR 2010 
UV Nr. 3 S. 15 f. E. 10). 

 Gestützt auf die Honorarnote von Fürsprecher B.________ vom 
28. November 2016 sind die Parteikosten für das vorliegende Verfahren 
auf Fr. 5‘052.55 (Honorar Fr. 3‘925.--, Auslagen Fr. 753.30, MWSt. 
Fr. 374.25) festzusetzen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwer-
deführer diese Kosten zu ersetzen.

 Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 4 des 
kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und 
der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der SUVA vom 14. Dezember 2015 aufgehoben und die 
Sache im Sinne des gemeinsamen Antrags der Parteien zur Vornahme 
weiterer Abklärungen und zu anschliessendem Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 5‘052.55 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.