# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81c0a8e1-0a05-5ec1-88df-20cba21ad8fc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2016 200 2016 499
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-499_2016-10-31.pdf

## Full Text

200 16 499 UV
ACT/SCM/JOK/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Schwegler 
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. April 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der SUVA (Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
unfallversichert, als er gemäss Schadenmeldung am 30. Oktober 2013 bei 
der Übung "Laufen mit dem Hund" plötzliche Schmerzen im Oberschenkel 
verspürte (Akten der SUVA [act. II] 1). In der Folge erbrachte die SUVA die 
gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Taggeld und Heil-
behandlung (act. II 10 ff., 21) bis sie diese mit Schreiben vom 25. März 
2014 per 30. März 2014 einstellte (act. II 26), was sie auf Einwand des 
Versicherten (act. II 28) hin mit Verfügung vom 11. April 2014 (act. II 29) 
bestätigte. Die Verfügung blieb unangefochten.

Am 9. Januar 2015 (act. II 36 S. 1 ff.) stellte der Versicherte Antrag auf Re-
vision, welche mit Verfügung vom 27. Mai 2015 (act. II 43) bzw. auf dage-
gen erhobene Einsprache (act. II 50) hin mit Entscheid vom 20. April 2016 
(act. II 65) abgewiesen wurde. 

B.

Mit Eingabe vom 23. Mai 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegeh-
ren:

Der Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 20. April 2016 sei aufzuheben und es 
seien dem Beschwerdeführer die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen wei-
terhin auszurichten, insbesondere die Heilungskosten sowie das Unfalltaggeld ab 
dem 1. April 2014 (Revision der Verfügung vom 11. April 2014).

Eventualiter: Der Einspracheentscheid vom 20. April 2016 sei aufzuheben und die 
Sache zur Klärung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2016 schliesst die Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) so-
wie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) sind eingehalten. Da die Beschwerdegegnerin eine Revision 
der Verfügung vom 11. April 2014 (act. II 29) verneint und damit implizit 
auch über die Leistungen ab April 2014 verfügt hat, ist  anders als in der 
Beschwerdeantwort (S. 3 Ziff. 9.2) ausgeführt  auf die Beschwerde voll-
umfänglich einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 20. April 2016 
(act. II 65). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Un-
fallversicherung ab dem 1. April 2014 und dabei insbesondere, ob die 
rechtskräftige Verfügung vom 11. April 2016 (act. II 29) in Revision zu zie-
hen ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art  80 lit  c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 4

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Die Unfall-
versicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in der Verordnung 
abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädigungen zu über-
nehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder Degeneration 
zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h der Verord-
nung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 
832.202]).

Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom Leistungsanspre-
cher oder der Leistungsansprecherin glaubhaft zu machen. Wird dieser 
Forderung nicht nachgekommen, indem unvollständige, ungenaue oder 
widersprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen eines un-
fallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 
Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht 
zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 
sind (BGE 116 V 136 E. 4b S. 140, 114 V 298 E. 5b S. 305; RKUV 2003 
U 485 S. 259 E. 5).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 5

alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun-
gen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio 
sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; 
SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221).

Im Sozialversicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach die sogenann-
ten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbe-
wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder an-
derer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 
E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Arztzeugnis UVG vom 1. Januar 2014 (act. II 8) diagnostizierte 
Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, eine 
Muskelzerrung / einen Muskelriss partiell am Musculus rectus femoris. 
Beim Rennen mit dem Hund habe der Beschwerdeführer beim Abdrehen 
im linken Bein einen einschiessenden Schmerz verspürt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 6

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 24. Februar 2014 (act. II 19) hauptsächlich Restbeschwerden nach 
einer Hüftdistorsion links (30. Oktober 2013) und eine leichte Symptomatik 
des Nervus cutaneus femoris lateralis links. Klinisch und radiologisch habe 
er keine Anhaltspunkte für eine traumatische Läsion im Bereich der linken 
Hüfte finden können. Aus Kausalitätsgründen müsste eine traumatische 
Labrum- oder Knorpelläsion der linken Hüfte eher ausgeschlossen werden.

3.1.3 Die Radiologie der Klinik F.________ hielt im Bericht vom 25. Fe-
bruar 2014 (act. II 54) eine glatte Kontur der Femora fest. Die Gelenkspal-
ten seien kongruent dargestellt, es bestünden keine Hinweise auf ossäre 
Pumpbildungen im Bereich des linken Femurkopf- / Halsübergangs. Es 
wurde eine altersentsprechende Darstellung der Hüftgelenke beschrieben, 
ohne direkte oder indirekte Hinweise auf Impingementzeichen, periarticulä-
re Verkalkungen oder frühcoxarthrotische Veränderungen der Hüfte.

3.1.4 In der Stellungnahme vom 19. Dezember 2014 (act. II 39 S. 1) dia-
gnostizierte Dr. med. G.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, einen Status nach 
chirurgischer Hüftluxation links (5. November 2014 [vgl. act. II 36 S. 5]) bei 
Früharthrose und Cam-Impingement-Situation sowie einen Status nach 
Hüfttrauma mit Aggravation der Beschwerden; die vorgefundene intraope-
rative Situation sei mit einem traumatischen Ablösen des Knorpels auf der 
im Operationsbericht erwähnten Fläche vereinbar. Die Labrumschäden 
hätten als Folge des instabilen Knorpelfragments sekundär entstanden sein 
können. 

3.1.5  SUVA -Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte im 
Bericht vom 18. Februar 2015 (act. II 40) aus, dass die MRI-Untersuchung 
nicht den Befund einer unfallähnlichen Körperschädigung ergeben habe, 
sondern ein wohlbekanntes eigenständiges Krankheitsbild im Sinne einer 
Normvariante der Hüftmorphologie, wie sie zu den Schäden im Bereich des 
Labrums und des Hüftgelenkknorpels führe. Weder die Schädigung des 
Labrums, noch des Knorpels, noch die pathologische Taillierung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 7

Übergangs Femurkopf / Schenkelhals entspreche einer unfallähnlichen 
Körperschädigung.

3.1.6 Vom 9. bis 28. Dezember 2015 war der Beschwerdeführer in der 
Klinik I.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 24. Dezember 2015 (act. 
II 60 S. 1 f.) wurde ein chronisches myofasciales Schmerzsyndrom mit 
Leistenschmerzen links, postoperativ, diagnostiziert. Ferner bestünden eine 
Adipositas sowie eine reaktive depressive Verstimmung in einer schwieri-
gen psychosozialen Situation. Der Beschwerdeführer sei zur stationären 
muskuloskelettalen Rehabilitation bei chronischem myofascialem 
Schmerzsyndrom mit persistierenden Belastungsschmerzen im Bereich der 
linken Hüfte nach chirurgischer Hüftluxation zugewiesen worden. Letztere 
sei im November 2014 bei einer Früharthrose der linken Hüfte bei femoroa-
zetabulärem Cam-Impingement durchgeführt worden, wobei die Frühar-
throse durch das Trauma am 30. Oktober 2013 aktiviert worden sei. 

3.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die rechtskräftige Verfügung 
vom 11. April 2014 (act. II 29) sei in Revision zu ziehen, da neue Tatsa-
chen vorlägen (Beschwerde S. 6 Art. 6).

3.2.1 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide 
müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 
der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen 
entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht mög-
lich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen 
rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Aus-
schlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswür-
digung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer 
Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als 
objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Als 
neu gelten dabei nur Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im 
Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, 
verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hin-
reichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Das revisionsweise vorgebrachte 
Element, welches lediglich eine neue Würdigung einer bereits bekannten 
Tatsache beinhaltet, rechtfertigt keine prozessuale Revision. Die neuen 
Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 8

tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei 
zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu 
führen (BGE 127 V 353 E. 5b S. 358; SVR 2012 UV Nr. 17 S. 65 E. 7.1). 

3.2.2 Die neu eingereichten Arztberichte (act. II 36 S. 4 f., 39 S. 2 f., 41, 
54, 55 S. 3 f., 56, 60) enthalten keine Tatsachen, die im vorherigen Verfah-
ren nicht bekannt waren resp. der Röntgenbericht vom 25. Februar 2014 
(act. II 54) datiert gar vor der Verfügung vom 11. April 2014 (act. II 29). 
Dass keine neuen Tatsachen vorliegen, trifft  entgegen der Auffassung in 
der Beschwerde (S. 6 Art. 6)  auch auf den Operationsbericht des Dr. 
med. G.________ vom 6. November 2014 (act. II 39 S. 4) zu, denn es sind 
darin keine neuen Gesundheitsschäden erwähnt, die allein durch eine Ope-
ration und nicht schon vorher erkennbar waren. Weiter findet sich bereits 
im Befundbericht über das MRI des Hüftgelenks vom 13. März 2014 die 
Auffassung, dass das Cam-Impingement links durch "das Trauma" aktiviert 
worden sei (act. II 23 S. 2), weshalb es sich bei der entsprechenden Anga-
be im Bericht der Klinik I.________ vom 24. Dezember 2015 (act. II 60 
S. 1) ebenfalls um keine neue Tatsache handelt. Schliesslich wäre die Stel-
lungnahme des J.________ vom 6. Juli 2015 über den Ablauf des Gesche-
hens vom 30. Oktober 2013 (act. II 55 S. 5) offensichtlich bereits im ur-
sprünglichen Verfahren beizubringen gewesen, so dass er  unabhängig 
der inhaltlichen Würdigung  nicht Revisionstitel sein kann. 

In der Folge ist die Verfügung vom 11. April 2014 (act. II 29) nicht in pro-
zessuale Revision zu ziehen.

3.3 Die Verwaltung hat im Einspracheentscheid vom 20. April 2016 ge-
prüft, ob im Oktober 2013 ein Unfall resp. eine unfallähnliche Körperschä-
digung erfolgt sei, diese Frage jedoch verneint (act. II 65 S. 6 ff.). Damit hat 
sie sinngemäss geprüft, ob die Verfügung vom 11. April 2014 (act. II 29) in 
Wiedererwägung zu ziehen ist.

3.3.1 Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügun-
gen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos 
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 
(Art. 53 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwä-
gung rechtskräftiger Verfügungen nur in Betracht kommen, wenn es sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 9

um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 
E. 2b). Eine gesetzwidrige Leistungszusprechung gilt regelmässig als zwei-
fellos unrichtig (BGE 126 V 399 E. 2b bb S. 401 ARV 2002 S. 181 E. 1a). 
Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran mög-
lich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – 
derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (BGE 138 V 324 
E. 3.3 S. 328; SVR 2014 IV Nr. 7 S. 30 E. 4.1). Zurückhaltung bei der An-
nahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wieder-
erwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren 
Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und 
damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge auf-
weisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Rechtspraxis vertret-
bare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen 
kann nicht zweifellos unrichtig sein (SVR 2014 IV Nr. 10 S. 40 E. 4.1; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 28. Juli 2011, 8C_962/2010, 
E. 3.1). Hingegen ist das Erfordernis in der Regel erfüllt, wenn eine Leis-
tungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn 
massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden 
(BGE 140 V 77 E. 3.1 S. 79).

3.3.2 Die fallabschliessende Verfügung vom 11. April 2014 basierte dar-
auf, dass die "heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, 
sondern ausschliesslich krankhafter Natur" seien (act. II 29 S. 1), d.h. die 
Beschwerdegegnerin verneinte den natürlichen Kausalzusammenhang 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Gestützt auf die damals vorliegenden Akten ist dies 
nicht als zweifellos unrichtig anzusehen, führte doch Dr. med. E.________ 
im Bericht vom 24. Februar 2014 aus, er finde klinisch und radiologisch 
keine Anhaltspunkte für eine traumatische Läsion im Bereich der linken 
Hüfte (act. II 19 S. 2, E. 3.1.2 hiervor). Die Verwaltung hat den Sachverhalt 
auch genügend abgeklärt; die in der Beschwerde (S. 4 Art. 3) erwähnte 
Aktennotiz vom 31. März 2014 (act. II 27) betraf entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers nicht eine Nachfrage der Beschwerdegegnerin bei 
Prof. Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, sondern eine Nachfrage 
des Beschwerdeführers beim erwähnten Arzt, weshalb er daraus nichts zu 
seinen Gunsten ableiten kann. Weiter ist  anders als in der Beschwerde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 10

(S. 8) angenommen  aus dem Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. 
H.________ vom 28. Februar 2014 (act. II 20) kein Kausalzusammenhang 
abzuleiten (dasselbe gilt für den späteren Bericht vom 18. Februar 2015 
[act. II 40]), so dass auch in dieser Hinsicht keine zweifellose Unrichtigkeit 
besteht. Ob die Beschwerdegegnerin im Jahr 2014 zu Recht oder zu Un-
recht einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung angenommen 
hatte, kann hier offen bleiben (vgl. aber E. 3.4.2 hiernach). 

3.4 Mit den Erwägungen im Einspracheentscheid vom 20. April 2016 
zum Vorliegen eines Unfalls oder einer unfallähnlichen Körperschädigung 
(act. II 65 S. 6 ff.) ist die Beschwerdegegnerin im Ergebnis auch der Frage 
nach dem Bestehen eines Rückfalls oder einer Spätfolge nachgegangen. 

3.4.1 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2). Liegt ein Rückfall oder eine Spät-
folge vor, so besteht eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur dann, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der sei-
nerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein 
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der 
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs 
beim Grundfall oder einem früheren Rückfall behaftet werden 
(BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 
E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines 
natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spät-
folge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn 
die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, ent-
steht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers (Entscheid des 
BGer vom 26. September 2008, 8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeit-
liche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahr-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 11

scheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen 
(RKUV 1997 U 275 S. 191 E. 1c).

3.4.2 Damit ein Anspruch gestützt auf einen Rückfall oder eine Spätfolge 
entstehen kann, ist ein Unfall resp. eine unfallähnliche Körperschädigung 
notwendig, wobei beides vorliegend nicht erstellt ist. Es ist auf die ur-
sprünglichen Angaben zum Geschehensablauf abzustellen, in welchen 
nichts Aussergewöhnliches rapportiert ist (Unfallmeldung vom 8. und Un-
fallbeschrieb vom 29. November 2013 [act. II 1 und 6]; vgl. E. 2.3); weiter 
ergibt sich auch aus den zeitnahen Arztberichten zum Geschehen vom 
30. Oktober 2013 nichts, was auf ein aussergewöhnliches Element schlies-
sen liesse (Berichte der Dres. med. D.________ vom 1. Januar sowie 
14. Februar 2014 und E.________ vom 24. Februar 2014 [act. II 8, 16 und 
19]). Die mehr als anderthalb Jahre später erfolgten Äusserungen des 
J.________ vom 6. Juli 2015 (act. II 55 S. 5) vermögen daran nichts zu 
ändern, ebenso wenig wie die Darstellung des Geschehens in der Be-
schwerde (S. 3 Art. 1) resp. der Einsprache (act. II 50 S. 2 Ziff. 3). Wäre im 
Oktober 2013 tatsächlich ein Sturz erfolgt, hätte dies der Beschwerdeführer 
im Unfallbeschrieb (act. II 6) mit Sicherheit erwähnt. Ob die Beschwerde-
gegnerin zunächst von einem Unfall oder einer unfallähnlichen Körper-
schädigung ausging, ist entgegen der in der Beschwerde (S. 6 Art. 5) ver-
tretenen Auffassung nicht massgebend; ein Anspruch aus Treu und Glau-
ben resp. einer Zusicherung (vgl. Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; 
SR 101]; BGE 130 I 26 E. 8.1 S. 60) ist denn auch nicht ersichtlich. Man-
gels einer Listenverletzung scheidet eine unfallähnliche Körperschädigung 
(vgl. E. 2.1 hiervor) im Übrigen von vorneherein aus. 

In der Folge besteht auch kein Anspruch gestützt auf einen Rückfall oder 
eine Spätfolge. 

4.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
20. April 2016 (act. II 65) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Okt. 2016, UV/16/499, Seite 12

5.

Act. II 22 betrifft nicht den Beschwerdeführer; die Beschwerdegegnerin wird 
das entsprechende Dokument aus den Akten zu entfernen haben. 

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.