# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bc06ed9-4355-5be1-9df0-789f7edd4e60
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 23.11.2010 S 2010 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2010-38_2010-11-23.pdf

## Full Text

S 10 38

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 23. November 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) Die heute 56-jährige … (geb. 1954) ist verheiratet und war zuletzt als 

Maschinenbedienerin bei der Firma … AG in … tätig, wobei sie durch die 

Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert war. Am 

03.10.2007 rutschte sie auf dem Weg zur Toilette in der Firma auf einer 

Treppe aus und stürzte, wobei sie sich die rechte Schulter prellte. Laut 

Abklärungsbericht ihres Hausarztes Dr. … vom 14.01.2008 erlitt sie ein 

Schultertrauma rechts und war seit dem 11.12.2007 zu 100% arbeitsunfähig. 

Am 03.01.2008 – drei Monate nach dem Sturzunfall – wurde eine 

Schultersonographie rechts im Kantonsspital Graubünden (KSGR) 

durchgeführt. Dabei wurden ein muskulärer Einriss im Bereich des musculus 

suspraspinatus und chronisch degenerative Veränderungen im lateralen 

Sehnenanteil festgestellt. Mit KSGR-Bericht  vom 17.01.2008 wurde der 

Versicherten ein Impingement-Syndrom der rechten, dominanten Schulter bei 

Tendinitis calcarea der ansatznahen Supraspinatussehne und eine 

mässiggradige AC-Arthrose rechts diagnostiziert. Es wurde ferner eine 

subacromiale Infiltration durchgeführt und Physiotherapie empfohlen.   

b) Laut Abklärungsbericht der SUVA vom 07.02.2008 räumte die Versicherte ein, 

seit dem 28.01.2008 wieder zu 50% zu arbeiten (Verwertung einer halben 

Arbeitsschicht von ca. 09.30-14.00 Uhr pro Tag).

c) Am 04.03.2008 attestierte der Spitalarzt Dr. … (KSGR) der Versicherten eine 

50%-ige Arbeitsunfähigkeit für leichte und eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

für körperlich schwere Tätigkeiten. 

d) Mit Bericht vom 26.03.2008 bestätigte der Kreisarzt Dr. … der Versicherten 

eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Am 02.04.2008 wurde im Ärztezentrum … 

eine Arthro-MRT am rechten Schultergelenk durchgeführt und die Diagnose 

einer SLAP-Läsion Typ IV mit Längsruptur der langen Bizepssehne sowie 

flacher gelenkseitiger Partialrupturen der Supraspintussehne ohne Beweis für 

einen kompletten Einriss gestellt. Bei ansonst intakter Rotatorenmanschette 

und gutem Muskelvolumen falle eine leichte Atrophie des Supraspinatus - 

ohne eindeutige Ursache – auf. 

e) Am 16.04.2008 stellte Dr. … (KSGR) bei der Versicherten unveränderte 

Beschwerden bei Kopfüberbewegungen und beim Schürzengriff fest. Im 

ärztlichen Zeugnis wurde sie zuerst ab 15.04.2008 zu 100% arbeitsunfähig, 

und ab 24.04.2008 wieder zu 50% arbeitsfähig geschrieben. Am 24.04.2008 

berichtete er weiter über eine Schmerzzunahme, weshalb eine Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit derzeit nicht sinnvoll sei, solange der Abklärungsprozess 

laufe und die Schmerzen vor allem unter Belastung des Körpers (der Schulter) 

nach wie vor erheblich seien. 

f) Laut Operationsbericht vom 13.06.2008 fand eine Schulter-Arthroskopie 

rechts bei der Versicherten durch Dr. …, Oberarzt der Orthopädie im Spital 

…/SG, statt. Am 04.08.2008 hielt er dazu fest, dass ein verzögerter Verlauf 

nach einer Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion rechts vorliege und die 

Versicherte zu 100% arbeitsunfähig sei. Am 06.08. 2008 wurde noch ein 

Arthro-MRI am rechten Schultergelenk durchgeführt.   

g) Im Austrittsbericht der Zürcher Höhenklinik … vom 13.10.2008 (nach 

stationärem Klinikaufenthalt vom 22.09.-12-10.2008) wurde der Versicherten 

eine leicht steigende Beweglichkeit der Schulter bescheinigt. Weiterhin wurde 

eine intensive Physiotherapie empfohlen und die Arbeitsunfähigkeit auf 100% 

geschätzt. 

h) Am 03.12.2008 stellte Dr. … eine Verschlechterung des Gesundheitszustands 

nach einem 50%-igen Arbeitsversuch fest. Per Ende 2008 schätzte er die 

Arbeitsunfähigkeit der Versicherten daher auf 100%.  

i) Im Bericht vom 09.01.2009 attestierte Frau Dr. …, Fachärztin FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, der Versicherten bestehende 

posttraumatische Beschwerden. In der Zwischenzeit sei ihr überdies noch die 

Arbeitsstelle per 31.03.2009 gekündigt worden, was zu einer zusätzlichen 

psychischen Belastung führe.

j) Mit Bericht vom 27.03.2009 hielt Prof. Dr. …, orthopädische Abteilung der 

Universitätsklinik Balgrist, fest, dass die MRI-Untersuchung ausser einer 

ausgeprägten Atrophie des Supraspinatus keine pathologischen Befunde 

zeige. Die Supraspinatussehne sei geheilt und keine Ruptur der 

Subscapularis oder des Infraspinatus nachweisbar. Er habe keine 

zusätzlichen Aspekte, die neben einer Frozen Shoulder in Frage kämen.   

k) Im Bericht vom 07.04.2009 hielt der Kreisarzt Dr. … fest, dass von weiteren, 

insbesondere operativen Therapiemassnahmen keine wesentliche 

Besserung mehr zu erwarten sei. Anhaltspunkte für eine 

Rotatorenmanschetten-Ruptur der rechten Schulter seien überdies nicht 

ersichtlich. Der medizinische Endzustand dürfte demnächst erreicht sein. 

l) Am 14.05.2009 erkannte Dr. …, dass Restbeschwerden an der rechten 

Schulter bei Status nach einer Rotatorenmanschetten-Rekon-struktion 

vorlägen. Die rechte Schulter könne operativ wahrscheinlich nicht mehr weiter 

verbessert werden. Im Aufgebot für die Rehabilitationsklinik in Bellikon wurde 

noch über vorbestehende Kniebeschwerden links berichtet. Am 08.06.2009 

attestierte der erwähnte Arzt der Versicherten weiterhin eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit wegen Kniebeschwerden links und Restbeschwerden an 

der rechten Schulter. 

m) Aus den Berichten vom 15.04. und 15.06.2009 von Dr. … geht hervor, dass 

die Therapien wegen Erfolglosigkeit abgeschlossen worden sind.  

n) In seiner Abschlussuntersuchung vom 16.07.2009 erkannte der Kreisarzt Dr. 

… noch was folgt: Das Schmerzmuster sei bei der Versicherten hochgradig 

chronifiziert. Von weiteren medizinischen Massnahmen sei keine wesentliche 

Besserung zu erwarten, weshalb der medizinische Endzustand erreicht sei. 

Die übrigen Beschwerden, insbesondere die am linken Kniegelenk seien 

unfallfremd. Die bisherige Tätigkeit als Maschinenbedienerin sei der 

Versicherten nicht mehr zumutbar. Es bestünden hochgradige funktionelle 

Defizite an der rechten Schulter und mangelhafte Einsatzmöglichkeiten des 

rechtens Armes. Ganztätige, leidensadaptierte, behinderungsgerechte und 

leichte Tätigkeiten mit Zudienmöglichkeiten und leichten repetitiven (mit 

Lasten bis 5 kg) Arm- und Handeinsätzen bis auf Körperhöhe seien ihr aber 

noch möglich und zumutbar. Überkopfarbeiten gingen hingegen nicht mehr. 

Die Integrationsentschädigung wurde dabei auf 20% festgelegt.

o) Mit Schreiben vom 17.07.2009 kündigte die SUVA der Versicherten die 

Einstellung der gesetzlichen Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 

31.08.2009 an.

p) Mit Verfügung vom 27.08.2009 sprach die SUVA der Versicherten eine 

Invaliditätsrente (IV-Rente) ab dem 01.09.2009 für die verbliebenen 

Gesundheits- und Arbeitsbeeinträchtigungen aus dem Sturzunfall vom 

03.10.2007 zu (auf der Basis eines IV-Grades von 10% und eines 

Jahresverdienstes von Fr. 52'415.--). Im Übrigen wurde eine einmalige 

Integritätsentschädigung von Fr. 21'360.-- (Basis 20%) gewährt. Mit dieser 

Verfügung konnte sich die Versicherte nicht einverstanden erklären, weshalb 

sie Einsprache erhob. 

q) Mit Einspracheentscheid vom 27.01.2010 bestätigte die SUVA ihre 

Verfügung.

2. Dagegen erhob die Versicherte am 01.03.2010 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den Begehren um 

kostenfällige Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und 

Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchführung weiterer 

Abklärungen. Eventuell seien gestützt auf einen IV-Grad von 16% eine 

monatliche IV-Rente von Fr. 559.-- sowie eine Integritätsentschädigung von 

20% (Fr. 21'360.--) auszurichten. Zur Begründung brachte sie vor, dass sie 

an hochgradigen funktionellen Defiziten der rechten Schulter leide, weswegen 

die Einsatzmöglichkeiten des rechten Armes deutlich beeinträchtigt seien. Es 

sei deshalb nicht ersichtlich, wieso ihr dennoch ganztätige, 

leidensangepasste Tätigkeiten möglich und zumutbar sein sollten. Die 

Annahme einer 100%-igen Resterwerbsfähigkeit stehe auch im Widerspruch 

zu der bis zum Zeitpunkt der Verfügung im August 2009 anerkannten 100%-

igen Arbeitsunfähigkeit. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz 

von der Empfehlung der Reha-Klinik … vom 16.06.2009, sie erneut zu einer 

stationären Behandlung anzumelden, und der von ihr selbst vorgesehenen 

stationären Rehabilitation abgesehen habe. Ein medizinischer Endzustand 

sei in Bezug auf die Beschwerden an der rechten Schulter sowohl von Dr. … 

am 23.02.2010 als auch von Dr. … am 11.02.2010 verneint worden. Dr. … 

empfehle einen operativen Eingriff; danach sei eine namhafte Besserung zu 

erwarten. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei sie 100% arbeitsfähig gewesen, 

weshalb es nicht rechtens sei, wenn die Vorinstanz den Vorzustand in der 

Schulter bei der medizinischen Beurteilung als unfallfremden Faktor 

ausklammere. Es seien folglich noch ergänzende Abklärungen nötig, speziell 

eine BEFAS-Abklärung bzw. eine Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) einzuholen, um die effektive Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit zu testen (Entscheide des Versicherungsgerichts St. 

Gallen, IV 2008/452 und IV 2007/328; BG-Urteil 8C_547/2008 E. 4.2). Zum 

Eventualantrag wurde noch geltend gemacht, dass die Festsetzung des 

Rentenbeginnes per 01.09.2009 korrekt sei, sofern das Erreichen des 

medizinischen Endzustands bejaht würde. Richtig seien auch der versicherte 

Jahresverdienst mit Fr. 51'415.-- und das Valideneinkommen 

(Jahresverdienst als Gesunde) mit Fr. 54'380.-- ermittelt worden. Bestritten 

werde hingegen das Invalideneinkommen (mutmasslicher Jahresverdienst 

trotz Behinderung). Die Behauptung, dass ihr trotz hochgradiger funktioneller 

Defizite angeblich stets noch ein ganztätiger Einsatz der rechten Hand und 

des rechtens Armes möglich und zumutbar sei, werde nicht nachvollziehbar 

begründet. Selbst wenn ihr eine ganztätige, leidensangepasste, 

behinderungsgerechte und leichte Tätigkeit mit Zudienermöglichkeiten und 

leichten repetitiven Arm- und Handeinsätzen rechts bis 5 kg bis auf 

Körperhöhe (so Kreisarzt Dr. …) noch zumutbar wäre, müsste auf ein tieferes 

Invalideneinkommen erkannt werden. Mehrere der beigezogenen 

Vergleichsmöglichkeiten entsprächen nicht dem ermittelten 

Zumutbarkeitsprofil, weshalb auf die Gehälter laut Dokumentation der 

Arbeitsplätze (DAP-Löhne) nicht abgestellt werden könne. Selbst wenn aber 

darauf abgestellt würde, müssten noch weitere Aspekte – wie das Alter, die 

fehlende berufliche Erfahrung usw. – berücksichtigt werden. Damit würde ein 

Invalideneinkommen von Fr. 45'489.-- (Durchschnitt der Lohnminima) 

resultieren, was einen IV-Grad von 16% (statt nur 10%) ergäbe.

3. In ihrer Vernehmlassung (Beschwerdeantwort) beantragte die Vorinstanz 

(SUVA) die Abweisung der Beschwerde. In der Zwischenzeit sei ein 

Vorbescheid der Invalidenversicherung (IV) vom 12.04.2010 ergangen, worin 

ein Rentenanspruch bei einem IV-Grad von 3% verneint worden sei. Laut ABI-

Gutachten vom 22.03.2010 zuhanden der IV sei von einer 100%-igen Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Sowohl der 

Vorbescheid der IV als auch das betreffende ABI-Gutachten, welches neben 

den unfallbedingten Einschränkungen an der Schulter rechts auch 

unfallfremde Befunde berücksichtigt habe, würden den Standpunkt der 

Vorinstanz bestätigen. Der medizinische Endzustand sei erreicht worden (vgl. 

Berichte Kreisarzt Dr. … vom 07.04.2009; Dr. … vom 14.05.2009; Dr. … vom 

15.04./15.06.2009; die Reha in … sei mangels Behandlungsfähigkeit als 

Folge eines gynäkologischen Eingriffs gescheitert). Dem ABI-Gutachten sei 

zu entnehmen, dass aus orthopädischer Sicht keine spezifischen, die 

Arbeitsfähigkeit tangierenden Massnahmen indiziert wären und operative 

Massnahmen in Zukunft nur mit grösster Zurückhaltung empfohlen würden, 

da dadurch keine anhaltende Beschwerdebesserung zu erwarten sei. Die 

Auffassung von Dr. …, der eine offene Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion 

empfehle, überzeuge demnach nicht. Zu Recht habe die SUVA auf das 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. … abgestellt. Dr. … habe bezüglich der 

Arbeitsunfähigkeit ebenfalls auf die Einschätzung von Dr. … verwiesen; 

dasselbe gelte für das ABI-Gutachten (S. 23 und S. 27). Anderer Meinung sei 

nur der Hausarzt, der seine Abweichungen aber nicht begründe. Auch 

widerspreche eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit 

nicht einer 100%-igen Erwerbsfähigkeit für eine dem Zumutbarkeitsprofil 

entsprechende Tätigkeit. Ein unfallfremder Vorzustand sei nicht 

ausgeklammert worden. Zutreffend sei, dass der Kreisarzt Dr. … eine 

abgeschwächte Handkraft rechts festgestellt habe. Dieser Tatsache sei 

Rechnung getragen worden, indem die repetitiven Arm- und Handeinsätze auf 

leichte Tätigkeiten (bis 5 kg) beschränkt worden seien. Gemäss ABI-

Gutachten (S. 19) habe die Beschwerdeführerin die rechte Hand beim Aus- 

und Ankleiden ungestört einsetzen können. Die Sehnenscheidenentzündung 

an der rechten Hand (Krankheit) im Jahr 2004 sei aktenkundig. Dennoch sei 

die Schwäche der rechten Hand im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden. 

Im Übrigen habe der Kreisarzt Dr. … bezüglich des beidhändigen Arbeitens 

nicht festgestellt, dass die rechte Hand bloss noch als Zudienerhand genutzt 

werden könne, vielmehr habe er von Beschäftigungen mit 

Zudienmöglichkeiten gesprochen. Was das beantragte Abstellen auf die 

Lohnminima der DAP angehe, werde auf BGE 129 V 482 verwiesen. Die 

körperlichen Einschränkungen könnten nicht doppelt gewichtet werden. Die 

beruflichen und persönlichen Merkmale (wie Teilzeit, Alter, Anzahl 

Dienstjahre, Aufenthaltsstatus) könnten höchstens dann bei den DAP 

berücksichtigt werden, wenn sie auch bei den statistischen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu einem Abzug geführt hätten. Beim Alter 

von 55 Jahren der Beschwerdeführerin bei Rentenbeginn sei dies nach der 

Rechtsprechung aber noch nicht der Fall (I 39/04). Ältere Arbeitnehmer lägen 

innerhalb des Lohnbandes eher in der oberen Region (I 377/98). Ausserdem 

liege der Durchschnittslohn der fünf ausgewählten Arbeitsplätze 3% unter 

dem Durchschnitt der in Frage kommenden DAP, weshalb das ermittelte 

Invalideneinkommen als korrekt zu betrachten sei. Der Einkommensvergleich 

habe hier exakt einen IV-Grad von 9.05%, bei korrekter Rundung von 9% 

ergeben, womit kein Anspruch auf eine IV-Rente bestanden hätte. Zugunsten 

der Beschwerdeführerin sei aber von einem IV-Grad von 10% ausgegangen 

worden. Angesichts der Resultate im ABI-Gutachten und im IV-Vorbescheid 

(IV-Grad nur 3%) sei das Entgegenkommen fraglich geworden. Es werde 

deshalb der Antrag gestellt, der Beschwerdeführerin sei noch die Möglichkeit 

zur Stellungnahme bezüglich einer allfälligen „reformatio in peius“ sowie zum 

Rückzug ihrer Beschwerde zu geben. Wenn kein Rückzug erfolge, sei in 

Anwendung der reformatio in peius keine IV-Rente zu gewähren bzw. 

festzustellen, dass kein Anspruch auf eine solche Rente bestehe.

4. Zusammen mit der Replik reichte die Beschwerdeführerin noch einen 

Arztbericht von Dr. … vom 13.04.2010 ein. Gegen den zitierten IV-

Vorbescheid habe sie Einwand erhoben, weshalb diesbezüglich nun mit 

einem längeren Verfahren zu rechnen sei und aus dem IV-Verfahren daher 

nichts für das hier interessierende Unfallversicherungsverfahren abgeleitet 

werden könne. Im Übrigen wiederholte und bekräftigte die 

Beschwerdeführerin nochmals ihre früheren Standpunkte, wonach der 

medizinische Endzustand (noch) nicht erreicht worden sei (Attest Dr. …) und 

bei der Auswahl der DAP-Profile die hochgradigen Defizite beim Einsatz des 

rechten Armes nicht berücksichtigt worden seien. Was den leidensbedingten 

Abzug bei den DAP betreffe, sei entscheidend, dass die Beschwerdeführerin 

mit ihren Defiziten gegenüber einer gesunden Person klar benachteiligt sei 

und sie somit Lohneinbussen in Kauf nehmen müsse (Versicherungsgericht 

St. Gallen, IV 2007/242 E. 4.3.2-4.3.6). Zur beantragten reformatio in peius 

der Vorinstanz in der Beschwerdeantwort erfolgte keine Stellungnahme.    

5. In der Duplik hielt die Vorinstanz unverändert an ihrem bisherigen Standpunkt 

fest. Die körperlichen Einschränkungen seien in den konkreten DAP – im 

Gegensatz zu den abstrakten und statistischen Lohnstrukturerhebungen 

(LSE) – bereits berücksichtigt, weshalb jeder weitere Abzug eine doppelte 

Berücksichtigung der Einschränkung bedeuten würde. Zudem werde am 

Antrag auf Anwendung der reformatio in peius festgehalten.   

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Vorweg gilt es festzuhalten, dass die in der Beschwerde vom 01.03.2010 

beantragte Integritätsentschädigung (IE) von 20% aktenkundig bereits mit 

Verfügung vom 27.08.2009 durch die Vorinstanz zugesprochen wurde (Fr. 

21'360.--) und von ihr mit Einspracheentscheid vom 27.01.2010 gar noch 

bestätigt wurde, womit es diesbezüglich an einem Anfechtungsobjekt für die 

Erhebung einer Beschwerde fehlt. In dieser Hinsicht kann das Gericht deshalb 

zum Vorneherein nicht auf die Beschwerde eintreten.    

2. a) Materiell ist zuerst der von der Beschwerdeführerin angefochtene Zeitpunkt 

des Fallabschlusses per 01.09.2009 zu klären. Wie das Bundesgericht in 

diesem Zusammenhang bereits mehrfach festgehalten hat, bildet die 

Heilbehandlung in Art. 10 des Unfallversicherungsgesetzes (UVG, SR 832.20) 

den Kerngehalt der Pflegeleistungen. Diese zählt – gleich wie das in Art. 16 f. 

UVG geregelte Taggeld und anders als etwa die als klassische Dauerleistung 

geltende Invalidenrente gemäss Art. 18 ff. UVG – zu den vorübergehenden 

Leistungen (BGE 134 V 109 E. 4.1, 133 V 57 E. 6.6 und 6.7 S. 63 ff.). Bis zu 

welchem Zeitpunkt Heilbehandlung und Taggeld durch den Unfallversicherer 

zu gewähren sind, ergibt sich aus Art. 19 UVG. Danach entsteht ein 

Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der Versicherten, d.h. keine 

Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, mehr erwartet 

werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Trifft dies nicht mehr zu, ist der 

Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 128 V 169 E. 1b S. 171, 116 

V 41 E. 2c S. 44; RKUV 1995 Nr. U 227 S. 190 E. 2a). Dabei verdeutlicht die 

Verwendung des Begriffs „namhaft“ durch den Gesetzgeber, dass die durch 

weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. 

Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteile 

des Bundesgerichtes 8C_590/2008 vom 03.12.2008 E. 4.2 und 8C_467/2008 

vom 04.11.2008 E. 5.2.2.2).

b) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann im konkreten Fall 

zum Zeitpunkt der Verfügung im August 2009 von einem medizinischen 

Endzustand ausgegangen werden, wie dies die Vorinstanz in ihrer 

Stellungnahme (Ziff. 8.2) unter Hinweis auf die entsprechenden Äusserungen 

der bisher involvierten Ärzte (vgl. dazu vorne im Sachverhalt Erw. 1k und Erw. 

1n, Berichte Kreisarzt Dr. … vom 07.04.2009 und vom 16.07.2009; Erw. 1l, 

Bericht Dr. … vom 14.05.2009 und Erw. 1m, Berichte Dr. … vom 15.04. und 

15.06. 2009) ausführlich dargelegt hat. Weiter kann hierfür auch auf das 

mittlerweile eingegangene multidisziplinäre ABI-Gutachten vom 22.03.2010 

zu Handen der Invalidenversicherung verwiesen werden, worin festgehalten 

wurde, dass aus orthopädischer Sicht keine spezifischen, die Arbeitsfähigkeit 

tangierenden Massnahmen empfohlen werden könnten. Insbesondere sollten 

sämtliche operativen Massnahmen in Zukunft nur mit grösster Zurückhaltung 

indiziert werden, da dadurch auch weiterhin keinesfalls eine anhaltende 

Gesundheitsverbesserung bei der Versicherten erzielt werden dürfte. Auch 

wenn gegen den Vorbescheid der Invalidenversicherung (IV) – basierend auf 

jenem ABI-Gutachten - Einwand erhoben worden ist, führt dies nach Ansicht 

des Gerichts noch nicht dazu, dass der Unfallversicherer (SUVA/Vorinstanz) 

diese umfassende medizinische Beurteilung nicht auch mitberücksichtigen 

könnte. Daran vermag die aktuellste Beurteilung vom 13.04.2010 von Dr. … 

und die von ihm empfohlene therapeutische Massnahme (Durchführung einer 

Rearthroskopie an rechter Schulter) nichts zu ändern, hielt Dr. … darin doch 

noch selbst fest, es sei sehr fraglich, ob diese Massnahme tatsächlich zu einer 

namhaften Besserung des Gesundheitszustands führen würde. Zudem ist die 

Rehabilitation in der Klinik Bellikon (Juni 2009) nicht auf Intervention des 

Unfallversicherers erfolglos verlaufen, sondern mangels 

Rehabilitationsfähigkeit der Beschwerdeführerin - als Folge eines 

gynäkologischen Eingriffs - gescheitert. Mit einer Steigerung der 

Arbeitsfähigkeit bei der Beschwerdeführerin konnte somit ab 01.09.2009 nicht 

mehr gerechnet werden, weshalb der Fallabschluss durch die Vorinstanz auf 

jenes Datum hin zu Recht erfolgte.  

3. a) Nach Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie wegen eines Unfalls zu mindestens 10% invalid 

geworden ist (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Beschwerdeführerin ist 

der Ansicht, dass ihre Körperbehinderung (erhebliche Bewegungsdefizite an 

der rechten Schulter) seit dem Sturzunfall im Oktober 2007 eine Erhöhung 

des IV-Grads von (gerundet) 10% auf mindestens 16% rechtfertigen würde. 

Bestritten werden in diesem Zusammenhang insbesondere die von der 

Vorinstanz festgelegte (medizinisch-theoretische) Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten und die wirtschaftliche Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit 

(erzielbares Jahreseinkommen trotz Behinderungen; sog. 

Invalideneinkommen), woraus letztlich der massgebende IV-Grad resultiert.

b) In Würdigung aller eingangs im Sachverhalt erwähnten Arzt- und 

Klinikberichte (2008-2010) ist das Gericht hier zur Überzeugung gelangt, dass 

auf das vom Kreisarzt Dr. … mit Abschlussuntersuchung vom 16.07.2009 

erstellte Zumutbarkeitsprofil abgestellt werden kann. Darin hielt Dr. … in 

Kenntnis aller bisherigen ärztlichen Befunde sowie Beurteilungen fest, dass 

der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit als Maschinenbedienerin nicht 

mehr zumutbar sei, da hochgradige funktionelle Defizite an der rechten 

Schulter und mangelhafte Einsatzmöglichkeiten des rechtes Arms bestünden 

(100% arbeitsunfähig). Hingegen seien ihr ganztätige, leidensadaptierte, 

behinderungsgerechte und leichte Tätigkeiten mit Zudienmöglichkeiten und 

leichten repetitiven Arm- und Handeinsätzen (keine Lasten über 5 kg und 

keine Überkopfarbeiten mehr) noch möglich und zumutbar (also 100% 

arbeitsfähig). Zum gleichen Schluss sind auch die Fachärzte im ABI-

Gutachten vom 22.03.2010 gelangt, worin ebenfalls klar festgehalten wurde, 

dass von einer 100%-igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten in 

einer adaptierten Tätigkeit auszugehen sei. Anderslautende Einschätzungen 

für die Zeit nach dem Verfügungserlass (27.08.2009) liegen nicht vor. 

Vielmehr schloss sich Dr. … in seinem Bericht vom 17.09.2009 ebenfalls der 

Beurteilung von Dr. … an, indem er bezüglich Arbeitsunfähigkeit ebenso auf 

die einleuchtende und vollständige Einschätzung von Dr. … im Attest vom 

16.07.2009 verwies, worin dieser – zur abgeschwächten Handkraft rechts – 

klar festhielt, dass ganztätige, leidensadaptierte, behinderungsgerechte und 

leichte Tätigkeiten mit Zudienmöglichkeiten und repetitiven Arm- und 

Handeinsätzen noch voll möglich und zumutbar seien. Soweit der Hausarzt 

Dr. … am 23.02. 2010 sowie Dr. … am 11.02.2010 und am 13.04.2010 

offensichtlich dazu ganz anderer Meinung waren, ist nicht ersichtlich, auf 

welche Befunde und ärztlich fundierten Erkenntnisse sie ihre abweichenden 

Zumutbarkeitsbeurteilungen gestützt hätten. Bei dieser klaren Sachlage ist 

das Gericht deshalb zur Ansicht gelangt, dass keine weiteren Abklärungen 

hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit oder der wirtschaftlich noch verwertbaren 

Restarbeitsfähigkeit (EFL/BEFAS) mehr nötig sind, um den IV-Grad der 

Beschwerdeführerin aus arbeitsmedizinischer Sicht zuverlässig ermitteln bzw. 

im Sinne der Dres. … und gemäss ABI-Gutachten bestätigen zu können. 

c) Zu prüfen bleibt damit immer noch, ob das Invalideneinkommen – so wie dies 

die Beschwerdeführerin behauptet – von der Vorinstanz viel zu hoch 

eingeschätzt worden ist. Während die Vorinstanz von einem trotz 

Behinderung noch erzielbaren Jahresverdienst von Fr. 49'456.60 

(Durchschnitt aus konkreten [DAP-] Löhnen) ausging, erachtete die 

Beschwerdeführerin höchstens noch ein Invalideneinkommen von Fr. 45'489.-

- (anhand der abstrakten und statistischen Lohnstrukturerhebungen [LSE] mit 

separatem Leidensabzug) als realistisch. Bei einem allseits unbestrittenen 

Valideneinkommen von Fr. 54'380.-- ergibt dies im ersten Fall einen IV-Grad 

von 9.05% (gerundet auf 10% durch Vorinstanz) oder sonst von 16% wie von 

der Beschwerdeführerin errechnet. Wie das Bundesgericht bereits mehrfach 

festgehalten hat, dient das DAP-System dazu, anhand der ärztlichen 

Zumutbarkeitsbeurteilung und mittels Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete 

Verweisungstätigkeiten zu ermitteln, weshalb Abzüge von den gestützt darauf 

festgelegten Erwerbseinkommen grundsätzlich nicht zulässig sind. Zum einen 

wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bereits bei der 

Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Anderseits ist 

bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (wie Alter, 

Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus, Teilzeitarbeit), die bei der LSE 

(Schweizerische Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik) zu 

einem gesonderten Abzug führen können, darauf hinzuweisen, dass auf den 

DAP-Blättern in der Regel nicht lediglich der Durchschnittslohn, sondern ein 

Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf 

die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann. In mehreren 

Urteilen hat das Bundesgericht dazu erklärt, dass zur Festlegung des 

Invalideneinkommens grundsätzlich vom Mittelwert der Durchschnittslöhne 

der fünf ausgewählten und im konkreten Fall repräsentativen DAP-Blätter 

auszugehen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_356/ 2008 vom 

10.12.2008 E. 5, 8C_72/2008 vom 26.06.2008 E. 5.2, 8C_639/ 2007 vom 

04.02.2008 E. 4.3 und U 405/05 vom 19.06.2006 E. 4.2; ferner BGE 129 V 

472 E. 4.2.3 S. 482 und Urteil 8C_161/2009 vom 06.10.2009 E. 3.2). Im 

konkreten Fall ging die Vorinstanz korrekterweise ebenfalls vom Mittelwert der 

Durchschnittslöhne der fünf als repräsentativ erklärten DAP-Blätter (Nr. 10706 

Hilfsarbeiterin; Nr. 1071 Hilfsarbeiterin; Nr. 872 Hilfsarbeiterin; Nr. 8819 

Hilfsarbeiterin und Nr. 365448 Produktionsmitarbeiterin) und der darin 

enthaltenen Vergleichstätigkeiten aus, der (mit Fr. 49'456.60) rund 3% unter 

demjenigen sämtlicher in Frage kommenden Alternativtätigkeiten (bei 58 DAP 

im Schnitt Fr. 51’155.--; BG-Urteil 8C_161/2009 vom 6.10.2009 Erw. 3.3) liegt, 

womit persönliche Merkmale offenkundig bereits berücksichtigt wurden. Im 

Übrigen war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Rentenbeginns noch 

nicht in einem „vorgerückten Alter“ im Sinne von Art. 28 Abs. 4 der Verordnung 

zum UVG (UVV; SR 832.202). Das damalige Alter der Beschwerdeführerin 

von 55 Jahren würde zudem selbst bei Anwendung der statistischen LSE-

Werte nicht zu einem weiteren Abzug führen, da Hilfsarbeiten 

altersunabhängig nachgefragt sind und sich das Alter nicht lohnsenkend 

auswirkt (BG-Urteil I 39/04 vom 20.07.2004 E. 2.4). Mit dem Einwand der 

falschen Berechnungsbasis dringt die Beschwerdeführerin  somit nicht durch, 

da der Beizug von DAP-Blättern demjenigen der LSE-Werte gleichzustellen 

ist, sofern auf die erforderliche Anzahl von fünf repräsentativen 

Ersatztätigkeiten abgestellt wurde (BGE 129 472 Erw. 4.2.1). Als unbegründet 

erweist sich somit aber auch der Einwand des zu hohen Invalideneinkommens 

(Fr. 49'456.60 [IV-Grad 9-10%] anstatt Fr. 45'489.-- [IV-Grad 16%]), was im 

Resultat zur Bestätigung des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz führt. 

d) Der Vollständigkeit halber sei bezüglich einer „reformatio in peius“ noch 

erwähnt, dass die Vorinstanz bei der Festlegung des IV-Grades (von 

grosszügig aufgerundet 10%) die aktenkundig nicht unerheblichen 

Bewegungseinschränkungen an der rechten Schulter der Beschwerdeführerin 

(aber ohne die klar unfallfremden Kniebeschwerden links) und deren gesamte 

Lebenssituation offensichtlich selbst bereits gebührend berücksichtigt hat, 

andernfalls sie doch auf den mathematisch näheren IV-Grad von 9% 

abgerundet hätte. Eine nachträgliche „reformatio in peius“ wäre unter diesen 

Vorzeichen indessen nicht mehr begründbar, käme ein solcher Akt doch 

faktisch einer unvertretbaren Bestrafung der Beschwerdeführerin für den 

verweigerten „Rückzug ihrer Beschwerde“ und des darauf fussenden Rechts 

auf gerichtliche Überprüfung des strittigen Entscheids gleich.       

4. a) Zusammengefasst ergibt sich damit, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 27.01.2010 in jeder Beziehung rechtens und 

verhältnismässig ist, was zu seiner Bestätigung und folgerichtig zur 

Abweisung der Beschwerde vom 01.03.2010 führt, sofern darauf überhaupt 

eingetreten werden kann. 

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren laut Art. 61 lit. a ATSG – ausser hier nicht zutreffender 

Ausnahmen – kostenlos ist. Eine aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung 

steht der obsiegenden Vorinstanz nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g 

ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.