# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 479f766f-b0b1-5b39-869e-d41541e82134
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240432-O4
**Docket/Reference:** UE240432-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240432-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240432-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. K. Eichenberger sowie Gerichtsschreibe-

rin Dr. iur. E. Welte

Verfügung und Beschluss vom 11. Februar 2025

A._____,

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

B._____ AG, 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Beschwerdegegnerinnen

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft Winterthur/Unterland vom 4. November 2024, B-2/2024/10039545

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Erwägungen:

I.

1. Mit Eingabe vom 30. September 2024 beantragte A._____ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer)  bei  der  Staatsanwaltschaft  Winterthur/Unterland  (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft) die Untersuchung "möglicher strafrechtlicher Handlungen" sei-

tens  der  B._____  AG  (nachfolgend:  Beschwerdegegnerin  1)  im  Zusammenhang 

mit der Einstellung der Auszahlung von Krankentaggeldgeldern. Dadurch seien – 

so der Beschwerdeführer – seine Rechte als Patient und Versicherter verletzt wor-

den bzw. die Beschwerdegegnerin 1 habe sich unredlich verhalten (Urk. 36/1).

2. Mit  Verfügung  vom  4.  November  2024  nahm  die  Staatsanwaltschaft  eine 

Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegnerin 1 nicht an die Hand (Urk. 4). 

3.

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 13. November 2024 Beschwerde 

mit dem sinngemässen Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

es sei eine Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegnerin 1 und Dr. C._____ 

zu eröffnen (Urk. 2).

4. Mit Verfügung vom 21. November 2024 wurde dem Beschwerdeführer Frist 

angesetzt, zur Deckung der ihn allfällig treffenden Prozesskosten eine Prozesskau-

tion  zu  leisten  (Urk.  6).  Mit  Eingaben  vom  25.  November  2024  ersuchte  der  Be-

schwerdeführer um Befreiung von der Verpflichtung zur Leistung einer Prozesskau-

tion bzw. stellte sinngemäss ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung (Urk. 9; Urk. 12). Mit Verfügung vom 27. November 2024 wurde ihm 

die Frist zur Leistung einer Prozesskaution abgenommen (Urk. 15). In der Folge 

gingen diverse unaufgeforderte Eingaben des Beschwerdeführers ein (Urk. 18, 19, 

21,  24  A,  24  B,  27).  Mit  Verfügung  vom  20.  Dezember  2024  wurde  ihm  sodann 

aufgegeben, die teilweise nicht mit Originalunterschrift unterzeichneten Eingaben 

zu verbessern und erneut einzureichen sowie die eingereichten Beilagen mit einem 

Beilagenverzeichnis zu versehen (Urk. 33). Mit Eingabe vom 28. Dezember 2024 

kam  der  Beschwerdeführer  dieser  Aufforderung  nach  (Urk.  38;  Urk. 39).  Sodann 

gingen  erneut  unaufgeforderte  Eingaben  des  Beschwerdeführers  ein  (Urk.  41; 

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Urk. 44). Nachdem sich die Beschwerde – wie zu zeigen sein wird – als unbegrün-

det erweist, kann davon abgesehen werden, die Beschwerdeschrift der Staatsan-

waltschaft  und  der  Beschwerdegegnerin  1  zur  Stellungnahme  zu  übermitteln 

(Art. 390 Abs. 2 StPO). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

5.

Vorab ist festzuhalten, dass diverse Eingaben des Beschwerdeführers nach 

Ablauf der Beschwerdefrist und damit verspätet eingegangen sind, weshalb sie mit 

Ausnahme von Urk. 45/6 mangels relevanter Noven aus dem Recht zu weisen und 

damit unbeachtlich sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_420/2013 vom 22. Juli 

2014 E. 3.3., wonach nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Äusserungen 

und Beweismittel zur Sache nicht zulässig sind, ausser wenn diese bis Ablauf der 

Beschwerdefrist gar nicht hätten vor- bzw. beigebracht werden können). Dies be-

trifft  die  Eingaben  vom  16. Dezember  2024  (Urk.  27),  14.  Januar  2025  (Urk. 41) 

und 22. Januar 2025 (Urk. 44 samt Beilagen). 

6.

Infolge einer internen Reorganisation der Kammer (zufolge hoher Geschäfts-

last) wird vorliegender Beschwerdeentscheid (in Anwendung von § 12 der Verord-

nung über die Organisation des Obergerichts und entgegen der ursprünglichen An-

kündigung, vgl. Urk. 6 S. 3) unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kammerprä-

sidenten gefällt.

II.

1.

Angefochten  ist  eine  Nichtanhandnahmeverfügung  der  Staatsanwaltschaft. 

Dagegen  ist  die  Beschwerde  bei  der  hiesigen  Strafkammer  zulässig  (Art. 310 

Abs. 2 i. V. m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). 

2.

Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli-

chen, die Mindestanforderungen an eine Strafanzeige bestünden darin, dass auf 

eine konkrete, angeblich strafbare Handlung Bezug genommen werde, wohinge-

gen  pauschale  Schuldzuweisungen  oder  "Anträge  auf  Untersuchung  möglicher 

strafrechtlicher Handlungen" ohne Hinweis auf einen spezifischen Sachverhalt, der 

durch das Strafrecht erfasst sein solle, nicht genügten. Aus dem vom Beschwerde-

führer zur Anzeige gebrachten Sachverhalt und den von ihm eingereichten Unter-

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lagen lasse sich nicht erkennen, wer welche konkrete strafbare Handlung wann und 

in welchem definierten Zusammenhang begangen haben könne und sollte. Ein sub-

stantiierter  Kontext  in  strafrechtlicher  Hinsicht  lasse  sich  nicht  erkennen  und  ein 

bereits hinreichend konkretes, geschweige denn strafrechtlich relevantes Verhal-

ten, das sich einer konkreten Person zurechnen lassen würde, sei nicht ersichtlich. 

Inwiefern sich jemand strafbar gemacht haben könnte, lasse sich aus den Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers, welche in diesem Sinne – sprich in Bezug auf kon-

krete strafrechtliche Verantwortlichkeiten – weitgehend abstrakt und pauschal ge-

halten erschienen, nicht in rechts- und anklagegenügender Weise ableiten. Es sei 

weder  nachvollziehbar  noch  ersichtlich,  dass  jemandem  und  –  falls  überhaupt  – 

wem genau strafbare Handlungen zur Last gelegt werden könnten. Es lägen viel-

mehr  Problematiken  vor,  welche  im  Zusammenhang  mit  vertraglichen  und  versi-

cherungstechnischen Aspekten und dem Umfang der Leistungsansprüche gegen-

über der eigenen Krankenkasse stünden resp. Patientenrechte tangieren könnten, 

welche  durch  die  entsprechenden  Normen  des  Privatrechts  (OR  und  ZGB),  des 

Verwaltungsrechts (KVG) oder des öffentlichen Rechts (kantonales Gesundheits-

gesetz) geregelt seien, zu deren Überprüfung andere Rechtsbehelfe offen stünden 

(Urk. 4).

3.

Der Beschwerdeführer erwähnt diverse zivilrechtliche Normen, gegen welche 

die Beschwerdegegnerin 1 verstossen haben soll, und entgegnet sodann – unter 

Verweis auf Art. 146 StGB, Art. 181 StGB und Art. 307 StGB – zusammengefasst, 

es bestehe der Verdacht, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Einstellung der Kran-

kentaggeld-Leistungen zu ihrem eigenen Vorteil angestrebt habe, was ein strafba-

res  Verhalten  darstelle.  Mithin  habe  die  Beschwerdegegnerin 1  ihn  bewusst  ge-

täuscht, indem sie unrechtmässig Leistungen verweigert und Entscheidungen ver-

zögert habe, um möglicherweise finanzielle Vorteile zu erzielen. Im Jahr 2020 habe 

die  Beschwerdegegnerin  1  trotz  vollständiger  medizinischer  Dokumentation  die 

Krankentaggeldzahlungen eingestellt, welcher Entscheid auf einem Gutachten von 

Dr. C._____ beruht habe, welcher ein früheres Gutachten von Dr. D._____ in Frage 

gestellt habe. Auffällig sei dabei, dass Dr. C._____ sein Gutachten in kürzester Zeit 

erstellt  habe,  ohne  seinen  (des  Beschwerdeführers)  Gesundheitszustand  umfas-

send zu prüfen. Das Gutachten von Dr. C._____ ignoriere die von unabhängigen 

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Spezialisten  bestätigte  vollständige  Arbeitsunfähigkeit.  Zudem  habe  Dr.  C._____ 

geplante Operationen und von renommierten Kliniken vorgelegte medizinische Be-

richte ausgelassen. Das Gutachten habe er erstellt, ohne die Sachlage gründlich 

zu untersuchen und wesentliche medizinische Fakten zu berücksichtigen. Zudem 

sei es zu einer Einschüchterung durch Dr. C._____ gekommen, da dieser während 

der Konsultation bzw. während der Untersuchung seiner (des Beschwerdeführers) 

Wirbelsäule eine bedrohliche Bemerkung gemacht habe. So habe Dr. C._____ ge-

sagt, er werde unter der Brücke landen, falls er sich gegen sein Gutachten wehren 

werde, was ihn eingeschüchtert und zusätzlichen Stress verursacht bzw. seine psy-

chische Verfassung beeinträchtigt habe (vgl. Urk. 2, 9, 12, 21, 24 A). 

4. Gemäss  Art.  310  Abs.  1  StPO  verfügt  die  Staatsanwaltschaft  die  Nichtan-

handnahme u.a., sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports fest-

steht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen ein-

deutig  nicht  erfüllt  sind  (lit.  a).  Die  Staatsanwaltschaft  eröffnet  die  Untersuchung 

erst, wenn sich aus den Informationen der Strafanzeige ein hinreichender Tatver-

dacht ergibt (vgl. Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Nach der Rechtsprechung müssen 

die zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforderlichen Hinweise auf eine straf-

bare Handlung erheblicher und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tat-

verdacht  begründen  zu  können.  Der  Anfangsverdacht  soll  eine  plausible  Tatsa-

chengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit der Begehung einer 

Straftat ergibt (Urteile des Bundesgerichts 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 

E. 1.4; 6B_560/2014 vom 3. November 2014 E. 2.4.1; 6B_718/2014 vom 10. De-

zember 2014 E. 1.3.1). Bei der Beurteilung der Frage, ob ein sachverhaltsmässig 

und rechtlich klarer Fall vorliegt, der nicht an die Hand zu nehmen ist, verfügt die 

Staatsanwaltschaft über einen gewissen Ermessensspielraum (Urteile des Bundes-

gerichts 6B_472/2020 vom 13. Juli 2021 E. 2.2.3; 6B_553/2019 vom 6. November 

2019 E. 3.1). Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung zu eröffnen (BGE 137 IV 285 

E. 2.3). 

5.

Das Einreichen einer Strafanzeige begründet keinen Anspruch auf Eröffnung 

einer  Untersuchung  und  Durchführung  eines  Strafverfahrens  (RIEDO/BONER,  in: 

Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Strafprozess-

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ordnung, 3. Aufl. 2023, Art. 301 N 6). Inhaltlich werden gewisse Anforderungen an 

eine Strafanzeige gestellt. Eine Erklärung gegenüber einer Behörde ist nur dann 

als Strafanzeige zu betrachten (und entsprechend zu behandeln), wenn sie auf eine 

konkrete  angeblich  strafbare  Handlung  Bezug  nimmt  (BSK  StPO-RIEDO/BONER, 

a.a.O.,  Art. 301  N  11;  vgl.  sodann  OBERHOLZER,  Grundzüge  des  Strafprozess-

rechts,  4.  Aufl.  2020,  N  1763).  Die  Strafanzeige  ist  eine  Erklärung,  aus  der  sich 

ergibt, wer welchen Sachverhalt aufgrund welcher Informationen oder Erkenntnisse 

den Strafbehörden im Hinblick auf die Anhandnahme von Ermittlungen zur Kennt-

nis gibt. Sie beinhaltet im Wesentlichen eine Sachverhaltsfeststellung, Angaben zu 

den beteiligten Personen, persönliche Wahrnehmungen und weitere Informationen 

zum angezeigten Tatvorgang (ALBERTINI, in: Albertini/Fehr/Voser, Polizeiliche Er-

mittlung, VSKC-Handbuch, Zürich 2008, S. 550). Daraus folgt, dass der Anzeige-

erstatter den Strafverfolgungsbehörden möglichst detailliert Aufschluss darüber zu 

erteilen hat, welcher strafbaren Handlungen er die beschuldigte Person bezichtigt. 

Dabei wird nicht erwartet, dass er rechtliche Ausführungen macht, sondern das sei-

ner Meinung nach konkret Vorgefallene beschreibt. In diesem Stadium des Verfah-

rens  trifft  den  Anzeigeerstatter  eine  gewisse  minimale  Substantiierungspflicht 

(ZWEIDLER, Die Praxis zur thurgauischen Strafprozessordnung, Bern 2005, S. 322). 

Pauschale Schuldzuweisungen ohne Hinweis auf einen spezifischen Sachverhalt 

sind keine Strafanzeigen im Sinne von Art. 301 StPO. Diesfalls begründet die StPO 

keine Pflicht zur förmlichen Behandlung der Eingabe. Zur Vermeidung von Unklar-

heiten sollte die Staatsanwaltschaft indes auch in solchen Fällen eine Nichtanhand-

nahmeverfügung erlassen (BSK StPO-RIEDO/BONER, a.a.O., Art. 301 N 11).

6. Wie die Staatsanwaltschaft zu Recht festhielt, erweisen sich die Ausführun-

gen des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 30. September 2024 (Urk. 36/1) 

als klar ungenügend substantiiert, um einen konkreten Tatverdacht gegenüber be-

stimmten Personen zu begründen. So machte er darin pauschal geltend, dass er 

seitens der Beschwerdegegnerin 1 zu Unrecht keine Krankentaggelder mehr erhal-

ten habe, nachdem diese Dr. C._____ mit einer zweiten Begutachtung beauftragt 

habe, worin er den früheren Feststellungen von Dr. D._____ widersprochen bzw. 

ihn als arbeitsfähig eingestuft habe. Weiter monierte der Beschwerdeführer, die Be-

schwerdegegnerin  1  habe  medizinische  Einschätzungen  ignoriert  und  eine  ge-

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plante  Wirbelsäulenoperation  nicht  berücksichtigt.  Wer  sich  durch  welches  kon-

krete Verhalten strafbar gemacht haben soll, lässt sich den Schilderungen des Be-

schwerdeführers indes nicht entnehmen. Vielmehr äussert er in allgemeiner Weise 

seinen Unmut über die Beschwerdegegnerin 1, welche seinen Anspruch auf (wei-

tere) Ausrichtung von Krankentaggeldern zu Unrecht verneint haben soll, welcher 

Entscheid massgeblich auf dem (aus Sicht des Beschwerdeführers unzutreffenden) 

Zweitgutachten  von  Dr.  C._____  beruht  habe.  Insoweit  liegt  mithin  lediglich  eine 

pauschale Schuldzuweisung ohne Hinweis auf einen spezifischen Sachverhalt vor, 

welcher  sich  unter  bestimmte  strafrechtliche  Tatbestände  subsumieren  liesse. 

Folglich  bestand  keine  Pflicht  der  Staatsanwaltschaft  zur  förmlichen  Behandlung 

der Eingabe. Sodann hielt die Staatsanwaltschaft zu Recht fest, dass es vorliegend 

in erster Linie um vertragliche und versicherungstechnische Beanstandungen geht 

(angeblich  zu  Unrecht  erfolgte  Einstellung  der  Ausrichtung  von  Krankentaggel-

dern), welche auf dem zivil- oder verwaltungsrechtlichen Rechtsmittelweg zu klären 

sind  bzw.  wären.  Mithin  ist  die  Rechtmässigkeit  dieser  Entscheide  nicht  mit  den 

Mitteln des Strafrechts zu überprüfen. Diesbezüglich scheint der Beschwerdeführer 

zu verkennen, dass nicht jedes Handeln, das nicht seinen Vorstellungen entspricht 

oder von ihm als für sich selbst nachteilig empfunden wird, von strafrechtlicher Re-

levanz ist. 

7.

Somit  ist  festzuhalten,  dass  sich  der  Eingabe  des  Beschwerdeführers  kein 

konkreter  strafrechtlich  relevanter  Tatvorwurf  gegenüber  bestimmten  Personen 

entnehmen lässt, weshalb keine Pflicht zur förmlichen Behandlung der Eingabe be-

stand und die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden ist. 

8. Gegenstand  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  ist  die  Nichtanhand-

nahmeverfügung vom 4. November 2024. Mit dieser wurde eine Untersuchung hin-

sichtlich  der  Eingabe  vom  30.  September  2024  nicht  an  die  Hand  genommen. 

Selbst wenn der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren mit seinen diversen 

unaufgeforderten Eingaben samt Beilagen neu ein strafbares Verhalten in taugli-

cher Weise behaupten würde, wäre solches nicht Gegenstand der angefochtenen 

Nichtanhandnahme. Der Vollständigkeit halber sei aber angemerkt, dass der Be-

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schwerdeführer auch im Beschwerdeverfahren nichts vorbringt, was einen konkre-

ten Verdacht strafbarer Handlungen zu begründen vermöchte:

8.1. Mit Bezug auf den Tatvorwurf des Betruges ist nicht nachvollziehbar, inwiefern 

der Beschwerdeführer selber oder die Beschwerdegegnerin 1 (durch das von Dr. 

C._____  erstattete  Zweitgutachten)  getäuscht  worden  sein  sollten,  geschweige 

denn in arglistiger Weise. So stand es dem Beschwerdeführer frei, die verweigerte 

Ausrichtung von Krankentaggeldern durch die Beschwerdegegnerin 1 auf dem ent-

sprechenden Rechtsmittelweg anzufechten. Aus seinem Vorwurf, wonach die Ver-

weigerung der Leistungen zu Unrecht erfolgt sei und in der Absicht der Beschwer-

degegnerin 1, für sich einen finanziellen Vorteil zu erzielen, lassen sich keine kon-

kreten Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten ableiten. Dasselbe gilt, wenn der 

Beschwerdeführer geltend macht, Dr. C._____ habe ein unsorgfältiges bzw. unzu-

treffendes Gutachten erstattet, welches die Beschwerdegegnerin 1 zur Einstellung 

der  Krankentaggelder  bewogen  habe.  Nur  weil  Dr.  C._____  (angeblich  in  einem 

reinen Aktengutachten) zu einer anderen Einschätzung mit Bezug auf den Gesund-

heitszustand  bzw.  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  gelangte  als  der 

Erstgutachter – er attestierte dem Beschwerdeführer nur in seinem angestammten 

Beruf volle Erwerbsunfähigkeit, erachtete aber eine leichte wechselbelastende Tä-

tigkeit als vollzeitig zumutbar –, kann daraus offenkundig nicht geschlossen wer-

den, er habe sich des Betruges strafbar gemacht. Auch insoweit ist keine arglistige 

Täuschung  auszumachen,  zumal  der  Beschwerdeführer  nicht  darlegt  und  auch 

nicht  ersichtlich  ist,  dass  es  der  Beschwerdegegnerin  1  nicht  möglich  gewesen 

wäre, das Gutachten von Dr. C._____ bzw. die von ihm gezogenen Schlüsse einer 

kritischen Prüfung zu unterziehen bzw. unterziehen zu lassen. Allein aus dem Um-

stand, dass der Beschwerdeführer die Einschätzung von Dr. C._____ für verfehlt 

und  die  darauf  basierende  Einstellung  der  Ausrichtung  von  Krankentaggeldern 

durch die Beschwerdegegnerin 1 für unberechtigt hält, ergeben sich keine Anhalts-

punkte für ein strafbares Verhalten der Beteiligten.

8.2. Ebenso wenig erschliesst sich, inwiefern sich Dr. C._____ durch die behaup-

tete Aussage gegenüber dem Beschwerdeführer, wonach er unter der Brücke lan-

den werde, sollte er sich gegen seine Entscheidung (gemeint offenbar: sein Gut-

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achten) wehren, strafbar gemacht haben soll. Mit Bezug auf den Tatbestand der 

Drohung fehlt es der inkriminierten Äusserung, sollte sie denn tatsächlich so gefal-

len sein, bereits an der erforderlichen Intensität. Das Gesetz verlangt eine schwere 

Drohung, welche zudem Angst machen muss (DELNON/RÜDY, in: Niggli/Wiprächti-

ger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, Art. 180 N 19). Diese 

Schwelle wurde vorliegend klar nicht erreicht, zumal die angebliche Äusserung von 

Dr.  C._____  abstrakt  gehalten  ist  bzw.  Raum  für  Interpretationen  lässt.  Hinzu 

kommt,  dass  auch  dem  Beschwerdeführer  als  verständigem  Durchschnittsmen-

schen klar sein musste, dass Dr. C._____ lediglich ein Gutachten zu Handen der 

Beschwerdegegnerin 1 erstattete, ihm hingegen nicht der Entscheid über die wei-

tere  Ausrichtung  von  Krankentaggeldern  an  den  Beschwerdeführer  oblag.  Dass 

sich Letzterer durch die angebliche Äusserung von Dr. C._____ in seinen Persön-

lichkeitsrechten  verletzt  fühlt,  verleiht  dem  beanzeigten  Sachverhalt  keine  straf-

rechtliche  Relevanz.  Mangels  erforderlicher  Intensität  der  angeblichen  Drohung 

scheidet auch eine Strafbarkeit wegen Nötigung i.S.v. Art. 181 StGB aus. 

8.3. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch mit Bezug auf den Vorwurf 

des  falschen  Gutachtens  (Art.  307  StGB)  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  ein 

strafbares Verhalten darzutun. Lediglich aus dem Umstand, dass unterschiedliche 

ärztliche  Einschätzungen  betreffend  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers 

vorliegen resp. das Gutachten von Dr. C._____ angeblich dem Erstgutachten wi-

derspricht und zu einer abweichenden Einschätzung gelangt und es sich überdies 

um ein reines Aktengutachten handeln soll, ergibt sich nicht, dass bzw. inwiefern 

ebendieses Gutachten nicht der Wahrheit entsprechen sollte. Diesbezüglich ist dar-

auf hinzuweisen, dass die beiden Gutachten von Dr. D._____ und Dr. C._____ vom 

18. September 2019 bzw. 3. August 2020 datieren (vgl. Urk. 36/2). Bereits aufgrund 

dieser  unterschiedlichen  Zeitpunkte  kann  offenkundig  nicht  gesagt  werden,  dass 

die gegenteilige Ansicht von Dr. C._____ nicht vertretbar bzw. unzutreffend wäre. 

Weiter vermag der Beschwerdeführer auch mit dem jüngsten ärztlichen Attest von 

Dr. E._____ vom 9. Januar 2025 (Urk. 45/6), wonach der Beschwerdeführer derzeit 

in seinem Beruf als Zimmermann und Verpacker arbeitsunfähig sei, nicht darzutun, 

dass das Gutachten von Dr. C._____ falsch im Sinne von Art. 307 StGB wäre. Wei-

ter beanstandet der Beschwerdeführer, Dr. C._____ habe nicht alle vorliegenden 

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Informationen bzw. Meinungen von Spezialisten berücksichtigt. Selbst wenn des-

sen Einschätzung auf einer unvollständigen Aktenlage beruhen sollte, liesse sich 

daraus  nicht  ableiten,  dass  seine  Erkenntnisse  nicht  der  Wahrheit  entsprechen 

bzw. er vorsätzlich eine falsche Beurteilung abgab. Es muss Dr. C._____ sodann 

zugestanden werden, sich ein eigenes Bild vom Gesundheitszustand (und der Ar-

beitsfähigkeit) des Beschwerdeführers zu machen. Mithin war er nicht verpflichtet, 

auf die Einschätzung anderer Spezialisten Bezug zu nehmen, zumal eine separate 

psychiatrische Begutachtung erfolgen sollte, geschweige denn sich deren Beurtei-

lung anzuschliessen. 

8.4.

Im Ergebnis ist die angefochtene Nichtanhandnahmeverfügung nicht zu be-

anstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 

III.

1.

Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung für das Beschwerdeverfahren (Urk. 9).

2.

Jede bedürftige Person (so auch die Privatklägerschaft, vgl. Art. 136 StPO) 

hat – im Sinne einer grundrechtlichen Minimalgarantie – Anspruch auf unentgeltli-

che Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, und aus-

serdem – soweit zur Interessenwahrung notwendig – Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand  (Art. 29  Abs. 3  BV).  Als  aussichtslos  sind  Begehren  anzusehen, 

bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren 

und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein 

Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren 

ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massge-

bend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 

Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Ob im Einzelfall genügende 

Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summa-

rischen  Prüfung  der  Prozessaussichten,  wobei  die  Verhältnisse  im  Zeitpunkt  der 

Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 133 III 614 E. 5; Urteil des Bun-

desgerichts 1B_263/2015 vom 16. September 2015 E. 2.2). 

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Wie die vorstehenden Erwägungen deutlich machen, erweist sich die vorlie-

gende Beschwerde von vornherein als aussichtslos, weshalb die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege ausgeschlossen und das entsprechende Gesuch ab-

zuweisen ist. Somit erübrigt sich eine Prüfung der finanziellen Verhältnisse des Be-

schwerdeführers. 

3.

Der unterliegende Beschwerdeführer hat die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit 

des Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Be-

schwerdeverfahren auf Fr. 1'500.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV 

OG). Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführer nicht zu entschädigen. Ebenso 

ist der Beschwerdegegnerin 1 mangels entschädigungsfähiger Umtriebe keine Ent-

schädigung zuzusprechen.

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. A. Flury)

1.

Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung für 

das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Beschluss.

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'500.– fest-

gesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:





den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ad B-2/2024/10039545 
(gegen Empfangsbestätigung)

- 12 -

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:





die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ad B-2/2024/10039545 
unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 36; gegen Emp-
fangsbestätigung) 

die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

5.

Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 11. Februar 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Flury

Dr. iur. E. Welte