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**Case Identifier:** 6f03eca3-bdbd-59f3-bec2-30f5bba05437
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.03.2015 725 2014 275 / 53 (725 14 275 / 53)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-275---53_2015-03-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  12. März 2015 (725 14 275 / 53) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallbegriff: Programmwidrigkeit und damit ungewöhnlicher äusserer Faktor bejaht 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen (4.36523.13.0) 
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ war seit dem 1. November 2011 bei der B.____ GmbH in 
C.____ als Heizungs- und Sanitärinstallateur tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schwei-
zerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert. Mit Bagatell-Unfallmeldung vom 30. Juli 2013 liess der Versicherte durch die 
Arbeitgeberin melden, dass er am 31. Mai 2013 beim Tragen einer neuen Badewanne in eine 
Wohnung gestolpert sei, ihm die Badewanne aus der Hand gerutscht sei und er beim Nachfas-
sen einen ziehenden Schmerz im Rücken verspürt habe. Ein am 12. Juni 2013 erstelltes MRI 

 

 
 
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ergab als Hauptbefund eine mediolateral links liegende, nach kranial umgeschlagene Dis-
kushernie mit Einengung des Recessus und des Eintrittes des Neuroforamens mit möglicher 
Kompression der Nervenwurzel C7 links und wahrscheinlicher Kompression der Nervenwurzel 
C8 links. Ausserdem hätten sich multisegmentale degenerative Veränderungen der Halswirbel-
säule (HWS) gezeigt. Nach einer Schmerzzunahme wurde A.____ am 7. August 2013 in das 
Spital D.____ überwiesen. In der Folge kam es zu Komplikationen in der Heilbehandlung. Mit 
Verfügung vom 21. November 2013 verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht aus der obligatori-
schen Unfallversicherung mit der Begründung, beim Ereignis vom 31. Mai 2013 habe es sich 
weder um einen Unfall im Rechtssinne noch um eine unfallähnliche Körperschädigung gehan-
delt. Eine dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 
25. Juli 2014 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Hermann, mit Eingabe vom 
12. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheids zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen aus dem Unfallereignis 
vom 31. Mai 2013 auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Bewilligung der 
unentgeltlichen Verbeiständung mit Rechtsanwalt Jan Hermann beantragt; alles unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass eine programmwidrige 
Störung des Bewegungsablaufs und damit ein ungewöhnlicher äusserer Faktor aufgrund des 
Stolperns bzw. Anhängens des Beschwerdeführers an der Treppe und dem reflexartigen Auf-
fangen des eigenen Gewichts sowie dem Nachfassen ohne Weiteres gegeben sei. Die Be-
schwerdegegnerin habe den Beschwerdeführer solange befragt, bis dieser Aussagen gemacht 
habe, die eine Verneinung des ungewöhnlichen äusseren Faktors erlauben würden. Die Inter-
pretation der Aussagen des Beschwerdeführers und die Schlussfolgerungen der Beschwerde-
gegnerin seien indessen schlicht lebensfremd. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. November 2014 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. Die wiederholte Befragung des Beschwerdeführers diene der 
vollständigen und korrekten Sachverhaltsermittlung und sei nicht zu beanstanden. Der Be-
schwerdeführer habe angegeben, beim Hinauftragen einer Badewanne rückwärtsgehend am 
letzten Treppenabsatz den Fuss nicht genügend hochgezogen zu haben und mit der Ferse am 
Tritt angekommen zu sein, woraufhin er den Fuss reflexartig habe höherziehen müssen. Dieses 
Ankommen des Fusses stelle indessen kein Stolpern oder Anstossen dar. Vielmehr sei davon 
auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer langsam die Treppe hochgetastet habe. Von Be-
rufs wegen sei sich der Beschwerdeführer gewohnt, schwere Gegenstände (rückwärts) Treppen 
hinauf zu tragen. Das Vorgehen habe somit nichts Ungewöhnliches an sich. Eine unfallähnliche 
Körperschädigung liege mangels einer Listenverletzung ebenfalls nicht vor. 
 
D. Mit Eingabe vom 3. Februar 2015 beantragte der Beschwerdeführer im Hinblick auf 
die Vernehmlassung vom 7. November 2014 in beweisrechtlicher Hinsicht die Befragung des 
Beschwerdeführers und die Einvernahme von E.____ als Zeuge zum Unfallhergang. Mit Verfü-
gung vom 10. Februar 2015 hielt die instruierende Präsidentin an der angesetzten Urteilsbera-

 

 
 
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tung fest und verzichtete vorbehältlich eines anderslautenden Entscheids des Dreiergerichts 
vorläufig auf die Befragung des Beschwerdeführers und des beantragten Zeugen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Laufen, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht eingereichte – Beschwerde ist folglich einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Übernahme von Versiche-
rungsleistungen betreffend den Vorfall vom 31. Mai 2013 zu Recht abgelehnt hat und nament-
lich, ob es sich bei diesem Ereignis um einen Unfall im Rechtssinne handelt.  
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, hat sie Anspruch auf ein 
Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
 
3.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.  
 
3.2 Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereig-
nisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 
134 V 76 E. 4.1.1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweili-
gen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im 
Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Definitionsge-
mäss bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusse-
ren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 404 E. 2.1, 122 V 233 
E. 1, je mit Hinweisen). Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äusse-
re Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlagge-

 

 
 
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bend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 
menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). Bei Schädigungen, die sich auf das Kör-
perinnere beschränken (wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder Her-
nien), unterliegt der Nachweis der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors besonders strengen 
Anforderungen. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen unter beson-
ders sinnfälligen Umständen gesetzt werden. Regelmässig bedarf es – neben den üblichen, 
dem täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden Kräften – eines scha-
densspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann. Hintergrund 
bildet der Umstand, dass ein Unfallereignis sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmba-
ren Schädigung manifestiert, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 
krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 134 V 80 E. 4.3.2.1, 99 V 138 E. 1; Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5.2).  
 
3.3 Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der ungewöhnliche Faktor in einer unkoordi-
nierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung bestehen (BGE 
130 V 117 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b mit Hinweisen.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG] vom 13. Februar 2006, U 144/06, E. 1, Urteil des EVG vom 13. Dezember 2002, 
U 65/02, E. 1.2; vgl. UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall-Haftung-Versicherung, Zürich/St. Gal-
len 2012, N 17 ff.; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 
2003, § 7 N 13). Bei unkoordinierten Bewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erforder-
nis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter 
Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" unter-
bricht oder stört. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere 
Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt –
 ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 
130 V 118 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Bei berufsüblichen Tätigkeiten wird ausserdem 
darauf abgestellt, ob der berufsübliche Ablauf durch ein besonderes Element gestört wurde. 
(BGE 116 V 139 E. 3b; KIESER/LANDOLT, a.a.O., N 49; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 
HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 41 
mit Hinweisen). 
 
4.1 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall ge-
meldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete 
Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund 
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu 
machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteil des EVG 
vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2, Urteil des EVG vom 15. September 2004, 
U 234/04). Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf 
können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streit-
fall hat das Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbe-
griffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind. Hierzu hat es 
im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die notwendigen Beweise zu erheben (vgl. Art. 61 
lit. c ATSG). Spricht der rechtserhebliche Sachverhalt nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit 
für das Vorliegen der einzelnen Begriffsmerkmale – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, ist 

 

 
 
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ein Unfall im Rechtssinne zu verneinen (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, 
E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Bei der Beurteilung des Unfallbegriffs kommt ihm jedoch ein 
nicht unerheblicher Beurteilungsspielraum zu (vgl. BGE 112 V 202 E. 1; RKUV 2003 U 485 
S. 259; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 168). 
 
4.2 Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person ist gemäss Rechtspre-
chung den Angaben, die von der versicherten Person kurz nach dem Unfall gemacht wurden, 
meist grösseres Gewicht beizumessen als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 
Versicherers. Der Grundsatz, wonach die spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Re-
gel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Schilderungen, die bewusst oder unbe-
wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 
sein können, stellt eine im Rahmen freier Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entschei-
dungshilfe dar. Sie kann jedoch nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklä-
rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des EVG vom 23. November 2006, 
U 258/04, E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch: Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008, 
8C_827/2007, E. 5.2). 
 
5.1.1 Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG des Arbeitgebers vom 30. Juli 2013 sei der Be-
schwerdeführer am 31. Mai 2013 beim Tragen einer neuen Badewanne in eine Wohnung ge-
stolpert und die Wanne sei ihm aus der Hand gerutscht. Beim Nachfassen der Badewanne ha-
be ein Schmerz in den Rücken gezogen. Dabei habe der Beschwerdeführer einen Bandschei-
benvorfall erlitten.  
 
5.1.2 Am 3. Oktober 2013 schilderte der Beschwerdeführer in einem Telefonat mit der Be-
schwerdegegnerin den Unfallhergang wie folgt: Am 31. Mai 2013 habe er einen Auftrag in ei-
nem Mehrfamilienhaus in F.____ gehabt, wo er und ein Arbeitskollege eine Badewanne einzu-
bauen hatten. Sie hätten die Wanne die Treppe hochgetragen, wobei der Beschwerdeführer 
rückwärts gegangen sei. Mit der Ferse sei er an einer Treppenstufe hängengeblieben. Dabei sei 
ihm die Wanne aus der Hand gerutscht, er habe sie jedoch in letzter Sekunde wieder auffangen 
können. In diesem Moment habe er einen plötzlich einschiessenden Schmerz im oberen 
Rückenbereich verspürt. Ein am 12. Juni 2013 erstelltes MRI habe einen Bandscheibenvorfall 
gezeigt. Die Schmerzen seien – unter Behandlung durch eine Chiropraktikerin – zunächst aus-
haltbar gewesen. Nachdem die Schmerzen Anfang August 2013 massiv zugenommen hätten 
und er sich in spitalärztliche Behandlung gegeben habe, sei es zu verschiedenen schwerwie-
genden Behandlungskomplikationen gekommen, die sich teilweise noch heute auswirkten.  
 
5.1.3 Anlässlich einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin am darauffolgenden 
4. Oktober 2013 erklärte der Beschwerdeführer, dass er am 31. Mai 2015 mit einem Arbeitskol-
legen eine Badewanne über die Treppe in den zweiten Stock eines Wohnhauses habe tragen 
wollen. Die Badewanne sei aus Stahl und wiege zwischen 50 und 55 kg bei einer Grösse von 
70 cm mal 170 cm. Er habe die Badewanne an einem Ende gehalten und sei rückwärts die 
Treppe hochgegangen, wobei er die Wanne nachgezogen habe. Der Arbeitskollege habe die 
Wanne am anderen Ende gehalten, sei vorwärts die Treppe hochgegangen und stiess die 
Wanne nach oben. Beim letzten Tritt vor dem Zwischenboden habe der Beschwerdeführer den 

 

 
 
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rechten Fuss nicht genügend angehoben und sei deshalb mit der Ferse am Tritt angekommen. 
Reflexartig habe er den rechten Fuss höher gehoben, ihn auf den Zwischenboden abgestellt 
und den linken Fuss nachgezogen. Alles sei sehr schnell passiert. Die Wanne sei ihm aus den 
Händen gerutscht. Er habe sich nach vorne gebückt und vor allem mit der linken Hand nachge-
fasst, da die Wanne ansonsten auf den Tritt gefallen und beschädigt worden wäre. Beim Nach-
fassen habe er plötzlich einen starken Schmerz im Nackenbereich, in die linke Schulter zie-
hend, verspürt. Die Wanne habe er nicht fallen gelassen.  
 
5.1.4 Die erstbehandelnde Chiropraktikerin Dr. med. G.____, führte in ihrem Bericht zu Han-
den der Beschwerdegegnerin am 23. Oktober 2013 betreffend den Unfallhergang aus, dass der 
Patient beim rückwärtigen Treppensteigen und Tragen einer schweren Badewanne mit einem 
Fuss an der Treppe hängengeblieben sei, so dass er einen Auffangschritt habe machen müs-
sen und ihm die Badewanne aus der Hand gerutscht sei. Da die Badewanne abwärts gegen 
seinen Kollegen gefallen sei, habe er mit einer schnellen Bewegung nachgegriffen, um diese 
aufzufangen. Diese Bewegung habe einen unmittelbaren massiven Schmerz in die linke Hals-
wirbelsäule und den linken Arm ausgelöst. 
 
5.2 Bezüglich des konkreten Ablaufs des Vorfalles vom 31. Mai 2013 kann auf die glaub-
würdigen Ausführungen des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin vom 3. 
und 4. Oktober 2013 abgestellt werden. Bei diesen Schilderungen handelt es sich um die ei-
gentlichen, vom Betroffenen selbst stammenden „Aussagen der ersten Stunde“. Die verschie-
denen Aussagen des Beschwerdeführers zum Unfallhergang stimmen ferner – wie auch grund-
sätzlich die Schilderungen des Arbeitgebers und der erstbehandelnden Ärztin – in grössten Tei-
len überein. Der Geschehensablauf ist denn auch unter den Parteien im Wesentlichen unbe-
stritten.  
 
5.3 Strittig ist hingegen, ob der beschriebene Vorfall das Kriterium der Ungewöhnlichkeit 
erfüllt. Die Beschwerdegegnerin verneint dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass beim 
Tragen der Badewanne weder ein ausserordentlicher Kraftaufwand im Sinne einer sinnfälligen 
Überanstrengung noch ein sonstiges sinnfälliges Ereignis stattgefunden habe. Der Beschwer-
deführer sei sich aufgrund seines Berufes gewohnt, schwere Gegenstände auch rückwärts 
Treppen hochzutragen. Er habe sich beim interessierenden Vorfall vorsichtig rückwärts die 
Treppen hochgetastet. Als er die Höhe der Treppenstufe falsch eingeschätzt habe, habe er den 
Fuss weiter anheben müssen, um ihn sicher abzustellen. Diese Vorgehensweise sei nichts Un-
gewöhnliches, sondern bilde den natürlichen Bewegungsablauf beim Treppensteigen rückwärts 
und unterscheide sich folglich klar von einem Stolpern. Auch die vom Beschwerdeführer ausge-
führte Nachfassbewegung sei nicht programmwidrig gestört worden. Das Vorliegen eines rele-
vanten äusseren Faktors sei nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die Bewegung reflexartig 
ausgeführt worden sei.  
 
5.4 Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, kann der ungewöhnliche äussere Faktor in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Er liegt in solchen Fällen darin, dass die körperliche 
Bewegung durch etwas „Programmwidriges“ gestört wird, was beispielsweise dann zutrifft, 
wenn der Versicherte stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn er, 

 

 
 
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um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen 
versucht (Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99, E. 3c; Kranken- und Unfallversiche-
rung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1999 Nr. U 345 S. 420 E. 2b mit weite-
ren Hinweisen). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist die Programmwidrigkeit 
des vorliegend vom Beschwerdeführer geschilderten Geschehensablaufs zu bejahen: Der Be-
schwerdeführer ist beim Tragen einer Badewanne rückwärts eine Treppe hoch mit der Ferse 
unvermittelt an einer Stufe angekommen. Mit einem reflexartigen Hochziehen des Fusses auf 
die Stufe hat er sein Gewicht aufgefangen. Im Rahmen dieser Bewegung ist ihm die Badewan-
ne aus den Händen gerutscht und er hat unversehens nachfassen müssen. Beim beschriebe-
nen Vorfall ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem einzigen, unkoordinierten Be-
wegungsablauf auszugehen (vgl. hierzu auch: Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV] vom 7. Februar 2007, 725 06 155 / 37, E. 4.2). 
Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Zweiteilung des Geschehens in das „Anstos-
sen“ einerseits und dem reflexartigen „Nachfassen“ andererseits vermag nicht zu überzeugen. 
Der Beschwerdeführer bringt vielmehr zu Recht vor, dass das Geschehen lediglich aufgrund 
seiner genauen und detaillierten Schilderung eine empfundene Langsamkeit erhält. Den Schil-
derungen des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin ist zu entnehmen, dass 
alles sehr schnell passiert ist. Für eine einzige, schnell ablaufende Bewegungsabfolge spricht 
auch, dass der Arbeitskollege des Beschwerdeführers von unten die Badewanne weiter hoch-
stiess und den Beschwerdeführer zu einer raschen und gegebenenfalls unkontrollierten Reakti-
on drängte. Das „Ankommen“ respektive „Anstossen“ der Ferse an der Treppenstufe ist mit ei-
nem Stolpern oder Hängenbleiben, das reflexartige Hochziehen des Fusses mit einer Auffang-
bewegung gleichzustellen. In dieser Programmwidrigkeit verlor der Beschwerdeführer den Halt 
an der Badewanne und musste nachgreifen. Entgegen dem Verständnis der Beschwerdegeg-
nerin handelt es sich beim für die Verletzung relevanten Geschehen folglich nicht bloss um 
ein – in der Regel keine Ungewöhnlichkeit begründendes – reflexartiges Nachfassen eines 
wegrutschenden Gegenstandes (vgl. Zusammenfassung der Rechtsprechung in Urteil des EVG 
vom 23. Mai 2006, U 144/06, E. 2.2). Vielmehr war das Wegrutschen der Wanne vom unmittel-
bar davor stattfindenden Ankommen an der Treppe und dem Auffangen des eigenen Körpers 
bedingt. Im Rahmen des Vorgangs des Hochtragens der Badewanne fand folglich eine (mehr-
stufige) programmwidrige Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt statt. Damit ist das für 
den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors vorliegend gege-
ben. Daran ändert auch das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer sei im 
Tragen schwerer Gegenstände beruflich geübt, nichts. Auch ein berufsüblicher Ablauf kann  
– wie vorliegend – durch ein besonderes Element gestört werden (vgl. E. 3.3 hiervor).  
 
6. Beim strittigen Vorfall vom 31. Mai 2013 hat es sich nach dem Ausgeführten um einen 
Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG gehandelt. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. Die vom 
Beschwerdeführer beantragte Partei- und Zeugenbefragungen erübrigen sich damit. Die Ange-
legenheit wird zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen – zu denen sich die Be-
schwerdegegnerin bisher nicht geäussert hat – an die Vorinstanz zurückgewiesen.  
 

 

 
 
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7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Vertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 28. Januar 2015 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 13.0833 Stunden und Auslagen von Fr. 103.80 geltend gemacht. Darin 
enthalten sind jedoch ein Aufwand von 1.5 Stunden sowie Fahrspesen von Fr. 23.80 für die 
Teilnahme an der heutigen Urteilsberatung. Da die Teilnahme an der Urteilsberatung fakultativ 
ist und ein Fernbleiben keinerlei Rechtsnachteile nach sich zieht, wird der Aufwand für eine sol-
che Teilnahme im Rahmen der Parteientschädigung praxisgemäss nicht entschädigt. Der be-
treffende Aufwand ist deshalb auch vorliegend bei der Bemessung der Parteientschädigung 
nicht zu berücksichtigen. Somit verbleiben aus der Honorarnote vom 28. Januar 2015 ein ent-
schädigungsberechtigter Aufwand von 11.5833 Stunden sowie anerkannte Auslagen von 
Fr. 80.–. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3‘213.90 (11.5833 Stunden à Fr. 250.– + Auslagen von Fr. 80.– zuzüglich 8 % Mehrwert-
steuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 25. Juli 2014 aufgehoben und die Sache zur Prüfung 
der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3‘213.90 (inklusive Auslagen und 8% 
Mehrwertsteuer) auszurichten. 

 
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