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**Case Identifier:** 9caaa0f3-b3e8-5f33-ba8c-e2c665f8710e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.02.2016 IV 2014/78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-78_2016-02-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/78

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.10.2019

Entscheiddatum: 29.02.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 29.02.2016
Revision, Art. 17 ATSG: Der Beschwerdeführer hat eine Ausbildung 
abgeschlossen. Zudem beschreibt das Gutachten eine Reifung der 
Persönlichkeit. Somit ist ein erwerblicher Revisionsgrund (sozialpraktische 
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit) gegeben. Eine rentenbegründende 
gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse liegt gemäss Gutachten nicht mehr 
vor. Rentenaufhebung ohne Durchführung von Eingliederungsmassnahmen 
zulässig (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
29. Februar 2016, IV 2014/78). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_235/2016.

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer (Vorsitz), Miriam Lendfers und Lisbeth Mattle 

Frei; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2014/78

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Claudia Oesch, SwissLegal asg.advocati, 

Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (bis zur Namensänderung vom 24. Oktober 2014: B.___, vgl. act. G 11.2), 

geboren 1. April 1977, beantragte am 9. Februar 1999 bei der schweizerischen 

Invalidenversicherung die Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung 

sowie Hilfsmittel (ein Korsett). Er gab im Wesentlichen an, am 19. Juli 1998 auf dem 

Fussgängerstreifen von einem zivilen Polizeifahrzeug erfasst worden zu sein und unter 

den Folgen einer Wirbelsäulenverletzung und unter Depressionen zu leiden (IV-act. 1). 

Sein letztes Lehrverhältnis als Autolackierer war auf den 27. Februar 1998 vorzeitig be­

endet worden (IV-act. 8).

A.b Mit Eingabe vom 14. Juni 1999 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, es biete sich 

ihm die Gelegenheit, bei der C.___ ab Mitte August 1999 eine Lehre als Mediamatiker 

zu absolvieren. Er beantragte eine finanzielle Unterstützung in der Höhe des durch den 

Lehrlingslohn nicht gedeckten Teils seines Lebensbedarfs (IV-act. 22).

A.c  Die behandelnden Ärzte der Klinik für orthopädische Chirurgie, Kantonsspital 

St. Gallen (KSSG), führten im Arztbericht an die IV-Stelle vom 09.09.1999 (richtig wohl: 

9. Juli 1999) aus, es bestehe ein Status nach LWK3-Fraktur mit dorsaler Aufrichtungs-

spondylodese am 19. Juli 1998 und ein Status nach Materialentfernung am 10. Februar 

1999. Seit 19. Juli 1998 sei der Versicherte im bisherigen Beruf/Tätigkeitsbereich zu 

100 % arbeitsunfähig. Berufliche Massnahmen seien ab sofort angezeigt. Es sei unklar, 

ob die Arbeitsunterbrüche ausschliesslich gesundheitlich begründet seien. In einem 

beigelegten Bericht vom 25. Juni 1999 an Dr. med. D.___, Arzt für Allgemeine Medizin 

FMH, hatten die Klinikärzte eine deutliche Diskrepanz zwischen den subjektiven und 

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objektiven Befunden vermerkt und festgehalten, aus objektiver Sicht bestehe eine volle 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 23).

A.d Zur Abklärung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen (IV-act. 25) wurde der 

Versicherte im Auftrag der IV-Stelle durch die Medizinische Abklärungsstelle der 

Invalidenversicherung am KSSG begutachtet (Gutachten vom 20. Dezember 1999, IV-

act. 36). Die Gutachter diagnostizierten als Hauptdiagnosen (mit Einschränkung der 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit) eine in leichter Höhenminderung verheilte LWK3-Fraktur 

nach offener Reposition und Metallentfernung sowie eine Anpassungsstörung nach 

Verlust eines Bruders und Unfall mit Körperverletzungen, ausgedrückt durch 

vorwiegend Angst und depressive und Verhaltensstörungen (IV-act. 36-10). Sie kamen 

zum Schluss, eine körperlich schwere Arbeit sei dem Versicherten nicht mehr 

zumutbar. In einer körperlich mittelschweren oder leichten Arbeit sei er zu 25 % 

eingeschränkt (IV-act. 36-11). Am 17. Februar 2000 beantwortete der Gutachter 

Dr. med. E.___, Psychiatrie und Psychotherapie, zusätzliche Fragen der IV-Stelle vom 

20. Januar 2000 (IV-act. 48; IV-act. 41).

A.e  Anlässlich einer Besprechung am 17. April 2000 äusserte IV-Arzt Dr. F.___, in 

diesem Fall erscheine eine Eingliederung unmöglich. Das Verhalten des Versicherten 

sei für jeden Arbeitgeber eine Zumutung und „nicht umsetzbar“. Aus medizinischer 

Sicht sei der Versicherte aus psychischen Gründen in der freien Wirtschaft nicht 

vermittelbar. Es sei daher die Rente zu prüfen und von einem Invaliditätsgrad von 70 % 

auszugehen (IV-act. 57; vgl. auch IV-act. 55 und IV-act. 28-2).

A.f Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (IV-act. 65) sprach die IV-Stelle 

dem Versicherten mit Verfügung vom 26. Oktober 2000 (IV-act. 69) gestützt auf einen 

Invaliditätsgrad von 70 % ab 1. Juli 1999 eine ganze Rente zu.

A.g Mit Verfügung vom 21. Februar 2001 gewährte die SUVA dem Versicherten nebst 

einer Integritätsentschädigung von 15 % eine Invalidenrente entsprechend einer 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 15 %. Aus medizinischer Sicht sei dem 

Versicherten eine leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags zumutbar. Vergleiche man 

den Lohn eines Autolackierers mit dem Lohn, den er heute mit dem Unfall verdienen 

könnte, so resultiere keine Lohneinbusse. Da der Versicherte jedoch auf dem 

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allgemeinen Arbeitsmarkt sicher leicht eingeschränkt sei, werde ihm eine Rente von 

15 % zugesprochen (SUVA-act. 6).

A.h Mit der Zustellung des Fragebogens für Rentenrevision vom 16. Juli 2001 (IV-act. 

77) an den Versicherten eröffnete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren, welches sie mit 

Mitteilung vom 10. Dezember 2001 abschloss, es bestehe weiterhin Anspruch auf die 

bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad 70 %; IV-act. 83).

A.i Der Versicherte schloss am 9. August 2002 die Bürolehre ab (IV-act. 80; IV-

act. 140). Diese hatte er im bisherigen Lehrbetrieb nach Aufgabe seiner Lehre als 

Mediamatiker am 14. August 2000 begonnen (IV-act. 81).

A.j Vom 30. September 2002 bis 12. Oktober 2002 befand sich der Versicherte in 

stationärer Therapie in der Klinik Valens. Es wurde ein chronisches 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits diagnostiziert. Die arbeitsbezogene 

körperliche Leistungsfähigkeit bei Austritt entspreche einer leichten 

wechselbelastenden Arbeitsbelastung (10 kg, keine höhere Belastung wegen Angabe 

von zunehmenden Schmerzen; IV-act. 87-4 ff., Bericht der Klinik Valens vom 

31. Oktober 2002).

A.k  Ein am 7. Januar 2003 (IV-act. 86) von Amtes wegen eingeleitetes 

Revisionsverfahren wurde am 13. August 2003 mit der Mitteilung beendet, es bestehe 

weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad 70 %; IV-act. 89).

A.l Mit Verfügung vom 13. Oktober 2003 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für 

einen Förderkurs zur Vorbereitung der kaufmännischen Lehrabschlussprüfung (IV-

act. 93; IV-act. 90-2).

A.m  Weitere, am 14. August 2007 (IV-act. 100) und am 10. August 2009 (IV-act. 110) 

eröffnete amtliche Revisionen wurden ebenfalls durch Mitteilungen vom 22. November 

2007 (IV-act. 109) und vom 1. Dezember 2009 (IV-act. 118), es bestehe weiterhin 

Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad 70 %), erledigt.

B.   

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B.a  Am 19. Oktober 2012 leitete die IV-Stelle erneut eine amtliche Rentenrevision ein 

(IV-act. 123).

B.b Im Fragebogen für Arbeitgebende gab G.___, H.___, am 19. Dezember 2012 (IV-

act. 127) an, der Versicherte arbeite seit 2007 bis zur Auflösung der Firma 2012 

während 3 Stunden pro Tag bzw. 15 Stunden pro Woche bei ihm (allgemeine 

Büroarbeit, Kundenbetreuung per Telefon, Buchhaltung, Warenpräsentation). Am 

6. März 2013 wurden der Versicherte sowie G.___ zum Arbeitsverhältnis im H.___ und 

bei I.___ befragt (IV-act. 136; IV-act. 137). Dabei bestätigte G.___, der Versicherte sei 

sein Z.___ (IV-act. 137-2). J.___, der Inhaber des Geschäftes, in dem der Versicherte 

seine Bürolehre absolviert habe, sei der Y.___ (IV-act. 137-4; vgl. auch IV-act. 54-2).

B.c  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die Medizinisches 

Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG) orthopädisch (Dr. med. K.___, 

Spezialarzt Orthopädie FMH) und psychiatrisch (Dr. med. L.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie) begutachtet (Gutachten vom 29. August 2013, IV-

act. 160). Die Gutachter diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im 

Wesentlichen eine Pseudolumboischialgie beidseits sowie eine chronische depressive 

Verstimmung (Dysthymie) bei Zustand nach Anpassungsstörungen mit Angst und 

depressiver Reaktion gemischt, bestehend seit einem Unfallgeschehen im Juli 1998 

(ICD-10: F34.1, F43.22), sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4; IV-act. 160-45). Sie hielten 

fest, die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit zeige Diskrepanzen und eine 

erhebliche Symptomausweitung. Das Ausmass der demonstrierten physischen 

Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden aus 

somatischer Sicht nur ungenügend erklären (IV-act. 160-7 ff.). Im polydisziplinären 

Konsens schätzten sie die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Büroangestellter seit mindestens 1999 auf 75 %. Leidensadaptierte Tätigkeiten ohne 

erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige 

Flexibilität und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung könnten seit 1999 bei voller 

Stundenpräsenz zu 100 % (Arbeitsunfähigkeit 0 %) und seit dem Zeitpunkt der jetzigen 

Begutachtung zu 80 % (Arbeitsunfähigkeit 20 %) zugemutet werden, wobei es sich 

zusätzlich um körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen handeln sollte, die 

abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei 

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häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen werden 

müssten (IV-act. 160-45). Anlässlich der aktuellen radiologischen Abklärungen seien 

eine Osteochondrose L2-4 und Spondylarthrose L2/3 sowie L4 bis S1 ohne neurale 

Kompression nachgewiesen worden und insofern habe sich der Gesundheitszustand 

im Vergleich zu 1999 verschlechtert. Aus psychiatrischer Sicht habe sich der 

Gesundheitszustand seit der MEDAS-Begutachtung vom 20. Dezember 1999 nicht 

wesentlich geändert. (…) Die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit könnten ähnlich 

dem MEDAS-Gutachten eingeschätzt werden, wo eine 25 %ige Arbeitsunfähigkeit 

angenommen worden sei (IV-act. 160-46 f.).

B.d RAD-Arzt Dr. med. M.___ nahm am 4. September 2013 zum Gutachten Stellung. Er 

stimme diesem vollumfänglich zu. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sei 

eingetreten. Diese liege in der Reifung der Persönlichkeit, festzustellen zum Zeitpunkt 

der Begutachtung im August 2013. In schweren körperlichen Arbeiten wie Autolackierer 

sei die Arbeitsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Als Bürogehilfe, was der langjährigen 

Tätigkeit im Teilzeitpensum entspreche, und für ähnliche Tätigkeiten bestehe eine 

gewisse Einschränkung aus gemischt körperlichen und psychischen Gründen, die von 

den Gutachtern auf 25 % beziffert worden sei (IV-act. 161).

B.e  Mit Vorbescheid vom 12. November 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Einstellung der Rente in Aussicht (IV-act. 163). Am 6. Januar 2014 verfügte sie, die 

Rente werde auf Ende des folgenden Monats aufgehoben. Aufgrund des Gutachtens 

vom 29. August 2013 sei seit Erlass der Verfügung vom 26. Oktober 2000 eine 

wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. Für die Bemessung 

des Validen- und Invalideneinkommens sei auf den Tabellenlohn des Bundesamtes für 

Statistik (BfS), Lohnstrukturerhebung (LSE) 2011, durchschnittlicher Jahreslohn für 

Hilfsarbeiter, Fr. 61‘776.--, abzustellen. Eine Dysthymie sei keine invalidisierende 

Krankheit, weshalb keine rentenbegründende Erwerbseinbusse mehr vorliege (IV-

act. 169).

C.   

C.a  Gegen die Verfügung vom 6. Januar 2014 lässt A.___ am 6. Februar 2014 

Beschwerde erheben. Die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und 

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Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei festzustellen, dass er weiterhin zu einer IV-

Rente berechtigt sei. Bis zum Abschluss erfolgreicher 

Wiedereingliederungsmassnahmen sei ihm eine volle Rente zuzusprechen. Die 

Beschwerdegegnerin sei anzuhalten, Wiedereingliederungsmassnahmen an die Hand 

zu nehmen. Eventuell sei ein Gutachten über den heutigen Stand der Invalidität 

durchzuführen. Die Beschwerdegegnerin sei bei ihren bisherigen 

Revisionsentscheiden, wonach er zu einer ganzen Invalidenrente berechtigt sei, zu 

behaften. Es treffe nicht zu, dass er bereits 1999 zu 75 % arbeitsfähig gewesen sei; 

eine auf 14 Jahre zurückreichende Feststellung entgegen der bisherigen Verfügungen 

der Beschwerdegegnerin sei nicht plausibel, umso mehr, als die Beschwerdegegnerin 

selber eine Verbesserung des Gesundheitszustandes behaupte. Er sei weiterhin zu 

100 % arbeitsunfähig. Für den Einkommensvergleich sei mindestens von einer um 

25 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Für das Valideneinkommen sei 

vom Lohn eines Autolackierers bzw. von einem Jahreslohn von Fr. 59‘496.-- 

auszugehen. Beim Invalideneinkommen sei zu berücksichtigen, dass er nicht in der 

Lage sei, eine Stelle für einfache Büroarbeit selbständig einzunehmen. Ein 

Jahreseinkommen von über Fr. 24‘000.-- sei nicht möglich, was einen Invaliditätsgrad 

von 60 % ergebe. Der von der Beschwerdegegnerin herangezogene Jahreslohn für 

Hilfsarbeiten betreffe in der Regel körperliche Arbeiten, von denen er lediglich leichte 

verrichten könne. Es sei ihm eine Umschulung resp. Nachschulung im Bürobereich zu 

gewähren, die eine Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt 

ermögliche (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 2. April 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Eine Invalidenrente sei auch revidierbar, wenn sich die 

erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes 

erheblich verändert hätten. Seit der Rentenzusprache am 26. Oktober 2000 sei der 

Anspruch nicht mehr eingehend geprüft worden, weshalb diese Verfügung als 

Referenzzeitpunkt heranzuziehen sei. Der Beschwerdeführer habe ab August 2000 

regelmässige Einkommen von stets über Fr. 2‘900.-- erzielt. Im Sommer 2002 habe er 

die zweijährige Lehre als Büroangestellter abgeschlossen. Anfang 2007 habe er eine 

neue Stelle angetreten. Somit seien Anlässe zur Revision gegeben. In medizinischer 

Hinsicht sei von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen. Der 

invalidisierende Faktor der Unzumutbarkeit für einen Arbeitgeber sei im Zeitpunkt der 

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Rentenzusprache knapp ausgewiesen gewesen, weshalb die Hürde für den Nachweis 

einer relevanten Verbesserung sehr tief liege. Es sei eine Verbesserung der damals 

beschriebenen Verhaltensstörungen eingetreten (act. G 4).

C.c  Mit Entscheid vom 14. April 2014 hiess die Verfahrensleitung das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) gut (act. G 5).

C.d In seiner Replik vom 15. Mai 2014 (act. G 7) macht der Beschwerdeführer geltend, 

er habe bei seinen Anstellungen bei Verwandten keinen festen Lohn, sondern lediglich 

für untergeordnete Tätigkeiten gelegentliche Zahlungen erhalten. Es habe sich um eine 

Beschäftigungstherapie gehandelt, von einer erfolgreichen Selbsteingliederung 

aufgrund der zweijährigen Bürolehre könne nicht ausgegangen werden. Aus im 

Wesentlichen psychischen Gründen sei er zu keinem Zeitpunkt in der Lage gewesen, 

einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die neue Diagnose der Dysthymie bedeute nicht 

ohne Weiteres eine Verringerung der psychischen Krankheit. Hilfsarbeiten im 

Bürobereich existierten heute nicht mehr. Der Beschwerdeführer beruft sich auf einen 

Bericht von Dr. med. N.___, Innere Medizin, vom 5. Mai 2014 (act. G 7.1). Danach 

bestehe aus organischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 25 %. Die Arbeitsunfähigkeit 

aus psychiatrischer Sicht schätze er aktuell auf 50 % bis 70 %, wobei für eine 

genauere Beurteilung ein stationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nötig sei.

C.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 13. Juni 2014 auf eine Duplik (act. G 9).

C.f Mit nachträglicher Eingabe vom 6. August 2015 (act. G 13) reicht der 

Beschwerdeführer einen Bericht über eine teilstationäre Therapie am Psychiatrischen 

Zentrum O.___, vom 22. April 2015 bis 17. Juli 2015 (act. G 13.1, offenbar unrichtig 

datiert vom 4. Juni 2015) ein. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten unter anderem 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: 

F33.1), sowie anamnestisch ein generalisiertes Schmerzsyndrom und erklärten den 

Beschwerdeführer für weiterhin 100 % arbeitsunfähig.

Erwägungen

1.

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1.1  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2  Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen 

Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der 

Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte 

rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs 

mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Anlass zur Rentenrevision gibt 

jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der 

Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die unterschiedliche 

Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von 

Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008, 

9C_552/2007 E. 3.1.2, mit weiteren Hinweisen). Die Beantwortung der Frage, ob eine 

massgebende Änderung eingetreten ist, setzt einen Vergleich zweier Sachverhalte 

voraus (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 17 N 25). Praxisgemäss 

genügt für die Revision einer Invalidenrente, dass eine Tatsachenänderung aus dem 

gesamten anspruchserheblichen Tatsachenspektrum eingetreten ist; nicht erforderlich 

ist, dass gerade die geänderte Tatsache zur revisionsweisen Neufestsetzung der 

Invalidenrente führt (Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2014, 8C_754/2013, 

E. 3.2.1). Bei gegebenem Revisionsgrund ist der Rentenanspruch gemäss 

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bundesgerichtlicher Rechtsprechung umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 

und E. 6.1; Urteil vom 5. Dezember 2012, 9C_427/2012, E. 3.4).

1.3  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a); in 

diesem Sinn trifft die Verwaltung grundsätzlich auch die Beweisführungslast. 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a).

1.4  In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Im Sinne einer Richtlinie ist den 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 

1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

2.  

2.1  Vorliegend ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

in einer revisionsrechtlich relevanten Weise verbessert hat oder ob aus erwerblicher 

Sicht ein Revisionsgrund gegeben ist.

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2.2  Die ganze Rente wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Oktober 

2000 zugesprochen (IV-act. 69). Zwar wurden in den Revisionsverfahren 2001, 2003, 

2007 und 2009 jeweils ärztliche Verlaufsberichte eingeholt (orthopädische Chirurgie 

KSSG, vom 20. September 2001, IV-act. 79; Dr. D.___ vom 7. Februar 2003, IV-

act. 87-1 ff., vom 10. September 2007, IV-act. 103, und vom 2. September 2009, IV-

act. 113). Diesen Berichten konnte jedoch nur ein stationärer Gesundheitszustand 

entnommen werden. Für den Einkommensvergleich wurde in den Feststellungsblättern 

vom 9. November 2001 (IV-act. 82), vom 21. November 2007 (IV-act. 108) und vom 

26. November 2009 (IV-act. 117) jeweils das durchschnittliche Hilfsarbeitereinkommen 

gemäss LSE der Nominallohnentwicklung angepasst. Den rentenbestätigenden 

Mitteilungen vom 10. Dezember 2001 (IV-act. 83), vom 13. August 2003 (IV-act. 89), 

vom 22. November 2007 (IV-act. 109) und vom 1. Dezember 2009 (IV-act. 118) ging 

mithin keine umfassende Beurteilung des Anspruchs voraus, weshalb die aktuellen 

Verhältnisse mit den der Verfügung vom 26. Oktober 2000 zugrundeliegenden zu 

vergleichen sind.

2.3  Dr. E.___ hatte in seinem Consiliargutachten vom 24. November 1999 eine 

Anpassungsstörung nach dem Verlust des Bruders und einem Unfall mit 

Körperverletzungen diagnostiziert. Er beschrieb eine unreife Persönlichkeit mit 

massiver Vulnerabilität, geringer Belastungs- und Adaptationsfähigkeit. Es handle sich 

um einen Zustand einer ständigen Anspannung, Unzufriedenheit, schlechter Stimmung, 

von Hassgefühlen und einem unbeherrscht-aggressiven Verhalten mit Festhalten an 

den körperlichen Beschwerden, Schmerzen, Schwäche und Kraftlosigkeit. Es bestehe 

eine schlechte psychische Verfassung und eine dringende psychiatrische 

Behandlungsbedürftigkeit, es fehle aber an der Bereitschaft des Beschwerdeführers, 

sich für eine solche zu entscheiden. Der Beschwerdeführer sei im Umfange von 25 % 

arbeitsunfähig (IV-act. 35-2). Der psychiatrische Gutachter Dr. L.___ diagnostizierte mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische depressive Verstimmung 

(Dysthymie, ICD-10: F34.1) bei Zustand nach Anpassungsstörungen mit Angst und 

depressiver Reaktion gemischt (ICD-10: F 43.22), bestehend seit einem 

Unfallgeschehen im Juli 1998. Er hielt im Wesentlichen fest, aus psychiatrischer Sicht 

hätten sich nach dem Tod des Bruders des Beschwerdeführers und insbesondere nach 

dem Unfall im Juli 1998 Anpassungsstörungen mit Angst und depressiver Reaktion 

entwickelt, die in eine seit Jahren bestehende chronische depressive Verstimmung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/21

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entsprechend einer Dysthymie übergegangen seien. Es handle sich dabei um 

überwiegend leichte psychische Störungen, gekennzeichnet durch bedrückte 

Stimmung mit verminderter Lust, vermindertem Antrieb einhergehend mit 

Unruhezuständen, Reizbarkeit, Erregbarkeit bis Aggressivität. Hinzu komme ein 

negativistisch eingeengtes Denken mit Zukunftsängsten, vermehrter Nachdenklichkeit 

sowie Schlafstörungen mit Durchschlafstörungen. Zum Untersuchungszeitpunkt 

beständen Symptome einer leichten depressiven Störung mit leichten Affektstörungen, 

und der Beschwerdeführer wirke im Denken auf seine Beschwerden teils negativistisch, 

teils hypochondrisch eingeengt. Daneben wirke er freundlich, kooperativ, ruhig, nicht 

gereizt und gut kontaktfähig (IV-act. 160-35). Aufgrund der anhaltenden 

Schmerzsymptomatik könne eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

angenommen werden, bei der die Schmerzen durch eine organische Störung nicht 

ausreichend erklärt werden könnten (IV-act. 160-34). Der Beschwerdeführer verfüge 

ausreichend über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen. 

Ein sozialer Rückzug oder unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequenter 

Behandlungsbemühungen lägen nicht vor. Dem Beschwerdeführer sei die 

Willensanstrengung zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zumutbar. Auch sei 

er einem Arbeitsumfeld zumutbar, bedürfe eventuell vermehrter Rücksicht und 

vermehrten Verständnisses (IV-act. 160-35 f.). Der Einschätzung (der Arbeitsfähigkeit) 

von Dr. E.___ könne weitgehend zugestimmt werden (IV-act. 160-37). Aus rein 

psychiatrischer Sicht könne ohne Berücksichtigung der körperlich begründbaren 

Beschwerden in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Büroangestellter eine 

Arbeitsfähigkeit von 75 % bei vollem Stundenpensum seit mindestens 1999 

angenommen werden (IV-act. 160-79). In einer angepassten Tätigkeit - ohne erhöhte 

emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), ohne erforderliche 

geistige Flexibilität und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung - betrage die 

Arbeitsfähigkeit (aus psychiatrischer Sicht) 100 %. Offensichtlich sei im Verlauf auch 

eine Besserung der damals beschriebenen Verhaltensstörung eingetreten (IV-

act. 160-80 f.).

2.4  Gemäss Bericht der Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums O.___ vom 4. Juni 

2015 stand der Beschwerdeführer dort seit dem 22. April 2015 in tagesklinischer 

Behandlung. Er leide unter einer schweren depressiven Symptomatik mit massiven 

Insuffizienzgefühlen, Antriebs- und Motivationsmangel, starkem sozialem Rückzug, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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Schlafstörungen, massiver Zukunftsangst, Resignation und Hoffnungslosigkeit. Vor 

allem hervorstechend seien die stark ausgeprägte Unruhe und die Nervosität. Aufgrund 

dieser Symptomatik bestehe weiterhin eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit. Der Versuch 

einer schrittweisen Reintegration unter geschützten Bedingungen sei aktuell aufgrund 

der körperlichen Einschränkungen und alltagsbeeinträchtigender depressiver 

Symptomatik mit Hyperarousal-Symptomatik unwahrscheinlich und es sei davon 

auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen einer beruflichen Integration 

schnell überfordert fühle, was eine weitere Verschlechterung der bereits länger 

bestehenden depressiven Symptomatik bei jetzt noch unklarer Diagnose einer 

posttraumatischen Belastungsstörung bedeuten würde (act. G 13.1). Gemäss diesem 

Bericht soll sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wieder verschlechtert 

haben. Er nennt jedoch keine objektiven Tatsachen, die an der Beweiskraft des 

Gutachtens Zweifel zu erwecken vermöchten. Es handelt sich um eine erst nach der 

angefochtenen Verfügung eingetretene und daher im vorliegenden Verfahren nicht 

massgebliche Entwicklung, denn die richterliche Überprüfung einer 

Verwaltungsverfügung ist grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser 

Verfügung eingetretenen Sachverhalt beschränkt; nachträgliche Sachverhalts- und 

Rechtsänderungen werden nicht berücksichtigt (BGE 131 V 243 E. 2.1; BGE 129 V 4 E. 

1.2 mit Hinweis). Der Bericht wird daher im Rahmen der offenbar erfolgten 

Neuanmeldung zu prüfen sein. Auch der Bericht von Dr. N.___ vom 5. Mai 2014 

(act. G 7.1) enthält keine durch die Gutachter nicht berücksichtigten medizinischen 

Tatsachen, sondern der Internist beschränkt sich auf eine vorläufige, in psychiatrischer 

Hinsicht abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Für eine genauere Bestimmung 

wird jedoch ein stationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik empfohlen. Auch 

diesem Bericht ist eine Verschlechterung erst nach Erlass der angefochtenen 

Verfügung bzw. als Reaktion auf diese zu entnehmen. Insofern ist auch der Bericht von 

Dr. N.___ nicht geeignet, das Gutachten vom 29. August 2013 zu entkräften.

2.5  In somatischer Hinsicht hatte Dr. med. P.___, orthopädische Chirurgie FMH, im 

orthopädischen Consilium vom 24. November 1999 festgehalten, es bestehe eine 

insuffiziente paravertebrale Muskulatur mit Neigung zu Fehlhaltung in Form einer BWS-

Kyphose. Die demonstrierte Funktion der Wirbelsäule sei auf ungenügende 

Kooperation zurückzuführen. Radiologisch bestehe ein ideales Resultat. Die 

angegebenen Beschwerden seien von diffuser Lokalisation, in vielen Fällen gar nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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dem Frakturbereich zuzuordnen. Aufgrund der Verletzung sei dem Beschwerdeführer 

aber schwere körperliche Arbeit nicht zuzumuten. Eine mittelschwere Tätigkeit sei 

vollschichtig ausführbar, ebenso eine von betriebsüblichen Pausen unterbrochene 

sitzende Arbeit (IV-act. 34-3). Dr. K.___ kam unter Hinweis auf Inkonsistenzen, auf 

fehlende Bereitschaft sich anzustrengen und auf undifferenzierte, fehlende 

Objektivierbarkeit von Beschwerdeangaben (IV-act. 160-8 f., 12 f., 19 f.) zum Schluss, 

körperlich schwere Arbeiten in kalter und feuchter Umgebung mit häufigen inklinierten 

und reklinierten sowie rotierten Körperhaltungen seien wegen einer mässigen 

Osteochondrose L2-4 und wegen einer Spondylarthrose L2/3 sowie L4 bis S1 nicht 

mehr vollumfänglich zumutbar (IV-act. 160-20). Die Tätigkeit als Angestellter in einem 

Computergeschäft sei adaptiert und ab dem Zeitpunkt der Begutachtung mit einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % möglich; auch hier führt er zur Begründung die Chondrose 

und Spondylarthrose an (IV-act. 160-20 f.); insoweit bestehe eine Verschlechterung seit 

der Begutachtung 1999 (IV-act. 160-46). Sodann gehen die Berichte der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen (KSSG), vom 21. Januar 2014 (IV-

act. 174) und von Dr. N.___ (act. G 7.1) von einer somatisch bedingten Arbeitsfähigkeit 

von 75 % aus. Diese Einschätzung der somatischen Leistungsfähigkeit von mindestens 

75 % wird denn auch weder vom Beschwerdeführer noch von der 

Beschwerdegegnerin ausdrücklich bestritten (vgl. act. G 4 Ziff. 5 e S. 4, der sich auf die 

gesamte - somatische und psychiatrisch begründete - Arbeitsfähigkeit bezieht). Aus 

somatischer Sicht ist damit eine Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 

mindestens 75% ausgewiesen. Der somatische Gesundheitszustand hat sich also seit 

der Rentenzusprache vom 26. Oktober 2000 (leicht) verschlechtert.

2.6  Dem bidisziplinären Gutachten vom 29. August 2013 liegen umfassende 

Untersuchungen einschliesslich einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL) und bildgebender Untersuchungen zu Grunde (IV-act. 160-6, 7). Das 

psychiatrische Teilgutachten von Dr. L.___ berücksichtigt die massgeblichen Akten und 

die vom Beschwerdeführer geschilderten gesundheitlichen Einschränkungen und 

beruht auf einer einstündigen Untersuchung (IV-act. 160-62). Es erscheint schlüssig 

und nachvollziehbar, insbesondere, wenn berücksichtigt wird, dass bereits das 

MEDAS-Gutachten von 1999 zu ähnlichen Ergebnissen kam und die IV-Stelle nur 

darum von diesem abwich, weil sie davon ausging, dass der Beschwerdeführer mit 

seiner Behinderung und seiner Wesensart aktuell keinem Arbeitgeber zumutbar sei (IV-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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act. 64). Der RAD nahm am 4. September 2013 zum MGSG-Gutachten Stellung, es sei 

vollumfänglich darauf abzustellen (IV-act. 161). Insgesamt liegt somit die medizinisch-

theoretische Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit weiterhin bei 75 %.

3.

In einem nächsten Schritt ist zu beurteilen, ob die grundsätzlich weiterhin bestehende 

mindestens 75%ige Leistungsfähigkeit sozialpraktisch verwertbar ist. Die Zusprache 

einer ganzen Rente erfolgte mit Blick auf das damalige Verhalten des 

Beschwerdeführers, aufgrund dessen der Beschwerdeführer in der freien Wirtschaft als 

nicht vermittelbar eingeschätzt wurde (IV-act. 57, IV-act. 37). Der psychiatrische 

Gutachter Dr. E.___ konnte sich dieser Beurteilung von RAD-Arzt Dr. F.___ 

anschliessen, wenn er auch eher von soziokulturellen Gründen für das Verhalten des 

Beschwerdeführers ausging und daher die Zusprache einer Rente als verfrüht 

erachtete (IV-act. 48-2; Fragen: IV-act. 41). Der Beschwerdeführer war im Vorfeld 

gegenüber Dr. E.___ (IV-act. 35-2, 3), gegenüber der Berufsberaterin (IV-act. 54; IV-act. 

16) und gegenüber der Beschwerdegegnerin (IV-act. 45; IV-act. 40) unkontrolliert und 

aggressiv fordernd in Erscheinung getreten. Verhaltensauffälligkeiten des 

Beschwerdeführers zeigten sich auch im Rahmen seiner medizinischen Rehabilitation. 

Im Anhang zum Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 11. Mai 1999 wurde 

festgehalten, durch ein unnötig langes Tragen des Korsetts habe sich der Zustand der 

Muskulatur verschlechtert und die Heilung verzögert (IV-act. 15-1 ff., S. 4). Das KSSG 

vermerkte bereits am 11. Dezember 1998, dass sie dem Beschwerdeführer die 

Notwendigkeit des Muskelaufbaus deutlich dargelegt hätten (act. G 4.2.1-46 f.). Im 

Bericht vom 25. Februar 1999 erwähnte das KSSG erneut eine mangelnde Compliance 

des Beschwerdeführers bei der physiotherapeutischen Mobilisierung (IV-act. 15-6). 

Auch der SUVA-Kreisarzt hielt am 8. Februar 1999 fest, dass der Beschwerdeführer 

durch sein Verhalten die adäquate Rehabilitation verzögere (act. G 4.2.1-9). Zudem war 

es dem Beschwerdeführer noch nicht gelungen, beruflich Fuss zu fassen. Im Zeitpunkt 

der Rentenzusprache ging somit die Beschwerdegegnerin gestützt auf eine Beurteilung 

von IV-Arzt Dr. F.___ davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nur 

im geschützten Rahmen eines Familienbetriebs umgesetzt werden könne. Der 

Beschwerdeführer befand sich damals im Betrieb seines Y.___ in Ausbildung (zunächst 

Lehre als Mediamatiker, ab 14. August 2000 Bürolehre). In erwerblicher Hinsicht haben 

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sich die Verhältnisse seit dem 26. Oktober 2000 insofern geändert, als der 

Beschwerdeführer per 31. Juli 2002 seine Bürolehre erfolgreich abgeschlossen hat (IV-

act. 80; IV-act. 140) und während Jahren in den Betrieben seines Y.___ bzw. Z.___ 

allgemeine Büroarbeit, Kundenbetreuung am Telefon, Buchhaltung und 

Warenpräsentation im Umfang von drei Stunden pro Tag ausgeführt hat (IV-act. 136-5, 

7 f.; IV-act. 137-2 ff.). Während Dr. E.___ 1999 noch eine Anpassungsstörung 

diagnostizierte und festhielt, der Beschwerdeführer verfüge über eine unreife 

Persönlichkeit mit massiver Vulnerabilität mit geringer Belastungs- und 

Adaptationsfähigkeit (IV-act. 35-2), befinde sich in einer schlechten psychischen 

Verfassung und sei dringend psychiatrisch behandlungsbedürftig (IV-act. 35-3), 

diagnostiziert Dr. L.___ 2013 eine depressive Verstimmung nach Anpassungsstörung 

(IV-act. 160-74) und erklärt nachvollziehbar, dass sich die Verhaltensstörungen 

gebessert hätten und die Persönlichkeit des Beschwerdeführers gereift sei (IV-

act. 160-76, 81). Ein Verhalten, wie es sich bei der ersten Begutachtung und im 

Rahmen der beruflichen Abklärung gezeigt hatte, war denn nun auch im 

Revisionsverfahren weder bei der Berufsberatung noch in der konfrontativen Befragung 

durch die IV-Stelle aufgetreten. Wenn der psychiatrische Gutachter in diesem 

Zusammenhang von einer Reifung der Persönlichkeit mit Besserung der 

Verhaltensstörung ausgeht, erscheint dies aufgrund der Akten plausibel. Es ist somit 

neu davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer einem Arbeitgeber zumutbar ist, 

weshalb die Leistungsfähigkeit von 75% in der freien Wirtschaft verwertbar ist. Es liegt 

somit eine wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse vor, weshalb die 

Voraussetzungen für eine Revision gegeben sind.

4.  

4.1  Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Abschlusses 

des Revisionsverfahrens am 6. Januar 2014 massgebend (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. September 2015, 8C_162/2015).

4.2  Der Beschwerdeführer stand vom 5. August 1996 bis 28./29. Oktober 1997 (IV-

act. 9; Lehrstellenwechsel) und vom 1. Dezember 1997 bis 27. Februar 1998 (IV-act. 8, 

Kündigung des Lehrstellenverhältnisses) in Ausbildung zum Autolackierer. Die zweite 

Lehrstelle gab er gemäss eigener Aussage nach dem überraschenden Tod seines 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Bruders (IV-act. 16-1) auf. Am 20. Juli 1998 hätte er über die Q.___ AG eine 

Temporärstelle als Mitarbeiter bei der R.___ angetreten, worüber der 

Arbeitslosenversicherung offenbar eine Bestätigung vorgelegt wurde (IV-act. 1-4; act. 

G 4.2, Verfügung des Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit, KIGA, vom 10. 

Dezember 1998). Es erscheint plausibel, dass der Beschwerdeführer ohne den 

erlittenen Unfall seine Autolackiererlehre nach einer psychischen Stabilisierungsphase 

wieder aufgenommen und zu Ende geführt hätte. Auch die SUVA ging in ihrer 

Verfügung vom 21. Februar 2001 beim Einkommensvergleich von einer Validenkarriere 

des Beschwerdeführers als Autolackierer aus (SUVA-act. 6-2).

4.3  Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität eine begonnene berufliche 

Ausbildung nicht abschliessen, so entspricht das Erwerbseinkommen, das sie als 

Nichtinvalide erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen eines Erwerbstätigen 

im Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). Für die Bestimmung des 

Valideneinkommens ist nach dem Gesagten vom Tabellenlohn als Autolackierer 

gemäss LSE 2010 auszugehen. Dieser beträgt Fr. 5‘210.-- (TA1, Ziff. 45: Handel, 

Instandstellung und Reparatur von Motorfahrzeugen, Anforderungsniveau 3, Männer). 

Hochgerechnet auf eine übliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Bundesamt für Statistik, 

Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit [BUA], Ziff. 45-49: Handel, Instandstellung 

und Reparatur von Kraftfahrzeugen), auf 12 Monate und auf das massgebliche Jahr 

2014 (BFS, Lohnentwicklung 2014, T 39; Index Männer 2010: 2151; 2014: 2220) ergibt 

sich ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 67‘590.--.

4.4   

4.4.1  Bei der Berechnung des Invalideneinkommens ist zu berücksichtigen, dass der 

Beschwerdeführer zwar eine 2-jährige Bürolehre, nicht aber die kaufmännische 

Ausbildung abgeschlossen hat. Die Rechtsprechung wendet für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne 

gemäss LSE-Tabelle TA1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 

Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - 

Privater Sektor"), Zeile "Total" an (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Nach den konkreten 

Umständen des Einzelfalls kann es sich indessen rechtfertigen, auf die Tabelle T7S 

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("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des 

Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund, 

Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften] zusammen") abzustellen, wenn dies 

eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten 

Person der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts vom 7. März 2014, 9C_841/2013, E. 4.2 und E. 4.4, und vom 15. Mai 

2014, 8C_910/2013, E. 3.1.2.1).

4.4.2  Gemäss der genannten Tabelle 7S, LSE 2010, Ziff. 23, andere kaufmännisch-

administrativen Tätigkeiten, Anforderungsniveau 4, Männer, beträgt der für die 

Berechnung des Invalideneinkommens massgebliche Monatslohn Fr. 5‘187.--. Für die 

betriebsübliche Arbeitszeit ist, da nur Informationen nach Wirtschaftsabteilungen 

erhältlich sind, von deren schweizerischem Mittel von 41,7 Stunden auszugehen. 

Hochgerechnet auf 12 Monate und indexiert ergibt sich ein Jahreseinkommen von 

Fr. 66‘971.--. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 75 % entspricht dies einem Jahreslohn von 

Fr. 50‘228.--. Ohne Tabellenlohnabzug resultiert ein Invaliditätsgrad von 26 %, der 

keinen Rentenanspruch begründet. Für einen Tabellenlohnabzug, der zu einem 

Rentenanspruch führen würde, sind keine ausreichenden Grundlagen ersichtlich, zumal 

hier höchstens das Fehlen einer altersentsprechenden Berufserfahrung im Umfang von 

maximal 10 % berücksichtigt werden könnte. Der Beschwerdeführer hat daher keinen 

Rentenanspruch mehr.

5.

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Rente aufheben durfte, ohne zuvor 

über allfällige Eingliederungsmassnahmen zu befinden.

5.1  Nach ständiger Rechtsprechung ist eine medizinisch attestierte Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar. Aus 

einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit kann unmittelbar auf 

eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender 

Einkommensvergleich (mit dem Ergebnis eines tieferen Invaliditätsgrades) 

vorgenommen werden. Es können im Einzelfall jedoch Erfordernisse des 

Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und 

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medizinisch möglichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten 

einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotentials 

ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels 

Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist. Die Verwaltung muss sich 

vor der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein 

medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne Weiteres in 

einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür - 

ausnahmsweise - im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abklärung (der Eignung, 

Belastungsfähigkeit usw.) und/oder die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen 

im Rechtssinne vorausgesetzt ist. Insbesondere wenn bisher schon eine erhebliche 

Restarbeitsfähigkeit bestand, zieht der anspruchserhebliche Zugewinn an 

Leistungsfähigkeit jedoch kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich. Diese 

Rechtsprechung findet Anwendung sowohl bei einer revisions- als auch bei der 

wiedererwägungsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente, jedoch nur 

bei versicherten Personen, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit 

mehr als 15 Jahren bezogen haben. Namentlich wurde die Zumutbarkeit einer 

Selbsteingliederung dann angenommen, wenn die versicherte Person trotz 

Rentenbezuges regelmässig gearbeitet hatte und daher auch keine arbeitsmarktliche 

Desintegration bestand (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2015, 8C_597/2014, 

E. 3.2, mit weiteren Verweisen).

5.2  Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 26. Oktober 2000 eine ganze 

Rente ab 1. Juli 1999 zugesprochen (IV-act. 69). Diese bezog er im Zeitpunkt der 

Revisionsverfügung vom 6. Januar 2014 (IV-act. 172) während 14 ½ Jahren. Aus dieser 

Dauer lässt sich rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen vor Aufhebung einer Rente ableiten (Urteile des 

Bundesgerichts vom 6. Oktober 2015, 8C_597/2014, E. 3.2, und vom 10. September 

2010, 9C_163/2009, E. 4.3.1). Somit durfte die Beschwerdegegnerin die Rente 

aufheben, ohne zuerst eine berufliche Eingliederung durchzuführen. Dem 

Beschwerdeführer steht es indes frei, sich mit dem Antrag auf berufliche Massnahmen 

erneut bei der IV anzumelden; hierauf wurde er bereits anlässlich seiner telefonischen 

Anfrage vom 27. Januar 2014 hingewiesen (IV-act. 170).

6.  

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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6.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

6.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten vollumfänglich aufzuerlegen. Zufolge 

unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

6.3  Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine Kostennote über 

Fr. 4‘085.60 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer, reduzierter Stundenansatz 

Fr. 200.--, vgl. Art. 24 Abs. 1 HonO i.V.m. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 

963.70  [AnwG]) eingereicht (act. G 11.1). Das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen spricht in invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren in vergleichbaren 

Fällen eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung von Fr. 3'500.-- zu. Die Honorarnote 

enthält (nebst Barauslagen und Mehrwertsteuer) lediglich den Gesamtbetrag und den 

Stundenansatz. Der vorliegende Streitfall erscheint nicht übermässig aufwändig. Daher 

besteht kein Anlass, von der Normalentschädigung von Fr. 3‘500.-- abzuweichen (vgl. 

Urteil des Versicherungsgerichts vom 13. August 2014, IV 2012/335, E. 5.2.2 und Urteil 

des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 8C_717/2014, E. 6.5). Diese ist um einen 

Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.4  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. 

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.02.2016
	Revision, Art. 17 ATSG: Der Beschwerdeführer hat eine Ausbildung abgeschlossen. Zudem beschreibt das Gutachten eine Reifung der Persönlichkeit. Somit ist ein erwerblicher Revisionsgrund (sozialpraktische Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit) gegeben. Eine rentenbegründende gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse liegt gemäss Gutachten nicht mehr vor. Rentenaufhebung ohne Durchführung von Eingliederungsmassnahmen zulässig (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Februar 2016, IV 2014/78). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_235/2016.

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