# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad8990af-7211-5028-b58a-1b3c130e10c1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.08.2014 100 2014 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-85_2014-08-14.pdf

## Full Text

100.2014.85U
DAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. August 2014

Verwaltungsrichter Daum, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
zzt. Anstalten Witzwil, 3236 Gampelen
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
18. Februar 2014; BD 226/13)   

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1970), kroatischer Staatsangehöriger, reiste am 7. Februar 1986 
in die Schweiz ein und heiratete später seine Landsfrau B.________. Sowohl das 
Ehepaar ... als auch ihre beiden Söhne C._________ (geb. ...1992) und D._________ 
(geb. ...1999) verfügen je über eine Niederlassungsbewilligung. A.________ wurde in 
der Schweiz wiederholt zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt, woraufhin ihm das 
Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst 
(MIDI), mit Verfügung vom 18. Juli 2007 die Ausweisung androhte. Zuletzt verurteilte 
ihn das Obergericht des Kantons Bern am 25. Juni 2012 wegen diverser Delikte, unter 
anderem wegen mehrfach und qualifiziert begangener Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, Diebstahls und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe 
von 40 Monaten. A.________ befindet sich seit dem 5. August 2013 im Strafvollzug, 
aus welchem er frühestens am 27. März 2015 (zwei Drittel der Strafe) entlassen wird. 
Das ordentliche Vollzugsende ist auf den 7. Mai 2016 festgesetzt. 

Mit Verfügung vom 23. August 2013 widerrief das MIP die Niederlassungsbewilligung 
von A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete an, er habe die Schweiz 
am Tag der Haftentlassung zu verlassen.

B.

Dagegen erhob A.________ am 27. September 2013 Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies die Beschwerde mit Entscheid 
vom 18. Februar 2014 ab.

C.

Am 21. März 2014 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem 
Begehren, der Entscheid der POM sei aufzuheben und seine 
Niederlassungsbewilligung sei zu verlängern. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 9. April 2014, die Beschwerde sei 
abzuweisen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 
hiernach). 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, 
soweit der Beschwerdeführer die Unangemessenheit des Entscheids der POM rügt 
(Beschwerde Ziff. 3 S. 2; Art. 80 Bst. c Ziff. 3 VRPG [Umkehrschluss]; BVR 2010 S. 1 
E. 1.4, 1994 S. 176 E. 3a; Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 
2011, S. 174).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b 
AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft 
erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). Der Bewilligungswiderruf ist in diesem Fall 
auch möglich, wenn sich die Ausländerin oder der Ausländer länger als 15 Jahre in der 
Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). – Mit rechtskräftigem Urteil vom 25. Juni 
2012 verurteilte das Obergericht des Kantons Bern den Beschwerdeführer zu einer 
Freiheitsstrafe von 40 Monaten (Vorakten POM 4B pag. 219). Er hat damit 
unbestrittenermassen den Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. 
Art. 62 Bst. b AuG gesetzt. Der Beschwerdeführer rügt jedoch, die gegen ihn 
gerichteten ausländerrechtlichen Massnahmen seien unverhältnismässig (Beschwerde 
Ziff. 6 S. 5).

2.2 Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er 
aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig 
erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im 
Rahmen dieser Beurteilung sind die öffentlichen Interessen an der 
Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die 
privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, 
das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die 
Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration sowie die 
der betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden 
Nachteile (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4, 31 E. 2.3.1). Wird durch die 
Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 
Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. des 
inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser 
Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2, 31 
E. 2.3.3, 16 E. 2.2.2, je auch mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen 
Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]). In diese Prüfung sind ausserdem die nach 
dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; 
SR 0.107) zu berücksichtigenden Interessen des noch nicht volljährigen Sohnes 
D._________ des Beschwerdeführers einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit 
Hinweisen; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Dabei ergeben sich aus der KRK 
allerdings keine weitergehenden Ansprüche (vgl. BGE 126 II 377 E. 5, 124 II 361 
E. 3b). Nicht in den Schutzbereich der erwähnten Garantien fällt die Beziehung des 
Beschwerdeführers zu seinem volljährigen Sohn C._________, da ein besonderes 
Abhängigkeitsverhältnis weder geltend gemacht noch ersichtlich ist (vgl. statt vieler 
BGE 137 I 154 E. 3.4.2).

3.

Die Vorinstanz beurteilt das öffentliche Interesse am Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung des Beschwerdeführers und an der damit verbundenen 
Wegweisung als gewichtig (angefochtener Entscheid E. 3e).

3.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 
S. 543 E. 4.2). Die Vorinstanz ist aufgrund der hohen Freiheitsstrafe von 40 Monaten 
von einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen 

(angefochtener Entscheid E. 3b/dd). Das ist nicht zu beanstanden, zumal sich dieser 
dazu nicht näher äussert. Es ist nichts ersichtlich, das die Würdigung der Vorinstanz in 
Frage stellen könnte. Namentlich handelte der Beschwerdeführer aus rein finanziellen 
Motiven, ohne sich in einer Notlage befunden zu haben (Vorakten POM 4B pag. 280). 
Zudem bezogen sich die Widerhandlungen des Beschwerdeführers auf 190 g reines 
Kokain, das er erlangte bzw. in Umlauf brachte. Damit hat er eine Vielzahl von 
Menschen in Gefahr gebracht (vgl. Vorakten POM 4B pag. 279).

3.2 In die Interessenabwägung einzubeziehen ist weiter das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig straffällig geworden 
sind, besteht, wie die Vorinstanz richtig ausgeführt hat (angefochtener Entscheid 
E. 3c/aa), ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz 
wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, 
dass sich die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und 
führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder in der Lage ist, sich an die hiesige 
Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3). – Der 
Beschwerdeführer wurde am 16. Januar 1996 u.a. wegen Raubes unter Mitführung 
einer Waffe zu vier Jahren Zuchthaus, am 13. September 2006 u.a. wegen mehrfachen 
gewerbsmässigen Diebstahls zu Zuchthaus von drei Jahren und am 25. Juni 2012 
schliesslich u.a. wegen mehrfach und qualifiziert begangener Betäubungsmitteldelikte, 
Diebstahls und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten verurteilt. 
Die Freiheitsstrafen wurden bzw. werden alle unbedingt vollzogen (Vorakten POM 4B 
pag. 139, 281). Die Vorinstanz hat aufgrund der mehrfachen, jeweils schweren und 
über längere Zeiträume hinweg begangenen Straftaten auf eine erhebliche 
Uneinsichtigkeit des Beschwerdeführers sowie eine inakzeptable Geringschätzung der 
schweizerischen Rechtsordnung geschlossen (angefochtener Entscheid E. 3c/bb). 
Auch mit Blick auf die hohen Sanktionen und die förmliche Verwarnung des MIP im 
Jahr 2007 ist die Würdigung der POM in keiner Weise zu beanstanden. Der Beschwer-
deführer rügt sie denn auch nicht als rechtsfehlerhaft. 

3.3 Mit Blick in die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. 

3.3.1 Die POM hat eine solche Gefahr als erheblich eingeschätzt (angefochtener 
Entscheid E. 3d/bb). Der Beschwerdeführer kritisiert, das Vorliegen einer 
Rückfallgefahr werde von der Vorinstanz lediglich behauptet und nicht belegt. Er 
bestreitet ihre Einschätzung (Beschwerde Ziff. 4 S. 4). 

3.3.2 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger 
hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. 
Bei schweren Straftaten, insbesondere bei Drogendelikten aus rein finanziellen 
Motiven, muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr 

für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht 
hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 31 E. 2.3.2). Zutreffend führt die 
Vorinstanz sodann aus, dass der konkreten Prognose über das Wohlverhalten sowie 
dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung zwar Rechnung zu tragen ist, diese beiden 
Umstände aber nicht den Ausschlag geben (angefochtener Entscheid E. 3d/aa; vgl. 
BGE 136 II 5 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1). 

3.3.3 Im Anwendungsbereich des AuG dürfen zudem die von der Vorinstanz 
angestellten generalpräventiven Überlegungen mitberücksichtigt werden 
(angefochtener Entscheid E. 3d/bb; vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 
mit Hinweisen). Dem widerspricht der Beschwerdeführer. Unter Berufung auf ein Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2009 (C-1336/2007) verlangt er als 
kroatischer Staatsangehöriger, verheiratet mit einer Landsfrau, die gleiche Behandlung 
wie ein Ehegatte einer «EU-Ausländerin», weshalb eine tatsächliche und hinreichende 
Gefährdung bestehen müsse (Beschwerde Ziff. 5 S. 4). Das Bundesverwaltungsgericht 
hat im zitierten Urteil ein vom Bundesamt für Migration (BFM) gestützt auf das 
Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 
(ANAG; BS 1 S.121; aufgehoben am 1.1.2008) ausgesprochenes Einreiseverbot 
überprüft. Die betroffene Person konnte sich auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; 
SR 0.142.112.681) berufen (E. 5.5 des genannten Urteils). Dem Beschwerdeführer ist 
zwar insoweit zu folgen, als im Anwendungsbereich des FZA für eine Weg-
weisungsmassnahme eine hinreichend schwere und gegenwärtige Gefährdung der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorausgesetzt ist (BGE 139 II 121 E. 5.3 
[Pra 103/2014 Nr. 1], 136 II 5 E. 4.2). Wohl ist Kroatien Mitglied der EU, jedoch nicht 
Vertragsstaat des FZA; der (referendumspflichtige) Bundesbeschluss über die Ge-
nehmigung und Umsetzung des Protokolls über die Ausdehnung des FZA auf Kroatien 
liegt (noch) nicht vor (vgl. zur Erforderlichkeit eines solchen Beschlusses Botschaft des 
Bundesrats zur Weiterführung des Freizügigkeitsabkommens sowie zu dessen 
Ausdehnung auf Bulgarien und Rumänien, in BBI 2008 S. 2135 ff., 2143 Ziff. 1.2). Da 
sich der Beschwerdeführer weder direkt noch über das Verhältnis zu seiner Ehefrau 
auf das FZA stützen kann, vermag er aus der von ihm zitierten Rechtsprechung nichts 
zu seinen Gunsten abzuleiten. Eine Ungleichbehandlung kann mit Blick auf das 
erwähnte Urteil mithin nicht ausgemacht werden (VGE 2013/327 vom 25.7.2014, 
E. 4.3.2 [noch nicht rechtskräftig]). Die Vorinstanz durfte nach dem Gesagten bei ihrer 
Beurteilung der Rückfallgefahr generalpräventive Aspekte berücksichtigen.

3.3.4 Gesamthaft ist der Vorinstanz zu folgen, wenn sie namentlich mit Blick auf die 
wiederholte Straffälligkeit des Beschwerdeführers, der sich von den verhängten Strafen 

offensichtlich nicht beeindrucken liess und während des jüngsten Strafverfahrens 
generell keine Reue oder Einsicht zeigte (angefochtener Entscheid E. 3d/bb; Vorakten 
POM 4B pag. 282), eine erhebliche Rückfallgefahr angenommen hat. Hinzu kommt, 
dass ihn auch die Verwarnung des MIP (Vorakten POM 4B pag. 199 f.) nicht von 
weiteren Straftaten abgehalten hat. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, er bereue 
seine Taten und habe sich nachhaltig gebessert (Beschwerde Ziff. 7 S. 5), erscheinen 
nach der wiederholten schweren Delinquenz unglaubwürdig und sind angesichts des 
laufenden Strafvollzugs sowie der drohenden Wegweisung zu relativieren. Hinzu 
kommt, dass keine persönlichen Aspekte ersichtlich sind, welche einen Rückfall heute 
unwahrscheinlicher erscheinen lassen würden. Insbesondere war der Beschwerde-
führer bereits zu Beginn seiner Delinquenz verheiratet und zweifacher Familienvater 
(vgl. vorne Bst. A). Dieser Umstand vermochte ihn schon früher nicht von schweren 
Verstössen gegen die schweizerische Rechtsordnung abzuhalten. 

3.4 Nach dem Gesagten ist mit der POM von einem gewichtigen öffentlichen 
Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und 
dessen Wegweisung aus der Schweiz auszugehen.

4.

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers 
gegenüberzustellen, wobei die Dauer seiner Anwesenheit und seine Integration in der 
Schweiz sowie die ihm und seinen Angehörigen drohenden Nachteile zu 
berücksichtigen sind.

4.1 Der Beschwerdeführer reiste im Jahr 1986 im Alter von 15 Jahren in die 
Schweiz ein. Wie die Vorinstanz richtig ausführt (angefochtener Entscheid E. 4a), fällt 
seine Anwesenheitsdauer damit, selbst relativiert um die Zeitspanne, die er in 
Unfreiheit verbracht hat, vergleichsweise lang aus (zur Relativierung der 
Aufenthaltsdauer vgl. BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; 
BVR 2013 S. 543 E. 5.1). Zu Recht bezeichnet die Vorinstanz jedoch die 
Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung als wichtigen Aspekt jeglicher Integration 
(angefochtener Entscheid E. 4a; vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 
2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). 
Der Beschwerdeführer baute zwar zusammen mit seinem Sohn ein eigenes 
Unternehmen auf (Vorakten POM 4B pag. 464, 477 ff.). Vorher mussten er und seine 
Familie jedoch mit erheblichen Sozialhilfeleistungen unterstützt werden (Vorakten POM 
4B pag. 449). Nicht in Frage stellt der Beschwerdeführer sodann die Feststellungen der 
Vorinstanz zu seiner Verschuldung (sechs Betreibungen im Gesamtbetrag von 
Fr. 21'120.85 und 14 offene Verlustscheine von Fr. 37'226.45, Stand 28.3.2013; 
Vorakten POM 4B pag. 450); darauf kann verwiesen werden (angefochtener Entscheid 

E. 4a). Diese Umstände lassen nicht auf eine gelungene wirtschaftliche Integration 
schliessen. Der Vorinstanz folgend (angefochtener Entscheid E. 4a), ist weiter nicht 
ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer über Kontakte zur einheimischen 
Bevölkerung verfügt und damit sozial integriert wäre. Es kann erwartet werden und ist 
ihm somit nicht besonders anzurechnen, dass er nach einer Aufenthaltsdauer von 
nunmehr über 28 Jahren offenbar Deutsch spricht (angefochtener Entscheid E. 4a). 
Die Vorinstanz durfte damit und insbesondere mit Blick auf die wiederholte und 
schwere Delinquenz eine gelungene Integration des Beschwerdeführers verneinen (an-
gefochtener Entscheid E. 4a). Der Beschwerdeführer bringt denn auch nichts 
Konkretes im gegenteiligen Sinn vor und es ist auch nichts ersichtlich, das einen 
anderen Schluss nahe legen würde.

4.2 Zu würdigen sind weiter die Nachteile, die der Beschwerdeführer und seine 
Angehörigen durch die ausländerrechtliche Massnahme zu gewärtigen haben. Der 
Beschwerdeführer beruft sich auf die Beziehung zu seiner Ehefrau und zu den 
gemeinsamen Söhnen, welche alle mit ihm in der Schweiz, im gemeinsamen Haushalt 
und in einer intakten Familie leben (Beschwerde Ziff. 6 S. 5). – Wie dargelegt fällt der 
volljährige Sohn bei der Gewichtung der privaten Interessen nicht wesentlich ins 
Gewicht (vorne E. 2.2).

4.2.1 Das Verwaltungsgericht anerkennt die Beeinträchtigung des Familienlebens, 
wenn der Beschwerdeführer die Schweiz allein verlassen würde, da die Beziehung zu 
seinen Angehörigen nur noch in eingeschränktem Mass gepflegt werden könnte. Der 
Beschwerdeführer muss sich allerdings entgegenhalten lassen, dass ihn – wie die 
Vorinstanz zu Recht ausführt (angefochtener Entscheid E. 5b) – seine familiären 
Verpflichtungen nicht davon abgehalten haben, deliktisch tätig zu werden. Er hat mit 
seinem Verhalten seine familiäre Beziehung selber gefährdet. Das Obergericht stellte 
zudem fest, dass der Beschwerdeführer gar seine Frau in den Drogenhandel 
miteinbezog (Vorakten POM 4B pag. 279 f.). Mit Blick auf seinen noch minderjährigen 
Sohn ist mit der Vorinstanz festzuhalten (angefochtener Entscheid E. 5b), dass 
D._________ bereits während der längeren Gefängnisaufenthalte seines Vaters, wie 
auch zurzeit, ohne diesen auskommen musste und die Beziehung nur eingeschränkt 
gepflegt werden konnte bzw. kann. Zum frühestmöglichen Haftentlassungszeitpunkt 
des Beschwerdeführers am 27. März 2015 wird auch D._________ nicht mehr weit von 
der Volljährigkeit entfernt sein und an Selbständigkeit gewonnen haben. Die Beziehung 
kann alsdann im Rahmen gegenseitiger Besuche und mit Hilfe moderner 
Kommunikationsmittel geführt werden, wie auch die POM ausgeführt hat 
(angefochtener Entscheid E. 5b). Damit ist den verfassungs- und konventionsrecht-
lichen Anforderungen Genüge getan. 

4.2.2 In Bezug auf die durch die strittigen Massnahmen drohenden Nachteile ist dem 
Beschwerdeführer vorab zu folgen, wenn er beanstandet, dass die Vorinstanz von 

seiner Wiedereingliederung in den «Kosovo» spricht (Beschwerde Ziff. 3 S. 3; 
angefochtener Entscheid E. 4b). Dabei handelt es sich offensichtlich um ein Versehen 
der POM, welche bereits im nächsten Absatz wieder (richtigerweise) Kroatien erwähnt 
(angefochtener Entscheid E. 4b; vgl. auch Vernehmlassung POM, act. 4). In der Sache 
ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die ersten 15 Jahre seines Lebens und 
damit die prägendsten Jahre in Kroatien verbrachte. Er ist zudem mit einer Landsfrau 
verheiratet, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass er der kroatischen 
Landessprache nach wie vor mächtig ist. Auch wenn er über keine 
Familienangehörigen mehr in Kroatien verfügen sollte (angefochtener Entscheid E. 4b; 
Vorakten POM 4A pag. 16), ist davon auszugehen, dass er sich dort mit einer 
gewissen Anstrengung wieder integrieren kann; auf die zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz kann verwiesen werden (angefochtener Entscheid E. 4b). Der 
Beschwerdeführer kritisiert diese Feststellungen überdies in der Sache nicht. Auch 
wenn ihn, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt (angefochtener Entscheid E. 4b), die 
Wegweisung hart treffen würde, hat er diesen Umstand seiner wiederholten 
Straffälligkeit selber zuzuschreiben. 

4.3 Die familiäre Situation sowie seine relativ lange Anwesenheitsdauer begründen 
somit zwar nicht unwesentliche persönliche Interessen des Beschwerdeführers am 
Verbleib in der Schweiz; seine Integration kann aber angesichts der wiederholten und 
regelmässigen Delinquenz sowie der finanziellen Verhältnisse nicht als gelungen 
bezeichnet werden. Sodann stehen der Rückkehr und Wiedereingliederung in seinem 
Heimatland keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen.

5.

5.1 Nach dem Gesagten besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der 
Schweiz, welches seine privaten Interessen wie auch die Interessen seiner Kinder und 
Ehefrau nicht aufzuwiegen vermögen. Das Bundesgericht verfolgt bei schweren 
Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und schweren Betäubungsmitteldelikten, 
im Einklang mit der in Europa herrschenden Auffassung, ausländerrechtlich denn auch 
eine strenge Praxis (BGE 139 I 145 E. 2.5, 31 E. 2.3.2 f., 16 E. 2.2.2 f.; BVR 2013 
S. 543 E. 4.2.3).

5.2 Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Urteil des EGMR vom 
16. April 2013 i.S. Udeh gegen Schweiz, Ziff. 50, nichts zu seinen Gunsten ableiten 
(Beschwerde Ziff. 6 S. 5). Vorab unterscheidet sich der massgebliche Sachverhalt in 
Bezug auf die wiederholte Delinquenz und die Rückfallgefahr vom vorliegenden. 
Zudem ist dieses Urteil nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kein 

Grundsatzentscheid. Es handelt sich dabei vielmehr um einen Anwendungsfall der 
Boultif-Praxis des EGMR ohne weitergehende grundsätzliche Bedeutung (vgl. 
BGE 139 I 325 E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]). 

5.3 Die Beschwerde erweist sich somit in allen Teilen als offensichtlich unbegründet 
und ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in 
Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig. 
Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 bzw. Art. 104 Abs. 1 und 3 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.