# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8669711-67e3-5ec2-a3b1-16b4b82810db
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-08-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.08.2009 IV 2008/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-87_2009-08-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.07.2020

Entscheiddatum: 26.08.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 26.08.2009
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Kein Rentenanspruch 
bei 100%iger Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer angestammten 
Tätigkeit. Verzicht auf die Vornahme einer Haushaltsabklärung (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. August 2009, IV 
2008/87).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 26. August 2009

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

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A.  

A.a S.___, geboren 1968, meldete sich am 4. Januar 2007 aufgrund starker 

Rückenschmerzen sowie Dauerschmerzen von Kopf bis Fuss zum Bezug von IV-

Leistungen (Umschulung und Rente) an (act. G 6.4).

A.b Der behandelnde Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, stellte im 

Arztbericht vom 2. März 2007 folgende seit August 2004 bestehende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches Panvertebral- und 

cervikocephales Syndrom, einen Verdacht auf Fibromyalgie-Syndrom sowie eine 

Discushernie L4/5 links. Seit 9. August 2004 bescheinigte er der Versicherten 

wiederholt länger dauernde Arbeitsunfähigkeiten von 50% und 100% in der bisherigen 

Tätigkeit als Reinigungsangestellte (vgl. zur bisherigen Tätigkeit act. G 6.15). Seit 

20. November 2006 attestierte er ihr bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Das chronische, therapieresistente, generalisierte muskuloskelettale Schmerzsyndrom 

lasse auch eine andere Tätigkeit nicht zu (act. G 6.19.1 ff.).

A.c Die IV-Stelle gab am 27. Juni 2007 eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag 

(act. G 6.23). Am 29. August 2007 wurde die Versicherte psychiatrisch von Dr. med. 

B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie am 3. und 

4. September 2007 durch die Experten der Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und 

Hygiene AG (AEH) begutachtet. Die Gutachter diagnostizierten ein 

Panvertebralsyndrom, ein überwiegend rechtsbetontes Zervikocephal- und 

lumbospondylogenes Syndrom rechts sowie ein Thorakovertebralsyndrom (act. 

G 6.27.5). Das Bestehen einer nach ICD-10 klassifizierbaren psychiatrischen Störung 

mit Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ausgeschlossen (act. G 6.26.7). Die 

angestammte Tätigkeit erachteten sie als leicht und bescheinigten der Versicherten 

hierfür eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Medizinisch-theoretisch seien ihr auch 

anderweitige, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zumutbar (act. G 6.27.6).

A.d Mit Vorbescheiden vom 18. Oktober 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung (act. G 6.34) und auf Rentenleistungen 

(act. G 6.35) mangels gesundheitlicher Einschränkung zu verneinen.

B.  

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B.a Gegen die beiden Vorbescheide erhob die Versicherte am 19. November 2007 

Einwand und beantragte, ihr sei eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% zuzusprechen und eine Kostengutsprache für 

berufliche Massnahmen zu gewähren (act. G 6.43). Am 27. Dezember 2007 reichte sie 

ein Arztzeugnis vom behandelnden Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Rheumatologie 

und Innere Medizin, vom 30. November 2007 ein (act. G 6.46). Darin stellte dieser die 

Diagnosen einer chronischen Schmerzkrankheit, eines chronischen 

Panvertebralsyndroms mit lumbospondylogener Komponente, anamnestisch unklarer 

Schwellungen der Handrücken und der Unterschenkel sowie multipler psycho-

vegetativer Störungen. Aus Sicht der IV seien solche vorwiegend muskulären 

Schmerzen kein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit, sondern lediglich wenn zusätzlich 

noch eine erhebliche psychische Krankheit vorliege (act. G 6.47).

B.b Am 10. Januar 2008 verfügte die IV-Stelle entsprechend der Vorbescheide vom 

18. Oktober 2007. Zur Begründung gab sie an, dass gemäss interdisziplinärem 

Gutachten der AEH keine IV-relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. 

Daran vermöge auch der Bericht von Dr. C.___ vom 30. November 2007 nichts zu 

ändern. Vielmehr bestätige er die gutachterliche Einschätzung (act. G 6.48). Ausgehend 

von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 

0%. Dabei ging sie davon aus, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu 70% 

erwerbstätig und zu 30% im Haushalt tätig sein würde (act. G 6.49).

C.  

C.a Gegen die Verfügung vom 10. Januar 2008 betreffend die Ablehnung eines 

Rentenanspruchs richtet sich die am 12. Februar 2008 erhobene Beschwerde. Die 

Beschwerdeführerin beantragt darin, ihr sei eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% zuzusprechen. Zur Begründung führt sie aus, 

dass der behandelnde Dr. A.___ von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgehe. 

Dr. C.___ habe im Bericht vom 7. November 2006 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigt. Sie bestreitet, dass sie sich anlässlich der AEH-Begutachtung nicht 

kooperativ verhalten habe. Die Einschätzung der AEH-Gutachter sei nicht 

nachvollziehbar und stehe in Widerspruch zu den Beurteilungen der behandelnden 

Ärzte. Ferner macht sie geltend, dass sie seit etwa 3 Monaten vermehrt wegen ihrer 

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Krankheit psychisch belastet sei (act. G 1). Ergänzend reicht die Beschwerdeführerin 

mit Schreiben vom 5. April 2008 ein ärztliches Zeugnis der seit dem 14. März 2008 

behandelnden Psychiaterin, med. pract. D.___, vom 2. April 2008 ein (act. G 4). Darin 

berichtet diese, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer ausgeprägten depressiven 

Störung - einer schweren Depression - sowie infolge ihres chronischen 

Schmerzsyndroms seit Behandlungsbeginn zu 50 bis 60% arbeitsunfähig sei (act. 

G 4.1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2008 die 

Beschwerdeabweisung. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass vollständig auf die 

überzeugende gutachterliche Beurteilung abgestellt werden könne. Da sich das 

Schmerzempfinden der Beschwerdeführerin nicht durch ein somatisches Korrelat und 

auch nicht durch eine psychische Diagnose erklären lasse, könne aus IV-rechtlicher 

Sicht entgegen der von den behandelnden Ärzten bescheinigten Arbeitsunfähigkeit 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Der ärztliche Bericht der 

behandelnden Psychiaterin beschlage nicht den bis zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung vom 10. Januar 2008 eingetretenen Sachverhalt, weshalb er im vorliegenden 

Verfahren nicht zu beachten sei. Da die Beschwerdeführerin über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit verfüge, erübrige sich die Vornahme eines Einkommensvergleichs. Mit 

Blick auf die gutachterlich attestierte volle Leistungsfähigkeit erübrige sich eine 

Haushaltsabklärung. Denn es ergebe sich aus der medizinischen Einschätzung, dass 

höchstens eine Einschränkung für schwere Haushaltsarbeiten bestehe, die 

erfahrungsgemäss nur einen geringen Anteil ausmachen würden. Selbst wenn von 

einer maximal vorstellbaren 20%igen Einschränkung im Haushalt ausgegangen würde, 

resultierte ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 6% (act. G 6).

C.c Replikweise wendet die Beschwerdeführerin ein, dass die Auffassung der 

Beschwerdegegnerin unzutreffend pauschal sei. Der Bericht der behandelnden 

Psychiaterin vom 2. April 2008 sei im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen. Im 

Übrigen lautet die Begründung ähnlich wie diejenige der Beschwerde (act. G 8). 

Gleichzeitig reicht die Beschwerdeführerin einen ärztlichen Bericht der behandelnden 

Psychiaterin vom 8. Juni 2008 ein, worin diese die Beschwerdeführerin für 

schätzungsweise 60% arbeitsunfähig hält (act. G 8.1).

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C.d In der Duplik vom 26. Juni 2008 weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass 

auch der replikweise eingereichte Bericht der behandelnden Psychiaterin für das 

vorliegende Verfahren nicht relevant sein könne, da er nicht den massgeblichen 

Sachverhalt betreffe (act. G 10).

Erwägungen:

1.   

Streitig und zu prüfen ist vorliegend einzig der Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin, da die Verfügung vom 10. Januar 2008 betreffend den Anspruch 

auf Arbeitsvermittlung unangefochten geblieben ist.

2.   

Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 

10. Januar 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem 

Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 

begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung 

betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die 

damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 

5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

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der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die 

seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.

3.   

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Art. 28a 

Abs. 3 IVG regelt die so genannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei 

Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In 

einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 

Tätigkeit im Aufgabenbereich (vgl. zum Aufgabenbereich Art. 27 IVV) festzulegen und 

der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu 

bemessen.

3.2 Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 

körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinn von Art. 4 Abs. 1 IVG in 

Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen 

Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant 

gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 

Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, 

abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen 

Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur 

soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die 

Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-

praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 50 E. 1.2 mit Hinweisen).

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3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens 

zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine 

Viertelsrente.

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Das 

Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, 

ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über 

die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende 

Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes 

wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei 

umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 

V 400 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend 

wahrscheinlich (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen) und es könnten weitere 

Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im 

Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes und des Anspruchs auf rechtliches Gehör (SVR 2001 IV 

Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

3.5 Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

oder internen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 ff. E. 3b/bb und 3b/ee).

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4.   

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ablehnung eines Rentenanspruchs auf 

das interdisziplinäre AEH-Gutachten vom 25. September 2007 (act. G 6.27). Die 

Beschwerdeführerin hält dieses für nicht aussagekräftig.

4.1 Die Beschwerdeführerin bringt gegen die gutachterliche Beurteilung vor, dass sie in 

Widerspruch zu den Einschätzungen der behandelnden Ärzte stehe (act. G 1).

4.1.1 Was die Berichte der behandelnden Psychiaterin vom 2. April und vom 8. Juni 

2008 (act. G 4.1 und G 8.1) anbelangt, so hat die Beschwerdegegnerin richtig bemerkt, 

dass nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung die richterliche Überprüfung einer 

Verwaltungsverfügung grundsätzlich auf den Zeitraum bis zum Erlass dieser Verfügung 

beschränkt ist; nachträgliche Sachverhalts- und Rechtsänderungen werden nicht 

berücksichtigt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 28. August 2003, 

I 596/02, E. 1.1). Die angefochtene Verfügung ist am 10. Januar 2008 ergangen. In der 

vorliegenden Angelegenheit ist daher lediglich der bis zum 10. Januar 2008 

eingetretene Sachverhalt zu beurteilen. Da sich die Aussagen der behandelnden 

Psychiaterin auf den seit 14. März 2008 eingetretenen Sachverhalt beziehen (vgl. act. 

G 4.1 und G 8.1), können sie im vorliegenden Verfahren keine Berücksichtigung finden.

4.1.2 Dr. C.___ attestierte der Beschwerdeführerin im ärztlichen Zeugnis vom 

11. Februar 2008 - wie bereits im Bericht vom 7. November 2006 (act. G 6.19.31 ff.) - 

für eine leidensadaptierte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 1.13). Das 

ärztliche Zeugnis enthält nebst der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit lediglich die 

erhobenen Diagnosen. Es enthält keine Begründung und nimmt keinen Bezug zur 

gutachterlichen Einschätzung. Vor diesem Hintergrund vermag es keine ernsthaften 

Zweifel am AEH-Gutachten entstehen zu lassen. Dies umso weniger als Dr. C.___ im 

Bericht vom 30. November 2007 - bei gleichlautender Diagnose - selbst ausführte, 

dass die geltend gemachten Beschwerden aus IV-rechtlicher Sicht keinen Grund für 

eine Arbeitsunfähigkeit darstellen würden. Er habe wenig Hoffnung, dass ein 

Rechtsmittel gegenüber dem IV-Entscheid Erfolg haben werde (act. G 6.47.3). Auch 

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aus den übrigen Stellungnahmen von Dr. C.___ ergeben sich keine objektiven 

Anhaltspunkte, die nicht Eingang in die gutachterliche Beurteilung gefunden hätten.

4.1.3 Auch die Stellungnahme von Dr. A.___ vom 2. März 2007 (act. G 6.19.1 ff.) ist 

nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Zum einen ist zu 

berücksichtigen, dass sie ein halbes Jahr vor dem AEH-Gutachten erstellt worden ist 

und damit nicht geeignet ist, Mängel am AEH-Gutachten aufzuzeigen. Zum anderen 

scheint sich Dr. A.___ bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit überwiegend auf die 

Angaben der Beschwerdeführerin gestützt zu haben. Es lassen sich aus dem Bericht 

von Dr. A.___ ferner keine objektiven Gesichtspunkte entnehmen, die von den 

Gutachtern ausser Acht gelassen worden wären.

4.2 Bei der Beurteilung der medizinischen Situation fällt aber vor allem ins Gewicht, 

dass das AEH-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf 

allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist. 

Die Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die gutachterliche Beurteilung leuchtet in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Unter diesen Umständen vermögen auch die darin 

enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bzw. 

deren invalidisierende Wirkung - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - zu 

überzeugen. Sie erfüllt alle praxisgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige 

Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Die 

teilweise abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte vermögen die 

zuverlässige gutachterliche Beurteilung nicht zu erschüttern. Dies umso weniger, als sie 

keine konkreten Mängel am Gutachten benennen.

4.3 Nach dem Gesagten ist gestützt auf die gutachterliche Beurteilung davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin sowohl für ihre bisherige Tätigkeit als 

Reinigungskraft wie auch für anderweitige, wechselbelastende Tätigkeiten über eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt, mithin ihre Leistungsfähigkeit aus 

invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht massgeblich eingeschränkt ist. Die Frage, 

ob die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 30% im Haushalt tätig gewesen 

wäre, mithin die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung zur Anwendung 

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gelangt - wie die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung geltend macht 

(act. G 6.49) - oder ob sie vollzeitlich einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre, kann 

offen gelassen werden. In beiden Fällen resultiert nämlich kein Rentenanspruch, da 

auch für den Haushaltsbereich angesichts der gutachterlich bescheinigten 100%igen 

Arbeitsfähigkeit davon ausgegangen werden kann, dass eine allfällig darin bestehende 

Einschränkung keinen Rentenanspruch zu begründen vermöchte. Mit Blick auf die 

höchstrichterliche Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juli 2008, 

9C_13/2008, E. 5.1, unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 

2008, 9C_596/2007, E. 4.3), wonach bei Anwendung der gemischten Methode zur 

Invaliditätsbemessung auf eine Haushaltabklärung grundsätzlich nicht verzichtet, 

indessen davon abgesehen werden darf, wenn der zur Erreichung einer 

rentenbegründenden Gesamtinvalidität erforderliche Invaliditätsgrad im 

Haushaltbereich derart hoch ausfallen müsste, dass eine entsprechende 

Einschränkung nach den Grundsätzen der antizipierten Beweiswürdigung 

ausgeschlossen werden kann, durfte die Beschwerdegegnerin auf die Vornahme einer 

Abklärung an Ort und Stelle verzichten. Die verfügte Rentenablehnung ist damit zu 

Recht ergangen.

5.   

5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. Der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran 

anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2.  Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

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