# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ded3aec9-6bdc-5218-9465-4e27427753a7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.06.2020 B-1662/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1662-2020_2020-06-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1662/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Ronald Flury, Richter Francesco Brentani,    

Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,   

vertreten durch die Rechtsanwältinnen  

lic. iur. Julia Bhend und/oder lic. iur. Claudia Marti,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Strassen ASTRA,  

Abteilung Strasseninfrastruktur Ost,  

Vergabestelle.  

 

Gegenstand 
 Öffentliches Beschaffungswesen, 

Projekt "100133 Lieferung und Installation der kompletten 

Elektroinstallationen für Bau A, B und Aussenanlagen  

gemäss den Vorgaben des Fachplaners", 

SIMAP-Projekt-ID 195303, 

SIMAP-Meldungsnummer 1123045. 

 

B-1662/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 30. Oktober 2019 schrieb das Bundesamt für Strassen ASTRA, 

Abteilung Strasseninfrastruktur Ost, Filiale Winterthur (im Folgenden: 

Vergabestelle), auf der Internetplattform SIMAP das Projekt "100133 Lie-

ferung und Installation der kompletten Elektroinstallationen für Bau A, 

B und Aussenanlagen gemäss den Vorgaben des Fachplaners" für den 

Neubau am Stützpunkt Müllheim im offenen Verfahren aus (Meldungsnum-

mer 1102293). Gemäss dem detaillierten Projektbeschrieb enthalten die 

Elektroinstallationen im Wesentlichen Installationen für die technische Ge-

bäudeausrüstung wie Licht- und Steckdosenstromkreise und Installationen 

für die Gebäudetechnik (Ausschreibung Ziff. 2.6). Der Vertrag sollte am 

1. April 2020 beginnen und am 30. November 2021 enden (Ausschreibung 

Ziff. 2.8). Die Angebote waren bis zum 19. Dezember 2019 einzureichen.   

A.b In der Folge gingen zwei Angebote ein, darunter das Angebot der 

A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin).  

A.c Am 2. März 2020 erteilte die Vergabestelle der B._______ AG (im Fol-

genden: Zuschlagsempfängerin) zum Preis von Fr. 935'741.30 (exkl. 

MWST) den Zuschlag und veröffentlichte die Zuschlagsverfügung am 

4. März 2020 auf der Internetplattform SIMAP (Meldungsnummer 

1123045).  

A.d Mit Schreiben vom 4. März 2020 teilte die Vergabestelle der Beschwer-

deführerin mit, dass sie aufgrund eines formellen Fehlers "(Kalkulations-

schema nicht abgegeben)" von der Bewertung habe ausgeschlossen wer-

den müssen und der Zuschlag der B._______ AG erteilt worden sei.   

A.e Am 16. März 2020 führte die Vergabestelle ein Debriefing durch und 

beantwortete Fragen der Beschwerdeführerin.  

B.  

Gegen den Zuschlag vom 2. März 2020 erhob die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 23. März 2020 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

und stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

"1. Die Ausschlussverfügung vom 4. März 2020 sei aufzuheben und das An-

gebot der Beschwerdeführerin im Verfahren zu belassen;  

B-1662/2020 

Seite 3 

Eventualiter sei festzustellen, dass die Ausschlussverfügung vom 4. März 

2020 rechtswidrig ist.  

2. Der Zuschlag vom 2. März 2020 (SIMAP Meldungsnummer 1123045 vom 

4. März 2020) sei aufzuheben und der Zuschlag sei der Beschwerdeführerin 

zu erteilen;  

Eventualiter sei der Zuschlag vom 2. März 2020 aufzuheben und die Sache 

mit verbindlichen Weisungen zur erneuten Bewertung der Angebote, unter 

Einbezug des Angebots der Beschwerdeführerin, an die Vergabestelle zu-

rückzuweisen; 

Subeventualiter sei der Zuschlag vom 2. März 2020 aufzuheben und das 

Vergabeverfahren neu durchzuführen. 

Subsubeventualiter sei festzustellen, dass der Zuschlag vom 2. März 2020 

rechtswidrig ist." 

In prozessualer Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin, es sei der Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, wobei dies in einem ers-

ten Schritt superprovisorisch zu geschehen habe, und der Vergabestelle 

seien der Vertragsabschluss mit der Zuschlagsempfängerin sowie sämt-

liche Vollzugsvorkehrungen und die Entgegennahme von Erfüllungshand-

lungen der Mitbeteiligten zu untersagen. Für den Fall, dass die Vergabe-

stelle oder die Zuschlagsempfängerin eine Stellungnahme zur Be-

schwerde einreichten, sei der Beschwerdeführerin noch vor dem Entscheid 

über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung Gelegenheit zur Stel-

lungnahme einzuräumen. Im Weiteren sei der Beschwerdeführerin vor dem 

Entscheid über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung Einsicht in die 

Vergabeakten zu gewähren (unter Schwärzung von allfälligen Geschäfts-

geheimnissen der Zuschlagsempfängerin), insbesondere in das von der 

Zuschlagsempfängerin eingereichte Kalkulationsschema (unter Schwär-

zung der genauen Einzelbeträge) und es sei ihr Gelegenheit zur Beschwer-

deergänzung einzuräumen.  

Die Beschwerdeführerin legt dar, die Vergabestelle habe ihr Angebot vom 

Verfahren ausgeschlossen, weil die Beschwerdeführerin ein Formular nicht 

eingereicht habe. Dieses fehlende Formular (ein Kalkulationsschema) sei 

für die Bewertung der Angebote irrelevant. Dessen Fehlen stelle einen un-

wesentlichen Formfehler dar, der einen Ausschluss nicht rechtfertige. Der 

Ausschluss ihres Angebots ohne Rückfrage und Gewährung der Möglich-

keit, den Formmangel zu beheben, verletze das Verhältnismässigkeitsprin-

zip sowie das Gleichbehandlungsgebot und widerspreche dem Verbot des 

überspitzten Formalismus gemäss Art. 29 Abs. 1 BV. Gemäss Art. 19 

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Seite 4 

Abs. 3 BöB seien zudem nur Angebote mit wesentlichen Formfehlern vom 

Verfahren auszuschliessen. Dass unwesentliche Formmängel durch die 

Anbieter sollten behoben werden können, ergebe sich auch aus den 

Grund-sätzen der Förderung des Wettbewerbs und des wirtschaftlichen 

Einsatzes der öffentlichen Mittel (Art. 1 Abs. 1 Bst. b und c BöB).  

Das betreffende Formular sei in der Elektroinstallationsbranche unbekannt 

und für die Kalkulation auch nicht geeignet. Die Vergabestelle habe gegen-

über der Beschwerdeführerin am Debriefing vom 16. März 2020 bestätigt, 

dass das Kalkulationsschema SBV nicht ohne Anpassungen ausgefüllt 

werden könnte. Sodann könne der angebliche Zweck des Kalkulations-

schemas – dessen Verwendung im Zusammenhang mit allfälligen späteren 

Nachträgen – ohne Weiteres auch erreicht werden, wenn das Kalkulations-

schema noch nachgereicht werde.  

Die Ausschreibungsunterlagen hätten zudem zur Frage, ob dieses Formu-

lar eingereicht werden müsse oder nicht, widersprüchliche Angaben ent-

halten. Die Beschwerdeführerin habe sich am "Deckblatt Angebot für Bau-

aufträge", in welchem die mit dem Angebot einzureichenden Unterlagen 

genannt worden seien, orientieren dürfen und habe sämtliche gemäss die-

sem Deckblatt geforderten Unterlagen fristgerecht eingereicht und alle ge-

forderten Nachweise erbracht. Da das Kalkulationsschema gemäss Muster 

des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV in dieser Aufzählung nicht 

erwähnt werde, habe sie es auch nicht eingereicht. Das Inhaltsverzeichnis 

der Ausschreibungsunterlagen habe sie nicht einmal beigezogen, weshalb 

sie schliesslich das Kalkulationsschema nicht eingereicht habe. Die Verga-

bestelle habe diese Unklarheit zu vertreten und bereits aus diesem Grund 

bei der Beschwerdeführerin rückfragen und ihr Gelegenheit geben müs-

sen, das Kalkulationsschema nachzureichen.  

Im Ergebnis stelle das Nichteinreichen des Kalkulationsschemas keinen 

wesentlichen Formfehler dar, der den Ausschluss rechtfertigen würde. Die 

Vergabestelle hätte diesen unwesentlichen Formfehler stehen lassen oder 

das Kalkulationsschema nachfordern können.  

Die Beschwerde sei demnach ausreichend begründet und nicht aussichts-

los. Überwiegende öffentliche oder private Interessen, die einer Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung und des Vollzugsverbots entgegenstehen 

würden, seien keine ersichtlich. Ausserdem sei die Vergabe nicht dringend.  

 

B-1662/2020 

Seite 5 

C.  

Mit Verfügung vom 24. März 2020 ordnete die Instruktionsrichterin an, dass 

bis zum Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts über den Antrag auf Er-

teilung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehrungen, welche 

den Ausgang des hängigen Beschwerdeverfahrens präjudizieren könnten, 

namentlich der Vertragsabschluss mit der Zuschlagsempfängerin, zu un-

terbleiben hätten.  

D.  

Die Vergabestelle beantragt mit Vernehmlassung vom 20. April 2020, das 

Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen, über 

das Gesuch sei ohne weiteren Schriftenwechsel und ohne Verzug zu ent-

scheiden und die Beschwerde sei abzuweisen. 

Die Vergabestelle bestreitet die Ausführungen der Beschwerdeführerin und 

macht geltend, es bestünden sachliche Gründe für den Entscheid der 

Vergabestelle. Der Ausschluss der Beschwerdeführerin vom Vergabever-

fahren sei zu Recht erfolgt. Das nachträgliche Einreichen des Kalkulations-

schemas würde demgegenüber dem Grundsatz der Gleichbehandlung der 

Anbieterinnen und der Wirtschaftlichkeit zuwiderlaufen. Die Vergabestelle 

verweist auf Art. 19 Abs. 1 BöB, wonach die Anbieter ihre Anträge auf Teil-

nahme und ihr Angebot schriftlich, vollständig und fristgerecht einreichen 

müssen.  

Die Vergabestelle legt dar, dass das als Beilage B00 aufgeführte Dokument 

"Inhaltsverzeichnis/Checkliste einzureichende Dokumente" die von den 

Anbietern bei der Vergabestelle für die konkrete Ausschreibung einzu-

reichenden Unterlagen definiere. Nur wenn alle mit einem "X" markierten 

Dokumente gemäss dem Inhaltsverzeichnis eingereicht würden, liege ein 

vollständiges Angebot vor. Liege kein vollständiges Angebot vor, sei die 

Vergleichbarkeit der eingegangenen Angebote nicht gewährleistet. Die 

Vergabestelle habe nach der Offertöffnung den Anbietern den Eingang ih-

rer Offerte mit einem anonymisierten Protokoll der Offertöffnung zugestellt. 

Daraus sei für die Beschwerdeführerin auch der Offertpreis des anderen 

Angebots hervorgegangen. Nach dem Versand des anonymisierten Proto-

kolls der Offertöffnung habe die formelle Prüfung der Offerte stattgefunden 

und hierbei sei festgestellt worden, dass in der Offerte der Beschwerdefüh-

rerin die Beilage "B09. Kalkulationsschemas" gefehlt habe. Damit habe ein 

unvollständiges Angebot vorgelegen.  

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Seite 6 

Entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin seien die Ausschrei-

bungsunterlagen nicht widersprüchlich gewesen. Aus dem Inhaltsverzeich-

nis sei eindeutig erkennbar, dass es sich hierbei um eine Checkliste als 

Hilfeleistung für das Zusammentragen der einzureichenden Dokumente 

handle. Das Kalkulationsschema bilde die einheitliche Kalkulationsgrund-

lage für alle Preise im Leistungsverzeichnis und damit die Grundlage für 

die objektive Vergleichbarkeit der Offerten in Bezug auf das Preis-Leis-

tungsverhältnis. Die beiden Dokumente lägen dem Angebot der Beschwer-

deführerin unbestrittenermassen nicht bei.  

Behauptungen über allfällige Aussagen von Seiten der Vergabestelle im 

Rahmen des Debriefings würden bestritten, sofern nicht explizit anerkannt. 

Das Kalkulationsschema diene der Vergabestelle dazu, die Berechnungs-

grundlage der Preisgestaltung nachzuvollziehen und trage zur vollen 

Transparenz der Preisgestaltung des Angebots bei. Dies sei auch wichtig 

mit Blick auf den Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit öffentli-

chen Mitteln. Bei den elementaren Kalkulationsgrundlagen handle es sich 

nicht um unwesentliche Informationen. Aufgrund des direkten Einflusses 

des Kalkulationsschemas auf das Preis-Leistungsverhältnis bilde das Do-

kument einen wesentlichen Teil der Offerte. Daher liege beim Nichteinrei-

chen dieses zwingenden Dokuments ein wesentlicher Formfehler vor. Bei 

Vorliegen eines wesentlichen Formfehlers sei die Vergabestelle verpflich-

tet, das Angebot auszuschliessen und dürfe der fehlerhaften Anbieterin 

nicht eine Verbesserungsmöglichkeit im Rahme der technischen Bereini-

gung im Sinne des "nachträglichen Einreichens" geben. Wäre das Angebot 

der Beschwerdeführerin trotz fehlenden Kalkulationsschemas akzeptiert 

worden, hätte die Vergabestelle das Gleichbehandlungsgebot verletzt. Die 

Zuschlagsempfängerin habe ein Kalkulationsschema eingereicht, das 

sämtliche erforderlichen Angaben enthalten habe.  

Die Vergabestelle beantragt, das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdefüh-

rerin sei zu beschränken, soweit es sich um die Offerte der Zuschlagsemp-

fängerin handle. Es sei dem Offert- und Geschäftsgeheimnis Rechnung zu 

tragen.  

E.  

Mit Verfügung vom 24. April 2020 wies die Instruktionsrichterin das Gesuch 

der Beschwerdeführerin um Einsicht in die Vergabeakten, insbesondere in 

das von der Zuschlagsempfängerin eingereichte Kalkulationsschema SBV, 

ab.  

B-1662/2020 

Seite 7 

F.  

Die Beschwerdeführerin hält mit Replik vom 30. April 2020 an ihren Aus-

führungen fest. Das Fehlen des Kalkulationsschemas sei als unwesentli-

cher Fehler des Angebots der Beschwerdeführerin zu beurteilen und der 

Ausschluss der Beschwerdeführerin von der Vergabe sei nicht zulässig.  

Der Umstand, dass der Beschwerdeführerin eine (auch teilweise) Einsicht 

in das Kalkulationsschema der Zuschlagsempfängerin verwehrt worden 

sei, verletze das verfassungsmässige Recht der Beschwerdeführerin auf 

rechtliches Gehör und Akteneinsicht massiv. Die Einsicht in das Kalkulati-

onsschema der Zuschlagsempfängerin (unter Abdeckung der Geschäfts-

geheimnisse) sei entscheidend für die Frage, ob der Ausschluss der Be-

schwerdeführerin zulässig sei. Es seien ihr daher mindestens die wesent-

lichen Inhalte bekannt zu geben.  

Nach den Aussagen der Vergabestelle im Debriefing habe das zur Verfü-

gung gestellte Kalkulationsschema des SBV keine Relevanz für die Bewer-

tung und keinen Einfluss auf das Zuschlagskriterium Preis und sei für die 

vorliegend ausgeschriebenen Leistungen nicht geeignet gewesen. Die un-

substantiierte Bestreitung der Vergabestelle sei nicht zu hören, und es sei 

auf die Darstellung in der Beschwerde abzustellen.  

Die Ausschreibungsunterlagen seien widersprüchlich. Angesichts dessen, 

dass die Anbieter das Deckblatt des Angebots – nicht aber das Inhaltsver-

zeichnis der Ausschreibungsunterlagen – hätten ausfüllen, unterzeichnen 

und einreichen müssen, sei es verständlich, dass sich die Beschwerdefüh-

rerin an die unter Ziffer 2 dieses Deckblattes aufgeführte Liste "Einzu-

reichende Angebotsunterlagen und deren Gliederung" gehalten habe.  

Bestritten werde, dass die Ausschreibungsunterlagen den Anbietern die 

Form des Kalkulationsschemas offengehalten hätten und nur als Beispiel 

dasjenige des SBV hätte verwendet werden können. Auch sei das Kalku-

lationsschema nicht nur ohne Bedeutung für dieses Angebot, sondern die 

Anbieter der Elektrobranche hätten aufgrund dieser Untauglichkeit und der 

Widersprüchlichkeit der Ausschreibungsunterlagen davon ausgehen dür-

fen, dass dieses Formular nicht benötigt werde.  

Schliesslich könne die Vergabestelle nicht darlegen, welche Angaben sie 

denn genau bräuchte, um die Angebote zu vergleichen und sie begründe 

nicht, wie und warum das Kalkulationsschema einen Einfluss auf das Preis-

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Seite 8 

Leistungsverhältnis habe. Insbesondere sei in Bezug auf das Zuschlags-

kriterium Preis mit einer Gewichtung von 90% nicht vorgesehen, dass die 

Kalkulationsschemas in die Bewertung einfliessen würden. Die Kalkulati-

onsschemas dürften daher für den Zuschlag gar keine Bedeutung haben. 

Die Vergabestelle hätte trotz Fehlen des Kalkulationsschemas direkt zur 

Vergabe des Auftrags schreiten können. Der Ausschluss wegen fehlender 

Kalkulationsschemas sei unverhältnismässig und überspitzt formalistisch.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und entsprechend auf die Be-

schwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes 

wegen und mit freier Kognition (Urteil des BVGer B-6177/2008 vom 25. No-

vember 2008 bzw. BVGE 2008/61, nicht publizierte E. 2.1 m.H. "Hörge-

räte"). 

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen die Erteilung eines Zuschlages, der in den Anwen-

dungsbereich des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öf-

fentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) fällt (Art. 29 Bst. a i.V.m. 

Art. 27 Abs. 1 BöB).  

1.2 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO-Überein-

kommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen 

(Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231.422]) unter-

stellt sind (BVGE 2008/48 E. 2.1 mit Hinweisen "Areal- und Gebäudeüber-

wachung PSI"). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz 

untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), wenn der Beschaffungsgegenstand sach-

lich erfasst wird (Art. 5 BöB), der geschätzte Wert des zu vergebenden öf-

fentlichen Auftrages den entsprechenden Schwellenwert von Art. 6 Abs. 1 

BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben 

ist.  

1.3 Die Vergabestelle geht in Ziffer 1.8 ihrer Ausschreibung vom 30. Okto-

ber 2019 von einem Bauauftrag aus. Nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c BöB bedeu-

tet der Begriff "Bauauftrag" einen Vertrag über die Durchführung von Hoch- 

und Tiefbauarbeiten im Sinne von Ziffer 51 der zentralen Produkteklassifi-

kation (CPC-Liste) nach Anhang 1 Annex 5 des GPA. Gemäss Art. 6 Abs. 1 

Bst. c BöB beziehungsweise Art. 6 Abs. 2 BöB in Verbindung mit Art. 1 

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Seite 9 

Bst. c der Verordnung des WBF vom 22. November 2017 über die Anpas-

sung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen für die Jahre 

2018 und 2019 (SR 172.056.12) beträgt der Schwellenwert für Bauwerke 

8,7 Mio. Fr. Bei der Vergabe von mehreren Bauaufträgen im Zusammen-

hang mit der Realisierung eines Bauwerks ist grundsätzlich ihr Gesamtwert 

massgebend. Der Bundesrat legt den Wert der einzelnen Bauaufträge fest, 

die auf jeden Fall den Bestimmungen des BöB unterstehen. Er bestimmt, 

welchen prozentualen Anteil sie am Gesamtbauwerk ausmachen müssen 

(Art. 7 Abs. 2 BöB). Entscheidend ist, ob im Gegenstand eines Bauauftrags 

ein isoliertes eigenes Bauwerk oder ein Teil eines grösseren Bauvorhabens 

(Neubau oder Sanierung) zu sehen ist (PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISA-

BETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 

3. Aufl. 2013, Rz. 309). Bei Bauwerken bestimmt eine Bagatellklausel, 

dass, wenn eine Auftraggeberin im Rahmen der Realisierung eines Bau-

werks, dessen Gesamtwert den massgebenden Schwellenwert erreicht, 

mehrere Aufträge vergibt, sie diese nicht nach den Bestimmungen des BöB 

zu vergeben braucht, wenn a. der Wert jedes einzelnen Auftrags 2 Mio. Fr. 

nicht erreicht; und b. der Wert dieser Aufträge zusammengerechnet höchs-

tens 20 Prozent des Gesamtwertes des Bauwerkes ausmacht (vgl. Art. 7 

Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 14 der Verordnung vom 11. Dezember 1995 über 

das öffentliche Beschaffungswesen [VöB, SR 172.056.11]). Der Auftragge-

ber hat in diesem Fall grundsätzlich die Freiheit zu entscheiden, ob er den 

Einzelauftrag den Verfahrensregeln des BöB unterstellen will oder nicht 

(GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 311 m.w.H.).  

Vorliegend wurde der Auftrag "Lieferung und Installation der kompletten 

Elektroinstallationen für den Bau A, B und Aussenanlagen gemäss den 

Vorgaben des Fachplaners" im Rahmen eines Gesamtwerks, nämlich des 

Neubaus des Stützpunktes Müllheim, vergeben. Der Gesamtwert des Neu-

baus wurde von der Vergabestelle nicht bekannt gegeben. Indessen wird 

von keiner Partei geltend gemacht, dass der Wert des Neubaus den für 

Bauwerke massgeblichen Schwellenwert von 8,7 Mio. Fr. nicht erreichen 

würde. Der Preis des berücksichtigten Angebots für den vorliegenden Bau-

auftrag liegt bei Fr. 935'741.30 (ohne MWST) und damit unter dem Betrag 

von 2 Mio. Fr. gemäss der Bagatellklausel gemäss Art. 14 VöB. Dies be-

deutet aber nicht, dass die Vergabestelle den Auftrag nicht hätte öffentlich 

ausschreiben dürfen (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Abs. 1 Bst. a VöB). Die Be-

schaffung fällt damit gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 2 BöB in den 

Anwendungsbereich des BöB.  

B-1662/2020 

Seite 10 

1.4 Da auch kein Ausnahmetatbestand im Sinne von Art. 3 BöB vorliegt, 

fällt die vorliegend angefochtene Beschaffung in den Anwendungsbereich 

des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen, wovon im 

Übrigen auch die Vergabestelle ausgeht. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorlie-

genden Streitsache zuständig.  

1.6 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach 

dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 

172.021), soweit das BöB und das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 

17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 

BöB und Art. 37 VGG). 

1.7 Das BöB enthält keine spezielle submissionsrechtliche Regelung zur 

Beschwerdelegitimation, weshalb diese nach dem allgemeinen Verfah-

rensrecht des Bundes zu beurteilen ist (Art. 26 Abs. 1 BöB bzw. Art. 37 

VGG in Verbindung mit Art. 48 VwVG; BGE 137 II 313 E. 3.2; Urteil des 

BVGer B-1772/2014 vom 21. Oktober 2014 E. 1.2.1 "Geo-Agrardaten"). 

Danach ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vergabestelle am Ver-

fahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten 

hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), durch die angefochtene Verfügung be-

sonders berührt ist (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG) und ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. c 

VwVG). 

Die Beschwerdeführerin hat als Offerentin am Verfahren vor der Vergabe-

stelle teilgenommen und ist durch die angefochtene Verfügung – ihr Ange-

bot wurde ausgeschlossen und der Zuschlag wurde einer Mitbewerberin 

erteilt – besonders berührt. Sie ist damit formell beschwert.  

Die Beschwerdeführerin beantragt, die Ausschlussverfügung sei aufzuhe-

ben und ihr Angebot sei im Verfahren zu belassen, eventualiter sei festzu-

stellen, dass die Ausschlussverfügung rechtswidrig sei, sowie, der Zu-

schlag sei aufzuheben und ihr selber zu erteilen, eventualiter sei der Zu-

schlag aufzuheben und die Sache mit verbindlichen Weisungen zur erneu-

ten Bewertung der Angebote, unter Einbezug des Angebots der Beschwer-

deführerin, an die Vergabestelle zurückzuweisen; subeventualiter sei der 

Zuschlag aufzuheben und das Vergabeverfahren neu durchzuführen, sub-

subeventualiter sei festzustellen, dass der Zuschlag rechtswidrig sei.  

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Seite 11 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Angebot sei zu Unrecht aus-

geschlossen worden, zudem habe sie ein wesentlich preisgünstigeres An-

gebot als die Zuschlagsempfängerin eingereicht. Aufgrund dessen, dass 

das ZK1 "Preis" mit 90% gewichtet sei, und im mit 10% gewichteten ZK2 

"Qualität/Plausibilität der eingereichten Unterlagen" maximal 5 ungewich-

tete beziehungsweise 0.5 gewichtete Punkte hätten erreicht werden kön-

nen, hätte die Beschwerdeführerin selbst dann das beste Resultat erreicht, 

wenn sie im ZK2 keine Punkte und die Mitbeteiligte die Maximalpunktzahl 

erhalten würde. Der Zuschlag hätte daher an sie erteilt werden müssen.  

Würde das Bundesverwaltungsgericht der Argumentation der Beschwer-

deführerin folgen, dass ihre Offerte zu Unrecht ausgeschlossen worden 

sei, so wäre die Sache zumindest zur Neuevaluation unter Einbezug der 

Offerte der Beschwerdeführerin an die Vergabestelle zurückzuweisen. Da 

der Offertpreis der Beschwerdeführerin deutlich niedriger ist als der Preis 

der Offerte der Zuschlagsempfängerin, würde eine reelle Chance beste-

hen, dass die Beschwerdeführerin in diesem Fall den Zuschlag erhalten 

könnte. Sie hat daher auch ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung, weshalb sie zur Beschwerde legiti-

miert ist.  

1.8 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 30 

BöB und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Rechtsvertreter hat sich rechtmässig 

ausgewiesen (vgl. Art. 11 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde fristge-

recht bezahlt (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

1.9 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.  

2.  

Die Beschwerdeführerin rügt, der Ausschluss ihres Angebots sei überspitzt 

formalistisch und verletzte vergaberechtliche Grundsätze, namentlich das 

Verhältnismässigkeitsprinzip, das Gleichbehandlungsgebot, die Grund-

sätze der Förderung des Wettbewerbs und des wirtschaftlichen Einsatzes 

der öffentlichen Mittel. Sie kritisiert, die Ausschreibungsunterlagen enthiel-

ten zur Frage, ob die beiden Kalkulationsschemas einzureichen gewesen 

seien oder nicht, widersprüchliche Angaben. Die Beschwerdeführerin habe 

sich bei der Frage, welche Dokumente im Rahmen des Angebots einzu-

reichen seien, an der Auflistung gemäss "Deckblatt Angebot für Bauauf-

träge" orientieren dürfen. In dieser Liste sei das Kalkulationsschema SBF 

nicht erwähnt, weshalb sie es auch nicht eingereicht habe. Das Inhaltsver-

zeichnis der Ausschreibungsunterlagen habe sie nicht einmal beigezogen. 

B-1662/2020 

Seite 12 

Erst aufgrund des Ausschlusses habe sie diesen Widerspruch in den Aus-

schreibungsunterlagen entdeckt. Angesichts dessen, dass die Anbieter 

das Deckblatt des Angebots – nicht aber das Inhaltsverzeichnis der Aus-

schreibungsunterlagen – hätten ausfüllen, unterzeichnen und einreichen 

müssen, sei es verständlich, dass sich die Beschwerdeführerin an die unter 

Ziffer 2 dieses Deckblattes aufgeführte Liste "Einzureichende Angebotsun-

terlagen und deren Gliederung" gehalten habe. Weil keine Baustellenein-

richtungen zu den im Rahmen dieser Ausschreibung zu erbringenden Leis-

tungen gehört hätten, seien selbstredend auch keine Pläne einzureichen 

gewesen; usanzgemäss werde auf die Einreichung eines leeren Blattes zu 

diesem Punkt verzichtet. Im Ergebnis seien die Ausschreibungsunterlagen 

und insbesondere die beiden Checklisten widersprüchlich. Diese Unterlas-

sung könne nicht der Beschwerdeführerin angelastet werden, vielmehr 

habe die Vergabestelle diese Unklarheit zu vertreten.  

Die Vergabestelle wendet ein, entgegen den Behauptungen der Beschwer-

deführerin seien die Ausschreibungsunterlagen nicht widersprüchlich ge-

wesen. Aus dem Inhaltsverzeichnis gehe eindeutig hervor, dass es sich um 

eine Checkliste als Hilfeleistung für das Zusammentragen der einzu-

reichenden Dokumente gehandelt habe. Demgegenüber handle es sich 

beim Dokument "Deckblatt Angebot für Bauaufträge" nur um ein von den 

Anbietern einzureichendes Dokument, das in seinem zweiten Teil mit dem 

Titel "Einzureichende Angebotsunterlagen und deren Gliederung" stan-

dardmässig die einzureichenden Angebotsunterlagen und deren Gliede-

rung aufzeigten. Dieses Standardformular werde praxisgemäss nicht an 

jede einzelne Beschaffung angepasst. Die Beschwerdeführerin habe dies 

erkannt, was sich daran zeige, dass sie die in Ziffer 2.1.3 des Dokumentes 

"Deckblatt Angebot für Bauaufträge" geforderten Pläne für Baustellenein-

richtungen nicht eingereicht habe. Solche einzureichen hätte weder Sinn 

gemacht noch seien gemäss dem Inhaltsverzeichnis die "B07 Planunterla-

gen" einzureichen gewesen. Zudem habe die Beschwerdeführerin das Do-

kument "Deckblatt Angebot für Bauaufträge" eingereicht, welches ebenfalls 

nicht in Teil 2 "Einzureichende Angebotsunterlagen und deren Gliederung" 

aufgeführt werde, was zeige, dass die geltend gemachte Widersprüchlich-

keit der Ausschreibungsunterlagen eine reine Schutzbehauptung der Be-

schwerdeführerin darstelle.  

2.1 Die Anbieter müssen ihr Angebot schriftlich, vollständig und fristgerecht 

einreichen (vgl. Art. 19 Abs. 1 BöB). Die Auftraggeberin schliesst Angebote 

mit wesentlichen Formfehlern vom weiteren Verfahren aus (vgl. Art. 19 Abs. 

3 BöB). Dieser Regel liegt der Gedanke zugrunde, dass die Vergabestelle 

B-1662/2020 

Seite 13 

anhand der eingereichten Offerten direkt zur Vergabe des Auftrags schrei-

ten können soll (Zwischenentscheid des BVGer B-5084/2007 vom 8. No-

vember 2007 E. 3.1.1 mit Verweis auf das Urteil des BGer 2P.164/2002 

vom 27. November 2002 E. 3.3). Die Entgegennahme eines Angebots, das 

den Vorgaben der Ausschreibung beziehungsweise der Ausschreibungs-

unterlagen nicht entspricht, ist im Hinblick auf das Gebot der Gleichbe-

handlung der Anbieter und dasjenige der Transparenz problematisch 

(BVGE 2007/13 E. 3.1 "Vermessung Durchmesserlinie" mit Verweis auf 

den Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche 

Beschaffungswesen [BRK] vom 23. Dezember 2005, BRK 2005-017, ver-

öffentlicht in: VPB 70.33 E. 2a/aa).  

Der Ausschluss eines Anbieters wegen Unvollständigkeit seiner Offerte 

setzt daher grundsätzlich voraus, dass die Vergabestelle in der Ausschrei-

bung oder in den Ausschreibungsunterlagen klar bekannt gegeben hat, 

dass die entsprechenden Angaben oder Dokumente in der Offerte enthal-

ten sein müssen. 

2.2 Im vorliegenden Fall enthielten die Ausschreibungsunterlagen das Do-

kument B00 "Deckblatt Ausschreibungsunterlagen, Inhaltsverzeich-

nis/Checkliste einzureichende Dokumente" (im Folgenden: Deckblatt In-

haltsverzeichnis/Checkliste). In diesem Dokument hatte die Vergabestelle 

in der Mitte der ersten Seite und fettgedruckt den folgenden Hinweis ange-

bracht:  

"Die Ausschreibungsunterlagen bestehen aus den nachfolgend aufgeführten 

Dokumenten: 

Die mit X markierten Dokumente sind in den entsprechenden Registern ge-

mäss Inhaltsverzeichnis in 2 Exemplaren in Papier und in 1 Exemplar auf 

CD/DVD einzureichen."  

Von den aufgelisteten Dokumenten B00-B09 waren in der Folge 5 Doku-

mente angekreuzt, darunter das Dokument "B09 Kalkulationsschemas (ge-

mäss Beispielvorlage SBV)".  

2.3 In den Ausschreibungsunterlagen folgte auf dieses Deckblatt Inhalts-

verzeichnis/Checkliste ein weiteres "Deckblatt", nämlich das "Deckblatt An-

gebot für Bauaufträge", welches im Deckblatt Inhaltsverzeichnis/Checkliste 

als eines der einzureichenden Dokumente angekreuzt ist. Ziffer 2 des 

Deckblatts Angebot für Bauaufträge mit dem Titel "Einzureichende Ange-

botsunterlagen und deren Gliederung" besagt:  

B-1662/2020 

Seite 14 

"Einzureichen sind die nachfolgenden Unterlagen vollständig ausgefüllt, im 

Doppel und je in einem Schnellhefter zusammengefasst. Sie werden (Ziffer 

2.0 ausgenommen) nach dem Zuschlag und einer allfälligen Bereinigung zu 

Vertragsbestandteilen gemäss der vorgesehenen Vertragsurkunde.  

2.0 Die Nachweise bezüglich der Referenzen  

2.1 Für die vorgesehene Vertragsurkunde gemäss Beilage:  

2.1.1 Vollständig ausgefülltes, insbesondere mit Preisen ergänztes Leistungs-

verzeichnis (gemäss Ziffer 3 der vorgesehenen Vertragsurkunde)  

2.1.2 Technischer Bericht, umfassend  

2.1.2.1 Analyse der Aufgabenstellung des Bauherrn aus der Sicht des Unter-

nehmers  

2.1.2.2 Technische Vorbehalte und offene Fragen  

2.1.2.3 Vertragsbezogenes Organigramm des Unternehmers mit Nennung der 

für die Vertragserfüllung vorgesehenen Personen und deren Funktion  

2.1.2.4 Erläuterungen zum Angebot aus der Sicht des Unternehmers  

2.1.3 Pläne für Baustelleneinrichtungen 

Abänderungen der vom Bauherrn abgegebenen Unterlagen sind nicht zuläs-

sig; entsprechende Angebote können vom Vergabeverfahren ausgeschlossen 

werden. 

Varianten, falls gemäss Ausschreibungstext zulässig, sind ausdrücklich als 

solche zu bezeichnen und zusätzlich zum Grundangebot gesondert einzu-

reichen." 

2.4 Mit der Beschwerdeführerin ist daher davon auszugehen, dass diese 

beiden Deckblätter nicht übereinstimmen. Die Forderung im "Deckblatt In-

haltsverzeichnis/Checkliste", das Kalkulationsschema einzureichen, ist in-

dessen klar und unzweideutig. Im "Deckblatt Angebot für Bauaufträge" ist 

das Kalkulationsschema zwar nicht enthalten, aber es gibt auch keine Aus-

sage, dass darauf verzichtet werden könne. Dass die Aufforderung, das 

Kalkulationsschema einzureichen, im "Deckblatt Angebot für Bauaufträge" 

nicht ebenfalls enthalten ist, bedeutet daher keine Negierung der im "Deck-

blatt Inhaltsverzeichnis/Checkliste" erhobenen, klaren diesbezüglichen 

Aufforderung. Hinzu kommt, dass die Ausschreibungsunterlagen ganz am 

B-1662/2020 

Seite 15 

Schluss, als eigenständigen Bestandteil, zwei leere Formulare von Kalku-

lationsschemas enthielten. Auch dies zeigt, dass die Vergabestelle diese 

Angaben verlangte.  

Vor allem aber enthält bereits die Ausschreibung selbst einen Verweis auf 

dieses Kalkulationsschema. So wird unter dem Titel "Einzubeziehende 

Kosten" in Ziffer 3.4 der Ausschreibung Folgendes ausgeführt:  

"Die Vergütung und die Preise umfassen sämtliche Leistungen, die in den Aus-

schreibungsunterlagen genannt und zur Vertragserfüllung notwendig sind. Die 

Umlagerung von Einheitspreisen in Globalpositionen wie zum Beispiel die 

Baustelleneinrichtungen ist strikt verboten. Der Unternehmer hat alle Positio-

nen des Leistungsverzeichnisses auszufüllen; er schreibt "keine" bei allen Po-

sitionen, bei welchen er formell auf die Angabe eines Betrags sowie darauf 

verzichtet, später eine Vergütung für die betreffende Leistung zu verlangen. 

Ein solcher Eintrag muss im technischen Bericht begründet werden. Die Auf-

sichts- und Führungskosten sowie die Kosten des Zeitaufwands für den Per-

sonaltransport dürfen nicht in den Baustelleneinrichtungskosten enthalten 

sein, sondern müssen gemäss Kalkulationsschema des SBV in den Einheits-

preisen enthalten sein. Gleichermassen müssen alle Endkostenzuschläge wie 

beispielsweise die technische und die kaufmännische Leitung, die Baustellen-

führung sowie die Finanzkosten im Kalkulationsschema des SBV in den ent-

sprechenden Rubriken erfasst sein. Diese Kosten dürfen auf keinen Fall in den 

Baustelleneinrichtungen enthalten sein." (Ausschreibung Ziff. 3.4)  

Diese Formulierung in der Ausschreibung selbst kann nicht anders verstan-

den werden, als dass mit der Offerte ein ausgefülltes Kalkulationsschema 

des SBV eingereicht werden musste.  

2.5 Wenn die Vergabestelle daher geltend macht, die Offerte der Be-

schwerdeführerin sei unvollständig gewesen, so stellt sie auf eine Anforde-

rung in der Ausschreibung und in den Ausschreibungsunterlagen ab, die 

genügend klar formuliert ist, dass die Teilnehmer daraus entnehmen konn-

ten, dass das entsprechende Dokument in der Offerte enthalten sein 

musste.  

3.  

Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, die Vergabestelle hätte bei ihr 

rückfragen und ihr Gelegenheit geben müssen, das Kalkulationsschema 

nachzureichen. Das Nichteinreichen des Kalkulationsschemas stelle kei-

nen wesentlichen Formfehler dar, der den Ausschluss ihres Angebots 

rechtfertige, da es sich dabei nur um ein unwesentliches Dokument gehan-

delt habe. Das Dokument Kalkulationsschema SBV sei weder für die Be-

B-1662/2020 

Seite 16 

wertung relevant noch habe es einen Einfluss auf das Preis-Leistungsver-

hältnis der Angebote. Der Preis und die Inhalte des Angebots würden sich 

nicht aus dem Kalkulationsschema ergeben, sondern ausschliesslich und 

vollumfänglich aus dem Leistungsverzeichnis und den weiteren von der 

Beschwerdeführerin mit dem Angebot eingereichten Unterlagen. Der an-

gebliche Zweck des Kalkulationsschemas – dessen Verwendung im Zu-

sammenhang mit allfälligen späteren Nachträgen – könne ohne Weiteres 

auch erreicht werden, wenn das Kalkulationsschema noch nachgereicht 

werde. Unzutreffend sei, dass die Beschwerdeführerin eine Möglichkeit ge-

habt hätte, ihr Angebot zu manipulieren. Die Vergabestelle zeige auch gar 

nicht auf, wie eine solche Manipulation hätte aussehen können. Durch den 

Ausschluss der Beschwerdeführerin habe kein Wettbewerb mehr bestan-

den, weshalb die Vergabestelle der Beschwerdeführerin zwingend die 

Möglichkeit zur Nachreichung des Schemas hätte einräumen müssen. Der 

Ausschluss wegen fehlender Kalkulationsschemas sei unverhältnismässig 

und überspitzt formalistisch.  

Die Vergabestelle ist demgegenüber der Auffassung, das Nichteinreichen 

dieses zwingenden Dokuments stelle einen wesentlichen Formfehler dar. 

Das Kalkulationsschema sei nicht mit einer Bescheinigung, wie beispiels-

weise dem Betreibungsregisterauszug, der ohne Weiteres nachgereicht 

werden könne, vergleichbar. Der Betreibungsregisterauszug werde von ei-

ner unabhängigen Stelle erstellt und könne nicht manipuliert werden. Im 

Gegensatz dazu hätten das Lohnnebenkosten- und das Kalkulations-

schema nachträglich abgeändert werden können. Bei den elementaren 

Kalkulationsgrundlagen handle es sich nicht um unwesentliche Informatio-

nen, vielmehr seien die Kalkulationsschemas aufgrund ihres direkten Ein-

flusses auf das Preis-Leistungsverhältnis ein wesentlicher Teil der Offerte.  

3.1  Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV liegt überspitzter Formalismus vor, wenn für 

ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die 

Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, oder wenn die Behörde formelle Vor-

schriften mit übertriebener Schärfe handhabt. Durch ein derartiges Vorge-

hen wird die Formstrenge zum blossen Selbstzweck, womit die Verwirkli-

chung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar ver-

hindert werden kann (vgl. dazu grundlegend BGE 132 I 249 E. 5). Aus dem 

Verbot des überspitzten Formalismus wie auch aus Art. 9 BV kann die Ver-

pflichtung der Behörde abgeleitet werden, den Privaten in gewissen Situa-

tionen von Amtes wegen auf Verfahrensfehler hinzuweisen, die er began-

gen hat oder im Begriffe ist zu begehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 

B-1662/2020 

Seite 17 

E. 3.2 m.H. "Vermessung Durchmesserlinie"). Das Bundesverwaltungsge-

richt leitet aus dem Verbot des überspitzten Formalismus ab, dass die 

Vergabestelle den Privaten in gewissen Situationen von Amtes wegen auf 

Verfahrensfehler hinzuweisen hat oder bei Unklarheiten Rückfrage beim 

Anbieter nehmen muss. Voraussetzung dafür ist indessen, dass der Fehler 

leicht zu erkennen ist und rechtzeitig behoben werden kann. Eine derartige 

Pflicht zur Rückfrage und Einräumung einer Gelegenheit zur Verbesserung 

besteht daher nur bei unwesentlichen Formfehlern (vgl. BVGE 2007/13 

E. 3.2 "Vermessung Durchmesserlinie"; Urteile des BVGer B-3084/2016 

vom 5. April 2017 E. 4 "Energieverbrauchserhebung 2016-2020"; 

B-2599/2016 vom 17. August 2016 E. 4.1 m. H. "Baumeisterarbeiten N1 

Anschluss Baden/Dättwil"). Die Korrektur erfolgt in diesem Fall im Rahmen 

der Offertbereinigung und dem Einholen von Erläuterungen beziehungs-

weise bei Verhandlungen mit dem Anbieter.  

