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**Case Identifier:** 43afae30-7aa3-5978-8917-583d44286c78
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.01.2022 810 21 233
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-233_2022-01-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Januar 2022 (810 21 233) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Nach- und Strafsteuer zur Staats- und Gemeindesteuer 2007-2011 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Claude 

Jeanneret, Jgnaz Jermann, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber 
Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, 
Beschwerdegegnerin 
 

 B.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Nach- und Strafsteuer zur Staats- und Gemeindesteuer 2007-2011 
(Entscheid des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft, 
Abteilung Steuergericht, vom 19. März 2021) 

 
 
 

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A. Am 19. Mai 2016 eröffnete die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft 
(Steuerverwaltung) aufgrund des Verdachtes einer Unterbesteuerung infolge Nichtdeklaration 
von Vermögen ein Nach- und Strafsteuerverfahren für die Staats- und Gemeindesteuern 2007-
2011 gegenüber den Ehegatten C.____ und A.____. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2017 
erhob die Steuerverwaltung eine Nachsteuer für die Staats- und Gemeindesteuern 2007-2011 
in der Höhe von Fr. 30'419.25 (zuzüglich Verzugszins) und setzte die Steuerbusse für die 
Steuerpflichtige, A.____, auf 100 % der Nachsteuer fest. 
 
B. Mit Einsprache vom 6. Februar 2018 beantragten C.____ und A.____ sinngemäss, es 
sei auf die Erhebung einer Nach- und Strafsteuer zu verzichten. 
 
C. Am 26. Februar 2018 trat die Steuerverwaltung wegen Fristversäumnis auf die Ein-
sprache nicht ein. Den dagegen erhobenen Rekurs hiess das Steuer- und Enteignungsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), mit Urteil vom 19. Oktober 2018 gut 
und wies die Angelegenheit zur materiellen Beurteilung an die Steuerverwaltung zurück. 
 
D. Mit Einspracheentscheid vom 20. August 2020 wies die Steuerverwaltung die Ein-
sprache ab und bestätigte die Nach- und Strafsteuerverfügung. 
 
E. Den von A.____ dagegen erhobenen Rekurs wies das Steuergericht mit Urteil vom 
19. März 2021 ab.  
 
F. Mit Beschwerde vom 1. August 2021 beantragt A.____ beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), sinngemäss, es sei 
die Beschwerde gutzuheissen und das Verfahren betreffend Nach- und Strafsteuer einzustellen. 
Des Weiteren seien sämtliche Kosten, auch die Kosten des Steuergerichts, der Steuerverwal-
tung aufzuerlegen und die Steuerverwaltung sei zu verpflichten, ihr eine Genugtuung in der Hö-
he von Fr. 19'000.-- für die erlittenen psychischen Schäden zu bezahlen. 
 
G. Die Steuerverwaltung und das Steuergericht schliessen in ihren Vernehmlassungen 
vom 12. August 2021 bzw. vom 25. August 2021 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 165 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 
7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts betreffend Nachsteuer- und Bussenver-
fügungen mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde (§§ 43 ff. des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993) beim Kantonsge-
richt angefochten werden. Das Kantonsgericht ist damit für die Beurteilung der Beschwerde 
zuständig und überprüft den angefochtenen Entscheid auf alle Mängel (§ 45 Abs. 2 VPO). 
 

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1.2 Zu prüfen ist, ob auf alle Begehren der Beschwerdeführerin eingetreten werden kann. 
In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege – dazu gehört das Beschwerdeverfahren vor 
dem Kantonsgericht – ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der ange-
fochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/ 
CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auf-
lage, 2014, Rz. 987 und 1051). Streitgegenstand kann nur sein, was bereits Gegenstand des 
erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Disposi-
tionsmaxime zwischen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegeh-
ren bzw. den Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 136 II 462 E. 4.2). Fragen, über die die erstin-
stanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über die sie nicht entscheiden musste, 
darf die obere Instanz – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – nicht beurtei-
len, da sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz oder anderer Behörden eingrei-
fen würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von den Vorinstanzen entschieden wurde, 
oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung nichts zu tun hat, ist unzulässig 
(vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., Rz 988; Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. März 2015 
[810 14 186] E. 1.3). Die Steuerverwaltung führte in der erstinstanzlichen Verfügung vom 
17. Dezember 2017 zusammengefasst aus, die Beschwerdeführerin habe Vermögenswerte 
(ihre Stammanteile an der Firma D.____, Prag [D.____], sowie ihre Beteiligung an der E.____ 
Stiftung, Vaduz [E.____ Stiftung]) in den Steuerperioden 2007 bis 2011 nicht deklariert, weshalb 
die Voraussetzungen für die Erhebung einer Nachsteuer sowie einer Steuerbusse gegeben 
seien. Verfahrensgegenstand kann demgemäss im vorliegenden Verfahren nur die Frage der 
Erhebung einer Nach- und Strafsteuer sein. Soweit die Beschwerdeführerin erstmals vor dem 
Kantonsgericht beantragt, die Steuerverwaltung sei zu verpflichten, ihr eine Genugtuung in der 
Höhe von Fr. 19'000.-- für die erlittenen psychischen Schäden zu bezahlen, geht der Antrag 
über den Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens hinaus, weshalb darauf nicht eingetreten 
werden kann. 
 
1.3 Die übrigen formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO sind erfüllt, sodass 
auf die Beschwerde grundsätzlich (vorbehältlich E. 1.2) einzutreten ist. 
 
2.1 Nach Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 und § 41 StG unterliegt 
das gesamte Reinvermögen der Vermögenssteuer. Zu den steuerbaren Aktiven zählen grund-
sätzlich alle geldwerten Rechte an Sachen sowie an Forderungen und Beteiligungen, unabhän-
gig davon, ob es sich um privates oder geschäftliches, bewegliches oder unbewegliches Ver-
mögen handelt (vgl. DANIEL DZAMKO-LOCHER/HANNES TEUSCHER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 
Kommentar zum Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 
Gemeinden, 3. Auflage, 2017, Art. 13 StHG N 5; THOMAS RAMSEIER, in: Nefzger/Simonek/Wenk 
[Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 2004, § 41 StG N 12). 
 
2.2 Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht 
bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskräftige Veran-
lagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollständige Veranlagung auf ein 

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Verbrechen oder Vergehen gegen die Steuerbehörde zurückzuführen, wird die nicht erhobene 
Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert. Wegen ungenügender Bewertung allein kann 
keine Nachsteuer erhoben werden (§ 146 Abs. 1 StG; Art. 53 StHG). 
 
2.3 Die steuerpflichtige Person muss im Veranlagungsverfahren alles tun, um eine voll-
ständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (§ 101 ff. StG). Insbesondere muss sie das 
Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllen (Art. 42 StHG). 
Steuerpflichtige tragen dabei die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der 
Steuererklärung (vgl. LAURENZ SCHNEIDER/RENÉ MERZ, in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], 
Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 2004, § 146 StG N 4; Urteil des 
Bundesgerichts 2C_304/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 
2C_494/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.1, in: Der Steuerentscheid [StE] 2012 B 72.25 Nr. 2). Eine 
Pflicht zur Vornahme ergänzender Abklärungen besteht für die Veranlagungsbehörde dann, 
wenn die Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Nur solche 
augenfälligen Mängel begründen eine Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht und 
bewirken, dass keine "neuen Tatsachen" im Sinne von § 146 StG vorliegen, die ein Nachsteuer-
verfahren rechtfertigen würden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1225/2012 vom 7. Juni 2013 
E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_494/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.3, in: StE 2012 B 72.25 
Nr. 2).  
 
2.4 Für die Festsetzung der Nachsteuer kommen die Grundsätze, die für das Veranla-
gungsverfahren gelten, zur Anwendung (vgl. MARTIN E. LOOSER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 
Kommentar zum Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 
Gemeinden, 3. Auflage, 2017, Art. 53 StHG N 30). Somit gelten auch im Nachsteuerverfahren 
die allgemeinen Grundsätze zur Beweislast und Mitwirkungspflicht im System der gemischten 
Veranlagung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_130/2017 vom 14. Juli 2017 E. 2.2 und 
2C_304/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 3.4; BGE 121 II 273 E. 3c/aa). Nach der im Steuerrecht 
herrschenden Normentheorie trägt die Steuerbehörde die Beweislast für die steuerbegründen-
den und -erhöhenden Tatsachen. Dagegen ist der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden 
und -mindernden Tatsachen beweisbelastet (vgl. BGE 140 II 248 E. 3.5; BGE 138 II 57 E. 7.1; 
BGE 133 II 153 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_95/2013 vom 21. August 2013 E. 2.2, mit 
Hinweisen). Die Steuerbehörde hat nachzuweisen, was die Eröffnung des Nachsteuerverfah-
rens und den Erlass einer zulasten des Steuerpflichtigen veränderten Veranlagung rechtfertigt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_494/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.3.1, in: StE 2012 B 72.25 
Nr. 2). 
 
3.1 Die Erhebung einer Nachsteuer setzt voraus, dass die Steuerpflichtige nicht oder zu 
tief besteuert worden ist und die Unterbesteuerung auf die fehlende Kenntnis der Steuerbe-
hörden von Tatsachen oder Beweismitteln oder auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen sie 
zurückzuführen ist (§ 146 StG). Entscheidend für die Einleitung eines Nachsteuerverfahrens ist 
zunächst, dass die Beweismittel und Tatsachen neu, d.h. erst nach Eintritt der Rechtskraft der 
Veranlagung entdeckt worden sind (SCHNEIDER/MERZ, a.a.O., § 146 StG N 4). Lediglich rechts-
kräftige Veranlagungsverfügungen und Entscheide sind dem Nachsteuerverfahren zugänglich 
(LOOSER, a.a.O., Art. 53 StHG N 3). Ein Verschulden der Steuerpflichtigen bildet nicht Voraus-

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setzung des Nachsteuerverfahrens (LOOSER, a.a.O., Art. 53 StHG N 5; Urteil des Bundes-
gerichts 2C_458/2014 vom 26. März 2015 E. 2.1 und 6, in: StE 2015 B 97.41 Nr. 29). Die 
Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Nichtdeklaration der Stammanteile der D.____ sowie der 
"Beteiligung an der E.____ Stiftung" erst im Rahmen der Steuerprüfung durch den Geschäfts-
bereich Revisorat mit dem Revisionsbericht vom 7. Dezember 2015 festgestellt worden sei. In 
diesem Zeitpunkt seien die Veranlagungen der Steuerjahre 2007 bis 2011 bereits rechtskräftig 
gewesen. Somit habe es sich um eine "neue Tatsache" gehandelt, weshalb die Voraussetzun-
gen für die Einleitung eines Nach- und Strafsteuerverfahrens gegeben gewesen seien.  
 
3.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet  zu Recht nicht, dass die Veranlagungsverfügungen 
der Jahre 2007 bis 2011 bereits rechtskräftig waren, als die Steuerbehörden im Rahmen der 
Steuerprüfung die Nichtdeklaration der Stammanteile der D.____ und der E.____ Stiftung ent-
deckt haben. Die Voraussetzung für die Einleitung des Nach- und Strafsteuerverfahrens gegen 
die Beschwerdeführerin war damit gegeben. 
 
4.1 Umstritten ist, ob eine Unterbesteuerung vorliegt. Die Vorinstanz erwog, dass das ge-
samte Reinvermögen der Vermögenssteuer unterliege. Dieses bestehe aus sämtlichen steuer-
baren Aktiven und Passiven, die einer Person zuzurechnen seien. Steuerbar seien grundsätz-
lich alle geldwerten Rechte an beweglichen und unbeweglichen, materiellen und immateriellen 
Gütern sowie Forderungen, soweit das Steuergesetz nicht ausdrücklich Ausnahmen vorsehe. 
Beteiligungen bzw. Stammanteile und Aktien unterlägen der Vermögenssteuer und müssten 
daher im Wertschriftenverzeichnis offengelegt werden. Die Beschwerdeführerin habe im Jahr 
2004 die im Jahr 1991 gegründete D.____ erworben und diese Beteiligung im Wertschriftenver-
zeichnis ab der Steuerperiode 2006 nicht mehr deklariert. Die Stammanteile an der D.____ 
hätte die Beschwerdeführerin im Wertschriftenverzeichnis angeben müssen, unabhängig 
davon, dass sich die Firma im Ausland befinde oder in Tschechien selber als Steuersubjekt 
besteuert werde. Weil die Beschwerdeführerin diese Beteiligung ab der Steuerperiode 2006 
nicht mehr im Wertschriftenverzeichnis deklariert habe, sei sie für die Jahr 2007 bis 2011 
nachzubesteuern. Die Beteiligung stelle bewegliches Vermögen dar, welches gemäss Art. 22 
des Abkommens zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Tschechi-
schen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Ein-
kommen und vom Vermögen vom 4. Dezember 1995 (DBA CH-CZ) vom Wohnsitzstaat besteu-
ert werden könne. Im Juni 2007 habe die Beschwerdeführerin eine Kapitalerhöhung von 49,2 
Mio. CZK in Form einer Sacheinlage vorgenommen, indem sie diverse in ihrem Eigentum 
befindliche, in Tschechien liegende Liegenschaften in die Gesellschaft eingebracht habe. Hin-
tergrund für diese Sacheinlage sei – nach Angaben der Beschwerdeführerin – gewesen, dass 
die F.____, mit Sitz in G.____, British Virgin Island, beabsichtigt habe, diese Liegenschaften zu 
kaufen. Da ausländischen Personen nach der damaligen tschechischen Gesetzgebung der 
direkte Erwerb von Immobilien nicht erlaubt gewesen sei, habe sie stattdessen die 
Liegenschaften als Kapitalerhöhung auf die D.____ übertragen. In der Folge sei im Februar 
2008 ein Anteil von 90 % der Beteiligung an der D.____ an die F.____ verkauft worden. Für den 
Kaufpreis sei nur ein Wechsel (Schuldbrief) ausgestellt worden, dessen Schuldbetrag jedoch 
später durch die F.____ nicht beglichen worden sei. In der Folge habe die Beschwerdeführerin 
erreichen können, dass die F.____ die 90 %-Anteile an die E.____-Stiftung der Familie E.____ 

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verkaufe. Die Übertragung sei jedoch eine rein formelle Sache gewesen, da die Beschwerde-
führerin bis heute im Besitz des Schuldbriefs sei. Die Beschwerdeführerin habe sodann die 
Errichtung der E.____ Stiftung in Vaduz nie erwähnt. Obwohl die D.____ von 2008 bis 2013 nur 
noch mit einem Anteil von 10 % der Beschwerdeführerin gehört habe, sei die Beteiligung zu 
100 % von ihr zu versteuern. Der Steuerwert der Liegenschaften sei nach der Formel "(Sub-
stanzwert + Kapitalisierung Bruttoertrag mit 3 %) : 2" berechnet worden. Da für die Liegenschaf-
ten im Zeitpunkt der Sacheinlage eine detaillierte Immobilienbewertung vorgenommen worden 
sei, sei davon ausgegangen worden, dass auf ihnen keine stillen Reserven vorhanden seien. 
Liechtensteinische Stiftungen würden in der Schweiz nur unter ganz bestimmten Voraussetzun-
gen anerkannt. So müsse in der Stiftungsurkunde reglementarisch verhindert werden, dass die 
Stifterin die Möglichkeit erhalte, sich selbst zu begünstigen. Die E.____ Stiftung könne steuer-
lich nicht anerkannt werden, weil die Stiftungsurkunde einen Widerruf bzw. eine Auflösung der 
Stiftung sowie die Abänderung der Stiftungsurkunde und sämtlicher Bei- oder Zusatzstatuten 
durch den Stifter oder – nach seinem Tod – durch den Stiftungsrat oder die Destinatäre nicht 
ausdrücklich ausschliesse. Die Stiftung scheine zudem einzig zum Zweck der Steuerumgehung 
errichtet worden zu sein. Durch die Übertragung der Beteiligung an der D.____ an die E.____ 
Stiftung habe die Beschwerdeführerin nicht unerhebliche Vermögenssteuern einsparen können. 
Die steuerliche Nichtanerkennung der E.____ Stiftung in Vaduz habe zur Folge, dass die Erträ-
ge und Vermögenswerte der Stiftung der Beschwerdeführerin als Stifterin zuzurechnen seien. 
 
