# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72e04131-633e-5bdf-8153-3e21a887c40d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-29
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung. Trotz zusätzlicher Beschwerden an der rechten Schulter und am linken Knie besteht keine wesentliche Änderung der bisherigen Arbeitsfähigkeit. Belastungsprofil blieb gleich. Medizinischer Sachverhalt genügend abgeklärt. Abweisung
**Docket/Reference:** IV.2014.00926
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00926.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00926
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Eymann
Urteil
vom
29. September 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel
Christe
Christe
& Isler Rechtsanwälte
Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1961
geborene
X.___
arbeitete zuletzt von 2003 bis 2008 für die
Y.___
SA, wobei er
für die
Z.___
am
A.___
im Einsatz war
(Urk. 7/6/2, Urk. 7/61/1, Urk. 7/61/4)
.
In
dieser Eigenschaft
war er
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (S
uva
) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 8. August 2008 in der Badewanne aus
rutschte und sich das rechte Knie
verdrehte.
Bereits am 20. Juli 1999
hatte er sich
anlässlich eines Unfalles am rechten Knie
verletzt
(vgl.
Urk. 7/9/17,
Urk. 7/74/7)
.
A
m 22. Juni 2000
hatte
er einen Auffahrunfall
erlitten
(vgl.
Urk. 7/9/18,
Urk. 7/74/8)
und
am 26. Januar 2004
hatte
er sich das rechte Knie
schon einmal verdreht
(vgl.
Urk. 7/9/17,
Urk. 7/74/11)
.
Die S
uva richtete zeitweise Taggelder aus.
Mit Verfügung vom 6.
November 2009 sprach sie ihm
für die Folgen des Unfalls vom 2
0.
Juli 1999 mit Wirkung ab
1.
Juni 2009
eine Rente in der Höhe von 10 % zu
(
Urk.
7/30)
.
Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Suva mit Entscheid vom 31. März 2010 teilweise gut und erhöhte den Invaliditätsgrad auf 17 %, im Übrigen wies si
e
die Einsprache
ab
(vgl. Urk. 7/33)
.
Am
3. September 2008
meldete er sich erstmals
unter Hinweis auf Nacken- und Rückenschmerzen
, Schmerzen an den Händen
sowie in beiden Knien, wobei die Schmerzen links grösser seien als rechts
,
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Im Rahmen ihrer Abklärungen holte die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
insbesondere
einen IK-Aus
zug
ein
(Urk. 7/6)
, liess den Versicherten durch
Dr. med.
A.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, psychiatrisch-psy
chotherapeutisch begutachten (Gutachten vom
31. März 2010;
Urk. 7/32)
und zog die Akten
der Suva
(Urk.
7/9, Urk.
7/14)
bei
.
Gestützt auf diese Akten errechnete die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 10 %
und verfügte a
m 5. Januar 2011
, dass kein Rentenanspruch bestehe
(Urk. 7/43). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 29. Mai 2011 erlitt der Versicherte erneut einen Unfall, indem er am See von einem Stein abrutschte (Urk. 7/74/150).
Die Suva richtete wiederum Leis
tungen aus
.
M
it Verfügung vom 21. September 2012
v
erneinte sie eine wesent
liche Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit eine Erhöhung der Rente (Urk. 7/
91
).
Die gegen den
Einspracheentscheid
vom
28. Dezember 2012
erhobene Beschwerde
wies das hiesige Gericht
mit Urteil vom 25. Juli 2014
ab
(
Urteil des Sozialversicherungsgerichts
UV.2013.00004 vom 25. Juli 2014
).
Am 29. Juni 2011 meldete sich der Versicherte
bei der Invalidenversicherung
erneut zum Rentenbezug an
und gab als Grund einen Unfall sowie Krankheit an
(Urk. 7/49).
Als betroffene Körperteile
nannte
er die linke Schulter
(richtig: rechte Schulter
;
vgl. Urk. 7/150/154
)
, beide Knie, das linke Handgelenk sowie die gesamte Wirbelsäule (Urk. 7/49/7).
Die IV-Stelle tätigte
wiederum
erwerbli
che
Abklärungen
(
Urk. 7/58, Urk. 7/61
, Urk. 7/62
, Urk. 7/65
)
,
hol
t
e Arztbericht
e
ein (Urk. 7/64
, Urk. 7/92
)
und z
og die Akten der
Suva
(Urk. 7/57
, Urk. 7/66, Urk. 7/70, Urk. 7/74, Urk. 7/76, Urk. 7/79
)
und der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Urk. 7/63) bei
.
Gestützt darauf errechnete
sie
wiederum
einen Invaliditätsgrad von 10 %
und verfügte
a
m 14. Mai 2014
nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 1
9.
Februar 2014;
Urk.
7/96) die Ablehnung des Rentenbegehrens (
Urk.
7/108 =
Urk.
2). Die Verfügung ging dem Rechtsvertreter des Versicherten am 2
3.
Juli 2014 zu (vgl.
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 14. Mai 2014 (Urk. 2) liess der Versicherte am 15. Sep
tember 2014 Beschwerde erheben und beantrage
n
, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerdegegne
rin
. In prozessualer Hinsicht
ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Daniel
Christe
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2014 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 29. Oktober 2014 bewilligte das Gericht dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung, bestellte ihm Rechtsanwalt Daniel
Christe
als unentgeltliche
n
Rechtsvertreter und stellte ihm die
Beschwer
deantwort
zu (Urk. 8).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.
2.1
Die Beschwer
d
egegnerin hiel
t
im angefochtenen Entscheid fest,
die medizini
schen Abklärungen hätten ergeben, dass dem Versicherten seit jeher eine ange
passte Tätigkeit zumutbar sei.
Die erneute Prüfung nach Einreichung der medi
zinischen Unterlagen nach Erlass des Vorbescheids habe ergeben, dass keine neuen wesentlichen Änderungen vorl
ä
gen.
Der Invaliditätsgrad betrage 10 %.
Da er somit unter 40 % liege, bestehe kein Rentenanspruch
(Urk. 2)
.
In der Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2014 beantragte sie die Abweisung der Beschwerde, wozu sie auf die eingereichten Akten
(Urk. 7)
und insbesondere auf die Stellungnahmen
des
Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD)
vom 23. De
zember 2013 und vom 11. Juli 2014
(Urk. 7/94/6, Urk. 7/10
7
/2) verwies.
2.2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeschrift vom
15. September 2014 ausführen,
er habe am 29. Mai 2011 einen weiteren Unfall erlitten, diesmal mit einer Verl
etzung an der rechten Schulter, weshalb er
sich
am 29. Juni 2011 erneut
bei der Invalidenversicherung angemeldet
habe
.
Bezüglich
der
Invali
denrente aus
dem
Unfallversicherungsgesetz (UVG) sei eine Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht
hängig
(Urk. 1 S. 3). Dabei sei die
Beurteilung
durch die
S
uva
, wonach rein unfallkausal
keine zusätzlichen Einschränkungen zu erwarten seien
,
strittig
. Somit sei noch nicht abschliessend geklärt, ob sich
die Arbeitsfähigkeit
infolge des Unfalls vom 29. Mai 2011 mit der
Schulterver
letzung
verschlechtert habe. Auch würden in der rechten Schulter
unfallfremde Gesundheits
s
chädigungen
vorliegen, wozu auf den Kreisarzt-Bericht vom 23. Juli 2012 verwiesen
werde
. Demzufolge bestehe gemäss
Arthro
-MRI eine Konfigurat
i
on
Bigliani
Typ III, was zu einer Einengung des
subakromialen
Raumes mit einer konsekutiven
Impingementsymptomatik
führe. Da dieser Zustand vom Kreisarzt als unfallfremd betrachtet worden sei, sei eine Beurtei
lung
, inwieweit
diese degenerative Schädigung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe
, unterblieben
. Überdies habe sich die Beschwerdegegnerin
nicht mit der neuesten Knieverletzung vom 2. Dezember 2013 befasst.
Den
Berichten des Spitals
B.___
vom 8. Januar 2014 und vom 12. März 2014
sei zu ent
nehmen, dass
die durchgeführte Knieoperation vom 13. Dezember 2013 eine Nervenverletzung zur Folge
habe
. Im Bericht vom 12. März 2014 sei von einer Neuropathie des
Nervus
infrapatellaris
links die Rede.
Inwieweit dieser zusätz
lich aufgetretene Gesundheitsschaden in Berücksichtigung der bereits bestehen
den massiven Vorschädigung des Knies Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, sei nicht geklärt
(Urk. 1 S. 4)
.
Aufgrund der seit der letzten Verfügung aufge
tretenen zusätzlichen gesundheitlichen Beschwerden dränge sich somit eine ergänzende medizinische Abklärung auf
. Die Sache sei zu diesem Zweck an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(Urk.
1
S. 5
)
.
3.
3.1
Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zur in Rechtskraft erwachsenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 2011
(Urk. 7/43)
kann auf die versicherungsinternen Stellungnahmen des
RAD vom 20. März 2009 und vom 7. Mai 2010 verwiesen werden (Urk. 7/37/4-
6
).
Dieser hielt unter Hinweis auf die damals
vorhandenen
Arztberichte, namentlich die
ärztliche
Abschluss
untersuchung
der Suva
vom 25. Februar 2009
(Urk. 7/21) und
das
p
sy
chiatrisch-psychotherapeutische Gutachten vom 31. März 2010 (Urk. 7/32) fest, der Beschwerdeführer leide
seit
einem Leitersturz am 15. April
1998
an einer linksseitigen Gonarthrose und
an
Nackenbeschwer
d
en. Das linke Handgelenk sei am 22. Oktober 2006 traumatisiert worden, wobei kein weiterer
Behandlungs
bedarf
bestehe. Die Einschränkung am rechten Knie sei unfallbedingt. Die
ärztli
che
Abschlussuntersuchung
der Suva
h
alte
ein Belastungsprofil für eine adap
tierte Tätigkeit fest. Demnach sei ein Ganztagespensum zumutbar
(Urk. 7/37/4
, vgl. Urk. 7/21/9-10
)
.
Sodann seien eine chronische Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Fak
t
oren (ICD 10 F45.41
)
und eine
Dysthymia
(ICD 10 F.34.1)
seit einem Arbeitsunfall im Juli 2008
ausgewiesen.
Eine Verminderung der Arbeitsf
ä
higkeit
bestehe aber nicht,
da die psychopathologische Sympto
matologie leicht sei. Somit sei für eine adap
t
ierte Tätigkeit von jeher von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen
(
Urk. 7/37/5,
Urk. 7/32/22)
.
Gestützt darauf verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 5. Januar 2011 einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 10 % (Urk. 7/43).
3.2
3.2.1
Im Zeitpunkt der rentenabweisenden Verfügung vom 14. Mai 2014
(Urk. 2)
lagen der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Berichte und Stellungnahmen vor:
3.2.2
Gemäss der
Arthro
-MRI Untersuchung der rechten Schulter vom 15. Juni 2011 im Röntgeninstitut Baden ist/sind (Urk. 7/57/4):
-
d
ie
Rotatorenmanschette
ohne Durchriss
-
die
Supraspinatusportion
im Zenit leicht abgeplattet mit binnenständiger diskreter Signalanhebung im Rahmen einer
leichtgradigen
Tendinose
, marginal
ventralseits
kleine wenige Millimeter messende unscharf abge
setzte Unterflächenläsion ausgebildet (koronare Schichthöhe 9), angren
zend
insertionstendinotische
Signalalterationen in der kranialen Partie des
humeralen
anatomischen Halses
-
die dorsal angrenzende
Infraspinatusportion
mit geringer Imbibition der Unterfläche, ohne Ruptur
-
die
Subscapularissehne
erhalten
-
die Sehne des langen
Bicepskopfes
solide am
supraglenoidalen
Tuberkel verankert, dann
orthotop
intraartikulär und im
Sulcus
bicipitalis
doku
mentiert
-
der
humeroglenoidale
Knorpelbelag
, das Labrum intakt, der
Humeruskopf
zentriert
-
das
Acromion
in der Sagittalebene normal gewinkelt mit ungünstiger kon
kaver Konfiguration
Bigliani
III Typ
ventrolateral
basolateral
Aus
ziehung, in einer
leichtgradigen
subacromialen
Impingementkonstella
tion
für die gut dimensionierte
Supraspinatusportion
resultierend
-
das AC-Gelenk mit ödematöser
kapusuloligamentärer
Anschoppung
, kon
gruent
-
die Schultergürtelmuskulatur überdurchschnittlich kräftig erhalten.
3.2.
3
Am 26.
Juni 2011
gab
Dr.
med.
C.___
, Spezialarzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell
für
Rheumatologie FMH,
an,
der Beschwer
deführer
könne
die
linke Schulter
(richtig: rechte Schulter)
absolut nicht bewe
gen. Er habe
Hämatom
e
an der
link
en
Schulter
(richtig: rechte Schulter)
,
am
Oberarm,
am
Becken und
an der
Lendenwirbelsäule
links
.
S
oweit beurteilbar habe der Röntgenbefund keine
o
ssäre
Läsion gezeigt. Der Beschwerdeführer sei seit dem 29.
Mai 2011
und
voraussichtlich für
sechs bis acht
Wochen arbeits
unfähig (Urk.
7/70/94).
Am
4.
September 2011
hielt Dr.
C.___
im ärztlichen Zwischenbericht
als Diagnosen persistierende
lumbosakrale
Schmerzen sowie Schmerzen am linken Handgelenk fest.
Der Verlauf sei konstant ohne grosse Fortschritte (Urk.
7/74/106).
Sodann
sind d
em
Bericht vom 18.
September 2011
die
Diagnosen eine
r
Gonarthrose
beidseitig
,
eine
r
Periarthritis
humeroscapularis
(
PHS
)
beidseitig
, eine
r
Tendi
nitis
mit aktivierter
Schultereckgelenks
arthrose,
eine
r
fortgeschrittene
n
Handgelenksarthrose links und
ein
es
p
anvertebrale
n
Schmerzsyndrom
s
zervikal und lumbal betont
,
zu entnehmen
(Urk.
7/64
/1
).
Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 7/64/3)
.
Schliesslich sind einem weiteren Arztbericht
von Dr.
C.___
vom 5. Januar 2014
dieselben Diagnosen zu entnehmen, wie jenem vom 18. September 2011, wobei diesmal eine Peri
arthritis
humeroscapularis
(
PHS
)
links
bei
einem
Impingement
-
syndrom
b
ursitis
su
b
acromial
i
s
anstatt einer Tendinitis mit aktivierter Schultereckgelenksarthrose
zu entnehmen
ist
(Urk. 7/92/1).
Sodann führte Dr.
C.___
aus, bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe
seit 2009 und bis heute
eine
100
%ige
Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 7/92/2). Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei während ungefähr vier Stunden möglich (Urk. 7/92/3).
3.
2.
4
Dem Austrittsbericht der Rehaklinik
D.___
vom 3.
November 2011
sind als Diagnosen zum Unfall vom 29. Mai 2011, bei welchem
der Beschwerdeführer
stolperte und auf die linke Seite fiel, wobei er sich die rechte Schulter verdrehte
, zu entnehmen
(Urk. 7/
70
/
25
):
Distorsion der Schulter rechts
-
03.06.2011 Röntgen Schulter rechts: Keine
ossären
Läsionen
-
15.06.2011
Arthro
-MRI rechte Schulter:
Rotatorenmanschette
ohne Durch
riss
,
d
ie
Supraspinatu
s
portion
im Zenit leicht abgeplattet mit
leicht
gradige
r
Tendinose
, marginal
ventralseits
kleine, millimeter
messende, unscharf abgesetzte Unterflächenläsion ausgebildet, angren
zend
insertionstendinotische
Signalalteration in der kranialen Partie des
humeralen
anatomischen Halses
,
l
eichtgradige
subkromiale
Impinge
ment-Konstellation
für die gut dimensionierte
Supraspinatusportion
resul
tierend
,
AC-Gelenk mit ödematöser
kapsuloligamentärer
An
schoppung
, kongruent
Kontusion Knie links
-
Vorbestehende
Pangonarthrose
links
Kontusion Handgelenk links
-
Vorbestehende Arthrose im Radiokarpalgelenk links
-
3.10.2011 Röntgen Handgelenk links: Im Bereich des Radius distal Ver
kal
kung bei zunehmender
Sklerosierung
des
Radiometacarpalgelen
kes
,
Mineralgehalt und Struktur unauffällig
Kontusion Rücken
-
01.06.2011 R
ö
ntgen
Lendenwirbelsäule
: Keine frischen
ossären
Läsionen
,
l
eichte Zwi
s
chenwirbelraumverschmälerung L4/5
,
n
ormales Alignement
,
l
eichte rechtskonvexe Ausbiegung
-
03.06.2011
Röntgen
Halswirbelsäule
: Steilstellung, Zwischenwirbelraum
verschmälerung C5/6 und C6/7
,
k
eine frischen
ossären
Läsionen
-
16.06.2011 MRI
Lendenwirbelsäule
: Bandscheibe L4/5 diskret
höhenge
min
dert
,
keine weiteren wesentlichen degenerativen Verände
rungen oder traumatischen Läsionen, keine Neurokompression
.
Des Weiteren
sind dem Bericht insbesondere nachfolgende Diagnosen zu ent
nehmen (Urk. 7/70/27):
Arthrosen Radiokarpalgelenk rechts
-
03.10.2011 Röntgen Handgelenk rechts: Im Bereich des Os
capitatum
der Mittelhand gut sichtbare Zyste
,
Mineralgehalt und Struktur unauffällig
,
k
eine Hinweise auf
ossäre
Läsionen
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD 10 F43.2)
-
05.10.2011 Psychosomatische Beurteilung Rehaklinik
D.___
: Agitierte depressive Reaktion
i
m Rahmen einer Anpassungsstörung unter multip
len psychosozialen Belastungsfaktoren
,
d
ie festgestellte psychische Stö
rung begründet keine arbeitsrelevante Leistungsminderung
.
3.
2.
5
Dem Bericht des Spital
s
B.___
, Chirurgische Klinik
,
vom 1
8.
Dezember 2013 ist als Diagnose
ein Status nach einer Exploration des linken Knies bei einem
Status nach einem Distorsionstrauma am
2
. Dezember 2013 zu entnehmen.
B
ei Verdacht auf
eine
Patellarsehnenruptur und
eine
sonographisch
diagnostizierte Patellarsehnenruptur
sei
am 3.
Dezember 2013 eine Exploration des linken Knies durchgeführt
worden
. Intraoperativ
habe
sich jedoch eine intakte
Patellar
sehne
gezeigt
.
Es gehe
dem Beschwerdeführer
soweit gut. Die Schwel
lung des Knies sei zurückgegangen. Die Narbenverhältnisse seien reizlos. Er klage weiter
hin über Schmerzen im Bereich des lateralen Seitenbandes
und über
eine leichte Sensibilitätsstörung in diesem Bereich. Ausserdem klage er vor allem nachts über Schmerzen im Bereich des Rückens bei Status nach
einer
Spinalanästhesie. Es
hätten
sich aber keine Rötungen
gezeigt
(Urk. 7/92/5).
Dem Bericht über die
Oberarztsprechstunde der Chirurgischen Klinik des Spital
s
B.___
vom 8. Januar 2014 ist
dieselbe Diagnose zu entnehmen.
Der Befund ergab, dass das Knie noch leicht geschwollen sei
,
a
ber die Narbenverhältnisse seien reizlos. Es
bestünden
eine
Druckdolenz
im Bereich des lateralen Gelenk
spaltes
sowie
Parästhesien
im Bereich des lateralen Knies. Die Flexion sei voll
ständig möglich.
Der Beschwerdeführer habe
Schmerzen bei
Valgusstress
. Der Lachmann sei negativ und die periphere
Durchblutung, Motorik und Sensibilität sei
en
intakt (Urk. 7/101/1).
3.2.
6
Einem weiteren
Untersuchungsbericht des Spital
s
B.___
, Medizinische Klinik
,
vom 12. März 2014 ist als Diagnose ein Verdacht auf eine Neuropathie des
Nervus
infrapat
ellaris
links bei einem
Status nach Exploration des linken Knies am 3. Dezember 2013 bei Verdacht auf Patellarsehnenruptur
zu ent
nehmen
. Dabei klagte der Beschwerdeführer über dieselben Schmerzen am lin
ken Knie wie bereits am 18. Deze
mber 2013 und am 8. Januar 201
4.
Der
Neu
rostatus
ergab einen hinkenden Normalgang
, wobei
Fussspitzen- und
Fersen
gang
beidseits möglich
waren
. Es bestehe ein g
rosses
hypästhetisches
Areal lateral der Patella li
nks, wobei ansonsten die
Sensibilität der Beine unauffällig
sei
. Die
e
lektrophysiologische Untersuchung ergab, dass in der sensiblen
Nadel
neurografie
des
Nervus
saphenus
rechts mit Ableitung im Versorgungsgebiet des
Nervus
infrapatellaris
keine sensiblen Potentiale auf der nichtbetroffenen Seite ableitbar seien. Ein Vergleich mit links sei somit nicht möglich (Urk. 7/101/2).
D
ie Anamnese und die angegebene Hypästhesie
seien
für eine Neuropathie des
Nervus
infrapatellaris
links sehr suggestiv, was jedoch elektro
neurografisch nicht bewiesen werden könne
.
Eine Behandlung der Hypästhesie sei nicht möglich. In der Regel trete jedoch ein Gewöhnungseffekt ein (Urk. 7/101/3).
3.2.
7
RAD-Arzt
Dr. med.
und
Dr.
rer
. Pol.
E.___
, Facharzt für Innere Medizin, zertifizierter medizinischer Gutachter (SIM), Vertrauensarzt (SGV) hielt am 20. Dezember 2013 fest, der massgeblich zu beurteilende medi
zinische Sachverhalt sei durch die
IV-Stelle
für den
Beschwerdeführer
umfas
send und medizinisch nachvollziehbar abgeklärt und entsprechend berücksich
tigt worden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei die RAD
Stellungnahme vom 7. März 2010 weiterhin vollumfänglich gültig (Urk. 7/94/6).
Diese Meinung vertrat er auch am 11. Juli 2014, als er zu den weiteren Berichten des Spitals
B.___
vom 8. Januar 2014 und vom 23. März 2014 (vgl. E. 3.2.
5
und E. 3.2.
6
) Stellung nahm
(Urk. 7/107/2).
4.
4.1
4.
1
.1
Strittig ist
, ob
sich
der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom
5. Januar 2011 (Urk. 7/43)
verschlechtert hat und
ob
die
zusätzlich aufgetretenen gesundheitlichen
Beschwerden
in der
rechte
n
Schulter und
im
linke
n
Knie
genügen
d
medizinisch
abgeklärt wurde
n
.
4.1.
2
Was die rechte Schulter anbelangt,
ist dem
Urteil
des
Sozialversicherungsge
richts
UV.2013.00004
vom 25. Juli 2014
zu entnehmen, dass
der Kreisarzt Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Chirurgie FMH,
in seinem Aktengutachten vom 23. Juli 2012 zum Schluss kam, bezüglich der rechten Schulter
seien
Unfallfolgen bildgebend ausgeschlossen
(
vgl.
Urk. 7/
76/30)
.
Insgesamt wurden keine erheblich veränderten Verhältnisse festgestellt und die Beschwerde
wurde
abgewiesen.
Somit sind
rein unfallkausal keine zusätzlichen Einschränkungen
vorhanden und es ist abschliessend geklärt, dass
sich infolge des Unfalls vom 29. Mai 2011 die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
nicht
verschlechtert
hat
.
4.1.
3
Zu prüfen ist weiter, ob in der rechten Schulter unfallfremde
Gesund
heits
schädi
gungen
vorliegen. Dazu verwies der Beschwerdeführer in sei
ner Beschwer
de
schrift auf den
Kreisarztbericht von Dr.
F.___
vom 23. Juli 2012
(Urk. 1 S. 4
, vgl.  Urk.
7/
76
/
29
). Diesem zufolge bestehe gemäss
A
rthro
-MRI
vom 15. Juni 2011 (vgl.
Urk.
7/57/4)
eine Konfiguration
Bigliani
Typ III, was zu einer Einengung des
subakromialen
Raumes mit einer konsekutiven
Impinge
ment
symptomatik
führe. Somit besteht eine zusätzliche Diagnose, wel
che
im Zeitpunkt der Verfügung vom 5. Januar 2011
nicht vorhanden war.
Dem
Arthro
-MRI sind keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Die genannte Diagnose wurde jedoch im Austrittsbericht der Rehaklinik
D.___
vom 3. November 2011 bei der globalen Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
-
ent
gegen den Ausführungen des Beschwerdeführers -
beachtet. Zur rechten Schul
ter wurde festgehalten „aktuell rechts ohne Tätigkeiten länger da
uernd über Kopf“ (Urk. 7/70/28
). Diese Einschränkung
floss
somit auch in das erstellte Belastungsprofil ein.
Sie wirkt sich daher nicht noch zusätzlich
invalidisierend
aus.
4.1.
4
Hinsichtlich des
linke
n
Knie
s
, welches der Beschwerdeführer bereits 1998 bei einem Sturz von der Leiter verletzt
hatte
und an welchem eine vorbestehende  erhebliche Gonarthrose
besteht
,
wurde in
der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 25. Februar 2009
festgestellt
, dass
gemäss den Vergleichsaufnahmen vom 5. Dezember 2001 und vom
16. Juli 2007
n
ur eine leichte Progredienz der
arthrotischen
Veränderungen vorhanden
sei
, welche im Jahre 2001 bereits recht ausgeprägt
gewesen seien
(Urk. 7/21/
8
).
Die Diagnose einer Gonarthrose hielt denn auch Dr.
C.___
am 18. September 2011 fest
(
Urk.
7/64)
.
Somit ist dies
bezüglich keine Veränderung ersichtlich.
Der Beschwerdeführer macht geltend,
die Beschwerdegegnerin
habe sich
nicht mit der neuesten Knieverletzung vom 2. Dezember 2013 befasst
(Urk. 1 S. 4).
Es ist festzuhalten, dass am 3. Dezember 2013 eine Exploration des linken Knies bei einem Verdacht auf eine
Patellarsehenruptur
durchgeführt wurde (Urk. 7/101/2)
.
Dem ambulanten Untersuchungsbericht vom
12. März 2014
ist zu entnehmen
, dass die Anamnese und die angegebene Hypästhesie für eine Neuro
pathie des
Nervus
infrapatellaris
links sehr suggestiv seien, was jedoch elektroneurografisch nicht bewiesen werden könne (keine sensiblen Potentiale auf der nicht betroffenen Seite ableitbar, wie dies häufig der Fall sei
). Eine Behandlung der Hypästhesie sei nicht möglich. In der Regel trete jedoch ein Gewöhnungseffekt ein (Urk. 7/101/3
).
Somit ist zwar eine neue Diagnose vor
handen,
welche jedoch sehr suggestiv ist und die sich nicht zusätzlich invalidi
sierend auswirkt
.
4.1.
5
Zusammenfassend sind den neuen Arztberichten zusätzliche Diagnosen an der rechten Schulter und am linken Kniegelenk zu entnehmen
, welche jedoch nicht zusätzlich invalidisierend
sind
.
Was die weiteren in der Anmeldung genannten Beschwerden im rechten Knie, im linken Handgelenk sowie an der
Wirbelsäule
anbelangt,
wird
nicht geltend gemacht, der medizinische Sachverhalt sei zu wenig abgeklärt worden. Es ist diesbezüglich auf d
ie im
Austrittsbericht der
Rehaklinik
D.___
vom 3.
November 2011
genannten Befunde zu verweisen (
Urk.
7/70/25
), welche nachvollziehbar sind und überdies vom Beschwerde
führer nicht bestritten werden
, weshalb darauf abzustellen ist.
4.2
4.2.1
Unbestritten ist, dass dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit bei der
Z.___
am
A.___
nicht mehr zumutbar ist (Urk. 7/70/28, Urk. 7/92/2).
4.2.2
Hinsichtlich der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde im
Austrittsbe
richt
der Rehaklinik
D.___
vom 3. November 2011 festgehalten, dass eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden sei. Die Resultate der phy
sischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körper
lichen Belastbarkeit nicht verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten physi
schen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und
der
bildgebenden Abklärung sowie
mit
den Diagnosen nur zum Teil erklären
(Urk. 7/70/27)
.
Mit Blick auf die aus
gesprochene
Malcompliance
seitens des
Beschwerdeführers
sei ein Training selbst auf niedrigstem Niveau nicht möglich gewesen. Der
Beschwerdeführer
habe kein
Rehapotential
erkennen lassen, sodass die stationäre Rehabilitation in Absprache mit
ihm
und der Suva vorzeitig abgebrochen worden sei (Urk. 7/70/30).
Somit kann aufgrund der
Malcompliance
des Beschwerdeführers nicht auf die physischen Leistungstests und die daraus resultierenden körperlichen Belastbar
keiten abgestellt werden.
4.
2.3
Was die Zumutbarkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit anbelangt,
liegen unterschiedliche Beurteilungen vor. Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Auf
fassung, wonach in einer angepassten Tätigkeit nach wie vor eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe,
insbesondere
auf den
Austrittsbericht der Rehaklinik
D.___
vom 3. November 2011
(Urk. 7/70/28
, vgl. Urk. 7/94/6
)
. Darin wurde aus
globaler Sicht
festgehalten,
welche Einschränkungen der Beschwerdeführer aufgrund seiner Knie, seiner rechten Schulter, seiner Handgelenke, seines rech
ten
Sprunggelenkes und seiner Halswirbelsäule hat
,
und
die Schlussfolgerung gezogen
, dass der Beschwerdeführer
nur leichte bis mittelschwere Arbeit
en
ganztags ausüben
könne
.
Bei einer
leicht- bis mittelschwere
n
Arbeit
seien
zehn bis 15 Kilogramm als maximal zu hantierende Lasten anzusehen. Bezogen auf den Unfall vom 29. Mai 2011 seien rein unfallkausal keine Einschränkungen zu erwarten. Die festgestellte psychische Störung begründe keine arbeitsrelevante Leistungsminderung.
4.
2
.
4
Dr.
C.___
hat
hingegen
in seinem
Bericht vom 5. Januar 2014
ohne jegliche Begründung
festgehalten, dass
eine
behinderungsangepasste Tätigkeit
nur
während ungefähr vier Stunden möglich
sei
(Urk. 7/92/3).
Seine Ausführung zur Arbeitsfähigkeit
ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Überdies steht die Angabe von Dr.
C.___
der Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer
leidens
angepasste
n
Tätigkeit nicht entgegen, zumal auch der
Erfahrungstatsache
Rechnung zu tragen ist, dass behandelnde Ärzte und Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.
2
.
5
Das anlässlich des Austrittsberichts der Rehaklinik
D.___
vom 3. November 2011 erstellte Belastungsprofil ist
aufgrund der berücksichtigten Diagnosen und Einschränkungen
nachvollziehbar und wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten, sodass darauf abzustellen ist.
4.3
Beim Vergleich des von der Rehaklinik
D.___
erstellten Belastungsprofils vom 3. November 2011 mit jenem, welches der ärztlichen Abschlussuntersuchung der Suva Zürich vom 25. Februar 2009 zu entnehmen ist (Urk. 7/21/9
-10
), fällt auf, dass in beiden Profilen einheitlich von einer leichten bis mittelschweren Arbeit ausgegangen wird, wobei die
Gewichtslimite
bei zehn bis 15 Kilogramm liegt.
Kauern, knien und Zwangspositionen sollten vermieden werden und Trep
pensteigen sollte nur selten nötig sein. Ebenfalls wird in beiden Profilen eine wechselbelastende Tätigkeit empfohlen. Das Belastungsprofil ist daher unverän
dert, weshalb weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensan
gepassten
Tätigkeit bei einer leichten bis mittelschweren Arbeit auszugehen ist.
4.
4
Wie RAD-Arzt Dr.
E.___
am 11. Juli 2014 zutreffend ausgeführt hat, sind
den
Berichten des Spitals
B.___
vom
8. Januar 2014 und vom 12. Mai 2014
keine neuen medizinischen Befunde zu entnehmen, die eine wesentliche Ände
rung der leidensbedingten Arbeitsfähigkeit begründen könnten
(Urk. 7/101/1-3)
.
Ihnen
sind denn auch keine Angaben zur Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen.
Überdies
bestehen bereits sehr starke Einschränkungen
am linken Knie
, weshalb lediglich wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar sind
.
Zwangshaltungen wie Arbeiten im Knien und in Hockstellung sowie häufiges Treppensteigen oder Leitersteigen
sind
nicht zumutbar (vgl. Urk. 7/70/
28)
.
Durch die vorliegende Diagnose werden
diese
Einschränkungen
jedoch
nicht noch zusätzlich verstärkt, weshalb die Ausführungen von Dr.
E.___
nachvollziehbar sind und
ihnen zu folgen ist
.
4.5
Nach dem Gesagten steht daher mit dem im Sozialversicherungsrecht mass
geben
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, das
s
dem
Beschwerdeführer seit der rentenabweisenden Verfügung vom
5. Januar 2011
bis zum massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
abge
sehen von
nicht relevanten kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeiten
bedingt durch das Unfallereignis
-
eine angepasste Tätigkeit stets zu 100 % zumutbar war, wobei das Belastungsprofil stets gleich
blieb
.
W
eitere Abklärungen
sind
im Rahmen des Verfahrens nicht
angezeigt
. Insbesondere
sind die Beschwerden in der
rechte
n
Schulter und
im linken
Knie genügend abgeklärt
und im
Belas
tungs
profil
soweit erforderlich
berücksichtigt
.
Der
Einkommensvergleich
ist
nachvoll
ziehbar und
überdies unbestritten
, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.
D
ie Beschwerde
ist daher
abzuweisen.
5.
5.1
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind auf Fr. 800.-- fest
zulegen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unter
liegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der ihm gewährten unent
geltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.2
Der unentgeltliche Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Daniel
Christe
, ist für seine Aufwendungen in diesem Verfahren aufgrund der von ihm eingereichten Honorarnote
(Urk.
11
) mit Fr.
1‘632.40
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
aus der Gerichtskasse zu entschädigen
.
5.3
Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er diesbezüglich laut
§
16 Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) zur Nach
zahlung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Daniel
Christe
, Winterthur, wird mit
Fr.
1‘632.40
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf § 16
Abs.
4
GSVGer
hinge
wiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Daniel
Christe
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigEymann