# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb375688-a0ea-55a1-834a-c745abf7daa8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.01.2015 810 2014 154 (810 14 154)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-154_2015-01-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 14. Januar 2015 (810 14 154) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Erschliessungsprojekt / Kanalisation 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther 
Gerichtsschreiber i.V. Sebastian Rieger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Alexander Heinzelmann, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 B.____, Beschwerdegegnerin 
 
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Strassenbau X.____weg und Kanalisation X.____weg/Y.____strasse 

(RRB Nr. 817 vom 3. Juni 2014) 
 
 
A. A.____ ist Grundeigentümerin der bereits überbauten Parzelle Nr. 637 Grundbuch 
B.____. Im Rahmen der Baulandumlegung “C.____“ wurde ihr zudem am 2. April 2009 die un-
bebaute Parzelle Nr. 1405 Grundbuch B.____ zugewiesen. 
 

 

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B. Die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde B.____ genehmigte am 19. Sep-
tember 2012 unter anderem das Projekt und den Investitionskredit für die Erschliessung 
"X.____weg/Y.____strasse". Dabei bewilligte sie für das Teilprojekt “Kanalisation 
Y.____strasse/X.____weg“ sowohl das vorgelegte, konkrete Projekt des Ingenieurbüros D.____ 
AG, als auch den hierfür erforderlichen Investitionskredit in der Höhe von Fr. 875‘000.--. Auch 
genehmigte die Gemeindeversammlung das Teilprojekt “Strassenbau X.____weg“ und den da-
zugehörenden Investitionskredit über Fr. 435'000.--. 
 
C. Am 27. September 2012 reichte A.____, vertreten durch Alexander Heinzelmann, Ad-
vokat in Liestal, beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft Beschwerde gegen den 
Beschluss der Gemeindeversammlung vom 19. September 2012 ein. Im Wesentlichen machte 
sie geltend, die Parzelle Nr. 1405 werde als einzige nicht mit einer Schmutz- und Regenwasser-
leitung erschlossen, weshalb nicht sichergestellt sei, dass eine Erschliessung ohne erheblichen 
Mehraufwand möglich sei. 
 
D. Die Einwohnergemeinde führte bezüglich der beiden Projekte “Strassenbau 
X.____weg und “Kanalisation Y.____strasse/X.____weg“ vom 1. bis zum 30. November 2012 
ein öffentliches Planauflageverfahren durch. Dagegen liess A.____ am 29. November 2012 
beim Gemeinderat B.____ Einsprache erheben. In der Folge fanden zwischen den Parteien 
Einigungsversuche statt, die gescheitert sind. 
 
E. Der Regierungsrat wies mit Entscheid vom 3. Juni 2014 (RRB Nr. 817) sowohl die Be-
schwerde vom 27. September 2012 wie auch die gleichlautende, bis dato von der Einwoh-
nergemeinde nicht entschiedene, Einsprache vom 29. November 2012 ab. 
 
F. Am 16. Juni 2014 erhob A.____, nach wie vor vertreten durch Alexander Heinzelmann, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), und beantragte, der regierungsrätliche Entscheid vom 3. Juni 2014 
(RRB Nr. 817) sei aufzuheben. Zudem seien die Beschlüsse der Einwohnergemeinde B.____ 
vom 19. September 2012 betreffend “Strassenbau X.____weg“ und “Kanalisation 
Y.____strasse/X.____weg“ aufzuheben und im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen mit der Weisung, die Gemeinde B.____ anzuhalten, die erweiterte Kanalisations-
variante 3 mit einer Verlängerung von mindestens zehn Metern gegen Norden zu realisieren 
und vollumfänglich über die Abwasserkasse der Gemeinde zu finanzieren sowie für die nötigen 
Durchleitungsrechte zu sorgen und im X.____weg einen zusätzlichen Einlaufschacht einzubau-
en. Zudem sei explizit die aufschiebende Wirkung der Beschwerde festzustellen und sämtliche 
Bauarbeiten seien dementsprechend zu unterlassen. 
 
G. Am 7. Juli 2014 wies das Kantonsgericht die Beschwerdegegnerin an, während des 
hängigen Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht keine Bauarbeiten am unteren Teil des 
X.____wegs (gemäss Plan in der Stellungnahme des Ingenieurbüros D.____ AG vom 26. Juni 
2014) vorzunehmen. 
 

 

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H. Mit Vernehmlassungen vom 20. Oktober 2014 beantragten sowohl der Regierungsrat, 
vertreten durch die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), als auch die Einwohnergemeinde 
B.____, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, unter o/e-Kostenfolge. 
 
I. An der heutigen Verhandlung wurde ein Augenschein in B.____ durchgeführt. Im 
Rahmen der anschliessenden Parteiverhandlung hielten die Parteien an ihren gestellten Anträ-
gen fest. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1.1 Das Kantonsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen und untersucht von Am-
tes wegen, ob und inwiefern auf eine Beschwerde eingetreten werden kann, d.h. es prüft, ob die 
formellen Voraussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). Da sämtliche formellen Voraus-
setzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden.  
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO, e contrario). 
 
2. Vorab ist festzuhalten, dass die während der vorinstanzlichen Verfahren geführten Eini-
gungsversuche gescheitert sind. Ausgangspunkt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind 
demzufolge nicht die damals aufgeworfenen, möglichen anderen Erschliessungsvarianten, son-
dern einzig die Frage, ob das von der Beschwerdeführerin angefochtene kommunale Erschlies-
sungsprojekt ungenügend und rechtswidrig ist. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerdebegründung im Wesentlichen geltend, 
eine Weigerung der Beschwerdegegnerin, die von ihr gewünschte Variante zu bauen und ledig-
lich die von der Gemeindeversammlung B.____ beschlossene Kanalisationsleitungsführung zu 
realisieren und damit das Grundstück Nr. 1405 als erschlossen zu qualifizieren, würde darauf 
hinauslaufen, dass die Beschwerdeführerin verpflichtet wäre, mit erheblichem Aufwand eine 
überlange private Kanalisationsleitung auf öffentlichem Grund zu erstellen, was Bundesrecht 
(Art. 19 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG] vom 22. Juni 1979) und kantonales 
Recht (§ 83 des Raumplanungs- und Baugesetzes [RBG] vom 8. Januar 1998) verletze. Zudem 
liege ein eklatanter Verstoss gegen die Rechtsgleichheit vor und die ihr entstehenden Mehrkos-
ten von Fr. 9'500.-- seien unverhältnismässig. Eine Erschliessung über die Nachbarparzelle sei, 
infolge der Weigerung durch die benachbarten Grundeigentümer, eine entsprechende Dienst-
barkeit einzuräumen, ebenfalls nicht möglich. Nach dem Gesagten sei somit erwiesen, dass die 
Parzelle der Beschwerdeführerin im Sinne der gesetzlichen Anforderungen nicht genügend er-
schlossen sei. Die Beschwerde sei daher gutzuheissen. 
 

 

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Zur Untermauerung ihrer Ansicht reichte die Beschwerdeführerin eine Fachbeurteilung von der 
E.____ AG vom 1. Februar 2013 ein. Darin wird im Wesentlichen ausgeführt, dass die geplan-
ten Leitungen um zehn Meter zu kurz seien, um eine gute und zweckmässige Entwässerung 
der Parzelle Nr. 637 (die ebenfalls im Eigentum der Beschwerdeführerin steht) zu bewerkstelli-
gen. Die zusätzlichen Kontrollschächte seien aufgrund der abgeknickten Leitungsführung erfor-
derlich. Weiter würden die Leitungen über 20 Meter im Strassenkörper des X.____wegs parallel 
zu den übrigen öffentlichen Werkleitungen verlaufen. Diese aufwendige Leitungsführung koste 
Fr. 19‘500.--. Um diese zu realisieren, bedürfe es entsprechender grundbuchrechtlicher Dienst-
barkeiten, welche auf den Parzellen Nrn. 633 und 1210 (Grundbuch B.____) zu errichten seien. 
Dies selber auszuhandeln, sei der Beschwerdeführerin unzumutbar. Mit Blick auf den Verlauf 
der Leitungen im öffentlichen Strassenkörper und mit Blick auf die erforderliche Errichtung von 
Grunddienstbarkeiten, sei offensichtlich, dass Variante 3 als öffentliche Kanalisation von der 
Gemeinde gebaut und demzufolge auch über die Abwasserkasse finanziert werden solle. 
 
2.2 Die Beschwerdegegner entgegnen der Beschwerdeführerin in ihren Vernehmlassungen 
vom 20. Oktober 2014, die Baulandumlegung “C.____“ habe – entgegen der Ausführungen der 
Beschwerdeführerin – nicht die absolut gleiche Erschliessung sämtlicher Parzellen zum Ziel 
gehabt, sondern lediglich die vollständige Zuführung aller Parzellen zur Baureife. Auch verglei-
che die Beschwerdeführerin ihre Parzelle fälschlicherweise mit den an den X.____weg anstos-
senden Grundstücken. Da alle Grundstücke südlich der Y.____strasse ihr Abwasser hinauf-
pumpen müssten, liege keine Ungleichbehandlung vor. Der Unterschied liege zum einen in der 
Länge der zu erstellenden Anschlussleitung, wobei diese für die Parzelle der Beschwerdeführe-
rin ungefähr 30 Meter betrage, während es sich bei den anderen Parzellen um eine Leitungs-
länge von ungefähr 11 bis 18 Metern handeln würde. Die Beschwerdeführerin erwähne zu 
Recht, dass sowohl die bundesrechtliche wie auch die kantonale Regelung (Art. 19 RPG und 
§ 83 RBG) den Gemeinden einen erheblichen Ermessensspielraum einräume, weshalb nur in 
krassen Ausnahmefällen von einer fehlenden Erschliessung gesprochen werden könne. Ein 
solcher sei aber klarerweise nicht gegeben. Zudem bestehe kein Anspruch auf eine Anschluss-
möglichkeit direkt vor der Haustüre. Sofern die Behauptungen der Beschwerdeführerin zutref-
fend und die Anschlussleitungen nur mit unverhältnismässigen Kosten realisierbar wären, so 
stünde ihr ein Anspruch auf ein Durchleitungsrecht zu, weshalb eine Dienstbarkeit auch von ihr 
und nicht nur von der Gemeinde erzwungen werden könnte. Auch gingen die Ausführungen der 
Beschwerdeführerin bezüglich der Verhältnismässigkeit fehl, da für die Beurteilung der Verhält-
nismässigkeit nicht die Höhe der Gesamtkosten ausschlaggebend sei. Aus diesen Gründen sei 
die Beschwerde abzuweisen. 
 
2.3.1 Voraussetzung einer Baubewilligung ist, dass das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 
lit. b RPG). Dies ist der Fall, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht 
und die erforderlichen Wasser-, Energie- sowie Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass 
ein Anschluss ohne erheblichen Aufwand möglich ist (Art. 19 Abs. 1 RPG), bzw. wenn die Ablei-
tung der Abwässer nach Massgabe der gewässerschutzpolizeilichen Vorschriften gewährleistet 
ist (Urteil des Bundesgerichts [1C_165/2010] vom 18. November 2010 E. 2.4). Art. 19 Abs. 1 
RPG will mit dem Erfordernis der ausreichenden Erschliessung vor allem polizeiwidrige Zustän-
de verhindern (Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement [EJPD]/Bundesamt für Raum-

 

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planung [BRP], Erläuterungen zum Bundesgesetz über die Raumplanung, Bern 1981, Art. 19 
N 6). Es soll sichergestellt sein, dass keine Bauten entstehen, die wegen fehlender Zufahrten 
sowie Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen feuer- und gesundheitspolizeiliche Gefah-
ren bieten oder sonstige öffentliche Interessen gefährden (BERNHARD WALDMANN/PETER HÄNNI, 
Handkommentar RPG, Bern 2006, Art. 19 N 12).  
 
2.3.2 Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (GSchG) vom 
24. Januar 1991 ist verschmutztes Abwasser zu behandeln und in ein Gewässer einzuleiten 
oder zu versickern. Die Versickerung von verschmutztem Abwasser kommt gemäss Art. 8 der 
Gewässerschutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 nur in Ausnahmefällen in Frage. 
Nicht verschmutztes Abwasser hingegen ist in erster Linie zu versickern und nur dann in ein 
Gewässer einzuleiten, wenn die örtlichen Verhältnisse eine Versickerung nicht erlauben. Dabei 
sind nach Möglichkeit Rückhaltemassnahmen zu ergreifen, damit das Wasser bei grossem An-
fall gleichmässig abfliessen kann (Art. 7 Abs. 2 GSchG). Die Kantone sorgen gemäss Art. 10 
GSchG für die Erstellung öffentlicher Kanalisationen und zentraler Anlagen zur Reinigung von 
verschmutztem Abwasser aus Bauzonen und unter bestimmten Voraussetzungen aus beste-
henden Gebäudegruppen ausserhalb von Bauzonen. Das verschmutzte Abwasser muss im 
Bereich öffentlicher Kanalisationen in diese eingeleitet werden (Art. 11 GSchG). In materieller 
Hinsicht muss die Ableitung von Abwasser den Anforderungen der Gewässerschutzgesetzge-
bung entsprechen. Verschmutztes und nicht verschmutztes Abwasser sind in der Regel ge-
trennt zu entsorgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts [1C_87/2012] vom 27. November 2012 
E. 4.2 f.). Die Anforderungen an die Erschliessung sind je nach der beanspruchten Nutzung und 
nach den massgeblichen Umständen im Einzelfall verschieden. Die Erschliessung für eine In-
dustriezone hat andere Voraussetzungen zu erfüllen als für eine Wohnzone. Ein Bauvorhaben 
muss spätestens im Zeitpunkt der Realisierung über die für den ordnungsgemässen Betrieb 
erforderliche Erschliessung verfügen, ansonsten die Baubewilligung nicht erteilt werden kann 
(vgl. BGE 127 I 103 E. 6.d). Weiter können die Anforderungen an die Erschliessung auch von 
der Ausgestaltung des kantonalen und kommunalen Rechts abhängen. Weder das RBG, wel-
ches die bundesrechtliche Formulierung in § 83 Abs. 3 lit. a RGB übernimmt, noch die Verord-
nung zum RBG (RBV) vom 27.Oktober 1998, noch die kommunalen Reglemente stellen für die 
hier umstrittene Nutzungszone jedoch konkretere Anforderungen an die Erschliessung von Bau-
land. 
 
2.3.3 Die Erschliessung muss genügend sein. Dieses Erfordernis betrifft die technische Ge-
staltung der Anlagen, den Zeitpunkt, in dem sie verfügbar sein müssen, sowie die Sicherstel-
lung ihrer Erstellung und ihres Bestandes. Dass eine Erschliessung nicht einer Idealvorstellung 
entspricht, sondern in Einzelfällen gewisse Probleme aufweisen mag, macht sie nicht ohne wei-
teres ungenügend im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
[1C_237/2007] vom 13. Februar 2008 E. 4.3). Art. 19 Abs. 1 RPG vermittelt – wie bereits die 
Vorinstanz zutreffend dargelegt hat – keinen Anspruch auf eine bestimmte Erschliessungs-
variante. Ist eine Erschliessung insgesamt jedoch als ungenügend zu qualifizieren, ist die be-
troffene Parzelle nicht baureif und eine Baubewilligung könnte nicht erteilt werden. 
 

 

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2.3.4 Hausanschlüsse verbinden ein Grundstück (bzw. Haus) mit der Anlage der Feiner-
schliessung. Sie gehören deshalb nicht zur Erschliessung im Sinne von Art. 19 RPG. Vielmehr 
handelt es sich bei den Hausanschlüssen um private Anlagen, denen bloss eine untergeordnete 
Erschliessungsfunktion zukommt. Die Kosten für die Erstellung, den Betrieb und den Unterhalt 
der privaten Abwasseranlagen sowie für deren fachgerechten Anschluss an die Abwas-
seranlagen der Gemeinde trägt gemäss § 12 Abs. 2 des Abwasserreglements der Gemeinde 
B.____ vom 18. Juni 2009 der Grundeigentümer bzw. die Grundeigentümerin. Im Einzelfall 
kann die Unterscheidung zwischen Hausanschluss und Feinerschliessung, welche in der Regel 
von der Gemeinde zu erstellen ist, schwierig sein, was vor allem dann der Fall ist, wenn ein 
Hausanschluss über ein Grundstück führt, welches im Eigentum eines Dritten steht (vgl. dazu 
CHRISTIAN HÄUPTLI, in: Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 32 
Rz. 19, mit Verweis auf BGE 121 I 65).  
 
3. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob mit dem umstrittenen Projekt eine hinreichende Er-
schliessung gegeben ist. 
 
3.1 Unbestritten ist, dass die Parzelle Nr. 1405 aufgrund ihrer Lage – im Unterschied zu den 
anderen Parzellen südlich der Y.____strasse – nicht direkt an eine Gemeindestrasse angrenzt, 
in welcher sich kommunale Kanalisationserschliessungsleitungen befinden. Demgemäss wird 
die Beschwerdeführerin als Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1405 für die Erstellung des Ka-
nalisationsanschlusses ein Durchleitungsrecht im Sinne von Art. 691 ff. des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 benötigen, welches sie im Falle der Über-
bauung bei der Zivilrichterin oder beim Zivilrichter geltend machen kann. Zudem wird die Be-
schwerdeführerin aufgrund der – im Rahmen einer Baulandumlegung festgelegten – Parzellen-
lage eine längere private Anschlussleitung als andere Grundeigentümerinnen oder Grundeigen-
tümer erstellen müssen. Diese Umstände vermögen die Rechtmässigkeit des umstrittenen Pro-
jekts indes nicht in Frage zu stellen, zumal auch eine Erschliessung, die in Einzelfällen gewisse 
Schwierigkeiten mit sich bringt, genügend im Sinne von Art. 19 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 2 lit. b 
RPG sein kann. Bereits aufgrund der relativ geringen Distanzen vom Grundstück Nr. 1405 zu 
den bereits bestehenden bzw. vorgesehenen öffentlichen Kanalisationsanlagen auf der Parzelle 
Nr. 1210 und in der Y.____strasse ergibt sich, dass es sich bei der noch zu erstellenden Kanali-
sationsleitung zur bzw. auf der Parzelle Nr. 1405 nicht um einen Teil der Feinerschliessung 
handelt, sondern um einen von der Beschwerdeführerin zu erstellenden Hausanschluss. Dabei 
kann auch in Betracht gezogen werden, dass die Eigentümer der bereits überbauten Parzelle 
Nr. 1370 für ihren Hausanschluss ebenfalls ein Durchleitungsrecht zu Lasten der Parzelle 
Nr. 1210 benötigt hatten. Dazu kommt, dass, wie die Beschwerdeführerin am heutigen Augen-
schein bestätigte, weder ein konkretes Bauprojekt für ihre Parzelle vorliegt noch ein Baugesuch 
beim Bauinspektorat eingereicht wurde. Demnach ist der genaue Verlauf der privaten Entwäs-
serungsleitungen für die Parzelle Nr. 1405 (noch) unklar. Die Beschwerdeführerin kann ihre 
Entwässerungsleitung entweder in bestehende öffentliche Kanäle auf der (in Privateigentum 
stehenden) Parzelle Nr. 1210 oder in der Y.____strasse einführen. Damit steht auch noch nicht 
fest, mit welchen exakten Kosten die Beschwerdeführerin für die Erstellung ihrer Hausan-
schlussleitungen zu rechnen hat. Die Beschwerdeführerin vermochte denn auch nicht nachzu-
weisen, dass ihr ein Anschluss an die öffentliche Kanalisation an diesen Orten nur mit erhebli-

 

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chem Aufwand möglich wäre. Ein solcher ist aufgrund der gegebenen Situation (insbesondere 
der Lage und der ungefähren Längen der Anschlussleitungen) auch nicht ersichtlich. Vielmehr 
ist in Übereinstimmung mit der Gemeinde B.____ und dem Regierungsrat von einer genügen-
den Erschliessung der Parzelle Nr. 1405 der Beschwerdeführerin auszugehen. Damit erweisen 
sich die Rügen der mangelnden tatsächlichen Erschliessung sowie der Verletzung der Rechts-
gleichheit und des Verhältnismässigkeitsprinzips als unbegründet. 
 
3.2 Daran vermag auch die von der Beschwerdeführerin eingereichte Fachbeurteilung nichts 
zu ändern. Diese Fachbeurteilung zeigt zwar auf, dass weitere mögliche, aus Sicht der Be-
schwerdeführerin auch bessere, Erschliessungsvarianten bestehen. Weder das Bundesrecht 
noch das kantonale Recht vermitteln jedoch einen Anspruch auf eine bestimmte Erschlies-
sungsvariante. Das Kantonsgericht kann sein Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Ge-
meinde setzen und eine von der Gemeinde aus sachlich nachvollziehbaren Gründen getroffene 
Planungsmassnahme durch eine andere, möglicherweise ebenfalls vertretbare Anordnung er-
setzen (siehe vorne E. 1.2). Dem Fachbericht lässt sich ferner nicht entnehmen, dass das kom-
munale Erschliessungsprojekt aus technischer oder fachlicher Hinsicht in irgendeiner Weise 
mangelhaft wäre. Soweit sich der Fachbericht zur Rechtsfrage äussert, ob die umstrittene Er-
schliessung den Anforderungen gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG und § 83 Abs. 3 lit. a RBG ent-
spricht, kann daraus nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin abgeleitet werden, da mit Gut-
achten gestützt auf besondere Sachkenntnis Berichte über die Sachverhaltsprüfung und -würdi-
gung erstattet werden; dem Sachverständigen sind jedoch bloss Sach- und keine Rechtsfragen 
zu unterbreiten, da die Beantwortung Letzterer zwingend dem Gericht obliegt (vgl. BGE 
130 I 337 E. 5.4.1, Urteil des Bundesgerichts [2A.315/2001] vom 26. November 2001, E. 2c/aa). 
 
4. Zusammenfassend ist das von der Beschwerdeführerin angefochtene kommunale Er-
schliessungsprojekt somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist nach dem Gesagten 
vollumfänglich abzuweisen. 
 
5. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden.  
 
5.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem 
Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2‘200.-- 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.  
 
5.2 Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2‘200.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1‘400.-- verrechnet. 
Die Beschwerdeführerin hat demzufolge noch Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 800.-- zu bezahlen.  

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.