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**Case Identifier:** 33fdf3b1-951c-5881-ba8a-a48b4916ee50
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2012 PVG 2012 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2012-13_2012-12-31.pdf

## Full Text

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Gesundheit 6
Sanadad 
Sanità

Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung. Befris- 
tetes Verbot zur Vornahme bestimmter ärztlicher Hand- 
lungen aufgrund einer Alkoholabhängigkeit. Eintrag ins 
Medizinalberuferegister.
– Die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die 

selbstständige Ausübung universitärer Medizinal- berufe 
werden seit Inkrafttreten des Medizinalberufe- gesetzes 
(MedBG) abschliessend durch Bundesrecht geregelt (E. 
3a, b).

– Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 5 
Abs. 2 BV führt dazu, dass in Art. 38 MedBG – trotz 
seines Wortlauts – auch für die konkret verfügte Ein- 
schränkung der Berufsausübungsbewilligung eine 
genügende gesetzliche Grundlage vorhanden ist, da 
ansonsten die Bewilligung vollständig hätte entzogen 
werden müssen (E. 4a, b).

– Die verfügte Massnahme ist zudem im öffentlichen In- 
teresse (Schutz der öffentlichen Gesundheit) und geeig- net, 
erforderlich wie auch verhältnismässig im engeren Sinn, 
sodass die Eingriffsvoraussetzungen gemäss Art. 36 BV 
allesamt gegeben sind (E. 4d, e).

– Die Eintragung ins Medizinalberuferegister dient der 
Publizität der angeordneten Massnahme und damit ne- ben 
der Qualitätssicherung und statistischen Zwecken 
insbesondere auch der Information und dem Schutz der 
Patientinnen und Patienten (E. 5b).

Limitazione dell’autorizzazione all’esercizio della profes- 
sione. Divieto temporaneo di eseguire determinati atti 
medici per dipendenza etilica. Inserimento nel registro 
delle professioni mediche.
– Dopo l’introduzione della legge federale sulle profes- 

sioni mediche universitarie (LPMed), i presupposti 
personali e tecnici per l’esercizio indipendente di pro- 
fessioni mediche universitarie sono regolati esclusiva- 
mente dal diritto federale (cons. 3a, b).

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– In applicazione del principio della proporzionalità giu- sta 
l’art. 5 cpv. 2 Cost. occorre ritenere che l’art. 38 LPMed, 
contrariamente alla sua lettera, costituisca una 
sufficiente base legale anche per una limitazione 
dell’autorizzazione all’esercizio della professione, la 
quale altrimenti avrebbe dovuto essere revocata com- 
pletamente (cons. 4a, b).

– La misura decretata è poi d’interesse pubblico (prote- 
zione della sanità pubblica), appropriata, necessaria e 
proporzionata in senso stretto, per cui soddisfa i pre- 
supposti di cui all’art. 36 Cost. per giustificare l’inge- 
renza fatta (cons. 4d, e).

– L’inserimento nel registro delle professioni mediche 
universitarie serve a rendere pubblici i provvedimenti 
presi e quindi, accanto alla garanzia della qualità ed a 
scopi statistici, garantisce in modo particolare pure l’in- 
formazione e la protezione delle pazienti e dei pazienti 
(cons. 5b).

Erwägungen:
3. a) In rechtlicher Hinsicht hält A zunächst fest, dass die 

verfügte Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung – als 
befristetes Verbot mit Beschränkung auf einen Teil der ärztlichen 
Tätigkeit – nicht als Disziplinarmassnahme im Sinne von Art. 43 
MedBG ausgesprochen werden könne, da Art. 43 MedBG hierfür 
keine gesetzliche Grundlage biete. Die beschwerdeführerische 
Rüge ist unbegründet, haben doch sowohl das Gesundheitsamt in 
der Verfügung vom 21. Dezember 2010 als auch das DJSG in der 
Verfügung vom 8. Juli 2011 hinreichend klar darauf hingewiesen, 
dass die verfügten Massnahmen als Einschränkungen der be- 
schwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung auf Art. 36 ff. 
MedBG gestützt werden. Entsprechend gehen die beschwerdefüh- 
rerischen Ausführungen zur angeblichen Unzulässigkeit der Aus- 
fällung eines befristeten Verbots zur Ausübung von gewissen ärzt- 
lichen Tätigkeiten als Disziplinarmassnahme gemäss Art. 43 
MedBG an der Sache vorbei, weshalb darauf im Folgenden nicht 
weiter einzugehen ist.

b) Da somit die Rechtmässigkeit der vorinstanzlichen Ver- 
fügung als Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung i. S. v. 
Art. 36 ff. MedBG zu prüfen ist, rechtfertigen sich zunächst einige 
Ausführungen zum anwendbaren Recht: Berufsausübungsbewilli- 
gungen von Ärzten wurden von den kantonalen Gesundheitsge-

