# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7d552fe-903b-5221-ad85-4048ff415ae3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2025 D-6256/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6256-2025_2025-08-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6256/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer; 

Gerichtsschreiber Ronny Fischer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Côte d'Ivoire, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 11. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6256/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 27. April 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach. Am 2. Mai 2025 fand die Personalienaufnahme und am 30. Juli 2025 

die Anhörung zu den Asylgründen statt. 

Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei Staatsangehöriger der Elfen-

beinküste mit ethnischer Zugehörigkeit zu den B._______ und C._______. 

Geboren und aufgewachsen sei er in D._______, habe jedoch von (…) bis 

zu seiner Ausreise in E._______ gelebt. Beruflich sei er als Händler und 

Chauffeur tätig gewesen. Sein Grossvater mütterlicherseits und dessen 

Bruder (sein Grossonkel) hätten zusammen eine Plantage bewirtschaftet. 

Nach dem Tod der beiden sei die Verwaltung an die Schwester seines 

Grossvaters (seine Grosstante) übergegangen. In der Folge sei es zu ei-

nem Streit mit den Nachkommen seines Grossonkels gekommen, welche 

einen grösseren Anteil am Gewinn der Plantage gefordert hätten, was 

ihnen gerichtlich untersagt worden sei. Da er und sein Onkel mütterlicher-

seits die männlichen Vertreter seiner Familienseite gewesen seien, habe 

der Konflikt auch sie betroffen. Während er selbst versucht habe, sich dem 

Konflikt durch einen Umzug nach E._______ zu entziehen, sei sein Onkel 

involviert geblieben. Im Februar (…) habe sein Onkel ihm mitgeteilt, sie 

beide seien aufgrund des Familienstreits in Gefahr und müssten das Land 

verlassen. Daraufhin habe er die Elfenbeinküste zwei Tage später verlas-

sen. Ungefähr acht oder neun Monate nach seiner Ausreise habe er erfah-

ren, dass sein Onkel von den Nachkommen des Grossonkels getötet wor-

den sei. 

B.  

Mit Verfügung vom 11. August 2025 (gleichentags eröffnet) stellte das SEM 

fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte 

das Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz, ordnete 

deren Vollzug an, beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der 

Wegweisung und händigte die editionspflichtigen Akten aus. 

C.  

Mit undatierter Eingabe (Datum Postaufgabe 18. August 2025) erhob der 

Beschwerdeführer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und be-

antragte die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung 

von Asyl unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Eventualiter be-

antragte er die vorläufige Aufnahme aufgrund Unzulässigkeit beziehungs-

weise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. 

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Seite 3 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Wiederherstellung der aufschie-

benden Wirkung, um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung in-

klusive Kostenvorschussverzicht sowie um amtliche Rechtsverbeistän-

dung. 

D.  

Mit Schreiben vom 19. August 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht. 

Was deren Form anbelangt, ist anzumerken, dass darauf zwar die Unter-

schrift des Beschwerdeführers fehlt, der Inhalt der Beschwerde jedoch an-

gesichts der gesamten Aktenlage ohne Zweifel dem Beschwerdeführer zu-

gerechnet werden kann respektive kein Anlass zur Annahme besteht, eine 

unberechtigte Person habe die Beschwerde erhoben. Auf die Beschwerde 

ist demnach – mit nachfolgendem Vorbehalt (vgl. E. 4) – einzutreten 

(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), zumal dem Beschwerde-

führer hieraus keine Nachteile erwachsen. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zwei-

ten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufge-

zeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

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Seite 4 

3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Auf den Antrag, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wieder-

herzustellen, ist nicht einzutreten. Der Beschwerde kommt von Gesetzes 

wegen aufschiebende Wirkung zu (Art. 55 Abs. 1 VwVG). Mangels aus-

drücklichen Entzugs dieser Wirkung durch die Vorinstanz (Art. 55 Abs. 2 

VwVG) darf der Beschwerdeführer den Ausgang des Beschwerdeverfah-

rens ohnehin in der Schweiz abwarten (vgl. Art. 42 AsylG). 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2  

5.2.1 Nach Prüfung der Akten ist festzustellen, dass die Vorbringen des 

Beschwerdeführers die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft ge-

mäss Art. 3 AsylG nicht erfüllen. In tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht ist 

den Erwägungen der Vorinstanz zu folgen; auf diese kann verwiesen wer-

den (vgl. angefochtene Verfügung S.  4–5). Die vorinstanzliche Schlussfol-

gerung ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdevorbringen sind nicht ge-

eignet, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu 

gelangen, vermögen sie dieser doch nichts Stichhaltiges entgegenzuhalten 

(vgl. Beschwerde S. 1). 

5.2.2 Hinsichtlich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er werde auf-

grund eines Familienkonflikts verfolgt und sei bei einer Rückkehr in Gefahr, 

ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass dem geltend gemachten Sachver-

halt bereits deshalb die flüchtlingsrechtliche Relevanz fehlt, da die geschil-

derte Bedrohungslage nicht auf einem asylrelevanten Motiv nach Art. 3 

Abs. 1 AsylG beruht. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen seiner Anhö-

rung wiederholt und konsistent dargelegt, dass die Ursache des Konflikts 

eine Erbstreitigkeit um eine Plantage und die damit verbundene Aufteilung 

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der Erträge ist (vgl. SEM-act. 30/14 F78, 81). Auf explizite Nachfrage be-

stätigte er, dass es sich um ein finanzielles Problem handle (vgl. SEM-act. 

30/14 F86) und ihm keine anderen, tieferliegenden Motive für den Streit 

bekannt seien (vgl. SEM-act. 30/14 F87). Eine Verfolgung, die auf rein fi-

nanziellen (vorliegend erbrechtlichen) Auseinandersetzungen beruht, 

knüpft nicht an ein für die Flüchtlingseigenschaft relevantes persönliches 

Merkmal an. Die Vorinstanz hat daher zu Recht die Asylrelevanz der Vor-

bringen verneint. 

5.2.3 Gemäss Angaben des Beschwerdeführers wurde der Erbstreit so-

dann bereits Gegenstand eines richterlichen Beschlusses, welcher zu-

gunsten seiner Familienseite ausfiel (vgl. SEM-act. 30/14 F81). Dies deutet 

darauf hin, dass die staatlichen Institutionen grundsätzlich funktionieren 

und in der Lage sind, rechtliche Regelungen durchzusetzen. Der Be-

schwerdeführer hat zu keinem Zeitpunkt dargelegt, nach der Eskalation 

des Konflikts oder dem Tod seines Onkels versucht zu haben, Schutz bei 

der Polizei oder anderen Behörden zu suchen. Seine pauschale Behaup-

tung, eine Strafverfolgung finde nicht statt (vgl. SEM-act. 30/14 F101), ge-

nügt nicht, um eine Schutzunwilligkeit oder -unfähigkeit des Staates glaub-

haft zu machen. 

5.2.4 Soweit der Beschwerdeführer eine allgemeine Gefährdungslage in 

E._______ geltend macht und behauptet, der gegnerische Familienteil 

würde von seiner Rückkehr erfahren und ihn ausfindig machen, kann die-

sem Vorbringen nicht gefolgt werden. Die pauschale Behauptung, die Men-

schen in E._______ würden sich gegenseitig kennen, ist angesichts einer 

Einwohnerzahl von über fünf Millionen nicht plausibel und vermag eine 

konkrete Verfolgungsgefahr nicht zu begründen. Zudem hat der Beschwer-

deführer selbst zu Protokoll gegeben, dass er vor seiner Ausreise in 

E._______ nie gesucht wurde und er nicht wisse, wie seine Verwandten 

ihn dort hätten ausfindig machen sollen (vgl. SEM-act. 30/14 F99). Die gel-

tend gemachte Furcht vor zukünftiger Verfolgung im ganzen Land beruht 

demnach auf reinen Spekulationen und ist nicht in dem Masse begründet, 

dass sie die Flüchtlingseigenschaft zu begründen vermöchte. 

5.2.5 Schliesslich ist gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers, wo-

nach er seine Arbeit als Chauffeur erst Ende März oder April (…) nach Er-

halt seines Lohns beendet habe (vgl. SEM-act. 30/14 F70), davon auszu-

gehen, dass er erst einige Monate, nachdem ihm sein Onkel geraten habe, 

wegen der Familienfehde nunmehr das Heimatland zu verlassen (vgl. 

SEM-act. 30/14 F84, 95), ausgereist ist. Dieser Umstand legt eine 

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geordnete und geplante Abreise nahe. Eine solche geplante Abreise steht 

wiederum im Einklang mit dem bereits seit (…) verfolgten Ziel des Be-

schwerdeführers, zu seinem Vater nach Frankreich zu gelangen (vgl. SEM-

act. 30/14 F29). Es ist mithin fraglich, ob die Ausreise des Beschwerdefüh-

rers tatsächlich durch die vorgebrachten Asylgründe motiviert war, zumal 

er – wie zuvor ausgeführt – an seinem Aufenthaltsort in E._______ deswe-

gen nie mit irgendwelchen Problemen konfrontiert war. 

5.3 Zusammenfassend liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass 

der Beschwerdeführer einer asylbeachtlichen Verfolgung oder einer ent-

sprechenden Verfolgungsgefahr ausgesetzt war oder im Falle seiner Rück-

kehr in die Elfenbeinküste ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

AsylG zu gewärtigen hätte. Folglich hat die Vorinstanz zu Recht die Flücht-

lingseigenschaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).  

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-

liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, findet der in 

Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden 

Verfahren keine Anwendung. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in 

den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmäs-

sig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des 

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Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 

den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbote-

nen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Auch die allgemeine Men-

schenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum 

heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten 

ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der 

völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 

Soweit der Beschwerdeführer eine allgemeine Gefährdungslage behaup-

tet, ist festzuhalten, dass in der Elfenbeinküste aktuell weder ein Bürger-

krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, die eine Rückkehr 

per se als unzumutbar erscheinen liesse (vgl. Urteile des BVGer 

E-2276/2017 vom 27. März 2019, E. 5.1; D-3947/2015 vom 2. November 

2017, E. 6.4.1). Insbesondere in den Distrikt E._______, in dem sich der 

Beschwerdeführer vor seiner Ausreise während mehrerer Jahre aufgehal-

ten hat, ist der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar (vgl. Refe-

renzurteil E-2349/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 7.3.6 sowie BVGE 

2009/41 E. 7.11 e contrario). Angesichts dessen ist im Einzelfall zu prüfen, 

ob besondere individuelle Umstände vorliegen, die auf eine konkrete Exis-

tenzbedrohung schliessen lassen. Solche Umstände sind im vorliegenden 

Fall jedoch nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer ist jung, arbeitsfähig 

und verfügt über mehrjährige Berufserfahrung, unter anderem als Chauf-

feur und Händler in E._______ (vgl. SEM-act. 30/14 F68 f.). Er hat vor sei-

ner Ausreise seinen Lebensunterhalt eigenständig bestreiten können (vgl. 

SEM-act. 30/14 F72) und es ist davon auszugehen, dass ihm dies bei einer 

Rückkehr erneut gelingen wird. Er verfügt zudem mit seiner Mutter und 

seiner Geschwister über ein soziales Netz, welches ihn nach der Rückkehr 

zumindest anfänglich unterstützen könnte (vgl. SEM-act. 30/14 F52, 71), 

sowie über Freunde in E._______ (vgl. SEM-act. 30/14 F35 f.). Auf Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs aus medizinischen Gründen ist nach 

konstanter Praxis dann zu schliessen, wenn eine notwendige medizinische 

Behandlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu 

einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des 

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Seite 8 

Gesundheitszustands der betroffenen Person führen würde. Dabei wird als 

wesentlich die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erach-

tet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut 

notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls dann noch nicht vor, wenn 

im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizerischen Standard 

entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. etwa BVGE 

2011/50 E. 8.3 und 2009/2 E. 9.3.1, je m.w.H.). Diese Schwelle ist vorlie-

gend nicht erreicht. Die beim Beschwerdeführer diagnostizierte (…) ist ge-

mäss Laborbericht vom 13. Mai 2025 (vgl. SEM-act. 32/9) asymptomatisch 

und der Beschwerdeführer selbst gab an, dass seine Muskelschmerzen in 

der Schweiz weniger intensiv seien und er seinen Alltag in der Heimat trotz 

der Beschwerden bestreiten konnte (vgl. SEM-act. 30/14 F21). Der Be-

schwerdeführer legt nicht dar und es ist auch sonst nicht ersichtlich, dass 

er bei einer Rückkehr in die Elfenbeinküste mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit in eine medizinische Notlage im Sinne der Rechtsprechung geraten 

würde. Unter Berücksichtigung seines Alters, seiner Berufserfahrung und 

des vorhandenen Umfelds ist davon auszugehen, dass er nicht in eine 

existenzbedrohende Notlage geraten dürfte. Folglich erweist sich der Voll-

zug der Wegweisung in den Heimatstaat auch unter dem Gesichtspunkt 

von Art. 83 Abs. 4 AIG als zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

Das Eventualbegehren ist abzuweisen. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist als offensichtlich unbe-

gründet abzuweisen. 

 

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Seite 9 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Da seine Begehren ge-

mäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu gelten haben, ist 

eine der kumulativ erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Das Ge-

such ist daher abzuweisen. Aus demselben Grund ist auch dem Gesuch 

um amtliche Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG nicht zu 

entsprechen. 

9.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– festzusetzen 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Mit dem vorliegenden Urteil wird der Antrag auf Kostenvorschussverzicht 

gegenstandslos. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und amtliche Rechtsver-

beiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Ronny Fischer 

 

 

Versand: