# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 513ab437-9a71-54ea-9d93-aa5bd6d4e0a8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-16
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 16.10.2017 SK 2017 129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2017-129_2017-10-16.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 17 129

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 16. Oktober 2017 

Besetzung Oberrichter Zihlmann (Präsident i.V.), Oberrichter Vicari, 
Oberrichterin Hubschmid
Gerichtsschreiberin Bank

Verfahrensbeteiligte A.________, 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

 

Gegenstand Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Drohung etc. 
sowie Rückversetzung

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kolle-
gialgericht) vom 22.12.2016 (PEN 2016 176/177)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Oberland (Kollegialgericht) erkannte mit Urteil vom 22.12.2016 
im Wesentlichen Folgendes (pag. 1351 ff., auszugsweise Wiedergabe):

I.

Das Strafverfahren gegen A.________

1. wegen Sachbeschädigung, angeblich begangen am 18.03.2015, in ________(Adresse) zum 
Nachteil von D.________; 

2. wegen Hausfriedensbruchs, angeblich begangen am 18.03.2015, in ________(Adresse) zum 
Nachteil von D.________; 

wird mangels gültigem Strafantrag eingestellt,

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

A.________ wird freigesprochen von den Anschuldigungen:

1. des Diebstahls, angeblich begangen

[4fach]

2. der Sachbeschädigung, angeblich begangen

[4fach]

3. des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen

[4fach]

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 3‘585.00, an den Kan-
ton Bern.

Für die amtliche Verteidigung von A.________ wird Rechtsanwalt B.________ eine Entschädigung 
von CHF 2‘468.60 (inkl. Auslagen und MwSt.) ausgerichtet. 

III.

A.________ wird hingegen schuldig erklärt:

1. des Diebstahls, gewerbsmässig begangen (Deliktsbetrag: CHF 175‘467.45)

[25fach]

2. der Sachbeschädigung mehrfach begangen (Gesamtschaden: CHF 57‘722.95),

[20fach]

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

[20fach]

3

4. der Drohung, begangen am 29.11.2014, in Thun, ________strasse zum Nachteil C.________;

5. der Beschimpfung, begangen am 29.11.2014, in Thun, ________strasse zum Nachteil 
C.________;

6. der Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz, begangen

6.1. am 26.06.2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon;

6.2. am 17.07.2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon.

IV.

Bezüglich der bei A.________ mit Verfügung des Amtes für Straf- und Massnahmenvollzug vom 
03.07.2014 aufgeschobenen Reststrafe von 1 Jahr und 29 Tagen wird die Rückversetzung in den 
Strafvollzug angeordnet.

V.

A.________ wird

in Anwendung der Art.
34, 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 106, 139 Ziff. 1 und 2, 144 Abs. 1, 177 Abs. 1, 180 Abs. 1, 186, 333 Abs. 1 
StGB
57 Abs. 3 PBG
426 Abs. 1 StPO

sowie unter Einbezug der seinerzeit aufgeschobenen und nunmehr zu vollziehenden Reststrafe im 
Sinne einer Gesamtstrafe gemäss Art. 89 Abs. 6 StGB

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten.

Die Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 252 Tagen werden im Umfang von 252 Tagen auf die 
Freiheitsstrafe angerechnet und es wird festgestellt, dass die Strafe am 12.07.2016 vorzeitig an-
getreten worden ist.

2. Zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 10.00, ausmachend total CHF 100.00.

3. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 150.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbe-
zahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

4. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von CHF 20‘315.00 und Auslagen von CHF 1‘889.50, insgesamt bestimmt auf 
CHF 22‘204.50.

[…]

VI.

[amtliche Entschädigung]

VII.

[Verfügungen]

4

2. Berufung

Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 22.12.2016 meldete A.________ (nachfol-
gend der Beschuldigte), amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 
29.12.2016 form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 1367). 

Mit Berufungserklärung vom 13.4.2017 beschränkte der Beschuldigte die Berufung 
auf die Schuldsprüche wegen Drohung (Ziff. III.4 des erstinstanzlichen Dispositivs) 
und den Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz (PBG; 
SR 745.1; Ziff. III.6. bis Ziff. III.6.2 des erstinstanzlichen Dispositivs) sowie auf die 
Bemessung der Freiheitsstrafe und Ausfällung einer Übertretungsbusse (Ziff. V.1 
und Ziff. V.3 des erstinstanzlichen Dispositivs). Nicht bestritten wurde die Höhe der 
Geldstrafe (Ziff. V.2 des erstinstanzlichen Dispositivs). Rechtsanwalt B.________ 
beantragte, den Beschuldigten von den Vorwürfen der Drohung und der Wider-
handlungen gegen das PBG freizusprechen und zu einer Freiheitsstrafe von 36 
Monaten, unter Anrechnung von 252 Tagen Untersuchungs- und Sicherheitshaft 
und bei vorzeitigem Strafantritt am 12.7.2016 sowie zu einer Geldstrafe von 10 Ta-
gessätzen zu CHF 10.00, ausmachend CHF 100.00, zu verurteilen (pag. 1450 f.). 

Die Verfahrensleitung forderte die Parteien mit Verfügung vom 18.4.2017 auf, mit-
zuteilen, ob sie mit der Durchführung des schriftlichen Verfahrens nach Art. 406 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) einverstanden seien 
(pag. 1453 f.).

Am 20.4.2017 teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, sie erkläre weder die An-
schlussberufung noch beantrage sie ein Nichteintreten auf die Berufung des Be-
schuldigten. Im Übrigen erklärte sich die Generalstaatsanwaltschaft mit der Durch-
führung des schriftlichen Verfahrens einverstanden (pag. 1457).

Rechtsanwalt B.________ teilte mit Schreiben vom 2.5.2017 sein Einverständnis 
zur Durchführung des schriftlichen Verfahrens mit (pag. 1458). 

Mit Verfügung vom 3.5.2017 wurde die Durchführung des schriftlichen Verfahrens 
angeordnet und Rechtsanwalt B.________ Frist zur Einreichung der schriftlichen 
Berufungsbegründung gesetzt (pag. 1460 f.).

Nach einmaliger Fristerstreckung (pag. 1471 ff.) reichte Rechtsanwalt B.________ 
am 26.6.2017 die schriftliche Berufungsbegründung ein (pag. 1476 ff.).

Am 7.7.2017 nahm die Generalstaatsanwaltschaft schriftlich Stellung zum Beru-
fungsverfahren (pag. 1505 ff.).

Rechtsanwalt B.________ verzichtete am 20.7.2017 mit Verweis auf seine bisheri-
gen Ausführungen auf die Einreichung einer Replik (pag. 1519).

Mit Verfügung vom 25.7.2017 erachtete die Verfahrensleitung den Schriftenwech-
sel als abgeschlossen (pag. 1521 f.).

Rechtsanwalt B.________ reichte nach telefonischer Aufforderung am 22.9.2017 
die Honorarnote für das oberinstanzliche Verfahren ein (pag. 1524 ff.).

Von Amtes wegen wurden der aktuelle Strafregisterauszug vom 4.5.2017 
(pag. 1462 ff.) sowie der Führungsbericht der JVA Thorberg vom 17.5.2017 
(pag. 1466 ff.) eingeholt.

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Rechtsanwalt B.________ reichte im Übrigen mit Berufungsbegründung vom 
26.6.2017 die Mitteilung der JVA Thorberg vom 22.3.2017 (pag. 1995), die Kopie 
seines Schreibens an die JVA Thorberg vom 13.4.2017 (pag. 1496) sowie die Ko-
pie des Protokolls der Vollzugsbesprechung vom 18.4.2017 (pag. 1497 ff.) zu den 
Akten. 

3. Anträge der Parteien

Rechtsanwalt B.________ beantragte namens und im Auftrag des Beschuldigten 
mit schriftlicher Berufungsbegründung vom 26.6.2017 Folgendes (pag. 1477 f.):

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 22. Dezember 2016 in 
den folgenden Punkten in Rechtskraft erwachsen ist:

1.1. Einstellung des Verfahrens wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch (Ziff. I des 
Dispositivs);

1.2. Freisprüche von den Vorwürfen des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfrie-
densbruchs gemäss Ziff. II des Dispositivs;

1.3. Schuldsprüche wegen gewerbsmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch 
und Beschimpfung in den Ziff. III/1-3 und 5 des Dispositivs aufgeführten Fällen;

1.4. Anordnung der Rückversetzung in den Strafvollzug (Ziff. IV des Dispositivs);

1.5. Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens;

1.6. Festsetzung des Honorars für die amtliche Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren sowie 
Verfügungen (Ziff. VI. und VII. des Dispositivs).

2. A.________ sei freizusprechen von den Vorwürfen

2.1. der Drohung, angeblich begangen am 29. November 2014 in Thun, ________strasse zum 
Nachteil von C.________;

2.2. der Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz, angeblich begangen am 
26. Juni und 17. Juli 2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon.

3. A.________ sei gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche sowie unter Einbezug der seiner-
zeit aufgeschobenen und nunmehr zu vollziehenden Reststrafe im Sinne einer Gesamtstrafe zu 
verurteilen

3.1. zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, unter Anrechnung von 252 Tagen Untersuchungs- 
und Sicherheitshaft sowie bei vorzeitigem Strafantritt am 12. Juli 2016;

3.2. zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.--, ausmachend total Fr. 100.--.

4. Die Kosten des oberinstanzlichen Verfahrens seien dem Kanton Bern aufzuerlegen.

5. Das Honorar für die amtliche Vertretung von A.________ vor zweiter Instanz sei unter Ausschluss 
der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO festzusetzen.

Die Generalstaatsanwaltschaft stellte mit Eingabe vom 7.7.2017 die folgenden An-
träge (pag. 1505 f.):

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 22. Dezember 2016 in 
Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich

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1.1. Einstellung des Strafverfahrens gegen A.________ wegen Sachbeschädigung und Hausfrie-
densbruchs, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfah-
renskosten (Ziff. I des Dispositivs);

1.2. Freisprüche wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs, unter Auferlage 
der anteilsmässigen Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 3‘585.00, an den Kanton Bern und 
unter Ausrichtung einer anteilsmässigen Entschädigung für die amtliche Verteidigung von 
CHF 2‘468.60 (Ziff. II des Dispositivs);

1.3. Schuldsprüche wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehr-
fachen Hausfriedensbruchs und Beschimpfung (Ziff. III/1.3 + 5 des Dispositivs);

1.4. Anordnung der Rückversetzung in den Strafvollzug (Ziff. IV des Dispositivs);

1.5. Verurteilung zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 10.00, ausmachend 
CHF 100.00 und zur Bezahlung der auf die Schuldsprüche entfallenden erstinstanzlichen 
Verfahrenskosten von CHF 22‘204.50 (Ziff. V/2 + 4 des Dispositivs);

1.6. Einziehung bzw. öffentlicher Ausschreibung zur Anmeldung von Ansprüchen der beschlag-
nahmten Gegenstände (Ziff. VII/2 + 3 des Dispositivs);

2. A.________ sei schuldig zu erklären wegen

2.1. Drohung, begangen am 29.11.2014 in Thun zum Nachteil von C.________;

2.2. Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz, begangen am 26.06.2015 und 
am 17.07.2015 auf der Strecke Thun-Zürich Oerlikon.

3. A.________ sei in Anwendung von Art. 40, 47 ,49 Abs. 1, 51, 106, 139 Ziff. 1 und 2, 144 Abs. 1, 
177 Abs. 1, 180 Abs. 1, 186, 333 Abs. 1 StGB; Art. 57 Abs. 3 BPG [recte: PBG]; Art. 426 ff. StPO 
sowie unter Einbezug der seinerzeit aufgeschobenen und nunmehr zu vollziehenden Reststrafe im 
Sinne einer Gesamtstrafe gemäss Art. 89 Abs. 6 StGB zu verurteilen:

3.1. zu einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungs- und Sicher-
heitshaft von 252 Tagen und mit vorzeitigem Strafantritt am 12.07.2016;

3.2. zu einer Busse von CHF 150.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 2 Tage);

3.3. zur Bezahlung der oberinstanzlichen Verfahrenskosten.

4. Im Weiteren sei zu verfügen:

4.1. A.________ sei im vorzeitigen Strafvollzug zu belassen.

4.2. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gerichtlich zu bestimmen.

4.3. Die Zustimmung zur Löschung der erstellten DNA-Profile (PCN-Nr. ________ und PCN-
Nr. ________) sei nach Ablauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 
Abs. 4 DNA-ProfilG).

4.4. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten 
sei nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Da-
ten).

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4. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Nach Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Ur-
teil nur in den angefochtenen Punkten. Rechtskräftig sind die Einstellungen (Ziff. I 
des erstinstanzlichen Dispositivs), die Freisprüche (Ziff. II des erstinstanzlichen 
Dispositivs), die Schuldsprüche nach Ziff. III.1 bis Ziff. III.3.20 sowie Ziff. III.5 des 
erstinstanzlichen Dispositivs sowie die Anordnung der Rückversetzung in den 
Strafvollzug (Ziff. IV des erstinstanzlichen Dispositivs). Rechtsanwalt B.________ 
bestritt die Höhe der Geldstrafe nicht und beantragte eine Geldstrafe von 10 Ta-
gessätzen zu CHF 10.00, ausmachend CHF 100.00, was dem erstinstanzlichen Ur-
teil entspricht. Folglich ist auch die Verurteilung zur Bezahlung der Geldstrafe in 
Rechtskraft erwachsen (Ziff. V.2 des erstinstanzlichen Dispositivs). Im Übrigen sind 
die Verfügungen nach Ziff. VII.2 und Ziff. VII.3 rechtskräftig geworden. 

Angefochten und von der Kammer im vorliegenden Verfahren zu beurteilen sind die 
Schuldsprüche der Drohung, der Widerhandlungen gegen das PBG (Ziff. III.4 und 
Ziff. III.6 bis Ziff. III.6.2 des erstinstanzlichen Dispositivs) sowie die Sanktion für die 
(rechtskräftigen) Schuldsprüche (Ziff. V.1 und Ziff. V.3 des erstinstanzlichen Dispo-
sitivs) inkl. Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die Verfügungen bezüglich Verbleib 
des Beschuldigten im vorzeitigen Strafvollzug, der DNA-Profile und den übrigen er-
hobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (Ziff. VII.1, Ziff. VII.4 und 
Ziff. VII.5 des erstinstanzlichen Dispositivs) sind der Rechtskraft nicht zugänglich 
und demzufolge von der Kammer neu zu verfügen. 

Die Kammer verfügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund 
der alleinigen Berufung durch den Beschuldigten an das Verschlechterungsverbot 
(auch «Verbot der reformatio in peius» genannt) nach Art. 391 Abs. 2 StPO gebun-
den. 

Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf das Berufungsgericht seine Beurtei-
lung auf nicht angefochtene Punkte ausweiten, wenn sie in enger Verbindung mit 
den angefochtenen Punkten stehen. Bei auf die Strafzumessung beschränkten Be-
rufungen können erschwerende und mildernde Umstände berücksichtigt werden 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_40/2013 vom 2.5.2013 E. 2.1 mit Hinweisen auf die 
Urteile 6B_548/2011 vom 14.5.2012 E. 3 und 6B_85/2013 vom 4.3.2013 E. 2.1). 
Soweit erforderlich nimmt die Kammer demzufolge bei der Strafzumessung auch 
auf die jeweiligen Tatumstände der in Rechtskraft erwachsenen Delikte Bezug. 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

5. Rechtskräftige Schuldsprüche

Die Schuldsprüche wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschä-
digung, mehrfachen Hausfriedensbruchs und Beschimpfung (Ziff. III.1 bis 
Ziff. III.3.20 und Ziff. III.5 des erstinstanzlichen Dispositivs) blieben unangefochten. 
Es kann damit oberinstanzlich von dem durch die Vorinstanz als erwiesen erachte-
ten Sachverhalt ausgegangen werden. Es wird auf die entsprechenden Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen (pag. 1382 f., S. 9 f.; pag. 1388 ff., S. 15 ff. der erst-
instanzlichen Entscheidbegründung).

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6. Vorwurf gemäss Anklageschrift und vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung

Oberinstanzlich angefochten ist der Anklagepunkt der Drohung und der Widerhand-
lungen gegen das PBG. In der Anklageschrift vom 24.5.2016 wird dem Beschuldig-
ten unter Ziff. 4 und Ziff. 6 diesbezüglich Folgendes zur Last gelegt (pag. 1142):

4. Drohung (Art. 180 StGB)

am 29.11.2014, ca. 05:45 Uhr, in Thun, ________strasse Bar „E.________“, zum Nachteil von 
C.________, indem er diesem androhte, er werde dessen ganze Familie umbringen und ihn damit 
in Angst und Schrecken versetze (Band I, Deliktsblatt 3.1, Anzeige O 15 5085); 

Privatkläger: keine

[…]

6. Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz (Art. 57 Abs. 2 lit. b Personenbeförde-
rungsgesetz)

mehrfach begangen

6.1. am 26.6.2015, 18:40 Uhr, auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon, indem er ohne gültigen 
Fahrausweis den Zug benützte (Band II, Anzeige O 15 9072);

6.2. am 17.7.2015, 20:11 Uhr, auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon, indem er ohne gültigen 
Fahrausweis den Zug benützte (Band II, Anzeige O 15 11209);

Privatkläger: keine

Die Vorinstanz erachtete diese angeklagten Sachverhalte als erstellt. Der Beschul-
digte sei nach mehrfachen Versuchen in das Lokal «E.________» zu gelangen und 
einer längeren Diskussion mit C.________, welcher ihn als Mitarbeiter der Security 
nicht in das «E.________» habe reingehen lassen wollen, tätlich geworden, wor-
aufhin C.________ den Beschuldigten zu Boden geführt habe. Der Beschuldigte 
habe C.________ mit «Arschloch», «Hurensohn», oder «Wixer» betitelt (vgl. hierzu 
rechtskräftiger Schuldspruch wegen Beschimpfung, Ziff. III.5 des erstinstanzlichen 
Dispositivs) und Todesdrohungen ausgesprochen, indem er angedroht habe, 
zurückzukehren und C.________ sowie dessen Familie umzubringen. Bei 
C.________ habe diese Drohung Angst ausgelöst (pag. 1425 f., S. 52 f. der erstin-
stanzlichen Entscheidbegründung). 

Im Übrigen sei der Beschuldigte am 26.6.2015 um 18.40 Uhr und am 17.7.2015 um 
20.11 Uhr auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon ohne gültigen Fahrausweis mit 
dem Zug gefahren. Die Vorinstanz liess offen, ob der Beschuldigte mit der 
F.________ AG eine Ratenzahlungsvereinbarung abgeschlossen hatte, zumal er 
ohnehin nie eine Rate bezahlt habe und daher davon ausgegangen werden könne, 
er habe auch für die (allenfalls auszustellenden) Rechnungen vom 26.6.2015 und 
17.7.2015 keine Absicht gehabt, zu bezahlen oder bei Antritt der Fahrt zumindest 
damit gerechnet, diese möglicherweise nicht zahlen zu können (pag. 1429, S. 56 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

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7. Bestrittener/unbestrittener Sachverhalt

Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte am 29.11.2014, ca. 05.45 Uhr in Thun 
vor der Bar «E.________» war und in diese gelangen wollte. C.________ versuch-
te als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, den Beschuldigten davon abzuhalten. 
Nach mehrmaligen Versuchen wurde der Beschuldigte von C.________ zu Boden 
geführt. Der Beschuldigte bestreitet nicht, C.________ während dessen beschimpft 
zu haben. Er bestreitet jedoch, gegenüber C.________ eine Drohung ausgespro-
chen zu haben. 

Der Beschuldigte bestreitet im Übrigen nicht, am 26.6.2015 sowie am 17.7.2015 
auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon ohne gültigen Fahrausweis gefahren zu 
sein. Der Beschuldigte macht jedoch geltend, er habe vorgängig den Kontakt zum 
Zugpersonal aufgenommen und eine Einwilligung erhalten, die Fahrt auf Rechnung 
anzutreten. 

8. Beweismittel

In Bezug auf die angeklagten Sachverhalte liegen der Kammer im Wesentlichen 
subjektive Beweismittel in Form von Aussagen des Beschuldigten (pag. 145 ff.; 
pag. 151; pag. 767 f.; pag. 1320 ff.), von C.________ (pag. 152 ff.; pag. 157 ff.) und 
G.________ (pag. 161 ff.; pag. 165 ff.) vor. 

Als objektive Beweismittel befinden sich der Anzeigerapport vom 11.5.2015 
(pag. 139 ff.), der Strafantrag von C.________ vom 25.1.2015 (pag. 143 f.), der 
Strafantrag der F.________ AG vom 24.8.2015 (pag. 764 ff.) und vom 14.10.2015 
(pag. 769 ff.) in den Akten. 

9. Vorbringen der Parteien

Rechtsanwalt B.________ bringt vor, der Beschuldigte sei während Jahren in die 
Bar «E.________» gegangen, weil dort seine Freundin gearbeitet habe. Umso 
überraschender sei es für ihn gewesen, dass ihm am 29.11.2014 der Zutritt ver-
weigert worden sei. Daher habe er in angetrunkenem Zustand versucht, in die Bar 
zu gelangen. Nach mehreren Versuchen sei der Beschuldigte von C.________ ge-
waltsam zu Boden geführt worden. Dabei habe er sich verletzt und geblutet, was 
sich auch aus dem Anzeigerapport ergebe. Der Beschuldigte habe die Beschimp-
fungen gegenüber C.________ zugegeben. Er bestreite bzw. könne sich nicht 
mehr an die Drohungen, die er ausgesprochen haben solle, als er am Boden fixiert 
gewesen sei, erinnern. Der Zeuge G.________ habe sich nicht mehr an die Dro-
hung erinnern können und ausgeführt, C.________ habe «es locker genommen». 
C.________ habe zwar angegeben, die Drohungen ernst genommen zu haben. Zur 
Begründung habe er jedoch weitere Vorfälle mit dem Beschuldigten und dessen 
Kollegen genannt, die erst nach dem 29.11.2014 stattgefunden hätten (pag. 1480 
ff.). C.________ sei als Sicherheitsmitarbeiter und aufgrund seiner Überlegenheit in 
der Situation – bei welcher der Beschuldigte in einer hilflosen und schmerzvollen 
Situation, blutend auf dem Boden fixiert gewesen sei – nicht in Angst und Schre-
cken versetzt worden, sollte der Beschuldigte die Drohung ausgesprochen haben. 
Es sei vielmehr auf die Schilderungen von G.________ abzustellen, wonach 

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C.________ gar nicht darauf eingegangen sei bzw. es locker genommen habe 
(pag. 1482 f.).

Die Vorinstanz habe betreffend die Widerhandlungen gegen das PBG offen gelas-
sen, ob der Beschuldigte vor den Fahrten vom 26.6.2015 und 17.7.2015 mit dem 
Zugpersonal Kontakt aufgenommen und eine Fahrt auf Rechnung abgemacht ha-
be. Es sei in dubio jedoch davon auszugehen, dass die Angaben des Beschuldig-
ten korrekt seien, zumal er gegenüber dem Zugpersonal die tatsächliche Fahrtstre-
cke angegeben habe. Der Beschuldigte habe folglich vor der Fahrt Kontakt zum 
Begleitpersonal gesucht, sich ein Ticket aushändigen lassen und gleichzeitig das 
Formular für Reisen ohne Fahrausweis ausgefüllt (pag. 1483 f.).

Staatsanwältin H.________ entgegnet, aufgrund der übereinstimmenden Aussa-
gen von C.________ und G.________ sei erwiesen, dass der Beschuldigte die To-
desdrohungen gegenüber C.________ und dessen Familie ausgestossen habe. Es 
könne keine Rede davon sein, die Drohungen seien nicht besonders eindrücklich 
gewesen, weil sich G.________ nicht mehr daran habe erinnern können. Die 
staatsanwaltschaftliche Befragung von G.________ sei am 11.2.2016 erfolgt, wes-
halb er sich nicht mehr genau habe erinnern können, zumal er selbst nicht persön-
lich betroffen gewesen sei. Seine Aussage bei der Polizei sei hingegen klar gewe-
sen und belege die Drohungen eindrücklich. Schliesslich habe selbst der Beschul-
digte eingeräumt, wohl doch gedroht zu haben und sich aufgrund des Alkoholkon-
sums nur nicht mehr genau daran erinnern zu können. Mit der Äusserung von 
G.________, der Beschuldigte habe «es locker genommen», sei einzig erklärt wor-
den, dass der Beschuldigte nicht auf die Drohungen reagiert habe. Es sage aber 
noch nichts darüber aus, wie ernst C.________ die Drohungen wirklich genommen 
habe. C.________ habe die Angst gegenüber G.________ allenfalls nur nicht ge-
zeigt, was nachvollziehbar sei. C.________ habe klar ausgesagt, dass ihn bereits 
die Drohung vom 29.11.2014 in Angst und Schrecken versetzt habe. Er habe To-
desangst gehabt, weil er es dem Beschuldigten voll und ganz zutraue. Erst dann 
habe C.________ ergänzt, der Beschuldigte und dessen Kollegen seien mehrmals 
vor dem «E.________» erschienen und hätten nach ihm gefragt. Er habe erklärt, 
Angst um seine Familie zu haben. Zudem sei er am 29.11.2014 von der Polizei zu 
seinem Auto begleitet worden, damit er sicher nach Hause gekommen sei. Die 
Drohungen hätten sich im Gedächtnis von C.________ eingebrannt. Weder die 
Aussage, er habe auf «Durchzug» geschaltet noch der Umstand, dass C.________ 
erst am 25.1.2015 Anzeige erstattet habe, würden etwas daran ändern – denn das 
Aufsuchen von C.________ durch den Beschuldigten und dessen Kollegen bei der 
Bar «E.________» habe das Fass nur zum Überlaufen gebracht (pag. 1507 ff.).

Gemäss Auskunft der F.________ gebe es Fahrten auf Rechnung nicht und sie 
hätten mit dem Beschuldigten keine Fahrten auf Rechnung vereinbart. Es bestehe 
für die ausstehenden Rechnungen ferner keine Zahlungsvereinbarung. Damit sei 
die vom Beschuldigten vorgebrachte Version eine reine Schutzbehauptung 
(pag. 1510).

11

10. Würdigung durch die Kammer

10.1 Zu Ziff. 4 der Anklageschrift (Vorwurf der Drohung)

Die Vorinstanz fasste die Aussagen des Beschuldigten, C.________ und 
G.________ ausführlich und korrekt zusammen. Darauf kann verwiesen werden 
(pag. 1423 ff., S. 50 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

Der Beschuldigte gab anfänglich an, er sei am besagten Morgen vom 29.11.2014 
von C.________ nicht in das «E.________» reingelassen worden. Nach einem 
Wortwechsel habe er dennoch in das Lokal gewollt und C.________ habe ihn zu 
Boden gedrückt. Als er am Boden gewesen sei, habe er bemerkt, dass er aus der 
Nase blute. Er habe geflucht und sonst nichts gemacht. Ein bekannter Taxifahrer 
sei ihm dann zu Hilfe gekommen und C.________ habe ihn losgelassen (pag. 146, 
Z. 35 ff.). 

Auch in seinen späteren Einvernahmen gab der Beschuldigte zu, C.________ be-
schimpft zu haben (pag. 151, Z. 45, Z. 43; pag. 1328, Z. 44). Er bestritt jedoch an-
fänglich, C.________ bedroht zu haben (pag. 146, Z. 58 f.; pag. 147, Z. 65 f., Z. 82 
f.). Dennoch gab er bereits bei der Staatsanwaltschaft zu erkennen, sich nicht mehr 
erinnern zu können – er aber davon ausgehe, keine Morddrohungen ausgespro-
chen zu haben (pag. 151, Z. 49 f.). Der Beschuldigte versuchte seine Aussage mit 
generellen Hinweisen zu seiner Persönlichkeit zu untermauern: So etwas würde er 
nie machen. Dass er das Leben, das Gott gegeben habe, nie nehmen würde 
(pag. 147, Z. 65 f.). Drohungen seien nicht seine Sache, das mache er nicht 
(pag. 1328, Z. 42 f.) bzw. er sei nicht eine Person, die solche Sachen mache 
(pag. 1329, Z. 13). Umso erstaunlicher ist seine Aussage: «Sollte ich gedroht ha-
ben, tut es mir leid, ich kann mich nicht erinnern, ich war unter starkem Alkoholein-
fluss» (pag. 1328, Z. 43 f.). Das generelle Abstreiten, «solche Sachen» zu machen, 
ist auch in Anbetracht seiner Vorstrafe wegen Drohung (pag. 1463) wenig über-
zeugend. 

Im Übrigen versuchte sich der Beschuldigte generell als Opfer darzustellen. Er ha-
be nach dem Vorfall selbst Angst gehabt, zum «E.________» zu gehen. Er sehe 
sich als Opfer und nachdem er gesehen habe, dass er blute, sehe er die Fluchwor-
te als normal an (pag. 149, Z. 172 ff.), er habe das nicht verdient (pag. 151, Z. 30 
f.) und er sei zu Unrecht angegriffen, gepackt und am Zutritt zum «E.________» 
gehindert worden (pag. 1328, Z. 44 ff.). Nicht nachvollziehbar sind sodann seine 
Erklärungen, weil er Türke und unter Alkoholeinfluss gestanden sei, habe er viel-
leicht eifersüchtig reagiert (pag. 151, Z. 33 f.).

In Übereinstimmung mit den Ausführungen der Vorinstanz (pag. 1425 f., S. 52 f. 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) kann folglich nicht auf die Aussagen 
des Beschuldigten abgestellt werden.

C.________ sagte demgegenüber gleichbleibend und nachvollziehbar aus. Anläss-
lich der polizeilichen Einvernahme schilderte C.________ den Vorfall vom 
29.11.2014 besonders ausführlich, detailliert, angereichert mit Schilderungen kom-
plexer dynamischer Abläufe und eigener Gedankengängen: «[…] Irgendwann ver-
suchte er [der Beschuldigte] sich zwischen mir und meinem Kollegen, ebenfalls 
Türsteher, durchzudrängen. Er versuchte das vier Mal. Nach dem vierten Mal sagte 

12

ich ihm noch einmal, dass er das Lokal nicht mehr betreten dürfe. Ich begleitete ihn 
zur ________strassenkreuzung zum Kandelaber, damit sich die anderen Gäste 
nicht gestört fühlten. Dort packte er mich am Kragen am T-Shirt. Er fasste mich 
vorne am T-Shirt, am Kragen. Ich nahm seine [Hand] weg und sagte ihm bestimmt, 
dass er das lassen und endlich verschwinden solle. Danach griff er mit der linken, 
offenen Hand gegen meinen Hals. Ich wehrte den Angriff ab, packte ihn mit meiner 
rechten Hand an seiner Schulter und drückte ihn gegen ‚abä‘. Er war wohl dermas-
sen überrascht, dass er ohne Gegenwehr zu Boden fiel. Ich versuchte ihn noch 
aufzufangen, in dem ich ihn an der Brust festhalten wollte, aber er war schon zu 
weit unten. Ich konnte den Sturz höchstens ein bisschen bremsen. Er schlug offen-
sichtlich den Kopf am Boden auf. Er versuchte sich zu wehren. Mein Kollege und 
ich fixierten ihn am Boden. Als wir ihn fixiert hatten, riefen wir die Polizei. Wir sa-
hen, dass er blutete. Wir boten ihm dann unsere Hilfe an, z.B. sein Gesicht zu put-
zen. Dies lehnte er aber strickte ab. Im Gegenzug bedrohte er mich und meine 
Familie, dass er uns alle umbringen werde. Er werde zurückkommen und mich er-
schiessen» (pag. 153, Z. 23 ff.). Diese Ausführungen sind eindrücklich und wirken 
als wirklich erlebt. C.________ schilderte das Geschehen bei der staatsanwalt-
schaftlichen Einvernahme ferner ebenso detailliert und gleichbleibend (vgl. hierzu 
pag. 158, Z. 38 ff.). Er erläuterte mehrmals, der Beschuldigte habe ihm gesagt, er 
werde ihn umbringen, erschiessen und kaputt machen (pag. 153, Z. 69) bzw. ihn 
und seine ganze Familie umbringen, er werde zurückkommen und ihn erschiessen 
(pag. 154, Z. 84 f.; pag. 159, Z. 56 f.).

Entgegen den Behauptungen der Verteidigung führte C.________ die Angst vor 
dem Beschuldigten nicht nur auf dessen Aufsuchen bei der Bar zurück. Bei seiner 
polizeilichen Einvernahme schilderte C.________ explizit, er habe bei dieser Dro-
hung Todesangst gehabt. Er traue dem Beschuldigten das voll und ganz zu. Erst 
danach führte er aus: «Mittlerweile sowieso, da er oder Kollegen von ihm seit dem 
Vorfall bereits mehrmals vor dem E.________ erschienen und nach mir gefragt ha-
ben» (pag. 154, Z. 74 ff.). Er habe Angst um seine Familie (pag. 154, Z. 89). Die 
Worte hätten sich bei ihm eingebrannt, dort höre der Spass für ihn auf (pag. 159, 
Z. 85 f.). Die Schilderungen der Angst wurden von C.________ damit eindeutig auf 
die konkrete Drohung des Beschuldigten vom 29.11.2014 zurückgeführt. Im Übri-
gen wurde C.________ am fraglichen Abend von der Polizei zum Auto begleitet, 
damit er sicher nach Hause kam (pag. 160, Z. 101 f.), was ebenfalls dafür spricht, 
dass C.________ bereits am 29.11.2014 und damit konkret aufgrund der Drohung 
des Beschuldigten verängstigt war. In Übereinstimmung mit den Ausführungen der 
Generalstaatsanwaltschaft ist davon auszugehen, dass das spätere mehrmalige 
Aufsuchen durch den Beschuldigten und dessen Kollegen, das C.________ detail-
liert schilderte (pag. 154, Z. 99 ff.), diesen einzig dazu brachte, den Vorfall vom 
29.11.2014 doch bei der Polizei zu melden. 

C.________ belastete den Beschuldigten auch nicht übermässig, indem er explizit 
darauf hinwies, der Beschuldigte habe sonst keine Tätlichkeiten ausgeführt 
(pag. 153, Z. 55 f.). Ferner gestand er Erinnerungslücken ein. Er gab an, nicht 
mehr zu wissen, welche Schimpfwörter ihm der Beschuldigte genau gesagt habe – 
er stelle bei solchen Sachen auf «Durchzug» (pag. 154, Z. 93 ff.; pag. 158, Z. 52 
f.). C.________ gab auch offen zu, den Beschuldigten beim Vorfall verletzt zu ha-

13

ben bzw. dass sich dieser am Kopf verletzt habe. Zudem führte C.________ aus, 
dass der Beschuldigte im August 2015 beim «E.________» vorbeigekommen sei 
und sich entschuldigte habe. Er rechne ihm die Entschuldigung hoch an, es ändere 
jedoch nichts daran, was er zu ihm gesagt habe (pag. 159 f., Z. 91 ff.).

Im Übrigen bestätigte G.________ die Aussagen von C.________. Auch er sprach 
wiederholt und gleichbleibend davon, mit dem Beschuldigten länger diskutiert, ihn 
aus dem «E.________» und etwas zur Seite geführt zu haben. Der Beschuldigte 
habe mehrmals versucht, ins «E.________» zu gelangen. Weil ihm dies nicht ge-
lungen sei, habe er C.________ angegriffen, weshalb man den Beschuldigten zu 
Boden geführt habe (pag. 162, Z. 25 ff.; pag. 166, Z. 35 ff.). Der Beschuldigte habe 
C.________ und dessen Familie bedroht. Er habe gesagt, er werde die Familie von 
C.________ aufsuchen und umbringen. Er wisse, wo seine Familie wohne. Der 
Beschuldigte habe auch gedroht, C.________ umzubringen. Aber wie genau könne 
er nicht sagen (pag. 162, Z. 50 ff.). 

G.________ schilderte die Geschehnisse objektiviert und gab Erinnerungslücken 
zu. So gab er an, nicht mehr zu wissen, ob der Beschuldigte C.________ be-
schimpft habe (pag. 162, Z. 66 ff.; pag. 166, Z. 52). Bei der staatsanwaltschaftli-
chen Einvernahme konnte sich G.________ nicht mehr an die Drohung erinnern 
(pag. 166, Z. 55), was in Anbetracht des Zeitablaufs seit dem Vorfall (über ein Jahr) 
nicht erstaunt, zumal er selbst nicht von der Drohung betroffen war. So gab 
G.________ bereits zu Beginn der Einvernahme an, nicht mehr alles zu wissen, 
weil es schon so lange her sei (pag. 165, Z. 4). Immerhin konnte sich G.________ 
zum Schluss der Einvernahme daran erinnern, dass der Beschuldigte die Familie 
von C.________ bedroht habe. Nur an den genauen Wortlaut könne er sich nicht 
mehr erinnern. Es sei aber eine Drohung gegen die Familie von C.________ ge-
wesen (pag. 167, Z. 69 ff.). Folglich bestätigte G.________ die Aussagen von 
C.________ auch bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme. 

G.________ führte auf Frage, ob C.________ die Drohung ernst genommen habe, 
aus: «Wie man es im Dienst hat, wenn man bedroht wird. Er hörte es und ging 
nicht weiter darauf ein, er nahm es locker» (pag. 167, Z. 58). Allein aus dieser Aus-
sage kann entgegen den Behauptungen der Verteidigung nicht darauf geschlossen 
werden, C.________ habe keine Angst gehabt. Denn dass er nicht auf die Drohun-
gen reagierte – sei es panisch oder mit Aggressivität – gab auch C.________ an. 
Daraus lässt sich jedoch nichts zu seinen inneren Gefühlen ableiten. Diese konnte 
C.________ wiederholt glaubhaft schildern und hätten durch G.________ nicht 
zwingend erkannt werden müssen. 

Zusammenfassend erachtet die Kammer den angeklagten Sachverhalt in Überein-
stimmung mit den Ausführungen der Vorinstanz als erstellt. Demnach ist von fol-
gendem Beweisergebnis auszugehen:

Der Beschuldigte versuchte am 29.11.2014, gegen den Willen von C.________ 
und G.________ in die Bar «E.________» zu gelangen. Nach längerer Diskussion 
führte C.________ den Beschuldigten zur Seite und schliesslich zu Boden. Als der 
Beschuldigte am Boden lag, sagte er C.________, er werde ihn und dessen Fami-

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lie umbringen. Er werde zurückkommen und ihn erschiessen. C.________ hatte 
aufgrund dieser Drohungen Angst. 

10.2 Zu Ziff. 6 der Anklageschrift (Vorwurf des Fahrens ohne gültigen Fahrausweis 
/ ohne andere Berechtigung)

Der Beschuldigte fuhr am 26.6.2015 und am 17.7.2015 mit dem Zug die Strecke 
Thun – Zürich Oerlikon ohne über einen Fahrausweis zu verfügen. 

Der Beschuldigte machte geltend, er sei nicht nur zweimal, sondern sechs- bis sie-
benmal so gefahren. Er sei vor der Zugfahrt zum Kondukteur gegangen und habe 
ihm gesagt, dass er eine Rechnung benötige. Es sei so abgesprochen und keine 
Schwarzfahrt gewesen, weil er das Einverständnis gehabt habe und auch den Zu-
schlag von CHF 90.00 bezahlt hätte (pag. 767, Z. 414 ff.). Die Aussagen des Be-
schuldigten sind lebensfremd. Es ist nur wenig überzeugend, bei der viel befahre-
nen Strecke Thun – Zürich Oerlikon mehrmals vor Betreten des Zugs den Konduk-
teur bzw. Zugbegleiter aufzusuchen und diesen nach Erlaubnis zu fragen, ohne 
Fahrkarte die Zugfahrt antreten zu dürfen. 

Hinzu kommt, dass gemäss Auskunft der F.________ AG Fahrten auf Rechnungen 
überhaupt nicht angeboten werden. Vielmehr hätten Reisende die Möglichkeit, vor 
Abfahrt beim Kontrollpersonal einen Fahrausweis zum regulären Fahrpreis zu kau-
fen (sog. «Perronbillet»), wobei nur der Servicezuschlag erhoben werde (pag. 776; 
Regelungen gemäss Tarif ________ Ziff. 12.40 i.V.m. 30.10: für «Perronbillette» ist 
ein Servicezuschlag von CHF 10.00 vorgesehen). Folglich kann dem Beschuldigten 
nicht geglaubt werden, er habe den Zugbegleiter aufgesucht und eine Fahrt auf 
Rechnung vereinbart. Vielmehr hätte er – hätte er den Zugbegleiter effektiv aktiv 
aufgesucht – bereits vor Ort die Fahrkarte inkl. Servicezuschlag zahlen müssen. Er 
wäre damit auch nicht verpflichtet gewesen, einen Zuschlag in der Höhe von 
CHF 90.00 zu bezahlen (vgl. pag. 766: pag. 771). Die F.________ AG bestätigte 
denn auch, mit dem Beschuldigten nie eine Fahrt auf Rechnung vereinbart zu ha-
ben. Aus den Eingaben der F.________ AG ergibt sich vielmehr, dass der Be-
schuldigte mehrfach wegen «Fahrens ohne gültigen Fahrausweis» inkl. Zuschlag 
von CHF 90.00 gebüsst wurde (pag. 778 ff.). Schliesslich wurde zwischen dem Be-
schuldigten und der F.________ AG auch nie eine Zahlungsvereinbarung abge-
schlossen. Zwar wurde dem Beschuldigten ein Ratenvertrag zugestellt, dieser vom 
Beschuldigten jedoch nie unterzeichnet (pag. 776). Im Übrigen ist nicht glaubhaft, 
mit der F.________ AG telefonisch eine Vereinbarung abgeschlossen zu haben, 
wie dies vom Beschuldigten behauptet wurde (pag. 1329, Z. 33). Die Aussagen des 
Beschuldigten waren diesbezüglich auch unlogisch. Denn er behauptete einerseits, 
für die Fahrkarten von Juni und Juli 2015 eine Vereinbarung gehabt zu haben, die-
se erst im Dezember 2016 oder ab 2017 bezahlen zu müssen. Andererseits war er 
sich nicht sicher, ob diese Vereinbarung überhaupt die Fahrten von Juni oder Juli 
2015 betreffe (pag. 1329, Z. 33 ff.).

Noch wenn der Beschuldigte von der Gültigkeit der Ratenzahlungsvereinbarung 
ausgehen würde, ändert dies nichts an der Tatsache, dass keine Fahrt auf Rech-
nung hätte vereinbart werden können bzw. er ohne gültigen Fahrausweis oder oh-
ne gültige Berechtigung die Fahrten antrat. Denn eine allfällige Ratenzahlungsver-

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einbarung hätte nur die bereits verursachten Schulden umfasst und nicht eine ge-
rade angetretene Fahrt, zumal es die Dienstleistung «Fahren auf Rechnung» eben 
gerade nicht gibt. Im Übrigen hat der Beschuldigte bei der F.________ AG offene 
Zahlungsbeträge von CHF 520.00 (CHF 280.00 und CHF 240.00), Verlustscheine 
im Betrag von CHF 541.80 und CHF 320.00 und ein Inkassodossier von 
CHF 400.00, welches infolge unbekannten Aufenthalts des Beschuldigten einge-
stellt worden sei (vgl. pag. 776). Daher musste der Beschuldigte in Übereinstim-
mung mit den Ausführungen der Vorinstanz vor Antritt der Fahrten zumindest damit 
rechnen, diese möglicherweise nicht bezahlen zu können (vgl. pag. 1429, S. 56 der 
erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

Die Aussagen des Beschuldigten sind nach dem Gesagten unglaubhaft. Daran än-
dern auch seine Angaben gegenüber dem Zugbegleiter, die Strecke von Thun bis 
Zürich Oerlikon fahren zu wollen, nichts. 

Die Kammer geht folglich davon aus, dass der Beschuldigte entgegen seinen Aus-
sagen vor Beginn der beiden angeklagten Fahrten vom 26.6.2015 und 17.7.2015 
auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon keinen Kontakt zum Zugpersonal aufnahm, 
mithin keine Fahrt auf Rechnung vereinbarte und auch keine anderweitige Berech-
tigung zur Fahrt ohne gültigen Fahrausweis hatte.

III. Rechtliche Würdigung

11. Drohung (Art. 180 StGB)

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen zur Drohung nach Art. 180 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) korrekt wiedergegeben. 
Darauf kann verwiesen werden (pag. 1426 f., S. 53 f. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung). 

Die Kammer kann sich ebenfalls vollumfänglich der erstinstanzlichen Subsumtion 
anschliessen (pag. 1427, S. 54 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung):

Der Beschuldigte hat C.________ angedroht, er werde ihn und seine ganze Familie umbringen. Dabei 
handelt es sich zweifelsohne um eine schwere Drohung. Zudem ging C.________ davon aus, dass es 
dem Beschuldigten ernst war und er traute ihm ohne weiteres zu, die Drohung zu verwirklichen. 
C.________ hatte Todesangst und Angst um seine Familie, die sich auch darin äusserte, dass er in 
der Folge nicht mehr ausserhalb des Nachtclubs arbeiten wollte. Fraglich ist, ob zwischen der schwe-
ren Drohung und dem Schrecken, resp. dem Angstgefühl bei C.________ ein Kausalzusammenhang 
besteht. Zu beurteilen ist gemäss Anklageschrift einzig die verbale Drohung vom 29.11.2014 und 
nicht etwa das spätere Aufsuchen des Nachtlokals durch den Beschuldigten. Das Gericht erachtet je-
doch wie ausgeführt als beweismässig erstellt, dass C.________ auch durch die Todesdrohungen al-
lein in Angst und Schrecken versetzt wurde. Der objektive Tatbestand der Drohung ist somit erfüllt.

Der Beschuldigte hat durch das Ausstossen der Drohungen mindestens in Kauf genommen, bei 
C.________ erhebliche Angst auszulösen. Auch der subjektive Tatbestand ist damit erfüllt. Es sind 
keine Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe ersichtlich.

Der Beschuldigte ist somit der Drohung, begangen am 29.11.2014, ca. 05:45 Uhr, in Thun, 
________strasse, Bar „E.________“, z.N. C.________ schuldig zu sprechen.

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Dem ist nichts hinzuzufügen. Gestützt auf das Beweisergebnis erachtet es die 
Kammer wie schon die Vorinstanz als erstellt, dass C.________ bereits in der 
Nacht vom 29.11.2014 unmittelbar durch die Drohung in Angst und Schrecken ver-
setzt wurde. Der Tatbestand der Drohung ist damit zweifellos erfüllt. Es hat ein 
Schuldspruch zu erfolgen.

12. Fahren ohne gültigen Fahrausweis / ohne andere Berechtigung (Art. 57 
Abs. 3 PBG)

Vorab kann auf die korrekten Ausführungen der Vorinstanz zur Gesetzesänderung 
des PBG verwiesen werden (pag. 1429, S. 56 der erstinstanzlichen Entscheidbe-
gründung).

Nach Art. 57 Abs. 3 PBG macht sich strafbar, wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne 
gültigen Fahrausweis oder andere Berechtigung ein Fahrzeug benützt. Als «andere 
Berechtigung» kann das Einverständnis des Zugbegleitpersonals gelten, auf das 
sich ein Fahrgast verlassen darf. Vorliegend hatte der Beschuldigte weder einen 
gültigen Fahrausweis noch hatte er eine andere Berechtigung. Dem Beweisergeb-
nis zu folge nahm der Beschuldigte keinen Kontakt mit dem Zugpersonal auf, bevor 
er den Zug bestieg. Er hatte weder eine Fahrt auf Rechnung vereinbart noch eine 
Ratenzahlungsvereinbarung abgeschlossen, welche die fraglichen Fahrten mitein-
beziehen würden. Dem Beschuldigten waren diese Umstände bewusst und den-
noch fuhr er die fragliche Strecke am 26.6.2015 und 17.7.2015. Er handelte mithin 
direktvorsätzlich. Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind keine vor-
handen. Es hat ein Schuldspruch wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das 
PBG zu erfolgen.

IV. Strafzumessung

13. Vorbringen der Parteien

Rechtsanwalt B.________ führt aus, die Vielzahl der Einzeltaten und der erhebli-
che Deliktsbetrag seien bereits in der Qualifikation der Diebstähle als gewerbsmäs-
sig berücksichtigt, weshalb damit keine höhere Strafe gerechtfertigt sei. Diese Um-
stände würden nur insofern Auswirkungen auf die Strafzumessung haben, als es 
darum gehe, zu beurteilen, in welchem Ausmass die Grenze zur Qualifikation über-
schritten worden sei. Die Vorinstanz habe das Doppelverwertungsverbot verletzt, 
was mit dem vorinstanzlichen Vergleich zum Urteil des Obergerichts des Kantons 
Bern vom 13.1.2014 verdeutlicht werde, bei welchem eine andere rechtliche Quali-
fikation vorgenommen worden sei. Der Beschuldigte habe ferner alles gemacht, um 
eine Konfrontation zu vermeiden, indem er alle Fenster geöffnet habe, um einen 
Fluchtweg zu haben. Dies sei beispielsweise bei der Rentnerin Frau I.________ 
geschehen, welche nach 10 Minuten zurückgekehrt sei und der Beschuldigte um-
gehend die Flucht ergriffen habe (Deliktsblatt 13, Befragung vom 13.11.2015, Z. 81 
ff.). Es habe denn auch nie eine direkte Konfrontation stattgefunden. Die persönli-
che psychische Krise des Beschuldigten sei bei der Strafzumessung nicht berück-
sichtigt worden. Der Beschuldigte wolle keinen Beweis darüber führen, weshalb 
diese nicht aktenkundig sei. Er habe bei der vorläufigen Festnahme vom 2.4.2015 

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jedoch angegeben, damals Antibiotika und Cipralex – ein Psychopharmakum – ge-
nommen zu haben. Folglich habe der Beschuldigte psychische Probleme gehabt, 
was auch im Bericht des Spitals Interlaken bestätigt worden sei. Der Beschuldigte 
habe zudem zu Protokoll gegeben, damals in Zürich zu Arbeiten aufgehört zu ha-
ben, weil er den Stress nicht mehr ausgehalten habe. Es sei für den Beschuldigten 
folglich damals nicht einfach gewesen, eine reguläre Arbeitsstelle anzutreten. Die 
innere Freiheit des Beschuldigten, die Tat zu vermeiden, sei nicht in gleichem Um-
fang gegeben gewesen wie in einem Durchschnittsfall. Eine Einsatzstrafe von 
ca. 24 Monaten für die gewerbsmässigen Diebstähle sei daher insgesamt ange-
messen (pag. 1486 ff.).

Die Vorinstanz habe die Einsatzstrafe um jeweils 3/4 der weiteren Strafen erhöht. 
Die Sachbeschädigungen und die Hausfriedensbrüche seien jedoch in einem un-
mittelbaren zeitlichen, örtlichen und sachlichen Zusammenhang mit dem gewerbs-
mässigen Diebstahl erfolgt, weshalb nur eine Asperation in der Grössenordnung 
von ca. drei Monaten angemessen sei (pag. 1488 f.).

Bei den Täterkomponenten würden die umfangreichen Vorstrafen und die Delin-
quenz während laufendem Strafverfahren ins Gewicht fallen. Das Verhalten des 
Beschuldigten im Strafverfahren sei jedoch positiver zu würdigen, als dies die Vor-
instanz getan habe. Der Beschuldigte habe echte Reue gezeigt und habe den ge-
schädigten Personen trotz Abraten durch das Personal in der JVA Thorberg ge-
schrieben. Dieses Verhalten erfordere Mut. Er habe zudem im Rahmen seiner 
Möglichkeiten mit Schadenersatzzahlungen beginnen wollen, was ihm jedoch von 
der JVA Thorberg verwehrt worden sei. Der Beschuldigte habe keine Freigabe sei-
ner finanziellen Mittel erhalten, weil das Urteil noch nicht rechtskräftig sei. Ferner 
sei die Geständnisbereitschaft des Beschuldigten geringfügig positiv zu werten. 
Ohne sein Geständnis wäre es bei einigen weiteren Delikten zu einem Freispruch 
gekommen. Die Führungsberichte des Beschuldigten würden ihm im Weiteren 
ausnahmslos positives Verhalten attestieren. Unter Berücksichtigung aller Tat- und 
Täterkomponenten erscheine eine Gesamtstrafe von ca. 30 Monaten als angemes-
sen (pag. 1489 ff.).

Die Vorinstanz habe sich bei der Gesamtstrafenbildung mit dem Strafrest im Zu-
sammenhang mit der Rückversetzung zu stark an die Höhe der zu verbüssenden 
Reststrafe orientiert. Sie habe zudem nicht begründet, weshalb sie die Strafe mit 8 
Monaten asperiert habe. Die beiden Strafen würden gleichartige Delikte betreffen, 
weshalb eine Asperation zu einer Gesamtstrafe von ca. drei Jahren mithin 36 Mo-
naten anstelle von 2/3 der Strafe angemessen sei (pag. 1491 f.).

Staatsanwältin H.________ entgegnet, beim gewerbsmässigen Diebstahl seien 
der Deliktsbetrag und die Begehungsweis die anzuknüpfenden Tatkomponenten. 
Die Weisungen der Generalstaatsanwaltschaft vom 25.11.2010 würden eine An-
klageerhebung bei einem Kollegialgericht mit Dreierbesetzung vorsehen, wenn der 
Deliktsbetrag mindestens CHF 150‘000.00 betrage und die Tat ein Verbrechen 
darstelle, das mit besonderer Mindeststrafe bedroht oder die beschuldigte Person 
innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat dreimal wegen eines Verbrechens oder 
Vergehens gegen das Vermögen verurteilt worden sei. Die Hohe Anzahl der be-
gangenen Diebstähle (25), der lange Deliktszeitraum und die hohe Deliktssumme 

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würden vorliegend ins Gewicht fallen. Erschwerend komme hinzu, dass die Ein-
brüche bei den Geschädigten Angst und Verunsicherung hinterlassen hätten und 
der Beschuldigte auch Gegenstände mitgenommen habe (Sportauszeichnungen), 
die für seine Opfer unersetzbaren mentalen Wert gehabt hätten – diese habe er 
einfach im Thunersee oder im Abfall entsorgt. Der Umstand, dass der Beschuldigte 
durch seinen modus operandi das Risiko für allfällige Konfrontationen und Eskala-
tionen minimiert habe, sei nicht verschuldensmindernd, sondern neutral zu berück-
sichtigen. Der Beschuldigte habe den modus operandi im Übrigen nicht nur ge-
wählt, um eine Konfrontation zu vermeiden, sondern um seinen Fluchtweg vorzu-
bereiten. Ferner habe er das Deliktsgut bei Kollegen aufbewahrt und soweit mög-
lich sofort verkauft, was von einem zielgerichteten Vorgehen und einiger krimineller 
Energie zeuge. Es könne zutreffen, dass der Beschuldigte psychisch angeschlagen 
gewesen sei, als er die Delikte begangen habe. Damit sei seine Entscheidungsfrei-
heit nicht automatisch eingeschränkt gewesen. Der Beschuldigte habe auch 
während dem Deliktszeitraum immer wieder gearbeitet. Zudem habe er die Mög-
lichkeit gehabt, mit Hilfe der Bewährungshilfe wiederum eine Stelle zu suchen. 
Selbst wenn die angeschlagene psychische Verfassung zu einer leichten Strafmin-
derung führen würde, würden die erschwerenden Umstände dies wieder kompen-
sieren, zumal der Beschuldigte seine deliktische Tätigkeit nicht von selbst beendet 
habe, sondern erst durch die Verhaftung gestoppt worden sei. Eine Einsatzstrafe 
von 30 Monaten erscheine angemessen (pag. 1510 ff.).

Die von der Vorinstanz festgesetzte Strafe von 8 Monaten für die Sachbeschädi-
gungen und die Hausfriedensbrüche sei angemessen. Zur Begründung könne auf 
pag. 1434 verwiesen werden. Es sei gestützt auf die bundesgerichtliche Recht-
sprechung allerdings angezeigt, die Asperation für diese Delikte mässig vorzuneh-
men (Urteil des Bundesgerichts 6B_323/2010 vom 23.6.2010 E. 3.2). Eine Aspera-
tion von 50%, ausmachend 4 Monate, sei angemessen. Die Strafe für die Drohung 
sei mit 30 Strafeinheiten zu asperieren. Gestützt auf die Tatkomponente sei folglich 
eine Strafe von 35 Monaten angemessen (pag. 1512 f.).

Bei den Täterkomponenten sei den Vorstrafen des Beschuldigten mehr Gewicht 
beizumessen. Die Vorstrafen des Beschuldigten seien umfangreich und einschlä-
gig. Obwohl der Beschuldigte bereits bedingt entlassen worden sei, sei er erneut 
straffällig geworden. Auch die zwischenzeitlichen Verhaftungen und die Einver-
nahmen während der Untersuchungshaft hätten dem delinquenten Verhalten des 
Beschuldigten keinen Abbruch getan. Er zeige sich unbelehrbar und respektlos. Er 
habe auch während laufendem Strafverfahren weiter delinquiert. Ein grosser Ge-
ständnisrabatt sei nicht angezeigt – man könne sogar ganz darauf verzichten, weil 
der Beschuldigte zuerst alles abgestritten habe und erst auf Vorhalt der Beweismit-
tel angefangen habe, die Taten zu gestehen. Auch oberinstanzlich habe er nun 
Schuldsprüche akzeptiert, die er noch nicht gestanden habe. Der Beschuldigte ha-
be selbst gesagt, er habe bemerkt, wenn er geständig sei, dann werde er belohnt – 
dies sei ein wesentlicher Punkt für ihn (pag. 1328, Z. 22 ff.). Diese Aussage stelle 
die Einsicht und Reue des Beschuldigten in Frage. Die gute Führung im Strafvoll-
zug dürfe im Übrigen erwartet werden. Es habe allerdings einen Vorfall in der 
Küche gegeben, bei welchem es dem Beschuldigten an Kritikfähigkeit gemangelt 
habe. Die Bewährungshilfe habe ferner ausgeführt, die Zusammenarbeit mit dem 

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Beschuldigten basiere nicht immer auf Ehrlichkeit. Es habe einerseits Reue und 
andererseits fehlende Motivation, tatsächlich konstruktiv etwas zu verändern, fest-
gestellt werden können. Unter Berücksichtigung der Täterkomponenten erscheine 
eine Strafe von 43 Monaten als angemessen (pag. 1513 f.).

Die Vorinstanz habe sich bei der Bildung der Straferhöhung durch die Rückverset-
zung in den Strafvollzug an die bundesgerichtliche Rechtsprechung gehalten. Eine 
Asperation um 8 Monate bei einer Strafe von 1 Jahr und 29 Tagen sei sachgerecht, 
weshalb die Gesamtstrafe von 51 Monaten verschuldensangemessen sei 
(pag. 1514 f.).

Im Übrigen sei eine Übertretungsbusse von CHF 150.00 für die Widerhandlungen 
gegen das PBG auszusprechen (pag. 1515).

14. Allgemeine Ausführungen

Es kann vorab auf die korrekten theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur 
Strafzumessung und zur Gesamtstrafenbildung verwiesen werden (pag. 1430 f., 
S. 57 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

Die Strafkammern des Obergerichtes verfügen als Berufungsgericht über umfas-
sende Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht (Art. 398 Abs. 2 und 3 
StPO). Das gilt auch für die Strafzumessung, doch sind die Kammern bei gleich-
bleibenden Schuldsprüchen und vergleichbarer Gewichtung der übrigen Strafzu-
messungsfaktoren bezüglich einer allfälligen Abweichung von der durch die Vorin-
stanz festgelegten Sanktion zurückhaltend, da die erstinstanzlichen Gerichte von 
allen Aspekten des beurteilten Falles einen unmittelbaren Eindruck gewinnen und 
in bestimmten Deliktskategorien über eine reiche Praxis mit vielen Vergleichsmög-
lichkeiten verfügen. Für gleiche Schuldsprüche ist daher in solchen Fällen eine Kor-
rektur im Strafmass durch die Kammer nur angezeigt, wenn wesentliche Tat- oder 
Täterkomponenten oder Abstufungen unter Teilnehmern unberücksichtigt geblie-
ben oder falsch gewürdigt worden sind oder wenn seit dem erstinstanzlichen Urteil 
wesentliche, die  Strafzumessung beeinflussende Änderungen eingetreten sind.

Der gewerbsmässige Diebstahl (Art. 139 Ziff. 2 StGB) sieht eine Freiheitsstrafe bis 
zu zehn Jahren oder eine Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen vor. Die Sachbe-
schädigung (Art. 144 StGB), der Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) und die Dro-
hung (Art. 180 StGB) werden mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 
bedroht. Der Strafrahmen beträgt damit grundsätzlich 90 Tagessätze Geldstrafe bis 
zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Es sind allerdings keine Gründe vorhanden, den or-
dentlichen Strafrahmen von maximal 10 Jahren zu überschreiten. 

Die Geldstrafe für die Beschimpfung (Art. 177 StGB) ist bereits in Rechtskraft er-
wachsen. Für die Widerhandlungen gegen das PBG ist eine Übertretungsbusse 
vorgesehen.

Die Kammer ist an das Verbot der reformatio in peius und damit an die Maximal-
strafe von 51 Monaten Freiheitsstrafe und einer Übertretungsbusse von 
CHF 150.00 gebunden. Demgegenüber können in der Berechnung der Strafanteile 
für einzelne Delikte auch höhere Werte eingesetzt werden, als sie von der Vorin-
stanz verwendet wurden. Denn das Verschlechterungsverbot wirkt sich nur auf das 

20

Ergebnis, mithin das Dispositiv des Urteils aus, nicht auf dessen Begründung (BGE 
139 IV 282 E. 2.6). 

Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei 
gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. 
Das Bundesgericht befand, die Geldstrafe und die Freiheitsstrafe seien keine 
gleichartigen Strafen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB (BGE 137 IV 57 E. 4.3.1). 
Im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB sind «die Voraussetzungen für mehrere gleichar-
tige Strafen erfüllt», wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Norm-
verstoss gleichartige Strafen ausfällen würde. Dass die anzuwendenden Strafbe-
stimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt nicht (BGE 138 IV 120 
E. 5.2; 137 IV 249 E. 3.4.2). Zwar sollen kurze Freiheitsstrafen möglichst zurück-
gedrängt werden. Dieses Problem stellt sich indessen nicht, wenn bei der Bildung 
einer Gesamtstrafe als Einsatzstrafe für die schwerste Straftat eine Freiheitsstrafe 
festgesetzt und deren Dauer für die weiteren Delikte angemessen erhöht wird (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25.7.2013 E. 2.3.3 und 6B_228/2015 
vom 25.8.2015 E. 2.2). Hinzu kommt, dass nach Art. 41 Abs. 1 StGB das Gericht 
auf eine vollziehbare Freiheitsstrafe von weniger als sechs Monaten erkennen 
kann, wenn die Voraussetzungen für eine bedingte Strafe nicht gegeben sind und 
zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit nicht vollzogen 
werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25.7.2013 
E. 2.3.3). Ausnahmen von der konkreten Methode hat die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung ferner zugelassen, wenn entweder zahlreiche gleichartige Delikte 
vorlagen, sodass es sich nicht mehr rechtfertigte, für jeden Normverstoss einzeln 
eine hypothetische Strafe zu ermitteln (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_499/2013 
vom 22.10.2013 E. 1.8), oder wenn die einzelnen Straftaten zeitlich und sachlich 
derart eng miteinander verknüpft sind, dass sich diese nicht sinnvoll auftrennen und 
beurteilen lassen (Urteile des Bundesgerichts 6B_1011/2014 vom 16.3.2015 E. 4.4 
und 6B_1196/2015 vom 27.6.2016 E. 2.4.2 – sogenannter Gesamtzusammen-
hang).

Für die Festsetzung einer Geldstrafe besteht vorliegend offenkundig kein Raum. 
Der Beschuldigte hat zahlreiche, teils einschlägige Vorstrafen. Insgesamt wurde er 
bereits fünf Mal verurteilt – unter anderem wegen Hehlerei, einfacher Körperverlet-
zung, Drohung, Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, Diebstahl 
(mehrfache Begehung), Sachbeschädigung (mehrfache Begehung) und Hausfrie-
densbruch (mehrfache Begehung). Bereits ein Mal wurde er zu einer Freiheitsstrafe 
verurteilt (pag. 1463 f.). Weder die Freiheits- noch die Geldstrafen hinterliessen 
beim Beschuldigten Eindruck. Der Beschuldigte wurde letztmals am 19.11.2014 zu 
einer Geldstrafe verurteilt (pag. 1464). Die hier zu beurteilenden Delikte wurden 
vom Beschuldigten folglich nur kurz nach diesem Urteil begangen. Unter Berück-
sichtigung der zahlreichen einschlägigen Vorstrafen und dem uneinsichtigen Ver-
halten des Beschuldigten ist für die vorliegenden Delikte jeweils einzig eine Frei-
heitsstrafe zweckmässig. Hinzu kommt, dass sämtliche hier zu beurteilenden Delik-
te in einem engen zeitlichen und/oder sachlichen Zusammenhang stehen. Der Be-
schuldigte beging die gewerbsmässigen Diebstähle, die Sachbeschädigungen und 
die Hausfriedensbrüche aus ein- und demselben Antrieb und während der gleichen 
Zeit. Auch die Drohung wurde in diesem Deliktszeitraum begangen. Den nachfol-

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21

genden Ausführungen ist ferner zu entnehmen, das beim gewerbsmässigen Dieb-
stahl aufgrund der Höhe der Einsatzstrafe ohnehin keine Geldstrafe zur Diskussion 
steht (vgl. Art. 34 Abs. 1 StGB; Ziff. 15 ff. hiernach). Die Kammer kommt demnach 
zum Ergebnis, dass bei einer Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens des 
Beschuldigten für sämtliche Delikte eine Freiheitsstrafe als zweckmässigste Sank-
tionsart und zur Geldstrafe vorzugswürdig erscheint.

Auszugehen ist vom abstrakt bzw. konkret schwersten Delikt. Die Vorinstanz ist 
dabei zu Recht vom gewerbsmässigen Diebstahl ausgegangen.

15. Zur Strafzumessung betreffend Freiheitsstrafe

15.1 Einsatzstrafe für den gewerbsmässigen Diebstahl

15.1.1 Objektives Tatverschulden (objektive Tatschwere)

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass das Doppelverwertungsverbot so lange nicht 
verletzt ist, als das Gericht die zum höheren Strafrahmen führenden Umstände in-
nerhalb des abgeänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungs-
grund berücksichtigt (BGE 141 IV 14 E. 5.4). Daraus kann jedoch noch kein Verbot 
entsprechender Formulierungen abgeleitet werden, solange diese nicht zweimal 
erhöhend berücksichtigt werden. Entsprechend dürfen für die Beurteilung der Stra-
fe innerhalb des qualifizierten Strafrahmens straferhöhende Umstände berücksich-
tigt werden (BGE 118 IV 342 E. 2b).

Art. 139 StGB schützt das Vermögen bzw. die Verfügungsmacht des Berechtigten 
über die Sache (NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar zum StGB, 3. Aufl. 2013, 
N. 11 zu Art. 139). Der Beschuldigte beging in einem Zeitraum von rund einem Jahr 
(27.12.2014 bis zum 30.11.2015) insgesamt 25, mithin eine hohe Anzahl von 
Diebstählen. Dabei erbeutete er Deliktsgut in der Höhe von CHF 175‘467.45. Die 
relativ grosse Anzahl von Delikten und die Höhe des Deliktsguts wirkt sich inner-
halb des Strafrahmens für den gewerbsmässigen Diebstahl verschuldenserhöhend 
aus.

Der Beschuldigte beging die Delikte vorwiegend auf die gleiche Art und Weise. Er 
bevorzugte schlecht einsehbare Einfamilienhäuser mit Garten, die nicht direkt an 
der Hauptstrasse lagen und sich meist in der Nähe seiner Wohngegend befanden. 
Er wählte seine Einbruchobjekte spontan aus und drang zu verschiedenen Tages-
zeiten in die Häuser ein. Dabei machte er Erkundungsspaziergänge in Wohnquar-
tieren und beobachtete, wer allenfalls das Haus verliess. Um sicher zu gehen, dass 
sich niemand in den Häusern befand, klingelte er an der jeweiligen Haustüre und 
wartete, ob jemand die Türe öffnete. Kam jemand an die Türe, fragte er nach einer 
Person mit dem gleichen Nachnamen oder zeigte einen angeblich gefundenen 
Schlüssel vor. Sein Vorgehen war damit einigermassen simpel und verdeutlicht, 
dass er bemüht war, einer Konfrontation mit den Bewohnern aus dem Weg zu ge-
hen. Nachdem der Beschuldigte in die Häuser eingedrungen war, durchsuchte er 
die Zimmer, wobei er jedes Mal das Schlafzimmer und das Büro durchsuchte. Um 
wiederum einen Konflikt mit den Bewohnern möglichst zu vermeiden und vor allem 
den Fluchtweg sicherzustellen, öffnete er mehrere Fenster und Türen. Der Be-
schuldigte ging folglich recht professionell vor. Allerdings erforderte seine Vorge-

22

hensweise weder besondere Vorkehrungen noch Planung, doch observierte er die 
Häuser meist einige Zeit vorher. Damit zeigte der Beschuldigte seine Beharrlichkeit 
und eine nicht unerhebliche kriminelle Energie. Der Beschuldigte stahl mehrheitlich 
Bargeld, Uhren und Schmuck, was er in der Folge zu verkaufen versuchte. Was er 
nicht verwerten konnte, entsorgte er im Thunersee oder im Abfall. Der Einbruch-
diebstahl stellt einen vergleichsweise schwerwiegenden Diebstahl dar, zumal da-
durch bei den Bewohnern Angst und Unsicherheit hervorgerufen wird, was sich 
verschuldenserhöhend auswirkt.

In Übereinstimmung mit den Ausführungen der Vorinstanz (pag. 1432, S. 59 der 
erstinstanzlichen Entscheidbegründung) werden beim gewerbsmässigen Diebstahl 
als Kollektivdelikt sowohl die vollendeten als auch die versuchten Taten gemein-
sam erfasst, weshalb der versuchte Diebstahl zum Nachteil von AQ.________ nicht 
strafmildernd zu berücksichtigen ist.

Nach dem Gesagten liegt das objektive Tatverschulden im vergleichsweise gerade 
noch leichten Bereich. Im Strafrahmen zwischen 180 Tagessätzen und 10 Jahren 
Freiheitsstrafe entspricht dies einer Freiheitsstrafe in der Grössenordnung von ei-
nem bis rund drei Jahren. Die Kammer erachtet vorliegend eine hypothetische 
Strafe von 30 Monaten als verschuldensangemessen. 

15.1.2 Subjektives Tatverschulden (subjektive Tatschwere)

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und mit dem Willen, sich Geld zu be-
schaffen, was tatbestandsimmanent und mithin neutral zu bewerten ist. 

Entgegen den Ausführungen der Verteidigung ist in den psychischen Schwierigkei-
ten des Beschuldigten keine verminderte Schuldfähigkeit zu erblicken. Der Be-
schuldigte war offensichtlich immer wieder in der Lage, einer geordneten Arbeit 
nachzugehen (gemäss seinen Angaben in der Einvernahme vom 13.4.2015 war er 
zu diesem Zeitpunkt bei der Gesellschaft «J.________», neu «K.________» ange-
stellt, pag. 1019). Nach seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug vom 
4.7.2014 war es ihm möglich, diverse Arbeitsstellen anzutreten. Er habe als Piz-
zaiolo im Raum Bern und Zürich und als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle gearbeitet. 
Ab Mai 2015 sei er in einem Kebabgeschäft angestellt gewesen (vgl. Bericht der 
Bewährungshilfe pag. 1041 ff.). Der Beschuldigte wurde ferner von der Be-
währungshilfe betreut, weshalb er beim vollständigen Wiedereinstieg in das Berufs-
leben unterstützt worden wäre. 

Der Beschuldigte befand sich zwar vom 20.5.2008 bis zum 23.5.2008, mithin 
während vier Tagen im Psychiatriezentrum Münsingen (amtliche Akten ASMV 
pag. 119). Seit diesem Zeitpunkt sind jedoch keine stationären Aufenthalte oder 
Therapien des Beschuldigten aktenkundig. Die fraglichen Delikte beging der Be-
schuldigte zwischen dem 27.12.2014 bis zum 30.11.2015. Ein direkter Zusammen-
hang mit seiner psychischen Krise im Jahr 2008 kann folglich nicht erkannt werden. 
Daran vermag auch der Umstand, dass der Beschuldigte zum Zeitpunkt seiner 
Verhaftung Cipralex zu sich nahm (pag. 10), nichts zu ändern. Denn der Beschul-
digte bestätigte gleich selbst, sich – abgesehen von einem Termin beim Urologen – 
in keiner ärztlichen Behandlung zu befinden. Folglich konnten die psychischen 
Probleme des Beschuldigten nicht besonderes einschneidend sein. Dies gilt umso 

23

mehr, als im Arztbericht vom 2.4.2015 der medizinischen Klinik fmi von keiner 
psychiatrischen Vorgeschichte die Rede war und er gemäss eigenen Angaben das 
Cipralex nicht mehr zu sich genommen habe (pag. 1020). Zwar wurde von der Be-
währungshilfe erwähnt, die Spiel-, Kokain- und Alkoholsucht des Beschuldigten sei 
immer wieder thematisiert worden. Er habe Anfang 2015 mit einer ambulanten The-
rapie begonnen, diese jedoch im Februar 2015 wieder abgebrochen. Es sei zu ver-
schiedenen Rückfällen gekommen und die Alkoholsucht sei gegen Ende der Be-
währungszeit angestiegen (pag. 1041 f.). Der Beschuldigte machte jedoch nie gel-
tend, während der Begehung der Delikte unter massgeblichem Alkohol- oder Dro-
geneinfluss gestanden zu sein. Im aktuellen Führungsbericht vom 17.5.2017 lassen 
sich im Übrigen keine besonderen psychischen Auffälligkeiten des Beschuldigten 
erkennen (pag. 1466 ff.). 

Hinweise für eine allfällige verminderte Schuldfähigkeit fehlen folglich. Dem Be-
schuldigten wäre es möglich gewesen, sich rechtskonform zu verhalten. Die sub-
jektiven Tatkomponenten wirken sich nach dem Gesagten neutral auf die Strafe 
aus. Es bleibt folglich bei einer Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe.

15.2 Asperation für die mehrfachen Sachbeschädigungen

15.2.1 Objektives Tatverschulden (objektive Tatschwere)

Der Beschuldigte beging im Rahmen der Einbrüche insgesamt 20 Sachbeschädi-
gungen mit einem Gesamtschaden von CHF 57‘722.95. Das Ausmass des ver-
schuldeten Erfolgs ist folglich nicht unerheblich. 

Vorliegend stellten die Sachbeschädigungen nicht das eigentliche Handlungsziel 
dar. Der Beschuldigte verschaffte sich auf verschiedene Weise Zugang zu den De-
liktsobjekten. In der Regel brach er eine Türe oder ein Fenster auf. Der Beschuldig-
te beging die Sachbeschädigungen, um an Vermögenswerte zu gelangen. Es wur-
de allerdings nur derjenige Schaden angerichtet, der zur Begehung der Diebstähle 
notwendig war. 

Das objektive Tatverschulden ist im Verhältnis zum Strafrahmen folglich als leicht 
zu bezeichnen. Die Kammer erachtet eine Strafe von 4 Monaten als verschulden-
sangemessen. 

15.2.2 Subjektives Tatverschulden (subjektive Tatschwere)

Auch hier handelte der Beschuldigte direktvorsätzlich und aus rein egoistischen 
Beweggründen. Das Handeln des Beschuldigten wäre vermeidbar gewesen. Das 
subjektive Tatverschulden wirkt sich mithin neutral auf die Strafe aus. 

15.2.3 Konkrete Asperation

Bei der Bemessung der Gesamtstrafe müssen die einzelnen Straftaten in einem 
selbständigen Schritt innerhalb des erweiterten Strafrahmens gemäss Art. 49 
Abs. 1 StGB gewürdigt werden. Dabei sind namentlich das Verhältnis der einzelnen 
Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbstän-
digkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und 
Begehungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen De-
likts wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich 

24

und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (Urteil des Bundesgerichts 
6B_323/2010 vom 23.6.2010 E. 3.2). Die mehrfachen Sachbeschädigungen stehen 
in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zu den gewerbsmässi-
gen Einbruchdiebstählen, weshalb sich lediglich eine leichte Asperation von rund 
der Hälfte der Strafe rechtfertigt. Entsprechend sind 2 Monate Freiheitsstrafe an die 
Gesamtstrafe anzurechnen.

15.3 Asperation für die mehrfachen Hausfriedensbrüche

15.3.1 Objektives Tatverschulden (objektive Tatschwere)

Im Rahmen der Einbruchdiebstähle beging der Beschuldigte 20 Hausfriedens-
brüche, indem er sich gewaltsam und unrechtmässig Zutritt zu den Einfamilienhäu-
sern der Geschädigten verschaffte. Allerdings war der Beschuldigte bemüht, eine 
Konfrontation mit den Bewohnern zu verhindern. Auch die Hausfriedensbrüche wa-
ren nur Mittel zum Zweck. 

Das objektive Tatverschulden liegt auch hier im leichten Bereich, was bei einem 
Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe einer Strafe von bis zu einem 
Jahr Freiheitsstrafe entspricht. Die Kammer erachtet eine Strafe von 4 Monaten als 
verschuldensangemessen. 

15.3.2 Subjektives Tatverschulden (subjektive Tatschwere)

Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Er respektierte das Hausrecht der 
Bewohner nicht und verschaffte sich Zugang zu den Liegenschaften, um sich fi-
nanziell zu bereichern. Er beging die Hausfriedensbrüche, um Diebstähle zu bege-
hen und hatte damit rein egoistische Motive. Auch diese Tat wäre zweifellos ver-
meidbar gewesen. Das subjektive Tatverschulden wirkt sich nach dem Gesagten 
neutral auf die Strafe aus.

15.3.3 Konkrete Asperation

Mit Verweis auf das unter Ziff. 15.2.3 Gesagte rechtfertigt sich auch hier lediglich 
eine Asperation der Hälfte der Strafe, ausmachend 2 Monate Freiheitsstrafe.

15.4 Asperation für die Drohung

15.4.1 Objektives Tatverschulden (objektive Tatschwere)

Die Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältin-
nen und Staatsanwälte (VBRS-Richtlinien) sehen eine Strafe von 60 Strafeinheiten 
für folgenden Sachverhalt vor: «In einer kriselnden Beziehung droht der Täter der 
getrennt lebenden Partnerin mündlich und/oder per Telefon mit dem Tod. Die Part-
nerin hat Angst wegen dem zur Gewalt neigenden Täter und traut sich kaum mehr 
auf die Strasse» (VBRS-Richtlinien S. 49, Stand 1.7.2017). Vorliegend drohte der 
Beschuldigte C.________, einem Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, und dessen Fa-
milie mit dem Tod, weil er ihn nicht in die Bar «E.________» lassen wollte. Der Be-
schuldigte war beim «E.________» kein Unbekannter. Der Drohung ging eine län-
gere verbale Auseinandersetzung voraus, was zu einer angespannten Situation 
führte. C.________ hatte Angst, der Beschuldigte würde die Drohung umsetzen. 
Entsprechend wurde er von der Polizei am fraglichen Abend zu seinem Auto ge-
führt. C.________ arbeite aufgrund der Drohung nicht mehr ausserhalb des Lokals 

25

und lasse sich von einer zweiten Person begleiten, wenn er beispielsweise den Ab-
fall bei der Arbeit entsorgen müsse. In seinem Privatleben sei C.________ hinge-
gen nicht eingeschränkt.

Das objektive Tatverschulden liegt nach dem Gesagten im leichten Bereich. Die 
Kammer erachtet in Anbetracht der konkreten Umstände eine Strafe von 50 Stra-
feinheiten als angemessen. 

15.4.2 Subjektives Tatverschulden (subjektive Tatschwere)

Der Beschuldigte handelte zumindest eventualvorsätzlich; die Tatausführung wäre 
vermeidbar gewesen. 

15.4.3 Konkrete Asperation

Nach Berücksichtigung der subjektiven Tatkomponenten erscheint eine Strafe von 
50 Strafeinheiten, als sachgerecht, wovon praxisgemäss rund 2/3 der Strafe, aus-
machend 1 Monat Freiheitsstrafe, an die Strafe angerechnet werden. 

15.5 Täterkomponenten

Die Vorinstanz hielt betreffend Täterkomponenten Folgendes fest (pag. 1435 f., 
S. 53 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung): 

Der Beschuldigte ist in der Türkei geboren, wo er bis zu seinem 14. Altersjahr gewohnt hat (pag. 1018 
Z. 26). Seit er seine Lehre als Elektropraktiker abgebrochen hat, arbeitete er als Angestellter, zuletzt 
als Pizzaiolo (pag. 1019 Z. 26). Sowohl eine Kokain- und Alkoholsucht als auch eine Spielsucht des 
Beschuldigten werden zwar teilweise erwähnt (pag. 1042), sind im aktuellen Verfahren jedoch nir-
gends abschliessend belegt worden. Sowohl über seine Kindheit und Jugend als auch über sein Vor-
leben als Erwachsener ist somit nichts bekannt, das in Bezug auf die Täterkomponente relevant wäre. 
Es bleibt bei einer neutralen Wertung.

Der Katalog von Vorstrafen im Strafregisterauszug des Beschuldigten ist umfangreich und die began-
genen Delikte sind erheblich und einschlägig (vgl. Strafregisterauszug pag. 1012). Die Verurteilung 
durch das Obergericht Bern am 31.01.2014 betraf unter anderem mehrfachen Diebstahl und Verstös-
se gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Bereits am 
19.11.2014 erfolgte eine nächste Verurteilung wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz. 
Obwohl der Beschuldigte im Vollzug war, ist er kurz nach seiner bedingten Entlassung am 04.07.2014 
erneut straffällig geworden. Der Versuch, etwas an seinem Leben zu ändern scheiterte bereits nach 
drei Monaten und der Beschuldigte geriet ins alte Fahrwasser. Von einem Willen, nachhaltig etwas zu 
verändern zeugt dies nicht. Auch die zwischenzeitlichen Verhaftungen sowie die Einvernahmen 
während der Untersuchungshaft haben seinem delinquenten Verhalten keinen Abbruch getan. Er 
zeigt sich mithin unbelehrbar und, indem er Delikt an Delikt reihte, respektlos gegenüber den Strafver-
folgungsbehörden. Die Vorstrafen des Beschuldigten fallen somit massiv negativ ins Gewicht.

Der Beschuldigte wurde im Jahr 2005 Vater (pag. 1018 Z. 26). 2010 hat er sich scheiden lassen. Das 
Verhältnis zu seinem Vater und seinem Bruder scheint angespannt. Sein Sohn besucht ihn ab und zu 
im Gefängnis, jedoch nicht besonders oft. Besondere persönliche Verhältnisse oder eine besondere 
Strafempfindlichkeit, die einer entsprechenden Wertung bedürften, sind nicht ersichtlich.

Die Kammer kann sich diesen Ausführungen vollumfänglich anschliessen. In Bezug 
auf das Verhalten des Beschuldigten nach der Tat und während laufendem Straf-
verfahren ist zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte im Strafvollzug tadel-

26

los verhielt, was allerdings auch erwartet werden darf und sich mithin neutral auf 
die Strafe auswirkt. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung erachtet die 
Kammer hingegen keinen Geständnisrabatt für angezeigt. Der Beschuldigte war 
zwar bezüglich gewisser Delikte geständig – zu Beginn der Untersuchung stritt er 
die begangenen Diebstähle jedoch ab. Erst im Laufe des Strafverfahrens gab er 
Stück für Stück Diebstähle zu, dies teilweise erst auf Vorhalt der Ermittlungsergeb-
nisse. Noch während der erstinstanzlichen Hauptverhandlung behauptete der Be-
schuldigte, diverse Einbruchdiebstähle nicht begangen zu haben, bei welchen er 
oberinstanzlich den Schuldspruch allerdings nunmehr akzeptiert. Es kann folglich 
nicht von einem offenen, freiwilligen Geständnis die Rede sein, weshalb keine 
Strafreduktion zu erfolgen hat. 

Dem Beschuldigten ist allerdings zugute zu halten, dass er Schreiben an die Ge-
schädigten verschickte, obwohl ihm das Gefängnis davon abgeraten hatte. Zudem 
ist er aktuell offenbar bemüht, mit seinem Pekulium auch eine finanzielle Wieder-
gutmachung zu leisten (pag. 1995 ff.), was ihm erneut durch die JVA verwehrt zu 
bleiben scheint. Diese Umstände wirken sich strafmindernd aus. 

Insgesamt wirken sich die Täterkomponenten jedoch aufgrund der mehrfachen ein-
schlägigen Vorstrafen des Beschuldigten deutlich straferhöhend aus. Die Kammer 
erachtete eine Erhöhung der Strafe um 8 Monate auf insgesamt 43 Monate als 
sachgerecht. 

15.6 Gesamtstrafenbildung betreffend Rückversetzung in den Strafvollzug

Die Rückversetzung in den Strafvollzug für einen Strafrest von 1 Jahr und 29 Ta-
gen (Ziff. IV des erstinstanzlichen Dispositivs) ist in Rechtskraft erwachsen.

Das Gericht bildet aus dem Strafrest und der neu verwirkten Sanktion eine Ge-
samtstrafe (BGE 135 IV 146), für welche wiederum eine bedingte Entlassung mög-
lich ist. Diese Möglichkeit besteht sogar, wenn nur die Reststrafe zu vollziehen 
bleibt, etwa weil für die erneute Straftat eine andere Sanktionsart gewählt wurde. 
Die Gesamtstrafe kann aber weder bedingt noch teilbedingt ausgesprochen wer-
den (BGE 135 IV 151; TRECHSEL/AEBERSOLD, in: TRECHSEL/PIETH (Hrsg.), StGB 
Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 6 zu Art. 89). Voraussetzung für die Gesamts-
trafenbildung nach Art. 49 StGB ist, dass die neue Freiheitsstrafe unbedingt auszu-
sprechen ist und die Reststrafe ebenfalls für vollziehbar erklärt wurde (BGE 138 IV 
113 E. 4; BGE 135 IV 146 E. 2.4). Bei der Gesamtstrafenbildung im Rückverset-
zungsverfahren nach Art. 89 Abs. 6 StGB hat das Gericht methodisch von derjeni-
gen Strafe als Einsatzstrafe auszugehen, die es für die während der Probezeit neu 
verübte Straftat nach den Strafzumessungsgrundsätzen von Art. 47 ff. StGB aus-
fällt. Die für die neuen Straftaten ausgefällte Freiheitsstrafe bildet als Einsatzstrafe 
die Grundlage der Asperation. Das Gericht hat diese folglich mit Blick auf den Vor-
strafenrest angemessen zu erhöhen. Daraus ergibt sich die Gesamtstrafe im Rück-
versetzungsverfahren (BGE 135 IV 146 E. 2.4.1; Urteil des Bundesgerichts 
6B_617/2011 vom 20.2.2012 E. 4.2).

Vorliegend ist von einer Einsatzstrafe von 43 Monaten Freiheitsstrafe auszugehen. 
Die Kammer kann sich den Ausführungen der Vorinstanz anschliessen (pag. 1436 
f., S. 63 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) und erachtet eine Asperati-

27

on von knapp 2/3 der Strafe, ausmachend 8 Monate, als höchst angemessen. Ent-
gegen den Ausführungen der Verteidigung ist diese Asperation grosszügig bemes-
sen.

15.7 Konkrete Strafe

Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz ausgefällte Gesamtstrafe von ins-
gesamt 51 Monaten Freiheitsstrafe zu bestätigen. Bei einer Strafe in dieser Höhe 
steht der bedingte oder teilbedingte Strafvollzug nicht zur Diskussion (vgl. Art. 42 f. 
StGB). Die ausgestandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 252 Tagen und 
der vorzeitige Strafantritt seit dem 12.7.2016 sind in Anwendung von Art. 51 StGB 
an die Haftstrafe anzurechnen.

16. Zur Übertretungsbusse

Die Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältin-
nen und Staatsanwälte (VBRS-Richtlinien) sehen für das Benützen eines Fahr-
zeugs ohne gültigen Fahrausweis oder andere Berechtigung für die erste Anzeige 
eine Busse von CHF 100.00 vor, bei mehreren Fahrten bis zu CHF 1‘000.00 
(VBRS-Richtlinien S. 31, Stand 1.7.2017). Der Beschuldigte fuhr sowohl am 
26.6.2015 als auch am 17.7.2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon ohne gül-
tigen Fahrausweis oder andere Berechtigung. In Übereinstimmung mit den Aus-
führungen der Vorinstanz (pag. 1439, S. 66 der erstinstanzlichen Entscheidbegrün-
dung) erachtet auch die Kammer in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB eine 
Übertretungsbusse von insgesamt CHF 150.00 als verschuldensangemessen. Die 
Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf zwei Tage festge-
setzt.

V. Kosten und Entschädigung

17. Verfahrenskosten

17.1 Für das erstinstanzliche Verfahren

Fällt die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so befindet sie über die von 
der Vorinstanz getroffene Kostenregelung neu (Art. 428 Abs. 3 StPO). Die be-
schuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, soweit sie verurteilt wird (Art. 426 
Abs. 1 StPO).

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten wurden auf insgesamt CHF 25‘789.50 
(CHF 22‘204.50 zzgl. CHF 3‘585.00) festgesetzt (pag. 1357; pag. 1353). 
CHF 3‘585.00 der erstinstanzlichen Verfahrenskosten wurden für die Freisprüche 
ausgeschieden und rechtskräftig dem Kanton Bern zur Bezahlung auferlegt 
(pag. 1353). Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschuldigte die auf die 
Schuldsprüche fallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 22‘204.50 
vollumfänglich zu bezahlen.

17.2 Für das oberinstanzliche Verfahren

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Sie werden für das oberinstanz-

28

liche Verfahren auf CHF 2‘000.00 festgelegt (vgl. Art. 24 Abs. 1 Bst. b des Verfah-
renskostendekrets [VKD; BSG 161.12]).

Der Beschuldigte unterliegt oberinstanzlich vollumfänglich. Entsprechend hat er die 
oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu bezahlen.

18. Entschädigung für die amtliche Verteidigung

18.1 Für das erstinstanzliche Verfahren

Rechtsanwalt B.________ machte für das erstinstanzliche Verfahren eine Ent-
schädigung von insgesamt CHF 18‘291.40 geltend (68 Stunden Aufwand zu 
CHF 250.00, ausmachend CHF 17‘000.00, 12 Stunden Aufwand zu CHF 125.00, 
ausmachend CHF 1‘500.00, zzgl. Reiseentschädigung von CHF 150.00, Auslagen 
von CHF 571.50, Fahrspesen von CHF 65.00 und MwSt. von CHF 1‘674.90; 
pag. 1334 f.). Eine Entschädigung in der Höhe von CHF 2‘468.60 (inkl. Auslagen 
und MwSt.) wurde für die Freisprüche ausgeschieden und Rechtsanwalt 
B.________ rechtskräftig zugesprochen.

Die Vorinstanz hat ihr Ermessen bei der Honorarfestsetzung nicht überschritten, 
weshalb die Kammer an die vorinstanzliche Festlegung gebunden ist (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 6B_769/2016 vom 11.11.2017 E. 2.3 und 6B_349/2016 vom 
13.12.2016 E. 2.3 und E. 2.4.2, in: Pra 2017 Nr. 23). Entsprechend wird Rechtsan-
walt B.________ für die auf die Schuldsprüche fallenden Aufwendungen eine amt-
liche Entschädigung von CHF 14‘364.80 zugesprochen. Der Beschuldigte unterliegt 
der gesetzlichen Rück- und Nachzahlungspflicht (Art. 135 Abs. 4 StPO).

18.2 Für das oberinstanzliche Verfahren

Oberinstanzlich machte Rechtsanwalt B.________ eine Entschädigung von 
CHF 5‘227.20 geltend (18 Stunden Aufwand à CHF 250.00, ausmachend 
CHF 4‘500.00, zzgl. Auslagen von CHF 190.00, Reiseentschädigung von 
CHF 150.00 und MwSt. von CHF 387.20; pag. 1526). Die Honorarnote gibt zu kei-
nen Beanstandungen Anlass. 

Rechtsanwalt B.________ wird oberinstanzlich damit eine amtliche Entschädigung 
von CHF 4‘255.20 (Honorar zum amtlichen Stundenansatz von CHF 200.00) zuge-
sprochen. Der Beschuldigte unterliegt der gesetzlichen Rück- und Nachzahlungs-
pflicht (Art. 135 Abs. 4 StPO).

VI. Verfügungen

19. Rechtskräftige Verfügungen

Die vorinstanzlichen Verfügungen nach Ziff. VII.2 und Ziff. VII.3 (pag. 1358 f.) sind 
in Rechtskraft erwachsen und damit nicht neu zu verfügen (vgl. auch pag. 1439 f., 
S. 66 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

29

20. Haft bzw. vorzeitiger Strafantritt

Bei diesem Ausgang des Verfahrens verbleibt der Beschuldigte im vorzeitigen 
Strafvollzug (vgl. auch pag. 1439, S. 66 der erstinstanzlichen Entscheidbegrün-
dung). 

21. DNA und übrige biometrische erkennungsdienstliche Daten

Beim Beschuldigten wurden DNA-Profile erstellt und biometrisch erkennungs-
dienstliche Daten angelegt (pag. 1038 ff.).

Das Bundesamt löscht die DNA-Profile beim Vollzug einer Freiheitsstrafe 20 Jahre 
nach der Entlassung aus der Freiheitsstrafe (Art. 16 Abs. 4 des DNA-Profil-Gesetz, 
DNA-ProfilG, SR 363). Dementsprechend wird die Zustimmung zur Löschung noch 
nicht erteilt. Die Zustimmung ist nach Ablauf der Frist durch das zuständige Bun-
desamt einzuholen. 

Ebenso ist die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erken-
nungsdienstlichen Daten nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde 
einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die Bearbei-
tung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten; SR 361.3).

22. Pflastersteine und DNA-Asservate

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden stellte zwei Pflastersteine 
(OW ________; OW ________; Standort Kantonspolizei OW), sechs DNA-
Asservate (OW ________ bis OW ________; Standort Kantonspolizei OW), Gar-
tenhandschuhe blau/grau (OW ________; Standort Staatsanwaltschaft OW), zwei 
Safeschlüssel (Müllersafe, Kromer, ________), ein Schlüssel Litto (E, ________) 
sowie einen Mofaschlüssel Piaggo (OW ________; Standort Staatsanwaltschaft 
OW) sicher (pag. 966; pag. 988; pag. 1444; pag. 1523). 

Die obgenannten sichergestellten Gegenstände werden in Anwendung von Art. 263 
Abs. 1 Bst. d StPO beschlagnahmt und nach Rechtskraft des Urteils zur Vernich-
tung eingezogen (Art. 69 StGB). 

30

VII. Dispositiv

Die 1. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Kollegialgericht) vom 
22.12.2016 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als:

1. Das Strafverfahren gegen A.________ wegen:

1.1. Sachbeschädigung, angeblich begangen am 18.3.2015 in ________(Adresse), 
zum Nachteil von D.________;

1.2. Hausfriedensbruch, angeblich begangen am 18.3.2015 in ________(Adresse), 
zum Nachteil von D.________;

mangels gültigem Strafantrag ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Aus-
scheidung von Verfahrenskosten eingestellt wurde;

2. A.________ unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, bestimmt auf 
CHF 3‘585.00, an den Kanton Bern sowie unter Ausrichtung einer Entschädigung von 
CHF 2‘468.60 an Rechtsanwalt B.________ freigesprochen wurde von den Anschul-
digungen:

2.1. des Diebstahls, angeblich begangen:

2.1.1. am 10.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von L.________ und 
M.________;

2.1.2. am 24./25.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
N.________, Pizzeria O.________;

2.1.3. am 27.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, 
Restaurant P.________;

2.1.4. am 3.12.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Q.________;

2.2. der Sachbeschädigung, angeblich begangen:

2.2.1. am 10.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von L.________ und 
M.________;

2.2.2. am 24./25.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
N.________, Pizzeria O.________;

31

2.2.3. am 27.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, 
Restaurant P.________;

2.2.4. am 3.12.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Q.________;

2.3. des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen:

2.3.1. am 10.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von L.________ und 
M.________;

2.3.2. am 24./25.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
N.________, Pizzeria O.________;

2.3.3. am 27.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, 
Restaurant P.________;

2.3.4. am 3.12.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Q.________;

3. A.________ schuldig erklärt wurde:

3.1. des Diebstahls, gewerbsmässig begangen (Deliktsbetrag: CHF 175‘467.45):

3.1.1. am 27.12.2014, ca. 00.05 Uhr in ________(Adresse), zum Nachteil von 
R.________;

3.1.2. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von S.________, 
T.________(Bar);

3.1.3. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil der Einzelfirma 
U.________;

3.1.4. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, Re-
staurant P.________;

3.1.5. am 19.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von V.________;

3.1.6. am 1./2.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von W.________ 
und X.________;

3.1.7. am 3.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Y.________ und 
Z.________;

3.1.8. am 9.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AA.________;

3.1.9. am 13.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AB.________;

3.1.10. am 15./16.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AC.________;

3.1.11. am 18.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von D.________;

32

3.1.12. am 20./.21.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AD.________;

3.1.13. am 21./22.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AE.________ 
und AF.________;

3.1.14. am 22./23.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AG.________ und AH.________;

3.1.15. am 23.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AI.________;

3.1.16. am 28./29.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AJ.________;

3.1.17. zwischen 30.3.2015 und 2.4.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil 
von AK.________;

3.1.18. am 9.8.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AL.________;

3.1.19. am 6./7.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AM.________;

3.1.20. am 12.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von I.________ und 
AN.________;

3.1.21. am 14.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AO.________;

3.1.22. am 21.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AP.________;

3.1.23. am 27.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AQ.________ 
(Versuch);

3.1.24. am 27./28.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AR.________;

3.1.25. am 30.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AS.________;

3.2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen (Gesamtschaden: 
CHF 57‘722.95):

3.2.1. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil der Einzelfirma 
U.________;

3.2.2. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, Re-
staurant P.________;

3.2.3. am 19.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von V.________;

3.2.4. am 1./2.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von W.________ 
und X.________;

33

3.2.5. am 3.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Y.________ und 
Z.________;

3.2.6. am 9.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AA.________;

3.2.7. am 15./16.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AC.________;

3.2.8. am 20./21.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AT.________;

3.2.9. am 21./22.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AE.________ 
und AF.________;

3.2.10. am 22./23.3.2015 in ________(Adresse) zum Nachteil von AG.________ 
und AH.________;

3.2.11. am 23.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AI.________;

3.2.12. am 28./29.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AJ.________;

3.2.13. zwischen 30.3.2015 und 2.4.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil 
von AK.________;

3.2.14. am 9.8.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AL.________;

3.2.15. am 6./7.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AM.________;

3.2.16. am 14.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AO.________;

3.2.17. am 21.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AP.________;

3.2.18. am 27.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AQ.________;

3.2.19. am 27./28.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AR.________;

3.2.20. am 30.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AS.________;

3.3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen:

3.3.1. am 6.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von N.________, Re-
staurant P.________;

3.3.2. am 19.1.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von V.________;

3.3.3. am 1./2.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von W.________ 
und X.________;

34

3.3.4. am 3.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von Y.________ und 
Z.________;

3.3.5. am 9.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AA.________;

3.3.6. am 13.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AB.________;

3.3.7. am 15./16.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AC.________;

3.3.8. am 20./21.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AT.________;

3.3.9. am 21./22.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AE.________ 
und AF.________;

3.3.10. am 22./23.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AG.________ und AH.________;

3.3.11. am 23.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AI.________;

3.3.12. am 28./29.3.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AJ.________;

3.3.13. zwischen 30.3.2015 und 2.4.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil 
von AK.________;

3.3.14. am 9.8.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AL.________;

3.3.15. am 6./7.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AM.________;

3.3.16. am 12.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von I.________ und 
AN.________;

3.3.17. am 14.9.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AO.________;

3.3.18. am 21.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AP.________;

3.3.19. am 27./28.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von 
AR.________; 

3.3.20. am 30.11.2015 in ________(Adresse), zum Nachteil von AS.________;

3.4. der Beschimpfung, begangen am 29.11.2014 in Thun, ________strasse, zum 
Nachteil von C.________;

4. Bezüglich der bei A.________ mit Verfügung des Amtes für Straf- und Massnahmen-
vollzug vom 3.7.2014 aufgeschobenen Reststrafe von 1 Jahr und 29 Tagen die Rück-
versetzung in den Strafvollzug angeordnet wurde;

35

5. A.________ in Anwendung der Art. 34, 47, 177 Abs. 1 StGB zu einer Geldstrafe von 
10 Tagessätzen zu CHF 10.00, ausmachend total CHF 100.00, verurteilt wurde;

6. Weiter verfügt wurde:

6.1. Folgende Gegenstände zur Vernichtung eingezogen werden (Art. 69 StGB):
- Goldtester-Stein (Verz. Nr. 5);
- Zerbrochene Hülle CH-Münzensammlung (Verz. Nr. 3);
- Schmuckschachtel schwarz (Verz. Nr. 4);
- Seitenschneider (Verz. Nr. 6);
- Nothammer rot (Verz. Nr. 7);
- Buch «Schweizer Münzen- und Banknotenkatalog» (Verz. Nr. 13);
- UBS-Stick, 4GB Transcent (Verz. Nr. 15);
- Grundkarte zu Sunrise Prepaid (Verz. Nr. 16);
- Grundkarte zu Sunrise Prepaid (Verz. Nr. 17);
- Schraubenschlüssel Gr.17/19, 1 Schraube (Verz. Nr. 18);
- Paar Handschuhe Leder braun (Verz. Nr. 19);
- Gartenschere grün (Verz. Nr. 21);
- Einkaufstasche Denner rot (Verz. Nr. 101);
- Tasche schwarz «FFHS» (Verz. Nr. 202);

6.2. Folgende Gegenstände zur Anmeldung von Ansprüchen öffentlich ausgeschrie-
ben werden (Art. 267 Abs. 6 StPO):
- Goldene Halskette (Verz. Nr. 2);
- 3 Broschen (Verz. Nr. 8);
- Fingerring silberfarben (Verz. Nr. 9);
- Ohrstecker silberfarben mit Stein (Verz. Nr. 10);
- Anhänger Herz «W» (Verz. Nr. 11);
- Anhänger Herz mit Steinen (Verz. Nr. 12);
- Uhr QMAX schwarz, SNr. ________ (Verz. Nr. 20);
- Taschenuhr klein (Verz. Nr. 108);
- Taschenuhr silber inkl. brauner Schachtel (Verz. Nr. 203);
- Taschenuhr ELOGA (Verz. Nr. 204);
- RADO Armbanduhr Nr. ________ (Verz. Nr. 205);
- Schachtel mit diversen Anhängern (4 Medaillons; Verz. Nr. 208).

II.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. der Drohung, begangen am 29.11.2014 in Thun, ________strasse, zum Nachteil von 
C.________;

2. der Widerhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz, begangen:

2.1. am 26.6.2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon;

36

2.2. am 17.7.2015 auf der Strecke Thun – Zürich Oerlikon.

III.

A.________ wird aufgrund der rechtskräftigen Schuldsprüche unter Ziff. I.3 bis Ziff. I.3.4. 
und der Schuldsprüche gemäss Ziff. II.1 bis Ziff. II.2.2 hiervor;

in Anwendung der Art. 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 106, 139 Ziff. 1 und 2, 144 Abs. 1, 180, 186, 
333 Abs. 1 und 3 StGB
57 Abs. 3 PBG
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 und 3 StPO

sowie unter Einbezug der seinerzeit aufgeschobenen und nunmehr zu vollziehenden 
Reststrafe im Sinne einer Gesamtstrafe nach Art. 89 Abs. 6 StGB (Ziff. I.4 hiervor);

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten;

unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft von ins-
gesamt 252 Tagen und mit vorzeitigem Strafantritt am 12.7.2016.

2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 150.00.

Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung wird auf zwei Tage festge-
setzt.

3. Zu den auf die Schuldsprüche fallenden erstinstanzlichen Verfahrenskosten von 
CHF 22‘204.50.

4. Zu den oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 2‘000.00.

IV.

1. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von A.________, Rechtsanwalt 
B.________, wird für das erstinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

37

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 63.00 200.00 CHF 12'600.00
Reisezuschlag CHF 150.00

CHF 550.75
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 13'300.75 CHF 1'064.05

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 14'364.80

volles Honorar 250.00 CHF 15'750.00
Reisezuschlag CHF 150.00

CHF 550.75
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 16'450.75 CHF 1'316.05

CHF 0.00
Total CHF 17'766.80

nachforderbarer Betrag CHF 3'402.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST (Übersetzungskosten)

A.________ hat dem Kanton Bern die für das erstinstanzliche Verfahren ausgerichtete 
Entschädigung von insgesamt CHF 14‘364.80 zurückzuzahlen und Rechtsanwalt 
B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Ho-
norar, ausmachend CHF 3‘402.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Ver-
hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

2. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von A.________, Rechtsanwalt 
B.________, wird für das oberinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 18.00 200.00 CHF 3'600.00
Reisezuschlag CHF 150.00

CHF 190.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 3'940.00 CHF 315.20

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 4'255.20

volles Honorar 250.00 CHF 4'500.00
Reisezuschlag CHF 150.00

CHF 190.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 4'840.00 CHF 387.20

CHF 0.00
Total CHF 5'227.20

nachforderbarer Betrag CHF 972.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das oberinstanzliche Verfahren ausgerichte-
te Entschädigung von insgesamt CHF 4‘255.20 zurückzuzahlen und Rechtsanwalt 
B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Ho-
norar, ausmachend CHF 972.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Ver-
hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

38

V.

Weiter wird verfügt:

1. A.________ verbleibt im vorzeitigen Strafvollzug.

2. Folgende Gegenstände/Asservate werden beschlagnahmt (Art. 263 Abs. 1 Bst. b 
StPO) und nach Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB):
- Stein, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- Stein, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- DNA, Spurnummer OW ________ (Standort Kantonspolizei Obwalden);
- Gartenhandschuhe blau/grün, Spurnummer OW ________ (Standort Staatsanwalt-

schaft Obwalden);
- 2 Safeschlüssel, Müllersafe, Kromer, ________; 1 Schlüssel, Litto, E, ________; 1 

Mofaschlüssel, Piaggo; Spurennummer OW ________ (Standort Staatsanwalt-
schaft Obwalden);

3. Die Zustimmung zur Löschung der über A.________ erstellten DNA-Profile (PCN-
Nr. ________ und PCN-Nr. ________) ist nach Ablauf der Frist durch das zuständige 
Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

4. Die Zustimmung zur Löschung der über A.________ erhobenen biometrischen erken-
nungsdienstlichen Daten ist nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde 
einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometri-
scher erkennungsdienstlicher Daten). 

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern

Mitzuteilen:
- dem Regionalgericht Oberland
- der Koordinationsstelle Strafregister (umgehend, nur Dispositiv)
- den Bewährungs- und Vollzugsdiensten (umgehend, Dispositiv und Begründung)
- dem Amt für Migration und Personenstand, Migrationsdienst (innert 10 Tagen, Dispo-

sitiv und Begründung)
- der Justizvollzugsanstalt Thorberg (umgehend, nur Dispositiv)
- der Staatsanwaltschaft Obwalden (umgehend, nur Dispositiv)

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Bern, 16. Oktober 2017 Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Zihlmann
i.V. Oberrichter Vicari

Die Gerichtsschreiberin:

Bank

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen seit Eröffnung bei der 
B