# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60c5e1dc-2e9c-5685-b562-b81259660049
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 11.10.2023 101 2023 160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2023-160_2023-10-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2023 160

Urteil vom 11. Oktober 2023 

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richterinnen: Dina Beti, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwalt Markus Meuwly

gegen

B.________ AG, Klägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Simone Zurwerra

Gegenstand Werklohn – Stillschweigende Annahme (Art. 6 OR)

Berufung vom 16. Mai 2023 gegen den Entscheid des Zivilgerichts 
des Seebezirks vom 14. April 2023

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Sachverhalt

A. Die B.________ AG führte diverse Werkarbeiten für A.________ aus. Am 21. Mai 2021 liess 
sie ihm einen Zahlungsbefehl über CHF 53'732.80 zzgl. Zins zu 5% seit dem 27. November 2020 
zukommen. A.________ erhob Rechtsvorschlag (act. 2/12). 

Nachdem der B.________ AG am 23. August 2021 die Klagebewilligung ausgestellt worden war (10 
2021 334, act. 6), reichte sie am 22. November 2021 beim Zivilgericht des Seebezirks (nachstehend: 
das Zivilgericht) eine Forderungsklage gegen A.________ ein (act. 1).

A.________ schloss mit Klageantwort vom 4. März 2022 auf Abweisung der Klage. Das Betreibungs-
amt des Seebezirks sei gerichtlich anzuweisen, die Betreibung Nr. ccc zu löschen. Alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin (act. 6).

Mit Replik vom 27. Mai 2022 stellte die B.________ AG folgende, angepasste Rechtsbegehren 
(act. 11):

1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen Betrag von CHF 55'947.80, zuzüglich 
5% Zins seit dem 14. November 2020, sowie einen Betrag von CHF 103.30, zu bezahlen. 

2. Es sei der Klägerin in der Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Seebezirks für den 
Betrag von CHF 53'732.80, zuzüglich 5% seit dem 27. November 2020, zuzüglich CHF 
103.30 für die Kosten des Zahlungsbefehls, die definitive Rechtsöffnung zu gewähren. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten, zuzüglich CHF 
300.- für die Kosten des Schlichtungsverfahrens.

A.________ bestätigte mit Duplik vom 19. August 2022 seine Rechtsbegehren (act. 15). 

Am 23. August 2022 teilte der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks (nachstehend: der Präsi-
dent) den Parteien mit, er gedenke eine Expertise durchführen zu lassen. Den Parteien wurde Frist 
gesetzt, um bezüglich des weiteren Vorgehens Stellung zu nehmen (act. 17). 

Mit Eingabe vom 24. August 2022 stellte A.________ den Antrag, das Verfahren sei in Anwendung 
von Art. 125 Bst. a ZPO in einem ersten Schritt auf die Frage zu beschränken, ob zwischen den 
Parteien bereits eine rechtsgültige Vereinbarung über die Vergütung vorliege und ob er diesen 
Betrag bezahlt habe. Er beantragte zudem, es sei eine erste Hauptverhandlung im beschränkten 
Verfahren durchzuführen (act. 18). 

Die B.________ AG sprach sich hingegen mit Stellungnahme vom 29. August 2022 für die Anord-
nung einer Expertise vor Durchführung der Hauptverhandlung aus (act. 20). 

A.________ äusserte sich hierzu spontan am 30. August 2022 (act. 21).

Der Präsident lud die Parteien am 2. November 2022 zur Hauptverhandlung vor und informierte sie 
darüber, dass im Rahmen dieser Hauptverhandlung über den Antrag von A.________ auf Verfah-
rensbeschränkung entschieden würde (act. 23 f.). 

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 11. Januar 2023 entschied das Zivilgericht, das Verfahren 
vorerst auf die Frage, ob sich die Parteien am 6. oder 9. April 2020 rechtsgültig über die Werklohn-
forderung der B.________ AG geeinigt haben, zu beschränken. Die Verhandlung wurde im 

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beschränkten Verfahren fortgeführt. Es wurden die Parteien sowie die Zeugen D.________ und 
E.________ einvernommen (act. 27).

B. Mit Entscheid vom 14. April 2023 stellte das Zivilgericht fest, dass keine rechtsgültige Verein-
barung über den Werklohn der B.________ AG vorliegt. Die Kosten blieben vorbehalten.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 16. Mai 2023 Berufung. Er beantragt, es sei 
festzustellen, dass eine rechtsgültige Vereinbarung über den Werklohn der B.________ AG vorliegt 
und der Berufungskläger den per Stichtag 6. April 2020 geschuldeten Saldo von CHF 10'039.- des 
Werklohnes am 19. Oktober 2020 bezahlt hat. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die B.________ AG schloss mit Berufungsantwort vom 7. Juni 2023 auf Abweisung der Berufung, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Am 29. August und 4. September 2023 reichten die Parteien ihre jeweiligen Kostenlisten ein. 

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung anfechtbar sind namentlich erstinstanzliche Zwischenentscheide (Art. 308 Abs. 
1 Bst. a ZPO), sofern der Streitwert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 
10'000.- beträgt (Art. 308 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch die Rechtsbe-
gehren bestimmt. 

Das Gericht kann einen Zwischenentscheid treffen, wenn durch abweichende oberinstanzliche Beur-
teilung sofort ein Endentscheid herbeigeführt und so ein bedeutender Zeit- oder Kostenaufwand 
gespart werden kann. Der Zwischenentscheid ist selbstständig anzufechten; eine spätere Anfech-
tung zusammen mit dem Endentscheid ist ausgeschlossen (Art. 237 ZPO).

Fraglich ist, ob es sich vorliegend um einen anfechtbaren Zwischenentscheid handelt, da das Zivil-
gericht das Verfahren nur auf die Frage beschränkt hat, ob sich die Parteien am 6. oder 9. April 2020 
rechtsgültig über die Werklohnforderung der B.________ AG geeinigt haben, und nicht auch auf die 
Frage, ob diese Forderung bereits bezahlt wurde. Die Frage kann jedoch aufgrund des Ausgangs 
des Verfahrens offenbleiben.

Angesichts der im vorinstanzlichen Verfahren und im Berufungsverfahren strittigen Forderung von 
CHF 55'947.80 ist sowohl die Streitwertgrenze von CHF 10'000.- für die Berufung als auch diejenige 
von CHF 30'000.- für eine Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht (Art. 51 und 74 BGG) 
erreicht.

1.2. Die Berufungsfrist beträgt 30 Tage seit Zustellung des begründeten Entscheides (Art. 311 
Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde dem Berufungskläger am 17. April 2023 zugestellt. 
Die am 16. Mai 2023 eingereichte Berufung erfolgte demnach fristgerecht. 

1.3. Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO), was vorliegend 
der Fall ist.

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1.4. Mit der Berufung können sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.5. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. Da sich die zur Entscheidung nötigen Informationen in den 
Akten befinden, wird auf eine Verhandlung sowie die Einvernahme der Parteien und D.________ 
verzichtet.

1.6. Neue Tatsachen und Beweismittel werden nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 
konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

Die Berufungsbeklagte macht geltend, dass es sich bei der Behauptung, wonach die Parteien 
während der gesamten Geschäftsbeziehung kein einziges Dokument unterschrieben hätten und 
durch Urkunden erstellt sei, dass die Parteien bei der mündlichen Vereinbarung vom 21. Juli 2020 
betreffend «Minimalvariante» gleich vorgegangen seien wie bei der Vereinbarung vom 6. April 2020, 
um unzulässige neue Tatsachenbehauptungen handle. 

Dies trifft jedoch nicht zu, befanden sich diese Informationen doch bereits in den Akten (vgl. E. 6.1 
und 8.5 des angefochtenen Entscheids sowie act. 6/13 f.). Fraglich ist hingegen, ob es sich bei der 
Behauptung, dass betreffend die «Minimalvariante» ein Pauschalpreis vereinbart worden sei, um 
eine zulässige Tatsachenbehauptung handelt. Die Frage kann jedoch aufgrund des Ausgangs des 
Verfahrens offenbleiben.

2.

Vorliegend strittig ist die Frage, ob es anlässlich eines Treffens vom 6. April 2020 mit anschliessen-
der Bestätigung per E-Mail vom 9. April 2020 zwischen den Parteien zu einer Einigung über den 
noch geschuldeten Betrag für die bis zu diesem Zeitpunkt von der Berufungsbeklagten erbrachten 
Leistungen gekommen ist.

2.1. Der Berufungskläger beanstandet, dass die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der Aussagen 
nicht richtig gewürdigt habe. Die Ausführungen der Berufungsbeklagten bzw. von D.________ als 
deren damaligen Vertreter in der Forderungsklage, der Replik und an der Sitzung vom 11. Januar 
2023 seien widersprüchlich. Hingegen seien seine Aussagen sowie diejenigen seiner Tochter, 
E.________, glaubhaft. Die Parteien wären nicht zu einer Fortsetzung der Zusammenarbeit bereit 
gewesen, wenn sie nicht an der Besprechung vom 6. April 2020 über die Werklohnforderung der 
Berufungsbeklagten einig geworden wären. Er hätte auch am 19. Oktober 2020 nicht die Zahlung 
über den sich aus der handschriftlichen Schlussabrechnung resultierenden Saldo ausgelöst. Er habe 
ausserdem der Berufungsbeklagten am 9. April 2020 das Protokoll vom 6. April 2020 zukommen 
lassen, wobei es sich um ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben gehandelt habe. Dieses sei 
unwidersprochen geblieben. 

Die Berufungsbeklagte ist hingegen der Ansicht, dass die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der Aussa-
gen richtig beurteilt hat. Eine Vereinbarung betreffend den Werklohn sei nicht zustande gekommen.

2.2. Zum Abschluss eines Vertrages ist die übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung 
der Parteien erforderlich. Sie kann eine ausdrückliche oder stillschweigende sein (Art. 1 OR).

Stillschweigen gilt nur als Zustimmung zu einem Antrag, wenn wegen der besonderen Natur des 
Geschäfts oder nach den Umständen eine ausdrückliche Annahme nicht zu erwarten ist und der 

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Antrag nicht binnen angemessener Frist abgelehnt wird (Art. 6 OR). Entsprechend dem Grundsatz, 
dass Schweigen nicht Einverständnis bedeutet, ist diese Bestimmung nicht weit auszulegen (Urteil 
BGer 9C_157/2009 vom 6. Juli 2009 E. 4.2.2.1 m.H.). Die besondere Natur des Geschäfts wird unter 
anderem dann angenommen, wenn der Antrag für den Empfänger nur vorteilhaft ist oder zwischen 
den Parteien ein besonderes Vertrauensverhältnis aufgrund bestehender Geschäftsverbindung 
besteht (Urteil BGer 4A_144/2012 vom 11. September 2012 E. 4.2 m.H.). 

Das Bestätigungsschreiben besteht grundsätzlich in einer schriftlichen Erklärung, worin der Erklä-
rende dem Empfänger des Schreibens mitteilt, er habe mit ihm einen in der Erklärung umschriebe-
nen mündlichen Vertrag abgeschlossen (Urteil BGer 4A_508/2007 vom 25. März 2008 E. 2.2 m.H.). 
Das Bestätigungsschreiben ist an keine bestimmte Form gebunden und braucht nicht ausdrücklich 
als solches bezeichnet zu werden. Immerhin muss es zum Zwecke der Bestätigung und nicht für 
anderes aufgesetzt werden. Das Bestätigungsschreiben braucht nicht das ganze Vertragsergebnis 
in allen Einzelheiten zusammenzufassen. Es kann sich auf das beschränken, was die bestätigende 
Partei zur leichteren Beweisbarkeit festhalten will (SCHMIDLIN, in Berner Kommentar, Obligationen-
recht,1986, Art. 6 N. 82).

Ein Schreiben, das eine bereits getroffene mündliche Vereinbarung bestätigt, dient grundsätzlich 
nur dem Beweis dieses bereits zustande gekommenen Vertrags; bleibt es unwidersprochen, hat es 
die Vermutung der Richtigkeit für sich (Urteil BGer 4C.303/2001 vom 4. März 2002 E. 2b m.H.). 
Umstritten ist, wie weit diese beweisrechtliche Bedeutung geht (vgl. GAUCH/SCHLUEP/SCHMID, OR 
AT, 11. Aufl. 2020, Rz. 1161, Fn. 421). 

Von der Beweisbedeutung zu unterscheiden ist die Fage nach der konstitutiven Wirkung des Bestä-
tigungsschreibens. Sie stellt sich dann, wenn im Einzelfall feststeht, dass ein Bestätigungsschreiben 
vom Besprochenen abweicht, weil der bestätigte Vertrag überhaupt nicht oder nicht mit dem bestä-
tigten Inhalt abgeschlossen wurde (GAUCH/SCHLUEP/SCHMID, Rz. 1162).

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann einem unwidersprochen gebliebenen Bestäti-
gungsschreiben jedenfalls im kaufmännischen Verkehr rechtserzeugende Kraft mit konstitutiver 
Wirkung zukommen. Diese ergibt sich aus dem Vertrauensgrundsatz, welcher eine Bindung des 
Empfängers zur Folge haben kann, wenn er schweigt, obwohl er Anlass gehabt hätte, dem Schrei-
ben zu widersprechen. Der Absender darf jedoch nicht von einer solchen Bindung ausgehen, wenn 
sein Schreiben vom Verhandlungsergebnis derart abweicht, dass nach Treu und Glauben nicht mehr 
mit dem Einverständnis des Empfängers gerechnet werden darf. Dies beurteilt sich nach einem 
objektiven Massstab, hängt folglich nicht von der subjektiven Einstellung des Absenders ab (BGE 
114 II 250 E. 2a; vgl. dazu auch BGE 123 III 35 E. 2c/aa; Urteile BGer 9C_157/2009 vom 6. Juli 
2009 E. 4.2.2.1; 4C.382/2001 vom 12. März 2002 E. 3b; je m.H.).

2.3. Zu prüfen ist zunächst, ob sich die Parteien an der Besprechung vom 6. April 2020 geeinigt 
haben. 

2.3.1. Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers war die Berufungsbeklagte nicht verpflichtet, die 
Besprechung vom 6. April 2020 und die E-Mail vom 9. April 2020 in ihrer Klage vom 22. November 
2021 zu erwähnen. Es ist der Berufungskläger, welcher behauptet, dass zwischen den Parteien eine 
Vereinbarung betreffend den Werklohn zustande gekommen sei, womit er hierfür die Behauptungs- 
und Beweislast trägt (Art. 8 ZGB; vgl. Urteil BGer 4A_541/2022 vom 6. Januar 2023 E. 3.1 m.H.; 
ZELLWEGER-GUTKNECHT, in Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, Art. 6 N. 6). Es 
oblag daher ihm, die entsprechenden Tatsachenbehauptungen und Beweismittel in den Prozess 
einzubringen, und nicht der Berufungsbeklagten. Der Berufungskläger kann demnach nichts daraus 

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ableiten, dass die Besprechung vom 6. April 2020 und die E-Mail vom 9. April 2020 in der Forde-
rungsklage nicht erwähnt wurden. Aus dem gleichen Grund ist nicht ersichtlich, warum die Beru-
fungsbeklagte in ihrer Klage hätte erwähnen sollen, dass die schriftlichen Offerten jeweils Einheits-
preise enthielten.

Nicht ersichtlich ist weiter, inwiefern ein Widerspruch zwischen der Replik und der Aussagen von 
D.________ an der Sitzung vom 11. Januar 2023 bestehen soll bzw. die Behauptungen in der Replik 
betreffend eine «Beschaffenheitsprüfung» nachweislich falsch sein sollen, da eine solche nie statt-
gefunden habe. In ad 8.2 ihrer Replik führte die Berufungsbeklagte zwar aus, dass der Berufungs-
kläger das Treffen vom 6. April 2020 als Bauabnahme bezeichnet habe, wobei es sich bloss um eine 
Beschaffenheitsprüfung handeln könne. Sie behauptete jedoch nicht, dass am 6. April 2020 tatsäch-
lich eine Beschaffenheitsprüfung durchgeführt wurde, sondern machte geltend, dass der Berufungs-
kläger anlässlich des Treffens vom 6. April 2020 mit einem Stift willkürlich Sachen aus den Offerten 
gestrichen habe. Dies sei von D.________ nie bestätigt und auch nicht unterschrieben worden. Im 
Gegenteil, er habe dem Berufungskläger klar zum Ausdruck gebracht, dass er damit nicht einver-
standen sei (act. 11/7). An der Sitzung vom 11. Januar 2023 sagte D.________ sodann namentlich 
aus, dass der Berufungskläger ihm an der Besprechung vom 6. April 2020 mitgeteilt habe, dass er 
mit gewissen Posten nicht einverstanden gewesen sei. An dieser Besprechung sei nichts vereinbart 
worden. Der Berufungskläger habe schriftliche Korrekturen vorgenommen (act. 27/8 f.). Es besteht 
insoweit kein Widerspruch zwischen den Ausführungen in der Replik und den Aussagen von 
D.________ an der Sitzung vom 11. Januar 2023.

Ebenso wenig ist ersichtlich, warum die Aussage von D.________ an der Sitzung vom 11. Januar 
2023, wonach er auf die Korrekturen des Berufungsklägers nicht habe reagieren können, seine 
Aussagen als unglaubhaft erscheinen lassen soll. Es mag zwar zutreffen, dass er grundsätzlich die 
Möglichkeit gehabt hätte, anlässlich der Besprechung vom 6. April 2020 zu den einzelnen beanstan-
deten Positionen Stellung zu nehmen. Dies bedeutet jedoch noch nicht, dass er auch tatsächlich 
dazu in der Lage war, selbst wenn es sich bei D.________ um eine geschäftserfahrene Person 
handeln sollte. Unerheblich ist ausserdem, dass er auch auf die E-Mail vom 9. April 2020 hin hätte 
Widerspruch erheben können, da er nicht dazu verpflichtet war (vgl. nachstehend E. 2.4).

Es trifft ausserdem nicht zu, dass D.________ an der Sitzung vom 11. Januar 2023 behauptet hat, 
die Berufungsbeklagte habe nach dem 6. April 2020 keine Arbeiten mehr für den Berufungskläger 
ausgeführt hat, weil man sich in Bezug auf den Werklohn nicht einig geworden sei. Vielmehr hat er 
zwar verneint, dass noch weitere Arbeiten ausgeführt worden seien, hat aber gleichzeitig angefügt, 
dass er dies nicht mehr sicher sagen könne (act. 27/10). Wie der Berufungskläger selber ausführt, 
spricht das Eingestehen von Erinnerungslücken für die Glaubhaftigkeit der Aussagen. Ferner hat 
D.________ ausgesagt, dass am 6. April 2020 noch eine Zusatzofferte für Fenster besprochen 
worden sei. F.________ habe die Offerte gemacht und der Berufungskläger sei damit einverstanden 
gewesen. F.________ habe die Bestellung aber nicht auslösen wollen, weil die Restforderungen 
noch nicht abgeklärt gewesen seien. Er sei damit einverstanden gewesen (act. 27/10). Entgegen 
der Ansicht des Berufungsklägers ergibt sich sodann aus seinem Schreiben vom 19. September 
2020 sowie der Rechnung Nr. ggg vom 30. Oktober 2020 nicht, dass gestützt auf die Offerten der 
Berufungsbeklagten vom 1. Mai 2020 sehr wohl Fensterverglasungen bestellt worden seien. Einer-
seits handelt es sich beim Schreiben vom 19. September 2020 ohnehin bloss um eine Parteibe-
hauptung des Berufungsklägers. Andererseits bezieht sich dieses Schreiben namentlich auf die 
erwähnte Rechnung Nr. ggg. Darin führt der Berufungskläger betreffend Pos. 3.2 dieser Rechnung 
insbesondere aus, dass die von ihm bestellten Fensterverglasungen immer noch bei der Berufungs-
beklagten im Geschäft stehen würden (act. 7/26). Pos. 3.2 dieser Rechnung steht jedoch unter dem 

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Titel «September 2019» (act. 2/10), womit dies nicht zu beweisen vermag, dass nach dem 6. April 
2020 noch weitere Fenster bestellt wurden. 

Überdies mag es zwar zutreffen, dass während der gesamten Geschäftsbeziehung keine Auftrags-
bestätigungen oder Werkverträge unterzeichnet wurden. D.________ hat jedoch erklärt, dass dies 
darauf zurückzuführen sei, weil es sich bei allen Offerten um Richtofferten gehandelt habe, da es so 
ein aufwendiger Bau gewesen sei. In solchen Fällen müsse nach Aufwand abgerechnet werden (act. 
27/10). Diese Erklärung erscheint ohne Weiteres nachvollziehbar, zumal Art. 374 OR vorsieht, dass 
der Preis nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festge-
setzt wird, wenn er zum Voraus entweder gar nicht oder nur ungefähr bestimmt worden ist. Nicht 
ersichtlich ist, inwiefern ein Widerspruch bestehen soll, wenn D.________ zwar die mündliche 
Annahme einer Richtofferte akzeptiert, jedoch behauptet, dass er eine schriftliche Vereinbarung mit 
Saldoklausel unterzeichnen würde. Es handelt sich dabei nicht um vergleichbare Sachverhalte. 
Unerheblich ist auch, dass die Vereinbarung vom 21. Juli 2017 betreffend Ausführung der «Minimal-
variante» angeblich auch mündlich getroffen und in einem Protokoll festgehalten wurde, das von 
keiner Partei unterschrieben wurde, zumal der Berufungskläger nicht bewiesen hat, dass es sich 
dabei um einen Pauschalpreis gehandelt hat (vgl. auch E. 1.6 und 2.4.3).

Offenbleiben kann, ob D.________ ein persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens hat. Der 
Berufungskläger hätte genauso ein persönliches Interesse, womit nicht behauptet werden kann, 
dass allein aus diesem Umstand die Aussagen der einen oder anderen Partei glaubhafter seien. 
Darüber hinaus führt der Berufungskläger in seiner Berufung selber aus, dass es weniger auf die 
allgemeine Glaubwürdigkeit einer Person und vielmehr auf die Glaubhaftigkeit der Aussage an-
kommt. Wie gesehen, vermag der Berufungskläger mit seinen Rügen die Aussagen von D.________ 
allerdings nicht als unglaubhaft erscheinen zu lassen. Gleichzeitig kann nicht behauptet werden, 
dass die Aussagen des Berufungsklägers mit den schriftlichen Urkunden übereinstimmen und von 
Beginn weg frei von Widersprüchen gewesen seien.

2.3.2. Die Vorinstanz hat auch die Tochter des Berufungsklägers, E.________, als Zeugin einver-
nommen. Es trifft zu, dass diese gemäss den Angaben zur Person im Sitzungsprotokoll vom 
11. Januar 2023 entgegen den Erwägungen der Vorinstanz im Zeitpunkt der Besprechung vom 
6. April 2020 bereits 18 Jahre alt war (act. 27/10). Dies ändert nichts daran, dass es sich bei ihr um 
die Tochter des Berufungsklägers handelt und sie mit diesem unter einem Dach wohnt, was geeignet 
ist, ihre Wahrnehmung der Ereignisse zu beeinflussen.

Ohnehin vermögen ihre Aussagen nicht das Zustandekommen einer Vereinbarung beweisen. Sie 
hat das Gespräch nicht wortwörtlich mitbekommen und konnte das Ergebnis der Vereinbarung nicht 
nennen. Das Hören von Leistungsmengen und Preisen beweist noch keine Einigung über eine 
konkrete Summe per Saldo aller Ansprüche. Ebenso wenig, dass für sie klar gewesen sei, dass sich 
ihr Vater und D.________ in Einigkeit getrennt hätten, und ihr Vater ihr unmittelbar nach der Bespre-
chung mitgeteilt habe, er sei mit dem Ergebnis zufrieden. Zumal an der Besprechung vom 6. April 
2020 gemäss der E-Mail vom 9. April 2020 nicht nur die Abrechnung der bereits geleisteten Arbeiten, 
sondern auch anstehende Arbeiten sowie Masse besprochen wurden (vgl. nachstehend E. 2.4.2). 
Daran ändert nichts, wenn ihre Aussagen widerspruchlos sind, mit den schriftlichen Urkunden über-
einstimmen und dass D.________ angeblich ein persönliches Interesse am Ausgang des Verfah-
rens hat. 

2.3.3. Unerheblich ist ausserdem, ob die Parteien nach der Besprechung vom 6. April 2020 noch 
weiter zusammengearbeitet haben. Die Vorinstanz erwog zu Recht, dass Differenzen zwischen den 

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Parteien nicht zwingend zum Abbruch der Zusammenarbeit führen müssen und es im Verlaufe der 
Zusammenarbeit mehrmals Akontozahlungen gab. Wie bereits gesehen, wurde ausserdem der 
Zusatzauftrag nach dem 6. April 2020 aufgrund der offenen Zahlungen eben genau nicht mehr 
ausgeführt, wobei die angebliche Saldozahlung erst am 19. Oktober 2020 erfolgt ist. Schliesslich 
vermag die teilweise Bezahlung einer Rechnung nicht zu beweisen, dass eine Vereinbarung betref-
fend den unbezahlten Teil der Rechnung zustande gekommen ist. Ausserdem hätte es sich bei der 
Zahlung vom 19. Oktober 2020 ohne Weiteres auch um eine Akontozahlung handeln können und 
stimmt der Betrag auch nicht mit der angeblichen Vereinbarung überein.

2.3.4. Zusammenfassend ist die Beweiswürdigung der Vorinstanz betreffend das Zustandekom-
men einer Vereinbarung am 6. April 2020 nicht zu beanstanden.

2.4. Es bleibt zu prüfen, ob infolge des angeblichen Bestätigungsschreiben vom 9. April 2020 
eine Vereinbarung zustande gekommen ist.

2.4.1. Fraglich ist zunächst, ob es für die Anwendung der Rechtsprechung zum kaufmännischen 
Bestätigungsschreiben genügt, dass es sich bei der Berufungsbeklagten um eine geschäftserfahre-
ne Person handelt, wie dies der Berufungskläger behauptet. Die Frage kann jedoch offenbleiben. 
Ohnehin kann auch ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben nach Treu und Glauben keine 
Vereinbarung entstehen lassen, wo keine Einigung zwischen den Parteien zustande gekommen ist. 
Darüber hinaus handelt es sich bei der E-Mail vom 9. April 2020 inkl. Anhang so oder anders nicht 
um ein Bestätigungsschreiben und die Berufungsbeklagte musste dagegen auch nicht Widerspruch 
erheben (vgl. die nachstehenden E.).

2.4.2. Es ist unbestritten, dass der Berufungskläger der Berufungsbeklagten am 9. April 2020 eine 
E-Mail mit einem Kurzprotokoll der Besprechung vom 6. April 2020 zukommen liess. Diese lautete 
wie folgt (act. 7/23): 

«guete morge D.________

wie besprochen sende ich Dir hier ein kurzprotokoll unserer besprechung vom montag:

A.________ macht:

kopie aller besprochenen offerten am 4. Oktober 2019 (im anhang als pdf: da hab ich noch folgendes gemerkt: 
die bisherigen 25l+5l farbe sind auf den bisherige offerten nicht verrechnet und der gute teil der rolle einer 
unterdachfolie steht noch bei mir rum)

pläne anpassen für nachgesuch mit architekt: wohnung unten, wohnung anbau und zusätzliche zimmer

offerte fester:

für die ganze bestellung gilt: 3-fach verglasung, farbe mahagoni oder ähnlich, griffe etc in bronzefarben, alle 
türen balkontüren glas und kleine schwelle.

hebeschiebetür: rahmenaussenmass: 3460x2300, unterteilung mittig, rechts öffnend

1 tür rahmenaussenmass 1120x2180, anschlag links, nach innen öffnend, innen falle und druckknopf, aussen 
falle

2 türen: 

-breite rahmeninnenmass: 1070, höhe rahmenaussenmass: 2070, anschlag rechts, nach aussen öffnend, 
aussen zylinderschloss, innen falle und druckknopf

-breite rahmeninnenmass: 1130, höhe rahmenaussenmass: 2070, anschlag rechts, nach innen öffnend, innen 
falle und druckknopf, aussen falle

2 türen, rahmenaussenmass:

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1120x1770 anschlag links, nach innen öffnend, innen falle und druckknopf, aussen falle

1130x1770, anschlag rechts, nach innen öffnend, innen falle und druckknopf, aussen falle

4 fenster, rahmenaussenmass, falle innen:

900x1300 links

910x1270 rechts

930x830 links

930x860 rechts

wann könnte frühestens geliefert werden?

wie hoch ist der preisunterschied zwischen weiss und ein oder zweiseitiger folie?

D.________ macht:

isolieren garagen anbau:

- prüfen, ob 10cm ytong und 10cm iso ausreichen für wohnbereich
- wie decke? täfer oder…?
fassade fertig machen im zwischenbau: gleiches niveau wie im tenn

bestellen farbe aussen braun: 5l so bald als möglich

fenster offerte bei G.________ einholen (siehe unten. ich konnte keine direkten preise bei G.________ 
erhalten. musste vertreter in payerne anfragen. warte noch.)

kostenvorstellung für hypo gesuch erstellen, inkl. garten und parkplatz gestaltung

abklärung vorteile, nachteile: dreischicht oder massivholz decken im 1. und 2. og tenn

e guete tag!

A.________»

2.4.3. Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers erwog die Vorinstanz nicht, dass nicht klar sei, 
was mit dem Kurzprotokoll im Anhang der E-Mail gemeint sei. Vielmehr erwog sie – zu Recht –, dass 
gemäss dem Wortlaut der E-Mail mit dem erwähnten Kurzprotokoll nicht der Anhang, sondern die in 
der E-Mail beschriebene Aufgabenteilung gemeint sei. 

Gemäss diesem Kurzprotokoll war es namentlich Aufgabe des Berufungsklägers, dem Berufungsbe-
klagten eine Kopie der besprochenen Offerten zuzustellen. In der gesamten E-Mail inkl. Anhang ist 
keine Rede von einer Vereinbarung betreffend den Werklohn. Daran ändert nichts, dass ein Bestäti-
gungsschreiben nicht ausdrücklich als solches bezeichnet werden muss. Im Anhang der E-Mail 
befanden sich bloss die persönlichen Notizen des Berufungsklägers. Aus der Zustellung einer Kopie 
der selbsterstellten Notizen lässt sich nicht ableiten, dass es sich dabei um die Bestätigung einer 
abgeschlossenen Vereinbarung handeln soll. Darüber hinaus ist anzumerken, dass der Berufungs-
kläger in der E-Mail zwei Anmerkungen zu den besprochenen Offerten hinzugefügt hat, welche ihm 
im Nachhinein noch eingefallen sind. Aus der E-Mail und dem Anhang geht jedoch nicht hervor, was 
der Berufungskläger daraus ableiten will. Es wäre daher nicht einmal klar, welcher Betrag der Beru-
fungskläger denn überhaupt hätte bestätigen wollen. Bereits aus diesem Grund ist nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz die Notizen als nicht nachvollziehbar bezeichnet hat. Es braucht daher 
nicht geprüft zu werden, ob die Notizen ansonsten nachvollziehbar sind.

Die Berufungsbeklagte bzw. D.________ waren somit nicht verpflichtet, auf diese E-Mail hin Wider-
spruch zu erheben. Daran ändert nichts, dass in den handschriftlichen Notizen des Berufungsklägers 
angeblich auch Positionen zugunsten der Berufungsbeklagten berücksichtigt worden sind. Die Beru-

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fungsbeklagte hätte trotz diesen Positionen immer noch auf eine Werklohnforderung in der Höhe 
von angeblich über CHF 55'000.- verzichtet. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass die Beru-
fungsbeklagte hiermit einverstanden war. 

Unerheblich sind damit auch die Behauptungen des Berufungsklägers zur «Minimalvariante» vom 
21. Juli 2017, welche ebenfalls per E-Mail bestätigt worden sei. Darüber hinaus ergibt sich auch 
diesbezüglich aus der E-Mail inkl. Anhang nicht, dass es sich dabei um einen Pauschalpreis handeln 
soll (act. 7/13 f.). Der Berufungskläger scheint sich diesbezüglich ohnehin selber zu widersprechen 
(vgl. Ziff. III. 9.1 und 12.3 der Berufung).

2.5. Zusammenfassend ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der Berufungskläger – 
welchem hierfür die Beweislast obliegt – nicht bewiesen hat, dass eine Vereinbarung betreffend den 
bis zum 6. April 2020 geschuldeten Werklohn zustande gekommen ist. Die Berufung ist demnach 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

3.

3.1. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei, d.h. dem 
Berufungskläger, auferlegt.

3.2. Die Verfahrenskosten werden pauschal auf CHF 1'000.- festgesetzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 
19 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]) und vom geleisteten Vorschuss 
bezogen.

3.3. Die Parteikosten sind vorliegend detailliert festzusetzen (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. 96 ZPO, Art. 
63 i.V.m. 65 ff. JR). Dabei berücksichtigt das Gericht insbesondere die unter gewöhnlichen Umstän-
den zur Führung des Prozesses notwendige Zeit und die auf dem Spiel stehenden Interessen (Art. 
63 Abs. 3 JR). Das als Parteientschädigung geschuldete Honorar wird i.d.R. aufgrund eines Stun-
dentarifs von CHF 250.- festgesetzt (Art. 65 JR). In vermögensrechtlichen Streitigkeiten werden die 
Honorare bei einem Streitwert von CHF 55'947.80 um 19.68% erhöht (Art. 66 Abs. 2 Bst. a JR und 
Anhang 2). Korrespondenz und Telefongespräche, die zur Führung des Prozesses notwendig waren 
und den Rahmen einer einfachen Aktenverwaltung nicht überschreiten, insbesondere Übermitt-
lungsschreiben, Gesuche um Fristerstreckung oder um Verschiebung einer Verhandlung, geben 
einzig Anspruch auf ein Pauschalhonorar von höchstens CHF 500.- bzw. ausnahmsweise CHF 700.- 
(Art. 67 JR). Die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate werden pauschal auf 5% der Grundent-
schädigung ohne Zuschlag festgelegt (Art. 68 Abs. 2 JR).

Rechtsanwältin Simone Zurwerra veranschlagt in ihrer Kostenliste vom 4. September 2023 ein 
Honorar von CHF 1'483.80, inkl. CHF 500.- Pauschale für die Korrespondenz, für 3.93 Stunden 
Arbeit, zzgl. 5% Auslagen von CHF 74.15, Streitwertzuschlag von 19.68% von CHF 292.- und 7.7% 
MwSt. von CHF 114.25. Unter Berücksichtigung namentlich des Schwierigkeitsgrades, der unter 
gewöhnlichen Umständen zur Führung des Prozesses notwendigen Zeit und der auf dem Spiel 
stehenden Interessen ist die beantragte Entschädigung grundsätzlich nicht zu beanstanden. Ledig-
lich die geltend gemachte Pauschale für die Korrespondenz von CHF 500.- erscheint bei knapp vier 
Stunden Arbeit überhöht und ist angemessen auf CHF 200.- zu reduzieren. Ausserdem beträgt der 
Streitwertzuschlag von 19.68% CHF 193.35. Die 5% Auslagen betragen demnach CHF 59.15 und 
die MwSt. beläuft sich auf CHF 110.50. Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten somit eine 
Parteientschädigung von CHF 1'435.- zzgl. 7.7% MwSt. von CHF 110.50 zu leisten. 

Der Hof erkennt:

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I. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Der Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 14. April 2023 wird bestätigt.

II. Die Verfahrenskosten werden pauschal auf CHF 1'000.- festgesetzt und vom geleisteten 
Vorschuss bezogen.

III. Die von A.________ an die B.________ AG geschuldete Parteientschädigung wird auf 
CHF 1'435.- zzgl. 7.7% MwSt. von CHF 110.50 festgesetzt.

IV. Zustellung.

Das Bundesgericht beurteilt als ordentliche Beschwerdeinstanz Beschwerden gegen Entscheide in 
Zivilsachen; das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 
72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. 
Es beurteilt ebenfalls subsidiäre Verfassungsbeschwerden; das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. BGG geregelt. In beiden Fällen 
ist die begründete Beschwerdeschrift innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Urteils-
ausfertigung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Führt eine Partei gegen einen 
Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch Verfassungsbeschwerde, so hat sie beide 
Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

Freiburg, 11. Oktober 2023/sig

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin