# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cebd977d-b870-523d-a2d7-25be21b73c29
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.04.2014 SB130545
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130545_2014-04-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB130545-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. D. Schwander sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hauser 

 

Urteil vom 24. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. X2._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

strafbare Vorbereitungshandlungen zu Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom  
19. September 2013 (DG130254) 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 30. Juli 

2013 (Urk. 35) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

-   2   - 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 61) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. d 

StGB sowie 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33  

Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 

[19.9.2013] 115 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt.  

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1  

lit. a bis f beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse aufbewahrten Gegenstände 

(Sachkautionsnummer …; Pistole, Munition, Elektroschockwaffe, Klappmesser, Papierware) 

werden eingezogen und vernichtet. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1  

lit. g bis v beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich aufbewahrten Gegen-

stände werden eingezogen und vernichtet. 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'020.–   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 3'988.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 2'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 12'620.– amtliche Verteidigung gem. Disp. Ziff. 8 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

-   3   - 

8. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic.iur. X1._____, wird mit Fr. 12'620.– (inkl. Mehr-

wertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

9. (Mitteilungen) 

10. (Rechtsmittelbelehrung)" 

 

Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 92 S. 2 f.) 

1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei der mehrfachen Widerhand-

lung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG 

i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG schuldig zu sprechen. 

Vom weiteren Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlung zu Raub 

im Sinne von Art. 260bis StGB sei der Beschuldigte und Berufungsklä-

ger freizusprechen. 

2. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei mit einer Geldstrafe von  

45 Tagessätzen à Fr. 15.– zu bestrafen. 

3. Die vom Beschuldigten und Berufungskläger erstandene Haft sei ihm 

bei der auszusprechenden Strafe anzurechnen. 

4. Dem Beschuldigten und Berufungskläger sei der bedingte Vollzug  

der Geldstrafe zu gewähren, dies unter Ansetzung einer Probezeit von 

2 Jahren. 

5. Einziehung und Vernichtung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 beschlagnahmten Gegen-

stände soweit mit der Widerhandlung gegen das Waffengesetz in  

Zusammenhang stehend und Rückgabe der übrigen beschlagnahmten 

Gegenstände (insbesondere auch das Spielgeld) an den Beschuldigten 

-   4   - 

und Berufungskläger nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen 

hin. 

6. Dem Beschuldigten und Berufungskläger seien die in Bezug auf die 

Widerhandlungen gegen das Waffengesetz entstandenen Verfahrens-

kosten aufzuerlegen. Die Verfahrenskosten in Bezug auf die nicht  

erstellte Vorbereitungshandlung zum Raub seien demgegenüber auf 

die Staatskasse zu nehmen. Die amtlichen Verteidigerkosten seien 

vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 95 S. 1) 

Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 19. September 2013 sei  

vollumfänglich zu bestätigen. 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 19. September 2013 wurde der 

Beschuldigte der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub im Sinne von 

Art. 260bis Abs. 1 lit. d StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das 

Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und 

e und Abs. 5 WG schuldig gesprochen und mit einer bedingt bei einer Probezeit 

von 2 Jahren aufgeschobenen Freiheitsstrafe von 18 Monaten bestraft, wovon 

115 Tage durch Haft erstanden waren. Weiter entschied die Vorinstanz über  

verschiedene beschlagnahmte Gegenstände. Die Kosten der Untersuchung sowie 

des gerichtlichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten auferlegt und die Kosten 

der amtlichen Verteidigung unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO einstweilen auf die Gerichtskasse genommen (Urk. 61 

S. 20-21). 

-   5   - 

1.2. Gegen dieses schriftlich im Dispositiv eröffnete Urteil (Urk. 52) liess der  

Beschuldigte seinen amtlichen Verteidiger am 26. September 2013 fristgerecht 

die Berufung anmelden (Urk. 56). Nach Zustellung des begründeten Urteils  

(Urk. 58 = 61; Urk. 60/2) liess der Beschuldigte am 9. Dezember 2014 ebenfalls 

innert Frist die Berufungserklärung einreichen (Urk. 62). Mit Präsidialverfügung 

vom 14. Januar 2014 wurde die Berufungserklärung in Anwendung von Art. 400 

Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft übermittelt, um gegebenenfalls An-

schlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. 

Der Staatsanwaltschaft wurde zudem Frist angesetzt, um zu den Beweisanträgen 

des Beschuldigten Stellung zu nehmen. Gleichzeitig wurde der Beschuldigte  

aufgefordert, verschiedene Auskünfte zu seinen finanziellen Verhältnissen zu  

erteilen und durch Unterlagen zu belegen (Urk. 66). 

1.3. Die Staatsanwaltschaft teilte mit Schreiben vom 28. Januar 2014 mit, dass 

auf eine Anschlussberufung verzichtet und die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils beantragt werde. Zudem nahm sie zu den Beweisanträgen des Beschul-

digten Stellung (Urk. 68). Der Beschuldigte liess das am 27. Januar 2014 unter-

zeichnete "Datenerfassungsblatt" einreichen (Urk. 70 und Urk. 72). Mit Präsidial-

verfügung vom 10. Januar 2014 wurde dem Beschuldigten die Eingabe der 

Staatsanwaltschaft vom 28. Januar 2014 zur freigestellten Vernehmlassung  

zugestellt. Gleichzeitig wurde der Beschuldigte aufgefordert, die auf dem "Daten-

erfassungsblatt" dargelegten finanziellen Verhältnisse zu belegen (Urk. 73). Mit 

Eingabe vom 21. Februar 2014 liess der Beschuldigte mitteilen, dass an den ge-

stellten Beweisanträgen sowie der Begründung festgehalten werde. Unterlagen, 

um die finanziellen Verhältnisse zu belegen, wurden keine eingereicht (Urk. 75). 

Mit Präsidialverfügung vom 28. Februar 2014 wurden die Beweisanträge des  

Beschuldigten auf Einvernahme diverser Zeugen abgewiesen. Die beiden durch 

den Beschuldigten eingereichten Zeitungsauschnitte (Urk. 64) wurden zu den  

Akten genommen (Urk. 77). 

1.4. Am 3. April 2014 wies sich Rechtsanwalt Dr. X2._____  

(welcher dem Gericht vorgängig bereits als Zeuge angeboten worden war) als 

Vertreter des Beschuldigten aus und reichte eine sich auf das Strafverfahren be-

-   6   - 

ziehende Vollmacht vom 20. März 2014 sowie verschiedene Medienberichte ein. 

Ausdrücklich wies Rechtsanwalt Dr. X2._____ aber darauf hin, dass dadurch das 

Vertretungsverhältnis zwischen dem Beschuldigten und dem amtlichen Verteidi-

ger "nicht als aufgelöst" gelte. Sodann machte Rechtanwalt Dr. X2._____ Ausfüh-

rungen zu Rücksprachen, die er mit dem amtlichen Verteidiger getätigt  

habe, und beantragte die Einvernahme von zwei weiteren Zeugen. Zur Sache 

brachte Rechtsanwalt Dr. X2._____ verschiedene Argumente vor und folgerte, 

dass der Beschuldigte zumindest "in dubio pro reo" freizusprechen sei (Urk. 81). 

1.5.  Mit Präsidialverfügung vom 14. April 2014 wurde die Eingabe von Rechts-

anwalt Dr. X2._____ den weiteren Verfahrensbeteiligten zugestellt und wurden 

die Anträge auf Einvernahme der Zeugen abgewiesen. Die eingereichten Berichte 

aus Online-Medien wurden dagegen zu den Akten genommen (Urk. 84). 

1.6. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldig-

te, der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, der erbetene Vertei-

diger Rechtsanwalt Dr. X2._____ sowie die Staatsanwältin lic. iur. C. Kasper  

erschienen sind, waren keine Vorfragen zu entscheiden (Prot. II S. 7 und S. 9). 

Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 18 ff.). 

2. Umfang der Berufung / Prozessuales 

2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich des Schuld-

spruchs betreffend strafbare Vorbereitungshandlungen zu Raub im Sinne von 

Art. 260bis Abs. 1 lit. d StGB (Dispositiv-Ziffer 1, lemma), der Strafzumessung 

(Dispositiv-Ziffer 2), des Strafvollzugs (Dispositiv-Ziffer 3), des Entscheids  

betreffend die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g bis v beschlagnahmten Gegenstände (Dispositiv-Ziffern 

5) und der Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 7) anfechten (Urk. 62 S. 2-3; Urk. 92, 

Prot. II S. 10).  

-   7   - 

Damit ist das vorinstanzliche Urteil in den folgenden Punkten unangefochten  

geblieben und demnach in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 3 StPO in  

Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO; Prot. II S. 10): 

- Schuldspruch betreffend die Widerhandlung gegen das Waffengesetz  

(Dispositiv-Ziffer 1, lemma); 

- Entscheid betreffend die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des  

Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. a bis f beschlagnahmten Gegen-

stände (Dispositiv-Ziffern 4) 

- Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziffer 6); 

- Entscheide betreffend die Entschädigung des amtlichen Verteidigers  

(Dispositiv-Ziffer 8). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

2.2. Der amtliche Verteidiger beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung 

(Urk. 91), es seien B._____ (Ziff. 1), "C._____" (Ziff. 2), D._____ (Ziff. 3), Fw mbA 

E._____ von der Kantonspolizei Zürich (Ziff. 4), F._____ (Ziff. 6), G._____ (Ziff. 7) 

sowie H._____ (Ziff. 8) als Zeugen zu befragen. Weiter beantragte er, dass der 

Artikel der … Zeitung vom tt. Juli 2013 sowie derjenige der …zeitung vom tt. Juli 

2013 (Ziff. 5), diverse Internet-Auszüge (Ziff. 9) sowie das Kaufangebot über das 

Schloss I._____ (Ziff. 10) zu den Akten genommen werden. 

Die vorstehend erwähnten Zeitungsartikel, welche der amtliche Verteidiger mit der 

Berufungserklärung eingereicht hatte, wurden bereits als Urk. 64 zu den Akten 

genommen (Urk. 77 S. 6). Ebenso wurden die durch den erbetenen Verteidiger 

(Rechtsanwalt Dr. X2._____) eingereichten Internet-Auszüge als Urk.  

83/2-4 zu den Akten genommen (Urk. 84 S. 2). Auf diese beiden Beweisanträge 

(Ziff. 5 und 9) ist damit nicht weiter einzugehen. Das anlässlich der Berufungs-

verhandlung eingereichte Kaufangebot über das Schloss I._____ fand  

sodann – antragsgemäss (Ziff. 10) – als Urk. 90 Eingang in die Akten (vgl. Prot. II 

S. 9). Auf die übrigen Beweisanträge betreffend die Einvernahmen diverser  

-   8   - 

Personen als Zeugen (Ziff. 1-4, 6 und 7) ist nachstehend an geeigneter Stelle  

einzugehen. 

3. Sachverhalt / rechtliche Würdigung 

3.1. Anklagesachverhalt und Standpunkt des Beschuldigten 

3.1.1. Die Vorinstanz hat den Anklagesachverhalt bezüglich der strafbaren  

Vorbereitungshandlungen zu Raub zutreffend wiedergegeben (Urk. 61 S. 5;  

vgl. Urk. 35 S. 2-4). Darauf kann verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.1.2. Der Beschuldigte bestreitet auch berufungsweise, in Zürich einen Raub ge-

plant und hierzu Vorbereitungshandlungen getätigt zu haben. Er sei im Jahr 2012 

mit der Aussicht auf ein Grundstücksgeschäft nach Venedig gelockt worden, wo 

ihm gegen Übergabe von 80'000 Euro falsche US-Dollar-Noten übergeben wor-

den seien. Mit Hilfe eines italienischen Privatdetektivs habe er herausgefunden, 

dass die Mafia diesen Betrug veranlasst habe und dass die so ertrogenen Gelder 

jeweils am letzten Dienstag eines jeden Monats in Zürich bei der Bank J._____ 

einbezahlt würden. Er habe den Betrüger in Zürich abpassen, diesen verfolgen 

und sein Geld zurückfordern wollen. Die in der Anklageschrift erwähnten Gegen-

stände habe er zu seinem Selbstschutz mitgeführt. Aus diesem Grund und da er 

im Zusammenhang mit seinem Patent der … [Verein] habe Unterlagen überbrin-

gen wollen, sei er nach Zürich gekommen (Urk. 15/1 S. 3 ff., Urk. 15/3 S. 2 f., 

Urk. 15/4 S. 3 ff., Urk. 15/6 S. 2 ff., Prot. I S. 8; Urk. 62 S. 3; Urk. 89 S. 7 ff.;  

Urk. 92 S. 3 ff.; Prot. II S. 11 ff.). 

3.1.3. Es ist somit in der Folge zu prüfen, ob der von der Vorinstanz als erstellt 

erachtete und vom Beschuldigten bestrittene Anklagesachverhalt aufgrund der 

vorliegenden Beweismittel rechtsgenügend erstellt ist. 

3.2. Grundsätze der Beweiswürdigung 

3.2.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze, wie bei der Erstellung des Anklage-

sachverhalts methodisch vorzugehen ist, zutreffend wiedergegeben (Urk. 61  

-   9   - 

S. 3-4). Auf diese Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Ergänzend und präzisierend ist Folgendes festzuhalten: 

3.2.2. In einem Strafprozess sind an den Beweis von Täterschaft und Schuld  

hohe Anforderungen zu stellen. Gemäss der aus Art. 8 und 32 Abs. 1 BV  

fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Maxime 'in dubio pro reo' ist 

bis zum gesetzlichen Nachweis ihrer Schuld zu vermuten, dass die wegen einer 

strafbaren Handlung beschuldigte Person unschuldig ist (BGE 127 I 40, BGE 120 

Ia 31 E. 2b). Angesichts der Unschuldsvermutung, die auch in Art. 10 Abs. 1 

StPO statuiert ist, besteht somit Beweisbedürftigkeit, das heisst, der verfolgende 

Staat hat dem Beschuldigten alle objektiven und subjektiven Tatbestandselemen-

te nachzuweisen, woraus folgt, dass der Beschuldigte seine Unschuld nicht zu 

beweisen hat (BGE 127 I 40 f.). 

3.2.3. Stützt sich die Beweisführung auf die Aussagen von Beteiligten, sind die 

Depositionen frei zu würdigen (vgl. Art. 10 Abs. 2 StPO). Es ist anhand sämtlicher 

Umstände, die sich aus den Akten und den Verhandlungen ergeben, zu  

untersuchen, welche Sachdarstellung überzeugend ist, wobei es vorwiegend auf 

den inneren Gehalt der Aussagen ankommt, verbunden mit der Art und Weise, 

wie die Angaben erfolgen. Beim Abwägen von Aussagen ist zwischen der Glaub-

würdigkeit einer Person und der Glaubhaftigkeit ihrer Angaben zu unterscheiden.  

Während erstere die Grundlage dafür liefert, ob einer Person getraut werden 

kann, ist letztere für die im Prozess massgebende Entscheidung bedeutungsvoll, 

ob sich der behauptete Sachverhalt zur Hauptsache so zugetragen hat oder nicht 

(Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafprozess, Zürich 1974, S. 312 ff.). Die  

allgemeine Glaubwürdigkeit einer Person ergibt sich nebst ihrer prozessualen  

Stellung auch aus ihrem wirtschaftlichen Interesse am Ausgang des Verfahrens 

sowie vor allem aus deren persönlichen Beziehungen und Bindungen zu den  

übrigen Prozessbeteiligten. Bei der Würdigung von Aussagen darf jedoch nicht 

einfach auf die Persönlichkeit oder allgemeine Glaubwürdigkeit von Aussagenden 

abgestellt werden, denn dies lässt nach neueren Erkenntnissen keinen allge-

meinen Rückschluss auf die Glaubhaftigkeit von Aussagen zu. Massgebend ist 

vielmehr die Glaubhaftigkeit der konkreten, im Prozess relevanten Äusserungen. 

-   10   - 

Bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist generell auf Struktur-

brüche innerhalb einer Aussage, auf Über- oder Untertreibungen, auch auf  

Widersprüche, vor allem aber auf das Vorhandensein einer hinreichenden Zahl 

von Realitätskriterien und das Fehlen von Lügensignalen zu achten (Bender/ 

Nack/Treuer, Tatsachenfeststellung vor Gericht, 3. Auflage, München 2007,  

S. 72 ff., vgl. auch Rolf Bender, Die häufigsten Fehler bei der Beurteilung von 

Zeugenaussagen, SJZ 81, 1985, S. 53 ff.).  

3.2.4. Im Bereich rechtfertigender Tatsachen trifft den Beschuldigten indes eine 

gewisse Beweislast. Seine Behauptungen müssen plausibel sein; es muss ihnen 

eine gewisse Überzeugungskraft zukommen. Zumindest bedarf die Behauptung 

des Beschuldigten gewisser Anhaltspunkte, sei es in Form konkreter Indizien oder 

einer natürlichen Vermutung für seine Darstellung, damit sie als Entlastungs-

tatsache dem Urteil zugrunde gelegt wird. Ein strikter Beweis kann hingegen vom 

Beschuldigten nicht verlangt werden; doch muss seine Behauptung glaubhaft 

sein. Wenn die belastenden Beweise nach einer Erklärung rufen, welche der  

Beschuldigte geben können müsste, dies jedoch nicht tut, darf nach Massgabe 

des gesunden Menschenverstandes der Schluss gezogen werden, es gebe keine 

mögliche Erklärung und er sei schuldig. Nichts anderes kann gelten, wenn er zwar 

eine Erklärung gibt, diese aber unglaubhaft oder gar widerlegt ist. Der Grundsatz 

"in dubio pro reo" zwingt somit nicht dazu, jede entlastende Angabe des Beschul-

digten, für deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit kein spezifischer Beweis  

vorhanden ist, als unwiderlegt zu betrachten. Nicht jede aus der Luft gegriffene 

Schutzbehauptung braucht durch einen hieb- und stichfesten Beweis widerlegt  

zu werden (Bundesgerichtsentscheide 6B_453/2011 vom 20. Dezember 2011,  

E. 1.6, und 6B_562/2010 vom 28. Oktober 2010, E. 2.1; vgl. auch Beschlüsse des 

Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Oktober 2005, AC050005, S. 10 f.; 

Pra 90 (2001) Nr. 110 S. 43, und vom 3. September 1991, 91/177S, S. 5 f.). 

 

 

 

-   11   - 

3.3. Rechtliches 

3.3.1. Nach Art. 260bis Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer planmässig konkrete 

technische oder organisatorische Vorkehrungen trifft, deren Art und Umfang  

zeigen, dass er sich anschickt, eines der abschliessend aufgezählten Delikte, 

namentlich einen Raub, auszuführen.  

3.3.2. In objektiver Hinsicht genügt dabei nicht jede entfernte und in ihrer Zielrich-

tung noch vage Tätigkeit zur Vorbereitung eines Delikts. Vielmehr müssen die 

Vorkehrungen planmässig und konkret sein, mithin müssen mehrere überlegt 

ausgeführte Handlungen vorliegen, denen im Rahmen eines deliktischen Vorha-

bens eine bestimmte Vorbereitungsfunktion zukommt. Zudem müssen sie nach 

Art und Umfang so weit gediehen sein, dass vernünftigerweise angenommen 

werden kann, der Täter werde seine damit manifestierte Deliktsabsicht ohne wei-

teres in Richtung auf eine Ausführung der Tat weiterverfolgen. Mit anderen Wor-

ten muss der Täter zumindest psychologisch an der Schwelle der Tatausführung 

angelangt sein. Dies setzt aber noch nicht voraus, dass er auch materiell im Be-

griff ist, zur Ausführung der Tat anzusetzen. Ebenfalls verlangt diese Bestimmung 

noch nicht, dass die Vorkehrungen auf ein nach Ort, Zeit und Begehungsweise 

bereits hinreichend konkretisiertes Delikt Bezug haben (BGE 111 IV 155 E. 2b; 

Bundesgerichtsentscheid 6P.173/2004 bzw. 6S.450/2004, vom 18. Februar 2005, 

E. 4.1, je mit Hinweisen).  

3.3.3. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich. Da die Tathandlung eine 

Planmässigkeit voraussetzt, ist Eventualvorsatz im Sinne von Art. 12 Abs. 2 StGB 

grundsätzlich ausgeschlossen, mit Ausnahme der in Aussicht genommenen  

Straftat (Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, Kommentar StGB, Zürich 2013, N 11 

zu Art. 260bis StGB). 

3.3.4. Aus der Planmässigkeit der Vorkehrungen lässt sich auf die verbrecheri-

sche Absicht schliessen. Das Erfordernis des planmässigen Handelns ist erfüllt, 

wenn mehrere, unter sich zusammenhängende, systematisch über einen  

gewissen Zeitraum hinweg fortgeführte Handlungen vorliegen, die in ihrer Ge-

samtheit nicht mehr "harmlos" sind, sondern auf den Verbrechensplan verweisen 

-   12   - 

(Bundesgerichtsentscheid 6P.173/2004 bzw. 6S.450/2004, vom 18. Februar 

2005, E. 4.1, mit Hinweisen). Der Täter, der im Hinblick auf einen Raubüberfall, 

dessen Ablauf bloss in weiten Konturen (z.B. Überfall auf noch nicht bestimmte 

Bank in einer bestimmten Region), aber nicht schon im Detail geplant ist, bereits 

eine Reihe konkreter technischer Vorkehrungen getroffen hat, die erkennen  

lassen, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach die Tat nach Abschluss weiterer 

Massnahmen ausführen wird, ist an der – vorstehend erwähnten – psychologi-

schen Schwelle zur Tatausführung angelangt, und es besteht objektiv und  

subjektiv eine zureichende Beziehung zwischen der Vorbereitung und einem  

bestimmten Deliktstatbestand, um nach dem Willen des Gesetzgebers Art. 260bis 

Abs. 1 StGB Platz greifen zu lassen (BGE 111 IV 155 E. 2b, mit Hinweisen). 

3.4. Würdigung 

3.4.1. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel sorgfältig analysiert  

und daraus die richtigen Schlüsse gezogen (Urk. 6-12). Darauf kann vorab  

vollumfänglich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachstehenden  

Erwägungen sind damit bloss ergänzender und präzisierender Natur. 

3.4.2. Der Anklagevorwurf stützt sich im Wesentlichen darauf, dass beim  

Beschuldigten bzw. in dessen Fahrzeug diverse Gegenstände sichergestellt wor-

den sind, die – objektiv und in ihrer Gesamtheit betrachtet – auf einen geplanten 

Raubüberfall schliessen lassen. So führte der Beschuldigte bei seiner Verhaftung 

am 28. Mai 2013 einen handschriftlichen Drohbrief mit dem Inhalt "Ich habe eine 

geladene Waffe; Bombe im Gebäude; Fernzündung; Bin bereit zu sterben; Sie 

sterben mit mir" (Urk. 5 S. 1; Urk. 15/2 S. 1), einen Handfunksender (Urk. 5 S. 1), 

einen Zeitungsartikel vom 8. April 2013 über einen Bankraub in Berlin (Urk. 5 

S. 2), ein Handfunkgerät (Urk. 5 S. 2), eine Faustfeuerwaffe der Marke SLP CZ 

85, 9x19 mm (nicht geladen, mit eingesetztem Magazin, welches 11 Patronen 

Aguila 9 mm enthielt; Urk. 1 S. 9; Urk. 15/2 S. 9 und S. 10), Kabelbinder,  

Spielgeld-Noten (US-Dollar; Urk. 5 S. 3) sowie ein Foto einer Bombenattrappe 

(Urk. 15/2 S. 11) mit sich (Urk. 1 S. 5; Urk. 23/2). Zudem konnten in der Folge  

in seinem Fahrzeug – unter anderem – drei Latex- bzw. Fastnacht-Masken mit  

älteren Männergesichtern, eine schwarze Unterziehkappe mit zwei Augen- und 

-   13   - 

einem Mundloch (entgegen den bisher ergangenen Akten keine Roger-Staub-

Mütze, die bekanntlich ein grosses Loch für das ganze Gesicht aufweist),  

ein künstlicher Schnurrbart, Theaterleim für Perücken und Bärte, weisse Latex-

Handschuhe, ein einhändig bedienbares Klappmesser, ein Teppichmesser, ein 

Elektroschockgerät, ein Pfefferspray, eine Schachtel echter Munition (34 Patronen 

Aguila 9 mm), eine Spielzeugpistole sowie weitere Bilder mit einer Bombe  

sichergestellt werden (Urk. 23/2).  

Sodann wird der Anklagevorwurf dadurch gestützt, dass der Beschuldigte gemäss 

eigenen Angaben zweimal innert kurzen Zeit nach Zürich reiste, dabei – unter  

anderem – jeweils die Bank J._____ an der Bahnhofstrasse … aufsuchte und dort 

sowohl die Örtlichkeit um das Bankgebäude als auch den Innenbereich der Bank 

auskundschaftete. So schaute er bei seinem ersten Aufenthalt in Zürich am 

14. Mai 2013 das Gebäude zunächst von aussen an und betrat es anschliessend, 

um sich ein Bild vom Eingangsbereich und der Schalterhallte zu machen (Urk. 18 

S. 5; Urk. 89 S. 12, S. 15 und S. 36). Bei seinem zweiten Aufenthalt in Zürich am 

28. Mai 2013 traf er sich in der Bank J._____ mit einem Bankangestellten,  

K._____, mit welchem er einen Tag zuvor einen Termin vereinbart hatte. Bei die-

sem Beratungsgespräch gab er einen falschen Namen an und erklärte wahr-

heitswidrig, er hätte in Frankfurt für 11 Millionen Euro ein Hotel verkauft und be-

absichtige, in Kürze in die Schweiz zu ziehen (Urk. 15/1 S. 5; Urk. 18 S. 12; 

Urk. 89 S. 12, S. 32 und S. 36). 

3.4.3. Der Beschuldigte macht – wie vorstehend erwähnt – geltend, er sei im  

Zusammenhang mit einem Grundstücksgeschäft nach Venedig gelockt worden. 

Dort seien ihm die falschen US-Dollar untergejubelt worden. Es seien ihm total 

80'000 Euro abgenommen worden. Es sei Ruck-Zuck gegangen, der ca.  

26-jährige Mann habe das Geld von ihm genommen und sei weggerannt. Durch 

einen Detektiv habe er herausgefunden, dass hinter der Angelegenheit drei  

Familien stecken würden und dass jeweils am letzten Dienstag eines Monats  

zwischen 9.00 und 10.00 Uhr die Gelder bei einer Schweizer Bank einbezahlt 

würden. Er sei davon ausgegangen, dass wenn er diesen Italiener, der ihm  

das Geld weggenommen habe, hier in Zürich finden werde, er auch dessen Vater 

-   14   - 

finden würde, der in Zürich ein Geschäft habe. Er habe diese beiden Personen 

finden und sein Geld zurückverlangen wollen (Urk. 15/1 S. 3 und auch S. 10 f.; 

vgl. Urk. 15/3 S. 2; vgl. Urk. 89 S. 8 f. und S. 17).  

Die Ausführungen des Beschuldigten zum Betrug in Italien sind zwar – mit der  

Vorinstanz (Urk. 61 S. 7 f.) – reichlich knapp und wenig detailliert, weshalb die 

genauen Umstände dieses Vorfalls unklar bleiben. Diese Geschichte wurde aber 

wenigstens sinngemäss sowohl von L._____ (Urk. 16/1 S. 10; Urk. 16/2 S. 3; Urk. 

16/3 S. 6 f.) als auch von M._____ (Urk. 17/2 S. 4) bestätigt. Es ist somit davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte zusammen mit D._____ und F._____ tat-

sächlich in Italien in einen Betrugsfall verwickelt war, bei welchem sie im Rahmen 

eines fingierten Grundstückgeschäfts eine angebliche Provision in der Höhe von 

80'000 Euro an einen unbekannten Italiener leisteten und ihnen zwar ebenfalls ei-

ne Provision in Aussicht gestellt wurde, ihnen dann aber falsche US-Dollar über-

geben worden sind. Weiter ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte selber 

nicht in dieses fingierte Grundstückgeschäft involviert war. Er vermittelte lediglich 

eine Person, welche die benötigten 80'000 Euro zur Verfügung stellte, und beglei-

tete schliesslich D._____, den Vermittler des Grundstückverkäufers, sowie 

F._____ nach Italien (so gab auch L._____ an, der Beschuldigte sei bei diesem 

Vorfall lediglich als Bote oder Chauffeur beteiligt gewesen; Urk. 16/2 S. 3). Da der 

Beschuldigte schliesslich für die ihnen zur Verfügung gestellten 80'000 Euro bürg-

te, entstand ihm trotz seiner untergeordneten Rolle bei diesem fingierten Grund-

stückgeschäft ein finanzieller Schaden (Urk. 89 S. 8 f., S. 20 ff. und S. 33). 

In Bezug auf den Vorfall in Italien wird somit vollumfänglich auf die Sach-

darstellung des Beschuldigten abgestellt. Entsprechend erübrigt es sich, die  

vom Beschuldigten bezeichneten Personen als Zeugen einzuvernehmen, da die-

se Anträge lediglich darauf abzielen, die in diesem Zusammenhang stehenden 

Aussagen des Beschuldigten zu untermauern (vgl. Urk. 62 S. 4 ff.; Urk. 81 S. 2 f.; 

Urk. 91 S. 1 f.; vgl. ebenso die Staatsanwaltschaft, Urk. 95 S. 2). Die Beweis-

anträge des Beschuldigten auf Einvernahme diverser Personen als Zeugen sind 

damit abzuweisen. 

-   15   - 

3.4.4. Ausgehend von diesem Betrugsfall in Italien erscheint es grundsätzlich 

nachvollziehbar, wenn der Beschuldigte geltend macht, er habe in der Folge  

einen Privatdetektiv engagiert, um die Hintermänner dieser Betrugsgeschichte 

aufzuspüren (Urk. 15/1 S. 3 f. und S. 12; Urk. 89 S. 8). Wenn dieser Detektiv dann 

ein Treffen zwischen dem Beschuldigten und einem ehemaligen Mitglied der in 

diesen Betrugsfall involvierten italienischen Mafia vereinbart und dieser Informant 

dem Beschuldigten schliesslich mitgeteilt haben soll, dass er den unbekannten 

Italiener, der ihn betrogen hat, in Zürich finden könne, da dieser jeweils am letzten 

Dienstag jeden Monats Gelder auf eine Bank in Zürich, die Bank J._____ an der 

Bahnhofstrasse ..., bringe (Urk. 89 S. 8 f.; vgl. auch Urk. 15/1 S. 3), muten diese 

Angaben jedoch reichlich abenteuerlich an und erscheinen höchst fraglich. Doch 

selbst wenn von dieser Geschichte auszugehen ist, stellt sich die Frage, aus wel-

chem Grund der Beschuldigte sämtliche vorstehend aufgeführten Gegenstände 

bei sich hatte bzw. in seinem Fahrzeug mitführte, als er nach Zürich reiste, und ob 

er tatsächlich nur deshalb die Bank J._____ aufsuchte, um den unbekannten Itali-

ener zu finden. 

3.4.5. Für die Sachdarstellung des Beschuldigten, wonach er den unbekannten 

Italiener bzw. dessen Vater in Zürich ausfindig machen wollte, spricht – mit der 

Vorinstanz (Urk. 61 S. 8) – im Wesentlichen einzig das mitgeführte Spielgeld, 

welches er ihnen zurückgeben und dafür seine 80'000 Euro zurückverlangen  

wollte (Urk. 15/1; ebenso Urk. 89 S. 18). Da der Beschuldigte befürchtete, die  

italienische Mafia stecke hinter der ganzen Betrugsgeschichte ("Es wurde  

mir später gesagt, dass es [die] Mafia sei und ich mein Leben aufs Spiel stellen 

würde."; Urk. 15/1 S. 3), erscheint es insofern auch erklärbar, dass er sich im  

Hinblick auf ein allfälliges Treffen mit dem unbekannten Italiener bzw. dessen  

Vater bewaffnete, um sich allenfalls schützen zu können ("Ich habe mich dazu 

vorbereitet und eine Waffe mitgenommen.", Urk. 15/1 S. 6). Entsprechend ist mit 

der Darstellung des Beschuldigten noch vereinbar, dass er in Zürich eine richtige 

Pistole samt Munition bei sich hatte ("Wenn ich den Unbekannten oder seinen  

Vater getroffen hätte, hätte ich sie [die Pistole] zum Selbstschutz dabei gehabt. 

Ausserdem weiss man ja auch nicht, wie die Situation eskaliert.", Urk. 15/1 S. 14; 

vgl. ebenso Urk. 89 S. 29).  

-   16   - 

Nicht nachvollziehbar und teilweise widersprüchlich sind aber die Ausführungen 

des Beschuldigten dazu, weshalb er die weiteren sichergestellten Gegenstände 

bei sich hatte bzw. in seinem Fahrzeug mitführte. Wie die Vorinstanz bereits  

erwog (Urk. 61 S. 8), konnte der Beschuldigte nicht plausibel erklären, wie er  

gegen den Italiener, der ihn betrogen hatte, bzw. gegen dessen Vater hätte  

vorgehen wollen und wie er die jeweiligen Gegenstände konkret hätte einsetzen 

wollen. So gab er in Bezug auf die Kabelbinder, die er in seiner Tasche mitgeführt 

hatte, zunächst an: "Ich weiss ja nicht, wie die Situation ist. Ich habe mich wegen 

diesen Personen gut vorbereitet." Auf die Frage, ob er diese im Zusammenhang 

mit den Personen (gemeint dem Italiener bzw. dessen Vater) mitgeführt habe,  

erklärte er dann aber: "Nein, ich hatte die einfach dabei" (Urk. 15/1 S. 14 f.).  

Weiter führte er zu seinem Drohschreiben mit dem Inhalt "Ich habe eine geladene 

Waffe; Bombe im Gebäude; Fernzündung; Bin bereit zu sterben; Sie sterben  

mit mir" lediglich aus: "Ich habe das geschrieben und zwar vor ein paar Tag[en]. 

Dies aus dem Grund, wenn ich denen gegenüber trete, habe ich keine Angst und 

wollte sie damit einschüchtern. Ich weiss nicht, ob es in einem Geschäft oder ei-

nem Haus gewesen wäre" (Urk. 15/1 S. 15) bzw.: "Wenn ich hier bedroht worden 

wäre, dann hätte ich dieses Foto gezeigt. Hier ist eine Bombe, ich möchte wieder 

hinaus. Man muss damit rechnen, dass man von diesen Leuten zurückbehalten 

wird" (Urk. 89 S. 19). Sodann sind die Angaben des Beschuldigten in Bezug auf 

die drei Masken mit den älteren Männergesichtern widersprüchlich. So gab er  

zunächst an, dass es sich dabei um Faschingartikel von seinem früheren  

Geschäft gehandelt habe. Er habe diese schon jahrelang im Auto gehabt 

(Urk. 15/4 S. 2). In einer späteren Einvernahme führte er hierzu aber aus, er habe 

diese Masken in Italien von seinen Freunden erhalten: "Dies war vor ca. 1 Jahr. 

Seitdem liegen diese Masken in meinem Auto. Vielleicht hatte ich auch gedacht, 

dass ich diese Masken brauchen würde. Dies wegen der Geschichte in Italien 

damals" (Urk. 18 S. 18). Weiter gab der Beschuldigte an, die schwarze Unterzieh-

kappe mit den Augen- und Mundlöchern habe er zum Skifahren und zum Motor-

radfahren benutzt (Urk. 15/4 S. 2; wobei er aber letztmals vor etwa 8 bis 9 Jahren 

Ski gefahren sei, Urk. 89 S. 6). Diese Angaben wurden allerdings von L._____ – 

nota bene ein langjähriger Freund und Geschäftspartner des Beschuldigten (Urk. 

-   17   - 

15/1 S. 6; Urk. 18 S. 2) – bestätigt. So erklärte dieser auf die Frage, ob der Be-

schuldigte Ski oder Motorrad fahre: "Ski… weiss ich nicht. Ich glaube er hat selber 

kein Motorrad" (Urk. 18 S. 18). Nicht plausibel erscheinen sodann die Aussagen 

des Beschuldigten in Bezug auf die in seinem Fahrzeug sichergestellten Fotos, 

auf welchen eine Bombe zu sehen ist. Obwohl dieselben Bilder auf einer ebenfalls 

in seinem Fahrzeug sichergestellten Fotokamera abgespeichert waren, weshalb 

davon auszugehen ist, dass der Beschuldigte diese Aufnahmen gemacht hatte, 

konnte oder wollte er nicht erklären, ob bzw. wann und wo er diese Bilder aufge-

nommen hatte (Urk. 15/4 S. 2 f.). Angesichts des wohl nicht alltäglichen  

Sujets erscheint auch sehr unglaubhaft, dass der Beschuldigte nicht einmal  

angeben konnte, wo er jemals eine solche Bombe gesehen hatte (Urk. 15/4 S. 2). 

Und schliesslich gab der Beschuldigte bezüglich des einhändig bedienbaren 

Klappmessers sowie des Elektroschockgeräts lediglich an, dies seien Utensilien 

aus seinem ehemaligen Geschäft gewesen (Urk. 15/6 S. 3).  

Auch anlässlich der Berufungsverhandlung vermochte der Beschuldigte in keiner 

Weise vernünftig darlegen, wie er die Gegenstände, die er bei sich hatte bzw. in 

seinem Fahrzeug mitführte, konkret hätte einsetzen wollen. Während er zwar 

mehrfach betonte, er habe sich einen Plan zurecht gelegt gehabt, wie er gegen 

den unbekannten Italien habe vorgehen wollen, um sein Geld zurück zu holen 

(Urk. 89 S. 17: "Wie ich schon gesagt habe, habe ich mir zuvor einen Plan zurecht 

gelegt. Dies muss man ja, da ich diese beiden Männer finden wollte."; Urk. 89 

S. 19: "Man muss sich vorstellen, was könnte alles passieren. Man muss ja mit 

dem Schlimmsten rechnen. Wie gesagt, man macht sich einen Plan. Ob dieser 

dann aber durchführbar ist, steht in den Sternen."), konnte er dennoch nicht  

plausibel und nachvollziehbar darlegen, wie dieser Plan ausgesehen hätte und für 

was er die bei ihm sichergestellten Gegenstände hätte gebrauchen wollen 

(Urk. 89 S. 17: "Für mich war logisch, dass dies kein gutes Bild machte, dass all 

diese Gegenstände im Fahrzeug waren."; Urk. 89 S. 17: "Der Plan war, diese 

Personen finden und das Geld zurückzuholen. Also zuerst muss man diese  

Personen finden. Und dann kommt dazu, was könnte passieren, vielleicht braucht 

man dies oder sonst was."; Urk. 89 S. 18: "Ich hatte diese [all diese Gegenstände] 

schon lange im Auto. Vielleicht hätte ich sie brauchen können, wenn ich bedroht 

-   18   - 

worden wäre, zum Selbstschutz. Man weiss ja nicht im Voraus, wie es ausgehen 

wird."). 

Bei all den Gegenständen, die der Beschuldigte bei sich hatte bzw. in seinem 

Fahrzeug mitführte, handelt es sich objektiv und in ihrer Gesamtheit betrachtet  

um geradezu typische Raubutensilien, ein komplettes, verschiedene Szenarien 

abdeckendes "Raub-Equipment". Schon daraus muss nahezu zwingend darauf 

geschlossen werden, dass der Beschuldigte auch tatsächlich eine solche Tat 

plante bzw. begehen wollte. Es hätte deshalb an ihm gelegen, diesen Schluss  

einigermassen nachvollziehbar zu entkräften bzw. wenigstens zu erschüttern. Der 

Beschuldigte vermochte indessen in keiner Weise plausibel darzulegen, weshalb 

er über all diese Sachen verfügte. Seine diesbezüglichen Aussagen sind  

grösstenteils nichtssagend, ausweichend, widersprüchlich oder konstruiert  

wirkend und vermögen darum nicht zu überzeugen. Sie sind vielmehr als blosse 

Schutzbehauptungen zu würdigen, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. 

3.4.6. Der Beschuldigte macht sodann – wie vorstehend dargelegt – geltend, er 

habe einen Termin bei der Bank J._____ abgemacht, da ihm ein Informant in 

London mitgeteilt habe, dass der unbekannte Italiener jeweils am letzten Dienstag 

eines Monats zwischen 9.00 bis 10.00 Uhr bei dieser Bank Geld einbezahle (Urk. 

15/1 S. 3 und S. 5; Urk. 15/4 S. 5; Urk. 89 S. 9 und 25). Diese Angaben erschei-

nen aber ebenfalls als unglauhaft, stehen mit seinem eigenen Verhalten in Wider-

spruch und sind wiederum als blosse Schutzbehauptungen zu würdigen. Wäre es 

dem Beschuldigten nämlich tatsächlich nur darum gegangen, den unbekannten 

Italiener bei der Bank J._____ ausfindig zu machen, dann wäre zu erwarten ge-

wesen, dass er während mindestens der gesamten Zeitdauer, mithin von 9.00 bis 

10.00 Uhr, die Bank beobachtet hätte. Doch wie den Aussagen von L._____ zu 

entnehmen ist, befanden sich der Beschuldigte um ca. 9.15 Uhr noch zusammen 

mit ihm (L._____) und M._____ in einem Café. Erst dann hätten sie bezahlt und 

seien hinausgegangen (Urk. 18 S. 7). Ebenso erklärte M._____, dass ihn die bei-

den (der Beschuldigte und L._____) gegen 9.15 Uhr verlassen hätten (Urk. 17/1 

S. 4). Aus Aufzeichnungen von Überwachungskameras ergibt sich sodann, dass 

sich der Beschuldigte und M._____ um 9.23 Uhr noch an der …-gasse befanden 

-   19   - 

(Urk. 17/6 S. 4; vgl. ebenso der Beschuldigte, wonach er sich zusammen mit 

Herrn M._____ vor dem Termin mit Herrn K._____ bei den Bijouterien vis-à-vis 

der Bank J._____ aufgehalten habe, Urk. 89 S. 26) und der Beschuldigte die 

Bank J._____ um 9.26 Uhr betreten hat (Urk. 10). Dort angelangt, hielt er aber 

nicht Ausschau nach dem unbekannten Italiener, sondern traf sich um 9.30 Uhr 

mit einem Bankangestellten namens K._____. Gemäss den Angaben des Be-

schuldigten habe er sich während ca. ¼ Stunde, also zwischen 9.30 und 9.45 Uhr 

(Urk. 15/1 S. 5 f.; vgl. ebenso Urk. 89 S. 14), bzw. während 10 Minuten (Urk. 18 

S. 12) in der Bank aufgehalten (Urk. 15/4 S. 5; "Ich habe mich vorgestellt unter ei-

nem anderen Namen und mit dem Herrn K._____ ein Gespräch geführt und ge-

merkt, dass es da nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe und habe mich 

wieder verabschiedet", Urk. 15/4 S. 10; "Es war ja nicht lange das Gespräch, 

nachdem ich festgestellt habe, dass hier die Verhältnisse nicht gehen, dass man 

die Kunden kommen und gehen sieht", Urk. 15/4 S. 12; "Ich sah dann, dass ich 

keine Personen dort sehen kann. Deshalb habe ich das Gespräch relativ rasch 

beendet", Urk. 89 S. 14). Anschliessend wartete der Beschuldigte aber wiederum 

nicht darauf, dass der unbekannte Italiener in der Bank erscheint. Vielmehr holte 

er gemäss seinen Angaben die Tasche mit der Pistole, die er zuvor in einer Kir-

che deponiert habe, und ging in Richtung See (Urk. 15/6 S. 1 f.; Urk. 18 S. 13; vgl. 

auch Urk. 89 S. 28). Bereits um ca. 10.00 Uhr sei er dann zusammen mit L._____ 

und M._____ dort gewesen, wo sie verhaftet worden seien (Urk. 15/1 S. 8), mithin 

beim Bürkliplatz (vgl. Urk. 30/1). Wie diesen Ausführungen entnommen werden 

kann, hat sich der Beschuldigte somit nur während eines Bruchteils der ganzen 

Stunde, innert welcher er den unbekannten Italiener angeblich erwartete, vor bzw. 

in der Bank J._____ aufgehalten, und zudem auch in dieser Zeit noch in einer al-

les andere als beobachtenden Position, sondern in einem Besprechungszimmer 

durch ein Gespräch absorbiert. So erschien er dort erst um 9.26 Uhr und musste 

diesen Ort bereits einiges vor 10.00 Uhr verlassen haben. Zudem vereinbarte er – 

wie gesehen – ausgerechnet während dieser Zeit ein Beratungsgespräch. Da die-

ses Gespräch in einem Sitzungszimmer stattfand (Urk. 15/6 S. 1; Urk. 19/17; Urk. 

89 S. 31), konnte er auch während dieser Zeit nicht Ausschau nach dem unbe-

kannten Italiener halten.  

-   20   - 

Nicht nachvollziehbar und gegen die Sachdarstellung des Beschuldigten spricht 

sodann, dass der Beschuldigte beim Banktermin einen falschen Namen und eine 

erfundene Geschichte über einen angeblichen Hotelverkauf angab (Urk. 15/1 

S. 5; Urk. 15/4 S. 10). Wenn es dem Beschuldigten tatsächlich nur darum ge-

gangen wäre, sich mittels eines Beratungsgesprächs im Innern der Bank aufhal-

ten zu können, um dadurch den unbekannten Italiener zu finden, so ist kein Grund 

ersichtlich, weshalb er gegenüber dem Bankangestellten diese falschen Angaben 

hätte machen sollen. Bei diesem Gespräch hätte er vielmehr – wie er es auch  

gegenüber seinen beiden Begleitern erwähnte – die Finanzierung seines Patentes 

thematisieren können (vgl. Urk. 16/1 S. 4; Urk. 17/2 S. 3 f.). Die diesbezügliche 

Erklärung des Beschuldigten, wonach er einen falschen Namen angegeben habe, 

damit der unbekannten Italiener seine Identität nicht erfahre, wenn er diesen in 

der Bank J._____ getroffen hätte (Urk. 89 S. 13), vermag angesichts des in der 

Schweiz zur Zeit noch geltenden Bankkundengeheimnisses nicht zu überzeugen 

und erscheint damit als blosse Schutzbehauptung. 

Und schliesslich spricht – mit der Vorinstanz (Urk. 61 S. 9) – auch der Inhalt  

des Beratungsgesprächs bei der Bank J._____ gegen die Sachdarstellung des 

Beschuldigten. So gab der Bankangestellte, K._____, als Zeuge an, der Beschul-

digte habe während des Beratungsgesprächs erwähnt, dass er sich auch im 

Kunsthandel betätigen würde und dass er dann, wenn es zu einer Kunden-

beziehung käme, grössere Geldbeträge, auch 7-stellige, in Cash müsse beziehen 

können. Der Beschuldigte habe sich gar nicht nach den Konditionen und  

Leistungen der Bank erkundigt, sondern es sei das Hauptthema gewesen, wie er 

an grössere Bargeldsummen kommen könne (Urk. 19/17 S. 5). Der Beschuldigte 

bestritt zwar noch in der Untersuchung, dass er sich bei diesem Gespräch über 

das Abheben von grösseren Geldbeträgen erkundigt haben soll (Urk. 15/4 S. 11). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung räumte er dann aber selber ein, dass es  

bei diesem Beratungsgespräch auch um den Bezug von grösseren Geldbeträgen 

gegangen sei (Urk. 89 S. 13; vgl. auch Urk. 92 S. 11). Schliesslich bleibt auch zu 

berücksichtigen, dass keine Gründe ersichtlich sind, nicht auf die Aussagen des 

Bankangestellten abzustellen. Seine Aussagen erscheinen erlebt und nachvoll-

ziehbar, weisen keine Brüche auf und sind in sich stimmig. Zudem hat er in keiner 

-   21   - 

Weise ein Interesse am Ausgang des Verfahrens gegen den Beschuldigten und 

entsprechend keinen Grund, diesen falsch zu belasten. Viel eher ist anzunehmen, 

dass er sich zufolge des unüblichen und speziellen Verlaufs des Gesprächs  

gerade noch besonders an dessen Inhalt zu erinnern vermochte. Entsprechend 

erscheinen seine Aussagen durchwegs glaubhaft.  

Nach dem Gesagten spricht das gesamte Verhalten des Beschuldigten bei der 

Bank J._____ – im Wesentlichen mit der Staatsanwaltschaft (Urk. 95 S. 2) – klar 

dagegen, dass sein primäres bzw. hauptsächliches Ziel darin bestanden hätte, 

den unbekannten Italiener – und erst noch zwischen 9.00 und 10.00 Uhr – anzu-

treffen. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass er sich mit dem verein-

barten Beratungsgespräch Eintritt in die Bank verschaffen wollte, um dadurch den 

Innenbereich der Bank auskundschaften und an Informationen, insbesondere 

über das Vorhandensein von grösseren Geldsummern, gelangen zu können. 

3.4.7. Der amtliche Verteidiger macht geltend, dass sowohl die Vorinstanz als 

auch die Untersuchungsbehörden von einer Alleintäterschaft ausgehen würden. 

Dabei sei aber unerklärt geblieben, welchen Sinn die bei den ehemals  

Mitbeschuldigten L._____ und M._____ sichergestellten Funkgeräten ergeben 

würden. Dies stehe diametral zum Anklagesachverhalt. Vielmehr sei hier auf die 

hierzu passenden Ausführungen des Beschuldigten abzustellen, wonach seine 

Freunde L._____ und M._____ die Funkgeräte auf sich gehabt haben sollen,  

um im Falle einer Verfolgung der Italiener seine Freunde darüber informieren  

zu können und eine allfällige Unterstützung von diesen zu bekommen (Urk. 92 

S. 8 f.). Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Wie vorstehend ausge-

führt, ist vorliegend davon auszugehen, dass der Beschuldigte in Italien in einen 

Betrug verwickelt war, durch welchen er – über die eingegangene Bürgschaft – 

einen finanziellen Schaden von 80'000 Euro erlitt. Entsprechend ist plausibel und  

nachvollziehbar, dass er bestrebt war, sein Geld, um welches er bei diesem  

Vorfall betrogen wurde, wieder zu erhalten. Dem Beschuldigten ist damit durch-

aus zu folgen, wenn er geltend macht, er habe gehofft, den unbekannten Italiener, 

der ihn in Italien betrogen hatte, bei der Bank J._____ zu finden, und er habe mit 

den sichergestellten Funkgeräten mit L._____ und M._____ in Kontakt stehen 

-   22   - 

wollen, um gegebenenfalls von ihnen unterstützt zu werden. Wie dargelegt war es 

aber nicht das einzige Ziel des Beschuldigten, bei der Bank  

J._____ den unbekannten Italiener zu finden, sondern vielmehr diese Bank aus-

zukundschaften und dort an Informationen über das Vorhandensein von  

grösseren Geldsummen zu gelangen. Damit steht die Tatsache, dass der  

Beschuldigte sowie seine beiden Begleiter je ein Funkgerät auf sich trugen, dem 

Anklagesachverhalt nicht entgegen, sondern ist mit diesem durchaus vereinbar. 

Entgegen dem erbetenen Verteidiger ist es nicht nur möglich, dass der Beschul-

digte entweder einen Raub in Italien begangen oder einen Banküberfall geplant 

hatte (Prot. II S. 15). Vielmehr kann von beiden Geschichten ausgegangen  

werden. So wollte der Beschuldigte – wie dargelegt – hauptsächlich die Bank  

J._____ auskundschaften und an Informationen über das Vorhandensein von 

grösseren Geldbeträgen gelangen. Gleichzeitig versuchte er aber auch, Ausschau 

nach dem unbekannten Italiener zu halten, um von diesem die 80'000 Euro  

zurückzuverlangen. 

Wenn der amtliche Verteidiger sodann geltend macht, es sei in Betracht zu zie-

hen, dass es mit 64 Jahren und einer nachweislich angeschlagenen Gesundheit 

komplett irrsinnig und fernab jeglicher Vernunft wäre, eine Privatbank in Zürich 

überfallen zu wollen (Urk. 92 S. 9), so vermag dies ebenfalls nicht zu überzeugen. 

Weder das Alter noch der Gesundheitszustand des Beschuldigten vermögen  

den Anklagesachverhalt in Frage zu stellen oder gar auszuschliessen. Zudem ist 

zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte gemäss eigenen Aussagen durchaus 

gewillt war, gegen unbekannte Italiener, die er der italienischen Mafia zuordnete, 

vorzugehen, um sein Geld zurückzuverlangen. Da er dabei – einem wohl ebenso 

gefährlichen Vorhaben wie der Begehung eines Raubes – weder durch sein Alter 

noch durch seinen Gesundheitszustand beeinträchtigt war, kann davon ausge-

gangen werden, dass der Beschuldigte auch fähig war, konkrete Vorbereitungs-

handlungen für einen Raub zu treffen (vgl. auch die Staatsanwaltschaft, Prot. II 

S. 16). Zu betonen bleibt, dass dem Beschuldigten nicht eine Raubtat oder gar  

eine Geiselnahme vorgeworfen wird, sondern lediglich – aber immerhin –  

Vorbereitungshandlungen zu einem Raub.  

-   23   - 

3.5. Fazit 

Wie vorstehend dargelegt, hat der Beschuldigte zweimal innert kurzer Zeit die 

Bank J._____ an der Bahnhofstrasse … in Zürich aufgesucht und dabei die Ört-

lichkeit um das Bankgebäude sowie den Innenbereich der Bank auskundschaftet. 

Zudem vereinbarte er ein Beratungsgespräch und hoffte dadurch unter Angabe 

eines falschen Namens und einer erfundenen Geschichte zu Informationen zu ge-

langen, insbesondere darüber, ob bei der Bank grössere Geldbeträge vorhanden 

sind. Des weiteren hatte der Beschuldigte diverse, für einen Raub absolut  

typische Gegenstände bei sich bzw. in seinem Fahrzeug. So verfügte er über 

Verkleidungsutensilien (drei Masken mit älteren Männergesichtern, eine Woll-

mütze mit Seh- und Atemlöchern, einen künstlichen Schnurrbart), Waffen  

(eine echte Pistole samt Munition, ein einhändig bedienbares Klappmesser, ein 

Teppichmesser, ein Elektroschockgerät, ein Pfefferspray), ein Drohschreiben 

(Androhung einer Bombe, wobei er die Drohung mittels einer Fotografie einer 

Bombenattrappe sowie der Verwendung einer Fernbedienung hätte untermauern 

können) und über weitere, für einen Raub nützliche Utensilien (Kabelbinder,  

Latex-Handschuhe, Spielzeugpistole). Damit hat der Beschuldigte zielstrebig,  

systematisch und mit einem gewissen zeitlichen Aufwand eine ganze Reihe  

von konkreten Vorbereitungshandlungen für einen in Aussicht genommenen Raub 

getroffen. So manifestierte er eine derartige Tatbereitschaft, dass sich der 

Schluss rechtfertigt, er habe jedenfalls psychologisch die Schwelle der Tatausfüh-

rung erreicht. Die Planmässigkeit der getroffenen Vorkehrungen lässt auf die  

Absicht der Begehung einer entsprechenden Straftat erkennen und verweisen in 

ihrer Gesamtheit mit hinreichender Deutlichkeit auf den Verbrechensplan. Dass 

dabei offensichtlich (auch) die Bank J._____ im Fokus gestanden hat, ergibt sich 

deutlich aus seinen Erkundungsbesuchen. Zur Erfüllung des Tatbestandes von 

Art. 260bis Abs. 1 StGB ist aber nicht erforderlich, dass dem Beschuldigten Vorbe-

reitungshandlungen zu genau diesem Raub zum Nachteil der Bank J._____ 

nachgewiesen werden müssten. Vielmehr reicht die Überzeugung, dass der Be-

schuldigte einen Raub plante. Das steht aufgrund der Beweislage fest: Der  

Beschuldigte war durch sein komplettes "Raub-Equipment" für die Verübung einer 

Raubtat bestens gerüstet und hätte letztlich nur noch "loslegen" müssen, und  

-   24   - 

er manifestierte seine Absichten zusätzlich durch ebenfalls "raubtypische" Abklä-

rungen über geografische und logistische Gegebenheiten an einem möglichen 

Überfallort. Was der Beschuldigte dagegen vorbringt, vermag dieses Beweis-

ergebnis nicht zu erschüttern: Zwar ist davon auszugehen, dass er in Italien Opfer 

eines Betrugs geworden ist, und es kann ihm auch abgenommen werden, dass er 

einen in seinen Augen Verantwortlichen in Zürich zu treffen hoffte. Das widerlegt 

aber überhaupt nicht, dass er offenkundige Vorbereitungen zur Verübung eines 

Raubes getroffen hat. 

Damit hat der Beschuldigte den Tatbestand der strafbaren Vorbereitungs-

handlungen zu Raub im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 StGB sowohl objektiv als 

auch subjektiv erfüllt. 

4. Strafzumessung 

4.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen strafbaren Vorbereitungshand-

lungen zu Raub sowie wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffen-

gesetz mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bestraft, wovon 115 Tage durch 

Haft erstanden waren, (Urk. 61 S. 20). 

4.2. Die Vorinstanz ging – ausgehend von der strafbaren Vorbereitungshand-

lungen zu Raub als schwerste Straftat (Art. 49 Abs. 1 StGB) – zutreffenderweise 

vom ordentlichen Strafrahmen von einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder einer 

Geldstrafe aus (Urk. 61 S. 14 f.; Art. 260bis Abs. 1 StGB). Zudem hat die Vor-

instanz zutreffend darauf hingewiesen, dass vorliegend keine ausserordentlichen 

Umstände ersichtlich sind, welche eine Schärfung der Strafe, die den Rahmen 

nach oben öffnet, rechtfertigen würde (Urk. 61 S. 15). Auch Strafmilderungs-

gründe liegen nicht vor. Damit ist die Deliktsmehrheit innerhalb des ordentlichen 

Strafrahmens zu berücksichtigen. 

4.3. Sodann hat die Vorinstanz die Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzu-

messen ist, richtig dargestellt (Urk. 61 S. 15 f.). Darauf (Art. 82 Abs. 4 StPO) und 

auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 

IV 55 E. 5.4 ff.; BGE 135 IV 130 E. 5.3.1; BGE 132 IV 102 E. 8.1, je mit Hinwei-

-   25   - 

sen; Bundesgerichtsentscheide 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013, E. 2.1, und 

6B_274/2013 vom 5. September 2013, E. 1.2.2) kann vorab verwiesen werden. 

4.4. Tatkomponente 

4.4.1. Strafbare Vorbereitungshandlungen zu Raub 

4.4.1.1. In objektiver Hinsicht fällt – mit der Vorinstanz (Urk. 61 S. 16 f.) – in  

Betracht, dass die Vorbereitungshandlungen zu Raub weit fortgeschritten waren. 

So hatte der Beschuldigte bereits zweimal innert kurzen Zeit die Bank J._____ an 

der Bahnhofstrasse … in Zürich auskundschaftet. Er verschaffte sich sowohl von 

der Örtlichkeit um das Bankgebäude als auch vom Innenbereich der Bank  

einen Überblick und erkundigte sich anlässlich eines Beratungsgesprächs über 

das Vorhandensein von grösseren Geldmengen. Zudem verfügte der Beschuldig-

te bei seinem zweiten Besuch in Zürich über ein grösseres Arsenal von für einen 

Raub typischen Utensilien. Ins Gewicht fällt dabei, dass er eine echte Pistole  

samt Munition bei sich führte. Entsprechend hätte bei der – grundsätzlich sofort 

möglichen – Umsetzung seines Plans und unter Verwendung dieser Waffe eine 

tatsächliche und erhebliche Gefährdung für die beteiligten Personen bestanden. 

Ebenfalls hervorzuheben ist sodann, dass der Beschuldigte ein Drohschreiben mit 

sich führte und zur Verdeutlichung seiner Absichten ein Foto einer Bomben-

attrappe sowie eine Fernbedienung hätte zeigen können. Da er keine echte  

Bombe verwendet hätte, hätte er die anwesenden Personen so zwar nicht zusätz-

lich konkret gefährdet, er hätte diese aber ohne weiteres in Todesangst versetzt. 

Das objektive Tatverschulden für dieses Delikt ist damit – unter Berücksichtigung 

des konkreten Strafrahmens und insbesondere im Vergleich zu den weiteren 

möglichen, teilweise schwerwiegenderen Katalogdelikten gemäss Art. 260bis  

Abs. 1 StGB – gleichwohl als noch nicht erheblich zu würdigen. 

4.4.1.2. In subjektiver Hinsicht fällt in Betracht, dass der Beschuldigte lediglich 

aus finanziellen Gründen, mithin aus egoistischen Beweggründen handelte. Trotz 

seiner – gemäss eigenen Angaben – katastrophalen finanziellen Situation kann 

-   26   - 

diesbezüglich aber nicht von einer Einschränkung seiner Entscheidungsfreiheit 

ausgegangen werden. 

Damit wird das objektive Verschulden durch die subjektive Tatkomponente – mit 

der Vorinstanz (Urk. 61 S. 17) – nicht relativiert. 

4.4.1.3. Wenn die Vorinstanz die objektive und subjektive Tatschwere als erheb-

lich qualifiziert, so erscheint dies zwar nach dem Gesagten – technisch gesehen – 

als zu hoch. Die von ihr festgelegte Einsatzstrafe von 16 Monaten Freiheitsstrafe 

(Urk. 61 S. 17) ist aber angemessen und zu übernehmen. 

4.4.2. Widerhandlung gegen das Waffengesetz 

4.4.2.1. Neben der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub hat sich der  

Beschuldigte – gemäss dem bereits rechtskräftigen Schuldspruch – zudem der 

mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG schuldig gemacht.  

Aufgrund dieser Deliktsmehrheit ist die vorstehend festgelegte Einsatzstrafe in 

Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen (Art. 49 Abs. 1 

StGB). Der Tatbestand von Art. 33 Abs. 1 WG sieht für sich alleine eine Freiheits-

strafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.  

4.4.2.2. Der Beschuldigte führte, ohne eine entsprechende Bewilligung zu be-

sitzen, eine echte Pistole samt Munition im eingesetzten Magazin sowie weiterer 

Munition, ein einhändig bedienbares Klappmesser sowie ein Elektroschockgerät 

in die Schweiz ein. Dabei stellt – mit der Vorinstanz (Urk. 61 S. 17) – insbesonde-

re das Mitführen der Pistole eine nicht unerhebliche abstrakte Gefahr dar. Diese 

Waffen führte er – mindestens auch – im Hinblick auf die Ausübung eines Raubes 

und damit zur allfälligen Durchsetzung seiner geplanten Tat ein.  

4.4.2.2. Nach dem Gesagten ist das objektive und subjektive Tatverschulden in 

technischer Hinsicht gleichwohl als noch leicht zu qualifizieren. Damit führt dieses 

Delikt zu einer leichten Erhöhung der hypothetischen Einsatzstrafe.  

4.5. Täterkomponente 

-   27   - 

4.5.1. Persönliche Verhältnisse 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann zunächst auf 

die zusammenfassende Wiedergabe im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden 

(Urk. 61 S. 17 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anlässlich der Berufungsverhandlung  

ergänzte der Beschuldigte, dass er seit ca. vier bis fünf Jahren Herzbeschwerden 

und Atemnot habe. Gegen diese Krankheiten nehme er Medikamente, weshalb 

sein Gesundheitszustand momentan in Ordnung sei. Ab dem 1. Mai 2014 erhalte 

er eine Vollpension von 850.– bis 890.– Euro. Daneben erhalte seine Ehefrau ei-

ne Arbeitslosenentschädigung von 640.– bis 650.– Euro. Vor zwei Wochen habe 

das Verfassungsgericht in Wien das letzte Urteil in Bezug auf die Enteignung sei-

nes Imbissstandes gefällt, wobei die Festlegung der Enteignungsentschädigung 

unterbrochen und ein Gutachter damit beauftragt worden sei, die Entschädigung 

festzusetzen. Sein Knöchelschutz habe er bereits patentieren lassen. Es sei  

aber noch kein solcher produziert worden. Diesbezüglich stehe er mit … [Geträn-

kehersteller] in Verbindung (Urk. 89 S. 2 ff.). 

Die persönlichen Verhältnisse wirken sich damit bei der vorliegenden Strafzu-

messung – mit der Vorinstanz (vgl. Urk. 61 S. 18) – neutral aus. 

4.5.2. Vorstrafen 

Der Beschuldigte weist im Schweizerischen Strafregister keine Vorstrafen auf 

(Urk. 65). Gemäss seinen Angaben wurde er bisher auch in keinem anderen Land 

rechtskräftig verurteilt (Urk. 15/4 S. 16).  

Da es als Normalfall gilt, nicht vorbestraft zu sein, ist die Vorstrafenlosigkeit des 

Beschuldigten vorliegend strafzumessungsneutral zu werten (BGE 136 IV 1 

E. 2.6, mit Hinweisen). 

4.5.3. Nachtatverhalten 

Während der Beschuldigte in Bezug auf den Vorwurf der Vorbereitungshand-

lungen zu einem Raub nicht geständig ist, gab er die Widerhandlung gegen das 

Waffengesetz zu ("Das mit der Waffe, Munition, Klappmesser, Elektroschocker 

-   28   - 

gebe ich zu, das ist zutreffend. Ich hatte die Waffe zum Selbstschutz, wenn es  

zu einer Konfrontation gekommen wäre", Urk. 15/6 S. 5). Wenn die Vorinstanz 

aufgrund dieses Geständnisses bezüglich der Widerhandlung gegen das Waffen-

gesetzes von einer leichten Strafminderung, mithin von einer Reduktion um  

2 Monate, ausgeht (Urk. 61 S. 17 f.), so erscheint dies allerdings sehr grosszügig. 

Angesichts der erdrückenden Beweislast und mangels aufrichtiger Reue und  

erkennbarer Einsicht in das Unrecht seiner Taten vermag dieses Geständnis eine 

Strafreduktion nicht zu rechtfertigen. 

4.5.4. Fazit Täterkomponente 

Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass sich die Täterkomponente 

insgesamt strafzumessungsneutral auswirkt. 

4.6. Gesamtwürdigung 

In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erweist sich – trotz 

der vorgenannten Relativierungen – die von der Vorinstanz ausgesprochene  

Freiheitsstrafe von 18 Monaten als dem Verschulden und den persönlichen  

Verhältnissen des Beschuldigten angemessen. 

An diese Freiheitsstrafe sind die durch Untersuchungshaft erstandenen 115 Tage 

anzurechnen (Art. 51 StGB; vgl. Urk. 30/1 und Urk. 57). 

5. Vollzug 

Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten den bedingten Strafvollzug unter  

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren gewährt (Urk. 61 S. 18 f.). Von dieser 

Regelung kann bereits aus prozessualen Gründen nicht abgewichen werden 

(Verschlechterungsverbot, Art. 391 Abs. 2 StPO).  

Entsprechend ist der Vollzug der auszusprechenden Freiheitsstrafe von  

18 Monaten aufzuschieben und eine Probezeit von 2 Jahren anzusetzen.  

-   29   - 

6. Beschlagnahme 

Das beim Beschuldigten sichergestellte und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. i beschlagnahmte Spielgeld 

wurde dem Beschuldigten – wie vorstehend ausgeführt – im Rahmen des  

Betrugsfall in Italien übergeben. Aus diesem Grund führte er dieses Spielgeld bei 

seinem Aufenthalt in Zürich bei sich, um es dem unbekannten Italiener bei einem 

allfälligen Zusammentreffen zurückgeben und von diesem seine 80'000.– Euro 

zurückfordern zu können. Entsprechend steht dieses Spielgeld in keinem  

Zusammenhang mit den vorliegend dem Beschuldigten vorgeworfenen Straftaten, 

weshalb es dem Beschuldigten herauszugeben ist (vgl. Art. 69 StGB).  

Demgegenüber dienten die weiteren mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV  

des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g, h, j bis v beschlagnahmten  

Gegenstände der Vorbereitung des geplanten Raubes. Damit sind diese Gegen-

stände gestützt auf Art. 69 StGB einzuziehen und nach Eintritt der Rechtskraft zu 

vernichten. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kostenauflage 

(Dispositivziffer 7) zu bestätigen. 

7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss – der Beschuldigte unterliegt 

vollumfänglich – sind die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme  

derjenigen der amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten aufzuerlegen. Dem 

amtlichen Verteidiger ist für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren eine an-

gemessene Entschädigung von Fr. 8'000.– (inkl. Mehrwertsteuer) zuzusprechen 

(vgl. Urk. 93 und Urk. 94). Diese Kosten sind einstweilen auf die Gerichtskasse  

zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbe-

halten bleibt. 

-   30   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, 

vom 19. September 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- … 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 

Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG. 

 2. … 

 3. … 

 4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 

Ziff. 1 lit. a bis f beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse aufbewahrten 

Gegenstände (Sachkautionsnummer …; Pistole, Munition, Elektroschockwaffe, 

Klappmesser, Papierware) werden eingezogen und vernichtet. 

 5. ... 

 6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'020.–   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 3'988.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 2'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 12'620.– amtliche Verteidigung gem. Disp. Ziff. 8 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 7. ...  

 8. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic.iur. X1._____, wird mit Fr. 12'620.– (inkl. 

Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

 9. (Mitteilungen) 

 10. (Rechtsmittelbelehrung)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

-   31   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der strafbaren Vorbereitungs-

handlungen zu Raub im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. d StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

115 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g, h, j bis v beschlagnahmten Gegenstände werden  

eingezogen und durch das Forensische Institut Zürich vernichtet. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

24. Juli 2013 beschlagnahmte Spielgeld (Ziff. 1 lit. i) wird dem Beschuldigten 

nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel auf Verlangen des Beschuldigten herausgegeben. Verlangt  

der Beschuldigte die Herausgabe nicht innert 30 Tagen, wird das Spielgeld 

vernichtet. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauferlegung (Ziff. 7) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 8'000.–   amtliche Verteidigung 

   

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss  

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

-   32   - 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ im Doppel für 
sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben) 

− die erbetene Verteidigung Rechtsanwalt Dr. X2._____ (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ im Doppel für 
sich und zuhanden des Beschuldigten 

− die erbetene Verteidigung Rechtsanwalt Dr. X2._____ 
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− das Bundesamt für Polizei  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  

Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 
− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 
− die Bezirksgerichtskasse Zürich gemäss vorinstanzlicher Dispositiv-

ziffer 4, unter Rücksendung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 
IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. a bis f beschlag-
nahmten Gegenstände (Sachkautionsnummer …; Pistole, Munition, 
Elektroschockwaffe, Klappmesser, Papierware) 

− das Forensische Institut Zürich gemäss Dispositivziffer 4, unter Rück-
sendung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons  
Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g, h, j bis v beschlagnahmten  
Gegenstände (Referenznummer 57507887/K130528-097) 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

-   33   - 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 24. April 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 

	Urteil vom 24. April 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 61)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. d StGB sowie
	- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33  Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute [19.9.2013] 115 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1  lit. a bis f beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse aufbewahrten Gegenstände (Sachkautionsnummer …; Pistole, Munition, Elektroschockwaffe, Klappmess...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1  lit. g bis v beschlagnahmten und beim Forensischen Institut Zürich aufbewahrten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet.
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt ein...
	8. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic.iur. X1._____, wird mit Fr. 12'620.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG schuldig zu sprechen.
	Vom weiteren Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlung zu Raub im Sinne von Art. 260bis StGB sei der Beschuldigte und Berufungskläger freizusprechen.
	2. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei mit einer Geldstrafe von  45 Tagessätzen à Fr. 15.– zu bestrafen.
	3. Die vom Beschuldigten und Berufungskläger erstandene Haft sei ihm bei der auszusprechenden Strafe anzurechnen.
	4. Dem Beschuldigten und Berufungskläger sei der bedingte Vollzug  der Geldstrafe zu gewähren, dies unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	5. Einziehung und Vernichtung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 beschlagnahmten Gegenstände soweit mit der Widerhandlung gegen das Waffengesetz in  Zusammenhang stehend und Rückgabe der übrigen beschlagna...
	6. Dem Beschuldigten und Berufungskläger seien die in Bezug auf die Widerhandlungen gegen das Waffengesetz entstandenen Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Verfahrenskosten in Bezug auf die nicht  erstellte Vorbereitungshandlung zum Raub seien demgegen...
	1. Prozessgeschichte
	2. Umfang der Berufung / Prozessuales
	3. Sachverhalt / rechtliche Würdigung
	4. Strafzumessung
	5. Vollzug
	6. Beschlagnahme
	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 19. September 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- …
	- der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. a, c und e und Abs. 5 WG.

	2. …
	3. …
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. a bis f beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse aufbewahrten Gegenstände (Sachkautionsnummer …; Pistole, Munition, Elektroschockwaffe, Klappmess...
	5. ...
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. ...
	8. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic.iur. X1._____, wird mit Fr. 12'620.– (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittelbelehrung)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub im Sinne von Art. 260bis Abs. 1 lit. d StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 115 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g, h, j bis v beschlagnahmten Gegenstände werden  eingezogen und durch das Forensische Institut Zürich vernichtet.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 beschlagnahmte Spielgeld (Ziff. 1 lit. i) wird dem Beschuldigten nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel auf Verlangen d...
	6. Die erstinstanzliche Kostenauferlegung (Ziff. 7) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschu...
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die erbetene Verteidigung Rechtsanwalt Dr. X2._____ (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die erbetene Verteidigung Rechtsanwalt Dr. X2._____
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
	 die Bezirksgerichtskasse Zürich gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 4, unter Rücksendung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. a bis f beschlagnahmten Gegenstände (Sachkautionsnummer …; ...
	 das Forensische Institut Zürich gemäss Dispositivziffer 4, unter Rücksendung der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons  Zürich vom 24. Juli 2013 Ziff. 1 lit. g, h, j bis v beschlagnahmten  Gegenstände (Referenznummer 57507887/K130528-097)

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.