# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5bdbb3b-6976-52a6-8e59-f0b5eb86ccb0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-06-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 18.06.2002 BK 2002 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2002-33_2002-06-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 18. Juni 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 02 33

Entscheid
Beschwerdekammer

Vizepräsident Bochsler, Kantonsrichter Rehli und Sutter-Ambühl, Aktuarin Duff 
Walser.

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des Gerhard E h m i g E., Alberweg 1, A-6830 Rankweil, Beschwerdeführer, ver-
treten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Schlegel, Bahnhofstrasse 7, 9470 Buchs 
SG,

gegen

die Einstellungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 2. April 
2002, mitgeteilt am 3. April 2002, in Sachen gegen JohannJ. L a u b e L . , Winter-
thurerstrasse 368, 8057 Zürich, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. Martin Tobler, Dufourstrasse 161, 8008 Zürich, 

betreffend Tätlichkeiten,

hat sich ergeben:

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A. Gemäss Polizeirapport vom 15. Februar 2001 kam es am 31. Dezember 
2000 auf dem Campingplatz Plauns in Pontresina zu einer tätlichen Auseinan-
dersetzung zwischen Gerhard EhmigE. und den Gebrüdern JohannJ. und Hil-
marH. LaubeL.. Als Gerhard EhmigE. mit seinem Wohnmobil an der Wasserstelle 
stand, um Trinkwasser zu tanken, versperrte er JohannJ. LaubeL. die Ausfahrt. 
Infolgedessen kam es zum Streit, wobei auch der Bruder von JohannJ. LaubeL. 
hinzukam. Gerhard EhmigE. hat dabei gemäss Arztbericht des Spitals Oberen-
gadin vom 25. Januar 2001 jeweils eine Prellung der Flanke rechts, des dorsalen 
Rippenbogens rechts und des rechten Kleinfingers beziehungsweise gemäss Be-
richt des Landeskrankenhauses FeldkirchX. vom 1. Januar 2001 eine Rippen-
fraktur erlitten. JohannJ. LaubeL. wurde laut Arztbericht vom 25. Januar 2001 
über dem linken Auge (Platzwunde) verletzt. Auch HilmarH. LaubeL. erlitt eine 
Verletzung am Auge. Der genaue Hergang der Auseinandersetzung ist allerdings 
umstritten. Währenddem Gerhard EhmigE. unter anderem behauptet, er sei im 
Laufe der Auseinandersetzung von JohannJ. LaubeL. geschlagen und mit Füs-
sen getreten worden, wird dies von JohannJ. LaubeL. bestritten.  

B. Mit Kompetenzentscheid der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 15. 
Mai 2001 wurde die Sache dem Kreispräsidenten Oberengadin zur Verfolgung 
im Strafmandatsverfahren überwiesen. 

C. Mit Strafmandat vom 10. Dezember 2001 sprach der Kreispräsident 
Oberengadin HilmarH. LaubeL. schuldig der Widerhandlung gegen Art. 126 StGB 
und bestrafte ihn dafür mit Fr. 1‘200.-- Busse. Dieser Entscheid blieb unange-
fochten. Gegen JohannJ. LaubeL. erliess der Kreispräsident Oberengadin eben-
falls am 10. Dezember 2001 ein Strafmandat. JohannJ. LaubeL. wurde der Wi-
derhandlung gegen Art. 126 StGB schuldig gesprochen und mit Fr. 800.-- Busse 
bestraft.

D. Dagegen erhob JohannJ. LaubeL. am 28. Dezember 2001 Einsprache 
beim Kreispräsidenten Oberengadin, welcher die Sache zuständigkeitshalber an 
den Bezirksgerichtspräsidenten Maloja überwies.  

E. Mit Verfügung vom 2. April 2002, mitgeteilt am 3. April 2002, stellte der 
Bezirksgerichtspräsident Maloja die Strafuntersuchung gegen JohannJ. LaubeL. 
ein.

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F. Dagegen liess Gerhard EhmigE. am 24. April 2002 Beschwerde bei der 
Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden erheben. Seine 
Rechtsbegehren lauten:

„1. Die Einstellungsverfügung des Bezirksgerichts Maloja vom 2. 
April 2002 betreffend LaubeL. JohannJ. sei aufzuheben.

2. Der Angeschuldigte JohannJ. LaubeL. sei einer Tätlichkeit, be-
gangen am 31. Dezember 2000 am Beschwerdeführer, schul-
dig zu sprechen.

3. Eventualiter sei das Bezirksgericht Maloja anzuweisen, die Un-
tersuchung gegen JohannJ. LaubeL. fortzuführen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Unter Hinweis auf die Vorakten verzichtete der Bezirksgerichtspräsident 
Maloja mit Schreiben vom 1. Mai 2002 auf eine Stellungnahme.

JohannJ. LaubeL. liess sich am 7. Juni 2002 vernehmen. Er beantragt:

„1. Die gegen die Einstellungsverfügung des Bezirksgerichts Ma-
loja vom 2. April 2002 betreffend JohannJ. LaubeL. erhobene 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, 
und die Einstellungsverfügung des Bezirksgerichts Maloja sei 
zu bestätigen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Be-
schwerdeführers.“

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften wird, soweit erfor-
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung der Einstel-
lungsverfügung und der Rückweisung der Sache zur Fortführung der Untersu-
chung, dass der Angeschuldigte wegen Tätlichkeiten schuldig zu sprechen sei. 
Die strafrechtliche Beschwerde ist, abgesehen von Ausnahmen, die hier nicht 
zutreffen, rein kassatorischer Natur. Über Schuld oder Strafe kann im Beschwer-
deverfahren nicht befunden werden. Ein diesbezüglicher Antrag ist entsprechend 
unbeachtlich (vgl. W. Padrutt, Kommentar zur StPO des Kantons Graubünden, 
2. Aufl., Chur 1996, S. 341 Ziff. 3 mit Hinweisen). Im Gegensatz zu den übrigen 

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Anträgen des Beschwerdeführers ist demnach auf das Begehren um Verurteilung 
von JohannJ. LaubeL. nicht einzutreten 

2. Gemäss Art. 138 StPO kann die Beschwerdekammer angefochtene 
Einstellungsverfügungen nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Unan-
gemessenheit überprüfen. Bei der Überprüfung der Unangemessenheit eines 
Entscheides soll aber die Beschwerdekammer ihr Ermessen nur dort an die Stelle 
desjenigen der Vorinstanz setzen, wo sich deren Verfügung nicht mit triftigen 
Gründen rechtfertigen lässt (vgl. PKG 1975 Nr. 58). Ebenso muss bei der Beur-
teilung der Rechtmässigkeit oder Angemessenheit einer Einstellungsverfügung 
berücksichtigt werden, dass an den Nachweis der Täterschaft hohe Anforderun-
gen zu stellen sind. Eine Einstellungsverfügung ist demzufolge dann angemes-
sen und hält der umschriebenen Prüfung stand, wenn aufgrund des in Gesamt-
würdigung der Beweise ermittelten Untersuchungsergebnisses objektiv oder sub-
jektiv nicht genügend Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf- und verfolgba-
ren Handlung gegeben sind und somit ein Freispruch erwartet werden müsste, 
und wenn keine neuen Beweismittel ersichtlich sind, die das ermittelte Beweiser-
gebnis im gegenteiligen Sinne zu beeinflussen vermöchten. Anklage ist nur dann 
zu erheben, wenn in objektiver und subjektiver Hinsicht Anhaltspunkte vorliegen, 
die einen Schuldspruch als wahrscheinlich erscheinen lassen (vgl. zum Ganzen 
W. Padrutt, a.a.O., S. 164 f. Ziff. 3.3, S. 111 Ziff. 6).

Das bedeutet, dass im konkreten Fall, bei dem der genaue Tathergang 
umstritten ist, in freier Würdigung der vorliegenden Aussagen und Beweise zu 
ermitteln ist, was sich am fraglichen Tag auf dem Campingplatz Plauns in Pon-
tresina zwischen den Gebrüdern LaubeL. einerseits und dem Beschwerdeführer 
auf der andern Seite zugetragen hat. Alsdann ist zu prüfen, ob aufgrund des 
durch Wertung der Beweise ermittelten Sachverhalts hinreichende Anhalts-
punkte für das Vorliegen einer straf- und verfolgbaren Handlung vorliegen. Ist 
dies zu verneinen und sind auch keine weiteren Beweismittel ersichtlich, welche 
das Beweisergebnis in die gegenteilige Richtung beeinflussen könnten, so ist die 
angefochtene Einstellungsverfügung zu Recht ergangen. 

3. a) In Gesamtwürdigung der vorliegenden Aussagen kann zunächst fest-
gestellt werden, dass sich die Depositionen von GerhardG. und IngridI. EhmigE. 
insoweit decken, als beide dartun, dass JohannJ. LaubeL. den Beschwerdeführer 
geschlagen habe (act. 54, S. 2, 6; act. 111, Ziff. 1 S. 3, Ziff. 6 S. 4 [Einv.]). Diesen 
Aussagen stehen allerdings die übereinstimmenden Aussagen des Angeschul-

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digten gegenüber, welcher anlässlich sämtlicher Befragungen immer dabei blieb, 
dass er Gerhard EhmigE. weder geschlagen noch mit Fusstritten traktiert habe 
(vgl. act. 4, S. 2, 3; act. 108, S. 2, 3). Zwar darf bei der Würdigung der Angaben 
von JohannJ. LaubeL. nicht ausser Acht gelassen werden, dass er als Ange-
schuldigter ein besonderes Interesse am Ausgang des Strafverfahrens hat. Seine 
Aussagen wirken aber in sich geschlossen, anschaulich und logisch. So erschei-
nen seine Ausführungen, wonach er Gerhard EhmigE. nicht geschlagen, sondern 
infolge seiner Verletzung am Auge sofort von ihm abgelassen habe, da er wegen 
der Platzwunde nichts mehr gesehen und die Toilette aufgesucht habe (vgl. act. 
4, S. 2; act. 108, S. 2), einleuchtend und überzeugend. Kommt hinzu, dass die 
Depositionen von JohannJ. LaubeL. keineswegs nur Elemente enthalten, die sei-
ner Entlastung dienen, was für deren Richtigkeit spricht. So gab JohannJ. Lau-
beL. ohne weiteres zu, Gerhard EhmigE. an der Brust geschubst und von vorne 
umfasst zu haben, worauf sie beide zu Boden gegangen seien, wobei er auf Ger-
hard EhmigE. gefallen sei (vgl. act. 4, S. 2; act. 108, S. 2, 3). Ebenso bestätigte 
er, Gerhard EhmigE. als „sturen Bock“ bezeichnet zu haben (vgl. act. 4, S. 3). 
Wesentliche Abweichungen in den Schilderungen ergaben sich in den verschie-
denen Befragungen nicht, so dass insofern ebenfalls kein Anlass besteht, die 
Richtigkeit seiner Behauptungen anzuzweifeln. 

Dies um so weniger, als seine Angaben in den wesentlichen Punkten voll-
umfänglich von Claudia GigerC.G. bestätigt werden. So bestätigte diese in Über-
einstimmung zu den Aussagen von JohannJ. LaubeL., welcher einen leichten 
Schubs an der Brust (vgl. act. 4, S. 2) respektive ein Antippen schildert (vgl. act. 
108, S. 2), dass ihr Freund dem Wohnmobillenker (Gerhard EhmigE.) lediglich 
einen leichten „Tipp“ im Schulter/Brustbereich gegeben habe, worauf Gerhard 
EhmigE. JohannJ. LaubeL. geschlagen habe (vgl. act. 77, S. 2 Ziff. 2, S. 6 Ziff. 
16). Gerhard EhmigE. behauptet demgegenüber, JohannJ. LaubeL. habe ihn mit 
beiden Händen weggestossen (vgl. act. 54, S. 2; act. 111, S. 3 [Einv.]). Entspre-
chend macht er in der Beschwerdeschrift geltend, er habe vom Angeschuldigten 
einen gezielten heftigen Stoss erhalten. IngridI. EhmigE. hat anlässlich ihrer Aus-
sage keinen Stoss oder Schubs von JohannJ. LaubeL. erwähnt (vgl. act. 56), 
weshalb daraus nichts abgeleitet werden kann, was die eine oder andere Version 
zu erhärten vermöchte. In Anbetracht dessen sowie angesichts der übereinstim-
menden Schilderungen von Claudia GigerC.G. und JohannJ. LaubeL. vermag 
die Version des Beschwerdeführers demnach nicht zu überzeugen. Es ist daher 
entsprechend den Schilderungen des Angeschuldigten und seiner Lebensgefähr-

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tin davon auszugehen, dass JohannJ. LaubeL. dem Wohnmobillenker lediglich 
einen leichten Schubs gegeben hat. 

