# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab7788d9-decd-5971-85c6-5482d85da095
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.04.2025 E-1851/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1851-2025_2025-04-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

   
 Abteilung V 

E-1851/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;   

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Äthiopien,   

vertreten durch MLaw Katrin Henzi, (…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer 

Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 11. März 2025 / N (…). 

 

 

 

E-1851/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge im September 

2021 aus ihrem Heimatstaat ausreiste, sich drei Jahre in der B._______ 

aufhielt, bis sie im August 2024 illegal in Griechenland einreiste, bevor sie 

am 1. November 2024 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass die Beschwerdeführerin gemäss Abgleich mit der Fingerabdruckda-

tenbank der Europäischen Union (Eurodac) am 29. August 2024 in Grie-

chenland ein Asylgesuch gestellt hat, 

dass am 6. November 2024 die Personalienaufnahme stattfand, die Be-

schwerdeführerin gleichentags ihre Rechtsvertretung mandatierte sowie 

ihre Einwilligung zur Bearbeitung und Weiterleitung ihrer medizinischen Ak-

ten gab , 

dass die Vorinstanz daraufhin die griechischen Behörden am 7. November 

2024 um Informationen ersuchte, 

dass die Vorinstanz am 19. Dezember 2024 gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rück-

führungsrichtlinie) und das Abkommen vom 28. August 2006 zwischen 

dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Re-

publik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt 

(SR 0.142.113.729) die griechischen Behörden um Rückübernahme der 

Beschwerdeführerin ersuchten,  

dass die griechischen Behörden gleichentags in Antwort auf das Informati-

onsersuchen mitteilten, dass die Beschwerdeführerin am 30. August 2024 

in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden sei und bis zum 29. Au-

gust 2027 über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfüge, 

dass die griechischen Behörden sodann am 24. Dezember 2024 dem Er-

suchen um Rückübernahme vom 19. Dezember 2024 zustimmten,  

dass am 24. Februar 2025 das persönliche Gespräch durchgeführt und der 

Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichtein-tre-

tensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) verbunden 

mit der Wegweisung nach Griechenland gewährte wurde, 

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Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ausführte, sie wolle nicht 

nach Griechenland zurückkehren, ihr Ziel sei von Beginn an die Schweiz 

gewesen, was sie auch bereits in Griechenland angegeben habe, sie wolle 

ihren Freund, der in der Schweiz wohnhaft sei, heiraten und mit ihm zu-

sammenleben, von der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft in Grie-

chenland habe sie keine Kenntnis gehabt, 

dass sie sich vor ihrer Einreise in die Schweiz ungefähr einen Monat in 

Griechenland aufgehalten habe, erst in einem Camp und später in 

C._______, in einer Wohnung der Schlepper mit vier weiteren Frauen, 

dass sie in Griechenland an Asthma erkrankt sei, jedoch keine medizini-

sche Versorgung erhalten habe, und aufgrund ihrer Erlebnisse im Krieg 

unter Schlafstörungen und Albträumen gelitten habe, 

dass es in Griechenland neben der fehlenden medizinischen Versorgung 

fast keine Unterstützungsleistungen gegeben habe und die Verpflegung 

ungeniessbar gewesen sei,  

dass sie zur Untermauerung ihrer Ausführungen Beweismittel den in der 

Schweiz lebenden Freund betreffend gemäss Beweismittelverzeichnis zu 

den Akten reichte (vgl. SEM-act. 18/4), 

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin den Entscheidentwurf zur 

Stellungnahme am 7. März 2025 aushändigte und die Beschwerdeführerin 

am 10. März 2025 eine Stellungnahme einreichte,  

dass sie im Wesentlichen ausführte, sie sei bereits aufgrund ihrer Ausfüh-

rungen im persönlichen Gespräch als eine vulnerable Person zu qualifizie-

ren, weshalb ihr die vorläufige Aufnahme zu erteilen und von einer Weg-

weisung nach Griechenland abzusehen sei,  

dass sie weiterhin unter Asthma sowie Schlaflosigkeit leide, was sich bei 

einer Rückkehr nach Griechenland aufgrund einer fehlenden Behandlung 

verschlimmern würde, zumal anhand eines Verlaufsbericht der medizini-

schen Betreuung vom 5. November 2024 ersichtlich sei, dass sie gestresst 

wirke, ständig in Tränen ausbreche und den Wunsch geäussert habe, eine 

Psychiaterin aufzusuchen, dies trotz Überweisung vom 22. November 

2024 nicht im Arztbericht berücksichtigt worden sei,  

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dass seit einigen Monaten ihre Menstruation ausgeblieben sei, weshalb sie 

einen Termin bei der Gynäkologin vereinbart habe, um eine mögliche 

Schwangerschaft oder gynäkologische Erkrankung feststellen zu lassen, 

dass sie Fotos und WhatsApp-Nachrichten zur Untermauerung der Bezie-

hung zu ihrem Freund zu den Akten reichte,  

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 11. März 2025 – gleichentags er-

öffnet – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 

nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug nach 

Griechenland anordnete und die editionspflichtigen Akten gemäss Akten-

verzeichnis aushändigte,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. März 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragt, die Verfügung der Vorinstanz sei vollständig aufzuheben und 

die Vorinstanz anzuweisen, der Beschwerdeführerin aufgrund der Unzu-

lässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung die vorläufige 

Aufnahme zu erteilen, eventualiter sei die Verfügung zur rechtsgenüglichen 

Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen sowie subeventualiter die Sache zur Einholung einer individuellen 

Garantieerklärung betreffend die adäquate Unterkunft, Ernährung sowie 

medizinische Grundversorgung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung verbunden mit dem Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses ersucht, 

dass der Eingang der Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht am 

20. März 2025 bestätigt wurde, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 26. März 2025 

feststellte, die Beschwerdeführerin sei gemäss einer Mitteilung des SEM 

vom 25. März 2025 seit dem 19. März 2025 unbekannten Aufenthaltes, 

dass die Instruktionsrichterin unter Hinweis auf die geltende Mitwirkungs-

pflicht der Rechtsvertreterin daher eine Frist bis zum 2. April 2025 ansetzte, 

um den Aufenthaltsort der Beschwerdeführerin sowie ein bestehendes 

Rechtsschutzinteresse an der Weiterführung des Beschwerdeverfahrens 

hinreichend darzutun, verbunden mit der Androhung, bei ungenutzter Frist 

werde die Beschwerde als gegenstandlos geworden abgeschrieben, 

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Seite 5 

dass mit Eingabe vom 1. April 2025 die Rechtsvertreterin der Beschwerde-

führerin mitteilte, sie habe mit ihr Kontakt aufnehmen können, die Be-

schwerdeführerin sei am 30. März 2025 in die Asylunterkunft zurückge-

kehrt und werde während des Verfahrens dort verbleiben, ferner habe sie 

angegeben, in den letzten zwei Wochen sehr krank gewesen zu sein, wes-

halb sie bei ihrem Freund geblieben sei,  

dass ebenso eine «Erklärung am fortwährenden Rechtschutzinteresse» 

vom 31. März 2025 unterzeichnet von der Beschwerdeführerin und der 

rubrizierten Rechtsvertreterin zu den Akten gereicht wurde, 

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, 

die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 

eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materi-

ellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache 

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Seite 6 

zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 

E. 3 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Weg-

weisungsvollzugs eine materielle Prüfung vorgenommen hat, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft, 

dass die Beschwerde sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-

keit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zwei-

ten Richterin, ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summa-

rischer Begründung zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a 

Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass die Beschwerdeführerin geltend macht, die Vorinstanz habe es unter-

lassen, eingehende Abklärungen zu ihrer Vulnerabilität und zur konkreten 

Situation in Griechenland zu tätigen und entsprechend zu würdigen, 

dass den Akten keine konkreten Hinweise zu entnehmen sind, inwiefern 

die Vorinstanz ihre Untersuchungspflicht sowie das rechtliche Gehör ver-

letzt haben soll, 

dass die Vorinstanz den relevanten Sachverhalt – bezüglich einer Rück-

kehr nach Griechenland sowie den Gesundheitszustand der Beschwerde-

führerin – vollständig festgestellt und sich entsprechend in der angefochte-

nen Verfügung damit auseinandergesetzt hat, ein Abwarten auf die Ergeb-

nisse einer geplanten gynäkologischen Untersuchung sodann aufgrund 

der Aktenlage nicht notwendig war,  

dass anhand der Beschwerde ersichtlich ist, dass eine sachgerechte An-

fechtung möglich war, weshalb zusammenfassend kein Grund für eine 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht und das Eventualbe-

gehren abzuweisen ist, 

dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Regel 

nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, 

in welchem sie sich vorher aufgehalten hat, 

dass der Bundesrat Staaten, in denen nach seinen Feststellungen effekti-

ver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht, 

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als sichere Drittstaaten bezeichnet (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) und er 

durch Beschluss vom 14. Dezember 2007 sämtliche Länder der Europäi-

schen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), 

somit auch Griechenland, als sichere Drittstaaten bezeichnet hat, 

dass vorliegend die Beschwerdeführerin in Griechenland am 30. August 

2024 als Flüchtling anerkannt wurde, über eine gültige Aufenthaltsbewilli-

gung verfügt und sich die griechischen Behörden mit ihrer Rücknahme ein-

verstanden erklärt haben, womit die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin 

nicht eingetreten ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass auch das Recht auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK 

nicht als Anspruchsgrundlage in Betracht fällt, diesbezüglich die bundes-

gerichtliche Rechtsprechung massgeblich ist, wonach Ausländerinnen und 

Ausländer gestützt auf den in Art. 8 EMRK und Art. 13 BV gewährleisteten 

Schutz des Familienlebens ein potenzieller Anspruch auf Aufenthalt in der 

Schweiz erwächst, wenn intakte und tatsächlich gelebte Familienbande zu 

nahen Verwandten (sog. Kernfamilie) bestehen, die ihrerseits über ein ge-

festigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügen (vgl. BGE 135 I 143 

E. 1.3.1 S. 145 f., 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f., vgl. auch Entscheidungen und 

Mitteilungen der vormaligen Schweizerischen Asylrekurskommission [E-

MARK] 2005 Nr. 3 E. 3.1 S. 31 f., EMARK 2001 Nr. 21 E. 10), 

dass in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass die Be-

schwerdeführerin und ihr Freund, der in der Schweiz vorläufig aufgenom-

men ist, aktuell nicht als Familienangehörige im Sinne von Art. 8 EMRK zu 

qualifizieren sind, da nicht von einer längerfristigen, intakten und gelebten 

eheähnlichen Beziehung auszugehen ist,  

dass die Beschwerdeführerin zwar vorbringt, eine dreijährige Beziehung 

mit ihrem Partner geführt zu haben, dies aber von der B._______ aus nur 

telefonisch und sie ihn erstmals in der Schweiz persönlich getroffen habe, 

er habe sie weder in der B._______ noch in Griechenland besucht (vgl. 

SEM-act. 26/6 S. 2), 

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dass, wie bereits durch die Vorinstanz festgestellt, die Beschwerdeführerin 

auch nicht anderweitig von ihrem Partner in sozialer, wirtschaftlicher und 

gesundheitlicher Hinsicht abhängig war oder ist, vielmehr wurde sie nach 

eigenen Angaben bisher von ihrem in D._______ wohnhaften Onkel finan-

ziell unterstützt (vgl. SEM-act. 26/6 S. 2 ff.), 

dass die bei der Vorinstanz zu den Akten gereichten WhatsApp-Nachrich-

ten und Fotos der Beschwerdeführerin mit ihrem Partner nicht geeignet 

sind, eine intakte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung im Sinne von 

Art. 8 EMRK zu untermauern, 

dass mithin die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 

Bestimmungen steht und demnach zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass gemäss Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 grundsätzlich von der Zulässigkeit der 

Überstellung nach Griechenland auszugehen ist (vgl. a.a.O. E. 11.2 m.H.), 

dass das Gericht nicht von einer Situation ausgeht, in der jeder Person mit 

Schutzstatus in Griechenland eine unangemessene und erniedrigende Be-

handlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde, 

dass trotz existierender Schwachstellen dieser nach wie vor gültigen Praxis 

entsprechend nicht von einer Situation extremer materieller Not für alle dort 

Schutzberechtigten gesprochen werden kann, und sich vorliegend keine 

drohende Verletzung nach Art. 3 EMRK ergibt,  

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dass die Legalvermutung besteht, eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat, vorliegend Griechenland, seien zumutbar (vgl. Art. 83 Abs. 5 

AIG i.V.m. Art. 18 sowie Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug der 

Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländischen 

Personen [VVWAL, SR 142.281]),  

dass das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil E-3427/2021,  

E-3431/2021 in Einschränkung dazu zum Schluss gelangte, der Wegwei-

sungsvollzug von äusserst vulnerablen schutzberechtigten Personen nach 

Griechenland sei nur zumutbar, wenn besonders begünstigende Um-

stände vorliegen würden, aufgrund derer ausnahmsweise von der Zumut-

barkeit des Vollzugs der Wegweisung ausgegangen werden könne (vgl. 

a.a.O. E. 11.5.3), 

dass diese Regelvermutung im Einzelfall umgestossen werden kann, wo-

bei es der betroffenen Person obliegt, die ernsthaften Anhaltspunkte dafür 

vorzubringen, 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

ausführte, sie sei aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen als 

äusserst vulnerable Person im Sinne des Referenzurteils zu qualifizieren,  

dass ihr die dringend notwendige medizinische Hilfe in Griechenland ver-

wehrt worden sei, weshalb sie sich bis heute noch antriebslos und müde 

fühle sowie erschöpft sei, 

dass sie bei einer Rückkehr nach Griechenland schon am Flughafen in 

Athen scheitern würde und durch gravierende Systemmängel im griechi-

schen Asylsystem in eine existenzielle Notlage gerate; es mangle an der 

Gesundheitsversorgung, Unterkunft, Verpflegung und dem Zugang zur Ar-

beit, 

dass vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verwei-

sen ist (vgl. SEM-act. 32/14, angefochtene Verfügung Ziff. III),  

dass anhand der Akten und in Übereinstimmung mit der Vorinstanz nicht 

davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Rück-

kehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde, 

dass es der Beschwerdeführerin zuzumuten ist, sich für eine Unterkunft 

und Sozialleistung an die entsprechenden Stellen vor Ort zu wenden, zu-

mal sie Griechenland kurz nach Erhalt ihres Status bereits wieder 

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Seite 10 

verlassen hat, um zu ihrem Freund in die Schweiz zu gelangen, weshalb 

auch nicht davon ausgegangen werden kann, sie habe sich um entspre-

chende Leistungen ernsthaft bemüht,  

dass sie im Bedarfsfall die unentgeltliche Hilfe der vorhandenen Nichtre-

gierungsorganisationen beanspruchen kann, 

dass die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Be-

schwerdeführerin – Asthma, Ausbleiben der Menstruation, Albträume, 

Schlaflosigkeit – nicht als schwer zu qualifizieren sind und auch in Grie-

chenland behandelt werden könnten, sie demnach nicht im Sinne des zu-

vor erwähnten Referenzurteils als äusserts vulnerable Person zu gelten 

hat,  

dass ebenso eine von der Beschwerdeführerin geltend gemachte mögliche 

posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wegen Ereignissen im Hei-

matland nichts an dieser Einschätzung zu ändern vermag, und in diesem 

Zusammenhang darauf hinzuweisen ist, dass die Beschwerdeführerin of-

fensichtlich auch zum heutigen Zeitpunkt nicht in psychiatrischer Behand-

lung ist, entsprechendes jedenfalls auch nicht geltend gemacht wird (vgl. 

medizinische Unterlagen SEM-act. 16/2, 17/2, 28/2, 29/2; Beschwerde S. 5 

f.),   

dass es der Beschwerdeführerin sodann zuzumuten ist, Sprachkenntnisse 

zu erwerben und sich in Griechenland um eine Arbeit zu bemühen, was sie 

bisher noch gar nicht versucht hat,  

dass der Beschwerdeführerin mithin nicht gelingt, die Legalvermutung um-

zustossen, womit sich der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten 

auch als zumutbar erweist, 

dass demzufolge kein Grund für eine Einholung einer individuellen Garan-

tieerklärung Griechenlands bezüglich einer angebrachten Unterbringung 

und adäquaten medizinischen Versorgung der Beschwerdeführerin nach 

ihrer Rückkehr besteht und der Antrag folglich abzuweisen ist, 

dass angesichts der vorliegenden Zustimmung der griechischen Behörden 

der Wegweisungsvollzug als möglich zu bezeichnen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

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Seite 11 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-

geachtet einer geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen 

ist, da die Beschwerdebegehren sich entsprechend den vorstehenden Er-

wägungen von vornherein als aussichtlos erwiesen haben (Art. 65 Abs. 1 

VwVG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), womit der 

Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegen-

standslos geworden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Prozessführung wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

Versand: