# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b3c569c-43f4-5d23-8546-99aa0733a735
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.01.2012 C-7015/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7015-2010_2012-01-11.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­7015/2010

U r t e i l   v om   1 1 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig­
Vouilloz,   
Gerichtsschreiber Jean­Marc Wichser.

Parteien 1. X._______,  
vertreten durch Michael Kunz, Advokat, Fischmarkt 12, 
4410 Liestal,
2. Y._______,  
vertreten durch Michael Kunz, Advokat, Fischmarkt 12, 
4410 Liestal,
Beschwerdeführer, 

gegen

Amt für Stiftungen und berufliche Vorsorge, Basel­
Landschaft, Rathausstrasse 24, 4410 Liestal,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Rechtsverzögerung.

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Sachverhalt:

A. 
Mit  Urteil  vom  11.  April  2011  (C­5462/2008  –  C­2795/2009)  hat  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerden  von  X._______  und 
Y._______  (nachfolgend die Beschwerdeführer)  gegen die Verfügungen 
vom  22.  Juli  2008  und  30.  März  2009  des  baselländischen  Amtes  für 
Stiftungen  und  berufliche  Vorsorge  (nachfolgend  die  Aufsichtsbehörde 
oder  die  Vorinstanz)  abgewiesen,  mit  welchen  diese  zunächst  die 
Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als  Stiftungsräte  der 
Vorsorgestiftung  der  Z._______AG  (nachfolgend  die  Vorsorgestiftung 
oder  Verfahrensbeteiligte)  aufgehoben  und  sodann  die  beiden 
Beschwerdeführer  in  ihrer  Funktion  als  Stiftungsräte  derselben 
suspendiert hatte.

B. 

B.a  Noch  während  das  genannte  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  im  Gange  war,  wandte  sich  der 
Rechtsvertreter  der Beschwerdeführer mit Schreiben  vom 31. Mai  2010 
an  die Vorinstanz  und  beantragte  für  seine Klientschaft  unter  anderem, 
die  Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  vom  30.  März  2009  seien  mit 
sofortiger  Wirkung  aufzuheben  und  die  beiden  suspendierten 
Stiftungsräte X._______ und Y._______ seien wieder in ihre Funktion als 
Stiftungsräte  einzusetzen;  zudem  wurde  beantragt,  es  sei  den  von  der 
Vorinstanz  oder  von  der  ehemaligen  Sachwalterin  beigezogenen 
Spezialisten  insbesondere  für  die  Liegenschaftsverwaltung  zu  künden; 
des  Weiteren  beantragten  die  Beschwerdeführer,  dass  der  aktuelle 
Sachwalter,  Dr.  S._______,  sie  weiterhin  in  Bezug  auf  den 
Direktanschluss  bei  der  B._______­Sammelstiftung  unterstütze  und  mit 
der Erstellung des Abschlusses 2009 und  ­  falls nötig  ­,  der Mithilfe bei 
derjenigen  des  Abschlusses  2010  der  Vorsorgestiftung,  sowie  mit  der 
Übergabe  an  die  Stiftungsorgane  der  für  die  Liegenschaftsverwaltung 
benötigten Unterlagen betraut werde (act. 1/1).

B.b Mit  Schreiben  vom  30.  Juni  2010  an  die  Vorinstanz  (vgl.  act.  1/2) 
wiederholten die Beschwerdeführer ihre Anliegen unter Hinweis einerseits 
darauf, dass mittlerweile der Direktanschluss der Vorsorgestiftung bei der 
B._______­Sammelstiftung  vollzogen  worden  sei,  so  dass  nicht 
einzusehen sei, weshalb die Zwangsverwaltung über die Vorsorgestiftung 
aufrechterhalten  werde,  und  andererseits  darauf,  dass  die  aktuelle 
externe  Liegenschaftsverwaltung  völlig  unzureichend  sei,  weshalb  sie 

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wieder den Stiftungsorganen übertragen werden müsse. Auch bat sie die 
Vorinstanz, über die am 31. Mai 2010 gestellten Anträge zu entscheiden, 
worauf  diese  mit  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  –  unter  anderem  unter 
Hinweis  auf  die  im  damals  noch  laufenden  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  eingebrachten  Argumente  –  an  der 
Weiterführung des Sachwaltermandats durch Dr. S._______ festhielt (act. 
1/3).  In  der  Folge  insistierten  die  Beschwerdeführer mit  Schreiben  vom 
12. August 2010, mit welchem sie eine beschwerdefähige Verfügung über 
die  am  31.  Mai  2010  gestellten  Anträge  verlangten  (act.  1/4),  was  die 
Vorinstanz  indessen  lediglich  dazu  verleitete,  den  Empfang  diese 
Korrespondenz zu bestätigen und zu erklären, dass sie auf eine erneute 
Stellungnahme mangels neuer Anhaltspunkte verzichte (act. 1/5). 

