# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c4a01d9-501c-5b52-b49e-dd251ae165e1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 13.10.2018 B 2018/53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-53_2018-10-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/53

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 13.10.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 13.10.2018
Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 2a Abs. 1 lit. a VöB (Bund), Art. 5 Abs. 
2 EGöB; Art. 29 Abs. 1 BV. Der Bund ist mit einem Anteil von 35,83 Prozent 
an der Vorinstanz, die gemäss Handelsregister die Erbringung von 
Transportdienstleistungen bezweckt, beteiligt. Er verfügt somit nicht über 
eine Aktienmehrheit und es bestehen auch keine anderen konkreten 
Anhaltspunkte für einen anderweitigen beherrschenden Einfluss des 
Bundes. Der Inhalt der Auskunft einer Drittperson wurde zwar nicht mit einer 
Aktennotiz festgehalten. In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, sie 
habe übereinstimmend mit dem Gesamtprojektleiter bestätigt, was ihr an 
sich bereits bekannt gewesen sei, nämlich, dass das Referenzprojekt mit 
dem ausgeschriebenen Projekt nur beschränkt vergleichbar sei. Sollte damit 
das rechtliche Gehör verletzt worden sein, wäre der Mangel von 
untergeordneter Bedeutung und geheilt. Die Beschwerdeführerin belegt 
nicht, dass ihr Projektleiter im Referenzobjekt die Funktion eines 
Gesamtleiters, wie sie im ausgeschriebenen Projekt zu erfüllen wäre, inne 
gehabt hätte (Verwaltungsgericht, B 2018/53).

Entscheid vom 13. Oktober 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

AeBo + Dill AG, Tannwaldstrasse 26, 4600 Olten,

Beschwerdeführerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

Schweizerische Südostbahn AG, Bahnhofplatz 1a, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

vertreten durch Dr. iur. Peter Reetz und/oder Frau MLaw Christina Schlegel, Reetz 

Sohm Rechtsanwälte, Obere Wiltisgasse 52, Postfach 441, 8700 Küsnacht ZH,

und

Arge IG Wattwil_2, c/o Schällibaum AG, Ebnaterstrasse 143, 9630 Wattwil,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard Oberholzer, Oberer Graben 43, 

9000 St. Gallen,

Gegenstand

Vergabe Beschleunigung Südkopf Wattwil (Ingenieurleistungen Phasen 31-53)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die Schweizerische Südostbahn AG hat am 8. Januar 2018 die Ingenieurleistungen 

SIA Teilphasen 31-53 zur Beschleunigung Südkopf Wattwil im offenen Verfahren 

ausgeschrieben (ABl 2018 S. 66 f.). In den Ausschreibungsunterlagen wurden die 

Zuschlagskriterien samt Gewichtung, nämlich Preisangebot (40 Prozent), Qualifikation 

Schlüsselpersonal (40 Prozent, aufgeteilt in die Unterkriterien Referenzen/CV 

Projektleiter 20 Prozent, Spezialist Fahrbahn 8 Prozent und Bauleiter 12 Prozent) und 

Auftragsanalyse (20 Prozent, mit den weiteren Elementen Chancen/Risiko, Vorgehen 

und Projektqualitätsmanagement) bekannt gegeben (act. 11/Register 3, Seiten 4 und 

12). Innert der bis 26. Januar 2018 offenen Frist reichten acht Anbieterinnen je ein 

Angebot ein. Die Schweizerische Südostbahn AG erteilte mit vom 12. Februar 2018 

datierter Verfügung den Zuschlag an die Arge IG Wattwil_2, deren Angebot zum Preis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von netto CHF 289‘245 ohne Mehrwertsteuer 3,69 von maximal möglichen 5 

gewichteten Punkten erzielt hatte (act. 11/Register 11/2).

B. Die AeBo + Dill AG (Beschwerdeführerin), deren Angebot zum Preis von 

CHF 185‘755.65 mit 3,64 gewichteten Punkten den zweiten Rang erreicht hatte, erhob 

gegen die am 9. Februar 2018 versandte und ihr am 12. Februar 2018 zugestellte 

Zuschlagsverfügung der Schweizerischen Südostbahn AG (Vorinstanz) mit Eingabe 

vom 20. Februar 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, nach 

offener Darlegung der Auswertungen sei ihr Angebot hinsichtlich der Zuschlagskriterien 

Qualifikation Schlüsselpersonal und Auftragsanalyse neu zu beurteilen. Aus ihrem 

Antrag und der Begründung der Beschwerde war auf das Interesse der nicht 

rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin am Zuschlag und damit auf ein 

stillschweigendes Begehren, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu 

gewähren, zu schliessen, welches der zuständige Abteilungspräsident indessen mit 

Zwischenverfügung vom 1. März 2018 abwies.

Die Beschwerdeführerin äusserte sich unaufgefordert am 27. März 2018 zur 

Zwischenverfügung vom 1. März 2018. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung 

vom 28. März 2018, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

abzuweisen, wobei die Vergabeakten der Beschwerdeführerin nicht, eventualiter nach 

vorgängiger vorinstanzlicher Stellungnahme zugänglich zu machen seien. Am 7. Mai 

2018 teilte sie dem Gericht den Abschluss des Vertrages mit der Arge IG Wattwil_2 

(Beschwerdegegnerin) mit. Letztere beantragte mit Vernehmlassung vom 17. Mai 2018, 

die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Die 

Beschwerdeführerin äusserte sich abschliessend am 27. Juli 2018.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Mit dem Inkrafttreten von Art. 3 Abs. 2 lit. d und Abs. 3 sowie Anhang II/B des 

Bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

öffentlichen Beschaffungswesens (SR 0.172.052.68) am 1. Juni 2002 wurden die 

Anbieter von Dienstleistungen des Schienenverkehrs den Regeln über das öffentliche 

Beschaffungswesen unterstellt. Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von 

Eisenbahnanlagen) sind die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB AG) sowie 

Unternehmen, bei denen diese die Aktienmehrheit besitzen, und die anderen Betreiber 

von Eisenbahnanlagen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Bundes stehen, 

den bundesrechtlichen Regeln über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt 

(Art. 2a Abs. 1 lit. a der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen, SR 

172.056.11). Die übrigen Vergabestellen unterstehen der Interkantonalen Vereinbarung 

über das öffentliche Beschaffungswesen (sGS 841.32, IVöB) und damit dem 

kantonalen Recht (H. Stöckli, Der subjektive Geltungsbereich des Vergaberechts – 

System und der Versuch einer Synthese, in: Stöckli/Zufferey [Hrsg.], Aktuelles 

Vergaberecht 2008, Zürich/Basel/Genf 2008, S. 42 ff., S. 63). Der Bund ist mit einem 

Anteil von 35,83 Prozent an der Vorinstanz, die gemäss Handelsregister die Erbringung 

von Transportdienstleistungen bezweckt (vgl. Internetauszug Handelsregister des 

Kantons St. Gallen), beteiligt (vgl. www.sob.ch Unternehmen/in Zahlen). Er verfügt 

somit nicht über eine Aktienmehrheit und es bestehen auch keine anderen konkreten 

Anhaltspunkte für einen anderweitigen beherrschenden Einfluss des Bundes. Da der 

Entscheid über die Investition in die Zuständigkeit der Organe der Vorinstanz fällt, 

vermag daran auch nichts zu ändern, dass die Strecke Lichtensteig-Wattwil, die früher 

der SBB gehörte, vom Bund allein finanziert wird (vgl. Darlehensfinanzierung der 

Schweizerischen Südostbahn AG, Kantonsratsbeschluss über die Beteiligung an der 

Finanzierung technischer Verbesserungen der Schweizerischen Südostbahn AG für das 

Jahr 2015, Kantonsratsbeschluss über die Verlängerung des Darlehensvertrags mit der 

Schweizerischen Südostbahn AG, Botschaft und Entwürfe der Regierung vom 24. Juni 

2014, www.ratsinfo.sg.ch, Geschäftsnummern 37.14.01 und 02). Das 

Verwaltungsgericht ist dementsprechend zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 

Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen; sGS 841.1, EGöB).

Dass die Vorinstanz den Vertrag mit der Beschwerdegegnerin mittlerweile 

abgeschlossen hat, schliesst die Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin nicht 

aus, da ihr der Anspruch auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen 

Zuschlags verbleibt, sollte sich ihre Beschwerde als begründet erweisen (vgl. Art. 18 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Abs. 2 IVöB, BGE 132 I 86 E. 3.2). Das Angebot der Beschwerdeführerin erreichte mit 

einem Rückstand von lediglich 0,05 von maximal erzielbaren 5 gewichteten Punkten 

den zweiten Rang. Sind ihre Rügen begründet, hätte ihr Angebot als das wirtschaftlich 

günstigere als jenes der Beschwerdegegnerin beurteilt werden müssen, und sie hätte 

reelle Chancen auf den Zuschlag gehabt. Sie ist deshalb zur Erhebung der Beschwerde 

befugt (vgl. Art. 5 Abs. 1 EGöB und Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP).

Die Beschwerde gegen die – bereits am 9. Februar 2018 versandte – 

Zuschlagsverfügung mit dem Datum vom 12. Februar 2018 wurde mit Eingabe vom 

20. Februar 2018 rechtzeitig erhoben und erfüllt die Anforderungen in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht (Art. 15 Abs. 3 IVöB). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerin hält fest, das Ingenieurbüro Schällibaum – Mitglied der 

Arbeitsgemeinschaft, welche den Zuschlag erhalten hat – sei bereits mit dem Verfassen 

einer dem Beschaffungsgegenstand zugrundeliegenden Studie beauftragt worden 

(dazu nachfolgend Erwägung 3). Sie erachtet sodann die Bewertung ihres Angebots 

hinsichtlich der Zuschlagskriterien "Qualifikation des Schlüsselpersonals" und 

"Auftragsanalyse" als zu tief (dazu nachfolgend Erwägungen 4 und 5).

3. Die Schällibaum AG bezweckt den Betrieb eines Ingenieur- und Planungsbüros (vgl. 

Internet-Auszug Handelsregister des Kantons St. Gallen). Sie verfasste im Jahr 2016 im 

Zusammenhang mit dem Beschaffungsgegenstand eine Studie für verschiedene 

Gleisgeometrievarianten, die von der Vorinstanz als Basis für weitere interne 

Überarbeitungen verwendet wurde. Die Studie war nicht Teil der 

Ausschreibungsunterlagen, jedoch wurde in den Ausschreibungsunterlagen 

ausdrücklich darauf hingewiesen. Gleichzeitig wurde ausdrücklich festgehalten, das 

Ingenieurbüro sei ebenfalls zur Offertabgabe zugelassen (Leitfaden der Ausschreibung 

und Leistungsbeschrieb, Ziffer 4.21 der Übersicht über die Ausschreibung; act. 11/3). 

Aus der Ausschreibung und aus den Ausschreibungsunterlagen geht zudem nicht 

hervor, dass die Einreichung eines Angebots durch die Verfasserin der Studie 

irgendwelchen besonderen – beispielsweise zeitlich – abweichenden Bedingungen 

unterstand. Ausschreibung (ABl 2018 S. 67) und Ausschreibungsunterlagen (Leitfaden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Ausschreibung und Leistungsbeschrieb, Ziffer 6.5 der Übersicht über die 

Ausschreibung; act. 11/3) waren mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen.

Gemäss Art. 15 Abs. 2 lit. a IVöB gilt die Ausschreibung des Auftrags als durch 

Beschwerde selbständig anfechtbare Verfügung. Konnte die Ausschreibung 

selbständig angefochten werden, so darf auf sie im Anschluss an den Zuschlag 

grundsätzlich nicht mehr zurückgekommen werden. Es verstiesse gegen Treu und 

Glauben, wenn ein Anbieter, der sich auf ein Submissionsverfahren eingelassen hat, 

obwohl er die von ihm als vergaberechtswidrig erachtete Ausschreibung hätte 

anfechten können, noch in diesem Zeitpunkt dagegen Beschwerde führen könnte. Wer 

vorbehaltlos Ausschreibung und Ausschreibungsunterlagen akzeptiert und diese zur 

Grundlage seines Angebots macht, dem ist es grundsätzlich verwehrt, nach einem für 

ihn negativen Ausgang des Verfahrens nachträglich Mängel der Ausschreibung zu 

rügen (BGer 2P.222/1999 vom 2. März 2000 E. 3a mit Hinweis auf BGE 125 I 203; GVP 

2015 Nr. 41 mit weiteren Hinweisen). – Die Beschwerdeführerin hat weder ein 

Rechtsmittel gegen die Ausschreibung erhoben noch bei der Einreichung ihres 

Angebots eine entsprechende Rüge angebracht. Insoweit erweist sich – sollte die 

Beschwerdeführerin aus ihrem Hinweis etwas zugunsten der Bewertung ihres 

Angebots oder zulasten der Bewertung des Angebots der Beschwerdegegnerin 

ableiten wollen – die Rüge einer diesbezüglichen Vergaberechtswidrigkeit der 

Ausschreibungsbedingungen als verspätet. Die Gründe für die jetzt im 

Beschwerdeverfahren gegen den Zuschlag geäusserte Befürchtung, die Verfasserin der 

Studie könnte insbesondere auch bei der Bewertung ihres Angebots nach den 

subjektiver Würdigung zugänglichen Zuschlagskriterien bevorteilt sein, waren bereits 

im Zusammenhang mit der Ausschreibung uneingeschränkt erkennbar. Es besteht 

deshalb auch kein Anlass, darauf ausnahmsweise im Beschwerdeverfahren gegen den 

Zuschlag zurückzukommen (vgl. dazu GVP 2015 Nr. 41).

Im Übrigen erwiese sich die Rüge in der Sache wohl als unbehelflich. Eine Beteiligung 

am Submissionsverfahren trotz Vorbefassung gilt unter anderem dann als zulässig, 

wenn der bestehende Wissensvorsprung gegenüber den anderen Anbietern nur 

geringfügig ist oder wenn die Mitwirkung des vorbefassten Anbieters bei der 

Vorbereitung des Submissionsverfahrens nur von untergeordneter Natur ist und ferner 

auch dann, wenn die Mitwirkung des vorbefassten Anbieters sowie dessen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wissensvorsprung gegenüber den übrigen Anbietern offengelegt wird (vgl. BGer 2P.

164/2004 vom 25. Januar 2005 E. 3.3, in: ZBl 106/2005 S. 473 ff., S. 475). – Dass im 

Vorfeld der Verfassung des vorliegenden Projekts die Schällibaum AG eine Studie mit 

verschiedenen Gleisgeometrievarianten erstellt hat, ist unbestritten. Der Umstand, dass 

die ausgeschriebenen Ingenieurdienstleistungen angeboten werden konnten, ohne 

dass die Studie Teil der Ausschreibungsunterlagen war, weist darauf hin, dass sie für 

die Ausarbeitung der Offerte nicht von (entscheidender) Bedeutung war. Die 

Beschwerdeführerin legt denn auch nicht konkret dar, in welcher Weise sich die 

beschriebene Vorbefassung für sie ungünstig und für die Beschwerdegegnerinnen 

günstig ausgewirkt hätte.

4. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Qualifikation ihres Projektleiters sowohl in 

formeller (dazu nachfolgend Erwägung 4.1) als auch in inhaltlicher Hinsicht (dazu 

nachfolgend Erwägung 4.2).

4.1. In der Beschwerde wird darauf hingewiesen, der zur Beurteilung des für die 

Vorinstanz realisierten Referenzprojektes Samstagern und Freienbach zusätzlich 

konsultierte Gesamtprojektleiter habe im Zeitpunkt der Auskunftserteilung bei einem 

Mitkonkurrenten gearbeitet. – Die Vorinstanz führt dazu in ihren Vernehmlassungen 

vom 27. Februar 2018 und vom 28. März 2018 aus, die Beschwerdeführerin habe 

Stefan Hunn als Referenzperson angegeben. Dieser habe allerdings nur den Bereich 

"Fahrbahn" geleitet, weshalb auch noch Christian Hofmann, welcher im Zeitpunkt der 

Ausführung des Projekts als Mitarbeiter der Vorinstanz Gesamtprojektleiter gewesen 

sei, kontaktiert worden sei. Christian Hofmann arbeite mittlerweile bei einem 

Konkurrenten der Beschwerdeführerin. Inwiefern hier ein Ausstand notwendig sein 

sollte, sei nicht ersichtlich. Beide hätten – unabhängig voneinander – die gleiche 

Einschätzung abgegeben. Er sei auch nicht mit Bezug auf das konkrete 

Ausschreibungsverfahren angefragt worden, so dass ihm nicht bewusst gewesen sei, 

dass die Nachfrage im Hinblick auf das vorliegende Projekt erfolgt sei.

Der Grundsatz der Gewährung des rechtlichen Gehörs, wie er in Art. 15 Abs. 1 VRP 

und Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 

101, BV) verankert ist, verlangt, dass eigenmächtig – das heisst ohne Zustimmung des 

Anbieters – eingeholte Auskünfte, auf welche zum Nachteil des Anbieters abgestellt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

wird, aktenkundig gemacht werden. Ob der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen 

Gehörs verletzt ist, kann offenbleiben, wenn die vertraulich eingeholten 

Referenzauskünfte nicht entscheidwesentlich waren (vgl. BGE 139 II 489 Regeste und 

E. 3.1).

Der Inhalt der Auskunft des von der Beschwerdeführerin nicht als Auskunftsperson 

angegebenen Gesamtprojektleiters des Referenzprojektes Samstagern und Freienbach 

wurde zwar nicht mit einer Aktennotiz festgehalten. Allerdings führt die Vorinstanz in 

ihrer Vernehmlassung vom 27. Februar 2018 aus, der Gesamtprojektleiter und die von 

der Beschwerdeführerin angegebene Auskunftsperson hätten übereinstimmend 

bestätigt, was ihr an sich bereits bekannt gewesen sei, nämlich dass das 

Referenzobjekt Samstagern und Freienbach mit dem ausgeschriebenen Projekt nur 

beschränkt vergleichbar sei. Dass die tiefe Bewertung der Referenzen auf eine 

entsprechende schlechte Beurteilung der Leistungen des Projektleiters zurückzuführen 

wäre, lässt sich den Ausführungen der Vorinstanz nicht entnehmen. Vielmehr ergibt sie 

sich aus den objektiven Unterschieden hinsichtlich der mit den Projekten verbundenen 

Anforderungen an die von der Beschwerdeführerin erbrachten beziehungsweise zu 

erbringenden Dienstleistungen. Wenn es die Vorinstanz auch unterlassen hat, die 

Auskünfte unmittelbar nach deren Einholung in einer Aktennotiz festzuhalten, erscheint 

eine allfällige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von untergeordneter 

Bedeutung und kann geheilt werden, zumal eine kurze Begründung der 

Zuschlagsverfügung gemäss Art. 41 Abs. 2 VöB ausreicht und der Inhalt der Auskunft, 

die keine subjektive Bewertung der Leistungen des Projektleiters der 

Beschwerdeführerin enthielt, in den Vernehmlassungen wiedergegeben wurde.

Ob die Ausstandsregeln gemäss Art. 7 VRP, die für Behördemitglieder sowie 

öffentliche Angestellte und amtlich bestellte Sachverständige gelten, die Anordnungen 

treffen, solche vorbereiten oder daran mitwirken, auch auf Personen anzuwenden sind, 

welche in einem Vergabeverfahren Referenzauskünfte für andere Auftraggeber erteilen, 

ist zumindest fraglich, kann indessen vorliegend offenbleiben. Zum einen hat die 

Beschwerdeführerin ein Referenzprojekt angegeben, welches sie für die Vorinstanz 

ausgeführt hat. Insoweit war es zulässig und unvermeidlich, dass die Vergabestelle auf 

eigene Erfahrungen abstellte (vgl. dazu auch VerwGE B 2017/23 vom 19. März 2018 

E. 4.2). Zum anderen erteilen Auskunftspersonen anderer Auftraggeber ihre Auskünfte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

immer vor dem Hintergrund ihrer konkreten beruflichen Tätigkeit. Soweit nicht 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Auskunftsperson aufgrund ihrer 

Interessenlage eine negative Beurteilung der Arbeit des Anbieters bezweckt, erscheint 

es auch nicht erforderlich, Auskünfte entsprechend zu relativieren. Im vorliegenden Fall 

ist zwar unbestritten, dass die Auskunftsperson mittlerweile bei einer Konkurrentin der 

Beschwerdeführerin angestellt ist. Jedoch sind – wie bereits im Zusammenhang mit der 

Frage der Beachtung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ausgeführt – ihre für die 

Bewertung des Referenzprojekts relevanten Auskünfte insoweit nicht subjektiv geprägt, 

als sie sich auf den objektiven Umfang der Aufgaben des Projektleiters im Projekt 

Samstagern und Freienbach bezogen.

Die Rügen der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der Ausstandsregeln erweisen 

sich damit insgesamt als unbegründet.

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, ihr Projektleiter habe mit über 30-jähriger 

Bahnerfahrung (SBB, SOB und weitere) sehr wohl eine grosse Erfahrung in der 

Projektierung und Realisierung von gleichen respektive ähnlichen Projekten. Auf 

telefonische Nachfrage habe die Vorinstanz behauptet, die Angaben über die Rolle im 

Projekt Samstagern und Freienbach stimmten nicht. Ihr Projektleiter habe aber in 

diesen Projekten sehr wohl eine führende Rolle und die Fachdienstkoordination 

inklusive Dritten und Behörden gehabt. Das könne mit Sitzungsprotokollen und 

Terminprogrammen belegt werden. Zur zweiten Referenz, einem grösseren SBB-

Projekt, habe sie von der Vorinstanz keine Angaben erhalten. Diese könne aus ihrer 

Sicht aber auch nicht ungenügend sein.

Die Vorinstanz hat die Referenzen und das Curriculum Vitae des von der 

Beschwerdeführerin genannten Projektleiters bei einer Skala von 1 bis 5 mit 2,25 

ungewichteten Punkten bewertet. Bei dieser Punktzahl handelt es sich um den 

Durchschnitt der voneinander unabhängigen Bewertungen durch zwei Fachpersonen. 

Die Vorinstanz begründet die Bewertung in ihren Vernehmlassungen vom 27. Februar 

2018 und vom 28. März 2018 im Detail. Beim Projekt Samstagern und Freienbach – bei 

dem es sich um ein Projekt der Vorinstanz gehandelt hat und es vor allem um die 

Neuerstellung von Perronanlagen, die Projektierung von Perron-Kabelanlagen und den 

Ersatz von Beleuchtungen gegangen sei – habe der erwähnte Projektleiter – was auch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Beschwerdeführerin nicht bestreite – keine Aufgaben als Gesamtleiter erfüllt. Die 

blosse Anwesenheit des Projektleiters an Sitzungen sowie die Aufführung in 

Terminprogrammen vermöchten in keiner Weise zu belegen, dass er Aufgaben als 

Gesamtleiter erfüllt habe. Die Beschwerdeführerin habe solches weder behauptet noch 

gar belegt. Das vorliegende Projekt bedürfe jedoch insbesondere der Erfahrung als 

Gesamtleiter, da die Aufgaben sehr komplex seien. Das zweite Referenzobjekt betreffe 

die Erhöhung der Perronanlagen auf P55-Standard. Beide Projekte seien sehr 

fahrbahnlastig – also klar monothematisch – gewesen und es habe – anders als im 

vorliegenden Projekt – kein Fokus auf übergeordnete Leistungen bestanden. 

Vorliegend habe der Projektleiter des Ingenieurbüros nicht nur das Projektierungsteam 

zu führen, sondern er unterstütze zusätzlich die Gesamtprojektleitung der 

Bauherrschaft bei der Organisation und Führung des Projektteams. Er habe mittels 

Funktionendiagramm, Ablaufplänen, aktualisierten Terminplänen und geeigneten 

Führungsinstrumenten sicherzustellen, dass die erwartete Qualität der 

Projektierungsleistungen und die Koordination mit Dritten jederzeit sichergestellt sei. 

Dem Projektleiter der Beschwerdeführerin fehlten die vorliegend äusserst relevanten 

Erfahrungen im Hinblick auf die Gesamtleitung des Projektes.

Der Beschwerdeführerin wurden die vorinstanzlichen Vernehmlassungen zur Kenntnis 

gebracht. Sie hat am 27. Juli 2018 Stellung genommen, setzt sich jedoch mit der 

Begründung der Bewertung nicht konkret auseinander, sondern bringt einzig vor, sie 

könne den Ausführungen nicht folgen. Ihr Projektleiter habe beim Projekt Samstagern 

und Freienbach sehr wohl eine führende Rolle gehabt. Bei der SBB werde er mit Noten 

zwischen 4 und 5 beurteilt. Insbesondere äussert sie sich nicht zur Vergleichbarkeit des 

Projekts mit dem ausgeschriebenen und zur Rolle, welche ihr Projektleiter innehatte. 

Sie macht geltend, die Rolle wäre aus Sitzungsprotokollen und Terminplänen 

ersichtlich, ohne solche beizubringen. Wenn sie in diesem Zusammenhang geltend 

macht, die Dokumente seien ihr nicht mehr zugänglich, sondern bei der Vorinstanz 

archiviert, ist dem entgegenzuhalten, dass das Projekt in den Jahren 2012 bis 2014 

realisiert wurde und sie als – gemäss ihren Ausführungen in zentraler Funktion – 

beteiligtes Unternehmen zweifellos ebenfalls im Besitz der entsprechenden Dokumente 

war. Mithin liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Darstellung der Vorinstanz 

insbesondere hinsichtlich der nur beschränkten Vergleichbarkeit des Projektes und der 

Rolle des Projektleiters, unzutreffend wäre.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der Vergabebehörde kommt bei der Bewertung der Angebote hinsichtlich der Qualität 

aufgrund ihrer – dem Gericht selber abgehenden – technischen Kenntnisse ein 

erheblicher Ermessensspielraum zu, in welchen das Verwaltungsgericht nicht 

einzugreifen befugt ist (vgl. BGE 141 II 14 E. 8.4.4; 139 II 185 E. 9.3 mit Hinweisen auf 

BGE 135 II 356 E. 3.1, 135 II 384 E. 2.2.2, 133 II 35 E. 3, 130 II 449 E. 4.1). – Die 

Beschwerdeführerin bringt keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass die 

Darstellung der Vorinstanz unzutreffend wäre. Der Hinweis, sie vermute ganz andere 

Gründe, kann aber jedenfalls zur Begründung des Vorwurfs, die Vergabebehörde habe 

ihr Angebot in vergaberechtswidriger Weise zu tief bewertet, nicht genügen.

5. Bei der Bewertung des Angebots nach dem Zuschlagskriterium der Auftragsanalyse 

bringt die Beschwerdeführerin vor, ihre Beiträge über Auftragsanalyse, Risiken und 

Projektqualitätsmanagement deckten alle relevanten Punkte ab. Die praktisch gleichen 

Beiträge hätten kürzlich bei einem SBB-Projekt Noten von über 4 erzielt. Weil es sich 

um sehr subjektive Beurteilungen handle, sei es zwar schwierig, hier die Wahrheit zu 

finden. Eine so schlechte Benotung sei ihr schleierhaft und habe aber mit einer 

objektiven Beurteilung nichts zu tun.

Die Vorinstanz hat das Angebot der Beschwerdeführerin beim Zuschlagskriterium der 

Qualität (Auftragsanalyse, Chancen/Gefahren, Vorgehen und 

Projektqualitätsmanagement) bei einer Skala von 1 bis 5 mit 2,25 ungewichteten 

Punkten bewertet. Bei dieser Punktzahl handelt es sich um den Durchschnitt der 

voneinander unabhängigen Bewertungen durch zwei Fachpersonen. Zur Begründung 

führt die Vorinstanz in ihren Vernehmlassungen vom 27. Februar 2018 und vom 

28. März 2018 aus, das Angebot der Beschwerdeführerin nehme weder auf die Umwelt 

noch auf die Vermessungsleistungen Bezug. Die Ausführungen zu Chancen und 

Risiken seien sehr allgemein gehalten. Anders als beim Angebot der 

Beschwerdegegnerin seien keine konkreten Punkte und Massnahmen angegeben und 

herausgearbeitet worden. Bewertungen in anderen Projekten seien nicht massgebend, 

da die Analysen auf das ausgeschriebene Projekt ausgerichtet sein müssten. Dass die 

Beschwerdeführerin die "praktisch gleichen Beiträge" bereits in einem SBB-Projekt 

eingereicht habe, belege augenfällig, dass die Beschwerdeführerin sich mit den 

individuellen Gegebenheiten des vorliegenden Projekts nicht angemessen 

auseinandergesetzt habe.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die vorinstanzlichen Vernehmlassungen wurden der Beschwerdeführerin zur Kenntnis 

gebracht. Sie hat am 27. Juli 2018 Stellung genommen und führt aus, sie vermute, die 

Benotung sei so tief gewählt worden, dass es zum Gesamtergebnis passe. Klar 

nachzuweisen sei das nicht, aber auch sie kenne die Mechanismen der Beurteilung von 

Offerten. Man biege es so hin, bis man am Schluss den gewünschten Partner auf Platz 

eins habe. Mit der vorinstanzlichen Begründung der Bewertung setzt sich die 

Beschwerdeführerin nicht konkret auseinander. Insbesondere macht sie nicht geltend, 

das Projekt, in dessen Zusammenhang sie diese Berichte der SBB eingereicht habe, 

sei mit dem Ausschreibungsgegenstand in entsprechend hohem Mass vergleichbar. 

Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass die unterschiedliche Benotung praktisch 

gleicher Beiträge zu Auftragsanalyse und zur Darstellung von Chancen und Gefahren, 

Vorgehen und Projektqualitätsmanagement in verschiedenen Projekten nicht auf eine 

fehlerhafte Bewertung schliessen lasse. Vielmehr deutet sie in der Tat darauf hin, dass 

die Beschwerdeführerin wenig auf die Besonderheiten des einzelnen Projektes eingeht. 

Im Gegensatz zu den Darstellungen im Angebot der Beschwerdegegnerin gibt die 

Beschwerdeführerin in ihrer Auftragsanalyse zu einem erheblichen Teil die Schilderung 

der Ausgangslagen in den Ausschreibungsunterlagen wieder. Unter Berücksichtigung 

des relativ erheblichen Ermessensspielraums der Vergabebehörde bei der Bewertung 

der Angebote insbesondere nach den Qualitätskriterien (vgl. dazu oben Erwägung 4.2) 

erweist sich die Benotung als nachvollziehbar und sachlich begründet.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet. Sie ist 

deshalb abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des Hauptverfahrens 

von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Vom Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin in der Höhe von CHF 2'500 

wurden die ihr auferlegten amtlichen Kosten der Zwischenverfügung vom 1. März 2018 

von CHF 1'000 bezogen. Der Rest von CHF 1'500 ihres Kostenvorschusses ist an die 

Gebühr für den Hauptentscheid anzurechnen.

Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das Hauptverfahren 

ausseramtlich zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat zwar 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

keine Kostennote eingereicht, aber in der Beschwerdeantwort ein Pauschalhonorar von 

CHF 2'000 zuzüglich 4 % Barauslagen beantragt. Für das Zwischenverfahren wurde 

die Beschwerdegegnerin gemäss Zwischenverfügung vom 1. März 2018 mit CHF 1'040 

entschädigt. Für das Hauptverfahren erscheint die beantragte pauschale 

ausseramtliche Entschädigung von CHF 2'000 zuzüglich CHF 80 Barauslagen 

(pauschal vier Prozent von CHF 2'000) angemessen (Art. 19, Art. 22 Abs. 1 lit. b und 

Art. 28  Abs. 1 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 

963.75). Die Mehrwertsteuer bleibt unberücksichtigt, da die Beschwerdegegnerin 

selbst mehrwertsteuerpflichtig ist und die in der Honorarrechnung ihres Anwalts 

belastete Mehrwertsteuer als Vorsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld wieder 

abziehen kann (vgl. VerwGE B 2012/54 vom 3. Juli 2012 E. 6, www.gerichte.sg.ch; 

R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, 

Lachen SZ/St. Gallen 2004, S. 194). Die obsiegende Vorinstanz hat sich im 

Beschwerdeverfahren zwar rechtskundig vertreten lassen und ihre Anträge unter 

Entschädigungsfolge gestellt. Als verfügende Vergabebehörde hat sie indessen 

praxisgemäss keinen Anspruch auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (vgl. 

Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; 

Hirt, a.a.O., S. 176 f.).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Hauptverfahrens von 

CHF 2'000 unter Anrechnung des bei der Hauptsache verbliebenen restlichen 

Kostenvorschusses von CHF 1'500.

3. Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegnerin für das 

Hauptverfahren mit CHF 2'080 (ohne Mehrwertsteuer).

Der Abteilungspräsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                                              Scherrer

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 13.10.2018
	Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 2a Abs. 1 lit. a VöB (Bund), Art. 5 Abs. 2 EGöB; Art. 29 Abs. 1 BV. Der Bund ist mit einem Anteil von 35,83 Prozent an der Vorinstanz, die gemäss Handelsregister die Erbringung von Transportdienstleistungen bezweckt, beteiligt. Er verfügt somit nicht über eine Aktienmehrheit und es bestehen auch keine anderen konkreten Anhaltspunkte für einen anderweitigen beherrschenden Einfluss des Bundes. Der Inhalt der Auskunft einer Drittperson wurde zwar nicht mit einer Aktennotiz festgehalten. In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, sie habe übereinstimmend mit dem Gesamtprojektleiter bestätigt, was ihr an sich bereits bekannt gewesen sei, nämlich, dass das Referenzprojekt mit dem ausgeschriebenen Projekt nur beschränkt vergleichbar sei. Sollte damit das rechtliche Gehör verletzt worden sein, wäre der Mangel von untergeordneter Bedeutung und geheilt. Die Beschwerdeführerin belegt nicht, dass ihr Projektleiter im Referenzobjekt die Funktion eines Gesamtleiters, wie sie im ausgeschriebenen Projekt zu erfüllen wäre, inne gehabt hätte (Verwaltungsgericht, B 2018/53).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte