# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19ea7e45-a235-50ae-a308-7a0a6fa3015f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.08.2017 SR170007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SR170007_2017-08-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SR170007-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Oberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. 

A. Boller 

Beschluss vom 14. August 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Gesuchsteller 

 

gegen 

 

Stadtrichteramt Zürich,  

Gesuchsgegnerin  

 

betreffend  
Revision 

Revisionsgesuch gegen diverse Bussenverfügungen des Stadtrichteramtes  

der Stadt Zürich (2014-053-571, etc.) 

 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

1. In den Jahren 2014 und 2015 wurde der Gesuchsteller aufgrund zahlreicher 

Übertretungen der Verkehrsvorschriften mit insgesamt 35 Strafbefehlen des 

Stadtrichteramts Zürich jeweils mit Bussen bestraft, immer unter Anordnung ent-

sprechender Ersatzfreiheitsstrafen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Bussen 

(Urk. 6).  

2. Mit Schreiben vom 3. März 2017 ersuchte der Gesuchsteller beim Stadtrich-

teramt Zürich um "Revokation" der Bussen und Verhaftbefehle (Urk. 4/4). Das 

Stadtrichteramt Zürich teilte dem Gesuchsteller mit Schreiben vom 15. März 2017 

mit, dass sämtliche vom Gesuchsteller angefochtenen Entscheide in Rechtskraft 

erwachsen seien und wies ihn auf die Möglichkeit hin, ein Revisionsbegehren zu 

stellen (Urk. 4/1). Der Gesuchsteller gelangte daraufhin am 3. April 2017 an die 

gemäss Rechtsmittelbelehrung des Stadtrichteramts fälschlicherweise als für Re-

visionsgesuche zuständig bezeichnete III. Strafkammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich, wiederum mit dem Ersuchen, die diversen Bussen und Verhaft-

befehle zu revozieren (Urk. 1). Die III. Strafkammer überwies das Schreiben des 

Gesuchstellers am 7. April 2017 mangels Zuständigkeit an die Berufungskam-

mern des Obergerichts (Urk. 3). In der Folge wurden die Akten des Stadtrichter-

amts Zürich beigezogen (Urk. 6). 

II.  Revision 

1.1. Die Revision oder Wiederaufnahme ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, 

welches es erlaubt, rechtskräftig erledigte Strafverfahren wieder aufzunehmen 

und den Fall so neu zu beurteilen. Sie ist deshalb nur in engem Rahmen zulässig. 

Entsprechend streng sind die Voraussetzungen einer Revision (Marianne Heer in: 

Basler Kommentar, Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, 

Art. 410 StPO N 4 und 9; Niklaus Schmid, Praxiskommentar StPO, 2. Aufl.,  

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Zürich/St. Gallen 2013, Art. 410 N 1). Die Revisionsgründe sind in Art. 410 Abs. 1 

und 2 StPO abschliessend genannt.  

1.2. Wer durch einen rechtskräftigen Strafbefehl beschwert ist, kann gemäss 

Art. 410 Abs. 1 StPO Revision verlangen, wenn: 

• neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder neue Beweismittel  

vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch, eine wesentlich mildere oder  

wesentlich strengere Bestrafung der verurteilten Person oder eine Verurteilung 

der freigesprochenen Person herbeizuführen (lit. a) 

• der Entscheid mit einem späteren Strafentscheid, der den gleichen Sachverhalt 

betrifft, in unverträglichem Widerspruch steht (lit. b) 

• sich in einem anderen Strafverfahren erweist, dass durch eine strafbare Hand-

lung auf das Ergebnis des Verfahrens eingewirkt worden ist (lit. c). 

Darüber hinaus kann nach Art. 410 Abs. 2 StPO unter bestimmten Voraussetz-

ungen Revision wegen Verletzung der Konvention zum Schutze der Menschen-

rechte und Grundfreiheiten (EMRK) verlangt werden (Marianne Heer in: Basler 

Kommentar, a.a.O., N 14 und 34 ff. zu Art. 410 StPO; Niklaus Schmid, a.a.O., 

Art. 410 N 12 ff.). 

2.1. Der Gesuchsteller beantragt in seiner Eingabe die "Revokation diverser 

Bussen-Verhaftbefehle". Zur Begründung fügt er an, er befinde sich seit dem 

16. November 2015 in Untersuchungshaft resp. im vorzeitigen Strafvollzug. Die 

fraglichen Fahrzeuge seien zwar auf seine Firmen eingelöst gewesen, er wisse 

aber nicht auf welche. Er sei in geschäftsleitender Funktion, jedoch ohne jegliche 

Kontrolle der Firmenführung gewesen. Die Lenker der Fahrzeuge seien ihm nicht 

bekannt und er sei nie mit diesen Fahrzeugen gefahren (Urk. 1 S. 2).  

Als Revisionsbegehren kann diese Eingabe des Gesuchtellers nur dann entge-

gengenommen werden, wenn sämtliche von ihm erwähnten Strafbefehle in 

Rechtskraft erwachsen sind. Dies ist dann der Fall, wenn gegen die Strafbefehle 

innert 10 Tagen ab deren Eröffnung keine gültige Einsprache erhoben worden ist 

(Art. 354 Abs. 1 und 2 StPO).  

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2.2. Der Gesuchsteller hat den Empfang folgender Strafbefehle persönlich unter-

schriftlich bestätigt: 

 

Strafbefehl Empfangsdatum Empfangsbestätigung 
2014-061-273 01.10.2014 Urk. 2/1 
2014-063-952 01.10.2014 Urk. 2/1 
2014-065-602 01.10.2014 Urk. 2/1 
2014-066-684 20.10.2014 Urk. 2/1 
2014-069-643 14.10.2014 Urk. 2/1 
2014-070-088 20.10.2014 Urk. 2/1 
2014-070-632 20.10.2014 Urk. 2/1 
2014-076-532 21.11.2014 Urk. 2/1 
2014-079-033 21.11.2014 Urk. 2/1 
2014-080-802 28.11.2014 Urk. 3/1 
2014-085-907 06.02.2015 Urk. 5/1 
2014-087-646 06.02.2015 Urk. 4/1 
2014-087-807 06.02.2015 Urk. 3/1 
2015-000-578 06.02.2015 Urk. 5/1 
2015-000-695 06.02.2015 Urk. 4/1 
2015-001-693 06.02.2015 Urk. 4/1 
2015-003-203 06.02.2015 Urk. 4/1 
2015-003-379 06.02.2015 Urk. 4/1 
2015-011-486 24.02.2015 Urk. 2/1 
2015-012-624 24.02.2015 Urk. 2/1 
2015-013-147 24.02.2015 Urk. 2/1 
2015-015-710 28.03.2015 Urk. 2/1 

 

Das erste Schreiben des Gesuchstellers, mit dem er sich gegen diverse Strafbe-

fehle zur Wehr gesetzt hat, ging am 3. August 2016 beim Stadtrichteramt ein 

(Original = Urk. 8 im Dossier 2015-049-255, Kopien in zahlreichen weiteren Dos-

siers). Die zehntägige Frist um Einsprache gegen die Strafbefehle zu erheben war 

zu diesem Zeitpunkt längst abgelaufen. Damit sind die Strafbefehle gemäss vor-

stehender Tabelle in Rechtskraft erwachsen. 

2.3. Die folgenden Strafbefehle wurden nicht vom Gesuchsteller persönlich in 

Empfang genommen, sondern von seinem Vater, welcher vom Gesuchsteller am 

29. Oktober 2014 schriftlich bevollmächtigt worden war, Dokumente und Urkun-

den von Behörden in Empfang zu nehmen: 

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Strafbefehl Empfangsdatum Empfangsbestätigung Vollmacht 
2014-052-961 03.11.2014 Urk. 3/1 Urk. 3/2 
2014-053-571 03.11.2014 Urk. 6/1 Urk. 6/2 
2014-054-911 03.11.2014 Urk. 3/1 Urk. 3/2 
2014-060-096 03.11.2014 Urk. 3/1 Urk. 3/2 
2014-073-037 16.12.2014 Urk. 3/2 Urk. 3/1 

 

Die Zustellung von Entscheiden an einen bevollmächtigten Dritten ist, obwohl in 

Art. 85 Abs. 3 StPO nicht ausdrücklich erwähnt, dennoch zulässig (Urteil 

6B_1253/2016 vom 27. März 2017 E. 2.4.3.). Damit wurden diese Strafbefehle 

ebenfalls rechtsgültig zugestellt und sie sind, nachdem innert Frist keine Ein-

sprachen erhoben wurden, in Rechtskraft erwachsen. 

2.4. Die Zustellversuche der Strafbefehle an den letzten bekannten Wohnort des 

Gesuchstellers in B._____ verliefen ab Juli 2015 erfolglos (vgl. Urk. 6, Straf-

befehle gemäss folgender Tabelle). Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der 

Gesuchsteller von dort per Ende Juli 2015 abgemeldet wurde, wobei sein aktuel-

ler Wohnort unbekannt war. In der Folge wurden die Strafbefehle an "A._____, … 

[Adresse]" versandt. Dabei handelt es sich zwar soweit ersichtlich nicht um die 

Wohnadresse des Gesuchstellers, sondern um jene der "C._____ GmbH, c/o 

D._____ AG", welche Halterin des Fahrzeugs war, mit der die fraglichen Übertre-

tungen begangen worden waren (Urk. 1 S. 2 im Dossier 2015-056-220). Wie den 

Empfangsbestätigungen gemäss folgender Tabelle zu entnehmen ist, konnten 

Sendungen an diese Adresse aber offenbar auch an den Namen des Gesuchstel-

lers, ohne Erwähnung der C._____ GmbH, zugestellt werden: 

 

Strafbefehl Empfangsdatum Empfangsbestätigung 
2015-049-558 26.08.2015 Urk. 3/1 
2015-051-997 26.08.2015 Urk. 3/1 
2015-052-881 26.08.2015 Urk. 3/1 
2015-053-356 26.08.2015 Urk. 3/1 
2015-054-633 26.08.2015 Urk. 3/1 
2015-055-270 14.08.2015 Urk. 2/1 
2015-056-220 07.10.2015 Urk. 3/1 

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Entscheide in Strafsachen sind, sofern der Aufenthaltsort des Adressaten unbe-

kannt ist und trotz zumutbarer Nachforschungen nicht ermittelt werden kann, 

grundsätzlich durch Veröffentlichung im Amtsblatt bekannt zu machen (Art. 88 

Abs. 1 lit. a StPO). Strafbefehle und Einstellungsverfügungen gelten aber auch 

ohne entsprechende Veröffentlichung als zugestellt (Art. 88 Abs. 4 StPO). Vor 

diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass das Stadtrichteramt die Straf-

befehle nach erfolglosem Versuch, den Aufenthaltsort des Gesuchstellers zu er-

mitteln, an dessen Geschäftsadresse zugestellt hat. Auch hinsichtlich dieser 

Strafbefehle ist damit von einer rechtsgenügenden Zustellung auszugehen. Da 

auch hier keine Einsprachen erhoben wurden, sind die Strafbefehle in Rechtskraft 

erwachsen.  

2.5. Damit sind sämtliche Strafbefehle, die der Gesuchsteller revoziert haben 

will, in Rechtskraft erwachsen. Gegen rechtskräftige Strafbefehle ist einzig das 

ausserordentliche Rechtsmittel der Revision vorgesehen. Das Schreiben des Ge-

suchstellers vom 3. April 2017 ist folglich als Revisionsgesuch entgegen zu neh-

men und das Berufungsgericht ist für dessen Behandlung zuständig (Art. 21 

Abs. 1 lit. b StPO). 

3.1. Der Gesuchsteller macht sinngemäss geltend, dass neue Tatsachen und 

Beweismittel im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO vorliegen würden. Dieser 

Revisionsgrund setzt voraus, dass die nachträglich geltend gemachten Tatsachen 

und Beweismittel sowohl neu als auch erheblich sind. Neu sind Tatsachen und 

Beweismittel dann, wenn sie im Zeitpunkt des zu revidierenden Urteils zwar be-

reits vorhanden waren, in der nun vorliegenden Bedeutung der Strafbehörde aber 

nicht bekannt waren und nicht in den Entscheid einflossen (Niklaus Schmid, 

a.a.O., Art. 410 N 13; Marianne Heer in: Basler Kommentar, a.a.O., N 34 und 65 

ff. zu Art. 410 StPO; BGE 101 IV 317). Nicht vorausgesetzt wird grundsätzlich, 

dass die Tatsachen auch dem Beschuldigen zur Zeit des ersten Prozesses nicht 

bekannt gewesen sind. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei es näm-

lich in erster Linie Sache der Anklagebehörde, die Schuld des Beschuldigten zu 

beweisen, womit diesen nicht primär die Behauptungslast treffe (BGE 130 IV 72 

Erw. 2.2 bzw. Pra 2005 Nr. 35).  

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Das Bundesgericht hat aber im selben Entscheid, in dem es um einen Strafbefehl 

ging, auch auf die Besonderheiten dieses vereinfachten Verfahrens hingewiesen. 

Gemäss Bundesgericht hat das Strafbefehlsverfahren die Eigenart, dass es den 

Beschuldigten zwingt, Stellung zu nehmen. Das Ausbleiben einer Reaktion von 

seiner Seite wird als Zustimmung betrachtet. Er muss innerhalb der dafür vor-

gesehenen Frist Einsprache erheben, wenn er die Verurteilung nicht akzeptieren 

will, weil er sich auf übergangene Tatsachen berufen will. Würde man in einem 

solchen Fall die Revision zulassen, liefe das darauf hinaus, ein widersprüchliches 

Verhalten des Beschuldigten zu dulden und die Einhaltung der Einsprachefrist ih-

rer Funktion zu berauben. Demnach ist ein gegen einen Strafbefehl gerichtetes 

Revisionsgesuch als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren, wenn es sich auf Tat-

sachen stützt, welche der Verurteilte im Zeitpunkt des Erlasses des Strafbefehles 

kannte und die er in einem ordentlichen Einspracheverfahren hätte vorbringen 

können (BGE 130 IV 72 Erw. 2.3 bzw. Pra 2005 Nr. 35). 

3.2. Der Gesuchsteller bringt zur Begründung seines Gesuchs lediglich vor, nicht 

Lenker der fraglichen Fahrzeuge gewesen zu sein und nicht gewusst zu haben, 

dass seine Firmen Halter ebendieser Fahrzeuge gewesen seien (Urk. 1). Es han-

delt sich hierbei um Tatsachen, die dem Gesuchsteller bereits bei Zustellung der 

Strafbefehle bekannt gewesen sein müssen. Weshalb es ihm nicht möglich gewe-

sen sein sollte, diese Vorbringen bereits im Rahmen von Einsprachen vorzubrin-

gen, wird vom Gesuchsteller nicht dargetan. Nicht ersichtlich ist auch, inwiefern 

diesbezüglich ein Zusammenhang mit der vorgebrachten Inhaftierung des Ge-

suchstellers am 16. November 2015 bestehen soll. Wie aus den vorstehenden 

Tabellen ersichtlich ist, hat der Gesuchsteller sämtliche Strafbefehle weit vor die-

sem Datum erhalten und die zehntägigen Einsprachefristen ungenutzt ver-

streichen lassen. Nicht zu überzeugen vermag schliesslich auch der Einwand des 

Gesuchstellers, ihm hätten Bildung und technische Unterstützung gefehlt, um sich 

gegen die Strafbefehle zur Wehr zu setzen. Zum einen machen die vom Gesuch-

steller verfassten Schreiben (Urk. 1, Urk. 4/4, Urk. 8 im Dossier 2015-049-255) 

deutlich, dass er ohne weiteres in der Lage ist, seine Anliegen in schriftlicher 

Form auszudrücken. Zum anderen ist die in allen erlassenen Strafbefehlen ent-

haltene Rechtmittelbelehrung klar und auch für Laien verständlich. Unter Verweis 

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auf Art. 354 Abs. 2 StPO wird dort explizit darauf hingewiesen, dass die Einspra-

che von der gebüssten Person nicht zu begründen ist. Weshalb die Verfassung 

einer unbegründeten Einsprache dem Gesuchsteller nicht hätte möglich sein sol-

len, ist nicht ersichtlich.  

Der Gesuchsteller hätte die Tatsachen, die er nun mittels Revision vorbringt, da-

mit bereits mittels Einsprachen vorbringen können und müssen. Dies hätte zur 

Eröffnung entsprechender Strafuntersuchungen geführt, mit der alle wichtigen 

Umstände abgeklärt worden wären. Indem der Gesuchsteller den ihm bereits frü-

her bekannten Sachverhalt erst im vorliegenden Verfahren vorbringt, erscheint 

sein Gesuch als Mittel, das Einspracheverfahren und den ordentlichen Rechtsmit-

telweg zu umgehen. Nachdem es der Gesuchsteller selbstverschuldet versäumt 

hat, die Einsprachefristen einzuhalten und eine Revision nicht dazu da ist, ver-

passte Einsprachemöglichkeiten zu ersetzen, muss das Gesuch als rechtsmiss-

bräuchlich qualifiziert werden. Demnach kann im vorliegenden Revisionsverfahren 

auf die Vorbringen des Gesuchstellers, wonach er nicht Lenker der fraglichen 

Fahrzeuge gewesen sei und ihm die Haltereigenschaft seiner Firmen nicht be-

kannt gewesen sei, nicht eingegangen werden.  

4. Das Revisionsgesuch des Gesuchstellers erweist sich demnach als offen-

sichtlich unbegründet, weshalb im Sinne von Art. 412 Abs. 2 StPO nicht darauf 

einzutreten ist. 

III. Kosten 

Gemäss Art. 428 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Die Kosten des Revisions-

verfahrens sind damit ausgangsgemäss dem unterliegenden Gesuchsteller auf-

zuerlegen.  

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 3. April 2017 wird nicht 

eingetreten.  

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 600.– festgelegt und dem Gesuchsteller 

auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an 

− den Gesuchsteller 
− das Stadtrichteramt Zürich 

− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an das Stadtrichteramt Zürich (unter Rücksendung 

der Akten). 

4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 14. August 2017 

 
Der Präsident: 

 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Boller 
 

 

	Beschluss vom 14. August 2017
	I.  Prozessgeschichte
	II.  Revision
	III.  Kosten

	Es wird beschlossen:
	1. Auf das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 3. April 2017 wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 600.– festgelegt und dem Gesuchsteller auferlegt.
	3. Schriftliche Mitteilung an
	 den Gesuchsteller
	 das Stadtrichteramt Zürich
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich

	4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.