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**Case Identifier:** 55e513b9-1af7-5a7a-b45d-61e22f2a2fc5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.07.2013 725 2012 8 (725 12 8)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2012-8_2013-07-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  3. Juli 2013 (725 12 8) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Natürlicher Kausalzusammenhang; fehlender Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Ver-

waltungsverfahren  

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich-

ter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stefan Hofer, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1949 geborene A.____ war als Biologielehrerin angestellt und in dieser Eigenschaft 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 8. August 2005 einen Verkehrsunfall erlitt und von 
einer die Vortrittsregelung missachtenden Autofahrerin auf ihrem Fahrrad angefahren wurde. 
Sie zog sich dabei insbesondere einen Oberkopfarmbruch zu, der in der Folge mit einer Prothe-
senimplantation behandelt werden musste. Die SUVA erbrachte hierfür die gesetzlichen Leis-

 
 
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tungen. Seit dem 22. Januar 2007 arbeitete die Versicherte wieder an ihrer alten Arbeitsstelle 
im bisherigen Pensum von 57%.  
 
B. Nach Abklärung der medizinischen Verhältnisse verneinte die SUVA mit Verfügung vom 
17. November 2007 einen Rentenanspruch mit der Begründung, dass die Unfallrestfolgen die 
Erwerbstätigkeit der Versicherten nicht erheblich beeinträchtigen würden. Zugleich setzte sie 
eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse im Umfang von 20% fest. 
Eine hiergegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 24. April 2008 ab. Die 
gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) mit Urteil vom 5. November 
2008 ab. Die gegen dieses Urteil erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde vom Bun-
desgericht mit Urteil vom 27. Juli 2009 teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit an die 
SUVA zurückgewiesen. Das Bundesgericht hielt in seinen Erwägungen fest, dass die Beurtei-
lung des Kreisarztes insofern unvollständig sei, als er sich nicht mit der Frage auseinanderge-
setzt habe, wieweit sich die unfallbedingten Schmerzen auf die Leistungs- und Konzentrations-
fähigkeit sowie die Arbeitsgeschwindigkeit der Versicherten auswirken würden. Zu diesen Fra-
gen sei folglich ein versicherungsexternes Gutachten einzuholen.  
 
C. Nach erfolgter Abklärung der medizinischen Verhältnisse verneinte die SUVA mit Verfü-
gung vom 6. Mai 2011 den Rentenanspruch der Versicherten erneut mit der Begründung, dass 
die Unfallrestfolgen die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich beeinträchtigen würden. Zur Begrün-
dung hielt sie fest, dass das gemäss Bundesgerichtsurteil vom 27. Juli 2009 eingeholte ortho-
pädische Gutachten von Dr. B.____ Zweifel an der Konsistenz der geklagten Schmerzen äus-
sern würde und zur Objektivierung derselben eine neuropsychologische Abklärung empfohlen 
werde. Da neurologisch keine Störung ausgewiesen sei, sei am 24. Januar 2011 eine interdis-
ziplinäre Begutachtung in neuropsychologischer und psychiatrischer Hinsicht vorgeschlagen 
worden. Diese Begutachtung habe die Versicherte aber wiederholt mit der Begründung abge-
lehnt, dass keinerlei psychiatrische Störung vorliege. Somit würden weitere Abklärungen entfal-
len. Aus somatischer Sicht bestehe kein Anlass, an der Arbeitsfähigkeit von 100% als Biologie-
lehrerin zu zweifeln, weshalb der Rentenanspruch abgelehnt werden müsse. Eine gegen diese 
Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 21. November 2011 ab. 
 
D. Gegen den Einsprachenentscheid der SUVA vom 21. November 2011 erhob die Versi-
cherte, vertreten durch Stefan Hofer, Rechtsanwalt, am 6. Januar 2012 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht und beantragte die rückwirkende Zusprechung einer Rente ab 1. Februar 2007 ent-
sprechend einer unfallbedingten Invalidität von 20%. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 
vorgebracht, dass das von der SUVA eingeholte Gutachten von Dr. B.____ vom 19. Juli 2010 
keine volle Arbeitsfähigkeit als Biologielehrerin bestätige. Vielmehr werde lediglich eine Steige-
rung auf 80% als zumutbar erachtet, folglich liege eine Arbeitsunfähigkeit von 20% vor. Da es 
keine Anhaltspunkte für eine psychische Überlagerung oder eine psychiatrische Fehlverarbei-
tung gebe, bestehe auch keine Notwendigkeit für eine psychiatrische Begutachtung. Die Be-
schwerdeführerin habe entsprechende Abklärungen im Vorfeld deshalb zu Recht abgelehnt. 
Vom Gutachten Dr. B.____ sei lediglich eine neuropsychologische Testung empfohlen worden, 
wogegen sich die Versicherte nie gewehrt habe und welche deshalb nachgeholt werden müsse, 

 
 
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sofern nicht davon ausgegangen werde, dass sie ohnehin schon aus orthopädischen Gründen 
lediglich noch zu 80% arbeitsfähig sei. Die SUVA, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, 
Advokat, schloss mit Vernehmlassung vom 16. April 2012 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 5. Juli 2012 stellte das Kantonsgericht fest, dass 
auch bei teilzeitlich erwerbstätigen Personen, die in der Lage seien, in ihrem bisherigen Pen-
sum wieder zu arbeiten, die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine volle Erwerbstätigkeit zu beurtei-
len sei. In dieser Hinsicht sei das Gutachten von Dr. B.____ nicht schlüssig, da darin lediglich 
festgehalten werde, dass eine Steigerung des Pensums auf 80% zumutbar sei, in Bezug auf ein 
Vollzeitpensum aber keine Angaben gemacht würden. Das Gericht hat die Angelegenheit daher 
mit Beschluss vom 5. Juli 2012 ausgestellt und die Einholung einer ergänzenden Stellungnah-
me bei Dr. B.____ angeordnet. Die entsprechende Antwort von Dr. B.____ erging am 11. Juli 
2012. Die Beschwerdeführerin nahm hierzu mit Eingabe vom 6. September 2012 Stellung und 
hielt dabei an ihren Rechtsbegehren fest. Die SUVA reichte mit Eingabe vom 11. Oktober 2012 
eine neurologische Beurteilung ihrer Versicherungsmedizinerin Dr. C.____ ein und beantragte 
gestützt darauf weiterhin die Abweisung der Beschwerde. 
 
F. In der Folge teilte das instruierende Präsidium des Kantonsgerichts den Parteien mit 
Verfügung vom 26. Oktober 2012 mit, das eine neuropsychologische und / oder psychiatrische 
Begutachtung der Beschwerdeführerin zur Vervollständigung des medizinischen Sachverhalts 
allenfalls als angezeigt erachtet werde. Mit Eingabe vom 2. November 2012 teilte die Be-
schwerdeführerin mit, dass sie eine psychiatrische Begutachtung nach wie vor ablehne, sie mit 
einer neuropsychologischen Begutachtung hingegen einverstanden sei. Mit Eingabe vom 
17. Dezember 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin, dass auf eine weitere psychiatrische 
oder neuropsychologische Begutachtung zu verzichten sei. Es sei nicht zu erwarten, dass sol-
che Abklärungen zu relevanten Erkenntnissen führen würden. Mit Eingabe vom 28. Dezember 
2012 hat die Beschwerdeführerin schliesslich ein ärztliches Attest ihrer Endokrinologin Dr. 
D.____ eingereicht.  
 
G. Ein mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 25. April 2013 den Parteien unterbreiteter 
Vergleichsvorschlag wurde seitens der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 7. Mai 2013 ab-
gelehnt.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 

 
 
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des Kantons Basel-Landschaft als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich 
und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die soweit frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten.  
 
2.  Strittig ist, ob die SUVA den Rentenanspruch der Versicherten zu Recht abgelehnt hat.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, 
Integritätseinbusse) ein natürlicher und ein adäquater  Kausalzusammenhang besteht 
(vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 f. mit Hinweisen).  
 
2.2  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG 
auf die Unfallversicherung anwendbar sind, die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchti-
gung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Art. 16 ATSG hält 
schliesslich fest, dass die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten 
anhand eines Einkommensvergleichs zu erfolgen hat. Wie das Eidgenössische Versicherungs-
gericht (EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aufgezeigt 
hat, brachte das ATSG hinsichtlich der unfallversicherungsrechtlichen Invaliditätsbemessung 
keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen 
Normenlage. Die im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der 
Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG) entsprechen ebenso wie die 
Vorschrift über die Bestimmung des Invaliditätsgrades (bei erwerbstätigen Versicherten; Art. 16 
ATSG) den bisherigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten 
Begriffen und Grundsätzen. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb 
weiterhin massgebend (vgl. Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwal-
tungspraxis [RKUV] 2004 Nr. U 529 S. 573 ff. E. 1.2-1.4; Urteil K. des EVG vom 28. Juli 2004, 
U 12/04, E. 1.2). 
 
2.3 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin 
ist zu prüfen, in welchem Ausmass sie unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba-
re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 

 
 
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2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichen-
des vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blos-
se Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 
S. 189 f. E. 2c). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen 
die notwendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle 
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn 
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozi-
alversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im 
Zweifel zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen be-
steht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind 
(vgl. ZAK 1983 S. 259). 

 
2.5 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse ist die rechtsanwendende Behörde 
somit auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berich-
tes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversiche-
rungsgericht demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizi-
nische Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in sol-
chen Fällen jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, 

 
 
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dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts, 
I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). Demge-
genüber soll bei Gerichtsgutachten "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen 
der medizinischen Experten abgewichen werden. Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spe-
zialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden 
und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere ei-
nem von ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 
S. 469 f.). Schliesslich lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 
506/00 vom 13. Juni 2001,  E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine 
abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein sub-
jektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut-
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 514/06 
vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen).  
 
3.1 Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 27. Juli 2009 festgehalten, dass die dama-
lige Beurteilung des Kreisarztes insofern unvollständig gewesen sei, als er sich nicht mit der 
Frage auseinandergesetzt habe, wieweit sich die unfallbedingten Schmerzen auf die Leistungs- 
und Konzentrationsfähigkeit sowie auf die Arbeitsgeschwindigkeit der Versicherten auswirken 
würden. Zu diesen Fragen sei folglich ein versicherungsexternes Gutachten einzuholen. In 
Nachachtung dieser Aufforderung beauftragte die SUVA den Orthopäden Dr. B.____, FMH für 
Orthopädische Chirurgie, mit der gutachterlichen Abklärung dieser Fragen. Dr. B.____ diagnos-
tizierte in seinem Gutachten vom 19. Juli 2010 eine Kapselfibrose rechts bei Status nach irrepa-
rabler 4-part-Fraktur des Humerus rechts und zementierter Implantation einer Humeruskopf-
Prothese mit Refixation der Tubercola rechts am 8. August 2005. Diese Diagnose sei mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 8. August 2005 zurückzuführen. In 
ausschliesslich orthopädischer Beurteilung sei die Explorandin als Biologielehrerin bezogen auf 
ihr Pensum von 57% sowohl leistungsmässig als auch in zeitlicher Hinsicht zu 100% arbeitsfä-
hig. Das Pensum könnte aber auch auf zumindest 80% gesteigert werden. In ausschliesslich 
orthopädischer Beurteilung könne die Explorandin jegliche Tätigkeit zeitlich und leistungsmäs-
sig uneingeschränkt ausüben, welche bis auf Höhe der Tischebene als leichte, zeitlich limitiert 
auch als mittlere Belastung, qualifiziert werde. Im Gegensatz zum entzündlichen Zustand der 
Kapsulitis entwickle die diagnostizierte Kapselfibrose in aller Regel keine Dauerschmerzen. Be-
schwerden könnten aber in den Endphasen der möglichen Beweglichkeiten provoziert werden. 
Der von der Explorandin geklagte Dauerschmerz sei somit insgesamt ungewöhnlich, da er nicht 
zu einer Kapselfibrose passe. Die objektivierbare unfallbedingte Behinderung sei durch den 
korrekt ermittelten Integritätsschaden von 20% abgegolten worden. Es gehe der Versicherten 
nun darum, eine Steigerung ihres gegenwärtigen Pensums auf 80% bis allenfalls 100% durch 

 
 
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eine Rente von 25% abzufangen. In ausschliesslich orthopädischer Beurteilung sei festgehalten 
worden, dass diesem Antrag nicht stattgegeben werden könne. Die Versicherte selbst anerken-
ne, dass sie den Biologieunterricht technisch uneingeschränkt zu bewältigen vermöge und dort, 
wo sie seltenerweise bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei - wie beim Heben 
schwerer Gegenstände über die Tischebene hinaus - sie die Hilfe ihrer Schüler in Anspruch 
nehmen könne. Daraus ergebe sich, dass sie den Biologieunterricht, wenn man nur die techni-
sche Abwicklung betrachte, trotz den residuellen funktionellen und kräftemässigen Einschrän-
kungen auch in einem zumindest 80%-igen Pensum leisten könne. Die Explorandin mache eine 
unfallbedingte Minderung ihrer Leistungsfähigkeit als Biologielehrerin geltend, die sich in einer 
verminderten Konzentrationsfähigkeit, einer raschen Ermüdbarkeit und in einer mangelnden 
Spontaneität in der Gestaltung des Unterrichts äussere. Dies seien Faktoren, welche durch 
chronifizierte Schulterschmerzen am dominanten Arm unterhalten werden könnten. Die 
Schmerzen seien aber eine Frage der subjektiven Wahrnehmung und nicht messbar. Ob aus 
den Schmerzen tatsächlich eine Leistungsminderung abzuleiten sei, müsse gutachterlich durch 
ein neuropsychologisches Testprogramm und eine Arbeitsplatzbewertung durch einen Arbeits-
hygieniker festgelegt werden.  
 
3.2 Mit neurologischer Beurteilung vom 8. März 2011 kam Dr. E.____, FMH Neurologie 
und Psychiatrie, zum Ergebnis, dass aus somatischer Sicht kein Anlass bestehe, an der Ar-
beitsfähigkeit von 100% als Biologielehrerin zu zweifeln, wie sie von Dr. B.____ aus orthopädi-
scher Sicht bestätigt worden sei. Die von der Versicherten bei der orthopädischen Begutach-
tung geklagten neuropsychologischen Beschwerden seien unspezifisch. Eine neuropsychologi-
sche Untersuchung alleine sei nicht geeignet, diese Beschwerden zu objektivieren. Selbst wenn 
eine Störung der Aufmerksamkeit erhoben würde, müsste diese in einen in der Regel neurolo-
gischen oder psychiatrischen Zusammenhang gestellt werden und eine zugrunde liegende Stö-
rung des Gehirns als Ursache der Störung nachgewiesen werden. Neurologisch sei aber keine 
Störung ausgewiesen. Chronische Schmerzen andererseits gingen häufig mit einer psychi-
schen Störung einher, weshalb in einem solchen Zusammenhang ein Psychiater beizuziehen 
und eine psychische Störung auszuschliessen sei. Wenn aber aus Sicht der Betroffenen kein 
Anlass für eine psychiatrische Begutachtung bestehe, sei eine neuropsychologische Untersu-
chung alleine nicht geeignet, die Konsistenz der Schmerzen und der daraus abgeleiteten neu-
ropsychologischen Störung zu objektivieren. Weitere Abklärungen würden somit entfallen.  
 
3.3 In seiner ergänzenden Beurteilung vom 11. Juli 2012 führte Dr. B.____ auf Veranlas-
sung des Kantonsgerichts aus, dass die Versicherte aufgrund der klinisch objektivierbaren Ein-
schränkungen bezüglich  Funktion und Kraft an ihrer dominanten rechten Schulter im Schulun-
terricht gewissen Einschränkungen unterworfen sei. Die Restbeschwerden seien schlecht ob-
jektivierbar und bezüglich Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit schwierig einzuschätzen. Aus diesem 
Grund sei nach wie vor eine neuropsychologische Untersuchung bzw. eine Arbeitsplatzbewer-
tung durch einen Arbeitshygieniker angezeigt. Gemäss den anamnestischen Angaben würden 
die Restbeschwerden zu Konzentrationsmängeln und einer Verlangsamung der Gedankengän-
ge führen, was die Qualität des Unterrichts beeinträchtige. In rein orthopädischer Hinsicht seien 
gewisse Einschränkungen im Unterricht vorhanden. So könne die Versicherte nicht mehr an die 
Wandtafel schreiben und brauche für gewisse arbeitstechnische Abläufe die Hilfe ihrer Schüler. 

 
 
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Fraglich sei, ob die funktionellen und kräftemässigen Einschränkungen bei einem Pensum von 
100% die Unterrichtsqualität beeinträchtigen würden. Ein entsprechender Kausalzusammen-
hang sei zwar schwierig zu objektivieren, aber vorstellbar. Im Sinne der dubio-pro-reo-Praxis sei 
daher zu postulieren, dass die Kombination von orthopädisch feststellbarer Minderung in der 
Funktion und in der Kraft zu Restbeschwerden und damit auch zu Beeinträchtigungen in der 
Leistungsfähigkeit bei einer Unterrichtstätigkeit von 100% führen würde, weil dann auch die 
Belastung auf das in seiner Funktion eingeschränkte Gelenk zunehmen würde. Letztlich sei bei 
der Versicherten deshalb eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80% zu postulieren. Insgesamt 
sei aber nicht nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit aus einer ausschliesslich orthopädi-
schen Beurteilung abgeleitet werden solle. Eine neuropsychologische/arbeitshygienische Beur-
teilung bleibe vorbehalten.  
 
3.4 Zusammen mit ihrer Eingabe vom 11. Oktober 2012 reichte die Beschwerdegegnerin 
eine Stellungnahme von Dr. C.____, FMH Neurologie, zur ergänzenden Einschätzung von 
Dr. B.____ vom  20. September 2012 ein. Darin führt die Neurologin aus, dass Dr. B.____ in 
seinem Bericht keine orthopädische Begründung für eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
der Versicherten anführe. Vielmehr weise er darauf hin, dass die Restbeschwerden subjektiver 
Natur seien. Ohne medizinische Begründung postuliere er schliesslich eine Arbeitsfähigkeit von 
80%. Im vorliegenden Fall sei weder eine Schmerzdiagnose noch eine Klassifikation der 
Schmerzen ausgewiesen, weshalb davon auszugehen sei, dass es sich um eine Begleiter-
scheinung der orthopädischen Diagnose handle. Diese Schmerzen würden aber nicht behan-
delt. Es sei nicht begründet, dass Beschwerden in diesem Ausmass neuropsychologische Stö-
rungen hervorrufen würden. Im Weiteren sei es zwar möglich, neuropsychologische Symptome 
wie Konzentrationsstörungen zu verifizieren und zu quantifizieren. Aussagen über deren Kausa-
lität würden sich aber nicht treffen lassen. Zu diesem Zwecke sei eine neurologische und / oder 
psychiatrische Einschätzung aller medizinischer Faktoren notwendig. Chronische Schmerzen 
könnten mit der Entwicklung einer psychischen Störung wie beispielsweise einer Depression 
verbunden sein. Die Versicherte habe sich aber einer psychiatrischen Abklärung verschlossen. 
Neuropsychologische Symptome könnten auch auf eine degenerative oder traumatische Hirn-
schädigung zurückgeführt werden, wobei vorliegend keine entsprechenden Hinweise vorlägen. 
Als weitere Ursache neuropsychologischer Symptome käme eine regelmässige Medikation in 
Frage, was aber im vorliegenden Fall ebenfalls auszuschliessen sei, da die Versicherte keine 
Medikamente einnehme. Schliesslich könne auch eine internistische Erkrankung die Sympto-
matik von Konzentrationsstörungen und einer Müdigkeit auslösen, wie beispielsweise eine Nie-
reninsuffizienz. Diese Beschwerden seien auch typisch für eine Schilddrüsenerkrankung und 
die Versicherte leide an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Insgesamt ergebe sich aber keine 
medizinisch nachvollziehbare Erklärung, die einen überwiegend wahrscheinlichen Zusammen-
hang zwischen den Folgen des Velosturzes und den heute noch geklagten Konzentrations- und 
Schlafstörungen begründen könnten. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Biologielehre-
rin infolge des erlittenen Unfalls lasse sich aus neurologischer Sicht nicht nachvollziehbar be-
gründen.  
 
3.5 Als weiteres Novum in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt hat die Beschwerde-
führerin schliesslich ein ärztliches Attest der behandelnden Endokrinologin Dr. D.____, FMH 

 
 
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Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, vom 17. Dezember 2012 einreichen lassen. 
Daraus geht hervor, dass die Beschwerdeführerin seit 2003 unter einer Hypothyreose leide und 
seit dem 16. März 2004 zur Einstellung der Hormonsubstitution in spezialärztlicher Behandlung 
stehe. Die Einstellung mit Euthyrox sei immer stabil gewesen und alle Hormonwerte hätten sich 
stets im Normbereich bewegt. Symptome wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder 
Müdigkeit könnten nicht auf die Schilddrüsenfunktionsstörung zurückgeführt werden, da solche 
Symptome vor Sommer 2005 nicht aufgetreten seien.  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich im Zusammenhang mit der medizinischen Einschät-
zung ihrer Leistungsfähigkeit auf den Standpunkt, der Ergänzungsbericht von Dr. B.____ vom 
11. Juli 2012 bestätige eine Arbeitsunfähigkeit von 20%. Daraus resultiere eine Rente entspre-
chend einer unfallbedingten Invalidität im Umfang von 20%. Dieser Auffassung kann nicht ge-
folgt werden. Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht führt Dr. B.____ in 
seinem Bericht vom 11. Juli 2012 aus, dass ein Kausalzusammenhang zwischen den funktio-
nellen Einschränkungen und den geltend gemachten Einbussen in der Unterrichtsqualität zwar 
vorstellbar, jedoch schwierig zu objektivieren sei. Im Sinne einer in dubio pro reo-Praxis postu-
liert er aber eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80%. Dem Gesagten zufolge (vgl. Erwägung 
2.4 hievor) ist dem Sozialversicherungsprozess die von Dr. B.____ zitierte Beweisformel fremd. 
Das Gericht hat seinen Entscheid vielmehr nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes, wie sie der 
orthopädische  Gutachter aufgrund der von ihm zitierten Beweisformel als lediglich vorstellbar 
postuliert, genügt diesen Beweisanforderungen klarerweise nicht. Indem Dr. B.____ den Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfall und der geklagten Leistungsminderung in rein ortho-
pädischer Hinsicht als schwierig objektivierbar und damit als zweifelbehaftet bezeichnet, ist der 
Beweisgrad für die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20% deshalb nicht mit der erfor-
derlichen Intensität der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Nichts anderes ergibt sich 
mit Blick auf die oben dargelegte Rechtsprechung zur Beweiswürdigung medizinischer Unterla-
gen (vgl. Ziffer 2.5 hievor) aus dem Gutachten von Dr. B.____ vom 19. Juli 2010, wonach eine 
Steigerung des Pensums auf 80% bis allenfalls 100% in ausschliesslich orthopädischer Hinsicht 
nicht durch eine Rente abgegolten werden könne. Auch wenn es sich bei der Frage, ob eine 
versicherte Person von einem Rentenanspruch auszuschliessen ist, um eine Rechtsfrage han-
delt, zu der sich der medizinische Experte nicht zu äussern hat, erweist sich  das Gutachten des 
Orthopäden vom 19. Juli 2010 in der medizinischen Kernfrage letztlich als nachvollziehbar und 
schlüssig. Die unmassgebenden Äusserungen des medizinischen Experten zu rechtlichen Fra-
gestellungen tangieren dessen Verbindlichkeit insofern nicht, als sich dessen Einschätzung mit 
der ergänzenden Beurteilung vom 11. Juli 2012 nämlich insofern als kongruent erweist, dass 
eine unfallbedingte Minderung der Leistungsfähigkeit im Ergebnis nicht auf eine orthopädisch 
bedingte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit der 
Versicherten als Biologielehrerin zurückgeführt werden kann. Zumal der begutachtende Ortho-
päde in seiner ergänzenden Beurteilung vom 11. Juli 2012 abschliessend ausführt, dass es 
insgesamt nicht nachvollziehbar sei, weshalb die Arbeitsfähigkeit aus einer ausschliesslich or-
thopädischen Beurteilung abgeleitet werden soll, stellt er sein Postulat einer in orthopädischer 
Hinsicht um 20% verminderten Arbeitsfähigkeit selbst in Frage. Er führt diese denn auch auf die 
subjektive Wahrnehmung der Schmerzen zurück, welche einer neuropsychologischen Genese 

 
 
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entspringen könnten. Damit aber fehlt es an einer fachärztlich nachvollziehbaren Begründung 
für eine orthopädisch bedingte Leistungsminderung. 
 
4.2 Es ist unbestritten, dass Schmerzen allenfalls dazu führen können, dass eine Person 
weniger effizient und konzentriert zu arbeiten in der Lage ist. Eine solche Minderleistung be-
dingt jedoch eine medizinische Begründung, ohne welche eine entsprechende Einschränkung 
als nicht rechtsgenüglich belegt zu gelten hat. Gestützt auf die entsprechende Beurteilung von 
Dr. C.____ vom 20. September 2012 kann eine neuropsychologisch bedingte Leistungsminde-
rung aber nicht nachgewiesen werden. In Nachachtung der vom Orthopäden Dr. B.____ postu-
lierten Abklärung (vgl. Gutachten vom 19. Juli 2010, a.E., ebenso ergänzende Beurteilung vom 
11. Juli 2012) führt die Fachärztin für Neurologie nachvollziehbar aus, dass sich gestützt auf 
eine neuropsychologische Abklärung alleine keine Aussagen über deren Kausalität treffen las-
sen. Auch wenn neuropsychologische Symptome verifiziert werden können, bedingt der Nach-
weis einer allenfalls neuropsychologischen Leistungsminderung eine ergänzende, neurologi-
sche oder psychiatrische Einschätzung aller medizinischer Faktoren. Der Umstand alleine, dass 
die behaupteten Konzentrationsstörungen und die erhöhte Müdigkeit mittels einer neuropsycho-
logischen Testung lediglich verifiziert werden können, spricht mit anderen Worten nicht für die 
Durchführung einer solchen Untersuchung. Dies gilt in casu umso mehr, als die von der Versi-
cherten bei der orthopädischen Beurteilung geklagten neuropsychologischen Beschwerden mit 
neurologischer Beurteilung vom 8. März 2011 als unspezifisch und schwer objektivierbar quali-
fiziert worden sind und auch dort eine neuropsychologische Untersuchung alleine als nicht ge-
nügend erachtet worden ist, solche Beschwerden zu objektivieren (vgl. auch ergänzende Beur-
teilung von Dr. B.____ vom 11. Juli 2012). Eine neurologisch bedingte Störung, wie sie bei-
spielsweise auch auf eine degenerative oder traumatische Hirnschädigung zurückgeführt wer-
den könnte, ist gemäss den erfolgten Fachbeurteilungen jedoch auszuschliessen (vgl. neurolo-
gische Beurteilung von Dr. E.____ vom 8. März 2011; ebenso Stellungnahme von Dr. C.____ 
vom 20. September 2012). Eine allenfalls medikamentöse Ursache ist ebenfalls ausgeschlos-
sen (vgl. Stellungnahme von Dr. C.____ vom 20. September 2012). Nicht anders ist hinsichtlich 
einer internistischen Ursache zu entscheiden, wonach die Symptomatik in Form von Konzentra-
tionsstörungen und Müdigkeit insbesondere auch durch eine Schilddrüsenerkrankung hervorge-
rufen werden kann; auch diese Möglichkeit wird durch die behandelnde Endokrinologin explizit 
ausgeschlossen (vgl. Attest von Dr. D.____ vom 17. Dezember 2012). 
 
4.3 Damit aber verbleibt aufgrund der Akten für die geltend gemachten neuropsychologi-
schen Beschwerden einzig eine allenfalls psychiatrische Ursache, da chronische Schmerzen 
häufig auch mit einer psychischen Störung, wie beispielsweise einer Depression, einhergehen 
können (vgl. Stellungnahme von Dr. C.____ vom 20. September 2012; ebenso Beurteilung von 
Dr. E.____ vom 8. März 2011). Eine solche psychiatrisch bedingte Beteiligung ist gemäss den 
vorliegenden Akten jedoch nicht dargetan. Die Versicherte hat sich trotz eines korrekt durchge-
führten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens des Versicherungsträgers im Verwaltungsverfahren 
geweigert, sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen (vgl. Schreiben der Versi-
cherten vom 25. Januar 2011; Schreiben der SUVA vom 18. März 2011; Stellungnahme der 
Versicherten vom 30. März 2011). Daran hat sie auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
explizit festgehalten (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 2. November 2012). Allfällige 

 
 
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mit einem Abklärungsdefizit verbundene Nachteile - namentlich die dadurch bedingte Beweislo-
sigkeit einer möglichen Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologisch-psychiatrisch bedingten 
Gründen - muss die Beschwerdeführerin daher wegen Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht ge-
gen sich gelten lassen. Dies gilt gestützt auf die überzeugenden Ausführungen von Dr. E.____ 
vom  8. März 2011 umso mehr, als die Ergebnisse einer neuropsychologischen Untersuchung 
alleine, welcher die Beschwerdeführerin zwar nach wie vor zustimmt, ohne gleichzeitige psychi-
atrische Untersuchung nicht aussagekräftig ist. Daran vermag nichts zu ändern, dass sich aus 
den bisherigen Akten keine Anhaltspunkte für eine psychische Überlagerung oder eine psychi-
sche Fehlverarbeitung unfallbedingter Beschwerden ergeben haben. Ebenso wenig kann auf-
grund der neuerlichen ärztlichen Entscheidgrundlage aus den Erwägungen im bundesgerichtli-
chen Urteil vom 27. Juli 2009 geschlossen werden, es seien keine Anhaltspunkte für eine psy-
chiatrische Abklärung vorhanden. Damit aber ist festzustellen, dass der entscheidrelevante 
Sachverhalt, soweit er abklärbar ist, umfassend ermittelt worden ist und letztlich zum Ergebnis 
führt, dass eine unfallbedingte Einschränkung in der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versi-
cherten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Daraus resultiert, dass 
die Beschwerdeführerin mit ihrer verbleibenden Erwerbsfähigkeit ein rentenausschliessendes 
Einkommen zu erzielen in der Lage ist. Daran vermag auch ein allfälliger, leidensbedingter Ab-
zug vom Invalideneinkommen nichts zu ändern. Ein solcher lässt sich aufgrund der Überein-
stimmung der bisherigen Erwerbstätigkeit mit der auch weiterhin noch ganztags zumutbaren 
Tätigkeit als Biologielehrerin ohnehin kaum rechtfertigen. Die Rügen der Beschwerdeführerin 
erweisen sich daher als unbegründet, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.  
 

5. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.