# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53a7ba49-bb15-5ff6-8f64-87c70913666e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.02.2013 IV 2012/201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-201_2013-02-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/201

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.02.2013

Entscheiddatum: 20.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2013
Art. 17 IVG. Umschulungsanspruch eines Hilfsarbeiters (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 20. Februar 2013, IV 
2012/201).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, a.o. Versicherungsrichterin Gertrud Condamin-Voney, 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Marc Giger

 

Entscheid vom 20. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

berufliche Massnahmen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

Sachverhalt:

A.       

A.a   A.___, meldete sich am 17. September 2010 zum Bezug von IV-Leistungen 

(Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an (IV-act. 1). Dr. med. B.___, 

Allgemeine Medizin & Akupunktur, führte in ihrem Schreiben vom 6. Oktober 2010 an 

den Regionalen Ärztlichen Dienst Ostschweiz (in der Folge: RAD) als Diagnose mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine lumbale Radikulopathie bei Diskushernie L4/L5 

auf. Die Beschwerden bestünden seit dem 13. Juli 2010. Die belastungsabhängigen 

Schmerzen würden in beide Oberschenkel ausstrahlen und vor allem bei einseitiger 

Belastung und beim Heben von schweren Lasten auftreten. Trotz dieser Defizite könne 

eine leichte körperliche Tätigkeit bis zu sechs Stunden pro Tag ausgeführt werden. In 

der ursprünglichen Tätigkeit könne keine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden. 

Aufgrund der lumbalen Diskurshernie mit Nervenwurzelreizung beidseits sei 

unabhängig von den Therapiemassnahmen eine eingeschränkte Belastbarkeit des 

Rückens zu erwarten (IV-act. 10). Gestützt auf diesen Arztbericht erachtete der RAD 

am 26. Oktober 2010 die Eingliederungsfähigkeit für gegeben. Die Arbeitsfähigkeit 

betrage adaptiert mindestens 50 % (IV-act. 15).

A.b   Im Rahmen eines Assessmentgesprächs vom 23. März 2011 äusserte sich der 

Versicherte in Bezug auf seine berufliche Situation dahingehend, er sei zurzeit noch bei 

der Firma C.___ angestellt. Umplatzierungsmöglichkeiten bestünden keine. Er habe in 

Z.___ ein Studium zum Bauingenieur absolviert. Er werde sich nun bemühen, das 

Diplom in der Schweiz anerkennen zu lassen (vgl. Ergebnis-Protokoll nach 

Assessmentgespräch vom 16. Mai 2011; IV-act. 33).

A.c   Vom 16. Mai bis 1. Juni 2011 befand sich der Versicherte in einem stationären 

Aufenthalt in der Klinik Valens. Im Austrittsbericht vom 8. Juni 2011 werden folgende 

Diagnosen aufgeführt: Chronisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits seit 2008 

(MRI der LWS vom 21.10.2010: Diskusdehydration L4/L5 und L5/S1 mit breitbasigen 

Diskushernien in jenen Segmenten, Spondylarthrose L5/S1, Gelenkergüsse in den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Facettengelenken LWK4/5 und LWK5/SWK1, beidseits; St. n. mehrfachen Infiltrationen 

periradikulär, Facettengelenke und Diskographie ohne Erfolg; Wirbelsäulenfehlhaltung, 

muskuläre Dysbalance) sowie Vitamin D3-Mangel. Es bestehe weiterhin eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Fassaden-Isolateur. Für eine leichte 

wechselbelastende Verweistätigkeit sei eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-

act. 40).

A.d   Im Rahmen einer weiteren Fallbesprechung bei der IV-Stelle vom 24. August 2011 

hielt der Versicherte fest, er könne sich vorstellen, in einem Architekturbüro zu arbeiten. 

Eventuell müsste er dafür noch einen Kurs machen, um z.B. ein EDV-Programm zu 

lernen, das in solchen Büros zum Einsatz komme. Ausserdem möchte er auch 

anfangen Deutsch zu lernen (IV-act. 41).

A.e   Im Arztbericht vom 3. Oktober 2011 gab die Klinik Valens eine unveränderte 

Diagnose an. Auch die Fragen zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer 

adaptierten Tätigkeit wurden gleich beantwortet. Hinsichtlich der Frage, wie eine 

behinderungsangepasste Arbeit aussehe, gab die Klinik an, dem Versicherten seien 

folgende Aktivitäten nicht mehr zumutbar: Rein sitzende und rein stehende Tätigkeiten, 

Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, auf Leitern/

Gerüste steigen, Heben und Tragen körperfern. Zumutbar seien wechselbelastende 

Tätigkeiten, vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten, Heben und Tragen max. 10 

bis 15 kg körpernah; Treppensteigen. Diese Beurteilung gelte ab sofort. 

Möglicherweise sei eine initial abgestufte Einsatzzeit in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit mit leichten Gewichtsbelastungen durchaus sinnvoll, um diese dann im 

weiteren Verlauf schrittweise zu steigern (IV-act. 45).

A.f    Vom 12. September bis 7. Oktober 2011 nahm der Versicherte an einem 

Deutschkurs Intensivniveau A1 teil (IV-act. 52). Anlässlich des Gesprächs vom 12. 

Oktober 2011 erklärte er, es sei ihm bei dem Kurs nicht gut ergangen. Der Kurs sei 

immer am Vormittag gewesen, und er habe mehrmals hinaus gehen müssen, um herum 

zu laufen. Aber auch das längere Gehen habe Probleme bereitet. Zweimal habe er dem 

Kurs sogar fern bleiben müssen (vgl. IV-act. 56-4). Vom 7. November bis 2. Dezember 

2011 absolvierte der Versicherte einen weiteren Deutschkurs (Intensivniveau A2; IV-act. 

52-2).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.g   Am 16. Januar 2012 erklärte der Versicherte gegenüber der IV-Stelle, dass es sein 

Wunsch sei, z.B. den Kurs "Archi-CD" zu machen. Dieser dauere nur ein paar Tage. Im 

Anschluss daran würde er eine Stelle suchen oder ein Praktikum machen. Im Falle 

eines Praktikums würde er es sich auch wünschen, dass die IV das Taggeld 

übernehme (IV-act. 56-5). Die IV-Stelle teilte dem Versicherten bei der nächsten 

Besprechung vom 13. Februar 2012 mit, dass die Archicad-Schulung nur für 

Architekten sei. Mit A1- und A2-Deutschkenntnissen sei es nicht möglich, dass die 

Invalidenversicherung einen Kurs finanziere, bei dem nicht klar sei, wie viel der 

Versicherte effektiv davon profitiere. Es gebe noch die Möglichkeit einer Unterstützung 

in Form von Arbeitsversuchen, falls der Versicherte Kontakt zu einem Architekturbüro 

habe. Dem Versicherten wurde sodann eröffnet, dass die Rahmenbedingungen derzeit 

gegen Eingliederungsmassnahmen sprechen würden, da er sich nicht zu 100 % 

arbeitsfähig fühle (IV-act. 56-6).

A.h   In einem Schreiben vom 14. März 2012 stellte der Beratungs- und Sozialdienst 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) für den Versicherten "Antrag auf 

Kostenübernahme Umschulung". Dem Versicherten sei es aufgrund seiner Schmerzen 

nicht mehr möglich, auf dem Bau schwere Arbeiten zu verrichten. Eine Tätigkeit als 

Bauzeichner wäre hingegen eine optimale Lösung. Er benötige lediglich drei Kurse, in 

denen er die Schweizer CAD-Zeichnungssoftware kennen lerne. Der Versicherte habe 

seine Deutschkenntnisse verbessert. Die Schmerzspezialistin des KSSG empfehle 

aufgrund der Schmerzproblematik eine leichte körperliche Tätigkeit, vorwiegend im 

Innenbereich. Die Chancen zur Wiedereingliederung des Versicherten bezeichne sie als 

gut und sie empfehle dringend, eine Umschulung oder eine Weiterbildung zu forcieren. 

Seine Motivation wieder arbeiten zu wollen sei klar ersichtlich (IV-act. 60-1f.).

A.i     Mit Schreiben vom 13. April 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er 

habe keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen. Gemäss den getätigten 

Abklärungen fühle er sich nicht in der Lage, an Eingliederungsbemühungen 

mitzuwirken. Unter diesen Voraussetzungen seien berufliche Massnahmen nicht 

angezeigt (IV-act. 61). Der Versicherte verlangte am 24. April 2012 eine 

beschwerdefähige Verfügung (IV-act. 67). Seitens der IV-Stelle erging diese am 27. 

April 2012 (IV-act. 68).

B.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.a   Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des Versicherten, 

vertreten durch Rechtsanwalt Norbert Hochreutener, vom 25. Mai 2012. Der 

Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, es sei die 

angefochtene Verfügung aufzuheben; es seien ihm berufliche Massnahmen, namentlich 

eine Umschulung, zu gewähren; eventualiter sei die Streitsache zur Durchführung 

weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung 

lässt der Beschwerdeführer ausführen, es sei unzutreffend, dass er nicht in der Lage 

sei, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (act. G 1). In seiner 

Beschwerdeergänzung vom 4. Juli 2012 führt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers aus, die Begründung der Beschwerdegegnerin für die 

Verweigerung von beruflichen Massnahmen sei nicht stichhaltig. So sei nicht 

hinreichend belegt, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage wäre an 

Eingliederungsbemühungen teilzunehmen. Auch sei unzutreffend, dass für die 

Gewährung eines Umschulungsanspruchs die Erwerbseinbusse zu tief sei. Bei 

Verneinung der Voraussetzungen für eine Umschulung müssten im Übrigen weitere 

berufliche Massnahmen (Integrationsmassnahmen, Berufsberatung, Arbeitsversuch) 

geprüft werden; dies zumal der Beschwerdeführer seine Deutschkenntnisse inzwischen 

deutlich verbessert habe und der Eingliederung somit keine sprachlichen Hindernisse 

mehr entgegenstünden. Schliesslich sei zu beachten, dass von der 

Beschwerdegegnerin die Rahmenbedingungen für eine leidensadaptierte Tätigkeit 

ungenügend abgeklärt worden seien (act. G 3).

B.b   Am 14. September 2012 reichte die Beschwerdegegnerin ihre 

Beschwerdeantwort ein. Darin beantragt sie, die Beschwerde sei abzuweisen. Zur 

Begründung führt sie aus, sie sei ihrer Untersuchungspflicht vollumfänglich 

nachgekommen. Die Klinik Valens habe klar aufgezeigt, wie eine adaptierte Tätigkeit 

aussehe. Auch habe der RAD am 16. Juli 2012 nochmals dezidiert zu den 

Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit Stellung genommen. Darauf werde 

verwiesen. Was den Anspruch auf Umschulung betreffe, sei der Beschwerdeführer als 

Hilfskraft zu qualifizieren. Da der Beschwerdeführer in einer adaptierten Beschäftigung 

voll arbeitsfähig sei, werde er invaliditätsbedingt nicht mit einer erheblichen 

Erwerbseinbusse zu rechnen haben. Es könne sodann nicht gesagt werden, dass Art 

und Schwere des Gesundheitsschadens so schwer wiegen würden, dass beim 

Beschwerdeführer in seiner Eigenschaft als Hilfsarbeiter nur mit einer höherwertigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ausbildung eine angemessene Verwertung der verbliebenen Leistungsfähigkeit 

resultiere; die Schwierigkeit des Beschwerdeführers in der Verwertung der 

Arbeitsfähigkeit liege vor allem in seinen noch nicht ausreichenden 

Deutschkenntnissen. Die angefochtene Verfügung erweise sich im Ergebnis als korrekt. 

Richtigerweise wäre jedoch der Umschulungsanspruch zufolge Fehlens der "IV-

rechtlichen Voraussetzungen" und der Anspruch auf die weiteren Massnahmen 

aufgrund der fehlenden subjektiven Eingliederungsbereitschaft abzuweisen gewesen 

(act. G 6).

B.c   In seiner Replik vom 6. November 2012 hält der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinen Rechtsbegehren fest. Er führt aus, dass gemäss 

Einschätzung der Klinik Valens derzeit noch keine volle Leistungsfähigkeit bestehe, die 

Einsatzzeit könne erst nach und nach gesteigert werden. Was die nachträgliche 

Stellungnahme des RAD vom 16. Juli 2012 betreffe, sei diese dem Beschwerdeführer 

nicht zur Prüfung zugestellt worden. Es liege einerseits eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs vor, andererseits auch eine Verletzung des Devolutiveffekts. Der 

Rechtsvertreter weist sodann darauf hin, selbst wenn die ausländische Ausbildung zum 

Bauingenieur einer analogen Ausbildung in der Schweiz nicht vollumfänglich 

entsprechen sollte, sei vorliegend doch entscheidend, dass der Beschwerdeführer über 

eine vollwertige Berufsausbildung verfüge und dementsprechend auch Anspruch auf 

eine gleichwertige Tätigkeit habe. Aufgrund einer Umschulung würde nicht ohne 

weiteres ein höheres Einkommen erzielt; diese ziele vielmehr darauf ab, das bisherige 

Einkommensniveau zu erhalten. Unzutreffend sei schliesslich, dass die 

Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers nach wie vor unzureichend seien. Davon 

abgesehen sei fragwürdig mit dem Argument der ungenügenden Sprachkenntnisse den 

Anspruch auf Frühinterventionsmassnahmen zu verneinen (act. G 9).

B.d   Mit Duplik vom 9. November 2012 weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, im 

Falle ausreichender Deutschkenntnisse würde sie die Kosten für den beantragten Kurs 

durchaus übernehmen. Gemäss den vorliegenden Akten sei jedoch nicht erstellt, dass 

die Deutschkenntnisse nun plötzlich kein Problem mehr sein sollen (act. G 11).

 

Erwägungen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.  

1.1    Gegenstand der angefochtenen Verfügung und damit zu prüfen ist der Anspruch 

des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen.

1.2    Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbs­

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 

zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf 

die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen 

u.a. in Massnahmen beruflicher Art: Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, 

Umschulung, Arbeitsvermittlung sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

2.      

Die Beurteilung der Ansprüche einer versicherten Person, welche durch eine Zurück­

setzung der erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung 

begründet werden, setzt zunächst unabdingbar verlässliche medizinische Angaben zu 

dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung voraus. Es ist von Bedeutung, inwiefern die 

versicherte Person durch das Leiden in den Funktionen, welche die in Frage 

kommenden Tätigkeiten von ihr erfordern, eingeschränkt ist, und bezüglich welcher 

Tätigkeiten sie in welchem (zeitlichen und leistungsmässigen) Umfang noch 

arbeitsfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4). Gemäss Angaben der Klinik Valens vom 8. 

Juni bzw. 3. Oktober 2011 ist dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als 

Fassaden-Isolateur nicht mehr zumutbar. Für eine leichte, wechselbelastende 

Verweistätigkeit sei dagegen eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben. Die 

Adaptionskriterien sind, wie im Sachverhalt wiedergegeben (A.e), detailliert aufgeführt. 

Auf die Beurteilung der Klinik Valens kann vorliegend abgestellt werden, ohne dass 

noch weitere Abklärungen erforderlich wären, zumal auch vom Beschwerdeführer 

grundsätzlich nicht bestritten wird, dass in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit besteht. Daran ändert nichts, dass die Klinik ein stufenweises 

Vorgehen "möglicherweise" als sinnvoll erachtet. Es wird explizit festgehalten, dass ab 

Klinikaustritt eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit gegeben ist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(IV-act. 45-5). Dass die Beurteilung vom RAD im Beschwerdeverfahren erneut als 

plausibel und ausreichende medizinische Abklärung erachtet wird, stellt weder eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs noch des Devolutiveffekts dar, handelt es sich doch 

dabei lediglich um eine Würdigung des Sachverhalts aus medizinischer Sicht und nicht 

um eine Sachverhaltsergänzung (vgl. Urteil vom 6. April 2011, IV 2009/280, bestätigt 

durch BGE 9C_436/2011). Eine gleichlautende Beurteilung durch den RAD war 

ausserdem bereits am 17. November 2011 erfolgt (IV-act. 46).

3.      

3.1    Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine 

neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und 

dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert 

werden kann. Gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201) gelten als Umschulung Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte 

nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur 

Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. Als 

Umschulungsmassnahmen gelten auch Ausbildungsmassnahmen, die zu einer 

höherwertigen als die vorhandene Ausbildung führen, sofern sie zur Erhaltung oder 

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit notwendig sind (Art. 6 Abs. 1  IVV). Nach der 

Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der 

Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und 

geeignet sind, dem vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen 

Versicherten eine seiner früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu 

vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleichwertigkeit" nicht in 

erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter 

Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein 

Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen 

Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen 

Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich soweit sicherstellen, als 

diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124 V 110 E. 2a mit 

Hinweisen). Das Erfordernis der Gleichwertigkeit begrenzt den Umschulungsanspruch 

"nach oben" (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 2. Februar 1998, 

I 448/96). Denn es ist nicht Aufgabe der IV, einen behinderten Versicherten in eine 

bessere beruflich-erwerbliche Stellung zu führen, als er sie vorher innehatte. Hingegen 

steht der Gesichtspunkt der Beschränkung auf das vor dem Invaliditätseintritt 

beruflich-erwerblich Erreichte denjenigen Umschulungen nicht entgegen, die den Ver­

sicherten zu einem bescheideneren beruflichen Ziel führen, was in vielen Fällen - 

invaliditätsbedingt - zutreffen dürfte. Erforderlich ist einzig, dass sich der erwartete 

Teilerfolg noch als genügend eingliederungswirksam bezeichnen lässt. 

Ausnahmsweise, sofern nämlich Art und Schwere des Gesundheitsschadens und ihre 

beruflichen Auswirkungen derart schwer wiegen, dass nur eine verglichen mit der vor 

dem Invaliditätseintritt ausgeübten Erwerbstätigkeit anspruchsvollere Ausbildung zu 

einer optimalen Verwertung der Arbeitsfähigkeit auf einer höheren Berufsstufe führt, 

geht in diesem Sonderfall die Umschulung zu Lasten der IV. Für die Beurteilung der 

annähernden Gleichwertigkeit ist nicht auf die Erwerbsmöglichkeiten im bisherigen 

Beruf abzustellen, die der Versicherte ohne Gesundheitsschaden durch berufliche 

Weiterentwicklung allenfalls (hypothetisch) erreicht hätte; entscheidend sind vielmehr 

die erwerblichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Invaliditätseintritts. Andererseits ist bei 

der Beurteilung der annähernd gleichwertigen Erwerbsmöglichkeit nicht nur der 

Gesichtspunkt der aktuellen Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige 

Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der 

angestrebten Ausbildung mit zu berücksichtigen (ulrich meyer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2. Aufl. Zürich 2010, S. 195f. mit 

Hinweisen). Gemäss konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. etwa BGE 

124 V 108 E. 2b S. 110 f. oder BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490) ist für die Beurteilung 

eines Umschulungsanspruchs entscheidend, ob eine Einbusse von „etwa 20 %“ 

vorliegt (vgl. auch Ulrich Meyer, a.a.O, S. 191). Das Bundesgericht hat es dabei 

abgelehnt, für den Umschulungsanspruch von ungelernten Arbeitnehmern einen 

höheren Mindestinvaliditätsgrad zu verlangen als bei Versicherten, welche bereits über 

eine Berufsausbildung verfügen (Entscheide des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S T. vom 30. September 2004, I 73/04, und i/S A. vom 31. 

Januar 2005, I 588/04).

3.2    Aus den Akten ergeht, dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat 

Bosnien ein Studium zum Bauingenieur absolviert hatte. Nach seiner Einreise in die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweiz im Januar 2008 hat er vom 1. Februar 2008 bis 31. März 2010 in der Firma 

seines Schwiegervaters als Isolationsarbeiter gearbeitet (IV-act. 16). Im März 2010 

gründete er zusammen mit D.___ die C.___ GmbH. Diese Gesellschaft ist ebenfalls im 

Bereich Fassadenbau und Isolierarbeiten tätig (IV-act. 14). Ab 1. April 2010 hat der 

Beschwerdeführer nach eigenen Angaben zunächst zu 50 % als Geschäftsführer und 

zu 50 % als Angestellter gearbeitet (IV-act. 64); seit 1. November 2010 ist er zu 100 % 

angestellt (IV-act. 56-2). Der Beschwerdeführer war demnach in der Schweiz nicht auf 

seinem angestammten Beruf als Bauingenieur tätig; dessen Diplom ist in der Schweiz 

unbestrittenermassen nicht anerkannt. Aus dem Gesagten folgt, dass die 

hypothetische Tätigkeit als Bauingenieur für die vorliegenden Belange nicht 

massgebend ist. Der Beschwerdeführer ist vielmehr als Hilfsarbeiter zu betrachten. 

Dass er sich dabei in seiner Tätigkeit als Fassadenbauer eine besondere Qualifikation 

erworben hat, wird von ihm weder geltend gemacht, noch ist dies angesichts der noch 

nicht sehr langen Dauer der Tätigkeit wahrscheinlich.

3.3    Was die Berechnung des Valideneinkommens betrifft, stellte die 

Beschwerdegegnerin auf den Durchschnitt der Einkommen gemäss IK-Auszug für die 

Jahre 2008 und 2009 ab (IV-act. 8), wobei sie einen Betrag von Fr. 69'786.-- 

errechnete. Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, massgebend sei 

nur jenes Einkommen für das Jahr 2009, somit ein Betrag von Fr. 71'500.--. Diese 

Auffassung  ist zutreffend; es liegt keine erhebliche Differenz zwischen den Einkommen 

vor, welche das Abstellen auf einen Durchschnittswert als geboten erscheinen lässt 

(vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_671/2009, E. 5.2.1 mit Hinweis). In Bezug auf die 

Bemessung des Invalideneinkommens sind die vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen. Im Jahr 2008 lag der 

Durchschnittslohn für einen Mann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden 

bei Fr. 4'806.--. Für das Jahr 2009 ergibt sich unter Berücksichtigung der im Jahr 2009 

betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Wochenstunden und der Änderung des 

Nominallohnindexes von 2092 auf 2136 Punkte ein Jahreseinkommen von 

Fr. 61'240.--. Es stellt sich die Frage, ob dieses Einkommen noch zu kürzen ist. Mit 

Abzügen vom Tabellenlohn soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Art und Ausmass 

der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3b/aa S. 323). In dieser Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung nur noch in der Lage ist, leichte 

wechselbelastende Tätigkeiten auszuführen. Dies stellt einen lohnmindernden Faktor 

dar; es erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % gerechtfertigt. Das 

Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 55'116.-- (Fr. 61'240.-- x 0.9) Geht man 

nun von einem Valideneinkommen von Fr. 71'500.-- aus, so resultiert ein 

Invaliditätsgrad von rund 23 % ([Fr. 71'500.--  abzüglich Fr. 55'116.--] / Fr. 71'500.--). 

Dieser Wert liegt über der Erheblichkeitsschwelle von 20 %, womit Massnahmen beruf­

licher Art grundsätzlich in Betracht fallen.

3.4    Der Beschwerdegegnerin ist zwar beizupflichten, dass es nicht allein auf den 

rechnerisch ermittelten Invaliditätsgrad ankommt. Auch bei Hilfskräften ist das 

Verhältnismässigkeitsprinzip zu wahren. Eine Umschulung etwa, welche zu einem 

wesentlich höheren Einkommen führen würde, als es mit der bisherigen (Hilfs-)Tätigkeit 

erzielt worden wäre, fällt ausser Betracht (I 73/04). Vorliegend steht indes keine 

Umschulung grösseren Umfanges zur Diskussion. Dem Beschwerdeführer geht es vor 

allem um die Finanzierung des von ihm ins Auge gefassten CAD-Kurses durch die 

Beschwerdegegnerin; zudem ist er für den Fall, dass er ein Praktikum absolvieren wird, 

an der Gewährung von Taggeldern interessiert. Mit Massnahmen dieser Art ist weder 

eine lange berufliche Ausbildung verbunden, noch resultiert ein grosser finanzieller 

Aufwand für die Beschwerdegegnerin. Zu berücksichtigen ist im Übrigen auch, dass es 

sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Versicherten mit noch langer 

Aktivitätsdauer handelt.

3.5    Die Beschwerdegegnerin schliesst einen Anspruch auf berufliche Massnahmen 

offenbar auch deshalb aus, weil es an der subjektiven Eingliederungsbereitschaft des 

Beschwerdeführers fehle. Es fragt sich, wie es sich diesbezüglich verhält. Dem FI-

Assessmentprotokoll ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin im 

Zusammenhang mit einem Gespräch vom 13. Februar 2012 festhielt, es seien derzeit 

keine Eingliederungsmassnahmen möglich. Der Beschwerdeführer fühle sich subjektiv 

nicht 100 % arbeitsfähig. Er würde "das" gerne ausprobieren, habe aber schon beim 

Besuch der Deutschkurse Probleme gehabt bezüglich längerem Sitzen (IV-act. 56-6). 

Die Beschwerdegegnerin scheint die fehlenden Rahmenbedingungen für 

Eingliederungsmassnahmen somit insbesondere mit dem erwähnten Deutschkurs vom 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

12. September bis 7. Oktober 2011 zu begründen, bei welchem der Beschwerdeführer 

Probleme mit längerem Sitzen bekundete. Es erscheint indes fragwürdig, aufgrund der 

geäusserten Probleme auf eine nicht vorhandene subjektive Arbeitsfähigkeit zu 

schliessen, da eine Leidensadaption in diesem Kurs möglicherweise gerade nicht 

bestand. Leidensadaptiert sind vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten. Solche 

Tätigkeiten dürften im Rahmen der Schulung nicht im Vordergrund gestanden haben. 

Davon abgesehen ergeben sich keinerlei Hinweise für eine fehlende 

Eingliederungsbereitschaft des Beschwerdeführers aus den Akten. Im Gegenteil ist 

darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer trotz der gesundheitlichen Probleme, 

welche er beim Deutschkurs im September/Oktober 2011 bekundete, vom 7. 

November 2011 bis 2. Dezember 2012 dennoch einen weiteren Kurs besuchte. Sodann 

wird auch seitens des Kantonsspitals St. Gallen im Bericht vom 14. März 2012 

dargelegt, dass beim Beschwerdeführer klar die Motivation ersichtlich sei, wieder 

arbeiten zu wollen (IV-act. 60-1). Im Übrigen stehen vergleichsweise eher geringe 

Deutschkenntnisse der vom Beschwerdeführer beantragten Umschulung nicht von 

vorherein entgegen; der Beschwerdeführer unternimmt dem Gesagten nach auch 

Anstrengungen, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Gesamthaft ist somit 

festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die subjektive 

Eingliederungsbereitschaft zu Unrecht abgesprochen hat.

3.6    Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für Massnahmen beruflicher Art 

grundsätzlich zu bejahen. Inwieweit indes Möglichkeiten für eine Umschulung bzw. für 

weitere Massnahmen beruflicher Art tatsächlich bestehen, wird von der 

Beschwerdegegnerin zu prüfen sein. Zu diesem Zweck ist die Sache an sie 

zurückweisen.

4.      

4.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist in Gutheissung der Beschwerde die 

angefochtene Verfügung aufzuheben.

4.2    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver­

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er­bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

scheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als 

volles Obsiegen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin voll­

umfänglich. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. 

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss wird zurückerstattet.

4.3    Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der Be­

deutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine Parteient­

schädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 27. April 2012 

aufgehoben und die Sache zur Prüfung von Massnahmen beruflicher Art und zur neuen 

Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.       Die Beschwerdegegnerin bezahlt die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

3.       Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2013
	Art. 17 IVG. Umschulungsanspruch eines Hilfsarbeiters (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 20. Februar 2013, IV 2012/201).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:59:06+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen