# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 150779eb-e308-5d76-8e10-06980fa4bbaf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.09.2016 IV 2014/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-165_2016-09-12.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/165

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 12.09.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 12.09.2016
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Verwertbarkeit 
der gutachterlich bescheinigten Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichen 
Arbeitsmarkt bejaht. Befristeter Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. September 2016, 
IV 2014/165).

Besetzung

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Monika 

Gehrer-Hug und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber

Philipp Geertsen

Geschäftsnr.  

IV 2014/165

Parteien 

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Walter Keller, Obergass Rechtsanwälte, 

Obergasse 34, Postfach 315, 8402 Winterthur,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ zeigte der IV-Stelle im "Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" vom 

5. Februar 2010 an, er leide an einer Dermatomyositis (Haut-Muskel-Entzündung) und 

er sei seit 21. Dezember 2009 zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 1). Auf Aufforderung der 

IV-Stelle hin (IV-act. 9) reichte der Versicherte am 10. März 2010 das Formular 

"Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente" ein (IV-act. 10). Der 

behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, berichtete am 26. 

August 2010, der Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer 

Dermatomyositis (Erstdiagnose im Juli 2009). Für die zuletzt ausgeübte (befristete) 

Tätigkeit im Bereich "Stammdatenpflege SAP" (siehe hierzu die Angaben der 

damaligen Arbeitgeberin vom 29. März 2010, IV-act. 16) bescheinigte er dem 

Versicherten ab 21. Dezember 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Behandlungsziel 

sei eine gute Einstellung der Grunderkrankung. Bei Erfolg sei mit einer erneuten 

Arbeitsfähigkeit in einer Bürotätigkeit zu rechnen (IV-act. 34-1 ff.; zu den von Dr. B.___ 

eingereichten fachärztlichen Unterlagen siehe IV-act. 34-8 ff.). Am 14. Oktober 2010 

teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie werde seinen Anspruch auf 

Rentenleistungen prüfen. Zur Begründung gab sie an, aufgrund seines 

Gesundheitszustands seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

möglich (IV-act. 45).

A.b  Zur Abklärung von Gedächtnisstörungen wurde der Versicherte am 17. November 

2010 in der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich untersucht. Die 

neurologischen Experten führten aus, eindeutige mnestische Defizite bzw. 

Anhaltspunkte für eine dementielle Entwicklung hätten sich nicht feststellen lassen. Die 

geklagten Gedächtnisstörungen könnten Ausdruck einer psychiatrischen 

Beschwerdesymptomatik sein (IV-act. 55-3 ff.). Dr. B.___ berichtete am 14. April 2011 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von einem stationären Krankheitsverlauf (IV-act. 55-1 f.). Eine am 26. Mai 2011 

durchgeführte MRI-Untersuchung des Gehirns einschliesslich der Schädelkalotte ergab 

eine leichte cerebrale Atrophie, keine pathologische Kontrastmittelanreicherung 

cerebral oder leptomeningeal und keine Hinweise für einen Tumor oder eine 

Raumforderung (Bericht der Klinik für Neuroradiologie am Universitätsspital Zürich vom 

31. Mai 2011, IV-act. 93-17). Dr. med. C.___, Facharzt FMH u.a. für Pneumologie, 

diagnostizierte u.a. ein schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Mit der CPAP-

Behandlung habe eine Abnahme der Tagesmüdigkeit und ein guter Effekt erzielt 

werden können (IV-act. 93-16). Vom 2. bis 5. August 2011 befand sich der Versicherte 

zur Behandlung der Dermatomyositis in der Dermatologischen Klinik am 

Universitätsspital Zürich. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen hielten 

im Austrittsbericht vom "3. August" 2011 fest, der Eintritt des Versicherten sei zur 

hochdosierten i.v.-Immunglobulintherapie bei persistierenden Hautveränderungen 

erfolgt; aktuell keine Myopathie. Derzeit bestehe eine geringe entzündliche Restaktivität 

im Sinn eines diffusen Erythems im Bereich der lichtexponierten Areale. Der CDASI-

Score habe 6/1 (Activity/Damage) betragen, was einer geringen Krankheitsaktivität 

entspreche (IV-act. 93-5 ff.). Eine am 25. August 2011 in der Klinik für Neurologie des 

Universitätsspitals Zürich durchgeführte EEG-Untersuchung des Gehirns ergab eine 

normale Grundaktivität und einen intermittierenden mässigen Herdbefund temporal 

links mit irritativen Potentialen. Epilepsietypische Potentiale hätten sich nicht gezeigt 

(IV-act. 91).

A.c  Der seit 2. November 2010 behandelnde Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

Dermatomyositis und eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

(ICD-10: F43.21). Die gesundheitlichen Leiden würden eine verwertbare 

(Arbeits-)Leistung verunmöglichen (Bericht vom 29. September 2011, IV-act. 82; vgl. 

auch den weiteren Verlaufsbericht vom 7. Februar 2012, IV-act. 112). Dr. B.___ gab im 

Verlaufsbericht vom 8. November 2011 an, der Gesundheitszustand habe sich seit der 

letzten Beurteilung vom 14. April 2011 verschlechtert. Die Grunderkrankung sei unter 

Methotrexate und Spiricort nur knapp stabilisiert. Der Versicherte leide zunehmend an 

kognitiven Problemen. Nach wie vor bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 

88). Am 21. Dezember 2011 erhielt die IV-Stelle einen neuropsychologischen 

Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich vom 12. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Juli 2011 (Demenzabklärung bei subjektiv berichteter Vergesslichkeit/

Gedächtnisstörungen). Die medizinischen Fachpersonen stellten darin einen 

grösstenteils unauffälligen Mentalstatus mit insbesondere überdurchschnittlichen 

quantitativen Leistungen im verbalen und figuralen episodischen Gedächtnis fest. 

Vereinzelt hätten sich im attentionalen und exekutiven Bereich leichte Defizite gezeigt. 

Aus neuropsychologischer Sicht seien diese Befunde am ehesten durch eine 

schwankende Konzentration sowie eine leichte kognitive Antriebsminderung erklärbar 

und würden die subjektiv wahrgenommenen kognitiven Defizite im Alltag 

widerspiegeln. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine dementielle Entwicklung 

ergeben. Ätiologisch seien die leichten Konzentrationsschwierigkeiten am ehesten im 

Rahmen der Depression und psychosozialer Faktoren zu interpretieren (IV-act. 98). Der 

behandelnde Prof. Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Dermatologie, Allergologie und 

Immunologie, berichtete am 31. Mai 2012, aktuell bestehe von Seiten der 

Hautveränderungen wieder eine verstärkte Entzündungsaktivität, bei erhöhtem CRP. 

Die CPK sei nach wie vor nicht erhöht. Für den Versicherten stünden unklare 

neurologische und neuropsychologische Symptome im Vordergrund, die er (Prof. 

E.___) weder der Dermatomyositis noch der MTX-Therapie zuordnen könne (IV-act. 

119). Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2012 stellte Dr. B.___ folgende Diagnosen: prä/

amyopathische Dermatomyositis mit/bei Rest-Hautsymptomen trotz laufender 

immunsuppressiver Therapie (Methotrexat) und fehlender relevanten systemischen 

Beteiligung > amyopathische Verlaufsform; progrediente neuropsychologische/

kognitive Defizite mit/bei depressiver Symptomatik. Der Versicherte sei zurzeit nicht 

arbeitsfähig, dies aber nicht aufgrund der Dermatomyositis, sondern aufgrund der 

psychischen Situation (IV-act. 128-3 f.; vgl. auch das ärztliche Zeugnis von Dr. B.___ 

vom 28. Juni 2012, IV-act. 154-36). Dr. D.___ bescheinigte im Verlaufsbericht vom 14. 

Juli 2012 einen verschlechterten Gesundheitszustand. Seit Frühjahr 2012 bestünden 

eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.10) und eine generalisierte 

Angststörung (ICD-10: F41.1). Der Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 130).

A.d  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 12. und 14. November 2012 

sowie am 3. Dezember 2012 in der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH 

polydisziplinär (allgemein-internistisch, rheumatologisch, dermatologisch, 

psychiatrisch, neurologisch und neuropsychologisch) untersucht. Mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter: eine Dermatomyositis (subjektiv, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

klinisch, radiomorphologisch und elektrodiagnostisch Muskelbeteiligung 2009/2010; 

aktenanamnestisch keine Muskelbeteiligung mehr seit 08/2011; aktuell unter Therapie 

mit tiefdosiertem Prednisolon sowie parenteralem Methotrexat keine Hinweise mehr für 

eine Muskelbeteiligung; mit Hautveränderungen und diskreter entzündlicher Aktivität) 

und eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0). Sie gingen davon aus, dass ab 

Herbst 2009 bei der dokumentierten Aktivität der Dermatomyositis mit 

Muskelbeteiligung eine weitgehend vollständige Arbeitsunfähigkeit auch für adaptierte 

Tätigkeiten bestanden habe. Diese Arbeitsunfähigkeit könne während 2 Jahren 

bestätigt werden. Spätestens ab August 2011, nachdem eine weitere 

Muskelbeteiligung ausgeschlossen worden sei, habe aus somatischer Sicht keine 

Arbeitsunfähigkeit (auch für die angestammte Tätigkeit) mehr bestanden. Die 

psychische Problematik habe sich gemäss Angaben von Dr. B.___ anfangs 2012 

verstärkt. Eine Bestätigung sei durch Dr. D.___ in seinem Bericht vom 14. Juli 2012 

erfolgt. Ein genauer Verlauf der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 könne nicht festgelegt 

werden. Die depressive Symptomatik sei naturgemäss etwas schwankend. Eine 

durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in höherem Grad, als sie im Rahmen der 

Begutachtung festgestellt worden sei (20%ige Arbeitsunfähigkeit), habe wahrscheinlich 

nicht bestanden. Sicher gelte die für die angestammte als auch für eine andere 

körperlich leidensangepasste Tätigkeit gutachterlich bescheinigte 80%ige 

Arbeitsfähigkeit ab dem Untersuchungszeitpunkt im November 2012, wahrscheinlich 

ab Anfang 2012 (Gutachten vom 18. März 2013, IV-act. 154). RAD-Arzt Dr. F.___, 

Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, hielt die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung 

für überzeugend. Die vom Versicherten beklagten neuropsychologischen Defizite 

hätten bei der gutachterlichen Untersuchung erneut nicht bestätigt werden können 

(Stellungnahme vom 7. Juni 2013, IV-act. 161). Mit Schreiben vom 12. Juni 2013 (IV-

act. 162) reichte der Versicherte der IV-Stelle ein ärztliches Zeugnis von Dr. B.___ ein, 

worin dieser ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (IV-act. 163). RAD-Arzt 

Dr. F.___ erblickte darin keine neuen Gesichtspunkte, die von den Gutachtern nicht 

gewürdigt worden seien (Stellungnahme vom 29. Juni 2013, IV-act. 164).

A.e  Ausgehend von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle einen 

20%igen Invaliditätsgrad und stellte dem Versicherten die Abweisung seines 

Rentengesuchs in Aussicht (Vorbescheid vom 10. Juli 2013, IV-act. 169). Dagegen 

erhob der Versicherte am 14. August 2013 Einwand (IV-act. 170). In der ergänzenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Begründung vom 27. September 2013 beantragte er die Ausrichtung einer "vollen" 

Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2010 (IV-act. 173-1 ff.) und reichte einen 

neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie am 

Universitätsspital Zürich vom 4. September 2013 ein. Darin führten die medizinischen 

Fachpersonen aus, die Arbeitsfähigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht kaum 

reduziert. Die psychiatrischen Beeinträchtigungen würden sich allerdings erheblich 

negativ auf das kognitive Leistungsniveau auswirken und sollten bei der 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung ein besonderes Gewicht erhalten (IV-act. 173-10 ff.). In 

einer weiteren Eingabe vom 13. November 2013 (IV-act. 174-1 ff.) legte er einen Bericht 

des behandelnden Psychologen G.___ vom 29. Oktober 2013 ins Recht, worin dieser 

Stellung zum ABI-Gutachten nahm (IV-act. 174-5 ff.). RAD-Arzt Dr. med. H.___, 

Facharzt FMH u.a. für Innere Medizin, gelangte in Würdigung der vom Versicherten 

eingereichten medizinischen Unterlagen zur Auffassung, es sei weiterhin auf die 

gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit abzustellen (Stellungnahme vom 7. 

Februar 2014, IV-act. 176). Am 14. Februar 2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung 

des Rentengesuchs (IV-act. 178).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 14. Februar 2014 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 18. März 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Zur 

Begründung führt er im Wesentlichen aus, eine allfällige Restarbeitsfähigkeit sei 

aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr verwertbar. Die gutachterlich 

bescheinigte 80%ige Restarbeitsfähigkeit sei nicht schlüssig. Aktuell könne höchstens 

von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Des Weiteren rügt er die 

Höhe des von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Valideneinkommens. Bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens sei ein 20%iger Tabellenlohnabzug 

angemessen. Gestützt auf das ABI-Gutachten sei sodann für die Zeit von Dezember 

2009 bis August 2011 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, was von 

der Beschwerdegegnerin übersehen worden sei (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, das ABI-Gutachten sei beweiskräftig. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Das diagnostizierte Leiden einer leichten depressiven Episode erfülle den Rechtsbegriff 

der invalidisierenden Krankheit nicht, weshalb keine Beeinträchtigung der 

Erwerbsfähigkeit bestehe. Es bestehe kein Anlass, die Verwertbarkeit der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu verneinen. Die Vergleichseinkommen seien 

in der angefochtenen Verfügung korrekt bestimmt worden. Zum Rentenbeginn sei in 

der angefochtenen Verfügung Stellung genommen worden. Darauf sei zu verweisen 

(act. G 4).

B.c  In der Replik vom 26. August 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an den 

gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 10).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 12).

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2. 

In einem ersten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt 

rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. Der Beschwerdeführer bestreitet ausschliesslich 

die Beweiskraft der psychiatrischen Einschätzung des ABI-Gutachtens vom 18. März 

2013 (act. G 1 und G 10). Gegen das übrige ABI-Gutachten bringt er keine Mängel vor. 

Solche sind auch nicht ersichtlich.

2.1  Am psychiatrischen Teil des ABI-Gutachtens bemängelt der Beschwerdeführer, 

dieser sei mit der Einschätzung von Dr. D.___ vom 14. Juli 2012 und dem 

behandelnden Psychotherapeuten vom 29. Oktober 2013 nicht zu vereinbaren, 

insbesondere mit der darin dargestellten gesundheitlichen Verschlechterung (act. G 1, 

Rz 5a, Rz 5c und Rz 8; act. G 10, Rz 1 f.). Ferner gehe aus dem neuropsychologischen 

Untersuchungsbericht vom 4. September 2013 hervor, dass der Schweregrad der 

Depression mittelgradig sei (act. G 1, Rz 6).

2.1.1  Zu beachten ist zunächst, dass es die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 

zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 

Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 

medizinischen Fachpersonen wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 

2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit Hinweisen).

2.1.2  Der psychiatrische Gutachter setzte sich ausführlich mit dem Bericht von Dr. 

D.___ vom 14. Juli 2012 und der darin diagnostizierten mittelgradigen depressiven 

Episode auseinander. Er legte u.a. in Diskussion der Ressourcen plausibel dar, weshalb 

er von einem leichten Schweregrad ausging (IV-act. 154-17 f.). Darauf wird verwiesen. 

Des Weiteren ergeben sich aus dem Bericht von Dr. D.___ (IV-act. 130) keine objektiven 

Aspekte, die der psychiatrische Gutachter ausser Acht gelassen hätte. Die von Dr. 

D.___ für jegliche Tätigkeit bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit leuchtet weder 

aufgrund der Diagnosen noch der objektiven Befunde ein; dies umso weniger, als aus 

der Einschätzung keine objektiv-prüfende Würdigung der Leidensklagen bzw. der 

Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers oder der festgestellten "hypochondrischen 

Tendenz" (IV-act. 130-2) erkennbar ist.

2.1.3  Gleiches gilt mit Blick auf die Stellungnahme des behandelnden Psychologen 

vom 29. Oktober 2013 (IV-act. 174-5 ff.). Sie beinhaltet eine andere (nicht 

fachpsychiatrische) Würdigung des gleichen Sachverhalts, wie er vom psychiatrischen 

Gutachter beurteilt worden ist. Aus ihr ergeben sich ebenfalls keine objektiven Aspekte, 

die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unberücksichtigt geblieben worden 

sind.

2.1.4  Aus dem neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie 

am Universitätsspital Zürich vom 4. September 2013 (IV-act. 173-10 ff.) vermag der 

Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zwar führten die dortigen 

Abklärungspersonen aus, die psychiatrischen Beeinträchtigungen würden sich 

erheblich negativ auf das kognitive Leistungsniveau auswirken und sollten bei der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ein besonderes Gewicht erhalten (IV-act. 173-12). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Angesichts dessen, dass die neuropsychologische Untersuchung gerade keine 

wesentlichen kognitiven Beeinträchtigungen ergeben hat, ist nicht nachvollziehbar, 

weshalb aus psychiatrischer Sicht erhebliche Beeinträchtigungen bestehen sollen, die 

über die gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 20% hinausgehen. Dies 

umso weniger, als die Abklärungspersonen der Klinik für Neurologie am 

Universitätsspital Zürich die erwähnten psychiatrischen Beeinträchtigungen nicht näher 

begründeten. Damit ist der neuropsychologische Untersuchungsbericht nicht geeignet, 

die Beurteilung des psychiatrischen ABI-Gutachters, welche die vom 

Beschwerdeführer geklagten Leiden vollumfänglich umfasst (insbesondere auch den 

ausführlichen von ihm erstellten Leidenskatalog, IV-act. 154-37 ff.), in Frage zu stellen.

2.2  Des Weiteren ist es für den Beschwerdeführer unklar, ob und welche Testverfahren 

der psychiatrische Gutachter durchgeführt habe (act. G 1, Rz 5a-aa). Dessen Aussage, 

es könne nicht gleichzeitig eine generalisierte Angststörung und eine depressive 

Episode diagnostiziert werden, sei nicht nachvollziehbar (act. G 1, Rz 5a-dd). Alsdann 

falle auf, dass im ABI-Gutachten die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt 

werde. Die Begründung, wieso diese Diagnose keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

haben solle, überzeuge nicht (act. G 1, Rz 5b).

2.2.1  Entscheidend für eine psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sind die 

klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 

Verhaltensbeobachtung. Testpsychologischen Verfahren kommt lediglich ergänzende 

Funktion zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2011, 9C_209/2011 E. 3.2; vgl. 

auch Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung, Februar 2012, S. 8, Ziff. 4.3.2.2, und S. 15 oben). Hinsichtlich 

der im Vordergrund stehenden geklagten kognitiven Leiden fand eine 

neuropsychologische Begutachtung des Beschwerdeführers statt, die - im Einklang mit 

den übrigen neuropsychologischen Akten (IV-act. 173-10 ff. und IV-act. 98) - keine 

wesentlichen Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit ergab (IV-act. 

154-27 f.). Im Licht dieser Umstände vermag das Fehlen von (weiteren) Testverfahren 

das psychiatrische Teilgutachten nicht in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdeführer 

benennt denn auch konkret keine Testverfahren, die vorliegend für eine 

aussagekräftige psychiatrische Beurteilung erforderlich gewesen wären. Im Übrigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

rügt der behandelnde Psychologe in der kritischen Stellungnahme vom 29. Oktober 

2013 nicht das Fehlen von Testverfahren (vgl. IV-act. 174-5 ff.).

2.2.2  Der psychiatrische Gutachter führte im Rahmen der Diskussion des 

Verlaufsberichts von Dr. D.___ vom 14. Juli 2012 aus, bei der Diagnose einer 

generalisierten Angststörung könne nach ICD-10 nicht auch gleichzeitig eine 

depressive Episode diagnostiziert werden bzw. eine solche sei zuerst auszuschliessen 

(IV-act. 154-17 unten). Diese Sichtweise bestätigte der behandelnde Psychologe 

ausdrücklich (IV-act. 174-6). Deshalb und weil sich der psychiatrische Gutachter 

ausführlich mit der Einschätzung von Dr. D.___ auseinandersetzte und seine 

abweichende Beurteilung nachvollziehbar begründete, ist die Kritik des 

Beschwerdeführers unbegründet.

2.2.3  Entgegen der nicht näher substanziierten Darstellung des Beschwerdeführers 

legte der psychiatrische Gutachter schlüssig dar, weshalb er den abhängigen 

Persönlichkeitszügen (ICD-10: Z73.1) keine (über die von ihm bescheinigte 20%ige 

Arbeitsunfähigkeit hinausgehende) Beeinträchtigung beigemessen hat. Gegen die 

Achse-2-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

spreche vor allem der Verlauf mit vor der Erkrankung doch normaler Sozialisation und 

voller Arbeitsfähigkeit. Ein sozialer Rückzug in allen Bereichen seines Lebens sei nicht 

erwiesen. Hinweise auf unbewusste Konflikte bestünden nicht, ein primärer 

Krankheitsgewinn sei nicht gegeben (IV-act. 154-16). Damit geht einher, dass auch Dr. 

D.___ unter dem Aspekt der Persönlichkeit des Beschwerdeführers keine Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt hat. Bei den Z-Kodierungen handelt es sich 

im Übrigen um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur 

Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kategorien Z00-Z999 sind für 

Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben 

sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien 

A00-Y89 klassifizierbar sind (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2012, 

9C_537/2011, E. 3.1 mit Hinweisen). Die Behauptung des Beschwerdeführers, der 

psychiatrische Gutachter habe eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, erweist sich 

zudem als aktenwidrig (siehe IV-act. 154-15 und IV-act. 154-29). Dieser hat lediglich 

die mögliche Diagnose einer Persönlichkeitsstörung diskutiert und ist dabei zum 

Schluss gelangt, dass eine solche gerade nicht besteht (IV-act. 154-16).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.3  Bei der Würdigung des ABI-Gutachtens, insbesondere von dessen 

psychiatrischem Teil, fällt ins Gewicht, dass es auf eigenständigen polydisziplinären 

Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen 

Vorakten wurden verwertet. Die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sowie 

dessen Ressourcen (siehe hierzu IV-act. 154-17) wurden berücksichtigt und gewürdigt. 

Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür und solche ergeben sich auch nicht aus den 

Akten, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Vor 

diesem Hintergrund ist ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf zu verneinen. Es 

besteht namentlich kein Anlass, die Akten des behandelnden Psychologen beizuziehen 

(zum entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers siehe act. G 1, Rz 8). Gestützt auf 

die Beurteilung der ABI-Gutachter ist bezogen auf die bisher ausgeübten sowie 

leidensangepassten Tätigkeiten von folgenden Arbeitsunfähigkeiten auszugehen: 

somatisch begründete 100%ige Arbeitsunfähigkeit während der Dauer vom 11. August 

2009 bis 31. Juli 2011; psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20% ab 

Anfang 2012. In der Zeit zwischen 1. August 2011 bis 31. Dezember 2011 bestand für 

die angestammte sowie andere körperlich leichte Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit 

(IV-act. 154-31 und IV-act. 154-21 f.; siehe auch die RAD-Stellungnahme vom 7. Juni 

2013, IV-act. 161-2; betreffend den Beginn der Arbeitsun¬fähigkeit am 11. August 2009 

siehe IV-act. 10-7, IV-act. 16-4 und den Bericht von Dr. B.___ vom 17. September 

2009, act. G 4.2).

3. 

Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit der gutachterlich bescheinigten 

Arbeitsfähigkeit (act. G 1, Rz 2 ff., und G 10, Rz 3).

3.1  Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 

nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere 

kann von einer verwertbaren Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die 

zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als 

ausgeschlossen erscheint. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in 

wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote 

und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare 

und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 71 E. 4.2.1 mit Hinweis). Die 

wirtschaftliche Verwertbarkeit der noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit auf dem als 

ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine Einschätzung der Chancen der 

versicherten Person, trotz der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen bezüglich 

Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art der Tätigkeit von einem 

durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es geht dabei um die 

konkrete Beurteilung der für die versicherte Person realistischerweise noch 

vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsmarktchancen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 3.2; vgl. auch Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen).

3.2  Der Umstand allein, dass der Beschwerdeführer im fortgeschrittenen Alter steht 

(Jahrgang 1953, IV-act. 1), spricht nicht gegen eine realistische Verwertbarkeit auf dem 

massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt, zumal im Zeitpunkt der angefochtenen 

Verfügung vom 14. Februar 2014 immerhin noch eine knapp 4-jährige Dauer bis zum 

ordentlichen AHV-Rentenalter vor ihm lag. Von Bedeutung ist zudem, dass die 

bescheinigte Restarbeitsfähigkeit auch für die bisher vom Beschwerdeführer 

ausgeübten Tätigkeiten gilt (vgl. vorstehende E. 2.3) und damit kein Umstellungs- oder 

Anpassungsbedarf besteht. Hinzu kommt weiter, dass der Beschwerdeführer seit 

Anfang 2012 über eine lediglich geringfügig um 20% eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

verfügt und die Arbeitsfähigkeit zuvor vom 1. August 2011 bis 31. Dezember 2011 nicht 

wesentlich eingeschränkt gewesen ist (vgl. vorstehende E. 2.3). Des Weiteren sind 

keine Hinweise für eine eingetretene arbeitsmarktliche Desintegration ersichtlich, die 

gegen eine realistische Verwertbarkeit sprechen.

4. 

Zu bestimmen bleiben die aus den Arbeitsunfähigkeiten hervorgehenden 

Erwerbsunfähigkeiten. Die vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug als Gesunder 

erheblich schwankenden erzielten Jahresverdienste (IV-act. 15) vermögen keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aussagekräftige Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens zu bilden. 

Daher und da die bisher von ihm ausgeübten Tätigkeiten einer leidensangepassten 

Tätigkeit entsprechen (IV-act. 154-32), ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrads ein 

Prozentvergleich vorzunehmen. Für die für die Zeit vom 11. August 2009 bis 31. Juli 

2011 aufgrund rein somatischer Beeinträchtigungen bescheinigte vollständige 

Arbeitsunfähigkeit beträgt der Invaliditätsgrad 100%. In der Zeit vom 1. August 2011 

bis 31. Dezember 2011 verfügte der Beschwerdeführer über eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit, womit ein Invaliditätsgrad von 0% resultiert. Ob die seit Anfang 2012 

aus psychiatrischer Sicht bescheinigte 20%ige Arbeitsunfähigkeit 

invalidenversicherungsrechtlich relevant ist, was die Beschwerdegegnerin bestreitet 

(act. G 4, Rz 3), kann offen bleiben. Gleiches gilt mit Blick auf die Frage eines 

Tabellenlohnabzugs. Denn selbst wenn im Rahmen des Prozentvergleichs der vom 

Beschwerdeführer beantragte Abzug von 20% berücksichtigt würde, resultierte ein 

nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 36% (20% + [80% x 20%]). Das 

Wartejahr im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war im August 2010 erfüllt. Das 

Anmeldeformular reichte der Beschwerdeführer im März 2010 ein. Zu beachten gilt 

allerdings, dass er bereits im Februar 2010 eine Schadensanzeige mit dem 

"Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" bei der Beschwerdegegnerin 

vorgenommen hat. Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer einen Leistungsanspruch gegenüber der 

Invalidenversicherung geltend machen wollte. Diese Sichtweise wird dadurch bestätigt, 

als dass er anlässlich des Gesprächs mit der Eingliederungsberatung vom 24. Februar 

2010 ein Gesuch um Unterstützung bei der Wiedereingliederung gestellt hat (IV-act. 

6-3). Eine nicht formgerechte Anmeldung schadet der versicherten Person mit Bezug 

auf die damit verbundenen Rechtswirkungen nicht (Art. 29 Abs. 3 ATSG). Der Anspruch 

auf die (befristete) ganze Rente beginnt damit in Nachachtung von Art. 29 Abs. 1 IVG 

am 1. August 2010. In Berücksichtigung der 3-monatigen Frist gemäss Art. 88a Abs. 2 

der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) endet der 

Rentenanspruch am 31. Oktober 2011.

5. 

5.1  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 14. Februar 2014 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. August 2010 bis 31. Oktober 2011 eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ganze Rente zuzusprechen. Zur Bestimmung der Rentenhöhe und zur Festsetzung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen 

ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die Beschwerde 

lediglich teilweise betreffend einen rückwirkenden befristeten Rentenanspruch 

gutgeheissen wird, ist von einem hälftigen Obsiegen auszugehen. Eine Gerichtsgebühr 

von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Dem teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlen die 

Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer die Gerichtsgebühr je im Betrag von 

Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im 

Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 300.-- 

zurückzuerstatten.

5.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die 

Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit einer Pauschale von Fr. 1’800.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen, was der Hälfte der 

praxisgemäss jeweils zugesprochenen Pauschale entspricht.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 14. Februar 2014 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. August 2010 bis 31. Oktober 2011 eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ganze Rente zugesprochen. Zur Bestimmung der Rentenhöhe und zur Festsetzung der 

Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. 

Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin und der 

Beschwerdeführer je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und im Umfang von Fr. 300.-- 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

1'800.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 12.09.2016
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten. Verwertbarkeit der gutachterlich bescheinigten Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt bejaht. Befristeter Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. September 2016, IV 2014/165).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:58:02+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen