# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa482b7b-2fd9-579d-bede-1747b47b79ec
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.11.2017 725 17 97 / 290
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-97---290_2017-11-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. November 2017 (725 17 97 / 290) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an die Vorinstanz zwecks weiterer Abklärung des medizinischen Sachver-

halts 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Andrea Scheidegger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 Der 1965 geborene A.____ ist aufgrund seiner Anstellung bei der B.____ AG obligato-
risch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) für Betriebs- und Nichtbe-
triebsunfälle versichert. Am 28. Dezember 2012 verletzte er sich bei einem Unfall auf der Ski-
piste die linke Schulter. Bei einem weiteren Unfall am 17. Dezember 2013 verletzte er sich beim 
Fussballspielen die rechte Schulter. Mit Schreiben vom 6. Januar 2016 stellte die Suva die Ver-
sicherungsleistungen betreffend Unfall vom 28. Dezember 2012 ein, nachdem die Behandlung 
der linken Schulter bereits im Jahr 2013 abgeschlossen gewesen sei. 

 
 
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A.2 Am 20. September 2016 meldete der Versicherte bei der Suva einen Rückfall hinsicht-
lich des Unfallereignisses vom 28. Dezember 2012 betreffend der linken Schulter an. Mit Verfü-
gung vom 4. Januar 2017 lehnte die Suva den Anspruch auf Versicherungsleistungen für die 
gemeldeten Rückfall-Beschwerden mit der Begründung ab, der Zustand sei aktuell ruhig und 
eine ärztliche Behandlung der linken Schulter sei nicht notwendig. Eine hiergegen erhobene 
Einsprache des Versicherten wies sie mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2017 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 21. März 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte 
die Weiterführung des MTT-Trainings. Die Beurteilung seines behandelnden Arztes, wonach 
das MTT-Training für den guten Verlauf und die Funktion der Schulter wichtig sei, sei nicht be-
rücksichtigt worden. 
 
C. Die Suva schloss mit Vernehmlassung vom 20. April 2017 auf Abweisung der Be-
schwerde. Dass der behandelnde Arzt die MTT-Therapie auch für die linke Schulter befürworte, 
lasse sich weder den aktenkundigen Konsultationsberichten noch dem Kostengutsprachege-
such vom 18. November 2016 entnehmen, da sich diese allesamt auf die rechte Schulter be-
ziehen würden. 
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Standpunk-
ten fest (Replik vom 28. Juni 2017 und Duplik vom 11. Juli 2017). 
 
E. Nachdem der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Juli 2017 unter Berufung auf die 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 
1950 die Durchführung einer Parteiverhandlung beantragt hatte, bewilligte das Kantonsgericht 
mit Verfügung vom 26. Juli 2017 seinen Antrag. 
 
F. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde der Beschwerdeführer zu den Unfall-
ereignissen und zu seinem Gesundheitszustand befragt. Er führte im Wesentlichen aus, dass 
für ihn die Auseinanderhaltung der Unfälle nicht relevant sei und er nicht zwischen der linken 
und rechten Schulter unterscheide. Für ihn sei das MTT-Training ein ganzheitliches Training, 
welches sich positiv auf seinen Gesundheitszustand auswirke. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Frenkendorf, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-

 
 
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richts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Beschwerde vom 21. März 2017 ist 
fristgerecht erfolgt und genügt den formellen Anforderungen einer Laienbeschwerde, da er-
kennbar ist, dass der Beschwerdeführer die Aufhebung des Entscheids wünscht. Auf die Be-
schwerde ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin und in diesem 
Zusammenhang, ob die Beschwerden im Sinne eines Rückfalls auf das Unfallereignis vom 
28. Dezember 2012 betreffend linke Schulter zurückgeführt werden können. 
 
2.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die 
Bestimmungen von Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG sowie Art. 18 Abs. 1 UVG. Laut der Übergangsbe-
stimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die 
sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufs-
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So 
verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ge-
mäss UVG setzt allerdings stets voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem 
eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
 
3.2 Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
hält fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden. Bei 
einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank-
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähig-
keit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe län-
gerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gear-

 
 
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teten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen; Kranken- und Unfall-
versicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2). 
Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslö-
sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim ver-
sicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ebenfalls ein (natürlicher und adäquater) 
Kausalzusammenhang besteht (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 293 E. 2c mit 
Hinweisen). 
 
3.3 Kann von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden und laufen auch 
keine Eingliederungsmassnahmen der IV mehr, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung 
der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente 
sowie auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (vgl. BGE 137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 
E. 4.1). Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll eine Heil-
behandlung – wie auch die in den Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen – nach 
Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen 
gewährt werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen 
Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur 
Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder 
zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Er-
werbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwischen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG 
nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An sei-
ne Stelle tritt alsdann der obligatorische Krankenpflegeversicherer (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.2). 
 
4.1 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – 
wie der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung 
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin – die rechtsanwendende Behörde 
regelmässig auf Unterlagen angewiesen ist, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfü-
gung zu stellen sind (BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht 
hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 
– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 
würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, 
von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbeson-
dere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

 
 
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Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende medizinische Unterlagen zu 
berücksichtigen: 
 
5.1 Im Konsultationsbericht der Klinik C.____ vom 7. Januar 2013 erklärte Dr. med. 
D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, dass der 
Patient am 28. Dezember 2012, als er auf der Skipiste von einem anderen Skifahrer umgefah-
ren worden sei, auf die linke Schulter gestürzt sei. Klinisch bestehe der Verdacht einer Subsca-
pularisruptur, weshalb noch ein Arthro-MRI durchgeführt werde. Fortbestehend liege eine gros-
se irreparable Rotatorenmanschettenruptur vor, die den Musculus supraspinatus sowie den 
Musculus infraspinatus links betreffe. 
 
5.2 Im Rahmen der MR-Arthrographie des Schultergelenkes links vom 16. Januar 2013 
stellte Dr. med. E.____, FMH Radiologie, folgende Diagnosen: (1) Verglichen mit 2010 eine 
komplette Ruptur der Subscapularissehne mit Retraktion bis auf Höhe des Glenoids; (2) eine 
vorbestehende Ablösung der Supra- und Infraspinatussehne vom footprint, wobei lediglich ein-
zelne Fasern der anterioren Supraspinatussehne noch vorhanden seien; (3) zunehmend fettige 
Degenerationen des Musculus infraspinatus, aber keine wesentliche Verfettung von Supraspi-
natus- und Subscapularismuskel sowie (4) eine zunehmende Degeneration der intraartikulären 
langen Bizepssehne bei nun bestehender deutlicher Partialruptur. 
 
5.3 Dr. D.____ bestätigte im Rahmen der MRI-Besprechung vom 21. Januar 2013 die Be-
urteilung von Dr. E.____. Da ein akutes Ereignis vorliege, werde eine operative Refixation der 
Subscapularissehne empfohlen. Die Operation sollte innert sechs Wochen nach Ereignis 
durchgeführt werden, um ein möglichst gutes Resultat erzielen zu können. Danach sei die Ope-
ration schwieriger und das Resultat ungewiss. Der Patient sei ausführlich über die Operation 
und die möglichen Komplikationen informiert worden. Dieser möchte sich jedoch noch nicht 

 
 
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entscheiden und andere Meinungen einholen. Bis dahin mache er weiter Physiotherapie. Im 
weiteren Konsultationsbericht vom 21. März 2013 erklärte Dr. D.____ schliesslich, dass der 
Patient sich in der Klinik F.____ eine Zweitmeinung eingeholt habe und dieser Arzt die Operati-
on ebenfalls befürworte. Da es dem Patienten jedoch funktionell besser gehe als noch im Janu-
ar 2013, möchte er vorderhand auf eine Operation verzichten. Er wünsche nochmals eine Mei-
nung einzuholen und werde deshalb an die Klinik G.____ überwiesen. 
 
5.4 Im Bericht der Klinik G.____ vom 21. Mai 2013 wurde von Dr. med. H.____, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, festgehalten, dass der 
Patient seit annähernd fünf Jahren an wechselnden Beschwerden an der linken Schulter leide. 
Objektiv finde sich eine noch sehr schöne Flexion und Abduktion, jedoch eine auffällige Ein-
schränkung für die Subscapularisfunktion mit passiv vermehrter Aussenrotation und kaum mehr 
vorhandener Innenrotationsfunktion. Aufgrund der sehr grossen Ruptur sei zu befürchten, dass 
die für den Patienten aktuell noch befriedigende Situation sich mit den Jahren deutlich ver-
schlimmern werde. Als vernünftigste Variante sehe Dr. H.____, dass eine arthroskopische Re-
konstruktion von Supraspinatus und Subscapularis anzustreben sei. 
 
5.5 Dem Konsultationsbericht von Dr. D.____ vom 28. Mai 2013 ist zu entnehmen, dass 
der Patient nochmals über die Vor- und Nachteile einer operativen Versorgung informiert wor-
den sei. Die Operationsindikation für die Subscapularisrefixation sei gegeben. Der Patient kön-
ne sich noch nicht definitiv entscheiden, ob er diesen Eingriff wünsche. Dr. D.____ habe 
schliesslich empfohlen, das MRI der linken Schulter zu wiederholen, um den Verfettungsgrad 
der Subscapularissehne sowie die Retraktion festzustellen. 
 
5.6 Bei der MR-Arthrographie des Schultergelenkes links vom 10. Juni 2013 stellte 
Dr. E.____ folgendes fest: (1) Eine unveränderte vorbestehende transmurale Ablösung der 
Supra- und Infraspinatussehne vom footprint mit Retraktion bis Glenoidhöhe, eine unverändert   
fettige Degeneration des Infraspinatusmuskels und eine leichte nicht fettige Atrophie des Sup-
raspinatusmuskels; (2) eine vollständige Ablösung der Subscapularissehne mit unveränderter 
Retraktion bis auf Glenoidhöhe und eine zunehmend fettige Degeneration; (3) eine vorbeste-
hend subtotale Partialruptur der langen Bizepssehne; (4) Verdacht auf eine leichte Knor-
pelausdünnung anterior an der Humeruskonvexität, jedoch keine tiefen Knorpeldefekte; (5) ein 
unverändert basisnaher Kontrastmittel-Eintritt in das anteriore Labrum bei partieller Ablösung 
ohne Dislokation und (6) Os akromiale. 
 
5.7 In seinem Bericht vom 18. Juni 2013 legte Dr. D.____ seine Beurteilung zur MR-
Arthrographie vom 10. Juni 2013 dar. Die Retraktion sei nun medialseits des Glenoidrandes 
und die Rekonstruktion werde deshalb noch schwieriger. Da ein Verfettungsgrad II bestehe, 
sollte eine Rekonstruktion möglich sein. Aus diesem Grund habe Dr. D.____ dem Versicherten 
geraten, die Schulterarthroskopie mit dem Versuch einer Subscapularisrefixation durchzufüh-
ren. Ob sie gelinge, könne erst intraoperativ gesagt werden. 
 
5.8 Dem Konsultationsbericht vom 19. Dezember 2013 von Dr. D.____ ist zu entnehmen, 
dass der Patient am 17. Dezember 2013 einen weiteren Unfall erlitt, als er beim Fussballspielen 

 
 
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mit einem Gegenspieler zusammengeprallt sei. Seither verspüre er vermehrt Schmerzen sowie 
eine Pseudoparalyse in der rechten dominanten Schulter. Aus dem Bericht von Dr. D.____ vom 
4. Januar 2013 ergibt sich ausserdem, dass am 3. Januar 2014 ein Arhtro-MRI der rechten 
Schulter durchgeführt worden sei. Es zeige sich eine Partialruptur der Supra- und Infraspinatus-
sehne mit minimalster transmuraler Rupturkomponente mit einem schrägen Durchmesser von 
knapp 10 mm, eine kleine Partialläsion der Subsopularissehne, jedoch kein Nachweis einer 
Athrophie oder Verfettung. Eine Operation sei zur Zeit nicht notwendig. Dr. D.____ empfehle, 
die konservative Therapie mit Bewegungstherapie sowie langsamem Kraftaufbau weiterzufüh-
ren.  
 
5.9 Am 20. März 2015 teilte die Klinik C.____ der Beschwerdegegnerin telefonisch mit, 
dass der Versicherte das letzte Mal im 2013 bezüglich der linken Schulter bei Dr. D.____ gewe-
sen sei. Die Behandlung sei abgeschlossen worden. 
 
5.10 Gemäss dem Bericht vom 17. November 2016 von Dr. D.____ gehe es dem Patienten 
gut, solange er die MTT-Therapie durchführe. Die Situation bezüglich der Schultern habe sich 
damit stabilisiert. Sobald er einen Unterbruch mit der MTT-Therapie mache, verschlechtere sich 
die Situation und es würden vermehrt Schmerzen auftreten. Da der Versicherte gut auf das 
MTT-Training anspreche, solle er dieses unbedingt weiterführen. Deshalb werde ein Kostengut-
sprachegesuch an die Suva bezüglich der rechten Schulter gestellt. 
 
5.11 Am 18. November 2016 stellte Dr. D.____ bei der Beschwerdegegnerin ein Kostengut-
sprachegesuch mit Angabe der Schadenfallnummer des Unfalles vom 28. Dezember 2012. Der 
Patient sei seit dem Unfallereignis vom 17. Dezember 2013 bei ihm wegen Schulterschmerzen 
rechts in Behandlung. Im MRI zeige sich eine Partialruptur der Supra- und Infraspinatussehne 
mit transmuraler Rupturkomponente mit einem schrägen Durchmesser von knapp 1 cm. Mittels 
MTT-Training könne ein stabiles Resultat für längere Zeit erzielt werden. Wenn das MTT-
Training nicht gewährleistet werden könne, müsse mit einer Verschlechterung des aktuellen 
Zustandes gerechnet werden. Je nach Verlauf könne sich die Arbeitsfähigkeit verschlechtern. 
 
5.12 Zur Prüfung der Leistungspflicht unterbreitete die Beschwerdegegnerin die Unterlagen 
ihrem Kreisarzt Dr. med. I.____, FMH Chirurgie. Aus seiner Beurteilung vom 2. Dezember 2016 
geht hervor, dass der medizinische Zustand offensichtlich keine ärztliche Behandlung notwen-
dig mache. Es gehe bei der Konsultation ausschliesslich um die Entscheidung, die MTT-
Therapie weiter fortzusetzen. Zwar seien die geltend gemachten Beschwerden an der linken 
Schulter überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 28. Dezember 2012 zurückzufüh-
ren. Aus den Berichten von Dr. D.____ gehe jedoch hervor, dass der Zustand aktuell ruhig sei. 
Weitere Begründungen würden sich ausschliesslich auf die Notwendigkeit der medizinischen 
Trainingstherapie beziehen. Es liege kein Rückfall vor. 
 
6.1 Wie oben erwähnt (vgl. E. 4.2 hiervor), darf ein medizinischer Sachverhalt gestützt auf 
versicherungsinterne ärztliche Feststellungen und somit ohne Einholung eines externen Gut-
achtens entschieden werden, solange keine – auch nur geringe – Zweifel an deren Richtigkeit 
bestehen. Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

 
 
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28. Februar 2017 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf die 
Ausführungen ihres Kreisarztes vom 2. Dezember 2016. Dieser wiederum stützte sich auf die 
Beurteilung von Dr. D.____ vom 17. November 2016 und ging demzufolge davon aus, dass 
kein Rückfall des Unfalls vom 28. Dezember 2012 vorliege, da eine ärztliche Behandlung der 
linken Schulter nicht notwendig sei. 
 
6.2 Es ist festzustellen, dass die medizinische Aktenlage keine zuverlässige Beurteilung 
der medizinischen Sachlage gestattet. Die Ausführungen des behandelnden Arztes Dr. D.____ 
sind widersprüchlich. Seinen Äusserungen zufolge ist die Behandlung der linken Schulter seit 
Juni 2013 abgeschlossen. Jedoch nimmt er im Konsultationsbericht vom 17. November 2016 
Bezug auf die rechte und die linke Schulter, indem er erklärt, dass sich beide Schultern dank 
des MTT-Trainings stabilisiert hätten. Obwohl er abschliessend festhält, dass ein Kostengut-
sprachegesuch für das weiterzuführende MTT-Training bezüglich der rechten Schulter zu stel-
len sei, beantragt er Entsprechendes im Schreiben vom 18. November 2016 unter Angabe der 
Schadenfallnummer des Unfalles vom 28. Dezember 2012 betreffend der linken Schulter. Im 
Übrigen geht auch der Kreisarzt Dr. I.____ in seinem Bericht vom 2. Dezember 2016 von weiter 
bestehenden Schmerzen aus, wenn er anerkennt, dass die vom Versicherten geltend gemach-
ten Beschwerden an der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 
28. Dezember 2012 zurückzuführen seien. Aus diesen Widersprüchen ergibt sich, dass vorlie-
gend kein klares Gesamtbild der medizinischen Sachlage besteht. Dies gilt umso mehr, als ge-
mäss den Ausführungen des Beschwerdeführers anlässlich der heutigen Parteiverhandlung im 
Jahr 2008 und 2010 weitere Unfälle stattgefunden hätten und es sich beim MTT-Training um 
ein Training handle, von dem der ganze Körper profitiere und nicht zwischen rechter und linker 
Schulter unterschieden werden könne. Jedenfalls ist festzuhalten, dass offensichtliche Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen bestehen. Vorliegend 
sind deshalb ergänzende Abklärungen vorzunehmen, insbesondere hat sich Dr. D.____ über 
den genauen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zu äussern. Die Angelegenheit ist 
deshalb in diesem Sinne an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
28. Februar 2017 aufzuheben ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als begrün-
det, weshalb sie gutzuheissen ist. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
28. Februar 2017 aufgehoben und die Angelegenheit wird zur weiteren 
Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewie-
sen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.