# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 358bbe17-01d6-56b8-9de1-3b00813875dd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-26
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 26.09.2023 BK 2023 273
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-273_2023-09-26.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 23 273

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 26. September 2023

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Horisberger,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiber Rudin

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Beschlagnahme

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-
telgesetz (gewebsmässig)

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 19. Juni 2023 (BM 23 2017)

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Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) führt ein 
Verfahren gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen qualifizier-
ter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Mit Verfügung vom 19. Juni 
2023 beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft CHF 8'145.40 aus den Effekten des 
Beschwerdeführers, welche anlässlich seiner Anhaltung am 14. Juni 2023 bei die-
sem sichergestellt worden waren. Dagegen erhob der Beschwerdeführer, amtlich 
verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, am 3. Juli 2023 Beschwerde bei der 
Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfol-
gend: Beschwerdekammer). Mit Stellungnahme vom 19. Juli 2023 beantragte die 
Generalstaatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Auf die 
Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels wurde mit Verfügung vom 20. Juli 
2023 verzichtet. Mit Eingabe vom 14. August 2023 reichte die Generalstaatsan-
waltschaft zusätzliche Beweismittel (erneute Anhaltung des Beschwerdeführers 
sowie Haftanordnung) zu den Akten. Die Verteidigung hat sich hierzu nicht mehr 
vernehmen lassen. 

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet 
Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist Inhaber der beschlagnahmten 
Gelder, weshalb er ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung resp. der Herausgabe hat (Art. 382 Abs. 1 StPO). Er ist dem-
zufolge zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten.

3. Noven

Zum Prozessualen ist als Vorbemerkung darauf hinzuweisen, dass die Beschwer-
dekammer sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht über volle Kogni-
tion verfügt und Noven im Beschwerdeverfahren zulässig sind (BGE 141 IV 396 E. 
4.4; 6B_617/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 3.4; 1B_493/2016 vom 16. Juni 2017 
E. 2; 1B_768/2012 vom 15. Januar 2013 E. 2.1). Die von der Generalstaatsanwalt-
schaft nachgereichten Akten sind somit beachtlich.

4. Verletzung rechtliches Gehör

4.1 Der Beschwerdeführer rügt in der Begründung seiner Beschwerde vorab eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs. Die Beschlagnahmeverfügung ist damit begründet, 
der Beschuldigte stehe im Verdacht, in einem zu klärenden Umfang am Betrieb ei-
ner Indooranlage zum Anbau von Marihuana mitgewirkt zu haben. Aufgrund seines 
unbekannten Aufenthalts habe nach ihm über eine längere Zeit gefahndet werden 
müssen und er habe letztlich per Zufall durch die Kantonspolizei Bern angehalten 
werden können. Dabei habe er den sichergestellten Bargeldbetrag auf sich getra-

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gen. Die Höhe des Betrages und der Umstand, dass er diesen ohne vernünftigen 
Grund auf sich getragen habe, erhärte den Verdacht, dass dieses Geld aus einer il-
legalen Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelhandel stammen 
könnte. Dies gelte es weiter abzuklären, weshalb der Betrag beschlagnahmt wer-
den müsse. Sekundär werde der Betrag zur Deckung allfälliger Bussen oder Ver-
fahrenskosten beschlagnahmt. 

4.2 Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] und Art. 107 
StPO) verpflichtet die Behörden unter anderem, ihre Entscheide zu begründen. Im 
Sinne einer Mindestanforderung müssen dabei wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörden haben leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 141 III 28 E. 3.2.4; 139 IV 179 E. 
2.2; 138 I 232 E. 5.1; je mit Hinweisen). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist 
formeller Natur. Dessen Verletzung hat grundsätzlich die Aufhebung des Entschei-
des zur Folge. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV 
gilt eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs aus-
nahmsweise als geheilt, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor 
einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die 
Rechtslage frei überprüfen kann. Darüber hinaus ist unter diesen Voraussetzungen 
selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
auf eine Rückweisung an die Vorinstanz zu verzichten, wenn und soweit die Rück-
weisung zu einem formalistischen Leerlauf und somit zu unnötigen Verzögerungen 
führen würde, die mit dem (der Aufhebung gleichgestellten) Interesse der betroffe-
nen Partei an einer raschen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Die Beschwerdekammer verfügt über die 
gleiche Kognition wie die Staatsanwaltschaft, weshalb die Heilung von Gehörs-
mängeln im vorliegenden Beschwerdeverfahren grundsätzlich möglich ist (vgl. Art. 
393 Abs. 2 StPO).

4.3 Im Umstand, dass die angefochtene Verfügung keine konkreten Anhaltspunkte 
zum gehegten Tatverdacht enthält, ist eine geringfügige Verletzung des rechtlichen 
Gehörs zu erblicken, zumal die Generalstaatsanwaltschaft zu Recht geltend macht, 
dass dem Beschwerdeführer die Gründe für den Tatverdacht gegen ihn zum Zeit-
punkt der Beschlagnahme aufgrund der Hafteröffnung vom 15. Juni 2023 in Anbe-
tracht der dortigen Vorhalte betreffend die vom Beschwerdeführer gefundenen 
Daktyspuren innerhalb der Indoor-Anlage bekannt gewesen sein dürften. Demge-
genüber ist keine Verletzung darin zu erblicken, dass die eventualiter angeführte 
Kostendeckungsbeschlagnahme nicht begründet wurde, zumal die vorderhand gel-
tend gemachte und begründete Einziehungsbeschlagnahme für sich genommen 
hinreichend ist. Die Generalstaatsanwaltschaft hat den Tatverdacht (sowie die wei-
teren Voraussetzungen der Beschlagnahme) im Beschwerdeverfahren ausführlich 
nachbegründet, weshalb die festgestellte Gehörsverletzung im Beschwerdeverfah-
ren als geheilt gelten kann und so lediglich eine Berücksichtigung bei den Verfah-
renskosten angezeigt ist. 

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5.

5.1 Nach Art. 263 Abs. 1 Bst. d StPO können Gegenstände und Vermögenswerte einer 
beschuldigten Person oder einer Drittperson unter anderem beschlagnahmt wer-
den, wenn die Gegenstände oder Vermögenswerte voraussichtlich einzuziehen 
sind. Bei der Einziehungsbeschlagnahme nach Art. 263 Abs. 1 Bst. d StPO handelt 
es sich um eine provisorische konservative Massnahme. Sie bezweckt die Erhal-
tung von Gegenständen und Vermögenswerten, welche das Sachgericht einziehen 
könnte. Die Einziehungsbeschlagnahme gründet auf einer Wahrscheinlichkeit und 
rechtfertigt sich, solange die blosse Möglichkeit der Einziehung durch das Sachge-
richt «prima facie» zu bestehen scheint (BGE 140 IV 57 E. 4.1.1 mit Hinweisen). 
Entsprechend ihrer Natur als provisorische konservative prozessuale Massnahme 
sind bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Beschlagnahme – anders als bei der 
definitiven Einziehung – nicht alle Tat- und Rechtsfragen abschliessend zu beurtei-
len. Die Beschlagnahme ist nur aufzuheben, wenn ihre Voraussetzungen offen-
sichtlich nicht erfüllt sind (BGE 139 IV 250 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
1B_556/2021 vom 29. November 2021 E. 3.2). Gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB sind 
Vermögenswerte einzuziehen, die durch eine Straftat erlangt worden sind oder da-
zu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht 
dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt 
werden. Die in Art. 10 Abs. 1 StPO verankerte Unschuldsvermutung gilt im Einzie-
hungsrecht nicht. Wohl hat der Staat dennoch sämtliche Voraussetzungen für eine 
Einziehung zu beweisen. Wer der Einziehung entgegenstehende Tatsachen be-
hauptet, muss bei der Beweiserhebung jedoch in zumutbarer Weise mitwirken (vgl. 
Urteile 6B_379/2020 vom 1. Juni 2021 E. 6.5.2.2; 6B_1042/2019 vom 2. April 2020 
E. 2.2.2).

5.2 Gemäss Art. 268 Abs. 1 StPO kann vom Vermögen der beschuldigten Person so 
viel beschlagnahmt werden, als voraussichtlich nötig ist zur Deckung der Verfah-
renskosten und Entschädigungen (Bst. a) sowie der Geldstrafen und Bussen 
(Bst. b). Die Strafbehörde nimmt bei der Beschlagnahme auf die Einkommens- und 
Vermögensverhältnisse der beschuldigten Person und ihrer Familie Rücksicht 
(Art. 268 Abs. 2 StPO). Von der Beschlagnahme ausgenommen sind Vermögens-
werte, die nach den Art. 92-94 SchKG nicht pfändbar sind (Art. 268 Abs. 3 StPO).

5.3 Die Deckungsbeschlagnahme im Sinne von Art. 263 Abs. 1 Bst. b und Art. 268 
StPO kann sich auch auf rechtmässig erworbenes Vermögen der beschuldigten 
Person erstrecken. Aus diesem Grund sehen Art. 268 Abs. 2 und 3 StPO restrikti-
vere Voraussetzungen vor, als sie bei einer Einziehungsbeschlagnahme von De-
liktsgut oder deliktischem Profit (Art. 263 Abs. 1 Bst. d StPO) bzw. bei einer Be-
schlagnahmung von Vermögenswerten zur Rückgabe an den Geschädigten 
(Art. 263 Abs. 1 Bst. c StPO) gelten (Urteile des Bundesgerichts 6B_1362/2020 
vom 20. Juni 2022 E. 23.4.1 f.; 1B_109/2014 vom 3. November 2014 E. 4.1 und 
4.2). Art. 268 Abs. 2 und 3 StPO stellen gesetzliche Konkretisierungen des Ver-
hältnismässigkeitsprinzips dar. Nicht anzutasten ist, was die beschuldigte Person 
und ihre Familie für einen angemessenen Unterhalt benötigen (Urteil des Bundes-
gerichts 6B_1362/2020 vom 20. Juni 2022 E. 23.4.1 f.). Das Verhältnismässig-
keitsprinzip verlangt nach der Rechtsprechung zudem, dass Anhaltspunkte dafür 

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bestehen, dass sich die beschuldigte Person ihrer möglichen Zahlungspflicht ent-
ziehen könnte, sei dies durch Flucht oder durch Verschiebung, Verschleierung oder 
gezielten Verbrauch ihres Vermögens (Urteile des Bundesgerichts 1B_162/2021 
vom 13. Oktober 2021 E. 2.1; 1B_250/2015 vom 21. Januar 2016 E. 5.3; 
1B_109/2014 vom 3. November 2014 E. 4.3). Entsprechend ihrer Natur als proviso-
rische konservative prozessuale Massnahme sind bei der Beurteilung der Zulässig-
keit der Beschlagnahme – anders als bei der definitiven Einziehung – nicht alle Tat- 
und Rechtsfragen abschliessend zu beurteilen. Die Beschlagnahme ist nur aufzu-
heben, wenn ihre Voraussetzungen offensichtlich nicht erfüllt sind (BGE 139 IV 250 
E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_556/2021 vom 29. November 2021 E. 3.2).

Art. 268 StPO statuiert ein Übermassverbot (Urteile des Bundesgerichts 
6B_1362/2020 vom 20. Juni 2022 E. 23.4.3; 6B_140/2020 vom 3. Juni 2021 
E. 5.3.1; 1B_379/2013 vom 6. Dezember 2013 E. 2.3.3). Das Übermassverbot ist 
verletzt, wenn der beschlagnahmte Vermögenswert in einem klaren Missverhältnis 
zu den geschätzten Gesamtkosten steht, deren Sicherstellung er dient (Urteil des 
Bundesgerichts 1B_379/2013 vom 6. Dezember 2013 E. 2.3.3 mit Hinweisen). Eine 
Schätzung, auf welchen Gesamtbetrag sich die effektiv zu tilgenden Kosten, Ent-
schädigungen, Geldstrafen und Bussen wahrscheinlich ungefähr belaufen, erweist 
sich bei Einleitung des Vorverfahrens als schwierig. Die diesbezüglichen Anforde-
rungen an die Begründung der Deckungsbeschlagnahme sind zu diesem Zeitpunkt 
daher gering, nehmen im Lauf des Verfahrens jedoch zu (Urteil des Bundesgerichts 
1B_274/2012 vom 11. Juli 2012 E. 3.3).

5.4 Der vorliegende Beschluss ergeht unter Berücksichtigung der zusätzlich einge-
reichten Akten, zu welchen sich die Staatsanwaltschaft kurz und die Verteidigung 
nicht mehr geäussert hat. In Anbetracht der beim Beschwerdeführer am 9. August 
2023 sichergestellten 46.8 Gramm Kokain und der Statistik 2022 der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Rechtsmedizin betreffend den durchschnittlichen Reinheits-
grad von beschlagnahmtem Kokain in der Konfiskationsgrösse zwischen 10 und 
100 Gramm von 75% besteht ein hinreichender Verdacht, dass es sich dabei um 
eine qualifizierte Menge Kokain handeln dürfte und dass der überwiegende Teil da-
von nicht für den Eigenkonsum bestimmt war. Dieser Verdacht wird durch die an-
gegebenen finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers (vgl. das Protokoll der 
Hafteröffnung vom 15. Juni 2023 Z. 69 ff: nicht näher dokumentierter Online-Shop 
für Ladegeräte auf Amazon in Deutschland) bestärkt. Es besteht aktuell ohne Wei-
teres ein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer wegen men-
genmässig qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und 
zusätzlich Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit. 

5.5 Mit Blick auf die Möglichkeit einer Kostendeckungsbeschlagnahme kann vorliegend 
offenbleiben, ob die Voraussetzungen für eine Einziehungsbeschlagnahme gege-
ben sind. Für Erstere sind die Voraussetzungen erfüllt: Mit Blick auf das vorgewor-
fene Delikt, die Untersuchungshandlungen der Staatsanwaltschaft und die Unter-
suchungshaft des Beschwerdeführers besteht eine hinreichende Wahrscheinlich-
keit, dass Verfahrenskosten inkl. amtliche Verteidigung sowie eine allfällige Busse 
oder Geldstrafe den beschlagnahmten Betrag von CHF 8'145.40 übersteigen wer-
den. Es bestehen weiter Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer sich 

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Zahlungspflichten entziehen könnte, zumal er teilweise in Deutschland lebt, in Bern 
an einer falschen Adresse angemeldet war, zur Fahndung ausgeschrieben werden 
musste und erst nach zwei Monaten am 14. Juni 2023 von der Staatsanwaltschaft 
angehalten werden konnte (vgl. zu all diesen Punkten das Protokoll der Hafteröff-
nung vom 15. Juni 2023 Z. 37 ff.), am 4. August 2023 einen Einvernahmetermin 
angeblich aufgrund eines verpassten Fluges nicht wahrnahm (vgl. das Hafteröff-
nungsprotokoll vom 11. August 2023 Z. 53) und zudem gemäss neu eingereichtem 
Berichtsrapport vom 10. August 2023 eine Busse von CHF 200.00 gegen ihn we-
gen Nichtbezahlung in eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt wurde. Dass die Be-
schlagnahme in das Existenzminimum des Beschwerdeführers eingreifen könnte, 
wurde in der Beschwerde nicht hinreichend dokumentiert oder zumindest plausibili-
siert und ist insbesondere mit Blick auf die insgesamt CHF 7'751.65 sowie Euro 
2'400.00, welche der Beschwerdeführer am 10. August 2023 erneut auf sich getra-
gen hatte, nicht rechtsgenüglich dargetan oder erkennbar. Die Beschlagnahme der 
CHF 8'145.40 erweist sich insofern auch als geeignet und erforderlich zur Siche-
rung der Verfahrenskosten sowie allfälliger Bussen und Geldstrafen und ist verhält-
nismässig.

6. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten betreffend die in der Beschwerdebegrün-
dung (kein diesbezüglicher Antrag) gerügte Verletzung des rechtlichen Gehörs be-
gründet, gemessen an der beantragten Aufhebung der Verfügung aber unbegrün-
det. Sie ist entsprechend vollumfänglich abzuweisen.

7. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Verfahrenskosten werden 
bestimmt auf CHF 1'200.00. Nachdem der Beschwerdeführer in der Hauptsache 
unterliegt, allerdings eine Verletzung des rechtlichen Gehörs festgestellt wurde, 
werden die Kosten im Umfang 4/5, ausmachend CHF 960.00, dem Beschwerde-
führer auferlegt. Die restlichen Kosten von CHF 240.00 sind vom Kanton Bern zu 
tragen.

8. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für ihre Aufwendungen im Be-
schwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht im 
Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO). Dabei wird zu beachten sein, 
dass der Beschwerdeführer im Umfang von einem Fünftel von der Rück- und 
Nachzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO befreit ist.

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Es wird festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland das rechtliche Gehör 
des Beschwerdeführers verletzt hat.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden bestimmt auf CHF 1'200.00 und dem 
Beschwerdeführer im Umfang von 4/5, ausmachend CHF 960.00, auferlegt. Die Kos-
ten im Umfang von 1/5, ausmachend CHF 240.00, trägt der Kanton Bern.

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. Die Rück- 
und Nachzahlungspflicht entfällt im Umfang von einem Fünftel. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwalt C.________

(mit den Akten – per Kurier)

Bern, 26. September 2023 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Der Gerichtsschreiber:

Rudin

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.