# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15ff4a56-beaa-5857-acd1-a0ff85f8fbdf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 06.10.2015 VR150004
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VR150004_2015-10-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 

 

Geschäfts-Nr.: VR150004-O/U 

 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef, Oberrichterin Dr. D. 

Scherrer und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie die 

Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu 

 

Beschluss vom 6. Oktober 2015 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  

2. Mieterinnen- und Mieterverband Zürich,  

Rekurrenten 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt X._____ 

 

gegen 

 

Bezirksgericht Meilen,  

Rekursgegner 

 

betreffend Rekurs gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom 
3. Juni 2014 (BP140051);  
 
Beschluss der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zü-
rich VR140005-O vom 27. Oktober 2014  
 
Urteil der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts 
1C_634/2014 (Rückweisung) vom 14. September 2015 

 

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Erwägungen: 

1. Mit Beschluss vom 3. Juni 2014 nahm das Bezirksgericht Meilen (nachfol-

gend: Rekursgegner) per 1. Juli 2014 die Wahl der paritätischen Schlich-

tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen vor. Als Schlichter mieterseits wähl-

te es nebst B._____, lic. iur. C._____, lic. iur. D._____ und lic. iur. E._____ 

sowie die bisher als Schlichterin tätige lic. iur. F._____ (act. 3/5).  

2. Am 23. Juni 2014 liessen A._____ (nachfolgend: Rekurrentin 1) und der 

Mieterinnen- und Mieterverband Zürich (nachfolgend: Rekurrent 2) beim 

Obergericht des Kantons Zürich durch ihren Rechtsvertreter innert der dreis-

sig tägigen Rekursfrist Rekurs gegen den besagten Beschluss erheben und 

Folgendes beantragen (act. 3/1): 

„1. Es sei Ziff. III.1.a) des Beschlusses des Rekursgegners vom 3. Juni 
2014 insofern aufzuheben, als statt der Rekurrentin 1 Frau F._____, … 
[Adresse], für die Amtsdauer 2014-2020 für die Mieterseite als Mitglied 
der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des 
Bezirkes Meilen gewählt wurde. 

2. Zudem sei entsprechend dem Wahlvorschlag des Rekurrenten 2 
vom 26. Februar 2014 anstelle von Frau F._____, … [Adresse], die 
Rekurrentin 1 durch die angerufene Rekursinstanz für die Amtsdauer 
2014-2020 für die Mieterseite als Mitglied der paritätischen Schlich-
tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirkes Meilen zu wäh-
len. 
3. Eventualiter (zu Rechtsbegehren 2) sei die Sache an den Rekurs-
gegner zurückzuweisen und dieser sei anzuweisen, entsprechend dem 
Wahlvorschlag des Rekurrenten 2 vom 26. Februar 2014 anstelle von 
Frau F._____, … [Adresse], die Rekurrentin 1 als mieterseitiges Mit-
glied der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen 
des Bezirkes Meilen für die Amtsdauer 2014-2020 zu wählen. 
4. Unter Verzicht auf Kostenerhebung sowie unter Entschädigungsfol-
ge zulasten des Rekursgegners."  
 

 Mit Beschluss vom 27. Oktober 2014 wies die Verwaltungskommission des 

Obergerichts des Kantons Zürich den Rekurs ab und bestätigte den vor-

instanzlichen Beschluss vom 3. Juni 2014. Die Staatsgebühr setzte sie auf 

Fr. 2'000.- fest und auferlegte die Kosten des Verfahrens den Rekurrenten 

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unter solidarischer Haftung. Prozessentschädigungen sprach sie keine zu 

(act. 3/11).  

3. Mit Eingabe vom 28. November 2014 liessen die Rekurrenten gegen den 

besagten Beschluss Beschwerde ans Bundesgericht erheben und dessen 

Aufhebung beantragen (act. 3/15). Am 14. September 2015 hiess das Bun-

desgericht die Beschwerde teilweise gut und hob den Beschluss des Ober-

gerichts vom 27. Oktober 2014 auf, soweit er die Wahl von lic. iur. F._____ 

zum Mitglied der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsa-

chen des Bezirks Meilen für die Amtsdauer 2014-2020 bestätigte. Sodann 

erkannte es, dass lic. iur. F._____ in Abänderung von Ziffer III.1.a) des Be-

schlusses des Bezirksgerichts Meilen vom 3. Juni 2014 für den Rest der 

Amtsdauer 2014-2020 nicht mehr als Mitglied der paritätischen Schlich-

tungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirks Meilen eingesetzt sei 

und dass die Sache zur neuen Entscheidung an das Bezirksgericht Meilen 

zurückgewiesen werde. Zur Neuverlegung der Kosten und der Parteient-

schädigung des vorangegangenen Verfahrens, d.h. des Verfahrens vor der 

Verwaltungskommission, wies es die Sache an diese zurück. Im Übrigen 

wies es die Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war (act. 1 Dispositiv 

Ziff. 1).  

4. Die Verwaltungskommission hat somit im Folgenden über die Auferlegung 

der Kosten und die Ausrichtung einer Entschädigung neu zu befinden. Aus-

gehend davon, dass das Bundesgericht den Beschluss der Verwaltungs-

kommission vom 27. Oktober 2014 in teilweiser Gutheissung der Beschwer-

de insoweit aufhob, als er die Einsetzung von lic. iur. F._____ als Mitglied 

der paritätischen Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Be-

zirks Meilen für die Amtsdauer 2014-2020 ab dem 14. September 2015 be-

trifft und die Beschwerde im Übrigen abwies, soweit es darauf eintrat, ent-

sprach es dem Rechtsbegehren Ziffer 1 der Rekurrenten in ihrem Rekurs 

vom 23. Juni 2014, nicht hingegen jenem in Ziffer 2 bzw. dem diesbezügli-

chen Eventualbegehren in Ziffer 3. Ausgangsgemäss sind daher die Kosten 

des Verfahrens VR140005-O zur Hälfte den Rekurrenten (unter solidarischer 

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Haftung) aufzuerlegen. Im Übrigen sind sie auf die Gerichtskasse zu neh-

men. Im Weiteren ist dem Rechtsvertreter der Rekurrenten für seine Umtrie-

be im Verfahren VR140005-O eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 2'530.- zzgl. 8 % MwSt. zu entrichten (§ 21 i.V.m. § 3 AnwGebV). 

5. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens (VR150004-O) sind sodann auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Prozessentschädigungen sind keine zu entrich-

ten.  

6. Hinzuweisen bleibt auf das Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundesge-

richt. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Die Kosten des Verfahrens VR140005-O werden zur Hälfte den Rekurrenten 

unter solidarischer Haftung auferlegt. Im Übrigen werden sie auf die Ge-

richtskasse genommen.  

2. Dem Rechtsvertreter der Rekurrenten wird für seine Bemühungen im Ver-

fahren VR140005-O eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'732.40 

entrichtet. 

3. Die Kosten des Verfahrens VR150004-O werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

4. Für das Verfahren VR150004-O werden keine Prozessentschädigungen ent-

richtet. 

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- den Rechtsvertreter der Rekurrenten, dreifach, für sich und die Rekurren-

ten, 

-  die Rekursgegnerin,  

- die Obergerichtskasse.  

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6. Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von 

der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver-

fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht (BGG). 

 

Zürich, 6. Oktober 2015 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Verwaltungskommission 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

lic. iur. A. Leu 

versandt am: 

 

	Beschluss vom 6. Oktober 2015
	
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Die Kosten des Verfahrens VR140005-O werden zur Hälfte den Rekurrenten unter solidarischer Haftung auferlegt. Im Übrigen werden sie auf die Gerichtskasse genommen.
	2. Dem Rechtsvertreter der Rekurrenten wird für seine Bemühungen im Verfahren VR140005-O eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'732.40 entrichtet.
	3. Die Kosten des Verfahrens VR150004-O werden auf die Gerichtskasse genommen.
	4. Für das Verfahren VR150004-O werden keine Prozessentschädigungen entrichtet.
	5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	- den Rechtsvertreter der Rekurrenten, dreifach, für sich und die Rekurrenten,
	-  die Rekursgegnerin,
	- die Obergerichtskasse.
	6. Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (ordentlich...
	Zürich, 6. Oktober 2015
	versandt am: