# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fb3169f-5f9f-56fd-ad5f-fd556e78582b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.11.2008 E-7071/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7071-2008_2008-11-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7071/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

A._______, geboren angeblich _______,
Nigeria,
alias 
B._______, geboren _______, Nigeria,
_______
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7071/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Ende Juli 2008 
aus seinem Heimatland ausreiste  und am 8. September 2008  in  der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Kreuzlingen vom 16. September 2008 sowie der direkten An-
hörungen durch das BFM vom 1. und 6. Oktober 2008 zur Begründung 
seines Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, er stamme aus dem 
Dorf  (...),  Edo  State,  habe  aber  in  den  letzten  acht  Jahren  vor  der 
Ausreise in Benin City bei seinem Vater gelebt,

dass er gemäss den Angaben seiner Mutter am 27. November 1992 
geboren worden sei, 

dass sein Vater zusammen mit mehreren Gehilfen Öl aus Pipelines ab-
gezapft und verkauft habe,

dass er  eines Tages, zwischen September und November 2004, von 
einem Gehilfen seines Vaters erfahren habe, dass dieser verhaftet und 
in der Folge von Angehörigen der Polizei ermordet worden sei, obwohl 
jemand diesen einen Geldbetrag bezahlt habe, um seinen Vater freizu-
kaufen, 

dass daraufhin die Gehilfen seines Vaters beabsichtigt hätten, aus Ra-
che zahlreiche Polizisten umzubringen,

dass ihn im selben Monat ein weiterer Angestellter seines Vaters mit 
einer Schusswunde zuhause aufgesucht habe, worauf mehrere Polizis-
ten erschienen seien und sie festgenommen hätten,

dass sie auf eine Polizeistation gebracht worden seien, wo er festge-
halten und wiederholt gefoltert worden sei,

dass er nach zwei Wochen zusammen mit fünf früheren Mitarbeitern 
seines Vaters vor Gericht gebracht worden sei,

dass  bei  der  Gerichtsverhandlung,  die  dort  stattgefunden  habe,  die 
anderen Angeklagten zum Tode verurteilt  worden seien, er aber auf-
grund seines jugendlichen Alters ins Gefängnis (...) gebracht worden 
sei,

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dass schliesslich im Juli 2008 ein Geschäftspartner seines Vaters na-
mens (...) dafür gesorgt habe, dass er das Gefängnis habe verlassen 
können, 

dass (...) ihm gesagt habe, er müsse das Land für eine bestimmte Zeit 
verlassen, bis alles geregelt sei, und seine Ausreise organisiert habe,

dass er in Begleitung von (...) per Flugzeug nach Kaduna im Norden 
Nigerias gereist und von dort auf dem Landweg über den Niger nach 
Libyen gelangt sei,

dass er anschliessend in einem Boot nach Spanien übergesetzt habe 
und von dort per Bus in die Schweiz eingereist sei,

dass  er  im  Übrigen  nie  einen  Reisepass  besessen  habe  und  seine 
Identitätskarte und sein Geburtsschein im Heimatland verblieben sei-
en,

dass auf der Flugreise sein Begleiter die notwendigen Papiere vorge-
wiesen habe und er ansonsten nirgends kontrolliert worden sei,

dass er nicht in der Lage, sei Identitätspapiere zu beschaffen, da ihm 
das Gepäckstück, in welchem sich ein Zettel  mit  der Telefonnummer 
einer Kontaktperson befunden habe, entgegen getroffener Abmachun-
gen nicht nach Zürich überbracht worden sei,

dass  am  11.  September  2008  eine  radiologische  Untersuchung  der 
Handknochen  des  Beschwerdeführers  durchgeführt  wurde  und  der 
durchführende Arzt zum Ergebnis kam, das Skelettalter des Beschwer-
deführers betrage 19 Jahre, 

dass  dem  Beschwerdeführer  in  einer  ergänzenden  Nachbefragung 
vom 16. September 2008 zu diesem Ergebnis das rechtliche Gehör ge-
währt wurde, wobei er an dem von ihm behaupteten Alter festhielt, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 30.  Oktober  2008  –  eröffnet  am 
31. Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  vermöge  die  von  ihm  behauptete  Minderjährigkeit 
nicht glaubhaft zu machen,

dass  vielmehr  das  Ergebnis  der  Handknochenanalyse sowie  die  Er-
scheinung des Beschwerdeführers auf dessen Volljährigkeit schliessen 
liessen und auch seine Ausführungen betreffend Identitätspapiere und 
seine Asylvorbringen als unglaubhaft zu betrachten seien,

dass  es  sich  bei  dieser  Sachlage rechtfertige,  von der  Volljährigkeit 
des Beschwerdeführers auszugehen und auf die Beiordnung einer Ver-
trauensperson zu verzichten,

dass der Beschwerdeführer im Weiteren keine entschuldbaren Gründe 
für das Nichtvorlegen von Identitätspapieren anzugeben vermöge, 

dass  seine  Angaben  zu  Besitz  und  Verbleib  seiner  Papiere,  sowie 
dazu,  weshalb es ihm nicht  möglich sei,  seine angeblich im Heimat-
land verbliebenen Papiere zu beschaffen, als unbehelfliche Ausflüchte 
zu bewerten seien,

dass im Übrigen die Asylvorbringen des Beschwerdeführers in wesent-
lichen Punkten der allgemeinen Erfahrung und Logik des Handelns wi-
dersprechen würden,

dass namentlich nicht nachvollziehbar sei, dass er erst zwei Wochen 
nach dem Tod seines Vaters gesucht worden sein soll,

dass  zudem  angesichts  seiner  vorbehaltlosen  Freilassung  aus  dem 
Gefängnis die Flucht ins Ausland nicht opportun erscheine und seine 
Befürchtung vor erneuter Verhaftung als grundlos anzusehen sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei unter anderem beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und sein  Asylgesuch gutzuheissen,  eventualiter  die  vor-
läufige Aufnahme anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege ersuchte,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 11. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde, unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen, einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  vorab  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  festzuhalten  ist, 
dass  die  direkte  Bundesanhörung des  angeblich  minderjährigen Be-
schwerdeführers  ohne  Beisein  einer  Vertrauensperson  nach  Art.  17 
Abs. 2 und 3 AsylG i. V. m. Art. 7 der Asylverordnung 1 vom 11. August 
1999 über  Verfahrensfragen (AsylV 1,  SR 142.311)  keine Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör darstellt,  

dass bei der Beurteilung der Frage, ob das angegebene Alter glaub-
haft  erscheint,  im  Rahmen  einer  Gesamtwürdigung  eine  Abwägung 
sämtlicher  Anhaltspunkte,  welche für  oder  gegen die  Richtigkeit  der 
betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen ist  (vgl. EMARK 
2004 Nr. 30 E. 5.3.4. S. 210) und dabei der Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung gilt,

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dass  der  Beschwerdeführer  weder  Identitätspapiere  vorgelegt  hat, 
noch  in  den  Befragungen  seine  Minderjährigkeit  glaubhaft  machen 
konnte,

dass namentlich das Ergebnis der Knochenaltersanalyse, welche eine 
Divergenz von mehr als drei Jahren zwischen dem festgestellten Kno-
chenalter und dem vom Beschwerdeführer behaupteten Geburtsdatum 
ergab,  erhebliche  Zweifel  an  dessen  Altersangaben  zu  rechtfertigen 
vermag,

dass diese durch seine widersprüchlichen Angaben zum Zeitraum sei-
nes Schulbesuchs sowie zu seinem damaligen Alter verstärkt werden,

dass in Anbetracht dieser Umstände die Vorinstanz zu Recht von der 
Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen ist und auf die Bei-
ordnung einer Vertrauensperson verzichtet hat,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
seines Asylgesuches beziehungsweise innert  48 Stunden danach ein 
Dokument  zu seiner  zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 
E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der Ak-
ten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dar-
gelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitäts-
papieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass angesichts der stereotypen, unsubstanziierten und realitätsfrem-
den Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich seiner Reise von Ni-
geria in die Schweiz als unglaubhaft erachtet werden muss, dass er in 
der geschilderten Weise ohne Reisepapiere gereist ist, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers  vielmehr  davon ausgeht,  dass  er  im Besitze  au-
thentischer Identitätspapiere ist,  welche er jedoch innert  48 Stunden 
und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. 
Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Behörden nicht aus-
händigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend gemacht wird, was 
diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte, 

dass  im  Übrigen  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  entspre-
chender  Dokumente  die  Identität  des  Beschwerdeführers  bis  heute 
nicht feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in 
Frage gestellt ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  die Flüchtlingseigenschaft  verneint  hat  und zusätzliche Abklä-
rungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Weg-
weisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach 
der Direktanhörungen vom 1. und 6. Oktober 2008 präsentierte, unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche Abklärungen 
im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen 
werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.), 

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die Vor-
bringen des Beschwerdeführers seien mangels Glaubhaftigkeit offen-
sichtlich flüchtlingsrechtlich nicht relevant,

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers zu wesentlichen Punk-
ten seiner  Asylvorbringen,  namentlich  der  Ermordung seines Vaters, 
seiner Verhaftung sowie seiner Freilassung aus dem Gefängnis, über-
aus oberflächlich und unsubstanziiert ausgefallen sind,

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dass insbesondere die geschilderten Umstände der Freilassung - drei 
Jahre  nach seiner  Inhaftierung habe ein  ihm vorher  nicht  bekannter 
Geschäftsfreund  seines  Vaters  veranlasst,  dass  er  das  Gefängnis 
ohne Weiteres habe verlassen können und seine Ausreise organisiert - 
als völlig realitätsfremd zu erachten sind, 

dass  ausserdem  der  Beschwerdeführer  seine  Vorbringen  nur  sehr 
vage  zeitlich  einzuordnen  wusste  und  im  Falle  der  Schilderung  tat-
sächlicher Erlebnisse präzisere zeitliche Angaben zu erwarten wären,

dass  aus  den  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  schliesslich  in 
keiner Weise ersichtlich ist, dass er im Zeitpunkt seiner Ausreise eine 
flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu befürchten gehabt habe,

dass zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen im Übrigen auf 
die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu ver-
weisen ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeeingabe, in welcher 
er im Wesentlichen seine Vorbringen anlässlich der Befragungen wie-
derholt,  ohne auf  die  Argumente  des  BFM zur  Begründung der  Un-
glaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  im  Einzelnen  einzugehen,  nichts 
Substanzielles entgegenzuhalten vermag,

dass sich somit  die  Erkenntnis  ergibt,  es  bestehe weder  Anlass  zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32.  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  insbesondere  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist, 
dass er in seinem Heimatland über ein soziales Beziehungsnetz ver-

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fügt und dort nach seiner Rückkehr nicht in eine existenzbedrohende 
Lage geraten wird,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren nach dem Gesagten als zum Vornherein aussichts-
los zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein, 
angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______

- Y._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand:

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