# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 617487b8-93fb-5da4-adae-3cd065f5593a
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-07-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.07.2025 CA.2025.7
**Docket/Reference:** CA.2025.7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2025-7_2025-07-07

## Full Text

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), quali-fizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB), versuchtes Herstellen, Verbergen, Weiter-schaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), strafbare Vor-bereitungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB)

Berufungen vom 17. und 22. Januar 2024 gegen das 
Urteil SK.2023.33 der Strafkammer des Bundesstrafge-richts vom 27. Novemb...;;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), quali-fizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB), versuchtes Herstellen, Verbergen, Weiter-schaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), strafbare Vor-bereitungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB)

Berufungen vom 17. und 22. Januar 2024 gegen das 
Urteil SK.2023.33 der Strafkammer des Bundesstrafge-richts vom 27. Novemb...;;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), quali-fizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB), versuchtes Herstellen, Verbergen, Weiter-schaffen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), strafbare Vor-bereitungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB)

Berufungen vom 17. und 22. Januar 2024 gegen das 
Urteil SK.2023.33 der Strafkammer des Bundesstrafge-richts vom 27. Novemb...;;

Urteil vom 7. Juli 2025 
Berufungskammer 

Besetzung  Richterinnen Andrea Blum, Vorsitzende 
Marcia Stucki und Brigitte Stump Wendt 
Gerichtsschreiberin Flurina Heer 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch den Leitenden 
Staatsanwalt des Bundes Nils Eckmann,  
 

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
 
und  
 
C., 
 

Privatklägerschaft 
 
gegen 
 
B., amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Anina 
Hofer, 
  

Berufungsführer / Beschuldigter  
 
 

Gegenstand 
 

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-
brecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifi-
zierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 
StGB), versuchtes Herstellen, Verbergen, Weiterschaf-
fen von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2025.7 

- 2 - 

Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), strafbare Vorberei-
tungshandlungen (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB) 
 
Berufungen vom 17. und 22. Januar 2024 gegen das  
Urteil SK.2023.33 der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts vom 27. November 2023; Urteil CA.2023.32 der 
Berufungskammer des Bundesstrafgerichts vom 4. April 
2024 
 
Rückweisung des Schweizerischen Bundesgerichts  
(Urteil 6B_832/2024 vom 2. April 2025) 
 

  

- 3 - 

Prozessgeschichte: 

A. Vorverfahren und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) erhob am 17. August 2023 Anklage 
gegen B. (nachfolgend: Beschuldigter). Sie warf ihm vor, zusammen mit einem 
Mittäter am 30. März 2022 im Z.-Quartier in Y. einen Sprengstoffanschlag auf 
eine Villa an der H.-Strasse 15 verübt zu haben, mit dem Ziel, die Opfer einzu-
schüchtern und von ihnen Geld zu erpressen (Sachverhaltskomplex Z.). Ausser-
dem sollen er und sein Mittäter am 20. Juni 2022 nach X./Deutschland gereist 
sein, um dort in verbrecherischer Absicht 500 Gramm Sprengstoff C4 zu erwer-
ben, um damit weitere Anschläge in der Region Y. zwecks Einschüchterung und 
Erpressung der Opfer durchzuführen, wobei sich der Verkäufer als verdeckter 
Ermittler entpuppte (Sachverhaltskomplex X.) (TPF pag. 18.100.001 ff.). 

A.2 Mit Urteil SK.2023.33 vom 27. November 2023 (nachfolgend: Urteil SK.2023.33) 
verurteilte die Strafkammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Vorinstanz 
oder Strafkammer) den Beschuldigten im Sachverhaltskomplex Z. wegen Ge-
fährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht 
(Art. 224 Abs. 1 StGB) und qualifizierter Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 
i.V.m. Abs. 3 StGB). Im Sachverhaltskomplex X. verurteilte die Strafkammer den 
Beschuldigten wegen versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von 
Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), 
sprach ihn hingegen vom Vorwurf der strafbaren Vorbereitungshandlungen in 
Hinblick auf vorsätzliche Tötung, Mord sowie schwere Körperverletzung 
(Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB) frei. Als Gesamtstrafe wurde auf eine Frei-
heitsstrafe von 74 Monaten erkannt. Dies unter Berücksichtigung des Widerrufs 
einer bedingt ausgesprochenen einschlägigen Vorstrafe im Umfang von 20 Mo-
naten Freiheitsstrafe (Urteil des Strafgerichts XXXX. vom 20. November 2020) 
(TPF pag. 18.930.001 ff.). 

B. Erstes Berufungsverfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafge-
richts CA.2023.32 

B.1 Auf Berufung der BA und des Beschuldigten hin bestätigte die Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Berufungskammer) mit Urteil CA.2023.32 
vom 4. April 2024 (nachfolgend: Urteil CA.2023.32) die Schuld- und Freisprüche, 
erhöhte jedoch die Gesamtfreiheitsstrafe auf 84 Monate. Am 16. September 2024 
wurden den Parteien die begründete Fassung zugestellt (CA.2023.32 pag. 
9.100.105). 

- 4 - 

B.2 Zu den Einzelheiten des Verfahrensgangs bis zur Urteilsfällung im ersten Beru-
fungsverfahren ist auf die entsprechenden Erwägungen des Urteils der Beru-
fungskammer CA.2023.32 vom 4. April 2024 zu verweisen (CA.2023.32 pag. 
9.100.013 ff.).  

C. Bundesgerichtliches Beschwerdeverfahren (Rückweisungsurteil 
6B_832/2024 vom 2. April 2025) 

C.1 Mit Beschwerde vom 15. Oktober 2024 focht der Beschuldigte das Berufungsur-
teil beim Bundesgericht an und stellte in diesem Zusammenhang folgende An-
träge (CA.2023.32 pag. 9.200.003-015): 

1.  Es sei das Urteil der Vorinstanz vom 4. ApriI 2024 in Bezug auf sämtliche 
Schuldsprüche des Beschwerdeführers und deren Nebenfolgen aufzuheben und es 
sei: 

1.1. der Beschwerdeführer von den Vorwürfen der Gefährdung durch Sprengstoff 
und giftige Gase in verbrecherischer Absicht sowie der qualifizierten Sachbe-
schädigung vollumfänglich und kostenlos freizusprechen; 

1.2. in Zusammenhang mit dem Vorwurf des versuchten Herstellens, Verbergens, 
Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen von einer Bestrafung 
des Beschwerdeführers abzusehen; eventualiter die Angelegenheit zur Neube-
urteilung und zur angemessenen Reduktion des Strafmasses an die Vorinstanz 
zurückzuweisen; 

 1.3.  auf den Widerruf der vom Strafgericht XXXX. bedingt ausgesprochenen Frei-
heitsstrafe von 20 Monaten vom 20. November 2020 zu verzichten; 

1.4. dem Beschwerdeführer sämtliche beschlagnahmten Gegenstande zurückzuge-
ben; 

1.5. dem Beschwerdeführer für die erlittene Überhaft eine Entschädigung von 
CHF 200.-- pro Hafttag sowie eine angemessene Genugtuung nach Ermessen 
des Gerichts zuzusprechen. 

2.  Eventualiter sei das Urteil der Vorinstanz vom 4. ApriI 2024 aufzuheben und zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Es sei dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Bundesgericht die unent-
geltliche Rechtspflege und Verbeiständung mit der Unterzeichneten als Advokatin 
zu bewilligen. 

4. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staates. 

C.2 Mit Urteil 6B_832/2024 vom 2. April 2025 hiess das Bundesgericht die Be-
schwerde des Beschuldigten teilweise gut, hob das Urteil CA.2023.32 vom 

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4. April 2024 (hinsichtlich des Beschuldigten) auf und sprach diesen im Sachver-
haltskomplex Z. von den Anklagevorwürfen der Gefährdung durch Sprengstoffe 
und giftige Gase in verbrecherischer Absicht und der qualifizierten Sachbeschä-
digung frei. Im Übrigen, insbesondere bezüglich des Schuldspruchs und der 
Strafe wegen versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Spreng-
stoffen und giftigen Gasen im Sachverhaltskomplex X. wies es die Beschwerde 
des Beschuldigten ab und wies die Sache zur Neufestsetzung der Sanktion und 
der Nebenfolgen an die Berufungskammer zurück (Posteingang bei der Beru-
fungskammer: 29. April 2025 [CAR pag. 1.100.001 ff.]). 

D. Zweites Berufungsverfahren vor der Berufungskammer des Bundesstraf-
gerichts CA.2025.7 

D.1 Infolge der Rückweisung durch das Bundesgericht nahm die Berufungskammer 
das Berufungsverfahren am 29. April 2025 unter der neuen Geschäftsnummer 
CA.2025.7 (CAR pag. 1.200.001) wieder auf. 

D.2 Gleichentags stellte der Beschuldigte ein Gesuch um Entlassung aus dem vor-
zeitigen Strafvollzug (CAR pag. 8.101.001 f.). Nachdem die BA der Entlassung 
nicht widersprochen hatte (CAR pag. 8.101.007 ff.), verfügte die Verfahrenslei-
tung am 2. Mai 2025 aus Verhältnismässigkeitsüberlegungen (Vermeidung von 
Überhaft) die Entlassung des Beschuldigten aus dem vorzeitigen Strafvollzug 
(CAR pag. 8.101.009). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Beschuldigte bereits 1008 
Tage in Haft verbracht. Am selben Tag der Entlassungsverfügung, um 16 Uhr, 
wurde der Beschuldigte aus der Justizvollzugsanstalt UUU. entlassen (CAR pag. 
8.101.014). 

D.3 Nachdem die Parteien am 14. Mai 2025 fristgerecht zur Berufungsverhandlung 
in Sachen CA.2025.7 vorgeladen worden waren (CAR pag. 4.301.001 f.), fand 
diese am 17. Juni 2025 in Anwesenheit des Beschuldigten und seiner amtlichen 
Verteidigung sowie der BA statt. Der Privatkläger hatte im Vorfeld den Verzicht 
auf seine Teilnahme erklärt (CAR pag. 5.100.002). 

D.4 Anlässlich der Verhandlung stellte die BA die folgenden Anträge (CAR pag. 
5.200.020 f.): 

 

1. Schuldpunkt, Widerruf und Sanktion 

1.1 B. sei des versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen 
und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig zu sprechen. 

1 .2 B. sei mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 41 Monaten zu bestrafen (Gesamt-
strafe nach Art. 46 Abs. 1 i.V.m. Art. 49 StGB unter Berücksichtigung des Widerrufs 

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des bedingten Strafvollzugs gemäss untenstehender Ziff. 1 .3), unter Anrechnung 
der ausgestandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft bzw. des ausgestandenen 
vorzeitigen Strafvollzuges. 

1.3 Die mit Urteil des Strafgerichts XXXX.vom 20. November 2020 gegen B. wegen ver-
suchter Erpressung (Art. 156 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Gehilfenschaft zu 
Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedenbruch (Art. 139 Ziff. 1 StGB, Art. 144 
StGB und Art. 186, jeweils i.V.m. 25 StGB), strafbarer Vorbereitungshandlungen zu 
Raub (Art. 260bis Abs. 1 Bst. d StGB), mehrfacher Widerhandlung gegen das Waf-
fengesetz (Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG), mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 BetmG) sowie Widerhandlung gegen das Spreng-
stoffgesetz (Art. 37 Abs. 1 SprstG) bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe in der 
Höhe von 20 Monaten sei zu widerrufen. 

2. Verfahrenskosten und Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

2.1 Die Verfahrenskosten des neuerlichen Berufungsverfahrens seien B. aufzuerlegen. 

2.2  Advokatin Anina Hofer sei für die amtliche Verteidigung von B. in gerichtlich zu be-
stimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu entschädigen (Art. 135 
Abs. 1 StPO). 

 B. sei zu verpflichten, dem Bund diese Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

2.3 Die Festsetzung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten und der entsprechenden 
Rückzahlungspflicht für die Kosten der amtlichen Verteidigung wird in das Ermessen 
des Gerichts gestellt. 

3. Weitere Verfügungen 

 Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

D.5 Die Verteidigung stellte für den Beschuldigten die folgenden Anträge (CAR pag. 
5.200.025 f.): 

1. Es sei der Beschuldigte B. wegen Widerhandlung gegen Art. 226 Abs. 2 StGB zu 
einer Geldstrafe von maximal 120 Tagessätzen à CHF 30.–, eventualiter zu maximal 
4 Monaten Freiheitsstrafe zu verurteilen. 

2. Es sei auf den Widerruf der bedingten Vorstrafe zu verzichten, eventualiter sei eine 
Gesamtfreiheitsstrafe von höchstens 14 Monate auszusprechen. 

3. Es seien dem Beschuldigten für die ausgestandene Überhaft Entschädigungen von 
CHF 200.– pro Hafttag sowie Schadenersatzzahlungen gemäss seiner Auflistung 
zuzusprechen – beides zuzüglich Zins zu 5% seit Beginn der Überhaft (18. Oktober 
2022). 

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4. Es sei dem Beschuldigten darüber hinaus eine Genugtuung in der Höhe von 
CHF 8'000.– zuzusprechen, dies zuzüglich Zins zu 5% seit Beginn der Überhaft 
(18. Oktober 2022). 

5. Es seien dem Beschuldigten sämtliche beschlagnahmte Gegenstände herauszuge-
ben. 

6. Es sei die Rückerstattungspflicht des Beschuldigten in Zusammenhang mit den Ver-
teidigungs- und Gerichtskosten dem Freispruch entsprechend angemessen zu re-
duzieren. 

D.6 Der Beschuldigte stellte anlässlich seiner Einvernahme persönlich folgende An-
träge (CAR pag. 5.300.035 ff.): 
 

• Haftentschädigung für 921 Tage, entsprechend CHF 184'200.– 
• Rückerstattung der Sozialhilfekosten ab dem 23. Dezember 2022 in Höhe von 

CHF 15'000.– 
• Gesundheitskosten während der Haft von CHF 6'000.– (in obigem Betrag inbe-

griffen) 
• Kündigung des Bankkontos bei der HHH. infolge des Ermittlungsverfahrens Z. 

sowie Aufwand und Umtriebe für die Eröffnung eines neuen Kontos bei der III.: 
CHF 300.– 

• Wertverlust elektronischer Geräte inkl. Datenverlust Beschlagnahmung 23. De-
zember 2022 in der Schweiz von CHF 2’500.– 

• Genugtuung CHF 8’000.–  
Gesamtsumme der beantragten Entschädigung: CHF 210'000 plus Zins zu 5%. 

D.7 Die an der Berufungsverhandlung anwesenden Parteien verzichteten auf eine 
mündliche Eröffnung des Urteils (Art. 84 Abs. 3 Satz 2; Art. 351 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 379 und Art. 405 Abs. 1 StPO; CAR pag. 5.100.016). Ihnen wurde das Urteil 
am 9. Juli 2025 schriftlich im Dispositiv inkl. Kurzbegründung eröffnet (CAR pag. 
9.100.001 ff.). 

 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelles 

1. Verfahrensgegenstand 

1.1 Vorliegend hat das Bundesgericht die Beschwerde des Beschuldigten teilweise 
gutgeheissen. Wenn das Bundesgericht eine Beschwerde gutheisst, entscheidet 
es gemäss Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG entweder selbst über die Sache 

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(sogenannter «reformatorischer» Entscheid) oder es weist die Sache zur neuen 
Entscheidung an die Vorinstanz zurück (sogenannter «kassatorischer» Ent-
scheid). 

1.2 Einerseits hat das Bundesgericht in der vorliegenden Sache reformatorisch ent-
schieden und den Beschuldigten von den Vorwürfen der Gefährdung durch 
Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) 
sowie der qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) 
freigesprochen. Dies mit der Begründung, dass die Täterschaft des Beschuldig-
ten im Sachverhaltskomplex Z. nicht erwiesen sei (Urteil des Bundesgerichts 
6B_832/2024 vom 2. April 2025 E. 1.4). Dieser Freispruch ist rechtskräftig 
(Art. 61 BGG). Entsprechend ist davon im neuen Berufungsurteil Vormerk zu 
nehmen. 

1.3 Andererseits hat das Bundesgericht kassatorisch entschieden, indem es das Be-
rufungsurteil CA.2023.32 vom 4. April 2024 aufhob und die Sache an die hiesige 
Berufungskammer zurückwies. Abgesehen vom rechtskräftigen Freispruch im 
Sachverhaltskomplex Z. ist daher nochmals umfassend über alles zu entschei-
den, was bereits Gegenstand des ersten Berufungsverfahrens war (CAR pag. 
1.100.001 ff.).  

2. Bindungswirkung bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide 

2.1 Die Bindungswirkung bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide ergibt sich 
aus ungeschriebenem Bundesrecht (BGE 143 IV 214 E. 5.3.3 mit Verweis auf 
BGE 135 III 334 E. 2.1 S. 335; Urteile des Bundesgerichts 6B_35/2012 vom 
30. März 2012 E. 2.2; 6B_372/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1.1.1). Sie beruht auf 
dem Gedanken, dass das Strafverfahren prinzipiell mit dem Urteil der (oberen) 
kantonalen Instanz abgeschlossen ist (BGE 117 IV 97 E. 4a mit Hinweisen; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_1431/2017 vom 31. Juli 2018 E. 1.3).  

2.2 Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegenheit 
zur neuen Beurteilung an das Berufungsgericht zurück, darf sich das Berufungs-
gericht von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das 
Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und sind 
in das neue Urteil zu übernehmen. Aufgrund der Aufhebung des Berufungsurteils 
können die «bestätigten» Urteilspunkte jedoch nicht in Rechtskraft erwachsen 
und müssen daher formell neu verkündet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
7B_265/2022 vom 28. Juni 2024 E. 1.2).  

2.3 Für die Frage, welche Urteilspunkte Bestand haben, ist irrelevant, dass das Bun-
desgericht mit seinem Rückweisungsentscheid in der Regel formell das gesamte 

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angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, sondern die 
materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids (BGE 143 IV 214 
E. 5.2.1 mit Hinweisen auf die Urteile des Bundesgerichts 6B_765/2015 vom 
3. Februar 2016 E. 4 und 6B_372/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1.3.2). Die neue 
Entscheidung der Vorinstanz ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die 
sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beur-
teilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies not-
wendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu 
tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; BGE 123 IV 1 E. 1; BGE 117 IV 97 E. 4; Urteile 
des Bundesgerichts 6B_408/2013 vom 18. Dezember 2013 E. 3.1 und 
6B_35/2012 vom 30. März 2012 E. 2.2) bzw. soweit dies zur Umsetzung der bin-
denden Erwägungen des Bundesgerichts erforderlich erscheint (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_162/2022 vom 9. Januar 2023 E. 1.3.1 mit Verweis auf BGE 143 
IV 214 E. 5.2.1; Urteile des Bundesgerichts 6B_231/2021 E. 2.1; 6B_619/2021 
E. 2.1.1; 6B_1476/2020 E. 6.1; 6B_718/2020 vom 25. November 2020 E. 1.2).  

3. Ausgangslage 

3.1 Urteilspunkte mit Bestand 

3.1.1 Die Rechtskraft der nicht angefochtenen Urteilspunkte des erstinstanzlichen Ur-
teils SK.2023.33 vom 27. November 2023 betreffend die beschlagnahmten Ge-
genstände, die Entschädigungen sowie die amtliche Verteidigung ist wie im auf-
gehobenen Urteil CA.2023.32 erneut vorab festzustellen (vgl. Dispositiv-Ziffern 
I.III.2, I.V.1, I.VI.2 des Urteils CA.2023.32). Zur Begründung ist auf die Erwägun-
gen I.2, insbesondere I.2.4 des Urteils CA.2023.32 zu verweisen, welche nach 
wie vor Gültigkeit haben. Die Feststellung der Rechtskraft dieser Dispositiv-Zif-
fern blieb vor Bundesgericht allseits unangefochten. 

3.1.2 Von den bezüglich des Sachverhaltskomplexes X. erhobenen Anklagevorwürfen 
der strafbaren Vorbereitungshandlungen in Hinblick auf vorsätzliche Tötung, 
Mord sowie schwere Körperverletzung (Art. 260bis Abs. 1 lit. a, b, c StGB) wurde 
der Beschuldigte zweitinstanzlich freigesprochen. Dieser Freispruch erwuchs 
mangels Anfechtung vor Bundesgericht ebenfalls in Rechtskraft (vgl. Erwägun-
gen II.B, insbesondere II.B.6 des Urteils CA.2023.32). 

3.1.3 Im Sachverhaltskomplex X. erachtete das Bundesgericht bezüglich des Vorwurfs 
des versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und 
giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), am 20. Juni 2022 in 
X./Deutschland die vom Beschuldigten vorgebrachten Rügen als unbegründet 
und wies die Beschwerde in diesem Punkt ab (Urteil Bundesgericht 6B_832/2024 

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vom 2. April 2025, E 2.2), weshalb der diesbezügliche Schuldspruch der Beru-
fungskammer Bestand hat.  

3.2 Neue Entscheidung betreffend Sanktion und Nebenfolgen 

3.2.1 Im Sachverhaltskomplex Z. sprach das Bundesgericht den Beschuldigten vom 
Vorwurf der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer 
Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) sowie der qualifizierten Sachbeschädigung 
(Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) frei und wies die Sache mit der Weisung, die 
Sanktion und Nebenfolgen neu festzusetzen, an die Berufungskammer zurück 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_832/2024 vom 2. April 2025 E. 3).  

3.2.2 Angesichts der dargestellten Erwägungen ist die neu vorzunehmende Strafzu-
messung nur noch bezüglich des Schuldspruchs des versuchten Weiterschaf-
fens von Sprengstoffen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) im Sachver-
haltskomplex X. vorzunehmen. Ebenso sind die Nebenfolgen (Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen sowie Beschlagnahmen) angesichts des Teilfreispruchs er-
neut zu beurteilen. 

3.3 Verbindliche Tatsachenfeststellungen  

3.3.1 Die Parteien sind sich uneinig darüber, ob die Sachverhaltsfeststellungen im 
Sachverhaltskomplex X. gemäss Erwägungen im Urteil CA.2023.32 bereits ver-
bindlich feststehen, insbesondere das Beweisergebnis in dessen Erwägung 
II.B.4.4. Der Beschuldigte ist diesbezüglich der Ansicht, dass diese Feststellun-
gen nicht eins zu eins übernommen werden können (CAR pag. 5.100.008 f.). Die 
BA vertritt hingegen die Meinung, dass der Sachverhalt im Urteil verbindlich fest-
gestellt worden sei und keine erneute Beweiswürdigung zu erfolgen habe (CAR 
pag. 5.200.005 f.). 

3.3.2 Die Tragweite von Rückweisungsurteilen des Bundesgerichts hängt von deren 
Inhalt in Verbindung mit den eingereichten Beschwerdeschriften ab (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_162/2022 vom 9. Januar 2023 E. 1.3.1 mit Verweis auf BGE 
143 IV 214 E. 5.2.1 und 5.3.3; 135 III 334 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 
6B_619/2021 vom 7. Februar 2022 E. 2.1.1). Insbesondere kann das neue Urteil 
nicht mehr Gegenstand von Rügen sein, die das Bundesgericht im Rückverwei-
sungsurteil nicht zu prüfen hatte, weil die Parteien sie im Beschwerdeverfahren 
nicht geltend gemacht haben, obwohl sie dies hätten tun können und müssen 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_162/2022 vom 9. Januar 2023 E. 1.3.1 mit Ver-
weis auf BGE 143 IV 214 E. 5.2.1 und 5.3.3; 135 III 334 E. 2; Urteil des Bundes-
gerichts 6B_619/2021 vom 7. Februar 2022 E. 2.1.1). Entscheidend ist folglich, 
ob die Rügen bereits im Rahmen des Beschwerdeverfahrens möglich und nach 

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- 11 - 

Treu und Glauben zumutbar gewesen wären (vgl. HEIMGARTNER/WIPRÄCHTIGER, 
Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 61 BGG N. 28 mit Hinweis auf BGE 111 II 
95). Konsequenterweise muss in den an die Rückweisung anschliessenden Ver-
fahren auch die Grenze der Parteibegehren im Sinne von Art. 107 Abs. 1 BGG 
berücksichtigt werden: Die Rückweisung soll nicht dazu führen, dass ein Be-
schwerdeführer bessergestellt wird, als wenn das Bundesgericht reformatorisch 
entschieden hätte (DORMANN, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 107 BGG 
N. 18).  

Umgekehrt sind diejenigen Rügen zulässig, zu welchen erst der Rückweisungs-
entscheid Anlass gab (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_227/2010 vom 5. Au-
gust 2010 E. 3.2). Die Bindungswirkung steht somit immer unter dem Vorbehalt, 
dass sich nicht aus dem Rückweisungsverfahren neue Tatsachen oder Beweis-
mittel im Sinne der prozessualen Revision ergeben, welche die sachverhaltliche 
Grundlage des Rückweisungsurteils erschüttern (Urteil des Bundesgerichts 
8C_152/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2; DORMANN, a.a.O., Art. 107 BGG N. 18). 
Der Grundsatz der Bindungswirkung kennt zudem eine Ausnahme für Punkte, 
die nicht oder nicht rechtswirksam angefochten wurden, aber eng mit den Punk-
ten verbunden sind, gegen die die Beschwerde gutgeheissen wurde (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_1276/2015 E. 1.2.1 vom 29. Juni 2016 mit Verweis auf BGE 
117 IV 97 E. 4b).  

3.3.3 Der Beschuldigte hat gemäss seiner Beschwerdeschrift vom 15. Oktober 2024 
den Sachverhaltskomplex X. vor Bundesgericht angefochten, seine Rügen je-
doch ausdrücklich auf eine «unzulässige Tatprovokation» beschränkt. Infolge-
dessen beantragte er ein Absehen von jeglicher Strafe (vgl. Art. 293 Abs. 4 
StPO). Eine Willkürrüge hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen erhob er hin-
gegen nicht (CA.2023.32 pag. 9.200.003-015 und Urteil des Bundesgerichts 
6B_832/2024 vom 2. April 2025 E. 2). Mangels vorgebrachter Rügen überprüfte 
das Bundesgericht konsequenterweise auch nur die aufgeworfene Frage betref-
fend die Tatprovokation, verwarf den Standpunkt des Beschuldigten und wies die 
Beschwerde betreffend die Verurteilung im Sachverhaltskomplex X. bezüglich 
des Vorwurfs des versuchten Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von 
Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) ab 
(vgl. Erwägung 3). Ist der Beschuldigte der Meinung, dass aufgrund eines Frei-
spruchs im Sachverhaltskomplex Z. der Sachverhalt bzw. das Beweisergebnis 
im Sachverhaltskomplex X. infrage gestellt würde, hätte er dies nach Treu und 
Glauben bereits im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren vorbringen müs-
sen. Dies gilt umso mehr, als der Beschuldigte selbst von einem Freispruch im 
Sachverhaltskomplex Z. ausging und diesen vor Bundesgericht sogar selbst be-
antragte. Entsprechend sind die im vorliegenden zweiten Berufungsverfahren 
von ihm erhobenen Rügen ebenfalls verspätet. Die Sachverhaltsfeststellungen 

- 12 - 

im Sachverhaltskomplex X. gemäss Urteil CA.2023.32 E. II.B.E. 4 stehen mit an-
deren Worten – grundsätzlich – bereits verbindlich fest und sind für die Strafzu-
messung ebenfalls heranzuziehen.   

II. Materielles 

1. Schuldpunkt 

1.1 Feststeht, dass der Beschuldigte im Sachverhaltskomplex X. wegen versuchten 
Herstellens, Verbergens, Weiterschaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen 
am 20. Juni 2022 in X./Deutschland gemäss Art. 226 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 
StGB schuldig zu sprechen ist (vgl. vorstehende Erwägung I.3.1.3) und die Sach-
verhaltsfeststellungen im Sachverhaltskomplex X. mangels vor Bundesgericht 
durch den Beschuldigten erhobener Willkürrüge grundsätzlich im Sinne von 
CA.2023.32 II.B.E. 4 bereits verbindlich feststehen (vgl. vorstehende Erwägung 
I.3.3). 

1.2  
1.2.1 Zu Recht weist der Beschuldigte jedoch darauf hin, dass in den Erwägungen des 

Urteils CA.2023.32 hinsichtlich des Beweisergebnisses zum Sachverhaltskom-
plex X. auch die H.-Strasse und damit der Sachverhaltskomplex Z. genannt 
werde. Angesichts des bundesgerichtlichen Urteils ist diesbezüglich neu jedoch 
von seiner Unschuld auszugehen, da seine Tatbeteiligung nicht schlüssig erwie-
sen sei (Urteil des Bundesgerichts 6B_832/2024 vom 2. April 2025 E. 1.3.1, 1.3.2 
sowie 1.4). Die diesbezüglichen berufungsgerichtlichen Erwägungen zur Rolle 
des Beschuldigten im Sachverhaltskomplex Z. haben somit angesichts des bun-
desgerichtlichen Freispruchs keinen Bestand mehr. Sie führen jedoch – entge-
gen der Auffassung des Beschuldigten – im Sachverhaltskomplex X. zu keinem 
anderen Beweisergebnis als dem Bisherigen, da diese beiden Sachverhaltskom-
plexe für das Beweisergebnis nicht derart voneinander abhängig sind, dass auf-
grund des Teilfreispruchs auch der Sachverhaltskomplex X. wegfallen oder mas-
sgeblich tangiert würde.  

Als Beweisergebnis zum Sachverhaltskomplex X. ist somit festzuhalten, dass der 
diesbezügliche Sachverhalt gemäss Anklageziffer 1.2 durch die Akten erstellt ist. 
Diesbezüglich kann auf die einschlägigen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
werden (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 4.3.1 – 4.3.4, 4.3.7). Demnach haben der Be-
schuldigte und sein Mittäter auf der Grundlage eines gemeinsamen Tatplans ab 
etwa Mitte April 2022 bis zum 20. Juni 2022 versucht, sich 500 Gramm Spreng-
stoff C4 zu verschaffen, von Dritten zu übernehmen, aufzubewahren und weiter-
zuschaffen. Dazu hat der Beschuldigte per Telegram-Chat Kontakt mit einem 
vermeintlichen Anbieter von Strengstoff aufgenommen und wurde von diesem an 

- 13 - 

eine weitere Person vermittelt. In der Folge hat der Beschuldigte  
vier Blöcke zu je 500 Gramm Sprengstoff C4 sowie einen Fernzünder bestellt. 
Der Beschuldigte vereinbarte den besagten Sprengstoff gegen den Kaufpreis 
von rund EUR 2'000.-- in X. zu übernehmen. Am 19. Juni 2022 bzw. 20. Juni 
2022 teilte der Beschuldigte seinem Mittäter die Verbindungen für die Zugfahrt 
von Y. nach X. und zurück mit. Zudem gab er seinem Mittäter im Vorfeld der 
Reise weitere Anweisungen, was dieser alles mitnehmen soll, so z.B. Javel-Was-
ser. Der Beschuldigte und sein Mittäter realisierten erst nach der Übernahme ei-
ner Sprengstoffattrappe am 20. Juni 2022, dass es sich beim vermeintlichen An-
bieter von Sprengstoff um einen verdeckten Ermittler und bei dem übernomme-
nen Gegenstand gar nicht um Sprengstoff C4, sondern um eine Attrappe han-
delte. Sie hatten in der Folge, d.h. nach dem Weiterschaffen des Sprengstoffs in 
die Schweiz die Verübung von vier Sprengstoffanschlägen an oder in der Nähe 
von Liegenschaften von vier als vermögend bekannten Personen im Raum Y. 
geplant. Dies, um von diesen Personen unter Androhung ernsthafter Nachteile 
Geldbeträge in Millionenhöhe, d.h. Bargeld oder Bitcoins im Gegenwert von min-
destens CHF 1 Mio., zu erpressen. Dieser Tatplan steht – entgegen der Ansicht 
des Beschuldigten (vgl. CAR pag. 5.100.008 f.) – nach wie vor verbindlich fest. 
Die Explosionen hätten ihre besondere Gefährlichkeit und ihre ernsthafte Bereit-
schaft manifestieren sollen, im Falle der Nichtzahlung weitere Explosionen oder 
ähnliche Anschläge zu verüben. 

1.2.2 Entgegen der Vorbringen des Beschuldigten (vgl. CAR pag. 5.100.008 f.) stellt 
auch die massgebliche Anklageschrift vom 17. August 2023 die beiden Vorwürfe 
Z. und X. nicht in einer Weise zueinander in Abhängigkeit, als dass der eine Vor-
wurf vom anderen abhinge (pag. 18.100.001 ff.; vgl. auch die Zusammenfassung 
des Anklagevorwurfes in CA.2023.32 E. II.B.1). Hinsichtlich des Vorbringens des 
Beschuldigten, wonach gemäss bisheriger Urteilsbegründung der in X. zu be-
schaffende Sprengstoff dazu hätte dienen sollen, Sprengstoffanschläge «nach 
demselben Modus Operandi wie im Sachverhaltskomplex Z. auszuüben» (CAR 
pag. 5.100.008 f.), ist darauf hinzuweisen, dass das Argument des modus ope-
randi zwar nicht mehr für den Beschuldigten, jedoch nach wie vor hinsichtlich des 
Mittäters zutrifft. Darauf hat auch die BA berechtigterweise hingewiesen (CAR 
pag. 5.100.014). Dass beim Sprengstoffanschlag H.-Strasse/Z. zwei vermummte 
Personen involviert waren bzw. wie sie konkret vorgingen (modus operandi), ist 
durch die Überwachungskamera festgehalten – der Beschuldigte bestreitet ledig-
lich, einer davon gewesen zu sein. Die Verurteilung des Mittäters im Sachver-
haltskomplex Z. ist hingegen nach wie vor rechtskräftig.  

1.2.3 Im Übrigen kann betreffend den Anklagevorwurf im Sachverhaltskomplex X., die 
diesbezüglichen Standpunkte der Parteien, die Beweismittel, die Verwertbarkeit 
der Ergebnisse aus der verdeckten Ermittlung und das Rechtliche – um eine 

- 14 - 

extensive Wiederholung der Erwägungen im aufgehobenen Entscheid zu vermei-
den – in sinngemässer Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die Erwägungen 
II.B.1, 2, 3.1, 3.3, 4.1, 4.2 und 5 des Urteils CA.2023.32 verwiesen werden (zu 
den verbindlichen Erwägungen zur Abweisung der Rüge in Bezug auf die ver-
deckte Ermittlung vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_832/2024 vom 2. April 2025 
E. 2). 

2. Strafzumessung 

2.1 Erstes Berufungsurteil CA.2023.32 und Parteistandpunkte 

Im ersten Berufungsurteil wurde das Tatverschulden des Beschuldigten für das 
versuchte Weiterschaffen von Sprengstoffen in verbrecherischer Absicht als mit-
telschwer eingestuft und mit 24 Monaten bewertet (Urteil CA.2023.32 
II.E.3.1.1.3). Aufgrund der damals vorliegenden Täterkomponenten wurde die 
Freiheitsstrafe anschliessend um zwei Monate erhöht (Urteil CA.2023.32 
II.E.3.1.2.4).  

Die BA bringt vor, dass im neuen Berufungsurteil aufgrund der vollen Kognition 
der Berufungskammer eine Erhöhung der Einzelstrafe für den Sachverhaltskom-
plex X. zumindest in Betracht gezogen werden sollte. Die festgelegte Einzelstrafe 
von 24 Monaten für das versuchte Weiterschaffen von Sprengstoffen sei ihres 
Erachtens zwar zu gering, jedoch vertretbar ausgefallen, da die BA bekanntlich 
keine Beschwerde erhoben habe (CAR pag. 5.200.008). Der Beschuldigte argu-
mentiert, dass (neu) von einem leichten, statt einem mittelschweren Verschulden 
auszugehen sei, was eine Geldstrafe von höchstens 180 Tagessätzen bzw. 6 
Monaten Freiheitsstrafe zur Folge haben müsse. Da der Tatplan bzw. das Motiv 
des Handels angesichts des Freispruchs im Sachverhaltskomplex Z. nicht mehr 
bekannt sei, müsse in dubio pro reo von der leichtesten Tatvariante, also einem 
leichten Verschulden, ausgegangen werden (CAR pag. 5.100.008 f.). 

2.2 Allgemeine Strafzumessungsregeln  

Wie bereits in Erwägungen II.E.1.1 des Urteils CA.2023.32 festgehalten, misst 
das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt 
dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird 
nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, 
nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Tä-
ters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 
(Art. 47 Abs. 2 StGB). Dabei ist zwischen Tat- und Täterkomponenten zu 

- 15 - 

unterscheiden. Bei der Tatkomponente sind das Ausmass des Erfolges, die Art 
und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit welcher 
der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe des Beschuldigten zu beachten. 
Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse so-
wie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren (BGE 141 IV 61 E. 6.1.1.-
6.1.2 [übers. in Pra 104/2015 Nr. 68], BGE 136 IV 55 E. 5.4-5.6 und BGE 134 IV 
17 E. 2.1 je mit Hinweisen). Die angemessene Strafe ist dabei grundsätzlich in-
nerhalb des ordentlichen Strafrahmens zu bewerten (BGE 136 IV 55 E. 5.8).  

2.3 Verbot der reformatio in peius  

2.3.1 Gemäss Art. 391 Abs. 2 darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nach-
teil der beschuldigten oder verurteilten Person abändern, wenn das Rechtsmittel 
nur zu deren Gunsten ergriffen wurde. Vorbehalten bleibt eine strengere Bestra-
fung aufgrund von Tatsachen, die dem erstinstanzlichen Gericht nicht bekannt 
sein konnten (sog. Verschlechterungsverbot bzw. Verbot der reformatio in peius). 
Art. 391 Abs. 2 StPO gilt auch bei Rückweisungen durch das Bundesgericht auf-
grund der Bindung an die Parteibegehren (Urteil des Bundesgerichts 
6B_382/2021 vom 25. Juli 2022 E. 3.4 und SCHMID/JOSITSCH, Schweizerische 
Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, Art. 391 StPO N. 4; HEIM-
GARTNER/WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 60 BGG N. 29).  

2.3.2 Die BA hat keine Beschwerde zum Nachteil des Beschuldigten an das Bundes-
gericht erhoben. Damit blieb es bei der Beschwerde des Beschuldigten zu seinen 
eigenen Gunsten. Da bei der Frage, ob eine unzulässige reformatio in peius vor-
liegt, grundsätzlich das Urteilsdispositiv massgebend ist (BGE 148 IV 89 E. 4.3; 
BGE 142 IV 129 E. 4.5; Urteil des Bundesgerichts 6B_77/2024 vom 2. Juli 2024 
E. 1.1.2) bzw. eine Verschlechterung im Gesamtergebnis entscheidend ist (BGE 
117 IV 97 E. 4c), wäre (theoretisch) denkbar, dass das Prinzip des Verschlech-
terungsverbots grundsätzlich bereits dann genügend berücksichtigt wäre, wenn 
die Berufungskammer trotz Teilfreispruch erneut (maximal) 84 Monate Freiheits-
strafe aussprechen würde, entsprechend der Dispositiv-Ziffer II.2.4 des Urteils 
CA.2023.32.  

Wird jedoch die bundesgerichtliche Rechtsprechung berücksichtigt, nach der das 
Berufungsgericht bei einem Teilfreispruch angesichts des Verbots der reformatio 
in peius eine besondere Begründungspflicht trifft, wenn es bei einem (neuen) 
Teilfreispruch dennoch dieselbe Strafe wie die Vorinstanz ausspricht (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 6B_976/2016 vom 12. Oktober 2017 E. 3.3.2), muss diese 
besondere Begründungspflicht mindestens auch in Rückweisungsverfahren gel-
ten. Zudem handelt es sich vorliegend um dieselbe Kammer, die nochmals 
grundsätzlich in derselben Spruchkörperbesetzung entscheidet. Es ist nicht der 

- 16 - 

Sinn eines Rückweisungsverfahrens, nochmals von vorne zu beginnen. Das Ver-
fahren soll nur insoweit neu in Gang gesetzt werden, als dies notwendig ist, um 
den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Auf-
grund dieser Grundsätze ist davon auszugehen, dass – bei unveränderter Sach-
lage – für den Sachverhaltskomplex X. keine höhere Strafe als die festgelegte 
Einzelstrafe von 26 Monaten auszufällen sein wird (vgl. auch SCHMID/JOSITSCH, 
Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2023, Art. 391 
StPO N. 4). Dies entspricht der Bewertung des Tatverschuldens gemäss der Er-
wägung II.E.3.1.1.3 des Urteils CA.2023.32 mit 24 Monaten zuzüglich der Erhö-
hung um zwei Monaten aufgrund (der damals geltenden) Täterkomponenten (Ur-
teil CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.4).  

Dabei können zumindest neu hinzukommende Strafmilderungs- oder Strafmin-
derungsgründe anders als im ersten Verfahren gewichtet werden (BGE 113 IV 
47 E. 4; 110 IV 116 E. 4). In Betracht käme hier allenfalls (neue) aufrichtige Reue 
(Art. 48 lit. d StGB). Als neu hinzukommende Strafminderungsgründe sind im 
Rahmen der Täterkomponenten zudem insbesondere die (allenfalls neue) per-
sönliche Situation des Beschuldigten zum Zeitpunkt der neuen Urteilsverkün-
dung zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1276/2015 vom 29. Juni 
2016 E. 1.2.1 mit Hinweis auf BGE 113 IV 47). Dabei muss es sich gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung jedoch jeweils um zulässige Noven handeln, 
das heisst um echte Noven oder unechte Noven, falls das Urteil des Bundesge-
richts hierzu erst Anlass gab oder es nach Treu und Glauben nicht geboten war, 
diese vorher vorzubringen. Die strafzumessungsrelevanten Tatumstände, wel-
che diese Voraussetzungen zu erfüllen vermögen, werden nachfolgend im Rah-
men der konkreten Strafzumessung gewürdigt. 

2.4 Strafrahmen  

Der Strafrahmen für das Delikt des versuchten Herstellens, Verbergens, Weiter-
schaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen reicht gemäss Art. 226 Abs. 2 
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB von einem Monat bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.  

2.5 Tatschwere 

2.5.1 Objektive Tatschwere 
 

Die Erwägungen in II.E.3.1.1.3 mit Verweis auf II.E.2.1.1.3.a des Urteils 
CA.2023.32 bezüglich der objektive Tatschwere haben nach wie vor Gültigkeit. 
Damit ist in Bezug auf die objektive Tatschwere nach wie vor zu berücksichtigen, 
dass der Beschuldigte und sein Mittäter den Erwerb und die Einfuhr von 2 kg 
militärischen Plastiksprengstoffs C4 in vier Blöcken zu je 500 Gramm im Ausland 

- 17 - 

geplant hatten. Gemäss FOR hätte bei einer tatsächlichen Umsetzung des 
Sprengstoffs ein grosses Verletzungs-, Zerstörungs- und Gefährdungspotenzial 
für fremde Rechtsgüter bestanden, was eine hohe Gefährdung von Menschen 
und Eigentum zur Folge gehabt hätte. Des Weiteren ist von Relevanz, dass zum 
Plastiksprengstoff C4 auch ein Fernzünder hätte erworben werden sollen, 
wodurch eine Zündung aus einer Distanz von bis zu 40 km (!) zum Detonations-
punkt möglich gewesen wäre. Es liegt auf der Hand, dass eine für die Täterschaft 
unkontrollierte Explosion resultiert bzw. keinerlei Möglichkeit mehr bestanden 
hätte, Einfluss zu nehmen, Personen zu warnen oder zu schützen. Der Beschul-
digte und sein Mittäter hatten alles in ihrer Macht Stehende getan, um ihren Tat-
plan später in die Tat umsetzen zu können. Die Umsetzung  scheiterte letztlich 
nur daran, dass die beiden Täter vom verdeckten Ermittler lediglich eine Spreng-
stoffattrappe erwarben und bei deren Übergabe in X. verhaftet wurden. In objek-
tiver Hinsicht resultiert hierfür eine Einsatzstrafe von 24 Monaten (vgl. Urteil 
CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3.a/b mit Verweis auf E. II.E.2.1.1.3.a). 

2.5.2 Subjektive Tatschwere 
 
In Bezug auf die subjektive Tatschwere befinden sich in der bisherigen Urteils-
begründung in Erwägung II.E.3.1.1.3.a mit Verweis auf Erwägung 2.1.1.3.b des 
Urteils CA.2023.32 noch Hinweise auf das Delikt im Sachverhaltskomplex Z.: 
«Nach dem ersten Anschlag auf dem «Z.» […]» und: «Der Beschuldigte B. ist 
auch bezüglich dieses Delikts […].». Da diese Hinweise keine Auswirkungen auf 
die Bewertung der subjektiven Tatschwere haben, fallen sie weg. So wurde wie 
erwähnt das Tatverschulden des Sachverhaltskomplexes X. und Z. separat be-
wertet.  
 
In subjektiver Hinsicht ist damit (nach wie vor) die schwerwiegende verbrecheri-
sche Absicht bei der Beschaffung des vermeintlichen Sprengstoffes zu berück-
sichtigen, die darauf abzielte, durch Erpressung eine hohe Geldsumme (im Milli-
onenbereich) von mindestens vier wohlhabenden Personen im Raum Y. zu er-
langen. Der Beschuldigte und sein Mittäter haben durch das versuchte Weiter-
schaffen des Sprengstoffs C4 die Grundlage für die Realisierung ihrer erpresse-
rischen Pläne geschaffen. Entgegen der Vorbringen der Verteidigung (vgl. CAR 
pag. 5.100.009) steht dieser Tatplan auf Sachverhaltsebene verbindlich fest (vgl. 
vorstehende Erwägungen I.3.3. und II.1.2) und ist im Rahmen des subjektiven 
Tatverschuldens zu bewerten. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass sich die 
beiden Täter der zerstörerischen Wirkung des Sprengstoffs bewusst waren. Der 
Beschuldigte ist als Initiator und treibende Kraft einzustufen, was zusätzlich straf-
erhöhend zu berücksichtigen ist. Er war es, der im Internet die Kontaktaufnahme 
für den Sprengstoffkauf aufgleiste und die gesamte Kommunikation mit den ver-
meintlichen Sprengstoffverkäufern führte. Auch wenn von arbeitsteiligen 

- 18 - 

Handlungen beider Beschuldigten auszugehen ist, ragen die Tatbeträge des Be-
schuldigten heraus, etwa weil er seinem Mittäter auch Anweisungen gab, z.B. wel-
che Materialien zur Spurenbeseitigung dieser besorgen und auf die Fahrt nach X. 
mitnehmen solle. Aufgrund dieser subjektiven Tatschwere ist die Einsatzstrafe von 
24 Monaten Freiheitsstrafe um 6 Monate zu erhöhen (vgl. bereits Urteil 
CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3a/b und II.E.2.1.1.3.b). 

2.5.3 Gesamtverschulden 
 
Das Tatverschulden ist insgesamt als mittelschwer zu qualifizieren und mit 30 
Strafeinheiten bzw. Monaten Freiheitsstrafe zu gewichten (vgl. bereits Urteil 
CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3.b). Wie bei seinem Mittäter ist jedoch auch beim Be-
schuldigten wegen des Einsatzes eines verdeckten Ermittlers sowie des Versuchs 
eine Strafminderung von rund 25 % bzw. 6 Monate vorzunehmen (vgl. Urteil 
CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3.b mit Verweis auf E. II.E.2.1.1.3.c), was zu einer Ver-
schuldensbewertung von 24 Monaten führt. Die erneuten Vorbringen des Beschul-
digten im Rahmen seiner eigenen Stellungnahme (vgl. CAR pag. 5.300.035), wo-
nach zu berücksichtigen sei, dass kein echter Sprengstoff vorgelegen habe, dass 
ein verdeckter Ermittler tätig geworden sei und keine konkrete Gefahr für Sachen 
und Menschen bestanden habe, wurden damit bereits berücksichtigt.  

2.5.4 Fazit Tatkomponenten 

Die objektiven und subjektiven Tatkomponenten sind somit insgesamt mit 24 Mo-
naten zu gewichten (vgl. bereits Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3.b). 

2.6 Täterkomponenten  

2.6.1 Persönliche Verhältnisse und Vorleben 

Bei der Würdigung der Persönlichkeit des Täters sind die zum Zeitpunkt der Be-
urteilung vorliegenden Umstände massgeblich. Deshalb ist nachfolgend auf die 
persönlichen Verhältnisse zum aktuellen Urteilszeitpunkt am 7. Juli 2025 einzu-
gehen: 

Der heute […]-jährige Beschuldigte war damals bei der Verübung des Sachver-
haltskomplexes X. […] Jahre alt. Seit seiner Verhaftung in X. befand er sich – mit 
einer kurzen Unterbrechung (Urteil CA.2023.32 E. A.10) – während knapp drei 
Jahren in Haft (Auslieferungs-, Untersuchungs-, Sicherheitshaft und vorzeitiger 
Strafvollzug). Während seiner Haft im Regionalgefängnis XX. vom Dezember 
2022 bis Februar 2024 erhielt er regelmässig Besuch von seinen Familienmit-
gliedern (CA.2023.32 pag. 6.100.110). Anlässlich der ersten 

- 19 - 

Berufungsverhandlung waren Mitglieder seiner Familie anwesend. Nach einer 
erfolgreichen beruflichen Reintegration hätten durchaus Aussichten auf ein regu-
läres Erwerbsleben bestanden. Die Leitung der Haftanstalt in XX. stellte B. da-
mals einen positiven Führungsbericht aus, der ihm im Verhalten und Umgang mit 
Mitarbeitern und anderen Inhaftierten Höflichkeit und Freundlichkeit attestiert. 
Gemäss Führungsbericht habe er im Regionalgefängnis XX. zudem die Gefäng-
nisbibliothek betreut (CA.2023.32 pag. 6.100.110). Nachdem sich der Beschul-
digte anlässlich der ersten Berufungsverhandlung vom 26. März 2024 noch nicht 
zu seiner Gesundheit geäussert hatte, gab er anlässlich der zweiten Berufungs-
verhandlung vom 17. Juni 2025 an, dass es ihm gesundheitlich nicht so gut gehe 
und er in ärztlicher Behandlung sei. Aus dem von der Verteidigung eingereichten 
Notfallbericht des Ambulatoriums W. der Erwachsenenpsychiatrie XXXX. geht 
hervor, dass sich der Beschuldigte am 4. Mai 2025, zwei Tage nach seiner Haft-
entlassung an dem 2. Mai 2025, bei der Zentralen Aufnahme gemeldet und um 
Aufnahme in eine Klinik gebeten habe. Da die Indikation dafür gemäss Klinik 
nicht vorhanden und eher sozialpsychiatrische Probleme vorherrschend gewe-
sen seien, wurde er für den Folgetag auf ein Notfallgespräch verwiesen. Gemäss 
Notfallbericht hatte der Beschuldigte in der Vergangenheit folgende Diagnosen 
erhalten: Störung des Sozialverhaltens (F91.0), daraus resultierend eine episo-
disch paroxysmale Angst (Panikstörung) (F41.0), sowie eine Abhängigkeit von 
Benzodiazepinen, gegenwärtig abstinent (F12.3). Zudem wurde eine leichte In-
telligenzminderung mit einem IQ von 79 diagnostiziert (klinisch relevant vermin-
derter Wert bei Sprachverständnis). Damals habe er bei den Eltern gewohnt. 
Diese würden ihn nun allerdings nicht mehr im Haus haben wollen, da sie ihm 
nicht mehr trauen würden (CAR pag. 5.300.018 ff.). Die Ärzte der Erwachsenen-
psychiatrie attestierten dem Beschuldigten eine Anpassungsstörung (ICD-10: 
F43.2) mit depressiven Symptomen. Laut den behandelnden Ärzten scheine er 
mit der abrupten Freilassung stark überfordert und zeige wenig Selbstwirksam-
keit und Ressourcen. Im Ergebnis wurde ihm eine ambulante psychiatrische Be-
handlung mit Fokus auf Sozialpsychiatrie empfohlen, mit dem Ziel der Reintegra-
tion in die Gesellschaft (CAR pag. 5.300.018 ff.). Der Beschuldigte gab auf Nach-
frage anlässlich der Einvernahme an, dass ihn die «plötzliche Blitzentlassung» 
überfordert habe, da er ab diesem Moment kein Dach mehr über dem Kopf ge-
habt habe (CAR pag. 5.300.006). Im Bericht wurde ebenfalls dargelegt, dass er 
nach der Haftentlassung obdachlos gewesen sei (CAR pag. 5.300.019). Zum 
Zeitpunkt der Berufungsverhandlung vom 17. Juni 2025 wohnte der Beschuldigte 
in einer Wohngemeinschaft in ZZZZ., XXXX., wobei er nach eigenen Angaben 
demnächst auf Wohnungssuche gehen wolle (CAR pag. 5.300.005). 

Zu seinem beruflichen Werdegang (Schul- und Berufsausbildungen) machte der 
Beschuldigte auch anlässlich der zweiten Berufungsverhandlung vom 17. Juni 
2025 keine eigenen Angaben (CAR pag. 5.300.004). Aus dem von ihm neu 

- 20 - 

eingereichten Notfallbericht ergibt sich jedoch, dass er (bereits) vor seinen Ge-
fängnisaufenthalten Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung hatte. So habe 
er die Lehre abgebrochen und sei anschliessend über einen längeren Zeitraum 
entweder arbeitsunfähig oder arbeitslos gewesen. Eine IV-Integrationsmass-
nahme im KV-Bereich sei erfolglos geblieben (CAR pag. 5.300.019). Auf Nach-
frage der BA wollte er sich nicht zum Grund des Abbruchs der Lehre äussern. 
Warum die IV-Integrationsmassnahme gemäss IV nicht zum Erfolg geführt habe, 
wisse er auch nicht. Danach sei er wieder arbeitslos gewesen (CAR pag. 
5.300.006). Auf die Frage der Vorsitzenden nach seinen beruflichen Plänen, ver-
wies der Beschuldigte auf seine aktuelle Krankschreibung (CAR pag. 5.300.005). 
Er reichte hierzu zwei Atteste eines Arztes für Allgemeinmedizin vom 23. Juni 
2025 ein, die ihm (voraussichtlich) vom 1. Mai 2025 bis 31. Juli 2025 eine 100 % 
Arbeitsunfähigkeit attestieren (CAR pag. 5.200.022 f.). Obwohl der Beschuldigte 
nach seiner Genesung gemäss eigenen Aussagen die Aufnahme einer Arbeits-
tätigkeit plante, wollte er dem Gericht anlässlich der Berufungsverhandlung vom 
17. Juni 2025 keine Perspektiven angeben – weder bezüglich Tätigkeitskategorie 
noch Branche – und berief sich stattdessen auf sein Aussageverweigerungsrecht 
(CAR pag. 5.300.005).  

Gemäss dem von ihm eingereichten Klientenjournal wurde der Beschuldigte seit 
seiner Inhaftierung im Januar 2023 mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt 
(CAR pag. 5.300.025 ff.). Auf Nachfrage gab er an, dass er im Regionalgefängnis 
XX. keiner Tätigkeit habe nachgehen können (CAR pag. 5.300.004). Bis zu sei-
ner Haftentlassung im April 2025 wurden dem Beschuldigten nachweislich ins-
besondere seine Krankenkassenprämien übernommen (CAR pag. 5.300.025-
031). Seit dem Zeitpunkt seiner Haftentlassung im Mai 2025 ist im Sozialhilfe-
kontojournal zudem auch ein Grundbedarf ausgewiesen (CAR pag. 5.300.031).  

Während seiner Inhaftierung in der Justizvollzugsanstalt UUU. vom 15. August 
2024 bis am 2. Mai 2025 wurde der Beschuldigte am 20. September 2024 in die 
Industriemontage eingeteilt und mit dem Zusammenbau von Kabelverschraubun-
gen beauftragt. Gemäss Beurteilung seines Gewerbemeisters sei er täglich an 
seinem Arbeitsplatz erschienen. Seine Aufgaben habe er in qualitativer Hinsicht 
gut erledigt, wobei seine Einsatzbereitschaft und sein Interesse an der Arbeit 
aber eher im unteren Durchschnitt gewesen seien. Die Leiterin des Vollzugs der 
JVA UUU. beurteilte das Vollzugsverhalten des Beschuldigten als gut. Er habe 
sich freundlich, korrekt und kooperativ verhalten und sich bescheiden gezeigt. Es 
seien keine kritischen Zwischenfälle beobachtet worden. Auch in dieser Strafan-
stalt wurde der Beschuldigte gemäss Bericht in der Regel wöchentlich von seiner 
Familie besucht. Seit dem 2. April 2025 habe der Beschuldigte an der Bildung im 
Strafvollzug teilgenommen, welcher aus einem wöchentlichen Unterricht wäh-
rend eines halben Tages bestanden habe (CAR pag. 4.401.022). In der Anstalt 

- 21 - 

sei er bei stützenden Gesprächen der psychiatrischen Grundversorgung beim 
Psychiatrisch-Psychologischen Dienst der JVA UUU. insgesamt zehn Mal vor-
stellig geworden (CAR pag. 4.401.019-023). 

2.6.1.1 Insgesamt sind das dargelegte Vorleben des Beschuldigten und seine persönli-
chen Verhältnisse – wie bereits gemäss Erwägung II.E.3.1.2.1 im Urteil 
CA.2023.32 – für die Strafzumessung als neutral zu bewerten. 

2.6.2 Vorstrafen 

2.6.2.1 Vorstrafen sind grundsätzlich straferhöhend zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 IV 
1 E. 2.6.2; 121 IV 3 E. 1.b, 1.c/dd). Sie bilden Bestandteil des Vorlebens des 
Täters und dürfen nach Art. 47 Abs. 1 Satz 2 StGB bei der Bemessung der Strafe 
berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_258/2015 vom 26. Okto-
ber 2015 E. 1.2.1 mit Hinweis auf BGE 105 IV 225 E. 2) (vgl. bereits CA.2023.32 
E. II.E.3.1.2.2. mit Verweis auf II.E.2.1.1.2). 

2.6.2.2 Die Staatsanwaltschaft XXXX. verurteilte den Beschuldigten mit Strafbefehl vom 
16. Februar 2017 wegen Hehlerei zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagess-
ätzen und einer Busse von CHF 100.--. Ferner wurde er mit Urteil Nr. 3 vom 
20. November 2020 durch das Strafgericht XXXX. wegen versuchter Erpressung, 
Gehilfenschaft zu Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch, straf-
baren Vorbereitungshandlungen zu Raub, mehrfacher Widerhandlung gegen das 
Waffengesetz und Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz sowie mehrfa-
cher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt und mit einer 
bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 
150 Tagessätzen à CHF 30.-- bestraft, beides bei einer Probezeit von 4 Jahren, 
und einer Busse von CHF 900.--. Ausserdem verurteilte die Staatsanwaltschaft 
XXXX. den Beschuldigten mit Strafbefehl vom 21. Mai 2021 wegen Widerhand-
lung gegen das Betäubungsmittelgesetz und bestrafte ihn mit einer bedingten 
Geldstrafe von 5 Tagessätzen und einer Busse von CHF 300.-- als Zusatzstrafe 
zum genannten Urteil des Strafgerichts XXXX. vom 20. November 2020 (Straf-
registerauszug vom 21. Februar 2024, CA.2023.32 pag. 4.401.005 ff. sowie 
Strafregisterauszug vom 9. Mai 2025, CAR pag. 4.401.001 ff.). 

2.6.2.3 Damit ist der Beschuldigte (auch) wegen Vermögensdelikten einschlägig vorbe-
straft. Insbesondere seine Verurteilung vom 20. November 2020 wegen strafba-
rer Vorbereitungshandlungen zu Raub, Sachbeschädigung und versuchter Er-
pressung weist einen deutlichen Konnex zur vorliegenden Straftat auf. Die Ver-
urteilungen zu bedingten Freiheits- und Geldstrafen vermochten den Beschuldig-
ten offensichtlich nicht von erneuter Delinquenz abzuhalten. Da es sich um 

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- 22 - 

einschlägige Vorstrafen handelt, rechtfertigt sich diesbezüglich eine Straferhö-
hung um zwei Monate (vgl. bereits Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.2).  

2.6.3 Nachtatverhalten 

2.6.3.1 Der Beschuldigte verlas anlässlich der Berufungsverhandlung vom 17. Juni 2025 
persönlich eine schriftliche Stellungnahme und erklärte dabei, er bereue sein Ver-
halten zutiefst. Er verstehe heute, dass er sich auf einem «Irrweg» befunden 
habe (CAR pag. 5.300.009). Auf konkrete Nachfrage konnte er jedoch nicht spon-
tan erklären, worin der Irrweg bestanden habe, oder was er denn heute anders 
machen würde. Er sagte lediglich aus, dass ihm jetzt nach dem Bundesgerichts-
urteil klar geworden sei, dass er eine Straftat begangen habe (CAR pag. 
5.300.011 f.). Diese Einsicht habe er damals noch nicht gehabt (CAR pag. 
5.300.012).  

2.6.3.2 Auch nach der zweiten Berufungsverhandlung vom 17. Juni 2025 kann das Be-
rufungsgericht beim Beschuldigten keine wirkliche Einsicht oder Reue erkennen, 
welche sich für ihn strafmindernd auswirken würde. Sein vorgebrachtes «Be-
reuen» wirkt einstudiert, unkonkret und kommt äusserst spät. Nachdem das Bun-
desgericht seine Rüge betreffend den Schuldspruch im Sachverhaltskomplex X. 
abwies, blieb dem Beschuldigten im Rückweisungsverfahren denn auch nicht 
mehr viel anderes übrig, als die Begehung einer Straftat rechtlich nicht mehr in-
frage zu stellen, da er den Instanzenzug bereits ausgeschöpft hatte. Insgesamt 
ist beim Beschuldigten damit derzeit nach wie vor keine aufrichtige Reue zu er-
kennen. Dass er gewillt ist, sich psychologische Hilfe zu holen, ist zu begrüssen 
und für seine zukünftige Lebensgestaltung hilfreich. Dies führt aber ebenfalls 
nicht zu einer Strafminderung infolge von Nachtatverhalten. 

2.6.3.3 Sein Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren ist damit nach wie vor als 
neutral zu bewerten (vgl. bereits Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.3). 

2.6.4 Vorverurteilung durch Medien / Wirkung der Strafe auf das Leben des Be-
schuldigten  

2.6.4.1 Der Beschuldigte macht geltend, durch die Medienberichterstattung im Sachver-
haltskomplex Z., von welchem er nun letztinstanzlich freigesprochen wurde, einer 
massive Rufschädigung ausgesetzt gewesen zu sein. Er sei medial vorverurteilt 
und als «Z.» verunglimpft worden. Dadurch sei auch sein Ruf im privaten und 
familiären Umfeld massiv geschädigt worden (CAR pag. 5.300.036 und CAR pag. 
5.100.012).  

- 23 - 

2.6.4.2 Diese vorgebrachten Umstände ergeben sich aufgrund des Teilfreispruchs im 
Sachverhaltskomplex Z. und sind damit folglich als zulässige Noven zu hören. 
Sie wurden insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Entschädigungsfol-
gen vorgebracht, sind jedoch auch im Rahmen der Strafzumessung genauer zu 
betrachten. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine Vorver-
urteilung von Tatverdächtigen in der Medienberichterstattung je nach Schwere 
der Rechtsverletzung als Strafzumessungsgrund zu gewichten (BGE 128 IV 97 
E. 3; Urteil des Bundesgerichts 6B_271/2011 vom 31. Mai 2011 E. 2.3). Somit 
stellt sich die Frage, ob die Belastung durch die Medienberichterstattung und das 
Strafverfahren für den Beschuldigten einen unzumutbaren Grad erreicht hat, der 
eine Reduzierung der Strafe verlangt (MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 
2. Aufl. 2019, S. 149 N. 389). Jedes Strafverfahren bringt zusätzliche Belastun-
gen mit sich, die aber nur strafmindernd zu berücksichtigen sind, wenn sie über 
dem durchschnittlichen Mass liegen (WIPRÄCHTIGER/KELLER, Basler Kommentar, 
4. Aufl. 2019, Art. 47 StGB N. 160 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 
9X.1/1998 vom 29. Oktober 1999).  

2.6.4.3 Recherchen via Google und Swissdox zeigen, dass der Beschuldigte im Rahmen 
der Berichterstattung über den Sachverhaltskomplex Z. nirgendwo namentlich 
genannt wird. Mangels konkreter Angaben können Vorbringen bezüglich Ruf-
schädigung im privaten Bereich nicht genauer beurteilt werden. Die Verteidigung 
macht hierzu geltend, dass er zwar nicht namentlich genannt werde, jedoch klar 
sei, wer damit gemeint sei. Diese Vorbringen sind nicht substantiiert und daher 
nicht zu berücksichtigen. Aufgrund des Dargelegten liegen somit keine Belastun-
gen vor, die das zu einer Strafminderung führende sogenannte durchschnittliche 
Mass hinausgehen würden. 

2.6.5 Fazit Täterkomponenten 

Aufgrund des Gesagten erweist sich in Bezug auf die Täterkomponente insge-
samt eine Straferhöhung um 2 Monate als angemessen (vgl. bereits Urteil 
CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.4). 

2.7 (Verminderte) Schuldfähigkeit 

2.7.1 Anlässlich der zweiten Berufungsverhandlung am 17. Juni 2025 brachte der Be-
schuldigte in einem persönlichen Statement erstmals vor, zum Tatzeitpunkt be-
treffend den Sachverhaltskomplex X. angeblich unzurechnungsfähig gewesen zu 
sein (CAR pag. 5.300.009). Die Verteidigung unterliess es, dies in ihrem Partei-
vortrag näher zu thematisieren bzw. Anträge zu diesem Thema zu stellen (vgl. 
CAR pag. 5.200.025 f. und CAR pag. 5.100.011 f.). Die BA entgegnete den per-
sönlichen Vorbringen des Beschuldigten, dass im vorliegenden Verfahren eine 

- 24 - 

Unzurechnungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt, auch nicht nur ansatzweise, fest-
gestellt worden sei, insbesondere auch nicht im Nachgang zur Verhaftung des 
Beschuldigten (CAR pag. 5.100.005 f.). 

2.7.2 Schuldfähigkeit setzt gemäss Art. 19 Abs. 1 StGB Einsichts- und Steuerungsfä-
higkeit voraus. Einsichtsfähigkeit ist die Fähigkeit, das Unrecht seiner Tat einzu-
sehen. Unter Steuerungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, gemäss der Ein-
sicht in das Unrecht zu handeln (Urteil des Bundesgerichts 6B_1363/2019 vom 
19. November 2020 E. 1.2.2 mit Hinweisen). War der Täter zur Zeit der Tat nur 
teilweise fähig, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss dieser Einsicht 
zu handeln, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 19 Abs. 2 StGB). Besteht ernst-
hafter Anlass, an der Schuldfähigkeit des Täters zu zweifeln, so ordnet die Un-
tersuchungsbehörde oder das Gericht die sachverständige Begutachtung durch 
einen Sachverständigen an (Art. 20 StGB). Der Sachverständige muss im Gut-
achten den «biologisch-psychologischen» Zustand des Täters beurteilen. Das 
Gutachten soll Klarheit über das Vorliegen einer psychischen Störung geben und 
die Frage beantworten, ob und wie sich diese auf die Einsichts- und Steuerungs-
fähigkeit ausgewirkt hat (Urteil des Bundesgerichts 6B_1363/2019 vom 19. No-
vember 2020 E. 1.6.1 mit Hinweisen). 

2.7.3 Der Beschuldigte begründete seine Annahme der Schuldunfähigkeit mit der Ein-
nahme von Xanax, einem Benzodiazepin. Xanax wirke wie eine starke Droge. Es 
sei ihm «nicht wirklich bewusst gewesen, was er mache» (CAR pag. 5.300.009). 
«Man vergisst dabei einfach, was man macht» (CAR pag. 5.300.014) Es sei ei-
nem alles egal in dieser Situation. Es sei alles, sozusagen, unwichtig, spiele 
keine Rolle. Es gäbe keine Gefahren (CAR pag. 5.300.014). 

2.7.4 Grundsätzlich ist nicht anzuzweifeln, dass der Beschuldigte auch im Tatzeitraum 
ein ihm von Ärzten verschriebenes Xanax bzw. ein Benzodiazepin einnahm. So 
ergibt sich aus dem eingereichten Notfallbericht, dass der Beschuldigte auch Va-
lium (CAR pag. 5.300.019), ebenfalls ein Benzodiazepin einnahm und in der Ver-
gangenheit offenbar eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen und eine episodi-
sche Panikstörung bestanden hatte (CAR pag. 5.300.019). Bei einer Bewertung 
des Tatgeschehens ergaben – und ergeben sich auch nach wie vor – keine An-
haltspunkte, dass der Beschuldigte aufgrund einer Einnahme von Benzodiazepi-
nen schuldunfähig gewesen wäre, weshalb diesbezüglich auch nie ein Gutachten 
erstellt wurde. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass der versuchte Spreng-
stoffkauf vollständig vom Beschuldigten aufgegleist wurde. Er recherchierte im 
Internet nach einem Sprengstoffverkäufer, hatte per E-Mail in Englisch Kontakt 
mit einem australischen Polizeibeamten und führte danach einen intensiven, prä-
zisen und strukturierten Austausch mit dem verdeckten Ermittler. Die Kommuni-
kation ist aktenkundig (vgl. Beilagenordner 1 zur BA Rubrik 2.4 pag. B02-04-001-

- 25 - 

0076 ff.). Diese darin dokumentierten Chats zeigen keinerlei Anhaltspunkte da-
für, dass der Beschuldigte schuldunfähig gewesen sein könnte, wie er es be-
hauptet. Vielmehr zeugt die Tatausführung von einer Struktur und Planung. Zu-
dem organisierte er die Reise nach X. und gab seinem Mittäter Anweisungen, bei-
spielsweise welche Materialien zur Spurenbeseitigung dieser besorgen und auf die 
Fahrt nach X. mitnehmen sollte. Die Tatausführung scheiterte schlussendlich ein-
zig an der Tatsache, dass die beiden Mittäter einem verdeckten Ermittler in die 
Arme liefen. Eine derartige Planung, Vorbereitung und Durchführung wäre bei 
einer gänzlich oder massgeblich beeinträchtigten Steuerungs- und Einsichtsfä-
higkeit aufgrund eines übermässigen Konsums von Xanax kaum denkbar. Im Üb-
rigen macht der Beschuldigte selbst auch einen verordneten Gebrauch von 
Xanax geltend, jedoch keinen Missbrauch bzw. übermässigen Gebrauch.  

In Übereinstimmung mit der BA lagen – und liegen auch heute – keine Anhalts-
punkte weder für eine komplette noch für eine teilweise Schuldunfähigkeit vor. 
Schliesslich hätte der Beschuldigte diese Vorbringen bereits im Untersuchungs-
verfahren oder im Vorverfahren, allerspätestens jedoch vor Bundesgericht zu 
thematisieren gehabt. Das Argument, wonach ihm dies aufgrund seines Plädo-
yers auf Freispruch nicht möglich gewesen sei bzw. die Abklärungspflicht bezüg-
lich seiner Schuld(un)fähigkeit nicht ihm, sondern dem Staat obliegen würde 
(CAR pag. 5.300.012 ff.), verfängt nicht. 

2.7.5 Wie im Urteil CA 2023.32 bereits angenommen ist im Sachverhaltskomplex X. 
daher weder von einer Schuldunfähigkeit noch von einer verminderten Schuldfä-
higkeit des Beschuldigten im Tatzeitraum auszugehen, die sich strafmindernd 
auswirken könnten. 

2.8 Zwischenergebnis 

Unter Würdigung aller Strafzumessungsgründe bzw. der Tat- und Täterkompo-
nenten des versuchten Weiterschaffens von Sprengstoffen nach Art. 226 Abs. 2 
i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB erweist sich eine Freiheitsstrafe von 26 Monaten als 
angemessen. Dies entspricht rechnerisch der bereits mit Urteil CA.2023.32 vom 
4. April 2024 als angemessen erachteten Einsatzstrafe von 24 Monaten (vgl. Ur-
teil CA.2023.32 E. II.E.3.1.1.3.b), vorliegend aufgrund der Täterkomponenten um 
zwei Monate erhöht (vgl. bereits Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.4).  

 

 

 

- 26 - 

2.9 Widerruf und Bildung einer Gesamtstrafe 

2.9.1 Begeht ein Verurteilter während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen 
und ist deshalb zu erwarten, dass er erneut straffällig wird, so widerruft das Ge-
richt die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe (Art. 46 Abs. 1 Satz 
1 StGB). Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen 
wird, so sieht das Gericht vom Widerruf ab (Art. 46 Abs. 2 Satz 1 StGB). Ist zu 
widerrufen und sind die widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, bildet das 
Gericht in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe 
(Art. 46 Abs. 1 Satz 2 StGB). Bezüglich der rechtlichen Kriterien für den Widerruf 
einer bedingten Strafe ist auf die nach wie vor einschlägigen Erwägungen 
II.E.3.1.4.5 und II.E.3.1.4.8 des Urteils CA.2023.32 zu verweisen. 

2.9.2 Der Beschuldigte wurde durch das Strafgericht XXXX. zu einer bedingten Frei-
heitsstrafe von 20 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen 
verurteilt, bei einer Probezeit von vier Jahren (Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.2.2 
und BA pag. 18-03-006 f.). Die Probezeit endete folglich am 19. November 2024. 
Der Beschuldigte delinquierte zwischen April und Juni 2022, womit ein Rückfall 
vorliegt. Vorliegend kann einzig die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe wi-
derrufen werden, nicht hingegen die bedingte Geldstrafe (vgl. Urteil CA.2023.32 
E. II.E.3.1.4.2, 3.1.4.3 und 3.1.4.4). 

2.9.3 Die Parteien sind sich uneinig darüber, ob erneut über den Widerruf der beding-
ten Strafe zu entscheiden ist oder ob dieser aufgrund des bundesgerichtlichen 
Entscheids bereits feststehe. Zudem sind sie sich uneinig, ob im Falle eines Wi-
derrufs bei der Gesamtstrafenbildung eine höhere Asperation als im bisherigen 
Berufungsurteil vorzunehmen sei. 

2.9.3.1 Die BA macht geltend, dass die Abweisung der Beschwerde gegen das Absehen 
des Widerrufs der Vorstrafe in diesem Punkt bundesgerichtlich einen Widerruf 
impliziere (CAR pag. 5.200.004 und -009 f.). So oder so sei unverändert von einer 
sehr ungünstigen Legalprognose auszugehen (CAR pag. 5.200.009 ff., -014). 
Die Asperation sei jedoch neu im Umfang von 15, statt 10 Monaten vorzuneh-
men. Dabei sei auch entscheidend, dass Annex-Strafen deutlich geringer ausfal-
len würden, als wenn diese, wie vorliegend, eigenständig zu bemessen seien 
(CAR pag. 5.200.017). Der Beschuldigte argumentiert, dass keine schlechte 
Prognose vorliege und daher nicht zu widerrufen sei (CAR pag. 5.100.011). Sollte 
dennoch widerrufen werden, so sei die Asperation höchstens im Umfang der bis-
herigen 10 Monate möglich (CAR pag. 5.100.007 f.). Die Argumentationsweise 
der BA erachtet er hingegen als widersprüchlich. Das Urteil könne nicht einerseits 
zu Ungunsten des Beschuldigten rechtskräftig sein, unter dem Vorbehalt höherer 
Strafen, wo die Rechtskraft dann nicht mehr gelte (CAR pag. 5.100.007 f.). Im 

- 27 - 

Übrigen habe die BA weder die Einsatzstrafe für den Sachverhaltskomplex X. 
noch den Umfang der Asperation angefochten (CAR pag. 5.100.007 f.). 

2.9.3.2 Entgegen den Erwägungen der BA wäre ein Absehen vom Widerruf der Vorstrafe 
bei Veränderungen der Sachlage durchaus denkbar. Im Urteil CA.2023.32 wurde 
unter Berücksichtigung der zum damaligen Urteilszeitpunkt am 4. April 2024 ge-
stellten Prognose die bedingt ausgefällte Vorstrafe von 20 Monaten Freiheits-
strafe gemäss Urteil des Strafgerichts XXXX. vom 20. November 2020 widerru-
fen und im Umfang von 10 Monaten bei der Gesamtfreiheitsstrafe berücksichtigt 
(Erwägung II.E.3.1.4). Für einen Widerruf einer Vorstrafe ist jedoch eine negative 
Legalprognose jeweils zum Zeitpunkt des Urteils zu stellen (vgl. Art. 46 Abs. 1 
StGB). Dieser Zeitpunkt ist neu. Echte Noven sind denn auch im Rückweisungs-
verfahren zu berücksichtigen. Eine bindende Wirkung, dass die Vorstrafe – auch 
bei veränderter Sachlage und trotz allenfalls neu bestehender positiver Legal-
prognose – zwangsläufig zu widerrufen ist, lässt sich zudem auch aufgrund der 
Weisung des Bundesgerichts im Rahmen der Rückweisung nicht feststellen. So 
wurde die Sache ausdrücklich zur Neufestsetzung der Sanktion zurückgewiesen. 
Die Sanktion beinhaltet die Gesamtstrafe an sich, das heisst mit, oder eben ohne 
Berücksichtigung des Widerrufs. 

2.9.3.3 Zur Höhe der Asperation ist anzumerken, dass die BA – wie vom Beschuldigten 
geltend gemacht – das Berufungsurteil unangefochten in Rechtskraft erwachsen 
liess. Es gilt daher das vorstehend unter Erwägung 2.3 Gesagte. Eine Erhöhung 
des Umfangs der bisherigen Asperation in Höhe von 10 Monaten wäre zwar mög-
lich, würde aber einerseits zulässige Noven sowie andererseits eine besondere 
Begründung erfordern, welche vorliegend – wie sich nachfolgend zeigen wird – 
nicht bestehen. 

2.9.4  
2.9.4.1 Auch wenn neu die Verurteilung im Sachverhaltskomplex Z. wegfällt, weist der 

Sachverhaltskomplex X. bereits für sich alleine erhebliche Parallelen zu den De-
likten auf, aufgrund derer der Beschuldigte durch das Strafgericht XXXX. verur-
teilt wurde. So wurde er mit Urteil Nr. 3 des Strafgerichts XXXX. vom 20. Novem-
ber 2020 wegen versuchter Erpressung und strafbaren Vorbereitungshandlun-
gen zu Raub mit zwei Mittätern zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. 
Gemäss der begründeten Fassung des Urteils hatte der Beschuldigte unter an-
derem gemeinsam mit den dortigen Mittätern die vermögenden Grosseltern ei-
nes involvierten Mitbeschuldigten mittels fingierter Geiselnahme ihres Enkels und 
der Androhung einer für diesen lebensgefährlichen Situation zur Zahlung eines 
Lösegeldes zu verleiten versucht (USB-Stick vor BA pag. 18-03-0018; Band 10, 
S. 707 f. E. II.2.4b). Nachdem die versuchte Erpressung gescheitert war, wurden 
planerische und organisatorische Vorkehrungen im Hinblick auf einen Bankraub 

- 28 - 

getroffen. Der Beschuldigte war damals vorrangig an der Planung der Delikte 
beteiligt und wurde (auch dort) als eigentlicher Denker und Lenker der Tat be-
zeichnet, was auf eine grosse kriminelle Energie schliessen lässt (S. 771 E. 
III.3.2). Dem Beschuldigten wurde gemäss Urteilsbegründung der bedingte Straf-
vollzug im Sinne einer letzten Chance gewährt. Die Bedenken bestanden bezüg-
lich der damals fehlenden Einsicht sowie der hohen kriminellen Energie hinsicht-
lich der versuchten Erpressung. Es wurde beim Beschuldigten von einem be-
wusst delinquenten Lebenswandel gesprochen. Mit der Anordnung einer verlän-
gerten Probezeit von vier Jahren wurde versucht, den Bedenken entgegenzuwir-
ken (S. 775 E. III.3.5). Nachdem die schriftlich begründete Fassung des Urteils 
des Strafgerichts XXXX. Ende März 2021 bei den Parteien einging (vgl. S. 1131), 
delinquierte der Beschuldigte – trotz der Ermahnung, es sei seine letzte Chance 
– bereits rund ein Jahr später wieder auf ähnliche Weise. Er und der Mittäter 
versuchten Sprengstoff von Deutschland in die Schweiz zu schaffen, um ihn zu 
zünden und damit unter Androhung ernsthafter Nachteile wiederum von vermö-
genden Personen Geld zu erpressen. Der Beschuldigte ist auch in diesem Fall 
als Initiator und treibende Kraft bei der Deliktsbegehung einzustufen. Er war mas-
sgeblich an der Organisation des vermeintlichen Sprengstoffkaufs beteiligt und 
gab den Mittätern zudem Anweisungen.  

Bezeichnend ist, dass der Beschuldigte während des Strafverfahrens in XXXX. 
über ein Luxusleben mit täglichen Taxifahrten, auswärtigen Essen und Dom 
Pérignon sinnierte (S.  701 E. II.2.4.a, vgl. auch Urteil CA.2023.32 E. II.E.3.1.4.6), 
und dann im vorliegenden Strafverfahren am 18. Juni 2022, zwei Tage vor dem 
Treffen mit dem vermeintlichen Sprengstoffverkäufer in X., durch folgende Nach-
richt an einen Kollegen auffiel: «- Jo besser riskiere - Als bücke läbe lang - Wie jede 
andere - Vlt hani den vor 30 usgsorgt wo anderi bis 70ig schaffe müend - Den ris-
kiersh lieber alles - Entweder klappt oder klappt nid - Glaub keine wird meh irgendwas 
us fründeskreis was erreiche... Keine goht risiko ich oder het irgende potenzial was 
mache ussert labere» (BA pag. 10.01.0956 f.). Als Tatmotivation beider Delikte 
schien der Beschuldigte folglich einen sozialen Aufstieg zu suchen, ohne dafür 
legal arbeiten zu müssen. Die fortgesetzte schwere Delinquenz lässt auf eine 
negative Legalprognose schliessen. 

2.9.4.2 Zwar hat sich der Beschuldigte seither bereits knapp über drei Jahren in Haft 
befunden, worauf die Verteidigung zutreffend hingewiesen hat (CAR pag. 
5.100.011). Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Tat ist bei ihm jedoch 
(noch) nicht erkennbar. Zudem hat sich die Lebenssituation des Beschuldigten 
seit der letzten Beurteilung am 4. April 2024 nicht verbessert. Im Zeitpunkt der 
Urteilsfällung am 7. Juli 2025 befand sich der Beschuldigte seit 1036 Tagen, also 
seit knapp drei Jahren, in Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft 
sowie im vorzeitigen Strafvollzug. Er konnte bzw. wollte anlässlich der zweiten 

- 29 - 

Berufungsverhandlung keine beruflichen Perspektiven formulieren. Vielmehr be-
tonten er und seine Verteidigung die Schwierigkeiten, die seine schnelle Haftent-
lassung mit sich gebracht habe. Es steht ausser Frage, dass eine Entlassung 
aus der Haft nach drei Jahren bzw. die anschliessende Reintegration in die Ge-
sellschaft überfordernd bzw., wie die Verteidigung vorbringt, «schwierig» sein 
kann (CAR pag. 5.100.010). Insofern wurde ihm von der Erwachsenenpsychiatrie 
auch eine Anpassungsstörung attestiert, die auf den vorherrschenden «sozial-
psychiatrischen Problemen» beruhe. Nicht zu bezweifeln ist auch, dass es dem 
Beschuldigten zumindest im Regionalgefängnis XX. in Untersuchungs- und Si-
cherheitshaft erschwert war, einer Arbeit nachzugehen. Diesbezüglich sei er-
wähnt, dass Insassenarbeit dort unter dem Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft-
regime offenbar selten möglich ist (vgl. […]; zuletzt besucht am 3. Oktober 2025). 
Die entsprechend besseren Arbeitsmöglichkeiten veranlassten ihn denn nach-
weislich zur Stellung eines Gesuchs um Bewilligung des vorzeitigen Strafvoll-
zugs, welches ihm gestattet wurde. Vom 15. August 2024 bis am 2. Mai 2025 
befand sich der Beschuldigte daher im vorzeitigen Strafvollzug (CAR pag. 
4.401.018). Es wäre dem Beschuldigten in den ganzen letzten rund drei Jahren 
durchaus möglich gewesen, Zukunftspläne zu schmieden und eine Perspektive 
aufzubauen, statt erst nach der Haftentlassung damit zu beginnen. Insgesamt 
hat sich die aktuelle Lebenssituation des Beschuldigten daher im Vergleich zu 
vor rund einem Jahr nicht verbessert, sondern eher noch verschlechtert. Auch 
wenn es positiv zu beurteilen ist, dass der Beschuldigte psychologische Hilfe 
suchte und nicht mehr bei seinen Eltern, sondern allein und damit eigenverant-
wortlich leben will, wie seine Verteidigung zu seinen Gunsten anbrachte (CAR 
pag. 5.100.010 f.). Insgesamt ist weiterhin vom Fehlen einer günstigen Prognose 
auszugehen, weshalb die mit Urteil vom 20. November 2020 durch das Strafge-
richt XXXX. bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe – wie bereits mit Urteil 
CA.2023.32 – zu widerrufen ist.  

2.9.5 Mit Urteil CA.2023.32 wurde unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips – 
und vor allem des Umstandes, dass die Vorstrafen bereits straferhöhend berück-
sichtigt wurden, die Freiheitsstrafe um 10 Monate aspiriert (Erwä-
gung II.E.3.1.4.8). Es sind keine Gründe ersichtlich, die eine plötzliche Erhöhung 
der Asperation rechtfertigen würden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wieso der 
Teilfreispruch des Bundesgerichts bzw. die Erwägungen des Bundesgerichts zu 
einer Verschärfung der Asperation führen sollten. Wie mehrfach betont, soll 
durch ein Rückweisungsverfahren nicht das ganze Berufungsverfahren erneut in 
Gang gesetzt bzw. in Zweifel gezogen werden, sondern nur in dem Umfang, um 
den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts zu folgen. 

https://www.ajv.sid.be.ch/de/start/themen/haft/regionalgefaengnis-bern/dienstleistungen-und-produkte.html

- 30 - 

2.10 Ergebnis 

Unter Einbezug der mit Urteil des Strafgerichts XXXX. vom 20. November 2020 
bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe ist vorliegend eine Gesamtstrafe (Art. 
46 Abs. 1 Satz 2 StGB) von 36 Monaten Freiheitsstrafe (26 + 10 Monate) ange-
messen. 

3. Strafvollzug 

3.1 Vorliegend liegt die verhängte Strafhöhe von 36 Monaten in einem Bereich, in 
dem eine Strafe gerade noch teilweise aufgeschoben werden kann (Art. 43 Abs. 
1 StGB). Grundvoraussetzung ist jedoch, dass eine begründete Aussicht auf Be-
währung, d.h. eine positive Prognose besteht. Diese ist vorliegend angesichts 
des bereits Gesagten zurzeit zu verneinen (vgl. vorstehende Erwägung 2.9.5). 
Die Freiheitsstrafe von 36 Monaten ist somit vollumfänglich zu vollziehen.  

3.2 Für den Vollzug der Freiheitsstrafe ist der Kanton Y. zuständig zu erklären 
(Art. 74 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 StBOG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 StPO). 

4. Anrechnung Haft  

Die bis zum Urteilsdatum ausgestandene Haft (Auslieferungs-, Untersuchungs-, 
Sicherheitshaft und vorzeitiger Strafvollzug) von 1036 Tagen ist auf die vollzie-
hende Freiheitsstrafe anzurechnen. 

5. Beschlagnahmte Gegenstände 

5.1 Die BA beschlagnahmte mit Verfügungen vom 9. Januar und 20. Februar 2023 
diverse Vermögenswerte des Beschuldigten. Begründet wurde dieser Schritt da-
mit, dass die Vermögenswerte als Beweismittel benötigt würden oder einzuzie-
hen seien (BA pag. 08-02-0059 ff. und BA pag. 08-02-0064 ff.; vgl. auch die Auf-
listung in der Anklageschrift: TPF pag. 18.100.035-038).  

5.2  
5.2.1 Gemäss Art. 263 Abs.1 lit. a und d StPO können Gegenstände und Vermögens-

werte einer beschuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, 
wenn diese voraussichtlich als Beweismittel gebraucht werden oder einzuziehen 
sind. Fällt der Grund für die Beschlagnahme weg, so hebt die zuständige Be-
hörde diese auf und händigt die Gegenstände oder Vermögenswerte der berech-
tigten Person aus (Art. 267 Abs. 1 StPO). Wurde die Beschlagnahme von Ge-
genständen oder Vermögenswerten jedoch nicht bereits vorher aufgehoben, ist 
im gerichtlichen Endentscheid über ihre Rückgabe an die berechtigte Person 

- 31 - 

oder über ihre Einziehung zu befinden (Art. 267 Abs. 3 StPO). Dabei kann die 
Beschlagnahme gemäss Art. 267 Abs. 1 StPO e contrario noch aufrechterhalten 
werden, wenn der Grund dafür noch nicht weggefallen ist. 

5.2.2 Die sogenannte Sicherungseinziehung ist in Art. 69 StGB materiell geregelt. 
Demnach sind Gegenstände, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimm-
ten Person, durch das Gericht einzuziehen, wenn sie zur Begehung einer Straftat 
gedient haben oder bestimmt waren oder wenn sie durch eine Straftat hervorge-
bracht worden sind, wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die 
Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährden. Eine Sicherungseinziehung 
befasst sich demnach mit Gegenständen, die einen Konnex zu einer Straftat auf-
weisen und angesichts ihrer Gefährdung für öffentliche Rechtsgüter (Sicherheit, 
Sittlichkeit, Ordnung) ihrem Inhaber entzogen werden sollen. Sie erfordert ge-
mäss Gesetzeswortlaut kumulativ einen Deliktskonnex sowie eine künftige Ge-
fährdung für öffentliche Rechtsgüter (sog. Gefährdungsprognose). Neu ist einzig 
ein Deliktskonnex zum Sachverhaltskomplex X. rechtserheblich, da im Sachver-
haltskomplex Z. von der Unschuld des Beschuldigten auszugehen ist. 

5.2.3 Die Sicherungseinziehung hat keinen Strafcharakter. Vielmehr ist sie eine sach-
liche Massnahme zum Schutz der Allgemeinheit vor rechtsgutgefährdender Ver-
wendung gefährlicher Gegenstände (Urteil des Bundesgerichts 6B_1115/2023 
vom 10. Juli 2024 E. 2.2.2 mit Verweis auf BGE 149 IV 307 E. 2.4.1; 130 IV 
143 E. 3.3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_217/2021 vom 26. Mai 2021 E. 5.1). 
Mithin stellt sie ein Verfahren gegen Sachen oder Werte dar (Urteil des Bundes-
gerichts 6B_1115/2023 vom 10. Juli 2024 E. 2.2.2 mit Verweis auf BGE 149 IV 
307 E. 2.4.1; 132 II 178 E. 4). Zweck der Wegnahme der Gegenstände ist der 
Schutz bzw. die Sicherung der Allgemeinheit vor i.w.S. gefährlichen Gegenstän-
den (BAUMANN, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 69 StGB N. 2). 

5.2.4 An die Gefährdung sind keine überhöhten Anforderungen zu stellen. Es genügt, 
wenn diese wahrscheinlich ist, sofern die Gegenstände nicht eingezogen werden 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_1115/2023 vom 10. Juli 2024 E. 2.2.2 mit Verweis 
auf BGE 127 IV 203 E. 7b; 124 IV 121 E. 2a). 

5.3 Da angesichts des Teilfreispruchs durch das Bundesgericht nun zwangsläufig 
zumindest kein Deliktskonnex der Gegenstände betreffend den Sachverhalts-
komplex Z. mehr bestehen kann, sind die beschlagnahmten Vermögenswerte 
beim Entscheid über deren Schicksal neu zu triagieren. Die Verteidigung bean-
tragte, dem Beschuldigten seien sämtliche beschlagnahmten Gegenstände her-
auszugeben, ohne nähere Begründung (CAR pag. 5.200.026; CAR pag. 
5.100.007 ff.). Der Beschuldigte selbst bezeichnete bestimmte Gegenstände und 
nannte das «Samsung Schwarz», das «Iphone […] beschädigt […] von Tigris», 

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- 32 - 

das «Mac book pro, laptop», ein «Lenovo HP, laptop», ein «Trezor Crypto Wal-
let», «4 simkarten» (CAR pag. 5.300.038), welche er in einem eingereichten Si-
cherstellungsverzeichnis markierte (CAR pag. 5.300.033 f.). Er macht damit ins-
besondere an diesen bezeichneten Asservaten ein Interesse geltend. Es handelt 
sich um die folgenden: Asservaten-ID 30525, 30526, 30527, 30529, 30530, 
30538, 30539, 30543, 30544. Die BA ist der Ansicht, dass das Bundesgericht 
über die beschlagnahmten Gegenstände bereits verbindlich abschlägig entschie-
den und die Herausgabe an den Beschuldigten abgewiesen habe (CAR pag. 
5.200.004). Mit der Formulierung des Bundesgerichts: «Im Übrigen wird die Be-
schwerde abgewiesen» (vgl. Dispositiv-Ziffer 1, Satz 3; CAR pag. 1.100.012) ist 
jedoch gemeint, dass die Beschwerde hinsichtlich des Schuldpunkts in Sachen 
X. abgewiesen wurde. Bei einer Auslegung, wie sie die BA vornimmt (vgl. CAR 
pag. 5.200.003), hätte sich das Bundesgericht auf eine Rückweisung zur Rege-
lung der Entschädigungs- und Kostenfolgen beschränken können. Es hat die Sa-
che aber generell zur Neufestsetzung der «Nebenfolgen» zurückgewiesen, wo-
runter auch der Entscheid über die beschlagnahmten Vermögenswerte fällt. Es 
ist daher neu über die beschlagnahmten Vermögenswerte zu befinden.  

5.4 Mangels Vorliegens einer Gefährdungslage sind zunächst die folgenden Gegen-
stände an den Beschuldigten herauszugeben:  

Asservat-ID 51193 (Notizzettel mit Nummern), 51192 (Notizzettel mit Passwör-
tern WIFI), 51190 (Auszahlungsbeleg HHH.), 51185 (Einzahlungsbeleg HHH.), 
51186 (1 leerer DIN A5 Umschlag), 51187 (Quittung Kiosk W.), 51188 (Quittung 
Kiosk W.), 51189 (Kopie 9-Euro-Ticket), 51610 (Notizzettel mit Code), 51611 
(Zins- und Kapitalausweis HHH.), 51613 (Kontounterlagen VISA-Karte HHH.), 
50663 (Lieferschein, Quittungen, Notizbüchlein), 30528 (Vertrag Salt), 30531 
(AB SEB Bankas), 30532 (Diverse Notizen und Zeitungsartikel), 30533 (Notiz-
buch mit diversen Adressen), 30537 (Diverse Notizen), 30542 (Zettel mit ver-
schiedenen Passwörtern von e-banking, Kreditkarte und Portemonnaie schwarz 
u.a. mit ID). 

5.5 Neben diesen Gegenständen wurden beim Beschuldigten unter anderem zahl-
reiche Handys und SIM-Karten beschlagnahmt. Es handelt sich um 10 Handys, 
namentlich um das Handy Samsung schwarz (Asservat-ID 46318), Handy Sam-
sung weiss (Asservat-ID 46317), Nokia Smartphone schwarz (Asservat-ID 
51612), iPhone (Asservat-ID 50664), Mobiltelefon Nokia und SIM-Karte Lycamo-
bile (Asservat-ID 50668), Mobiltelefon, schwarz, LG (Asservat-ID 30541), Mobil-
telefon, SAMSUNG, schwarz (Asservat-ID 30525), Iphone, beschädigt (Asser-
vat-ID 30526), Mobiltelefon schwarz Alcatei (Asservat-ID 30536), Mobiltelefon 
Samsung schwarz (Asservat-ID 30540). Zudem wurden die folgenden SIM-Kar-
ten beschlagnahmt: SIM Karte Lycamobile (Asservat-ID 30529), SIM Karte 

- 33 - 

Lebara (Asservat-ID 30530), SIM Karte Lycamobile (Asservat-ID 30543), SIM 
Karte Idemia (Asservat-ID 30544) und 5 SIM Karten Lycamobile (Asservat-ID 
50666). Lebara und Lycamobile stellen Anbieter von Prepaid SIM-Karten dar. Auf 
diese 10 Handys und zahlreichen SIM-Karten ist genauer einzugehen: 

Hinsichtlich des Deliktskonnexes ist anzumerken, dass der Besitz der grossen 
Anzahl von 10 Mobiltelefonen per se – insbesondere in Verbindung mit den eben-
falls vorgefundenen diversen Prepaid-SIM-Karten – auffällig ist (vgl. in diesem 
Sinne bereits das Urteil des Bundesgerichts 6B_1115/2023 vom 10. Juli 2024 
E. 2.3.1). Der Beschuldigte konnte in diesem Strafverfahren den Besitz derart 
vieler Mobiltelefone und SIM-Karten im Tatzeitraum nicht glaubhaft erklären. Aus 
den Akten ergibt sich, dass der Beschuldigte seine wechselnden Mobiltelefone 
und SIM-Karten im Sachverhaltskomplex X. zur Koordination mit seinem Mittäter 
für die Reise nach X. sowie zur Kommunikation mit dem vermeintlichen Spreng-
stoffanbieter nutzte. Mit anderen Worten nutzte er sie zur Planung und Abwick-
lung der versuchten Tatbegehung. Dabei verwendete er generell absichtlich 
Plattformen wie Telegram oder Snapchat, um einer Strafverfolgung zu entgehen. 
Die Mobiltelefone sollten zudem später auch für die beabsichtigte Sprengstoffde-
tonation benutzt werden: 

Das schwarze Handy Samsung (Asservat-ID 46318) nutzte er, um die Reise 
nach X. mit seinem Mittäter zu koordinieren. Er sandte diesem die möglichen 
Zugverbindungen nach X. und gab ihm die Anweisung, eine Flasche Javel und 
Latex Handschuhe mitzubringen, welche er in dieser Tasche bereits vorbereitet 
habe, wobei er die Handschuhe am besten im Karton lassen soll, da sie «nid 
anderi sache ufneh düend» (Beilagenordner 1 zur BA Rubrik 2.4 pag. B02-04-
001-0030, -0333 und pag. B02-04-001-0347 ff.). Der Beschuldigte und sein Mit-
täter unterschieden in ihrer Kommunikation bei den Handys zwischen «Bullen-
handys» und «sauberen Handys». So bat der Mittäter den Beschuldigten am Tag 
der Reise nach X., dem 20. Juni 2022, er solle, «wenn er ein zweites Handy habe, 
dies mitbringen, aber nicht eins, das die «Bullen» hatten, sondern eins, das «sau-
ber» sei. Dass er (A.) noch bis «WTP» zu Fuss gehen muss und nur das «Bul-
lenhandy» hat und sonst kein «sauberes», er sei noch das wegen Twint am ma-
chen und müsse noch zur Bank das Geld wechseln gehen.» (BA pag. 10-01-
0101). In X. wurden beim Beschuldigten folglich dann auch zwei Mobiltelefone 
sichergestellt: ein weisses Mobiltelefon Samsung und ein schwarzes Mobiltele-
fon Samsung (Beilagenordner 1 zur Rubrik BA 2.4 pag. B02-04-001-0030). Das 
schwarze Samsung (Asservat-ID 46318) benutzte er für die Deliktsplanung (vgl. 
vorstehend), weshalb in Abgrenzung hierzu davon auszugehen ist, dass es bei 
dem Weissen (Asservaten ID 46317) um das «saubere» Handy» handelte. 

- 34 - 

Auch für den geplanten deliktischen Gebrauch des Sprengstoffs waren zwei Mo-
biltelefone erforderlich. So entschied sich der Beschuldigte für eine Fernzündung 
mittels zweier Mobiltelefone, wie sich aus dem Chatverlauf zwischen dem Be-
schuldigten und dem verdeckten Ermittler ergibt (vgl. Urteil SK.2023.33 E. 4.3.2; 
Beilagenordner 1 zur BA Rubrik 2.4 pag. B02-04-001-0073, B02-04-001-0051, 
B02-04-001-0099). Im Rahmen dieses Chats strich der Beschuldigte gegenüber 
dem vermeintlichen Sprengstoffanbieter hervor, dass er die erforderlichen SIM-
Karten (Mehrzahl) dafür denn auch bereits habe (Beilagenordner 1 zur Rubrik 
2.4 pag. B02-04-001-0100).  

Die Verwendung gerade von Prepaid-SIM-Karten diente grundsätzlich dazu, 
Straftaten zu verschleiern. Im Rahmen der kurzen Haftentlassung gab der Be-
schuldigte gegenüber dem Mittäter Anweisungen zum Verhalten im Strafverfah-
ren und zum Umgang mit Kommunikationsmitteln. Am 22. Dezember 2022 
schrieb er diesem über sein Mobiltelefon iPhone (Asservaten ID 30526) per 
Snapchat: «müend unbedingt rede — treffe mr uns — und verzell keinem — ha 
keinem verzellt» (BA pag. 10-01-0951 mit Verweis auf BA pag. 10- 01-0438 f.). 
Schliesslich schrieb er: «Jo pass of mit telefoniere — bulle lose dich und mich 
ab...» (BA pag. 10-01-0952 mit Verweis auf BA pag. 10-01-0043 f.). Schliesslich 
wies der Beschuldigte den Mittäter an, wie er sich am Mobiltelefon verhalten 
solle, um einer möglichen Überwachung zu entgehen: - «Und ebe schaf nur no 
mit prepaid...». A.: jo machi....B.: ha nid mol simkartene...A.: Morn holi alles.... 
Handy Prepaid Koks....Und den goht's los ... B.: und mach face idi und finger print 
weg und 10 stellige code den bekömme sie handy nid uf» (BA pag. 10-01-0951 
mit Verweis auf BA pag. pag. 10-01-0482 f.). Auch im Strafverfahren in XXXX. 
hatte der Beschuldigte, um nicht entdeckt zu werden, bei den versuchten Erpres-
sungshandlungen bzw. den Erpresseranrufen zuvor mit verschiedenen SIM-Kar-
ten hantiert (vgl. USB-Stick vor BA pag. 18-03-0018; Band 10, S. 1175). 

Aufgrund des Dargelegten ist ein erforderlicher Deliktskonnex der zahlreichen 
Handys und Prepaid-SIM-Karten (abgesehen vom «sauberen Handy» Samsung 
weiss, Asservat-ID 46317) zum Sachverhaltskomplex X. im Sinne von Art. 69 
StGB erstellt. Hinsichtlich der Gefährdungsprognose ist anzuführen, dass dem 
Beschuldigten eine negative Legalprognose zu attestieren ist (vgl. vorstehende 
Erwägung 3.1 mit Verweis auf Erwägung 2.9.5). Er ist einschlägig vorbestraft, 
insbesondere aufgrund des Urteils des Strafgerichts XXXX. vom 20. November 
2020. Im Falle einer Rückgabe der zahlreichen Handys und SIM-Karten an den 
Beschuldigten wäre damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet, was 
durch Einziehung zu vermeiden ist. 

Abgesehen vom Handy der Marke Samsung mit der Asservaten ID 46317 sind 
daher die folgenden Handys und SIM-Karten einzuziehen und der Lagerbehörde 

- 35 - 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids zur gutscheinenden Verwendung 
oder Vernichtung zu überlassen: Asservaten ID 46318 (Handy Samsung 
schwarz), 51612 (Nokia Smartphone schwarz), 50664 (iPhone), 50666 (5 SIM-
Karten Lycamobile), 50668 (Mobiltelefon Nokia inkl. SIM-Karte etc.), 30541 (Mo-
biltelefon, schwarz, LG), 30525 (Mobiltelefon, SAMSUNG, schwarz), 30526 
(Iphone, beschädigt), 30529 (SIM Karte Lycamobile), 30530 (SIM Karte Lebara), 
30536 (Mobiltelefon schwarz Alcatel), 30540 (Mobiltelefon Samsung schwarz), 
30543 (SIM Karte Lycamobile), 30544 (SIM Karte Idemia). 

Hinsichtlich der Asservaten ID 46317 und 46318 hat somit gegenüber dem am 
9. Juli 2025 schriftlichen eröffneten Urteilsdispositiv eine Berichtigung zu erfol-
gen. So wurde in Dispositiv-Ziffer II.2.3 statt der Asservaten ID 46318, welche 
das schwarze Samsung-Handy betrifft – fälschlicherweise die Asservaten ID 
46317 genannt, welche jedoch das weisse Samsung-Handy bezeichnet. Die As-
servaten-ID 46318, also das Handy Samsung schwarz, wurde schliesslich in Dis-
positiv-Ziffer II.2.1 genannt. Die Asservaten-ID wurden mit anderen Worten ver-
tauscht. Dieser Widerspruch zwischen dem Dispositiv und der vorliegenden Be-
gründung wird vorliegend in Anwendung von Art. 83 Abs. 1 StPO von Amtes we-
gen entsprechend berichtigt. 

5.6 Neben den erwähnten Handys wurden beim Beschuldigten in X. weitere Gegen-
stände sichergestellt, bei denen ebenfalls ein Deliktskonnex besteht und eine 
Rückgabe aufgrund einer Gefährdung öffentlicher Rechtsgüter ausgeschlossen 
ist. Sie sind demnach einzuziehen und der Lagerbehörde nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheids zur gutscheinenden Verwendung oder Vernich-
tung zu überlassen: Asservat-ID 51196 (2x DM Papiertüten leer, 1x Plastiktüte 
leer), 51195 (1 Tüte und 1 Gefriertüte mit Gummihandschuhen), 51194 (Colafla-
sche mit unbekannter, farbloser Substanz) [bei der PET-Flasche mit der durch-
sichtigen Flüssigkeit handelt es sich um ein wässriges Bleichmittel auf Hypoch-
lorit-Basis, mit welchem DNA-Material vernichtet werden kann, B02-04-001-
0031 f.]; 46319 (Pfefferspray pro-tect).  

5.7 Ebenfalls einzuziehen sind aufgrund von Art. 69 StGB die Asservat-ID 50665 
(Minigrip mit weissem Pulver) und 50667 (Plastik mit Tabak, evtl. Marihuana). 
Diese sind der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids zur 
gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung zu überlassen. 

5.8 Auf dem ebenfalls beschlagnahmten Laptop Lenovo IdealPad 5 (Asservat-ID 
30538), an dem der Beschuldigte ein Interesse geltend macht, war ein Tor-Brow-
ser installiert. Dieser wird benötigt, um sich im Darknet zu bewegen und um die 
Identität zu verschleiern (BA pag. 10-01-0958). Aufgrund der negativen Legal-
prognose des Beschuldigten wird ihm der Laptop daher erst nach Löschung der 

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Daten und nach Eintritt der Rechtskraft innert drei Monaten auf erstes Verlangen 
zurückgegeben. Nach unbenutztem Ablauf dieser Frist wird auch dieser Gegen-
stand der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung 
überlassen. 

5.9 Der Laptop MacBook Pro (Asservat-ID 30527) und die Trezor Crypto wallet (As-
servat-ID 30539) sind dem Beschuldigten demgegenüber ohne vorherige Lö-
schung der Daten herauszugeben, da in den Akten keine konkrete Deliktsver-
strickbarkeit bzw. keine Gefährdung erkennbar ist. 

5.10 Schliesslich sind der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-
scheids die folgenden beim Forensischen Institut Zürich als Beweismittel lagern-
den Tatortspuren zur gutscheinenden Verwendung oder Vernichtung überlassen: 
Asservat-ID 5100, 51014-51026, 100843, 51001, 51003-51012. Die forensischen 
Datensicherungen mit den Asservat-ID 100835, 100834, 100833, 100832, 
100831 und 100830 sind als Beweismittel bei den Akten zu belassen.  

6. Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen 

Angesichts des bundesgerichtlichen Teilfreispruchs sind auch der Umfang der 
Kosten des Vorverfahrens, des erstinstanzlichen Verfahrens SK.2023.33, der 
beiden Berufungsverfahren CA.2023.32 und CA.2025.7 sowie der Umfang des 
Rückzahlungsvorbehalts bezüglich des Verteidigungshonorars neu zu regeln. 
Ebenso ist die Höhe der Entschädigung der amtlichen Verteidigung für das 
zweite Berufungsverfahren CA.2025.7 festzusetzen. Des Weiteren sind die Ent-
schädigungen bzw. Genugtuungen, welche der Beschuldigte aufgrund einer vor-
gebrachten (Überhaft-)Haft geltend macht (Wertverlust beschlagnahmter Vermö-
genswerte, Sozialhilfe etc.), zu beurteilen. 

6.1 Verfahrenskosten 

6.1.1 Rechtsgrundlagen 

Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird 
(Art. 426 Abs. 1 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Par-
teien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 
StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet 
sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 
Abs. 3 StPO). Die Verlegung der Kosten richtet sich nach dem Grundsatz, wo-
nach die Kosten trägt, wer sie verursacht hat (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1 mit Hin-
weisen). Erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem zur 
Verurteilung führenden strafbaren Verhalten und den durch die Abklärung 

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entstandenen Kosten (Urteil des Bundesgerichts 6B_744/2020 vom 26. Oktober 
2020 E. 4.3 mit Hinweisen). Wird die beschuldigte Person nur teilweise schuldig 
gesprochen, so sind ihr die Verfahrenskosten lediglich anteilsmässig aufzuerle-
gen. Es hat in diesem Fall folglich eine quotenmässige Aufteilung zu erfolgen. 

6.1.2 Vorverfahren und erstinstanzliches Verfahren SK.2023.33 

Die Verfahrenskosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens 
belaufen sich auf CHF 78'379.55 (inkl. einer Gerichtsgebühr von CHF 5'000.--; 
vgl. Erwägungen II.G.2.1 des Urteils CA.2023.32). Die Auferlegung dieser Kos-
ten an den Beschuldigten gemäss dem ersten Berufungsurteil im Umfang von 
lediglich CHF 25'000.-- blieb seitens BA unangefochten. Darüber wurde folglich 
bereits entschieden. Neu ist hingegen der Freispruch im Sachverhaltskomplex Z. 
zu berücksichtigen. Dieser Sachverhaltskomplex ist insgesamt mit rund 2/3 zu 
gewichten und der Sachverhaltskomplex X. mit rund 1/3. In der Gesamtbetrach-
tung sind dem Beschuldigten folglich nur noch rund 1/3 von CHF 25'000.--, folg-
lich CHF 8'000.-- aufzuerlegen. Diese Bemessung berücksichtigt auch den Teil-
freispruch im Sachverhaltskomplex X. vom Vorwurf der strafbaren Vorberei-
tungshandlungen nach Art. 260bis StGB. Die übrigen Verfahrenskosten des Vor-
verfahrens und erstinstanzlichen Verfahrens SK.2023.33 sind demgegenüber 
vom Staat zu tragen. 

6.1.3 Erstes Berufungsverfahren CA.2023.32 
 
Die Gebühr für das erste Berufungsverfahren ist in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 
lit. a und b StBOG und Art. 3 lit. c StBOG; Art. 1, 5, 7 und 9 des Reglements des 
Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-
desstrafverfahren (BStKR; SR.173.713.162) auf CHF 5’000.-- (inkl. Auslagen) zu 
veranschlagen (vgl. Urteil CA.2023.32 E. G.3.1). Die Auferlegung dieser Kosten 
an den Beschuldigten und seinen Mittäter im Umfang von gemeinsam 
CHF 4'000.--, bzw. je CHF 2'000.-- (vgl. Urteil CA.2023.32 E. II.G.3.1) blieb sei-
tens der BA unangefochten. Dem Mittäter wurden sodann mit Dispositiv-Ziffer 
III.1, zweiter Absatz, des Urteils CA.2023.32 bereits CHF 2'000.-- rechtskräftig 
auferlegt.  
 
Angesichts des neuen Verfahrensausgangs sind dem Beschuldigten gemäss 
vorstehender Erwägung 6.1.2 von den genannten CHF 2’000.-- noch rund 1/3, 
das heisst CHF 700.--, aufzuerlegen. Die verbleibenden Kosten des ersten Be-
rufungsverfahrens CA.2023.32 von CHF 2'300.-- gehen demgegenüber zu Las-
ten der