# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b60cb2d9-b7ce-5287-80ba-b0b4768d895d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.08.2021 I 2021 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-11_2021-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 11

Entscheid vom 24. August 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ____1965, Mutter von drei erwachsenen Kindern mit 
Jahrgang 19__, 19__ und 19__, zum zweiten Mal verheiratet seit 22.2.2011) hat 
die obligatorische Volksschule in B.________ absolviert. Eine begonnene Koch-
lehre hat sie nicht abgeschlossen. In der Folge übte sie diverse Beschäftigungen 
aus (u.a. als Serviceangestellte, in der Pflege von Familienangehörigen, von Fe-
bruar 1999 bis Ende Juli 2018 als C.________-Angestellte im D.________, vgl. 
die Auflistung in UV-act. 3-32f./116). 

B. Am 18. Dezember 2007 (= Eingangsdatum) hatte sich A.________ bei der 
IV-Stelle zum Bezug von Leistungen angemeldet; die gesundheitlichen Beein-
trächtigungen wurden mit "Brustkrebs" umschrieben (vgl. IV-act. 2). Die IV-Stelle 
erteilte Kostengutsprache für Brustprothesen links (IV-act. 8).

C. Eine weitere IV-Anmeldung traf am 30. März 2016 bei der IV-Stelle ein mit 
folgenden Angaben zur gesundheitlichen Beeinträchtigung: "verschiedene Leiden 
aktuell Knie" (IV-act. 14-5/7). Nach Abklärungen teilte die IV-Stelle mit Vorbe-
scheid vom 17. Juni 2016 mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzu-
weisen (IV-act. 32). Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. August 2016 
fest (IV-act. 33). 

D. Am 15. Juli 2019 unterzeichnete A.________ eine weitere Anmeldung für 
IV-Leistungen, wobei sie die folgenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf-
führte: Diverse Leiden, beide Knie operiert, Brustkrebs, Schulterverletzung (Un-
fall vom 16.10.2018) sowie Leberwerte nicht normal (Abklärungen pendent, vgl. 
IV-act. 39). 

Nach einer Beurteilung der medizinischen Unterlagen durch die RAD-Ärztin 
E.________ (Allgem. Innere Medizin FMH, vgl. IV-act. 53) forderte die IV-Stelle 
A.________ am 20. April 2020 auf, im Rahmen der Mitwirkungspflicht eine Be-
handlung an einem Adipositaszentrum sowie eine Gewichtsreduktion vorzuneh-
men (IV-act. 55). Eine weitere Beurteilung des Verlaufs durch die gleiche RAD-
Ärztin erfolgte am 14. Juli 2020 (IV-act. 64). Am 18. August 2020 wurde noch ei-
ne Haushaltabklärung vorgenommen (IV-act. 66). Mit Vorbescheid vom 27. Au-
gust 2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 
68). Dagegen liess A.________ am 23. September 2020 einen vorsorglichen 
Einwand erheben (IV-act. 73). Innert bis 2. Januar 2021 erstreckter Frist erfolgten 
keine ergänzenden Ausführungen (IV-act. 77). 

E. Am 12. Januar 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde (IV-act. 78).

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Gegen diese am 15. Januar 2021 eingegangene Verfügung reichte A.________ 
rechtzeitig am 15. Februar 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein mit 
den folgenden Anträgen:

1. Es sei die Verfügung aufzuheben.
2. Es sei der Beschwerdeführerin eine Rente zuzusprechen.
3. Eventualiter seien Eingliederungsmassnahmen zu ergreifen.
4. Eventualiter sei der Fall der Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung oder wei-

teren medizinischen Abklärungen zurückzuweisen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 10. März 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch ei-
nen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Um den Invaliditätsgrad im Einzelfall festzulegen, werden in der Invaliden-
versicherung unterschiedliche Bemessungsmethoden verwendet.

1.2.1  Die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kommt grundsätzlich 
bei allen Vollerwerbstätigen zur Anwendung sowie bei Teilerwerbstätigen, welche 
daneben nicht auch noch in einem Aufgabenbereich tätig sind. Der Invaliditäts-
grad wird hier durch die Gegenüberstellung der zumutbaren Erwerbseinkommen 
ohne und mit Gesundheitsschaden ermittelt (Ralph Leuenberger/ Gisella Mauro, 
Invalidenversicherung, Änderungen bei der gemischten Methode, in: Soziale Si-
cherheit/ CHSS 1/2018, S. 40f.). Hier bestimmt sich der Invaliditätsgrad gemäss 

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Art. 28a Abs.1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, wonach zur Ermittlung des Invaliditäts-
grades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invalideneinkom-
men), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Valideneinkom-
men). Es ist für diese Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob die versi-
cherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ver-
bliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist hier die Invalidität auf 
der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versicher-
te Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ Reichmuth, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

Die Invalidität bemisst sich hier nicht nach medizinischen, sondern nach wirt-
schaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.2.2  Die gemischte Methode betrifft Personen, die einem Teilerwerb nachge-
hen, d.h. nicht auf die im betreffenden Beruf übliche Arbeitszeit kommen, und zu-
sätzlich noch in einem Aufgabenbereich beschäftigt sind. Der Invaliditätsgrad 
wird für die Erwerbstätigkeit (wie bereits erwähnt) nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs ermittelt, der Invaliditätsgrad für die Tätigkeit im Auf-
gabenbereich nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs (vgl. 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft 
nach Art. 28a Abs. 2 IVG Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und sich 
in einem Aufgabenbereich wie dem Haushalt betätigen. Der Invaliditätsgrad wird 
bei einer Abklärung vor Ort durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Ge-
sundheitsschaden ausgeübten bzw. möglichen Tätigkeiten im Aufgabenbereich 
festgelegt (vgl. Leuenberger/ Mauro, a.a.O., S. 41). 

1.2.3  Für die Bemessung des Invaliditätsgrads werden bei der gemischten 
Methode der Erwerbsteil und der Aufgabenbereich zunächst separat betrachtet. 
Für den Erwerbsteil wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
angewendet (vgl. Erw. 1.2.1). Dabei wird zunächst die Einkommenseinbusse be-
rechnet, d.h. es wird das Einkommen, welches die versicherte Person zumutba-
rerweise mit dem Gesundheitsschaden noch erzielen kann (Invalideneinkom-

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men), vom Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsscha-
den erzielen konnte (Valideneinkommen), abgezogen. Danach wird die Einbusse 
als Anteil des Valideneinkommens in Prozenten ausgewiesen. Der so erhaltene 
Invaliditätsgrad aus dem Erwerbsteil wird mit dem Anteil der Erwerbstätigkeit 
(Pensum, welche von der Versicherten ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
ausgeübt würde) multipliziert, um den gewichteten Invaliditätsgrad zu erhalten.

Im erwerblichen Bereich wurde bei Anwendung der gemischten Methode als 
Valideneinkommen früher berücksichtigt, was die versicherte Person im 
Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde (vgl. u.a. BGE 125 
V 146 Erw. 2b S. 150; Ueli Kieser, Gemischte Methode - ein Blick auf die 
bisherige Rechtsprechung, HAVE 4/2016 S. 471 ff., S. 474). Seit dem 1. Januar 
2018 bestimmt Art. 27bis Abs. 3 lit. a der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201), dass sich die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die 
sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 
16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 9C_690/2019 vom 20.1.2020 Erw. 2.2). 

Die Invalidität in Bezug auf den Aufgabenbereich wird durch einen Betätigungs-
vergleich bestimmt. Die ermittelte Invalidität wird sodann mit dem Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich (also dem verbleibenden Pensum, wenn der Anteil 
der Erwerbstätigkeit von 100 abgezogen wird) multipliziert. Daraus ergibt sich der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich.

Der gesamte Invaliditätsgrad ergibt sich letztlich durch Addition der in beiden Be-
reichen berechneten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Leuenberger/Mauro, 
a.a.O., S. 41f.; Art. 27bis Abs. 2 lit. a und b IVV). 

1.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.4.1 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 

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andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versi-
cherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.4.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c).

1.4.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.4.4  Es können auch reine Aktenberichte beweiskräftig sein, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die di-
rekte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_138/2021 vom 12.4.2021 Erw. 3.2.1 mit Ver-
weis auf das Urteil 8C_224/2020 vom 13.5.2020 Erw. 4.3). Sodann ist auch dem 
Umstand Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte infolge 
des besonderen Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihres 
Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc S. 353).

1.5 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/ Häner, Verwaltungsverfahren und Verwal-

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tungsrechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil 8C_424/2010 vom 19.7.2010 
Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass ein allfälliger Rentenanspruch 
nach der gemischten Methode zu ermitteln ist. Gemäss der am 18. August 2020 
erfolgten Haushaltabklärung lebt die Versicherte mit ihrem Ehemann und dem 
jüngsten Sohn in einem 3-Personenhaushalt. Sie erklärte gegenüber der Ab-
klärungsperson sinngemäss, dass sie (abgesehen von der Haushaltführung) oh-
ne gesundheitliche Probleme weiterhin ihr 70%-Pensum bei der C.________ 
beibehalten hätte bzw. dass sie eine Erwerbsarbeit bis zu 70% ausüben würde 
(IV-act. 66). Diese Angaben hatten zur Folge, dass die Vorinstanz in der ange-
fochtenen Verfügung den massgebenden IV-Grad nach der gemischten Methode 
auf der Basis einer Erwerbstätigkeit von 70% und einem Haushaltanteil von 30% 
ermittelt hat. Diese Ausgangslage wird in der vorliegenden Beschwerde auch 
nicht ansatzweise in Frage gestellt, weshalb kein Anlass besteht, davon abzu-
weichen.

3. Was die gesundheitliche Situation der Versicherten anbelangt, sind den 
vorliegenden Akten u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

3.1 Nach der erneuten IV-Anmeldung vom 15. Juli 2019 holte die IV-Stelle Be-
richte der behandelnden Ärzte ein. Einem Bericht von Dr.med. F.________ (Co-
Chefarzt Orthopädie, G.________) vom 13. August 2019 ist zu entnehmen, dass 
die Versicherte am 16. Oktober 2018 beim Hinuntertragen von Karton auf der 
Treppe gestürzt war und seitlich auf die rechte Schulter zu liegen kam. Am 9. 
November 2018 erfolgte eine Rotatorenmanschettenrefixation sowie eine Schul-
terarthroskopie mit subacromialer Dekompression und Coplaning des AC-
Gelenkes (IV-act. 44-8/10 i.V.m. IV-act. 44-2/10 unten). Aufgrund eines protra-
hierten Verlaufs hielt sich die Versicherte vom 18. Februar bis 10. März 2019 für 
eine stationäre Rehabilitation im Spital H.________ auf. Im Austrittsbericht er-
wähnte Dr.med. I.________ einen günstigen Verlauf mit deutlich verbesserter 
Schulterbeweglichkeit, so dass eine Arbeitsfähigkeit von 50% spätestens an-
fangs April 2019 möglich sein sollte (IV-act. 44-10/10). Am 13. August 2019 be-
richtete Dr.med. F.________ der IV-Stelle von einem Zustand nach Schulterar-
throskopie mit subacromialer Dekompression und Rotatorenmanschettenrefixati-
on rechts; es liege ein erfreulicher Verlauf vor, die Versicherte könne ihren Arm 
wieder weitgehend normal einsetzen (IV-act. 44-2f./10). Die Prognose zur Ar-
beitsfähigkeit wurde als "aktuell gut" umschrieben (IV-act. 44-4/10 oben).

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3.2 Der Hausarzt Dr.med. J.________ (Allgemeinmedizin FMH, H.________) 
erstattete am 14. August 2019 einen Bericht mit folgenden Diagnosen (IV-act. 
43-3/6):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Adipositas per magna

- BMI 48
- Gonarthrosen bds.

- St.n. Knie-TP links 11/15, St.n. Knie-TP rechts 12/09
- Obstruktives Schlafapnoesyndrom

- Intoleranz auf CPAP Maske
- Vermehrte Müdigkeit tagsüber

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Hypothyreose Hashimoto
- Arterielle Hypertonie
- Unterschenkelödeme bds., gemischter Ätiologie
- Gastroösophagealer Reflux
- Sonnenallergie

Des Weiteren führte der Hausarzt aus, die Versicherte leide in erster Linie an ei-
ner eingeschränkten Mobilität und Beweglichkeit aufgrund einer morbiden Adipo-
sitas, welche sie in ihrer Leistungsfähigkeit stark einschränke. Die Adipositas füh-
re auch zu einem verfrühten Verschleiss der Gelenke und einer deutlich einge-
schränkten körperlichen Leistungsfähigkeit. Die Versicherte sei in einer ange-
passten Arbeit arbeitsfähig und motiviert (vgl. IV-act. 43-3/6, Ziff. 2.2 und 2.7). 
Körperliche Arbeit sei mit Einschränkungen möglich. Die eingeschränkte Beweg-
lichkeit und Mobilität sowie ihre orthopädischen Probleme im Bereich beider 
Kniegelenke und der rechten Schulter würden die Versicherte bei Tätigkeiten 
stark einschränken, welche diese Fähigkeiten benötigen. Es bestehe eine Kraft-
minderung und eine verminderte Beweglichkeit der rechten Schulter; starke Ein-
schränkungen bestünden aktuell bei Überkopfarbeiten (IV-act. 43-4/6).

3.3 Beim Abklärungsgespräch vom 19. August 2019 führte die Versicherte u.a. 
aus, sie sei auf der Suche nach einer geeigneten Stelle zu 70% bis 80%, und 
zwar in den Bereichen Verkauf/ Reinigung/ Hauswirtschaft/ Service/ Pflege; ger-
ne würde sie einen SRK-Kurs absolvieren, zumal sie vor Jahren ihre Eltern und 
ihre Schwester gepflegt habe; am kommenden Freitag habe sie ein Vorstel-
lungsgespräch in einem Altersheim. Sie leide bei der Schulter noch immer an 
Schmerzen, vor allem seit sie die Schulter wieder belaste; das linke Knie 
schmerze auch immer wieder und es schwelle an; Treppensteigen bereite ihr 
Mühe; bei wechselbelastenden Arbeiten gehe es besser, nur das Sitzen bereite 
ihr ebenfalls Mühe (IV-act. 50-2/6).

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3.4 Am 10. März 2020 berichtete der Hausarzt der IV-Stelle von einem statio-
nären Verlauf; die Diagnosen hätten sich nicht verändert. Im Vergleich zum Vor-
bericht vom 14. August 2019 stelle sich die gesundheitliche Situation im Wesent-
lichen als unverändert dar. Die Haupteinschränkung sei im massiven Überge-
wicht (BMI um 50) zu erblicken. Daneben leide die Versicherte an einem obstruk-
tiven Schlafapnoesyndrom, welches zu einer vermehrten Tagesmüdigkeit führe, 
da die Versicherte die empfohlene Therapie mittels CPAP-Marke nicht toleriere. 
Erschwerend würden sich die Krankheiten und erfolgten Operationen am Bewe-
gungsapparat (St.n. Knieprothesenimplantation links und rechts sowie St.n. Ope-
ration einer Rotatorenmanschettenruptur rechts) bei körperlich anstrengenden 
Tätigkeiten auswirken. Die Versicherte sei seit der letzten Berichterstattung auf 
Stellensuche (IV-act. 51).

3.5 Die RAD-Ärztin E.________ (Allgem. Innere Medizin FMH) gelangte am 20. 
April 2020 nach Prüfung der medizinischen Aktenlage u.a. zum Ergebnis, dass 
aus medizinischer Sicht annähernd sämtliche, die Versicherte in ihrer Arbeits-
fähigkeit limitierenden gesundheitlichen Einschränkungen im Zusammenhang mit 
der massiven morbiden Adipositas zu sehen seien. Dieses Krankheitsbild sei bis-
lang keiner leitliniengerechten Behandlung zugeführt worden. Primär sollte die 
Versicherte im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht an ein Adipositaszentrum einge-
bunden werden. Zudem sollten hinsichtlich der noch bestehenden orthopädi-
schen Beschwerdesymptomatik eine orthopädische ambulante Behandlung und 
physiotherapeutische Massnahme erfolgen; auch fehlten Berichte zur Schlafap-
noeabklärung und Schlafapnoetherapie; Maskenintoleranzen seien häufig und 
könnten oft mit entsprechenden Therapieanpassungen behoben werden (IV-act. 
53). 

3.6 Auf die anschliessenden Fragen antwortete der Hausarzt am 22. April 2020 
dahingehend, dass aktuell keine orthopädischen oder physiotherapeutischen Ab-
klärungen oder Behandlungen geplant seien. Was die Thematik der Schlafapnoe 
anbelangt, verwies der Hausarzt auf einen Bericht von Dr.med. K.________ (Lei-
tender Arzt Pneumologie, Spital H.________) vom 18. Oktober 2016, wonach ein 
ausgeprägtes habituelles Schnarchen vorliegen würde, ohne Hinweise für ein 
obstruktives Schlafapnoesyndrom bei Status nach abgebrochenem CPAP-
Therapieversuch 2013 und Verdacht auf ein leichtgradig obstruktives Schlafap-
noesyndrom (IV-act. 59-1/6 und 59-2/6).

3.7.1  Anlässlich eines Telefongesprächs vom 9. Juni 2020 berichtete die Versi-
cherte dem zuständigen Mitarbeiter der IV-Stelle, dass sie zweimal in der Stoff-
wechselpraxis vorstellig geworden sei; offenbar gebe es nicht viele Möglichkeit 

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für die Gewichtsreduktion. Derzeit werde eine Behandlung mit Insulin vorge-
nommen. Zudem machte die Versicherte geltend, dass sie sich laufend bewerbe; 
aktuell habe sie eine Praktikumsstelle bei der L.________ (Verpflegungsmitarbei-
terin im Pensum 50% bis 60%, IV-act. 60). 

3.7.2  Dr.med. M.________ (Fachärztin FMH Anästhesiologie, Allgem. Innere 
Medizin) und Dr.med. N.________ (Adipositasspezialistin) von der O.________ 
stellten im Bericht an den Hausarzt vom 15. Juni 2020 folgende Diagnosen (IV-
act. 62-1/10):

Adipositas Grad III (nach WHO, EOSS Stadium 2)
- Ausgangsgewicht 148,6 kg, Grösse 176 cm, BMI 48.0 kg/m2 28.05.2020
- klinisch und laborchemisch keine Hinweise für eine sekundäre Adipositas
- metabolisches Syndrom: Insulinresistenz, Dyslipidämie AGLA 3%, abdo-

minelle Adipositas
- asymptomatische Hyperurikämie (nicht therapiert)
- klinischer Vd.a. OSAS (nicht therapiert) (…)
- Hepatopathie Vd.a. NAFLD/NASH
- Arthrose/-n (nicht therapiert)

o Gonalgie, Gonarthrosen
- Gastroösophagealer Reflux
- Hypovitaminose D unter angeblicher Substitution (…)
- Weitere signifikante Vitamin- oder Mineralstoffmängel (…)
- Esstyp: SMALL-Eater

Ernährungstherapeutische Diagnosen nach NCP:
- Unausgewogene Essgewohnheiten
- Unzureichende Proteinaufnahme
- Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme

Zudem wurden weitere, bereits bekannte Diagnosen als Nebendiagnosen aufge-
führt (vgl. IV-at. 62-2/10 oben).

Des Weiteren führten die Fachärztinnen u.a. aus, die Versicherte werde im Alltag 
aufgrund des Gewichtes vor allem im Beruf diskriminiert. Die intrinsische Motiva-
tion sei hoch und die Versicherte verfüge über ausreichend zeitliche, psychische 
und physische Ressourcen, um eine Gewichtsreduktion erfolgreich zu beginnen. 
Bislang seien 8 Monate Gewichtsreduktionsversuche unternommen worden, wo-
bei das Gewicht reduziert worden sei; leider habe das abgenommene Gewicht 
"im Rahmen des Jojo-Effektes nur kurzfristig gehalten" werden können (IV-act. 
62-2710). Die Versicherte wünsche, das Gewicht mit Ernährungsumstellung und 
Bewegung, allenfalls auch mit medikamentöser Unterstützung zu kontrollieren 
und herabzusetzen (IV-act. 62-3/10 oben). Demgegenüber empfahlen die er-
wähnten Fachärztinnen ein operative Verfahren (IV-act. 62-3/10 oberhalb der 
Mitte), was sich die Versicherte derzeit nicht vorstellen könne (IV-act. 62-4/10 
Mitte). 

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3.8 In einer Würdigung der medizinischen Aktenlage vom 14. Juli 2020 beant-
wortete die RAD-Ärztin E.________ Fragen der IV-Stelle u.a. wie folgt (IV-act. 
64):

Genügen die Unterlagen für eine abschliessende medizinische Beurteilung?
Ja, eine erneute Nachfrage beim Hausarzt ergab nach AB vom 22.04.20, dass 
zurzeit keine weiteren orthopädischen oder physiotherapeutischen Abklärungen 
oder Behandlungen geplant sind.
Wenn ja, Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die ehemals angestammte Tätigkeit (Ver-
käuferin) und eine behinderungsangepasste Tätigkeit? Ergonomische Anforderun-
gen für adaptierte Tätigkeiten?
Die körperlichen Beschwerden verursachen keinen höhergradigen Leidensdruck, 
der zur Inanspruchnahme von Facharztbehandlungen oder medizinischen Thera-
pien führt. Nach Anamnesebogen der Stoffwechselklinik vom 15.06.20 S. 8 werden 
bis auf Kniegelenksbeschwerden bei bekannter Gonarthrose keine weiteren Ein-
schränkungen des Bewegungsapparates genannt und auch keine psychischen 
Einschränkungen. Die Versicherte führt nach Evaluation des aktuellen Bewe-
gungsverhaltens (S. 9 des AB der Stoffwechselklinik) leichte bis harte Tätigkeiten 
durch.
Eine dem ergonomischen Profil der Versicherten angepasste Tätigkeit ist der Ver-
sicherten demnach in einem 100%igen Pensum zumutbar.

Ergonomisches Profil:
Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten im Wechselrhythmus. Keine schweren, sowie 
ausschliesslich mittelschweren Tätigkeiten, keine Arbeiten mit ständigem Stehen 
und Gehen, mit Heben, Tragen sowie Bewegen von Lasten über 10-15 kg, in 
Hoch- oder Bückstellung, im Knien auf unebenem Gelände, kein Besteigen von 
Leitern und Gerüsten, kein häufiges Treppensteigen, keine Kälte-, Nässe- und 
Zugluftexposition.

4.1 Dass die Vorinstanz ausgehend von den aktenkundigen Diagnosen diese 
vorstehend dargelegte Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in der angefochtenen Verfü-
gung als für einen Rentenanspruch massgebende Beurteilungsgrundlage über-
nommen hat, ist im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden. Dies gilt erst recht, 
als auch die behandelnden Ärzte grundsätzlich von einer erhaltenen Arbeits-
fähigkeit für angepasste Tätigkeiten ausgehen, wie die Vorinstanz in ihrer Ver-
nehmlassung (S. 2, Ziff. 2) überzeugend dargelegt hat. Anzufügen ist, dass die 
Versicherte rund zwei Monate nach der erneuten IV-Anmeldung (v. 15.7.2019) 
sich selbständig für eine Stelle als Pflegehelferin beim P.________ (im Umfange 
von 80% oder mehr) beworben hat und damit zum Ausdruck brachte, dass sie 
sich dafür als hinreichend arbeitsfähig erachtete (vgl. IV-act. 47).

4.2 Was die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes seit November 2020 und die in diesem Zusammenhang 
mit der Beschwerde eingereichten Unterlagen anbelangt, drängen sich die nach-
folgenden Bemerkungen auf:

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4.2.1  Vom 2. Januar 2021 bis zum 7. Januar 2021 hielt sich die Versicherte im 
Spital H.________ auf. Im Austrittsbericht stellten Dr.med. Q.________ (Leiten-
der Arzt Innere Medizin) und Dr.med.univ. R.________ (Assistenzärztin) folgen-
de Diagnosen:

1. Hypertensive Entgleisung
2. St.n. mehrmaligen Synkopen unklarer Genese mit banalen Verletzungen

- 02.01.21 - 03.01.21 Telemetrie: unauffällig
3. Unkomplizierter Harnwegsinfekt

- 02.01.2021 Urinstatus: Leukozyturie, Bakteriurie
4. Diabetes mellitus Typ 2 (ED 12/2021 [recte wohl 2020])

- Aktuell unter Forxiga
- 02.01.2021 HbA1c 8.4%

5. Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie
- 01/2021 LDL 4.1 mmol/l, Triglyceride 6.2 mmol/l

6. Nicht alkoholische Steatohepatitis (ED unklar)
- Vom HA diagnostiziert bei Leberwerterhöhung
- Hepatis-Serologie von ihm abgenommen

7. Obstruktiver Schlafapnoesyndrom, AHI 14/h
- Abbruch der Behandlung bei Malcompliance
- Aktuell: Unklare Dyspnoeattacke

8. Hypothyreose
- Aktuell: TSH 28 mU/l
- St.n. Hashimoto-Thyreoiditis

9. Gastroösophageale Refluxkrankheit
10. Adipositas per magna, BMI 39.8
11. St.na. Mamma-Ca, ED: 1984

- St.n. Ablatio links
- St.n. Implantat-Einsetzung und Implantat-Entfernung beidseits

Zudem führten diese Spitalärzte u.a. sinngemäss aus, die Versicherte habe sel-
ber die Notfallstation bei hypertensiver Entgleisung und Blut im Urin aufgesucht; 
sie habe das Gefühl gehabt, dass etwas nicht stimme. Sie habe den Blutdruck 
gemessen (180/132 mmHg) und trotz Notfallmedikament (Indapamid) sei der 
Blutdruck weiterhin hoch gewesen. Vor 10 Tagen sei sie auf der Strasse ohne 
Prodromi bewusstlos geworden, worauf sie beim Hausarzt gewesen sei, welcher 
keine Ursache gefunden habe. 

Im Austrittsbericht wurde die Beurteilung u.a. wie folgt zusammengefasst:

Auf dem Notfall präsentierte sich eine hypertone, kardiopulmonal stabile Patientin 
in gutem Allgemeinzustand und adipösem Ernährungszustand. Die körperliche Un-
tersuchung erbrachte sonst keine pathologischen Befunde. Laborchemisch analy-
sierten wir erhöhte Entzündungsparameter. Im Urin zeigte sich eine Bakteriurie 
und eine Leukozyturie. Durch die Gabe von 10 mg Norvasc und durch ein Ni-
tropflaster konnte der Blutdruck bereits gesenkt werden. Die Patientin wurde zur 
weiteren Behandlung stationär aufgenommen. 

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Ad 1) Eine antihypertensive Therapie wurde mit Norvasc 5 mg ausgebaut.

Ad 2) Zur weiteren Abklärung der unklaren Synkopen wurde eine Telemetrie 
durchgeführt. Diese zeigte keine Pathologien. Da diese Synkopen seit 1.5 Jahr 
immer wieder auftreten, ohne jegliche Auslöser, auch in Sitz- und Liegeposition, 
wurde eine weitere kardiologische Abklärung geplant. Bei Austritt wurde der Pati-
entin ein Holter-EKG mitgegeben, sollte diese Langzeit-EKG keine Auffälligkeiten 
zeigen, wird eine Implantation eines Loop Recorders erwogen.

Ad 3) Bei unkompliziertem Harnwegsinfekt wurde eine antibiotische Therapie mit 
Furantadin für 5 Tage verabreicht.

Ad 4) Bei erhöhten Blutzucker-Nüchternwerten und einem HbA1c von 8.4% wurde 
die Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2 gestellt. (…)

Ad 5) Die bei Austritt noch bestimmten Lipide zeigten eine Hypercholesterinämie 
und Hypertriglyceridämie. Die Einleitung einer Statintherapie über den Hausarzt 
wird empfohlen.

Ad 6) Die initial erhöhten Leberparameter normalisierten sich im Verlauf. (…)

Ad 8) Bei insuffizient substituierter Hypothyreose erhöhten wir die aktuelle Dosis.

Ad 9) Aufgrund von der Patientin beschriebenen Sodbrennen und bereits erhalte-
ner PPI-Therapie wurde diese wieder eingeleitet. 

Abschliessend wurde im erwähnten Austrittsbericht festgehalten, dass die Versi-
cherte am 7. Januar 2021 in gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlas-
sen werden konnte. 

4.2.2  Sodann liess sich die Versicherte seit dem 6. Oktober 2020 wegen eines 
Zervikalsyndroms im Spital H.________ ambulant physiotherapeutisch behan-
deln. Die betreffende Physiotherapeutin S.________ berichtete am 12. Februar 
2021, das Hauptproblem der Versicherten seien persistierende Schmerzen im 
Schulter-Nackenbereich. Die Schmerzen seien konstant vorhanden (maximal 
links 6-7/10 und rechts 8-9/10 auf der Numeric Rating Scale NR5). Seit einem 
Sturz im Dezember 2020 schmerze zudem immer wieder das linke Knie.

4.2.3  Der Hausarzt wiederholte in seinem Bericht vom 15. Februar 2021 die be-
reits bekannten Diagnosen, ohne aber eine die HWS betreffende Diagnose zu 
stellen. Zusätzlich führte er aus, die Versicherte sei auf dem Arbeitsmarkt auf-
grund ihres Übergewichts schlecht vermittelbar. Eine vorübergehende Arbeitsun-
fähigkeit resultiere aufgrund einer Befindlichkeitsstörung nach Spitalbehandlung 
wegen hypertensiver Entgleisung. Daneben sei sie wegen Nackenbeschwerden 
in physiotherapeutischer Behandlung. 

4.3 Nachdem der Hausarzt selber im Kontext mit den jüngsten Berichten (siehe 
Erw. 4.2.1 und 4.2.2) von einer lediglich vorübergehenden Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ausgeht (Erw. 4.2.3), bleibt es dabei, dass für angepasste Tätig-
keiten, welche das geschilderte ergonomische Profil einhalten (siehe Erw.3.8), 

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keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu veranschlagen ist, ohne 
dass eine zusätzliche medizinische Abklärung geboten wäre. Im Rahmen einer 
zulässigen antizipierten Beweiswürdigung ist nach der vorliegenden Aktenlage 
nicht mit wesentlichen neuen Erkenntnissen durch weitere Arztberichte zu rech-
nen.  

4.4.1  Nach dem Gesagten resultiert keine relevante Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit für angepasste Tätigkeiten, welche dem konkret umschriebenen ergo-
nomischen Profil entsprechen. Dies hat grundsätzlich für den Erwerbsbereich 
keinen Teilinvaliditätsgrad zur Folge (siehe aber auch nachfolgend, Erw. 4.5). 

4.4.2  Nachdem auch im Aufgabenbereich (Haushalt) keine anzurechnenden 
Einschränkungen ermittelt wurden (vgl. IV-act. 66) und die Beschwerdeführerin 
dieses im Haushaltabklärungsbericht enthaltene Ergebnis vor Gericht weder an-
satzweise, noch substantiiert in Frage gestellt hat, kann für diesen Haushaltsbe-
reich kein Teilinvaliditätsgrad angerechnet werden. In diesem Zusammenhang ist 
zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Schadenminderungspflicht eine gewis-
se Mithilfe des (wesentlich jüngeren) Ehemannes sowie des im gleichen Haus-
halt lebenden Sohnes angerechnet werden kann und praxisgemäss auch ange-
rechnet wird, namentlich für bestimmte Tätigkeiten, welche für die Versicherte 
ungünstig sind, wie beispielsweise das Tragen von schwereren Lasten (etc.).

4.5 Und selbst dann, wenn (entgegen den vorstehenden Erwägungen) für den 
Erwerbsbereich (70%) in Anbetracht der vorgebrachten Verschlechterung des 
Gesundheitszustands seit November 2020 (und mithin rund 2 Monate vor Erlass 
der angefochtenen Verfügung) eine gewisse (andauernde) Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit auch für angepasste, dem ergonomischen Profil entsprechende 
Tätigkeiten zu bejahen wäre (was wie erwähnt nicht zutrifft), bliebe es dabei, 
dass kein rentenbegründender IV-Grad bejaht werden könnte. Dies kann anhand 
eines Beispiels erläutert werden. Würde man beispielsweise eine Einschränkung 
von 50% auch für dem Gesundheitszustand der Versicherten adaptierte Tätigkei-
ten annehmen (was offenkundig als zu hoch zu veranschlagen wäre), würde (bei 
einem vergleichbaren Hilfsarbeiterinneneinkommen als Valide bzw. als Invalide) 
ein Teilinvaliditätsgrad von 35% (50 x 0.70) für den Erwerbsbereich (70%) resul-
tieren, was zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad für den Hausbereich (0%) 
weiterhin unter der rentenbegründenden Schwelle von 40% zu liegen käme.

5. Soweit mit der Beschwerde eine Eingliederungsmassnahme beantragt 
wird, hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (Ziff. 9) nachvollziehbar darge-
legt, weshalb im konkreten Fall kein Anspruch auf aktive Unterstützung bei der 
Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes besteht. Es geht hier nicht darum, dass 

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die Versicherte wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkungen nicht selber in 
der Lage wäre, auf dem ihr offenstehenden allgemeinen Arbeitsmarkt eine ihrem 
ergonomischen Profil angepasste Arbeit zu finden (siehe v.a. auch IV-act. 47). 
Beizupflichten ist der Argumentation der Vorinstanz, wonach Übergewicht als 
grundsätzlich IV-fremder Faktor keinen Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die 
Invalidenversicherung zu begründen vermag. Schliesslich ist auch kein Anspruch 
auf Umschulung gegeben, nachdem die in wenigen Monaten 56-jährige Versi-
cherte keine berufliche Ausbildung abgeschlossen hat und in der Vergangenheit 
jeweils einfache, angelernte Arbeiten (im Gastgewerbe und v.a. bei einem 
Grossverteiler) ausgeübt hat. 

6. Aus diesen dargelegten Gründen erweist sich die Beschwerde als unbe-
gründet, weshalb sie abgewiesen wird.

Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten der Beschwerde-
führerin auferlegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherung, Bern (A).

Schwyz, 24. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 3. September 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I