# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3371c4c5-4baa-5bc8-a49e-3b7f319db454
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.08.2025 UV 2024/71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-71_2025-08-22.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/24

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/71

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.09.2025

Entscheiddatum: 22.08.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2025
Art. 4 und 43 Abs. 1 ATSG; Art. 6 Abs. 1 UVG. Verkehrsunfall. Die 
versicherungsmedizinischen Beurteilungen, gemäss welchen überwiegend 
wahrscheinlich kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfallereignis und den Kniebeschwerden sowie der linksseitigen 
Hörminderung besteht, vermögen zu überzeugen und erfüllen die 
Beweisanforderungen an ein Aktengutachten. Für die vom 
Beschwerdeführer beklagten parietookzipitalen Kopfschmerzen links betont, 
Nackenbeschwerden sowie den Tinnitus links bestehen keine organisch 
objektivierbaren Korrelate. Der adäquate Kausalzusammenhang ist in 
Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen, weshalb bezüglich 
dieser Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Prüfung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs verzichtet werden kann. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 22. August 2025, UV 2024/71).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 22. August 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/71 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt Marco Büchel, Graf Niedermann Büchel 
Rechtsanwälte, St. Leonhardstrasse 20, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/71 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. Mai 2021 im 35%-Pensum als Plattenleger bei 
der B.___ (nachfolgend: Arbeitgeberin) angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als 

er am 17. November 2022 in C.___ mit dem Auto unterwegs war, ein anderer Personenwagen bei einer 

Kreuzung den Vortritt missachtete und frontal gegen die linke vordere Fahrzeugseite des 

Personenwagens des Versicherten fuhr (Suva-act. 1, 6-4 f., 17-6 ff.). Der Versicherte begab sich 
gleichentags notfallmässig ins Spital D.___, Spitalregion E.___. Anamnestisch gab er an, sich den Kopf, 

die Schulter, das Handgelenk, den Thorax, die Hüfte und den Fuss links gegen die Autotür 

angeschlagen zu haben. Seit dem Unfall habe er Schwindel, Kopfschmerzen parietookzipital links, 

Nackenschmerzen, Zahnschmerzen oberhalb des künstlichen Zahnes Dens caninus oben rechts, 

Schulterschmerzen, Handgelenk- und Hüftschmerzen (Suva-act. 35-2). Die Untersuchungen ergaben 

eine Rippenkontusion links, eine Handgelenkkontusion links und eine Kontusion Grad II des oberen 

Sprunggelenks (OSG) links. Zudem wurde der Verdacht auf eine Lockerung des künstlichen Zahnbettes 

am Dens caninus oben rechts geäussert (Suva-act. 35-3; vgl. auch die röntgenologische Untersuchung 

des linksseitigen OSG und Handgelenks [Suva-act. 42] sowie die Computertomographie [CT] des 

Neurocraniums/Halses/Thoraxes/ganzen Abdomens/Beckens/der gesamten Wirbelsäule [Suva-act. 

43]). Dem Versicherten wurde bis 2. Dezember 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-

act. 8), welche Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesie, am 2. Dezember bis 18. 

Dezember 2022 verlängerte (Suva-act. 9).  

A.b Die Schadenmeldung UVG an die Suva durch die Arbeitgeberin erfolgte am 6. Dezember 2022 
(Suva-act. 1).  

A.c Am 7. Dezember 2022 begab sich der Versicherte auf Zuweisung von Dr. F.___ zu Dr. med. 
G.___, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten (Oto-Rhino-Laryngologie; ORL). 

Gemäss Bericht von Dr. G.___ sei bei Verdacht auf eine Contusio Cochleae eine medikamentöse 

Therapie erfolgt, wobei die Verlaufsaudiometrien symmetrische Hörschwellen ergeben hätten. Der 

Versicherte habe eine persistierende Schmerzsymptomatik zervikal mit Ausstrahlung in den linken Arm 

sowie periauriculär gezeigt (Suva-act. 37-2). 

A.d Dem Arztzeugnis UVG von pract. med. H.___, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, 
vom 13. Februar 2023 zur Behandlung vom 10. Januar 2023 ist der Rubrik «morphologisches 

Schadensbild» zu entnehmen, dass die ganze Halswirbelsäule (HWS) und die obere Brustwirbelsäule 

(BWS) deutlich druckdolent mit paravertebralem Muskelhartspann gewesen seien. Funktionell sei die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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HWS-Beweglichkeit schmerzhaft eingeschränkt. Der Versicherte habe anamnestisch angegeben, seit 

November 2022 vom Hausarzt krankgeschrieben worden zu sein aufgrund von Nacken- und 

Ohrschmerzen und eines linksseitigen Tinnitus. Er sei auch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt; 

vgl. vorstehenden Sachverhalt A.c) in Behandlung und gehe regelmässig in die Physiotherapie (vgl. 

Physiotherapie-Verordnung vom 2. bzw. 5. Dezember 2022 [Suva-act. 27]). Pract. med. H.___ stellte 
die Diagnose «[c]ervikales Schmerzsyndrom nach Distorsion 11/2022» und attestierte eine 

Arbeitsunfähigkeit bis 5. Februar 2023 (Suva-act. 25-2 f.). 

A.e Mit Schreiben vom 11. Januar 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie derzeit ihre 
Leistungspflicht prüfe. Bis zu ihrem Entscheid übernehme sie frühstens ab dem 20. November 2022 

70 % des vollen Taggeldes (Fr. 50.65; Suva-act. 15). Am 26. Januar 2023 bestätigte die Suva den 

Anspruch des Versicherten auf das volle Taggeld, weshalb sie das bisher aufgelaufene Taggeld mit 

einer Nachzahlung ausgleiche (Suva-act. 21). 

A.f Am 15. bzw. 16. Februar 2023 wurde dem Versicherten eine weitere Physiotherapie-Verordnung 
ausgestellt (Suva-act. 28). 

A.g Anlässlich eines Telefonats mit der Suva am 16. Februar 2023 teilte der Versicherte mit, weiterhin 
an Kopf- und Nackenschmerzen zu leiden sowie auf dem linken Ohr einen Tinnitus zu haben. Er sei 

immer noch zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 26; vgl. hierzu auch das Arbeitsunfähigkeitszeugnis 

vom 30. Januar 2023, wonach bis 28. Februar 2023 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe [Suva-
act. 24]). 

A.h Am 1. März 2023 begab sich der Versicherte erneut zu Dr. G.___. Er habe unverändert über eine 
Schmerzsensation links zervikal berichtet. Die klinische Untersuchung habe einen unauffälligen 

Ohrstatus gezeigt und das Reintonaudiogramm unverändert eine symmetrische Ieichtgradige 

Perzeptionsschwerhörigkeit. Es bestünden keine Anhaltspunkte für eine otogene Ursache der 

Schmerzsymptomatik. Dr. G.___ stellte die Diagnosen «[z]ervikogene Schmerzsymptomatik links» und 

«[c]hronische Rhinosinusitis polyposa mit St. n. Ethmoidektomie 2022 und Revision 2015» (Suva-act. 

76-2). Gleichentags verlängerte Dr. F.___ die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 1. April 2023 (vgl. 

hierzu das Arztzeugnis UVG vom 1. März 2023 [Suva-act. 34-2]; Suva-act. 32-2). 

A.i Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Wirbelsäule (Clivus – Brustwirbelkörper [BWK] 3) 
vom 29. März 2023 im Spital D.___ zur Untersuchung des Cervikalsyndroms mit Ausstrahlung in den 

linken Arm ergab multisegmentale degenerative Veränderungen mit Foramenstenosen der 

Halswirbelkörper (HWK) 4/5 links, HWK 5/6 beidseits und HWK 6/7 beideseits. Eine Kompression der 

Wurzeln C5 links, C6 beidseits und C7 beidseits sei jeweils möglich (Suva-act. 62). Gleichentags 
verlängerte Dr. F.___ die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 30. April 2023 (Suva-act. 44-2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.j Die röntgenologische Untersuchung vom 14. April 2023 der HWS und des Dens caninus («HWS 
a.-p-/lat./Dens a.-p.») am Spital D.___ zeigte keinen eindeutigen Frakturnachweis im Bereich der HWS, 

jedoch eine mässige Osteochondrose (Suva-act. 86; vgl. hierzu auch den Bericht zur Sprechstunde 

vom 14. April 2023, wo Nervenwurzelkompressionen ausgeschlossen und die Diagnose 

Cervicobrachialgie gestellt wurden [Suva-act. 152]). 

A.k Am 1. Mai 2023 wurde dem Versicherten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 
vorerst bis 30. Mai 2023 (Suva-act. 49-2). Am 26. Mai 2023 verlängerte Dr. F.___ diese bis 30. Juni 

2023 (Suva-act. 51-2). 

A.l Auf Zuweisung von Dr. F.___ fand am 26. Mai 2023 eine Sprechstunde im Kantonsspital St. 
Gallen (KSSG), Klinik für Neurologie, statt. Die Ärzte diagnostizierten chronische Schmerzen an der 

linken Körperhälfte, differentialdiagnostisch ein postkontusionelles Syndrom bei seit dem Verkehrsunfall 

vom 17. November 2022 täglichen Kopf-, Nacken-, Arm- und Beinschmerzen links, Hemihypästhesie 

und Dysästhesie links, Hörminderung links, Sehstörung links, und veranlassten eine MRT des 

Neurocraniums (Suva-act. 55-2 ff.). 

A.m Die Beurteilung der mit MRT des Neurocraniums vom 7. Juni 2023 im Spital D.___ erhobenen 
Befunde ergab eine geringe mikroangiopathische Leukenzephalopathie (Fazekas 1), ein normales 

kraniocerebrales Kernspintomogramm ohne Nachweis struktureller Läsionen oder Anhalt für 

posttraumatische Alterationen sowie eine Polyposis nasi rechts mit Zeichen einer rechts betonten 
Pansinusitis (Suva-act. 70). 

A.n Aufgrund einer Exazerbation der Rückenschmerzen seit sieben Tagen stellte sich der Versicherte 
am 26. Juni 2023 notfallmässig im Spital D.___ vor. Die röntgenologische Untersuchung der 

Lendenwirbelsäule (LWS) und des Beckens ergab keinen Hinweis auf frische ossäre Läsionen (Suva-

act. 87). Die Ärzte diagnostizierten Schmerzen der Iliosakralgelenke (ISG) beidseits, rechts betont 

(Suva-act. 93-2 ff.). 

A.o Dr. F.___ erneuerte am 20. Juni 2023 das Arbeitsunfähigkeitsattest bis 31. Juli 2023 (Suva-act. 
59-2). 

A.p Die MRT der Wirbelsäule (BWK 11 – Sakralwirbelkörper [SWK] 4) und der ISG beidseits im Spital 
D.___ vom 7. Juli 2023 zeigte eine Discusprotrusion LWK 4-5 mit Kontakt ohne Verlagerung rezessal 

L5 links und eine mässige ISG-Arthrose (Suva-act. 85; vgl. dazu auch den Bericht zur Sprechstunde 

vom 14. Juli 2023 [Suva-act. 94-2] und die dabei ausgestellte Physiotherapie-Verordnung [Suva-act. 

84]). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.q Am 27. Juli 2023 bestätigte Dr. F.___ die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bis 31. 
August 2023 (Suva-act. 68-2). Dr. med. I.___, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, 

verlängerte diese am 29. August 2023 bis 30. September 2023 (Suva-act. 73-2; vgl. jedoch das 

Schreiben von Dr. I.___ vom 14. September 2023, wonach sie dieses Zeugnis mangels Vorliegens der 

Unterlagen wegen kurzfristiger Schliessung der Praxis von Dr. F.___ im Vertrauen ausgestellt habe 
[Suva-act. 83-2]). 

A.r Der Versicherte begab sich am 10. August 2023 zu Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Ohren-, 
Nasen- und Halskrankheiten, zur Einholung einer Zweitmeinung hinsichtlich der Hörminderung des 

linken Ohres. Es wurde ein Reintonaudiogramm erstellt (Suva-act. 82-2 f.). Zur Sprechstunde vom 5. 

September 2023 führte Dr. J.___ aus, dass diesbezüglich eine Contusio Labyrinthi links vermutet 

werden könne, da das von ihnen erstellte Reintonaudiogramm praktisch eine Taubheit links zeige, das 

Reintonaudiogramm aus der Praxis von Dr. G.___ von März 2023 eine symmetrische beidseitige 

Hörschwelle mit einem Hörverlust auch links von lediglich 30 % (Suva-act. 80-2).  

A.s Am 11. September 2023 wurde eine MRT des linken Knies im Spital D.___ durchgeführt. Die 
Beurteilung der Befunde ergab einen Horizontalriss der Pars intermedia des Innenmeniskus mit Kontakt 

zur inferioren Fläche, eine Chondropathie Grad IV mit multifokalen Knorpeldefekten femorotibial medial 

und patellofemoral, jeweils mit assoziiertem Knochenmarködem, sowie einen moderaten 

Kniegelenkserguss (Suva-act. 113).  

A.t Am 26. September 2023 erklärte pract. med. K.___ den Versicherten bis 31. Oktober 2023 für 
arbeitsunfähig (Suva-act. 97-2), wobei er die Arbeitsunfähigkeit am 23. Oktober 2023 bis 30. November 

2023 verlängerte (Suva-act. 103-2). 

A.u Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 23. Oktober 2023 nahm Dr. med. L.___, 
Fachärztin für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, verneinend Stellung zur Frage, ob die aktuell 

vorliegenden Hörbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 17. 

November 2022 zurückzuführen seien (Suva-act. 104).  

A.v Am 24. Oktober 2023 verneinte der Versicherungsmediziner Dr. med. M.___, Facharzt für 
Chirurgie, das Vorliegen von strukturellen objektivierbaren überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen. 

Seit dem 30. August 2023 bestehe eine volle uneingeschränkte (fiktive, da pensioniert) Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten (Suva-act. 105). 

A.w Mit Verfügung vom 3. November 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass aufgrund der 
Abklärungen die aktuell noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien. 

Die deshalb durchgeführte Adäquanzprüfung habe ergeben, dass keine adäquaten Unfallfolgen 
bestünden, weshalb die Versicherungsleistungen per 3. November 2023 eingestellt würden. Die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Taubheit auf dem linken Ohr sei gemäss versicherungsmedizinischer Beurteilung nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 17. November 2022 zurückzuführen. Für die 

bisherigen Behandlungskosten komme sie im Rahmen von Abklärungskosten auf (Suva-act. 107). 

B.    

B.a Die Beurteilung der röntgenologischen Untersuchung des Kniegelenks links und der Patella 
(«Kniegelenk links a.-p./lat./Patella axial») vom 6. November 2023 im Spital D.___ ergab einen 

degenerativen Innenmeniskusriss und eine beginnende Gonarthrose links (Suva-act. 112-2, 134). 

B.b Am 9. November 2023 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung der Suva vom 3. 
November 2023. Mit Einspracheergänzung vom 20. November 2023 liess er, vertreten durch die CAP 

Rechtsschutzversicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: CAP), die Zusprache der gesetzlichen 

Leistungen unter Aufhebung der Verfügung beantragen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

In formeller Hinsicht verlangte die CAP eine Nachfrist zur Einsprachebegründung (Suva-act. 115).  

B.c Mit Schreiben vom 12. Februar 2024 nahm Dr. J.___ Stellung zu den Fragen der CAP hinsichtlich 
des Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 17. November 2022 und den linksseitigen 

Hörbeschwerden des Versicherten (Suva-act. 128). 

B.d Am 26. April 2024 reichte die CAP eine ausführliche Einsprachebegründung, inklusive eines die 
bildgebenden Untersuchungen zusammenfassenden Arztberichtes von Dr. med. N.___, Fachärztin 

FMH für Allgemeine Innere Medizin (Suva-act. 128), und des Schreibens von Dr. J.___ (vgl. 
vorstehenden Sachverhalt B.c) nach. Die Rechtsbegehren veränderte die CAP dahingehend, dass sie 

eventualiter weitere medizinische Abklärungen verlangte (Suva-act. 126). Gleichentags informierte sie 

den Versicherten, aufgrund der Aktenlage (genannt werden Ausführungen der Radiologie vom 6. 

Februar 2024, die jedoch nicht aktenkundig sind) werde sie bei einem Negativentscheid der Suva nicht 

dagegen vorgehen (Suva-act. 139-1 f.).  

B.e Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 10. September 2024 verneinte pract. med. 
O.___, Fachärztin für Anästhesiologie, die Kausalität der geltend gemachten linksseitigen 

Kniebeschwerden (Suva-act. 136). 

B.f Mit Schreiben vom 11. September 2024 beantragte Dr. N.___ bei der Suva eine 
«Wiedererwägung» in Bezug auf Schmerzen im linken Knie (Innenmeniskusriss), Schmerzen in der 

unteren LWS (Bandscheibenvorfall), den deutlichen Hörverlust am linken Ohr, Probleme in der HWS 

bei der Beweglichkeit, chronisch-rezidivierende Kopfschmerzen und Visusverlust des linken Auges 

(Suva-act. 138).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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B.g Mit Einspracheentscheid vom 19. September 2024 wies die Suva die Einsprache des 
Versicherten ab. Dem Entscheid legte sie die Beurteilung von pract. med. O.___ vom 10. September 

2024 (Suva-act. 136; vgl. vorstehenden Sachverhalt B.e) bei (Suva-act. 156). 

C.   

C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. M. Büchel, am 21. Oktober 2024 Beschwerde. Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 19. September 2024 sowie der angefochtenen Verfügung vom 3. November 

2023 und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 3. November 2023 hinaus sowie 

insbesondere auch für das linke Knie und den linksseitigen Hörverlust. Eventualiter verlangte er die 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 19. September 2024 sowie der 

angefochtenen Verfügung vom 3. November 2023 und Rückweisung der Sache zur Durchführung 

weiterer medizinischen Abklärungen an die Suva; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) 

zulasten der Suva (act. G1). 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. November 2024 beantragte die Suva (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

19. September 2024 (act. G3). 

C.c Mit Replik vom 28. November 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisher gestellten 
Anträgen fest (act. G5). 

C.d Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – soweit 
entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Erwägungen 
1.   

Die Beschwerdegegnerin anerkannte zu Recht, dass der Beschwerdeführer am 17. November 2022 

einen Unfall im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) erlitten hatte. Vorliegend strittig und zu prüfen ist die 

Kausalität zwischen den unterschiedlichen Gesundheitsbeschwerden des Beschwerdeführers und dem 

Unfallereignis vom 17. November 2022. Zu unterscheiden sind dabei die folgenden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen: Kontusion des linken OSG, linken Handgelenks und der Rippen sowie 

die Beschwerden am rechten Dens caninus, die anhaltenden linksseitigen Kniebeschwerden (vgl. 

nachfolgende E. 4), die LWS (vgl. nachfolgende E. 5), der diagnostizierte Hörabfall links bzw. die 

Taubheit links (vgl. nachfolgende E. 6), die anhaltenden Nacken- und Kopfschmerzen sowie der 

Tinnitus links (vgl. nachfolgende E. 7). Bezüglich der direkt nach dem Unfall im Spital D.___ 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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diagnostizierten Rippenkontusion links, der Handgelenkkontusion links und der Kontusion Grad II des 

OSG links sowie des geäusserten Verdachts auf eine Lockerung des künstlichen Zahnbettes am Dens 

caninus oben rechts (Suva-act. 35) ist vorab Folgendes anzuführen: Diesbezüglich anerkannte die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Die 

Leistungseinstellung wurde hinsichtlich dieser Gesundheitsschäden im Einspracheverfahren nicht 
beanstandet (vgl. Suva-act. 126), und der Einspracheentscheid äussert sich diesbezüglich nur 

dahingehend, dass (generell) letztmals am 16. März 2023 eine Physiotherapiebehandlung in Anspruch 

genommen worden sei und von weiteren Behandlungen keine Besserung des Gesundheitszustandes 

mehr erwartet werden könne (Suva-act. 156-5 E. 3a mit Hinweis auf die versicherungsmedizinische 

Beurteilung von Dr. M.___ vom 24. Oktober 2023 [Suva-act. 105]). Das Rechtsbegehren des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers lautet zwar dahingehend, dass «die gesetzlichen Leistungen 

[...] auch nach dem 03.11.2023 weiter auszurichten [seien] sowie insbesondere auch für Knie links 

sowie Hörverlust links», doch äussert sich der Rechtsvertreter weder in der Beschwerdebegründung 

(act. G1) noch in der Replik (act. G5) zur Beschwerdeantwort, welche die diesbezüglichen Leistungen 

als unbestritten bezeichnet (vgl. act. G3-2 Ziff. 4), dazu. Es ist deshalb anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer mit der Beurteilung der diesbezüglichen Leistungsansprüche einverstanden ist (vgl. 

BGE 110 V 48 E. 4a). Der Anspruch auf die gesetzlichen Versicherungsleistungen in Bezug auf diese 

Gesundheitsbeeinträchtigungen bildet demnach nicht Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens. 

2.  

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, 

soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt nach Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 

Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung 

des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der 

Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen 

nach sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, 

wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (ANDRÉ NABOLD, N 22 zu Art. 6, in: 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 
schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 32 

ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 32; RKUV 2000 

Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 230 E. 1, 121 V 35 E. 1a, je mit Hinweisen). 

2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt einen natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 f.). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels der Angaben 

medizinischer Fachpersonen geführt. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Rechtsanwender nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-NABOLD, N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 65 

f., N 74 zu Art. 6; NABOLD, a.a.O., S. 58, 61). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, 

da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb, 

123 V 98 E. 3b). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person 

des Untersuchenden und den Angaben der Versicherten unabhängig sind. Von organisch objektiv 

ausgewiesenen Unfallfolgen kann mithin erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde 

mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 

2008, 8C_806/2007, E. 8.2). Bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen 
Beschwerden bedarf es hingegen einer besonderen Adäquanzbeurteilung (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2). Dabei ist zunächst abzuklären, ob die 

versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS (sehr häufig im Strassenverkehr 

verursachte Distorsion der HWS, medizinisch auch kraniozervikales Beschleunigungstrauma genannt), 

eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat (BGE 134 

V 109 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 

140 E. 6c/aa (sogenannte «Psycho-Praxis») zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass 

eine versicherte Person eine Beeinträchtigung, die zum typischen Beschwerdebild eines 

Schleudertraumas der HWS gehört, (teilweise) erlitten hat, ist zu prüfen, ob diese im Vergleich zur 

psychischen Problematik ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten 

Grundsätze massgebend (BGE 123 V 98 E. 2a; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 

18. Dezember 2001, U 462/00, E. 3a mit Hinweisen), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (sogenannte 
«Schleudertrauma-Praxis»). Der Fallabschluss bzw. die Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den organisch nicht objektiv ausgewiesenen 

Beschwerden ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der 

Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/23 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 6.1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Juli 2017, 8C_184/2017, E. 2.2). Bei der Schleudertrauma-Praxis ist der 

Zeitpunkt der Adäquanzprüfung derjenige, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-

Beschwerdebild – dessen psychische und physische Komponenten nicht leicht zu differenzieren sind – 

gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist (BGE 134 V 109 E. 
4.3, 6.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2018, 8C_114/2018, E. 4). 

2.3 Ob der Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 

mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

2014, § 70 N 58 f.). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass gemäss ständiger bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung eine gesundheitliche Schädigung beweisrechtlich nicht schon dann als durch den 

Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur beweisrechtlich untauglichen Formel 

«post hoc ergo propter hoc» [im Sinne von «nach dem Unfall, also wegen des Unfalls»]: BGE 119 V 

335 E. 2b/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2020, 8C_158/2020, E. 3.2). 

2.4 Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber 
davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzustand 

aktiviert, nicht aber verursacht worden ist (sog. vorübergehende Verschlimmerung), so hat der 
Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine (dem Gesundheitszustand, wie er sich nach 

dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte) oder Status quo ante (dem [krankhaften] Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat) Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 

Schmerzsyndrom zu erbringen, und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer 

Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3; vgl. auch KOSS UVG-NABOLD, 

N 57 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 72 zu Art. 6). Eine richtunggebende Verschlimmerung hingegen 

liegt vor, wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante 

je wieder erreicht werden können (KOSS UVG-NABOLD, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-HOFER, N 71 zu Art. 

6; NABOLD, a.a.O., S. 57).  

2.5 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 
von Art. 43 Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/23 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; 

LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 58). 

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch 

Berichten und Gutachten, welche die Versicherungsträger während des Administrativverfahrens von 

ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis 

kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4, 4.6 f.). Beratende Ärztinnen und Ärzte eines Versicherungsträgers sind, was den Beweiswert 

ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärztinnen und Ärzten gleichzustellen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 19. Oktober 2022, 8C_322/2021, E. 4.3). Reine Aktengutachten können 

beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 

fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). 

3.   

Der Beschwerdeführer legte der Beschwerde einen medizinischen Bericht von Dr. med. P.___, 

Fachärztin FMH für Neurologie, vom 20. September 2024 zur Sprechstunde vom 19. September 2024 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/23 

(act. G1.6) bei, der sich zur Taubheit, den Kopfschmerzen und dem Tinnitus äussert. 

Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

des streitigen Einspracheentscheids (vorliegend: 19. September 2024) eingetretenen Sachverhalt 

abzustellen (BGE 142 V 337 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2020, 8C_505/2020, 

E. 5.1 mit Hinweisen). Später eingetretene Tatsachen, die zu einer Änderung des Sachverhalts geführt 
haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern im Rahmen eines weiteren 

Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Indes sind Tatsachen, die sich 

erst später verwirklichen, im hängigen Verfahren insofern zu berücksichtigen, als sie mit dem 

Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im 

Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 

2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1). Da der mit Beschwerde eingereichte Bericht von Dr. P.___ vom 20. 

September 2024 (act. G1.6) diese Voraussetzungen erfüllt, darf er dementsprechend im Rahmen des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens berücksichtigt werden. 

4.  

4.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrem Einspracheentscheid gestützt auf die 
versicherungsmedizinische Beurteilung von pract. med. O.___ vom 10. September 2024 (Suva-act. 

136) eine Leistungspflicht in Bezug auf die linksseitigen Kniebeschwerden (Suva-act. 156-5 f. E. 3a). 

Dagegen stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin dafür 
Leistungen zu erbringen habe, ohne dies jedoch ausführlich zu begründen. Er verweist diesbezüglich 

einzig auf eine Einschätzung von Dr. N.___ (gemeint ist wohl der «Wiedererwägungsantrag» vom 11. 

September 2024 [Suva-act. 138]; act. G1-7 Ziff. 18), aus welcher sich jedoch weder die Behauptung 

einer Unfallkausalität noch die Begründung für eine solche ergibt. Zu prüfen ist nachfolgend, ob die 

Beschwerdegegnerin auf die versicherungsmedizinische Beurteilung von pract. med. O.___ vom 10. 

September 2024 (Suva-act. 136) abstellen durfte, mithin diese den Anforderungen gemäss 

Rechtsprechung genügt (vgl. vorstehende E. 2.6). 

4.2 Zunächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu den geltend gemachten 
Kniebeschwerden erstmals im Einspracheverfahren eine versicherungsmedizinische Beurteilung bei 

pract. med. O.___ eingeholt hat. Sie hat sich im angefochtenen Einspracheentscheid zur Verneinung 

des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers hinsichtlich der linksseitigen Kniebeschwerden 

massgeblich auf diese Beurteilung abgestützt. Vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids hat 

sie den Beschwerdeführer indes nicht über die Einholung dieses Aktengutachtens informiert, sondern 

hat ihm dieses erst zusammen mit dem Einspracheentscheid zugestellt. Damit hat sie seinen Anspruch 
auf rechtliches Gehör gemäss Art. 42 ATSG verletzt (vgl. BGE 132 V 387 E. 3.1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Januar 2015, 8C_738/2014, E. 7). Der Beschwerdeführer, macht keine 

Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend und hat im Hauptantrag nicht die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/23 

Aufhebung des Einspracheentscheids aus formellen Gründen und die Rückweisung zur Durchführung 

eines korrekten Verfahrens, sondern die materielle Gutheissung der Beschwerde verlangt. Lediglich im 

Eventualantrag ersuchte er um Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung weiterer 

Abklärungen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer der materiellen 

Beurteilung durch das Gericht den Vorzug geben möchte. Auch konnte sich der Beschwerdeführer nun 
vor dem Versicherungsgericht zur versicherungsmedizinischen Stellungnahme von pract. med. O.___ 

äussern. Daher ist die Gehörsverletzung als geheilt zu betrachten (vgl. auch BGE 132 V 387 E. 5.2). 

4.3 Pract. med. O.___ führte in ihrer Beurteilung aus, dass dem Bericht des Spitals D.___ zur 
notfallmässigen Konsultation vom 17. November 2022 weder anamnestisch noch diagnostisch das linke 

Kniegelenk erwähnt worden sei. Auch sei bei der klinischen Untersuchung der unteren Extremitäten 

dokumentiert worden, dass keine Prellmarke vorliege (Suva-act. 35). Dies spreche gegen eine 

traumatische Innenmeniskusläsion im Zusammenhang mit dem Unfallereignis, da es bei einem 

traumatischen Innenmeniskusriss üblicherweise zu starken Beschwerden und 

Funktionseinschränkungen komme, sodass eine zeitnahe Inanspruchnahme der ärztlichen Leistungen 

erfolge. Zudem seien auch den Berichten zu den im weiteren Verlauf stattgefundenen hausärztlichen 

Untersuchungen keine Beschwerden des linken Kniegelenks zu entnehmen. Erst im September 2023 

habe Dr. I.___, welche den Beschwerdeführer erstmals am 29. August 2023 gesehen habe (vgl. Suva-

act. 83-2), aufgrund des Verdachts auf eine Innenmeniskusläsion und der Angabe des 
Beschwerdeführers, seit dem Unfall im November an linksseitigen Kniebeschwerden zu leiden, eine 

MRT-Untersuchung veranlasst, welche am 11. September 2023 stattgefunden und eine 

Horizontalläsion des Innenmeniskus sowie eine Chondropathie Grad IV femortibial, medial und 

patellofemoral gezeigt habe (vgl. Suva-act. 133). Im November 2023 habe der behandelnde Orthopäde 

im Spital D.___ die Diagnose eines degenerativen Innenmeniskusrisses mit beginnender Gonarthrose 

links gestellt (vgl. Suva-act. 112-2). Gemäss pract. med. O.___ spreche eine horizontale 

Meniskusläsion für die Verursachung durch vorbestehende Texturstörungen (Degeneration). Dies 

passe mit der diagnostizierten beginnenden Gonarthrose links überein. Die beschriebene 

Chondropathie Grad IV mit multifokalen Knorpeldefekten femorotibial, medial und femoropatellar 

(beginnende Gonarthrose) sei vorbestehend und stehe nicht im Zusammenhang mit dem geltend 

gemachten Unfallereignis. Bei fehlenden Hinweisen auf stattgehabte strukturelle Läsionen im Bereich 

des linken Kniegelenks sowie anfänglich und auch im Verlauf nicht dokumentierten Beschwerden des 

linken Kniegelenks erscheine eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands 

des linken Kniegelenks nicht überwiegend wahrscheinlich. Zusammenfassend seien die 
Kniebeschwerden links, welche erst im Herbst 2023 diagnostisch abgeklärt worden seien, nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 17. November 2022 zurückzuführen 

(Suva-act. 136-6 f.). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/23 

4.4  

4.4.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine unfallkausale 
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. 

Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des bzw. der Untersuchenden 

und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv 
ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen). 

4.4.2 Die MRT-Untersuchung vom 11. September 2023 zeigte – wie von pract. med. O.___ richtig 
wiedergegeben – einen Horizontalriss der Pars intermedia des Innenmeniskus mit Kontakt zur inferioren 

Fläche, eine Chondropathie Grad IV mit multifokalen Knorpeldefekten femorotibial medial und 

patellofemoral, jeweils mit assoziiertem Knochenmarködem und einem moderaten Kniegelenkserguss 

(Suva-act. 133). Die bildgebende Untersuchung vom 6. November 2023 zeigte stationäre Zeichen einer 

Gonarthrose, keinen Gelenkerguss und keine frische ossäre Läsion (Suva-act. 134). Insofern konnten 

neben dem Horizontalriss des Innenmeniskus einzig degenerative Veränderungen des Kniegelenks 

erhoben werden. Zwar ist nicht verständlich, weshalb pract. med. O.___ das Vorliegen einer 

strukturellen Läsion verneinte, ist doch ein Meniskusriss durchaus strukturell. Es ist jedoch aufgrund 
ihrer Begründung (vgl. vorstehende E. 4.3) davon auszugehen, dass sie damit das Vorliegen einer 

traumatisch bedingten strukturellen Läsion meinte. 

4.4.3 Für die Zeit bis Ende August 2023 sind keine linksseitigen Kniebeschwerden aktenkundig. 
Erstmals dokumentiert wurde der Innenmeniskusriss am 11. September 2023. Zwischen dem 

Unfallereignis und der MRT-Untersuchung verstrichen also fast zehn Monate. Dieser auch von pract. 

med. O.___ thematisierte zeitliche Ablauf stellt einen bedeutsamen Umstand im Rahmen der 

Kausalitätsbeurteilung dar. In der Regel zeigt sich eine Beschwerdesymptomatik unmittelbar nach dem 

Unfall oder zumindest in zeitlicher Nähe am stärksten. Die Schmerzen werden im Regelfall auch im 

entsprechenden Umfang wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung diagnostiziert. 

Können traumatische Verletzungen radiologisch sichtbar gemacht werden, geschieht das am besten 

unmittelbar, nachdem sie sich ereignet haben (EVALOTTA SAMUELSSON, Neuregelung der 

unfallähnlichen Körperschädigung, in: SZS 2018 S. 335 ff., 352 f.; vgl. auch <https://www.radiologie.uk-

erlangen.de/>, unter <Patienten und Besucher>, <Körperregionen>, <Bewegungsapparat>, abgerufen 

am 16. Juni 2025). Denn danach schliesst sich der Heilungsprozess an, der in der Regel zu einer 
stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen führt (vgl. dazu <https://www.schulthess-

klinik.ch/de/handchirurgie/sturz-auf-die-hand-zuerst-roentgen-wann-ct-oder-mri>, abgerufen am 16. 

Juni 2025). Auch klinisch zeigen sich massgebende Verletzungen in der Regel unmittelbar nach einem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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verursachenden Ereignis am auffälligsten, d.h., sie präsentieren sich in Form von Schmerzen und 

Funktionseinschränkungen, und ihr Vorliegen kann – zumindest klinisch – vermutet werden 

(SAMUELSSON, a.a.O., S. 352 f.). Insofern ist dem Grundsatz Rechnung zu tragen, dass die 

Anforderungen an den Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs im Grad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit strenger sind, je grösser der zeitliche Abstand zwischen einem berichteten Ereignis 
und der Objektivierung einer Schädigung ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. September 2008, 

8C_102/2008, E. 2.2; RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Dieser Grundsatz ist insbesondere in 

denjenigen Fällen zu beachten, in welchen nach einer längeren Latenzzeit radiologisch nur Befunde 

erhoben werden konnten, welche verschiedene Ursachen (traumatische, degenerative oder krankhafte) 

haben können. Vorliegend wurde das linke Kniegelenk aufgrund fehlender Schmerzen kurz nach dem 

Unfallereignis nicht ärztlich untersucht (vgl. Notfallbericht des Spitals D.___ [Suva-act. 35-2]: «Herr 

A.___ habe um circa 7 Uhr bei einer frontal-Kollision sich den Kopf, Schulter, Handgelenk, Thorax, 

Hüfte und Fuss links gegen die Autotür angeschlagen. Er habe seit dem Unfall Schwindel, 

Kopfschmerzen parietooccipital links, Nackenschmerzen, Zahnschmerzen oberhalb des künstlichen 

Zahnes Dens caninus oben rechts, Schulterschmerzen, Handgelenk- und Hüftschmerzen»). Dieser 

zeitliche Ablauf widerspiegelt die medizinische Erfahrungstatsache, dass sich degenerative 

Erkrankungen naturgemäss durch einen progredienten Verlauf (zum Beispiel durch eine Vergrösserung 

einer einzelnen Schädigung oder durch Hinzutreten von Begleiterscheinungen) auszeichnen. Im 
Gegensatz zu einem akuten Trauma ist eine Degeneration ein fortschreitender Prozess, sie beginnt 

also unbedeutend und nimmt im Verlauf zu. Dies erklärt auch, dass ihre typische Symptomatik nicht 

von Beginn weg umfassend, mit ganzer Schwere auftreten muss, sondern bei wachsender Ausprägung 

zunächst schleichend beginnt und sich irgendwann deutlich manifestiert. Ein zu Beginn symptomloser 

oder höchstens geringe Beschwerden bereitender degenerativer Zustand wird also in einem 

bestimmten Zeitpunkt – in der Regel dann, wenn dessen Umfang ein gewisses Ausmass überschreitet 

– symptomatisch (ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 586, 

728 ff.). Vor diesem Hintergrund ist die Aussage von pract. med. O.___, zehn beschwerdefreie Monate 

nach dem Unfallereignis könnten die auftretenden linksseitigen Kniebeschwerden überwiegend 

wahrscheinlich nicht dem Unfall zugeordnet werden, weshalb sie rein degenerativ bedingt seien (Suva-

act. 136), nachvollziehbar. 

