# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e491110f-e19a-5d22-954c-4437853740da
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.02.2021 200 2020 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-280_2021-02-10.pdf

## Full Text

200 20 280 IV
LOU/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Februar 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. März 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurde im Februar 1970 aufgrund einer Oligophrenie (vgl. Ziff. 403 des An-
hangs zur Verordnung vom 9. Dezember 1985 über Geburtsgebrechen 
[GgV; SR 831.232.21]) bzw. eines Intelligenzquotienten (IQ) von 73 bei der 
Invalidenversicherung (IV) angemeldet. Sie erhielt in der Folge Eingliede-
rungsmassnahmen in Form von Sonderschulung (Akten der IV-Stelle Bern 
[IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1.1/94, 98, 111-116). 

Nach einer weiteren Anmeldung im Januar 1989 (AB 1.1/60-65, 71) klärte 
die IVB die Verhältnisse in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hin-
sicht ab (vgl. AB 1.1/40-49, 51-57), namentlich gewährte sie ein Arbeitstrai-
ning, welches die Versicherte nach kurzer Zeit abbrach (vgl. AB 1.1/28-31, 
37-39), und holte ein psychiatrisches Gutachten vom 23. Januar 1990 
(AB 1.1/6-11) ein. Gestützt darauf verneinte die IVB mit Verfügung vom 
5. März 1990 (AB 1.1/1-5) weitergehende berufliche Massnahmen. 

B.

Im Juli 2015 meldete sich die Versicherte unter Verweis auf verschiedene 
körperliche Beschwerden, darunter Kniebeschwerden, erneut zum Leis-
tungsbezug an (AB 3). Die IVB holte ein rheumatologisches Gutachten ein 
(Expertise vom 23. September 2016 [AB 40.1]) und verneinte gestützt dar-
auf mit Verfügung vom 7. November 2016 (AB 48) einen Leistungsan-
spruch mangels eines Gesundheitsschadens mit Krankheitswert bzw. einer 
Invalidität. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern (nachfolgend: Verwaltungsgericht) mit Urteil vom 
10. März 2017, IV/2016/1212 (AB 53), ab. Am 11. April 2017 ersuchte die 
Beschwerdeführerin um Revision des Verwaltungsgerichtsurteils, welches 
der Kammerpräsident des Verwaltungsgerichts mit Schreiben vom 18. April 
2017 unter Verweis auf das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren ab-
schlägig beschied (vgl. AB 6040-42). Das daraufhin angerufene Bundesge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 3

richt wies mit Verfügung vom 18. Dezember 2017 (AB 65) die Akten an das 
Verwaltungsgericht zurück, damit dieses zunächst über das Revisionsge-
such der Beschwerdeführerin vom 11. April 2017 (AB 60/40 f.) befinde. Das 
Verwaltungsgericht holte in der Folge medizinische Akten ein und trat mit 
Urteil vom 4. Juni 2018, IV/2017/1107 (AB 77), auf das Revisionsgesuch 
nicht ein. Dagegen erhob die Versicherte ebenfalls Beschwerde vor Bun-
desgericht. Das Bundesgericht vereinigte mit Entscheid vom 20. Septem-
ber 2018, 9C_291/2017, 9C_482/2018 (AB 85), die Verfahren betreffend 
Invalidenrente und Revision (a.a.O., E. 2 und Dispositiv-Ziff. 1), hob die 
Urteile des Verwaltungsgerichts vom 11. April 2017, IV/2016/1212, respek-
tive vom 4. Juni 2018, IV/2017/1107, in Gutheissung der Beschwerden auf 
und wies die Sache zur polydisziplinären gutachterlichen Abklärung des 
Gesundheitszustandes und anschliessender Neuverfügung an die IVB 
zurück (a.a.O., E. 8.3 und Dispositiv-Ziff. 2). Dabei hielt es insbesondere 
fest, dass die IVB mit Verfügung vom 5. März 1990 (AB 1.1/1-5) nicht über 
den Rentenanspruch verfügt hatte, weshalb eine umfassende und nicht 
bloss analog auf revisionsrechtliche Aspekte beschränkte Beurteilung der 
gesundheitlichen Verhältnisse Platz zu greifen habe (a.a.O., E. 7.2.2.1 f.).

C.

Gestützt auf den bundesgerichtlichen Entscheid vom 20. September 2018 
holte die IVB namentlich ein polydisziplinäres Gutachten beim C.________ 
(nachfolgend: MEDAS; Expertise vom 27. September 2019 [AB 138.1, 
Konsensbeurteilung; AB 138.2-138.9]) ein und veranlasste eine Abklärung 
an Ort und Stelle (Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2019 [AB 142]). 
Gestützt darauf und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (vgl. 
AB 143 f., 147) verneinte die IVB mit Verfügung vom 3. März 2020 
(AB 148) in Anwendung der gemischten Methode (Status: 50 % Erwerbs-
tätigkeit und 50 % Aufgabenbereich) bei einem Invaliditätsgrad von 8 % pro 
2016 respektive 29 % pro 2018 einen Rentenanspruch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 4

D.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 14. April 2020 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung vom 3. März 2020 sei der Invaliditätsgrad auf 
mindestens 70 % festzusetzen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 
zur Einholung eines externen Gutachtens betreffend die gesundheitlichen 
Einschränkungen und die verbleibende Leistungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin in der Haushaltsführung zu verpflichten. Daneben stellte sie ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsan-
walt B.________ als amtlicher Anwalt.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2020 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. Sie verwies dabei auf die Ausführungen 
des Bereichs Abklärungen vom 7. Mai 2020 (in den Gerichtsakten), wel-
chen sie zum integrierenden Bestandteil der Beschwerdeantwort erklärte. 

Mit Eingabe vom 14. Mai 2020 reichte die Beschwerdeführerin weitere Un-
terlagen zu ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. Mai 2020 wurde das Gesuch der 
Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt gutgeheissen.

Mit Replik vom 15. Juli 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträ-
gen fest.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 23. Juli 2020 auf 
die Erstattung einer Duplik.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 5

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. März 2020 (AB 148). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 6

werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 7

ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.3.2 Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsge-
rechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, 
d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, 
erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

Im Rahmen der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) sind Erwerbs-
tätigkeit und nichterwerblicher Aufgabenbereich grundsätzlich in dem Sinne 
komplementär, als was nicht Erwerbstätigkeit ist, unter die Besorgung des 
Haushaltes fällt. Mit anderen Worten geben die beiden Bereiche zusam-
men im Regelfall einen Wert von 100 % (BGE 141 V 15 E. 4.5 S. 22).

2.3.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invaliditäts-
grads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invali-
ditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind 
Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 8

Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale Erwerbsein-
busse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person 
hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 
IVV).

Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-
cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

3.

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass das Bundesgericht mit Entscheid vom 
20. September 2018, 9C_291/2017, 9C_482/2018, E. 7.2.2.2.1 f. (AB 85) – 
in Aufhebung von VGE IV/2016/1212 (AB 53) und IV/2017/1107 (AB 77) –
eine freie bzw. umfassende Prüfung des Rentenanspruchs verlangte, da 
eine solche bis anhin nicht erfolgt ist. Der Rentenanspruch ist daher nach-
folgend umfassend und unbesehen revisionsrechtlicher Gesichtspunkte zu 
prüfen (vgl. auch E. 1.2 hiervor).

3.2 Die angefochtene Verfügung vom 3. März 2020 (AB 148) stützt sich 
in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
27. September 2019 (AB 138.1 [Konsensbeurteilung]). Darin wurden als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere eine sero-
negative rheumatoide Arthritis (seit März 2017) mit Funktionseinschrän-
kungen und Schwellungen der PIP beider Hände und der Ellbogengelenke 
unter Behandlung mit Methotrexat und Orenica, ein chronisches Schulter-
syndrom rechts mit endgradiger Bewegungseinschränkung, Tendinosis 
calcera, Impingement-Symptomatik, eine Meniskusläsion rechts (MRI von 
Januar 2015), ein chronisches lumbovertebrogenes Syndrom mit leichter 
Fehlstatik (Cobb 10°) und leichter Bewegungseinschränkung sowie belas-
tungsabhängig symptomatischen Facettenarthrosen sowie eine Minderin-
telligenz festgehalten (AB 138.1/5 Ziff. 4.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 9

Im internistischen Teilgutachten wurde keine Erkrankung mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit beschrieben (AB 138.3/7 Ziff. 7.1).

Gemäss dem orthopädischen Teilgutachten könne die Beschwerdeführerin 
nicht mehr in der zuletzt ausgeübten ...tätigkeit arbeiten. Medizinisch-
theoretisch seien leichte Tätigkeiten in überwiegend sitzender Position oh-
ne stärkere Beanspruchung der Koordination und Kraft der Finger „unter 
vollschichtig möglich“ (gemeint wohl: vollschichtig zumutbar; AB 138.4/8 
Ziff. 8.1 f.).

Im rheumatologischen Teilgutachten wurde aufgrund der seit März 2017 
bestehenden seronegativen, ANA-positiven rheumatoiden Arthritis (vgl. 
AB 138.5/4 Ziff. 6) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt aus-
geübten Tätigkeit im ... attestiert. In einer Tätigkeit ohne Beanspruchung 
der Hände bestehe aus rein rheumatologischer Sicht und lediglich fokus-
siert auf die Problematik der rheumatoiden Arthritis keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der Schmerzen an den Fingergelenken sei 
jedoch von einer etwas verminderten Leistungsfähigkeit von etwa 10 % seit 
März 2017 auszugehen. Diese sei aus rheumatologischer Sicht mit allfälli-
gen zusätzlichen Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus 
anderen Fachrichtungen nicht zu addieren (AB 138.5/6 f. Ziff. 8.1 f.).

Gemäss dem neurologischen Teilgutachten ist die Beschwerdeführerin für 
Reinigungsarbeiten sowie für Arbeiten, die eine Feinmotorik der Hände 
beinhalten, arbeitsunfähig. Eine angepasste, einfache Arbeit, wie etwa 
Kontrollfunktionen ohne manuelle Beanspruchung, sei aus neurologischer 
Sicht uneingeschränkt möglich (AB 138.6/4 Ziff. 8.1 f.).

Im psychiatrischen Teilgutachten wurden eine Minderintelligenz (ICD-10 
F70) und unzulängliche soziale Fähigkeiten (ICD-10 Z73.4) diagnostiziert 
(AB 138.7/5 Ziff. 6). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdefüh-
rerin lediglich in der Lage, allereinfachste Tätigkeiten durchzuführen. Auf-
grund der psychischen Beeinträchtigungen wäre eine solche Tätigkeit im 
Umfang von 70 % möglich (AB 138.7/7 Ziff. 8.1 f.).

Gemäss der neuropsychologischen Abklärung verfügt die Beschwerdefüh-
rerin über ein deutlich unterdurchschnittliches intellektuelles Potential im 
Bereich einer leichten Intelligenzminderung mit einem Gesamtintellgenz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 10

quotienten von 69 und einem allgemeinen Fähigkeitsindex von 71 bei ei-
nem heterogenen Leistungsprofil (AB 138.8/6). Diagnostiziert wurde eine 
leichte Intelligenzminderung (AB 138.8/7 Ziff. 6). Im Vergleich zur letzten 
Abklärung sei die Grundaktivierung aktuell deutlich auffälliger, während die 
Leistung im Bereich der geteilten Aufmerksamkeit zwar nach wie vor auffäl-
lig, aber nunmehr besser ausfalle. Insgesamt betrachtet seien die Auffällig-
keiten in den Aufmerksamkeitsfunktionen am ehesten im Rahmen der Intel-
ligenzminderung zu interpretieren. Da die neuropsychologische Abklärung 
nicht vollständig habe durchgeführt werden können, lasse sich der Schwe-
regrad der neurokognitiven Einschränkungen nicht abschliessend beurtei-
len. Basierend auf den bisherigen Befunden sei aber mindestens von einer 
mittelgradigen neuropsychologischen Störung auszugehen (AB 138.8/7 f. 
Ziff. 7.1). Eine Tätigkeit entsprechend den bisherigen Arbeitstätigkeiten 
(einfache Arbeits- und Aushilfetätigkeiten) sei aus neuropsychologischer 
Sicht möglich. Kognitiv anspruchsvollere Aufgaben würden aufgrund der 
Intelligenzminderung zu einer Überforderung führen. Aufgrund der Intelli-
genzminderung und der damit einhergehenden mindestens mittelgradigen 
neuropsychologischen Störung sei die Arbeitsfähigkeit deutlich einge-
schränkt. Gemäss den aktuell gültigen Richtlinien der Kriterien zur Bestim-
mung des Schweregrades einer neuropsychologischen Störung, der Zu-
ordnung zur Funktionalität und der orientierenden Richtwerte betrage der 
Grad der Arbeitsfähigkeit somit mindestens 50 %. Genauere Angaben 
könnten nicht getroffen werden, da die neuropsychologische Untersuchung 
nicht vollständig habe durchgeführt werden können. Des Weiteren seien 
diese Richtwerte orientierend zu verstehen. Der Grad der tatsächlichen 
Arbeitsunfähigkeit könne im Einzelfall erheblich von diesen abweichen und 
sei unter Berücksichtigung aller fachlichen Aspekte der Gesamtbeurteilung 
zu entnehmen (AB 138.8/9 Ziff. 8.1 f.).

In der Konsensbeurteilung hielten die Gutachter fest, in funktioneller Hin-
sicht bestehe aus orthopädischer und rheumatologischer Sicht eine erheb-
liche Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit beider Hände, speziell 
rechtsseitig. Zudem liege eine Beeinträchtigung der Belastbarkeit der rech-
ten Schulter relevanten Grades vor. Tätigkeiten mit Beanspruchung an die 
Kraft und Koordinationsfähigkeit der Hände sowie solche über Schulter-
höhe seien nicht geeignet. Aufgrund der neurologischen Befunde bestün-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 11

den intermittierende Parästhesien sowie eine Kraftlosigkeit der rechten 
Hand, sodass Tätigkeiten mit übermässiger Beanspruchung der Hände 
nicht geeignet seien. Zufolge der Minderintelligenz sei der Beschwerdefüh-
rerin ein adäquater Umgang mit den somatischen Einschränkungen nur 
äusserst beschränkt möglich (AB 138.1/6 Ziff. 4.3).

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, die bisherige 
Tätigkeit als ... sei der Beschwerdeführerin aufgrund der rheumatologi-
schen Einschränkungen seit März 2017 nicht mehr zumutbar; entspre-
chend einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Der Beginn der Arbeitsun-
fähigkeit im Ausmass zum Zeitpunkt des Gutachtens dürfte mit der Arbeits-
niederlegung im Jahr 2013 zusammenfallen (AB 138.1/7 Ziff. 4.7). In einer 
angepassten Tätigkeit, das heisse in einfachsten überschaubaren Kontroll- 
oder Sortierarbeiten, vermöge die Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit 
von schätzungsweise 50 % zu erzielen, wobei darauf zu achten sei, dass 
die Beschwerdeführerin bei einer solchen Tätigkeit regelmässig die Kör-
perposition wechseln könne. Auch dürften sich bei einer Verweistätigkeit 
übermässiger Zeit- und Leistungsdruck hinderlich auswirken (AB 138.1/7 
Ziff. 4.8). Die interdisziplinäre Gesamt-Arbeitsunfähigkeit sei hauptsächlich 
durch die Einschränkungen vonseiten des Bewegungsapparates, insbe-
sondere der Hände, gegeben (AB 138.1/8 Ziff. 4.9).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 12

rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im 
konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsre-
levanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten ver-
letzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abge-
sprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schluss-
folgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Kon-
sensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen 
und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen 
in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Be-
weiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert 
zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeich-
net werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).

3.4

3.4.1 Das MEDAS-Gutachten vom 27. September 2019 (AB 138.1 [Kon-
sensbeurteilung]) erfüllt hinsichtlich der internistischen, orthopädischen, 
rheumatologischen sowie der neurologischen Teilgutachten (vgl. AB 138.2-
138.6) die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Gutachtens, weshalb ihm insoweit volle Beweiskraft zu-
kommt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 
V 351 E. 3a S. 352). Die in den besagten Teilgutachten gemachten Aus-
führungen und Feststellungen beruhen auf eingehenden fachärztlichen 
Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. Ge-
stützt darauf haben die Gutachter die medizinischen Zusammenhänge ein-
leuchtend dargelegt. Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu den 
gesundheitlichen Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit in 
somatischer Hinsicht sowie das somatische medizinische Zumutbar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 13

keitsprofil in einer angepassten Tätigkeit, insbesondere bezüglich der aus 
interdisziplinärer Sicht geringen Belastbarkeit der rechten Schulter sowie 
der eingeschränkten Funktionstüchtigkeit der Hände, speziell der rechten 
Hand (vgl. AB 138.1/6 Ziff. 4.3), sind überzeugend. Wenn die Gutachter die 
Arbeitsunfähigkeit mit den somatischen Einschränkungen begründen (vgl. 
AB 138.1/8 Ziff. 4.9), ist dies soweit nachvollziehbar, als die verschiedenen 
körperlichen Beeinträchtigungen das medizinische Zumutbarkeitsprofil in 
qualitativer Hinsicht massgebend bestimmen. Die darüber hinausgehende 
Reduktion der Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht in einer dem somati-
schen Zumutbarkeitsprofil angepassten Tätigkeit von insgesamt 50 % (vgl. 
AB 138.1/7 Ziff. 4.8) ist demgegenüber offenkundig mit den auf dem Gebiet 
der Psychiatrie bzw. Neuropsychologie beschriebenen Einschränkungen 
begründet (vgl. dazu E. 3.4.2 hiernach), ergibt sich doch allein aus den 
somatischen Teilgutachten eine deutlich geringere Einschränkung der 
quantitativen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (vgl. 
AB 138.3/7 Ziff. 7.1, 138.4/8 Ziff. 8.1 f., 138.6/4 Ziff. 8.1 f.) und ist die 
rheumatologisch begründete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % 
zudem nicht mit anderweitigen Einschränkungen zu kumulieren (vgl. 
AB 138.5/6 f. Ziff. 8.1 f.). 

Die Beschwerdegegnerin hat demnach im besagten Umfang zwar zu Recht 
auf das MEDAS-Gutachten vom 27. September 2019 (AB 138.1) bzw. die 
vorgenannten somatischen Teilgutachten abgestellt. Dies wird denn auch 
von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt.

3.4.2 Nicht nachvollzogen werden können jedoch die gutachterlichen 
Ausführungen in psychiatrischer und neuropsychologischer Hinsicht. So ist 
dem psychiatrischen Teilgutachten einerseits keine nachvollziehbare Her-
leitung der diagnostizierten Intelligenzminderung (ICD-10 F70) nach Mass-
gabe der Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. dazu E. 2.1 hiervor; 
BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285) zu entnehmen. 
Andererseits begründete der psychiatrische Experte die attestierte Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 % (AB 138.7/7 Ziff. 8.1 f.) lediglich 
rudimentär, ohne genügende Bezugnahme auf die konkrete Situation der 
Beschwerdeführerin sowie ohne auf die Vorgaben des strukturierten Be-
weisverfahrens abzustellen (vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 14

E. 4.1 S. 296). Hinzu kommt, dass weder im psychiatrischen Teilgutachten 
noch anlässlich der Konsensbeurteilung eine integrative fachärztliche Wür-
digung der abweichenden Ergebnisse der neuropsychologischen Untersu-
chung (vgl. dazu AB 138.8) stattfand, obwohl dies insbesondere angesichts 
der für die Beurteilung der Invalidität zentralen Intelligenzminderung sowie 
der divergierenden Einschätzungen der zumutbaren Arbeitsfähigkeit im 
psychiatrischen und neuropsychologischen Teilgutachten (vgl. AB 138.7/7 
Ziff. 8.1 bzw. 138.8/9 Ziff. 8.2) unerlässlich gewesen wäre. Die Ergebnisse 
der von den neuropsychologischen Experten eingestandenermassen nur 
unvollständig durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung (vgl. 
AB 138.8/5 Ziff. 4.3, 138.8/7 f. Ziff. 7.1) vermögen für sich alleine keine 
beweiswertige medizinische Diagnose bzw. Beurteilung der zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit zu begründen, da dies Sache des (begutachtenden) Medi-
ziners ist (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). Die neuropsychologische Ab-
klärung stellt dabei lediglich eine (untergeordnete) Zusatzuntersuchung dar 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 27. Juni 2019, 
9C_299/2019, E. 4). Zudem stellte der neuropsychologische Experte für die 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf pauschale, standardisierte Richtwerte 
ab (vgl. AB 138.8/9 Ziff. 8.2), ohne einen genügenden Bezug zum konkre-
ten Fall herzustellen, wobei dies womöglich auf die nicht vollständig durch-
geführte Testung der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist (AB 138.8/ 
Ziff. 4.3). Sodann ist eine Auseinandersetzung mit der früheren psychia-
trisch-gutachterlichen Beurteilung und den wiederholten neuropsychologi-
schen Abklärungen im psychiatrischen Teilgutachten ebenfalls nicht er-
sichtlich, womit die Expertise auch diesbezüglich unvollständig ist. 
Schliesslich wurde in der Konsensbeurteilung ohne hinreichende (psychia-
trische) Begründung die neuropsychologisch pauschal attestierte Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit unkritisch übernommen (vgl. AB 138.1/7 
Ziff. 4.8), obwohl die neuropsychologischen Experten ihre Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit selbst deutlich relativiert haben (vgl. AB 138.8/9 Ziff. 8.2). 
Entsprechend kann auf die psychiatrisch-neuropsychologische Beurteilung 
des Gesundheitszustandes respektive der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
nicht abgestellt werden. 

3.4.3 Nach dem Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt in 
psychiatrischer und neuropsychologischer Hinsicht als unvollständig er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 15

stellt. Die Sache ist daher zur ergänzenden respektive präzisierenden Ab-
klärung des psychiatrischen bzw. neuropsychologischen Gesundheitszu-
standes und zur Bestimmung der funktionellen Leistungsfähigkeit an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.1.4.4 
S. 264 f.).

Angesichts der nicht abschliessend geklärten Arbeitsfähigkeit in einer an-
gepassten Tätigkeit erübrigen sich hier Ausführungen zur Frage der Ver-
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
(vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 5).

4.

4.1 Hinsichtlich der Einschränkungen im Aufgabenbereich stützte sich 
die Beschwerdegegnerin auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 
6. Dezember 2019 (AB 142). Darin ging die Abklärungsperson bei einer 
Gewichtung von 50 % Erwerbstätigkeit und 50 % Aufgabenbereich (sog. 
Status; vgl. dazu E. 5.2 hiernach) von einer vollständig erhaltenen funktio-
nellen Leistungsfähigkeit im Aufgabenbereich aus (AB 142/11). Dabei ver-
wies sie wiederholt darauf, dass im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
dem mit der Beschwerdeführerin zusammen wohnenden und nicht ausser-
häuslich erwerbstätigen Lebenspartner die Mithilfe in den verschiedenen 
Aufgabenbereichen (vgl. dazu Rz. 3087 des vom Bundesamt für Sozialver-
sicherungen [BSV] herausgegebenen Kreisschreibens über die Invalidität 
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) zumutbar sei 
(AB 142/8 ff. Ziff. 7.2). 

Der Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 27. Februar 2020 
(AB 147) ist ferner zu entnehmen, dass gemäss den Angaben während des 
Abklärungsgesprächs vom 26. November 2019 die Beschwerdeführerin die 
körperlich leichten und ihr Lebenspartner die schweren Arbeiten im Haus-
halt erledigen würden. Dies decke sich mit verschiedenen Angaben der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung. Im Übrigen sei es der 
Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumutbar, 
die Haushaltsarbeiten in Etappen und allenfalls unter Zuhilfenahme geeig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 16

neter Hilfsmittel zu erledigen. Ebenso sei dem Lebenspartner der Be-
schwerdeführerin die Mithilfe im Haushalt zumutbar (AB 147/3 f.).

4.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

4.3

4.3.1 Auch wenn das polydisziplinäre Gutachten in psychiatrischer und 
neuropsychologischer Hinsicht mangelhaft ist, steht anhand der früheren 
medizinischen Grundlagen und der gesamten Anamnese ausser Zweifel, 
dass der Beschwerdeführerin – neben den ausgewiesenen somatischen 
Einschränkungen – aufgrund der unbestritten verminderten Intelligenz ein 
adäquater Umgang mit ihren somatischen Einschränkungen grundsätzlich 
nur beschränkt möglich ist (AB 138.1/6 Ziff. 4.3). Eine psychisch bedingte 
Einschränkung der Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich ist demnach 
nicht von vorherein ausgeschlossen. Wie es sich damit genau verhält, kann 
indessen infolge des nur ungenügend geklärten psychischen und neuro-
psychologischen Gesundheitszustands nicht beurteilt werden, weshalb 
auch auf den darauf basierenden Abklärungsbericht vom 6. Dezember 
2019 (AB 142) sowie die ergänzende Stellungnahme des Bereichs Ab-
klärungen vom 27. Februar 2020 (AB 147) nicht abgestellt werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 17

4.3.2 Abgesehen davon hatten die Gutachter festgehalten, sie könnten 
die Frage, wie sich die gesundheitlichen Einschränkungen aus medizini-
scher Sicht auf die verschiedenen Aufgabenbereiche (vgl. dazu E. 4.1 hier-
vor) auswirkten, nicht beantworten und angeboten, nach einer Haushalts-
abklärung dazu Stellung zu nehmen (vgl. AB 138.1/9 Ziff. 4.11), was aus-
weislich der Akten nicht erfolgte. 

Auch wenn rechtsprechungsgemäss der Beizug eines Arztes, der sich zu 
den einzelnen Positionen des Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel 
der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen erforderlich ist 
(vgl. SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1), erscheint dies vorliegend ange-
sichts der komplexen Wechselwirkung zwischen den somatischen Ein-
schränkungen und der – bis anhin nicht vollständig abgeklärten – vermin-
derten Intelligenz angezeigt, kommt doch bei psychischen Gesundheits-
schäden gemäss Rechtsprechung den fachmedizinischen Feststellungen 
im Zweifelsfall grösseres Gewicht zu (vgl. SVR 2018 IV Nr. 7 S. 26 E. 4.3). 
Die Sache ist demnach auch hinsichtlich der bisher getätigten Abklärungen 
im Haushaltsbereich an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
sie nach erfolgter ergänzender Abklärung der medizinischen Situation ei-
nen neuen Abklärungsbericht einhole.

4.3.3 Die Beschwerdeführerin kritisiert, dass im Rahmen der Haushalts-
abklärung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht die Unterstützung 
durch ihren Lebenspartner mitberücksichtigt wurde (Beschwerde, S. 7 
Art. 6). 

Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person handelt es sich 
um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts (vgl. BGE 
129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 23 E. 7.3.1). Rechtspre-
chungsgemäss kann die Schadenminderungspflicht zudem auch auf Fami-
lienangehörige ausgeweitet werden, wobei ihnen hierdurch keine unver-
hältnismässige Belastung entstehen darf (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509; 
SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5). Entgegen der Ansicht der Beschwerde-
führerin ist hiervon der mit ihr zusammenwohnende Lebenspartner nicht 
ausgenommen, sondern dieser kann unabhängig davon, ob ein (stabiles) 
Konkubinat im Sinne der Rechtsprechung vorliegt (vgl. etwa BGE 145 I 108 
E. 4.4.6 S. 116; 145 V 50 E. 3.4.3 S. 55 f.), bei der Ermittlung der Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 18

schränkungen im Haushalt berücksichtigt werden (vgl. Entscheid des BGer 
vom 16. März 2017, 9C_646/2016, E. 6.2 mit Hinweisen; siehe auch 
Rz. 3089 des Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH]). Gestützt auf die Angaben der Beschwerde-
führerin und ihres Lebenspartners anlässlich der Abklärung an Ort und 
Stelle (AB 142/8 ff. Ziff. 7.2) und ihren damit korrelierenden Ausführungen 
im Rahmen der gutachterlichen Exploration (vgl. AB 138.3/5, 138.5/2, 
138.7/2, 138.8/2 Ziff. 3.2) besteht zwischen ihnen bereits seit längerem 
eine etablierte Aufgabenteilung, welche insbesondere auf ihre einge-
schränkte körperliche Leistungsfähigkeit Rücksicht nimmt. Inwieweit diese 
in grundsätzlicher Hinsicht unzumutbar wäre oder neben einer (teilzeitli-
chen) Erwerbstätigkeit des Lebenspartners nicht fortgeführt werden könnte, 
ist nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, 
wenn die Abklärungsperson die Mithilfe des Lebenspartners in verschiede-
nen Teilbereichen des Aufgabenbereichs berücksichtigte. Es entspricht 
denn auch der allgemeinen Lebenserfahrung, dass in Mehrpersonenhaus-
halten (ohne anderweitige Betreuungsaufgaben, namentlich gegenüber 
Kindern) grundsätzlich unabhängig davon, ob es sich um Ehegatten bzw. 
eingetragene Partnerinnen oder Partner, ein Konkubinatspaar oder ledig-
lich eine Wohngemeinschaft handelt, sich die Mitbewohner die im Haushalt 
anfallenden Aufgaben regelmässig aufteilen. Allerdings kann – vorbehält-
lich einer dahingehend gelebten Aufgabenteilung – unter dem Titel der 
Schadenminderungspflicht nicht undifferenziert die Bewältigung der Haus-
haltstätigkeit in einzelnen Funktionen oder gar insgesamt auf die übrigen 
Mitglieder im Haushalt überwälzt werden. Denn dies würde letztlich darauf 
hinauslaufen, dass bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt 
werden müsste, ob sich ein Familienmitglied oder eine mitbewohnende 
Person finden lässt, die allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der ent-
sprechenden Teilfunktion in Frage kommen (vgl. BGE 141 V 642 E. 4.3 
S. 648). 

5.

5.1 Angesichts der unvollständigen medizinischen Grundlagen zur Ar-
beitsfähigkeit (vgl. E. 3.4.3 hiervor) ist vorliegend kein abschliessender Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 19

kommensvergleich vorzunehmen. Gleichwohl ist nachfolgend auf den um-
strittenen erwerblichen Status (vgl. E. 5.2 hiernach) sowie das massgeben-
de Valideneinkommen (vgl. E. 5.3 hiernach) einzugehen.

5.2

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 
3. März 2020 (AB 148) – gestützt auf die Beurteilung im Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 6. Dezember 2019 (AB 142/4 Ziff. 3.3) sowie die 
Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 27. Februar 2020 
(AB 147/2 f.) – von der Anwendung der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 
hiervor) und einem Status von 50 % Erwerbstätigkeit und 50 % Aufgaben-
bereich aus. Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber im Wesentli-
chen vor, dass sie im Gesundheitsfall als Vollerwerbstätige beschäftigt wä-
re, namentlich aus finanziellen Gründen, weshalb die Ermittlung des IV-
Grades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu er-
folgen habe (Beschwerde, S. 3 ff. Art. 3 f.).

5.2.2 Ausweislich der Gutschriften im individuellen Konto (IK; AB 99) er-
zielte die Beschwerdeführerin zwischen 1980 und ihrer Heirat im Jahr 1998 
– unterbrochen von wiederholtem Bezug von Arbeitslosenentschädigung – 
bei verschiedenen Arbeitgebern schwankende Jahreseinkommen bis ma-
ximal Fr. 25'469.-- (1985; vgl. AB 99/2). Nach der Heirat reduzierten sich 
die jährlichen Einkommen weiter und ab 2013 war die Beschwerdeführerin 
nicht mehr erwerbstätig (vgl. AB 99/2 ff.). Weitergehende Angaben zu den 
vormaligen Erwerbstätigkeiten, namentlich vor der Verheiratung, wie Ar-
beitsverträge, Stundenabrechnungen oder Arbeitszeugnisse sind den Ak-
ten nicht zu entnehmen und können von der Beschwerdeführerin gemäss 
eigenen Angaben auch nicht beigebracht werden (vgl. AB 142/4 Ziff.3.3). 

Im Rahmen des Erstgesprächs vom 20. Juli 2015 gab die Beschwerdefüh-
rerin an, dass sie bei guter Gesundheit ca. 80 % arbeiten würde (AB 9/1). 

Anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle am 26. November 2019 gab die 
Beschwerdeführerin an, bei guter Gesundheit würde sie 100 % ausser-
häuslich erwerbstätig sein. Dies habe sie auch dem Sozialdienst immer 
gesagt. Zudem habe sie früher immer 100 % in unterschiedlichsten Tätig-
keiten gearbeitet, habe aber keine Belege mehr dazu. Hierzu führte die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 20

Abklärungsperson aus, eine vergangene vollschichtige Erwerbstätigkeit sei 
gemessen an den AHV-pflichtigen Einkommen gemäss IK nicht nachvoll-
ziehbar. Das höchste von der Beschwerdeführerin je erzielte Erwerbsein-
kommen entspreche gemessen an den Tabellenlöhnen der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) für das Jahr 2016 etwa einem 50 %-
Pensum (AB 142/4 Ziff. 3.3). An dieser Einschätzung hielt der Bereich Ab-
klärungen mit Stellungnahme vom 27. Februar 2020 (AB 147) fest und 
verwies weiter darauf, dass aufgrund der bestehenden Sozialhilfeabhän-
gigkeit nicht auf eine vollzeitliche Beschäftigung geschlossen werden kön-
ne. 

Die Beschwerdeführerin ihrerseits bekräftigte im Einwand vom 23. Januar 
2020 (AB 144/1 f. Art. 1) und in der Beschwerde (S. 3 f. Art. 3) wiederum, 
dass sie im Gesundheitsfall einer 100%igen ausserhäuslichen Erwerbs-
tätigkeit nachgehen würde.

5.2.3 Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin bzw. der Ab-
klärungsperson erlauben die durchweg stark schwankenden Einkommen 
bei verschiedenen Arbeitgebern gemäss dem IK hier weder einen zuver-
lässigen Schluss auf die tatsächlich ausgeübten Erwerbspensen noch eine 
Aussage über den Erwerbsumfang im hypothetischen Gesundheitsfall. 
Denn die Beschwerdeführerin leidet seit Geburt an gesundheitlichen Ein-
schränkungen, erhielt bereits während der obligatorischen Schulzeit ent-
sprechende Leistungen der IV und absolvierte keine Berufsausbildung (vgl. 
AB 1.1/94, 98, 111-116). Aufgrund dieser Umstände, der dokumentierten 
sozialen Verwahrlosung und der bereits vor Jahrzehnten indizierten psych-
iatrischen Behandlung (vgl. AB 1.1710 f.) lassen sich aus den gemäss den 
Eintragungen im IK zwischen 1980 und der Heirat im Jahr 1998 erzielten 
Einkommen retrospektiv keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die den 
ausgewiesenen Einkommen zugrunde gelegenen Erwerbspensa ziehen. 
Die Annahme eines ausserhäuslichen Erwerbspensums gestützt auf die 
Gegenüberstellung des einzig im Jahr 1985 erzielten Einkommens von 
Fr. 25'469.-- und des lohnstatischen Totalwertes der LSE-Tabellenlöhne für 
Hilfstätigkeiten im Jahr 2016 (vgl. dazu AB 142/4 Ziff. 3.3) ist zudem be-
reits daher nicht überzeugend, als die beiden Einkommen über 30 Jahre 
auseinander liegen, die Abklärungsperson keine Indexierung vornahm und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 21

diese Gegenüberstellung keine Rücksicht auf die beruflich-erwerbliche Si-
tuation der Beschwerdeführerin nimmt. Allein die Nominallohnindexierung 
des besagten Erwerbseinkommens von 1985 auf das Jahr 2016 (Bundes-
amt für Statistik [BfS], T 39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumen-
tenpreise und der Reallöhne, Nominallöhne, Frauen, 1'459 [1985] bzw. 
2'709 [2016]), ergäbe einen Wert von Fr. 47'289.60 (Fr. 25'469.-- x 2'709 
/ 1'459), was jedenfalls deutlich über dem lohnstatistischen Einkommen 
(BfS, LSE 2016, Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompe-
tenzniveau und Geschlecht – Privater Sektor, TA1_tirage_skill_level, Total, 
Kompetenzniveau 1, Frauen), angepasst an die betriebsübliche Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BfS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, 2016, Total), in einem 50 %-Pensum von Fr. 27'290.-- 
(Fr. 4'363.-- x 12 x 41.7 / 40 x 50 %) liegt.

5.2.4 Im Rahmen der erstmaligen Befragung nach dem erwerblichen Sta-
tus im hypothetischen Gesundheitsfall am 20. Juli 2015 gab die Beschwer-
deführerin ein ausserhäusliches Erwerbspensum von rund 80 % an (vgl. 
AB 9/1). Hierauf ist sie nach der im Sozialversicherungsrecht allgemein 
geltenden Beweismaxime, wonach sogenannte spontane „Aussagen der 
ersten Stunde“ in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als 
spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), zu behaf-
ten. Soweit die – in diesem Zeitpunkt nunmehr anwaltlich vertretene – Be-
schwerdeführerin demgegenüber anlässlich der Abklärung an Ort und Stel-
le vom 26. November 2019 unter Verweis auf verschiedene frühere Anstel-
lungen vorbringt, dass sie im Gesundheitsfall vollschichtig ausserhäuslich 
erwerbstätig wäre, ist dem nicht zu folgen. Namentlich vermag sie aus den 
von ihr ins Feld geführten, jeweils bloss relativ kurzen Anstellungen und 
den dabei realisierten geringen Lohnsummen mangels anderweitiger ver-
fügbarer Unterlagen (vgl. AB 142/4 Ziff. 3.3) nichts zu ihren Gunsten abzu-
leiten. Auch aus der restlichen Erwerbsbiographie lässt sich keine über das 
ursprünglich angegebene ausserhäusliche Erwerbspensum hinausgehende 
Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ableiten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 22

5.2.5 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, nach der Trennung und 
späteren Scheidung von ihrem Ex-Ehemann wäre sie auch aus finanziellen 
Gründen darauf angewiesen gewesen, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit 
nachzugehen (Beschwerde, S. 3 f. Art. 4). Auch wenn die Wiederaufnahme 
einer Erwerbstätigkeit nach dem Wegfall des Erwerbseinkommens des Ex-
Ehegatten naheliegend und wirtschaftlich erforderlich sein könnte, lässt 
sich hieraus nicht die Ausübung einer 100%igen Erwerbstätigkeit im Ge-
sundheitsfall ableiten. Zu keinem anderen Schluss führt schliesslich der 
Umstand, dass die Beschwerdeführerin Leistungen der Sozialhilfe bezieht 
(vgl. Beschwerdebeilage [BB] 4). Insbesondere kann weder aus der dies-
bezüglichen Schadenminderungspflicht noch den Weisungs- und Sankti-
onsmöglichkeiten der Sozialhilfebehörde gefolgert werden, dass die Be-
schwerdeführerin – entgegen ihren ursprünglichen Angaben anlässlich des 
Erstgesprächs vom 20. Juli 2015 (vgl. AB 9/1) – ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung ein 80 % übersteigendes Arbeitspensum ausüben würde 
bzw. könnte, damit keine Sozialhilfeabhängigkeit mehr bestände (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 4. Juli 2017, 9C_90/2017, E. 5.4.2).

5.2.6 Zusammenfassend ist gestützt auf die initialen Angaben der Be-
schwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Status 
80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich auszugehen. Die An-
wendung der gemischten Methode zur Ermittlung des IV-Grades (vgl. 
E. 2.3) ist demnach nicht zu beanstanden. 

5.3

5.3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 3. März 2020 (AB 148) bzw. 
dem Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2019 (AB 142/6 f. Ziff. 5.2) stellte 
die Beschwerdegegnerin für das Valideneinkommen auf den lohnstati-
schen, geschlechterspezifischen, indexierten Totalwert der Tabellengrup-
pe A (Bundesamt für Statistik [BfS], LSE 2016, Monatlicher Bruttolohn 
(Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen) ab. Die Be-
schwerdeführerin äusserte sich nicht zum massgebenden Valideneinkom-
men.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 23

5.3.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf statistische Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) 
abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der 
LSE des Bundesamtes für Statistik: Vor Vollendung des 21. Altersjahres 
70 %, vor Vollendung des 25. Altersjahres 80 %, vor Vollendung des 30. Al-
tersjahres 90 % und nach Vollendung des 30. Altersjahres 100 % (Art. 26 
Abs. 1 IVV).

Geburts- und Frühinvalide im Sinne von Art. 26 Abs. 1 IVV sind Versicher-
te, die seit ihrer Geburt oder Kindheit an einem Gesundheitsschaden leiden 
und deshalb keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten. 
Darunter fallen all jene Personen, die wegen ihrer Invalidität überhaupt kei-
ne Berufsausbildung absolvieren können. Ebenso dazu gehören indes Ver-
sicherte, die zwar eine Berufsausbildung abschliessen, zu deren Beginn 
jedoch bereits invalid waren und die absolvierte Ausbildung wegen ihrer 
Invalidität auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht in gleicher Weise 
"ummünzen" können wie nichtbehinderte Personen mit derselben (ordentli-
chen) Ausbildung. Steht dagegen fest, dass nicht invaliditätsbedingte 
Gründe, sondern z.B. solche familiärer oder wirtschaftlicher Art den Erwerb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 24

genügender beruflicher Kenntnisse verunmöglichten, liegt keine Geburts- 
oder Frühinvalidität vor (SVR 2019 IV Nr. 82 S. 273 E. 1.2).

5.3.3 Ausweislich der medizinischen Akten leidet die Beschwerdeführerin 
seit Geburt an einer verminderten Intelligenzleistung im Sinne einer Oligo-
phrenie (Ziff. 403 GgV; vgl. AB 138.2/1). Aufgrund dieser Beeinträchtigung 
erhielt die Beschwerdeführerin ab 1970 Unterstützung durch die IV in Form 
von Sonderschulung (AB 1.1/94, 98, 111-116). Sie absolvierte die obligato-
rische Schulzeit sowie im Anschluss danach ein Haushaltungslehrjahr; eine 
berufliche Erstausbildung oder zumindest eine Anlehre nahm die Be-
schwerdeführerin nicht auf. In der Folge arbeitete sie unregelmässig in ver-
schiedenen Hilfstätigkeiten (vgl. AB 99). Hinsichtlich der Berufsberatung 
hielten die Eingliederungsfachpersonen der Beschwerdegegnerin im Be-
richt vom 30. Januar 1978 (AB 1.1/72 f.) fest, die Beschwerdeführerin wer-
de weder den Anforderungen einer ordentlichen einjährigen Haushaltslehre 
inklusive Besuch der hauswirtschaftlichen Fortbildungsschule gewachsen 
sein noch würde sie die Lehrabschlussprüfung bestehen. Es habe bewirkt 
werden können, dass die Durchführung einer zweijährigen Haushaltslehre 
mit der zukünftigen Lehrmeisterin nach Ablauf eines halben Jahres geprüft 
werden könne. Eine entsprechende nachträgliche Evaluation erfolgte nach 
Lage der Akten nicht.

Unter diesen Umständen ist in gesamthafter Würdigung davon auszuge-
hen, dass die Beschwerdeführerin trotz der Unterstützung durch die IV und 
die Sozial- und Fürsorgeinstitutionen aufgrund ihrer seit Geburt bestehen-
den gesundheitlichen Einschränkungen, insbesondere der verminderten 
Intelligenzleistung und der Teilleistungsstörungen, keine berufliche Erstaus-
bildung beginnen und damit keine zureichenden beruflichen Kenntnisse im 
Sinne von Art. 26 Abs. 2 IVV erwerben konnte. Daran ändert das – in an-
gepasster Form (vgl. AB 1.1/72 f.) – absolvierte Haushaltslehrjahr nichts, 
zumal darin lediglich praktische Fähigkeiten in der Haushaltsführung ver-
mittelt werden und dieses als Überbrückung zu einer anschliessenden be-
ruflichen Ausbildung gedacht ist (vgl. https://www.inforama.vol.be.ch/inf
orama_vol/de/index/bildung/bildung/hauswirtschaft/bildungsjahr_hauswirtsc
haft.html), mithin dadurch keine hinreichenden beruflichen Kenntnisse ver-
mittelt werden. Ebenso unterstützt wird die Annahme einer aus gesundheit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 25

lichen Gründen nicht absolvierten beruflichen Erstausbildung dadurch, dass 
die Beschwerdeführerin in ihrer Erwerbskarriere keinerlei Aus- und Weiter-
bildungen vorzuweisen vermag und in den verschiedenen innegehabten, 
häufig wechselnden Anstellungen jeweils nur unqualifizierte Aushilfs- bzw. 
Hilfstätigkeiten übernahm und dabei regelmässig klar unterdurchschnittli-
che Erwerbseinkommen zu erzielen vermochte (vgl. AB 99). 

5.3.4 Dem Voranstehenden zufolge ist für das Valideneinkommen das 
durchschnittliche Einkommen bei Frühinvalidität nach Art. 26 Abs. 1 IVV 
heranzuziehen.

6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 3. März 2020 
(AB 148) in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde aufzuheben 
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach 
Vornahme der weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen sowie unter 
Berücksichtigung der voranstehenden Erwägungen zum erwerblichen Sta-
tus und dem massgebenden Valideneinkommen neu über den Rentenan-
spruch verfüge.

7.

7.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die 
Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem Aus-
gang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 26

7.2

7.2.1 Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung 
beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventu-
alantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 S. 43 E. 9.1). Die obsiegende 
Beschwerdeführerin hat damit Anspruch auf Ersatz der Parteikosten 
(Art. 61 lit. g ATSG). 

7.2.2 Mit Kostennote vom 25. August 2020 macht Rechtsanwalt 
B.________ ein Honorar von Fr. 4'050.-- (15 Stunden zu Fr. 270.--), Ausla-
gen von Fr. 400.95 und Mehrwertsteuer (MWSt.) von Fr. 342.70 geltend. 
Der zeitliche Aufwand ist angemessen und die Kostennote im Übrigen nicht 
zu beanstanden. Die von der Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 
zu ersetzenden Parteikosten sind somit gesamthaft auf Fr. 4'793.65 (inkl. 
Auslagen und MWSt.) festzusetzen.

7.3 Die mit Verfügung vom 25. Mai 2020 gewährte unentgeltliche 
Rechtspflege kommt bei diesem Verfahrensausgang nicht zum Tragen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 3. März 2020 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwä-
gungen vorgehe und anschliessend neu verfüge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2021, IV/20/280, Seite 27

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'793.65 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.