# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a8bc0de-45df-5bc6-98cd-79863bdcb744
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.10.2008 E-6781/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6781-2006_2008-10-16.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6781/2006/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 
Richter Gérald Bovier, Richter Markus König, 
Gerichtsschreiber Adrian Brand.

A._______, sowie deren Sohn B._______, Simbabwe,
vertreten durch lic. iur. Michal Hasler,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFF vom 
22. Mai 2003 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6781/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimat-
staat am 5. Februar 2003 verlassen und sich auf dem Landweg nach 
C._______ begeben habe, von wo aus sie am 10. Februar 2003 unter 
Verwendung  eines  gefälschten  Reisepasses  direkt  in  die  Schweiz 
geflogen sei,

dass sie am 11. Februar 2003 im Flughafen D._______ angekommen 
sei, wo sie am selben Tag um Asyl nachsuchte,

dass das BFF der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 11. Februar 
2003 die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Befragung  vom 13. Fe-
bruar 2003 sowie der Zusatzbefragung vom 14. Februar 2003 durch 
E._______ zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte,  sie  sei  simbabwische  Staatsangehörige  shonischer  Ethnie 
aus F._______, Provinz G._______,

dass  ihr  Ehemann Mitglied  der  legalen  Oppositionspartei  Movement 
for Democratic Change (MDC) sei,

dass er  für  die MDC als  Sekretär  der Provinz  G._______ gearbeitet 
habe und sie selbst seit dem Jahre 2001 ebenfalls Mitglied der MDC 
sei, diese aber nicht aktiv unterstützt habe,

dass die Polizei am 3. Februar 2003 an ihrem gemeinsamen Domizil 
eine Hausdurchsuchung vorgenommen und dabei ihren Ehemann ver-
haftet habe,

dass die Polizei ihrem Ehemann vorgeworfen habe, im Besitze wichti-
ger  Dokumente  im  Zusammenhang  mit  einem  Mordkomplott  gegen 
Präsident Robert Mugabe zu sein,

dass die Polizei aber anlässlich der Hausdurchsuchung keine solchen 
Dokumente habe finden können, ihren Ehemann aber dennoch ins Ge-
fängnis von G._______ gebracht habe,

dass am 4. und 5. Februar  2003 zwei  weitere  Hausdurchsuchungen 
stattgefunden hätten,

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dass ihr die Polizei anlässlich der dritten Hausdurchsuchung gedroht 
habe, sie würde wieder kommen und falls sie (die Beschwerdeführerin) 
dann die gesuchten Dokumente nicht vorlege, werde sie ebenfalls ver-
haftet,

dass sie aus Furcht vor einer Verhaftung Simbabwe verlassen und sich 
nach H._______ begeben habe,

dass das  Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Natio-
nen (UNHCR) in seiner Stellungnahme vom 17. Februar 2003 die Be-
willigung der Einreise sowie die Durchführung eines ordentlichen Ver-
fahrens beantragte,

dass das BFM der Beschwerdeführerin am 18. Februar 2003 die Ein-
reise in die Schweiz bewilligte,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  19.  Februar  2003  einen  Sohn  zur 
Welt brachte,

dass am 26. Februar  2003 die Kurzbefragung in  der Empfangsstelle 
(heute  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum)  I._______ sowie  am 
13.  März  2003  die  Anhörung  zu  den  Asylgründen  durch  J._______ 
stattfanden,

dass bezüglich der weiteren Aussagen der Beschwerdeführerin auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass das BFF die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit  Verfü-
gung vom 22. Mai 2003 – eröffnet am 28. Mai 2003 – ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFF zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Asylvor-
bringen der Beschwerdeführerin vermöchten den Anforderung an die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht zu genügen,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 26. Juni 2003 gegen 
diesen  Entscheid  bei  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK) Beschwerde erheben und dabei beantragen liessen, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung 
an  die  Vorinstanz  zurückzuseisen,  eventualiter  sei  die  Flüchtlingsei-
genschaft festzustellen und Asyl zugewähren sowie subeventualiter sei 

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die  Unzulässigkeit  sowie  die  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass die  Beschwerdeführenden in  prozessualer  Hinsicht  die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021)  sowie den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses beantragen liessen,

dass der damals zuständige Instruktionsrichter der ARK mit Zwischen-
verfügung vom 9. Juli 2003 das Gesuch um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege unter der Bedingung der Nachreichung einer Für-
sorgebestätigung innert Frist sowie unter Vorbehalt der Änderung der 
finanziellen Lage der Beschwerdeführenden guthiess und auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses verzichtete,

dass  er  die  Beschwerdeführenden  gleichzeitig  unter  Fristansetzung 
aufforderte, die in Aussicht gestellten sowie allfällige weitere Beweis-
mittel  im Original  samt  den entsprechenden  Zustellcouverts,  in  eine 
der Amtssprachen übersetzt, nachzureichen,

dass  die  Beschwerdeführenden mit  Eingabe vom 14. Juli  2003 eine 
Unterstützungsbedürftigkeitserklärung zu den Akten reichen liessen,

dass das BFF in seiner Vernehmlassung vom 22. September 2003 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte,

dass diese Vernehmlassung den Beschwerdeführenden am 25. Sep-
tember 2003 zur Kenntnis gebracht wurde,

dass die Beschwerdeführerin mit selbstverfasster Eingabe an das BFM 
vom 10. August 2005, welche zur Behandlung an die ARK weitergelei-
tet wurde, erklärte, sie möchte in einen Drittstaat, vorzugsweise nach 
H._______,  ausreisen  und  sinngemäss  um  Ausstellung  von 
Reisepapieren ersuchte,

dass  die  damals  zuständige  Instruktionsrichterin  der  ARK  mit  Zwi-
schenverfügung  vom  23.  August  2005  die  Eingabe  vom 10.  August 
2005  der  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführenden  zur  Kenntnis 
brachte, gleichzeitig unter Fristansetzung die Möglichkeit zur Stellung-
nahme, allenfalls zum Rückzug der Beschwerde ohne Kostenfolge bot 

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und darauf  hinwies,  für  die  Ausstellung allfälliger  Ersatzreisepapiere 
sei das BFM zuständig,

dass  die  Beschwerdeführenden  keine  Stellungnahme einreichen  lie-
ssen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  am 1.  Januar  2007  die  bei  der 
ARK hängigen Rechtsmittel übernommen hat und dabei das neue Ver-
fahrensrecht anwendet (Art. 53 Abs. 2 VGG),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
rührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFF die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit der Be-
gründung abgelehnt  hat,  die  Asylvorbringen der  Beschwerdeführerin 
widersprächen  ein  wesentlichen  Punkten  der  allgemeinen  Erfahrung 
oder der Logik des Handelns und hielten deshalb den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand,

dass das  BFF in  der  angefochtenen Verfügung zu Recht  ausgeführt 
hat, hätten die Behörden Interesse an der Beschwerdeführerin gehabt, 
wäre sie bereits anlässlich einer der drei Hausdurchsuchungen festge-
nommen worden,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  geltend 
macht,  sie  sei  zum  Zeitpunkt  der  Hausdurchsuchungen  bereits  im 
neunten Monat schwanger gewesen und es sei erfahrungsgemäss da-
von auszugehen, dass auch in Simbabwe eine hochschwangere Frau 
etwas feiner angefasst werde,

dass  die  Hausdurchsuchungen  gemäss  den  Ausführungen  der  Be-
schwerdeführerin  im  Zusammenhang  mit  Ermittlungen  wegen  eines 
Mordkomplotts  gegen  Präsident  Robert  Mugabe  standen,  wobei  die 
Polizei am Domizil der Beschwerdeführerin nach wichtigen Dokumen-
ten gesucht habe,

dass es vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der bekannt harten 
Vorgehensweise  der  simbabwischen  Behörden  gegen  Oppositionelle 
zum damaligen Zeitpunkt als fern jeglicher Realität erscheint, dass die 
Polizei die Beschwerdeführerin wegen einer bestehenden Schwanger-
schaft nicht verhaftet habe, obwohl sie dreimal die Gelegenheit dazu 
gehabt  hätte  und  gemäss  Aussage  der  Beschwerdeführerin  davon 

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ausgegangen  sei,  sie  (die  Beschwerdeführerin)  wisse,  wo  sich  die 
gesuchten Dokumente befänden (vgl. A3/20, S. 11),

dass auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Polizisten hät-
ten ihr anlässlich der dritten Hausdurchsuchung gedroht,  sie würden 
wieder kommen und sie verhaften, falls sie ihnen die gesuchten Doku-
mente  bei  dieser  Gelegenheit  nicht  aushändigen  werde  (vgl.  A3/20, 
S. 12), völlig realitätsfremd erscheinen, würde die Polizei doch mit ei-
nem solchen Vorgehen der Beschwerdeführerin eine Flucht nicht nur 
ermöglichen, sondern sie geradezu dazu drängen, 

dass das BFF in der angefochtenen Verfügung weiter ausgeführt hat, 
die Beschwerdeführerin habe, obwohl sie mehrmals dazu aufgefordert 
worden sei, weder ihren Mitgliederausweis der MDC, noch denjenigen 
ihres Ehemannes noch eine Haftbestätigung betreffend ihres Eheman-
nes vom Gefängnis  G._______ zu den Akten gereicht, obwohl solche 
Dokumente erfahrungsgemäss beschaffbar seien,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  zu  Recht 
einwendet, sie sei  erstmals anlässlich der kantonalen Anhörung vom 
13. März  2003  zur  Einreichung  dieser  Dokumente  aufgefordert  wor-
den,

dass dies aber nichts am Umstand zu ändern vermag, dass die Be-
schwerdeführerin  die  genannten  Dokumente  bis  heute  nicht  zu  den 
Akten gereicht hat, obwohl sie auch auf Rechtsmittelebene die Einrei-
chung dieser Dokumente sowie ihrer Identitätspapiere in Aussicht ge-
stellt  hat  und dazu unter  Fristansetzung mit  Zwischenverfügung vom 
9. Juli 2003 explizit aufgefordert wurde,

dass die Ausführungen in der Rechtmitteleingabe, die Beschaffung der 
Haftbestätigung sei sehr schwierig und da die Beschwerdeführerin kei-
nen direkten Kontakt zu ihrem Ehemann habe, müsse sie deshalb die 
Hilfe einer Mittelsperson in Anspruch nehmen, welche ihn im Gefäng-
nis besuche und ihm die Wichtigkeit einer solchen Bestätigung erläute-
re, sodann müsse er sich um die Ausstellung dieses Dokumentes küm-
mern – wobei angesichts der der bekannten Vorfälle gegen Mitglieder 
der MDC fraglich sei, ob ihm überhaupt ein solches Dokument ausge-
stellt würde – anschliessend müsste eine Mittelsperson die Haftbestä-
tigung  im Gefängnis  abholen und in  die  Schweiz  schicken,  nicht  zu 
überzeugen vermögen,

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dass es der Beschwerdeführerin zuzumuten gewesen wäre, sich dies-
bezüglich  an  ihre  Verwandten  im  Heimatstaat,  beispielsweise  ihre 
Stiefschwester,  zu  welcher  sie  gemäss  eigenen  Aussagen  telefoni-
schen Kontakt hat (vgl. A3/20, S. 8), zu wenden oder einen Anwalt im 
Heimatstaat  mit  der  Beschaffung  einer  Haftbestätigung  zu  beauftra-
gen,

dass die Bescherdeführerin auch die Originale der als Faxkopien ein-
gereichten  Identitätskarte  sowie  Geburtsurkunde  nicht  nachreichte, 
obwohl sie mehrmals zur Einreichung von Identitätspapieren im Origi-
nal aufgefordert wurde (vgl. A18/1, A20/8, S. 5 sowie A26/19,     S. 18) 
und auch auf  Rechtmittelebene keine Ausführungen macht,  weshalb 
sie dazu nicht in der Lage gewesen sein sollte,

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen  Aussagen  in  der 
Schweiz mehrmals telefonischen Kontakt mit  Personen in ihrem Hei-
matstaat gehabt habe, mit diesen aber nichts besprochen haben will, 
was ihre Asylgründe anbelange (vgl. A26/19, S. 5),

dass von einer Person, welche tatsächlich verfolgt wird, aber zu erwar-
ten wäre, dass sie sich für ihre aktuelle Situation im Heimatstaat inter-
essiert,

dass auf  die übrigen Ausführungen in  der Rechtsmitteleingabe nicht 
mehr näher einzugehen ist, da sie nicht geeignet sind, bezüglich der 
Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen zu einem anderen 
Schluss zu führen,

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das Bundesamt die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  bzw.  Herkunftsstaat  der  Be-
schwerdeführenden nicht auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen,

dass  bezüglich  der  in  der  Rechtsmitteleingabe  geltend  gemachten 
Nachteile von Mitgliedern der MDC sowie der Verhaftung von Morgan 
Tsvangirai  einerseits  zu  bemerken  ist,  dass  die  Beschwerdeführerin 
ihre  angebliche  MDC-Mitgliedschaft  nicht  glaubhaft  machen  konnte 

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und sich andererseits Morgan Tsvangirai nicht mehr in Haft befindet, 
sondern Vereinbarungen zwischen ihm und Präsident Robert Mugabe 
getroffen wurden, welche die Teilung der Macht zwischen ihnen bein-
halten,

dass  die  Beschwerdeführerin  aus  F._______,  Provinz  G._______ 
stammt, wo sie seit ihrer Geburt bis zur Ausreise vom 5. Februar 2003 
gelebt hat (vgl. A20/8, S. 1),

dass sechs Halbgeschwister sowie der Stiefvater der Beschwerdefüh-
rerin in F._______i leben (vgl. A3/20, S. 4 und A26/19, S. 4),

dass ihre Mutter in K._______ lebt, wo sie als Händlerin tätig ist (vgl. 
A3/20, S. 4),

dass die  Beschwerdeführenden in  ihrem Heimatstaat  somit  über  ein 
verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfügen, welches ihnen bei ei-
ner Rückkehr behilflich sein kann,

dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Aussagen 11 Jahre die 
Schule besucht hat (vgl. A26/19, S. 5) und somit über eine überdurch-
schnittliche Schulbildung verfügt,

dass es der jungen und soweit aktenkundig gesunden Beschwerdefüh-
rerin daher möglich sein sollte, sich – nötigenfalls mit anfänglicher Un-
terstützung durch ihre Familie – in ihrer Heimat wieder eine Existenz 
aufzubauen,  zumal  ihr  eine  allfällige  Rückkehrhilfe  der  Schweiz  den 
Wiedereinstieg in ihrer Heimat ebenfalls wird erleichtern können,

dass auch der  Umstand,  dass die Beschwerdeführerin  für  einen gut 
fünfeinhalb jährigen Sohn zu sorgen hat, nicht gegen die Zumutbarkeit 
des Vollzugs der Wegweisung spricht,

dass insgesamt nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung als 
zumutbar zu beurteilen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  den  Beschwerdeführenden  ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten (Art. 16 Abs. 1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen 
wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG), von der Auferlegung der Kosten aber ab-
zusehen  ist,  da  den  Beschwerdeführenden  mit  Zwischenverfügung 
vom 9. Juli 2003 die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 
1 VwVG gewährt wurde.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- J._______ (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Adrian Brand

Versand: 

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