# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2600fd50-8349-549c-86bf-2c5e8a2d6d6e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.06.2015 IV 2013/201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-201_2015-06-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/201

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.05.2020

Entscheiddatum: 09.06.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2015
Art. 28 IVG. Beweiswürdigung Gutachten. Beurteilung der Einschränkungen 
im Haushalt. Statusqualifikation der Beschwerdeführerin im Verlauf (vor und 
nach der Geburt des Kindes). Höhe Tabellenlohnabzug. (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juni 2015, IV 
2013/201).

Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2015

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und

Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 9. Juni 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Schmucki, Marktgasse 3, Postfach,

9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ erlitt am 2. Februar 2000 beim Tischabräumen in einem Restaurant einen 

Arbeitsunfall. Sie zog sich dabei eine Verletzung des rechten Handgelenks zu (IV-

act. 3). Am 15. Mai 2000 meldete sie sich zum Bezug von beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen an (Berufsberatung, Umschulung und Arbeitsvermittlung). 

Sie verfüge über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Derzeit absolviere sie eine 

Bürofachschule (Abschluss Juli 2000); bis zum Unfallzeitpunkt habe sie zudem zu 50% 

als Serviceangestellte in einem Café gearbeitet. Sie gab weiter an, diverse Bänder im 

rechten Handgelenk gerissen zu haben und operiert worden zu sein. Es sei noch nicht 

ersichtlich, ob die Operation etwas gebracht habe, da unklar sei, wie viele Bänder 

betroffen seien (IV-act. 2). In der Folge tätigte die IV-Stelle verschiedene Abklärungen in 

medizinischer und beruflicher Hinsicht. Nachdem die Versicherte ab 11. Dezember 

2000 eine Arbeitsstelle im administrativen Bereich bei B.___ AG (IV-act. 11 f. und 18) 

gefunden hatte, schloss die IV-Stelle den Fall mit Verfügung vom 15. Januar 2001 ab 

(IV-act. 15).

A.b  Am 23. Januar 2002 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei 

der IV-Stelle. Die ausgeübte Tätigkeit im Büro (siehe hierzu IV-act. 18) sei anfangs 

ziemlich gut gegangen. Nach und nach hätten sich jedoch wieder Beschwerden 

eingestellt, welche sie zu einer zweiten Handoperation gezwungen hätten. Heute sei es 

ihr unmöglich, weiterhin in einer Tätigkeit zu arbeiten, bei der sie tippen müsse (IV-

act. 16; zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit B.___ AG per 31. Dezember 2001 

siehe IV-act. 18-4). Dr. med. C.___, Arzt Handchirurgie am Thurgauer Kantonsspital, 

berichtete am 19. Februar 2002, die Versicherte leide an invalidisierenden Schmerzen 

am rechten Handgelenk bei Status nach Bandplastik. Es bestehe heute eine bleibende 

Einschränkung von über 50% in ihrer jetzigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin. Für eine 

leidensangepasste Tätigkeit verfüge die Versicherte über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit 

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(IV-act. 19; vgl. auch den Bericht von Dr. C.___ vom 4. März 2003, worin er für 

leidensangepasste Tätigkeiten eine Leistung von "sicher 50%" für realisierbar hielt, IV-

act. 31).

A.c  Im Auftrag des leistungspflichtigen Unfallversicherers wurde die Versicherte am 

20. August 2004 durch Dr. med. D.___, Leitender Arzt Orthopädie/Handchirurgie an der 

Klinik E.___, begutachtet. Im Gutachten vom 30. August 2004 gab Dr. D.___ an, die 

Versicherte leide an Restbeschwerden des rechten Handgelenks (mit: zum Teil 

krampfartigen, zum Teil Dauerschmerzen sowie auch belastungsabhängigen 

Schmerzen des rechten Handgelenks, Bewegungseinschränkung, Kraftverlust der 

rechten dominanten Hand im Seitenvergleich) bei Status nach: Kontusionstrauma mit 

operativer Versorgung einer partiellen lunotriquetralen Bandläsion mittels intrinsischer 

und extrinsischer Kapsel-Bandverstärkung vom 3. März 2000, Denervation des rechten 

Handgelenks vom 17. Juli 2001, Arthroskopie des rechten Handgelenks und Lösen von 

Verwachsungen vom 23. April 2002. Für die Tätigkeit als Serviertochter bescheinigte er 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und für leidensangepasste Tätigkeiten eine 75%ige 

Arbeitsfähigkeit. Als leidensangepasst gab er das Führen einer Spielgruppe, die 

Mitarbeit im Kinderhort oder Kindergarten bzw. sämtliche Supervisionstätigkeiten an, 

die keinen Computereinsatz erfordern (UV-Akten). RAD-Arzt Dr. med. F.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, schloss 

sich der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. D.___ an (Stellungnahme vom 10. Februar 

2005, IV-act. 47). Dr. med. G.___, Konsiliarärztin Handchirurgie am Kantonalen Spital 

Herisau, vertrat im Schreiben vom 16. November 2005 die Auffassung, aktuell sei die 

rechte Hand sicherlich nicht in einem Zustand, in dem eine 75%ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert werden könne. Sie glaube nicht, dass es der Versicherten möglich sein 

werde, eine normale Lehre im KV-Bereich zu absolvieren. Eine Teilzeit-Ausbildung wäre 

aber sicher möglich. Aktuell gehe sie von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit bei manuell 

leicht belastender Arbeit aus (IV-act. 67).

A.d  Die IV-Stelle erteilte am 28. März 2006 Kostengutsprache für die Mehrkosten der 

erstmaligen Ausbildung in Form der berufsbegleitenden Handelsschule für die Dauer 

vom 24. April 2006 bis 30. April 2007 (IV-act. 88; zu den Taggeldverfügungen vom 

17. Mai 2006 und vom 8. Januar 2007 siehe IV-act. 93 und 101). Am 18. April 2007 

gewährte die IV-Stelle Kostengutsprache für die Mehrkosten der erstmaligen 

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beruflichen Ausbildung zur Technischen Kauffrau mit internem Schuldiplom für die 

Dauer vom 16. April 2007 bis 22. März 2008 (IV-act. 120; zu den Taggeldverfügungen 

vom 25. April 2007 und vom 10. Januar 2008 siehe IV-act. 123 und 131). Nachdem die 

Versicherte die beruflichen Massnahmen (erstmalige berufliche Ausbildung zur 

Technischen Kauffrau mit internem Diplom) erfolgreich beendet hatte, wurde die 

Berufsberatung abgeschlossen (Schlussbericht vom 27. März 2008, der den von der 

Berufsberaterin unterstützten Antrag der Versicherten um Übernahme der Kosten für 

den vom 2. bis 30. November 2007 besuchten Vorkurs Rechnungswesen enthielt, IV-

act. 145; zur nachträglichen Kostengutsprache für den Vorkurs siehe Mitteilung vom 

3. April 2008, IV-act. 148; zum erfolgreichen Abschluss der beruflichen Massnahmen 

siehe auch die Mitteilung vom 25. Juli 2008, IV-act. 154). RAD-Arzt Dr. F.___ führte in 

der Stellungnahme vom 14. April 2008 aus, es bestehe nach wie vor eine 75%ige 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (IV-act. 150).

A.e  Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 25. Juli 2008, IV-

act. 156; Einwand vom 26. August 2008 mit dem die Versicherte ein "aussergericht­

liches FMH-Gutachten" vom 8. Februar 2007 einreichte, worin ein ärztlicher 

Behandlungsfehler bejaht wurde, IV-act. 159 f.) verfügte die IV-Stelle am 4. September 

2008 die Abweisung des Rentenbegehrens (IV-act. 162). Dagegen erhob die 

Beschwerdeführerin am 6. Oktober 2008 Beschwerde (IV-act. 172); sie reichte das im 

Auftrag der Haftpflichtversicherung eingeholte Gutachten vom 12. Dezember 2008 und 

den ergotherapeutischen Abklärungsbericht vom 12. Januar 2009 der Universitätsklinik 

für Plastische- und Handchirurgie am Inselspital ein (IV-act. 185). Das 

Versicherungsgericht hiess die Beschwerde teilweise gut und hob die Verfügung vom 

4. September 2008 auf. Die Sache wurde zu weiteren Abklärungen und 

anschliessender neuer Verfügung an die IV-Stelle zurückgewiesen. Das Gericht ging 

davon aus, dass sich der Gesundheitszustand noch vor Erlass der angefochtenen 

Verfügung verschlechtert habe, weshalb die Streitsache noch nicht spruchreif sei 

(Entscheid vom 25. Juni 2010, IV 2008/432, IV-act. 188).

A.f   Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 18. und 20. Oktober 2011 in der 

asim Academy of Swiss Insurance Medicine, Universitätsspital Basel, polydisziplinär 

(internistisch, neurologisch und orthopädisch) begutachtet. Im Gutachten vom 31. 

Dezember 2011 führten die Experten als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

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ein complex regional pain syndrome Grad I/M.Sudeck Handgelenk rechts (ICD-10: 

M89) nach Retinaculumaugmentation zwischen Radius, Lunatum, Triquetrum und 

Scaphoid vom 3. März 2000 wegen lunotriquetraler Bandverletzung (ICD-10: S63.0), 

Status nach Handgelenksdenervation vom 17. Juli 2001; Status nach arthroskopischer 

Adhäsiolyse vom 23. April 2002 mit konsekutiv chronischen Schmerzen und 

Bewegungseinschränkung des Handgelenks auf. Eine Tätigkeit im Service sei der 

Versicherten nicht mehr möglich. Für die Tätigkeit im KV-Bereich bestehe je nach 

Anforderungsprofil eine Einschränkung von 40 bis 50%. Falls es sich um eine Tätigkeit 

mit sehr viel Arbeit am Computer (Tastatur, Maus) handle, sei von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im zuletzt ausgeübten Tätigkeitsbereich, vor allem im 

Unterrichtswesen, mit intermittierender, aber nicht repetitiv und nicht anhaltender 

Belastung des rechten Handgelenks erachteten die asim-Gutachter eine 60%ige 

Arbeitsfähigkeit für möglich. Die Einschränkung begründe sich einerseits mit den 

belastungsabhängigen Schmerzen, anderseits jedoch auch mit der schmerzbedingten 

Störung des Schlafs und der insgesamt verminderten Leistungsfähigkeit. Die attestierte 

Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf ein theoretisches 100%iges Arbeitspensum. Die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung für eine Verweistätigkeit gelte seit Abschluss der 

Umschulungsmassnahmen per März 2008 (IV-act. 202; zum von der asim in Auftrag 

gegebenen Abklärung der Versicherten durch die Klinik für Neurologie des 

Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] siehe den Bericht vom 29. November 2011, worin die 

Ärzte das Leiden als chronisches Schmerzsyndrom der rechten oberen Extremität 

[ICD-10: M79.64] erfassten und ausführten, elektrophysiologisch hätten sich in der 

aktuellen Untersuchung keine Hinweise auf eine der Symptomatik zu Grunde liegende 

Neuropathie gezeigt, IV-act. 202-29 ff.). RAD-Arzt Dr. med. H.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, gab zum asim-Gutachten an, es erfülle alle Anforderungen 

an formale Vollständigkeit. Es sei in der Diskussion differenziert und mache eine klare 

Aussage. Es weise jedoch Mängel auf. Auf dokumentierte Inkonsistenzen werde nicht 

eingegangen. Ein aktueller Befundbericht, der die diagnostische Einschätzung in Frage 

gestellt habe, werde zwar zur Kenntnis genommen, aber unbegründet ausgeklammert. 

Die vom RAD empfohlene psychiatrische Einschätzung wäre angesichts der 

Komplexität des Falls angezeigt gewesen. Die Verschlechterung des 

Gesundheitszustands und die wesentliche Zunahme der Arbeitsunfähigkeit verglichen 

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mit dem Jahr 2004 könnten mit der Diagnose eines CRPS alleine nicht begründet 

werden (Stellungnahme vom 16. Februar 2012, IV-act. 204).

A.g  Anlässlich der am 18. April 2012 im Haushalt der Versicherten durchgeführten 

Abklärung teilte die Versicherte mit, dass sie erst wieder einer Teilerwerbstätigkeit 

nachgehen würde, wenn das ältere Kind (geboren 20__) im Kindergarten und das 

jüngere Kind (geboren 20__) in der Spielgruppe seien. Sie würde im Gesundheitsfall im 

Rahmen eines 20%igen Pensums einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Auf keinen Fall 

würde sie ein grösseres Pensum annehmen, da sie weiterhin selbst die Kinder betreuen 

und auch den Haushalt führen wolle. Obschon die Versicherte danach noch nicht 

teilerwerbstätig gewesen wäre, berücksichtigte die Abklärungsperson "schon jetzt 

aktuell eine Qualifikation als 20% Erwerbstätige und 80% als Hausfrau". Die 

Abklärungsperson ermittelte eine Einschränkung von 4,5% im Haushaltsbereich. Die 

Versicherte weigerte sich (siehe Schreiben vom 11. Mai 2012, IV-act. 212), den 

Abklärungsbericht zu unterzeichnen (Abklärungsbericht vom 30. Mai 2012, IV-act. 213).

A.h  RAD-Arzt Dr. H.___ empfahl, verschiedene Zusatzfragen im Zusammenhang mit 

der Diagnose eines CRPS von den asim-Gutachtern beantworten zu lassen 

(Stellungnahme vom 19. Juni 2012, IV-act. 219; zum Schreiben an die asim vom 

17. Juli 2012 siehe IV-act. 220). Im Antwortschreiben vom 23. Oktober 2012 erklärten 

die neurologischen asim-Experten, da es sich beim CRPS um eine 

Ausschlussdiagnose mit komplexer Symptomatik handle, sei die Latenz der 

Diagnosestellung gut nachvollziehbar. Im Zeitpunkt der Begutachtung seien an klinisch 

objektivierbaren Symptomen eine Asymmetrie im Schwitzen, eine reduzierte 

Beweglichkeit sowie eine Hyperalgesie vorgelegen. Es hätten "keine anderen 

Erklärungen für die Symptomatik erklärende Ursache" vorgelegen. Somit seien die 

Diagnosekriterien eines CRPS Typ I zum Zeitpunkt der Begutachtung gegeben 

gewesen. Da Dr. D.___ die Beschwerden der Versicherten als "Restbeschwerden" 

eingestuft und nicht ICD-10 klassifiziert habe, sei ein konklusiver Vergleich mit dieser 

Beurteilung nicht möglich (IV-act. 223). RAD-Arzt Dr. H.___ legte daraufhin den Verlauf 

der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten wie folgt fest: 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit ab 2. Februar 2000; adaptiert volle Arbeitsfähigkeit ab 4. März 2003 

gemäss "Gutachten Dr. C.___"; 50%ige Arbeitsfähigkeit seit 16. November 2005 

gemäss Gutachten Dr. G.___ (Stellungnahme vom 13. November 2012, IV-act. 224). 

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Ausgehend von einem Status für den Gesundheitsfall von 20% Erwerb und 80% 

Haushalt ermittelte die IV-Stelle einen 4,5%igen Invaliditätsgrad und zeigte der 

Versicherten mit Vorbescheid vom 4. Februar 2013 an, das Rentenbegehren 

abzuweisen (IV-act. 228). Dagegen erhob die Versicherte am 5. März 2013 Einwand (IV-

act. 230). Am 9. April 2013 verfügte die IV-Stelle die Rentenabweisung (IV-act. 231).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 9. April 2013 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 6. Mai 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Die Sache sei an die Vorinstanz zur Festlegung 

eines Invaliditätsgrads von über 50%, eventuell zwischen 40 und 50% zurückzuweisen. 

Eventuell sei ein Invaliditätsgrad von über 50%, subeventuell zwischen 40 und 50% 

festzulegen und die Sache zur Berechnung der Rente an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. Zur Begründung führte sie aus, es sei schon heute für den 

hypothetischen Gesundheitsfall von einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 30% und ab 

Sommer 2014 von 50% auszugehen. Eine Einschränkung im Haushalt von 4,5% sei 

nicht nachvollziehbar. Es könne bestenfalls von einer Einschränkung von (bloss) 60% 

unter Berücksichtigung der Mithilfe des Ehegatten und der eingesetzten Hilfsmittel 

ausgegangen werden, statt 100% parallel zur Servicetätigkeit. Das Arbeitsverhältnis 

mit B.___ AG sei aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst worden. Sie wäre sehr gerne 

bei B.___ AG geblieben, sei doch ihre Beförderung zur Teamleiterin Fakturierung/

Stv. Abteilungsleiterin beschlossene Sache gewesen, wie dem Schreiben B.___ AG 

vom 18. Oktober 2007 entnommen werden könne (siehe hierzu act. G 1.3). Der 

entsprechende Verdienst sei als Valideneinkommen zu berücksichtigen. Es sei ab dem 

Jahr 2005 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

auszugehen. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens rechtfertige sich ein 

Tabellenlohnabzug von 15 bis 20% (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 24. Juli 2013 

die Abweisung der Beschwerde. Eventualiter sei eine weitere polydisziplinäre 

Begutachtung vorzunehmen. Sie vertritt die Auffassung, das Leiden der 

Beschwerdeführerin habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten. Diese Beurteilung stehe auch mit der Beobachtung der 

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Abklärungsperson im Einklang. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens sei der 

LSE-Tabellenlohn des Sektors Gastronomie, Anforderungsniveau 3, heranzuziehen. Der 

Berechnung des Invalideneinkommens sei der LSE-Tabellenlohn des Sektors 

Dienstleistungen, Anforderungsniveau 3, zugrunde zu legen. Die Einschränkungen an 

der rechten dominanten Hand würden einen Tabellenlohnabzug von 15% rechtfertigen. 

Die Einschränkungen im Haushalt hält die Beschwerdegegnerin für minimal (act. G 4).

B.c  In der Replik vom 4. September 2013 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest (act. G 6). Sie reicht ein orthopädisches Gutachten der 

Universitätsklinik Balgrist vom 23. Mai 2013 und ein psychiatrisches Gutachten der 

Psychiatrischen Universitätsklinik I.___ vom 18. März 2013 ein. Beide Gutachten 

wurden vom leistungspflichtigen Unfallversicherer in Auftrag gegeben. Die 

orthopädischen Experten der Universitätsklinik Balgrist erhoben als Diagnose 

chronische Schmerzen mit Beweglichkeitseinschränkung des rechten Handgelenks. 

Aus handchirurgischer Sicht bestehe eine eingeschränkte Beweglichkeit und ein 

Kraftverlust von 30 bis 50% im Vergleich zur Gegenseite. Dass die Beschwerdeführerin 

mit dem rechten Handgelenk in der Faustschlusskraft nach Jamar zwischen 13 und 

15kg schaffe und eine Hantel ab 6kg jedoch nicht für eine Sekunde hochheben könne, 

sei irritierend und nicht nachvollziehbar. Ob ein CRPS vorliege oder ein abgelaufenes 

CRPS vorhanden sei, sei letztlich schwierig zu beurteilen. Für eine optimal 

leidensangepasste Tätigkeit bescheinigten die Gutachter der Universitätsklinik Balgrist 

eine 80%ige Arbeitsfähigkeit; als technische Kauffrau sei die Beschwerdeführerin zu 

50% arbeitsfähig (act. G 6.1). Im psychiatrischen Gutachten berichten die Experten, 

dass keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe erhoben werden 

können (act. G 6.2). Am 3. Oktober 2013 reicht die Beschwerdeführerin den 

Verfügungsentwurf des Unfallversicherers vom 27. September 2013 ein, worin u.a. ab 

1. Oktober 2013 eine 38%ige Invalidenrente in Aussicht gestellt wurde (act. G 8).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat die Frist für eine Duplik unbenützt verstreichen 

lassen (act. G 10).

Erwägungen:

1.

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin. Hinsichtlich der rechtlich relevanten Grundlagen kann auf die 

Erwägungen des Entscheids des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010, 

IV 2008/432, verwiesen werden (IV-act. 188). Zu ergänzen ist Folgendes: Als Invalidität 

gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise Erwerbs­

unfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Die Methode zur Bemessung der konkreten Unmöglichkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a 

Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20): Es ist 

darauf abzustellen, in welchem Mass die betreffende Person behindert ist, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen. Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person 

gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie 

gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG 

regelt die sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Personen, die 

zum Teil erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen 

"gemischten" Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 

Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der 

Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.

2.

In einem ersten Schritt sind die Statusverhältnisse der Beschwerdeführerin für den 

Zeitraum der Wiederanmeldung vom 23. Januar 2002 bis zum Erlass der 

angefochtenen Verfügung vom 9. April 2013 zu bestimmen.

2.1  Für die Zeit bis zur Geburt des ersten Kinds der Beschwerdeführerin (Juni 20__) 

(IV-act. 202-19) ergeben sich aus den Akten oder den Vorbringen der Parteien keine 

Aspekte, die gegen eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit für den Gesundheitsfall - 

wie sie auch dem Entscheid des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010, 

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IV 2008/432, E. 2.1 und E. 4.1 (IV-act. 188) bzw. der damals angefochtenen Verfügung 

vom 4. September 2008 (IV-act. 162) zugrunde gelegt wurde - sprechen.

2.2  Für Zeit nach der Geburt des ersten Kinds (Juni 20__) ist für die Qualifikation 

entscheidend, dass die Beschwerdeführerin im von ihr am 10. April 2012 ausgefüllten 

Fragebogen "zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt" angab, im 

Gesundheitsfall würde sie "frühestens ab wo Kinder in den Kindergarten kommen" ein 

Erwerbspensum von "ca. 30-50%" ausüben (IV-act. 207-2). Anlässlich der Abklärung 

vor Ort habe die Versicherte diese Angabe insoweit bestätigt, dass sie erst wieder einer 

Teilerwerbstätigkeit nachgehen würde, wenn das ältere Kind im Kindergarten und das 

jüngere Kind in der Spielgruppe seien. Dies wäre im Herbst 2013 der Fall (IV-

act. 213-4). Zwar wurde der Abklärungsbericht von der Beschwerdeführerin nicht 

unterzeichnet. Trotzdem bildet die darin enthaltene Ausführung der 

Beschwerdeführerin zur Statusfrage ein weiteres erhebliches Indiz dafür, dass sie 

zumindest bis Herbst 2013 keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre, zumal dieser 

Gesichtspunkt im Schreiben vom 11. Mai 2012 unbeanstandet geblieben war (IV-

act. 212). Damit zu vereinbaren ist auch der bereits anlässlich der Berufsberatung im 

Jahr 2002 skizzierte Lebensplan (im Gesundheitsfall): "In ihrem Lebensplan vor ihrem 

Unfall war zuerst eine Lehre als Serviceangestellte vorgesehen. Anschliessend hätte sie 

einige Jahre gearbeitet und dann sich auf die Familienarbeit mit eigenen Kindern 

konzentriert. Das Hauptgewicht ihrer Zukunftswünsche liegt klar bei Kindern und 

Familie" (Protokoll des Berufsberaters vom 30. Oktober 2002, IV-act. 24-2). Zwar führte 

Beschwerdeführerin anlässlich der asim-Begutachtung vom Oktober 2011 aus, "wenn 

sie gesund wäre, würde sie aber schon heute arbeiten wollen" (IV-act. 202-20) und im 

psychiatrischen Gutachten vom 18. März 2013 sprach sie davon, in der Zeit nach der 

Geburt des zweiten Kinds hätte sie sich nach einer Anstellung mit einem 

Arbeitspensum von 20 bis 25% umgesehen, jedoch keine passende Stelle gefunden 

(act. G 6.2, S. 4). Angesichts der genannten, davon abweichenden Aussagen der 

Beschwerdeführerin u.a. im Zusammenhang mit der spezifischen Statusabklärung (IV-

act. 207-2 und 213-4) und dem Umstand, dass die Kinder der Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt der Begutachtung im Oktober 2011 gerade erst zwei Jahre bzw. ein Jahr alt 

gewesen sind, erscheint die Aufnahme eines Teilerwerbs im Gesundheitsfall - 

zumindest vor Herbst 2013 - nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies gilt umso mehr, 

als die im asim-Gutachten enthaltene Angabe der Beschwerdeführerin keinen Schluss 

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auf ein überwiegend wahrscheinliches Pensum zulässt. Schliesslich stützen sich die 

späteren, wohl von versicherungstechnischen Überlegungen geprägten Erwägungen 

des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin im Einwand vom 5. März 2013, wonach 

sie im Gesundheitsfall im Rahmen eines 30%igen Beschäftigungsgrads einer 

Erwerbstätigkeit nachginge, auf eine mit dem klaren Wortlaut im Fragebogen nicht zu 

vereinbarende Lesart (IV-act. 230-2). Gleiches gilt für die Angabe im psychiatrischen 

Gutachten. Hinzu kommt, dass der Rechtsvertreter nicht näher ausführt, ab wann die 

Beschwerdeführerin die für den Gesundheitsfall behauptete 30%ige Erwerbstätigkeit 

wieder aufgenommen hätte.

3.

Des Weiteren ist für die Zeit, während der die Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige 

zu qualifizieren ist (d.h. bis Juni 20__, E. 2.1), zu prüfen, ob die medizinische Aktenlage 

eine Beantwortung der Frage nach der Restarbeitsfähigkeit erlaubt.

3.1  Das Versicherungsgericht ist im Entscheid vom 25. Juni 2010, IV 2008/432, zum 

Schluss gelangt, das Gutachten von Dr. D.___, worin er für leidensangepasste 

Tätigkeiten eine 75%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigte, sei beweiskräftig (E. 3.1 ff., IV-

act. 188-7 f.). Daran kann festgehalten werden. Demnach ist für die Zeit ab dem 

Unfallereignis vom 2. Februar 2000 bzw. ab Dezember 2001 zunächst von einer 

75%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen (vgl. 

Gutachten S. 5 und 13 f.).

3.2  Aus dem Gutachten des Inselspitals vom 12. Dezember 2008 ergibt sich - worauf 

das Versicherungsgericht bereits im Entscheid vom 25. Juni 2010, IV 2008/432, E. 3.3 

(IV-act. 188-8) hinwies -, dass der Gesundheitszustand bis "zirka" Oktober 2006 stabil 

geblieben ist (IV-act. 185-6). Die Gutachterin des Inselspitals erachtete eine 

Neuevaluation der (von Dr. D.___) bescheinigten 75%igen Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten als notwendig ("muss neu evaluiert werden", IV-

act. 185-8). Da die Beschwerdeführerin im Rahmen der durchgeführten beruflichen 

Massnahmen vom 24. April 2006 bis 22. März 2008 Taggeldleistungen bezogen hat (IV-

act. 93, 101, 123 und 131), die gemäss Art. 43 Abs. 2 IVG einen Rentenanspruch 

ausschliessen, kann offen bleiben, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in 

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diesem Zeitraum über eine Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt 

hat. Gestützt auf das asim-Gutachten vom 31. Dezember 2011 (dem sich der RAD 

letztlich anschloss [siehe Stellungnahmen vom 16. Februar 2012 und vom 

13. November 2012, IV-act. 204 und 224]) ist sodann für die Zeit ab März 2008 davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im KV-Bereich je nach Anforderungsprofil 

an einer Einschränkung von 40 bis 50% leidet. Für vornehmlich Schreibtätigkeiten 

(Arbeit am PC, Tastatur, Maus) bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Für Tätigkeiten 

mehr im Schulungsbereich mit nur intermittierendem Einsatz der rechten Hand bestehe 

eine Arbeitsfähigkeit von 60% (IV-act. 202-26 f.). Es ist daher mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in dem ihr 

aufgrund der beruflichen Massnahmen offenstehenden ideal leidensangepassten 

Tätigkeitsbereich gestützt auf die Einschätzung der asim-Experten über eine 60%ige 

Arbeitsfähigkeit verfügt. Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin in keinem 

technisch-handwerklichen Bereich über eine vertiefte Erfahrung verfügt hat und gerade 

mit Schreibtätigkeiten verbundene kaufmännische Tätigkeiten für das gesundheitliche 

Leiden ungünstig sind, ist im Übrigen nicht leichthin nachzuvollziehen, dass eine 

Umschulung zur Technischen Kauffrau erfolgte.

3.3  Ob gestützt auf das orthopädische Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom 

23. Mai 2013 seit 4. Dezember 2012 (Datum Untersuchung) von einer Verbesserung 

des Gesundheitszustands und von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für optimal 

leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen ist (act. G 6.1, S. 33), kann vorliegend offen 

bleiben, da die Beschwerdeführerin für den Zeitraum ab Juni 2009 (zumindest bis 

Herbst 2013) als vollzeitlich im Haushalt Tätige zu qualifizieren ist (siehe vorstehende 

E. 2.2).

3.4  Das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, dass das Leidensbild überhaupt keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten habe, ist 

unbegründet und steht im Widerspruch zur gesamten medizinischen Aktenlage, die 

sich u.a. auf eingehende klinische Tests stützen. Soweit die Beschwerdegegnerin zur 

Untermauerung ihres Standpunkts auf die RAD-Stellungnahme vom 16. Februar 2012 

verweist (act. G 4, Rz 2), übersieht sie, dass RAD-Arzt Dr. H.___ an den damals 

geäusserten Zweifeln nach der Vornahme weiterer Abklärungen nicht mehr festhielt 

(Stellungnahme vom 13. November 2012, IV-act. 224-2). Daran ändern auch die ins 

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Feld geführten Wahrnehmungen der Abklärungsperson nichts (act. G 4, Rz 2), beruhten 

diese doch nicht auf medizinischem Sachverstand und bestätigten vielmehr eine 

gewisse Schonhaltung. Des Weiteren lassen sich die dort beschriebenen, nicht repetitiv 

über einen längeren Zeitraum abwechslungsweise mit beiden Händen ausgeführten 

Tätigkeiten (Snacks und Trinken verteilen an Kinder) im Wesentlichen mit den 

Ergebnissen der klinischen Kraftuntersuchung der rechten Hand vereinbaren (siehe 

hierzu IV-act. 185-7 und act. G 6.1, S. 25 f.).

4.

Zu prüfen ist sodann die Höhe der Vergleichseinkommen.

4.1  Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die betroffene 

Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde verdienen würde (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 

vom 3. Juli 2008, 8C_767/2007, E. 3). Der Unfall vom 2. Februar 2000 ereignete sich 

"während einer weiteren Phase der Berufsfindung" (IV-act. 14), womit zu diesem 

Zeitpunkt noch keine genau festgelegten Berufspläne vorhanden waren. Daran ändert 

nichts, dass die Beschwerdeführerin ursprünglich eine Tätigkeit im Gastgewerbe 

anvisierte; die Lehre als Hotelfachassistentin brach sie 1999 aus invaliditätsfremden 

Gründen ab (vgl. act. G 6.2, S. 3). Danach hat die Beschwerdeführerin eine einjährige 

Bürofachschule im Juli 2000 erfolgreich abgeschlossen (IV-act. 2-4, 8 und 14-1). Im 

Fragebogen vom 10. April 2012 gab die Versicherte an, sie würde ohne Behinderung im 

"Büro, Immobilienbereich, Telefon, Schule" arbeiten (IV-act. 207-2). Anlässlich der 

Abklärung vom 18. April 2012 erklärte die Beschwerdeführerin, ohne Behinderung 

würde sie in einem Büro arbeiten gehen. Am ehesten könne sie sich eine Tätigkeit bei 

einem Architekten oder einer Immobilienfirma vorstellen (IV-act. 213-4). Unter diesen 

Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 

Erwerbsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 7 Abs. 1 ATSG im 

Dienstleistungssektor, Anforderungsniveau 3, liegen. Diese Sichtweise wird durch die in 

den Jahren 2000 und 2001 ausgeübte Tätigkeit im administrativen Bereich bei B.___ 

AG (IV-act. 11 f. und 18), den in diesem Zusammenhang angebotenen beruflichen 

Aufstieg (act. G 1.3) und die im Dienstleistungssektor durchgeführten beruflichen 

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Massnahmen bekräftigt (siehe etwa den Schlussbericht der Berufsberatung vom 

27. März 2008, IV-act. 145).

4.2  Was die Höhe des Invalideneinkommens anbelangt, so ist zwischen den Parteien 

im Beschwerdeverfahren unbestritten geblieben (vgl. act. G 1 und G 6; auch in act. G 8 

bringt die Beschwerdeführerin keine substanziierte Kritik dagegen vor), dass als 

Grundlage der Tabellenlohn des Sektors Dienstleistungen, Anforderungsniveau 3, 

heranzuziehen ist (vgl. die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in act. 

G 4, Rz 4). Dies ist angesichts der durchgeführten beruflichen Massnahmen und der 

einschlägigen Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2008, 

9C_231/2008, E. 3.3) nicht zu beanstanden. In derartigen Fällen, wo zur Bestimmung 

des Validen- und Invalideneinkommens dieselbe Vergleichsgrösse herangezogen wird, 

kann ein sogenannter Prozentvergleich vorgenommen werden. Diesfalls entspricht der 

Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges 

vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit 

Hinweis). Zu klären ist damit lediglich noch die Frage der Höhe des 

Tabellenlohnabzugs.

4.3  Die Beschwerdegegnerin hielt in der Beschwerdeantwort einen Tabellenlohnabzug 

von 15% wegen der Einschränkung der rechten Hand für gerechtfertigt (act. G 4, Rz 4). 

Die Beschwerdeführerin erachtet einen Abzug von 15 bis 20% als angemessen (act. 

G 1, Rz 7).

4.3.1      Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

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4.3.2      Das Bundesgericht hat einen Abzug wegen Teilzeitarbeit bei Frauen verneint. 

Die davon abweichende, von der Beschwerdeführerin angeführte Lehrmeinung (Philipp 

Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers, JaSo 2012, S. 147 f.) 

hat es verworfen (Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 2012, 9C_315/2012, 

E. 3.2.3). Eine zu erwartende erhöhte krankheitsbedingte Absenz wird weder näher 

begründet noch findet sie in den Akten eine Stütze (vgl. zur stabilen Situation act. 

G 6.1, S. 32). Der erhöhte Pausenbedarf ist bereits bei der Umschreibung der 

Arbeitsfähigkeit berücksichtigt (die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der asim-Experten 

wurde auf ein 100%iges Arbeitspensum bezogen, IV-act. 202-26; vgl. auch die 

Ausführungen im Entscheid des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010, 

IV 2008/432, E. 3.2, IV-act. 188-7 f.).

4.3.3      Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ist davon 

auszugehen, dass im Sektor Dienstleistungen eine Vielzahl von Stellen für Personen mit 

erheblichen Einschränkungen der dominanten Hand enthalten ist. Die 

Beschwerdeführerin ist zur kaufmännischen Sachbearbeitung befähigt und in ihren 

Kommunikationsfunktionen nicht eingeschränkt (zu den guten kommunikativen 

Fähigkeiten der Beschwerdeführerin siehe IV-act. 145-1). Sie ist ferner mit einer 

Einhandtastatur vertraut (IV-act. 145-1; im Übrigen sind ihr kurzzeitige 

Computerarbeiten wie Eingabeabfrage usw. auch mit der rechten Hand möglich, IV-

act. 202-22) und es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sie bei der Bedienung 

der Maus mit der linken Hand eingeschränkt ist.

4.3.4      Im Licht der genannten Verhältnisse kommt ein Tabellenlohnabzug von - wenn 

überhaupt - höchstens 15% in Frage. Ob der von der Beschwerdegegnerin 

zugestandene Abzug von 15% zu reduzieren ist, kann vorliegend mangels 

Rentenrelevanz offen bleiben.

4.4  Für die Zeit vor den von Taggeldleistungen begleiteten beruflichen Massnahmen 

ist gestützt auf das Gutachten von Dr. D.___ von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen, womit ohne Tabellenlohnabzug ein 25%iger Invaliditätsgrad und bei 

einem 15%igen Tabellenlohnabzug ein 36%iger Invaliditätsgrad (25% + [75% x 15%]) 

resultieren. Ab März 2008 bescheinigten die asim-Experten für ideal leidensangepasste 

Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich eine 60%ige Arbeitsfähigkeit. Gestützt auf 

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diese Einschätzung ergeben sich ohne Tabellenlohnabzug ein Invaliditätsgrad von 40% 

und mit einem Tabellenlohnabzug von 15% ein 49%iger Invaliditätsgrad (40% + [60% 

x 15%]).

5.

Zwischen den Parteien umstritten ist des Weiteren die Höhe der Einschränkungen im 

Haushaltsbereich.

5.1  Im Abklärungsbericht vom 30. Mai 2012 ermittelte die Beschwerdegegnerin 

gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin - welche diese bestreitet (IV-

act. 212) - und unter Berücksichtigung der zumutbaren Mithilfe der 

Familienangehörigen eine Beeinträchtigung von 4,5%. Allerdings erfolgte diese 

Beurteilung unter dem Vorbehalt weiterer medizinischer Abklärungen ("Eine 

abschliessende Stellungnahme kann nicht erstellt werden, weitere medizinische 

Abklärungen sind angezeigt", IV-act. 213-1 ff., insbesondere -10 f.). Die weiteren vom 

RAD bei den asim-Experten eingeholten Auskünfte (IV-act. 223) ergaben indessen im 

Vergleich zur im Zeitpunkt der Abklärung vor Ort berücksichtigten medizinischen 

Aktenlage (das asim-Gutachten wurde fälschlicherweise als "ABI"-Gutachten 

angegeben, IV-act. 213-1) keine abweichenden Erkenntnisse, weshalb dem Vorbehalt 

lediglich geringfügige Bedeutung zukommt.

5.2  Aus den Akten ergeben sich darüber hinaus verschiedene Anhaltspunkte für die im 

Haushaltsbereich verbliebene Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin: Die 

Beschwerdeführerin vermag ihre Kinder beidhändig aus dem Auto zu nehmen, in den 

Kindersitz oder einen Einkaufswagen zu setzen. Ihre Kinder trägt sie mit der linken 

Hand (act. G 6.1, S. 14 und S. 35). Einmaliges beidhändiges Tragen von einem 

Sechserpack Petflaschen (6 mal 1,5 Liter) aus dem Einkaufswagen in den Kofferraum 

des Autos ist ihr möglich (act. G 6.1, S. 35). Das Heben einer Einkaufstasche mit 

mehreren Kilo Gewicht ("mit diversen Litern Milch") in einer Position, in der das 

Handgelenk am wenigsten beansprucht wird, ist der Beschwerdeführerin aus 

medizinischer Sicht zumutbar (act. G 6.1, S. 35). Beim Hantieren mit diversen leichten 

Gegenständen sollte es möglich sein, die rechte Hand als Hilfshand einzusetzen. Die 

Experten der Universitätsklinik legten die Kilogrammeinschränkung auf 5kg (mit einer 

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Hand) und bis 10kg (beidhändig) fest (act. G 6.1, S. 37). Leichte Arbeiten über Lenden-/

Brust-/Kopfhöhe - ohne feinmotorische Tätigkeit - ist für wenige Zeit möglich, da die 

Beschwerdeführerin keine Probleme mit der Schulter oder dem Ellbogen habe (act. 

G 6.1, S. 37). Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin sind der Haushalt und die 

Kinderbetreuung machbar, aber teilweise erschwert und eingeschränkt. Die 

Unterstützung durch eine Putzfrau beschränkt sich auf wöchentlich zwei Stunden (IV-

act. 202-17; "zur Erledigung der gröbsten Dinge", IV-act. 202-44). Zu berücksichtigen 

ist sodann, dass die Beschwerdeführerin diverse Hilfsmittel für die Erledigung der 

Haushaltsarbeiten angeschafft hat (elektrischer Dosenöffner, eine knetende 

Küchenmaschine, eine Raffelmaschine, eine Hilfe für Flaschenöffner sowie einen 

speziellen Bodenwischer, bei welchem die Hände zum Auswinden nicht gebraucht 

werden, IV-act. 212-2). Im Haushalt hat sie sich - nach eigenen Angaben - "komplett 

angepasst" und führe "sehr viele Dinge" links durch (zum Beispiel schwere Taschen 

heben und Staubsaugen, IV-act. 185-6 und 185-21). Die Beschwerdeführerin ist in der 

Lage, regelmässig Auto zu fahren (mit Automatikgetriebe, IV-act. 202-36), was 

hinsichtlich sicherer Lenkung und Signalgabe (Blinker) zumindest Teileinsätze durch die 

rechte Hand erfordert.

5.3  Die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Leistungsfähigkeit sind durch 

geeignete organisatorische Massnahmen - und im Rahmen der Verhältnismässigkeit 

durch die Mithilfe der Familienangehörigen (namentlich des Ehegatten) - gemäss 

Rechtsprechung des Bundesgerichts möglichst zu mildern (vgl. BGE 133 V 504). Im 

eigenen Haushalt ist sodann mehr Spielraum vorhanden für eine den gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen Rechnung tragende Einteilung der Arbeit und von Pausen. Deshalb 

und in Anbetracht der dargestellten Restleistungsfähigkeit (siehe vorstehende E. 5.2) 

kann gestützt auf die - zwar mit Vorbehalt versehenen, indessen trotzdem 

indizbildenden - Feststellungen der Abklärungsperson (etwa, dass die 

Beschwerdeführerin mehrmals angegeben habe, sie "mache praktisch alles selber, ich 

brauche einfach mehr Zeit. Schwere Dinge tragen, das macht mein Ehemann", IV-

act. 213-8; vgl. auch zu den geltend gemachten Einschränkungen IV-act. 213-9 f.) 

davon ausgegangen werden, dass im Haushaltsbereich keine über 20% liegende 

Beeinträchtigung besteht. Damit ist zu vereinbaren, dass das Leiden im Wesentlichen 

Einschränkungen bei Manipulationen mit schweren Gewichten, andererseits repetitive 

Belastungen des rechten Handgelenks (manuell repetitiv, vermehrte Anforderungen an 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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die Feinmotorik, Halte- und Bewegungsarbeiten usw.) ausschliesst (IV-act. 202-26). Im 

Übrigen kann die rechte Hand als Hilfshand eingesetzt werden und es gebe auch "gute 

Tage", an denen sie keine Mühe habe (rechts) feinmotorische Tätigkeiten auszuführen 

(IV-act. 185-21; eingehend zur verbliebenen Leistungskraft der rechten Hand siehe den 

ergotherapeutischen Abklärungsbericht vom 12. Januar 2009, IV-act. 185-21 ff.; zum 

gelegentlichen Brustschwimmen siehe IV-act. 185-5; vgl. auch den Bericht von 

Dr. G.___, die für manuell leicht belastende Arbeit [mit der rechten Hand] von einer 

50%igen Arbeitsfähigkeit ausging, IV-act. 67). Vor diesem Hintergrund kann von 

weiteren Abklärungen abgesehen werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Juli 2008, 9C_13/2008, E. 5.1).

6.

Für die Zeit bis März 2008 hat die Beschwerdeführerin mangels rentenbegründenden 

Invaliditätsgrads (vgl. vorstehende E. 4.4) bzw. wegen Bezugs von Taggeldleistungen 

(vgl. vorstehende E. 3.2) keinen Anspruch auf Rentenleistungen. Von März 2008 bis 

Juni 20__ (Geburt erstes Kind; danach ist die Beschwerdeführerin als voll im Haushalt 

Tätige zu qualifizieren, vgl. vorstehende E. 2.2) beträgt der Invaliditätsgrad mindestens 

40% und höchstens 49% (vgl. vorstehende E. 4.4). Zu beachten ist hinsichtlich des 

Beginns des Rentenanspruchs, dass die Beschwerdeführerin im Zeitraum vom 24. April 

2006 bis 22. März 2008 (IV-act. 93, 101, 123 und 131) Taggeldleistungen bezogen hat 

und ein Rentenanspruch nicht entsteht, solange die versicherte Person ein Taggeld 

nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG). Da eine Rente in Abweichung 

von Art. 19 Abs. 3 ATSG auch für denjenigen Monat ausgerichtet wird, in dem der 

Taggeldanspruch endet (Art. 47 Abs. 2 Satz 1 IVG; das Taggeld wird gemäss Art. 47 

Abs. 2 Satz 2 IVG in diesem Monat um einen Dreissigstel des Rentenbetrags gekürzt), 

ist der Beschwerdeführerin ab 1. März 2008 eine Viertelsrente zuzusprechen. In 

Nachachtung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV endet der Anspruch auf eine 

halbe Rente am 30. September 2009. Der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass 

selbst wenn - wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht (act. G 1, Rz 2) - für 

die Zeit nach der Geburt des ersten Kinds eine 30%ige Erwerbstätigkeit für den 

Gesundheitsfall und ein Invaliditätsgrad von 50% im Erwerbsbereich berücksichtigt 

würden, kein rentenbegründender Gesamtinvaliditätsgrad resultierte (wobei zu 

beachten wäre, dass die Beschwerdeführerin auf eine ganztägige Präsenz angewiesen 

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ist: siehe Gutachten Dr. D.___, S. 13, UV-act. ["über einen längeren Zeitraum {Tag} 

verteilt"], die Ausführungen des Versicherungsgerichts in IV-act. 188-8, E. 3.2, und der 

asim Experten [Die attestierte Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf ein theoretisches 

100%iges Arbeitspensum], IV-act. 202-26; zu den Auswirkungen für die gemischte 

Methode siehe Urteil des Bundesgerichts vom 20. Dezember 2013, 8C_428/2013, 

E. 4.3.1 f.). Bei einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich 15% (50% x 0,3) und 

einem Teilinvaliditätsgrad im Haushalt von höchstens 14% (20% x 0,7) ergibt sich ein 

Gesamtinvaliditätsgrad von 29%.

7.

7.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung insoweit 

aufzuheben, als der Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. März 2008 bis 

30. September 2009 eine Viertelsrente zuzusprechen ist. Die Sache ist zur Festsetzung 

der Rentenhöhe und Ausrichtung der Leistung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

7.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Da die Beschwerde lediglich teilweise betreffend einen 

rückwirkenden befristeten Rentenanspruch gutgeheissen wird, ist von einem Obsiegen 

der Beschwerdeführerin von einem Fünftel auszugehen. Eine Gerichtsgebühr von 

Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. 

Dem teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlt die Beschwerdegegnerin einen Anteil 

von Fr. 120.-- und die Beschwerdeführerin von Fr. 480.-- an der Gerichtsgebühr. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin im Umfang von 

Fr. 480.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 120.-- zurückzuerstatten.

7.3  Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt, hat sie einen reduzierten Anspruch 

auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, 

wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu 

tragen ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von pauschal 

Fr. 3'500.-angemessen. Entsprechend dem Obsiegen erscheint eine 

bis

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Parteientschädigung von Fr. 700.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin hat die Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin somit mit Fr. 700.-- zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.    In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung 

insoweit aufgehoben, als der Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. März 2008 bis 

30. September 2009 eine Viertelsrente zugesprochen wird. Die Sache wird zur 

Festsetzung der Rentenhöhe und Ausrichtung der Leistung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.    An die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlt die Beschwerdegegnerin einen Anteil 

von Fr. 120.-- und die Beschwerdeführerin von Fr. 480.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin im Umfang von Fr. 480.-- 

daran angerechnet und im Umfang von Fr. 120.-- zurückerstattet.

3.    Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 700.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2015
	Art. 28 IVG. Beweiswürdigung Gutachten. Beurteilung der Einschränkungen im Haushalt. Statusqualifikation der Beschwerdeführerin im Verlauf (vor und nach der Geburt des Kindes). Höhe Tabellenlohnabzug. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juni 2015, IV 2013/201).

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