# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8b47b2e-28e6-530e-9d92-1588174bd1f4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-11-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.11.2004 SF 2004 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2004-41_2004-11-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. November 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 04 41 (nicht/mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Jegen, Riesen-Bienz, Tomaschett-Murer und Burtscher
Aktuar ad hoc Walder

——————

In der Strafsache

des X., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Post-
strasse 43, Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 24. September 2004 

wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 
Hausfriedensbruchs, geringfügiger Aneignung, mehrfachen Nichtanzeigens eines 
Fundes, mehrfacher Entwendung zum Gebrauch, mehrfachen Fahrens ohne Füh-
rerausweis, mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, mehrfacher 
Fälschung von Ausweisen, mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz 
sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

2

A. X.  wurde am N. in M. geboren und wuchs zusammen mit einer jüngeren 
Schwester bei den Eltern in A. auf, wo er auch sieben Jahre die Primar- und zwei 
Jahre die Sekundarschule besuchte. Nach einem Sprachaufenthaltsjahr in Freiburg 
absolvierte er eine vierjährige Lehre als Automechaniker bei der Garage B. in A.. In 
der Folge durchlief er eine zweijährige PC-Supporter-Ausbildung in R. SG. Von 
1982 bis 1984 arbeitete X. als Chauffeur beim Bauunternehmen C. AG in A.. Nach 
einem einjährigen Aufenthalt in Thailand und Indonesien arbeitete er bis 1987 auf 
Montage bei der Firma D. in Landquart. Die folgenden zwei Jahre befand er sich im 
Strafvollzug im Saxerriet, und danach arbeitete er während eines Jahres beim Kun-
denmaurer E. in A.. Von 1988 bis 1990 war er als Automechaniker bei der Garage 
F. in G. tätig. Danach befand er sich während 18 Monaten im Strafvollzug in der 
Strafanstalt Bitzi in Mosnang TG und arbeitete anschliessend während eines Jahres 
bei der Firma H. in I. als Akkordmaurer. Er war darauf etwa ein Jahr lang arbeitslos 
und nahm in der Folge verschiedene Temporärstellen an. Von 1996 bis 1998 befand 
sich X. im Strafvollzug im Saxerriet. Seit 1998 arbeitet er in der J. AG in K., wo er 
einen monatlichen Bruttolohn von 4'500 Franken bezieht. X. hat Schulden von etwa 
30'000 Franken, Vermögen besitzt er keines; er ist ledig und hat keinen Unterhalts-
verpflichtungen nachzukommen.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist der Angeklagte wie folgt verzeichnet:

02.11.1987 Kantonsgericht St. Gallen

gewerbsmässiger Diebstahl, qualifizierter Diebstahl, mehrfache Sachbe-
schädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfaches Verbrechen gegen 
das BetmG, mehrfache Übertretung des BetmG, mehrfache Entwendung 
zum  Gebrauch, mehrfaches Fahren trotz Führerausweisentzug/-verweige-
rung;
Gefängnis: 2 Jahre

11.04.1989 Bezirksgericht Werdenberg und Sargans

gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher 
Hausfriedensbruch, mehrfache Übertretung des BetmG, Sachentziehung, 
Betrug (unvollendeter Versuch), mehrfache Fälschung von Ausweisen, Ent-
wendung zum Gebrauch, Fahren trotz Führerausweisentzug/-verweigerung, 
pflichtwidriges Verhalten bei Unfall, Verletzung von Verkehrsregeln;
Gefängnis: 20 Monate

14.02.1995 Kantonsgericht Graubünden

mehrfacher gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, 
mehrfacher Hausfriedensbruch, Fahren trotz Führerausweisentzug/-verwei-
gerung;
Gefängnis: 27 Monate

16.06.1995 Kantonsgericht St. Gallen

gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfacher Betrug, mehrfache Sachbeschädi-
gung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Entwendung zum Ge-
brauch, mehrfaches Fahren trotz Führerausweisentzug/-verweigerung, 
mehrfache Übertretung des BetmG, mehrfache Urkundenfälschung;

3

Gefängnis: 9 Monate

02.07.1997 Gerichtskommission Gaster und See

mehrfacher Diebstahl, mehrfacher versuchter Diebstahl, Hehlerei, mehrfa-
che Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Entwen-
dung zum Gebrauch, mehrfaches Fahren trotz Führerausweisentzug/-ver-
weigerung;
Gefängnis: 1 Jahr

22.08.2000 Bezirksgericht Werdenberg und Sargans

mehrfacher Diebstahl, mehrfacher unvollendeter versuchter Diebstahl, mehr-
fache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Ent-
wendung zum Gebrauch, mehrfaches Fahren ohne Führerausweis, mehrfa-
che Übertretung des BetmG;
Gefängnis: 9 Monate

23.07.2002 Bezirksanwaltschaft Horgen

versuchter Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Fälschung 
von Ausweisen, Nichtanzeigen eines Fundes, mehrfaches Fahren trotz Füh-
rerausweisentzug/-verweigerung, Entwendung zum Gebrauch;
Gefängnis: 90 Tage
Busse: Fr. 500.--

Im SVG-Massnahmenregister (ADMAS) finden sich über X. folgende Eintragun-
gen:

26.11.1978 1 Monat Führerausweisentzug wegen anderer Fahrfehler;
26.12.1978 3 Monate Führerausweisentzug wegen anderer Fahrfehler;
22.09.1981 1 Monat Führerausweisentzug wegen Fahrens ohne Ausweis und anderer Fahrfehler;
18.11.1984 Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit wegen Drogensucht;

Der Angeklagte befand sich innerhalb der letzten fünf Jahre vor den hier zu 
beurteilenden Taten vom 3. Juni 1997 bis 17. Mai 1998, vom 8. Januar 2001 bis 29. 
Juni 2001 und vom 23. September 2002 bis 22. März 2003 im Strafvollzug. Der 
Leumund des Angeklagten muss wegen der zahlreichen Vorstrafen als angeschla-
gen bezeichnet werden. Seine Arbeitgeberin stellte ihm hingegen ein ausgezeich-
netes Arbeitszeugnis aus.

Im Zusammenhang mit vorliegender Strafuntersuchung befand sich der An-
geklagte vom 21. August 2002 bis 22. September 2002 und vom 3. bis 18. Sep-
tember 2003 (insgesamt 49 Tage) in Untersuchungshaft.

X. wurde im Zusammenhang mit vorliegendem Strafverfahren psychiatrisch 
begutachtet. In seinem Gutachten vom 17. März 2004 gelangt Dr. med. L., Oberarzt 
Forensischer Dienst der Psychiatrischen Klinik Beverin, Cazis, zu folgender Beur-
teilung:

4

1. Litt der Angeschuldigte im Zeitpunkt der Tat an einer Geisteskrankheit, an Schwachsinn 
oder einer schweren Störung des Bewusstseins, so dass seine Fähigkeit zur Einsicht in 
das Unrecht der Tat oder zum Handeln gemäss dieser Einsicht aufgehoben war (Art. 10 
StGB)?

"Nein."

2. War der Angeschuldigte zur Zeit der Tat in seiner geistigen Gesundheit oder in seinem 
Bewusstsein beeinträchtigt oder war er geistig mangelhaft entwickelt, so dass seine 
Fähigkeit zur Einsicht in das Unrecht der Tat oder zum Handeln gemäss dieser Einsicht 
herabgesetzt war, wenn ja in welchem Grad (Art. 11 StGB)?

"Die schwere und langjährige Opiatabhängigkeit des Expl. entspricht einer Beeinträchtigung der 
geistigen Gesundheit. Die Steuerungsfähigkeit des Expl. war zum Zeitpunkt seiner Delikte bei 
voll erhaltener Einsichtsfähigkeit leicht- bis mittelgradig eingeschränkt, weshalb aus psychiatri-
scher Sicht eine leichte Einschränkung der Zurechnungsfähigkeit vorlag."

3. Erfordert der Geisteszustand des Angeschuldigten ärztliche Behandlung oder besondere 
Pflege und ist anzunehmen, eine allfällige Rückfallgefahr lasse sich durch eine Einwei-
sung in eine Heil- und Pflegeanstalt verhindern oder vermindern (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB)?

Genügt eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 letzter Satz StGB?
"Nein (siehe 4.)."

Wäre der sofortige Vollzug einer Strafe mit einer ambulanten Behandlung vereinbar oder 
würde diese durch den Strafvollzug schwer beeinträchtigt?

"Entfällt (siehe 4.)."

4. Ist der Angeschuldigte trunksüchtig oder rauschgiftsüchtig und erscheint daher zur Ver-
hütung einer allfälligen Rückfallgefahr die Einweisung in eine Trinkerheilanstalt, eine 
Drogenentziehungsanstalt oder eine andere Heilanstalt zweckmässig (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB)?

Genügt eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 letzter Satz StGB?

Wäre der sofortige Vollzug einer Strafe mit einer ambulanten Behandlung vereinbar oder 
würde diese durch den Strafvollzug schwer beeinträchtigt?

"Ja, der Expl. ist rauschgiftsüchtig. Zur Verhütung einer allfälligen Rückfallgefahr und insbeson-
dere um die Legalprognose des Expl. zu verbessern, erscheint, unter Berücksichtigung der Vor-
geschichte des Expl. und seiner aktuellen Lebenssituation, zu Beginn einer Massnahme ent-
sprechend Art. 44 StGB eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik zum Droge-
nentzug indiziert, für welche der Expl. aktuell motiviert ist, um komplette Drogenfreiheit (auch 
von Methadon) zu erreichen. Im Weiteren erscheint eine ambulante Behandlung im Sinne von 
Art. 44 StGB für die Dauer von mindestens zwei Jahren die bestmögliche Variante, sofern aus 
juristischer Sicht ein Strafaufschub in Frage kommen würde. Vorteil wäre der Arbeitsplatzerhalt, 
der eine weitere soziale Destabilisierung verhindern würde. Der sofortige Vollzug einer Strafe 
mit einer ambulanten Behandlung wäre insofern eine schwere Beeinträchtigung der von unserer 
Seite favorisierten Gesamtbehandlung, die selbstverständlich unter Koordination der Schutz-
aufsicht, mit kontrollierenden psychiatrischen und suchtberaterischen Unterstützungen, aber 
auch mit einer eigentlichen psychiatrisch-psychotherapeutischen Therapie einhergehen soll-
ten."

5. Gefährdet der Angeschuldigte in schwerwiegender Weise die öffentliche Sicherheit, so 
dass er in einer Anstalt verwahrt werden muss, um ihn von weiterer Gefährdung anderer 
abzuhalten (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB)?

5

"Nein, der Expl. gefährdet die Öffentlichkeit nicht in schwerwiegender Weise im Sinne, dass er 
Menschen in Leib und Leben bedroht, mit Ausnahme strassenverkehrsrechtlicher Vergehen un-
ter Drogeneinfluss. Sollte er trotz Führerausweisentzug unter Drogen wieder ein Fahrzeug len-
ken, sollte jedoch entsprechend des damit verbundenen Gefährdungspotentials Dritter ein Ver-
fahren entsprechend geprüft werden."

6. Sind andere Massnahmen zweckmässig, z.B. Bevormundung, Verbeiständung

"Nein."

B. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 24. Sep-
tember 2004 werden X. die folgenden strafbaren Handlungen vorgeworfen:

1. Gewerbsmässiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB, mehrfache 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher 
Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.

Im Zeitraum von Mai 2001 bis Mai 2002 verübte der Angeklagte insge-
samt 32 Einbruchdiebstähle, wobei es in 11 Fällen bei einem Versuch 
blieb. Der Gesamtdeliktsbetrag beläuft sich auf ca. Fr. 98'400.--, der ver-
ursachte Sachschaden auf ca. Fr. 49'690.--. Der Angeklagte finanzierte 
durch die Diebstähle vornehmlich seinen Drogenkonsum.

Im Einzelnen werden dem Angeklagten folgende Straftaten zur Last ge-
legt:

1. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 1

Geschädigte(r):
1. Geschädigte 1, vertreten durch Vertreter 1

2. Geschädigter 1.1

Deliktsgut:
1. Notengeld, 1 Flasche Methadon

2. Faustfeuerwaffe

Deliktsbetrag: CHF 3'650.00

Sachschaden: CHF 500.00

Strafantrag: 1. gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

2. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 2

Geschädigte(r): Geschädigte 2, vertreten durch Vertreter 2

Deliktsgut: Geldkassette mit Bargeld, drahtloses Telefon

Deliktsbetrag: CHF 558.00

Sachschaden: CHF 600.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

3. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 3

Geschädigte(r): Geschädigter 3

6

Sachschaden: CHF 300.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

4. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 4

Geschädigte(r): Geschädigte 4, vertreten durch Vertreter 4

Sachschaden: CHF 500.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

5. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 5

Geschädigte(r):
Geschädigte 5, vertreten durch Vertreter 5

Sachschaden: CHF 600.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

6. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 6

Geschädigte(r): Geschädigte 6, vertreten durch Vertreter 6

Sachschaden: CHF 300.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

7. Zeit: 11./12. Mai 2001

Ort: Ort 7

Geschädigte(r): Geschädigte 7, vertreten durch Vertreter 7

Sachschaden: CHF 800.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

Adhäsionsklage:
Am 19.12.2001 machte die Adhäsionsklägerin 7 eine Forderung 
von Fr. 1'466.20 geltend.

8. Zeit: 14./15. Juli 2001

Ort: Ort 8

Geschädigte(r):
1. Geschädigter 8, vertreten durch Vertreterin 8
2. Geschädigte 8.1 vertreten durch Vertreter 8.1
3. Geschädigte 8.2, vertreten durch Vertreter 8.2

Deliktsgut:
2. VHS-Gerät, Briefmarken, Notengeld

3. div. Büroaccessoires

Deliktsbetrag:
2. CHF 1'650.00

3. CHF 5'084.90 

Sachschaden:
1. CHF 1'700.00
2. CHF 1'000.00

3. CHF 1'500.00

Strafantrag: 1, 2, 3 gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

7

9. Zeit: 14. - 16. Juli 2001

Ort: Ort 9

Geschädigte(r):
1. Geschädigte 9, vertreten durch Vertreter 9
2. Geschädigte 9.1, vertreten durch Vertreter 9.1

Deliktsgut: 1. 2 Fahrzeugschlüssel, 1 Klappmesser

2. Kleinbus Mazda E 2000 I

Deliktsbetrag: CHF 180.00

Sachschaden: CHF 500.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

10. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 10

Geschädigte(r): Geschädigte 10, vertreten durch Vertreter 10

Sachschaden: CHF 800.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

11. Zeit: 31. August 2001

Ort: Ort 11

Geschädigte(r):
1. Geschädigte 11, vertreten durch Vertreter 11

2. Geschädigter 11.1

Deliktsgut: 1. Laptopcomputer, div. Software, Bargeld, Taschenrechner

2. Notengeld

Deliktsbetrag: 1. CHF 10'725.90

2. CHF 67.55

Sachschaden: 1. CHF 2'500.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

12. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 12

Geschädigte(r): Geschädigte 12, vertreten durch Vertreter 12

Deliktsgut: Bargeld

Deliktsbetrag: CHF 9.00

Sachschaden: CHF 3'500.00

Strafantrag:
gestellt, wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedens-
bruchs

13. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 13

8

Geschädigte(r): Geschädigte 13, vertreten durch Vertreter 13

Deliktsgut: Bargeld

Deliktsbetrag: CHF 700.00

Strafantrag: gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

14. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 14

Geschädigte(r): Geschädigte 14, vertreten durch Vertreter 14

Deliktsgut: Modem, Bargeld

Deliktsbetrag: CHF 2'000.00

Sachschaden: CHF 7'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

15. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 15

Geschädigte(r): Geschädigte 15, vertreten durch Vertreterin 15

Sachschaden: CHF 4'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

16. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 16

Geschädigte(r): Geschädigte 16, vertreten durch Vertreter 16

Deliktsgut: Geissfuss

Deliktsbetrag: CHF 30.00

Sachschaden: CHF 3'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

Bemerkungen: Will nur an einer Aussentüre Sachschaden verursacht haben. 

17. Zeit: 30./31. August 2001

Ort: Ort 17

Geschädigte(r): Geschädigte 17, vertreten durch Vertreter 17

Deliktsgut: Bargeld

Deliktsbetrag: CHF 400.00

Sachschaden: CHF 1'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

18. Zeit: 13./14. November 2001

9

Ort: Ort 18

Geschädigte(r):
1. Geschädigte 18, vertreten durch Vertreterin 18

2. Geschädigte 18.1, vertreten durch Vertreter 18

Deliktsgut:
1. Teile von Wohnwand, Metallbeschläge, Fernsehkorpus, Rolf 

Knie Bild etc.

Deliktsbetrag: CHF 6'995.00

Sachschaden: CHF 5'000.00

Strafantrag:
1. gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

2. gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

Adhäsionsklage:
1. Am 27.11.2002 machte die Adhäsionsklägerin 18 eine Forde-

rung von Fr. 11'300.00 geltend.
2. Am 21.11.2002 bzw. am 24.08.2004 machte die Geschädigte 

18.1 eine Forderung von Fr. 563.80 geltend.

19. Zeit: 13./14. November 2001

Ort: Ort 19

Geschädigte(r): Geschädigte 19, vertreten durch Vertreter 19

Deliktsgut: Bargeld, Kopfhörer, Cinchkabel 

Deliktsbetrag: CHF 11'054.30

Sachschaden: CHF 1'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

20. Zeit: 13./14. November 2001

Ort: Ort 20

Geschädigte(r): Geschädigte 20, vertreten durch Vertreter 20

Sachschaden: CHF 500.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung

Adhäsionsklage:
Am 06.12.2002 machte Vertreter 20 eine Forderung von Fr. 423.20 
geltend.

21. Zeit: 12./13. Dezember 2001

Ort: Ort 21

Geschädigte(r):
1. Geschädigter 21, vertreten durch Vertreter 21

2. Geschädigter 21.1

Deliktsgut: 1. Bargeld, Revolver, Munition, Schliesszeug

Deliktsbetrag: 1. CHF 2'950.00

Sachschaden: 2. CHF 3'000.00

Strafantrag:
1. gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

2. gestellt wegen Sachbeschädigung

22. Zeit: 12./13. Dezember 2001

10

Ort: Ort 22

Geschädigte(r):
1. Geschädigte 22, vertreten durch Vertreter 22

2. Geschädigter 22.1

Sachschaden: 2. CHF 2'000.00

Strafantrag:
1. gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

2. gestellt wegen Sachbeschädigung

23. Zeit: 29./30. Dezember 2001

Ort: Ort 23

Geschädigte(r): Geschädigte 23, vertreten durch Vertreter 23

Deliktsgut: Bargeld, div. Teppiche 

Deliktsbetrag: CHF 2'780.00

Sachschaden: CHF 1'000.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

24. Zeit: 30. Dezember 2001

Ort: Ort 24

Geschädigte(r): Geschädigte 24, vertreten durch Vertreter 24

Deliktsgut: Bargeld 

Deliktsbetrag: CHF 1'600.00

Strafantrag: gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

25. Zeit: 29. - 31. Dezember 2001

Ort: Ort 25

Geschädigte(r): Geschädigte 25, vertreten durch Vertreter 25

Deliktsgut: div. Musikzubehör, 1 klassische und 1 elektrische Gitarre

Deliktsbetrag: CHF 7'651.00

Sachschaden: CHF 500.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

26. Zeit: 9./10. Februar 2002

Ort: Ort 26

Geschädigte(r): Geschädigte 26 vertreten durch Vertreter 26

Sachschaden: CHF 75.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

Bemerkung:
Betr. Entwendung des Firmenfahrzeugs Mazda E 2000 I, Kennzei-
chen O. vgl. unter Ziff. 3.2

27. Zeit: 9. - 11. Februar 2002

11

Ort: Ort 27

Geschädigte(r): Geschädigte 27, vertreten durch Vertreter 27

Deliktsgut: Polstergruppe, Bild 

Deliktsbetrag: CHF 8'300.00

Strafantrag: gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

28. Zeit: 9./10. Februar 2002

Ort: Ort 28

Geschädigte(r): Geschädigter 28, vertreten durch Vertreter 28

Deliktsgut: Bargeld, Computerprogramm, Kopfhörer, ca. 10 Notenhefte, 1 Ef-

fektgerät

Deliktsbetrag: CHF 3'534.00

Sachschaden: CHF 600.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

29. Zeit: 10. Februar 2002

Ort: Ort 29

Geschädigte(r): 1. Geschädigte 29, vertreten durch Vertreter 29

2. Geschädigte 29.1, vertreten durch Vertreter 29.1

Sachschaden: CHF 350.00

Strafantrag:
1. gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

2. gestellt, wegen Sachbeschädigung

30. Zeit: 16. März 2002

Ort: Ort 30

Geschädigte(r):
1. Geschädigter 30, vertreten durch Vertreter 30

2. Geschädigte 30.1, vertreten durch Vertreterin 30.1

Deliktsgut:
1. diverse Möbel und Accessoires

2. Bargeld

Deliktsbetrag: 1. CHF 5'042.90

2. CHF 9'595.30

Sachschaden:
1. CHF 500.00

2. CHF 4'670.00

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

Adhäsionsklage:
2. Am 03.12.2002 machte die Geschädigte 30.1 eine Forderung 

von Fr. 8'000.00 geltend.

31. Zeit: 27./28. April 2002

Ort: Ort 31

Geschädigte(r):
1. Geschädigter 31, vertreten durch Vertreter 31

12

2. Geschädigter 31.1

Deliktsgut: 1. Bargeld, Schlüssel 

Deliktsbetrag: 1. CHF 500.00

Sachschaden: 1. CHF 300.00

Strafantrag: 1. gestellt, wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

32. Zeit: 3./4. Mai 2002

Ort: Ort 32

Geschädigte(r): Geschädigter 32, vertreten durch Vertreter 32

Deliktsgut: Bargeld, Motorrad Suzuki SV 650, Accessoires 

Deliktsbetrag: CHF 13'349.00

Strafantrag: gestellt, wegen Hausfriedensbruchs

33. Zeit: 21. - 27. Juni 2003

Ort: Ort 33

Geschädigte(r): Geschädigter 33

Sachschaden: Fr. 100.--

Strafantrag: gestellt, wegen Sachbeschädigung

2. Geringfügige unrechtmässige Aneignung gemäss Art. 137 Ziff. 2 Abs. 1 
in Verbindung mit Art. 172ter StGB sowie mehrfaches Nichtanzeigen ei-
nes Fundes gemäss Art. 332 StGB. 

2.1 In der Nacht vom 17./18. April 2003 wurde bei einem Einbruch-
diebstahl in P. von einer unbekannten Täterschaft u.a. der Füh-
rerausweis lautend auf Q. gestohlen. 

Zu einem späteren Zeitpunkt liess eine unbekannte Person in ei-
nem Zug in Richtung Zürich ein Portemonnaie liegen, welches 
der Angeklagte behändigte. Bevor er das Portemonnaie in den 
Abfallkübel im Bahn-WC warf, entwendete er daraus den aus 
dem Diebstahl in P. stammenden Führerausweis lautend auf Q.. 
Wie die erwähnte unbekannte Person in den Besitz des Füh-
rerausweises von Q. gekommen war, konnte nicht ermittelt wer-
den.

Q. stellte Strafantrag wegen Vermögensdelikten. 

2.2 In der Zeit nach dem 27./29. Juli 2003 behändigte der Ange-
klagte ein Portemonnaie, welches in einer Telefonzelle am Bahn-
hof in R. SG liegen gelassen wurde. Im Portemonnaie befand 
sich u.a. der Führerausweis lautend auf S..

3. Mehrfache Entwendung zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 
SVG, mehrfaches Fahren ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 2 

13

SVG sowie mehrfacher Missbrauch von Ausweisen und Schildern 
gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 7 SVG.

Dem Angeklagten wurde der Führerausweis durch das Strassenver-
kehrs- und Schifffahrtsamt St. Gallen am 18. November 1984 auf un-
bestimmte Zeit entzogen.

3.1 In der Zeit vom 11. Mai bis 13. Dezember 2001 benutzte der An-
geklagte mindestens 20 Mal, ohne Einwilligung seiner Mutter, de-
ren Personenwagen Toyota Corolla, Kennzeichen T..

3.2 In der Nacht vom 9./10. Februar 2002 brach der Angeklagte in die 
Räumlichkeiten der Geschädigte 26, Ort 26, ein und behändigte 
das Firmenfahrzeug Mazda E 2000 I, Kennzeichen O. (vgl. Ziff. 
1.26). Mit diesem Fahrzeug fuhr er dann nach AC., wo er einen 
Einbruchversuch machte. Anschliessend stellte er das Fahrzeug 
wieder zurück. 

3.3 In der Nacht vom 3./4. Mai 2002 drang der Angeklagte in das Ge-
schädigter 32, Sumpfstrasse 1 in Steinhausen ein und entwendete 
das Kontrollschild Kennzeichen U., welches er in der Folge an ein 
am selben Ort gestohlenes Motorrad Suzuki SV 650 (vgl. Ziff. 
1.32) montierte. Bis zur Sicherstellung am 9. September 2003 fuhr 
der Angeklagte mehrfach mit dem genannten Motorrad umher. 

3.4 In der Zeit zwischen dem 21. und 27. Juni 2003 entwendete der 
Angeklagte das Kennzeichen V. des in der Tiefgarage an der Ort 
33 abgestellten Motorrades Yamaha SR 125 von Geschädigter 33. 

3.5 In der Nacht vom 26./27. Juni 2003 entwendete der Angeklagte 
das Kennzeichen AB. des im Unterstand an der Ort 34 abgestell-
ten Motorrades Suzuki DR 500.

4. Mehrfache Fälschung von Ausweisen gemäss Art. 252 StGB.

4.1 Der Angeklagte kaufte im August 2002 von einem ihm unbekannten Mann 
einen Führerausweis, lautend auf W. und wechselte das Originalfoto mit 
seinem eigenen Passfoto aus. Bei Gelegenheit wollte er den Ausweis ein-
setzen. 

4.2 Bei den in Ziff. 2.1 und Ziff. 2.2. der Anklageschrift erwähnten Füh-
rerausweisen, lautend auf Q. und S., wechselte der Angeklagte das Ori-
ginalfoto mit seinem Passfoto aus, in der Absicht, die Führerausweise 
bei Gelegenheit zu verwenden.

4.3 Der Angeklagte erstellte mittels eines Laserkopiergerätes drei Füh-
rerausweise, lautend auf X., sowie vier Fahrzeugausweise, ausgestellt 
auf das gestohlene Motorrad Suzuki SV 650, Kennzeichen V.. 

5. Mehrfache Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 lit. a WG.

5.1 Am 11./12. Mai 2001 entwendete X. in Klosters zum Nachteil von 
Geschädigter 1.1 dessen Pistole (vgl. Ziff. 1.1). 

5.2 Am 12./13. Dezember 2001 entwendete er in AA. zum Nachteil 
von Geschädigter 21.1 dessen Revolver (vgl. Ziff. 1.21).

6. Mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

14

Der Angeklagte beschaffte sich und konsumierte in der Zeit vom 23. Au-
gust 2000 bis 21. August 2002 sowie vom 10. Dezember 2002 bis 3. 
September 2003 in unregelmässigen Abständen mehrmals eine unbe-
stimmte Menge Heroin.

Im Zusammenhang mit dem vorliegenden Strafverfahren wurden bei X. 
Hausdurchsuchungen durchgeführt und verschiedene Gegenstände si-
chergestellt. Am 17. August 2004 beschlagnahmte der Untersuchungs-
richter folgendes: 

• 1 Videotasche der Marke Hama, schwarz. Beinhaltet eine Videokamera der 
Marke Sony, AF Precision CCD mit Ersatzakku, einen Adapter und An-
schlusskabel;

• 1 Personal Music Assistant der Marke Roland PMA-5;

• 1 Objektiv der Marke Nikon 80-200, Nr. 370897;

• 165 Ampullen Morphinium, CH Nr. 701700, Hersteller Streuli Uznach;

• 1 Computerprogramm (CD-R) Biometric Security Programm "Fingerprint";

• 3 Mitgliederausweise Schweizer Karateverband (einer ausgestellt auf X. Sil-
van) und div. Klebemarken CHF 50.-- (1998, 2000 und 2002);

• 2 Pack Patronen 7,65 mm, angebraucht;

• 1 Kabel der Marke TDK, ZCAT2035-0930;

• 2 Gedenkmünzen (1 Gold, Bill Clinton und 1 Silver USA);

• 2 Suzuki Bücher (Owner's Manual und Dealer Network);

• 1 Schachtel mit div. PC-Programmen bzw. CD-ROM

• diverse Schlüssel:

- 1 KABA 8 (Anhänger "Gewerberaum Spinereistrasse)

- 1 Fahrzeugschlüssel Toyota (Anhänger "GR 60743")

- 1 Schlüssel der Marke Börkey

- 1 Schlüssel mit Anhänger "V A G"

- 1 KABA 20, Serie-Nr. 180421, Schl.-Bez. 1004

- 1 KABA Start (Anhänger "Lift Comp Tech")

- 1 Schlüsselbund (Anhänger "Buss Diesel) mit 5 Schlüsseln

- 1 Schlüssel SEA (Anhänger "PF 5238")

- 1 Schlüsselbund (schwarzer Anhänger) mit 4 Schlüsseln

- 1 Fahrzeugschlüssel Toyota

- 1 Schlüssel "Valeo"

Zudem wurden anlässlich der Hausdurchsuchung vom 21. August 2002 
in der Wohnung des Angeklagten diverse Säcklein Heroin, insgesamt 
30 Gramm, und anlässlich einer anderen Hausdurchsuchung weitere ca. 
4 Gramm Heroin sichergestellt. Die Betäubungsmittel wurden am 15. 
Juli 2004 untersuchungsrichterlich beschlagnahmt.

15

C. An der Hauptverhandlung vom 23. November 2004 vor der Strafkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden waren Staatsanwalt Dr. Jakob Grob so-
wie der Angeklagte mit seinem amtlichen Verteidiger anwesend. Im Rahmen der 
Befragung zur Person führte X. aus, er arbeite nun seit sieben Jahren bei der J. AG 
in K., wo er als Bereichsleiter für den Unterhalt von etwa 150 Maschinen verantwort-
lich sei. Er wohne nach wie vor bei seiner Mutter und zahle dieser pro Monat 500 
Franken. Seine deliktische Tätigkeit habe mit der Beschaffung von Betäubungsmit-
teln zu tun; wenn er keine solchen konsumiere, komme er gar nicht auf derartige 
Gedanken. Wenn bisherige ambulante Behandlungen während des Strafvollzuges 
nichts gebracht hätten, müsse er dazu feststellen, dass es viel Kraft brauche, um in 
der alles andere als idealen Umgebung einer Strafanstalt, wo Drogenhandel an der 
Tagesordnung sei, erfolgreich eine Therapie durchzuführen. Der Drogenkonsum sei 
trotz der Einnahme von 50 mg Methadon pro Tag immer noch ein Thema. Auf ent-
sprechende Befragung durch den Staatsanwalt antwortete der Angeklagte, er kon-
sumiere pro Woche etwa fünf Gramm Heroin, für das er 200 bis 250 Franken zu 
zahlen habe; es könnten manchmal aber auch 15 g Heroin pro Woche sein, welchen 
Stoff er ausschliesslich rauchend einnehme und für den er dann rund 700 Franken 
ausgebe. Die vom Psychiater vorgeschlagene Lösung, welche vorerst einen statio-
när durchzuführenden körperlichen Entzug, der mit Bezug auf das Heroin etwa zwei 
Wochen und bezüglich des Methadon etwa zwei bis drei Monate erfordern würde, 
und anschliessend eine ambulante Behandlung der psychischen Abhängigkeit vor-
sehe, würde ihm erlauben, seine Arbeitsstelle, an der ihm viel gelegen sei, zu be-
halten. Vom Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht, dass der Vorschlag des 
Gutachters aus rechtlicher Sicht fragwürdig sei, erklärte der Angeklagte, dass er 
sich auch mit einer stationären Behandlung unter Aufschub des Strafvollzuges ein-
verstanden erklären könnte. Zwar würde er bei dieser Lösung seine Stelle verlieren, 
was aber wohl auch bei einem Strafvollzug der Fall wäre. Mit Bezug auf die ihm in 
der Anklageschrift vorgeworfenen strafbaren Handlungen erklärte sich der Ange-
klagte mit kleinen, für die Gesamtbeurteilung bedeutungslosen Details geständig.

Nach Abschluss des Beweisverfahrens stellte und begründete Staatsanwalt 
Dr. Grob folgende Anträge:

„1. X. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er mit 24 Monaten Gefängnis und mit einer Busse von 100 
Franken zu bestrafen, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der Be-
zirksanwaltschaft Horgen vom 23. Juli 2002.

 3. Die erstandene Untersuchungshaft von 49 Tagen sei auf den Vollzug 
anzurechnen.

16

 4. Die auf Seite 19 der Anklageschrift aufgeführten, sichergestellten Ge-
genstände und Betäubungsmittel seien gestützt auf Art. 58 und 59 
StGB gerichtlich einzuziehen.

 5. Gesetzliche Kostenfolge.“

Der amtliche Verteidiger führte aus, die diversen deliktischen Streifzüge des 
Angeklagten zur Geldbeschaffung für den Erwerb von Drogen seien bewiesen und 
eingestanden und auch die rechtliche Subsumtion der Taten durch den Staatsan-
walt bedürfe keiner Ergänzungen. Rechtsanwalt Bardill befasste sich darauf im We-
sentlichen mit der Frage, mit welcher Massnahme die grösstmögliche Aussicht auf 
eine erfolgreiche Resozialisierung seines Mandanten zu erreichen sei. Er aner-
kannte sodann die Adhäsionsklagen der Adhäsionsklägerin 7, des Adhäsionskläger 
20, der Adhäsionsklägerin 18.1 sowie der Adhäsionsklägerin 30.2, während er jene 
der Adhäsionsklägerin 18 bestritt, weil einige der eingeklagten Gegenstände be-
schlagnahmt und den Eigentümern zurückgegeben worden seien. Zum Abschluss 
seiner Ausführungen stellte der Verteidiger folgende Anträge:

„1. X. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er zu bestrafen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben und es sei eine stati-
onäre/ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Massnahme im 
Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 und Ziff. 6 StGB anzuordnen.

 4. X. sei für die Dauer der Massnahme unter Schutzaufsicht zu stellen.

 5. Kostenfolge gemäss Gesetz.“

Im Schlusswort schloss sich der Angeklagte den Ausführungen seines Ver-
teidigers an. Er betonte, er pflege keinen Kontakt zur Drogenszene, hingegen 
wäre er im Strafvollzug einem solchen ausgesetzt. Er bedauere die von ihm be-
gangenen Straftaten und entschuldige sich bei den Geschädigten.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

I. 1. Der X. in der Anklageschrift vorgeworfene Sachverhalt ist mit Bezug 
auf sämtliche Tatbestände im Wesentlichen durch die von der Staatsanwaltschaft 
vorgelegten Beweise belegt und vom Angeklagten auch zugestanden. Grundsätz-
lich bestritten wird von X. nur der Vorwurf, anlässlich des Einbruchs vom 29. auf den 
30. Dezember 2001 in das Geschädigter 23 in Ort 23 neben Bargeld und zwei Bil-
dern auch Teppiche entwendet zu haben. Der Staatsanwaltschaft gestand anläss-
lich der Hauptverhandlung zu, dass mit Bezug auf diese Gegenstände kein rechts-

17

genüglicher Beweis für die Täterschaft des Angeklagten habe erbracht werden kön-
nen, so dass die Beweislage zu dessen Gunsten zu würdigen sei. Es ist damit von 
dem von X. anerkannten Sachverhalt auszugehen, was allerdings mit Bezug auf die 
Gesamtwürdigung so wenig von Belang ist wie der Hinweis des Angeklagten, der 
beim Einbruch in die Lagerhalle der Geschädigte 7 angeblich entstandene Sach-
schaden erscheine ihm etwas hoch. Was bei diesem und sechs weiteren in der 
Nacht vom 11. auf den 12. Mai 2001 verübten Einbrüchen zu denken gibt, ist der 
Umstand, dass sie zu einer Zeit begangen wurden, während welcher sich X. im 
Saxerriet in dem in Halbgefangenschaft durchgeführten Strafvollzug befand. Der 
Angeklagte vermochte zu dieser erstaunlichen Tatsache keine Erklärung zu geben. 
Da die Delikte und die Tage, an welchen diese verübt wurden aber feststehen und 
unbestritten sind, bleibt nur die Schlussfolgerung, dass es X. gelungen ist, selbst 
während des Strafvollzuges Einbruchdiebstähle zu begehen!

2.a) Dem Angeklagten wird vorerst gewerbsmässiger Diebstahl im Sinne 
von Art. 139 Ziff. 2 StGB zur Last gelegt. Dieses Delikts macht sich schuldig, wer 
sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen anderen damit 
unrechtmässig zu bereichern. Gewerbsmässig handelt, wer die Tat mehrfach be-
gangen hat und in der Absicht handelte, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, und 
wenn auf Grund seiner Taten geschlossen werden muss, er sei zu einer Vielzahl 
von unter den fraglichen Tatbestand fallenden Taten bereit gewesen. Das Bundes-
gericht hat in seiner neueren Rechtsprechung den Qualifikationsgrund der Ge-
werbsmässigkeit insofern neu definiert, als es im Begriff des berufsmässigen Han-
delns den Ansatzpunkt für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit sieht. Der 
Täter handelt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die 
deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines 
bestimmten Zeitraumes sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften er-
gibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt, wobei nicht 
erforderlich ist, dass diese die einzige oder auch nur die hauptsächliche Einnahme-
quelle des Täter bildet (BGE 119 IV 132 f.).

Wenn die Staatsanwaltschaft die von X. verübte Einbruchserie unter den Tat-
bestand des gewerbsmässigen Diebstahls subsumiert, ist daran nach der oben um-
schriebenen Definition dieses Delikts nichts auszusetzen, und es schliesst sich 
denn auch der Verteidiger zu Recht der Betrachtungsweise der Anklage an. Es liegt 
auch tatsächlich auf der Hand, dass der Angeklagte, indem er sich anlässlich der 
ihm vorgeworfenen und nachgewiesenen 33 Einbrüchen Bargeld und bewegliche 
Gegenstände verschiedenster Art angeeignet hat, um sich aus der Beute in erster 

18

Linie die Mittel für den Erwerb von Drogen zu verschaffen, Diebstähle begangen 
und dass er angesichts der Vielzahl der verübten Einbrüche zu erkennen gegeben 
hat, dass es seine Absicht war, durch seine Taten ein zusätzliches Einkommen zu 
erzielen und er dabei berufsmässig in der oben umschriebenen Weise handelte. An 
der Qualifikation der Einbruchsserie als gewerbsmässiger Diebstahl gibt es somit 
keine Zweifel; X. ist folglich im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

b) Die Anklage lautet im Zusammenhang mit den 33 Einbruchdiebstählen 
auch auf mehrfache Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB und auf 
mehrfachen Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB. Bei der Verübung seiner 
Einbruchdiebstähle pflegte X. offensichtlich gegen den Willen der Berechtigten in 
deren Räumlichkeiten einzudringen, wobei dies in den meisten Fällen nur unter Ge-
waltanwendung und damit durch das Verursachen von Sachschaden möglich war. 
In 33 Fällen stellten die Geschädigten Strafantrag wegen Sachbeschädigung und in 
34 Fällen wegen Hausfriedensbruchs (bei einzelnen Einbrüchen wurden mehrere 
Personen oder Firmen geschädigt). Es ist offenkundig, dass der Angeklagte die ob-
jektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale beider eingeklagten Straftat-
bestände erfüllte. In allen Fällen, in denen Geschädigte Strafantrag wegen Sachbe-
schädigung stellten, weil X. gewaltsam in ihre Räumlichkeiten eingedrungen war, 
ist durch die Polizeirapporte ausgewiesen, dass Sachschaden in unterschiedlichem 
Ausmasse entstanden ist. Ob dieser – wie vom Angeklagten geltend gemacht wird 
- in einzelnen Fällen nicht ganz die von den Geschädigten angegebene Schaden-
höhe erreichte, ändert an der rechtlichen Qualifikation nichts. Der Angeklagte hat 
die Sachbeschädigungen auch offensichtlich mit Wissen und Willen begangen. Er 
hat, um zu seinem Ziel zu gelangen, bewusst Fenster, Türen und Schubladen auf-
gebrochen oder Türschlösser abgewürgt und damit vorsätzlich gehandelt. Der ein-
geklagte Tatbestand der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB ist daher in jeder Hinsicht erfüllt.

Es bedarf auch keiner eingehenden Begründung, dass X. sich auch für den 
weiteren eingeklagten Straftatbestand des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 
StGB zu verantworten hat. Diese Tat begeht, wer gegen den Willen des Berechtig-
ten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses 
oder in einen unmittelbar zu einem Haus gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder 
Garten oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt oder trotz der Aufforderung 
eines Berechtigten, sich zu entfernen, darin verweilt. Dass das Eindringen X.s in die 
verschiedenen Lokalitäten, in denen er Diebstähle zu begehen beabsichtigte, gegen 
den Willen der Berechtigten erfolgte, liegt auf der Hand und wird durch die gestellten 

19

Strafanträge bestätigt, und es ist auch offenkundig, dass das Betreten der Räum-
lichkeiten unrechtmässig erfolgte. Dies alles war für den Angeklagten klar erkenn-
bar, doch setzte er sich zur Erreichung seines Ziels über diese Einsicht hinweg. Der 
Tatbestand von Art. 186 StGB ist in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt und X. 
für sein Verhalten entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes der mehrfachen 
Verletzung dieser Strafnorm schuldig zu sprechen.

3.a) In der Nacht vom 17. auf den 18. April 2003 wurde in ein Geschäfts-
haus in P. eingebrochen, wobei unter anderem aus einer sich im Büro der Y. AG 
befindlichen, Q. gehörenden Tasche ein Portemonnaie gestohlen wurde, in wel-
chem sich neben Kreditkarten, etwas Bargeld, Kundenkarten usw. auch ein Füh-
rerausweis befand. X., welcher im Zusammenhang mit diesem Einbruchdiebstahl 
befragt wurde, bestritt vehement, mit dieser Tat etwas zu tun zu haben, und es 
konnte ihm nicht nachgewiesen werden, Urheber dieses Delikts zu sein. Als der 
Angeklagte etwas später im Zug in Richtung Zürich reiste, fand er das Portemon-
naie, das den auf Q. lautenden Führerschein enthielt. Er behändigte diesen und 
warf das Portemonnaie darauf in den Abfallkübel des Bahn-WC. Indem er sich den 
gefundenen Führerausweis, also eine fremde bewegliche Sache von geringem Wert 
aneignete, beging er eine geringfügige unrechtmässige Aneignung im Sinne von 
Art. 137 Ziff. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 172ter StGB. Da seitens des Geschä-
digten der zur Verfolgung dieses Delikts notwendige Strafantrag gestellt wurde, ist 
X. dem Antrag des Staatsanwaltes entsprechend schuldig zu sprechen.

b) Des Nichtanzeigens eines Fundes im Sinne von Art. 332 StGB macht sich 
schuldig, wer beim Fund oder bei der Zuführung einer Sache nicht die im Zivilge-
setzbuch vorgeschriebene Anzeige erstattet. Der Angeklagte hat auf einer Bahn-
fahrt in Richtung Zürich ein Portemonnaie gefunden, daraus einen Führerschein 
entwendet und den Fundgegenstand darauf weggeworfen, anstatt ihn entsprechend 
der Vorschrift von Art. 720 ZGB anzuzeigen. In gleicher Weise hat er Ende Juli 2003 
in einer Telefonzelle in R. SG ein Portemonnaie gefunden und darauf einen Füh-
rerausweis entwendet. Auch in diesem Falle hat er den Fund nicht vorschrifts-
gemäss angezeigt. Während im ersten Fall nach dem oben unter 3.a) Gesagten die 
Entwendung des Führerausweises zu einem Schuldspruch wegen geringfügiger un-
rechtmässiger Aneignung erfolgte, entfällt im zweiten Fall eine Bestrafung mangels 
eines entsprechenden Antrags. Der Angeklagte erfüllte hingegen durch das Nicht-
anzeigen des Fundes in beiden Fällen den Tatbestand von Art. 332 StGB, der von 
Amtes wegen zu verfolgen ist. X. ist daher der mehrfachen Widerhandlung gegen 
diese Strafbestimmung schuldig zu sprechen.

20

4.a) X. ist geständig, in der Zeit von Mai bis Dezember 2001 mindestens 20 
Mal den Personenwagen seiner Mutter benutzt zu haben, ohne über deren Einwilli-
gung zu verfügen. Er gibt ferner zu, in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2002 
ein Firmenfahrzeug der Geschädigten 26 im Ort 26 entwendet zu haben, mit diesem 
nach AC. gefahren zu sein und es anschliessend wieder an seinen ursprünglichen 
Standort zurückgebracht zu haben. Es liegt auf der Hand, dass die Verwendung 
dieses Fahrzeugs auch in diesem Falle ohne beziehungsweise gegen den Willen 
des Halters erfolgte. In  beiden Fällen hat der Angeklagte das fremde Fahrzeug 
nicht in der Absicht entwendet, es für sich zu behalten, er hat es vielmehr lediglich 
zur vorübergehenden Benutzung an sich genommen. Er erfüllte durch sein Verhal-
ten den Straftatbestand der Entwendung zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 SVG, 
wobei angesichts der zahlreichen Fahrten auf mehrfache Tatbegehung zu erkennen 
ist.

b) Der Angeklagte führte alle oben genannten Fahrten aus, ohne im Besitze 
eines Führerscheins zu sein; dieser war ihm schon vor zwanzig Jahren wegen Dro-
gensucht auf unbestimmte Zeit entzogen worden. X. machte sich damit des mehr-
fachen Fahrens ohne Führerausweis im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG schuldig.

c) In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai 2002 entwendete der Angeklagte im 
Motorradgeschäft des Geschädigten 32 das Kontrollschild Kennzeichen U., welches 
er darauf an einem daselbst gestohlenen Motorrad montierte und anschliessend 
während mehrerer Monate verwendete. Ende Juni 2003 entfernte X. von einem Mo-
torrad in einer Tiefgarage das Kontrollschild Kennzeichen V., und in der Nacht vom 
26. auf den 27. Juli 2003 montierte er von einem Motorrad das Kontrollschild Kenn-
zeichen AB. ab. Nachdem der Angeklagte gegenüber der Kantonspolizei St. Gallen 
behauptete, mit der Entwendung dieser Kontrollschilder nichts zu tun zu haben, gab 
er die Taten anlässlich der Schlusseinvernahme durch den Untersuchungsrichter 
zu und erklärte, er habe die Kontrollschilder an sein gestohlenes Fahrzeug montie-
ren wollen. Indem X. sich die für andere Fahrzeuge bestimmten Schilder aneignete 
und verwendete, erfüllte er den Tatbestand des Missbrauchs von Schildern und 
Ausweisen gemäss Art. 97 Ziff. 1 Abs. 1 und 7 SVG; auch in diesem Fall ist auf 
mehrfache Tatbegehung zu erkennen.

5. Die Anklage wirft X. vor, im August 2002 einen auf W. lautenden Füh-
rerausweis gekauft und mit einem eigenen Passfoto versehen zu haben. Sodann 
habe er bei den zwei oben unter Ziffer 3 erwähnten entwendeten Führerausweisen 
die Originalfotos mit seinem Passfoto ausgetauscht; es sei seine Absicht gewesen, 

21

die gefälschten Ausweise bei Gelegenheit zu verwenden. Schliesslich habe der An-
geklagte mit einem Laserkopiergerät drei auf seinen Namen lautende Führeraus-
weise sowie vier Fahrzeugausweise angefertigt und in diese das Kennzeichen V. 
gestohlenen Motorrades eingetragen. Führerausweise sind Urkunden, durch wel-
che festgestellt wird, dass die Person, auf die sie lauten, die Voraussetzungen er-
füllt, welche das Gesetz an das Führen von Motorfahrzeugen stellt. Indem der An-
geklagte drei echte, aber nicht auf ihn lautende Führerausweise mit seinem Foto 
versah, verfälschte er diese Urkunden, womit er den objektiven Tatbestand der Fäl-
schung von Ausweisen gemäss Art. 252 StGB erfüllte. Das Erstellen eines falschen 
Ausweises, wie es durch das Fotokopieren von drei Führer- und vier Fahrzeugaus-
weisen geschah, wird im deutschen Text der erwähnten Strafnorm nicht erwähnt, 
doch zeigt ein Blick auf die romanischen Gesetzestexte (créer un titre faux, formare 
un documento falso), dass auch eine solche Falschbeurkundung von Art. 252 StGB 
erfasst wird (BGE 70 IV 173). Man könnte sich noch fragen, ob Fahrzeugausweise 
überhaupt Tatobjekt sein können, da diese auf den ersten Blick nicht unmittelbar 
der Qualifikation einer Person dienen, sondern in erster Linie Dokumente darstellen, 
welche belegen, dass die für die Zulassung von Motorfahrzeugen erforderlichen 
Voraussetzungen erfüllt sind. Anderseits kann aber doch gesagt werden, dass der 
Fahrzeugausweis die Person, auf die er lautet, als Halter qualifiziert, diesem da-
durch im weiteren Sinne das Fortkommen erleichtert und somit als Ausweis im 
Sinne von Art. 252 StGB anerkannt werden kann. Die Frage ist letztlich jedoch ohne 
praktische Bedeutung, da in jedem Falle die sechs gefälschten und falschen Füh-
rerausweise Tatobjekte darstellen, so dass in jedem Falle der eingeklagte Tatbe-
stand der mehrfachen Fälschung von Ausweisen gemäss Art. 252 Ziff. 1 StGB erfüllt 
ist.

6. Nach Art. 33 Abs. 1 lit. a des Waffengesetzes wird mit Gefängnis oder 
Busse bestraft, wer ohne Berechtigung Waffen, wesentliche oder besonders kon-
struierte Waffenbestandteile, Waffenzubehör, Munition oder Munitionsbestandteile 
überträgt, vermittelt, erwirbt, bestellt, abändert, trägt oder einführt. X. ist überführt 
und geständig, in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai 2001 zum Nachteil von Ge-
schädigter 1.1 eine Pistole und vom 12. auf den 13. Dezember 2001 zum Nachteil 
von Geschädigter 21.1 dessen Revolver entwendet zu haben. Da er unbestrittener-
massen nicht im Besitze einer Bewilligung zum Erwerb einer Waffe ist, machte sich 
der Angeklagte durch die Entwendung der beiden Handfeuerwaffen nicht nur des 
Diebstahls, sondern auch der Widerhandlung gegen die oben erwähnte Bestim-
mung des Waffengesetzes schuldig.

22

7. X. wird schliesslich vorgeworfen, sich in der Zeit vom 23. August 2000 bis 
zum 21. August 2002 sowie vom 10. Dezember 2002 bis 3. September 2003 in 
unregelmässigen Abständen mehrmals eine unbestimmte Menge Heroin beschafft 
und dieses konsumiert zu haben. Der Angeklagte gab anlässlich der Hauptverhand-
lung zu, ohne selbst in der Drogenszene zu verkehren, sich seit Jahren in Zürich 
zum Eigengebrauch den notwendigen Stoff zu beschaffen, um pro Woche bis gegen 
15 g Heroin rauchen zu können. Auf Grund dieser Sachlage ist erstellt, dass der 
Angeklagte schon über einen langen Zeitraum hinweg sich immer wieder Drogen 
verschafft und solche konsumiert und damit immer wieder gegen Art. 19a Ziff. 1 des 
Betäubungsmittelgesetzes verstossen hat; er ist demnach dem Antrag des Staats-
anwaltes entsprechend im Sinne dieser Bestimmung schuldig zu sprechen.

II. 1. Bei der Strafzumessung geht der Richter vom Verschulden des Täters 
aus; er berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Ver-
hältnisse des Schuldigen (Art. 63 StGB). Hat jemand mehrere strafbare Handlungen 
begangen, so verurteilt ihn der Richter nach dem in Art. 68 Ziff. 1 StGB verankerten 
Asperationsprinzip zu der Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer ange-
messen. Er kann jedoch das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr 
als die Hälfte erhöhen und ist an das gesetzliche Höchstmass der Strafe gebunden. 
Es ist dabei von der abstrakten Strafdrohung auszugehen; als schwerste Tat gilt 
jene mit der höheren Höchststrafe. Von den zahlreichen Straftatbeständen, für wel-
che sich X. zu verantworten hat, kennt der gewerbsmässige Diebstahl gemäss Art. 
139 Ziff. 2 StGB die höchste Strafandrohung, nämlich Zuchthaus bis zu zehn Jahren 
oder Gefängnis nicht unter drei Monate. Diese schwerste Tat bildet somit Ausgangs-
punkt der Strafzumessung.

Das Verschulden des Angeklagten wiegt schwer, hat er doch im Zeitraum 
von rund einem Jahr 33 Vermögensdelikte und zudem während und über diese Zeit-
spanne hinaus noch zahlreiche weitere Delikte begangen. Strafschärfend wirkt sich 
das Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen und die mehrfache Began-
genschaft aus. Im gleichen Sinne ist zu berücksichtigen, dass ein Rückfall gemäss 
Art. 67 StGB vorliegt, waren doch zur Zeit der Tat noch nicht fünf Jahre vergangen, 
seit X. eine Freiheitsstrafe verbüsst hat. Straferhöhend wirkt sich aus, dass der An-
geklagte nicht weniger als sieben einschlägige Vorstrafen aufweist, von denen er 
verschiedene zu verbüssen hatte. Dabei fällt erheblich ins Gewicht, dass es X. ge-
lang, selbst während des Strafvollzuges, nämlich in der Nacht vom 11. auf den 12. 
Mai 2001 unter unerklärlichen Umständen sieben Einbruchdiebstähle zu begehen 
und dass er kurz nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug am 29. Juni 2001 

23

bereits am 14./15. Juli 2001 seine kriminelle Tätigkeit wieder aufnahm und bis zu 
seiner neuerlichen Inhaftierung im September 2002 den grossen Teil der in diesem 
Verfahren beurteilten Straftaten beging, ja selbst nach der letzten Haftentlassung 
am 22. März 2003 wieder straffällig wurde. Das alles ist ein Beweis dafür, dass sich 
der Angeklagte von den vielen, zu einem grossen Teil verbüssten Vorstrafen nicht 
von der Begehung weiterer Delikte abhalten liess; diese hartnäckige Fortsetzung 
des strafbaren Verhaltens selbst nach mehrmonatigen Freiheitsentzügen muss zu 
einer spürbaren Straferhöhung führen. In gleicher Weise wirkt sich der durch die 
vielen Straftaten erheblich getrübte Leumund aus.

Nach dem psychiatrischen Gutachten von Dr. L. vom 17. März 2004 liegt bei 
X. eine leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit vor. Zu diesem Schluss ist der Gut-
achter gekommen, indem er dem Angeklagten volle Einsichtsfähigkeit attestierte, 
die Fähigkeit, gemäss dieser Einsicht zu handeln, die so genannte Steuerungsfähig-
keit, jedoch als leicht bis mittelgradig vermindert bezeichnete. Der vom Gutachter 
gestützt auf seine Exploration gezogene Schluss auf eine leicht verminderte Zu-
rechnungsfähigkeit ist jedoch falsch, was das Kantonsgericht erst kürzlich in einem 
Fall festgehalten hat. Ist eine Person voll einsichtsfähig, jedoch zu 100 % nicht fähig, 
der Einsicht gemäss zu handeln, so ist sie voll zurechnungsunfähig. Der Grad der 
verminderten Zurechnungsfähigkeit ergibt sich mit anderen Worten nicht aus einer 
Mischrechnung gestützt auf die Einsichtsfähigkeit einerseits und die Fähigkeit, ein-
sichtsgemäss zu handeln andererseits. Auf den vorliegenden Fall bezogen heisst 
das, dass bei einer leicht bis mittelgradig attestierten Verminderung der Fähigkeit 
zu einsichtsgemässem Handeln auch die Zurechnungsfähigkeit in diesem Masse 
vermindert ist. Das Gericht muss daher bei der Bemessung der Strafe von einer 
leicht bis mittelgradig verminderten Zurechnungsfähigkeit ausgehen, was zu einer 
Strafmilderung führt. Der Verteidiger macht sodann geltend, in strafmilderndem 
Sinne sei auch zu berücksichtigen, dass der Angeklagte in einer finanziellen Notlage 
gehandelt und keinen anderen Ausweg gesehen habe, als strafbare Handlungen zu 
begehen, wobei er sich stets verhältnismässigen Vorgehens befleissigt habe und 
nie gegenüber jemandem tätlich geworden sei. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 
werden. Abgesehen davon, dass Art. 64 StGB die Strafmilderungsgründe absch-
liessend aufzählt und die von der Verteidigung vorgebrachten Argumente sich unter 
keinen der im Gesetz erwähnten mildernden Umstände subsumieren lassen, kann 
bei dem recht gut verdienenden Angeklagten, der für niemanden zu sorgen hat und 
für ein bescheidenes Entgelt bei seiner Mutter wohnt, selbst dann nicht von einer 
finanziellen Notlage gesprochen werden, wenn der anlässlich der Hauptverhand-
lung bezifferte Aufwand für die Beschaffung der Drogen berücksichtigt wird. Auch 

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von dem vom Verteidiger erwähnten besonders schonenden Vorgehen bei der Ver-
übung der Einbruchdiebstähle kann angesichts des doch recht erheblichen Sach-
schadens von insgesamt gegen 50'000 Franken keine Rede sein; davon abgesehen 
könnte das Argument, falls es entgegen dem Gesagten zutreffen würde, allenfalls 
zu einer Strafminderung, nicht jedoch zu einer Strafmilderung führen. Strafmindernd 
kann X. hingegen zugute gehalten werden, dass er die Delikte fast ausschliesslich 
im Zusammenhang mit seiner Drogenabhängigkeit begangen hat, ein umfassendes 
Geständnis abgelegt und anlässlich der Hauptverhandlung Reue und Einsicht ge-
zeigt hat. Zu seinen Gunsten wirkt sich sodann auch aus, dass er abgesehen von 
der auf seine Rauschgiftsucht zurückzuführenden deliktischen Tätigkeit einen un-
auffälligen Lebenswandel führt und insbesondere eine ausgezeichnete Beurteilung 
durch seinen Arbeitgeber erfährt.

In Würdigung all dieser Strafzumessungsgründe und unter Berücksichtigung 
der Tatsache, dass einige der hier beurteilten Straftaten begangen wurden, bevor 
X. am 23. Juli 2002 durch das Bezirksgericht Horgen wegen gleichartiger Delikte zu 
einer Gefängnisstrafe von 90 Tagen verurteilt worden war, dass also mit Bezug auf 
diese Taten eine Zusatzstrafe auszusprechen ist, erscheint die vom Staatsanwalt 
beantragte Strafe von 24 Monaten Gefängnis angemessen, wobei die erstandene 
Untersuchungshaft von 49 Tagen, die der Angeklagte durch sein Verhalten nach 
der Tat weder herbeigeführt noch verlängert hat, auf den Strafvollzug anzurechnen 
ist. Wegen der Widerhandlung gegen Art. 95 Ziff. 2 SVG muss die Freiheitsstrafe 
zwingend mit einer Busse verbunden werden; diese wird auf 100 Franken festge-
setzt.

2.a) Der psychiatrische Begutachter hat die Frage, ob der Angeklagte rausch-
giftsüchtig sei und daher zur Verhütung eines Rückfalls die Einweisung in eine Dro-
generziehungsanstalt oder eine andere Heilanstalt zweckmässig sei, bejaht und 
empfohlen, vorerst entsprechend Art. 44 StGB eine stationäre Behandlung in einer 
psychiatrischen Klinik zum Drogenentzug bis zur völligen Drogenfreiheit (auch vom 
Methadon) anzuordnen; anschliessend erscheine eine ambulante Behandlung im 
Sinne von Art. 44 StGB für die Dauer von mindestens zwei Jahren die beste Varia-
nte, sofern aus juristischer Sicht ein Strafaufschub in Frage komme. Der Vorteil die-
ser Lösung sei der Arbeitsplatzerhalt, der eine weitere soziale Destabilisierung ver-
hindern würde. Der Staatsanwalt erklärte anlässlich der Hauptverhandlung, er habe 
anfänglich eine gewisse Sympathie für den Vorschlag des Psychiaters empfunden, 
weil er der Meinung sei, man habe es heute mit einem Angeklagten zu tun, der nicht 
in das Schema passe, das für einen grossen Teil von strafffälligen Drogenabhängi-

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gen gelte. X. gehe einer geregelten Arbeit nach, sei abgesehen von den hier beur-
teilten Delikten unauffällig, weder verwahrlost noch auf andere Weise ein Sozialfall, 
verhalte sich anständig und freundlich und gehöre in eine Alterskategorie, mit der 
man sich in vergleichbaren Fällen kaum zu befassen habe. Auf Grund der Haupt-
verhandlung sei er aber zum Schluss gekommen, dass eine ambulante Massnahme 
nach einem kurzen stationären Aufenthalt in einer Klinik unter Aufschub des Straf-
vollzuges von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre. Zwar könne man sich dem 
Argument des Arbeitsplatzerhaltes kaum verschliessen, doch bliebe der Angeklagte 
bei einem Aufschub des Strafvollzuges weiterhin in einem Umfeld, wo Drogen zu 
beschaffen seien. Eine ambulante Behandlung während des Strafvollzuges bringe 
nichts und zu einer stationären Massnahme unter Aufschub des Strafvollzuges habe 
sich X. in der Hauptverhandlung erstmals bereit erklärt, doch erscheine es fraglich, 
ob dies wirklich seiner Überzeugung entspreche. Unter diesen Umständen dürfte 
der Vollzug der Freiheitsstrafe die zweckmässigste Lösung sein.

b) Es ist offenkundig, dass die deliktischen Tätigkeiten des Angeklagten im 
Zusammenhang mit seiner Drogenabhängigkeit stehen und insofern die Vorausset-
zungen für eine Massnahme im Sinne einer Drogenentziehungskur gegeben sind. 
Ausser der Massnahmennotwendigkeit hat aber nach der konstanten Praxis des 
Kantonsgerichts seitens des Verurteilten auch eine Massnahmewilligkeit vorzulie-
gen, da eine zwangsweise angeordnete Massnahme erfahrungsgemäss nicht zum 
Erfolg führt. Als Massnahme fällt eine stationäre Massnahme unter Aufschub des 
Strafvollzuges oder eine ambulante Massnahme parallel zum Strafvollzug oder un-
ter Aufschub desselben in Betracht. Der Gutachter führte aus, eine ambulante Be-
handlung sowohl im Gefängnis als auch ausserhalb des Gefängnisses alleine er-
scheine bei der Schwere der Erkrankung des Exploranden nicht indiziert und würde, 
wie bereits in der Vergangenheit, keinen dauerhaften Erfolg bringen. Unter Hinweis 
auf die Rauschgiftsucht und zur Verhütung einer allfälligen Rückfallgefahr und ins-
besondere zwecks Verbesserung der Legalprognose unter Berücksichtigung der 
Vorgeschichte und der aktuellen Lebenssituation des Angeklagten schlug der 
Psychiater die oben geschilderte Kombination einer anfänglich stationären Mass-
nahme mit einer anschliessenden ambulanten Behandlung vor. Der Gutachter emp-
fiehlt also mit anderen Worten zunächst eine stationäre Massnahme zum körperli-
chen Entzug von den Drogen und anschliessend eine ambulante Behandlung 
während mindestens zwei Jahren, wobei der Vollzug der Strafe in jedem Falle auf-
zuschieben wäre.

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Das Kantonsgericht hat sich erstmals mit einem solchen Vorschlag eines 
Gutachters zu befassen. Soweit ersichtlich, hat sich zu einer derartigen Massnah-
mekombination bis anhin auch weder das Bundesgericht noch die Literatur geäus-
sert. Das Gericht ist der Auffassung, dass die Empfehlung des Gutachters sowohl 
dem Gesetz widerspricht als auch im Lichte des jeweiligen Massnahmezwecks in 
sich widersprüchlich ist. Das Gesetz sieht entweder eine stationäre oder eine am-
bulante Massnahme, allenfalls verbunden mit Weisungen, vor. Was es nicht vor-
sieht, ist die Kombination einer stationären mit einer ambulanten Massnahme, wie 
dies vom Gutachter vorgeschlagen wird. Der Grund liegt auf der Hand: Wird eine 
stationäre Massnahme angeordnet, so dauert sie so lange, bis sie nicht mehr not-
wendig ist oder als gescheitert bezeichnet werden muss. Nicht mehr notwendig ist 
eine Massnahme, wenn sie Erfolg gezeitigt hat, das heisst wenn der Betroffene von 
der Drogensucht als geheilt betrachtet werden kann. Dies ist nicht schon bei durch-
geführtem körperlichem Entzug der Fall, sondern erst, wenn auch keine psychische 
Abhängigkeit mehr besteht. Demgemäss ist der psychische Entzug denn auch eines 
der wesentlichen Therapieziele einer stationären Massnahme  (vgl. Philipp Maier / 
Frank Urbaniok, Die Anordnung und praktische Durchführung von Freiheitsstrafen 
und Massnahmen, Zürich 1998, S. 123). Wird eine stationäre Massnahme angeord-
net, besteht demnach weder Raum noch ein Bedürfnis, anschliessend eine ambu-
lante Massnahme anzuordnen. Mit einer solchen Massnahme würde nämlich zum 
Ausdruck gebracht, dass der Betreffende durch die stationäre Massnahme von der 
Drogensucht noch gar nicht befreit ist. Ist er dies aber nicht, so kann die stationäre 
Massnahme nur im Falle des Scheiterns aufgehoben werden, wobei in diesem Fall 
der Richter über den Vollzug der Strafe zu  befinden hat, was beim Scheitern einer 
Massnahme – unter Anrechnung der Massnahmedauer – regelmässig der Fall ist. 
Für eine ambulante anschliessend an eine stationäre Massnahme ist schlichtweg 
kein Platz; erst recht nicht unter der Voraussetzung eines weiteren Strafaufschubs. 
Es ist verständlich, dass der Verurteilte und der Gutachter in ihren Überlegungen 
die Arbeitsplatzsicherung im Auge hatten. Der Weg, um dieses Ziel zu erreichen, 
kann aber aus den dargelegten Gründen nicht der vom Gutachter vorgeschlagene 
sein. Entweder ist eine stationäre oder eine ambulante Massnahme anzuordnen.

c) Von einer ambulanten Massnahme parallel zum Strafvollzug sieht das 
Kantonsgericht regelmässig ab. Wenn sich der Betroffene im Strafvollzug einer Dro-
genentziehungskur unterziehen will, steht ihm das jederzeit frei. Die bisherigen am-
bulanten Behandlungen im Strafvollzug zeigten beim Betroffenen keinen Erfolg. 
Das Kantonsgericht hat aufgrund dessen und zudem gestützt auf die Praxis keinen 
Anlass, eine ambulante Behandlung parallel zum Strafvollzug anzuordnen.

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Damit stellte sich die weitere Frage, ob eine ambulante Massnahme unter 
Aufschub des Strafvollzuges anzuordnen sei. Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung darf die Möglichkeit des Strafaufschubs zwecks ambulanter Behandlung 
nicht dazu missbraucht werden, den Vollzug der Strafe zu umgehen oder ihn auf 
unbestimmte Zeit hinauszuschieben (BGE 107 IV 23). Der absolute Vorrang der 
Therapie wäre auch mit dem Gerechtigkeitsgedanken kaum zu vereinbaren. Die 
Strafe ist nur dann aufzuschieben, wenn die Massnahme vordringlich und mit dem 
Strafvollzug unvereinbar ist. Dies ist dann der Fall, wenn eine sofortige Behandlung 
gute Resozialisierungschancen bietet, welche der Vollzug der Freiheitsstrafe klare-
rweise verhindern oder vermindern würde. Voraussetzung einer ambulanten Be-
handlung ist demnach, dass diese, und zwar für sich allein betrachtet, geeignet ist, 
den Süchtigen von seiner Drogensucht zu befreien. Nur und erst wenn dies zu be-
jahen ist, stellt sich die weitere Frage, ob einer derartigen Resozialisierungschance 
allenfalls der Strafvollzug entgegensteht.

Vorliegend verhält es sich nun derart, dass nach dem Gutachter eine ambu-
lante Massnahme allein nicht ausreicht, oder mit anderen Worten, dass mit einer 
ambulanten Massnahme die Resozialisierungschance zu verneinen ist. Eine ambu-
lante Massnahme fällt daher allein schon aus diesem Grund ausser Betracht. Zu 
prüfen ist, ob eine ambulante Massnahme verbunden mit der Weisung, sich 
zunächst stationär ärztlich behandeln zu lassen, in Frage kommen kann. Auch bei 
dieser Lösungsvariante steht die Arbeitsplatzerhaltung und damit die verbesserte 
Resozialisierungschance im Vordergrund. Dass eine ambulante Massnahme mit ei-
ner Weisung verbunden werden kann, ist unbestritten. Eine andere Frage ist jedoch, 
ob eine stationäre ärztliche Behandlung mit einer ambulanten Massnahme über-
haupt verknüpft werden darf. Mit der stationären Behandlung wäre der körperliche 
Entzug durchzuführen, damit anschliessend über eine ambulante Massnahme der 
psychische Entzug in die Wege geleitet werden könnte. Eine solche Vorgehens-
weise wäre nun aber nichts anderes als eine Umgehung der stationären Mass-
nahme. Anstatt eine an sich notwendige stationäre Massnahme anzuordnen, würde 
eine ambulante Massnahme verfügt. Weil dies aber nicht ausreichend wäre, würde 
über den Weg einer Weisung zunächst eine stationäre ärztliche Behandlung ange-
ordnet, die ihrem Kerngehalt nach nichts anderes als eine stationäre Massnahme 
wäre, allerdings beschränkt auf den rein körperlichen Entzug. Eine derartige Kom-
bination stellte aber nach Auffassung des Gerichts eine klare Umgehung des im 
Strafgesetzbuch vorgesehenen und abschliessend stipulierten Massnahmerechts 
dar. Daran ändert sich auch unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsplatzerhaltung 
nichts. Dieser Umstand kann nicht derart in den Vordergrund gestellt werden, dass 

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alle anderen Aspekte, insbesondere das gesetzliche Massnahmerecht, in den Hin-
tergrund zu treten hat. Würde der Arbeitsplatzerhaltung derartiges Gewicht beige-
messen, müsste in den meisten Straffällen auf den Strafvollzug verzichtet werden. 
In dieser Hinsicht befanden und befinden sich viele Straffällige nicht in einer ande-
ren Situation als der Verurteilte. Aber auch dessen Alter – X. ist 43 Jahre alt – ver-
mag eine ambulante Massnahme verbunden mit der Weisung einer stationären ärzt-
lichen Behandlung nicht zu rechtfertigen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Ver-
urteilte durch einen allfälligen Verlust seines Arbeitsplatzes härter getroffen werden 
soll als etwa ein dreissigjähriger Familienvater mit zwei Kleinkindern. Eine ambu-
lante Massnahme verbunden mit der erwähnten Weisung verstösst somit nach Auf-
fassung des Kantonsgerichts gegen Art. 44 StGB und zudem auch gegen den 
Grundsatz der Gleichbehandlung.

Abgesehen von diesen Überlegungen wären auch ansonsten die Vorausset-
zungen für eine derartige Massnahme nicht gegeben. Obwohl der Verurteilte seit 
1998 beim gleichen Arbeitgeber tätig ist, konnte ihn dies nicht davon abhalten, wie-
derholt straffällig zu werden. Sein gesicherter Arbeitsplatz, der ihm sehr wichtig ist, 
vermochte ihm demnach den Weg zur Resozialisierung mitnichten zu ebnen. Der 
Verurteilte hatte wiederholt die Chance dazu; er hat sie nicht genutzt. Aus all seinen 
Vorstrafen und Strafvollzügen hat er bis heute keine Konsequenzen gezogen. An-
haltspunkte dafür, dass dies nun plötzlich anders sein soll, sind keine auszumachen. 
Auch unter diesem Gesichtspunkt lässt sich daher eine ambulante Massnahme bei 
gleichzeitigem Strafaufschub nicht vertreten. 

d) Die langjährige Drogenabhängigkeit X.s verlangt fraglos eine stationäre 
Massnahme, damit Aussicht besteht, dass der Verurteilte von seiner Drogensucht 
loskommt. Das bringt letztlich auch der Gutachter zum Ausdruck. Wie eingangs er-
wähnt, ist für eine diesbezügliche Anordnung neben der Massnahmenotwendigkeit 
auch die Massnahmewilligkeit des Betroffenen erforderlich. Der Verurteilte zeigte 
sich anlässlich der Hauptverhandlung zum ersten Mal bereit, eine stationäre Be-
handlung anzutreten. Der Staatsanwalt äusserte zwar Zweifel, ob es sich bei den 
entsprechenden Aussagen X.s nicht um ein blosses Lippenbekenntnis handelt. 
Diese Bedenken sind nicht unbegründet, und es hat diese Frage das Gericht lange 
beschäftigt. Der Angeklagte hat vor Schranken zum Ausdruck gebracht, dass er 
sich einer stationären Massnahme unterziehen würde, wenn eine solche die einzige 
Alternative zum Strafvollzug sei und bekräftigte seinen Willen, von den Drogen und 
auch vom Methadon loszukommen. Wenn er sich bisher nicht in dieser Weise 
geäussert hat, so ist dies angesichts der Ausführungen im psychiatrischen Gutach-

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ten verständlich. Nachdem er nun aber zur Kenntnis genommen hat, dass der vom 
Psychiater vorgeschlagene Weg nicht gangbar ist und es nur darum gehen kann, 
die Strafe zu verbüssen oder sich einer stationären Massnahme zu unterziehen, 
scheint der Angeklagte doch zur Überzeugung gelangt zu sein, dass er mit der letz-
teren Variante die bessere Chance hat, seine Drogenprobleme zu lösen. Angesichts 
der Aktenlage und der vor Gericht gemachten glaubhaften Aussagen X.s gelangt 
das Kantonsgericht doch zur Überzeugung, dass es dem Angeklagten nun wirklich 
ernst ist und er alles daran setzen will, mit dem jahrzehntelangen Drogenkonsum 
Schluss zu machen. Unter diesen Voraussetzungen besteht eine reelle Chance, 
dass eine stationäre Massnahme zum Erfolg führt. Dabei bedarf der Angeklagte 
zweifellos einer recht intensiven Behandlung, liegt doch das Problem vor allem bei 
der Überwindung der psychischen Abhängigkeit. X. wird von Rückfällen nicht gefeit 
sein, aber es besteht doch die Hoffnung, dass er es mit der adäquaten Betreuung 
schaffen wird, solche Rückschläge zu überwinden.

 Es stellt sich noch die Frage, ob der stationären Massnahme der Strafvollzug 
voranzugehen hat. Das Kantonsgericht ist der Auffassung, dass ein vorgezogener 
Strafvollzug sich ungünstig auswirken müsste, sähe sich X. doch in eine Umgebung 
versetzt, welche ihn wiederum ernsthaften Versuchungen aussetzen würde. Es ist 
ihm daher die Chance zu geben, sich vorerst der stationären Massnahme zu unter-
ziehen in der Hoffnung, dass diese von Erfolg gekrönt sein wird. Sollte dies wider 
Erwarten nicht der Fall sein und der Angeklagte die ihm gegebene Chance nicht zu 
nützen verstehen, müsste das Gericht über den Vollzug der Strafe entscheiden. Im 
Vertrauen darauf, dass es nicht dazu kommen wird, entschliesst sich das Kantons-
gericht, eine stationäre Massnahme unter Aufschub des Strafvollzuges anzuordnen.

III. Gemäss Art. 58 Abs. 1 StGB verfügt der Richter ohne Rücksicht auf die 
Strafbarkeit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die unter 
anderem durch eine strafbare Handlung hervorgebracht worden sind, sofern diese 
Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ord-
nung gefährden; Abs. 2  ermächtigt den Richter anzuordnen, dass die eingezoge-
nen Gegenstände unbrauchbar gemacht oder vernichtet werden. Die Polizei be-
schlagnahmte anlässlich der Hausdurchsuchungen beim Angeklagten nebst vielen 
anderen Gegenständen auch Betäubungsmittel. Diese durch strafbare Handlungen 
erlangten Drogen sind gestützt auf die genannte Bestimmung gerichtlich einzuzie-
hen und zu vernichten.

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Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 17. August 2004 wurden bei X. die 
oben auf den Seiten 14 und 15 aufgeführten Gegenstände sichergestellt und be-
schlagnahmt. Diese Sachen wurden vom Angeklagten anlässlich seiner zahlreichen 
Einbruchdiebstähle entwendet, es handelt sich also um Diebesgut, das nach der 
Vorschrift von Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vom Richter einzuziehen ist.  

IV.1. Im Laufe des Strafverfahrens haben drei Geschädigte selbst und in zwei 
Fällen die für den entstandenen Schaden beanspruchten Versicherungsgesell-
schaften Adhäsionsklagen angemeldet. Von diesen fünf Klagen hat der Angeklagte 
anlässlich der Hauptverhandlung deren vier anerkannt, nämlich jene der Adhäsi-
onsklägerin 7 über Fr. 1'466.20 für den der Geschädigte 7 vergüteten Schaden, jene 
der Adhäsionsklägerin 18.1 über Fr. 563.80, des Adhäsionsklägers 20, über Fr. 
423.30 sowie die Klage der Adhäsionsklägerin 30.2 über Fr. 8'000.--. Von der An-
erkennung dieser vier Adhäsionsklagen ist Vormerk zu nehmen.

2. X. bestreitet hingegen die Adhäsionsklage der Adhäsionsklägerin 18, mit 
welcher diese für das Schadenereignis vom 14. November 2001 in ihrem Schreiben 
vom 27. November 2002 „als Versicherer des oben erwähnten Geschädigten“ einen 
Betrag von Fr. 11'300. — geltend macht. Dem Schreiben kann allerdings nicht ent-
nommen werden, wer der Geschädigte ist, doch ergibt sich aus der Schadenan-
zeige, dass es sich um die Firma Geschädigte 18 handelt. Nach dem Polizeirapport 
beläuft sich der Wert des Deliktsgutes auf Fr. 6'995.-- und der Sachschaden auf 
ungefähr 5'000 Franken. In einer Vereinbarung vom 11. April 2002 einigte sich die 
„Adhäsionsklägerin 18“ mit dem Firmeninhaber, Z., auf eine Entschädigung von 
pauschal 11'200 Franken. Der Angeklagte macht geltend, einige der von der Ge-
schädigten 18 in ihrer Schadenanzeige aufgeführten und in der Entschädigungs-
Vereinbarung berücksichtigten Gegenstände, die er für die Einrichtung seiner Woh-
nung verwendet habe, seien bei ihm beschlagnahmt und dem Geschädigten zurück-
gegeben worden. Wie es sich damit verhält, kann dahingestellt bleiben. Die bei den 
Akten liegende Entschädigungs-Vereinbarung ist zwar vom Anspruchsberechtigten, 
jedoch nicht von der Versicherungsgesellschaft unterzeichnet und die „Adhäsions-
klägerin 18“ hat den Beweis nicht erbracht, dass sie den geltend gemachten Betrag 
dem Geschädigten auch tatsächlich überwiesen hat. Angesichts dieser ungenügen-
den Beweislage und der zumindest teilweisen Bestreitung der geforderten Summe 
durch den Angeklagten kann die Adhäsionsklage nicht gutgeheissen werden, sie ist 
vielmehr als nicht zweifelsfrei ausgewiesen auf den Zivilweg zu verweisen.

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V. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten der Untersuchung 
sowie jene der amtlichen Verteidigung und des Gerichts zu Lasten des Verurteilten, 
der auch die Kosten des Massnahmevollzugs zu tragen hat. Die Kosten der erstan-
denen Polizei- und Untersuchungshaft gehen hingegen zu Lasten des Kantons 
Graubünden, der auch die Kosten eines allfälligen Strafvollzuges zu tragen hätte.

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. X. ist schuldig des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 
StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des 
mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, der geringfügigen 
Aneignung gemäss Art. 137 Ziff. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 172ter StGB, 
des mehrfachen Nichtanzeigens eines Fundes gemäss Art. 332 StGB, der 
mehrfachen Entwendung zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, 
des mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Ziff. 2 SVG, 
des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen gemäss Art. 97 Ziff.1 Abs. 1 
und Abs. 7 SVG, der mehrfachen Fälschung von Ausweisen gemäss Art. 252 
Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 lit. a WG 
sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. a) Dafür wird er, teilweise als Zusatzstrafe zum Strafmandat der Bezirksanwalt-
schaft Horgen vom 23. Juli 2002, mit 24 Monaten Gefängnis und Fr. 100.-- 
Busse bestraft, abzüglich der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft 
von 49 Tagen.

b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und es wird eine statio-
näre Massnahme im Sinne Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 6 StGB 
angeordnet.

3. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel werden gestützt auf Art. 58 StGB 
gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten.

4. Die weiteren beschlagnahmten Gegenstände werden gestützt auf Art. 59  
Ziff. 1 StGB  gerichtlich eingezogen.

5.a) Von der Anerkennung der Adhäsionsklagen

- der Adhäsionsklägerin 7 im Umfange von Fr. 1'466.20,
- des Adhäsionskläger 20 von Fr. 423.30,
- der Adhäsionsklägerin 18.1 von Fr. 563.80, sowie
- der Adhäsionsklägerin 30.2 von Fr. 8'000.—
wird Vormerk genommen.

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b) Die Adhäsionsklage der Adhäsionsklägerin 18 im Betrage von Fr. 11'300.-- 
wird auf den Zivilweg verwiesen.

1. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft 
Graubünden von Fr.  7'328.00

- den Kosten gemäss Art. 354 StGB von  Fr 1’310.00
- der Gerichtsgebühr von  Fr.  3'000.00
- und dem Honorar der amtlichen Verteidigung 

von insgesamt  Fr.  5'336.60

total somit    Fr. 16'974.60

gehen zu Lasten des Verurteilten, der zudem die Kosten des Massnahme-
vollzugs zu tragen hat. Die Kosten der angerechneten Polizei- und Untersu-
chungshaft sowie jene des allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton 
Graubünden.

7. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

8. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: