# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52080ea1-c33f-52ff-b8ba-044af3f081d6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-03-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 08.03.2006 SB 2006 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2006-1_2006-03-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 08. März 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 06 1 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Vital und Möhr 
Aktuarin Mosca

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In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Jean-Pierre Menge, Postfach 26, Quaderstrasse 5, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 8. November 2005, mit-
geteilt am 3. Januar 2006, in Sachen gegen den Angeklagten und Berufungskläger,

betreffend Fahren in angetrunkenem Zustand etc.,

hat sich ergeben:

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A. X. wurde am 14. Juni 1957 in A. geboren und wuchs zusammen mit 
fünf Geschwistern bei den Eltern in A. in geordneten Familienverhältnissen auf. Er 
besuchte sechs Klassen der Primarschule in A., C. und D.. In D. besuche er auch 
eine Klasse der Sekundar- und eine Klasse der Werkschule. Nach der Schulentlas-
sung absolvierte er im E. in F. eine Lehre als Landwirt. Seit 1984 ist X. bei der G. 
angestellt, wo er seit 1991 als Schichtführer tätig ist. In den Sommermonaten be-
treut er zusammen mit seiner Familie zusätzlich Galtvieh. Gemäss eigenen Anga-
ben erzielt er ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 5'400.--. Er ist Besitzer eines 
Einfamilienhauses, welches mit einer Hypothek belastet ist.

Am 17. August 1979 verheiratete sich X. mit I. geborene J.. Sie sind Eltern 
von drei Kindern (Jahrgang 1979, 1981 und 1991).

X. geniesst einen guten bürgerlichen Leumund.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit zwei Eintragungen ver-
zeichnet. Am 7. Juni 1995 verurteilte ihn der Kreisgerichtsausschuss Lugnez wegen 
Fahrens in angetrunkenem Zustand zu 56 Tagen Gefängnis unbedingt. Am 30. Au-
gust 2001 verurteilte ihn der Bezirksgerichtsauschuss Plessur wegen Fahrens in 
angetrunkenem Zustand und Verletzung von Verkehrsregeln zu 5 Monaten Gefäng-
nis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges. Die Probezeit wurde auf 5 
Jahre festgesetzt. Zudem wurde X. bereits am 06. November 1992 vom Kreispräsi-
denten D. wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand etc. mit 30 Tagen Gefängnis 
und einer Busse von Fr. 500.-- bestraft. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festge-
setzt. Im ADMAS ist er seit dem Jahre 1980 mit vier Führerausweisentzügen wegen 
Angetrunkenheit verzeichnet. Wegen der vorliegend zu beurteilenden Trunkenheits-
fahrt wurde X. zudem mit Verfügung des Strassenverkehrsamts des Kantons 
Graubünden vom  21. September 2005 der Führerausweis auf unbestimmte Zeit 
entzogen. Die Wiedererteilung des Führerausweises beziehungsweise die Aufhe-
bung der Massnahme wurde vom Nachweis einer kontrollierten und lückenlosen 
Alkoholabstinenz während mindestens 24 Monaten abhängig gemacht.

In seinem psychiatrischen Gutachten vom 20. Juni 2005 gelangt Dr. H., 
Psychiatrische Dienste Graubünden, zu folgender Beurteilung: Beim Expl. besteht 
eine Alkoholabhängigkeit entsprechende ICD-10:F10.2 (Internationale Klassifika-
tion psychischer Störungen WHO). Dies ist behandlungsbedürftig. Gemäss WHO, 
Internationale Klassifikation psychischer Störungen ICD-10 sollte die sichere Dia-
gnose Abhängigkeit nur gestellt werden, wenn irgendwann während des letzten 

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Jahres drei oder mehr der folgenden Kriterien gleichzeitig vorhanden waren: Der 
Expl. erfüllt drei der angegebenen Kriterien (1.,2.,4. Begründung hierzu erfolgt un-
ten), dass bei ihm zum Tatzeitpunkt folgende Diagnose gestellt wird:
- Störung durch Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzge-
brauch ICD-10: F10.24
Zum Begutachtungszeitpunkt ergibt sich folgende Diagnose (der Expl. wird von sei-
nem Hausarzt Herrn. Dr. med. Qu. derzeit mit Antabus behandelt, es erfolgt eine 
regelmässige Laborkontrolle der Abstinenz):

- Störung durch Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent ICD-10: 
F.10.23

1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen zu kon-
sumieren.
2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung oder 
der Menge des Konsums.
3. (…)
4. Nachweis der Toleranz (Gewöhnung). Um die ursprünglich durch niedrige 
Dosen erreichten Wirkungen der psychotropen Substanz hervorzurufen, sind zu-
nehmend höhere Dosen erforderlich.
5. (…)
6. (…)“

Zur Frage der Zurechnungsfähigkeit äusserte sich der Gutachter wie folgt:

„Auf Grund der Alkoholkrankheit war der Expl. in seiner geistigen Gesundheit 
beeinträchtigt. Der Expl. stand zum Tatzeitpunkt unter einer starken Alkoho-
lisierung, d. h., unter einem mittelgradigen Rauschzustand, was einer leich-
ten Beeinträchtigung des Bewusstseins entspricht. Er war zum Tatzeitpunkt 
leicht vermindert zurechnungsfähig. Die Einsicht in das Unrecht der Tat war 
zwar erhalten, jedoch durch die alkoholbedingte Enthemmung und Selbstü-
berschätzung die Steuerungsfähigkeit leichtgradig reduziert.“

Der Gutachter erachtet eine stationäre Massnahme im Sinne von Art. 44 Zif-
fer 1 Abs. 1 StGB (Trinkerheilanstalt) zwar als zweckmässig, sie sei jedoch wegen 
fehlender Behandlungsmotivation für eine so lange Dauer nicht durchführbar. Eine 
bloss ambulante Behandlung gemäss Art. 44 StGB wird als unzureichend erachtet. 
Der Gutachter empfiehlt daher aus psychiatrischer Sicht den sofortigen Vollzug der 
Strafe bei gleichzeitig ambulanter Behandlung in einer Massnahmeanstalt gemäss 
Art. 2 VStGB 3, da damit zumindest eine auch limitierte Behandlung auf der ent-

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sprechenden Suchtstation das Problembewusstsein fördern kann und so Verhal-
tensänderungen im Umgang mit Alkohol erreicht werden könnten.

Für den Fall eines bedingten Strafvollzuges empfiehlt der Gutachter:

„Wir empfehlen eine Alkohol-Totalabstinenz für mindestens zwei 
Jahre mittels Antabusbehandlung oder Laborkontrollen.“

B. Mit Anklageverfügung vom  25. August 2005 wurde X. wegen vorsätz-
lichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss aArt. 91 Abs. 1 SVG sowie we-
gen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 2 SVG in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage legte die Staatsan-
waltschaft Graubünden gemäss Anklageschrift vom 25. August 2005 folgenden 
Sachverhalt zugrunde:

„Am Abend des 25. August 2004 hielt sich X. im Schiessstand K. auf. 
Zwischen 20.00 Uhr und Mitternacht konsumierte er gemäss eigenen 
Angaben fünf bis sieben Flaschen Bier zu 5,8 dl. Um 05.00 Uhr fuhr 
er vom Schiessstand weg. Da er sich schlecht fühlte, teilte er seiner 
Arbeitgeberin, der G., mit, dass er nicht zur Arbeit erscheinen könne. 
X. fuhr durch M. und weiter bis zur Abzweigung L., um wenige Meter 
danach beim rechtsgelegenen Holzlagerplatz anzuhalten und bis 
07.00 Uhr zu schlafen. Um 07.00 Uhr wollte X. nach Hause, nach C. 
fahren. Vom Holzlagerplatz fuhr er mit einem Blutalkoholgehalt von 
mindestens 1.71 Gewichtspromille in die Kantonsstrasse ein und über-
sah einen Motorradfahrer. Dieser kollidierte mit dem linken vorderen 
Kotflügel des von X. gelenkten Personenwagens. Der Lenker des Mo-
torrades, N., flog über das Motorfahrzeug hinweg und prallte auf die 
Strasse. Er konnte sich trotz der erlittenen, nicht schweren Verletzun-
gen aus eigener Kraft von der Fahrbahn entfernen. N. stellte gegen X. 
keinen Strafantrag wegen Körperverletzung.“

Mit Urteil vom 8. November 2005, mitgeteilt am 3. Januar 2006, erkannte der 
Bezirksgerichtsaussuchuss Imboden:

„1. X. ist schuldig des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zu-
stand gemäss aArt. 91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Ver-
kehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 90 
Ziff. 1 SVG.

2. Dafür wird X. mit sieben Monaten Gefängnis bestraft.

3. Der mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur am 30. 
August 2001 gewährte bedingte Strafvollzug von fünf Monaten 
Gefängnis wird widerrufen; die Strafe ist zu vollziehen.

4. Der Vollzug hat in einer Massnahmeanstalt im Sinne von Art. 2 
VStGB 3 zu erfolgen, unter gleichzeitiger ambulanter Behandlung 

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des durch die Gutachter diagnostizierten Alkoholabhängigkeits-
syndroms (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 Satz 2 StGB).

5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft
Graubünden von Fr. 2'810.90
- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.00
total somit Fr. 5'310.90
gehen zulasten des Verurteilten.

6. (Rechtsmittelbelehrung)

7. (Mitteilung)“

Dagegen liess X. am 17. Januar 2006 Berufung an den Kantonsgerichtsaus-
schuss von Graubünden erklären. Er beantragt:

„1. Die ausgefällte Strafe gemäss Ziff. 2 des Urteils des Bezirksge-
richtsausschusses Imboden vom 8.11.2005 von 8 Monaten Ge-
fängnis sei auf 4 Monate zu reduzieren.

2. Dem Berufungskläger sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren.

3. Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 
8.11.2005 sei aufzuheben und es sei vom Widerruf des bedingten 
Strafvollzugs von 5 Monaten Gefängnis abzusehen.

4. Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 
8.11.2005 sei aufzuheben.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWSt.“

Während die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Vernehmlassung vom 6. 
Februar 2006 die kostenfällige Abweisung der Berufung beantragte, verzichtete die 
Vorinstanz mit Schreiben vom 6. Februar 2006 auf eine Stellungnahme.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie die weiteren Ausführun-
gen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse, sowie gegen Verfügungen der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten 
(ausgenommen Untersuchungshandlungen, prozessleitende Verfügungen und 
Strafmandate) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gemäss Art. 141 Abs. 1 
StPO beim Kantonsgerichtsausschuss innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröff-

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nung des angefochtenen Entscheides Berufung einreichen. Diese ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides oder Gerichts-
verfahrens gerügt werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag 
die im Übrigen form- wie fristgerecht eingereichte Berufung vom 17. Januar 2006 
zu genügen, weshalb auf sie einzutreten ist.

2. Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft das erstinstanzliche Urteil in 
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (Art. 
146 Abs. 1 StPO). Er besitzt eine umfassende, uneingeschränkte Kognitionsbefug-
nis. Wenn die Aktenlage die Beurteilung zulässt und keine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs vorliegt, oder der Mangel geheilt ist, entscheidet der Kantonsgerichts-
ausschuss in der Sache selber (Art. 146 Abs. 2 StPO e contrario). Die Rückweisung 
an die Vorinstanz bildet die Ausnahme (Padrutt, Kommentar zur Strafprozessord-
nung des Kantons Graubünden, 2. Auflage, Chur 1996, S. 376). 

3. Das Kantonsgerichtspräsidium kann eine mündliche Verhandlung von 
Amtes wegen oder auf Antrag der Parteien anordnen, wenn die persönliche Befra-
gung der Angeklagten für die Beurteilung der Strafsache wesentlich ist (Art. 144 
Abs. 1 StPO). Findet keine mündliche Verhandlung statt, so trifft der Kantonsge-
richtsausschuss seinen Entscheid ohne Parteivortritt auf Grund der Akten (Art. 144 
Abs. 3 StPO). Der Angeschuldigte in einem Strafverfahren hat aber unabhängig von 
der kantonalen Verfahrensordnung gestützt auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK Anspruch dar-
auf, dass seine Sache in billiger Weise öffentlich gehört wird. Das Gebot der Ver-
fahrensöffentlichkeit gilt unter Vorbehalt von Art. 107 StPO dem Grundsatz nach 
nicht nur für das erstinstanzliche Strafverfahren, sondern erstreckt sich auf die Ge-
samtheit eines Strafverfahrens inklusive des gesamten Rechtsmittelweges, somit 
auch auf das Berufungsverfahrens gemäss Art. 141 ff. StPO.

Der Betroffene kann auf die Durchführung einer mündlichen Berufungsver-
handlung von sich aus verzichten. Voraussetzung eines wirksamen Verzichts ist, 
dass er ausdrücklich erklärt wird oder sich aus dem Stillschweigen der Betroffenen 
eindeutig ergibt. Der durch einen Anwalt vertretene Berufungskläger hat im vorlie-
genden Fall nicht die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung ver-
langt, woraus auf einen wirksamen Verzicht geschlossen werden kann. Es besteht 
aber auch kein Grund, dass das urteilende Gericht von sich aus (vgl. Art. 144 Abs. 
1 StPO) eine mündliche Berufungsverhandlung anordnet, nachdem die Vorinstanz 
öffentlich verhandelt hat, bezüglich des strittigen Sachverhalts keine zusätzlichen 
Aufschlüsse von einer mündlichen Verhandlung zu erwarten sind, eine reformatio 

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in peius ausgeschlossen ist und sich ferner im vorliegenden Fall keine Fragen zur 
Person und zum Charakter des Berufungsklägers stellen, welche sich nicht mit 
genügender Hinlänglichkeit aufgrund der Akten beantworten lassen. Zudem steht 
einem nichtöffentlichen Verfahren kein öffentliches Interesse entgegen (vgl. BGE 
119 Ia 318, Art. 107 StPO und SJZ 96, 2000, S. 197 f. sowie ZR 99, 2000, Nr. 36). 
Die streitige Strafsache kann somit gestützt auf die vorliegenden Akten sachgerecht 
entschieden werden. Ein persönliches Vortreten von X. ist daher nicht notwendig.

4. Der Berufungskläger beanstandet vorab, das ihm durch EMRK und 
Verfassung garantierte Recht auf rechtliches Gehör sei verletzt, weil Bezirksrichterin 
O. während der Verhandlung mehrmals eingenickt sei. Dadurch sei sie zeitweise 
ausserstande gewesen, den Ausführungen des Rechtsvertreters des Berufungsklä-
gers zu folgen. 

Die in Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK statuierten Verteidigungsrechte stellen einen 
Bestandteil des allgemeinen Begriffs eines fairen Verfahrens dar, von dem in Art. 6 
Ziff. 1 EMRK die Rede ist. Grundlegendes Element des vom Angeschuldigten durch 
diese Vorschrift eingeräumten Anspruchs auf Anhörung in billiger Weise, bildet die 
Garantie, dass der Angeklagte seine Sache dem Gericht in ausreichender, ange-
messener Weise vortragen kann und gegenüber der Anklagebehörde nicht benach-
teiligt wird (BGE 113 Ia 222; PKG 1993 Nr. 28). Art. 6 Ziff. 3 EMRK geht in seiner 
Tragweite nicht über die in Art. 29 BV statuierten Verfahrensgarantien hinaus. Der 
Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeach-
tet der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst zur Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids (BGE 118 Ia 18). Doch können nach der Rechtspre-
chung Mängel des vorinstanzlichen Verfahrens ausnahmsweise dann geheilt wer-
den, wenn der Rechtsmittelinstanz die gleiche Kognition wie der Vorinstanz zusteht 
(BGE 118 Ib 120; BGE 116 Ia 95; PKG 1993 Nr. 28). Im vorliegenden Fall gilt es zu 
berücksichtigen, dass - wie vorstehend bereits dargestellt – der Kantonsgerichts-
ausschuss als Berufungsinstanz das angefochtene Urteil in tatsächlicher und recht-
licher Hinsicht frei überprüfen kann (Art. 146 Abs. 1 StPO) und der Berufungskläger 
seinen Standpunkt in der Berufungsschrift vom 17. Januar 2006 umfassend darle-
gen konnte. Selbst wenn die vorinstanzliche Richterin tatsächlich während der 
Hauptverhandlung eingenickt sein sollte, wird dieser Mangel demnach im Beru-
fungsverfahren geheilt.

5. a) Im Berufungsverfahren wird nicht bestritten, dass sich der Be-
rufungskläger des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss aArt. 

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91 Abs. 1 SVG sowie der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 2 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gemacht hat. Der Berufungsklä-
ger beantragt jedoch, die ausgesprochene Strafe von sieben Monaten Gefängnis 
sei auf vier Monate zu reduzieren. Zur Begründung führt er im Wesentlichen aus, 
der Experte der Klinik Beverin sei in seinem Gutachten zum Schluss gelangt, dass 
er zum Tatzeitpunkt unter einer starken Alkoholisierung gestanden habe. Dies ent-
spreche einem mittelgradigen Rauschzustand. Somit müsse man zum Tatzeitpunkt 
von einer leicht verminderten Zurechnungsfähigkeit ausgehen. Diese Ausführungen 
seien widersprüchlich, insbesondere wenn man berücksichtige, dass das vom 23. 
April 2001 stammende und sich bei den Akten befindliche Gutachten ihm eine mit-
telgradige Verminderung der Zurechnungsfähigkeit attestiert habe, obwohl damals 
ein tieferer Blutalkoholgehalt festgestellt worden sei. Da vorliegend eine Blutalko-
holkonzentration von 1,9 bis 2 Gewichtspromille massgeblich sei, sei von einer 
schweren bis mittelgradigen Verminderung der Zurechnungsfähigkeit auszugehen, 
weshalb die Strafe auf vier Monate Gefängnis zu reduzieren sei. 

b) Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Entgegen den Aus-
führungen des Berufungsklägers ist dem von ihm zitierten Gutachten vom 23. April 
2001 zu entnehmen, dass zum damaligen Zeitpunkt nicht von einer mittelgradigen, 
sondern von einer leichten bis mittelgradigen Verminderung der Zurechnungsfähig-
keit ausgegangen worden ist (vgl. act. 2.9, S. 11). Zudem gilt es zu berücksichtigen, 
dass gemäss Praxis des Bundesgerichtes erst bei einer Blutalkoholkonzentration 
zwischen 2 und 3 Promillen im Regelfall von einer verminderten Zurechnungsfähig-
keit ausgegangen werden kann. Es besteht in diesem Bereich mit anderen Worten 
die Vermutung für die Verminderung der Zurechnungsfähigkeit. Diese Vermutung 
kann jedoch im Einzelfall durch Gegenindizien umgestossen werden (BGE 122 IV 
49). Vorliegend führt der Berufungskläger in seiner Berufungsschrift lediglich den 
Blutalkoholgehalt von 1.9 – 2.0 Promille auf. Dabei handelt es sich um den vom 
Gutachter geschätzten Alkoholgehalt im Zeitpunkt der Wegfahrt in K.. In der Ankla-
geschrift wurde jedoch auf den Blutalkoholgehalt von 1.71 Promille zum Zeitpunkt 
des Verkehrsunfalls um 07.20 Uhr abgestellt. Zu Gunsten des Berufungsklägers hat 
der Gutachter lediglich auf den ersten Entschluss, ein Fahrzeug zu lenken, abge-
stellt. Daraus folgend ist er von einer Blutalkoholkonzentration von 1.9 – 2.0 Promille 
ausgegangen und hat dem Berufungskläger eine leicht verminderte Zurechnungs-
fähigkeit attestiert. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal – wie bereits ausgeführt – 
gemäss einer Faustregel des Bundesgerichtes erst bei einer Blutalkoholkonzentra-
tion von über 2.0 Promille in der Regel eine verminderte Zurechnungsfähigkeit für 
den Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem Zustand in Betracht kommt. Die 

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Beurteilung durch den Psychiater ist diesbezüglich somit sicherlich nicht zu Unguns-
ten des Berufungsklägers ausgefallen. Ist nach dem Gesagten von einer leichtgra-
digen Verminderung der Zurechnungsfähigkeit auszugehen, so ist auch nicht zu be-
anstanden, dass die Vorinstanz eine Strafe von 7 Monaten Gefängnis ausgespro-
chen hat. Das Verschulden des Berufungsklägers wiegt nämlich schwer, setzte er 
sich doch trotz erheblichem Alkoholkonsum ans Steuer und gefährdete das Leben 
und die Sicherheit anderer Verkehrteilnehmer. Schliesslich verursachte er einen 
Verkehrsunfall, bei dem sich ein Motorradfahrer verletzte. Wie die Vorinstanz zu 
Recht ausgeführt hat, erscheinen die Umstände der Tatbebehrung umso gravier-
ender, als es X. ohne weiteres möglich gewesen wäre, sich zu einem frühren Zeit-
punkt von einem Kollegen heimfahren zu lassen (vgl. BGE 117 IV 114). Strafer-
höhend sind die Vorstrafen und der getrübte automobilistische Leumund zu werten, 
zumal der Berufungskläger sich bereits zum fünften Mal wegen Fahrens in ange-
trunkenem Zustand verantworten muss. Strafschärfend wirkt sich das Zusammen-
treffen zweier Straftatbestände aus. Strafmildernd fällt die leicht verminderte Zu-
rechnungsfähigkeit ins Gewicht. Der gute bürgerliche Leumund und das Geständnis 
können strafmindernd beachtet werden. Unter Berücksichtigung all dieser Um-
stände erscheint die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe als angemessen.

6. Der Berufungskläger beanstandet ferner, dass ihm der bedingte Straf-
vollzug nicht gewährt worden ist.

a) Nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB kann der Vollzug einer Freiheitsstrafe 
von nicht mehr als 18 Monaten aufgeschoben werden, wenn Vorleben und Charak-
ter des Verurteilten erwarten lassen, er werde dadurch von weiteren Verbrechen 
oder Vergehen abgehalten. Gemäss Abs. 2 der genannten Bestimmung ist der Auf-
schub einer Freiheitsstrafe von Gesetzes wegen nicht zulässig, wenn der Verurteilte 
innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen 
Verbrechens oder Vergehens eine Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als 
drei Monaten verbüsst hat. 

b) Die objektiven Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten 
Strafvollzugs sind bei X. erfüllt. So wird für den hier zu behandelnden Vorfall eine 
Strafe von weniger als 18 Monaten verhängt und er hatte innerhalb der letzten fünf 
Jahre keine Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten zu verbüssen.

c) Wie ausgeführt, verlangt Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in subjektiver Hin-
sicht, dass Vorleben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er werde 

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durch den Aufschub der Freiheitsstrafe von weiteren Verbrechen oder Vergehen 
abgehalten. Nach der früheren Rechtsprechung durfte einem angetrunkenen Fahr-
zeugführer nur mit grosser Zurückhaltung der bedingte Strafvollzug gewährt wer-
den. Das Bundesgericht führte diesbezüglich aus, es sei allgemein bekannt, dass 
die Fahrtüchtigkeit schon durch geringe Mengen Alkohol beeinträchtigt werde. Bei 
jenen Motorfahrzeugführern, welche unbekümmert um dieses Wissen durch Ange-
trunkenheit am Steuer Leben und Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erheblich 
gefährden, könne somit auf eine rücksichtslose Gesinnung sowie auf einen Charak-
terfehler geschlossen werden. Aus spezial- und generalpräventiven Gründen seien 
daher hohe Anforderungen an die Gewähr für künftiges Wohlverhalten zu stellen. 
Das Bundesgericht ist nun aber von dieser strengeren Praxis abgerückt und hat 
festgehalten, dass bei der Gewährung oder Verweigerung des bedingten Strafvoll-
zugs auch beim Tatbestand des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand 
die gleichen Kriterien wie bei den anderen Delikten zugrunde zu legen sind. Bei der 
Beurteilung der Bewährungsaussichten dürfe nicht aus generalpräventiven Überle-
gungen ein derart strenger Massstab angelegt werden, dass angetrunkenen Fahr-
zeuglenkern der bedingte Strafvollzug von vorneherein verschlossen bleibe (BGE 
118 IV 97; PKG 1993 Nr. 24). Massgeblich sei somit in erster Linie der Grundsatz 
der Spezialprävention (BGE 118 IV 97). 

Bei der Prüfung, ob der Verurteilte für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr 
bietet, ist eine Gesamtwürdigung der gesamten Umstände vorzunehmen. In die Be-
urteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen auch das Vorleben und 
der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charakter 
des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die Einschätzung 
des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Rele-
vante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Hinweise auf Suchtgefähr-
dung und das allgemeine Verhalten. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis 
zum Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen (BGE 128 IV 198 f.). 

Unzulässig ist es jedoch, bei der Prüfung der nach Art. 41 Ziff. 1 StGB zu 
berücksichtigenden Umständen einzelnen eine vorrangige Bedeutung beizumessen 
und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu lassen, also etwa 
einseitig auf die Umstände der Tat abzustellen. Die Besonderheiten des Rückfalls 
und die Tatsache, dass ein Fahrzeugführer bei Trinkbeginn weiss, dass er später 
ein Fahrzeug führen wird, sind Umstände, die neben allen anderen bei einer Ge-
samtwürdigung zu berücksichtigen sind. Auch spielen die konkreten Umstände der 
früheren wie auch der neuen Trunkenheitsfahrt sowie die Dauer seit der früheren 

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Tat respektive deren Beurteilung eine Rolle. Weiter kann bedeutsam sein, ob für die 
frühere Tat lediglich eine Busse oder aber eine Freiheitsstrafe ausgefällt worden ist 
und auf welche Dauer der Führerausweis entzogen worden ist (BGE 118 IV 101 = 
Pra 78 (1989), Nr. 257, S. 918 ff.). Mit anderen Worten müssen die genannten Um-
stände eine günstige Prognose zulassen. Die Besserungsaussichten müssen auf-
grund des Verhaltens und der Gesinnung des Verurteilten beurteilt werden. Es ist 
jedoch offensichtlich, dass sich selbst durch eine umfassende und intensive Aus-
einandersetzung mit der Täterpersönlichkeit keine absolut zuverlässige Zukunfts-
voraussage treffen lässt. Bei der Prüfung der günstigen Prognose im Sinne von Art. 
41 Ziff. 1 StGB steht daher die Frage im Vordergrund, unter welchen Voraussetzun-
gen einem Verurteilten trotz unsicherer Zukunftsaussichten Vertrauen geschenkt 
werden kann (vgl. P. Albrecht, Der bedingte Strafvollzug bei Alkohol am Steuer, SJZ 
1988, S. 101). Vermag der Richter begründetes Vertrauen zu gewinnen, so ist der 
Vollzug aufzuschieben. Der Richter muss von der Besserungsaussicht mit Begrün-
dung überzeugt sein. Schwankt er zwischen vager Hoffnung und Bedenken, so hat 
er kein Vertrauen auf eine Bewährung und er hat daher auf die Gewährung des 
bedingten Strafvollzugs zu verzichten (PKG 1993 Nr. 24). 

Der Richter kann den Verurteilten gemäss Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB unter 
Schutzaufsicht stellen oder ihm für sein Verhalten während der Probezeit bestimmte 
Weisungen erteilen (vgl. R. M. Schneider, Basler Kommentar zum Strafgesetzbuch 
I, Basel 2003, Art. 41 StGB, N. 160 ff.). Schliesslich kann allfälligen Bedenken auch 
bei der Festsetzung der Dauer der Probezeit Rechnung getragen werden (Art. 41 
Ziff. 1 Abs. 3 StGB), indem die Probezeit umso länger bemessen werden soll, je 
höher die Gefahr des Rückfalls eingeschätzt wird (BGE 95 IV 122 ff.).

d) aa)  Bei der Beurteilung der Frage, ob X. eine günstige Prognose 
gestellt werden und damit der bedingte Strafvollzug gewährt werden kann, sind ein-
mal die Vorstrafen, welche er auf demselben Gebiet erlitten hat, zu berücksichtigen. 
Dabei können grundsätzlich auch Vorstrafen herangezogen werden, welche bereits 
im Strafregister gelöscht wurden (BGE 121 IV 9). Zu berücksichtigen sind demnach 
auch die Vorstrafen aus den Jahren 1980 und 1992. Im Jahre 1980 wurde X. erst-
mals wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand verurteilt. Am 6. November 1992 
wurde der Berufungskläger vom Kreispräsidenten D. wegen Fahrens in angetrun-
kenem Zustand etc. mit 30 Tagen Gefängnis bedingt, Probezeit zwei Jahre, und Fr. 
500.- Busse bestraft. Am 7. Juni 1995 verurteilte ihn der Kreisgerichtsausschuss 
Lugnez wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand zu 56 Tagen Gefängnis unbe-
dingt. Am 30. August 2001 verurteilte ihn der Bezirksgerichtsauschuss Plessur we-

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gen Fahrens in angetrunkenem Zustand und Verletzung von Verkehrsregeln zu 5 
Monaten Gefängnis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges. Die Probezeit 
wurde auf 5 Jahre festgesetzt. Am 26. August 2004 lenkte X. wiederum einen 
Personenwagen in angetrunkenem Zustand, welche Fahrt Anlass des vorliegenden 
Verfahrens bildet. Zwar führt der verkehrsstrafrechtliche Rückfall nicht automatisch 
zu einer negativen Prognose bezüglich künftigen Wohlverhaltens. Die erneute Tat 
bildet jedoch ein Indiz für die Uneinsichtigkeit des Fehlbaren und kann zusammen 
mit seinem Vorleben Anlass zu negativer Bewertung der Bewährungsaussichten 
geben (vgl. BGE 115 IV 81 f.). Erschwerend fällt sodann ins Gewicht, dass X. bei 
allen fünf Vorfällen ein erheblicher Alkoholgehalt nachgewiesen werden konnte 
(1980 0,9 Gewichtspromille; 1992 2,13 Gewichtspromille; 1995 2,15 
Gewichtspromille; 2001 1,6 Gewichtspromille; 2004 1,71 Gewichtspromille). 
Insbesondere aus der unbedingten Gefängnisstrafe, welche er zwischen dem 28. 
Oktober 1996 und dem 23. Dezember 1996 in Halbgefangenschaft in A. verbüsst 
hat, hätte X. seine Lehren ziehen müssen. Auch die diversen 
Führerausweisentzüge (1980 für drei Monate; 1992 für 5 Monate; 1995 für 16 
Monate und 2000 für 18 Monate) vermochten den Verurteilten nicht von einer 
erneuten Trunkenheitsfahrt abzuhalten. Der Berufungskläger muss sich also eine 
gewisse Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit vorwerfen lassen, welche die 
Wirksamkeit einer erneuten Warnstrafe in Frage stellen.

bb) Das von den Psychiatrischen Diensten Graubünden (Dr. H.) erstellte 
Gutachten vom 20. Juni 2005 spricht im Wesentlichen ebenfalls gegen eine güns-
tige Prognose bezüglich des künftigen Wohlverhaltens. So wird festgehalten, dass 
beim Berufungskläger drei der sechs Kriterien für eine Alkoholabhängigkeit, bezo-
gen auf den Tatzeitpunkt, erfüllt sind. Ausserdem wurde eine Alkohol-Totalabsti-
nenz für mindestens zwei Jahre mittels Antabusbehandlung oder Laborkontrollen 
empfohlen. Eine initiale ambulante Behandlung wurde von Dr. H. als unzureichend 
eingestuft, weshalb eine Behandlung in einer Massnahmeanstalt gemäss Art. 2 
VStGB 3 als zweckmässig erachtet wurde.  Präzisierend zum Gutachten von Dr. H. 
führte Dr. med. P. am 6. Juli 2005 aus:„ Der Explorand leidet an einer Alkoholab-
hängigkeit. Dies ist aus unserer Sicht behandlungsbedürftig, deshalb haben wir eine 
Massnahme empfohlen. Allerdings erachten wird die Therapiemotivation des Explo-
randen als sehr gering. Deshalb haben wir zumindest eine Massnahme vorgeschla-
gen, die statt Strafvollzug in einer Strafanstalt alternativ eine Behandlung in einer 
geeigneten Massnahmeanstalt, nämlich einer Suchtklinik durchgeführt werden 
könnte. Allerdings ist diese Massnahme nur durchzuführen, wenn der Explorand 
bereit ist, eine stationäre Behandlung im Rahmen des vorgeschlagenen Artikels 

13

durchzuführen, nämlich für die Dauer des Strafvollzuges mit allen Konsequenzen 
inkl. vorzeitiger Entlassung“. Es gilt nun aber zu berücksichtigen, dass der Beru-
fungskläger seit 30. August 2004 regelmässig Antabus einnimmt, wie dies der Haus-
arzt Dr. med. Qu. bestätigt hat. Er habe X. noch nie alkoholisiert angetroffen. Aus 
seiner Sicht sei die Krankheitseinsicht des Berufungsklägers als positiv zu bewer-
ten. Positiv wirke sich für den Berufungskläger auch die Tatsache aus, dass es sei-
nem Vater, welcher Alkoholiker gewesen sei, gelungen sei, die Alkoholproblematik 
zu bewältigen (vgl. Gutachten der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 20. 
Juni 2005, S. 7; vgl. auch Arztzeugnis Dr. med. Qu. vom 7. November 2005). Auf-
grund der nunmehr lang dauernden kontrollierten Abstinenz kann die ungünstige 
Prognose der Gutachter nicht einfach unkritisch übernommen werden. Es gilt in die-
sem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass der Richter, der mangels eigener 
Fachkenntnisse einen Experten beizieht, zwar grundsätzlich in der Würdigung des 
Gutachtens frei ist. Von der Ansicht des Experten darf er jedoch nur abweichen, 
wenn triftige Gründe vorliegen (vgl. BGE 129 I 57). Vorliegend hat sich X. freiwillig 
einer ambulanten Totalabstinenz mittels Antabus unterzogen. Aus den bei den Ak-
ten liegenden Bestätigungen kann ersehen werden, dass sich der Berufungskläger 
konsequent daran hält. Er lässt sein Blut freiwillig im Hinblick auf einen allfälligen 
Alkoholmissbrauch kontrollieren. Diese Tests sind bisher allesamt negativ bewertet 
worden. Es ist deshalb von einer stabilen Abstinenzmotivation auszugehen. X. 
scheint bemüht, mit seinem bisherigen Lebenswandel abzuschliessen. Er zeigt Ein-
sicht in das Unrecht seiner Tat und bereut seine Trunkenheitsfahrt. In der Tat muss 
zu Gunsten des Verurteilten berücksichtigt werden, dass die Straftaten mit seiner 
Alkoholsucht in Zusammenhang standen und er seit dem vorliegend zu beurteilen-
den Vorfall alkoholabstinent lebt. 

cc) Positiv ins Gewicht fallen zudem der gute Leumund des Verurteilten 
und seine Geständigkeit. Seine Familienverhältnisse sind stabil. Seine Frau ist 
Hausfrau und arbeitet gelegentlich in einem Wirtshaus. Seine beiden ältern Kinder 
sind volljährig. In C. ist der Berufungskläger gut integriert. X. arbeitet seit 1984 bei 
der G.. Seit 1991 ist er Schichtführer. Er befindet sich somit in einer gefestigten 
beruflichen Stellung. Von seiner Arbeitgeberin wird der Berufungskläger bei der Be-
wältigung des Alkoholproblems unterstützt. Es gilt zu beachten, dass im Kanton 
Graubünden zwar die Möglichkeit der Halbgefangenschaft bei Gefängnisstrafen bis 
zu 12 Monaten besteht. Wie noch zu zeigen sein wird, ist die Gewährung des be-
dingten Vollzuges für die mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 
30. August 2001 ausgesprochene Strafe von 5 Monaten Gefängnis zu widerrufen 
und der Berufungskläger hat diese Strafe zu vollziehen. Hätte der Berufungskläger 

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insgesamt eine Gefängnisstrafe von 12 Monaten zu verbüssen, so würde dies den 
Berufungskläger in seiner beruflichen Stellung sehr lange erheblich belasten, was 
für ihn und seine Familie im Hinblick auf sein Alter eine gewisse Härte bedeuten 
würde. 

dd) Schliesslich ist – und dies fällt letztlich entscheidend ins Gewicht - bei 
der Beurteilung der Bewährungsaussichten im Rahmen von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 
StGB die mögliche Warnwirkung in Bezug auf den Vollzug der Strafe aufgrund des 
Widerrufes des bedingten Strafvollzugs zu berücksichtigen. Der Vollzug kurzer Frei-
heitsstrafen kann namentlich gegenüber an sich sozial integrierten Personen, die 
sich noch nie im Strafvollzug befunden haben, eine Schock- und Warnungswirkung 
zeitigen (BGE 116 IV 97 ff.; BGE 116 IV 177 ff.). Wie eben ausgeführt, ist im vorlie-
genden Fall die Gewährung des bedingten Vollzuges für die mit Urteil des Bezirks-
gerichtsausschusses Plessur vom 30. August 2001 ausgesprochene Strafe von 5 
Monaten Gefängnis zu widerrufen und der Berufungskläger hat diese Strafe zu voll-
ziehen. Allerdings hat X. bereits eine unbedingte Gefängnisstrafe verbüsst, welche 
er zwischen dem 28. Oktober 1996 und dem 23. Dezember 1996 in 
Halbgefangenschaft in A. verbracht hat. Trotzdem kann nicht ausser Acht gelassen 
werden, dass die zu vollziehende Strafe von 5 Monaten Gefängnis für den sozial 
integrierten Berufungskläger eine Schock- und Warnungswirkung zeitigen wird.

ee) Zwar wiegen die negativen Punkte, vor allem die einschlägigen Vor-
strafen, in der Gesamtwürdigung sehr schwer, doch hat X. eingesehen, dass er 
stark alkoholgefährdet ist und er hat sich freiwillig entschieden, alkoholabstinent zu 
leben, was positiv zu werten ist. Auch gilt es zu berücksichtigen, dass der Be-
währung am Arbeitsplatz eine bedeutende Rolle für die Prognosestellung zukommt 
(vgl. BGE 121 IV 97 ff.). Hätte der Berufungskläger nebst der zu vollziehenden 
Strafe von 5 Monaten Gefängnis insgesamt eine Strafe von 12 Monaten Gefängnis 
zu verbüssen, so würde dies für ihn und seine Familie eine gewisse Härte bedeuten. 
Entscheidend und letztlich auch ausschlaggebend ins Gewicht fällt nun aber, dass 
die zu vollziehende Gefängnisstrafe einen starken Eindruck hinterlassen wird. Diese 
finanziellen und sozialen Konsequenzen gehen über die „normalen“ Unannehmlich-
keiten hinaus, welche mit einem Strafvollzug immer verbunden sind. Daher kommt 
das Gericht unter Würdigung der gesamten Umstände zur Überzeugung, dass vor 
allem mit Blick auf die Schock- und Warnungswirkung der zu vollziehenden Strafe 
dem Verurteilten eine günstige Prognose gestellt werden kann. X. ist eine allerletzte 
Chance zu geben und der bedingte Strafvollzug ist zu gewähren, kombiniert mit der 
Weisung, während der Dauer der Probezeit eine vom Hausarzt kontrollierte Alko-

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holabstinenz einzuhalten (vgl. dazu sogleich E. 7). Die Dauer der Probezeit wird auf 
die maximal mögliche Dauer von fünf Jahren festgelegt. 

7. a) Der Richter kann gemäss Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 StGB einem 
bedingt Verurteilten für sein Verhalten während der Probezeit bestimmte Weisun-
gen erteilen, wie beispielsweise eine ärztliche Betreuung oder den Verzicht auf al-
koholische Getränke. Die Weisung soll eine erzieherische, die Rückfallgefahr ver-
mindernde Wirkung haben und den Täter zur Besinnung bringen (vgl. P. Meier/F. 
Urbaniok, Die Anordnung und praktische Durchführung von Freiheitsstrafen und 
Massnahmen, Zürich 1998, S. 63).

b) X. gilt gemäss Gutachten vom 20. Juni 2005 als alkoholabhängig und 
demzufolge als behandlungsbedürftig. Im Hinblick auf seine gesundheitliche Ent-
wicklung empfiehlt der Gutachter für den Fall des bedingten Strafvollzuges eine 
komplette, ärztlich kontrollierte Alkoholabstinenz von zwei Jahren. Unter Berück-
sichtigung sämtlicher Umstände erscheint es vorliegend offensichtlich, dass der Be-
rufungskläger der Fortsetzung der begonnenen Alkoholtherapie bedarf. Die Ge-
währung des bedingten Strafvollzugs ist daher im Sinne von Art. 41 Ziff. 2 Abs. 1 
StGB mit der Weisung zu verbinden, dass X. während der Dauer der Probezeit eine 
vom Hausarzt kontrollierte Alkoholabstinenz einzuhalten hat. Zwecks Kontrolle die-
ser Abstinenz hat er sich überdies zweimal jährlich beim zuständigen Bezirksarzt 
einzufinden, weil nur so hinreichende Gewähr für die konsequente Einhaltung der 
Abstinenz besteht. Der Bezirksarzt kann X. zu unangemeldeten Kontrollen aufbie-
ten (vgl. dazu auch BGE 128 IV 193 ff., insbesondere 200).

8. Da der Berufungskläger während laufender Probezeit erneut straffällig 
geworden ist, stellt sich die Frage des Widerrufs bezüglich der durch den Bezirks-
gerichtsausschuss Plessur am 30. August 2001 bedingt ausgesprochenen Gefäng-
nisstrafe von 5 Monaten Gefängnis. Die Probezeit wurde auf 5 Jahre festgesetzt.

a) Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder 
Vergehen, so lässt der Richter die Strafe vollziehen (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 StGB). 
Wenn begründete Aussicht auf Bewährung besteht, kann der Richter in leichten Fäl-
len stattdessen, je nach den Umständen, den Verurteilten verwarnen, zusätzliche 
Massnahmen nach Art. 41 Ziff. 2 StGB anordnen und die im Urteil bestimmte Pro-
bezeit um höchstens die Hälfte verlängern (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB). Bei der 
Frage, ob ein Delikt als „leichter Fall“ zu qualifizieren ist, kommt nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung dem Strafmass die massgebliche Bedeutung zu. 

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Dem Bedürfnis einerseits, keine fixe Grenze für die Bestimmung des leichten Falles 
festzulegen, andererseits die Gesamtheit der Tatumstände zu konkretisieren, ist in 
dem Sinne Rechnung zu tragen, dass eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten 
in der Regel als leicht im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB bezeichnet wird. 
Diese Grenze von drei Monaten ist aber keine starre Regel, von der im Einzelfall 
nicht abgewichen werden kann. Ausnahmen sind möglich bei besonderen (objekti-
ven oder subjektiven) Umständen, die nicht bereits für den Schuldspruch oder die 
Bemessung der Strafe bestimmend waren. Für die Annahme eines leichten Falles 
trotz einer Strafe von mehr als drei Monaten kann beispielsweise sprechen, dass 
der nachträgliche Vollzug der aufgeschobenen Strafe für den Täter eine unverhält-
nismässige Härte bedeuten würde, dass sich der Rückfall erst gegen Ende der Pro-
bezeit ereignet hat oder dass seit der neuen Verfehlung verhältnismässig lange Zeit 
verstrichen ist, in der der Verurteilte sich wohlverhalten hat (BGE 117 IV 97 E 3c, S. 
102 f.). Die Annahme eines leichten Falles kommt jedoch nur in Betracht, wenn die 
Freiheitsstrafe in der Nähe von drei Monaten liegt (BGE 122 IV 156 E 3c). Das Bun-
desgericht hat bei einer fünf monatigen Gefängnisstrafe die Hypothese eines leich-
ten Falles noch in Betracht gezogen (Urteil 6S.340/1999 vom 11.10.1999, E 2, und 
6S.830/1997 vom 2.3.1998, E 1c, zitiert in Roland M. Schneider, Basler Kommentar, 
N 235 zu Art. 41 StGB), bei einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten das Vorlie-
gen eines leichten Falles jedoch verneint (BGE 122 IV 156 E 3c). Ist kein leichter 
Fall gegeben oder fehlt die begründete Aussicht auf Bewährung, so ist die Ge-
währung des bedingten Strafvollzuges zwingend zu widerrufen und die Strafe ist zu 
vollziehen (vgl. BGE 122 IV 156, Regeste). Umfasst die Strafe Taten, welche aus-
serhalb der Probezeit begangen worden sind, so muss für die Straftaten innerhalb 
der Probezeit eine fiktive Strafe bestimmt werden, da Delikte, welche ausserhalb 
der Probezeit begangen wurden, für den Widerruf irrelevant sind (vgl. BGE 117 IV 
97; Albrecht, Der Widerruf des bedingten Strafvollzuges wegen neuer Delikte, BJM 
1975, S. 65 mit Hinweisen; Schultz, SJK 1198, S. 10).

b) Mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 30. August 
2001 wurde X. zu einer bedingt ausgesprochenen Gefängnisstrafe von 5 Monaten 
Gefängnis verurteilt bei einer Probezeit von 5 Jahren. Die ausgesprochene Probe-
zeit endigt am 30. August 2006. X. beging die vorliegend zur Verurteilung gelan-
gende Tat am 26. August 2004, somit während der Probezeit. Wie bereits ausge-
führt, erachtet der Kantonsgerichtsauschuss eine Strafe von 7 Monaten Gefängnis 
als dem Verschulden von X. angemessen. Damit liegt aber die Strafe über der zuläs-
sigen Grenze für die Annahme eines leichten Falles, mithin nicht mehr in deren 
Nähe. Zudem ist das Verschulden des Berufungsklägers, wie bei der Strafzumes-

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sung ausgeführt, nicht mehr als leicht zu bezeichnen. Es kann daher nicht mehr von 
einem leichten Fall im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB gesprochen werden. 
Unter diesen Umständen aber erübrigt es sich, die Aussicht auf Bewährung zu prü-
fen, da gemäss Gesetz für ein Absehen vom Widerruf der Gewährung des beding-
ten Strafvollzuges eine positive Prognose betreffend des künftigen Wohlverhaltens 
und kumulativ ein leichter Fall gegeben sein müssen. Da im hier zu beurteilenden 
Fall bereits das Vorliegen eines leichten Falles verneint werden muss, ist ein Wider-
ruf des bedingten Strafvollzuges zwingend. Die Gewährung des bedingten Strafvoll-
zuges für die mit Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 30. August 
2001 ausgesprochene Strafe von 5 Monaten Gefängnis ist daher zu widerrufen und 
die Strafe ist zu vollziehen.

9. Die Vorinstanz hat in Ziffer 4 des Dispositivs bestimmt, der Vollzug der 
Strafe habe in einer Massnahmeanstalt im Sinne von Art. 2 VStGB 3 zu erfolgen 
unter gleichzeitiger ambulanter Behandlung des durch die Gutachter diagnostizier-
ten Alkoholabhängigkeitssyndroms (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 Satz 2 StGB). Zu Recht 
weist der Berufungskläger darauf hin, dass über die Art des Vollzuges der ausge-
fällten Strafe nicht die Vorinstanz zu befinden hat. Diese Kompetenz gemäss Art. 2 
VStGB 3 in Verbindung mit Art. 181 StPO liegt vielmehr bei den Vollzugsorganen. 
Ziff. 4 des angefochtenen Urteils ist deshalb aufzuheben.

10. Im Resultat ist somit die Berufung teilweise gutzuheissen. Ziffer 4 des 
angefochtenen Urteils ist aufzuheben und die Ziffer 2 des angefochtenen Urteils ist 
wie folgt zu ergänzen: Der Vollzug der Freiheitsstrafe von 7 Monaten Gefängnis wird 
aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 5 Jahren. X. wird im Sinne von 
Art. 41 Ziff. 2 StGB die Weisung erteilt, während der Dauer der Probezeit eine vom 
Hausarzt kontrollierte Alkoholabstinenz einzuhalten und sich zwei Mal pro Jahr beim 
zuständigen Bezirksarzt zwecks Kontrolle dieser Alkoholabstinenz einzufinden.

11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich keine Änderung 
der vorinstanzlichen Kostenverteilung. Es gilt insbesondere zu berücksichtigen, 
dass die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 7 Monaten Gefängnis nicht auf 
4 Monate reduziert worden ist. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.-- 
gehen  je zur Hälfte zu Lasten von X. und zu Lasten des Kantons Graubünden, 
welcher X. für das Berufungsverfahren mit Fr. 700.-- inkl. Mehrwertsteuer ausser-
amtlich zu entschädigen hat (Art. 160 StPO).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 4 des angefochtenen 
Urteils wird aufgehoben und die Ziffer 2 des angefochtenen Urteils wird wie 
folgt ergänzt: Der Vollzug der Freiheitsstrafe von 7 Monaten Gefängnis wird 
aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 5 Jahren. X. wird im 
Sinne von Art. 41 Ziff. 2 StGB die Weisung erteilt, während der Dauer der 
Probezeit eine vom Hausarzt kontrollierte Alkoholabstinenz einzuhalten und 
sich zwei Mal pro Jahr beim zuständigen Bezirksarzt zwecks Kontrolle dieser 
Alkoholabstinenz einzufinden.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.-- gehen je zur Hälfte zu 
Lasten von X. und zu Lasten des Kantons Graubünden, welcher X. für das 
Berufungsverfahren mit Fr. 700.-- (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen 
hat.

3. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

4. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: