# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1473666-387b-5c92-a486-b0c2509b1eb1
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.12.2008 RR.2008.215
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2008-215_2008-12-17.pdf

## Full Text

Entscheid vom 17. Dezember 2008 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher,  
Gerichtsschreiberin Lea Unseld  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwältin Nirmala Maya 
Dias,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

UNTERSUCHUNGSRICHTERAMT DES KANTONS 
SCHAFFHAUSEN,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Portugal 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.215 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Staatsanwaltschaft Vila Real (Portugal) ein Strafverfahren gegen A. 
wegen Verdachts des Verstosses gegen die Alimentenpflicht führt; 

 
- die Staatsanwaltschaft Vila Real am 22. Oktober 2007 um rechtshilfeweise 

Einvernahme von A. ersucht hat; 
 
- A. am 14. Mai 2008 vom Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhau-

sen (nachfolgend “Untersuchungsrichteramt“) einvernommen wurde; 
 
- das Untersuchungsrichteramt mit Eintretens- und Schlussverfügung vom 

25. Juli 2008 dem Rechtshilfeersuchen entsprochen und die Übermittlung 
des Protokolls der untersuchungsrichterlichen Einvernahme von A. vom 
14. Mai 2008 inklusive die von diesem beigebrachten Unterlagen an die er-
suchende Behörde verfügt hat; 

 
- A. mit Beschwerde vom 27. August 2008 an die II. Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts die Aufhebung der Schlussverfügung vom 25. Juli 
2008 verlangt und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege er-
sucht hat (act. 1);  

 
- das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Entscheid der II. Be-

schwerdekammer vom 13. Oktober 2008 abgewiesen und A. eingeladen 
wurde, bis zum 27. Oktober 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 2’500.-- 
zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; die Kos-
ten des Entscheids über die unentgeltliche Rechtspflege bei der Hauptsa-
che belassen wurden; 

 
- die Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses auf Ersuchen von A. 

vom 17. Oktober 2008 bis am 10. November 2008 erstreckt wurde (act. 3); 
 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-
trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge-
ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 
(Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); 

 
- der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlt hat; 
 
- auf die Beschwerden daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); 
 

- 3 - 

 

 

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterlie-
gende Partei zu gelten und die Verfahrenskosten inklusive die Kosten des 
Entscheids über die unentgeltliche Rechtspflege zu tragen hat (Art. 63 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG); die Gerichtsgebühr auf Fr. 400.-- 
anzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004  
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32; 
TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). 

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 19. Dezember 2008 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwältin Nirmala Maya Dias 
- Untersuchungsrichteramt des Kantons Schaffhausen 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).