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**Case Identifier:** 57fb5d34-f9d4-5573-8e21-d8689e53fa64
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.01.2024 810 23 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-204_2024-01-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. Januar 2024 (810 23 204) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Steuern und Abgaben 
 
 
Wehrpflichtersatzabgabe / Rechtsweg / Beschwerdelegitimation der kantonalen Behörde 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana  
Dettwiler, Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte Amt für Militär und Bevölkerungsschutz, Oristalstrasse 100, 
4410 Liestal, Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, 
Vorinstanz 
 
A.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Ioannis Athanasopou-
los, Rechtsanwalt 
 

 Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Eigerstrasse 65, Postfach, 
3003 Bern, Beigeladene 

  
 

Betreff Wehrpflichtersatz  
(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Steuergericht, vom 21. April 2023) 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. A.____, geboren 1985, wurde am 21. September 2017 erleichtert eingebürgert. Alters-
halber wurde er nicht in den Militärdienst rekrutiert. Als über 30-Jähriger war er auch von der 
Wehrpflichtersatzabgabe befreit. Nach der Änderung des Bundesgesetzes über die Wehrpflicht-
ersatzabgabe (WPEG) vom 12. Juni 1959 per 1. Januar 2019, mit welcher die Altersgrenze für 
die Ersatzpflicht angehoben wurde, erhob das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz des Kan-
tons Basel-Landschaft mit Veranlagungsverfügungen vom 5. August 2020, 19. Juli 2021 und 
10. April 2022 die Wehrpflichtersatzabgabe ab dem Jahr 2018. Die entsprechenden Verfügun-
gen erwuchsen unangefochten in Rechtskraft. 
 
B. Mit Eingabe vom 22. Juni 2022 gelangte A.____, vertreten durch Dr. Ioannis Atha-
nasopoulos, Rechtsanwalt, an das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz und verlangte, dass 
ihm die geleisteten Ersatzabgaben inkl. Verzugszinsen für die Beitragsjahre 2018 bis 2021 zu-
rückzuerstatten seien. Unter Verweis auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 27. April 2022 
machte er geltend, dass die seit 2019 in Kraft stehende Fassung des WPEG aufgrund des 
Rückwirkungsverbots auf ihn nicht anwendbar sei. Die Wehrpflichtersatzabgabe sei ohne ge-
setzliche Grundlage erhoben worden, weshalb ein Anspruch auf Rückerstattung bestehe. 
 
C. Das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz trat in der Folge nicht auf das Gesuch ein, 
weil kein zulässiger Revisionsgrund vorgebracht worden sei. Die dagegen erhobene Einsprache 
wies das Amt mit Entscheid vom 18. November 2022 ab. Es lägen keine Anhaltspunkte für eine 
Verletzung wesentlicher Verfahrensgrundsätze vor. Ebenso seien keine neuen erheblichen Tat-
sachen oder Beweismittel vorgebracht worden. Namentlich sei ein späteres Urteil einer höchst-
richterlichen Instanz keine neue erhebliche Tatsache und führe nicht dazu, dass rechtskräftige 
Veranlagungsverfügungen von Amtes wegen oder auf Begehren hin aufgehoben würden. Eine 
Revision sei damit ausgeschlossen. 
 
D. Dagegen wandte sich A.____ mit Beschwerde an das Steuer- und Enteignungsgericht 
des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Dieses hiess die Be-
schwerde mit Urteil vom 21. April 2023 hinsichtlich der Ersatzjahre 2018, 2019 und 2020 im 
Sinne der Erwägungen gut und stellte fest, dass die entsprechenden Veranlagungsverfügungen 
nichtig seien. Hinsichtlich des Ersatzjahres 2021 trat es mangels definitiver Veranlagung nicht 
auf die Beschwerde ein. Das Steuergericht erwog zusammengefasst, nach der Rechtsprechung 
des Bundesgerichts könne die per 1. Januar 2019 erfolgte Änderung des WPEG nicht auf zu 
diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossene Ersatzjahre angewendet werden. Die Ersatzabgabe 
für das Jahr 2018 sei deswegen im vorliegenden Fall zu Unrecht rückwirkend erhoben worden. 
Hinsichtlich der Ersatzjahre 2019 und 2020 liege zwar kein bundesgerichtliches Urteil vor, es 
könne aber nicht der ratio legis entsprechen, dass Personen, die bereits aus der Ersatzabgabe-
pflicht ausgeschieden seien, aufgrund einer Gesetzesrevision erneut erfasst würden. Es beste-
he damit keine gesetzliche Grundlage, um die Ersatzabgaben der Jahre 2018, 2019 und 2020 
einzufordern. Die entsprechenden Verfügungen seien inhaltlich fehlerhaft. Vor dem Hintergrund 
der falschen Rechtsanwendung, der Thematik der Rückwirkung sowie der den Veranlagungs-
verfügungen beigelegten "fehlerhaften Informationen" komme das Steuergericht zum Schluss, 
dass die Veranlagungsverfügungen dieser Ersatzjahre als nichtig zu qualifizieren seien. 

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E. Mit Eingabe vom 4. September 2023 hat das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht), Beschwerde erhoben mit dem Rechtsbegehren, das Urteil des Steuergerichts vom 
21. April 2023 sei aufzuheben und die Rechtskraft der Veranlagungsverfügungen pro 2018, 
2019 und 2020 sei zu bestätigen. Das Amt rügt im Wesentlichen eine Verletzung des Grundsat-
zes der Rechtsbeständigkeit von rechtskräftigen Verfügungen. Es lägen keine Nichtigkeitsgrün-
de vor, denn fehlerhafte Verfügungen seien grundsätzlich nicht nichtig. Ohne Anfechtung mit 
einem ordentlichen Rechtsmittel würden auch sie in Rechtskraft erwachsen. Zumindest die 
Veranlagungsverfügungen pro 2019 und 2020 seien aber vorliegend ohnehin zu Recht ergan-
gen. 
 
F. Das Steuergericht schliesst mit Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Ent-
scheids auf Abweisung der Beschwerde (Vernehmlassung vom 29. September 2023). 
 
G. A.____, nach wie vor vertreten durch Dr. Ioannis Athanasopoulos, Rechtsanwalt, bean-
tragt in seiner Vernehmlassung vom 11. Oktober 2023 die kostenpflichtige Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf einzutreten sei. Er betont insbesondere, dass er die Veranlagungsver-
fügungen nicht angefochten habe, weil die Behörde ihm, dem Rechtsunkundigen, damals in 
einem Schreiben vom 4. August 2020 suggeriert habe, dass die erhobenen Ersatzabgaben ab 
2018 korrekt seien. Ihm werde von der Behörde nunmehr vorgeworfen, sich nicht zur Wehr ge-
setzt zu haben, obwohl diese zuvor alles getan habe, um ihn von einer Anfechtung abzuhalten. 
Die Vorinstanz habe sodann die bundesgerichtliche Rechtsprechung korrekt umgesetzt. 
 
H. Die zum Verfahren beigeladene Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV stellt mit Ver-
nehmlassung vom 11. September 2023 Antrag auf Gutheissung der Beschwerde. Sie schliesst 
sich der Argumentation des Beschwerdeführers an. Die bestrittenen Ersatzabgaben 2018 bis 
2020 seien zu den damaligen Veranlagungszeitpunkten rechtens und geschuldet gewesen. Der 
vorinstanzliche Vorwurf der falschen Rechtsanwendung durch die Ersatzabgabebehörde sei 
nicht haltbar. Die Veranlagungsverfügungen der Jahre 2018, 2019 und 2020 seien nicht mit 
einem schwerwiegenden inhaltlichen Mangel behaftet und folglich nicht als nichtig zu qualifizie-
ren. 
 
I. Das Gericht gab dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Oktober 2023 Gelegen-
heit zur Erstattung einer Replik. Im Sinne der Gewährung des rechtlichen Gehörs wurde er 
gleichzeitig darauf hingewiesen, dass seine Beschwerdebefugnis zweifelhaft und zu begründen 
sei. 
 
J. In der Replik vom 8. November 2023 legt der Beschwerdeführer zu seiner Beschwerde-
legitimation dar, dass er als Partei am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen habe und mit 
seinen Begehren nicht durchgedrungen sei. Der angefochtene Entscheid habe weiter einen 
Einfluss auf den Vollzug der dem Amt vom Bund übertragenen gesetzlichen Aufgaben, daher 
sei er vom angefochtenen Entscheid berührt. 
 

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K. Der Beschwerdegegner hält in der Duplik vom 5. Dezember 2023 vollumfänglich an sei-
nen Anträgen fest. Die Vorinstanz (Eingabe vom 1. Dezember 2023) und die Beigeladene (still-
schweigend) verzichten auf eine Duplik. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrats sowie letztinstanz-
liche Entscheide der Direktionen und gegen letztinstanzliche Entscheide der Landeskirchen, 
sofern dem Kantonsgericht die Zuständigkeit nicht durch dieses Gesetz oder durch andere Ge-
setze entzogen ist. Die Beschwerde ist auch zulässig gegen Verfügungen und Entscheide an-
derer Behörden und Gerichte, sofern die kantonale Gesetzgebung und die Verfassung die Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts als Verwaltungsgericht vorsehen (§ 43 Abs. 2 VPO). Im Be-
reich der Wehrpflichtersatzabgabe sieht das kantonale Recht keine Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Steuergerichts vor. 
 
1.2 Die kantonale Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe vom 27. September 2005 
bestimmt in deren § 4 das Steuergericht zur Rekursinstanz und erklärt die Verfahrensbestim-
mungen der §§ 125-130 des Steuergesetzes (StG) vom 7. Februar 1974 - nicht jedoch die in 
§ 131 StG enthaltene Rechtspflegebestimmung mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde 
an das Kantonsgericht - für sinngemäss anwendbar. Eine Weiterzugsmöglichkeit an das Kan-
tonsgericht statuiert die Verordnung demnach nicht. Dies verwundert insofern nicht, als dass 
Art. 31 Abs. 3 aWPEG vorgesehen hatte, dass der Entscheid der kantonalen Rekurskommissi-
on direkt durch Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden konnte. Nach der seit 
dem 1. Januar 2019 in Kraft stehenden Fassung des Gesetzes (AS 2018 3269) steht es den 
Kantonen frei, neben der bundesrechtlich vorgeschriebenen verwaltungsunabhängigen Rekurs-
instanz eine zweite Beschwerdeinstanz vorzusehen (vgl. Art. 22 Abs. 3 WPEG). Beschwerde 
beim Bundesgericht kann aber nach Massgabe des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
(BGG) vom 17. Juni 2005 nur noch gegen den Entscheid der letzten kantonalen Instanz erho-
ben werden (Art. 31 Abs. 3 WPEG). Gemäss Art. 22 Abs. 3 WPEG (und Art. 86 Abs. 2 BGG) 
muss es sich bei der letzten kantonalen Instanz um ein oberes Gericht handeln. Für die Qualifi-
zierung einer Justizbehörde als oberes Gericht ist nicht ausschlaggebend, dass die Gerichtsbe-
hörde im gerade fraglichen Sachbereich letztinstanzlich entscheidet, sondern dass ihre Ent-
scheide ganz allgemein, also auch in ihren übrigen Zuständigkeitsbereichen, nicht an eine hö-
here kantonale Instanz weitergezogen werden können. Dies ist beim Steuergericht nicht der 
Fall, weshalb das Steuergericht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Vorausset-
zungen an ein oberes kantonales Gericht im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BGG nicht erfüllt (vgl. 
Urteil des BGer 2C_467/2010 vom 10. Juni 2010 E. 2.3). Im Kanton Basel-Landschaft ist viel-
mehr das Kantonsgericht die oberste rechtsprechende Behörde (vgl. § 8 Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). Im Zusammenhang mit der 
Teilrevision des Bundesgesetzes über die Wehrpflichtersatzabgabe wäre der Kanton dement-
sprechend gehalten gewesen, entweder einen zweistufigen Instanzenzug einzuführen oder das 

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Kantonsgericht als einzige Rekursinstanz einzusetzen (vgl. Botschaft vom 6. September 2017 
zur Änderung des Bundesgesetzes über die Wehrpflichtersatzabgabe, BBl 2017 6191, 
S. 6209). Eine entsprechende Anpassung der kantonalen Einführungsgesetzgebung ist bis heu-
te unterblieben. Nachdem es sich beim Steuergericht aber wie gesagt nicht um ein oberes Ge-
richt handelt, fällt vorliegend eine direkte Beschwerde beim Bundesgericht - und damit eine 
Weiterleitung der Beschwerdeeingabe vom 4. September 2023 an das Bundesgericht - ausser 
Betracht. 
 
1.3 Es ist mit Art. 86 Abs. 2 BGG nicht vereinbar, den Weiterzug an eine obere kantonale 
Gerichtsbehörde auszuschliessen, wenn wie hier letztinstanzlich das Bundesgericht angerufen 
werden kann und es nicht um einen Entscheid mit vorwiegend politischem Charakter im Sinne 
von Art. 86 Abs. 3 BGG geht (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht [KGE VV], vom 31. August 2023 [810 23 130] E. 3.1; BLKGE 2010 Nr. 45 E. 1.5; vgl. 
Urteil des BGer 1C_260/2018 vom 4. Oktober 2018 E. 3; Urteil des BGer 2C_467/2010 vom 
10. Juni 2010 E. 2.3). Zur Gewährleistung eines bundesrechtskonformen innerkantonalen Ver-
fahrens muss demnach in Angelegenheiten der Wehrpflichtersatzabgabe gegen Entscheide des 
Steuergerichts auch ohne entsprechende kantonalgesetzliche Verfahrensbestimmung Be-
schwerde an ein oberes kantonales Gericht geführt werden können. Nach der kantonalen Zu-
ständigkeitsordnung kommt dafür lediglich das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, in Frage. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die verwaltungsge-
richtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. 
 
2. Zur Beschwerde ist nach § 47 Abs. 1 VPO befugt, wer durch die angefochtene Verfü-
gung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung hat 
(lit. a), jede andere Person, Organisation oder Behörde, die durch besondere Vorschrift zur Be-
schwerde ermächtigt ist (lit. b) und die vollziehende Behörde der Gemeinde bei Verfügungen 
und Entscheiden letztinstanzlicher Verwaltungsbehörden des Kantons (lit. c). Die Beschwerde-
legitimation wird im Rahmen der Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen geprüft (§ 16 
Abs. 2 VPO; vgl. KGE VV vom 3. Februar 2023 [810 22 275] E. 2.3). Ist die Beschwerdebefug-
nis zweifelhaft, obliegt es als Teil der Begründungspflicht der beschwerdeführenden Partei, sie 
eingehend zu erörtern und zu substantiieren, wofür die Partei auch beweisbelastet ist (vgl. KGE 
VV vom 3. Dezember 2019 [810 19 60] E. 1; KGE VV vom 14. November 2018 [810 17 94] 
E. 5.1; BGE 139 II 328 E. 4.5). 
 
3.1 Der Beschwerdeführer äussert sich in der Beschwerdebegründung nicht zu seiner Be-
schwerdebefugnis. In der Replik macht er geltend, die Voraussetzungen nach § 47 Abs. 1 lit. a 
VPO seien gegeben. Das Amt habe vor der Vorinstanz als Partei am Verfahren teilgenommen 
und sei mit seinen Begehren nicht durchgedrungen. Der angefochtene Entscheid habe einen 
Einfluss auf den Vollzug der vom Bund übertragenen gesetzlichen Aufgaben im Zusammen-
hang mit der Erhebung der Ersatzabgaben. Daher sei der Beschwerdeführer vom angefochte-
nen Entscheid berührt. Es bestehe ein öffentliches Interesse an der korrekten Anwendung des 
Gesetzes und daran, dass eine Person bei Erfüllung der Voraussetzungen als ersatzpflichtig 
eingestuft werde und Ersatzabgaben zu leisten habe. 
 

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3.2 § 47 Abs. 1 lit. a VPO regelt das allgemeine Beschwerderecht. Dieses ist als Instrument 
des Individualrechtsschutzes hauptsächlich auf Private zugeschnitten (KGE VV vom 11. Febru-
ar 2015 [810 14 245] E. 1.2; BLKGE 2009 Nr. 49 E. 3.5). Die Rechtspersönlichkeit ist Grundvo-
raussetzung für die allgemeine Beschwerdebefugnis nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO. Einer Behörde 
fehlt es bereits daran, weshalb sie sich grundsätzlich nicht darauf stützen kann (KGE VV vom 
5. Juli 2023 [810 22 178] E. 1.2; KGE VV vom 11. September 2019 [810 19 140] E. 4; KGE VV 
vom 30. August 2017 [810 17 9] E. 2.3.2; BGE 123 II 542 E. 2f). Der Beschwerdeführer kann 
sich als Behörde somit nicht auf diese Bestimmung berufen. 
 
3.3 Untergeordnete Behörden können aber gegebenenfalls als Vertreter des jeweiligen Ge-
meinwesens handeln. Gemeinwesen können sich auf das allgemeine Beschwerderecht stützen, 
wenn sie durch den angefochtenen Entscheid gleich oder ähnlich wie eine Privatperson betrof-
fen oder aber in schutzwürdigen eigenen hoheitlichen Interessen berührt sind. Das gilt insbe-
sondere dann, wenn sie in ihren vermögensrechtlichen Interessen betroffen sind (KGE VV vom 
17. August 2022 [810 22 31] E. 1.2; KGE VV vom 24. Februar 2016 [810 15 141] E. 1.1). Geht 
es jedoch einzig um die finanziellen Folgen der Verwaltungstätigkeit, welche das Gemeinwesen 
in seiner Stellung als hoheitlich verfügende Behörde treffen, genügen diese zur Legitimation 
nicht, auch dann nicht, wenn der angefochtene Entscheid Präzedenzwirkung für weitere Fälle 
mit Auswirkungen auf die Kantonsfinanzen hat (BGE 141 II 161 E. 2.3; BGE 138 II 506 E. 2.4; 
BGE 134 II 45 E. 2.2.1). Bei der Wehrpflichtersatzabgabe handelt es sich um eine Bundesab-
gabe, welche die Kantone nach Abzug einer Bezugsprovision dem Bund abzuliefern haben 
(Art. 45 WPEG). Sind also die Kantone nur mit der Erhebung der Abgabe betraut (Art. 22 
WPEG), so sind sie nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht direkt in ihren Vermö-
gensinteressen berührt und dementsprechend nicht zur Beschwerde berechtigt (BGE 110 Ib 
196 E. 2). Der Beschwerdeführer kann sich somit auch nicht im Namen des Kantons auf die 
allgemeine Beschwerdebefugnis nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO stützen. 
 
3.4 Daran ändert auch der Verweis auf das öffentliche Interesse am korrekten Gesetzesvoll-
zug nichts. Nach ständiger Praxis begründet das blosse allgemeine Interesse an der richtigen 
Anwendung des Rechts und der Einbezug in das vorinstanzliche Verfahren als Mitbetroffener 
keine Beschwerdelegitimation des Gemeinwesens. Insbesondere ist die im Rechtsmittel-
verfahren unterlegene Vorinstanz nicht per se berechtigt, gegen den sie desavouierenden Ent-
scheid an das Kantonsgericht zu gelangen (KGE VV vom 30. August 2017 [810 17 9] E. 2.3.2; 
KGE VV vom 21. August 2013 [810 12 373] E. 2.1; BLKGE 2009 Nr. 49 E. 3.5; BGE 141 II 161 
E. 2.1). 
 
3.5 Dazu kommt vorliegend, dass die Wahrung der öffentlichen Interessen und die Aufsicht 
über den einheitlichen Vollzug des Bundesrechts mittels der Behördenbeschwerde verwirklicht 
wird (vgl. nachfolgend E. 4). Hat der Gesetzgeber in Abgabesachen beschwerdeberechtigte 
Behörden bezeichnet, welche den öffentlichen Interessen wenn nötig auf dem Beschwerdeweg 
Nachachtung verschaffen können, erscheint das allgemeine Beschwerderecht des Gemeinwe-
sens entbehrlich und scheidet dieses regelmässig aus (BGE 136 II 274 E. 4.2; Urteil des BGer 
2C_1023/2017 vom 21. Dezember 2018 E. 3.3.1). 
 

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4. Wie der Beschwerdeführer richtig erkannt hat, existiert keine besondere Vorschrift, die 
ihn zur Behördenbeschwerde nach § 47 Abs. 1 lit. b VPO ermächtigt. Die spezialgesetzliche 
Beschwerdebefugnis kommt im Bereich der Wehrpflichtersatzabgabe vielmehr einzig der Eid-
genössischen Steuerverwaltung zu. Als Aufsichtsbehörde sorgt diese für eine gleichmässige 
Handhabung der Bundesvorschriften und ist sie insbesondere befugt, beim Bundesgericht Be-
schwerde zu erheben sowie Revisions- und Berichtigungsbegehren zu stellen (vgl. Art. 11 und 
Art. 12 Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe [WPEV] vom 30. August 
1995). Bundesbehörden, die zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt sind, können die 
Rechtsmittel des kantonalen Rechts ergreifen und sich vor jeder kantonalen Instanz am Verfah-
ren beteiligen (Art. 111 Abs. 2 BGG). Gemäss der Mitteilungsziffer des Dispositivs wurde der 
angefochtene Entscheid der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich eröffnet. Die Bun-
desbehörde hat indes von der Erhebung einer eigenen verwaltungsgerichtlichen Beschwerde 
abgesehen. 
 
5. Somit zeigt sich, dass die verwaltungsgerichtliche Beschwerde zwar zulässig, der Be-
schwerdeführer aber nicht zu deren Erhebung legitimiert ist. Auf die Beschwerde ist deswegen 
im Zirkulationsverfahren (§ 1 Abs. 4 VPO) nicht einzutreten. 
 
6.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auf-
erlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- sind demzufolge 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 2'000.-- zu verrechnen. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.-- 
ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 
 
6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden (§ 21 Abs. 1 
VPO). Der Rechtsvertreter des obsiegenden Beschwerdegegners weist in seiner Honorarnote 
vom 19. Dezember 2023 für seine Bemühungen einen Aufwand von 7.16 Stunden à 
Fr. 280.-- und eine Kleinspesenpauschale von 3 % zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer aus. Der 
geltend gemachte Aufwand ist nicht zu beanstanden. Der Stundenansatz liegt zwar grundsätz-
lich im Rahmen der Tarifordnung, allerdings erweist er sich im vorliegenden Fall, wo ohne aus-
sergewöhnliche rechtliche Komplexität oder andere besondere Schwierigkeiten lediglich der 
vorinstanzliche Entscheid zu verteidigen war, als überhöht. Als der Sache angemessen er-
scheint ein Stundenansatz von Fr. 250.--. § 16 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte (TO) vom 17. November 2003 schreibt weiter vor, dass für Auslagen der tatsächliche 
Aufwand in Rechnung zu stellen ist, weshalb Spesenpauschalen tarifwidrig sind und nicht be-
achtet werden können (KGE VV vom 14. Dezember 2022 [810 22 44] E. 11.2; KGE VV vom 
25. September 2019 [810 19 15] E. 10.2). Die Höhe der Auslagen ist bei fehlenden Angaben 
nach gerichtlichem Ermessen festzusetzen (vgl. § 18 Abs. 1 TO), vorliegend auf Fr. 30.--. Der 
Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner damit eine reduzierte Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 1'960.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im Übrigen sind die 
Parteikosten wettzuschlagen.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 2'000.-- verrechnet. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner eine reduzierte Par-

teientschädigung in der Höhe von Fr. 1'960.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) zu bezahlen. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 28. Februar 2024 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 9C_140/2024) erhoben.