# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5343f67f-1e57-524a-8106-c0547cd79eb7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.04.2021 I 2021 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-15_2021-04-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 15

Entscheid vom 12. April 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 20__) ist seit dem 5. November 2018 bis 31. Juli 2023 in 
einem befristeten Arbeitsverhältnis bei der Firma C.________ angestellt. 
Zunächst arbeitete er als Praktikant und anschliessend begann er die Lehre zum 
Elektroinstallateur EFZ. Durch die Anstellung war A.________ bei der Suva obli-
gatorisch unfallversichert, als er am 4. Februar 2019 zu Hause mit der Ferse auf 
einer Treppenstufe hängen blieb und sich am Fuss verletzte (vgl. Vi-act. 1; 9). Mit 
Schadenmeldung UVG vom 8. Februar 2019 informierte die Arbeitgeberin die 
Suva über diesen Unfall. Er sei zu Hause beim Treppenlaufen abwärts ausge-
rutscht. Als Verletzung wurde eine Überdehnung der Bänder des rechten Fuss-
gelenks angegeben (vgl. Vi-act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht 
und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (vgl. Vi-act. 2; 3).

B. Aufgrund anhaltender Beschwerden im rechten Fussgelenk unterzog sich 
A.________ weiteren medizinischen Untersuchungen; schliesslich wurde er am 
25. Juli 2019 in der D.________ bei Diagnose "Osteochondrale Läsion laterale 
Talusschulter oberes Sprunggelenk rechts" operiert (vgl. Vi-act. 22; 44).

C. Nach Einholen medizinischer Unterlagen sowie Konsultation des Kreisarz-
tes verfügte die Suva am 20. November 2019 den Fallabschluss per 30. Novem-
ber 2019 und die Ablehnung eines darüber hinausgehenden Anspruchs auf wei-
tere Versicherungsleistungen. Gemäss Kreisarzt seien die Beschwerden spätes-
tens 12 Wochen nach dem Ereignis nicht mehr unfallbedingt; mit der Operation 
vom 25. Juli 2019 seien keine Unfallfolgen behandelt worden, dennoch habe die 
Suva die Kosten dafür übernommen (vgl. Vi-act. 65).

D. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 18. Dezember 2019 Ein-
sprache (vgl. Vi-act. 73), welche die Suva mit Einspracheentscheid vom 21. Juli 
2020 abwies (vgl. Vi-act. 80). 

E. A.________ lässt am 31. August 2020 fristgerecht - unter Berücksichtigung 
des Fristenstillstandes vom 15. Juli 2020 bis 15. August 2020 (vgl. Art. 38 Abs. 4 
lit. b i.V.m. Art. 60 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000) - beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Zug Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen: 

1. Dem Beschwerdeführer seien die ihm zustehenden UV-Leistungen weiterhin aus-
zurichten.

2. Die Beschwerdegegnerin habe sämtliche zusätzlichen medizinischen Abklärungs-
kosten durch Dr. E.________, D.________, im Umfang von CHF 400.00 an den 
Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

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F. Mit Vernehmlassung vom 6. November 2020 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheides 
vom 21. Juli 2020.

G. Da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Kanton N.________ hat, 
schrieb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug das Verfahren S 2020 103 
nach durchgeführtem Schriftenwechsel am 25. Februar 2021 ab und es überwies 
die Beschwerde mit samt den Verfahrensakten gleichentags zuständigkeitshalber 
ans Verwaltungsgericht des Kantons N.________ (vgl. Art. 58 ATSG). 

Am 26. Februar 2021 zeigte das Verwaltungsgericht des Kantons N.________ 
den Parteien den Dossiereingang an. Da das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug bereits einen Schriftenwechsel durchgeführt habe und der Beschwerdeführer 
von seinem Replikrecht keinen Gebraucht gemacht habe, beabsichtige das Ge-
richt den Schriftenwechsel als abgeschlossen zu betrachten. Von der den Partei-
en eingeräumten Möglichkeit, hierzu Stellung zu nehmen, wurde kein Gebrauch 
gemacht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Basierend auf der ärztlichen Beurteilung ihres Kreisarztes Dr.med. 
F.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates) lehnt die Vorinstanz ihre Leistungspflicht über den 30. Novem-
ber 2019 hinaus ab mit der Begründung, spätestens 12 Wochen nach dem Unfall 
vom 4. Februar 2019 hätten keine unfallkausalen Beschwerden am rechten Fuss 
mehr vorgelegen. Die vom Beschwerdeführer weiter geklagten Fussbeschwer-
den rechts und namentlich die operativ behandelte osteochondrale Läsion latera-
le Talusschulter rechts könnten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
das Unfallereignis vom 4. Februar 2019 zurückgeführt werden. Dem widerspricht 
der Beschwerdeführer. Seines Erachtens ist gemäss dem erstbehandelnden Arzt 
Dr.med. G.________ (Facharzt FMH für Allgemeinmedizin) und dem Operateur 
Dr.med. E.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates; Leitender Arzt Fusschirurgie D.________) die Unfallkau-
salität gegeben, insbesondere letzterer komme zum Schluss, dass die osteo-
chondrale Läsion aufgrund des Unfallereignisses zur Operations-indikation ge-
führt habe.

Unbestritten ist, dass die Suva das Ereignis vom 4. Februar 2019 als Unfall aner-
kannte und Versicherungsleistungen bis zum 30. November 2019, d.h. auch für 
den operativen Eingriff vom 25. Juli 2019, erbrachte. Strittig und nachfolgend zu 

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prüfen ist, ob die Suva zu Recht die Unfallkausalität der osteochondralen Läsion 
laterale Talusschulter rechts verneinte, den Fallabschluss per 30. November 
2019 verfügte und einen darüber hinausgehenden Leistungsanspruch ablehnte.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts Anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die 
plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2.1 Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht grundsätzlich nur, so-
weit der beklagte Gesundheitsschaden Folge eines versicherten Risikos ist. Zwi-
schen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden wird somit ein natürlicher, als 
auch ein adäquater Kausalzusammenhang vorausgesetzt (vgl. BSK-Hofer, Art. 4 
ATSG, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], BSK Allgemeiner Teil des So-
zialversicherungsrechts, Basel 2020, Rz. 56; BSK-Nabold, Kommentar zu Art. 6 
UVG, in: Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], BSK Unfallversicherungsgesetz, 
Basel 2019, Rz. 48 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 Erw. 3.1). Steht fest, dass 
ein allenfalls gegebener natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat wäre, 
kann die Leistungspflicht ohne weitere Abklärungen zum Bestand des natürlichen 
Kausalzusammenhangs verneint werden (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 5.1). Ist der 
natürliche Kausalzusammenhang zu verneinen, erübrigen sich Weiterungen zur 
Adäquanz (vgl. Urteil BGer 8C_833/2016 vom 14.6.2017 Erw. 5.2). Ist anderseits 
die Adäquanz zu verneinen, kann die Frage der natürlichen Kausalität offenge-
lassen werden (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 5.1).

2.2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 

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(vgl. BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 
vom 9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

2.2.3  Das Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis ist für sich al-
lein kein genügender Nachweis für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Gesundheitsschädigung. Die Regel "post hoc ergo propter hoc" hat daher im 
Rahmen der Kausalitätsbeurteilung keine beweisrechtliche Bedeutung (vgl. BSK-
Hofer, a.a.O., Art. 4 ATSG, Rz. 60 mit Hinweisen auf BGE 142 V 325 Erw. 
2.3.2.2; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer 8C_331/2015 Erw. 2.2.3.1).

2.2.4  Auch wenn ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall 
und einem Gesundheitsschaden einmal vorliegt, kann dieser in der Folge wieder 
entfallen, womit auch die Leistungspflicht der Unfallversicherung endet. Im Ideal-
fall kommt es nach einem Unfall zu einer vollständigen Abheilung der Unfallfol-
gen; es wird also wieder derjenige Gesundheitszustand erreicht, der unmittelbar 
vor dem Unfall bestanden hat ("status quo ante"). War die Gesundheit der versi-
cherten Person bereits vor dem Unfall beeinträchtigt, so entfällt der natürliche 
Kausalzusammenhang auch beim Erreichen desjenigen Zustandes, der sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf der Vorerkrankung auch ohne Unfall 
früher oder später eingestellt hätte ("status quo sine"). Die Leistungseinstellung 
aufgrund des Erreichens des status quo sine ist indessen der versicherten Per-
son dann nur schwer vermittelbar, wenn der krankhafte Vorzustand klinisch 
stumm war, mithin zu keinen Beschwerden geführt hatte. Steht medizinischer-
seits fest, dass keiner der beiden Status je wieder erreicht werden kann, so 
spricht die Rechtsprechung von einer "richtungsgebenden Verschlimmerung" 
(vgl. BSK-Nabold, a.a.O., Art. 6 UVG, Rz. 54).

