# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97bf18fc-7c42-5a29-a007-82d39261b3c5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.04.2015 SB140555
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140555_2015-04-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140555-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Oberrichter lic. iur. S. Volken 

und Oberrichterin lic. iur. L. Chitvanni sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Baumgartner 

 

Urteil vom 20. April 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

 

Beschuldigter und I. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland, 

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Kehrli, 

 

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

betreffend 

mehrfacher Betrug 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 

25. September 2014 (DG140007) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 13. Februar 2014 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 22). 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 52) 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB, 

- des versuchten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 
Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten bestraft, wovon bis und mit 

heute 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre fest-

gesetzt.  

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2013 beschlagnahmten acht  

Bilder sowie die Cartier-Uhr ... Nr. ... werden verwertet. Mit der Verwertung wird B._____, 

Vermögenskoordinator Staatsanwaltschaft I, beauftragt. Der Nettoerlös (Erlös abzüglich 

Verwertungskosten) wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger 

Mehrbetrag wird dem Beschuldigten ausgezahlt. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO gemäss Dispositiv-Ziffer 10 bleibt vorbehalten.  

Die übrigen mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2013 beschlagnahmten 

Gegenstände werden an den Beschuldigten herausgegeben.  

5. Es wird keine Ersatzforderung gemäss Art. 71 StGB festgesetzt. 

6. Die Privatklägerin 1 wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 2 Schadenersatz von CHF 35'703.– 

zzgl. Zins zu 5 % seit dem Ereignisdatum am 23. November 2004 zu bezahlen. Im Mehr-

betrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 2 auf den Zivilweg verwiesen. 

 

 

 

-   3   - 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 40.00   Auslagen Untersuchung 

 CHF 8'000.00   Kosten Vorverfahren 

 CHF 12'540.00   Total 

9. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, wird für seine Bemühungen und 

Barauslagen mit total CHF 11'000.– (inkl. MwSt., inkl. Hauptverhandlung, Urteilsstudium 

und -besprechung) entschädigt. Die Kasse des Bezirksgerichts Meilen wird angewiesen, 

diesen Betrag an Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ auszubezahlen. 

10.  Die Kosten des Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.   

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

11.  (Mitteilungen) 

12.  (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 70): 

1. Ziff. 1 bis 4, 6 und 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 

25. September 2014 seien aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen. 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2013 beschlag-

nahmten acht Bilder sowie die Cartier-Uhr ... Nr. ... seien dem Beschuldigten 

heraus zu geben. Im Weiteren sei die durch die Vorinstanz verfügte Heraus-

gabe der weiteren beschlagnahmten Gegenstände zu bestätigen. 

4. Die Straf- und Zivilklage sei abzuweisen. 

5. Es sei dem Beschuldigten eine angemessene Genugtuung zuzusprechen. 

6. Unter ausgangsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

-   4   - 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 73): 

1. Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils mit Ausnahme von dessen 

Dispositiv Ziff. 2. 

2. Bestrafung mit 18 Monaten Gefängnis. 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Umfang der Berufung 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit Urteil vom 25. September 2014 sprach das Bezirksgericht Meilen den 

Beschuldigten des Betrugs und des Versuchs dazu im Sinne von Art. 146 Abs. 1 

teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig und bestrafte ihn mit  

einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten (abzüglich 1 Tag Haft), wobei es 

die Probezeit auf zwei Jahre festsetzte (Dispositiv-Ziffern 1 - 3). Weiter ordnete 

die Vorinstanz die Verwertung diverser Gegenstände zur Kostendeckung bzw.  

deren Herausgabe an den Beschuldigten an (Dispositiv-Ziffer 4), sah von  

der Festsetzung einer Ersatzforderung nach Art. 71 StGB ab (Dispositiv-Ziffer 6), 

entschied über die Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffern 5 - 7) und regelte die  

Kostenfolgen (Dispositiv-Ziffern 8 - 10). 

1.2. Mit Eingabe vom 6. Oktober 2014 meldete der Beschuldigte die Berufung an 

(Urk. 48). In der Berufungserklärung vom 28. November 2014 verlangte der Be-

schuldigte einen vollumfänglichen Freispruch unter ausgangsgemässer Regelung 

der Kosten- und Entschädigungsfolgen (Urk. 53). Mit Eingabe vom 23. Januar 

2015 beschränkte der Beschuldigte den Umfang der Berufung, indem er mitteilte, 

die Ziff. 8 und 9 (Kostenfestsetzung und Festsetzung des Honorars der amtlichen 

Verteidigung) seien nicht angefochten (Urk. 63). 

-   5   - 

1.3. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2014 meldete auch die Staatsanwaltschaft 

See / Oberland Berufung an (vgl. Urk. 49). In ihrer Berufungserklärung beschränk-

te die Anklagebehörde die Berufung auf die Bemessung der Strafe (vgl. Urk. 56). 

Sie beantragte dabei die Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe 

von 18 Monaten (vgl. Urk. 56 S. 2). Auf eine Anschlussberufung zur Berufung  

des Beschuldigten verzichtete sie ausdrücklich (Urk. 61). Die Privatklägerinnen 

stellten im Berufungsverfahren keine Anträge. 

1.4. Beweisanträge wurden von keiner Seite gestellt. Die Berufungsverhandlung 

fand am 20. April 2015 statt. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Aufgrund der oben aufgeführten Berufungserklärungen sind die Dispositiv-

Ziffern 8 und 9 des Urteils vom 25. September 2014 nicht angefochten und damit 

in Rechtskraft erwachsen, was vorweg festzustellen ist. Nachdem der Beschuldig-

te durch die Nichtfestsetzung einer Ersatzforderung nicht beschwert ist, sein Ver-

teidiger überdies zu dieser Ziffer keinen Abänderungsantrag gestellt hat (vgl. 

Urk. 70) und die Staatsanwaltschaft ihre Berufung auf die Strafzumessung be-

schränkte, hat auch die Ziffer 5 des vorinstanzlichen Urteils als nicht angefochten 

zu gelten und ist daher ebenfalls in Rechtskraft erwachsen. 

2.2. Demgegenüber sind die übrigen Dispositivziffern angefochten und daher im 

Rahmen der Berufung zu überprüfen (Art. 404 StPO). 

II.  Ausgangslage und Anklagevorwurf 

1. Ausgangslage 

1.1. Die Vorinstanz fasste in ihrem Entscheid die Umstände, die zum vorliegen-

dem Verfahren führten, ausführlich zusammen, worauf an dieser Stelle verwiesen 

werden kann (vgl. Urk. 52 S. 5 ff.). 

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2. Anklagevorwurf 

2.1. Dem Beschuldigten wird stark zusammengefasst vorgeworfen, der C._____ 

Versicherung nach dem Einbruchdiebstahl im Jahre 2004 in der Absicht, eine 

Vergütung zu erwirken, bewusst mehrere in der Anklageschrift einzeln aufgeführte 

Gegenstände als gestohlen gemeldet zu haben, welche tatsächlich weiterhin in 

seinem Besitz waren. Die C._____ Versicherung habe durch die erfolgte, dem 

Beschuldigten nicht zustehende Verfügung dieser Gegenstände einen Vermö-

genssachaden von Fr. 36‘873.-- erlitten und der Beschuldigte sei, wie von ihm  

beabsichtigt, um diesen Betrag bereichert worden, ohne dass er darauf Anspruch 

gehabt habe (vgl. Urk. 22 S. 3 f.) 

2.2. Weiter wirft die Anklage dem Beschuldigten vor, er habe die im Jahre 2011 

der D._____ als abhanden gekommen gemeldeten Uhren nicht besessen. Zur 

Vortäuschung deren Besitzes habe er einerseits eine Kaufquittung über eine am 

16. Februar 1984 erworbene, ihm bereits anlässlich des Einbruchdiebstahls im 

Jahr 2004 gestohlene Armbanduhr von Cartier, Modell „E._____“ durch  

Änderung der Modellnummer manipuliert und andererseits im Juli 2011 bei der  

Bijouterie Cartier telefonisch um die Ausstellung einer Wertbestätigung für eine 

Cartier Armbanduhr, Modell „E1._____“ ersucht, welche am 26. Juli 2011 ohne 

Vorlage einer entsprechenden Uhr erstellt und ihm zugeschickt worden sei. Der 

Beschuldigte habe in der Absicht gehandelt, so die Vergütung des Versiche-

rungswertes von maximal Fr. 30‘000.-- zu erreichen, welche indessen nicht erfolgt 

sei (vgl. Urk. 22 S. 5 ff.).  

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Standpunkte des Beschuldigten 

1.1. Der Beschuldigte bestritt während der Untersuchung und vor Vorinstanz den 

ihm in der Anklage vorgeworfenen Sachverhalt (Urk. 5/2, Urk. 5/3 und Prot. I 

S. 12 und 22). Dies tat er auch anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 69  

S. 3 ff.). 

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1.2. Mit Bezug auf die im ersten Anklagepunkt aufgeführten acht Bilder (Neben-

dossier 1, Urk. 22 S. 3 Ziffer 1.4. letzte 5 Positionen) bestreitet der Beschuldigte 

nicht, dass es sich bei den sichergestellten Bildern tatsächlich um die nach  

dem Einbruch im Jahr 2004 als gestohlen gemeldeten Bilder handelt. Er macht 

indessen geltend, diese seien erst im Jahre 2008 oder 2009 im Rahmen eines 

Umzuges wieder zum Vorschein gekommen. Im Zeitpunkt der Schadensanzeige 

und Auszahlung der Versicherungsleistung habe er nicht gewusst, dass diese 

noch vorhanden gewesen seien (vgl. Urk. HD 5/2 S. 3, HD 5/3 S. 3, Prot. I S. 12 

und S. 15, Urk. 45 S. 26, Urk. 69 S. 15 f.). Bezüglich der übrigen im ersten Ankla-

gepunkt aufgeführten Gegenstände (vgl. Nebendossier 1, Urk. 22 S. 3 Ziff. 1.4. 

die ersten sieben Positionen) machte der Beschuldigte im Wesentlichen geltend, 

es handle sich um solche, die er nach dem Einbruch im Jahr 2004 wieder erwor-

ben habe (vgl. Prot. I S. 12, vgl. Urk. 45 S. 15 und S. 28, Urk. 69 S. 3 ff.). 

1.3. Bezüglich der zwei Uhren gemäss zweitem Anklagepunkt (Hauptdossier, 

vgl. Urk. 22 S. 5 ff.) machte der Beschuldigte zusammengefasst geltend, diese 

Cartier-Uhren tatsächlich besessen zu haben und stellte in Abrede, einerseits ei-

ne Quittung für die Herrenarmbanduhr Cartier E._____ manipuliert und anderer-

seits eine Wertbestätigung ohne Vorweisen der Damenarmbanduhr E1._____ 

eingeholt zu haben (vgl. Prot. I S. 22 ff., Urk. 69 S. 16 ff.). 

2. Beweismittel und Grundsätze der Beweiswürdigung 

2.1. Angesichts der Bestreitungen des Beschuldigten ist – wie die Vorinstanz  

zutreffend festgehalten hat – zu prüfen, ob dem Beschuldigten der Anklagesach-

verhalt mit rechtsgenügender Sicherheit nachgewiesen werden kann, weshalb 

dieser aufgrund der Untersuchungsakten und der vorgebrachten Argumente nach 

den Beweisregeln zu erstellen ist (vgl. Urk. 59 S. 9). 

2.2. Als Beweismittel stehen vorliegend nebst diversen Urkunden, die Aussagen 

des Beschuldigten (vgl. Urk. HD 5/1-4, Prot. I S. 7 ff., Urk. 69, Prot. II S. 7 ff.), jene 

seiner Ehefrau, die u.a. als Zeugin befragt wurde (vgl. Urk. HD 6/1 und 6/2), sowie 

die Aussagen der Zeugin F._____ (vgl. Urk. HD 6/3) und des Zeugen G._____ 

(vgl. ND 1/5) zur Verfügung. 

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2.3. Zu den Grundsätzen der Beweiswürdigung, insbesondere auch zu jenen  

der Würdigung von Aussagen, hat die Vorinstanz das Nötige festgehalten  

(vgl. Urk. 52 S. 9 ff.), worauf zu verweisen ist. Auch die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz hinsichtlich der prozessualen Stellung des Beschuldigten und  

der Interessenslage seiner als Zeugin einvernommenen Ehefrau sind hier nicht  

zu wiederholen (vgl. Urk. 52 S. 11), zumal es bei der Würdigung von Aussagen 

primär auf deren inneren Gehalt (Glaubhaftigkeit) ankommt, worauf die Vorinstanz 

ebenfalls korrekt hinwies (vgl. Urk. 52 S. 10 f.). 

3. Rechtliches zum Betrug 

Die allgemeinen rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zu den einzelnen  

Elementen des Betrugstatbestandes wurden im Entscheid sowohl in objektiver  

als auch in subjektiver Hinsicht korrekt wiedergegeben, worauf zu verweisen ist 

(vgl. Urk. 52 S. 11 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Auf Wiederholungen kann daher auch 

diesbezüglich verzichtet werden. 

4. Zum Anklagepunkt gemäss Nebendossier 1 (vollendeter Betrug) 

4.1. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid eine Liste der beim Beschuldigten  

anlässlich der Hausdurchsuchung vom 14. September 2012 u.a. sichergestellten 

Gegenstände aufgeführt und dieser eine Liste der gemäss Polizeirapport nach 

dem Einbruchdiebstahl im Jahr 2004 u.a. als gestohlen gemeldeten Gegenstände 

gegenübergestellt. Im Folgenden werden diese Listen der besseren Übersicht-

lichkeit wegen in diesem Entscheid übernommen.  

4.1.1. Liste der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 14. September 2012 (unter 

anderem) sichergestellten Gegenstände (Urk. HD 16/4): 

1 Receiver, Bang & Olufsen, Typ … 
1 Kassetten-Deck, Bang & Olufsen, Typ … 
1 CD-Gerät, Bang & Olufsen, Typ … 
2 Lautsprecher-Boxen, Bang & Olufsen, Typ … 
1 Fernsehgerät, Bang & Olufsen, Typ … 
1 Nähmaschine, Bernina 1991 …, 1291-1991, 2. limitierte Auflage 

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1 Hartschalenkoffer, Samsonite, schwarz 
1 Fell-Lederjacke, LEONARD, beige 
1 Bild, Marco Antonio von Torino, … 
1 Bild, Marco Antonio von Torino, … 
1 Bild, I. Stanffiel, … 
1 Bild, I. Stanffiel, … 
1 Bild, I. Stanffiel, … 
1 Bild, Mark Tiloga, 6/99 T… 
1 Bild, T. Longaretti, … 
1 Bild, Zoologischer Garten Zürich, … 
1 Armbanduhr, Cartier ... Nr. ..., rechteckiges  
Gehäuse, römische Zahlen, Minuten-/Stundenzeiger, blaue Krone, 
schwarzes Lederarmband, in roter Uhrenbox, zusätzlich enthaltend 
1 Bestätigung zu Damenarmbanduhr Cartier … 

4.1.2. Liste der gemäss Polizeirapport nach dem Einbruchdiebstahl im Jahr 2004 

vom Beschuldigten u.a. gestohlen gemeldeten Gegenständen (Urk. HD 9/1 = 

Urk. ND 1/6/1): 

1 Hi-Fi-Stereoanlage, Bang & Olufsen, … (Position 18) 
1 Heimvideorecorder, Bang & Olufsen, … (Position 20) 
2 Lautsprecherboxen, Bang & Olufsen, … (Position 19) 
1 Farbfernsehgerät, Bang & Olufsen, …, silberfarben  
(Position 17) 
1 Nähmaschine, Bernina, Jubiläumsmodell … (Position 23) 
1 Schalenkoffer, Samsonite, schwarz, Grösse 68 (Position 56) 
1 Herrenlederjacke, Leonardo, Lammfelljacke, dunkelbraun,  
glattes Leder (Position 68) 
2 Collage (Klebebild) gemäss Bildbeilage (act. ND 1/6/3 S. 3)  
(Position 110) 
3 Gemälde, Jvo Stanffiel, …, …, … (Position 106) 
1 Lithografie gemäss Bildbeilage (act. ND 1/6/3 S. 2) 
(Position 108) 
1 Oelgemälde, Longaretto Trento, … 
(Position 107) 
1 Lithografie, Otto Baumberger, Zoologischer Garten, Jahrgang 1929, 
… (Position 94) 

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1 Herrenarmbanduhr, Cartier …, Gelbgold, mechanisch,  
ganz flach, helles Zifferblatt, dunkles Lederarmband, blauer Stein  
beim Zeiteinstellrädchen (Position 39) 

4.2. Die Vorinstanz setzte sich in ihrem Entscheid vorerst mit der allgemeinen 

Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Aussagen des Beschuldigten in 

den Einvernahmen auseinander.  

4.2.1. Sie legte dabei dar, es falle vorerst auf, dass die Erklärung des Beschuldig-

ten an der Einvernahme vom 24. Oktober 2013 (in seiner ersten Einvernahme 

vom 14. September 2012 kam der Einbruchdiebstahl im Jahr 2004 nur am Rande 

zur Sprache [vgl. Urk. HD 5/1]), Gegenstände nach dem Diebstahl wieder gekauft 

zu haben, erst auf entsprechende Frage erfolgt sei (vgl. Urk. 52 S. 16 unter  

Hinweis auf Urk. HD 5/2 S. 5). In der Tat erstaunt die späte Erklärung des Be-

schuldigten betreffend die neue Anschaffung von Gegenständen nach dem Dieb-

stahl im Jahre 2004. Denn in derselben Einvernahme hatte er zuvor auf konkrete 

Vorhalte etwa zur Nähmaschine oder aber zum Fernseher gesagt, dazu könne er 

nichts sagen (vgl. Urk. HD 5/2 S. 3). Selbst auf Vorhalt der Sicherstellungsliste 

vom 13. Februar 2013 (vgl. Urk. HD 16/4) und der Fotodokumentation dazu (vgl. 

Urk. HD 16/5) verneinte er, sich an andere Sachen (als an die Bilder) erinnern zu 

können, die zu Unrecht der Versicherung angegeben worden seien, wie Nähma-

schine und Hartschalenkoffer (vgl. Urk. HD 5/2 S. 5). Zur Bang & Olufsen-Anlage, 

die auf der Sicherstellungsliste und auf der Fotodokumentation am Anfang figu-

riert, äusserte er sich erst nach Vorhalt des Polizeirapportes vom 18. Juli 2004 

S. 8 (vgl. Urk. ND1/6/1). Er verneinte in diesem Zusammenhang, dass es sich bei 

dieser Anlage um dieselbe handeln soll, die im Jahre 2004 als gestohlen gemel-

det wurde, wobei er erst auf entsprechende Frage erstmals angab, auf jeden Fall 

B&O wieder (d.h. nach dem Einbruchdiebstahl im Jahre 2004) gekauft zu haben. 

Dazu präzisierte er, das habe er sicher als Occasion übers Internet gekauft (vgl. 

Urk. HD 5/2 S. 5). Der Beschuldigte wurde in der Folge erst an der Hauptverhand-

lung vor Vorinstanz dazu gefragt, wann und wo er diese B&O Gegenstände kaufte 

(vgl. Prot. I S. 17). Dabei äusserte er, diese Sachen fast aus nostalgischen Grün-

den wieder besorgt zu haben, was – wie auch die Verteidigung zum Teil ausführte 

(vgl. Urk. 48 S. 28) – auch für den Fernseher und die Nähmaschine gelten soll 

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(vgl. Prot. I S. 17 ff.). Die Vorinstanz erwog gestützt auf den angegebenen Wie-

derbeschaffungsgrund, Ereignisse, die mit bestimmten Gefühlen verknüpft seien, 

blieben erfahrungsgemäss besser im Gedächtnis als andere und schloss daraus 

zu Recht, es verwundere, dass der Beschuldigte die – sich eigentlich schon zu 

Beginn der Einvernahme, jedenfalls aber im Zusammenhang mit den konkreten 

Gegenständen aufdrängende – Erklärung der Wiederbeschaffung erst gegen En-

de der Einvernahme (gemeint Urk. HD 5/2) vorgebracht habe (vgl. Urk. 52 S. 16). 

Es ist der Vorinstanz zu folgen, dass bereits diese Umstände Zweifel an der Dar-

stellung des Beschuldigten wecken (vgl. Urk. 52 S. 16), zumal er auch anlässlich 

der Berufungsverhandlung, für die erst spät erfolgte Erwähnung der Wieder-

beschaffung, keine Erklärung fand (Urk. 69 S. 4 f.). 

4.2.2. Zutreffend ist sodann, dass sich diese Zweifel bei der Würdigung der übri-

gen Aussagen des Beschuldigten weiter verdichten (vgl. Urk. 52 S. 17). Die Vor-

instanz ortete in den Aussagen des Beschuldigten anlässlich der Hauptverhand-

lung eine klare Ausweichtendenz mit Bezug auf seine Erklärungen, wie er nach 

dem Einbruch im Jahre 2004 die Liste der gestohlenen Gegenstände zusammen-

stellte (vgl. Urk. 52 S. 17), was sie auch im Detail unter Wiedergabe seiner Ant-

worten auf die entsprechenden Fragen darlegte (vgl. Urk. 52 S. 17 f.). Wenn die 

Vorinstanz dabei zum Schluss gelangte, unter dem Strich habe die einzige inhalt-

liche Antwort des Beschuldigten auf die Frage nach dem Vorgehen im Anschluss 

an den Einbruchdiebstahl 2004 gelautet, dass er sich nicht erinnern könne, im  

Übrigen sei der Beschuldigte mit seinen Antworten ausweichend, vage und nicht 

detailliert geblieben, so ist dem zuzustimmen. Auch die vom Beschuldigten  

anlässlich der Berufungsverhandlung gemachten Angaben entsprechen dem von 

der Vorinstanz gezeichneten Bild. Zur Motivation der Wiederbeschaffung gab er 

wie vor Vorinstanz nostalgische Gründe an (Urk. 69 S. 6). Selbst unter Berück-

sichtigung der Tatsache, dass das Ereignis bereits im Zeitpunkt der Hauptver-

handlung rund 10 Jahre zurücklag, wäre eine konkretere Darstellung zu erwarten 

gewesen, zumal es sich beim damaligen Einbruchdiebstahl um ein einschneiden-

des und emotionales Erlebnis handelte (so auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 18),  

das für den Beschuldigten auch eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Tragweite 

hatte (vgl. Urk. ND1/6/1, wo 110 Schadenspositionen aufgelistet sind). Dabei ist in 

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Erinnerung zu rufen, dass der Beschuldigte selbst Emotionen erwähnte, die in 

Zusammenhang mit der Wegnahme u.a. von gewissen Haushaltsgegenständen 

(Fernseher, Musikanlage und Nähmaschine) und deren behaupteten Wiederbe-

schaffung standen (vgl. Prot. I S. 17, Urk. 48 S. 28, Urk. 69 S. 6). Nach alledem 

wäre tatsächlich zu erwarten gewesen, dass der Beschuldigte darüber, wie  

er nach dem Einbruchdiebstahl feststellte, welche Gegenstände fehlten, doch 

etwelche Details hätte schildern können und müssen. Im Übrigen blieben auch 

seine Schilderungen, wann, wie, wo und zu welchem Preis er gewisse Gegen-

stände wieder beschaffte, völlig oberflächlich und gleichsam unverbindlich, was 

allein aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um nicht mehr produzierte Ge-

genstände handelte, seltsam anmutet. So konnte der Beschuldigte nicht einmal 

ansatzweise konkret über die Örtlichkeiten und Umstände der Wiederbeschaffung 

der Gegenstände Auskunft geben, sondern blieb bei äusserst vagen Angaben 

(Urk. 69 S. 7 f.). Erstaunlich ist sodann, dass er alle diese Geräte wieder fand und 

dass er zu seinen Bemühungen bei der behaupteten Suche und zu seinem Erfolg 

beim entsprechenden Finden dieser Geräte, insbesondere auch zum entrichteten 

Entgelt, keine einzige konkrete Darstellung liefern konnte. 

4.2.3. Nicht nachvollziehbar ist aber auch, inwiefern nostalgische Gründe, welche 

der Beschuldigte erstmals an der Hauptverhandlung geltend machte (Prot. I 

S. 17), zur Wiederbeschaffung von verschiedenen gestohlenen Gegenständen 

wie die B&O Geräte führten. Bei der Musikanlage und dem Fernseher, alle Marke 

B&O, handelte es sich bereits im Zeitpunkt des Einbruchdiebstahls im Jahre 2004 

um alte Ware. Eine plausible Erklärung dafür, weshalb er den Ersatz von solch  

alten und dem technischen Stand nicht mehr entsprechenden Geräten, was ins-

besondere für den Farbfernseher gilt, wieder beschaffen wollte, blieb er schuldig 

und sie ist auch sonst nicht auszumachen. Seine Begründung, nostalgische 

Gründe seien für die Wiederbeschaffung solcher Geräte von Bedeutung gewesen, 

erscheint vielmehr als abstrus, jedenfalls als lebensfremd. Auch die anlässlich der 

Berufungsverhandlung in diesem Zusammenhang abgegebene Darstellung des 

Beschuldigten, man habe die Geräte für eine Ferienwohnung angeschafft,  

die man damals habe kaufen oder mieten wollen, erscheint einmal mehr als kon-

struierte Ausflucht. So konnte er auch hier den Kauf der Geräte zeitlich nicht ein-

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ordnen, was doch erstaunt, wenn die Anschaffung der Geräte im Zusammenhang 

mit dem Erwerb einer Ferienwohnung standen, was ja doch kein alltägliches Ge-

schäft darstellt. Soweit die Ferienwohnung für den Beschuldigten erst als Wunsch 

bestand, so ist indessen kaum glaubhaft, dass er dafür bereits elektronische  

Geräte anschaffte. 

4.2.4. Im Folgenden sind – entsprechend der Vorgehensweise der Vorinstanz – 

die Aussagen des Beschuldigten im Zusammenhang mit den einzelnen Gegen-

ständen unter Berücksichtigung der übrigen Beweismittel zu würdigen. 

4.3. Geräte Bang & Olufsen 

4.3.1. Die Vorinstanz hat im Einzelnen unter Zuhilfenahme der im Polizeirapport 

im Jahre 2004 aufgeführten und der an den Geräten selber angebrachten  

Bezeichnungen aufgezeigt, dass die angeblich im Jahr 2004 gestohlenen und  

die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 14. September 2012 sichergestellten 

Gegenstände (Fernseher: Position 19 gemäss Urk. HD9/1 S. 7; CD-Spieler,  

Kassettenrecorder und Receiver: Positionen 18 und 20 gemäss Urk. HD 9/1 S. 8) 

zur selben Baureihe gehören. Weiter wies die Vorinstanz darauf hin, dass sowohl 

dem Receiver als auch dem Kassettenrecorder das Verkaufsdatum 30. Mai 1987 

entnommen werden kann (vgl. Urk. 52 S. 19, vgl. auch Urk. HD16/4 S. 2). Mit  

Bezug auf die sichergestellten zwei Lautsprecher stellte die Vorinstanz demge-

genüber fest, dass die an den Geräten angebrachte Modellbezeichnung "RL 60.2" 

keinen Hinweis auf die im Polizeirapport vom 18. Juli 2004 aufgeführte Nummer 

"3300" liefert (vgl. Vorinstanz Urk. 52 S. 18 f.). Anlässlich seiner Befragung an  

der Hauptverhandlung erläuterte der Beschuldigte auf entsprechende Frage  

indessen, er denke, dass er (vor dem Diebstahl 2004) sicherlich bei der Stereo-

anlage die Boxen mit dem Rest der Anlage zusammen gekauft habe, denn Boxen 

alleine würden ja nichts bringen (vgl. Prot. I S. 31). Auch bei der (behaupteten) 

Wiederbeschaffung nach dem Einbruch denke er, von der Logik her, dass er "es" 

zusammen gekauft haben müsse (Prot. I S. 32). Mit diesen Erklärungen ist dem 

Schluss der Vorinstanz zuzustimmen, dass auch die sichergestellten, angeblich 

neu besorgten Lautsprecher zur selben Baureihe wie die angeblich gestohlenen 

-   14   - 

gehören (vgl. Urk. 52 S. 19), was der Beschuldigte an der Berufungsverhandlung 

letztlich auch bestätigte (Urk. 69 S. 6).  

4.3.2. Der Beschuldigte erklärte sowohl vor Vorinstanz als auch im Berufungsver-

fahren, er habe diese Sachen aus nostalgischen Gründen wieder besorgt (Prot. I 

S. 17, Urk. 69 S. 6 f.), was mit der Darstellung seiner Ehefrau, man habe  

"natürlich wieder die selben Sachen gekauft" (vgl. Urk. HD 6/2 S. 3) und den  

Ausführungen der Verteidigung, AH._____s hätten nach dem Einbruch 2004 ein 

anderes Exemplar der geliebten und vertrauten Musikanlage besorgt (vgl. Urk. 45 

S. 28) übereinstimmt.  

4.3.3. In diesem Zusammenhang drängt sich mit der Vorinstanz die Frage auf, wie 

der Beschuldigte nach dem Einbruchdiebstahl 2004 diese Geräte konkret wieder 

besorgte. Denn unbestritten ist, dass es sich dabei nicht etwa um Massenware, 

sondern um hochwertige Geräte eines eher exklusiven Herstellers handelte, die 

im Zeitpunkt des Einbruchs beim Beschuldigten bereits ein respektables Alter 

aufwiesen, wie dies einerseits aus dem Verkaufsvermerk auf den verschiedenen 

sichergestellten Geräten (30.5.87) und aus der Tatsache ersichtlich ist, dass die 

fraglichen Baureihen – wie die Vorinstanz unter Hinweis auf Internetangaben 

(www…..com) darlegte – in der zweiten Hälfte der 80-er Jahre hergestellt wurden 

(vgl. Vorinstanz in Urk. 52 S. 19 f.). Selbst der Beschuldigte gab im  

Übrigen an, dass man diese Gegenstände zu jenem Zeitpunkt nicht mehr neu  

hätte kaufen können (vgl. Prot. I S. 19). Der Beschuldigte wurde an der Hauptver-

handlung detailliert zur Vorgehensweise und zu den Umständen der Wiederbe-

schaffung befragt (vgl. Prot. I. S. 16 ff.). Die Vorinstanz setzte sich in ihrem Ent-

scheid äusserst ausführlich mit den diesbezüglichen Aussagen des Beschuldig-

ten, die sie auch entsprechend zitierte, auseinander, worauf an dieser Stelle ver-

wiesen werden kann (vgl. Urk. 52 S. 20 ff.). Die Aussagen des Beschuldigten zei-

gen, dass er zu keinem Zeitpunkt in der Lage war, auch nur im Ansatz konkrete 

Angaben zu liefern oder aber die näheren Umstände der Wiederbeschaffung der 

Bang & Olufsen Geräte konkret zu beschreiben. So konnte er weder ungefähre 

Angaben zum Zeitpunkt der Wiederbeschaffungskäufe machen, noch zum Ort, wo 

diese erfolgten bzw. darüber, ob er die Gegenstände abholte oder ihm diese  

-   15   - 

geliefert wurden, noch auf welchen Kanälen er die Gegenstände suchte, noch ob 

er gezielt vorging, noch welchen Preis und wie er dafür bezahlte. Auch an der Be-

rufungsverhandlung konnte der Beschuldigte nicht mehr als allgemeine Angaben 

zu den Umständen der Wiederbeschaffung machen. So gab er an, er wisse nicht 

mehr, wo er die Sachen gekauft habe. Er habe ein grosses berufliches Netzwerk, 

zudem gebe es die Möglichkeiten des Internets. Auf weitere Nachfrage gab er an, 

in Genf sei etwas gewesen, etwas in Italien und der Züri Oberländer Märt wäre 

auch möglich gewesen. Zu den Abholungs- und Zahlungsmodalitäten, welche ei-

nem bei emotional wichtigen Gegenständen, die man nicht alle Tage neu kauft 

durchaus erinnerlich sein sollten, gab der Beschuldigte oberflächlich an, "die Ge-

räte holt man ab" bzw. angesprochen darauf, ob er bar bezahlt habe, "ja, das geht 

nur bar" (Urk. 69 S. 8). Wenn die Vorinstanz das Aussageverhalten des Beschul-

digten als ausweichend, vage und praktisch frei von Details bezeichnete, so ist 

dem auch nach Berücksichtigung der Aussagen anlässlich der Berufungsverhand-

lung zuzustimmen. Freilich trifft es zu, dass der Einbruch beim Beklagten im Jahre 

2004, mithin vor geraumer Zeit, stattfand, was auch für die Wiederbeschaffung 

dieser Gegenstände der Fall sein kann. Indessen lässt sich die Detailarmut seiner 

Angaben nicht mit dem Zeitablauf erklären. Denn es ist nicht anzunehmen – was 

der Beschuldigte auch nicht geltend machte –, dass sich die Suche nach diesen 

exklusiven Geräten einfach gestaltete. Angesichts der Tatsache, dass er diesen 

Geräten nostalgischen Wert beimass, muss auch angenommen werden, dass 

sein Aufwand bei der Suche und insbesondere seine Erfolge bei der Wiederbe-

schaffung mit Emotionen verbunden waren, die normalerweise konkret und länger 

im Gedächtnis haften bleiben. Insofern ist die Detailarmut seiner Schilderungen  

– mit der Vorinstanz – schwer nachvollziehbar (vgl. Urk. 52 S. 22). 

4.3.4. Auch die Aussagen der Ehefrau des Beschuldigten, der Zeugin H._____, 

tragen diesbezüglich nicht zur Klärung bei. Zwar sagte auch sie  

in Übereinstimmung mit der Darstellung des Beschuldigten, man habe nach  

dem Einbruch gewisse Sachen wieder gekauft, wobei sie präzisierte, sie hätten 

"natürlich" wieder die selben Sachen gekauft (vgl. Urk. HD 6/2 S. 3). Sie sprach 

u.a. davon, der TV-Apparat sei via Internet beschafft worden, sie glaube, das  

habe ihr Mann auch wieder zusammengesucht (a.a.O. S. 4). Der Grund für die 

-   16   - 

Wiederbeschaffung eines völlig veralteten Röhrenbildschirms seien Erinnerungen 

gewesen (a.a.O. S. 4). Mehr ist ihren Aussagen nicht zu entnehmen, insbesonde-

re nichts zu den konkreten Umständen der Wiederbeschaffung.  

4.3.5. Die Vorinstanz zitierte im Zusammenhang mit den Lautsprechern die Aus-

führungen der Verteidigung, wonach der Beschuldigte via Internet genau jene 

Musikanlage wieder gefunden habe, die gestohlen worden sein soll, allerdings 

hätten sich zunächst bloss zwei Lautsprecherboxen auftreiben lassen, worauf 

man sich an den reduzierten Sound gewöhnt und nicht weiter gesucht habe (vgl. 

Urk. 45 S. 15). Diese Darstellung wirft Fragen auf. Gemäss dem Inventarblatt, 

welches der Beschuldigte im Jahre 2002 zur Police Nr. ... erstellte, befanden sich 

damals 4 Boxen B&O zum Betrag von Fr. 4'000.-- in seinem Wohnzimmer (vgl. 

Urk. HD 16/12 S. 1). Gemäss Polizeirapport wurden beim Einbruchdiebstahl im 

Jahre 2004 aber zwei Lautsprecherboxen gestohlen (vgl. Urk. HD 9/1 S. 8 Positi-

on 19, ca. Fr. 3'600.--). Wurden lediglich zwei Boxen gestohlen, dann müsste der 

Beschuldigte durch die behauptete Wiederbeschaffung von zwei Boxen wieder im 

Besitze von vier Boxen gewesen sein, was, wie die Vorinstanz bemerkte, zu Un-

gereimtheiten mit der Erklärung der Verteidigung betreffend reduziertem Sound 

führte. Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger lediglich aus, 

der Beschuldigte habe im Internet genau jene Musikanlage wieder gefunden, die 

abhanden gekommen sei. Der Beschuldigte seinerseits vermochte aus seiner Er-

innerung nicht mehr anzugeben, wie viele Boxen er vor dem Diebstahl im Jahr 

2004 besass, ob zwei oder vier, und wie viele im gestohlen wurden. Zur Wieder-

beschaffung gab er an, er glaube, er habe zwei wieder gekauft (Urk. 69 S. 9 f.). 

Im Rahmen der Hausdurchsuchung wurden jedenfalls im Keller zwei Boxen zu-

sammen mit der Stereoanlage und dem Fernsehgerät gefunden (vgl. Sicherstel-

lungsliste Urk. HD 16/4 S. 2 zu Position 19, Fotobogen Urk. HD 16/5). 

4.3.6. Die Vorinstanz wies im Zusammenhang mit dem Fernseher und dem CD-

Spieler auf die an diesen Geräten angebrachten identischen Aufkleber eines Ge-

schäftes in I._____ (… AG, TV-VIDEO-HIFI, … I._____, Tel. …) hin (vgl. Urk. 52 

S. 23), bzw. bezüglich des Receivers und des Kassettenrecorders auf Aufkleber 

eines Geschäftes in J._____ / … (…-tv, J._____ …, …, verk. 30.5.87; vgl. Urk. 52 

-   17   - 

S. 24). Dabei erwog die Vorinstanz, die Aufkleber stellten bei den erwähnten Ge-

räten nicht nur einen Bezug zur Region Zürich her, sondern darüber hinaus konk-

ret zu Ortschaften, mit denen der Beschuldigte näher verbunden gewesen sei, 

zumal er seit 1994 oder 1995 in der Gemeinde I._____ gewohnt habe und vorher 

im benachbarten K._____ (vgl. Urk. 52 S. 24 unter Hinweis auf Prot. I. S. 14). 

Weiter wies die Vorinstanz auf die Aussage des Beschuldigten hin, wonach er 

selber den Kauf der Stereoanlage in einem Geschäft in seinem damaligen Woh-

nort J._____ erwähnt hatte (vgl. Prot. I. S. 31), was mit den Aufklebern auf dem 

Receiver und dem Kassettenrecorder übereinstimmt (vgl. Urk. 52 S. 24). Es ist 

nun der Vorinstanz zuzustimmen, dass diese Aufkleber als gewichtiges Indiz für 

den eingeklagten Sachverhalt zu werten sind. Denn die Aufkleber verraten einer-

seits den ursprünglichen Ort des Erwerbs der Geräte, der fraglos eine Nähe zum 

damaligen Wohnort des Beschuldigten aufweist, und lassen andererseits die 

Wahrscheinlichkeit, dass diese später über das Internet oder aber auf einem 

Markt in Genf, im Kanton Aargau oder in Italien erworben werden konnten, als 

sehr minimal erscheinen. Daran vermag der vom Beschuldigten im Berufungsver-

fahren eingeführte Aspekt, dass es sich bei den B&O Geräten nicht um Massen-

ware handelt und verglichen mit anderen Marken eine geringere Händlerdichte 

besteht, nichts zu ändern (Urk. 69 S. 9, Urk. 70 S. 4). 

4.3.7. Insgesamt lassen verschiedene Indizien (identische Baureihe der sicherge-

stellten und gestohlenen Geräte, Auffinden der gestohlenen Geräte im Keller, 

Hinweise aufgrund der Aufkleber an verschiedenen Geräten, damalige Wohnorte 

der Beschuldigten) keinen anderen Schluss zu, als dass es sich bei den sicherge-

stellten Geräten um dieselben handelt, die bereits vor dem Einbruchdiebstahl im 

Jahre 2004 im Besitz des Beschuldigten standen, mithin nicht gestohlen wurden. 

Diese Schlussfolgerung wird durch die – wie oben dargetan – in vielfacher Hin-

sicht nicht als glaubhaft einzustufenden Aussagen des Beschuldigten bestärkt. 

 

 

 

-   18   - 

4.4. Nähmaschine 

4.4.1. Bei der beim Beschuldigten sichergestellten Nähmaschine handelt es sich 

um ein in limitierter Auflage produziertes Sondermodell der Marke Bernina zum 

700-jährigen Bestehen der Schweiz mit der Bezeichnung "CONFEDERATIO 

HELVETICA 1291-1991" (vgl. Urk. HD 16/4 S. 2). Im Polizeirapport vom 18. Juli 

2004 ist die Nähmaschine derselben Marke als "Jubiläumsmodell 1991" angege-

ben (vgl. Urk. HD 9/1 S. 9 Position 23). Mit der Vorinstanz gehören somit sowohl 

die gestohlene als auch die sichergestellte Nähmaschine zur selben, markanten 

Modellreihe (vgl. Urk. 52 S. 25). 

4.4.2. Der Beschuldigte machte auch diesbezüglich geltend, die Nähmaschine 

nach dem Einbruch wieder beschafft zu haben. In Übereinstimmung mit den Aus-

sagen seiner Ehefrau (vgl. Urk. HD 6/2 S. 4) erklärte er, seine Frau habe nach 

dem Einbruchdiebstahl 2004 "wieder eine solche" Nähmaschine gewollt (Prot. I. 

S. 19), was sich auch mit der Darstellung der Verteidigung – wie die Vorinstanz 

zutreffend ausführte (vgl. Urk. 52 S. 25) – deckt. 

4.4.3. Auch in diesem Zusammenhang stellt sich daher die Frage, wie der Be-

schuldigte diese Nähmaschine nach dem Einbruchdiebstahl 2004 konkret wieder 

beschaffte, zumal es sich dabei nicht um eine Massenware, sondern um ein limi-

tiertes Sondermodell handelte. Der Beschuldigte machte zur Wiederbeschaffung 

dieses Gegenstandes in der Untersuchung keine Angaben (vgl. Vorinstanz in 

Urk. 52 S. 25). Anlässlich der Hauptverhandlung wurde der Beschuldigte dazu 

eingehend befragt, wie die Vorinstanz in ihrem Entscheid im Einzelnen dartat, wo-

rauf verwiesen werden kann (vgl. Urk. 52 S. 26). Die Aussagen des Beschuldigten 

liefern keine präzisen Angaben zur Ortschaft des Kaufes ("..nach der Grenze …. 

wenn Sie bei Luino weiterfahren …, vgl. Prot. I S. 19). Zum Geschäft, bei wel-

chem der Kauf stattgefunden haben soll, erweisen sich seine Angaben zudem als 

widersprüchlich (…"auf dem Markt"… bzw. "in einem kleinen Laden", vgl. Prot. I. 

S. 19). An der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte erneut an, die Näh-

maschine auf einem Markt gekauft zu haben. Insgesamt ist festzustellen, dass 

seine Aussagen an der Berufungsverhandlung, dem vorangehenden Verfahren 

gleich, weite Lücken offen liessen, so zum Beispiel zum Zeitpunkt, zum Ort ("Ich 

-   19   - 

denke in Italien. Wir waren oft im Tessin. Wahrscheinlich in Luino") und zum Preis 

des erfolgten Kaufes ("Ich denke, es war wohl ein guter Betrag."). Die Vorinstanz 

hat dazu zutreffend erwogen, dass die weitgehend unverbindlichen Angaben des 

Beschuldigten vor dem Hintergrund, dass mit dieser Nähmaschine ganz persönli-

che Erinnerungen verbunden sein sollen (Hochzeitsgeschenk für seine Ehefrau), 

wie dies sowohl der Beschuldigte (vgl. Prot. I S. 19) als auch seine Ehefrau (vgl. 

Urk. HD 6/2 S. 4) angaben, und trotz des Zeitablaufs eine wesentlich detailliertere 

Schilderung zu den näheren Umständen, die zur zufälligen Entdeckung der  

gesuchten Nähmaschine führten, zu erwarten gewesen wäre (vgl. Urk. 52 S. 26). 

Dies insbesondere auch deshalb, weil der Kauf dieser Nähmaschine einmalig  

war und die Erinnerung deshalb nicht infolge diverser erlebter, gleichartiger  

Handlungen untergegangen sein kann. Dies alles lässt die Darstellung des  

Beschuldigten als unglaubhaft und als Schutzbehauptung erscheinen. 

4.4.4. Aber nicht nur das. Wie die Vorinstanz in ihrem Entscheid darlegte (vgl. 

Urk. 52 S. 27), stehen die Aussagen des Beschuldigten auch in Widerspruch zur 

Darstellung seiner Ehefrau, die zwar zu den Umständen der Wiederbeschaffung 

nicht konkret befragt wurde, indessen von sich aus das Internet als benütztes  

Instrument und letztlich als erfolgreicher Suchkanal (beispielsweise) für die  

Nähmaschine bezeichnete (vgl. Urk. HD 6/2 S. 4), wobei sie ihre Erklärungen in 

Wir-Form formulierte, was auf die Mitwirkung des Beschuldigten bei der entspre-

chenden Suche hinweist (vgl. Urk. HD 6/2 S. 4: "Die Skis haben wir über das Internet, 
über Gratis-Inserate gekauft. Auch weitere Sachen, wie beispielsweise die Nähmaschine. Das  

haben wir wieder zusammengesucht."). An der Berufungsverhandlung führte der  

Beschuldigte, angesprochen auf die Angaben seiner Frau aus, es sei schon  

möglich, dass sie die Nähmaschine übers Internet gekauft hätten. Dies nachdem 

er vorher klar ausgeführt hatte, die Nähmaschine hätten sie auf einem Markt ge-

kauft (Urk. 69 S. 10 f.). Diese Anpassung der Darstellung zeigt einmal mehr, wie 

vage der Beschuldigte über diese Wiederbeschaffung berichtet und lässt keinen 

anderen Schluss zu, als dass eine Wiederbeschaffung dieser Nähmaschine gar 

nie stattgefunden hat. 

-   20   - 

4.4.5. Die Vorinstanz legte zudem weiter dar, die Aufschrift auf dem Aufkleber auf 

der Rückseite der sichergestellten Nähmaschine (zum genauen Text vgl. Urk. 52 

S. 27) zeige ihren Ursprung in der Region Zürich, was der Verteidiger anlässlich 

der Berufungsverhandlung ausdrücklich anerkannte (Prot. II S. 12). Sodann  

erwog die Vorinstanz zutreffend, dass die Wahrscheinlichkeit als sehr gering  

einzustufen ist, dass die vom Beschuldigten in Norditalien (oder im Internet)  

gefundene Nähmaschine ursprünglich ausgerechnet aus der Region Zürich 

stammt. In Kombination mit der Tatsache, dass auch die oben bereits diskutierten 

B&O Geräte, die der Beschuldigte an den verschiedensten Orten  wiederbeschafft 

haben will, nachweislich aus der Region Zürich stammen, teilweise sogar aus der 

unmittelbaren Nähe zum damaligen Wohnort des Beschuldigten, kann eine solche 

Wahrscheinlichkeit nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden.  

Diesen zutreffenden Erwägungen ist nichts mehr beizufügen. Mit der Vorinstanz 

ist festzustellen, dass die Indizien klar den in der Anklageschrift genannten  

Sachverhalt stützen und dass gestützt darauf keine erheblichen Zweifel daran  

bestehen, dass auch die beim Beschuldigten sichergestellte Nähmaschine, mit 

der im Jahre 2004 als gestohlen gemeldeten, identisch ist.  

4.5. Lederjacke 

4.5.1. Die Vorinstanz hat zur Lederjacke erwogen, aufgrund der unterschiedlichen 

Farbbezeichnung verblieben unüberwindliche Zweifel daran, dass es sich bei der 

sichergestellten Jacke um jene handelt, die der Beschuldigte 2004 als gestohlen 

gemeldet hatte. Somit könne der Nachweis für den in der Anklage genannten 

Sachverhalt, nämlich dass die als gestohlen gemeldete Lederjacke tatsächlich 

nicht gestohlen war, sondern sich weiterhin im Besitz des Beschuldigten befand, 

nicht erbracht werden (vgl. Urk. 52 S. 28). 

4.5.2. Diese Erwägungen der Vorinstanz kommen einem Freispruch in diesem 

Punkt gleich. Daran muss es – nachdem die Berufung der Staatsanwaltschaft den 

Schuldpunkt nicht betrifft – in Anwendung des Verschlechterungsverbotes sein 

bewenden haben. 

 

-   21   - 

4.6. Samsonite-Koffer 

4.6.1. Der beim Beschuldigten sichergestellte Koffer wird in der Sicherstellungs-

liste wie folgt beschrieben: "Hartschalenkoffer, Samsonite, schwarz, mit Zahlen-

kombination" (Urk. HD 16/4 S. 2). Die Beschreibung des im Polizeirapport 2004 

als gestohlen gemeldeten Koffers lautet: "Schalenkoffer, Marke: Samsonite, 

schwarz, Grösse 68" (Urk. HD 9/1 S. 16 Position 56). Immerhin kann festgestellt 

werden, dass damit Koffertyp, Hersteller und Farbe dieser beiden Koffer identisch 

sind. Freilich kann mit der Vorinstanz alleine daraus nicht auf die Identität dieser 

Koffer geschlossen werden (vgl. Vorinstanz dazu in Urk. 52 S. 29). 

4.6.2. Am Griff des Sichergestellten Koffers ist nun ein Adressanhänger befestigt 

(vgl. Fotobogen Urk. HD 16/5 S. 2 unten) mit dem folgenden Text: A._____; … 

J._____; SWITZERLAND. Die Vorinstanz legte aufgrund der Angaben des Be-

schuldigten dar, dass er vor seinem Umzug nach M._____, der 1994 oder 1995 

erfolgte, während 3 bis 4 Jahre in K._____ und er zuvor in  

J._____ wohnte (vgl. Prot. I S. 14 und 35 f.). Gestützt darauf schloss die  

Vorinstanz zu Recht, dass der hier zur Diskussion stehende Koffer, der nach  

Darstellung des Beschuldigten frühestens nach dem Einbruch von 2004 in seinen 

Besitz kam, mit einer Adresse versehen wurde, die seit mehr als 10 Jahre nicht 

mehr aktuell war (vgl. Urk. 52 S. 29).  

4.6.3. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass keine vernünftige Erklärung vorstell-

bar ist, weshalb der Beschuldigte an einem (als Ersatz für einen gestohlenen) ge-

kauften Koffer eine Adressetikette anbringen sollte, welche die vorletzte, seit mehr 

als 10 Jahren nicht mehr aktuelle Wohnadresse betrifft. Die von der Verteidigung 

vorgebrachte Vorgehensweise (nämlich das automatische Anbringen der alten 

Etiketten an neu gekaufte Koffer, vgl. Urk. 45 S. 15 und Prot. I S. 39) verfängt  

im konkreten Fall nicht. Denn sie setzt voraus, dass der alte Koffer samt dessen 

Etikette noch vorhanden ist, was hier nach der Darstellung des Beschuldigten, der 

den Diebstahl des Koffers im Jahre 2004 geltend machte, nicht zutrifft. Neu brach-

te der Verteidiger dazu an der Berufungsverhandlung vor, der bei der Hausdurch-

suchung sichergestellte Koffer sei ein alter Koffer, weshalb es durchaus möglich 

sei, dass eine alte Adresse angehängt gewesen sei. So habe der Einbruch  

-   22   - 

während der Ferien der Familie des Beschuldigten stattgefunden, weshalb sich 

lediglich ein Koffer (der gestohlen wurde) im Haus befunden habe. Die übrigen 

Koffer hätte die Familie mit in die Ferien genommen (Urk. 70 S. 6). Diese Erklä-

rung erscheint nicht nur deshalb unglaubhaft weil sie nachgeschoben wurde, son-

dern weil sie überdies im Widerspruch zur Inventar- und Deliktsliste, welche beide 

drei Koffer aufführen (Urk. HD 16/12 "Keller" und Urk. HD 9/1 Position 55 u. 56), 

steht und im Weiteren nicht mit den Aussagen des Beschuldigten übereinstimmt. 

Dieser sagte an der Berufungsverhandlung aus, die Adresse sei wohl im Keller 

abgelegt gewesen und man habe sie dann an den neuen Koffer angebracht. Dass 

der Beschuldigte jedoch nach zwei zwischenzeitlichen Umzügen ohne weiteres  

in der Lage gewesen sein soll, eine solche Adressetikette in seinem Haushalt zu 

finden, erscheint, dies der Argumentation der Vorinstanz folgend, als geradezu 

abwegig. Dies um so mehr, als er vor Vorinstanz angesprochen darauf, ob er  

keine Quittungen für die neu beschafften Gegenstände aufbewahrt habe, angab: 

"Wissen Sie, ein Umzug ist eine Gelegenheit zum Ausmisten. Da haben wir  

sehr viel weggeworfen. Unter anderem haben wir einen Ordner von 2004  

weggeworfen." (vgl. Prot. I S. 20). Dass der Beschuldigte ausgerechnet uralte  

Adressetiketten aufbewahrt haben will und diese, notabene sei über 10 Jahren 

nicht mehr gültige Adresse, auch noch am neu gekauften Koffer befestigt haben 

will (vgl. Urk. 52 S. 30), ist komplett unglaubhaft.  

4.6.4. Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die heute noch 

vorhandene Adressetikette nur dann einen Sinn macht, wenn sich der sicherge-

stellte Koffer bereits vor dem Einbruchdiebstahl 2004 im Besitz des Beschuldigten 

befand. Damit bestehen keine erhebliche Zweifel daran, dass der beim Beschul-

digten sichergestellte mit dem 2004 als gestohlen gemeldeten Koffer identisch ist 

(so Vorinstanz in Urk. 52 S. 30). 

4.7. Cartier-Uhr ... 

4.7.1. Beim Beschuldigten wurde sodann die folgendermassen beschriebene Uhr 

sichergestellt: "Armbanduhr, Cartier ..., Nr. ..., rechteckiges Gehäuse, römische 

Zahlen, Minuten-/Stundenzeiger, blaue Krone, schwarzes Lederarmband, in roter 

Uhrenbox, zusätzlich enthaltend 1 Bestätigung zu Damenarmbanduhr Cartier 

-   23   - 

E._____ carrée, Ref. ..." (Urk. HD. 16/4 S. 3). Die Beschreibung der im Polizei-

rapport 2004 als gestohlen gemeldeten Uhr lautet: "Herrenarmbanduhr, Marke: 

Cartier, Modell/Typ: Tank, Gelbgold, Feingehalt in Karat 18.000, mechanisch, 

ganz flach, helles Zifferblatt, dunkles Lederarmband, blauer Stein beim Zeitein-

stellrädchen" (Urk. HD 9/1 S. 12 Position 39). 

4.7.2. Mit Bezug auf die sichergestellte Uhr stellte die Vorinstanz zutreffend fest, 

dass sie flach und ein helles Zifferblatt aufweist, also zwei auf dem Polizeirapport 

genannte Merkmale. Identisch ist auch das Modell (Tank), das dunkle Leder-

armband und der blaue Stein beim Zeiteinstellrädchen (vgl. auch Foto in Urk. HD 

16/5 S. 8). Dass zwischen den beiden Uhren eine weitgehende Übereinstimmung 

besteht, ist mit der Vorinstanz, damit offenkundig (vgl. Urk. 52 S. 31). 

4.7.3. Die Vorinstanz fasste in ihrem Entscheid die Angaben des Beschuldigten 

darüber zusammen, wann und wo er die Uhr nach dem Einbruchdiebstahl erwor-

ben habe (vgl. Urk. 52 S. 31). Darauf kann verwiesen werden. Die Aussagen  

des Beschuldigten wertete die Vorinstanz korrekt als nur mässig detailliert (kein 

Wissen darüber, wann er die Uhr wieder kaufte und warum er dies wieder tat, vgl. 

Prot. I S. 21). Sie erwog weiter zutreffend dazu, zwar nenne er den Namen der 

Person, bei welcher er die fragliche Uhr gekauft haben wolle ("L._____"), im Übri-

gen blieben die Angaben jedoch vage ("ein Bekannter eines Freundes"). Sodann 

bemerkte die Vorinstanz, der Beschuldigte habe den Namen L._____ erstmals im 

Rahmen der Hauptverhandlung vom 26. August 2014, mithin knapp zwei Jahre 

nach seiner ersten Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft erwähnt, was schwer 

nachzuvollziehen sei. Die Tatsache, dass er ein offensichtlich entlastendes Ele-

ment nie zuvor erwähnte, lässt sich in der Tat schwer mit dem von der Verteidi-

gung gezeichneten Bild des Beschuldigten, wonach dieser verbittert ständig daran 

herumstudiere, wie er seine Unschuld beweisen könnte (vgl. Urk. 45 S. 18) in 

Übereinstimmung bringen (vgl. Urk. 52 S. 32). Selbst unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass es Aufgabe des Staates ist, dem Beschuldigten alle objektiven 

und subjektiven Tatbestandselemente nachzuweisen und nicht dieser seine Un-

schuld zu beweisen hat, ist das Zuwarten des Beschuldigten mit der Nennung 

dieser Person nicht erklärbar. Weiter ist anzumerken, dass der Beschuldigte vor 

-   24   - 

Vorinstanz lediglich den Namen ohne weitere Angaben nannte und geflissentlich 

auch den Namen seines Freundes (L._____ soll wie gesehen ein Bekannter sei-

nes Freundes sein) keineswegs preisgab, obwohl dies das Auffinden dieses Ent-

lastungszeugen ermöglicht hätte. Erst auf Nachfrage anlässlich der Berufungs-

verhandlung nannte der Beschuldigte den Namen seines Freundes, der ein Kolle-

ge von Herrn L._____ sein soll (Urk. 69 S. 14). Zudem reichte der Beschuldigte 

dem Berufungsgericht eine Quittung zum Kauf der Cartier-Uhr Tank Plaqué ein, 

welche vom 13. Dezember 2004 datiert. Auch das späte Auffinden dieser Quit-

tung unter der weiteren Berücksichtigung der ausgesprochenen Detailarmut der 

Aussagen des Beschuldigten wirft Fragen nach der Korrektheit der Quittung auf. 

Nachdem jedoch die Qualität der anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestell-

ten und später beschlagnahmten Cartier-Uhr Tank nie überprüft worden ist, kann 

zugunsten des Beschuldigten nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine 

Plaqué-Ausführung handelt. 

4.7.4. Nach dem Gesagten lassen sich nicht alle Zweifel daran ausräumen, dass 

die beim Beschuldigten sichergestellte mit der im Jahre 2004 als gestohlen ge-

meldeten Cartier-Uhr ... identisch ist, weshalb der Sachverhalt in diesem Punkt 

nicht erstellt werden kann. Der Beschuldigte ist deshalb in Bezug auf die Uhr Car-

tier ... Nr. ... vom Vorwurf des Betrugs freizusprechen. 

4.8. Bilder 

4.8.1. Aufgrund der Darstellung des Beschuldigten steht fest, dass es sich bei den 

8 sichergestellten Bildern um die beim Einbruchdiebstahl im Jahre 2004 als  

gestohlen gemeldeten handelt (vgl. Urk. 69 S. 15 f.). Weiter steht in objektiver 

Hinsicht fest, dass diese Bilder immer im Besitze des Beschuldigten standen. 

Diesbezüglich bestritt der Beschuldigte allerdings, im Zeitpunkt der Diebstahls-

meldung gewusst zu haben, dass diese Bilder noch vorhanden waren, welche 

Frage den subjektiven Tatbestand beschlägt. 

 

 

-   25   - 

4.9. Zusammenfassung objektiver Sachverhalt mit rechtlicher Würdigung 

4.9.1. Aufgrund des oben Aufgeführten ist erstellt, dass der Beschuldigte nach 

dem Einbruchdiebstahl im Jahre 2004 die folgenden Gegenstände als gestohlen 

meldete, obwohl sie sich tatsächlich weiterhin in seinem Besitz befanden:  

Receiver, Kassettendeck und CD-Gerät Bang & Olufsen, 2 Lautsprecherboxen 

Bang & Olufsen, Fernseher Bang & Olufsen, Nähmaschine Bernina und Koffer 

Samsonite.  

4.9.2. Weiter meldete der Beschuldigte 8 Bilder als gestohlen an, die in seinem 

Besitz standen. 

4.9.3. Nicht erstellt ist demgegenüber, die Unkorrektheit der Diebstahlsmeldung 

bezüglich der Lederjacke und der Uhr Cartier ... Nr. ..., weshalb diesbezüglich ein 

Freispruch zu erfolgen hat.  

4.9.4. Unbestritten ist, dass die nicht überprüfbaren Angaben des Beschuldigten 

den Sachbearbeiter der C._____ Versicherung zu einer Zahlung veranlasste, die  

in Kenntnis des tatsächlichen Sachverhaltes viel geringer ausgefallen wäre. Die 

Vorinstanz bezifferte den entstandenen Vermögensschaden mit Fr. 35‘703.--, 

welcher nach dem zusätzlichen Freispruch betreffend die Uhr Cartier ... um Fr. 

2'160.-- (Fr. 2'400.-- abzüglich 10% Selbstbehalt) auf Fr. 33'543.-- zu  

reduzieren ist. Dieser Betrag entspricht der von der C._____ Versicherung an den 

Beschuldigten veranlassten Zahlung von Fr. 175‘593.95 (vgl. einzelne Positionen 

in der Anklageschrift S. 4) abzüglich des Betrags von Fr. 142'050.95 (Gesamt-

betrag abzüglich der zu Unrecht als gestohlen gemeldeten Gegenstände und  

unter Berücksichtigung des Selbstbehaltes von 10% und der Freisprüche zu  

den Positionen "Lederjacke" und Uhr "Cartier ..."). Im Übrigen kann  

zur rechtlichen Würdigung des objektiven Tatbestandes auf die Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 52 S. 32 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

4.10. Subjektiver Tatbestand 

4.10.1. Mit Bezug auf die oben abgehandelten Gegenstände steht (mit Ausnahme 

der Bilder, auf die nachfolgend noch einzugehen ist und der Lederjacke sowie der 

-   26   - 

Uhr Cartier ..., vgl. oben) fest, dass der Beschuldigte sie mit Bedacht als gestoh-

len meldete, obwohl er wusste, dass sie noch in seinem Besitz waren. 

4.10.2. Bilder 

4.10.2.1. Es wurde schon vielfach ausgeführt, dass der Beschuldigte bezüglich 

der insgesamt acht Bilder nicht bestreitet, dass er sie gestohlen meldete, obwohl 

diese sich tatsächlich weiterhin in seinem Besitz befanden. Er macht in subjekti-

ver Hinsicht geltend, die Bilder seien erst im Jahr 2008 oder 2009 im Rahmen  

eines Umzuges wieder zum Vorschein gekommen und er habe im Zeitpunkt der 

Schadensanzeige und der Auszahlung der Versicherungsleistung nicht gewusst, 

dass diese noch vorhanden gewesen seien (vgl. Vorinstanz in Urk. 52 S. 33 unter 

Hinweis auf Urk. HD 5/2 S. 3, Urk. 5/3 S. 3, Prot. I S. 12 und S. 15 sowie Urk. 45 

S. 26).  

4.10.2.2. Aufgrund dieser Ausgangslage prüfte die Vorinstanz, ob der Nachweis 

des vorsätzlichen Handelns im Sinne von Art. 12 Abs. 2 StGB in Bezug auf  

die acht Bilder trotz der Bestreitung des Beschuldigten erbracht ist. In diesem  

Zusammenhang gab die Vorinstanz in ihrem Entscheid die diesbezüglichen  

Aussagen des Beschuldigten in der Untersuchung (Urk. HD 5/2 und 5/3) und an 

der Hauptverhandlung wieder (Prot. I S. 35) sowie diejenigen seiner Ehefrau als 

Zeugin (Urk. HD 6/2); worauf hier verwiesen werden kann (vgl. Urk. 52 S. 34 ff., 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Aussagen des 

Beschuldigten und der Zeugin in diverser Hinsicht übereinstimmen, so mit Bezug 

auf den Umstand, dass es im Haus in M._____ im Gegensatz zur vorherigen 

Wohnung in K._____ – nicht gut gegangen sei, die Bilder aufzuhängen (vgl. Urk. 

HD 6/2 und Prot. I S. 14), bzw. dass die Bilder schliesslich beim Umzug im Keller 

hinter Schränken wieder gefunden worden seien (vgl. Urk. HD 5/2 S. 2 und 

Urk. HD 6/2 S. 5). Immerhin steht aufgrund der Darstellung des Beschuldigten 

fest, dass die Bilder nicht sofort beim Einzug in jenes Haus in den Keller geräumt 

wurden, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt (so auch Vorinstanz unter 

Hinweis auf die Darstellung der Verteidigung, vgl. Urk. 52 S. 36), was dokumen-

tiert, dass diese – auch für den Beschuldigten – durchaus bewusst, in den Keller 

verstaut wurden. Ausschlaggebend ist aber in diesem Zusammenhang, dass der 

-   27   - 

Beschuldigte selber im Juni 2002 ein Inventarblatt zur Police Nr. ..., nämlich zur 

Hausratsversicherung bei der C._____ Versicherung, erstellte, welches eine mit 

Angabe des Standortes und des Wertes detaillierte Zusammenstellung von Haus-

rat und Mobiliar enthält (vgl. Urk. HD 16/12). Das Inventarblatt listet auf dessen 

Seite 5 die im Keller aufbewahrten Gegenstände auf und insbesondere die hier 

zur Diskussion stehenden acht „Diverse Bilder“ unter Angabe eines Gesamtwer-

tes von Fr. 30‘000.-- (vgl. Urk. HD 16/12 S. 5). Der Beschuldigte anerkannte, die-

ses Inventarblatt erstellt zu haben (vgl. Prot. I S. 14, Urk. 69 S. 15) und bestätigte, 

diese Liste gebe den Standort der Bilder im Jahr 2002 wieder (vgl. Prot. I S. 15). 

Das bedeutet zwangsläufig, dass der Beschuldigte Mitte 2002, nämlich zum Zeit-

punkt der Erstellung der Liste und rund sieben bis acht Jahre nach dem Umzug 

nach M._____, sowohl über die Existenz der Bilder, als auch über deren Standort 

im Keller Bescheid wusste (so auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 37). Dass er nur zwei 

Jahre später, im Zeitpunkt des Einbruchdiebstahls 2004 nicht mehr an diese nicht 

ganz kleinen Bilder gedacht haben soll, wie er dies an der Berufungsverhandlung 

ausführte (Urk. 69 S. 15), ist nicht glaubhaft und muss als Schutzbehauptung  

erscheinen. Vorerst spricht die zeitliche Komponente dagegen. Die Tatsache 

aber, dass er diese Bilder im Rahmen des Einbruchs auch als gestohlen meldete, 

zeigt, dass er sich mit diesen Gegenständen, die auch nicht gerade wertlos  

waren, auseinanderzusetzen hatte. Dies wirft wiederum die Frage nach der  

Vorgehensweise des Beschuldigten bei der Feststellung der nach dem Einbruch 

abhanden gekommenen Gegenstände, die er wie bereits oben dargetan,  

ebenfalls nicht plausibel beantworten konnte.  

4.10.2.3. Angesichts des beruflichen Hintergrundes des Beschuldigten, ist mit der 

Vorinstanz aber auch seine Darstellung nicht nachvollziehbar, wonach ihm nach 

dem (angeblichen) Wiederauffinden der Bilder die erforderliche Meldung an die 

Versicherung im Trubel des Umzuges vollständig untergegangen sein soll. Denn 

die gewichtige Bedeutung des Bilderfundes musste ihm als Versicherungsfach-

mann sofort bewusst sein, zumal die Bilder – wie die Vorinstanz gestützt auf den 

Polizeirapport errechnete (vgl. Urk. 52 S. 38 unter Hinweis auf Urk. 9/1) – den 

nicht ganz unerheblichen Wert von ca. Fr. 26‘000.-- aufwiesen. Auch diese Argu-

mentation des Beschuldigten entpuppt sich damit als reine Schutzbehauptung 

-   28   - 

und wurde von ihm anlässlich der Berufungsverhandlung insoweit nicht mehr  

wiederholt, als er lediglich ausführte, er wisse nicht, weshalb er der Versicherung 

das Entdecken der Bilder nicht gemeldet habe (Urk. 69 S. 16). 

4.10.2.4. Mit der Vorinstanz lassen alle aufgeführten Indizien insgesamt die Dar-

stellung des Beschuldigten als unglaubhaft erscheinen. Erhebliche Zweifel daran, 

dass der Beschuldigte auch bezüglich der Bilder wusste, dass diese tatsächlich 

nicht gestohlen waren, als er diese als gestohlen meldete, verbleiben vernünf-

tigerweise und nach der Erfahrung des Lebens keine (so Vorinstanz Urk. 52 

S. 38). 

4.10.3. Zusammenfassung subjektiver Sachverhalt samt rechtlicher Würdigung 

4.10.3.1. Dazu kann mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass der Beschul-

digte vorsätzlich und in der Absicht handelte, sich unrechtmässig zu bereichern. 

Er wusste mit Ausnahme der Lederjacke und der Cartier-Uhr ... (vgl. Ziff. 4.5. und 

4.7.4.), dass sich die als gestohlen gemeldeten Gegenstände weiterhin in seinem 

Besitz befanden, dass die Überprüfung seiner falschen Angaben dem zuständi-

gen Sachbearbeiter der C._____ Versicherung unmöglich sein würde und dass 

die C._____ Versicherung dadurch eine zu hohe Versicherungsleistung an ihn 

bezahlen würde, was er auch wollte. 

4.11. Damit ist der Beschuldigte mit Bezug auf den Anklagepunkt Nebendossier 1 

des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

5. Zum Anklagepunkt gemäss Hauptdossier (Betrugsversuch) 

5.1. Anklagevorwurf 

5.1.1. Dem Beschuldigten wird – wie die Vorinstanz richtig zusammenfasste (vgl. 

Urk. 52 S. 39) – vorgeworfen, er habe 2011 gegenüber der D._____ zwei Uhren 

als abhanden gekommen gemeldet, die er in jenem Zeitpunkt gar nicht  

besessen, sondern deren Besitz er nur vorgetäuscht habe. Dies habe er mit der 

Absicht getan, dass die Versicherung ihm den Wert der beiden Uhren bzw. den 

versicherten Maximalbetrag von CHF 30'000.– ersetzen werde (zu den Einzelhei-

-   29   - 

ten des Anklagevorwurfs vgl. E. II.2.2.). Zur Auszahlung der Versicherungssumme 

sei es jedoch nicht gekommen, weil ein Mitarbeiter der D._____ Verdacht ge-

schöpft habe. Damit wird dem Beschuldigten Betrugsversuch vorgeworfen. 

5.1.2.  Nachfolgend ist zu prüfen, ob dem Beschuldigten im Zusammenhang mit 

diesen beiden Uhren der eingeklagte Sachverhalt rechtsgenügend nachgewiesen 

werden kann, insbesondere, ob der Beschuldigte die in der Schadenmeldung  

aufgeführten Cartier Uhren besass. 

5.2. Abschluss der "Hausrat - All Risk" - Versicherung  

5.2.1. Unbestritten und aufgrund der Akten ist belegt, dass der Beschuldigte  

am 14. Juni 2011, also rund eineinhalb Monate vor dem angeblichen Abhanden-

kommen der Uhren, eine Kombi-Haushaltversicherung abschloss, welche  

auch die Position 'Hausrat – All Risk' über eine Versicherungssumme von 

CHF 200'000.– beinhaltete. Ebenfalls unbestritten ist, dass diese 'Hausrat – All 

Risk' auch den Verlust von Schmucksachen auswärts bis zum Maximalbetrag von 

CHF 30'000.– versicherte, und zwar unabhängig davon, ob die Schmucksachen 

verloren gingen oder gestohlen wurden oder sonst wie abhanden kamen (vgl. 

Urk. 45 S. 22). 

5.2.2. Die Vorinstanz legte sodann gestützt auf die Angaben des Beschuldigten 

(vgl. Urk. HD 5/3 S. 7) und der in den Akten vorhandenen Versicherungsverträgen 

(vgl. Urk. HD 11/4 und HD 11/5) dar, dass der Beschuldigte schon lange (bei der 

D._____ seit 2009) eine Kombi-Haushaltsversicherung hatte, welche in der Folge 

per 14. Juni 2011 auf aktuelle Produkte angepasst und auch die "All-Risk"-

Versicherung umfasste, welche eine bessere Versicherungsdeckung bzw. die 

Ausdehnung des Versicherungsschutzes bot (vgl. Vorinstanz Urk. 52 S. 40). Kor-

rekt hielt die Vorinstanz fest, dass die zeitliche Distanz zwischen dem Abschluss 

der "Hausrat – All Risk" und dem angeblichen Schadenereignis auffällig kurz ist, 

dass indessen aus der zeitlichen Nähe zwischen Abschluss bzw. Anpassung der 

Versicherung und des Schadenseintritts – dies entgegen der Auffassung der An-

klagebehörde (vgl. Urk. 44 S. 12) – weder etwas zugunsten des Beschuldigten, 

noch zu seinen Lasten abgeleitet werden kann, zumal seine Ausführungen im  

-   30   - 

Zusammenhang mit dem Abschluss der Versicherung (Anpassung an ein neues 

Produkt ) belegt sowie schlüssig und nachvollziehbar sind (vgl. Urk. 52 S. 40 f.). 

5.3. Besitz der in der Schadenmeldung aufgeführten Cartier Uhren 

5.3.1. Der Beschuldigte legte der Schadenmeldung (vgl. Urk. HD 11/6) eine Kopie 

der Kaufquittung der Firma N._____ AG für die Cartier Herrenarmbanduhr  

E._____, welche vom 16. Februar 1984 datiert, (vgl. Urk. HD 11/6 letzte Seite) 

und für die "E1._____" die Kopie einer Wertbestätigung der Firma Cartier vom 26. 

Juli 2011 bei (vgl. Urk. HD 11/6 vorletzte Seite). Gemäss den Angaben des Be-

schuldigten anlässlich der Verlustanzeige bei der Polizei, wurde die E1._____ ca. 

1992 bei Cartier gekauft (vgl. Urk. HD 11/9 S. 5).  

5.3.2. Die Vorinstanz fasste die Aussagen des Beschuldigten zur Frage, wann die 

im Jahre 2011 abhanden gekommenen Uhren gekauft wurden in ihrem Entscheid 

ausführlich zusammen (vgl. Urk. 52 S. 41 ff.). Ebenso sind im vorinstanzlichen 

Entscheid die Depositionen seiner Ehefrau dazu zu finden (vgl. Urk. 52 S. 42). 

Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden. Die  

Vorinstanz stellte gestützt darauf zutreffend fest, dass die Aussagen des  

Beschuldigten dazu nicht konstant sind, was mehr als offenkundig ist. Zutreffend 

erwog sie weiter, die Version des Beschuldigten, die 2011 angeblich abhanden 

gekommenen Uhren seien nach dem Einbruch von 2004 wiederbeschafft worden, 

stimme zwar mit der Darstellung seiner Ehefrau, indessen weder mit der Kauf-

quittung vom 16. Februar 1984, noch mit seinen Angaben bei der Schadenmel-

dung betreffend die E1._____ (Kaufdatum ca. 1992) überein. Weiter wertete die 

Vorinstanz auch die Aussagen der Ehefrau dazu deshalb als zumindest ungenau, 

weil sie angab, bei den 2011 abhanden gekommenen Uhren habe es sich um die 

gleichen Modelle gehandelt, wie die 2004 gestohlenen. Denn nach dem damali-

gen Polizeirapport wurden eine Herrenarmbanduhr Cartier E._____ und eine Da-

menarmbanduhr Cartier E._____ (also keine E1._____) gestohlen (vgl. Urk. HD 

11/11 zur Wertsachen-Versicherung). Gestützt darauf (Datumsangaben betref-

fend den Zeitpunkt des Kaufes, zum Teil ein anderes Modell der Damenuhr im 

Verhältnis zu der im 2004 gestohlenen gemäss Wertsachen-Versicherungsvertrag 

vom 24. Januar 1997 [Urk. HD 11/11]) müssten im Zeitpunkt des Einbruchdieb-

-   31   - 

stahles 2004 beim Beschuldigten – wie die Vorinstanz annahm (vgl. Urk. 52 S. 

44) – mindestens vier Cartier-Uhren vorhanden gewesen sein. 

5.3.3. Ausgehend von diesem Sachverhalt ging die Vorinstanz der Frage nach, 

weshalb von den 2004 beim Beschuldigten (angeblich) vorhandenen vier Cartier-

Uhren nur zwei versichert waren. Aktenkundig ist, dass der Beschuldigte damals 

eine Wertsachen-Versicherung besass, bei welcher – wie die Vorinstanz im  

Einzelnen darlegte (vgl. Urk. 52 S. 44) – lediglich die Uhren versichert waren,  

die beim Einbruch im Jahre 2004 auch gestohlen wurden (vgl. auch HD 11/11). 

Aktenkundig ist sodann, dass die beiden hier zur Diskussion stehenden Uhren 

(Herrenarmbanduhr E._____ und Damenarmbanduhr E1._____), obwohl sie da-

mals schon vorhanden waren, in der Wertsachenversicherung nicht enthalten wa-

ren und auch nicht auf dem vom Beschuldigten im Jahre 2002 redigierten Inven-

tarblatt (vgl. Urk. HD 16/12) erfasst wurden. Mit der Vorinstanz indizieren diese 

Umstände, dass der Beschuldigte im Juni 2002, abgesehen von den in der Wert-

sachenversicherung genannten, keine Uhren besass, die einzeln einen Wert von 

über Fr. 10'000.-- aufwiesen. 

5.3.4. Der Beschuldigte konnte auf ausdrückliche Befragung zu diesem Thema  

in der Hauptverhandlung – wie die Vorinstanz im Einzelnen darlegte (vgl. Urk. 52 

S. 46) – nicht plausibel erklären, weshalb diese Uhren weder in der Wertsachen-

versicherung, noch im Inventarblatt zur Hausratversicherung (Urk. HD 16/12)  

aufgeführt wurden. Denn weder die Antwort, er habe wahrscheinlich gedacht, die 

Uhren verkaufen zu wollen (bei der E1._____ Uhr handelte es sich um ein Hoch-

zeitsgeschenk an seine Frau), noch die Erklärung, man hätte eine neue Versiche-

rung machen müssen, zumal alle Uhren im Zeitpunkt des Abschlusses der Wert-

sachenversicherung anfangs 1997 (vgl. Urk. HD 11/11 S. 5 = HD 8/14) schon 

vorhanden waren, sind nachvollziehbar bzw. zutreffend. Der Vorinstanz ist ge-

stützt darauf zuzustimmen, dass die Police, die Wertsachenversicherung, das In-

ventarblatt und das Aussageverhalten des Beschuldigten darauf hinweisen, dass 

der Beschuldigte damals nicht im Besitz der zwei Cartier-Uhren war, die 2011 ab-

handen gekommen sein sollen (vgl. dazu Vorinstanz Urk. 52 S. 46 f.). Auch das 

Aussageverhalten des Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung lässt 

-   32   - 

keinen anderen, als den von der Vorinstanz getroffenen Schluss zu, zumal der 

Beschuldigte angesprochen auf seinen Uhrenbesitz im Jahre 2004 noch aus-

drücklich erwähnte, er habe nicht zwei gleiche Modelle gehabt. Er könne sich 

nicht vorstellen, zwei gleiche Modelle gekauft zu haben (Urk. 69 S. 17). Im Weite-

ren war vom Beschuldigten erneut nicht zu erfahren, weshalb er lediglich zwei der 

teuren Uhren versichern liess (Urk. 69 S. 19). Nun spricht es aber gänzlich gegen 

die Glaubhaftigkeit der Angaben des Beschuldigten, wenn er nicht einmal weiss, 

ob er die Uhren im Jahr 2004 bereits besass oder ob es sich  

um Neuanschaffungen infolge des Diebstahls im Jahr 2004 handelte. Denn  

bei diesen Uhren handelte es sich um sehr wertvolle Gegenstände, deren Kauf  

im Bereich der finanziellen Möglichkeiten des Beschuldigten mit Sicherheit nichts 

Alltägliches war. Der Beschuldigte ist nämlich durchaus preissensitiv. So gab  

er zum Kauf der Cartier-Uhr ... sinngemäss an, er habe die Plaqué-Version für Fr. 

190.-- gekauft, weil die echte Version mit Fr. 8'000.-- bis Fr. 10'000.-- zu teuer 

gewesen wäre (Urk. 69 S. 21). 

5.3.5. Der Beschuldigte hatte als Nachweis für den Besitz der Cartier E1._____ 

der D._____ mit der Schadenmeldung eine von der Bijouterie Cartier  

am 26. Juli 2011 erstellte Wertbestätigung eingereicht (vgl. Urk. HD 7/2). Er be-

streitet, diese Wertbestätigung – wovon die Anklage ausgeht (vgl. Anklage S. 6 

Ziff. 2.5) – telefonisch, mithin ohne persönliches Vorsprechen und Vorweisen der 

entsprechenden Uhr, angefordert zu haben. Die dazu einvernommene F._____, 

Geschäftsführerin von Cartier Zürich (vgl. Urk. HD 6/3) konnte ein persönliches 

Erscheinen des Beschuldigten mit der Uhr grundsätzlich nicht ganz  

ausschliessen, obwohl sowohl sie am Anfang ihrer Aussage, als auch das zuvor 

eingeholte Schreiben der Firma O._____, von einer telefonischen Bestellung 

sprachen (vgl. HD 6/3 S. 3, HD 10/11, vgl. auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 50).  

Immerhin konnte diese Zeugin klären, dass es sich bei der auf der Wertbestäti-

gung angegebenen Referenznummer um die Nummer des Modells und nicht der  

individuellen Uhr handelt (vgl. Urk. HD 6/3).  

5.3.6. Indes lassen die Aussagen des Beschuldigten im Zusammenhang mit der 

Einholung der Wertbestätigung für die Cartier E1._____ dennoch aufhorchen. 

-   33   - 

Denn – wie die Vorinstanz unter detaillierter Angabe seiner Erklärungen aufzeigte 

(vgl. Urk. 52 S. 48 f.) – lieferte der Beschuldigte verschiedene Erklärungen  

darüber, weshalb und mit welchen Uhren er die Bijouterie Cartier vor Antritt seiner 

Ferien aufsuchte (Mitnahme einer Cartier Pasha zur Reparatur und gleichzeitiges 

Vorweisen der Cartier E1._____ für die Wertbestätigung versus sowohl Reparatur 

als auch Anforderung der Wertbestätigung über dieselbe Cartier E1._____; vgl. 

Urk. HD 5/1 S. 6 versus Urk. HD 5/3 S. 4 und S. 7 sowie Prot. I S. 26),  

welchen Widerspruch er auf Vorhalt nicht erklären konnte (Prot. I S. 27). Das en-

gagierte Bestreiten des Beschuldigten, dass allgemein die telefonische Einholung 

einer Wertbestätigung überhaupt nicht möglich ist, wird durch die Aussagen der 

Zeugin F._____ widerlegt (vgl. Urk. HD 6/3 S. 3). Dass der Beschuldigte bei Car-

tier vorbei ging und zwecks Erhalt einer Wertbestätigung eine E1._____ vorlegte 

ist jedoch auch deshalb auszuschliessen, weil der Beschuldigte ausführte, er ha-

be die auf dem Foto (Urk. 42/1) abgebildete Uhr vorgezeigt. Bei jener  

Uhr handelt es sich gemäss Auskunft von Cartier jedoch nicht um das Modell 

"E1._____", sondern um das Modell "E._____", welche Feststellung seitens  

der Verteidigung auch akzeptiert wurde (Urk. 69, Prot. II S. 7). Es ist nun aber 

äusserst unwahrscheinlich, dass Cartier eine Bestätigung für ein falsches Modell 

ausstellte, zumal sich die beiden Uhrenmodelle durch ein auffälliges Merkmal 

(geschraubte bzw. nicht geschraubte Lünette) unterscheiden. Somit ist davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte im Jahr 2011 die Wertbestätigung telefonisch 

anforderte, weshalb die Wertbestätigung kein Indiz dafür ist, dass der Beschuldig-

te im Juli 2011 tatsächlich eine Cartier-Uhr "E1._____" besass.  

5.3.7. Nachdem der Beschuldigte im bisherigen Verfahren vorwiegend ausführte, 

die im Jahr 2011 als Versicherungsfall deklarierte Uhr Cartier E1._____ habe er 

im Jahr 1992 gekauft (Polizeirapport Urk. HD 7/1 S. 5, Prot. I S. 23) und auch eine 

Erklärung dazu abgab, weshalb die Uhr im Jahr 2004 nicht gestohlen wurde, 

nämlich weil sie die Uhr "E1._____" (sowie auch die Uhr "E._____") in den Ferien 

bei sich gehabt hätten oder von der Täterschaft beim Einbruch übersehen worden 

sei (Urk. HD 5/3 S. 7, Urk. 69 S. 18, 20), folgte er dieser Darstellung anfänglich 

auch anlässlich seiner Einvernahme im Berufungsverfahren, brachte dazu später 

jedoch vor, bei der im Jahr 2011 abhanden gekommenen Uhr handle es sich nicht 

-   34   - 

um die 1992 gekaufte Uhr, sondern um eine, die er nach dem Einbruch im Jahr 

2004 neu erworben habe. Auf dem Foto (Urk. 42/1) sei diese Uhr abgebildet und 

mit dieser Uhr sei er zu Cartier gegangen, um eine Wertbestätigung einzuholen. 

Das Foto habe er im Sommer 2011 gemacht (Prot. II S. 9 f.). Bereits oben wurde 

erläutert, dass nicht davon auszugehen ist, dass Cartier die Wertbestätigung  

für die Uhr "E1._____" auf Vorlage der Uhr "E._____" auf dem Foto (Urk. 42/1) 

erstellte. Zum anderen erweisen sich die Aussagen des Beschuldigten auch in 

diesem Punkt als nicht glaubhaft. Es ist in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb 

der Beschuldigte noch an der Berufungsverhandlung zu Beginn seiner Befragung 

zum Betrugsversuch auf die Frage, welche Cartier-Uhren er im Jahr 2004 be-

sessen habe, angab: "E1._____, sicher" (Urk. 69 S. 17). Angesprochen darauf, 

dass er die "E1._____" im Jahr 2011 als gestohlen deklarierte dann  

unsicher wurde und schliesslich dazu überging zu sagen, er habe die Uhr erst 

nach dem Einbruch im Jahr 2004 gekauft (Urk. 69 S. 16 ff., Prot. II S. 9 f.).  

Bezeichnenderweise konnte er zu diesem Kauf keinerlei Angaben machen, was 

erstaunt, zumal es sich um eine teure Uhr handelte und für den Beschuldigten 

deshalb kein alltägliches Kaufgeschäft darstellte. Überdies zeigt sich – folgt man 

dieser letzten Version des Beschuldigten – dass es sich bei dieser Uhr um den 

Ersatz für die seiner Frau zur Hochzeit geschenkten Uhr hätte handeln müssen, 

welche Uhr im Jahr 2004 gestohlen worden wäre (vgl. Prot. II S. 10 u. Aussagen 

Ehefrau Urk. HD 6/2 S. 5 f.). Das konfuse Aussageverhalten des Beschuldigten 

zu einem Sachverhalt, der im Prinzip – weiterhin nach der zuletzt berichteten  

Version des Beschuldigten – sehr einfach wäre, nämlich: Der Beschuldigte kaufte 

im Jahr 1992 seiner Frau eine Cartier Uhr als Hochzeitsgeschenk, welche beim 

Einbruch im Jahr 2004 gestohlen wurde. Daraufhin kaufte er als Ersatz eine neue 

teure Cartier-Uhr und diese kam im Jahr 2011 auf der Rückfahrt aus Südfrank-

reich abhanden; lässt einzig den Schluss zu, dass der Beschuldigte nicht wahr-

heitsgetreu berichtete, sondern bemüht war, eine zu seiner Verlustmeldung an die 

Versicherung stimmige Sachlage zu kreieren. Damit bestehen keine Zweifel mehr, 

dass der Beschuldigte im Jahr 2011 keine Cartier-Uhr "E1._____" besass. 

5.3.8. An der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger weiter aus, dass der 

Beschuldigte der Versicherung den Verlust einer "E1._____" gemeldet habe, sei 

-   35   - 

wohl darauf zurückzuführen, dass der Beschuldigte den Unterschied zwischen 

den Modellen "E._____" und "E1._____" nicht kenne, weshalb es zu einer  

falschen Bezeichnung gekommen sei (Prot. II S. 12). Dieser Einwand ist nicht von 

Bedeutung, da wie oben gezeigt davon auszugehen ist, dass der Beschuldigte die 

Wertbestätigung telefonisch bestellte und somit diese bewusst für das Modell 

"E1._____" ausstellen liess. Im Übrigen war der Beschuldigte im Sommer 2011 

auch nicht im Besitz einer Uhr "E._____" da diese ihm beim Einbruchdiebstahl im 

Jahr 2004 gestohlen wurde. Die Aussagen des Beschuldigten zur angeblichen 

Wiederbeschaffung der Uhr erweisen sich als nachgeschoben und sind äusserst 

unpräzis. Diese Zurückhaltung lässt einzig den Schluss zu, dass eine Wieder-

beschaffung der Uhr nach dem Diebstahl im Jahr 2004 nie stattgefunden hat.  

5.3.9. Zum Nachweis des Besitzes der Cartier E._____ reichte der Beschuldigte 

der D._____ mit der Schadenmeldung eine Kopie der Kaufquittung ein, welche 

die Individualnummer ... aufführt (vgl. Urk. HD 2/5). Diese Nummer konnte von 

Cartier selbst nach Nachforschungen keiner bestimmten Uhr zugeordnet werden, 

wie dies die Zeugin F._____ bestätigte. Nach den von der Vorinstanz zitierten 

weiteren glaubhaften Aussagen dieser Zeugin, heisse dies indessen nicht, dass 

man zu 100% ausschliessen könne, dass es diese Nummer nie gegeben habe, so 

dass es positiv ausgedrückt durchaus möglich sei, dass es diese Nummer einmal 

gegeben habe, was sie ebenso nicht ausschliessen könne (vgl. Urk. HD 6/3 S.4). 

Die Vorinstanz schloss daraus mit Fug, damit sei zwar nicht restlos ausgeschlos-

sen, aber doch sehr unwahrscheinlich, dass es eine Cartier Uhr mit der Individu-

alnummer ... einmal gab oder immer noch gibt. 

5.3.10. Im Zusammenhang mit der erwähnten Individualnummer ... fällt auf – wo-

rauf auch die Vorinstanz hinwies (vgl. Urk. 52 S. 52) – , dass sie eine grosse Ähn-

lichkeit bzw. in den Ziffern eine weitgehende Übereinstimmung mit der Individual-

nummer ... der Herrenarmbanduhr Cartier E._____ aufweist, die der Beschuldigte 

nach dem Einbruch von 2004 seiner damaligen Versicherung als gestohlen mel-

dete (vgl. Wertsachenversicherung: Urk. HD 8/14 sowie Garantiekarte: HD 16/9, 

vgl. aber Nr. ... im Polizeirapport Urk. HD 9/1 S. 5 Position 1). Bei der hier zur 

Diskussion stehenden Kaufquittung über die Cartier E._____ handelt es sich um 

-   36   - 

eine Kopie. Im Rahmen der Untersuchung war es nicht möglich, das Original der 

Quittung aufzutreiben, so dass sie auch nicht direkt auf Fälschungsspuren unter-

sucht werden konnte. Der Beklagte erklärte, er habe das Original der C._____ 

Versicherung eingereicht, weil er ja eine Schmuckversicherung gehabt habe. Die-

se Erklärung konnte einerseits insofern nicht überprüft werden, als das Dossier 

der C._____ Versicherung aus ungeklärten Gründen nicht mehr vollständig war 

(vgl. Urk. ND 1/7/4 und ND 1/7/11) und sie wirft andererseits aber auch die Frage 

auf, weshalb er dies überhaupt hätte tun sollen. Denn eine Versicherung für diese 

Uhr hatte er – wie oben gesehen – nicht abgeschlossen. Wie die Vorinstanz zu-

treffend bemerkte, hätte der Beschuldigte deshalb nur dann Grund zu Einreichung 

des Originals an die Versicherung gehabt, wenn darauf die Individualnummer ... 

zu lesen gewesen wäre (Vorinstanz Urk. 52 S. 53).  

5.3.11. Die Vorinstanz (vgl. Urk. 52 S. 54) widersprach zu Recht dem Vorbringen 

der Verteidigung, O._____ bestätige eine an der fraglichen Uhr durchgeführte 

Reparatur (vgl. Urk. 45 S. 25), denn sie betrifft die Uhr E._____ mit der Individual-

nummer ... (vgl. Urk. HD 10/11-15). Über die Existenz der im Jahr 2011 abhanden 

gekommenen Uhr E._____ mit der Individualnummer ... sind neben der Kopie der 

Kaufquittung keine weiteren Belege vorhanden (keine Reparaturen etc. siehe Vo-

rinstanz S. 54). Vielmehr spricht auch bei dieser Uhr die Tatsache, dass sie weder 

versichert war noch auf der Inventarliste des Beschuldigten aus dem Jahr 2002 

erscheint, dafür, dass der Beschuldigte nie eine Cartier-Uhr E._____ Nr. ... be-

sass. 

5.3.12. Der Beschuldigte bestritt konstant, die Quittung abgeändert zu haben, wie 

ihm dies durch die Anklagebehörde vorgeworfen wird (vgl. Urk. HD 5/3 S. 4 und 

Prot. I. S. 26). Die Vorinstanz erwog dazu korrekt, einerseits sei die Kaufquittung 

im Original nicht vorhanden, so dass sie nicht direkt auf Fälschungsspuren unter-

sucht werden könne. Andererseits seien Fälschungsmerkmale auf der Kopie nicht 

augenfällig, zumal die fragliche Nummer sich in das Schriftbild einfüge. Dennoch 

sprächen wie aufgezeigt, verschiedene Indizien – frappante Ähnlichkeit mit der 

Individualnummer der früher gestohlenen Cartier E._____, neue Individualnum-

mer bei Cartier unbekannt, Uhr mit neuer Individualnummer nicht in damaliger 

-   37   - 

Wertsachen- bzw. Schmuckversicherung des Beschuldigten bei der C._____ Ver-

sicherung, Originalquittung angeblich bei Schmuckversicherung eingereicht (ob-

wohl die auf der Quittung genannte Uhr nicht in der Schmuckversicherung enthal-

ten war), C._____ Versicherung vermisst Dokumente, Original der Quittung beim 

Beschuldigten nicht auffindbar, während 27 Jahren keine sonstigen Anhaltspunkte 

(wie Reparaturen) für den Besitz der Uhr – klar dafür, dass es eine Cartier 

E._____ mit der Individualnummer ... nicht gibt bzw. der Beschuldigte eine  

solche Uhr nicht besessen hat. Die (zudem leicht mögliche) Abänderung  

der Kaufquittung lasse sich dagegen mit all diesen Indizien zwanglos und ohne 

Widersprüche in Übereinstimmung bringen. 

5.3.13. Die Vorinstanz ging aber auch auf weitere Umstände des gemeldeten 

Schadens ein, auf die verwiesen werden kann (vgl. Urk. 52 S. 57, Art. 82 Abs. 4 

StPO). Sie wertete vorerst die Darstellung des Beschuldigten und seiner Frau 

darüber, bei welcher Gelegenheit sie die Uhren trugen als wenig überzeugend 

(vgl. Vorinstanz S. 58), weiter wies sie erneut darauf hin, dass der Beschuldigte 

oftmals vorgab, sich nicht mehr zu erinnern oder sich ins Abstrakte flüchtete bzw. 

seine Aussagen korrigierte (vgl. Urk. 52 S. 58), was der Glaubhaftigkeit seiner 

Aussagen abträglich ist. Und schliesslich zeigte die Vorinstanz auf, dass sein 

Verhalten nicht so war, wie man es von einem Versicherungsfachmann erwarten 

darf. Diesen Erwägungen kann ohne nochmalige Wiederholung allensamt zuge-

stimmt werden. Dabei ist hervorzuheben, dass auch die anlässlich der Berufungs-

verhandlung deponierten Aussagen des Beschuldigten zum Besitz der Uhr  

E._____ Nr. ... davon geprägt sind, ein zu den bisher erlangten Erkenntnissen 

stimmiges Bild zu schaffen, was dem Beschuldigten nicht gelang, sondern viel-

mehr dazu führte, dass er widersprüchlich und unlogisch aussagte. So gab er sich 

zuerst überzeugt, dass er die E._____ Nr. ... im Jahr 2004 sicher nicht besessen 

habe (Urk. 69 S. 17). Erst nach dem Hinweis, er habe aber für diese Uhr der Ver-

sicherung einen Beleg eingereicht, der aus dem Jahr 1984 datiere, gab er an, in 

dem Fall habe er die Uhr 1984 gekauft (Urk. 69 S. 18). Bei dieser Ausgangslage 

vermochte er dann aber nicht mehr anzugeben, wann er die Uhr "E._____" ge-

kauft hatte, die ihm im Jahr 2004 gestohlen wurde. Schliesslich gab er an, er wis-

se nicht mehr, ob er im Jahr 2004 zwei E._____ Uhren gehabt habe (Urk. 69 S. 

-   38   - 

18). Aus diesen changierenden Aussagen kann letztlich auch für die Cartier-Uhr 

"E._____" nur der Schluss gezogen werden, dass der Beschuldigte diese Uhr im 

Zeitpunkt des angeblichen Verlusts im Jahr 2011 nicht besass. Vielmehr ist davon 

auszugehen, dass die Cartier-Uhr "E._____", die der Beschuldigte nach seiner 

Rückkehr aus Südfrankreich bei der D._____  als abhanden gekommen deklarier-

te, identisch ist mit der Cartier-Uhr "E._____", die dem Beschuldigten im Jahr 

2004 gestohlen wurde. 

5.3.14. Schliesslich reichte der Beschuldigte als Beleg für den Besitz der zwei als 

abhanden gekommen gemeldeten Uhren Fotos ins Recht (vgl. Prot. I S. 25, 

Urk. 45 S. 26). Diesbezüglich hob die Vorinstanz zu Recht hervor, dass der  

Beschuldigte diese Fotos bemerkenswerterweise erst kurz vor Abschluss der  

Untersuchung, weit mehr als ein Jahr nach seiner ersten Einvernahme wiederge-

funden haben will (gespeichert unter „…“). Nach der Darstellung des  

Beschuldigten wurden die Fotos im Hinblick auf das (angeblich nur zwei Wochen 

später tatsächlich eingetretene) Schadenereignis aufgenommen, weswegen mit 

der Vorinstanz schlicht nicht nachvollziehbar ist, dass er als Belege für die  

abhanden gekommenen Uhren der Versicherung die Kopie der Kaufquittung und 

die Wertbestätigung zukommen liess, nicht aber die extra für den nun (angeblich) 

eingetretenen Schadenfall erstellten Fotografien. Denn angesichts dieser Aus-

gangslage ist es sehr unwahrscheinlich, dass solche Fotos, selbst wenn sie unter 

dem falschen Dateinamen gespeichert worden sein sollen, so lange unauffindbar 

blieben. Im Übrigen ist der Vorinstanz auch zuzustimmen, dass die im Recht  

liegenden Fotos zweier Cartier Uhren weder geeignet noch genügend sind, den 

Beschuldigten vom Vorwurf des versuchten Betrugs zu entlasten. Auf die ent-

sprechenden Ausführungen ist zu verweisen (vgl. Urk. 52 S. 55 f., Art. 82 Abs. 4 

StPO). Ergänzend ist festzuhalten, dass auch im Zusammenhang mit diesen  

Fotos augenfällig ist, dass der Beschuldigte bemüht war, alles stimmig erscheinen 

zu lassen und entsprechend seine Aussagen stets der Befragungssituation an-

passte. Dies zeigt beispielsweise die Aussage, er mache vor Reisen in der Regel 

immer solche Fotos (Prot. I S. 25, Urk. 69 S. 22). Wenn das so wäre, so hätte es 

dem Beschuldigten problemlos möglich sein müssen, anhand solcher Fotos seine 

-   39   - 

Uhrenbestände über all die Jahre nachvollziehen zu können, was, wie sich im 

Laufe des Verfahrens zeigte, nicht einmal ansatzweise der Fall war. 

5.3.15. Zu guter Letzt verwarf die Vorinstanz unter dem Titel Motivlage diverse 

Argumente der Verteidigung (vgl. Urk. 52 S. 59 ff.). Nichts zu seinen Gunsten 

kann der Beschuldigte daraus ableiten, dass er sich nicht in einer finanziellen 

Zwangslage befand, zumal die Verteidigung selber geltend macht, der Beschul-

digte habe exakt rechnen müssen, um über die Runden zu kommen und um  

eine schwarze Null zu schreiben. Weiter nicht stichhaltig ist das Vorbringen, die 

Kosten-Nutzen-Analyse hätte ihn von diesem unterfangen abhalten müssen, denn 

das Risiko, entdeckt zu werden, konnte er – wie sich aufgrund des Vorfalls aus 

dem Jahre 2004 ergibt – als verschwindend klein einstufen. Dieselbe Überle-

gungen gelten mit Bezug auf das Vorbringen, als Versicherungsfachmann wäre er 

raffinierter vorgegangen und hätte insbesondere eine lückenlose Doku präsen-

tiert. Denn vorliegend geht es nicht um die Bewertung einer geschickteren  

Raffinesse in der Vorgehensweise, sondern um die Würdigung des vorhandenen 

Beweismaterials (so auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 61). 

5.4. Ergebnis 

5.4.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Gesamtwürdigung der Be-

weismittel keinen anderen Schluss als den von der Anklagebehörde vertretenen 

zulässt. In Vordergrund steht dabei – in Wiederholung der zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz – die Kopie der Kaufquittung vom 16. Februar 1984 ohne 

Original mit einer der Uhrenfirma unbekannten, wahrscheinlich nicht existenten 

und auffallend ähnlichen Individualnummer, wie jene der früher bei der C._____ 

Versicherung versicherten und 2004 gestohlenen Uhr, zu welcher diese Versiche-

rung Belege vermisst. Ferner die Angaben des Beschuldigten gegenüber seinen 

Vorgesetzten, er habe das Original bei der Schmucksachenversicherung einge-

reicht und der D._____ eventuell eine falsche Kaufquittung eingereicht. Dies und 

die weiteren Indizien – insbesondere unklare und teilweise widersprüchliche An-

gaben des Beschuldigten zum Kaufdatum der Uhren, Nicht-Aufnahme der Uhren 

in frühere Wertsachenversicherung und Hausratsinventar, Auftrag für Wertbestä-

tigung unmittelbar vor dem Schadenereignis, Fotos der Uhren erst kurz vor  

-   40   - 

Abschluss der Strafuntersuchung wiedergefunden, der Vorbereitung der Reise 

nicht adäquates Verhalten des Beschuldigten bei der Rückreise und schliesslich 

die Motivlage – fügen sich harmonisch und ohne Widersprüche zum angeklagten 

Sachverhalt zusammen (so Vorinstanz Urk. 52 S. 62). Es verbleiben deshalb  

keine erheblichen Zweifel daran, dass der Beschuldigte im Zeitpunkt des angebli-

chen Verlustes im Jahr 2011 diese Uhren gar nicht besessen, sondern deren  

vorgängigen Besitz gegenüber der D._____ nur vorgetäuscht hat. Damit können 

diese Uhren dem Beschuldigten am 30. bzw. 31. Juli 2011 nicht abhanden  

gekommen sein. Der eingeklagte Sachverhalt muss daher sowohl in subjektiver 

als auch in objektiver Hinsicht als erstellt gelten. 

5.4.2. Zur rechtlichen Würdigung kann wiederum auf die Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden (vgl. Urk. 52 S. 62 f., Art. 82 Abs. 4 StPO), die in jeder 

Hinsicht zutreffend sind. Zu Recht bezeichnete sie die täuschenden Handlungen 

des Beschuldigten als arglistig, zumal er sich besonderer Machenschaften be-

diente (Einreichung von unzutreffenden Belegen, nämlich Vorlage der Kopie der 

Kaufquittung und der Wertbestätigung für den Besitz der Uhren), welche geeignet 

waren, den zuständigen Sachbearbeiter der D._____ irrezuführen. Weiter ist auch 

ohne weiteres erstellt, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Vertrauensstellung 

als geschätzter Angestellter der Versicherung darauf vertrauen durfte, dass eine 

nähere Prüfung seiner Angaben unterlassen würde. Damit ist der objektive Tatbe-

stand – mit Ausnahme der Vermögensdisposition, welche unterblieb – erstellt. In 

subjektiver Hinsicht steht sodann fest, dass er vorsätzlich handelte und in der Ab-

sicht, sich unrechtmässig zu bereichern. Denn er musste wissen, dass sein täu-

schendes Verhalten zu einem Irrtum und so zu der ihm nicht zustehenden Aus-

zahlung der Versicherungssumme von Fr. 30'000.-- führen würde, was freilich 

nicht geschah, weil die Versicherung Verdacht schöpfte.  

5.4.3. Damit ist der Beschuldigte mit Bezug auf den Anklagepunkt im Haupt-

dossier des versuchten Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

-   41   - 

IV. Sanktion 

1. Ausgangslage 

1.1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 

15 Monaten, abzüglich 1 Tag erstandener Haft. 

1.2. Die Staatsanwaltschaft erachtete in ihrer Berufung die ausgefällte Frei-

heitsstrafe als zu tief und beantragte die Ausfällung einer solchen von 18 Monaten 

(vgl. Urk. 49), bei welchem Antrag der Staatsanwalt auch anlässlich der  

Berufungsverhandlung blieb (Prot. II S. 4, Urk. 73). 

2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln 

Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass vorliegend bei der Strafzumessung nach 

Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich auch auf gleichartige Delikte  

bezieht, vorzugehen ist. Sie hat den Strafrahmen für den Betrug nach Art. 146 

Abs. 1 StGB korrekt umrissen und im Übrigen auf die bundesgerichtliche Praxis 

hinsichtlich Unter- bzw. Überschreitung des ordentlichen Strafrahmens zutreffend 

hingewiesen (vgl. auch BGE 136 IV 55 E. 5.8) und festgehalten, dass keine 

Gründe für eine Erweiterung des ordentlichen Strafrahmens vorliegen. Zutreffend 

ist sodann, dass vorliegend die mehrfache Tatbegehung innerhalb des ordentli-

chen Strafrahmens straferhöhend und der Versuch strafmindernd zu berücksichti-

gen ist (vgl. urk. 52 S. 64). Schliesslich hat die Vorinstanz die anzuwendenden 

Strafzumessungsregeln in ihrem Entscheid aufgeführt und ebenso zutreffend 

festgehalten, dass zwischen Tat- und Täterkomponente zu unterscheiden ist (vgl. 

Urk. 52 S. 64 f.). 

3. Tat- und Täterkomponente 

3.1. Zur Tatkomponente mit Bezug auf den Betrug aus dem Jahre 2004 erwog 

die Vorinstanz zur objektiven Tatschwere, beim Deliktsbetrag von über 

Fr. 30'000.-- handle es sich um einen nicht unerheblichen Betrag, wobei sie  

darauf hinwies, dass bei Betrugstaten weit höhere Deliktssummen denkbar sind. 

Weiter erwog die Vorinstanz korrekt, dass der Beschuldigte bei der Begehung des 

-   42   - 

Betrugs die sich aus dem erfolgten Einbruchdiebstahl in sein Haus gegebene Ge-

legenheit nutzte, um zusätzliche Gegenstände als gestohlen zu melden, was eine 

geringere kriminelle Energie, als ein von Grund auf geplantes und durchgeführtes 

Delikt offenbart. Zu berücksichtigen ist indessen, dass der Beschuldigte mit sei-

nem Vorgehen seinen Status als Opfer eines Deliktes schamlos missbrauchte 

und das Vertrauen seiner Arbeitgeberin aufs gröbste enttäuschte. Wenn die  

Vorinstanz die objektive Tatschwere als noch leicht einstufte, so ist dies mit  

Rücksicht auf den für dieses Delikt weiten Strafrahmen zu übernehmen. Bei der  

subjektiven Tatschwere berücksichtigte die Vorinstanz zutreffend, dass der  

Beschuldigte mit direktem Vorsatz handelte und seinem Tun ein rein finanzielles, 

mithin egoistisches Motiv zugrunde lag. Nachdem mit der Vorinstanz sodann eine 

Drucksituation, die das Verhalten des Beschuldigten objektiv bis zu einem ge-

wissen Grad nachvollziehbar machen würde, fraglos nicht bestand, kann nicht 

gesagt werden, dass die objektive Tatschwere durch die subjektive relativiert wird. 

3.2. Zur objektiven Tatschwerde ist beim versuchten Betrug, begangen im Jahr 

2011 festzuhalten, dass sich der Deliktsbetrag – ausgehend vom vollendeten De-

likt – auf Fr. 30'000.-- entsprechend dem Versicherungsschutz der Wertsachen-

versicherung beläuft, dass mithin wiederum von einer nicht unerheblichen Summe 

auszugehen ist, wie dies die Vorinstanz auch tat (vgl. Urk. 52 S. 66). Zutreffend ist 

sodann, dass der Beschuldigte hier das Delikt ohne ihn verleitende äussere  

Umstände plante und ausführte und sich dabei unzutreffende bzw. irreführende 

Belege zur Stützung seiner Angaben beschaffte und auch verwendete, weshalb 

er damit klar eine höhere kriminelle Energie als bei der von ihm im Jahr 2004  

begangenen Straftat offenbarte (so auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 66). Dabei nutz-

te er ohne jede Scheu das Vertrauen seiner neuen Arbeitgeberin aus. Dass die 

Vorinstanz sein Tatverschulden in objektiver Hinsicht als nicht mehr leicht bewer-

tete ist daher nicht zu beanstanden. Zum subjektiven Tatverschulden ist wiede-

rum die direkt vorsätzliche Vorgehensweise mit finanziellem bzw. egoistischem 

Motiv zu erwähnen, weshalb auch hier die objektive Tatschwere durch die subjek-

tive nicht relativiert wird. Die versuchte Tatbegehung ist mit der Vorinstanz nur  

geringfügig strafmindernd zu werten, zumal es nicht aufgrund des Verhaltens des 

Beschuldigten, sondern lediglich deshalb nicht zur Auszahlung bzw. zu einer 

-   43   - 

Vermögensdisposition der D._____ kam, weil der zuständige Sachbearbeiter 

misstrauisch wurde und keine Auszahlung vornahm. 

3.3. Mit der Vorinstanz erweist sich der versuchte Betrug daher als das ver-

schuldensmässig schwerere Delikt, weshalb von diesem bei der Festsetzung der 

Einsatzstrafe auszugehen ist. Die von der Vorinstanz dabei für das vollendete De-

likt auf 12 Monate festgesetzte Einsatzstrafe erscheint angesichts der oben dar-

gelegte Tatschwere und der vorgenommenen Verschuldensbewertung als zu mild 

und ist auf 15 Monate zu erhöhen. Unter Berücksichtigung des Versuchs, welcher 

eine lediglich geringfügige Strafminderung rechtfertigt, ist die Einsatzstrafe für  

die im Jahr 2011 begangene Tat auf 14 Monate festzusetzen. Diese Einsatzstrafe 

ist aufgrund der im Jahre 2004 begangenen strafbaren Handlung, trotz des in  

diesem Verfahren erfolgten Freispruchs betreffend die Uhr Cartier ..., empfindlich 

zu erhöhen. 

3.4. Zur Täterkomponente und dort zu den persönlichen Verhältnissen des  

Beschuldigten kann auf seine Ausführungen in der Untersuchung, insbesondere 

auf die Befragung anlässlich der Hauptverhandlung verwiesen werden (vgl. Prot. I 

S. 7 ff.). An der Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, aktuell sei er 

arbeitslos. Er habe vor Jahren zusammen mit einem Kollegen eine Firma gegrün-

det. Er bewege sich nun in dieser Firma und betreue noch langjährige Kunden. 

Sein monatliches Nettoeinkommen belaufe sich auf rund Fr. 8'000.--. Dies setze 

sich aus Arbeitslosengeld, Vermittlungen und Einkommen seiner Frau zusammen. 

Ausser den Hypothekarschulden habe er keine weiteren Schulden. Mit der Vor-

instanz lassen sich aus dem Werdegang und den persönlichen Verhältnissen des 

Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten, was auch für 

das Fehlen von Vorstrafen gilt (vgl. Vorinstanz Urk. 52 S. 67). Der Beschuldigte ist 

nicht geständig, weshalb auch sein Nachtatverhalten zu keiner Strafreduktion 

führt. Angesichts der Tatsache, dass der Beschuldigte im Jahre 2011 erneut straf-

fällig wurde, kann er sich mit Bezug auf die relativ weit zurück liegende Tatbege-

hung im Jahre 2004 auch nicht auf Art. 48 lit. e StGB berufen (so auch Vorinstanz 

in Urk. 52 S. 68). Die Täterkomponente vermag somit die aufgrund der Tat-

komponente gerechtfertigte Sanktion nicht zu beeinflussen. 

-   44   - 

3.5. Zusammenfassend ist der Beschuldigte gesamthaft mit einer Freiheitsstra-

fe von 18 Monaten zu bestrafen. Der Anrechnung eines Tages Untersuchungshaft 

steht nichts im Wege (vgl. Vorinstanz Urk. 52 S. 68). 

V. Vollzug 

Der Beschuldigte ist unbestrittenermassen Ersttäter, weshalb ihm der bedingte 

Strafvollzug unter Ansetzung der Minimalprobezeit von 2 Jahren zu gewähren ist 

(so auch Vorinstanz in Urk. 52 S. 68 f.). 

VI. Einziehung 

Die Vorinstanz hat mit korrekter Begründung über die von der Anklagebehörde 

beschlagnahmten, im Einzelnen aufgezählten Gegenstände entschieden  

(vgl. Urk. 52 S. 69 ff.). Der Beschuldigte hat dagegen – für den eingetretenen Fall 

des Schuldspruches – keine Einwendungen erhoben. Damit ist der Entscheid der 

Vorinstanz zu bestätigen. 

VII. Ersatzforderung 

Die Vorinstanz hat diesbezüglich erwogen, es bestünde keine Veranlassung für 

die zusätzliche Festsetzung einer Ersatzforderung des Staates und verzichtete 

daher auf die Festsetzung einer Ersatzforderung (vgl. Urk. 52 S. 71 f.). Diese An-

ordnung ist bereits rechtskräftig (vgl. vorne Ziff. I. 2.). 

VIII. Zivilansprüche 

1. D._____ Versicherungs-Gesellschaft AG 

Die Vorinstanz hat die Forderung der Privatklägerin 1 als nicht hinreichend  

begründet auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen (Urk. 52 S. 73). Dagegen 

hat die Privatklägerin nicht opponiert. Es hat daher – auch mit Rücksicht auf das 

Verschlechterungsverbot – dabei zu bleiben. 

-   45   - 

2. C._____ Versicherung AG 

2.1. Die Vorinstanz hat der Privatklägerin 2 Schadenersatz in der Höhe von 

Fr. 35'703 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 23. November 2004 (Ereignisdatum) 

zugesprochen und im Mehrbetrag das Begehren auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen (vgl. Urk. 52 S. 74). Sie begründete die Zusprechung dieses Betrages 

mit dem vom Beschuldigten erzielten unrechtmässigen Vermögensvorteil, welcher 

dem bei der Privatklägerin entstandenen Schaden entspreche. 

2.2. Auch die Privatklägerin 2 hat gegen diesen Entscheid nicht remonstriert. 

2.3. Zu berücksichtigen ist, dass die Privatklägerin 2 überhaupt keine Begrün-

dung für den verlangten Betrag von Fr. 179'693.85 zuzüglich Zins, der der ganzen 

im Jahr 2004 ausbezahlten Versicherungsleistung entspricht, ablieferte. Aufgrund 

der vorhandenen Unterlagen ist aber auch nicht klar, wie sich der von der  

Vorinstanz zugesprochene Betrag zusammensetzt. Nachdem die Akten der  

Privatklägerin 2 im Zusammenhang mit der Schadenmeldung des Beschuldigten 

nicht mehr auffindbar sind, ist auch insbesondere unklar, welcher Betrag für  

die Einzelnen zu Unrecht als gestohlen gemeldeten Gegenständen ausgerichtet 

wurde. Dem Polizeirapport vom 18. Juli 2004 (vgl. Urk. HD 9/1) sind diesbezüglich 

bei sämtlichen Positionen nur ca.-Beträge zu entnehmen. Ob die angegebenen 

Beträge auch zur Auszahlung gelangten, steht somit nicht fest, wobei es klar die 

Aufgabe der der Privatklägerin 2 gewesen wäre, dies im Einzelnen darzulegen, 

was sie indessen zu tun unterliess. Damit ist – entgegen der Vorinstanz –  

die ganze Schadenersatzforderung der Privatklägerin 2 auf den Weg des Zivil-

prozesses zu verweisen. 

 

 

 

-   46   - 

IX. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Untersuchung und erstinstanzliches Verfahren 

Die Kostenfestsetzung und die Entschädigung für die amtliche Verteidigung  

wurden nicht angefochten und sind somit rechtskräftig. Die Kostenauflage der 

Vorinstanz ist – auch im Hinblick darauf, dass zwei Positionen wegfallen (Lederja-

cke und Uhr Cartier ...), dies indessen keine zusätzliche Kosten ver- 

ursachte – zu bestätigen (vgl. Art. 426 StPO). 

2. Berufungsverfahren 

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzu-

setzen. 

2.2. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt mit seiner Berufung, mit Ausnahme des Freispruchs betreffend die Uhr 

Cartier ..., was indessen nicht ins Gewicht fällt, vollumfänglich. Demgegenüber 

obsiegt die Anklagebehörde mit dem Antrag auf Erhöhung der Strafe. Damit sind 

dem Beschuldigten alle Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen. Die Kos-

ten für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten sind – unter Vorbehalt der 

Rückzahlung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. 

2.3. Der amtliche Verteidiger reichte mit Eingabe vom 17. April 2015 die Hono-

rarnote für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren ein (Urk. 72)