# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2317f40-b16c-58e2-8e3e-71e6c21e33b4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2020 200 2020 386
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-386_2020-09-18.pdf

## Full Text

200 20 386 EL
JAP/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 18. September 2020

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 4. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2020, EL/20/386, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1936 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich – nachdem frühere Leistungsgesuche abschlägig beschieden 
worden waren – im Mai 2019 erneut zum Bezug von Ergänzungsleistungen 
(EL) zu seiner Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) an 
(Akten der Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin], Antwortbeilage [AB] 1, 14, 16, 18, 26, 30, 34, 37). Mit Verfügung 
vom 10. Dezember 2019 verneinte die AKB einen Anspruch auf EL von 
1. Mai bis 31. Dezember 2019 sowie von 1. Januar 2020 bis auf weiteres 
(AB 45). Bei der Berechnung ging sie einnahmeseitig unter anderem von 
einem Verzichtsvermögen von Fr. 9'580.-- wegen der Löschung des Wohn-
rechts des Versicherten aus und nahm eine Mietzinsaufteilung (abzüglich 
Anteil Mitbewohnerin in der Höhe von Fr. 5'540.--) vor (AB 43 S. 3, 5, 6). 
Die hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________ (AB 47), wies die AKB mit Entscheid vom 4. Mai 
2020 (AB 49) ab. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 25. Mai 2020 Beschwer-
de und beantragt sinngemäss, es sei auf die einkommensseitige Anrech-
nung des gelöschten Wohnrechts sowie auf die Mietzinsaufteilung zu ver-
zichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2020 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2020, EL/20/386, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1  Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 4. Mai 2020 
(AB 49). Streitig und zu prüfen ist der EL-Anspruch ab Mai 2019 bis 
31. Dezember 2020 und in diesem Zusammenhang einzig, ob bei der EL-
Berechnung das gelöschte Wohnrecht zu berücksichtigen und der Wohn-
mietzins aufzuteilen ist. Die richterliche Beurteilung hat sich praxisgemäss 
auf diese Punkte zu beschränkten, wenn – wie hier – aufgrund der Akten 
kein Anlass besteht, die übrigen unbestritten gebliebenen Punkte in die 
Prüfung miteinzubeziehen (BGE 131 V 329 E. 4 S. 330). 

1.3 Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 57 
Abs. 1 GSOG i.V.m. Art. 91 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessord-
nung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). Wird entsprechend den 
Anträgen des Beschwerdeführers keine Mietzinsaufteilung vorgenommen 
und auf die Anrechnung des Wohnrechts verzichtet, erhöhen sich im Jahr 
2019 die Ausgaben auf Fr. 36'338.-- (Fr. 30'798.-- + Fr. 5'540.-- [AB 45 
S. 5]) und die anrechenbaren Einnahmen reduzieren sich auf Fr. 27'763 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2020, EL/20/386, Seite 4

(Fr. 37'343.-- - Fr. 9'580.-- [AB 45 S. 5]), was zu Mindereinnahmen von 
Fr. 8'575.-- (Fr. 36'338.-- - Fr. 27'763.--) p.a. bzw. für die hier strittigen acht 
Monate (Mai bis Dezember 2019) Fr. 5'717.-- (Fr. 8'575.-- / 12 Monate x 8 
Monate) führt. Im Jahr 2020 erhöhen sich die Ausgaben auf Fr. 36'374.-- 
(Fr. 30'834.-- + Fr. 5'540.-- [AB 45 S. 6]) und die anrechenbaren Einnah-
men sinken auf Fr. 27'763.-- (Fr. 37'343.-- - Fr. 9'580.-- [AB 45 S. 6), wor-
aus sich Mindereinnahmen von Fr. 8'611.-- (Fr. 36'374.-- - Fr. 27'763.--) pro 
2020 ergeben. Insgesamt resultiert für die Anspruchsdauer von Mai 2019 
bis Dezember 2020 ein Streitwert von Fr. 14'328.-- (Fr. 5'717.-- + Fr. 
8'611.--; vgl. auch AB 47 S. 2 Ziff. I Ziff. 2), welcher den massgebenden 
Betrag von Fr. 20'000.-- nicht erreicht, weshalb die Beurteilung der Be-
schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELG; SR 831.30) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnli-
chem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn 
sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der ge-
nannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Ergän-
zungsleistungen bestehen aus der jährlichen EL sowie der Vergütung von 
Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche Er-
gänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausga-
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).

2.2 Als Einnahmen anzurechnen sind die Erwerbseinkünfte, die Ein-
künfte aus Vermögen sowie unter dem Titel Vermögensverzehr ein Fünf-
zehntel, bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinvermö-
gens, soweit es bei Alleinstehenden Fr. 37'500.-- und bei Ehepaaren 
Fr. 60'000.-- übersteigt (Art. 11 Abs. 1 lit. a - c ELG).

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2.3 Als Einkommen anzurechnen sind auch Einkünfte und Vermögens-
werte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Mit dieser 
Regelung, welche die Verhinderung von Missbräuchen bezweckt, soll eine 
einheitliche und gerechte Lösung ermöglicht werden, indem sich die 
schwierige Prüfung der Frage erübrigt, ob beim Verzicht auf Einkommen 
oder Vermögen der Gedanke an eine EL tatsächlich eine Rolle gespielt hat 
oder nicht (BGE 131 V 329 E. 4.4 S. 335, 122 V 394 E. 2 S. 397).

2.4 Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne 
rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte 
oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf be-
stimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge-
brauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr 
zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zu-
mutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2 S. 270; SVR 
2018 EL Nr. 10 S. 26 E. 3.1). Die Tatbestandselemente „ohne rechtliche 
Verpflichtung“ resp. „ohne adäquate Gegenleistung“ sind nicht kumulativ, 
sondern alternativ (BGE 134 I 65 E. 3.2 S. 70 = Pra 2008 S. 562, 131 V 
329; SVR 2012 EL Nr. 4 S. 11 E. 2).

2.5 Zu den anerkannten Ausgaben gehören u.a. der Mietzins einer 
Wohnung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten; wird eine 
Schlussabrechnung für die Nebenkosten erstellt, so ist weder eine Nach- 
noch eine Rückzahlung zu berücksichtigten (Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG).  

2.5.1  Werden Wohnungen oder Einfamilienhäuser auch von Personen 
bewohnt, welche nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, dann ist 
der Mietzins auf die einzelnen Personen aufzuteilen. Die Mietzinsanteile 
der Personen, welche nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, 
werden bei der Berechnung der jährlichen EL ausser Betracht gelassen 
(Art. 16c Abs. 1 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über die Ergän-
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
[ELV; SR 831.301]). Die Aufteilung hat grundsätzlich zu gleichen Teilen zu 
erfolgen (Art. 16c Abs. 2 ELV). Das gemeinsame Wohnen gibt bereits 
grundsätzlich Anlass für eine Mietzinsaufteilung zu gleichen Teilen (Ent-

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scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. Februar 2019, 9C_242/2018, E. 
4.1). 

2.5.2 Wenn die EL-beziehende Person eine Wohnung zusammen mit 
deren Eigentümer bewohnt und zwischen den Parteien ein Mietvertrag be-
steht, ist dieser grundsätzlich zu beachten und der vereinbarte Mietzins ist 
(bis zum zulässigen Maximum nach Art. 10 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 ELG) als 
Ausgabe zu berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass der Mietzins tat-
sächlich bezahlt wird und nicht offensichtlich übersetzt ist. Wenn kein Miet-
zins vereinbart wurde oder bezahlt wird, oder wenn der Mietzins offensicht-
lich übersetzt ist, dann ist vom Mietwert der Wohnung (vgl. Bundesamt für 
Sozialversicherungen [BSV], Wegleitung über die Ergänzungsleistungen 
zur AHV und IV [WEL], gültig ab 1. April 2011, Rz. 3433.02) zuzüglich Ne-
benkostenpauschale in der Höhe von Fr. 1'680.-- (Art. 16a ELV; vgl. 
auch Rz. 3236.02 WEL) auszugehen und diese Summe analog zur Rege-
lung gemäss Art. 16c ELV zu gleichen Teilen auf die einzelnen Personen 
aufzuteilen (Rz. 3231.05 WEL).

2.5.3 Die Bestimmung von Art. 16c ELV erweist sich als eine sachgerech-
te Regelung, die auf einer überzeugenden Auslegung des Gesetzes beruht, 
geht es doch darum, die indirekte Mitfinanzierung von Personen, die nicht 
in die Leistungsberechnung eingeschlossen sind, zu verhindern. Daher ist 
als Grundregel immer dann eine Aufteilung des Gesamtmietzinses vorzu-
nehmen, wenn sich mehrere Personen den gleichen Haushalt teilen (BGE 
141 V 255, E. 3.2).  

3.

3.1 Es ist unbestritten und aufgrund der Akten erstellt, dass der Be-
schwerdeführer auf das ihm zustehende Wohnrecht am Gebäude … zu 
Lasten der Liegenschaft …-Grundbuchblatt (Gbbl.) Nr. … am 21. August 
2012 verzichtete (AB 10 S. 29), worauf dieses im Grundbuch gelöscht wur-
de. Mit Urteil vom 26. April 2018 (VGE EL/2018/222 E. 3.1 f., AB 34) hat 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern erwogen, aufgrund des Ver-
zichts auf das Wohnrecht habe die Verwaltung zu Recht ein hypothetisches 
Einkommen angerechnet. Mit VGE EL/2018/222 (AB 34) liegt zwar keine 

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abgeurteilte Sache (res iudicata) vor. Gemäss Beschluss vom 27. März 
2007 der erweiterten Abteilungskonferenz der Sozialversicherungsrechtli-
chen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige Geschäfte 
(eABK) kann eine rechtskräftig beurteilte Frage in einer neuen Bezugsperi-
ode erneut aufgegriffen und ohne Bindung an frühere Beurteilungen geprüft 
werden (vgl. BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39). Die dortigen Erwä-
gungen sind aber - wie nachfolgend dargelegt wird - auch in Anbetracht der 
neu ins Recht gelegten Unterlagen nach wie vor zutreffend. 

3.2 Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor (vgl. Beschwer-
de), die erfolgte finanzielle Unterstützung durch seine Lebenspartnerin stel-
le eine adäquate Gegenleistung für die Löschung des Wohnrechts dar, 
weshalb kein Einkommensverzicht vorliege. Aus der Vereinbarung vom 
16. Mai 2019 (AB 42) kann er indessen nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
In diesem Zusammenhang kann den Ausführungen im angefochtenen Ein-
spracheentscheid (AB 49 S. 3 Ziff. 2.3) zur Beweismaxime der sogenann-
ten "Aussagen der ersten Stunde" (vgl. BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 
121 V 45 E. 2a S. 47) gefolgt werden. Diese Vereinbarung (AB 42) wurde 
fast sieben Jahre nach der Löschung des Wohnrechts und nach Anrech-
nung eines Verzichtseinkommens bei der EL-Berechnung abgeschlossen, 
weshalb sie nicht geeignet ist zu beweisen, dass eine adäquate Gegenleis-
tung für die Löschung des Wohnrechts vorlag. Die Beschwerdegegnerin 
verweist im Weiteren zu Recht darauf (Beschwerdeantwort S. 4), dass der 
Beschwerdeführer weder in den Einsprachen vom 21. September 2016 (AB 
15) und 16. Januar 2018 (AB 28 S. 1) noch in der Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde vom 16. März 2018 (AB 31) vorgebracht habe, dass eine 
adäquate Gegenleistung für die Löschung des Wohnrechts erfolgt sei. 

3.3 Die vom Beschwerdeführer behaupteten Zahlungen in der Höhe von 
insgesamt Fr. 495'000.-- stehen nicht im Zusammenhang mit der Löschung 
des Wohnrechts an der Liegenschaft ... Gbbl.-Nr. …. 

3.3.1 Die Zahlung über Fr. 207'000.-- wurde am 1. Juni 2016, mithin fast 
vier Jahre nach Löschung des Wohnrechts getätigt (AB 50 S. 4; Beschwer-
debeilage [BB] 1). Sie steht deshalb nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit im Zusammenhang mit der Löschung des Wohnrechts. Zudem be-
urteilt sich das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung zum Zeit-

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punkt des Verzichts (Entscheid des BGer vom 24. August 2011, 
9C_76/2011, E. 5.1).

3.3.2 Die Schuld aus dem Darlehensvertrag vom 15. März 1996 in der 
Höhe von Fr. 100'000.-- ist bereits durch Übernahme des Namenschuld-
briefs durch die Lebenspartnerin des Beschwerdeführers im Zuge ihres 
Erwerbs der Liegenschaft … Gbbl.-Nr. … am 2. Februar 2007 (AB 10 
S. 12, 16) untergegangen (Art. 845 i.V.m. Art. 832 Abs. 2 des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). 

3.3.3 Die Zahlung von Fr. 188'000.-- steht nicht im Zusammenhang mit 
der Löschung des Wohnrechts, sondern im Zusammenhang mit dem aus-
sergerichtlichen Vergleich zwischen der Exfrau des Beschwerdeführers und 
dem Beschwerdeführer Ende 2011 (vgl. AB 50 S. 5 ff., BB 2). Gemäss Aus-
führungen des Beschwerdeführers in seiner Einsprache vom 21. Septem-
ber 2016 (AB 15) führte dieser Vergleich dazu, dass der Entscheid des 
Obergerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2011 nicht umgesetzt werden 
musste (AB 50 S. 10). Die fraglichen Liegenschaften blieben deshalb im 
Eigentum der Lebenspartnerin des Beschwerdeführers. 

3.3.4 Schliesslich hat die Lebenspartnerin des Beschwerdeführers als 
angebliche Gläubigerin in ihren Steuererklärungen die geltend gemachte 
Darlehensforderung nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers nie 
deklariert (AB 42 S. 1 Ziff. 1.2 in fine), was zumindest als Indiz gegen die 
Forderungsverität spricht. 

3.4 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerdegegnerin mangels 
adäquater Gegenleistung zu Recht von einem Einkommensverzicht ausge-
gangen. 

4.

4.1 Unbestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass der Beschwer-
deführer zusammen mit seiner Lebenspartnerin – welche nicht in die EL-
Berechnung eingeschlossen ist (vgl. Art. 9 Abs. 2 ELG) – gemeinsam in 
einer 4.5-Zimmerwohnung in der Liegenschaft der Lebenspartnerin in … 

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wohnt. Die beiden haben am 15. September 2017 einen Mietvertrag abge-
schlossen, wonach ab 1. Oktober 2017 ein Mietzins von Fr. 8'160.-- sowie 
Fr. 1'440.-- Nebenkosten p.a. geschuldet war (AB 23). Ab Januar 2019 
wurde gemäss Mietvertrag vom 12. Januar 2019 für dieselbe Wohnung ein 
Mietzins von Fr. 11'600.-- sowie Fr. 1'600.-- Nebenkosten p.a. vereinbart 
(AB 41), was einer Mietzinserhöhung von knapp 40% entspricht. Wird der 
im 2019 geschuldete Jahresnettomietzins von Fr. 11'600.-- auf die beiden 
Hausbewohner hochgerechnet, resultiert ein Jahresnettomietzins von 
Fr. 23'300.--. Wird dieser dem Mietwert der Liegenschaft gemäss Steuerer-
klärung 2018 der Lebenspartnerin von Fr. 9'400.-- (AB 41 S. 5) gegenüber-
gestellt, ist offensichtlich, dass ein übersetzter Mietzins vorliegt. Im Übrigen 
ist auch augenfällig, dass der Bruttomietzins ohne Begründung just auf das 
Mietzinsmaximum gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 ELG angehoben wur-
de, was nahelegt, dass diese Anpassung von versicherungsrechtlichen 
Überlegungen beeinflusst war. 

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Mietzinserhöhung sei 
erfolgt, um die Mietmindereinnahmen seiner Lebenspartnerin – die WG in 
der Dachwohnung sei aufgelöst worden – zu entschärfen (vgl. Beschwer-
de). Dieses Vorgehen ist entsprechend den Erwägungen der Beschwerde-
gegnerin als missbräuchlich zu beurteilen (Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 16. Februar 2005, 
P 75/02, E. 4.3). 

4.3 Die Beschwerdegegnerin weist zudem zu Recht darauf hin, dass für 
den zu beurteilenden Zeitraum ab 1. Mai 2019 bis auf weiteres keine Unter-
lagen aktenkundig sind, die die effektive Zahlung des jährlichen Mietzinses 
vom Beschwerdeführer an seine Lebenspartnerin belegen (Beschwerde-
antwort S. 5 Ziff. 2.5). In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerde-
führer gemäss Steuererklärung für das Jahr 2018 (AB 39 S. 3) – nebst dem 
bescheidenen Renteneinkommen – ein Vermögen von Fr. 0.00 auswies, ist 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er 
den vertraglich vereinbarten Mietzins tatsächlich entrichtet. 

4.4 Nach dem Dargelegten ist der vereinbarte Mietzins zum einen of-
fensichtlich übersetzt und missbräuchlich und wird zum anderen vom Be-
schwerdeführer überwiegend wahrscheinlich gar nicht bezahlt. Dement-

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sprechend ist eine Kopfteilung des Mietwertes der Liegenschaft vorzuneh-
men (vgl. Rz. 3231.05 WEL). Die Beschwerdegegnerin hat in den EL-
Berechnungen den Mietwert in Höhe von Fr. 9'400.-- (AB 41 S. 5) berück-
sichtigt, eine Nebenkostenpauschale von Fr. 1'680.-- gemäss Art. 16a 
Abs. 3 ELV angerechnet (AB 45 S. 5 f.) und eine Mietzinsaufteilung 
gemäss Art. 16c ELV vorgenommen. Die von der Verwaltung herangezo-
genen Werte sind nicht zu beanstanden.

4.5 Nach dem vorstehend Dargelegten sind die Positionen der EL-
Berechnungen, auf welche sich die Rügen des Beschwerdeführers bezie-
hen, nicht zu beanstanden. Der Einspracheentscheid vom 4. Mai 2020 
(AB 49) hält der gerichtlichen Prüfung stand; die Beschwerde erweist sich 
als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.