# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f565d31-d9a8-5b8e-95af-fd42d78753b4
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-25
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2009 sowie Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2009
**Docket/Reference:** DB.2014.23
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2014_23_fz.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.23 
1 ST.2014.29 

Entscheid 

25. April 2014 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Michael Ochsner und Gerichtsschreiber Stefan Eichenberger 

A   A G ,  

vertreten durch B, 

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,   

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 1.1. - 31.12.2009 sowie 
Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2009 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A AG (nachfolgen die Pflichtige) bezweckt im Wesentlichen die Erbringung 

von Dienstleistungen im Bereich von C, D sowie E. Mit Vertrag vom ... Dezember 2009 

verkaufte  sie  rückwirkend  per  ...  Januar  2009  ihren  Bereich  E  an  die  F  AG  (nachfol-

gend F) für Fr. 90'000.-. Ihre Versuche, zuvor bezüglich der Transaktion ein steueramt-

liches Ruling zu erwirken, waren erfolglos.  

Für die Steuerperiode 1.1. – 31.12.2009 deklarierte sie für die direkte Bundes-

steuer  und  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  einen  steuerbaren  Reingewinn  von 

Fr. 8'600.- sowie ein (steuerbares) Eigenkapital von Fr. 201'000.-. Das kantonale Steu-

eramt unterzog die Buchhaltung der Pflichtigen am ... November 2012 einer Revision. 

Der  Revisionsbericht  wurde  am  ...  Juli  2013  erstattet.  Darin  kam  der  Revisor  zum 

Schluss, dass vom Verkaufserlös von Fr. 79'254.- lediglich Fr. 43'105.- als Erfolg ver-

bucht  worden  seien,  und  rechnete  die  Differenz  dem  Reingewinn  hinzu.  Die  Steuer-

kommissärin übernahm diese Korrektur und schätzte die Pflichtige am 2. Oktober 2013 

für  die  direkte  Bundessteuer  sowie  die  Staats-  und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode 

1.1.  –  31.12.2009,  mit  einem  steuerbaren  Reingewinn  von  Fr.  43'800.-  und  einem 

(steuerbaren) Eigenkapital von Fr. 201'000.- ein.  

B. Hiergegen erhob die Pflichtige am 1. November 2013 Einsprache mit dem 

Antrag,  von  der  Aufrechnung  des  Verkaufspreises  aus  dem  Verkauf  der  E  an  die  F 

abzusehen.  Die  buchhalterische  Erfassung  des  Vorgangs  sei  inkorrekt  gewesen;  bei 

einer richtigen Darstellung gemäss dem tatsächlichen Sachverhalt resultiere keine Auf-

rechnung.  

Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 7. Januar 2014 ab.  

C. Am 6. Februar 2014 erhob die Pflichtige Beschwerde bzw. Rekurs mit dem 

Antrag, sie mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 900.- und einem (steuerbaren) 

Eigenkapital von Fr. 158'000.- einzuschätzen. Darin machte sie eine Bilanzberichtigung 

geltend und reichte sie eine korrigierte Jahresrechnung und Konten ein.  

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Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  20.  Februar  2014  auf  Abweisung  der 

Rechtsmittel. Der erfolgsneutral über das Eigenkapital verbuchte Teil des Verkaufs sei 

als Gewinn aufzurechnen und könne nicht nachträglich mittels Bilanzberichtigung kor-

rigiert werden. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

Am  24.  März  2014  reichte  die  Pflichtige  eine  Replik  ein  und  hielten  darin  an 

ihrem Antrag fest.  

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  a)  Der  steuerbare  Reingewinn  setzt  sich  gemäss  Art.  58  Abs.  1  lit.  c  des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. 

§ 64 Abs. 1 Ziff. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) u.a. zusammen aus den 

der  Erfolgsrechnung  nicht  gutgeschriebenen  Erträgen,  mit  Einschluss  der  Kapital-, 

Aufwertungs-  und  Liquidationsgewinne.  Kapitalgewinn  ist  im  Buchwertprinzip  der  Be-

trag,  um  welchen  der  Erlös  den  steuerrechtlichen  Buchwert  übersteigt.  Erlös  ist  der 

gesamte  empfangene  Gegenwert  für  das  realisierte  Vermögensrecht  bzw.  das  darin 

verkörperte  Wirtschaftsgut  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum 

DBG,  2.  A.,  2009,  Art.  58  N  152  DBG  und  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  

3. A., 2013, § 64 N 243 StG).   

b)  Grundlage  der  zu  beurteilenden  Transaktion  war  der  Kaufvertrag  vom  

... Dezember 2009 zwischen der Pflichtigen und der F. Gemäss dessen Ziff. 1. a waren 

Kaufgegenstand  sämtliche  Kundenbeziehungen  unter  einem  EAM  (external  asset  

management)-Vertrag  der  Pflichtigen  mit  der  G  sowie  H.  Der  Kaufpreis  betrug  

Fr. 90'000.-. Es war beabsichtigt, diesen durch Abtretung einer Forderung der F gegen 

die I AG in der Höhe von Fr. 84'313.- und eine "bedingte" Barabgeltung von Fr. 5'687.- 

zu bezahlen. Die Abtretung der Forderung erfolgte mit Unterzeichnung des Vertrags.  

Gemäss einer bei den Akten liegenden grafischen Darstellung der Transaktion 

sollte  zunächst  die  F  ihre  Beteiligung  von  40%  an  der  Pflichtigen  im  Wert  von 

Fr. 48'000.- sowie ein Kontokorrentguthaben gegen diese von Fr. 36'313.- an die I AG 

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gegen Gutschrift von Fr. 84'313.- übertragen. Diese hatte darauf die neu entstandene 

Forderung  gegen  die  I  AG  an  die  Pflichtige  abzutreten  und  ihr  zusätzlich  "bedingt"  

Fr. 5'687.- bezahlen sollen, gegen Übertragung des Bereichs E. Abschliessend soll die 

Pflichtige die neu erhaltene Forderung gegen die I AG mit der Kontokorrentschuld von 

Fr. 36'313.- verrechnen.  

c)  Nach  dieser  Vereinbarung  handelt  es  sich demnach  um  einen reinen Ver-

kauf;  der  für  die  Pflichtige  relevante  eigentliche  Kaufvorgang  besteht  in  der  Übertra-

gung des Bereichs E gegen Abtretung einer Forderung gegen die I AG sowie eine "be-

dingte" Barzahlung. Soweit der Kaufpreis den Buchwert der auszubuchenden Aktiven 

überschreitet, liegt demnach ein Ertrag vor, welcher zu versteuern ist.  

Der  steueramtliche  Revisor  stellte 

fest,  dass  vom  Verkaufserlös  von 

Fr. 79'254.-  lediglich  Fr. 43'105.-  als  Erfolg  verbucht  wurden  (Revisionsbericht  S.  10). 

Der  Betrag  von  Fr.  79'254.-  ergibt  sich  als  Saldo  der  abgetretenen  Forderungen  von 

Fr. 84'313.-  abzüglich  der  Mehrwertsteuer  von  Fr.  5'059.-  (vgl.  Buchung  vom  ...  De-

zember  in  Konto  Nrn.  …,  …  und  …).  Aus  den  Konten  Nrn.  …  und  …  ist  ersichtlich, 

dass  von  den  Fr.  79'254.-  nur  Fr.  43'105.45  als  Ertrag  gutgeschrieben  wurden,  wäh-

rend  die  erfolgswirksame  Verbuchung  des  Restbetrag  von  Fr. 36'313.30  wieder  stor-

niert wurde. Dieser Betrag wurde vielmehr direkt mit dem Vermerk "Verrechnung" dem 

Kontokorrent der I AG belastet (Konto …). Auszubuchende Aktiven sind nicht ersicht-

lich.  

Mithin  entsprechen  die  Feststellungen  des  Steuerrevisors  den  verbuchten 

Tatsachen, sodass das kantonale Steueramt zu Recht die Differenz beim Ertrag aufge-

rechnet hat.  

d) Was die Pflichtige dagegen vorbringt, überzeugt nicht:  

Sie macht geltend, dass die Transaktionen mit den Belegnummern … und … 

nicht  in  die  Buchhaltung  der  Pflichtigen  gehörten.  Gebucht  worden  sei  ein  Aktienver-

kauf der neu gegründeten F; die Aktien seien jedoch nicht von der Pflichtigen gehalten 

worden, und deshalb auch nie bilanziert gewesen. Es sei richtig, dass für den Verkauf 

der  Sparte  E  ein  ausserordentlicher  Ertrag  von  Fr. 43'105.-  erfasst  worden  sei.  Wes-

halb die andere unternehmensfremde Transaktion (Fr. 79'254.-) Eingang in die Buch-

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haltung  gefunden  habe,  sei  unerklärlich.  Es  werde  deshalb  eine  Bilanzberichtigung 

beantragt. In der Eingabe vom 20. März 2014 macht sie weiter geltend, der Fehler ha-

be in der Verbuchung der Abtretung der 40%-Beteiligung an der Pflichtigen durch die F 

an die I AG bestanden.  

Diese Ausführungen sind inhaltlich nur schwer nachvollziehbar. Sie sind wohl 

so zu interpretieren, dass der Kaufpreis für die E lediglich Fr. 43'105.- betragen habe. 

Dies  widerspricht  indessen  klar  dem  von  der  Pflichtigen  als  auch  dem  von  F  unter-

zeichneten Kaufvertrag. Die Pflichtige erklärt mit keinem Wort, weshalb dieser Vertrag 

nicht  gültig  sein  soll  bzw.  dass  die  Transaktion  nicht  entsprechend  dessen  Vorgaben 

ausgeführt worden sei. Beweise für ihre neue Sachdarstellung hat sie auch keine vor-

gelegt;  es  liegen  auch keine  Anhaltspunkte  in  dieser  Hinsicht  bei  den  Akten.  Aus  der 

Aktenlage  ist  vielmehr  klar  zu  schliessen,  dass  der  Verkaufspreis  zu  Recht  in  voller 

Höhe  von  der  Pflichtigen  zu  versteuern  ist.  Die  Frage  einer  Bilanzkorrektur  stellt  sich 

damit von vornherein nicht.  

Im Übrigen vermag die sinngemässe Sachdarstellung der Pflichtigen, nämlich 

dass die F die Übernahme der Sparte E zum Teil durch Übertragung ihrer Beteiligung 

an der Pflichtigen an die I AG bezahlt habe, ihr nicht zu helfen. Als Eigentümerin der 

verkauften  Sparte  steht  die  gesamte  Gegenleistung  der  Pflichtigen  zu.  Wenn  ein  Teil 

davon  stattdessen  an  ihre  Anteilsinhaberin  geleistet  worden  wäre,  wäre  dies  als  eine 

verdeckte  Gewinnausschüttung  (Gewinnvorwegnahme)  zu  qualifizieren  gewesen  (Art. 

58 Abs. 1 lit. b und c DBG; § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. e und Ziff. 3 StG). Auch diesfalls wäre 

die Differenz zum gesamten Kaufpreis bei der Pflichtigen aufzurechnen gewesen.  

e) Die übrigen Korrekturen des kantonalen Steueramts werden von der Pflich-

tigen  ausdrücklich  nicht angefochten.  Damit  erweisen  sich  die  Veranlagung  bzw.  Ein-

schätzung als korrekt und sind zu bestätigen.  

2. Aufgrund dieser Erwägungen sind die Rechtsmittel abzuweisen. Ausgangs-

gemäss sind die Kosten des Verfahrens der Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 

DBG  und  §  151  Abs.  1  StG)  und  ist  ihr  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen 

(Art. 144  Abs. 4  DBG  i.V.m.  Art. 64  Abs. 1 - 3  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwal-

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tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 sowie § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  Der Rekurs wird abgewiesen.  

[…] 

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