# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2e42f95-94b5-5265-99f3-9bddec7d7d79
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.03.2022 S 2021 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2021-71_2022-03-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 71

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin von Salis

Aktuar Gees

URTEIL

vom 24. März 2022

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A.________,

Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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I. Sachverhalt:

1. A.________, geboren 1972, wohnt in B.________ und war zuletzt als Pa-

tisseriemitarbeiterin tätig. Am 5. März 2021 meldete sie einen Anspruch 

auf Arbeitslosenversicherungstaggelder im Umfang von 70 % ab dem sel-

bigen Tag an.

2. Mit Verfügung vom 20. April 2021, zugestellt am 22. April 2021, teilte das 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) A.________ 

mit, dass sie in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädi-

gung für 15 Tage eingestellt werde. Begründend hielt das KIGA fest, dass 

A.________ für die Zeit vor Beginn der Arbeitslosigkeit keine persönlichen 

Arbeitsbemühungen vorweisen könne.

3. Dagegen erhob A.________ am 26. Mai 2021 beim KIGA sinngemäss Ein-

sprache. Sie sei mit der Strafe (Anmerkung des Gerichts: Einstellung in 

der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung für 15 Tage) 

nicht einverstanden. Ihre Chefin habe ihr eine Erhöhung des Pensums von 

50 % auf 80 % in Aussicht gestellt. Da sich die Pandemiesituation bes-

serte, habe sie zugewartet, sich anderweitig zu bewerben, und sich daran 

gehalten, was man ihr gesagt habe und dies respektiert. Ihre selbständige 

Erwerbstätigkeit laufe derweil gar nicht gut. Bei den Akten liegt eine wei-

tere Eingabe an das KIGA, datiert vom 27. Mai 2021, worin sich 

A.________ erneut zur Sache äusserte. Sie arbeite legal, bezahle alle 

Versicherungsgebühren, beziehe keine Sozialhilfe, sei geschieden, lebe 

nur mit ihrem Sohn, der noch die Schule besuche, und sei auf das Geld 

angewiesen.

4. Mit Einspracheentscheid vom 17. Juni 2021 trat das KIGA nicht auf die 

Einsprache ein. Begründend wurde festgehalten, dass die angefochtene 

Verfügung vom 20. April 2021 am 22. April 2021 per A-Post Plus zugestellt 

worden sei. Damit habe die dreissigtägige Frist am 23. April 2021 zu laufen 

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begonnen und folglich am 25. Mai 2021 geendet. Die Einsprache vom 

26. Mai 2021 (Datum auf der Eingabe sowie Poststempel) sei somit offen-

sichtlich verspätet abgegeben worden, weshalb nicht darauf eingetreten 

werden könne. 

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.________ (nachfolgend Be-

schwerdeführerin) am 8. Juli 2021 sinngemäss Beschwerde an das Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden mit im Wesentlichen derselben 

Begründung wie in der Einsprache vom 26. Mai 2021. Sie sei mit der 

"Strafe" nicht einverstanden. Bis Ende des Jahres 2020 habe sie in einem 

Pensum von 80 % gearbeitet, jetzt noch in einem solchen von 50 %. Des-

halb habe sie sich im Januar bzw. Februar 2021 selbständig gemacht, da-

mit sie nicht zum RAV gehen müsse. Das Geschäft laufe aber nicht gut, 

weshalb sie sich am 5. März 2021 beim RAV angemeldet habe. Dieses 

habe sie mit 15 Tagen "bestraft". Am 18. Mai 2021 sei sie beim RAV ge-

wesen, um mit dem zuständigen Mitarbeiter zu sprechen, welcher aber in 

den Ferien gewesen sei. Am 26. Mai 2021 habe er ihr gesagt, dass sie 

einen Brief schreiben müsse und diesen in den Briefkasten vom RAV le-

gen könne, was sie noch am selben Tag gemacht habe. 

6. In seiner Stellungnahme vom 23. Juli 2021 beantragte das KIGA (nachfol-

gend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde, abermals mit 

der Begründung, die Einsprache vom 26. Mai 2021 sei verspätet erfolgt. 

Am 26. Mai 2021 habe die Beschwerdeführerin beim KIGA persönlich vor-

gesprochen und man habe sie darauf hingewiesen, dass sie eine Einspra-

che erheben müsse, um die Verfügung gegebenenfalls überprüfen zu las-

sen. Sie sei auch darauf hingewiesen worden, dass sie eventuell bereits 

zu spät für eine Einsprache sei. Noch am selben Tag habe sie eine Ein-

sprache verfasst und beim KIGA eingereicht.

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7. Mit Eingabe vom 18. August 2021 reichte die Beschwerdeführerin dem 

Verwaltungsgericht verschiedene Unterlagen zu ihrer selbständigen Er-

werbstätigkeit ein.

8. Am 24. August 2021 verzichtete der Beschwerdegegner auf die Einrei-

chung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nach-

stehenden Erwägungen eingegangen.

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid des Beschwerdegegners 

vom 17. Juni 2021, womit er auf die Einsprache der Beschwerdeführerin 

vom 26. Mai 2021 gegen die Verfügung vom 20. April 2021 nicht eintrat 

und an der Einstellung der Anspruchsberechtigung für 15 Tage festhielt. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-

losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) 

i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenver-

sicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben 

werden. Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung 

über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädi-

gung (AVIV; SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen 

Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Verwaltungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der angefoch-

tene Einspracheentscheid wurde vom KIGA als kantonale Amtsstelle im 

Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Ver-

waltungsgerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

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i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100).

1.2. Als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung auf, weshalb sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist 

(vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht am 8. Juli 

2021 eingereichte Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist dem-

nach einzutreten. 

2. Das Verwaltungsgericht entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz, 

wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht überschreitet (Art. 43 Abs. 3 lit. a 

VRG) und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG) vorgeschrieben ist. 

Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der ver-

sicherte Verdienst (Art. 23 AVIG) der Beschwerdeführerin von 

CHF 3'033.-- (vgl. Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 1). Dieser Ver-

dienst wird zum Taggeldsatz von 80 % (Art. 22 Abs. 1 AVIG) entschädigt 

(Bg-act. 1). Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf ein Tag-

geld von CHF 111.80 (ermittelt aus CHF 3'033.-- x 0.8 : 21.7 Tage [Art. 

40a AVIV]). Aus der vom Beschwerdegegner verfügten, hier angefochte-

nen Einstellungsdauer von 15 Tagen in der Anspruchsberechtigung ergibt 

sich ein Streitwert von insgesamt CHF 1'677.-- (15 x CHF 111.80). Da der 

Streitwert somit unter CHF 5'000.-- liegt und die Streitsache nicht in Fün-

ferbesetzung entschieden werden muss, ist die Zuständigkeit der Einzel-

richterin gegeben.

3. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Beschwerdegegner im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 17. Juni 2021 (vgl. Akten der Beschwerdefüh-

rerin [Bf-act.] 2) zu Recht nicht auf die Einsprache der Beschwerdeführerin 

vom 26. Mai 2021, ergänzt durch die Eingabe vom 27. Mai 2021 (Bf-act. 

3, 9 und 10), eingetreten ist.

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3.1. Gegen Verfügungen kann – mit Ausnahme der vorliegend nicht weiter in-

teressierenden prozess- und verfahrensleitenden Verfügungen – gemäss 

Art. 52 Abs. 1 ATSG innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle 

Einsprache erhoben werden. Diese gesetzliche Frist kann nicht erstreckt 

werden (Art. 40 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 39 Abs. 1 ATSG ist die Frist 

nur gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am letzten Tag der Frist 

dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Händen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsula-

rischen Vertretung übergeben wird. Läuft die Einsprachefrist unbenützt ab, 

so erwächst die Verfügung in formelle Rechtskraft mit der Wirkung, dass 

die Einspracheinstanz auf die verspätet eingereichte Einsprache nicht ein-

treten darf (vgl. BGE 134 V 49 E.2 m.H.; Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts C-7013/2018 vom 10. November 2020 E.2.2). 

3.2. Vorliegend wurde die Verfügung des Beschwerdegegners vom 20. April 

2021 am 21. April 2021 per A-Post Plus versandt und am 22. April 2021 

zugestellt (vgl. Bg-act. 7 und 8). 

3.3. Zunächst gilt es zwischen der Versandmethode der eingeschriebenen 

Sendung und der Zustellung mittels A-Post Plus zu unterscheiden. Bei der 

Versandmethode A-Post Plus wird die Sendung mit einer Nummer verse-

hen und ähnlich wie ein eingeschriebener Brief mit A-Post spediert. Im 

Unterschied zu den eingeschriebenen Sendungen wird aber der Empfang 

durch den Empfänger nicht quittiert. Entsprechend wird der Adressat im 

Falle seiner Abwesenheit auch nicht durch Hinterlegung einer Abholungs-

einladung avisiert. Die Zustellung wird vielmehr elektronisch erfasst, wenn 

die Sendung in das Postfach oder in den Briefkasten des Empfängers ge-

legt wird. Auf diese Weise ist es möglich, mit Hilfe des von der Post zur 

Verfügung gestellten elektronischen Suchsystems "Track & Trace" die 

Sendung bis zum Empfangsbereich des Empfängers zu verfolgen (vgl. 

BGE 142 III 599 E.2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_16/2019 vom 10. Ja-

nuar 2019 E.3.2.2). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Praxis erfolgt 

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die fristauslösende Zustellung einer uneingeschriebenen Sendung bereits 

dadurch, dass sie in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten 

gelegt wird und damit in den Macht- bzw. Verfügungsbereich des Empfän-

gers gelangt. Dass der Empfänger von der Verfügung tatsächlich Kenntnis 

nimmt, ist nicht erforderlich (vgl. BGE 142 III 599 E.2.4.1; Urteile des Bun-

desgerichts 8C_271/2019 vom 11. Juni 2019 E.6.1, 8C_586/2018 vom 

6. Dezember 2018 E.5). 

3.4. Der vorliegenden Sendungsverfolgung "Track & Trace" der Post lässt sich 

entnehmen, dass die Verfügung des Beschwerdegegners vom 20. April 

2021 der Beschwerdeführerin am 22. April 2021 (10:28 Uhr) zugestellt 

wurde (vgl. Bg-act. 8). Zwar wird mit einem "Track & Trace"-Auszug nicht 

direkt bewiesen, dass die Sendung tatsächlich in den Empfangsbereich 

des Empfängers gelangt ist, sondern bloss, dass durch die Post ein ent-

sprechender Eintrag in ihrem Erfassungssystem gemacht wurde. Aus die-

sem Eintrag lässt sich aber immerhin im Sinne eines Indizes darauf 

schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten oder in das Postfach des 

Adressaten gelegt wurde (vgl. BGE 142 III 599 E.2; Urteile des Bundesge-

richts 2C_16/2019 vom 10. Januar 2019 E.3.2.2, 4A_10/2016 vom 8. Sep-

tember 2016 E.2.2.1 m.w.H.).

3.5. Mit dem ins Recht gelegten "Track & Trace"-Auszug (Bg-act. 8) ist somit 

erstellt, dass der Beschwerdeführerin die Verfügung des Beschwerdegeg-

ners vom 20. April 2021 am Donnerstag, 22. April 2021, zugegangen ist, 

was als fristauslösender Moment zu gelten hat. Die dreissigtägige Frist zur 

Einreichung der Einsprache gemäss Art. 52 Abs. 1 ATSG begann mithin 

am darauffolgenden Tag, am Freitag, 23. April 2021, zu laufen (Art. 38 

Abs. 1 ATSG). Somit endete die Frist – unter Berücksichtigung des 

Pfingstmontags am 24. Mai 2021 als staatlich anerkannter Feiertag 

gemäss Art. 38 Abs. 3 ATSG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VRG (vgl. https://www.fei-

ertagskalender.ch/feiertag.php?geo=1102&ft_id=35; Stand am 24. März 

2022) – am Dienstag, 25. Mai 2021. Dies bedeutet, dass die Einsprache 

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spätestens am 25. Mai 2021 hätte beim Beschwerdegegner eingereicht 

oder der Schweizerischen Post übergeben werden müssen (vgl. Art. 39 

Abs. 1 ATSG). Tatsächlich aber verfasste die Beschwerdeführerin die Ein-

sprache unbestrittenermassen am 26. Mai 2021 und legte sie gleichentags 

in den Briefkasten des RAV B.________, welches ebenfalls gleichentags 

den Eingangsstempel anbrachte (Bg-act. 9).

4. Die Beschwerdeführerin äusserte sich weder im vorliegenden Beschwer-

deverfahren (vgl. Beschwerde vom 8. Juli 2021 sowie Eingabe vom 

18. August 2021) noch im vorinstanzlichen Einspracheverfahren (vgl. Bf-

act. 3 und 9 sowie Bg-act. 9) zu der – wie der Beschwerdegegner zu Recht 

feststellte – verpassten Einsprachefrist. Ihre angebliche Vorsprache am 

18. Mai 2021 beim Beschwerdegegner ist nicht substanziiert und nicht do-

kumentiert. Der Vollständigkeit halber bleibt zu erwähnen, dass die Be-

schwerdeführerin auch kein Gesuch um Wiederherstellung der versäum-

ten Frist stellte und damit dargetan hätte, dass sie unverschuldeterweise 

abgehalten worden sei, binnen Frist zu handeln (Art. 41 ATSG). Solche 

Wiederherstellungsgründe sind auch nicht aus den Akten ersichtlich. Die 

Beschwerdeführerin beschränkte sich stattdessen auf Ausführungen zu ih-

rer beruflichen, persönlichen und finanziellen Situation und zu den Grün-

den für das Zuwarten mit Bewerbungen und betonte, mit der Einstellung 

von 15 Tagen nicht einverstanden zu sein. Der Beschwerdegegner seiner-

seits trat nach dem vorstehend Gesagten (vgl. Erwägung 3.5 hiervor) zu 

Recht wegen Nichteinhaltung der dreissigtägigen Einsprachefrist nicht auf 

die Einsprache vom 26. Mai 2021 ein.

5. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Juni 2021 auf Nichtein-

treten ist demnach rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen 

Beschwerde führt.

6.1. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Ein-

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zelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei 

solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich mut-

willig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das AVIG 

keine Kostenpflicht statuiert und Mutwilligkeit oder Leichtsinn nicht vorlie-

gen, sind der Beschwerdeführerin keine Kosten aufzuerlegen.

 6.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

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III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]