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**Case Identifier:** ac2b3b87-95b5-5a19-9959-f0b7b5c1e0d2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.09.2020 810 20 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-82_2020-09-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 16. September 2020 (810 20 82) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Regelung der elterlichen Sorge / Veränderung der Verhältnisse 

 

 
Besetzung Vorsitzender Claude Jeanneret, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel 

Häring, Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin Julia 
Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Sandra Schmitt, Advoka-
tin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Regelung der elterlichen Sorge  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
7. Februar 2020) 

 
 

 
 

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A. D.____, geboren 2013, ist das Kind von A.____, geboren 1984, und C.____, geboren 
1992. Die Eltern sind nicht verheiratet und leben getrennt. C.____ anerkannte D.____ am 
7. August 2013 als seine Tochter. 
 
B. Mit Entscheid vom 11. September 2014 wurden A.____ und C.____ von der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) angewiesen, mit der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung zusammenzuarbeiten und die Fortführung der therapeutischen Begleitung 
von D.____ in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Basel sicherzustellen. Weiter wurde 
für D.____ eine Erziehungsaufsicht errichtet. Mit Schreiben vom 30. August 2017 beantragte 
die Aufsichtsperson bei der KESB die Errichtung einer Beistandschaft für D.____, da es in der 
Wohnung der Kindsmutter seit Anfang des Jahres 2017 immer wieder zu Polizeieinsätzen ge-
kommen sei. Gestützt auf diesen Antrag hob die KESB mit Entscheid vom 21. September 2017 
die Erziehungsaufsicht auf und errichtete für D.____ eine Erziehungsbeistandschaft. Mit Ent-
scheid vom 11. Januar 2019 eröffnete die KESB ein Verfahren zur Prüfung von weiteren Kin-
desschutzmassnahmen. 
 
C. Die KESB entzog der Kindsmutter mit Entscheid vom 29. März 2019 das Aufenthalts-
bestimmungsrecht und platzierte D.____ zur Abklärung vorsorglich im Durchgangsheim I.____. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, dass sich die involvierten Fachpersonen 
grosse Sorgen um D.____ machen und eine Platzierung als einzige Chance für eine Verände-
rung der Situation sehen würden. Damit sei die Hoffnung verbunden, dass es der Mutter gelin-
gen werde, ihre eigenen Probleme mit therapeutischer Hilfe anzugehen. Mit Entscheid vom 14. 
November 2019 bestätigte die KESB die vorsorgliche Platzierung von D.____ im Durchgangs-
heim. 
 
D. Der Kindsvater beantragte am 9. Oktober 2019 die gemeinsame elterliche Sorge für 
D.____. 
 
E. Am 15. Januar 2020 wurde die Kindsmutter zum Antrag des Kindsvaters von der KESB 
angehört. Die Kindsmutter erklärte, dass sie diesem Antrag nicht zustimmen werde, da der 
Kindsvater nicht der leibliche Vater von D.____ und Mitglied einer kriminellen Organisation 
(Hells Angels) sei. 
 
F. Mit Entscheid vom 7. Februar 2020 übertrug die KESB das gemeinsame Sorgerecht 
über D.____ auf die Eltern A.____ und C.____. Über die Obhut werde im Rahmen der Aufhe-
bung der behördlichen Platzierung entschieden. Die AHV-Erziehungsgutschriften wurden voll-
ständig der Kindsmutter angerechnet. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass 
der Kontakt zum Vater unverändert bestehen bleiben und er in wichtige Entscheidungen mitein-
bezogen werden müsse, damit sich D.____ gesund entwickeln könne und eine Vorstellung von 
stabilen und sicheren Beziehungen erhalte. D.____ werde von ihrer Mutter in deren Konflikte 
mit anderen einbezogen oder instrumentalisiert. Solche Verhaltensweisen seien vom Vater 
nicht bekannt. Um einer weiteren Kindswohlgefährdung entgegen wirken zu können, müsse die 
Beziehung zum Vater unabhängig von den Stimmungen der Mutter gelebt werden können. 
 

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G. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____, vertreten durch Sandra Schmitt, Advo-
katin, mit Eingabe vom 10. März 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragt, es sei Ziffer 1 des 
Entscheids der Vorinstanz vollumfänglich aufzuheben und die alleinige Sorge bei der Be-
schwerdeführerin zu belassen. Eventualiter sei die Sache in diesem Punkt zur Neubeurteilung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter o/e-Kostenfolge, wobei der Beschwerdeführerin die 
unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sei. 
 
H. Mit Eingabe vom 30. April 2020 liess sich die KESB vernehmen und schliesst auf Ab-
weisung der Beschwerde. Die KESB macht geltend, die Beschwerdeführerin habe bis zur Anhö-
rung betreffend die elterliche Sorge nie Bedenken in Bezug auf den Beschwerdegegner geäus-
sert und D.____ aus eigener Motivation nach einem einjährigen Kontaktabbruch wieder zu die-
sem gegeben, obschon die KESB einen langsamen Kontaktaufbau empfohlen habe. 
 
I. Der Beschwerdegegner hat innert Frist keine Vernehmlassung eingereicht. 
 
J. Mit Verfügung vom 13. Juli 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen und der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessfüh-
rung und Verbeiständung bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide der Kindesschutz-
behörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne 
dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbu-
ches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Be-
stimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 
Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt 
sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die 
Beschwerdeführerin ist als Verfahrensbeteiligte zur Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen 
formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
1.2 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz den Kindseltern zu Recht die ge-
meinsame elterliche Sorge über D.____ übertragen hat.  
 

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3.1 Auf den 1. Juli 2014 ist die Gesetzesnovelle zur elterlichen Sorge in Kraft getreten. 
Gemäss Art. 298b Abs. 1 ZGB kann der nicht sorgeberechtigte Elternteil die Kindesschutzbe-
hörde anrufen, wenn sich der andere Elternteil weigert, die Erklärung über die gemeinsame 
elterliche Sorge abzugeben. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung verfügt die Kindesschutzbe-
hörde die gemeinsame elterliche Sorge, sofern nicht zur Wahrung des Kindeswohls an der al-
leinigen elterlichen Sorge der Mutter festzuhalten oder die alleinige elterliche Sorge dem Vater 
zu übertragen ist. Das unbefristete Antragsrecht des nicht sorgeberechtigten Elternteils gilt nur 
für ab dem 1. Juli 2014 geborene Kinder. Für Minderjährige, welche vor dem 1. Juli 2014 gebo-
ren wurden, hat der Gesetzgeber eine Übergangsfrist von einem Jahr ab Inkrafttreten des Ge-
setzes eingeräumt und Art. 298b ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt (Art. 12 Abs. 4 
Schlusstitel [SchlT] ZGB). Diese Frist ist am 30. Juni 2015 abgelaufen. 
 
3.2 D.____ ist im Jahr 2013 geboren und somit vor dem 1. Juli 2014. Dass der Beschwer-
degegner innerhalb der Jahresfrist, d.h. zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 30. Juni 2015, um 
die Erteilung des gemeinsamen Sorgerechts ersucht hätte, geht aus den Akten nicht hervor und 
wird auch nicht geltend gemacht. Die Voraussetzungen für die Anwendung des neuen, am 
1. Juli 2014 in Kraft getretenen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts, welches die gemeinsa-
me elterliche Sorge als Regelfall vorsieht, sind – wie die Beschwerdeführerin zu Recht erkannt 
hat – folglich nicht erfüllt. Auf Art. 298b ZGB kann sich der Beschwerdegegner deshalb nicht 
berufen. Für eine Abänderung des Sorgerechts gegen den Willen eines Elternteils bezüglich 
früher geborener Kinder kann nach Ablauf der Frist gestützt auf Art. 298d ZGB jedoch jederzeit 
ein Gesuch um Einräumung der gemeinsamen Sorge gestellt werden, sofern sich die Verhält-
nisse verändert haben (vgl. PETER BREITSCHMID/PHILIP R. BORNHAUSER, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6. Auflage, Basel 2019, N 5 zu Art. 12 SchlT ZGB; 
ANDREA BÜCHLER/LUCA MARANTA, Das neue Recht der elterlichen Sorge, in: Jusletter vom 
11. August 2014, S. 9 f.; Urteil des Bundesgerichts 5A_266/2017 vom 29. November 2017 
E. 8.3 und 8.5.2).  
 
3.3 Gemäss Art. 298d Abs. 1 ZGB regelt die Kindesschutzbehörde auf Antrag eines Eltern-
teils, des Kindes oder von Amtes wegen die Zuteilung der elterlichen Sorge neu, wenn dies we-
gen wesentlicher Änderung der Verhältnisse zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Ob eine 
wesentliche Veränderung der Verhältnisse vorliegt, beurteilt sich aufgrund sämtlicher Umstände 
des konkreten Einzelfalls. Eine Veränderung der Verhältnisse liegt beispielsweise vor, bei einer 
Veränderung der Betreuungsmöglichkeiten, bei Wiederverheiratung des hauptbetreuenden El-
ternteils, bei einer nicht vorausgesehenen Entwicklung des Kindes, oder im Fall der Notwendig-
keit der Fremdunterbringung und Fremdbetreuung des Kindes (vgl. INGEBORG 
SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil-
gesetzbuch, 6. Auflage, Basel 2018, N 2 zu Art. 298d ZGB) Die Beurteilung des Kindeswohls 
entspricht derjenigen bei der Regelung des Sorgerechts im Rahmen von Art. 298b ZGB 
(SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., N 2 zu Art. 298d ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_310/2013 
vom 18. Juni 2013). Bei einem Wechsel von der Alleinsorge eines Elternteils zur gemeinsamen 
Sorge genügt es bei einer Abänderung nicht, dass eine andere Regelung der elterlichen Sorge 
ebenfalls mit dem Kindeswohl vereinbar ist. Erforderlich ist vielmehr, dass die bisherige Zutei-
lung nicht mehr dem Kindeswohl entspricht. Dies ist dann der Fall, wenn die Beibehaltung der 

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geltenden Regelung das Wohl des Kindes ernsthaft zu gefährden droht bzw. dem Kind mehr 
schadet als ihre Änderung und der damit verbundene Verlust an Kontinuität in der Erziehung 
und den Lebensumständen (Urteile des Bundesgerichts 5A_531/2009 vom 6. November 2009 
E. 2, 5A_199/2013 vom 30. März 2013 E. 2.2, 5A_105/2012 vom 9. März 2012 E. 2.3; vgl. auch 
KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 6 zu Art. 298d ZGB). Nach der Rechtsprechung 
kann insbesondere bei erheblicher und chronischer Kommunikations- und Kooperationsunfä-
higkeit der Eltern die alleinige Sorge eines Elternteils zur Wahrung des Kindeswohls geboten 
sein (BGE 141 III 472 E. 4.6). 
 
4.1 Die KESB bejahte vorliegend eine Veränderung der Verhältnisse. Sie erwog in ihrer 
Vernehmlassung, dass der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts über D.____ und ihre 
Platzierung im Durchgangsheim I.____ im März 2019 als letzter Schritt von einer Reihe von 
milderen Massnahmen, welche die Beschwerdeführerin nicht wahrgenommen habe, eine we-
sentliche Veränderung der Verhältnisse darstelle. Nach der Gefährdungsmeldung vom 
23. Juni 2014 sei bei der Beschwerdeführerin grundsätzlich von einer Veränderungsbereitschaft 
ausgegangen worden. Jedoch habe die Beschwerdeführerin alle Möglichkeiten und Hilfestel-
lungen, ihre Situation zu verbessern, nicht genutzt. Zum einen sei die Wohnsituation der Be-
schwerdeführerin desolat und sie habe ihre Therapie nach kurzer Zeit abgebrochen. Zum ande-
ren habe sie ihre Geldprobleme nicht im Griff und es gelinge der Beschwerdeführerin nicht, 
Konflikte auf der Erwachsenenebene so zu behandeln, dass D.____ davon nicht betroffen wer-
de. Dass die Beschwerdeführerin weiterhin die alleinige elterliche Sorge innehabe, sei definitiv 
nicht im Interesse von D.____. Die emotionale Verlässlichkeit des Vaters sei eminent wichtig für 
D.____, zumal sie diese Verlässlichkeit bei ihrer Mutter nicht habe. Die Beschwerdeführerin 
lasse D.____ diese emotionale Stabilität auch nicht durch andere verlässliche Personen kom-
pensieren, da sie diese Kontakte willkürlich abbreche, wie sich bei den Grosseltern und den 
Patentanten von D.____ gezeigt habe. Es dürfe nicht sein, dass die einzigen verbindlichen Kon-
takte von D.____ diejenigen zu den Fachpersonen seien. Mit der gemeinsamen elterlichen Sor-
ge bestehe die zusätzliche Möglichkeit, dass der Kindsvater von Rechts wegen ein Mitsprache-
recht habe und sich aktiv einmischen dürfe und müsse, wenn es um die Belange von D.____ 
gehe. Die Verhältnisse bei der Beschwerdeführerin hätten sich in kindswohlgefährdender Weise 
verändert, was die Errichtung der gemeinsamen elterlichen Sorge rechtfertige. Entgegen der 
Annahme der Beschwerdeführerin, wonach die KESB nicht begründet habe, ob überhaupt ver-
änderte Verhältnisse im Sinne von Art. 298d Abs. 1 ZGB vorliegen würden, hat die KESB – wie 
vorstehend dargelegt wurde – in ihrer Vernehmlassung verdeutlicht, worin sie eine Veränderung 
der Verhältnisse sieht. Der Beschwerdeführerin wurde diese Vernehmlassung zugestellt, auf 
eine Stellungnahme dazu hat sie jedoch verzichtet. Anzumerken bleibt, dass das Kantonsge-
richt in Fällen wie dem vorliegenden mit voller Kognition urteilt. 
 
4.2 In ihrer Beschwerde bringt die Beschwerdeführerin vor, dass sich die Verhältnisse nicht 
wesentlich verändert hätten und keine Kindswohlgefährdung von D.____ vorliegen würde. Der 
Beschwerdegegner nehme sein Besuchsrecht zwar wahr, dies gestalte sich jedoch schwierig, 
da der Kindsvater in E.____ (Deutschland) lebe. Die lange Reise dorthin sei für die siebenjähri-
ge D.____ sehr lang und sie empfinde die Wochenenden beim Vater unterschiedlich. Beim Va-

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ter habe D.____ kein eigenes Zimmer und müsse ein Zimmer mit der Tochter der Lebensge-
fährtin des Vaters teilen. Der Kindsvater habe seine Besuche teilweise kurzfristig abgesagt, was 
für D.____ schwer nachvollziehbar gewesen sei und sie traurig gemacht habe. Kindesunterhalt 
habe der Vater bisher noch nie bezahlt und die Beschwerdeführerin sei nie mit der gemeinsa-
men elterlichen Sorge einverstanden gewesen. D.____ habe dem Lebenspartner der Mutter 
erzählt, dass sie vom Kindsvater schon mehrfach in einen Club einer Untergruppe der Hells 
Angels mitgenommen worden sei. Zudem sei der Kindsvater am 21. Februar 2020 beim Badi-
schen Bahnhof festgenommen worden. Die Beschwerdeführerin und der Kindsvater seien seit 
Jahren zerstritten. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge würde sich die Situation zwischen den 
Eltern noch weiter verschärfen, was das Wohl von D.____ gefährden könnte. Gemeinsame Ab-
sprachen zwischen den Kindseltern seien nicht möglich. Zu beachten sei ebenfalls, dass der 
Kindsvater D.____ lediglich im Rahmen der Besuchswochenenden sehe. 
 
5.1 Zur Prüfung des Vorliegens einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse ist die 
gesamte Entwicklung der familiären Verhältnisse der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter und 
des Beschwerdegegners zu betrachten. Zu vergleichen sind die Verhältnisse bis zum Ablauf 
der Frist gemäss Art. 12 Abs. 4 SchlT ZGB am 30. Juni 2015 mit der aktuellen Situation.  
 
5.2.1 Aus den vorliegenden Akten lässt sich entnehmen, dass sich die Verhältnisse bei der 
Beschwerdeführerin laufend verschlechtert haben. Nach der ersten Gefährdungsmeldung vom 
23. Juni 2014 wurde eine Abklärung bei den Sozialen Diensten F.____ in Auftrag gegeben, um 
die Notwendigkeit von Kindesschutzmassnahmen abzuklären. In diesem Abklärungsbericht 
vom 28. Juli 2014 wurde unter anderem auf die Aussage von G.____, Psychologin und Psycho-
therapeutin FSP, Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik Basel, verwiesen, wonach die Be-
schwerdeführerin sehr strenge Erwartungen an D.____ habe und nicht immer angemessene 
Reaktionen auf das Verhalten ihrer Tochter zeige. Zudem habe die Beschwerdeführerin selber 
eine schwere Kindheit durchlebt, was einer entsprechenden therapeutischen Aufarbeitung be-
dürfe. Am 11. September 2014 wurde für D.____ eine Erziehungsaufsicht errichtet und eine 
Aufsichtsperson ernannt. Im Bericht der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik Basel vom 
3. Februar 2015 wird dringend eine Mutter-Kind-Therapie mit einer psychotherapeutischen Be-
handlung der Beschwerdeführerin empfohlen. Zudem wurden im Bericht die Beibehaltung der 
Familienbegleitung sowie die Errichtung einer Psychotherapie für die Beschwerdeführerin als 
wichtig erachtet. Den Kontakt zur Familienbegleitung hat die Beschwerdeführerin im Mai 2015 
abgebrochen und aufgrund mangelnder Therapiemotivation der Beschwerdeführerin konnte 
eine stationäre Mutter-Kind-Therapie nicht aufgegleist werden (vgl. Abschlussbericht der Kin-
der- und Jugendpsychiatrischen Klinik Basel vom 1. Dezember 2015). Im Bericht der Kinder- 
und Jugendpsychiatrischen Klinik Basel vom 1. Dezember 2015 wurde erneut auf die Notwen-
digkeit einer längerfristigen psychotherapeutischen Behandlung zur Stärkung der Mutter-Kind-
Beziehung hingewiesen, um eine drohende Entwicklung dysfunktionaler Bindungs- und Bezie-
hungsmuster sowie einer Entwicklungsgefährdung von D.____ entgegen zu wirken. Darüber 
hinaus sei die Familienbegleitung wiederaufzunehmen. Sowohl die Familienbegleitung als auch 
die Mutter-Kind-Therapie hat die Beschwerdeführerin nach zwei Sitzung abgebrochen (vgl. Brief 
der Psychologin H.____ vom 28. November 2016). Am 10. November 2016 erhielt die KESB 
erneut eine Gefährdungsmeldung durch die Polizei Basel-Landschaft. Darin wurde ein heftiger 

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verbaler Streit zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem damaligen Lebensgefährten be-
schrieben, bei welchem es zu strafbaren Handlungen gekommen und D.____ anwesend gewe-
sen sei. Aufgrund weiterer heftiger Streitigkeiten zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem 
ehemaligen Lebensgefährten in Anwesenheit von D.____, ist es in der Folge immer wieder zu 
Polizeieinsätzen gekommen (vgl. Journal-Vollauskunft der Polizei Basel-Landschaft vom 
22. März 2017, vom 18. April 2017, vom 17. Juli 2017, vom 14. August 2017, vom 
26. August 2017 und Gefährdungsmeldung an die KESB vom 27. August 2017, Anzeige wegen 
häuslicher Gewalt vom 16. Oktober 2017, Gefährdungsmeldung an die KESB vom 
15. Dezember 2017). Mit Verfügung der KESB vom 21. September 2017 wurde die Kindes-
schutzmassnahme angepasst und eine Erziehungsbeistandschaft für D.____ errichtet. Auch 
diese Massnahme konnte nicht zur Beruhigung der familiären Situation von D.____ beitragen, 
was sich aufgrund diverser Berichte der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik Basel, der 
Kindergartenlehrperson und der Sozialpädagogischen Familienbegleitung zeigte und schliess-
lich auf einen Antrag der Beistandsperson für eine stationäre Abklärung von D.____ hinauslief 
(vgl.  Berichte der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik Basel vom 28. August 2018 und 
vom 22. Februar 2019, E-Mail und Schreiben der Kindergartenlehrerin vom 22. Oktober 2018 
bzw. vom 22. November 2018, Bericht der Sozialpädagogischen Familienbegleitung vom 
28. Oktober 2018, Antrag der Beiständin vom 3. Dezember 2018, Aktennotiz vom Gespräch 
zwischen der Beiständin und der KESB vom 7. Dezember 2018).  
 
5.2.2 Wie vorstehend aufgezeigt wurde, konnte die Beschwerdeführerin die verschiedenen 
unterstützenden, fachlichen Interventionen nicht nutzen und sich nicht darauf einlassen, wes-
halb die Gefährdung von D.____ nicht gemindert bzw. beseitigt werden konnte. Gestützt darauf 
wurde der Beschwerdeführerin mit Entscheid der KESB vom 29. März 2019 bzw. vom 
14. November 2019 das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Tochter entzogen und D.____ 
zur Abklärung im Durchgangsheim I.____ platziert. Mit Blick auf die dargestellte Vorgeschichte, 
scheint die Platzierung von D.____ keine vorübergehende kurze Episode oder eine einmalige 
Verschlechterung der familiären Situation zu sein. Vielmehr ist aus den Akten ersichtlich, dass 
die Fremdplatzierung länger fortdauert und sich wiederholen könnte (vgl. ordentlicher Rechen-
schaftsbericht der Beiständin vom 29. Februar 2020, Protokoll der Empfehlungssitzung im 
Durchgangsheim I.____ vom 2. Oktober 2019). Der Entscheid, der Beschwerdeführerin das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Tochter zu entziehen, greift nachhaltig in die Familien-
struktur von D.____ ein und verändert die bisherigen Betreuungsmodalitäten nachhaltig. Vor 
diesem Hintergrund stellte die KESB zutreffend fest, dass die gesamten Umstände im Zusam-
menhang mit der im März 2019 erfolgten Platzierung von D.____ im Durchgangsheim I.____ 
eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse im Sinne von Art. 298d Abs. 1 ZGB zu begrün-
den vermögen. 
 
5.2.3 Die KESB stellt in ihrem Entscheid und ihrer Vernehmlassung zu Recht eine Gefähr-
dung von D.____s Wohl im Sinne von Art. 298d Abs. 1 ZGB fest. Bereits die verfügte 
Fremdplatzierung bestätigt eine Kindswohlgefährdung von D.____. Der Beschwerdeführerin ist 
es nicht gelungen (vgl. E. 5.2.2 hiervor) eine Gefährdung und somit eine Platzierung von 
D.____ abzuwenden. Ein gewichtiger Aspekt dieser Gefährdung von D.____ sind die unsiche-
ren und unbeständigen sozialen Kontakte im Leben der Beschwerdeführerin und damit im Le-

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ben von D.____. Die Beschwerdeführerin geht nach Beendigung einer Partnerschaft zeitnah 
eine neue Beziehung ein oder tauscht Bezugspersonen von D.____ nach Streitereien einfach 
aus (vgl. Bericht der Beiständin vom 3. Dezember 2018). Für D.____ bedeutet dies einerseits 
immer wieder die Beschwerdeführerin teilen zu müssen, und andererseits sich auch auf eine 
neue Beziehung/Bindung einzulassen. Beziehungsaufbau und Beziehungsabbrüche finden bei 
der Beschwerdeführerin fast kontinuierlich statt. Es kommt immer wieder zu Streitigkeiten im 
Bekannten- und Freundeskreis, worauf die Beschwerdeführerin mit dem Abbruch der Bezie-
hungen reagiert (vgl. Ärztliche Kurzinformation der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik 
vom 22. Februar 2019, Bericht der Sozialpädagogischen Familienbegleitung vom 28. Oktober 
2018). Gleiches ergibt sich laufend mit den Grosseltern mütterlicherseits, welche enge Bezugs-
personen von D.____ sind, sowie mit dem Beschwerdegegner (Abklärungsbericht der Sozialen 
Dienste F.____ vom 28. Juli 2014). Jeder Wegfall einer Bezugsperson war für D.____ schwierig 
nachvollziehbar und hat bei ihr Unsicherheit ausgelöst, was bei D.____ zu einem unsicheren 
Bindungsverhalten sowie zu massiver Trennungsangst geführt hat (vgl. Pädagogischer Be-
obachtungsbericht des Durchgangsheims I.____ vom 2. Oktober 2019, Bericht der Beiständin 
vom 3. Dezember 2018). Nach Ansicht der Psychologin der Kinder- und Jugendpsychiatrischen 
Klinik Basel sei D.____ hochgradig gefährdet und zeige Anzeichen einer Bindungsstörung (Ak-
tennotiz des Telefonats zwischen der KESB und der Psychologin vom 13. Februar 2019). Der 
Beschwerdegegner war seit D.____s Geburt bis sie vier Jahre alt war Teil ihres Lebens. Nach 
einem Kontaktabbruch sehen sich der Beschwerdegegner und D.____ seit Sommer 2018 wie-
der regelmässig an den Besuchswochenenden und halten Kontakt über Telefonate (vgl. Proto-
koll des Standortgesprächs im Durchgangsheim I.____ vom 1. Juli 2019). Der Beschwerdegeg-
ner ist neben der Beschwerdeführerin die wichtigste Bezugsperson für D.____ (vgl. Pädagogi-
scher Beobachtungsbericht des Durchgangsheims I.____ vom 2. Oktober 2019). Dem ordentli-
chen Rechenschaftsbericht der Beiständin vom 29. Februar 2020 ist zu entnehmen, dass die 
vielen Beziehungswechsel die grössten Herausforderungen für D.____ darstellen würden. Für 
eine gesunde Entwicklung benötigt D.____ ein Umfeld, welches ihr Sicherheit, Stabilität und 
Konstanz bietet. Für Halt und Orientierung in ihrem Alltag ist D.____ auf verlässliche, konstante 
und verfügbare Bezugspersonen angewiesen. Der Beschwerdegegner nimmt für D.____ die 
Rolle einer verlässlichen und engen Bezugsperson ein, welche ihr emotionale Stabilität geben 
kann. Diese emotional wichtige Bindung zwischen D.____ und dem Beschwerdegegner darf 
nicht allein von den persönlichen Befindlichkeiten und Launen der Beschwerdeführerin abhän-
gen. Dem Beschwerdegegner ist demzufolge ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen 
im Leben von D.____ einzuräumen. Zum einen, um diese wichtige Beziehung zwischen dem 
Beschwerdegegner und D.____ zum Wohl von D.____ zu stärken und zum anderem, um einen 
verlässlichen und konstanten Entscheidungsträger zum Wohl von D.____ an ihrer Seite zu ha-
ben. Aus diesen Gründen befürwortet auch die Beiständin die Erteilung der gemeinsamen Sor-
ge (vgl. Stellungnahme der Beiständin vom 29. Januar 2020). Der Einschätzung der Beiständin 
ist somit zu folgen und festzuhalten, dass die Veränderung der Verhältnisse die Erteilung der 
gemeinsamen elterlichen Sorge gebietet, insbesondere, weil die bisherige Regelung bzw. die 
Alleinsorge der Beschwerdeführerin D.____ mehr schadet als der mit der Änderung verbundene 
Verlust an Kontinuität in der Erziehung und den Lebensumständen. 
 

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5.3.1 Weiter ist festzuhalten, dass es vorliegend um die Zuteilung der elterlichen Sorge bzw. 
um das Mitspracherecht des Beschwerdegegners und nicht um die Ausgestaltung des persönli-
chen Verkehrs oder des persönlichen Kontakts zwischen dem Kindsvater und D.____ geht. Die 
Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach der Kindsvater einmal gearbeitet habe als D.____ 
bei ihm gewesen und sie von seiner Lebensgefährtin betreut worden sei und D.____ beim 
Kindsvater ein Zimmer mit der Tochter der Lebensgefährtin des Vaters teilen müsse, stehen im 
Zusammenhang mit dem Besuchsrecht. Die Anmerkung der Beschwerdeführerin, wonach der 
Beschwerdegegner Mitglied eines Motorradclubs sei, steht ebenfalls nicht im Zusammenhang 
mit der Frage der gemeinsamen elterlichen Sorge. Diesbezüglich ist anzumerken, dass die Ab-
klärungen der KESB keine strafrechtlichen Einträge auf den Namen des Beschwerdegegners 
ergeben haben und der Beschwerdegegner am 21. Februar 2020 aufgrund einer nicht bezahl-
ten Busse festgenommen wurde (vgl. Aktennotizen der KESB vom 3. März 2020). 
 
5.3.2 Für die Beurteilung der elterlichen Sorge sind hingegen keine Anhaltspunkte aktenkun-
dig, wonach sich die Eltern in grundsätzlicher Weise über die Belange von D.____ gestritten 
hätten und sich in Erziehungsfragen offensichtlich widersprechen würden. Die Beschwerdefüh-
rerin erwähnt in ihrer Beschwerde auch keine derartigen konkreten Vorfälle zwischen den El-
tern. Vielmehr spricht sie relativ abstrakt von einer befürchteten Ausweitung des Konflikts, was 
jedoch für eine Verweigerung der gemeinsamen elterlichen Sorge nicht genügt. Der Beschwer-
deführerin ist zwar darin beizupflichten, dass nicht bezahlte Unterhaltsbeiträge bzw. Unterhalts-
streitigkeiten grundsätzlich Kontakte zwischen Eltern erschweren, indes kann diesem Umstand 
in Bezug auf die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit kein erhöhtes Gewicht beigemes-
sen werden. Die Unterhaltsfrage betrifft ausschliesslich finanzielle Aspekte. Sie hat grundsätz-
lich keinen Zusammenhang mit der Frage, ob die Eltern fähig sind, die elterliche Sorge zum 
Wohl des Kindes gemeinsam auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_22/2016 vom 
2. September 2016 E. 5.3). Entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin ist auch die geo-
graphische Distanz zwischen den Eltern noch kein Grund zur Annahme, dass eine gemeinsame 
Ausübung des Sorgerechts nicht in Frage kommt (Urteil des Bundesgerichts 5A_106/2019 vom 
16. März 2020 E. 5.4; BGE 142 III 56 E. 3). Dank moderner Kommunikationsmittel ist die Aus-
übung der gemeinsamen elterlichen Sorge auch bei grösseren räumlichen Distanzen ohne Wei-
teres möglich (BGE 142 III 1 betreffend Schweiz–Katar; Urteil des Bundesgerichts 5A_781/2015 
vom 14. März 2016 betreffend Schweiz–New York). Es ist der Beschwerdeführerin daher zu-
mutbar, den Kindsvater bei Entscheidungen betreffend D.____, welche von besonderer Trag-
weite sind, miteinzubeziehen. Der Kindsvater scheint sich dieser Verantwortung bewusst zu 
sein und möchte in die wesentlichen Entscheide einbezogen werden (vgl. Aktennotiz von Ge-
sprächen zwischen der KESB und dem Kindsvater vom 16. Januar 2019 und vom 
27. März 2019, E-Mail vom Kindsvater an die KESB vom 2. April 2019). Der Kontakt zwischen 
D.____ und dem Beschwerdegegner wurde zudem von der Beschwerdeführerin nach einem 
einjährigen Unterbruch wieder initiiert und funktioniert seither, abgesehen von wenigen Aus-
nahmen, gut (vgl. Bericht der Beiständin vom 3. Dezember 2018, Protokoll des Standortge-
sprächs im Durchgangsheim I.____ vom 1. Juli 2019). Weiter haben die Eltern von D.____ di-
rekten Kontakt untereinander und informieren sich gegenseitig über Ereignisse, welche D.____ 
betreffen (vgl. Aktennotiz von Gespräch zwischen dem Kindsvater und der KESB vom 
27. März 2019, Protokoll des Standortgesprächs im Durchgangsheim I.____ vom 

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28. August 2019, Protokoll der Empfehlungssitzung im Durchgangsheim I.____ vom 
2. Oktober 2019). Aus den Akten geht zudem hervor, dass die Beschwerdeführerin anfangs mit 
der Errichtung der gemeinsamen elterlichen Sorge einverstanden war und ihre Meinung erst im 
Verlauf des Verfahrens geändert hat (vgl. Abklärungsbericht der Sozialen Dienste F.____ vom 
28. Juli 2014, Schreiben der KESB vom 9. Oktober 2019 an die Beschwerdeführerin und den 
Kindsvater, Aktennotiz von Gesprächen zwischen der KESB und der Beschwerdeführerin vom 
22. bzw. 30. Oktober 2019). Entscheiden ist, dass die für die gemeinsame Ausübung der elterli-
chen Sorge notwendige Abstimmung zwischen den Eltern und dem Kind vorliegend möglich 
und zumutbar ist. Aus der vorstehenden Beurteilung ergeben sich zudem keine Anhaltspunkte, 
welche gegen die Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge sprechen würden. Ein erhebli-
cher chronischer Dauerkonflikt, wie er nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Allein-
sorge vorliegen muss, ist weder dargelegt worden noch aus den Akten ersichtlich. Die Kindsel-
tern haben sich somit um ein kooperatives Verhalten zu bemühen, um das gemeinsame Sorge-
recht in effektiver Weise und zum Wohle von D.____ auszuüben. Demzufolge sind die Voraus-
setzungen für die Erteilung des gemeinsamen Sorgerechts im vorliegenden Fall erfüllt.  
 
5.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstan-
den ist, was zur Abweisung der Beschwerde führt. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und gehen zufolge Bewil-
ligung der unentgeltlichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse.  
 
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Par-
teikosten wettzuschlagen. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist zufolge Bewilligung 
der unentgeltlichen Verbeiständung ein Honorar zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 
29. Juli 2020 geltend gemachte Aufwand von 14.30 Stunden à Fr. 200.-- erweist sich als ange-
messen. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist demzufolge ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 3'087.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
6.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001).  
 
 
 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird der Rechtsvertreterin der Beschwerdefüh-
rerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'087.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
Kantonsrichter 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin