# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2c0e513-0dd4-5dc7-8b8c-25f239fb1ccb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2008 A-3329/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3329-2008_2008-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-3329/2008
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz), Richter Beat Forster, 
Richter Daniel Riedo, 
Gerichtsschreiber Mario Vena.

Schweizer Flugplatzverein, Postfach 5206, 
1002 Lausanne,
vertreten durch Maître Pierre Moreillon, 
rue Cheneau-de-Bourg 3, case postale 6983, 
1002 Lausanne,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), 3003 Bern,
Vorinstanz.

Umnutzungsverfahren; Legitimation.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-3329/2008

Sachverhalt:

A.
Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt  (SIL) legt im Objektblatt zum 
Flugfeld Münster (Kanton Wallis) vom 14. Mai 2003 fest, dass für die 
Umwandlung  dieses  ehemaligen  Militärflugplatzes  in  einen  zivilen 
Flugplatz ein luftfahrtrechtliches Umnutzungsverfahren erforderlich ist, 
das die Überprüfung des Betriebsreglements sowie eine Plangenehmi-
gung für Bauten und Anlagen umfasst.

Ein  entsprechendes  Plangenehmigungsgesuch  wurde  von  der  Flug-
platzgenossenschaft  Münster,  Flugplatzhalterin,  am  10.  Juni  2005 
beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eingereicht.

B.
Das BAZL eröffnete am 3. November 2006 das Umnutzungsverfahren. 
Die  Flugplatzgenossenschaft  Münster  zweifelte  dabei  die  ihr  vom 
BAZL  vorgängig  mitgeteilte  Notwendigkeit  einer  öffentlichen  Auflage 
des Betriebsreglements an,  was zu Gesprächen unter  anderem zwi-
schen dem BAZL und dem Schweizer Flugplatzverein führte,  zu des-
sen Mitgliedern auch die Flugplatzgenossenschaft Münster zählt.

Das BAZL teilte der Flugplatzgenossenschaft  Münster wie auch dem 
Schweizer  Flugplatzverein  am  8.  beziehungsweise  10.  August  2007 
mit, dass an einer öffentlichen Auflage des Betriebsreglements festge-
halten werde, und verwies dabei auf das Merkblatt "Verfahren für den 
Weiterbetrieb  ehemaliger  Militärflugplätze  als  Zivilflugplatz  (Umnut-
zungsverfahren)",  Stand  Februar  2004  (hiernach:  Merkblatt  BAZL 
2004). Die Flugplatzgenossenschaft Münster und der Schweizer Flug-
platzverein  nahmen  dazu  am  14.  beziehungsweise  15.  September 
2007 Stellung.

Das BAZL stellte überdies gestützt auf eine interne luftfahrttechnische 
Prüfung Mängel des Gesuchs fest und forderte die Flugplatzgenossen-
schaft Münster mit Verfügung vom 6. März 2008 auf, das Gesuch ent-
sprechend anzupassen und bis zum 30. April 2008 neu einzureichen, 
damit das Umnutzungsverfahren durchgeführt werden könne. 

C.
Auf ein Erläuterungsgesuch der Flugplatzgenossenschaft Münster hin 
hob das BAZL mit Verfügung vom 17. April 2008 seine Verfügung vom 

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6. März 2008 wiedererwägungsweise auf (Dispositiv-Ziff. 1). Die Flug-
platzgenossenschaft  Münster  wurde  aufgefordert,  das  Plangenehmi-
gungsgesuch  unter  Berücksichtigung  eines  neuen  Prüfungsberichts 
des BAZL vom 11. April 2008 anzupassen und bis zum 15. Juni 2008 
neu einzureichen (Dispositiv-Ziff. 2 und 3). Angeordnet wurde schliess-
lich, dass im Rahmen des Umnutzungsverfahrens sowohl ein ordentli-
ches Plangenehmigungsverfahren als auch ein Verfahren zur Geneh-
migung des Betriebsreglements mit öffentlicher Auflage durchzuführen 
seien (Dispositiv-Ziff. 4). Eröffnet wurde diese Verfügung der Flugplatz-
genossenschaft  Münster;  an  den Schweizer  Flugplatzverein  ging sie 
zur Kenntnis.

D.
Der Schweizer Flugplatzverein (Beschwerdeführer) erhebt mit Eingabe 
vom 21. Mai 2008 Beschwerde gegen die Verfügung des BAZL (Vorin-
stanz) vom 17. April 2008 und beantragt in der Hauptsache die Aufhe-
bung von Dispositiv-Ziff. 4. Zur Begründung führt  er im Wesentlichen 
an, für die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Münster in ei-
nen  zivilen  Flugplatz  sei  entgegen  der  Ansicht  der  Vorinstanz  die 
Durchführung  eines  Plangenehmigungsverfahrens  nicht  erforderlich, 
jedenfalls seien aber die Voraussetzungen für die Anwendung des ver-
einfachten Plangenehmigungsverfahrens erfüllt; gesetzlich nicht vorge-
schrieben und ebenfalls nicht erforderlich sei eine öffentliche Auflage 
des Betriebsreglements der Flugplatzgenossenschaft  Münster, zumal 
dieses erst am 28. Mai 2002 vom BAZL genehmigt worden sei und im 
Zusammenhang mit der vorgesehenen Umnutzung keine Reglements-
änderung beantragt werde.

E.
Mit Zwischenverfügung vom 26. Mai 2008 wurde der Beschwerdefüh-
rer  unter  anderem aufgefordert,  innert  angesetzter  Frist  darzulegen, 
inwieweit er mit der Beschwerde tatsächlich ein Interesse der Mehrheit 
oder mindestens einer Grosszahl seiner Mitglieder vertrete.

F.
Der  Beschwerdeführer  äusserte  sich  dazu  mit  Stellungnahme  vom 
16. Juni 2008.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
(Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer]  A-2723/2007  vom 
30. Januar 2008 E. 1 und B-2143/2006 vom 2. Juni 2008 E. 1). Das 
Verfahren richtet  sich nach den Bestimmungen  des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von Be-
hörden erlassen wurden,  die gemäss Art. 33 und 34 VGG als Vorin-
stanzen gelten, und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Das 
BAZL gehört zu den in Art. 33 Bst. d VGG genannten Behörden. Eine 
Ausnahme,  was das Sachgebiet  angeht,  ist  nicht  gegeben,  weshalb 
das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde zuständig ist.

2.2 Nicht zu übersehen ist allerdings, dass es sich bei der angefochte-
nen Verfügung des BAZL nicht um eine das Verfahren abschliessende 
Endverfügung, sondern lediglich um eine Zwischenverfügung handelt 
(vgl. allgemein dazu  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren 
und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998, 
Rz. 511).  Gegenstand  der  Verfügung  bilden  nämlich  die  "Überarbei-
tung  der  Plangenehmigungsunterlagen"  und  die  "Verfahrensfestle-
gung" (so gemäss Rubrum) im Hinblick auf die Beurteilung des Umnut-
zungsgesuchs  der  Flugplatzgenossenschaft  Münster  im  Verfahren 
nach Art. 31  der  Verordnung vom 23. November 1994 über die Infra-
struktur der Luftfahrt (VIL, SR 748.131.1), nicht jedoch auch die mate-
rielle Beurteilung dieses Umnutzungsgesuchs selbst, die vielmehr wei-
terhin ausstehend ist. Zwischenverfügungen sind nur unter  besonde-
ren Voraussetzungen selbständig mit Beschwerde an das Bundesver-
waltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 45 und 46 VwVG). Ob diese Vor-
aussetzungen  vorliegend  gegeben  sind  (vgl.  insbesondere  Art.  46 
Abs.1 Bst. a VwVG), braucht indessen nicht abschliessend beurteilt zu 
werden, weil auf die Beschwerde, wie nachfolgend darzulegen ist, aus 
anderen Gründen nicht eingetreten werden kann.

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3.
Nach Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 
Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder  Änderung hat  (Bst. c); darüber  hinaus sind gemäss 
Art. 48  Abs. 2 VwVG auch Personen,  Organisationen und Behörden 
beschwerdeberechtigt, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht 
einräumt.  Mangels  einer  anderen  bundesrechtlichen  Norm,  die  den 
Beschwerdeführer  vorliegend als  Verband zur  Beschwerde ermächti-
gen  würde,  ist  dessen  Legitimation  ausschliesslich  nach  Massgabe 
von Art. 48 Abs. 1 VwVG zu prüfen.

3.1 Mit  Blick  auf  die  Legitimationsvoraussetzung von Art.  48  Abs. 1 
Bst. a VwVG ist  festzustellen,  dass der Beschwerdeführer bereits im 
Rahmen  des  Verfahrens  vor  der  Vorinstanz  zur  Frage  des  Verfah-
rensablaufs  für  die  Umnutzung  von  Militärflugplätzen  Stellung  nahm 
und ihm eine Kopie des angefochtenen Entscheids zur Kenntnisnahme 
zugestellt wurde. Ob er insoweit von der Vorinstanz zumindest faktisch 
als Partei (Art. 6 VwVG) behandelt worden ist oder ob ihm, im Gegen-
teil, seine Parteirechte in jenem Verfahren verweigert worden sind und 
er  daher keine Möglichkeit  zur  Teilnahme am Verfahren erhalten hat 
(vgl. dazu BVGE 2007/20 E. 2.2 und Urteil  BVGer A-3199/2006 vom 
7. März 2007 E. 3.2), kann indessen offen gelassen werden, weil die 
weiteren Legitimationsvoraussetzungen von Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c 
VwVG ohnehin nicht erfüllt sind (s. sogleich E. 3.2. f.). 

3.2
3.2.1 Nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG setzt die Beschwerdele-
gitimation im Allgemeinen voraus, dass die beschwerdeführende Per-
son durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betrof-
fen ist  und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung 
zur  Streitsache  steht. Ein  schutzwürdiges  Interesse  kann  rechtlicher 
oder bloss tatsächlicher Natur sein und liegt vor, wenn die tatsächliche 
oder rechtliche Situation der beschwerdeführenden Person durch den 
Ausgang des Verfahrens beeinflusst  werden kann (vgl. im Einzelnen 
BGE 119 Ib 374 E. 2a.aa, BGE 131 II 649 E. 3.1 sowie BGE 133 II 249 
E. 1.3; BVGE 2007/1 E. 3.4 und BVGE 2007/20 E. 2.4.1).

3.2.2 Vorliegend  greift  die  angefochtene  Verfügung  nicht  in  die 
Rechtsstellung des Beschwerdeführers selbst ein und berührt ihn auch 

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in seiner tatsächlichen Stellung als Verband schweizerischer Flugplät-
ze nicht unmittelbar, sondern betrifft ausschliesslich verfahrensrechtli-
che Fragen im Zusammenhang mit  der Umnutzung eines Militärflug-
platzes, der von einem seiner Mitglieder betrieben wird. Deshalb kann 
sich eine Beschwerdeberechtigung des Beschwerdeführers von vorn-
herein  nur  aus  der  Wahrung  der  Interessen  der  Flugplatzgenossen-
schaft Münster und allfälliger anderer Verbandsmitglieder im hängigen 
Verfahren ergeben, was aber voraussetzt, dass er zur Erhebung einer 
sogenannten "egoistischen" Verbandsbeschwerde berechtigt ist.

3.3 In Rechtsprechung und Lehre wird eine Beschwerdeberechtigung 
Dritter,  die  nicht  selbst  Adressaten  des  angefochtenen  Entscheids 
sind, im Allgemeinen nur unter gewissen engen Voraussetzungen an-
genommen (vgl. BGE 131 II  649 E. 3.1 mit  Hinweisen). Die "egoisti-
sche" Verbandsbeschwerde stellt  einen Spezialfall der Drittbeschwer-
de dar,  die aus  prozessökonomischen Gründen  – zur  Vereinfachung 
des  Verfahrens  –  zugelassen  wird  und  gestützt  auf  Art.  48  Abs.  1 
VwVG  auch  vor  Bundesverwaltungsgericht  zulässig  ist,  wenn  der 
beschwerdeführende  Verband  tatsächlich  ein  Interesse  der  Mehrheit 
oder  mindestens  einer  Grosszahl  seiner  Mitglieder  vertritt.  Im 
Einzelnen  ist  für  die  Zulässigkeit  der  "egoistischen"  Verbands-
beschwerde  erforderlich,  dass  folgende  Voraussetzungen  kumulativ 
erfüllt sind (vgl. zum Ganzen BGE 119 Ib 374 E. 2a.aa und BGE 130 II 
514 E. 2.3.3 sowie BVGE 2007/20 E. 2.3; MICHAEL BEUSCH/ANDRÉ MOSER/
LORENZ KNEUBÜHLER, Ausgewählte prozessrechtliche Fragen im Verfahren 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  in:  Schweizerisches  Zentralblatt 
für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2008, S. 17; KÖLZ/HÄNER, a.a.O.; 
Rz. 560 ff.; ISABELLE HÄNER, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsprozess, Zürich 2000, Rz. 786 ff.): 

• der Verband besitzt juristische Persönlichkeit; 

• es gehört zu seinen statutarischen Aufgaben, die in Frage 
stehenden Interessen seiner Mitglieder wahrzunehmen;

• die Interessen sind den Mitgliedern oder einer grossen An-
zahl der Mitglieder gemeinsam;

• jedes  dieser  Mitglieder  wäre  selbst  zur  Geltendmachung 
des Interesses durch Beschwerde berechtigt.

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3.3.1 Der Beschwerdeführer ist  ein  Verein im Sinne von Art. 60  des 
Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB, 
SR 210), der nach Art. 3 seiner Statuten bezweckt, die Interessen der 
schweizerischen Flugplätze zu wahren, dies unter anderem durch Ver-
tretung  seiner  Mitglieder  gegenüber  den  Behörden.  Ein  hinreichend 
enger Zusammenhang zwischen dem statutarischen Vereinszweck und 
dem Sachgebiet, auf welchem die angefochtene Verfügung ergangen 
ist (vgl. KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 564), kann damit ohne weiteres als ge-
geben  betrachtet  werden.  Der  Beschwerdeführer  zählt  insgesamt 
48 Aktivmitglieder  (Mitglieder  mit  Stimmrecht),  die  Eigentümer  oder 
Halter  (Art.  5  der  Statuten)  von  Flugplätzen  –  Flughäfen  und 
Flugfeldern (Art. 36a Abs. 1 bzw. Art. 36b Abs. 1 des Luftfahrtgesetzes 
vom 21. Dezember 1948 [LFG, SR 748.0]) – sind. 

3.3.2 Zu den Aktivmitgliedern gehören neben der Flugplatzgenossen-
schaft  Münster  auch  die  Eigentümer  beziehungsweise  Halter  sechs 
weiterer Militärflugplätze, die gemäss Merkblatt BAZL 2004, Anhang 1, 
im Umnutzungsverfahren nach Art. 31 VIL in zivile Flugplätze umge-
wandelt  werden sollen (im Einzelnen: Militärflugplätze Ambri,  Raron, 
Reichenbach, Saanen, St. Stephan, Zweisimmen). 

Von vornherein nicht ersichtlich ist, inwiefern die übrigen 41 Aktivmit-
glieder  des  Beschwerdeführers  durch  das  vorliegende  Umnutzungs-
verfahren in ihren Interessen berührt  sein könnten. Der Beschwerde-
führer beruft sich darauf, dass der angefochtene Entscheid im Sinne 
eines  möglichen  Präjudizes  eine  potenzielle  Gefahr  ("danger 
potentiel")  für  sämtliche  48  Aktivmitglieder  des  Vereins  begründe. 
Wenn das BAZL nämlich gestützt auf Art. 36d LFG die Durchführung 
eines Verfahrens zur Genehmigung des Betriebsreglements der Flug-
platzgenossenschaft Münster anordne, so werde die erst am 28. Mai 
2002 erfolgte Genehmigung ohne jeden Grund in Frage gestellt. Auf 
diese Weise würden aber ganz allgemein die Grundlagen der Rechts-
beziehungen  mit  dem  BAZL  erschüttert  und  Rechtsunsicherheit  ge-
schaffen; Entsprechendes gelte mit Bezug auf die zu Unrecht angeord-
nete  Durchführung  eines  ordentlichen  Plangenehmigungsverfahrens 
nach Art. 37b LFG statt eines vereinfachten Plangenehmigungsverfah-
rens nach Art. 37i LFG (so in der Beschwerdeschrift,  S. 12, sowie in 
der Stellungnahme vom 16. Juni 2008, S. 2 f.). Der Beschwerdeführer 
übersieht damit aber, dass ein allgemeines, öffentliches Interesse wie 
das  Interesse  an  Rechtssicherheit,  die  das  generelle  Vertrauen  der 
Rechtsgemeinschaft  in  die Beständigkeit  des Rechts und in die Vor-

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aussehbarkeit der Rechtsentwicklung schützt (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH 
ZIMMERLI,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  2. Aufl.,  Bern  2005,  § 22 
Rz. 5), für sich allein nicht zur Beschwerde berechtigt (BGE 133 II 249 
E. 1.3.2 und BGE 131 II 649 E. 3.1; BVGE 2007/1 E. 3.4 und BVGE 
2007/20 E. 2.4.1, je mit Hinweisen). Hinzu kommt, dass er in diesem 
Zusammenhang  selbst  von  einer  bloss  "potenziell"  beeinträchtigten 
Stellung seiner Vereinsmitglieder spricht und auf diese Weise sinnge-
mäss  eine  virtuelle  Betroffenheit  geltend  macht,  die  aber  eine  Kon-
struktion darstellt, die der Beschwerdelegitimation nach Art. 48 Abs. 1 
Bst. b und c VwVG fremd ist (BGE 119 Ib 374 E. 2a.cc). 

3.3.3 Vom angefochtenen Entscheid  könnten damit  neben der  Flug-
platzgenossenschaft Münster als direkter Verfügungsadressatin höchs-
tens noch die sechs anderen Vereinsmitglieder betroffen sein, die Ei-
gentümer oder Halter von im Verfahren nach Art. 31 VIL umzunutzen-
den Militärflugplätzen sind, das heisst also höchstens sieben von ins-
gesamt 48 Vereinsmitgliedern. Das bedeutet aber, dass der Beschwer-
deführer  im vorliegenden Verfahren keine Interessen vertritt,  die  zu-
mindest einer grossen Anzahl der Vereinsmitglieder gemeinsam wären 
(vgl.  HÄNER, a.a.O., Rz. 790). Daran ändert auch nichts, dass der Be-
schwerdeführer  gemäss  eigenen  Ausführungen  die  Interessen  einer 
gesamten Kategorie von Flugplatzhaltern ("l'intégralité d'une catégorie 
d'exploitants d'aérodromes") vertritt, das heisst sämtlicher im Merkblatt 
BAZL  2004  erwähnter  Eigentümer  beziehungsweise  Halter  von  zivil 
umzunutzenden  Militärflugplätzen  (so  in  der  Stellungnahme  vom 
16. Juni 2008, S. 2). Käme es nämlich nur darauf an, würde das Erfor-
dernis, dass mit einer "egoistischen" Verbandsbeschwerde ein Interes-
se zumindest  einer  Grosszahl  der  Verbandsmitglieder  vertreten wer-
den muss, jeden Sinn verlieren. Da vorliegend bereits dieses Erforder-
nis nicht erfüllt  ist, braucht nicht mehr abschliessend geprüft zu wer-
den, ob die Halter der sieben erwähnten Militärflugplätze selbst über-
haupt zur Beschwerde legitimiert wären. Der Vollständigkeit halber sei 
indessen festgehalten,  dass  ausser  im Falle  der  Flugplatzgenossen-
schaft Münster keine hinreichend spezifische, nahe Beziehung weite-
rer Vereinsmitglieder zur Streitsache erkennbar ist. So ist darauf hinzu-
weisen, dass die Beschwerdeberechtigung nach Art. 48 Abs. 1 VwVG 
grundsätzlich ein aktuelles Interesse voraussetzt (vgl. BGE 131 II 649 
E. 3.1 mit Hinweisen), das aber im Falle der übrigen Halter von Militär-
flugplätzen  – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers  – 
nicht bereits deshalb gegeben ist, weil für sie früher oder später ("tôt 
ou tard") dieselben Fragen von Bedeutung sein könnten, die Gegen-

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stand  der  angefochtenen  Verfügung  bilden  (vgl.  Beschwerdeschrift, 
S. 2). Vielmehr wäre ein hinreichend spezifisches Interesse an der Klä-
rung der Frage nach der Tragweite von Art. 36d LFG für die Umnut-
zung von Militärflugplätzen nur in einem sie selbst betreffenden Um-
nutzungsverfahren zu bejahen. 

3.3.4 Festzuhalten bleibt, dass der Beschwerdeführer vorliegend keine 
Interessen der Mehrheit oder mindestens einer Grosszahl seiner Mit-
glieder vertritt,  weshalb gestützt  auf  Art. 48 Abs. 1 VwVG seine Be-
rechtigung zur Erhebung einer Verbandsbeschwerde zu verneinen ist. 
Von einer weiteren Fristansetzung, um dem Beschwerdeführer eine Er-
gänzung seiner Ausführungen zur Frage der Legitimation zu ermögli-
chen (vgl. den entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers in sei-
ner Stellungnahme vom 16. Juni 2008), ist  abzusehen, und das ent-
sprechende, sinngemäss gestellte Gesuch ist abzuweisen: Diese Ge-
legenheit wurde ihm mit Verfügung vom 26. Mai 2008 gewährt, und ei-
gentliche Fristerstreckungsgründe macht  der  Beschwerdeführer  nicht 
geltend. 

3.4 Aus  den  dargelegten  Gründen  kann  auf  die  Beschwerde  vom 
21. Mai  2008  wegen  fehlender  Legitimation  des  Beschwerdeführers 
nicht eingetreten werden. Da die Unzulässigkeit der Beschwerde nicht 
als offensichtlich im Sinne von Art. 23 Abs. 1 Bst b VGG bezeichnet 
werden  kann  (vgl.  dazu  die  Botschaft  zur  Totalrevision  der  Bundes-
rechtspflege, BBl 2001 4384, sowie MICHAEL BEUSCH/ANDRÉ MOSER/LORENZ 
KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 21; vgl. allgemein zu den Kriterien für das Vorlie-
gen eines offensichtlich unzulässigen Rechtsmittels Urteil des Bundes-
gerichts H.181/2005 vom 16. März 2006 E. 2.3, und insbesondere mit 
Blick  auf  den  Fall  fehlender  Legitimation  EVA MARIA BELSER/BETTINA 
BACHER, in: Basler Kommentar – Bundesgerichtsgesetz, Marcel Alexan-
der  Niggli/Peter  Uebersax/Hans  Wiprächtiger  [Hrsg.],  Basel  2008, 
Rz. 16  und  25  zu  Art.  108,  sowie  HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON 
WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG]: Bundesgesetz 
über das Bundesgericht,  Handkommentar, Bern 2007, Rz. 12 zu Art. 
108),  ist  vorliegend  ein  Nichteintretensentscheid  in  Dreierbesetzung 
(Art. 21 Abs. 1 VGG) zu fällen.

4.
4.1 Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  insgesamt  auf 
Fr. 500.--  festzusetzenden  Kosten  dem  Beschwerdeführer  aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Feb-

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ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

4.2 Im Übrigen hat der als unterliegend zu qualifizierende Beschwer-
deführer  keinen  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art. 64 
Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  500.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.-- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird dem Be-
schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
zurückerstattet.  Hierzu  hat  er  dem  Bundesverwaltungsgericht  seine 
Kontonummer anzugeben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (Ref-Nr. 31-07-2408'MUN  /  koe/boo;  Einschreiben; 

Beilage: Doppel der Eingabe des Beschwerdeführers vom 16. Juni 
2008)

- das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Jürg Kölliker Mario Vena

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14, Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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