# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76d4bebb-d9e4-5faf-824c-8d2f75d597ea
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.07.2020 200 2020 304
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-304_2020-07-06.pdf

## Full Text

200 20 304 IV
ACT/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 3. Juli 2020

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. April 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/20/304, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), seit 
November 2003 als … für die C.________ AG tätig, meldete sich im Sep-
tember 2017 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Bezug von Leistungen an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2, 17.3, 18). 
Die IVB veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung durch die 
D.________ (MEDAS-Gutachten vom 21. Januar 2019 [AB 93.1 ff.]). Nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 112, 113) lehnte die IVB mit 
Verfügung vom 26. September 2019 einen Anspruch auf eine Rente ab 
(AB 115). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, Beschwerde und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben 
und die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie ein neues 
psychiatrisch-neuropsychologisches Gutachten veranlasse und danach neu 
verfüge (AB 121). Nach einer Stellungnahme des RAD vom 6. Dezember 
2019 (AB 125 S. 2) zog die IVB die angefochtene Verfügung in Wiederer-
wägung (AB 126 S. 2, 127). Mit Urteil vom 18. Dezember 2019 
(IV/2019/807) schrieb das Verwaltungsgericht des Kantons Bern das Ver-
fahren hinsichtlich der Verfügung vom 26. September 2019 vom Ge-
schäftsverzeichnis ab (AB 130). 

Mit Schreiben vom 6. Januar 2020 ersuchte der Versicherte die IVB um 
Auswahl der Gutachterstelle für das polydisziplinäre Verlaufsgutachten 
nach dem Zufallsprinzip (AB 131), woraufhin die IVB – nach Einholung ei-
ner Stellungnahme des RAD vom 28. Januar 2020 (AB 133 S. 3) – dem 
Versicherten am 17. Februar 2020 mitteilte, es werde die MEDAS mit der 
Erstellung eines Verlaufsgutachtens beauftragt (AB 135). Der Versicherte 
erklärte sich damit nicht einverstanden (AB 138) und mit Verfügung vom 
16. April 2020 hielt die IVB an ihrem Vorgehen, die MEDAS mit der poly-
disziplinären Verlaufsbegutachtung zu beauftragen, fest (AB 142).

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B.

Am 23. April 2020 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung der Beschwerde-
gegnerin vom 16. April 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 
sei anzuweisen, die Gutachterstelle für die polydisziplinäre Begutachtung 
(Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Orthopädie, Psychia-
trie und Neuropsychologie) nach dem Zufallsprinzip neu auszuwählen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2020 beantragt die IVB die Abweisung 
der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. 

Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 VwVG); solche 
können unter anderem dann angefochten werden, wenn sie einen nicht 
wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Diese Anfechtbarkeits-
voraussetzung ist für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-
Angelegenheiten zu bejahen, womit die entsprechende Verfügung unter 
Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächli-
cher Natur angefochten werden kann (BGE 138 V 271 E. 1.2.1 S. 275 und 
E. 1.2.3 S. 276, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

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Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 16. April 2020 
(act. II 142). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu 
Recht bei der MEDAS eine Verlaufsbegutachtung angeordnet hat.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

2.2 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) 
sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht 
personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an 
sich oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: 
unnötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen 
Disziplinen). Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu 

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äussern (BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In 
einem zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person 
die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und 
bidisziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die 
Namen der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der 
Bezeichnung der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller 
oder formeller) personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 
E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 
210 E. 3.4.2.7 S. 257).

2.3

2.3.1 Verlaufsgutachten können derselben Gutachterstelle in Auftrag 
gegeben werden, die bereits das erste polydisziplinäre Gutachten erstellt 
hat, vorausgesetzt dieses ist über die Plattform SuisseMED@P vergeben 
worden (Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
[KSVI; Stand 1. Januar 2018], Ziff. 2077.5).

2.3.2 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen 
und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Ein-
zelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren 
gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne 
triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeu-
gende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird 
dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsglei-
che Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 145 
V 84 E. 6.1.1 S. 87, 144 V 195 E. 4.2 S. 198; SVR 2019 IV Nr. 43 S. 138 
E. 3). Das Gericht weicht jedoch insoweit von Weisungen ab, als sie nicht 
gesetzmässig sind bzw. in Ermangelung gesetzlicher Vorschriften mit den 
allgemeinen Grundsätzen des Bundesrechts nicht im Einklang stehen 
(BGE 132 V 121 E. 4.4 S. 125).

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3.

3.1 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen das Folgende zu ent-
nehmen:

3.1.1 Im MEDAS-Gutachten vom 21. Januar 2019 diagnostizierten die 
Experten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit das Folgende (AB 93.1 
S. 8 f.): 

• Reizlos einliegende Kniegelenkstotalprothese rechts mit korrekter femoropatellarer 
Zentrierung bei retropatellärem Oberflächenersatz am 22. Juni 2018 

o nach einer posttraumatischen fortgeschrittenen Pangonarthrose rechts mit 
ausgedehntem Meniskusriss im Innenmeniskus sowie massivem Sub-
stanzverlust des Aussenmeniskus 

• Deutliche Muskelminderung des rechten Beines sowie nachfolgende Funktionsein-
schränkung im rechten Kniegelenk 

• Lumbovertebrales Syndrom mit möglicher Lumboradikulopathie S1 rechts (neuro-
logisch aber ohne Hinweis für manifeste radikuläre Reiz- oder Defizite)

o bei Segmentdegeneration L5/S1 mit breitbasiger Diskusprotrusion L5/S1 
und rezessaler Beeinträchtigung der S1-Nervenwurzel rechts mit nachfol-
genden Funktionseinschränkungen

• Koronare 3-Gefässerkrankung 
o Juli 2002 mit subakutem posteriorem Myokardinfarkt 
o PTCA/Stenting subtotale proximale RCX-Stenose, PTCA/Stenting bei 

50 %iger proximaler RIVA-Stenose. Normale systolische linksventrikuläre 
Funktion mit posterolateraler Hypokinesie 

o Oktober 2009 unauffällige Fahrradergometrie 
o STEMI April 2017 mit Notfall-ACB LIMA/RIMA, Vene/CX, Ve-

ne/RIVPO/RPLD im Rahmen eines subakuten STEMI bei beginnendem 
Verschluss CX/Hauptstammverschluss bei schwerer koronarer Drei-
gefässerkrankung mit proximalen Verschlüssen am RIVA u. der Instent-
RCX, signifikante RCA-Stenose, hochgradige PLA-Stenosen. LV-EF 50 %

o Postoperativ Blutungsanämie April 2017, beidseitige blutig-seriöse Pleu-
raergüsse und postoperative Fussheberschwäche rechts bei operativer 
Peronaeus-Druck-Parese

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Experten das 
Folgende (AB 93.1 S. 9):

• Funktionseinschränkung des rechten Handgelenkes nach fraglicher alter Handge-
lenksverletzung mit relativ guter Kompensation 

• Dorsaler und plantarer Fersensporn rechts 
• Fehlhaltung der Wirbelsäule bei einem teilfixierten Rundrücken mit muskulärer 

Dysbalance 
• Episodischer Spannungskopfschmerz 
• Status nach perioperativer Druckparese des N. peronaeus rechts (April 2017), elek-

trophysiologisch vollständige Normalisierung November 2017 
• Kardiovaskuläre Risikofaktoren: Bluthochdruck, Nikotinkonsum (ca. 40-50 py), Dys-

lipidämie 
• Status nach Alkoholabusus, Stopp seit April 2017 
• Narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung ICD-10 Z73 
• Dysthymia ICD-10 F34.1 

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• ICD-10 F59, nicht näher bezeichnete Verhaltensauffälligkeiten bei körperlichen 
Störungen und Faktoren (inkl. psychogene körperliche Funktionsstörung o.n.A.)

• DD ist damit auch die Diagnose ICD-10 F68.0, teilweise ICD-10 F68.1 zu erwägen 
(Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen, Artifizielle 
Störung) 
(z.B. Nicht-authentische Präsentation kognitiver Minderleistungen)

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als … führten die 
Gutachter aus, eine überwiegend stehende Tätigkeit dürfte vermutlich eher 
nicht mehr geeignet sein, vorrangig aus orthopädischen (Knie-TEP), teil-
weise aber auch aus kardial-internistischen Gründen (allgemeine Belast-
barkeit); dies gelte seit April 2017 (ACB-OP), zuletzt wegen TEP Juni 2018 
(AB 93.1 S. 11 Ziff. 4.7). Die Gutachter gingen davon aus, dem Exploran-
den sei eine leidensadaptierte Tätigkeit hingegen ganztägig zumutbar. Al-
lenfalls könne aus internistischen Gründen anfangs ein leicht erhöhter Pau-
senbedarf zuerkannt werden um 10 %, unter Behandlung im Verlauf aber 
weiter besserungsfähig (AB 93.1 S. 11 Ziff. 4.8).

3.1.2 Im Bericht vom 6. Mai 2019 – im Rahmen einer stationären Behand-
lung ab dem 14. Februar 2019 – diagnostizierten die Ärzte des Zentrums 
E.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode mit psycho-
tischen Anteilen, und eine (komplexe) posttraumatische Belastungsstörung 
mit dissoziativen Zustandsbildern (AB 105 S. 4 Ziff. 2.5). Aktuell sei der 
Patient zu 100 % arbeitsunfähig (AB 105 S. 4 Ziff. 2.7); er habe aufgrund 
seines schlechten Gesundheitszustandes nur wenig Zugriff auf seine Res-
sourcen (AB 105 S. 5 Ziff. 3.5).

3.1.3 Vom 22. Juli bis 6. August 2019 erfolgte eine weitere stationäre Be-
handlung im Zentrum E.________ (AB 121 S. 17). In der Beurteilung wurde 
festgehalten, es handle sich um einen 58-jährigen Patienten mit Ressour-
cen, Schwierigkeiten im Umgang mit eigenen Gefühlen und Anspannungen 
und ausgeprägtem Vermeidungsverhalten. Er habe während des Kurzauf-
enthalts nach wie vor eine schwere depressive Symptomatik mit bestehen-
den Suizidgedanken gezeigt. Beim Austritt habe er sich klar und deutlich 
von fremd- und selbstgefährdendem Verhalten distanziert (AB 121 S. 19). 
Eine weitere stationäre Behandlung wurde vom 15. bis 19. August 2019 im 
Zentrum E.________ durchgeführt; nach einer ersten Stabilisierung erfolge 
ein Übertritt in die Klinik F.________ (AB 121 S. 21 ff.).

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3.1.4 Im Verlaufsbericht der Klinik F.________ vom 9. Oktober 2019 wur-
de ausgeführt, der Patient werde seit dem 19. August 2019 stationär be-
handelt aufgrund einer schweren depressiven Episode mit psychotischen 
Symptomen bei vorliegender rezidivierender depressiver Störung. Dies 
äussere sich beim Patienten mit einer stark niedergedrückten Stimmung, 
Antriebs- und Energielosigkeit, Zukunfts- und Perspektivenlosigkeit, Hoff-
nungs- und Hilflosigkeit, leichten imperativen Stimmen sowie suizidalen 
Gedanken und Absichten (AB 121 S. 28).

3.1.5 In der Stellungnahme vom 6. Dezember 2019 hielt Dr. med. 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, fest, aus-
gehend von den Befunden des Zentrums E.________ könnte an der bishe-
rigen Stellungnahme festgehalten werden. Nun würden jedoch neue Be-
richte einer anderen Klinik (hier: Klinik F.________) vorgelegt, so dass von 
einer neuen Ausgangslage auszugehen sei. Daher erscheine es ziel-
führend, den Beschwerdeführer einer Verlaufsbegutachtung bei MEDAS … 
zuzuführen und zwar in den Fachbereichen Psychiatrie, Neuropsychologie 
und Neurologie. Letzteres erscheine notwendig, da der Beschwerdeführer 
in der Klinik F.________ (siehe Eintrittsbericht vom 19. August 2019) an-
gegeben habe, unter einem persistierenden frontalen Kopfschmerz zu lei-
den (AB 125 S. 2).

3.2 Nachdem die MEDAS das Gutachten vom 21. Januar 2019 
(AB 93.1 ff.) erstellt hatte, ordnete die Beschwerdegegnerin, mit Blick auf 
die mehrmaligen stationären Behandlungen des Beschwerdeführers ab 
Februar 2019 im Zentrum E.________ und der Klinik F.________ (vgl. 
AB 105 S. 3 ff., 121 S. 17 ff.), eine neue Expertise an, da sich eine Verän-
derung des Gesundheitszustandes ergeben habe. Damit ist ein Ab-
klärungsbedarf ersichtlich, weshalb grundsätzlich zu Recht eine Expertise 
angeordnet worden ist. Dies wird von den Parteien denn auch nicht bestrit-
ten.

3.3 Umstritten ist jedoch, ob die Expertise bei der MEDAS eingeholt 
werden darf oder – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht (Be-
schwerde Ziff. 16) – neu auszulosen ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Entgegen der 
Meinung des Beschwerdeführers (Beschwerde Ziff. 17 ff.) ist hier sachlo-
gisch von einem Verlaufsgutachten auszugehen, weil aufgrund der zwi-

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schenzeitlich erfolgten Hospitalisierungen abzuklären ist, wie sich der 
Sachverhalt seit dem MEDAS-Gutachten vom 21. Januar 2019 (AB 93.1 ff.) 
entwickelt hat, mithin eine zeitliche Komponente zu beurteilen ist. Es geht 
denn auch nicht darum, die Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens 
zu überprüfen. Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (Ziff. 18 ff.) 
ändert daran nichts, dass im Rahmen der ersten Begutachtung keine neu-
ropsychologische Abklärung erfolgt ist, obwohl die Gutachter dies so bean-
tragt hatten (AB 76), was jedoch vom RAD abgelehnt worden ist (AB 75). 
Denn durch das Weglassen einer von den Gutachtern vorgeschlagenen 
zusätzlichen Abklärung verliert ein Gutachten nicht per se den Beweiswert 
(zum Beweiswert eines ärztlichen Berichts: BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 
134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Dies gilt erst recht, wenn 
es sich um eine neuropsychologische Abklärung handelt, die nur (aber im-
merhin) eine Zusatzuntersuchung darstellt, da es grundsätzlich Aufgabe 
des psychiatrischen – oder allenfalls des neurologischen – Facharztes 
bleibt, die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsycholo-
gischer Defizite einzuschätzen (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. Ju-
ni 2019, 9C_299/2019, E. 4). Durch eine neue zusätzliche Untersuchung 
kommt dem neuen Gutachten – entgegen der Auffassung in der Beschwer-
de (Ziff. 20) – deshalb nicht von vornherein der Charakter einer Verlaufs-
begutachtung abhanden, denn hier ist immer noch der zeitliche Aspekt 
massgebend. Anders als in der Beschwerde (Ziff. 19 f.) angenommen, hat 
die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom 26. September 2019 (AB 115) 
denn auch nicht wegen des Fehlens einer neuropsychologischen Untersu-
chung in Wiedererwägung gezogen (vgl. AB 126 S. 2, 127), sondern expli-
zit und einzig wegen des Verlaufs: Die Abklärung in psychiatrischer, neuro-
logischer und auch neuropsychologischer Hinsicht wurde empfohlen, weil 
im Bericht der Klinik F.________ persistierende frontale Kopfschmerzen 
erwähnt worden seien (Bericht des RAD vom 6. Dezember 2019; AB 125 
S. 2), womit diese (schon früher) geklagten Beschwerden im Rahmen einer 
Hospitalisation bestätigt worden sind, was zur Zeit der ersten Begutachtung 
noch nicht der Fall gewesen ist (vgl. Bericht des RAD vom 9. Oktober 2018; 
AB 75). Insoweit ist ebenfalls eine allfällige Änderung im Verlauf abzu-
klären.

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Da hier die zeitliche Komponente massgebend ist, es sich also um eine 
Verlaufsbegutachtung handelt, liegt es auf der Hand, diejenige Institution 
damit zu betrauen, welche bereits die erste Expertise erstellt hat, da diese 
prädestiniert ist, über den Verlauf zu berichten. Es ist nicht ersichtlich, in-
wieweit Ziff. 2077.5 KSVI gesetzwidrig sein sollte, wird darin doch explizit 
vorbehalten, dass das erste Gutachten mittels Zufallsprinzip – wie es hier 
der Fall war (AB 41) – vergeben sein musste. Anders als der Beschwerde-
führer vorbringt (Beschwerde Ziff. 16), ist in der Folge eine freihändige Ver-
gabe zulässig und es hat keine Vergabe nach Zufallsprinzip zu erfolgen.

3.4 Nach dem Darlegten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
16. April 2020 (AB 142) als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATGS).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.