# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82a0f186-e90e-5928-8fa5-94b99ebb0f43
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 20.07.2018 V-2017/136
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_V-2017-136_2018-07-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: V-2017/136

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Kindes- und Erwachsenenschutz

Publikationsdatum: 20.07.2018

Entscheiddatum: 20.07.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20.07.2018
Art. 307 ff. in Verbindung mit Art. 276 ZGB (SR 210). Kosten der 
Kindesschutzmassnahmen. Die Eltern haben für den Unterhalt des Kindes 
aufzukommen, wozu ausdrücklich auch Kosten von 
Kindesschutzmassnahmen gehören. Der Unterhaltsanspruch gründet im 
Zivilrecht und ist durch Klage und nicht durch hoheitliche Verfügung 
festzusetzen. Entsprechend ist eine Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde bei Uneinigkeit der Eltern in Bezug auf die 
Kostentragung der Kindesschutzmassnahme nicht befugt, diese Kosten den 
Eltern aufzuerlegen (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, 20. Juli 
2018, V-2017/136).

Präsident Titus Gunzenreiner, Fachrichter Hubert Bühlmann und Edwin Bigger, 

Gerichtsschreiberin Susanne Schmid Etter

 

 

X, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Adrian Fiechter, Poststrasse 6, Postfach 239, 

9443 Widnau, Beschwerdeführerin,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, Vorinstanz,

Y, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Gabriel Bawidamann, St. Jakob-Strasse 37, 

9000 St. Gallen, Beschwerdebeteiligter,

Z, verbeiständet durch B, Beschwerdebeteiligter,

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betreffend

Kosten der Kindesschutzmassnahmen

 

Sachverhalt:

A.- X (Mutter) und Y (Vater) sind die unverheirateten Eltern von Z (Sohn). Y beantragte 

am 29. August 2016 die gemeinsame elterliche Sorge für seinen Sohn. Am 12. 

September 2016 ersuchte er um Einsetzung eines Beistandes, der dafür zu sorgen 

habe, dass er sich mit seinem Sohn in einem Raum ohne die Mutter aufhalten könne. 

Mit Verfügung vom 10. Mai 2017 erteilte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

(abgekürzt: KESB) den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge (Dispositivziffer 1 des 

Rechtsspruchs), ordnete begleitete Besuche an, (Ziffer 2), wies die Eltern an, an 

Mediationssitzungen teilzunehmen (Ziffer 3), wies den Vater an, die ihn behandelnde 

Psychotherapeutin gegenüber der KESB und dem Beistand von der ärztlichen 

Schweigepflicht zu entbinden (Ziffer 4), errichtete für Z eine Beistandschaft gemäss Art. 

308 Abs. 1 und 2 ZGB (Ziffer 5), ernannte B zum Beistand (Ziffer 6) und definierte 

dessen Aufträge (Ziffer 7a bis l). Den Antrag des Vaters auf Begleitung der Besuche 

durch die Grossmutter mütterlicherseits wies sie ab (Ziffer 8). Sie beauftragte das 

zuständige Sozialamt und die Eltern mit der Kostenregelung. Die Ziffern 2, 5, 6, 7a-h 

und 7k-l wurden für sofort vollstreckbar erklärt (Ziffer 11) und einer allfälligen 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen.

B.- Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 14. Juni 2017 erhob X bei der 

Verwaltungsrekurskommission Beschwerde gegen die Verfügung der KESB. Sie 

beantragte, die Ziffern 2 und 3 seien dahingehend abzuändern, dass die Kosten für die 

begleiteten Besuche und die Mediationssitzungen dem Vater aufzuerlegen seien. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um superprovisorische Sistierung der 

Dispositivziffern 1, 2, 3, 5, 6, 7a und 7d-j bis zum Ergebnis des Vaterschaftstests, um 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung für die Ziffern 2, 5, 6, 7a-h und 7k-l 

sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Die Gerichtsleitung sah in der Folge von einer 

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superprovisorischen Anordnung ab. Mit Eingabe vom 6. Juli 2017 ersuchte Y ebenfalls 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung.

Mit Verfügungen vom 2. August und 12. September 2017 wurde der Mutter und dem 

Vater die unentgeltliche Rechtspflege samt unentgeltlicher Rechtsverbeiständung 

gewährt. Am 25. August 2017 wies die Gerichtsleitung das Gesuch um 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab, wobei die Kosten bei der 

Hauptsache belassen wurden (Proz. Nr. ZV-2017/100).

Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 8. September 2017 beantragte der Vater die 

Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz 

stellte in der Vernehmlassung vom 15. September 2017 den Antrag, die Beschwerde 

sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Mutter reichte am 18. Dezember 

2017, der Vater am 30. Januar 2018 weitere Stellungnahmen ein. Auf die von den 

Beteiligten gemachten Ausführungen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- a) Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission beurteilt Beschwerden gegen Verfügungen der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. 

Die Beschwerde vom 14. Juni 2017 ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in 

formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 

1 und 450b Abs. 1 ZGB; Art. 27 des Einführungsgesetzes zum Kindes- und 

Erwachsenenschutzrecht, sGS 912.5, abgekürzt: EG-KES; Art. 41 , Art. 48 und Art. 50 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP).

b) Die Mutter macht im Wesentlichen geltend, die begleiteten Besuche erschienen 

aufgrund der psychischen Erkrankung des Vaters zur Abwendung einer Gefährdung 

des Kindeswohls als indiziert. Dieser leide unter einer mittelschweren depressiven 

Symptomatik. Es könne daher nicht sein, dass die Kosten den Eltern zur Hälfte 

auferlegt würden. Auch aktuell komme es im Rahmen der Ausübung der begleiteten 

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Besuche immer wieder zu Problemen. Die Mediation sei ebenfalls aufgrund des 

Verhaltens des Vaters, der gegenüber der Mutter handgreiflich geworden sei, 

notwendig. Vor diesem Hintergrund sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Mutter die 

Kosten für die begleiteten Besuche und die Mediation zusammen mit dem Sozialamt 

regeln sollte.

Die Vorinstanz hält dem entgegen, sie habe bezüglich der Kosten für die begleiteten 

Besuche und die Mediation keinen Entscheid über deren Verlegung gefällt. Diese 

Kosten gehörten zum Kindesunterhalt und seien von den Eltern, subsidiär vom 

Sozialamt, zu tragen. Die Formulierung in den Ziffern 2 und 3 des Dispositivs sei 

lediglich ein Hinweis, dass die Eltern mit dem Sozialamt zu klären hätten, ob die Kosten 

durch sie oder das Sozialamt zu tragen seien. Die Zuständigkeit für die Regelung in 

strittigen Unterhaltsangelegenheiten liege beim Zivilgericht.

Der Vater bringt zur Hauptsache vor, die Vorinstanz habe die Kosten für das begleitete 

Besuchsrecht und die Elternmediation in der angefochtenen Verfügung nicht geregelt. 

Sie habe ihre Zuständigkeit an das Sozialamt und die Eltern delegiert. Es fehle damit an 

einem Anfechtungsobjekt. Zudem sei die Anordnung begleiteter Besuche erfolgt, da es 

den Eltern nicht gelinge, den persönlichen Verkehr selbständig zu regeln. Ursache sei 

insbesondere der grosse Widerstand der Mutter gewesen, Z mit seinem Vater alleine zu 

lassen.

c) Der Streitgegenstand bezeichnet denjenigen Teil des Anfechtungsobjekts, den die 

beschwerdeführende Partei von der Rechtsmittelinstanz überprüfen lassen will (Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 579 ff.). 

Streitgegenstand kann grundsätzlich nur sein, was bereits Gegenstand im 

erstinstanzlichen Verfahren war. Der Streitgegenstand kann damit nicht über das 

Anfechtungsobjekt hinausgehen. Dies bedingt jedoch, dass die Behörde auf eine 

Anordnung tatsächlich verzichten durfte (vgl. BGE 136 II 462 f. E. 4.2).

Angefochten ist vorliegend eine Verfügung der Vorinstanz, in welcher diese gestützt auf 

Art. 307 ZGB als Kindesschutzmassnahmen ein begleitetes Besuchsrecht für den Vater 

und die Teilnahme an Mediationssitzungen für die Eltern angeordnet hat. Im Dispositiv 

hielt die Vorinstanz fest, dass das zuständige Sozialamt und die Eltern mit der 

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Kostenregelung beauftragt würden. Die Vorinstanz sah zudem vor, dass die fraglichen 

Dispositivziffern nach Eintritt der Rechtskraft der Wohnsitzgemeinde der 

Beschwerdeführerin zugestellt würden. Eine eigentliche Kostenregelung für die 

Kindesschutzmassnahmen hat sie mit diesem "Auftrag", der genau genommen eine 

Überweisung an die ihrer Ansicht nach zuständige Stelle darstellt, jedoch nicht 

getroffen.

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz hätte selber eine 

Kostenregelung für diese Massnahmen treffen müssen, und zwar vollumfänglich 

zulasten des Vaters. Hat die Vorinstanz jedoch zu Recht auf eine Regelung verzichtet, 

zielt die von der Beschwerdeführerin geführte Rüge der Kostentragung auf einen 

Streitgegenstand ausserhalb des Anfechtungsobjekts ab, was unzulässig wäre. Hat die 

Vor-instanz demgegenüber zu Unrecht auf eine Kostenregelung verzichtet, wäre die 

Beschwerde gutzuheissen und eine Kostenregelung wäre durch die Vorinstanz oder 

direkt durch die Verwaltungsrekurskommission zu treffen.

d) Nach Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB haben die Eltern für den Unterhalt des Kindes 

aufzukommen, wozu ausdrücklich auch Kosten von Kindesschutzmassnahmen 

gehören. Die Aufteilung unter den Eltern erfolgt nach Massgabe der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Das (kantonale) öffentliche Recht bestimmt, 

unter Vorbehalt der Unterstützungspflicht der Verwandten, wer die Kosten des 

Unterhalts zu tragen hat, wenn weder die Eltern noch das Kind sie bestreiten können 

(Art. 293 Abs. 1 ZGB). In diesem Sinne haben im Kanton St. Gallen subsidiär zum Kind 

beziehungsweise zu den Eltern grundsätzlich die Gemeinden die Kosten für 

Kindesschutzmassnahmen zu tragen. Art. 2 Abs. 2 des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, 

abgekürzt: SHG) sieht vor, dass Sozialhilfe geleistet wird, wenn keine Hilfeleistung 

durch unterstützungspflichtige Verwandte oder andere Dritte gewährt wird oder diese 

nicht rechtzeitig verfügbar ist. Zuständigkeit, Unterstützungswohnsitz und Verfahren 

richten sich gestützt auf Art. 3 Abs. 2 SHG nach dem Bundesgesetz über die 

Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger (SR 851.1, abgekürzt: ZUG). Soweit 

das Gemeinwesen für den Unterhalt eines Kindes aufkommt, geht der 

Unterhaltsanspruch mit allen Rechten auf das Gemeinwesen über (Art. 289 Abs. 2 

ZGB). Das Gemeinwesen subrogiert damit in den Unterstützungsanspruch des 

berechtigten Kindes. Der Eintritt des Gemeinwesens in die Rechte des Kindes 

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gegenüber den Eltern hat den Charakter einer Legalzession. Zu den Rechten, die im 

Sinne von Art. 289 Abs. 2 ZGB auf das Gemeinwesen übergehen, zählt unter anderem 

das Klagerecht des Kindes gegen Vater und Mutter oder gegen beide auf 

Unterhaltsleistung, Anweisungen an den Schuldner und Sicherstellung. Würde das 

Gemeinwesen von dem Klagerecht Gebrauch machen, würde es einen 

Unterhaltsanspruch des Kindes geltend machen, der trotz Zession eine auf Zivilrecht 

beruhende Forderung bleibt. An der rechtlichen Natur des Anspruchs ändert sich 

nichts. Dieser gründet nach wie vor im Zivilrecht und ist in entsprechender Form, mithin 

durch Klage und nicht durch hoheitliche Verfügung, geltend zu machen. Das 

Gemeinwesen tritt im Zusammenhang mit geleisteten Kosten für 

Kindesschutzmassnahmen nicht als Inhaber der öffentlichen Gewalt, sondern als 

gewöhnlicher Gläubiger auf, ohne jegliche Verfügungsbefugnis (vgl. zum Ganzen Urteil 

des Bundesgerichts [BGer] 8D_4/2013 vom 19. März 2016 E. 5.3 mit Hinweisen; VRKE 

III-2007/2 vom 4. April 2008 E. 3d/bb, unter. www.gerichte.sg.ch; Ch. Häfeli, Kosten für 

begleitete Besuchstage von unmündigen Kinder mit ihren nicht obhutsberechtigten 

Elternteil, ZVW 2001, S. 198 ff.).

e) Die Vorinstanz hat vorliegend Kindesschutzmassnahmen (begleitetes Besuchsrecht, 

Elternmediation) angeordnet, die Regelung der Finanzierung aber der zuständigen 

Gemeinde überlassen. Eine eigentliche Kostenregelung traf sie damit nicht. Sie tat mit 

dem Hinweis, dass das zuständige Sozialamt und die Eltern mit der Kostenregelung 

beauftragt würden, lediglich kund, dass die Kosten primär von den Eltern und subsidiär 

von der für die Sozialhilfe zuständigen Gemeinde zu tragen seien. Aus diesem Grund 

war auch vorgesehen, das Dispositiv nach Rechtskraft der zuständigen 

Gemeindeverwaltung zuzustellen. Diese wird zu prüfen haben, ob die Eltern 

leistungsfähig genug sind, um für die Kosten der Kindesschutzmassnahme 

aufzukommen. Ist dies der Fall, so müssen sich die Eltern über die Aufteilung der 

Kosten einigen. Kommt aber, was vorliegend angesichts der konkreten finanziellen 

Verhältnisse wahrscheinlicher ist, die Gemeinde anstelle der Eltern für die Kosten auf, 

wird sie in den Unterstützungsanspruch des Kindes subrogieren. Inwieweit die Eltern 

für die von der Gemeinde getragenen Kosten dereinst belangt werden können, wird – 

sofern keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann – letztlich auf dem 

Zivilweg zu lösen sein. Die Gemeinde kann über diese Kosten und deren Abwälzung 

nicht hoheitlich verfügen. Insofern kann auch die Vorinstanz als anordnende 

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Kindesschutzbehörde nicht gehalten sein, in ihrer Verfügung eine entsprechende 

Anordnung zu treffen. Sofern sie es als notwendig erachtet, das Grundsätzliche zur 

Finanzierung festzuhalten (primäre Kostenpflicht der Eltern und subsidiäre Tragung der 

Kosten durch die Gemeinde), so ist sie daran zu erinnern, dass in ein 

Verfügungsdispositiv nur Eingang finden soll, was sich nicht von Gesetzes wegen 

ohnehin ergibt und zudem vollstreckbar sein muss. Hinweise als solche gehören daher 

nicht ins Dispositiv, sondern allenfalls in die Erwägungen.

Dass sich die Vorinstanz zur Finanzierung inhaltlich nicht äusserte und die weitere 

Regelung der zuständigen Gemeinde überliess, ist nach dem Gesagten nicht zu 

beanstanden. Das Anfechtungsobjekt (die angefochtene Verfügung der Vorinstanz) 

umfasst demnach die weitere Regelung der Finanzierung der Massnahme zu Recht 

nicht. Wenn sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren gegen eine 

allfällige und nicht näher spezifizierte „Kostenauflage“ durch ihre Wohnsitzgemeinde 

dennoch zu wehren versucht, bezieht sie sich auf einen Punkt, der nicht Thema der 

angefochtenen Verfügung war und es auch nicht sein konnte. Ihre Ausführungen zielen 

auf einen Streitgegenstand ausserhalb des Anfechtungsobjekts, was nicht zulässig ist. 

Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.- a) Nach Art. 11 lit. a EG-KES und Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener 

Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Es gilt der Grundsatz der Kostenverlegung nach Massgabe des Obsiegens 

und Unterliegens. Die Beschwerdeführerin unterliegt mit ihrem Begehren, weshalb ihr 

die amtlichen Kosten aufzuerlegen sind. Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr 

von Fr. 1'000.– (inklusive der Gebühr für die Verfügung zur aufschiebenden Wirkung 

vom 25. August 2017, vgl. Art. 7 Ziff. 112 und 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Auf die Erhebung der Kosten ist zufolge unentgeltlicher Rechtspflege 

einstweilen zu verzichten. Verbessern sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der 

Beschwerdeführerin, so ist sie zur Nachzahlung verpflichtet (Art. 99 Abs. 2 VRP und 

Art. 123 der Zivilprozessordnung, SR 272, abgekürzt: ZPO).

b) Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung mit 

Verfügung der Gerichtsleitung vom 12. Dezember 2017 bewilligt und Rechtsanwalt 

lic.iur. Adrian Fiechter, Widnau, als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Der 

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Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Das Honorar 

in der Verwaltungsrechtspflege wird grundsätzlich als Pauschale bemessen; vor der 

Verwaltungsrekurskommission beträgt es zwischen Fr. 1'000.– und  Fr. 12'000.– (Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 

963.75, abgekürzt: HonO). Das Honorar wird nach den besonderen Umständen, 

namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und 

den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, festgesetzt (Art. 19 HonO und Art. 31 

Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, abgekürzt: AnwG). In einer 

Gesamtbetrachtung wird dabei auf den Gehalt der Sache, auf die dem Anwalt 

auferlegte Verantwortung und auf die von ihm dafür in gebotener Weise aufgewendete 

Zeit abgestellt. Das Ausmass des konkreten Aufwands ist nicht entscheidend, sondern 

lediglich ein Indiz für die Honorarbemessung. Das Honorar wird bei unentgeltlicher 

Prozessführung oder amtlicher Verteidigung um einen Fünftel herabgesetzt (Art. 31 

Abs. 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Angesichts des auf die Zuständigkeit zur 

Regelung der Kosten der Kindesschutzmassnahmen beschränkten Prozessthemas 

erscheint eine pauschale, um ein Fünftel gekürzte Entschädigung von Fr. 2'000.– als 

angemessen. Hinzu kommen die Barauslagen von Fr. 80.– (4% von Fr. 2'000.–) und die 

Mehrwertsteuer von Fr. 166.40 (8% von Fr. 2'080.–; Art. 28  Abs. 1 und Art. 29 HonO). 

Der unentgeltliche Rechtsvertreter ist vom Staat entsprechend mit insgesamt Fr. 

2'246.40 zu entschädigen. Verbessern sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der 

Beschwerdeführerin, so ist sie zur Nachzahlung verpflichtet (Art. 99 Abs. 2 VRP und 

Art. 123 ZPO).

Der obsiegende Beschwerdebeteiligte hat Anspruch auf eine volle ausseramtliche 

Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). In der vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdebeteiligten eingereichten Kostennote vom 8. September 2017 wird ein 

Aufwand von 17 Stunden ausgewiesen. Der Aufwand für die zusätzliche Stellungnahme 

vom 30. Januar 2018 ist darin noch nicht enthalten. Bereits der in der Kostennote 

geltend gemachte Aufwand erscheint jedoch angesichts des wie erwähnt 

eingeschränkten Prozessthemas als zu hoch. Zu beachten ist ferner, dass für das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege keine Notwendigkeit für eine anwaltliche 

Unterstützung besteht, weshalb der damit zusammenhängende Aufwand von rund vier 

Stunden nicht zu entschädigen ist. Insgesamt erscheint eine (volle) Entschädigung von 

Fr. 2'808.– (Honorar Fr. 2'500.–, Barauslagen pauschal Fr. 100.–, 8% Mehrwertsteuer 

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Fr. 208.–; vgl. Art. 28  Abs. 1 und Art. 29 HonO) als angemessen. Der um einen 

Fünftel des Honorars gekürzte Anspruch des unentgeltlichen Rechtsvertreters des 

Beschwerdebeteiligten, Rechtsanwalt lic.iur. Gabriel Bawidamann, St. Gallen, 

gegenüber dem Staat beträgt somit Fr. 2'246.40 (Honorar Fr. 2'000.–, Barauslagen 

pauschal Fr. 80.–, 8% Mehrwertsteuer Fr. 166.40). Im Ausmass der Entschädigung (Fr. 

2'246.40) geht die Forderung auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten an den Staat über 

(Art. 11 HonO).

 

Entscheid auf dem Zirkulationsweg (Art. 58 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 3 VRP und 

Art. 8  des Reglements über den Geschäftsgang der Verwaltungsrekurskommission, 

sGS 941.223):

1.  Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.  Die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.– werden der Beschwerdeführerin auferlegt; auf

     die Erhebung der Kosten wird zufolge unentgeltlicher Rechtspflege einstweilen 

verzichtet.

3.  Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt lic.iur. 

Adrian

     Fiechter, Widnau, wird aus der Gerichtskasse mit Fr. 2'246.40 entschädigt.

4.  Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdebeteiligten für die ausseramtlichen 

Kosten

     mit Fr. 2'808.– zu entschädigen.

     Der Anspruch des unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdebeteiligten,

     Rechtsanwalt lic.iur. Gabriel Bawidamann, St. Gallen, gegenüber dem Staat beträgt

     Fr. 2'246.40. Im Ausmass der Entschädigung geht die Forderung auf Ersatz der

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		2025-07-19T05:58:52+0200
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