# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4aaa39e-0328-58cf-8347-dae31ba34dde
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-02-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.02.2016 C-4847/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4847-2015_2016-02-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4847/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  F e b r u a r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 

Richterin Marianne Teuscher, Richter Martin Kayser,    

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 

3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken. 

 

 

 

C-4847/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 31. März 2015 beantragte B._______ (geb. 1984) für ihre aus Kamerun 

stammende, 2000 geborene Tochter C._______ (nachfolgend: Gesuchstel-

lerin) bei der Schweizerischen Botschaft in Yaoundé die Erteilung eines 

Schengenvisums für die Dauer von drei Monaten. Als Zweck der beabsich-

tigten Reise gab sie an, ihre Tochter wolle ihren Ehemann, A._______, 

wohnhaft im Kanton Basel-Landschaft (geb. 1961, im Folgenden: Beschwer-

deführer bzw. Gastgeber), besuchen. 

B.  

Die Schweizer Vertretung wies das Gesuch mit Formular-Verfügung vom 

7. April 2015 ab, da die vorgelegten Informationen über Zweck und Bedin-

gungen des beabsichtigen Aufenthalts nicht glaubhaft seien und die Absicht, 

den Schengen-Raum vor Ablauf des Visums wieder zu verlassen, nicht als 

gesichert erachtet wurde. 

C.  

Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 26. April 2015 Ein-

sprache. Nachdem die Vorinstanz durch das Amt für Migration des Kantons 

Basel-Landschaft weitere Sachverhaltsabklärungen beim Gastgeber hatte 

durchführen lassen, wies sie die Einsprache mit Entscheid vom 13. Juli 2015 

ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, aufgrund der wirtschaft-

lichen und politischen Lage in Kamerun sowie der persönlichen Situation der 

Gesuchstellerin in ihrem Heimatland erscheine die fristgerechte Wiederaus-

reise nicht gesichert. 

D.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 9. August 2015 beantragte der Beschwerde-

führer sinngemäss die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die 

Ausstellung eines Visums für die Gesuchstellerin. 

Zur Begründung wurde insbesondere vorgebracht, seine Frau und er hätten 

bewusst auf einen Familiennachzug für die Gesuchstellerin verzichtet. Der 

zukünftige Lebensmittelpunkt seiner Familie werde in Kamerun liegen, wes-

halb die Aussage, dass es für die Gesuchstellerin keine ausreichenden 

Gründe zur Rückreise nach Kamerun gebe, widerlegt werden könne. Er un-

terstütze die Familie seiner Frau finanziell. Die Gesuchstellerin gehe in eines 

der besten Mädcheninternate des Landes. Ihre Noten seinen nicht brilliant, 

aber sie werde es vermutlich schaffen. Ein Abschluss von der national be-

kannten "Saker Babtist School" sei ein guter Schlüssel zur Teilnahme am 

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Seite 3 

lokalen Arbeitsmarkt resp. zu Universitäten. Für den Vater seiner Ehefrau 

habe er eine drei-Zimmer Wohnung gemietet. Diese nutze der Beschwerde-

führer jeweils auch als Ferienresidenz. Er habe in Kamerun an guter Lage 

Land erworben und werde in ca. sechs Jahren - nach frühzeitig erfolgter 

Pensionierung - nach Kamerun ziehen, um dort mit der Familie seiner Frau 

zu leben. Die Gesuchstellerin gedenke er zu adoptieren, sobald die gesetz-

lichen Voraussetzungen der Schweiz dazu erfüllt seien (5 Jahre Leben im 

gemeinsamen Haushalt). Sie solle nach seinem Ableben die bisherigen und 

künftigen Investitionen in Kamerun erfolgreich weiter managen. Alle seine 

Gäste aus Kamerun seien bisher termingerecht ausgereist, und er verbürge 

sich, dass dies auch im Falle der Gesuchstellerin so sein werde.  

E.  

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 7. September 2015 die 

Abweisung der Beschwerde. Sie hielt ergänzend fest, dass der Beschwer-

deführer und seine Ehefrau noch bis Mitte März 2015 einen dauerhaften Auf-

enthalt der Gesuchstellerin in der Schweiz - im Rahmen des Familiennach-

zugs - in Erwägung gezogen hätten. Zwar seien sie davon offenbar wieder 

abgerückt, jedoch könne in Würdigung der gesamten Akten nicht ausge-

schlossen werden, dass – nach der einmal erfolgten Einreise im Rahmen 

eines Besuchervisums – erneut ein Familiennachzug angestrebt werden 

könnte.  

F.  

Mit Replik vom 11. Oktober 2015 führte der Beschwerdeführer im Wesentli-

chen aus, dass sie von einem Familiennachzug der Gesuchstellerin nicht 

wieder abgerückt seien, sondern sich unmittelbar vor der Beantragung des 

Visums dazu entschieden hätten, die Familiennachzugsoption fallen zu las-

sen. Des Weiteren könne ein 15-jähriges Kind weder über ein eigenes Ein-

kommen verfügen noch zwingende lokale Verpflichtungen haben. Die Ge-

suchstellerin befände sich während den Ferien jeweils zu Hause beim Vater 

seiner Ehefrau. Er, der Beschwerdeführer, möchte, dass sie in den dreimo-

natigen Sommerferien ihre Mutter besuchen und ihn auch in seiner natürli-

chen Umgebung kennen lernen könne. 

G.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen. 

 

 

C-4847/2015 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Von der Vorinstanz erlassene Einspracheentscheide bezüglich Schen-

gen-Visa sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

(vgl. Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art 5 VwVG). Das Rechtsmittelverfahren richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 

VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde 

berechtigt. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 und 52 VwVG).  

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Angele-

genheit endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die Verlet-

zung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 

Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit gerügt werden (vgl. 

Art. 49 VwVG). Das Gericht wendet das Bundesrecht von Amtes wegen an. 

Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren 

gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend ge-

machten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgeblich ist grundsätzlich 

die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 

m.H.). 

3.  

Der angefochtenen Verfügung liegt ein Gesuch einer kamerunischen Staats-

angehörigen um Erteilung eines Visums für einen dreimonatigen Aufenthalt 

in der Schweiz zugrunde. Da sich die Gesuchstellerin nicht auf die EU/EFTA-

Personenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beabsichtigte Auf-

enthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorliegende Streitsache 

in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich der Schengen-As-

soziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den Schengen-Besitzstand 

und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte übernommen 

hat. Das Ausländergesetz (AuG, SR 142.20) und seine Ausführungsbestim-

mungen gelangen nur soweit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziie-

rungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 Abs. 

2 - 5 AuG). 

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Seite 5 

4.  

Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf 

Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines 

Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – grundsätzlich 

nicht verpflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten. Vorbe-

hältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es sich dabei um einen au-

tonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerin-

nen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 135 II 1 E. 1.1). 

Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatlichen Befugnisse insoweit 

ein, als es einheitliche Voraussetzungen für die Einreise und die Erteilung 

bzw. Verweigerung eines Visums aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflich-

tet, die Einreise bzw. das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen 

nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise bzw. Visum vermittelt jedoch 

auch das Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.4 und 4.1.5). 

5.  

5.1 Drittstaatsangehörige benötigen zur Einreise in die Schweiz bzw. den 

Schengen-Raum für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb ei-

nes Zeitraums von 180 Tagen gültige Reisedokumente, die zum Grenzüber-

tritt berechtigen, und ein Visum, sofern dieses erforderlich ist. Im Weiteren 

müssen Drittstaatsangehörige den Zweck und die Umstände ihres beabsich-

tigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel 

verfügen. Namentlich haben sie zu belegen, dass sie den Schengen-Raum 

vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des beantragten Visums wieder verlassen 

bzw. Gewähr für ihre fristgerechte Wiederausreise bieten. Ferner dürfen 

Drittstaatsangehörige nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur 

Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffent-

liche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die in-

ternationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (vgl. zu den Ein-

reisevoraussetzungen: Art. 5 Abs. 1 und Abs. 2 AuG; Art. 2 Abs. 1 der Ver-

ordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumserteilung 

[VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 5 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 562/2006 

des Europäischen Parlaments und Rates vom 15. März 2006 über einen Ge-

meinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen 

[nachfolgend: Schengener Grenzkodex bzw. SGK], ABl. L 105/1 vom 

13.04.2006 [konsolidierte Fassung, Stand: 26.11.2013]; Art. 14 Abs. 1 Bst. 

a-c und Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Ge-

meinschaft [nachfolgend: Visakodex], ABl. L 243/1 vom 15.09.2009 [konso-

lidierte Fassung, Stand: 18.10.2013]; vgl. zum Personenkreis: Art. 2 Ziff. 5 

und Ziff. 6 SGK). 

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Seite 6 

5.2 Sind – abgesehen vom Visum selbst – die Voraussetzungen für die Aus-

stellung eines für den gesamten Schengen-Raum geltenden Visums nicht 

erfüllt, kann in Ausnahmefällen ein sog. "Visum mit räumlich beschränkter 

Gültigkeit" erteilt werden, das nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden 

Mitgliedstaats gilt. Unter anderem kann der betreffende Mitgliedstaat von 

dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wenn er es aus humanitären Grün-

den, aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler 

Verpflichtungen für erforderlich hält (vgl. Art. 25 Abs. 1 Bst. a Visakodex; 

ebenso Art. 5 Abs. 4 Bst. c SGK). 

6.  

Anhang I zur Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 

zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Über-

schreiten der Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie 

der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht be-

freit sind (ABl. L 81/1 vom 21.03.2001; zum vollständigen Quellennachweis 

vgl. Fussnote zu Art. 4 Abs. 1 VEV) listet diejenigen Staaten auf, deren 

Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-

Mitgliedstaaten im Besitze eines Visums sein müssen. Da Kamerun in dieser 

Liste aufgeführt ist, unterliegt die Gesuchstellerin der Visumspflicht. 

7.  

7.1 Die Vorinstanz begründet die Abweisung der Einsprache im Wesentli-

chen damit, dass die fristgerechte Wiederausreise der Gesuchstellerin nicht 

gewährleistet sei. Bei der Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wie-

derausreise muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Hierzu sind 

lediglich Prognosen möglich, wobei jedoch sämtliche Umstände des konkre-

ten Einzelfalles zu würdigen sind. Dabei ist einerseits die allgemeine Lage 

im Herkunftsland und andererseits die individuelle Situation der gesuchstel-

lenden Person in die Beurteilung mit einzubeziehen. 

7.2  

7.2.1 Kamerun gilt als führende Handels- und Wirtschaftsmacht unter den 

Staaten der zentralafrikanischen Regionalorganisation (CEMAC). Trotz-

dem ist die wirtschaftliche Lage nach wie vor prekär. Die Arbeitslosigkeit 

ist hoch, und ein grosser Teil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armuts-

grenze (rund 40 %). Das derzeitige Wirtschaftswachstum ist zu niedrig, um 

Arbeitsplätze in grösserem Umfang zu schaffen und die Armutsrate nachhal-

tig zu senken. Der "Human Development Index" des Entwicklungspro-

gramms der Vereinten Nationen (UNDP) stuft Kamerun 2014 lediglich auf 

Position 152 von 187 Ländern ein. Zu dieser schwierigen wirtschaftlichen 

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Situation kommt hinzu, dass die Stabilität des Landes durch verschiedene 

interne Faktoren gefährdet ist. Dazu gehören insbesondere die unsichere 

Sicherheits- und Rechtslage sowie die weit verbreitete Korruption (vgl. im 

Internet: www.eda.admin.ch > Vertretungen und Reisehinweise > Kame-

run > Reisehinweise, Stand: 8. Dezember 2015; www.auswaertiges-

amt.de > Reise & Sicherheit > Reise- und Sicherheitshinweise > Kamerun 

> Wirtschaft, Stand: November 2015; www.cia.gov > Library > The World 

Factbook > Cameroon, Stand: 20. Januar 2016; alle Webseiten besucht 

im Januar 2016). 

7.2.2 Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Besuchern aus Ka-

merun allgemein als hoch einschätzt. 

7.3  

7.3.1 Bei der Risikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgemeine Um-

stände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte des kon-

kreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einer gesuchstellenden Per-

son im Heimatland beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftli-

che oder familiäre Verantwortung, kann dieser Umstand durchaus die Prog-

nose für eine anstandslose Wiederausreise begünstigen. Hingegen muss 

bei Personen, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben, 

das Risiko eines ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach 

einer bewilligten Einreise als hoch eingeschätzt werden. 

7.3.2 Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um die 15-jährige Tochter der 

Ehefrau des Beschwerdeführers. Sie besucht das Mädcheninternat "Saker 

Baptist College" in Limbe und weilt laut Beschwerdeführer nur in den Ferien 

zu Hause. Während den Ferien kümmere sich der Vater seiner Ehefrau um 

das Kind und in den kurzen Weihnachtsferien seien er und seine Ehefrau 

jeweils vor Ort.  

Es kann demnach nicht davon ausgegangen werden, im persönlichen oder 

familiären Umfeld der Eingeladenen seien Verpflichtungen oder gar Abhän-

gigkeiten vorhanden, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins Heimat-

land bieten könnten. Zudem lebt die Mutter der Gesuchstellerin in der 

Schweiz. Über die Existenz bzw. den Aufenthalt des Vaters der Gesuchstel-

lerin - sie ist offenbar einziges Kind - kann den Akten nichts entnommen wer-

den. Ihre Kernfamilie befindet sich somit in der Schweiz. Tritt hinzu, dass in 

Situationen angespannter wirtschaftlicher und/oder politischer Verhältnisse 

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selbst zurückbleibende nahe Angehörige regelmässig nicht verlässlich da-

von abhalten können, den Entscheid für eine Emigration zu fällen. 

Die Gesuchstellerin stammt anerkanntermassen aus ärmlichen Verhältnis-

sen. Inzwischen steht sie wirtschaftlich gesehen in einem Abhängigkeitsver-

hältnis zum Beschwerdeführer. Der Beschwerdeführer bezahlte ihre Schul-

gebühren. Des Weiteren kommt er für die Mietkosten der Wohnung auf, in 

welcher sie sich in den Ferien aufhält. Aufgrund dieser Aktenlage kann je-

denfalls nicht von vorteilhaften wirtschaftlichen Verhältnissen ausgegangen 

werden, die nachhaltig von einer Emigration abzuhalten vermöchten.  

7.3.3 Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben sich eingestandener-

massen mit der Möglichkeit auseinandergesetzt, ein Familiennachzugsge-

such für die Gesuchstellerin zu stellen und sind zum Schluss gekommen, 

dass ein solches aufgrund des Alters der Gesuchstellerin nicht opportun sei. 

Ob dies jedoch tatsächlich die Pläne der Gesuchstellerin sind, ist nicht fest-

stellbar. Aufgrund der beschriebenen wirtschaftlichen und bildungspoliti-

schen Situation in ihrem Heimatland ist allerdings denkbar, dass ihre dorti-

gen beruflichen Perspektiven nicht den optimistischen Schilderungen ihres 

Stiefvaters entsprechen. Auch eine geplante Übersiedlung des Beschwer-

deführers und seiner Frau nach Kamerun in ca. sechs Jahren stellt keine 

Garantie für eine Rückreise der Gesuchstellerin in ihr Heimatland dar. Die 

Gesuchstellerin ist in sechs Jahren bereits 21 Jahre alt und somit längst voll-

jährig.  

7.4 Vor dem dargelegten allgemeinen und persönlichen Hintergrund durfte 

die Vorinstanz demnach davon ausgehen, die Wiederausreise der Eingela-

denen sei im Sinne der massgeblichen Bestimmungen nicht zweifelsfrei ge-

sichert. An der Richtigkeit dieser Einschätzung ändert auch die Tatsache 

nichts, dass der Beschwerdeführer, der gemäss den eingereichten Unterla-

gen fraglos über einen sehr guten Leumund verfügt, die in Art. 7 Abs. 1 VEV 

geregelte Verpflichtungserklärung abgegeben und damit sein Vertrauen in 

ein rechtskonformes Verhalten seines Gastes zum Ausdruck gebracht hat. 

Bei der Risikobeurteilung ist in erster Linie das mögliche Verhalten des Gas-

tes selbst von Bedeutung. Gastgeber können mit rechtlich verbindlicher Wir-

kung zwar für gewisse finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Be-

suchsaufenthalt, nicht aber für ein bestimmtes Tun oder Unterlassen ihres 

Gastes einstehen (vgl. in diesem Zusammenhang auch BVGE 2009/27 

E. 9). Der (durchaus verständliche) Wunsch des Beschwerdeführer, seiner 

in Kamerun lebenden Stieftochter das Lebensumfeld in der Schweiz zeigen 

zu können, hat somit in den Hintergrund zu treten. 

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Seite 9 

Zu keinem anderen Ergebnis führt der Hinweis, schon früher Gäste empfan-

gen zu haben, welche dann rechtzeitig ausgereist seien. Jedes Einreisege-

such ist nach Massgabe seiner spezifischen Gegebenheiten einzelfallweise 

zu beurteilen, was in casu geschah und nicht zu beanstanden ist.  

8.  

Insgesamt ist somit die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Wie-

derausreise der Gesuchstellerin angesichts der allgemeinen Lage in Kame-

run und ihrer individuellen Situation nicht gesichert sei, nicht zu beanstan-

den. Die Ausstellung eines einheitlichen Schengen-Visums fällt demnach 

ausser Betracht. Aber auch für die Ausstellung eines Visums mit räumlich 

beschränkter Gültigkeit sind die Voraussetzungen nicht erfüllt (vgl. E. 5.2). 

9.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Ver-

fügung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Be-

schwerde ist daher abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die Kosten 

aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind durch den einbezahlten Kostenvorschuss gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. […]) 

– das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (Ref.-Nr. Zemis […]) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn 

 

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