# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc1a326a-c256-5d26-afbd-2e22e805b76d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2019 F-2753/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2753-2019_2019-06-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2753/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  J u n i  2 0 1 9   

Besetzung 
 Richterin Susanne Genner (Vorsitz), 

Richterin Sylvie Cossy, Richter Martin Kayser,    

Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea,   

vertreten durch MLaw Thierry Büttiker,  

Rechtsschutz für Asylsuchende –  

Bundesasylzentrum Region Bern,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 22. Mai 2019. 

 

 

 

F-2753/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 7. Mai 2019 in der Schweiz um Asyl. 

Dabei machte er geltend, am 5. Januar 2003 geboren und damit noch min-

derjährig zu sein.  

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Datenbank (Eurodac) ergab, dass der 

Beschwerdeführer am 16. November 2017 in Frankreich um Asyl ersucht 

hatte. Ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-VIS) 

ergab ausserdem, dass ihm von Frankreich ein vom 29. August 2017 bis 

am 29. November 2017 gültiges Visum für den Schengen-Raum ausge-

stellt wurde und der Beschwerdeführer seinem Antrag einen guineischen 

Reisepass, gültig vom 20. Juli 2016 bis 20. Juli 2021, vorgelegt hatte. Aus 

dem Reisepass geht als Geburtsdatum der 1. Juli 1987 hervor. (vgl. Aus-

zug CS-VS, in den Akten der Vorinstanz). 

C.  

Am 9. Mai 2019 ersuchte das SEM die französischen Behörden um Rück-

übernahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags 

auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). Die-

sem Gesuch wurde am 13. Mai 2019 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dub-

lin-III-VO entsprochen. 

C.a. Anlässlich der UMA EB (Erstbefragung eines minderjährigen unbe-

gleiteten Asylsuchenden) vom 21. Mai 2019 wiederholte der Beschwerde-

führer, am 5. Januar 2003 geboren und 16 Jahre alt zu sein. Seine Mutter 

sei im Jahr 2010 – als er 7 Jahre alt gewesen sei – gestorben. Sie habe 

ihm vor ihrem Tod sein Geburtsdatum genannt. Zuvor habe er es nicht ge-

kannt. Papiere oder Dokumente habe er jedoch nie bekommen. Im Jahr 

2015 habe er sich entschieden, auf eine Abenteuerreise zu gehen und sich 

nach Gabun begeben. Dort habe er einen guineischen Reisepass gekauft. 

Er habe einer Person, die ihm behilflich gewesen sei, Geld und ein Foto 

von sich gegeben. Auf deren Anraten habe er sich älter gemacht, um ein 

Visum für Frankreich erlangen zu können. Parallel dazu hätten die Perso-

nen sein Foto bearbeitet, um ihn älter erscheinen zu lassen (vgl. Ziff. 1.06 

[S. 4] des Protokolls, in den Akten der Vorinstanz). 

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Seite 3 

C.b. Im Rahmen der EB wurde ihm das rechtliche Gehör zu einem allfälli-

gen Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit einer Überstellung nach 

Frankreich gewährt, da Frankreich gemäss seinen Aussagen sowie auf-

grund des Abgleichs der Fingerabdrücke mit der Eurodac-Datenbank 

grundsätzlich für die Behandlung des Asylgesuchs in Frage komme. Der 

Beschwerdeführer machte hierzu geltend, dort sei sein Asylgesuch nicht 

akzeptiert worden. Er sei dort auch mit einem falschen Geburtsdatum re-

gistriert. Deshalb könne er auch in Frankreich keine Schule besuchen oder 

eine Ausbildung machen. Aus diesem Grund wolle er nicht dorthin zurück-

kehren. 

D.  

Mit Verfügung vom 22. Mai 2019 (eröffnet am 27. Mai 2019) trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein und wies ihn in den für ihn zu-

ständigen Dublin-Staat (Frankreich) weg. Zudem stellte es fest, dass einer 

allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid keine aufschiebende Wirkung 

zukomme.  

