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**Case Identifier:** 2d7cd0e7-3dee-5a94-8001-c5ae75959407
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2025 200 2024 567
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-567_2025-11-06.pdf

## Full Text

IV 200 2024 567 
ISD/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2025

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im März 2013 mit Verweis auf Depressionen sowie 
Kopfschmerzen bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerde-
gegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 2). Die IVB tätigte 
in der Folge berufliche und medizinische Abklärungen, insbesondere veran-
lasste sie bei den Dres. med. C.________, Facharzt für Physikalische Me-
dizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, und D.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine bidisziplinäre rheumatolo-
gisch-psychiatrische Begutachtung (vgl. interdisziplinäre Beurteilung vom 
20. November 2014 inkl. Teilgutachten [act. II 61.1 ff.]) und verneinte mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 13. Februar 2015 (act. II 72) 
bei einem Invaliditätsgrad von 12 % einen Anspruch auf eine Invalidenren-
te. 

B.

Im Februar 2018 (act. II 76) meldete sich die Versicherte mit Verweis auf 
einen verschlechterten Gesundheitszustand erneut bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an. Die IVB tätigte abermals berufliche und medizinische Ab-
klärungen, insbesondere veranlasste sie bei PD Dr. med. E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine Begutachtung (vgl. Gut-
achten vom 20. März 2019 [act. II 125.1]). Mit Verfügung vom 12. Juni 2019 
(act. II 137) verneinte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 3 % abermals 
einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Verfügung erwuchs unange-
fochten in Rechtskraft.

C.

Im Mai 2022 (act. II 143) meldete sich die Versicherte unter Verweis auf 
Depressionen und einen Diabetes erneut bei der IVB zum Leistungsbezug 

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an. Die IVB tätigte in der Folge berufliche und medizinische Abklärungen. 
Am 4. Oktober 2022 (act. II 173) teilte sie der Versicherten mit, zurzeit sei-
en keine Eingliederungsmassnahmen möglich, stellte jedoch die Prüfung 
eines Anspruchs auf eine Invalidenrente zu gegebenem Zeitpunkt in Aus-
sicht. Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; 
act. II 164) veranlasste die IVB bei PD Dr. med. E.________ eine psychia-
trische Verlaufsbegutachtung (vgl. Gutachten vom 12. Mai 2023 [act. II 
177.1]). Mit Vorbescheid vom 25. Mai 2023 (act. II 178) stellte die IVB in 
Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 8 % einen Anspruch auf eine Inva-
lidenrente zu verneinen. Am 23. Juni 2023 (act. II 179) wies sich Rechts-
anwalt B.________ als Rechtsvertreter der Versicherten aus und erhob 
Einwand gegen den Vorbescheid. In der Folge reichte die Versicherte der 
IVB weitere Eingaben vom 17. August 2023 (act. II 184), 4. September 
2023 (act. II 188) und 20. Oktober 2023 (act. II 196) samt Akten ein. Die 
IVB holte eine Aktenbeurteilung bei Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie vom RAD, vom 30. Januar 2024 (act. II 
198) ein. In der Folge ersetzte und annullierte sie am 6. Februar 2024 (act. 
II 199) ihren Vorbescheid vom 25. Mai 2023 dahingehend, dass sie bei 
Invaliditätsgraden von 8 % bis 31. Dezember 2023 bzw. 17 % ab 1. Januar 
2024 die Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht 
stellte. Dagegen erhob Rechtsanwalt B.________ am 11. März 2024 (act. II 
202) Einwand, welchen er am 22. April 2024 (act. II 204) ergänzte. Nach 
Einholen von RAD-Aktenbeurteilungen bei Dr. med. F.________ vom 21. 
Juni 2024 (act. II 206) und Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 21. Juni 
2024 (act. II 207) verfügte die IVB am 27. Juni 2024 (act. II 208) dem Vor-
bescheid vom 6. Februar 2024 entsprechend.

D.

Mit Eingabe vom 28. August 2024 erhob die Versicherte, weiterhin vertre-
ten durch Rechtsanwalt B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. a) Es sei die Beschwerdesache zum Erlass eines neuen Vorbe-
scheids resp. zur Wahrung der Gehörsrechte der Versicherten im 

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Zusammenhang mit den neuen medizinischen Entscheidgrundla-
gen (RAD-Stellungnahmen vom 21. Juni 2024) an die IV-Stelle 
Bern zurückzuweisen.

b) Eventualiter: es seien der Beschwerdeführerin die versicherten IV-
Leistungen (berufliche Massnahmen, Invalidenrente) nach Mass-
gabe eines IV-Grades von mindestens 40 % zzgl. einem Verzugs-
zins zu 5 % ab wann rechtens auszurichten.

c) Subeventualiter: es sei die Beschwerdesache zu ergänzenden me-
dizinischen und beruflich-konkreten Abklärungen, insbesondere 
zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens unter Einbezug 
mindestens der internistischen, orthopädischen, neurologischen 
und psychiatrischen Fachrichtungen an die IV-Stelle Bern zurück-
zuweisen.

d) Subsubeventualiter: es sei ein medizinisches Gerichtsgutachten 
unter Einbezug mindestens der internistischen, orthopädischen, 
neurologischen und psychiatrischen Fachrichtungen in Auftrag zu 
geben.

2. Es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
durchzuführen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin

U.K.u.E.F.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 
2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

In einem zweiten Schriftenwechsel (Replik vom 23. Dezember 2024, Duplik 
vom 8. Januar 2025) hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren und An-
trägen fest. 

Mit Eingabe vom 22. Januar 2025 hielt Rechtsanwalt B.________ auf An-
frage des Gerichts (vgl. prozessleitende Verfügung vom 6. Januar 2025) im 
Namen der Beschwerdeführerin an der Durchführung einer öffentlichen 
Schlussverhandlung gemäss Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Menschen-
rechtskonvention (EMRK; SR 0.101) fest und reichte dem Gericht seine 
Kostennote ein. 

Mit Eingabe vom 18. März 2025 tätigte Rechtsanwalt B.________ weitere 
Ausführungen und reichte dem Gericht medizinische Unterlagen (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 4-7) ein. Die Eingabe samt Beilagen wurde der 
Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 20. März 2025 
zur Kenntnis gebracht.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Juli 2025 gab der zuständige In-
struktionsrichter die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt und 
setzte den Termin zur öffentlichen Schlussverhandlung auf den 20. August 
2025 an. 

Mit Eingaben vom 9. und 15. Juli 2025 legte die Beschwerdeführerin weite-
re Beweismittel ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 8 f. bzw. 
10). 

Mit Eingabe vom 29. Juli 2025 teilte die Beschwerdegegnerin mit, auf eine 
Teilnahme an der öffentlichen Schlussverhandlung zu verzichten. 

Mit Eingabe vom 12. August 2025 legte die Beschwerdeführerin ein weite-
res Beweismittel ins Recht (act. I 11). 

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 20. August 2025 bestätigte 
Rechtsanwalt B.________ im Namen der Beschwerdeführerin die gestell-
ten Rechtsbegehren und nahm hierzu im Rahmen des Plädoyers Stellung. 
Ausserdem reichte er dem Gericht seine (ergänzte) Kostennote ein, legte 
ein weiteres Beweismittel ins Recht (act. I 12) und wies auf das Ausstehen 
eines weiteren Beweismittels hin. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. August 2025 wurde den Parteien 
das Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung vom 20. August 2025 
und der Beschwerdegegnerin das anlässlich der Verhandlung zu den Akten 
gereichte Beweismittel (act. I 12) zugestellt sowie die Beschwerdeführerin 
aufgefordert, das in Aussicht gestellten Beweismittel dem Gericht bis am 
8. September 2025 nachzureichen. 

Innert erstreckter Frist (vgl. prozessleitende Verfügung vom 10. September 
2025) reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 29. September 
2025 dem Verwaltungsgericht das besagte Beweismittel (act. I 13) ein und 
machte hierzu weitere Ausführungen. 

Die Beschwerdegegnerin ihrerseits nahm hierzu am 22. Oktober 2025 Stel-
lung. Die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin wurde der Beschwer-
deführerin mit prozessleitender Verfügung vom 24. Oktober 2025 zur 
Kenntnis gebracht.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. 
Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – 
vorbehältlich nachfolgender E. 1.2 – auf die Beschwerde einzutreten

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Juni 2024 
(act. II 208). Streitig und zu prüfen ist einzig der Anspruch der Beschwerde-
führerin auf eine Invalidenrente. Nicht verfügt hat die Beschwerdegegnerin 
über andere Leistungen der Invalidenversicherung. Diese bilden damit nicht 
Teil des Anfechtungsobjekts und sind folglich nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens. Soweit die Beschwerde weitergeht und berufliche 
Massnahmen (Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 1 lit. b) beantragt 
werden, kann daher darauf nicht eingetreten werden (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 E. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Vorab macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs geltend. Die Beschwerdegegnerin habe ihr die im Vorbe-
scheidverfahren eingeholten RAD-Aktenbeurteilungen der Dres. med. 
F.________ und G.________ vom 21. Juni 2024 (act. II 206 f.) vor Verfü-
gungserlass nicht zur Kenntnis gebracht, sodass ihr keine Gelegenheit zur 
Stellungnahme vor Erlass der Verfügung vom 27. Juni 2024 (act. II 208) 
geboten worden sei (Beschwerde S. 7 ff. Ziff. 7 sowie Ausführungen des 
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin anlässlich der Schlussverhand-
lung vom 20. August 2025).

2.2

2.2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 
wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-
weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-
einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-
recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 
einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 
143 V 71 E. 4.1 S. 72; SVR 2024 BVG Nr. 23 S. 79, 9C_437/2023 E. 5.2).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 

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äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 
8C_25/2020 E. 3.3.1). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung 
des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des 
Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 
Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die 
mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an 
einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 
E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat im zweiten Einwandverfahren Stel-
lungnahmen der RAD-Ärzte Dres. med. G.________ und F.________ vom 
21. Juni 2024 (act. II 206 f.) eingeholt, ohne diese vor Verfügungserlass der 
Beschwerdeführerin zukommen zu lassen. Ob damit das rechtliche Gehör 
verletzt wurde, kann offen bleiben. Selbst wenn eine Verletzung des rech-
ten Gehörs im vorliegenden Fall zu bejahen wäre, wäre sie mit Blick auf 
das bereits zuvor durchgeführte Vorbescheidverfahren (vgl. act. II 178 ff.) 
zumindest nicht als besonders schwerwiegend zu qualifizieren und über-
dies als geheilt zu betrachten. Denn die Beschwerdeführerin erhielt vor 
dem angerufenen Gericht die Möglichkeit, sich uneingeschränkt zu den 
besagten Unterlagen zu äussern bzw. entsprechende Einwände vorzubrin-
gen. Auch war ihr eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung vom 27. 
Juni 2024 (act. II 208) ohne weiteres möglich; namentlich konnte sie ihre 
Einwände zu den besagten RAD-Beurteilungen dartun. Sodann bestehen 
keine Hinweise für die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte noto-
rische Verletzung des rechtlichen Gehörs der Versicherten durch die Be-
schwerdegegnerin. Die beantragte Rückweisung der Sache käme damit 
einem formalistischen Leerlauf gleich, was zu einer unnötigen weiteren 
Verzögerung führen würde und mit dem Prinzip des raschen Verfahrens 
nicht vereinbar und somit auch nicht im Interesse der Beschwerdeführerin 
wäre. Dass die Beschwerdeführerin selbst der Gehörsgewährung im Vor-
bescheidverfahren höheres Gewicht beimisst als der beförderlichen Verfah-

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rensführung und eine Rückweisung ausdrücklich nicht als formalistischen 
Leerlauf sieht (Beschwerde S. 9 Ziff. 7 sowie Ausführungen des Rechtsver-
treters der Beschwerdeführerin anlässlich der Schlussverhandlung vom 20. 
August 2025), ändert nichts daran, dass ein solcher bei einer Rückweisung 
vorläge und damit der Vorschrift des einfachen und raschen Verfahrens 
gemäss Art. 61 lit. a ATSG widerspräche. Für eine Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung aus formellen Gründen besteht damit kein Anlass. 

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

3.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

3.3

3.3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]).

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3.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

3.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Be-
messung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.3.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-

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benden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2022 
(act. II 143) eingetreten und hat über den hier streitigen (vgl. E. 1.2 hiervor) 
Rentenanspruch materiell befunden. Die Eintretensfrage ist – da nicht strei-
tig – vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). 

4.2 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der Verfügung vom 12. Juni 2019 (act. II 137) und der hier angefochtenen 
Verfügung vom 27. Juni 2024 (act. II 208) zu prüfen, ob in den tatsächli-
chen Verhältnissen eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen 
(E. 3.3.2 hiervor). 

4.3 Die Verfügung vom 12. Juni 2019 (act. II 137) basierte aus psychia-
trischer Sicht auf dem Gutachten des PD Dr. med. E.________ vom 20. 
März 2018 (act. II 125) und in somatischer Hinsicht auf dem rheumatologi-
schen Gutachten des Dr. med. C.________ vom 5. November 2014 
(act. II 62.1), dem Austrittsbericht des Spitals H.________ vom 1. Septem-
ber 2018 (act. II 107/10) sowie der Aktenbeurteilung des Dr. med. 
F.________ vom RAD vom 30. Oktober 2018 (act. II 109). Diesen medizi-
nischen Unterlagen ist im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

4.3.1 Im rheumatologischen Teilgutachten des Dr. med. C.________ vom 
5. November 2014 (act. II 62.1) stellte dieser keine Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-
stünden chronifizierte sternokostale Schmerzen links (seit 2012), sporadi-
sche Kreuzschmerzen (seit einem bis zwei Jahren) sowie eine Adipositas 
permagna (S. 11). Gemäss den Akten stünden bzw. hätten bei der Be-
schwerdeführerin psychische Probleme im Sinne einer depressiven Episo-
de seit Herbst 2012 im Vordergrund gestanden. Vor diesem Zeitpunkt sei 
sie nie ernstlich krank gewesen und habe nie ärztliche Behandlungen 

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benötigt. An somatischen Diagnosen werde ganz am Rande eine chronisch 
rezidivierende Lumbalgie erwähnt, allerdings ohne klinische und/oder bild-
gebende Erläuterungen. Ferner würden Kopfschmerzen und linksseitige 
Brustschmerzen aufgezählt, wobei letztere allerdings schon im August 
2012 im Spital H.________ ohne erkennbares somatisches Substrat abge-
klärt worden seien. Bei der aktuellen Befragung hätten vorwiegend linkstho-
rakale Schmerzen, die immer mit Schmerzen im Schläfenbereich links ver-
bunden gewesen seien, im Vordergrund gestanden. Die degenerativen 
Veränderungen seien altersnormal. Körperlich könne eine leicht verminder-
te Belastbarkeit der Brustwirbelsäule angenommen werden, wobei das er-
hebliche Übergewicht ein zusätzlicher Faktor sei. Rückenschwerarbeit kön-
ne der Beschwerdeführerin nicht mehr zugemutet werden. Im Rahmen ihrer 
Konstitution und ihres Alters seien alle Funktionen und die Belastbarkeit er-
halten. Die bisherige Tätigkeit als … … sei der Beschwerdeführerin ganz-
tags zumutbar. Dabei sei die Leistungsfähigkeit höchstens für Schwerarbeit 
herabgesetzt. Aus somatischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit von 
20 % oder mehr. Eine wechselbelastende bis mittelschwere Arbeit wäre 
optimal. Eine solche wäre ganztags und aus somatischer Sicht ohne Leis-
tungseinschränkung zumutbar (S. 11 f.)

4.3.2 Im Austrittsbericht des Spitals H.________ vom 1. September 2018 
(act. II 107/10) betreffend die Hospitalisation vom 24. August 2018 bis zum 
1. September 2018 wurden folgende Diagnosen gestellt:

1. Metabolisches Syndrom
2. Hepatopathie unklarer Ätiologie
3. Elektrolytstörung
4. Passagere Thrombozytämie
5. Rezidivierend depressive Störung mit psychotischen Symptomen

Die notfallmässige Vorstellung der Beschwerdeführerin sei am 24. August 
2018 durch Selbstzuweisung bei Polydypsie und Polyurie erfolgt. Ein Dia-
betes mellitus sei wohl seit der vorgängigen Hospitalisation in der Klinik 
I.________ (vom 31. Oktober 2017 bis zum 8. Januar 2018; act. II 107/25) 
bekannt gewesen, eine antidiabetische Therapie habe jedoch bis anhin 
nicht bestanden. Während der jetzigen Hospitalisation sei eine solche be-
gonnen worden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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4.3.3 In der Aktenbeurteilung 30. Oktober 2018 (act. II 109) führte der 
RAD-Arzt Dr. med. F.________ aus, zur Festlegung des funktionellen Leis-
tungsvermögens sei eine erneute psychiatrische Begutachtung angezeigt. 
Die organischen Faktoren der Schmerzstörung seien 2014 rheumatolo-
gisch begutachtet worden. Hierauf könne weiter abgestellt werden. Der neu 
aufgetretene Diabetes mellitus werde aktuell entsprechend behandelt. 
Überzeugende Hinweise für eine hierdurch bedingte organische Folgeschä-
digung gebe es nicht. 

4.3.4 PD Dr. med. E.________ diagnostizierte im psychiatrischen Gutach-
ten vom 20. März 2019 (act. II 125.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) 
sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4; S. 18 
Ziff. 6.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ein Status 
nach akuter polymorpher psychotischer Störung mit Symptomen einer 
Schizophrenie (ICD-10 F23.1) im Jahr 2012 (Ziff. 6.2). Die Beschwerdefüh-
rerin habe seit August 2012 keinerlei Symptome mehr aus dem Wahnspek-
trum erlebt. Auch der objektive Psychostatus zeige keinerlei Hinweise für 
eine eigentliche psychotische Grundstörung (S. 22 f Ziff. 4). Die Affektpa-
thologie betreffend liege eine leichte bis mittelgradige depressive Episode 
vor; eine rezidivierende depressive Störung könne nicht bestätigt werden 
(S. 27 f. Ziff. 5). Sodann sei festzuhalten, dass eine anhaltende somatofor-
me Schmerzstörung vorliege. Die Beschwerdeführerin berichte über eine 
Vielzahl von Körperschmerzen. In den Vorakten hätten hierfür keine aus-
reichenden organischen Korrelate herangezogen werden können. Sie habe 
viele Jahre erhebliche eheliche Konflikte erlebt, sodass der emotionale 
Schmerz nun durch einen körperlichen Schmerz zum Ausdruck gebracht 
werde. Gutachterlich könnten hauptsächlich unbewusste Mechanismen 
postuliert werden (S. 31 ff. Ziff. 6). Die psychosozialen Belastungsfaktoren, 
hauptsächlich die langjährige konflikt- und entbehrungsreiche Ehe, hätten 
sich auf die psychische Krankheitsentwicklung ausgewirkt. Eine schwergra-
dige psychische Krankheitsentwicklung sei durch diese psychosozialen Be-
lastungsfaktoren aber nicht erfolgt (S. 33 Ziff. 6). 

Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer de-
pressiven Störung und anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nur ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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ringfügig beeinträchtigt. Im Rahmen ihrer depressiven Störung bestehe ei-
ne gewisse Antriebsminderung, eine rasche Ermüdbarkeit und ganz 
grundsätzlich eine reduzierte psychische Belastbarkeit. Auf die subjektiven 
Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Alltagsgestaltung könne nicht 
abgestellt werden, zumal sich innerhalb ihrer subjektiven Angaben sowie 
beim Vergleich derselben mit den objektiven Untersuchungsbefunden nicht 
unerhebliche Inkonsistenzen ergeben würden. Die depressive Störung sei 
eng mit der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung verwoben. Es sei 
kaum möglich, diese auseinanderzuhalten, wenn es um die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit gehe. Nebst der leichten bis maximal mittelgradigen de-
pressiven Episode und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung lä-
gen keine weiteren psychischen Störungen vor, so dass die Komorbidität 
verhältnismässig geringfügig ausfalle. Die in der Begutachtung feststellba-
ren mnestischen Funktionsstörungen seien mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit Folge der zu hohen Antipsychotika-Dosierungen. Zu den Tagesakti-
vitäten sei zu erwähnen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 in 
der Lage gewesen sei, als Beifahrerin eine ausserordentlich lange Auto-
fahrt in den … hin und zurück zu bewältigen, was mit einer relevanten Af-
fektpathologie bzw. mit relevanten Funktionseinbussen aus psychiatrischer 
Sicht nicht zu vereinbaren sei (S. 36 Ziff. 7.4). Die Prognose sei aus psych-
iatrischer Sicht gut, dass die Beschwerdeführerin wieder im ersten Ar-
beitsmarkt in einem hohen Pensum tätig werde. Hinzuweisen sei jedoch 
auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Rolle als Arbeit-
nehmerin abgeschlossen zu haben scheine, wofür aber keine psychiatri-
schen Gründe verantwortlich gemacht werden könnten (S. 37 Ziff. 7.4). In 
der bisherigen Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeits-
fähigkeit von 80 %. Spezifische Arbeitsrahmenbedingungen müssten nicht 
definiert werden (S. 37 Ziff. 8.1). Das Gleiche gelte bezüglich eine leidens-
angepasste Tätigkeit (S. 38 Ziff. 8.2).

4.4 Die nun angefochtene Verfügung vom 27. Juni 2024 (act. II 208) 
basiert im Wesentlichen auf folgenden medizinischen Unterlagen:

4.4.1 PD Dr. med. E.________ diagnostizierte im psychiatrischen Ver-
laufsgutachten vom 12. Mai 2023 (act. II 177.1) die gleichen Diagnosen mit 
und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wie in seinem ersten Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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ten vom 20. März 2019 (act. II 125.1). Er führte weiter aus, es könne vor-
weggenommen werden, dass sich aus der nochmaligen Begutachtung der 
Beschwerdeführerin keinerlei Hinweise dafür ergeben würden, dass die 
innerpsychische Struktur anders beurteilt werden müsste als im ersten 
Gutachten. Eine Persönlichkeitsstörung bzw. eine relevante Persönlichkeit-
spathologie könne nicht festgestellt werden. Der Vollständigkeit halber sei 
nach der neuerlichen Begutachtung zusätzlich zu erwähnen, dass keinerlei 
Hinweise für eine eigentliche Traumafolgestörung vorlägen (S. 20 f. Ziff. 2). 
Wie bereits anlässlich der Begutachtung im Jahr 2019 könne auch anläss-
lich der Verlaufsbegutachtung 2023 in Bezug auf eine akute polymorphe 
psychotische Störung gesagt werden, dass die Beschwerdeführerin seit 
August 2012 keinerlei Symptome mehr aus dem Wahnspektrum erlebe. 
Ebenfalls würde der Psychostatus weiterhin keinerlei Hinweise für eine 
eigentliche psychotische Grundstörung zeigen (S. 23 f. Ziff. 3). Die Affekt-
pathologie betreffend könne vorweggenommen werden, dass sowohl die 
subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrem affektiven Erleben 
als auch die objektiven Untersuchungsbefunde zur Affektivität kaum ir-
gendwelche Unterschiede zeigten beim Vergleich der beiden Begutach-
tungszeitpunkte 2019 und 2023. Die Beschwerdeführerin habe zudem 
darüber berichtet, dass sich ihre psychische Verfassung und explizit ihre 
Grundstimmung in den letzten Jahren und somit auch seit der Begutach-
tung 2019 nicht verändert habe. Im objektiven Psychostatus zeige sie weit-
gehend identische Befunde wie 2019. Sie berichte weiterhin über eine de-
pressive Grundstimmung, erwähne auch eine Antriebsminderung und eine 
Müdigkeit und berichte auch über eine Freud-, Interesse- und Lustlosigkeit. 
Somit erfülle sie mit den subjektiven Beschwerdeangaben die diagnosti-
schen B-Kriterien gemäss ICD-10 für eine depressive Episode. Sodann sei 
hervorzuheben, dass sich die Beschwerdeführerin während der gesamten 
Begutachtung fast durchgehend als in sämtlichen Lebensbereichen 
vollständig dysfunktional beschrieben habe, was bereits im Gutachten aus 
dem Jahr 2019 festgehalten worden sei. Somit könne festgehalten werden, 
dass die Affektpathologie im Vergleich zur Begutachtung 2019 unverändert 
geblieben sei und weiterhin eine leichte bis mittelgradige depressive Episo-
de zu diagnostizieren sei. Hinweise für eine rezidivierende depressive 
Störung bzw. für einen episodischen affektpathologischen Verlauf würden 
sich keine ergeben (S. 26 f. Ziff. 4). Sodann sei auch nach der Verlaufsbe-

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gutachtung festzuhalten, dass eine anhaltende somatoforme Schmerz-
störung vorliege (S. 27 Ziff. 5). In Bezug auf psychosoziale Belastungsfak-
toren seien die Aussagen aus dem ersten Gutachten aus dem Jahre 2019 
zu übernehmen, weil sich auch diesbezüglich seither nichts verändert habe 
und nach der Verlaufsbegutachtung 2023 keine zusätzlichen oder verän-
derten Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Schliesslich sei hervorzu-
heben, dass keine primäre Persönlichkeitspathologie vorliege, sodass nicht 
postuliert werden könne, dass primär invaliditätsfremde psychosoziale Be-
lastungsfaktoren sekundär invaliditätsrelevant werden könnten (S. 28 f. 
Ziff. 6). Betreffend qualitative Funktionsfähigkeit bestätigte PD Dr. med. 
E.________ seine Ausführungen aus seinem ersten Gutachten und führte 
ergänzend aus, es könne festgehalten werden, dass aus psychiatrischer 
Sicht die relevanten qualitativen Funktionsfähigkeiten leicht beeinträchtigt 
seien, sodass aus psychiatrischer Sicht im ersten Arbeitsmarkt eine Ar-
beitsfähigkeit von 80 % vorliege (S. 31 ff. Ziff. 7.2). Spezifische Arbeitsrah-
menbedingungen müssten nicht definiert werden (S. 34 Ziff. 8.1). 

4.4.2 Der RAD-Arzt Dr. med. F.________ führte in der Aktenbeurteilung 
vom 30. Januar 2024 (act. II 198) aus, am von PD Dr. med. E.________ im 
Verlaufsgutachten vom Mai 2023 formulierten Zumutbarkeitsprofil könne 
festgehalten werden. In den neu eingereichten Akten werde über eine Hos-
pitalisation in der Klinik J.________ vom 18. August bis zum 28. September 
2023 berichtet (vgl. dazu act. II 194/2, 196/2). Diagnostiziert worden seien 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode oh-
ne psychotische Symptome, und eine Dysthymia. Dabei berichte die Be-
schwerdeführerin auch, dass diese Depression seit 2012 bestehe und es 
ihr seither nie mehr gut gegangen sei. Am Ende der Behandlung habe sich 
eine Stabilisierung ohne Hinweise auf eine Suizidalität gezeigt. Insofern sei 
die nun von den Therapeuten in der Klinik J.________ angenommene Ver-
schlechterung der depressiven Symptomatik passagerer Natur, was bei de-
pressiven Störungen häufig der Fall sei und bei der psychiatrischen Begut-
achtung im Mai 2023 berücksichtigt worden sei. Zudem sei zu bedenken, 
dass die Begutachtung mit einer qualifizierten Dolmetscherin erfolgt sei. 
Ferner müsse in Betracht gezogen werden, dass die Schwere der sicher-
lich vorhandenen depressiven Symptomatik durch die Behandler und die 
Gutachter stets diskrepant beurteilt worden sei. Geltend gemacht würden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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auch Kopfschmerzen. Diese seien bei den Begutachtungen durch PD Dr. 
med. E.________ adressiert worden und fänden ihren Niederschlag in der 
Diagnose einer depressiven Störung, die mit einer Veränderung der 
Schmerzwahrnehmung einhergehe, und der Diagnose einer somatoformen 
Schmerzstörung. Insofern sei hier keine eigenständige Beurteilung der 
Kopfschmerzen angezeigt. Ferner bestehe ein Diabetes mellitus. Wie von 
anwaltlicher Seite berichtet, vermöge ein solcher nach der Rechtsprechung 
grundsätzlich keine Invalidität zu begründen, ausser in Fällen, in denen der 
Blutzucker nicht richtig eingestellt werden könne und/oder diabetische Fol-
geschäden aufgetreten seien. Geltend gemacht würden nun Blutzuckerent-
gleisungen. Hierzu werde im aktuellen Austrittsbericht der Klinik 
J.________ klar dargelegt, dass im stationären Bereich die Blutzuckerwerte 
stets adäquat gewesen seien und es keine Schwankungen gegeben habe. 
Insofern bestehe auf somatischer Seite laut Dr. med. K.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin vom RAD, kein weiterer Abklärungsbedarf. 
Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei der Gesundheitszustand insofern 
ausreichend abgeklärt. 

4.4.3 Dr. med. F.________ vom RAD äusserte sich in der Aktenbeurtei-
lung vom 21. Juni 2024 (act. II 206) zu den Einwänden des Rechtsvertre-
ters der Beschwerdeführerin vom 22. April 2024 samt weiterer eingereich-
ter Berichte (act. II 204). Bezüglich des Berichts des Spitals H.________ 
vom 7. März 2024 (act. II 204/3) habe sich Dr. med. G.________ vom RAD 
in der Aktenbeurteilung vom 21. Juni 2024 geäussert. Soweit den Bericht 
von Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie, vom 22. März 2024 
(act. II 204/5) betreffend, habe PD Dr. med. E.________ die Schmerzpro-
blematik im psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 12. Mai 2023 bereits 
ausführlich im Rahmen der diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung 
gewürdigt. Die Beurteilung durch den Neurologen Dr. med. L.________ als 
chronifizierte Kopfschmerzen/Mischbild aus Spannungs- und migränifor-
men Kopfschmerzen sowie Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen 
widerspreche der gutachterlichen diagnostischen Einordnung nicht. Eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung schliesse das Vorliegen somati-
scher Faktoren (wie Medikamentenübergebrauch) nicht aus, sondern 
schliesse diese gemäss ICD-10 ausdrücklich ein. Ferner könne mit einer 
Anpassung der Medikation eine Verbesserung des subjektiven Erlebens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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der Schmerzen erreicht werden. Dies sei der Beschwerdeführerin zumut-
bar. Weitere psychiatrische Berichte würden keine neuen Erkenntnisse 
bringen. Am bisherigen Zumutbarkeitsprofil könne hinsichtlich der Beurtei-
lung der quantitativen funktionellen Leistungsfähigkeit festgehalten werden. 
Es sei neu aber das orthopädische Zumutbarkeitsprofil zu berücksichtigen. 

4.4.4 In der Aktenbeurteilung vom 21. Juni 2024 (act. II 207) führte der 
RAD-Arzt Dr. med. G.________ aus, offenbar habe die Beschwerdeführe-
rin im Februar 2024 einen Treppensturz erlitten und sich hierbei eine undis-
lozierte Calcaneus-Fraktur mit Chopart- und Lisfranc-Verletzung zugezo-
gen. Es liege diesbezüglich lediglich ein Ambulanzbericht des Spitals 
H.________ vom 7. März 2024 (vgl. act. II 204/3) vor, in welchem ana-
mnestisch auf eine MRI-Untersuchung vom 21. Februar 2024 hingewiesen 
werde. Das akute orthopädisch-traumatologische Krankheitsbild sei lege 
artis konservativ behandelt worden und führe vorübergehend zu einer Ar-
beitsunfähigkeit von 100 %. Die medikamentöse Schmerztherapie sei wohl 
bedarfsweise mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) der 
WHO-Stufe I (Irfen) erfolgt. Opiate seien nicht verordnet worden. Verlaufs-
berichte, aus denen Komplikationen hervorgingen, seien seitens der 
Rechtsvertretung nicht eingereicht worden. Die laut Bericht am gleichen 
Fuss im Jahr 2020 erlittene Sprunggelenksfraktur finde ansonsten in keinen 
fachgebietsspezifischen Berichten der vergangenen Jahre erneut Erwäh-
nung. Aufgrund der beschriebenen intraartikulären Fraktur sei prognostisch 
im Langzeitverlauf von der Einstellung einer posttraumatischen Arthrose 
des unteren Sprunggelenks und gegebenenfalls im Bereich der Fusswur-
zelknochen (und des oberen Sprunggelenks) auszugehen, was im Zumut-
barkeitsprofil berücksichtigt werde. Im psychiatrischen Austrittsbericht über 
die letzte Hospitalisierung in der Klinik J.________ würden allgemeine Be-
schwerdeangaben mit Bezug auf Rücken, Knie, Hände und Schulter aufge-
führt. Zur Analgesie werde im Austrittsbericht der Klinik lediglich Dafalgan 
500 dokumentiert und dieses auch nur bedarfsweise bis zu vier Mal täglich 
verordnet. Es handle sich hierbei um ein niedrig dosiertes niedrig potentes 
Schmerzmittel der WHO-Stufe I, das nicht entzündungshemmend wirke 
und zur Schmerzbehandlung eines relevanten orthopädisch bedingten 
Schmerzgeschehens allenfalls begleitend eingesetzt werde. Von einer Un-
verträglichkeit sogenannter NSAR gehe der RAD hierbei nicht aus, da ak-

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tenanamnestisch Hinweise für eine häufige Verwendung von z.B. Irfen und 
Novalgin bei Kopfschmerzen vorlägen. Die im Austrittsbericht zu lesende 
Beschwerdebeschreibung sei hierbei schlüssig im Zusammenhang mit der 
somatoformen Schmerzstörung und einer wahrscheinlichen muskulären 
Dekonditionierung zu sehen, wofür auch die ausgeprägte Adipositas spre-
che. Insgesamt würden in den neu vorliegenden Berichten Aspekte aufge-
zeigt, die sich nach Aktenlage aus orthopädisch-somatischer Sicht auf das 
Leistungsprofil der Beschwerdeführerin auswirkten und im Zumutbar-
keitsprofil berücksichtigt würden: Zumutbar seien leichte bis gelegentlich 
mittelschwere Tätigkeiten ganztags über achteinhalb Stunden bei zusätzli-
cher Leistungsminderung um 10-20 % wegen vermehrtem Pausenbedarf. 
Grundsätzlich seien weiterhin alle nachfolgend aufgeführten körperlichen 
Anforderungen – wie bisher auch – möglich und müssten nicht ausge-
schlossen, sondern allenfalls in der Häufigkeit des Auftretens im berufli-
chen Alltag angepasst werden. Zu vermeiden seien häufige oder länger 
andauernde Zwangshaltungen der Halswirbelsäule und des Oberkörpers 
(z.B. längeres Verharren in vornüber geneigter Haltung, ob stehend oder 
sitzend), stereotype Kopfbewegungen, Arbeiten mit sich wiederholenden 
Rotationsbewegungen des Oberkörpers, häufiger Rotation des Oberkör-
pers im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten 
körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, häufige Über-
kopfarbeiten, ausschliessliches Stehen und Gehen, häufiges Arbeiten in 
gebückter Haltung, Springen, häufiges Steigen auf Leitern und Gerüste, 
häufiges Treppensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition. Die 
im orthopädischen Zumutbarkeitsprofil zugesprochene Leistungsminderung 
wirke sich hinsichtlich jener, die bereits gutachterlich psychiatrisch attestiert 
worden sei, infra-additiv aus. Eine erfolgreichen Behandlung der Adipositas 
könne sich über eine Gewichtsreduktion auf das Beschwerdegeschehen 
positiv auswirken. 

4.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

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schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-
gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 
S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2020 IV 
Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). Eine von anderen mit der versicherten 
Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die Objektivität 
des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten 
eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen 
und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung 
letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Ge-
richtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 
E. 7.2.2 S. 110). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 7, 
8C_131/2021 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-
ten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug 
auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 
IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). Trotz dieser grundsätzlichen Be-
weiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer 
Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem ge-
richtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versiche-
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, 
so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Beste-
hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Ur-
teil des Bundesgerichts [BGer] 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 
2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 
S. 107).

4.6 Auf psychiatrischem Gebiet erfüllt das Verlaufsgutachten des PD 
Dr. med. E.________ vom 12. Mai 2023 (act. II 177.1) die beweisrechtli-
chen Anforderungen der Rechtsprechung und überzeugt. Die Feststellun-
gen des Gutachters beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen 
und persönlichen Untersuchungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Der 
Gutachter hat die von ihm erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen im 
Rahmen seiner Beurteilung diskutiert und darauf basierend nachvollziehbar 
begründet dargelegt, dass sich aus psychiatrischer Sicht seit dem psychia-
trischen Gutachten vom 20. März 2019 (act. II 125.1) weder eine relevante 
Veränderung der Psychopathologie und somit der Psychodiagnostik 
(act. II 177.1/35 Ziff. 8.5) noch in der Beurteilung der Funktionsfähigkeiten 
bzw. der Arbeitsfähigkeit ergeben hat, mithin die Beschwerdeführerin nach 
wie vor ohne spezifische Arbeitsrahmenbedingungen zu 80 % arbeits- und 
leistungsfähig ist (act. II 177.1/34 f. Ziff. 8). Diese Schlussfolgerungen über-
zeugen. PD Dr. med. E.________ hat sich zudem (erneut; vgl. bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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act. II 125.1/23 ff. Ziff. 6.3) einlässlich mit den von den behandelnden 
psychiatrischen Ärzten vertretenen Diagnosen auseinandergesetzt und 
seine abweichende Beurteilung begründet (act. II 177.1/17 ff. Ziff. 6.2). Die 
gutachterlichen Feststellungen überzeugen und wurden in der Folge auch 
von RAD-Arzt Dr. med. F.________ in seinen Aktenbeurteilungen vom 
30. Januar 2024 und 21. Juni 2024 bestätigt (act. II 198/2, 206/2 f.). Damit 
ist in psychiatrischer Hinsicht auf das Verlaufsgutachten des PD Dr. med. 
E.________ von 12. Mai 2023 (act. II 177.1) abzustellen. 

Die psychiatrischen Berichte der Behandler vermögen – entgegen dem 
Vorbringen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 11 Ziff. 9) – keine 
Zweifel an den gutachterlichen Feststellungen zu erwecken. Das Schreiben 
der behandelnden Dr. med. M.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 7. Februar 2022 (act. II 146/3) an das Spital 
H.________ enthält keine Befunde und die darin beschriebenen erheblich 
eingeschränkten Alltagsaktivitäten konnten in der Begutachtung aufgrund 
der Ausführungen der Beschwerdeführerin (act. II 177.1/13 Ziff. 3.2.3) nicht 
bestätigt werden (act. II 177.1/18 Ziff. 6.2). Soweit den Bericht von Dr. med. 
M.________ an die Beschwerdegegnerin vom 22. Juni 2022 (act. II 152) 
betreffend konnte anlässlich der psychiatrischen Verlaufsbegutachtung von 
PD Dr. med. E.________ die von Dr. med. M.________ beschriebene deut-
liche Verlangsamung des formalen Denkens nicht festgestellt werden. Auch 
die von Dr. med. M.________ erläuterten Flashbacks "als Folge der frühe-
ren Traumatisierungen in der Ehe" konnten anlässlich der gutachterlichen 
Exploration nicht bestätigt werden. Dr. med. M.________ diagnostizierte 
u.a. eine "F33.3 Schwere depressive Störung". Gemäss den diagnosti-
schen Leitlinien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 158) wird unter dieser Klassifika-
tionsnummer indes eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
schwere Episode mit psychotischen Symptomen, aufgeführt. Wie PD Dr. 
med. E.________ darlegte, liessen sich aber anlässlich der gutachterlichen 
Exploration die klassischen psychotischen Symptome im Rahmen einer 
schweren depressiven Episode, d.h. holothyme bzw. synthyme Wahnideen, 
nämlich der Verarmungswahn, der Versündigungswahn bzw. Schuldwahn 
sowie der Erkrankungswahn, nicht nachweisen. Soweit Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-23-

M.________ eine "F62 Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung" 
diagnostizierte, legte PD Dr. med. E.________ überzeugend dar, dass bei 
der Beschwerdeführerin keine Hinweise für eine eigentliche Traumafolge-
störung vorliegen (act. II 177.1/18 f. Ziff. 6.2, 177.1/21 f. Ziff. 6.3). 

Auch die im Vorbescheidverfahren bzw. nach der Erstellung des Verlaufs-
gutachtens eingereichten bzw. eingegangenen psychiatrischen Berichte 
der Klinik J.________ vom 11. Oktober 2023 (act. II 194/2 sowie 196/2 [be-
treffend die Hospitalisation vom 18. August bis zum 28. September 2023]) 
und von Dr. med. M.________ vom 16. Februar 2024 (act. II 202/10; zum 
Beweiswert von Attesten von behandelnden [Spezial-]Ärzten vgl. BGE 125 
V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 78, 8C_616/2014 E. 5.3.3.3; 
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] I 
655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4) vermögen keine Zweifel am psychiatri-
schen Verlaufsgutachten zu wecken. Diesen Berichten und Stellungnah-
men sind – wie auch von RAD-Arzt Dr. med. F.________ dargelegt (act. II 
198 206) – keine wesentlichen neuen Aspekte zu entnehmen; namentlich 
auf der Befundebene (vgl. Urteil des BGer 8C_247/2022 vom 24. März 
2023 E. 3.3.2). Anders als von der Beschwerdeführerin vorgebracht (vgl. 
Beschwerde S. 11 Ziff. 9 sowie Ausführungen des Rechtsvertreters der 
Beschwerdeführerin anlässlich der Schlussverhandlung vom 20. August 
2025), vermögen daher weder die unterschiedliche diagnostische Würdi-
gung durch die behandelnde Psychiaterin Dr. med. M.________ (act. II 
202/10) bzw. die Behandler der Klinik J.________ (act. II 196) noch die von 
der gutachterlichen Beurteilung divergierende Einschätzung der zumutba-
ren Arbeitsfähigkeit (vgl. insbesondere act. II 202/10) Anlass zu geben, um 
von der gutachterlichen Beurteilung abzuweichen (vgl. E. 4.5 hiervor). 
Diesbezüglich legte der RAD-Arzt Dr. med. F.________ denn auch über-
zeugend dar, dass die von den Behandlern angenommene Verschlechte-
rung passagerer Natur sei, die diesbezüglich schwankende Ausprägung 
der Symptomatik den Gutachtern bekannt war und daher am von PD Dr. 
med. E.________ formulierten Zumutbarkeitsprofil festgehalten werden 
kann.

Schliesslich waren dem psychiatrischen Gutachter auch die Schmerzanga-
ben der Beschwerdeführerin (vgl. dazu BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-24-

insbesondere die seit Jahren bestehenden Kopfschmerzen, bekannt (vgl. 
act. II 177.1/11 Ziff. 3.2.3; vgl. auch Beschwerde S. 11 Ziff. 10 sowie Aus-
führungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin anlässlich der 
Schlussverhandlung vom 20. August 2025) und er berücksichtigte diese 
nachvollziehbar im Rahmen der durch die Depression veränderte Schmerz-
wahrnehmung sowie der diagnostizierten anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung (act. II 177.1/26 f. Ziff. 4 f.; vgl. diesbezüglich auch Akten-
beurteilung von Dr. med. F.________ vom 30. Januar 2024 [act. II 198/2]). 
Dass im Rahmen der neurologischen Abklärung von Dr. med. L.________ 
im Bericht vom 25. März 2024 (act. II 204/5) nunmehr auf neurologischem 
Fachgebiet eine Kopfschmerzdiagnose mit Schwerpunkt Medikamenten-
übergebrauch gestellt wurde, lässt sich nach der überzeugenden Darstel-
lung des RAD-Arztes Dr. med. F.________ gut mit dem psychiatrischen 
Gutachten vereinbaren (vgl. Beurteilung vom 21. Juni 2024 [act. II 206/2]). 
Die genaue diagnostische Einordnung der Kopfschmerzen mag vorliegend 
für die therapeutischen Optionen eine Rolle spielen (vgl. Bericht von Dr. 
med. L.________ vom 25. März 2024 [act. II 204/6]), nicht jedoch hinsicht-
lich der medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Eine diesbe-
züglich über die auf psychiatrischem Fachgebiet attestierte Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit hinausgehende Limitierung ergibt sich sodann weder 
aus dem besagten neurologischen Bericht des Dr. med. L.________ (mit 
unauffälligen Befunden; act. II 204/5) noch den weiteren medizinischen 
Akten. Insoweit bestand bzw. besteht im vorliegenden Kontext kein Anlass 
zur Vornahme weiterer (neurologischer) Abklärungen im Zusammenhang 
mit der Kopfschmerzproblematik. 

Zusammenfassend ist gestützt auf das psychiatrische Gutachten vom 
12. Mai 2023 (act. II 177.1) in psychischer Hinsicht keine massgebende 
Veränderung des medizinischen Sachverhalts erstellt. Daher ist hinsichtlich 
der unverändert attestierten 20%igen Arbeitsunfähigkeit – anders als von 
der Beschwerdeführerin vorgetragen (vgl. Beschwerde S. 12 Ziff. 11) – 
schon deshalb kein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 
durchzuführen (Urteil des BGer 8C_295/2021 vom 9. August 2021 E. 7). Ei-
ne grössere rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit als die im psychiatri-
schen Verlaufsgutachten attestierte, könnte unmittelbar hieraus ohnehin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-25-

nicht resultieren (Urteil des BGer 8C_230/2022 vom 23. September 2022 
E. 5.2.3.2 mit Hinweisen). 

4.7 Auf somatischem Fachgebiet bietet die Aktenbeurteilung von RAD-
Arzt Dr. med. G.________ vom 21. Juni 2024 (act. II 207) zusammen mit 
den weiteren somatischen Akten, insbesondere dem rheumatologischen 
Teilgutachten des Dr. med. C.________ vom 5. November 2014 
(act. II 62.1), eine hinreichende und überzeugende Grundlage zur Beant-
wortung der sich in somatischer Hinsicht stellenden Fragen. Dabei schadet 
es nicht, dass Dr. med. G.________ die Beschwerdeführerin nicht persön-
lich untersuchte, sondern eine Aktenbeurteilung erstellte, lagen dem RAD-
Arzt doch – das vorliegende Verfahren betreffend – alle wesentlichen so-
matischen Akten vor, womit eine zuverlässige Beurteilung der Gesund-
heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit möglich war (vgl. E. 4.5 hiervor). 

Eine massgebliche Verschlechterung der vormals gutachterlich erhobenen 
degenerativen Veränderungen (act. II 62.1/8 f.) ergibt sich aus den Akten 
nicht, namentlich wurde vom langjährigen Hausarzt Dr. med. N.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, im Verlaufsbericht vom 19. August 
2022 (act. II 162) ein im Wesentlichen unveränderter Befund beschrieben. 
Insbesondere und entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Be-
schwerde S. 12 Ziff. 10) wurden auch die Beschwerden im Brustwirbelsäu-
lenbereich in ausreichender Form berücksichtigt. Soweit der RAD-Arzt 
Dr. med. G.________ hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin geschil-
derten multiplen somatischen Beschwerden festhielt, diese liessen sich 
schlüssig in Zusammenhang mit der psychiatrisch diagnostizierten somato-
formen Schmerzstörung in Verbindung bringen (act. II 207/2), überzeugt 
dies, wurde doch von PD Dr. med. E.________ vor dem Hintergrund der 
gestellten psychiatrischen Diagnosen eine sich daraus ergebende verän-
derte Schmerzwahrnehmung beschrieben (act. II 177.1/26 f. Ziff. 4 f.). 

Hinsichtlich der im Juni 2020 erlittenen Fraktur des Oberen Sprunggelenks 
links finden sich auch unter Berücksichtigung dessen, dass gemäss dem 
Schreiben der behandelnden Psychiaterin Dr. med. M.________ vom 16. 
Februar 2024 "über längere Zeit" eine Behandlung stattgefunden habe 
(act. II 202/11), keine Hinweise, dass diese im Zeitpunkt des frühestmögli-
chen Rentenanspruchs im November 2022 (act. II 143 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-26-

IVG) einen fortwährenden und anspruchserheblichen Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit gehabt hätte und immer noch hat (vgl. auch act. II 207/2). So 
beschrieb auch der behandelnde Hausarzt Dr. med. N.________ im August 
2022 einen im Wesentlichen unveränderten somatischen Sachverhalt 
(act. II 162). 

Hinsichtlich der im Februar 2024 erlittenen Calcaneus-Fraktur (act. II 204/3) 
trifft zwar zu (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 8), dass lediglich der Behand-
lungsbericht des Spitals H.________ vom 7. März 2024 (act. II 204/3) vor-
liegt. Darin wird indessen der Fuss als bereits ab dato teilbelastbar be-
schrieben und eine sichere Vollbelastung nach konservativer Therapie mit-
tels niedrigdosierter Bedarfsanalgesie bereits nach sechs Wochen pro-
gnostiziert. Zudem ist nicht ersichtlich (die beschriebene Therapie ent-
spricht dem üblichen Vorgehen; vgl. <htt-
ps://www.usz.ch/fachbereich/traumatologie/angebot/fersenbeinbruch>), 
dass nachträglich von diesem therapeutischen Vorgehen abgewichen wor-
den wäre. Damit vermochte sich der RAD-Arzt Dr. med. G.________ auch 
insoweit bereits aufgrund der aktenkundigen Unterlagen ein hinreichend 
klares Bild zu machen. Gestützt darauf passte er mit Blick auf die prognos-
tisch im Langzeitverlauf zu erwartende posttraumatische Arthrose das sei-
nerzeit von Dr. med. C.________ im Gutachten vom 5. November 2014 
formulierte somatische Zumutbarkeitsprofil (act. II 62.1/12 f.) insoweit an, 
als er in der Aktenbeurteilung vom 21. Juni 2024 bereits deshalb nun eine 
somatisch begründete Leistungsminderung von 10-20 % aufgrund eines 
vermehrten Pausenbedarfs attestierte (act. II 207/2 f.), was angesichts der 
sich präsentierten Befunde und der erfolgten Therapie als grosszügig an-
mutet. Ob hierin eine massgebliche Veränderung des medizinischen Sach-
verhalts im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu erblicken ist, nachdem eine 
höhergradige Arbeitsunfähigkeit während mehr als drei Monaten (Art. 88a 
Abs. 2 IVV) nicht erstellt ist, kann mit Blick auf den Einkommensvergleich 
(vgl. E. 5 hiernach) offen bleiben. Ebenso braucht vorliegend – anders als 
die Beschwerdeführerin vorbringt (Beschwerde S. 12 Ziff. 11) – nicht ab-
schliessend geklärt zu werden, welche Gesamtarbeitsunfähigkeit bei einer 
psychisch begründeten 20%igen Einschränkung und einer dazu "infra-
additiven" (d.h. verstärkenden; vgl. act. II 207/3) maximal 20%igen Ein-
schränkung auf somatischem Gebiet resultiert, da selbst bei vollumfängli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-27-

cher Addition der beiden Arbeitsunfähigkeiten und überdies ohne Abstellen 
auf den Mittelwert bezüglich der somatisch attestierten Arbeitsunfähigkeit 
kein anspruchsrelevanter Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 5.7 hiernach). 

Hinsichtlich des 2018 erstdiagnostizierten Diabetes mellitus Typ 2 
(act. II 107/10) ist weder eine (zusätzliche) Arbeitsunfähigkeit erstellt noch 
bedarf es dazu – anders als es die Beschwerdeführerin vorbringt (Be-
schwerde S. 11 f. Ziff. 10) – weiterer Abklärungen. Der Diabetes ist insulin-
pflichtig, wobei die Beschwerdeführerin sich dieses selbst verabreichen 
kann. Abgesehen von einer einmaligen hyperglykämischen Entgleisung im 
März 2023, welche sich in der Folge ohne Komplikationen wieder einstellen 
liess (vgl. Bericht des Spitals H.________ vom 24. März 2024 [act. II 
184/4]), wurden keine Probleme bei der Diabetes-Einstellung bzw. Blutzu-
ckerkontrolle beschrieben (vgl. vielmehr Bericht der Klinik J.________ vom 
11. Oktober 2023 [act. II 196/4]). Damit bestehen auch mit Blick auf die 
psychiatrisch in Kenntnis des Diabetes mellitus Typ 2 diagnostizierte soma-
toforme Schmerzstörung (act. II 177.1/11 Ziff. 3.2.3 sowie act. II 177.1/27 
Ziff. 5; siehe auch MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 4 N. 85) keine Anhaltspunkte für eine darüber 
hinausgehende respektive eigenständige Arbeitsunfähigkeit. 

Weiter besteht langjährig eine Adipositas WHO Grad III, wobei das Gewicht 
in den letzten Jahren wie auch bereits im Referenzzeitpunkt (vgl. 
act. II 62.1/5) relativ konstant blieb (act. II 204/6, 184/4, 177.1/11 
Ziff. 3.2.2), verbunden mit metabolischen Folge- bzw. Begleiterkrankungen 
sowie einer gewissen Dekonditionierung (act. II 107/10). Eine diesbezügli-
che zusätzliche und/oder höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
geht indes aus den medizinischen Akten nicht hervor. Allfällige sich aus der 
Adipositas ergebende Einschränkungen haben daher als durch die so-
matisch bzw. psychiatrisch begründet verminderte Leistungsfähigkeit 
berücksichtigt zu gelten. Soweit die Beschwerdeführerin eine Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz wegen der im Herbst 2024 geänderten höch-
strichterlichen Rechtsprechung zur Adipositas (BGE 151 V 66) beantragt, 
ist ihr daher und mit Blick auf den vorliegend vom besagten Bundesge-
richtsentscheid abweichenden Sachverhalt nicht zu folgen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-28-

Schliesslich betreffen die mit den Eingaben vom 18. März, 9. und 15. Juli, 
12. August und 29. September 2025 sowie anlässlich der Schlussverhand-
lung vom 20. August 2025 von der Beschwerdeführerin eingereichten medi-
zinischen Unterlagen (act. I 4-13) bezüglich des neu diagnostizierten Ova-
rialkarzinoms einen Zeitraum nach der hier angefochtenen Verfügung vom 
27. Juni 2024 (act. II 208) und vermögen – anders als von der Beschwerde-
führerin behauptet – keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Erlasses 
der Verfügung bestehende Situation zu begründen (BGE 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 
2022 UV Nr. 46 S. 183, 8C_655/2021 E. 6.3.1; SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23, I 
649/06 E. 3.4). Mithin handelt es sich bei den vom Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin gemachten Ausführungen, wonach davon auszugehen 
sei, dass die Ovarialkarzinomerkrankung bereits vor Verfügungserlass be-
standen und eine funktionelle Arbeitsunfähigkeit bewirkt habe (Eingaben 
vom 12. August und 29. September 2025 sowie Ausführungen anlässlich 
der Schlussverhandlung vom 20. August 2025), um reine Mutmassungen, 
die weder in den echtzeitlichen noch den im Beschwerdeverfahren einge-
reichten medizinischen Akten Rückhalt finden. So geht selbst der behan-
delnde Hausarzt Dr. med. N.________ in der E-Mail vom 19. August 2025 
(act. I 12) davon aus, dass die vor der Eintrittsdiagnose des Ovarialkarzi-
noms dokumentierten Symptome nicht zwangsläufig als Ausdruck einer bei 
Diagnosestellung bereits bestehenden Ovarialkarzinom-Erkrankung gewer-
tet werden könnten. Ferner machte Dr. med. O.________, Fachärztin für 
Gynäkologie und Geburtshilfe, in ihrer E-Mail vom 28. September 2025 
(act. II 13) lediglich allgemeine Ausführungen zur möglichen Begleitsym-
ptomatik und deren allfällige Auswirkungen, wobei sie die retrospektive 
Beurteilung eines ursächlichen Zusammenhangs einer lediglich als möglich 
beschriebenen Symptomatik im Rahmen des rund ein halbes Jahr nach 
dem Erlass der angefochtenen Verfügung diagnostizierten Ovarialkarzi-
noms und einer dadurch allfällig resultierenden Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit als schwierig bezeichnete. Eine diesbezüglich zuverlässige und in 
beweisrechtlicher Hinsicht ausreichende retrospektive Beurteilung ist daher 
und mit Blick auf die echtzeitlichen medizinischen Akten sowie die multiplen 
anderweitigen von der Beschwerdeführerin beklagten (und vorliegend ent-
sprechend berücksichtigten [vgl. E. 4.8 hiernach]) somatischen und psychi-
schen Leiden zumindest insoweit ausgeschlossen, als eine anspruchsrele-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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vante höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang 
mit dem nachträglich diagnostizierten Ovarialkarzinom im Zeitpunkt des 
Erlasses der angefochtenen Verfügung sich nicht erstellen lässt. Damit sind 
im Zeitpunkt des Verfügungserlasses trotz umfassender Abklärung durch 
die Beschwerdegegnerin und die gerichtlichen Beweismassnahmen keine 
Auswirkungen des Ovarialkarzinoms erstellt. 

