# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba8d78c7-1940-59c1-b615-d028fcd6af55
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.10.2021 UV 2020/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-46_2021-10-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/46

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.02.2022

Entscheiddatum: 05.10.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 05.10.2021
Art. 18, 24 UVG. Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung. Rentenanspruch unter Verneinung der Adäquanz 
der psychischen Beschwerden und unter Annahme einer 100%-igen 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit abgelehnt. Ausdehnung des 
Streitgegenstands auf die Frage der Integritätsentschädigung. Auch 
diesbezüglich Abweisung der Beschwerde. Geleistete Kostenvorschüsse 
sind unabhängig der Herkunft des Geldes nicht zurückzuerstatten 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. 
Oktober 2021, UV 2020/46).

Entscheid vom 5. Oktober 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/46

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Christe, Christe & Isler Rechtsanwälte, 

Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 11. August 2015 arbeitslos und damit 

über die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Zuletzt hatte der Versicherte bei der B.___ AG in der 

Auftragsabwicklung im Büro gearbeitet. Er ist gelernter Drucktechnologe mit 

Ausbildung zum Druckkaufmann (Suva-act. II-1, 39-2, 68, 181, 211).

A.a. 

Am 3. April 2016 stürzte der Versicherte auf der Rennstrecke in Misano (Italien) bei 

einem Fahrsicherheitskurs mit dem Motorrad und verletzte sich die rechte Hand (Suva-

act. II-1, 11, 14). Bei diagnostizierten Luxationsfrakturen Metacarpale (MC) III und IV 

sowie dorsaler Luxation MC V an der rechten Hand wurde er am 4. April 2016 im 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) operiert (offene Reposition und Plattenosteosynthese 

Basis MC III; Kirschnerdraht-Transfixation MC III-V sowie MC V-Hamatum) und am 

Folgetag in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen (Suva-act. II-6 f.). Die Suva 

anerkannte für die Folgen des Unfalls ihre Leistungspflicht und erbrachte die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; Suva-act. II-4). 

Am 20. Mai 2016 wurde der Kirschnerdraht entfernt (Suva-act. II-17). Bei anhaltenden 

Beschwerden an der rechten Hand wurde nach einem Untersuch im Muskelzentrum 

des KSSG mit Bericht vom 20. Juli 2016 eine Läsion des Ramus profundus nervi 

ulnaris rechts (iatrogen) diagnostiziert (Suva-act. II-32). Am 17. August 2016 fand eine 

A.b. 

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weitere Operation statt (OSME Basis MC III Hand rechts dorsal, Exploration distaler 

Nervus ulnaris mit Dekompression der Loge de Guyon sowie Neurolyse des Ramus 

profundus aus der Narbenplatte palmar über der ehemaligen Fraktur Basis MC III Hand 

rechts; Suva-act. II-35). Am 19. August 2016 konnte der Versicherte in gutem 

Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden (Suva-act. II-36). Kreisärztin med. 

pract. C.___, Fachärztin für Chirurgie, untersuchte den Versicherten am 13. Januar 

2017 und diagnostizierte aktuell neuropathische Schmerzen und 

Funktionseinschränkungen an der Hand (Suva-act. II-64).

Am 31. März 2017 verbrannte sich der Versicherte zu Hause beim Kochen von 

Butter die linke Hand und beide Oberschenkel (Suva-act. III-1, 6). Die Suva anerkannte 

auch für dieses Ereignis ihre Leistungspflicht (Suva-act. III-4).

A.c. 

Am 8. Januar 2018 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, als er mit dem 

Fahrrad stürzte (Suva-act. I-4). Die Ärzte des KSSG diagnostizierten eine 

Rissquetschwunde (RQW) mit Strecksehnenläsion 40 % Zone II (zentral) und offenem 

PIP-Gelenk (proximalem Interphalangealgelenk) Dig IV Hand links und operierten den 

Versicherten am 9. Januar 2018 (Wundexploration, Gelenkspülung PIP-Gelenk, Naht 

Strecksehne, Wundverschluss mittels Rotationsplastik (Suva-act. I-1 f.). Die Suva 

anerkannte ihre Leistungspflicht (Suva-act. I-5). Bei anhaltenden Beschwerden am 

linken Ringfinger (schmerzhafte Narbe und Knopflochdeformität Dig IV Hand links) 

erfolgte am 13. Juni 2018 ein weiterer Eingriff (Narbenexzision, Rekonstruktion 

Zentralzügel nach Hellmann und Transfixation PIP-Gelenk; Suva-act. I-22 f.).

A.d. 

Seit Mai 2017 hatte sich der Versicherte in eine ambulante psychiatrische Therapie 

bei med. pract. D.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begeben (Suva-act. 

II-104). Dieser diagnostizierte mit Bericht vom 14. Dezember 2018 eine chronische 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischem Syndrom, sowie eine sonstige Angststörung (Suva-act. II-172).

A.e. 

Am 18. Dezember 2018 untersuchte Kreisarzt Dr. med. E.___, Facharzt für 

Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, den Versicherten. Er diagnostizierte aktuell eine 

inkomplette sensomotorische distale Nervus ulnaris Läsion mit 

Funktionseinschränkung und Gebrauchsminderung der rechten Hand und ein 

A.f. 

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B.  

chronisch neuropathisches Schmerzsyndrom, geringe Narbenrestbeschwerden an der 

linken Hand ohne funktionelle Einschränkung sowie eine Bewegungseinschränkung 

und Funktionsstörung am linken Ringfinger mit Belastungsschmerzen im PIP. Bei den 

klinischen und radiologischen Befunden handle es sich in allen drei Schadenfällen um 

einen stabilen medizinischen Dauerzustand, der durch weitere 

Behandlungsmassnahmen nicht gebessert werden könne, noch in absehbarer Zukunft 

eine massgebliche Verschlimmerung medizinisch erwarten lasse. Zumutbar sei rein 

unfallkausal eine zeitlich unlimitierte Arbeitsfähigkeit von 100 % in angepasster 

Tätigkeit, für leichte manuelle Tätigkeiten mit der rechten Hand ohne feinmotorische 

Anforderungen oder repetitive Kraftbeanspruchung und leichte bis mittelschwere 

manuelle Tätigkeiten mit der linken Hand. Entsprechend sei für die erlernte Tätigkeit als 

Drucker und die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sachbearbeiter volle Arbeitsfähigkeit 

gegeben (Suva-act. I-32). Den Integritätsschaden schätzte Dr. E.___ auf 10 % (7.5 % 

für die rechte Hand, 2.5 % für den linken Ringfinger; Suva-act. I-33).

Bei anhaltender Beschwerdeproblematik am linken Ringfinger wurde der Fall für 

eine Zweitmeinung Dr. med. F.___, Facharzt Allgemein-, Unfall- und Handchirurgie, 

vorgelegt (Suva-act. I-34 ff.). Dieser bestätigte bezüglich der rechten Hand einen 

medizinischen Endzustand. In Bezug auf den linken Ringfinger empfahl er einen 

erneuten Rekonstruktionsversuch der Strecksehne (Suva-act. I-46). Von einem solchen 

wurde in der Folge abgesehen (Suva-act. I-52). Dr. E.___ bestätigte am 17. Oktober 

2019 seine Einschätzung vom 21. Dezember 2018 (Suva-act. I-54).

A.g. 

Am 6. Dezember 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die Heilkosten- 

und Taggeldleistungen am 31. Januar 2020 eingestellt würden (Suva-act. II-206).

A.h. 

Mit Verfügung vom 19. Dezember 2019 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 14'820.-- (Integritätsschaden 10 %) zu und lehnte 

einen Rentenanspruch ab (Suva-act. II-209).

A.i. 

Gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2019 erhob der Versicherte am 20. 

Januar 2020 Einsprache (Suva-act. II-221). Am 6. Februar 2020 erhob der 

Krankenversicherer, die Concordia, Einsprache (Suva-act. II-217).

B.a. 

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C.  

Nachdem ein unfallkausales Karpaltunnelsyndrom rechts im Raum stand (Suva-

act. II-199), ersuchte die Suva diesbezüglich um eine neurologische Beurteilung durch 

Dr. med. G.___, Fachärztin für Neurologie FMH. Diese kam mit Beurteilung vom 6. Mai 

2020 zum Schluss, dass aktuell ein elektroneurographischer Normalbefund bestehe 

und keine Hinweise für ein Karpaltunnelsyndrom rechts vorliegen würden (Suva-act. 

II-229).

B.b. 

Mit Entscheid vom 26. Mai 2020 wies die Suva die Einsprachen des Versicherten 

und der Concordia ab (Suva-act. II-230).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 26. Mai 2020 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe, 

Winterthur, am 19. Juni 2020 Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Sache sei zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und zum 

Neuentscheid über die Invalidenrente und die Integritätsentschädigung an die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Es sei dem 

Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und in der Person des 

Unterzeichnenden die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen. In 

prozessualer Hinsicht sei dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zur Replik bzw. zur 

ergänzenden Beschwerdebegründung einzuräumen (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids (act. 

G 4).

C.b. 

Am 20. August 2020 teilte Rechtsanwalt Christe auf Nachfrage des 

Versicherungsgerichts mit, dass die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG zufolge 

Aussichtlosigkeit keine Kostengutsprache für das Beschwerdeverfahren erteilt habe. 

Der Beschwerdeführer habe ihm einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- geleistet. 

Dabei handle es sich nicht um Eigenmittel des Beschwerdeführers, sondern um ein 

Darlehen aus dem näheren persönlichen Umfeld (act. G 5).

C.c. 

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Am 26. August 2020 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung 

der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

durch Rechtsanwalt Christe, abzüglich des bereits geleisteten Kostenvorschusses von 

Fr. 2'000.--, entsprochen (act. G 6). Am 28. August 2020 teilte Rechtsanwalt Christe 

dem Versicherungsgericht mit, dass er den Abzug für den geleisteten Kostenvorschuss 

von Fr. 2'000.-- nicht nachvollziehen könne. Er ersuche um Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ohne Abzug (act. G 8). Am 3. September 2020 

teilte das Versicherungsgericht mit, dass über den Umfang der Entschädigung für die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung, explizit über die Anrechnung des geleisteten 

Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 2'000.--, im Endurteil entschieden werde (act. 

G 9).

C.d. 

Mit Replik vom 23. Oktober 2020 liess der Beschwerdeführer durch seinen 

Rechtsvertreter unverändert an seinen Anträgen und deren Begründungen festhalten 

(act. G 12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik, erneuerte 

den Antrag auf Abweisung und verwies zur Begründung auf die Beschwerdeantwort 

(act. G 14).

C.e. 

Auf Anfrage des Versicherungsgerichts (act. G 16, 18) reichte Rechtsanwalt Christe 

die durch die IV-Stelle des Kantons St. Gallen veranlassten Gutachten der Medas 

Interlaken Unterseen GmbH (nachfolgend: Medas) vom 23. Oktober 2020 (act. G 17.1) 

und der SMAB AG St. Gallen (nachfolgend: SMAB) vom 14. Juni 2021 (act. G 19.1) ein. 

Den Parteien wurde Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äussern (act. G 20). Mit 

Stellungnahme vom 18. August 2021 führte Rechtsanwalt Christe aus, dass gemäss 

SMAB-Gutachten von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ausgegangen werde. Gestützt 

darauf sei somit zumindest ein Anspruch auf eine Teilrente sowie auf eine 

Integritätsentschädigung bei psychischen Folgen von Unfällen auszugehen (act. G 21).

C.f. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.g. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers sowie die Höhe der Integritätsentschädigung.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. 

Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen (temporäre 

Leistungen) dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

1.1. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

1.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

1.3. 

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2.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. zum Fallabschluss 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143) in Bezug auf alle 

drei Unfälle unbestritten und medizinisch ausgewiesen ist (Suva-act. I-32-8, 46-1, 52-1, 

54-1). Insbesondere liegt auch kein behandlungsbedürftiges unfallkausales 

Karpaltunnelsyndrom rechts vor (Suva-act. II-229). Entsprechend beantragte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Neuentscheid über die Invalidenrente 

und die Integritätsentschädigung (Dauerleistungen) und nicht die Weiterausrichtung der 

temporären Leistungen (act. G 1 S. 2). Der Zeitpunkt der Prüfung eines 

Rentenanspruchs (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) und einer Integritätsentschädigung (vgl. Art. 

24 Abs. 2 UVG) ist damit nicht zu beanstanden. Ebenfalls medizinisch ausgewiesen ist, 

dass im Zeitpunkt der Rentenprüfung und über den Fallabschluss hinaus weiterhin 

Unfallfolgen bestehen. Während bezüglich des Unfalls vom 31. März 2017 (vgl. im 

Sachverhalt lit. A.c) nachvollziehbar keine relevanten Beeinträchtigungen mehr 

vorliegen, leidet der Beschwerdeführer aufgrund des Unfalls vom 3. April 2016 (vgl. 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen. Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug 

versicherungsexterner medizinischer Gutachten (BGE 135 V 465, BGE 122 V 157).

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dazu im Sachverhalt lit. A.b) an einer inkompletten sensomotorischen distalen Nervus 

ulnaris Läsion mit Funktionseinschränkung und Gebrauchsminderung sowie an einem 

neuropathischen Schmerzsyndrom an der rechten Hand. Im Weiteren rührt aus dem 

Unfall vom 8. Januar 2018 (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.d) eine 

Bewegungseinschränkung und eine Funktionsstörung am linken Ringfinger mit 

Belastungsschmerzen im PIP (Suva-act. I-32-6 f.). Diese somatischen Unfallfolgen sind 

unbestrittenermassen in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen.

3.

Umstritten und zu prüfen ist, ob die psychische Problematik (rezidivierende depressive 

Störung; act. G 19.1 S. 15) nebst den genannten somatischen Unfallfolgen ebenfalls 

unfallkausal und damit bei der Prüfung eines Rentenanspruchs und/oder einer 

Integritätsentschädigung zu berücksichtigen ist.

Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis (Art. 4 ATSG) zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: 

KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne 

Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 

[nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Während es 

Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen 

auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen 

organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung 

durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Zunächst ist festzustellen, ob 

der Versicherte beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) oder einen 

äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat, 

dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen, oder ob es 

sich um einen Unfall mit anderen somatischen Verletzungen und gesundheitlichen 

3.1. 

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Folgen handelt. Im letzteren Fall erfolgt die Adäquanzbeurteilung psychischer 

Unfallfolgen nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien (sogenannte Psycho-

Praxis). Bei Unfällen mit Schleudertrauma oder mit einer diesem gleichgestellten 

Verletzung der HWS oder einem Schädel-Hirntrauma ist hingegen die Adäquanz 

gemäss BGE 117 V 359 ff., präzisiert in BGE 134 V 126 ff. E. 10, zu beurteilen 

(sogenannte Schleudertrauma-Praxis). Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen 

mit Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine 

Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird, 

während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer 

Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen 

körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (vgl. 

u.a. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 7. November 2002, U 

377/01, E. 4.3).

Der Beschwerdeführer hat bei seinen Unfällen weder ein Schleudertrauma der 

HWS noch einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma 

erlitten. Entsprechend hat die Adäquanzbeurteilung nach den für die Psycho-Praxis 

entwickelten Kriterien zu erfolgen. Dabei kann praxisgemäss die Frage nach einer 

natürlichen Kausalität der entsprechenden Beschwerden zum versicherten 

Unfallereignis offenbleiben, wenn ein allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat 

und damit nicht rechtsgenüglich wäre (BGE 135 V 472 E. 5.1).

3.2. 

Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, wenn dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. In objektivierter 

Betrachtungsweise werden die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, 

psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle 

einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen dazwischenliegenden Bereich der 

mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne 

weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon 

ausgegangen werden kann, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren 

Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel zu bejahen, 

denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

3.3. 

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aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt 

sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und der psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche 

die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 

115 V 138 ff. E. 6 f.). Um die adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle 

Umstände gegeben sein. Bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den 

schweren Ereignissen genügt ein Kriterium. Ansonsten müssen mehrere 

unfallbezogene Kriterien bejaht werden können, falls keinem Kriterium besonderes 

Gewicht zukommt (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 62 ff.). Bei mittelschweren Unfällen 

im engeren Sinn genügen drei Adäquanzkriterien, bei Unfällen im mittleren Bereich an 

der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier Adäquanzkriterien zu erfüllen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5, und vom 

7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis). Bei der Prüfung der 

Adäquanzkriterien sind – wie bereits erwähnt – die Folgen der organisch nicht 

ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen (vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 8C_903/2009, E. 4.6).

Offenkundig handelte es sich gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung bei den 

Ereignissen vom 31. März 2017, als sich der Beschwerdeführer versehentlich heisse 

Butter auf Hand und Beine goss (Suva-act. III-1, 7), und beim dokumentierten Sturz 

vom Fahrrad ohne Fremdeinwirkung vom 8. Januar 2018 (Suva-act. I-4) höchstens um 

mittelschwere Unfälle an der Grenze zu leichten Unfällen (vgl. dazu die Kasuistik in 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 64 f.). Beim Motorradsturz in Misano vom 3. April 2016 

ist dem Beschwerdeführer anlässlich eines Fahrfähigkeitstrainings in einer Kurve das 

Hinterrad weggerutscht (Suva-act. II-1, 14). Der Sturz ereignete sich ohne 

Fremdeinwirkung bzw. Kollision mit anderen Teilnehmern des Kurses. Auch 

diesbezüglich ist bei objektiver Betrachtungsweise und im Sinne der Rechtsprechung 

von einem mittelschweren Unfall an der Grenze zu den leichten Ereignissen 

auszugehen, zumal ein mehrfaches Überschlagen des Beschwerdeführers im 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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Anschluss an einen Motorradsturz nichts Aussergewöhnliches ist und der 

Beschwerdeführer nicht angefahren oder gar überfahren wurde. Im Weiteren sind die 

Sturzräume auf der Rennstrecke Misano weit, frei und sicher (vgl. https://

www.misanocircuit.com/strutture/circuito; eingesehen am 4. Oktober 2021). Zu 

beachten ist auch, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem SMAB-Psychiater, dem 

er den Töffunfall sehr genau und detailliert schilderte (act. G 19.1 S. 14), kein 

mehrmaliges Überschlagen erwähnte, sondern sagte, er sei mehrere Meter weit 

geflogen (act. G 19.1 S. 7), was bei einem Sturz, bei dem das Hinterrad in der Kurve 

wegrutscht, eher unwahrscheinlich erscheint. Aufgrund der objektiviert betrachteten 

Schwere des Unfalls bedarf es zur Bejahung der Adäquanz der psychischen 

Beschwerden demnach der Erfüllung von vier Adäquanzkriterien in einfacher Form.

Das Kriterium besonders dramatischer Begleitumstände oder besonderer 

Eindrücklichkeit der Unfälle kann ohne weiteres verneint werden. Bei den Unfällen hat 

der Beschwerdeführer auch keine Verletzungen erlitten, welche erfahrungsgemäss 

geeignet wären, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Auch eine ungewöhnlich 

lange Dauer der auf die somatischen Leiden zielenden ärztlichen Behandlung ist nicht 

erkennbar. Daran ändert nichts, dass bei der Operation der rechten Hand eine 

iatrogene sensomotorische Schädigung des Ramus profundus des Nervus ulnaris 

rechts als Komplikation verursacht wurde (Suva-act. I-32-7). Daraus resultierten zwar 

zusätzliche Behandlungen und insgesamt ein längerer Heilverlauf. Der 

Behandlungsverlauf kann im Sinne der Rechtsprechung indes nicht als ungewöhnlich

lange bzw. als ausserordentlich belastend qualifiziert werden. Auch handelt es sich bei 

der anlässlich des Eingriffs verursachten Nervenschädigung um keine ärztliche 

Fehlbehandlung im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 72), 

sondern um eine schicksalhafte Komplikation, welche der indizierten Operation an der 

rechten Hand inhärent war. Hingegen führt die iatrogene Schädigung dazu, dass das 

Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und/oder einer erheblichen Komplikation in 

einfacher Form zu bejahen ist. Die Heilung wurde dadurch relevant beeinträchtigt. Ob 

die Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen aufgrund des chronischen 

neuropathischen Schmerzsyndroms, welches den Beschwerdeführer weiterhin 

belastet, und des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

erfüllt sind, kann offenbleiben. Selbst bei einer Bejahung sind höchstens drei 

Adäquanzkriterien erfüllt, was nicht zur Annahme der Adäquanz führt. Zu erwähnen ist 

immerhin, dass sich die Schmerzen in der geltend gemachten Intensität nicht 

hinlänglich erklären lassen (vgl. dazu das Medas-Gutachten act. G 17.1 S. 87 f., 102 f.) 

und es damit fraglich ist, ob tatsächlich von körperlichen Dauerschmerzen im Sinne der 

Rechtsprechung auszugehen ist. Mangels Adäquanz kommt den Unfällen überwiegend 

3.5. 

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4.

Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende E. 3) sind einzig die Auswirkungen der 

unfallkausalen somatischen Problematik an den Händen (vgl. vorstehende E. 2) in die 

Rentenbeurteilung einzubeziehen. Diesbezüglich besteht Uneinigkeit in Bezug auf die 

zumutbare Arbeitsfähigkeit aufgrund der Einschränkungen. Während die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen trotz Unfallfolgen 

von einer vollen Leistungsfähigkeit im angestammten Beruf als Drucktechnologe und 

auch in weiteren angepassten Tätigkeiten ausgeht, sieht sich der Beschwerdeführer in 

Beachtung des SMAB-Gutachtens als zumindest 20 % in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt, sowohl in angestammter als auch in adaptierter Tätigkeit. Die 

Arbeitsunfähigkeit liege gar noch höher.

wahrscheinlich keine massgebende Bedeutung für die Entstehung der psychischen 

bzw. nicht somatisch objektivierbaren Beschwerden zu. Diese sind damit nicht in die 

Beurteilung eines Rentenanspruchs und einer Integritätsentschädigung 

miteinzubeziehen.

Kreisarzt Dr. E.___ attestierte dem Beschwerdeführer trotz der verbliebenen 

Beeinträchtigungen eine zeitlich unlimitierte Arbeitsfähigkeit für leichte manuelle 

Tätigkeiten mit der rechten Hand ohne feinmotorische Anforderungen oder repetitive 

Kraftbeanspruchung sowie leichte bis mittelschwere manuelle Tätigkeiten mit der 

linken Hand. Als angepasste Arbeit erachtete er auch die erlernte Tätigkeit als Drucker 

sowie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sachbearbeiter (Suva-act. I-32-8). Diese 

Beurteilung von Dr. E.___ beruht auf einer eingehenden persönlichen Untersuchung 

(Suva-act. I-32-5 f.), ist für die streitigen Belange umfassend, erging in Kenntnis der 

Vorakten (Suva-act. I-32-1 ff.) sowie in Würdigung der Bildgebung und der geklagten 

Beschwerden (Suva-act. I-32-4 ff.). Er trägt im Zumutbarkeitsprofil schlüssig den 

objektivierbaren Schmerzen und Funktionseinschränkungen an den Händen Rechnung 

und es ist einleuchtend, dass bei Einhaltung der Adaptionskriterien eine volle 

Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. Zu demselben Schluss bezüglich 

Leistungsfähigkeit und Belastungsprofil (zusätzlich Vermeidung von Kälte- und 

Wärmeexposition; act. G 17.1 S. 11, 103) gelangen die neurologischen Experten und 

der handchirurgische Gutachter der Medas (act. G 17.1 S. 89, 104), welche die 

geklagten Schmerzen an der rechten Hand aus somatischer Sicht indes nur teilweise 

nachvollziehen können und zusätzlich von einer psychosomatischen Überlagerung 

ausgehen. Im Weiteren beschreiben sie auch schlüssig Inkonsistenzen und einen 

Verdacht auf Aggravation bezüglich der geschilderten Schmerzproblematik (act. G 17.1 

4.1. 

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5.

Im Weiteren beantragt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine höhere 

Integritätsentschädigung bzw. die Rückweisung der Sache zur diesbezüglich 

rechtsgenüglichen Abklärung. Die Beschwerdegegnerin erachtete die 

Integritätsentschädigung als nicht strittig bzw. mittels Einsprache vom 20. Januar 2020 

als nicht angefochten, weshalb sie im Einspracheentscheid vom 20. Mai 2020 darauf 

nicht einging (Suva-act. II-230-3).

S. 87 f., 102 f.). Sämtliche Beurteilungen der Fachpersonen entsprechen den 

Anforderungen der Rechtsprechung vollumfänglich und es besteht kein Anlass, 

bezüglich der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von deren Einschätzungen 

abzuweichen. Entsprechend ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer aus unfallkausaler Sicht in Beachtung des Zumutbarkeitsprofils 

im Zeitpunkt des Fallabschlusses zu 100 % arbeitsfähig ist. Weshalb der 

handchirurgische Gutachter der Medas dem Beschwerdeführer in der angestammten 

Tätigkeit als Druckkaufmann, im Gegensatz zu einer angepassten Arbeit, lediglich eine 

80%-ige Leistungsfähigkeit aufgrund vermehrter Pausen bescheinigt (act. G 17.1 S. 

103), ist nicht nachvollziehbar, zumal es sich bei der gelernten Tätigkeit um eine 

adaptierte körperlich leichte Tätigkeit handelt, welche vorwiegend im Büro ausgeübt 

wird (vgl. dazu den Lebenslauf des Beschwerdeführers in Suva-act. II-68; vgl. ferner 

https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/1900?id=3056, eingesehen am 4. Oktober 

2021). Was der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers gegen die bescheinigte 100%-

ige Arbeitsfähigkeit vorbringt, überzeugt nicht. Nachdem eine psychische/nicht 

somatische Problematik nicht den Unfällen angelastet werden kann, vermag das 

psychiatrische und neuropsychologische Gutachten des SMAB (act. G 19.1) nichts 

zum Beweis einer unfallkausalen Arbeitsfähigkeit beizutragen. Im Weiteren ist für die 

Frage, ob es dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen, 

eine objektivierte Betrachtungsweise massgebend und nicht sein subjektives 

Empfinden (vgl. dazu Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen erweisen sich in Bezug auf die Beurteilung eines 

Rentenanspruchs als schlüssig, sodass sich Weiterungen erübrigen.

Bei 100%-iger Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit besteht offenkundig 

keine Erwerbseinbusse und entsprechend kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

(vgl. vorstehende E. 1.1). Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

4.2. 

Vorab ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 19. Dezember 2019 bezüglich 

Integritätsentschädigung nicht unangefochten blieb bzw. nicht in Rechtskraft 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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erwachsen ist, wie es die Beschwerdegegnerin ausführt. Der zum damaligen Zeitpunkt 

nicht vertretene Beschwerdeführer machte in der Einsprache vom 20. Januar 2020 

geltend, dass er mit keinem Punkt der Verfügung vom 19. Dezember 2019 (Suva-act. 

II-209) einverstanden sei (Suva-act. II-221). Steht der Wille der Partei aber fest, die 

angefochtene Verfügung nicht hinnehmen zu wollen, gilt diese als insgesamt 

angefochten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 49 zu Art. 52). 

Entsprechend hätte die Beschwerdegegnerin in einem Einspracheentscheid auch über 

die Integritätsentschädigung bzw. deren Höhe befinden müssen. Nachdem sie dies 

nicht getan hat, mangelt es im Beschwerdeverfahren bezüglich 

Integritätsentschädigung grundsätzlich an einem Anfechtungsgegenstand (zum 

Anfechtungsgegenstand siehe BGE 131 V 164 f. E. 2.1) und der Beschwerdeführer 

hätte sich mittels Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Art. 56 Abs. 2 ATSG zur Wehr 

zu setzen. Diese formale Herangehensweise ist im vorliegenden Fall indes nicht sach­

gerecht. Vielmehr rechtfertigt es sich, aus prozessökonomischen Gründen und zur 

Vermeidung eines Leerlaufs den Streitgegenstand auf die Frage der 

Integritätsentschädigung auszudehnen (vgl. zu den Voraussetzungen dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Januar 2014, 8C_744/2013, E. 2), nachdem diese, wie sich 

nachfolgend zeigt, spruchreif ist. Im Weiteren hat sich die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort eventualiter materiell mit der Integritätsentschädigung 

auseinandergesetzt, womit die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren 

Anspruch auf rechtliches Gehör, bei Ausdehnung des Streitgegenstands nicht verletzt 

werden. Gestützt auf das Gesagte ist damit auch über die Integritätsentschädigung 

materiell zu befinden.

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis). Trotz des Feinrasters der Suva-Tabellen gibt es Integritätsschäden, 

die sich nicht direkt einer Position der Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-

Tabellen zuordnen lassen. In diesen Fällen ist in direkter oder analoger Anwendung von 

Ziff. 1 Abs. 2 von Anhang 3 zur UVV der Grad der Schwere für spezielle oder nicht 

aufgeführte Integritätsschäden vom Skalenwert bzw. von Positionen der Suva-Tabellen 

abzuleiten. Zuerst ist mithin zu prüfen, ob ein Integritätsschaden in der Skala von 

Anhang 3 zur UVV figuriert. Falls dies nicht zutrifft, ist in den Suva-Tabellen eine 

passende Position zu suchen. Bei negativem Ausgang der Suche ist schliesslich die 

Schwere des Integritätsschadens mittels Vergleichs zu den Werten in der Skala von 

Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen abzuleiten (KOSS UVG-Frei, N 17 f. zu Art. 

25). Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und kombinierten Fällen öffnet dem 

Arzt oder der Ärztin einen grossen Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung 

bzw. das Sozialversicherungsgericht nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, 

wenn die unfallmedizinische Beurteilung im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 UVV 

sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde (Urteil 

des Bundesgerichts vom 14. August 2008, 8C_660/2007, E. 4.2).

Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die 

kreisärztliche Beurteilung vom 18. Dezember 2018 (Suva-act. I-33) mit Verfügung vom 

19. Dezember 2019 eine Integritätsentschädigung basierend auf einem 

Integritätsschaden von 10 % zu (Suva-act. II-209). Dr. E.___ führte aus, dass sich 

gemäss Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen 

Extremitäten) bei einer kompletten distalen Ulnarislähmung ein Integritätsschaden von 

10 % rechtfertige. Beim Beschwerdeführer liege eine inkomplette Ulnarislähmung 

rechts vor, sodass die Einbusse auf 7.5 % eingeschätzt werde. Nach Tabelle 3 

(Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten) 

bemesse sich ein Endgliedverlust am Ringfinger mit 0 %, ein Verlust des Ringfingers 

auf Höhe PIP mit 5 %. Bei erheblicher Funktionsstörung im PIP des Ringfingers und 

dadurch begleitender leichter Funktionsstörung der linken Hand werde die Einbusse 

auf 2.5 % geschätzt. Insgesamt rechtfertige sich ein Integritätsschaden von 10 % (7.5 

% für die rechte Hand, 2.5 % für den linken Ringfinger; Suva-act. I-33). Diese 

Darlegungen des Kreisarztes leuchten bezüglich Herleitung als auch Höhe des 

Integritätsschadens vollumfänglich ein, zumal sie auf persönlicher Befunderhebung 

beruhen, die Funktionseinschränkungen berücksichtigen und anderslautende 

medizinische Einschätzungen nicht im Recht liegen. Triftige Gründe, nicht auf die 

Beurteilung von Dr. E.___ abzustellen, sind auf jeden Fall nicht ersichtlich, zumal die 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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6.  

geltend gemachte nichtsomatische Problematik mangels Kausalzusammenhangs auch 

bei der Bemessung der Integritätsentschädigung nicht zu berücksichtigen ist (vgl. dazu 

vorstehende E. 3.5). Weitere Abklärungen erübrigen sich damit und eine Erhöhung der 

Integritätsentschädigung steht nicht zur Diskussion. Die Beschwerde ist auch in diesem 

Punkt abzuweisen.

Gestützt auf das Gesagte ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

6.2. 

Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt 

(act. G 6). Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 

963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen. Der Beschwerdeführer hat seinem Rechtsvertreter indes bereits vor 

Einreichung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung/Rechtsverbeiständung 

einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- geleistet (act. G 5). Dieser ist ihm nicht 

zurückzuerstatten, sondern anzurechnen (vgl. Ziff. 5.2 der vom st. gallischen 

Kantonsgericht erlassenen "Richtlinien zur unentgeltlichen Rechtspflege im Zivilprozess 

und für die Privatklägerschaft im Strafprozess" vom Mai 2011, die vom 

Versicherungsgericht praxisgemäss analog angewendet werden; vgl. ferner BSK ZPO-

Rüegg/ Rüegg, Art. 118 N 5). Die Literatur geht gar soweit, dass auch 

Kostenvorschüsse, welche nach Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege bezahlt 

wurden, nicht zurückerstattet bzw. von der rechnerisch vollen Entschädigung des mit 

der unentgeltlichen Vertretung betrauten Anwalts abgezogen werden (vgl. BSK ZPO-

Rüegg/Rüegg, Art. 119 N 4). Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, wie es 

sein Rechtsvertreter unbelegt mit Eingabe vom 28. August 2020 geltend macht, für die 

Aufbringung des Kostenvorschusses ein Darlehen aufnehmen musste (act. G 8). Der 

Beschwerdeführer hat mit der Leistung des Kostenvorschusses selbst bewiesen, dass 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

er in der Lage war, einen Teil des für die Prozessführung benötigten Geldes erhältlich 

zu machen. Für diesen Teil der Prozesskosten ist demnach nicht von Prozessarmut 

auszugehen, welche der Staat zu entschädigen hätte. Hingegen hat der Staat für den 

ungedeckten Teil der Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- aufzukommen, wobei 

die Entschädigung um einen Fünftel zu kürzen ist (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes 

des Kantons St. Gallen [sGS 963.70]). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Anzufügen ist, dass eine Partei, der die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 

sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [SR 

272] in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.10.2021
	Art. 18, 24 UVG. Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und Integritätsentschädigung. Rentenanspruch unter Verneinung der Adäquanz der psychischen Beschwerden und unter Annahme einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit abgelehnt. Ausdehnung des Streitgegenstands auf die Frage der Integritätsentschädigung. Auch diesbezüglich Abweisung der Beschwerde. Geleistete Kostenvorschüsse sind unabhängig der Herkunft des Geldes nicht zurückzuerstatten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Oktober 2021, UV 2020/46).

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