2.3 Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber 
die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (vgl. BSK-Hofer, a.a.O., Art. 4 ATSG, Rz. 58 mit Hinweisen auf 
BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1; vgl. BGE 119 V 335 Erw. 1). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

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Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). 

2.4 Der Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) verpflichtet das So-
zialversicherungsgericht, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als ver-
fügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozial-
versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 Erw. 3.2; BGE 138 V 218 
Erw. 6).

Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches 
des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei 
pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, 
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Be-
weis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen anti-
zipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach 
Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (vgl. BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf 
BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 und 61 ATSG). Danach ha-
ben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.6 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

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worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 Erw. 5.1). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss 
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 Erw. 
3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine 
lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versi-
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungs-internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 Erw. 8.5; BGE 139 V 225 Erw. 5.2; BGE 
135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Er-
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa-
tienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hin-
weisen). 

Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverlässig. Für 
die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persön-
lichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 

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Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_608/2020 
vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 8C_540/2007 
vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

3. Zum Unfallereignis vom 4. Februar 2019 und den daran anschliessenden 
Gesundheitsverlauf ergibt sich aus den Akten:

3.1 Gemäss Schadenmeldung vom 8. Februar 2019 rutschte der Beschwerde-
führer am 4. Februar 2019 beim Treppenlaufen abwärts aus. Er habe sich dabei 
am rechten Fuss die Bänder überdehnt. Erstbehandelnder Arzt sei Dr.med. 
G.________ gewesen (vgl. Vi-act. 1). 

Anlässlich der telefonischen Befragung vom 9. April 2019 gab der Beschwerde-
führer der Suva zur Auskunft, er sei zu Hause die Treppe hinuntergefallen. Er sei 
mit der Ferse auf einer Stufe hängen geblieben und der Fuss sei abgeknickt (vgl. 
Vi-act. 9).

Im Arztzeugnis UVG vom 25. April 2019 notierte Dr.med. G.________, der Be-
schwerdeführer habe den rechten Fuss beim Ausrutschen die Treppe runter um-
getreten (vgl. Vi-act. 16). Im Überweisungsschreiben an die D.________ vom 16. 
Mai 2019 führte derselbe Arzt aus, der Beschwerdeführer habe am 28. Januar 
2019 [recte: 4.2.2019] den untersten Treppenabsatz verfehlt und sich den Fuss 
im Sinne eines Supinationstraumas verdreht (vgl. Vi-act. 22). 

3.2.1  Gemäss Arztzeugnis UVG vom 25. April 2019 erfolgte die Erstbehandlung 
am 6. Februar 2019. Der Beschwerdeführer könne mit dem rechten Fuss knapp 
auftreten; das OSG lateral sei wenig dolent. Der Röntgenbefund sei blande. Zu-
dem erwähnte Dr.med. G.________ ein MRI, das eine osteochondrale Läsion 
des medialen (sic) Talus zeige (vgl. Vi-act. 16). 

3.2.2  Der Befund des in der Hausarztpraxis erstellten Röntgen OSG lautet (vgl. 
Vi-act. 26): Zentriertes OSG. Laterales Talusdom Impression ca. 8x6 mm in der 
ap-Aufnahme. Keine dislozierten ossären Auffälle. Ansonsten blande Bestrah-
lung. Va. osteochondrale Läsion im Sinne einer Impressionsfraktur lateraler Ta-
lusdom.

3.2.3  Das erwähnte MRI OSG rechts (nativ und nach i.v. KM) erfolgte am 
27. Februar 2019 auf Zuweisung von Dr.med. G.________ bei klinischer Angabe 

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"Status nach Trauma. Seit dem lateralbetonte Schmerzen. Beurteilung der Epi-
physenfuge". Dr.med. H.________ (Fachärztin für Radiologie) berichtete am 
28. Februar 2019 (vgl. Vi-act. 20):

Befund:
Reguläre Stellung im OSG und USG bei unauffälliger Abbildung der Chopart'schen 
Linie. 
Reguläre Abbildung der Epiphysenfuge der distalen Fibula und Tibia. 
Es zeigt sich eine osteochondrale Läsion im lateralen Aspekt der Talusrolle mit ei-
ner maximalen Grösse von 5 x 6 x 12 mm. Angrenzend Knochenmarködem. 
Es lässt sich bereits eine deutliche Demarkierungslinie erkennen. Kein Anhalt für 
Dislokationen/Separationen der Fragmente. Keine Spaltenbildung.

Die übrigen Abschnitte des OSG und des erfassten Mittel- und Vorfusses sind un-
auffällig. 
Die sämtlichen Flexoren- und Extensorensehnen sind unauffällig abgebildet. Medi-
aler bzw. / lateraler Bandapparat sind unauffällig. Auch die muskulären Strukturen 
weisen reguläres Signalmuster auf. 
Geringer Erguss im OSG.

Beurteilung
- Osteochondrale Läsion an der Talusrolle lateral betont mit einer max. Aus-

dehnung von 5 x 6 x 12 mm.
- Stadium II nach Kramer.
- Kräftiges angrenzendes Weichteilödem sowie ein deutlich erkennbarer 

Demarkierungssaum.
- Kein Anhalt für Dislokationen/Separationen der Fragmente.
- Keine Bandläsion.

3.3 Am 27. März 2019 suchte der Beschwerdeführer bei persistierender 
Schmerzproblematik bei OSG-Distorsion vom 4. Februar 2019 auf eigene Initiati-
ve hin (vgl. Vi-act. 22) die Sprechstunde von Dr.med. I.________ (Facharzt FMH 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) auf. 
In der Folge berichtete dieser dem Hausarzt (vgl. Vi-act. 17):

Diagnose:
- St. n. OSG-Distorsionstrauma rechts mit Bandüberdehnung am lateralen 

Malleolus sowie des Ligamentum fibulotalare anterius.
- Ausgeprägt laxe Bandverhältnisse
- Als Supplement festgestellte osteochondrale Läsion in der Talusrolle la-

teral mit einer Ausdehnung von 5 x 6 x 12 mm (zystoide Veränderung) 
mit intakter darüberliegender Kortikalis. 

- St. n. OSG-Distorsionstrauma vom 04.02.2019 des rechten OSGs.
Therapie und weiteres Vorgehen:

- Weglassen der Stöcke, zunehmende Mobilisation und Belastungsaufbau. 
Anlegen der verordneten MalleoTrain Plus-Bandage für 2 - 4 Wochen bei 
sprunggelenksbelastenden Tätigkeiten.

- Weiterführen der Physiotherapie
- Abschlusskontrolle bei uns Anfang Mai 2019.

Befund:
Rechtes OSG:
Inspektorisch unauffälliges rechtes OSG ohne Schwellung oder wesentliche Druck-
dolenz. Noch leichte Druckdolenz über dem Ligamentum fibulotalare anterius 

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rechts. Ansonsten hyperlaxe Bandverhältnisse beider Sprunggelenke, leichter Ta-
lusvorschub beidseits vorhanden bei ansonsten unauffälligen knöchernen Verhält-
nissen. Keine Druckdolenz über medialem oder lateralem Malleolus. Kein Kom-
pressionsschmerz der Gabel. Gute Flexibilität mit Plantarflexion und Dorsalexten-
sion 40/0/30°, Pro-/Supination 45/0/45°. Periphere DMS intakt.

[Radiologie; vgl. oben Erw. 3.2.3]

Beurteilung, Therapie und Prozedere:
Wir sehen im Gegensatz zum MRI-Bericht in der osteochondralen Läsion im Be-
reich des Talus eine kongenitale Erscheinung, welche nichts mit dem Unfall zu tun 
hat. Hier ist lediglich eine OSG-Distorsion aufgetreten mit Bandverletzung lateral, 
welche inzwischen weitgehend ausgeheilt ist. 
Zum Belastungsaufbau haben wir dem Patienten daher nun eine MalleoTrain-
Bandage verschrieben, welche er für die nächsten 3 - 4 Wochen noch bei belas-
tenden Tätigkeiten und bei seiner Arbeit tragen soll. Ansonsten kann er zuneh-
mend mit Laufen, Springen und auch Velofahren das Sprunggelenk belasten.
Eine Abschlusskontrolle ist bei uns Anfang Mai geplant. 

3.4 Am 13. Mai 2019 erfolgte auf Zuweisung von Dr.med. G.________ eine 
weitere MRI-Untersuchung OSG rechts (nativ und nach i.v. KM). Med.pract. 
J.________ (Assistenzarzt Radiologie) und Dr.med. K.________ (Facharzt FMH 
Radiologie) berichten in der Folge (vgl. Vi-act. 23):

Klinische Angaben
Status nach osteochondraler Läsion lateraler Talusdom nach 7 Wochen. Weiterhin 
Belastungsschmerzen. Druckschmerz bei Palpation ventrale Talusrolle. Osteo-
chondrale Läsion? Osteochondrosis dissecans? Zystenbildung?

Befund
Voruntersuchung vom 27.2.2019. Unveränderte Darstellung der Osteochondralen 
Läsion an der Talusrolle mit einer unveränderten Grösse von 0,5 x 0,6 x 1,2 cm. 
Stationäres Ödem. Unverändert geringe Kontrastmittelaufnahme im Bereich der 
Impression. Intakter Knorpelüberzug. Kein Hinweis auf ein Dissekat. Geringer OSG 
Erguss. Intakte Darstellung des Bandapparates. Normale Darstellung der langen 
Sehnen der Flexoren und Extensoren. Normale Darstellung der Spring-Ligamente.

Beurteilung
- Stationäre Darstellung der osteochondralen Läsion im Bereich der latera-

len Talusschulter.
- Kein Dissekatsnachweis. Stationäres Knochenödem. Stationärer OSG Er-

guss.

3.5 Mit Schreiben vom 16. Mai 2019 überwies Dr.med. G.________ den Be-
schwerdeführer zur Beurteilung und weiterführenden Therapie an die 
D.________ (vgl. Vi-act. 22). Dem Überweisungsschreiben ist zu entnehmen, 
dass die erstbehandelnde Ärztin Dr.med. L.________ (Fachärztin Kinder- und 
Jugendmedizin) war, die den Beschwerdeführer an Dr.med. G.________ über-
wies [Anm.: hierzu liegt kein Bericht im Recht]. Bei der Erstkonsultation vom 6. 
Februar 2019 habe der Beschwerdeführer mit Schmerzen voll belastet, das rech-
te OSG habe lateral wenig geschwollen imponiert, der proximale Ansatz des dis-
talen lateralen Bandapparates und die distale Fibulaepiphyse sei druckdolent 

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gewesen; kein Stauchungs- oder Kompressionsschmerz, keine Instabilität. Das 
Röntgen des OSG rechts in zwei Ebenen habe keine ossären Läsionen gezeigt; 
bei Hauptschmerz im Bereich der Epiphyse sei die Verdachtsdiagnose einer Epi-
physiolyse Grad I gestellt worden, die Behandlung sei mit einem semirigiden 
Cast sowie Krückenentlastung erfolgt. Weiter führte Dr.med. G.________ aus:

Bei eher zunehmenden Schmerzen und nicht mehr möglicher Vollbelastung des 
rechten Fusses bei klinisch nicht geschwollenem, stabilem, lateral und bei maxima-
ler Plantarflexion über dem ventralen Talus sehr druckdolentem OSG erfolgte am 
28.02.2019 eine MR-Tomographie des rechten Sprunggelenkes (Befund beilie-
gend), welche eine osteochondrale Läsion, 6x5x12 mm, am lateralen Talusdom 
zeigte, keine weiteren Begleitverletzungen. Es erfolgte eine Besprechung des Fal-
les mit Herrn Dr. M.________, Orthopädie N.________ welcher zunächst ebenfalls 
die Entlastung empfahlt und eine Intervention zum aktuellen Zeitpunkt ausschloss 
[Anm.: hierzu liegt kein Bericht im Recht]. […].

Der Verlauf gestaltete sich ausserordentlich zäh, am 27.03.2019 wurde 
A.________ auf eigene Initiative beim Herrn Dr. I.________, Orthopäde 
N.________ vorstellig, welcher die Diagnose einer traumatischen Sprunggelenks-
läsion in Frage stellte und von einer angeborenen Taluszyste ausging. Die ausge-
prägte Druckdolenz des Talus, die eindeutige Beurteilung der Läsion durch die ra-
diologischen Kollegen als traumatisch bedingt, sowie insbesondere die Tatsache, 
dass keine weiteren Verletzungen vorliegen, welche die massiven Beschwerden 
erklären könnten, wecken bei mir Zweifel an dieser Einschätzung.

Im weiteren Verlauf kam es nicht zu einer Besserung der Belastungsfähigkeit, ein 
Arbeitsversuch mit vorhergehendem Taping des Sprunggelenkes am 09.04.2019, 
musste wegen nach 1 Stunde auftretenden starken Sprunggelenksbeschwerden 
am ersten Tag abgebrochen werden.

Im weiteren Verlauf zeigten sich zunehmende Schmerzen bei Plantarflexion des 
Fusses über dem ventralen Talusrinde [sic] sowie nur noch eine geringgradige 
Druckdolenz an der Aussenknöchelspitze bei leicht überwärmten, minim ventral 
geschwollenen Sprunggelenk ohne Erguss, stabil. […] Aufgrund des ausserordent-
lich zähen Verlaufes, A.________ kann bei der Kontrolle am 15.5.19 den Fuss 
max. eine halbe Stunde belasten, danach ist er stark geschwollen und schmerzt 
auch sehr, sind die Eltern nun mit einer weiterführenden Diagnostik incl. einer all-
fälligen Arthroskopie einverstanden.

3.6 Am 7. Juni 2019 wurden dem Kreisarzt durch die Verwaltung Fragen zur 
Unfallkausalität unterbreitet. Er erbat, vor Abgabe einer ausführlichen Beurteilung 
den Bericht der D.________ abzuwarten und zum Vergleich eine Bildgebung des 
OSG links (Gegenseite) in die Wege zu leiten (vgl. Vi-act. 30).

3.7 Dem Sprechstundenbericht der D.________ vom 17. Juni 2019 von 
Dr.med. O.________ (Facharzt Chirurgie, Facharzt Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates) und Dr.med. E.________ (Facharzt 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates; Leitender 
Arzt Fusschirurgie D.________) ist folgendes zu entnehmen (vgl. Vi-act. 33):

12

Hauptdiagnosen
Fuss rechts:
Osteochondrale Läsion laterale Talusschulter mit/bei
St.n. OSG-Distorsion am 04.02.2019
[…]

Anamnese / Verlauf
Selbstzuweisung. Der Patient berichtet am 04.02.2019 auf einer Treppe gestürzt 
zu sein. Hierbei kam es zur OSG-Distorsion. Initial erfolgte die Ruhigstellung im 
Gips für 2 Wochen mit konsequenter Stockentlastung für 6 Wochen. Hiernach 
ebenso unter Physiotherapie Belastungsaufbau bei allerdings anhaltender Be-
schwerdesymptomatik. Der Patient berichtet weiterhin bei Gehstrecken von mehr 
als 30 Minuten deutlich Druckschmerzen im Bereich des rechten OSG zu ver-
spüren. Er ist hier immer noch auf Stöcke angewiesen. Schmerzmedikamente 
werden nicht eingenommen. Der Patient ist derzeit Praktikant und steht kurz vor 
dem Ausbildungsbeginn zum Elektroinstallateur.

Untersuchungsbefunde
Vorstellung in Sandalen, an Unterarmgehstöcken mobil, mit OSG-Bandage. Phy-
siologische Rückfussachse mit Nachvarisierung im Zehenspitzenstand.

Fuss rechts:
Gute Beweglichkeit im Rück-, Mittel- und Vorfuss. Integument unauffällig. Keine 
Druckdolenzen. Stabilität des Bandapparates symmetrisch zur Gegenseite. Peri-
phere DMS intakt.

Radiologiebefunde
Röntgen OSG ap und Fuss lateral belastest rechts vom 07.06.2019
Ossäre Läsion im Bereich der lateralen Talusrolle ansonsten erhaltene Artikulation. 
Kein Hinweis auf frische ossäre Läsionen.

MRI OSG Rechts (Nativ und nach i.v. KM) vom 13.05.2019
Stationäre Darstellung der osteochondralen Läsion im Bereich der lateralen Talus-
schulter. Kein Dissekatsnachweis. Stationäres Knochenödem. Stationärer OSG 
Erguss.

Beurteilung und Prozedere
(vidit et dixit Dr. med. E.________)
Bei dem Patienten zeigt sich eine osteochondrale Läsion welche für die geschilder-
te Beschwerdesymptomatik verantwortlich zu machen ist. In Zusammenschau des 
radiologischen Befundes kann hier eine Arthroskopie mit vermutlich Débridement 
und Microfracturing oder je nach intraoperativem Befund retrograder Anbohrung 
mit Spongiosaplastik angeboten werden. […]. Für den Besuch der Schule im Rah-
men der Ausbildung ist mit einer Abwesenheit von gut 3 Wochen zu rechnen. Für 
den geh- und stehintensiven Beruf des Elektroinstallateurs mit einer Arbeitsun-
fähigkeit von gut 2 - 3 Monaten. 

3.8 Im Schreiben vom 25. Juni 2019 berichtete Dr.med. G.________ der Vorin-
stanz über das Ergebnis der gleichentags erfolgten Röntgenkontrolle des linken 
OSG, Gegenseite (vgl. oben Erw. 3.6). Er hielt dazu fest (vgl. Vi-act. 36):

13

Die Röntgenaufnahmen des linken Sprunggelenks in 2 Ebenen vom 25.6.2019 
zeigt einen Normalbefund ohne jegliche Auffälligkeiten, insbesondere keine osteo-
chondralen oder zystischen Befunde im Bereich des Talus.

3.9 Am 25. Juli 2019 erfolgte durch Dr.med. E.________ bei Diagnose "Os-
teochondrale Läsion laterale Talusschulter oberes Sprunggelenk rechts" eine Ar-
throskopie des OSG rechts, Defektdébridement und Mikrofrakturierung laterale 
Talusschulter rechts. Im Operationsbericht ist hierzu festgehalten (vgl. Vi-act. 44):

Technisches Vorgehen
[…]. Inspektorisch nur diskrete Vernarbungen im anterioren Kompartiment. Wenig 
hypertrophierte Zottenbildung antero-lateral. Der chondrale Überzug im anterioren 
Fünftel talar und tibial ist intakt. Nach Plantarflexion Darstellung einer Demarkati-
onszone mit Durchmesser 4 mm an der lateralen Talusschulter, knapp anterior des 
Äquators. Der demarkierte Bereich ist leicht aufgeweicht. […]. Der lose Knorpel 
wird abgetragen. Darunterliegend kann subchondral aufgeweichtes bröckliges Ma-
terial dargestellt und entfernt werden. Dies bis zu einer Tiefe von ca. 5 mm. Hier 
kann ein solides Defektbett identifiziert werden. […]. Unauffällige Verhältnisse im 
medialen und lateralen Gelenkrezessus. […].

3.10 Auf entsprechende Fragestellung der Verwaltung hin hielt der Kreisarzt 
Dr.med. F.________ am 7. August 2019 fest, die Gesundheit des Beschwerde-
führers am rechten Fussgelenk sei überwiegend wahrscheinlich schon vor dem 
Unfall in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen. Bei der Läsion 
handle es sich überwiegend wahrscheinlich nicht um Unfallfolgen, sondern um 
eine krankhafte Osteochondrosis dissecans (OD). Eine Läsion des Knorpels mit 
so tiefer Knochenimpression sei ohne entsprechende Verletzungen der Bänder 
und Kapsel nicht erklärbar. Der intraoperative Befund zeige eine intakte Knorpe-
loberfläche, was gegen ein Trauma spreche (vgl. Vi-act. 46). 

Auf das Ersuchen des Kreisarztes, die Arthroskopiebilder der Operation anzufor-
dern (vgl. Vi-act. 47), meldete die D.________ - nachdem sie zuerst unbrauchba-
re Bilder zustellte - zurück, gemäss Radiologie der Klinik, welche die Bilder ver-
walte, seien wohl keine Arthroskopie-Bilder vorhanden (vgl. Vi-act. 60).

3.11 Nach der ordentlichen Verlaufskontrolle rund 2 ½ Monate postoperativ 
konstatierte der Operateur Dr.med. E.________ am 18. Oktober 2019, der Be-
schwerdeführer laufe in normalem Konfektionsschuhwerk unter Vollbelastung 
und berichte über gelegentliche Schmerzen, die sich im OSG-Bereich bereits 
verbessert hätten. Er führe regelmässig Physiotherapie durch und sei mit dem 
Operationsergebnis sehr zufrieden. Gemäss Operateur lag ein erfreulicher Ver-
lauf vor; eine weitere Verlaufskontrolle wurde für ein Jahr postoperativ vereinbart 
(vgl. Vi-act. 57). Dem Beschwerdeführer wurde noch eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit bis 21. Oktober 2019 attestiert. Ab dem 22. Oktober 2019 bis 31. Januar 

14

2020 durfte der Beschwerdeführer keine Lasten von mehr als 10 kg tragen (vgl. 
Vi-act. 58).

3.12 Am 7. November 2019 ersuchte die Vorinstanz Kreisarzt Dr.med. 
F.________ durch Vorlage konkreter Fragen um Beurteilung der Unfallkausalität 
(vgl. Vi-act. 61). In seiner Beurteilung vom 15. November 2019 fasste er den ak-
tenmässigen Verlauf zusammen und gelangte zur folgenden Beurteilung (vgl. Vi-
act. 63): 

1.1 Hat der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen struktu-
rellen Läsionen, welche objektivierbar sind, geführt?

Nein.

1.2 Ist insbesondere der Schaden, welcher operiert wurde, mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen?

Nein. Bei der Läsion des Talus handelt es sich überwiegend wahrscheinlich nicht 
um Unfallfolgen. Das MRI vom 27.02.2019 sowie jenes vom 13.05.2019 zeigen 
überwiegend wahrscheinlich eine Osteochondrosis dissecans. Im MRI vom 
27.02.2019 wird eine "osteochondrale Läsion" beschrieben. Dies ist die objektive 
aber unpräzise Beschreibung der Bilder, es liegt eine Läsion zwischen Knorpel und 
Knochen vor. Es wird jedoch die für Osteochondrosis dissecans verwendete Klas-
sifikation nach Kramer herangezogen. "Stadium II nach Kramer" bezeichnet eine 
im MRI sichtbare Osteochondrosis dissecans mit bereits sichtbarer isiontenser Li-
nie, sprich Demarkierung der Osteochondralen Dissektion. Bereits der erstbehan-
delnde Orthopäde, Dr. med. I.________, hielt am 27.03.2019 in seiner Beurteilung 
fest, dass es sich bei der im MRI und im konventionellen Röntgen sichtbaren Ver-
änderung der Talusrolle um eine Osteochondrosis dissecans, also um eine ange-
borene Erkrankung, handelt. Dr. med. G.________ führte in seiner Überweisung 
an die D.________ aus, die Radiologen hätten eine traumatologische Ursache in 
ihrer Beurteilung erwähnt. Weder im MRI-Befund vom 27.02.2019 noch jenem vom 
13.05.2019 wird jedoch diesbezüglich klar Stellung bezogen (dies wird in der Regel 
von einer radiologischen Beurteilung auch nicht verlangt, diese sollte die vorlie-
genden Befunde beschreiben). Gegen die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer 
traumatischen Ursache spricht auch die Lokalisation der Osteochondrosis disse-
cans. Diese befindet sich fast 1 cm medial des Talusrandes. Bei einer traumati-
schen Osteochondralen Läsion ist in der Regel der Rand des Talus betroffen, nicht 
das Areal in Nähe des Taluszentrums. Bei einer zentralen Osteochondralen Läsion 
wäre zudem eine erhebliche traumatische Begleitverletzung zu erwarten, eine sol-
che geht in der Regel mit einer Zerreissung des Bandapparates einher. Der intra-
operative Befund mit erhaltenem Knorpelüberzug über der Osteochondralen Dis-
sektion spricht ebenfalls gegen eine traumatische Ursache. Bei einer traumati-
schen Dissektion dieses Ausmasses wäre von einer Knorpelverletzung auszuge-
hen.

2. Bei Verneinung der Frage 1.1 und 1.2: Ab wann spielen Unfallfolgen im Be-
schwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr, wobei der 
Einfluss der Operation ausser Acht zu lassen ist?

Beim Unfallereignis kam es zu einer Distorsion des oberen Sprunggelenkes, ohne 
objektivierbare zusätzliche strukturelle Läsionen im MRI. Erfahrungsgemäss ist in 

15

einem solchen Fall nach spätestens sechs bis zwölf Wochen der Vorzustand wie-
der erreicht. 

3. Falls der Zeitpunkt dafür noch nicht beurteilbar ist, wann ist Frage 2 aus me-
dizinischer Sicht wieder zu prüfen?

Entfällt. 

3.13 Im Rahmen des Einspracheverfahrens ersuchte der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers Dr.med. E.________ um die Beantwortung von Fragen, wor-
auf dieser am 17. Januar 2020 folgendes ausführte (vgl. Vi-act. 76):

1. Sind die von Seiten der Radiologie bei Herrn A.________ festgestellten Ver-
änderungen im Talus als traumatisch unfallbedingt zu beurteilen (eventuell in ei-
nem Teil-Kausalzusammenhang)?

Die Magnetresonanz-radiologisch festgestellten Veränderungen im Talus sind als 
traumatisch unfallbedingt anzusehen.

2. Hätte die von Ihnen durchgeführte OP vom 25.07.2019 ohne Unfallereignis 
aufgrund des behaupteten krankheitsbedingten Vorzustandes hypothetisch gese-
hen ebenso durchgeführt werden müssen?

Bei gleicher Symptomatik ja.

3. Erachten Sie es als überwiegend wahrscheinlicher, dass Herr A.________ 
12 Wochen nach dem Unfallereignis vom 04.02.2019 unfallkausal/teil-unfallkausal 
weiterhin beschwerdebedingt eingeschränkt war und ist oder erachten Sie es als 
überwiegend wahrscheinlicher, dass die behaupteten medizinischen krankhaften 
Vorzustände dafür kausal sind?

Ich erachte es als überwiegend wahrscheinlich, dass Herr A.________ 12 Wochen 
nach dem Unfallereignis vom 04.02.2019 weiterhin beschwerdebedingt einge-
schränkt war.

4. Sonstige Bemerkungen Ihrerseits zur Aktenbeurteilung des Kreisarztes, Dr. 
med. F.________ vom 15.11.2019?

Bei der Diskussion, ob es sich beim vorliegenden Defekt um eine traumatisch be-
dingte oder degenerative Entwicklung handelt, argumentiert Herr Kollege 
F.________ mit der Klassifikation nach Kramer, welche mir nicht gänzlich bekannt 
ist. Offensichtlich ist es so, dass die Kramer-Klassifikation zur Beurteilung und Stu-
dieneinteilung einer Osteochondrosis dissecans beigezogen wird. Letztere ist per 
definitionem degenerativ bedingt. Zu erwähnen gilt, dass die Begriffe "Osteochon-
drale Läsion" und "Osteochondrosis dissecans" in Berichten häufig auch synonym 
behandelt werden. Die Terminologie "Ostochondrale Läsion" erscheint mir deshalb 
zur Beschreibung derartiger Veränderungen eher angebracht, da sie neutraler ist 
und unabhängig von der Genese der Läsion. So kann sie sowohl bei traumatischer 
als auch bei degenerativer Herkunft der Läsion verwendet werden. Tatsache ist 
gemäss Literatur, dass 94% aller Osteochondralen Läsionen im Bereich der latera-
len Talusschulter traumatischer Genese sind. Entsprechend muss man im vorlie-
genden Fall davon ausgehen, dass der Ursprung der Beschwerdeentwicklung 
traumatischer Genese ist, zumal Herr A.________ vor dem Unfallereignis hinsicht-
lich des betreffenden Sprunggelenkes beschwerdefrei war. Zudem muss erwähnt 
werden, dass anhand der intraartikulären Morphologie der Läsion kein eindeutiger 
Rückschluss auf den Ursprung der Läsion erhoben werden kann. Intraoperativ prä-

16

sentierte sich der Knorpel an der Läsionslokalisation zwar vorhanden aber lose und 
aufgeweicht, was durchaus von einer traumatischen Genese herrühren kann. Ab-
hängig von der Beschaffenheit der statischen Stabilisatoren in Form von Bändern 
muss es nicht zwangsläufig mit einer ausgedehnten Zerreissung derselben bei ei-
ner Verletzung des oberen Sprunggelenkes einhergehen, insbesondere bei Patien-
ten mit einem eher laxen, dehnbaren Bandapparat. 

3.14 Nach der Verlaufskontrolle ein Jahr postoperativ vom 29. Juli 2020 berich-
tete der Operateur, der Beschwerdeführer sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden, 
er laufe mit Konfektionsschuhwerk unter Vollbelastung und habe bereits Fussball 
gespielt. Er verspüre gelegentliche Schmerzen im OSG-Bereich; eine Schwel-
lungstendenz sei nicht mehr vorhanden. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart 
(vgl. Vi-act. 82).

3.15 Auf die nicht aktenkundige Anfrage vom 3. August 2020 des Rechts-
vertreters des Beschwerdeführers antwortete Dr.med. E.________ am 26. Au-
gust 2020 (vgl. Vi-act. 88):

Ich beziehe mich auf Ihre Anfrage vom 03.08.2020. Ich habe den Einspracheent-
scheid von der SUVA durchgelesen und halte an meinen Bemerkungen hinsichtlich 
der Beantwortung Ihrer Fragen im Schreiben vom 17.01.2020 fest. Darin wird fest-
gehalten, dass aufgrund des zeitlichen Ablaufes der Geschehnisse bei vor dem 
Unfall beschwerdefreiem Patienten und nach dem Unfallereignis bestehenden Be-
schwerden eine Unfallkausalität gegeben ist.

Falls eine dezidiertere Beurteilung dieses Falles notwendig ist, bedürfte es eines 
weiterführenden Gutachtens. Dafür müsste, wie im Einspracheentscheid der SUVA 
vom 21 Juli 2020 angedeutet, eine unabhängige ärztliche Instanz konsultiert wer-
den. 

4.1 Mit Einspracheentscheid vom 21. Juli 2020 - welcher die Verfügung vom 
20. November 2019 bestätigte - führte die Vorinstanz aus, der Unfallversicherer 
habe in jenem Zeitpunkt seine Leistungen einzustellen, in welchem der Unfall 
keine ursächliche Rolle mehr spiele. Solange aber der Status quo ante oder der 
Status quo sine nicht erreicht seien, müsse der Unfallversicherer die Behandlung 
des krankhaften Vorzustandes übernehmen, soweit die Beschwerden durch den 
Unfall verursacht oder verschlimmert worden seien. Es müsse nicht bei jeder wi-
dersprüchlichen medizinischen Aktenlage zwingend ein klärendes versicherungs-
externes Gutachten eingeholt werden. Die vom Bundesgericht geforderte kriti-
sche Beweiswürdigung ergebe vorliegend, dass auf die ärztliche Beurteilung von 
Dr.med. F.________ vom 15. November 2019 vollumfänglich abgestellt werden 
könne. Er lege mit überzeugender und nachvollziehbarer Begründung dar, dass 
es sich bei der Läsion des Talus überwiegend wahrscheinlich nicht um eine Un-
fallfolge handle (vgl. oben Erw. 3.12). Dass es sich bei der Beurteilung von 
Dr.med. F.________ "nur" um eine Aktenbeurteilung handle, würde den Beweis-

17

wert nicht schmälern, da er nicht einen medizinischen Sachverhalt erheben, son-
dern lediglich eine Kausalitätsbeurteilung gestützt auf eine lückenlos erfasste 
medizinische Aktenlage habe vornehmen müssen. Zudem sei nicht einzusehen, 
inwiefern sie ihre Abklärungspflicht verletzt haben soll, auf nochmalige Nachfrage 
hin habe die D.________ mit E-Mail vom 6. November 2019 erklärt, dass wohl 
keine Arthroskopie-Bilder vorhanden seien. Zudem hätte der Versicherte selber 
in seinem nicht aktenkundigen Schreiben vom 20. Dezember 2019 nochmals um 
das Zusenden von allenfalls vorhandenem Bildmaterial ersuchen können. 

Unverständlich sei, weshalb der Versicherte aus dem nachgereichten Bericht von 
Dr.med. E.________ vom 17. Januar 2020 schliesse, dass die Unfallkausalität 
seiner Fussbeschwerden nun hinreichend nachgewiesen sei (vgl. oben Erw. 
3.13). Bei genauer Betrachtung werde mit diesem Bericht der Standpunkt der 
Suva eher bestätigt als in Zweifel gezogen (Einspracheentscheid Erw. 5). Hinzu 
komme, dass Dr.med. E.________ der behandelnde Arzt des Versicherten sei. 
Rechtsprechungsgemäss komme Berichten von behandelnden Ärzten zum vorn-
herein nur sehr eingeschränkt Beweiswert zu. Ausserdem sei darauf hinzuwei-
sen, dass die Kreisärzte wie auch die Fachärzte des Kompetenzzentrums Versi-
cherungsmedizin der Suva nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärz-
te im Bereich der Unfallmedizin seien und über besonders ausgeprägte trauma-
tologische Kenntnisse und Erfahrungen verfügen würden. Der Arztbericht von 
Dr.med. E.________ begründe demnach keine auch nur geringen Zweifel an der 
Zulässigkeit der Beurteilung des Kreisarztes Dr.med. F.________. Der Vollstän-
digkeitshalber sei erwähnt, dass gemäss Arztzeugnis der D.________ vom 18. 
Oktober 2019 der Versicherte seit dem 22. Oktober 2019 wieder zu 100% ar-
beitsfähig sei (ausser Lastentragen von mehr als 10kg). Der Taggeldanspruch 
des Versicherten sei also bereits vor dem 30. November 2019 verfügten Fallab-
schluss erloschen.

4.2 Der Beschwerdeführer hält dem beschwerdeweise entgegen, dass diskre-
pante Beurteilungen - einerseits zwischen Dr.med. G.________ und der Vor-
instanz und andererseits zwischen dem Operateur Dr.med. E.________ und dem 
Kreisarzt Dr.med. F.________ - vorliegen würden. Der Kreisarzt würde in seiner 
Aktenbeurteilung vom 15. November 2019 implizit behaupten, dass der vor dem 
Unfallereignis beschwerdefreie, jugendliche Beschwerdeführer auch ohne äusse-
re Unfalleinwirkung eine derartige Beschwerdesituation zu beklagen hätte und 
somit auch ohne Unfallereignis aufgrund des krankhaften Vorzustandes eine 
Umschulung hätte diskutiert werden müssen (vgl. Beschwerde S. 3). Hingegen 
komme der Operateur in seinem Bericht vom 18. Juni 2019 zum Schluss, dass 
die osteochondrale Läsion aufgrund des Unfallereignisses zu einer Operations-

18

notwendigkeit (Operationsindikation) führte, welche am 25. Juli 2019 ausgeführt 
worden sei. Bei divergierenden Meinungen zwischen behandelnden Ärzten und 
Kreisärzten müsse nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine zusätzliche 
medizinische Begutachtung in die Wege geleitet werden (vgl. Beschwerde S. 3). 

Hinzu komme, dass Dr.med. F.________ keine eigenen Untersuchungen vorge-
nommen habe. Aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung folge e contrario, 
dass eine reine Aktenbegutachtung bei unterschiedlichen medizinischen Befund-
erhebungen unzulässig und ohne Beweiswert sei (vgl. Beschwerde S. 5). 

Weiter würde seitens der Vorinstanz eine Verletzung des Untersuchungsgrund-
satzes im Sinne von Art. 43 ATSG vorliegen, da diese für den Erhalt der Arthro-
skopie-Bilder ungenügende Nachforschungen unternommen habe. Nach Erhalt 
der Mail vom 6. November 2019 mit der Mitteilung: "Nach nochmaliger Rück-
sprache mit unserer Radiologie, die die Bilder verwaltet, sind wohl keine Arthro-
skopie-Bilder vorhanden.", hätte die Vorinstanz den Operateur direkt anfragen 
müssen, zumal es dem medizinischen Standard entspricht, dass bei Arthroskopi-
en entsprechende Bilder angefertigt würden (vgl. Beschwerde S. 6). 

Der Beschwerdeführer rügt weiter die Ungenauigkeit der Behauptung der Vor-
instanz, indem diese Dr.med. E.________ vorwerfe, dass die Operation vom 25. 
Juli 2019 bei gleichbleibender Symptomatik auch ohne Unfallereignis aufgrund 
des krankheitsbedingten Vorzustandes hätte durchgeführt werden müssen, indes 
Dr.med. E.________ in seinem Bericht festgehalten habe, dass gemäss Literatur 
94% aller osteochondralen Läsionen traumatischer Genese seien. Zudem hatte 
der Beschwerdeführer vorliegend nicht die gleiche Symptomatik, sondern war 
beschwerdefrei, womit es folglich nicht zur Operation gekommen wäre. Auch 
würde sich Dr.med. E.________ nicht auf die Formel post hoc ergo propter hoc 
berufen, sondern in seinem Schreiben vom 17. Januar 2020 die klare Unfallkau-
salität medizinisch begründet nachzeichnen und im Schreiben vom 26. August 
2020 bestätigen (vgl. Beschwerde S. 6). 

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, der Kreisarzt sei lediglich Facharzt für 
Orthopädie und Unfallchirurgie; im Gegensatz dazu sei Dr.med. E.________ lei-
tender Arzt der Fusschirurgie der D.________. Dieser habe den Beschwerdefüh-
rer persönlich operiert und sich ein genaues Bild der Unfallverletzung machen 
können. Dr.med. F.________ sei nicht Fussspezialist und habe lediglich eine Ak-
tenbeurteilung vorgenommen. Aufgrund fehlender Fachkompetenz sowie der 
Tatsache, dass er lediglich eine Aktenbeurteilung vorgenommen habe, könne 
nicht auf die Ausführungen des vorinstanzlichen Kreisarztes abgestellt werden 
(vgl. Beschwerde S. 7). 

19

Schliesslich habe der Beschwerdeführer zusätzliche Abklärungen via 
D.________ in die Wege leiten müssen. Diese Abklärungskosten seien dem Be-
schwerdeführer durch die Vorinstanz aufgrund der völlig unzureichenden Ab-
klärung zurückzuerstatten. Ermessensweise würde CHF 400.00 geltend gemacht 
(vgl. Beschwerde S. 10). 

5.1 Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich auf die Beurteilung des 
Kreisarztes Dr.med. F.________ vom 15. November 2019 ab. Es ist damit - wie 
der Beschwerdeführer zu Recht erkennt - die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung zu Beurteilungen von versicherungsinternen Ärzten zu beachten (vgl. Ur-
teil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3), wonach nur auf deren Feststel-
lungen abgestellt werden kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an deren 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 142 V 58 Erw. 5.1 mit wei-
teren Hinweisen; VGE I 2019 27 vom 27.9.2019 Erw. 6.1; vorstehend Erw. 2.4). 
Zu prüfen ist damit, ob der Stellungnahme von Dr.med. F.________ volle Be-
weiskraft zukommt und sich die Vorinstanz bei ihrer Leistungseinstellung und 
dem Fallabschluss zu Recht darauf abstützte.

5.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellt allein eine Diskre-
panz zwischen der Beurteilung behandelnder Ärzte und des Kreisarztes noch 
keinen Grund dar, eine gerichtliche Begutachtung durchzuführen. Voraussetzung 
ist vielmehr, dass die abweichenden Beurteilungen Zweifel an der kreisärztlichen 
Beurteilung erwecken. Liegen trotz abweichender Berichte keine Zweifel vor, be-
steht keine Veranlassung, ein Gerichtsgutachten einzuholen. Dabei gilt es zu 
berücksichtigen, dass es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass behandelnde 
Ärzte in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. 
oben Erw. 2.6). Anderseits ist dies nicht als starre Regel zu betrachten. Mit dem 
blossen Hinweis auf die allgemeine Erfahrungstatsache lässt sich daher nicht 
dartun, dass keine Zweifel bestehen (vgl. Urteil BGer 4A_544/2017 vom 
30.4.2018 Erw. 4.2). Kommt hinzu, dass der Ungleichheit zwischen der Verwal-
tung mit ihren erheblichen finanziellen Ressourcen, besonders ausgebildeten 
Sachbearbeitern und entsprechend geschulten juristischen und medizinischen 
Fachpersonen einerseits sowie der versicherten Person andererseits dadurch 
Rechnung getragen wird, dass Stellungnahmen behandelnder Arztpersonen die 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bereits dann entkräften, wenn 
sie daran auch nur geringe Zweifel wecken (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.4). Im-
merhin ist aber zu erwarten, dass auch die Berichte der behandelnden Ärzte für 
die streitigen Belange umfassend sind und in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten 
und die Schlussfolgerungen begründet sind. Insbesondere als Reaktion auf eine 

20

versicherungsinterne Beurteilung darf zudem auch vom Bericht des behandeln-
den Arztes erwartet werden, dass er sich mit der abweichenden Beurteilung aus-
einandersetzt und die eigene Darstellung nachvollziehbar begründet. Die Fest-
haltung einer unbegründeten abweichenden Beurteilung allein vermag regelmäs-
sig keine Zweifel zu erwecken (vgl. Urteil BGer 8C_224/2020 vom 13.5.2020 
Erw. 4.4). 

Was die Bestreitung der fachlichen Fähigkeit resp. die höhere Gewichtung der 
Funktion von Dr.med. E.________ durch den Beschwerdeführer anbelangt, so 
kann dem nicht gefolgt werden. Zum einen verfügen beide über den gleichen 
Facharzttitel (Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates; vgl. www.medregom.admin.ch). Zum andern sind die Kreisärzte der Suva 
nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallme-
dizin. Da sie ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen 
und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, ver-
fügen sie über besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfah-
rungen (vgl. Urteil BGer 8C_59/2020 vom 14.4.2020 Erw. 5.2). Mithin besteht 
keine Veranlassung, die Beurteilung des Kreisarztes weniger zu gewichten.

5.3 Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer sodann in seiner Argu-
mentation, die kreisärztliche Beurteilung sei nicht beweiswertig, weil es sich um 
eine reine Aktenbeurteilung handle (vgl. zur Aktenbeurteilung oben Erw. 2.6). 
Dem Kreisarzt lagen die umfassenden Unterlagen der persönlichen Untersu-
chungen des Beschwerdeführers vor; mithin ein lückenloser Befund. Der Unfall-
hergang ist unbestritten (vgl. oben Erw. 3.1). Unstrittig sind die Befunde. Die Dia-
gnose der osteochondralen Läsion des OSG rechts wurde allseits erhoben und 
ist ebenso wenig strittig. Lediglich die Zuordnung zu einer Osteochondrosis dis-
secans (Stadium II nach Kramer) sowie das Vorliegen des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs werden in casu nicht deckungsgleich beurteilt. Dabei handelt es 
sich indes um eine Beurteilung resp. Fragestellung, die keinen persönlichen Un-
tersuch notwendig macht. Selbst für ein gerichtliches Gutachten wäre nicht ein-
zusehen, warum dieses nicht aktenbasiert erfolgen könnte. Dies umso mehr, als 
der Gesundheitsschaden zwischenzeitlich (bereits am 25.7.2019) operativ saniert 
wurde und der Schaden mitunter gar nicht mehr im persönlichen Untersuch be-
gutachtet werden kann. Was den Beizug der arthroskopischen Bilder anbelangt, 
so kann der Vorinstanz diesbezüglich kein Vorwurf gemacht werden. Wenn die 
D.________ mitteilt, für diese Bilder sei die Radiologie (und nicht der Operateur) 
zuständig und es fänden sich keine Bilder, dann ist nicht zu beanstanden, wenn 
die Vorinstanz dies akzeptiert und nicht weiter insistiert. Bestehen seitens Be-
schwerdeführer dennoch Zweifel, dann wäre es ihm freigestanden, den Opera-

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teur, mit welchem er mehrfach in Kontakt stand, direkt nach den Bildern zu fra-
gen. 

5.4.1 Dr.med. F.________ vermag seine ärztliche Beurteilung, wonach die ope-
rativ behandelte osteochondrale Läsion nicht überwiegend wahrscheinlich unfall-
kausal ist, schlüssig, mehrfach begründet und in sich widerspruchsfrei darzule-
gen. Er setzte sich vertieft mit den MRI-Untersuchungen auseinander und legt in 
seiner Beurteilung zutreffend dar, dass die MRI-Untersuchung vom 27. Februar 
2019 die osteochondrale Läsion einer Ostechondrosis dissecans und somit einer 
angeborenen Krankheit entspreche, nachdem sie vom Radiologen als Stadium II 
nach Kramer beschrieben worden sei. Zutreffend ist auch seine Feststellung, 
dass entgegen der Darstellung von Dr.med. G.________ in den Radiologiebe-
funden keine klare Stellung zu einer traumatologischen Ursache genommen 
werde. Weiter begründet er seine Beurteilung mit der Lokalisation der Osteo-
chondrosis dissecans fast 1 cm medial des Talusrandes, da eine traumatische 
Läsion in der Regel den Rand des Talus betreffe, nicht aber das Areal in Nähe 
des Taluszentrums. Als weiteren Grund nennt er das Fehlen von Begleitverlet-
zungen, die bei einer traumatischen osteochondralen Läsion zu erwarten wären. 
Schliesslich spreche auch der intraoperative Befund eines erhaltenen Knorpelü-
berzuges gegen eine traumatische Verletzung, da bei einer traumatischen Dis-
sektion dieses Ausmasses von einer Knorpelverletzung auszugehen wäre.

5.4.2  Die kreisärztliche Beurteilung deckt sich mit dem Bericht von Dr.med. 
I.________, der schon am 27. März 2019 festhielt, die diagnostizierte osteo-
chondrale Läsion im Bereich des Talus stelle eine kongenitale Erscheinung dar, 
die mit dem Unfall vom 4. Februar 2019 nichts zu tun habe (vgl. Vi-act. 17). 

5.4.3  Soweit Dr.med. G.________ die traumatische Genese mit dem radiologi-
schen Befund erklärt (vgl. oben Erw. 3.5), ist dem mit dem Kreisarzt entgegen zu 
halten, dass sich die Radiologen nicht zur Ursächlichkeit geäussert haben (vgl. 
oben Erw. 3.2.3 und 3.4). Seine Feststellung, dass keine weiteren Verletzungen 
vorlägen, welche die massiven Beschwerden erklären könnten, begründet keine 
Unfallkausalität der nicht bestrittenen osteochondralen Läsion laterale Talus-
schulter. Er bestätigt damit aber, dass keine Begleitverletzungen vorliegen, was 
gemäss Kreisarzt bei einer traumatischen Läsion aber zu erwarten wäre. Damit 
aber vermag der erstbehandelnde Arzt keine auch nur geringen Zweifel an der 
kreisärztlichen Beurteilung zu erwecken.

5.4.4  Im Sprechstundenbericht vom 17. Juni 2019 äussert sich Dr.med. 
E.________ nicht zur Frage der Kausalität. Soweit in der Diagnoseliste "Osteo-
chondrale Läsion laterale Talusschulter mit/bei St.n. OSG-Distorsion am 

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04.02.2019" aufgeführt wird, so wird damit keine Ursächlichkeit mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit begründet. Es sind darunter nicht zwingend unfallkausale, 
sondern zeitlich eben erst nach dem Unfall entstandene Beschwerden zu verste-
hen (vgl. Urteil BGer 8C_856/2017 vom 2.5.2018 Erw. 5.3). Ebensowenig wird 
mit der Feststellung, die Osteochondrale Läsion sei für die geschilderten Be-
schwerdesymptome verantwortlich zu machen, eine Aussage zur Ursache der 
Läsion gemacht. Erstmals zur Frage der Ursächlichkeit äussert sich Dr.med. 
E.________ am 17. Januar 2020 in der Antwort an den beschwerdeführerischen 
Rechtsanwalt. Hierbei hält er fest, die im MRI festgestellten Veränderungen am 
Talus seien als traumatisch unfallbedingt anzusehen. Eine Begründung hierfür 
nennt er jedoch nicht (vgl. oben Erw. 3.13). Obwohl ihm die kreisärztliche Beur-
teilung bekannt war und der Kreisarzt gerade auch aufgrund des MRI-Befundes 
eine unfallbedingte Ursache ausschloss, setzt sich Dr.med. E.________ damit 
nicht auseinander; er zeigt nicht auf, inwiefern der MRI-Befund den Schluss auf 
eine traumatische Genese nahelegt. Allein die unbegründete, abweichende Beur-
teilung vermag aber keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken (vgl. Urteil 
BGer 8C_224/2020 vom 13.5.2020 Erw. 4.4). Wenn er weiter auf die Frage, ob 
die durchgeführte Operation auch ohne Unfallereignis hätte durchgeführt werden 
müssen mit "bei gleicher Symptomatik ja" antwortet, so lässt auch dies die Un-
fallkausalität nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Denn die Antwort 
kann nur so interpretiert werden, dass die Symptomatik auch ohne Unfall iden-
tisch sein könnte. Mithin besagt diese Antwort nur, dass die Symptomatik nur 
möglicherweise auf einen/den Unfall zurückzuführen ist, kann sie doch auch oh-
ne Unfall identisch sein; der Unfall stellt für die Symptomatik damit keine conditio 
sine qua non dar. Entsprechend vermag auch die weitere Antwort, wonach 
gemäss Dr.med. E.________ der Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich 
auch 12 Wochen nach dem Ereignis weiterhin beschwerdebedingt eingeschränkt 
war, die Unfallkausalität nicht zu begründen. Denn wenn die identische Sympto-
matik auch ohne Unfall gegeben sein kann, der Unfall nur möglicherweise Ursa-
che ist, dann stellt die Dauer der Beschwerden kein Argument für die Unfallursa-
che dar. Im Übrigen bestreitet ja auch die Vorinstanz nicht, dass die Beschwer-
den aufgrund der osteochondralen Läsion länger als 12 Wochen anhalten. Die 
Frage ist indes, ob der Unfall hierfür ursächlich ist, was Dr.med. E.________ da-
mit nicht beantwortet hat. Aber auch in der ausführlichen Antwort zu Frage 4 (vgl. 
oben Erw. 3.13) begründet Dr.med. E.________ nur eine mögliche, nicht aber 
überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität. So verwende er für beschriebene 
Veränderungen "Osteochondrale Läsion", da diese im Gegensatz zu "Osteo-
chondrosis dissecans" neutraler und unabhängig der Genese sei. Mithin spricht 
seine Diagnose "Osteochondrale Läsion" nicht gegen das Vorliegen einer "Os-

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teochondrosis dissecans". Wenn er des Weiteren festhält, vor dem Unfall sei der 
Beschwerdeführer beschwerdefrei gewesen, so kommt dies - was die Vorinstanz 
zu Recht festhält - einer nicht zu beachtenden 'post hoc ergo propter hoc'-
Argumentation gleich (vgl. oben Erw. 2.2.3). Auch Dr.med. E.________ geht auf 
die intraartikuläre Morphologie ein. Wenn er dabei festhält, diese lasse keinen 
eindeutigen Schluss über die Ursächlichkeit zu, so vermag dies die Beurteilung 
des Kreisarztes, wonach diese nicht für eine traumatische Genese spreche, nicht 
in Zweifel zu ziehen. Keinesfalls wird damit eine Unfallkausalität überwiegend 
wahrscheinlich. Und schliesslich lässt auch die Feststellung, gerade bei eher la-
xen, dehnbaren Bändern müsse deren Zerreissung nicht zwangsläufige Begleit-
verletzung des vorliegenden Gesundheitsschadens sein, die osteochondrale Lä-
sion laterale Talusschulter nur als möglicherweise unfallkausal erscheinen. All 
diese von Dr.med. E.________ dargestellten "Möglichkeiten" vermögen aber die 
schlüssige und begründete Beurteilung des Kreisarztes nicht in Zweifel zu zie-
hen. Auch im weiteren Schreiben vom 26. August 2020 verweist Dr.med. 
E.________ auf diese Antworten und betont noch einmal, die Unfallkausalität sei 
gegeben, nachdem die Beschwerden erst nach dem Unfallereignis aufgetreten 
seien. Dies aber stellt - wie erwähnt - kein Argument dar, das die Nachvollzieh-
barkeit der kreisärztlichen Beurteilung entkräften könnte.

5.4.5  Zusammenfassend liegen keine ärztlichen Berichte im Recht, welche auch 
nur geringe Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung zu erwecken vermöchten. 
Damit aber hat die Vorinstanz zu Recht auf die Beurteilung von Dr.med. 
F.________ abgestellt, wonach es sich bei der Läsion des Talus nicht überwie-
gend wahrscheinlich um eine Folge des Unfallereignisses vom 4. Februar 2019 
handelt, sondern es beim Unfall zu einer Distorsion des OSG ohne objektivierba-
re zusätzliche strukturelle Läsionen kam. 

5.5 Wenn die am 25. Juli 2019 operativ behandelte osteochondrale Läsion late-
rale Talusschulter rechts keine Unfallfolge darstellt, dann hat die Vorinstanz hier-
für keine Versicherungsleistungen zu erbringen. Solche sind nur für die Folgen 
der OSG-Distorsion geschuldet. Gemäss Kreisarzt ist dabei erfahrungsgemäss 
davon auszugehen, dass spätestens sechs bis zwölf Wochen nach Unfall der 
Vorzustand wieder erreicht ist. Dies wird bestätigt durch den Bericht von Dr.med. 
I.________, wonach die OSG-Distorsion mit aufgetretener Bandverletzung im 
Zeitpunkt seiner Sprechstunde am 27. März 2019 "inzwischen weitgehend aus-
geheilt" sei (vgl. Vi-act. 17). Auch im Untersuch in der D.________ vom 17. Juni 
2019 zeigten sich stabile Bandverhältnisse, symmetrisch zur Gegenseite (vgl. 
oben Erw. 3.7). Dem widersprechende Arztberichte liegen keine vor. Damit aber 
ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Fall per 30. November 2019 

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abschloss und einen Leistungsanspruch darüber hinaus ablehnte. Mithin zu ei-
nem Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer wieder 100% arbeitsfähig war und nur 
noch die Verlaufskontrolle ein Jahr postoperativ anstand (vgl. Vi-act. 57, 58).

6. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.

7.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

7.2 Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem Ausgang keiner 
(Art. 61 lit. g ATSG).

7.3 Unter dem Titel Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG) sind auch die 
notwendigen Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Partei-
expertise für die Entscheidungsfindung unerlässlich war. Dieser Grundsatz ist für 
das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG festgehalten (vgl. 
Urteil BGer 8C_254/2010 vom 15.9.2010 Erw. 5 mit Hinweis auf BGE 115 V 62; 
Urteil BGer 8C_673/2009 vom 22.3.2010 Erw. 8.2). 

Die Kosten eines von einer versicherten Person veranlassten Gutachtens sind 
vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizinische 
Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungsergebnisses 
schlüssig feststellen lässt und dem Unfallversicherer insoweit eine Verletzung 
der  ihm im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes obliegenden Pflicht zur 
rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist (vgl. Urteil BGer 
8C_542/2008 vom 20.11.2008 Erw. 6.1 mit Hinweis). Dies ist vorliegend nicht der 
Fall, die Kosten gehören nicht zu den notwendigen Expertenkosten, so dass dem 
Antrag des Versicherten, die Kosten für die von ihm in Auftrag gegebenen Ab-
klärungen der Vorinstanz aufzuerlegen, nicht stattzugeben ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) 
- die Vorinstanz (R)
- und an das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. April 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. April 2021