# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05c28012-fda5-5b14-8677-7c56aa0f0c7f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 22.07.2013 ERZ 2013 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2013-205_2013-07-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 22. Juli 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 13 205          19. August 2013

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Brunner
Aktuar ad hoc Brunner

In der Zivilsache

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Erhard 
Pfister, Unterdorfstrasse 12, 8808 Pfäffikon SZ, 

gegen

den Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 21. Juni 
2013, mitgeteilt am 21. Juni 2013, in Sachen Y . _ _ _ _ _  G m b H , 
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Dettling, 
Gersauerstrasse 23, 6440 Brunnen, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Eintragung eines provisorischen Bauhandwerkerpfandrechts (Kosten),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Eingabe vom 3. Juni 2013 reichte die Y._____ GmbH gegen X._____ 
beim Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um vorläufige Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechtes über Fr. 5‘165.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 30. April 
2013 auf dem Grundstück _____ in O.1_____ ein. Gleichzeitig beantragte der 
Gesuchsteller, das Grundbuchamt O.1_____ sei mit superprovisorischer 
Verfügung anzuweisen, das Bauhandwerkerpfandrecht im Grundbuch 
vorzumerken.

B. Mit Entscheid vom 5. Juni 2013 hiess die Einzelrichterin in Zivilsachen am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos das Gesuch um Erlass superprovisorischer 
Massnahmen gut und wies das Grundbuchamt O.1_____ an, zugunsten der 
Y._____ GmbH im Sinne einer Vormerkung das Bauhandwerkerpfandrecht 
vorläufig einzutragen.

C. Am 14. Juni 2013 reichte der Gesuchsgegner der Einzelrichterin des 
Bezirksgerichts Prättigau/Davos eine Stellungnahme ein. Er stellte darin die 
folgenden Rechtsbegehren:

„1. In Bestätigung der superprovisorischen Massnahme sei das 
zuständige Grundbuchamt anzuweisen, das beantragte 
Bauhandwerkerpfandrecht im Grundbuch vorläufig einzutragen.

2. Der gesuchstellenden Partei sei Frist zur Klage auf definitive 
Eintragung des Pfandrechts im Grundbuch anzusetzen.

3. Der Gesuchsgegner sei zu ermächtigen, die Löschung der Eintragung 
im Grundbuch zu verlangen:

a) bei unbenutztem Ablauf der Klagefrist, unter Vorlage einer 
Bescheinigung des zuständigen Gerichts, oder

b) bei Vorlage einer Parteivereinbarung auf Löschung der 
Vormerkung.

4. Die gesuchstellende Partei sei zu verpflichten, die Entscheidgebühr 
und die Kosten des Grundbuchamtes für den superprovisorischen und 
den provisorischen Eintrag im Grundbuch einstweilen zu tragen.

5.a Falls die gesuchstellende Partei die Klage auf definitive Eintragung 
des Pfandrechts fristwahrend erhebt, seien die Kosten in jenem 
Verfahren definitiv zu verlegen.

5.b Falls die gesuchstellende Partei die Klage auf definitive Eintragung 
des Pfandrechts nicht fristwahrend erhebt oder die rechtzeitige Klage 
zurückzieht, sei sie zu verpflichten, die genannten Kosten sowie die 
Kosten für die Löschung der Vormerkung zu tragen.

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6.a Falls die gesuchstellende Partei die Klage auf definitive Eintragung 
des Pfandrechts fristwahrend erhebt, sei über die 
Prozessentschädigung für das vorliegende Verfahren in jenem 
Verfahren zu entscheiden.

6.b Falls die gesuchstellende Partei die Klage auf definitive Eintragung 
des Pfandrechts nicht fristwahrend erhebt oder die rechtzeitige Klage 
zurückzieht, sei sie zu verpflichten, dem Gesuchsgegner eine 
angemessene Prozessentschädigung für dieses Verfahren zu 
bezahlen.“

D. Mit Entscheid vom 21. Juni 2013, mitgeteilt am 21. Juni 2013, entschied die 
Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos was folgt:

„1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die mit Entscheid vom 5. Juni 
2013 zu Gunsten der Y._____ GmbH angeordnete superprovisorische 
Vormerkung der vorläufigen Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechts für eine Pfandsumme von CHF 5‘165.-- 
zuzüglich 5% Zins seit dem 30. April 2013 auf dem Grundstück _____, 
3.5-Zimmerwohnung Nr. _____, A._____, O.1_____, wird bestätigt.

2. Der Y._____ GmbH wird eine Frist von 90 Tagen seit Mitteilung des 
Entscheids zur Einreichung der Klage auf Eintragung des Pfandrechts 
angesetzt. Bei ungenutztem Ablauf der Frist wird die Vormerkung der 
vorläufigen Eintragung ohne weiteres von Amtes wegen gelöscht.

3. a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 500.- (inkl. Grundbuchgebühren) 
gehen zu Lasten von X._____ und werden mit dem geleisteten 
Vorschuss verrechnet. Der zu viel geleistete Vorschuss von CHF 500.- 
wird der Y._____ GmbH erstattet. Der Y._____ GmbH wird das Recht 
eingeräumt, für den Betrag von CHF 500.- auf X._____ Regress zu 
nehmen.

    b)X._____ hat die Y._____ GmbH mit CHF 500.- (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbehlerung]

5. [Mitteilung]“

E. Mit Eingabe vom 28. Juni 2013 erhob X._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den Kostenentscheid der Einzelrichterin in 
Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 21. Juni 2013. Er stellte darin 
die folgenden Anträge:

„1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 3a und 3b der Verfügung des 
Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 21.06.2013 betreffend 
Eintragung provisorisches Bauhandwerkerpfandrecht aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Gerichtskosten und 
die Kosten des Grundbuchamtes für den superprovisorischen und den 
provisorischen Eintrag im Grundbuch einstweilen zu tragen. 

3.a Falls die Beschwerdegegnerin die Klage auf definitive Eintragung des 
Pfandrechts fristwahrend erhebt, seien die genannten Kosten in jenem 
Verfahren definitiv zu verlegen.

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3.b Falls die Beschwerdegegnerin die Klage auf definitive Eintragung des 
Pfandrechts nicht fristwahrend erhebt oder die rechtzeitige Klage 
zurückzieht, sei sie zu verpflichten, die genannten Kosten sowie die 
Kosten für die Löschung der Vormerkung zu tragen.

4.a Falls die Beschwerdegegnerin die Klage auf definitive Eintragung des 
Pfandrechts fristwahrend erhebt, sei über die Prozessentschädigung 
für das vorliegende Verfahren in jenem Verfahren zu entscheiden.

4.b Falls die Beschwerdegegnerin die Klage auf definitive Eintragung des 
Pfandrechts nicht fristwahrend erhebt oder die rechtzeitige Klage 
zurückzieht, sei sie zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine 
angemessene Prozessentschädigung für dieses Verfahren zu 
bezahlen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.“

F. Mit Beschwerdeantwort vom 9. Juli 2013 nahm die Einzelrichterin in 
Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos Stellung zur erhobenen 
Beschwerde und hielt folgendes fest: Der Beschwerdeführer habe in Ziffer 1 und 2 
seiner Stellungnahme vom 14. Juni 2013 selbst beantragt, dass in Bestätigung der 
superprovisorischen Massnahme das zuständige Grundbuchamt anzuweisen sei, 
das beantragte Bauhandwerkerpfandrecht im Grundbuch vorläufig einzutragen 
und der gesuchstellenden Partei Frist zur Klage auf definitive Eintragung des 
Pfandrechts im Grundbuch anzusetzen sei. Mit Entscheid vom 21. Juni 2013 habe 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos nicht wie vom Beschwerdeführer 
angenommen, endgültig über den Kostenentscheid entschieden. Praxisgemäss 
werde im Rahmen des ordentlichen Verfahrens um definitive Eintragung des 
Bauhandwerkerpfandrechts auch die definitive Kostentragung geregelt oder es 
werde - sollte innert der gesetzten Klagefrist keine entsprechende Klage 
prosequiert werden - im Zusammenhang mit der Anweisung an das zuständige 
Grundbuchamt, es sei die provisorische Eintragung zu löschen, eine definitive 
Verteilung der Kosten vorgenommen. Folglich fehle es dem Beschwerdeführer im 
vorliegenden Verfahren am Rechtsschutzinteresse.

G. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2013 (Poststempel 12. Juli 2013) wies 
die Y._____ GmbH daraufhin, dass sie sich den Ausführungen der Vorinstanz in 
deren Beschwerdeantwort anschliesse und die Abweisung der Beschwerde 
beantrage.

H. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im 
angefochtenen Kostenentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1. Gegen Kostenentscheide der Einzelrichterin in Zivilsachen am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos kann gemäss Art. 110 in Verbindung mit Art. 319 
ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) Beschwerde erhoben 
werden. Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 Abs. 1 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; 
BR 320.100]). Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht 
von Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im 
Rechtsmittelverfahren wie hier Fr. 5000.-- nicht überschreitet (vgl. auch die 
Verfügungen der I. Zivilkammer ZK1 11 37 vom 16. Juni 2011 und der II. 
Zivilkammer ZK2 11 15 vom 27. April 2011). Die vorläufige Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechts ist eine vorsorgliche Massnahme und erfolgt im 
summarischen Verfahren (Art. 249 lit. d Ziff. 5 ZPO). Die Beschwerde ist innert 
zehn Tagen seit der Zustellung des Entscheids (Art. 321 Abs. 2 ZPO) schriftlich, 
begründet sowie unter Beilegung desselben (Art. 321 Abs. 1 und 2 ZPO) bei der 
Rechtsmittelinstanz einzureichen. Auf die vorliegend frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde wird deshalb eingetreten.

2. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 
ZPO). Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung beinhaltet jeden Verstoss 
gegen das geschriebene und ungeschriebene Recht (Freiburghaus/Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Zürich 2013, Art. 320 N 3; vgl. Spühler, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger, Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Basel 2010, Art. 310 N 2). Unrichtige Rechtsanwendung 
umfasst auch Unangemessenheit (Kurt Blickenstorfer, in: 
Brunner/Gasser/Schwander, Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Zürich/St.Gallen 2011, Art. 310 N 6). Unangemessenheit ist 
gegeben, wenn ein gerichtlicher Entscheid, der auf sachlichen Kriterien beruht und 
die Grenzen der Ermessensausübung beachtet, unter Berücksichtigung der 
Gegebenheiten des konkreten Falles dennoch als unzweckmässig erscheint 
(Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 310 N 36; Schott, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger, 
Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 95 N 32). 
Die Rechtsmittelinstanz hätte folglich einen anderen, zweckmässigeren Entscheid 
getroffen, hätte sie an Stelle der Vorinstanz zu entscheiden gehabt (Reetz/Theiler, 
a.a.O., Art. 310 N 36). Die Kognitionsbefugnis des Kantonsgerichts geht somit bei 

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der Beschwerde nach Art. 320 ZPO weiter als diejenige bei der Beschwerde nach 
Art. 232 der alten Bündnerischen Zivilprozessordnung, welche nur bei einer 
Gesetzesverletzung und damit nicht bei Unangemessenheit ergriffen werden 
konnte (Urteil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden ZK2 11 55 
vom 13. Dezember 2011 E. 3). Das Kantonsgericht überprüft die Rüge der 
unrichtigen Rechtsanwendung nach Art. 320 ZPO mit freier Kognition (vgl. 
Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., Art. 320 N 4). Bei der Überprüfung der 
Angemessenheit ist gemäss Lehre und Rechtsprechung jedoch eine gewisse 
Zurückhaltung geboten. Die Rechtsmittelinstanz darf ihr Ermessen gegebenenfalls 
zwar an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen, die freie 
Überprüfungsbefugnis hindert sie aber nicht daran, in Ermessensfragen einen 
Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu respektieren. Der Vorinstanz kann 
somit die Wahl unter mehreren angemessenen Lösungen überlassen werden. 
Einzugreifen ist erst bei einer unangemessenen Entscheidung im bereits 
dargelegten Sinne. Die erwähnte Zurückhaltung bei der Überprüfung der 
Angemessenheit darf jedenfalls nicht so weit gehen, dass erst bei 
Ermessensüberschreitungen eingegriffen würde, also dann, wenn die Bandbreite 
zulässiger Ermessensentscheide nach oben oder nach unten verlassen wird (vgl. 
zum Ganzen auch BGE 123 II 210 E. 2a sowie 130 II 449 E. 4.1 mit Hinweisen). 
Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts ist dem erstinstanzlich urteilenden 
Gericht nicht nur im Rahmen von Kostenbeschwerden ein erheblicher 
Ermessensspielraum zuzugestehen (vgl. zu dieser Thematik das Urteil der I. 
Zivilkammer ZK1 11 88 vom 10. Januar 2012 E. 2, sowie das Urteil der II. 
Zivilkammer ZK2 11 55 vom 13. Dezember 2011 E. 3). Letzterer ist vielmehr auch 
und insbesondere dann zu beachten, wenn es um Fragen der (vorinstanzlichen) 
Prozessleitung geht (vgl. hierzu das Urteil der I. Zivilkammer ZK1 12 12 vom 2. 
Juli 2012 E. 1.b/ba).

3.a) Mit seiner Beschwerde macht X._____ im Wesentlichen geltend, die 
Vorinstanz habe weder eine vorläufige noch eine bedingt definitive 
Kostenregelung im Sinne von Art. 104 Abs. 3 ZPO getroffen. Vielmehr habe sie 
ohne jede Begründung einen endgültigen Kostenentscheid getroffen, was Art. 104 
Abs. 3 ZPO zuwiderlaufe. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist demnach die 
Frage zu klären, ob die Vorinstanz mit ihrem Kostenspruch, dem Gesuchsgegner 
und Beschwerdeführer die Prozesskosten für die vorläufige Eintragung eines 
Bauhandwerderpfandrechts (Fr. 500.-- Gerichtskosten sowie Fr. 500.-- 
Parteientschädigung) zu überbinden, das Recht richtig angewendet hat. Daher 

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drängt sich vorab eine Darstellung der Prozesskostenregelung im Verfahren 
betreffend vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf. 

b) Gemäss Art. 104 Abs. 3 ZPO kann über die Prozesskosten vorsorglicher 
Massnahmen zusammen mit der Hauptsache entschieden werden. Der 
Gesetzgeber hatte mit dieser Regelung, die bereits an sich den richterlichen 
Entscheidungsspielraum weit absteckt, offenbar jene Fälle vorsorglicher 
Massnahmen im Auge, bei denen das Hauptverfahren bereits rechtshängig ist. In 
diesen Fällen liegt es im Ermessen des Gerichts, ob es die Kostenfolge direkt 
regeln will oder diese als Teil der Gesamtkosten erst im Hauptentscheid regeln 
will. Die herrschende Lehre ist sich aber einig, dass diese Wahlmöglichkeit nur 
besteht, wo die Hauptsache bereits rechtshängig ist (vgl. M. Sterchi, in: Berner 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Art. 1-149 ZPO, Band 1, 
Bern 2012, N 9 ff. zu Art. 104 ZPO; A. Urwyler, in: Brunner/Gasser/Schwander, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St.Gallen 2011, N 5 
zu Art. 104 ZPO). Anders verhält es sich bei einem Massnahmeverfahren vor der 
Rechtshängigkeit der Hauptsache (Art. 263 ZPO). Diesfalls findet ein 
selbständiges, vom Hauptverfahren losgelöstes Verfahren statt, das durch einen 
Endentscheid abgeschlossen wird. In solchen Fällen ist aber im 
Massnahmeentscheid - oder allenfalls in einem separaten Kostenentscheid - 
zumindest zu regeln, wie die Kostenverteilung ist, falls die vor Rechtshängigkeit 
angeordnete vorsorgliche Massnahme bei unbenutztem Ablauf der Frist zur 
Einreichung der Klage dahin fällt (vgl. M. Sterchi, in: Berner Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Art. 1-149 ZPO, Band 1, Bern 2012, N 9 
und 11 zu Art. 104 ZPO; Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
Kommentar zur Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich 2013, N 9 zu Art. 104 ZPO; 
A. Urwyler, a.a.O., N 5 zu Art. 104 ZPO).

c) Die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ist - wie bereits 
erwähnt - eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 262 lit. c ZPO und 
erfolgt im summarischen Verfahren (vgl. BGE 137 III 563 ff.). Bei der Festlegung 
der Kostenfolge ist zu berücksichtigen, dass der Entscheid betreffend die 
vorsorgliche Eintragung eine bloss vorläufige Rechtswirkung entfaltet und so 
bezweckt, den Anspruch des Unternehmers vorerst zu sichern. Es folgt in der 
Regel der ordentliche Prozess, in welchem entschieden wird, ob das 
Bauhandwerkerpfandrecht definitiv einzutragen ist. Erst dann wird auch beurteilt, 
ob die vorläufige Eintragung gerechtfertigt war oder nicht. Das Verfahren 
betreffend vorläufige Eintragung, in welchem mit der blossen Glaubhaftmachung 

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(Art. 961 Abs. 3 ZGB) des Baupfandanspruchs äusserst niedrige Anforderungen 
an das Beweismass gestellt werden - die vorläufige Eintragung darf nur verweigert 
werden, wenn das Baupfandrecht als ausgeschlossen erscheint oder höchst 
unwahrscheinlich ist (Schumacher, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl., Zürich 
2008, N 1394) -, bildet also lediglich ein Vorverfahren im Hinblick auf den 
ordentlichen Prozess. Deshalb ist es nicht angebracht, die Kostenfolge bereits 
endgültig und unabhängig vom Hauptverfahren zu regeln (PKG 1989 Nr. 63 E. 2). 

d) Nach Schumacher (a.a.O., N 1407 ff. [3. Auflage vor Inkrafttreten der 
gültigen ZPO, aber unter Bezugnahme auf den damals vorliegenden Entwurf der 
eidgenössischen Zivilprozessordnung; eine andere Kostenregelung wird aber im 
Ergänzungsband 2011 nicht vorgeschlagen) kann die Regelung der 
Prozesskosten vorläufig oder bedingt definitiv erfolgen. Bei dieser trifft die 
Gerichtsbehörde eine vorläufige Kostenregelung und behält die definitive 
Kostenregelung im Verfahren betreffend definitive Eintragung des 
Bauhandwerkerpfandrechts vor. Die Gerichtskosten werden vom Kläger als 
Gesuchsteller bezogen, welcher berechtigt ist, deren Ersatz im Prozess betreffend 
definitive Eintragung vom Grundeigentümer zu fordern. Die endgültige Regelung 
der Parteientschädigung wird ebenfalls dem Entscheid im Hauptprozess um die 
definitive Eintragung vorbehalten. Voraussetzung ist dabei stets, dass ein 
Verfahren betreffend definitive Eintragung eingeleitet wird. Wird - aus welchen 
Gründen auch immer - vom Unternehmer kein ordentliches Verfahren instanziert, 
so wird die vorläufige Kostenregelung zur definitiven. Die zweite Möglichkeit 
besteht darin, im Verfahren um vorläufige Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechts auf eine Kostenregelung zu verzichten und diese dem 
späteren Hauptverfahren vorzubehalten. Für den Fall, dass kein Hauptprozess 
eingeleitet würde, müsste ein separates summarisches Verfahren zur (definitiven) 
Kostenregelung durchgeführt werden. Der ersten Variante ist in der Regel aus 
verfahrensökonomischer Hinsicht der Vorzug zu geben (vgl. zum Ganzen auch 
das Urteil des Obergerichts Zürich PF120011-O/U vom 18. Mai 2012 E. 2.1).

Zu betonen ist allerdings, dass das Kantonsgericht den Bezirksgerichten nicht die 
Anwendung der einen oder anderen Variante vorschreibt. Es ist dem Ermessen 
des Gerichts zu überlassen, welche Methode im konkreten Fall umgesetzt werden 
soll. Es kann nämlich durchaus im Einzelfall Gründe geben, die für einen 
separaten Kostenentscheid sprechen.

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e) In Anlehnung an das Ausgeführte (vgl. Erwägung c und d) wird nach fester 
und publizierter Praxis des Kantonsgerichtes von Graubünden (vgl. PKG 1989 Nr. 
63 E. 2) der Gesuchsteller im Verfahren auf provisorische Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechtes auch dann kostenpflichtig, wenn das Gesuch 
gutgeheissen wird. Dies unter ausdrücklichem oder stillschweigendem (vgl. dazu 
aber nachstehende Erwägung) Vorbehalt nachträglicher abweichender Verteilung 
in einem allfälligen Hauptprozess.

f) Prüft man den angefochtenen Entscheid, so wird deutlich, dass die 
Vorinstanz eine Kostenregelung ohne Vorbehalt getroffen hat; mithin den 
Gesuchsgegner definitiv mit der Gerichtsgebühr und der aussergerichtlichen 
Entschädigung belastet hat. Ein Hinweis auf einen Vorbehalt einer abweichenden 
Kostenregelung für das Massnahmeverfahren im späteren Hauptprozess fehlt 
sowohl in den Erwägungen als auch im Dispositiv. Die Vorinstanz führt in ihrer 
Vernehmlassung im Beschwerdeverfahren wohl aus, mit Entscheid vom 21. Juni 
2013 habe das Bezirksgericht Prättigau/Davos nicht wie vom Beschwerdeführer 
angenommen, endgültig über den Kostenentscheid entschieden. Praxisgemäss 
werde im Rahmen des ordentlichen Verfahrens um definitive Eintragung des 
Bauhandwerkerpfandrechts auch die definitive Kostentragung geregelt oder es 
werde - sollte innert der gesetzten Klagefrist keine entsprechende Klage 
prosequiert werden - im Zusammenhang mit der Anweisung an das zuständige 
Grundbuchamt, es sei die provisorische Eintragung zu löschen, eine definitive 
Verteilung der Kosten vorgenommen. Folglich fehle es dem Beschwerdeführer im 
vorliegenden Verfahren am Rechtsschutzinteresse (vgl. Ziffer 2 der 
Beschwerdeantwort, act. A.2). Mit anderen Worten beruft sich die Vorinstanz auf 
einen stillschweigenden Vorbehalt einer späteren, separaten, allenfalls 
abweichenden Kostenverfügung. Dies - wie auch der Hinweis in PKG 1989 Nr. 61 
auf die Möglichkeit eines stillschweigenden Vorbehalts - ist nicht unproblematisch. 
Grundsätzlich können nämlich auch im Verfahren um vorsorgliche Massnahmen 
die Kosten definitiv verteilt werden (vgl. Jenny, a.a.O., N. 9 zu Art. 104 ZPO). 
Ohne ausdrücklichen Vorbehalt der späteren Abweichung vom Kostenspruch wird 
eine unklare Situation geschaffen. Dies hat zusätzlich Auswirkungen auf die 
Vollstreckbarkeit. Vorsorgliche Massnahmen und ihre Kostenentscheide 
erwachsen nämlich in formelle Rechtskraft, wenn sie nicht angefochten werden 
und bilden so definitive Rechtsöffnungstitel (vgl. dazu PKG 2006 Nr. 13;). Wird 
also kein entsprechender Vorbehalt im Massnahmeentscheid formuliert, so 
besteht das Risiko, dass Prozesskosten - namentlich eine aussergerichtliche 
Entschädigung - vollstreckt werden können, obwohl gemäss dem Willen des 

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Gerichts die Kostenregelung noch gar nicht definitiv feststeht. Dies kann mit einem 
ausdrücklichen Vorbehalt vermieden werden (vgl. auch D. Staehelin, in: 
Staehelin/Bauer/Staehelin (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, Art. 1 – 87, 2. Auflage, 
Basel/Genf/München 2010, N 44 f. zu Art. 80 SchKG). Aus diesen Gründen ist 
darauf zu achten, dass im Massnahmeentscheid ein ausdrücklicher Vorbehalt 
aufgenommen wird, sofern das Gericht keinen definitiven Entscheid über die 
Prozesskosten fällen will. Der angefochtene Entscheid ist deshalb einerseits aus 
diesem Grunde aufzuheben, andererseits aber auch darum, weil es sachgerechter 
ist, die Prozesskosten des Massnahmeverfahrens vorläufig dem Unternehmer zu 
überbinden (vgl. E. 3.c sowie nachstehende E. 3.g; PKG 1989 Nr. 63).

g) Zu prüfen bleibt, ob diese Praxis unter der neuen ZPO noch Geltung 
beanspruchen kann. Von einem Teil der Lehre wird dies in Zweifel gezogen, 
indem angeführt wird, die vorläufige Kostenauferlegung an den obsiegenden 
Kläger widerspreche dem Grundsatz der Kostenverteilung entsprechend dem 
Ausgang des Verfahrens und damit Art. 106 ZPO (Martin H. Sterchi, a.a.O., N 13 
zu Art. 104 ZPO). Dieser Autor schliesst jedoch nicht völlig aus, dass sich die von 
ihm kritisierte Kostenregelung allenfalls auf Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO stützen 
liesse, wonach das Gericht von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die 
Prozesskosten nach Ermessen verteilen kann, wenn andere besondere Umstände 
vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig 
erscheinen lassen. 

Die bisherige Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden stellt ohne weiteres 
einen Anwendungsfall von Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO dar. Zu berücksichtigen ist 
zunächst der bei der vorläufigen Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 
besondere Umstand, dass das Pfandrecht lediglich glaubhaft zu machen ist (Art. 
961 Abs. 3 ZGB) und dessen Geltendmachung mittels eines extrem 
herabgesetzten Beweismasses (Schumacher, a.a.O., N 1394) möglich ist. Ein 
Gesuch um vorläufige Eintragung darf lediglich dann abgewiesen werden, wenn 
das beantragte Baupfandrecht mit Sicherheit ausgeschlossen ist (Schumacher, 
a.a.O., N 1395). Ein Unternehmer kommt damit auf einfache Art und Weise zu 
einem (vorläufigen) Pfandrechtseintrag auf dem Grundstück des Auftraggebers, 
was für den Grundeigentümer erhebliche Nachteile mit sich ziehen kann. Vor 
diesem Hintergrund wäre es unbillig, Letzteren auch noch die Kosten für diese 
prima facie-Beurteilung im Massnahmeverfahren tragen zu lassen. Vielmehr 
erscheint es gerechtfertigt, zumindest vorübergehend, den Unternehmer die - 

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meist geringen - Kosten des Verfahrens um die provisorische Eintragung des 
Bauhandwerkerpfandrechts unabhängig vom Ausgang des Massnahmeverfahrens 
tragen zu lassen und den definitiven Entscheid dem Hauptverfahren 
vorzubehalten. Diese Lösung trägt auch dem Umstand Rechnung, dass der 
Gesuchsteller die anzusetzende Klagefrist aus beliebigen Gründen unbenutzt 
verstreichen lassen könnte. In einem solchen Fall wäre es ohnehin unbillig, dass 
der Pfandbelastete noch die Kosten des Verfahrens um vorläufige Eintragung des 
Pfandrechts zu tragen hätte. Vermieden könnte mit der bisherigen Praxis auch ein 
nachträglicher separater Kostenentscheid zur definitiven Kostenzuteilung. Nach 
dem Gesagten wird klar, dass an der bisherigen Rechtsprechung des 
Kantonsgerichts von Graubünden auch unter der neuen ZPO festzuhalten ist.

4. Ist nach dem Gesagten der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben, hat das 
Kantonsgericht von Graubünden über die Kostenfolge neu zu entscheiden, da die 
Sache als spruchreif erscheint (Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO). Dabei wird der bedingt 
definitiven Methode der Vorzug gegeben. Die Verfahrenskosten der Vorinstanz 
und die aussergerichtliche Entschädigung an den Gesuchsgegner werden somit 
der Gesuchstellerin auferlegt unter dem Vorbehalt einer anderen Kostenverteilung 
im Hauptprozess. Wird letzterer nicht eingeleitet, wird die vorläufige 
Kostenregelung zur definitiven. Die Höhe der von der Vorinstanz festgelegten 
aussergerichtlichen Entschädigung wurde vom Beschwerdeführer nicht 
beanstandet.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin 
kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten für das 
Beschwerdeverfahren werden vorliegend auf Fr. 1‘500.-- festgelegt. Die 
Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer sodann für die im 
Beschwerdeverfahren entstandenen Auslagen und die Kosten der 
Rechtsvertretung zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 
ZPO). Der Vertreter des Beschwerdeführers hat keine Honorarnote eingereicht 
(Art. 105 Abs. 2 ZPO). Aufgrund des Aufwandes des Rechtsvertreters des 
Beschwerdeführers (Beschwerde mit elf Seiten) erscheint eine Entschädigung in 
Höhe von Fr. 1000.-- (inkl. MwSt.) als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Ziffer 3.a) und b) des 
Dispositives des angefochtenen Entscheids wird aufgehoben.

2. Die Kosten des Verfahrens vor der Einzelrichterin am Bezirksgericht 
Prättigau/Davos (Proz. Nr. 135-2013-226) von Fr. 500.-- gehen zu Lasten 
der Gesuchstellerin, welche den Gesuchsgegner für das nämliche 
Verfahren aussergerichtlich mit Fr. 500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu 
entschädigen hat. Vorbehalten bleibt ein anderslautender Entscheid über 
die Prozesskosten des Verfahrens um vorläufige Eintragung eines 
Bauhandwerkerpfandrechts im entsprechenden Hauptverfahren.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.-- gehen zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin. Sie werden vom geleisteten 
Gerichtskostenvorschuss bezogen und die Beschwerdegegnerin wird 
verpflichtet, dem Beschwerdeführer Fr. 1‘000.-- zu bezahlen. Der 
Restbetrag von Fr. 500.-- wird der Beschwerdegegnerin vom 
Kantonsgericht in Rechnung gestellt. Aussergerichtlich hat die 
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 1‘000.-- (inkl. MwSt.) zu 
entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als Fr. 15‘000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 113 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG)  
subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der  Verfassungsbeschwerde gelten die Art. 113-119 BGG.

5. Mitteilung an: