# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6658aa90-25f0-5b2c-8a94-33c1fa0fa29c
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.06.2022 SN.2022.10
**Docket/Reference:** SN.2022.10
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SN-2022-10_2022-06-30

## Full Text

Bestellung der amtlichen Verteidigung (Art. 133 StPO);;Bestellung der amtlichen Verteidigung (Art. 133 StPO);;Bestellung der amtlichen Verteidigung (Art. 133 StPO);;Bestellung der amtlichen Verteidigung (Art. 133 StPO)

Verfügung vom 30. Juni 2022 
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Sylvia Frei, Einzelrichterin 

Gerichtsschreiber David Heeb  

Partei  A. 

  Gesuchstellerin 

Gegenstand 

 

Bestellung einer amtlichen Verteidigung 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SN.2022.10 

(Hauptgeschäftsnummer: SK.2022.6) 

- 2 - 

SN.2022.10 

Die Einzelrichterin erwägt, dass 

‒ bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts unter der Geschäftsnummer 

SK.2022.6 gegen die Beschuldigte A. (nachfolgend: die Beschuldigte) ein Verfahren 

wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB), 

eventualiter Hinderung einer Amtshandlung (Art. 286 StGB), hängig ist; 

‒ die beschuldigte Person verteidigt sein muss, wenn die Staatsanwaltschaft vor dem 

erstinstanzlichen Gericht oder dem Berufungsgericht persönlich auftritt (Art. 130 

lit. d StPO); 

‒ die Bundesanwaltschaft an der Hauptverhandlung persönlich auftreten wird; 

‒ somit ein Fall notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 lit. d StPO vorliegt; 

‒ die Beschuldigte im Hauptverfahren SK.2022.6 von der Einzelrichterin mit Schrei-

ben vom 24. Mai 2022 aufgefordert wurde, bis zum 7. Juni 2022 bzw. (nach Frister-

streckung) bis zum 17. Juni 2022 eine Wahlverteidigung zu bestellen, ansonsten 

das Gericht von Amtes wegen eine amtliche Verteidigerin/einen amtlichen Verteidi-

ger ernennen würde; 

‒ die Beschuldigte in ihrer Eingabe vom 15. Juni 2022 zwar nicht explizit einen Wahl-

verteidiger bestimmte, jedoch darum ersuchte, Rechtsanwalt Alex de Capitani als 

notwendigen amtlichen Verteidiger zu bestellen; 

‒ die Verfahrensleitung gemäss Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO eine amtliche Vertei-

digung anordnet, wenn die beschuldigte Person trotz Aufforderung keine Wahlver-

teidigung bestimmt; 

‒ die Verfahrensleitung bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglich-

keit die Wünsche der beschuldigten Person berücksichtigt (Art. 130 Abs. 2 StPO); 

‒ Rechtsanwalt Alex de Capitani sich nach telefonischer Rücksprache vom 22. Juni 

2022 zur Übernahme des Mandates bereit erklärte. 

  

- 3 - 

SN.2022.10 

Die Einzelrichterin verfügt: 

1. Rechtsanwalt Alex de Capitani wird der Beschuldigten A. im Verfahren SK.2022.6 

mit Wirkung ab sofort als amtlicher Verteidiger beigeordnet. 

2. Für diesen Entscheid entstehen keine Kosten. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Die Einzelrichterin Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Zustellung an (Gerichtsurkunde): 

 Rechtsanwalt Alex de Capitani 

 A. 

 
Kopie an (A-Post): 

 Bundesanwaltschaft, Frau Sabrina Beyeler, Staatsanwältin des Bundes 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

Versand: 30. Juni 2022