# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72e642af-8119-5736-94ca-365d3b0a380a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.09.2015 RT150144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150144_2015-09-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150144-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 9. September 2015 

 

in Sachen 

 
Verein A._____ Schweiz,  

Beschwerdeführer 

vertreten durch B._____ 

 

gegen 

 

1. Kanton Zürich,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

2. B._____, 

Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 

1 vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte,  

 

 

betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 6. Juli 2015 (EB150109-D) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Verfügung vom 26. Mai 2014 war das Bezirksgericht Dielsdorf 

auf ein Gesuch des Vereins A._____ Schweiz, vertreten durch B._____, betref-

fend Gegendarstellung nicht eingetreten; die Gerichtskosten von Fr. 750.-- waren 

B._____ persönlich auferlegt worden (Urk. 3). Der Kanton Zürich (Gesuchsteller) 

hatte in der Folge B._____ (Gesuchsgegner) für diesen Betrag betrieben, woge-

gen B._____ Rechtsvorschlag erhoben hatte (Urk. 2).  

b) Mit Urteil vom 6. Juli 2015 erteilte das Bezirksgericht Dielsdorf (Vor-

instanz) dem Gesuchsteller in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Diels-

dorf-Nord (Zahlungsbefehl vom 12. Februar 2015) – gestützt auf  die obener-

wähnte Verfügung vom 26. Mai 2014 – definitive Rechtsöffnung für Fr. 750.--; die 

Kosten- und Entschädigungsfolgen wurden zu Lasten von B._____ geregelt (Urk. 

9 = Urk. 11). 

b) Hiergegen hat B._____ im Namen der A._____ Schweiz am 13. August 

2015 fristgerecht Beschwerde erhoben und mit dieser (einzig) den Antrag gestellt 

(Urk. 10): 

"Ich beantrage für die Erledigung und Vorbereitung für meine Anträge eine 
Abklärungsfrist von 60 Tagen, respektive müssen juristische Abklärungen ge-
troffen werden." 

c) Mit Verfügung der Kammerpräsidentin vom 21. August 2015 wurde das 

Gesuch um Fristerstreckung für Antragstellung und Begründung der Beschwerde 

abgewiesen und B._____ sowie dem Verein A._____ Schweiz eine Nachfrist zur 

Einreichung einer Vollmacht für B._____ angesetzt (Urk. 13). Eine entsprechende 

Vollmacht ging fristgerecht ein (Urk. 15). 

d) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die 

Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet werden (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). 

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2. a) Die Prozessvoraussetzungen für eine Beschwerde sind von Am-

tes wegen zu prüfen, d.h. auch ohne dass eine Partei dies verlangt (Art. 60 ZPO). 

Für eine Beschwerde ist (u.a.) Prozessvoraussetzung, dass diejenige Partei, wel-

che Beschwerde erhebt, durch den angefochtenen Entscheid einen Nachteil er-

leidet. Ohne einen solchen Nachteil hat die Beschwerde erhebende Partei kein 

rechtlich geschütztes Interesse an der Beurteilung einer Beschwerde und ist dem-

entsprechend darauf nicht einzutreten (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). 

b) Der Verein A._____ Schweiz war nicht Partei des vorinstanzlichen Ver-

fahrens, welches zum angefochtenen Urteil vom 6. Juli 2015 geführt hat. In die-

sem Urteil wurde Rechtsöffnung in der Betreibung gegen B._____ erteilt und es 

wurde B._____ zum Ersatz der Gerichtskosten von Fr. 150.-- und zur Zahlung ei-

ner Parteientschädigung von Fr. 80.-- verpflichtet (Urk. 11). Der Verein A._____ 

Schweiz wurde dagegen zu nichts verpflichtet. Er erleidet damit durch das ange-

fochtene Urteil keinen Nachteil. Und damit ist ihm ein Interesse an der Beurteilung 

einer Beschwerde dagegen abzusprechen. 

c) Auf die Beschwerde des Vereins A._____ Schweiz kann daher nicht 

eingetreten werden. 

d) Bloss ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass auf die Beschwerde 

auch dann nicht einzutreten gewesen wäre, wenn sie von B._____ in eigenem 

Namen erhoben worden wäre. Eine Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist 

vollständig begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO). Die vorliegende 

Beschwerde enthält jedoch keine Begründung; ebensowenig enthält sie Anträge, 

in welcher Weise der angefochtene Entscheid hätte abgeändert werden sollen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 750.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 150.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem unterliegenden Beschwerdeführer, d.h. dem Verein A._____ Schweiz, auf-

zuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Beschwerdeführer zufolge seines Unterliegens, den Beschwerde-

gegnern mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Verein A._____ 

Schweiz auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 10, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 750.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

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Zürich, 9. September 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss vom 9. September 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Verein A._____ Schweiz auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 10, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...