# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 810f401f-827c-5629-bfd4-bca33da2073b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2025 D-6306/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6306-2025_2025-10-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6306/2025 

law/blp 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; 

Gerichtsschreiber Patrick Blumer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Guinea, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 21. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6306/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer reichte am 11. Oktober 2023 ein Asylgesuch in 

der Schweiz ein und wurde dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region (…) 

zugewiesen. 

A.b Am 11. Oktober 2023 wurde ein Dublin-Verfahren eröffnet. Dieses 

wurde am 30. Januar 2024 beendet und das Asylgesuch des Beschwerde-

führers fortan im nationalen Verfahren behandelt. 

A.c Das SEM befragte ihn am 19. Dezember 2023 summarisch zu seiner 

Person und hörte ihn am gleichen Tag gemäss Art. 29 AsylG (SR 142.31) 

vertieft zu seinen Asylgründen an. Am 19. Dezember 2023 verfügte das 

SEM, sein Asylgesuch werde im erweiterten Verfahren behandelt. 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer machte zur Begründung seines Asylgesuches 

anlässlich der Anhörung vom 19. Dezember 2023 im Wesentlichen gel-

tend, er sei Muslim und in der Stadt B._______, Präfektur B._______, Re-

gion C._______, geboren. Sein Vater sei ethnischer Malinka und seine 

Mutter ethnische Peul. Er (der Beschwerdeführer) habe zwei Brüder. Seine 

Eltern hätten sich getrennt, als er noch sehr klein gewesen sei. Seine bei-

den Brüder seien bei seinem Vater geblieben, und er (der Beschwerdefüh-

rer) sei mit seiner Mutter ins Dorf seiner Onkel mütterlicherseits (ms) 

D._______ gegangen. Sein Vater sei Lehrer und seine Mutter habe ihren 

Lebensunterhalt in der Landwirtschaft verdient. Er (der Beschwerdeführer) 

habe seiner Mutter ab und zu bei der Feldarbeit geholfen. Er habe die 

Schule bis zur 10. Klasse besucht, diese aber nicht abgeschlossen. Nach 

der Schule sei er oft ins Spital gegangen, in welchem der Cousin seiner 

Mutter gearbeitet habe, und habe dort ausgeholfen. 

Eines Tages habe ihm sein Onkel E._______ mitgeteilt, dass er ein junges 

Mädchen gefunden habe, welches er heiraten müsse. Dies habe er nicht 

gewollt und seine Mutter um Hilfe gebeten. Diese habe sich nicht einmi-

schen wollen und gemeint, als Frau habe sie nichts dazu zu sagen. Er habe 

weiter Widerstand geleistet. Sein Onkel habe gemeint, wenn er sich weiter 

weigere, müsse er das Dorf verlassen. Ende 2022 habe er dies getan und 

sei zu seinem Vater und seiner neuen Familie gezogen. Dort habe er weiter 

die Schule besucht. Seine Stiefmutter und habe ihn und seine beiden Brü-

der sehr streng behandelt, und er habe viel im Haushalt helfen müssen. 

Sein Halbbruder, der leibliche Sohn seiner Stiefmutter, habe nie helfen 

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müssen. An einem Morgen, an welchem seine Stiefmutter ihn wieder ein-

mal sehr grob geweckt habe, habe er sie gestossen, sodass sie umgefallen 

sei und sich den Arm gebrochen habe. Sein Vater und sein Stiefbruder 

seien hinzugekommen und hätten ihn geschlagen. Seit diesem Tag sei 

seine Stiefmutter noch viel strenger mit ihm gewesen und habe überall her-

umerzählt, dass er sie störe. 

Einige Zeit später sei es erneut zu einem heftigen Streit mit seiner Stief-

mutter gekommen, bei welchem er so stark von ihr geschlagen worden sei, 

dass sein Vater ihn ins Spital habe bringen müssen. Dort sei er geröntgt 

worden, er habe Tabletten erhalten und sei wieder nach Hause gegangen. 

Seither habe er Rückenschmerzen im Bereich der Nieren. Nach diesem 

Ereignis habe er sich entschieden, nicht länger im Haus seiner Stiefmutter 

zu bleiben und sei ausgereist. Am (…) 2023 habe er seine Heimat verlas-

sen. 

Er stehe nach wie vor in Kontakt mit seinen Eltern. Er sei nicht wütend auf 

seinen Vater, würde aber gerne die gewaltvollen Vorfälle vergessen. Bei 

einer Rückkehr nach Guinea sei er nicht in Sicherheit und könne nicht wei-

ter zur Schule gehen. 

B.b Im Rahmen des Asylverfahrens reichte der Beschwerdeführer seinen 

Geburtsschein in Kopie ein. 

C.  

Das SEM stellte mit Verfügung vom 21. Juli 2025 (eröffnet am 22. Juli 

2025) fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

lehnte sein Asylgesuch vom 11. Oktober 2023 ab, wies ihn aus der Schweiz 

weg und stellte fest, er sei verpflichtet, das Staatsgebiet der Schweiz sowie 

den Schengen-Raum bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft dieser Ver-

fügung zu verlassen, dies zur Rückreise in seinen Heimatstaat beziehungs-

weise seinen Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein Land, das sich aus-

serhalb des Schengen-Raumes befindet und in dem er aufgenommen 

würde, verbunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Verpflichtung nicht in-

nert Frist nachkomme, könne die Wegweisung unter Zwang vollzogen wer-

den. Gleichzeitig beauftragte das SEM den Kanton F._______ mit dem 

Vollzug der Wegweisung. 

D.  

Mit Eingabe vom 20. August 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. In dieser 

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wurde beantragt, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben, es sei die 

Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren, eventua-

liter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig oder 

unzumutbar sei und die vorläufige Aufnahme sei anzuordnen, subeventu-

aliter sei die Sache zur korrekten Erstellung des Sachverhalts und zur Neu-

beurteilung von Flüchtlingseigenschaft und Asyl an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, es sei die un-

entgeltliche Prozessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses sei zu verzichten und es sei ein amtlicher Rechtsbeistand ein-

zusetzen. 

Der Beschwerde lagen der angefochtene Entscheid, die Abholquittung, die 

Fürsorgebestätigung vom 18. August 2025, die Kursbestätigung Erstinfor-

mation des Amts für Migration und Zivilrecht F._______ und das Zertifikat 

für Start Deutsch 2 vom 14. Juli 2025, die Stellungnahme zum Negativ-Be-

scheid des G._______ und von Frau H._______ je vom 31. Juli 2025 sowie 

ein in einer unbekannten Schweizer Zeitung abgedruckter Leserbrief des 

Beschwerdeführers vom (…) 2025, bei. 

E.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte dem Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 21. August 2025 den Eingang der Beschwerde. 

F.  

Der Instruktionsrichter stellte mit Zwischenverfügung vom 28. August 2025 

fest, der Beschwerdeführer dürfe den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, wies die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung, amtlicher Verbeiständung und Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ab, und forderte den Beschwerdeführer auf, bis 

zum 12. September 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– einzuzah-

len, mit dem Hinweis, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten. 

G.  

Der Beschwerdeführer zahlte den Kostenvorschuss am 11. September 

2025 ein. 

H.  

Mit Eingabe vom 12. September 2025 ergänzte der Beschwerdeführer 

seine Beschwerde. Seiner Eingabe waren das psychiatrische Konsilium 

der psychiatrischen Dienste F._______ vom 3. September 2025, der 

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Austrittsbericht des Spitals I._______ vom 3. September 2025, das Ein-

tritts- vom 3. Juni 2025 und das Austrittsgespräch vom 13. Juni 2025 bei 

den psychiatrischen Diensten F._______ und der Arztbericht von 

J._______, Praxis am Bahnhof K._______, vom 6. August 2025, je in Ko-

pie, beigelegt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – 

in der Regel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.2 Wie bereits in der Zwischenverfügung vom 28. August 2025 festgehal-

ten wurde, ist das Bundesverwaltungsgericht für die Behandlung der vor-

liegenden Beschwerde zuständig. Festgestellt wurde darin ebenfalls, dass 

die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht wurde und der Be-

schwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (vgl. a.a.O. 

E. 1). Nachdem der einverlangte Kostenvorschuss innert angesetzter Frist 

bezahlt wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung einer zweiten Richterin 

(Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und 

mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung zur Begründung 

ihres Entscheides im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer mache rein 

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familiäre Probleme und somit keine nach Art. 3 AsylG relevante Verfolgung 

in seiner Heimat geltend. Der angedrohten Zwangsheirat mit einem jungen 

Mädchen habe er leicht mit dem Fortgang aus seinem Dorf entgehen kön-

nen. Sein Onkel sei zwar wütend gewesen, es sei aber zu keinen weiteren 

Konsequenzen gekommen. Der Beschwerdeführer sei nun volljährig und 

sei bei einer Rückkehr nicht darauf hingewiesen, wieder bei seiner Stief-

mutter oder in der Nähe seines Onkels unterzukommen. Somit könnte er 

sich erneuten Misshandlungen entziehen. Ausserdem habe sein Vater ihm 

– wenn auch nur aus Pflichtgefühl – geholfen und ihn ins Spital gebracht, 

als die Gewalt durch seine Stiefmutter eskaliert sei. Er habe von der 

Schweiz aus sowohl zu seiner Mutter als auch zu seinem Vater Kontakt, 

sodass nicht davon auszugehen sei, dass seine Eltern ihm gegenüber 

feindselig eingestellt seien und er etwas von dieser Seite zu befürchten 

habe. Schliesslich sei das von ihm aufgezeigte Fehlen einer Zukunftsper-

spektive Auswirkung der allgemeinen wirtschaftlichen, sozialen und politi-

schen Situation in seiner Heimat. Eine staatliche Verfolgung seiner Person 

zum Zeitpunkt, als er die Heimat verlassen habe, mache er nicht geltend. 

Seine Vorbringen würden daher den Anforderungen an die Flüchtlingsei-

genschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Demzufolge erfülle er die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, sodass sein Asylgesuch abzulehnen sei. 

4.2 In der Beschwerde wird im Wesentlichen geltend gemacht, vielleicht 

sei aus den Anhörungen nicht klar geworden, warum seine Stiefmutter sei-

nen Bruder und den Beschwerdeführer so sehr verabscheue, was daran 

liege, dass sein Vater damals zuerst mit seiner Mutter zwangsverheiratet 

worden sei, diese anfangs keine Kinder bekommen habe, sein Vater seine 

Stiefmutter geheiratet habe, diese seinen älteren Stiefbruder zur Welt ge-

bracht habe und ein paar Jahre später seine Mutter ihn und seinen Bruder 

zur Welt gebracht habe. Seine Freiheit in Guinea sei bedroht. Er sei dort 

unerträglichem psychischen Druck ausgesetzt, sich dem Willen seiner 

männlichen Verwandtschaft zu unterwerfen. Er sollte in Guinea zwangs-

verheiratet werden. Mit nun gerade (…) Jahren, ohne Schulabschluss, 

ohne Ausbildung und ohne jegliche Art von sozialem Netz werde von ihm 

nun verlangt, nach Guinea zurückzukehren. Sein Verfahren habe im 

(…) 2023 begonnen als er als unbegleiteter Minderjähriger in der Schweiz 

angekommen sei. Der Sachverhalt habe sich seither kaum weiterentwi-

ckelt. Es habe bis auf die Einreichung seines Geburtsscheins vor über ei-

nem Jahr keine weiteren Verfahrensschritte gegeben, die unternommen 

worden seien, weshalb nicht ersichtlich sei, dass sein Entscheid so lange 

habe auf sich warten lassen. Das Abwarten auf seine Volljährigkeit, um ei-

nen Entscheid in seinem Fall zu treffen, sei rechtsmissbräuchlich. Er 

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spreche fliessend Französisch, sehr gutes Deutsch und Englisch und sei 

motiviert, sich weiterzubilden, sein Engagement sehe man auch in seinen 

Schulnoten. Er habe hier viele Freundschaften geschlossen und ein stabi-

les soziales Netz aufgebaut.  

4.3 In der Beschwerdeergänzung vom 12. September 2025 führt der Be-

schwerdeführer im Wesentlichen aus, dass er nach Erhalt der Zwischen-

verfügung vom 28. August 2025 zirka acht Tabletten Paracetamol auf ein-

mal geschluckt habe. Er habe in diesem Moment einfach nicht weiterge-

wusst. Er habe alles vergessen wollen. Er sei sofort eingeschlafen, was 

darauf folgte, wisse er selbst nicht mehr so genau. Nachdem er nochmals 

aufgestanden sei, um auf die Toilette zu gehen, sei er zurück in sein Zim-

mer gelaufen und ohnmächtig auf seinem Bett liegen geblieben. Bei sei-

nem Anblick sei umgehend die Ambulanz verständigt worden. Er sei vom 

(…) September bis zum (…) September 2025 auf der Notfallstation im (…) 

Spital unter Beobachtung geblieben. Sie hätten eine akute Suizidgefahr 

festgestellt. In der psychiatrischen Klinik in L._______ sei erst am Freitag 

(wahrscheinlich: (…) September 2025; Anmerkung BVGer) ein Bett freige-

worden, also habe ihm die Familie H._______ in der Zwischenzeit zu sich 

nach Hause genommen. Dort habe er die Zeit in ständiger Gesellschaft 

verbracht, bis ihn Herr H._______ am Freitagmorgen nach L._______ in 

die Klinik M._______ gebracht habe. Er befinde sich zu diesem Zeitpunkt 

immer noch in der Klinik. Er habe es in der Beschwerde unterlassen, von 

einem ähnlichen Vorfall aus dem Jahr 2024 zu erzählen. In Guinea gebe 

es keine Krankenversicherung und keine Kostenübernahme für Medika-

mente. Er müsste für alle Behandlungskosten selbst aufkommen. Bei einer 

Rückkehr würden sich seine psychischen Probleme sicherlich verschlech-

tern, denn damit verwirkliche sich seine grösste Angst. Auch seine Rücken-

probleme würden dort noch schlimmer werden, da ihm nichts ausser kör-

perlicher Arbeit in Aussicht gestellt werde. Sein Vater wolle ihn nicht mehr 

finanziell unterstützen, sie hätten kaum Kontakt. Seine Mutter habe kein 

eigenes Geld und sein Onkel wolle ihm erst recht nicht helfen. Er habe 

keine Menschenseele, zu welcher er zurückkehren könnte. Niemanden, 

den er noch um Hilfe bitten könnte. Er könne sich doch gar nichts leisten, 

wie solle er sich da um seine psychische Gesundheit kümmern oder 

Schmerzmittel für seinen Rücken kaufen? Zwar sei ihm bewusst, dass sich 

aus der Tatsache, dass die Vorinstanz über mehrere Jahre hinweg in einem 

grundsätzlich prioritär zu behandelnden Fall keinen Entscheid getroffen 

habe, keine materiell-rechtlichen Ansprüche ableiten liessen. Dennoch sei 

festzuhalten, dass es als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren sei, seine 

Volljährigkeit abzuwarten, nur um anschliessend geltend zu machen, dass 

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ihm nunmehr eine eigenständige Existenz in einem Land möglich sei, in 

welches er wenige Monate zuvor noch gar nicht hätte zurückgeführt wer-

den können. Ein solches Vorgehen erwecke den Anschein, dass bewusst 

zugewartet worden sei, um eine Begründung zu konstruieren, die unter 

früheren Voraussetzungen nicht haltbar gewesen wäre. Er bitte darum, 

seine persönliche und gesundheitliche Lage ernst zu nehmen und ihm eine 

Perspektive in der Schweiz zu ermöglichen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).  

5.2 Begründete Furcht vor Verfolgung besteht nach konstanter Rechtspre-

chung nur dann, wenn hinreichend Anlass zur Annahme besteht, die be-

hauptete Verfolgung werde sich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in 

absehbarer Zukunft verwirklichen – eine bloss entfernte Möglichkeit künfti-

ger Verfolgung genügt nicht (vgl. BVGE 2011/51 E. 6.2). 

6.  

6.1 Vorweg festzuhalten ist, dass sich aus dem blossen Umstand, dass der 

Beschwerdeführer mit der Sachverhaltswürdigung und den Schlussfolge-

rungen der Vorinstanz nicht einverstanden ist, nicht ergibt, diese habe ihre 

Abklärungspflicht respektive die Pflicht zur korrekten Sachverhaltsfeststel-

lung verletzt. Ob ihre Würdigung des zur Begründung des Asylgesuchs gel-

tend gemachten Sachverhalts zutrifft oder nicht, ist allein eine Frage der 

materiellen Richtigkeit des Asylentscheids. Im Übrigen wird in der Be-

schwerde auch nicht ansatzweise dargetan, welche Sachverhaltselemente 

unvollständig oder falsch abgeklärt worden sein sollen. Es besteht dem-

nach kein Anlass, die angefochtene Verfügung wegen unvollständiger oder 

falscher Sachverhaltsfeststellung aufzuheben und die Sache an die Vor-

instanz zurückzuweisen. Der subeventualiter gestellte Antrag ist abzuwei-

sen. 

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6.2 In der Zwischenverfügung vom 28. August 2025 wurde festgehalten, 

das SEM sei mit überzeugender Begründung zum Ergebnis gelangt, dass 

die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Flücht-

lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten würden. Diese Ein-

schätzung ist auch nach einer erneuten Prüfung der Akten sowie nach Ein-

reichung der Beschwerdeergänzung zu bestätigen. Zur Vermeidung von 

Wiederholungen kann vorweg auf die weitgehend zutreffenden Erwägun-

gen in der angefochtenen Verfügung (vgl. Ziff. II) und die obige Zusammen-

fassung derselben (vgl. E. 4.1) verwiesen werden. Der Umstand, dass die 

Vorinstanz über das vom Beschwerdeführer als Minderjähriger am 11. Ok-

tober 2023 eingereichte Asylgesuch erst am 21. Juli 2025 – und mithin 

nach Erreichen der Volljährigkeit – entschieden hat, lässt sich mit dem Be-

schleunigungsgebot, welches auf dem Verbot der Rechtsverzögerung be-

ruht, zwar tatsächlich nicht vereinbaren. Der Beschwerdeführer kann je-

doch allein aus der Tatsache, dass die Vorinstanz sein Verfahren relativ 

lange nicht zu einem Abschluss gebracht hat, weder mit Blick auf die 

Flüchtlingseigenschaft (noch hinsichtlich des Vollzugs der Wegweisung) 

materiell-rechtliche Ansprüche ableiten. Im Übrigen wird dies von ihm in 

seiner Beschwerdeergänzung vom 12. September 2025 auch anerkannt 

(vgl. a.a.O., S. 4). Das SEM hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt, weil 

rein innerfamiliäre Probleme keine nach Art. 3 AsylG relevante Verfolgung 

darstellen. Der Beschwerdeführer wiederholt in seiner Beschwerde sowie 

Beschwerdeergänzung sodann zwar den zur Begründung seines Asylge-

suches geltend gemachten Sachverhalt nochmals ausführlich, ansonsten 

bringt er jedoch keine Argumente vor, die geeignet sind, hinsichtlich der 

Frage der Flüchtlingseigenschaft zu einer von derjenigen der Vorinstanz 

abweichenden Beurteilung zu gelangen. 

6.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und das Asylge-

such abgelehnt hat. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50, je m.w.H.). 

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Seite 10 

7.2 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung sodann unter Be-

rücksichtigung der aktuellen Lage in Guinea, der persönlichen Situation 

des Beschwerdeführers sowie insbesondere auch seiner (zum Zeitpunkt 

des Erlasses der angefochtenen Verfügung bekannten) gesundheitlichen 

Situation ausführlich und zutreffend aus, weshalb der Vollzug der Wegwei-

sung vorliegend zulässig, zumutbar und möglich ist (vgl. angefochtene Ver-

fügung, Ziff. III). In der Beschwerde wird diesbezüglich nichts Substantiel-

les vorgebracht, was zu einer von derjenigen des SEM abweichenden Be-

urteilung führen könnte. Die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz, 

auf die verwiesen werden kann, sind zutreffend. 

7.3  Das Bundesverwaltungsgericht geht zudem davon aus, dass in Gui-

nea die medizinische Grundversorgung gewährleistet ist und auch Be-

handlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen wie die beim Be-

schwerdeführer gemäss den mit der Beschwerdeergänzung nachgereich-

ten ärztlichen Berichten diagnostizierten (unter anderem eine schwere de-

pressive Episode ohne psychotische Symptome F32.2) mit entsprechen-

dem Fachpersonal möglich ist (vgl. bspw. die Urteile des BVGer  

D-1770/2025 vom 1. April 2025 E. 8.3, D-7836/2024 und D-7790/2024 vom 

6. Februar 2025 E. 7.3.2.1, D-4148/2024 vom 13. Dezember 2024 

E. 7.4.3). Hinsichtlich der in der Beschwerdeergänzung geäusserten Be-

denken, der Beschwerdeführer könne sich eine medizinische Behandlung 

in seinem Heimatland nicht leisten, ist er auf die Möglichkeit hinzuweisen, 

nötigenfalls die Gewährung medizinischer Rückkehrhilfe zu beantragen 

(Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. Au-

gust 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]), die nicht nur 

in der Form der Mitgabe von Medikamenten, sondern beispielsweise auch 

der Übernahme von Kosten für notwendige Therapien bestehen kann. Er-

gänzend festzuhalten bleibt, dass nach Rechtsprechung des Bundesge-

richts und des Bundesverwaltungsgerichts Suizidalität kein Vollzugshinder-

nis darstellt (vgl. Urteil des BGer 2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015 

E. 3.2.1; Urteil des BVGer E-5571/2021 vom 6. Januar 2022 E. 8.5.4 mit 

Hinweis auf Urteile des BVGer E-1770/2021 vom 29. April 2021 E. 10.1 

und F-21/2021 vom 25. Februar 2021 E. 9.2). 

7.4 In der Beschwerde wird darauf hingewiesen und mit diversen Unterla-

gen dokumentiert (vgl. Bst. D), dass sich der Beschwerdeführer während 

seines Aufenthalts in der Schweiz stets bemüht hat, sich zu integrieren. 

Dazu wird insbesondere ausgeführt, er habe hier Freunde, sei ein guter 

Schüler, spreche fliessend Französisch und sehr gutes Deutsch sowie 

Englisch, und er sei motiviert, sich weiterzubilden. Er wisse sich zu 

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Seite 11 

benehmen, sei zukunftsorientiert und fleissig. Er sei freundlich und arbeite 

engagiert und effizient. Vor ein paar Wochen sei er ich im Spital gewesen, 

um dort als Pfleger zu schnuppern. 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die vorbildlichen Bemühungen des Be-

schwerdeführers, sich in der Schweiz zu integrieren, klar ersichtlich sind. 

Der Grad der Integration in der Schweiz ist jedoch grundsätzlich kein Kri-

terium für die Beurteilung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im 

Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG (SR 142.20) (vgl. BVGE 2009/52 E. 10.3 am 

Ende; Entscheidungen und Mitteilungen der [ehemaligen] Asylrekurskom-

mission [EMARK] 2006 Nr. 13 E. 3.5), weshalb auf die entsprechenden 

Ausführungen in der Beschwerde nicht weiter einzugehen ist. Anzufügen 

bleibt in diesem Zusammenhang, dass das Asylverfahren nicht dazu dient, 

Personen mit der Asylgewährung oder der Anordnung einer vorläufigen 

Aufnahme für ihre Bemühungen zu belohnen, sich in der Schweiz zu integ-

rieren. Es dient einzig dem Zweck festzustellen, ob eine Person Schutz vor 

künftiger Verfolgung im Heimatland benötigt beziehungsweise ob sie we-

gen ihr dort drohender menschenrechtwidriger Behandlung oder infolge 

von Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder einer drohenden medizi-

nischen Notlage auf den Schutz der Schweiz angewiesen ist. Wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt, ist dies in Bezug auf den Beschwer-

deführer nicht der Fall. 

7.5 Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt nach dem Gesagten 

ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden 

ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten desselben dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der am 11. September 2025 in gleicher Höhe ge-

leistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zu deren Be-

zahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

Walter Lang Patrick Blumer 

 

 

Versand: