# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88e8c3c2-9901-57c3-b37a-50c7d7faf160
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-30
**Language:** de
**Title:** Abweisung. Chronische Schmerzstörung, die medizinisch-theoretisch überwindbar ist. Keine neuropathische Schmerzstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Würdigung eines Gutachtens der Medas Interlaken Unterseen GmbH unter Einbezug dreier weiterer Gutachten.
**Docket/Reference:** IV.2014.00699
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00699.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00699
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Naef
Urteil
vom
30. April 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1967, arbeitete seit dem
4.
Oktober 2005
als Callcenter-
Agentin
Outbound
bei
der
Firma Y.___
(
Urk.
14/13).
Sie erlitt am 1
7.
Juni 2009 einen Unfall, bei welchem ihr
linkes
Bein in einer
Tramtüre
ein
ge
klemmt und verletzt
wurde
(
Urk.
14/19/103)
. Anschliessend war sie
teilweise
, ab dem 1
7.
April 2010 100
%
krankgeschrieben
und
der
Arbeitsver
trag
wurde ihr per
3
1.
Juli 2010
gekündigt
(
Urk.
14/20/2,
Urk.
14/14)
. Am
9.
Juni 2011 meldete
sie
sich wegen einer Neuralgie, massiven chronischen Schmerzen
,
Schlafstörungen, einem
thorakolumbalen
Schmerz
syndrom
und einer depressi
ven Störung bei der Eidgenössischen Invaliden
versicherung zur beruflichen Integration und zum Rentenbezug an (
Urk.
14/4,
Urk.
14/8). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV
Stelle, nahm erwerbliche und medizi
nische Abklärungen vor (
Urk.
14/12,
Urk.
14/13
,
Urk.
14/20
), insbesonder
e
zog sie die Akten des obligatorischen Unfallversicherers Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
(im Folgenden: Zürich)
bei (
Urk.
14/19)
und gab bei
m
Zentrum Z.___
ein neurologisches-psy
chiatrisches Gutachten in Auftrag, welches am 1
6.
Januar 2012 erstattet wurde (
Urk.
14/24)
.
Mit Vorbescheid vom
2.
August 2012 wurde eine ganze Invali
denrente per
1.
Dezember
201
1
in Aussicht gestellt (
Urk.
14/27).
Die IV-Stelle zog
, bevor sie verfügte,
die aktuellen Akten der Zürich bei, welche
zwei
Ermittlungsbericht
e
zur Observation der Versicherten enthielt
en
(
Urk.
14/40,
Urk.
14/41,
Urk.
15/1,
Urk.
15/2). Daraufhin teilte die IV
Stelle der Versicherten am 2
3.
November 2012 mit, dass sie neue Unterlagen der Zürich erhalten habe und der Verfügungserlass bis zum Abschluss der Abklärungen sistiert sei (
Urk.
14/42)
. Sie
gab ein polydisziplinäres Gutachten bei der MEDAS in Auftrag, welches am 2
0.
Dezember 2013 erstattet wurde (
Urk.
14/81)
.
Mit neue
m
Vorbescheid vom
1.
April 2014 stellte die IV
Stelle eine Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht, da der Versicherte
n
seit Juli 2010 ihre angestammte Tätigkeit sowie jede angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei. Auf aktive Arbeitsvermittlung bestehe nur Anspruch, wenn eine
gesund
heitsbedingte
Einschränkung bei der Stellensuche bestehe, was nicht der Fall sei (
Urk.
14/85). Am 1
9.
Mai 2014 liess die Versicherte Einwand erheben (
Urk.
14/88) und am 2
8.
Mai 2014 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vor
bescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt André
Largier
, am 3
0.
Juni 2014 Beschwerde erheben. Sie beantragte, ihr seien berufliche Mass
nahmen und eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen. Zudem stellte sie ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und um
Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (
Urk.
1).
Am
2
9.
Oktober 2014 schloss die IV-Stelle
in der Beschwerdeantwort
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
13). Mit Verfügung vom 1
0.
November 2014 wurde das Gesuch um unent
geltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwalt André
Largier
als unent
geltlicher Rechtsbeistand bestellt. Zudem wurde ein zweiter
Schriften
wechsel
angeordnet (
Urk.
16). Am 1
3.
Dezember 2014 liess die Versicherte
die
Replik erstatten (
Urk.
19) und am 2
2.
Januar 2015 verzichtete die IV-Stelle auf
eine
Duplik (
Urk.
22). Nach telefonischer Aufforderung reichte Rechtsanwalt André
Largier
am
4.
März 2015
seine Kostennote ein (
Urk.
24,
Urk.
25
).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG)]. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesund
heit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit
invalidenversicherungs
rechtlich
nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, wel
che die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesundheits
schaden
führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als
angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Versicherte liess in der Beschwerde vom 3
0.
Juni 2014 insbesondere vorbrin
gen, auf
somatischer
Ebene bestehe eine Neuropathie des
Nervus
peroneus
superficialis
, welche sich au
f die Arbeitsfähigkeit auswirke,
weshalb ihr wiederholt - auch gutachterlich - eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Der Ermittlungsbericht der Observation stelle zwar die volle Arbeitsunfähigkeit in Frage, beweise indessen nicht die nahezu volle Arbeitsfä
higkeit. Es bedürfe ergänzender Abklärungen, um das Zumutbarkeitsprofil sach
gerecht festlegen zu können.
Weiter diagnostiziere der psychiatrische Gutachter drei eigenständige psychische Störungen, welche die Leistungsfähigkeit
u
m 20
%
einschränkten. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb der Gutachter
dennoch den psychosozialen Faktoren eine wesentliche Bedeutung zumesse. Da sie durch den Gesundheitsschaden in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, habe sie Anspruch auf
die von den Gutachtern empfohlenen
berufliche
n
Mass
nahmen (
Urk.
1). In der Replik vom 1
3.
Dezember 2014 liess die Versicherte
ergänzen
, das
Gutachten der
Medas
sei
nicht schlüssig und deshalb keine taugliche Grundlage für die B
em
essung des Leistungsanspruchs. W
eiter
kritisierte
sie
die Ausführungen der IV-Stelle zu den sogenannten Foerster-Kriterien (
Urk.
19).
2.2
In der Verfügung vom 2
8.
Mai 2014 hielt die IV-Stelle vor allem fest, dass
der Versicherten seit Juli 2010 ihre angestammte Tätigkeit sowie jegliche ange
passte Tätigkeit wieder zu 100
%
zumutbar seien. Es lägen zudem
invaliditäts
fremde
Faktoren vor, welche nach konstanter Rechtsprechung bei der Prüfung des Invaliditätsgrads nicht berücksichtigt werden dürften.
B
ei der Stellensuche
bestehe
keine gesundheitsbedingte Einschränkung
und damit kein Anspruch auf aktive Arbeitsvermittlung. Auch wenn eine Gutachterstelle Empfehlungen betreffend berufliche Massnahmen
abgebe
, entscheide die IV
Stelle, ob die Voraussetzungen dafür erfüllt seien (
Urk.
2). In der Beschwerdeantwort vom 2
9.
Oktober 2014 führte die IV-Stelle
ausserdem
aus, die Versicherte leide hauptsächlich an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psy
chischen Faktoren, weshalb die sogenannten Foerster-Kriterien zu prüfen seien. Diese seien nicht erfüllt und somit liege kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor. Zudem
stehe
das Observationsergebnis
in
deutliche
m
Widerspruch z
u den Angaben der Versicherten
, was die Ein
schätzung stütze, dass die Versicherte über ge
nügende Ressourcen verfüge, um trotz den subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen
(
Urk.
13).
3.
3.1
3.1.1
Zunächst ist zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeit der Versicherten aus somatischer Sicht eingeschränkt ist. Im
polydisziplinären (rheumatologisch, neurologisch, psychiatrisch,
allgemein
internistisch)
Gutachten des
Zentrums
A.___
vom 2
8.
November 2010, welches von der
Zürich in Auftrag gegeben worden war, wurde als Diagnose mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähig
keit
ein
neuropathische
s
Schmerzsyndrom des
Nervus
peron
eus
superficialis
links
,
aktuell ohne Hinweis auf das Vorliegen eines
komplexen regionalen Schmerzsyndroms (
CPRS
)
festgehalten (
Urk.
14/19/189).
Aufgrund die
s
es
neuropathischen Schmerzsyndroms sei von einer Minderbelastbarkeit der linken unteren Extremität auszugehen. Zurzeit sei die Versicherte 100
%
arbeitsunfä
hig, doch es sei mit einer schrittweisen Steigerung ihrer Arbeitsfähigkeit bis zu 100
%
zu rechnen (
Urk.
14/19/195).
3.
1.2
Die IV-Stelle gab beim
Zentrum Z.___
das
neurologisch-psychiatrische Gutachten
vom
1
6.
Januar 2012
in Auftrag
.
Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit wurde
wiederum
ein
chronifiziertes
therapieresistentes lokales neuropa
thisches Schmerzsyndrom des
Nervus
peroneus
superficialis
links
festgehalten
(
Urk.
14/24/20)
.
E
s sei bisher trotz intensiver schmerztherapeutischer Bemü
hungen nicht gelungen, die in so erheblichem Umfang bestehende Schmerzsymptomatik zu verbessern. Entsprechend s
ei
aus neurologischer Sicht weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit anzuerkennen. Die
schmerzthera
peutischen
Bemühungen seien fortzusetzen. Eine multimodale, in erster Linie stationäre Schmerztherapie
müsse umgehend umgesetzt werden
.
Innerhalb
eines
Zeitraums
von sechs bis zwölf Monaten sei
eine deutliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
zu erwarten
(
Urk.
14/24/21).
3.
1.
3
Die
Zürich gab beim
Zen
t
rum A.___
ein zweites polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 2
4.
Juli 2012 erstattet wurde.
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden keine genannt. Als somatische Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein
chronifiziertes
nicht näher spezifizierbares weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom
,
diffus im Bereiche des linken Unter
schenkels
,
ohne sicheren Anhalt für ein neuropathisches Schmerzsyndrom oder ein chronisch
es
regionales Schmerzsyndrom festgehalten. Weiter wurden eine globale muskuläre Insuffizienz mit muskulären
Dysbalancen
, eine
Fehlhaltung und rezidivierende anamnestisch beschriebene Spannungskopfschmerzen sowie ein metabolisches Syndrom bei Adipositas Grad I nach WHO (BMI 34.9 kg/m
3
, Bauchumfang 100 cm), bei Diabetes mellitus (HbA1c 6,5
%
) und bei
Dyslipidä
mie
als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
aufgeführt (
Urk.
14/41/227)
.
A
us rheumatologischer Sich
t
bestehe s
owohl für die ange
stammte Tätigkeit im Callcenter als auch für sämtliche
anderen
leichten bis mittelschweren wechselbelastenden vorwiegend sitzenden Tätigkeiten ohne Zurücklegen von längeren Wegstrecken 100
%ige Arbeitsfähigkeit und a
us neurologischer Sicht bestehe keine Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
14/232)
.
3.
1.
4
Schliesslich gab die IV-Stelle
ein
polydisziplinäres (rheumatologisch, psychi
atrisch, orthopädisch, neurologisch,
allgemein
internistisch) Gutachten bei der
Medas
in Auftrag, welche
s
diese am 2
0.
Dezember 2013 erstattete. Als somatische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit wurde eine Neuropathie des
Nervus
peroneus
superficialis
links (ICD
Code S94.3
:
Verletzung sensibler Hautnerven in Höhe des Knöchels und des Fußes
)
sowie
eine Adipositas bei einem BMI von 33
genannt
(
Urk.
14/81/45)
.
Das Vorliegen eines neuropathischen Schmerzsyndroms
sowie
ein
es
chroni
sche
n
regionale
n
Schmerzsyndrom
s
wurden verneint
(
Urk.
14/81/51).
D
ie somatischen Beschwerden
schränkten die Arbeitsfähigkeit
in der
ange
stammten Tätigkeit als Callcenter-Agentin
und
in
anderen angepassten Tätig
keiten
nicht ein. Einzig in einer schweren körperlichen Tätigkeit sei aus somatischer Sicht allenfalls eine Einschränkung zu erwägen (
Urk.
14/81/62). Als Anforderungen an den Arbeitsplatz hielten die Gutachter fest, dass es sich in erster Linie um eine sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln handeln sollte. Das Heben und Tragen von Las
t
en
mit einem Gewicht von mehr als
zehn bis fünfzehn Kilogramm solle vermieden werden, ebenso längerdau
ernde Zwangshaltungen des Rückens oder des Kopfes. Repetitives Treppenstei
gen oder Gehen auf unebenem Boden sowie auf behelfs
mässigen Flächen seien als ungüns
tig zu erachten (
Urk.
14/81/63)
.
3.2
3.
2.1
Das Vorliegen eines
C
R
PS wurde in sämtlichen vier Gutachten
von verschiede
nen Gutachtern
verneint (
Urk.
14/19/189,
Urk.
14/24/18,
Urk.
14/41/227,
Urk.
14/81/51). Ein C
R
PS
II
war zwar im Bericht des Instituts für Anästhesiolo
gie des
Spitals B.___
vom 3
0.
Mai 2011 erwähnt worden, dies jedoch lediglich als Diffe
re
ntialdiagnose (
Urk.
14/18/7)
. Auch die Psychiatrische Poliklinik des
Spitals B.___
hat am 2
4.
Januar 2010 ein solches CRPS II nur im Sinne einer Verdachtsdiagnose festgehalten (
Urk.
14/19/262).
Beides genügt
jedenfalls nicht
, um d
as
Bestehen
eines C
R
PS
entgegen
dessen Verneinung in
den vier Gutach
ten überwiegend wahrscheinlich
erscheinen
zu
lassen
.
E
benso
wenig
vermag die Kritik der Versicherten an der
entsprechenden Überprüfung eines C
R
PS (
Urk.
19 S. 3-5) etwas daran zu
ändern
. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Versicherte
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
an keinem C
R
PS leidet.
3.2.2
Was das n
europathische Schmerzsyndrom
, also
durch
Schädigungen des zentra
len oder peripheren Nervensystems ausgelöst
e
Schmerzen
,
des
Nervus
peron
eus
betrifft, wurde im ersten Gutachten des
Zen
t
rums A.___
vom 2
8.
November 2010
und im
Z.___
-Gutachten
vom 1
6.
Januar 2012
eine solche Diagnose gestellt (
Urk.
14/19/189,
Urk.
14/24/20). Der neurologische Gutachter des ersten
A.___
Gut
achtens hat allerdings
bereits
darauf hingewiesen, dass das gebotene
Schonbild und das im Befund über das Ver
sorgungsgebiet des
Nervus
peron
eus
superficialis
hinausgehende sensible Störungsmuster für eine Aggravation spre
chen würden, deren Anteil jedoch erst nach einer Ordnung und Optimierung der jetzigen Polypharmakotherapie
bestimmt werden
könne
(
Urk.
14/19/185).
Im
Z.___
-Gutachten wurde relativ knapp ausgeführt, dass die bereits im ersten
A.___
-Gutachten gestellte Diagnose eines
chronifizierten
lokalen neuropathi
schen Schmerzsyndroms weiterhin gestützt werden könne (
Urk.
14/24/18).
I
m zweiten
A.___
-Gutachten
vom 2
4.
Juli 2012
un
d im
Gutachten
der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
wurde das Vorliegen eines
sol
chen neuropathologischen Schmerzsyndroms hingegen
verneint
(
Urk.
14/41/227,
Urk.
14/81/51)
.
Entgegen der Ansicht der Versicherten (
Urk.
19 S. 2) wurde im Gutachten der
Medas
somit nicht die gleiche somatische Diagnose gestellt wie im Gutachten der
Z.___
.
Der neurolo
gische Gutachter des zweiten
A.___
-Gutachtens hielt zur Begründung fest, dass die geschilderte Schmerzsymptomatik mit deutlicher Schmerzzunahme bei Bewe
gung und Belastung typischerweise gerade nicht einem neuropathischen
Schmerz
syndrom
entspreche. Auch dass die Medikamente
Saroten
und
Lyrica
keine schmerzlindernde Wirkung gehabt hätten und
Mefenacid
am
b
esten
wirke
, sei ein weiterer Grund für erhebliche Zweifel, dass es sich um ein neuro
pathisches Schmerzsyndrom handle (
Urk.
14/41/218).
Tatsächlich sind spontane Schmerzen typisch für neuropathische Schmerzsyndrome (
vgl.
Deutsches
Ärzte
blatt
Jg. 103
,
Heft 41
,
1
3.
Oktober 2006
, A2723) und schilderte die Versicherte, die Schmerzen nähmen bei Bewegung zu (
Urk.
14/41/212).
Da
Lyrica
zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen und
Saroten
zur Behandlung chronischer Schmerzen vorgesehen ist
(vgl. www.compendium.ch)
,
spricht
deren
von der Versicherten geltend gemachte nicht gute Wirkung beziehungsweise
die
bessere Wirkung von
Mefenacid
(
Urk.
14/41/212)
eher
gegen ein neuropathi
sches Schmerzsyndrom
.
Auch der neurologische Gutachter der
Medas
erklärte, die geschilderten Schmerzen entsprächen in ihrer Mehrheit keinem neuropathischen Schmerzsyndrom. Er ergänzte zudem, dass auch eine
Allodynie
(gesteigerte Schmerzempfindlichkeit)
oder
Hyperpathie
(
Sensibilitätsstörung als Überempfindlichkeit gegenüber allen örtlichen Reizen)
, welches typische Befunde eines neuropathischen Schmerzsyndroms
seien, im objektiven Untersuchungsbefund nicht nachvollziehbar seien (
Urk.
14/81/51).
D
ie Angaben der Versicherten in der Sensibilitätsüberprüfung
seien nämlich
inkonsistent und inkongruent, die demonstrierten sensiblen und motorischen Auffälligkeiten liessen sich nicht
durch eine organpathologische Schädigung erklären
(
Urk.
14/81/51). Es w
urde
auch vom rheumatologischen Gutachter
beschrieben, dass
das Schmerzverhalten und die Schmerzdemonstration vari
ierten, je nachdem ob die Versicherte abgelenkt oder beobachtet werde. So ent
behre die ausgeprägte Oberflächenberührungsschmerzhaftigkeit, diffus im linken Unterschenkel, unbeobachtet in Bauch- oder Rückenlage auf der Liege eines entsprechenden Schmerzverhaltens (
Urk.
14/81/50).
3.2.3
Insgesamt sind d
ie Darlegungen
in somatischer Hinsicht
im zweiten
A.___
Gut
ach
ten und im Gutachten der
Medas
nachvoll
ziehbar begründet und überzeugen im Hinblick auf die Frage des Vorhan
denseins eines neuropathischen Schmerzsyndroms deutlich mehr, als die diesbezüglichen Ausführungen im ersten
A.___
-Gutachten
vom 2
8.
November 2010
und im
Z.___
-Gutachten
vom 1
6.
Januar 201
2.
Entgegen den Aus
führungen der Versicherten (
Urk.
19 S. 5) setzten sich die Gutachter des zweiten
A.___
-Gut
achtens
vom 2
4.
Juli 2012
und des Gutachtens
der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
genügend mit der abweichenden Beurteilung im ersten
A.___
-Gutachten und im
Z.___
-Gutachten auseinander, wobei sie ihre abweichende Diagnosestellung schlüssig begründeten.
Es ist nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan, dass die Versicherte an einem neuropathischen Schmerzsyndrom leidet
und erscheint vielmehr wahrscheinlich, dass dies nicht der Fall ist
.
3.3
3.
3.1
Auszugehen ist somit in somatischer Hinsicht von einer Neuropathie des
Nervus
peroneus
superficialis
links
, wie sie im Gutachten der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
festgehalt
en
wurde
. Allerdings
ist darauf hinzuweisen, dass
es
nach
der
bundesgerichtliche
n
Rechtsprechung
in
invali
denversicherungsrechtlicher
Hinsicht sowieso
nicht auf die genaue Diagnose, sondern darauf an
kommt
, welche Auswirkungen eine Krankheit auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil 9C_270/2011 vom 2
4.
August 2011, E. 4.2)
.
3.3.2
Es sind zahlreiche Hinweise für eine Aggravation anlässlich der ärztlichen Unter
suchungen vorhanden
. Dieser Verdacht wurde bereits im ersten
A.___
Gut
achten
vom 2
8.
November 2010
festgehalten (
Urk.
14/19/185). Der neurolo
gische Gutachter des zweiten
A.___
-Gutachtens
vom 2
4.
Juli 2012
führte aus, das erhebliche Schmerzverhalten, welches vor allem dann demonstriert werde, wenn die Versicherte sich auf die Untersuchungssituation fokussiere, sei auffällig. Es müsse von einer erheblichen Symptomausweitung und einer
Ver
deutlichungstendenz
ausgegangen werden (
Urk.
14/41/218-221). Im Gutachten der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
wurde
festge
stellt
,
die Versicherte
sei
beim
Spital
eingang noch korrekt an Stöcken gegangen und habe
,
als sie sich dem Eingang der
Medas
genähert habe, plötzlich mit dem
Vorfuss
auf dem Boden zu schleifen begonnen (
Urk.
14/81/40-41)
. Zudem
sei
ihre Schmerzdemonstration
anlässlich der Untersuchung inkonsistent
gewesen
(
Urk.
14/81/50-51
). D
er Verdacht einer Aggravation
wird auch durch den
ersten und den
zweiten Ermittlungsberich
t
der Investigation Services vom
1
5.
April 2011 und vom
1.
Februar 2012
gestützt
, welche die Zürich in Auftrag gegeben
hatte. Gemäss diese
n
Bericht
en
erfolgte der Grossteil der Bewegungsabläufe normal, wobei augenfällige Defizite im Gang
insbesondere
im nahen Umfeld des
Zen
t
rums A.___
festgestellt
worden seien
(
Urk.
4/40/35,
Urk.
14/40/6)
.
Dies
e Feststellungen lassen
sich durch Sichtung der
auf CDs festgehaltenen
Aufnahmen
verifizieren (
Urk.
15/2).
Dazu passend erscheinen auch Diskrepanzen zwischen den Angaben der Versicherten betreffend Medikamenteneinnahme (regelmässige Einnahme von Co-
Dafalgan
,
Dafalgan
,
Tramal
und einem Antidepressivum) und dem anlässlich der Begutachtung durch die
Medas
erho
benen Medikamentenspiegel, gemäss welchem weder Codein, Paracetamol noch das Antidepressivum
Trimipramin
nachgewiesen werden konnte und der
Tramal
-Spiegel unterhalb des therapeutischen Bereichs lag (
Urk.
14/81/53).
In Anbetracht
der
von der
Versicherten geltend gemachten
massiven
Schmerzen
erscheint
diese
Nichteinnahme von Medikamenten nicht nachvollziehbar. Dieses Gesamtbild spricht gegen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somati
scher Sicht
in der
angestammte
n Tätigkeit im Callcenter und in
jede
r
andere
n
angepasste
n
Tätigkeit.
3.3.3
Im Gutachten der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
wurde einerseits ausgeführt, einzig in einer schweren körperlichen Tätigkeit sei allenfalls eine
leichtgradige
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
aus somati
schen Gründen zu erwägen
(
Urk.
14/81/62
)
und andererseits
wurde
ein de
taillier
teres Zumutbarkeitsprofil für eine angepasste Tätigkeit erstellt
(
Urk.
14/81/63)
. Es ist
für angepasste Tätigkeiten auf
das
detailliertere
Anfor
derungsprofil
abzustellen
, welches berücksichtigt, dass gewisse Tätigkeiten für die Versicherte
aufgrund
der Neuropathie des
Nervus
peroneus
superficialis
nicht geeignet sind
. Es sollte sich also um eine
sitzende Tätigkeit mit der Mög
lichkeit zu gelegentl
ichen Positionswechseln handeln, wobei d
as Heben und Tragen von Las
t
en
mit Gewicht von mehr als
zehn bis fünfzehn Kilogramm
, eine längerdauernde Zwangshaltung des Rückens oder des Kopfes, repetitives Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Boden sowie auf behelfsmässigen Flächen
zu vermeiden sind
(vgl.
Urk.
14/81/63
)
.
Diese Arbeitsfähigkeit
aus somatischer Sicht
bestand
gemäss dem Gutachten der
Medas
spätestens ab dem
1.
Juli 2010
aufgrund der vorliegenden Ermittlungsberichte, welche zeig
t
en, wie
die Versicherte beschwingt und ohne zu Hinken
umhergehe
(
Urk.
14/81/6
5
).
Allerdings fand die erste Ermittlungsphase
nicht im Jahr 2010, sondern
vom
8.
Februar bis 3
0.
März 2011 statt (
Urk.
14/40/26), weshalb die
se
Arbeitsfähigkeit spätestens auf
den
1.
April 2011
hin festzuhalten ist.
4.
4.1
Es bleibt zu klären, ob die Arbeitsfähigkeit der Versicherten aufgrund von psychi
schen
leiden
eingeschränkt ist. Das erste Gutachten des
Zen
t
rums A.___
vom 2
8.
November 2010
hielt in psychischer Hinsicht eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
fest
, welche nach dem Unfall aufgetreten sei und
keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
habe
(
Urk.
14/19/189).
Dieselbe Diagnose wurde auch im
Z.___
-Gutachten
vom 1
6.
Januar 2012
festgehalten, wobei ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgegangen wurde (
Urk.
14/24/20). Im zweiten
A.___
-Gutachten
vom 2
4.
Juli 2012
wurden als psychiatrische Diagnosen eine
histrionisch
akzentuierte Per
sönlichkeit (ICD-10 Z73.1) und eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
genannt. Die sogenannten Foerster-Kriterien seien nicht erfüllt und die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht weder für den ange
stammten Beruf noch für eine Tätigkeit mit vergleichbarem Anforderungsprofil reduziert (
Urk.
14/41/225).
Im Gutachten der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
wurden in psychischer Hinsicht als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig
leichtgradiger
Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.0) und eine chronische Schmerzstörung mit som
atischen und psychischen Fakto
r
en (ICD-10 F45.41) genannt. Zudem wurden als Störung ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit akzentuierte
histrionische
Persönlichkeitszüge genannt (ICD-10 Z73.1). Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten scheine aus psychiatrischer Sicht leicht, nämlich um 20
%
,
gemindert (
Urk.
14/81/43).
Die Versicherte könne ganztags arbeiten, wobei eine
leichtgradige
Leistungs
einschränkung
von maximal 20
%
bestehe (
Urk.
14/81/62). Allerdings wurde in diesem Gutachten auch festgehalten, die heutige Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit sei klar auf das Überwiegen von psychosozialen Faktoren zurückzu
führen beziehungsweise die
leichtgradige
ab dem
1.
Januar 2013 bestehende Leistungseinschränkung von maximal 20
%
sei auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen (
Urk.
14/81/62).
D
er psychiatrische Gutachter
führte
aus, die Versicherte sei vor allem in der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit (aufgrund der Persönlichkeitsstruktur) und in der Durchhaltefähigkeit (aufgrund der Depressivität) sowie i
m
Rahmen sozialer Interaktionen beeinträchtigt (
Urk.
14/81/105). Er hielt fest, die psychosoziale Belastungssituation (familiäre Problematik, finanzielle Schwierigkeiten) sei neben der Schmerzsymptomatik als wesentlicher krankheitserhaltender Faktor zu betrachten (
Urk.
14/81/107).
4.
2
Im Rah
men der freien Beweiswürdigung
darf sich die Verwaltung - und im Streit
fall das Gericht - weder über d
ie
beweisrechtlichen Anforderungen genü
genden
medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit unbese
hen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Letzteres gilt namentlich dann, wenn die begutachtende
Fach
person
allein aufgrund der Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert. Die
rechts
anwenden
den
Behörden haben
diesfalls
mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle
Belastungsfak
toren
) mit berück
sichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Stand
punkt aus unbeachtlich sind, und ob die von den Ärzten anerkannte Arbeits
unfähigkeit auch im Lichte der für eine Unüberwindlichkeit der
Schmerz
symptomatik
mas
s
gebenden
rechtlichen Kriterien standhält (BGE
130 V 352 E. 2.2.5
mit weiteren Hinweisen).
4.3
Von den vier Gutachten hat einzig das Gutachten der
Medas
vom 2
0.
Dezember 2013
der Versicherten aufgrund psychischer Beschwerden eine reduzierte Arbeitsfähigkeit attestiert.
Mit
überzeugende
r
Begründung
wird vom Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren ausgegangen
(
Urk.
14/81/101)
. Doch auch wenn wie im zweiten
A.___
-Gutachten
vom 2
4.
Juli 2012
von einer
somatofor
men
Schmerzstörung ausgegangen würde
(
Urk.
14/41/225)
, änderte sich nichts daran, dass versicherungsrechtlich nicht die genaue Diagnosestellung sondern die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit relevant sind. Auch was die depres
sive Störung (gegenwärtig leichte Episode) angeht, wird aufgrund der schlüssi
gen Darlegungen von deren Bestehen ausgegangen.
Zu berücksichtigen ist dabei vor allem, dass es sich beim Gutachten der
Medas
um das aktuellste Gutachten handelt, was insbesondere bei der Beurteilung des psychischen Gesundheitsschadens von Relevanz erscheint.
4.4
Gemäss
dem
Gutachten
der
Medas
vom 2
0.
De
zember 2013
fällt bei der Beschwerdeführerin einzig die d
iagnostizierte chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Betracht. Bezüglich der zusätzlich gestellten Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig leichte Episode)
und
histrionisch
er
P
ersönlichkeitszüge
ist in Wür
digung der Aktenlage -
einschliesslich
der Anamnese und der subjektiven Angaben der Versicherten
, welche Stimmungsschwankungen je nach
Schmerz
symptomatik
beschrieb (
Urk.
14/81/100)
- davon auszugehen, dass es sich bei den
depressiven Stimmungslagen um reaktive
Begleiterscheinungen der
chroni
schen Schmerzstörung
und nicht um ein selbstständiges, depressives Lei
den im Sinne einer psychischen Komorbidität
handelt
.
Es handelt sich somit entgegen der
Ansicht der Versicherten (
Urk.
1 S. 11) nicht um drei eigenstän
dige psychi
sche Störungen, welche die Leistungsfähigkeit um 20
%
einschrän
ken.
4.
5
Was die Überwindbarkeit von
somatoformen
Schmerzstörungen und ähnlichen
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern
ohne nachweisbare organische Grundlage anbelangt, ist die im Folgenden darzustel
lende bundesgerichtliche Rechtsprechung
massgebend
.
Eine fachärztlich (psy
chi
atrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung be
grün
det als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die
Schmerz
bewältigung
intensiv und konstant behindern, können den
Wiederein
stieg
in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer.
Massgebend
sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit"); ein unbefriedigendes
Behand
lungsergebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitationsmassnahmen
bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE
139 V 547 E. 3). Die
se
im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwi
ckelten Grundsätze werden
rechtsprechungsgemäss
bei der
Beurteilung der invalidisierenden Wirkung
pathogenetisch
-ätiologisch unklarer
syndromaler
Beschwerdebilder grundsätzlich analog angewendet, so namentlich auch für chronische Schmerzstörungen mit somatischen und psychischen Faktoren (Urteil des Bundesgerichts 8C_381/2012 vom 2
0.
Juni 2012 E. 4.2.1 mit weite
ren Hinweisen)
.
4.
6
4.6.1
Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die im Gutachten der
Medas
festgehaltene Arbeitsunfähigkeit von maximal 20
%
auch von versicherungsrechtlicher Bedeutung ist.
Wie das Bundesgericht wiederholt dar
gelegt hat, stellt eine
leichte depressive Störung, wie sie im vorliegenden Fall
diagnostiziert wurde,
keine Komorbidität von erheblicher Schwere und Ausprä
gung dar (
Urteil des Bundesgerichts
9C_531/2012 vom
5.
März 2013 E.
4.1
mit weiteren Hinweisen
). Umso weniger erscheint eine solche
rezidi
vierende depres
sive Störung mit gegenwärtig leichter Episode
für sich alleine
versicher
ungs
rechtlich
relevant in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
.
Vielmehr ist davon auszu
gehen, dass bei einem solchen Leiden eine Arbeitstätigkeit zumutbar erscheint,
zumal
die depressive Störung seit dem Unfallereignis offenbar nie für längere Zeit schwerer ausgeprägt war
.
4.6.2
Zudem ist zu
berücksichtigen, dass vorliegend
psychosoziale Faktoren
gemäss
dem Gutachten der
Medas
im Hinblick auf die reduzierte Arbeitsfähigkeit
eine
grosse
Rolle spielen
(
Urk.
14/81/62-63)
, wobei der nega
tive Einfluss von psychosozialen Faktoren auch bereits im ersten
A.___
Gutachten thematisiert worden war (
Urk.
14/19/197)
.
Je stärker psychoso
ziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
In diesem Zusammenhang
sind insbesondere Probleme mit dem Ehemann, welcher sich neben der Arbeit nun auch um den Haushalt küm
mern muss
,
die gesundheitliche Situation ihres Sohnes
und finanzielle Schwierigkeiten
zu erwähnen (
Urk.
14/81/32,
Urk.
14/81/35,
Urk.
14/81/122).
4.6.3
Bei den
in der ICD-10 aufgeführten Fällen mit
Z-Kodierungen handelt es sich
gemäss
der bundesgerichtlichen Praxis
um Faktoren, die
den Gesundheits
zu
stand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des
Gesundheitswesens führen. Die Kategorien Z00-Z999 sind für Fälle vorgesehen, in
denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Pro
bleme" angegeben sind, die nicht
als Krankheit, Ver
letzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A00-Y89
klassifizierbar sind
.
Soweit
d
ie
Beschwerdeführer
in
akzentuierte Persönlichkeitszüge
histrionischer
Art auf
weist
,
stellen diese
als Z-codierte Diagnose
daher
keine
rechtserhebliche Gesundheitsbeeinträchtigung
dar
(vgl.
Urteil
9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012
E.
3.1 und 3.3 mit weiteren Hinweisen) und
führen
somit auch
nicht zu einer invaliditätsrechtlich
massgeblichen
psychische
n
Komorbidität.
4.6.4
Auch die Gutachter der
Medas
gingen davon aus, dass keine begleitende schwerwiegende psychische Störung vorliegt (
Urk.
14/81/66).
Der psychiatrische Gutachter bestätigte entgegen der Ansicht der Versichert
e
n (
Urk.
19 S. 6) keine psychische Komorbidität, sondern hielt
ausdrücklich
fest, dass eine psychische Komorbidität erheblicher Schwere aus seiner Sicht nicht vollumfänglich vorhanden sei (
Urk.
14/81/107). Unabhängig von der entspre
chenden
Äusserung
der Gutachter ist
festzuhalten, dass
rechtsprechung
sgemäss
weder die leichte depressive Störung noch die
histrionischen
Persönlichkeits
züge
eine solche
Komboridität
darstellen.
Gemäss
der Beschwerdeführerin beweisen Resultate des Mini-ICF-APP
(Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und
Par
tizipationsstörungen
bei psychischen Erkrankungen)
und des MADRS
(Mont
gomery
Asberg
Depression
Scale
)
-Tests, dass sie sich krankheitsbedingt nicht zu einer konstanten Arbeitsleistung überwinden könne (
Urk.
19 S. 7). Doch diese Testergebnisse
(
Urk.
14/81/92-95)
äussern
sich nicht zur Zumutbarkeit, bei wel
cher es sich um einen Rechtsbegriff handelt, weshalb nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Überwindbarkeit bereits im Rahmen dieser Tests geprüft wurde. Entsprechend prüften die Gutachter das Vorliegen von
Unüberwindbar
keitskriterien
denn auch unabhängig von diesen Tests (
Urk.
14/81/66-67,
Urk.
14/81/106-107).
4.
7
Eine chronische körperliche Begleiterkrankung mit langjährigem
chronifizierte
m
Krankheitsverlauf liegt nicht vor (vgl. E. 3
und
Urk.
14/81/66
). Die Behandlung hat
zwar
bisher nicht
zum Ziel geführt und es liegt ein chronischer Verlauf vor.
Allerdings nahm die Versicherte
ihre
Medikamente
nicht
regelmässig
ein
(
Urk.
14/81/53)
und bef
and
sich nicht in psychiatrischer Behandlung
(
Urk.
14/81/89
)
, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine Therapie mit konsequenter Anwendung Erfolg haben könnte
und nicht von unbefriedi
genden Behandlungsergebnissen trotz konsequenter Therapien gesprochen wer
den kann
.
Gemäss
den Gutachtern der
Medas
liegt noch kein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf im Sinne eines primären Krankheitsgewinns vor (
Urk.
14/81/66), was nachvollziehbar erscheint.
Schliesslich
kann nur ein leichter sozialer Rückzug festgestellt werden, denn die Versicherte
erhielt beispielsweise am Tag vor der Begutachtung bei der
Medas
Besuch einer Bekann
ten (
Urk.
14/81/88
). Zudem
bewegt
e
sie
sich
während der Observation
mit ihren Kindern in der Stadt
und kaufte ein
(
Urk.
15/1)
.
Im Übrigen gab auch die Versi
cherte selbst
an, es gebe aktuell noch zwei bis drei ihr nahestehende Personen (
Urk.
14/81/87).
Vor diesem Hintergrund muss festgehalten werden, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Überwindbarkeitsvermutung erlauben würden, nicht oder nicht in genügendem
Ausmass
erfüllt sind. Daher kann die im Gutachten der
Medas
festgehaltene
Arbeitsunfä
higkeit von maximal 20
%
in einer angepassten Tätigkeit nicht berüc
ksichtigt werden, weil eine entsprechende Einschränkung
invalidenversi
cherungsrechtlich als überwindbar erscheint.
Es fehlt an Hinweisen daran, dass seit dem 1
0.
Juni 2009 jemals eine versicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit aus psychischen Gründen vorlag (vgl.
Urk.
14/81/106).
5.
5.1
Da somit
spätestens ab dem
1.
April 2011
keine versicherungsrechtlich rele
vante Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vorliegt
und die Anmeldung bei der Invalidenversicherung am
9.
Juni 2011 erfolgte (
Urk.
14/8)
, besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Die Versicherte stellte sich auf den Standpunkt, die Ermittlungsberichte der Observation stellten zwar die volle Arbeitsunfähigkeit in Frage, doch sie bewiesen keine nahezu volle Arbeitsfähig
keit, weshalb es ergänzende Abklärungen brauche, um das Zumutbarkeitsprofil sachgerecht festzulegen (
Urk.
1 S. 9). Allerdings wurde die volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht basierend auf diesen Ermittlungsberichten, sondern insbesondere basierend
auf
dem schlüssigen und umfassenden Gut
achten der
Medas
festgelegt.
Weitere medizinische Abklärungen erweisen sich
daher
als nicht notwendig.
Auch ein offenbar vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) organisierter Arbeitsversuch bei
Der Firma C.___
in der Zeit
vom 2
8.
April bis
am
2
6.
Juli 2014
,
bei welchem es zu Schmerzen und Schwellungen des Beins gekommen sein soll (
Urk.
1 S. 8,
Urk.
20/1,
Urk.
3,
Urk.
20/2), ändert daran nichts. Weder er
gibt sich aus dem Arbeitsvertrag vom 1
4.
April 2014, ob diese Tätigkeit einer angepassten
,
vor allem sitzenden Tätigkeit entsprach (
Urk.
20/1), noch ist klar, was der Grund der Krankschreibungen war, welcher gar nicht oder nur mit Unfall beziehungsweise Krankheit
bezeichnet
wurde (
Urk.
3,
Urk.
20/2).
5.2
Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit eingeschränkt, als der versicherten Per
son leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind, bedarf es zur Begründung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifischen Einschränkung gesundheitlicher
Art.
Arbeitsvermittlung ist namentlich dann angezeigt, wenn die versicherte Person, die aus einer Umschulung gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht von sich aus auf dem Arbeitsmarkt verwerten kann (Meyer/
Reich
muth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014,
Art.
18 N 6 mit weiteren Hinweisen).
Da der Versicher
ten
die
ih
r angestammte Tätigkeit wie auch andere angepasste Tätigkeiten wei
terhin im vollen Umfang zumutbar sind, besteht kein Anspruch auf eine solche
Arbeitsvermittlung.
Daran vermag die Empfehlung einer Stellenver
mittlung durch die IV-Stelle im Gutachten der
Medas
(
Urk.
14/81/64) nichts zu ändern.
5.3
Die Gutachter der
Medas
führten aus, dass die Versi
cherte nach mehr als vier Jahren Absenz von einer beruflichen Tätigkeit wieder schrittweise in den Arbeitsprozess eingeführt werden sollte, wobei das Arbeitspensum innerhalb eines halben Jahres auf ein volles Pensum gesteigert werden könne
(
Urk.
14/81/64).
Bei den beruflichen
Eingliederungsmassnahmen
gilt der Versicherungsfall dann als eingetreten, wenn der Gesundheitsschaden sich
dermassen
schwerwiegend auf die Erwerbsfähigkeit auswirkt, dass der betroffenen Person die Ausübung ihrer bisherigen Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet werden kann, die in Frage stehende
Einglie
derungsmassnahme
als notwendig erscheint und die erforder
lichen Krankenpflege
und
Rehabilitations
massnahmen
abge
schlossen sind (BGE 113 V 261 E. 1b mit Hinweisen).
Da der Versicherten
die
ih
r
angestammte Tätigkeit wie
auch andere
angepasste Tätig
keit
en
in vollem Umfang
zumutbar
sind
, besteh
t
kein
Anspruch auf beruf
liche
Massnahme
n
.
Ein vierjähriges Aussetzen der Berufstätigkeit ohne
versiche
rungsrelevanten
Gesundheitsschaden verschafft keinen dahingehenden Anspruch.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht.
6.2
Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Largier
, steht bei diesem Verfahrensausgang eine Entschädigung aus der Gerichtskasse zu. Mit Honorarnote vom
4.
März 2015 machte er einen Aufwand von 16,6 Stunden und Barauslagen in der Höhe von
Fr.
87.-- geltend (
Urk.
25). Dieser Aufwand ist dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache angemessen. Die Entschädigung beläuft sich unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
200.-- bis
am 3
1.
Dezember
2014 und von
Fr.
220.-- ab
dem
1.
Januar
2015 auf
Fr.
3‘7
14
.1
0
(inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Dr.
iur. André Largier, Zürich,
wird mit
Fr.
3‘7
14
.1
0
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigNaef