# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbddfd0b-6b57-5076-83fe-6b7ba0a087d0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.05.2018 810 17 257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-257_2018-05-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 30. Mai 2018 (810 17 257) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung / Straffälligkeit 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Claude 

Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Yves Thommen, Gerichtsschreiberin i.V. 
Irina Trutmann 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1242 vom 12. September 2017) 
 
 
 
 
A. Der aus Sri Lanka stammende A.____, geb. 1988, reiste am 9. Oktober 1996 mit 
seiner Mutter und einem Bruder als Asylsuchender in die Schweiz ein. Sein Vater hielt sich 
bereits seit dem Jahr 1991 als Asylsuchender in der Schweiz auf. Im Jahr 1999 kam der 1991 
geborene Bruder von A.____ ebenfalls in die Schweiz. Im Jahr 2000 wurden die Asylgesuche 
der Familie mangels Flüchtlingseigenschaft abgelehnt, jedoch wurde die Familie gestützt auf 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

den Bundesratsbeschluss betreffend Humanitäre Aktion 2000 vorläufig aufgenommen. Seit dem 
13. März 2003 verfügt A.____ über eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Basel-Landschaft. 
 
B. A.____ hat weder die Schulpflicht erfüllt – er hat das Werkjahr abgebrochen – noch hat 
er eine Berufsausbildung abgeschlossen. A.____ wurde als Jugendlicher wiederholt straffällig. 
Am 3. Januar 2005 wurde er wegen Raubes zu einer Arbeitsleistung von fünf Tagen à acht 
Stunden verurteilt. Am 7. Dezember 2006 wurde er wegen qualifizierten Raubes in eine Anstalt 
für Nacherziehung (Jugendheim Aarburg) eingewiesen, nachdem er einem Opfer mit einem 
Baseballschläger auf den Kopf geschlagen hatte. 
 
C. Am 23. Mai 2007 verwarnte das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM) 
A.____ aufgrund der Verurteilungen ausländerrechtlich. 
 
D. Mit der in der Schweiz niedergelassenen serbischen Staatsangehörigen B.____ hat 
A.____ zwei Söhne, C.____ und D.____ (geb. 2007 und 2009). Die Kindsmutter hat die elterli-
che Sorge über die beiden Kinder C.____ und D.____ inne. 
 
E. Am 29. September 2008 ersuchte A.____ das Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt 
um Wohnsitznahme im Kanton Basel-Stadt bei seiner Freundin B.____ und dem gemeinsamen 
Kind. Am 2. Februar 2009 wies das Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt das Gesuch von 
A.____ um Kantonswechsel wegen dessen Straffälligkeit und drohender Fürsorgeabhängigkeit 
ab und wies ihn darauf hin, dass er die Beziehung zur Freundin und dem Kind gegebenenfalls 
vom Kanton Basel-Landschaft aus pflegen könne. 
 
F. Am 8. Februar 2010 wurde A.____ wegen Betruges zum Nachteil der Sozialhilfe-
behörde zu einer Geldstrafe von 32 Tagessätzen à Fr. 50.-- und einer Busse von Fr. 800.-- 
verurteilt. 
 
G. Am 1. Juni 2010 verwarnte das AfM A.____ zum zweiten Mal ausländerrechtlich. 
 
H. Im Jahr 2012 trennten sich B.____ und A.____ endgültig. Zwischen Oktober 2012 und 
Juli 2013 zeigte B.____ A.____ zweimal wegen häuslicher Gewalt an, worauf A.____ am 6. Juli 
2013 polizeilich aus der Wohnung von B.____ weggewiesen wurde. Weil A.____ in der Folge 
gegen die Wegweisung und das Kontaktverbot verstossen hatte, wurde er wegen mehrfachen 
Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen mit Strafbefehl vom 7. August 2013 zu einer Busse 
von Fr. 500.-- verurteilt. 
 
I. Am 22. Januar 2014 wurde A.____ wegen einfacher Körperverletzung zu einer 
Geldstrafe von 50 Tagessätzen à Fr. 20.-- verurteilt. 
 
J. Mit Urteil vom 5. Februar 2014 wurde A.____ wegen versuchter Veruntreuung, ver-
suchten Betrugs, Urkundenfälschung, Diebstahls, geringfügigen Diebstahls, Hausfriedens-
bruchs sowie mehrfacher Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Freiheitsstrafe von 14 Mona-
ten und einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt. 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
K. Am 1. März 2016 wurde A.____ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Bun-
desgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, 
BetmG) vom 3. Oktober 1951, mehrfacher einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-
telgesetz, versuchten Raubs, Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzu-
behör und Munition (Waffengesetz, WG) vom 20. Juni 1997, gewerbsmässigen Betrugs, mehr-
fachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfacher Urkunden-
fälschung, mehrfacher Hehlerei sowie einfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Frei-
heitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil vom 5. Feb-
ruar 2014 verurteilt. 
 
L. Seit dem 1. März 2016 (Rechnerischer Vollzugsbeginn: 31. August 2014, Vollzugs-
ende: 16. August 2019) befindet sich A.____ im Strafvollzug. 
 
M. Am 28. April 2017 verfügte das AfM die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
von A.____ und dessen Wegweisung aus der Schweiz. 
 
N. Eine von A.____, vertreten durch Nicolas Roulet, Advokat in Basel, dagegen erhobene 
Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat) mit Be-
schluss (RRB) Nr. 1242 vom 12. September 2017 ab und ordnete die Wegweisung von A.____ 
aus der Schweiz innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Beschlusses bzw. unmittelbar nach der 
Entlassung aus dem Strafvollzug an. Der Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung und Verbeiständung wurde abgewiesen. 
 
O. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Nicolas Roulet, mit Eingabe 
vom 25. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren, es sei der RRB 
vom 12. September 2017 vollumfänglich aufzuheben sowie festzustellen, dass A.____ weiterhin 
über eine gültige Niederlassungsbewilligung (Aufenthaltsbewilligung) im Kanton Basel-Land-
schaft verfüge, und es sei von einer Wegweisung abzusehen. Eventualiter sei die Angelegen-
heit zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. So-
dann sei der vorinstanzliche Kostenentscheid aufzuheben. Für das vorinstanzliche und das kan-
tonsgerichtliche Beschwerdeverfahren sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und Ver-
beiständung zu bewilligen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
P. Am 14. Dezember 2017 liess sich der Regierungsrat vernehmen und schloss auf kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 
Q. Seit Anfang Februar 2018 verbüsst der Beschwerdeführer seine Reststrafe in Form 
von Electronic Monitoring; dies nachdem er einen Lehrvertrag als Küchenangestellter EBA 
(Ausbildungsdauer bis 31. Juli 2019) abgeschlossen hat.  
 
R. Mit Eingabe vom 5. März 2018 beantragte A.____ aufgrund der Entwicklung im Straf-
vollzug die Sistierung des Beschwerdeverfahrens und die Verschiebung des angesetzten Ver-

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

handlungstermins (30. Mai 2018) auf einen späteren Zeitpunkt. Mit Verfügung vom 7. März 
2018 wies das Kantonsgericht den Sistierungsantrag ab. 
 
S. Am 24. Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer zwei Schreiben der E.____ ein. Zudem 
beantragte er die Anordnung einer kinderpsychologischen Abklärung seiner beiden Söhne im 
Hinblick auf seine mögliche Wegweisung. Mit Eingabe vom 28. Mai 2018 reichte der Beschwer-
deführer einen Bericht der Erziehungsbeistände der Söhne ein. Am 29. Mai 2018 reichte er 
einen Bericht der Psychologin seines älteren Sohnes ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Angelegenheit gege-
ben. Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen 
von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit verbundene Wegwei-
sung zu Recht erfolgten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet 
gemäss den Art. 18 ff. und 27 ff. AuG im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die 
ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Ver-
pflichtungen sehen dies vor (vgl. BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, N 7.84 ff.). 
 
3.2 Gemäss Art. 33 Abs. 3 AuG ist die Aufenthaltsbewilligung befristet und kann verlängert 
werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen. Nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

kann die zuständige Behörde die Bewilligung widerrufen, wenn eine ausländische Person zu 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als "längerfristig" gilt jede Freiheitsstrafe, 
deren Dauer ein Jahr überschreitet (BGE 139 I 31 E. 2.1), und zwar unabhängig davon, ob die 
Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt zu vollziehen ist (Urteil des Bundesgerichts 
2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). 
 
3.3 Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen einen Widerrufsgrund gesetzt, indem 
er aufgrund seiner Straftaten rechtskräftig zu unbedingten Freiheitsstrafen von 14 Monaten 
sowie drei Jahren und neun Monaten verurteilt wurde. Er wurde damit zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG verurteilt. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer macht einen Anwesenheitsanspruch aus dem Grundrecht auf 
Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 
4. November 1950 geltend. Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie dem inhaltlich gleichwertigen 
Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländi-
sche Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in 
einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von 
Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Mass-
nahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und 
Familienlebens, Europäische Grundrechte-Zeitschrift [EuGRZ] 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 
E. 2.1). Diese Garantien können somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, 
deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das 
gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesen-
heitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder 
eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die 
ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur 
Kernfamilie (Ehegatten und minderjährige Kinder) gehören und es muss eine enge, tatsächliche 
und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; 
BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Indessen gehen der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 
(EGMR) und das Bundesgericht in ihrer Rechtsprechung in Fällen von aufenthaltsbeendenden 
Massnahmen erwachsener Ausländer der zweiten Generation von einem kombinierten Schutz-
bereich von Privat- und Familienleben aus (BGE 130 II 281 E. 3.2.2; BGE 129 II 193 E. 5.4; 
Urteil des Bundesgerichts 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.1; Urteil des EGMR 
M.P.E.V. et al. gegen die Schweiz [3910/2013] vom 8. Juli 2014 § 32; Urteil des EGMR Maslov 
gegen Österreich [1638/03] vom 23. Juni 2008 § 63). Dabei wird nicht verlangt, dass notwendi-
gerweise die Bedingungen für einen allein aus dem Schutz des Privatlebens abgeleiteten Bewil-
ligungsanspruch (überdurchschnittliche, besondere Integration) vorliegen müssten (vgl. 
BGE 130 II 281 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_451/2009 vom 7. Dezember 2009 
E. 2.2). Nach der Rechtsprechung fallen die sozialen Bindungen einer ausländischen Person im 
Aufenthaltsstaat und zur Gemeinschaft, in der sie lebt – insbesondere wenn sie im Aufent-
haltsstaat geboren wurde –, in den Schutzbereich des Privatlebens. Unabhängig vom Bestehen 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eines Familienlebens wird deshalb bei im Aufenthaltsstaat geborenen und aufgewachsenen 
(erwachsenen) Ausländerinnen und Ausländern der zweiten Generation insbesondere dann ein 
Anspruch aus der kombinierten Garantie des Privat- und Familienlebens angenommen, wenn 
eine aufenthaltsbeendende Massnahme die Trennung von den hier lebenden Eltern und Ge-
schwistern bedeutet (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 
E. 2.3; 2C_1193/2013 vom 27. Mai 2014 E. 2.2; 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4; 
Urteil des EGMR Emre gegen die Schweiz [42034/04] vom 23. Juni 2008 § 60; Urteil des 
EGMR Üner gegen die Niederlande [46410/99] vom 18. Oktober 2006 § 59; MARTIN 
BERTSCHI/THOMAS GÄCHTER, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und 
Familienlebens, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2003, 
S. 231; Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], 
vom 4. März 2015 [810 14 305] E. 3.4 ff. und vom 4. März 2015 [810 14 255] E. 4.4.1). 
 
4.2 Liegt ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG vor, muss die Massnah-
me im konkreten Fall auch verhältnismässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Inte-
ressenabwägung, welche die wesentlichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt 
(BGE 135 II 110 E. 2.1). Der Beschwerdeführer wurde zwar nicht in der Schweiz geboren, aber 
er ist bereits im Alter von acht Jahren zusammen mit seiner Mutter zu seinem Vater in die 
Schweiz eingereist. Im Jahr 1999 wurde sodann auch sein Bruder nachgezogen. Die Eltern 
sowie ein Bruder – ein anderer Bruder wurde infolge Straffälligkeit rechtskräftig aus der Schweiz 
weggewiesen – leben in der Schweiz. Aus den Verfahrensakten geht hervor, dass die Bezie-
hung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kindern gelebt wird. Folglich ist der regie-
rungsrätlichen Auffassung zu folgen, wonach sich der Beschwerdeführer auf den Anspruch aus 
dem kombinierten Schutzbereich von Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK und 
Art. 13 Abs. 1 BV berufen kann. Über die landesrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung hinaus 
ist eine solche gemäss dem Konventionsrecht vorzunehmen (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 II 1 
E. 2). Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung entspricht jener nach Art. 96 
Abs. 1 AuG und kann in einem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteile des Bundesge-
richts 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4 und 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 
mit Hinweisen). Bei der Prüfung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der 
Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und 
ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen; 
135 II 377 E. 4.3). Unter anderem ist in diesem Zusammenhang auch dem Kindesinteresse 
Rechnung zu tragen. Einem Ausländer, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll der 
weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zurückhaltung verweigert werden, doch ist dies bei 
wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier 
geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, 
Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende private oder familiäre Bindungen 
vorbehalten – auch in diesen Fällen ein öffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der 
Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausländers zu been-
den (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit Hinweisen). Zudem dürfen beim Beschwerdefüh-
rer, der sich nicht auf das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-
seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 
Freizügigkeit (FZA) vom 21. Juni 1999 berufen kann, im Rahmen der Interessenabwägung auch 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 
2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1 mit Hinweis). 
 
4.3 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremden-
polizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundes-
gerichts 2C_295/2009 vom 25. September 2009, E. 5.3 nicht publ. in BGE 135 II 377; BGE 
129 II 215 E. 3.1).  
 
4.4 Gestützt auf das Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 5. Februar 
2014 (siehe vorne lit. J) ist in Bezug auf die migrationsrechtliche Interessenabwägung von ei-
nem schweren Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Der Beschwerdeführer ver-
fügte bereits zum Zeitpunkt der Verurteilung über einen vorbelasteten Leumund. Unmittelbar 
nach Ablauf der Probezeit der gegen ihn am 8. Februar 2010 ausgesprochenen Geldstrafe ist 
er erneut straffällig geworden und seine deliktische Betätigung erstreckte sich über das ganze 
Jahr 2012. Aus dem Urteil geht hervor, dass Regeln und Normen den Beschwerdeführer unbe-
eindruckt liessen. Reue oder Einsicht in die Unrechtmässigkeit seiner Handlungen waren nicht 
ansatzweise erkennbar. Weiter ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner 
schlechten finanziellen Ressourcen die Vermögensdelikte begangen hatte. Eine effektive Not-
lage, die ihn zu diesem Handeln gezwungen hätte, war nicht auszumachen. Seine Vorgehens-
weise bei den einzelnen Delikten erschien rücksichtslos und unverfroren. So hatte er seine Ex-
Freundin massiv unter Druck gesetzt, um an den Schlüssel ihres Arbeitsortes zu gelangen und 
so an Bargeld und im Laden zum Verkauf angebotene Waren zu gelangen. Anzumerken ist in 
diesem Zusammenhang auch der hohe Deliktsbetrag von Fr. 21'976.--. Im Übrigen ist auch 
gestützt auf das Urteil des Strafgerichts vom 1. März 2016 (siehe vorne lit. K) von einem schwe-
ren Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Aus diesem Urteil geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer für die Verfolgung seiner finanziellen Interessen keine Grenzen kannte. Das 
zeigte sich insbesondere im Fall seiner Ex-Freundin, deren Konto er, nach heimlicher Entnah-
me und Austausch ihrer Bankkarte, geplündert hatte (mehrfacher Missbrauch einer Datenverar-
beitungsanlage; vgl. Urteil des Strafgerichts vom 1. März 2016 S. 125). Damit hat er nicht nur 
der Ex-Freundin geschadet, sondern auch den gemeinsamen Kindern, für welche er unterhalts-
pflichtig ist, was besonders verwerflich ist. Aus dem Urteil geht schliesslich hervor, dass der 
Beschwerdeführer trotz laufendem Strafverfahren, trotz Untersuchungshaft und trotz Verurtei-
lung unbeirrt und massiv weiter delinquiert hat. In Anbetracht dessen ist ihm auch unter der 
Berücksichtigung der im Urteil ausgesprochenen Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun 
Monaten eine schlechte Prognose auszustellen. Dass sich der Beschwerdeführer seit diesen 
Taten nichts mehr hat zuschulden kommen lassen, vermag eine Rückfallgefahr nicht auszu-
schliessen. Eine gute Führung im Strafvollzug – welche beim Beschwerdeführer unbestrittener-
massen gegeben ist – wird allgemein erwartet und lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf 
das künftige Verhalten zu. Im Übrigen ändern daran auch die Entlassung des Beschwerde-
führers aus dem Normalvollzug, der Beginn einer Ausbildung im Rahmen des Restvollzugs und 
das Absolvieren der Reststrafe in Form von Electronic Monitoring nichts. Es kann nicht von 
einer nachhaltigen Bewährung ausgegangen werden, zumal beim Beschwerdeführer auch 
bereits früher eine Angepasstheit im Rahmen des Straf- und Massnahmenvollzugs beobachtet 
werden konnte (vgl. Urteil des Strafgerichts vom 1. März 2016 S. 122). Hinzu kommt, dass für 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das im Vordergrund stehende 
Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum 
Tragen kommt als im strafrechtlichen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 mit Hinwei-
sen). Insgesamt besteht ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse daran, dem Be-
schwerdeführer die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu verweigern. 
 
5.1 Den öffentlichen Interessen an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind die priva-
ten Interessen des Beschwerdeführers an dessen Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen 
(vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_1058/2013 vom 11. September 2014 
E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Der Beschwerdeführer ist im Alter von acht Jahren in die Schweiz eingereist. Den 
Grossteil seiner Kindheit und die prägenden Jugendjahre hat er in der Schweiz verbracht, wo 
auch seine Eltern, ein Bruder, seine beiden – bei der Ex-Freundin lebenden – Kinder und weite-
re Bekannte leben. Der Beschwerdeführer lebt bereits seit 22 Jahren in der Schweiz, wobei in 
Bezug auf seine Aufenthaltsdauer zu berücksichtigen ist, dass er sich während dieser Zeit 
bereits mehrere Jahre im Strafvollzug befunden hat bzw. noch befinden wird. Der Beschwer-
deführer ist sodann sprachlich gut integriert. Seit 2012 lebt der Beschwerdeführer getrennt von 
der Mutter seiner Kinder. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend macht, es sei der 
Mutter seiner Kinder und den Kindern nicht zumutbar, die Schweiz nach Sri Lanka zu verlassen, 
geht sein Vorbringen an der Sache vorbei. Die verfügte Wegweisung betrifft einzig den Be-
schwerdeführer selbst und das AfM ist nie davon ausgegangen, dass die Ex-Freundin, die sich 
im Übrigen trotz Gewährung des rechtlichen Gehörs nicht zur Wegweisung des Beschwer-
deführers geäussert hat, ihm zusammen mit den Kindern nach Sri Lanka folgen würde. Unbe-
stritten ist jedoch, dass zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Söhnen eine enge Bezie-
hung besteht. Aus dem Bericht des Kinder- und Jugenddienstes des Kantons Basel-Stadt (KJD) 
vom 25. Mai 2018 (siehe vorne lit. S) geht hervor, dass der Beschwerdeführer inzwischen die 
Rolle des fürsorglichen, besorgten und interessierten Vaters übernommen hat. Weiter ergibt 
sich daraus, dass der ältere Sohn sehr darunter gelitten habe, dass er den Vater wegen des 
langen Gefängnisaufenthalts nicht habe regelmässig sehen können. Er habe deswegen Prob-
leme in der Schule gehabt und sei durch aggressives Verhalten aufgefallen. Aus diesem Grund 
gehe der ältere Sohn des Beschwerdeführers regelmässig zu einer Psychologin. Im Übrigen 
gehe es dem älteren Sohn wieder besser, seit er seinen Vater regelmässiger sehen könne. 
Beide Söhne würden für eine positive Entwicklung ihrer Identität die Präsenz des Vaters brau-
chen, sodass bei einer Ausschaffung des Beschwerdeführers eine Beeinträchtigung des psy-
chischen Wohls der Kinder zu befürchten sei. Diese Einschätzung teilt der Bericht der Psycho-
login des älteren Sohnes (siehe vorne lit. S). Seit der Bewilligung des Electronic Monitoring hät-
ten regelmässige Besuche und Übernachtungen beim Vater stattfinden können. Diese Zeit sei 
unabdingbar für die gesunde psychische und emotionale Entwicklung des älteren Sohnes. Die 
Psychologin gelangt in ihrem Bericht zum Schluss, dass eine erneute Trennung vom Vater sich 
negativ auf die weitere Entfaltung des Kindes auswirken würde. Demnach sind die privaten 
Interessen des Beschwerdeführers an dessen Verbleib in der Schweiz wegen seiner langen 
Anwesenheit und insbesondere mit Blick auf seine hier lebenden Kinder insgesamt bedeutend. 
 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.1 Zwar können familiäre Beziehungen dazu führen, dass von einer Entfernung eines 
straffällig gewordenen Ausländers abzusehen ist, wenn die Massnahme wegen der Unzumut-
barkeit der Ausreise für die Familienangehörigen zu einer Trennung der Familiengemeinschaft 
führt. Die Anzahl und die Schwere der hier begangenen Delikte, das Verschulden des Be-
schwerdeführers und der Umstand, dass weder die zwei ausländerrechtlichen Verwarnungen 
noch ein laufendes Strafverfahren bzw. die Untersuchungshaft den Beschwerdeführer von der 
Begehung weiterer Straftaten abzuhalten vermochten, lassen eine solche Rücksichtnahme 
vorliegend nicht zu, zumal auch die Beziehung zu seinen beiden Söhnen ihn nicht davon abge-
halten hat, immer weiter und schwerer straffällig zu werden. Mit diesem Verhalten setzte der 
Beschwerdeführer die Möglichkeit, seine Beziehung zu den bei der Kindsmutter in der Schweiz 
lebenden Kindern und den weiteren Verwandten zu leben, leichtfertig aufs Spiel. Zudem ist zu 
berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht in 
der Schweiz nicht integrieren konnte; aus den Vorakten ergibt sich, dass er – obwohl er flies-
send Deutsch spricht – 10 Schnupperlehren abgebrochen und keine Ausbildung abgeschlossen 
hat. Der Beschwerdeführer hat einzig Gelegenheitsarbeiten auf temporärer Basis ausgeübt. 
Sein Vorbringen, es dürfe nicht übersehen werden, dass Integration keine einseitige, sondern 
eine zweiseitige Angelegenheit sei, und es bedürfe zur Integration auf Seiten der ansässigen 
Bevölkerung eine entsprechende Integrationsbereitschaft, was im Fall tamilischer Flüchtlinge 
lange Zeit nicht der Fall gewesen sei, ist nicht zu hören. Dem Beschwerdeführer wurden ent-
sprechende Hilfestellungen angeboten (z.B. im Rahmen der Massnahme im Jugendheim 
Aarburg), welche er jedoch nicht wahrnahm. Dem Betreibungsregisterauszug vom 28. August 
2017 ist sodann zu entnehmen, dass auf den Beschwerdeführer rund 97 Betreibungen im 
Gesamtbetrag von Fr. 223'937.95 und 83 Verlustscheine in der Höhe von Fr. 159'287.65 regi-
striert sind, womit er auch wirtschaftlich nicht integriert ist. Der Beschwerdeführer mag zwar mit 
den heimischen Verhältnissen nicht mehr gross vertraut sein, da er seit seiner Einreise in die 
Schweiz nicht mehr in Sri Lanka war. Dennoch verfügt er in seiner Heimat über persönliche 
Kontakte, insbesondere lebt seine – wenn auch betagte – Grossmutter in der Heimat. Sodann 
spricht er tamilisch, weshalb es ihm – wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat – zumutbar 
sein wird, in sein Heimatland zurückzukehren und sich dort wieder einzugliedern. Soweit der 
Beschwerdeführer geltend macht, er sei der tamilischen Schrift nicht mächtig, ist es ihm auch 
zuzumuten, diese in seiner Heimat zu lernen. Die nun in Angriff genommene Ausbildung als 
Koch kann dem Beschwerdeführer sodann beim Aufbau einer Existenz in seiner Heimat dien-
lich sein. In Anbetracht aller Umstände überwiegen die privaten Interessen des Beschwerde-
führers und seiner Kinder das sicherheitspolizeiliche Interesse nicht, seinen Aufenthalt zu been-
den, selbst wenn die familiäre Beziehung zu den Kindern und seinen Eltern – wie bereits wäh-
rend des Strafvollzugs – deshalb nur noch unter erschwerten Bedingungen, d.h. von der Heimat 
aus mit Besuchen und Kontakten über das Internet sowie mittels der klassischen Kommunika-
tionsmittel, gelebt werden kann. Die verfügte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung er-
weist sich somit als verhältnismässig. 
 
6.2 Zusammengefasst erweist sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz als recht- und verhältnismässig. 
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7. Der Beschwerdeführer beantragte in seiner Eingabe vom 24. Mai 2018 eine kinder-
psychologische Abklärung zur Entwicklung des Kindeswohls seiner beiden Söhne im Zusam-
menhang mit seiner Wegweisung aus der Schweiz. Ob ein solches Gutachten einzuholen ist, 
liegt im Ermessen der Behörden. Kann der massgebliche Sachverhalt auch auf andere Weise 
abgeklärt werden, so erweist sich der Verzicht auf die Anordnung eines Gutachtens nicht als 
bundesrechtswidrig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_505/2013 vom 20. August 2013 E. 5.2.2 
m.H.). Vorliegend reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Mai 2018 einen Bericht 
der Heilpädagogin seines älteren Sohnes und des Klassenlehrers seines jüngeren Sohnes im 
Hinblick auf die Vater-Kind-Beziehung ein. Mit Schreiben vom 28. Mai 2018 reichte der 
Beschwerdeführer sodann einen Bericht des KJD, ebenfalls in Bezug auf das Kindeswohl 
seiner Söhne, ein. Schliesslich reichte er – notabene am Abend vor der Urteilsberatung – am 
29. Mai 2018 einen undatierten Bericht der Kinderpsychologin seines älteren Sohnes ein. Aus 
all diesen Berichten geht hervor, dass eine Wegweisung des Beschwerdeführers die beiden 
Söhne hart treffen würde, was – wie zuvor dargelegt – unbestritten ist. Ebenfalls ist jedoch er-
sichtlich, dass die Kinder bereits in der Vergangenheit wegen der Inhaftierungen des Beschwer-
deführers und der dadurch verursachten Trennung bzw. unregelmässigen Besuche im Gefäng-
nis gelitten haben. Nichts anderes ist bei einer Wegweisung zu erwarten. Unter diesen Um-
ständen sind von einer kinderpsychologischen Abklärung keine neuen Erkenntnisse zu erwar-
ten, weshalb darauf verzichtet werden kann. Im Übrigen ist anzumerken, dass der Beschwerde-
führer sowohl die Inhaftierungen als auch die Wegweisung selbst zu verantworten hat. 
 
8. Der Beschwerdeführer beantragte sodann, es sei der regierungsrätliche Kostenent-
scheid aufzuheben und ihm auch für das vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Prozess-
führung und Verbeiständung zu bewilligen. Der Regierungsrat verweigerte dem Beschwerde-
führer die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands mit der Begründung, dass sich die 
Beschwerde angesichts der langjährigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung über die Weg-
weisung von Ausländern, die zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden seien, als aus-
sichtslos erweise. Bei schwerer Delinquenz werde im Übrigen vom Bundesgericht eine strenge 
Praxis verfolgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.1). Die 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer zweimal zu längerfristigen Freiheitsstrafen verurteilt wor-
den sei, er nur über eine Aufenthaltsbewilligung verfüge, hoch verschuldet und schlecht 
integriert sei, führe fast zwangsläufig zu einer Wegweisung. Folglich sei der Antrag um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung aufgrund der Aussichtlosigkeit 
der Beschwerde abzuweisen. Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für 
sie nicht aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege; soweit es zur 
Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechts-
beistand (BGE 128 I 225 E. 2.3 mit Hinweisen). Als aussichtslos sind im Sinne von § 23 des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 und Art. 29 
Abs. 3 BV Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. 
Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlust-
gefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend 
ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 
Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie 
nichts kostet. In Anbetracht der vorstehend geschilderten Sach- und Rechtslage ist nicht zu 
beanstanden, dass der Regierungsrat in seinem Beschwerdeverfahren zum Schluss gekommen 
ist, dass die Gewinnaussichten deutlich geringer sind als die Verlustgefahren. Die Beschwerde 
erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. 
 
9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu befinden. 
Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Das vom 
Beschwerdeführer gestellte Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 
Verbeiständung ist nach der geschilderten Sach- und Rechtslage infolge Aussichtslosigkeit ab-
zuweisen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- sind dem Ausgang des Verfahrens 
entsprechend dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen (§ 21 Abs. 2 VPO). 
  

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wird 

abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
 

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 10. September 2018 Beschwerde beim Bundesgericht 
(Verfahrensnummer 2C_794/2018) erhoben.