# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6aeff9b-81b7-5601-ab6f-fc803b7132cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2008 C-2237/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2237-2007_2008-12-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2237/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

G._______, Portugal,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Starkl, 
Ober-Emmenweid 46, Postfach 1846, 
6021 Emmenbrücke 1,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2237/2007

Sachverhalt:

A.
Mit  Verfügung  vom  11. Juni  2003  (act. 46)  hatte  die  IV-Stelle 
Z._______  der  am  (...)  1963  geborenen  portugiesischen 
Staatsangehörigen  G._______  mit  Wirkung  ab  dem  1. Juni  2000 
aufgrund langdauernder Krankheit eine ganze Invalidenrente gewährt.

Dieser  Verfügung  lagen  namentlich  eine  Begutachtung  von  PD 
Dr. med. A._______,  Chefarzt  Rheuma-  und  Rehabilitationsklinik 
X._______,  vom  24. Mai  2000  (act. 13),  ein  rheumatologisches 
Gutachten von Dr. med. W._______, Rheumatologie FMH, vom 23. Juli 
2002  (act. 34)  sowie  ein  psychiatrisches  Gutachten  von 
Dr. K._______, Chefarzt  Psychiatrische Tagesklinik  am Kantonsspital 
Z._______, vom 11. September 2002 (act. 37) zugrunde.

A.a Das Gutachten von PD Dr. med. A._______ attestiert G._______ 
ein  primäres  Fibromyalgie-Syndrom  mit  Zeichen  der  sekundären 
muskulären  Dekonditionierung;  einen  Verdacht  auf 
Entwurzelungssymptomatik  bei  ungenügender  sozialer  Integration, 
wahrscheinlich  psychophysischer  Überforderungs-  und 
Überlastungssituation  sowie  eine  pneumologisch  abgeklärte  anam-
netisch chronische Bronchitis. Er  ist  zudem der  Auffassung,  die von 
der Patientin  geschilderten Beschwerden erschienen nachvollziehbar 
und es  könne  in  keiner  Weise von einer  Aggravation  oder  einer  Si-
mulation gesprochen werden. Insgesamt sei die Patientin aus rheuma-
tologischer Sicht für leichte körperliche Tätigkeiten (mit Ausnahme von 
repetitiven und stereotypen Bewegungsabläufen oder Überkopf-Arbei-
ten  sowie  Arbeiten  in  Zwangspositionen)  grundsätzlich  zu  100% ar-
beitsfähig, jedoch vorübergehend auf 50% eingeschränkt.

A.b Dr. med. W._______  stellte  in  ihrem  Gutachten  die  Diagnose 
einer  somatoformen  Schmerzstörung  mit  hysteriformen  Zügen  im 
Rahmen einer mittelschweren Depression. Sie erachtete die Patientin 
in diesem Zustand als 100% arbeitsunfähig und wies darauf hin, dass 
es  sich  vorliegend  im  weitesten  Sinn  nicht  um  ein  medizinisches, 
sondern  ein  "sozialpsychologisch  philosophisches  Problem  nach 
Zumutbarkeit" handle.

A.c Mit dem Gutachten von Dr. K._______ wurde bei G._______ eine 
anhaltende  somatoforme  Schmerzstörung  (ICD-10:  F45.4)  mit 

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Aggravation  diagnostiziert.  Zudem  stellte  er  einen  Konflikt  aufgrund 
mangelnder  Integration  in  der  Schweiz  sowie  einen  Paarkonflikt 
zwischen der Patientin und ihrem Ehegatten bezüglich der Frage nach 
einer Rückkehr nach Portugal fest. Insgesamt erachtete er es vorerst 
als  nicht  zumutbar,  dass  die  Patientin  ihre  aus  seiner  Sicht 
grundsätzlich  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit  von  50%  in  einer 
leichten,  wechselbelastenden  Tätigkeit  in  der  freien  Wirtschaft 
verwerte.

B.
Mit  Schreiben vom 10. Februar  2005 (act. 60)  überwies die IV-Stelle 
Z._______ die  Akten von G._______ aufgrund  ihres  Umzuges nach 
Portugal an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-
Stelle).

C.
Mit  Schreiben  vom  2. Juni  2005  (act. 63)  gab  die  IV-Stelle  bei  der 
MEDAS Zentralschweiz erneut  medizinische Untersuchungen in  Auf-
trag,  um  abzuklären,  ob  eine  Rentenrevision  durchgeführt  werden 
müsse.

C.a Dr. med. J._______,  Facharzt  für  physikalische  Medizin  und 
Rehabilitation  FMH,  speziell  Rheumaerkrankungen,  hat  in  seinem 
rheumatologischen  Gutachten  vom  21. November  2005  (act. 72) 
gestützt  auf  die  Untersuchung  vom  16. November  2005  folgende 
Diagnose  gestellt:  Ganzkörperschmerzsyndrom  ohne  adäquates 
somatisches  Korrelat.  Er  erachte  deshalb  die  zuletzt  ausgeübte 
Tätigkeit  als  Zimmermädchen  als  ungeeignet,  halte  jedoch  für 
zumutbar,  dass  die  Patientin  einer  leichten  wechselbelastenden 
Tätigkeit,  ohne  repetitive  und  stereotype  Bewegungsabläufe,  ohne 
Arbeiten in häufigen Zwangspositionen, Überkopfarbeiten oder solche 
mit vornüber geneigtem Oberkörper, nachgehen könne.

C.b Dr. med. M._______,  Spezialarzt  FMH  für  Psychiatrie  und 
Psychotherapie,  hat  in  seinem  Gutachten  vom  28. Dezember  2005 
(act. 73) gestützt  auf  die Untersuchung vom 16. November 2005 fol-
gende  Diagnose  gestellt:  Hinweise  für  Somatisierungsstörung  mit 
deutlicher histrionischer Komponente (ICD-10: F45.0). Eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht nicht mehr. 
Das Wegfallen psychosozialer Belastungssituationen (schlechte kultu-
relle und vor allem sprachliche Integration in der Schweiz; Paarkonflikt 
wegen des Wunschs der Explorandin nach Portugal zurückzukehren) 

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habe nach vollzogener Rückkehr nach Portugal zu einer psychischen 
Erholung  geführt,  welche  keine  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit 
mehr attestieren lasse.

C.c Dr. med. B._______,  Gutachter  der  MEDAS Zentralschweiz,  und 
Dr. med. J._______,  Chefarzt  MEDAS  Zentralschweiz,  haben  den 
MEDAS-Aufenthalt von G._______ vom 15./16. November 2005 unter 
Würdigung der  neu erstellten  Berichte  und der  Vorakten mit  Bericht 
vom 9. Februar 2006 (act. 74) zusammenfassend gewürdigt und dabei 
Folgendes  festgehalten:  G._______  leide  an  einem  Ganzkörper-
schmerzsyndrom ohne  adäquates  somatisches Korrelat,  bei  Somati-
sierungsstörung  mit  histrionischer  Komponente.  Als  Nebenbefunde 
ohne Krankheitswert  nannten sie  minimes Übergewicht,  Myopie,  Le-
bersteatose und Hypercholesterinämie. In ihrer bisherigen Tätigkeit er-
achteten sie sie als 100% arbeitsunfähig. In einer leichten, wechselbe-
lastenden Tätigkeit bestehe hingegen eine volle Arbeitsfähigkeit.

D.
Dr. med. R._______ vom ärztlichen Dienst  der  IV-Stelle  schloss  sich 
mit Stellungnahme vom 26. Juni 2006 (act. 78) den Feststellungen der 
Gutachter  der  MEDAS  Zentralschweiz  an  und  stellte  fest,  dass  bei 
G._______ seit dem 16. November 2005 in einer Verweistätigkeit eine 
volle Arbeitsfähigkeit vorliege.

E.
Am  15. August  2006  führte  die  IV-Stelle  schliesslich  einen  Einkom-
mensvergleich durch und ermittelte eine Erwerbseinbusse von 15,12% 
(act. 79).

Mit Vorbescheid vom 28. August 2006 (act. 80) informierte die IV-Stelle 
G._______ über die geplante Aufhebung der Rente.

Mit  Stellungnahmen  vom  9. Oktober  2006  und  31. Oktober  2006 
(act. 86  und  88)  führte  G._______,  vertreten  durch  Rechtsanwältin 
Claudia Starkl, aus, sie sei der Ansicht, ihr Gesundheitszustand habe 
sich  nicht  verbessert,  weshalb sie nach wie vor einen Anspruch auf 
Leistungen  der  Invalidenversicherung  habe.  Mit  Schreiben  vom 
9. November  2006  (act. 92)  reichte  sie  ein  Kurzattest  des  Centro 
Hospitalar D._______ vom 23. Juni 2006 (act. 90) und ein Attest von 
Dr. P._______ vom 27. Oktober 2006 (act 91) ein, welche bestätigen, 
dass  sich  der  Gesundheitszustand  von  G._______  nicht  verändert 

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habe.  Zudem  bemängelte  sie  den  von  der  MEDAS  organisierten 
anlässlich der Untersuchung vom 15./16. November 2005 anwesenden 
Dolmetscher,  da  sie  diesen  persönlich  gekannt  habe  und  daher 
gehemmt  gewesen  sei,  in  seiner  Anwesenheit  Aussagen  über  ihren 
Gesundheitszustand,  insbesondere  über  ihre  psychischen Probleme, 
zu machen.

Mit Schreiben vom 29. Januar 2007 (act. 95) hielt Dr. med. R._______ 
vom  medizinischen  Dienst  der  IV-Stelle  an  ihren  bisherigen 
Ausführungen  fest,  da  die  eingereichten  Atteste  keine  neuen  Er-
kenntnisse brächten, welche nicht bereits beim MEDAS-Gutachten be-
rücksichtigt worden seien.

F.
Mit Verfügung vom 20. Februar 2007 (act. 97) hat die IV-Stelle die IV-
Rente von G._______ per 1. April 2007 aufgehoben, da aufgrund ihres 
verbesserten  Gesundheitszustandes  kein  Anspruch  mehr  auf  eine 
Rente  bestehe.  Bezüglich  der  Kritik  am  Dolmetscher  führte  die  IV-
Stelle  aus,  zu  Beginn  der  Begutachtung  habe  die  Möglichkeit 
bestanden,  den  Dolmetscher  abzulehnen,  was  G._______  jedoch 
unterlassen  habe.  Einer  allfälligen  Beschwerde  wurde  die 
aufschiebende Wirkung entzogen.

G.
Gegen  die  Verfügung  vom  20. Februar  2007  hat  G._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin),  vertreten  durch  Rechtsanwältin 
Claudia  Starkl,  am  26. März  2007  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht erhoben. Sie beantragte die Aufhebung der 
Verfügung  und  die  Ausrichtung  einer  ganzen  IV-Rente  sowie  die 
Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung;  alles  unter  Kosten- 
und  Entschädigungsfolge  zu  Lasten  der  Beschwerdegegnerin.  Die 
Beschwerdeführerin machte geltend, es liege kein Revisionsgrund vor, 
da es sich vorliegend lediglich um eine andere Beurteilung des gleich 
gebliebenen Sachverhalts  handle. Aus psychiatrischer  Sicht  bestehe 
weiterhin  eine  erhebliche  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit;  ihr 
Gesundheitszustand habe sich nicht verbessert. Vorsorglich bestreite 
sie zudem die Berechnungsgrundlagen. Sie sei nicht in der Lage, ein 
Einkommen  von  Fr. 3'096.--  zu  erzielen,  da  sie  nur  an  einem 
geschützten Arbeitsplatz einsetzbar sei. Zudem sei ein leidensbeding-
ter Abzug von 25% vorzunehmen.

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H.
Mit  Vernehmlassung  vom 3. April  2007  beantragte  die  IV-Stelle,  die 
aufschiebende Wirkung der Beschwerde nicht wiederherzustellen, da 
dies die Interessenabwägung nicht rechtfertige.

I.
Mit Verfügung vom 18. April 2007 wies der Instruktionsrichter den An-
trag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwer-
de ab.

J.
Mit Vernehmlassung vom 31. Mai 2007 beantragte die IV-Stelle die Ab-
weisung der Beschwerde. Sie machte geltend, das MEDAS-Gutachten 
entspreche durchaus den Anforderungen,  die an ein  beweiskräftiges 
Gutachten gestellt würden; der ärztliche Dienst der IV-Stelle habe sich 
zu Recht auf das Gutachten abgestützt. Es liege keine Invalidität mehr 
vor, weshalb kein Anspruch mehr auf eine Rente bestehe.

K.
Mit Replik vom 10. Juli 2007 hielt die Beschwerdeführerin an ihren An-
trägen fest.

L.
Mit Duplik vom 31. Juli 2007 hielt die IV-Stelle ebenfalls an ihrem An-
trag fest.

M.
Gegen die mit  Verfügung vom 8. August  2007 mitgeteilten Mitglieder 
des Spruchkörpers ist kein Ausstandsbegehren eingegangen. Die Ge-
richtsschreiberin wurde am 28. April 2008 durch die im Rubrum aufge-
führte Gerichtsschreiberin ersetzt.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einsprache-
entscheid  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen 
Aufhebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG be-
schwerdelegitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

2.

2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  portugiesische  Staatsangehörige,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-
den  ist  (Art. 80a  IVG).  Nach  Art. 3  Abs. 1  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 

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Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen An-
wendungsbereich  der  Verordnung  fallenden,  in  einem  Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-
rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201).

2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Gemäss bundesgerichtlicher  Rechtsprechung sind  im Beschwer-
deverfahren grundsätzlich für  die Bestimmung des rechtserheblichen 
Sachverhalts die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des 
strittigen Entscheids massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinwei-
sen). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegen-
de  Verfahren  ist  deshalb  das  per  1. Januar  2003  in  Kraft  getretene 
Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungs-
rechts anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-
beitsunfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Ein-
kommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der 

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Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversiche-
rung. Demzufolge haben die von der Rechtsprechung dazu herausge-
bildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung 
(BGE 130 V 343).

Bei  den materiellen Bestimmungen des IVG und der  IVV ist  auf  die 
Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderun-
gen  (4. IV-Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die 
durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Janu-
ar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden 
deshalb die ab 1. Januar 2004 (bis Ende 2007) gültig gewesenen Be-
stimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.2 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

Ein Revisionsgrund ergibt sich somit aus jeder wesentlichen Änderung 
der tatsächlichen Verhältnisse – insbesondere aus einer wesentlichen 
Veränderung  des  Gesundheitszustandes  –  die  geeignet  ist,  den  In-
validitätsgrad  und  damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen 
(BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1A; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2).

Ob eine solche rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter  Vorbehalt  früher  durchgeführten  Revisionen)  durch  Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenver-
fügung  bestanden  hat,  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen  Revi-
sionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2,  113 V 275 E. 1a). Dagegen ist 
die  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen  unverändert 
gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beur-
teilungen sind  revisionsrechtlich nur  dann beachtlich,  wenn sie  Aus-
druck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur 
BGE 115 V 313  E. 4a/bb  mit  Hinweisen;  SVR 1996 IV  Nr. 70  S. 204 
E. 3a).

3.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-

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sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ar-
beitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind  sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  EVG  vom  26. Januar  2006,  I 268/2005  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

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Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114  E. 3b;  Urteil  des  Bundesgerichts  vom  24. Januar  2000, 
I 128/98, E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehen-
der  Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht  in  die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weite-
ren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind auf-
grund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit 
Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den all-
gemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spe-
zialarzt (Urteil  des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hin-
weisen).

3.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

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3.7 Gemäss dem seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 
Abs. 1 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 70% ein Anspruch 
auf eine ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der 
Invalidität von 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen von 50% 
und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40%.

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IV-Stelle zu Recht das Vorliegen ei-
nes Revisionsgrundes angenommen und die Rente der Beschwerde-
führerin aufgehoben hat.

4.1 Die drei damals anlässlich der Rentenfestsetzung eingeholten und 
berücksichtigten  Gutachten  von  PD  Dr. med. A._______, 
Dr. med. W._______  und  Dr. K._______  haben  übereinstimmend  bei 
der Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine somatoforme Schmerz-
störung  sowie  ein  psychosoziales  Problem  aufgrund  ungenügender 
sozialer  Integration,  einen  Paarkonflikt  in  Bezug  auf  die  Frage  der 
Rückkehr  nach Portugal  sowie  eine generelle  Überforderungs-/Über-
lastungssituation festgestellt. Die Ärzte waren einhellig der Ansicht, bei 
der Beschwerdeführerin liege in ihrer angestammten Tätigkeit eine vol-
le Arbeitsunfähigkeit und sogar in einer leichten, wechselbelastenden 
Tätigkeit mindestens (vorübergehend) eine solche von 50% bis 100% 
vor.

4.2 Rund  ein Jahr  nach der  Rückkehr  der Beschwerdeführerin  nach 
Portugal  holte  die  IV-Stelle  neue  Gutachten  in  Bezug  auf  den  Ge-
sundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  ein.  Gemäss  diesen  Gut-
achten  von  Dr. med. J._______  und  Dr. med. M._______  sowie  den 
zusammenfassenden  Einschätzungen  von  Dr. med. B._______  und 
Dr. med. R._______ bestehe bei der Beschwerdeführerin immer noch 
das bereits früher festgestellte Ganzkörperschmerzsyndrom, welches 
jedoch  kein  adäquates  somatisches Korrelat  habe. Einschränkungen 
aus  psychiatrischer  Sicht  bestünden  keine  mehr,  da  sich  die 
Beschwerdeführerin  durch das Wegfallen der psychischen Belastung 
und durch die Rückkehr nach Portugal wieder erholt habe. Es bestehe 
eine volle Arbeitsfähigkeit in Bezug auf leichte, wechselbelastende Tä-
tigkeiten.

4.3 Die von der Beschwerdeführerin eingereichten (Kurz-)Atteste brin-
gen keine neuen (und noch nicht berücksichtigten) Aspekte in die Be-
urteilung ein. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Atteste der Haus-
ärztin und der behandelnden Psychiaterin (ohne Ausführungen bezüg-

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lich Auswirkungen der Beschwerden auf  die Arbeitsfähigkeit  der  Be-
schwerdeführerin)  sowie die Auflistung der angeordneten Medikation 
durch  das  Spital  die  fundierte  und schlüssige Beurteilung durch die 
ausführlichen Gutachten in Frage stellen könnten. Wie vorstehend un-
ter  Erwägung  3.5  bereits  ausgeführt,  ist  der  Beweiswert  derartiger 
Kurzberichte  geringer  als  derjenige  ausführlicher  und  umfassender 
Gutachten, die in Kenntnis der geklagten Beschwerden, der Vorakten 
und der Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen verfasst wor-
den sind. Überdies besteht – entgegen dem Antrag der Beschwerde-
führerin – kein Anlass, weitere Gutachten einzuholen, da die vorhan-
denen  Gutachten  vollständig,  widerspruchsfrei  und  nachvollziehbar 
sind.

In  Bezug  auf  die  Rüge  der  Beschwerdeführerin,  der  anlässlich  der 
ärztlichen Begutachtung beigezogene Dolmetscher habe sie daran ge-
hindert,  frei  und  offen  mit  dem Arzt  zu  sprechen  und  ihm  ihre  Be-
schwerden zu schildern, ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
zu Beginn der Begutachtung die Möglichkeit gehabt hätte, den Dolmet-
scher abzulehnen. Dies hat sie jedoch nicht getan. Ausstands- und Ab-
lehnungsgründe sind grundsätzlich sofort  nach deren Bekanntwerden 
geltend  zu  machen  (BGE 132 V 112  E. 7.4.2;  AHI  2001  S. 116 
E. 4a/aa  mit  Hinweisen).  Insbesondere  ist  es  prozessual  unzulässig 
und rechtsmissbräuchlich, angebliche Befangenheitsvorwürfe erst auf-
grund  der  als  ungünstig  empfundenen  Resultate  der  Begutachtung 
nachzuschieben (Urteil vom 6. Juni 2006, 1P.787/2005). Die Einwände 
der Beschwerdeführerin sind überdies nicht ausreichend substantiiert 
und  zielen  wohl  insbesondere  darauf  ab,  ein  für  sie  ungünstiges 
Gutachten als unverwertbar erscheinen zu lassen, weshalb diese hier 
nicht zu berücksichtigen sind.

4.4 Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  die  IV-Stelle  zu 
Recht festgestellt  hat,  dass sich der Sachverhalt  durch die Rückkehr 
der  Beschwerdeführerin  nach  Portugal  und  der  damit  zusammen-
hängenden  Verbesserung  ihrer  psychischen  Befindlichkeit  zufolge 
Wegfalls der Be- und Überlastungssituationen erheblich geändert hat 
und somit ein Revisionsgrund vorliegt.

5.
Zu prüfen bleibt der von der IV-Stelle durchgeführte Einkommensver-
gleich.

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5.1 Gestützt  auf  den  Fragebogen  der  vormaligen  Arbeitgeberin  der 
Beschwerdeführerin ist die IV-Stelle von einem (bis zum Jahr 2004 in-
dexierten)  Valideneinkommen  von  monatlich  Fr. 3'647.97  (bei  42,1 
Stunden/Woche) ausgegangen. Dies ist zutreffend und wurde von der 
Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten.

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens hat die IV-Stelle auf die 
Löhne abgestellt, die die Beschwerdeführerin durch Arbeit in verschie-
denen möglichen Verweistätigkeiten noch erzielen könnte. Zu Gunsten 
der Beschwerdeführerin wurden dabei die beiden Tätigkeiten mit den 
geringsten  Einkommen  berücksichtigt.  Es  sind  dies:  Tätigkeit  in  der 
Textil-/Pelzindustrie mit einem zu berücksichtigenden monatlichen Ein-
kommen von Fr. 2'944.-- und Tätigkeit in der Leder-/Schuhindustrie mit 
einem zu berücksichtigenden monatlichen Einkommen von Fr. 3'385.--. 
Durchschnittlich  ergibt  das  ein  Invalideneinkommen von  Fr. 3'164.50 
respektive von Fr. 3'259.44 (bei einem branchenüblichen Pensum von 
41,2 Stunden/Woche). 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei lediglich noch an einem 
geschützten Arbeitsplatz einsetzbar, weshalb das für die Durchführung 
des  Einkommensvergleichs  beigezogene  Invalideneinkommen  nicht 
korrekt sei.

Den neueren ärztlichen Gutachten ist  nicht  zu  entnehmen,  dass die 
Beschwerdeführerin nicht in der Lage sein soll, auf dem freien Arbeits-
markt einer Tätigkeit nachzugehen. Von einer Einschränkung der mög-
lichen Tätigkeiten auf einen geschützten Rahmen war lediglich in ei-
nem der früheren Gutachten die Rede. Unter Beachtung des heutigen, 
verbesserten Gesundheitszustandes der  Beschwerdeführerin  besteht 
diese Einschränkung jedoch nicht mehr. Die von der IV-Stelle zur Be-
rechnung beigezogenen Tabellenlöhne sind somit nicht  zu beanstan-
den.

5.2 Die IV-Stelle hat sodann bei der Berechnung des Invaliditätsgra-
des unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände der Beschwer-
deführerin einen leidensbedingten Abzug von 5% vorgenommen.

Nach der Rechtsprechung ist bei der Verwendung statistischer Tabel-
lenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen,  die selbst  bei  leichten Hilfstätigkeiten behindert  sind,  im Ver-
gleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-

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nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit 
unterdurchschnittlichen  Lohnansätzen  rechnen  müssen.  Sodann  ist 
dem Umstand Rechnung zu tragen,  dass persönliche und berufliche 
Merkmale des Versicherten wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus-
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben, denen mit einem Abzug 
vom Invalideneinkommen zu begegnen ist. Ein solcher Abzug soll aber 
nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall An-
haltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der  Versicherte  wegen eines  oder 
mehrere dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte Restarbeitsfä-
higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit  unterdurchschnittli-
chem erwerblichen Erfolg verwerten kann. Es rechtfertigt sich nicht, für 
jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Ab-
züge vorzunehmen und diese zusammenzuzählen, da damit Wechsel-
wirkungen ausgeblendet werden. Ganz allgemein ist der Einfluss aller 
Merkmale  auf  das  Invalideneinkommen  (leidensbedingte  Einschrän-
kung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthaltskategorie  und  Be-
schäftigungsgrad)  unter  Würdigung der  Umstände im Einzelfall  nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft  zu schätzen. Letztlich ist  der 
Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in 
Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begren-
zen (zum Ganzen: BGE 126 V 75).

Die Beschwerdeführerin macht geltend, bei ihr sei ein leidensbedingter 
Abzug von 25% vorzunehmen. Sie führt  jedoch nicht  aus,  wieso sie 
der Ansicht ist, der Abzug sei in dieser Höhe gerechtfertigt. Es ist nicht 
ersichtlich,  inwiefern  ein  höherer  Abzug  als  der  von  der  IV-Stelle 
gewährte Abzug sachgerecht wäre; zumal die Beschwerdeführerin mit 
44  Jahren  eher  jung  ist,  in  ihrem  Heimatland  keine  sprachlichen 
Probleme zu bewältigen hat und die leidensbedingten Einschränkun-
gen  als  eher  gering  einzustufen  sind.  Indem  die  IV-Stelle  der  Be-
schwerdeführerin  einen Abzug  von 5% zugestanden  hat,  hat  sie  im 
Rahmen ihres Ermessens gehandelt.

5.3 Der  Vergleich  des  Valideneinkommens von Fr. 3'647.97  und des 
um den leidensbedingten Abzug von 5% reduzierten Invalideneinkom-
mens von Fr. 3'096.46 ergibt einen Invaliditätsgrad von 15,12%. Auch 
hier ist nicht ersichtlich, inwiefern der Entscheid der IV-Stelle zu bean-
standen wäre. Die Beschwerdeführerin rügt denn auch die Berechnung 
zu Recht nicht.

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6.

6.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Fran-
ken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren 
sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr. 400.--  festzusetzen  und  der  Be-
schwerdeführerin  als  unterlegene  Partei  aufzuerlegen.  Die  Verfah-
renskosten sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2].

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.-- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

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