# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0514a153-4ab0-5365-a416-52347de4fa68
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2008 C-1697/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1697-2008_2008-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1697/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, Richter Jürg Kölliker, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

B._______,
vertreten durch Verein Uebelhart + Partner Consulting, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Einspracheentscheid vom 6. März 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1697/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die am (...) 1948 geborene Beschwerdeführerin schweizerischer 
Nationalität,  vertreten durch den Verein Uebelhart  + Partner Consul-
ting, mit Gesuch vom 30. März 2003 (Dokument 1), eingegangen bei 
der IV-Stelle Basel-Stadt am 31. März 2003, eine Invalidenrente bean-
tragt hat,

dass  die  Beschwerdeführerin  nach eigenen Angaben von Juni  1996 
bis 20. Februar 2003 Wohnsitz in Zimbabwe hatte (vgl. Dokument 1 S. 
3),  dann  vorübergehend  in  die  Schweiz  zurückgekehrt  ist  und  ihren 
Wohnsitz per 10. Januar 2005 wieder nach Zimbabwe verlegt hat (vgl. 
die Abklärungen der IV-Stelle Basel-Stadt betreffend Wohnsitz, Doku-
ment 28 S. 1-2),

dass  die  nunmehr  zuständige  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland 
(nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 7. April 2006 (Dokument 
30) das Gesuch der Beschwerdeführerin um Zusprechung einer Invali-
denrente abgewiesen hat mit  der Begründung, die Berechnung nach 
der gemischten Methode habe eine Gesamtinvalidität  von 12% erge-
ben, 

dass  die  Vorinstanz  sich  dabei  insbesondere  auf  das  psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. F._______ vom 25. November  2003 (Doku-
ment  15)  und  das  rheumatologische  Gutachten  von  Dr.  med. 
H._______ vom 17. Oktober 2004 (Dokument 18) gestützt hat, wonach 
die Beschwerdeführerin als vollschichtig arbeitsfähig einzustufen sei,

dass die Beschwerdeführerin die Verfügung vom 7. April 2006 mit Ein-
sprache vom 20. April  2006 (Dokument 31) angefochten hat mit dem 
Antrag, es sei ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen,

dass die  Vorinstanz  unter  Verweis  auf  die  genannten Gutachten der 
Dres.  med.  F._______  und  H._______  (Dokument  15  bzw. 18)  den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint und die Einsprache 
vom 20. April 2006 mit Einspracheentscheid vom 6. März 2008 (Doku-
ment 36) abgewiesen hat,

dass  die  Beschwerdeführerin,  wiederum  vertreten  durch  den  Verein 
Uebelhart + Partner Consulting, gegen diesen Entscheid mit Eingabe 
vom 12. März 2008, der schweizerischen Post übergeben am 13. März 

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2008, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und sinn-
gemäss den Antrag gestellt hat, die angefochtene Verfügung sei aufzu-
heben und die Sache sei gestützt auf ein durch den Hausarzt der Be-
schwerdeführerin,  Dr.  med.  G._______,  zu  erstellendes  Gutachten 
erneut zu beurteilen,

dass  die  Beschwerdeführerin  ferner  um  Kostenbefreiung  und  damit 
sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nachge-
sucht hat,

dass die von der Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlassung konsul-
tierte Dr. P._______ vom regionalärztlichen Dienst in ihrer Stellungnah-
me vom 2. April 2008 (Dokument 37) die Einholung eines rheumatolo-
gischen Verlaufsgutachtens  und eventuell  sekundär  eines  psychiatri-
schen Verlaufsgutachtens für notwendig erachtet hat, um den aktuel-
len Gesundheitszustand beurteilen zu können,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 8. April 2008 dieser Ein-
schätzung gefolgt ist und die Gutheissung der Beschwerde und Rück-
weisung der Sache im Sinn der erwähnten Stellungnahme an die Ver-
waltung beantragt hat,

dass die Beschwerdeführerin mit  Replik vom 22. April  2008 an ihren 
Anträgen  festgehalten  und  geltend  gemacht  hat,  infolge  ihrer  wirt-
schaftlichen Lage sei es ihr nicht möglich, für eine ärztliche Untersu-
chung auf eigene Kosten in die Schweiz zu reisen,

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 20. Mai 2008 ihren Antrag auf Gut-
heissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die Verwal-
tung bestätigt hat, 

dass die Beschwerdeführerin mit  Triplik vom 17. Juni 2008 beantragt 
hat, ihr Gesundheitszustand sei anhand einer vor zwei Jahren erfolg-
ten Konsultation durch ihren Hausarzt zu beurteilen, ohne dass sie in 
die Schweiz einreisen müsse,

dass der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 25. Juni 2008 geschlos-
sen worden ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d 

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VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für  die Behandlung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass die Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass die am 13. März 2008 der schweizerischen Post übergebene Be-
schwerde  fristgerecht  und  im  Übrigen  auch  formgerecht  eingereicht 
worden ist, so dass darauf einzutreten ist,

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,

dass die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen auf Einsetzung ihres 
Hausarztes als Gutachter sinngemäss den Antrag stellt, die Beschwer-
deinstanz habe die Vorinstanz entsprechend anzuweisen,

dass im Sozialversicherungsprozess ein durch den Hausarzt zu erstel-
lender Bericht, wie er von der Beschwerdeführerin gefordert wird, kei-
ne ausreichende Beurteilungsgrundlage darstellt,  da  der  Beweiswert 
eines vom  behandelnden  Arzt  verfassten  Berichts  nach  ständiger 
Rechtsprechung  im  Vergleich  zu  einer  neutralen  Expertise  herabge-
setzt ist (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen),

dass eine Stellungnahme des Hausarztes, basierend auf den Akten ei-
ner  vor  zwei  Jahren  erfolgten  Untersuchung,  im  vorliegenden  Fall 
auch  deshalb  nicht  über  die  relevante  medizinische  Situation  Auf-
schluss zu geben vermag, da  nach der Rechtsprechung des Schwei-
zerischen  Bundesgerichts  für  die  Beurteilung  des  Rentenanspruchs 
die Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheent-
scheids  massgeblich  sind (BGE 129  V  1  E. 1.2  mit  Hinweisen,  vgl. 
auch THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auf-
lage, Bern 2003, S. 489 Rz. 20),

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen 
durch einen neutralen Experten oder durch eine neutrale Expertin im 

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Sinn  der  ärztlichen  Stellungnahme  von  Dr.  P._______  vom  2.  April 
2008 anzuzweifeln,

dass aufgrund der Anträge der Beschwerdeführerin davon ausgegan-
gen werden kann, dass diese mit  einer ärztlichen Begutachtung ein-
verstanden ist, sofern die Reisekosten in die Schweiz von der Invali-
denversicherung übernommen werden,

dass  die  Kosten  der  Abklärung  von  der  Vorinstanz  zu  übernehmen 
sind (Art. 45 ATSG), 

dass daher dem Antrag der Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwer-
de und Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachver-
halts, insbesondere zur Einholung eines rheumatologischen und even-
tuell  psychiatrischen  Gutachtens,  gestützt  auf  Art.  61  Abs.  1  VwVG 
stattzugeben ist,

dass die Vorinstanz im Rahmen ihrer Sachverhaltsabklärung auch ei-
nen Arztbericht von Dr. med. G._______ einholen kann, soweit sie dies 
als notwendig erachtet,

dass die Beschwerdeführerin in diesem Verfahren teilweise obsiegt, in-
dem der  Antrag auf  Aufhebung der angefochtenen Verfügung gutge-
heissen wird,

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinfällig ist, da das 
Verfahren nach der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  kostenlos 
ist (Übergangsbestimmung zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 
2005 [AS 2006 2004],  Bst. b in Verbindung mit  Art. 69 Abs. 1bis IVG 
bzw. Art. 69 Abs. 2 IVG),

dass obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für 
die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten haben und die Parteient-
schädigung entsprechend zu kürzen ist, wenn die Partei nur teilweise 
obsiegt (Art. 7 Abs. 1 und 2  des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]),

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-
re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 

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zu bemessen ist und der Stundenansatz für nichtanwaltliche Vertreter 
und Vertreterinnen mindestens 100 und höchstens 300 Franken (exkl. 
Mehrwertsteuer) beträgt (Art. 8 und Art. 10 VGKE),

dass vorliegend der notwendige Zeitaufwand der Vertreterin in Berück-
sichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift und der Tatsache, dass 
weder in der Replik noch in der Triplik neue Argumente vorgetragen 
werden  und  während  des  Beschwerdeverfahrens  keine  Beweismittel 
eingereicht worden sind, begrenzt erscheint,

dass  gemäss  Art.  5  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom  2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR 
641.20) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistungen 
von Beraterinnen und Beratern, die im Ausland erbracht werden, keine 
Mehrwertsteuer geschuldet ist und diese demzufolge nicht entschädigt 
wird (Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE),

dass aufgrund des Gesagten die Parteientschädigung im vorliegenden 
Fall pauschal auf Fr. 500.- festzusetzen und diese von der Vorinstanz 
zu leisten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinn der Erwägungen gutgeheissen. Der Ein-
spracheentscheid vom 6. März 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Angelegenheit wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 
von Fr. 500.- zu bezahlen.

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5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen der Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni  2005 (BGG, SR 173.110)  erfüllt  sind. Die Rechts-
schrift  hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-
mittel  und die Unterschrift  zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 
und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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