E.  

Mit Beschwerde vom 4. Juni 2019 an das Bundesverwaltungsgericht 

beantragte der Beschwerdeführer, die Verfügung vom 21. Mai 2019 sei auf-

zuheben und die Sache zur vollständigen Sachverhaltsabklärung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz und die Vollzugsbehörden 

seien einstweilig und superprovisorisch anzuweisen, bis zum Entscheid 

über das vorliegende Rechtsmittel von jeglichen Vollzugshandlungen ab-

zusehen. Ferner beantragte er die Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung sowie der unentgeltlichen Prozessführung. Insbesondere sei von der 

Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. 

Der Beschwerde waren unter anderem zwei nicht beglaubigte Fotos des 

Beschwerdeführers beigelegt. Ferner eine Geburtsurkunde im Original mit-

samt beglaubigter Kopie sowie ein Nachbeurkundungsbeschluss zur Aus-

fertigung der Geburtsurkunde und eine beglaubigte Kopie. In der Geburts-

urkunde wird bescheinigt, dass am 5. Januar 2003 ein Junge namens 

A._______ in Conakry geboren worden ist. 

F.  

Mit Telefax vom 5. Juni 2019 ordnete die Instruktionsrichterin einen super-

provisorischen Vollzugsstopp an. Am 19. Juni 2019 wurde der Beschwerde 

die aufschiebende Wirkung zuerkannt. 

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Seite 4 

G. 

Am 5. Juni 2019 lagen die Akten der Vorinstanz dem Bundesverwaltungs-

gericht in elektronischer Form vor (Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG, Art. 31 und 33 

Bst. b VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in der Regel – und 

so auch vorliegend – endgültig ( Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Das Verfahren 

richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzun-

gen sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).  

3.  

3.1. In seiner Rechtsmitteleingabe rügt der Beschwerdeführer eine Verlet-

zung des Untersuchungsgrundsatzes sowie seines Anspruches auf recht-

liches Gehör durch Verfahrensbeschleunigung ad absurdum.  

3.2. Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderer-

seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass 

eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen ein-

greift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Er-

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Seite 5 

lass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 

beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisan-

trägen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise ent-

weder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch 

auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, 

die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren 

Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1; 

BVGE 2009/35 E. 6.4.1 mit Hinweisen). 

Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbrin-

gen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung 

angemessen zu berücksichtigen. Das gilt für alle form- und fristgerechten 

Äusserungen, Eingaben und Anträge, die zur Klärung der konkreten Streit-

frage geeignet und erforderlich erscheinen. Die Behörde nimmt die ihr an-

gebotenen Beweise ab, wenn diese zur Abklärung des Sachverhalts taug-

lich erscheinen (Art. 33 Abs. 1 VwVG). Die Behörde hat demnach die 

Pflicht, die ihr von den Parteien rechtzeitig und formrichtig angebotenen 

Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese würden eine nicht erhebliche 

Tatsache betreffen oder seien offensichtlich untauglich, über den streitigen 

Umstand Beweis zu erbringen. Ferner kann die Behörde im Einzelfall von 

der Beweisabnahme absehen, wenn der rechtserhebliche Sachverhalt be-

reits hinreichend geklärt ist (sog. antizipierte Beweiswürdigung). Kommt 

die Behörde mit anderen Worten zur Überzeugung, dass der rechtserheb-

liche Sachverhalt oder die behauptete Tatsache aufgrund der Akten als 

erstellt erachtet werden kann oder weitere Beweismittel für die Entscheid-

findung nicht relevant sind, kann sie auf eine weitere Beweisabnahme ver-

zichten, ohne dass sie im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung den 

Anspruch auf rechtliches Gehör verletzen würde (vgl. zum Ganzen BGE 

141 I 60 E. 3.3 m.w.H.; BGE 136 I 184 E. 2.2.1).  

3.3. Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes 

wegen fest und bedient sich nötigenfalls der unter Buchstaben a–e aufge-

listeten Beweismittel. Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersu-

chungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). 

Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher 

und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch 

gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent-

scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). Der Untersuchungsgrundsatz 

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Seite 6 

findet seine Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 

AsylG; Art. 13 VwVG).  

4.  

4.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Diesbezüglich kommen die Zuständigkeitskriterien 

gemäss Dublin-III-VO zur Anwendung. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO 

wird jeder Asylantrag von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach 

den Kriterien des Kapitels III (Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat 

bestimmt wird. Das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitglied-

staates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylan-

trag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

4.2. Im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

sind die in Kapitel III (Art. 8-15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der 

dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskri-

terien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden, und es ist von der Si-

tuation im Zeitpunkt, in dem der Antragsteller erstmals einen Antrag in ei-

nem Mitgliedstaat gestellt hat, auszugehen (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO). Im 

Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet dem-

gegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Ka-

pitel III statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.). 

4.3. Der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat ist verpflichtet, 

einen Drittstaatenangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abge-

lehnte wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt 

hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Auf-

enthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder 

aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO). 

4.4. Abweichend von Art. 3 Abs. 1 kann jeder Mitgliedstaat beschliessen, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht).  

5.  

5.1. Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der "Eu-

rodac"-Datenbank ergab, dass dieser am 16. November 2017 in Frankreich 

ein Asylgesuch eingereicht hatte. Ausserdem ergab ein Abgleich mit CS-

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Seite 7 

VIS, dass ihm von Frankreich ein vom 29. August 2017 bis am 29. Novem-

ber 2017 gültiges Visums für den Schengen-Raum ausgestellt wurde. Die 

französischen Behörden stimmten am 13. Mai 2019 dem Ersuchen des 

SEM um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO zu. Die grundsätzliche Zuständigkeit Frankreichs für 

die Durchführung des Asylverfahrens des Beschwerdeführers ist somit ge-

geben und bleibt auch über ein dort rechtskräftig abgeschlossenes Asyl-

verfahren hinaus bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug bestehen. 

Der Beschwerdeführer bestreitet zudem nicht, dort ein Asylgesuch gestellt 

zu haben; er gibt an, er habe einen negativen Asylentscheid erhalten, und 

auch das Beschwerdeverfahren sei erfolglos geblieben. 

5.2. Diese Zuständigkeit hätte aufgrund der in Art. 6 und 8 Dublin-III-VO 

festgelegten Garantien zugunsten Minderjähriger zurückzutreten, wenn 

von der Minderjährigkeit des Beschwerdeführers auszugehen wäre. Hierzu 

gehört der Grundsatz, dass im Falle eines unbegleiteten Minderjährigen 

ohne familiäre Anknüpfungspunkte jener Staat zuständig ist, in dem er sei-

nen Antrag stellt (vgl. Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO). Vorab ist deshalb auf die 

Frage einzugehen, ob die Vorinstanz aufgrund der Aktenlage zu Recht da-

von ausgegangen ist, dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, seine 

Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. 

5.3. Grundsätzlich trägt die asylsuchende Person die Beweislast für die 

von ihr behauptete Minderjährigkeit. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung 

ist eine Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die 

Richtigkeit der betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen. Dabei 

ist insbesondere an für echt befundene Identitätspapiere oder an eigene 

Angaben zu denken (Urteil des BVGer E-4931/2014 vom 21. Januar 2015 

E. 5.1.1, mit Hinweis auf Entscheidungen und Mitteilungen der [vormali-

gen] Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30). 

5.3.1. Die französischen Behörden haben den Beschwerdeführer mit dem 

Geburtsdatum 1. Juli 1987 registriert. Dieses Geburtsdatum wurde dem 

vom 20. Juli 2016 bis zum 20. Juli 2021 gültigen Reisepass entnommen, 

den ihnen der Beschwerdeführer anlässlich seines Antrags auf Erteilung 

eines Visums für den Schengen-Raum vorgelegt hat. Die Vorinstanz geht 

– wie zuvor die französischen Behörden – von der Volljährigkeit des Be-

schwerdeführers aus. Zwar habe der Beschwerdeführer anlässlich der Ein-

reichung seines Asylgesuchs geltend gemacht, am 5. Januar 2003 gebo-

ren und damit noch minderjährig zu sein, doch seien seine Ausführungen 

bei der Erstbefragung zu seinen Familienverhältnissen vage und unklar ge-

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blieben und sein Lebenslauf nicht plausibel erschienen. In diesem Zusam-

menhang wird auf die Schilderung der Reise von Guinea nach Gabun ver-

wiesen, die er alleine und ohne Ausweisschriften im Alter von 12 Jahren 

unternommen haben wolle, wobei er die jeweiligen Grenzen problemlos 

habe passieren können, da er noch minderjährig gewesen sei. Auch seine 

Aussagen im Zusammenhang mit der Ausstellung seines Reisepasses und 

des Visums für den Schengen-Raum seien vage ausgefallen. Auch habe 

er nicht schlüssig erklären können, weshalb man ihn ausgerechnet 15 

Jahre älter gemacht habe. Zudem sei er von den französischen Behörden 

als volljährig registriert worden (Geburtsdatum 1. Juli 1987) und habe nicht 

nachvollziehbar darlegen können, weshalb er in Frankreich seine Angaben 

bezüglich seines Alters nicht habe ändern können. 

5.3.2. Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, ist es nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass 

ein 12-jähriger, aus Guinea stammender Knabe allein eine grenzüber-

schreitende Reise unternimmt. Indessen erscheint es nicht glaubhaft, dass 

der Beschwerdeführer mit einem gefälschten Reisepass mit Geburtsdatum 

1. Juli 1987 von Gabun über Addis Abeba/Äthiopien nach Frankreich ge-

reist ist, ohne dass die Fälschung bei den Grenzkontrollen, namentlich in 

Frankreich, bemerkt worden wäre. Der eklatante Altersunterschied von 16 

Jahren hätte auch den französischen Asylbehörden auffallen müssen. Der 

Beschwerdeführer gab in der Befragung vom 21. Mai 2019 gegenüber dem 

SEM an, er habe keine Gelegenheit gehabt, die französischen Behörden 

auf sein wahres Alter aufmerksam zu machen. In der Beschwerdeschrift 

macht er hingegen geltend, es sei ihm nicht gelungen, die französischen 

Behörden von seiner Minderjährigkeit zu überzeugen. Dieser Widerspruch 

ist klar zu Ungunsten des Beschwerdeführers zu werten.  

5.3.3. Auch mit der im Beschwerdeverfahren eingereichten Geburtsur-

kunde vermag der Beschwerdeführer sein wahres Alter nicht zu beweisen, 

da er über dieses Dokument nicht identifizierbar ist: Das Geburtsdatum ge-

hört zur Identität (vgl. Art. 1a Bst. a AsylV 1; BVGE 2007/7 E. 4.2.3); eine 

Geburtsurkunde ist kein Identitätsausweis (vgl. Art. 1a Bst. c AsylV 1). Der 

Hinweis des Beschwerdeführers auf EMARK 2004 Nr. 30 E. 6.1 ist folglich 

unbehelflich, ist doch dort im Zusammenhang mit dem Nachweis des Alters 

einer asylsuchenden Person von «in erster Linie von dieser Person selbst 

abgegebenen oder von den Behörden auf andere Weise erlangten und für 

echt befundenen Identitätspapieren» die Rede. Schliesslich ist auch nicht 

erstellt, dass es sich bei der auf den nicht beglaubigten Fotos abgebildeten 

Person um den Beschwerdeführer handelt. Dies ist aber insofern nicht von 

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Seite 9 

Belang, als von der äusseren Erscheinung ohnehin nicht präzis auf das 

Alter geschlossen werden kann.  

5.3.4. Zusammenfassend vermag der Beschwerdeführer weder durch die 

eingereichte Geburtsurkunde noch durch die (nicht beglaubigten) Fotos 

den Nachweis zu erbringen, dass er im Zeitpunkt der Einreichung des ers-

ten Asylgesuchs (vgl. E. 4.2) minderjährig war bzw. am 5. Januar 2003 ge-

boren ist. Seine Vorgeschichte, namentlich die Tatsache, dass er die Be-

handlung durch die französischen Behörden als Erwachsener während 

eineinhalb Jahren (…) widerspruchslos hingenommen hat, spricht klar da-

für, dass er bereits damals volljährig war. Vor diesem Hintergrund durfte die 

Vorinstanz von diesem Sachverhalt ausgehen, ohne weitere Abklärungen 

vorzunehmen. Aufgrund der hier zulässigen antizipierten Beweiswürdigung 

ist auch die Rüge der Gehörsverletzung unbegründet. 

5.4. Im Lichte von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO ist zu prüfen, ob es wesentli-

che Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebe-

dingungen für Asylsuchende in Frankreich würden systemische Schwach-

stellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdi-

genden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der Charta der Grundrechte 

der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000; nachfolgend: EU-

Grundrechtecharta) mit sich bringen würden. 

5.4.1. Frankreich ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nach. Es darf davon ausgegangen werden, dieser Staat anerkenne 

und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Per-

sonen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) er-

geben. 

5.4.2. Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt.  

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Seite 10 

5.5. Aus den Angaben im Rahmen der EB ergibt sich, dass der Beschwer-

deführer nicht nach Frankreich zurückkehren möchte. Dort sei sein Asylge-

such nicht akzeptiert worden und da sein Geburtsdatum falsch registriert 

worden sei, könne er dort keine Schule mehr besuchen oder eine Ausbil-

dung machen. 

5.5.1. Mit diesen Vorbringen verlangt der Beschwerdeführer implizit die An-

wendung der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO, respek-

tive der – das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden – Be-

stimmung von Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311), gemäss welcher das SEM das Asylgesuch "aus hu-

manitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dub-

lin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre. Gemäss Praxis des Bundes-

verwaltungsgerichts verfügt das SEM bei der Anwendung der Kann-Be-

stimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessensspielraum 

(vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Dabei überprüft das Gericht den vorinstanzli-

chen Verzicht der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 nicht auf Ange-

messenheit hin; das Gericht beschränkt seine Beurteilung darauf, ob das 

SEM den Sachverhalt diesbezüglich korrekt und vollständig erhoben, allen 

wesentlichen Umständen Rechnung getragen und seinen Ermessensspiel-

raum genutzt hat (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a und b AsylG). 

5.5.2. In den Akten bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Behand-

lung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers in Frankreich mangelhaft 

gewesen sein könnte. Ein definitiver Entscheid über ein Asylgesuch und 

die Wegweisung in das Heimatland stellt nicht per se eine Verletzung des 

Non-Refoulement-Prinzips dar. Das Prinzip der Überprüfung eines Asylge-

suchs durch einen einzigen Mitgliedstaat ("one chance only") dient im Ge-

genteil der Vermeidung von multiplen Asylgesuchen in verschiedenen 

Staaten (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 8.5.3.3). Vorliegend führt die Überstellung 

des Beschwerdeführers nach Frankreich gemäss Akten nicht zu einer Ket-

tenabschiebung, welche gegen das Non-Refoulement-Prinzip verstossen 

würde, wie es in Art. 33 FK verankert ist, und sich ausserdem aus Art. 4 

der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK ableiten lässt. Der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer nach der rechtskräftigen Abweisung 

seines Asylgesuchs in sein Heimatland zurückgeführt werden kann, steht 

deshalb einer Überstellung nach Frankreich nicht entgegen. 

5.5.3. Der Beschwerdeführer gab an, manchmal Schmerzen zu haben, 

weil er Verbrennungen erlitten habe. Gelegentlich habe er auch Schmer-

zen im Brustkorb, doch habe er deswegen weder in der Schweiz noch in 

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Seite 11 

Frankreich einen Arzt aufgesucht. Schwerwiegende gesundheitliche Prob-

leme wurden von ihm jedoch nicht geltend gemacht. 

5.5.4. Wie die Vorinstanz bereits festgestellt hat, verfügt Frankreich über 

eine ausreichende medizinische Infrastruktur und ist wie die übrigen Mit-

gliedstaaten gemäss der Aufnahmerichtlinie verpflichtet, den Antragstellern 

die erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversor-

gung und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und 

schweren psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 

Abs. 1 Aufnahmerichtlinie). Infolgedessen ist gewährleistet, dass der Be-

schwerdeführer bei allfälligen gesundheitlichen Probleme angemessen be-

handelt wird und kein Grund zur Befürchtung besteht, Frankreich könnte 

seinen Verpflichtungen im Rahmen der Dublin-III-VO in medizinischer Hin-

sicht nicht nachkommen. 

5.5.5. Des Weiteren ist nicht anzunehmen, dass Frankreich dem Be-

schwerdeführer dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehen-

den minimalen Lebensbedingungen vorenthalten würde. Bei allfälligen vo-

rübergehenden Einschränkungen könnte er sich nötigenfalls an die franzö-

sischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingun-

gen auf dem Rechtsweg einfordern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie). Ferner 

obliegt den französischen Behörden, das Anliegen des Beschwerdeführers 

bezüglich eines Schulbesuchs bzw. einer Ausbildung zu prüfen und allen-

falls zu ermöglichen.  

5.6. Nach dem Gesagten besteht kein Grund für eine Anwendung der Er-

messenklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO. Die Dublin-III-VO räumt den 

Schutzsuchenden kein Recht ein, den ihren Antrag prüfenden Staat selber 

auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3). Somit bleibt Frankreich der 

für die Behandlung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers zuständige 

Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO. Frankreich ist verpflichtet, das Asylver-

fahren gemäss Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen. 

6.  

Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Da 

der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Nie-

derlassungsbewilligung ist, wurde die Überstellung nach Frankreich in An-

wendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1). 

F-2753/2019 

Seite 12 

7.  

Da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist, sind all-

fällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) 

unter diesen Umständen nicht mehr zu prüfen (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 

m.w.H.). 

8.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen.  

9.  

Der Suspensiveffekt (vgl. Zwischenverfügung vom 19. Juni 2019) fällt mit 

dem vorliegenden Urteil dahin. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hätte der unterliegende Beschwerde-

führer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Er hat indes-

sen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.  

10.1. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf 

Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern ihr Be-

gehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Dabei verfügt 

eine Person dann nicht über die erforderlichen Mittel, wenn sie ohne Be-

einträchtigung des notwendigen Lebensunterhalts die Prozesskosten nicht 

zu bestreiten vermag. Praxisgemäss sind Prozessbegehren als aussichts-

los anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind 

als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet wer-

den können; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung 

und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er 

sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E. 2.2.4; 129 I 129 E. 2.3.1). 

10.2. Vorliegend ist von der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszu-

gehen. Nachdem überdies die von ihm gestellten Begehren nicht als aus-

sichtslos zu beurteilen waren (hinsichtlich des Sachverhalts lagen unter-

schiedliche Angaben vor), ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung gutzuheissen. Demnach sind dem Beschwerdefüh-

rer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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F-2753/2019 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Ulrike Raemy 

 

 

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