# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bf79355-25cb-5949-96e0-81be08add10b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2008 D-5945/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5945-2008_2008-09-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5945/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch lic. iur. Anita Biedermann, 
Bündner Beratungsstelle für Asylsuchende, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. September 2008 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5945/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein srilankischer Staatsangehöriger tamili-
scher  Ethnie  mit  letztem Wohnsitz  in  (...),  sein  Heimatland  eigenen 
Angaben zufolge am 7. Juli 2008 verliess, zunächst auf dem Luftweg 
via Indien nach Polen gelangte und schliesslich am 10. Juli 2008 von 
ihm unbekannten Ländern herkommend in die Schweiz einreiste,

dass er am selben Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) um 
Asyl nachsuchte und dort am 22. Juli 2008 summarisch befragt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 4. August 2008 ausführlich 
zu seinen Asylgründen anhörte und ihn in der Folge für die Dauer des 
Verfahrens dem Kanton (...) zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  im  Wesent-
lichen vorbrachte, er sei bereits im Oktober 1998 einmal von der sri-
lankischen Armee verhaftet  und  fünf  Tage in  einem Camp in  Jaffna 
festgehalten worden,

dass die Armee damals seinen Vater, welcher Mitglied einer von der 
LTTE gegründeten Gruppe gewesen sei, habe verhaften wollen, dieser 
jedoch nicht zuhause gewesen sei, worauf sie ihn mitgenommen hät-
ten,

dass er Ende 1998 nach Colombo gegangen sei und dort von 1999 bis 
2006 bei seinem Onkel gewohnt und in dessen Fabrik gearbeitet habe,

dass seine Eltern im Jahr 2000 nach Indien geflohen seien,

dass er bei seinem Onkel zunächst keine Schwierigkeiten gehabt ha-
be,  obwohl  es  mindestens  zweimal  eine  Razzia  gegeben  habe,  bei 
welcher die Polizei ihn ihm Haus seines Onkels kontrolliert habe,

dass er am 12. Mai 2008 in Colombo auf der Strasse von der Polizei 
verhaftet  und  einen  Tag  lang  festgehalten,  verhört  und  geschlagen 
worden sei,

dass  die  Polizisten  ihn  nach  seinen  Familienmitgliedern,  allfälligen 
LTTE-Mitgliedschaften  sowie  dem  Grund  seines  Aufenthaltes  in  Co-
lombo gefragt hätten,

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dass sein Onkel der Polizei Geld bezahlt habe, worauf er am folgenden 
Tag freigelassen worden sei,

dass er in der Folge am 15. Mai 2008 nach (...) gegangen sei, wo er 
am  9.  Juni  2008  von  unbekannten  Leuten  in  einem  weissen  Van 
entführt  und an einen ihm unbekannten Ort gebracht worden sei, wo 
sich bereit zwei weitere Gefangene aufgehalten hätten,

dass die Entführer ihn geschlagen, bedroht und ihm vorgeworfen hät-
ten, er sei Mitglied der LTTE,

dass  ihm  und  seinen  beiden  Mitgefangenen  am  28.  Juni  2008  die 
Flucht gelungen sei,

dass er aus diesen Gründen am 7. Juli 2008 aus Sri Lanka ausgereist 
sei,

dass der  Beschwerdeführer  im Verlaufe des  vorinstanzlichen Verfah-
rens seine Identitätskarte sowie Faxkopien einer Anzeige an die Men-
schenrechtskommission Sri Lanka vom 23. Juni 2008, einer Referenz-
nummer  zu  dieser  Anzeige  sowie  einer  Anzeige  an  die  Polizei  vom 
24. Juni 2006 zu den Akten reichte,

dass  entsprechende  Nachforschungen  des  BFM  einen  vorgängigen 
Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  in  Grossbritannien  zutage  förder-
ten,

dass die britischen Behörden am 1. September 2008 einer Rücküber-
nahme des Beschwerdeführers gestützt auf das entsprechende Rück-
übernahmeabkommen zustimmten,

dass  die  zuständige  kantonale  Behörde  dem  Beschwerdeführer  am 
5. September 2008 das rechtliche Gehör zu den Abklärungsergebnis-
sen,  dem  beabsichtigten  Nichteintretensentscheid  sowie  einer  Weg-
weisung nach Grossbritannien gewährte,

dass der Beschwerdeführer dabei geltend machte, er sei im Juni 2001 
nach Grossbritannien gereist  und habe dort  ein Asylgesuch gestellt, 
welches abgewiesen worden sei,

dass er sich bis ungefähr im Jahr 2006 dort aufgehalten habe und an-
schliessend nach Sri Lanka zurückgekehrt sei,

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dass er nicht nach Grossbritannien zurückkehren wolle, da ihn die bri-
tischen Behörden nach  Sri  Lanka ausschaffen würden,  er  dort  aber 
grosse Probleme habe,

dass  das  BFM auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  mit  Ver-
fügung vom 9. September 2008 - eröffnet am 10. September 2008 - in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG,  SR 142.31)  nicht  eintrat  und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  sich  vor  der  Einreise  in  die 
Schweiz in Grossbritannien aufgehalten,

dass der Bundesrat Grossbritannien als sicheren Drittstaat bezeichnet 
habe,

dass  Grossbritannien  einer  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers 
zugestimmt habe,

dass in der Schweiz keine nahen Angehörigen oder andere Personen 
lebten, zu denen der Beschwerdeführer eine enge Beziehung habe,

dass er zwar in der Schweiz ein Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet 
habe, sich jedoch erst seit Juli 2008 in der Schweiz aufhalte, weshalb 
nicht von einer engen Beziehung gesprochen werden könne,

dass er die fragliche Frau ausserdem weder in der Erstbefragung noch 
in der Direktanhörung erwähnt habe,

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht  offen-
sichtlich zutage trete,

dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen sei, die Asylbegrün-
dung des Beschwerdeführers sei konstruiert,

dass es keine Hinweise gebe, wonach in Grossbritannien kein effek-
tiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG be-
stehe,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

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dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Eingabe vom 17. Sep-
tember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfechten und dabei be-
antragen liess, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, und die 
Sache sei zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde ein "Immigration Factual Summary" beilag,

dass auf den Inhalt der Beschwerde - soweit wesentlich - in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass mit Eingabe vom 18. September 2008 folgende Beweismittel zu 
den  Akten  gereicht  wurden:  Bestätigung  der  Fürsorgeabhängigkeit 
vom 15. September 2008, Bestätigung des Justice of the Peace vom 
3. September 2008 (Kopie), Schreiben der Human Rights Commission 
of Sri Lanka vom 23. Juni 2008 sowie zwei bildliche Darstellungen be-
treffend die Aktivitäten des ICRC (Kopien), Schreiben des Zivilstands-
amtes Wettingen vom 18. August 2008 betreffend die Vorbereitung der 
Eheschliessung und Trauung in der Schweiz (Kopie), Bestätigung vom 
16. September 2008 betreffend eine Tempel-Trauung sowie drei Fotos, 
ärztliches Zeugnis von Dr. med. W. S. vom 12. September 2008,

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyl-
rechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mittei-
lungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der Regel 
nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat 

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nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie 
sich vorher aufgehalten haben,

dass diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall erfüllt sind,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  vorgängig  in 
Grossbritannien aufgehalten hat,

dass  Grossbritannien  (ebenso  wie  alle  anderen  EU-  und  EFTA-
Staaten) vom Bundesrat am 14. Dezember 2007 als sicherer Drittstaat 
im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet worden ist,

dass der Beschwerdeführer nach Grossbritannien zurückkehren kann, 
da dessen Behörden am 1. September 2008 einer Rückübernahme zu-
gestimmt haben,

dass  im  vorliegenden  Fall  keine  Ausschlussgründe  im  Sinne  von 
Art. 34 Abs. 3 AsylG bestehen,

dass  der  Beschwerdeführer  entgegen  seinem  entsprechenden  Vor-
bringen  auf  Beschwerdeebene  über  keine  nahen  Angehörigen  oder 
engen  Bezugspersonen  in  der  Schweiz  verfügt  (vgl.  Art.  34  Abs.  3 
Bst. a AsylG),

dass die Beziehung zu der in der Schweiz lebenden, inzwischen reli-
giös angetrauten Frau des Beschwerdeführers kaum als eng bezeich-
net  werden kann,  nachdem sich  der  Beschwerdeführer  erst  seit  Juli 
2008 in der Schweiz befindet und die erwähnte Trauung nach Brauch 
am 6. September 2008 stattfand,

dass der Beschwerdeführer diese Frau bezeichnenderweise während 
des gesamten vorinstanzlichen Verfahrens mit keinem Wort erwähnte,

dass weder das eingeleitete Ehevorbereitungsverfahren in der Schweiz 
-  dessen  Ausgang  im  Übrigen  ungewiss  ist  -  noch  die  Schwanger-
schaft  der  Partnerin  des  Beschwerdeführers  den  Tatbestand  von 
Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG als erfüllt erscheinen lassen können,

dass nämlich im heutigen Zeitpunkt nach dem Gesagten weder eine 
rechtmässige Ehefrau noch ein leibliches Kind des Beschwerdeführers 
in der Schweiz leben und er auch über keine anderweitigen Bezugs-
personen in der Schweiz verfügt,

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dass die Flüchtlingseigenschaft  des Beschwerdeführers mit  Blick auf 
die  gesamte  Aktenlage  nicht  offensichtlich  zutage  tritt  (vgl.  Art.  34 
Abs. 3 Bst. b AsylG),

dass der Beschwerdeführer widersprüchliche und teilweise tatsachen-
widrige Angaben zur Frage machte, wo er sich in den letzten Jahren 
aufgehalten habe,

dass  er  zunächst  erklärte,  er  sei  vor  seiner  Ankunft  in  der  Schweiz 
noch nie im Ausland gewesen (vgl. A1, S. 7), wodurch er seinen Auf-
enthalt in Grossbritannien bewusst verheimlichte,

dass er anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 5. Sep-
tember 2008 geltend machte, er habe sich von Juni 2001 bis im Jahr 
2006  in  Grossbritannien  aufgehalten  und  sei  anschliessend  nach 
Sri Lanka zurückgekehrt,

dass in der Beschwerde jedoch ausgeführt wird, der Beschwerdefüh-
rer sei erst im März 2008 nach Sri Lanka zurückgekehrt,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  angesichts 
dieser widersprüchlichen und teilweise erwiesenermassen tatsachen-
widrigen Aussagen insgesamt wenig glaubhaft wirken,

dass insbesondere sein Vorbringen, wonach er sich zwischen seinem 
Aufenthalt  in  Grossbritannien  und  seiner  Einreise  in  die  Schweiz  in 
Sri Lanka aufgehalten habe und dort  verfolgt  worden sei,  zweifelhaft 
ist,

dass  die  eingereichten  Beweismittel  ausserdem nicht  geeignet  sind, 
die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers zu belegen,

dass die Anzeige vom 24. Juni 2008 sowie das Schreiben der Men-
schenrechtskommission vom 23. Juni 2008 im besten Fall die Anzeige-
erhebung an sich respektive die Anfrage der Menschenrechtskommis-
sion  beim Brigadier-Kommandant  von (...)  betreffend  eine  vermisste 
Person  belegen  können,  nicht  jedoch  die  vom  Beschwerdeführer 
geltend gemachten Verfolgungshandlungen,

dass  der  eingereichten  Anzeige  und  dem Schreiben  der  Menschen-
rechtskommission im Übrigen kein direkter Hinweis auf die Person des 
Beschwerdeführers zu entnehmen ist, 

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dass die Bestätigung des Justice of the Peace vom 3. September 2008 
offensichtlich  auf  Hörensagen  beruht  und  als  leicht  erhältliches 
Gefälligkeitsschreiben zu erachten ist,  welches ebenfalls nicht geeig-
net  ist,  die  geltend  gemachte  Verfolgung  des  Beschwerdeführers  in 
Sri Lanka im Jahr 2008 glaubhaft zu machen,

dass daher gute Gründe für die Annahme bestehen, der Beschwerde-
führer habe sich im Jahr 2008 gar nicht in Sri Lanka aufgehalten und 
berufe sich auf konstruierte Verfolgungsvorbringen,

dass mangels entsprechender gegenteiliger, konkreter Hinweise davon 
auszugehen  ist,  in  Grossbritannien  bestehe  effektiver  Schutz  vor 
Rückschiebung nach Art.  5  Abs. 1  AsylG (vgl. Art. 34  Abs. 3  Bst. c 
AsylG),

dass  sich  diese  Vermutung  bereits  aus  dem  Status  von 
Grossbritannien  als  sicherer  Drittstaat  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2 
Bst. b AsylG ergibt,

dass  Grossbritannien  ausserdem  Signatarstaat  der Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten  (EMRK, SR 0.101)  sowie  des Abkommens vom 28. Juli  1951 
über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30)  ist  und 
keine Hinweise dafür bestehen, Grossbritannien würde sich nicht aus 
die daraus resultierenden Verpflichtungen halten,

dass  der  Beschwerdeführer  einwendet,  ihm  drohe  seitens  der  briti-
schen Behörden eine Abschiebung nach Sri Lanka,

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  den  Akten  zufolge  das  Asylver-
fahren in Grossbritannien erfolglos durchlaufen hat,

dass der Grundsatz der Rückschiebung indes nur Personen schützt, 
wel0che die Flüchtlingseigenschaft erfüllen,

dass unter  diesen Umständen davon ausgegangen werden kann,  es 
sei  dem  Beschwerdeführer  in  Grossbritannien  nicht  gelungen,  eine 
flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft 
zu machen,

dass der Einwand, wonach ihm in Grossbritannien die Rückschiebung 
nach Sri Lanka drohe und die Wegweisungspraxis von Grossbritannien 

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strenger sei als diejenige der Schweiz, somit kein Ausschlussgrund im 
Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG begründet,

dass  das  BFM  nach  dem  Gesagten  zu  Recht  in  Anwendung  von 
Art. 34  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Gross-
britannien in Beachtung der massgebenden völker-  und landesrecht-
lichen Bestimmungen zulässig ist,  da der Beschwerdeführer damit in 
einen Drittstaat ausreisen kann, in welchem er Schutz vor Rückschie-
bung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet (vgl. die vorstehenden 
Erwägungen),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die in Grossbritannien herrschende, allgemeine Lage noch 
individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Aus-
schaffung dorthin schliessen lassen,

dass ein Bruder sowie ein Cousin des Beschwerdeführers in Grossbri-
tannien leben (vgl. A28, S. 2 und 3), welche ihn dort bei Bedarf unter-
stützen können,

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dass der Vollzug der Wegweisung nach Grossbritannien daher zumut-
bar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Gross-
britannien schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine prak-
tischen  Vollzugshindernisse  bestehen  und  die  britischen  Behörden 
einer Rückübernahme zugestimmt haben,

dass der vom BFM verfügte Wegweisungsvollzug nach Grossbritanni-
en daher zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzuweisen  ist,  da  sich  die  Be-
schwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aussichtslos er-
wies,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache 
gegenstandslos geworden ist.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
gen: Einzahlungsschein, vorinstanzliche Verfügung im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- das (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Anna Dürmüller

Versand:

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