# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33b886d9-9d3f-53d1-9e79-8b880a4a5a5c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.06.2024 F-2361/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2361-2024_2024-06-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2361/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Sebastian Kempe, 

Richterin Susanne Genner, 

Richter Basil Cupa, 

Gerichtsschreiberin Aisha Luisoni. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, 

2. B._______, 

Beschwerdeführende, 

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken zugunsten von 

C._______; Verfügung des SEM vom 18. März 2024. 

 

 

 

F-2361/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

C._______, ein 1999 geborener, philippinischer Staatsangehöriger (nach-

folgend: Gesuchsteller) ersuchte die Vorinstanz über die Schweizer Vertre-

tung in Manila (nachfolgend: Schweizer Vertretung), Philippinen, mit For-

mulargesuch vom 4. Januar 2024 um Ausstellung eines Schengen-Visums 

für einen einmonatigen Besuchsaufenthalt in der Schweiz (Vorakten 

[SEM-act.] 3 pag. 35-40). 

Als Gastgeber des Gesuchstellers in der Schweiz traten die Beschwerde-

führenden auf, bei welchen es sich um seine Grossmutter (gemäss Angabe 

des Gesuchstellers) oder seine Grosstante (gemäss Angabe der Be-

schwerdeführenden) und ihren Lebenspartner handelt. 

B.  

Mit Formularverfügung vom 5. Januar 2024 verweigerte die Schweizer Ver-

tretung das Schengen-Visum (SEM-act. 4 pag. 34). 

C.  

Eine gegen die Formularverfügung erhobene Einsprache der Beschwerde-

führenden vom 24. Januar 2024 (SEM-act. 1) wies die Vorinstanz nach 

Durchführung einer Inlandsabklärung durch die kantonale Migrationsbe-

hörde (SEM-act. 4) mit Entscheid vom 18. März 2024 ab (SEM-act. 6). 

D.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 16. April 2024 gelangten die Beschwerdefüh-

renden an das Bundesverwaltungsgericht und ersuchten sinngemäss um 

Aufhebung des Einspracheentscheids und um Erteilung des beantragten 

Schengen-Visums (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide des SEM betreffend Schengen-Visa unterliegen 

der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 31 ff. VGG i.V.m. 

Art. 5 VwVG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

F-2361/2024 

Seite 3 

1.3 Obwohl der ursprünglich angestrebte Besuchszeitraum (31 Tage; vom 

1.-31. Mai 2024) inzwischen abgelaufen ist, kann – nicht zuletzt angesichts 

der Einreichung des Rechtsmittels – auf ein fortbestehendes Rechts-

schutzinteresse geschlossen werden. Die Beschwerdeführenden sind zur 

Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Beschwerde erweist sich, wie nachfolgend zu zeigen sein wird, als of-

fensichtlich unbegründet, weshalb auf die Durchführung eines Schriften-

wechsels verzichtet wurde (Art. 57 Abs. 1 VwVG e contrario). 

3.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage im 

Zeitpunkt seines Entscheids (vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2 m.H.). 

4.  

4.1 Dem angefochtenen Entscheid liegt das Gesuch eines philippinischen 

Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums zu Besuchszwecken für die 

Schweiz zugrunde. Da er sich als sogenannter Drittstaatsangehöriger nicht 

aus eigenem und vorliegend auch nicht aus abgeleitetem Recht auf die 

EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen kann und die beab-

sichtigte Aufenthaltsdauer 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Ta-

gen nicht überschreitet, fällt die vorliegende Streitsache in den persönli-

chen und sachlichen Anwendungsbereich der Schengen-Assoziierungsab-

kommen (aufgeführt im Anhang I Ziff. 1 des AIG [SR 142.20]), mit denen 

die Schweiz den Schengen-Besitzstand sowie die dazugehörigen gemein-

schaftsrechtlichen Rechtsakte (nachfolgend: Schengen-Recht) übernom-

men hat. Das AIG und seine Ausführungsbestimmungen, in casu nament-

lich die Verordnung vom 15. August 2018 über die Einreise und die Visu-

merteilung (VEV, SR 142.204), gelangen nur soweit zur Anwendung, als 

F-2361/2024 

Seite 4 

die Schengen-Assoziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmun-

gen enthalten (Art. 2 Abs. 2–5 AIG; Art. 1 Abs. 2 VEV). 

4.2 Zum einschlägigen Schengen-Recht gehören die Verordnung (EG) 

Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 

2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex, VK, ABl. L 243/1 

vom 15. September 2009), die Verordnung (EG) Nr. 2016/399 des Europä-

ischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über einen Gemein-

schaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (kodifi-

zierter Text) (Schengener Grenzkodex, SGK, Abl. L 77/1 vom 23. März 

2016) und die Verordnung (EU) 2018/1806 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 14. November 2018 zur Aufstellung der Liste der Dritt-

länder, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen im 

Besitz eines Visums sein müssen, sowie die Liste der Drittländer, deren 

Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind (kodifizierter Text) 

(nachfolgend: Verordnung [EU] 2018/1806, ABl. L 303/39 vom 28. Novem-

ber 2018). In ihrem Anwendungsbereich regeln sie umfassend die Visum-

pflicht, die Visumvergabe und die Einreise in das Hoheitsgebiet der durch 

das Schengen-Recht gebundenen Staaten (nachfolgend: Mitgliedstaaten). 

5.  

5.1 Die Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums präsentieren sich 

im Anwendungsbereich der genannten Rechtsgrundlagen wie folgt: 

5.2 Das schweizerische Recht kennt für drittstaatsangehörige Personen 

Visa für kurzfristige Aufenthalte und solche für längerfristige Aufenthalte. 

Die Visa für kurzfristige Aufenthalte fallen in den Regelungsbereich des 

Schengen-Rechts. Sie werden für einen Aufenthalt von höchstens 90 Ta-

gen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen ausgestellt und können für 

das Hoheitsgebiet aller Schengen-Staaten gültig sein (einheitliches 

[Schengen-]Visum; nachfolgend: Visum) (Art. 2 Bst. d Ziff. 1 VEV) oder 

sich auf das Hoheitsgebiet eines oder mehrerer Schengen-Staaten be-

schränken ([Schengen-]Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit; nach-

folgend: VrG-Visum) (Art. 2 Bst. d Ziff. 2 VEV). Die Visa für längerfristige 

Aufenthalte sind nationale Visa (Art. 2 Bst. f VEV). Sie unterstehen aus-

schliesslich dem Landesrecht. Ob eine drittstaatsangehörige Person für ei-

nen kurzfristigen Aufenthalt der Visumpflicht untersteht, bestimmt sich 

grundsätzlich nach der Verordnung (EU) 2018/1806 (Art. 8 Abs. 1 und 3 

VEV), wobei das Verfahren und die Voraussetzungen der Visumerteilung 

vom Visakodex geregelt werden (Art. 12 Abs. 1 VEV). Gemäss Art. 21 

Abs. 1 VK ist ein (formell zulässiges) Visumgesuch daraufhin zu 

F-2361/2024 

Seite 5 

überprüfen, ob die allgemeinen Einreisevoraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 

Bst. a, c, d und e SGK erfüllt sind (zur Bezugnahme des Art. 21 Abs. 1 VK 

auf Art. 5 Abs. 1 Bst. a, c, d und e SGK vgl. Art. 44 SGK i.V.m. der Entspre-

chungstabelle im Anhang X). Der restliche Inhalt des Art. 21 VK differen-

ziert und konkretisiert diese Prüfung, wobei besonders wichtige Aspekte 

eine eingehende Regelung erfahren. 

5.3 Die Ablehnungsgründe des Art. 32 Abs. 1 VK spiegeln die Prüfung ei-

nes Visumgesuchs auf Erfüllung der allgemeinen Einreisevoraussetzun-

gen wider. Ist einer der dort aufgelisteten Tatbestände gegeben – weitere 

Ablehnungsgründe ergeben sich implizit aus Art. 25 VK –, darf ein Visum 

nicht erteilt werden. Ansonsten ist es auszustellen. Ein Rechtsfolgeermes-

sen besteht nicht (so das Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] 

vom 19. Dezember 2013 C-84/12 Koushkaki, EU:C:2013:862, Rn. 26–55, 

63; zur Auslegung des innerstaatlichen Rechts im Lichte dieses Urteils 

vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1 m.H.). Allerdings verfügen die Behörden des Ziel-

staats bei der Prüfung der Ablehnungsgründe über einen weiten Ermes-

sensspielraum. 

5.4 Ist das Visum zu verweigern, weil ein oder mehrere Ablehnungsgründe 

gegeben sind, kann ausnahmsweise ein VrG-Visum nach Art. 25 VK erteilt 

werden. Ein Ausnahmefall, der die Ausstellung eines VrG-Visums gestattet, 

liegt namentlich vor, wenn es ein Mitgliedstaat aus humanitären Gründen, 

aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Ver-

pflichtungen für erforderlich hält, vom Grundsatz abzuweichen, dass die in 

Art. 6 Abs. 1 Bst. a, c, d und e SGK festgelegten Einreisevoraussetzungen 

erfüllt sein müssen (Art. 25 Abs. 1 Bst. a Ziff. i VK). 

6.  

6.1 Philippinische Staatsangehörige in der Situation des Gesuchstellers 

unterstehen der Visumspflicht (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung [EU] 

2018/1806 i.V.m. deren Anhang I Ziff. 1). Die Erteilung eines Visums wurde 

ihm von der Vorinstanz auf Einsprache hin verweigert, weil keine hinrei-

chenden Gründe für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise 

bestünden. Damit wurde auf den Verweigerungsgrund des Art. 32 Abs. 1 

Bst. b VK Bezug genommen, demgemäss das Visum der gesuchstellenden 

Person zu verweigern ist, «wenn begründete Zweifel (…) an der Glaubwür-

digkeit (ihrer) Aussagen oder der von (ihr) bekundeten Absicht bestehen, 

das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gültigkeit des bean-

tragten Visums zu verlassen.» 

F-2361/2024 

Seite 6 

6.2 Bei der Beurteilung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise 

muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden, wozu nur Prognosen ge-

troffen werden können. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Ein-

zelfalles zu würdigen, insbesondere auch die allgemeinen Verhältnisse im 

Herkunftsland der gesuchstellenden Person. Bei Einreisegesuchen von 

Personen aus Staaten bzw. Regionen mit politisch, sozial oder wirtschaft-

lich ungünstigen Verhältnissen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die 

persönliche Interessenlage in solchen Fällen erfahrungsgemäss nicht mit 

dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung im Ein-

klang steht. Der zuständigen Behörde kommt dabei ein erheblicher Beur-

teilungsspielraum zu (vgl. BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.; ferner statt vieler Ur-

teile des BVGer F-4403/2023 vom 21. März 2024 E. 5.2; F-5322/2022 vom 

9. Juni 2023; F-1826/2022 vom 24. Mai 2023 E. 6.1; F-1086/2020 vom 

23. Februar 2021 E. 4.1; F-2881/2018 vom 24. Januar 2019 E. 6; vgl. auch 

Urteil Koushkaki Rn. 56–63). 

6.3 In die Risikoanalyse sind neben den allgemeinen Verhältnissen im Her-

kunftsland der gesuchstellenden Person alle relevanten Gesichtspunkte 

des konkreten Einzelfalls einzubeziehen. Besteht bereits aufgrund der all-

gemeinen Situation im Herkunftsland ein rechtlich relevantes Risiko nicht 

regelkonformen Verhaltens, so sind die konkreten Lebensumstände der 

gesuchstellenden Person daraufhin zu prüfen, ob sie geeignet sind, die 

Bedenken zu zerstreuen. Dabei ist ein umso strengerer Massstab anzule-

gen, je ungünstiger sich die allgemeine Situation im Herkunftsland der ge-

suchstellenden Person darstellt. Zu den relevanten konkreten Lebensum-

ständen gehören insbesondere die persönlichen, familiären, beruflichen 

und wirtschaftlichen Verhältnisse der gesuchstellenden Person 

(BVGE 2014/1 E. 6.3.1). So kann eine besondere berufliche, gesellschaft-

liche oder familiäre Verantwortung im Herkunftsland bzw. eine stabile, die 

Existenz sichernde wirtschaftliche Situation die Prognose einer anstands-

losen Wiederausreise vor Ablauf der Visumdauer begünstigen. Umgekehrt 

muss bei Personen, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen 

haben oder die sich in wirtschaftlich ungünstigen Verhältnissen befinden, 

das Risiko eines ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach 

einer bewilligten Einreise als vergleichsweise hoch eingeschätzt werden 

(BVGE 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 E. 8). 

6.4 Bei jungen, ungebundenen Personen entsteht überdurchschnittlich 

häufig der Wunsch nach einer Auswanderung. Entsprechend ist bei dieser 

Kategorie von Personen von einem erhöhten Risiko auszugehen, dass 

nach einer allfälligen Einreise – unter Umgehung ausländerrechtlicher 

F-2361/2024 

Seite 7 

Bestimmungen – versucht wird, den Aufenthalt auf eine ganz andere recht-

liche oder faktische Basis zu stellen und sich so der Pflicht zur Wiederaus-

reise zu entziehen (vgl. Urteile des BVGer F-6975/2018 vom 11. März 2019 

E. 5.3; F-1365/2018 vom 14. September 2018 E. 5.3). Zudem kann ein im 

Zielland Schweiz bestehendes familiäres oder soziales Beziehungsnetz 

den Entscheid, dorthin auszuwandern, erleichtern – insbesondere, wenn 

es gleichzeitig im Aufenthaltsstaat an einem entsprechenden Netz fehlt 

(Urteil des BVGer F-2974/2023 vom 29. Februar 2024 E. 8.1). 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer wohnt in Parañaque City, eine Stadt im Gross-

raum von Manila auf den Philippinen. 

7.2 Betreffend die allgemeinen Verhältnisse auf den Philippinen ist in wirt-

schaftlicher Hinsicht festzuhalten, dass die Philippinen auf dem durch das 

Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen im Sinne eines Wohl-

standsindikators erstellten Index der menschlichen Entwicklung (HDI) 

2023/2024 Platz 113 von 191 gelisteten Staaten belegen 

(vgl. https://hdr.undp.org/, Human Development Report 2023-24, S. 275; 

abgerufen am 8. Mai 2024). Die ökonomische Situation ist schwierig und 

konkrete, nachhaltige Massnahmen zur Besserung fehlen bisher. Die phi-

lippinische Bevölkerung kämpfte im vergangenen Jahr zeitweise mit den 

höchsten Inflationsraten seit 2008, mit hohen Lebensmittel- und Stromkos-

ten. Die Arbeitslosenrate sank Ende 2022 zwar auf einen Tiefststand von 

4.2 %, jedoch ohne die gleichzeitig ansteigende Anzahl von unbezahlt ar-

beitenden Familienmitgliedern zu berücksichtigen und bei einer gleichzei-

tigen Unterbeschäftigung von 12.9 %. Ein Drittel der erwerbstätigen Ge-

sellschaft ist im Landwirtschaftssektor tätig, dieser macht jedoch nur 10 % 

des Bruttosozialproduktes aus (Philippinen aktuell: Innenpolitik und wirt-

schaftliche Entwicklungen, 11. Juli 2023; ps://www.asienhaus.de/aktuel-

les/philippinen-aktuell-innenpolitik-und-wirtschaftliche-entwicklungen; Phi-

lippinen – IHK Stuttgart, https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-unternehmen/in-

ternational/laender-und-maerkte/laenderinformationen-philippinen-

684072; beide abgerufen am 8. Mai 2024). Für das Jahr 2024 wird die Ar-

beitslosenrate vom International Monetary Fund (IMF) auf steigende 5.1 % 

geschätzt (Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO] > Aussenwirtschaft und 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit > Länderinformationen und bilaterale 

Wirtschaftsbeziehungen > Südostasien > Länderfiche Philippinen – Januar 

2024, abgerufen am 8. Mai 2024). 

F-2361/2024 

Seite 8 

7.3 Die Sicherheitslage auf den Philippinen ist angespannt. Seit 2016 be-

kämpft der Staat in stark erhöhtem Mass die Drogenkriminalität und zwi-

schen 2016 und 2022 sind bei Polizeieinsätzen 8'500 Personen ums Leben 

gekommen. Gewalttätige Auseinandersetzungen bei Protesten und De-

monstrationen können nicht ausgeschlossen werden und die Kriminalitäts-

rate ist hoch. Des Weiteren sind in mehreren Regionen des Landes unter-

schiedliche Gruppen von Rebellen aktiv und kommt es zu Anschlägen so-

wie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräf-

ten. Es muss im ganzen Land mit Anschlägen durch kriminelle und terro-

ristische Gruppierungen gerechnet werden und auch in Manila sind in den 

vergangenen Jahren sporadisch Anschläge verübt worden. Am 3. Dezem-

ber 2023 kam es zu einem erneuten Terrorangriff in der Stadt Marawi mit 

mehreren Todesopfern, zu dem sich der Islamische Staat (IS) bekannt hat 

(vgl. dazu www.eda.admin.ch, Reisehinweise und Vertretungen > Philippi-

nen > Reisehinweise für die Philippinen; www.auswaertiges-amt.de, Sicher 

Reisen > Philippinen > Reise- und Sicherheitshinweise [Teilreisewarnung], 

beide abgerufen am 8. Mai 2024). 

7.4 Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

das allgemeine Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von Besu-

chern aus den Philippinen grundsätzlich als hoch einschätzt. In Bezug auf 

die konkreten Lebensumstände der gesuchstellenden Person rechtfertigt 

sich daher ein strenger Massstab (vgl. E. 6.3). 

