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**Case Identifier:** 80973d4c-70a3-58cc-8b02-bf17b0a487bd
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.11.2021 SK.2021.38
**Docket/Reference:** SK.2021.38
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2021-38_2021-11-05

## Full Text

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Rückweisung der Anklageschrift;;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Rückweisung der Anklageschrift;;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Rückweisung der Anklageschrift;;Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Rückweisung der Anklageschrift

Entscheid vom 5. November 2021 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Alberto Fabbri, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber Friedo Breitenfeldt 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

wältin des Bundes Sabrina Beyeler, 

 

 
gegen 

  
 A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Fabian Frey 

 

Gegenstand  
Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-

brecherischer Absicht, Rückweisung der Anklageschrift 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2021.38 

- 2 - 

SK.2021.38 

Prozessgeschichte: 

A. Am 3. August 2021 unterbreitete die Bundesanwaltschaft dem Bundesstrafge-

richt eine Anklage im abgekürzten Verfahren betreffend A. (Beschuldigter). 

B. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2021 teilte das Bundesstrafgericht den Parteien 

mit, dass eine Verurteilung gestützt auf den zur Anklage gebrachten Straftatbe-

stand nicht ergehen kann. 

C. Jeweils mit Schreiben vom 2. November 2021 ersuchten die Parteien das Bun-

desstrafgericht darum, auf eine Hauptverhandlung zu verzichten und den Rück-

weisungsentscheid (Art. 362 StPO) schriftlich zu eröffnen. 

Der Einzelrichter erwägt: 

 dass die Bundesanwaltschaft dem Bundesstrafgericht eine Anklage zur Beurteilung im 

abgekürzten Verfahren (Art. 358 ff. StPO) unterbreitete, wonach der Beschuldigte in 

Anwendung von Art. 224 StGB (Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in 

verbrecherischer Absicht) zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten, bedingt vollziehbar 

bei einer Probezeit von 2 Monaten, zu verurteilen sei; 

 

 dass die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts im ähnlich gelagerten Fall 

CA.2021.10 vom 11. Oktober 2021 [unveröffentlicht], (Berufung gegen das Urteil der 

Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.61 vom 17. März 2021) ein Urteil in 

Anwendung von Art. 225 StGB (Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase ohne 

verbrecherische Absicht) fällte; 

 

 dass die rechtliche Qualifikation des angeklagten Delikts in der Anklageschrift vom 

3. August 2021 nicht vertretbar erscheint;  

 

 dass eine Abänderung der rechtlichen Würdigung nur mit Zustimmung der Parteien 

möglich ist und die Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 2. November 2021 an ihrer 

Anklage festhielt und beantragte, es sei auf die Ansetzung einer Hauptverhandlung zu 

verzichten und der Entscheid stattdessen schriftlich zu eröffnen; 

 

 dass auch der Beschuldigte das Bundesstrafgericht, ebenfalls mit Schreiben vom 

2. November 2021, darum ersuchte, auf die Ansetzung einer Hauptverhandlung zu ver-

zichten und den Entscheid stattdessen schriftlich zu eröffnen; 

 

 dass ein Rückweisungsentscheid i.S.v. Art. 362 StPO ausnahmsweise schriftlich erge-

hen kann (GREINER/JAGGI, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 362 StPO N. 29). 

- 3 - 

SK.2021.38 

Der Einzelrichter erkennt: 

I.  

1. Der Antrag, die Straftatbestände und Sanktionen der Anklageschrift vom 3. Au-

gust 2021 zum Urteil zu erheben, wird abgelehnt. 

2. Die Sache wird zur Durchführung eines ordentlichen Vorverfahrens an die Bun-

desanwaltschaft unter Zustellung der Akten zurückgewiesen. 

II.  

1. Dieser Entscheid wird schriftlich eröffnet. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Zustellung an 

 Bundesanwaltschaft, Frau Sabrina Beyeler, Staatsanwältin des Bundes 

 Herrn Rechtsanwalt Fabian Frey, Verteidiger von A. (Beschuldigter) 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Dieser Entscheid ist nicht anfechtbar (Art. 362 Abs. 3 StPO). 

 

 

 

 

 

 

Versand: 5. November 2021