# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1e4176b-9a15-589c-a6ca-7c5bfef55d4a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.03.2007 A-1688/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1688-2006_2007-03-22.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1688/2006
{T 0/2}

Urteil vom 22. März 2007

Mitwirkung: Richter Michael Beusch (Vorsitz), Markus Metz, Daniel Riedo; 
Gerichtsschreiberin Iris Widmer.

X._______ SA, 
Beschwerdeführerin, 
vertreten durch A._______

gegen

Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung Recht und Abgaben, Monbijoustrasse 
40, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend
Einfuhrabgaben für Wurstwaren, Nachforderung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Sachverhalt:

A. Die X._______ SA, 6900 Lugano, bezweckt gemäss Eintrag im Handelsre-
gister  unter  anderem  den  Verkauf  von  Lebensmitteln  der  Marke 
"X._______" oder anderer Marken der Gruppe X._______ in der Schweiz 
sowie die Herstellung von und den Handel mit Lebensmitteln auf internati-
onaler  Ebene.  Die  Gesellschaft  verfügt  über  eine  Generaleinfuhrbewilli-
gung Nr. _______ und ist berechtigt, Wurstwaren zum Kontingentszollan-
satz (KZA) in die Schweiz einzuführen (Regime 26).

B. Mit Verfügung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) vom 3. Dezem-
ber  2002 wurde  der  X._______  SA für  den Zeitraum vom 1. Januar  bis 
zum 31. Dezember 2003 ein Teilzollkontingent von 135'000 kg für Wurst-
waren aus Italien zugeteilt.

C. Anlässlich einer Importkontrolle stellte  das BLW fest,  dass im Jahr 2003 
die  X._______  SA 13'773 kg Ware  ausserhalb  ihres  Teilzollkontingentes 
importiert hatte und es forderte diese unter Beilage der Ergebnisse der Er-
hebung mit  Schreiben vom 28. Januar  2004 auf,  zu diesem Sachverhalt 
Stellung  zu  nehmen.  Am 3. Februar  2004  teilte  die  X._______  SA dem 
BLW  per  E-Mail  mit,  dass  sie  20'000 kg  des  Teilzollkontingents  der 
P._______ SA, erworben habe. Eine zusätzliche Kontrolle habe allerdings 
ergeben, dass die Firma P._______ das Formular der Vereinbarung über 
die  Ausnützung  von  Zollkontingentsanteilen  weder  ausgefüllt  noch  dem 
BLW zugesandt  habe.  Im guten Glauben an die Abtretungsvereinbarung 
habe die X._______ SA Produkte gemäss der ihr zur Verfügung stehenden 
Menge importiert. 

D. Am 18. Februar 2004 stellte das BLW die Abgabedifferenz zwischen dem 
KZA und dem Ausserkontingentszollansatz (AKZA) für die Kontigentsüber-
schreitung in der Höhe von Fr. 108'821.75 (inkl. Mehrwertsteuer) in Rech-
nung.  Da die X._______ SA mit  Schreiben vom 27. Februar  2004 diese 
bestritt, überwies das BLW die Akten an die Oberzolldirektion (OZD).

E. Mit Verfügung vom 16. November 2004 bestätigte die OZD den Nachbe-
zug vollumfänglich im Wesentlichen mit der Begründung, eine Abtretungs-
vereinbarung über die Ausnützung von Zollkontingentsanteilen müsse vor 
der Annahme der Zolldeklaration erfolgen und dem BLW vor der Einfuhr-
abfertigung schriftlich mitgeteilt werden.

F. Mit Eingabe vom 31. Dezember 2004 erhebt die X._______ SA (Beschwer-
deführerin)  gegen  die  Verfügung  der  OZD vom 16. November  2004  Be-
schwerde bei  der Eidgenössischen Zollrekurskommission (ZRK) mit  dem 
Begehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und auf die Erhe-
bung eines nachträglichen Zolls für die im Jahr 2003 importierten Wurst-
waren sei zu verzichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

In  ihrer  Vernehmlassung  vom  23. Februar  2005  beantragt  die  OZD  die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

G. Per  Ende  31. Dezember  2006  hat  die  ZRK die  Verfahrensakten  an das 
Bundesverwaltungsgericht (BVGer) zur Beurteilung der Sache übergeben.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügungen oder 
Beschwerdeentscheide  der  OZD  der  Beschwerde  an die  ZRK  (aArt. 109 
Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 [ZG, SR 631.0]). Das 
Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig  ist,  die  am 
1. Januar 2007 bei der ZRK hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung erfolgt 
nach  neuem  Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsge-
setz, VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet 
sich  gemäss  Art.  37  VGG das  Verfahren  nach  dem Bundesgesetz  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). 
Beschwerden an das Bundesverwaltungsgericht sind zulässig gegen Ver-
fügungen im Sinne von Art. 5 VwVG (Art. 31 VGG). Verfügungen der OZD 
betreffend den Nachbezug von Zollabgaben unterliegen der  Beschwerde 
an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 109 Abs. 1 Bst. c ZG in Verbindung 
mit Art. 33 Bst. d VGG). Dieses ist somit zur Beurteilung der Beschwerde 
sachlich wie funktionell zuständig.

1.2 Die  Beschwerdeführerin  bestreitet  nicht  die  nachbelasteten  Einfuhren  in 
mengenmässiger sowie die Nachforderung in rechnerischer und damit  in 
tatsächlicher  Hinsicht  in  der  Höhe  von  Fr. 108'821.75,  sondern  den  Be-
stand der Nachzahlungspflicht.

2.

2.1 Die  Einfuhr  bestimmter,  gesetzlich  festgelegter  landwirtschaftlicher  Er-
zeugnisse bedarf grundsätzlich einer Bewilligung. Diese wird als General-
einfuhrbewilligung (GEB) erteilt (Art. 1 Abs. 1 der Allgemeinen Verordnung 
vom 7. Dezember 1998 über die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeug-
nissen  [Agrareinfuhrverordnung,  AEV,  SR 916.01]).  Für  die  Importe  kön-
nen  Zollkontingente  erworben  werden  (Art. 16 ff.  AEV).  Einfuhren  inner-
halb des Kontingents werden zu einem privilegierten Satz (Kontingentszol-
lansatz, [KZA]) verzollt; ausserhalb der Kontingentsmenge ist der reguläre 
(höhere)  Zollansatz  des  General-  bzw.  Gebrauchstarifs  anwendbar 
(Ausserkontingentszollansatz, [AKZA]; Art. 1 ff. und Anhänge des Zolltarif-
gesetzes vom 9. Oktober 1986 [ZTG, SR 632.10]). Hinsichtlich der Vertei-
lung  der  Zollkontingente  für  den  Import  von  Fleisch  gelten  Art. 48  des 
Bundesgesetzes  vom  29. April  1998  über  die  Landwirtschaft  (LwG,  SR 
910.1)  in  Verbindung  mit  Art. 14 ff.  der  Verordnung  vom  26. November 
2003 über  den Schlachtvieh-  und Fleischmarkt  (Schlachtviehverordnung, 
SV, SR 916.341).

2.2 Gemäss Art. 14 Abs. 1 AEV kann eine Inhaberin von Kontingentsanteilen 
mit anderen Zollkontingentsanteilsberechtigten vereinbaren, dass die Ein-
fuhren  von  landwirtschaftlichen  Erzeugnissen  des  Zollkontingentanteils-
berechtigten  dem  Zollkontingentanteil  der  Anteilsinhaberin  angerechnet 
werden. Die Vereinbarung der Ausnützung hat vor der Annahme der Zoll-

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deklaration zu erfolgen und ist dem BLW vor der Einfuhrabfertigung schrift-
lich zu melden (Art. 14 Abs. 2 AEV in der im Jahr 2003 gültigen Fassung 
[AS 1998 3125]).

2.3 Die Zollmeldepflichtigen unterliegen im Zollverfahren besonderen gesetzli-
chen  Mitwirkungspflichten  (Art. 29 ff.  ZG).  Hinsichtlich  ihrer  Sorgfalts-
pflichten  werden  hohe Anforderungen  an diese gestellt.  Sie  müssen  die 
Zolldeklaration  abgeben  und  haben  für  deren  Richtigkeit  einzustehen 
(Art. 31 ZG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 der Verordnung vom 10. Juli 
1926 zum Zollgesetz [ZV, SR 631.01];  zum Selbstdeklarationsprinzip vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 7. Februar 2001, veröffentlicht in Archiv für 
Schweizerisches Abgaberecht  [ASA] 70 S. 334 E. 2c, Urteil  des Bundes-
gerichts  2A.1/2004  vom  31. März  2004  E. 2.1;  Urteil  A-1692/2006  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  7. Februar  2007  E.  2.4;  Entscheid  der 
ZRK vom 28. Oktober 2003 in Sachen O., veröffentlicht in ASA 73 S. 576 
E. 3c).  Bei  Einfuhren  innerhalb  bzw.  ausserhalb  der  zugeteilten  Kontin-
gente gilt ausnahmslos das Prinzip der Eigenverantwortung. Sind im Zeit-
punkt  der  Einfuhr  nicht  sämtliche  Voraussetzungen  für  eine  Verzollung 
nach dem KZA erfüllt, gelangt zwingend der AKZA zur Anwendung, es sei 
denn,  ein  allgemeiner  Zollbefreiungs-  oder  ein  Zollbegünstigungstatbe-
stand (beispielsweise Art. 14 f.  bzw.  Art. 16 ff.  ZG) liege vor  (Entscheide 
der ZRK vom 14. Juli 2005 in Sachen H. [ZRK 2004-033] E. 2b, mit weit-
eren Hinweisen, vom 18. November 2003 [ZRK 2003-027] E. 2.b; vgl. auch 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1678/2006  vom  5. März  2007 
E. 2.3).

3.

3.1

3.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Mitteilung der Kontingentsabtretung 
an das BLW sei von der P._______ SA versehentlich unterlassen worden. 
Die Beschwerdeführerin habe dafür nicht selber einzustehen. Sie habe die 
Einfuhren im guten Glauben an die Gültigkeit der erfolgten Kontingentsab-
tretung  getätigt.  Mit  diesem  Vorgehen  habe  sie  keine  Sorgfaltspflichten 
verletzt, da sie sich nach Treu und Glauben im Geschäftsverkehr habe da-
rauf verlassen können, dass die P._______ SA den ihr obliegenden Pflich-
ten nachkommen werde;  dies umso mehr, als bereits im Jahr 2002 eine 
entsprechende Kontingentsabtretung in gehöriger Weise erfolgt sei. 

3.1.2 Für  eine  Vereinbarung  über  die  Ausnützung  von  Zollkontingentsanteilen 
(siehe E. 2.2) verlangt aArt. 14 Abs. 2 AVE kumulativ zweierlei: Die privat-
rechtliche Vereinbarung muss vor der Annahme der Zolldeklaration abge-
schlossen worden sein und sie muss vor der Einfuhrabfertigung dem BLW 
gemeldet  werden.  Die  Meldepflicht  obliegt  gemäss  dieser  Bestimmung 
beiden  Parteien  und  nicht  allein  derjenigen,  die  einen  Kontingentsanteil 
überträgt. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach sie auf die 
alleinige Meldung durch ihre Vertragspartnerin habe Vertrauen dürfen, ist 
gegebenenfalls zivilrechtlich für das Verhältnis zwischen der von der Ab-
tretung betroffenen Parteien von Bedeutung.  Für  das vorliegende öffent-
lichrechtliche Verfahren dagegen ist sie ohne Belang, was umso mehr gilt, 

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als die beiden GEB-Inhaber vom BLW regelmässig eine schriftliche Bestä-
tigung  für  die  gebuchten  Vereinbarungen  über  die  Ausnützung  von 
Zollkontingentsanteilen  erhalten  und  bei  der  Beschwerdeführerin  offen-
sichtlich keine solche eingegangen ist, da – gemäss ihren eigenen Anga-
ben – ihre Vertragspartnerin das entsprechende Formular weder ausgefüllt 
noch eingesendet hat. Gerade unter diesen Umständen hätte sich die Be-
schwerdeführerin  vor  dem  Import  weiterer,  über  ihren  eigenen  Kontin-
gentsanteil hinaus gehenden Wurstwaren zum KZA bei der P._______ SA 
oder  beim  BLW  selber  vergewissern  müssen,  dass  die  Abtretungs-
vereinbarung  diesem  rechtzeitig  zur  Kenntnis  gebracht  worden  ist.  Sie 
muss sich deshalb – im hier allein interessierenden Verfahren – den Vor-
wurf der Verletzung der Sorgfaltspflicht vorhalten lassen.

3.2

3.2.1 Die Beschwerdeführerin  ist  im Zusammenhang mit  der Abtretung zudem 
der  Auffassung,  die  Pflicht  zur  Meldung  der  Abtretungsvereinbarung  sei 
eine  blosse  Obliegenheit  und  stelle  keine  unabdingbare  Voraussetzung 
dar, um Waren innerhalb des Zollkontingents zum KZA einführen zu kön-
nen. Die Meldung diene lediglich dem Zweck einer erleichterten Kontrolle 
durch die Verwaltung. So hätten denn auch die von der Beschwerdeführer-
in getätigten Einfuhren auch nachträglich exakt überprüft werden können.

3.2.2 Die vorgängige Meldung beim BLW ist – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin  – notwendige Voraussetzung dafür,  dass die Einfuhren 
zum KZA verzollt  werden  können.  Die  Bestimmung  von  aArt. 14  Abs. 2 
AEV  ist  in  den  Zusammenhang  mit  dem  bei  der  Verzollung  geltenden 
Selbstdeklarationsprinzip und der damit verbundenen Sorgfaltspflichten zu 
stellen (siehe E. 2.3). Das Prinzip der Eigenverantwortung hat zur Folge, 
dass  die  Überwachung  der  Einhaltung  des  Zollkontingents  primär  der 
Beschwerdeführerin obliegt. Sie darf nicht davon ausgehen, dass die Ver-
waltung an ihrer Stelle die Kontrolle über die Einfuhren übernimmt. Da im 
Zeitpunkt der Einfuhr nicht sämtliche Voraussetzungen für eine Verzollung 
nach  dem  KZA  erfüllt  waren  und  auch  kein  allgemeiner  Zollbefreiungs- 
oder ein Zollbegünstigungstatbestand vorliegen, gelangt der AKZA zur An-
wendung.  Wiewohl  durchaus  glaubhaft  muss  deshalb  in  diesem Zusam-
menhang  unerheblich  bleiben,  dass  es  nach  den  Vorbringen  der  Be-
schwerdeführerin den beteiligten Unternehmungen nicht darum gegangen 
sei, ihnen nicht zustehende Vermögensvorteile zu erlangen.

4.

4.1 Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich die Unverhältnissmässigkeit  der 
Nachforderung, sei doch die Ware längst verkauft  und könne der zu ent-
richtende Zoll nicht mehr auf die Abnehmer überwälzt werden.

4.2 Das Bundesverwaltungsgericht verkennt nicht, dass die im Streit liegende 
Nachforderung  gerade  auch  mit  Bezug  auf  den  Warenwert  für  die  Be-
schwerdeführerin  ein beträchtliches Ausmass aufweist.  Der Zolltarif  nach 
dem AKZA beruht indessen auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage 
(zuletzt  bestätigt  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1678/2006 

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vom 5. März 2007 E. 2.2) und der Verwaltung steht bei der Frage des an-
wendbaren  Zolltarifs  kein  Ermessen  im  Sinn  eines  Entscheidungsspiel-
raumes  zu  (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich 2006,  N 429 ff.).  Einfuhren ausserhalb 
eines Kontingents sind – wie dargelegt – zwingend nach dem Normalsatz 
des AKZA zu verzollen.  Dabei spielt  keine Rolle,  ob eine Zollkontingent-
anteilsberechtigte – wie vorliegend die P._______ SA – ihr Kontingent we-
gen  der  Übertragung  an  die  Beschwerdeführerin  nicht  ausgenützt  hat; 
solche nicht ausgenützten Kontingente fliessen einer dritten Partei nur zu, 
wenn diese vorschriftsgemäss übertragen worden sind (vgl. E. 3). Die Bes-
chwerdeführerin behauptet nicht – und es bestehen dafür auch keine An-
haltspunkte  –,  der  AKZA werde  gegenüber  anderen  Zollpflichtigen  nicht 
durchgesetzt. Es ist deshalb nicht einzusehen, inwieweit die korrekte An-
wendung der gesetzlichen Vorschriften  unverhältnismässig sein soll.  Der 
Anspruch auf Gleichbehandlung verlangt, dass Waren, die nicht zum privi-
legierenden  KZA eingeführt  werden  können,  von  allen  Marktteilnehmern 
zum AKZA zu verzollen  sind.  Im Gegenteil:  Bei  der  Beschwerdeführerin 
auf die Verzollung nach dem regulären Zollsatz zu verzichten,  würde sie 
gegenüber  anderen Importeuren in  ungerechtfertigter  Weise privilegieren 
und  zu  einer  Ungleichbehandlung  mit  denjenigen  führen,  die  mangels 
eines Zollkontingents ihre Ware ebenfalls zum AKZA zu verzollen haben. 
Unerheblich  ist  schliesslich,  ob  die  Beschwerdeführerin  für  die Unterlas-
sung der rechtzeitigen Meldung ein Verschulden trifft. Nach Art. 12 Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht 
(VStrR, SR 313.0) hat der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete die Leis-
tung unabhängig  seines  Verschuldens zu erfüllen  (BGE 114 Ib 94 E.  4; 
BGE 116 IV 223 E. 4; Entscheid der Eidg. Alkoholrekurskommission vom 
18.  Januar 1999 in  Sachen X.  E.  3A, veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis 
der  Bundesbehörden  [VPB]  64.54).  Die  Beschwerde  erweist  sich  auch 
diesbezüglich als nicht begründet.

5. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen und der Entscheid der Oberzoll-
direktion vom 16. November 2004 zu bestätigen. Die Verfahrenskosten in 
der  Höhe  von  Fr. 2'000.--  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt  und 
mit dem einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet (Art. 63 
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 37 VGG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die  Verfahrenskosten  im  Betrag  von  Fr. 2'000.--  werden  der 
Beschwerdeführerin  auferlegt  und  mit  dem  von  ihr  geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- verrechnet.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

7

- dem Vertreter der Beschwerdeführerin (mit Gerichtsurkunde)

- der Vorinstanz (Ref-Nr. _______) (mit Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Beusch Iris Widmer

Rechtsmittelbelehrung:
Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  können  innert  30  Tagen  seit  Eröffnung  beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten werden. Die Beschwerde ist 
unzulässig  gegen  Entscheide  über  die  Zollveranlagung,  wenn  diese  aufgrund  der 
Tarifierung  oder  des  Gewichts  der  Ware  erfolgt;  sowie  gegen  Entscheide  über  die 
Stundung  oder  den  Erlass  von  Abgaben.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache 
abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Sie  muss  spätestens  am  letzten  Tag  der  Frist  beim 
Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 
schweizerischen  diplomatischen  oder  konsularischen  Vertretung  übergeben  werden 
(Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110]).

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