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**Case Identifier:** 0b01b8e5-cc60-5b65-950d-6072ac0ebf45
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.08.2018 200 2017 945
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-945_2018-08-07.pdf

## Full Text

200 17 945 IV
LOU/ABE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 7. August 2018

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 27. April 2006 erstmals wegen Diskushernien zum Bezug 
von Leistungen der Invalidenversicherung an (Antwortbeilage [AB] 2). Die 
damals zuständige IV-Stelle Solothurn (IVS) übernahm die Kosten für ein 
halbjähriges Arbeitstraining als ... (AB 17, 20, 22, 24, 26) und gewährte 
anschliessend ein Aufbautraining (AB 38). Am 30. September 2008 wurden 
die Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen (AB 43).

Am 16. Dezember 2013 meldete sich der Versicherte erneut für berufliche 
Integrationsmassnahme bzw. für eine Rente an (AB 46). Die nunmehr zu-
ständige IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) holte die Akten der 
B.________ ein (AB 52 f.) und tätigte weitere Abklärungen in medizinischer 
und erwerblicher Hinsicht. Nachdem sie das Dossier ihrem Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme unterbreitet hatte (AB 78) und 
der Versicherte zu einem von der IVB veranlassten Vorstellungsgespräch 
(vgl. AB 80) alkoholisiert erschienen war (vgl. AB 82), forderte ihn die IVB 
mit Schreiben vom 9. Dezember 2014 (AB 81) auf, seiner Schadenminde-
rungspflicht nachzukommen bzw. einen Alkohol- und Cannabisentzug ein-
zuleiten und eine mindestens 6-monatige Abstinenz nachzuweisen.

Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 24. März 2015 (AB 85) ver-
neinte die IVB einen Rentenanspruch (Invaliditätsgrad: 10%).

Am 7. Juli 2017 (AB 86) meldete sich der Versicherte wiederum für berufli-
che Eingliederungsmassnahmen bzw. für eine Rente an. Nachdem die IVB 
ihm mit Vorbescheid 13. Juli 2017 (AB 91) in Aussicht gestellt hatte, man-
gels veränderter Situation nicht auf das neue Leistungsbegehren einzutre-
ten, reichte der Versicherte weitere Arztberichte ein (AB 98). Daraufhin 
holte die IVB erneut eine Stellungnahme des RAD ein (AB 102) und verfüg-
te am 26. September 2017 (AB 103) wie angekündigt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. Oktober 2017 Be-
schwerde. Er beantragt, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung zu verpflichten, auf die Neuanmeldung einzutre-
ten und den Leistungsanspruch zu prüfen. Ausserdem wird die unentgeltli-
che Rechtspflege im Sinne der Befreiung von Verfahrenskosten beantragt.

Mit Beschwerdeantwort vom 29. November 2017 beantragt die Beschwer-
degegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde unter anteilsmässi-
ger Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Eingliederungsmassnahmen 
würden wieder an die Hand genommen. Hinsichtlich der Rentenleistungen 
sei die Beschwerde jedoch unbegründet und abzuweisen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Dezember 2017 hiess der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betreffend die Ver-
fahrenskosten in Bezug auf den noch streitigen Rentenanspruch gut; in 
Bezug auf die Eingliederungsmassnahmen sei das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege wegen Obsiegens gegenstandslos geworden. Der Be-
schwerdeführer erhielt Gelegenheit, die Beschwerde hinsichtlich des noch 
streitigen Rentenanspruchs zurückzuziehen oder eine weitere Stellung-
nahme einzureichen.

Am 19. Dezember 2017 ging eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers 
ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. September 2017 
(AB 103). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die 
Neuanmeldung vom 7. Juli 2017 (AB 86) zu Recht nicht eingetreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen (Art. 
57 Abs. 2 lit. c GSOG) sowie all jene Geschäfte, bei denen die Parteien 
übereinstimmend Gutheissung beantragen (Art. 57 Abs. 4 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 und 
3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Dies gilt analog, wenn nach vorausgegangener rechts-
kräftiger Ablehnung erneut Eingliederungsmassnahmen beantragt werden 

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(BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Erheblich ist eine 
Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch 
auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV 
Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass 
sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be-
gründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Renten-
gesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei hat sie unter anderem zu berück-
sichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit 
zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder 
weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beur-
teilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu respektieren hat. 
Die Behandlung der Eintretensfrage ist vom Gericht deshalb nur zu über-
prüfen, wenn das Eintreten streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer eine erhebliche Änderung des 
Sachverhalts, die geeignet ist, seinen Anspruch auf Leistungen der Invali-
denversicherung zu beeinflussen, in zureichender Weise glaubhaft ge-
macht hat. Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
Leistungsablehnung vom 24. März 2015 (AB 85) mit demjenigen im Zeit-
punkt der angefochtenen Nichteintretensverfügung (vgl. E. 2 hiervor)

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3.1 Der Verfügung vom 24. März 2015 (AB 85) lagen im Wesentlichen 
folgende Einschätzungen zugrunde:

3.1.1 Dr. med. C.________, Praktischer Arzt, erwähnte im Bericht vom 
18. September 2006 (AB 11/5) Folgendes:

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

Diskushernie L5/S1 (bestehend seit 2000)

Rezidivhernie L5/S1 rechts (2004)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

Polytoxikomanie mit Heroinsucht (…-…)

Akute Psychose bzw. Schizophrenie (drogeninduziert; 2000)

Von … bis … sei der Patient drogenabhängig gewesen; es seien mehrere 
Therapien durchgeführt worden, bis er den Ausstieg aus den
harten Drogen geschafft habe. Im Jahr 2000 seien erstmals Rücken-
schmerzen aufgetreten. Trotz der Operation sei es immer wieder zu Rü-
ckenschmerzen und lschialgien gekommen, die jeweils Arbeitsunterbrüche 
erfordert hätten. Im Jahr 2004 sei ein Hernienrezidiv operiert worden. In der 
Folge sei jedoch nie eine Schmerzfreiheit erreicht worden. Es beständen 
chronische Rückenschmerzen und rezidivierende Lumboischialgien. 

3.1.2 Im Arztbericht vom 7. Januar 2014 vom Zentrum D.________ (AB 
55/2) wurden folgende Diagnosen genannt:

Schmerzen L5 links mit/bei:

• grosser, nach kaudal sequestrierter Diskushernie L4/5 links

• St. n. Rückenoperation auf Höhe L5/S1 (2003)

• St. n. Rückenoperation wahrscheinlich L4/5 und L5/S1 (2005)

• St. n. zweimaliger Infiltration postoperativ

• St. n. epiduraler Infiltration L4/5 links und foraminaler Infiltration L5 links 

(18.11.2013)

• DD Piriformis-Syndrom linksseitig bei schmerzhaftem Schnappen in der 

Hüfte links

Zusätzlich zu den Rückenschmerzen beständen Sensibilitätsminderungen 
im Bereich des linken Unterschenkels und Fusses sowie Dysästhesien im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 7

Oberschenkelbereich. Bei Beugung und forcierter Innenrotation könne ein 
Schnappen in der linken Leiste getastet werden; in der Folge träten Kribbel-
parästhesien auf. Gegenwärtig werde Physiotherapie durchgeführt. Bis 
zum 31. Januar 2014 bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit.

3.1.3 Im zuhanden der B.________ erstellten Bericht vom 17. April 2014 
(AB 67/3) führte Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, aus, es 
beständen langjährige Rückenprobleme, weswegen bereits mehrere Ope-
rationen durchgeführt worden seien. Beklagt würden nach wie vor Schmer-
zen im unteren Lendenwirbelsäulenbereich, nunmehr aber ohne radikuläre 
Symptomatik. Weiter sei eine allgemeine Muskelschwäche der langen Rü-
ckenmuskulatur sowie der Muskulatur der unteren Extremitäten festzustel-
len. Die geklagten Beschwerden seien objektivierbar. In der bisherigen 
Tätigkeit bestehe bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Der 
Explorand sei eingeschränkt für längeres Gehen und Stehen, für Verrich-
tungen in gebeugter Stellung, Treppen- und Leiternsteigen und für Tragen 
und Heben von Lasten. Nach einem Muskelaufbau seien die Arbeitsmög-
lichkeiten abzuklären. Zumutbar seien einfache, vorwiegend sitzende Ar-
beiten mit einem maximalen Pensum von ca. 50% ab Mai 2014.

3.1.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Orthopädie, 
nannte am 26. September 2014 (AB 78) folgende Diagnosen: St. n. mikro-
chirurgischer Re-Sequestrektomie L5/S1 links sowie Revision L4/5 links 
vom 11. Februar 2014 (bei Radikulopathie L5 links bei grosser Rezidivher-
nie L4/5 links und Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1 mit Instabilität 
L4/5). In der angestammten Tätigkeit in der ...branche und allen anderen 
körperlich schweren Berufen bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer 
angepassten, d.h. wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen 
von (mittel-)schweren Lasten, ohne Zwangshaltungen wie häufiges Bü-
cken, Knien oder Kauern, ohne Zugluft, Kälte und Nässe, ohne vorwiegen-
de Überkopfarbeit, ohne absturzgefährdetes Arbeiten und Steigen auf 
Gerüsten, Leitern und Dächern, ohne permanenten Handeinsatz über 
Brusthöhe und ohne repetitive Rumpfrotation im Sitzen/Stehen könne ab 
dem 1. August 2014 von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen 
werden. Sinnvoll seien eine Fortsetzung des stabilisierenden Muskeltrai-
nings sowie der Einsatz stützender Lumbalbandagen.

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3.2 Für die Zeit bis zur angefochtenen Nichteintretensverfügung vom 
26. September 2017 (AB 103) lassen sich den Akten im Wesentlichen die 
folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
bestätigte im Zeugnis vom 14. Juni 2017 (AB 89/3), dass der Beschwerde-
führer während fünf Monaten regelmässig zur CDT-Bestimmung erschie-
nen sei. Die Laborwerte würden beweisen, dass er in dieser Zeit 
alkoholabstinent gelebt habe. Ausserdem nehme er am „bewilligten Can-
nabistherapieprogramm des BAG“ teil.

3.2.2 Im Bericht des Zentrum D.________ vom 3. Juli 2017 (AB 89/1) 
wurde dargelegt, der Patient sei deutlich schmerzgeplagt, habe ein leichtes 
Schonhinken und eine vornübergebeugte detonisierte Haltung. Tieflumbal 
und auch im Nackenbereich bestehe ein ausgeprägter paravertebraler 
Hartspann. Es liege ein chronisches, wahrscheinlich bereits chronifiziertes 
lumboradikuläres Schmerzsyndrom vor, lumbal links mehr als rechts, bei 
zweietagerer Osteochondrose mit vor allem foraminaler Enge der L5-
Wurzel beidseits, und andererseits bestehe ein Status nach mehrfachen 
Diskushernieneingriffen. Des Weiteren bestehe eine chronische Zerviko-
brachialgie links, bei Segmentdegeneration HWK6/7 mit foraminaler Enge 
linksseitig. Im Grossen und Ganzen sei die Schmerzsituation im Vergleich 
wie vor acht Monaten. Empfohlen werde ein Fortführen der physiothera-
peutischen Massnahmen und die Analgesie wie bislang. 

3.2.3 Dr. med. G.________ hielt im Zeugnis vom 22. August 2017 (AB 
98/4) fest, er könne als Hausarzt ganz klar bezeugen, dass die Beschwer-
den seit dem Jahr 2015 zugenommen hätten.

3.2.4 Im Bericht des Zentrums D.________ vom 5. September 2017 (AB 
98/2) wurde dargelegt, eine Belastungssteigerung sei nicht möglich und in 
letzter Zeit hätten die Schmerzen gemäss Angabe des Patienten deutlich 
zugenommen. Es sei momentan keine Möglichkeit ersichtlich, den Patien-
ten in den Arbeitsprozess zu reintegrieren. Deshalb sei eine Abklärung 
durch die Invalidenversicherung, gegebenenfalls auch eine Belastungsab-
klärung durch den RAD zu begrüssen. Aktuell sei keine Arbeitsfähigkeit 
gegeben.

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3.2.5 Die RAD-Ärztin med. pract. H.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, legte in der Stellungnahme vom 13. Sep-
tember 2017 (AB 102) dar, es sei kein Gesundheitsschaden glaubhaft ge-
macht, welcher auf das vom RAD formulierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. AB 
78/6) Einfluss habe oder zu weiteren Einschränkungen führe. Vor der 
Durchführung von beruflichen oder Abklärungsmassnahmen sei eine völli-
ge Abstinenz von Drogen zu belegen.

3.3 In Bezug auf die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ist die 
Beschwerde – entsprechend dem gemeinsamen Antrag der Parteien –
insofern gutzuheissen, als die Beschwerdegegnerin auf das neue Gesuch 
einzutreten und einen Leistungsanspruch abzuklären hat.

Der Beschwerdeführer wurde entgegen der Androhung der Beschwerde-
gegnerin in ihrem Schreiben vom 9. Dezember 2014 (AB 81/2) in der Folge 
weder zu Laboruntersuchungen aufgeboten noch dazu aufgefordert, einen 
Entzug mittels entsprechenden Arztberichten zu belegen. Die Beschwerde-
gegnerin hat bezüglich der beruflichen Massnahmen denn auch keine Ver-
fügung erlassen. Somit war das Nichteintreten (AB 103) – mangels 
Vorliegen einer Referenzverfügung – nicht zulässig (vgl. Beschwerdeant-
wort, Ziff. 7). Abgesehen davon macht der Beschwerdeführer geltend, er 
lebe schon länger alkoholabstinent, was sein Hausarzt bezeugt (AB 89/3). 
Eine anspruchsrelevante Veränderung ist damit ohne weiteres möglich (vgl. 
AB 81/1). Der übereinstimmende Antrag der Parteien entspricht der Sach- 
und Rechtslage, weshalb ihm zu entsprechen ist.

3.4 Was das Nichteintreten auf das neue Rentengesuch anbelangt, ist 
darauf hinzuweisen, dass mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens 
herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden sind, der Sach-
verhalt also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen 
Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss. Deshalb 
genügt es, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachum-
stand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus 
noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde 
sich die behauptete Sachverhaltsdarstellung nicht erstellen lassen (SVR 
2016 IV Nr. 57 S. 188 E. 2.2, SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Solche An-
haltspunkte sind hier gegeben:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 10

Der Hausarzt Dr. med. G.________ hielt im Zeugnis vom 22. August 2017 
(AB 98/4) ausdrücklich fest, dass die Beschwerden seit dem Jahr 2015 
„deutlich zugenommen“ hätten. Auch die behandelnden Spezialisten des 
Zentrums D.________ gehen von einer mittlerweile eingetretenen Chronifi-
zierung des lumbalen Schmerzsyndroms aus und erachten den Beschwer-
deführer aktuell nicht als arbeitsfähig (AB 98/2). Angesichts des Umstands, 
dass im Vergleichszeitpunkt eine volle Arbeitsfähigkeit für angepasste 
Tätigkeiten bestand (vgl. AB 78/6, 85/1; vgl. auch AB 73/2), liegen somit 
durchaus gewisse Anhaltspunkte dafür vor, dass im hier interessierenden 
Zeitraum eine Verschlechterung des Gesundheitszustands mit möglichen 
Auswirkungen auf den Rentenanspruch eingetreten ist. Die Angaben der 
RAD-Ärztin med. pract. H.________ (AB 102/2) ändern daran nichts. Viel-
mehr liegt entgegen ihrer Ansicht mit der neu diagnostizierten Zervikobra-
chialgie (vgl. AB 98/2) ein Gesundheitsschaden vor, der geeignet ist, 
zusätzliche Einschränkungen hervorzurufen. Ob das im Vergleichszeitpunkt 
im Rahmen eines Aktenberichts erstellte Zumutbarkeitsprofil (AB 87/6) wei-
terhin Gültigkeit hat, wird abzuklären sein.

Nach dem Dargelegten ist zumindest glaubhaft gemacht, dass seit der Ver-
fügung vom 24. März 2015 (AB 85) eine für den Invaliditätsgrad relevante 
Veränderung eingetreten ist. Ob eine solche effektiv vorliegt bzw. ob dar-
aus ein Anspruch auf eine Invalidenrente resultiert, bleibt einer materiellen 
Prüfung vorbehalten, welche die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der 
Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) vorzunehmen hat.

3.5 Die angefochtene Verfügung vom 26. September 2017 (AB 103) ist 
in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache an die Verwal-
tung zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 11

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat die unterlie-
gende Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 
S. 186 E. 4).

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang kommt die mit Verfügung vom 
4. Dezember 2017 gewährte unentgeltliche Rechtspflege betreffend die 
Verfahrenskosten nicht zum Tragen.

4.3 Trotz seines Obsiegens hat der nicht vertretene Beschwerdeführer 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
der Aufwand zur Wahrung seiner Interessen den Rahmen dessen nicht 
überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Be-
sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. 
BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 26. September 2017 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie auf die Neuanmel-
dung eintrete und nach getätigten Abklärungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern (samt Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 

18. Dezember 2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Aug. 2018, IV/17/945, Seite 12

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.