# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cd9ac25-92ac-5608-a218-7147f470cf04
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-09
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 09.03.2022 S 2021 94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-94_2022-03-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 9. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, Postfach 
857, 6300 Zug, 
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2021 94

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Urteil S 2021 94

A. Der 1988 geborene A.________ war seit dem 1. November 2016 zunächst als 
CMI Analyst und ab 1. Februar 2019 als Manager CMI bei der B.________ AG in 
C.________ angestellt (ALK-act. 54 und 55). Dieses Arbeitsverhältnis kündigte er mit 
Schreiben vom 29. Juni 2020 per 30. September 2020 (ALK-act. 53). Der Versicherte 
meldete sich daraufhin am 11. September 2020 zur Arbeitsvermittlung beim Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum Zug (RAV) an (ALK-act. 58). Am 17. September 2020 ging bei 
der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (ALK) die Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosentschädigung ab dem 1. Oktober 2020 ein (ALK-act. 50).

Mit Verfügung vom 30. Oktober 2020 wurde der Versicherte wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit mit 45 Einstelltagen ab 30. September 2020 sanktioniert. Die ALK 
begründete dies damit, dass es dem Versicherten gemäss ihrer Abklärungen zumutbar 
gewesen wäre, zuerst eine neue Stelle zu suchen, bevor er gekündigt habe. Die 
Arbeitslosigkeit sei somit zu verhindern gewesen (ALK-act. 34). Die dagegen erhobene 
Einsprache (ALK-act. 26) hiess die ALK mit Einspracheentscheid vom 9. Juni 2021 
insoweit gut, als sie die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf 38 Tage reduzierte 
(ALK-act. 7). 

B. Mit Eingabe vom 25. Juni 2021, welche zuständigkeitshalber von der ALK dem 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug überwiesen wurde (act. 2), beantragte A.________ 
sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 9. Juni 2021 und das 
Absehen von Einstelltagen (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 24. August 2021 beantragte die ALK die Abweisung der 
Beschwerde. Im Übrigen wurde auf eine Stellungnahme verzichtet (act. 4).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, 
gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden, wobei in 
der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 
versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

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Urteil S 2021 94

Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen betreffend 
Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht am Ort, wo die versicherte Person ihre Kontrollpflicht zu erfüllen hat, 
zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 
128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Der Beschwerdeführer erfüllte seine Kontrollpflicht im Kanton Zug, weshalb 
das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 9. 
Juni 2021 datiert vom 25. Juni 2021 und gilt folglich gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG – 30-
tägige Frist – als rechtzeitig erhoben. Der Beschwerdeführer ist durch die Einstellung in 
seiner Anspruchsberechtigung für 38 Tage direkt betroffen und folglich zur Beschwerde 
legitimiert. Die Eingabe entspricht schliesslich den an eine Laienbeschwerde gestellten 
formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11).

2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 38 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
wurde.

2.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss 
gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 
Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese 
Bestimmung hält den im Sozialversicherungsrecht verankerten Grundsatz der 
Schadenminderungspflicht fest, nach welchem eine versicherte Person alles ihr 
Zumutbare vorzukehren hat, um den Eintritt des Versicherungsfalles zu verhüten bzw. den 
Schaden zu mindern (Gerhard Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, 1988, Art. 17 N 6 
ff.). Kommt die versicherte Person dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige 
Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (Art. 30 AVIG). 
Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, 

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die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und 
Verschuldensprinzip beherrscht (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
S. 2511 ff. Rz. 828 ff.).

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchs-
berechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. 
Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt namentlich dann vor, wenn die versicherte Person 
das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle 
zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet 
werden konnte (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe 
findet demnach das sozialversicherungsrechtliche Schadenminderungsprinzip seine 
Grenze bei der Zumutbarkeit.

3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle selbst 
gekündigt hat und ihm in diesem Zeitpunkt keine andere Stelle zugesichert war. Damit ist 
der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG grundsätzlich erfüllt. Der Beschwerdeführer macht jedoch vorliegend geltend, dass 
ihm der weitere Verbleib am Arbeitsplatz infolge gesundheitlicher Probleme nicht mehr 
zumutbar gewesen sei. Es ist damit zu prüfen, ob eine Sanktion für selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit wegen Unzumutbarkeit des Verbleibens an der Arbeitsstelle entfällt.

3.1 Die Unzumutbarkeit einer Fortsetzung des bisherigen Arbeitsverhältnisses ist vor 
dem Hintergrund von Art. 16 Abs. 1 AVIG zu beurteilen, wonach grundsätzlich jede Arbeit 
zumutbar ist, es sei denn, einer der in Abs. 2 dieser Bestimmung abschliessend 
aufgelisteten Ausnahmetatbestände sei erfüllt. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist die Zumutbarkeit zum Verbleib am bisherigen Arbeitsplatz strenger zu 
beurteilen als die Zumutbarkeit zur Annahme einer neuen Stelle (vgl. BGE 124 V 234 E. 
4b/bb mit Hinweisen). Ein schlechtes Arbeitsklima oder Spannungen zwischen der 
versicherten Person und Arbeitskollegen/Arbeitskolleginnen oder Vorgesetzten jedenfalls 
begründen noch keine Unzumutbarkeit. Sie können allenfalls im Rahmen der 
Verschuldensbeurteilung Berücksichtigung finden (BGer 8C_584/2020 vom 17. Dezember 
2020 E. 4). Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen (vgl. Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG) 
muss nach der Rechtsprechung durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls 
andere geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich 

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die Arbeitslosenkasse oder das Gericht nicht mit blossen Behauptungen begnügen, 
sondern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, die primär die versicherte Person 
im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts 
beizubringen hat (BGer 8C_584/2020 vom 17. Dezember 2020 E. 4; 8C_742/2013 vom 
27. November 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).

3.2 Der Beschwerdeführer kündigte das Arbeitsverhältnis am 29. Juni 2020 per 
30. September 2020 (ALK-act. 53). Als Grund gab er im Antrag auf ALE extremer 
psychischer Stress und Druck an. Er habe einen tyrannischen Vorgesetzten gehabt. Der 
Managing Director habe es auf ihn abgesehen. Er habe ein unfaires und beleidigendes 
Feedback im Jahresgespräch erhalten (ALK-act. 50). Im Fragebogen zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses erklärte der Versicherte, es sei ihm indirekt durch das unfaire 
Jahresgespräch die Kündigung nahegelegt worden. Es habe ein sehr belastendes 
Arbeitsklima geherrscht. Der Managing Director sei gegen ihn gewesen und habe ihn von 
seiner Stelle entfernen wollen. Sein Vorgesetzter sei dem Managing Director hörig 
gewesen und habe ihn unter Druck gesetzt, wodurch das Arbeitsklima vergiftet worden 
wäre. Es habe ein extremer psychischer Druck geherrscht, der für ihn nicht mehr zu 
ertragen gewesen sei. Er habe gespürt, wie es sich auf seine Gesundheit ausgewirkt habe 
(Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Erschöpfung). Die Umstände seien destruktiv 
gewesen. Ein Verbleib sei nicht mehr zumutbar gewesen. Es sei ihm an die Substanz 
gegangen. Er habe gemerkt, wie ihn die Arbeit belaste und krank mache. Er habe keine 
andere Wahl gehabt, als das Arbeitsverhältnis zu beenden. Es sei kein leichter Schritt 
gewesen, vor allem in der Coronazeit, jedoch der einzig richtige (ALK-act. 48). Mit E-Mail 
vom 13. Oktober 2020 teilte der Beschwerdeführer zudem mit, dass der behandelnde Arzt 
auf Ende Juni 2020 in den Ruhestand getreten sei, weshalb dieser keine Auskunft per 
Fragebogen mehr geben könne. Es handle sich um Dr. D.________. Der Sachbearbeiter 
kontaktierte den Versicherten per Telefon und notierte dazu, die Frage, ob der Arzt 
ausdrücklich die Kündigung angeraten hätte, sei verneint worden. Daher habe er kein 
Attest. Man habe lediglich über die Gesundheit gesprochen (ALK-act. 45).

Die Arbeitgeberin äusserte sich am 28. Oktober 2020 zu den Umständen. Der HR 
Business Partner erklärte, es sei nicht einfach, die Beweggründe des Beschwerdeführers 
zu kommentieren. Schlussendlich sei es dessen Aufgabe, dies zu tun. Er gehe davon aus, 
dass sich der Versicherte im Unternehmen nicht mehr wohl gefühlt habe. Es habe im 
Februar 2020 ein hartes aber faires Endjahresgespräch für das Jahr 2019 gegeben, mit 
welchem der Beschwerdeführer, insbesondere mit der Leistungsbeurteilung, nicht ganz 

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einverstanden gewesen sei. Im Marketing habe es im Frühling einen Wechsel auf der 
Management-Ebene gegeben. Es seien keine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt 
worden und es habe weder eine mündliche noch schriftliche Verwarnung gegeben. Ob der 
Versicherte seine Stelle hätte behalten können, könne er nicht beurteilen. Natürlich wären 
die Punkte aus dem Jahresgespräch zu erfüllen gewesen und dies mit Support bzw. 
Coaching des Vorgesetzten. Aber eine Kündigung von Seiten der Arbeitgeberin sei nicht 
geplant gewesen (ALK-act. 33).

Am 26. November 2020 reichte der Beschwerdeführer ein Arztzeugnis vom 24. November 
2020 ein. Daraus ist zu entnehmen, dass er seit dem 15. März 2007 beim betreffenden 
Arzt in Behandlung sei. Aufgrund einer schwierigen Arbeitssituation sei es zu einer 
depressiven Reaktion mit Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, 
Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Angstgefühlen gekommen. Am 29. Mai 
2020 sei die psychosomatische Belastung geschildert worden (ALK-act. 26).

Auf Nachfrage der ALK hin, führte der Versicherte aus, zum Zeitpunkt seines Austritts aus 
dem Unternehmen bzw. seines Eintritts in die Arbeitslosigkeit sei er seelisch ausser-
ordentlich stark belastet gewesen. Die letzte Zeit bei B.________ sei extrem schwierig 
gewesen, da das Betriebsklima durch die neue Führung und vor allem durch die 
Coronakrise geradezu toxisch geworden sei (B.________ sei als E.________ besonders 
stark vom Lockdown betroffen gewesen). Entsprechend sei die Kündigung für ihn der 
einzige Ausweg gewesen, die jedoch ausgerechnet zur Zeit einer beispiellosen Pandemie 
habe stattfinden müssen. Die hieraus entstandenen Ängste und die Unsicherheit hätten für 
ihn ebenso grosse Strapazen dargestellt. Als er von einer Mitarbeiterin der ALK kontaktiert 
worden sei, sei dies für ihn sehr überraschend gekommen. Er sei zur damaligen Zeit 
gedanklich mit völlig anderen Dingen belastet gewesen, weswegen es ihm entfallen sei, 
dass er ebenso bei Dr. F.________ in Behandlung gewesen sei, um eine weitere Meinung 
zu seinem Zustand einzuholen. Üblicherweise sei die Entscheidung zu kündigen ohnehin 
nicht einfach. In der Situation der Pandemie sei sie gar noch schwieriger gewesen, 
weshalb er eine weitere Meinung habe einholen wollen. Anhand des Zeugnisses von Dr. 
F.________ sei ersichtlich, dass dieser die Auflösung des Arbeitsverhältnisses klar 
empfohlen habe. Dazu legte der Beschwerdeführer das ärztliche Attest von Dr. 
F.________ bei, wonach vom 12. Juni bis 30. Juni 2021 (recte: 2020) eine 
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (ALK-act. 6 S. 30–31). 

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3.3 Die ALK setzte sich einlässlich mit den Einwänden des Beschwerdeführers 
auseinander. Nach Würdigung aller Umstände kam sie zum Schluss, dass keine 
Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen für eine Weiterführung des 
Arbeitsverhältnisses bestanden habe. Was der Versicherte dagegen vorbringt, ist nicht 
stichhaltig:

3.3.1 Soweit er in seiner Beschwerde vorbringt, dass B.________ AG auf der Webseite 
G.________.com lediglich 2,9 von 5 Sternen bei 76 Bewertungen und eine 
Weiterempfehlungsrate von lediglich 28 % habe, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Es mag sein, dass das Unternehmen auf der vorerwähnten Webseite nicht 
sonderlich gut bewertet wird. Letztlich geht es vorliegend aber darum, ob es im Einzelfall 
für den Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar war, das 
Arbeitsverhältnis so lange weiterzuführen, bis er eine neue Stelle hätte antreten können. 
Dabei ist nicht entscheidend, ob allenfalls andere ehemalige Angestellte von B.________ 
AG mit den Arbeitsbedingungen nicht zufrieden waren.

3.3.2 Was die Vorwürfe hinsichtlich des Jahresendgesprächs anbelangt, wonach dieses 
in keiner Weise fair gewesen sein soll und diffamierende Aussagen gemacht worden 
seien, so können diese nicht vollends aufgeklärt werden. Die Arbeitgeberin hat in ihrer 
Stellungnahme vom 28. Oktober 2020 erklärt, es habe im Februar 2020 ein hartes, aber 
faires Endjahresgespräch für das Jahr 2019 gegeben, mit welchem der Beschwerdeführer 
nicht ganz einverstanden gewesen sei (ALK-act. 33). Anhaltspunkte für die Vorwürfe des 
Versicherten sind den Akten keine zu entnehmen. Insbesondere der Umstand, dass die 
Arbeitgeberin keine Kündigung geplant hat, spricht gegen die Darstellung des 
Beschwerdeführers, wonach man ihn habe entfernen wollen.

3.3.3 Die Vorinstanz setzte sich auch einlässlich mit der gesundheitlichen Situation des 
Beschwerdeführers und mit dem eingereichten ärztlichen Attest auseinander. Vorab fällt 
auf, dass der Versicherte am 15. Oktober 2020 auf telefonische Nachfrage der ALK hin 
erklärte, sein Hausarzt habe ihm nicht ausdrücklich zur Kündigung geraten (ALK-act. 45). 
Wie die ALK im Weiteren zutreffend bemerkte, legte der Beschwerdeführer erst nach 
Erhalt der Einstellungsverfügung vom 30. Oktober 2020 ein ärztliches Zeugnis von Dr. 
F.________ vom 24. November 2020 ins Recht, worin von einer schwierigen 
Arbeitssituation mit einer daraus resultierenden depressiven Reaktion die Rede war. Der 
Arzt bejahte auch die Frage, ob es aus seiner Sicht aus gesundheitlichen Gründen nicht 
mehr zumutbar gewesen sei, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben. Ferner 

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bescheinigte er eine Arbeitsunfähigkeit vom 12. bis 30. Juni 2020. Nach Beendigung des 
Arbeitsverhältnisses würden keine Einschränkungen mehr bestehen (ALK-act. 26 S. 83). 
Dabei mutet es seltsam an, dass der Versicherte zunächst angab, sein vormaliger 
Hausarzt Dr. D.________ könne den Fragebogen infolge Pensionierung nicht mehr 
ausfüllen und es würde kein ärztliches Attest vorliegen, dann aber ein Arztzeugnis von Dr. 
F.________ einreicht. Die Begründung dafür, er sei im betreffenden Zeitpunkt der 
Nachfrage der ALK gedanklich mit anderen Dingen beschäftigt gewesen, weswegen es 
ihm entfallen sei, dass er auch bei Dr. F.________ in Behandlung gewesen sei, um eine 
Zweitmeinung einzuholen, ist wenig glaubhaft. Es macht den Anschein, dass das 
Arztzeugnis nachträglich zugunsten des Versicherten ausgestellt wurde. Jedenfalls verliert 
es aufgrund der vorgenannten Umstände erheblich an Gewicht, um als Indiz für die 
Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses gewertet werden zu können. 
Dagegen spricht auch, dass der Beschwerdeführer lediglich vom 12. bis zum 30. Juni 
2020, wobei Dr. D.________ ihm nur bis am 26. Juni 2020 eine Arbeitsunfähigkeit 
attestiert hat (ALK-act. 27a), krankgeschrieben wurde. Danach arbeitete er bis zum Ende 
der Kündigungsfrist am 30. September 2020 weiter. Mit der ALK ist einig zu gehen, dass 
angesichts dessen keine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen vorgelegen hat. 
Wenn der Beschwerdeführer hierzu vorbringt, er habe Angst davor gehabt, dass eine 
Krankmeldung während der Kündigungsfrist im Arbeitszeugnis gegen ihn verwendet 
werden könnte, kann ihm nicht gefolgt werden. Nach konstanter Lehre und 
Rechtsprechung dürfen negative Tatsachen nur erwähnt werden, soweit dies für die 
Gesamtbeurteilung notwendig ist (vgl. BGE 136 III 510). Hierzu gehört eine 
Arbeitsunfähigkeit während der Kündigungsfrist nicht. Es ist jedenfalls nicht einzusehen, 
weshalb beide Ärzte den Beschwerdeführer nicht bis zum Ende der Kündigungsfrist 
arbeitsunfähig geschrieben haben, wenn die Fortführung des Arbeitsverhältnisses 
tatsächlich nicht mehr zumutbar gewesen wäre.

3.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass die ALK die vorliegenden Umstände 
ausreichend gewürdigt hat und deren Ergebnis, es habe keine Unzumutbarkeit aus 
gesundheitlichen Gründen vorgelegen, nicht zu beanstanden ist. Die Vorbringen des 
Beschwerdeführers vermögen keine andere Sichtweise zu rechtfertigen. Wohl lag ein 
belastendes Arbeitsklima vor. Indessen ist dabei nicht von einer solchen Intensität 
auszugehen, die eine Aufgabe der Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer Anschlussstelle 
rechtfertigen könnte. Damit liegt eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne von 
Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV vor.

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4.
4.1 Zu prüfen ist weiter die Rechtmässigkeit der verfügten Einstelldauer. Gemäss 
Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach dem Grad des 
Verschuldens, das sich der Beschwerdeführer vorwerfen lassen muss. Sie beträgt je nach 
Einstellungsgrund höchstens 60 Tage. Gemäss Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV liegt diese Dauer 
bei schwerem Verschulden zwischen 31 und 60 Tagen. Dem Gericht ist bei der 
Beurteilung der Einstelldauer Zurückhaltung geboten, weil der Verwaltung hierbei ein 
grosser Ermessensspielraum zukommt. So darf es sein Ermessen nicht ohne triftigen 
Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 E. 6; 123 V 150 E. 
2).

4.2 Der AVIG-Praxis ALE ist unter D75 ein Einstellraster – Einstellraster ALK – für die 
Einstellung der Anspruchsberechtigung zu entnehmen. Ziffer 1 regelt die Sanktionen bei 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit; Ziff. 1.D konkretisiert diese für die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses durch die versicherte Person oder im gegenseitigen Einvernehmen 
ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle. Bei diesem Einstelltatbestand wird von einem 
schweren Verschulden im Sinne von Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV ausgegangen.

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4; BGer 8C_40/2019 vom 30. Juli 2019 E. 5.4).

4.3 Während die ALK in der Verfügung vom 30. Oktober 2020 den Beschwerdeführer 
noch für 45 Tage in der Anspruchsberechtigung einstellte, was im mittleren Bereich des 
schweren Verschuldens liegt, reduzierte sie die Sanktion im Einspracheentscheid auf 
38 Tage. Die Verwaltung begründete dies damit, dass ein ärztliches Attest vorliege, aus 
welchem ergehe, dass aufgrund der Umstände am Arbeitsplatz von einer gesundheitlichen 
Beeinträchtigung auszugehen gewesen sei. Auch wenn damit nicht zum Zeitpunkt der 
Kündigung eine Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen 
gegeben gewesen sei und damit eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vorliege, sei die 
Kündigung aus dem persönlichen Grund der Sorge um die eigene Gesundheit 

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nachvollziehbar. In Berücksichtigung der persönlichen und arbeitsplatzbedingten Situation 
rechtfertige sich eine Reduktion auf 38 Einstelltage (ALK-act. 7 E. 8). Unter 
Berücksichtigung obiger Erwägungen erscheint dies angemessen. Weitere 
verschuldensmindernde Umstände, welche durch das ALK noch nicht gewürdigt worden 
wären, sind jedenfalls nicht ersichtlich. Die Einstellung für 38 Tage ist demnach nicht zu 
beanstanden.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 lit. b 
AVIV erfüllt ist und der Beschwerdeführer deshalb in seiner Anspruchsberechtigung 
einzustellen ist. Die Vorinstanz hat bei der Bemessung verschuldensmindernde Umstände 
berücksichtigt und die Einstelltage von 45 auf deren 38 reduziert. Damit machte sie in 
ausreichendem Masse von ihrem Ermessen Gebrauch. Insgesamt hat die ALK mit ihrem 
Einspracheentscheid vom 9. Juni 2021 kein Recht verletzt. Damit gilt die Beschwerde als 
unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen.

6. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädigung wird bei 
diesem Verfahrensausgang – Unterliegen des Beschwerdeführers – nicht zugesprochen 
(Art. 61 lit. g ATSG, e contrario).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 9. März 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am