# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97a75831-e311-5d57-8078-e88b81ac2770
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2011 C-312/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-312-2010_2011-08-18.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­312/2010

U r t e i l   v om   1 8 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, Richter Andreas Trommer,   
Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn.

Parteien T._______,
vertreten durch lic. iur. Marco Albrecht, Advokat, 
Marktgasse 6, 4051 Basel,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern, 
Vorinstanz. 

Gegenstand Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer,  geboren  1976,  ist  türkischer  Staatsangehöriger. 
Am  6.  November  2003  reiste  er  in  die  Schweiz  ein  und  stellte  am  10. 
November  2003  ein  Asylgesuch.  Mit  Verfügung  des  Bundesamtes  für 
Flüchtlinge  (BFF,  heute:  BFM)  vom  12.  November  2003  wurde  der 
Beschwerdeführer dem Kanton Zürich zugewiesen. Am 27. Januar 2004 
lehnte das BFF das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung. Eine 
dagegen  erhobene  Beschwerde  wurde  von  der  damaligen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  mit  Urteil  vom  15.  März  2004 
abgewiesen. Das BFM setzte dem Beschwerdeführer eine neue Frist bis 
zum 17. Mai 2004 um die Schweiz zu verlassen.

B. 
Am  15.  Juni  2004  heiratete  der  Beschwerdeführer  eine  Schweizer 
Bürgerin, worauf der Kanton Basel­Stadt ihm eine Aufenthalts­ sowie eine 
Arbeitsbewilligung erteilte. Die Aufenthaltsbewilligung wurde letztmals bis 
zum 14. Juni 2006 verlängert.

C. 
Mit Verfügung des Zivilgerichts Basel­Stadt vom 28. Januar 2005 wurde 
das Getrenntleben zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau 
mit Wirkung ab 1. Januar 2005 bewilligt. 

D. 
Am 25. April 2006 stellte der Beschwerdeführer beim Kanton Basel­Stadt 
ein Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

E. 
Zur  Abklärung  des  Sachverhalts  bezüglich  der  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung legte die zuständige Behörde des Kantons Basel­
Stadt  am  25.  August  2006  der  Ehefrau  und  am  31.  August  2006  dem 
Beschwerdeführer  Fragen  insbesondere  zur  Eheschliessung,  der  Ehe 
und der Beziehung seit der Trennung vor. Die entsprechenden Antworten 
ergingen am 31. August bzw. 15. September 2006.

F. 
Mit Urteil vom 19. Mai 2008 wurde die Ehe durch das Zivilgericht Basel­
Stadt rechtskräftig geschieden. 

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G. 
Der Beschwerdeführer stellte am 15. Juli 2009 beim Kanton Basel­Stadt 
ein weiteres Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. 

H. 
Am 21. Oktober 2009 stellte das Migrationsamt Basel­Stadt dem BFM ein 
Gesuch um Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers zu.

I. 
Mit  Schreiben  vom  12.  November  2009  teilte  das  BFM  dem 
Beschwerdeführer mit, der Kanton Basel­Stadt habe  ihm den Antrag auf 
Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung unterbreitet. Es 
werde  erwogen  diese Zustimmung  zu  verweigern. Die  ihm eingeräumte 
Möglichkeit zur Äusserung nahm der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
8. Dezember 2009 wahr.

J. 
Die Vorinstanz verweigerte mit Verfügung vom 16. Dezember 2009  ihre 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  des 
Beschwerdeführers  und wies  ihn aus der Schweiz weg. Sie begründete 
dies  im  Wesentlichen  damit,  der  Beschwerdeführer  habe  keinen 
zivilstandsunabhängigen  Anspruch  auf  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  erworben,  da  die  dafür  notwendige  Dauer  des 
Aufenthaltes  nicht  erreicht  worden  sei.  Zudem  bestehe  kein  Grund  zur 
Annahme,  die Rückkehr des Beschwerdeführers  in die Türkei würde  zu 
einer schweren persönlichen Notlage führen.

K. 
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 18. Januar 2010 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragt  die 
Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  gemäss  Art.  50  Abs.  1  des  Ausländergesetzes 
vom       16. Dezember 2005  (AuG, SR 142.20). Eventualiter ersucht er 
um  Rückweisung  der  Sache  zur  Ergänzung  des  Sachverhaltes  sowie 
zum  Erlass  einer  neuen  Verfügung  an  die  Vorinstanz.  In  formeller 
Hinsicht  beantragt  er  die  unentgeltliche  Rechtspflege.  Zur  Begründung 
wird  im  Wesentlichen  vorgebracht,  der  durch  die  kantonale  Behörde 
gestellte  Antrag  auf  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  vom  21. 
Oktober  2009  sei  der massgebliche  Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung. 
Somit würden die neue Regelung in Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG und nicht 

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die  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom  26.  März  1931  über 
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, AS 49 279) gelten, 
welche  das  BFM  angewendet  habe.  Käme  trotzdem  das  ANAG  zum 
Zuge, so  fände Art. 7 Abs. 1 ANAG keine Anwendung, da es  in diesem 
Artikel  um die Niederlassungsbewilligung und nicht wie  im  vorliegenden 
Fall  um  die  Aufenthaltsbewilligung  gehe.  Nur  für  die  Erlangung  einer 
Niederlassung seien fünf Jahre Ehe vorausgesetzt. Für die Verlängerung 
seiner Aufenthaltsbewilligung müsse er keine fünfjährige Ehe vorweisen, 
da  im  ANAG  keine  solche  Regel  zu  finden  sei.  Viel  mehr  sei  diese 
Gesetzeslücke  mit  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  geschlossen  worden. 
Deshalb  müsse  das  neue  Recht  angewendet  werden.  Die  Ehe  habe 
länger  als  drei  Jahre  gedauert.  Das  Getrenntleben  hätten  die  Eheleute 
nach  sechs  Monaten  beschlossen,  weil  die  vorehelichen  Kinder  seiner 
Ehefrau mit dem Zusammenleben Probleme gehabt hätten. Weiter sei er 
beruflich gut integriert, habe viele Freunde und sei finanziell unabhängig. 
Zudem  seien  seine  Deutschkenntnisse  gut  genug,  um  im  Arbeitsalltag 
zurecht zu kommen.

L. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  15.  Februar  2010  gab  das 
Bundesverwaltungsgericht  dem  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege samt Verbeiständung nicht statt.

M. 
Die  Vorinstanz  beantragt  mit  Vernehmlassung  vom  24.  März  2010  die 
Abweisung der Beschwerde.

N. 
Mit  Replik  vom  29.  April  2010  hält  der  Beschwerdeführer  an  den 
gestellten Rechtsbegehren und deren Begründung fest.

O. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht,  unter 

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Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen,  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember 1968  (VwVG, SR 172.021), die von einer  in Art. 33 VGG 
aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen Verfügungen des 
BFM  betreffend  Zustimmung  oder  Verweigerung  der  Zustimmung  zur 
Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung und betreffend 
Wegweisung.  Sofern  kein  Anspruch  auf  Erteilung  bzw.  Verlängerung 
einer  Aufenthaltsbewilligung  besteht  und  insoweit  als  die Verfügung  die 
Wegweisung  anordnet,  entscheidet  das  Bundesverwaltungsgericht 
endgültig  (Art.  83 Bst.  c Ziff.  2  und 4  des Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG  soweit  das 
Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.3  Der  Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsbetroffener  zur  Erhebung 
des  Rechtsmittels  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  frist­  und 
formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  somit  einzutreten  (Art.  49  ff. 
VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  ­  soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  ­  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Rechts­  und  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides (vgl. E. 1.2 des Urteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 
28. März 2003 teilweise publiziert in BGE 129 II 215).

3.
Am  1.  Januar  2008  traten  das  neue  AuG  in  Kraft  und  mit  ihm  unter 
anderem  auch  die  Verordnung  vom  24.  Oktober  2007  über  Zulassung, 
Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  (VZAE,  SR  142.201).  In  Verfahren,  die 
vor  diesem Zeitpunkt  anhängig  gemacht wurden, wie  es  vorliegend  der 
Fall  ist  (Einreichung des Gesuchs am 25. April  2006, Ablauf der  letzten 

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kantonalen Bewilligung am 14. Juni 2006; vgl. oben Bst. B), bleibt nach 
der  übergangsrechtlichen  Ordnung  des  AuG  das  alte  materielle  Recht 
anwendbar. Dabei ist entgegen dem zu engen Wortlaut des Art. 126 Abs. 
1 AuG ohne Belang, ob das Verfahren auf Gesuch hin oder von Amtes 
wegen  eröffnet  wurde  (vgl.  BVGE  2008/1  E.  2  mit  Hinweisen). 
Einschlägig  sind  das  ANAG,  die  Vollziehungsverordnung  vom  1. März 
1949  zum  Bundesgesetz  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der 
Ausländer  (ANAV,  AS  1949  228),  die  Verordnung  vom  20. April  1983 
über  das  Zustimmungsverfahren  im  Ausländerrecht  (nachfolgend: 
Zustimmungsverordnung,  AS  1983  535)  und  die  Verordnung  vom 
6. Oktober  1986  über  die  Begrenzung  der  Zahl  der  Ausländer 
(Begrenzungsverordnung,  BVO,  AS  1986  1791).  Das  Verfahren  selbst 
folgt  grundsätzlich  dem  neuen Verfahrens­  und Organisationsrecht  (Art. 
126 Abs. 2 AuG), was insbesondere bezüglich der Wegweisung gilt (vgl. 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­5268/2008 vom   1. Juni 2011 E. 
3 in fine mit Hinweis). 

4.
4.1  Die Kantone  sind  zuständig  für  die Erteilung  und Verlängerung  von 
Bewilligungen (vgl. Art. 15 Abs. 1 und Art. 18 ANAG sowie Art. 51 BVO). 
Vorbehalten  bleibt  jedoch  die  Zustimmung  durch  das  BFM.  Das 
Zustimmungserfordernis ergibt sich im vorliegenden Fall aus Art. 1 Abs. 1 
Bst.  a  der  Zustimmungsverordnung  in  Verbindung  mit  den  Weisungen 
und Erläuterungen  des BFM über Einreise, Aufenthalt  und Arbeitsmarkt 
(ANAG­Weisungen,  3.  Auflage,  Bern,  Mai  2006.  Im  Internet  unter: 
www.bfm.admin.ch  >  Dokumentation  >  rechtliche  Grundlagen  > 
Weisungen und Kreisschreiben > Archiv Weisungen und Kreisschreiben). 
Letztere  sehen  in  Ziffer  132.4  Bst.  e  vor,  dass  die  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  einer  ausländischen  Person  nach  der  Scheidung 
vom  schweizerischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod  dem  BFM  zur 
Zustimmung zu unterbreiten ist, sofern die ausländische Person nicht aus 
einem Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt. Gemäss Art. 19 Abs. 
5 ANAV darf  eine  entsprechende  kantonale Bewilligung  erst  ausgestellt 
werde,  wenn  die  Zustimmung  des  BFM  vorliegt;  ansonsten  ist  sie 
ungültig.

4.2  Die  Ehe  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seiner  Schweizer 
Ehegattin wurde geschieden, bevor er gestützt  auf Art.  7 Abs. 1 Satz 2 
ANAG einen zivilstandsunabhängigen Anspruch auf Verlängerung seiner 
Aufenthaltsbewilligung erworben hatte  (vgl. BGE 128  II 145 E. 1.1.4 mit 

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Hinweisen  –  welcher  auch  die  vom  Beschwerdeführer  zu  dieser  Norm 
vertretene Auffassung widerlegt [vgl. oben Bst. K]).

4.3  Eine  andere  Anspruchsgrundlage  des  Landes­  oder  Völkerrechts 
besteht nicht. Insofern der Beschwerdeführer geltend macht, Art. 50 Abs. 
1 Bst. a AuG sei anzuwenden, wird auf E. 3 und 4.2 verwiesen. Bei dieser 
Rechtslage liegt der Entscheid über die Erteilung oder Verweigerung der 
Zustimmung im pflichtgemässen Ermessen des BFM (vgl. Art. 4 ANAG).

5.
Der  Begriff  der  "pflichtgemässen  Ermessensausübung"  impliziert  die 
Beachtung  rechtlicher  Schranken  bei  der  Ausfüllung  der 
Ermessensspielräume.  Vorliegend  steht  der  Grundsatz  der 
Verhältnismässigkeit  von  Verwaltungsakten  im  Vordergrund.  Unter 
diesem  Gesichtspunkt  ist  eine  wertende  Abwägung  vorzunehmen 
zwischen  dem  öffentlichen  Interesse  an  der  Verweigerung  der 
Zustimmung einerseits und den durch die Verweigerung beeinträchtigten 
privaten  Interessen  der  betroffenen  Person  andererseits  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­5268/2008  vom      1.  Juni  2011 E.  5 mit 
Hinweis).

5.1  Was  das  öffentliche  Interesse  anbelangt,  ist  festzuhalten,  dass  die 
Schweiz  hinsichtlich  des  Aufenthaltes  von  Ausländerinnen  und 
Ausländern,  die  nicht  aus  dem  EU/EFTA­Raum  stammen  (nachfolgend 
Drittstaatsangehörige), eine restriktive Politik verfolgt (vgl. BGE 135 I 153 
E. 2.2.1 mit Hinweisen). Diese Politik findet ihren Ausdruck insbesondere 
in  den  strengen  regulatorischen  Zulassungsbeschränkungen  der 
Begrenzungsverordnung,  denen  erwerbstätige  Drittstaatsangehörige 
namentlich in Gestalt hoher Anforderungen an die berufliche Qualifikation 
(Art. 8 BVO) und der Höchstzahlen  (Art. 12 BVO) unterworfen sind. Das 
erhebliche Gewicht des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung der 
restriktiven Einwanderungspolitik gegenüber Drittstaatsangehörigen zeigt 
sich  daran,  dass  humanitäre  Gründe  in  diesem  rechtlichen 
Zusammenhang  erst  Bedeutung  erlangen,  wenn  die  Betroffenheit  des 
Einzelnen  die  Grenze  zum  schwerwiegenden  persönlichen  Härtefall  im 
Sinne  von Art. 13 Bst. f BVO erreicht. Nach der Auflösung der Ehe,  die 
sie  von  den  restriktiven  qualitativen  und  quantitativen 
Zulassungsvoraussetzungen  der  Begrenzungsverordnung  ausnehmen, 
muss die ausländische Person dieses öffentliche Interesse grundsätzlich 
wieder  gegen  sich gelten  lassen  (auch wenn  sie  gemäss Art. 12 Abs. 2 
BVO den Höchstzahlen der Begrenzungsverordnung nach wie  vor  nicht 

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untersteht).  Es  ist  deshalb  ein  vergleichsweise  strenger  Massstab 
angebracht,  wenn  es  zu  beurteilen  gilt,  ob  nach  Wegfall  des 
Privilegierungsgrundes  private  Interessen  bestehen,  denen  gegenüber 
das  öffentliche  Interesse  an  der  Durchsetzung  der  restriktiven 
Migrationspolitik  zurückzustehen  hat.  Dementsprechend  geht  das 
Bundesverwaltungsgericht  mit  der  Vorinstanz  davon  aus,  dass  die 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach  Auflösung  der  Ehe  in 
erster Linie ein  Instrument zur Vermeidung von Härtefällen darstellt  (vgl. 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­5268/2008 vom 1. Juni 2011 E. 
5.1 mit Hinweis).

5.2  Unter  dem  Aspekt  der  Verhältnismässigkeit  ist  zu  prüfen,  ob  das 
private  Interesse  an  einem  weiteren  Verbleib  in  der  Schweiz  höher  zu 
gewichten  ist,  als  das  oben  dargelegte  öffentliche  Interesse  an  der 
Durchsetzung  einer  restriktiven  Einwanderungspolitik.  Entscheidend  ist, 
inwieweit  es  der  ausländischen  Person  in  persönlicher,  wirtschaftlicher 
und  sozialer  Hinsicht  zugemutet  werden  kann,  den  Aufenthalt  in  der 
Schweiz aufzugeben,  in  ihre Heimat  zurückzukehren und dort  zu  leben. 
Zu  diesem  Zweck  ist  ihre  zukünftige  Situation  im  Ausland  den 
persönlichen Verhältnissen  in der Schweiz gegenüberzustellen. Darüber 
ist nach Massgabe der gesamten Umstände des Einzelfalles zu befinden. 
Dazu gehören allgemeine,  von der Ehe unabhängige Elemente, wie die 
Dauer  des  Aufenthaltes  in  der  Schweiz,  der  Grad  der  sozialen  und 
wirtschaftlichen Integration in die hiesigen Verhältnisse, das Alter und der 
gesundheitliche  Zustand.  Sind  Kinder  vorhanden,  ist  deren  Alter  und 
schulische  Integration  mit  einzubeziehen.  Zu  berücksichtigen  sind  aber 
auch  die Unterkunft  und  die Reintegrationsmöglichkeiten  in  der Heimat. 
Andererseits sind auch ehespezifische Elemente, wie die Dauer der Ehe 
und die Umstände, die zur Auflösung geführt haben, zu beachten.

5.3  Welcher  Grad  an  Betroffenheit  in  den  persönlichen  Verhältnissen 
verlangt  werden  muss,  damit  das  öffentliche  Interesse  zurückzustehen 
hat,  ist  mit  Blick  auf  die  Regelung  von  Art.  7  Abs.  1  ANAG  zu 
beantworten,  der  ausländischen  Ehegatten  von  Schweizern  nach  fünf 
Jahren Ehe auf schweizerischem Territorium einen vom weiteren Bestand 
der  Ehe  unabhängigen  Anspruch  auf  Aufenthalt  vermittelt.  Vor  dem 
Erreichen  dieser  zeitlichen  Grenze  kommt  es  entscheidend  darauf  an, 
welche  Bedeutung  den  ehespezifischen  Elementen  im  jeweiligen 
Einzelfall zukommt, das heisst der Dauer der ehelichen Gemeinschaft auf 
schweizerischem  Territorium,  den  Umständen  der  Auflösung  der 
ehelichen Gemeinschaft und der Existenz gemeinsamer Kinder. Je mehr 

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diese  Elemente  ins  Gewicht  fallen,  umso  eher  wird  man  von  einer 
hinreichend  schweren  Betroffenheit  ausgehen  können.  Umgekehrt 
rechtfertigt sich ein umso strengerer Massstab, als sich die Härtesituation 
nicht aus den oben genannten ehespezifischen Elementen ableiten lässt. 
Dabei  darf  jedoch  nicht  ausser  Acht  gelassen  werden,  dass  der 
Verordnungsgeber  in  Art.  12  Abs.  2  zweiter  Satz  BVO  unter  anderem 
ausländische  Ehegatten  von  Schweizer  Bürgern  von  den  Höchstzahlen 
der  Begrenzungsverordnung  auch  für  die  Zeit  nach  Auflösung  der  Ehe 
ausnimmt  und  auf  diese Weise  ihrer  besonderen  Lage  Rechnung  trägt 
(vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts    C­2524/2007  vom 
13. August 2010 E. 4.3 mit Hinweis).

6.
6.1  Der  Beschwerdeführer  lebte  während  sieben  Monaten  mit  seiner 
Schweizer  Ehefrau  tageweise  zusammen.  Die  gerichtliche  Bewilligung 
zum Getrenntleben  erfolgte  nur  gerade  sieben Monate  nach der Heirat. 
Drei  Jahre  und  knapp  vier  Monate  später  wurde  die  Ehe  geschieden. 
Gemäss  den  mündlichen  Angaben  der  Ehefrau  vom  31.  August  2006 
gegenüber  der  kantonalen Migrationsbehörde,  sei  ihre  Ehe  ein  Reinfall 
gewesen.  Bereits  zwei  Wochen  nach  der  Hochzeit  habe  es  Terror 
gegeben.  Ihr Ehemann habe sie angelogen und Dinge versprochen, die 
er nicht eingehalten habe. Auch habe er  ihre drei Kinder von Anfang an 
nicht  akzeptiert.  Weiter  habe  er  von  ihr  verlangt,  zu  seinen  Eltern  zu 
ziehen.  Sie  sei  seiner  Aufforderung  jedoch  nicht  nachgekommen. 
Anschliessend habe er  angekündigt,  er werde bei  ihr  einziehen, was er 
hingegen  nicht  getan  habe.  Er  habe  nie  wirklich  mit  ihr  zusammen 
gewohnt und nur manchmal einige Tage bei  ihr  verbracht. Zudem habe 
sie nicht das Gefühl gehabt, er habe sie wirklich geliebt. Sie freue sich auf 
die Scheidung,  denn dann könne sie endlich  ihren Freund, mit  dem sie 
seit  einem  Jahr  zusammen  sei,  heiraten.  Der  Beschwerdeführer 
seinerseits führte in seiner Stellungnahme vom 15. September 2006 aus, 
das  Zusammenleben  sei  für  die  Kinder  seiner  Ehefrau  nicht  einfach 
gewesen. Seine Ehefrau habe sich deshalb von  ihm trennen wollen. Sie 
hätten  sich  in  der  Folge  den  Kindern  zu  liebe  getrennt  und  nicht  etwa 
wegen ehelichen Problemen. 

6.2 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass die unterschiedlichen 
Auffassungen  der  Ehegatten  über  die  Lebensführung  sowie 
Kommunikationsschwierigkeiten  zur  Trennung  und  anschliessenden 
Scheidung  geführt  haben.  Dass  sich  ein  Ehepaar  aufgrund 
unterschiedlicher Lebensauffassungen auseinanderlebt, scheint aufgrund 

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der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ungewöhnlich. Eine Scheidung ist 
ein  angemessenes  und  legitimes  Mittel,  mit  solchen  Problemen 
umzugehen. 

6.3  Irgendwelche Besonderheiten  im Zusammenhang mit dem Scheitern 
der  Ehe,  die  es  in  vorliegendem  Zusammenhang  zu  berücksichtigen 
gäbe,  sind  nicht  bekannt.  Die  Umstände  der  Auflösung  der  Ehe  sind 
demnach ebenso wenig geeignet, die Anforderungen an die Betroffenheit 
zu senken, wie die Dauer der ehelichen Gemeinschaft, sofern man denn 
in casu von einer solchen ausgehen will. Zudem blieb die Ehe kinderlos. 
Es ist daher von einem strengen Massstab auszugehen.

7.
7.1 Der Beschwerdeführer hält sich mittlerweile seit sieben Jahren in der 
Schweiz auf. Er war während seines ganzen Aufenthaltes arbeitstätig und 
kam selbständig  für seinen Lebensunterhalt auf. Aus dem eingereichten 
Arbeitszeugnis  geht  hervor,  dass  er  von  seinem  Arbeitgeber  sehr 
geschätzt  wird.  Gemäss  seinen  Angaben  hatte  er  noch  keine  Zeit  für 
einen Deutschkurs. Seine Deutschkenntnisse seien jedoch gut genug, um 
den  Arbeitsalltag  zu  bestreiten.  Weiter  bringt  er  vor,  er  habe  seinen 
Lebensmittelpunkt in der Schweiz und habe hier viele Freunde. 

Die Aufenthaltsdauer von sieben Jahren ist angesichts dessen, dass der 
Beschwerdeführer  erst  mit  knapp  28 Jahren  in  die  Schweiz  gekommen 
ist,  nicht  als  sehr  lang  anzusehen.  In  beruflicher  und  wirtschaftlicher 
Hinsicht hat er sich im zu erwartenden Mass in die hiesigen Verhältnisse 
eingelebt.  Ebenso  ist  er  gemäss  seinen  Angaben  sozial  gut  integriert. 
Insgesamt  unterscheidet  sich  der  Integrationsgrad  des 
Beschwerdeführers  jedoch nicht  von dem, was von einer ausländischen 
Person nach vergleichbarem Aufenthalt verlangt werden kann. 

7.2  Sodann  stellt  sich  die  Frage,  ob  es  dem  Beschwerdeführer 
zuzumuten  ist,  sein  Leben  hier  in  der  Schweiz  aufzugeben  und  in  sein 
Heimatland zurückzukehren. Der Beschwerdeführer hat sein Heimatland 
erst  im  Alter  von  knapp  28  Jahren  verlassen  und  ist  mit  den  dortigen 
Verhältnissen deshalb noch gut vertraut. Er hat den weitaus grössten und 
prägenden Teil seines Lebens – darunter seine gesamte Schulzeit, eine 
Berufsausbildung,  Berufserfahrung  und  Militärdienst  –  in  der  Heimat 
verbracht. Seine Eltern und seine drei Brüder  leben  in Ankara, wo auch 
der Beschwerdeführer  vor seinem Aufenthalt  in der Schweiz zusammen 
mit seinen Eltern gelebt hat. Zudem ist aus den Akten ersichtlich, dass er 

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sich  in den Jahren 2006 bis 2010  insgesamt siebeneinhalb Monate aus 
privaten  Gründen  in  seiner  Heimat  aufgehalten  hat.  Gemäss  seinen 
Angaben  in  der  Anhörung  zu  den Asylgründen  vom  8. Dezember  2003 
hat  er  nach  der  Sekundarschule  drei  Jahre  das  Industrie­  und 
Berufsgymnasium  in  P._______  besucht  und  im  Jahr  1995 
abgeschlossen.  Anschliessend  absolvierte  er  ein  einjähriges  Praktikum 
als  Motorbauer.  Weiter  konnte  der  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz 
berufliche  Erfahrungen  sammeln,  welche  ihm  bei  der 
Wiedereingliederung  ins  Erwerbsleben  in  der  Türkei  von  Nutzen  sein 
dürften. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass er mit  seinen 
Qualitäten  ein  Erwerbsauskommen  finden  kann  und  dabei  von  seiner 
Familie unterstützt wird.

7.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer durch den 
Verlust des Aufenthaltsrechts in der Schweiz zwar in seinen persönlichen 
Verhältnissen  getroffen  wird.  Der  Eingriff  kann  jedoch  nicht  als  derart 
schwer angesehen werden, dass dem privaten Interesse an der weiteren 
Regelung des Aufenthaltes gegenüber dem öffentlichen Interesse an der 
Durchsetzung  der  restriktiven  Migrationspolitik  –  Personen  aus  dem 
Nicht­EFTA/EU­Raum  betreffend  –  im  Rahmen  einer  pflichtgemässen 
Ermessensausübung  und  auf  der  Grundlage  des  zur  Anwendung 
gelangenden  strengen  Beurteilungsmassstabs  Vorrang  eingeräumt 
werden könnte. Die Verweigerung der Zustimmung durch die Vorinstanz 
ist daher nicht zu beanstanden.

8.
8.1  Aus  der  Rechtmässigkeit  der  Zustimmungsverweigerung  folgt  ohne 
Weiteres  die  Rechtmässigkeit  der  Wegweisung  aus  der  Schweiz  (vgl. 
Art. 64  Abs. 1  Bst.  c  AuG  in  der  Fassung  gemäss  Art.  2  Ziff.  1  des 
Bundesbeschlusses  vom  18.  Juni  2010  betreffend  die  Übernahme  der 
EG­Rückführungsrichtlinie [Richtlinie 2008/115/EG], in Kraft seit 1. Januar 
2011,  der  dem  zeitgleich  aufgehobenen  Art.  66  Abs.  1  AuG  in  der 
Fassung  vom  16.  Dezember  2005  [AS  2007  5437]  entspricht). 
Demzufolge  bleibt  zu  prüfen,  ob Hinderungsgründe  für  den Vollzug  der 
Wegweisung anzunehmen sind (Art. 83 Abs. 2 bis 4 AuG) und das BFM 
deshalb  gestützt  auf Art.  83 Abs.  1 AuG die  vorläufige Aufnahme hätte 
verfügen müssen.

8.2 Gemäss Art. 83 AuG  ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, 
wenn  die  ausländische  Person  weder  in  den  Heimat­  oder  in  den 
Herkunftsstaat  noch  in  einen  Drittstaat  ausreisen  oder  dorthin  gebracht 

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werden  kann  (Abs.  2).  Er  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche 
Verpflichtungen der Schweiz eine Weiterreise der ausländischen Person 
in den Heimat­, Herkunfts­ oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Abs. 
3).  Er  kann  für  ausländische  Personen  unzumutbar  sein,  wenn  sie  in 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage im Heimat­ oder Herkunftsstaat konkret gefährdet sind (Abs. 4). 

8.3  Weder  aus  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  noch  aus  den 
Akten  gehen  Elemente  hervor,  die  auf  die  Unmöglichkeit  oder 
Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs hindeuten würden. 

8.4  Für  die  Voraussetzungen  der  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  kann  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  in  der 
angefochtenen  Verfügung  (S.  6f.)  verwiesen  werden.  Die 
Beschwerdeschrift  enthält  keine  expliziten  Ausführungen  zur  Frage  der 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs.  Die  Ausführungen  im 
Allgemeinen und die Gesamtumstände  lassen, wie oben dargelegt,  den 
Schluss nicht zu, dass die Rückkehr des Beschwerdeführers in die Türkei 
zu  einer  besonderen  persönlichen  Härte  führen  würde.  Auch  in  dieser 
Hinsicht ist die angefochtene Verfügung zu Recht ergangen.

9.
Abschliessend  ist  festzuhalten,  dass  die  angefochtene  Verfügung  im 
Lichte  von Art.  49 VwVG nicht  zu  beanstanden  ist. Die Beschwerde  ist 
deshalb abzuweisen.

10.
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die 
Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.­­ festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 
Bst.  b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  800.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher 
Höhe verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. ZEMIS […] und […] retour)
– das Migrationsamt des Kantons Basel­Stadt (Ref­Nr. […])

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn

Versand: