# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4a96707-9c59-5563-b6d2-b178b1ac9ba9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.11.2025 SBK 2025 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-101_2025-11-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 18. November 2025
mitgeteilt am 18. November 2025

Referenz SBK 25 101

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Konkurseröffnung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 
16. Oktober 2025, mitgeteilt am 22. Oktober 2025 (Proz. Nr. 335-
2025-21)

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Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes der Region Engiadina Bassa/Val 
Müstair vom 12. September 2024 wurde A._____ (Inhaberin des im Handelsregister 
eingetragenen Einzelunternehmens "A._____" []) von der B._____ für einen Betrag 
von CHF 2'300.00 nebst Zins zu 5% seit dem 12 September 2024 sowie amtliche 
Kosten von CHF 211.80 betrieben (Betreibung Nr. C._____). A._____ erhob 
dagegen keinen Rechtvorschlag. Am 6. November 2025 wurde ihr nach Eingang 
des Fortsetzungsbegehrens die Konkursandrohung zugestellt.

B. Das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair eröffnete auf Gesuch der 
B._____ hin mit Entscheid vom 16. Oktober 2025, mitgeteilt am 22. Oktober 2025, 
den Konkurs über A._____. Als Zeitpunkt der Konkurseröffnung wurde der 16. 
Oktober 2025 um 9:00 Uhr festgelegt.

C. Mit einer als "Beschwerde gegen die Konkurseröffnung vom 16. Oktober 
2025" betitelten Eingabe vom 28. Oktober 2025 gelangte A._____ (fortan: 
Beschwerdeführerin) an das Obergericht des Kantons Graubünden. Darin wird das 
Folgende ausgeführt:

[Anrede]

Hiermit erhebe ich Beschwerde gegen die Konkurseröffnung vom 16. 
Oktober 2025 gem. Art. 174 SchKG. Die offene Forderung kann bezahlt 
werden.

Zudem ersuche ich das Gericht um Aufschiebende Wirkung.

[Unterschrift]

D. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2025 wies der Vorsitzende der 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer die Beschwerdeführerin gestützt auf die 
richterliche Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO auf die formell mangelhafte Eingabe 
hin und forderte sie zugleich auf, innert der noch laufenden Beschwerdefrist eine 
hinreichend begründete Beschwerde samt den erforderlichen Belegen 
einzureichen. 

E. Die Beschwerdeführerin liess sich nicht mehr vernehmen. 

F. Auf die Einholung einer Vernehmlassung wurde verzichtet. Die 
vorinstanzlichen Verfahrensakten wurden von Amtes wegen beigezogen. Die 
Angelegenheit ist spruchreif.

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Erwägungen

1.1. Gegen den erstinstanzlichen Entscheid über die Konkurseröffnung ist die 
Beschwerde zulässig (Art. 174 Abs. 1 SchKG). Beschwerdeinstanz ist das 
Obergericht (Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]), wobei die Beurteilung in die 
Zuständigkeit der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer fällt, wenn es wie 
vorliegend um Streitsachen auf dem Gebiet des Schuldbetreibungs- und 
Konkursrechts geht, für die das summarische Verfahren gilt (Art. 11 Abs. 2 OGV 
[BR 173.010]). Über Beschwerden entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO). Nach Art. 174 Abs. 1 
SchKG beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage.

1.2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (vgl. Art. 320 
ZPO). Die beschwerdeführende Partei trifft eine Begründungslast. Es ist in der 
Beschwerdeschrift vorzutragen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid 
unrichtig sei und wie er geändert werden müsse. Die Beschwerdeschrift hat sich mit 
den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und anzugeben, an welchen 
Mängeln dieser ihrer Ansicht nach leidet. Die Begründung muss samt Belegen 
vollständig innert der zehntägigen Beschwerdefrist erfolgen (Art. 321 ZPO). Da es 
sich bei der Beschwerdefrist um eine gesetzliche Frist handelt, ist die Gewährung 
einer Fristerstreckung bzw. einer Nachfrist ausgeschlossen (Art. 144 Abs. 1 ZPO). 

1.3. Im Rahmen der Beschwerde nach Art. 174 SchKG i.V.m. Art. 319 ff. ZPO 
können neue Tatsachen geltend gemacht werden, wenn diese vor dem 
erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 Abs. 1 SchKG). Zudem sind 
in der Beschwerde bestimmte echte Noven zulässig, welche in Art. 174 Abs. 2 
SchKG abschliessend genannt werden. Das obere kantonale Gericht, an das der 
Entscheid, den Konkurs zu eröffnen, weitergezogen werden kann, kann nach Art. 
174 Abs. 2 SchKG die Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner seine 
Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass inzwischen 
die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag beim oberen Gericht zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 
Nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Urkunden sind unzulässig und 
unbeachtlich (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 5A_375/2025 vom 11. 
August 2025 E. 3.1). 

1.4. Der vorliegenden Beschwerde ist – auch unter Berücksichtigung der 
Laienstellung der Beschwerdeführerin – keine rechtsgenügende 

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Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen. Weder 
enthält sie konkrete Anträge noch sind auch nur ansatzweise Rügen erkennbar (vgl. 
act. A.1). Ebenso fehlen Ausführungen und Urkunden zu ihrer Zahlungsfähigkeit 
sowie zu den übrigen von ihr zu beweisenden Voraussetzungen von Art. 174 Abs. 
2 Ziff. 1-3 SchKG. Die Beschwerdeführerin unterliess es, trotz entsprechender 
Hinweise und Aufforderung des Vorsitzenden (vgl. act. D.1), ihre Beschwerdeschrift 
innerhalb der (damals) noch laufenden Rechtsmittelfrist zu verbessern. Der 
Beschwerde mangelt es folglich an einer hinreichenden Begründung. Daran ändert 
auch ihr Hinweis, die Forderung könne bezahlt werden, nichts (vgl. act. A.1). 
Abgesehen davon, dass unklar bleibt, worauf dieser Hinweis abzielt, bestätigt sie 
damit vielmehr selbst, dass die Voraussetzungen von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 oder 2 
SchKG nicht erfüllt sind. Da sie unter diesen Umständen auch den Nachweis der 
Erfüllung der Voraussetzungen nach Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1–3 SchKG nicht erbringt, 
kann der Konkurs nicht aufgehoben werden. Soweit auf die Beschwerde überhaupt 
eingetreten werden kann, ist diese folglich abzuweisen.

2. Auf die Erhebung von Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren wird 
umständehalber verzichtet. Da keine Vernehmlassung eingeholt wurde und der 
Beschwerdegegnerin somit keine prozessualen Aufwendungen entstanden sind, 
erübrigt sich zudem die Zusprechung einer Parteientschädigung.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an:]