# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c18b1a6-d547-5e3f-bc5e-2adfc8b100fc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.11.2015 200 2015 430
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-430_2015-11-12.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 18. Februar 2016 abgewiesen 
(9C_942/2015).

200 15 430 IV
KOJ/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. November 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 2

betreffend Verfügung vom 2. April 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) arbeitete vom 2. April 1979 bis 29. Februar 2004 als ange-
lernter … bei der C.________. Er meldete sich am 14. Juli 2004 erstmals 
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, dies unter Hinweis 
auf einen am 1. Juli 2001 erlittenen Unfall mit Verletzung der linken Schul-
ter und nachfolgend mehreren Operationen (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 15). Mit Verfügung 
vom 23. Juli 2004 sprach die IVB dem Versicherten Beratung und Unter-
stützung bei der Stellensuche zu und verneinte mit Verfügung vom 28. De-
zember 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 9 % den Anspruch auf eine 
Invalidenrente (act. II 4, 22). Die für den Unfall vom 1. Juli 2001 zuständige 
Unfallversicherung, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (nach-
folgend: SUVA), sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 12. Januar 
2005 bei einer Erwerbsunfähigkeit von 13 % ab dem 1. Januar 2005 eine 
Invalidenrente und bei einer Integritätseinbusse von 10 % eine Integritäts-
entschädigung zu (act. II 26); Letztere wurde mit Verfügung vom 7. No-
vember 2008 um 5 % erhöht (act. II 95). Eine berufliche Abklärung bei der 
D.________ brach der Versicherte vorzeitig ab (act. II 24, 37, 39, 41), wor-
auf die Arbeitsvermittlung am 25. Mai 2005 abgeschlossen wurde (act. II 
42). 

Am 14. Juni 2005 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenver-
sicherung zum Leistungsbezug an und verwies auf Knie- sowie Hüftpro-
bleme (act. II 44, 47). Nach Vornahme diverser Abklärungen wies die IVB 
das Leistungsbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 10 % mit Verfügung 
vom 27. April 2006 erneut ab (act. II 63). 

Auf ein weiteres Leistungsgesuch vom 26. Juli 2006 (act. II 64) trat die IVB 
mangels neuer Tatsachen mit Verfügung vom 26. Oktober 2006 nicht ein 
(act. II 74). Am 8. November 2006 gewährte sie indessen Arbeitsvermitt-
lung (act. II 76), wobei sie diese am 30. Januar 2007 wegen vollständiger 
Arbeitsunfähigkeit des Versicherten wieder abschloss (act. II 81 f.).

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B.

Am 7. August 2008 meldete sich der Versicherte abermals zum Leistungs-
bezug an (act. II 85), worauf ihm die IVB am 29. Januar 2009 erneut Bera-
tung und Unterstützung bei der Stellensuche zusprach (act. II 103). Weiter 
durchlief der Versicherte ab dem 21. Juni 2010 eine vierwöchige arbeits-
marktlich-medizinische Abklärung (AMA) in der E.________, (nachfolgend: 
E.________; Akten der IVB [act. IIa] 136, 141). Daran anschliessend ab-
solvierte der Versicherte in der gleichen Institution ein Arbeitstraining (act. 
IIa 145, 147, 162), welches mangels Zielerreichung per 26. November 2010 
vorzeitig abgebrochen wurde (act. IIa 175). Mit Vorbescheid vom 23. De-
zember 2010 stellte die IVB dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad 
von 32 % die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht (act. IIa 168). 
Die beruflichen Eingliederungsmassnamen beendete die IVB nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 31. März 2011 (act. 
IIa 180, 182 f.). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 30. August 2011 (VGE 
IV/2011/448) gut und wies die Sache zur Weiterführung der mit Verfügung 
vom 29. Januar 2009 gewährten Arbeitsvermittlung an die IVB zurück (act. 
IIa 204). Daraufhin erteilte die IVB Kostengutsprache für ein 12-wöchiges 
Arbeitstraining ab dem 5. September 2011 in der E.________ (act. IIa 208). 
Nachdem der Versicherte am 1. Dezember 2012 bei der F.________ eine 
Tätigkeit in einem 50 %-Pensum als … aufgenommen hatte, schloss die 
IVB die beruflichen Massnahmen am 18. April 2013 ab (act. IIa 245; Akten 
der IVB [act. IIb] 285). Neben der genannten Tätigkeit war der Versicherte 
auch noch in der E.________ in einem 20 %-Pensum tätig, was er jedoch 
per März 2014 wieder aufgab (Protokoll der IVB per 12. Juni 2015, S. 10 f. 
[im Gerichtsdossier]; act. IIb 290.1/19).

Auf Empfehlung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) liess die IVB 
den Versicherten durch die Begutachtungsstelle G.________ orthopädisch-
psychiatrisch begutachten (Expertise vom 5. Juni 2013 [act. IIa 248.1] inkl. 
psychiatrischem Teilgutachten vom 6. Mai 2013 [act. IIa 249.1]). 

In der Folge stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20. Juni 
2013 bei einem Invaliditätsgrad von 24 % die Verneinung des Rentenan-
spruchs in Aussicht (act. IIb 250). Im Rahmen des daran anschliessenden 

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Einwandverfahrens holte die IVB eine ergänzende Stellungnahme der Be-
gutachtungsstelle G.________ und weitere medizinische Unterlagen ein 
bzw. solche wurden der IVB zugestellt (act. IIb 254, 257 – 259, 265, 268, 
272, 273.3, 274). 

Nachdem der RAD am 1. Juli 2014 eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes des Versicherten als ausgewiesen erachtet hatte (act. IIb 
277/2), liess die IVB den Versicherten durch Dr. med. H.________, Fach-
arzt für Rheumatologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, begut-
achten (Expertise vom 4. Dezember 2014 [act. IIb 290.1]). Daraufhin stellte 
die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 15. Dezember 2014 (act. 
IIb 293) bei einem Invaliditätsgrad von 36 % die Verneinung des Rentenan-
spruchs in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, unter Beilage einer Stellungnahme vom 28. Ja-
nuar 2015 des behandelnden Arztes Dr. med. I.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, Einwände erheben (act. IIb 294), woraufhin die IVB beim Gutachter 
Dr. med. H.________ eine ergänzende Stellungnahme einholte (act. IIb 
299). Im Rahmen der diesbezüglichen Gewährung des rechtlichen Gehörs 
liess der Versicherte eine weitere Stellungnahme von Dr. med. I.________ 
vom 4. März 2015 einreichen (act. IIb 301). Nachdem die IVB eine RAD-
Stellungnahme eingeholt hatte, verneinte sie mit Verfügung vom 2. April 
2015 bei einem Invaliditätsgrad von 36 % den Anspruch auf eine Invaliden-
rente (act. IIb 303 – 306). 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 12. Mai 2015 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, 
dem Beschwerdeführer eine Dreiviertelsrente ab dem 1. April 2007 zuzüg-
lich allfälliger Kinderrenten und Verzugszins seit wann rechtens zuzuspre-
chen. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 2007 eine 
Dreiviertelsrente und ab dem 1. März 2015 eine Viertelsrente zuzüglich 
allfälliger Kinderrenten und Verzugszins seit wann rechtens zuzusprechen. 

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Subeventualiter seien die Akten zur weiteren Abklärung an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 2. April 2015 (act. IIb 306). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 8

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Der Rentenanspruch entsteht 
nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG bean-
spruchen kann (Abs. 2).

Das Rundschreiben des BSV Nr. 253 vom 12. Dezember 2007, wonach bei 
am 1. Januar 2008 – dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der 5. IV-Revision – 
noch laufender Wartezeit eine Anmeldung bis Ende 2008 genügt, um sofort 
danach in den Genuss von Rentenleistungen zu kommen, ist gesetzwidrig. 
Die Anmeldefrist kann – bei einer einheitlichen Regelung – anspruchswah-
rend maximal bis Ende Juni 2008 erstreckt werden (BGE 138 V 475).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.8

2.8.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]; bis 31. Dezember 2011 Art. 87 Abs. 3 
und 4 IVV). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die 
Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründe-
ten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesu-
chen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.8.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 10

2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.8.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom 7. August 2008 (act. II 85) eingetreten ist, womit die Eintretensfrage 
vom Gericht nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Der Ren-
tenanspruch wurde gestützt auf eine materielle Prüfung letztmals am 
27. April 2006 rechtskräftig abgewiesen (act. II 63). Folglich ist durch einen 
Vergleich des Sachverhaltes in diesem Zeitpunkt mit demjenigen im Zeit-
punkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. April 2015 (act. IIb 
306) zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, den Rentenanspruch zu 
beeinflussen.

Die am 27. April 2006 erlassene Verfügung geht auf die Anmeldung vom 
14. Juni 2005 zurück, bei welcher der Beschwerdeführer Knie- und Hüft-
probleme anführte (act. II 44, 47 f., 51/2, 53, 58 – 60), wobei er die bekann-
ten Schulterprobleme links (vgl. z.B. act. II 87/7 – 9) nicht explizit erwähnte. 
Seit damals haben sich insbesondere die Schulterbeschwerden links ver-
schlechtert. So hat die SUVA mit Verfügung vom 7. November 2008 die im 
Zusammenhang mit den unfallbedingten Schulterbeschwerden links ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 11

währte Integritätsentschädigung von 10 % auf 15 % erhöht (act. II 95), dies 
aufgrund gegenüber 2004 etwas stärker eingeschränkter Beweglichkeit 
(act. II 87/5). Im Zusammenhang mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 
26. Mai 2014 wurde zudem festgehalten (act. IIb 273.3/4), bei der heutigen 
klinischen Untersuchung zeige sich eine deutlich eingeschränkte Schulter-
funktion links, nebenbefundlich auch rechts. Eine Progredienz der Be-
schwerden im Sinne von Schmerzen und zunehmender Bewegungs-
einschränkung sei aufgrund der Befunde, welche bereits vor gut drei 
Jahren erhoben worden seien, zu erwarten gewesen. Schliesslich hat die 
RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin, am 1. Juli 2014 ausgeführt (act. IIb 277/2), mit den Hüftbeschwerden 
rechts, Knieeingriff links, Schulterschmerzen/Bewegungseinschränkung 
links und Schulterbeschwerden rechts mit Zustand nach spontaner Schul-
ter- Luxation sei die Verschlechterung des Gesundheitszustandes (seit 
dem Gutachten vom Juni 2013) medizinisch nachvollziehbar und schlüssig 
ausgewiesen. Folglich ist mit dem Eintritt einer gesundheitlichen Ver-
schlechterung im relevanten Vergleichszeitraum (27. April 2006 bis 2. April 
2015) ein Neuanmeldungsgrund gegeben und der Leistungsanspruch ist 
demnach frei zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 
37 S. 109 E. 1.1).

3.2 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen:

3.2.1 Die Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. med. K.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt im Bericht vom 
10. August 2011 fest (act. IIa 200), retrospektiv könne die Arbeitsunfähig-
keit wie folgt begründet werden: Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als … sei 
zu 100 % nicht mehr gegeben ab dem Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis zur 
Abklärung der E.________ (21. Juni 2010) respektive bis auf weiteres in 
der Folge. Eine angepasste Tätigkeit sei dagegen für die Zeitspanne vom 
1. Januar 2007 bis 21. Juni 2010 100 % machbar. Bei der Tätigkeit müsse 
zusätzlich darauf geachtet werden, dass es sich dabei weder um repetitive, 
monotone Arbeitsabläufe handle noch um Arbeiten, welche über Kopf 
getätigt werden müssten, es sollte eine leichte körperliche Tätigkeit mit 
maximalem Lastenheben/-tragen von 5kg sein. In diesen Zeitraum seien 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 12

allerdings zwei Schulteroperationen gefallen (31. Januar 2007 respektive 3. 
April 2009), wobei der Beschwerdeführer nach beiden Operationen jeweils 
während vier Monaten zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Zudem sei 
am 28. September 2008 die Implantation einer Hüft-TP rechts mit regel-
rechtem Verlauf erfolgt, auch hierfür wäre der Beschwerdeführer während 
vier Monaten postoperativ zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. 

3.2.2 Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt am 13. September 
2011 fest (act. IIa 207), folgende Arbeitsunfähigkeiten hätten nach den ge-
nannten Operationen bestanden: Hüft-TP rechts vom 29. September 2008: 
Arbeitsunfähigkeit zu 100 % für vier Monate, im körperlich arbeitenden Be-
ruf sechs Monate. Bankart-Re-Repair am 3. April 2009 ebenfalls vier Mona-
te, im körperlich arbeitenden Beruf sechs Monate. 

3.2.3 Im orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 5. Juni 2013 (act. 
IIa 248.1) von Dr. med. M.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, und Dr. med. 
N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, wurden in der 
interdisziplinären Zusammenfassung und Beurteilung die folgenden Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (act. IIa 248.1/31):

 Ruptur der Subscapularissehne mit deutlicher Muskelatrophie sowie Biceps-
sehnentendinopathie und beginnender Omarthrose bei Status nach Acromio-
claviculargelenksresektion und 6-facher Voroperation links

 Dolente zementfreie Hüfttotalprothese rechts 09/2008
 Beginnende Coxarthrose nach chirurgischer Hüftluxation mit Acetabulumdébri-

dement und Offsetoptimierung sowie Schenkelhalsverlängerung und Trochan-
terdistalisierung links 06/2000 mit periartikulären Verkalkungen

 Läsion des medialen Restmeniscus und bikompartimentale Chondropathie 
sowie Femoropatellararthrose rechts mit lateralisierter Patella nach zweifacher 
Voroperation

 Verdacht auf Chondropathie des lateralen Kompartiments mit Femoropatella-
rarthrose mit lateralisierter Patella nach zweifacher Voroperation links

 Adipositas
 Zustand nach chronischer ängstlicher Depression (Dysthymie), bestehend von 

etwa 2004 bis 11/2012, ICD-Nr.: F34.1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 13

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde Folgendes 
festgehalten:

 Arterielle Hypertonie
 Ob das Schlafapnoesyndrom einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, kann 

nicht beurteilt werden. 

Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit hielten die Gutachter fest 
(act. IIa 248.1/32), anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-
psychiatrischen Beurteilung am 31. Mai 2013 sei die Arbeitsfähigkeit ge-
samthaft bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums als … und … 
aufgrund der Dysthymie mit leichter Beeinträchtigung der emotionalen Be-
lastbarkeit, der geistigen Flexiblität, des Antriebs, der Interessen, der Moti-
vation und der Dauerbelastbarkeit seit 2004 auf 80 % (Arbeitsunfähigkeit 
20 %) festgelegt worden und seit 12/2012 sei die Arbeitsfähigkeit weiterhin 
20 % gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eingeschränkt (Arbeitsfähigkeit 
80 %), da vorwiegend stehende Tätigkeiten, die aber auch mit häufigem 
Laufen verbunden seien, bei den obgenannten Diagnosen nicht mehr voll-
umfänglich zugemutet werden könnten. Zur Arbeitsfähigkeit in einer lei-
densangepassten Tätigkeit hielten die Experten fest (act. IIa 248.1/32), aus 
psychiatrischer Sicht könnten Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belas-
tung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibiltät und ohne 
überdurchschnittliche Dauerbelastung seit 2004 vollumfänglich (Arbeitsun-
fähigkeit 0 %) bei vollem Stundenpensum zugemutet werden. Die Arbeits-
fähigkeit aus somatischer Sicht könne rückwirkend nicht eindeutig beurteilt 
werden und somit könnten spätestens seit 12/2012 körperlich leichte Tätig-
keiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und ste-
hend ausgeübt werden könnten und die nicht mit häufigen Arbeiten über 
der Horizontalen verbunden seien und bei denen nicht häufig gelaufen 
werden müsse, insbesondere auf Treppen, Leitern, schrägen Ebenen und 
unebenem Boden und bei denen keine häufigen Positionen in der Hocke 
respektive kniende Positionen notwendig seien, gesamthaft bei voller Stun-
denpräsenz zu 90 % (Arbeitsunfähigkeit 10 %) zugemutet werden.

3.2.4 In der ergänzenden Stellungnahme vom 13. September 2013 (act. 
IIb 259) hielt der orthopädische Gutachter der Begutachtungsstelle 
G.________, Dr. med. M.________, u.a. fest, nachdem der Beschwerde-

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führer bezüglich der Epicondylitis keine Beschwerden angegeben habe und 
die Untersuchung des Ellbogens unauffällig gewesen sei, bestehe auch 
keine Epicondylitis, so dass keine Stellung genommen werden müsse. 
Letztlich sei auch die Schlussfolgerung des Rechtsvertreters des Be-
schwerdeführers wieder falsch, dass es bei der Einschätzung der Hausärz-
tin bleibe, einer Allgemeinmedizinerin, die aufgrund von kursorischen 
Untersuchungen während der Sprechstunde ihrem Patienten (den sie nicht 
verlieren wolle) die gewünschte Arbeitsunfähigkeit attestiere. 

3.2.5 Im rheumatologischen Gutachten von Dr. med. H.________ vom 
4. Dezember 2014 wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt (act. IIb 
290.1/11):

Diagnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
 Hypermobilitätssyndrom
 Periarthropathia humeroscapularis beidseits
 Coxarthrosen
 Gonarthrosen
Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
 Adipositas mit Body-Mass-Index von 34.8 kg/m2
 Gestörte Gluconeogenese
 Arterielle Hypertonie
 Anamnestisch Reizmagen-Syndrom
Aus somatischer Sicht nicht beurteilte Diagnose:
 Anamnestisch „traurige Verstimmungen“ (Zitat)

Dr. med. H.________ hielt fest (act. IIb 290.1/16), insgesamt beurteile er 
die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang 
und Intensität als weitgehend, jedoch nicht als vollständig auf die objekti-
vierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar. Weiter führte Dr. 
med. H.________ aus (act. IIb 290.1/17 f.), bezüglich der Belastbarkeit 
gelte es darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen 
seines Übergewichtes körperlich belaste. Ein Übergewicht führe per se zu 
einer körperlichen Belastung und erhöhe zudem das Risiko für die Entwick-
lung von allgemeininternistischen Komplikationen. Die Arbeitsfähigkeit sei, 
aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, für die vom Be-
schwerdeführer seit Ende 2012 ausgeübten beruflichen Tätigkeiten im Be-
reich der … in der F.________, weiterhin, wie bereits im Gutachten vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 15

5. Juni 2013 erwähnt, zu maximal 20 % eingeschränkt. Dieses zumutbare 
Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo 
über den Tag verteilt abgeleistet werden. Für eine angepasste Ver-
weistätigkeit könne, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % begründet wer-
den. Im Gutachten vom 5. Juni 2013 sei diesbezüglich eine 10 %-ige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit erwähnt worden. Dieses zumutbare 
Arbeitspensum könne sowohl am Stück als auch mit vermindertem Tempo 
über den Tag verteilt abgeleistet werden. Aufgrund der am 28. April 2014 
durchgeführten Kniearthroskopie links und der am 8. November 2014 
durchgeführten Hüftoperation rechts resultierten zudem zeitlich limitierte 
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit von maximal je 3 – 4 Wochen. Nicht 
mehr zumutbar seien seit Jahren mittel- und schwergradig körperlich belas-
tende Arbeiten. Die angepasste Verweistätigkeit für den Beschwerdeführer 
liege in einem temperierten (Raumluft) Raum, beschränke sich auf leicht-
gradig (maximal 5 – 10kg [vgl. act. IIb 290.1/17]) körperlich belastende Ar-
beiten und lasse die Möglichkeit zu, zwischen sitzender, stehender und 
gehender Körperhaltung zu wechseln. Das Einhalten der Rückenergonomie 
sei wünschenswert. Diesbezüglich sei wichtig darauf hinzuweisen, dass es 
dem Beschwerdeführer mit seinem derzeitigen Ausmass des Übergewichts 
nicht immer möglich sei, die Regeln der Rückenergonomie und des Ge-
lenkschutzes einzuhalten. Arbeiten seien zu vermeiden, bei denen der Be-
schwerdeführer Kälte und feuchter Umgebung ausgesetzt sei, die repetitiv 
mit dem linken Arm oberhalb der Horizontalen auszuüben seien, bei denen 
der linke Arm Vibrationen und Schlägen ausgesetzt sei, die mit dem Gehen 
auf unebenem Untergrund verbunden seien und die repetitiv in kniender 
Haltung auszuüben seien. 

3.2.6 Der behandelnde orthopädische Chirurg Dr. med. I.________ führte 
am 28. Januar 2015 (act. IIb 294/6) zum Gutachten von Dr. med. 
H.________ aus, die Diagnose eines Hypermobilitätssyndroms lasse sich 
nicht stellen. In der Regel würden zur Diagnosestellung Beweglichkeitstests 
an den Fingern, Hand- und Zehengelenken durchgeführt. Ein teilweise ge-
brauchter Score stelle der Beighton-Score dar. Hier seien neben der Hy-
permobilität in den Daumengrundgelenken auch die Überstreckbarkeit in 
den Ellbogen und in den Kniegelenken um mehr als 10° gefordert. Dies 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 16

treffe alles beim Beschwerdeführer nicht zu. Die alleinige Tatsache, dass er 
eine beidseitige stattgehabte Schulter luxation gehabt habe, rechtfertige die 
Diagnose nicht. Weiter hielt Dr. med. I.________ fest (act. IIb 294/8), dass 
mittel- und schwergradig körperlich belastende Arbeiten nicht mehr zuge-
mutet werden könnten, könne definitiv bestätigt werden. Der Beschwerde-
führer habe seine Arbeit als vorwiegend an einem … stehend, beim … und 
anschliessend dem … beschrieben. Gelegentlich müsse er schwere Ge-
genstände, allerdings maximal 10 – 15kg heben. Häufiges Leiternsteigen 
sei ebenfalls nicht notwendig. Im Ganzen sei ihm aber das Stehen länger 
als einen halben Tag, also vier Stunden pro Tag, nicht möglich. Dies würde 
theoretisch eine Einschränkung von etwa 50 % ergeben. In dieser Hinsicht 
sei tatsächlich zu bestätigen, dass das Übergewicht bei häufig stehender 
Tätigkeit per se einen übermässigen Stress auf die Wirbelsäule und die 
Hüft- sowie Knie- und Fussgelenke ausübe. Da die Problematik der beid-
seits mehrfach operierten Hüftgelenke und der arthroskopisch gut bekann-
ten Gonarthrose links nicht von der Hand zu weisen seien, hätte er dem 
Beschwerdeführer bei einer Begutachtung eine Einschränkung der Arbeits-
tätigkeit bei der F.________ für 50 % gegeben. Das Körpergewicht könne 
nicht alleine verantwortlich gemacht werden. 

3.2.7 Am 16. Februar 2015 führte Dr. med. H.________ zur Stellungnah-
me von Dr. med. I.________ vom 28. Januar 2015 aus (act. IIb 299), dieser 
sei der Meinung, dass beim Beschwerdeführer die Diagnose eines Hy-
permobilitätssyndroms nicht gestellt werden könne. Diesbezüglich sei ihm – 
Dr. med. H.________ – in der Befundbeschreibung seines Gutachtens vom 
5. Dezember 2014 unter II.D) Status (Seite 5/19) ein Fehler unterlaufen, 
weil er bezüglich des erwähnten Beighton-Indexes von 4/9 vergessen habe 
zu erwähnen, dass es sich bei der Hyperextension des MCP-Gelenke um 
die MCP-Gelenke V, jeweils beidseits, handle. Die von Dr. med. 
I.________ zur Verfügung gestellten Abbildungen beträfen nur bezüglich 
des linksseitigen Bildes ein Testgelenk des Beighton-Scores. Das rechts-
seitige Bild sei nicht massgebend für die Beurteilung des Beighton-Scores. 
Weiter hielt Dr. med. H.________ fest, Dr. med. I.________ teile seine Ein-
schätzung, dass mittel- und schwergradig körperlich belastende Arbeiten 
seit Jahren nicht mehr zumutbar seien. Er sei der Meinung, dass die derzeit 
ausgeübte berufliche Tätigkeit maximal zu 50 % zumutbar sei. Er erwähne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 17

in diesem Zusammenhang nicht, obwohl er gewusst habe, dass der Be-
schwerdeführer fachärztlich-orthopädisch am 5. Juni 2013 begutachtet 
worden sei, wobei er auf dieses Gutachten vom 5. Juni 2013 in seinem 
Gutachten eingegangen sei, dass in diesem orthopädischen Teilgutachten 
vom 5. Juni 2013, wie von ihm bestätigt, eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von maximal 20 % attestiert worden sei. Dieses orthopädische 
Gutachten vom 5. Juni 2013 habe er in seinem Gutachten vom 5. Dezem-
ber 2014 diskutiert. 

3.2.8 Dr. med. I.________ hielt sodann am 4. März 2015 fest (act. IIb 
301/3), die gesamte Diskussion hinsichtlich des Vorliegens eines Hy-
permobilitätssyndroms scheine ihm recht akademisch und sei insbesonde-
re für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zielführend bzw. nicht 
relevant, da man bei Vorliegen eines Syndroms dem Patienten dies nicht 
als selbstverschuldete bzw. krankheitsfremde Komponente anlasten könn-
te. Insgesamt bleibe er bei seiner Beurteilung einer maximalen Arbeits-
fähigkeit von 50 % in der bekannten Tätigkeit als ….

3.2.9 Im Aktenkonsil des RAD-Arztes Dr. med. O.________, Facharzt für 
Rheumatologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 23. März 
2015 wurde ausgeführt (act. IIb 304/4 f.), per se habe ein Hypermobilitäts-
syndrom beim Beschwerdeführer nicht zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
geführt, auch wenn es in der Diagnoseliste entsprechend aufgeführt werde. 
Von Dr. med. H.________ werde dies auch eindeutig in seinem Gutachten 
auf Seite 16, Absatz 6, letzter Satz festgehalten. Auch von Dr. med. 
I.________ werde das in seiner Stellungnahme vom 4. März 2015 in die-
sem Sinn in Absatz 3 erwähnt. Zu den Begründungen betreffend Arbeits-
fähigkeit hielt Dr. med. O.________ Folgendes fest: Schulter: Der 
Funktionseinschränkung der mehrfach operierten linken Schulter mit Zei-
chen der Omarthrose werde in der Verweistätigkeit dahingehend Rechnung 
getragen, dass keine Gewichte über 10kg sowie auch keine Tätigkeiten 
über der Horizontalen ausgeübt werden könnten. In der rechten Schulter 
werde weder durch Dr. med. H.________ noch durch Dr. med. I.________ 
eine relevante klinische oder radiologisch einschränkende Pathologie be-
schrieben. Die kürzlich durchgemachte Schulter luxation werde auch in der 
Verweistätigkeit mit der Bewegungslimite und der Gewichtseinschränkung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 18

berücksichtigt. Der Hinweis, dass die Schulter voraussichtlich bald operiert 
werden könnte, reiche nicht aus, um das Zumutbarkeitsprofil neu zu formu-
lieren. Hüfte: In der Untersuchung der Hüfte seien, wie oft in der Medizin, 
leicht abweichende Bewegungsamplituden und Befunde aufgeführt. Den-
noch könne, auch bei Berücksichtigung der Untersuchungsbefunde und der 
Angabe eines Hüftimpingements von Dr. med. I.________, die Ver-
weistätigkeit mit wechselbelastenden Körperhaltungen und leichtgradigen 
Arbeiten, das heisse ohne Heben und Tragen von Gewichten über 5kg, 
zugemutet werden. Dem habe auch Dr. med. I.________ in seiner Stel-
lungnahme vom 28. Januar 2015 zugestimmt. Knie: Die Diagnose der Go-
narthrose werde von Dr. med. H.________ ebenfalls gestellt und stehe 
nicht im Widerspruch zu der klinischen Untersuchung mit normalen Befun-
den. Der Bericht der Kniearthroskopie sei auch in der Beurteilung auf Seite 
17 des Gutachtens berücksichtigt. Diese Gonarthrose werde wiederum in 
der Verweistätigkeit berücksichtigt mit der wechselbelastenden und ge-
wichtsreduzierten Tätigkeit. Der Hinweis von Dr. med. I.________, dass bei 
zunehmenden Arthrosebeschwerden eine Knie-TP implantiert werden 
müsse, reiche nicht aus, um das Zumutbarkeitsprofil zu ändern, da nach 
einem solchen Eingriff in der Regel bei dieser Verweistätigkeit maximal 
eine Arbeitsunfähigkeit von drei Monaten zu erwarten sei. Adipositas: Die 
Adipositas per se hätten Dr. med. H.________ und Dr. med. I.________ 
dahingehend berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer damit körper-
lich bereits belaste, diese werde aber insgesamt als Diagnose ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt. Übereinstimmend werde auch 
erklärt, dass mittelschwere und schwere Tätigkeiten, zu der auch die ange-
stammte Tätigkeit als … zähle, nicht mehr ausgeübt werden könnten. Da-
mit könne auf das Gutachten von Dr. med. H.________ vom 4. Dezember 
2014 abgestellt werden. 

4.

4.1 Die Gutachten der Begutachtungsstelle G.________ vom 6. Mai 
bzw. 5. Juni 2013 (act. IIa 248.1, 249.1) inklusive Ergänzung vom 13. Sep-
tember 2013 (act. IIb 259) und von Dr. med. H.________ vom 4. Dezember 
2014 (act. IIb 290.1) inklusive Ergänzung vom 16. Februar 2015 (act. IIb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 19

299) erfüllen die an den Beweiswert einer medizinischen Expertise gestell-
ten Anforderungen (vgl. E. 2.6 hiervor). Sie sind für die streitigen Belange 
umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die 
geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der Vorakten abgegeben, 
zudem sind sie in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 
sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthalten begründete 
Schlussfolgerungen. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 5) kann im Übrigen nicht davon ausgegangen werden, 
dass die Beschwerdegegnerin das Gutachten der Begutachtungsstelle 
G.________ als nicht schlüssig erachtet; die erneute Begutachtung durch 
Dr. med. H.________ wurde einzig wegen der vom RAD festgestellten 
zwischenzeitlich eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterung 
angeordnet (act. IIb 281). Den erwähnten Gutachten kommt somit voller 
Beweiswert zu, womit auf diese abgestellt werden kann. 

4.2 In psychischer Hinsicht konnte gutachterlich lediglich eine 
Dysthymie (bestehend von etwa 2004 bis November 2012) diagnostiziert 
werden (act. IIa 248.1/31), welche nicht invalidisierend ist (SVR 2011 IV Nr. 
17 S. 45 E. 2.2.2). Für das Leistungsprofil massgebend sind somit die or-
ganischen Gesundheitsschäden. 

4.3 Dass der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als … seit 
vielen Jahren nicht mehr ausüben kann (vgl. u.a. Bericht zur kreisärztlichen 
Abschlussuntersuchung vom 28. Oktober 2004 [act. II 17/4 – 6) ist unbe-
stritten. Weder die Gutachter der Begutachtungsstelle G.________ noch 
Dr. med. H.________ gaben eine rückwirkende Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ab (vgl. act. IIa 248.1/32; act. IIb 
290.1/17 f.). Gemäss Angaben der Hausärztin Dr. med. K.________ war 
der Beschwerdeführer jedoch vom 1. Januar 2007 bis zur Abklärung in der 
E.________ ab dem 21. Juni 2010 in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % 
arbeitsfähig (Bericht vom 10. August 2011 [act. IIa 200], vgl. auch die Be-
richte vom 5. Januar 2009 [act. II 102/2] und 9. Februar 2010 [act. IIa 
128/3]). In diese Zeit fielen zwei Schulteroperationen (31. Januar 2007 und 
3. April 2009) und eine Hüfttotalprothesenoperation (28. September 2008), 
wobei der Beschwerdeführer laut Dr. med. K.________ nach jeder Operati-
on je vier Monate zu 100 % arbeitsunfähig war (act. IIa 200; vgl. auch den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 20

Bericht von Dr. med. L.________ vom 13. September 2011 [act. IIa 207]). 
Die medizinische Nachvollziehbarkeit der Angaben von Dr. med. 
K.________ (act. IIa 200) und von Dr. med. L.________ (act. IIa 207) wur-
de durch die RAD-Ärztin Dr. med. P.________, Fachärztin für Arbeitsmedi-
zin, bestätigt (act. IIa 217/2). Laut dem Bericht vom 25. August 2010 über 
die in der E.________ ab dem 21. Juni 2010 durchgeführte arbeitsmarkt-
lich-medizinische Abklärung war der Beschwerdeführer in einer leidensan-
gepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig mit einer Leistungsein-
schränkung von zirka 20 % (act. IIa 158/10). Auch später wurde dem 
Beschwerdeführer keine höhere Arbeitsunfähigkeit (bzw. teilweise gar wie-
der eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit) 
attestiert (vgl. Berichte von Dr. med. K.________ vom 2. April und 10. Au-
gust 2012 [act. IIa 230, 239]). In der Folge stellte der Gutachter Dr. med. 
H.________ bei grundsätzlich möglicher vollzeitlicher Tätigkeit eine Leis-
tungseinschränkung von 20% fest, worauf abzustellen ist (vgl. E. 3.2.5 und 
4.1 hiervor). Ob die Arbeitsfähigkeit allenfalls seit Dezember 2012 90 % 
(ohne zusätzliche Leistungseinbusse; vgl. E. 3.2.3 hiervor) beträgt, kann 
offen bleiben, da im Vergleich zu einer vollzeitlichen Tätigkeit mit einer 
20 %-igen Leistungseinbusse ein tieferer Invaliditätsgrad resultieren und 
sich am Ergebnis nichts ändern würde. Die anderslautende Einschätzung 
von Dr. med. I.________ vom 28. Januar und 4. März 2015 (act. IIb 294/6, 
301/3) ändert daran nichts. Ob Dr. med. H.________ die Diagnose eines 
Hypermobilitätssyndroms zu Recht gestellt hat oder nicht, ist für die Be-
messung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit nicht relevant (vgl. BGE 136 V 
279 E. 3.2.1 S. 281), was Dr. med. I.________ denn auch einräumt (act. IIb 
301/3). Wie der RAD-Arzt Dr. med. O.________ zudem richtig erwähnt 
(act. IIb 304/5), hat auch Dr. med. H.________ explizit festgehalten (act. IIb 
290.1/16), dass die Einschätzung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
nicht von der „Etikette“ des Hypermobilitätssyndroms, sondern von den 
jeweiligen Befunden an den Gelenkstrukturen abhängig sei. Bei der 
Einschätzung einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50 % stellt Dr. med. 
I.________ ausserdem im Wesentlichen auf die Angaben des 
Beschwerdeführers selber ab (act. IIb 294/8), was nicht massgebend ist. 
Hinsichtlich des Schlaf-Apnoe-Syndroms hält die RAD-Ärztin Dr. med. 
J.________ fest, dass dieses keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 21

hat (act. IIb 267/2), was angesichts der diesbezüglichen Arztberichte nicht 
zu beanstanden ist (act. IIb 265).

Die gutachterlichen Einschätzungen von Dr. med. H.________ werden 
schliesslich vom RAD-Arzt Dr. med. O.________ bestätigt (act. IIb 304/5 
f.). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe von Dr. med. 
H.________ einen schlecht vorbereiteten Eindruck gehabt (Beschwerde S. 
6), ist dem entgegenzuhalten, dass Dr. med. H.________ explizit auf seine 
Vorbereitungszeit von 300 Minuten für die Begutachtung hingewiesen hat 
(act. IIb 290.1/11 unten). Zum Einwand, wonach Dr. med. H.________ auf-
grund der im Gutachten gemachten Feststellungen eines limitierten Enga-
gements als krankheitsfremder Faktor und einer längerdauernden 
Arbeitsabstinenz den völlig unbegründeten Verdacht einer geringen Ar-
beitsmotivation gehegt habe, ist festzuhalten, dass Dr. med. H.________ 
hinsichtlich des limitierten Engagements auf den Abklärungsbericht der 
D.________ vom 9. Mai 2005 (act. II 41) Bezug genommen hat und der 
Beschwerdeführer tatsächlich mehrere Jahre keiner Arbeit nachgegangen 
ist (act. IIa 248.1/4 unten). Hinsichtlich des Vorwurfes, Dr. med. 
H.________ habe dem Übergewicht des Beschwerdeführers eine viel zu 
grosse Bedeutung beigemessen (Beschwerde S. 6 f.), kann auf die Aus-
führungen des RAD-Arztes Dr. med. O.________ verwiesen werden (act. 
IIb 304/6), wonach sowohl Dr. med. H.________ als auch Dr. med. 
I.________ die Adipositas per se dahingehend berücksichtigt hätten, dass 
sich der Beschwerdeführer damit körperlich bereits belaste, diese aber ins-
gesamt als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt 
worden sei (vgl. act. IIb 290.1/11).

Weiter kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass gemäss dem 
E.________-Bericht vom 12. Dezember 2011 bzw. 7. Februar 2012 (act. IIa 
218, 225) ein in der Arbeitspraxis realistisches Pensum bei angepasster 
Tätigkeit bei 80 %, die effektive Leistungsfähigkeit bei 56 % liege, nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Denn die Beschwerdegegnerin hat, wie dies 
gemäss Rechtsprechung (SVR 2013 IV Nr. 6 S. 15 E. 2.3.2; Entscheid des 
BGer vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2) bei offensichtlicher und 
erheblicher Diskrepanz zwischen der medizinischen Einschätzung und ei-
ner Leistung, wie sie während einer ausführlichen beruflichen Abklärung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 22

bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz des Versicherten effektiv reali-
siert und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, 
verlangt wird, eine klärende medizinische Stellungnahme bzw. das Gutach-
ten der Begutachtungsstelle G.________ eingeholt (vgl. act. IIa 241). Darin 
wurde festgehalten, aufgrund der vorliegenden Befunde könne die von der 
E.________ notierte effektive Leistungsfähigkeit nicht nachvollzogen wer-
den (act. IIa 248.1/32).

4.4 Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt rechtsgenüglich abge-
klärt. Auf weitere Beweismassnahmen kann in antizipierter Beweiswürdi-
gung verzichtet werden (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Dem 
Beschwerdeführer ist folglich eine leidensangepasste Tätigkeit in einem 
100 %-Pensum mit einer Leistungsminderung von 20 % zumutbar (vgl. IIb 
290.1/18). Nachfolgend ist somit der Invaliditätsgrad mittels Einkommens-
vergleich zu bestimmen.

5.

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 23

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

5.1.3 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 
5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 
das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-
zen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 
IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

5.2 Der Einkommensvergleich hat auf den frühestmöglichen Rentenbe-
ginn hin zu erfolgen (BGE 129 V 222). Unter Berücksichtigung der am 
7. August 2008 (act. II 85) erfolgten Neuanmeldung kann der Einkommens-
vergleich auf Anfang Februar 2009 hin vorgenommen werden (vgl. E. 2.4 
hiervor). 

5.2.1 Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin für das 
Valideneinkommen in der Beschwerdeantwort, S. 3, auf die Lohnangaben 
der C.________ (act. II 87/16) abstellt, da der Beschwerdeführer diese 
Stelle aus gesundheitlichen Gründen verloren hat (act. II 5/9 und 18), und 
dabei ausgehend von den Zahlen für das Jahr 2008 von Fr. 5'035.-- monat-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 24

lich zu Gunsten des Beschwerdeführers für das Jahr 2009 ein Einkommen 
von Fr. 5‘200.-- monatlich bzw. Fr. 62‘400.-- jährlich (12 x Fr. 5‘200.--) an-
nimmt. 

5.2.2 Das Invalideneinkommen ist anhand statistischer Zahlen zu ermit-
teln, da der Beschwerdeführer mit der Arbeit bei der F.________ in einem 
50 %-Pensum (act. IIb 285) die ihm zumutbare Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit nicht voll ausschöpft (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Auszugehen ist, wie 
von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort, S. 2, zutreffend 
ausgeführt, von der LSE 2008, Tabelle TA1, Total, Männer, Anforderungs-
niveau 4, im Betrag von monatlich Fr. 4‘806.-- und jährlich Fr. 57‘672.--. 
Indexiert auf das Jahr 2009 resultiert ein Betrag von Fr. 58‘880.-- (Nominal-
lohnindex Männer 2006 – 2010, Tabelle T1.1.05, Total, Index Jahr 2008: 
105.0 Punkte; Index Jahr 2009: 107.2 Punkte); die Anpassung an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2009 im Abschnitt Total von 
41.6 Stunden ergibt einen Betrag von Fr. 61‘235.-- (Fr. 58‘880.-- : 40 h x 
41.6 h). Unter Berücksichtigung der im Gutachten von Dr. med. 
H.________ vom 4. Dezember 2014 attestierten 20 %-igen Leistungsmin-
derung (act. IIb 290.1/18) – sowie unter der Annahme zu Gunsten des Be-
schwerdeführers, dass diese Einschränkung bereits im Jahr 2009 bestand, 
was letztlich offen bleiben kann – verbleiben Fr. 48‘988.--. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 10) kann vorliegend 
nicht ein maximaler behinderungsbedingter Abzug von 25 % gewährt wer-
den. Mit Blick auf die diesbezüglich gemäss Rechtsprechung (vgl. E. 5.1.3 
hiervor) relevanten Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ist 
der von der Beschwerdegegnerin gewährte 15 %-ige Abzug vom Tabellen-
lohn im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens nicht zu beanstanden, so 
dass ein Invalideneinkommen von Fr. 41‘640.-- resultiert (Fr. 48‘988.-- x 
0.85). Im Übrigen kann das vom Beschwerdeführer ermittelte wesentlich 
tiefere Invalideneinkommen von Fr. 22‘878.-- (Beschwerde S. 10) schon 
deshalb nicht zutreffen, weil er jedenfalls bis Juli 2014 ein Jahreseinkom-
men von Fr. 31‘200.-- realisiert hat (act. IIb 285).

5.3 Die Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichsein-
kommen ergibt einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 25

rundet 33 % (100 : Fr. 62‘400.-- x [Fr. 62‘400.-- – Fr. 41‘640.--] = 33.27 %; 
zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

6.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2015, IV/15/430, Seite 26

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.