# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 501b67e0-e02f-5fdc-9fb0-8447b271d841
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-04
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 04.04.2024 BK 2023 447
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2023-447_2024-04-04.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

VERFÜGUNG
BK 23 447

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. April 2024

Besetzung Oberrichter Schmid (Präsident i.V.)
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Verfahrenskosten (Einstellung)

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Strassenver-
kehrsgesetz

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 13. Oktober 2023
(EO 23 10599)

2

Erwägungen:

1. Am 13. Oktober 2023 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-
Oberaargau (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Strafverfahren gegen den Be-
schuldigten A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen Führens eines 
Motorfahrzeugs unter Drogeneinfluss, angeblich begangen am 21. Juli 2023, ein, 
auferlegte ihm die Kosten der Blut- und Urinanalyse von CHF 903.80 und richtete 
ihm keine Entschädigung aus. Gegen die Kostenauflage (Dispositivziffer 2 der Ein-
stellungsverfügung) erhob der Beschwerdeführer, verteidigt durch Fürsprecher 
B.________, am 26. Oktober 2023 Beschwerde mit dem Antrag, Dispositivziffer 2 
der Einstellungsverfügung sei aufzuheben und die Kosten der Blut- und Urinanaly-
se seien dem Staat aufzuerlegen. Im anschliessend von der Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekam-
mer) eröffneten Schriftenwechsel schloss die Generalstaatsanwaltschaft in ihrer 
Stellungnahme vom 21. November 2023 auf kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. Die Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer am 23. November 
2023 zugestellt.

2.

2.1 Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen bei der Be-
schwerdekammer schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 393 
Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
[StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehör-
den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Or-
ganisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwer-
deführer ist betreffend den Kostenpunkt gemäss Ziffer 2 der angefochtenen Verfü-
gung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur 
Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.

2.2 Vorliegend ist die zu behandelnde Streitfrage die Auferlegung der Kosten der Blut- 
und Urinanalyse von CHF 903.80. Die Voraussetzungen für eine einzelrichterliche 
Beurteilung gemäss Art. 395 Bst. b StPO sind somit erfüllt.

3. Mit Anzeige vom 28. August 2023 wurde dem Beschwerdeführer vorgeworfen, un-
ter dem Einfluss von Drogen ein Motorfahrzeug gelenkt zu haben. Gemäss Aus-
führungen des verantwortlichen Polizeibeamten im Anzeigerapport vom 28. August 
2023 sei der Beschwerdeführer anlässlich einer Kontrolle «Ruhender Verkehr» in 
einem signalisierten Park- bzw. Fahrverbot in einem parkierten Fahrzeug mit ein-
geschaltetem Motor einer Kontrolle unterzogen worden. Während der Kontrolle ha-
be der Beschwerdeführer ein angetriebenes Verhalten gezeigt sowie enge Pupillen 
aufgewiesen. Eine entsprechende Nachschlagung in den polizeilich zugänglichen 
Applikationen habe ergeben, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit be-
reits mit Betäubungsmitteln zu tun gehabt habe. Aktenkundig ist weiter, dass der 
anschliessend auf der Polizeiwache durchgeführte Urindrogenschnelltest ein positi-
ves Resultat auf Kokain ergeben hat. Der Beschwerdeführer teilte der Polizei mit, 
dass er vor seiner Kontrolle von seinem Domizil zur Poststelle C.________ (Orts-

3

chaft) gefahren sei, sich fahrfähig gefühlt und keine Betäubungsmittel konsumiert 
zu haben (siehe Polizeiprotokoll bei Verdacht auf Fahrunfähigkeit vom 21. Juli 
2023). Hierauf wurde von der Staatsanwaltschaft die Abnahme und Auswertung ei-
ner Blut- und Urinprobe verfügt. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern 
(IRM) kam in seinem Abschlussbericht vom 22. August 2023 zu den forensisch-
toxikologischen Untersuchungsergebnissen zum Schluss, dass ein längere Zeit 
zurückliegender Konsum von Kokain nachgewiesen, jedoch der vom ASTRA ge-
stützt auf Art. 2 Abs. 2bis der Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11) festgeleg-
te Grenzwert für den Nachweis der fraglichen Substanz im Blut nicht erreicht sei. 
Zufolge dessen stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Führens eines 
Motorfahrzeugs unter Drogeneinfluss ein. Gleichzeitig erliess sie gegenüber dem 
Beschwerdeführer einen Strafbefehl wegen (u.a.) Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz durch unbefugten Konsum von Kokain. Der Beschwerde-
führer erhob gegen den Strafbefehl Einsprache und focht die hier interessierenden, 
ihm mit Einstellungsverfügung auferlegten Kosten der Blut- und Urinanalyse bei der 
Beschwerdekammer an.

4.

4.1 Gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO können die Verfahrenskosten der beschuldigten 
Person auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des 
Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat. Das Verhalten der 
beschuldigten Person ist widerrechtlich, wenn es klar gegen Normen der Rechts-
ordnung verstösst, die sie direkt oder indirekt zu einem bestimmten Tun oder Un-
terlassen verpflichten. Vorausgesetzt sind regelmässig qualifiziert rechtswidrige, 
rechtsgenügend nachgewiesene Verstösse. Weiter müssen die Verfahrenskosten 
mit dem zivilrechtlich vorwerfbaren Verhalten in einem adäquaten Kausalzusam-
menhang stehen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1144/2019 vom 13. Februar 2020 
E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 144 IV 202 E. 2.2 [= Pra 2019 Nr. 22 S. 265]; BGE 116 
Ia 162 E. 2c und 119 Ia 332 E. 1b). 

Anknüpfungspunkt des Kausalzusammenhangs ist nach dem Wortlaut des Geset-
zes die Einleitung des Strafverfahrens. Das Vorverfahren und mithin das Strafver-
fahren werden durch die Ermittlungstätigkeit der Polizei eingeleitet (Art. 300 Abs. 1 
Bst. a StPO) und basieren auf dem Verdacht, es sei eine Straftat begangen worden 
(Art. 299 Abs. 2 StPO). Nach Art. 55 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; 
SR 741.01) und Art. 10 Abs. 1 der Strassenverkehrskontrollverordnung (SKV; 
SR 741.013) können Fahrzeugführer zunächst verdachtslos einer Atemalkoholpro-
be unterzogen werden. Weist ein Fahrzeugführer Anzeichen von Fahrunfähigkeit 
auf und sind diese nicht oder nicht allein auf Alkoholeinfluss zurückzuführen, so 
kann er weiteren Voruntersuchungen, namentlich Urin- und Speichelproben unter-
zogen werden (Art. 55 Abs. 2 SVG). Folglich kann die Polizei zum Nachweis von 
Betäubungs- oder Arzneimitteln namentlich im Urin, Speichel oder Schweiss 
gemäss Art. 10 Abs. 2 SKV Vortests durchführen, wenn Hinweise dafür bestehen, 
dass die kontrollierte Person wegen einer anderen Substanz als Alkohol fahrun-
fähig ist und in diesem Zustand ein Fahrzeug geführt hat. Eine Blutprobe ist anzu-
ordnen, wenn Anzeichen von Fahrunfähigkeit vorliegen, die nicht auf Alkoholein-
fluss zurückzuführen sind (Art. 55 Abs. 3 Bst. a SVG und Art. 12a SKV). Im Gegen-

4

satz zu Alkoholproben dürfen Drogentests damit nicht voraussetzungslos angeord-
net werden, sondern nur, wenn Anzeichen für Fahrunfähigkeit erkennbar sind. Die 
vom ASTRA erlassene Weisung vom 2. August 2016 betreffend die Feststellung 
der Fahrunfähigkeit im Strassenverkehr legt in Kapitel B Ziff. 2.1 fest, dass es ver-
schiedene Verdachtsgründe für Fahrunfähigkeit wegen des Einflusses von Betäu-
bungs- oder Arzneimitteln gibt (abrufbar im Internet unter www.astra.admin.ch > 
Fachleute und Verwaltung > Vollzug Strassenverkehrsrecht > Dokumente betr. 
Strassenverkehr > Weisungen). Solche Verdachtsgründe liegen insbesondere vor, 
wenn der Fahrzeugführer einen berauschten, müden, euphorischen, apathischen, 
sonst wie auffälligen Eindruck hinterlässt oder eine lallende oder verwaschene 
Sprache aufweist, dabei aber nicht ausschliesslich unter Alkoholeinfluss steht 
(Bst. a). Nach der Rechtsprechung genügen für die Durchführung eines Vortests 
nach Art. 55 Abs. 2 SVG resp. Art. 10 Abs. 2 SKV bereits geringe Anzeichen für ei-
ne durch Betäubungs- oder Arzneimittel beeinträchtigte Fahrfähigkeit, wie bei-
spielsweise ein blasser Teint und wässrige Augen. Bei Vorliegen (auch nur) eines 
Verdachtsgrunds darf die Polizei einen Vortest auf Betäubungsmittel durchführen; 
eines im Sinne von Art. 197 Abs. 1 Bst. b StPO hinreichenden Tat- resp. Anfangs-
verdachts bedarf es nicht (BGE 146 IV 88 E. 1.4.2, auch zum Folgenden; ferner E. 
1.6.3, wonach jedoch die Kenntnis eines früheren Drogenkonsums für eine Vorun-
tersuchung nicht ausreicht). Je nach den konkreten Umständen und dem Ergebnis 
des Vortests kann indes ein hinreichender Tatverdacht im Sinne von Art. 197 Abs. 
1 Bst. b StPO vorliegen, welcher zu einer nach Art. 198 Abs. 1 Bst. a StPO durch 
die Staatsanwaltschaft anzuordnenden Massnahme zur Feststellung der Fahrun-
fähigkeit aufgrund des Verdachts einer Widerhandlung gegen das SVG führen 
kann (BGE 145 IV 50 E. 3.5; Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 22 
135 vom 22. Juli 2022 E. 5.1). 

Der Konsum von Kokain ist strafbar (Art. 2 Bst. a i.V.m. Art. 19a Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe [BetmG; SR 
812.121]). Verboten ist zudem in jedem Fall das Führen eines Motorfahrzeugs un-
ter Drogeneinfluss, unabhängig von der konsumierten Menge (Art. 2 Abs. 2 VRV). 
Daran ändert nichts, dass das ASTRA in Art. 34 Bst. c seiner Verordnung zur 
Strassenverkehrskontrollverordnung [VSKV-ASTRA; SR 741.013.1] einen Grenz-
wert von 15 µg/L für Kokain im Blut für den Nachweis von Kokain festgelegt hat, ab 
welchem ein Messresultat als positiv gilt. Dies trägt lediglich der Messungenauig-
keit Rechnung und verhindert, dass ein länger zurückliegender, für die aktuelle 
Fahrfähigkeit irrelevanter Drogenkonsum zu einem positiven Resultat führt. Das 
bedeutet, dass ein Beschuldigter, der mit Spuren von Betäubungsmitteln im Blut 
ein Fahrzeug lenkt und dabei Symptome aufweist, die ihn für die Polizisten als 
möglichen Drogenkonsumenten erscheinen lassen, das gegen ihn eingeleitete 
Strafverfahren rechtswidrig und schuldhaft verursacht hat (Urteile des Bundesge-
richts 6B_287/2021 vom 11. November 2021 E. 1.4 und 1B_180/2012 vom 24. Mai 
2012 E. 4.2.).

4.2 Die Staatsanwaltschaft begründet die Kostenauferlegung in der angefochtenen 
Einstellungsverfügung damit, dass der Beschwerdeführer durch angetriebenes 
Verhalten und durch enge Pupillen Anzeichen aufgewiesen habe, die gemäss Wei-
sung des ASTRA die Durchführung eines Drogenschnelltests erlaubt hätten. Der 

5

durchgeführte Drogenschnelltest sei positiv auf die Substanz Kokain ausgefallen, 
weshalb auch die daraufhin angeordnete Blut- und Urinanalyse angezeigt gewesen 
sei. Somit habe der Beschwerdeführer die genannten Untersuchungen rechtswidrig 
und schuldhaft verursacht, so dass die Voraussetzungen für eine Kostenauflage an 
ihn gegeben seien.

4.3 Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, er habe sich kein 
zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten zu Schulden kommen lassen, welches eine 
Kostenauflage rechtfertigen würde. Insbesondere sei sein, gemäss Polizeirapport, 
angeblich «angetriebenes Verhalten» anlässlich der Kontrolle, auf seine ADHS-
Erkrankung zurückzuführen. Diese führe in Stresssituationen zu erhöhter 
Nervosität bzw. angetriebenem Verhalten, was er nur unzureichend steuern könne, 
und habe nichts mit einem möglichen Substanzkonsum zu tun. Die verengten 
Pupillen liessen sich medizinisch als Miose erklären, was umso nachvollziehbarer 
sei, als er den ganzen Tag im Sonnenlicht gearbeitet habe. Hinsichtlich des 
Drogenschnelltests verwies er auf die Fehleranfälligkeit der entsprechenden 
Testgeräte. 

4.4 Die Generalstaatsanwaltschaft entgegnet im Kern, dass der Beschwerdeführer mit 
Kokain-Spuren im Urin Auto gefahren sei und Symptome aufgewiesen habe, die 
nicht auf Alkoholkonsum hätten zurückgeführt werden können. Damit habe er die 
gegen ihn eingeleiteten Untersuchungen (Vortest und Blutuntersuchung) klarerwei-
se rechtswidrig und schuldhaft veranlasst. Die entsprechenden Kosten stünden in 
einem adäquaten Kausalzusammenhang zu diesem Verhalten und seien im Ein-
klang mit Art. 426 Abs. 2 StPO vom Beschwerdeführer zu tragen.

4.5 Nach Prüfung der Akten erachtet die Beschwerdekammer die Kostenauflage als 
gerechtfertigt. Gemäss Polizeiprotokoll bei Verdacht auf Fahrunfähigkeit vom 
21. Juli 2023 beobachteten die Polizeibeamten nicht nur – wie im Anzeigerapport 
vom 28. August 2023 ausdrücklich erwähnt – enge Pupillen und angetriebenes 
Verhalten, sondern auch eine fehlende Lichtreaktion. All dies sind Anzeichen, 
welche gemäss der Weisung des ASTRA Anhaltspunkte für eine Fahrunfähigkeit 
darstellen, welche die Polizei gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur 
Durchführung eines Drogenvortests im Sinne von Art. 55 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 10 
Abs. 2 SKV berechtigten. Da dieser positiv ausfiel, ist es auch nicht zu beanstan-
den, dass die Polizeibeamten durch die Staatsanwaltschaft eine Urin- und Blutpro-
be anordnen liessen. Spätestens mit der (zunächst mündlichen) Anordnung der 
Urin- und Blutuntersuchung wurde das Strafverfahren gegen den Beschwerdefüh-
rer eröffnet (vgl. Art. 309 Abs. 1 Bst. b StPO). Anlässlich der forensisch-
toxikologischen Untersuchung des IRM konnte im Blut zwar kein Kokain nachge-
wiesen werden, so dass der Straftatbestand des Führens eines Motorfahrzeugs un-
ter Drogeneinfluss nicht erfüllt ist und das gegen den Beschwerdeführer geführte 
Strafverfahren richtigerweise einzustellen war. Es konnten aber Kokainmetaboliten 
(Abbauprodukte von Kokain) festgestellt werden, die auf einen zurückliegenden 
Substanzmissbrauch hinweisen. Sodann schlug der immunologische Vortest des 
Urins positiv auf Kokain an (siehe forensisch-toxikologischer Abschlussbericht vom 
22. August 2023, S. 2). Der Beschwerdeführer ist also nachweislich mit Kokain-
Spuren in Urin und Blut Auto gefahren, was – unabhängig von der konsumierten 

6

Menge und damit unabhängig davon, ob der Grenzwert erreicht ist – verboten ist. 
Entsprechend wurde gegen den Beschwerdeführer – wie in der Einstellungsverfü-
gung angekündigt – ein Strafbefehl wegen Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz durch Konsum von Betäubungsmitteln erlassen. Der (bestritte-
ne) Betäubungsmittelkonsum des Beschwerdeführers ist somit kausal für die Einlei-
tung des Strafverfahrens. Dass ihm die Kosten im Zusammenhang mit der Urin- 
und Blutuntersuchung (CHF 903.30) auferlegt wurden, ist somit nicht zu beanstan-
den. Daran würde auch eine Aussage seiner Freundin, wonach er seit dem Vorfall 
von 2021 oder zumindest seit sie zusammenlebten keine Drogen mehr zu sich 
nehme, nichts ändern, weshalb der entsprechende Beweisantrag abzuweisen ist 
(vgl. Art. 139 Abs. 2 StPO).

Was der Beschwerdeführer gegen die Kostenauflage vorbringt, verfängt nicht. An-
ders als er meint, lagen gestützt auf die Feststellungen der Polizeibeamten (enge 
Pupillen, angetriebenes Verhalten, fehlende Lichtreaktion) Anzeichen für eine 
betäubungsmittelbedingte Fahrunfähigkeit vor. Damit handelten die Polizeibeamten 
auch korrekt, indem sie einen Drogenschnelltest durchführten. Inwieweit solche 
Tests fehleranfällig sein sollen (gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers 
würden diese eine Unsicherheit von 8% der Messungen aufweisen) und daher im 
Kanton Zürich nicht mehr zur Anwendung gelangen, ist der Beschwerdekammer 
nicht bekannt. Dieser Frage braucht indes nicht weiter nachgegangen zu werden, 
da der Gesetzgeber Drogenvortests ausdrücklich erlaubt und sich der insoweit 
vorgebrachte Einwand des Beschwerdeführers in einer unbelegten Behauptung 
erschöpft. Zutreffend ist aber, dass sog. «angetriebenes Verhalten» auch auf 
andere Ursachen als auf Konsum von Betäubungsmitteln zurückgeführt werden 
kann. Solche «anderen Ursachen» können vorliegend indes nicht ausgemacht 
werden. Die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend gemachte 
ADHS-Erkrankung blieb unbelegt, obschon der Beschwerdeführer die Einreichung 
entsprechender Dokumente in Aussicht gestellt hat. Weiter kann der 
Beschwerdeführer mit seinem Einwand, wonach im Polizeirapport vom 28. August 
2023 nichts Näheres zum «angetriebenen Verhalten» ausgeführt werde, nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Mit Ausfüllen des Formulars «Polizeiprotokoll bei 
Verdacht auf Fahrunfähigkeit» kamen die Polizeibeamten den 
Protokollierungsvorschriften in rechtsgenüglicher Weise nach (Art. 26 Abs. 1 und 
Anhang 2 der VSKV-ASTRA). Und schliesslich vermag auch der Einwand, wonach 
die Feststellung «enge Pupillen» kein Anzeichen auf möglichen vorgängigen 
Betäubungsmittelkonsum darstelle, nichts am Ergebnis der Kostenauflage zu 
ändern. Aktenkundig ist, dass die Polizeibeamten Augenauffälligkeiten festgestellt 
haben, welche sich nicht nur auf die Pupillenweite («eng»), sondern auch auf die 
Pupillenreaktion resp. Lichtreaktion bezog («fehlend»). Selbst wenn die 
Pupillenweite somit ausser Acht gelassen würde, fällt eine Augenauffälligkeit auf, 
welche sehr wohl (auch) auf die Einnahme von Betäubungsmitteln zurückgeführt 
werden kann. Eine Änderung der Lichtintensität aufs Auge und damit eine Reaktion 
der Pupillen (in Bezug auf die Änderung der Pupillengrösse) lässt sich selbst bei 
Tageslicht resp. bei Helligkeit provozieren. Durch Zuhalten der Augen beispielswei-
se und die dadurch provozierte Dunkelheit sollten sich die Pupillen im Normallfall 
vergrössern. Werden die Augen wieder freigegeben und blickt die betroffene Per-

7

son in eine hellere Umgebung, ist im Normalfall davon auszugehen, dass sich die 
Pupillen wieder verengen. Bleibt eine Lichtreaktion aus, darf dies als möglicher 
Hinweis auf einen vorgängigen Betäubungsmittelkonsum gedeutet werden. Im vor-
liegenden Fall stellt der Beschwerdeführer die fehlende Lichtreaktion denn auch 
nicht explizit in Abrede. Im Übrigen konnte im weiteren Untersuchungsverlauf denn 
auch von der untersuchenden Ärztin im Spital C.________ (Ortschaft) eine ver-
langsamte Pupillen- resp. Lichtreaktion festgestellt werden. 

4.6 Zusammengefasst ergibt sich somit, dass der Beschwerdeführer die gegen ihn 
eingeleitete Strafuntersuchung rechtswidrig und schuldhaft bewirkt hat. Die Kosten-
regelung in Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung ist rechtens. 

5. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1’200.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Aufgrund seines Unterliegens hat er keinen Anspruch auf 
eine Entschädigung.

8

Die Verfahrensleitung verfügt:   

1. Der Antrag auf Einvernahme von D.________ wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1’200.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt. 

4. Eine Entschädigung wird nicht gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, v.d. Fürsprecher B.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Staatsanwältin 

E.________ (mit den Akten – per Einschreiben)

Bern, 4. April 2024 Der Präsident i.V.:

Oberrichter Schmid

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.