# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c1aff8b-282d-5c42-a3a3-afca97fd002e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.07.2018 UV 2016/43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-43_2018-07-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/43

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.07.2018

Entscheiddatum: 11.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2018
Art. 6 UVG. Der Beschwerdegegnerin misslingt mit den vorhanden 
medizinischen Unterlagen der überwiegend wahrscheinliche Beweis, dass 
der Status quo sine/ante per Leistungseinstellungszeitpunkt erreicht ist. 
Nachdem der (medizinische) Sachverhalt noch nicht spruchreif abgeklärt ist, 
wird die Streitsache zu weiteren (medizinischen) Abklärungen (inkl. externe 
orthopädische Begutachtung) an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 
2018, UV 2016/43).

Entscheid vom 11. Juli 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/43          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Advokatur

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Robert Baumann AG, Waisenhausstrasse 17, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war von Anfang März 1998 bis Ende Juni 2015 bei 

der B.___ AG als Zimmermann tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert (Suva-act. I/59).

B.   

B.a  Am 16. August 2013 stürzte der Versicherte auf einer Baustelle in C.___ aus einer 

Höhe von rund zwei Metern von einer wegrutschenden Leiter seitlich links hinunter. Er 

landete vorerst auf den Füssen, fiel danach aber auf die linke Hüfte (Suva-act. I/1, I/11). 

Anlässlich der Erstbehandlung vom 28. August 2013 diagnostizierte Dr. med. D.___, 

Allgemeinmedizin FMH, gemäss Arztzeugnis UVG vom 9. September 2013 eine 

Kontusion der LWS und der Hüfte links mit Bursitis trochanterica und attestierte dem 

Versicherten bis 6. September 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Per 7. 

September 2013 bestand beim Versicherten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit als 

Zimmermann (Suva-act. I/5). Die Suva anerkannte mit Schreiben vom 16. September 

2013 ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 16. August 2013 (Suva-act. I/6 ff.), kam 

für die Behandlungsmassnahmen auf und entrichtete Taggelder.

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B.b  Am 11. Oktober 2013 rutschte der Versicherte bei der Montage eines 

Dachfensters in C.___ auf einem nassen Eternitdach aus und prellte sich dabei den 

linken Ellbogen (Suva-act. II/1, II/31). Die Suva anerkannte mit Schreiben vom 26. 

November 2013 ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 11. Oktober 2013 (Suva-act. 

II/3 ff.). Dr. D.___ diagnostizierte bei Erstbehandlung am 21. Oktober 2013 mit 

Arztzeugnis UVG vom 3. Januar 2014 eine Kontusion Ellbogen links mit 

posttraumatischer Epicondylitis radialis humeri links (Suva-act. II-14). Der Heilverlauf 

präsentierte sich ondulierend mit mehreren Phasen von Arbeitsunfähigkeiten (Suva-act. 

II/10 f., II/18-2, II/22 ff., II/27, II/30). Am 24. Februar 2014 wurde ein MRI am linken 

Ellbogen durchgeführt (Suva-act. II/28). Das Ende der Arbeitsunfähigkeit wurde von Dr. 

med. E.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH, per 22. März 2014 festgelegt (Suva-act. II/36). Am 26. Mai 

2014 wurde beim Versicherten bei lateraler Epicondylopathie bei posttraumatischer 

lateraler Kollateralbandläsion und funktioneller postero-lateraler Instabilität Ellbogen 

links eine diagnostische Ellbogenarthroskopie mit Plicaresektion sowie posterolateraler 

Stabilisierung mittels LUCL-Rekonstruktion (Tricepssehne) und Extensorenfixierung 

Ellbogen links durchgeführt (Suva-act. II/50). Entsprechend kam es zu erneuten 

Arbeitsunfähigkeiten (Suva-act. II/51-2: vom 26. Mai bis 18. Juli 2014, Suva-act. II/70: 

bis 22. September 2014).

B.c  Bereits am 26. März 2014 war der Versicherte gemäss Meldung der Arbeitgeberin 

vom 27. Mai 2014 auf einer Baustelle in F.___ auf nassem Boden ausgerutscht und auf 

die rechte Schulter gestürzt (Suva-act. III/1). Dr. med. G.___, Arzt m.b.F. der 

Orthopädie des Spitals H.___, hatte nach durchgeführtem MRI des rechten 

Schultergelenks (am 13. Mai 2014; Suva-act. I/42-4) mit Bericht vom 23. Mai 2014 eine 

symptomatische SLAP II-III-Läsion der glenoidalen Bizepssehneninsertion als auch 

Pulleyläsion mit gelenkseitiger Supraspinatus- als auch kranialer 

Subscapularissehnenläsion Schulter rechts sowie posttraumatische 

Schulterbeschwerden mit Verdacht auf Rotatorenmanschettenbeteiligung Schulter 

rechts bei Status nach Schulterdistorsionstrauma vom 26. März 2014 diagnostiziert. 

Die SLAP-Läsion sei sicherlich mit einer Unfallkausalität in Verbindung zu setzen (Suva-

act. I/13). Am 3. September 2014 führte der Versicherte anlässlich eines Gesprächs mit 

der Suva aus, dass er zwischen zwei Gerüstebenen auf einem nach unten gestellten 

nassen Gerüstbrett ausgerutscht und auf das Gesäss gefallen sei. Dabei habe er zuerst 

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mit dem rechten Ellbogen aufgeschlagen, wobei es ihm einen heftigen Stoss, 

verbunden mit einem Zwick in der Schulter, versetzt habe. Er habe aufgrund des 

sofortigen Auftretens von Schmerzen in der Schulter gemerkt, dass etwas nicht in 

Ordnung sei (Suva-act. III/14-2).

B.d  Am 17. September 2014 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. I.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, untersucht. In seinem Bericht führte dieser Arzt zusammengefasst aus, dass 

aufgrund des vorliegenden MRI-Befundes mit Nachweis einer SLAP-Läsion an der 

rechten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang zum 

geschilderten Unfall vom 26. März 2014 bestehe. Die bildgebend nachgewiesene 

Bursitits trochanterica sei bei durchgehender Schmerzsymptomatik ebenfalls 

unfallkausal. Im weiteren Behandlungsverlauf sei zunächst eine Forcierung der 

physiotherapeutischen Behandlung bezüglich des linken Ellbogengelenks anzuraten. 

Insbesondere sollte versucht werden, das Streckdefizit des linken Ellbogengelenks zu 

verbessern (Suva-act. III/17-7).

B.e  Vom 26. März bis 23. April 2015 kam es bei protrahiertem Heilverlauf zu einem 

Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Bellikon (Suva-act. II/106). Während dieser Zeit 

wurde am 7. April ein weiteres MRI der rechten Schulter (Suva-act. II/107-3) und am 9. 

April ein solches des linken Ellbogens durchgeführt (Suva-act. II/107-1 f.).

B.f  Am 2. Juli 2015 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. J.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

untersucht (Suva-act. I/42). Mit Bericht vom 6. Juli 2015 kam dieser Arzt zum Schluss, 

dass sämtliche vom Versicherten im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung 

angegebenen Beschwerden und demonstrierten Funktionseinschränkungen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr in kausalem Zusammenhang mit den 

verschiedenen Unfallereignissen vom 16. August 2013, 11. Oktober 2013 und 26. März 

2014 stünden, da die vom Versicherten erlittenen Unfallfolgen mit Prellung des linken 

Hüftgelenks, linken Ellbogengelenks und rechten Schultergelenks in der Zwischenzeit 

folgenlos verheilt seien. Der Status quo sei in allen Fällen spätestens ein Jahr nach dem 

jeweiligen Schadenereignis eingetreten (Suva-act. I/42-10).

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B.g  Mit Verfügung vom 20. Juli 2015 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 

31. Juli 2015 ein und verneinte den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen 

(Suva-act. I/43).

C.  

Am 7. September 2015 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom 20. Juli 2015 

durch die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG Einsprache erheben (Suva-act. I/50). 

Mit Eingabe vom 30. November 2015 ergänzte sie die Einsprachebegründung (Suva-

act. I/54-1 ff.) und verwies dabei insbesondere auf den neu eingereichten Bericht von 

Dr. med. K.___, Arzt Orthopädie des Spitals H.___, vom 17. November 2015 (Suva-act. 

I/54-ff.). Nachdem die Dossiers und der vorerwähnte Bericht dem Kreisarzt zur 

Stellungnahme vorgelegt worden waren, wobei dieser mit Beurteilung vom 4. Januar 

2016 vollumfänglich an seinen Einschätzungen vom 6. Juli 2015 (vgl. vorstehende lit. 

B.f) festgehalten hatte (Suva-act. I/57), wies die Suva die Einsprache mit 

Einspracheentscheid vom 25. Mai 2016 ab (Suva-act. I/59).

D.  

D.a Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Mai 2016 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 27. Juni 2016 durch seinen neuen Rechtsvertreter 

(Fürsprecher Urs Kröpfli, Frauenfeld) Beschwerde erheben mit folgenden 

Rechtsbegehren: 1. Der Einspracheentscheid vom 25. Mai 2016 und damit die 

Verfügung vom 20. Juli 2015 seien aufzuheben; 2. Es sei die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, weitere fachärztliche medizinische Abklärungen 

vorzunehmen; 3. Es sei festzustellen, dass die geklagten Beschwerden Folgen der 

Unfallereignisse vom 16. August 2013, vom 11. Oktober 2013 und vom 26. März 2014 

seien, und es seien dem Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen Leistungen nach 

UVG zu erbringen; 4. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den 

Beschwerdeführer angemessen ausserrechtlich zu entschädigen (act. G 1).

D.b Mit Schreiben vom 20. Juli 2016 informierte Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, 

St. Gallen, das Versicherungsgericht dahingehend, dass der Beschwerdeführer neu ihn 

mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt habe (act. G 5).

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D.c In der Beschwerdeantwort vom 16. August 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 27. Juni 2016 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids

vom 25. Mai 2016 (act. G 7).

D.d Mit Replik vom 23. November 2016 liess der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen und deren Begründungen festhalten (act. G 16). Zudem liess er einen 

Bericht von Dr. med. L.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, vom 8. Juli 2016 sowie von Dr. med. M.___, Orthopädie N.___, vom 19. 

September 2016 einreichen (act. G 16.1 f.). Die Beschwerdegegnerin reichte am 20. 

Dezember 2016 eine Duplik ein, wobei auch sie an den Anträgen und deren 

Begründungen gemäss Beschwerdeantwort festhielt (act. G 18).

D.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Unfälle aus den Jahren 2013 und 2014 

zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

2.   

Im angefochtenen Entscheid vom 25. Mai 2016 sind die Bestimmungen über den 

Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 10 UVG 

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[Heilbehandlung], Art. 16 UVG [Taggelder]) sowie die Grundsätze über den für die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem vorausgesetzten natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 

Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Gleiches 

gilt für die Ausführungen zur Sachverhaltsabklärung und zur antizipierten 

Beweiswürdigung, zu Beweismass und Beweislast, zum Beweiswert von Arztberichten 

sowie zum Status quo sine vel ante (act. G 1.2). Darauf wird verwiesen.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat für die vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit 

den Unfallereignissen vom 16. August 2013 (Hüfte links), 11. Oktober 2013 (Ellbogen 

links) und 26. März 2014 (Schulter rechts) geklagten Beschwerden Ansprüche 

anerkannt und bis am 31. Juli 2015 Leistungen erbracht. Strittig und zu prüfen ist, ob 

sie ihre Leistungspflicht über dieses Datum hinaus zu Recht unter Hinweis auf die 

fehlende Unfallkausalität der noch geltend gemachten Gesundheitsstörungen 

verneinte. Dies ist der Fall, wenn ihr der überwiegend wahrscheinliche Beweis gelingt, 

dass per Leistungseinstellungsdatum keine unfallkausalen Restfolgen mehr bestanden 

haben bzw. der Zustand, wie er unmittelbar vor den Unfällen bestanden hat (Status 

quo ante), oder aber derjenige, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

Vorzustands auch ohne die Unfälle früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

sine), erreicht war (vgl. dazu ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54). Renten- und/oder 

Integritätsentschädigungsansprüche stehen nicht zur Beurteilung. Diesbezüglich fehlt 

es an einem Anfechtungsgegenstand. Die in der Verfügung enthaltene „Ablehnung“ des 

Anspruchs auf „weitere Versicherungsleistungen“ lässt gesamthaft und mit Blick auf 

den folgenden Satz, der sich auf Taggeld und Heilbehandlung beschränkt, nicht auf 

eine implizite Prüfung anderer Leistungen schliessen.

4.   

Während der Beschwerdeführer gestützt auf die Arztberichte (insbesondere diejenigen 

von Dr. K.___ vom 17. November 2015 [act. G 1.3] und Dr. M.___ vom 19. September 

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2016 [act. G 16.1; bezüglich Ellbogenproblematik]) eine Kausalität der geklagten 

Beschwerden weiterhin als erwiesen erachtet bzw. die Vornahme weiterer 

fachärztlicher medizinischer Abklärungen für notwendig hält, stellt die 

Beschwerdegegnerin auf die kreisärztlichen Berichte von Dr. J.___ vom 6. Juli 2015 

(Suva-act. I/42) und 4. Januar 2016 (Suva-act. I/57) ab, welche die aus den Unfällen 

vom 16. August 2013 (Hüfte links), 11. Oktober 2013 (Ellbogen links) und 26. März 2014 

(Schulter rechts) erlittenen Verletzungen spätestens per 31. Juli 2015 als abgeheilt 

beurteilen.

4.1  Ergänzend zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid 

bleibt anzumerken, dass hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts entscheidend 

ist, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1). Reinen Aktengutachten kann gleichfalls voller Beweiswert zukommen, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2). Auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

4.2 

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4.2.1      Dr. J.___ führt mit Bericht vom 6. Juli 2015 in Bezug auf die Problematik an 

der linken Hüfte (Unfall vom 16. August 2013; vgl. vorstehende lit. B.a) aus, dass die 

Kontusion der Lendenwirbelsäule und des linken Hüftgelenks mit vermutlich 

posttraumatischer Bursitis trochanterica unfallabhängig sei. Unfallunabhängig seien 

eine chronische Insertionstendopathie der Gluteus medius-Sehne pertrochantär links 

sowie der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung (Suva-act. I/42-7). Im 

Anschluss an das Ereignis vom 16. August 2013 beschreibe Dr. D.___ als 

erstbehandelnder Arzt eine Druckdolenz und schmerzhafte Inklination der unteren 

Wirbelsäule und einen Druckschmerz über dem grossen Rollhügel (trochanter Major) 

linksseitig. Hämatome, Schürfwunden oder eine erhebliche Funktionseinschränkung 

des linken Hüftgelenks und der Wirbelsäule würden sich in der Erstdokumentation vom 

9. September 2013 nicht finden. In der Folge sei eine Bursitis trochanterica und 

Ansatz-Tendinose am Trochanter linksseitig diagnostiziert und behandelt worden. 

Unter Berücksichtigung der Echtzeitdokumentation sei allenfalls von einer minimen 

Prellung des linken Hüftgelenkbereichs und der Lendenwirbelsäule ohne relevante 

Gewalteinwirkung und ohne bildgebend objektivierbare strukturelle Veränderungen 

auszugehen. Die anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2. Juli 2015 beklagte 

Beschwerdesymptomatik und demonstrierte Belastungsunfähigkeit des linken Beins 

stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem kausalen Zusammenhang mit 

dem angegebenen Schadenereignis, sondern beruhe ausschliesslich auf 

unfallunabhängigen Erkrankungen der Sehnenansätze, des Tractus iliotibialis und des 

peritrochantären Schleimbeutelkomplexes (Suva-act. I/42-8). Die Prellung des linken 

Hüftgelenks sei folgenlos ausgeheilt, der Status quo spätestens ein Jahr nach dem 

Schadenereignis eingetreten (Suva-act. I/42-10).

4.2.2      Dr. K.___ führt mit Bericht vom 17. November 2015 in Bezug auf die 

Hüftproblematik aus, dass bezüglich der Trochanterbeschwerden resp. der Bursitis das 

Trauma zum Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen im Juli 2015 zwei Jahre her sei. 

Noch am 22. September 2014, d.h. über ein Jahr nach dem Initialtrauma, sei das 

Problem noch als Unfallfolge akzeptiert worden. Warum dies jetzt nicht mehr der Fall 

sein solle, sei nicht zu verstehen. Es handle sich wohl um eine chronifizierte 

posttraumatische Bursitis, die ohne Trauma sicherlich nicht entstanden wäre, zumal 

kontralateral auch keine Bursitis bestehe. Die Hüftproblematik sei auch aktuell noch mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als Traumafolge zu sehen (Suva-act. I/54-6).

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4.2.3      Mit kreisärztlichem Bericht vom 4. Januar 2016 führt Dr. J.___ aus, dass ein 

Zeitintervall von sieben Monaten, in denen der Beschwerdeführer weder eine ärztliche 

Leistung wegen der von ihm erlittenen Kontusion der Lendenwirbelsäule noch des 

linken Hüftgelenks/Trochanters in Anspruch genommen habe, auffällig sei. Bei der 

persönlichen Einsichtnahme der bildgebenden Dokumente des Kernspintomogramms 

des Beckens vom 30. April 2014 hätten sich keine Echoalterationen dargestellt, die 

nach einer Zeit von sieben Monaten unter Berücksichtigung eines Zeitintervalls ohne 

relevante Brückensymptomatik als Spätfolge einer Kontusion dieses Bereichs 

interpretiert werden könnten. Vielmehr müssten die Echoalterationen, die sich im 

Übrigen in identischer Weise auf der Gegenseite darstellen würden, als Zeichen einer 

degenerativ bedingten Insertionstendinopathie der Gluteus medius- und minimus-

Sehne am Trochanter angesehen werden. Ein kausaler Zusammenhang der vom 

Beschwerdeführer weiterhin beklagten Beschwerdesymptomatik – die eher den 

Symptomen einer chronischen unfallunabhängigen Insertionstendinopathie entspreche 

– mit dem angeschuldigten Ereignis sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

verneinen (Suva-act. I/57-3 f.).

4.2.4      Bereits initial hatte Dr. D.___ mit Arztzeugnis vom 9. September 2013 (bei 

Erstbehandlung am 28. August 2013) eine Kontusion der Hüfte links mit Bursitis 

trochanterica diagnostiziert (Suva-act. I/5). Diese Diagnose wurde durchgehend 

bestätigt, einerseits durch das MRI vom 30. April 2014 (Suva-act. I/15), insbesondere 

aber auch von Dr. J.___ im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 2. Juli 2015 

(Suva-act. I/42-7). Die Bursitis trochanterica wurde unbestrittenermassen überwiegend 

wahrscheinlich durch den Unfall vom 16. August 2013 verursacht, war entsprechend 

nicht vorbestehend und bestand zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Juli 

2015 weiterhin. Damit weckt die Beurteilung von Dr. J.___, dass die Hüftproblematik 

nicht mehr unfallkausal sei, zumindest gewisse Zweifel, welche auch mit seiner 

Beurteilung vom 4. Januar 2016 nicht ausgeräumt wurden. Zwar deutet die fehlende 

Brückensymptomatik über mehrere Monate darauf hin, dass die Beschwerden 

rückläufig waren, sie bestätigt aber nicht überwiegend wahrscheinlich, zumal weitere 

(gravierendere und daher prioritär zu behandelnde) Gesundheitsschäden 

hinzugekommen sind, einen Status quo sine/ante spätestens per 31. Juli 2015. In dem 

Sinne ist die Sache in Bezug auf die Hüftbeschwerden noch nicht spruchreif. Es sind 

weitere medizinische Abklärungen zu tätigen. Ergeben diese Abklärungen keinen 

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Status quo sine/ante, so sind die temporären Leistungen aufgrund des Hüftleidens bei 

Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen des jeweiligen Leistungsanspruchs 

grundsätzlich weiter zu erbringen bzw. ist bei keiner zu erwartenden namhaften 

Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG über einen allfälligen Renten- und 

Integritätsentschädigungsanspruch zu befinden.

4.3 

4.3.1      Dr. J.___ diagnostiziert mit Bericht vom 6. Juli 2015 in Bezug auf die 

Ellbogenproblematik links (Unfall vom 11. Oktober 2013; vgl. vorstehende lit. B.b) eine 

unfallabhängige Kontusion des linken Ellbogengelenks nach direktem Anprall am 

Olecranon links. Unfallunabhängig seien eine chronische Epikondylopathie 

humeroradialis linksseitig, ein Zustand nach Stabilisierungsoperation linkes 

Ellbogengelenk bei Verdachtsdiagnose einer lateralen Kollateralbandläsion und 

funktioneller posterolateraler Instabilität Ellbogengelenk links, ein Zustand nach 

Ellbogenarthroskopie mit Plica-Resektion und posterolateraler Stabilisation 

Ellbogengelenk links und ein Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung (Suva-act. I/

42-7). In Würdigung der Akten sei es vermutlich durch den leichten Anprall des 

Ellbogengelenks zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden 

enthesiopathischen Ansatzveränderungen der Extensoren am Epikondylus laterales 

und einer leichten Überdehnung der ulnaren und lateralen Kollateralbandanteile des 

linken Ellbogens gekommen. Im fachradiologischen Befundbericht vom 24. Februar 

2014 würden keine relevanten strukturellen Läsionen, knöcherne Ödeme und 

Kontinuitätsunterbrechungen der Kollateralbänder beschrieben. Im 

Erstbehandlungsbericht vom 21. Oktober 2013 seien durch Dr. D.___ eine Druckdolenz 

des Epikondylus radialis linksseitig und typische klinische Zeichen einer chronischen 

Überlastung der Extensoren-Ansätze am Ellbogengelenk dokumentiert. Zeichen einer 

Traumatisierung des Ellbogengelenks mit Schürfwunden, Hämatomen, deutlicher 

Einschränkung der Funktionsfähigkeit (Beweglichkeit) des linken Ellbogengelenks 

würden im Erstbericht keine Erwähnung finden. Ebenfalls werde keine 

Druckschmerzhaftigkeit im Bereich der vom Beschwerdeführer angegebenen 

Anprallstelle am Olecranon beschrieben. Die durchgeführte Stabilisationsoperation des 

linken Ellbogengelenks sei angesichts der klinischen und bildgebenden Befunde im 

Anschluss an das Schadenereignis und unter Berücksichtigung der objektivierbaren 

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bildgebenden Befunde nicht nachvollziehbar und adressiere keine Folgen des 

Ereignisses. Die aktuell angegebene Beschwerdesymptomatik am linken 

Ellbogengelenk stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem kausalen 

Zusammenhang zum Schadenereignis vom 11. Oktober 2013, sondern beruhe 

ausschliesslich auf den klinischen Auswirkungen einer chronischen Epikondylopathie 

humeroradialis linksseitig und den Folgen der Ellbogengelenkoperation vom 26. Mai 

2014 (Suva-act. I/42-8 f.). Die Prellung des linken Ellbogengelenks sei folgenlos 

ausgeheilt, der Status quo spätestens ein Jahr nach dem Schadenereignis eingetreten 

(Suva-act. I/42-10).

4.3.2      Dr. K.___ führt mit Bericht vom 17. November 2015 in Bezug auf die 

Ellbogenproblematik aus, dass Dr. G.___ neben der Insertionstendinopathie eine 

Instabilität des Gelenks und sogar eine OP-Indikation gesehen habe. Die 

Argumentation von Dr. J.___, dass eine Traumafolge ausgeschlossen sei, unter 

anderem weil im MRI über vier Monate postoperativ keine Kollateralbandläsion 

beschrieben werde, sei nicht haltbar, da die Bänder sechs Wochen posttraumatisch 

wieder vernarbt seien. Zudem beschreibe Dr. med. O.___, FMH Radiologie und FMH 

Nuklearmedizin, eine ödematöse Alternierung der Kollateralbänder, was zumindest auf 

eine Partialruptur schliessen lasse. Die Ellbogenproblematik links sei auch aktuell noch 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Traumafolge zu sehen (Suva-act. I/54-6).

4.3.3      Mit kreisärztlichem Bericht vom 4. Januar 2016 führt Dr. J.___ aus, dass 

sowohl der erstbehandelnde Dr. D.___ als auch Dr. E.___ die vom Beschwerdeführer in 

der Folgezeit geäusserten Beschwerden als durch eine Kontusion ausgelöste 

Aktivierung einer vorbestehenden Enthesiopathie der Strecksehnenansätze im Sinne 

einer Epycondylopathia radialis links interpretieren würden. Es werde bei den 

Untersuchungen keine Instabilität des radialen oder ulnaren Kollateralbandapparates 

festgestellt. Auf den bildgebenden Dokumenten würden sich neben typischen 

tendinopathischen Verschleisserscheinungen der Strecksehnenansätze auch 

verschleissbedingte Veränderungen der proximalen Anteile des radialen als auch 

ulnaren Kollateralbandes darstellen. Die beschriebene Signalerhöhung im Sinne einer 

Flüssigkeitseinlagerung im Bereich der Ansätze der Kollateralbänder entspreche laut 

dem Radiologen und auch nach persönlicher Einsichtnahme entzündlichen 

Veränderungen und nicht traumatisch bedingten narbigen Verdickungen. Die von Dr. 

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K.___ erwähnte Interpretation einer Partialruptur sei ebenso wie die von Dr. G.___ 

gestellte Diagnose einer Instabilität des ulnaren Kollateralbandapparates angesichts 

der kernspintomographischen Befunde und der klinischen Voruntersuchung nicht 

nachvollziehbar. Auch wenn der Indikationsstellung zur arthroskopischen Abklärung 

der typischen Symptomatik einer therapieresistenten Epycondylopathia radialis noch 

gefolgt werden könne, sei die intraoperative Entscheidung einer Rekonstruktion des 

ulnaren Streckapparates  angesichts des bekannten Unfallhergangs, der 

kernspintomographischen Befunde und auch der Voruntersuchungen durch 

verschiedene qualifizierte Ärzte nicht nachvollziehbar. Das (negative) 

Operationsergebnis unterstütze diese Aussage. Ein kausaler Zusammenhang der vom 

Beschwerdeführer weiterhin beklagten Ellbogensymptomatik mit dem erlittenen Anprall 

des Ellbogengelenks sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen (Suva-act. 

I/57-4 f.).

4.3.4      Dr. M.___ führt mit Bericht vom 19. September 2016 aus, dass die aktuellen 

Beschwerden weiterhin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise 

Folge der Unfälle seien. Zwar hätten in der Erstbehandlung nach dem Unfall zwei Ärzte 

keine Instabilität am Ellbogen links feststellen können. Dies könne aber auch noch 

kompensiert worden sein durch den guten Muskelmantel, der dann nach einigen 

Wochen schwinde und so eine Instabilität resultiere. So könne es sein, dass die 

Instabilität mit beginnender Partialruptur und dann vollständiger Ruptur erst später 

erkannt worden sei. Dr. G.___ habe die richtige Diagnose und Indikation für den Eingriff 

gestellt. Das MRT sei nicht zu 100% sensitiv und es könne sein, dass es sich auch 

ohne beschriebene Kollateralbandläsion um eine Vernarbung der Bänder handle. Die 

MRT-Untersuchung sei keine dynamische Untersuchung und könne bei dynamischer 

Veränderung keine Aussage geben (act. G 16.1).

4.3.5      Die Einwände der Dres. K.___ und M.___ in Bezug auf eine allfällig durch den 

Unfall erlittene Kollateralbandläsion/Instabilität schüren genügend Zweifel an der 

grundsätzlich umfassenden Würdigung durch Dr. J.___. Gerade die Ausführungen von 

Dr. M.___, dass durch einen guten Muskelmantel eine Instabilität kompensiert werden 

kann, leuchten ein. Auch in Bezug auf die Indikation zur Ellbogenoperation vom 26. Mai 

2014 widersprechen sich die Beurteilungen von Dr. J.___ und offensichtlich die des 

operierenden Arztes Dr. G.___, aber auch von Dr. M.___. Es liegen damit verschiedene 

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gleichwertige Einschätzungen im Recht, wobei ohne weitere medizinische Abklärungen 

die Kausalitätsfrage nicht beantwortet werden kann. Falls sich ergeben sollte, dass die 

Operation nicht indiziert gewesen wäre, wäre allenfalls die Übernahme der Folgekosten 

gestützt auf Art. 6 Abs. 3 UVG zu prüfen. Insgesamt misslingt der Beschwerdegegnerin 

mit den vorhandenen medizinischen Unterlagen der rechtsgenügliche Beweis, dass 

spätestens per 31. Juli 2015 die Unfallfolgen bezüglich des liken Ellbogens als 

abgeheilt zu betrachten sind. Die Sache ist noch nicht spruchreif und es sind weitere 

medizinische Abklärungen zu tätigen.

4.4 

4.4.1      Dr. J.___ diagnostiziert mit Bericht vom 6. Juli 2015 in Bezug auf die 

Schulterbeschwerden rechts (Unfall vom 26. März 2014; vgl. vorstehende lit. B.c) eine 

unfallabhängige Prellung des rechten Schultergelenks. Unfallunabhängig seien eine 

degenerative Supra- und Subscapularissehnen-Teilläsion, eine degenerativ bedingte 

Pulley Läsion, eine degenerativ bedingte Veränderung des oberen 

Gelenklippenkomplexes (Verdacht auf SLAP II-Läsion) und ein Verdacht auf 

somatoforme Schmerzstörung (Suva-act. I/42-7). Eine Echtzeitdokumentation von 

Unfallfolgen des vom Beschwerdeführer angegebenen Ereignisses sei nicht 

aufzufinden. Erst im Sprechstundenbericht des Spitals H.___ vom 7. Mai 2014, sieben 

Wochen nach dem inkriminierten Ereignis, würden die Beschwerden auf Seiten des 

rechten Schultergelenks erstmals erwähnt. In der Folge sei kritiklos die Diagnose 

„posttraumatische Schulterbeschwerden mit Verdacht auf 

Rotatorenmanschettenbeteiligung Schulter rechts“ in allen Berichten übernommen 

worden. Auf dem MRI des rechten Schultergelenks vom 13. Mai 2014 würden sich 

keine Anzeichen einer relevanten Gewalteinwirkung in Form von Knochenödemen des 

Oberarmkopfes, Flüssigkeitskollektion oder Hämatom im Bereich des das 

Schultergelenk umgebenden Weichteilmantels oder ein intraartikulärer Gelenkerguss 

finden. Es finde sich eine fortgeschrittene degenerative Verschleisserkrankung des AC-

Gelenks, aktivierte AC-Gelenksarthrose und ansatznahe kleinste partielle 

Gewebeausdünnungen der Supra¬spinatussehne im Sinne einer längerstreckigen, 

unfallunabhängigen Ansatz-Tendinose der Rotatorenmanschette. Weiterhin werde eine 

Schädigung des oberen Gelenklippenkomplexes mit Ausdehnung in den 

signalveränderten Bizepssehnenanker beschrieben und eine SLAP-Läsion Grad III bis 

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IV diagnostiziert. In einer späteren kernspintomographischen Untersuchung des 

rechten Schultergelenks werde diese Aussage relativiert und die Diagnose einer SLAP 

II-Schädigung beschrieben. Unklar sei, um welche Art einer Schädigung des 

Gelenklippenkomplexes es sich bei unterschiedlichen Einschätzungen der 

bildgebenden Dokumente handle und ob diese tatsächlich vorliege. Der vom 

Beschwerdeführer geschilderte Hergang mit Anpralltrauma des rechten 

Schultergelenks sei weder geeignet, eine Rissbildung im Bereich des Ansatzes der 

Supraspinatussehne noch die als Verdachtsdiagnose beschriebene Schädigung des 

Gelenklippenkomplexes hervorzurufen. Dieser Verletzungsmechanismus sei, und dabei 

bestehe uneingeschränkte Einigkeit in der Fachliteratur, nicht geeignet, die 

festgestellten Schäden der Sehnenmanschette und des Pulley-Komplexes 

hervorzurufen. Schädigungen in der Rotatorenmanschette und des Pulley-Komplexes 

seien mit zunehmendem Alter häufige Folge von Abnutzungserscheinungen und 

könnten ohne ursächliches Unfallereignis vorkommen (Suva-act. I/42-9 f.). Die Prellung 

des rechten Schultergelenks sei folgenlos ausgeheilt, der Status quo spätestens ein 

Jahr nach dem Schadenereignis eingetreten (Suva-act. I/42-10).

4.4.2      Dr. K.___ führt mit Bericht vom 17. November 2015 aus, dass auch die 

Schulterproblematik rechts weiterhin überwiegend wahrscheinlich eine kausale 

Unfallfolge sei. Es bestehe nach wie vor eine doch um zehn Grad reduzierte 

Innenrotationsfähigkeit, welche entweder konstitutionell oder eben eine Traumafolge, 

z.B. im Sinne einer Kapselreaktion, sei. Gemäss MRI würden sicherlich alters- und 

belastungsentsprechende Veränderungen bestehen. Andererseits werde auch eine 

mögliche ventrale Kapselruptur als mögliche Traumafolge beschrieben, zudem eine 

aktivierte AC-Gelenksarthrose und eine Bursitis subacromialis mit Tendinose resp. 

intratendinösen Rissen der Supraspinatussehne. Zudem werde eine SLAP II-Läsion 

beschrieben. Entgegen der Beurteilung durch Dr. J.___ könnten all diese Schäden sehr 

wohl zumindest traumatisch aktiviert und chronifiziert sein. Inwiefern hier ein Status 

quo ante nach gut einem Jahr vorliege, sei ebenfalls schwierig zu beurteilen. Jedenfalls 

habe der Beschwerdeführer bis zu dem Unfall vom 26. März 2014 mit der Schulter 

körperlich und angeblich beschwerdefrei gearbeitet. Auch die Schulterbeschwerden 

rechts seien aktuell als Traumafolge zu sehen, jedoch mit deutlichen degenerativen 

Vorschädigungen, sodass nach ein bis zwei Jahren von einem Status quo 

ausgegangen werden könne (Suva-act. I/42-6).

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4.4.3      Mit kreisärztlichem Bericht vom 4. Januar 2016 führt Dr. J.___ aus, dass das 

zwölf Tage nach dem Unfallereignis erstellte MRI des rechten Schultergelenks keine 

Echoalterationen darstellen würde, die für eine relevante Traumatisierung des rechten 

Schultergelenks sprechen würden. Es würden sich weder Flüssigkeitskollektionen, 

Knochenödeme, ein intraartikulärer Gelenkerguss, Signalerhöhungen im Bereich der 

das Schultergelenk umgebenden Weichteile noch anderweitige unfallspezifische 

Veränderungen, die den vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallhergang 

bestätigten, finden. Die Echoerhöhungen des AC-Gelenks seien mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit einem aktiven Zustand einer vorbestehenden 

Verschleisserkrankung (Arthrose) zuzuordnen und stünden nicht im Zusammenhang mit 

dem inkriminierten Ereignis, da sich kollaterale Veränderungen des das Schultergelenk 

umgebenden Weichteilmantels nicht darstellen würden. Aufgrund der bildgebenden 

Befunde sei allenfalls von einer minimsten Prellung des rechten Schultergelenks 

auszugehen. Es werde auf die gängige Literatur verwiesen, wonach Verletzungen der 

Rotatorenmanschette, des Pulley-Apparates und eine Schädigung des oberen 

Gelenklippenkomplexes (SLAP) als Folge eines Anpralls einhellig ausgeschlossen 

würden. Ein kausaler Zusammenhang der vom Beschwerdeführer beklagten 

Beschwerdesymptomatik des rechten Schultergelenks mit dem behaupteten 

Unfallereignis vom 26. März 2014 sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

verneinen (Suva-act. I/57-5).

4.4.4      Die Beurteilungen von Dr. K.___ und Dr. J.___ variieren hinsichtlich des Status 

quo sine/ante nur insoweit, als Dr. J.___ diesen spätestens per 31. Juli 2015 annimmt, 

Dr. K.___ dagegen von einem solchen ein oder zwei Jahre nach dem Unfallereignis 

vom 26. März 2014 ausgeht. Dr. J.___ legt seiner Beurteilung ein Anpralltrauma des 

rechten Schultergelenks und als Diagnose eine Prellung zugrunde (Suva-act. I/47-7, 9). 

Bei diesem Unfallhergang erscheinen die Einschätzungen von Dr. J.___ schlüssig und 

nachvollziehbar in dem Sinne, als das Anpralltrauma nicht geeignet ist, die 

kernspintomographisch objektivierten Schädigungen der Rotatorenmanschette und 

des Pulley-Komplexes zu verursachen. Der Unfallhergang, wie er in der 

Schadenmeldung UVG beschrieben ist (Suva-act. III/1), wurde vom Beschwerdeführer 

indes anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 3. September 

2014 präzisiert (Suva-act. III/14-2; vgl. vorstehende lit. B.c). Jener Unfallmechanismus 

(mit Anprall am rechten Ellbogen und Zwick in der rechten Schulter), welcher zum 

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damaligen Zeitpunkt erstmals präzis erfragt wurde, erscheint glaubhaft – weil detailliert 

und nachvollziehbar – und wurde von Dr. J.___ nicht in seine Beurteilung einbezogen, 

womit es an einer umfassenden Würdigung fehlt. Weiter fällt auf, dass Dr. J.___ bei 

seiner Beurteilung vom 4. Januar 2016, die Schulterproblematik betreffend, in zeitlicher 

Hinsicht und nicht irrelevant ungenau ist. Er spricht von zeitnahen, zwölf Tage nach 

dem Unfallereignis erstellten, kernspintomographischen Bildern, auf welchen sich 

keinerlei Echoalterationen dargestellt hätten, die für eine relevante Traumatisierung 

sprechen würden (Suva-act. I/57-5). Zwölf Tage nach dem Unfallereignis wurde kein 

MRI erstellt. Das erste MRI der Schulter rechts datiert vom 13. Mai 2014 (Suva-act. 

Suva-act. I/42-4), über sechs Wochen nach dem Unfallereignis vom 26. März 2014, das 

zweite vom 7. April 2015 (Suva-act. II/107-3). Offensichtlich verwechselte Dr. J.___ die 

Jahre 2014 und 2015, nachdem er im vorgenannten Bericht als Unfalldatum einmal den 

26. März 2015 erwähnt (Suva-act. I/57-5) und das zweite MRI genau zwölf Tage nach 

diesem Datum, am 7. April 2015, durchgeführt wurde. Insgesamt bestehen damit auch 

in Bezug auf die Schulterproblematik rechts Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der Beurteilungen durch Dr. J.___, weshalb der (medizinische) 

Sachverhalt auch in diesem Punkt nicht spruchreif ist und weitere Abklärungen zu 

tätigen sind.

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde dahingehend 

gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Aufgrund der bereits 

im Recht liegenden unterschiedlichen medizinischen Beurteilungen drängt sich eine 

externe, zumindest orthopädische Begutachtung auf.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Hingegen hat der 

obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der 

Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese ermessensweise – 

wie in vergleichbar aufwändigen Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Entscheid

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

25. Mai 2016 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen 

wird.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4‘000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.07.2018
	Art. 6 UVG. Der Beschwerdegegnerin misslingt mit den vorhanden medizinischen Unterlagen der überwiegend wahrscheinliche Beweis, dass der Status quo sine/ante per Leistungseinstellungszeitpunkt erreicht ist. Nachdem der (medizinische) Sachverhalt noch nicht spruchreif abgeklärt ist, wird die Streitsache zu weiteren (medizinischen) Abklärungen (inkl. externe orthopädische Begutachtung) an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juli 2018, UV 2016/43).

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