# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e786ac9-1acc-50f0-98ed-67c1cf1666f6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 27.11.2014 IV-2014/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_IV-2014-85_2014-11-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV-2014/85

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Verkehr

Publikationsdatum: 26.02.2020

Entscheiddatum: 27.11.2014

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 27.11.2014
Art. 31 Abs. 1, Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG (SR 741.01). Der Fahrzeuglenker 
wollte am Ende der Autobahn links einbiegen. Er beschleunigte sein 
Fahrzeug zu stark, weshalb es sich um die eigene Achse drehte und auf dem 
Grünstreifen der Strassenmitte zum Stillstand kam. Bestätigung des 
einmonatigen Führerausweisentzugs zufolge mittelschwerer Widerhandlung 
gegen die Strassenverkehrsvorschriften (Verwaltungsrekurskommission, 
Abteilung IV, 27. November 2014, IV-2014/85).

Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, a.o. Gerichtsschreiber 

Samuel Wyrsch

X, Rekurrent,

vertreten durch Dr.iur. Romana Weber, Rechtsanwältin, St. Leonhardstrasse 20, 

9001 St. Gallen,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Administrativmassnahmen, 

Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Führerausweisentzug (Warnungsentzug)

Sachverhalt:

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A.- X besitzt den Führerausweis für die Kategorie B seit dem 18. April 2011. Am 

Freitagabend, 21. Februar 2014, lenkte er um 19.20 Uhr einen Personenwagen auf der 

Autobahn von St. Gallen in Richtung Zürich. In Oberbüren verliess er die Autobahn. Am 

Ende der Ausfahrt bog er nach links ab, beschleunigte sein Fahrzeug mit Heckantrieb 

und geriet ins Schleudern. Als Folge davon drehte er sich um die eigene Achse und 

kam auf dem Grünstreifen in der Fahrbahnmitte zum Stillstand.

B.- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamts Gossau vom 9. April 2014 wurde X im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 21. Februar 2014 wegen fahrlässiger Verletzung 

der Verkehrsregeln (Nichtbeherrschen des Fahrzeugs infolge zu starker 

Beschleunigung) zu einer Busse von Fr. 500.– verurteilt. Der Strafbefehl erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

C.- Am 24. April 2014 eröffnete das Strassenverkehrsamt gegen X ein 

Administrativmassnahmeverfahren und teilte ihm mit, der Selbstunfall infolge zu starker 

Beschleunigung sei als Nichtbeherrschen des Fahrzeugs zu qualifizieren und stelle eine 

mittelschwere Verkehrsregelverletzung dar. Gleichzeitig stellte es ihm den Entzug des 

Führerausweises für einen Monat und die Verlängerung der Probezeit für die Dauer 

eines Jahres in Aussicht. Dazu nahm der damalige Vertreter von X am 23. Mai 2014 

Stellung und brachte im Wesentlichen vor, dass der Selbstunfall durch die nasse und 

mit Kieselsteinen bedeckte Strasse zusätzlich begünstigt worden sei. Ferner sei sich 

der Rekurrent der Eigenheiten eines Fahrzeugs mit Heckantrieb nicht bewusst 

gewesen. Damit sei von leichter Fahrlässigkeit auszugehen und in Anbetracht der 

Tatsache, dass der Selbstunfall sich zu einer Zeit mit sehr geringem 

Verkehrsaufkommen ereignet habe, keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer 

entstanden. Es sei damit von einer leichten und nicht mittelschweren Widerhandlung 

auszugehen, dem Rekurrenten nicht der Führerausweis zu entziehen und ihn 

stattdessen zu verwarnen.

Am 2. Juni 2014 entzog das Strassenverkehrsamt X den Führerausweis für die Dauer 

eines Monats wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die 

Strassenverkehrsvorschriften. Gleichzeitig verfügte es die Verlängerung der Probezeit 

um ein Jahr. Zur Begründung führte es an, X habe durch den Selbstunfall eine erhöhte 

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abstrakte Gefährdung geschaffen, was einer mittelschweren Widerhandlung 

entspreche. Damit betrage die Mindestentzugsdauer einen Monat.

Dagegen erhob X durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 17. Juni 2014 Rekurs 

bei der Verwaltungsrekurskommission und ergänzte diesen am 1. Juli 2014. Er 

beantragte die Aufhebung der Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 2. Juni 2014, 

die Kosten neu zu verlegen und statt eines Führerausweisentzugs eine Verwarnung 

auszusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz 

verzichtete mit Schreiben vom 15. Juli 2014 auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 17. Juni 2014 samt Ergänzung vom 1. 

Juli 2014 wurde rechtzeitig eingereicht. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht 

die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- In tatsächlicher Hinsicht bestreitet der Rekurrent nicht, dass er am 21. Februar 2014 

– nachdem er die Autobahn in Oberbüren verlassen und am Ende der Ausfahrt in 

Richtung Uzwil hatte abbiegen wollen – übermässig beschleunigte, dabei das Heck des 

Fahrzeugs ausbrach, er sich drehte und schliesslich auf dem Grünstreifen in der 

Strassenmitte zum Stillstand kam. Von diesem Sachverhalt ist auszugehen. Umstritten 

ist, ob diese Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz als mittelschwer oder 

leicht zu qualifizieren ist.

a) Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG) 

wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das 

Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, 

der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das 

Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) 

und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG).

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b) Der Rekurrent macht geltend, er sei sich der Besonderheiten eines Fahrzeugs mit 

Heckantrieb nicht bewusst gewesen, da er dieses erst seit rund einem Monat benutzt 

habe. Es sei kaum vorstellbar, dass er sich mit einem frontangetriebenen Auto unter 

den gleichen Bedingungen ebenfalls gedreht hätte. Ebenfalls müsse berücksichtigt 

werden, dass sich auf der Fahrbahn Kieselsteine befunden haben, welche das 

Ausbrechen des Hecks zusätzlich begünstigt haben. Diese Kieselsteine seien aber 

wegen der Dunkelheit und des Regens nicht zu erkennen gewesen. Es sei deshalb von 

einem leichten Verschulden des Rekurrenten auszugehen. Die durch ihn 

hervorgerufene Gefahr sei ebenfalls nur gering gewesen, habe sich der Vorfall doch 

nach dem Feierabendverkehr ereignet und das Fahrzeug des Rekurrenten bei der 

Drehung weder die Gegenfahrbahn noch den angrenzenden Fahrradweg gequert. 

Personen- oder Sachschaden sei ebenfalls nicht entstanden, weshalb eine Verwarnung 

auszusprechen und kein Führerausweisentzug zu verfügen sei.

3.- Art. 31 Abs. 1 SVG bestimmt, dass der Fahrzeugführer sein Fahrzeug ständig so zu 

beherrschen hat, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Beherrschen 

bedeutet in diesem Fall, dass der Führer jederzeit in der Lage ist, auf die jeweils 

erforderliche Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust 

zu reagieren (BGE 120 IV 63 E. 2a).

a) Die Verwaltungsbehörde darf von den tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil nur 

abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem 

Strafrichter unbekannt waren oder wenn sie zusätzliche Beweise erhebt sowie wenn 

der Strafrichter bei der Rechtsanwendung nicht sämtliche Rechtsfragen abgeklärt hat. 

Sie hat insbesondere dann auf die Tatsachen im Strafurteil abzustellen, wenn dieses im 

ordentlichen Verfahren mit öffentlicher Verhandlung unter Anhörung von Parteien und 

Einvernahme von Zeugen ergangen ist, es sei denn, es bestünden klare Anhaltspunkte 

für die Unrichtigkeit dieser Tatsachenfeststellung (BGE 124 II 103 E. 1c/aa; 119 Ib 158 

E. 3c/aa). Die Verwaltungsbehörde ist aber unter bestimmten Voraussetzungen auch an 

einen Strafentscheid gebunden, der in einem Strafbefehlsverfahren gefällt wurde, 

selbst wenn er ausschliesslich auf einem Polizeirapport beruht. Dies gilt insbesondere 

dann, wenn der Beschuldigte wusste oder angesichts der Schwere der ihm 

vorgeworfenen Delikte voraussehen musste, dass gegen ihn ein 

Führerausweisentzugsverfahren eröffnet würde, und er es trotzdem unterlässt oder 

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darauf verzichtet, im Rahmen des (summarischen) Strafverfahrens die ihm zur 

Verfügung stehenden Verteidigungsrechte auszuschöpfen. Unter diesen Umständen 

darf der Betroffene nicht das Verwaltungsverfahren abwarten, um allfällige Rügen 

vorzubringen und Beweisanträge zu stellen, sondern ist nach Treu und Glauben 

verpflichtet, dies bereits im Rahmen des (summarischen) Strafverfahrens zu tun, sowie 

allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; 121 II 214 E. 

3a).

b) Aus dem Polizeirapport vom 8. April 2014 geht hervor, dass zum Unfallzeitpunkt die 

Strasse nass, die Sicht aber nicht eingeschränkt war (act. 10/15). Ferner ist ersichtlich, 

dass die Strasse durchgehend beleuchtet war. Anlässlich der polizeilichen Befragung 

gab der Rekurrent an, beim Anfahren sein Fahrzeug mit Heckantrieb so beschleunigt zu 

haben, dass das Heck ausgebrochen sei und er die Kontrolle verloren habe. Dieses 

drehte sich in der Folge im Gegenuhrzeigersinn um die eigene Achse und kam auf dem 

Grünstreifen in der Strassenmitte zum Stillstand. Mit unangefochtenem Strafbefehl des 

Untersuchungsamts Gossau vom 9. April 2014 wurde der Rekurrent zu einer Busse von 

Fr. 500.– wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeugs infolge zu starker Beschleunigung 

verurteilt. Im Rekurs sind nicht nur die tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters 

unbestritten, sondern auch die rechtliche Qualifikation, wonach der Rekurrent am 

21. Februar 2014, um 19.20 Uhr, beim Abbiegen die Herrschaft über sein Fahrzeug 

verlor und dadurch Art. 31 Abs. 1 SVG schuldhaft verletzte, weshalb im 

Administrativmassnahmeverfahren ebenfalls davon auszugehen ist. Ob ebenfalls eine 

Verletzung von Art. 32 Abs. 1 SVG (unangepasste Geschwindigkeit) vorliegt, kann unter 

den gegebenen Umständen offen gelassen werden.

4.- Umstritten ist, ob die Vorinstanz die Verletzung von Art. 31 Abs. 1 SVG zu Recht als 

mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von 

Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG qualifiziert hat. Sie hält in der angefochtenen Verfügung fest, 

dass die schuldhaft verursachte Gefahr (Selbstunfall mit erhöhter abstrakter 

Gefährdung) nicht mehr als gering eingestuft werden könne. Ferner liege kein leichtes 

Verschulden vor, weshalb zumindest von einem mittelschweren Fall auszugehen sei.

a) Nach Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch die 

Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft 

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und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft. Die tatbestandsmässigen Erfordernisse 

der geringen Gefahr für die Sicherheit anderer und des leichten Verschuldens müssen 

kumulativ erfüllt sein (BGE 135 II 138 E. 2.2.3). Eine mittelschwere Widerhandlung im 

Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG liegt vor, wenn nicht alle privilegierenden Elemente 

einer leichten und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhandlung 

gegeben sind (vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4487). Für die Annahme eines leichten 

Falls setzt das Gesetz ausdrücklich ein geringes Ausmass der Gefährdung voraus. Im 

Gegensatz zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum früheren, bis 31. Dezember 

2004 geltenden Recht (vgl. BGE 125 II 561) räumt Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG der 

Schwere der Verkehrsgefährdung wieder eine eigenständige Stellung ein. Im Recht der 

Administrativmassnahmen liegen der gesetzlichen Kategorisierung der 

Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften verschiedene 

Gefährdungsstufen zugrunde. Von der konkreten Gefährdung der körperlichen 

Integrität anderer Personen ist deren abstrakte Gefährdung zu unterscheiden, die 

"einfach" oder "erhöht" sein kann. Die einfache abstrakte Gefährdung zieht kein 

Administrativmassnahmeverfahren nach sich (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG). Eine solche 

Gefährdung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nur dann 

anzunehmen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten des 

Rekurrenten hätten betroffen werden können. Führt hingegen die Missachtung einer 

Verkehrsregel zu einer Verletzung eines Rechtsguts, einer konkreten Gefährdung der 

körperlichen Integrität oder zu einer erhöhten abstrakten Gefährdung dieses 

Rechtsguts, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die 

neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum 

Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43 ff.).

Für die Abstufung innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der 

Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten 

Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte 

Gefährdung (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen 

bestimmten Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer des Täters die Gefahr einer 

Körperverletzung oder gar Tötung bestand. Erst recht ist eine konkrete Gefahr zu 

bejahen, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, mit anderen Worten sich die 

hervorgerufene Gefahr realisiert hat (J. Boll, Grobe Verkehrsregelverletzung, Davos 

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1999, S. 12). Zudem ist das Ausmass der üblicherweise entstehenden Schädigung bei 

Eintritt der Rechtsgutverletzung zu berücksichtigen.

b) Der Rekurrent macht geltend, er habe seine Geschwindigkeit vor dem 

Abbiegemanöver stark reduziert. Da er noch nicht lange über ein Fahrzeug mit 

Heckantrieb verfügt habe, sei er sich der spezifischen Gefahren nicht bewusst 

gewesen. Er hielt dafür, dass es unter den gleichen Umständen mit einem 

frontangetriebenen Fahrzeug nicht zu diesem Selbstunfall gekommen wäre. Hinzu 

komme, dass Kieselsteine, welche aufgrund der Dunkelheit und des Regens nicht 

erkennbar gewesen seien, das Ausbrechen des Hecks zusätzlich begünstigt hätten. 

Das Verschulden wiege damit sehr leicht; auch die Staatsanwaltschaft sei von einer 

leichten Fahrlässigkeit ausgegangen und habe die Busse tief angesetzt. Er hielt 

ebenfalls dafür, dass sich der Selbstunfall am Abend mit entsprechend geringem 

Verkehrsaufkommen ereignet habe. Er sei nur mit geringer Geschwindigkeit gefahren 

und habe weder die Gegenfahrbahn noch den Fahrradweg touchiert, weshalb keine 

weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet worden seien. Erwähnenswerter Personen- oder 

Sachschaden sei nicht entstanden. Zwar sei im Polizeirapport ein geschätzter 

Sachschaden von Fr. 100.– aufgeführt, auf die Einforderung aber verzichtet worden, 

weshalb dies keinen Einfluss auf den Entscheid haben dürfe. Ausserdem sei nicht 

ausser Acht zu lassen, dass er über einen bis anhin ungetrübten automobilistischen 

Leumund verfüge. Bei leichtem Verschulden und nur geringer Gefahr sei eine 

Verwarnung auszusprechen und kein Führerausweisentzug zu verfügen.

aa) Aus dem Polizeirapport ist ersichtlich, dass ein Flurschaden von rund Fr. 100.– 

entstand, dieser jedoch gemäss Aussage des Rekurrenten nicht eingefordert wurde. 

Weiterer Personen- oder Sachschaden entstand nicht. Der Unfall ereignete sich an 

einem Freitagabend um 19.20 Uhr. Der Polizeirapport äussert sich nicht zum 

Verkehrsaufkommen, weshalb zu Gunsten des Rekurrenten von geringem Verkehr 

auszugehen ist. Mit dem Verlust der Herrschaft über das Fahrzeug schuf der Rekurrent 

zumindest eine abstrakte Gefahr. Zu beurteilen bleibt unter Berücksichtigung der im 

Unfallzeitpunkt gegebenen Umstände die Wahrscheinlichkeit der Konkretisierung und 

Verwirklichung dieser abstrakten Gefahr. Im Rekurs wird dazu ausgeführt, es sei bei 

einer örtlich beschränkten Behinderung der Fahrbahn und geringem 

Verkehrsaufkommen – wenn überhaupt – von einer leichten Gefährdung auszugehen. 

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Ausserdem habe er beim Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug weder die 

Gegenfahrbahn noch den Fahrradweg berührt und mangels Trottoirs auf jenem 

Streckenabschnitt nicht mit Fussgängern rechnen müssen.

Die Möglichkeit, dass durch das Nichtbeherrschen des Fahrzeugs durch den 

Rekurrenten andere Verkehrsteilnehmer wie Autolenker oder Fussgänger gefährdet 

würden, war unter den gegebenen tatsächlichen Umständen nicht sehr gross. Dennoch 

stellt ein Motorfahrzeug, das von seinem Lenker nicht mehr beherrscht wird, 

naturgemäss eine erhebliche Gefahr dar (vgl. GVP 1983 Nr. 92). Im vorliegenden Fall 

verhält es sich nicht anders, weshalb nicht von einer geringen Gefahr und damit nicht 

von einer leichten Widerhandlung gemäss Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG auszugehen ist.

bb) Zwar fehlt es bereits am Erfordernis der geringen Gefährdung, darüber hinaus 

würde es aber für die Annahme einer leichten Widerhandlung auch an der zusätzlichen 

Voraussetzung eines nur leichten Verschuldens mangeln. Gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG 

hat der Lenker das Fahrzeug ständig so zu beherrschen, dass er seinen 

Vorsichtspflichten nachkommen kann. "Beherrschen" bedeutet, dass ein Fahrzeug 

nichts tut, was der Fahrer nicht will (BGE 76 IV 53 E. 1). Er muss die erforderliche 

Aufmerksamkeit im Verkehr aufbringen und jederzeit in der Lage sein, in der 

erforderlichen Weise auf das Fahrzeug einzuwirken und ohne Zeitverlust auf eine 

Gefahr zweckmässig reagieren zu können (P. Weissenberger, Kommentar zum 

Strassenverkehrsgesetz, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 31 N 4). Das Mass der 

Aufmerksamkeit richtet sich dabei nach den konkreten Umständen, also der 

Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den 

voraussehbaren Gefahrenquellen (BGE 127 II 302 E. 3c).

Gemäss Polizeirapport war es zum Unfallzeitpunkt nass und dunkel (act. 10/15). Diese 

Witterungsverhältnisse erfordern eine vorsichtigere Fahrweise als bei trockener 

Fahrbahn und uneingeschränkter Sicht. Der Rekurrent hält im Rekurs dafür, dass er 

sich der spezifischen Gefahren eines Fahrzeugs mit Heckantrieb nicht bewusst 

gewesen sei, da er dieses erst seit Kurzem gefahren habe. Abgesehen davon, dass 

diese Aussage aufgrund seines Berufs als Automobilfachmann als Schutzbehauptung 

erscheint, vermag ihn dies auch deshalb nicht zu entlasten, weil er besonders 

vorsichtig hätte fahren müssen, wenn er im Umgang mit dem Fahrzeug nicht vertraut 

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war. Das Verschulden war somit nicht mehr leicht im Sinn von Art. 16a Abs. 1 lit. a 

SVG. Daran ändert nichts, dass die Busse im Strafbefehl auf Fr. 500.– festgesetzt 

wurde. Insbesondere kann von der Bussenhöhe nicht ohne Weiteres auf den Grad des 

Verschuldens geschlossen werden, da darin auch andere Bemessungsfaktoren, wie 

z.B. die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zum Ausdruck kommen.

c) Insgesamt steht damit fest, dass der Rekurrent zufolge einer Fehlmanipulation (zu 

starke Beschleunigung seines Fahrzeugs) eine Gefahr für die Sicherheit anderer schuf, 

die nicht mehr nur gering war. Hinzu kommt, dass sein Verschulden nicht als leicht 

einzustufen ist, weshalb die Voraussetzungen einer leichten Widerhandlung gemäss 

Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG nicht erfüllt sind und die Vorinstanz zu Recht von einer 

mittelschweren Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG ausging.

5.- Zu prüfen bleibt die von der Vorinstanz verfügte Dauer des Führerausweisentzugs 

von einem Monat.

a) Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind 

gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, 

namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als 

Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. 

Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Gemäss Art. 16b 

Abs. 2 lit. a SVG wird der Lernfahr- oder Führerausweis nach einer mittelschweren 

Widerhandlung mindestens für einen Monat entzogen.

b) Die Vorinstanz entzog dem Rekurrenten in der angefochtenen Verfügung den 

Führerausweis für die gesetzlich vorgeschriebene minimale Dauer von einem Monat. 

Das Gesetz schliesst eine Unterschreitung dieser Mindestentzugsdauer aus (Art. 16 

Abs. 3 SVG). Folglich bleibt es bei der einmonatigen Entzugsdauer und allfällige 

massnahmemindernde Umstände, wie eine berufliche oder persönliche 

Angewiesenheit des Rekurrenten auf das Führen eines Motorfahrzeugs (vgl. zum 

früheren Recht SJZ 97/2001 S. 524 f.) oder ein ungetrübter automobilistischer 

Leumund, wirken sich nicht aus. Im Übrigen könnte sich erst ein 10-jähriger 

einwandfreier automobilistischer Leumund – über eine solchen verfügt der Rekurrent 

nicht – massnahmemindernd auswirken (vgl. Urteil der Verwaltungsrekurskommission 

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IV-2013/123 vom 9. Januar 2014 E. 6c). Angesichts der zwingenden Natur der 

gesetzlichen Mindestentzugsdauer verbleibt der rechtsanwendenden Behörde auch 

kein Ermessensspielraum, innerhalb dessen sie Überlegungen zur Verhältnismässigkeit 

der Massnahme im Sinn der Erforderlichkeit zur Besserung des Betroffenen anstellen 

könnte (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 4486).

6.- Der erstmals erworbene Führerausweis für Motorräder und Motorwagen wird 

zunächst auf Probe erteilt. Die Probezeit beträgt drei Jahre (Art. 15a Abs. 1 SVG). Er 

wird unbefristet erteilt, wenn die Probezeit abgelaufen ist und der Inhaber an den vom 

Bundesrat vorgeschriebenen, in erster Linie praktischen Weiterbildungskursen zur 

Erkennung und Vermeidung von Gefahren sowie zu umweltschonendem Fahren 

teilgenommen hat (Art. 15a Abs. 2 SVG). Wird dem Inhaber der Ausweis auf Probe 

wegen einer Widerhandlung entzogen, so wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. 

Dauert der Entzug über die Probezeit hinaus, so beginnt die Verlängerung mit der 

Rückgabe des Führerausweises (Art. 15a Abs. 3 SVG). Der Führerausweis auf Probe 

verfällt mit der zweiten Widerhandlung, die zum Entzug des Ausweises führt (Art. 15a 

Abs. 4 SVG). Ein neuer Lernfahrausweis kann frühestens ein Jahr nach Begehung der 

Widerhandlung und nur aufgrund eines verkehrspsychologischen Gutachtens erteilt 

werden, das die Eignung bejaht (Art. 15a Abs. 5 SVG).

Die Einführung des Führerausweises auf Probe wurde als Massnahme zur Bekämpfung 

der stark ansteigenden Unfallzahlen eingeführt. Der Gesetzgeber wollte damit den 

Erwerb von Führerausweisen erheblich erschweren. Der Schwerpunkt der Neuerung 

liegt in der Zweiphasenausbildung. Die Führerprüfung verschafft zunächst einmal nur 

einen auf drei Jahre gültigen Fahrausweis, den "Führerausweis auf Probe". Die drei 

Jahre stellen eine eigentliche Bewährungsfrist dar, in welcher der Neulenker seine 

Tauglichkeit unter Beweis stellen muss, indem er im Strassenverkehr nicht negativ 

auffällt. Ferner besteht eine obligatorische Weiterbildungspflicht mit dem Ziel, in zwei 

sich ergänzenden Kursen die theoretischen Kenntnisse zu vertiefen und standardisierte 

Fahrsituationen zu absolvieren (vgl. zum Ganzen H. Giger, Kommentar zum 

Strassenverkehrsgesetz, 7. Aufl., 2008, N 3 f. zu Art. 15a SVG). Der Rekurrent erwarb 

den Führerausweis für die Kategorien B und A1 am 18. und 19. April 2011. Der 

Selbstunfall ereignete sich am 21. Februar 2014 und damit innerhalb der dreijährigen 

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Probezeit. Entsprechend ist die Probezeit gemäss Art. 15a Abs. 3 SVG um ein Jahr zu 

verlängern. Der Rekurs ist auch in diesem Punkt abzuweisen.

7.- Zusammenfassend ist der Rekurs abzuweisen. Dem Verfahrensausgang 

entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 

des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist zu 

verrechnen.

Entscheid:

1.   Der Rekurs wird abgewiesen.

2.   Der Rekurrent hat die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.– zu bezahlen, unter 

Verrechnung

      des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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