C. 
Mit  Eingabe  vom  23.  September  2010  (vgl.  act.  1)  erhoben  die 
Beschwerdeführer  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  wegen 
Rechtsverweigerung und wiederholten die Begehren, die sie am 31. Mai 
2010  bei  der  Vorinstanz  gestellt  hatten,  also  die  Aufhebung  der  beiden 
vorinstanzlichen,  beim  Bundesverwaltungsgericht  zu  diesem  Zeitpunkt 
noch  angefochtenen  Verfügungen,  die  Entlassung  der 
Liegenschaftsverwalter  und  die  Betrauung  des  derzeitigen  Sachwalters 
mit  verschiedenen  Unterstützungsaufgaben.  Dabei  machte  sie  im 
Wesentlichen  geltend,  die  Vorinstanz  weigere  sich,  über  diese  Fragen 
mittels  beschwerdefähiger  Verfügung  zu  entscheiden,  was  eine 
Rechtsverweigerung darstelle. Die Vorinstanz habe zu prüfen, ob die mit 
den  beiden  genannten  Verfügungen  verhängten  Massnahmen  –  deren 
ursprüngliche  Rechtmässigkeit  vom  Bundesverwaltungsgericht  noch 
geprüft  werde  –  im  heutigen  Zeitpunkt  noch  aufrechtzuerhalten  seien, 
zumal das von der Vorinstanz bemängelte Darlehen bei der Stifterfirma in 
der  Zwischenzeit  weitgehend  amortisiert  sei,  der  Anschluss  an  eine 
Sammelstiftung erfolgt sei und sich diese Frage somit nicht mehr stelle, 
und auch die angeblich mangelnde Kooperationsbereitschaft  nicht mehr 
aktuell  sei,  da  die  Zusammenarbeit  mit  dem  jetzigen  Sachwalter 
funktioniere.

D. 

D.a Mit Eingabe vom 14. Oktober 2010 (vgl. act. 3) nahm der Sachwalter 
Dr.  S._______  für  die  Vorsorgestiftung,  die  vom  Instruktionsrichter  als 
Beteiligte  in  das  vorliegende  Verfahren  beigezogen  wurde,  zur 
Beschwerde  dahingehend  Stellung,  dass  die  vorinstanzlichen 

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Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  vom  30.  März  2009  noch 
Gegenstand  eines  hängigen  Beschwerdeverfahrens  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht bilden würden und ohne dessen rechtskräftige 
Erledigung nicht von einer Aufhebung der  (angefochtenen) Verfügungen 
ausgegangen werden könne. Im Zeitpunkt der genannten Stellungnahme, 
rund dreiviertel  Jahre nach Übernahme des Sachwaltermandates,  stehe 
die  Verfahrensbeteiligte  weit  gefestigter  als  zuvor,  insbesondere  durch 
deren Anschluss an eine Sammelstiftung; ab dem 1. Januar 2011 würden 
denn auch keine Destinatäre mit  reglementarischen Ansprüchen geführt 
werden.  Hingegen  sei  die  Bewirtschaftung  der  beiden  Liegenschaften 
äusserst  komplex  und  die  Aufnahme  einer  "Kaderversicherung"  mit 
Rückstellungen von rund Fr. 2 Mio. sei noch nicht geregelt. Zudem habe 
der  Jahresabschluss  2009 wegen  verschiedenen Ungereimtheiten  noch 
nicht erstellt werden können.

D.b Mit Vernehmlassung vom 3. November 2010 (vgl. act. 4) beantragte 
die  Vorinstanz  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  eventualiter  die 
Sistierung des vorliegenden Verfahrens bis zur rechtskräftigen Erledigung 
des  damals  noch  beim  Bundesverwaltungsgericht  hängigen 
Beschwerdeverfahrens. Sie  führte  dabei  im Wesentlichen  aus,  dass  die 
Beschwerdeführer sich widersprüchlich verhielten. Einerseits würden sie 
die Rücknahme  der Verfügungen  vom 22.  Juli  2008  und  vom 30. März 
2009  mit  dem  Argument  verlangen,  dass  deren  Grundlagen  hinfällig 
geworden seien, womit sie implizite davon ausgehen würden, dass diese 
Grundlagen  bestanden  hätten.  Zudem  würden  sie  gewisse  Aufgaben 
beim  jetzigen Sachwalter belassen, der  lediglich das mit den erwähnten 
Verfügungen  erteilte  Mandat  weiterführe.  Andererseits  hätten  sie  diese 
Verfügungen angefochten und ihre Aufhebung beantragt. Die Vorinstanz 
sehe  keinen  Grund,  die  Verfügungen  vor  deren  rechtskräftigen 
Erledigung  durch  Urteil  (oder  vorbehaltslosen  Rückzug) 
zurückzunehmen.  Weiter  bestehe  weder  eine  Veranlassung,  das 
laufende Sachwaltermandat  anzupassen,  noch  ein  Anspruch  auf  Erlass 
einer erneuten beschwerdefähigen Verfügung, nachdem die Erteilung des 
Sachwaltermandats an Dr. S._______ mit rechtskräftiger Verfügung vom 
30.  November  2009  entschieden  worden  sei.  Von  einer 
Rechtsverweigerung  könne  keine Rede  sein.  Dass  die  Vorsorgestiftung 
heute  stabiler  dastehe,  sei  dem  Sachwalter  zu  verdanken,  dessen 
Mandatsfortführung immer noch notwendig erscheine, zumal wesentliche 
Fragen  wie  diejenige  der  Kadervorsorge  und  der  Bewirtschaftung  der 
Liegenschaften  noch  offen  seien.  Im  Übrigen  würden  die 
Beschwerdeführer  völlig  ausblenden,  dass  der  nun  erfolgte,  erfreuliche 

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Anschluss  an  die  Sammelstiftung  durch  unvollständige  und  unrichtige 
Personalmutationen  erschwert  worden  sei.  Deren 
Kooperationsbereitschaft sei aus ihrer Sicht nach wie vor fraglich. 

E. 
Mit  Replik  vom  8.  Dezember  2010  (vgl.  act.  6)  bestätigten  die 
Beschwerdeführer  ihr  Rechtsbegehren  und  die  diesbezügliche 
Begründung.  Zudem  machten  sie  im  Wesentlichen  geltend,  dass  es 
vorliegend  nicht  darum  gehe,  ob  die  beiden mehrfach  erwähnten,  noch 
nicht  rechtskräftigen  Verfügungen  rechtens  waren,  sondern  ob  im 
heutigen  Zeitpunkt  noch  Anlass  bestehe,  die  Zwangsmassnahmen 
aufrechtzuerhalten. Dies sei  ihrer Ansicht nach nicht  (mehr) der Fall, da 
die  Gründe  für  die  Zwangsmassnahmen  weitestgehend  weggefallen 
seien,  die  Bewirtschaftung  der  Liegenschaften  nicht  komplex  sei,  die 
Vorsorgestiftung sich zur Amortisation des Darlehens bei der Stifterfirma 
verpflichtet  habe  und  die  offenen  Fragen  bezüglich  Kaderversicherung 
mit  Hilfe  des  Sachwalters  problemlos  beantwortet  werden  könnten.  Die 
Weigerung  der  Vorinstanz  zu  prüfen,  ob  für  die  verhängten 
Zwangsmassnahmen  heute  noch  Gründe  bestünden,  stelle  eine 
klassische Rechtsverweigerung dar.

F. 
Mit Duplik vom 21. März 2011 (vgl. act. 13) bestätigte die Vorinstanz ihre 
Rechtsbegehren  und  deren  Begründung.  Sie  verwies  zunächst  auf  ihre 
Vernehmlassung,  in  welcher  sie  ausführlich  dargestellt  habe,  weshalb 
keine Veranlassung bestehe, die umstrittenen Verfügungen vom 22. Juli 
2008 bzw. vom 30. März 2009 im jetzigen Zeitpunkt zurückzunehmen und 
weshalb die Sachwalterschaft  fortzuführen sei. Der Auftrag an diesen  in 
der  rechtskräftigen  Verfügung  vom  30, März  2009  sei  weit  gefasst  und 
bestehe darin, die Verfahrensbeteiligte auf eine gesetzes­, statuten­ und 
reglementskonforme  Basis  zu  stellen.  Die  Vorinstanz  führte  zudem  im 
Wesentlichen  aus,  dass  sie  die  getroffenen  Massnahmen  periodisch 
überprüfe  und  vom  Sachwalter  regelmässig  Berichte  einfordere.  In 
diesem Zusammenhang verwies sie auf ein Besprechungsprotokoll  vom 
31.  Januar  2011  mit  den  Parteien  zur  Klärung  offener  Fragen  und  zur 
Besprechung  des  Abschlusses  2009  sowie  auf  einen  Bericht  des 
Sachwalters vom 21. Februar 2011, welche sie beide zusammen mit dem 
Bericht der Kontrolle über die Jahresrechnung 2009 ihrer Duplik beilegte. 
Sie  wies  insbesondere  darauf  hin,  dass  nach  wie  vor  die  Fragen  der 
Kaderversicherung  mangels  Rechtsgrundlage  und  diejenige  der 
Liegenschaftsverwaltung  wegen  des  Interessenkonflikts  zwischen 

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Stifterfirma und Vorsorgestiftung noch weitgehend ungelöst seien und die 
Rückführung des Darlehens an die Stifterfirma noch nicht abgeschlossen 
sei, so dass die Sachwalterschaft einstweilen  fortgeführt werden müsse. 
Von einer Rechtsverzögerung könne nicht gesprochen werden.

G. 

G.a    Mit  Triplik  vom  21.  April  2011  bestätigten  die  Beschwerdeführer 
wiederum ihre Anträge mit deren Begründung und warfen der Vorinstanz 
zudem  im  Wesentlichen  vor,  das  Verhältnismässigkeitsprinzip  nicht  zu 
beachten (act. 15).

G.b Da die Beschwerdeführer ihre Triplik einreichten, kurz bevor sie vom 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  11.  April  2011  Kenntnis 
genommen hatten, räumte ihnen der Instruktionsrichter eine Frist ein, um 
ihre Triplik allenfalls zu ergänzen, was sie auch mit Eingabe vom 6. Juni 
2011 taten (act. 16 und 17). Darin wiesen sie unter anderem darauf hin, 
dass die Fragen der Kaderversicherung, der Verwendung der freien Mittel 
und  der  Liegenschaftsverwaltung  nicht  Gegenstand  der  beiden  vom 
Bundesverwaltungsgericht  geschützten  vorinstanzlichen  Verfügungen 
gebildet  hätten,  so  dass  die  diesbezüglichen  Zwangsverwaltung  sofort 
aufzuheben  sei.  Insbesondere  hinsichtlich  der  Liegenschaftsverwaltung 
sei diese Massnahme stossend und willkürlich, da die Beschwerdeführer 
früher  damit  ansehnliche  Überschüsse  erwirtschaftet  hätten.  Auch  die 
vollständige  Rückführung  des  Darlehens  und  die  angeblich  mangelnde 
Kooperationsbereitschaft  der  Beschwerdeführer  würden  die 
Aufrechterhaltung der Zwangsmassnahmen nicht rechtfertigen.

H. 

H.a  Mit  Instruktionsverfügung  vom  28.  Juni  2011  lud  der 
Instruktionsrichter  die  Vorinstanz  einerseits  zu  prüfen,  ob  sie  ihre 
inzwischen rechtskräftigen Verfügungen vom 22. Juli 2008 und 30. März 
2009 angesichts der zwischenzeitlichen Entwicklung  in Wiedererwägung 
ziehen wolle, und andererseits, dem Gericht einen aktuellen Bericht des 
Sachwalters zuzustellen, in welchem dieser sich insbesondere auch über 
die Notwendigkeit der Fortführung der verfügten Massnahmen bzw. über 
allfällige mildere Alternativen ausspricht (act. 19). 

H.b  Mit  Eingabe  vom  13.  September  2011  bestätigte  die  Vorinstanz 
gestützt  auf  den  inzwischen  eingeholten  aktuellen  Bericht  des 
Sachwalters  vom  29.  August  2011  erstens  die  gestellten 

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Rechtsbegehren,  befand  zweitens,  dass  trotz  anerkannter  Fortschritte 
nach wie  vor  gravierende  rechtliche  Probleme  bestünden,  gegen  deren 
Lösung sich die Beschwerdeführer aktiv widersetzen würden, so dass die 
Fortführung  der  Massnahmen  noch  nötig,  zweckgerichtet, 
verhältnismässig und geeignet seien, den rechtmässigen Zustand bei der 
Verfahrensbeteiligten  herzustellen,  und  erklärte  sich  drittens  trotz 
bestehender Bedenken bereit, den Sachwalter im Rahmen der Verfügung 
vom  30.  November  2009  zu  beauftragen,  das  Mandat  der 
Liegenschaftsverwaltung  der  Verfahrensbeteiligten  zu  übergeben  sowie 
weitere Schritte  zur Wiedereinsetzung  der Beschwerdeführer  zu  prüfen, 
sobald die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien (act. 24).

H.c  Mit  Eingabe  vom  17.  Oktober  2011  wiederholten  die 
Beschwerdeführer  ihre Rügen und  legten  im Wesentlichen dar, dass die 
Vorinstanz unzulässige Schlüsse aus dem Bericht des Sachwalters ziehe, 
zumal  die  Vermögensanlagen  der  Verfahrensbeteiligten  weitestgehend 
konsolidiert  seien, bezüglich des Arbeitgeberdarlehens keine Verletzung 
von Art.  57 Abs.  1 BVV2 mehr  vorliege und der Direktanschluss an die 
Sammelstiftung  erfolgt  sei.  Zur  Frage  der  Kaderversicherung  sei 
festzuhalten,  dass den Beschwerdeführern  die Möglichkeit  einzuräumen 
sei,  die  weitere  Zukunft  der  Verfahrensbeteiligten  trotz 
Meinungsverschiedenheiten  mit  dem  Sachwalter  selbst  zu  bestimmen, 
denn diese habe keine reglementarischen Leistungen mehr zu erbringen. 
Die  Verhinderung  dieser  autonomen  Gestaltungsmöglichkeit  stelle  eine 
Rechtsverweigerung dar (act. 28).

I. 
Den  vom  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom  15.  Dezember 
2010  einverlangten  Kostenvorschuss  von  Fr.  1'300.­­  haben  die 
Beschwerdeführer am 27. Dezember 2010 überwiesen (act. 7 und 9).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

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1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu gehören die Verfügungen der 
Aufsichtsbehörden  im  Bereiche  der  beruflichen  Vorsorge  nach  Art.  74 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters­
,  Hinterlassenen­  und  Invalidenvorsorge  (BVG,  SR  831.40),  dies  in 
Verbindung mit Art. 33  lit.  i VGG. Eine Ausnahme  im Sinne von Art. 32 
VGG liegt in casu nicht vor.

1.2.  Eine  Verfügung  als  Beschwerdeobjekt  (über  die  Frage  der 
Aufhebung  ex  nunc  von  zuvor  verfügten  aufsichtsrechtlichen 
Massnahmen)  liegt  vorliegend  allerdings  nicht  vor.  Die  Eingabe  der 
Beschwerdeführer  ist  aber  als  Rechtsverweigerungs­  bzw. 
Rechtsverzögerungsbeschwerde  zu  behandeln,  zumal  das 
unrechtmässige  Verweigern  oder  Verzögern  einer  anfechtbaren 
Verfügung  gleich  wie  eine  Verfügung  angefochten  werden  kann  und 
damit dem Erlass einer Verfügung gemäss Art. 5 VwVG gleichgestellt  ist 
(Art. 46a VwVG).

1.3.  Das  förmliche  Rechtsmittel  der  Rechtsverweigerungs­  bzw. 
Rechtsverzögerungsbeschwerde  wird  an  die  Rechtsmittelinstanz 
gerichtet,  welche  zuständig  wäre,  wenn  eine  Verfügung  der  angeblich 
säumigen  Verwaltungsbehörde  beanstandet  würde  (ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE  HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 722). Das 
Bundesverwaltungsgericht ist demnach im vorliegenden Fall zuständig.

2. 
Die  Rechtsverweigerungs­  und  Rechtsverzögerungsbeschwerde  ist 
akzessorisch zum Hauptverfahren, weshalb sich die Beschwerdebefugnis 
nach  der  Legitimation  im  Hauptverfahren  richtet.  Demnach  ist  zur 
Beschwerde  berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen hat (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), durch die angefochtene 
Verfügung  besonders  berührt  ist  (Art.  48  Abs.  1  Bst.  b  VwVG)  und  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art. 
48  Abs.  1  Bst.  c  VwVG).  Vorliegend  haben  die  Beschwerdeführer  am 
vorinstanzlichen Verfahren  teilgenommen,  indem sie von der Vorinstanz 
den  Erlass  einer  Verfügung  verlangt  haben  mit  dem  Antrag,  die – 
inzwischen  rechtskräftig  gewordenen  –  Verfügungen  vom  22.  Juli  2008 
und 30. März 2009 ex nunc wieder aufzuheben. Mit diesen Verfügungen 
ist  zunächst  die  Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als 
Stiftungsräte  der  verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung  entzogen,  und 

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sind die Letztgenannten einige Monate später ganz  in  ihrer Funktion als 
Stiftungsräte  suspendiert  worden.  Damit  sind  die  Beschwerdeführer 
beschwerdelegitimiert. Die Anforderungen an die Form der Beschwerde 
sind  erfüllt.  Nachdem  auch  der  einverlangte  Kostenvorschuss  geleistet 
worden ist, ist auf die Beschwerde einzutreten.

3. 

3.1.  Die  Beschwerdeführer  machen  vorliegend  in  ihrer  als 
Rechtsverweigerungsbeschwerde bezeichneten Eingabe geltend, dass  – 
unbeachtet  der  Frage  der  (ursprünglichen)  Rechtmässigkeit  der 
Verfügungen  vom  22.  Juli  2008  und  30.  März  2009,  die  zur  Zeit  der 
Beschwerdeerhebung  vom Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen  eines 
anderen Beschwerdeverfahrens geprüft  und mit Urteil  vom 11. April  (C­
5462/2008  –  C­2795/2009)  schliesslich  bejaht  wurde  –  die  Vorinstanz 
sich geweigert habe, die Aufhebung ex nunc der genannten Verfügungen 
zu prüfen und zu verfügen, zumal die angeblichen Voraussetzungen  für 
den  Erlass  dieser  Verfügungen mittlerweile  nicht mehr  bestünden  resp. 
die Probleme gelöst seien. 

3.2. Demgegenüber  verwies die Vorinstanz  in  formeller Hinsicht  in  ihrer 
Vernehmlassung  auf  das  damals  laufende  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  und  wollte  vorerst  den  Abschluss  dieses 
abwarten, bevor sie sich mit der Aufhebung (ex nunc) der angefochtenen 
Verfügungen  beschäftigen wollte,  respektive  beantragte  eventualiter  die 
Suspendierung  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  bis  zur 
rechtskräftigen Erledigung des genannten, noch laufenden Verfahrens. In 
ihrem  Schreiben  vom  19.  Juli  2010,  mit  welchem  die  Vorinstanz 
ausführlich auf das Begehren der Beschwerdeführer einging, verwies sie 
in diesem Zusammenhang insbesondere auf ihre Duplik vom selben Tag, 
die  sie  beim  Bundesverwaltungsgericht  im  erwähnten 
Beschwerdeverfahren eingereicht hatte.

In materieller Hinsicht hielt die Vorinstanz  im selben Schreiben vom 19. 
Juli  2010  ausdrücklich  an  der  Fortsetzung  des  mit  rechtskräftiger 
Verfügung  vom  30.  November  2009  an  Dr.  S._______  übertragenen 
Sachwaltermandats  fest.  Über  eine  Aufhebung  sei  erst  zu  entscheiden, 
wenn  die  wesentlichen  Pendenzen  erledigt  seien  und  die  ordentliche 
Verwaltung  des  Stiftungsvermögens  und  der  Vorsorgestiftung  auch  für 
die  Zukunft  sichergestellt  sei,  was  die  Vorinstanz  anhand  der 
regelmässigen Berichterstattungen des Sachwalters beurteilen könne.

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Zu  dieser  Frage  äusserte  sich  der  Sachwalter  namens  der 
verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung  kurz  dahingehend,  dass  ohne 
rechtskräftige Erledigung des noch  laufenden Beschwerdeverfahrens  im 
jetzigen  Zeitpunkt  nicht  von  einer  Aufhebung  der  (angefochtenen) 
Verfügungen ausgegangen werden könne.

4. 

4.1. Das  Verbot  der  Rechtsverweigerung  bzw.  Rechtsverzögerung  wird 
verletzt, wenn eine Gerichts­ oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder 
das  gebotene  Handeln  über  Gebühr  hinauszögert,  obwohl  sie  zum 
Tätigwerden  verpflichtet  wäre.  Eine  Rechtsverweigerung  ist  somit  nur 
dann  möglich,  wenn  ein  Anspruch  der  Privaten  auf  Behandlung  ihrer 
Begehren  besteht  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN, 
Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5.  Auflage,  Zürich  Basel  Genf  2006,  S. 
356,  Rz.  1657),  respektive  wenn  eine  Behörde  sich  weigert,  eine 
Verfügung zu erlassen bzw. eine Amtshandlung vorzunehmen, obschon 
sie dazu aufgrund der einschlägigen Rechtsnormen verpflichtet wäre (vgl. 
etwa MARKUS MÜLLER,  in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 
Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/St.  Gallen  2008, 
Rz.  4  zu  Art.  46a;  UELI  KIESER,  ATSG­Kommentar,  2.  Auflage,  Zürich 
2009, Rz. 12 zu Art. 56). 

Nach  der  Praxis  des  Bundesgerichts  liegt  eine  formelle 
Rechtsverweigerung  vor,  wenn  eine  Behörde  auf  eine  ihr  frist­  und 
formgerecht  unterbreitet  Sache  nicht  eintritt,  obschon  sie  darüber 
befinden müsste (BGE 135 I 6 E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des 
BVGer C­4828/2010 vom 7. März 2011 E. 7.1). Von Rechtsverweigerung 
oder  Rechtsverzögerung  kann  nicht  schon  dann  die  Rede  sein,  wenn 
eine Behörde eine Eingabe nicht sofort behandelt. Rechtsverzögerung ist 
nur  gegeben, wenn  sich  die  zuständige Behörde  zwar  bereit  zeigt,  den 
Entscheid zu fällen, ihn aber nicht binnen der Frist trifft, welche nach der 
Natur der Sache und nach der Gesamtheit  der übrigen Umstände noch 
als  angemessen  erscheint  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX 
UHLMANN,  a.a.O.,  Rz  1658).  Das  Eidg.  Versicherungsgericht  (heute 
Bundesgericht)  hat  im  Zusammenhang  mit  einer 
Rechtsverzögerungsbeschwerde  in  der  Invalidenversicherung  in  seinem 
Urteil  I  387/03  vom  23.  Oktober  2003  entschieden,  dass  es  sich 
ausnahmsweise,  insbesondere  auch  aus  verfahrensökonomischen 
Gründen,  rechtfertigen  kann,  dass  die  IV­Stelle  die  Behandlung  eines 
Leistungsbegehrens aussetzt, bis ein vor einer anderen Instanz hängiges 

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Verfahren abgeschlossen ist, sofern dessen Ausgang für die Beurteilung 
des Leistungsbegehrens von erheblicher Bedeutung ist (SVR 2001 IV Nr. 
24  S.  73).  In  vergleichbarer  Ausgangslage  hat  das 
Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass eine Sistierung möglich sei, 
wenn  sich  verfahrensökonomisch  kein  sofortiger  Entscheid  rechtfertige, 
namentlich  ein  Entscheid  in  einem  anderen  Verfahren  den 
Streitgegenstand  beeinflussen  könne.  Das  Beschleunigungsgebot  setze 
aber auch diesem Sistierungsgrund Grenzen (BVGE 2009/42 E. 2.2).

4.2. Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführer von der Vorinstanz 
ausdrücklich  den Erlass  einer Verfügung  über  die Aufhebung  (ex  nunc) 
der von dieser verfügten aufsichtsrechtlichen Massnahmen vom 22. Juni 
2008  (Entzug  der  Zeichnungsberechtigung  der  Beschwerdeführer  als 
Stiftungsräte  der  verfahrensbeteiligten  Vorsorgestiftung)  und  vom  30. 
März  2009  (Suspendierung  als Stiftungsräte)  verlangt,  die  damals  noch 
Gegenstand  des  hängigen  Beschwerdeverfahrens  C­5462/2008  –  C­
2795/2009  waren.  Nicht  nachvollziehen  ist  allerdings  in  diesem 
Zusammenhang,  dass  die  Beschwerdeführer  nicht  gleichzeitig  auch  die 
Aufhebung der  rechtskräftigen Verfügung vom 30. November 2009  (vgl. 
act.  30) beantragten, mit welcher die Vorinstanz nach der Niederlegung 
des  Mandats  durch  die  bisherige,  mit  Verfügung  vom  30.  März  2009 
eingesetzte Sachwalterin über die Verfahrensbeteiligte Dr. S._______ als 
neuen Sachwalter mit Einzelzeichnungsberechtigung eingesetzt  hat,  um 
den in der erwähnten Verfügung umschriebenen Auftrag fortzuführen und 
zu  erledigen.  Damit  verhalten  sie  sich  in  der  Tat  widersprüchlich. 
Trotzdem  fragt sich, ob die Vorinstanz gehalten war, entsprechend dem 
Antrag in der geschilderten Situation eine Verfügung zu erlassen.

4.3. 

4.3.1.  Die  Aufsichtsbehörde  hat  über  die  Einhaltung  der  gesetzlichen, 
statutarischen  und  reglementarischen  Vorschriften  zu  wachen  (Art.  62 
Abs.  1  BVG),  indem  sie  insbesondere  die  Übereinstimmung  der 
reglementarischen Bestimmungen mit den gesetzlichen Vorschriften prüft 
(lit.  a),  von  den  Vorsorgeeinrichtungen  periodisch  Berichterstattung 
fordert,  namentlich  über  die  Geschäftstätigkeit  (lit.  b),  Einsicht  in  die 
Berichte  der  Kontrollstelle  und  des  Experten  für  berufliche  Vorsorge 
nimmt (lit. c) sowie die Massnahmen zur Behebung von Mängeln trifft (lit. 
d)  und  Streitigkeiten  betreffend  das  Recht  der  versicherten  Person  auf 
Information beurteilt (lit. e). 

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Gemäss  Art.  62  Abs.  1  Bst.  d  BVG  trifft  die  Aufsichtsbehörde  die 
Massnahmen  zur Behebung  von Mängeln. Hierzu  stehen  ihr  präventive 
und  repressive  Aufsichtsmittel  zur  Verfügung.  Mittels  des  repressiven 
Handelns  soll  der  rechtmässige  Zustand  wieder  hergestellt  werden, 
während  die  präventiven  Mittel  darauf  ausgelegt  sind,  gesetzes­  und 
statutenwidriges  Verhalten  der  Vorsorgeeinrichtung  durch  eine  laufende 
Kontrolle  ihrer  Geschäftstätigkeit  zu  verhindern.  Als  repressive 
Aufsichtsmittel  kommen  unter  anderem  die Mahnung  pflichtvergessener 
Organe, das Erteilen von Weisungen oder Auflagen  in Frage, soweit die 
Vorsorgeeinrichtung  keinen  Ermessensspielraum  hat,  auch  die 
Aufhebung  und  Änderung  von  Entscheiden  oder  Erlassen  der 
Stiftungsorgane,  wenn  und  soweit  diese  gesetzes­  oder  urkundenwidrig 
sind,  im  Weiteren  die  Abberufung  und  Neueinsetzung  von 
Stiftungsorganen und Liquidatoren, die Ersatzvornahme durch Dritte auf 
Kosten  der  Stiftung  oder  die  Einsetzung  eines  Beistandes  oder  eines 
interimistischen  Stiftungsrates  unter  gleichzeitiger  Enthebung  des 
ordentlichen  Stiftungsrates.  Diese  Aufzählung  ist  nicht  abschliessend, 
und  die  Kantone  können  die  Aufsichtsmittel  in  ihren  kantonalen 
Ausführungserlassen  regeln  (Isabelle  Vetter­Schreiber,  Staatliche 
Haftung  bei mangelhafter BVG­Aufsichtstätigkeit,  Zürich  1996, S.  61  ff.; 
Hans Michael Riemer / Gabriela Riemer­Kafka, Das Recht der beruflichen 
Vorsorge in der Schweiz, 2. Auflage, Bern 2000, S. 65 f.).

4.3.2.  Im  Rahmen  ihrer  Aufsichtstätigkeit  hat  die  Aufsichtsbehörde 
selbstredend  auch  periodisch  zu  prüfen,  ob  die  (repressiven) 
Massnahmen, die sie getroffen hat, aufrecht zu erhalten sind.

Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Vorinstanz  das  Sachwaltermandat  von 
Anfang  an  befristet,  und  zwar  bis  zur  Erledigung  des  in  der  Verfügung 
vom 30. März 2009 umschriebenen Auftrags, nämlich

­ für die Erfüllung der gesetzlichen, statutarischen und reglementarischen 
Verpflichtungen  der Stiftung  zu  sorgen  und  insbesondere  deren Rechte 
und  Interessen  gegenüber  Dritten  zu  wahren, 
Verantwortlichkeitsansprüche  abzuklären  und  –  nach  Rücksprache  mit 
der  Aufsichtsbehörde  ­  nötigenfalls  gerichtlich  durchzusetzen,  sowie 
gegebenenfalls Strafanzeige zu erstatten

­  die  ordentliche,  gesetzeskonforme  Führung  der  Stiftung  zu 
gewährleisten und dabei insbesondere

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a)  für  eine  gesetzeskonforme,  der  spezifischen  Situation  der 
Vorsorgestiftung  angepasste Vermögensanlage besorgt  zu  sein  (Art.  50 
BVV2)

b) die Deckung der gesetzlichen und reglementarischen Verpflichtungen 
(Risiken  Alter,  Tod  und  Invalidität)  gegebenenfalls  durch  eine 
Versicherungsgesellschaft sicherzustellen

c) die reglementarischen Grundlagen (Vorsorge­, Anlage­, Organisations­
,  Rückstellungs­  und  Teilliquidationsreglement)  zu  überarbeiten  bzw.  zu 
erstellen und zu verabschieden, und

d) die Organisation der Stiftung so zu gestalten und sicherzustellen, dass 
ein ordentliches Funktionieren der Stiftung und seiner Organe sowie die 
Wahrung des Stiftungszwecks gewährleistet sind.

Der  Sachwalter  ist  dabei  eingeladen  worden,  die  Aufsichtsbehörde 
regelmässig  und  –  bei  wichtigen  Vorkommnissen  und  Entscheiden – 
umgehend  zu  orientieren  (vgl.  rechtskräftige  Verfügung  vom  30. 
November 2009, act. 30).

Der Sachwalter ist dieser Pflicht regelmässig nachgekommen, zuletzt mit 
Bericht  vom  29.  August  2011  (vgl.  act.  24),  was  die  Aufsichtsbehörde 
jeweils  erlaubt  hat,  die  Notwendigkeit  der  Aufrechterhaltung  der 
getroffenen – bis am 11. April 2011 noch beim Bundesverwaltungsgericht 
angefochtenen –  Massnahmen zu überprüfen. In dieser Hinsicht hat die 
Vorinstanz  ihre  Aufsichtstätigkeit  aktiv  und  pflichtgemäss  ausgeübt,  so 
dass  ihr  diesbezüglich  weder  eine  Untätigkeit  noch  eine  Verzögerung 
vorgeworfen  werden  kann.  Noch mit  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  (vgl. 
act.  1/3)  teilte  die  Vorinstanz  den  Beschwerdeführern  zudem 
unmissverständlich und unter Angaben  ihrer Gründe mit, sie sehe keine 
Veranlassung,  auf  ihre  umstrittenen Verfügungen  zurückzukommen und 
halte bis auf Weiteres an der Weiterführung des Sachwaltermandats fest.

4.4. 

4.4.1. Als die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. August 2010 (vgl. 
act.  1/4)  trotz  dieser  klaren  Stellungnahme  der  Vorinstanz  diese 
ausdrücklich  darum  ersuchten,  über  die  Aufhebung  der  umstrittenen 
Verfügungen  mittels  einer  beschwerdefähigen  Verfügung  zu  befinden, 
war der Schriftenwechsel im Verfahren C­5462/2008 – C 2795/2009 vom 
Bundesverwaltungsgericht  mit  Instruktionsverfügung  vom  26.  Juli  2010 

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(vgl.  act.  35  in  C­5462/2008  resp.  act.  29  in  C­2795/2009)  als 
abgeschlossen  erklärt  worden  (unter  Vorbehalt  weiterer 
Instruktionsmassnahmen). Gut acht Monate später hat dasselbe Gericht 
denn  auch  das  Urteil  erlassen,  mit  welcher  es  die  beiden 
aufsichtsrechtlichen  Verfügungen  geschützt  hat.  Ein  Abwarten  des 
Abschlusses jenes Verfahrens wäre den Beschwerdeführern unter diesen 
Umständen an sich zumutbar gewesen.

4.4.2.  Die  Auffassung  der  Vorinstanz  in  diesem  Kontext,  die 
Beschwerdeführer  hätten  keinen  Anspruch  auf  Erlass  einer 
beschwerdefähigen  Verfügung,  welche  materiell  alleine  dem  Zweck 
dienen  sollte,  die  rechtskräftige  Verfügung  vom  30.  November  2009 
einem  erneuten  Rechtsmittelverfahren  zugänglich  zu  machen  (vgl. 
Vernehmlassung der Vorinstanz, act. 4 S. 4), kann das Gericht jedoch in 
dieser Absolutheit nicht teilen. Die Beschwerdeführer haben grundsätzlich 
einen Anspruch darauf, dass auch Verfügungen, mit welchen repressive 
Aufsichtsmassnahmen verfügt wurden, periodisch überprüft werden und – 
gegebenenfalls auf begründeten Antrag hin – bestätigt,  revidiert oder ex 
nunc aufgehoben werden, wenn die ursprünglichen Voraussetzungen für 
deren  Erlass  weggefallen  sind.  Die  Prüfung  bezieht  sich  dann  auf  die 
aktuelle  Situation,  welche  sich  nach  Ansicht  der  Beschwerdeführer 
geändert  hat  und  die  Aufrechterhaltung  der  Massnahmen  nicht  mehr 
rechtfertigt.  Insofern  wäre  es  theoretisch  denkbar  gewesen,  wenn  die 
Vorinstanz  ihr  Schreiben  vom  19.  Juli  2010  über  die  Abweisung  des 
Antrags  und  über  die  Fortsetzung  der  Massnahmen  in  Verfügungsform 
gekleidet hätte.

4.4.3. Allerdings hätte es kaum einen Sinn gehabt und wäre es rechtlich 
sogar  sehr  fragwürdig  gewesen,  wenn  die  Vorinstanz  zu  diesem 
Zeitpunkt die Fortsetzung von Massnahmen verfügt hätte, die noch nicht 
in  Rechtskraft  erwachsen  waren  und  welche  angesichts  des 
Devolutiveffekts  (Art.  54  VwVG)  vom  Bundesverwaltungsgericht 
vollumfänglich  in  Prüfung  standen.  Die  objektiven  Umstände  des 
vorliegenden  Falles  sind  durchaus  vergleichbar mit  denjenigen  im  Falle 
der  einstweiligen  Einstellung  eines  Verfahrens  in  Erwartung  eines 
Entscheids  in  einem  anderen  Verfahren  mit  Einfluss  auf  das 
erstgenannte.  Im Übrigen stünde noch die rechtskräftige Verfügung vom 
30. November  2009  über  den Wechsel  des Sachwalters  im Raum,  den 
die Beschwerdeführer nicht angefochten haben.

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4.5.  Jedenfalls  kann  im  Verhalten  der  Vorinstanz  angesichts  der 
Umstände  und  insbesondere  des  damals  laufenden 
Beschwerdeverfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  keine 
Rechtsverweigerung  erblickt  werden.  Damit  ist  die  vorliegende 
Rechtsverweigerungsbeschwerde vollumfänglich abzuweisen.

5. 

5.1.  Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  werden  die  Be­
schwerdeführer  gemäss  Art.  63  Abs.  1  VwVG  kostenpflichtig.  Die 
Verfahrenskosten  sind  gemäss  dem  Reglement  vom  21.  Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zu  bestimmen.  Sie 
werden  auf  Fr.  1'300.­­  festgelegt  und  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

5.2. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz 
oder  teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren 
eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  Kosten  zusprechen.  Allerdings 
steht der obsiegenden Vorinstanz gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keine Par­
teientschädigung zu.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Rechtsverweigerungsbeschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'300.­­  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  derselben  Höhe 
verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr._______; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
– die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge

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Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Philippe Weissenberger Jean­Marc Wichser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat 
die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (Art. 42 BGG).

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