# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c090aac-3ad6-5b9d-82e9-17ca7d00418a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2008 D-65/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-65-2007_2008-10-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-65/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Walter Lang, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, Geburtsdatum unbekannt, Uganda, alias 
B._______, geboren X._______, Uganda,
vertreten durch Necmettin Isler, Caritas Schweiz, 
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 29. No-
vember 2006 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-65/2007

Sachverhalt:

A.
Gemäss  eigenen  Angaben  verliess  der  Beschwerdeführer  sein  Hei-
matland am 17. August 2006 auf dem Luftweg und gelangte über ihm 
unbekannte Länder am 19. August  2006 in  die Schweiz,  wo er  glei-
chentags  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  in  D._______  ein 
Asylgesuch stellte.

Am 29. August 2006 wurde der Beschwerdeführer im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum in  D._______ befragt  und am 7. November  2006 
durch die zuständige kantonale Fremdenpolizeibehörde im Beisein ei-
ner  vom  Kanton  E._______  als  Rechtsvertreter  für  unbegleitete 
minderjährige Asyl Suchende bestimmten Person angehört.

Zur Begründung seines Asylgesuchs führte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen an, er stamme aus F._______ in der Provinz G._______. 
Sein Vater sei von den Rebellen der H._______ umgebracht worden, 
als  er  noch  ein  kleiner  Junge  gewesen  sei.  Das  Dorf  und  seine 
Umgebung  sei  von  diesen  Rebellen  immer  wieder  heimgesucht 
worden. Im Jahre 2003 hätten ihn die Rebellen beim Melken im Stall 
geschlagen, seine Mutter mit Schüssen getötet und ihn schliesslich ins 
Rebellencamp mitgeschleppt. Dort sei er mit 25 weiteren Jugendlichen 
während zweier Monate in einem kleinen Raum festgehalten worden. 
Anschliessend habe man ihn zwangsweise ausgebildet, um gegen die 
Soldaten der  "United Peoples Democratic Front" (UPDF) kämpfen zu 
können, und ihm dafür ein Messer sowie eine AK47 ausgehändigt. In 
der  Folge habe er  sich an mehreren Angriffen der  Rebellen auf  die 
ugandische Armee respektive Zivilpersonen beteiligen müssen, wobei 
er jeweils bestraft worden sei,  wenn er sich geweigert  habe. Am 15. 
Juli  2006 sei das Rebellencamp von Soldaten der UPDF angegriffen 
und bombardiert worden, wobei die Rebellen in sämtliche Richtungen 
die Flucht ergriffen hätten. Im allgemeinen Tumult sei ihm die Flucht in 
einen  Wald  gelungen,  wo  er  sich  zunächst  während  fünf  Tagen 
versteckt  gehalten  habe.  Anschliessend  habe  er  eine  Strasse 
gefunden,  an  welcher  er  den  ganzen  Tag  entlang  gelaufen  sei. 
Schliesslich  habe ein  Wagen angehalten,  worin  sich  zwei  Geistliche 
befunden  und  ihm  weitergeholfen  hätten.  Diese  hätten  ihn  nach 
Kampala  mitgenommen,  wo  er  zwei  Monate  in  einem  Gotteshaus 
Unterschlupf gefunden habe. Der Pfarrer I._______ habe ihm gesagt, 
er werde ihm eines Tages helfen, nach Europa zu gehen, da dies die 

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einzige Lösung für ihn sei. Am 17. August 2008 sei dann T.A. mit ihm 
zusammen bis in die Schweiz gereist. Auf die weiteren Ausführungen 
des Beschwerdeführers wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

B.
Mit Verfügung des BFM vom 29. November 2006 - eröffnet am 30. No-
vember 2006 - wurde das Asylgesuch des Beschwerdeführers abge-
lehnt  und die Wegweisung sowie deren Vollzug verfügt. Zur  Begrün-
dung wurde angeführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden 
den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylge-
setzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  nicht  standhalten,  so 
dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. Insbesondere sei 
aufgrund diverser Ungereimtheiten im Sachverhaltsvortrag die geltend 
gemachte  Minderjährigkeit  des  Beschwerdeführers  nicht  nachgewie-
sen.  Daher  habe  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  Wegwei-
sungsvollzugs  die  Folgen der  Beweislosigkeit  zu  tragen,  weshalb  er 
sich  nicht  auf  die  für  die  Minderjährigkeit  geltenden  Regeln  berufen 
könne. Der Wegweisungsvollzug sei daher vorliegend als zulässig, zu-
mutbar und möglich zu erachten.

C.
Mit  Eingabe vom 29. Dezember  2006 (Poststempel: 3. Januar 2007) 
und Ergänzung vom 15. Januar 2007 beantragte der Beschwerdefüh-
rer durch seinen Rechtsvertreter die Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft sowie die Gewährung von Asyl. Es sei  die Unzulässigkeit  und 
die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und als Folge davon 
die vorläufige Aufnahme von Amtes wegen zu erteilen. Der angefoch-
tene Entscheid sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorins-
tanz zurückzuweisen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 
zuzuerkennen und die zuständigen kantonalen Behörden seien anzu-
weisen, auf Vollzugsmassnahmen einstweilen zu verzichten. Ferner sei 
die  unentgeltliche  Prozessführung  im  Sinne  von  Art.  65  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und es sei von der Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  abzusehen,  unter  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolge. Auf die Begründung wird, soweit wesentlich, in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

D.
Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 18. Januar 2007 

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wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass er gemäss Art. 42 AsylG 
den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne und über 
das Gesuch um Erlass der  Verfahrenskosten -  im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG  - zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde. Fer-
ner wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und 
auf  das  Gesuch  um Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung 
der Beschwerde nicht eingetreten.

E.
Mit Verfügung des BFM vom 25. Januar 2007 wurde das Gesuch des 
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 12. Januar 2007 um Än-
derung  respektive  Berichtigung  der  Personalien  im  automatisierten 
Personenregistratursystem AUPER2 abgelehnt.

Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

F.
Die  Vorinstanz  beantragte  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  5.  Februar 
2007 die Abweisung der Beschwerde, da die Beschwerdeschrift keine 
neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel enthalte, welche eine 
Änderung  des  vorinstanzlichen  Standpunktes  zu  rechtfertigen  ver-
möchten.

G.
Mit Zwischenverfügung vom 7. Februar 2007 wurde dem Rechtsvertre-
ter  des  Beschwerdeführers  die  vorinstanzliche  Vernehmlassung  zur 
Kenntnisnahme gebracht  und ihm die  Gelegenheit  eingeräumt,  dazu 
Stellung zu nehmen.

Der  Rechtsvertreter  replizierte  mit  Eingabe  vom  21.  Februar  2007 
(Poststempel: 22. Februar 2007).

H.
Mit Eingabe vom 10. April 2008 reichte der Rechtsvertreter einen ärzt-
lichen  Bericht,  datierend  vom 21.  Februar  2008,  betreffend  den  ge-
sundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers zu den Akten.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  VwVG. Das BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorins-
tanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesver-
waltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegen-
den  Beschwerde  und  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig 
(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG).

1.3 Zur  Prozessfähigkeit  des  Beschwerdeführers  ist  festzustellen, 
dass  diese  das  prozessuale  Gegenstück  der  materiellrechtlichen 
Handlungsfähigkeit darstellt und grundsätzlich an die gleichen Voraus-
setzungen  wie  letztere  geknüpft  ist  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungs-
rechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S.   180).  Die  Anwendbarkeit  des 
Schweizerischen  Rechts  ergibt  sich  in  diesem  Zusammenhang  aus 
Art.  35  Abs.  1  in  Verbindung  mit  Art.  20  des  Bundesgesetzes  vom 
18. Dezember  1987  über  das  Internationale  Privatrecht  (IPRG,  SR 
291).  Prozessfähigkeit  setzt  wie  Handlungsfähigkeit  grundsätzlich 
Mündigkeit  und Urteilsfähigkeit  voraus (Art. 13  des  Schweizerischen 
Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Seit  dem 
1. Januar  1996  ist  nach  Schweizerischem  Recht  mündig,  wer  das 
18. Lebensjahr vollendet hat (Art. 14 Abs. 1 ZGB). Urteilsfähig ist je-
der, dem es nicht wegen seines Kindesalters oder infolge anderer Um-
stände an der Fähigkeit mangelt, vernunftgemäss zu handeln (Art. 16 
ZGB). Urteilsfähige Unmündige können sich zwar grundsätzlich nur mit 
der  Zustimmung  ihrer  gesetzlichen  Vertreter  durch  ihre  Handlungen 
verpflichten (Art. 19 Abs. 1 ZGB); ohne diese Zustimmung vermögen 
sie indessen Rechte auszuüben, welche ihnen um ihrer Persönlichkeit 
willen zustehen (Art. 19 Abs. 2 ZGB). Nach Lehre und Praxis gelten 

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sowohl die Einreichung des Asylgesuchs als auch die Ergreifung von 
in diesem Kontext stehenden Rechtsmitteln als solche "höchstpersönli-
che"  Rechte  (vgl.  ALBERTO ACHERMANN/CHRISTINA HAUSAMMANN,  Handbuch 
des Asylrechts, 2. Aufl., Bern/Stuttgart 1991, S. 238 f.). Der Beschwer-
deführer  war,  wird  seinen eigenen Ausführungen zum Datum seiner 
Geburt gefolgt, zwar im Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuches, 
der  Erstbefragung  im  Empfangszentrum,  der  kantonalen  Anhörung 
(dort  im Beisein einer Vertrauensperson) sowie bei der Beschwerde-
einreichung unmündig. Wie nachfolgend im Einzelnen dargelegt wird, 
gelingt es dem Beschwerdeführer indes nicht,  den Sachumstand der 
Minderjährigkeit  zu  beweisen  oder  wenigstens  glaubhaft  zu  machen 
(vgl.  E.  5.2).  Gemäss  dem  Grundsatz  von  Art.  8  ZGB  hat  der 
Beschwerdeführer in diesem Punkt die Beweislast, mithin die Folgen 
dafür zu tragen, dass die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit 
unbewiesen geblieben ist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.1 
und 5.2 S. 208 f.). Im Rahmen der vorliegenden Prüfung der Eintre-
tensvoraussetzungen ist  alsdann von der  Mündigkeit  und Prozessfä-
higkeit des Beschwerdeführers auszugehen (vgl. dazu auch E. 5.2 die-
ses Urteils).

Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer legitimiert; auf die form- 
und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  einzutreten  (Art. 108 
Abs. 1  AsylG  sowie  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art.  48  Abs.  1  und  Art. 52 
VwVG).

2.  

2.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Als  Flüchtling  wird  eine  ausländische  Person 
anerkannt,  wenn sie in ihrem Heimatstaat  oder im Land,  in  dem sie 
zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zuge-
hörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politi-
schen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  ist  oder be-
gründete  Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als 
ernsthafte  Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib, 
Leben  oder  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen 
psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist 
Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

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2.2 Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  mass-
geblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden 
(Art. 7 AsylG).

3.  

3.1 Die  Vorinstanz  hielt  zur  Begründung  des  ablehnenden  Asylent-
scheides  im  Wesentlichen  fest,  laut  gängiger  Rechtsprechung  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) in EMARK 2005 Nr. 16, 
2004 Nr. 30, 2001 Nr 21, 2001 Nr. 22 und 2000 Nr. 19) beruhe die Be-
urteilung des Alters eines Gesuchstellers auf allen Indizien des Dos-
siers, welche für oder gegen seine behauptete Minderjährigkeit spre-
chen würden. Dem Beschwerdeführer  sei  es jedoch nicht  gelungen, 
seine behauptete Minderjährigkeit glaubhaft darzulegen. Der Aufforde-
rung,  innert  48  Stunden  Ausweise  bezüglich  seiner  Identität  und 
Staatsangehörigkeit  einzureichen,  sei  er  weder  innert  Frist  noch  bis 
dato nachgekommen. Die angeführte Rechtfertigung des Beschwerde-
führers  sei  angesichts  der  vorgebrachten  Ausreiseumstände  (Hilfe 
durch zwei Geistliche) als nicht haltbar zu qualifizieren. Weiter setze 
die behauptete Flugreise von J._______ nach Europa zwingend das 
Vorhandensein  eines  Passes  voraus,  insbesondere  auch  bei  der 
Einreise  in  einen  europäischen  Staat.  Es  müsse  daher  dem 
Beschwerdeführer möglich sein, den für die Ausreise benötigten Pass 
vorzulegen,  der  die  behauptete  Minderjährigkeit  nachweise.  Ein 
solches  Dokument  habe  der  Beschwerdeführer  aber  trotz 
entsprechender  Aufforderung  nicht  beigebracht.  Zudem  seien  die 
Aussagen  über  den  behaupteten  Geburtsort  meist  ungenau  und 
teilweise  tatsachenwidrig  ausgefallen.  Daher  sei  zwingend  zu 
schliessen,  dass  der  Beschwerdeführer  gar  nicht  aus  F._______ 
stamme  und  dort  zum  geltend  gemachten  Zeitpunkt  -  X._______  - 
geboren worden sei. Folglich stellten dieser nicht glaubhaft dargelegte 
Geburtsort  sowie  das  Geburtsdatum ebenfalls  ein  gewichtiges  Indiz 
dar,  welches  gegen  die  vom  Beschwerdeführer  behauptete 
Minderjährigkeit spreche. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer 
bei  seinen  Befragungen  einen  abgeklärten,  reifen  und  intelligenten 
Eindruck  hinterlassen.  Dies  habe  sich  insbesondere  in  der  Art  und 

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Weise seiner Antworten bei der kantonalen Befragung gezeigt. Dieses 
Erscheinungsbild  lasse  sich  indessen  nicht  mit  seiner  geltend 
gemachten  geringen  Schulbildung  vereinbaren.  Vielmehr  sei  von 
einem bereits mehrjährigen Schulbesuch und einer Sozialisierung im 
städtischen Milieu auszugehen. Auch die angeführten Berufsperspek-
tiven  (gewünschte  Ausbildung  zum  Buchhalter,  Mathematik-  oder 
Computerspezialist) liessen darauf schliessen. Schliesslich sei der Be-
schwerdeführer  offenbar  allein  von Afrika  bis  in  die  Schweiz gereist 
und habe dabei mehrere Länder durchquert. Gemäss ständiger ARK-
Rechtsprechung sei jedoch eine solche Reise für einen angeblich Min-
derjährigen  ohne  Papiere  nicht  möglich.  Weiter  seien  die  Aussagen 
des Beschwerdeführers zu seinem vermeintlichen Geburts- und Her-
kunftsort  sowie zur Heimatregion unsubstanziiert  und teilweise unzu-
treffend ausgefallen. Sowohl zum Geburts- und Herkunftsort als auch 
zum  behaupteten  Schulbesuch  in  F._______  habe  der 
Beschwerdeführer keinerlei Beweise oder Unterlagen ins Recht gelegt.

Davon ableitend würden erste generelle  Zweifel  an den angeführten 
Ereignissen - Tötung seiner Eltern durch Rebellen, Verletzung des Be-
schwerdeführers,  Entführung  durch  Rebellen,  dreijähriger  Aufenthalt 
bei den Rebellen, fehlendes Beziehungsnetz - aufkommen.

Überdies habe der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Rebellenan-
griffs sowie zu seiner Flucht aus dem Rebellencamp widersprüchliche 
Angaben gemacht, was die Zweifel an den angeführten Asylvorbringen 
verstärken würden. Weiter seien die vom Beschwerdeführer gelieferte 
Abkürzung der fraglichen Rebellengruppe sowie die Ausführungen zu 
deren Führer inkorrekt ausgefallen. Auch habe er zur benutzten Waffe 
tatsachenwidrige Angaben gemacht. Vom Beschwerdeführer, der zirka 
drei Jahre bei der Rebellengruppe gekämpft haben soll, wären jedoch 
diesbezüglich  tatsachengerechte  Aussagen  zur  Rebellenbewegung, 
deren  Gegner  sowie  zur  benutzten  Waffe  zu  erwarten  gewesen. 
Überdies habe er bei der Kantonsbefragung das Sachverhaltselement, 
wonach er aufgrund der Missachtung von Befehlen für zwei Tage in ein 
wassergefülltes  Erdloch  gesteckt  worden  sei,  nachgeschoben. Auch 
habe sich der  Beschwerdeführer  wenig detailliert  über  die  vermeint-
lichen Rebellenangriffe, bei welchen sein Vater und dann auch seine 
Mutter umgebracht worden seien, geäussert. Zudem würden den ent-
sprechenden  Schilderungen  die  persönliche  Betroffenheit  sowie  die 
notwendigen Realkennzeichen fehlen. Auch über die Ausbildungszeit 
bei  den Rebellen,  die  Lage  des Rebellencamps,  die  durchgeführten 

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Angriffe gegen die UPDF, das Herstellerland und die Bedeutung der 
Abkürzung der AK47 und die benutzten Bomben habe der Beschwer-
deführer keine genauen Angaben geben können.

Auch diese wenig detaillierten Angaben würden mit Nachdruck aufzei-
gen,  dass  die  diesbezüglichen  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
nicht der Wahrheit entsprechen würden, weshalb es sich erübrige, auf 
weitere vorhandene Ungereimtheiten im Sachverhaltsvortrag einzuge-
hen.

3.2  

3.2.1 Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer in seiner Rechts-
mitteleingabe  im  Wesentlichen  ein,  die  Erwartung  der  Vorinstanz 
bezüglich der Papierbeschaffung über die beiden ihm bei der Ausreise 
hilfreich zur Seite gestandenen Geistlichen sei nicht nachvollziehbar, 
da es sich um eine illegale Ausreise mit falschem Pass gehandelt ha-
be. Die Einreichung dieses Passes könne kaum seine Glaubwürdigkeit 
respektive  die  angeführte  Minderjährigkeit  beweisen.  Zudem  sei  die 
heutige  Bereitschaft  zur  Papierbeschaffung  vor  Ort  betreffend  einen 
ehemaligen Kindersoldaten in Uganda eher als fragwürdig zu erach-
ten. Es sei problematisch, behördlicherseits von ihm zu verlangen, sich 
für die Papierbeschaffung an eine Person zu wenden, deren Motivation 
für die damalige Hilfe an eine minderjährige Person unbekannt gewe-
sen sei. Es sei zu berücksichtigen, dass gemäss neuesten Schätzun-
gen der UNICEF eine Mehrheit (55%) der Geburten in Entwicklungs-
ländern nicht registriert  würden. Ferner sei im Gegensatz zur vorins-
tanzlichen Auffassung festzuhalten, dass seine erhebliche Zurückhal-
tung und feine Art  nicht  mit  Reife, sondern  eher mit  Verunsicherung 
vergleichbar sei. Auch der geäusserte Berufswunsch sei nicht  derart 
abwegig, wie dies die Vorinstanz zu glauben vorgebe, zumal Jugendli-
che im Vergleich zu Erwachsenen etwas mutiger und fantasievoller be-
züglich ihrer  Zukunftswünsche seien. Den Protokollen sei  zu entneh-
men, dass er nicht alleine, sondern in Begleitung eines Pfarrers und 
unter Verwendung eines gefälschten Reisepasses in die Schweiz ge-
reist sei. Papierlosigkeit beweise nicht automatisch die Unglaubwürdig-
keit der betroffenen Person, zumal genügend Personen ohne Papiere 
von den schweizerischen Asylbehörden auch als Flüchtlinge anerkannt 
worden seien.

Hinsichtlich  der  Angaben  zu  seinem  Herkunftsort  sei  anzumerken, 

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dass der real existierende Distrikt  K._______ vor Ort  als G._______ 
bezeichnet  werde. Da es  in  Uganda über  fünfzig Distrikte  gebe und 
sich die Zuteilung der Ortschaften zu diesen Distrikten laufend ändere, 
habe er heute noch Mühe, die Ortschaften nach deren genauen Dis-
trikten  aufzuteilen. Weiter  seien  zwar  seine  Angaben  zu  F._______ 
nicht sehr ausführlich, aber doch als genügend zu erachten, zumal er 
über diesen Ort wenig intensiv befragt worden sei. Zum Widerspruch 
hinsichtlich  des  Todeszeitpunktes  seiner  Mutter  und  der  Flucht  aus 
dem  Rebellencamp  sei  anzuführen,  dass  gerade  im  afrikanischen 
Kontext diesbezüglich Verwechslungen vorkommen würden. In diesem 
Zusammenhang  sei  ferner  auf  den  summarischen  Charakter  der 
Erstbefragung  hinzuweisen  und  darauf,  dass  die  dortige 
Rückübersetzung  sehr  schnell  vonstatten  gegangen  sei.  Hinsichtlich 
der  Abkürzung  für  die  H._______  habe  er  auf  Nachfrage  seiner 
Rechtsvertretung  die  genaue  Bezeichnung  M._______  artikulieren 
können. Für die ungenaue Bezeichnung der Abkürzung UPDF sei als 
Erklärung die ausschliessliche Benutzung dieser Abkürzung im Alltag 
zu sehen. Bezüglich der vom BFM bemängelten Waffenkenntnisse sei 
anzuführen,  dass  bei  der  Ausbildung durch die  Rebellen  weder  von 
einer fundierten militärischen Ausbildung gesprochen noch von einem 
Minderjährigen  das  hochkomplizierte  technische  Wissen  über  die 
AK47-Waffe auf diesem Niveau habe erwartet werden können. Ferner 
habe  er  in  Anbetracht  seines  Alters  und  seiner  Schulbildung 
hinreichende  Informationen  über  die  Rebellenbewegung  und  deren 
Gegner  gegeben. Auch habe er  das Aussehen der Rebellen  ähnlich 
wie  in  verschiedenen  internationalen  Quellen  zu  lesen  sei, 
beschrieben,  weshalb  seine  Aussagen  als  realistisch  zu  erachten 
seien. Weiter habe er keine bestimmte Ortschaft für das Rebellenlager 
nennen können, zumal diese praktisch im Busch gelebt hätten.

3.2.2 Da die Vorinstanz sein Asylgesuch fälschlicherweise abgelehnt 
und ihn  mit  einer  subjektiven Annahme als  Erwachsenen  betrachtet 
habe, seien ihm als Folge davon die Rechte des Kindes rechtswidri-
gerweise nicht zugesprochen worden, weshalb der angefochtene Ent-
scheid aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen sei. Überdies habe das BFM hinsichtlich  der  Altersbestim-
mung das rechtliche Gehör verletzt. Entsprechend der auch im Verwal-
tungsverfahren gültigen Beweisregel von Art. 8 ZGB, wonach derjenige 
das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen habe, der 
aus ihr Rechte ableite, habe dementsprechend die  Asylbehörde auch 
den Nachweis zu erbringen, dass er tatsächlich am fraglichen, einsei-

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tig von der Behörde festgesetzten Geburtsdatum vom 1. Januar 1989 
geboren sei. Diesbezüglich seien weder er noch sein gesetzlicher Ver-
treter  über  diesen  Wechsel  des  Geburtsdatums  informiert  worden. 
Auch  sei  die  angefochtene  Verfügung  nicht  seinem  Rechtsvertreter, 
sondern ihm selber eröffnet  worden,  weshalb insgesamt eine krasse 
Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege.

3.2.3 Schliesslich seien bei ihm die Voraussetzungen für die Zuerken-
nung der Flüchtlingseigenschaft gegeben, da er aufgrund seiner Kind-
heit  respektive  seiner  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen 
Gruppe in einem Bürgerkriegsgebiet von unkontrollierten bewaffneten 
Gruppen bedroht und missbraucht worden sei.

3.3 In der Vernehmlassung vom 5. Februar 2007 hält die Vorinstanz im 
Wesentlichen fest, hinsichtlich der als unglaubhaft erachteten Minder-
jährigkeit des Beschwerdeführers sei nochmals auf den Umstand hin-
zuweisen, dass der Beschwerdeführer unmöglich über den Flughafen 
in  J._______  habe  ausreisen  und  ebenfalls  auf  dem Luftweg  in  ein 
europäisches Land habe einreisen können, ohne dabei im Besitz eines 
Passes gewesen zu sein. Diesen Pass müsste der Beschwerdeführer 
zwingend  vorlegen  können,  um seine  Minderjährigkeit  zu  beweisen, 
was er aber bisher unterlassen habe. Sämtliche diesbezüglichen Vor-
würfe seien folglich als haltlos zu bezeichnen. Die genannten UNICEF-
Quellen würden zudem völlig am vorliegenden Fall vorbeizielen, da es 
sich beim Beschwerdeführer weder um einen Kindersoldaten noch um 
eine  Person  aus  der  vorgegebenen  Herkunftsregion  G._______ 
handle.  Auch  die  Einwände,  wonach  der  Beschwerdeführer  richtige 
Aussagen über seine behauptete Herkunftsregion gemacht habe und 
in letzter Zeit viele diverse Schreibweisen und Distriktbildungen statt-
gefunden  hätten,  seien  untauglich.  Einerseits  würden  in  der  Umge-
bung der Ortschaft F._______ mehrere Ortschaften existieren, die der 
Beschwerdeführer offenbar nicht kenne, und andererseits seien auch 
die Rechtfertigungen über die fehlenden Distriktkenntnisse nicht nach-
vollziehbar. Dem Beschwerdeführer würden ganz offensichtlich die not-
wendigen  länderkundlichen  Kenntnisse,  welche  ein  Bewohner  zwin-
gend  aufweisen  müsste,  welcher  in  der  besagten  (...)  Region 
aufgewachsen und sein gesamtes Leben dort verbracht haben wolle, 
fehlen. Daher sei an den bisherigen Schlussfolgerungen, wonach der 
Beschwerdeführer  weder  seinen  behaupteten  Geburtsort  noch  sein 
Geburtsdatum - X._______ in F._______ - glaubhaft  dargelegt habe, 
festzuhalten.  Zudem  liege  im  Asylverfahren  die  Beweislast, 

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insbesondere  auch jene bezüglich  der  behaupteten Minderjährigkeit, 
beim  Asylsuchenden.  Er  müsse  den  Behörden  seine  behauptete 
Minderjährigkeit glaubhaft nachweisen und nicht die Asylbehörden den 
Beweis erbringen, dass er nicht minderjährig sei. In Anlehnung an die 
bestehende Rechtsprechung habe das BFM jedoch überzeugend und 
mit  klaren  Argumenten  aufgezeigt,  wieso  die  behauptete  Min-
derjährigkeit und die Herkunft des Beschwerdeführers nicht glaubhaft 
dargelegt worden seien. Folglich seien auch seinen dort angeblich er-
lebten  Ereignissen  die  Grundlage  entzogen.  Die  diesbezüglich  ins 
Recht  gelegten Quellen  vermöchten in  keiner  Weise die persönliche 
Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers zu untermauern. Sodann wür-
den im Asylverfahren die persönlichen Aussagen der asylsuchenden 
Person an ihrer Glaubwürdigkeit gemessen. Es könne nicht eine hypo-
thetische Beweisführung aufgestellt  werden, indem zahlreiche öffent-
lich zugängliche Internetquellen über Vorfälle in Uganda beschafft wür-
den, worin über Kindersoldaten berichtet werde, um dann davon her-
leitend die nirgends bewiesene Schlussfolgerung zu ziehen, die Vor-
bringen einer asylsuchenden Person seien glaubhaft, da eben gerade 
solche Vorfälle dokumentiert seien. Diese Art der "Beweisführung" zie-
he sich durch die gesamte Beschwerde hin, untermauere jedoch die 
persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers in keiner Weise.

3.4 In seiner Replik vom 21. Februar 2007 bringt der Beschwerdefüh-
rer vor, die Vorinstanz habe ihre Asylverweigerung in seinem Fall we-
der beweisen noch objektiv begründen können. Das Vorgehen der Vor-
instanz, wonach er ausgehend von der Papierlosigkeit nicht nur als un-
glaubwürdig, sondern auch als nicht minderjährig erachtet werde, stel-
le ein Abschieben der Beweislast  auf  eine minderjährige Person dar 
und verstosse gegen die Untersuchungspflicht der Behörde, was mit 
dem Grundsatz der Verhältnismässgkeit nicht vereinbar sei.

Beim erwähnten Pass habe es sich um einen falschen Pass gehandelt, 
was zu seiner Identifikation nicht  dienlich gewesen wäre. Zudem sei 
der erwähnte Pass während der Ausreise im Besitz des Pfarrers gewe-
sen und dieser habe auch nicht gewollt,  dass er diesen Pass sehen 
könne. Zudem sei bekannt, dass Schlepper oder andere Helfer solche 
Pässe am Schluss der Reise wieder einziehen würden, damit sie diese 
Papiere  für  die  nächsten  Flüchtlinge  wieder  benützen  könnten.  Die 
UNICEF-Quellen  seien im Zusammenhang  mit  der  Papierlosigkeit  in 
Afrika erwähnt worden, um auf die Tatsache hinzuweisen, dass mehre-
re  Millionen dieses  Kontinentes  aufgrund  der  gesellschaftlichen Ent-

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wicklung und der aktuellen politischen Situation papierlos seien. Weiter 
habe er  durchaus genügend Ortschaften nennen können,  die  in  der 
Umgebung  der  Ortschaft  F._______  beziehungsweise  im  Distrikt 
K._______  lägen.  Das  BFM  habe  keinerlei  Namen  von  Ortschaften 
erwähnt, welche er nicht gekannt haben soll. Es sei nicht zu erwarten, 
dass er seine Kenntnisse über etwas beweisen solle, wenn dabei nicht 
klar sei, was genau gefragt werde oder gemeint sei. Er habe lediglich 
auf  das Chaos und die ständige Bewegung betreffend Zuteilung der 
Ortschaften  nach  Distrikten  in  Uganda  aufmerksam machen  wollen, 
was  seine  Verunsicherung  betreffend  Distriktkenntnisse 
nachvollziehbar  mache.  Hinsichtlich  der  angeblich  fehlenden 
länderkundlichen  Kenntnisse  sei  zu  entgegnen,  dass  die  Vorinstanz 
diesbezüglich unverhältnismässig übertreibe. Zudem wäre es für das 
BFM auch möglich gewesen, eine LINGUA-Analyse einzuholen, wenn 
sie an seiner Herkunft so eindeutig gezweifelt hätte, was jedoch nicht 
geschehen sei.

Unbegleitete  Asylbewerber  müssten  grundsätzlich  ihr  Alter  nachwei-
sen. Sei der Nachweis nicht möglich oder bestünden ernste Zweifel, so 
könne die Behörde das Alter der betroffenen Person schätzen, wobei 
diese Schätzung objektiv vor sich gehen müsse. Zwar habe er bis dato 
keine Beweismittel zu seiner Identifikation beschaffen können, jedoch 
alle  Informationen  betreffend  seine  Identität  ausführlich  angegeben. 
Bis jetzt  habe er  erfolglos versucht,  Nachforschungen über den Ver-
bleib des Pfarrers anzustellen. Da die Vorinstanz seine Minderjährig-
keit rechtswidrigerweise aberkannt habe, sei zugunsten des Kindes zu 
entscheiden und ihn im Asylverfahren als minderjährige Person zu be-
handeln. Die von ihm und der Vorinstanz vorgelegten Fakten seien in 
seinem Fall entsprechend zu beurteilen.

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer beantragt in Ziffer 3 seiner Beschwerdeer-
gänzung, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Er begründet dies damit, 
dass die Vorinstanz sein Asylgesuch fälschlicherweise abgelehnt und 
ihn mit einer subjektiven Annahme als Erwachsenen betrachtet habe, 
weshalb ihm als Folge davon die Rechte des Kindes rechtswidriger-
weise nicht zugesprochen worden seien. Überdies habe das BFM hin-
sichtlich der Altersbestimmung des rechtliche Gehör verletzt. Entspre-
chend  der  auch  im  Verwaltungsverfahren  gültigen  Beweisregel  von 

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Art. 8 ZGB, wonach derjenige das Vorhandensein einer  behaupteten 
Tatsache zu beweisen habe, der aus ihr Rechte ableite, habe dement-
sprechend die Asylbehörde auch den Nachweis zu erbringen, dass er 
tatsächlich am fraglichen, einseitig von der Behörde festgesetzten Ge-
burtsdatum vom 1. Januar 1989 geboren sei. Diesbezüglich seien we-
der er noch sein gesetzlicher Vertreter über diesen Wechsel des Ge-
burtsdatums informiert worden. 

4.2  

4.2.1 Der  Beschwerdeführer  wurde  nach  eigenen  Aussagen  am 
X._______ geboren. Nach dem massgebenden schweizerischen Recht 
(vgl. EMARK 1994 Nr. 11 E. 4d S. 92) wurde der  Beschwerdeführer 
somit  -  an  seinem  18.  Geburtstag  -  am Y._______  mündig  (Art.  14 
ZGB).  Vorliegend stösst  die  Rüge betreffend die im  Übereinkommen 
vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) 
enthaltenen Bestimmungen ins Leere, weil das BFM in casu zu Recht 
davon ausgegangen ist,  der Beschwerdeführer sei  volljährig (s. dazu 
unten E. 5.2).

4.2.2 Hinsichtlich des angeblich einseitig von der Behörde festgesetz-
ten  Geburtsdatums  vom  1.  Januar  1989  sowie  der  diesbezüglichen 
Nichtinformation  seitens  der  Asylbehörden  ist  anzuführen,  dass  die 
Vorinstanz  in  ihrem  Entscheid  vom 25.  Januar  2007  betreffend  Da-
tenänderung in AUPER2 das entsprechende Gesuch um Berichtigung 
der Personendaten ablehnte. Dieser  Entscheid erwuchs unangefoch-
ten in Rechtskraft. Zur Begründung führte es dabei aus, aufgrund ei-
nes Kanzleiversehens sei fälschlicherweise das Geburtsdatum "1. Ja-
nuar 1989" erfasst worden. Die alten Datensätze seien jedoch mittler-
weile korrigiert  worden. Da die Vorinstanz das falsch aufgenommene 
Geburtsdatum selber korrigierte und der Beschwerdeführer denn auch 
den oben erwähnten BFM-Entscheid betreffend Berichtigung der Per-
sonendaten  nicht  anfocht,  erweist  sich  die  diesbezügliche  Rüge  der 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als nicht stichhaltig.

4.2.3 Was den Einwand betrifft, die angefochtene Verfügung sei nicht 
seinem Rechtsvertreter, sondern ihm selber eröffnet worden, weshalb 
auch dadurch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege, ist Fol-
gendes entgegenzuhalten: Gemäss Art. 38 VwVG darf einer Partei aus 
mangelhafter Eröffnung kein Nachteil erwachsen. Bei mangelhafter Er-
öffnung einer Verfügung wird der Fristenlauf  bis zur ordentlichen Er-
öffnung derselben nicht ausgelöst und bis dahin kommt der Verfügung 

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auch keine formelle Rechtskraft  zu und einer Anfechtung kann nicht 
die  abgelaufene Beschwerdefrist  entgegengehalten  werden. Die  Fol-
gen eines Eröffnungsmangels werden aufgrund einer Interessenabwä-
gung  bestimmt.  Sinn  und  Ziel  dieser  Abwägung  ist,  die  Partei  vor 
Nachteilen, die sie infolge des Mangels erleiden würde, zu schützen. 
Gemäss  der  Praxis  ist  deshalb  dem Rechtsschutzinteresse  Genüge 
getan, wenn die objektiv mangelhafte Eröffnung trotz des Mangels ih-
ren Zweck erreicht hat. Ausschlaggebend ist  dabei,  ob die Partei  im 
konkreten  Einzelfall  tatsächlich  irregeführt  und  benachteiligt  wurde 
(vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 130 ff., Rn 362 
ff.).  Indem  die  Vorinstanz  den  angefochtenen  Entscheid  dem  Be-
schwerdeführer  selber  und  nicht  seinem  Rechtsvertreter  eröffnete, 
sind diese jedoch weder einem Irrtum unterlegen noch erlitt  der Be-
schwerdeführer  deswegen  einen  Nachteil.  Die  Rechtsmitteleingabe 
wurde  denn  auch  innerhalb  der  30-tägigen  Beschwerdefrist  einge-
reicht. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs kann demnach 
auch in diesem Punkt nicht gehört werden.

Bei  dieser Sachlage ist  das in diesem Zusammenhang gestellte Be-
gehren um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks Neube-
urteilung abzuweisen.

5.  

5.1 Dem  BFM  ist  zunächst  darin  zuzustimmen,  dass  bei  fraglicher 
Minderjährigkeit  nach der Bestimmung von Art. 8 ZGB, die als allge-
meiner  Rechtsgrundsatz  auch im öffentlichen Recht  Anwendung fin-
det, die asylsuchende Person dafür die Beweislast und damit die Fol-
gen  der  Beweislosigkeit  trägt  (vgl.  dazu  EMARK  2004  Nr.  30  E.  5 
S. 208 ff.; EMARK 2000 Nr. 19 E. 8b S. 188; EMARK 2001 Nr. 23 E. 6c 
S.  187).  Bei  der  Beurteilung  der  Frage,  ob  das  angegebene  Alter 
glaubhaft  erscheint, ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Ab-
wägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die Richtig-
keit  der  betreffenden  Altersangaben  sprechen,  vorzunehmen  (vgl. 
EMARK 1993 Nr. 21). Dabei gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung.

Für die Beurteilung des Alters einer asylsuchenden Person fallen in er-
ster Linie von dieser Person selbst abgegebene oder von den Behör-
den auf andere Weise erlangte und für echt befundene Identitätspapie-

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re in Betracht. Reicht die asylsuchende Person keine Identitätspapiere 
ein,  welche  die  Behauptung,  minderjährig  zu  sein,  stützen  könnten, 
darf jedoch allein daraus noch nicht der Schluss gezogen werden, die-
ser  Person sei  es nicht  gelungen,  ihre Minderjährigkeit  glaubhaft  zu 
machen, sondern es sind zuvor die angegebenen Gründe für dieses 
Versäumnis  auf  deren  Plausibilität  zu  prüfen  (EMARK  2001  Nr.  22 
E. 3b  S.  182  unten).  Liegen  keine  schlüssigen  Identitätsdokumente 
vor, fallen mit Blick auf die Altersfeststellung als Beweismittel sodann 
Abklärungsergebnisse in Betracht, welche auf "wissenschaftliche Me-
thoden" im Sinne von Art. 7 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311)  abstellen. In 
der Praxis des BFM handelt es sich dabei in der Regel um so genann-
te Knochenaltersanalysen (vgl. dazu ausführlich EMARK 2000 Nr. 19), 
wobei  praxisgemäss  derartigen  Abklärungsergebnissen  nur  ein  äus-
serst  beschränkter  Beweiswert  zukommt. Gewisse Rückschlüsse auf 
das Alter einer asylsuchenden Person sind allenfalls auch aufgrund ih-
res äusseren Erscheinungsbilds möglich, wie es von den Asylbehör-
den  beispielsweise  anlässlich  einer  Befragung  wahrgenommen  wird 
(vgl. Art. 12 Bst. d VwVG). Indessen kann aufgrund des Erscheinungs-
bildes das Alter nur sehr grob geschätzt werden. Angesichts des gerin-
gen Beweiswertes der beiden zuletzt genannten Beweismittel  kommt 
bei der vorfrageweisen Prüfung des Alters einer ihre Minderjährigkeit 
behauptenden  asylsuchenden  Person  der  Würdigung  ihrer  eigenen 
Angaben, die sie einerseits zu ihrem Alter selbst, andererseits zur un-
terbliebenen Abgabe von Identitätspapieren macht, in aller Regel ent-
scheidende Bedeutung zu.

5.2 Vorliegend reichte der Beschwerdeführer im Verlaufe seines Asyl-
verfahrens  keinerlei  Identitätsdokumente  ein.  Aus  diesem  Umstand 
allein darf jedoch, wie oben in E. 5.1 bereits dargelegt, noch nicht der 
Schluss  gezogen  werden,  dieser  Person sei  es nicht  gelungen,  ihre 
Minderjährigkeit glaubhaft zu machen, sondern es sind zuvor die an-
gegebenen  Gründe  für  dieses  Versäumnis  auf  deren  Plausibilität  zu 
prüfen. Der Beschwerdeführer erklärte, nie irgendwelche Identitätsdo-
kumente besessen zu haben. Der Pfarrer, der ihn bis zum Bahnhof in 
D._______ begleitet habe, habe sich um alles gekümmert und dieser 
habe  ihm  keine  Möglichkeit  gegeben,  das  verwendete  Reisepapier 
einzusehen (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 3, 4 und 7; Protokoll 
kantonale  Anhörung,  S. 5  f.  und  19).  Der  Beschwerdeführer  konnte 
jedoch vorliegend weder im vorinstanzlichen Verfahren noch in seinen 
Eingaben auf  Beschwerdeebene plausibel  darlegen,  weshalb es ihm 

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nicht  möglich  gewesen  sein  soll,  den  offenbar  für  die  Ausreise 
verwendeten  Reisepass  vorzulegen,  zumal  er  eigenen  Angaben 
zufolge vom Pfarrer, der im Besitz sämtlicher Reisepapiere gewesen 
sei, bis zum Bahnhof von D._______, wo sich das Empfangszentrum 
befindet,  begleitet  worden  sei.  Der  Einwand,  wonach  es  sich  beim 
erwähnten  Pass  um  einen  falschen  Pass  gehandelt  habe,  was  zu 
seiner  Identifikation  nicht  dienlich  gewesen  wäre,  vermag  nicht  zu 
überzeugen.  Selbst  wenn  in  diesem  Pass  andere  als  vom 
Beschwerdeführer angegebene Personalien enthalten gewesen wären, 
hätte dieser Pass den Asylbehörden zur Verifikation des geschilderten 
Reiseweges  und  des  Zeitpunktes  der  Ausreise  dienen  können. Das 
Vorbringen,  wonach  der  erwähnte  Pass  während  der  Ausreise  im 
Besitz des Pfarrers gewesen sei und dieser insbesondere nicht gewollt 
habe,  dass  er  diesen  Pass  sehen  könne,  ist  als  realitätsfremd  und 
somit  als  unglaubhaft  zu  qualifizieren.  So  ist  es  hinsichtlich  der 
Beurteilung  der  Glaubhaftigkeit  zu  den  Reiseumständen  als 
überwiegend  unwahrscheinlich  zu  erachten,  dass  der  Be-
schwerdeführer weder den im Pass aufgeführten Namen noch andere 
Personalien gekannt haben soll, zumal er dadurch bei der Ausreise ein 
erhebliches Risiko der Entdeckung eingegangen wäre, hätte der Be-
schwerdeführer doch keine Auskunft geben können, falls ihn einer der 
kontrollierenden Beamten bei der Ausreise nur schon nach seinem Na-
men gefragt hätte beziehungsweise er hätte nicht sicher sein können, 
dass der von ihm angegebene Name auch tatsächlich dem im Pass 
vermerkten Namen entsprochen hätte (vgl. kant. Protokoll S. 19), wo-
durch er eine Entdeckung geradezu provoziert hätte. Zudem ist es als 
realitätsfremd zu  erachten,  dass  der  Beschwerdeführer  auf  allfällige 
Nachfrage am Flughafen seinen eigenen, richtigen Namen angegeben 
hätte,  wenn er  dadurch Probleme bei  der  Ausreise  hätte  vermeiden 
wollen. So muss die betroffene Person, welche insbesondere über ei-
nen internationalen Flughafen unbehelligt ausreisen oder weiterreisen 
will, gewisse Verhaltensregeln beherrschen und Kenntnisse über abge-
gebene Reisepapiere besitzen, um die Gefahr einer Entdeckung mög-
lichst gering zu halten. Der Einwand, es sei bekannt, dass Schlepper 
oder andere  Helfer  solche Pässe am Schluss der Reise wieder  ein-
ziehen würden,  damit  sie  diese Papiere für  die nächsten Flüchtlinge 
wieder benützen könnten, ist vorliegend als nicht stichhaltig zu erach-
ten. So will der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge dem Pfar-
rer und dessen Berufskollegen während seiner Flucht zufällig über den 
Weg gelaufen sein und diese hätten ihm dann nach einer zweimonati-
gen Beherbergung die Ausreise organisiert und ihn letztlich bis in die 

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Schweiz begleitet. Die Reise, für die er keine Leistungen habe erbrin-
gen müssen, lässt somit nicht darauf schliessen, dass es sich bei der 
vom Pfarrer geleisteten Hilfestellung um eine solche handelt, die übli-
cherweise  von  professionellen  Schleppern  vollbracht  wird,  weshalb 
auch kein Grund ersichtlich ist, warum der Pfarrer dem Beschwerde-
führer den für ihn verwendeten Reisepass nicht hätte überlassen sol-
len respektive den fraglichen Pass für eine andere Person wiederver-
wenden wollen.

Der Beschwerdeführer kann demnach keine plausiblen Gründe für die 
Nichteinreichung des offenbar  verwendeten Reisepasses vorbringen. 
Im Weiteren unternahm der Beschwerdeführer während seines 2-jähri-
gen  Aufenthaltes  ohne  überzeugenden  Grund  keine  Anstrengungen, 
sich aus dem Heimatstaat Papiere kommen zu lassen. Zwar brachte er 
auf  Beschwerdeebene  vor,  es  sei  schwierig,  Nachforschungen  über 
den Verbleib des Pfarres zu machen, der ihn bis in die Schweiz beglei-
tet habe. Dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass es als wenig plausi-
bel  erscheint,  dass der  Beschwerdeführer nicht  zumindest  im Besitz 
einer Adresse des fraglichen Pfarrers sein soll, der ihm die ganze Aus-
reise organisiert sowie finanziert und ihn letztlich bis nach D._______ 
begleitet  haben  soll.  Angesichts  der  dem  Beschwerdeführer  im 
grossen Ausmass zuteil gewordenen Hilfe ist davon auszugehen, dass 
sowohl  der  fragliche  Pfarrer  als  auch  der  Beschwerdeführer  ein 
Interesse  haben  dürften,  weiterhin  in  Kontakt  zu  bleiben  und 
insbesondere  zu  erfahren,  in  welchen  Lebensumständen  sich  der 
Beschwerdeführer nach der Flucht in die Schweiz befindet.

Es ist demnach aufgrund obiger Ausführungen festzuhalten, dass die 
Altersangaben  des  Beschwerdeführers  -  wie  dies  die  Vorinstanz  im 
angefochtenen Entscheid in zutreffender Weise erwog - vorliegend als 
nicht glaubhaft zu erachten sind. Das BFM ist mithin zu Recht von der 
Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen.

5.3 Weiter  führte die Vorinstanz in  zutreffender Weise aus,  dass die 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu  seinem  angeblichen 
Herkunftsort  F._______  und  der  von  ihm  angegebenen 
Distriktsbezeichnung unsubstanziiert und grösstenteils tatsachenwidrig 
sind. An dieser  Einschätzung vermag der  pauschale Einwand,  seine 
Aussagen zu seinem Herkunftsort  seien zwar nicht  sehr ausführlich, 
aber  doch  genügend  ausgefallen  und  er  habe  durchaus  genügend 
Ortschaften  nennen  können,  die  in  der  Umgebung  der  Ortschaft 

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F._______  liegen  würden,  nichts  zu  ändern.  Auch  wenn  der 
Beschwerdeführer  in  der  Tat  nicht  sehr  ausführlich  zu  seinem 
angeblichen Herkunftsort  befragt wurde, so ist festzuhalten, dass die 
diesbezüglichen  Angaben,  so  insbesondere  zu  den  umliegenden 
Ortschaften,  grösstenteils  nicht  den  Tatsachen  entsprechen.  Zu  den 
vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  kantonalen  Anhörung 
angeführten  Distriktsbezeichnungen  (vgl.  kant.  Protokoll,  S.  26)  ist 
anzuführen, dass er dort 13 Distrikte angab. Dabei ist auffallend, dass 
von den genannten Distrikten  nach den Erkenntnissen des Bundes-
verwaltungsgerichts  drei  nicht  existieren,  sich je  einer  im Osten und 
Norden des Landes befindet und es sich bei den übrigen acht genann-
ten  Distrikten  allesamt  um  solche  Zentralugandas  handelt.  Dies  ist 
insofern erstaunlich und widerspricht den Angaben des Beschwerde-
führers beim Kanton, weil der angeblich aus dem Norden des Landes 
stammende Beschwerdeführer anlässlich der Kurzanhörung im Emp-
fangszentrum auf Nachfrage keine benachbarten Distrikte seines an-
geblichen Herkunftsdistriktes G._______ benennen konnte, weil er ei-
genen Angaben zufolge nie aus seinem im Norden des Landes liegen-
den Herkunftsdistrikt  herausgekommen sei  (vgl. Protokoll  Empfangs-
zentrum, S. 2 oben). Dies lässt an der Herkunft aus dem angeführten 
Distrikt,  dessen Bezeichnung der Beschwerdeführer nicht korrekt be-
nennen konnte, zweifeln und kann als Indiz für eine tatsächliche Her-
kunft  aus  Zentraluganda  gewertet  werden.  Der  Einwand  des  Be-
schwerdeführers, wonach der real existierende Distrikt K._______ vor 
Ort als G._______ bezeichnet werde, ist als nicht stichhaltig und als 
blosse  Schutzbehauptung  zu  erachten.  So  konnte  der 
Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  Verfahrens  einerseits  mehrere 
Distrikte benennen, ohne dass er dabei vor Ort übliche Bezeichnungen 
gewählt hätte, und andererseits hätte vom Beschwerdeführer mit Fug 
erwartet  werden  können,  dass  er  sowohl  die  vor  Ort  übliche 
Bezeichnung als auch die offizielle Distriktbezeichnung erwähnt hätte 
oder zumindest darauf aufmerksam gemacht hätte, dass die von ihm 
angegebene Bezeichnung nicht der offizielle Distriktname sei. Weiter 
muss auch der Einwand, wonach es in Uganda über fünfzig Distrikte 
gebe  und  sich  die  Zuteilung  der  Ortschaften  zu  diesen  Distrikten 
laufend  ändere,  weshalb  der  Beschwerdeführer  heute  noch  Mühe 
bekunde, die Ortschaften nach deren genauen Distrikten aufzuteilen, 
als unbehelflich qualifiziert werden. So war die neue Distrikteinteilung 
respektive  die  Schaffung  von  weiteren  Distrikten  in  Uganda  auf 
insgesamt  80  am  1.  Juli  2006,  somit  noch  vor  der  Ausreise  des 
Beschwerdeführers,  abgeschlossen.  Zudem  wurde  der 

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Beschwerdeführer lediglich nach Ortschaften in der Umgebung seines 
angeblichen  Herkunftsortes  und  nicht  nach  einer  Zuteilung  dieser 
Ortschaften zu einzelnen Distrikten befragt.

Den  weiteren  Einwänden  hinsichtlich  des  Widerspruchs  zum Todes-
zeitpunkt  seiner  Mutter  und  der  Flucht  aus  dem Rebellencamp,  wo-
nach gerade im afrikanischen Kontext solche Verwechslungen vorkom-
men  würden,  ist  Folgendes  entgegenzuhalten:  Zwar  ist  dem  Be-
schwerdeführer zuzustimmen, dass die Menschen in jedem Land auf-
grund  der  dortigen  politischen,  sozialen,  kulturellen  wie  auch  wirt-
schaftlichen  Situation  individuelle  Lebenserfahrungen  sammeln,  und 
diese vielleicht anders sind als in der Schweiz. Trotzdem lassen sich 
für bestimmte Lebenssituationen bei jedem Menschen allgemein gülti-
ge Verhaltensmuster erkennen, die nicht mit unterschiedlicher Herkunft 
oder  Mentalität  der  Betroffenen  verneint  werden  können. So  stellen 
beispielsweise gerade die Unterdrückung seitens des Staatsapparates 
oder Misshandlungen und Bedrohungen seitens Drittpersonen eine für 
den  Betroffenen  oder  für  dessen  Angehörige  einschneidende  Mass-
nahme dar, der sich der Unterdrückte zwangsläufig entziehen will und 
deren widerspruchsfreie wiederholte Schilderung sowohl vom Betroffe-
nen als auch von dessen Angehörigen (waren sie - wie vorliegend an-
geführt - direkte Augenzeugen des Überfalls) erwartet werden darf, zu-
mal solche Ereignisse erfahrungsgemäss besonders gut im Gedächt-
nis haften bleiben. Insbesondere sind auch kulturelle oder mentalitäts-
bedingte Unterschiede von Afrikanern nicht geeignet, einen unstimmi-
gen Sachverhaltsvortrag ohne weiteres als etwas Normales zu qualifi-
zieren,  zumal  das  menschliche  Erinnerungsvermögen  nicht  von  der 
Herkunft  eines  Asylbewerbers  abhängt  oder  dieses  beeinflusst.  Im 
weiteren fällt insbesondere auf, dass der Beschwerdeführer anlässlich 
der kantonalen Anhörung zu allgemeinen Fragen wie etwa unter der 
Rubrik "Vorfragen", "Bildungsgang" und "Militärdienst" sehr wohl präzi-
se  Angaben zu machen vermochte  und gerade hiezu gedächtnisab-
hängige Fähigkeiten gegeben sein müssen. Würde der Argumentation 
des  Beschwerdeführers  in  der  Rechtsmitteleingabe  uneingeschränkt 
gefolgt, wäre bei Fragen zur Abklärung eines für das Asylgesuch rele-
vanten Sachverhaltes aufgrund der Herkunft sowie die Mentalität eines 
Asylbewerbers  ein  widerspruchsfreier  Sachvortrag  beinahe  ausge-
schlossen.

Weiter vermag der Beschwerdeführer in seinen Eingaben hinsichtlich 
der  fehlerhaften  Angaben  zu  verwendeten  Abkürzungen  sowie  der 

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Rebellenbewegung  keine  stichhaltigen  Einwände  vorzubringen  und 
auch  die  Waffenkenntnisse  des  Beschwerdeführers  wurden  von  der 
Vorinstanz zu Recht bemängelt, zumal der Beschwerdeführer eigenen 
Angaben zufolge während eines Jahres von den Rebellen ausgebildet 
worden sein soll und in der Folge während zweier Jahre für diese ge-
kämpft  haben  will,  weshalb  von  ihm  berechtigterweise  detailliertere 
und tatsachengerechtere Ausführungen hätten erwartet werden dürfen. 
Auch widersprach sich  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Ausfüh-
rungen hinsichtlich der Waffen, an welchen er ausgebildet worden sei. 
So führte er anlässlich der Kurzbefragung noch an, man habe ihn an 
Waffen und anderen Kriegsinstrumenten ausgebildet, um bei der kan-
tonalen Befragung nur noch vorzubringen, man habe ihm ein Messer 
und eine AK47 gegeben (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 5; kanto-
nales  Protokoll,  S. 13).  Überdies  lassen  die  Schilderungen  des  Be-
schwerdeführers  zum  vermeintlichen  Rebellenüberfall  teilweise  jegli-
chen persönlichen Bezug zu tatsächlichen Begebenheiten und Real-
kennzeichen (so insbesondere Detailreichtum der Schilderung, freies 
assoziatives  Erzählen,  Interaktionsschilderung  sowie  inhaltliche  Be-
sonderheiten) vermissen, weshalb die entsprechenden Ausführungen 
insgesamt  als  unglaubhaft  zu  qualifizieren  sind,  zumal  der  Be-
schwerdeführer in seinen Eingaben diesbezüglich keinerlei Einwände 
vorbrachte.

5.4 In  Abwägung  sämtlicher  Aspekte,  welche  für  oder  gegen  die 
Glaubhaftigkeit der erlittenen respektive befürchteten Verfolgung in der 
geltend gemachten Form zu berücksichtigen sind, kommt das Bundes-
verwaltungsgericht zum Schluss, dass die obenstehend erwähnten we-
sentlichen  und  überwiegenden  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Sachverhaltsdarstellung  sprechen. Es  erübrigt  sich,  auf  die weiteren 
Ausführungen in den Eingaben und die Beweismittel im Einzelnen res-
pektive Quellenhinweise einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts än-
dern  können. Unter  Berücksichtigung der  gesamten  Umstände  folgt, 
dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachwei-
sen oder glaubhaft machen konnte. Das Bundesamt hat sein Asylge-
such zu Recht abgelehnt.

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

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6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch hat er einen Anspruch auf Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

7.  

7.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur 
Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben 
oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet 
ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 
101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-
ter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konven-
tion  vom 4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand in einen Staat ausge-
schafft  werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art  unmenschli-
cher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht.

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, 
welche  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER,  Das 
Asyl-  und Wegweisungsverfahren,  3. Aufl.,  Bern  1999,  S. 89). Da es 
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine flüchtlingsrechtlich er-
hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, kann 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

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Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Uganda ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich 
weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten 
Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer  Ausschaffung nach 
Uganda dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art.  3 
EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 
wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-
rechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  müsste 
der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen 
oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 
oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der Akten sowie der 
vorstehenden Erwägungen betreffend die fehlende Glaubhaftigkeit der 
Schilderungen  des  Beschwerdeführers  hinsichtlich  Flüchtlingseigen-
schaft und Asyl ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihm im Fal-
le  einer Rückkehr nach Uganda eine derartige Gefahr droht,  welche 
den Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen lassen würde. Der 
Vollzug ist somit im Sinne der völkerrechtlichen Bestimmungen zuläs-
sig.

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG  -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Uganda ist 
im vorliegenden Fall als zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu 
erachten, da er nicht darzutun vermochte, dass er bei einer Rückkehr 
in sein Heimatland einer konkreten Gefährdungssituation im Sinne der 
zu  beachtenden  Bestimmung  ausgesetzt  wäre.  In  Uganda  herrscht 
zurzeit  keine Situation  allgemeiner  Gewalt. In  den Akten finden sich 
auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer 
aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitli-
cher  Natur  in  eine  existenzbedrohende  Situation  geraten  würde. So 
wurde  oben  in  E.  5  dieses  Urteils  dargelegt,  dass  es  dem  Be-
schwerdeführer nicht gelang, seine Asylgründe (Herkunft; Ermordung 

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der  Eltern  durch  Rebellen;  Verschleppung  durch  die  Rebellen  und 
Zwangsrekrutierung durch dieselben) glaubhaft zu machen. Es ist da-
her davon auszugehen, dass er in seiner Heimat nach wie vor über ein 
soziales Beziehungsnetz verfügt. Auch die durch im ärztlichen Zeugnis 
vom 21. Februar 2008 diagnostizierte Anpassungsstörung im Sinne ei-
ner längeren depressiven Reaktion auf  eine länger  dauernde Belas-
tungssituation ist  somit  nicht  auf  die vom Beschwerdeführer geschil-
derten Ereignisse, sondern auf andere Vorkommnisse zurückzuführen. 
Im Arztzeugnis wird denn auch darauf hingewiesen, der Beschwerde-
führer sei durch seinen unklaren Status blockiert. Mit Hilfe der Psycho-
therapie  hätten  sich  die  depressiven  Verstimmungen  gebessert,  es 
bestehe gegenwärtig keine Suizidalität. Der behandelnde Arzt führt im 
erwähnten  Zeugnis  an,  dass  ein  Abbruch  der  Behandlung  den  Be-
schwerdeführer  "verunsichern"  würde.  Die  diagnostizierten  gesund-
heitlichen Beschwerden des Beschwerdeführers stellen sich demnach 
nicht  derart  gravierend  dar,  als  dass  sie  eine  konkrete  Gefährdung 
darstellen würden und einem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen 
könnten. Ausserdem ist es ihm zuzumuten, im Heimatland (erneut) ei-
ner Erwerbstätigkeit nachzugehen, um so selber seinen Lebensunter-
halt zu bestreiten.

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich in Zusammen-
arbeit  mit  der Vorinstanz bei  der zuständigen Vertretung seines Hei-
matlandes die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu be-
schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung 
auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.5 Zusammenfassend ergibt  sich,  dass der  von der  Vorinstanz ver-
fügte Wegweisungsvollzug in Übereinstimmung mit den zu beachten-
den Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme fällt  damit  ausser Betracht  (Art. 83 Abs. 1 -  4 
AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bun-
desrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

9.
Der Beschwerdeführer  beantragt  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Mit  Zwischenverfü-

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gung vom 18. Januar 2007 wurde für die Beurteilung dieses Gesuches 
auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen.

Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwG wird eine Partei, die nicht über die erfor-
derlichen Mittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfah-
renskosten  befreit  wird,  sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  er-
scheint. Vorliegend ist der Beschwerdeführer als bedürftig zu erachten. 
Zudem sind seine Begehren nicht als aussichtslos zu erachten, wes-
halb dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu 
entsprechen und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten 
ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- L._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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