4.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet sinngemäss eine Unterbesteuerung in Bezug auf die 
ihr zugerechneten Vermögenswerte der D.____ und der E.____ Stiftung. Die Liegenschaften in 
Tschechien seien nach dem DBA CH-CZ in der Schweiz nicht zu besteuern. Sie habe sodann 
keine Steuerumgehung beabsichtigt. Die entsprechende rechtliche Würdigung der Vorinstanz 
sei falsch. Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, die Vorinstanz sei fälschlicher-
weise davon ausgegangen, dass sie die D.____ im Jahr 2004 gekauft habe. Vielmehr habe sie 
die D.____ im Jahr 1991 als Aktiengesellschaft gegründet und im Jahr 2004 lediglich die 
Rechtsform geändert. Sie habe sodann nicht gewusst, dass sie die D.____ in der Schweiz 
deklarieren müsse. Die eigenständige E.____ Stiftung mit Sitz in Vaduz, die nach der Gesetz-
gebung des Fürstentums Liechtenstein gegründet worden sei, müsse nach dem internationalen 
Recht als solche steuerlich anerkannt werden, weshalb die entsprechenden Vermögenswerte 
ihr nicht zuzurechnen seien. 
 
4.3 Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz eine unzulässige rechtliche Würdigung vorgenom-
men hat, indem sie die E.____ Stiftung steuerrechtlich nicht anerkannt und die über die D.____ 
in die E.____ Stiftung eingebrachten Vermögenswerte direkt der Beschwerdeführerin zugerech-
net hat.  
  
4.4.1 Wie bei der Stiftung nach Schweizer Recht bedarf es zur Errichtung einer Stiftung nach 
liechtensteinischem Recht der Widmung eines Vermögens für einen bestimmt bezeichneten 
Zweck; die Stiftung ist eine juristische Person. Als Stiftungszwecke kommen gemeinnützige 
oder privatnützige Zwecke in Betracht. Die reine liechtensteinische Familienstiftung ist eine pri-
vatnützige Stiftung, deren Vermögen der Bestreitung der Kosten der Erziehung oder Bildung, 
der Ausstattung oder Unterstützung von Angehörigen einer oder mehrerer Familien oder ähnli-

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chen Familieninteressen dient, gemischte Familienstiftungen dienen ergänzend auch gemein-
nützigen oder anderen privatnützigen Zwecken (vgl. PHILIPP BETSCHART, Die Besteuerung von 
im Ausland errichteten Familienstiftungen, in: SteuerRevue [StR] 76/2021, S. 666 f.). Anders als 
nach schweizerischem Zivilrecht (vgl. Art. 335 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs 
[ZGB] vom 10. Dezember 1907) sind Familienunterhaltsstiftungen oder Genussstiftungen und 
Familienfideikommisse nach liechtensteinischem Recht erlaubt; insbesondere können diese 
Stiftungen somit den Familienangehörigen den Genuss an Stiftungsvermögen und -ertrag auch 
ohne besondere Bedarfssituation verschaffen. Die Errichtung der Stiftung erfolgt durch eine Stif-
tungserklärung unter Lebenden oder von Todes wegen durch letztwillige Verfügung oder durch 
Erbvertrag. In der Stiftungsurkunde kann vorgesehen werden, dass der Stifter die Stiftung wi-
derrufen oder die Stiftungsurkunde abändern kann. Anders als die Stiftung nach Schweizer 
Recht ist eine solche liechtensteinische Stiftung somit kein starres Gebilde (vgl. BETSCHART, 
a.a.O., S. 667). Die sogenannt kontrollierte Familienstiftung wird in der Literatur als klassische 
Form der liechtensteinischen Familienstiftung bezeichnet. Die Stifterin erteilt einem Treuhänder 
den Auftrag, eine Stiftung gemäss ihren Weisungen zu errichten. Durch einen Mandatsvertrag 
bindet sie den Stiftungsrat an ihre Instruktionen und behält damit indirekt die Kontrolle über das 
Stiftungsvermögen. Die kontrollierte Familienstiftung wird in Liechtenstein sowohl zivilrechtlich 
als auch steuerlich transparent behandelt, d.h. das Stiftungsvermögen wird weiterhin der Stif-
terin zugerechnet (NATALIE PETER, Die liechtensteinische Stiftung und der Trust im Schweizer 
Steuerrecht, in: Forum für Steuerrecht [FStR] 2003, S. 164). Im Gegensatz zur sogenannt kon-
trollierten Familienstiftung behält sich die Stifterin bei der nicht kontrollierten Familienstiftung 
keine Kontrolle über das Stiftungsvermögen vor. Die Entscheidungsbefugnis und die Verwal-
tung liegt ausschliesslich beim Stiftungsrat. Die Stifterin hat sich somit tatsächlich von ihren Ver-
mögenswerten getrennt. Steuerrechtlich wird die nicht kontrollierte Familienstiftung als juristi-
sche Person mit eigener Rechtspersönlichkeit und damit als selbständiges Steuersubjekt aner-
kannt (vgl. PETER, a.a.O., S. 164 f.). 
 
4.4.2 Je nachdem, ob eine ausländische Stiftung auch nach schweizerischem Recht als ein 
Gebilde mit eigener Rechtspersönlichkeit anerkannt wird, welches selbst Rechte und Pflichten 
als Steuersubjekt wahrnehmen kann, können die Steuerfolgen für die Stifterin, die Begünstigten 
und unter Umständen auch für die Stiftung selbst unterschiedlich ausfallen (PETER MÄUSLI-
ALLENSPACH, Steuerliche Überlegungen bei der Widmung von Vermögenswerten an ausländi-
sche Stiftungen, in: StR 51/1996, S. 115 f.). Wird eine liechtensteinische Familienstiftung im 
schweizerischen Steuerrecht als eigenes Steuersubjekt anerkannt, werden Stiftungsvermögen 
und -ertrag auch bei ihr besteuert (sog. Trennungsprinzip). Verweigern die schweizerischen 
Steuerbehörden der liechtensteinischen Stiftung dagegen die steuerrechtliche Anerkennung, so 
werden ihr Vermögen und ihre Einkünfte der in der Schweiz wohnhaften Stifterin zugerechnet 
und unterliegen somit weiterhin der schweizerischen Steuerhoheit. Über die steuerrechtliche 
Anerkennung einer liechtensteinischen Familienstiftung in der Schweiz entscheidet alleine das 
schweizerische Recht (ANDREA OPEL, Steuerliche Behandlung von Familienstiftungen, Stiftern, 
und Begünstigten – in nationalen und internationalen Verhältnissen, 2009, S. 292 f.).  
 
4.4.3 Die steuerrechtliche Anerkennung einer Familienstiftung setzt voraus, dass eine tat-
sächliche und effektive Ausscheidung eines Vermögens oder Vermögensteils von der Stifterin 

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auf die Stiftung stattgefunden hat und sowohl die Stifterin wie auch die Destinatäre über das 
Stiftungsvermögen nicht mehr frei, sondern nur noch im Rahmen der in der Stiftungsurkunde 
festgesetzten Vermögenswidmung verfügen bzw. daran partizipieren können (HANS WIPFLI, 
Besteuerung der Vereine, Stiftungen und übrigen juristischen Personen, 2000, S. 196). Im 
schweizerischen Steuerrecht findet für die Beurteilung der Steuerrechtsfähigkeit einer ausländi-
schen juristischen Person grundsätzlich die Inkorporationstheorie Anwendung. Danach wird 
eine ausländische juristische Person in der Schweiz ebenfalls als Gebilde anerkannt, wenn 
diese auch im Errichtungsstaat als steuerrechtsfähig und damit als eigenes Steuersubjekt be-
handelt wird (MÄUSLI-ALLENSPACH, a.a.O., S. 117; BETSCHART, a.a.O., S. 668 f.). Allerdings wird 
aufgrund der konkreten Umstände überprüft, ob von der zivilrechtlichen Gestaltung abzuwei-
chen und Stiftungsvermögen und -erträge nicht der Stiftung, sondern der Stifterin oder den Be-
günstigten zuzurechnen sind. Juristische Personen, die nur der Steuerumgehung oder Steuer-
verschiebung dienen, werden steuerrechtlich nicht anerkannt, was der bundesgerichtlichen Pra-
xis zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei Vorliegen einer Steuerumgehung entspricht 
(MÄUSLI-ALLENSPACH, a.a.O., S. 118). Eine Steuerumgehung wird nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung angenommen, wenn (1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung 
als ungewöhnlich (insolite), sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen Gege-
benheiten völlig unangemessen erscheint, (2.) anzunehmen ist, dass die gewählte Rechts-
gestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei 
sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet wären, und (3.) das gewählte Vorgehen 
tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, sofern es von den Steuerbehör-
den hingenommen würde. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist aufgrund der konkreten 
Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Wird eine Steuerumgehung bejaht, ist der Besteuerung die 
Rechtsgestaltung zugrunde zu legen, die sachgemäss gewesen wäre, um den erstrebten wirt-
schaftlichen Zweck zu erreichen (BGE 131 II 627 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 2A.470/2002 
vom 22. Oktober 2003, E. 4.1 und 5.1, in: StR 59/2004 S. 127; je mit Hinweisen).  
 
4.4.4 Eine Zurechnung des Vermögens an die Stifterin kann sich aber auch aus der Ausle-
gung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen ergeben. Nach der Rechtsprechung des Ver-
waltungsgerichts Zürich ist bei der Verwendung von zivilrechtlichen Begriffen in Steuerrechts-
normen zwar grundsätzlich auch deren zivilrechtliche Bedeutung für das Steuerrecht massge-
bend. Auch dem Zivilrecht entnommene Begriffe sind aber aus dem steuerrechtlichen Bedeu-
tungszusammenhang heraus zu verstehen. Im Zusammenhang mit ausländischen Rechtsinsti-
tuten, namentlich bei ausländischen Stiftungen, ist für die Auslegung der steuerrechtlichen Be-
stimmungen von entscheidender Bedeutung, wer aufgrund der Umstände des Einzelfalls 
tatsächlich über das Vermögen verfügen kann (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich 
SR.2006.00004 vom 23. August 2006 E. 2.4). Verschiedene steuerrechtliche Bestimmungen 
knüpfen nicht strikt an das Zivilrecht an. So setzen beispielsweise die Bestimmungen über das 
steuerbare Vermögen (Art. 13 StHG) und entsprechende kantonale Bestimmungen das zivil-
rechtliche Eigentum an den Vermögenswerten nicht zwingend voraus. Es handelt sich um Nor-
men mit wirtschaftlichen Anknüpfungspunkten, bei deren Auslegung der zu beurteilende Sach-
verhalt nicht strikt nach der zivilrechtlichen Ausgestaltung, sondern nach seinem wirtschaftli-
chen Gehalt zu würdigen ist. Eine Auslegung der anzuwendenden Bestimmungen nach ihrem 
wirtschaftlichen Gehalt drängt sich im Bereich der ausländischen Stiftungen namentlich dann 

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auf, wenn die Stifterin über das Stiftungsvermögen wie über ihr eigenes Vermögen verfügen 
oder die Vermögenswerte mittels Widerruf der Stiftung jederzeit zurückerlangen kann, aber die 
Voraussetzungen zur Annahme einer Steuerumgehung nicht erfüllt sind. Letzteres kann 
insbesondere dann der Fall sein, wenn für die Stiftungserrichtung nichtsteuerliche Motive ent-
scheidend waren. Als solche können die Nachfolgeplanung oder der Schutz der Vermögens-
werte in Frage kommen (BETSCHART, a.a.O., S. 670). Ob Stiftungsvermögen und -erträge der 
Stiftung, der Stifterin oder den Begünstigten zuzuordnen sind, beurteilt sich damit aufgrund der 
gesamten Umstände des Einzelfalls. Zu berücksichtigen sind dabei etwa die Stiftungsurkunde, 
die Beistatuten und die Mandatsverträge zwischen (wirtschaftlicher) Stifterin und Stiftungsräten. 
Eine Zuordnung der Vermögenswerte der Stiftung an die Stifterin drängt sich namentlich auf, 
wenn sich die Stifterin ihres Vermögens nicht definitiv entäussert, was insbesondere der Fall ist, 
wenn sie die Stiftung widerrufen oder ihre Liquidation zu ihren Gunsten fordern kann oder wenn 
die Stifterin aufgrund der konkreten Umstände faktisch oder rechtlich die Kontrolle über das Stif-
tungsvermögen hat (kontrollierte Stiftungen). 
 
4.5 Unbestrittenermassen enthält die Stiftungsurkunde der E.____ Stiftung keine Bestim-
mung, welche die Möglichkeit des Widerrufs oder der Liquidation der Stiftung zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin ausschliessen würden. Damit ist die Voraussetzung des reglementarischen 
Ausschlusses der Selbstbegünstigung nicht gegeben, weshalb bereits aus diesem Grund eine 
steuerrechtliche Anerkennung der Stiftung ausser Betracht fällt. Demgemäss sind die entspre-
chenden – von der Beschwerdeführerin ab der Steuerperiode 2006 nicht mehr deklarierten – 
Vermögenswerte weiterhin der Beschwerdeführerin zuzurechnen, zumal diese auch weiterhin 
faktisch die Kontrolle über das Stiftungsvermögen innehatte.  
 
4.6 Soweit die Beschwerdeführerin die Besteuerung der Stammanteile an der D.____ 
gestützt auf Art. 22 DBA CH-CZ beanstandet, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Gesellschafts-
anteile als bewegliches Vermögen gelten, die am Wohnsitz zu besteuern sind (vgl. Art. 22 
Abs. 4 DBA CH-CZ). 
 
4.7 Die Bemessung der zugerechneten Vermögenswerte wird – wie bereits im vorinstanz-
lichen Verfahren – nicht bestritten und ist im Übrigen auch nicht zu beanstanden. Damit sind 
sämtliche Voraussetzungen für die Erhebung der Nachsteuer erfüllt, was zur Abweisung der 
Beschwerde hinsichtlich der Nachsteuer führt. 
 
5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Voraussetzungen für die Erhebung einer Strafsteuer in der 
Höhe von 100 % der Nachsteuer gegeben sind. 
 
5.2.1 Wer als Steuerpflichtiger vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt, dass eine Veranlagung zu 
Unrecht unterbleibt oder dass eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, (…), wird mit 
Busse entsprechend seinem Verschulden bestraft, die 1/3 bis das Dreifache, in der Regel das 
Einfache der hinterzogenen Steuer beträgt; bei Selbstanzeige kann die Busse bis auf 1/5 der 
hinterzogenen Steuer ermässigt werden (§ 151 StG "vollendete Steuerhinterziehung"; Art. 56 
Abs. 1 und 1ter StHG). Der objektive Tatbestand der vollendeten Steuerhinterziehung setzt somit 
voraus, dass eine Veranlagung ungenügend ausgefallen oder zu Unrecht unterblieben ist und 

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das Gemeinwesen dadurch einen Steuerausfall erleidet. Ist – wie zuvor dargelegt – eine Nach-
steuerpflicht zu bejahen, weil eine rechtskräftige Veranlagung unvollständig blieb, ist zugleich 
der objektive Tatbestand einer Steuerhinterziehung erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_26/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 2A.502/2005 vom 
2. Februar 2006 E. 3.3, in: StR 61/2006 S. 442). 
 
5.2.2 Den subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt, wem Vorsatz oder Fahr-
lässigkeit vorzuwerfen ist. Die Begriffe des Vorsatzes und der Fahrlässigkeit entsprechen jenen 
des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 in Art. 12 Abs. 2 und 
Abs. 3 StGB, die in Verbindung mit Art. 104 und Art. 333 Abs. 1 StGB auch für Übertretungen 
des Nebenstrafrechts Anwendung finden (Urteil des Bundesgerichts 2C_851/2011 vom 15. Au-
gust 2012 E. 2.3, in: StR 67/2012 S. 759). Nach Art. 12 Abs. 2 StGB handelt vorsätzlich, wer die 
Tat mit Wissen und Willen ausführt, wobei es genügt, wenn er die Verwirklichung der Tat für 
möglich hält und in Kauf nimmt (sog. Eventualvorsatz; BGE 138 V 74 E. 8.2, mit Hinweisen). 
Der Nachweis des Vorsatzes gilt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als erbracht, wenn 
mit hinreichender Sicherheit feststeht, dass sich der Beschuldigte der Unrichtigkeit oder Unvoll-
ständigkeit der gemachten Angaben bewusst war. Ist dieses Wissen erwiesen, so muss ange-
nommen werden, dass er auch mit Willen handelte, d.h. eine Täuschung der Steuerbehörden 
beabsichtigt und eine zu niedrige Veranlagung bezweckt (direkter Vorsatz) oder zumindest in 
Kauf genommen hat (Eventualvorsatz). Diese Vermutung lässt sich nicht leicht entkräften, weil 
in der Regel ein anderer Beweggrund für die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der gemach-
ten Angaben nur schwer vorstellbar ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_1157/2016 vom 2. No-
vember 2017 E. 6.2 mit Hinweisen). 
 
5.3 Die Vorinstanz erwog, dass die Beschwerdeführerin ihre Beteiligung an der D.____ 
und der E.____ Stiftung während mehrerer Jahre nicht deklariert habe. Der Beschwerdeführerin 
habe aufgrund ihrer Fachkenntnisse als Treuhänderin und studierte Betriebswirtin zumindest in 
den Grundzügen bewusst gewesen sein müssen, dass die liechtensteinische Stiftung in der 
Schweiz unter den gegebenen Umständen nicht anerkannt werden könne und dass Stamman-
teile von ausländischen Firmen in der Schweiz zu versteuern seien. Damit sei der Tatbestand 
der vollendeten Steuerhinterziehung zumindest eventualvorsätzlich erfüllt. Das von der Be-
schwerdeführerin in den relevanten Jahren gezeigte Verhalten deute in seiner Gesamtheit gar 
auf ein systematisches Vorgehen hin, welches ohne Einschreitung des Revisorates bewirkt 
hätte, dass wesentliche Steuerfaktoren über Jahre hinweg der Besteuerung entzogen gewesen 
wären. Die von der Steuerverwaltung aufgrund eines mittelschweren Verschuldens auf 100 % 
der Nachsteuer festgesetzte Busse erscheine angemessen und sei nicht zu beanstanden. 
 
5.4 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, das Nachsteuer- und das Steuerstraf-
verfahren seien zwei getrennte Verfahren mit unterschiedlichen Rechtsgrundsätzen. Im Steuer-
strafverfahren gelte der Grundsatz der Unschuldsvermutung mit der daraus abgeleiteten Be-
weiswürdigungsregel "in dubio pro reo". Sie habe sodann zu keinem Zeitpunkt die Vorausset-
zung der absichtlichen oder fahrlässigen Handlungen erfüllt. 
 

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5.5.1 Anders als beim Veranlagungs- und Nachsteuerverfahren handelt es sich beim Hinter-
ziehungsverfahren um eine strafrechtliche Anklage im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950. Der 
Steuerpflichtige ist in einem Steuerverfahren oder Nachsteuerverfahren verpflichtet, der Steuer-
behörde die notwendigen Informationen und Unterlagen mitzuteilen (Art. 42 StHG). Demge-
genüber ist das Steuerstrafverfahren (mit Einschluss des Steuerhinterziehungsverfahrens) als 
strafrechtlich im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu qualifizieren; es gilt daher für dieses Verfah-
ren der vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) aus dieser Bestimmung 
abgeleitete Grundsatz des "nemo tenetur se ipsum accusare" (sog. nemo-tenetur-Grundsatz), 
wonach niemand gezwungen werden soll, sich selbst zu belasten (vgl. FRANK MEYER, in: 
Karpenstein/Mayer, EMRK-Kommentar, 3. Auflage, 2022, Art. 6 EMRK N 146). Ein Verstoss 
gegen Art. 6 Ziff. 1 EMRK liegt vor, wenn die Steuerbehörden in einem Nachsteuerverfahren 
Druck auf die Pflichtige ausüben, an der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken, und damit tat-
sächlich Beweismittel erwirken, welche in einem nachfolgenden Steuerstrafverfahren gegen sie 
verwendet werden. Unter solchen Umständen hat die Steuerpflichtige im Ergebnis auch im 
Steuerstrafverfahren zu ihrer eigenen Belastung beigetragen, was dem Verbot des Selbstbelas-
tungszwangs widerspricht (Urteil des Bundesgerichts 2C_288/2018 vom 1. Februar 2019 
E. 2.2.1 mit Verweis auf die Rechtsprechung des EGMR). Beweismittel aus einem (Nach-)Steu-
erverfahren dürfen deshalb in einem Strafverfahren nur dann verwendet werden, wenn sie 
weder unter Androhung einer Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen mit Umkehr der 
Beweislast noch unter Androhung einer Busse wegen Verletzung von Verfahrenspflichten be-
schafft wurden (Art. 57a Abs. 2 StHG). Hingegen ergeben sich aus dem nemo-tenetur-Grund-
satz keine Vorgaben für die Gestaltung des Nachsteuerverfahrens, und zwar unabhängig da-
von, ob dieses vor, parallel oder nach dem Steuerstrafverfahren durchgeführt wird. Die hypothe-
tische Möglichkeit, dass die Behörden im Strafverfahren die gültigen Gesetzesbestimmungen 
bzw. die anwendbaren Verfahrensgarantien missachten, ist für das Veranlagungsverfahren 
nicht schädlich und begründet insofern keine "Vorwirkung" des nemo-tenetur-Grundsatzes (vgl. 
BGE 144 II 427 E. 2.3.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_288/2018 vom 1. Februar 2019 E. 2.4). 
 
5.5.2 Vorliegend ergibt sich aus den Akten, dass die massgebenden Daten – ohne Mitwir-
kung der Beschwerdeführerin – im Rahmen der Steuerrevision ermittelt bzw. beschafft werden 
konnten, da das Handelsregister von Tschechien eine Onlineabfrage von Urkunden ermöglicht. 
Damit ist keine Verletzung des nemo-tenetur-Grundsatzes ersichtlich. 
 
5.6.1 Für das Steuerhinterziehungsverfahren als Strafverfahren gilt sodann die Unschulds-
vermutung (Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] 
vom 18. April 1999; Art. 6 Ziff. 2 EMRK; Urteil des Bundesgerichts 2C_1157/2016 vom 2. No-
vember 2017 E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
5.6.2  Als Beweislastregel bedeutet die Unschuldsvermutung, dass es Sache der Anklage-
behörde ist, die Schuld der Angeklagten zu beweisen, und nicht diese ihre Unschuld nachwei-
sen muss. Im Zweifelsfall ist zu Gunsten der Angeklagten zu entscheiden. Aus der Unschulds-
vermutung und dem darin enthaltenen Grundsatz "in dubio pro reo" ergibt sich im Sinne einer 
Beweiswürdigungsregel, dass den Steuerstrafen keine Sachverhaltselemente zugrunde gelegt 

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werden dürfen, über deren Verwirklichung bei objektiver Würdigung der gesamten Beweislage 
Zweifel bestehen oder die nur als wahrscheinlich gelten. Der Grundsatz ist verletzt, wenn das 
Gericht an der Schuld hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische 
Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht ver-
langt werden kann (vgl. BGE 127 I 38 E. 2a). Folglich muss im Steuerstrafverfahren die Schuld 
der angeklagten Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststehen (Urteile 
des Bundesgerichts 2C_298/2020 vom 9. Oktober 2020 E. 3.2.2 und 2C_682/2018 vom 14. Mai 
2019 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). Ist eine Nichtdeklaration von steuerbaren Einkommens- und 
Vermögensbestandteilen nachgewiesen, so dass keine berechtigten Zweifel mehr daran beste-
hen, ist es – trotz fehlender Mitwirkungspflicht – der steuerpflichtigen Person überlassen, für 
von ihr behauptete gegenteilige Tatsachen den Gegenbeweis zu erbringen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 8. Februar 1991 E. 2b, in: Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 60 
[1991/1992] S. 408). 
 
5.6.3 Aufgrund der durch die Steuerverwaltung beschafften Unterlagen zur D.____ und der 
E.____ Stiftung ist – wie zuvor dargelegt (E. 2-4) und mangels Gegenbeweis durch die Be-
schwerdeführerin – erwiesen, dass die Beschwerdeführerin die ihr zuzurechnenden Vermö-
genswerte in den Steuerperioden 2007-2011 nicht deklariert und mit ihrem Verhalten insofern 
bewirkt hat, dass die entsprechenden rechtskräftigen Steuerveranlagungen unvollständig 
geblieben sind. Damit ist der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht verletzt. 
 
5.7.1 Die Steuerverwaltung und die Vorinstanz gehen von einem eventualvorsätzlichen Ver-
halten der Beschwerdeführerin aus und halten eine Busse in der Höhe von 100 % der Nach-
steuer (Regelbusse nach Art. 56 Abs. 1 StHG und § 151 StG) als sachgerecht. 
 
5.7.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz und der Steuerverwaltung muss davon aus-
gegangen werden, dass es der Beschwerdeführerin, als Treuhänderin und Geschäftsführerin 
der inzwischen erloschenen Firma D.____ Treuhand GmbH mit Sitz in B.____, deren Zweck 
unter anderem in Rechtsberatung, Buchführung, Firmengründungen in der Schweiz und im 
Ausland und Firmen- und Vermögensverwaltung bestand, durchaus bewusst gewesen sein 
muss, dass Stammanteile an ausländischen Gesellschaften in der Schweiz zu deklarieren und 
versteuern sind. Ebenso hätte der Beschwerdeführerin bewusst sein müssen, dass die von ihr 
gewählte Form der liechtensteinischen Familienstiftung – im Falle der Entdeckung durch die 
schweizerischen Steuerbehörden – steuerlich in der Schweiz nicht anerkannt werden kann. Die 
Vorinstanz ist deshalb zu Recht von Eventualvorsatz ausgegangen.  
 
5.7.3 Weiter bringt die Beschwerdeführerin keine Tatsachen vor, die eine Strafmilderung 
unter das Regelstrafmass begründen könnten. Solche sind denn auch nicht ersichtlich. Demge-
mäss ist der Entscheid der Vorinstanz, der von einem zumindest eventualvorsätzlichen Handeln 
und einem mittelschweren Verschulden ausgegangen war, was zu einer Steuerbusse im Regel-
strafmass führte, nicht zu beanstanden. 
 
6. Dies führt zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 
werden kann. 

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7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2'500.-- der unterlegenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'500.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Parteikos-
ten wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 2'500.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 24. Juni 2022 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_527/2022) erhoben.