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**Case Identifier:** 0a1f73da-b748-5919-902f-153f765dafea
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2025 720 23 44 (720 2023 44)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-23-44_2025-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2025 (720 23 44) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts; Berechnung des Invaliditätsgrades 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch André Baur, Advokat, 
Advokaturbüro, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente (756.0227.5652.47) 

 
 
 
A. Die 1971 geborene A.____ bezieht seit dem 1. März 1999 aufgrund eines Autounfalls 
eine halbe Rente und seit dem 1. Juni 2000 eine ganze Invalidenrente. In den Jahren 2005, 2011 
und 2013 wurde bei den Revisionen von Amtes wegen die ganze Rente jeweils bestätigt. Am 
11. Februar 2015 wurde erneut eine Revision von Amtes wegen eingeleitet. In der Folge hat die 
IV-Stelle die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt. Da die IV-Stelle davon 
ausging, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten verbessert habe, wurden 

 

 
 
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Eingliederungsmassnahmen durchgeführt. Mit Verfügung vom 13. Januar 2023 – nach Durchfüh-
rung des Vorbescheidverfahrens – wurde die ganze Rente gestützt auf ein psychiatrisches Gut-
achten von Prof. Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. September 
2021 ab 1. Dezember 2017 aufgehoben und der Versicherten per 1. August 2019 aufgrund einer 
Verschlechterung eine halbe Rente zugesprochen.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat André Baur, mit Schrei-
ben vom 9. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihr 
ab 1. Dezember 2017 weiterhin eine ganze Rente auszurichten; eventualiter sei ihr Rentenan-
spruch ab 1. September 2021 auf eine Dreiviertelsrente zu reduzieren. Ausserdem sei ihr even-
tualiter die unentgeltliche Rechtspflege mit dem Unterzeichneten als unentgeltlichem Rechtsver-
treter zu bewilligen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 21. März 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei 
abzuweisen.  
 
D. Mit Replik vom 27. Juli 2023 nahm die Beschwerdeführerin nochmals Stellung, wobei 
sie an ihren Anträgen festhielt.  
 
E. Die Beschwerdegegnerin hielt ihrerseits mit Duplik vom 16. August 2023 an ihren Anträ-
gen fest.  
 
F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 9. November 2023 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass auf das Gutachten von Prof. B.____ vom 24. September 2021 nicht abgestellt 
werden könne. Eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische 
Aktenlage sei demzufolge nicht möglich. Das Kantonsgericht beschloss daher, den Fall auszu-
stellen und ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, einzuholen.  
 
G. Das von Dr. C.____ erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 5. Juni 2024. In der Folge 
wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkungen der 
medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. 
 
H. Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 23. Juli 2024 an ihren Rechtsbegehren 
gemäss Beschwerde vom 9. Februar 2023 fest und reichte mit Schreiben vom 6. August 2024 
weitere medizinische Unterlagen zu den Akten. 
 
I. Mit Stellungnahme vom 13. August 2024 führte die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
das Gutachten von Dr. C.____ aus, die Beschwerdeführerin habe neu Anspruch ab 1. Dezember 
2017 auf eine Viertelsrente, ab 1. April 2018 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Juli 2024 auf 
eine ganze Rente.  
 

 

 
 
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J. Die Beschwerdeführerin machte mit Schreiben 22. August 2024 geltend, es sei bei der 
Berechnung des Invalideneinkommens ein leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen, wes-
halb sie jedenfalls spätestens ab 1. April 2023 Anspruch auf eine ganze Rente habe. In welchem 
Ausmass nach Februar 2003 eine Besserung ihres Gesundheitszustandes eingetreten sei, sei 
angesichts der Mangelhaftigkeit des Gutachtens vom 5. Juni 2024 jedoch nicht feststellbar. Damit 
könne kein bundesrechtskonformer Einkommensvergleich vorgenommen werden.  
 
K. Mit Eingabe vom 12. September 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine wei-
tere Stellungnahme.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
(IVG) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020). In Anwendung 
des intertemporalrechtlichen Hauptsatzes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der  – wie dies 
in der vorliegenden Angelegenheit der Fall ist –  teilweise vor und teilweise nach dem Inkrafttreten 
der neuen Gesetzgebung eingetreten ist, der Anspruch auf eine Invalidenrente für die erste Peri-
ode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode nach den neuen Normen 
zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Regelungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323 E. 
4.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können; b. während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertels-
rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültigen 
Fassung).  
 

 

 
 
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2.2 Gemäss Art. 28b IVG in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung wird die Höhe des 
Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem 
Invaliditätsgrad von 50 – 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei 
einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Inva-
liditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4).  
 
2.3 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-ver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-glie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-den. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Er-
werbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 
der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungs-
werte miteinander zu vergleichen. 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 

 

 
 
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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 
die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 
in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise 
noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invalidi-
tätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversi-
cherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-würdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grunds-
ätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des EVG vom 9. Au-
gust 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen 
und Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mit-
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 
ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen 
einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken 
der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Ein-
schätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein 

 

 
 
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unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung 
durch behandelnde Ärztinnen und Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen 
Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 
(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Ex-
perten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht 
zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen ge-
langen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin-
gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt ge-
blieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).  
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die er-
werblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich ver-
ändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-
ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu 
BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.3 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhalts in Revisionsfällen im 
Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revisions-
begründenden Veränderung durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen 

 

 
 
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Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entscheidungser-
heblichen Differenz in den – den medizinischen Gutachten zu entnehmenden – Tatsachen. Der 
Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon 
ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – 
bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizi-
nischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung be-
weisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel 
am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche 
Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Ge-
sundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, 
dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des Schweizerischen Bun-
desgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und A. vom 26. März 2015, 
9C_710/2014, E. 2). 
 

5.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3).  
 
Vorliegend sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 12. Februar 2003 rückwir-
kend ab März 1999 eine halbe und ab Juni 2000 eine ganze Invalidenrente zu. Im Februar 2015 
hat die IV-Stelle eine Rentenrevision von Amtes wegen eingeleitet und diverse Abklärungen vor-
genommen. In der Folge hob die IV-Stelle die Rente der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
13. Januar 2023 gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten von Prof. B.____ vom 24. September 
2021 ab 1. Dezember 2017 auf und sprach ihr ab 1. August 2019 eine halbe Rente zu.  
 
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend ange-
fochtenen Verfügung vom 13. Januar 2023 allenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente 
rechtfertigt, bildet demnach die Situation, wie sie im Zeitpunkt der Verfügung im Februar 2003 
bestand. 
 
6. Strittig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Januar 2023 die seit 
Juni 2000 ausgerichtete ganze Invalidenrente ab 1. Dezember 2017 zu Recht aufgehoben und 
der Versicherten ab 1. August 2019 eine halbe Rente zugesprochen hat.  
 
Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 9. November 
2023 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass auf das psychiatrische Gutachten von 
Prof. B.____ vom 24. September 2021 nicht abgestellt werden könne. Vorweg wurde 

 

 
 
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festgehalten, dass bereits die Herleitung der Diagnosen nicht plausibel und überzeugend begrün-
det sei. Weiter habe Prof. B.____ ausgeführt, dass die diagnostizierte generalisierte Angststörung 
schon zu Beginn bestanden habe, obwohl aktenkundig sei, dass sie erst im Laufe der Zeit aufge-
treten sei. Bezüglich der akzentuierten Persönlichkeit habe Prof. B.____ festgehalten, die Symp-
tomatik habe "eine durchaus theatralische Ausgestaltung auch mit der Dramatisierung bei zuneh-
mendem Druck der Invalidenversicherung". Obwohl die Gutachterin dazu angefügt habe, sie 
werde darauf noch zu sprechen kommen, würden sich darüber im weiteren Gutachten keine wei-
teren Bemerkungen mehr finden lassen. An dieser Stelle fehle auch eine Auseinandersetzung 
mit der Frage, ob und inwiefern es sich beim Verhalten der Beschwerdeführerin um Ausfluss ihrer 
gesundheitlichen Beeinträchtigung handle oder ob eine Aggravation oder gar Simulation vorliege. 
Weiter fehle im Gutachten auch eine Herleitung der festgehaltenen 50%igen Arbeitsfähigkeit und 
die Gutachterin sei mit keinem Wort auf das von den früheren Gutachtern nachvollziehbar defi-
nierte Anforderungsprofil eingegangen, sondern habe indirekt ein neues, eigenes Profil formuliert 
(vgl. zum Ganzen die ausführliche Begründung im Beschluss des Kantonsgerichts vom 9. No-
vember 2023). Das Gericht kam zum Ergebnis, dass weder auf das Gutachten von Prof. B.____ 
noch auf die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte abgestellt werden könne 
und beschloss deshalb, ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, in Auftrag zu geben. 
 
7. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts liegen nun im Wesentlichen folgende 
medizinischen Berichte vor: 
 
7.1 Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hält am 3. September 2002 fol-
gende Diagnosen fest: Erstens ein Schmerzsyndrom im Sinne der Symptomatik eines HWS-
Distorsions- oder Schleudertraumas als Folge eines Autounfalls am 17. Februar 1998. Zweitens 
bestehe eine depressive Störung. Die depressive Symptomatik könne als Reaktion auf das Un-
falltrauma sowie auf die Entwicklung der Schmerzen gesehen werden. Seiner Ansicht nach liege 
eine diagnostische psychosomatische Entität vor, die einen somatisierten Anteil, das psychogene 
Schmerzsyndrom, und einen rein psychischen Anteil, ein depressives Syndrom, aufweise. Er ge-
langt zum Schluss, dass von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszugehen sei. Die Versicherte 
sei für keine Erwerbstätigkeit arbeitsfähig. 
 
7.2 Das Gutachten von Dr. C.____ ergeht am 5. Juni 2024 und der Gutachter stellt folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:  
 - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren seit Unfall 
  02/1998 
 - Agoraphobie mit Panikstörung, Panikstörung ab 2014, Agoraphobie ab 2018 
 - Depressive Episode mittelgradig seit Trennung vom Freund Mitte April 2024 

sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

- Histrionisch-narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung 

In der angestammten Tätigkeit erachtet der Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 10-15 % als ge-
geben, dies gelte ab ca. 2000 bis 2002 sowie mit der Entwicklung der Agoraphobie seit 2018. 
Dazwischen sei ab 2011 auch ein etwas höheres Pensum möglich gewesen. Eine angepasste 

 

 
 
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Verweistätigkeit definiert der Gutachter wie folgt: Wegen der Schmerzstörung vorwiegend sitzend 
wechselbelastend mit möglichst wenig Haltungsverharren bei nur körperlich leichten Arbeiten so-
wie wegen der Agoraphobie mit Panikstörung keine räumlich beengten Verhältnisse, kein ver-
stellter Weg zum Ausgang, möglichst kurzer Arbeitsweg bzw. möglichst kurze Distanz zum siche-
ren Zuhause, möglichst kein öffentlicher Verkehr, zwischenmenschlich wohlwollende Situation, 
kein Zeitdruck sowie kein Stress. In einer solchen Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin während 
4-5 Stunden täglich arbeitsfähig, wobei durch zusätzliche Pausen und die Notwendigkeit von Hal-
tungs- und Aktivitätswechseln eine zusätzliche Einschränkung bestehen würde, so dass die Ar-
beitsfähigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum insgesamt 40 % betrage. Dies gelte ab Ende der 
Schmerzchronifizierung 2000 - 2002 bei damals stärkerer depressiver Komponente sowie mit der 
zusätzlichen Entwicklung der Agoraphobie seit 2018, dazwischen sei die Arbeitsfähigkeit auf-
grund der stabilen Partnerschaft und abnehmender depressiver Komponente mit 60 % einzu-
schätzen. In Bezug auf eine Rentenrevision führt der Gutachter zum Gesundheitszustand aus, 
ab Februar 2003 (damals Arbeitsfähigkeit von 40 % in angepasster Tätigkeit) sei es zu einer Ver-
besserung durch den Rückgang des depressiven Syndroms und durch eine langjährige stabile 
Paarbeziehung ab 2011 bis 2017 (Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster Tätigkeit), dann aber 
zu einer Verschlechterung durch eine Agoraphobie ab 2018 mit zunehmenden Einschränkungen 
bis 2023 und darüber hinaus gekommen (Arbeitsfähigkeit von 40 % in angepasster Tätigkeit). Ab 
April 2024 sei es zu einer zusätzlichen Verschlechterung gekommen.  
 
8.1 Der Gutachter leitet sämtliche Diagnosen eingehend und sehr sorgfältig her und erörtert 
auch detailliert die jeweilige Entstehung und den Verlauf. Ebenso legt er dar, weshalb er jeweils 
zu anderen Folgerungen als die Vorgutachterin oder die behandelnden Ärzte gelangten. Er be-
rücksichtigt alle geklagten Beschwerden und eruiert ausführlich das Aktivitätsniveau in allen Le-
bensbereichen. Auch analysiert Dr. C.____ die Persönlichkeit und die entsprechenden Auffällig-
keiten der Beschwerdeführerin präzis und plausibel. Die Herleitung seiner Diagnose einer nar-
zisstisch-histrionischen Persönlichkeitsakzentuierung ist nachvollziehbar wie auch die Begrün-
dung, weshalb diese nicht das beeinträchtigende Ausmass einer Persönlichkeitsstörung erreicht. 
Der Gutachter setzt sich auch mit weiteren, in den medizinischen Akten angeführten Diagnosen 
wie einem halluzinatorischen Syndrom, Wahn, einer schizophrenen Erkrankung, einem Zwangs-
syndrom sowie einem posttraumatischen Syndrom eingehend auseinander und er begründet 
plausibel, weshalb er diesen Diagnosen nicht folgen kann. Insbesondere erklärt er auch, dass 
selbst wenn er sich bezüglich eines paranoidhalluzinatorischen Syndroms oder einer Wahner-
krankung im engeren Sinne täuschen würde, diese die Arbeitsfähigkeit nicht einschränken wür-
den. Dr. C.____ würdigt auch die früheren Depressionsdiagnosen in den medizinischen Akten. 
Er prüft die Kriterien nach ICD-10 und stellt fest, dass – allerdings erst seit der Trennung des 
langjährigen Freundes im April 2024 – eine mittelgradige depressive Episode vorliegen würde. 
Der Gutachter legt gestützt auf die medizinischen Berichte in den Akten dar, es sei unklar, ob 
frühere depressive Episoden nach F32 vorgelegen hätten, weshalb er nicht die Diagnose einer 
rezidivierenden depressiven Störung stelle. Der Gutachter stellt auch die funktionalen Auswirkun-
gen der objektivierten Befunde und Diagnosen dar und würdigt dabei die Fähigkeiten und Res-
sourcen ebenso wie die erhobenen Störungen. Auch zeigt die eingehend beschriebene Auswer-
tung des Mini ICF APP die leicht- bis mittelschweren Einschränkungen bei Flexibilität und Um-
stellungsfähigkeit, Gruppenfähigkeit sowie Fähigkeit zu engen dyadischen Beziehungen 

 

 
 
Seite 10    

Proaktivität und Spontanaktivitäten und Selbstbehauptungsfähigkeit sowie die mässig bis voll 
ausgeprägte Beeinträchtigung in der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sowie punkto Mobili-
tät und Verkehrsfähigkeit. Der Gutachter setzt sich auch mit den Standardindikatoren auseinan-
der und vermerkt, dass die geklagten Symptome und Funktionseinbussen konsistent und plausi-
bel seien und das Aktivitätsniveau in den unterschiedlichen Lebensbereichen vergleichbar einge-
schränkt sei. 
 
8.2 Das Gutachten von Dr. C.____ vom 5. Juni 2024 erweist sich insgesamt als schlüssig, 
nachvollziehbar und überzeugend auch was den zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit anbelangt. 
Daran vermögen auch die Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Insbesondere 
kann das Gutachten nicht als unvollständig bezeichnet werden. Die weiteren Rügen der Be-
schwerdeführerin bestehen im Wesentlichen darin, die Auswirkungen der vom Gutachter festge-
stellten gesundheitlichen Einschränkungen anders zu beurteilen, was nicht überzeugt. Auf das 
Gutachten ist folglich abzustellen. Berücksichtigt hat der Gutachter im Übrigen auch eine E-Mail 
von Dr. med. E.____, G.____-Klinik, vom 3. Juni 2024, wonach die Patientin wegen einer rezidi-
vierenden Depression, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen, behandelt 
worden sei. Nachdem der Gutachter bereits ab 1. April 2024 eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes festgestellt hatte, bestätigt diese E-Mail vom 3. Juni 2024 den schlechten Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin. Was die im Nachgang zum Gerichtsgutachten einge-
reichten Berichte der F.____ AG vom 16. Juli 2024 und der G.____-Klinik vom 18. Juni 2024 
anbelangt, ist festzuhalten, dass der Gutachter ab 1. April 2024 von einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgeht, was im Einklang mit diesen Berichten 
steht. 
 
9. Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenfestsetzung im Ja-
nuar 2003 gemäss dem Gutachten von Dr. D.____ vom 3. September 2002 aufgrund eines 
Schmerzsyndroms sowie einer depressiven Symptomatik zu 100 % arbeitsunfähig. Der Gerichts-
gutachter hat in seinem Gutachten vom 5. Juni 2024 festgestellt, dass sich der Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin von 2003 bis 2018 aufgrund des Rückgangs des depressiven Syn-
droms und einer langjährigen stabilen Paarbeziehung ab 2011 bis 2017 verbessert hat, weshalb 
die Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in der Zeit von 2011 bis 2017 lediglich 40 % 
betrug. Es ist somit zweifellos von einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse auszugehen, 
die sich auch rentenrelevant auswirkt. Demzufolge ist ein Revisionsgrund zu bejahen. Daran än-
dert auch nichts, dass sich der Gesundheitszustand von 2018 bis im April 2024 und damit auch 
im Verfügungszeitpunkt Januar 2023 wieder verschlechtert und sich im Januar 2023 auf dem 
Ausgangsniveau von Februar 2003 befunden hat. Es zeigt sich jedoch, dass die Arbeitsunfähig-
keit im Januar 2023 60 % betrug und somit tiefer als im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenfest-
setzung im Februar 2003 war. Damals war die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Zu-
dem hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab 2018 aufgrund einer Agora-
phobie wieder verschlechtert, was eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse bewirkt hat und 
somit Anlass zu einer Rentenrevision bildet.  
 
10. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der veränderten gesundheitlichen Be-
einträchtigungen. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 2.5 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der 

 

 
 
Seite 11    

Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be-
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invali-
dität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der 
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmäs-
sig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdif-
ferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 128 V 29).  
 
10.1 Die Berechnung des Valideneinkommens ist unbestrittenermassen anhand der Tabel-
lenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) 
vorzunehmen. Demnach hätte die Beschwerdeführerin im Jahr 2017 als Hilfsarbeiterin ein jährli-
ches Einkommen von Fr. 54'800.-- erzielen können. Grundlage dafür ist die LSE 2016, Tabelle 
TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4'363.-- monatlich, basierend auf 40 
Wochenstunden. Dieser Betrag ist an die Nominallohnentwicklung von 0,4 % und Umrechnung 
auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden anzupassen, womit sich das er-
wähnte Einkommen ergibt.  
 
Aus dem Gutachten ergibt sich, dass der Beschwerdeführerin im August 2017 eine angepasste 
Tätigkeit im Umfang von 60 % zumutbar war. Dabei ist folgendes Arbeitsprofil zu berücksichtigen: 
vorwiegend sitzend wechselbelastend mit möglichst wenig Haltungsverharren bei nur körperlich 
leichten Arbeiten, keine räumlich beengten Verhältnisse, kein verstellter Weg zum Ausgang, mög-
lichst kurzer Arbeitsweg bzw. möglichst kurze Distanz zum sicheren Zuhause, möglichst kein öf-
fentlicher Verkehr, zwischenmenschlich wohlwollende Situation, kein Zeitdruck sowie kein Stress. 
Die IV-Stelle hat zur Berechnung des Invalideneinkommens zu Recht auf die LSE 2016, Tabelle 
TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4'363.-- monatlich, basierend auf 40 
Wochenstunden abgestellt und diesen Betrag an die Nominallohnentwicklung (+ 0,4 %) und die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit angepasst. Bei einem Pensum von 60 % resultiert ein 
Invalideneinkommen von Fr. 32'880.--. Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 
Fr. 54'800.-- und des Invalideneinkommens von Fr. 32'880.-- ergibt einen IV-Grad von 40 % ab 
September 2017. Nach Ablauf von drei Monaten hat die Beschwerdeführerin demzufolge ab 
1. Dezember 2017 (vgl. Art. 88a IVV) Anspruch auf eine Viertelsrente.  
 
10.2  Für die Zeit ab Januar 2018 ergibt sich sodann ein Valideneinkommen von  
Fr. 54'681.--. Grundlage dafür ist die LSE 2018, Tabelle TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1, 
Spalte Frauen, Fr. 4'371.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden. Dieser Betrag ist auf die 
betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden umzurechnen, womit sich das erwähnte 
Einkommen ergibt.  
 
Zur Berechnung des Invalideneinkommens im Jahr 2018 ist auf die LSE 2018, Tabelle TA1, Sek-
tor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4'371.-- monatlich, basierend auf 40 

 

 
 
Seite 12    

Wochenstunden abzustellen. Dieser Betrag ist an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 
anzupassen. Bei einem Pensum von 40 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 21'872.--.  
 
Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 54'681.-- und des Invalideneinkommens 
von Fr. 21'872.-- ergibt einen IV-Grad von 60 % ab 1. Januar 2018. Nach Ablauf von drei Monaten 
hat die Beschwerdeführerin folglich ab 1. April 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.  
 
10.3 Gemäss dem per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen und bis 31. Dezember 2023 gelten-
den Art. 26bis IVV ist vom statistisch bestimmten Wert ein Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit vor-
zunehmen, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Artikel 49 Absatz 1bis von 50 % oder weniger tätig sein kann. Allerdings 
hat das Bundesgericht entschieden, dass die damit beabsichtigte abschliessende Ordnung des 
Abzugs vom Tabellenlohn vor Bundesrecht nicht standhält. Das Bundesgericht hielt fest, dass 
soweit Bedarf an weitergehender Korrektur bestehe, ergänzend auf die bisherigen Rechtspre-
chungsgrundsätze zum Abzug vom Tabellenlohn zurückzugreifen sei, dies mangels verfügbarer 
Alternative in Form berichtigter Tabellenlöhne (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 2024, 
8C_823/2023, E. 10.6). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die einen höheren Abzug als 
10 % rechtfertigen würden. Gestützt auf die zum Verfügungszeitpunkt vorliegende LSE 2020, 
Tabelle TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen, Fr. 4'276.-- monatlich, basierend 
auf 40 Wochenstunden ergibt sich angepasst an die übliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden 
und die Nominallohnentwicklung von insgesamt + 0,7 % ein Valideneinkommen von Fr. 53'867.-
-. Das Invalideneinkommen beträgt unter Berücksichtigung eines Abzugs von 10 % Fr. 19'392.--
. Folglich resultiert ein IV-Grad von 64 %. Damit sind die Revisionsvoraussetzungen gemäss 
Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht gegeben, da die Änderung des IV-Grades lediglich 4 % beträgt. Zudem 
wäre die Beschwerdeführerin mit einer Rente von 64 % einer ganzen Rente schlechter gestellt, 
als mit der bisherigen Dreiviertelsrente. Demzufolge ist die Rente per 1. Januar 2022 nicht zu 
revidieren. 
 
10.4 Per 1. Januar 2024 ist wiederum eine Änderung von Art. 26bis IVV in Kraft getreten. Ge-
mäss Abs. 3 dieser Bestimmung ist ein Abzug von 20 % vom statistisch bestimmten Wert vorzu-
nehmen, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Artikel 49 Absatz 1bis von 50 % oder weniger tätig sein kann. Eine Be-
rechnung gestützt auf die Tabellenlöhne unter Berücksichtigung eines Abzugs von 20 % ergibt 
einen IV-Grad von 68 %. Eine Rente von 68 % einer ganzen Rente würde zu einer Verschlech-
terung für die Beschwerdeführerin führen, weshalb keine Revision vorzunehmen ist.  
 
Eine relevante Änderung des Invaliditätsgrades ergibt sich jedoch per 1. April 2024, weil in die-
sem Zeitpunkt eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eintrat. 
So diagnostiziert der Gerichtsgutachter ab Mitte April zusätzlich eine mittelgradige depressive 
Episode. Er verweist dabei auch auf eine E-Mail von Dr. med. E.____, G.____-Klinik, vom 3. Juni 
2024, wonach die Patientin wegen einer rezidivierenden Depression bei ihnen behandelt werde, 
gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen. Dr. C.____ führt dazu aus, dass 
es sich mutmasslich um eine vor-übergehende depressive Krise handle wegen der anstehenden 
Trennung. Aufgrund der – gemäss Dr. C.____ – mittelgradigen Depression mit stationärem 

 

 
 
Seite 13    

Aufenthalt ist von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, weshalb die Beschwerde-
führerin ab 1. Juli 2024 Anspruch auf eine ganze Rente hat.   
 
10.5 Die Beschwerdeführerin bringt in Bezug auf die Invaliditätsberechnung im Wesentlichen 
vor, es sei ein leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen.  
 
Wird das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE ermittelt, sind praxisgemäss verschiedene 
Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige Eidgenössische Versicherungsge-
richt [EVG; heute: Schweizerisches Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] seine Recht-
sprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, 
dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte 
Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäf-
tigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 
der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merk-
male letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 5b). Dabei 
sind nur Einschränkungen zu berücksichtigen, welche die versicherte Person bei der Ausübung 
von Verweistätigkeiten zusätzlich zur medizinisch attestierten Arbeitsunfähigkeit behindern (Ur-
teile des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2013, 9C_325/2013, E. 4.2 und vom 5. August 2011, 
9C_436/2011, E. 3.3).  
 
Vorliegend liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die Beschwerdeführerin über die festgestellte 
Arbeitsunfähigkeit hinaus zusätzlich eingeschränkt wäre. Insbesondere ist der von der Beschwer-
deführerin erwähnte erhöhte Pausenbedarf und die eingeschränkte Leistungsfähigkeit vom Gut-
achter bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit explizit berücksichtigt worden.  
 
Im Übrigen zeigt sich, dass selbst wenn man der Beschwerdeführerin bereits vor dem 1. Januar 
2024 einen leidensbedingten Abzug von sogar 15 % zugestehen würde, sich am Ergebnis nichts 
ändern würde. Im Jahr 2017 würde ein Abzug von 15 % zu einem IV-Grad von 49 % und damit 
ebenfalls zu einer Viertelsrente und für die Zeit ab 1. Januar 2018 zu einem IV-Grad von 66 % 
(anstatt 60 %) und damit ab April 2018 bis Juni 2024 ebenfalls zu einer Dreiviertelsrente führen.  
 
10.6 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, ihre Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr ver-
wertbar.  
 
Das Bundesgericht hat in einem Entscheid vom 25. November 2021 die von ihm aufgestellten 
Kriterien für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit dargelegt. Dabei wurde 
festgehalten, eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei erst anzunehmen, wenn die zu-
mutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich sei, dass sie der ausgeglichene Ar-
beitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1) praktisch nicht kenne 
oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausge-
schlossen erscheine (Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_535 /2021, 
E. 5.3.3; SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C 416/2020, E. 4). Ausgehend vom ausgeglichenen 

 

 
 
Seite 14    

Arbeitsmarkt, der auch Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote umfasst, bei wel-
chen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen kön-
nen (vgl. SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C 416/2020 E. 4 mit Hinweisen), sei nicht automatisch auf 
die Notwendigkeit eines überdurchschnittlichen Entgegenkommens des Arbeitgebers zu schlies-
sen. Gerade Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt alters-
unabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Angesichts des im vorliegenden 
Fall definierten Anforderungsprofils kann unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung nicht die Rede davon sein, dass das Finden einer entsprechenden Stelle von vornhe-
rein als ausgeschlossen erscheint. 
 
11.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da es vorliegend um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG). Bei Durchführung einer zweiten Urteilsberatung werden praxisgemäss Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- erhoben. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind sie von 
der Beschwerdegegnerin zu tragen.  
 
11.2 Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 9. November 2023 ausführlich dargelegt, 
lag der angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Januar 2023 ein in medizi-
nischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Deshalb sind die Kosten für das 
Gerichtsgutachten von Dr. C.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 10'950.-- gemäss Honorarnote 
vom 5. Juli 2023 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 
E. 4.4). 
 
11.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin deshalb 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 23. Oktober 2024 für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren einen Aufwand von 28,66 Stunden geltend gemacht, was sich angesichts 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen noch als angemessen erweist. Die Bemü-
hungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle 
zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Des Weiteren er-
weisen sich die geltend gemachten Auslagen in der Höhe von insgesamt Fr. 493.-- als angemes-
sen. Damit ist der Beschwerdeführerin für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 8'259.-- (18,08 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 307.-- 
zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 % sowie 10,6 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 186.-
- zuzüglich Mehrwertsteuer von 8,1 %) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
  

 

 
 
Seite 15    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 13. Januar 2023 aufgehoben und festgestellt wird, dass 
die Beschwerdeführerin ab dem 1. Dezember 2017 Anspruch auf eine 
Viertelsrente, ab 1. April 2018 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Juli 
2024 auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.  

 2. Die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 1'000.-- sowie die Kosten für 
das Gutachten von Dr. C.____ vom 5. Juni 2024 in der Höhe von 
Fr. 10'950.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.  

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 8'259.-- (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer auf den Betrag von Fr. 4'827.-- sowie 8,1 % 
Mehrwertsteuer auf den Betrag von Fr. 2'831.--) zu bezahlen.