4.8 Nach dem Dargelegten bestehen mit dem psychiatrischen Verlaufs-
gutachten von PD Dr. med. E.________ vom 12. Mai 2023 (act. II 177.1) 
und der Aktenbeurteilung des RAD vom 21. Juni 2024 (act. II 207) eine 
beweiskräftige medizinische Grundlage. Der medizinische Sachverhalt 
wurde von der Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich abgeklärt; eine Ver-
letzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) liegt entgegen der 
Beschwerde (S. 10 Ziff. 8) nicht vor. Auf weitere medizinische Abklärungen, 
namentlich das Einholen eines polydisziplinären Gutachtens (vgl. Be-
schwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 1 lit. c-d sowie Ausführungen des 
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin anlässlich der Schlussverhand-
lung vom 20. August 2025) wie auch – das vorliegende Verfahren betref-
fend – eines onkologischen Gutachtens (Ausführungen des Rechtsvertre-
ters der Beschwerdeführerin anlässlich der Schlussverhandlung vom 20. 
August 2025), ist in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 
S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 
nicht publ. E. 5.2 des Urteils 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4) zu verzichten. Weiter ist erstellt, 
dass auf psychiatrischem Fachgebiet kein Revisionsgrund besteht und die 
Arbeitsunfähigkeit nach wie vor mit 20 % beziffert wird (vgl. E. 4.6 hiervor). 
Somatisch erscheint eine massgebliche revisionsrelevante Veränderung 
fraglich (vgl. E. 4.7 hiervor), kann jedoch offenbleiben, da selbst unter der 
Prämisse eines erstellten Revisionsgrunds gemäss den nachfolgenden 
Einkommensvergleichen (vgl. E. 5 hiernach), bei dem die psychiatrisch und 
somatisch attestierten Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
überdies zugunsten der Beschwerdeführerin vollumfänglich addiert werden, 
entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % im Verfügungszeitpunkt 
weiterhin kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-30-

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die sta-
tistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

5.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens (Art. 26 Abs. 1 Satz 1 IVV).

5.3

5.3.1 Hinsichtlich des Invalideneinkommens präsentiert sich die Rechtsla-
ge bis zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-31-

so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer In-
validität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 
Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch 
bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in 
der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). Soweit aufgrund 
der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26 
bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten 
qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender 
Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Faktoren und deren 
Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergänzend auf die bis-
herigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 
E. 10.6 S. 439).

5.3.2 Ab 1. Januar 2024 präsentiert sich die Rechtslage hinsichtlich des 
Invalideneinkommens wie folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 
werden 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Inva-
lidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 
Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezo-
gen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

5.4 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Sechsmonatsfirst von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Neuanmeldung vom Mai 
2022 (act. II 143) der 1. November 2022 (Art. 29 Abs. 3 IVG). Ob zu die-
sem Zeitpunkt und mit Blick auf die im Referenzzeitpunkt bestandene 
20%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (vgl. E. 4.3.5 hiervor) 
und das unter E. 4.6 ff. Dargelegte das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 
abgelaufen war bzw. inzwischen bis zum Erlass der Verfügung vom 27. Ju-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

-32-

ni 2024 (act. II 208) abgelaufen ist, kann mit Blick auf das Resultat (vgl. 
E. 5.7 hiernach) offen bleiben. 

5.5 Die Beschwerdegegnerin hat für die Bestimmung des Validenein-
kommens – wie bereits in der Referenzverfügung vom 12. Juni 2019 
(act. II 137) – zutreffend auf das vormalige 2012 als … … erzielte Einkom-
men (act. II 22/3 Ziff. 2.10) abgestellt und dieses per 2022 an die Nominal-
lohnentwicklung angepasst, was von der Beschwerdeführerin zu Recht 
nicht beanstandet wird. Bei einem damaligen Jahreseinkommen von Fr. 
44'200.-- und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Be-
reich … und … (vgl. Ziff. 55/56 der Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, 
Frauen, 2011-2024; 102.9 [2012], 106.7 [2022]) ergibt dies ein massge-
bendes Valideneinkommen von Fr. 45'832.-- (Fr. 44'200.-- / 102.9 x 106.7). 

Per 1. Januar 2024 ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 46'476.-- 
(Fr. 44'200.-- / 102.9 [2012] x 108.2 [2023]). Die Indices des Jahres 2024 
lagen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2024 
(act. II 208) noch nicht vor; dies ändert aber am Ergebnis nichts. 

5.6 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens hat die Beschwerde-
gegnerin auf Tabellenlöhne abgestellt, was mangels Verwertung der medi-
zinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit korrekt ist und zur Recht 
von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt wird. Massgebend ist der To-
talwert für Frauen, Kompetenzniveau 1 der Tabelle TA1_tirage_skill_level 
der LSE 2022, entsprechend monatlich Fr. 4'367.--. Aufgerechnet auf ein 
Jahr sowie angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 
41.7 Stunden (vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. E. 5.1 hiervor) 
und unter Berücksichtigung der medizinisch-theoretisch zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit von mindestens 60 % ergibt sich ein massgebendes 
Invalideneinkommen per 2022 von Fr. 32‘779.-- (Fr. 4‘367.-- x 12 Monate / 
40 Stunden x 41.7 Stunden x 60 %). Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. 
E. 5.3.1 hiervor) ist hier nicht gerechtfertigt und wurde weder von der Be-
schwerdegegnerin vorgenommen noch von der Beschwerdeführerin gefor-
dert. Die vorausgesetzte Schwelle einer mindestens 50%igen Arbeitsun-
fähigkeit für einen Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit gemäss Art. 26bis 
Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung) wird 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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vorliegend nicht erreicht. Sodann besteht weder in Bezug auf die medizi-
nisch-theoretisch attestierte Arbeitsunfähigkeit bzw. das Zumutbarkeitsprofil 
noch aufgrund anderweitiger Faktoren weiterer Korrekturbedarf im Sinne 
der bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. dazu BGE 148 V 174 E. 
6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 
UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3; vgl. E. 5.3.1 in fine hiervor). 

Per 1. Januar 2024 ergibt sich in Bezug auf das berechnete Invalidenein-
kommen einzig dahingehend eine Änderung, als nunmehr der 10%ige 
Pauschalabzug gemäss Art. 26bis Abs. 1 Satz 1 IVV sowie die Nominalloh-
nentwicklung per 2023 (vgl. BFS, Nominallohnindex, Frauen, 2020-2024, 
T1.2.20, Totalwert: 101.4 [2022] bzw. 103.2 [2023]) zu berücksichtigen 
sind. Ein zusätzlicher Abzug ist weiterhin nicht gerechtfertigt und auch nicht 
zulässig (E. 5.3.2 hiervor). Das Invalideneinkommen beläuft sich damit per 
2024 auf mindestens Fr. 30'024.-- (Fr. 4'367.-- x 12 Monate / 40 Stunden x 
41.7 Stunden / 101.4 x 103.2 x 60 % x 90 %). 

5.7 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 45'832.-- (vgl. E. 5.5 hiervor) 
und einem Invalideneinkommen von Fr. 32‘779.-- (vgl. E. 5.6 hiervor) 
resultiert per 2022 eine Einkommenseinbusse von Fr. 13‘053.--, was einen 
rentenausschliessenden (vgl. E. 3.2 hiervor) Invaliditätsgrad von maximal 
28 % (Fr. 13‘053.-- / Fr. 45'832.-- x 100; zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) 
ergibt. Unter Berücksichtigung der geänderten Bestimmungen (E. 5.3 
hiervor) resultiert per Januar 2024 resultiert bei einem Valideneinkommen 
von Fr. 46'476.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 30'024.-- eine 
Einkommensbusse von Fr. 16'452.--, was ebenfalls einen rentenaussch-
liessenden Invaliditätsgrad von maximal 35 % (Fr. 16'452.-- / 46'476.-- x 
100) ergibt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2025, IV 200 2024 567

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6.

Aufgrund des Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 27. Juni 
2024 (act. II 208) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'000.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.