# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb6585e0-4c8d-532d-afcb-521fce9185c4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 27.08.2019 UV 2017/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2017-108_2019-08-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/108

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.10.2019

Entscheiddatum: 27.08.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2019
Art. 18 und 24 UVG: Vorliegen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
adaptierten Tätigkeit gestützt auf die gesamte medizinische Aktenlage 
bejaht. Vornahme des Einkommensvergleichs. Rentenanspruch verneint. 
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines 
Integritätsschadens von 10 % bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 27. August 2019, UV 2017/108).

Entscheid vom 27. August 2019

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2017/108

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Tobias Regli, MLaw, Lindtlaw Anwaltskanzlei, 

Hauptstrasse 39, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Bauarbeiter bei der B.___ AG angestellt 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen 

Unfallfolgen versichert, als er am 28. August 2013 einen Berufsunfall erlitt, bei welchem 

er aus ca. drei Metern auf einen Betonboden stürzte und sich an beiden Füssen 

verletzte (Suva-act. 1 i.V.m. 10 S. 1). Noch gleichentags wurde er im Spital C.___ 

notfallmässig stationär aufgenommen (Suva-act. 10). In einem CT der oberen 

Sprunggelenke (OSG) vom 29. August 2013 zeigten sich beidseits Frakturen der 

Calcenei (Suva-act. 12 und 10 S. 1 und 4; vgl. ferner Suva-act. 16). Die behandelnden 

Ärzte entschieden sich für eine konservative Therapie mittels Ruhigstellung in 

Rückfussentlastungsgipsen und bescheinigten dem Versicherten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 10 S. 1 ff.). Mit Schreiben vom 3. September 2013 teilte 

die Suva dem Versicherten mit, dass sie ihre Versicherungsleistungen 

(Kostenvergütung der Heilbehandlung und Taggeldleistungen) für die Folgen des 

Berufsunfalls erbringe (Suva-act. 3). Eine bildgebende Untersuchung vom 5. 

September 2013 ergab keinen Nachweis einer sekundären Dislokation der bekannten 

Calcaneifrakturen (Suva-act. 14). Da sich die physiotherapeutische Mobilisation unter 

Vollbelastung zwar langsam, aber unproblematisch gestaltete, entliessen die 

behandelnden Ärzte des Spitals C.___ den Versicherten am 7. September 2013 nach 

Hause (Suva-act. 10 S. 1 ff.). Anlässlich einer Verlaufskontrolle vom 3. Oktober 2013 

wurden die Gipse entfernt. In einer bildgebenden Untersuchung ohne Fixationsverband 

zeigte sich eine gering dislozierte Fraktur des Tuber calcanei medial beidseits, jedoch 

keine Sekundärdislokation (Suva-act. 13). Dem Versicherten wurde das Tragen von 

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Spezialschuhen mit Fussbettung und Fersenpufferung empfohlen (Suva-act. 15 S. 2). In 

einer bildgebenden Untersuchung im Spital C.___ vom 31. Oktober 2013 zeigten sich 

vergleichend zur Voruntersuchung vom 3. Oktober 2013 stationäre 

Stellungsverhältnisse der mehrfragmentären und gering dislozierten Fraktur des Tuber 

calcanei beidseits mit weiterhin abgrenzbaren Frakturspalten ohne Nachweis einer 

sekundären Dislokation (Suva-act. 29). Ein CT vom OSG beidseits vom 16. Dezember 

2013 ergab eine in geringer Fehlstellung subtotal knöchern-konsolidierte Fraktur des 

Tuber calacanei medial beidseits ohne Nachweis einer Refraktur (Suva-act. 43).

A.b Vom __. Januar bis __. Februar 2014 nahm der Versicherte auf Zuweisung der Suva 

an einer stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon teil (Suva-act. 48 S. 1 ff.), 

in deren Rahmen am 7. Februar 2014 ein orthopädisches Konsilium durchgeführt 

wurde. Dr. med. D.___, Facharzt Allgemein- und Unfallchirurgie, hielt in seiner 

Beurteilung fest, dass etwa fünf Monate nach dem Unfall nun beide Frakturen knöchern 

konsolidiert seien, der Versicherte jedoch noch starke Schmerzen an der linken und 

leichte Beschwerden an der rechten Ferse beklage. Nach Hinzuziehen des 

Schuhtechnikers könne zusätzlich noch ein Puffer sowie eine Abrollhilfe bei den 

Schuhen angebracht werden, was die Beschwerden eventuell noch bessern könnte. 

Ansonsten stünden keine weiteren Massnahmen zur Verfügung. Die mit Olfen 

durchgeführte Monotherapie könnte allenfalls vorübergehend noch ausgebaut werden. 

Das geschilderte Beschwerdebild sei fünf Monate nach den erlittenen Frakturen noch 

als adäquat zu bezeichnen. Bezüglich der Frakturen bestehe keine Belastungslimite 

mehr, sondern nur im Rahmen der subjektiv geklagten Beschwerden (Suva-act. 48 S. 9 

und 10). Im Austrittsbericht der Rehaklinik vom 19. Februar 2014 führten die 

behandelnden Ärzte aus, die bisherige Tätigkeit als Z.___ oder Y.___ sei dem 

Versicherten nicht zumutbar, da es sich dabei um eine schwere, ganztags stehende 

oder gehende Arbeit handle. Eine leichte wechselbelastende Arbeit ohne Gehen in 

unebenem Gelände, ohne Zwangspositionen für beide Füsse und ohne 

längerdauerndes Treppensteigen sowie Ersteigen von Leitern und Gerüsten sei dem 

Versicherten ganztags zumutbar. Auch sei zu erwarten, dass perspektivisch eine 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit möglich werde (Suva-act. 48 S. 1 ff.). Am 3. März 

2014 hielt Suva-Kreisärztin Dr. med. E.___, Fachärztin Neurochirurgie, fest, dass ein 

Arbeitsversuch mit zwei bis drei Stunden mittelschwerer Arbeit ohne Besteigen von 

Leitern und Gerüsten durchgeführt werden könne, wobei bei Erfolg eine mittelschwere 

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Tätigkeit mit den von ihr erwähnten Einschränkungen halbtags durchgeführt werden 

könne (Suva-act. 50). Anlässlich einer Besprechung vom 18. März 2014 erklärte sich 

der Versicherte mit der Durchführung eines Arbeitsversuchs bei seiner bisherigen 

Arbeitgeberin, in dessen Rahmen er für zwei bis drei Stunden pro Tag eine 

mittelschwere Arbeit ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten und ohne Absteigen in 

Gräben sowie ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände durchführen sollte, als 

einverstanden (Suva-act. 55). Der Arbeitsversuch startete am __ 2014, musste jedoch 

nach drei Tagen aufgrund zu starker Schmerzen abgebrochen werden (Suva-act. 65; 

vgl. ferner Suva-act. 62).

A.c  In einer MRT-Untersuchung des OSG links vom 2. Mai 2014 zeigte sich eine durch 

mechanische Reizung bedingte Flüssigkeitsimbibierung des an die wenig verdickte 

Plantarfaszie angrenzenden Fettgewebes bei leichter Fasciitis plantaris und ein kleiner 

polylobulierter posteriorer Gelenksrezessus des unteren Sprunggelenks (USG) als 

banaler Nebenbefund, im Übrigen eine altersentsprechend normale MRT des linken 

Rückfusses (Suva-act. 76). Am 13. Mai 2014 berichtete Dr. med. F.___, Chirurgie Spital 

C.___, dass der Versicherte ihn im Spital beim Gang zur Physiotherapie zufällig 

angesprochen habe. Der Versicherte sei ausser sich gewesen, dass keine weiteren 

Abklärungen durchgeführt worden seien bzw. eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert 

worden sei. Aufgrund der vom Versicherten beklagen Beschwerden hätte er sich 

erlaubt, diesen in seiner unfallchirurgischen Spezialsprechstunde zu beurteilen. In 

seiner Beurteilung hielt Dr. F.___ fest, dass er aufgrund der starken Druckdolenz mit 

Ausstrahlung nach distal von einer Tibialis posterior Tendinitis retromalleolär im 

osteofibrösen Kanal ausgehe. MR-tomographisch zeige sich hierbei jedoch kaum ein 

Korrelat. Eine wesentliche Besserung der Symptomatik zeige sich auch nach erneut 

angepasstem Schuhwerk nicht. Er empfehle das angepasste Schuhwerk höchstens 

noch mit einer medialen Fussranderhöhung zu optimieren. Im Weiteren sollten 

physiotherapeutische Dehnungen durchgeführt werden, wobei Ultraschall, 

Iontophorese und Bindegewebsmassagen die Therapie unterstützten sollten. 

Schliesslich sollte das insgesamt seltene hintere Tarsaltunnelsyndrom auf jeden Fall 

neurologisch ausgeschlossen werden (Suva-act. 70). Am 28. Juli 2014 untersuchte Dr. 

med. G.___, Neurologie FMH, den Versicherten auf Zuweisung der Suva. Er hielt in 

seiner Beurteilung fest, dass sich deutliche Hinweise auf eine Symptomausweitung 

finden liessen, die eine schlüssige klinisch-neurologische Beurteilung erschweren 

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würden. Er habe daher eine eingehende elektrophysiologische Untersuchung 

durchgeführt, die beidseits keine Hinweise auf ein Tarsaltunnelsyndrom ergeben habe. 

Auch für eine anderweitige Läsion eines peripheren Nervs am linken Fuss zeigten sich 

keine Anhaltspunkte. Aus rein neurologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit 

und gegenwärtig kein therapeutischer Handlungsbedarf (Suva-act. 86).

A.d Am 8. September 2014 untersuchte Dr. E.___ den Versicherten. In ihrer Beurteilung 

hielt sie fest, dass sie das aktuelle Beschwerdebild aufgrund der stattgehabten Fraktur 

und der vorliegenden MRT-Untersuchung vom Mai 2014 vollumfänglich nicht erklären 

könne. Sie empfehle, den Versicherten nochmals Dr. F.___ zur Beurteilung der 

beidseitigen Fussbeschwerden vorzustellen. Vor einer Vorstellung solle aufgrund der 

seit über einem Jahr nach dem Unfall weiterhin bestehenden rechtsseitigen 

Beschwerden ebenfalls eine MRT des rechten OSG und Rückfusses durchgeführt 

werden. Der Versicherte gebe zudem ein ca. zweieinhalb Wochen zuvor erlittenes 

Sturzereignis an, welches die beidseitigen Fussschmerzen verstärkt und neu zu 

Schulterschmerzen rechts geführt habe. In der klinischen Untersuchung hätten sich bis 

auf eine leichte Druckschmerzhaftigkeit im Sulcus bicipitalis links und eine bei der 

aktiven Bewegung während der Untersuchung demonstrierte eingeschränkte 

Schultergelenksabduktion rechts keine Auffälligkeiten gezeigt. Insbesondere seien die 

Rotatorenmanschettentests negativ gewesen. Sie empfehle bei Persistenz der 

Schulterbeschwerden in vier Wochen eine MRT der rechten Schulter durchzuführen 

(Suva-act. 94). Am 9. September 2014 bat die Suva Dr. F.___ den Versicherten für eine 

Untersuchung aufzubieten und eine MRT zu veranlassen (Suva-act. 101). Eine MRT-

Untersuchung beider Rückfüsse vom 19. September 2014 im Spital C.___ ergab 

linksseitig eine regrediente Flüssigkeitsimbibierung im Bereich der Plantarfaszie, aktuell 

ohne Hinweis auf eine Plantarfasciitis beidseits sowie ein in geringer Dislokation 

konsolidiertes Fragment des Tuber calcanei links. Im Übrigen ein der 

posttraumatischen Situation entsprechend normales MRT-Bild beider Rückfüsse 

(Suva-act. 103). Am 2. Oktober 2014 erkundigte sich Dr. F.___ bei der Suva über das 

weitere Vorgehen. Er teilte mit, dass er den Versicherten nochmals aufbieten könne, 

jedoch seien die Beschwerden für ihn aufgrund der Befunde nicht erklärbar. Er sei 

Traumatologe. Vielleicht sollte ein Orthopäde den Versicherten untersuchen (Suva-

act. 109). In einem Bericht an die IV-Stelle vom 6. November 2014 führte Dr. F.___ aus, 

dass beim Versicherten seit dem Unfall eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. 

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Sämtliche Tätigkeiten mit sitzender Position könne der Versicherte jedoch durchführen, 

kurze Transferwege seien ebenfalls möglich. Die Gehstrecke könne auf eine Stunde pro 

Tag bei einer Arbeitszeit von achteinhalb Stunden begrenzt werden. Der Versicherte 

gebe subjektiv eine stark eingeschränkte Belastbarkeit des Fusses eher links als rechts 

an. Bei den ausgedehnten Abklärungen hätten sich jedoch keine medizinischen 

Korrelate für die Beschwerden gezeigt (Suva-act. 123). Am 2. Februar 2015 wurde der 

Versicherte in der Fusschirurgie der Klinik H.___ untersucht. Die Ärzte hielten in ihrer 

Beurteilung fest, dass die konservativ behandelte wenig dislozierte Calcanei-Fraktur 

MR-tomographisch beidseits verheilt sei, dies jedoch in leichter Fehlstellung. Gewisse 

Restbeschwerden medio-plantar seien dadurch insbesondere auf der linken Seite 

möglich. Klinisch eher im Vordergrund stehe jedoch eine Baxter Neuropathie. Auch ein 

Tarsaltunnelsyndrom wäre denkbar, gemäss der neurologischen Untersuchung durch 

Dr. G.___ jedoch nicht vorliegend. Mit einem operativen Vorgehen sei man äusserst 

zurückhaltend. Als nächsten Schritt werde eine infiltrative Diagnostik, beginnend im 

Bereich des Baxter Nervs und sequentiell, nach sechs Wochen auch im Bereich der 

Plantarfaszie medio-plantar am Calcaneus empfohlen (Suva-act. 131). Am 17. Februar 

2015 führte Dr. E.___ aus, dass ein Tarsaltunnelsyndrom im Juli 2014 von Dr. G.___ 

klinisch-elektrophysiologisch ausgeschlossen worden sei. Bei der 

elektrophysiologischen Untersuchung vom 28. Juli 2014 habe Dr. G.___ auch keine 

neurographischen Veränderungen im Bereich der Nervi plantares laterales finden 

können, von denen der Baxter-Nerv ein Ast darstelle. Letztlich verbleibe die 

Möglichkeit einer Plantarfasciitis (Suva-act. 134). Am 11. März und 1. April 2015 

wurden beim Versicherten im Spital C.___ Infiltrationen des Plantarfaszienansatzes 

durchgeführt, die jedoch ohne Erfolg blieben, weshalb die behandelnden Ärzte davon 

ausgingen, dass kaum eine Plantarfasciitis für die Problematik verantwortlich gemacht 

werden könne. Folglich brachen sie die Behandlung ab (Suva-act. 143 und 145).

A.e  In ihrer kreisärztlichen Beurteilung vom 20. April 2015 führte Dr. E.___ aus, dass 

gewisse Restbeschwerden aufgrund des Unfallereignisses sicher nachvollziehbar 

seien. Der volle Umfang der Beschwerdesymptomatik könne mit den Folgen des 

Unfalls jedoch nicht erklärt werden. Weitere Therapieoptionen ergäben sich nicht. 

Weitere Abklärungen seien ebenfalls nicht angezeigt. Es sei ein stabiler medizinischer 

Zustand erreicht. Die angestammte rein stehende und gehende Tätigkeit als 

Bauarbeiter mit der vom Versicherten geschilderten Gewichtsbelastung zwischen 

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30-35 kg sei so nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Demgegenüber seien dem 

Versicherten ganztags wechselbelastende, mittelschwere Tätigkeiten weiterhin 

zumutbar. Die Erheblichkeitsgrenze einer Integritätsentschädigung sei nicht erreicht. 

Als Begleitmassnahmen nach Fallabschluss sollten Schmerzmittel sowie die 

orthopädische Schuhversorgung von der Suva übernommen werden (Suva-act. 147).

A.f Mit Schreiben vom 29. April 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

gemäss der Beurteilung des kreisärztlichen Dienstes von der Weiterführung der 

medizinischen Behandlung keine namhafte Verbesserung mehr zu erwarten sei und der 

medizinische Endzustand somit erreicht sei. Der Schadensfall werde abgeschlossen 

und die Heilkostenleistungen würden per 31. Mai 2015 eingestellt. Auch nach dem 

Fallabschluss würden jedoch Schmerzmittel (Dafalgan 1 g) sowie eine orthopädische 

Schuhversorgung (1-2 Paar Schuhe pro Jahr) von der Suva vergütet. Das Taggeld 

werde dem Arbeitgeber während der Kündigungsfrist ohne Präjudiz bis zum 31. Juli 

2015 im Sinne eines Entgegenkommens ausgerichtet. Einen Anspruch auf eine 

einmalige Integritätsentschädigung bestehe nicht. Der Anspruch auf eine Invalidenrente 

werde geprüft (Suva-act. 153).

A.g Am 9. Juni 2015 verfügte die Suva die Ablehnung eines Rentenanspruchs und 

einer Integritätsentschädigung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass 

aufgrund der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. September 2014 sowie aufgrund der 

medizinischen Unterlagen keine erhebliche Schädigung der Integrität vorliege. Weiter 

hätten die medizinischen Abklärungen ergeben, dass dem Versicherten die 

angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund des erlittenen Unfalls nicht mehr 

uneingeschränkt zumutbar sei. Eine wechselbelastende, mittelschwere Tätigkeit sei 

hingegen weiterhin vollumfänglich zumutbar. Unter Berücksichtigung der 

unfallbedingten Einschränkungen sei es dem Versicherten gemäss der von ihr 

geführten Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) weiterhin möglich, ein jährliches 

Einkommen von Fr. 60'222.-- zu erzielen. Ohne Unfall könnte er jährlich Fr. 66'040.-- 

verdienen. Bei einer Einkommenseinbusse von 8.81 % bestehe kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente (Suva-act. 161).

B.   

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B.a  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. H. Graf, 

Wil, am 10. Juli 2015 Einsprache erheben, worin er die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung und die Durchführung zusätzlicher Abklärungen beantragte. Zur Begründung 

führte er im Wesentlichen an, einer allfälligen unfallbedingten psychiatrischen 

Problematik sei bei den bisher getätigten Abklärungen keine Beachtung geschenkt 

worden (Suva-act. 162).

B.b Mit Schreiben vom 18. November 2015 liess der Versicherte der Suva mitteilen, 

dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Gemäss den Arztzeugnissen 

seiner Hausärztin Dr. med. I.___ bestehe seit dem 11. November 2015 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 172 ff.).

B.c  In einem Verlaufsbericht vom 21. März 2016 bezeichnete Dr. I.___ den 

Gesundheitszustand des Versicherten für die Zeit ab dem 22. September 2015 als 

stationär (Suva-act. 189) und legte einen Untersuchungsbericht der Orthopädie J.___ 

vom 29. Februar 2016 bei. Darin war der untersuchende Arzt zur Beurteilung gelangt, 

dass die Klinik beim Versicherten überhaupt nicht mit der Bildgebung korreliere. Der 

Versicherte zeige diffuse Beschwerden im Bereich beider Füsse. Die Muskulatur zeige 

aber keine Atrophien, die auf eine ausgeprägte Entlastung hindeuten würden. 

Orthopädische Spezialschuhe mit einer Fersendämpfung seien der richtige Weg. Der 

Versicherte sei mit diesen für rein sitzende Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Für 

wechselnde Tätigkeiten im Stehen und Sitzen sei er zu 50 % und für rein stehende, 

handwerkliche Tätigkeiten und Tätigkeiten mit längeren Gehstrecken zu 0 % 

arbeitsfähig (Suva-act. 190).

B.d Am 28. März 2017 untersuchte Dr. med. K.___, Neurologisches Zentrum L.___, den 

Versicherten wegen Kopfschmerzen. Sie hielt im entsprechenden Bericht fest, dass 

leider keine fokussiert problemorientierte umfassende neurologische Abklärung habe 

durchgeführt werden können, da zum Untersuchungszeitpunkt keine relevante 

Krankengeschichte vorgelegen habe und der Versicherte für eine differenziert zu 

erhebende Kopfschmerzanamnese nicht über genügend Deutschkenntnisse verfügt 

habe (act. G 1.20).

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B.e  Mit Einspracheentscheid vom 3. November 2017 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten sowie mangels Einreichung entsprechender Belege auch dessen 

Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren ab (Suva-

act. 196).

C.   

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 4. Dezember 2017 durch Rechtsanwalt MLaw T. Regli, 

Kreuzlingen, Beschwerde erheben mit den Anträgen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 3. November 2017 sowie die Verfügung vom 9. Juni 2015 

seien aufzuheben und dahingehend abzuändern, dass ihm rückwirkend ab dem 1. 

August 2015 eine unbefristete ganze Rente und eine Integritätsentschädigung im 

Betrag von mindestens Fr. 13'208.-- zuzusprechen seien. Eventualiter sei die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Vorgabe, weitere 

medizinische Abklärungen zu treffen und daraufhin neu über die Ansprüche auf 

unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu entscheiden. Weiter sei ihm für das 

Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu 

gewähren und Rechtsanwalt T. Regli sei als unentgeltlicher Rechtsbeistand 

einzusetzen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b Am 7. Dezember 2017 bewilligte der verfahrensleitende Richter die unentgeltliche 

Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor Versicherungsgericht 

(act. G 2).

C.c  Am 12. Februar 2018 erstellte Dr. med. M.___, Fachärztin für Chirurgie, Mitglied 

FMH, im Auftrag der Suva eine Aktenbeurteilung (Suva-act. 205). Darin kam sie zum 

Schluss, dass beim Beschwerdeführer als bleibende objektivierbare physische 

Unfallfolgen in geringer Fehlstellung knöchern verheilte Frakturen der medialen 

Tuberfragmente des Calcaneus beidseits, linksbetont, und radiologisch nachweisbare 

knöcherne Fragmente nach stattgehabten Frakturen am Unterrand der Fersenbeine 

beidseits in Lokalisation des Ursprungs der Plantaraponeurose, linksbetont, vorlägen. 

Der medizinische Endzustand sei am 9. Juni 2015, dem Zeitpunkt des 

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Verfügungserlasses, erreicht gewesen. Ab diesem Zeitpunkt sei von weiteren 

medizinischen Massnahmen keine namhafte Erhöhung der Arbeitsfähigkeit mehr zu 

erwarten gewesen. Der Beschwerdeführer sei ganztags für wechselbelastende, 

vorwiegend sitzende, mittelschwere Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ohne zeitliche 

Einschränkung und bei voller Leistung. Voraussetzung sei das Tragen der Spezial-

Stabilschuhe während der beruflichen Tätigkeiten. Rein stehende und/oder gehende 

Tätigkeiten seien nicht zumutbar; in Wechselbelastung seien stehende und/oder 

gehende Tätigkeiten über den Tag verteilt für insgesamt 50 % der Arbeitszeit (das 

heisst während vier Stunden pro acht Stunden Arbeitstag) zumutbar. Tätigkeiten auf 

Leitern oder Gerüsten, längerdauerndes Treppensteigen, Arbeiten mit 

Zwangspositionen für beide Füsse sowie Arbeiten auf unebenem Gelände seien auch 

im Spezial-Stabilschuh nicht zumutbar. Die bleibenden objektivierbaren physischen 

Unfallfolgen rechtfertigten einen Integritätsschaden im Umfang von 10 % (Suva-

act. 205 S. 11 f.).

C.d In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2018 beantragte die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) unter Hinweis auf die Beurteilung von Dr. M.___ 

vom 12. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde im Rentenpunkt und die 

Abweisung der Beschwerde in Sachen Integritätsentschädigung, soweit eine solche für 

einen Integritätsschaden von mehr als 10 % geltend gemacht werde (act. G 6).

C.e  In seiner Replik vom 11. Juli 2018 liess der Beschwerdeführer an den bereits 

gestellten Anträgen festhalten und zum Bericht von Dr. M.___ Stellung nehmen (act. G 

14). Neu beantragte der Beschwerdeführer, er sei mündlich zum gesamten Sachverhalt 

zu befragen (vgl. act. G 14 S. 3). Zudem reichte er Arztzeugnisse von Dr. I.___ und Dr. 

med. N.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welche ihm eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigten (act. G 14.29 und 30). Weiter legte er einen 

Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 11. Mai 2018 bei (act. G 14.31).

C.f Mit Eingabe vom 22. August 2018 hielt die Beschwerdegegnerin sinngemäss an 

den bereits gestellten Anträgen fest (act. G 16).

C.g Mit Schreiben vom 24. August 2018 teilte der verfahrensleitende Richter den 

Parteien mit, dass keine Gründe erkennbar seien, den Beschwerdeführer mündlich zum 

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Sachverhalt zu befragen, weshalb auf eine entsprechende Beweisvorkehr verzichtet 

werde (act. G 17).

C.h Am 16. Oktober 2018 reichte der Beschwerdeführer eine erneute Stellungnahme 

(act. G 18), einen Verlaufsbericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 20. Juli 2018 

und eine E-Mail von Dr. med. O.___, Schmerzzentrum KSSG, vom 16. Oktober 2018 

ein (act. G 18.1.1). Mit Eingabe vom 12. November 2018 reichte der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers seine Honorarnote ein (act. G 20).

Erwägungen

1.  

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Nachdem vorliegend 

ein Unfall aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, sind die bis 31. Dezember 2016 

gültigen Bestimmungen anwendbar.

2.  

Mit Schreiben vom 29. April 2015 hat die Beschwerdegegnerin die Einstellung der 

Heilbehandlungsleistungen für den Unfall des Beschwerdeführers mit Ausnahme der 

Vergütung von Schmerzmitteln und Spezialschuhen per 31. Mai 2015 und der 

Taggeldleistungen per 31. Juli 2015 angekündigt. Sie hat die Leistungseinstellung im 

Wesentlichen damit begründet, dass von weiteren medizinischen Behandlungen keine 

namhafte Besserung mehr erwartet werden könne (Suva-act. 153). Die 

Beschwerdegegnerin hat also im genannten Schreiben einen Fallabschluss per 31. Mai 

2015 bzw. 31. Juli 2015 vorgenommen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 143 f.). Die Einstellung der vorübergehenden 

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Versicherungsleistungen hat der Beschwerdeführer, soweit aktenkundig, vor der 

Beschwerdeerhebung nicht explizit beanstandet. Vielmehr hat er namentlich in seiner 

Einsprache vom 10. Juli 2015 gegen die rentenablehnende Verfügung vom 9. Juni 2015 

im Wesentlichen lediglich beantragt, es seien weitere Abklärungen vorzunehmen, die 

gegebenenfalls Einfluss auf die Integritätsentschädigung sowie auf den Grad der 

verbleibenden Arbeitsfähigkeit haben könnten (vgl. Suva-act. 162). Damit hat er indirekt 

zum Ausdruck gebracht, dass er die Prüfung der Integritätsentschädigung und der 

Rente wünscht und somit auch mit der Einstellung der vorübergehenden Leistungen, 

welche einer Rentenprüfung bzw. Prüfung der Integritätsentschädigung vorangeht 

(vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG), einverstanden ist. In seiner Beschwerde vom 4. Dezember 

2017 kritisiert der Beschwerdeführer zwar den Fallabschluss indirekt, indem er 

vorbringt, obwohl diverse Ärzte die Empfehlung abgegeben hätten, eine weitere 

Behandlung in der Rehaklinik Bellikon durchzuführen, sei die Ärztin des 

agenturärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin in ihrer Beurteilung vom 20. April 

2015 zur Einschätzung gelangt, dass es keine weiteren Therapiemöglichkeiten mehr 

gebe, keine weiteren Abklärungen mehr angezeigt seien und ein stabiler medizinischer 

Zustand erreicht sei (act. G 1 S. 9). Gleichwohl beantragt er in der Beschwerde - wie 

bereits im Einspracheentscheid - weder die Weiterausrichtung von 

Heilbehandlungsleistungen noch von Taggeldleistungen. Vielmehr beantragt er eine 

Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung (act. G 1 S. 2), womit er sich mit 

dem Fallabschluss wiederum indirekt einverstanden erklärt, setzen diese von ihm 

beantragten Leistungen doch einen solchen grundsätzlich voraus (vgl. dazu Art. 19 

Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, a.a.O., S. 143 f.). Demnach 

ist davon auszugehen, dass die formlose Mitteilung der Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen vom 29. April 2015 in Rechtskraft erwachsen (vgl. dazu 

BGE 134 V 150 ff. E. 5.2 ff.) und somit der Zeitpunkt für eine Beurteilung des 

Anspruchs auf eine Rentenleistung sowie eine Integritätsentschädigung erreicht ist 

(vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, a.a.O., 

S. 143 f.). Im vorliegenden Verfahren einzig strittig und zu prüfen ist demnach der 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung.

3.  

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3.1 Anspruch auf eine Invalidenrente hat eine versicherte Person, wenn sie infolge des 

Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid ist (Art. 18 Abs. 1 UVG). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das 

Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es 

dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig 

ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts 

ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist es dem 

Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf 

versicherungsinterne Beurteilungen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch 

nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4).

3.2 Unbestrittenermassen bestehen beim Beschwerdeführer physische Unfallrestfolgen 

in Form von in leichter Fehlstellung verheilten Frakturen (vgl. insbesondere act. G 1 und 

G 6 S. 5 ff.; Suva-act. 147 S. 1; 196 S. 6 und 205 S. 11). Während der 

Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, dass er aufgrund der dadurch 

bedingten Beschwerden und der durch den Unfall bewirkten psychischen 

Beeinträchtigungen zu 100 % bzw. zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sei (vgl. act. G 

1 S. 14 und 17), vertritt die Beschwerdegegnerin insbesondere mit Verweis auf die 

Beurteilungen von Dr. E.___ (Suva-act. 147) und Dr. M.___ (Suva-act. 205) die Ansicht, 

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dem Beschwerdeführer sei eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % zumutbar (vgl. act. G 6; 

Suva-act. 196). Angesichts dessen, dass die Beschwerdegegnerin die Beurteilung von 

Dr. M.___ erst nach der Beschwerdeeinreichung eingeholt hat (vgl. Suva-act. 205 i.V.m. 

act. G 1), ist zunächst zu prüfen, ob die Feststellungen von Dr. M.___ bei der 

Würdigung der medizinischen Unterlagen Berücksichtigung finden können.

4.  

4.1 Der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem 

Rechtsmittel kommt grundsätzlich Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht 

also mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es 

dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde 

noch weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen. Allerdings wird das Prinzip 

des Devolutiveffekts durch das Recht des Versicherungsträgers, seine Verfügung bis 

zur Vernehmlassung in Wiedererwägung zu ziehen (Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) 

eingeschränkt. Hinter dieser Ausnahmeregelegung steht der Gedanke der 

Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des Verfahrens. Die Verwaltung soll lite 

pendente auf ihre Verfügung zurückkommen können, wenn sie sich, allenfalls im Lichte 

der Vorbringen in der Beschwerde, als unrichtig erweist. Abklärungsmassnahmen der 

Verwaltung lite pendente sind somit nicht schlechthin ausgeschlossen. Wegleitende 

Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was noch als zulässiges 

Verwaltungshandeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der 

Sachverhaltsvervollständigung für die Streitsache und die zeitliche Intensität der 

Abklärungsbedürftigkeit. Punktuelle Abklärungen (wie z.B. das Einholen von 

Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch Rückfragen) sind nach der 

Rechtsprechung zugelassen, nicht jedoch eine medizinische Begutachtung oder 

vergleichbare Beweismassnahmen. Zeitraubende Abklärungen lassen sich nicht mehr 

mit dem Grundsatz der Prozessökonomie in Einklang bringen (zum Ganzen BGE 136 V 

5 E. 2.5 mit Hinweis; BGE 127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.2.3; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_410/2013, E. 5).

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4.2 Bei der Aktenbeurteilung von Dr. M.___ handelt es sich um eine detaillierte und 

umfangreiche Stellungnahme (vgl. Suva-act. 205) . Zudem stützt sich die 

Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung auf die Einschätzung von Dr. M.___, was sie dazu veranlasst 

hat, im Beschwerdeverfahren neu eine Integritätsentschädigung von 10 % zu 

beantragen (vgl. act. G 6 S. 2 und 10). Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.___ (Suva-

act. 94 und 147) hatte sie in ihrem Einspracheentscheid einen 

entschädigungspflichtigen Integritätsschaden noch verneint (Suva-act. 196). Insofern 

kommt der Beurteilung von Dr. M.___ entscheidwesentlicher Charakter zu, was für eine 

Verletzung des Devolutiveffekts spricht. Allerdings hat die Beschwerdegegnerin den 

gesamten medizinischen Sachverhalt inklusive der Frage nach einem 

Integritätsschaden bereits im Verwaltungsverfahren abklären lassen (vgl. insbesondere 

Suva-act. 94 und 147). Im Einspracheverfahren hat der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen lediglich geltend gemacht, dass allfällige psychische Einschränkungen 

nicht ausreichend abgeklärt worden seien (vgl. Suva-act. 162). Erst im 

Beschwerdeverfahren hat er detaillierte Rügen hinsichtlich der Integritätsentschädigung 

und anderer Punkte vorgebracht (vgl. act. G 1). Folglich ist es nachvollziehbar, dass die 

Beschwerdegegnerin sich erst durch die Beschwerde dazu veranlasst gesehen hat, 

den Sachverhalt erneut medizinisch beurteilen zu lassen. Mithin kann ihr nicht 

vorgeworfen werden, dass sie die notwendigen Abklärungen in ein späteres Verfahren 

verschoben hat. Auch ist die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung ohne 

Mitwirkung des Beschwerdeführers erstellt worden und hat keine namhafte 

Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursacht. Ausserdem hat der 

Beschwerdeführer in seiner Replik zum Ausdruck gebracht, dass er die nach Ergreifen 

des Rechtsmittels getätigten Abklärungen grundsätzlich begrüsst (act. G 14 S. 5). 

Demnach ist davon auszugehen, dass er einer Aufhebung des Einspracheentscheids 

und einer Rückweisung aus formellen Gründen gegenüber einem materiellen Entscheid 

nicht den Vorzug geben würde. Schliesslich hat sich der Beschwerdeführer in seiner 

Replik auch zu der neu eingeholten medizinischen Expertise von Dr. M.___ äussern 

können, weshalb sein rechtliches Gehör gewahrt worden ist. Aus allen diesen Gründen 

rechtfertigt es sich, den Bericht von Dr. M.___ aus verfahrensökonomischen Gründen 

für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen und somit in den materiellen 

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Entscheid einzubeziehen (vgl. dazu auch Urteile des Bundesgerichts vom 16. 

Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.5, und 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5.5).

5.  

5.1 Die medizinischen Akten ergeben übereinstimmend das Bild, dass gewisse 

Restbeschwerden aufgrund der in Fehlstellung verheilten Frakturen nachvollziehbar 

sind, jedoch die seitens des Beschwerdeführers beklagten Beschwerden sich mit den 

objektivierbaren Befunden nicht vollumfänglich erklären lassen (vgl. dazu insbesondere 

Suva-act. 86, 94, 123, 134, 143, 145, 147, 190 und 205). Die ärztliche Beurteilung von 

Dr. M.___, wonach der Beschwerdeführer unter ausschliesslicher Berücksichtigung der 

objektivierbaren physischen Unfallfolgen in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig sei (vgl. Suva-act. 205), ist nachvollziehbar und schlüssig. Aber auch 

unabhängig von der Einschätzung von Dr. M.___ wäre aufgrund der gesamten 

Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es dem 

Beschwerdeführer trotz physischer Restbeschwerden (ohne Berücksichtigung allfälliger 

psychischer bzw. nicht objektivierbarer Beschwerden) zumutbar ist, eine adaptierte 

Tätigkeit in einem Pensum von 100 % auszuüben. Die behandelnden Ärzte der 

Rehaklinik Bellikon sind bereits in ihrem Austrittsbericht vom __. Februar 2014 zum 

Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer in einer adaptierten Arbeit eine 

ganztägige Betätigung zumutbar sei (Suva-act. 48 S. 2). Dr. D.___ hatte im Rahmen des 

orthopädischen Konsiliums vom 7. Februar 2014 ausdrücklich festgehalten, dass eine 

Vollbelastung der Füsse theoretisch problemlos möglich wäre und eine 

Belastungslimite nur im Rahmen der geklagten Beschwerden bestehe (Suva-act. 48 

S. 10). Dr. G.___ hat den Beschwerdeführer aus neurologischer Sicht als zu 100 % 

arbeitsfähig eingestuft (Suva-act. 86). Kreisärztin Dr. E.___ ist gestützt auf ihre 

Untersuchung vom 8. September 2014 (vgl. Suva-act. 94) und die medizinische 

Aktenlage ebenfalls zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei (Suva-act. 147). Schliesslich sind auch 

Dr. F.___ (Suva-act. 123) sowie der untersuchende Arzt der Orthopädie J.___ (Suva-

act. 190) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

ausgegangen. Gegenteilige ärztliche Einschätzungen lassen sich den Akten nicht 

entnehmen. Namentlich stehen die hausärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. 

I.___ einer solchen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht entgegen, da sich ihre Atteste 

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nicht darüber aussprechen, ob sie sich auf die angestammte oder eine angepasste 

Tätigkeit beziehen und inwiefern sie auch die nicht objektivierbaren Beschwerden 

berücksichtigen (vgl. z.B. Suva-act. 173; vgl. dazu insbesondere auch Suva-act. 189 

S. 3). Was das Adaptionsprofil betrifft, sind sich die Ärzte grundsätzlich darin einig, 

dass dem Beschwerdeführer schwere handwerkliche Arbeiten, das Besteigen von 

Leitern und Gerüsten, sowie ganztags gehende und stehende Tätigkeiten nicht mehr 

möglich sind, während leichtere, vorwiegend im Sitzen auszuführende Tätigkeiten 

zumutbar sind (vgl. Suva-act. 48, 86, 94,123 und 205). Gleichwohl divergieren die 

Vorstellungen der Ärzte von einer optimal adaptierten Tätigkeit leicht. Insbesondere 

erachten die einen eine vorwiegend sitzende Tätigkeit als besser geeignet, während die 

anderen eine wechselbelastende Tätigkeit als optimal einstufen. Von der Einholung 

einer weiteren diesbezüglichen medizinischen Einschätzung dürften angesichts der 

zahlreichen vorliegenden ärztlichen Beurteilungen keine besseren Erkenntnisse mehr zu 

erwarten sein. Ob es sich bei den dem Beschwerdeführer noch zumutbaren Tätigkeiten 

um wechselbelastende Hilfsarbeitertätigkeiten oder eher rein sitzende Tätigkeiten 

handeln muss, dürfte im vorliegenden Fall für die Bemessung der Invalidität unter 

Beizug der Daten der schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für 

Statistik (LSE, vgl. dazu E. 6.3.3) letztlich nicht von grosser Relevanz sein, da 

anzunehmen ist, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Bereich der 

Hilfsarbeitertätigkeiten für beide Formen ausreichende Tätigkeitsoptionen bereithält 

(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 

9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 3. 

Dezember 2003, I 349/01, mit Hinweisen). Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer gestützt auf die rein physischen Unfallfolgen in einer ideal 

adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, 

bei einer solchen Schätzung hätten die von ihm geklagten Rücken- und 

Kopfschmerzen keine Berücksichtigung gefunden (vgl. z.B. act. G 1 S. 14), ist dem 

entgegenzuhalten, dass diese nun geltend gemachten Beschwerden im Austrittsbericht 

des Spitals C.___ vom 23. September 2013 (Suva-act. 10), in welchem der 

Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall behandelt worden war, sowie auch in 

den Verlaufseinträgen des Spitals C.___ zu den Nachkontrollen bis zum 11. November 

2013 (Suva-act. 35 S. 2) keinerlei Erwähnung finden. Vielmehr ist im soeben erwähnten 

Austrittsbericht festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer keine Schmerzen im 

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Bereich der Knie, des Beckens oder der Wirbelsäule angegeben habe (Suva-act. 10 

S. 3). Folglich deutet nichts darauf hin, dass solche später allenfalls aufgetretenen 

Beschwerden in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall stehen. Ganz generell 

finden sich in den Akten kaum Hinweise auf Rücken- oder Kopfschmerzen. Allfällige 

Rückenschmerzen werden im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom __. Februar 2014 

erwähnt, indem als Probleme beim Austritt unter anderem Schmerzen lumbal, kranial 

bis zervikal aufsteigend angegeben worden sind (Suva-act. 48 S. 1). Hinweise auf 

diesbezügliche therapeutische Vorkehrungen oder darauf, dass den Rückenschmerzen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zukommen könnte, finden sich in diesem 

Austrittsbericht aber ebenfalls nicht (Suva-act. 48). Hinsichtlich der Kopfschmerzen hat 

der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. K.___ eingereicht, die erwähnt hat, dass 

sie aufgrund der mangelnden Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers keine 

fokussiert problemorientierte umfassende neurologische Abklärung habe durchführen 

können, und die ebenfalls keine objektivierbaren strukturellen Schädigungen erwähnt 

hat, welche für den Kopfschmerz verantwortlich sein könnten (act. G 1.20) Jedenfalls 

lassen sich die vom Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend gemachten Kopf- 

und Rückenschmerzen gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit durch unfallkausale strukturelle Veränderungen objektivieren. 

Anhaltpunkte dafür, dass der erhöhte Blutdruck einen Zusammenhang zum Unfall 

aufweisen könnte (vgl. act. G 1 S. 14), liegen ebenfalls nicht vor.

5.2 Zu prüfen bleibt somit, ob die organisch nicht objektivierbaren Schmerzen sowie 

eine allenfalls psychische Problematik (vgl. insbesondere act. G 14.31 und 18.1) mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen und somit in die 

unfallversicherungsrechtliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteinzubeziehen sind. Für 

die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge 

im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten 

oder Expertinnen angewiesen (BGE 112 V 32 E. 1a mit Hinweisen und BGE 129 V 181 

E. 3.1). Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Bei physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 

rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Sind dagegen die 

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Unfallfolgen, wie vorliegend, organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 

E. 5b/bb und 115 V 140 E. 6). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. act. G 

1 S. 23) werden die Adäquanzkriterien an sich somit nicht medizinisch abgeklärt. 

Vielmehr obliegt die Prüfung der adäquaten Kausalität dem Rechtsanwender. Falls die 

adäquate Kausalität nicht gegeben ist, erübrigen sich auch weitere Abklärungen zum 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den nicht objektivierbaren bzw. 

psychischen Beschwerden und dem in Frage stehenden Unfallereignis.

5.3 Zu Recht hat die Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung anhand der Psycho-

Praxis (vgl. BGE 115 V 133 und 134 V 116 E. 6) vorgenommen (Suva-act. 196). Auch 

hat die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass der vom 

Beschwerdeführer erlittene Unfall als ein mittelschwerer Unfall einzustufen ist 

(vgl. Suva-act. 196 S. 13), was auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird 

(act. G 1 S. 24). Bei mittelschweren Unfällen genügt abhängig davon, ob einzelne 

Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein von der Rechtsprechung entwickeltes Adäquanzkriterium 

oder es müssen mehrere herangezogen werden. Als Kriterien nennt die 

Rechtsprechung: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E. 

6c). Die Parteien sind sich beide darin einig, dass das Kriterium der dramatischen 

Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit nicht gegeben ist (vgl. act. G 1 

S. 24; Suva-act. 196 S. 13 f.) Der Beschwerdeführer ist von ca. drei Metern Höhe auf 

einen Betonboden gefallen (vgl. z.B. Suva-act. 1 und 10), weshalb dem Unfall eine 

gewisse Eindrücklichkeit zwar nicht abgesprochen werden kann. Dabei ist allerdings zu 

beachten, dass den meisten mittelschweren Unfällen eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). 

Berücksichtigt man dies, ist den Parteien darin zuzustimmen, dass keine Umstände 

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aktenkundig sind, die das Unfallereignis als besonders dramatisch oder besonders 

eindrücklich erscheinen liessen, weshalb das Kriterium zu verneinen ist. Von schweren 

oder besonders gearteten Verletzungen, welche geeignet sind, eine psychische 

Fehlentwicklung auszulösen, kann angesichts der nach dem Unfall im Spital C.___ 

gestellten Diagnosen (vgl. Suva-act. 10) auch nicht gesprochen werden, worin sich 

ebenfalls beide Parteien einig sind (Suva-act. 196 S. 14; act. G 1 S. 24). Weiter liegt im 

vorliegenden Fall keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung vor. Der 

Beschwerdeführer hat das Spital C.___ nach relativ kurzer Zeit wieder verlassen 

können (vgl. Suva-act. 10), und bereits im Jahr 2013 haben die Ärzte des Spitals C.___ 

den Fall vorerst abgeschlossen (Suva-act. 35 i.V.m. 70). Zwar hat sich der 

Beschwerdeführer von Januar bis Februar 2014 noch in die Rehaklinik Bellikon 

begeben (Suva-act. 48). Danach haben die aktenkundigen ärztlichen Konsultationen 

jedoch in grösseren Abständen und häufig auf Zuweisung der Suva stattgefunden, 

wobei es zumeist um Abklärungen und nicht um eigentliche Behandlungen gegangen 

ist. Abklärungsmassnahmen oder blossen ärztlichen Kontrollen, kreisärztlichen 

Untersuchungen oder bildgebenden Untersuchungen zur Klärung der Beschwerden 

kommt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht die Qualität einer 

regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu, die zur Annahme einer besonders 

langen Dauer der ärztlichen Behandlung führen könnte. Für die Frage der Dauer der 

ärztlichen Behandlung wird auf die kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit 

auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung 

abgestellt. Eine Behandlung, die lediglich der Erhaltung des bestehenden 

Gesundheitszustandes und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der 

Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant (zum Ganzen vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Psychische 

Aspekte bzw. organisch nicht hinreichend erklärbare Beschwerden sind im Rahmen 

der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis grundsätzlich ohnehin 

auszublenden, sodass namentlich die ärztlichen Konsultationen des 

Beschwerdeführers bei Dr. N.___ für das Kriterium der Behandlungsdauer nicht von 

Bedeutung sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 

4.6). Das Kriterium der ungewöhnlich lang dauernden Behandlung ist nach dem 

Gesagten demnach ebenfalls zu verneinen. Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung 

liegen nicht vor. Auch der Beschwerdeführer räumt ein, dass sich in den Akten kein 

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expliziter Hinweis auf eine ärztliche Fehlbehandlung finde (act. G 1 S. 25). Die 

Behauptung des Beschwerdeführers, dass ihm in der Rehaklinik Bellikon gesagt 

worden sei, die Frakturen hätten anstelle der konservativen Behandlung operiert 

werden sollen, womit es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Fehlstellung 

gekommen wäre (vgl. act. G 1 S. 26), lässt sich aufgrund der Akten nicht belegen. 

Vielmehr ist im Bericht der Klinik H.___ zur Untersuchung vom 2. Februar 2015 

beispielsweise sogar festgehalten worden, dass man mit einem operativen Vorgehen 

äusserst zurückhaltend sein sollte (vgl. Suva-act. 131). Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit 

ist festzuhalten, dass die behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon bereits in ihrem 

Austrittsbericht vom __. Februar 2014 zum Schluss gekommen sind, dass der 

Beschwerdeführer hinsichtlich der physischen Unfallfolgen in einer adaptierten 

Tätigkeit wieder ganztags arbeitsfähig sei (Suva-act. 48). Im __ 2014 hat denn auch ein 

Arbeitsversuch bei der ehemaligen Arbeitgeberin stattgefunden (vgl. Suva-act. 55 und 

65). Danach ist dem Beschwerdeführer in zahlreichen weiteren ärztlichen 

Untersuchungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestiert 

worden (vgl. E. 5.1). Das Kriterium der besonders langen Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit ist somit ebenfalls zu verneinen. Hinsichtlich des Heilverlaufs ist 

zwar nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer diesen aus subjektiver Sicht als 

schwierig und langwierig einstuft. Objektiv betrachtet sind den Akten jedoch keine 

Hinweise auf besondere Komplikationen zu entnehmen. Vielmehr sind die Frakturen an 

sich relativ problemlos konsolidiert, ohne dass es später zu Refrakturen gekommen 

wäre. Auch enthalten die Akten keine Hinweise auf Wundheilungsstörungen oder 

Infektionen. Folglich kann das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs bzw. der 

erheblichen Komplikationen nicht bejaht werden. Selbst wenn dieses Kriterium als 

gegeben betrachtet würde, wäre es jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise erfüllt. Was 

das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, so ist zu berücksichtigen, dass die als 

körperlich imponierenden, organisch jedoch nicht hinreichend erklärbaren 

Beschwerden bei der Prüfung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis nicht in die 

Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 

8C_825/2008, E. 4.6). In mehreren ärztlichen Berichten ist von einer 

Symptomausweitung die Rede und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

lassen sich mit den objektivierbaren Unfallfolgen nicht vollumfänglich erklären 

(vgl. Suva-act. 70, 86, 94, 147, 190 und 205). Andererseits ist dem Beschwerdeführer 

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darin zuzustimmen, dass immerhin gewisse Restbeschwerden aufgrund der in 

Fehlstellung verheilten Frakturen von den Ärzten als nachvollziehbar beschrieben 

worden sind, weshalb das Kriterium der Dauerbeschwerden möglichweise erfüllt sein 

könnte, jedoch mit Blick auf die medizinische Aktenlage jedenfalls nicht in besonders 

ausgeprägter Weise (vgl. E. 5.1).

5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass höchstens ein oder zwei 

Adäquanzkriterien gegeben sind, jedoch keines in ausgeprägter Weise, sondern beide 

eher nur marginal erfüllt sind. Angesichts dessen, dass der Unfall auch nicht im 

Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegt, ist ein adäquater Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis und den nicht objektivierbaren Schmerzen bzw. 

psychischen Leiden zu verneinen. Weitere medizinische Abklärungen bezüglich des 

natürlichen Kausalzusammenhangs dieser Leiden oder deren Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit erübrigen sich somit aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht.

6.  

6.1 Schliesslich gilt es die erwerblichen Auswirkungen der unfallbedingten 

gesundheitlichen Einschränkungen zu prüfen. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die 

Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

6.2  

6.2.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

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teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).

6.2.2 Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen 

Valideneinkommens auf Fr. 66'040.-- (vgl. Suva-act. 161 und 196; act. G 6 S. 10), 

welches sich auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen 

Jahreslohnes des Beschwerdeführers im Jahr 2015 stützt (Suva-act.154 und 155), ist 

grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die 

Berechnung des Validenlohns nichts ein (vgl. act. G 1 S. 29).

6.3  

6.3.1 Mit der von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Berechnung des 

Invalideneinkommens ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er macht geltend, 

dass es ihm aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden und sprachlichen 

Schwierigkeiten keineswegs möglich sei, ein solch hohes Einkommen zu erzielen. 

Seine persönlichen Verhältnisse seien bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

unberücksichtigt geblieben (vgl. act. G 1 und 14).

6.3.2 Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass das 

Invalideneinkommen aufgrund fünf ausgewählter Arbeitsplätze entsprechend der 

Suchabfrage der DAP-Arbeitsplätze korrekt ermittelt worden sei. Würde das Gericht 

einen der angerufenen Arbeitsplätze als nicht zumutbar betrachten, wäre ihr 

Gelegenheit einzuräumen, andere verwendbare DAP-Profile beizubringen. Weiter ist die 

Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass es sich bei den ausgewählten DAP-Profilen um 

Tätigkeiten handle, die weder besondere Sprachkenntnisse noch eine spezielle 

Ausbildung voraussetzen würden. Auch würden Hilfsarbeitertätigkeiten 

altersunabhängig nachgefragt, weshalb das Alter nicht lohnmindernd zu 

berücksichtigen sei (act. G 6 S. 9 f.).

6.3.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

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an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Der 

Beschwerdegegnerin kann grundsätzlich nicht vorgeschrieben werden, welche 

Berechnungsmethode sie heranzuziehen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 

2008, 8C_319/2007, E. 8.1). Beide Berechnungsmethoden weisen Vor- und Nachteile 

auf (vgl. BGE 129 V 475 ff. E. 4.2.1). Der Beizug der DAP-Daten zur Festsetzung des 

Invalidenlohns ist demnach grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auffallend ist jedoch, 

dass die fünf ausgewählten Arbeitsprofile häufig stehende Tätigkeiten umfassen bzw. 

zumindest nicht genau eruiert werden kann, welcher Anteil nun stehend und welcher 

sitzend verrichtet werden kann (vgl. Suva-act. 206). Angesichts der ärztlichen 

Adaptionskriterien ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer rein stehende 

oder zur Hauptsache stehende Tätigkeiten nicht zumutbar sind. Vielmehr sind für ihn 

ideal adaptierte Tätigkeiten solche, die wechselbelastend bzw. vorwiegend sitzend 

ausgeführt werden können (vgl. E. 5.1). Sollten die fünf von der Beschwerdegegnerin 

ausgewählten DAP-Arbeitsplätze vorwiegend stehende Tätigkeiten beinhalten, wäre die 

Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens möglicherweise nicht korrekt. Aus 

diesem Grund ist für die Festlegung des Invalideneinkommens auf die statistischen 

Daten der LSE 2014 (nominallohnbereinigt bis 2015) abzustellen. Eine Rückweisung an 

die Beschwerdegegnerin für eine neue DAP-Abfrage, wie von dieser beantragt 

(vgl. act. G 6 S. 9 f.), fällt vorliegend ausser Betracht, nachdem die Suva die DAP-

Erhebungen nicht mehr vornimmt. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2014 beträgt der 

Medianlohn der im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Männer bei einer wöchentlichen 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden und hochindexiert auf das Jahr 2015 Fr. 66'633.-- (vgl. 

Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Bei 

den statistischen Daten der LSE handelt es sich allerdings lediglich um 

Durchschnittszahlen, was sich vorliegend darin zeigt, dass der Validenlohn des 

Beschwerdeführers sogar leicht unter dem statistischen Einkommen der LSE liegt. Die 

Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass eine unterdurchschnittliche 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers der Grund für den unterdurchschnittlichen 

Lohn gewesen wäre. Das tiefe Erwerbseinkommen ist folglich auf Zwänge des 

unfallversicherungsrechtlich nicht massgebenden tatsächlichen Arbeitsmarktes 

zurückzuführen. Wenn sich dem Beschwerdeführer die Möglichkeit geboten hätte, eine 

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durchschnittlich entlöhnte Hilfsarbeitertätigkeit auszuüben, hätte er wohl davon 

Gebrauch gemacht. Es ist davon auszugehen, dass die schlechten Deutschkenntnisse 

des Beschwerdeführers, auf welche auch die ehemalige Arbeitgeberin hingewiesen hat 

(vgl. z.B. Suva-act. 37 S. 1), das Erzielen des LSE-Lohnes massgeblich erschweren. 

Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer nun auch noch mit gesundheitlichen 

Beschwerden zu kämpfen hat, sodass sein Leistungsprofil eingeschränkt ist und er 

damit im Vergleich zu anderen Arbeitnehmenden weniger flexibel ist und einer erhöhten 

Rücksichtnahme bedarf. Aus allen diesen Gründen rechtfertigt sich im vorliegenden 

Fall ein Tabellenlohnabzug von 10 %. Ausgehend vom LSE-Lohn von Fr. 66'633.-- 

resultiert demnach ein Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70.

6.4 Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 66'040.-- das ermittelte 

Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse 

von Fr. 6'070.30 und ein Invaliditätsgrad von 9.2 % (6'070.30 x 100 / 66'040). Folglich 

besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.

7.  

Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung hat. Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG besteht ein Anspruch auf 

eine Integritätsentschädigung, wenn die versicherte Person durch den Unfall eine 

dauernde und erhebliche Schädigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen 

Integrität erleidet. Als dauernd gilt ein Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang bestehen bleibt, und als 

erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV). 

Gemäss Art. 25 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 

ausgerichtet, wobei sie entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft 

wird. Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala für Integritätsentschädigungen. Die 

Entschädigung für spezielle, nicht in der Skala aufgeführte Integritätsschäden wird 

nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet. In Weiterentwicklung der 

Skala des Anhang 3 zur UVV hat die medizinische Abteilung der Suva weitere 

Bemessungsgrundlagen in Form von Tabellen erarbeitet, welche als Richtwerte dienen 

können (vgl. BGE 116 V 157 E. 3a). Die Bemessung der Integritätsentschädigung 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/28

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beruht auf einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Beeinträchtigung der 

Integrität, wobei subjektive Faktoren unberücksichtigt zu lassen sind (BGE 113 V 221 f. 

E. 4). Da der Beschwerdeführer gewisse strukturelle Unfallfolgen in Form von in leichter 

Fehlstellung verheilten Frakturen erlitten hat und damit einhergehend mit gewissen von 

ärztlicher Seite als nachvollziehbar bezeichneten Beschwerden zu kämpfen hat, liegt 

eine dauernde Schädigung der körperlichen Integrität vor. Unter Berücksichtigung, 

dass der Verlust eines Fusses gemäss Anhang 3 zur UVV als Integritätsschaden von 30 

% eingestuft wird und die Suva-Tabelle 2/2000 zu Integritätsschäden bei 

Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten für schmerzhafte Funktionsstörungen 

nach Luxationsfrakturen im Lisfranc oder nach Mittelfussfrakturen eine Entschädigung 

von 10-20 % vorsieht, ist die Einschätzung von Dr. M.___, wonach der 

Beschwerdeführer einen Integritätsschaden im Umfang von 10 % erlitten hat 

(vgl. Suva-act. 205), nachvollziehbar. Auch die Begründung überzeugt, wonach vom 

Richtwert für eine mässige Fusswurzelarthrose (5-10 %) auszugehen und in Betracht 

zu ziehen sei, dass vorwiegend der linke Fuss betroffen sei, an beiden Füssen keine 

Bewegungseinschränkung, keine Deformität und keine Arthrose beständen, sondern 

das Problem auf eine ausschliesslich linksbetonte Irritation des Ursprungs der 

Plantarfaszie durch kleine knöcherne Fragmente fokussiere, weshalb im Quervergleich 

mit Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten nach Calcaneusfraktur (Richtwert 

5 bis 30 %) eine Integritätsentschädigung von 10 % für beide Füsse gerechtfertigt 

erscheine (vgl. Suva-act. 205). Angesichts dessen, dass Dr. E.___ die 

Erheblichkeitsschwelle für einen Integritätsschaden als nicht erreicht betrachtet hat 

(vgl. Suva-act. 147), dürfte die Einschätzung von Dr. M.___ eher grosszügig ausgefallen 

sein. Den Akten lassen sich jedenfalls keine Anhaltspunkte entnehmen, die eine 10 % 

übersteigende bzw. gar eine 20%ige Entschädigung, wie vom Beschwerdeführer 

gefordert (vgl. act. G 1 S. 31), rechtfertigen würden. Zusammenfassend ist somit 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % hat.

8.  

8.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 10 % 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/28

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auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in 

der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30

HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers eingereichte Kostennote von total Fr. 9'842.-- (act. G 20) erscheint 

mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle als deutlich übersetzt. In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erschiene bei vollem Obsiegen eine Parteientschädigung 

von pauschal Fr. 4'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Da der Beschwerdeführer jedoch nur teilweise obsiegt, hat er einen 

reduzierten Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entsprechend dem Ausmass des 

Obsiegens (im Rentenpunkt unterliegt der Beschwerdeführer; hinsichtlich der 

Integritätsentschädigung obsiegt er zum Hauptpunkt, nicht jedoch hinsichtlich der 

beantragten Höhe) rechtfertigt sich vorliegend die Zusprache einer 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer). Demnach hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- zu bezahlen. Der ungedeckte Teil der 

Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- hat der Staat zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung zu übernehmen, wobei die Entschädigung um einen Fünftel zu 

kürzen ist (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes des Kantons St. Gallen, sGS 963.79). 

Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung pauschal mit Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

8.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 28/28

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Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Der angefochtene Einspracheentscheid wird im Sinne der Erwägungen insofern 

abgeändert und die Beschwerde dahingehend gutgeheissen, als dem 

Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf einem 

Integritätsschaden von 10 % zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Entschädigung wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 

Höhe von Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4.  

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2019
	Art. 18 und 24 UVG: Vorliegen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit gestützt auf die gesamte medizinische Aktenlage bejaht. Vornahme des Einkommensvergleichs. Rentenanspruch verneint. Anspruch auf eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 10 % bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. August 2019, UV 2017/108).

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