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**Case Identifier:** 3763a85f-59d6-5924-99f1-0db0ca89a41d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.01.2022 PS210226
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210226_2022-01-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS210226-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Ersatzrichterin lic. iur. N. Jeker sowie Gerichts-

schreiberin MLaw R. Schneebeli 

Urteil vom 17. Januar 2022 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Advokat lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Andel-
fingen vom 3. Dezember 2021 (EK210045) 
 

- 2 - 

  

Erwägungen: 

I. 
Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Die A._____ GmbH (fortan Schuldnerin) mit Sitz in C._____ ist seit dem 

tt.mm.2009 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Gemäss Eintrag 

im Handelsregister bezweckt die Gesellschaft die Planung und Ausführung von ... 

Einziger Gesellschafter und Geschäftsführer ist Herr D._____ von C._____ in 

E._____. Dem Handelsregisterauszug über die Schuldnerin kann sodann ent-

nommen werden, dass über die Schuldnerin bereits früher, nämlich mit Urteil des 

Konkursrichters des Bezirksgerichts Andelfingen vom 6. Februar 2018 der Kon-

kurs eröffnet wurde. In Gutheissung der dagegen ergriffenen Beschwerde der 

Schuldnerin hat das Obergericht des Kantons Zürich diesen Konkurs jedoch mit 

Urteil vom 27. Februar 2018 wieder aufgehoben (vgl. zum Ganzen act. 6). 

2. Mit Urteil vom 3. Dezember 2021, 08:30 Uhr, eröffnete das Einzelgericht des 

Bezirksgerichtes Andelfingen gestützt auf die Betreibung Nr. 1 (Zahlungsbefehl 

vom 16. August 2021) des Betreibungsamtes Andelfingen und die Konkurs-

androhung vom 1. Oktober 2021 (erneut) den Konkurs über die Schuldnerin für 

eine Forderung der Gläubigerin von Fr. 1'916.75 (= Fr. 1'166.45 nebst 5% Zins 

vom 14. August 2021 bis 3. Dezember 2021 [Fr. 17.75], Fr. 50.– Mahnkosten, 

Fr. 500.– Umtriebskosten, Fr. 35.95 aufgelaufener Zins bis 13. August 2021 und 

Fr. 146.60 Betreibungskosten; vgl. act. 3 = act. 8/8 = act. 7 [Aktenexemplar], fort-

an zitiert als act. 7, und act. 9). Dagegen erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 

17. Dezember 2021 (Datum Poststempel) samt Beilagen rechtzeitig Beschwerde 

und beantragte die Aufhebung des Konkurses sowie die Erteilung der aufschie-

benden Wirkung für die Beschwerde (vgl. act. 2; zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 8/9). 

3. Am 22. Dezember 2021 gingen bei der Kammer die mit Beschwerde vom 

17. Dezember 2021 in Aussicht gestellten, aber noch fehlenden Beilagen ein 

(act. 11 und act. 12/7 und act. 12/9–12). Ebenfalls am 22. Dezember 2021 ging 

bei der Kammer ein Schreiben der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin (fortan 

Gläubigerin) vom 20. Dezember 2021 ein, womit diese bestätigte, dass ihre Kon-

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kursforderung vollständig beglichen worden und sie dementsprechend an einem 

Konkurs nicht (mehr) interessiert sei (act. 13). Noch gleichentags wurde der Be-

schwerde in der Folge einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt, die 

Schuldnerin darauf hingewiesen, dass sie ihre Beschwerde bis zum Ablauf der 

Beschwerdefrist noch ergänzen könne und ihr Frist angesetzt, um für das Be-

schwerdeverfahren einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– zu leisten 

(act. 15). 

4. Am 4. Januar 2022 (Datum Aufgabe elektronische Eingabe), mithin noch in-

nert laufender Beschwerdefrist, reichte die Schuldnerin eine Noveneingabe samt 

diversen weiteren Unterlagen ins Recht (act. 17, act. 18, act. 19, act. 20 und 

act. 21/13–18). Den Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren in der Höhe 

von Fr. 750.– hat die Schuldnerin gemäss Mitteilung der Zentralen Inkassostelle 

der Gerichte am 31. Dezember 2021 geleistet (vgl. act. 22). 

5. Die Akten der Vorinstanz wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 8/1–9). 

Das Verfahren erweist sich damit als spruchreif. 

II. 
Zur Beschwerde im Einzelnen 

1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des 

Rechtsmittels durch Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehenen Kon-

kursaufhebungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist 

und (kumulativ) seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht. Neue Behauptungen 

und Urkundenbeweise über konkurshindernde Tatsachen sind im Beschwerdever-

fahren unbeschränkt zugelassen, unabhängig davon, ob sie vor oder nach dem 

erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind. Jedoch muss die Begründung samt 

Belegen vollständig innert der zehntägigen Beschwerdefrist erfolgen (vgl. BGE 

136 III 294 und BGE 139 III 491). Da es sich bei der Beschwerdefrist um eine ge-

setzliche Frist handelt, ist die Gewährung einer Fristerstreckung bzw. einer Nach-

frist ausgeschlossen (Art. 144 Abs. 1 ZPO). 

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2. Die Beschwerdeführerin macht den Konkursaufhebungsgrund des Gläubi-

gerverzichtes gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 3 SchKG geltend. Sie belegt diesen mit 

einem Schreiben der Gläubigerin vom 20. Dezember 2021, worin diese bestätigt, 

dass ihre Konkursforderung vollständig beglichen worden und sie dementspre-

chend an einem Konkurs nicht (mehr) interessiert sei (vgl. act. 12/7 und act. 13). 

Der Konkursaufhebungsgrund des Gläubigerverzichtes ist damit rechtsgenüglich 

belegt. 

3.  

3.1 Die Tilgung der Konkursforderung erfolgte nach eigenen Angaben und Bele-

gen der Schuldnerin sowie gemäss Abrechnung der Gläubigerin im Umfang von 

Fr. 1'899.– (inkl. Zins bis 13. August 2021 und div. Kosten [ohne Kosten des Kon-

kursamtes]; Zins ab 14. August 2021 bis Konkurseröffnung am 3. Dezember 2021 

im Betrag von Fr. 17.75 noch offen) und zwar teilweise vor und teilweise nach  

der Konkurseröffnung am 3. Dezember 2021, nämlich durch Bezahlung von  

Fr. 1'166.45 am 15. November 2021 und Fr. 732.55 am 10. Dezember 2021  

(vgl. act. 5/4 , act. 5/5 und act. 14/2). Auch wenn die in Frage stehende Forderung 

beglichen ist, kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung nur dann aufhe-

ben, wenn die Schuldnerin zusätzlich ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht. 

Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende, liquide Mittel vorhanden sind, mit 

welchen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. 

Die Schuldnerin hat deshalb aufzuzeigen, dass sie in der Lage ist, in näherer Zu-

kunft ihren laufenden Verbindlichkeiten nachzukommen sowie die bestehenden 

Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen ei-

nen Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich 

jedoch, wenn keine Anhaltspunkte für eine Verbesserung der finanziellen Lage zu 

erkennen sind und der Schuldner deshalb auf unabsehbare Zeit hinaus als illiquid 

erscheint. Absehbare Veränderungen, die ihm die Tilgung seiner Schulden erlau-

ben würden, sind grundsätzlich zu berücksichtigen; diese müssen jedoch so konk-

ret dargelegt werden, dass insgesamt glaubhaft ist, die gegenwärtigen Zahlungs-

schwierigkeiten seien nur vorübergehender Natur. Auch wenn der Schuldner die 

Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, sondern nur glaubhaft machen muss, so 

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genügen seine Behauptungen allein nicht. Er muss die Angaben durch objektive 

Anhaltspunkte untermauern, so dass das Gericht den Eindruck hat, die Behaup-

tungen seien zutreffend, ohne das Gegenteil ausschliessen zu müssen (vgl. OGer 

ZH PS180150 vom 14. September 2018 E. 2.3). Die Zahlungsfähigkeit des 

Schuldners muss wahrscheinlicher sein als seine Zahlungsunfähigkeit (BGE 132 

III 715 E. 3.1.; BGE 132 III 140 E. 4.1.2; BGer 5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 

2.3). 

3.2 Mit Bezug auf ihre Zahlungsfähigkeit macht die Schuldnerin im Wesentlichen 

geltend, sie habe sämtliche Forderungen mit Ausnahme der Schlussrechnung 

2021 der SVA Zürich getilgt und verfüge zudem über ausreichend liquide Mittel, 

um ihren aktuell noch bestehenden und künftigen finanziellen Verpflichtungen 

nachzukommen (act. 20 Ziff. 3). Insbesondere weise die Zwischenbilanz per 

20. Dezember 2021 bzw. die inzwischen erstellte Bilanz per 31. Dezember 2021 

keine Überschuldung aus. Zudem habe die Schuldnerin als Unternehmen im Be-

reich der Metallbearbeitung bloss minimale Kosten zu tragen (act. 2 III./Ziff. 6).  

3.3 Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. Die Schuldne-

rin hat innert laufender Beschwerdefrist zwei Betreibungsregisterauszüge des Be-

treibungsamtes Andelfingen ins Recht gelegt. Der eine datiert vom 17. Dezember 

2021 (act. 5/8), der andere vom 3. Januar 2022 (act. 21/15). Für die Beurteilung 

der Zahlungsfähigkeit ist auf den aktuelleren Betreibungsregisterauszug vom 

3. Januar 2022 abzustellen, worin insbesondere die während laufender Be-

schwerdefrist bezahlten weiteren Betreibungsforderungen (nebst der Konkursfor-

derung) grösstenteils bereits nachgeführt sind. 

 Dem Betreibungsregisterauszug der Schuldnerin des Betreibungsamtes An-

delfingen vom 3. Januar 2022 (act. 21/15) lässt sich entnehmen, dass gegen die 

Schuldnerin im Zeitraum vom 13. Januar 2017 bis zum 3. Dezember 2021 insge-

samt 32 Betreibungen eingeleitet worden sind (ohne Konkursforderung [Betrei-

bung Nr. 1 vom 16. August 2021, nur noch aus act. 5/8 ersichtlich]). Von diesen 

32 Betreibungen sind gemäss Betreibungsregisterauszug vom 3. Januar 2022 

aber nur noch die folgenden drei Betreibungen offen: 

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Datum Betreibungs-
Nr. 

Gläubigerin Forderung in 
CHF 

Status (Stand per 
3. Januar 2022) 

05.03.2021 2 Sozialversicherungsanstalt 

des Kantons Zürich, 

… Zürich 

312.05 Betreibung eingeleitet 

27.04.2021 3 F._____ AG, … Zürich 1'567.80 Konkursandrohung 

07.09.2021 4 G._____ AG, … Bern 572.35 Konkursandrohung 

 Die Schuldnerin macht geltend, die Betreibungsforderung der Sozialversi-

cherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), … Zürich, über Fr. 312.05 inzwischen 

bezahlt zu haben und reicht als Beleg eine Zahlungsbestätigung der H._____ vom 

20. Dezember 2021 über eine Zahlung an die SVA Zürich, … Zürich, in der Höhe 

von Fr. 362.90 ein (act. 12/9). Zwar ist aus dieser Zahlungsbestätigung keine Be-

treibungsnummer ersichtlich; da es sich bei der Betreibung Nr. 2 vom 5. März 

2021 jedoch am 20. Dezember 2021 um die einzige offene Betreibung der SVA 

Zürich handelte, ist mit der Zahlungsbestätigung der H._____ rechtsgenüglich be-

legt, dass damit die fragliche Betreibungsforderung der SVA Zürich (zuzüglich 

Zinsen und Kosten) vollständig getilgt worden ist. 

 Betreffend die Betreibung Nr. 3 der F._____ AG, … Zürich, vom 27. April 

2021 über Fr. 1'567.80 behauptet und belegt die Schuldnerin ebenfalls die zwi-

schenzeitlich erfolgte Tilgung der Schuld mittels Direktausdruck aus dem E-

Finance der H._____ vom 17. Dezember 2021 über einen einmaligen Zahlungs-

auftrag mit Fälligkeit am 15. Dezember 2021 an die Gläubigerin über einen Betrag 

von Fr. 1'792.95 (act. 5/9). Damit ist auch diese Betreibungsforderung (zuzüglich 

Zinsen und Kosten) inzwischen vollumfänglich getilgt worden. 

 Dasselbe gilt für die dritte aus dem Betreibungsregisterauszug der Schuld-

nerin vom 3. Januar 2022 ersichtliche, noch offene Betreibungsforderung Nr. 4 

der G._____ AG, … Bern, über Fr. 572.35: Nebst einer Zahlungsbestätigung der 

H._____ über eine Bezahlung an die Gläubigerin in der Höhe von Fr. 137.05 am 

20. Dezember 2021 reicht die Schuldnerin diesbezüglich ein E-Mail der Gläubige-

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rin an sie vom 3. Januar 2022 ein, wonach aktuell keine weiteren (offenen) Forde-

rungen gegen die Schuldnerin bestünden bzw. alles bezahlt sei (act. 21/16). 

 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass derzeit keine offenen Betrei-

bungsforderungen gegen die Schuldnerin mehr bestehen. 

3.4 Nebst den laufenden Verbindlichkeiten verfügte die Schuldnerin gemäss 

selbst verfasster und unterschriftlich bestätigter Aufstellung per 2. Januar 2022 

sodann nur noch über einen einzigen offenen Kreditoren, nämlich die SVA Zürich, 

mit einer Forderung im Betrag von Fr. 526.35 für die Schlussrechnung 2021 

(act. 21/14). Weitere offene Schulden der Schuldnerin sind nicht ersichtlich, so-

dass sie aktuell neben den laufenden Verbindlichkeiten einzig diese Forderung 

zeitnah bezahlen können muss. 

3.5 Per 31. Dezember 2021 verfügte die Schuldnerin über Kontoguthaben bei 

der H._____ (Geschäftskonto Nr. 5) in der Höhe von Fr. 6'507.76 (vgl. act. 21/13). 

Wie dieser Saldo genau zustande kam, ist mangels Vorliegens eines detaillierten 

Kontoauszuges mit Bewegungen der letzten Monate nicht nachvollziehbar. Er 

scheint jedoch grösstenteils aus einer Überweisung auf das Geschäftskonto am 

13. Dezember 2021, mithin nach Konkurseröffnung, aus dem Konto mit IBAN 6 zu 

resultieren, deren Auftraggeber aus dem Kontoauszug nicht ersichtlich ist 

(act. 10/10). Die Schuldnerin hat sich zur Herkunft dieser Gutschrift nicht geäus-

sert (vgl. act. 2 und act. 20). Jedenfalls verfügt die Schuldnerin damit aber über 

eine gewisse, wenn auch bescheidene Liquidität. 

3.6 Die im Recht liegende Bilanz- und Erfolgsrechnung der Schuldnerin des 

Jahres 2021 per 31. Dezember 2021, woraus auch die Zahlen der Schuldnerin für 

das Vorjahr 2020 ersichtlich sind, zeichnet jedoch kein positives Bild der Wirt-

schaftlichkeit der Geschäftstätigkeit der Schuldnerin: Sowohl für das vergangene 

Jahr 2021 als auch für das Vorjahr 2020 weist die Schuldnerin darin einen Verlust 

aus. 

 Im Jahr 2021 generierte die Schuldnerin einen betrieblichen Ertrag aus Lie-

ferungen und Leistungen in der Höhe von Fr. 10'506.–, welchem ein Betriebsauf-

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wand (ohne Steuern) in der Höhe von Fr. 20'232.55 gegenüber stand (Aufwand 

für Material, Handelswaren, Dienstleitungen und Energie: Fr. 2'499.05; Personal-

aufwand: Fr. 11'837.10; Übriger betrieblicher Aufwand: Fr. 5'018.90; Finanzauf-

wand und Finanzertrag: Fr. 877.50, vgl. act. 21/17). Insgesamt resultierte damit 

für das Jahr 2021 ein Jahresverlust vor Steuern im Umfang von Fr. 9'726.55 (vgl. 

act. 21/17). Aus der Bilanz per 31. Dezember 2021 sowie aus der separaten, un-

terschriftlich bestätigten Aufstellung der Schuldnerin vom 2. Januar 2022 ergibt 

sich aber immerhin, dass die Schuldnerin zusätzlich über offene Debitoren im Ge-

samtbetrag von Fr. 5'646.– sowie über ein Guthaben bei Kunden aus angefange-

nen, noch nicht fakturierten Arbeiten im Umfang von Fr. 16'000.– verfügt 

(act. 21/17 und act. 21/14). Zudem gibt die Schuldnerin an, derzeit für das erste 

Quartal 2022 Auftragsanfragen im Betrag von insgesamt Fr. 5'600.– zu haben 

(Terrassengeländer für Kunde I._____ im Betrag von Fr. 3'100.–; Diverse Arbei-

ten für Kunde J._____ im Betrag von Fr. 2'500.–; vgl. act. 21/14). Entsprechende 

Werkverträge, Arbeitsrapporte oder Offerten an die genannten Kunden oder der-

gleichen reichte die Schuldnerin zur Untermauerung jedoch nicht ins Recht. 

 Im Jahr 2020 scheint die Schuldnerin nahezu inaktiv gewesen zu sein. So 

generierte sie im Jahr 2020 gemäss Erfolgsrechnung keinerlei Erlös aus Lieferun-

gen und Leistungen. Im Gegenzug ist aber auch nur ein minimaler Betriebsauf-

wand entstanden (insbes. minimaler Personalaufwand [keine Lohnzahlungen er-

folgt], vgl. act. 21/17). Insgesamt resultierte für das Jahr 2020 ein Jahresverlust 

von Fr. 15'065.06 (act. 21/17). Erklärungen seitens der Schuldnerin für diese Um-

stände bzw. ihre finanzielle Lage sucht man in den Eingaben der Schuldnerin 

vergeblich (vgl. act. 2 und act. 20). 

 Festzuhalten ist schliesslich, dass die Schuldnerin – entgegen ihrer Behaup-

tung (act. 2 III./Ziff. 6) – per definitionem sehr wohl überschuldet ist. So weist die 

Bilanz per 31. Dezember 2021 Aktiven im Betrag von lediglich Fr. 36'200.21 aus 

und ein Fremdkapital im Betrag von Fr. 139'722.01. Das Gesellschaftsvermögen 

vermag das Fremdkapital also nicht mehr abzudecken. Anzumerken ist jedoch, 

dass das ausgewiesene Fremdkapital fast ausschliesslich aus "Verbindlichkeiten 

gegenüber Beteiligten", mithin gegenüber Herrn D._____ als einzigem Gesell-

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schafter und Geschäftsführer (act. 6) besteht. Weitere, weder direkt noch indirekt 

an der Schuldnerin beteiligte (Fremd-)Kapitalgeber wie etwa Banken scheint es 

vorliegend nicht zu geben. Das mit der Überschuldung einhergehende Verlustrisi-

ko trägt damit derzeit einzig Herr D._____, welcher für die Schuldnerin die Aufhe-

bung des Konkurses beantragt. Im Ergebnis ist der Schuldnerin deshalb immerhin 

dahingehend zuzustimmen, dass hier keine die Interessen von (unbeteiligten) 

Gläubigern bedrohende Überschuldung im eigentlichen Sinne besteht. 

3.7 Insgesamt zeigt sich damit ein sehr durchzogenes Bild der finanziellen Lage 

der Schuldnerin. Auf der einen Seite weist die Schuldnerin einen relativ umfang-

reichen Betreibungsregisterauszug auf, aus welchem zahlreiche, in den vergan-

genen fünf Jahren gegen sie eingeleitete Betreibungen ersichtlich sind. Zudem 

wurde über die Schuldnerin vor rund vier Jahren schon einmal der Konkurs eröff-

net. Dieser konnte jedoch beschwerdeweise wieder aufgehoben werden. All dies 

zeugt von einer grundsätzlich schlechten Zahlungsmoral. Für die grundsätzliche 

Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin spricht jedoch, dass sie heute über keine offe-

nen Betreibungsforderungen oder sonstige substantielle Schulden mehr verfügt. 

Offen ist aktuell wie gesehen (vgl. vorstehende E. 3.4) einzig eine Forderung der 

SVA Zürich für die Schlussabrechnung 2021 im Betrag von Fr. 526.35 

(act. 21/14). Diese kann die Schuldnerin aus ihrem Bankguthaben von derzeit 

Fr. 6'507.76 ohne Weiteres und jederzeit tilgen. Auf der anderen Seite scheint die 

finanzielle Lage der Schuldnerin anhand der im Recht liegenden Buchhaltungsun-

terlagen (Bilanz- und Erfolgsrechnungen der Jahre 2020 und 2021) kritisch, wenn 

nicht prekär, weist sie darin doch zumindest formell eine Überschuldung aus. Die-

se wiederum kann unter den gegebenen Umständen jedoch nicht ausschlagge-

bendes Kriterium für die Aufhebung des Konkurses sein, da einzig potentiell Ge-

schädigter daraus derzeit der einzige Gesellschafter und Geschäftsführer der 

Schuldnerin ist, welcher für diese um Aufhebung des Konkurses ersucht. Hinzu 

kommt, dass die Schuldnerin glaubhaft darlegen konnte, bei Kunden aus erst 

kürzlich fakturierten Leistungen noch über ein Guthaben in der Höhe von 

Fr. 5'646.– zu verfügen und aktuell für zwei Kunden angefangene Arbeiten im 

Gesamtbetrag von Fr. 16'000.– fortzuführen. Gestützt darauf und unter der An-

nahme, dass es zutrifft, dass die Schuldnerin für das erste Quartal 2022 Auftrags-

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anfragen von zwei Kunden im Betrag von insgesamt Fr. 5'600.– hat, bestehen 

aus heutiger Sicht immerhin konkrete Anhaltspunkte für ein besseres Geschäfts-

ergebnis im Jahr 2022, zumal die Schuldnerin tatsächlich nur über minimale Fix-

kosten verfügt (vgl. act. 21/17; z.B. Raummiete pro Jahr von nur Fr. 2'400.–). Un-

ter den gegebenen Umständen ist schliesslich aktuell eine potentielle Schädigung 

von Gläubigerinteressen bzw. unbeteiligten Dritten nicht ersichtlich, sodass bei 

der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin (noch) kein allzu strenger 

Massstab anzulegen ist. Bei grundsätzlich optimistischer und wohlwollender Be-

trachtungsweise erscheint die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin insgesamt gera-

de noch als glaubhaft bzw. zumindest jedenfalls derzeit als wahrscheinlicher als 

ihre Zahlungsunfähigkeit, und es darf erwartet werden, dass die Schuldnerin ihren 

finanziellen Verbindlichkeiten künftig rechtzeitig nachkommen kann und wird. Die 

Beschwerde ist deshalb gutzuheissen und der über die Schuldnerin eröffnete 

Konkurs aufzuheben. 

 Die Schuldnerin wird hiermit jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass – 

sollte es entgegen der heutigen Einschätzung zu einer erneuten (dritten) Kon-

kurseröffnung kommen – der Massstab in einem weiteren Konkursverfahren 

strenger und die Tatsache der erneuten Konkurseröffnung in einem Beschwerde-

verfahren ein starkes Indiz für eine anhaltende Zahlungsunfähigkeit der Schuldne-

rin wäre.  

III. 
Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Kosten des Verfahrens trägt grundsätzlich die unterliegende Partei, und 

der Klagerückzug gilt nach gesetzlicher Vermutung als Unterliegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Davon kann in begründeten Fällen abgewichen werden, namentlich 

wenn sich eine Partei in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst sah 

(Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO). Zu beachten ist vorliegend, dass der hier erklärte 

Gläubigerverzicht nach Konkurseröffnung nicht als Klagerückzug im Sinne von 

Art. 106 Abs. 1 ZPO verstanden werden kann, da der Konkurs nur deshalb aufge-

hoben werden kann, weil es der Schuldnerin gelungen ist, ihre Zahlungsfähigkeit 

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glaubhafter erscheinen zu lassen als ihre Zahlungsunfähigkeit. Somit kann der Er-

folg der Schuldnerin im vorliegenden Rechtsmittelverfahren nicht als Unterliegen 

der Gläubigerin gewertet werden. Vielmehr rechtfertigt es sich in dieser Konstella-

tion, die Kosten beider Instanzen sowie die beim Konkursamt Feuerthalen durch 

die erstinstanzliche Konkurseröffnung bereits angefallenen Kosten der Schuldne-

rin aufzuerlegen, hat sie doch durch ihr Zahlungsverhalten das Verfahren veran-

lasst. Eine Parteientschädigung ist der Gläubigerin jedoch bereits mangels Antrag 

nicht zuzusprechen. 

2. Die Gerichtskosten können mit den geleisteten Vorschüssen verrechnet 

werden. Die Schuldnerin leistete beim Obergericht einen Kostenvorschuss von 

Fr. 750.–. Die Gläubigerin leistete für das vorinstanzliche Verfahren einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 1'800.–. Da die Schuldnerin die erstinstanzliche Entscheid-

gebühr in der Höhe von Fr. 200.– indes bereits im Urteilszeitpunkt an die Kasse 

der Vorinstanz bezahlt hatte, wurde der von der Gläubigerin geleistete Vorschuss 

durch die Vorinstanz im vollen Umfang von Fr. 1'800.– an das Konkursamt Feuer-

thalen weiterüberwiesen (vgl. act. 7, Dispositivziffern 3–4). Das Konkursamt Feu-

erthalen ist dementsprechend anzuweisen, den nach Abzug seiner Kosten ver-

bleibenden Restbetrag des Vorschusses von Fr. 1'800.– an die Gläubigerin aus-

zuzahlen. Die Schuldnerin ist zu verpflichten, der Gläubigerin die aus deren Vor-

schuss bezogenen Aufwendungen des Konkursamtes Feuerthalen zu ersetzen, 

da diese die Schuldnerin zu tragen hat (vgl. dazu vorstehende E. III./1). 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Konkurs-

gerichtes des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 3. Dezember 2021 (Ge-

schäft Nr. EK210045) aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin und Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleiste-

ten Kostenvorschuss verrechnet. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von 

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Fr. 200.– wird bestätigt und ebenso die Auferlegung derselben zulasten der 

Schuldnerin und Beschwerdeführerin. 

3. Der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin wird keine Parteientschädigung 

zugesprochen. 

4. Das Konkursamt Feuerthalen wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahl-

ten Totalbetrag von Fr. 1'800.– (im vollen Umfang weiter überwiesener Vor-

schuss der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin) der Gläubigerin und Be-

schwerdegegnerin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden 

Restbetrag auszuzahlen. 

Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin wird verpflichtet, der Gläubigerin 

und Beschwerdegegnerin die aus deren Vorschuss in der Höhe von 

Fr. 1'800.– bezogenen Aufwendungen des Konkursamtes Feuerthalen voll-

umfänglich zu ersetzen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin und Beschwerde-

gegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 20, sowie an das Konkursgericht 

des Bezirksgerichtes Andelfingen (unter Rücksendung der erstinstanzlichen 

Akten) und das Konkursamt Feuerthalen, ferner mit besonderer Anzeige an 

das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt 

Andelfingen, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

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Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw R. Schneebeli 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 17. Januar 2022
	Erwägungen:
	I.  Sachverhalt und Prozessgeschichte
	II.  Zur Beschwerde im Einzelnen
	III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 3. Dezember 2021 (Geschäft Nr. EK210045) aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der Schuldnerin und Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 200.– wird bestätigt und...
	3. Der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Das Konkursamt Feuerthalen wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 1'800.– (im vollen Umfang weiter überwiesener Vorschuss der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin) der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin einen nach Abzug sei...
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin und Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von act. 20, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Andelfingen (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursam...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...