# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b724c844-f7ff-507b-92f0-277421cea786
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.05.2016 BB.2016.101
**Docket/Reference:** BB.2016.101
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2016-101_2016-05-31

## Full Text

Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).

Beschluss vom 31. Mai 2016  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud, 

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

 

Parteien 

  

A. und B.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft 

(Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO) 

 
 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2016.101-102 

BP.2016.34-37 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. und B. mit Strafanzeige vom 29. März 2016 an den Präsidenten des 

Bundesstrafgerichts gelangten (Verfahrensakten, Schreiben vom 29. März 

2016);  

 

- das Generalsekretariat des Bundesstrafgerichts die obgenannte Anzeige 

zuständigkeitshalber am 8. April 2016 an die Bundesanwaltschaft (nachfol-

gend „BA“) weiterleitete (Verfahrensakten, Schreiben vom 8. April 2016);  

 

- die BA am 27. April 2016 diese als ungenügend für die Eröffnung einer Straf-

untersuchung einstufte und A. und B. mitteilte, dass sie ihre Vorwürfe - falls 

sie an der Anzeige festhalten möchten - substantiieren müssten; die BA zu-

dem festhielt, dass aufgrund der Anzeige nicht einzusehen sei, inwiefern 

Bundesstrafgerichtsbarkeit vorliege (act. 1.1);  

 

- A. und B. dagegen mit Beschwerde vom 9. Mai 2016 (zunächst per Fax und 

dann per Einschreiben am 17. Mai 2016) an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangen und sinngemäss die Eröffnung einer Straf-

untersuchung beantragen (act. 1); 

 

- die Beschwerdeführer in der Folge unaufgefordert verschiedene Dokumente 

per Post, Telefax und E-Mail einreichten.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben 

werden kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des 

Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG, SR 173.71]);  

 

- nach Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung 

eröffnet, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der 

Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tat-

verdacht ergibt;  

 

- die Beschwerdeführer in ihrer Strafanzeige davon ausgehen, dass Kon-

kurrenten ihrer Firmen versuchen, den Durchbruch ihrer UHD-Audio-Tech-

nologie mit diversen Mitteln, namentlich organisatorischer Art, durch 

Abhaltung von Investoren und auch Korruption zu vereiteln; 

- 3 - 
 
 

 

- der Strafanzeige und den zahlreichen Unterlagen indessen keine Informa-

tionen zu entnehmen sind, die eine Straftat, die der Bundesstrafgerichts-

barkeit unterliegt, nahe legen; 

 

- mithin die Beschwerdegegnerin zurecht festhielt, dass gestützt auf diese 

Anzeige kein Verfahren eröffnet werden kann;  

 

- nach dem Gesagten die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzu-

weisen ist, was zu einem Kurzverfahren ohne Schriftenwechsel führt;  

 

- die Beschwerdeführer zudem 12 verschiedene vorsorgliche Massnahmen 

beantragen;  

 

- mit dem Entscheid in der Hauptsache die Gesuche um vorsorgliche Mass-

nahmen als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben werden 

können; 

 

- jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf 

unentgeltliche Rechtspflege hat, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichts-

los erscheint (Art. 29 Abs. 3 Satz 1 BV; Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO; 

BGE 138 III 217 E. 2.2.4); 

 

- gemäss obiger Ausführungen die Beschwerde sich zum Vornherein als 

aussichtslos erweist, infolgedessen das Gesuch der Beschwerdeführer um 

unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführer als unterliegende 

Parteien die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu tragen haben 

(vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf das reglementarisch vorgesehene Minimum von 

Fr. 200.-- festgesetzt und den Beschwerdeführern mit solidarischer Haftbar-

keit auferlegt wird (Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafge-

richts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädi-

gungen in Bundesstrafverfahren [BStKR, SR 173.713.162). 

 

 

 

- 4 - 
 
 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 

3. Die Gesuche um vorsorgliche Massnahmen werden als gegenstandslos von 

der Geschäftskontrolle abgeschrieben. 

 

4. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird den Beschwerdeführern mit solidari-

scher Haftbarkeit auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 31. Mai 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. und B. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (vgl. Art. 79 BGG).