# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17d528e7-9636-5921-8ab8-7440b4a82239
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.03.2017 200 2016 833
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-833_2017-03-30.pdf

## Full Text

200 16 833 IV
GRD/SCM/KNJ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. März 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. Juli 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 3. Oktober 2011 unter Hinweis auf unfallbedingte Schul-
terbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 2). Am 12. März 2012 teilte die IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) dem Versicherten mit, dass sie 
ihm Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsplatzerhalt gewähre 
(act. II 21). Zur Abklärung der medizinischen Sachlage gab sie im April 
2012 eine bidisziplinäre Begutachtung bei Dr. med. C.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.________, Facharzt für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, in Auftrag 
(vgl. act. II 25, 30.1, 31.1). Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; act. II 47) erstellte Dr. med. C.________ im Juli 2013 ein 
psychiatrisches Verlaufsgutachten (act. II 51.1). Mit Verfügung vom 8. Ok-
tober 2014 (act. II 66) wies die IVB ein – von diesem Verfahren nicht betrof-
fenes – Leistungsbegehren auf Kostengutsprache für berufliche 
Massnahmen infolge Mitwirkungspflichtverletzung ab. Im Rahmen des 
hierauf folgenden Beschwerdeverfahrens (vgl. act. II 71) kam die IVB mit 
Wiedererwägung vom 5. Januar 2015 (act. II 77) zum Schluss, die Sachla-
ge bedürfe weiterer Abklärungen. In der Folge erstellten die Dres. med. 
C.________ und D.________ im Dezember 2015 ein rheumatologisches 
und psychiatrisches Verlaufsgutachten (act. II 93.1, 94.1, 95). Gestützt dar-
auf stellte die IVB mit Vorbescheid vom 2. Februar 2016 (act. II 96) bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 23 % die Ablehnung des Rentenbegehrens in 
Aussicht. Unter Berücksichtigung des dagegen erhobenen Einwands (act. II 
97 bzw. 99) sowie einer weiteren Stellungnahme des RAD (act. II 101) wies 
die IVB das Rentenbegehren mit Verfügung vom 29. Juli 2016 (act. II 102) 
entsprechend dem Vorbescheid ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.______AG, am 
14. September 2016 Beschwerde mit dem Antrag, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien, gegebenenfalls 
nach Vornahme der notwendigen Abklärungen, die gesetzlichen Leistun-
gen auszurichten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2016 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 29. Juli 2016 (act. II 
102). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Rente der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 

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allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der 
versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die 
Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft 
tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prü-
fen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). Aus-
gangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. 
und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. 
Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). Sache des 
(begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschrei-
ben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter 
Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben 
und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachver-
ständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht 
kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 
hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich be-
gründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195).

3.

3.1 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen: 

3.1.1 Infolge der Hospitalisation auf der psychosomatischen Abteilung 
des Spitals E.________ vom 9. Januar bis 4. Februar 2012 stellte Dr. med 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, im Bericht vom 
22. Februar 2012 (act. II 18) hauptsächlich folgende Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit: Rezidivierende depressive Episoden, aktuell 
mittelgradig (ICD-10 F33.1), paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0), 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41), arterielle Hypertonie (ICD-10 I10.00), mittelschwere ob-
struktive Schlafapnoe (ICD-10 G47.31), Verdacht auf Prostatahyperplasie 
(ICD-10 N40), Schallempfindungsstörung rechts sowie Migräne (S. 2 - 3). 
Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der 
Einsatzfähigkeit ab dem 6. Februar 2012 im Umfang von 50 % könne ge-
rechnet werden (S. 8). 

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3.1.2 In der bidisziplinären Begutachtung vom Sommer 2012 wurde Fol-
gendes festgehalten:

Im psychiatrischen Gutachten vom 31. Juli 2012 (act. II 30.1) diagnostizier-
te Dr. med. C.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi-
vierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne 
somatisches Syndrom (ICD-10 F33.0) sowie akzentuierte (narzisstische, 
zwanghafte, paranoide) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), differential-
diagnostisch eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0). Ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit wurde keine Diagnose gestellt (S. 11). Aus rein 
psychiatrischer Sicht sei in der aktuellen wie auch in einer alternativen 
Tätigkeit seit der Schulteroperation im März 2011 von einer Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit von 20 % auszugehen (S. 16). 

Dr. med. D.________, der den Beschwerdeführer am 25. Juni 2012 rheu-
matologisch untersuchte, diagnostizierte im Gutachten vom 2. August 2012 
(act. II 31.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schmerzen 
mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41). Somatisch 
leide der Beschwerdeführer unter einer Periarthropathia humeroscapularis 
chronica tendinotica links (ICD-10 M75.0), die seit einem Unfall im Sep-
tember 2010 symptomatisch sei. Weiter stellte er Diagnosen ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17). Bei einer an das Schulterleiden adaptierten 
Tätigkeit bestehe in einem Pensum von 8.5 Stunden täglich keine Ein-
schränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. S. 23 bzw. 26). 

In der interdisziplinären Beurteilung vom 31. Juli 2012 (act. II 32) erachte-
ten die Gutachter den Beschwerdeführer in einer an die linke Schulter ad-
aptierten Tätigkeit seit März 2011 während 6.6 Stunden täglich ohne Beein-
trächtigung der Leistungsfähigkeit arbeitsfähig.

3.1.3 Im Arztbericht der psychiatrischen Dienste G.________ vom 
20. Februar 2013 (act. II 45), der im Zusammenhang mit einer teilstatio-
nären Behandlung im Zentrum H.________ erstellt wurde, wurden folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten: Rezidivie-
rende depressive Störung (ICD-10 F33; seit ca. 15 Jahren), gegenwärtig 
schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F33.3; seit ca. 2 
Jahren). Weiter wurden Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

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gestellt (S. 1). Vom 8. Januar 2013 bis am 11. März 2013 habe eine 
100%ige medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt aus-
geübte Tätigkeit als ... bestanden (S. 3). Mit einer Wiederaufnahme der 
beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der Einsatzfähigkeit ab dem 11. März 
2013 im Umfang von 20 bis 30 % könne gerechnet werden (S. 4). 

3.1.4 Aufgrund der Widersprüche zwischen den Beurteilungen des Zen-
trums H.________ Bern-West und der psychiatrischen Beurteilung von Dr. 
med. C.________ wurde auf Anraten des RAD (act. II 47) am 2. Juli 2013 
eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung durchgeführt (act. II 51.1). Dr. 
med. C.________ hielt in diesem Gutachten fest, dass es im Vergleich zu 
den Befunden der ersten psychiatrischen Begutachtung vom Juli 2012 zu 
keiner wesentlichen Veränderung gekommen sei (S. 17; vgl. E. 3.1.2 hier-
vor). Er bestätigte die Diagnose einer leichten depressiven Störung mit 
chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somati-
sches Syndrom (ICD-10 F33.0; S. 13; vgl. act. II 30.1 S. 11). Die im Juli 
2012 in Betracht gezogene Differentialdiagnose einer paranoiden Schizo-
phrenie (vgl. act. II 30.1 S. 11) lasse sich hingegen aufgrund der aktuellen 
Begebenheiten nicht weiter bestätigen (act. II 51.1 S. 16). Seit der letzten 
Begutachtung könne sowohl in der ausgeübten wie auch in einer alternati-
ven Tätigkeit unverändert von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
20 % ausgegangen werden (S. 17). Dr. med. C.________ hielt überdies 
fest, die anamnestisch gemachten Angaben des Beschwerdeführers seien 
oft inkonsistent und zum Teil widersprüchlich gewesen, weshalb bei der 
Beurteilung des Schweregrads der Depression vorwiegend auf die erhobe-
nen Befunde abgestützt werden müsse und insgesamt von einer bewusst-
seinsnahen Aggravationstendenz auszugehen sei (S. 14 - 15). Weiter 
nahm er unter anderem zum Arztbericht der psychiatrischen Dienste 
G.________ (act. II 45) Stellung und befand, dass sich die darin diagnosti-
zierte schwere depressive Episode auf den Zeitpunkt des Aufenthaltes in 
der Tagesklinik beziehe. Die retrospektive Beurteilung des Schweregrades 
der Depression durch die psychiatrischen Dienste G.________ stütze sich 
lediglich auf die geklagten Beschwerden, eine Beschwerdevalidierung sei 
hingegen nicht durchgeführt worden. Auch die Aussage, dass seit zwei 
Jahren psychotische Symptome vorgelegen haben sollen, müsse aufgrund 

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der aktuellen Untersuchungsbefunde relativiert werden, da es sich dabei 
nicht um typische psychotische Phänomene handle (act. II 51.1 S. 18).

3.1.5 Am 14. März 2014 wurde der Beschwerdeführer aufgrund ähnlicher 
Symptomatik wie 2011 auf der linken Seite an der rechten Schulter ope-
riert. Die Operationsdiagnose lautete Impingement-Syndrom Schulter 
rechts, dominant, mit Partialruptur der Supraspinatussehnenaussenfläche 
(act. II 59 S. 8).

3.1.6  Im Bericht vom 1. November 2014 (act. II 70) diagnostizierte Dr. 
med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende schwere depressive Störung mit 
psychotischen Symptomen (ICD-10 F 33.3) und ging von einer wahrschein-
lich höchstens 50%igen Arbeitsfähigkeit aus (S. 1). Er hielt zudem fest, die 
depressive Störung blockiere praktisch alle Aktivitäten und setze auch die 
kognitive Leistungsfähigkeit herab (S. 3). Der Beschwerdeführer könne 
tagelang nicht Rasieren, Zähneputzen, sich Ankleiden und schäme sich 
dieses Zustandes (S. 2). 

3.1.7  Die Dres. med. C.________ und D.________ führten im Jahre 
2015 erneut eine rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung durch 
(act. II 93, 94, 95).

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr. med C.________ 
im psychiatrischen Gutachten vom 15. Dezember 2015 (act. II 93.1) eine 
rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwär-
tig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.0). Zu-
dem wurden Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 
(S. 15). Dr. med. C.________ führte aus, es lasse sich aus rein psychiatri-
scher Sicht nach wie vor eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in medi-
zinisch-theoretischer Hinsicht sowohl in der zuletzt ausgeübten (die Stelle 
beim K.________ wurde auf Ende Februar 2014 gekündigt [vgl. act. II 62 
S. 1]) wie auch in einer alternativen Tätigkeit von höchstens 20 % ohne 
zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit begründen (act. II 93.1 
S. 20). Der Beschwerdeführer gehe zwar davon aus, dass er wegen seiner 
Beschwerden zu keiner Tätigkeit mehr fähig sei, gestützt auf die aktuelle 
Untersuchung lasse sich aus psychiatrischer Sicht indes eine derart hohe 

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Arbeitsunfähigkeit nicht objektivieren und auch nicht begründen. Es müsse 
somit von einer subjektiven Krankheits- und Behinderungsüberzeugung 
ausgegangen werden (S. 21). Wie bei der Begutachtung im Jahre 2013, 
stellte er auch in diesem Gutachten wiederum fest, dass die Angaben des 
Beschwerdeführers nicht immer konsistent und zum Teil widersprüchlich 
seien und dass nach wie vor und seit 2013 unverändert von einer bewusst-
seinsnahen Aggravationstendenz des Exploranden auszugehen sei (S. 17 
bzw. 18; vgl. act. II 51.1 S. 15). 

Dr. med. C.________ ging auch auf abweichende Beurteilungen ein, ins-
besondere auf den Abschlussbericht AMM EAF des regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrums (RAV) vom 21. April 2015 (act. II 87) und die Berichte 
des behandelnden Psychiaters Dr. med. I.________ vom 1. November 
2014 (act. II 70) und 30. Oktober 2014 (act. II 71 S. 3). Betreffend Ab-
schlussbericht hielt er fest, aufgrund der aktuellen Untersuchung lasse sich 
eine Instabilität des psychischen Krankheitsbildes nicht bestätigen, denn 
seit der Begutachtung vom Juli 2013 sei es zu keinen wesentlichen Verän-
derungen der psychopathologischen Befunde gekommen, die subjektiv 
geklagten Beschwerden hätten sich sogar etwas verbessert. Die im Bericht 
des RAV beschriebenen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers mit kogni-
tiv anstrengenden Arbeiten seien überdies nicht nachvollziehbar. Auch die 
im Bericht von Dr. med. I.________ beschriebene Dominanz von depressi-
ven und psychotischen Symptomen sowie ein hoher Angstpegel liessen 
sich aufgrund der aktuellen Untersuchung in diesem Sinne nicht bestätigen 
(act. II 93.1 S. 19). 

Dr. med. D.________ diagnostizierte im rheumatologischen Gutachten vom 
21. Dezember 2015 (act. II 94.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine beidseitige Periarthropathia humeroscapularis chronica tendinotica 
(ICD-10 M75.5; S. 16). Weiter stellte er diverse Diagnosen ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17). Für eine somatisch nicht erklärbare 
Schmerzstörung habe er keine Anhaltspunkte gefunden. Die Diagnose der 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
habe er in seinem Gutachten vom 2. August 2012 (act. II 31.1) von der vom 
E.________ gestellten Diagnose übernommen. Wie jedoch auch durch Dr. 
med. C.________ im Gutachten vom 31. Juli 2012 festgehalten (act. II 30.1 

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S. 16), habe der Beschwerdeführer nicht den Eindruck hinterlassen, unter 
schweren und quälenden Schmerzen zu leiden, weswegen bereits damals 
keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung hätte diagnostiziert wer-
den können (act. II 94.1 S. 19). Bezüglich der verbleibenden Funktionen 
und Belastbarkeit führte Dr. med. D.________ aus, es bestehe weiterhin 
eine verminderte Belastbarkeit der linken Schulter: Arbeiten mit gestreck-
tem linken Arm und Arbeiten mit repetitiver Rotation im linken Schulterge-
lenk sowie Arbeiten mit schockartiger Kraftanwendung oder Vibrationsein-
wirkungen auf die linke Schulter seien nicht mehr zumutbar. Genaue Anga-
ben über die maximal zu hebenden Gewichte könnten jedoch keine ge-
macht werden. Seit spätestens Februar 2014 sei der Beschwerdeführer 
auch mit der rechten Schulter in ähnlichem Ausmass beeinträchtigt, wobei 
adaptierte leichte nicht monoton repetitive handwerkliche Arbeiten, ohne 
Heben über Schulterhöhe ausgeübt werden könnten (S. 24). Eine solche 
angepasste Tätigkeit während 8.5 Stunden pro Tag sei seit jeher zumutbar, 
mit Ausnahme der Zeit während und nach den Operationen (vom 15. März 
bis zum 15. Juni 2011 und vom Februar 2014 bis zum 14. Juni 2014; 
S. 25 - 26). 

Anlässlich der interdisziplinären Beurteilung vom 15. Dezember 2015 
(act. II 95) kamen die Gutachter zum Schluss, in einer adaptierten Tätigkeit 
lasse sich beim Beschwerdeführer – gemäss dem soeben dargestellten 
Belastbarkeitsprofil – aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit von höchstens 20 % begründen. Eine zusätzliche Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit bestehe nicht.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 

3.3. Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 29. Juli 2016 (act. II 102) massgeblich auf das interdisziplinäre 
Verlaufsgutachten der Dres. med. C.________ und D.________, beste-
hend aus einem psychiatrischen und einem rheumatologischen Gutachten 
vom 15. bzw. 21. Dezember 2015 (act. II 93.1, 94.1), sowie deren Beurtei-
lungen aus den Jahren 2012 und 2013 (act. II 30.1, 31.1, 51.1) gestützt. 
Diese Expertisen erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die enthaltenen Feststellungen beruhen 
auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen wor-
den. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Ge-
sundheitszustand werden nachvollziehbar, umfassend und einlässlich be-
gründet. Aufgrund der erhobenen Befunde und Anamnesen führten die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 13

Gutachter überzeugend aus, dass somatisch beidseitig eine Periathropa-
thia humeroscapularis chronica tendinotica (ICD-10 M75.5) und psychia-
trisch eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und 
gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 
F33.0) vorliegen.

3.3.1 Es wurde überzeugend dargelegt und vom Beschwerdeführer auch 
nicht (substantiiert) bestritten (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. III/1.1 sowie 
S. 7 - 10 Ziff. II/2), dass in somatischer Hinsicht offensichtlich keine wesent-
liche Einschränkung besteht. Gemäss Gutachten ist dem Beschwerdefüh-
rer eine adaptierte leichte Tätigkeit ohne Heben über Schulterhöhe voll-
schichtig und ohne Leistungseinschränkung zumutbar (vgl. act. II 94.1 
S. 24 bzw. 25).

3.3.2 Im Vordergrund steht somit das psychiatrische Leiden. Der Kritik 
des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin stelle einseitig bzw. 
überwiegend auf das interdisziplinäre Verlaufsgutachten von Dr. med. 
C.________ und Dr. med. D.________ (act. II 93 - 95) ab, bei welchem es 
sich vorwiegend um ein Aktengutachten handle, das anderen Berichten, 
insbesondere dem Bericht von Dr. med. I.________ vom 12. März 2016 
(act. II 103 S. 19 - 20) und dem Abschlussbericht AMM EAF des RAV 
(act. II 87) widerspreche, kann nicht gefolgt werden (vgl. Beschwerde S. 7 
Ziff. III/2.1 und 2.2). Zunächst ist festzuhalten, dass die Schlussfolgerung 
des Abschlussberichts des RAV, wonach der Beschwerdeführer aufgrund 
seines instabilen psychischen Zustandsbildes auf dem ersten Arbeitsmarkt 
nicht vermittelbar sei (act. II 87 S. 3), für die Invalidenversicherung nicht 
massgeblich ist. Zum einen ist nicht entscheidend, ob der Beschwerdefüh-
rer unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 
massgebend ist allein, ob er die ihm zumutbare Arbeits- bzw. Leistungs-
fähigkeit noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeits-
plätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Zu berücksich-
tigen ist mithin der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; vgl. SVR 
2016 IV Nr. 2 S. 6 E. 4.4). Zum anderen obliegt die Einschätzung der funk-
tionellen Leistungsfähigkeit in erster Linie den medizinischen Fachperso-
nen. Die Ergebnisse der beruflichen Abklärung wurden denn auch in das 
psychiatrische Gutachten einbezogen und gewürdigt, womit diese keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 14

erheblichen Zweifel an den Expertisen zu begründen vermögen 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. August 2009, 
8C_191/2009, E. 3.2; act. II 93.1 S. 19 sowie E. 3.1.7 hiervor). Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. III/2.1) 
handelt es sich bei den erstellten drei psychiatrischen Expertisen auch 
nicht um Aktengutachten, sondern – wie oben bereits dargelegt (vgl. E. 3.3 
hiervor) – um umfassende Gutachten, die sowohl in Kenntnis der Vorakten 
als auch gestützt auf ausführliche Untersuchungen erstellt wurden. In den 
Beurteilungen wurde jeweils auch Stellung zu den divergierenden Berichten 
genommen (vgl. act. II 30.1 S. 17 - 18, 51.1 S. 17 - 19, 93.1 S. 19 - 21) und 
auf nachvollziehbare und überzeugende Weise dargelegt, inwieweit und 
weshalb die Expertisen davon abweichen. Im Übrigen wurden alle drei 
Gutachten vom RAD kritisch überprüft und für schlüssig und überzeugend 
befunden (vgl. act. II 43, 53, 101). Auch der Bericht von Dr. med. 
I.________ vom 12. März 2016 (act. II 99 S. 5 - 6), in dem eine schwere 
depressive Episode mit psychotischen Symptomen geltend gemacht wird, 
ändert nichts an der gutachterlichen Einschätzung. Wie der RAD zu Recht 
ausführt, stützt sich Dr. med. I.________ – wie bereits im Bericht vom 
11. Dezember 2012 (act. II 39) – vorwiegend auf die subjektiv geklagten 
Beschwerden, wohingegen die gutachterlichen Beurteilungen durch Dr. 
med. C.________ anhand von objektivierbaren Befunden und unter kriti-
scher Würdigung der festzustellenden Aggravation, der Inkonsistenzen und 
der Widersprüche erfolgte (vgl. hierzu die RAD-Stellungnahme vom 20. Juli 
2016 [act. II 101 S. 2]). So weist Dr. med. C.________ beispielsweise dar-
auf hin, dass der Beschwerdeführer angegeben habe, nicht mehr in der 
Lage zu sein, mit anderen Menschen zu kommunizieren; während der Un-
tersuchung habe er jedoch spontan und viel gesprochen, zeitweise habe er 
den Schein erweckt, es sogar zu geniessen, im Zentrum der Aufmerksam-
keit zu stehen (act. II 51.1 S. 14 und 19). Weiter führte er im jüngsten Gut-
achten beispielhaft auf, der Beschwerdeführer habe erwähnt, dass er sich 
gar nicht mehr freuen könne; im Verlauf der Untersuchung habe dieser 
dann aber strahlend berichtet, dass er an seinen Grosskindern grosse 
Freude habe, nur um kurz darauf zu schildern, dass er an ihnen gar keine 
Freude habe, weil er mit ihnen nichts unternehmen könne (vgl. act. II 93.1 
S. 17).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 15

Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. I.________ in seiner ers-
ten Beurteilung vom 11. Dezember 2012 (act. II 39) ebenfalls nur von einer 
leichten depressiven Störung ausging (die Diagnose wurde mit ICD-10 
F33.0 kodiert) und erst im – anlässlich der Beschwerdeerhebung vom Ok-
tober 2014 (vgl. act. II 71) erstellten – Bericht vom 1. November 2014 eine 
rezidivierende schwere depressive Störung mit psychotischen Symptomen 
(ICD-10 F 33.3) diagnostizierte (act. II 70 S. 1). Die darin erwähnte Domi-
nanz von depressiven und psychotischen Symptomen konnte der Gutach-
ter jedoch nicht bestätigen. Auch der vom behandelnden Psychiater als 
hoch eingestufte Angstpegel konnte aufgrund der gutachterlichen Befunde 
der Untersuchung vom 23. Oktober 2015 nicht in diesem Schweregrad 
bestätigt werden (act. II 93.1 S. 19). Auffällig ist zudem, dass sich die de-
pressiven Beschwerden gemäss den subjektiv gemachten Angaben des 
Beschwerdeführers im Vergleich mit dem Jahr 2013 verbessert zu haben 
scheinen, was Dr. med. C.________ denn auch so festhält (vgl. z.B. act. II 
51.1 S. 6 - 7 mit act. II 93.1 S. 20 - 21; act. II 93.1 S. 16 - 17). Insofern ist 
nicht nachvollziehbar und es wurde ungenügend begründet, weshalb Dr. 
med. I.________ entgegen dieser Tendenz in seinen jüngeren Berichten 
nicht mehr von einer leichten, sondern von einer schweren depressiven 
Störung ausgeht (vgl. act. II 39, 70, 103 S. 19 - 20). In diesem Kontext sei 
noch erwähnt, dass es nach bundesgerichtlicher Praxis einer Erfahrungs-
tatsache entspricht, dass behandelnde Ärzte, ebenso wie Hausärzte, mit-
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-
fällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc 
S. 353; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute 
BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Letztlich ist darauf hinzuwei-
sen, dass die Dauer der Untersuchung (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. III/2.1) 
den Aussagegehalt des medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht zu 
vermindern vermag, soweit es inhaltlich vollständig und im Ergebnis 
schlüssig ist (vgl. Entscheid des BGer vom 29. Dezember 2016, 
8C_756/2016, E. 3.3.2), was nach dem Ausgeführten vorliegend gegeben 
ist.

Nach dem Dargelegten erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt als 
hinreichend abgeklärt. Von weiteren medizinischen Erhebungen sind keine 
neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, zumal bereits drei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 16

psychiatrische Untersuchungen durchgeführt wurden, die allesamt zu den 
gleichen Befunden geführt haben. Soweit der Beschwerdeführer sinn-
gemäss eine Rückweisung zu weiterer medizinischer Abklärung beantragt 
(vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I/2), kann hierauf in antizipierter Beweiswürdi-
gung verzichtet werden (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Demnach 
wurde für die Beurteilung der psychischen Beschwerden zu Recht auf die 
Gutachten des Dr. med. C.________ vom 31. Juli 2012, 22. Juli 2013 und 
15. Dezember 2015 (act. II 30.1, 51.1, 93.1) abgestellt und es ist erstellt, 
dass eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger 
Episode (ICD-10 F33.00) vorliegt. 

3.4 Gemäss der konstanten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven For-
menkreis in der Regel therapierbar und führen invalidenversicherungsrecht-
lich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Entscheid des BGer vom 
22. Januar 2016, 9C_892/2015, E. 2 sowie BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197). 
Leicht- bis mittelgradige depressive Störungen rezidivierender oder episo-
discher Natur kommen deshalb einzig dann als invalidisierende Krankhei-
ten in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (Ent-
scheid des BGer vom 24. August 2016, 8C_399/2016, E. 4.2). Ein solcher 
Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht 
auszuschliessen sein. Zudem muss die Therapie in dem Sinn konsequent 
gewesen sein, als die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (am-
bulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise 
optimal und nachhaltig ausgeschöpft worden sind (Entscheid des BGer 
vom 24. August 2016, 8C_399/2016 E. 4.2). 

Die rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger 
Episode ist vorliegend als therapierbar einzustufen, denn den medizini-
schen Berichten lassen sich keine Hinweise entnehmen, wonach die Be-
handlungsmöglichkeiten im Sinne der hiervor dargelegten Rechtsprechung 
ausgeschöpft oder gescheitert wären. Viel mehr führt Dr. med. C.________ 
aus, dass sich der Beschwerdeführer nach wie vor zu seinem Psychiater in 
Behandlung begebe, die Sitzungsfrequenz jedoch reduziert worden sei 
(vgl. act. II 93.1 S. 19) und dass er davon ausgehe, dass er nicht sämtliche 
verordneten Psychopharmaka regelmässig einnehme (act. II 93.1 S. 17). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 17

Zudem bestehe beim Beschwerdeführer eine bewusstseinsnahe Aggrava-
tionstendenz (act. II 93.1 S. 18). Angesichts der ungenügenden Compli-
ance und der reduzierten Therapiesitzungen kann nicht davon ausgegan-
gen werden, dass die zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten bereits aus-
geschöpft und die Beschwerden folglich therapieresistent sind (vgl. auch 
Entscheid des BGer vom 14. August 2013, 9C_917/2012, E. 3.2). Auch 
wenn der psychiatrische Gutachter der von ihm diagnostizierten 
rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichtgradiger 
Episode (ICD-10 F33.00) einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumisst 
und infolgedessen eine Einschränkung von 20 % in einer leidensangepass-
ten Tätigkeit attestiert, kann diese Diagnose vorliegend aus sozialversiche-
rungsrechtlicher Sicht mangels Therapieresistenz und insbesondere mit 
Blick auf die festgestellte Aggravationstendenz nicht als invalidisierender 
Gesundheitsschaden berücksichtigt werden (vgl. E. 2.4 hiervor). 

3.5 Zusammenfassend ist daher grundsätzlich das von den Dres. 
med. C.________ und D.________ in ihrer interdisziplinären Beurteilung 
vom 21. Dezember 2015 festgestellte Zumutbarkeitsprofil (act. II 95, 
E. 3.1.7 hiervor) massgebend, wobei jedoch der vom psychiatrischen Gut-
achter diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung kein invalidi-
sierender Charakter zugesprochen werden kann (vgl. E. 3.4 hiervor). Es ist 
somit davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer seit dem 14. März 
2011 (act. II 94.1 S. 24) in einer angepassten, d.h. körperlich leichten mo-
noton nicht repetitiven handwerklichen Tätigkeit ohne Heben über Schul-
terhöhe eine vollständige Arbeitsfähigkeit besteht, unter Ausnahme der für 
die Zeiten vom 15. März bis 15. Juni 2011 und vom Februar bis 14. Juni 
2014 attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit.

4.

Auf der Grundlage des festgestellten Zumutbarkeitsprofils (E. 3.5 hiervor) 
ist nachstehend der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 18

rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 19

S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 
S. 1 E. 2.2).

4.4. Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Der 
hypothetisch frühest mögliche Rentenbeginn fällt unter Berücksichtigung 
der seit ca. März 2011 vorliegenden partiellen Arbeitsunfähigkeit (vgl. act. II 
15 S. 3, 31.1 S. 23 und 25, 94.1 S. 24) sowie der Anmeldung zum Renten-
bezug vom 3. Oktober 2011 (act. II 2) auf den 1. April 2012 (Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Ein-
kommensvergleich vorzunehmen (vgl. BGE 129 V 222, E. 2.3).

4.4.1 Gemäss eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer in seiner 
Heimat ... im Jahre 1980 eine dreijährige ... absolviert, nach der Einreise in 
die Schweiz 1986 jedoch stets als Hilfsarbeiter gearbeitet (vgl. act. II 5 S. 4, 
31.1 S. 11, 94.3 S. 1). Dass er vor seiner Anstellung als Hilfsarbeiter bei 
der J.______AG und vor der Einreise 1986 schwarz auch noch als ... gear-
beitet haben will (act. II 12 S. 4 und 31.1 S. 11), ist nicht von Bedeutung. 
Zuletzt arbeitete er für das K.________ als ... und ..., wobei letztere Tätig-
keit nach Auftreten seiner Schulterbeschwerden im Rahmen von Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine Tätigkeit beim ... des L.________ ersetzt 
wurde (vgl. act. II 5 S. 3 - 4, 34 S. 1, 51.1 S. 6). Diese Stelle wurde 
schliesslich auf Ende Februar 2014 gekündigt (vgl. act. II 57 S. 1, 62 S. 1). 
Hinsichtlich des Valideneinkommens ist mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die beim 
K.________ zuletzt innegehabte Anstellung aufgrund von Arbeitsplatzkon-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 20

flikten (vgl. act. II 35), mithin aus invaliditätsfremden Gründen, verloren hat. 
Somit ist das hypothetische Valideneinkommen nicht auf der Basis des 
zuletzt erzielten Verdienstes (act. II 15 S. 2), sondern gestützt auf den Ta-
bellenwert der LSE zu ermitteln. Angesichts der Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer als Hilfsarbeiter angestellt war, ist von der LSE 2012, Ta-
belle TA1, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder 
handwerklicher Art), Männer, Totalwert, auszugehen. 

Das Invalideneinkommen ist mit Blick auf das festgestellte Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.5 hiervor) und den Umstand, dass der Beschwerdefüh-
rer keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, ge-
stützt auf denselben Tabellenlohn zu ermitteln. Unter Berücksichtigung der 
somatisch bedingten Einschränkungen – zumutbar sind lediglich körperlich 
leichte monoton nicht repetitive handwerkliche Tätigkeiten ohne Heben 
über Schulterhöhe (vgl. E. 3.5 hiervor) – ist ein leidensbedingter Abzug in 
der Höhe von 10 % zu gewähren.

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung: Der Invaliditäts-
grad entspricht diesfalls dem leidensbedingten Abzug von 10 % (vgl. Ent-
scheide des BGer vom 7. April 2016, 9C_898/2015, E. 1 und vom 30. Juli 
2012, 8C_365/2012, E. 7), womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente 
besteht (vgl. E. 2.3 hiervor). Der Beschwerdeführer ist im Übrigen darauf 
hinzuweisen, dass selbst unter Berücksichtigung eines – hier nicht gerecht-
fertigten – maximal zulässigen Abzugs von 25 % (vgl. Beschwerde S. 9 
Ziff. III/2.4) kein Rentenanspruch entstehen würde (vgl. E. 2.3 hiervor). 

4.4.2 Schliesslich ist festzuhalten, dass die vollständige Arbeitsunfähigkeit 
im Zuge der prä- und postoperativen Phase vom Februar bis Juni 2014 
(act. II 94.1 S. 26; die vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 15. März bis 
15. Juni 2011 ist ohnehin nicht zu berücksichtigen, da sie vor der IV-
Anmeldung lag) zu keinem befristeten Rentenanspruch führt, da das War-
tejahr (vgl. E. 2.3 hiervor), welches erneut zu bestehen war (vgl. Entscheid 
des BGer vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3), nicht erfüllt ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 21

4.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung 
vom 29. Juli 2016 (act. II 102) einen Rentenanspruch zu Recht verneint 
und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. März 2017, IV/16/833, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.