# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39319eda-ebe9-5d37-bb0f-b12cf6009c4a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2010 B-4684/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4684-2009_2010-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4684/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Hans Urech (Vorsitz), Maria Amgwerd, 
Bernard Maitre; 
Gerichtsschreiber Roger Mallepell.

1. A.______ AG, 
2. B.______ AG, 
beide vertreten durch C.______ AG,
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Bundesamt für Landwirtschaft BLW,
Mattenhofstrasse 5, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Abgabe wegen Überschreitung des Höchstbestandes im 
Jahr 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4684/2009

Sachverhalt:

A.

A.a Die A.______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1) ist eine im 
Handelsregister  des  Kantons  Q  eingetragene  Aktiengesellschaft  mit 
Sitz in X. Der Zweck der Gesellschaft besteht im Betrieb einer Käserei. 
Ihren  Sitz  in  X  und  die  Firmenadresse  neben  jener  der 
Beschwerdeführerin  1  hat  auch  die  B.______  AG  (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin  2),  welche  eine  Schweinezucht  betreibt.  Bis 
anfangs  Mai  2009  war  weiter  die  D.______  AG  mit  Sitz  in  X  und 
gleicher (heutiger) Firmenandresse wie die Beschwerdeführerin 2 als 
Aktiengesellschaft im Handelsregister des Kantons Q eingetragen. Die 
D.______ AG bezweckte die Führung eines Schweinemastbetriebs. 

A.b Mit Entscheid vom 4. Juli 2005 stellte das Departement für Inne-
res und Volkswirtschaft des Kantons Q fest, dass die Voraussetzungen 
für die Anerkennung der D.______ AG als Betrieb im Sinne von Art. 6 
der Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung 
von Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV, SR 
910.91) seit dem 1. Januar 2001 nicht mehr erfüllt seien. Es wies das 
Landwirtschaftsamt  deshalb  an,  die  D.______  AG  und  die 
Beschwerdeführerin 2 als einen Betrieb zu behandeln (vgl. Entscheid 
Verwaltungsgericht  Kanton  Q  vom  11. Januar  2006,  S.  4 
[Vernehmlassung Beilage 1, Beschwerde Beilage 8]).

Die dagegen von der  D.______ AG erhobene Beschwerde wies das 
Verwaltungsgericht des Kantons Q mit Entscheid vom 11. Januar 2006 
vollumfänglich  ab. Das Gericht  kam zum Schluss,  die  D.______ AG 
habe weder wirtschaftlich, organisatorisch noch finanziell über die er -
forderliche  Unabhängigkeit  verfügt.  Es  ergebe  sich,  „dass  die 
D.______  AG  aufgrund  ihrer  engen  organisatorischen,  finanziellen,  
wirtschaftlichen und faktischen Verflechtung mit der A.______ AG und  
der B.______ AG nicht mehr als eigenständiger Betrieb im Sinne von  
Art. 6 LBV anerkannt werden kann. Vielmehr müssen die B.______ AG 
und  die  D.______  AG  als  ein  Betrieb  (zusammenhängend  mit  der  
A.______  AG)  angesehen  werden“ (vgl.  Entscheid  S.  10).  Der 
Entscheid vom 11. Januar 2006 erwuchs unangefochten in Rechtskraft 
(vgl. Vernehmlassung Beilage 2).

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A.c Per 7. Mai 2009 gingen die Aktiven und Passiven der D.______ 
AG  infolge  Fusion  auf  die  Beschwerdeführerin  2  über,  worauf  die 
Gesellschaft  im  Handelsregister  gelöscht  wurde  (vgl.  [...] 
Handelsregisterauszug  der  Beschwerdeführerin  2  vom 14. Juli  2009 
[Beschwerde Beilage 4]).

B.

B.a Mit  Schreiben  vom  10.  Mai  2006  an  Herrn  E,  damals 
einzelzeichnungsberechtigtes  Mitglied  im  Verwaltungsrat  der  Be-
schwerdeführerin  1  und  2,  wies  das  Bundesamt  für  Landwirtschaft 
(nachfolgend:  Vorinstanz)  darauf  hin,  dass  der  bisher  gehaltene 
Schweinebestand in den beiden Produktionsstätten der D.______ AG 
und  der  Beschwerdeführerin  2  aufgrund  des  Entscheids  des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Q vom 27. Februar 2006 (recte: 11. 
Januar  2006,  27. Februar  2006  =  Versanddatum)  den  maximal 
möglichen  Tierbestand  gemäss  der  Verordnung  vom  26.  November 
2003  über  Höchstbestände  in  der  Fleisch-  und  Eierproduktion 
(Höchstbestandesverordnung, HBV, SR 916.344) übersteige. Es sollte 
jedoch  möglich  sein,  dem  Betrieb  aufgrund  der  verarbeiteten 
Milchmenge  eine  Ausnahmebewilligung  zur  Überschreitung  des 
einfachen Tierhöchstbestandes bewilligen zu können. Die  Vorinstanz 
forderte  E  daher  auf,  ein  entsprechendes 
Ausnahmebewilligungsgesuch einzureichen (vgl. Beschwerde Beilage 
9).

B.b Bezugnehmend darauf  ersuchten die Beschwerdeführerin  2 und 
die D.______ AG die Vorinstanz mit gemeinsamer Eingabe vom 2. Juni 
2006  um Erteilung  einer  Ausnahmebewilligung  im  Sinne  von  Art.  8 
HBV (Bewilligung eines Tierbestandes von insgesamt 170 Zuchtsauen 
mit Ferkel und 875 Mastschweinen inkl. Vormast [vgl. Vernehmlassung 
Beilage 2]). 

B.c Die Vorinstanz hiess dieses Gesuch am 7. Juni 2006 gut und er-
teilte  den  beiden  Bewirtschaftern  (Beschwerdeführerin  2  und 
D.______ AG) gestützt  auf  Art.  8  und 10 HBV rückwirkend für  eine 
Dauer  ab  1.  Januar  2006  bis  31.  Dezember  2010  eine 
Ausnahmebewilligung  für  die  Haltung  von  875  Mastschweinen  oder 
Jagern  (ab  30  kg),  170  Zuchtsauen  (über  6  Monate  alt)  und  56 
Zuchtremonten  (bis  6  Monate  alt)  in  sämtlichen  betriebenen  Pro-
duktionsstätten (= 126,3 % des einfachen Höchstbestandes nach HBV, 
vgl. Vernehmlassung Beilage 3). 

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C.
Per 1. Januar  2007  übernahm die  Beschwerdeführerin  1 den  Mast-
schweinestall  der  Käserei  Z  samt  Tierbestand  (508  Mastschweine, 
Remonten bis 6 Monate) und Vorräte als Pächterin vom Eigentümer H. 
Dieser  hatte  den  Maststall  bis  Ende  2006  auf  eigene  Rechnung 
geführt  und  betrieben  (vgl.  Schreiben  [...]  vom  9.  Mai  2008 
[Vernehmlassung  Beilage  7];  Schreiben  Beschwerdeführerin  1  an 
Vorinstanz vom 10. Mai 2008 mit beigelegter Bestätigung von H vom 
9. Mai  2008  [Vernehmlassung  Beilage  10];  von  der 
Beschwerdeführerin  1  am  1. Mai  2007  ausgefülltes  Formular  B: 
Tiererhebung 2007, S. 3 [Vernehmlassung Beilage 4a]). 

D.

D.a Mit  Schreiben  vom 22.  April  2008  teilte  die  Vorinstanz  der  Be-
schwerdeführerin 2 (z.H. Herrn E) mit, dass ihr der Kanton Q für den 
Stichtag 2007 folgende HBV relevanten Tierbestände übermittelt habe:

- Beschwerdeführerin 2: 159 Zuchtsauen (über 6 Mte alt), 
790 Mastschweine/Remonten,

- Beschwerdeführerin 1: 508 Mastschweine/Remonten.

Das  Total  aus  beiden  Produktionsstätten  betrage  159  Zucht-  sowie 
1245  Mastschweine  (1298  minus  53  [1/3 der  Zuchtsauen  als  Re-
montenanteil]).  Dies  entspreche  146,6 %  des  einfachen  Höchsttier-
bestandes  (63,6 %  Zuchtschweine  plus  83 %  Mastschweine). 
Verglichen mit  der für  sämtliche Schweineproduktionsstätten der Be-
schwerdeführerin  1 erteilten  Ausnahmebewilligung vom 7. Juni  2006 
(maximal  126,3 %  des  Höchsttierbestandes)  ergebe  sich  ein  Über-
bestand  von  20 %.  Bei  einer  Überschreitung  des  Höchstbestandes 
müsse  gemäss  Art.  16  und  17  HBV eine  Abgabe  in  der  Höhe  von 
Fr. 450.-  je  zuviel  gehaltene  Zuchtsau  und  Fr.  100.-  je  zuviel  ge-
haltenes  Mastschwein  erhoben  werden.  Entsprechend  gab  die  Vor-
instanz der Beschwerdeführerin 2 die Möglichkeit  zur Stellungnahme 
bis am 19. Mai 2008 (vgl. Vernehmlassung Beilage 8). 

D.b Noch vor Ablauf dieser Frist  richtete die Vorinstanz am 30. April 
2008 ein weiteres Schreiben an die  Beschwerdeführerin  2. Wie sich 
später herausstellte  (vgl. nachfolgend), ging die Vorinstanz in diesem 
irrtümlich davon aus, dass die Beschwerdeführerin 1 den Mastschwei-
nestall  in  Z mit  den  508 Mastschweinen bzw. Remonten  schon zum 
Zeitpunkt  der  Einreichung  des  Gesuchs  um  Erteilung  einer 

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Ausnahmebewilligung vom 2. Juni 2006 betrieben hatte, ohne dies in 
den Gesuchsunterlagen zu erwähnen (vgl. Vernehmlassung Beilage 9, 
Beschwerde Beilage 10).

Gestützt auf die  von der Beschwerdeführerin 1 am 10. Mai 2008 ein-
gereichten Belege musste die Vorinstanz mit  Schreiben vom 15.  Mai 
2008  einräumen,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  den  zusätzlichen 
Mastschweinestall in Z nicht bereits im Jahr 2006, sondern erst ab 1. 
Januar 2007, d.h. nach Erteilung der Ausnahmebewilligung vom 7. Juni 
2006, bewirtschafteten. 

Unter  diesen  Umständen  sei  die  Vorinstanz  indessen  entgegen  den 
Bestimmungen der Ausnahmebewilligung nicht rechtzeitig über Ände-
rungen  in  der  Bewirtschaftung  informiert  worden.  Da  es  die  Be-
schwerdeführerin 2 unterlassen habe, rechtzeitig um eine allfällige An-
passung der bestehenden Ausnahmebewilligung zu ersuchen, werde 
für das Jahr 2007 eine Abgabe entsprechend des Bestandes erhoben, 
welcher  über  der  Anzahl  in  der  Ausnahmebewilligung liege. Für  das 
Jahr 2008 werde auf eine Abgabe verzichtet, wenn innert drei Mona-
ten ein neues Gesuch um Anpassung der bestehenden Ausnahmebe-
willigung eingereicht werde. Gleichzeitig erhielt die Beschwerdeführe-
rin 2 nochmals Gelegenheit, sich bis Ende Mai 2008 zu äussern (vgl. 
Vernehmlassung Beilage 11). 

D.c Am  23. Mai  2008  reichten  die  Beschwerdeführerinnen  1  und  2 
zusammen  mit  der  D.______  AG  der  Vorinstanz  eine  gemeinsame 
Stellungnahme zum Schreiben vom 15. Mai  2008 ein. Sie ersuchten 
um Durchführung eines Augenscheines und um Feststellung, dass die 
Beschwerdeführerin 1 nicht Bestandteil des „Landwirtschaftsbetriebes“ 
Y sei. Sowohl auf  die Einleitung eines Übertretungs- als auch eines 
Ausnahmebewilligungsverfahrens  sei  zu  verzichten  (vgl.  Beschwerde 
Beilage 11).

D.d Mit Schreiben vom 23. Oktober 2008 teilte die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin  1  mit,  dass  die  drei  Aktiengesellschaften  (Be-
schwerdeführerinnen 1 und 2, D.______ AG) nach ihrem Dafürhalten 
unabhängig  allfälliger  personeller  Änderungen im Verwaltungsrat  der 
Beschwerdeführerin  1  als  ein  Betrieb  gelten  würden  und  die  Tier-
bestände entsprechend addiert würden. 

Für  die  Einhaltung  der  Höchstbestandesverordnung  im  Jahr  2008 
komme nur (1) ein Verkauf des von der Beschwerdeführerin 1 betrie-

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benen  Schweinestalls,  (2)  ein  Gesuch  um Ausnahmebewilligung  für 
den Gesamtbestand der drei betroffenen Aktiengesellschaften oder (3) 
eine Reduktion der Tierzahl der drei Aktiengesellschaften auf den er-
laubten  Höchstbestand  in  Frage.  Die  Beschwerdeführerin  möge  die 
gewünschte Lösungsvariante bis am 20. November 2008 mitteilen, an-
sonsten eine Abgabe nach den Bestimmungen der Höchstbestandes-
verordnung (auch) für das Jahr 2008 erhoben werden müsse (vgl. Ver-
nehmlassung Beilage 12, Beschwerde Beilage 13).

D.e In  der  Folge  ergab  sich  betreffend  Einhaltung  des  Höchstbe-
standes  im  Jahr  2008  ein  weiterer  Schriftenwechsel  (vgl.  Schreiben 
Vorinstanz vom 1. Dezember 2008 [Beschwerde Beilage 14], Antwort -
schreiben Beschwerdeführerin 1 vom 22. Dezember 2008 und 16. Fe-
bruar 2009 [womit die provisorischen Bilanzen per 31. Dezember 2008 
der  drei  Aktiengesellschaften  eingereicht  wurden,  vgl.  Beschwerde 
Beilagen 15, 16]). 

D.f Am 4. Mai 2009 setzte die Vorinstanz eine neue Frist bis Ende Au-
gust  2009  zur  Einreichung  eines  Gesuchs  um  Überschreitung  des 
Höchstbestandes mit Rückwirkung ab 2008 (vgl. Beschwerde Beilage 
17).

E.
Darauf  verpflichtete die Vorinstanz das „Konglomerat  B.______ AG / 
D.______ AG und die A.______ AG“ mit Verfügung vom 24. Juni 2009 
solidarisch  haftend  zur  Bezahlung  einer  Abgabe  in  der  Höhe  von 
Fr. 36'964.- „für den Tierüberbestand von 367 Mastschweinen und 22 
Legehennen  im  Jahr  2007“  (vgl.  Dispositiv-Ziff.  1).  Zur  Begründung 
verwies die Vorinstanz auf die Kontrolle der Tierbestände anhand der 
Daten des agrarpolitischen Informationssystems (AGIS-Daten) Anfang 
2008.  Diese  habe  ergeben,  dass  die  Beschwerdeführerin  2  bzw. 
D.______  AG  mit  Stichtag  2007  159  Zuchtsauen,  790 
Mastschweine/Remonten  und  22  Legehennen  und  die  Be-
schwerdeführerin 1 508 Mastschweine/Remonten bewirtschaftet habe. 

Aufgrund des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Q vom 
11. Januar 2006 sei die Beschwerdeführerin 2 und die D.______ AG 
als  ein  Betrieb  zu  betrachten.  Ebensowenig  könne  die 
Beschwerdeführerin 1 als eigenständiger Betrieb angesehen werden. 
Die  geforderte  rechtliche  Unabhängigkeit  für  das  Jahr  2007  der 
Beschwerdeführerin  1  zum  „Konglomerat  B.______  AG  /  D.______ 
AG“ sei nicht gegeben. Es fehle am Erfordernis von Art. 6 Abs. 1 Bst. c 

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LBV, wonach ein Betrieb rechtlich, wirtschaftlich, organisatorisch und 
finanziell  selbständig  sowie  unabhängig  von anderen Betrieben sein 
müsse. Aus Sicht der Höchstbestandesverordnung seien deshalb die 
Tierzahlen  aller  Produktionsstätten  der  Beschwerdeführerin  2,  der 
D.______ AG und der Beschwerdeführerin 1 zu addieren, was für das 
Jahr  2007  insgesamt  159  Zuchtsauen,  1298  Mastschweine  und  22 
Legehennen ergebe.

Der mit Ausnahmebewilligung vom 7. Juni 2006 bewilligte Tierbestand 
(170 Zuchtsauen [über 6 Monate alt], 56 Zuchtremonten [bis 6 Monate 
alt], 875 Mastschweine oder Jagern [ab 30 kg]) sei im Jahr 2007 somit  
um 367 Mastschweine und 22 Legehennen überschritten worden. Die 
jährliche Abgabe pro zu viel gehaltene Zuchtsau betrage Fr. 450.-, pro 
zu viel  gehaltenes Mastschwein oder Mastjager Fr. 100.- und pro zu 
viel gehaltene Legehenne Fr. 12.-. Die Abgabe belaufe sich somit auf  
Fr. 36'964.-. 

F.
In der Folge nahmen die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 mit gemein-
samer  Eingabe  an  die  Vorinstanz  vom 20. Juli  2009  Bezug  auf  das 
(vorstehend unter  D.f erwähnte) Schreiben der Vorinstanz vom 4. Mai 
2009.  Sie  bekräftigten,  dass  nun  von  Lösungsvorschlag  2  (gemäss 
Schreiben der Vorinstanz vom 23. Oktober 2008 [vgl. vorstehend D.d]) 
Gebrauch  gemacht  werde,  und  beantragten  „eine  Ausnahmebewilli-
gung im Sinne Ihrer  Ausführungen im Schreiben vom 04.05.a.c. mit  
Rückwirkung  per  01.01.2008“.  Betreffend  das  Produktionsjahr  2007 
wurde  die  Vorinstanz um wiedererwägungsweise  Prüfung des  Sach-
verhaltes  und  vollumfängliche  Aufhebung  der  Abgabeverfügung  er-
sucht (vgl. Vernehmlassung Beilage 13, Beschwerde Beilage 18). 

G.
Mit gemeinsamer Eingabe vom 21. Juli 2009 erhoben die Beschwerde-
führerin  1  und  die  Beschwerdeführerin  2  beim  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 24. Juni 2009. Sie be-
antragen, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben, und die Abga-
be von Fr. 36'964.- sei ersatzlos zu streichen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zu Lasten des Bundes. Eventualiter sei die Abgabe 
massiv zu reduzieren. In verfahrensmässiger Hinsicht wird um „Durch-
führung eines Augenscheines mit Besprechung“ ersucht. 

Die Beschwerdeführerinnen halten die angefochtene Verfügung für ge-
radezu unverständlich und schwer nachvollziehbar. Es sei davon aus-

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zugehen,  dass  sie  willkürlich  und  ohne  rechtliche  Grundlage  erfolgt 
sei. Ein Augenschein bzw. die von der Vorinstanz verlangte, aber kate-
gorisch  verweigerte  Besprechung  hätten  Klarheit  gebracht.  Zudem 
dürfte die Abgabeforderung für das Jahr 2007 aufgrund der Verschlep-
pung des Verfahrens zwischenzeitlich verjährt sein. 

H.

Mit  Vernehmlassung  vom  24.  September  2009  beantragt  die  Vorin-
stanz die Abweisung der Beschwerde.

I.
Auf die dargelegten und die weiteren Vorbringen der Parteien wird, so-
weit sie rechtserheblich sind, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 24. Juni 2009 stützt 
sich auf  die Landwirtschaftsgesetzgebung und damit  auf  öffentliches 
Recht des Bundes. Er stellt  eine Verfügung im Sinne von Art.  5 des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021) dar. Nach Art. 166 Abs. 2 des Bundesge-
setzes vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsge-
setz, LwG, SR 910.1) kann gegen diese Verfügung im Rahmen der all-
gemeinen  Bestimmungen  über  die  Bundesverwaltungsrechtspflege 
(Art. 44  ff. VwVG i.V.m. Art. 31,  33 Bst. d,  37  ff. des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32])  Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden.

Die  Beschwerdeführerinnen  haben  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen. Sie sind durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt  und  haben  insofern  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung  oder  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art. 48 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Die Eingabefrist 
sowie  die  Anforderungen an Form und Inhalt  der  Beschwerdeschrift 
sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). 

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Am  13.  August  2009  reichte  die  Rechtsvertreterin  auf-
forderungsgemäss  eine  schriftliche  Vollmacht  nach  (Art. 11  Abs. 2 
VwVG). Die Vertretung durch eine juristische Person wie die vorliegend 
handelnde  ist  zulässig.  Die  Bundesverwaltungsrechtspflege  kennt 
auch bei  berufsmässiger  Vertretung kein  Anwaltsponopol  und mithin 
keine  Verpflichtung,  einen  patentierten  Anwalt  als  Vertreter  beizu-
ziehen  (vgl.  RES NYFFENEGGER,  in:  Christoph  Auer/Markus 
Müller/Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz 
über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Art. 11 N. 6;  VERA MARANTELLI-
SONANINI,  SAID HUBER,  in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger 
[Hrsg.],  Praxiskommentar  zum Bundesgesetz  über  das  Verwaltungs-
verfahren, Art. 11 N. 13f.). 

Der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG 
i.V.m. Art. 37 VGG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen 
vor (Art. 47 ff. VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Auf die Beschwerde ist daher 
einzutreten.

2.

2.1 Die Vorinstanz eröffnete die angefochtene Verfügung zu Recht bei-
den  Beschwerdeführerinnen  – d.h.  beiden  materiellen  Verfügungs-
adressatinnen  – je  schriftlich  durch  individuelle  Zustellung  eines 
gleichlautenden  Verfügungsexemplars  (Art.  6  i.V.m.  Art.  34  Abs. 1 
VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht  führt  das  – zu Recht  mit  ge-
meinsamer  Beschwerdeschrift  eingeleitete  –  Beschwerdeverfahren 
dementsprechend  unter  einer  einzigen  Prozedurnummer  (B-
4684/2009; sog. materielle Streitgenossenschaft, vgl.  VERA MARANTELLI-
SONANINI, SAID HUBER, in: Praxiskommentar VwVG, a.a.O., Art. 6 N. 11). 
Handlungsbedarf  für  eine  Verfahrensvereinigung,  wie  sie  die  Be-
schwerdeführerinnen in der Annahme beantragen, es handle sich um 
zwei eigenständige Verfügungen, besteht nicht. 

2.2 Als  korrekt  erweist  sich  auch,  dass  eine  individuelle  Eröffnung 
bzw. Zustellung der angefochtenen Verfügung an die im Verfügungs-
dispositiv-Ziffer  1 ebenfalls erwähnte D.______ AG unterblieb. Deren 
Rechtspersönlichkeit war im Eröffnungszeitpunkt aufgrund der Fusion 
vom 7.  Mai  2009  bereits  erloschen,  bzw. waren  deren  Aktiven  und 
Passiven auf die Beschwerdeführerin 2 übergegangen.

2.3 Den vorliegenden Akten ist nicht zu entnehmen, ob die Vorinstanz 
das unmittelbar vor Beschwerdeerhebung gestellte Wiedererwägungs-

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gesuch der Beschwerdeführerinnen vom 20. Juli  2009 betreffend das 
vorliegend strittige Produktionsjahr 2007 (vgl. im Sachverhalt unter F) 
bereits formell behandelt und entschieden hat. 

Die Ausführungen der Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 24. Sep-
tember 2009 machen jedoch deutlich, dass diese nicht bereit ist, auf 
die  angefochtene Verfügung zurückzukommen,  sondern  ausdrücklich 
die  Beschwerdeabweisung  beantragt.  Damit  hat  die  Vorinstanz  das 
Wiedererwägungsgesuch konkludent von der Hand gewiesen (vgl. im 
Übrigen zum grundsätzlich fehlenden Anspruch auf Eintreten auf ein 
Wiedererwägungsgesuch  etwa  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Auflage,  N. 1041  ff.).  Das 
vorliegende  Beschwerdeverfahren  kann  damit  ohne  Weiteres  fortge-
führt und der Entscheid in der Sache gefällt werden. 

3.
Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  vom  24.  Juni  2009  und 
Streitgegenstand  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  bildet  aus-
schliesslich  die  angebliche  Überschreitung  des  Tierhöchstbestandes 
durch die Beschwerdeführerinnen per Stichtag im Jahr  2007 und die 
gestützt darauf erhobene Abgabe. Zu den Verhältnissen im Jahr 2008 
und  dem  diesbezüglichen  Gesuch  der  Beschwerdeführerinnen  um 
Erhalt einer Ausnahmebewilligung mit Rückwirkung per 1. Januar 2008 
(vgl. im Sachverhalt  unter  F) hat  sich das Bundesverwaltungsgericht 
nicht zu äussern.

4.

4.1 Nach Art. 46 Abs. 1 LwG (vgl. a.a.O.) kann der Bundesrat für die 
einzelnen Nutztierarten Höchstbestände je Betrieb festsetzen. Bewirt-
schafter  oder  Bewirtschafterinnen  von  Betrieben,  welche  diese 
Höchstbestände  überschreiten,  müssen  eine  jährliche  Abgabe  ent-
richten (Art. 47 Abs. 1 LwG). Der Bundesrat setzt diese so fest, dass 
die Haltung überzähliger Tiere unwirtschaftlich ist (Art. 47 Abs. 2 LwG). 
U.a.  für  Betriebe,  die  eine  im  öffentlichen  Interesse  liegende  Ent-
sorgungsaufgabe  von  regionaler  Bedeutung  erfüllen,  indem  sie 
Nebenprodukte  von  Metzgerei-  und  Schlachtbetrieben  sowie  von 
Milch-  und  Lebensmittelverarbeitungsbetrieben  an  Schweine  ver-
füttern, kann der Bundesrat Ausnahmen vorsehen (Art. 46 Abs. 3 Bst. 
b LwG).

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4.2 Gestützt  auf  diese  Bestimmungen  sowie  die  in  Art.  177  Abs. 1 
LwG eingeräumte Kompetenz zum Erlass der erforderlichen Ausfüh-
rungsbestimmungen  legte  der  Bundesrat  in  der  Verordnung  vom 
26. November 2003 über Höchstbestände in der Fleisch- und Eierpro-
duktion  (Höchstbestandesverordnung,  HBV,  SR  916.344)  die  ent-
sprechenden  Höchstbestände  für  Betriebe  mit  Schweinezucht, 
Schweinemast, Legehennenhaltung, Pouletmast, Trutenmast und Käl-
bermast fest (vgl. Art. 2 ff. HBV [bezüglich Betrieben, die den ökologi-
schen Leistungsnachweis nicht oder nur durch Abgabe von Hofdünger 
erbringen] und Art. 7 HBV [bezüglich Betrieben, die den ökologischen 
Leistungsnachweis erbringen, ohne dass sie Hofdünger abgeben]). Im 
4. Abschnitt der Höchstbestandesverordnung (Art. 8 ff. HBV) wird kon-
kretisiert,  inwiefern  die  so  festgelegten  Höchstbestände  im Rahmen 
einer  Ausnahmebewilligung  überschritten  werden  können.  Werden 
mehr  Tiere  gehalten,  als  mit  einer  Ausnahmebewilligung  oder  Regi-
strierung  festgelegt  wurde,  erhebt  das  Bundesamt  eine  Abgabe 
(Art. 16 Bst. b HBV).

5.
Die Beschwerdeführerinnen machen zunächst geltend, die strittige Ab-
gabeforderung für das Jahr 2007 sei verjährt. Vorab ist somit zu klären, 
ob die Verjährungseinrede begründet ist. 

5.1 Die Verjährung wird im öffentlichen Recht als allgemeiner Rechts-
grundsatz  anerkannt  (vgl.  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  N. 189, 
778ff.). Fehlt eine ausdrückliche gesetzliche Regelung über die mass-
gebliche Verjährungsfrist,  ist  gemäss der  Praxis  des Bundesgerichts 
auf  öffentlich-rechtliche  Regelungen  für  verwandte  Sachverhalte  ab-
zustellen. Gibt  es keine solchen, sind grundsätzlich die Normen des 
Obligationenrechts über die Verjährung (Art. 127 ff. OR, SR 220) als 
subsidiäre Rechtsquelle für das öffentliche Recht heranzuziehen (vgl. 
BGE 131 V 55 E. 3.1; ähnlich  auch das unveröffentlichte  Urteil  des 
Bundesgerichts A 262/79/kl vom 7. Mai 1982, E. 4; HÄFELIN/MÜLLER/UHL-
MANN, a.a.O., N. 790f., m.w.H.;  ROBERT K. DÄPPEN, in: Honsell/Vogt/Wie-
gand  [Hrsg.],  Basler  Kommentar,  Obligationenrecht  I,  4. Aufl.,  Basel 
2007, Art. 127 N. 7). 

Die Verjährung öffentlichrechtlicher Ansprüche kann unterbrochen wer-
den. Dazu genügt neben den in Art. 135 OR genannten Handlungen 
jeder  Akt,  mit  dem die  Forderung gegenüber  dem Schuldner  in  ge-
eigneter Weise geltend gemacht wird. Insbesondere reicht für die Ver-

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jährungsunterbrechung eine an den Verpflichteten gerichtete schriftli -
che Forderungserklärung oder jede Handlung aus, die das Verfahren 
in der erforderlichen Form vorantreibt (vgl. Urteil  des Bundesgerichts 
1A.15 /1997 vom 25. August 1997, E. 3, m.w.H., publiziert  in Zbl 99 
[1998] 489; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., N. 777, m.w.H.; vgl. im Übri-
gen  auch  Art.  33  des  Bundesgesetzes  vom  5. Oktober  1990  über 
Finanzhilfen  und  Abgeltungen  [Subventionsgesetz,  SuG,  SR  616.1], 
wonach  die  Verjährung  durch  jede  schriftliche  Zahlungsaufforderung 
unterbrochen wird).

5.2 Die  Höchstbestandesverordnung  regelt  nicht,  innerhalb  welcher 
Frist  der  Anspruch  des  Staates  auf  Erhebung  einer  Abgabe  wegen 
Überschreitung des Tierhöchstbestandes verjährt. Ebensowenig findet 
sich eine Regelung zur Verjährung landwirtschaftlicher Ansprüche im 
Landwirtschaftsgesetz  oder  der  landwirtschaftlichen  Begriffsverord-
nung. Einzig Art. 32 Abs. 1 SuG sieht für Forderungen aus Finanzhilfe-  
und Abgeltungsverhältnissen eine Verjährungsfrist von fünf Jahren vor. 
Ansprüche auf  Rückerstattung von Finanzhilfen und Abgeltungen ver-
jähren nach Art. 32 Abs. 2 SuG ein Jahr, nachdem die verfügende oder 
den Vertrag abschliessende Behörde vom Rechtsgrund des Anspruchs 
Kenntnis erhalten hat, in jedem Falle aber zehn Jahre nach der Ent-
stehung des Anspruchs (vgl. dazu den Beschwerdeentscheid der Re-
kurskommission EVD 99/JO-003 vom 5. April 2001, E. 3.1f., publiziert 
in VPB 66 [2002] Nr. 18, wo bezüglich der Verjährung des Rück forde-
rungsanspruchs ausbezahlter IP-Beiträge auf Art. 32 Abs. 2 SuG ab-
gestellt wurde).

5.3 Ob auch vorliegend auf das Subventionsgesetz abgestellt werden 
kann,  erscheint  fraglich:  Die  beiden  dort  geregelten  Sachverhalte 
(Verjährung von Forderungen aus Finanzhilfe- und Abgeltungsverhält-
nisssen sowie entsprechender Rückerstattungsansprüche) lassen sich 
mit dem vorliegenden Sachverhalt (Verjährung einer Abgabeforderung 
des Staates aufgrund angeblichem Fehlverhalten des Privaten durch 
die Haltung von mehr Tieren als mit der Ausnahmebewilligung festge-
legt)  nur  beschränkt  vergleichen  (vgl.  in  diesem  Sinne  das  unver-
öffentlichte  Urteil  des  Bundesgerichts  A.510/1987/cb  vom  30.  Juni 
1989, E. 3b, wo das Bundesgericht ausdrücklich festhielt, dass der Ab-
gabecharakter  der  dort  strittigen  Futtermittel-Preiszuschläge  die  An-
wendung der [damaligen] auf agrarrechtliche Beiträge zugeschnittenen 
Bestimmung  von  Art.  105  aLwG  über  die  Rückerstattung  und 
Verjährung ausschliesst). 

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5.4 Die Frage, ob die Verjährung vorliegend in analoger Anwendung 
des  Subventionsgesetzes  oder  aber  privatrechtlicher  Bestimmungen 
zu prüfen ist, kann indessen offen gelassen werden. Die strittige Ab-
gabeforderung ist unabhängig davon nicht verjährt:

So  entsprechen  die  in  Art. 32  SuG  vorgesehenen  zehn-  bzw.  fünf-
jährigen  Verjährungsfristen  der  ordentlichen  privatrechtlichen  Ver-
jährungsfrist nach Art. 127 OR bzw. der in Art. 128 OR für bestimmte 
Fallgruppen auf fünf Jahre verkürzten Frist. Die in Art. 32 Abs. 2 SuG 
statuierte  relative  Verjährungsfrist  von  einem  Jahr  nach  Kenntnis-
nahme vom Rechtsgrund des Anspruchs entspricht  im Wesentlichen 
der  relativen  einjährigen  Verjährungsfrist  für  Forderungen  auf  Scha-
denersatz  oder  Genugtuung aus unerlaubter  Handlung (Art.  60  OR) 
bzw. für Bereicherungsforderungen (Art. 67 OR). Die gesetzliche Re-
gelung knüpft den Beginn der Frist auch hier an die Kenntnis der rele-
vanten Sachumstände. 

Dass die in Art. 32 Abs. 2 SuG bzw. Art. 127 OR vorgesehene  zehn-
jährige Verjährungsfrist mit Bezug auf die vorliegend strittige Abgabe 
für  den  Tierüberbestand  per  Stichtag  im  Jahr  2007  noch  nicht 
abgelaufen ist, liegt auf der Hand. Gleiches gilt für die fünfjährige Ver-
jährungsfrist  nach Art. 32 Abs. 1 SuG bzw. Art. 128 OR, dies selbst 
ohne Berücksichtigung der vorinstanzlichen Unterbrechungshandlung-
en. 

Den Beschwerdeführerinnen kann jedoch selbst dann nicht gefolgt und 
der Verjährungseintritt bejaht werden, falls im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
SuG  bzw.  Art.  60/67  OR  auf  eine  relative  Verjährungsfrist  von  nur 
einem Jahr abgestellt würde. Vorausgesetzt für den Beginn dieser Frist 
ist, „dass der Gläubiger seinen Anspruch dem Grundsatz und Umfang 
nach sicher  kennt,  so  dass  er  ihn  mit  Erfolg  geltend  machen kann; 
Kennenmüssen reicht nicht“ (ROBERT K. DÄPPEN, in: Basler Kommentar, 
a.a.O., Art. 60 N. 6, m.w.H.). Da sich der Irrtum der Vorinstanz bezüg-
lich  dem  Übernahmezeitpunkt  des  Mastschweinestalls  in  Z  mit  den 
zusätzlichen  508  Mastschweinen  bzw. Remonten  erst  aufgrund  der 
von der Beschwerdeführerin 1 am 10. Mai 2008 eingereichten Belege 
klärte  (vgl.  im  Sachverhalt  unter  D.b,  C),  bestand  die  geforderte 
sichere Kenntnis des Anspruchs erst ab diesem Zeitpunkt. 

Darauf  hielt  die  Vorinstanz  bereits  mit  Schreiben  vom 15. Mai  2008 
fest, dass für das Jahr 2007 eine Abgabe entsprechend des Bestand-
es erhoben werde, welcher über der Anzahl in der Ausnahmebewilli-

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gung liege. Auch indem sie gleichzeitig das rechtliche Gehör gewährte 
(vgl. im Sachverhalt unter D.b), setzte die Vorinstanz das Verfahren in 
der erforderlichen Form fort. Damit wurde eine allfällige einjährige Ver-
jährungsfrist  unterbrochen,  und  die  Verjährung  begann  von  neuem 
(Art. 137 Abs. 1 OR analog). Weitere Unterbrechungshandlungen der 
Vorinstanz folgten am 23. Oktober 2008 (vgl. im Sachverhalt unter D.d) 
sowie  mit  der  Eröffnung  der  angefochtenen  Verfügung  (vgl.  im 
Sachverhalt unter E). 

5.5 Inwiefern  eine  andere  – kürzere  – Verjährungsregelung  zur  An-
wendung  kommen  sollte,  ist  nicht  ersichtlich  und  wird  von  den  Be-
schwerdeführerinnen auch nicht dargelegt. 

5.6 Unter diesen Umständen ist die im angefochtenen Entscheid vom 
24. Juni 2009 verfügte Abgabeforderung für das Jahr 2007 nicht ver-
jährt. Es ist aber zu prüfen, ob und in welcher Höhe die Abgabe recht -
mässig ist.

6.

6.1 Fest steht, dass der damaligen D.______ AG die Anerkennung als 
Betrieb im Sinne von Art. 6  der  Verordnung vom 7. Dezember  1998 
über  landwirtschaftliche  Begriffe  und  die  Anerkennung  von 
Betriebsformen  (Landwirtschaftliche  Begriffsverordnung,  LBV,  SR 
910.91) zu Recht aberkannt worden ist, weil sich deren wirtschaftliche, 
organisatorische  und  finanzielle  Unabhängigkeit  von  den 
Beschwerdeführerinnen  als  ungenügend  erwies  (vgl.  die  Entscheide 
des Departements für  Inneres  des Kantons Q vom 4. Juli  2005 und 
des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons  Q  vom  11.  Januar  2006,  im 
Sachverhalt unter A.b). 

Dass die D.______ AG und die Beschwerdeführerin 2 als ein Betrieb 
zu  behandeln  und  die  entsprechenden  Tierbestände 
zusammenzuzählen sind, ist unbestritten. Die Beschwerdeführerinnen 
räumten bereits  vor der  Fusion der  beiden Gesellschaften ein,  dass 
die  Beschwerdeführerin  2  „zusammen  mit  der  D.______  AG  einen 
Schweinezucht-  und  Mastbetrieb  in  Y  betreibt,  welcher  (...)  als  ein 
landwirtschaftlicher Betrieb mit  zwei Produktionsstätten im Sinne der 
LBV  qualifiziert  wurde  [...]“  (vgl.  Schreiben  [...]  vom  9.  Mai  2008, 
Vernehmlassung  Beilage  7;  ebenso  Ziff.  4  des  Schreibens  der 
C.______ AG vom 16. Februar 2009, Vernehmlassung Beilage 5). 

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6.2 Die  Beschwerdeführerinnen  machen  aber  geltend,  dass  es  sich 
bei der Beschwerdeführerin 1 um einen von der Beschwerdeführerin 2 
und  der  damaligen  D.______  AG  unabhängigen  Betrieb  mit 
eigenständiger  landwirtschaftlicher  Produktionsstätte (Schweinemast) 
in Z handle (so etwa im Schreiben der [...] vom 9. Mai 2008 S. 2, vgl. 
Vernehmlassung Beilage 7). 

7.

7.1 Zu  prüfen  ist  demnach,  ob  die  Beschwerdeführerinnen  im  Jahr 
2007  je als  Bewirtschafterinnen einen  eigenständigen  Betrieb  (inkl. 
einer  Schweinemast  in  Z  als  eigenständige  landwirtschaftliche 
Produktionsstätte der Beschwerdeführerin 1) führten, oder ob es sich 
dabei  um  drei  Produktionsstätten  desselben  Betriebs  handelte, 
welchen die Beschwerdeführerinnen in  gemeinsamer Bewirtschaftung 
führten.  Im  letzteren  Fall  wären  die  jeweiligen  Tierbestände  zu-
sammenzuzählen und den Bewirtschafterinnen eine allfällige Abgabe 
solidarisch aufzuerlegen (vgl. hierzu auch das Urteil  des Bundesver-
waltungsgerichts B-2698/2007 vom 17. Juli 2008 E. 6, mit Hinweis auf 
den  Beschwerdeentscheid  der  Rekurskommission  EVD  vom 7. April 
2004 i. S. B. [6H/2002-2] E. 6.2, abrufbar unter: www.reko.admin.ch). 

7.2 Die Vorinstanz verneint, dass die Beschwerdeführerin 1 als eigen-
ständiger Betrieb angesehen werden kann. Sie weist  darauf hin, dass 
Herr  E  im  Jahr  2007  bei  den  Beschwerdeführerinnen  1  und  2  als 
Mitglied mit  Einzelunterschriftsberechtigung eingetragen gewesen sei. 
Die rechtliche Unabhängigkeit der drei beteiligten Aktiengesellschaften 
sei  bei  dieser  Entscheidungsbefugnis  durch  Herrn  E  nicht 
gewährleistet. 

Zudem seien  die  Gesellschafter  des  „Konglomerats  B.______  AG / 
D.______  AG“  im  Jahr  2007  mit  30 %  Aktien  an  der 
Beschwerdeführerin 1 beteiligt gewesen (E 10 %, G 20 %). Damit sei 
der gemäss Art. 6 Abs. 4 Bst. b LBV zulässige Aktienanteil von 25 % 
überschritten. 

Zusätzlich zu den Aktien bestehe eine weitere Kapitalbeteiligung der 
Beschwerdeführerin  2  bzw.  D.______  AG  respektive  ihrer 
Gesellschafter an der Beschwerdeführerin 1 in Form von Darlehen und 
Kontokorrenten. Die Einsicht  in  die  Bilanzen  und  Erfolgsrechnungen 
2007 habe ergeben, dass die Beschwerdeführerin 2 und die D.______ 
AG (als Kontokorrente aufgeführte) Forderungen in Form von Darlehen 

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gegenüber der Beschwerdeführerin 1 verzeichneten. Weiter habe Herr 
E  in  Form  eines  Kontokorrentes  Forderungen  gegenüber  der 
Beschwerdeführerin 1.  Die  Beschwerdeführerin 2  bzw.  die  D.______ 
AG  respektive  ihre  Gesellschafter  hätten  demzufolge  an  der 
Beschwerdeführerin  1  eine  Kapitalbeteiligung  in  Form  von  Aktien, 
Darlehen sowie Kontokorrenten. Eine reine Kapitalbeteiligung sei nach 
den Weisungen und Erläuterungen zur LBV jedoch nur in Form eines 
Darlehens oder einer Beteiligung am Grund- bzw. am Aktienkapital im 
erlaubten Rahmen zulässig. 

Dies alles bekräftige, dass die Beschwerdeführerin 1 nicht als unab-
hängiger Betrieb zur Beschwerdeführerin 1 bzw. zur D.______ AG zu 
betrachten  sei,  und  die  Tierbestände  aller  beteiligten 
Produktionsstätten addiert werden müssten. Eine Besichtigung vor Ort 
habe  sich  durch  die  offensichtliche  Verflechtung  der  drei  beteiligten 
Aktiengesellschaften erübrigt.

7.3 Die Beschwerdeführerinnen vertreten demgegenüber  den Stand-
punkt, eine Abgabeverfügung, die ausschliesslich durch den Einbezug 
der  Beschwerdeführerin  1  als  neue  Betriebsstätte  im  „Konglomerat“ 
zustande  gekommen  sei,  setze  zumindest  eine  vertiefte  Abklärung 
bzw.  eine  vorgängige  Feststellungsverfügung  im  Sinne  der  LBV 
voraus. Dies umso mehr, als der Schweinemastbetrieb Z erst im Jahr 
2007  zur  Beschwerdeführerin  1  gestossen  sei.  Da  dies  im  vor-
liegenden Fall  nicht  geschehen sei,  fusse die Verfügung weitgehend 
auf Willkür und sei allein aus diesem Grunde nichtig und vollumfäng-
lich aufzuheben.

Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Q vom 11. 
Januar  2006  könne  nicht  abgeleitet  werden,  dass  die  Be-
schwerdeführerin 1 mit der Beschwerdeführerin 2 eine Betriebseinheit 
gebildet habe. Die Besitzer der Betriebe hätten immer offen kommuni-
ziert, dass die Schweinehaltung ausschliesslich der Verwertung der in 
der Käserei anfallenden Nebenprodukte diene, weshalb die Höchstbe-
standesgrenze bzw. der Erhalt von Ausnahmebewilligungen zur Über-
schreitung eigentlich nie ein Thema gewesen sei. 

Im Verfahren vor der Vorinstanz machten die Beschwerdeführerinnen 
und die  D.______  AG weiter  geltend,  bei  der  Beschwerdeführerin  1 
handle  es  sich  um  einen  unabhängigen  Käsereibetrieb  mit 
angegliederter Schweinemast bei der Produktionsstätte Z. Der im Jahr 
2007  durch  die  Beschwerdeführerin  1  zur  Bewirtschaftung 

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übernommene  Schweinemaststall  in  Z  habe  keinerlei 
Berührungspunkte  mit  der  Schweinehaltung  in  Y.  Die  räumliche 
Trennung der Betriebe (von rund 30 Kilometern) sei offensichtlich und 
die  einzige  Verbindung  der  Beschwerdeführerin  1  zum 
„Landwirtschaftsbetrieb“,  bestehend  aus  den  beiden  Produktions-
stätten D.______ AG und der  Beschwerdeführerin  2,  bestehe in  der 
Lieferung  der  Schotte  zwecks  sinnvoller  Verwertung  von 
Käsereinebenprodukten.  Die  Beschwerdeführerin  1  sei  daher  nicht 
Bestandteil des „Landwirtschaftsbetriebes“ Y (vgl. Stellungnahme vom 
23. Mai 2008, Beschwerde Beilage 11, im Sachverhalt unter D.c). Die 
Schweinemast  der  Beschwerdeführerin  1  im Aussenbetrieb  Z  werde 
völlig  unabhängig  von den Betrieben  in  Y  bewirtschaftet. Es  fänden 
insbesondere  keine  Tier-  und/oder  Futterlieferungen  statt.  Die 
Schweinemast  in  Z  sei  zudem  nicht  Label-konform  und  werde  von 
anderen  Personen  betreut.  Es  bestünden  keinerlei  wirtschaftliche 
Beziehungen  zwischen  der  Beschwerdeführerin 1  und  den 
Tierhaltungsbetrieben  der  Beschwerdeführerin 2  und  der  D.______ 
AG, welche eine Betrachtung als Gesamteinheit rechtfertigen würden 
(vgl. Schreiben C.______ AG vom 16. Februar 2009, Vernehmlassung 
Beilage 5).

In  verfahrensmässiger  Hinsicht  wird  die Durchführung  eines  Augen-
scheins mit Besprechung beantragt. 

7.4 Der Bundesrat hat in der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung 
(vgl.  a.a.O.)  verschiedene  landwirtschaftliche  Begriffe  umschrieben, 
welche  für  das  Landwirtschaftsgesetz  und  die  gestützt  darauf  er-
lassenen Verordnungen gelten (Art. 1 Abs. 1 LBV). 

7.4.1 Nach Art. 6 Abs. 1 LBV gilt als Betrieb „ein landwirtschaftliches  
Unternehmen, das: 

"a.Pflanzenbau  oder  Nutztierhaltung  oder  beide  Betriebszweige  
betreibt; 

b.eine oder mehrere Produktionsstätten umfasst; 
c. rechtlich,  wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  selbständig  

sowie unabhängig von anderen Betrieben ist; 
d.ein eigenes Betriebsergebnis ausweist; und 
e.während des ganzen Jahres bewirtschaftet wird."

Abs. 4  von  Art. 6 LBV  präzisiert,  dass  die  Anforderung  von  Abs. 1 
Bst. c insbesondere dann nicht erfüllt ist, wenn: 

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"a.der  Bewirtschafter oder  die  Bewirtschafterin  die  Entscheide  zur  
Führung  des  Betriebes  nicht  unabhängig  von  Bewirtschaftern  
anderer Betriebe treffen kann; 

b.der  Bewirtschafter  oder  die  Bewirtschafterin  eines  anderen  
Betriebes,  oder  deren Gesellschafter,  Genossenschafter,  Aktionär  
oder Vertreter, zu 25 oder mehr Prozent am Kapital des Betriebes  
beteiligt ist; oder 

c.die  auf  dem  Betrieb  anfallenden  Arbeiten  ohne  anerkannte  
Gemeinschaftsform nach den Artikeln 10 oder 12 mehrheitlich von  
anderen Betrieben ausgeführt werden."

Als  Bewirtschafter  oder  Bewirtschafterin  gilt  die  natürliche  oder 
juristische Person oder die Personengesellschaft, die einen Betrieb auf 
eigene Rechnung und Gefahr führt (Art. 2 Abs. 1 LBV). Führt ein Be-
wirtschafter oder eine Bewirtschafterin mehrere Produktionsstätten, so 
gelten  diese  zusammen  als  ein  Betrieb  (Art. 2  Abs. 2  LBV).  Das 
Gleiche gilt in analoger Anwendung zudem auch für eine Mehrzahl von 
Bewirtschaftern oder Bewirtschafterinnen (vgl. Urteile des Bundesver-
waltungsgerichts  B-4218/2008  vom  5.  November  2008  und  B-
2698/2007 vom 17. Juli 2008 E. 6, m.w.H.). Bei einer Produktionsstätte 
handelt  es  sich  um  eine  Einheit  von  Land,  Gebäuden  und  Ein-
richtungen,  die  räumlich  als  solche  erkennbar  und  getrennt  von 
anderen  Produktionsstätten  ist,  und  auf  der  eine  oder  mehrere 
Personen tätig sind (Art. 6 Abs. 2 LBV). 

7.4.2 Ergänzend verdeutlichen die Weisungen und Erläuterungen des 
Bundesamts  für  Landwirtschaft  zur  Landwirtschaftlichen  Begriffsver-
ordnung vom 7. Dezember 1998 (abrufbar unter:  www.blw.admin.ch > 
themen  > Direktzahlungen und Strukturen  > Rechtliche Grundlagen, 
besucht am 20. Juli 2010, nachfolgend: Weisungen LBV), dass sich die 
Begrenzung  der  Tierbestände  nach  der  Höchstbestandesverordnung 
immer  auf  den  Betrieb  und  nicht  die  Produktionsstätte  bezieht 
(Weisungen LBV, S. 5): Wenn ein Betrieb aus mehreren Produktions-
stätten  besteht,  darf  die  Summe  aller  Tierbestände  die  Höchstbe-
standesverordnung nicht verletzen (Weisungen LBV, S. 5). 

Die von Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV verlangte rechtliche, wirtschaftliche, 
organisatorische  und  finanzielle  Selbständigkeit  und  Unabhängigkeit 
von anderen Betrieben bedeutet  gemäss den Weisungen LBV, dass 
der  Bewirtschafter  unabhängig  von andern  Bewirtschaftern  alle  Ent-
scheidungen treffen und über den Betrieb verfügen kann. Dazu muss 

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http://www.blw.admin.ch/

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ein Betrieb organisatorisch selbständig  und mit  keinem anderen Be-
trieb verbunden sein, ansonsten es sich nicht um einen eigenständi -
gen  Betrieb,  sondern  lediglich  um  eine  Produktionsstätte,  d.h.  um 
einen Betriebsteil, handelt (Weisungen LBV, S. 5). 

Mit Bezug auf Art. 6 Abs. 4 Bst. a LBV halten die Weisungen LBV u.a.  
fest,  dass  bei  einer  Kapitalgesellschaft  als  Bewirtschafterin  Ver-
waltungsräte und Geschäftsführer (mit oder ohne Eintrag im Handels-
register), die selber einen anderen Betrieb führen oder an einem ande-
ren  Betrieb  beteiligt  sind,  als  Mitbewirtschafter  gelten  (Weisungen 
LBV, S. 6). Zur maximalen Kapitalbeteiligung Dritter von 25 % am Be-
triebskapital  gemäss Art. 6 Abs. 4 Bst. b  LBV wird ausgeführt,  dass 
„nur eine reine Kapitalbeteiligung in Form eines Darlehens oder einer 
Beteiligung  am Grund-  bzw. Aktienkapital  im  erlaubten  Rahmen  zu-
lässig“ ist (Weisungen LBV, S. 6). 

7.5 Vorliegend geht aus den massgeblichen Handelsregisterauszügen 
hervor,  dass  E  im  Jahr  2007  zum Einen  als  (einziges)  Mitglied  im 
Verwaltungsrat  der  Beschwerdeführerin  2  fungierte  und  für  diese 
einzelzeichnungsberechtigt  war.  Zum  Anderen  war  E  Mitglied  im 
Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin 2, für welche er ebenfalls über 
eine Einzelzeichnungsberechtigung verfügte. 

Nach den eigenen (unbestritten gebliebenen) Angaben der Beschwer-
deführerinnen  bzw. ihrer  Vertreterin  (vgl.  Schreiben  [...]  vom 9.  Mai 
2008,  Vernehmlassung  Beilage  10),  war  E  weiter  mit  80 % an  den 
Aktien  der  Beschwerdeführerin 2  sowie  mit  10 %  an  jenen  der 
Beschwerdeführerin 1 beteiligt. Auch sind den Akten keine Hinweise 
zu entnehmen, welche die von der Vorinstanz erwähnte Kontokorrent-
Forderung von E gegenüber der Beschwerdeführerin 1 in Frage stellen 
würde. 

Gestützt  auf  den Handelsregistereintrag ist  weiter  festzuhalten,  dass 
im  Jahr  2007  neben  E  auch  F  für  die  Beschwerdeführerin  1 
einzelzeichnungsberechtigt  war  (Präsident).  Er  hielt  (nach  ebenso 
unbestritten  gebliebener  Darstellung)  70 %  der  Aktien  der 
Beschwerdeführerin 1 sowie 20 % der Aktien der Beschwerdeführerin 
2.

Für  die  damalige  D.______  AG  verfügte  G  als  Mitglied  des 
Verwaltungsrats über eine Einzelzeichnungsberechtigung. Er hielt alle 
Aktien dieser Kapitalgesellschaft und war zusätzlich mit 20 % an den 

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Aktien  der  Beschwerdeführerin 1  beteiligt.  Mangels  dagegen 
sprechender  Anhaltspunkte  ist  im  Übrigen  im  Sinne  der 
vorinstanzlichen  Ausführungen  davon  auszugehen,  dass  die 
Beschwerdeführerin  2  bzw.  die  D.______  AG  zusätzlich  mit 
Darlehensforderungen am Kapital  der Beschwerdeführerin 1 beteiligt 
war. 

7.6 Damit ist der Vorinstanz ohne Weiteres zuzustimmen, dass es der 
Beschwerdeführerin 1 an der geforderten organisatorischen Selbstän-
digkeit von der Beschwerdeführerin 2 wie der D.______ AG fehlte. Es 
ist  augenfällig,  dass  eine  enge  Verbindung  zwischen  allen  drei 
Kapitalgesellschaften  bestand.  Dies  in  der  Art,  dass  die 
Beschwerdeführerin 1 im Sinne der vorstehend erwähnten Grundsätze 
(vgl. E. 7.4) nicht als unabhängiger Betrieb zur Beschwerdeführerin 2 
bzw. zur D.______ AG betrachtet werden kann, sondern lediglich als 
ein  durch  die  Beschwerdeführerinnen  gemeinsam  bewirtschafteter 
Betriebsteil bzw. eine weitere Produktionsstätte: 

Bereits  aus  dem  Aktienanteil  der  Gesellschafter  der  Beschwerde-
führerin 2 und der damaligen D.______ AG an der Beschwerdeführerin 
1 – welcher im Jahr 2007 insgesamt 30 % betrug (E 10 %, G 20 %) – 
geht  hervor,  dass  die  gemäss Art. 6  Abs. 1  Bst.  c  LBV  geforderte 
rechtliche,  wirtschaftliche,  organisatorische  und  finanzielle 
Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Beschwerdeführerin 1 von der 
Beschwerdeführerin 2 und der damaligen D.______ AG objektiv nicht 
gegeben  war.  Die  in  Art.  6  Abs.  4  Bst. b  LBV  vorgeschriebene 
maximale Beteiligung von 25 % am Kapital der Beschwerdeführerin 1 
wurde allein dadurch überschritten. Weiter manifestiert  sich die enge 
Verflechtung der Beschwerdeführerin 1 mit der Beschwerdeführerin 2 
und der damaligen D.______ AG respektive ihrer Gesellschafter in den 
zusätzlichen  Beteiligungen  am  Kapital  der  Beschwerdeführerin  1  in 
der Form von Darlehen und Kontokorrenten. 

Zudem ist die betriebliche Eigenständigkeit der Beschwerdeführerin 1 
gestützt  auf  Art. 6  Abs. 4  Bst. a LBV  zu  verneinen,  weil  E 
einzelzeichnungsberechtigtes  Verwaltungsratsmitglied  der  Beschwer-
deführerin 1 und gleichzeitig die einzige einzelzeichnungsberechtigte 
Person der Beschwerdeführerin 2 war. Er zeichnete somit auch für die 
Beschwerdeführerin  2  verantwortlich. Dazu  kommt,  dass  auch  F als 
einzelzeichnungsberechtigter  Verwaltungsratspräsident  der  Be-
schwerdeführerin 1 an der Beschwerdeführerin 2 beteiligt  war (20 % 

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Aktienanteil),  womit auch diesbezüglich von einer Mitbewirtschaftung 
im Sinne der Weisungen LBV (vgl. S. 6) auszugehen ist. 

In Anbetracht dessen handelte es sich bei den Beschwerdeführerinnen 
im Jahr 2007 nicht um je eigenständig geführte Betriebe, sondern um 
Produktionsstätten  desselben  Betriebs, welchen  die  Beschwerde-
führerinnen in gemeinsamer Bewirtschaftung führten. 

7.7 Zur  gemeinsamen Bewirtschaftung  gehörte  folgerichtig  auch die 
Schweinemast in Z. Diese bildete einen weiteren Betriebsteil bzw. eine 
weitere  landwirtschaftliche  Produktionsstätte  der  Beschwerde-
führerinnen. 

Dass die Schweinemast in Z in einer gewissen örtlichen Distanz von 
den übrigen Produktionsstätten angesiedelt ist, über eigenes Personal 
verfügte  und  abgesehen  von  Schottelieferungen  offenbar  kaum 
Berührungspunkte  zur  Schweinehaltung  in  der  Produktionsstätte  Y 
bestanden,  vermag  daran  nichts  zu  ändern.  Die  Argumentation  der 
Beschwerdeführerinnen  überzeugt  diesbezüglich  nicht.  Auch  sie 
bezeichnen  die  Schweinemast  in  Z  im  Übrigen  als  eine  (der  Be-
schwerdeführerin  1 angegliederte)  Produktionsstätte und machen zu 
Recht nicht geltend, bei ihr seien die Voraussetzungen von Art.  6 Abs. 
1 LBV zur Anerkennung als eigenständiger Betrieb erfüllt. 

8.

Da  bei  einem  landwirtschaftlichen  Betrieb  die  Summe  aller  Tierbe-
stände die Höchstbestandsbestimmungen nicht verletzen darf, sind die 
Tierbestände beider Beschwerdeführerinnen (inklusive jenem der da-
maligen D.______ AG, vgl. E. 6) zusammenzuzählen und eine allfällige 
Abgabe  den  Bewirtschafterinnen  solidarisch  aufzuerlegen.  Dabei  ist 
der  in Z gehaltene  Tierbestand ebenfalls in  die  Beurteilung 
miteinzubeziehen,  da  die  Tierbestände  aller  beteiligten 
Produktionsstätten addiert werden müssen. 

9.
Die  Beschwerdeführerinnen  vermögen  dagegen  nichts  Stichhaltiges 
vorzubringen: 

9.1 Entgegen ihrer Auffassung sind die beschriebenen Verflechtungen 
der  drei  Kapitalgesellschaften,  wie  dargelegt,  genügend ausgeprägt, 

Seite 21

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sodass  die  vorinstanzliche „Betrachtung  als  Gesamteinheit“  nicht  zu 
beanstanden ist (vgl. E. 7).

9.2 Inwiefern  eine  vertiefte  Abklärung  oder  die  Durchführung  eines 
Augenscheins  angezeigt  wären,  ist  nicht  einsichtig.  Der  relevante 
Sachverhalt  (insbesondere die enge Verflechtung der drei  beteiligten 
Aktiengesellschaften)  ist  erstellt,  womit  die  strittigen  Rechtsfragen 
ohne weitere Abklärungen gerichtlich beurteilt werden können. Der An-
trag  auf  Durchführung  eines  Augenscheins  mit  Besprechung  wird 
daher abgewiesen. 

9.3 Auch können die Beschwerdeführerinnen nichts aus der Behaup-
tung ableiten, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf den Entscheid des 
Verwaltungsgerichts  des Kantons Q vom 11. Januar 2006 abgestellt. 
Zwar  argumentiert  die  Vorinstanz  durchaus  mit  der  Äusserung  in 
jenem Entscheid, wonach „die B.______ AG und die D.______ AG als  
ein  Betrieb  (zusammenhängend  mit  der  A.______  AG)  angesehen 
werden“ müsse  (vgl.  im  Sachverhalt  unter  A.b).  Dagegen  ist  jedoch 
nichts einzuwenden. Die Vorinstanz ruft  die Einschätzung des kanto-
nalen Gerichts zu Recht als nicht zu leugnendes Indiz für ihre eigene 
Beurteilung an, dies jedoch ohne geltend zu machen, die nunmehr zu 
prüfende betriebliche Eigenständigkeit  der Beschwerdeführerin 1 von 
der Beschwerdeführerin 2 sei bereits im Verfahren vor dem kantonalen 
Verwaltungsgericht  mit  bindender  Wirkung  entschieden  worden. 
Darüber,  dass  jenes  Verfahren  die  Betriebsanerkennung  der  dama-
ligen  D.______  AG  zum  Gegenstand  hatte,  und  auch  nur 
diesbezüglich  in  Rechtskraft  erwachsen  konnte,  war  sich  die 
Vorinstanz  durchaus  im  Klaren  (vgl.  dazu  auch  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B-5092/2007 vom 21. Juli 2009, E. 2.1, wo 
anders  als  vorliegend  ein  bindender  kantonaler  Entscheid  vorlag). 
Unabhängig davon haben die vorstehenden Erwägungen gezeigt, dass 
die  Vorinstanz  die  betriebliche  Eigenständigkeit  der  Beschwerde-
führerin 1 von der Bescherdeführerin 2 zu Recht verneinte.

9.4 Die Beschwerdeführerinnen weisen weiter darauf hin, dass die Be-
schwerdeführerin  1  bis  zum heutigen  Zeitpunkt  nicht  als  Betrieb  im 
Sinne der  landwirtschaftlichen Begriffsverordnung qualifiziert  worden 
sei.  Eine  Abgabeverfügung,  die  ausschliesslich  durch  den  Einbezug 
der  Beschwerdeführerin  1  als  neue  Betriebsstätte  im  „Konglomerat“ 
zustande  gekommen  sei,  setze  eine  vorgängige  Feststellungsverfü-
gung im Sinne der LBV voraus. 

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Dem kann nicht gefolgt werden. Die Prüfung, ob die Höchstbestandes-
bestimmungen  im  Jahr  2007  eingehalten  wurden,  kann  vorliegend 
nicht  vorgenommen werden ohne vorgängige Klärung der  Frage,  ob 
beide Beschwerdeführerinnen damals die Voraussetzungen eines (un-
abhängigen) Betriebs im Sinne von Art. 6 Abs. 1 und 4 LBV erfüllten,  
oder es sich um gemeinsam bewirtschaftete Produktionsstätten des-
selben  Betriebs  handelte.  Die  Vorinstanz  musste  und  durfte  diese 
Frage daher vorfrageweise klären.

Dass noch kein  kantonaler  Entscheid  über  die  Betriebsanerkennung 
der  Beschwerdeführerin  1  vorlag,  auf  welchen  hätte  zurückgegriffen 
werden können, ist umso weniger zu beanstanden, als es primär an 
der  Beschwerdeführerin  1  gewesen  wäre,  ein  entsprechendes 
Verfahren von sich aus einzuleiten. Der Umstand, dass sie dies (aus 
nachvollziehbaren Gründen) offenbar bis heute nicht getan hat, kann 
nicht dazu führen, dass die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags durch 
die  Vorinstanz  verunmöglicht  wird.  Von  einer  willkürlichen 
Vorgehensweise der Vorinstanz kann keine Rede sein. 

9.5

9.5.1 Wie ausgeführt, hatte die Vorinstanz erst durch die am 10. Mai 
2008  von  der  Beschwerdeführerin  1  eingereichten  Belege  erfahren, 
dass  die  Beschwerdeführerinnen  den  Mastschweinestall  in  Z  ab 
1. Januar  2007  und  nicht  schon  ab  einem  früheren  Zeitpunkt  be-
wirtschafteten.  Gestützt  darauf  räumte  die  Vorinstanz  den  Be-
schwerdeführerinnen  am 15.  Mai  2008  mit  Bezug  auf  das  laufende 
Jahr  2008 die  Möglichkeit  zur  Einreichung  eines  Gesuches  um An-
passung der bestehenden Ausnahmebewilligung ein. Für das bereits 
abgelaufene  Jahr  2007 stellte  die  Vorinstanz  die  Erhebung  der  vor-
liegend strittigen Abgabe wegen Überschreitung des in der Ausnahme-
bewilligung  festgelegten  Tierhöchstbestandes  in  Aussicht  (vgl.  im 
Sachverhalt unter D.b). 

9.5.2 Die  Beschwerdeführerinnen  halten  es  für  unverständlich,  dass 
ihnen die Vorinstanz bei unveränderten Verhältnissen nur für das Jahr 
2008  eine  Lösung  im  Rahmen  einer  Anpassung  der  Ausnahmebe-
willigung in Aussicht gestellt  hat. Die Vorgehensweise der Vorinstanz 
betreffend das Bewirtschaftungsjahr 2007 erwecke den Anschein einer 
Strafaktion.  Aufgrund  der  Strukturen  der  Betriebe  würden  die  Be-
schwerdeführerinnen  eine  Ausnahmebewilligung  bis  zur  maximalen 
Grenze von 200 % des Höchstbestandes ohne Weiteres erhalten. Dies 

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beweise, dass für die angefochtene Abgabeverfügung jegliche Rechts-
grundlage fehle. Es sei ein auf Missverständnissen und Fehlannahmen 
beruhendes Gebilde entstanden, welches den Beschwerdeführerinnen 
nicht einmal die Chance gelassen habe, durch nachträgliche Eingabe 
eines erneuten Gesuches die Situation zu korrigieren. 

9.5.3 Damit machen die Beschwerdeführerinnen sinngemäss geltend, 
die  Voraussetzungen  für  eine  Anpassung  der  Ausnahmebewilligung 
vom 7. Juni 2006 seien für die Jahre 2007 und 2008 gleichermassen 
erfüllt gewesen, weshalb die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, ein 
Gesuch um Anpassung der bestehenden Ausnahmebewilligung auch 
rückwirkend für das Jahr 2007 zuzulassen und zu prüfen. Dass dies 
die Vorinstanz abgelehnt und für 2007 eine Abgabe erhoben habe, be-
trachten die Beschwerdeführerinnen sinngemäss als willkürlich.

9.5.4 Der Umstand, dass die Voraussetzungen der Höchstbestandes-
verordnung für  eine Erhöhung des erlaubten Tierbestandes im Rah-
men  einer  (Anpassung  der)  Ausnahmebewilligung  (vgl.  4. Abschnitt, 
Art. 8 ff. HBV) im Jahr 2007 möglicherweise erfüllt waren, verleiht den 
Beschwerdeführerinnen  nicht  unmittelbar  das  Recht,  den  in  der 
bestehenden  Ausnahmebewilligung  festgesetzten  Höchsttierbestand 
zu überschreiten. Die Sicht der Beschwerdeführerinnen verkennt, dass 
es  für  den  Erhalt  einer  Ausnahmebewilligung  – aber  auch  für  eine 
Anpassung  einer  solchen  – eines  vorgängigen Gesuchsverfahrens 
bedarf  (vgl.  in  diesem  Sinne  den  Beschwerdeentscheid  der 
Rekurskommission EVD vom 7. April 2004 i. S. B. [6H/2002-2] E. 6.1, 
abrufbar unter: www.reko.admin.ch). 

So sieht Art. 9 HBV für Schweinehaltungsbetriebe, welche Nebenpro-
dukte aus der Milchverarbeitung verwerten, vor, dass das Bundesamt 
auf Gesuch hin eine Ausnahmebewilligung erteilt, wenn die eingesetz-
ten  Nebenprodukte  mindestens  30 %  des  Energiebedarfes  der 
Schweine decken. Ausnahmebewilligungen werden entsprechend der 
Menge der verwerteten Nebenprodukte erteilt und in jedem Fall höch-
stens für 200 % des einfachen Höchstbestandes (Art. 12 und 14 HBV). 
Dem Bundesamt ist ein Gesuch mit den erforderlichen Unterlagen ein-
zureichen  (Art.  13  HBV).  Eine  bereits  erteilte  Ausnahmebewilligung 
kann das Bundesamt bei einer wesentlichen Veränderung der Bewilli-
gungsvoraussetzungen gestützt auf Art. 14 Abs. 3 HBV vor Ablauf der 
fünfjährigen (Art. 14 Abs. 2 HBV) Bewilligungsfrist anpassen oder ent -
ziehen. Auch dies setzt jedoch voraus, dass der Ansprecher die Behör -

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http://www.reko.admin.ch/

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de rechtzeitig  über  die wesentliche Veränderung in Kenntnis  gesetzt 
und  um  Anpassung  der  Ausnahmebewilligung  ersucht  hat.  Werden 
mehr  Tiere  gehalten,  als  mit  einer  Ausnahmebewilligung  oder  Regi-
strierung festgelegt wurde, hat das Bundesamt gestützt auf Art. 16 Bst. 
b HBV eine Abgabe zu erheben. 

9.5.5 Dazu kommt,  dass die Ausnahmebewilligung vom 7. Juni 2006 
ausdrücklich  darauf  hinweist,  dass  sich  der  darin  bewilligte  Tier-
bestand auf sämtliche betriebenen Produktionsstätten bezieht, und ein 
Überschreiten  des  bewilligten  Tierbestandes  die  Erhebung  von  Ab-
gaben nach Art. 16 und 17 HBV zur Folge habe. Auch weist die Aus-
nahmebewilligung  auf  die  Verpflichtung  der  Bewilligungsinhaber  hin, 
das  Bundesamt  über  Änderungen  der  Eigentumsverhältnisse  oder 
anderer Bewilligungsvoraussetzungen zu informieren, damit die Bewil-
ligung  entsprechend  angepasst  werden könne (vgl.  Vernehmlassung 
Beilage 3).

9.5.6 Die Beschwerdeführerinnen unterliessen es jedoch ungeachtet 
dessen,  der  Vorinstanz die Übernahme des Mastschweinestalls  in  Z 
durch die Beschwerdeführerin 1 auf  den 1. Januar 2007 mitzuteilen, 
und  um  eine  allfällige  Anpassung  der  Ausnahmebewilligung  zu 
ersuchen.  Auch  die  unmissverständliche  Wortwahl  des  Ver-
waltungsgerichts  des Kantons Q im Entscheid  vom 11. Januar  2006 
(vgl. im Sachverhalt unter A.b) vermochte die Beschwerdeführerinnen 
nicht zu diesem Schritt zu bewegen. 

Eine aktive Information – spätestens im Zeitpunkt der Übernahme des 
zusätzlichen Schweinebestands in Z – hätte sich unter den gegebenen 
Umständen aufgedrängt und war nach Treu und Glauben geboten. Die 
Vorinstanz betont zu Recht, dass sie die Beschwerdeführerinnen ent-
gegen den Bestimmungen der Ausnahmebewilligung nicht rechtzeitig 
über  die  Änderung  in  der  Bewirtschaftung  informiert  haben  (vgl.  im 
Sachverhalt unter D.b). 

9.5.7 Daran ändert der Umstand nichts, dass der Entscheid des Ver-
waltungsgerichts des Kantons Q vom 11. Januar 2006 formell  einzig 
die  Betriebsanerkennung  der  D.______  AG zum Gegenstand  hatte. 
Ebenso  unerheblich  ist,  dass  die  Ausnahmebewilligung  vom  7. Juni 
2006  lediglich  auf  die  Beschwerdeführerin 2  und  die  D.______  AG 
ausgestellt wurde und die Beschwerdeführerin 1 nicht erwähnte. 

Seite 25

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Wie die Vorinstanz richtig entgegnet, liegt der Grund dafür darin, dass 
die Beschwerdeführerin 1 zum Zeitpunkt der Erteilung der Ausnahme-
bewilligung im Jahr 2006 noch keine eigenen Tiere verzeichnete und 
somit  – unabhängig von der Darstellung der gegenseitigen Abhängig-
keiten im kantonalen Verwaltungsgerichtsentscheid  – in der Ausnah-
mebewilligung auch nicht als weitere Bewirtschafterin aufzuführen war. 

9.5.8 Indem  die  Beschwerdeführerinnen  den  Tierbestand  der  Be-
schwerdeführerin 1 stillschweigend und im Wissen um die Einschätz-
ung der engen Verflechtungen im Entscheid des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Q erhöhten, gingen sie bewusst das Risiko ein, dass die 
Vorinstanz  auf  eine  Verletzung  der  Ausnahmebewilligung  schliessen 
würde, sollte sie erst im Nachhinein von den geänderten Verhältnissen 
erfahren. 

Sich unter diesen Umständen auf eine Verpflichtung der Vorinstanz zu 
berufen, eine rückwirkende Anpassung der Ausnahmebewilligung auch 
mit  Bezug  auf  das  bereits  vergangene  Jahr  2007  in  Aussicht  zu 
stellen, geht fehl. Vielmehr übte die Vorinstanz den ihr durch Art.  14 
Abs.  3  HBV  eingeräumten  Ermessensspielraum  (kann-Vorschrift) 
pflichtgemäss und nachvollziehbar aus, indem sie (immerhin) für das 
gesamte Jahr 2008, in welchem sie von den veränderten Verhältnissen 
Kenntnis  erhalten  hat,  Hand  für  eine  Anpassung  der  Ausnahme-
bewilligung  bot.  Für  die  Zulassung  einer  darüber  hinausgehenden 
Rückwirkung  bestand  keine  gesetzliche  Grundlage.  Eine  Strafaktion 
oder willkürliche Vorgehensweise liegt nicht vor.

9.6 Damit bleibt  die  Schlussfolgerung  unverändert,  dass  die  Tierbe-
stände beider Beschwerdeführerinnen, inklusive jenem der damaligen 
D.______  AG und  den  in  Z  gehaltenen  Tieren,  zusammenzuzählen 
sind (vgl. E. 8). 

10.

Im  Folgenden ist  daher  zu prüfen, in  welcher  Höhe eine Abgabe zu 
entrichten ist. 

10.1 Die Beschwerdeführerinnen beantragen eventualiter eine massi-
ve Reduktion der Abgabe. Allein schon die Tatsache, dass bei  einer 
bewilligten Überschreitung von 126 % und einer  tatsächlichen Über-
schreitung (ohne Legehennen) von 146 % maximal 20 % in Rechnung 
gestellt werden könne, bedinge eine erhebliche Reduktion der Abgabe. 

Seite 26

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Geradezu grotesk sei der Einbezug der 22 Legehennen in die Berech-
nung der Strafabgabe. Die Legehennen würden von einer der Besitzer-
familien  zu  reinen  Selbstversorgungszwecken  und  als  Hobbytierhal-
tung im Freiland gehalten. 

10.2 Nach  Art. 16  Bst. b  HBV erhebt  das  Bundesamt  eine  Abgabe, 
wenn mehr Tiere gehalten werden, als mit einer Ausnahmebewilligung 
oder Registrierung festgelegt wurde. Die jährlich zu entrichtende Ab-
gabe beträgt gemäss Art. 17 Bst. a, d und e HBV je zuviel gehaltenes 
Tier  für  Zuchtsauen  (über  6  Monate,  säugend  oder  nicht  säugend) 
Fr. 450.-, für Mastschweine oder Mastjager (ab 30 kg) Fr. 100.- und für 
Legehennen (über 18 Wochen) Fr. 12.-, wobei sich die Abgabe nach 
dem Tierbestand am Tag der Kontrolle richtet. 

10.3 Der im vorinstanzlichen Entscheid festgestellte Tierbestand wird 
von  den  Beschwerdeführerinnen  nicht  bestritten.  Demnach  bewirt -
schaftete  die  Beschwerdeführerin  2  am  Stichtag  (2.  Mai  2007) 
159 Zuchtsauen (über 6 Monate alt) sowie 790 Mastschweine/Remon-
ten,  während die Beschwerdeführerin 1 508 Mastschweine/Remonten 
hielt. Dazu kommen 22 Legehennen. Die Vorinstanz räumt ein,  dass 
letztere der Besitzerfamilie zur reinen Selbstversorgung gedient haben 
dürften.

Es ist offenkundig, dass die Haltung der Legehennen vorliegend nicht 
oder  nur  marginal  der  eigentlichen,  d.h.  gewinnorientierten,  land-
wirtschaftlichen  Produktion  der  Beschwerdeführerinnen  diente,  auf 
welche die staatliche Kontrolle der Höchstbestände abzielt (vgl. Art. 2  
Abs.  1  Bst.  f  HBV,  der  für  Betriebe  mit  Legehennenhaltung  einen 
Höchstbestand  von  18'000  Legehennen  vorsieht).  Den  Beschwerde-
führerinnen ist  unter den gegebenen Umständen zuzustimmen, dass 
die 22 Legehennen bei der vorliegenden Beurteilung nicht zu berück-
sichtigen  sind  (kein  Betrieb  mit  Legehennenhaltung  im  Sinne  von 
Art. 1 HBV). Dies gilt umso mehr, als die Akten darauf hindeuten, dass 
die Vorinstanz die Haltung der Legehennen erstmals in der angefocht-
enen  Verfügung  erwähnte,  ohne  den  Beschwerdeführerinnen  das 
rechtliche Gehör gewährt zu haben. 

Der  massgebende  Bestand  für  den  Gesamtbetrieb  mit  allen 
Produktionsstätten  der  betroffenen  juristischen  Personen  betrug  am 
Stichtag  des  Jahres  2007  somit  159  Zuchtsauen  und  1245  Mast-
schweine (1298 minus 53 [1/3 der Zuchtsauen als Remontenanteil]), 
was  146,6 %  des  einfachen  Höchsttierbestandes  entspricht  (63,6 % 

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Zuchtsauen und 83 % Mastschweine).  Die  Ausnahmebewilligung der 
Vorinstanz  vom 7. Juni  2006  umfasst  875 Mastschweine  oder  Jager 
(ab 30 kg), 170 Zuchtsauen (über 6 Monate alt) und 56 Zuchtremonten 
(bis  6  Monate  alt),  ausmachend  126,3 %  des  einfachen  Höchst-
bestandes  nach  der  Höchstbestandesverordnung  (68 %  Zuchtsauen 
und  58,3 %  Mastschweine;  ohne  Zuchtremonten,  da  gemäss  Art.  4 
Bst. a HBV bis zu 1/3 des Zuchtsauenbestandes, jedoch höchstens 80 
Tiere,  für  die  Berechnung  des  höchstzulässigen  Gesamtbestandes 
nicht zu berücksichtigen ist). 

Der Überbestand beträgt somit 20,3 %. 

10.4 Die  Vorinstanz  erhob  im  angefochtenen  Entscheid  für  die  am 
Stichtag  2007  zu  viel  gehaltenen  Tiere  eine  Abgabe  von insgesamt 
Fr. 36'964.-. Dieser  Betrag  geht  von 22  Legehennen und  367  Mast-
schweinen multipliziert mit einer Abgabe von Fr. 12.- bzw. Fr. 100.- aus 
(vgl. im Sachverhalt unter E). 

Die Höchstbestandesverordnung regelt nicht, wie sich bei der Haltung 
von Tieren verschiedener Kategorien die abgabepflichtige Anzahl der 
zuviel  gehaltenen  Tiere  berechnet. In  konstanter  Praxis  hat  sich  die 
Vorinstanz und das Bundesverwaltungsgericht jeweils für die Variante 
entschieden, die den Beschwerdeführer weniger belastet (siehe hiezu 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2698/2007 vom 17. Juli 2008 
E. 7.2). Diese Praxis ist ebenfalls für den vorliegenden Fall mit einer 
Ausnahmebewilligung  beizubehalten,  zumal  der  mit  der  verfügten 
Lenkungsabgabe  anvisierte  Zweck,  dass  die  Haltung  überzähliger 
Tiere unwirtschaftlich sein soll, erreicht wird. 

Vorliegend fällt  die Abgabe für  Mastschweine/Mastjager mit  Fr. 100.- 
im Verhältnis zur Abgabe der Zuchtsauen von Fr. 450.- mehr ins Ge-
wicht. Daraus folgt,  dass die Ausnahmebewilligung von 126,3 % des 
einfachen Höchstbestandes nach Höchstbestandesverordnung für die 
Berechnung  der  Abgabe  in  erster  Linie  für  die  Kategorie  Mast-
schweine/Jager und danach für die Zuchtsauenplätze gilt.

Ein  Überbestand  von 20,3 % entspricht  51  Zuchtsauen (1245  Mast-
schweine [83 %] + 108 Zuchtschweine [43,3 %] = 126,3 %; Differenz 
Zuchtsauen: 159 – 108 = 51 Zuchtsauen). Aus dem bisher Gesagten 
beträgt die Abgabe für die überzähligen Tiere im Jahr 2007 Fr. 22'950.- 
(51  Zuchtsauen  x  Fr.  450.-).  Diese  Abgabe  ist  von  den  Bewirt-
schafterinnen  und  damit  den  beiden  Beschwerdeführerinnen 

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solidarisch  geschuldet  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-4218/2008  vom  5.  November  2008  E. 4,  m.w.H.).  Nicht  als 
Solidarschuldnerin aufzuführen ist  die damalige D.______ AG, deren 
Rechtspersönlichkeit zufolge Fusion erloschen und deren Aktiven und 
Passiven  (inkl.  dem auf  sie  entfallenden  Anteil  an  der  vorliegenden 
Abgabe)  auf  die  Beschwerdeführerin  2  übergegangen  sind  (vgl.  im 
Sachverhalt  unter  A.c.,  E.  2.2).  Da  die  Vorinstanz  von  den  Be-
schwerdeführerinnen eine Abgabe von Fr. 36'964.- erhoben hat, führt 
dies zu einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde.

11.

11.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  in  der  Entscheidungs-
formel  die  Verfahrenskosten,  bestehend  aus Spruchgebühr,  Schreib-
gebühren  und Barauslagen,  in  der  Regel  der  unterliegenden Partei. 
Unterliegt  diese  nur  teilweise,  so  werden  die  Verfahrenskosten  er-
mässigt  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrenskosten werden Vor-
instanzen auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

Vorliegend  sind  die  Beschwerdeführerinnen  zu  rund  2/3  unterlegen. 
Aufgrund dieses Verfahrensausgangs werden die Verfahrenskosten um 
1/3 auf  Fr. 2'400.-  ermässigt  und in diesem reduzierten Umfang den 
Beschwerdeführerinnen  gemeinsam  und  unter  solidarischer  Haftung 
auferlegt  (Art. 63  Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1  ff. des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]; vgl. auch Art. 7 der 
Verordnung  über  Kosten  und  Entschädigungen  im  Verwaltungsver-
fahren vom 10. September 1969 [SR 172.041.0]). 

11.2 Da  die  Beschwerdeführerinnen  teilweise  (zu  rund  1/3)  obsiegt 
haben,  ist  ihnen  für  die  erwachsenen  notwendigen  und  verhältnis-
mässig hohen Kosten eine  –  reduzierte  –  Parteientschädigung zuzu-
sprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG,  Art.  7  Abs.  2  VGKE).  Die  Ent-
schädigung ist  vorliegend auf  Grund der Akten und nach freiem ge-
richtlichen Ermessen zu bestimmen, weil  die Beschwerdeführerinnen 
für  ihre  nichtanwaltliche  Vertretung  keine  Kostennote  einreichen 
liessen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Soweit eine Parteientschädigung nicht 
einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann, wird sie der 
Körperschaft  oder  autonomen Anstalt  auferlegt,  in  deren Namen die 
Vorinstanz verfügt hat (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Unter Berücksichtigung 
der  gegebenen  Umstände  erscheint  es  angemessen,  den  Be-
schwerdeführerinnen  zulasten  der  Vorinstanz  eine  reduzierte  Partei -

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entschädigung  von  insgesamt  Fr. 400.– (inkl.  MWST)  zuzusprechen 
(1/3 von Fr. 1'200.-). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

2.
Ziffer 1 der Verfügung des Bundesamts für Landwirtschaft vom 24. Juni 
2009  wird  aufgehoben.  Die  Beschwerdeführerinnen  werden  ge-
meinsam  und  unter  solidarischer  Haftung  verpflichtet,  für  die  Über-
schreitung  des  Höchstbestands im  Jahr  2007  eine  Abgabe  von 
Fr. 22'950 .- zu bezahlen. 

3.
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

4.
Den  Beschwerdeführerinnen  werden  gemeinsam  und  unter  solida-
rischer Haftung ermässigte Verfahrenskosten von Fr. 2'400.– auferlegt. 
Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'600.– ver-
rechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr.  1'200.–  wird  den  Beschwerde-
führerinnen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils 
zurückerstattet. 

5.
Den  Beschwerdeführerinnen  wird  zulasten  der  Vorinstanz  eine 
reduzierte Parteientschädigung von Fr. 400.– (inkl. MWST) zugesproch-
en.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 2009-06-05/1; Gerichtsurkunde)
- das  Eidgenössische  Volkswirtschaftsdepartement  (Gerichtsurkun-

de)
- das Landwirtschaftsamt des Kantons Q (A-Post).

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B-4684/2009

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Roger Mallepell

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14 Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 2. November 2010

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