7.5 Bezüglich der wirtschaftlichen, beruflichen und familiären Situation des 

Gesuchstellers ist den Akten zu entnehmen, dass es sich bei ihm um einen 

24-jährigen, ledigen, kinderlosen Mann handelt, welcher kürzlich seine 

Ausbildung (Bachelor-Diplom) auf den Philippinen abgeschlossen hat, ent-

sprechend über keine ins Gewicht fallende Arbeitserfahrung verfügt und 

noch nie im Ausland war. 

7.6 Seine Eltern und Geschwister wohnen auf den Philippinen. Mit seinem 

Besuchsaufenthalt in der Schweiz beabsichtige er, seine Grossmutter (ge-

mäss seiner Angabe) bzw. seine Grosstante (gemäss Angabe der Be-

schwerdeführenden) und ihren Lebenspartner in der Schweiz zu besu-

chen, welche ihn bei seiner Ausbildung unterstützt hätten. Die Einladung 

zum Ferienaufenthalt diene zudem als Anerkennung für den Erhalt seines 

Diploms. Weitere substantiierte Angaben zum familiären und/oder sozialen 

Hintergrund des Gesuchstellers in seinem Heimatland wurden nicht ge-

macht. Damit sind keine besonderen sozialen oder familiären Verpflichtun-

gen erkennbar, welche den Gesuchsteller von einer Emigration abhalten 

F-2361/2024 

Seite 9 

könnten. Mit seiner Grossmutter/-tante und deren Lebenspartner verfügt 

der Gesuchsteller darüber hinaus bereits über ein gewisses familiäres Be-

ziehungsnetz in der Schweiz, welches ihm bei einem allfälligen Verbleib in 

der Schweiz Obdach und (weiterhin) finanzielle Unterstützung bieten 

dürfte. 

7.7 Auch in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht kann er nichts zu sei-

nen Gunsten ableiten. Dass der Gesuchsteller über Vermögen verfügt, ist 

nicht aktenkundig und wird auch nicht vorgebracht. Zum Zeitpunkt der Ge-

suchstellung (SEM-act. 3 pag. 60) sowie zum Zeitpunkt der Inlandabklä-

rungen (schriftliche Befragung der Beschwerdeführenden vom 17. Februar 

2024; SEM-act. 6 pag. 88) war er arbeitslos. Zwischenzeitlich habe er ge-

mäss Beschwerdeschrift vom 16. April 2024 (BVGer-act. 1) innerhalb kur-

zer Zeit nach Studienabschluss eine Stelle als Bürokaufmann auf den Phi-

lippinen angenommen und arbeite nun dort. Von einer beruflich-wirtschaft-

lichen Einbettung im Heimatland, welche in entscheidendem Mass für eine 

anstandslose Wiederausreise sprechen würde, ist nach dem Gesagten 

gleichwohl nicht auszugehen. Daran vermögen auch die Arbeitsbestäti-

gung bzw. der Arbeitsvertrag, deren nachträgliche Einreichung die Be-

schwerdeführenden in Aussicht gestellt haben, nichts zu ändern. 

7.8 Nach dem Gesagten besteht aufgrund der allgemeinen Lage auf den 

Philippinen und der individuellen Situation des Gesuchstellers keine zu-

reichende Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise. Daran ändern 

schliesslich auch die Verpflichtungserklärungen der Gastgeber bzw. Be-

schwerdeführenden (SEM-act. 6 pag. 90, 87 und 56) nichts. Auch wenn ihr 

Wunsch, den Gesuchsteller in die Schweiz einzuladen, verständlich ist, gilt 

es zu berücksichtigen, dass sie als Gastgeber nur für gewisse finanzielle 

Risiken Garantie leisten können, mangels rechtlicher und faktischer Durch-

setzbarkeit jedoch nicht für ein bestimmtes Verhalten ihres Gasts 

(vgl. BVGE 2009/27 E. 9). Mit der fehlenden Gewähr für eine anstandslose 

Wiederausreise ist eine zwingende Voraussetzung für die Erteilung eines 

Visums nicht erfüllt. Gründe für die Ausstellung eines VrG-Visums nach 

Art. 25 VK wurden zu Recht nicht geltend gemacht und sind auch nicht 

ersichtlich. 

8.  

Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfü-

gung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

F-2361/2024 

Seite 10 

9.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 

Beschwerdeführenden kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Ver-

fahrenskosten von Fr. 700.– sind den Beschwerdeführenden aufzuerlegen 

und durch den am 2. Mai 2024 bezahlten Kostenvorschuss gedeckt. 

10.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

F-2361/2024 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe entrichteten Kostenvor-

schuss gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Aisha Luisoni 

 

 

 

Versand: