# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1b20a37-928e-53cf-82fa-a2c9d67aec05
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1992-09-15
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 15.09.1992 OG ARGVP 1992 3214
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1992-3214_1992-09-15.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3214

3.2 Schuldbetreibung und Konkurs

3214

Pfändung. Der Gläubiger hat Anspruch darauf, dass ihm die als un­
pfändbar ausgeschiedenen Sachen bekanntgegeben werden (Art. 92 
SchKG).

Nach einer alten Rechtsprechung des Bundesgerichtes hat das Betrei­
bungsamt beim Pfändungsvollzug die im Sinne von Art. 92 SchKG un­
pfändbaren Sachen festzustellen, da der Gläubiger einen Anspruch 
darauf hat, dies zu erfahren und gegebenenfalls Beschwerde zu führen 
(BGE 55 III 194). Demgemäss enthält Seite 2 des obligatorischen 
Pfändungsprotokolls (Form. Nr. 6) eine entsprechende Rubrik, die vor­
liegend unausgefüllt blieb. Zur Bezeichnung der Kompetenzstücke ist 
das Betreibungsamt verpflichtet, ungeachtet, ob der Gläubiger ein ent­
sprechendes Begehren schon gestellt hat oder nicht. Das beschwer­
debeklagte Betreibungsamt hat deshalb die entsprechenden Feststel­
lungen noch nachzuholen. Dabei dürfen nach dem erwähnten Bun­
desgerichtsentscheid daraus weder dem Gläubiger noch dem Schuld­
ner Kosten erwachsen. Das heisst aber nicht, dass das Betreibungs­
amt für die Bekanntgabe der Liste der Kompetenzstücke nicht vom 
Gläubiger die gemäss Gebührentarif vorgesehenen Kosten erheben 
kann.

ABSchKG 15.9.1992

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