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setzen geregelt, bevor die kantonalen Regelwerke durch das am
1. September 2007 in Kraft getretene MedBG als Bundesgesetz 
teilweise derogiert worden sind. Seit dem Inkrafttreten des Bun- 
desgesetzes werden die materiellen Voraussetzungen – die 
fachlichen und die persönlichen Voraussetzungen – für die selbst- 
ständige Ausübung eines universitären Medizinalberufes ab- 
schliessend durch das Bundesrecht im MedBG geregelt (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_58/2008 vom 14. April 2008 E. 2.1). Die Kan- 
tone dürfen keine zusätzlichen Voraussetzungen stipulieren (Etter, 
Handkommentar MedBG, 1. Aufl. 2006, Art. 36 N 1; Kommentar 
MedBG-Dumoulin, 1. Aufl. 2009, Art. 36 N 5). Als universitärer Me- 
dizinalberuf gilt dabei insbesondere die Tätigkeit von Ärztinnen 
und Ärzten (Art. 2 MedBG). Für die selbstständige ärztliche Tätig- 
keit bedarf es gemäss Art. 34 MedBG einer Bewilligung des Kan- 
tons, auf dessen Gebiet dieTätigkeit ausgeübt werden soll. Die Be- 
willigung zur selbstständigen Berufsausübung wird erteilt, wenn 
der Gesuchsteller unter anderem «vertrauenswürdig ist sowie 
physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufs- 
ausübung bietet» (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die letzteren drei 
kumulativen persönlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer 
Berufsausübungsbewilligung werden wie folgt umschrieben:
– Vertrauenswürdigkeit: Die Botschaft versteht unter Vertrauens- 

würdigkeit, dass eine Medizinalperson über einen guten Leu- 
mund verfügen bzw. allgemein vertrauenswürdig sein muss. Die 
Vertrauenswürdigkeit kann durch verschiedene Faktoren beein- 
trächtigt werden. Es wird vorausgesetzt, dass keine berufsrele- 
vanten Straftaten vorliegen. Die berufliche Relevanz einer 
Straftat bestimmt sich einerseits nach der Schwere und anderer- 
seits nach dem Zusammenhang mit der Ausübung des Medi- 
zinalberufes. Dafür ist der Auszug aus dem Strafregister – und 
bei ausländischen Medizinalpersonen (zusätzlich) auch ein 
gleichwertiges ausländisches Dokument – zu konsultieren (Etter, 
Handkommentar MedBG, Art. 36 N 10; Kommentar MedBG-Du- 
moulin, Art. 36 N 23 ff.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_848/2009 vom 11. Mai 2010 E. 2).

– Physische Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung: Die 
Voraussetzung betrifft den körperlichen Zustand der Medizinal- 
person. Die Medizinalperson darf über keinerlei Gebrechen ver- 
fügen, die ihre Tätigkeit schwerwiegend beeinträchtigen könn- 
ten. Bei den Gebrechen können berufsspezifische Abwägungen 
vorgenommen werden (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 
N 11).

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– Psychische Gewähr für einwandfreie Berufsausübung: Die Medi- 
zinalperson darf über keinerlei psychische Beschwerden verfü- 
gen, die ihre medizinische Tätigkeit schwerwiegend beeinträchti- 
gen könnten (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 N 12).

Die Kantone dürfen diese bundesrechtliche Regelung we- 
der durch eigene Voraussetzungen unmittelbar noch mittelbar 
durch eine zu weite Auslegung der bundesrechtlichen Vorausset- 
zungen ergänzen. Kantonale Ausführungsbestimmungen dürfen 
aber die bundesrechtlich stipulierten Voraussetzungen präzisieren 
(kantonale Kompetenz für Ausführungsbestimmungen bzw. for- 
melle Bestimmungen; vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 36 
N 13 f.).

c) Nach Art. 37 MedBG dürfen die Kantone vorsehen, dass 
die Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung mit be- 
stimmten Einschränkungen fachlicher, zeitlicher und räumlicher 
Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich (1) aus Er- 
lassen des Bundes ergeben oder dies (2) für die Sicherung einer 
qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Ver- 
sorgung erforderlich ist:
– Fachliche Einschränkungen: Fachliche Einschränkungen betref- 

fen den Bereich der medizinischen Tätigkeit. Dadurch kann eine 
Einengung des üblichen Bereichs der Tätigkeit der betreffenden 
medizinischen Fachrichtung erreicht werden. Möglich ist aber 
auch ein Verbot, gewisse genau spezifizierte medizinische Be- 
handlungen vorzunehmen (vgl. Etter, Handkommentar MedBG, 
Art. 37 N 10).

– Zeitliche Einschränkungen: Zeitliche Beschränkungen betreffen 
einerseits die Laufzeit der Berufsausübungsbewilligung und 
andererseits die Dauer der medizinischen Tätigkeit (z. B. Befris- 
tung der Bewilligung; vgl. Etter, Handkommentar MedBG, Art. 37 
N 11 f.).

– Räumliche Einschränkungen: Räumliche Einschränkungen be- 
treffen den geografischen Geltungsbereich der Bewilligung. In- 
sofern kann eine Einschränkung ein bestimmtes Gebiet, eine 
einzelne Praxis oder einen Praxisstandort festlegen (vgl. Etter, 
Handkommentar MedBG, Art. 37 N 13 ff.).

Die Kantone können zudem Bewilligungen zur selbststän- 
digen Berufsausübung mit Auflagen versehen, welche verschie- 
dene Bereiche betreffen können (Etter, Handkommentar MedBG, 
Art. 37 N 16 ff.). Solche Auflagen sind Nebenbestimmungen von

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Verfügungen, welche eine zusätzliche Verpflichtung zu einem Tun, 
Dulden oder Unterlassen beinhalten. Die Rechtswirkung der Ver- 
fügung wird durch die Nichterfüllung der Auflage nicht tangiert, 
doch ist die Auflage mittels hoheitlichem Zwang selbstständig 
durchsetzbar (Etter, Handkommentar MedBG, Art. 28 N 3; Häfe- 
lin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010,
Rz. 901 ff.).

d) Art. 38 MedBG regelt den Entzug der Berufsausübungs- 
bewilligung in zwei grundsätzlichen Konstellationen: Die Bewilli- 
gung wird entzogen, wenn (1) ihre Voraussetzungen nicht mehr er- 
füllt sind oder wenn (2) nachträglichTatsachen festgestellt werden, 
aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen. Auf den Be- 
willigungsentzug finden auch die allgemeinen Grundsätze des Ver- 
waltungsrechts, insbesondere das Verhältnismässigkeitsprinzip 
und das Erfordernis der Gewährung des rechtlichen Gehörs An- 
wendung, zumal ein Entzug der Bewilligung regelmässig einen er- 
heblichen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) der betrof- 
fenen Medizinalperson zur Folge haben dürfte (vgl. Etter, 
Handkommentar MedBG, Art. 38 N 4). Das in Art. 5 Abs. 2 BV ver- 
ankerte Verhältnismässigkeitsprinzip, welches im gesamten Be- 
reich des Verwaltungsrechts zur Anwendung zu bringen ist, be- 
sagt, dass Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung eines im 
öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich 
sein und in einem vernünftigen Verhältnis zu den den Privaten auf- 
erlegten Freiheitsbeschränkungen stehen müssen (Etter, Hand- 
kommentar MedBG, Art. 38 N 5; vgl. im Einzelnen Häfelin/Mül- 
ler/Uhlmann, a. a. O., Rz. 581 ff.).

4. a) In der hier zu beurteilenden Konstellation hat die 
Vorinstanz die verfügte Einschränkung der beschwerdeführeri- 
schen Berufsausübungsbewilligung zu Recht auf die einschlägi- 
gen Art. 36 ff. MedBG und damit auf Bundesrecht gestützt. Es geht 
nicht um die Ausfällung einer Disziplinarmassnahme gemäss Art. 
43 MedBG, sondern es stellt sich die Frage eines vollständigen 
bzw. teilweisen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung wegen 
fehlender persönlicher Voraussetzungen i. S. v. Art. 36 Abs. 1 lit. b 
MedBG:
– Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG verlangt als persönliche Vorausset- 

zungen für die Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung eine 
Vertrauenswürdigkeit sowie eine physische und psychische Ge- 
währ für eine einwandfreie Berufsausübung. Dasselbe ergibt 
sich auch aus dem kantonalen Art. 30 Abs. 1 lit. d und e GesG, wo 
von strafbaren Handlungen und von körperlichen oder geistigen

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Gebrechen die Rede ist, welche die Berufsausübung schwerwie- 
gend beeinträchtigen. Wenn diese persönlichen Voraussetzun- 
gen nicht mehr erfüllt sind, ist die Berufsausübungsbewilligung 
zu entziehen (Art. 38 MedBG, vgl. auch Art. 31 Abs. 1 lit. a, b und 
d GesG).

– In der hier zu beurteilenden Konstellation ist A gemäss psychia- 
trischem Gutachten vom 11. Januar 2010 mindestens mittelgra- 
dig alkoholabhängig; im Übergang zu einem schwergradigen 
Ausprägungszustand. Diese diagnostizierte Alkoholkrankheit ist 
geeignet, als physische und psychische Krankheit die einwand- 
freie medizinische Berufsausübung i. S. v. Art. 36 Abs. 1 lit. b 
MedBG schwerwiegend zu beeinträchtigen. So ist dem psychia- 
trischen Gutachten diesbezüglich der folgende Abschnitt zu ent- 
nehmen:
Uns liegen zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung keine konkre- 
ten Fallbeispiele vor, die aufzeigen würden, wie A aufgrund der 
bestehenden Alkoholabhängigkeit im Einzelfall konkret Patien- 
ten gefährdet hat. Es bestanden in der Vergangenheit jedoch 
Meldungen, denen zufolge A in alkoholisiertem Zustand in der 
Praxis arbeitete oder zu Notfalleinsätzen erschien. ln diesem Fall 
könnte aufgrund der Alkoholeigenwirkung eine mögliche Ge- 
fährdung von Patienten dadurch entstehen, dass A in alkoholi- 
siertem Zustand in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit eingeschränkt 
sein könnte, in ihrer Kritikfähigkeit, in ihrer Konzentration, ihren 
motorischen und feinmotorischen Fähigkeiten und ihrer Risi- 
koeinschätzung, wodurch sich im Einzelfall je nach Tätigkeitser- 
fordernis oder Entscheidungserfordernis Gefährdungsmomente 
für die A anvertrauten Patienten ergeben könnten. Dokumen- 
tierte Schädigungsfälle in entsprechenden Situationen liegen 
uns zum Zeitpunkt der Begutachtung jedoch nicht vor.
Auch wenn bis anhin keine konkrete Gefährdung von Patienten 
dokumentiert ist, zeigen die in den Akten liegenden Vorfälle an- 
lässlich der Notfalleinsätze und es zeigen auch die Ausführungen 
gemäss psychiatrischem Gutachten nachvollziehbar auf, dass 
die alkoholkranke Person (A) keine physische und psychische 
Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bieten kann.

– Zudem ist die diagnostizierte Alkoholkrankheit auch geeignet, 
die allgemeine und die berufliche Vertrauenswürdigkeit von A 
infrage zu stellen; zumal die Alkoholabhängigkeit von A in phy- 
sischer und psychischer Hinsicht trifft. Das Erfordernis der Ver- 
trauenswürdigkeit des Arztes dient dabei dem Schutz der öffent-

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lichen Ordnung und Gesundheit. Die Voraussetzung muss daher 
nicht nur im Verhältnis zwischen Arzt und Patienten, sondern 
auch zwischen dem Arzt und den Behörden erfüllt sein (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_848/2009 vom 11. Mai 2010). Insbeson- 
dere die Vertrauenswürdigkeit von A den Behörden gegenüber 
ist vorliegend erheblich infrage gestellt, da A gemäss den in den 
Jahren 2009, 2010 und 2011 erhobenen Laborkontrollen den 
Nachweis der bereits im Jahr 2008 angeordneten Alkoholabsti- 
nenz nicht hat erfüllen können.

Damit ist grundsätzlich erstellt, dass die Vorinstanz A, ge- 
stützt auf Art. 38 MedBG, die Bewilligung zur selbstständigen Be- 
rufsausübung vollständig hätte entziehen können (fehlende Ver- 
trauenswürdigkeit, fehlende physische und psychische Gewähr 
für eine einwandfreie Berufsausübung). Ein solcher vollständiger 
Entzug ist nach dem Vorgesagten aber nur dann zulässig, wenn 
der Entzug vor dem allgemeinen Grundsatz der Verhältnismässig- 
keit nach Art. 5 Abs. 2 BV standhält. Nach einer Prüfung eines voll- 
ständigen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung nach Art. 38 
MedBG ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, dass die erst- 
instanzlich angeordnete Einschränkung der Berufsausübungs- 
bewilligung inkl. der verfügten flankierenden Massnahmen zu 
schützen sei. Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob die Vor- 
instanz die erstinstanzliche Verfügung unter Berücksichtigung der 
einschlägigen Eingriffsvoraussetzungen von Art. 36 BV zu Recht 
geschützt hat.

b) Gesetzliche Grundlage für die verfügte Einschränkung 
der Berufsausübungsbewilligung stellt Art. 38 MedBG dar, wo- 
nach die Bewilligung entzogen werden kann, wenn Voraussetzun- 
gen nicht mehr erfüllt sind oder nachträglichTatsachen festgestellt 
werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen.
– Wie hiervor ausgeführt worden ist, hat sich der Vorinstanz die 

Frage gestellt, inwiefern A noch vertrauenswürdig ist sowie psy- 
chisch und physisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsaus- 
übung bieten kann. In diesem Zusammenhang haben sowohl 
die Erstinstanz als auch die Vorinstanz die Frage eines vollstän- 
digen Entzugs der Berufsausübungsbewilligung nach Art. 38 
MedBG geprüft und dabei zu Recht das Verhältnismässigkeits- 
prinzip nach Art. 5 Abs. 2 BV zur Anwendung gebracht. Dessen 
Prüfung hat letztlich ergeben, dass im jetzigen Zeitpunkt kein 
vollständiger Entzug der Berufsausübungsbewilligung erforder- 
lich ist, da das beabsichtigte öffentliche Interesse auch mit mil-

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deren Massnahmen, mithin mit der verfügten Einschränkung 
der Berufsausübungsbewilligung und flankierenden Massnah- 
men, zu erreichen ist. Entsprechend besteht in Art. 38 MedBG
i. V. m. Art. 5 Abs. 2 BV eine genügende gesetzliche Grundlage für 
die verfügten Eingriff in die Rechte von A.

– Was A hiergegen einwendet, ist nicht überzeugend. Einerseits 
geht der beschwerdeführerische Verweis auf Art. 37 MedBG fehl, 
da die betreffende bundesrechtliche Bestimmung kantonalrecht- 
liche generell-abstrakte Regelungen vorbehält, soweit diese für 
die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen 
medizinischen Versorgung erforderlich sind. Eine solche kanto- 
nale gesetzliche Grundlage besteht hier indessen nicht. Vielmehr 
stützt sich die Einschränkung der beschwerdeführerischen 
Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung auf Art. 38 
MedBG i. V. m. Art. 5 Abs. 2 BV. Der Grundsatz der Verhältnis- 
mässigkeit nach Art. 5 Abs. 2 BV führt dazu, dass in Art. 38 
MedBG – trotz seines Wortlauts – auch für die konkret verfügte 
Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung eine genügen- 
de gesetzliche Grundlage vorhanden ist, da A ansonsten die 
Bewilligung vollständig hätte entzogen werden müssen.

Der verfügten Massnahme liegt damit eine hinreichende 
gesetzliche Grundlage zugrunde (Art. 38 MedBG i. V. m. Art. 5 
Abs. 2 BV; Häfelin/Müller/Uhlmann, a. a. O., Rz. 918).

c) Ein öffentliches Interesse für die verfügte Massnahme 
ist ohne Weiteres gegeben, bezweckt die Einschränkung der be- 
schwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung doch den 
Schutz der öffentlichen Gesundheit, indem eine Gefährdung 
ihrer Patienten minimiert wird. Das gilt insbesondere, da ge- 
mäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Januar 2010 eine ab- 
strakte Gefährdung der Patienten gegeben und nach erfolgtem 
Rückfall eine konkrete Gefährdung der Patienten zumindest ab- 
sehbar ist. A bietet daher keine physische und psychische Ge- 
währ für eine einwandfreie Berufsausübung. Daran ändert die 
beschwerdeführerische Behauptung nichts, dass bisher keine 
konkreten Gesundheitsgefährdungen bekannt geworden sind. 
Diese gilt es nämlich gerade durch vorbeugende Massnahmen 
zu vermeiden. Denn A will durch die Aufhebung der angefoch- 
tenen Verfügung erreichen, auch die zurzeit verbotenen, medizi- 
nisch sensibleren Tätigkeiten wieder vornehmen zu dürfen, was 
mindestens eine abstrakte Gefährdung der Patienten nach sich 
zieht (vgl. psychiatrisches Gutachten vom 11. Januar 2010, S. 16;

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Urteil des Bundesgerichts 2C_57/2010 vom  4. Dezember 2010  
E. 5.3).

d) Schliesslich ist die verfügte Massnahme auch verhält- 
nismässig, hat die Vorinstanz doch gerade gestützt auf das Ver- 
hältnismässigkeitsprinzip nach Art. 5 Abs. 2 BV von einem voll- 
ständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung abgesehen 
(vgl. Empfehlung gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Ja- 
nuar 2010 für den Rückfall: Sofortiger zeitlich befristeter Entzug der 
Berufsausübungsbewilligung bis zum Nachweis der vollständigen 
Alkoholabstinenz):
– Eignung der Massnahme: Im Einzelnen ist die verfügte Ein- 

schränkung der Berufsausübungsbewilligung um einige genau 
spezifizierte ärztliche Tätigkeiten geeignet, das im öffentlichen 
Interesse liegende Ziel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit 
zu erreichen. Denn dadurch wird die bisherige – zumindest ab- 
strakte – Gefährdung von A erheblich reduziert, wenn nicht sogar 
eliminiert. Ungeeignet ist eine Massnahme nämlich nur dann, 
wenn sie am Ziel vorbeischiesst und keinerlei Wirkungen im Hin- 
blick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung 
des Zwecks sogar erschwert oder verhindert wird (Häfelin/Mül- 
ler/Uhlmann, a. a. O., Rz. 587).

Was A hiergegen einwendet, vermag nicht zu überzeugen: 
Dass A bis zum 21. Dezember 2010 die nunmehr verbotenen ärzt- 
lichenTätigkeiten noch erlaubt waren, vermag die Eignung der an- 
geordneten Massnahme nicht zu beschlagen. Auch wenn keine 
Darstellung einer konkreten Gefährdung der Gesundheit der be- 
schwerdeführerischen Patienten in den Akten liegt, so ist die 
Massnahme gemäss psychiatrischem Gutachten vom 11. Januar 
2010 geeignet, die bestehende abstrakte Gefährdung und die la- 
tente konkrete Gefährdung der öffentlichen Gesundheit zu mini- 
mieren.

Auch ist die beschwerdeführerische Rüge betreffend Um- 
fang der verbotenen ärztlichenTätigkeiten – die Einschränkung sei 
ungeeignet, weil nach wie vor die Blutentnahme gestattet sei – un- 
begründet. Die in der erstinstanzlichen Verfügung vom 21. Dezem- 
ber 2010 genau spezifizierten verbotenen ärztlichen Handlungen 
basieren auf der Einschätzung des Kantonsarztes, Dr. med. X, vom
20. Dezember 2010 (beschwerdegegnerische Urkunde Nr. 7). Der 
Kantonsarzt hat dann im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 
zuhanden der Vorinstanz am 19. September 2011 dazu Stellung 
genommen und nachvollziehbar dargelegt, weshalb die angeord-

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neten Einschränkungen aus medizinischer Sicht geeignet und er- 
forderlich sind (beschwerdegegnerisches act. 20). Insbesondere 
hat der Kantonsarzt nachvollziehbar dargelegt, weshalb rücken- 
marksnahe Handlungen und intravenöse Applikationen verboten 
(erhebliche Risiken, Nebenwirkungen) und die Blutentnahme 
(keine ernsthaften Komplikationen) nach wie vor gestattet ist. Dar- 
auf sei an dieser Stelle verwiesen.

Dasselbe gilt mutatis mutandis auch für die beschwerde- 
führerische Rüge, die angeordnete Massnahme sei nicht geeignet, 
weil A nach wie vor erlaubt sei, akut lebensbedrohliche Zustands- 
bilder zu behandeln. Auch diesen Einwand hat der Kantonsarzt in 
seiner Stellungnahme vom 19. September 2011 widerlegt, indem 
er schlüssig belegt, dass solche Zustandsbilder ein rasches Ein- 
greifen durch intravenöse Injektionen erfordert (Frage der Güter- 
abwägung).

Letztlich hat die Vorinstanz – entgegen der Darstellung in 
der Beschwerde – die von A ausgehende Gefährdung der Patien- 
ten berücksichtigt und insbesondere auch die Gefahr von fehler- 
haften beschwerdeführerischen Diagnosen infolge der Alkohol- 
krankheit in die Beurteilung miteinbezogen. Aus diesem Grund hat 
die Vorinstanz zunächst auch festgehalten, dass A die Berufs- 
ausübungsbewilligung vollständig zu entziehen sei. Davon abge- 
sehen hat die Vorinstanz aus Gründen der Verhältnismässigkeit 
nur, weil die Laborkontrollen während des laufenden Beschwer- 
deverfahrens bis Juni 2011 normale Werte ergeben hatten. Im 
Übrigen ist auch nicht ersichtlich, wie A die Argumentation helfen 
sollte, unterstützt diese mit ihren Ausführungen doch eher den 
vollständigen Entzug der Berufsausübungsbewilligung.
– Erforderlichkeit der Massnahme: Unter dem Aspekt der Erfor- 

derlichkeit muss die angeordnete Massnahme im Hinblick auf 
das im öffentlichen Interesse angestrebte Ziel erforderlich sein. 
Die Massnahme hat zu unterbleiben, wenn eine gleich ge- 
eignete, aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg 
ausreichen würde. Sind staatliche Schutzaufträge oder -pflichten 
zu erfüllen, so ist das Übermassverbot durch ein Untermass- 
verbot zu ergänzen. Insofern sind dann auch jene Massnahmen 
unverhältnismässig, welche zu wenig zur Erreichung des 
Schutzzwecks beitragen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, a. a. O., 
Rz. 593 ff.). In der vorliegend zu beurteilenden Konstellation hat 
die Vorinstanz die erstinstanzliche Verfügung genau dieser Prü- 
fung unterzogen und ist zum Schluss gekommen, dass infolge 
des Rückfalls von A – kein Nachweis einer Alkoholabstinenz in

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den Jahren 2010 und 2011 – grundsätzlich der Entzug der Berufs- 
ausübungsbewilligung anzuordnen wäre. Nachdem die im Rah- 
men der Laborkontrollen erhobenen Werte ab Februar 2011 sich 
im Normalbereich bewegten, sah die Vorinstanz aber aus Grün- 
den der Verhältnismässigkeit davon ab, und es hielt stattdessen 
an der Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung fest; 
auch wenn die Werte den Nachweis einer vollständigen Alkohol- 
abstinenz nicht bieten konnten. Allerdings wurde die Erstinstanz 
angewiesen, die verfügten Massnahmen für mindestens vier bis 
fünf Jahre aufrechtzuerhalten.

Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden, hat der 
verantwortliche Gutachter des psychiatrischen Gutachtens  vom
11. Januar  2010  doch  klar  empfohlen,  die  mit Verfügung vom
26. August 2008 angeordnete Alkoholabstinenz einschliesslich der 
weiteren Kontrollen strikte einzuhalten und im Falle eines neuerli- 
chen Alkoholrückfalls einen sofortigen zeitlich befristeten Entzug 
der Berufsausübungsbewilligung anzuordnen. Dass A in der Folge 
effektiv einen Rückfall erlitten hat, ergibt sich mit hinreichender 
Deutlichkeit aus der Stellungnahme der Psychiatrischen Dienste 
Graubünden vom 8. Oktober 2010 sowie aus den Laborkontrollen 
vom Juni 2010 bis zum Februar 2011, welche teilweise massiv er- 
höhte CDT-Werte ergeben haben (bis 4,5 %). Entsprechend wäre es 
gemäss Aktenlage auch vertretbar gewesen, A die Berufsaus- 
übungsbewilligung zeitlich befristet vollständig zu entziehen; bis 
zum Nachweis der vollständigen Alkoholabstinenz (stationäre 
Alkoholentwöhnungstherapie). Die angeordnete Massnahme 
stellt somit bereits eine «mildere Massnahme» als der vollstän- 
dige Entzug der Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung 
dar. Eine andere, noch mildere Massnahme zur Erreichung des an- 
gestrebten Zwecks als die Einschränkung der Berufsausübungs- 
bewilligung in Bezug auf genau spezifizierte ärztliche Tätigkeiten 
ist nicht ersichtlich.

Was A hiergegen einwendet, vermag wiederum nicht zu 
überzeugen: Zunächst ist A entgegenzuhalten, dass die angeord- 
nete Massnahme erforderlich ist, um die bestehende abstrakte 
Gefährdung und die latente konkrete Gefährdung der Patienten zu 
minimieren; auch wenn bis anhin keine konkrete Gefährdung 
nachgewiesen wurde.

Soweit A die Erforderlichkeit der Massnahme bestreitet 
und auf angeblich mildere Massnahmen verweist, so sind auch die 
betreffenden Ausführungen nicht überzeugend. Wie sollen denn 
auch regelmässige unangemeldete Kontrollen durch den Kan-

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tonsarzt zu einer Minimierung der Gefährdung der Patienten 
durch die – nunmehr verbotenen – spezifisch gefährlichen ärztli- 
chen Tätigkeiten führen. Schliesslich kann der Kantonsarzt kaum 
jederzeit vor Ort sein, wenn eine entsprechende Handlung durch- 
geführt wird. Entsprechend wäre eine solche Massnahme unge- 
eignet, den angestrebten Schutz der öffentlichen Gesundheit zu 
erreichen. Dasselbe gilt mutatis mutandis für den zweiten be- 
schwerdeführerischen Vorschlag einer Vornahme der betreffenden 
Tätigkeiten unter Aufsicht des Bezirksarztes. Einerseits kann der 
Bezirksarzt nicht immer vor Ort sein und andererseits besteht 
keine Gewähr, dass A nicht eigenmächtig weiterhin alleine die be- 
treffenden Tätigkeiten verrichtet. Dass sich A nicht vollständig an 
verfügte Massnahmen hält, ergibt sich schliesslich hinreichend 
klar aus den Akten: Im August 2008 wurde eine Alkoholabstinenz 
und wurden kontrollierende Massnahmen verfügt, an welche sich 
A in der Folge nicht gehalten hat (vgl. Strafmandat vom 27. April 
2009, Laborkontrollen Juni bis Dezember 2009, Laborkontrollen 
Mai bis Dezember 2010, Laborkontrollen Januar/Februar 2011). 
Aus diesem Grund ist eine Verschärfung der Massnahmen zum 
Schutz der öffentlichen Gesundheit erforderlich.

Entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung bele- 
gen die erhobenen Laborwerte ab Februar 2011 sodann keinen 
vollständigen Verzicht auf Alkohol. Auch wenn sich die CDT-Werte 
zwischen 1,4 % und 2,2 % im Normalbereich bewegen, so kann 
daraus nicht auf einen vollständigen Verzicht auf Alkohol ge- 
schlossen werden. Und selbst wenn auf einen temporären Alko- 
holverzicht geschlossen werden könnte, so wäre dies noch kein 
Grund für eine Aufhebung der verfügten Massnahmen. Denn A ist 
in der Vergangenheit rückfällig geworden und hat sich ab dem Er- 
lass der ersten erstinstanzlichen Verfügung vom 26. August 2008 
nicht an die angeordnete Alkoholabstinenz halten können. Zudem 
ist darauf hinzuweisen, dass das psychiatrische Gutachten vom
11. Januar 2010 ausdrücklich von einem vollständigen Entzug der 
Berufsausübungsbewilligung spricht, wobei der Entzug mindes- 
tens so lange dauern solle, bis A den Nachweis einer erfolgreichen 
stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür ausge- 
wiesenen Facheinrichtung vorlegen könne. Insofern reicht ein 
bloss temporärer Verzicht auf Alkohol nicht aus, um die angeord- 
nete Massnahme aufzuheben, weshalb die Erforderlichkeit der 
Massnahmen nach wie vor gegeben ist.

In zeitlicher Hinsicht hat die Vorinstanz eine Weiterführung 
der Massnahmen für vier bis fünf Jahre angeordnet. Eine solche

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Dauer ist entgegen der beschwerdeführerischen Darstellung 
durchaus angemessen. In diesem Zusammenhang gilt es indes- 
sen präzisierend anzufügen, dass die von der Vorinstanz erwähnte 
zeitliche Mindestdauer nicht absolut gilt. Denn auch die Lehre und 
Rechtsprechung zum Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem 
Zustand (FiaZ) und zum Sicherungsentzug kennen keine absolute 
Sperrfrist; soweit sich die Sperrfrist nicht aus einer Verkehrs- 
regelverletzung (z. B. Art. 16c SVG) ergibt. Nachdem sodann be- 
reits das psychiatrische Gutachten vom 11. Januar 2010 von einem 
befristeten Entzug spricht – bis A den Nachweis einer erfolg- 
reichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer dafür 
ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen könne – lässt sich eine 
absolute Aufrechthaltung der angeordneten Massnahme für vier 
bis fünf Jahre nicht rechtfertigen. Die vorinstanzlichen Ausführun- 
gen sind entsprechend insofern zu präzisieren, als die Massnahme 
(Einschränkung der Berufsausübungsbewilligung) für vier bis fünf 
Jahre aufrechtzuerhalten ist, solange A nicht den Nachweis einer 
längerfristigen erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungs- 
therapie in einer dafür ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen 
kann. Die erforderliche zeitliche Dauer der Therapie ist dabei den 
medizinischen Fachpersonen zu überlassen. Da die Vorinstanz die 
zeitliche Mindestwirkung von vier bis fünf Jahren nicht verfügt, 
sondern sich auf die Abweisung der Beschwerde beschränkt hat, 
ist keine Anpassung der vorinstanzlichen Verfügung erforderlich.
– Verhältnismässigkeit i. e. S.: Zudem ist die angeordnete Mass- 

nahme auch zumutbar, da sie in einem vernünftigen Verhältnis 
zu den A auferlegten Freiheitsbeschränkungen steht (vgl. Hä- 
felin/Müller/Uhlmann, a. a. O., Rz. 613 ff.). Eine Interessen- 
abwägung zwischen dem Interesse von A an einer nicht beein- 
trächtigten Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als Arzt und dem 
öffentlichen Interesse des Schutzes der öffentlichen Gesundheit 
(Vermeidung der Gefährdung von Patienten) infolge der Alkohol- 
abhängigkeit von A fällt klar zugunsten des öffentlichen Interes- 
ses aus.

Entsprechend hält die von der Erstinstanz verfügte und 
von der Vorinstanz geschützte Massnahme (Einschränkung der 
Berufsausübungsbewilligung) auch vor dem Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit nach Art. 5 Abs. 2 bzw. Art. 36 Abs. 3 BV 
stand.

e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einschrän- 
kung der beschwerdeführerischen Berufsausübungsbewilligung

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als Eingriff in die Rechte von A rechtmässig erfolgt ist, da die Ein- 
griffsvoraussetzungen nach Art. 36 BV – gesetzliche Grundlage, 
öffentliches Interesse, Verhältnismässigkeit – allesamt gegeben 
sind. Zur vorinstanzlichen Verfügung ist indessen präzisierend 
festgehalten, dass die dort stipulierte Dauer der angeordneten 
Massnahme von vier bis fünf Jahren nicht absolute Geltung hat. 
Eine Aufhebung der angeordneten Massnahme ist vor Ablauf die- 
ser Dauer möglich, wenn A den Nachweis einer längerfristigen 
erfolgreichen stationären Alkoholentwöhnungstherapie in einer 
dafür ausgewiesenen Facheinrichtung vorlegen kann.

5. b) Die angeordnete Eintragung der beschwerde- 
führerischen Einschränkungen ins Medizinalregister dient der Pu- 
blizität der angeordneten Massnahme, enthält das vom Bundes- 
amt für Gesundheit (BAG) betriebene Medizinalberuferegister 
doch die Daten betreffend die Inhaberinnen und Inhaber von Di- 
plomen und Weiterbildungstiteln gemäss MedBG. Nach Art. 51 
Abs. 2 MedBG und Art. 2 der Register-VO MedBG dient das Medi- 
zinalberuferegister neben der Qualitätssicherung und statisti- 
schen Zwecken insbesondere auch der Information und dem 
Schutz der Patientinnen und Patienten. Aus diesem Grund müssen 
mindestens die verantwortlichen kantonalen Behörden die Ein- 
schränkungen der beschwerdeführerischen Berufsausübungsbe- 
willigung dem erwähnten Register entnehmen können. Daher ist 
die hier verfügte Massnahme (Einschränkung der Berufsaus- 
übungsbewilligung in fachlicher Hinsicht), welche auf Art. 38 
MedBG i. V. m. Art. 5 Abs. 2 BV beruht, gestützt auf Art. 51 Abs. 3 
und Art. 52 MedBG sowie Art. 7 Abs. 3 Register-VO MedBG im 
Medizinalberuferegister einzutragen. Entgegen der von der Vorin- 
stanz in der angefochtenen Verfügung vertreten Auffassung bildet 
Art. 7 Abs. 1 lit. h Register-VO keine Grundlage für die Eintragung 
von besonders schützenswerten Personendaten. Daher hat die 
kantonale Behörde dem BAG die Daten über ein speziell zur Verfü- 
gung gestelltes Formular zu melden. Die ausgefüllten Formulare 
werden vom BAG in einem sicheren, vom Medizinalberuferegister 
abgetrennten Bereich gespeichert (vgl. Bundesamt für Gesund- 
heit, Erläuterungen zur Verordnung über das Register der uni- 
versitären Medizinalberufe, S. 6 f.; Art. 10 Register-VO MedBG). Da 
die Erstinstanz eine Eintragung der fachlichen Einschränkung im 
Medizinalberuferegister ohne Hinweis auf Art. 7 Abs. 1 Register- 
VO verfügt und die Vorinstanz die Verfügung geschützt hat, ist die 
angefochtene Verfügung vollständig aufrechtzuerhalten. Es ist 
indessen zu präzisieren, dass die Eintragung der fachlichen

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Einschränkung im Sinne von Art. 7 Abs. 3 und Art. 10 Register-VO 
MedBG zu erfolgen hat.
U 11 76 Urteil vom 28. August 2012