# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71fcbbc5-9d8e-5ff8-accd-d2c4fb8204bc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2010 D-6784/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6784-2010_2010-09-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6784/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Nigeria,
vertreten durch L._______,
(Vertrauensperson),

vertreten durch lic. iur. Emil Nisple, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 7. September 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6784/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der eigenen Angaben zufolge aus B._______, C._______, stam-
mende  katholische  Beschwerdeführer  vom  Volksstamm  der  Igbo 
seinen Heimatstaat am 14. November 2009 auf dem Luftweg verliess 
und über D._______ am 16. November 2009 illegal in die Schweiz ge-
langte,  wo  er  am  17. November  2009  im  E._______  um  Asyl 
nachsuchte und anschliessend am 25. November 2009 ins F._______ 
transferiert wurde,

dass am 27. November 2009 beim Beschwerdeführer eine Knochenal-
tersbestimmung durchgeführt wurde, die ein wahrscheinliches chrono-
logisches Alter von 19 Jahren oder mehr ergab,

dass am 7. Dezember 2009 im F._______ die Kurzbefragung mit dem 
Beschwerdeführer  durchgeführt  und  ihm  am 14. Dezember  2009  im 
Beisein einer Vertrauensperson das rechtliche Gehör zur Knochenal-
tersbestimmung  und  zu  einem  allfälligen  Dublin-Verfahren  gewährt 
wurde,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung und der in 
Anwesenheit einer Vertrauensperson durchgeführten direkten Bundes-
anhörung  vom 29.  Dezember  2009  zur  Begründung  seines  Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte, sein Grossvater habe bis zu 
dessen Tod einem Schrein gedient und sein Vater habe sich in der Fol-
ge geweigert, diese Aufgabe weiterzuführen, weil er ein Christ gewe-
sen sei,

dass in der Folge diverse Unglücksfälle im Dorf geschehen seien und 
man seinen Vater dafür verantwortlich gemacht habe, da dieser dem 
Schrein nicht gedient habe,

dass drei  von den Dorfbewohnern herbeigeholte Orakel-Priester  ver-
kündet  hätten,  dass  gemäss ihrem Orakel  sein  Vater  entweder  dem 
Schrein dienen müsse oder sonst dem Schrein geopfert würde und der 
Beschwerdeführer diesfalls die Nachfolge als Diener des Schreins zu 
übernehmen habe,

dass sich sein Vater weiterhin geweigert habe und daraufhin vor dem 
Schrein aufgehängt worden sei,

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dass er danach von seiner Mutter (...) nach G._______ weggebracht 
und im (...) von den Dorfbewohner ins Dorf zurückgebracht worden sei, 
um dem Schrein zu dienen und weitere Unglücksfälle zu verhindern,

dass man gleichzeitig seine Mutter aus dem Dorf vertrieben habe,

dass  er  sich  vor  seiner  Einsetzung  als  Schrein-Diener  am (...)  zum 
H._______  –  dieser  sei  über  seine Situation  seit  längerem im Bilde 
gewesen – begeben und ihm dieser zur Flucht verholfen habe,

dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere abgab,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 7. September 2010 – der Ver-
trauensperson eröffnet am 15. September 2010 – nicht eintrat und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass die in diesem Zusammenhang angeführten Gründe für den Nicht-
besitz  von Identitätsdokumenten respektive  die  Reise mit  einem fal-
schen  Pass den  Anforderungen  an die  Glaubhaftmachung  nicht  ge-
nügten und auch die Angaben zu den Reisemodali täten vage,  reali-
tätsfremd sowie unsubstanziiert seien,

dass das Fehlen jeglichen nachvollziehbaren Bemühens, die Identität 
durch rechtsgenügliche authentische Papiere zu belegen, den Schluss 
zulasse, dass der Beschwerdeführer nicht bereit sei, solche Ausweis-
dokumente vorzulegen, und auch nicht offenlegen wolle, mit welchen 
Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  von  entsprechenden 
Dokumenten auch die Identität des Beschwerdeführers nicht feststehe,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

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dass die vom Beschwerdeführer geschilderten Übergriffe durch Dritt-
personen nicht asylrelevant seien, da der Beschwerdeführer aus freien 
Stücken auf den in seiner Heimat vorhandenen Schutz und die Hilfe 
der  staatlichen  Organe  verzichtet  habe,  weshalb  den  nigerianischen 
Behörden auch nicht mangelnder Schutzwille und mangelnde Schutz-
fähigkeit angelastet werden könnten,

dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden 
könne, auf die – vorhandenen – Unglaubhaftigkeitselemente im Sach-
verhaltsvortrag einzugehen,

dass das deliktische Verhalten des Beschwerdeführers in der Schweiz 
(Darlegung deliktisches Verhalten) zudem darauf hindeute, dass er aus 
asylfremden  Gründen  in  die  Schweiz  gekommen  und  nicht  auf  den 
Schutz eines Drittstaates angewiesen sei,

dass  der  Wegweisungsvollzug  nach  Nigeria  –  auch  im  Lichte  des 
Übereinkommens  vom  20. November  1989  über  die  Rechte  des 
Kindes (KRK, SR 0.107) – durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  20. September  2010 
(Poststempel) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung 
sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zum Entscheid in der Sache 
an die Vorinstanz zurückzuweisen, es sei auf das Asylgesuch einzutre-
ten und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung 
eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. September 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.119]),

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dass der Beschwerdeführer,  wird auf  seine Angaben zum Alter  (Ge-
burtsdatum  vom  X._______  [vgl.  act.  A1/14  S.  1;  A12/12,  S. 1]) 
abgestellt, als Minderjähriger zu betrachten ist,

dass  das  Einreichen  eines  Asylgesuchs  sowie  das  Ergreifen  von  in 
diesem Kontext stehenden Rechtsmitteln höchstpersönliche Rechte im 
Sinne von Art. 19 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) darstellen, welche ein urteilsfähi-
ger Unmündiger auch ohne Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters 
auszuüben vermag (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 3 E. 2 S. 19 ff.),

dass sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte ergeben, welche An-
lass zu Zweifeln an der Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers geben 
würden, weshalb von seiner Prozessfähigkeit auszugehen ist,

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 
VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass  bei  unbegleiteten  minderjährigen  Asylsuchenden  gemäss 
Art. 53a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrens-
fragen [AsylV 1, SR 142.311]  eine erstinstanzliche Verfügung sowohl 
der Vertrauensperson als auch der unbegleiteten minderjährigen asyl-
suchenden Person zu eröffnen ist, sofern letztere nicht über einen Vor-
mund, einen Beistand oder über eine Rechtsvertretung verfügt,

dass in einem solchen Fall die Beschwerdefrist mit dem auf die späte-
re Eröffnung dieser  Verfügung folgenden Tag zu laufen beginnt  (vgl. 
Art. 53a letzter Satz AsylV 1), 

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dass dem Beschwerdeführer durch die zuständige kantonale Behörde 
am 18. Januar 2010 eine Vertrauensperson beigeordnet wurde, die an-
gefochtene Verfügung an jene adressiert (vgl. act. A22/8, S. 1) und ge-
mäss dem Rückschein am 15. September 2010 eröffnet wurde,

dass hingegen die vorinstanzliche Verfügung dem minderjährigen Be-
schwerdeführer nicht eröffnet wurde, obwohl zum Zeitpunkt des Er las-
ses dieser Verfügung keine Beistandschaft oder Vormundschaft errich-
tet  worden  war  (vgl.  Protokollauszug  der  Vormundschaftsbehörde 
Oberwil vom 18. Januar 2010) und er – soweit aktenkundig – damals 
nicht über eine Rechtsvertretung verfügte,

dass  demnach  davon  auszugehen  ist,  die  Verfügung  sei  dem  Be-
schwerdeführer durch das BFM nicht entsprechend der Formvorschrift 
von Art. 53a AsylV 1 eröffnet worden,

dass aus  den  Beschwerdeakten  ersichtlich  ist,  dass  die  Vertrauens-
person noch am Tag der Eröffnung des angefochtenen BFM-Entschei-
des Herrn Rechtsanwalt Emil Nisple, (...), mit der Interessenwahrung 
im Beschwerdeverfahren beauftragte  und vorliegend aufgrund dieser 
Umstände  davon  ausgegangen  werden  kann,  die  Vertrauensperson 
habe  die  angefochtene  Verfügung  dem  Beschwerdeführer  erläutert 
und in der Folge auf dessen Wunsch innert laufender Rechtsmittelfrist 
Beschwerde erhoben,

dass deshalb dem Beschwerdeführer durch die mangelhafte Eröffnung 
der Verfügung kein Nachteil erwachsen ist (Art. 38 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

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dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder  
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

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dass er dazu geltend machte, er habe nie irgendwelche Papiere be-
sessen und sich weder in seiner Heimat noch hier in der Schweiz um 
Papiere  bemüht,  da er  nie  einen Pass beantragt  habe und  noch zu 
jung gewesen sei, um eine Identitätskarte zu erhalten (vgl. act. A1/14, 
S. 5; A12/12, S. 2),

dass er lediglich eine Geburtsurkunde und Schulzeugnisse besitze, die 
sich aber alle in der Schule in B._______ befänden, er jedoch keine 
Telefonnummer oder Adresse dieser Schule habe, somit für ihn keine 
Möglichkeit  bestehe, die erwähnten Unterlagen erhältlich zu machen 
(vgl. act. A1/14, S. 6; A12/12, S. 2 f.),

dass vorab – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fehlenden Reise- 
und Identitätspapiere  zu verweisen ist,  zumal  der  Beschwerdeführer 
die Korrektheit und Wahrheit seiner Angaben am Schluss der jeweili -
gen  Befragungen  nach  Rückübersetzung  unterschriftlich  bestätigte 
und er sich daher bei seinen Aussagen behaften lassen muss, wes-
halb der entsprechende Einwand in der Rechtsmitteleingabe bezüglich 
Missverständnissen als nicht stichhaltig erscheint,

dass es sich bei der Ortschaft B._______ – entgegen der in der Be-
schwerdeschrift  vertretenen  Ansicht  –  in  der  Tat  um  eine  grössere 
Stadt in Nigeria handelt, welche über (...) Einwohner zählt und öffent-
lich zugänglichen Quellen zufolge über ein eigenes Postbüro verfügt,

dass – auch wenn der Beschwerdeführer gemäss den Ausführungen in 
der Rechtsmitteleingabe (vgl. S. 4 f.) in einem kleinen Dorf ausserhalb 
von B._______ aufgewachsen sein will – er anlässlich der direkten An-
hörung  dieses  "Dorf"  als  zu  B._______  zugehörig  bezeichnete  (vgl. 
act. A12/12, S. 3 unten), insbesondere bei der Erstbefragung stets von 
B._______  als  seinem  Herkunftsort  sprach  und  überdies  sämtliche 
Schulen in dieser Ortschaft  absolviert  haben will,  weshalb die in der 
Rechtsmitteleingabe  angeführten  Zweifel  betreffend  eine  Unmöglich-
keit der Postzustellung als unbehelflich zu erachten sind,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  unbegründet  liess,  wie  der 
H._______  respektive  die  weiteren  Begleiter  als  seine  Fluchthelfer 
eine Reise von Nigeria über diverse Länder und mittels verschiedener 
Verkehrsmittel ohne bereits vorhandene Reisepapiere innert kürzester 
Zeit organisierten, finanzierten und durchführten, was die Unglaubhaf-

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tigkeit  seiner  Angaben  über  das  Fehlen  der  Identitätspapiere  unter-
mauert,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er das Reisedo-
kument nie habe einsehen können, er die Personalien, unter denen er 
ausgereist  sei,  ausser  einem  Vornamen  nicht  gekannt  habe,  ange-
sichts der dargelegten Ausreise (auf dem Luftweg über den Flughafen 
in I._______ aus Nigeria ausgereist) und der bei Luftreisen allgemein 
bestehenden  erhöhten  Sicherheitskontrollen  als  realitätsfremd  und 
daher als unglaubhaft zu qualifizieren ist,

dass es hinsichtlich der Beurteilung der Glaubhaftigkeit zu den Reise-
umständen deshalb als überwiegend unwahrscheinlich zu erachten ist, 
dass  der  Beschwerdeführer  den  im Pass aufgeführten  Namen nicht 
gekannt haben soll, zumal er dadurch bei der Ausreise ein erhebliches 
Risiko der  Entdeckung eingegangen wäre,  hätte  er  doch keine Aus-
kunft geben können, falls ihn einer der kontrollierenden Beamten bei 
der Ausreise nur schon nach seinem Namen gefragt hätte,

dass die betroffene Person, welche insbesondere über einen interna-
tionalen Flughafen unbehelligt ausreisen oder weiterreisen will, gewis-
se  Verhaltensregeln  beherrschen  und  Kenntnisse  über  abgegebene 
Reisepapiere  besitzen muss,  um die  Gefahr  einer  Entdeckung mög-
lichst gering zu halten,

dass zudem die in der Erstbefragung geschilderten Umstände, wie er 
und sein Begleiter die Kontrollen im Flughafen von I._______ hätten 
passieren  können  (er  und  sein  Begleiter  hätten  zwei  unbekannte 
Männer  im  Flughafen  getroffen,  die  weder  Englisch  noch  Igbo  ver-
standen hätten, und diese hätten – nach einem Gespräch mit seinem 
Begleiter – behauptet, dass sie alle zusammen gehören würden; vgl. 
act. A1/14, S. 7 unten), angesichts der strengen Sicherheitskontrollen 
in internationalen Flughäfen als realitätsfremd zu qualifizieren sind,

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die Haltlosigkeit seiner diesbezüglichen Aussagen ebenso bestätigen 
wie die widersprüchlichen,  unrealistischen und detailarmen Angaben 
über die Reise in die Schweiz,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 

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48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass auch die Ausführungen in der Beschwerdeschrift, der Beschwer-
deführer habe weder die Identität belegende Papiere noch Kontakt zu 
Personen,  die  ihm helfend  zur  Seite  stehen  könnten,  nicht  als  ent-
schuldbare Gründe gelten können,

dass nämlich davon auszugehen ist, dass sowohl der H._______ wie 
auch Personal der verschiedenen Schulen vom Beschwerdeführer hät-
ten angegangen werden können,  er  indessen keine diesbezüglichen 
Anstrengungen unternommen hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass diesbezüglich vorweg festzuhalten ist, dass die Vorinstanz darauf 
verzichtete,  auf  die  –  vorhandenen –  Unglaubhaftigkeitselemente  im 
Sachverhaltsvortrag  des  Beschwerdeführers  einzugehen,  und  seine 
Vorbringen lediglich unter dem Blickwinkel von Art. 3 AsylG prüfte,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht als asylirrelevant qualifizierte, zumal die (befürchteten) Übergrif-
fe seitens der angeblichen "Dorfbewohner" (vgl. vorstehende Ausfüh-
rungen  zur  Ortschaft  B._______)  auch  in  Berücksichtigung  der  in 
EMARK 2006 Nr. 18 begründeten Praxisänderung hinsichtlich der Fra-
ge  der  flüchtlingsrechtlichen  Relevanz  nichtstaatlicher  Verfolgung 
(Wechsel von der Zurechenbarkeits- zur Schutztheorie) keine Asylrele-
vanz zu entfalten  vermögen,  kann doch keine faktische Garantie  für 
langfristigen  individuellen  Schutz  der  von  nichtstaatlicher  Verfolgung 
bedrohten  Person  verlangt  werden,  weil  es  keinem  Staat  gelingen 
kann, die absolute Sicherheit aller seiner Bürger und Bürgerinnen je-
derzeit und überall zu garantieren,

dass es dem Beschwerdeführer  – entgegen der in  der  Beschwerde-
schrift vertretenen Ansicht – in casu durchaus möglich und zumutbar 
gewesen wäre, sich bei den Behörden um Schutz vor den "Dorfbewoh-
nern" zu bemühen und sich im Verweigerungsfalle mit Hilfe eines An-

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walts bei den übergeordneten Stellen zu beschweren, um seine Rech-
te wahrzunehmen,

dass  zudem  vorliegend  von  einer  grundsätzlich  funktionierenden 
Schutzinfrastruktur  in  Nigeria  und  dem  Schutzwillen  der  Behörden 
auszugehen  ist,  welche  dem Beschwerdeführer  zur  Verfügung  steht 
und es ihm grundsätzlich ermöglicht, durch Inanspruchnahme von Po-
lizei und Justiz gegen allfällige Bedrohungen vorzugehen,

dass  diese  Einschätzung  auch  dadurch  gestützt  wird,  dass  gemäss 
Angaben des Beschwerdeführers offensichtlich auch die "Dorfbewoh-
ner"  die  Mithilfe  der  Polizei  von  J._______  in  Anspruch  genommen 
haben sollen, um ihn und seine Mutter ins Dorf zurückzuholen (vgl. act. 
A12/12, S. 6 f.),

dass der pauschale Einwand, wonach der Beschwerdeführer aufgrund 
allgemein bekannter Polizeiübergriffe auf Zivilpersonen, wegen Korrup-
tion und durch die Polizei begangener Menschenrechtsverletzungen in 
seinem Land auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtet habe, ange-
sichts des Umstandes, dass die "Dorfbewohner" seinen Vater ermordet 
haben sollen, als unbehelflich zu qualifizieren ist, zumal der Beschwer-
deführer anlässlich der direkten Anhörung keine Begründung für sei-
nen Verzicht anführte und auch sonst nirgends erwähnte, dass er oder 
andere Personen in seinem Umfeld schlechte Erfahrungen mit den Po-
lizeibehörden seines Landes gemacht hätten, welche den angeführten 
vollständigen Verzicht auf die Einschaltung der Polizei nachvollziehbar 
erscheinen lassen könnten,

dass sodann nicht nachvollziehbar bleibt  und vom Beschwerdeführer 
in seinen Schilderungen denn auch in keiner Weise näher ausgeführt 
wird, wie es den Dorfbewohnern gelungen sein soll, seine sich mehre-
re hundert Kilometer entfernt in einer in einem anderen Staat befindli-
chen Grossstadt aufhaltende Mutter und ihn selber aufzuspüren,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den vorin-
stanzlichen Einwänden insgesamt nichts  Substanzielles  entgegenzu-
halten vermag,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-

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sen offenkundig erscheint und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summa-
rische materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen 
getroffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten und dem Rückweisungsantrag nicht stattzugeben ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli -
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

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dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei  bei einer Rück-
kehr nach Nigeria an Leib und Leben bedroht, nicht zutreffen kann, da 
er gemäss eigenen Angaben während (...) in einer anderen Stadt des 
Landes ohne Furcht  vor Verfolgung durch die "Dorfbewohner"  gelebt 
hat (vgl. act. A1/14 S. 2), und auch sonst keine Anhaltspunkte für eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im Hei-
matstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  im  Falle  von  unbegleiteten  Minderjährigen  das  Kindeswohl  im 
Rahmen  der  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
mitzuberücksichtigen ist, woraus sich gleichzeitig die Verpflichtung er-
gibt, von Amtes wegen die spezifisch mit der Minderjährigkeit verbun-
denen  Aspekte  des  Wegweisungsvollzuges  abzuklären  (vgl.  EMARK 
1998 Nr. 13 E. 5e.bb),

dass das BFM in  der  angefochtenen Verfügung zu Recht  feststellte, 
dass der  Beschwerdeführer gemäss der  Aktenlage jung und gesund 
ist,  die  Primar-  und  Sekundarschule  (ohne  Abschluss)  absolvierte, 
über Erfahrungen im Arbeitsalltag verfügt und sich an den H._______ 
seines Dorfes wenden kann, der ihm in der Vergangenheit wiederholt 
behilflich  gewesen  sei  und  letztlich  die  Ausreise  mitorganisiert  und 
-finanziert haben soll (vgl. act. A1/14, S. 3; A12/12, S. 3, 7 f.),

dass vorliegend jedoch insbesondere zu berücksichtigen ist, dass die 
Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht und angesichts seiner 
als offensichtlich haltlos zu erachtenden Ausführungen zum Reiseweg 
und dem Besitz von Reisepapieren sowie dem Fehlen jeglichen Bemü-
hens,  seine  Identität  durch  rechtsgenügliche  Identitätsdokumente  zu 
belegen, das angeblich fehlende Beziehungsnetz am Herkunftsort  zu 
bezweifeln und davon auszugehen ist, dass er an seinem Herkunftsort 
über ein weitergehendes soziales Beziehungsnetz verfügt, welches ihn 
im Falle der Rückkehr beim Aufbau einer wirtschaftliche Existenz un-
terstützen kann und er im Übrigen anführte, er hätte sich in seiner Hei-
mat eine Arbeit suchen können (vgl. act. A12/12, S. 8 oben),

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dass aufgrund dieser Ungereimtheiten sowohl dem BFM als auch dem 
Bundesverwaltungsgericht eine weitergehende Prüfung der in diesem 
Zusammenhang  zu  berücksichtigenden  allfällig  bestehenden  Weg-
weisungsvollzugshindernisse  verunmöglicht  wurde  respektive  wird, 
was sich der Beschwerdeführer zu seinen Ungunsten entgegenhalten 
lassen muss, zumal er gemäss dem Grundsatz von Art. 8 des Schwei-
zerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember  1907 (ZGB,  SR 210) 
diesbezüglich  die Beweislast,  mithin die  Folgen dafür  zu tragen hat, 
dass nicht glaubhaft gemacht wurde, er habe keine Angehörigen mehr 
in seinem Heimatland,

dass es sich daher erübrigt, weitere Untersuchungen zur Feststellung 
seines Beziehungsnetzes vorzunehmen, 

dass in Berücksichtigung sämtlicher Umstände davon auszugehen ist, 
dem Kindeswohl sei besser gedient, wenn der Beschwerdeführer wie-
der  in  sein  Umfeld  nach  Nigeria  zurückkehrt,  statt  weiterhin  in  der 
Schweiz zu verbleiben, wo er sich erst rund zehn Monate aufhält und 
wo er es in einem ihm nicht vertrauten Umfeld schwer haben wird, sich 
persönlich zu entwickeln und beruflich zu etablieren, was sich nicht zu-
letzt auch in seinem deliktischen Verhalten in der Schweiz manifestiert,

dass  mithin  weder  die  allgemeine  Lage  in  Nigeria  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 
einer Rückkehr schliessen lassen,

dass der Vollzug der Wegweisung unter diesen Umständen nicht unzu-
mutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

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dass der Antrag, es sei auf die Bezahlung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 
(per Kurier; in Kopie)

- K._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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