# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebb533c9-e17d-5dbd-acc9-3c14542f3a34
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-21
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 21.03.2024 502 2023 274
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2023-274_2024-03-21.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2023 274

Urteil vom 21. März 2024

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Privatkläger und Beschwerdeführer,

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin,

sowie

B.________, Beschuldigter und Beschwerdegegner,

und

C.________, Beschuldigte und Beschwerdegegnerin,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Valentin Aebischer

Gegenstand Nichtanhandnahme (Art. 310 StPO) – Hausfriedensbruch (Art. 186 
StGB)

Beschwerde vom 23. November 2023 gegen die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 14. November 2023

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Sachverhalt

A. Am 6. Juli 2023 reichte A.________ Strafantrag gegen B.________ und C.________, subsidi-
är gegen die D.________ AG, wegen Hausfriedensbruchs ein. Er machte geltend, dass sich am 
14. April 2023 zwei Arbeiter der Firma D.________ AG und zeitweise auch B.________ an zwei 
Stellen an den Kanalschächten auf seiner Parzelle zu schaffen gemacht hätten (act. 2000 ff.). 

B.________ und C.________ nahmen zu den Vorwürfen am 26. Juli 2023 schriftlich Stellung (act. 
2017 ff.).

Am 11. September 2023 wurden B.________ und C.________ polizeilich einvernommen (act. 2011 
ff.).

B. Am 14. November 2023 erliess die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahmeverfügung, 
Kosten zu Lasten des Staates.

C. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 23. November 2023 (Postaufgabe) Beschwer-
de. Er beantragt, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzu-
weisen sei, ein Verfahren zu eröffnen. Dabei solle insbesondere geklärt werden, ob die Arbeiter der 
Firma D.________ AG und B.________ seine Parzelle zu Recht oder unrechtmässig betreten haben 
und ob B.________ rechtmässig gehandelt hat, indem er in vollem Wissen der Grenzziehung 
zwischen den beiden freundnachbarschaftlichen Parzellen der Firma D.________ AG den Auftrag 
erteilt hat, Revisionsarbeiten an Abwasserschächten auf seiner Parzelle vorzunehmen.

Die Staatsanwaltschaft teilte am 13. Dezember 2023 mit, dass sie auf eine Stellungnahme verzichte.

B.________ und C.________ nahmen am 12. Februar 2024 Stellung und schlossen auf Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

A.________ replizierte am 19. Februar 2024.

Die Instruktionsrichterin des hiesigen Hofs setzte B.________ und C.________ am 21. Februar 2024 
Frist zur Einreichung einer allfälligen Duplik. Sie liessen sich innert Frist nicht vernehmen.

Erwägungen

1.

1.1. Die Beschwerde ist zulässig gegen die Verfügungen und die Verfahrenshandlungen von Poli-
zei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsstrafbehörden. Sie ist gegen schriftlich oder mündlich eröff-
nete Entscheide innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
(Art. 396 Abs. 1, Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 310 Abs. 2 und Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 85 Abs. 
1 JG). 

Den Akten kann nicht entnommen werden, wann die angefochtene Verfügung dem Beschwerdefüh-
rer zugestellt wurde. So oder anders gilt die Beschwerde vom 23. November 2023 gegen die Verfü-
gung vom 14. November 2023 als fristgerecht erfolgt.

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1.2. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Partei im Strafverfahren 
ist auch die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 Bst. b StPO). 

Der Beschwerdeführer ist durch die angebliche Straftat betroffen, womit er grundsätzlich zur 
Beschwerde legitimiert ist.

1.3. Gemäss Art. 388 Abs. 2 Bst. c StPO entscheidet die Verfahrensleitung der Rechtsmittelin-
stanz über das Nichteintreten auf querulatorische oder rechtsmissbräuchliche Rechtsmittel. Das 
Vorliegen rechtsmissbräuchlichen Verhaltens sollte jedoch nur in extremen oder eindeutigen Fällen 
bejaht werden (Botschaft vom 28. August 2019 zur Änderung der Strafprozessordnung, BBI 2019 
6697, 6770). Art. 388 Abs. 2 Bst. c StPO ist allerdings erst seit dem 1. Januar 2024 in Kraft und 
vorliegend nicht anwendbar, da der Entscheid vor dessen Inkrafttreten am 14. November 2023 
gefällt wurde (Art. 453 Abs. 1 StPO). 

Die Beschwerdegegner machen geltend, dass sich die Parteien seit mehreren Jahren im Streit über 
das Bauprojekt des Beschwerdeführers befinden und ein diesbezügliches Verfahren derzeit vor 
Bundesgericht hängig sei. Der Beschwerdeführer sei vor dem Kantonsgericht unterlegen und seine 
Bauarbeiten seien eingestellt worden. Es sei daher zu befürchten, dass das vorliegende Verfahren 
auf schikanösen Motiven beruhe (vgl. act. 2001). 

Die Frage nach der Rechtslage vor dem 1. Januar 2024 und eines allfälligen Rechtsmissbrauchs 
kann aufgrund des Ausgangs des Verfahrens offenbleiben.

1.4. Die Beschwerde muss eine Begründung enthalten (Art. 385 Abs. 1 und Art. 396 Abs. 1 StPO), 
wobei bei Laienbeschwerden die Anforderungen an die Begründungspflicht nicht allzu hoch anzu-
setzen sind; die Eingabe muss allerdings selbst in diesen Fällen den Rechtsstandpunkt bzw. die 
Argumente der Beschwerdeführer hinreichend deutlich werden lassen und diese Argumente müssen 
sich in sachlicher sowie gebührender Form auf das vorliegende Verfahren beziehen (vgl. z.B. Urteil 
BGer 6B_278/2013 vom 5. September 2013 E. 1), was vorliegend grundsätzlich der Fall ist.

Nicht klar ist, ob sich die Beschwerde auch gegen C.________ richtet. Der Beschwerdeführer setzt 
sich denn auch nicht mit der Erwägung der Staatsanwaltschaft auseinander, dass nicht geltend 
gemacht werde, C.________ habe sich auf das Grundstück begeben, womit eine mögliche Straf-
barkeit ihrerseits von vornherein wegfalle. Auf die Beschwerde ist somit betreffend C.________ nicht 
einzutreten, sofern sich die Beschwerde auch gegen sie richten sollte.

Der Beschwerdeführer setzt sich ebenso wenig damit auseinander, dass er keinen Strafantrag 
wegen Sachbeschädigung gestellt habe. Ein solcher ist denn auch nicht ersichtlich. Auf die 
Beschwerde ist somit nicht einzutreten, soweit er geltend machen will, dass unerlaubte Arbeiten 
ausgeführt worden seien. 

1.5. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO).

1.6. Die Beschwerde wird in einem schriftlichen Verfahren behandelt (Art. 397 Abs. 1 StPO). Die 
Strafkammer verfügt dabei grundsätzlich über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1, 393 Abs. 2 StPO). 

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2.

2.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Staatsan-
waltschaft gehe mit keinem Wort auf die subsidiäre Klage gegen die Arbeiter der Firma D.________ 
AG ein. 

2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom 
Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfin-
dung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. 
Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-
setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich 
der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis 
der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; u.a. BGE 143 III 65 E. 5.2; Urteil BGer 1B_242/2020 vom 
2. September 2020 E. 2.2; je m.H.).

Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt ungeachtet der materi-
ellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids. Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen 
Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, 
sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage 
frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des 
Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von 
einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu 
einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung 
der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.2 und 2.3.2 m.H.).

2.3. Es trifft zwar zu, dass die Arbeiter im Dispositiv der Nichtanhandnahmeverfügung nicht 
erwähnt werden. Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Verfügung jedoch namentlich, 
dass der Beschwerdeführer den Arbeitern nicht mitgeteilt habe, dass er die Arbeiten sowie das 
Betreten seines Grundstückes nicht dulde (E. 2). Dem Beschwerdeführer war es ohne Weiteres 
möglich, sich mit dieser Begründung auseinanderzusetzen, was er auch getan hat (Ziff. 3 der 
Beschwerde). Es liegt somit keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.

Darüber hinaus ist festzuhalten, dass fraglich ist, ob der Beschwerdeführer überhaupt Strafantrag 
gegen die beiden Arbeiter der D.________ AG gestellt hat, richtete sich doch der Strafantrag vom 
6. Juli 2023 subsidiär gegen die D.________ AG bzw. gegen E.________, Verwaltungsratsmitglied 
der D.________ AG (vgl. S. 1 und 3 des Strafantrags, act. 2002). Die Frage kann aufgrund des 
Ausgangs des Verfahrens offenbleiben. Der Beschwerdeführer behauptet im Übrigen nicht, dass 
E.________ sein Grundstück betreten habe und zeigt auch sonst nicht auf, inwiefern sich 
E.________ des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht haben soll. 

3.

3.1. Nach Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung, wenn 
sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen 
Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt. Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort 

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eine Nichtanhandnahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt (Art. 309 Abs. 4 StPO). Die Staats-
anwaltschaft verfügt nach Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der 
Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht 
erfüllt sind. Die Frage, ob ein Strafverfahren über eine Nichtanhandnahme erledigt werden kann, 
beurteilt sich nach dem aus dem Legalitätsprinzip abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro duriore» 
(Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 310 Abs. 2, 319 Abs. 1 sowie Art. 324 Abs. 1 
StPO). Eine Nichtanhandnahme darf nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. 
Es muss sicher feststehen, dass der Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Der Grundsatz 
«in dubio pro duriore» ist unter Würdigung der im Einzelfall gegebenen Umstände handzuhaben. 
Die Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeinstanz verfügen insoweit über einen gewissen Spiel-
raum. Im Zweifelsfall, wenn die Gründe der Nichtanhandnahme nicht mit absoluter Sicherheit gege-
ben sind, muss das Verfahren eröffnet werden. Eine Nichtanhandnahmeverfügung kann auch bei 
Fehlen eines zureichenden Verdachts erlassen werden. Mithin können die fraglichen Tatbestände 
als eindeutig nicht erfüllt erachtet werden, wenn gar nie ein Verdacht hätte geschöpft werden dürfen 
oder der zu Beginn der Strafverfolgung vorhandene Anfangsverdacht sich vollständig entkräftet hat. 
Dies ist beispielsweise der Fall bei einer unglaubhaften Strafanzeige, wenn sich keine deliktsrele-
vanten Anhaltspunkte feststellen liessen oder wenn das Opfer seine belastende Aussage im Laufe 
des Ermittlungsverfahrens glaubhaft widerrief. Die Staatsanwaltschaft eröffnet hingegen eine Unter-
suchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus 
ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 Bst. a StPO). Die 
zur Eröffnung einer Strafuntersuchung erforderlichen tatsächlichen Hinweise auf eine strafbare 
Handlung müssen erheblich und konkreter Natur sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen 
nicht. Ebenso wenig darf ein Verfahren eingeleitet werden, um Verdacht schöpfen zu können. Der 
Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglich-
keit der Begehung einer Straftat ergibt (u.a. BGE 138 IV 86 E. 4.1 ff.; 137 IV 285 E. 2.2 f.; Urteil 
BGer 6B_830/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.4; je m.H.).

3.2. Der Beschwerdeführer macht namentlich geltend, dass entgegen der Ansicht der Staatsan-
waltschaft sein Grundstück umfriedet sei, womit ein Hausfriedensbruch vorliege.

Der Beschwerdegegner ist hingegen der Ansicht, dass eine Dienstbarkeit bestehe. Ausserdem sei 
der Wille des Beschwerdeführers, sein Grundstück einzuzäunen, in keiner Weise erkennbar gewe-
sen. Er sei vom Beschwerdeführer nicht darüber informiert worden, dass dieser nicht möchte, dass 
das Grundstück betreten wird, und der Bauzaun reiche nicht aus, um diesen entgegengesetzten 
Willen zu manifestieren. 

Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Dienstbarkeit.

3.3. Nach Art. 186 StGB macht sich des Hausfriedensbruchs strafbar, wer gegen den Willen des 
Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in 
einen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen 
Werkplatz unrechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu entfer-
nen, darin verweilt. In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei Eventualvorsatz genügt 
(Urteil BGer 6B_1056/2013 vom 20. August 2014 E. 2.1 m.H.). Vorsätzlich begeht ein Verbrechen 
oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die 
Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB).

Ein zu einem Haus gehörender Platz, Hof oder Garten ist nur geschützt, wenn er umfriedet ist. Dies 
bedeutet, dass solche Flächen umschlossen sein müssen, etwa durch Zäune, Mauern oder Hecken. 

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Massgebend ist die Erkennbarkeit der Abgrenzung und nicht deren Lückenlosigkeit. Offene Plätze 
zählen, auch wenn sie zu einem Haus gehören, nicht zu den geschützten Objekten im Sinne von 
Art. 186 StGB und sind insofern öffentlich zugänglich. An ihnen kann kein Hausrecht ausgeübt 
werden (BGE 141 IV 132 E. 3.2.4 m.H.).

Geschützt ist auch der Werkplatz. Dieser muss weder unmittelbar zu einem Haus gehören noch 
umfriedet sein (BGE 104 IV 256). In der herrschenden Lehre wird jedoch verlangt, dass die Abgren-
zung des Werkplatzes von der Umgebung für jedermann klar erkennbar sein muss, denn Dritte 
müssten wahrnehmen können, dass es einen Berechtigten gebe, der hinsichtlich seines Hausrechts 
einen Willen ausübe (DELNON/RÜDY, in Basler Kommentar, Strafgesetzbuch, 4. Aufl. 2019, Art. 186 
N. 17; STOUDMANN, in Commentaire Romand, Code pénal II, 2017, Art. 186 N. 7).

Der Täter muss unrechtmässig handeln. Dies setzt voraus, dass sich der Täter dem Willen des 
Inhabers des Hausrechts widersetzt; die Widerrechtlichkeit fehlt, wenn der Berechtigte einwilligt oder 
wenn sich der Täter auf einen Rechtfertigungsgrund berufen kann (BGE 83 IV 154 E. 1; Urteil BGer 
6B_1056/2013 vom 20. August 2014 E. 2.1).

Gemäss Art. 691 Abs. 1 ZGB ist jeder Grundeigentümer verpflichtet, die Durchleitung von Röhren 
und Leitungen zur Versorgung und Entsorgung gegen vollständige Entschädigung zu gestatten, 
wenn ein anderes Grundstück sonst nicht oder nur mit unverhältnismässigen Kosten erschlossen 
werden kann. Das Recht auf Durchleitung aus Nachbarrecht kann in den Fällen nicht beansprucht 
werden, in denen das kantonale Recht oder das Bundesrecht auf den Weg der Enteignung verweist 
(Art. 691 Abs. 2 ZGB; Urteil BGer 5A_62/2023 vom 17. April 2023 E. 3), was im Kanton Freiburg 
nicht der Fall ist (vgl. Art. 50 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 
10. Februar 2012 [EGZGB; SR 210.1]). Bei Legalservituten (wie dem Durchleitungsrecht) besteht 
von Gesetzes wegen Anspruch auf Errichtung einer Dienstbarkeit. Der in Anspruch genommene 
Grundeigentümer ist verpflichtet, mit dem Anspruchsberechtigten einen Vertrag über die Begrün-
dung einer Durchleitungsdienstbarkeit abzuschliessen. Kommt er der Verpflichtung nicht freiwillig 
nach, wird diese durch ein gerichtliches Urteil ersetzt. Der gültig abgeschlossene Dienstbarkeitsver-
trag oder das Urteil sind konstitutiv; sie bringen die Dienstbarkeit unmittelbar zum Entstehen. Ein 
Grundbucheintrag ist insoweit nicht erforderlich. Doch kann der Berechtigte die Eintragung auf seine 
Kosten verlangen (Art. 691 Abs. 3 ZGB; Urteil BGer 5A_62/2023 vom 17. April 2023 E. 3 m.H.). 

Die Durchleitungsdienstbarkeit befugt den Berechtigten dazu, auf dem belasteten Grundstück alle 
jene Handlungen vorzunehmen, welche für die zweckmässige Ausübung der Durchleitung erforder-
lich sind (Betreten, allenfalls Befahren des belasteten Grundstücks, z.B. um die Leitung zu erstellen, 
zu kontrollieren und zu reparieren). Er hat dies in schonender Weise zu tun (vgl. Art. 737 Abs. 2 
ZGB) und dabei auf die Interessen des belasteten Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Der Belastete 
darf nichts vornehmen, was die Ausübung der Dienstbarkeit verhindert oder erschwert (vgl. Art. 737 
Abs. 3 ZGB; REY/STREBEL, in Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 7. Aufl. 2023, Art. 691 N. 30; 
GÖKSU, in Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 4. Aufl. 2023, Art. 691 ZGB N. 12; 
HAAB/SIMONIUS/SCHERRER/ZOBL, in Zürcher Kommentar, 1977, Art. 691 ZGB N. 10; MEIER-HAYOZ, 
in Berner Kommentar, ZGB, 1975, Art. 691 N. 20). 

3.4. Vorliegend wurden Arbeiten an zwei Kanalschächten auf der Parzelle des Beschwerdefüh-
rers durchgeführt. Der untere Kanalschacht befindet sich an der Parzellengrenze zur Strasse auf 
einem Platz, der nicht umfriedet ist (act. 2004). Diesbezüglich liegt kein Hausfriedensbruch vor, was 
der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde selbst anzuerkennen scheint.

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Hingegen liegt der obere Schacht neben einer sich auf der Parzelle des Beschwerdeführers befin-
denden Baustelle, welche durch eine Bauabschrankung umgeben ist, wobei sich der Schacht eben-
falls innerhalb der Bauabschrankung befindet (act. 2004). Entgegen der Ansicht des Beschwerde-
gegners genügt die Bauabschrankung, damit für Dritte klar erkennbar ist, dass es einen Berechtigten 
gibt, der hinsichtlich seines Hausrechts einen Willen ausübe. 

Der Beschwerdegegner macht allerdings geltend, über eine Durchleitungsdienstbarkeit zu verfügen, 
was bei der Planung des Quartiers so vorgesehen worden sei. Dem eingereichten Auszug aus dem 
Kaufvertrag kann denn auch das Folgende entnommen werden (Beschwerdeantwortbeilage 2): «Die 
Käufer haben Kenntnis, dass das Vertragsobjekt im Rahmen der Quartiererschliessungen von 
Leitungen durchquert wird. Die Parteien verzichten auf die Eintragung von Durchleitungsrechten in 
Form von Dienstbarkeiten und gewähren sich gegenseitig diese Durchleitungsrechte ohne Grund-
bucheintrag im Sinne der Bestimmungen von Art. 691 ZGB».

Der Beschwerdeführer bestreitet hingegen, dass eine Dienstbarkeit gegeben sei. Im Grundbuch sei 
keine solche eingetragen und von der Durchquerung einer Parzelle im Rahmen der Erschliessung 
könne keine Rede sein. Es handle sich nicht um eine Leitung, die seine Parzelle durchquere, um für 
eine andere Parzelle eine Drainage- oder anderweitige Servicefunktion wahrzunehmen. Die Kanali-
sationsrohre und Regenwasserschächte würden lediglich der Drainage seiner eigenen Parzelle 
dienen.

Eine Durchleitungsdienstbarkeit hat jedoch einerseits nicht im Grundbuch eingetragen zu sein. 
Andererseits ist vorliegend unerheblich, ob die Kanalisation tatsächlich Wasser des Grundstücks 
des Beschwerdegegners drainiert oder bloss desjenigen des Beschwerdeführers. Es ist kein Grund 
ersichtlich, warum der Beschwerdegegner die Kanalisation und Regenwasserschächte – auf eigene 
Kosten – hätte sollen kontrollieren und reinigen lassen, wenn er nicht der Überzeugung war, über 
eine entsprechende Dienstbarkeit zu verfügen. Der Beschwerdeführer bestreitet zwar die genaue 
Natur der in Auftrag gegebenen Arbeiten bzw. deren Notwendigkeit. Es ist jedoch auch hier nicht 
ersichtlich, warum der Beschwerdegegner ein Unternehmen hätte bezahlen sollen, wenn er nicht 
der Auffassung war, dass dies notwendig ist. Der Beschwerdeführer bestreitet im Übrigen nicht, dass 
der Beschwerdegegner die Arbeiten selbst bezahlt hat. 

Was schliesslich die beiden Arbeiter der D.________ AG betrifft, so konnten diese die genauen 
Verhältnisse betreffend die Kanalisation und Regenwasserschächte nicht kennen. Sie wurden vom 
Beschwerdegegner beauftragt und, wie gesehen, ist kein Grund ersichtlich, warum er die Arbeiten 
in Auftrag hätte geben sollen, wenn er nicht über eine entsprechende Dienstbarkeit verfügt bzw. 
davon überzeugt ist. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer den Arbeitern angeblich 
mitgeteilt hat, dass er die Arbeiten auf seiner Parzelle nicht dulde, da sein Einverständnis unerheb-
lich ist, wenn eine entsprechende Dienstbarkeit vorliegt.

Mangels (Eventual-)Vorsatz kann demnach kein Hausfriedensbruch vorliegen. Die Frage nach der 
Dienstbarkeit kann daher offenbleiben. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist.

4.

Nach Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Mass-
gabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Vorliegend wird die Beschwerde abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist. Die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gerichtsgebühr: CHF 500.-; Auslagen: 

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CHF 100.-) sind demnach dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Sie werden vom geleisteten 
Vorschuss bezogen. 

Für jede Verfahrensstufe ist die Entschädigungsfrage getrennt zu prüfen (BGE 142 IV 163 E. 3.2.2 
m.H.). Nach Art. 436 Abs. 2 StPO hat die beschuldigte Person bei einem Obsiegen im Rechtsmittel-
verfahren grundsätzlich Anspruch auf eine angemessene Entschädigung. Die Parteientschädigung 
der Beschwerdegegner wird nach einem Stundentarif von CHF 250.- festgelegt (Art. 75a Abs. 2 des 
Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Vorliegend erscheinen rund vier Stun-
den Arbeit für die Kenntnisnahme der Verfügung, der Beschwerde und der Replik, eine Besprechung 
mit der Klientschaft, das Verfassen der Beschwerdeantwort und die Kenntnisnahme des Urteils 
sowie dessen Mitteilung und Erklärung an die Klientschaft als angemessen. Unter Berücksichtigung 
weiterer kleiner Verrichtungen und Auslagen ergibt dies bei einem Stundentarif von CHF 250.- eine 
Entschädigung von pauschal CHF 1'100.-, zzgl. 8.1% MwSt., d.h. CHF 89.10. Sie geht zu Lasten 
des Beschwerdeführers (BGE 147 IV 47 E. 4.2.6).

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Die Nichtanhandnahmeverfügung vom 14. November 2023 wird bestätigt.

II. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 600.- (Gerichtsgebühr: CHF 500.-; Auslagen: 
CHF 100.-) festgesetzt und A.________ auferlegt. Sie werden vom geleisteten Vorschuss 
bezogen. 

III. Die von A.________ an B.________ und C.________ zu leistende Parteientschädigung wird 
auf CHF 1'189.10, inkl. 8.1% MwSt., festgesetzt.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 21. März 2024/sig

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin