# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cbf3159-596e-5a3e-887a-bc7b254f85f6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 23.08.2010 ST.2010.122 + 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2010-122---123_2010-08-23.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION II 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
2 ST.2010.122 + 123 
 
 
 

Entscheid 
 
 

23. August 2010 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Präsident Richard Oesch, die Mitglieder Walter Balsiger, Rhea Schircks Denzler und 
Sekretärin Nadja Obreschkow 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,  
 
 Rekurrentin,  
vertreten durch B,  
 

 

 
 

gegen 
 
 
 
Staa t  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Einschätzungen 2006 und 2007 
 
 

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2 ST.2010.122 + 123 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend die Pflichtige) machte in ihrer Steuererklärung 2006, einge-

reicht am 31. Oktober 2007, unter anderem einen Vermögensabzug in der Höhe von 

Fr. ….- geltend. Diesen begründete sie damit, dass die Vermögenssteuer auf dem de-

klarierten Wert der von ihr gehaltenen Aktien der C (kurz: C Aktien) konfiskatorisch sei, 

was durch den geltend gemachten Vermögensabzug korrigiert werde. Noch bevor die 

Einschätzung für die Staats- und Gemeindesteuer bzw. die Veranlagung für die direkte 

Bundessteuer 2006 ergangen waren, reichte die Pflichtige am 18. August 2008 ihre 

Steuererklärung 2007 ein. Darin machte sie erneut einen Vermögensabzug, diesmal in 

der Höhe von Fr. … geltend, mit der gleichen Begründung wie im Vorjahr.  

 

 Mit Entscheiden vom 27. August 2009 schätzte das kantonale Steueramt die 

Pflichtige für die Staats- und Gemeindesteuern 2006 mit einem steuerbaren Einkom-

men von Fr. 533'600.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … (satzbestimmend 

Fr. … ) ein. Ebenso wurde die Pflichtige am 27. August 2009 für die Staats- und Ge-

meindesteuern 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 650'500.- (satzbe-

stimmend Fr. 656'600.-) und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … (satzbestimmend 

Fr. …) eingeschätzt. Die geltend gemachten Vermögensabzüge berücksichtigte das 

kantonale Steueramt nicht. 

 

 

 B. Hiergegen liess die Pflichtige mit Eingabe vom 8. September 2009 Einspra-

che erheben und beantragen, auf den Börsenkursen der C Aktien pro 2006 bzw. 2007 

seien für die Vermögenssteuer entsprechend den Anträgen in den Steuererklärungen 

substanzielle Einschläge zu gewähren. Begründet wurde der Antrag im Wesentlichen 

damit, dass aufgrund der hohen Vermögenssteuer die gesamte Steuerbelastung bei 

88.6% (2006) bzw. 99.2% (2007) des Einkommens liege, sodass die Lebenshaltung 

nicht mehr vom Einkommen bestritten werden könne. Eine solche Besteuerung sei 

konfiskatorisch. Mit Bezug auf die Steuerperiode 2007 liess die Pflichtige eventualiter 

beantragen, die C Aktien seien mit einem "realistischen" Wert von Fr. 60.- bis Fr. 75.- 

(statt Fr. …) zu bewerten mit der Begründung, dass der Kurs der Aktien im Jahr 2007 

durch spekulative Börsengeschäfte in die Höhe getrieben und verzerrt worden sei und 

somit nicht den massgebenden Verkehrswert der Aktien darstellen könne. 

 

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 Mit Entscheiden vom 18. März 2010 wies das kantonale Steueramt die Ein-

sprachen mit der Begründung ab, die Besteuerung der Pflichtigen könne in Anwendung 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht als konfiskatorisch bezeichnet werden. 

 

 

 C. Mit Eingabe vom 20. April 2010 liess die Pflichtige hiergegen Rekurs erhe-

ben mit dem Antrag, die steuerbaren Vermögen für die Staats- und Gemeindesteuern 

2006 bzw. 2007 seien mit Einschlägen gemäss Steuererklärung auf Fr. … bzw. Fr. … 

festzusetzen. Eventualiter seien die C Aktien für die Steuerperiode 2007 mit einem 

Verkehrswert zwischen Fr. 60.- und Fr. 75.-, beispielsweise mit dem Mittelwert von 

Fr. 67.50, zu bewerten. Die Begründungen der Anträge deckten sich inhaltlich mit je-

nen in der Einsprache, auf die im Übrigen auch verwiesen wurde. Zudem beantragte 

die Pflichtige mit dem Rekurs eine Parteientschädigung. 

 

 Das kantonale Steueramt schloss in seiner Rekursantwort vom 20. Mai 2010 

auf kostenfällige Abweisung des Rekurses, wobei es zur Begründung vollständig auf 

die Einspracheentscheide verwies. 

 

 Auf das Ergebnis der Tatsachenerhebungen im Einschätzungsverfahren und 

die weiteren Vorbringen der Parteien wird – soweit rechtserheblich – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.  

 

 

 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Das steuerbare Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende der 

Steuerperiode oder der Steuerpflicht (§ 51 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 

1997, StG). Gemäss § 39 Abs. 1 StG wird das Vermögen zum Verkehrswert bewertet. 

Letzterer ist der objektive Wert, der einem Vermögensobjekt am jeweiligen Stichtag 

zukommt, d.h. der Preis, der am Bewertungsstichtag für das zu bewertende Vermö-

gensrecht im gewöhnlichen Geschäftsverkehr mutmasslich zu erzielen gewesen wäre 

(für das bisherige, gleichlautende Recht: RB ORK 1978 Nr. 39 = ZBl 1979, 232 = ZR 

1981 Nr. 43; Reimann/Zuppinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 

3. Band, 1969, § 34 N 5). Massgeblich für die Bestimmung des Verkehrswerts ist folg-

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lich eine "technisch-" bzw. "rechtlich-objektive" und nicht eine "subjektiv-wirtschaftliche 

Betrachtungsweise" (RB 1989 Nr. 26). Bei kotierten Wertpapieren gilt als Verkehrswert 

der Börsenkurs des Bewertungsstichtags (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar 

zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A. 2006, § 39 N 19, auch zum Folgen-

den). Sind sie an einer inländischen Börse kotiert und ist die Bewertung auf Ende des 

Kalenderjahrs vorzunehmen, gilt als Verkehrswert der in der Kursliste der Eidgenössi-

schen Steuerverwaltung (EStV) enthaltene Kurs (welcher dem Schlusskurs des letzten 

Börsenhandelstags im Dezember entspricht). 

 

 b) Die Besteuerung des Vermögens richtet sich nach § 47 StG, der für nicht 

verheiratete Personen folgende Vermögenssteuertarife vorsieht (Grundtarif): 

 0‰ für die ersten Fr.      71'000.- 

 1/2‰ für die weiteren Fr.    213'000.- 

 1‰ für die weiteren Fr.    356'000.- 

 1 1/2‰ für die weiteren Fr.    567'000.- 

 2‰ für die weiteren Fr.    853'000.- 

 2 1/2‰ für die weiteren Fr.    851'000.- 

 3‰ für Vermögensteile über Fr. 2'911'000.-. 

 

 

 2. a) Die Pflichtige ist der Ansicht, die zürcherische Vermögenssteuer sei an 

sich konfiskatorisch, da die Steuertarife trotz stark gesunkener Sparzinsen und anderer 

Kapitalerträge gleich geblieben seien, was zu einer Verletzung der Eigentumsgarantie 

führen könne. Es handle sich dabei um einen nachhaltigen Systemfehler, der bei der 

Steuereinschätzung durch die Gewährung geeigneter Einschläge zu korrigieren sei. 

Konkret macht sie geltend, dass die in den Steuerperioden 2006 und 2007 auf die von 

ihr gehaltenen C Aktien entfallenden Vermögenssteuern zusammen mit den Einkom-

menssteuern auf dem entsprechenden Dividendenertrag diesen erheblich übersteigen, 

sodass gesamthaft fast ihr ganzes (hauptsächlich aus Vermögenserträgen bestehen-

des) steuerbares Einkommen wegbesteuert werde. Eine solche Besteuerung sei kon-

fiskatorisch, weshalb ihr auf den steuerbaren Vermögen pro 2006 und 2007 jeweils ein 

substanzieller Abzug zu gewähren sei. 

 

 b) Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung schliesst die Eigentumsgarantie 

gemäss Art. 26 der Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) die 

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Erhebung von Abgaben zwar nicht aus, jedoch setzt sie dieser gewisse verfassungs-

rechtliche Schranken (BGE 105 Ia 134 E. 3a, BGE 106 Ia 342 E. 6a und BGE 128 II 

112 E. 10b/bb, alle auch zum Folgenden). Die Eigentumsgarantie als Institutsgarantie 

verpflichtet mithin das Gemeinwesen, die bestehenden Vermögen in ihrer Substanz zu 

bewahren und die Möglichkeit der Neubildung von Vermögen in dem Sinn zu erhalten, 

dass das Einkommen nicht dauernd und vollständig wegbesteuert werden darf. Dabei 

lässt sich die Frage, wo die Grenzen zwischen einer zulässigen steuerlichen Belastung 

und einem konfiskatorischen Eingriff zu ziehen sind, nicht in allgemeingültiger Weise 

beantworten. Insbesondere kann nicht von einem ziffernmässig bestimmbaren Steuer-

satz allein abhängen, ob die Vermögenssubstanz ausgehöhlt oder die Neubildung von 

Vermögen verunmöglicht wird. Zu berücksichtigen sind insbesondere Steuersatz und 

Steuerfuss, Bemessungsgrundlage, Dauer der Massnahme, relative Tiefe des fiskali-

schen Eingriffs, Kumulation mit andern Abgaben sowie die Möglichkeit der Überwäl-

zung der Steuer. 

 

 c) aa) Die Zürcher Vermögenssteuer kann nicht generell als konfiskatorisch 

bezeichnet werden. Denn auch unter Berücksichtigung der Gemeindesteuern und mit 

Bezug auf besonders grosse Vermögen führen die Steuertarife gemäss § 47 StG nicht 

grundsätzlich zu einer Aushöhlung der Vermögenssubstanz oder verunmöglichen die 

Neubildung von Vermögen. Dies gilt im Allgemeinen auch, wenn man die Vermögens-

steuer nicht für sich alleine betrachtet, sondern in Kombination mit der auf dem Vermö-

gensertrag anfallenden Einkommenssteuer. So entschied denn das Bundesgericht im 

Jahr 1980 auch, dass die damalige aargauische Steuergesetzgebung, die höhere 

Vermögens- und Einkommenssteuertarife vorsah als das geltende Zürcher Steuerge-

setz und nach der die gesamte Einkommens- und Vermögenssteuerbelastung ca. 5% 

über dem schweizerischen Durchschnitt lag, unter normalen Umständen nicht zu einer 

konfiskatorischen Besteuerung grosser Vermögen führe (BGE 106 Ia 342 E. 6b). Indes 

ist durchaus denkbar, dass die Zürcher Steuergesetzgebung in besonderen Einzelfäl-

len zu einer konfiskatorischen Besteuerung des Vermögens führen kann, insbesondere 

dann, wenn das Vermögen über längere Zeit keinen oder einen sehr geringen Ertrag 

abwirft, sodass die gesamte Steuerbelastung den Vermögensertrag übersteigt. In ei-

nem solchen Fall könnte nämlich die Vermögenssteuer nicht mehr vollständig aus dem 

Vermögensertrag bezahlt werden, was zu einem Verzehr der Vermögenssubstanz und 

langfristig im Endeffekt zu einem partiellen Vermögensentzug führen würde. Mithin 

bleibt zu prüfen, ob bei der Pflichtigen eine konfiskatorische Besteuerung in diesem 

Sinne vorliegt. 

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 bb) Die Pflichtige wurde für die Staats- und Gemeindesteuern 2006 mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 533'600.-, wovon Fr. 415'372.- Wertschriftenertrag, 

und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … (satzbestimmend Fr. …) eingeschätzt. 

Die Veranlagung der direkten Bundessteuer 2006 wurde mit einem steuerbaren Ein-

kommen von Fr. 534'400.- vorgesehen. Daraus ergibt sich für das Jahr 2006 eine Ge-

samtsteuerbelastung durch den Kanton Zürich und den Bund von rund Fr. 465'500.-. 

Für die Steuerperiode 2007 wurde die Pflichtige bei den Staats- und Gemeindesteuern 

mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 650'500.- (satzbestimmend Fr. 656'600.-), 

wovon Fr. 609'996.- Wertschriftenertrag, und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … 

(satzbestimmend Fr. …) eingeschätzt und für die direkte Bundessteuer mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 657'600.- veranlagt. Die Gesamtsteuerbelastung 

durch den Kanton Zürich und den Bund für das Jahr 2007 beläuft sich somit auf rund 

Fr. 636'400.-. Hinzu kommt in beiden Jahren ein nicht genau bekannter, vergleichswei-

se geringer Betrag an ausserkantonalen Steuern (D und E), sodass von einer Ge-

samtsteuerbelastung von rund Fr. 470'000.- für das Jahr 2006 und von rund 

Fr. 640'000.- für das Jahr 2007 auszugehen ist. Dies ergibt eine Steuerbelastung in der 

Höhe von rund 88,1% des steuerbaren Einkommens für das Jahr 2006 und von rund 

97.5% des steuerbaren Einkommens (gemäss kantonaler Einschätzung) für das Jahr 

2007. 

 

 cc) Es ist unbestritten, dass ein Steuerbetrag in der Höhe von fast 90% bzw. 

beinahe 100% des steuerbaren Einkommens für die steuerpflichtige Person eine 

enorm hohe Belastung darstellt, die sie letztlich dazu zwingt, zur Bestreitung ihres Le-

bensunterhalts ihr Vermögen anzuzehren. Genau dies macht denn die Pflichtige für die 

betroffenen Jahre auch geltend, was ihrer Ansicht nach ausreicht, um die Besteuerung 

als konfiskatorisch zu qualifizieren. Wie bereits erwähnt, liegt jedoch eine konfiskatori-

sche Besteuerung laut Bundesgericht erst dann vor, wenn das Einkommen der steuer-

pflichtigen Person dauernd und vollständig wegbesteuert wird. Mithin liegt noch keine 

konfiskatorische Besteuerung vor, wenn aufgrund aussergewöhnlicher Umstände in 

einer bestimmten Steuerperiode das steuerbare Einkommen (fast) vollständig wegbe-

steuert wird. So hat das Bundesgericht in seinem bereits zitierten Urteil aus dem Jahre 

1980 festgehalten: "Es bleibt zwar stossend, dass der Beschwerdeführer ausser dem 

Ertrag seines Vermögens in der Steuerperiode 1973/74 sein gesamtes Einkommen der 

Bemessungsjahre 1971/72 aufwenden muss, um die Steuern zu bezahlen, und daher 

genötigt ist, die Substanz seines Vermögens vorübergehend anzugreifen. Es kann in-

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dessen nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer müsse wegen der einmaligen star-

ken Steuerbelastung die Substanz des Steuerobjektes, d.h. vor allem sein Wertschrif-

tenvermögen, weitgehend aufzehren […] Eine konfiskatorische Besteuerung ergäbe 

sich danach allenfalls nur dann, wenn die hohe Steuerbelastung zum Dauerzustand 

würde, was vorliegend nicht der Fall ist" (BGE 106 Ia 342 E. 6c S. 354 f.). 

 

 Vorliegend stieg der Börsenkurs der C Aktie in den Jahren 2006 und 2007 –

 aus welchen Gründen auch immer – stark an, sodass ihr Steuerwert in diesen Jahren 

aussergewöhnlich hoch war (siehe Kurslisten EStV). Im Vergleich dazu fiel die Rendite 

auf den Aktien sowohl im Jahr 2006 als auch im Jahr 2007 sehr bescheiden aus, be-

trug sie doch in beiden Jahren weniger als 1% (siehe Kurslisten EStV). Da die C Aktien 

in den betroffenen Jahren den Grossteil des Vermögens der Pflichtigen ausmachten 

(über 80%), hatten diese Entwicklungen eine erhebliche Zunahme ihres steuerbaren 

Vermögens und damit auch der Vermögenssteuer zur Folge und führten letztlich zu der 

bereits erwähnten, im Vergleich zum (hauptsächlich aus Vermögenserträgen beste-

henden) Einkommen ausserordentlich hohen Steuerbelastung. Indes hat sich gezeigt, 

dass die Entwicklungen der Jahre 2006 und 2007 nicht dauerhaft waren. So hat sich 

der Steuerwert der C Aktie in den Jahren 2008 und 2009 wieder auf einem "normalen", 

wesentlich tieferen Wert eingependelt (Fr. 42.- bzw. 50.- pro Aktie im Vergleich zu 

Fr. … im Jahr 2007), während die Rendite bei ca. 3% lag (siehe Kurslisten EStV). Auch 

für das Jahr 2010 scheint sich ein ähnliches Bild abzuzeichnen (der aktuelle Börsen-

kurs liegt bei rund Fr. …; die ausbezahlte Dividende betrug Fr. … pro Aktie). Damit 

steht fest, dass vorliegend nicht von einer dauerhaften und vollständigen Wegbesteue-

rung des Einkommens der Pflichtigen die Rede sein kann, aufgrund derer sie genötigt 

wäre, die Substanz des Steuerobjekts vollständig aufzuzehren. Vielmehr haben aus-

sergewöhnliche Umstände in den Steuerperioden 2006 und 2007 für die Pflichtige zu 

einer enorm hohen Steuerbelastung geführt, ohne dass diese jedoch zum Dauerzu-

stand geworden wäre. Mithin fehlt es an der erforderlichen Nachhaltigkeit der überhöh-

ten Steuerbelastung, weshalb die Voraussetzungen für das Vorliegen einer konfiskato-

rischen Besteuerung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung klarerweise 

nicht gegeben sind. 

 

 dd) Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass vorliegend eine 

konfiskatorische Besteuerung selbst dann nicht ohne weiteres gegeben wäre, wenn 

man die Nachhaltigkeit der überhöhten Steuerbelastung bejahen würde. Das Bundes-

gericht hat nämlich auch festgehalten, dass eine konfiskatorische Besteuerung nicht 

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vorliege, wenn der Steuerpflichtige freiwillig auf einen genügenden Vermögensertrag 

verzichte, etwa mit Rücksicht auf familiäre Beziehungen oder in der Hoffnung auf einen 

den Vermögensertrag übersteigenden Kapitalgewinn bei späterer Veräusserung des 

Vermögensobjekts (BGE 106 Ia 342 E. 6c, auch zum Folgenden). Es gilt somit immer 

auch zu prüfen, ob es dem Steuerpflichtigen zumutbar wäre, Vermögenswerte ohne 

oder mit sehr geringem Ertrag in ertragreichere Vermögenswerte umzuwandeln. Ist 

dies der Fall, kann nicht von einer konfiskatorischen Besteuerung die Rede sein. Vor-

liegend macht die Pflichtige geltend, als Verwandte des Firmengründers halte sie ihre 

geerbte Beteiligung aus ungeschriebener familiärer Verpflichtung und Tradition verant-

wortungsvoll und auch zum Vorteil des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, was eine 

Umschichtung des Vermögens aus rein pekuniären Gründen verbiete. Ob aufgrund 

dieser Umstände ein Verkauf der C Aktien der Pflichtigen tatsächlich nicht zumutbar 

gewesen wäre, kann vorliegend offenbleiben, da mangels Nachhaltigkeit ohnehin keine 

konfiskatorische Besteuerung vorliegt. Indes ist nach dem Gesagten jedenfalls nicht 

auszuschliessen, dass im Falle der Pflichtigen selbst dann keine konfiskatorische Be-

steuerung gegeben wäre, wenn die überhöhte Steuerbelastung zum Dauerzustand 

würde. 

 

 d) Aus den all diesen Erwägungen ergibt sich, dass das kantonale Steueramt 

der Pflichtigen die geltend gemachten Vermögensabzüge für die Jahre 2006 und 2007 

zu Recht nicht gewährt hat. 

 

 

 3. Mit Bezug auf die Steuerperiode 2007 liess die Pflichtige eventualiter bean-

tragen, es sei bei der Bewertung der C Aktien nicht vom Börsenkurs von Fr. … per 

Ende 2007, sondern von einem "realistischen" Wert zwischen Fr. 60.- und Fr. 75.- aus-

zugehen. Dies deshalb, weil der überhöhte Börsenkurs per Ende 2007 nur durch spe-

kulative Geschäfte unter Verletzung von börsengesetzlichen Regelungen zustande 

gekommen sei und deshalb nicht als Verkehrswert berücksichtigt werden dürfe. Für 

eine derartige Abweichung vom Börsenkurs als Verkehrswert besteht indes kein An-

lass. Wie bereits erwähnt wird für die steuerrechtliche Bewertung des Vermögens auf 

den Verkehrswert abgestellt, d.h. auf den Preis, der am Bewertungsstichtag für das zu 

bewertende Vermögensrecht im gewöhnlichen Geschäftsverkehr mutmasslich zu erzie-

len gewesen wäre (objektiver Wert). Bei kotierten Wertpapieren ist dieser Preis – also 

der Verkehrswert – im Börsenkurs eindeutig wiedergegeben. Das Urteil des Zürcher 

Verwaltungsgerichts vom 14. Mai 2008 (SB.2007.00097), auf das sich die Pflichtige 

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beruft, ist vorliegend nicht relevant, da es die Bewertung von nicht kotierten Wertpapie-

ren betrifft, deren tatsächlicher Marktwert (Verkehrswert) mangels bekannter Kursnotie-

rungen auf andere Weise ermittelt werden muss. Dies ist bei kotierten Wertpapieren 

eben gerade nicht der Fall. Vorliegend war der Börsenkurs der C Aktien per Ende 2007 

zwar aussergewöhnlich hoch, aber nichtsdestoweniger stellte dieser Kurs den Preis 

dar, der in diesem Zeitpunkt für die Aktien auf dem Markt bezahlt wurde und den auch 

die Pflichtige erzielt hätte, wenn sie ihre Aktien in diesem Moment verkauft hätte. Ob-

jektiv betrachtet handelte es sich somit auch bei diesem hohen Kurs per Ende 2007 um 

den Verkehrswert der Aktie. Der Grund für die aussergewöhnliche Veränderung des 

Börsenkurses ist dabei nicht relevant – ebenso wenig wie er es im Übrigen im Falle 

einer (für den Steuerpflichtigen steuerlich vorteilhaften) ausserordentlichen Wertver-

minderung per Bewertungsstichtag wäre. Mithin kann auch dem Eventualantrag der 

Pflichtigen nicht entsprochen werden. 

 

 

 4. Nach dem Gesagten ist der Rekurs abzuweisen. Bei diesem Ausgang des 

Verfahrens sind die Kosten der Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG) und ist 

keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1954/6. September 1987). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

[…]