Auch auf die Frage, ob sie gesehen habe, wie JohannJ. und HilmarH. Lau-
beL. auf Gerhard EhmigE. eingeschlagen haben, führte Claudia GigerC.G. in 
Übereinstimmung zum Angeschuldigten aus, dass JohannJ. LaubeL. nicht ge-
schlagen habe. Sie habe auch nicht gesehen, dass Gerhard EhmigE. zu Fall ge-
kommen und von JohannJ. LaubeL. mit Fusstritten traktiert worden sei. Ebenso 
bestätigte sie, die Angaben  von JohannJ. LaubeL., wonach dieser mit seinem 
verletzten Auge zu tun gehabt habe und weggegangen sei, nachdem Gerhard 
EhmigE. zugeschlagen hatte. Auf Ergänzungsfrage des Rechtsvertreters von 
Gerhard EhmigE. bestätigte sie ihre Schilderungen nochmals (vgl. dazu act. 77, 
S. 3 Ziff. 6, S. 4 Ziff. 6, 8, S. 6 Ziff. 16). Wohl ist entsprechend zu würdigen, dass 
Claudia GigerC.G. die Lebensgefährtin des Angeschuldigten ist. Es ist jedoch zu 
berücksichtigen, dass die einzige Person, welche die entgegenstehenden Aus-
sagen des Beschwerdeführers bestätigte, diesem ebenfalls sehr nahe steht, han-
delt es sich dabei doch um dessen Ehefrau IngridI. EhmigE.. In Anbetracht des-
sen, sowie der Tatsache, dass keiner der übrigen Befragten bestätigen konnte, 
dass JohannJ. LaubeL. auf Gerhard EhmigE. eingeschlagen oder ihn mit den 
Füssen getreten hat (vgl.  insb. act. 17; act. 65, S. 2, 3), vermag dieser Umstand 
demnach nichts an der Glaubwürdigkeit der Aussagen von JohannJ. LaubeL. und 
Claudia GigerC.G. zu ändern. 

b) Demgegenüber fällt bei genauer Betrachtung auf, dass sich die den 
Aussagen des Angeschuldigten entgegenstehenden Schilderungen von Ger-
hardG. und IngridI. EhmigE. im Unterschied zu den Depositionen von JohannJ. 
LaubeL. und Claudia GigerC.G. in einigen wesentlichen Punkten widersprechen. 
So beschreibt Gerhard EhmigE. eine Auseinandersetzung, im Verlaufe derer er 
zweimal zu Boden gegangen sein will. Dies ist gemäss seinen Angaben einmal 
in einer ersten Phase passiert, nachdem er von JohannJ. LaubeL. von hinten 
umfasst und ihm ein Bein gestellt worden sei (vgl. act. 54, S. 2; act. 111, S. 3, S. 
4 Ziff. 3 [Einv.]). Zudem gibt er an, zu einem späteren Zeitpunkt, als er aus dem 
Auto gezerrt worden sei, ausgerutscht und nochmals zu Boden gefallen zu sein 
(vgl. act. 54, S. 2; act. 111, S. 3 [Einv.]). Dagegen ist Gerhard EhmigE. gemäss 
detaillierter Darstellung seiner Ehefrau im Verlaufe der Auseinandersetzung le-
diglich einmal zu Boden gegangen, nämlich in der zweiten Phase, als es beim 
Einsteigen ins Auto zu einem Handgemenge gekommen sein soll (vgl. act. 56, S. 
2). Aus der Deposition von IngridI. EhmigE. geht nicht hervor, dass ihr Mann von 

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den Gebrüdern LaubeL. bereits vorher zu Fall gebracht worden ist (vgl. act. 56). 
Ausserdem ergeben sich auch was die angeblich erhaltenen Fusstritte anbe-
langt, wesentliche Widersprüche in den Angaben des Ehepaars EhmigE.. Ger-
hard EhmigE. führte aus, er sei von JohannJ. LaubeL. von hinten umfasst bezie-
hungsweise es sei ihm ein Bein gestellt worden, worauf er zu Boden gegangen 
und von beiden Männern mehrmals mit den Füssen getreten worden sei (vgl. act. 
54, S. 2; act. 111, S. 3 [Einv.]). Gemäss der Schilderung von IngridI. EhmigE. hat 
aber in Abweichung dazu lediglich HilmarH. LaubeL. ihren Ehemann getreten be-
ziehungsweise mit Fusstritten traktiert. So führte sie aus, dass der Blonde (Hil-
marH. LaubeL.) boxend und tretend auf ihren Mann zu getreten sei. Zudem schil-
derte sie, dass sie später, als es beim Versuch einzusteigen und wegzufahren zu 
einem Handgemenge gekommen sei, mit dem Braunen (JohannJ. LaubeL.) be-
schäftigt gewesen sei, währenddem der andere (HilmarH. LaubeL.) ihren Mann 
noch weiter mit Fusstritten traktiert habe (vgl. act. 56, S. 2). Selbst auf konkrete 
Nachfrage des Kreispräsidenten, ob Gerhard EhmigE. zu Fall gekommen und am 
Boden liegend von JohannJ. LaubeL. mit Fusstritten traktiert worden sei, führte 
sie nur aus, sie habe die Frage bereits beantwortet (vgl. act. 56, S. 3 Ziff. 8), 
wobei sie, wie dargelegt, bereits zuvor lediglich entsprechende Handlungen von 
HilmarH. LaubeL. bestätigt hat.

 Die Depositionen des Ehepaars EhmigE. widersprechen sich auch inso-
fern, als der Beschwerdeführer beschreibt, dass es ein Handgemenge gegeben 
habe, HilmarH. LaubeL. ihn angegriffen und sich mit seinem Bauch auf sein Ge-
sicht gedrückt habe, als er einsteigen und wegfahren wollte. Was JohannJ. Lau-
beL. anbelangt, machte Gerhard EhmigE. bei der Beschreibung dieser Endphase 
der Auseinandersetzung lediglich geltend, letzerer habe ihn aus dem Auto ge-
zerrt (vgl. act. 54, S. 2; act. 111, S. 3 [Einv.]). Im Gegensatz dazu beschreibt 
IngridI. EhmigE., sie habe ihren Mann am Boden gesehen und beide anderen 
Männer oben drauf (vgl. act.  56, S. 2). Überdies führte sie aus, dass ihr Ehe-
mann, sowohl als er einsteigen wollte wie auch als er am Boden lag, von beiden 
Brüdern LaubeL. auch von hinten angegriffen worden sei (vgl. act. 56, S. 4 Ziff. 
13). Diese Schilderung kann sich nur auf die zweite Phase der Auseinanderset-
zung beziehen, ergibt sich doch aus der Sachverhaltsdarstellung von IngridI. Eh-
migE. lediglich diese Situation, in der ihr Mann am Boden gelegen haben soll (vgl. 
act. 56). Dabei kann festgestellt werden, dass die entsprechenden Ausführungen 
von IngridI. EhmigE. nicht bloss der Darstellung von Gerhard EhmigE. widerspre-
chen, sondern auch den Depositionen von Kristina BeyerK.B. und Elisabeth Zim-
mermannE.Z.. So hat Kristina BeyerK.B. gemäss ihren Angaben lediglich gese-

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hen, dass HilmarH. LaubeL. auf den am Boden liegenden Gerhard EhmigE. ein-
geschlagen hat (vgl. act. 65, S. 2, 3). Den kurzhaarigen Zürcher (JohannJ. Lau-
beL.), der gemäss ihren Aussagen wohl bereits etwas abgekriegt haben musste, 
da er einen dunklen Fleck beim Auge hatte, habe sie demgegenüber gar nicht 
auf Gerhard EhmigE. einschlagen sehen (vgl. act. 65, S. 2, 3). Weiter führte sie 
aus, JohannJ. LaubeL. habe sie nie mit den Füssen nach Gerhard EhmigE. treten 
sehen (vgl. act. 65, S. 3). Auf die konkrete Frage, ob Gehard EhmigE. auch von 
hinten angegriffen worden sei, stellte sie schliesslich ebenfalls in Abweichung zu 
den Angaben von IngridI. EhmigE. klar, sie habe nur gesehen, dass er von oben 
angegriffen worden sei (vgl. act. 65, S. 4). Auch aus den Aussagen von Elisabeth 
ZimmermannE.Z., welche diese Phase der Auseinandersetzung beobachten 
konnte, ergeben sich keinerlei Angriffshandlungen von JohannJ. LaubeL.. Sie 
führte lediglich aus, sie habe gesehen, wie ein Mann mit Rossschwanz (HilmarH. 
LaubeL.) den Österreicher (Gerhard EhmigE.) gestossen und am Boden mit Füs-
sen traktiert habe. Zwar bestätigte sie, dass auch noch der Zürcher (JohannJ. 
LaubeL.) dazu gekommen sei. Dieser hat sich jedoch nach ihren Angaben ledig-
lich mit Schnee die Stirn gekühlt (vgl. act 17, S. 1).  

Schliesslich wird in Gegenüberstellung zu den übrigen Aussagen deutlich, 
dass die Aussagen von Gerhard EhmigE. beziehungsweise diejenigen seiner 
Ehefrau in wesentlichen Punkten augenscheinlich nicht zutreffen können. So be-
haupteten beide, der Braune (JohannJ. LaubeL.) habe Gerhard EhmigE. Schnee 
ins Gesicht geworfen (vgl. act. 54, S. 4 unten; act. 56, S. 2; act. 111, S. 2 [Einv.]). 
Tatsächlich ergibt sich aber aus den übrigen Aussagen -HilmarH. LaubeL. gibt 
es selbst zu (vgl. act. 5, S. 2) und es wird auch von Claudia GigerC.G. (vgl. act. 
77, S. 2  und JohannJ. LaubeL. (vgl. act. 108, S. 2) übereinstimmend bestätigt-, 
dass es der Bruder von JohannJ. LaubeL. war, der dem Wohnmobillenker 
Schnee ins Gesicht geschleudert hat. Auf die Frage des Kreispräsidenten, ob es 
zutreffe, dass JohannJ. LaubeL. versucht habe mit dem Schlauch der Wasser-
zapfstelle auf Gerhard EhmigE. einzuschlagen, gab IngridI. EhmigE. weder eine 
verneinende noch eine zustimmende Antwort. Sie bestätigte jedoch, dass „Herr 
LaubeL.“ einen Schlauch in der Hand gehabt habe (vgl. act. 56, S. 4 Ziff. 13), 
womit sie angesichts der Fragestellung nur JohannJ. LaubeL. gemeint haben 
kann. Wie aus den übereinstimmenden Aussagen von Elisabeth Zimmer-
mannE.Z. (vgl. act. 17, S. 2), JohannJ. LaubeL. (vgl. act. 108, S. 2) und auch 
Gerhard EhmigE. (vgl. act. 111, S. 2 [Einv.]) hervorgeht, ist jedoch unbestritten, 
dass es nicht JohannJ. sondern HilmarH. LaubeL. war, der den Schlauch in der 
Hand hielt. Steht aber demnach fest, dass sich die Angaben des Beschwerde-

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führers und insbesondere auch seiner Ehefrau bereits im Hinblick auf die Frage, 
welche Handlungen welchem der beiden Gebrüder LaubeL. zuzuordnen sind, 
zum Teil als offensichtlich unzutreffend erweisen, so müssen erhebliche Zweifel 
an der Richtigkeit ihrer gesamten Aussagen aufkommen. Ausserdem erscheinen 
die Schilderungen von diversen Kampfhandlungen, bei denen Gerhard EhmigE. 
fast allen Schlägen von JohannJ. und HilmarH. LaubeL. ausgewichen sein will, 
auch deshalb wenig glaubhaft, weil der Beschwerdeführer Jahrgang 1928 hat, 
gemäss eigenen Angaben gehbehindert war, zwei erheblich jüngere Männer zum 
Gegner hatte und die Auseinandersetzung sich auf relativ kleiner Fläche abge-
spielt haben muss, wobei es gefroren war (vgl. act. 54, S. 2, S. 5).

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass  Gerhard EhmigE. zwar behaup-
tet, er sei von JohannJ. LaubeL. getreten worden, jedoch selbst wiederholt ein-
räumte, dass er die Personen, von denen er die Tritte erhalten haben soll, nicht 
gesehen habe, da er sich mit den Händen vor dem Gesicht zu schützen versucht 
habe (vgl. act. 54, S. 2, S. 3 Ziff. 11; act. 111, S. 3, S. 4 Ziff. 8 [Einv.]). Mit anderen 
Worten gibt der Beschwerdeführer also selbst zu, dass er gar nicht gesehen hat, 
ob es JohannJ. LaubeL. war, der ihn mit Fusstritten traktierte. Der Rechtsvertreter 
von Gerhard EhmigE. wendet ein, sein Mandant habe anlässlich der Befragung 
explizit ausgeführt, er sei anlässlich des ersten Bodenkontakts von zwei Seiten 
getreten worden, weshalb er auch auf zwei Personen geschlossen habe. Wenn 
sich der Rechtsvertreter darauf beruft, verkennt er jedoch, dass diese Aussage 
gerade aufzeigt, dass Gerhard EhmigE. nicht aus eigener Wahrnehmung festge-
stellt hat, dass JohannJ. LaubeL. ihn getreten hat, sondern diesbezüglich nicht 
mehr als eine blosse Schlussfolgerung äussern konnte, welche nicht zuletzt auch 
in Anbetracht der Aussagen seiner Ehefrau nicht zu überzeugen vermag. Aus 
deren Ausführungen ergeben sich nämlich, obwohl sie ausdrücklich danach ge-
fragt wurde, keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass JohannJ. LaubeL. ihren Ehe-
mann mit Fusstritten traktiert hat. Sie gab, wie weiter oben dargelegt, lediglich zu 
Protokoll, dass HilmarH. LaubeL. auf Gerhard EhmigE. eingetreten habe (vgl. 
act. 56, S. 2, 3). In Gegenüberstellung zu den übereinstimmenden Aussagen von 
JohannJ. LaubeL. und Claudia GigerC.G. vermag demnach die Behauptung des 
Beschwerdeführers, wonach JohannJ. LaubeL. ihn geschlagen und getreten ha-
ben soll, nicht zu überzeugen. 

Entsprechend erscheint auch die Aussage des Beschwerdeführers, mit 
der er ein Umfassen seitens des Angeschuldigten in Form eines Angriffs von hin-
ten schildert (vgl. act. 54, S. 2; act. 111, S. 3 [Einv.]), wenig plausibel. JohannJ. 

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LaubeL. schilderte in Abweichung dazu, Gerhard EhmigE. habe ihm und dann 
seinem Bruder jeweils einen Schlag aufs Auge versetzt, worauf er (JohannJ. Lau-
beL.) den Mann umfasst habe und beide zu Boden gegangen seien (vgl. act. 4, 
S. 2). Gemäss seinen Aussagen hat JohannJ. LaubeL. dies nur gemacht, um 
weitere Schläge von Gerhard EhmigE. abzuwehren (vgl. act. 108, S. 2). Es liegen 
keinerlei Aussagen der übrigen Befragten vor, welche die eine oder andere Ver-
sion bestätigen würden. Gerhard EhmigE. gibt jedoch selbst zu, dass er den Ge-
brüdern LaubeL. unmittelbar vor dieser Aktion des Angeschuldigten jeweils einen 
Schlag aufs Auge versetzt hat. Schon unter diesem Gesichtspunkt betrachtet er-
scheinen die Ausführungen des Angeschuldigten, wonach es sich beim Umfas-
sen des Beschwerdeführers um eine Handlung zur Abwehr weiterer Schläge 
handelte, stichhaltiger als die Schilderungen von Gerhard EhmigE.. Wie darge-
legt, ist in Übereinstimmung zu den Angaben von JohannJ. LaubeL. und Claudia 
GigerC.G. davon auszugehen, dass der Angeschuldigte den Beschwerdeführer 
weder getreten noch geschlagen hat. Es erscheint nun aber relativ abwegig, dass 
JohannJ. LaubeL. einen Angriff auf Gerhard EhmigE. ausführte, indem er ihn ein-
fach von hinten umfasst hat, handelt es sich doch bei einem blossen Umfassen 
um eine typische Abwehrhandlung. Im Übrigen gibt der Angeschuldigte selbst 
zwar zu, dass er Gerhard EhmigE. von vorne umfasst hat und beide zu Boden 
gefallen sind. Er hat indes nie bestätigt, dass er sein Gegenüber zu Boden geris-
sen hat (vgl. act. 4, S. 2; act. 108, S. 2). Gerhard EhmigE. konnte gemäss seinen 
Schilderungen nicht mit Bestimmtheit feststellen, ob er infolge des Umfassen re-
spektive überhaupt aufgrund einer Aktion von JohannJ. LaubeL. zu Boden gefal-
len ist. So führte er unter anderem aus, dass ihm jemand nach dem Umfassen 
durch den Angeschuldigten ein Bein gestellt habe, worauf er auf den Rücken 
gefallen sei, wobei er nicht sagen konnte, welcher der beiden Männer ihm ein 
Bein gestellt haben soll (vgl. act. 111, S. 3, 4 [Einv.]). In Anbetracht dessen erge-
ben sich auch keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass JohannJ. LaubeL. 
den Wohnmobillenker zu Boden gerissen hat. 

c) Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wendet ein, die Zeuginnen 
Kristina BeyerK.B. und Elisabeth ZimmermannE.Z. hätten lediglich die Endphase 
der Auseinandersetzung mit verfolgen können. In dieser Phase werde dem An-
geschuldigten von Seiten des Beschwerdeführers und seiner Frau aber gar 
nichts vorgeworfen. Der Vorwurf eines tätlichen Angriffs von JohannJ. LaubeL. 
beziehe sich lediglich auf einen früheren Zeitabschnitt der Auseinandersetzung, 
bei dem Gerhard EhmigE. ein erstes Mal zu Boden gegangen sei. Für die Beur-
teilung des Verhaltens des Angeschuldigten in diesem Zeitabschnitt stünden 

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demnach nur die Aussagen der direkt Beteiligten und ihrer Lebenspartnerinnen 
zu Verfügung. Soweit die Vorinstanz gestützt auf die Aussagen dieser beiden 
Zeuginnen zum Ergebnis gelange, dass JohannJ. LaubeL. den Beschwerdefüh-
rer nicht geschlagen habe, habe sie demnach die Beweismittel in einer gegen 
Art. 8 BV verstossenden Weise gewürdigt. 

 Dem kann nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass Kristina BeyerK.B. 
und Elisabeth ZimmermannE.Z. gemäss eigenen Angaben nicht die ganze Aus-
einandersetzung gesehen haben (vgl. act. 65; act. 17). Ungeachtet dessen ge-
langt man jedoch in Gesamtwürdigung der Aussagen zum gleichen Beweiser-
gebnis wie die Vorinstanz. Wie bereits dargelegt, wirft entgegen der Behauptung 
des Beschwerdeführers zumindest dessen Ehefrau dem Angeschuldigten auch 
in der zweiten Phase der Auseinandersetzung Angriffshandlungen gegenüber ih-
rem Ehemann vor (vgl. weiter oben sowie act.  56, S. 2, S. 4 Ziff. 13). Insofern 
sind die Depositionen von Kristina BeyerK.B. und Elisabeth ZimmermannE.Z. je-
denfalls geeignet, die gegenteiligen Angaben von IngridI. EhmigE. zu entkräften. 
Ausserdem kann festgestellt werden, dass nebst Kristina BeyerK.B. und Elisa-
beth ZimmermannE.Z. auch keiner der übrigen Befragten, die bei der Auseinan-
dersetzung von Anfang an zugegen waren, die Behauptung des Ehepaars Eh-
migE., dass JohannJ. LaubeL. den Beschwerdeführer tätlich angegriffen habe, 
bestätigen konnte. Zwar bleibt diesbezüglich einzuräumen, dass Silvia Ku-
nischS.K., kaum Angaben über den Hergang der Auseinandersetzung zu ma-
chen vermochte, obwohl sie sich in der Nähe des Geschehens aufhielt. So führte 
sie aus, sie habe nicht mit verfolgen können, was nach dem Schlag ins Gesicht 
der beiden jüngeren Männer mit dem Wohnmobillenker passiert sei. Dass Ger-
hard EhmigE. geschlagen und am Boden mit den Füssen traktiert worden sei, 
habe sie ebensowenig gesehen. Sie habe auch noch gesehen, dass der Bruder 
ihres Freundes (HilmarH. LaubeL.) stark geblutet habe. Allerdings hat sie 
gemäss eigenen Angaben auch nicht gesehen, dass Gerhard EhmigE. die Ge-
brüder LaubeL. geschlagen hat (vgl. act. 6). Hat aber Silvia KunischS.K. dem-
nach mit ihren Aussagen weder tätliche Handlungen der Gebrüder LaubeL. noch 
solche von Gerhard EhmigE. bestätigt, so kann entgegen dem Vorwurf des Be-
schwerdeführers nicht vom Vorliegen offensichtlich selektiver Ausführungen ge-
sprochen werden. 

Im übrigen kann jedenfalls der Zeugin Claudia GigerC.G. entgegen des 
Einwands in der Beschwerdeschrift nicht vorgeworfen werden, sie habe vom gan-
zen Ablauf der Auseinandersetzung auffallend wenig mitbekommen. Sie hat 

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gemäss eigenen Angaben mitbekommen, dass es ein lautes Wortgefecht gab, 
worauf HilmarH. LaubeL. dem Wohnmobillenker Pulverschnee ins Gesicht ge-
stäubt/geworfen hat. In Übereinstimmung zu den Aussagen von JohannJ. Lau-
beL. gab sie überdies zu Protokoll, dass ihr Freund (JohannJ. LaubeL.) dem 
Wohnmobillenker im Schulter/Brustbereich einen „Tipp“ gegeben habe, worauf 
Gerhard EhmigE. JohannJ. LaubeL. geschlagen habe. Auf die Frage, ob sie ge-
sehen habe, wie JohannJ. und HilmarH. LaubeL. auf Gerhard EhmigE. einge-
schlagen haben, führte sie klar aus, dass JohannJ. LaubeL. nicht geschlagen 
habe. Er schlage nie. Sie habe auch nicht gesehen, dass Gerhard EhmigE. zu 
Fall gekommen und von JohannJ. LaubeL. mit Fusstritten traktiert worden sei. 
Vielmehr habe JohannJ. LaubeL. mit seinem verletzten Auge zu tun gehabt habe. 
Er sei weg gegangen, nachdem Gerhard EhmigE. zugeschlagen hatte (vgl. act. 
77). Claudia GigerC.G.s Aussage erweist sich mithin als schlüssige Wiedergabe 
verschiedener wesentlicher Details der Auseinandersetzung, welche mit den 
Aussagen von JohannJ. LaubeL. übereinstimmen. Dabei ist wesentlich, dass 
Claudia GigerC.G. nicht bloss gesagt hat, sie habe nicht gesehen, dass JohannJ. 
LaubeL. zugeschlagen habe, sondern klar feststellte, dass JohannJ. LaubeL. 
nicht geschlagen hat. Im übrigen erscheint es durchaus nachvollziehbar, dass 
die Zeugin nicht jede Einzelheit der Auseinandersetzung schildern konnte, zumal 
sie glaubhaft darlegte, dass sie sich um die zwei anwesenden Kinder kümmern 
musste (vgl. act. 77, S. 2, 3). Abgesehen davon erscheint die Argumentation des 
Beschwerdeführers wenig überzeugend, wenn er einerseits einwendet, aufgrund 
bestimmter übereinstimmender Detailschilderungen von JohannJ. LaubeL. und 
Claudia GigerC.G. müsse auf eine Absprache der Aussagen unter den beiden 
geschlossen werden, währenddem er gleichzeitig behauptet, den Aussagen von 
Claudia GigerC.G. und Silvia KunischS.K. mangle es an Detailschilderungen. 

d) Zusammenfassend vermögen demnach die zum Teil in wesentlichen 
Punkten widersprüchlichen und offensichtlich unzutreffenden Aussagen von Ger-
hardG. und IngridI. EhmigE. die übereinstimmenden, schlüssigen Aussagen von 
JohannJ. LaubeL. und Claudia GigerC.G. nicht zu widerlegen. Da im übrigen 
auch keiner der weiteren Befragten die Vorwürfe der Eheleute EhmigE. bestäti-
gen konnte (vgl. act. 5; act. 6; act. 17; act. 65; act. 107), sind nicht genügend 
Anhaltspunkte vorhanden, welche für die Version von Gerhard EhmigE. bezie-
hungsweise von dessen Ehefrau sprechen, weshalb die Beschwerdekammer in 
Gesamtwürdigung der vorliegenden Aussagen zur Überzeugung gelangt, dass 
sich die Auseinandersetzung so abgespielt haben muss, wie Claudia GigerC.G. 
und JohannJ. LaubeL. sie schildern. 

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An diesem Beweisergebnis vermöchte auch eine Zeugenbefragung von 
Klaus BreidertK.B., wie sie vom Beschwerdeführer verlangt wird, nichts zu än-
dern. Zum einen hat der Betreffende gemäss Schreiben des Rechtsvertreters von 
JohannJ. LaubeL. lediglich Teile der Auseinandersetzung beobachtet (vgl. act. 
83), weshalb er die Aussagen von Gerhard EhmigE. gar nicht vollständig bestäti-
gen könnte. Ausserdem lägen auf Seiten derjenigen Befragten, welche den An-
geschuldigten mit ihrer Aussage belasten, selbst wenn der vom Beschwerdefüh-
rer beantragte Zeuge die Version von Gerhard EhmigE. teilweise bestätigen 
würde, nach wie vor widersprüchliche Aussagen vor (vgl. die oben dargelegten 
Widersprüche zwischen den Aussagen des Ehepaars EhmigE.), währenddem 
sich die Aussagen von JohannJ. LaubeL. und Claudia GigerC.G. in den wesent-
lichen Punkten decken. Folglich ergäben sich auch unter diesen Umständen 
keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass sich die Auseinandersetzung so 
abgespielt hat, wie sie der Beschwerdeführer schilderte. Der Sachverhalt ist so-
mit aufgrund der vorliegenden Beweiswürdigung rechtsgenüglich erstellt. Es ist 
folglich davon auszugehen, dass JohannJ. LaubeL. den Beschwerdeführer im 
Bereiche der Brust leicht geschubst hat, worauf er und HilmarH. LaubeL. von 
Gerhard EhmigE. einen Schlag aufs Auge erhalten haben. Erst dann hat der An-
geschuldigte Gerhard EhmigE. von vorne umfasst, und beide sind zu Boden ge-
fallen, wobei JohannJ. Labe das nur gemacht hat, um weitere Schläge von Ger-
hard EhmigE. zu verhindern (vgl. act. 4, S. 2; act. 77, S. 2, 6; act. 108, S. 2). 

Dabei gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz das Vorliegen einer Mit-
täterschaft zwischen JohannJ. und HilmarH. LaubeL. zu Recht verneint hat. Mit-
täterschaft ist gleichwertiges koordiniertes Zusammenwirken bei Begehung einer 
strafbaren Handlung. Die Praxis des Bundesgerichts bezeichnet als Mittäter, „wer 
bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und 
in massgebender Weise mit andern Tätern zusammenwirkt, so dass er als Haupt-
beteiligter dasteht“ (vgl. BGE 120 IV 23, 141, 271 f.; 118 IV 230, 399 sowie Trech-
sel, a.a.O., Rz 9, 11 zu Art. 24). Davon kann in Anbetracht  der Handlungen, die 
JohannJ. LaubeL. nach dem Gesagten anzurechnen sind, nicht die Rede sein. 
Weder liegt ein gemeinsamer Tatentschluss oder Tatplan vor, noch erfüllt der 
Angeschuldigte mit seinem Beitrag an die Auseinandersetzung -Schubsen und 
Umfassen des Beschwerdeführers, worauf beide gemeinsam zu Boden gingen- 
im Vergleich zu dem seinem Bruder zur Last gelegten Verhalten die Vorausset-
zungen einer arbeitsteiligen, für den Erfolg wesentlichen Mitwirkung im Aus-
führungsstadium (vgl. Rehberg, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 15. Aufl., 
Zürich 1999, S. 73). Von einem Zusammenwirken der beiden Brüder zu Beginn 

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der Auseinandersetzung kann entgegen der in der Beschwerdeschrift dargeleg-
ten Auffassung schon deshalb nicht gesprochen werden, weil JohannJ. LaubeL., 
wie er glaubhaft ausführt, seinen Bruder weg gewiesen und ihm gesagt hat, er 
könne die Sache schon selbst in Ordnung bringen (vgl. act. 4, S. 2, 3; act. 108, 
S. 2). Zudem hat JohannJ. LaubeL. im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung 
den Platz verlassen (vgl. act. 4, S. 2; act. 77, S. 2; act. 108, S. 2), währenddem 
sein Bruder dort blieb, was ebenfalls gegen ein gemeinsames Wirken im Sinne 
einer Mittäterschaft spricht. Allein die Tatsache, dass beide Brüder am Ort der 
Auseinandersetzung waren, begründet noch keine Mittäterschaft. Entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers muss sich JohannJ. LaubeL. demnach keine an-
deren Handlungen anrechnen lassen, als jene die er selbst ausgeführt hat. 

4. a) Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass JohannJ. LaubeL. 
den Tatbestand der Tätlichkeiten erfüllt hat, indem er ihm einen gezielten Stoss 
versetzt habe. Dem kann nicht gefolgt werden. Gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB 
wird derjenige, der gegen jemanden Tätlichkeiten verübt, die keine Schädigung 
des Körpers oder der Gesundheit zur Folge haben, auf Antrag mit Haft oder 
Busse bestraft. Nach der neuen Praxis des Bundesgerichts ist eine Tätlichkeit 
anzunehmen bei einer das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete 
Mass überschreitenden physischen Einwirkung auf einen Menschen, die keine 
Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge hat. Die Verursachung 
von Schmerzen wird nicht mehr vorausgesetzt. Beispiele dafür sind Ohrfeigen, 
Faustschläge, Fusstritte, heftige Stösse oder das Bewerfen mit Gegenständen 
von einigem Gewicht. Andererseits sind indes nicht schon geringfügigste Beein-
trächtigungen der körperlichen Unversehrtheit strafwürdig (vgl. zum Ganzen BGE 
117 IV 15; 119 IV 25 sowie Rehberg, a.a.O., S. 229; Trechsel, a.a.O., Rz 459). 
In Würdigung der vorliegenden Beweise hat sich ergeben, dass JohannJ. Lau-
beL. dem Beschwerdeführer lediglich einen leichten Schubs gegeben und nicht, 
wie von diesem behauptet, einen gezielten heftigen Stoss versetzt hat. Ein leich-
ter Schubs unterscheidet sich hinsichtlich der Intensität der körperlichen Einwir-
kung deutlich von einem heftigen Stoss. Es handelt sich dabei lediglich um eine 
geringfügige Einwirkung, welche in keiner Weise mit den oben genannten Bei-
spielen vergleichbar ist, bei denen allesamt in erheblich stärkerem Masse auf die 
körperliche Integrität eingewirkt wird. Ein leichter Schubs, wie ihn der Angeschul-
digte dem Beschwerdeführer versetzt hat, ist demnach nicht als Tätlichkeit zu 
qualifizieren. Das dargelegte Verhalten des Beschwerdegegners stellt demnach 
entgegen der Auffassung von Gerhard EhmigE. keine Tätlichkeit im Sinne von 
Art. 126 StGB dar. 

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b) Soweit JohannJ. LaubeL. überdies vorzuwerfen ist, dass er den Be-
schwerdeführer umfasst hat und mit ihm zu Boden ging, ist zunächst fraglich, ob 
er mit diesem Verhalten überhaupt tatbestandsmässig gehandelt hat. Zwar geht 
das Bundesgericht vom Vorliegen einer Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 StGB 
aus, wenn der Täter sein Opfer zu Boden wirft, ohne das sich dieses verletzt (vgl. 
BGE 117 IV 16 sowie Trechsel, a.a.O., N 2 zu Art 126 mit Hinweisen). Nach dem 
oben Gesagten steht aber lediglich fest, dass Gerhard EhmigE. nach dem Um-
fassen durch JohannJ. LaubeL. mit diesem zusammen zu Boden gegangen ist. 
Es ergeben sich indes keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass JohannJ. 
LaubeL. den Wohnmobillenker zu Boden gerissen hat (vgl. Erw. 3 b). Es ist also 
von einem blossen Umfassen und damit von einer lediglich minimen Beeinträch-
tigung der körperlichen Unversehrtheit auszugehen. In Anbetracht dessen er-
scheint es zweifelhaft, ob das beschriebene Verhalten von JohannJ. LaubeL. die 
Voraussetzungen einer Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 StGB erfüllt. Selbst aber 
wenn man das Vorliegen einer Tätlichkeit bejaht, müsste im Falle einer Anklage-
erhebung mit einem Freispruch gerechnet werden, da unter den konkreten Um-
ständen ohnehin die Bestimmung der Notwehr im Sinne von Art. 33 Abs. 1 StGB 
zur Anwendung gelangt. 

Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriffe 
bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer 
den Umständen angemessenen Weise abzuwehren (Art. 33 Abs. 1 StGB). Nach 
dem oben Gesagten ist davon auszugehen, dass JohannJ. LaubeL. den Be-
schwerdeführer von vorne umfasst hat, worauf beide zu Boden gegangen sind. 
Gerhard EhmigE. hatte dem Angeschuldigten und HilmarH. LaubeL. unmittelbar 
vorher je einen Schlag aufs Auge versetzt, wobei beide verletzt wurden. JohannJ. 
LaubeL. sah sich demnach mit einem begonnenen, bereits in Verletzungen über-
gegangenen Angriff konfrontiert. Angesichts des bisherigen Verlaufs der Ausein-
andersetzung -der Beschwerdeführer reagierte auf einen harmlosen, leichten 
Schubs des Angeschuldigten derart aggressiv, dass er sowohl HilmarH. als auch 
JohannJ. LaubeL. mit einem Faustschlag aufs Auge verletzte-, musste JohannJ. 
LaubeL. zudem damit rechnen, dass die Zufügung einer neuen oder die Vergrös-
serung der bereits eingetretenen Verletzungen durch das Verhalten des Angrei-
fers unmittelbar bevorsteht. Unter diesen Umständen brauchte er nicht zu warten 
bis es zu spät ist, weitere Schläge des Beschwerdeführers abzuwenden. Viel-
mehr durfte er sich gegen den Angreifer wehren, wobei seine Abwehr mittels ei-
nes blossen Umfassens des Gegners in Anbetracht des durch den mit Faust-
schlägen auf den Kopf begonnenen Angriffs von Gerhard EhmigE. auch die Vor-

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aussetzungen der Verhältnismässigkeit erfüllt (vgl. Trechsel, a.a.O., Rz 6,7 und 
10 zu Art. 33 StGB mit Hinweisen).

Der  Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wendet ein, die Vorinstanz 
sei zu Unrecht von einer Notwehrhandlung gemäss Art. 33 Abs. 1 StGB ausge-
gangen, da bereits der vorangehende Eingriff seines Mandanten in die Rechts-
güter des Angeschuldigten gemäss rechtskräftigem Entscheid des Kreisamtes 
Oberengadin vom 10. Dezember 2002 als angemessene Reaktion in Notwehr 
erfolgt sei. Dabei verkennt er jedoch, dass nur das Dispositiv eines Entscheids in 
Rechtskraft erwächst. Nicht zur Urteilsformel gehören die tatsächlichen Feststel-
lungen und die rechtlichen Erwägungen des Entscheids. Sie haben in einer an-
deren Streitsache keine bindende Wirkung (vgl. BGE 121 III 478; 115 II 191). 
Soweit also in den Erwägungen des genannten Entscheids ausgeführt wird, dass 
Gerhard EhmigE. in berechtigter Notwehr handelte, ist die Beschwerdekammer 
nicht an diese Feststellung gebunden. Auf Seiten von JohannJ. LaubeL. ging den 
Faustschlägen des Beschwerdeführers lediglich ein leichter Schubs voraus, der 
nicht einmal als Tätlichkeit qualifiziert werden kann. Damit steht fest, dass die 
erwähnten Faustschlägen des Beschwerdeführers keine berechtigte Abwehr ei-
nes rechtswidrigen Angriffs von JohannJ. LaubeL. darstellen, sondern Gerhard 
EhmigE. damit eine rechtswidrige Angriffshandlung gegenüber dem Angeschul-
digten und seinem Bruder ausgeführt hat. Der Angeschuldigte hat sich demnach 
in einer Notwehrsituation befunden, in der er den Angriff des Beschwerdeführers 
in angemessener Weise abgewehrt hat. Im Ergebnis sind somit entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers sämtliche Voraussetzungen für die Anwen-
dung von Art 33 Abs. 1 StGB erfüllt; JohannJ. LaubeL. hat in berechtigter Not-
wehr gehandelt. 

5. Im Ergebnis kann demnach festgestellt werden, dass nicht genügend 
Anhaltspunkte für das Vorliegen eines tatbestandsmässigen Verhaltens von Jo-
hannJ. LaubeL. vorhanden und auch keine Beweismittel ersichtlich sind, welche 
an diesem Beweisergebnis etwas zu ändern vermöchten. Im Falle einer Ankla-
geerhebung wäre folglich ein Freispruch zu erwarten. Wird aber nach dem Ge-
sagten somit deutlich, dass die angefochtene Einstellungsverfügung des Bezirks-
gerichtspräsidenten Maloja zu Recht ergangen ist, so erweist sich die vorlie-
gende Beschwerde als unbegründet und muss, soweit darauf einzutreten ist,  ab-
gewiesen werden. 

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6. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens ge-
stützt auf Art. 160 Abs. 1 StPO zu Lasten des Beschwerdeführers.

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 700.-- gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

3. Mitteilung an:

– Rechtsanwalt lic. iur. Urs Schlegel, Bahnhofstrasse 7, 9470 Buchs SG, 
auch zu Handen seines Mandanten (im Doppel)

– Rechtsanwalt lic. iur. Martin Tobler, Dufourstrasse 161, 8008 Zürich, 
auch zu Handen seines Mandanten (im Doppel)

– Bezirksgerichtspräsident Maloja, Quadratscha 1, Chesa Ruppanner, 
7503 Samedan

– Staatsanwaltschaft Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur (vier-
fach)

– Polizeikommando Graubünden, Ringstrasse 2, 7000 Chur
– Finanzverwaltung Graubünden (Dispositiv)

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Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: