# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b76f195-25ef-5c22-b955-241e50e38be6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 08.09.2023 ZK1 2023 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-116_2023-09-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 8. September 2023

Referenz ZK1 23 116

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender Michael Dürst und Bergamin
Fleisch, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung vom 27.08.2023

Mitteilung 14. September 2023

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. B._____ mit Verfügung vom 27. August 2023 
für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik C._____ (nachfolgend: C._____) 
fürsorgerisch untergebracht. Die Einweisung erfolgte aufgrund akuter psychoti-
scher Symptomatik mit fremdaggressivem Verhalten. 

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) mit Eingabe vom 31. August 2023 Beschwerde beim Kantonsge-
richt von Graubünden.

C. Am 1. September 2023 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkammer die Kli-
nik C._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des Beschwerde-
führers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern die Voraus-
setzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben sei-
en. Die Klinik C._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den wesentli-
chen Klinikakten über den Beschwerdeführer am 4. September 2023 beim Kan-
tonsgericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 5. September 2023 beauftragte der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer Dipl. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers sowie über die Notwendigkeit der fürsorgerischen 
Unterbringung. Das Gutachten ging innert Frist am 6. September 2023 beim Kan-
tonsgericht ein.

E. Am 8. September 2023 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 5. September 2023 vorgeladen worden war. Der Beschwerdefüh-
rer nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach durch-
geführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem Be-
schwerdeführer sowie der Klinik C._____ noch gleichentags zugestellt.

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Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische Unter-
bringung vom 27. August 2023 (Art. 426 ff. ZGB; act. 04.1). Das Kantonsgericht ist 
hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB 
i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich 
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Frist zur Anrufung des Gerichts 
beträgt zehn Tage seit Mitteilung des Entscheides (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB so-
wie Art. 450b Abs. 2 ZGB). Der Beschwerdeführer wehrte sich mit Eingabe vom 
31. August 2023 gegen die fürsorgerische Unterbringung (act. 01). Eine Begrün-
dung der Beschwerde auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbringung ist nicht 
notwendig (vgl. Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB), weshalb auf die 
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuier-
ten allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch 
im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (Lorenz 
Droese, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
7. Aufl., Basel 2022, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 
ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 
und 3) und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung 
von Amtes wegen (Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfah-
ren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa 
die Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (BGer 
5A_532/2020 v. 22.7.2020 E. 2; Luca Maranta, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 1 f. sowie N 40 ff. zu 
Art. 446 ZGB). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- 
und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 
148 III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 

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2022, N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 19 zu Art. 450e 
ZGB). Vorliegend erstattete Dipl. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, ein Kurzgutachten über den Beschwerdeführer. Dieses basiert 
auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers am 5. September 
2023 (siehe act. 07). Damit ist dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens 
Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (Christoph 
Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Das Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (Geiser, 
a.a.O., N 22 zu Art. 450e ZGB). Mit Durchführung der mündlichen Hauptverhand-
lung am 8. September 2023 wurde diese Vorgabe umgesetzt (act. 10).

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbrin-
gung grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine fürsor-
gerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs Wochen 
darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den Unter-
bringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auszuhändigen 
(Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem Einweisungsentscheid 
unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 
429/430 ZGB). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klinische Unter-
suchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen Person 
eine Meinung bilden (vgl. Olivier Guillod, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKomm Er-
wachsenenschutz, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB).

