# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ff3d315-4de3-55cb-8d24-94bc5a38ce67
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.12.2017 SB170216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170216_2017-12-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB170216-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz, und 

Oberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin  

lic. iur. S. Leuthold 

 
Urteil vom 11. Dezember 2017 

 

in Sachen 

 

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. Th. Brändli,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend  
Schändung etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung -  
Einzelgericht, vom 10. Januar 2017 (GG160221) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 12.Oktober 2016 

(Urk. D1/23) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz 
(Urk. 51 S. 42 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August 2015 (Geschäftsnummer 

DG150132-L) angeordnete Probezeit von 2 Jahren wird um 1 Jahr verlängert. 

5. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-Profils an-

geordnet. 

6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus dem 

eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins 

ab 31. August 2015 als Genugtuung zu bezahlen. 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2100.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 670.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 7700.00   amtliche Verteidigung 

9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch 

erlassen. 

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10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

11. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird mit 

Fr. 7'700.– inkl. MWSt aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren  

eine Prozessentschädigung von Fr. 7'000.– inkl. MWSt zu bezahlen. 

13. (Mitteilungen)  

14. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 53 S. 1 f. i.V.m. Urk. 71 S. 1) 

1. Es seien die Ziffern 1 bezüglich Schändung, 2, 3, 5, 6, 7, 9 und 12 des erst-

instanzlichen Urteils vom 10. Januar 2017 aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Schändung im Sinne Art. 191 StGB 

freizusprechen. 

3. Der Beschuldigte sei hinsichtlich der groben Verletzung der Verkehrsregeln 

im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG mit 15 Tagessätzen à Fr. 30.00 unbedingt 

zu bestrafen.  

4. Die Zivilansprüche der Privatklägerin seien abzuweisen, soweit darauf ein-

getreten wird. 

5. Es sei dem Beschuldigten eine angemessene Genugtuung zuzusprechen. 

6. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 9. Juni 

2017 sei abzuweisen. 

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7. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) des erst- sowie 

zweitinstanzlichen Verfahrens seien ausgangsgemäss zu regeln. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 73 S. 1) 

1. Das erstinstanzliche Urteil vom 10. Januar 2017 sei im Schuldpunkt zu be-

stätigen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen. 

3. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschuldigten.  

c) Der Privatklägerschaft B._____: 

(Urk. 74 S. 1) 

1. Die Berufung des Beschuldigten und Berufungsklägers A._____ sei abzu-

weisen. 

2. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft sei gutzuheissen. 

3. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 10. Januar 2017 

zu bestätigen. 

4. Der Berufungskläger sei zu verurteilen, der Privatklägerin für das zweit-

instanzliche Verfahren eine angemessene Prozessentschädigung gemäss 

ausgewiesener Honorarnote zu bezahlen. 

5. Unter o/e-Kostenfolge. 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales    

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 51 S. 5 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.2. Mit Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 

10. Januar 2017 wurde der Beschuldigte A._____ im Sinne des eingangs wieder-

gegebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Ur-

teil liess er innert Frist mit Schreiben vom 16. Januar 2017 Berufung anmelden 

(Urk. 48). Das begründete Urteil wurde dem Verteidiger der Beschuldigten in der 

Folge am 15. Mai 2017 zugestellt (Urk. 50/2), woraufhin dieser mit Eingabe vom 

2. Juni 2017 fristgerecht die Berufungserklärung beim hiesigen Gericht einreichte 

(Urk. 53). 

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 7. Juni 2017 wurde der Privatklägerin sowie 

der Anklagebehörde Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder be-

gründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 55). Während die 

Anklagebehörde mit Eingabe vom 9. Juni 2017 fristgerecht Anschlussberufung 

erhob (Urk. 57), liess die Privatklägerin mit Eingabe vom 14. Juni 2017 mitteilen, 

dass sie auf die Erhebung einer Anschlussberufung verzichte und auch kein 

Nichteintreten auf die Berufung beantrage (Urk. 61). 

1.4. Beweisanträge wurden im Rahmen des Vorverfahrens keine gestellt. 

1.5. Am 11. Dezember 2017 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher 

der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____ sowie der Staatsanwalt Dr. iur. Thomas Brändli und die Vertreterin der 

Privatklägerin erschienen sind (Prot. II S. 5). 

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2. Umfang der Berufung 

2.1. In ihrer Berufungserklärung vom 2. Juni 2017 sowie anlässlich der Be-

rufungsverhandlung vom 11. Dezember 2017 beantragte die Verteidigung des 

Beschuldigten einen Freispruch vom Vorwurf der Schändung sowie eine ent-

sprechende Neuregelung der Nebenfolgen (Urk. 55; Urk. 71 S. 1). 

2.2. Die Anklagebehörde beschränkte ihre Anschlussberufung auf die Be-

messung der Strafe und den Vollzug (Urk. 57 und Urk. 73).  

2.3. Dementsprechend sind Dispositiv Ziff. 1 al. 2 (Schuldspruch wegen grober 

Verletzung der Verkehrsregeln), Ziff. 8 (Kostenfestsetzung), Ziff. 10 (einstweilige 

Übernahme der Kosten für die amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse) und 

Ziff. 11 (Honorarfestsetzung für die amtliche Verteidigung) des vorinstanzlichen 

Urteils nicht angefochten und damit in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels 

Beschluss festzustellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

2.4. Im übrigen Umfang steht das vorinstanzliche Urteil zwecks Überprüfung 

zur Disposition. 

II.  Sachverhalt 

3. Anklagevorwurf 

Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, er habe am 31. August 

2015 zwischen 6.00 Uhr und 6.15 Uhr morgens während einer Taxifahrt vom Res-

taurant C._____ in Zürich-D._____ bis zur E._____-Strasse ... in der Nähe des 

...platzes der Privatklägerin, welche als Fahrgast in erheblich alkoholisiertem und 

schläfrigem Zustand auf dem Beifahrersitz gesessen sei, unvermittelt mit der 

rechten Hand in die Hose bzw. in den Slip gefasst. Dabei habe er – mit der Hand-

fläche zur Vagina – seine Hand im Schambereich der Privatklägerin ca. drei- bis 

viermal auf und ab bewegt (Urk. D1/23 S. 2).  

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4. Ausgangslage 

4.1. Der Beschuldigte stellte den ihm zur Last gelegten Vorwurf stets vehement 

in Abrede. Nach seinen Darstellungen sei es zwischen ihm und der Privatklägerin 

anlässlich der fraglichen Taxifahrt zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekom-

men, weil die Privatklägerin ihre Füsse auf das Armaturenbrett gelegt habe. Sei-

ner Aufforderung, die Füsse herunter zu nehmen, sei sie nicht nachgekommen, 

weshalb er ihre Füsse mit Gewalt in den Fussraum des Autos gedrückt habe. Da-

raufhin habe ihn die Privatklägerin angeschrien und tätlich angegriffen. Sie habe 

ihn gebissen, ihm an die Genitalien gefasst und zudem diverse Beschädigungen 

am Taxi verursacht (Urk. D1/1 S. 5 f., Urk. D1/2 S. 5 f., Urk. D1/5/1 und Prot. I. 

S. 10 ff.). 

4.2. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, gestützt auf die konsistenten und 

detailreichen Aussagen der Privatklägerin, welche mit genügend vielfältigen  

Realkennzeichen versehen seien, sei anzunehmen, dass die Privatklägerin das 

Geschilderte selber erlebt habe. Es sei schwer vorstellbar, dass ihre Aussagen 

derart stimmig und authentisch ausgefallen wären, wenn es sich nicht um die 

Schilderung von Erlebtem handeln würde. Die Aussagen des Beschuldigten seien 

hingegen wenig stimmig, zu stereotyp und würden zu wenig Realkennzeichen 

aufweisen, um als glaubhaft erachtet werden zu können. Dementsprechend er-

achtete sie den Sachverhalt gestützt auf die Aussagen der Privatklägerin sowie 

am Rande durch diejenigen der Zeugen F._____ und G._____ sowie die DNA-

Spuren und Schäden am Taxi als erstellt (Urk. 51 S. 25 f.).  

4.3. Die Verteidigung wendet demgegenüber ein, die Vorinstanz stütze sich 

hauptsächlich auf die Aussagen der Privatklägerin. Es handle sich vorliegend um 

ein Vieraugendelikt. Erschwerend komme hinzu, dass die Privatklägerin zum Tat-

zeitpunkt schläfrig, betrunken und bekifft gewesen sei. Die Schläfrigkeit in Kombi-

nation mit Alkohol- und Drogenkonsum solle zeitweise gar zur Widerstands-

unfähigkeit der Privatklägerin geführt haben. Dementsprechend sei davon auszu-

gehen, dass die Wahrnehmungsfähigkeit der Privatklägerin in jener Nacht stark 

eingeschränkt gewesen sei. So habe auch der diensthabende Polizist auf dem 

Polizeiposten … die Privatklägerin kurz nach dem Vorfall nicht als einver-

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nahmefähig eingestuft und diese nach Hause geschickt. Es stelle sich die Frage, 

inwieweit eine betroffene Person zum Zeitpunkt ihrer Widerstandsunfähigkeit in-

folge Schläfrigkeit, Drogen- und Alkoholkonsum überhaupt noch wahrnehmungs-

fähig sei. In vergleichbaren Fällen sei es lediglich zu Verurteilungen gekommen, 

wenn ein objektives Beweismittel oder ein Geständnis vorhanden gewesen sei, 

was vorliegend jedoch fehle. Die Erinnerungen der Privatklägerin seien bruch-

stückhaft. Sie habe in den Einvernahmen nicht selten eingestehen müssen, sich 

nicht erinnern zu können, was sie regelmässig zu Tränen gerührt habe. Zwar 

schildere die Privatklägerin ihre Version, wonach ihr der Beschuldigte unvermittelt 

zwischen die Beine gegriffen habe, immer gleich. Jedoch würden die Einzelheiten 

jeweils äusserst widersprüchlich ausfallen. So sei nicht nachvollziehbar, dass die 

Privatklägerin die feinen Berührungen ihrer Vagina mitbekommen habe, nicht 

aber, wie der Beschuldigte seine Hand zwischen ihre enge und hochgeschnittene 

Hose und den Bauch geschoben habe. Auch erscheine der behauptete Übergriff 

auf dem Beifahrersitz als nicht praktikabel. Ausserdem habe die Privatklägerin 

das Taxi nicht freiwillig verlassen, sondern habe vom Beschuldigten gewaltsam 

herausgezerrt werden müssen, was eine erstaunliche Reaktion sei, wenn sie zu-

vor im Taxi etwas Schlimmes erlebt habe. Gegen ihre Glaubwürdigkeit spreche 

schliesslich auch, dass sie mit der Anzeige mehr als zwei Monate zugewartet ha-

be. Demgegenüber seien auch in den Aussagen des Beschuldigten weder Wider-

sprüche noch Lügensignale ersichtlich. Wenn er sich nach drei Monaten nicht 

mehr an alle Details erinnern könne, dürfe ihm das nicht zur Lasten gelegt wer-

den. Zusammenfassend sei der Beschuldigte in dubio pro reo freizusprechen, weil 

erhebliche Zweifel bestehen würden, ob der behauptete Übergriff tatsächlich 

stattgefunden habe (Urk. 71 S. 2 ff.).  

5. Beweiswürdigung 

5.1. Nachdem der Anklagesachverhalt damit seitens des Beschuldigten be-

stritten wird, sind die vorhandenen Beweismittel einer kritischen Würdigung zu un-

terziehen. In Bezug auf die Grundsätze der Beweiswürdigung kann vorab auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 51 S. 19 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Auch welche Beweismittel vorliegend zur Erstellung des 

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Sachverhaltes herangezogen werden können, hat die Vorinstanz korrekt und voll-

ständig zusammengefasst (Urk. 51 S. 7 f.). Es sind dies neben den Aussagen der 

Privatklägerin und des Beschuldigten diverse Zeugenaussagen, Wahrnehmungs-

berichte und Sachbeweismittel wie etwa eine Fotodokumentation und ein Kurz-

bericht des Forensischen Instituts Zürich. Hinzu kommen schliesslich die Auf-

zeichnungen der Anrufe, welche bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich 

(Urk. D1/12/2) respektive der Taxileitzentrale (Urk. 3) eingingen, und das ARV-

Kontrollmittel aus dem Taxi des Beschuldigten (Urk. D1/3/2).  

5.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Privatklägerin (Urk. 51 S. 8 ff.), des 

Beschuldigten (Urk. 51 S. 4 ff.) sowie diejenigen der Zeugen G._____ (Urk. 51 

S. 17), F._____ (Urk. 51 S. 7 f.) und H._____ (Urk. 51 S. 18 f.) sehr detailliert und 

sorgfältig wiedergegeben. Auf die betreffenden Erwägungen kann uneinge-

schränkt verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4). Eine neuerliche Darstellung der ver-

schiedenen Depositionen kann angesichts dieser gründlichen – und nota bene 

auch allseits unbestritten geblieben – Zusammenfassungen im angefochtenen 

Entscheid unterbleiben.  

5.3. Im Rahmen seiner Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung gab 

der Beschuldigte sodann zur Sache zusammengefasst zu Protokoll, er habe die 

Privatklägerin das erste Mal gesehen, als er ca. um 6 Uhr bei der C._____ ange-

kommen sei. Er sei aggressiv gewesen, weil sie ihre Beine auf dem Armaturen-

brett aufgelagert habe, und habe diese weggedrückt. Nachdem er ihre Beine 

weggedrückt habe, habe sie ca. eine Minute gewartet und dann damit begonnen, 

ihn anzugreifen. Als er angehalten habe, sei sie auf seinen Sitz gesprungen und 

habe mit dem Taxi wegfahren wollen. Er habe sie schnell hinausgeworfen, aber 

sie habe die Taxilampe zerstört und das Taxi zerkratzt. Er habe der Privatklägerin 

nicht gesagt, sie müsse nichts für die Fahrt bezahlen, wenn sie nicht zur Polizei 

gehe, weil er ja selber zur Polizei gegangen sei. Dazu befragt, weshalb seine 

DNA im Slip der Privatklägerin gefunden worden sei, führte er aus, er könne sich 

das nicht erklären. Er habe ihre Unterschenkel berührt, als er ihre Beine wegge-

drückt habe. Vielleicht habe er die Privatklägerin auch am Gesäss gezogen, als er 

sie aus dem Taxi befördert habe. Ausserdem habe er ihre Hände weggeschoben, 

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weil sie ihn angegriffen habe, weshalb sie die DNA auch hätte verschleppen kön-

nen. Schliesslich erklärte er auf die Frage, weshalb er in deutscher Sprache eine 

Notiz über den Vorfall erstellt habe, er habe diese wegen seinem Chef auf 

Deutsch erstellt, weil dieser habe wissen wollen, was genau passiert sei und nicht 

gut albanisch verstehe. Weil er sein Telefon verloren habe, habe ihm sein Chef 

die Notiz zurückgeschickt, als er die Vorladung erhalten habe. Er habe dann ein 

paar Fehler korrigiert (Urk. 70 S. 5 ff.). 

5.4. Vorab ist in Bezug auf die Kritik der Verteidigung, die Vorinstanz äussere 

sich nicht zur Glaubwürdigkeit der Parteien (Urk. 71 S. 11), festzuhalten, dass der 

allgemeinen Glaubwürdigkeit einer einvernommenen Person im Sinne einer dau-

erhaften personalen Eigenschaft kaum mehr relevante Bedeutung zukommt. 

Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit 

ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen (BGE 133 I 33 E. 4.3, Urteil des 

Bundesgerichts 6B_692/2011 vom 9. Februar 2012 E. 1.4, je mit Hinweisen). Vor-

liegend ist daher festzuhalten, dass die allgemeine Glaubwürdigkeit des Beschul-

digten und der Privatklägerin auf der gleichen Stufe anzusiedeln ist, weshalb im 

Folgenden die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen zum Tatvorwurf zu analy-

sieren ist. 

5.5. Wenn die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung stark zusammen-

gefasst zum Schluss kommt, die Privatklägerin habe sowohl gegenüber der Poli-

zei als auch bei der Staatsanwaltschaft glaubhafte, in sich stimmige, ausführliche 

und zusammenhängende Antworten gegeben, so ist ihr darin vollumfänglich zu-

zustimmen. Demgegenüber weist die Verteidigung aber zu Recht darauf hin, dass 

auch die Aussagen des Beschuldigten stimmig, zusammenhängend und damit 

ebenfalls glaubhaft erscheinen. Insbesondere schilderte der Beschuldigte seine 

Version der Geschehnisse im Kerngeschehen konstant. Demnach habe die Pri-

vatklägerin ihm schon vor dem Einsteigen ins Taxi an den Hintern gefasst. Nach 

dem Einsteigen ins Taxi habe sie ihre Füsse auf das Armaturenbrett gelegt und er 

habe sie – ein bisschen aggressiv – aufgefordert, diese runterzunehmen, weil er 

Wert auf die Sauberkeit seines Taxis lege. Nach seiner Vermutung, anders könne 

er sich die Reaktion der Privatklägerin nicht erklären, sei diese deshalb so ag-

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https://swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/2863cdba-f197-491d-9c4b-6decf759dd38?citationId=65560aad-a2fe-40c8-90b1-7cb29d2f0f16&source=document-link&SP=14|edzksh

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gressiv geworden und habe ihn angegriffen, weil er nach wiederholter vergeb-

licher mündlicher Aufforderung ihre Beine mit Gewalt vom Armaturenbrett nach 

unten in den Fussraum gedrückt habe (Urk. D1/5/1 S. 2 ff.; Urk. D1/5/4 S. 2 ff.; 

Prot. I S. 10 f.; Urk. 70 S. 5 ff.).  

5.5.1. Die Depositionen der Privatklägerin überzeugen einerseits durch ihre Kon-

stanz und andererseits dadurch, dass die durch sie geschilderten äusserlichen 

und innerlichen Abläufe nahtlos zu- und ineinander passen. Derart umfassend 

geschilderte und homogene Wiedergaben von Tatabläufen sind ein starkes Indiz 

dafür, dass durch die aussagende Person – in casu durch die Privatklägerin – tat-

sächlich Erlebtes geschildert wird. Solch vielschichtige und in sich stimmigen 

Schilderungen von äusseren Abläufen und inneren – sowohl psychischen wie 

emotionalen – Vorgängen sind generell schwer zu erfinden und noch schwieriger 

ist es, solche erfundenen Geschichten bei späteren Gelegenheiten erneut wider-

spruchsfrei zu reproduzieren. Ebenfalls spricht für die Glaubhaftigkeit ihrer Dar-

stellungen, dass sie ihre eigene Rolle in keiner Art und Weise zu beschönigen 

versucht. Sie deklariert offen, dass sie an jenem Abend betrunken war und unter 

dem Einfluss von Cannabis stand. Freimütig räumte sie denn auch ein, dass sie 

nach dem durch sie geschilderten Übergriff wie wild auf den Beschuldigten einge-

schlagen, diesen angeschrien und auch gebissen habe. Die Vorinstanz hat sich 

mit den Aussagen der Privatklägerin gesamthaft sehr ausführlich und auch durch-

aus kritisch auseinandergesetzt, weshalb darauf in globo verwiesen werden kann 

(Urk. 51 S. 20 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Mithin verbleiben keine Zweifel daran, 

dass die Privatklägerin glaubt, den Übergriff erlebt zu haben, so wie sie ihn schil-

dert. Hierfür spricht auch, dass sie erst drei Monate nach dem Vorfall Anzeige bei 

der Polizei erstattete. Nichtsdestotrotz verbleiben aber gewisse Zweifel, ob sich 

der Übergriff in der Tat so ereignet hatte, wie die Privatklägerin dies schildert. So 

ergibt sich aus den Aussagen der Privatklägerin nämlich auch, dass diese auf-

grund ihres Zustandes nicht genau wahrgenommen hat, was an jenem frühen 

Morgen geschehen ist. Anlässlich der ersten Einvernahme vom 10. November 

2015 sagte die Privatklägerin aus, der Übergriff habe stattgefunden, als das Taxi 

noch gefahren sei (Urk. D1/6/1 S. 2). Sie habe bemerkt, dass etwas komisch sei, 

als er seine Hand habe wegnehmen müssen, um zu schalten (Urk. D1/6/1 S. 3). 

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Auch führte die Privatklägerin aus, der Polizist habe ihr die Version des Taxi-

fahrers erklärt, wonach sie ihre Füsse hinauf gehalten habe und der Taxifahrer 

danach versucht habe, sie zu kontrollieren. Sie habe keine Ahnung davon. Auf die 

Frage, ob sie ihre Füsse auf das Armaturenbrett gelegt habe, antwortete sie 

"nein, ich kann mich nicht daran erinnern. Ich weiss, wie ich gesessen bin". Sie 

sei bequem auf dem Sitz gesessen und habe ihre Beine nicht geschlossen gehabt 

(Urk. D1/6/1 S. 3). Der Beschuldigte habe zuerst "so gemacht", es sei für sie ge-

wesen, als ob er etwas am Boden suchen würde. Sie habe da nichts gemacht. 

Sie habe gedacht, vielleicht suche er seine Zigaretten oder so. Dies habe er zu-

erst gemacht, dann habe er ihr in die Hosen gegriffen (Urk. D1/6/1 S. 3). In der 

zweiten Einvernahme vom 30. November 2015 führte sie auf die Frage, nach wie 

vielen Fahrtminuten der Taxifahrer begonnen habe, sie zu berühren, aus, auf dem 

Weg, der von der C._____ nach unten führe, gebe es keine Ampeln und nichts. 

Da habe er bereits angefangen (Urk. D1/6/2 S. 3). Auf die Frage, wie die Spuren 

an das Armaturenbrett gekommen seien, erklärte die Privatklägerin, diese seien 

entstanden, als sie ihn angegriffen habe. Damit konfrontiert, dass der Beschuldig-

te sage, sie habe ihre Schuhe auf das Armaturenbrett gelegt, erklärte die Privat-

klägerin, sie wisse es nicht. Sie denke, die Spuren würden vom Gerangel kom-

men (Urk. D1/6/2 S. 3). Zum Übergriff befragt führte die Privatklägerin aus, sie sei 

an den Stuhl gelehnt und habe die Augen vermutlich geschlossen. Sie glaube, sie 

sei kurz vor dem Einschlafen gewesen. Dann habe sie seine Hand erst wieder auf 

dem Schalthebel gesehen. Sie glaube, alles sei ganz am Anfang geschehen, als 

sie ins Auto eingestiegen sei. Erst nachdem sie eine Stück gefahren seien, habe 

sie es bemerkt, das sei fast schon beim ...platz gewesen (Urk. D1/6/2 S. 5). Sie 

denke, er habe die Hand aus ihrer Hose genommen, um zu schalten. Damit kon-

frontiert, dass das Fahrzeug ein Automatikgetriebe habe, erklärte die Privatkläge-

rin, es habe aber einen Schalthebel gehabt. Sie frage sich, ob er das Auto ge-

stoppt habe (Urk. D1/6/2 S. 5). Im Nachgang an die Einvernahme sandte die Pri-

vatklägerin der Polizistin der Stadtpolizei Zürich, welche die Einvernahme durch-

geführt hatte, am 4. Dezember 2015 ein E-Mail in französischer Sprache, weil ihr 

noch einige Details in den Sinn gekommen seien: Nach dem Einsteigen habe sie 

noch vage das Fahrziel angeben können, dann habe sie sich gefühlt, als ob sie 

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gleich einschlafen würde. Noch davor habe der Fahrer plötzlich etwas eher Selt-

sames gemacht. Er habe die Hand zwischen ihre Beine gelegt, um den Sitz nach 

hinten zu schieben – nicht um etwas aufzunehmen, wie sie es das erste Mal ge-

sagt habe. Dann habe sie eine Lücke und dann habe sie gemerkt, dass seine 

Hand in ihrer Hose gewesen sei. Sie sei irgendwie nicht wirklich da gewesen und 

habe nicht wirklich verstanden, was vorgegangen sei. Es sei wie ein seltsamer 

Traum gewesen. Dann habe er seine Hand rausgenommen und das Auto gestar-

tet. Es müsse sich alles beim Halt vor dem Restaurant abgespielt haben. Da oder 

später habe sie gemerkt, was gerade passiert sei und sei sehr wütend geworden 

(Urk. D1/3/1). 

5.5.2. Der Beschuldigte sagte demgegenüber konstant aus, die Privatklägerin ha-

be ihre Beine auf dem Armaturenbrett hochgelagert. Er habe sie gebeten, diese 

herunterzunehmen und diese schliesslich "aggressiv" heruntergedrückt, weil sie 

nicht auf seine Aufforderung reagiert habe. Danach sei die Privatklägerin auf ihn 

losgegangen, weshalb er bei einem Ausweichplatz angehalten und diese aus dem 

Taxi befördert habe. Daraufhin habe die Privatklägerin versucht, die Taxilampe 

vom Dach zu ziehen (Urk. D1/5/1 S. 3, S. 7; Urk. D1/5/4 S. 2; Prot. I S. 10 f.; 

Urk. 70 S. 6 ff.). Diese Version erzählte der Beschuldigte bereits dem Polizeibe-

amten I._____ unmittelbar nach dem Vorfall (vgl. Urk. D1/8 S. 2). Schliesslich hielt 

der Beschuldigte unmittelbar nach dem Vorfall seine Sicht der Dinge im Chat-

Verlauf seines WhatsApp Accounts schriftlich fest, wobei diese Ausführungen 

wiederum mit seinen Aussagen übereinstimmen. Weshalb er sich hierfür einer 

Sprache bediente, welche er mehr schlecht als recht beherrschte, erklärte er an-

lässlich der Berufungsverhandlung damit, dass sein Chef schlecht albanisch ver-

stehe und habe wissen wollen, was geschehen sei. Weil er sein Natel zwischen-

zeitlich verloren habe, habe ihm sein Chef den Text wieder zurückgeschickt, als 

er die Vorladung erhalten habe. Er habe dann aus seinem Wissen ein paar Fehler 

korrigiert (Urk. 70 S. 12). In der Tat sandte der Beschuldigte diese Notiz am 

31. August 2015 an seinen Chef H._____ (vgl. Urk. D1/13/2 S. 3) und dieser 

sandte diese am 12. Dezember 2015 wieder zurück (Urk. D1/13/3). Die Konstanz 

seiner Aussagen ist durchaus als Indiz für deren Glaubhaftigkeit zu werten. Hinzu 

kommt, dass der Beschuldigte selber unmittelbar nach dem Vorfall zur Polizei 

-   14   - 

ging (vgl. Urk. D1/8), wobei unteranderem auch eine Fotografie vom Innenraum 

des Taxis aufgenommen wurden (Urk. D1/10 S. 3). Darauf sind auf dem Armatu-

renbrett sowie auf dem Teppich Schmutzspuren zu erkennen. Mithin wird die Dar-

stellung des Beschuldigten durch diese Fotoaufnahme untermauert. Gleichzeitig 

ist festzuhalten, dass seine Schilderung eine gewisse Originalität aufweist, was 

dafür spricht, dass der Beschuldigte dies tatsächlich so erlebte. Auch in den Aus-

sagen des Beschuldigten finden sich aber gewisse Widersprüche. So führte er 

beispielsweise aus, die Privatklägerin habe ihm im Verlaufe der Eskalation zwei 

bis drei Mal während der Fahrt an seine Genitalien gegriffen, woraufhin er fest 

geschrien habe, weil er Schmerzen gehabt habe. Bereits im nächsten Satz gab er 

dann jedoch zu Protokoll, die Privatklägerin habe nicht viel Kraft gehabt, da sie 

betrunken gewesen sei (Urk. D1/5/1 S. 3). In der selben Einvernahme gab er et-

was später an, die Privatklägerin habe dreimal nacheinander versucht an seine 

Genitalien zu greifen. Sie habe jedoch nicht soviel Kraft gehabt, da sie betrunken 

gewesen sei. Er habe so etwas noch nie erlebt. Er habe grauenhafte Schmerzen 

gehabt. Daraufhin angesprochen, wie es denn möglich sei, dass er solche 

Schmerzen gehabt habe, wenn die Privatklägerin nach seiner eigenen Darstel-

lung doch bloss versucht habe, ihm an die Genitalien zu fassen, gab er nun ab-

weichend zu Protokoll, sie habe dreimal versucht und ihn dann an den Genitalien 

gezogen (Urk. D1/5/1 S. 6). Ebenfalls widersprüchlich äusserte sich der Beschul-

digte zum Verkehrsaufkommen während der Fahrt. Während er einerseits zu Pro-

tokoll gab, um 06.00 Uhr seien die Strassen frei gewesen und er habe relativ 

schnell fahren können (Urk. D1/5/1 S. 6), gab er anlässlich der Berufungsver-

handlung an, die Strecke nach dem ...tunnel sei viel befahren gewesen (Urk. 70 

S. 7). Auf diesen Widerspruch angesprochen antwortete er ausweichend, es habe 

viele Autos gehabt, aber man habe frei durchfahren können (Urk. 70 S. 11 f.). 

Selbst wenn die Depositionen des Beschuldigten einige Auffälligkeiten aufweisen, 

sind diese indes nicht geeignet, seine Sachdarstellung generell als unglaubhaft 

erscheinen zu lassen. 

5.6. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" darf sich der Strafrichter nicht von 

der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt er-

klären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt 

-   15   - 

so verwirklicht hat. Eine Verletzung dieses Grundsatzes liegt vor, wenn der Straf-

richter an der Schuld des Beschuldigten hätte zweifeln müssen, wobei bloss abs-

trakte und theoretische Zweifel nicht massgebend sind, weil solche immer möglich 

sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um er-

hebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich 

nach der objektiven Sachlage aufdrängen (statt vieler: BGE 120 Ia 31 E. 2.c). Wie 

vorstehend ausgeführt, machen sowohl die Privatklägerin als auch der Beschul-

digte gleichwertig glaubhafte Aussagen. Die Privatklägerin kann sich nicht erin-

nern, ob sie ihre Füsse aufs Armaturenbrett gelegt hatte (Urk. D1/6/1 S. 3), ob-

wohl die Spuren am Armaturenbrett dies indizieren. Zwar würde das nicht aus-

schliessen, dass der Übergriff wie geschildert stattgefunden hatte, allerdings ist 

auch nicht auszuschliessen, dass die Privatklägerin das Herunterdrücken der 

Beine falsch interpretierte, zumal sie nach eigenen Angaben den Übergriff erst 

realisiert habe, als der Beschuldigte seine Hand weggenommen habe, um zu 

schalten. Mithin kann sich die Privatklägerin nicht erinnern, wie der Beschuldigte 

ihr in die eng anliegenden und hochgeschnittenen sowie geschlossenen Hosen 

griff, obwohl er dabei aufgrund ihrer aufrecht sitzenden Position zweifellos seine 

Hand entlang ihrem Bauch zu ihrem Schritt hätte zwängen müssen. Allein ge-

stützt auf die Aussagen der Beteiligten verbleiben folglich nicht bloss abstrakte 

und theoretische Zweifel, ob dieser Übergriff wie geschildert stattgefunden hat.  

5.6.1. Vorliegend handelt es sich um ein Vier-Augen-Delikt, bei welchem Aussage 

gegen Aussage steht. Zwar liegen noch die Aussagen der Zeugen H._____, 

G._____ und F._____ vor, welche jedoch sämtliche beim Vorfall im Taxi nicht an-

wesend waren und deshalb zu den Geschehnissen im Taxi und damit zum eigent-

lichen Anklagevorwurf keine Angaben aus erster Hand machen können.  

5.6.2. Die Aussagen des Zeugen H._____ vermögen zur Sachverhaltserstellung 

wenig bis gar nichts beizutragen, vermochte er doch lediglich zu reproduzieren, 

was er vom Beschuldigten im Nachhinein erfahren hatte.  

5.6.3. Wenn die Vorinstanz weiter erwog, die Aussagen der Zeugin G._____ und 

des Zeugen F._____ würden die Version der Privatklägerin stützen, so ist ihr da-

rin vollumfänglich zuzustimmen. Zwar waren auch diese beiden Zeugen beim ei-

-   16   - 

gentlichen Vorfall nicht zu gegen und konnten entsprechend auch keine Angaben 

aus erster Hand zum eigentlichen Anklagevorwurf sagen. Beide erlebten aber die 

Privatklägerin unmittelbar nach dem Vorfall und waren daher in der Lage, deren 

Verhalten und ihre Verfassung zu schildern. Vollkommen zu recht weist der Vor-

derrichter darauf hin, dass eine Inszenierung der ganzen Ereignisse durch die 

Privatklägerin ihr sehr viel Geistesgegenwart und Selbstkontrolle abverlangt hätte 

und sie in ihrem unbestrittenermassen schlaftrunkenen, alkoholisierten und bekiff-

ten Zustand wohl kaum in der Lage gewesen wäre, zunächst den ihr völlig unbe-

kannten Zeugen F._____ mit einer spontan erfundenen Lügengeschichte früh-

morgens auf der Strasse dazu zu bringen, sie zur Polizei zu fahren und später zu 

Hause der Mitbewohnerin und Zeugin G._____ detailliert und stimmig zu erzäh-

len, was sich im Taxi genau abgespielt hatte. Nach übereinstimmender Darstel-

lung beider Zeugen was die Privatklägerin aufgewühlt und sehr emotional. Zudem 

machte sie zumindest teilweise auch einen verwirrten Eindruck. Wie zuvor darge-

legt, bestehen auch keine Zweifel daran, dass die Privatklägerin der Überzeugung 

ist, den geschilderten Übergriff erlebt zu haben. Entsprechend ist auch ihre Reak-

tion durchaus nachvollziehbar. Allerdings bestehen gewisse Zweifel darüber, ob 

sich der Übergriff tatsächlich so ereignet hatte, oder die Privatklägerin in ihrem 

Zustand den stattgefundenen Körperkontakt beim Herunterdrücken der Beine 

falsch interpretiert hatte. Hierzu können die Zeugen nichts beitragen.  

5.6.4. Die Sachbeschädigungen im und am Fahrzeug des Beschuldigten sind un-

bestritten. Sie wurden ebenso wie die Bisswunde, welche die Privatklägerin dem 

Beschuldigten im Rahmen der Auseinandersetzung unbestrittenermassen verab-

reichte, fotografisch dokumentiert ( Urk. D1/10, Urk. D1/13/6). Zur Erstellung des 

strittigen Sachverhaltes kann diesen Fotografien nichts wesentliches Entnommen 

werden. Das Vorhandensein der dokumentierten Spuren passt sowohl zur Schil-

derung der Privatklägerin wie auch zu jener des Beschuldigten. 

5.6.5. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auf der Innenseite des Slips der 

Privatklägerin im Bereich etwas oberhalb des Schrittes DNA-Spuren gefunden 

wurden, welche eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden konnten. Der 

DNA-Bericht stellt zwar kein Gutachten im Sinne von Art. 182 ff. StPO dar, die be-

-   17   - 

treffenden wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde jedoch vom Beschuldigten 

nicht in Abrede gestellt. So erklärte er anlässlich der Hauptverhandlung vor Be-

zirksgericht ausdrücklich, auf die Einholung eines förmliche Gutachtens zu ver-

zichten. Er nehme zur Kenntnis, dass seine DNA im Slip der Privatklägerin gefun-

den worden sei (Prot. I. S. 24). Auch diesbezüglich lässt sich selbstredend nicht 

mit 100%-iger Sicherheit ausschliessen, dass DNA-Spuren des Beschuldigten 

auch auf andere als durch die Privatklägerin geschilderte Art und Weise in deren 

Slip hätten transportiert werden können. Immerhin hatten der Beschuldigte und 

die Privatklägerin im Rahmen ihrer Auseinandersetzung unbestrittenermassen 

Körperkontakt. Somit ist nicht auszuschliessen, dass sich die DNA des Beschul-

digten an den Händen der Privatklägerin befand. Die Verteidigung brachte dies-

bezüglich im erstinstanzlichen Verfahren vor, die Polizistin J._____ habe in ihrem 

Wahrnehmungsbericht vermerkt, die Privatklägerin habe sich auf dem Polizeipos-

ten mehrfach selbst in die Hosen gegriffen. Vor dem Hintergrund, dass die Partei-

en nur gerade kurz zuvor eine handgreifliche Auseinandersetzung gehabt hätten, 

stehe die durchaus realistische Möglichkeit im Raum, dass die Privatklägerin die 

DNA des Beschuldigten dadurch in ihre Unterhose verschleppt habe (Urk. 42 

S. 12). Tatsächlich hat die Polizeibeamtin J._____ eine entsprechende Feststel-

lung gemacht und wörtlich in ihrem Bericht erwähnt: "Während der Befragung griff 

B._____ mit ihrer Hand mehrmals in die Hose, um mir zu zeigen, was der Ta-

xilenker bei ihr machte. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, mit welcher 

Hand sie in ihre Hose griff. Ich konnte nicht sehen, ob sie mit der Hand lediglich in 

ihre Hose oder sogar in ihre Unterhose griff" (Urk. D1/9 S. 2). Aufgrund dieser 

Feststellung ist der Verteidigung beizupflichten, wenn sie ausführt, es sei denk-

bar, dass auf diese Weise die DNA des Beschuldigten in ihre Unterhose gelangt 

sei. Überdies kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Privatklägerin die 

DNA des Beschuldigten bim Ausziehen des Slips zu dessen Sicherstellung ver-

schleppte, insbesondere da die Polizeibeamtin J._____ gemäss ihrem Wahrneh-

mungsbericht nicht sagen konnte, wie die Privatklägerin die Unterhosen ausgezo-

gen hatte oder wo sie diese angefasst hatte (vgl. Urk. D1/9 S. 2). Mithin ist nicht 

auszuschliessen, dass die DNA des Beschuldigten durch die Privatklägerin ver-

-   18   - 

schleppt wurde, zumal die DNA-Spuren auch nicht im Schrittbereich selber fest-

gestellt werden konnten.  

5.7. Gesamthaft betrachtet könnte man angesichts der gleichermassen originel-

len wie in sich stimmigen und im Kern doch überwiegend konstanten Aussagen 

der Privatklägerin versucht sein, daraus zu schliessen, dass es praktisch undenk-

bar sei, eine solche "Geschichte" zu erfinden. Eine derartige Schlussfolgerung 

würde jedoch der vorliegenden Sachlage in verschiedener Hinsicht nicht gerecht: 

Einerseits kann aufgrund des gesamten Aussageverhaltens der Privatklägerin 

schlicht ausgeschlossen werden, dass diese den Beschuldigten bewusst falsch 

eines deliktischen Verhaltens bezichtigte respektive bezichtigen wollte. Anderer-

seits kann aber – wie bereits dargetan – nicht ausgeschlossen werden, dass die 

initiale Wahrnehmung der Privatklägerin auf einer Fehlinterpretation betreffend die 

unbestrittenermassen stattgefundene Berührung durch den Beschuldigten basiert. 

Geht man nun im Sinne einer Hypothese davon aus, dass die Privatklägerin in ih-

rem – aufgrund des massiven Alkoholkonsums und der körperlichen Übermüdung 

– deutlich reduzierten, schlaftrunkenem Zustand das Herunterdrücken ihrer Beine 

durch den Beschuldigten fälschlicherweise als sexuellen Übergriffe auffasste, so 

liesse sich damit nicht nur ihr zeitlich verzögertes und überraschend rabiates Vor-

gehen gegen den Beschuldigten, sondern auch ihre nachträglich überzeugenden 

und glaubhaften Schilderungen erklären. Wer subjektiv aufgrund eines Irrtums der 

festen Überzeugung ist, es sei ihm etwas Unrechtes widerfahren, der kann ge-

nauso wie jener, dem das Unrecht tatsächlich widerfahren ist, glaubhafte und 

überzeugende Depositionen zu Protokoll gegeben. Nachdem vorliegend einer-

seits eine solche Fehlinterpretation durch die Privatklägerin nicht ausgeschlossen 

werden kann und andererseits die Schilderungen des Beschuldigten ebenfalls als 

in hohem Masse glaubhaft erscheinen, zumal diese durch die festgestellten 

Schmutzspuren auf dem Armaturenbrett des Taxis untermauert werden, verblei-

ben gesamthaft betrachtet mehr als nur theoretische Zweifel mit Bezug auf die 

Geschehnisse, welche sich während der fraglichen Taxifahrt zugetragen haben. 

Daran vermögen auch die festgestellten DNA-Mischspuren im Slip der Privat-

klägerin nichts zu ändern, denn auch diesbezüglich kann nicht zweifelsfrei ausge-

schlossen werden, dass sie unbeabsichtigt durch die Privatklägerin selbst an den 

-   19   - 

Fundort im Slip verschleppt wurden. Bestehen, wie dies vorliegend der Fall ist, 

unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 

angeklagten Tat, so muss das Gericht von der für die beschuldigten Person güns-

tigeren Sachlage ausgehen (Art. 10 Abs. 3 StPO). Der Beschuldigte ist daher in 

Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vom Vorwurf der Schändung im 

Sinne von Art. 191 StGB freizusprechen.  

5.8. Eine Minderheit des Gerichts hat gemäss § 124 GOG ihre abweichende 

Meinung betreffend den Schuldpunkt ins Protokoll aufnehmen lassen (Prot. II 

S. 12; Begründung in Urk. 77; diesem Urteil beigeheftet). 

III. Sanktion 

6. Strafzumessung 

6.1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 

10 Monaten (Urk. 51 S. 29 ff.). 

6.2. Die Anklagebehörde erhob mit Eingabe vom 9. Juni 2017 bekanntlich An-

schlussberufung und beantragte eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer 

Freiheitsstrafe von 12 Monaten (Urk. 57 S. 2). In Bezug auf die grobe Verkehrs-

regelverletzung führte sie aus, der Vorinstanz sei nicht zu folgen, wenn sie diese 

lediglich marginal straferhöhend berücksichtigt habe. Der Beschuldigte habe mit 

direktem Vorsatz gehandelt und sich in keiner Art und Weise um die signalisierte 

Höchstgeschwindigkeit geschert, einzig um sich einen Auftrag eines Taxifahr-

gastes zu sichern (Urk. 73 S. 2).  

6.3. Die Verteidigung stellte sich dagegen auf den Standpunkt, für die Ge-

schwindigkeitsübertretung sei mit Verweis auf die vorinstanzliche Begründung 

sowie die zwischenzeitlich dargelegten aktuellen finanziellen Verhältnisse eine 

Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 30.– angemessen (Urk. 71 S. 13).  

6.4. Die Vorinstanz hat die die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung 

zutreffend wiedergegeben, worauf zu verweisen ist (Urk. 51 S. 29 f., 

https://swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/6f7866e3-1920-4c15-825d-3e7e2fed0239?source=document-link&SP=6|1x5cec

-   20   - 

Abs. 4 StPO). Der Strafrahmen für eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln be-

trägt Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren (Art. 90 Abs. 2 SVG).  

6.5. Tatkomponente 

6.5.1. In objektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass das Verschulden des Beschul-

digten innerhalb der groben Verkehrsregelverletzungen leicht wiegt, zumal die 

Geschwindigkeitsüberschreitung um 26 km/h nur knapp über dem Grenzwert von 

25 km/h liegt, der (im objektiven Bereich) die einfache von der groben Verkehrs-

regelverletzung abgrenzt. Ausserdem geschah die Tat an einem Sonntag um 

6.17 Uhr und somit früh morgens (Urk. D2/1 S. 1), weshalb erfahrungsgemäss 

kein grosses Verkehrsaufkommen herrschte. Daher ist die Einsatzstrafe auf 

10 Tagessätze Geldstrafe anzusetzen.  

6.5.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte direkt 

vorsätzlich handelte, weil er sich einen Auftrag eines Fahrgastes in … sichern 

wollte. Diese direkt vorsätzliche Tatbegehung wirkt sich leicht erschwerend auf 

die objektive Tatschwere aus, weshalb die Einsatzstrafe auf 12 Tagessätze zu er-

höhen ist.  

6.6. Täterkomponente 

6.6.1. Die Vorinstanz hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Be-

schuldigten bis zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung korrekt wiedergegeben, 

weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 51 S. 32 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Im 

Berufungsverfahren führte der Beschuldigte diesbezüglich aus, die Beziehung 

zwischen ihm und seiner Frau sowie zu seinen beiden Kindern sei sehr gut. Eines 

seiner Kinder habe in diesem Jahr eine kaufmännische Lehre begonnen, das an-

dere besuche noch die Schule. Er sei nur kurzzeitig arbeitslos gewesen, als er 

den Führerausweis für drei Monate habe abgeben müssen. Danach habe er bei 

der selben Stelle wieder begonnen zu arbeiten. Er verdiene ca. Fr. 4'000.– im 

Monat. Wenn er mehr Spesen erhalte, verdiene er Fr. 4'000.– netto. Manchmal 

erhalte er einen 13. Monatslohn. Seine Ehefrau arbeite derzeit nicht. Mit Ausnah-

me der Schulden beim Obergericht aufgrund seines vorherigen Verfahrens habe 

https://swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/6f7866e3-1920-4c15-825d-3e7e2fed0239?source=document-link&SP=6|1x5cec

-   21   - 

er keine Schulden (Urk. 70 S. 1 ff.). Mithin liegen keine neuen, für die Strafzu-

messung relevante Umstände vor.  

6.6.2. Demgegenüber ist der Beschuldigte vorbestraft, wenn auch nicht einschlä-

gig (Urk. 52), und beging die Geschwindigkeitsübertretung während laufender 

Probezeit, was sich zweifellos straferhöhend auswirkt. Zwar ist der Beschuldigte 

geständig, jedoch ist er auf der Radaraufnahme bestens erkennbar 

(vgl. Urk. D2/3/3), weshalb ein Abstreiten der Lenkereigenschaft im Vorherein 

sinnlos gewesen wäre. Weil das Geständnis folglich zu keiner wesentlichen Er-

leichterung der Strafuntersuchung führte, ist dieses – wenn überhaupt – nur mi-

nim strafmindernd zu berücksichtigen ist. Insgesamt erscheint eine Geldstrafe von 

15 Tagessätzen dem Verschulden sowie den persönlichen Verhältnissen des Be-

schuldigten angemessen. 

6.7. Höhe des Tagessatzes 

6.7.1. Das Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen 

und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich 

nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Un-

terstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB). 

Ausgangspunkt bildet das Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem 

Tag zufliesst, wobei die Quelle der Einkünfte nicht relevant ist. Massgebend ist 

die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Zum Einkommen zählen Ein-

künfte aus selbständiger und unselbständiger Arbeit, Einkünfte aus einem Ge-

werbebetrieb, aus der Land- und Forstwirtschaft und aus dem Vermögen (Miet- 

und Pachtzinsen, Kapitalzinsen, Dividenden usw.), ferner privat- und öffentlich-

rechtliche Unterhalts- und Unterstützungsbeiträge, Renten, Sozialversicherungs- 

und Sozialhilfeleistungen sowie Naturaleinkünfte. Was gesetzlich geschuldet ist 

oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, ist abzuziehen, so die laufenden 

Steuern, die Beiträge an die obligatorische Kranken- und Unfallversicherung, so-

wie die notwendigen Berufsauslagen bzw. bei Selbständigerwerbenden die bran-

chenüblichen Geschäftsunkosten (BGE 134 IV 60 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). 

-   22   - 

6.7.2. Der Beschuldigte verfügt über ein monatliches Einkommen von Fr. 4'000.– 

netto (Urk. 70 S. 2 f.), welchem monatliche Ausgaben für die Krankenkassen in 

der Höhe von Fr. 620.– sowie Steuern von Fr. 146.– gegenüberstehen (Urk. 58 

und 60/2). Ferner ist zu berücksichtigen, dass er gegenüber seiner Familie unter-

stützungspflichtig ist. Mithin scheint es den finanziellen Verhältnissen des Be-

schuldigten angemessen, die Höhe des Tagesatzes auf Fr. 80.– festzusetzen. 

6.8. Der Beschuldigte ist folglich mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

Fr. 80.– zu bestrafen.  

7. Vollzug  

7.1. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, dem Beschuldigten 

könne insgesamt keine günstige Prognose mehr gestellt werden, weshalb die 

ausgesprochene Strafe zu vollziehen sei. Immerhin sei zu erwarten, dass der 

Vollzug der Sanktion eine nachhaltige Warnwirkung auf den Beschuldigten habe, 

sodass auf den Widerruf des bedingten Strafvollzugs der mit Urteil des Bezirks-

gerichts Zürich vom 27. August 2015 ausgesprochen Strafe verzichtet werden 

könne (Urk. 51 S. 35 f.).  

7.2. Die Anklagebehörde beantragte im Rahmen ihrer Anschlussberufung den 

Vollzug der auszufällenden Strafe (Urk. 73 S. 2) und auch die Verteidigung aner-

kennt, dass die Strafe unbedingt auszusprechen ist (Urk. 71 S. 13).  

7.3. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geld-

strafe oder Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, 

um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. 

Der bedingte Strafvollzug wird in diesem Fall nur dann nicht gewährt, wenn dem 

Beschuldigten eine ungünstige Prognose hinsichtlich seiner Bewährungsaus-

sichten gestellt werden muss. Wurde der Beschuldigte innerhalb der letzten fünf 

Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von min-

destens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tages-

sätzen verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Um-

-   23   - 

stände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). Die Fünfjahresfrist beginnt mit der Eröff-

nung des erstinstanzlichen Urteils zu laufen, andernfalls Verurteilte, die ein 

Rechtsmittel ergreifen, grundlos benachteiligt würden (BSK StGB I-SCHNEIDER/ 

GARRÉ, Art. 42 N 95). 

7.4. Die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs sind 

in objektiver Hinsicht erfüllt, da eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen auszuspre-

chen ist. Allerdings wurde der Beschuldigte mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

vom 27. August 2015 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 

lit. a BetmG zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt, wobei der Vollzug 

der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufge-

schoben wurde (Urk. D1/21/7). Mithin müssen in subjektiver Hinsicht besonders 

günstige Umstände vorliegen, damit dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug 

vorliegend gewährte werden könnte. Solche sind indes nicht gegeben. Der Be-

schuldigte beging die Geschwindigkeitsübertretung am 12. Juni 2016 und somit 

während laufender Probezeit. Er liess sich mithin weder von der erstandenen Un-

tersuchungshaft noch von der bedingt ausgefällten Freiheitsstrafe nachhaltig be-

eindrucken und delinquierte während der Probezeit erneut. Unter spezialpräven-

tiven Gesichtspunkten erscheint daher die Ausfällung einer unbedingten Geld-

strafe unumgänglich, weshalb der Vollzug der Geldstrafe nicht aufzuschieben ist. 

IV. Widerruf 

Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, vom Widerruf der mit Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August 2015 bedingt ausgesprochenen Strafe 

könne abgesehen werden, weil davon auszugehen sei, dass der Vollzug der vor-

liegend auszufällenden Freiheitsstrafe von 10 Monaten eine ausreichende Warn-

wirkung entfalten werde, welche den Beschuldigten inskünftig von der Begehung 

weiterer Straftaten abhalten werde (Urk. 51 S. 35 ff.). Diese Regelung im vor-

instanzlichen Urteil wurde weder von der Anklagebehörde (Urk. 73) noch vom Be-

schuldigten (Urk. 71 S. 13) beanstandet. Ein Widerruf fällt im Berufungsverfahren 

somit bereits aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) aus-

-   24   - 

ser Betracht, weshalb die Probezeit in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 StGB um 

ein Jahr zu verlängern ist, zumal der Beschuldigte die grobe Verletzung der Ver-

kehrsregeln während der Probezeit beging, selbst wenn heute bloss noch eine 

Geldstrafe von 15 Tagessätzen auszusprechen ist.  

V. DNA-Profil 

Aufgrund des Freispruchs des Beschuldigten vom Vorwurf der Schändung ist von 

der Anordnung einer DNA-Probe und der Erstellung eines DNA-Profils abzuse-

hen. 

VI. Zivilforderungen 

Wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 43 S. 1) beantragte die Verteidigung auch im Be-

rufungsverfahren die Abweisung der Zivilforderungen der Privatklägerin (Urk. 71 

S. 1 und S. 15). Das Gericht hat über die anhängig gemachte Zivilforderung zu 

entscheiden, wenn es die beschuldigte Person freispricht und der Sachverhalt 

spruchreif ist (Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO). Nachdem der Beschuldigte heute vom 

Vorwurf der Schändung freizusprechen ist, weil sich der Sachverhalt nicht erstel-

len lässt, ist auch das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privat-

klägerin abzuweisen. 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

8. Kosten 

8.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'000.– festzusetzen. 

8.2. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchung und 

des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidi-

gung, zwar auferlegt, jedoch anschliessend erlassen (Urk. 51 S. 40 f.). Nachdem 

der Beschuldigte heute vom Vorwurf der Schändung freizusprechen ist, sind die 

entsprechenden Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Aufgrund der Verur-

teilung wegen der groben Verletzung der Verkehrsregeln wären dem Beschuldig-

-   25   - 

ten jedoch die damit verbundenen Kosten der Untersuchung und des erstinstanz-

lichen Verfahrens theoretisch aufzuerlegen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Aufgrund des 

Verbotes der reformatio in peius können dem Beschuldigten allerdings im Beru-

fungsverfahren nicht mehr Kosten auferlegt werden als vor Vorinstanz, zumal die 

Anklagebehörde die Kostenauflage der Vorinstanz nicht explizit angefochten hat 

(Urk. 73 S. 1). Dementsprechend sind sämtliche Kosten der Untersuchung und 

des erstinstanzlichen Verfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen Verteidi-

gung, auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

8.3. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte ob-

siegt im Berufungsverfahren vollumfänglich, während die Anklagebehörde mit ih-

rer Berufung unterliegt. Damit sind auch die Kosten des Berufungsverfahrens, 

einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung, auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.  

9. Entschädigung 

9.1. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

reichte mit Eingabe vom 8. Dezember 2017 die Honorarnote für seine Aufwen-

dungen im Berufungsverfahren ein (Urk. 72). Die geltend gemachten Aufwendun-

gen von 18.5 Stunden sowie die Auslagen für die Baraufwendungen sind ausge-

wiesen und angemessen. Der amtliche Verteidiger ist somit für das Berufungsver-

fahren entsprechend seiner Honorarnote mit Fr. 4'494.55 (inkl. 8 % MwSt.) aus 

der Gerichtskasse zu entschädigen. 

9.2. Ausgangsgemäss ist der Privatklägerin schliesslich keine Entschädigung 

für das Verfahren zuzusprechen (Art. 433 Abs. 1 StPO e contrario).  

10. Genugtuung 

10.1. Der Beschuldigte beantragt die Zusprechung einer angemessenen Genug-

tuung (Urk. 71 S. 1). Der Beschuldigte und seine Familie hätten unter der Unter-

suchung erheblich gelitten, weil der Vorwurf, als Sexualtäter im Verdacht zu ste-

hen, das Verhältnis des Beschuldigten zu seiner Ehefrau belastet habe (Urk. 43 

-   26   - 

S. 15). Auch hätten sie nach dem erstinstanzlichen Urteil und unter der darauf-

folgenden Negativpresse stark gelitten, zumal aufgrund der Fotografie des Be-

schuldigten von hinten in dessen Umfeld und auch an seinem Arbeitsplatz schnell 

klar gewesen sei, wer der Fehlbare gewesen sei (Urk. 71 S. 15). 

10.2. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie gemäss Art. 429 

Abs. 1 lit. c StPO Anspruch auf Genugtuung für besonders schwere Verletzungen 

ihrer persönlichen Verhältnisse, insbesondere bei Freiheitsentzug. Wie sich be-

reits aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ergibt, ist eine Genugtuung nur bei 

ausgeprägten Formen der Persönlichkeitsverletzungen geschuldet. Hauptbeispiel 

einer solchen Verletzung ist der im Gesetz ausdrücklich erwähnte Freiheits-

entzug. Neben der ungerechtfertigten Haft können auch die publik gewordene 

Hausdurchsuchung, eine sehr lange Verfahrensdauer oder eine breite Darlegung 

in den Medien die notwendige Intensität der Verletzung erreichen (BSK StPO-

Wehrenberg/Frank, Art. 429 N 27). Demgegenüber genügt die mit jedem Strafver-

fahren in grösserem oder kleinerem Ausmass verbundene psychische Belastung, 

Demütigung und Blossstellung gegen aussen in der Regel nicht für die  

Zusprechung einer Genugtuung (Schmid, Handbuch StPO, 2. Aufl., Zürich/ 

St. Gallen 2013, N 1816). In anderen Fällen als dem des ungerechtfertigten Frei-

heitsentzugs hat die betroffene Person die Schwere der Verletzung glaubhaft zu 

machen (BSK StPO-Wehrenberg/Frank, Art. 429 N 27c). 

10.3. Der Beschuldigte begründet nicht weiter, inwiefern er durch das vorliegen-

de Verfahren besonders schwer in seiner Persönlichkeit verletzt worden sein soll 

bzw. das Verfahren mit einer überdurchschnittlichen psychischen Belastung ver-

bunden gewesen wäre. Wie vorstehend erwähnt, führt jedes Strafverfahren zu ei-

ner gewissen psychischen Belastung, Demütigung sowie Blossstellung, ohne 

dass dies die Zusprechung einer Genugtuung rechtfertigen würde. Immerhin hat 

der Beschuldigte – glücklicherweise – weder seinen Arbeitsplatz verloren oder 

diesbezüglich andere Einschränkungen erlitten noch hatte dieser Vorfall familiäre 

Konsequenzen für ihn. Mithin sind keine Gründe ersichtlich, welche die Zu-

sprechung einer Genugtuung aus der Gerichtskasse rechtfertigen würden. 

-   27   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung - 

Einzelgericht, vom 10. Januar 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- […] 

- der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG. 

2.-7.  […] 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 2000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2100.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 670.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 7700.00   amtliche Verteidigung 

9. […] 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

11. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

wird mit Fr. 7'700.– inkl. MWSt aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. […] 

13. (Mitteilungen)  

14. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-   28   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der Schändung im Sinne von 

Art. 191 StGB freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 80.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August 2015 (Geschäfts-

nummer DG150132-L) angeordnete Probezeit von 2 Jahren wird um 1 Jahr 

verlängert. 

5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird ab-

gewiesen. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'494.55    amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des 

Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung, wer-

den auf die Gerichtskasse genommen. 

8. Dem Beschuldigten wird keine Genugtuung aus der Gerichtskasse zuge-

sprochen.  

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 
− die Vertretung  der Privatklägerin im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft (übergeben) 
sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

-   29   - 

− die Vertretung  der Privatklägerin (im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft) 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Sektion Administrativ-

massnahmen, 5001 Aarau; 

− das Bezirksgericht Zürich in die Akten des Geschäfts Nr.: DG150132-L; 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B. 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 11. Dezember 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Leuthold 
 

	Urteil vom 11. Dezember 2017
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz (Urk. 51 S. 42 ff.)
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB
	 der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August 2015 (Geschäftsnummer DG150132-L) angeordnete Probezeit von 2 Jahren wird um 1 Jahr verlängert.
	5. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet.
	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist.
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 3'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 31. August 2015 als Genugtuung zu bezahlen.
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch erlassen.
	10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	11. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird mit Fr. 7'700.– inkl. MWSt aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren  eine Prozessentschädigung von Fr. 7'000.– inkl. MWSt zu bezahlen.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es seien die Ziffern 1 bezüglich Schändung, 2, 3, 5, 6, 7, 9 und 12 des erstinstanzlichen Urteils vom 10. Januar 2017 aufzuheben.
	2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Schändung im Sinne Art. 191 StGB freizusprechen.
	3. Der Beschuldigte sei hinsichtlich der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG mit 15 Tagessätzen à Fr. 30.00 unbedingt zu bestrafen.
	4. Die Zivilansprüche der Privatklägerin seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.
	5. Es sei dem Beschuldigten eine angemessene Genugtuung zuzusprechen.
	6. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 9. Juni 2017 sei abzuweisen.
	7. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) des erst- sowie zweitinstanzlichen Verfahrens seien ausgangsgemäss zu regeln.
	1. Das erstinstanzliche Urteil vom 10. Januar 2017 sei im Schuldpunkt zu bestätigen.
	2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen.
	3. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen.
	4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschuldigten.
	1. Die Berufung des Beschuldigten und Berufungsklägers A._____ sei abzuweisen.
	2. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft sei gutzuheissen.
	3. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 10. Januar 2017 zu bestätigen.
	4. Der Berufungskläger sei zu verurteilen, der Privatklägerin für das zweitinstanzliche Verfahren eine angemessene Prozessentschädigung gemäss ausgewiesener Honorarnote zu bezahlen.
	5. Unter o/e-Kostenfolge.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 51 S. 5 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	1.2. Mit Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht, vom 10. Januar 2017 wurde der Beschuldigte A._____ im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs schuldig gesprochen und bestraft. Gegen dieses Urteil liess er inne...
	1.3. Mit Präsidialverfügung vom 7. Juni 2017 wurde der Privatklägerin sowie der Anklagebehörde Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 55). Während die Anklagebehörde mit ...
	1.4. Beweisanträge wurden im Rahmen des Vorverfahrens keine gestellt.
	1.5. Am 11. Dezember 2017 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der Beschuldigte in Begleitung seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. X._____ sowie der Staatsanwalt Dr. iur. Thomas Brändli und die Vertreterin der Privatklägerin...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. In ihrer Berufungserklärung vom 2. Juni 2017 sowie anlässlich der Berufungsverhandlung vom 11. Dezember 2017 beantragte die Verteidigung des Beschuldigten einen Freispruch vom Vorwurf der Schändung sowie eine entsprechende Neuregelung der Neben...
	2.2. Die Anklagebehörde beschränkte ihre Anschlussberufung auf die Bemessung der Strafe und den Vollzug (Urk. 57 und Urk. 73).
	2.3. Dementsprechend sind Dispositiv Ziff. 1 al. 2 (Schuldspruch wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln), Ziff. 8 (Kostenfestsetzung), Ziff. 10 (einstweilige Übernahme der Kosten für die amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse) und Ziff. 11 (Ho...
	2.4. Im übrigen Umfang steht das vorinstanzliche Urteil zwecks Überprüfung zur Disposition.
	II.  Sachverhalt

	3. Anklagevorwurf
	Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, er habe am 31. August 2015 zwischen 6.00 Uhr und 6.15 Uhr morgens während einer Taxifahrt vom Restaurant C._____ in Zürich-D._____ bis zur E._____-Strasse ... in der Nähe des ...platzes der Privatklä...

	4. Ausgangslage
	4.1. Der Beschuldigte stellte den ihm zur Last gelegten Vorwurf stets vehement in Abrede. Nach seinen Darstellungen sei es zwischen ihm und der Privatklägerin anlässlich der fraglichen Taxifahrt zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, weil die...
	4.2. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, gestützt auf die konsistenten und detailreichen Aussagen der Privatklägerin, welche mit genügend vielfältigen  Realkennzeichen versehen seien, sei anzunehmen, dass die Privatklägerin das Geschilderte selber er...
	4.3. Die Verteidigung wendet demgegenüber ein, die Vorinstanz stütze sich hauptsächlich auf die Aussagen der Privatklägerin. Es handle sich vorliegend um ein Vieraugendelikt. Erschwerend komme hinzu, dass die Privatklägerin zum Tatzeitpunkt schläfrig,...

	5. Beweiswürdigung
	5.1. Nachdem der Anklagesachverhalt damit seitens des Beschuldigten bestritten wird, sind die vorhandenen Beweismittel einer kritischen Würdigung zu unterziehen. In Bezug auf die Grundsätze der Beweiswürdigung kann vorab auf die zutreffenden Ausführu...
	5.2. Die Vorinstanz hat die Aussagen der Privatklägerin (Urk. 51 S. 8 ff.), des Beschuldigten (Urk. 51 S. 4 ff.) sowie diejenigen der Zeugen G._____ (Urk. 51 S. 17), F._____ (Urk. 51 S. 7 f.) und H._____ (Urk. 51 S. 18 f.) sehr detailliert und sorgfäl...
	5.3. Im Rahmen seiner Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte sodann zur Sache zusammengefasst zu Protokoll, er habe die Privatklägerin das erste Mal gesehen, als er ca. um 6 Uhr bei der C._____ angekommen sei. Er sei aggres...
	5.4. Vorab ist in Bezug auf die Kritik der Verteidigung, die Vorinstanz äussere sich nicht zur Glaubwürdigkeit der Parteien (Urk. 71 S. 11), festzuhalten, dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer einvernommenen Person im Sinne einer dauerhaften pers...
	5.5. Wenn die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung stark zusammengefasst zum Schluss kommt, die Privatklägerin habe sowohl gegenüber der Polizei als auch bei der Staatsanwaltschaft glaubhafte, in sich stimmige, ausführliche und zusammenhängende ...
	5.5.1. Die Depositionen der Privatklägerin überzeugen einerseits durch ihre Konstanz und andererseits dadurch, dass die durch sie geschilderten äusserlichen und innerlichen Abläufe nahtlos zu- und ineinander passen. Derart umfassend geschilderte und h...
	5.5.2. Der Beschuldigte sagte demgegenüber konstant aus, die Privatklägerin habe ihre Beine auf dem Armaturenbrett hochgelagert. Er habe sie gebeten, diese herunterzunehmen und diese schliesslich "aggressiv" heruntergedrückt, weil sie nicht auf seine ...
	5.6. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" darf sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirkl...
	5.6.1. Vorliegend handelt es sich um ein Vier-Augen-Delikt, bei welchem Aussage gegen Aussage steht. Zwar liegen noch die Aussagen der Zeugen H._____, G._____ und F._____ vor, welche jedoch sämtliche beim Vorfall im Taxi nicht anwesend waren und desha...
	5.6.2. Die Aussagen des Zeugen H._____ vermögen zur Sachverhaltserstellung wenig bis gar nichts beizutragen, vermochte er doch lediglich zu reproduzieren, was er vom Beschuldigten im Nachhinein erfahren hatte.
	5.6.3. Wenn die Vorinstanz weiter erwog, die Aussagen der Zeugin G._____ und des Zeugen F._____ würden die Version der Privatklägerin stützen, so ist ihr darin vollumfänglich zuzustimmen. Zwar waren auch diese beiden Zeugen beim eigentlichen Vorfall n...
	5.6.4. Die Sachbeschädigungen im und am Fahrzeug des Beschuldigten sind unbestritten. Sie wurden ebenso wie die Bisswunde, welche die Privatklägerin dem Beschuldigten im Rahmen der Auseinandersetzung unbestrittenermassen verabreichte, fotografisch dok...
	5.6.5. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auf der Innenseite des Slips der Privatklägerin im Bereich etwas oberhalb des Schrittes DNA-Spuren gefunden wurden, welche eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden konnten. Der DNA-Bericht stellt z...
	5.7. Gesamthaft betrachtet könnte man angesichts der gleichermassen originellen wie in sich stimmigen und im Kern doch überwiegend konstanten Aussagen der Privatklägerin versucht sein, daraus zu schliessen, dass es praktisch undenkbar sei, eine solche...
	5.8. Eine Minderheit des Gerichts hat gemäss § 124 GOG ihre abweichende Meinung betreffend den Schuldpunkt ins Protokoll aufnehmen lassen (Prot. II S. 12; Begründung in Urk. 77; diesem Urteil beigeheftet).
	III.  Sanktion

	6. Strafzumessung
	6.1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten (Urk. 51 S. 29 ff.).
	6.2. Die Anklagebehörde erhob mit Eingabe vom 9. Juni 2017 bekanntlich Anschlussberufung und beantragte eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten (Urk. 57 S. 2). In Bezug auf die grobe Verkehrsregelverletzung führte s...
	6.3. Die Verteidigung stellte sich dagegen auf den Standpunkt, für die Geschwindigkeitsübertretung sei mit Verweis auf die vorinstanzliche Begründung sowie die zwischenzeitlich dargelegten aktuellen finanziellen Verhältnisse eine Geldstrafe von 15 Tag...
	6.4. Die Vorinstanz hat die die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung zutreffend wiedergegeben, worauf zu verweisen ist (Urk. 51 S. 29 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Strafrahmen für eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln beträgt Geldstrafe oder...
	6.5. Tatkomponente
	6.5.1. In objektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass das Verschulden des Beschuldigten innerhalb der groben Verkehrsregelverletzungen leicht wiegt, zumal die Geschwindigkeitsüberschreitung um 26 km/h nur knapp über dem Grenzwert von 25 km/h liegt, der...
	6.5.2. In subjektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte direkt vorsätzlich handelte, weil er sich einen Auftrag eines Fahrgastes in … sichern wollte. Diese direkt vorsätzliche Tatbegehung wirkt sich leicht erschwerend auf die obje...
	6.6. Täterkomponente
	6.6.1. Die Vorinstanz hat das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten bis zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung korrekt wiedergegeben, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 51 S. 32 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Im Berufungsverf...
	6.6.2. Demgegenüber ist der Beschuldigte vorbestraft, wenn auch nicht einschlägig (Urk. 52), und beging die Geschwindigkeitsübertretung während laufender Probezeit, was sich zweifellos straferhöhend auswirkt. Zwar ist der Beschuldigte geständig, jedoc...
	6.7. Höhe des Tagessatzes
	6.7.1. Das Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten...
	6.7.2. Der Beschuldigte verfügt über ein monatliches Einkommen von Fr. 4'000.– netto (Urk. 70 S. 2 f.), welchem monatliche Ausgaben für die Krankenkassen in der Höhe von Fr. 620.– sowie Steuern von Fr. 146.– gegenüberstehen (Urk. 58 und 60/2). Ferner ...
	6.8. Der Beschuldigte ist folglich mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 80.– zu bestrafen.

	7. Vollzug
	7.1. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, dem Beschuldigten könne insgesamt keine günstige Prognose mehr gestellt werden, weshalb die ausgesprochene Strafe zu vollziehen sei. Immerhin sei zu erwarten, dass der Vollzug der Sanktion eine nach...
	7.2. Die Anklagebehörde beantragte im Rahmen ihrer Anschlussberufung den Vollzug der auszufällenden Strafe (Urk. 73 S. 2) und auch die Verteidigung anerkennt, dass die Strafe unbedingt auszusprechen ist (Urk. 71 S. 13).
	7.3. Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der ...
	7.4. Die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs sind in objektiver Hinsicht erfüllt, da eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen auszusprechen ist. Allerdings wurde der Beschuldigte mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August...
	IV.  Widerruf
	V.  DNA-Profil
	VI.  Zivilforderungen
	VII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	8. Kosten
	8.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
	8.2. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, zwar auferlegt, jedoch anschliessend erlassen (Urk. 51 S. 40 f.). Nachdem der Beschuldigte heut...
	8.3. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt im Berufungsverfahren vollumfänglich, während die Anklagebehörde mit ihrer Berufung unterlieg...

	9. Entschädigung
	9.1. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, reichte mit Eingabe vom 8. Dezember 2017 die Honorarnote für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren ein (Urk. 72). Die geltend gemachten Aufwendungen von 18.5 Stunden s...
	9.2. Ausgangsgemäss ist der Privatklägerin schliesslich keine Entschädigung für das Verfahren zuzusprechen (Art. 433 Abs. 1 StPO e contrario).

	10. Genugtuung
	10.1. Der Beschuldigte beantragt die Zusprechung einer angemessenen Genugtuung (Urk. 71 S. 1). Der Beschuldigte und seine Familie hätten unter der Untersuchung erheblich gelitten, weil der Vorwurf, als Sexualtäter im Verdacht zu stehen, das Verhältnis...
	10.2. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO Anspruch auf Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhältnisse, insbesondere bei Freiheitsentzug. Wie sich bereits aus dem Wor...
	10.3. Der Beschuldigte begründet nicht weiter, inwiefern er durch das vorliegende Verfahren besonders schwer in seiner Persönlichkeit verletzt worden sein soll bzw. das Verfahren mit einer überdurchschnittlichen psychischen Belastung verbunden gewesen...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung - Einzelgericht, vom 10. Januar 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- […]
	- der groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG.
	2.-7.  […]
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	9. […]
	10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	11. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird mit Fr. 7'700.– inkl. MWSt aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. […]
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 80.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. August 2015 (Geschäftsnummer DG150132-L) angeordnete Probezeit von 2 Jahren wird um 1 Jahr verlängert.
	5. Das Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des Berufungsverfahrens, inklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	8. Dem Beschuldigten wird keine Genugtuung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 die Vertretung  der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft (übergeben)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vertretung  der Privatklägerin (im Doppel für sich und die Privatklägerschaft)
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Sektion Administrativmassnahmen, 5001 Aarau;
	 das Bezirksgericht Zürich in die Akten des Geschäfts Nr.: DG150132-L;
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B.

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.