# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a1eba08-b611-52fc-b9e7-7865e15626ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.03.2022 B-1933/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1933-2020_2022-03-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1933/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richter Stephan Breitenmoser,  

Richter Daniel Willisegger; 

Gerichtsschreiber Matthias Uffer. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

(...), 

vertreten durch Dr. iur. Susanne Raess, Rechtsanwältin,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

BfB Büro für Bildungsfragen,  

(QSK Schönheit),  

(…),  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Berufsprüfung Visagistin 2019;  

Widerruf der Teil-Dispensation. 

 

 

 

B-1933/2020 

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Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin beabsichtigte, im Jahr 2019 die Berufsprüfungen 

zum Erwerb des eidgenössischen Fachausweises für Visagisten abzule-

gen, nachdem sie im Jahr 2015 bereits den ebenfalls dem Berufsfeld 

Schönheit zugeordneten Fachausweis im Bereich Naildesign erworben 

hatte.  

Am 31. Mai 2019 erkundigte sie sich per E-Mail beim Leiter der Qualitäts-

sicherungskommission der Trägerschaft Fachausweis Schönheit (nachfol-

gend: Vorinstanz) nach der Möglichkeit einer Dispensation vom Prüfungs-

teil 1, d.h. von der schriftlichen Prüfung (Fallstudie) betreffend Kenntnisse 

im Bereich Marketing, Buchhaltung und Kommunikation.  

Mit E-Mail vom 31. Mai 2019 teilte der Präsident der Vorinstanz der Be-

schwerdeführerin mit, dass in der Prüfungsordnung zu diesem Fall nichts 

stehe. Man werde im Juni darüber entscheiden. Er gehe davon aus, dass 

vor weniger als fünf Jahren absolvierte Prüfungsteile nicht wiederholt wer-

den müssten (Beschwerdebeilage 9). An der Prüfungsorganisationssitzung 

der Vorinstanz vom 27. Juni 2019 wurden sechs Kandidatinnen zur Prü-

fungssession im November 2019 zugelassen, fünf davon mit Vorbehalten. 

Für die Beschwerdeführerin wurde als Vorbehalt gemäss Sitzungsprotokoll 

festgehalten: «Nachweis aller Module fehlt, Arbeitsnachweis». Aus dem 

Sitzungsprotokoll geht hervor, dass die Zulassungsentscheide den Kandi-

datinnen bis zum 12. Juli 2019 zugestellt werden sollten, mit Rechnung für 

die bis zum 9. August 2019 zu bezahlende Prüfungsgebühr (Vernehmlas-

sung Beilage 1 S. 5 ff.).  

Am 14. Juli 2019 erkundigte sich die Beschwerdeführerin bei einem mit der 

Prüfungsorganisation betrauten Vertreter (…) nach ihrer Prüfungszulas-

sung und dem Erfordernis, die schriftliche Prüfung abzulegen. Mit Verweis 

auf die Frist zur Bezahlung der Prüfungsgebühr fragte sie am 16. August 

2019 erneut nach, ob sie die Dispensation vom Prüfungsteil 1 erhalten 

könne; ein weiteres Nachfragen erfolgte am 29. August 2019 (vgl. Be-

schwerdebeilagen 10-12).  

Am 30. August 2019 wurde der Beschwerdeführerin eine E-Mail des Präsi-

denten der Vorinstanz weitergeleitet, worin dieser festhält, er könne gerne 

ein «positives Feedback» geben; er habe die Unterlagen der Beschwerde-

führerin geprüft und sei von der Qualität sehr beeindruckt gewesen (Be-

schwerdebeilage 14). Am 20. August 2019 wurde die Beschwerdeführerin 

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zu den Teilen 2 und 3 der Berufsprüfungen (praktische und mündliche Prü-

fung) eingeladen (Beschwerdebeilage 13). Sie absolvierte diese am 7. No-

vember 2019. 

Am 13. November 2019 wies das Staatssekretariat für Bildung, Forschung 

und Innovation (nachfolgend: «SBFI») die Vorinstanz an, die Zulassungen 

zu den Berufsprüfungen im «Berufsfeld Schönheit» nach gewissen Krite-

rien zu überprüfen (act. 2). Am 18. Dezember 2019 wies das SBFI die Vor-

instanz nach eigener Überprüfung der Kandidatendossiers (act. 3 f.) an, 

die Prüfungsresultate der Beschwerdeführerin und einer weiteren Kandi-

datin nicht zu eröffnen; die Beschwerdeführerin müsse die schriftliche Prü-

fung noch schreiben (act. 5 A).  

Am 10. Januar 2020 teilte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit, es 

habe sich im Rahmen der ausserordentlichen Überprüfung des SBFI her-

ausgestellt, dass sie fälschlicherweise vom Prüfungsteil 1 dispensiert wor-

den sei. Ihr könnten die Resultate daher nicht vor Absolvierung der schrift-

lichen Prüfung kommuniziert werden. Die Beschwerdeführerin wurde ein-

geladen, der Vorinstanz zwecks Organisation einer Nachprüfung ihre Ver-

fügbarkeiten anzugeben. Die Beschwerdeführerin lehnte dies ab.  

B.  

Am 2. März 2020 widerrief die Vorinstanz entsprechend der Weisung des 

SBFI ihren Entscheid zur Dispensation der Beschwerdeführerin vom Prü-

fungsteil 1 der eidgenössischen Visagistik-Berufsprüfung. Die Beschwer-

deführerin habe im Jahr 2015 die eidgenössischen Berufsprüfungen für 

Naildesign insgesamt bestanden, dabei aber bei der schriftlichen Prüfung 

die Note 2.0 (d.h. Prädikat «schlecht») erzielt. Unter diesen Umständen sei 

die Dispensation unzulässig gewesen, da eine solche die Gleichwertigkeit 

der abgeschlossenen Prüfungsteile voraussetze. Der Widerruf habe zur 

Folge, dass die Beschwerdeführerin den Prüfungsteil 1 absolvieren müsse, 

um bei Erfüllung sämtlicher Bestehensvoraussetzungen gemäss Prüfungs-

ordnung den eidgenössischen Fachausweis zur Visagistin zu erwerben. 

Die Noten der im Jahr 2019 absolvierten Prüfungsteile 2 und 3 könnten erst 

nach Absolvieren des Prüfungsteils 1 eröffnet werden. 

C.  

Gegen die Widerrufsverfügung vom 2. März 2020 reichte die Beschwerde-

führerin am 7. April 2020 direkt (Sprung-)Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht ein. Mit Vernehmlassung vom 5. Juni 2020 nahm der (interi-

mistische) Präsident der QSK Schönheit für die Vorinstanz Stellung. Am 

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2. September 2020 replizierte die Beschwerdeführerin. Von Seiten der Vor-

instanz wurde innert Frist keine Duplik eingereicht.  

Auf die Ausführungen und Argumente der Parteien wird soweit erforderlich 

im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Der Entscheid der Vorinstanz vom 2. März 2020 betreffend den Widerruf 

der Dispensation vom 27. Juni 2019 für den Prüfungsteil 1 (schriftliche Prü-

fung) ist eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, 

SR 172.021). 

Da der Widerrufsentscheid der Vorinstanz auf eine aufsichtsrechtliche Wei-

sung des SBFI im Einzelfall zurückzuführen ist, entfällt die Möglichkeit ei-

ner (erneuten) Befassung des SBFI mit der Sache als erste Beschwer-

deinstanz und es ist daher – entsprechend der Rechtsmittelbelehrung des 

angefochtenen Entscheids – das Bundesverwaltungsgericht für die Beur-

teilung der Sprungbeschwerde zuständig (Art. 47 Abs. 2 VwVG i.V.m. 

Art. 31, 32 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]; BVGE 2009/30 E. 1.2.1). Die Beschwerdeführerin hat 

am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt (Art. 48 Abs. 1 

Bst. b VwVG) und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). 

Die Anforderungen an die Beschwerdefrist (Art. 50 Abs. 1 VwVG) sowie 

Form und Inhalt der Beschwerdeschrift (Art. 52 VwVG) sind erfüllt. Der 

Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auch 

die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf 

die Beschwerde ist daher einzutreten.  

2.  

Streitgegenstand ist die Frage nach der Rechtmässigkeit des Widerrufs der 

am 27. Juni 2019 beschlossenen Dispensation und der mit dem Widerruf 

verbundene Anordnung, den Prüfungsteil 1 nachzuholen, um auf Basis der 

vollständig absolvierten Berufsprüfung im Erfolgsfall den erstrebten eidge-

nössischen Visagisten-Fachausweis zu erwerben. In materieller Hinsicht 

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steht die Frage im Zentrum, ob die mit der erteilten Dispensation einherge-

gangene individuell-konkrete Sonderregelung der Qualifikationskriterien im 

Berufsfeld Schönheit von der Vorinstanz zu Unrecht gewährt wurde oder 

aber im Rahmen ihres Ermessens gewähren durfte. 

Da die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Widerrufs vom 2. März 2020 

den erstrebten eidgenössischen Fachausweis noch nicht besass, ist hin-

gegen nicht die Rechtmässigkeit der Ungültigerklärung einer bestandenen 

Prüfung oder des Entzugs eines auf rechtswidrige Weise erworbenen eid-

genössischen Fachausweises durch das SBFI (Ziff. 7.21 der Prüfungsord-

nung) zu prüfen (vgl. Urteil des BVGer B-7899/2007 vom 21. Juli 2008 

E. 5.4).  

3.  

Zunächst ist auf die Rügen der Beschwerdeführerin einzugehen, die sich 

gegen die Kompetenz des SBFI zum aufsichtsrechtlichen Einschreiten ge-

genüber der Vorinstanz in Bezug auf Prüfungszulassungen und Dispensa-

tionen richten.    

3.1 Gemäss Beschwerdeführerin obliegen Entscheidungen über die Zulas-

sung zu den eidgenössischen Prüfungen der Vorinstanz. Das SBFI sei hier-

für nicht zuständig. Es habe somit ohne konkrete Aufsichtskompetenz di-

rekt mit Anordnungen in ein Prüfungsverfahren der Vorinstanz eingegriffen. 

Dieses Vorgehen entbehre einer genügenden Gesetzesgrundlage und sei 

nicht zu schützen. Es müsse wegen der unzulässigen Weisung des SBFI 

von der fortwährenden Gültigkeit der Dispensation ausgegangen werden. 

Der Beschwerdeführerin sei gestützt auf die von ihr erzielten Resultate in 

den Prüfungsteilen 2 und 3 das Fähigkeitszeugnis auszustellen (Be-

schwerde Rz. 17-24). Das SBFI beansprucht für sich dagegen die Kompe-

tenz, überprüfen zu können, ob Zulassungsentscheide der Vorinstanz mit 

der Prüfungsordnung übereinstimmen (vgl. act. 4 zu Frage 2b, S. 1). 

3.2 Der angefochtene Widerruf wurde mit der Fehlerhaftigkeit der Dispen-

sation begründet. Aus den Akten geht hervor, dass das SBFI der Vorinstanz 

bereits am 8. August 2019 mitteilte, dass es Dispensationen bei ungenü-

genden Noten für unzulässig halte (act. 4, S. 2 Frage 3a). Nach den Prü-

fungen kündigte das SBFI an, es werde dem Verdacht auf Unregelmässig-

keiten im Rahmen einer aufsichtsrechtlichen Überprüfung des Zulassungs-

verfahrens nachgehen. Eine auf den 21. November 2019 geplante Sitzung 

zur Festlegung der Noten wurde verschoben (act. 2, S. 2). Am 18. Dezem-

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Seite 6 

ber 2019 teilte das SBFI der Vorinstanz mit, dass die Noten der Beschwer-

deführerin und einer weiteren Kandidatin noch nicht eröffnet werden dürf-

ten und dass die Beschwerdeführerin den Prüfungsteil 1 noch würde ab-

solvieren müssen (act. 5A). Die Beschwerdeführerin wurde mit Schreiben 

vom 10. Januar 2020 über den Widerruf informiert (vgl. act. 5B); der förm-

liche Widerruf der Dispensation erfolgte am 2. März 2020 (angefochtene 

Verfügung).  

3.3 Das Vorgehen und die Kompetenzen des SBFI sind im Lichte der mas-

sgeblichen berufsbildungsrechtlichen Gesetzesgrundlagen zu beurteilen: 

Bei der eidgenössischen Berufsprüfung handelt es sich um ein Qualifikati-

onsverfahren der höheren Berufsbildung auf Tertiärstufe gemäss Art. 26 ff. 

des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 13. Dezember 2002 

(BBG, SR 412.10). Sie dient der Vermittlung von Qualifikationen, die für die 

Ausübung einer anspruchsvolleren oder verantwortungsvolleren Berufstä-

tigkeit erforderlich sind (Art. 26 Abs. 1 und 2 BBG). Mit erfolgreichem Ab-

schluss der Berufsprüfungen wird ein eidgenössischer Fachausweis erwor-

ben. Die Prüfungsordnungen werden von den als Trägerschaften organi-

sierten Berufs- und Branchenverbänden – mithin den «Organisationen der 

Arbeitswelt» gemäss BBG (u.a. Art. 1 Abs. 1 BBG) – erstellt (Art. 28 Abs. 2 

BBG). Diese Trägerschaften nehmen im Rahmen der Organisation und 

Durchführung der Berufsprüfungen öffentliche Aufgaben wahr; hierzu zäh-

len auch Entscheidungen über die Prüfungszulassung oder über die Aner-

kennung bzw. Anrechnung anderer Abschlüsse oder Leistungen. Überdies 

besorgen sie die Prüfungsbeurteilung und entscheiden per Verfügung über 

die Erteilung der eidgenössischen Fachausweise (siehe Art. 40 Abs. 1 BBG 

und Art. 67 BBG; Art. 1 Abs. 2, Art. 24 f. und Art. 36 Abs. 1 Berufsbildungs-

verordnung [BBV, SR 412.101]; Ziff. 2.11 und 2.21 der Prüfungsordnung). 

Für die Aufsicht über die Berufsprüfungen sorgt der Bund nach Art. 42 

Abs. 2 BBG. Aufsichtsbehörde ist das SBFI (Art. 19 Abs. 1; Art. 28 Abs. 2 

und 3; Art. 33 BBG; Art. 3, Art. 25-27, Art. 36 und Art. 51 Abs. 1 lit. b BBV). 

Es überprüft und genehmigt die Prüfungsordnungen (Art. 28 Abs. 2 f. BBG; 

Art. 25 f. BBV), widerruft gegebenenfalls deren Genehmigung (Art. 27 BBV) 

und bestimmt die Zulassungsvoraussetzungen (Art. 34 Abs. 2 BBG). Die 

Vorinstanz muss das SBFI rechtzeitig zur Abschlussprüfung einladen und 

mit den erforderlichen Akten bedienen (vgl. Prüfungsordnung Ziff. 2.31 und 

2.32); damit wird dem SBFI die Möglichkeit zu aufsichtsrechtlichem Ein-

schreiten in Bezug auf Zulassungsentscheidungen oder die Prüfungsorga-

nisation gegeben.  

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Seite 7 

3.4 Dem SBFI obliegt nach dem Gesagten im Bereich der eidgenössischen 

Berufsprüfungen und der eidgenössischen höheren Fachprüfung eine um-

fassende Aufsichtsfunktion (insb. Art. 28 Abs. 2 und 3 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 

BBG; vgl. Urteil des BVGer B-2875/2018 vom 9. September 2019 E. 5.5.1 

m.H.), die durch die Zuweisung von Aufgaben an die Berufsträgerschaften 

nicht eingeschränkt wird. Das SBFI bedarf nicht für jede Erscheinungsform 

seiner Aufsichtstätigkeit einer eigenen Gesetzesgrundlage. Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin ist namentlich keine explizite gesetzliche 

Grundlage für die Erteilung von Weisungen an die Vorinstanz in Bezug auf 

bundesrechtswidrige Prüfungszulassungen erforderlich. Das SBFI ist be-

reits aufgrund seiner allgemeinen Aufsichtskompetenz und spezifisch auf-

grund seiner Zuständigkeit zur Regelung der Zulassungskriterien und zur 

Beaufsichtigung der Einhaltung der Prüfungsordnungen zuständig dafür, 

über die bundesrechtskonforme Wahrnehmung der an die Vorinstanz de-

legierten Kompetenzen zu wachen.  

Es liegt somit keine Kompetenzüberschreitung vor, weshalb sich die Rüge 

als unbegründet erweist.  

4.  

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Behörde ihre Verfügung trotz 

eingetretener formeller Rechtskraft nachträglich ändern. Ein Widerruf 

kommt grundsätzlich nur bei fehlerhaften Verfügungen in Betracht (vgl.  

U. HÄFELIN/G. MÜLLER/F. UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2020, S. 272, Rz. 1224 ff.; B. WALDMANN/R. WIEDER-

KEHR, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich 2019, S. 167 ff.). Eine Verfü-

gung ist fehlerhaft, wenn sie Rechtsvorschriften verletzt; dies ist etwa der 

Fall, wenn die Zuständigkeitsordnung verletzt wurde oder bei Inhaltsfehlern 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1224-1229; WALDMANN/WIEDER-

KEHR, a.a.O., Rz. 81, 83)  

Wo eine spezialgesetzliche Regelung des Widerrufs fehlt, sind die allge-

meinen Widerrufskriterien anwendbar. Dabei ist einerseits zu berücksichti-

gen, dass ursprünglich fehlerhafte Verfügungen im Konflikt mit dem zwin-

genden Charakter des öffentlichen Rechtes und mit dem öffentlichen Inte-

resse an der Aufhebung respektive Abänderung gesetzeswidriger Verwal-

tungsakte stehen. Andererseits können nachträgliche Anpassungen zulas-

ten der Verfügungsadressaten mit den Geboten der Rechtssicherheit und 

des Vertrauensschutzes konfligieren. Denn grundsätzlich soll eine Verfü-

gung, die eine Rechtslage begründet hat, nicht nachträglich wieder in 

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Frage gestellt werden. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerich-

tes ist in einer solchen Konstellation jeweils abzuwägen, ob dem Postulat 

der richtigen Durchführung des objektiven Rechtes oder dem Interesse an 

der Wahrung der Rechtssicherheit bzw. dem Vertrauensschutz der Vorrang 

zu geben ist (vgl. statt vieler BGE 135 V 201 E. 6.2 m.w.H.; BGE 127 II 306 

E. 7a; Urteil des BVGer A‑2029/2010 vom 2. September 2010 E. 4.1; 

P. TSCHANNEN/U. ZIMMERLI/M. MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

4. Aufl., Bern 2014, § 31 Rz. 49; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 

Rz. 1227 f).  

5.  

Nachfolgend ist mit Blick auf das vorinstanzliche Verfahren und auf Grund-

lage des sich aus den Akten und Eingaben der Parteien ergebenden Sach-

verhalts (E. 5.1) zu überprüfen, ob der Widerruf der Dispensation bundes-

rechtskonform erfolgte. Dies setzt in erster Linie voraus, dass die widerru-

fene Dispensation fehlerhaft war (E. 5.2-5.4; vgl. E. 6). Dabei ist zu fragen, 

inwieweit die Vorinstanz nach dem anwendbaren Recht Dispensationen er-

teilen darf.  

5.1 Die Vorinstanz hatte der Beschwerdeführerin im Hinblick auf die eidge-

nössische Visagisten-Berufsprüfung eine Dispensation vom Prüfungsteil 1 

(schriftliche Prüfung bzw. Falllösung betreffend Marketing, Kommunikation 

und Buchhaltung) für die Prüfungssession vom 7. November 2019 erteilt. 

Eine förmliche Verfügung und damit eine schriftliche Dispensationsbegrün-

dung liegen indessen nicht vor. Aus der Korrespondenz der Vorinstanz mit 

dem SBFI geht hervor, dass das SBFI von der Vorinstanz keine Kopie eines 

formellen Dispensationsentscheids erhalten hatte (vgl. act. 7); gestützt 

auch auf die Vernehmlassung und auf die Beschwerde ist davon auszuge-

hen, dass keine schriftliche Dispensationsverfügung existiert.  

Soweit nachvollziehbar, wurde die Beschwerdeführerin vom Prüfungsteil 1 

dispensiert, weil sie bereits einen eidgenössischen Fachausweis in einer 

der anderen Spezialisierungen des Berufsfelds Schönheit (Naildesign) er-

worben hatte. Damit hatte sie anlässlich der früheren Prüfungen auch den 

einheitlichen Prüfungsteil 1 absolviert. Für den eidgenössischen Fachaus-

weis als Visagistin hätte die Beschwerdeführerin folglich gemäss Dispen-

sation nur noch die Prüfungsteile 2 und 3 absolvieren müssen. Im Erfolgs-

fall (d.h. insbesondere bei genügendem Notenschnitt und keiner Note unter 

3.0) hätte sie die Berufsprüfungen damit gemäss Dispensation bestanden, 

obwohl sie beim früheren Absolvieren von Prüfungsteil 1 eine nach der gel-

tenden Prüfungsordnung nicht mehr kompensationsfähige Note 2.0 erzielt 

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hatte. Die Dispensation erfolgte laut angefochtener Verfügung am 27. Juni 

2019, was mit dem Datum der Zulassungsbeschlüsse der Vorinstanz koin-

zidiert; die Beschwerdeführerin hat ihrerseits die Dispensation auf Basis 

von E-Mail-Korrespondenz mit der Vorinstanz belegt, sich zugleich aber 

auch auf einen Entscheid vom 27. Juni 2019 bezogen.  

5.2 Um zu prüfen, ob die formlos gewährte Dispensation zu Recht als feh-

lerhaft eingestuft wurde, ist auf das anwendbare Berufsbildungsrecht ein-

zugehen:  

5.2.1 Bei einer Dispensation von einzelnen Prüfungsteilen handelt es sich 

im Berufsbildungsrecht um eine Erlaubnis zum Absolvieren der Berufsprü-

fungen und zur Teilnahme am entsprechenden Qualifikationsverfahren mit 

Befreiung vom Erfordernis, für das Bestehen der gesamten Berufsprüfung 

die dispensierte Teilprüfung absolvieren zu müssen. Grund hierfür ist in der 

Regel die Annahme der Gleichwertigkeit einer bereits erbrachten Prüfungs-

leistung (Urteil des BVGer B-3538/2010 vom 3. Februar 2011 E. 4.1; vgl. 

B-914/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5.7; dazu E. 6.2.2). 

Die «Gleichwertigkeit» von Prüfungsleistungen oder Bildungsabschlüssen 

ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, dessen Auslegung vom Bundesverwal-

tungsgericht grundsätzlich frei überprüft wird. Das Gericht legt sich zwar 

insoweit eine gewisse Zurückhaltung auf und gesteht der Vorinstanz weites 

Ermessen zu, als technische Sachverhalte in Frage stehen, die naturge-

mäss der Vorinstanz als Fachbehörde näher stehen. Es interveniert nur, 

wenn die Behörde ihr Ermessen offensichtlich fehlerhaft ausübte (Urteile 

des BVGer B-2613/2012 vom 15. März 2013 E. 2.3; B-3538/2010 vom 

3. Februar 2011 E. 4.2; B-3542/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 2; 

B-634/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 5.2 m.w.H.; vgl. B-2831/2010 vom 

2. November 2010 E. 4; B-2175/2008 vom 21. August 2008 E. 5). Diese 

Zurückhaltung gilt jedoch nur bei der inhaltlichen Bewertung von Prüfungs-

leistungen. Sind die Auslegung und Anwendung von Rechtsvorschriften 

streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die 

Beschwerdeinstanz die erhobenen Einwände mit freier Kognition zu prüfen 

(vgl. BVGE 2008/14 E. 3.3; BVGer B-2613/2012 vom 15. März 2013 

E. 2.4). Dies muss insbesondere auch gelten, wenn aufgrund einer 

Sprungbeschwerde eine detaillierte Auseinandersetzung der unteren Be-

schwerdeinstanz mit der Sache und mit den Einwänden der Beschwerde-

führer nicht erfolgen konnte (vgl. BVGE 2009/30 E. 1.2.1; Urteil des BVGer 

A-1683/2006 vom 12. Juli 2007 E. 1.3.1). 

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Seite 10 

5.2.2 In Bezug auf die Anerkennung der Gleichwertigkeit von bestehenden 

Abschlüssen oder von vergangenen Prüfungsleistungen ist festzuhalten, 

dass diese je nach Kontext zu unterschiedlichen Zwecken erfolgen. Bei der 

Anerkennung von Bildungsabschlüssen kann für die Betroffenen die erfolg-

reiche Berufsausübung, eine signifikante Verbesserung von Anstellungs-

bedingungen oder der Zugang zu einer persönlich wesentlichen Fortbil-

dung abhängen (vgl. Urteile des BVGer B-2831/2010 vom 2. November 

2010 E. 1.3; B-6249/2009 vom 10. Juni 2010 E. 4). In anderen Konstellati-

onen kann es primär um den Erwerb eines bestimmten Titels gehen, so-

dass die betroffenen Interessen mangels indirekter Einschränkung von 

Freiheitsrechten vergleichsweise weniger schwer wiegen.   

5.2.3 Wie sich an Regelungen und an der Praxis zu vergleichbaren Rechts-

fragen, etwa zur Gleichwertigkeit ausländischer Bildungsabschlüsse, zeigt, 

setzt die Gewährung einer Dispensation von einzelnen Prüfungsmodulen 

grundsätzlich den Nachweis gleichwertiger Abschlüsse respektive Kompe-

tenzen voraus. Gleichwertigkeit liegt insbesondere vor, wenn eine weitge-

hend identische Prüfung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgreich 

absolviert wurde. Dabei begründet nicht etwa die Teilnahme an gleicharti-

gen Prüfungen, sondern erst deren Bestehen die Annahme der Gleichwer-

tigkeit (vgl. Urteile des BGer 2A.216/2005 vom 5. Dezember 2005 E. 3.2; 

2P.46/2004 du 18 août 2004 E. 3.3.2; vgl. auch Urteil des BVGer 

B-3538/2010 vom 3. Februar 2011 E. 4.1, 4.2: «avoir présenté avec succès 

des examens jugés équivalents sur les mêmes matières» [Hervorhebung 

ergänzt]; siehe zur Illustration auch Bestimmungen betreffend die Gleich-

wertigkeitsanerkennung in anderen Prüfungsordnungen der Berufsbildung 

auf Tertiärstufe, etwa Ziff. 3.31 bzw. 3.3.1 der Prüfungsordnungen für Kom-

munikationsplaner, Texter und Verkaufsfachleute, wo das Bestehen der Zu-

lassungsprüfung oder einer gleichwertigen Prüfung vorausgesetzt ist; ähn-

lich Ziff. 3.31 lit. c i.V.m. Ziff. 5.32 der Prüfungsordnung für Treuhänder). 

Wo sich die Voraussetzung des Bestehens der früheren Prüfung nicht 

schon aus dem Wortlaut ergibt, fliesst sie in der Regel aus dem Norm-

zweck: Dispensationsregeln in Bezug auf einzelne Prüfungsleistungen die-

nen nicht etwa der Senkung der Qualifikationsanforderungen für einzelne 

Kandidaten, sondern dazu, bei rechtsgleicher Behandlung aller Prüfungs-

kandidaten materiell richtige Kompetenzbeurteilungen und sachgerechte 

Qualifikationsverfahren sicherzustellen und exzessiven Formalismus zu 

vermeiden.  

5.2.4 Auch im Bereich der Prüfungen der höheren Berufsbildung ist es ver-

breitet, dass ungenügende Noten bei einzelnen Prüfungsteilen in gewissen 

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Grenzen mit besseren Noten kompensiert werden können (vgl. Urteil des 

BVGer B-2613/2012 vom 15. März 2013 E. 1.3.1). Bedingung ist, dass 

durch die Kompensation ungenügender Teilleistungen nicht im Ergebnis 

die Qualitätsanforderungen an den Gesamtabschluss ausgehöhlt werden. 

Um diesem Erfordernis Rechnung zu tragen, sehen Prüfungsregelungen 

regelmässig eine Begrenzung der maximalen Anzahl ungenügender Noten 

oder die Verbindung der Kompensationsmöglichkeit mit einer absoluten Mi-

nimalnote für bestimmte Prüfungen (vgl. die vorliegend massgebliche Prü-

fungsordnung des Berufsfelds Schönheit, Ziff. 6.31); ein anderer Weg ist 

das Erfordernis der doppelten Kompensation ungenügender Leistungen. 

5.3 Entscheidend ist somit, ob die Erteilung der Dispensation durch die 

Vorinstanz im Lichte des Gesagten als fehlerhaft einzustufen ist. Unbeacht-

lich ist hingegen, ob die Dispensation auch angemessen war: sofern es im 

Ermessen der Vorinstanz lag, die Dispensation zu gewähren, fehlt es am 

Widerrufsgrund.  

Vorliegend ist aus folgenden Gründen von der Fehlerhaftigkeit der Dispen-

sation auszugehen:  

5.3.1 Nach Ziff. 5.22 der Prüfungsordnung entscheidet die Vorinstanz über 

die Gleichwertigkeit von abgeschlossenen Prüfungsteilen auf Tertiärstufe 

und über allfällige Dispensationen von Prüfungsteilen. Zwar ist die Gleich-

wertigkeit in der genannten Bestimmung nicht definiert. Doch daraus folgt 

nicht, dass die Erteilung einer Dispensation auch bei absolvierten, jedoch 

nicht bestandenen Prüfungen in Frage käme. Denn obwohl der Prüfungs-

ordnung nicht ausdrücklich zu entnehmen ist, dass eine Dispensation nur 

für die mit einer genügenden Note bereits absolvierten Prüfungsteile mög-

lich ist, legt der Wortlaut der Ziff. 5.22 («Gleichwertigkeit abgeschlossener 

Prüfungsteile») diese Auslegung offensichtlich nahe. Es entspräche einem 

eher ungewöhnlichen juristischen und auch allgemeinen Sprachgebrauch, 

wenn in Bezug auf ungenügende frühere Leistungen von «abgeschlosse-

nen Prüfungsteilen» die Rede wäre. 

Ob sich die Vorinstanz mit der Dispensation vom 27. Juni 2019 noch inner-

halb ihres Ermessens bewegte, ist auch mit Blick auf den Normzweck zu 

beurteilen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Gleichwertigkeitsregelungen 

dazu dienen, das Vorliegen bestimmter Kompetenzen auch zu berücksich-

tigen, wenn diese anders als durch das (erneute) Ablegen bestimmter Prü-

fungen oder Prüfungsteile nachgewiesen werden. Eine ungenügende Note 

B-1933/2020 

Seite 12 

erbringt diesen Nachweis nicht. Eine am Normzweck ausgerichtete Ausle-

gung von Ziff. 5.22 der Prüfungsordnung führt somit ebenfalls zum Schluss, 

dass eine Dispensation nur für bestandene, gleichwertige Prüfungsteile in 

Frage kommt. Hinzu kommt, dass Dispensationsregelungen aufgrund der 

Rechtsgleichheit der Prüfungsteilnehmer und der Qualitätsgewährleistung 

nicht dazu führen dürfen, im Ergebnis einzelfallweise vereinfachte und die 

Bedeutung des erworbenen Ausweises verzerrende Qualifikationsanforde-

rungen einzuführen. Das SBFI erwog gegenüber der Vorinstanz bereits im 

August 2019 richtigerweise, dass der Vermerk der Dispensation von einem 

Prüfungsteil dazu führe, dass die frühere Prüfungsleistung keinerlei Aus-

wirkung auf das Bestehen oder Nichtbestehen der Gesamtprüfungen habe; 

daher sei es logisch, dass nur bestandene Prüfungsteile zur Dispensation 

führen könnten (vgl. act. 2, S. 2 f., zit. aus der E-Mail des SBFI an die Vor-

instanz vom 8. August 2019).  

Dass das Kriterium der «Gleichwertigkeit» früherer Prüfungsleistungen er-

folgreiche Abschlüsse bedingt, entspricht der Praxis (E. 5.2.3). Ausnahmen 

vom Erfordernis erfolgreicher Abschlüsse sind dort denkbar, wo der Nach-

weis der gleichen Kompetenzen anderweitig erbracht werden kann. Inso-

fern bestehen bei Gleichwertigkeits- und Dispensationsprüfungen gewisse 

Ermessensspielräume, innerhalb welcher die Fachbehörde soweit prakti-

kabel sicherstellen kann, dass bereits vorliegenden Leistungen oder Kom-

petenzen Rechnung getragen wird, ohne dabei die Anforderungen an das 

Bestehen der Berufsprüfung, den Wert der Abschlüsse oder die rechtsglei-

che Behandlung der Prüfungsteilnehmer zu relativieren.  

Aus der Vernehmlassung wird ersichtlich, dass die Vorinstanz die Dispen-

sation in der Annahme gewährte, dass eine solche für den bei allen Berufs-

prüfungen im «Berufsfeld Schönheit» gleichen Prüfungsteil 1 für Personen 

möglich sei, die bereits über einen eidgenössischen Fachausweis des Be-

rufsfelds verfügten und die damit die Gesamtprüfung – nicht aber zwingend 

den Prüfungsteil 1 – erfolgreich bestanden hatten. Dieser Ansatz hätte aber 

eine Art Fiktion des Vorliegens der geprüften Teilkompetenzen zur Folge; 

die andernfalls aus einer ungenügenden Prüfungsleistung fliessende Ver-

mutung des Fehlens der fraglichen Kompetenzen würde damit umgestos-

sen. Ein solcher Ansatz bedeutete jedenfalls dann eine sachlich nicht ge-

rechtfertigte Prüfungserleichterung, wenn eine frühere ungenügende Note 

nicht (erneut) durch Leistungen in den anderen Prüfungsteilen der Berufs-

prüfungen kompensiert werden müsste. Im vorliegenden Fall wäre eine sol-

che Dispensation unter Kompensationsvorbehalt allerdings von Beginn an 

B-1933/2020 

Seite 13 

nicht denkbar: Bis zum 4. Dezember 2017 erlaubte Ziff. 6.3 der Prüfungs-

ordnung bei genügendem Gesamtnotenschnitt die Kompensation von No-

ten unter der 3.0. Die Beschwerdeführerin hatte die eidgenössischen Be-

rufsprüfungen im Bereich Naildesign im Jahr 2015 bestanden, indem sie 

mit guten Noten in den Prüfungsteilen 2 und 3 die Note 2.0 beim Prüfungs-

teil 1 kompensiert hatte. Diese Kompensationsregelung wurde aber am 

5. Dezember 2017 aufgehoben. Seither knüpft Ziff. 6.31 der Prüfungsord-

nung das Bestehen der Prüfungen explizit an die Voraussetzung, dass in 

keinem Prüfungsteil eine Note unter der 3.0 erzielt wird (Ziff. 6.31 lit. c).  

Damit ist erhärtet, dass für die von der Vorinstanz gewährte Dispensation 

kein Raum bestand. Vielmehr hätte sich die Vorinstanz als erstinstanzliche 

Fachbehörde am Wort und Sinn der von ihr selbst erstellten und vom SBFI 

genehmigten Prüfungsordnung orientieren müssen. 

5.4 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die am 27. Juni 2019 erteilte 

Dispensation fehlerhaft war.  

6.  

Die Beschwerdeführerin scheint sich indes sinngemäss auch auf weitere 

Erfahrungen wie eine Prüfungsexperten-Schulung im Berufsfeld Schönheit 

(Beschwerde Rz. 5), mehrere Weiterbildungen und Tätigkeiten als Ausbild-

nerin im Bereich Naildesign (Beschwerde Rz. 32) und auf ihre Berufserfah-

rung mit 13-jährigem Leiten ihres eigenen Geschäfts berufen zu wollen. 

Ihre Fachkompetenz erachtet sie auch aus diesem Grund in den Bereichen 

Kommunikation, Marketing und Führung von Lehrlingen als erstellt (Be-

schwerde Rz. 33). Es sei daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

ihr eine Dispensation unter Berücksichtigung der ausgezeichneten Unter-

lagen «sur dossier» erteilt habe (Beschwerde Rz. 36). 

Soweit die mit dieser Rüge aufgeworfenen Fragen nicht bereits (E. 5) be-

antwortet wurden, ist hierauf an dieser Stelle einzugehen. Es stellt sich ins-

besondere die Frage, ob der Nachweis der mit dem Prüfungsteil 1 erprob-

ten Kompetenzen in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Buch-

haltung auch anders als durch die Prüfung – nämlich durch nachgewiesene 

Kursbesuche ohne Prüfungsabschlüsse oder durch eine relevante Berufs-

erfahrung – erbracht werden kann: 

6.1 Das einschlägige Berufsbildungsrecht lässt zumindest in Art. 30 Abs. 1 

lit. b BBV in Bezug auf die Anforderungen an Qualifikationsverfahren eine 

B-1933/2020 

Seite 14 

gewisse Flexibilität erahnen. Es statuiert, dass in den Qualifikationsverfah-

ren der eidgenössischen Berufsprüfungen oder der eidgenössischen hö-

heren Fachprüfungen auch «die Erfahrungsnoten aus Schule und Praxis» 

berücksichtigt werden sollen. Die Anforderungen an Nachweise der Gleich-

wertigkeit basierend auf Weiterbildungen ohne Prüfungsabschlüsse oder 

auf Berufserfahrungen sind aber praxisgemäss hoch. In einem Entscheid 

betreffend die höhere Fachprüfung für Spezialisten für die Rehabilitation 

von sehbehinderten und blinden Menschen liess es das Bundesverwal-

tungsgericht noch offen, ob eine Lernleistung zwingend durch eine bestan-

dene Prüfung nachgewiesen werden müsse, oder ob attestierte Kursbesu-

che für die Gleichwertigkeit zu gewissen Modulabschlüssen ausreichen 

könnten (Urteil des BVGer B-914/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5, insb. 

E. 5.5). Für die Berücksichtigung der Berufserfahrung im Rahmen der Be-

urteilung der Gleichwertigkeit zu bestimmten Prüfungsmodulen ist dage-

gen erforderlich, dass es hierfür im Prüfungsreglement konkrete Anhalts-

punkte gibt. Fehlen solche Anhaltspunkte einer (Mit-)Berücksichtigung der 

Berufserfahrung, muss diese bei der Gleichwertigkeitsprüfung grundsätz-

lich unberücksichtigt bleiben (vgl. Urteile des BVGer B-914/2016 vom 

9. Februar 2017 E. 5.3; B-3538/2010 vom 3. Februar 2011 E. 5.1.4; 

B-2831/2010 vom 2. November 2010 E. 7; B-4962/2007 vom 28. Februar 

2008 E. 5.6; vgl. auch Urteile des BGer 2A.216/2005 vom 5. Dezember 

2005 E. 3.2; 2P.46/2004 vom 18. August 2004 E. 3.3.2; Urteile des BVGer 

B-7845/2010 vom 21. April 2011 E. 5.3; B-2673/2009 vom 14. Juli 2010 

E. 6.2). Das reflektiert nicht zuletzt die grundlegende Funktion der höheren 

Berufsbildung im dualen Bildungssystem, das sich namentlich auch 

dadurch auszeichnet, dass berufliche Kenntnisse sowohl in theoretischer 

als auch in praktischer Hinsicht zu vertiefen sind (vgl. Urteil des BVGer 

B-2831/2010 vom 2. November 2010 E. 5.1.2, zum Zweck der Berufsbil-

dung auf Tertiärstufe). Dabei ist das eidgenössische Fähigkeitszeugnis 

(Art. 17 Abs. 3 BBG), das nach drei- bis vierjähriger Grundbildung und Be-

rufspraxis erworben wird, in der Regel eine Zulassungsvoraussetzung für 

die höhere Berufsbildung (Art. 26 Abs. 2 BBG; siehe auch Art. 28 Abs. 1 

BBG). Schon deshalb ist die Berufserfahrung ein selbständiges Qualifika-

tionskriterium, das sich nur bedingt eignet, bei Dispensationen von theore-

tischen Prüfungen erneut berücksichtigt zu werden. Bei Gleichwertigkeits-

beurteilungen in Bezug auf schriftliche Prüfungsteile der Berufsprüfungen 

kann der Berufserfahrung somit auch im Lichte der systematischen Kohä-

renz der Qualifikationsanforderungen ohne konkrete Anhaltspunkte in der 

Prüfungsordnung nicht eine Bedeutung zukommen, die über den Nachweis 

B-1933/2020 

Seite 15 

der ebenfalls erforderlichen Praxiserfahrung hinausgeht. Mit dieser Ein-

schränkung wird zudem eine in Bezug auf die Rechtsgleichheit heikle ad-

hoc-Praxis vermieden. 

6.2 Nach dem Gesagten lag es auch nicht im Ermessen der Vorinstanz, die 

Dispensation vom Prüfungsteil 1 aufgrund einer weit verstandenen Gleich-

wertigkeit unter Mitberücksichtigung der Berufserfahrung und von Weiter-

bildungen der Beschwerdeführerin zu gewähren. Dazu fehlt es an Anhalts-

punkten in der Prüfungsordnung, sowie an der nachgewiesenen Relevanz 

der fraglichen Berufserfahrung respektive der Weiterbildungen. So belegt 

auch eine langjährige selbständige Geschäftstätigkeit nicht ohne weiteres 

das Vorliegen der geprüften Kenntnisse im Bereich Buchhaltung. Im Übri-

gen erforderte eine indirekte Anerkennung der Gleichwertigkeit bestehen-

der Kompetenzen auf Basis der Berufserfahrung oder von Kursbesuchen 

eine schriftliche Beurteilung der Behörde; nur eine solche gewährleistet die 

rechtsgleiche Beurteilung in künftigen Fällen. Vorliegend wurde die wider-

rufene Dispensation nicht schriftlich festgehalten.  

6.3 Festzuhalten ist damit, dass die Dispensation auch nicht aufgrund der 

Berufserfahrung der Beschwerdeführerin gewissermassen «à la carte» 

hätte gewährt werden dürfen. Damit ist die Feststellung der Fehlerhaftigkeit 

der Dispensation, mithin die Grundlage der angefochtenen Widerrufsver-

fügung, nicht zu beanstanden. 

7.  

Im Rahmen einer Interessenabwägung ist zu prüfen, ob die Vorinstanz ge-

gebenenfalls aus Gründen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschut-

zes von einem Widerruf der fehlerhaften Verfügung hätte absehen müssen. 

Mithin ist zu fragen, ob dem Postulat der Durchführung des objektiv richti-

gen Rechts oder dem Interesse an der Wahrung der Rechtssicherheit, d.h. 

dem Interesse der Adressatin am Fortbestand der Verfügung aus Gründen 

des Vertrauensschutzes, der Vorrang zu geben ist.  

7.1 Festzustellen ist, dass vorliegend von einer klaren und erheblichen 

Fehlerhaftigkeit der Dispensation auszugehen ist. Diese lässt sich nicht nur 

materiell in keiner Weise begründen, sondern war ebenso in formeller Hin-

sicht offensichtlich mangelhaft, etwa aufgrund der fehlenden Schriftform 

und der wenig klaren Kommunikation. Schon vor diesem Hintergrund 

kommt dem Postulat der Durchsetzung des objektiv richtigen Rechts ein 

grosses Gewicht zu. Es besteht ein erhebliches Interesse daran, dass eid-

genössische Fähigkeitsausweisse nur von Personen erworben werden 

B-1933/2020 

Seite 16 

können, die über die in den Prüfungsordnungen festgelegten Schlüssel-

kompetenzen verfügen; dies muss insbesondere auf Tertiärstufe gelten, wo 

der erfolgreiche Abschluss nicht Voraussetzung der Berufsausübung oder 

des Zugangs zur Weiterbildung ist, sondern der reinen Ausweisfunktion 

und damit der Sichtbarmachung qualifizierter Kompetenzen auf dem Markt 

dient.  

Abgesehen vom bedeutenden öffentlichen Interesse an der Wahrung der 

Qualität der Bildungsgänge und damit am Schutz des Werts der verliehe-

nen Titel ist in Bezug auf Dispensationen und auf Kompensationsregelun-

gen auch dem im Bildungsrecht wichtigen Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 

Abs. 1 BV) Rechnung zu tragen. Aus ihm ergibt sich der Grundsatz der 

Chancengleichheit im Prüfungsrecht (Urteile des BVGer B-5721/2019 vom 

28. Januar 2021 E. 6.2.1; B-772/2012 21. Januar 2013 E. 2.5; vgl. Urteile 

des BGer 2D_25/2011 vom 21. November 2011 E. 5 und 1P.420/2000 vom 

3. Oktober 2000 E. 2b). Für die Prüfungsgestaltung bedeutet dies, dass für 

alle Prüfungskandidaten im Sinne formaler Gleichheit möglichst gleiche 

Bedingungen hergestellt werden sollen (BVGer B-5721/2019 vom 28. Ja-

nuar 2021 E. 6.2.1; vgl. Urteil des BGer 2D_6/2010 vom 24. Juni 2010 

E. 5.2). Gleiche Bedingungen ermöglichen es allen Kandidaten einen ihren 

tatsächlichen Fähigkeiten entsprechenden Leistungsnachweis abzulegen 

(Urteil des BGer 2C_769/2019 vom 27. Juli 2020 E. 6.2 m.w.H.; Urteil des 

BVGer B-5721/2019 vom 28. Januar 2021 E. 6.2.1). Die widerrufene Dis-

pensation war vorliegend rechtsungleich; auch deshalb besteht ein erheb-

liches ergänzendes Interesse an ihrem Widerruf.  

7.2 Auf der anderen Seite sind die Interessen der Rechtssicherheit und des 

Vertrauensschutzes, die gegen die Korrektur einer solchen Verfügung vor-

gebracht werden mögen, von eher geringem Gewicht. Zwar kann nicht sti-

puliert werden, die Beschwerdeführerin hätte um die Fehlerhaftigkeit der 

Dispensation gewusst oder wissen müssen, und könne sich daher nicht auf 

den Schutz von Treu und Glauben berufen. Hiergegen spricht, dass sie 

sich wiederholt erkundigte, ob sie die Prüfungen mit der beantragten Dis-

pensation würde ablegen können, was ihr schliesslich so bestätigt worden 

ist. Als juristischer Laie konnte sie irrtümlicherweise von der Annahme aus-

gehen, dass eine Dispensation nicht zwingend eine genügende Note in der 

betroffenen schriftlichen Prüfung voraussetze, zumal die Prüfungsordnung 

Notenkompensationen erlaubt. Sie konnte somit denken, sie sei vom Er-

fordernis der schriftlichen Prüfung in gültiger Weise befreit worden. Jedoch 

überwiegt ihr Interesse an der Aufrechterhaltung der Dispensation und der 

damit einhergehenden Sonderregelung der Qualifikationskriterien nicht 

B-1933/2020 

Seite 17 

das Interesse an der Durchsetzung des objektiv richtigen Rechts. Dies gilt 

umso mehr, als sich die Dispositionen der Beschwerdeführerin in Grenzen 

halten dürften. Insbesondere dürfte sie aufgrund ihrer praktischen Kompe-

tenzen keinen ausserordentlichen Aufwand zur Vorbereitung der beiden 

von ihr absolvierten Prüfungsteile 2 und 3 geleistet haben müssen. 

7.3 Es ist festzuhalten, dass dem Postulat der Durchführung des objektiv 

richtigen Rechts vor dem Interesse der Beschwerdeführerin am Fortbe-

stand der widerrufenen Verfügung der Vorrang zu geben ist. 

8.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der 

Fehlerhaftigkeit der ursprünglich gewährten Dispensation und der überwie-

genden Interessen an der Einhaltung des objektiv richtigen Rechts mit ih-

ren Rügen gegen den Widerruf des Dispensationsentscheids vom 27. Juni 

2019 nicht durchdringt. Damit ist der angefochtene Entscheid, mit welchem 

materiell die der Beschwerdeführerin erteilte Sonderzulassung zum Quali-

fikationsverfahren für den Erwerb des eidgenössischen Fachausweises als 

Visagistin entzogen wurde, nicht zu beanstanden.  

9.  

Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, hat die Vorinstanz die 

der Beschwerdeführerin fehlerhaft erteilte Dispensation vom Prüfungsteil 1 

der eidgenössischen Berufsprüfungen für Visagistinnen und Visagisten zu-

lässigerweise auf bundesrechtskonforme Weisung des SBFI hin entzogen, 

mit der Folge, dass die Beschwerdeführerin zur vollständigen Absolvierung 

des Qualifikationsverfahrens diesen Prüfungsteil nachholen muss. Erst bei 

vollständiger Ablegung aller erforderlichen Prüfungsteile ist seitens der 

Vorinstanz auf Basis der Gesamtleistung und im Rahmen der Vorausset-

zungen der Prüfungsordnung ein Entscheid über die Erteilung des eidge-

nössischen Fachausweises als Visagistin zu treffen.  

Es ist weder ein gegen die Schranken des Aufsichtsrechts verstossendes 

Einschreiten der verwaltungsinternen Beschwerdeinstanz noch eine gegen 

das anwendbare Bundesrecht verstossende Anwendung der Prüfungsord-

nung durch die Vorinstanz festzustellen.  

Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

  

B-1933/2020 

Seite 18 

10.  

10.1 Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der Ge-

richtsgebühr und den Auslagen zusammensetzen. Diese sind unter Be-

rücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache sowie 

der Prozessführung, die einen für berufsbildungsrechtliche Fälle üblichen 

Aufwand verursachten, vorliegend auf Fr. 1'500.– festzulegen (Art. 63 

Abs. 4bis VwVG und Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

10.2 Rechnung zu tragen ist dem Umstand, dass eine Prüfungsdispensa-

tion widerrufen werden musste, weil sie von der Vorinstanz zu Unrecht ge-

währt worden war. Der Widerruf zum Nachteil der Beschwerdeführerin er-

folgte sodann nach Absolvieren der anderen zwei Prüfungsteile durch die 

Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeführerin ihrerseits hatte sich vor den 

Prüfungen wiederholt nach ihrer Zulassung und der Dispensation erkun-

digt. Dafür, dass der Widerruf nicht früher erfolgte, trägt sie keinerlei Ver-

antwortung. Ungeachtet der bundesrechtlichen Zulässigkeit des Widerrufs 

liegen damit besondere Umstände i.S.v. Art. 63 Abs. 1 VwVG respektive 

«Gründe in der Sache» i.S.v. Art. 6 lit. b VGKE vor, derentwegen es aus 

Gründen der Verhältnismässigkeit und Fairness geboten erscheint, der un-

terliegenden Beschwerdeführerin einen Teil der Verfahrenskosten zu erlas-

sen. Folglich ist der Betrag von Fr. 1'500.– um die Hälfte zu reduzieren. Der 

Beschwerdeführerin wird damit ein Betrag von Fr. 750.– belastet; er wird 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils dem geleisteten Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.– abgezogen. Der Restbetrag von 

Fr. 750.– wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

11.  

Als unterliegender Partei ist der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 

keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, 

Art. 7 Abs. 1 VGKE).  

  

B-1933/2020 

Seite 19 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 750.– auferlegt. 

Nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils wird der einbezahlte 

Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– zur Bezahlung dieser Verfahrenskosten 

verwendet und der Restbetrag von Fr. 750.– wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das 

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Ronald Flury Matthias Uffer 

 

  

B-1933/2020 

Seite 20 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

Versand: 4. April 2022 

  

B-1933/2020 

Seite 21 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI 

(Gerichtsurkunde)