# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20172eb9-94a9-5ccc-892e-05aab66e736e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 26.04.2022 460 21 231 (460 2021 231)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-21-231_2022-04-26.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
26. April 2022 (460 21 231) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 

 
 
Schwere Körperverletzung etc. 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Helena Hess (Ref.),  

Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
A.____, Aufenthaltsort unbekannt,  
Privatkläger  
 
B.____,  
Privatklägerin  

  
 

gegen 
 
 

 C.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Rainer L. Fringeli,  
Steinentorstrasse 13, Postfach 223, 4010 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Schwere Körperverletzung etc. 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
19. August 2021 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil vom 19. August 2021 (300 20 132) erklärte die Dreierkammer des Strafgerichts 
Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) den Beschuldigten C.____ der versuchten schwe-
ren Körperverletzung, der mehrfachen versuchten Nötigung, der mehrfachen Drohung sowie 
der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes für schuldig und verurteilte ihn zu einer Frei-
heitsstrafe von 14 Monaten, unter Anrechnung des vom 24. bis zum 27. September 2018 aus-
gestandenen Freiheitsentzugs von drei Tagen, sowie zu einer Busse von CHF 100.00, unter 
Androhung einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag im Falle ihrer schuldhaften Nichtbezah-
lung (Dispositiv-Ziffer 1.a). Das Verfahren betreffend mehrfache Beschimpfung wurde mangels 
Strafantrags eingestellt (Dispositiv-Ziffer 1.b). Weiter wurde der Beschuldigte für die Dauer von 
5 Jahren des Landes verwiesen (Dispositiv-Ziffer 2). Sodann wurde C.____ dazu verurteilt, 
A.____ (nachfolgend: Privatkläger) eine Genugtuung von CHF 5'000.– zu bezahlen, während 
die Genugtuungsmehrforderung und die Schadenersatzforderung des Privatklägers auf den 
Zivilweg verwiesen wurden (Dispositiv-Ziffer 3a). Überdies wurde der Beschuldigte dazu verur-
teilt, B.____ (nachfolgend: Privatklägerin) einen Betrag von CHF 20'606.90 zu bezahlen (Dispo-
sitiv-Ziffer 3.b). Hinsichtlich der o/e-Kosten- und Entschädigungsfolgen wird auf Ziffer 4 des vor-
instanzlichen Urteils verwiesen.  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheides sowie der nachfolgenden Eingaben 
und Anträge der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegen-
den Urteils eingegangen. 
 
B. Gegen das vorgenannte Urteilsdispositiv meldete C.____, vertreten durch Rechtsanwalt 
Rainer L. Fringeli, am 31. August 2021 Berufung an, worauf ihm das begründete Urteil am 
5. Oktober 2021 zugestellt wurde.  
 
C. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2021 erklärte C.____, vertreten durch Rechtsanwalt 
Rainer L. Fringeli (nachfolgend: Berufungskläger), beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts 
vom 19. August 2021. Er beantragte, das vorinstanzliche Urteil sei hinsichtlich der versuchten 
schweren Körperverletzung aufzuheben und der Berufungskläger der einfachen Körperverlet-
zung für schuldig zu erklären sowie zu verurteilen (Ziffer 1), der Berufungskläger sei von den 
Vorwürfen der mehrfachen versuchten Nötigung und der mehrfachen Drohung freizusprechen 
(Ziffern 2 und 3), es sei von einer Landesverweisung abzusehen (Ziffer 5), der Berufungskläger 
sei von der Pflicht zur Bezahlung einer Genugtuung an den Privatkläger freizusprechen 
(Ziffer 6), die Schadenersatzforderung der B.____ sei auf den Zivilweg zu verweisen (Ziffer 7), 
die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien vollumfänglich durch den Staat zu 
tragen (Ziffer 8), dem Berufungskläger seien eine angemessene Genugtuung und Schadener-
satz zuzusprechen (Ziffer 9), alles unter o/e-Kostenfolge (Ziffer 11). Hinsichtlich der Einstellung 
des Verfahrens betreffend mehrfache Beschimpfung wurde das Urteil des Strafgerichts Basel-
Landschaft vom 19. August 2021 explizit nicht angefochten (Ziffer 4). Weiter wurde begehrt, 
dem Berufungskläger die amtliche Verteidigung auch für das Verfahren vor dem Kantonsgericht 
zu bewilligen (Ziffer 10). Schliesslich wurden die Verfahrensanträge gestellt, der Berufungsklä-

 
 
 

 
 
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ger, der Privatkläger, die Vermieter D.____ und E.____ sowie die Nachbarn, Herr und Frau 
F.____, seien zur kantonsgerichtlichen Verhandlung vorzuladen und zu befragen.   
 
D. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 15. November 2021 wurde festgestellt, dass die 
Staatsanwaltschaft und die Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben ha-
ben. Weiter wurde dem Berufungskläger die amtliche Verteidigung mit Rechtsanwalt Rainer L. 
Fringeli für das zweitinstanzliche Verfahren bewilligt.   
 
E. Am 17. Januar 2022 reichte der Berufungskläger innert erstreckter Frist seine Berufungs-
begründung ein, worin er neu begehrte, es sei das Verfahren einzustellen und er sei eventuali-
ter von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen (Ziffer 1). Weiter wurden die Eventual-
begehren gestellt, die Strafe wegen versuchter Nötigung sei zu mildern (Ziffer 3) und es sei für 
die mehrfache Drohung eine bedingte Geldstrafe auszufällen (Ziffer 4). Im Übrigen wurde an 
den mit Berufungserklärung vom 25. Oktober 2021 gestellten Anträgen festgehalten.  
 
F. Die Staatsanwaltschaft erstattete am 16. Februar 2022 eine Stellungnahme zur Beru-
fungsbegründung vom 17. Januar 2022, worin sie beantrage, die Berufung sei in Bestätigung 
des vorinstanzlichen Urteils unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschuldigten vollumfänglich 
abzuweisen. Weiter wurde begehrt, den Verfahrensantrag betreffend Befragung des Beru-
fungsklägers gutzuheissen, während die weiteren Verfahrensanträge abzuweisen seien.    
 
G. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 21. Februar 2022 wurden die Beweisbegehren 
des Beschuldigten, es seien der Privatkläger, D.____, E.____ sowie Herr und Frau F.____ vor 
Kantonsgericht zu befragen, abgewiesen. Der Antrag auf Befragung des Berufungsklägers wur-
de demgegenüber gutgeheissen. Dem Beschuldigten wurde sodann eine Frist gesetzt, um ein 
Zustelldomizil in der Schweiz bekannt zu geben, und der Schriftenwechsel wurde geschlossen.  
 
H. Am 8. März 2022 reichte der Berufungskläger ein Schreiben ein, worin er seinen Antrag 
auf persönliche Befragung vor den Schranken des Kantonsgerichts zurückzog und um Dispen-
sation von der Berufungsverhandlung ersuchte. Zugleich bezeichnete er das Büro seiner Ver-
teidigung als Zustelldomizil.  
 
I. Mit Verfügung vom 10. März 2022 wurde die vorgenannte Eingabe des Berufungsklägers 
den übrigen Parteien zugestellt, und der Berufungskläger vom persönlichen Erscheinen vor 
dem Berufungsgericht dispensiert. Zugleich wurde dem Berufungskläger und der Staatsanwalt-
schaft eine Frist bis zum 25. März angesetzt, um sich zur Durchführung eines schriftlichen Ver-
fahrens zu äussern.  
 
J. Mit Eingaben vom 15. März 2022 und 18. März 2022 teilten die Staatsanwaltschaft und 
der Berufungskläger mit, dass sie keine Einwände gegen die Durchführung des schriftlichen 
Verfahrens haben. 
 
K. Am 6. April 2022 reichte der amtliche Verteidiger seine Honorarnote ein. 

 
 
 

 
 
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L. Anlässlich seiner Sitzung vom 26. April 2022 fällt das Kantonsgericht das vorliegende 
Berufungsurteil.  
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 
ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-
dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, 
wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen 
kann (Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des Entscheides hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstin-
stanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzu-
melden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten 
Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen.  
 
2.  
2.1. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts vom 19. August 2021 angefochten, womit 
ein taugliches Anfechtungsobjekt gegeben ist. Mit Eingaben vom 31. August 2021 (Berufungs-
anmeldung) und 25. Oktober 2021 (Berufungserklärung) hat der Berufungskläger die Rechts-
mittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Als beschuldigte Person hat 
er ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung und Änderung des erstinstanzlichen 
Entscheides im Sinne seiner Anträge. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsge-
richts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Berufung 
ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a des kantonalen Einfüh-
rungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250).  
 
2.2. Mit Berufungsbegründung vom 17. Januar 2022 wird beantragt, es sei das Verfahren 
einzustellen und der Berufungskläger eventualiter von Schuld und Strafe vollumfänglich freizu-
sprechen (Ziffer 1). Weiter werden die Eventualbegehren gestellt, die Strafe wegen versuchter 
Nötigung sei zu mildern (Ziffer 3) und es sei für die mehrfache Drohung eine bedingte Geldstra-
fe auszufällen (Ziffer 4). Diese Anträge wurden in der Berufungserklärung vom 25. Oktober 
2021 nicht gestellt. Die Berufung kann im Rahmen ihrer Begründung im Sinne von Art. 399 
Abs. 4 StPO eingeschränkt, jedoch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr ausgedehnt 
werden (EUGSTER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 399 N 6). Auf Ziffer 1 der vorge-
nannten Anträge ist daher nicht einzutreten. Der Berufungskläger hat mit seinem Ersuchen um 
Dispensation von der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung und dem Rückzug seiner Be-
weisanträge (vgl. nachstehende E. II.3.1.2) zum Ausdruck gebracht, dass er hinsichtlich der 
Durchführung weiterer Konfrontationen und Einvernahmen auf die Ausübung seiner Parteirech-
te verzichtet. Demzufolge erübrigt sich auch die Frage nach der Erforderlichkeit einer 
Schlusseinvernahme, womit bezüglich der Begehren, das Verfahren sei gemäss 329 Abs. 4 

 
 
 

 
 
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StPO einzustellen oder gestützt auf Art. 329 Abs. 2 StPO an die Staatsanwaltschaft zurück zu 
weisen (vgl. Berufungsbegründung, S. 6), überdies kein aktuelles Rechtsschutzinteresse mehr 
gegeben ist. Weiter ist diesbezüglich festzuhalten, dass Art. 317 StPO betreffend Schlussein-
vernahme eine blosse Ordnungsvorschrift darstellt (vgl. STEINER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 
2014, Art. 317 N 5), und der Berufungskläger sowohl im Vorverfahren wie auch im Hauptver-
fahren mehrfach die Gelegenheit hatte, zur Anklage Stellung zu nehmen. Schliesslich folgt aus 
den Akten (act. 63 ff.), dass sich die Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 15. November 2019 
darum bemühte, mit dem Berufungskläger eine Schlusseinvernahme durchzuführen, worauf 
dieser aber letztlich verzichtete, indem er den Einvernahmetermin vom 17. Dezember 2019 
"aus familiären und organisatorischen Gründen" kurzfristig absagte (vgl. Aktennotiz der Staats-
anwaltschaft vom 16. Dezember 2019). Aus der Aktennotiz der Staatsanwaltschaft vom 4. Feb-
ruar 2020 ergibt sich des Weiteren, dass der Verteidiger mitgeteilt hat, sein Mandant habe auf 
seine Anfrage betreffend Verfügbarkeit für eine Einvernahme nicht mehr reagiert. Die Eventual-
begehren gemäss den Ziffern 3 und 4 der Berufungsbegründung sind nicht als Ausdehnung der 
Berufung zu qualifizieren und mithin zulässig. Sie erscheinen indessen nicht erforderlich, weil 
für die Strafzumessung ohnehin die Offizialmaxime gilt. Auf Ziffer 5 der Anträge gemäss Beru-
fungsbegründung vom 17. Januar 2022, wonach die Rechtskraft von Dispositiv-Ziffer 1.b des 
vorinstanzlichen Urteils zu bestätigen sei, ist ebenfalls nicht einzutreten. Diesbezüglich besteht 
kein Feststellungsinteresse, zumal sich die Rechtskraft der nicht angefochtenen Dispositivzif-
fern unmittelbar aus dem Gesetz ergibt (vgl. Art. 404 Abs. 1 i.V.m. Art. 437 Abs. 1 StPO). Hier 
steht es dem Berufungskläger offen, sich die Rechtskraft des vorinstanzlichen Urteils beschei-
nigen zu lassen (Art. 438 StPO).  
 
2.3. Im Übrigen sind die formellen Voraussetzungen erfüllt, so dass auf die Berufung – mit 
Ausnahme der vorstehend (E. I.2.2) genannten Begehren – eingetreten werden kann.    
 
II. Materielles 

1. Allgemeines 

(…) 
 
2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

(…) 
 
3. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

3.1.  
3.1.1. Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erst-
instanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Somit dient das Be-
rufungsverfahren vor dem Kantonsgericht grundsätzlich nicht der Wiederholung des Beweisver-
fahrens, mithin erhebt die Berufungsinstanz zusätzliche Beweise nur mit Zurückhaltung (LIEBER, 
Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 389 N 1). Beweisabnahmen des erstinstanzlichen 
Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn Beweisvorschiften verletzt 

 
 
 

 
 
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worden sind (lit. a), die Beweiserhebungen unvollständig waren (lit. b) oder die Akten über die 
Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen (lit. c). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes 
wegen oder auf Antrag einer Partei bloss die "erforderlichen" zusätzlichen Beweise (Art. 389 
Abs. 3 StPO). Die Parteien besitzen daher keinen uneingeschränkten Anspruch auf Gutheis-
sung ihrer Beweisbegehren. Gemäss Art. 6 EMRK besteht nur ein Recht auf Berücksichtigung 
solcher Beweise, welche nach dem pflichtgemässen richterlichen Ermessen entscheidungser-
heblich bzw. für die Wahrheitsfindung beachtlich sein könnten. Dementsprechend können ge-
mäss Art. 139 Abs. 2 StPO Beweisanträge abgelehnt werden, wenn damit die Beweiserhebung 
über Tatsachen verlangt wird, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder be-
reits rechtsgenügend erwiesen sind. Auf eine bereits beschlossene Beweisabnahme kann das 
Gericht schliesslich verzichten, wenn sich während der Hauptverhandlung ergibt, dass diese 
nicht mehr erforderlich ist, beispielsweise weil eine Tatsache inzwischen zweifelsfrei geklärt 
wurde (HAURI/VENETZ, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 343 N 33 ff.).  
 
3.1.2. Der Berufungskläger hat mit Eingabe vom 8. März 2022 seinen Beweisantrag auf per-
sönliche Befragung vor den Schranken des Kantonsgerichts zurückgezogen. Indem er mit wei-
terer Eingabe vom 18. März 2022 auf die Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung 
verzichtete, wurden auch die mit Berufungserklärung vom 25. Oktober 2021 gestellten Beweis-
anträge, wonach im Berufungsverfahren der Privatkläger und weitere Zeugen zu befragen sei-
en, konkludent zurückgezogen. Die entsprechenden Beweiserhebungen erscheinen zur Beur-
teilung der vorliegenden Berufung auch nicht objektiv erforderlich, wobei diesbezüglich auf die 
Begründung der kantonsgerichtlichen Verfügungen vom 21. Februar 2022 und 10. März 2022 
verwiesen werden kann.  
 
3.2.  
3.2.1. In tatsächlicher Hinsicht bestreitet der Berufungskläger, er habe mehrfach gegen den 
Kopf des Privatklägers geschlagen. Die Vorinstanz stelle diesbezüglich zu Unrecht auf die Aus-
sagen von G.____ ab, welche zum Zeitpunkt des Vorfalls unter dem Einfluss von Alkohol und 
Betäubungsmitteln gestanden habe. Überdies seien Motive für eine Falschbelastung ihres Ex-
Freundes ersichtlich. Weiter sei davon auszugehen, dass die festgestellten Verletzungen schon 
bei einer vergleichsweise geringen Krafteinwirkung entstehen könnten.  
 
3.2.2. Aus dem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel (IRM) vom 
9. Januar 2019 (act. 629 ff.) folgt, dass beim Privatkläger eine 2 cm lange Quetschrisswunde an 
der linken Schläfe, eine Augapfelprellung sowie eine komplexe Fraktur des Mittelgesichts diag-
nostiziert wurden. Knochendefekte wurden in der vorderen und seitlichen Wand der linken 
Oberkieferhöhle, im linken Jochbogen sowie in der seitlichen und unteren Seite der knöchernen 
Augenhöhle links festgestellt. Solch komplexe, mehrfache Knochenbrüche sind gemäss Gut-
achten eher die Folge mehrfacher Gewalteinwirkung, weshalb eine Anzahl von zwei bis drei 
Faustschlägen aus rechtsmedizinischer Sicht plausibel erscheine (vgl. act. 653). Weiter findet 
sich in den Akten eine Fotografie der rechten Hand des Berufungsklägers, welche eine Schür-
fung der Knöchel sowie eine Schwellung des Handrückens zeigt (act. 733). Die Verletzungsbil-

 
 
 

 
 
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der im Gesicht des Privatklägers sowie an der Hand des Berufungsklägers sprechen objektiv für 
eine mehrfache und erhebliche Gewalteinwirkung.   
 
3.2.3. Diese objektiven Indizien werden durch die tatzeitnahen Aussagen von G.____, welche 
sie im Rahmen ihrer polizeilichen Einvernahme als Auskunftsperson vom 24. September 2018 
tätigte, gestützt. Demnach habe sich der Berufungskläger im Zusammenhang mit einer verba-
len Auseinandersetzung dem auf der Couch sitzenden Privatkläger genähert und ihm ohne 
Vorwarnung mit der rechten Faust ins Gesicht geschlagen. Danach sei das Gesicht des Privat-
klägers voller Blut gewesen. Der zweite Schlag sei ebenfalls mit der rechten Faust auf die glei-
che Stelle erfolgt. Der dritte Faustschlag sei etwas zögerlich und nicht mehr genau platziert ge-
wesen. Dies erklärte G.____ mit dem Umstand, dass sie den Berufungskläger zwischen dem 
zweiten und dritten Schlag am T-Shirt zurückgezogen habe (act. 789 f.). Anlässlich der Zeu-
geneinvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 18. Oktober 2018 gab G.____ zu Protokoll, 
dass eine Diskussion zwischen dem Privatkläger und dem Berufungskläger "eskaliert" sei, wo-
bei letzterer dem ersteren plötzlich mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Der Privatkläger 
sei zu diesem Zeitpunkt auf dem Sofa gesessen. Der Berufungskläger habe ein zweites Mal 
zugeschlagen, wobei der Kopf des Privatklägers hin und her geschleudert worden sei. Als der 
Berufungskläger noch einmal zum Schlag ausgeholt habe, sei G.____ dazwischen gegangen 
und habe damit erreichen können, dass der Privatkläger nicht noch ein drittes Mal mit voller 
Wucht ins Gesicht geschlagen worden sei (act. 929).   
 
3.2.4. Angesichts des medizinisch festgestellten Verletzungsbildes sowie der glaubhaften, 
konsistenten und widerspruchsfreien Depositionen von G.____ kann mit Verweis auf die zutref-
fenden Erwägungen des Strafgerichts (E. II.1.1 des vorinstanzlichen Urteils) davon ausgegan-
gen werden, dass der Privatkläger vom Berufungskläger mehrfach mit der Faust ins Gesicht 
geschlagen wurde. Es bestehen keine Hinweise dafür, dass G.____ den von ihr miterlebten 
Vorgang zum Nachteil des Berufungsklägers erschwerend schilderte oder ihre Wahrnehmung in 
Bezug auf diesen Geschehensablauf durch den Konsum von Alkohol oder Betäubungsmitteln 
getrübt war. Entgegen der Darstellung des Berufungsklägers ist somit hinsichtlich der Anzahl 
Schläge nicht "in dubio pro reo" auf seine eigene Schilderung der Tatsachen abzustellen. 
 
4. Rechtliche Würdigung 
4.1.   
4.1.1. Die Vorinstanz hat die Tatbestandsvoraussetzungen der schweren Körperverletzung 
(Art. 122 StGB) mit Hinweis auf die Lehre und Praxis zutreffend dargelegt, worauf verwiesen 
werden kann (E. II.1.2 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
4.1.2. Der Berufungskläger macht geltend, hinsichtlich der qualifizierenden Merkmale der 
schweren Körperverletzung sei der Anklagegrundsatz nicht gewahrt. Aus dem Akkusations-
prinzip folgt, dass die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens bestimmt (Art. 9 
Abs. 1 und Art. 325 Abs. 1 StPO; Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV, 
SR 101]; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b der Europäischen Menschenrechtskonvention 
[EMRK, SR 0.101]). Die Anklageschrift bezeichnet die der beschuldigten Person vorgeworfenen 

 
 
 

 
 
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Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung möglichst kurz, 
aber genau (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Delikte sind 
so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend 
konkretisiert sind. Die angeklagte Person muss aus der Anklage ersehen können, welcher kon-
kreter Handlungen sie beschuldigt ist und wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit sie 
ihre Verteidigung richtig vorbereiten kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der Gerichtsver-
handlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (BGer Urteil 6B_1452/2019 vom 
25. September 2020, E. 1.2, m.w.H.). Aus der Anklageschrift vom 14. Mai 2020 (S. 2, Ziffer 1) 
ist ersichtlich, dass der Privatkläger als Folge von zwei oder drei kräftigen Faustschlägen eine 
Rissquetschwunde an der linken Schläfe, eine Prellung des linken Augapfels und eine komple-
xe Fraktur des linken Mittelgesichts erlitten hat. Daraus folgt, dass der Berufungskläger mehr-
fach in die Region des linken Auges schlug, wobei aus den geschilderten Verletzungen ohne 
weiteres auf das Risiko einer bleibenden Schädigung der Sehkraft zu schliessen ist. Damit sind 
die objektiven Voraussetzungen einer versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von 
Art. 122 StGB in der Anklageschrift hinreichend umschrieben.  
 
4.1.3.  Weiter wirft die Anklage dem Berufungskläger vor, er habe dem Privatkläger wissent-
lich und willentlich unvermittelt zwei oder drei kräftige Faustschläge mit der rechten Hand ins 
Gesicht versetzt, wobei er die Verursachung von schweren Verletzungen für möglich gehalten 
und zumindest billigend in Kauf genommen habe (Anklageschrift vom 14. Mai 2020, S. 2, 
Ziffer 1). Der Berufungskläger macht seinerseits geltend, dass in casu die Voraussetzungen für 
die Annahme einer versuchten schweren Körperverletzung nicht erfüllt seien. Mit verschiedenen 
Verweisen auf die bundesgerichtliche Praxis wird sinngemäss vorgebracht, die Inkaufnahme 
schwerer Schädigungsfolgen könne bei Faustschlägen gegen den Kopf nur dort angenommen 
werden, wo besondere Umstände – wie das Risiko eines unkontrollierten Sturzes – gegeben 
seien, was vorliegend nicht zutreffe.  
 
4.1.4. Hinsichtlich des Risikos einer schweren Körperverletzung hat das Bundesgericht wie-
derholt erwogen, dass es sich bei der Kopfregion um einen besonders sensiblen Bereich des 
menschlichen Körpers handelt und dass Kopfverletzungen, insbesondere Verletzungen der 
Hirnregion, gravierende Folgen nach sich ziehen können. Für die Erfüllung des Tatbestandes 
der versuchen schweren Körperverletzung wird nicht grundsätzlich vorausgesetzt, dass neben 
Schlägen oder Tritten gegen den Kopf des Opfers ein aggravierendes Moment hinzutreten 
muss (etwa eine besondere Heftigkeit, die Wehrlosigkeit des Opfers, die Traktierung mit weite-
ren Gegenständen oder die Einwirkung durch mehrere Personen). Für die rechtliche Würdigung 
sind die effektiv erlittenen Verletzungen ohne Bedeutung. Es liegt in der Natur der versuchten 
Tatbegehung, dass der Erfolg nicht eintritt. Entscheidend ist demnach auch nicht, wie intensiv 
die Einwirkung tatsächlich gewesen ist, sondern was für Folgen der Täter aufgrund seines Ver-
haltens für möglich gehalten und in Kauf genommen hat. Wenn unkontrolliert und mehrfach 
gegen den Kopf des Opfers geschlagen wird, drängt sich das Risiko einer gravierenden Schä-
digung regelmässig als derart wahrscheinlich auf, dass das Verhalten des Täters vernünftiger-
weise nur als Inkaufnahme einer schweren Körperverletzung gewertet werden kann. In solchen 

 
 
 

 
 
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Situationen wird das Ausbleiben der schweren Verletzungen lediglich dem Zufall überlassen 
(vgl. BGer Urteil 6B_1180/2015 vom 13. Mai 2016, E. 3 und 4, m.w.H.). 
 
4.1.5. Vorliegend ist erstellt, dass der Berufungskläger mit der Faust wiederholt die Region 
des linken Auges traktierte, wobei das Verletzungsbild am Kopf des Opfers sowie an der Hand 
des Täters für eine erhebliche Wucht der Schläge spricht. Unter diesen Umständen hat das 
Strafgericht zu Recht erwogen, dass der Berufungskläger mit seinem Verhalten die Verursa-
chung bleibender Schäden am Auge in Kauf genommen habe, namentlich eine schwere Beein-
trächtigung der Funktion oder einen völligen Funktionsverlust (vgl. S. 7, E. II.1.2 des vorinstanz-
lichen Urteils). Das sitzende und völlig unvermittelt angegriffene Opfer verfügte vorliegend über 
keine Abwehrmöglichkeiten, die Faustschläge erfolgten mehrfach auf die gleiche Stelle, und 
das vom Berufungskläger geschaffene Risiko war vorliegend angesichts der Anzahl sowie der 
Heftigkeit seiner Schläge nicht kontrollierbar. In dieser Situation war das Ausbleiben von schwe-
ren Verletzungen am Auge einzig dem Zufall überlassen. Damit ist die Tatbestandsvariante des 
Unbrauchbar-Machens bzw. der schweren Schädigung eines wichtigen Organs in subjektiver 
Hinsicht erfüllt. Die Berufung erweist sich folglich in diesem Punkt als unbegründet, und sie ist 
in Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs wegen versuchter schwerer Körperver-
letzung abzuweisen.   
 
4.2.   
4.2.1. Mit Bezug auf die Anklage wegen mehrfacher versuchter Nötigung und mehrfacher 
Drohung kann vorab ebenfalls auf die zutreffenden rechtlichen Erwägungen des Strafgerichts 
verwiesen werden (E. II.2.2 des vorinstanzlichen Urteils).  
 
4.2.2. Auch hier beanstandet der Berufungskläger im Hauptstandpunkt die vorinstanzliche 
Subsumtion seines Verhaltens unter den Tatbestand der angeklagten Delikte. Insbesondere 
stellt er die subjektiven Voraussetzungen der Strafbarkeit in Frage. Die aktenkundigen Text-
nachrichten (vgl. act. 129, 131, 133, 137, 141, 143, 183) seien vom Berufungskläger im 
Rahmen eines Wechselspiels aus verschiedenen Gefühlsausbrüchen wie Mitgefühl, Verständ-
nis, Drohungen, Verzweiflung, Beschimpfungen und Traurigkeit verfasst worden. Zumal er die-
se nachweislich an seine Ex-Freundin, G.____, verschickt habe, sei nicht damit zu rechnen ge-
wesen, dass der Privatkläger davon Kenntnis erhalte. Auch habe die direkt angesprochene Ex-
Freundin selber keine Anzeige erstattet, was gegen die drohende Wirkung der Äusserungen 
des Berufungsklägers spreche. Die ernsthafte Ausführung der in den Textnachrichten geschil-
derten Sachverhalte sei zu keinem Zeitpunkt zu erwarten gewesen, zumal dies dem üblichen 
Umgangston innerhalb der Wohngemeinschaft entsprochen habe. G.____ und der Privatkläger 
hätten sich ausserdem widersprüchlich verhalten, indem sie einerseits eine finanzielle Unter-
stützung vom Berufungskläger forderten und zugleich behaupteten, sie hätten Angst vor ihm. 
Letztlich seien beide Personen auch in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt. Dem Beru-
fungskläger sei nicht bewusst gewesen, was er jeweils anlässlich eines emotionalen Ausbruchs 
geschrieben habe. Im Gesamtkontext habe er nicht damit rechnen müssen, dass seine Nach-
richten die Adressaten in Angst und Schrecken versetzen würden. Schliesslich habe der Beru-

 
 
 

 
 
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fungskläger aufrichtige Reue und Scham für sein Verhalten gezeigt. Er habe sich nach dem 
Vorfall selbst und freiwillig zur Polizei begeben und den Vorfall gemeldet. 
 
4.2.3. Mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen (E. II.2) kann festgestellt werden, 
dass die vom Berufungskläger geäusserten Drohungen den Privatkläger und G.____ tatsächlich 
in Angst und Schrecken versetzt haben. Im Gesamtkontext ist dies sowohl in objektiver wie 
auch in subjektiver Hinsicht ohne weiteres nachvollziehbar. Die betreffenden Textnachrichten 
wurden im unmittelbaren Nachgang zu den Faustschlägen, welche einen Spitalaufenthalt des 
Privatklägers zur Folge hatten, versandt. Angesichts der Tatsache, dass der Berufungskläger 
seine Gewaltbereitschaft kurz zuvor eindrücklich unter Beweis gestellt hatte, musste er davon 
ausgehen, dass seine Drohungen von den Adressaten ernst genommen würden. Zumal G.____ 
den Privatkläger ins Spital begleitet hatte, konnte der Berufungskläger auch nicht darauf ver-
trauen, sie würde seine Nachrichten, welche unter anderem eindeutig an den Privatkläger ge-
richtet waren, für sich behalten. Der Berufungskläger kam im Wesentlichen für die Miete der 
gemeinsamen Wohnung auf. Dass dieser im Nachgang zur Eskalation des Konflikts ein weite-
res Zusammenleben in der Wohngemeinschaft für unmöglich erachtete und mithin den Auszug 
des Privatklägers anstrebte, erscheint naheliegend. Bei dieser Ausgangslage kann das ange-
klagte Motiv seiner Nötigungshandlungen als erstellt angesehen werden. Der Darstellung des 
Berufungsklägers, wonach er sich des Inhalts seiner Textnachrichten nicht bewusst gewesen 
sei, kann nicht gefolgt werden. Für das Kantonsgericht bestehen in Würdigung der aktenkundi-
gen Kommunikation (act. 111 ff., 171 ff.) keine Zweifel daran, dass der Berufungskläger sowohl 
hinsichtlich der Bedeutung als auch der Wirkung seiner Äusserungen mit Wissen und Willen 
handelte. Die vorinstanzliche Verurteilung wegen mehrfacher versuchter Nötigung und mehrfa-
cher Drohung ist somit im Ergebnis nicht zu beanstanden. Gestützt auf die in der Anklageschrift 
wiedergegebenen Textnachrichten erscheint die versuchte Nötigung indessen entgegen den 
Erwägungen des Strafgerichts auf die Person des Privatklägers beschränkt. Dies ändert jedoch 
nichts an den betreffenden Schuldsprüchen, weshalb die Berufung auch in diesem Punkt voll-
umfänglich abzuweisen ist.  
 
5. Strafzumessung 
5.1. 
5.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verlet-
zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den in-
neren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermei-
den (Abs. 2). Bei der Bestimmung des konkreten Verschuldens wird praxisgemäss zwischen 
einer Tat- und einer Täterkomponente unterschieden (vgl. WIPRÄCHTIGER/KELLER, Basler Kom-
mentar StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 86). Dem subjektiven Tatverschulden kommt bei der Be-
messung der Strafe eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55, E. 5.4). Die Strafzumessung 
erfasst sowohl das gegenwärtig zu beurteilende Delikt als auch das damit in Zusammenhang 
stehende Nachtatverhalten (BGer Urteil 6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011, E. 3.3; BGer 

 
 
 

 
 
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Urteil 6B_1038/2020 vom 15. Februar 2021, E. 1.2.1). Mit Blick auf die Strafempfindlichkeit und 
das Beschleunigungsgebot ist zu berücksichtigen, dass eine lange Verfahrensdauer die Re-
duktion der Strafe rechtfertigen kann (vgl. BGE 143 IV 373, E. 1.3 und 1.4, m.w.H.).  
 
5.1.2. Für die Wahl der Sanktionsart ist das Verschulden nicht von Relevanz. Massgebliche 
Kriterien bilden hier die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Täter und sein soziales 
Umfeld sowie die präventive Effizienz (BGE 134 IV 97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). Die 
Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe die weniger eingriffsintensive Sanktion und gilt so-
mit als mildere Strafe (vgl. BGE 134 IV 97, E. 4.2.2, m.w.H.). Das Gericht kann statt auf eine 
Geldstrafe auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn eine solche geboten erscheint, um den 
Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten oder eine Geldstrafe 
voraussichtlich nicht vollzogen werden kann (Art. 41 Abs. 1 StGB). Ersteres ist dann der Fall, 
wenn in Anbetracht der einschlägigen Vorstrafen des Täters und seiner Ungerührtheit gegen-
über dem hiesigen Straf- und Vollzugssystem davon auszugehen ist, dass nicht eine Geld-
strafe, sondern nur eine Freiheitsstrafe als angemessene und zweckmässige Sanktion in Frage 
kommt (BGer Urteil 6B_782/2011 vom 3. April 2012, E. 4.1). Die Wahl der Freiheitsstrafe ist in 
diesem Fall näher zu begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB). In BGE 147 IV 241 (= Pra 2/2022, 
Nr. 17) hat das Bundesgericht in methodischer Hinsicht erwogen, dass der Richter zunächst die 
Art der Strafe bestimmt und danach das Strafmass festsetzt (E. 3 des zitierten Entscheides). 
Weiter stellt das Bundesgericht klar, dass der neue Art. 34 StGB (in Kraft seit 1. Januar 2018), 
nach welchem die Geldstrafe mindestens drei und höchstens 180 Tagessätze beträgt, das 
Sanktionensystem insofern verschärft, als es den Anwendungsbereich der Geldstrafe ein-
schränkt und denjenigen der Freiheitsstrafe entsprechend ausdehnt (E. 4 des zitierten Ent-
scheides). Zwischen den Aspekten des Verschuldens und der Spezialprävention besteht inso-
fern eine Wechselwirkung, als die Geldstrafe für Vergehenstatbestände ausgeschlossen ist, 
wenn das unterste Sechstel des Strafrahmens überschritten wird, weil nicht mehr von einem 
leichten Verschulden ausgegangen werden kann. In diesem Fall erübrigen sich weitere Erwä-
gungen zur spezialpräventiven Erforderlichkeit einer Freiheitsstrafe. Daher kann es im Einzelfall 
angezeigt sein, zunächst das Verschulden zu würdigen, bevor die Wahl der Strafart geprüft 
wird.   
 
5.1.3. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ih-
rem eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in pei-
us" muss sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungs-
faktoren gewichtet hat (vgl. BGer Urteil 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). Ist ein Urteil 
zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung die für die Zumessung der Strafe erhebli-
chen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Auch die Wahl der Sanktionsart ist 
zu begründen (vgl. BGer Urteil 6B_449/2011 vom 12. September 2011, E. 3.6.1). Das Gericht 
hat im Urteil darzulegen, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhen-
den Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatver-
schuldens zu gelangen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in 
welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht 
auf Umstände ausdrücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre – bei 

 
 
 

 
 
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der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet (BGer Ur-
teil 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen oder 
Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 136 
IV 55, E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Ge-
samteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer 
Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, 
sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden 
entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. Die so ermittel-
te Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkompo-
nenten verändert werden (BGE 136 IV 55, E. 5.7).  
 
5.1.4. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung bei Tatmehrheit (Art. 49 
StGB) wiederholt dargelegt, worauf verwiesen werden kann (vgl. BGE 138 IV 120, BGE 142 IV 
265, BGE 144 IV 217, BGE 144 IV 313; BGE 145 IV 1 [= Pra 12/2019, Nr. 137]; je mit Hinwei-
sen). Daraus folgt zusammengefasst, dass zunächst für das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe 
bemessen wird, welche anschliessend um die weiteren Taten zu asperieren ist. Zur Bildung der 
Einsatzstrafe wird vom abstrakt schwersten Delikt ausgegangen. Massgebend sind hierfür die 
Qualifikation als Verbrechen, Vergehen oder Übertretung sowie das Höchst- und das Mindest-
mass der angedrohten Strafe (ACKERMANN, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 49 N 116, 
m.w.H.). Sofern für mehrere Delikte derselbe Strafrahmen gilt, erscheint es sinnvoll, von derje-
nigen Straftat auszugehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (MATHYS, 
Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 2019, N 485). Das Asperationsprinzip kommt nur bei gleichar-
tigen Strafen zur Anwendung, d.h. ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das 
Kumulationsprinzip greift auch dann, wenn im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz (Art. 49 
Abs. 2 StGB) mehrere Delikte zu beurteilen sind, die sowohl vor als auch nach der letzten Ver-
urteilung begangen wurden. Soweit das Verschulden und Aspekte der Spezialprävention für 
eine Geldstrafe sprechen, ist die Strafe auch bei Deliktsmehrheit auf das gesetzlich vorgesehe-
ne Höchstmass von 180 Tagessätzen begrenzt (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StGB). Die 
Ausfällung einer Einheitsstrafe im Sinne einer Gesamtbetrachtung aller zu beurteilenden Delikte 
ist grundsätzlich nicht zulässig. Bei der Bemessung der Gesamtstrafe sind das Verhältnis der 
einzelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbststän-
digkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und die Bege-
hungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Deliktes wird dabei 
geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen 
Zusammenhang stehen. Im Fall der retrospektiven Konkurrenz darf das Zweitgericht bei der 
Gesamtstrafenbildung nicht auf eine rechtskräftig ausgefällte Sanktion zurückkommen, indem 
es diese nachträglich abändert oder verschärft. 
 
5.2. Der Berufungskläger beanstandet neben den Schuldsprüchen auch die vorinstanzliche 
Strafzumessung. In Bezug auf die Nötigung habe für den Fall eines Schuldspruchs eine Straf-
befreiung oder eine Strafmilderung wegen Rücktritts und tätiger Reue (Art. 23 StGB) zu erfol-
gen. Für die Drohung sei sodann eventualiter zu erwägen, dass die Voraussetzungen für das 
Ausfällen einer Freiheitsstrafe nicht erfüllt seien.  

 
 
 

 
 
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5.3.   
5.3.1. Zunächst ist eine Einsatzstrafe für die versuchte schwere Körperverletzung zu be-
messen, welche das abstrakt schwerste Delikt darstellt. Art 122 StGB sieht einen Strafrahmen 
von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe vor. Zumal es sich um eine versuchte 
Tat handelt, ist gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB eine Strafmilderung möglich.  
 
5.3.2. In objektiver Hinsicht ist zunächst zu erwägen, dass die versuchte Tat vorliegend nicht 
folgenlos blieb, sondern zu erheblichen Verletzungen im Gesicht des Privatklägers führte (vgl. 
Gutachten des IRM vom 9. Januar 2019, act. 629 ff.). Auch wenn damit nicht ein qualifizierter 
Schweregrad im Sinne von Art. 122 StGB erreicht wurde, ist der vom Strafrahmen des Grund-
tatbestandes der einfachen Körperverletzung (Art. 123 StGB) umfasste, objektive Unrechts- und 
Schuldgehalt in die Strafzumessung miteinzubeziehen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die 
Tat wegen eines blossen Streits um eine Sonnenbrille und mithin aus nichtigem Anlass erfolgte, 
und sich die Schläge des Berufungsklägers gegen ein körperlich unterlegenes, sitzendes Opfer 
richteten, welches auf die Attacke in keiner Weise vorbereitet war. Zutreffend hat das Strafge-
richt festgestellt, dass die gewalttätige Reaktion des Berufungsklägers nicht im Geringsten in 
einem nachvollziehbaren Verhältnis zu einer möglichen Provokation oder der angespannten 
Situation innerhalb der Wohngemeinschaft stand (E. III.2.2 des vorinstanzlichen Urteils). Der 
Umstand, dass der Privatkläger keine bleibenden Schäden am Auge davongetragen hat, führt 
vorliegend zur Anwendung von Art. 22 Abs. 1 StGB, wobei die Strafmilderung nur so weit gehen 
darf, als dies im Rahmen des Grundtatbestandes von Art. 123 StGB noch dem objektiven Ver-
schulden entspricht. Ansonsten würde der Täter, der den qualifizierten Tatbestand in Form des 
Versuches erfüllt, in ungerechtfertigter Weise privilegiert. Angesichts der konkreten Ver-
letzungsfolgen sowie der weiteren Tatumstände erscheint vorliegend eine Strafe von 8 Monaten 
dem objektiven Tatverschulden angemessen.  
 
5.3.3. Mit Bezug auf die subjektive Tatkomponente hat die Vorinstanz (E. III.2.2 des strafge-
richtlichen Urteils) zu Recht erwogen, dass die Inkaufnahme von massiven und bleibenden Ver-
letzungen dem Tatbestand der versuchten schweren Körperverletzung inhärent sei. Diesem 
Umstand wird mit der gesetzlich vorgesehenen Mindeststrafe von 6 Monaten Rechnung getra-
gen. Ein Unterschreiten dieses Strafrahmens wäre auch bei Anwendung von Art. 22 Abs. 1 
StGB nur dann gerechtfertigt, wenn sowohl die objektiven Tatfolgen wie auch das subjektive 
Verschulden geringfügig erscheinen. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Der Berufungskläger hat 
relativ schwerwiegende Verletzungen im Augenbereich verursacht und mit seinem Verhalten 
bewusst das Risiko einer bleibenden Schädigung geschaffen. Dieses subjektive Element fällt 
verschuldenserhöhend ins Gewicht. Angesichts der Tatsache, dass sich das Risiko nicht ver-
wirklichte und der Berufungskläger eventualvorsätzlich handelte, hat die Strafe jedoch im Ver-
gleich zum direktvorsätzlichen und vollendeten Delikt massgeblich tiefer auszufallen. Daher ist 
die Strafe in Würdigung der subjektiven Tatkomponenten auf 12 Monate zu erhöhen, was im 
Ergebnis mit Blick auf den Strafrahmen von Art. 122 StGB noch einem leichten Verschulden 
entspricht.  
 

 
 
 

 
 
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5.3.4. Im Zusammenhang mit der Täterkomponente (Art. 47 Abs. 1 Satz 2 StGB) sind vor-
liegend praxisgemäss die mehrfachen Vorstrafen des Berufungsklägers (vgl. act. 3 ff.) ver-
schuldenserhöhend zu berücksichtigen. Zumal es sich nicht um einschlägige Delikte handelt, 
rechtfertigt sich unter diesem Titel lediglich eine leichte Straferhöhung. Hinweise für eine be-
sondere Strafempfindlichkeit des Berufungsklägers sind nicht ersichtlich. Mit Blick auf das 
Nachtatverhalten wirkt sich leicht strafmindernd aus, dass sich der Berufungskläger aus eige-
nem Antrieb der Polizei stellte, was als gewisse Reue und Einsicht in das Unrecht seiner Hand-
lungen zu deuten ist. Ein Anwendungsfall von Art. 23 StGB liegt indessen entgegen der Dar-
stellung des Berufungsklägers nicht vor. Er hat weder in Bezug auf die Körperverletzung noch 
hinsichtlich der Nötigung oder Drohung ein Verhalten gezeigt, welches darauf gerichtet war, die 
Vollendung der Tat zu verhindern. Im Ergebnis halten sich die straferhöhenden und strafmin-
dernden Täterkomponenten vorliegend die Waage, weshalb sie sich letztlich strafzumessungs-
neutral auswirken. Es bleibt damit bei einer Einsatzstrafe von 12 Monaten. 
 
5.4. 
5.4.1. Die mehrfache versuchte Nötigung und die mehrfache Drohung erfolgten im 
Rahmen einer Aufarbeitung der Geschehnisse rund um die Körperverletzung des Privatklägers, 
welche mittels Austausches von Textnachrichten zwischen dem Berufungskläger und G.____ 
erfolgte. Es war in erster Linie das vorangehende gewalttätige Verhalten des Berufungsklägers, 
das seinen Drohungen Nachdruck verschaffte. Diese Delikte stehen somit sachlich und situativ 
in einem engen Zusammenhang zur versuchten schweren Körperverletzung, weshalb ihr Ge-
samtschuldbeitrag relativ gering ausfällt.    
 
5.4.2. Vorliegend stiess der Berufungskläger gegenüber dem Privatkläger sowie G.____ 
mehrfach Drohungen aus. Letztere stellte keinen Strafantrag, und die mit einer Nötigungshand-
lung verbundenen Äusserungen vom 18. und 20. September 2012 (vgl. Ziffer 2 der Anklage-
schrift vom 14. Mai 2020) richteten sich alleine an den Privatkläger. Somit sind vorliegend keine 
Delikte zum Nachteil von G.____ zu beurteilen. Gemäss erstelltem Anklagesachverhalt hat der 
Berufungskläger in 5 Fällen sinngemäss mit dem Tod oder einer schweren Körperverletzung 
gedroht. Zwei dieser Drohungen waren mit dem Ziel verbunden, eine Rückkehr des Privatklä-
gers in die Wohngemeinschaft zu verhindern. Die Nötigung geht der Drohung vor, wobei dies-
bezüglich auf die zutreffenden Erwägungen des Strafgerichts (E. II.2.2 des vorinstanzlichen 
Urteils) verwiesen werden kann.  
 
5.4.3. Mit Blick auf die objektiven Tatkomponenten erscheinen alle 5 Handlungen gleichwer-
tig, zumal sie im selben Kontext erfolgten und eine vergleichbare Intensität aufweisen. Strafer-
höhend fällt ins Gewicht, dass sich die Drohungen gegen das Opfer einer vorgängigen Gewalt-
tat richteten, das sich aufgrund der Handlungen des Berufungsklägers in Spitalpflege befand. In 
subjektiver Hinsicht wiegen die Nötigungshandlungen schwerer, weil sie zusätzlich eine Be-
schränkung der Handlungsfreiheit des Privatklägers bezweckten. Zu Gunsten des Berufungs-
klägers kann davon ausgegangen werden, er habe die Äusserungen unter dem Eindruck eines 
emotional aufgebrachten Gemütszustandes getätigt. Aufgrund des engen zeitlichen und sachli-
chen Zusammenhangs sowie des Umstandes, dass es hinsichtlich der Nötigung beim Versuch 

 
 
 

 
 
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blieb, wiegt das objektive und subjektive Tatverschulden für die einzelnen Delikte innerhalb der 
Strafrahmen von Art. 180 und Art. 181 StGB noch leicht. Die Tatmehrheit führt in Anwendung 
von Art. 49 Abs. 2 StGB zur Strafschärfung. Auch hinsichtlich der Nötigung und Drohung wirken 
sich die Täterkomponenten vorliegend strafzumessungsneutral aus. Eine Asperation der Ein-
zelstrafen führt zu einer verschuldensangemessenen Gesamtstrafe von je drei Monaten für die 
mehrfache versuchte Nötigung und die mehrfache Drohung.  
 
5.4.4. Der Berufungskläger stellt sich auf den Eventualstandpunkt, dass für die mehrfache 
Drohung eine Geldstrafe auszufällen sei. Während die Einsatzstrafe für die versuchte schwere 
Körperverletzung gemäss Art. 34 Abs. 1 StGB nur in Form einer Freiheitsstrafe vollzogen wer-
den kann, stellt sich für die mehrfache versuchte Nötigung und die mehrfache Drohung die Fra-
ge, ob hierfür ebenfalls eine Freiheitsstrafe oder eine kumulativ zu verhängende Geldstrafe 
auszusprechen ist. Gemäss Art. 41 Abs. 1 lit. a StGB kann das Gericht statt auf eine Geldstrafe 
auf eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn eine solche geboten erscheint, um den Täter von der 
Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Aus den Akten zur Person 
(act. 3 ff.) geht hervor, dass der Berufungskläger wegen Diebstahls, Betäubungsmitteldelikten 
und eines Vergehens gegen das Bundesgesetz über explosionsgefährliche Stoffe wiederholt zu 
Geldstrafen und Bussen verurteilt worden ist. Daraus folgt, dass sich monetäre Sanktionen in 
der Vergangenheit als spezialpräventiv unwirksam erwiesen haben. Zuletzt wurde der Beru-
fungskläger mit Urteil des Amtsgerichts Waldshut-Tiengen vom 30. Januar 2017 wegen Dieb-
stahls sowie zufolge Widerrufs zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 7 Monaten und 7 Tagen 
verurteilt. Die Probezeit wurde auf drei Jahre festgesetzt (act. 19). Innerhalb dieser Bewäh-
rungsfrist erfolgten die hier zu beurteilenden Taten. Aus diesen Gründen erscheint das Aus-
fällen einer Geldstrafe vorliegend nicht geeignet, den Berufungskläger von weiteren Verbrechen 
oder Vergehen abzuhalten. Daher ist die Einsatzstrafe von 12 Monaten aufgrund der mehrfa-
chen versuchten Nötigung und der mehrfachen Drohung in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB 
zu asperieren. Weil der Gesamtschuldbeitrag dieser Delikte im Vergleich zur versuchten schwe-
ren Körperverletzung relativ gering ausfällt, ist im Ergebnis die Einsatzstrafe um jeweils einen 
Monat auf insgesamt 14 Monate zu erhöhen. Damit wird das vorinstanzliche Strafmass in Ab-
weisung der Berufung vollumfänglich bestätigt.  
 
5.5.  
5.5.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder 
einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe 
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten. Das Gericht hat also eine Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu 
stellen. Für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs genügt, dass keine Befürchtung be-
steht, der Täter werde sich in Zukunft nicht bewähren (vgl. BGE 134 IV 60, E. 7.2). Wurde der 
Täter jedoch innerhalb der letzten fünf Jahre zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstra-
fe von mehr als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nach Art. 42 Abs. 2 StGB nur zu-
lässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen. Schiebt das Gericht den Vollzug einer 
Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf 

 
 
 

 
 
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Jahren. Für die Dauer der Probezeit kann das Gericht Bewährungshilfe anordnen und Weisun-
gen erteilen (Art. 44 Abs. 1 und 2 StGB).  
 
5.5.2. Der Berufungskläger wurde mit Urteil des Amtsgerichts Waldshut-Tiengen vom 
30. Januar 2017 innerhalb der letzten fünf Jahre zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs 
Monaten verurteilt (vgl. act. 19). Für die Prognosestellung gemäss Art. 42 Abs. 2 StGB sind 
auch ausländische Urteile zu berücksichtigen (BGer Urteil 6B_23/2018 vom 26. März 2019, 
E. 3.4.3, mit Hinweis auf die Botschaft vom 21. September 1998 zur Änderung des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuches [BBl 1999 1979 ff.], S. 2050). Folglich wäre ein Strafaufschub nur bei 
Vorliegen besonders günstiger Umstände möglich. Dies ist in casu nicht der Fall, zumal dem 
Berufungskläger aufgrund der mehrfachen Vorstrafen sowie seiner Delinquenz während der 
laufenden Probezeit gemäss vorgenanntem Urteil keine gute Prognose gestellt werden kann. 
Daher ist die Freiheitsstrafe in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils sowie in Abweisung der 
Berufung unbedingt auszufällen.   
 
5.6. Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der Täter während dieses oder eines 
anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an. Ein Tag Haft entspricht einem Tages-
satz Geldstrafe (Art. 51 StGB). Nach Art. 110 Abs. 7 StGB ist Untersuchungshaft jede in einem 
Strafverfahren verhängte Untersuchungs-, Sicherheits- und Auslieferungshaft. Ohne jede Ein-
schränkung anzurechnen ist auch der vorzeitig angetretene Strafvollzug (Art. 75 Abs. 2 StGB). 
Auf die Strafe ist ebenfalls jene Untersuchungshaft anzurechnen, die in einem anderen Verfah-
ren angeordnet worden ist. Zu entziehende Freiheit ist wenn immer möglich mit bereits entzo-
gener Freiheit zu kompensieren (BGE 133 IV 150, E. 5). Demnach hat das Strafgericht den vom 
24. bis zum 27. September 2018 ausgestandenen Freiheitsentzug von 3 Tagen zu Recht an die 
Freiheitsstrafe angerechnet.  
 
6. Landesverweisung 

6.1.  Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verweist das Gericht einen Ausländer, der wegen 
schwerer Körperverletzung (Art. 122 StGB) verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe 
für 5 bis 15 Jahre des Landes (sog. obligatorische Landesverweisung). Die Verweisung ist 
zwingend, es sei denn, besondere Umstände erlaubten, ausnahmsweise darauf zu verzichten. 
Die Landesverweisung muss entsprechend den allgemeinen Regeln des StGB grundsätzlich 
bei sämtlichen Täterschafts- und Teilnahmeformen sowie unabhängig davon ausgesprochen 
werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt 
ausfällt. Art. 66a Abs. 2 StGB sieht vor, dass das Gericht ausnahmsweise von der Landesver-
weisung absehen kann, wenn diese für den Ausländer einen schweren persönlichen Härtefall 
bewirken würde und die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegenüber den priva-
ten Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen. Dabei ist der be-
sonderen Situation von Ausländern Rechnung zu tragen, die in der Schweiz geboren oder auf-
gewachsen sind. Als konkrete Härtefallgründe fallen dabei insbesondere die Dauer der Anwe-
senheit in der Schweiz, die familiären Verhältnisse, die Arbeits- und Ausbildungssituation, na-
mentlich der Wille, am Wirtschaftsleben teilzunehmen, die finanziellen Verhältnisse, die Persön-

 
 
 

 
 
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lichkeitsentwicklung, der Gesundheitszustand, der Grad der Integration, die Beachtung der 
schweizerischen Rechtsordnung durch den Beschuldigten, die Resozialisierungschancen sowie 
die Möglichkeiten der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat in Betracht. Ist bei einer Gesamt-
betrachtung dieser Kriterien von einem Härtefall auszugehen, so ist in einem zweiten Schritt 
das private Interesse des Beschuldigten am weiteren Verbleib in der Schweiz dem konkreten 
öffentlichen (Sicherheits-) Interesse an seiner Landesverweisung gegenüberzustellen. Nur 
wenn dabei das private das öffentliche Interesse überwiegt, ist ausnahmsweise von der Anord-
nung einer obligatorischen Landesverweisung abzusehen. Mithin bildet die Härtefallklausel den 
Ausnahmefall und ist deshalb restriktiv anzuwenden (BGer Urteile 6B_1286/2017 vom 11. April 
2018, E. 1.2; 6B_659/2018 vom 20. September 2018, E. 3.3.1; 6B_1152/2017 vom 28. Novem-
ber 2018, E. 2.4; BGE 144 IV 332, E. 3.3.2; Pra 2019 Nr. 70, S. 698 ff.; Urteil des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft 460 17 61 vom 16. Oktober 2017, E. 4.4; ZURBRÜGG/HRUSCHKA, Basler 
Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 66a N 101). 
 
6.2. Der Berufungskläger hat eine Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verübt. 
Er lebt mittlerweile in Kroatien, weshalb er offensichtlich kein aktuelles Interesse am Verbleib in 
der Schweiz hat. Mangels persönlicher oder wirtschaftlicher Verbindungen bestehen auch hin-
sichtlich einer allfälligen Rückkehr in die Schweiz keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme ei-
nes Härtefalles. Die Landesverweisung für die Minimaldauer von 5 Jahren gemäss Urteil des 
Strafgerichts ist daher in Abweisung der Berufung zu bestätigen.   
 
7. Zivilforderungen 

7.1. Die geschädigte Person kann zivilrechtliche Ansprüche aus der Straftat als Privatklä-
gerschaft adhäsionsweise im Strafverfahren geltend machen und ist somit Partei im Strafver-
fahren (Art. 122 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Gemäss Art. 126 
Abs. 1 StPO entscheidet das Gericht über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es die be-
schuldigte Person schuldig spricht oder freispricht und der Sachverhalt spruchreif ist. Die Kon-
stituierung als Zivilklägerschaft muss spätestens bis zum Abschluss des Vorverfahrens gegen-
über der Strafverfolgungsbehörde erklärt werden (vgl. Art. 118 Abs. 3 StPO), wobei hierfür bei 
Antragsdelikten praxisgemäss das Stellen eines Strafantrags genügt. Die materielle Entschei-
dung über die Zivilklage setzt voraus, dass die Zivilklägerschaft diese ausreichend beziffert und 
begründet, was spätestens im Parteivortrag zu erfolgen hat (Art. 123 StPO). Die Zivilklage wird 
vollständig oder teilweise gutgeheissen, wenn und soweit die Forderung in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht ausgewiesen ist. Bei teilweiser Gutheissung muss auch über den nicht gut-
geheissenen Teil entschieden werden. Ist letzterer spruchreif aber nicht begründet, wird er ab-
gewiesen. Ist der Anspruch dagegen nicht genügend substantiiert, wird die Klage gemäss 
Art. 126 Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen (vgl. DOLGE, Basler Kommentar StPO, 2. A. 
2014, Art. 126, N 23 f.).  
 
7.2. Der Berufungskläger macht geltend, dass der Privatkläger keine bleibenden Beein-
trächtigungen erlitten habe und die Ursache für eine allfällig verminderte Sehkraft nicht im Er-
eignis vom 15. September 2018 liege. Weiter sei zu beachten, dass der Privatkläger mit seinem 

 
 
 

 
 
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prozessualen Verhalten ein offensichtliches Desinteresse am Verfahren und einer zivilrechtli-
chen Entschädigung kundgetan habe. Daher sei keine Genugtuung geschuldet und die Zivilfor-
derung sei abzuweisen. Durch das Verpassen von ärztlichen Nachkontrollen sei der Privatklä-
ger sodann seiner Schadensminderungspflicht nicht nachgekommen. Die Zivilforderung der 
B.____ erscheine ausserdem zu wenig substantiiert, zumal insbesondere die detaillierten Ab-
rechnungen der Leistungserbringer fehlen würden. Folglich sei diese Forderung auf den Zivil-
weg zu verweisen.  
 
7.3. Gemäss Art. 47 des Obligationenrechts (OR, SR 220) kann das Gericht bei einer Kör-
perverletzung unter Würdigung der besonderen Umstände dem Verletzten eine angemessene 
Geldsumme als Genugtuung zusprechen. Die Körperverletzung muss zu immaterieller Unbill 
(Schmerz) beim Verletzten geführt haben. Eine geringfügige Beeinträchtigung, die nicht zu ei-
nem eigentlichen Schmerz führt, stellt keine immaterielle Unbill dar. Darüber hinaus muss der 
erlittene körperliche bzw. seelische Schmerz von einer gewissen Schwere sein (vgl. KESSLER, 
Basler Kommentar OR, 7. A. 2020, Art. 47 N 13, m.w.H.). Je schwerwiegender die Umstände 
sind und je intensiver die Unbill auf den Anspruchsteller eingewirkt hat, desto höher ist grund-
sätzlich die Genugtuungssumme. Deren Bemessung ist mit Blick auf die Umstände des Einzel-
falls vorzunehmen; die Anwendung schematischer Kriterien ist nicht zulässig. Dem Gericht 
kommt bei der Bemessung der Genugtuungsleistung ein erheblicher Ermessensspielraum zu 
(KESSLER, a.a.O., Art. 47 N 20, m.w.H.).  
 
7.4. Vorliegend ist erstellt, dass der Berufungskläger durch sein rechtswidriges und schuld-
haftes Verhalten die aktenkundigen Verletzungen im Gesicht des Privatklägers (vgl. Gutachten 
des IRM vom 9. Januar 2019, act. 653 ff.) verursacht hat. Mithin hat er das absolut geschützte 
Recht der körperlichen Integrität massgeblich beeinträchtigt. Die Haftungsvoraussetzungen 
gemäss Art. 41 OR sind damit erfüllt. Der Privatkläger erlitt einen komplexen Knochenbruch im 
Gesichtsbereich, wobei die Funktionsfähigkeit seines linken Auges gefährdet wurde. Die Be-
handlung erforderte einen operativen Eingriff sowie einen mehrtägigen Spitalaufenthalt (vgl. 
act. 671 ff.). Die damit verbundene immaterielle Unbill rechtfertigt die Leistung einer Genugtu-
ung gemäss Art. 47 OR. Ausserdem ging die Drohung mit einer widerrechtlichen Verletzung der 
Persönlichkeit des Privatklägers einher (vgl. Art. 28 und Art. 28b des Zivilgesetzbuchs [ZGB, SR 
210]), was gemäss Art. 49 OR ebenfalls einen Genugtuungsanspruch begründet. Mit Blick auf 
die konkrete Intensität der Beeinträchtigung der Rechte des Privatklägers ist die vorinstanzliche 
Festlegung einer Genugtuung von CHF 5'000.–, welche auch im Rahmen der Vorgaben des 
Leitfadens des Bundesamtes für Justiz vom 3. Oktober 2019 zur Bemessung der Genugtuung 
nach Opferhilfegesetz (S. 12 und 17) liegt, nicht zu beanstanden. Das Urteil des Strafgerichts 
vom 19. August 2021 ist somit auch in diesem Punkt in Abweisung der Berufung zu bestätigen.       
 
7.5. B.____ hat als Privatklägerin eine Zivilforderung von CHF 20'606.90 geltend gemacht 
(act. S 73). Gemäss Art. 72 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) tritt der Versicherungsträger im Zeitpunkt des Ereignis-
ses bis auf die Höhe der gesetzlichen Leistungen in die Ansprüche der versicherten Person ein. 
Wie vorstehend (E. II.7.2) ausgeführt, sind die Voraussetzungen für eine Haftung des Beru-

 
 
 

 
 
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fungsklägers gegenüber dem Privatkläger erfüllt. Als Unfallversicherung hat die B.____ die 
durch die Körperverletzung verursachten Behandlungskosten übernommen, was sie entgegen 
der Auffassung des Berufungsklägers auch hinreichend belegt hat (vgl. act. S 75 ff.). Für die 
medizinischen Leistungen liegen detaillierte Abrechnungen vor, und die Leistung von Kranken-
taggeld für die Dauer der ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit ist ebenfalls genügend do-
kumentiert. Weiter kann mit Verweis auf die zutreffenden Erwägungen des Strafgerichts (E. V.3) 
festgestellt werden, dass die hier geltend gemachten Kosten alle vor dem Nachkontrolltermin 
vom 27. November 2018 entstanden sind, womit sich die Frage einer Verletzung der Scha-
densminderungspflicht diesbezüglich nicht stellt. Somit ist die Berufung auch hinsichtlich der 
Zivilforderung der B.____ in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils abzuweisen.  
 
III. Kosten 

(…) 

  

 
 
 

 
 
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Demzufolge wird erkannt: 
 
://:  I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 19. August 2021, 

auszugsweise lautend:  
 

"1. a)  Der vom persönlichen Erscheinen an der Hauptverhandlung 
dispensierte C.____ wird der versuchten schweren Körperverlet-
zung, der mehrfachen versuchten Nötigung, der mehrfachen 
Drohung sowie der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
schuldig erklärt und verurteilt 

 
 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, 
 unter Anrechnung des vom 24. bis 27. September 2018 ausge-

standenen Freiheitsentzugs von 3 Tagen, 
 
  sowie zu einer Busse von CHF 100.00, 
  im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag, 
 
 in Anwendung von Art. 122 StGB (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), 

Art. 180 Abs. 1 StGB, Art. 181 StGB (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), 
Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 StGB, Art. 106 StGB 
sowie Art. 336 Abs. 3 StPO. 

 
    b) Das Verfahren betreffend mehrfache Beschimpfung wird mangels 

Strafantrags eingestellt. 
 
2. C.____ wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 5 

Jahren des Landes verwiesen. 
 
3. a) C.____ wird dazu verurteilt, A.____ eine Genugtuung von 

CHF 5'000.00 zu bezahlen. 
 

 Die Genugtuungsmehrforderung sowie die Schadenersatzforde-
rung von A.____ werden in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. b 
StPO auf den Zivilweg verwiesen. 

 
     b) C.____ wird dazu verurteilt, B.____ CHF 20'606.90 zu bezahlen. 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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4. a) Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorverfah-
rens von CHF 9'194.30, den Kosten des Zwangsmassnahmenge-
richts von CHF 650.00 und der Gerichtsgebühr von 
CHF 6'000.00. 

 
 C.____ trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 426 

Abs. 1 StPO.  
 
 Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil ver-

langt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr auf 
CHF 3'000.00 ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT). 

 
  b) Die Kosten des amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt R.L.  

Fringeli in Höhe von 

  Kosten gemäss Kontoblättern CHF 10'586.80 
  Berichtigung MwSt. CHF -29.40 
  Zuschlag HV: 2 Std. à CHF 200.00 + 7.7% MwSt. CHF 430.80 
  Total  CHF 10'988.20 

  
 (wovon CHF 7'854.65 für den Aufwand vor Anklageerhebung so-

wie CHF 3'133.55 für den Aufwand nach Anklageerhebung) wer-
den unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von Mihail 
Juric nach Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 
  c) Auf den Antrag von A.____, es sei C.____ zur Bezahlung einer 

Parteientschädigung zu verurteilen, wird gemäss Art. 433 Abs. 2 
StPO mangels Bezifferung nicht eingetreten. 

 
(…)" 
 

  wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten, soweit darauf 
eingetreten werden kann, vollumfänglich bestätigt und in den 
Dispositiv-Ziffern 1 - 4 unverändert als Bestandteil dieses Urteils 
erklärt.  
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 4'000.–, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 3'750.– sowie 
Auslagen von CHF 250.–, gehen zu Lasten des Beschuldigten.  
 

 
 
 

 
 
Seite 22  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 III. Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Rechts-
mittelverfahren wird dem Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt 
Rainer L. Fringeli, ein Honorar von CHF 5'590.40 (inklusive Auslagen) 
zuzüglich 7.7% MWST von CHF 430.45, insgesamt somit CHF 6'020.85, 
aus der Gerichtskasse entrichtet. 
 
Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für die 
amtliche Verteidigung zurückzuzahlen sowie der amtlichen Verteidigung 
die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen 
Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse er-
lauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 
 

 IV. (Mitteilungen)  
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.