3.2 In Bezug auf die Frage, ob die Vergabestelle einem Anbieter Gelegen-

heit geben darf oder sogar muss, eine nicht den Anforderungen entspre-

chende Offerte zu ergänzen, unterscheidet die Praxis drei Kategorien:  

Eine erste Kategorie umfasst Angebote, welche die Vergabestelle aufgrund 

ihrer Mängel nicht ohne Verletzung des Transparenz- und Gleichbehand-

lungsgebots in die Bewertung einbeziehen kann, also ausschliessen muss. 

Dabei ist an jene Fälle zu denken, in welchen die Unvollständigkeit wesent-

liche Punkte des Angebots betrifft und der Ausschlussgrund ein gewisses 

Gewicht aufweist (AGVE 1999 S. 341 ff. E. 3b/ee). Insbesondere Offerten, 

die unvollständig sind in Bezug auf Angaben, die sich auf das Preis-Leis-

tungs-Verhältnis auswirken, sind grundsätzlich auszuschliessen, ohne Ge-

legenheit zur Ergänzung. Eine zweite Kategorie von Offerten ist dadurch 

gekennzeichnet, dass die Vergabestelle sie durch Rückfragen auf den ver-

langten Stand bringen darf, aber nicht muss; die Vergabestelle verfügt 

demnach in diesem Rahmen über einen gewissen Ermessensspielraum 

(BVGE 2007/13 E. 6.2 "Vermessung Durchmesserlinie"). Die dritte und 

letzte Kategorie lässt sich so umschreiben, dass die Mängel des Angebots 

derart geringfügig sind, dass der Zweck, den die in Frage stehende  

(Form-) Vorschrift verfolgt, dadurch nicht ernstlich beeinträchtigt wird, so 

dass aus Gründen der Verhältnismässigkeit vom Ausschluss der Offerte 

abgesehen werden darf und soll (vgl. BGE 141 II 353 E. 8.2.2; Urteile des 

BGer 2C_257/2016 E. 3.3; 2C_782/2012 vom 10. Januar 2013 E. 2.3; 

2D_49/2011 vom 25. September 2012 E. 5.8; 2C_197/2010 vom 30. April 

2010 E. 6.4; 2P.176/2005 vom 13. Dezember 2005 E. 2.4). In derartigen 

Fällen muss die Vergabestelle zur Bereinigung der Mängel Hand bieten 

B-1662/2020 

Seite 18 

(vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 E. 3.3 "Vermessung Durchmesserlinie"). 

So kann ein Ausschluss etwa als unverhältnismässig erscheinen, wenn le-

diglich Bescheinigungen (etwa betreffend Bezahlung der Steuern) fehlen 

oder wenn der Anbieter vergessen hat, gewisse Erklärungen abzugeben, 

die lediglich durch Ankreuzen eines Feldes des Offertformulars hätten er-

folgen sollen (Urteil des BVGer B-985/2015 vom 12. Juli 2015 E. 4.3.2 f. 

"Studie Schienengüterverkehr"; BVGE 2007/13 E. 3.3 "Vermessung Durch-

messerlinie"; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 447 f.), nicht aber, 

wenn ein Anbieter das verlangte Datenblatt des Lieferanten, aus dem be-

stimmte Eigenschaften des verwendeten Produkts hervorgegangen wären, 

nicht eingereicht hat (Zwischenentscheid des BVGer B-3644/2017 vom 

23. August 2017 E. 6.5 "Tunnelorientierungsbeleuchtung").  

3.3 Im vorliegenden Fall relevant ist nicht die Grenzziehung zwischen der 

ersten und zweiten Kategorie, da es nicht um die Frage geht, ob die um-

strittene Offerte ausgeschlossen werden muss, sondern die Grenzziehung 

zwischen der zweiten und der dritten Kategorie, die darüber entscheidet, 

ob die Vergabestelle im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspiel-

raums berechtigt war, die mängelbehaftete Offerte der Beschwerdeführerin 

auszuschliessen, oder ob sie verpflichtet gewesen wäre, der Beschwerde-

führerin Gelegenheit zur Behebung des Mangels zu bieten.  

Selbst wenn die Nichteinreichung der Kalkulationsschemas weder einen 

direkten Einfluss auf das Preis-Leistungsverhältnis hatte noch die objektive 

Vergleichbarkeit der Angebote beeinträchtigte, wie die Beschwerdeführerin 

behauptet, würde dies zwar gegen eine Einstufung in die erste dieser Ka-

tegorien sprechen, aber nicht ausreichen, um die in Frage stehende Un-

vollständigkeit der Offerte in die dritte statt in die zweite dieser Kategorie 

einzureihen. Wie es sich bezüglich dieser Behauptungen der Beschwerde-

führerin verhält, kann daher offengelassen werden. 

3.4  Die Beschwerdeführerin erachtet die Nichteinreichung des Kalkulati-

onsschemas insbesondere darum als sehr geringfügigen Mangel, weil sie 

die Auffassung vertritt, dass das Kalkulationsschema SBV für die vorlie-

gende Ausschreibung gar nicht geeignet gewesen sei. Das Kalkulations-

schema des SBV betreffe das Bauhauptgewerbe, während die in der vor-

liegenden Submission ausgeschriebenen Elektroinstallationsleistungen 

das Baunebengewerbe betreffen würden. Der Verband der Elektrobranche 

EIT.swiss habe der Beschwerdeführerin gegenüber festgehalten, dass die 

Verwendung des Kalkulationsschemas SBV für diese Branche "nicht lo-

gisch" sei. Die Elektrobranche verwende andere Kalkulationsgrundlagen 

B-1662/2020 

Seite 19 

als das Bauhauptgewerbe. Ein analoges branchenspezifisches Kalkulati-

onsschema der Elektrobranche, das allgemeingültig wäre und hätte beige-

zogen werden können, existiere nicht. Das von der Beschwerdeführerin 

eingereichte Formular zu internen, betriebswirtschaftlichen Preiskalkula-

tion stelle kein solches Kalkulationsschema dar, das als Beilage für private 

oder öffentliche Angebote bestimmt sei. Beim Versuch, das Kalkulations-

schema SBV auszufüllen, habe die Beschwerdeführerin feststellen müs-

sen, dass viele der darin verlangten Positionen in der Elektrobranche so 

gar nicht bestünden oder auf die ausgeschriebenen Leistungen nicht pass-

ten. Die Beschwerdeführerin habe das Formular nicht richtig ausfüllen kön-

nen, weshalb das Kalkulationsschema unvollständig und für die Zwecke 

der Vergabestelle unbrauchbar wäre. Sie beantragt Einsicht in das Kalku-

lationsschema der Zuschlagsempfängerin, um den Nachweis zu erbringen, 

dass auch diese das Kalkulationsschema nicht habe vollständig ausfüllen 

können. Bestritten werde, dass die Ausschreibungsunterlagen den Anbie-

tern die Form des Kalkulationsschemas offengehalten hätten und nur als 

Beispiel dasjenige des SBV hätte verwendet werden können. Die Kalkula-

tionsschemas SBV seien der einzige Hinweis gewesen, der den Anbietern 

zu den unter dieser Position verlangten Informationen gegeben worden sei. 

Am Debriefing vom 16. März 2020 habe die Vergabestelle anerkannt, dass 

das Kalkulationsschema des Schweizerischen Baumeisterverbandes für 

die vorliegend ausgeschriebenen Elektroinstallationen nicht geeignet sei. 

Die Beschwerdeführerin erachtet die Nichteinreichung der Kalkulations-

schemas auch daher als unwesentlichen Formfehler, weil nach ihrer Mei-

nung das Kalkulationsschema keinen direkten Einfluss auf das Preis-Leis-

tungsverzeichnis habe und damit auch keinen wesentlichen Teil der Offerte 

bilde. Das von der Vergabestelle vorgebrachte Argument, die Kalkulations-

schemas würden die Grundlage für die objektive Vergleichbarkeit der An-

gebote bilden, sei nicht nachvollziehbar. Aus dem äusserst detaillierten 

Leistungsverzeichnis ergäben sich vorliegend alle relevanten Informatio-

nen für die Vergleichbarkeit der Preise. Das Leistungsverzeichnis sei in 

sich abgeschlossen. Auch nach den Aussagen der Vergabestelle am De-

briefing habe das Kalkulationsschema keine Relevanz für die Bewertung 

und keinen Einfluss auf das Zuschlagskriterium Preis. Die Beschwerdefüh-

rerin beantragt dazu eine Parteibefragung ihrer eigenen Mitarbeiter 

X._______, Y._______ und Z._______.  

Die Vergabestelle wendet ein, sie habe keine Vorgaben bezüglich einer 

bestimmten Vorlage des Kalkulationsblattes gemacht, sondern die Wahl 

der Form den Anbietern offengehalten. Das Kalkulationsschema des SBV 

B-1662/2020 

Seite 20 

sei beispielhaft genannt worden. Die Anbieter hätte demnach ein bran-

chenspezifisches Kalkulationsblatt einreichen können. Das ganze Angebot 

basiere – in preislicher Hinsicht – auf den Kalkulationsschemas, welche 

sich im Leistungsverzeichnis und schliesslich im Angebotspreis wieder-

spiegelten. Die Kalkulationsschemas dienten der Vergabestelle dazu, die 

Berechnungsgrundlage der Preisgestaltung nachzuvollziehen und trügen 

zur vollen Transparenz der Preisgestaltung des Angebotes bei. Dass die 

Vergabestelle das Preis-Leistungsverhältnis nachvollziehen könne bezie-

hungsweise dies auch können müsse, sei insbesondere auch vor dem Hin-

tergrund des Grundsatzes des haushälterischen Umgangs mit öffentlichen 

Mitteln unabdingbar. Der Anbieter gebe im Lohnnebenkostenschema an, 

welche Zuschläge er auf den Grundlohn für Absenzen mit Kostenfolgen 

(z.B. Ferien, schlechtes Wetter etc.) sowie für Personalversicherungen ver-

rechne. Beim Kalkulationsschema fliesse der Anteil für die Lohnnebenkos-

ten auf den Grundlohn ein. Nach Angabe der weiteren Zuschläge für Lohn, 

Material, Inventar und Fremdleistungen ergebe sich aus diesem Schema, 

wie die Kosten zusammengesetzt seien. Das Kalkulationsschema bilde die 

einheitliche Kalkulationsgrundlage für alle Preise im Leistungsverzeichnis 

und damit die Grundlage für die objektive Vergleichbarkeit der Offerten in 

Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis. Es sei davon auszugehen, dass 

grundsätzlich auf der Basis der Kalkulationsschemas eruiert werden 

könne, ob eine Anbieterin eine verpönte Umlagerung von Einheitspreisen 

auf Globalpositionen vorgenommen habe. Die Beschwerdeführerin habe 

es unterlassen, die ihrem Angebot zugrunde gelegten Kalkulationsgrund-

lagen auch nur ansatzweise darzulegen. Behauptungen über allfällige Aus-

sagen von Seiten der Vergabestelle im Rahmen des Debriefings würden 

bestritten, sofern nicht explizit anerkannt.  

3.4.1 Im vorliegenden Fall hat die Vergabestelle, wie dargelegt, bereits in 

der Ausschreibung unter dem Titel "Einzubeziehende Kosten" die Umlage-

rung von Einheitspreisen in Globalpositionen ausdrücklich untersagt 

(Ziff. 3.4 der Ausschreibung). Es ist unbestritten, dass das Erfordernis, ein 

Kalkulationsschema des SBV einzureichen, im Zusammenhang mit dieser 

Bestimmung zu sehen ist, da eine Vergabestelle sich dadurch vergewis-

sern kann, dass keine Umlagerung stattfindet.  

3.4.2 Nicht nur der Zuschlag, sondern auch bereits die Ausschreibung sind 

selbstständig anfechtbare Verfügungen (Art. 29 Bst. b BöB). Wird die Aus-

schreibung nicht angefochten, erwächst sie in Rechtskraft, so dass Ein-

wände dagegen im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens gegen einen 

späteren Zuschlag grundsätzlich nicht mehr gehört werden können, soweit 

B-1662/2020 

Seite 21 

Bedeutung und Tragweite der getroffenen Anordnungen ohne Weiteres er-

kennbar waren (BVGE 2014/14 E. 4.4 "Suchsystem Bund"; BVGE 2018 

IV/6, nicht publizierte E. 2.1 m.H. "Loslimitierung Swissgrid"; Zwischenent-

scheid des BVGer B-82/2017 vom 24. April 2017 E. 10.1.1 "Bahnstromver-

sorgungsanlagen"; Urteil des BVGer B-3875/2016 vom 12. Oktober 2016 

E. 3.4.4 "Umnutzung Bundesarchiv"; Zwischenentscheid des BVGer 

B-504/2009 vom 3. März 2009 E. 5.3 "Verkehrsbeeinflussung Nordumfah-

rung Zürich"; MARC STEINER, Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht 

in Vergabesachen, in: Leupold et alii [Hrsg.], Der Weg zum Recht, Fest-

schrift für Alfred Bühler, 2008, S. 405 ff., insb. S. 412 m.H.). 

3.4.3 Im vorliegenden Fall geht, wie dargelegt, bereits aus der Formulie-

rung in der Ausschreibung selbst unmissverständlich hervor, dass mit der 

Offerte ein ausgefülltes Kalkulationsschema des SBV eingereicht werden 

musste. Diese Anforderung ist mit der Ausschreibung in Rechtskraft er-

wachsen. Die Notwendigkeit, ein derartiges Schema einzureichen, kann 

durch die Rechtsmittelinstanz nicht mehr überprüft werden, auch nicht vor-

frageweise. Wie gross im Kontext der vorliegenden Beschaffung das Risiko 

einer Umlagerung überhaupt war und wie wichtig oder unwichtig daher die-

ses Kalkulationsschema war beziehungsweise ob es für eine Beschaffung 

der vorliegenden Art überhaupt ein taugliches Formular war, sind daher 

Fragen, denen die Rechtmittelinstanz in diesem Zusammenhang nicht 

mehr nachzugehen hat.   

3.4.4 Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern eine Parteibefragung der drei 

Mitarbeiter der Beschwerdeführerin, X._______, Y._______ und 

Z._______, im Vergleich zur schriftlichen Eingabe der Beschwerdeführerin 

einen weiteren Erkenntnisgewinn bringen könnte. Auf die von der Be-

schwerdeführerin beantragte Befragung dieser Mitarbeiter ist deshalb in 

antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten.  

3.4.5 Die Beschwerdeführerin rügt, nicht nur sie selbst, sondern mutmass-

lich auch die Zuschlagsempfängerin sei nicht in der Lage gewesen sei, die 

von der Vergabestelle verlangten Formulare auszufüllen, und beantragt – 

allenfalls teilweise – Akteneinsicht in die Kalkulationsschemas der Zu-

schlagsempfängerin. Die Beschwerdeführerin rügt, indem die Instruktions-

richterin diesen Antrag abgewiesen habe, sei ihr verfassungsmässiges 

Recht auf Akteneinsicht verletzt worden.  

Das in anderen Bereichen des Verwaltungsrechts allgemein übliche Akten-

einsichtsrecht muss bei Submissionsverfahren gegenüber dem Interesse 

B-1662/2020 

Seite 22 

der Anbieter an der vertraulichen Behandlung ihrer Geschäftsgeheimnisse 

sowie des in den Offertunterlagen zum Ausdruck kommenden unterneh-

merischen Know-hows zurückzutreten. Insbesondere besteht kein allge-

meiner Anspruch auf Einsichtnahme in Konkurrenzofferten (vgl. Art. 8 Abs. 

1 Bst. d BöB; Urteil des BGer 2P.226/2002 vom 20. Februar 2003 E. 2.2 

m.H.; Zwischenentscheid des BVGer B-3803/2010 vom 23. Juni 2010 

E. 7.2 m.H. "Privatisierung Alcosuisse"; GALLI/ MOSER/ LANG/ STEINER, 

a.a.O., Rz. 1364). Zu den nicht offenzulegenden Offertbestandteilen zäh-

len praxisgemäss auch die detaillierten Kalkulationsgrundlagen (GALLI/MO-

SER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1192). Wo einer Partei indessen keine Ak-

teneinsicht erteilt wird, hat das Gericht sich von Amtes wegen zu vergewis-

sern, dass die abgedeckten oder nicht herausgegebenen Dokumente 

keine Hinweise auf rechtsungleiche oder andere rechtsfehlerhafte Bewer-

tungen durch die Vergabestelle verbergen (Zwischenentscheid des BVGer 

B-3302/2019 vom 24. September 2019 E. 11.2 "Stahlwasserbauten Ri-

tomsee"). 

Im vorliegenden Fall ergibt sich aus den von der Zuschlagsempfängerin mit 

ihrer Offerte eingereichten Kalkulationsschemas, dass die Zuschlagsemp-

fängerin zwar für einzelne Punkte 0% vorgesehen hatte, aber die beiden 

Schemas vollständig ausgefüllt und fristgereicht eingereicht hatte.  

Die Rügen der Beschwerdeführerin, auch die Zuschlagsempfängerin sei 

nicht in der Lage gewesen, die Kalkulationsschemas auszufüllen, und ihr 

Anspruch auf Akteneinsicht sei verletzt, weil ihr keine Einsicht in diese Teile 

der Offerte der Zuschlagsempfängerin gewährt worden sei, erweisen sich 

damit als unbegründet.  

3.5  Das Bundesverwaltungsgericht war in einem früheren Entscheid, in 

welchem sich die Streitigkeit unter anderem um die Frage drehte, ob die 

Vergabestelle die Beschwerdeführerin (auch) deshalb ausschliessen 

durfte, weil diese die Kalkulationsschemas SBV nicht eingereicht hatte, 

zum Schluss gekommen, dass ein fehlendes Kalkulationsschema im Un-

terschied zu einem nicht korrekt ausgefüllten Preisblatt, einer nicht rechts-

konformen Bankgarantie oder einer fehlenden Unterschrift, welche als un-

tergeordnete Unvollständigkeiten betrachtet und im Rahmen der Offertbe-

reinigung umgehend behoben werden könnten, nicht bloss eine unterge-

ordnete Bedeutung oder bagatellarische Natur zugemessen werden könne 

(Urteil des BVGer B-5563/2012 vom 28. Februar 2013 E. 3.2.3 "Galgen-

bucktunnel"). Das Bundesverwaltungsgericht führte in diesem Zusammen-

B-1662/2020 

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hang aus, dass das Lohnnebenkostenschema sowie das Kalkulations-

schema SBV der Abbildung der Kalkulationsgrundlagen dienten. Sie stell-

ten die ursprüngliche Kostengrundlage dar und seien für die Berechnung 

von Nachtragspreisen, Mengenänderungen und Teuerungsabrechnungen 

massgebend. Für den Fall, dass die SIA-Norm 118 zum Vertragsbestand-

teil erklärt werde, seien die erwähnten Schemas zwingend auszuschreiben 

beziehungsweise einzureichen, andernfalls würde dem Bauherrn der Ein-

blick in die ursprüngliche Kostengrundlage verwehrt (Urteil B-5563/2012 

E. 3.2.2.1 m.H. "Galgenbucktunnel"). Das Bundesverwaltungsgericht er-

achtete in diesem Entscheid den Ausschluss der Beschwerdeführerin 

(auch) gestützt auf die fehlenden Kalkulationsschemas als gerechtfertigt, 

zum einen, weil beide Schemas als Bestandteile des Leistungsverzeich-

nisses galten, welches vollständig ausgefüllt und absolut unverändert ein-

zureichen gewesen war, widrigenfalls das Angebot vom Vergabeverfahren 

ausgeschlossen würde, und zum andern, weil das Fehlen dieser Kalkulati-

onsgrundlagen nicht einen Mangel untergeordneter Bedeutung dargestellt 

habe (vgl. Urteil B-5563/2012 E. 5 "Galgenbucktunnel"). Dieser Fall betraf 

allerdings das Bauhauptgebewerbe, während die vorliegende Ausschrei-

bung über die Lieferung und Installation von Elektroinstallationen das Bau-

nebengewerbe betrifft.   

3.6 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sich im Kontext der vorliegen-

den Beschaffung das Risiko einer Umlagerung überhaupt stelle und dass 

die in Frage stehenden Kalkulationsschemas daher eine relevante Rolle 

spielten, auch seien die vorgegebenen Schemas des SBV für das Elektro-

installationsgewerbe gar nicht geeignet und daher im Kontext der vorlie-

genden Beschaffung nicht wirklich aussagekräftig. Die Ausführungen der 

Vergabestelle zu diesen Rügen sind sehr allgemein gehalten und im Kon-

text der vorliegenden Vergabe nur bedingt nachvollziehbar. So leuchtet bei-

spielsweise nicht ein, welche Schlüsse die Vergabestelle aus der Bekannt-

gabe der Lohn-Nebenkosten ziehen will oder inwiefern die Angaben in den 

Kalkulationsschemas für die Vergleichbarkeit der Offerten relevant sein 

sollten oder angesichts der gegebenen Zuschlagskriterien eine Auswirkung 

auf das Preis-Leistungsverhältnis haben könnten. Auch wenn die Anforde-

rung, ein ausgefülltes Kalkulationsschema des SBV einzureichen, mit der 

Ausschreibung in Rechtskraft erwachsen ist und daher durch die Rechts-

mittelinstanz nicht mehr hinterfragt werden kann, sprechen diese Unklar-

heiten jedenfalls dagegen, die Kalkulationsschemas als besonders wich-

tige Bestandteile der Offerte einzustufen.  

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3.7 Massgebend ist indessen nicht allein die (fehlende) Wichtigkeit der feh-

lenden Belege. Entscheidend ist vorliegend, dass es sich bei den Kalkula-

tionsschemas nicht um bei der Beschwerdeführerin bereits vorhandene 

Belege handelte, welche diese – bildlich gesprochen – in fertiger Ausfüh-

rung nur von ihrem Regal hätte herunternehmen und der Vergabestelle 

nachreichen können. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin lassen 

sich vielmehr nur so verstehen, dass sie im Zeitpunkt der Offerteinreichung 

die Kalkulationsschemas noch nicht ausgefüllt hatte. Wie die Beschwerde-

führerin die Formulare dann ausgefüllt hätte, ist auch keineswegs klar. Der 

vorliegende Fall unterscheidet sich daher in wesentlicher Weise von jenen 

Fällen, in denen Anbieter vergessen hatten, die Offerte zu unterschreiben, 

Felder mit Bestätigungen anzukreuzen (Urteil B-985/2015 E. 4.3.2 "Studie 

Schienengüterverkehr") oder Belege einzureichen, die sie in der Offerte als 

beiliegend angegeben hatten oder von denen anzunehmen war, dass sie 

darüber verfügten. Der vorliegende Fall ist vielmehr eher mit jenem Fall zu 

vergleichen, in dem der Anbieter das verlangte Datenblatt des Lieferanten, 

aus dem bestimmte Eigenschaften des verwendeten Produkts hervorge-

gangen wären, nicht eingereicht hat (Zwischenentscheid B-3644/2017 

E. 6.5 "Tunnelorientierungsbeleuchtung"). Auch in jenem Fall wäre das Da-

tenblatt zwar mutmasslich mit wenig Aufwand vom Lieferanten erhältlich 

gewesen, doch war im Zeitpunkt der Offertöffnung für die Vergabestelle 

offen, welches der Inhalt des Datenblatts sein würde, so wie auch im vor-

liegenden Fall nicht klar war, wie die Beschwerdeführerin das Kalkulations-

schema ausgefüllt hätte, wenn die Vergabestelle sie zur Nachreichung auf-

gefordert hätte.  

3.8 Im Ergebnis ist es daher nicht als geradezu rechtsfehlerhaft einzustu-

fen, wenn die Vergabestelle der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit ge-

geben hat, die ausgefüllten Kalkulationsschemas nach Ablauf der Einga-

befrist nachzureichen, sondern ihr Angebot vom Vergabeverfahren ausge-

schlossen hat.  

4.  

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-

halb sie abzuweisen ist.  

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Gerichtsgebühr be-

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stimmt sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Pro-

zessführung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4bis VwVG; 

Art. 2 Abs. 1 VGKE).  

6.  

Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführerin keine Partei-

entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Gemäss ständiger 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts werden alle Vergabestel-

len, die Beschaffungen im Geltungsbereich des GPA und BöB tätigen, also 

auch solche, die in der Form einer privatrechtlichen Körperschaft organi-

siert sind, in Bezug auf die Frage einer allfälligen Parteientschädigung im 

Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht als Bundesbe-

hörde im Sinn von Art. 7 Abs. 3 VGKE betrachtet, mit der Folge, dass ihnen 

auch bei Obsiegen keine Parteientschädigung zugesprochen wird (vgl. 

GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1443). 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 3'500.– auferlegt. Dieser Betrag wird nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

entnommen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreterinnen; Gerichtsurkunde) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 195303;  

Gerichtsurkunde) 

– die Zuschlagsempfängerin (auszugsweise; A-Post)  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann 

 

 

 

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Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005, BGG, SR 173.110), soweit sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 2 BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).  

 

Versand: 9. Juni 2020