# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b26c6d2-2067-531c-b6ad-d0b421cadc27
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.09.2018 200 2018 415
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-415_2018-09-17.pdf

## Full Text

200 18 415 UV
SCJ/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. September 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2018, UV/18/415, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
nach Angaben in der Unfallmeldung vom 17. Mai 2017 am 10. Mai 2017 bei 
der … von der Leiter gerutscht ist und sich dabei die linke Schulter ver-
staucht hat (Antwortbeilage [AB] 1). Die Suva erbrachte in der Folge die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeld (AB 12-14). Am 7. November 2017 verfügte die Suva die Einstel-
lung der bisherigen Versicherungsleistungen per 7. November 2017 und 
verneinte einen Anspruch auf weitere Leistungen (AB 70). Daran hielt sie 
auf Einsprache hin (AB 71) mit Entscheid vom 2. Mai 2018 fest (AB 94).

B.

Mit Eingabe vom 31. Mai 2018 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde. Er beantragt, in Aufhebung des 
Einspracheentscheides vom 2. Mai 2018 sei der per 7. November 2017 
erfolgte Fallabschluss aufzuheben und die Suva zu verpflichten, zumindest 
bis 19. März 2018 die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Behandlungs-
kosten) zu erbringen.

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Juli 2018 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2018, UV/18/415, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Mai 
2018 (AB 94). Streitig und zu prüfen ist, ob über den 7. November 2017 
hinaus ein Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
besteht und dabei insbesondere, ob die weiterhin geklagten Beschwerden 
in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis 
vom 10. Mai 2017 stehen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt die Zusprechung von Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich das Vorliegen 
eines Berufsunfalls, eines Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit vo-
raus. Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
weiter einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 
und E. 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV Nr. 2 S. 6 
E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-

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finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach 
dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist 
(SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 
1994 U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im So-
zialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da 
es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 
Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natür-
licher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Per-
son, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, ei-
nen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 30 
S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt 
sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

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2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

Darüber hinaus hat der Unfallversicherer die Möglichkeit, die durch Aus-
richtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit 
Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel 
der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den 
Fall abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis lie-
ge – bei richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor oder der Kausalzusam-
menhang zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden Gesundheits-
schaden sei dahingefallen (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384; Entscheide 
des Bundesgerichts [BGer] vom 9. Januar 2013, 8C_155/2012, E. 6.1, und 
vom 10. Juni 2014, 8C_139/2014, E. 4.2.1).

3.

3.1 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass das Ereignis 
vom 10. Mai 2017 als Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hiervor) zu qualifi-
zieren ist. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch Leistungen in Form von 
Heilbehandlung und Taggeld erbracht (AB 12-14). Umstritten ist hingegen, 
ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem besagten Unfall – über die 
von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung per 7. November 2017 
(AB 70/1, 94) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob die anhaltend geklagten Be-
schwerden in einem anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang mit 
dem Unfall vom 10. Mai 2017 stehen.

In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

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3.1.1 Im Arztzeugnis UVG vom 14. Juni 2017 hielt Dr. med. 
C.________, Assistenzärztin, Zentrum D.________, einen Leitersturz aus 
3.5 m Höhe mit Schürfwunden an den Tibiavorderkanten beidseits, Kontu-
sion des Ellbogens links, der Schulter links sowie der Lenden- (LWS) und 
unteren Brustwirbelsäule (BWS) fest. Röntgenbilder der LWS und BWS, 
der Schulter sowie des Ellbogens hätten keine ossären Läsionen ergeben 
(AB 20/1).

3.1.2 Im Bericht vom 28. Juni 2017 hielt Dr. med. E.________, Fachärz-
tin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, fest, sonografisch 
finde sich im Bereich der Rotatorenmanschette keine Ruptur, es zeige sich 
eine intakte Bizepssehne links ohne peritendinösen Erguss und das AC-
Gelenk sehe unauffällig aus. In der Gesamtschau könnten die Schulter-
schmerzen aufgrund der erhobenen Befunde weder klinisch noch sonogra-
fisch erklärt werden. Allenfalls sei die Gelenkskapsel-Verdickung im Inter-
vall, welche im MRI des Schultergelenks (vom 9. Juni 2017 [AB 23]) be-
schrieben worden sei, ein Hinweis auf eine Kapseltraumatisierung, die 
schmerzhaft sein könne. Es scheine jedoch eine gewisse Chronifizierung 
der initialen Schmerzen mit Zentralisierung im Sinne eines neuronalen Up-
windings bereits stattgefunden zu haben (AB 34).

3.1.3 Im Bericht vom 20. Juli 2017 des Spitals F.________ wurden als 
Diagnosen ein subacromiales Impingement Schulter links und differential-
diagnostisch eine Rotatorenmanschettenläsion, Bizepssehnen-patholo-
gie/SLAP II-Läsion mit/bei Status nach Leitersturz aus 3.5 m Höhe am 
10. Mai 2017 mit Kontusion des Ellbogens und der Schulter links sowie 
Kontusion der unteren BWS/LWS und des Knies links aufgeführt. Es be-
stehe eine subacromiale Impingementsymptomatik, welche sich durch das 
Traumaereignis vom 10. Mai 2017 bemerkbar gemacht habe. Differential-
diagnostisch käme auch eine Bizepssehnenpathologie in Frage, da auch in 
der MRI-Untersuchung eine mögliche SLAP Typ II-Läsion vorhanden sei 
(AB 38).

Im Bericht vom 16. August 2017 wurde sodann festgehalten, nach erneuter 
Durchsicht der MRI-Bilder zeigten sich weitgehend unauffällige Befunde bis 
auf eine mögliche Bizepssehnenläsion SLAP Typ II und ein sublabral hole 
(AB 49/2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2018, UV/18/415, Seite 8

3.1.4 Im Austrittsbericht der Klinik G.________ wurde unter „Unfall vom 
10. Mai 2017: Leitersturz aus 3.5 Meter Höhe“ eine Kontusion der Schulter 
links und Kontusionen des Ellbogen und Knie rechts sowie der unteren 
BWS und LWS diagnostiziert. Ferner wurden Anpassungsstörungen, Angst 
und depressive Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) aufgeführt. Fünf Mona-
te nach dem Leitersturz bestünden noch eine eingeschränkte Beweglichkeit 
sowie leichte bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen in der lin-
ken Schulter als auch schmerzbedingt eine leichte Kraftminderung der 
schulterführenden Muskulatur links. Vor Eintritt habe der Verdacht auf eine 
SLAP-Läsion der linken Schulter bestanden. Die neue MRI-Untersuchung 
vom 22. September 2017 (AB 64) zeige eine geringe AC-Gelenksarthrose 
ohne Hinweise auf eine SLAP-Läsion (AB 66/1-3).

3.1.5 Im Bericht vom 2. November 2017 hielt die Kreisärztin der Suva, 
Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, fest, die 
Schulterschmerzen links seien mittels MRI und spezialärztlichen Untersu-
chungen abgeklärt worden. Dabei sei keine unfallbedingte strukturelle Läsi-
on nachgewiesen worden. Entsprechend handle es sich um eine Kontusion 
der linken Schulter. Diese gelte in der Regel spätestens nach zwei Mona-
ten als abgeheilt (AB 68/2).

3.1.6 Im Operationsbericht vom 9. Januar 2018 des Spitals F.________ 
wurde als Diagnose eine intramurale Tenopathie der Supraspinatussehne 
bei ausgedehnter Zerrung der Schulter links festgehalten (AB 82).

3.1.7 Im Bericht vom 30. Januar 2018 bestätigte die Kreisärztin Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, die kreisärztliche Einschätzung vom 2. Novem-
ber 2017. Im Operationsbericht vom 9. Januar 2018 sei weiterhin keine un-
fallbedingte strukturelle Läsion dokumentiert. Es handle sich um eine Kon-
tusion der linken Schulter. Diese gelte in der Regel spätestens nach zwei 
Monaten als ausgeheilt (AB 86/2).

3.1.8 Gemäss Bericht vom 20. Februar 2018 des Spitals F.________ 
sind die Schmerzen auf die Tenopathie der Supraspinatussehne posttrau-
matisch zurückzuführen (AB 93/2).

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3.2 Die Einschätzung der Kreisärztin, Dr. med. H.________, vom 
30. Januar 2018, wonach der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 
10. Mai 2017 eine Kontusion der linken Schulter ohne strukturellen Läsio-
nen erlitten habe und damit der Status quo sine bezüglich dieser Kontusion 
spätestens nach zwei Monaten eingetreten sei (AB 86/2), überzeugt. Be-
reits auf den ersten Röntgenbildern vermochte Dr. med. C.________ keine 
strukturellen Läsionen festzustellen (AB 20/1 Ziff. 4). Auch die nachfolgen-
den MRI-Untersuchungen vom 9. Juni und 22. September 2017 ergaben – 
abgesehen von einer etwas verdickten Intervallkapsel im Befund vom 
9. Juni 2017 – keine strukturellen Läsionen (AB 23, 64). Insbesondere 
konnte die vom Spital F.________ in ihren Berichten vom 20. Juli und 
16. August 2017 differentialdiagnostisch vermutete Bizepssehnenpatholo-
gie/SLAP II-Läsion (AB 38, 49) bildgebend nicht bestätigt werden (AB 64). 
Zu erwähnen bleibt schliesslich der ebenfalls unauffällige und insoweit mit 
den bildgebenden Untersuchungsergebnissen übereinstimmende Ultra-
schallbefund von Dr. med. E.________ vom 28. Juni 2017 (AB 34). Auf 
dieser Basis hielt auch die Klinik G.________ in ihrem Austrittsbericht vom 
23. Oktober 2017 in somatischer Hinsicht – übereinstimmend mit der Ein-
schätzung der Kreisärztin – allein eine Kontusion der linken Schulter fest 
(AB 66/1).

3.3 Dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des Sturzes vom 
10. Mai 2017 keine strukturellen Läsionen in der linken Schulter zugezogen 
hatte, wird letztlich auch durch die Berichterstattung des Spitals 
F.________ bestätigt. So konnten mittels Schulterarthroskopie links vom 
9. Januar 2018 zwar eine Tenopathie der Supraspinatussehne, darüber 
hinaus aber keine Verletzungen festgestellt werden, welche auf eine trau-
matische Einwirkung zurückzuführen gewesen wären (AB 82, 93). Insbe-
sondere hielt der Operateur im Bericht vom 20. Februar 2018 ausdrücklich 
fest, dass die ursprünglich vermutete Bizepssehnenpathologie nicht habe 
bestätigt werden können (AB 93/2).

Was den Begriff Teno- bzw. Tendopathie anbelangt, handelt es sich nach 
PSCHYREMBEL um eine Sammelbezeichnung für abakterielle Entzündungen 
der Sehnen bzw. Sehnenscheiden in Ansatznähe oder degenerative Verän-
derungen an Sehnenursprüngen und -ansätzen. Als Ursache werden chro-

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nische Überlastung, Mikrotraumen, Stoffwechsel- oder Durchblutungs-
störungen aufgezählt (PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 
2014, S. 2091). Im ENGELHARDT LEXIKON ORTHOPÄDIE UND UNFALLCHIRUR-
GIE (im Internet abrufbar unter www.lexikon-orthopaedie.com) wird die Su-
praspinatustendopathie als degenerative Veränderungen bzw. Überlas-
tungssyndrom der Supraspinatussehne definiert; als Folge chronischer 
Überbelastung, gegebenenfalls in Verbindung mit Kompression durch ana-
tomische (Outlet-Impingement) oder funktionelle (Non-outlet-Impingement) 
Enge, entstehen ödematöse Schwellungen, Störungen der Durchblutung 
bis hin zur Sehnen(teil)ruptur. Damit handelt es sich bei der anlässlich der 
Schulterarthroskopie vom 9. Januar 2018 festgestellten Supraspinatusten-
dopathie (AB 82) überwiegend wahrscheinlich um ein vorbestehendes de-
generatives Leiden und nicht um eine anlässlich des Unfalls vom 10. Mai 
2017 traumatisch erfolgte Verletzung. Die Beschwerdegegnerin hat im an-
gefochtenen Einspracheentscheid in diesem Zusammenhang bereits ein-
lässlich dargelegt, dass aufgrund des vom Operateurs in den Berichten 
vom 9. Januar und 20. Februar 2018 verwendeten Begriffs posttraumatisch 
(AB 82, 93) nicht ohne weiteres auf eine Unfallkausalität zu schliessen ist, 
zumal mit posttraumatisch auch erst nach dem Unfall entstandene Be-
schwerden verstanden werden können.

Aufgrund der anlässlich des Unfalls vom 10. Mai 2017 erlittenen Kontusion 
der linken Schulter ist zwar möglich, dass die vorbestehende degenerative 
Schulterproblematik (Tendopathie) schmerzhaft wurde (AB 38/2). Bei an-
sonsten fehlenden, auf den Unfall zurückzuführenden strukturellen Läsio-
nen ist aufgrund der nachvollziehbaren Ausführungen der Kreisärztin im 
Bericht vom 30. Januar 2018 jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass die Kontusion als alleinige Unfallfolge zwei Mona-
te nach dem Unfall ausgeheilt und damit der Status quo sine erreicht war 
(AB 86/2; vgl. AB 68/2). Die nachfolgend persistierenden Beschwerden 
waren gemäss Angaben des Operateurs im Bericht vom 20. Februar 2018 
denn auch allein auf die Tendopathie der Supraspinatussehne zurückzu-
führen bzw. allein damit zu erklären (AB 93/2). Für die Behandlung dieses 
degenerativen und damit unfallfremden Leidens hat die Unfallversicherung 
nicht aufzukommen; so waren denn auch die Ergebnisse dieser Operation 
für den Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht massgebend, da der Sach-

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verhalt bereits vorher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt 
werden konnte. Da die geklagten Schulterbeschwerden abschliessend mit 
der Tendopathie erklärt werden können (AB 93/2), braucht eine allfällige 
psychische Fehlreaktion im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 
10. Mai 2017 nicht weiter geprüft zu werden.

3.4 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen 
zu Recht per 7. November 2017 eingestellt und weitere Leistungen im Zu-
sammenhang mit dem Unfall vom 10. Mai 2017 abgelehnt. Die Beschwerde 
ist somit abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 128 V 124 E. 5b S. 133)

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2018, UV/18/415, Seite 12

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.