# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3de2df68-a2b3-5dd7-a665-9efac483140f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.05.2017 PA170015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA170015_2017-05-16.pdf

## Full Text

§ 24 Abs. 1 lit. b PatientenG, Zwangsbehandlung im Strafvollzug. Das Ver-
fahren und die Rechtsmittel richten sich nach Vorschriften des Erwachsenen-
schutzrechts. 
 
 
(aus einem Entscheid des Obergerichts:) 

(II) 1. Prozessuales  

1.1 Der Beschwerdeführer befindet sich in einer stationären Massnahme nach 

dem StGB. Für die Zwangsbehandlung und die freiheitseinschränkenden Mass-

nahmen gelangt somit das Patientinnen- und Patientengesetz vom 5. April 2004 

(nachfolgend PatientenG) zur Anwendung (§ 1 Abs. 2 und § 24 Abs. 1 lit. b Pati-

entenG). Für das Verfahren und den Rechtsschutz kommen – wie die Vorinstanz 

zutreffend festhält  – sodann die Bestimmungen des ZGB sowie des Einführungs-

gesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutz vom 25. Juni 2012 (EG KESR) zu 

den freiheitseinschränkenden Massnahmen und den Zwangsbehandlungen im 

Rahmen fürsorgerischer Unterbringungen sinngemäss zur Anwendung (§ 27 Abs. 

2 PatientenG). 

1.2 Entsprechend richtet sich das Verfahren bei der Beschwerde nach den Be- 

stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz nach 

Art. 450 ff. ZGB (vgl. Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Sodann gelangen die §§ 62 ff. 

EG KESR zur Anwendung, worin unter anderem Art. 446 Abs. 1 ZGB als sinnge-

mäss anwendbar erklärt wird, d.h. der Sachverhalt ist von Amtes wegen zu erfor-

schen. 

Obergericht, II. Zivilkammer 
Urteil vom 16. Mai 2017 

Geschäfts-Nr.: PA170015-O/U