# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ffd7fed-81f3-534f-a8a4-89cd0d4bd90b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.05.2005 B 2004/78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-78_2005-05-11.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2004/78

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 11.05.2005

Entscheiddatum: 11.05.2005

Entscheid Verwaltungsgericht, 11. Mai 2005
Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG 
(SR 451). Beschwerde WWF. Der Abbau von Hartgestein im Objekt Nr. 1613 
Speer-Churfirsten-Alvier des Bundesinventars der Landschaften und 
Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung stellt einen schweren Eingriff dar 
und bringt umfangreiche Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel 
mit sich. Indes besteht in Anbetracht der prekären 
Eigenversorgungssituation in der Schweiz im allgemeinen und in der 
Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung 
am Abbauvorhaben. Mit Blick auf die umfangreichen Wiederherstellungs- 
und Ersatzmassnahmen sowie Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung 
kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie 
im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der 
Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an 
der Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes (Verwaltungsgericht B 2004/78).

Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 

451). Beschwerde WWF. Der Abbau von Hartgestein im Objekt Nr. 1613 "Speer-

Churfirsten-Alvier" des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler 

von nationaler Bedeutung stellt einen schweren Eingriff dar und bringt 

umfangreiche Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel mit sich. Indes 

besteht in Anbetracht der prekären Eigenversorgungssituation in der Schweiz im 

allgemeinen und in der Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls 

nationaler Bedeutung am Abbauvorhaben. Mit Blick auf die umfangreichen 

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen sowie Massnahmen zum Schutz der 

Bevölkerung kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, 

wenn sie im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der 

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Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an der 

Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes (Verwaltungsgericht 2004/78).

 

Urteil vom 11. Mai 2005

 

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

_______________

In Sachen

Stiftung WWF Schweiz, 8037 Zürich, vertreten durch WWF Sektion St. Gallen, 9001 St. 

Gallen,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Franciska Hildebrand, Engelgasse 2, 9004 St. Gallen,

gegen

Regierung des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Basaltstein AG, Rheinaustrasse 6, 9470 Buchs,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, Museum-strasse 35, 9000 St. Gallen,

sowie

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Politische Gemeinde Sevelen, vertreten durch den Gemeinderat, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte I,

sowie

Ortsgemeinde Sevelen, 9475 Sevelen,

Beschwerdebeteiligte II,

betreffend

Steinbruch Campiun

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Ortsgemeinde Sevelen ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 2503 im Gebiet 

Campiun/Eschalär in der Politischen Gemeinde Sevelen. Das Grundstück liegt am 

westlichen Talhang des Rheintals, oberhalb der Bauzonen von Rans und Oberräfis. 

Nach dem Zonenplan Talgebiet (1:5'000) der Politischen Gemeinde Sevelen vom 6. 

März 1998 ist das Grundstück teils der Landwirtschaftszone, teils dem übrigen 

Gemeindegebiet zugeteilt. Ausserdem stellen Teile der Parzelle Nr. 2503 gemäss 

Waldfeststellung des Volkswirtschaftsdepartements vom 14. Januar 1997 Wald dar.

Die Basaltstein AG, Buchs, hat auf einem Teil der Parzelle Nr. 2503 etwa 70 m oberhalb 

von Rans und Oberräfis von 1927 bis 1996 den Steinbruch Campiun betrieben. Die 

Zufahrt zum Steinbruchareal führte durch das Wohngebiet von Rans. Nachdem die 

Abbaukonzession am 1. Juli 1996 abgelaufen ist und der Abbau eingestellt wurde, 

beabsichtigt die Basaltstein AG, den Steinbruch in südliche Richtung zu erweitern. Das 

Abbauvolumen soll auf einer Fläche von 9,5 ha rund 2,5 Mio. m3 oder 7 Mio. t 

Gesteinsmaterial betragen. Beim Gestein handelt es sich um Hartgestein, d.h. um kalk-

armen, stark quarzhaltigen Sandstein der Brisi- und Gamserschichten. Die jährliche 

Abbaumenge ist bedarfsabhängig und soll etwa 200'000 t betragen, woraus sich eine 

Abbaudauer von rund 35 Jahren ergibt. Die Gesteinsgewinnung soll mit sechs bis zehn 

Grossbohrlochsprengungen pro Jahr im Tagbau und in fünf von Nord nach Süd 

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aufeinanderfolgenden Abbau-etappen erfolgen. Um das Wohngebiet von Rans vor 

Lärm-immissionen zu schützen, soll das Abbaugebiet neu erschlossen werden. Zu 

diesem Zweck ist vorgesehen, südlich von Rans eine Umfahrungsstrasse zu bauen und 

diese durch einen Tunnel ins alte Steinbruchareal zu führen. Für die Erweiterung und 

Erschliessung des Steinbruchs müssten insgesamt 39'588 m2 Wald gerodet werden. 

Nach der Stillegung des Steinbruchs ist gemäss dem Umweltverträglichkeitsbericht 

vom 14. Februar 2000 (abgekürzt UVB) geplant, das alte und das neue Abbaugebiet zu 

rekultivieren und als ökologische Vorrangfläche zu gestalten. Als zusätzliche 

ökologische Ersatzmassnahme ist die Extensivierung der Bewirtschaftung auf rund 13 

ha an den Steinbruch angrenzenden Wiesen vorgesehen, die im Eigentum der 

Ortsgemeinde Sevelen stehen.

B./ Nachdem die Bürgerschaft der Ortsgemeinde Sevelen der Erweiterung des 

Steinbruchs zugestimmt hatte, wurden der Abbauplan mit UVB, Strassenprojekt und 

Rodungsgesuch vom 8. Januar bis 6. Februar 1997 öffentlich aufgelegt. Gegen das 

Vorhaben wurden zahlreiche Einsprachen von Anwohnern und Umweltorganisationen 

erhoben.

Entsprechend der damals gültigen Zuständigkeitsregelung stellte das Kantonsforstamt 

dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (abgekürzt BUWAL) am 2. Juli 1997 

den Antrag auf Erteilung der Bewilligung für die Rodung von 39'588 m2 Wald. Mit 

Schreiben vom 27. April 1998 teilte das BUWAL mit, die Rodungsbewilligung könne 

nicht in Aussicht gestellt werden. Am 14. März 2000 zog die Basaltstein AG das 

Gesuch beim Gemeinderat Sevelen vollumfänglich zurück, nachdem sie bereits am 14. 

Februar 2000 das gesamte, gegenüber der ersten öffentlichen Auflage unveränderte 

Gesuch ein zweites Mal eingereicht hatte. Am 6. März 2000 erliess der Gemeinderat 

Sevelen Abbauplan und Teilstrassenplan. Diese Planerlasse sowie der UVB und das 

Rodungsgesuch wurden vom 27. März bis 26. April 2000 erneut öffentlich aufgelegt.

Nachdem zwischenzeitlich die Zuständigkeit für die Erteilung einer Rodungsbewilligung 

vom BUWAL auf die kantonale Forstbehörde übergegangen war, übermittelte das 

kantonale Forstamt das Rodungsgesuch mit Schreiben vom 28. März 2000 dem 

BUWAL zur Anhörung.

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Innert der Auflagefrist erhob unter anderem die Stiftung WWF Schweiz, Zürich, 

(abgekürzt Stiftung WWF) beim Gemeinderat Sevelen Einsprache gegen den 

Abbauplan und den Teilstrassenplan. Mit Eingabe gleichen Datums an den 

Gemeinderat Sevelen zuhanden des kantonalen Forstamtes erhob die Stiftung WWF 

auch gegen das Rodungsgesuch Einsprache.

Am 14. April 2001 teilte das BUWAL dem kantonalen Forstamt mit, der Abbauplan 

beruhe nicht auf einer kantonalen oder überregionalen Abbauplanung. Zudem befinde 

sich der Abbauperimeter im Objekt Nr. 1613 "Speer-Churfirsten-Alvier" des 

Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung 

(abgekürzt BLN). Die hohe Bedeutung des Waldes und die Erhaltung des BLN-

Objektes würden das Interesse am Hartschotterabbau überwiegen, weshalb beantragt 

werde, das Rodungsgesuch der Basaltstein AG abzuweisen. Entgegen diesem Antrag 

erteilte das kantonale Forstamt am 24. April 2001 die Rodungsbewilligung und 

übermittelte diese dem Planungsamt (heute: Amt für Raumentwicklung, abgekürzt ARE) 

als federführender Stelle des Staates.

Mit Gesamtentscheid vom 28. Mai/25. Juni 2001 stellte der Gemeinderat Sevelen die 

Umweltverträglichkeit des geplanten Abbaus fest. Der Abbau- und Teilstrassenplan 

wurden bestätigt und die Einsprachen dagegen abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wurde. Der Gemeinderat erwog, das Vorhaben sei unter Auflagen umweltverträglich.

C./ Gegen die Gesamtverfügung des Gemeinderates Sevelen erhob die Stiftung WWF 

am 12. Juli 2001 Rekurs bei der Regierung mit dem Antrag, der angefochtene 

Entscheid sowie die Rodungsbewilligung, der Abbauplan, das Bauprojekt betreffend 

Erschliessungsstrasse und das Rodungsgesuch seien unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben. Zur Begründung wurde im wesentlichen geltend 

gemacht, die raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erteilung seien nicht 

gegeben. Ausserdem sei mit dem Projekt ein irreversibler Landschaftsverlust und nicht 

nur eine Beeinträchtigung verbunden, weshalb der Eingriff mit Blick auf das Gebot der 

ungeschmälerten Erhaltung nicht zulässig sei. Die kantonalen Fachstellen gingen fehl, 

wenn sie meinten, mit den geplanten Ersatzmassnahmen könnten die Schäden für 

Fauna und Flora aufgefangen werden. Schliesslich sei der Bedarf am 

Hartschotterabbau von den Vorinstanzen völlig ungenügend abgeklärt worden.

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Im Amtsbericht vom 20. Dezember 2001 nahm das Tiefbauamt zur Qualität des im 

Steinbruch Campiun gewinnbaren Gesteinsmaterials und zum Bedarf nach dem 

Material Stellung.

Mit Vernehmlassung vom 22. Dezember 2001 stellte das ARE als federführende Stelle 

des Staates im Namen aller beteiligten kantonalen Amtsstellen den Antrag, die Rekurse 

seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

Am 4. März 2002 reichte der Vertreter der Basaltstein AG ein vom 2. Oktober 2001 

datiertes Schreiben des Bundesamtes für Strassen (abgekürzt ASTRA) an den Verband 

Schweizerischer Hartsteinbrüche (abgekürzt VSH) ein. Aus dem Schreiben ergibt sich, 

dass der VSH anlässlich einer Besprechung im Juni 2001 die Vertreter von BUWAL, 

eidgenössischer Natur- und Heimatschutzkommission (abgekürzt ENHK), Bundesamt 

für Raumentwicklung, ASTRA und SBB über die Versorgung mit felsgebrochenem 

Hartgestein dahingehend informiert hat, dass die bewilligten Abbaureserven 

gesamtschweizerisch bei gleichbleibendem Bedarf noch für rund zehn Jahre 

ausreichten. Derzeit förderten noch acht bis zehn Steinbrüche Hartgestein. Das ASTRA 

zeigte sich darüber beunruhigt und erklärte, die Bemühungen des VSH zu unterstützen, 

die bestehenden Hartsteinbrüche der Schweiz zu erhalten, weil diese von nationaler 

Bedeutung seien.

Auf Aufforderung durch die Rechtsabteilung des Baudepartements hin teilte der 

Fachverband für Sand und Kies (abgekürzt FSK) mit Schreiben vom 28. Februar 2002 

mit, dass es derzeit noch rund acht wichtigere Hartsteinbrüche in der Schweiz gebe. 

Bei sechs dieser Steinbrüche werde der jährliche Ausstoss auf über 200'000 t 

geschätzt; weder über die Abbaumenge noch über die Reserven gebe es aber 

verlässliche Angaben. Allerdings könne aufgrund verschiedener Unterlagen davon 

ausgegangen werden, dass die bewilligten Abbaureserven gesamtschweizerisch bei 

gleichbleibendem Bedarf nur noch für rund zehn Jahre reichten. Die Betreiber der 

Hartsteinbrüche verfügten bei den SBB über geschätzte jährliche Lieferkontingente 

zwischen 40'000 und 50'000 t. Die Gesamtliefermenge an die SBB liege bei rund 

500'000 t Schotter pro Jahr, wovon etwa 92% Hartschotter erster Qualität seien.

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Am 5. Juni 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit der 

Verfahrensbeteiligten sowie je eines Mitarbeiters des ARE und des AFU einen 

Augenschein an Ort und Stelle durch. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass 

sowohl der Abbauplan als auch das Strassenprojekt Mängel aufweisen, weil das Ende 

der geplanten Erschliessungsstrasse in einem Felskopf zu liegen käme, dessen Abbau 

nicht vorgesehen war. Die Basaltstein AG passte in der Folge den Abbauperimeter und 

das Strassenprojekt an und reichte dem Gemeinderat Sevelen am 26. Juli 2002 die 

Korrekturpläne ein. Danach ist vorgesehen, die nördliche Abbaugrenze auf die 

tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Dadurch soll einerseits das Vorantreiben des 

Gesteinsabbaus vom alten Steinbruchareal gegen Süden ermöglicht und anderseits der 

westliche Teil des Felskopfs abgebaut werden, damit über die neue 

Erschliessungsstrasse ungehindert bis in den alten Steinbruch gefahren werden kann. 

Die Fläche des neuen Abbaus wird damit um 25'000 m3 oder ca. 0,2 ha vergrössert. 

Die Gesamtfläche umfasst somit 9,7 ha. Das Abbauvolumen wurde indes nicht 

verändert, weil die fünfte Abbauetappe im gleichen Umfang reduziert wurde. Die 

Änderungen wurden vom 13. August bis 12. September 2002 öffentlich aufgelegt. Mit 

Gesamtentscheid vom 13. Dezember 2002 wies der Gemeinderat Sevelen alle gegen 

die Änderungen eingereichten Einsprachen, darunter auch jene der Stiftung WWF ab, 

soweit er darauf eintrat.

Gegen diese Verfügung erhob die Stiftung WWF mit Schreiben vom 23. Dezember 

2002 erneut Rekurs bei der Regierung mit im wesentlichen unveränderten Anträgen. 

Zur Begründung wurde auf die Ausführungen in den bisherigen Eingaben verwiesen. 

Ergänzend wurde darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Korrekturpläne der 

Eingriff in das Schutzgebiet nochmals um 0,2 ha auf total 9,7 ha erweitert werde.

Am 24. Oktober 2002 führte die Rechtsabteilung des Baudepartements in Anwesenheit 

einer Dreierdelegation der Regierung, der Verfahrensbeteiligten sowie von Mitarbeitern 

des Kantonsforstamtes, des ARE und des AFU einen weiteren Augenschein durch. 

Anlässlich dieses Augenscheins stellte das ARE den nach dem ersten Augenschein 

erarbeiteten Amtsbericht "Beurteilung der ökologischen Wertigkeit der für das 

Erweiterungsprojekt Steinbruch Campiun vorgesehenen Fläche sowie vergleichbare 

Standorte im Hangbereich zwischen Buchs und Wartau" vor. Auf Intervention des 

Vertreters der Basaltstein AG wurde der Amtsbericht im Anschluss an den 

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Augenschein vom ARE ergänzt und auf die Gebiete "Schollberg" und "Malanser Berg" 

ausgeweitet.

Am 3. Juni 2003 forderte die Rechtsabteilung des Baudepartements die Basaltstein AG 

auf, den Sachverhalt zur Frage der Hartschotterqualität und der abbaubaren 

Hartschottermengen im geplanten Abbauperimeter zu ergänzen. Am 17. Dezember 

2003/8. Januar 2004 reichte die Basaltstein AG der Rechtsabteilung des 

Baudepartements das Gutachten der Baugeologie Chur betreffend qualitative und 

quantitative Untersuchungen zur Gesteinsqualität/Hartgesteinsvorkommen/

Sondierbohrungen 2003 ein.

Die Regierung entschied über die Rekurse der Stiftung WWF an der Sitzung vom 27. 

April 2004 (Beschluss Nr. 248). Die Rekurse wurde im Sinne der Erwägungen 

abgewiesen. Die Regierung erwog im wesentlichen, dass mit dem Abbauvorhaben 

zwar ein schwerer Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden sei, der - bezogen 

auf ein prioritäres Schutzziel - umfangreiche Beeinträchtigungen mit sich bringe. 

Allerdings bestehe in Anbetracht der angespannten Eigenversorgungssituation der 

Ostschweiz mit Hartgestein bester Qualität und des Mangels an geeigneten 

anderweitigen Abbaustandorten nach Auffassung der Regierung ein das 

Einhaltungsinteresse überwiegendes Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am 

Abbauvorhaben. Auch die anderen im Rahmen der Interessenabwägung 

berücksichtigten Interessen würden insgesamt gesehen für den Abbau sprechen, 

zumal er einerseits bei weitem keinen vollständigen Verlust eines ganzen 

Lebensraumtyps zur Folge habe und sich der Standort anderseits infolge seiner in 

verschiedener Hinsicht optimalen Lage und der neuen Erschliessung auch mit den 

berechtigten Anliegen der angrenzenden Wohnbevölkerung in Einklang bringen lasse. 

Hinzu komme, dass sehr umfangreiche Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen 

verlangt würden. Diese gewährleisteten, dass langfristig gesehen der spezielle 

Lebensraumtyp flächenmäs-sig grösser und vielfältiger werde, weil die Massnahmen 

nicht nur für das Abbaugebiet selbst, sondern auch für das Areal des alten Steinbruchs 

und das gesamte Umland gelten würden. Folglich sei das Abbauvorhaben vom 

Gemeinderat Sevelen zu Recht als umweltverträglich beurteilt worden. Abbauplan, 

Strassenprojekt, naturschutzrechtliche Bewilligung und Rodungsbewilligung würden 

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sich - zumindest nach den vom Gemeinderat Sevelen mit Gesamtentscheid vom 13. 

Dezember 2002 bewilligten Korrekturen - als rechtmässig erweisen.

D./ Mit Eingabe vom 18. Mai 2004 erhob die Stiftung WWF gegen den Beschluss der 

Regierung vom 27. April 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragt die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Abweisung des Abbauplans, des 

Bauprojekts Erschliessungsstrasse und des Rodungsgesuchs unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wird in der 

Beschwerdeergänzung vom 7. Juni 2004 im wesentlichen geltend gemacht, der 

Genehmigung des Abbauplanes und der Rodungsbewilligung fehlten die 

raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen. Mit dem Abbau werde eine Landschaft mit 

hohem Seltenheitswert zerstört. Das Gesetz verlange aber die ungeschmälerte 

Erhaltung des BLN-Objekts. Ausserdem seien keine gesamtschweizerischen 

Alternativstandorte evaluiert worden und kein nationaler Bedarf an Hartgestein erster 

Qualität sei nachgewiesen. Unter diesen Umständen seien keine überwiegenden 

nationalen Interessen an der Erweiterung des Steinbruchs Campiun dargetan.

Die Regierung beantragt in der Vernehmlassung vom 28. Juni 2004 die Abweisung der 

Beschwerde.

Die Basaltstein AG trägt in der Vernehmlassung vom 23. August 2004 auf Abweisung 

der Beschwerde an, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdeführerin.

Die Politische Gemeinde Sevelen und die Ortsgemeinde Sevelen liessen sich innert 

Frist nicht vernehmen.

Am 11. April 2005 wurde vorgängig ein Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt, an 

dem das Verwaltungsgericht durch eine Delegation vertreten war. Die 

Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur 

Stellungnahme. Im Anschluss wurden den Beteiligten das Augenscheinprotokoll sowie 

der vom Vertreter der Beschwerdegegnerin anlässlich des Augenscheins ins Recht 

gelegte Bericht "Konfliktanalyse bezüglich Vermeidung eines Versorgungsnotstandes 

der schweizerischen Bauwirtschaft mit felsgebrochenen Hartgesteinen zur Herstellung 

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hochwertiger Beläge und Bahnschotter" des ASTRA vom September 2004 (abgekürzt 

Bericht ASTRA) zur Vernehmlassung zugestellt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die 

Stiftung WWF ist zur Ergreifung der Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 3 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 18. Mai 2004 sowie 

deren Ergänzung vom 7. Juni 2004 erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an die 

Beschwerdeführung in zeitlicher, formaler und inhaltlicher Hinsicht (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2./ a) Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, das kantonale Abbaukonzept 

genüge den Anforderungen an die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht. Einerseits 

sei es ohne die notwendige Mitwirkung der Bevölkerung verabschiedet und erlassen 

worden. Anderseits beruhe das Konzept nicht auf einer vom Bundesgericht geforderten 

rechtskräftigen kantonalen und überregionalen Abbauplanung. So sei das 

Abbauvorhaben im kantonalen Abbaukonzept nur als Zwischenergebnis im Sinne von 

Art. 5 Abs. 2 lit. b der Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) aufgeführt. 

Ausserdem werde im angefochtenen Entscheid verschwiegen, dass im neusten 

Genehmigungsbeschluss des Richtplans vom 15. Januar 2003 der Bundesrat einen 

Kategorienwechsel vorgenommen und das vorgesehene Abbaugebiet von der 

vorgeschlagenen "Festsetzung" zu einem "Zwischenergebnis" zurückgestuft habe. 

Gestützt auf ein Zwischenergebnis könne sicher nicht behauptet werden, die 

planerischen Voraussetzungen für die Festlegung und Bewilligung von 

Abbaustandorten seien mit dem kantonalen Richtplan erfüllt.

b) aa) Gemäss Art. 28quater Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) 

werden Kies- und Lehmgruben sowie Steinbrüche aufgrund eines Abbauplans 

bewilligt. Der Plan ordnet den Abbau und in den Grundzügen die Endgestaltung. Beim 

Abbauplan handelt es sich um einen Sondernutzungsplan im Sinne von Art. 22 ff. 

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BauG. Als solcher untersteht er im Gegensatz zum Zonenplan (vgl. Art. 30 BauG) nicht 

dem fakultativen Referendum.

bb) Der geplante Steinbruch liegt in der Landwirtschaftszone, wo er sich 

unbestrittenermassen als nicht zonenkonform erweist. Grundsätzlich können 

zonenfremde Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone nur aufgrund der 

Ausnahmebestimmungen von Art. 24 ff. RPG bewilligt werden. Allerdings dürfen nach 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts für Anlagen, die ihrer Natur nach nur in einem 

Planungsverfahren angemessen erfasst werden können, keine Ausnahmebewilligungen 

erteilt werden. Unter die Planungspflicht fallen insbesondere auch grössere 

Abbauvorhaben (BGE 123 II 93 mit weiteren Hinweisen; unveröffentlichter BGE vom 23. 

Februar 2004 1A. 115/2003 Erw. 2.3 mit weiteren Hinweisen). In bezug auf die 

Anforderungen an die Planungspflicht hat das Bundesgericht entschieden, dass eine 

umfassende Beurteilung sämtlicher raum- und umweltschutzrelevanter Gesichtspunkte 

vorzunehmen ist und vorsorglich auch die Anliegen des Umweltschutzes 

mitzuberücksichtigen sind. Dabei sind mindestens dieselben Anforderungen zu 

beachten, die auch zu berücksichtigen wären, wenn Art. 24 RPG zur Anwendung 

gelangen würde. Massgeblich ist, ob die Planungsmassnahme den Zielen und 

Grundsätzen der Nutzungsplanung gemäss RPG entspricht. Daneben ist der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Koordinationspflicht in geeigneter Weise 

Rechnung zu tragen (BGE 124 II 393, 120 Ib 213). In formeller Hinsicht ist neben der 

Festsetzung des Standortes auf Richtplanstufe auch die Festsetzung in einem 

kantonalen Nutzungsplan erforderlich. Dabei kommt nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts wohl am ehesten ein Sondernutzungsplan in Frage (unveröffentlichter 

BGE vom 23. Februar 2004 1A. 115/2003 Erw. 2.4; BGE 116 Ib 55 in bezug auf eine 

Deponie). Im weiteren hat das Bundesgericht entschieden, dass das Verfahren des 

Sondernutzungsplanes der Mitsprache der Gemeinden und der Bevölkerung 

ausreichend Rechnung im Sinne der Art. 2 und 4 RPG trägt. Das Bundesrecht verlange 

nicht, dass jeder Nutzungsplan im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren beschlossen 

werden müsse (BGE 117 Ia 362 mit weiteren Hinweisen).

cc) Vor diesem Hintergrund erweist sich die Kritik der Beschwerdeführerin, wonach das 

Abbauvorhaben ohne die notwendige Mitwirkung der Bevölkerung verabschiedet und 

erlassen worden sei, als unbegründet. Wesentlich ist, dass der Abbauplan als 

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Verfahren der Sondernutzungsplanung der Mitsprache der Bevölkerung entsprechend 

der dargelegten höchstrichterlichen Rechtsprechung angemessen Rechnung trägt und 

auch den Rechtsschutzanforderungen von Art. 33 RPG genügt.

c) aa) Gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. b WaG setzt die Erteilung einer Rodungsbewilligung 

voraus, dass das Werk die Voraussetzungen der Raumplanung sachlich erfüllt. Damit 

verlangt der Gesetzgeber den raumplanerisch begründeten Nachweis eines hohen 

öffentlichen Interesses, der es erlaubt, die Interessenabwägung zwischen dem 

Rodungszweck und dem Interesse an der Walderhaltung vorzunehmen. Es müssen 

daher kantonale Richtpläne, regionale Konzepte, beispielsweise bezüglich Versorgung, 

Entsorgung oder Tourismus oder kommunale Nutzungspläne vorliegen. Damit kann 

gewährleistet werden, dass für eine Zweckentfremdung bzw. Nutzungsänderung von 

Waldareal von den zuständigen Behörden koordinierte Verfahren durchgeführt werden 

und dass keine Rodungsbewilligung erteilt wird, bevor sich die 

Raumplanungsbehörden verbindlich zum Rodungsgesuch geäussert haben. Da sich 

jedoch Raumplanungsverfahren und Rodungsbewilligung häufig gegenseitig bedingen, 

muss es genügen, wenn die raumplanerischen Voraussetzungen sachlich erfüllt sind, 

d.h. entsprechende Unterlagen und verbindliche Zusagen der Raumplanungsbehörden 

im Zeitpunkt der Beurteilung eines Rodungsgesuches vorhanden sind (BBl 1988 III, S. 

191; St. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Zürich 1994, 

S. 144).

bb) In den Richtplänen bestimmen die Kantone in den Grundzügen, wie sich ihr Gebiet 

räumlich entwickeln soll (vgl. Art. 6 Abs. 1 RPG). Sie geben unter anderem Aufschluss 

über den Stand und die anzustrebende Entwicklung der Versorgung (Art. 6 Abs. 3 lit. b 

RPG). Zum Bereich Versorgung gehören namentlich auch Bauten und Anlagen der 

Materialgewinnung (P. Tschannen, Kommentar zum Bundesgesetz über die 

Raumplanung, Zürich 1999, N 39 zu Art. 6). Weil der Richtplan einstweilige Ergebnisse 

unterschiedlich fortgeschrittener Planungsprozesse festhält, sind auch seine Aussagen 

notwendiger Ausdruck je unterschiedlicher Arbeitsstände. Zur besseren Übersicht teilt 

Art. 5 Abs. 2 RPV die Planinhalte in drei Klassen ein: Festsetzungen (lit. a), 

Zwischenergebnisse (lit. b) und Vororientierungen (lit. c). Im Sinne einer Faustregel 

verbinden sich mit Festsetzungen Sachaufträge, mit Zwischenergebnissen 

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Verfahrensaufträge und mit Vororientierungen Informationsaufträge (Tschannen, a.a.O., 

N 19 zu Art. 8).

cc) Im Kanton St. Gallen erliess die Regierung am 19. November 1996 das "Kantonale 

Abbaukonzept für Steine und Erden" und beauftragte das Baudepartement, die 

wesentlichen Ergebnisse des Abbaukonzepts in den Nachtrag 1997 zum kantonalen 

Richtplan 1987 aufzunehmen. Das Abbaukonzept basiert auf einer Auflistung 

bestehender und geplanter sowie im Rahmen von Umfragen gemeldeter denkbarer 

Abbaustandorte. Die Abbaugebiete wurden einer raumplanerischen Grobbeurteilung 

hinsichtlich relevanter Nutzungskonflikte unterzogen. Das Abbaukonzept verfolgt das 

Ziel, die Möglichkeit des Abbaus von Steinen und Erden an den erfassten Orten zu 

ermitteln. In einer Grobbewertung haben die für die Sachbereiche Siedlung, 

Gewässerschutz, Natur- und Landschaftsschutz, Schutz von Kulturdenkmälern, Wald- 

und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Bodenschutz sowie Ver-kehrsanlagen zuständigen 

kantonalen Fachstellen alle Standorte einer Grobbeurteilung unterzogen und bewertet. 

Der Standort Campiun ist als Objekt Nr. 94 im Abbaukonzept aufgeführt. Gemäss 

Grobbewertung erwarten die für die Sachbereiche Natur- und Landschaftsschutz sowie 

Wald zuständigen kantonalen Fachstellen für diesen Standort grosse Konflikte in den 

sie betreffenden Sachbereichen. Am 3. Juni 1998 erliess die Regierung den Nachtrag 

1997 zum Richtplan 1987. Der Nachtrag hält unter anderem die Anforderungen an 

künftige Abbauvorhaben fest und sorgt dafür, dass die gleichen Abbaustandorte 

gesichert werden. Die Aufnahme der Abbaustandorte in den Richtplan erfolgte 

aufgrund der Grobbewertung im Abbaukonzept und in Berücksichtigung des 

Planungsstandes der Vorhaben. Der Standort Campiun ist auch im Nachtrag 1997 zum 

Richtplan 1987 als Abbaustandort Nr. 94 enthalten. Es handelt sich dabei um ein 

Zwischenergebnis. Der Bundesrat genehmigte am 20. Januar 1999 den Nachtrag zum 

Richtplan und lud den Kanton ein, die erforderliche Gesamtüberarbeitung des 

Richtplans spätestens bis Ende 2001 abzuschliessen und den überarbeiteten Richtplan 

dem Bundesrat zur Genehmigung einzureichen. Die Planinhalte des Nachtrags 1997 

zum Richtplan 1987 stellten vorweggenommene Bestandteile des Richtplans SG01 

dar. Sie wurden - soweit sich keine Anpassungen aufdrängten - unverändert in den 

Richtplan SG01 übernommen. Der Richtplan SG01 ersetzt damit den Richtplan 1987 

und den Richtplannachtrag 1997 und löst beide vollständig ab. Der Standort Campiun 

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ist auch im Richtplan SG01 als Abbaustandort Nr. 94 mit dem Koordinationsstand 

"Zwischenergebnis" enthalten.

dd) Zu prüfen ist im folgenden die Frage, ob der beschriebene Stand der Planung des 

Steinbruchs Campiun den gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen gemäss 

bundesgerichtlicher Praxis genügt. In diesem Zusammenhang fällt in Betracht, dass 

das Bundesgericht in BGE 116 Ib 55 erwogen hat, dass für die Realisierung des zu 

beurteilenden Deponiestandortes zusätzlich zur bereits erfolgten "Festsetzung des 

Standortes auf Richtplanstufe" die Festsetzung eines Nutzungsplans notwendig sei. 

Nach der Auffassung des Verwaltungsgerichts kann indes allein aus dieser 

Formulierung nicht gefolgert werden, dass das Bundesgericht für die Bewilligung eines 

Deponie- oder Abbauvorhabens zwingend die Festsetzung im Richtplan im Sinne von 

Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV verlangt. Wesentlich ist nämlich insbesondere die nachfolgende 

Erwägung des Bundesgerichts, wonach im Rahmen der Nutzungsplanung eine 

umfassende Beurteilung sämtlicher raum- und umweltrelevanter Gesichtspunkte 

vorgenommen werden muss (vgl. auch BGE 123 II 87 und 120 Ib 213 f.). Dies bedeutet 

e contrario, dass nicht bereits im Rahmen der Richtplanung sämtliche raumwirksamen 

Tätigkeiten im Sinne einer Festsetzung gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV aufeinander 

abgestimmt wurden müssen. Eine umfassende Abwägung aller betroffenen Interessen 

hat vielmehr erst im Rahmen der Nutzungsplanung zu erfolgen. Dies ist mit Blick auf 

die prozesshafte Natur des Richtplans sachgerecht. Es würde den Rahmen des 

Richtplanverfahrens, welches der Grundlagenbeschaffung dient (vgl. Tschannen, 

a.a.O., N 2 ff.), sprengen, wenn darin derart umfassende und komplexe 

Interessenabwägungen vorgenommen werden müssten, wie dies vorliegend der Fall 

ist. Zu Recht wird denn auch im Richtplan SG01 wie schon zuvor im Nachtrag 1997 

zum Richtplan 1987 ausgeführt, dass die genaue Festlegung des Abbauperimeters 

sowie die Interessenabwägung im Abbauplan- bzw. Baubewilligungsverfahren 

vorzunehmen sind. Dass das Bundesgericht den Begriff der "Festsetzung" im BGE 116 

Ib 55 nicht im spezifischen Sinne der Festsetzung gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a RPV 

verstanden hat, ergibt sich schliesslich auch daraus, dass im gleichen Satz auch die 

"Festsetzung eines Nutzungsplans" verlangt wird.

ee) Im weiteren kann im Umstand, dass der Steinbruch Campiun im Richtplan SG01 als 

Zwischenergebnis vorgesehen ist, keine Verletzung von Art. 5 Abs. 2 lit. b WaG erblickt 

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werden. Diese Bestimmung verlangt, wie vorstehend dargelegt, dass ein 

Rodungsvorhaben auch aus der umfassenden Perspektive der in Art. 1 und 3 RPG 

enthaltenen Planungsziele und -grundsätze beurteilt wird. Die umfassende 

Abstimmung und Abwägung der raumplanerischen Ziele und Grundsätze hat dabei 

vorab im Nutzungsplanentscheid zu erfolgen (vgl. BGE vom 21. Januar 1993 i.S. 

Schweizerische Stiftung für Landschaftsschutz und Landschaftspflege, auszugsweise 

wieder gegeben bei Jaissle, a.a.O., S. 145). Es genügt deshalb auch mit Blick auf Art. 5 

Abs. 2 lit. b WaG, wenn ein Vorhaben, für welches die Rodung begehrt wird, lediglich 

als Zwischenergebnis im Richtplan verankert ist.

ff) Lediglich der Vollständigkeit halber sei schliesslich darauf hingewiesen, dass die 

Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach der Bundesrat in seinem Beschluss zur 

Genehmigung des Richtplans einen Kategorienwechsel betreffend den Abbaustandort 

Campiun von einer Festsetzung zu einem Zwischenergebnis vorgenommen habe, nicht 

zutrifft. Der Kategorienwechsel betrifft das Vorhaben einer Deponie am Standort 

Campiun, das im Koordinationsblatt VII 61 des Richtplans aufgeführt ist, und nicht das 

Abbauvorhaben, welches im Koordinationsblatt VII 41 bereits als Zwischenergebnis 

festgehalten ist.

d) Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, für die Genehmigung des 

Abbauplanes und die Erteilung der Rodungsbewilligung seien die 

raumplanungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben, erweist sich die 

Beschwerde somit als unbegründet.

3./ a) Im weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, beim umstrittenen Projekt sei 

der geforderten Standortevaluation gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG nicht Rechnung 

getragen worden. Insbesondere sei für den geplanten Abbau Fäsch festzuhalten, dass 

auch die Förderung von Hartschotter der ersten Qualität möglich wäre. Hinzu komme, 

dass in Fäsch gemäss Richtplan nur geringe oder mittelschwere Nutzungskonflikte zu 

erwarten seien. Aber auch für den Standort Schollberg oder andere Standorte seien 

keine Abklärungen getroffen worden. Ausserdem müsse berücksichtigt werden, dass 

Hartschotter erster Qualität nur von den SBB und einigen Grossunternehmungen 

benötigt werde. Für diese nationalen Infrastrukturanlagen könne nicht eine regionale 

Versorgung von Bedeutung sein, sondern es bestehe gesamtschweizerisch ein 

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Materialbedarf und die Versorgung bzw. die Gesteinsvorkommnisse müssten auch 

national betrachtet werden. Der Steinbruch Campiun könne nur 6,52% des effektiven 

Bedarfs der SBB decken. Dieser jährliche Bezug könne im gesamtschweizerischen 

Vergleich kaum als sehr hoch bezeichnet werden. Fehl gehe auch der Hinweis der 

Vorinstanz auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung im Zusammenhang mit der 

Versorgung mit Kies. Die Versorgung der SBB und der Generalunternehmer für den 

Nationalstrassenbau mit Hartgestein erster Qualität habe nichts mit einer regionalen 

Versorgungslage zu tun. Auch die von der Regierung angeführte Nähe und die 

Verkürzung der Transportdistanzen mache vorliegend aus ökologischer Sicht keinen 

Sinn. Schotter erster Qualität werde von nationalen Unternehmungen benötigt. Diese 

führten das Material zentral zusammen und verwendeten es aus logistischen Gründen 

ab grossen Materiallagern.

b) Gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG darf eine Rodungsbewilligung nur erteilt werden, 

wenn der Gesuchsteller nachweist, dass das Werk, für das gerodet werden soll, auf 

den vorgesehenen Standort angewiesen ist. Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts ist die Standortgebundenheit gemäss Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG nicht in 

einem absoluten Sinne aufzufassen, da fast immer eine gewisse Wahlmöglichkeit 

besteht. Entscheidend ist, ob die Gründe der Standortwahl die Interessen der 

Walderhaltung überwiegen (BGE 120 Ib 408 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 327). Die 

Bejahung der relativen Standortgebundenheit setzt aber voraus, dass eine umfassende 

Abklärung von Alternativstandorten stattgefunden hat (BGE 120 Ib 408 mit Hinweis auf 

BGE 119 Ib 405).

c) aa) Anlässlich des Augenscheins vom 11. April 2005 hat der Vertreter des ARE 

bestätigt, dass die Rechtsmittelverfahren für den geplanten Untertagebau im Raum 

Fäsch, Walenstadt, noch nicht abgeschlossen sind. Er erklärte, dass wenn überhaupt, 

in Fäsch nur mit geringfügigen Anteilen an Hartschotter erster Qualität gerechnet 

werden kann. Diese Aussagen decken sich mit den Angaben im vorinstanzlichen 

Verfahren. Ausserdem ist erstellt, dass im Gebiet Walenstadt in der Vergangenheit 

noch nie Hartschottergestein der ersten Qualität gefördert worden ist (vgl. Schreiben 

des ARE vom 24. Februar 2004, vorinst. act. 74; Karte Hartsteinwerke Schweiz, vorinst. 

act. 24). Dies stützt die Annahme, dass in Fäsch bestenfalls nur geringfügige 

Gesteinsanteile erster Qualität gefördert werden können, zusätzlich. Bezüglich des 

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Abbaustandorts Schollberg, Vild, der zur Zeit in der Planungsphase steht, kann 

aufgrund der Gesuchsunterlagen ebenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass 

Hartschotter der ersten Klasse gewonnen werden kann. Dies ergibt sich aus dem 

Schreiben des ARE vom 24. Februar 2004 (vorinst. act. 74) und wurde anlässlich des 

Augenscheins vom anwesenden Vertreter des ARE nochmals ausdrücklich bestätigt. 

Der Standort Schollberg wurde ferner auch im ETH-Gutachten über "Die 

Hartgesteinvorkommen in der Ostschweiz" vom 18. September 1997 nicht erwähnt 

(vgl. S. 14). Schliesslich wird auch im Bericht ASTRA bestätigt, dass in der Ostschweiz 

abgesehen von den heute bekannten Abbaustellen nur wenig andere Vorkommen 

vorhanden sind (S. 105). Vor diesem Hintergrund erachtet das Verwaltungsgericht 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin die vom Bundesgericht verlangte 

Prüfung von Alternativstandorten im Kanton als hinreichend erfüllt. Dies gilt um so 

mehr, als unbestritten ist, dass die Eruierung neuer Standorte für Hartsteinbrüche 

zeitlich und finanziell sehr aufwendig ist (vgl. Runder Tisch Hartsteinbrüche – 

Landschaftsschutz, Schlussbericht des Mediators vom 31. Januar 2003, abgekürzt 

Schlussbericht des Mediators, Beilage 1 der Beschwerdegegnerin, S. 12).

bb) Bezüglich des Einwands, wonach bei der Evaluation von Alternativstandorten auch 

die gesamtschweizerische Versorgungslage miteinzubeziehen sei, fällt in Betracht, 

dass entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Landesversorgung 

auf der Versorgung der Regionen beruht (unveröffentlichter BGE vom 27. Juni 1984 i.S. 

Einwohnergemeinde Neuheim, E. 5b bb). Dies hat auch hinsichtlich der Versorgung mit 

Hartgestein erster Qualität zu gelten, auf welche die SBB und die Bauwirtschaft 

angewiesen sind. Gerade für die SBB sind Schotterbezüge über grosse Distanzen mit 

Blick auf die umständlichen und teuren Transporte sowie Lagerhaltungen 

problematisch. Hinzu kommt, dass lange Transportwege die Umwelt belasten (vgl. 

Schreiben der SBB vom 28. Oktober 1997, Anhang 3 zum UVB, S. 3). Auch im 

Schlussbericht des Mediators ist festgehalten, dass eine gute geografische Verteilung 

der Abbaustandorte erforderlich ist, wenn Wert auf kurze Transportdistanzen gelegt 

wird (S. 12), und im Bericht ASTRA wird ausgeführt, dass die Transportkosten in den 

nächsten Jahren unter ökologischen Gesichtspunkten steigen werden, weshalb der 

regionalen Versorgung grössere Bedeutung erwächst (S. 27). Im übrigen aber ist die 

Hartsteinproduktion in der Schweiz generell nicht gesichert. Gemäss Schreiben des 

FSK vom 28. Februar 2002 reichen die bewilligten Reserven gesamtschweizerisch bei 

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gleichbleibendem Verbrauch noch rund zehn Jahre (vorinst. act. 23). Von ähnlichen 

Werten wird im Schlussbericht des Mediators ausgegangen (S. 12). Somit erweist sich 

der Einwand, der nationalen Versorgungsstruktur hätte bei der Prüfung von 

Alternativstandorten vermehrt Rechnung getragen werden müssen, als nicht 

stichhaltig.

cc) Dem Einwand, der Steinbruch Campiun vermöchte nur einen bescheidenen Beitrag 

zur nationalen Versorgung zu leisten, ist entgegenzuhalten, dass, wie dargelegt (Erw. 3 

c bb), in erster Linie auf die regionale Versorgung abzustellen ist. Campiun ist für die 

Ostschweiz, wo unwidersprochen ein erhebliches Manko an Abbaustandorten besteht 

(Schlussbericht des Mediators, S. 12; Bericht ASTRA, S. 105), und somit für die 

Versorgung der Region von entscheidender Bedeutung. Hinzu kommt, dass die 

heutigen Abbaureserven bei gleichbleibendem Bedarf, wie ausgeführt (Erw. 3 c bb), nur 

noch für die nächsten zehn bis zwölf Jahre ausreichen. Aus-serdem hat der Bedarf an 

felsgebrochenen Hartgesteinen in den letzten Jahren stetig zugenommen (Bericht 

ASTRA, S. 27). Vor diesem Hintergrund ist der Beitrag von Campiun auch im Rahmen 

einer gesamtschweizerischen Betrachtung nicht vernachlässigbar.

d) Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit eine 

Verletzung von Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG geltend gemacht wird.

4./ a) Im weiteren stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die 

Gesamtinteressenabwägung sei nicht sachgerecht vorgenommen worden. 

Insbesondere führe der Abbau entgegen der Auffassung der Regierung zu einer 

vollständigen Zerstörung des einmaligen Lebensraumtyps. Während Jahrzehnten 

gewachsene Landschaftsbilder könnten nicht einfach wiederherstellt werden. 

Entsprechend dem ENHK-Gutachten vom 18. Juni 1997 könnten die 

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen den Eingriff in keiner Weise rechtfertigen 

und dürften bei der Gesamtinteressenabwägung auch nicht berücksichtigt werden. Die 

Renaturierungspflicht für den alten Steinbruch bestehe gestützt auf die gesetzlichen 

Vorschriften. Diese Wiederherstellungsmassnahmen hätten mit dem vorliegenden 

Abbaugesuch überhaupt nichts zu tun und dürften schon gar nicht in die 

Interessenabwägung miteinbezogen werden.

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b) Das Verwaltungsgericht ist nur zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 VRP); eine 

Ermessenskontrolle gegenüber den Verwaltungsbehörden steht ihm dagegen nicht zu. 

Dies bedeutet, dass es den Ermessensspielraum der Verwaltungsbehörden zu 

respektieren hat. Das Verwaltungsgericht darf daher in einem Planerlassverfahren nur 

eingreifen, wenn Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. Soweit es um die 

Ausübung des pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm eine Korrektur hingegen 

verwehrt. Das Verwaltungsgericht ändert einen sachlich haltbaren und zweckmässigen 

Planungsentscheid selbst dann nicht ab, wenn es eine andere Lösung als ebenso 

zweckmässig erachtet oder sogar bevorzugen würde (vgl. GVP 1996 Nr. 9; VerwGE 

vom 17. November 1997 i.S. P.M. und andere sowie VerwGE vom 16. März 2000 i.S. 

M.W.).

c) Gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler 

Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem Masse die 

ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- 

oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. Ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare darf nach Art. 6 

Abs. 2 NHG bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, 

wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler 

Bedeutung entgegenstehen. Lässt sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger 

Lebensräume durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht 

vermeiden, so hat der Verursacher in analoger Anwendung von Art. 18 Abs. 1ter NHG 

für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, für Wiederherstellung 

oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen.

d) aa) Grundsätzlich ist festzuhalten, dass zwischen den Beteiligten nicht mehr 

umstritten ist, dass das Abbauvorhaben zu einem Abweichen vom Gebot der 

ungeschmälerten Erhaltung nach Art. 6 Abs. 1 NHG führen würde. Es ist sodann 

unwidersprochen, dass das Projekt nur zulässig ist, wenn einerseits ein gleich- oder 

höherwertiges, ebenfalls nationales Interesse am Abbau des Hartschotters besteht und 

anderseits eine Gesamtinteressenabwägung zwischen dem Eingriffs- und 

Erhaltungsinteresse den Ausschlag zugunsten des Abbaus gibt. Indes bestreitet die 

Beschwerdeführerin, dass der Abbau von Hartschotter der ersten Qualität im 

Steinbruch ein Interesse von nationaler Bedeutung darstellt.

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bb) Wie bereits vorstehend dargelegt (Erw. 3./ c bb), liegt die ausreichende Versorgung 

des Landes mit einheimischen Rohstoffen im nationalen Interesse. Dies hat nicht nur 

für den Rohstoff Kies, sondern erst recht auch für Hartgestein erster Qualität zu gelten, 

dessen Vorkommen viel seltener ist. Im weiteren trifft es auch nicht zu, dass einer 

dezentralen Versorgung mit hochwertigem Hartgestein nur eine geringe Bedeutung 

zukommt. Wie vorstehend ausgeführt (Erw. 3./ c bb), spielt die Dezentralität 

insbesondere für die SBB als wichtige Nachfragerin eine wesentliche Rolle. Ferner ist 

auch im Richtplan SG01 festgeschrieben, dass die Versorgung des Kantons zu zwei 

Dritteln bis drei Vierteln mit eigenen Steinvorkommen gedeckt werden soll. Dem 

Einwand, der Steinbruch Campiun vermöchte nur einen bescheidenen Beitrag zur 

nationalen Versorgung zu leisten, ist entgegenzuhalten, dass, wie dargelegt (Erw. 3./ c 

bb), in erster Linie auf die regionale Versorgung abzustellen ist. Campiun ist für die 

Ostschweiz, wo unwidersprochen ein erhebliches Manko an Abbaustandorten besteht 

(Schlussbericht des Mediators, S. 12), und damit für die Versorgung der Region von 

entscheidender Bedeutung. Hinzu kommt, dass die heutigen Abbaureserven bei 

gleichbleibendem Bedarf gesamtschweizerisch nur noch für die nächsten zehn bis 

zwölf Jahre ausreichen (Erw. 3./ c bb). Vor diesem Hintergrund ist der Beitrag von 

Campiun auch im Rahmen einer gesamtschweizerischen Betrachtung nicht 

vernachlässigbar.

cc) Unter den gegebenen Umständen kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, 

dass der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden kann, wenn sie dem 

zu beurteilenden Abbauvorhaben nationale Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG 

zugemessen hat.

e) aa) Zu klären ist im weiteren die Rüge der Beschwerdeführerin, bei der 

Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 2 NHG dürften die vorgesehenen 

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen nicht berücksichtigt werden. Sodann ist 

der Einwand zu prüfen, wonach es mit den geplanten Wiederherstellungs- und 

Ersatzmassnahmen nicht gelinge, einen gleichwertigen Ersatz zu schaffen.

bb) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist es zutreffend, wenn die 

Vorinstanz die vorgesehenen Ersatz- und Wiederherstellungsmassnahmen bei der 

Interessenabwägung bezüglich der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne von Art. 6 

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NHG gewichtet hat. Dies ergibt sich bereits aus dem Wortlaut von Art. 6 Abs. 1 NHG, 

wonach die grösstmögliche Schonung ausdrücklich "unter Einbezug von 

Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen" zu beurteilen ist. Dieser 

Zusatz fand im Rahmen des Erlasses des Bundesgesetzes über die Koordination und 

Vereinfachung von Entscheidverfahren Eingang in das Gesetz. In der Botschaft des 

Bundesrates wird dazu ausgeführt, dass die grösstmögliche Schonung eines Objekts, 

das in ein Inventar des Bundes aufgenommen wird, die Prüfung der 

Schadenminderung durch allfällige Wiederherstellung - oder angemessen auf 

Ersatzmassnahmen - umfasst (BBl 1998, S. 2616). Im weiteren ist auch im Rahmen der 

Interessenabwägung von Art. 18 Abs. 1ter NHG neben dem Ausmass des Verlustes 

und den öffentlichen oder privaten Interessen am Eingriff insbesondere die Qualität der 

zur Verfügung stehenden Ersatzmassnahmen miteinzubeziehen (K.L. Fahrländer, in: 

Kommentar zum Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz, Zürich 1997, N 29 

zu Art. 18). Schliesslich wird auch im Schlussbericht des Mediators festgehalten, dass 

eine gesamtökologische Betrachtungsweise massgeblich ist, wobei namentlich auch 

ökologische Ausgleichsmassnahmen in die Überlegungen einzubeziehen sind (S. 13). 

Ferner stellt es auch keine Rechtsverletzung dar, wenn die Vorinstanz den Umstand, 

dass die Renaturierungspflicht im Zusammenhang mit dem alten Steinbruchareal im 

Rahmen des umstrittenen Abbauplans geregelt werden kann, bei der 

Gesamtinteressenabwägung berücksichtigt hat. Die Frage der Renaturierung des alten 

Steinbruchareals ist nicht abschliessend geklärt. Auch in der Verfügung des 

Gemeinderates Sevelen vom 18. August 1998 wurde nur eine Teilrenaturierung für den 

nördlichen Teil des alten Steinbruchs beschlossen. Ausserdem wurde die 

Renaturierung ausdrücklich auch vom Entscheid über das hängige Gesuch der 

Beschwerdegegnerin betreffend den neuen Abbauplan abhängig gemacht.

cc) Die Beschwerdeführerin stützt sich im Zusammenhang mit ihrer Kritik an den 

geplanten Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen wesentlich auf das Gutachten 

der ENHK vom 18. Juni 1997. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

zutreffend ausgeführt hat, darf vom Ergebnis des ENHK-Gutachtens nur aus triftigen 

Gründen abgewichen werden (BGE 127 II 281).

dd) Die ENHK führt im Gutachten vom 18. Juni 1997 aus, Landschaften könnten nicht 

beliebig ausgetauscht werden, schon gar nicht, wenn es sich bei der zu ersetzenden 

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Landschaft um eine kulturhistorisch und ökologisch bedeutende Landschaft handle, 

die zudem in einem BLN-Gebiet liege und prägender Bestandteil desselben sei. 

Ebensowenig könnten landschaftszerstörende Eingriffe durch naturschützerische 

Aufwertungsmassnahmen gerechtfertigt werden. Die ungeschmälerte Erhaltung dieses 

einzigartigen Landschaftsteils des BLN-Objekts wie auch seine grösstmögliche 

Schonung könnten nur mit einem Verzicht auf die geplante Steinbrucherweiterung 

erreicht werden. Mit Schreiben vom 27. Februar 2001 nahm die ENHK im 

Zusammenhang mit der zweiten Projektauflage ein weiteres Mal Stellung zur geplanten 

Steinbrucherweiterung. Sie führte im wesentlichen aus, am Projekt seien keine 

Änderungen angebracht worden und da sich auch das einschlägige materielle Recht in 

der Zwischenzeit nicht verändert habe, bestehe kein Anlass, das Gesuch grundsätzlich 

neu zu begutachten. Es würden vielmehr die Erwägungen und Schlussfolgerungen des 

Gutachtens vom 18. Juni 1997 bestätigt.

ee) Die Aussage der ENHK, wonach sich das materielle Recht in der Zeit von 1997 bis 

2001 nicht geändert habe, trifft in dieser Form nicht zu. Wie vorstehend dargelegt (Erw. 

4./ e bb), wurde die Fassung von Art. 6 Abs. 1 NHG im Zuge des Erlasses des 

Bundesgesetzes über die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren 

inhaltlich dahingehend geändert, dass die grösstmögliche Schonung unter Einbezug 

von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen zu beurteilen ist. Die 

neue Regelung ist seit 1. Januar 2000 in Kraft. Nachdem somit feststeht, dass 

schadenmindernde Massnahmen bei der Prüfung der grösstmöglichen Schonung 

miteinbezogen werden müssen, ist die Aussage der ENHK im Gutachten vom 18. Juni 

1997, wonach landschaftszerstörende Eingriffe durch naturschützerische 

Aufwertungsmassnahmen (generell) nicht gerechtfertigt werden könnten, zu absolut 

formuliert. Die ENHK wäre vielmehr gehalten gewesen, die geplanten 

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen im einzelnen zu prüfen und in die 

Interessenabwägung miteinzubeziehen. Dies wurde sowohl im Gutachten vom 18. Juni 

1997 als auch im Schreiben vom 22. Januar 2001 unterlassen. Das Gutachten erweist 

sich somit in einem wesentlichen Punkt als unvollständig, weshalb ein triftiger Grund im 

Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gegeben ist, um vom Ergebnis der 

Begutachtung abzuweichen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/27

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ff) Die in Art. 6 Abs. 1 NHG vorgesehenen Ersatzmassnahmen stehen – wie bei Art. 18 

Abs. 1ter NHG - nicht wahlweise, sondern in einer festgelegten Reihenfolge zur 

Verfügung. Wenn das betroffene Objekt nicht geschützt werden kann, muss es nach 

Möglichkeit wiederhergestellt werden. Anderer Ersatz ist nur und erst zulässig, wenn 

auch Wiederherstellungsmassnahmen nicht in Frage kommen oder sich als 

unzweckmässig erweisen (vgl. Fahrländer, a.a.O., N 34 zu Art. 18). Mit der 

Wiederherstellung wird ein auf einen konkreten Eingriff zurückzuführender Verlust 

(vollständig) aufgehoben oder rückgängig gemacht. Vollständige Wiederherstellung ist 

demnach der (identische) Ersatz von Naturobjekten am selben Standort, in derselben 

Ausdehnung und Ausprägung sowie in gleichwertiger Art, Erscheinung, ökologischer 

Funktion und Dynamik. Vollständige Wiederherstellung beinhaltet (bloss) zeitlich 

beschränkte Verluste, wobei die Gleichwertigkeit der Wiederherstellung wesentlich von 

dem damit verbundenen Aufwand und der geübten Sorgfalt abhängt. Die 

Zweckmässigkeit von Wiederherstellungsmassnahmen lässt sich deshalb erst am 

konkreten Objekt und in Kenntnis der jeweiligen Umstände beurteilen. 

Wiederherstellungen sind vielfach Neuaufforstungen oder Neuanpflanzungen in 

Biotopen, in die - wie beispielsweise beim Materialabbau - nur vorübergehend 

eingegriffen wird (vgl. Fahrländer, a.a.O., N 36 zu Art. 18). Angemessener Ersatz ist 

zunächst eins zu eins Realersatz in Art, Erscheinung und Funktion an anderem 

Standort in derselben Gegend. Er kann aber auch - in qualitativer, quantitativer und 

allenfalls in finanzieller Hinsicht - möglichst gleichwertiger Ersatz sein. Angemessener 

Ersatz heisst aber auch sinnvoller und verhältnismässiger Ersatz. Angemessener Ersatz 

kann deshalb ausnahmsweise auch den Anforderungen von Art. 6 Abs. 1 NHG 

genügen, wenn er sich nicht als gleichwertig erweist. Zudem ist es denkbar, dass die 

Elemente des gleichwertigen Ersatzes im Einzelfall nicht der "Zusammensetzung" des 

zerstörten Objekts entsprechen, sich aber insgesamt als gleichwertig erweisen.

gg) Im Zusammenhang mit der Interessenabwägung gemäss Art. 6 NHG ist 

unbestritten, dass durch den vorgesehenen Abbau ein prioritäres Schutzziel des BLN-

Objekts in einem wesentlichen Teil stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Im weiteren 

steht fest, dass weder in landschaftlicher noch in ökologischer Hinsicht eine 

vollständige Wiederherstellung des gegenwärtigen Zustandes erreichbar ist. Immerhin 

ist aber in landschaftlicher Hinsicht davon auszugehen, dass nach Abschluss der 

Auffüllarbeiten und der Neuaufforstung und Neuanpflanzung vom Eingriff langfristig nur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/27

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wenig sichtbar sein wird. Zwar ist der Zeithorizont, in dem wieder mit einer 

vergleichbaren Landschaft zu rechnen ist, unbestrittenermassen weit anzusetzen; indes 

trifft dies für Neuaufforstungen, welche typische Wiederherstellungen im Sinne von Art. 

6 Abs. 1 NHG darstellen, grundsätzlich zu. Die verhältnismässig lange Dauer bis wieder 

mit einer vergleichbaren Landschaft gerechnet werden kann, ist deshalb im Rahmen 

der Interessenabwägung nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Dies gilt vorliegend 

umso mehr, als der Gesteinsabbau etappiert ist und eine sukzessive Rekultivierung 

beabsichtigt wird. In ökologischer Hinsicht fällt in Betracht, dass im Abbauperimeter 

umfangreiche, landschafts- und naturschützerisch wertvolle 

Renaturierungsmassnahmen vorgesehen sind, wie die Wiederherstellung und 

Neuschaffung von Waldflächen, Feldgehölzen, Magerwiesen, Pionier- und 

Ruderalstandorten einschliesslich Kies- und Geröllflächen, Felsbändern und 

Feuchtgebieten, Rohböden und Spontanbegrünungsflächen. Weder im Gutachten der 

ENHK noch in der Beschwerde wird dargelegt, weshalb diese gebietsspezifischen 

Massnahmen nicht zumindest langfristig einen angemessenen Ersatz des durch den 

Abbau beeinträchtigten Schutzgebiets ermöglichen sollen. Die kantonale UVP-

Fachstelle geht in ihrem Bericht davon aus, dass infolge des Gesteinsabbaus 

verlorengegangene Lebensgemeinschaften zwar nicht in gleicher Form wieder 

hergestellt werden können, aber gegenüber dem heute bestehenden Zustand 

insgesamt gesehen sogar eher eine Verbesserung für die Ökologie durch die Zunahme 

der Vielfalt an Biotypen zu erwarten ist. Hinzu kommen die aus-serhalb des 

Abbauperimeters vorgesehenen Ersatz- und Pflegemassnahmen auf einer Fläche von 

rund 13 ha (Schaffung und Pflege von Magerwiesen, Gehölzen, Wald und 

Waldrandflächen sowie Krautsäumen), welche die Naturwerte gegenüber dem 

gegenwärtigen Zustand verbessern werden. Unter diesen Umständen kann der 

Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie gestützt auf die 

kantonalen Fachstellen davon ausgegangen ist, bei der Verwirklichung der verlangten 

Ersatz- und Aufwertungsmassnahmen werde ein gleichwertiger Ersatz geschaffen, und 

das Abbauvorhaben mit Art. 5 Abs. 2 WaG bzw. Art. 6 NHG als vereinbar beurteilt hat.

f) Zusammenfassend steht somit fest, dass mit dem Abbauvorhaben zwar ein schwerer 

Eingriff in das BLN-Objekt Nr. 1613 verbunden ist, der umfangreiche 

Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel mit sich bringt. Indes besteht in 

Anbetracht der prekären Eigenversorgungssituation in der Schweiz im allgemeinen und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/27

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in der Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am 

Abbauvorhaben. Hinzu kommt, dass der Abbau aufgrund des Standorts und der neuen 

Erschliessung den berechtigten Anliegen der betroffenen Wohnbevölkerung so weit als 

möglich Rechnung trägt. Schliesslich werden sehr umfangreiche Wiederherstellungs- 

und Ersatzmassnahmen verlangt, die zumindest langfristig einen Ersatz schaffen. Unter 

diesen Umständen kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, 

wenn sie im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der 

Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an der 

Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes.

5./ Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, 

sGS 941.12). Sie ist mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 

verrechnen.

Die Beschwerdegegnerin hat für das Beschwerdeverfahren Anspruch auf 

ausseramtliche Entschädigung durch die Beschwerdeführerin (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98bis VRP). Da der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin keine 

Honorarnote eingereicht hat, ist das Honorar nach Ermessen festzusetzen (Art. 6 der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). 

Mit Blick auf den Umstand, dass der Rechtsvertreter die Beschwerdegegnerin in drei 

weiteren, gleich gelagerten Beschwerdeverfahren vertritt, ist eine Entschädigung von 

Fr. 3'000.-- zuzügl. MWSt angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 19 

HonO).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin durch Verrechnung mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/27

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3./ Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren 

mit Fr. 3'000.-- (zuzügl. MWSt) ausseramtlich zu entschädigen.

 

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

lic. iur. Franciska Hildebrand, 9004 St. Gallen)

 

Dr. Walter Locher, 9000 St. Gallen)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung

die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwältin–

die Vorinstanz–

die Beschwerdegegnerin (durch Rechtsanwalt–

die Beschwerdebeteiligte I–

die Beschwerdebeteiligte II–

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/27

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Soweit eine Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird, kann gegen diesen 

Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, eingereicht werden.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 11. Mai 2005
	Abbauplan Steinbruch Campiun, Art. 28quater BauG (sGS 731.1), Art. 6 NHG (SR 451). Beschwerde WWF. Der Abbau von Hartgestein im Objekt Nr. 1613 Speer-Churfirsten-Alvier des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung stellt einen schweren Eingriff dar und bringt umfangreiche Beeinträchtigungen für ein prioritäres Schutzziel mit sich. Indes besteht in Anbetracht der prekären Eigenversorgungssituation in der Schweiz im allgemeinen und in der Ostschweiz im speziellen ein Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung am Abbauvorhaben. Mit Blick auf die umfangreichen Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen sowie Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie im Rahmen einer Gesamtinteressenabwägung die Interessen an der Verwirklichung des Projektes schwerer gewichtet hat als die Interessen an der Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes (Verwaltungsgericht B 2004/78).

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		2025-07-19T17:09:00+0200
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