4.4.4 Im Einklang mit diesen Ausführungen hielten schliesslich auch die Ärzte des Spitals D.___ 
anlässlich der am 6. November 2023 stattgefundenen Sprechstunde die Diagnose eines degenerativen 

Innenmeniskusriss und beginnende Gonarthrose fest (Suva-act. 122-2 f.). Auch die Aussage von pract. 
med. O.___, eine horizontale Meniskusläsion spreche für die Verursachung durch vorbestehende 

Texturstörungen (Degeneration), findet in der medizinischen Literatur Stütze (vgl. etwa 

<https://www.lumedis.de/horizontalriss-meniskus.html>, abgerufen am 16. Juni 2025; vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts vom 14. Februar 2025, 8C_381/2024, E. 4.5.1; Entscheid des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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16/23 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2022, UV 2021/21, E. 5.4). Abschliessend 

ist darauf hinzuweisen, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers im Rahmen der Sprechstunde 

vom 6. November 2023, er habe vor dem Unfall nie Kniebeschwerden gehabt, sich in der 

beweisrechtlich nicht zulässigen Argumentation nach der Formel «post hoc ergo propter hoc», nach 

deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, 
weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 

2013, 8C_332/2013, E. 5.1; vgl. vorstehende E. 2.3), erschöpft.  

4.4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die versicherungsmedizinische Beurteilung von pract. 
med. O.___ gänzlich zu überzeugen vermag und die Beweisanforderungen an ein Aktengutachten 

erfüllt (vgl. vorstehende E. 2.6). 

4.4.6 Nach dem Gesagten ist auch eine Teilursächlichkeit des Unfallereignisses vom 17. November 
2022 für die linksseitigen Kniebeschwerden überwiegend wahrscheinlich auszuschliessen, womit sich 

auch die Prüfung einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Listendiagnose des 

Meniskusrisses nach Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG erübrigt, da hierfür nicht nur Teilursächlichkeit, sondern 

eine überwiegende traumatische Ursächlichkeit gefordert wird. 

5.  

Der Beschwerdeführer machte über den Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus bestehende Schmerzen 

in der LWS geltend (Suva-act. 138). Im Bereich der Wirbelsäule verneinte Dr. M.___ in seiner 
versicherungsmedizinischen Kurzbeurteilung vom 24. Oktober 2023 durch den Unfall vom 17. 

November 2022 verursachte strukturelle Schädigungen (Suva-act. 105). Dies ist angesichts der MRT-

Befunde vom 7. Juli 2023 (Suva-act. 85) ohne weiteres nachvollziehbar. Eine direkte Kontusion der 

LWS beim Unfall ist nicht dokumentiert (vgl. den Bericht vom 21. November 2022 zur Notfallkonsultation 

[Suva-act. 138]) und ist mit Blick auf den Unfallhergang auch nicht überwiegend wahrscheinlich. Falls 

es durch den Unfall zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes an der LWS 

gekommen ist, kann in solchen Fällen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach derzeitigem 

medizinischem Wissensstand das Erreichen des Status quo sine nach drei bis vier Monaten erwartet 

werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2). Vor diesem 

Hintergrund ist die Einschätzung von Dr. M.___, dass überwiegend wahrscheinlich seit dem 29. August 

2023, d.h. rund neun Monate nach dem Unfallereignis, ein Zustand vorliege, wie dieser auch ohne das 

Unfallereignis vorgelegen hätte, nicht anzuzweifeln. Folglich stehen die fortbestehenden Schmerzen in 

der LWS der Leistungseinstellung per 3. November 2023 nicht entgegen.  

6.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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17/23 

6.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung von 
Dr. L.___ vom 23. Oktober 2023 (Suva-act. 104) einen überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen der Taubheit auf dem linken Ohr und dem Unfallereignis vom 17. 

November 2022. In diesem Zusammenhang erbrachte sie keine Versicherungsleistungen, übernahm 

jedoch die meisten bis zum 3. November 2023 erfolgten Behandlungen im Rahmen von Abklärungen 
(Suva-act. 107). An dieser Auffassung hielt sie auch im Einspracheentscheid fest. 

6.2 Dr. L.___ führt in ihrer versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 23. Oktober 2023 aus, dass 
im Rahmen der notfallmässigen Vorstellung im Spital D.___ am Unfalltag keine Hörminderung 

dokumentiert worden sei. Über das asymmetrische Gehör linksbetont sei erst im Verlauf von Dr. G.___ 

berichtet worden. Nach einer Therapie mit Arzneimitteln sei jedoch im März 2023 ein symmetrisches 

Verlaufsaudiogramm dokumentiert worden. Erst in der Audiometrie im August 2023, und damit mehr 

als neun Monate nach dem Unfallereignis, habe sich neu eine Ertaubung linksseitig gezeigt. Bei 

zwischenzeitlich vorgelegenem symmetrischem Gehör könne der plötzliche Abfall des Hörvermögens 

auf der linken Seite nicht mehr mit dem Unfallereignis assoziiert werden. Bei einer Contusio Cochleae 

sei mit einem direkten Abfall des Hörvermögens unmittelbar nach Unfallereignis zu rechnen, und eine 

weitere Verschlechterung im Sinne einer Ertaubung sei nicht zu erwarten, wenn diese nicht direkt nach 

dem Trauma eingetreten sei. Des Weiteren hätte sich die ORL-ärztliche Untersuchung neben der 

Audiometrie unauffällig gezeigt. Auch in der MRT des Neurocraniums (vgl. Suva-act. 70) und der CT 
des Schädels (vgl. Suva-act. 43) hätten sich keine Hinweise auf eine Verletzung/Fraktur im Bereich 

dieser Felsenbeine gezeigt; die vestibulären Cochleae seien beidseits unauffällig gewesen. 

Zusammenfassend sei die vorliegende Taubheit links bei zwischenzeitlich dokumentierter 

altersentsprechender Normakusis (per 1. März 2023) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf 

das Unfallereignis zurückzuführen. Die Beschwerden seien zudem nicht durch bildgebende Verfahren 

objektivierbar (Suva-act. 104). 

6.3 Im Rahmen der Notfallkonsultation vom 17. November 2022 im Spital D.___ bekundete der 
Beschwerdeführer keine Hörschwierigkeiten (vgl. Suva-act. 35-2). Auch die echtzeitliche Untersuchung 

lieferte keine diesbezüglichen Hinweise. Wie Dr. L.___ zurecht in ihrer versicherungsmedizinischen 

Beurteilung ausführte, wurde erst im Verlauf von einem asymmetrischen Gehör berichtet, sodass der 

Beschwerdeführer erstmals am 7. Dezember 2022 den HNO-Arzt aufsuchte. Zudem sind die 

Ausführungen von Dr. L.___, der Verlauf der Hörminderung spreche gegen eine traumatische Ursache 

derselben, nachvollziehbar. Denn die im Rahmen des Reintonaudiogramms vom 7. Dezember 2022 

diagnostizierte linksbetonte Perzeptionsschwerhörigkeit beidseits fiel nach einer medikamentösen 
Behandlung am 1. März 2023 symmetrisch aus (Suva-act. 37-2, 76-2). Erst im August 2023 konnte eine 

an Taubheit grenzende Innenohrschwerhörigkeit links (bei leichter Hochtoninnenohrschwerhörigkeit 

rechts) erhoben werden. Ein solcher Verlauf ist jedoch nicht üblich für traumatisch bedingte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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18/23 

Hörschwierigkeiten, da ein unfallbedingter Hörabfall – wie Dr. L.___ ausführt – überwiegend 

wahrscheinlich direkt oder innert äusserst kurze Zeit nach dem Unfall vorgelegen hätte («plötzlicher 

Hörverlust»; vgl. <https://www.msdmanuals.com/>, unter «Heim», Hals-, Nasen- und 

Ohrerkrankungen», «Schwerhörigkeit und Taubheit», «Plötzlicher Hörverlust», abgerufen am 17. Juni 

2025). Ein dermassen starker und erst neun Monate nach Unfallereignis auftretender Abfall des 
Hörvermögens bei zwischenzeitlich vorgelegenem symmetrischem Gehör ist überwiegend 

wahrscheinlich nicht unfallbedingt. Aufgrund des zeitlichen Verlaufs erweist sich die Beurteilung von Dr. 

L.___, dass die linksseitige Hörminderung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht natürlich kausal 

auf das Unfallereignis vom 17. November 2022 zurückzuführen sei, als nachvollziehbar. Die 

Beantwortung des Fragenkatalogs durch Dr. J.___ (vgl. Suva-act. 128) vermag daran nichts zu ändern, 

zumal diese massgebend auf der Argumentation «post hoc ergo propter hoc» beruht. Mangels 

Vorliegens des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und der linksseitigen 

Hörminderung erübrigt sich die Prüfung der Adäquanz. 

7.   

7.1 Für die vom Beschwerdeführer beklagten parietookzipitalen Kopfschmerzen links betont (act. G1-
4 Ziff. 11, G1.6; vgl. zudem Suva-act. 19-5, 26, 35-2, 55-2 ff., 69, 70, 127-4), Nackenbeschwerden (act. 

G1.6; Suva-act. 19-5, 25-2, 26, 35-2, 55, 69-1, 70-1) sowie den Tinnitus links (act. G1-4 Ziff. 11, G1.6, 

G3-2 Ziff. 4; vgl. zudem Suva-act. 25-2) bestehen keine organisch objektivierbaren Korrelate: Die 
apparativen Untersuchungen des Neurocraniums zeigten keine Auffälligkeiten, sondern normale 

intrakranielle Strukturen ohne Nachweis akuter Traumafolgen. Insbesondere wurde auch ein 

signifikantes Galeahämatom verneint (Suva-act. 43-1 [CT-Untersuchung vom 17. November 2022]). 

Ein Anhalt für posttraumatische Alterationen konnte ausgeschlossen werden (Suva-act. 70 [MRT-

Untersuchung vom 7. Juni 2023]). Ebenso liessen sich die Nackenschmerzen nicht organisch erklären 

(vgl. Suva-act. 35-3, 69, 70). Gleiches gilt in Bezug auf den Tinnitus, der im Zusammenhang mit dem 

Hörverlust genannt wird (zur Hörminderung vgl. vorstehende E. 6; vgl. BGE 138 V 248 E. 5). Strukturelle 

Unfallfolgen hinsichtlich dieser Gesundheitsbeeinträchtigungen werden entsprechend auch nicht vom 

Beschwerdeführer geltend gemacht. Nachfolgend ist daher der adäquate Kausalzusammenhang dieser 

über den Leistungseinstellungszeitpunkt beklagten Beschwerden zu prüfen. 

7.2 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 
Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen und 

Schädelhirntraumen auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre 

nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für 
ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden nicht mit 

entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, MRT, CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt 

allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Distorsionen der HWS sind Folgen von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer Überdehnung und 

Überbiegung auf die HWS einwirken und mit einem Kopfanprall verbunden sein können. Ein 

eigentliches Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn durch die plötzliche Beschleunigung des 

getroffenen Fahrzeugs der Kopf eines Insassen – ohne Kopfanprall – zuerst nach hinten knickt und 

anschliessend nach vorne beschleunigt wird. Ist der Beschleunigungsmechanismus mit einem 
Kopfanprall verbunden, sollte nicht von einem Schleudertrauma, sondern von einer HWS-Distorsion 

gesprochen werden (vgl. dazu THOMAS LOCHER, HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] – Einführung in 

die Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: Erwin Murer/Peter Niederer/Bodgan 

Radanov/Alexandra Rumo-Jungo/Matthias Sturzenegger/Felix Walz [Hrsg.], Das sogenannte 

«Schleudertrauma» – medizinische, biomechanische und rechtliche Aspekte der Distorsionen der 

Halswirbelsäule, 2001, S. 31 f.).  

7.3 Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 
und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie 

diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche 

Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch BGE 117 

V 382 E. 4b). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss nicht in seiner 
umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Es 

genügt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren 

(Urteile des Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_413/2008, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen, und 

15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die anderen im Rahmen des 

Schleudertraumas oder der HWS-Distorsion typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich 

jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen. 

7.4 Im vorliegenden Fall wurden in der notfallmässigen Untersuchung vom 17. November 2022 im 
Spital D.___ Klopf- und Druckdolenzen an der HWS paravertebral links und im Verlauf des Trapezius 

sowie an der LWS 4-S1 dokumentiert (Suva-act. 35-3). In diesem Zusammenhang diagnostizierten 

sowohl pract. med. H.___ (Suva-act. 25-2: «[c]ervikales Schmerzsyndrom nach Distorsion 11/2022»), 

Dr. G.___ (Suva-act. 37-2: «[z]ervikogene Schmerzsymptomatik links»), Dr. J.___ (Suva-act. 80-2: 

«Cervikalsyndrom links») und die Konsiliarärztin Wirbelsäulenchirurgie am Spital D.___ (Suva-act. 152-

1: «Cervicobrachialgie links») eine zervikale Schmerzsymptomatik und damit von der HWS ausgehende 
Beschwerden. Ein Verkehrsunfall wie der vorliegende gilt zudem als typische Ursache eines 

Schleudertraumas (bzw. einer Schleudertrauma äquivalenten Verletzung), da es dabei zu einer 

plötzlichen unkontrollierten Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Kopfes über dem Rumpf kommt 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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20/23 

(vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 269. Aufl. 2023, S. 1570). Der Beschwerdeführer berichtete 

sodann direkt nach dem Unfallereignis von Schwindel, Sehstörungen, Kopf- und Nackenschmerzen 

(Suva-act. 35-2, 43-1), womit ein klassisches Beschwerdebild innert der von der Rechtsprechung 

geforderten Latenzzeit vorgelegen hat. Der Tinnitus wird hingegen erstmals im Bericht zur HNO-

Konsultation vom 7. Dezember 2022 erwähnt. Ob der natürliche Kausalzusammenhang bezüglich 
Tinnitus zu bejahen ist, kann jedoch – wie sich zeigen wird – offenbleiben, zumal die Adäquanzprüfung 

anhand der vom Bundesgericht aufgestellten strengen Kriterien negativ ausfällt. Nach dem Gesagten 

ist die Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis vorzunehmen (zur Triage vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2016, 8C_12/2016, E. 7.1; zur Schleudertrauma-Praxis vgl. BGE 134 V 

109, 117 V 359), wie dies die Beschwerdegegnerin beim Erlass der Verfügung getan zu haben scheint, 

während sie im Einspracheentscheid die Psycho-Praxis zur Anwendung brachte (vgl. Suva-act. 156-8 

E. 4a). 

7.5 Direkt nach dem Unfall wird auch bei der Anwendung der Schleudertrauma-Praxis die Adäquanz 
des Kausalzusammenhanges ohne Weiteres bejaht. Wie erwähnt (vgl. vorstehende E. 2.2), ist die 

Adäquanzprüfung auf den Zeitpunkt des sogenannten «Fallabschlusses» hin vorzunehmen, mithin auf 

jenen Zeitpunkt, ab dem von der Fortsetzung der medizinischen Behandlung keine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist, wobei – anders als bei der Anwendung der Psycho-

Praxis – nicht nur die organischen Beschwerden zu berücksichtigen, sondern das gesamte 
vielschichtige Beschwerdebild miteinzubeziehen ist (KOSS UVG-NABOLD, N 80 zu Art. 6). Da für den 

Zeitraum ab Leistungseinstellung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes aktenkundig 

ist und eine solche auch nicht vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, ist der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses (3. November 2023) nicht zu beanstanden. 

7.6   

7.6.1 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist (analog zu den bei psychischen Fehlentwicklungen nach 
Unfall geltenden Grundsätzen) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 

zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 

Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit 

anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen banalen bzw. 

leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die 
Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein 

schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem 

Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 

abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen 

werden (BGE 134 V 109 E. 10.1 mit weiteren Hinweisen). 

7.6.2 Als in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien gelten nach der Rechtsprechung (1) 
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, (2) die Schwere 

oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, (3) eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 

Behandlung, (4) erhebliche Beschwerden, (5) eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, (6) ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und (7) 

eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3).  

7.7 Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit 
den sich dabei entwickelnden Kräften (Urteil des Bundesgerichts vom 23. März 2009, 8C_986/2008, E. 

4.2 mit Hinweisen) und nicht das Unfallerlebnis durch die versicherte Person selbst (Urteil des 

Bundesgerichts vom 5. Mai 2009, 8C_965/2008, E. 4.2). Das Bundesgericht qualifizierte den Fall, als 

ein entgegenkommender Personenwagen beim Abbiegen nach links auf eine Autobahneinfahrt frontal 

mit der rechten Fahrzeugseite des Personenwagens der versicherten Person kollidierte und sich diese 

dabei ein Polytrauma zuzog, als mittelschweren Unfall im engeren Sinne (Urteil des Bundesgerichts 

vom 9. September 2014, 8C_268/2014, E. 3.6 mit Hinweisen zur Kasuistik). Dies entspricht weitgehend 
dem Unfallhergang im vorliegenden Fall. Auszugehen ist damit von einem mittelschweren Unfall im 

engeren Sinne, womit zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens drei der 

relevanten Adäquanzkriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein 

muss bzw. müssen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5, und 

vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis; NABOLD, a.a.O., S. 65 ff.). 

7.8 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit 
des Unfalls ist vorliegend nicht erfüllt, zumal jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. November 2019, 8C_473/2019, E. 5.2; 

BGE 148 V 301 E. 4.4.3 mit Hinweisen) und an die Erfüllung des Kriteriums daher deutlich höhere 

Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2022, 8C_451_2022, E. 

4.2.2 mit Hinweisen). Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich 

gleich zu behandelnden Verletzung) genügt sodann für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums 

der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hierzu einer besonderen Schwere 
der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das 
Beschwerdebild beeinflussen können, wie etwa eine beim Unfall eingenommene besondere 

Körperhaltung und dadurch bewirkte Komplikationen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die 

versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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22/23 

Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 mit 

Hinweisen). Solche liegen hier nicht vor, zumal das Beschwerdebild für ein Schleudertrauma «typisch» 

und nicht besonders ausgeprägt ist. Mangels Hinweisen ist vorliegend auch das Kriterium von nach 

dem Unfall fortgesetzt spezifischen, den Beschwerdeführer belastenden ärztliche Behandlungen bis 

zum Fallabschluss zu verneinen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2016, 8C_833/2016, 
E. 6.4, wo das Bundesgericht selbst mehrere stationäre Aufenthalte als nicht genügend erachtete). 

Bezüglich erheblicher Beschwerden hat das Bundesgericht festgehalten, es könnten nur in der Zeit 

zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch 

bestehende erhebliche Beschwerden adäquanzrelevant sein, wobei sich die Erheblichkeit nach den 

glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt, beurteile. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an 

Beschwerden im Nacken-, Kopf- und Wirbelsäulenbereich litt und noch leidet. Auch ist klar, dass er 

durch die chronischen Kopfschmerzen, die Nackenschmerzen und auch den Tinnitus im Lebensalltag 

eingeschränkt ist. Gerade auch die damit einhergehende Einnahme von Medikamenten gegen die 

Kopfschmerzen könnten – so zumindest Dr. P.___ (act. G1.6-2) – zu einem 

Medikamentenübergebrauch und damit einhergehenden Beschwerden geführt haben. Dieses Kriterium 

ist daher, jedoch nicht in ausgeprägter Weise, als erfüllt anzusehen. Hingegen bestehen keine Hinweise 

auf ärztliche Fehlbehandlungen, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätten. Ebenso kann 
in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung weder von einem schwierigen Heilungsverlauf 

noch von erheblichen Komplikationen ausgegangen werden. Der Umstand, dass trotz einer Behandlung 

und regelmässiger Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnten, führt nicht zur 

Bejahung dieses Kriteriums (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2007, U 503/06, E. 7.6). 

Das Kriterium erheblicher Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen kann – angesichts 

dessen, dass einzig ein Kriterium in nicht ausgeprägter Weise erfüllt ist – offengelassen werden, wobei 

darauf hinzuweisen ist, dass gemäss Dr. M.___ seit dem 30. August 2023 von einer vollen 

uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (zumindest fiktiv, da der 

Beschwerdeführer nunmehr pensioniert ist). 

7.9 Zusammenfassend erweisen sich die vom Beschwerdeführer geklagten parietookzipitalen 
Kopfschmerzen links betont, die Nackenbeschwerden und der Tinnitus links in Anwendung der strengen 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung als nicht zum Unfallereignis vom 17. November 2022 adäquat 

kausal. Demnach kann die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und 

den genannten Beschwerden besteht, offengelassen werden (vgl. BGE 135 V 465 E. 5.1; NABOLD, 
a.a.O., S. 57). 

8.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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23/23 

8.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 21. Oktober 2024 gegen den Einspracheentscheid 
vom 19. September 2024 abzuweisen und Letzterer zu bestätigen. 

8.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

8.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
Beschwerdegegnerin hat unabhängig vom Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 22.08.2025
	Art. 4 und 43 Abs. 1 ATSG; Art. 6 Abs. 1 UVG. Verkehrsunfall. Die versicherungsmedizinischen Beurteilungen, gemäss welchen überwiegend wahrscheinlich kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Kniebeschwerden sowie der linksseitigen Hörminderung besteht, vermögen zu überzeugen und erfüllen die Beweisanforderungen an ein Aktengutachten. Für die vom Beschwerdeführer beklagten parietookzipitalen Kopfschmerzen links betont, Nackenbeschwerden sowie den Tinnitus links bestehen keine organisch objektivierbaren Korrelate. Der adäquate Kausalzusammenhang ist in Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen, weshalb bezüglich dieser Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs verzichtet werden kann. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. August 2025, UV 2024/71).

		2026-01-28T04:11:16+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen