# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a21aaee1-e016-5407-8a74-8d1daf50bdbd
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2000-12-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.12.2000 AGVE_2000_54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_AGVE-2000-54_2000-12-31.pdf

## Full Text

2000 Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht 203 

VII. Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht 

 

54 Beschwerdelegitimation in Baubewilligungssachen (§ 38 Abs. 1 VRPG). 
Parteientschädigung an die Gemeinwesen (§ 36 VRPG). 
- Kein widersprüchliches Verhalten des Gemeinderats, wenn er die 

Legitimation erst im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren be-
streitet (Erw. II/2/c). 

- Legitimationspraxis des Verwaltungsgerichts (Erw. II/2/d) und des 
Bundesgerichts (Erw. II/2/e), insbesondere bei Beschwerden wegen 
Lärmimmissionen. 

- Rechtsanwendung im konkreten Einzelfall: Kein rechtserheblicher 
Nachteil aufgrund des Erscheinungsbildes des Bauvorhabens, das bei 
beschränkter Sichtverbindung 140 m vom Grundstück des Be-
schwerdeführers entfernt ist (Erw. II/2/f/bb), und aufgrund der zu er-
wartenden Lärm- und anderen Immissionen (Erw. II/2/f/cc).  

Vgl. AGVE 2000, S. 365, Nr. 88 

55 Planungsermessen der Gemeinde. Rechtsschutz im Beschwerdeverfahren. 
- Das Ermessen der Planungsträger ist auch im Falle einer (erstmali-

gen) Teilgenehmigung einer Nutzungsplanung verbunden mit einer 
Rückweisung nicht eingeschränkt. Aus Art. 21 RPG ergibt sich keine 
Kognitionsbeschränkung der Beschwerdeinstanz. 

- Der Rechtsschutzanspruch verlangt eine volle Überprüfung des kom-
munalen Planungsentscheids, insbesondere der Ermessensbetätigung. 

Entscheid des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 31. Mai 2000 in 
Sachen R.F. und Mitbeteiligte gegen Entscheid des Regierungsrats und Ent-
scheid des Grossen Rats. 

Aus den Erwägungen 

3. a) Die Beschwerdeführer machen geltend, die Einzonung der 
umstrittenen Teilfläche von 800 m2 sei innerhalb der Gemeinde nie