3.2. Nach Art. 429 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 EGzZGB ist je-
der im Kanton zur selbständigen Berufsausübung zugelassene Arzt der Grundver-
sorgung zur Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung befugt. Als Ärzte der 
Grundversorgung gelten gemäss Art. 22 Abs. 1 lit. a KESV (BR 215.010) solche 
mit dem Facharzt- bzw. Weiterbildungstitel für Allgemeine Innere Medizin. 
Dr. med. B._____ ist Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH in selbstständi-
ger Praxis. Damit war er gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 EGzZGB zur Anord-
nung der fürsorgerischen Unterbringung legitimiert. Zudem enthält die Verfügung 
vom 27. August 2023 (act. 04.1) die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebe-

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nen Minimalangaben. In formeller Hinsicht ist die fürsorgerische Unterbringung 
des Beschwerdeführers folglich nicht zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an 
einer psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die be-
troffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn 
eine Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu Art. 426 – 439 ZGB). Die fürsorgerische Unter-
bringung dient dem Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 
140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. 
Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB 
keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdge-
fährdung für sich alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreu-
ung. Ferner wird vorausgesetzt, dass der Person die nötige Behandlung oder Be-
treuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. BGer 5A_288/2016 v. 11.7.2016 E. 
3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in 
ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen ei-
ner solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskon-
form, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme er-
reicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den 
angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu 
Art. 426 ZGB).

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4.2.1. Zunächst ist also die Frage zu klären, ob der Beschwerdeführer an einem 
der in Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies 
eine Betreuung und Behandlung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin ent-
nommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD, International Classifica-
tion of Disturbances; vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB).

4.2.2. Dem Bericht der stellvertretenden Chefärztin Dr. med. E._____ und des 
Oberarztes Dr. med. F._____ (act. 04) ist zu entnehmen, dass der Beschwerde-
führer seit 2017 der Klinik C._____ aufgrund dessen psychotischer Erkrankung 
bekannt sei. Am 27. August 2023 sei der Beschwerdeführer mit einer akuten Psy-
chose und fremdaggressivem Verhalten in die Klinik C._____ eingewiesen wor-
den. Die behandelnden Ärzte beschrieben den Beschwerdeführer bei seinem Ein-
tritt in die Klinik als stark agitiert, angetrieben, gereizt und verbal-aggressiv. Ein 
geordnetes Gespräch sei nicht möglich gewesen (act. 04.2). Als Hauptdiagnose 
wurde eine akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizo-
phrenie (ICD-10: F23.1) diagnostiziert und differentialdiagnostisch eine bipolare 
Störung mit manischer Episode. Als Nebendiagnose wurden psychische und Ver-
haltensstörungen durch Cannabinoide (Abhängigkeitssyndrom; ICD-10: F12.2) 
diagnostiziert. Dipl. med. D._____ attestiert dem Beschwerdeführer in seinem 
Gutachten eine bipolare Störung (ICD-10: F31.2), aktuell bestehend mit einer Ma-
nie mit psychotischen Symptomen. Differentialdiagnostisch sei an eine Schizo-
phrenie zu denken. Aufgrund des vom Beschwerdeführer berichteten langjährigen 
Cannabiskonsums sei zudem von einer Abhängigkeit (ICD-10: F12.2) auszuge-
hen. Aufgrund der Feststellungen der behandelnden Ärzte und des Gutachters 
muss beim Beschwerdeführer von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 
Abs. 1 ZGB in Form einer psychischen Störung ausgegangen werden.

4.3.1. Der soeben dargelegte Schwächezustand des Beschwerdeführers vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nur zu rechtfertigen, wenn er eine Behandlung 
oder Betreuung in einer Einrichtung notwendig macht. Die Unterbringung in einer 
Einrichtung muss geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu 
erfüllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde 
(vgl. dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbrin-
gung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht deshalb nur 
als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., S. 7062). Als mildere Massnahmen 

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kommt den ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung nach kantonalem 
Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB). Der Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bezie-
hungsweise nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit einer konkreten 
Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So 
hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- 
beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr 
für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu 
rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit be-
ziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 101 E. 6.2.2; 140 III 105 E. 
2.4).

4.3.2. Im Bericht der Klinik C._____ wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 
in seiner gegenwärtigen psychischen Verfassung nicht in der Lage sei, die Konse-
quenzen und die Tragweite seiner Handlungen und Entscheidungen einzuschät-
zen. Aktuell sei keine weniger einschneidende Massnahme als die Unterbringung 
in der Akutpsychiatrie und die Behandlung mit einer antipsychotischen Medikation 
ersichtlich (act. 04). Der Beschwerdeentscheid hat sich nach Vorgabe von Art. 439 
Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen Störungen auf ein Sach-
verständigengutachten abzustützen. Dipl. med. D._____ bestätigt in seinem Gut-
achten die Notwendigkeit einer akuten Behandlung der psychotischen Manie. 
Hierfür seien die angeordneten Medikamente geeignet. Zudem sollte auch mit ei-
ner medikamentösen Rezidivprophylaxe begonnen werden, da es sich um eine 
phasisch verlaufende Erkrankung handle. Aufgrund der fehlenden Einsicht und 
Behandlungsmotivation könne dies derzeit nicht freiwillig oder gar ambulant erfol-
gen, sondern müsse auf der geschlossenen Station durchgeführt werden (act. 07, 
Beurteilung, Frage 2). Die Beurteilung des Gutachters ist für das Kantonsgericht 
nachvollziehbar, weshalb von einer notwendigen Behandlung der festgestellten 
psychischen Störung in einer Klinik ausgegangen werden muss.

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Der Gutachter hielt dazu fest, dass bei fehlender 
Behandlung ein hohes Risiko hinsichtlich eigen- und fremdgefährdender Handlun-
gen aufgrund der krankheitsbedingt fehlenden Impulskontrolle bei gleichzeitig psy-
chotischer Interpretation von alltäglichen Situationen bestehe. Suizidale Handlun-
gen seien ebenfalls möglich bei psychotischer Fehlinterpretation von Situationen 
oder bei Realisierung der Schwere der Erkrankung bei gleichzeitiger Störung der 
Impulskontrolle. Auch bei einem Wechsel in eine depressive Phase könne es 

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rasch zu suizidalen Impulsen kommen. Der Beschwerdeführer soll auch über sui-
zidale Impulse und Absichten in der Vergangenheit berichtet haben. Durch Provo-
kationen und Tätlichkeiten gegenüber Dritten könnten zudem auch von diesen 
gefährdende Handlungen zum Nachteil des Beschwerdeführers erfolgen. Ebenso 
könnte es auch im Strassenverkehr aufgrund der eingeschränkten Impulskontrolle 
zu einer Eigengefährdung kommen. Weiter sei bekannt, dass bei fehlender Be-
handlung einer akuten Manie oder Psychose das Risiko einer erneuten Erkran-
kung bzw. die Entwicklung einer chronischen Symptomatik erheblich erhöht sei 
(zum Ganzen act. 07, Beurteilung, Fragen 3 bis 4). Auch diese Beurteilung ist für 
das Kantonsgericht nachvollziehbar, zumal die ausführlichen Darstellungen des 
Gutachters die konkret drohenden Gefahren für die Gesundheit des Beschwerde-
führers bei unterbleibender Behandlung deutlich aufzeigen.

4.3.4. Als weitere Voraussetzung ist die Verhältnismässigkeit zu prüfen. Gemäss 
Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Voraussetzungen für 
eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschreibung beabsichtigte 
der Gesetzgeber eine im Vergleich zum alten Recht restriktivere Regelung der 
Entlassungsvoraussetzungen (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7063). Der Entscheid über 
die Entlassung ist stets anhand des Zustandes der betroffenen Person im aktuel-
len Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 
ZGB). Dabei ist eine Interessenabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorge-
rischen Unterbringung, nämlich die Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 
Eigenverantwortung im Entlassungszeitpunkt, vorzunehmen. Aus dem Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit ergibt sich des Weiteren, dass die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann als mit der Einweisung in eine Einrich-
tung.

4.3.5. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung vom 8. September 2023 konnte sich die Beschwerdein-
stanz ein eigenes Bild des Beschwerdeführers machen. Der Beschwerdeführer 
wirkte während der Verhandlung grundsätzlich entspannt und kontrolliert. Er konn-
te den Ausführungen des Vorsitzenden folgen und seine Ansichten in der Regel 
verständlich darlegen. Vereinzelt waren Grössenideen (insbesondere in Bezug auf 
die eigenen Fähigkeiten) und nicht klar verständliche Monologe zu vernehmen. 
Eine Krankheits- und Behandlungseinsicht besteht offensichtlich nicht. Der Be-
schwerdeführer lehnt die verordneten Medikamente ab, mit Ausnahme von Que-
tiapin zur Behandlung seiner Schlafschwierigkeiten. Einzig gegenüber einer ambu-
lanten Behandlung scheint er insoweit aufgeschlossen zu sein, als er eine mögli-

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che Kontaktaufnahme mit seiner ehemaligen Psychiaterin Dr. med. G._____ er-
wähnt hat (vgl. zum detaillieren Gesprächsablauf act. 10). Allerdings hat der Be-
schwerdeführer in aller Klarheit zum Ausdruck gebracht, nach seiner Entlassung 
keine Medikamente einnehmen zu wollen.

4.3.6. Gemäss dem Gutachten von Dipl. med. D._____ würden keine anderen 
Massnahmen zur Behandlung der festgestellten Krankheit zur Verfügung stehen, 
welche weniger einschneidend wären. Insbesondere seien eine freiwillige Behand-
lung auf einer offenen Station oder eine ambulante Behandlung nicht ausreichend 
(act. 07, Beurteilung, Frage 6). Dieser Einschätzung ist zuzustimmen. Aus den 
Ausführungen des Beschwerdeführers wird ersichtlich, dass er nicht gewillt ist, der 
notwendigen Behandlung zu folgen und dass bei einem Austritt aus der Klinik 
C._____ zwangsläufig mit der Absetzung der notwendigen Medikation zu rechnen 
wäre. Die von ihm angedeutete ambulante Behandlung stellt keine angemessene 
Alternative dar, vor allem da sich der Beschwerdeführer mehr auf die (angeblich) 
heilenden Wirkungen seines Cannabiskonsums zu verlassen scheint als auf die 
notwendige psychopharmakologische Medikation (vgl. act. 10, S. 3). Unter diesen 
Umständen ist für das Gericht nachvollziehbar, dass der aktuelle Zustand des Be-
schwerdeführers eine Weiterführung seiner Behandlung und Betreuung in der Kli-
nik C._____ erforderlich macht. Die Unterbringung in der Klinik C._____ stellt der-
zeit die einzig zur Verfügung stehende Option dar und ist folglich notwendig im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB.

4.4. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige Be-
handlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik C._____ der C._____ 
stellt ein für die Behandlung der paranoiden Schizophrenie geeignetes Setting dar 
(vgl. auch act. 07, Beurteilung, Frage 7).

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine für-
sorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Der Beschwerdeführer leidet an 
einer psychischen Störung, die eine Behandlung bzw. Betreuung erfordert. Eine 
mildere Massnahme ist nicht ersichtlich. Die Beschwerde gegen die fürsorgerische 
Unterbringung ist daher abzuweisen.

6. Da der Beschwerdeführer vollumfänglich unterlegen ist, wären ihm die Kos-
ten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-
rer – welcher momentan keiner Arbeit nachgeht und von der Sozialhilfe abhängig 
ist – nicht über die finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt. Unter Berücksich-

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tigung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich 
vorliegend, im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfah-
renskosten zu verzichten. Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens in der Höhe von CHF 3'500.00 (Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 und Gut-
achterkosten von CHF 2'000.00, vgl. zu letzteren act. 07.1) beim Kanton 
Graubünden.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 3'500.00 (CHF 
1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 2'000.00 Gutachterkosten) gehen zu 
Lasten des Kantons Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: