# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41e9d7c9-0cfe-522f-860c-5942f4e95041
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.06.2013 S 2012 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-66_2013-06-18.pdf

## Full Text

S 12 66

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 18. Juni 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. … arbeitete von Juni 1996 bis September 2001 als … bei der … AG. Danach 

arbeitete er als Finanzberater bei der Firma … und absolvierte eine 

berufsbegleitende Ausbildung zum Wirtschaftsberater. Am 26. Dezember 2001 

erlitt er bei einem Autounfall eine Distorsion der HWS. In der Folge traten sehr 

starke Kopf- und Nackenschmerzen, Sensibilitäts-, Schlaf- und 

Konzentrationsstörungen auf. Am 30. Januar 2002 wurde eine Diskushernie auf 

Höhe C3/C4 operiert (Spondylodese). Danach besserte sich der Zustand zwar, 

es verblieben aber dennoch verschiedene Beschwerden, so dass ein 

teilzeitlicher Arbeitsversuch und die Ausbildung im Mai 2002 abgebrochen 

werden mussten.

2. Im Auftrag des Unfallversicherers wurde er am 6. Februar 2003 im Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene (AEH) abgeklärt. Mit Gutachten vom 

13. März 2003 wurde ein chronisches Cervicocephal- und 

Cervicobrachialsyndrom diagnostiziert, und im psychiatrischen Konsiliarbericht 

wurde eine gemischte Anpassungsstörung, differentialdiagnostisch eine 

depressive Somatisierung festgestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt bestehe eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten; unter fachpsychiatrischer 

Behandlung sei mit einer Erholungsfähigkeit der neuropsychiatrischen Defizite 

zu rechnen.

3. Am 6. März 2003 meldete sich … bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden 

(IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an. 

4. Vom 10. September bis am 24. Oktober 2003 wurde er auf Veranlassung 

seines Unfallversicherers in der Rehaklinik … behandelt. Mit Austrittsbericht 

vom 19. Oktober 2003 wurden ein zervikozephales Schmerzsyndrom und eine 

Anpassungsstörung diagnostiziert und eine Arbeitsfähigkeit im Rahmen des 

Zumutbaren für Wiedereingliederungsmassnahmen durch die 

Invalidenversicherung attestiert. Daraufhin wurden berufliche Massnahmen 

durchgeführt, welche indessen nicht zu einer Reintegration in den 

Arbeitsprozess führten. In der Folge wurden verschiedene Abklärungen und 

Behandlungen vorgenommen, unter anderem eine ambulante Psychotherapie, 

ein Rehabilitationsaufenthalt in der Klink … (8. März bis zum 5. April 2006), eine 

tagesklinische Behandlung in der Psychiatrischen Klinik … (Dezember 2006 bis 

Februar 2007) und eine ambulante psychiatrische Abklärung an der Rehaklinik 

… (14. September 2007).

5. Im Auftrag der IV-Stelle wurde er Ende April und anfangs Mai 2008 durch die 

Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Ostschweiz ambulant polydisziplinär 

untersucht. Mit Gutachten vom 2. Juli 2008 wurden eine ausgeheilte Distorsion 

der HWS bei Status nach Spondylodese C3/C4 und mit anhaltender 

somatoformer Schmerzstörung sowie eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Schmerzsyndrom 

diagnostiziert. Aus neurologischer und orthopädischer Sicht bestehe keine 

quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Heben von Lasten über 10kg 

sowie wiederholte Reklination oder Inklination des Kopfes sollten vermieden 

werden. Aus psychiatrischer Sicht liege seit Anfang 2003 eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit in einer somatisch adaptierten Tätigkeit vor. Gesamthaft sei 

von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom Unfall am 26. Dezember 2001 bis 

Ende Mai 2003 und von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Mai 2003 

auszugehen.

6. Mit anonymem Schreiben vom 2. Dezember 2008 wurde der IV-Stelle mitgeteilt, 

er simuliere und wolle eine Rente, obwohl er täglich in einer Garage arbeite. Die 

Befragung einer Auskunftsperson am 24. März 2009 erhärtete den Verdacht, so 

dass am 8. April 2009 eine Befragung von … stattfand. Dabei gab er an, das 

gesundheitliche Hauptproblem seien die dauernden Kopfschmerzen und die 

Unfähigkeit durchzuschlafen. Aktuell gehe er keiner Arbeitstätigkeit nach. Am 

15. April 2009 gab die IV-Stelle eine Observation in Auftrag.

7. Mit Vorbescheid vom 11. Mai 2009 teilte die IV-Stelle mit, sie beabsichtige, ihm 

ab dem 1. Juni 2006 eine halbe Rente zuzusprechen. 

8. Am 25. Juni 2009 ging bei der Stadtpolizei Chur eine anonyme Meldung ein, 

wonach … zusammen mit einem Partner ein illegales Geschäft habe, Taxi fahre 

und gegen Entgelt Steuererklärungen mache.

9. Am 12. und 27. Mai, 6. Juli, 11. und 17. August 2009 wurde … observiert. Mit 

Bericht vom 10. September 2009 wurde festgehalten, er betreibe an der 

Felsenaustrasse in Chur eine Autoreparaturwerkstatt und arbeite dort auch 

selber. Er habe einen durchwegs vitalen und dynamischen Eindruck 

hinterlassen. Anzeichen von Schmerzen oder anderen körperlichen 

Beschwerden seien nicht beobachtet worden. Gegenüber anderen Leuten habe 

er sich kommunikativ und aufgestellt verhalten. 

10. Am 24. August 2009 wurde … erneut befragt. Er gab an, sein 

Gesundheitszustand habe sich seit der letzten Befragung praktisch nicht 

verändert, es gebe gute Tage aber dann auch wieder schlechte, an welchen er 

im Bett bleibe. Auf die Frage, ob es sonstige Veränderungen gebe, die er 

mitteilen wolle, antwortete er, dass er mit seinem Cousin eine Hobbywerkstatt 

betreibe, die sie ausbauen wollten, um Geld zu verdienen. Daraufhin wurde er 

mit den Ergebnissen der Observation konfrontiert. Er führte dazu aus, er habe 

im September 2008 begonnen, die Garage aufzubauen. Er versuche, jeden Tag 

hinzugehen. Geld habe er keines verdient, sein Cousin und er hätten bisher für 

Bekannte aus Gefälligkeit gearbeitet. Am 27. November 2009 wurde das 

Einzelunternehmen „…,“ im Handelsregister eingetragen, als Inhaber war … 

angegeben.

11. Am 29., 30. und 31. Oktober 2009 wurde er erneut observiert. Gemäss Bericht 

vom 13. November 2009 arbeitete … an jedem dieser drei Tage in der 

Autoreparaturwerkstatt, teilweise mit grossem Krafteinsatz und in allen nötigen 

Positionen. Ausser einem gelegentlichen leichten Hinken mit dem rechten Bein 

hätten keine Einschränkungen festgestellt werden können. 

Konzentrationsprobleme und Ermüdungserscheinungen habe er nie gezeigt. 

12. Mit Schreiben vom 22. Januar 2010 beauftragte die IV-Stelle die Academy of 

Swiss Insurance Medicine (asim) des Universitätsspitals Basel, …, unter 

Berücksichtigung des Observationsmaterials, zu begutachten. Mit Schreiben 

vom 16. Juni 2010 reichte die IV-Stelle der asim den Bericht vom 14. Dezember 

2009 von Dr. med. … und die Berichte des Schmerzzentrums am … vom 19. 

Februar und vom 2. März 2010 nach. Mit Gutachten vom 15. Dezember 2010 

diagnostizierte der Verfasser des neurologischen Teilgutachtens ein 

linksbetontes oberes Cervicalsyndrom mit in diesem Rahmen cervicogen 

getriggerten Kopfschmerzen im Sinne einer „Migraine cervicale“, Tinnitus und 

cervicogenem Schwindel. In der aktuell ausgeführten Tätigkeit als selbständiger 

Inhaber einer Garage betrage die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 20%. Im 

psychiatrischen Teilgutachten wurden anamnestisch rezidivierende depressive 

Episoden, gegenwärtig symptomfrei (F33.11), eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (F45.4) und leicht akzentuierte Persönlichkeitszüge vom 

narzisstischen Typ (Z73.1) diagnostiziert. Aus psychiatrischer Sicht sei … unter 

Berücksichtigung der zumutbaren Willensanstrengung in einer seinen 

körperlichen Beschwerden angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. 

Entsprechend hielt das asim Gutachten aus gesamtmedizinischer Sicht eine 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 20% ab dem 1. Januar 2009 fest.

13. Mit Stellungnahme 4. Januar 2011 gab Dr. med. … vom Regionalen Ärztlichen 

Dienst (RAD) an, es könne auf das asim-Gutachten abgestellt werden, zumal 

es in weit gehender Übereinstimmung mit den Vor-Einschätzungen stehe und 

auf umfassenden Befunderhebungen, logisch und schlüssig abgeleiteten 

Diagnosen und gut begründeten arbeitsmedizinischen Einschätzungen beruhe.

14. Mit Vorbescheid vom 25. Februar 2011 ersetzte die IV-Stelle den Vorbescheid 

vom 11. Mai 2009. Sie stellte … für den Zeitraum vom 1. Dezember 2002 bis 

zum 31. August 2003 eine ganze Rente und vom 1. September 2003 bis zum 1. 

April 2009 eine befristete halbe Rente in Aussicht. Mit Verfügung vom 25. April 

2012 bestätigte die IV-Stelle den Vorbescheid. Auf den Einwand von … trat sie 

infolge Fristversäumnis nicht ein. 

15. Gegen diese Verfügung erhob … (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 29. Mai 

2012 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei 

zu verpflichten, ihm nach dem 31. März 2009 weiterhin eine halbe 

Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei die IV-Stelle zu verpflichten, 

zusätzliche Abklärungen durchzuführen und danach neu über den 

Rentenanspruch nach dem 31. März 2009 zu entscheiden. Zur Begründung 

machte er geltend, die Observation habe gemäss der gutachterlichen 

Beurteilung nichts Nachteiliges ergeben und sei deshalb nicht weiter zu 

beachten. Das asim-Gutachten leide an erheblichen Mängeln. Es weiche 

wesentlich vom MEDAS-Gutachten ab ohne dazu Stellung zu nehmen. Der 

psychiatrische asim-Gutachter gehe zu Unrecht davon aus, es liege keine 

depressive Symptomatik mehr vor; er nehme nach wie vor regelmässig 

Antidepressiva ein. Die somatoforme Schmerzstörung habe Krankheitswert und 

die Arbeitsfähigkeit aus psychischer Sicht sei erheblich eingeschränkt. Weiter 

machte der Beschwerdeführer geltend, das asim-Gutachten sei nicht 

vollständig, es beantworte die Frage nach der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit nicht. Es sei auch widersprüchlich, indem es die Angabe der 

Arbeitsfähigkeit auf die aktuell ausgeführte Tätigkeit als Garageninhaber 

beziehe, andererseits aber angebe, diese Tätigkeit sei nicht ideal angepasst. Es 

fehle an einer Begründung dafür, weshalb der Eintritt der 

Gesundheitsbesserung auf den 1. Januar 2009 festgelegt worden sei. Aus den 

Akten ergäben sich keine Hinweise auf eine Verbesserung. Eine solche sei nie 

eingetreten. Auf das asim-Gutachten sei nicht abzustellen; stattdessen sei 

gestützt auf das MEDAS-Gutachten und die übrigen medizinischen Unterlagen 

auch über den 31. März 2009 hinaus eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Aber 

selbst wenn das asim-Gutachten für aussagekräftig erachtet werde, sei ihm 

eine halbe Rente zuzusprechen. Mit der angefochtenen Verfügung sei 

gegenüber dem Vorbescheid vom 11. Mai 2009, welcher eine unbefristete 

halbe Rente in Aussicht gestellt habe, eine Revision vorgenommen worden, 

ohne dass die Revisionsvoraussetzungen erfüllt gewesen seien. 

16. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 29. Juni 2012, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine 

reformatio in peius in dem Sinne anzudrohen, dass ihm die halbe Rente nur bis 

zum 1. Februar 2009 statt bis zum 1. April 2009 zugesprochen werde. Es sei 

ihm Gelegenheit zu geben, die Beschwerde zurückzuziehen und die 

angefochtene Verfügung in Kraft treten zu lassen. Zur Begründung machte die 

IV-Stelle geltend, ein Abweichen vom Vorbescheid sei rechtsprechungsgemäss 

zulässig, ohne dass die Revisionsvoraussetzungen erfüllt sein müssten. Die 

Observationsberichte und die im Rahmen der Observation getätigten 

Filmaufnahmen seien im Rahmen der freien Beweiswürdigung 

selbstverständlich zu berücksichtigen. Und schliesslich treffe es auch nicht zu, 

dass das asim-Gutachten erhebliche Mängel aufweise. Der Zeitpunkt der 

Gesundheitsbesserung sei auf den 1. Januar 2009 festgelegt worden, weil der 

Beschwerdeführer gegenüber dem psychiatrischen Gutachter angegeben habe, 

dass er ab zirka anfangs 2009 eine Werkstatt gemietet habe. Allerdings lasse 

die anonyme Anzeige vom 2. Dezember 2008 darauf schliessen, dass dies 

bereits früher geschehen sei, spätestens im November 2008, so dass die 

Rentenzahlungen per 1. Februar zu befristen wären.

17. Der Beschwerdeführer machte in seiner Replik vom 13. Juli 2012 geltend, die 

Observationsberichte zeigten nichts anderes, als dass er versucht habe, seine 

Restarbeitsfähigkeit zu verwerten. Sie zeigten nicht, in welchem zeitlichen 

Rahmen er gearbeitet habe. Und die ergonomisch ungünstigen Arbeiten 

würden einen äusserst kleinen Anteil der durchgeführten Arbeiten darstellen. 

Aus der Observation könne gerade kein Widerspruch zum medizinisch belegten 

Gesundheitszustand abgeleitet werden. In der Zwischenzeit sei das Projekt 

Autoreparaturwerkstatt aus gesundheitlichen Gründen gescheitert. Er nehme 

nach wie vor opiathaltige Schmerzmittel zu sich. Dieser Fakt alleine vermöge 

eine höhere Arbeitsunfähigkeit als die von der asim attestierte zu begründen. 

Gemäss Handelsregisterauszug sei der Reifenbetrieb am 27. Oktober 2009 als 

Einzelunternehmen angemeldet worden, so dass die Verkürzung der Befristung 

der Rente hinfällig sei.

18. Die IV-Stelle verzichtete mit Schreiben vom 23. Juli 2012 auf eine Replik.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und in der 

angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 25. April 2012, mit welcher die IV-

Stelle dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. Dezember 2002 bis zum 

31. August 2003 eine ganze Rente und vom 1. September 2003 bis zum 1. April 

2009 eine befristete halbe Rente zugesprochen hat. Streitig und zu prüfen ist, 

ob der Beschwerdeführer auch über den 1. April 2009 hinaus Anspruch auf eine 

halbe Rente hat. 

b) Die IV-Stelle hat den Beschwerdeführer observieren lassen. Der 

Beschwerdeführer bestreitet die Zulässigkeit der Überwachung zu Recht nicht, 

bestanden doch aufgrund der anonymen Anzeigen konkrete Anhaltspunkte, die 

Zweifel an der behaupteten Arbeitsunfähigkeit weckten. Die Überwachung fand 

auch nur während einer verhältnismässig kurzen, begrenzten Zeit statt, und es 

wurden nur Verrichtungen des Alltags ohne engen Bezug zur Privatsphäre 

gefilmt (Urteil des Bundesgerichts 8C_272/2011 vom 11. November 2011 

E.5.6).

2. Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 4 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) die durch 

einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit. 

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine ganze 

Rente, wenn er zu mindestens 70% invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente wenn 

er zu mindestens 60% invalid ist, auf eine halbe Rente, wenn er zu mindestens 

50% invalid ist und auf eine Viertelsrente, wenn er zu mindestens 40% invalid 

ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG 

und Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

3. Für die Festlegung des Invalideneinkommens ist die Frage der Arbeitsfähigkeit 

zentral. Diese Frage kann nur gestützt auf medizinische Experten beantwortet 

werden, welche zu beurteilen haben, inwiefern ein Versicherter in seinen 

wesentlichen körperlichen und geistigen Funktionen durch sein Leiden 

eingeschränkt ist, und welche Arbeitsleistungen ihm in welchem Umfang noch 

zugemutet werden können, beziehungsweise wie gross die Arbeitsfähigkeit in 

einer optimal angepassten Tätigkeit ist (BGE 132 V 93 E.4). 

4. Im vorliegenden Fall stehen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit aus 

somatischen und psychischen Gründen in Frage. Die Arbeitsfähigkeit aus 

somatischer Sicht wurde von der IV-Stelle gestützt auf das neurologische 

Fachgutachten der asim (IV-act. 236-30) auf 80% festgelegt. Dies wird vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet. 

5. a) Streitig ist die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Die IV-Stelle geht 

gestützt auf das psychiatrische Fachgutachten der asim vom 15. Juni 2010 von 

Dr. med. …, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 236-40). Der Beschwerdeführer ist 

demgegenüber der Ansicht, gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 2. Juli 

2008 beziehungsweise auf das diesem zugrunde liegende psychiatrische 

Konsiliargutachten von Dr. med. …, Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen (IV-act. 

125-25). Im Folgenden werden diese sich auch in Bezug auf die Diagnosen 

widersprechenden fachärztlichen Beurteilungen auf ihren Beweiswert hin 

untersucht. Dabei ist zu beachten, dass in einem 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren sämtliche Beweismittel, somit auch 

medizinische Berichte und Gutachten, der freien Beweiswürdigung unterliegen 

(Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist somit 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet, und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). 

b) Vor dem Hintergrund dieser Beweiswürdigungsregel erweist sich das 

psychiatrische Fachgutachten der asim (IV-act. 236-40), wie nachstehend im 

Detail dargelegt wird, als voll beweiskräftig.  

aa) Das psychiatrische Fachgutachten der asim ist für die streitigen Belange 

umfassend. Der Gutachter stellte klare Diagnosen (anamnestisch rezidivierende 

depressive Episoden, gegenwärtig symptomfrei [F33.11], anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung [F45.4], leicht akzentuierte Persönlichkeitszüge 

vom narzisstischen Typ [Z73.1]) und nahm in nachvollziehbarer Weise Stellung 

zu der Frage der Arbeitsfähigkeit, indem er ausführte, der Explorand sei 

aufgrund der heutigen Untersuchungsbefunde bei der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung, unter Berücksichtigung der zumutbaren 

Willensanstrengung in einer seinen körperlichen Beschwerden angepassten 

Tätigkeit aus rein psychiatrischer Sicht als voll arbeitsfähig zu beurteilen (IV-act. 

236-45, 48). 

bb) Das psychiatrische Fachgutachten der asim beruht auf allseitigen 

Untersuchungen. Im Explorationsgespräch erhob der Gutachter die aktuellen 

Beschwerden, die aktuelle Medikation, die aktuelle psychotherapeutische 

Behandlung, die Noxen, den üblichen Tagesablauf, die soziale Situation und 

die Heredität und Anamnese. Der Gutachter untersuchte sodann das Verhalten 

des Beschwerdeführers und führte die Ergebnisse sorgfältig auf (allseitige 

Orientierung, unauffällige amnestische Funktionen, geordnetes Denken, keine 

Halluzinationen, keine Wahn- oder Zwangsvorstellungen, leicht eingeschränkte 

affektive Schwingungsfähigkeit, unauffällige Psychomotorik, keine 

durchgehende Niedergeschlagenheit, keine Insuffizienz- und Schuldgefühle, 

kein Interessenverlust, keine Anhedonie, kein Antriebsverlust, leicht 

eingeschränkte körperliche Frische und Spannkraft, leichte Grossspurigkeit, 

wenig Selbstreflexion). Diese Untersuchungen vermittelten dem Gutachter in 

Kombination mit der Kenntnis der Vorakten eine genügende Grundlage für die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit.

cc) Das psychiatrische Fachgutachten der asim berücksichtigt auch die geklagten 

Beschwerden. Wie bereits erwähnt, erfragte der Gutachter die aktuellen 

Beschwerden. Beim entsprechenden Eintrag im Gutachten fällt auf, dass der 

Beschwerdeführer zunächst ausschliesslich und detailliert über seine 

somatischen Beschwerden sprach und erst danach auf die psychische Situation 

zu sprechen kam (Belastung durch die ganze Situation, Lust-,  Interessen- und 

Freudlosigkeit, manchmal Verärgerung, Unruhe, Freude an Sonne und Wärme, 

am Motorrad fahren und an der zweimonatigen Enkelin). Dies alles 

berücksichtigte der Gutachter bei der Beurteilung, wo er ausführte, der 

Explorand habe sicherlich Sorgen und sei dadurch belastet, aber eine 

eigentliche Depression könne nicht festgestellt werden. Die Schmerzen des 

Exploranden hingegen müssten als anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

interpretiert werden, sie seien anhaltend, therapieresistent und mit dem 

physiologischen Prozess alleine nicht erklärbar (IV-act. 236-47).

dd) Das psychiatrische Fachgutachten der asim wurde auch in Kenntnis der 

Vorakten abgegeben. Der Gutachter verwies auf den Aktenauszug im 

Hauptgutachten, wo erwähnt ist, dass sämtliche IV-Akten bis Nr. 193 (dat. 3. 

Dezember 2009) zur Verfügung gestanden hätten. Auf Veranlassung des 

Beschwerdeführers hatte die IV-Stelle zusätzlich den Bericht vom 14. 

Dezember 2009 von Dr. med. … (IV-act. 199) und die Berichte des 

Schmerzzentrums am … vom 19. Februar und vom 2. März 2010 (IV-act. 209-

1, 209-3) nachgereicht. Den asim-Gutachtern standen somit sämtliche 

relevanten medizinischen Vorakten zur Verfügung. Aus psychiatrischer Sicht 

sind dabei vor allem folgende Vorakten wichtig: 
• Gutachten der AEH, 13. März 2003: Gemischte Anpassungsstörung, differentialdiagnostisch 

depressive Somatisierung; zum aktuellen Zeitpunkt bestehe aus gesamtmedizinischer Sicht 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten; die Erholungsfähigkeit der 

neuropsychiatrischen Defizite sei gegeben (IV-act. 39).

• Austrittsbericht Rehaklinik …, 19. Oktober 2003: Anpassungsstörung (IV-act. 54).

• Bericht zur ambulanten psychiatrischen Abklärung an der Rehaklinik …, 14. September 

2007: Es bestehe noch eine depressive Auslenkung, dies im Sinne einer (unter erheblich 

hoch dosierter antidepressiver Therapie) teilweise remittierten, ursprünglich erheblichen 

psychischen Störung, die jetzt nicht mehr ganz oder allenfalls nur noch knapp das Ausmass 

einer leichten depressiven Störung erreiche, wohl korrekt codiert als Dysthymie (F34.1). 

Assoziiert bestünden verschiedenste Ängste (IV-act. 107).

• Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 2. Juli 2008:  Anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung, Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischem Schmerzsyndrom, seit Anfang 2003 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 125).

ee) Das psychiatrische Fachgutachten der asim leuchtet sodann in der Darlegung 

der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation ein. Der Gutachter erklärte, der Explorand habe keine Schuld- und 

Insuffizienzgefühle, es bestehe keine durchgehende Anhedonie (Unfähigkeit 

Freude und Lust zu empfinden) oder Hypobulie (herabgesetzte Willenskraft), 

der Explorand gehe auch einer beruflichen Tätigkeit nach und sei im Gespräch 

aufmerksam, interessiert, kooperativ und freundlich, in der Stimmung 

schwingungsfähig und es bestünden auch keine durchgehenden Ängste, keine 

bedrückenden Sorgen und keine psychomotorische Pathologie. Daraus schloss 

er in korrekter Anwendung der von der Weltgesundheitsorganisation 

herausgegebenen Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 und 

der dazugehörigen Leitlinien (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale 

Klassifikation psychischer Störungen -  Klinisch-diagnostische Leitlinien, 7. 

Auflage, 2010), dass die depressive Symptomatik abgeklungen sei, und dass 

mangels einschlägiger Symptome keine depressive Störung vorliege. Der 

Beschwerdeführer ist anderer Ansicht und macht geltend, er nehme nach wie 

vor regelmässig Antidepressiva ein. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Im 

asim-Gutachten ist der Medikamentenkonsum im Detail angeführt. Es kann 

deshalb davon ausgegangen werden, dass der Gutachter darüber informiert 

war, dass der Beschwerdeführer nach wie vor die Antidepressiva Trittico 

(100mg; 0-0-0-1/2) und Efexor (300mg; 1-0-0) einnahm. Entgegen der Ansicht 

des Beschwerdeführers musste der Gutachter daraus aber nicht auf das 

Vorliegen einer Depression schliessen, wird doch wegen des hohen 

Rückfallrisikos bei Depressionen die medikamentöse Therapie nach dem 

Abklingen der akuten Symptome meist über längere Zeit fortgeführt (in der 

Regel 6 bis 12 Monate, bei einer rezidivierenden Depression auch länger; vgl. 

Patientenbroschüre S. 32 auf www.depression.ch). Auch die Ausführungen des 

asim-Gutachters zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung leuchten ein. 

Bezug nehmend auf ICD-10 F45.4 und die Erkenntnisse des neurologischen 

Fachgutachtens führte er aus, die Schmerzen des Beschwerdeführers seien 

anhaltend, therapieresistent und mit einem physiologischen Prozess alleine 

nicht erklärbar. Nachvollziehbar ist schliesslich auch, dass der Gutachter die im 

MEDAS-Gutachten festgestellten akzentuierten narzisstischen 

Persönlichkeitszüge bestätigte, ihnen aber keinen derartigen pathologischen 

Wert beimass, dass daraus eine Persönlichkeitsstörung abgeleitet werden 

müsste. 

ff) Schliesslich sind auch die Schlussfolgerungen im psychiatrischen 

Fachgutachten der asim nachvollziehbar begründet. Der Gutachter kam zum 

Schluss, es bestehe keine Psychopathologie, die die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht beeinträchtige. Dass die 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung seiner Ansicht nach keine 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte, begründete er damit, dass die so genannten 

Förster-Kriterien nur teilweise erfüllt seien, und dass komorbid keine affektive 

psychiatrische Erkrankung vorliege. Diese Begründung erfolgte in Anlehnung 

an die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach eine diagnostizierte 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang 

dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im 

Sinne von Art. 8 ATSG zu bewirken vermöge, und ein Abweichen von diesem 

Grundsatz nur in jenen Fällen in Betracht falle, in denen die festgestellte 

somatoforme Schmerzstörung nach Einschätzung des Arztes eine derartige 

Schwere aufweise, dass der versicherten Person die Verwertung ihrer 

verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver Betrachtung 

sozial-praktisch nicht mehr zumutbar sei (BGE 130 V 352 E.2.2.3). Nach der 

Rechtsprechung setzt die - nur in Ausnahmefällen anzunehmende - 

Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines 

Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess jedenfalls das Vorliegen einer 

mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher 

Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein 

anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien 

voraus (Förster-Kriterien), nämlich (1) chronische körperliche 

Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder 

progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, (2) ein 

ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, (3) ein 

verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer 

an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung 

(primärer Krankheitsgewinn) oder schliesslich (4) unbefriedigende 

Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder 

stationärer Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedlichem 

therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei 

vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der versicherten Person (BGE 

130 V 352 E. 2.2.3). Im vorliegenden Fall fehlt es an einer mitwirkenden, 

psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, 

Ausprägung und Dauer. Der asim-Gutachter legte glaubhaft dar, dass die 

depressive Symptomatik abgeklungen war, und dass die akzentuierten 

narzisstischen Persönlichkeitszüge keine invalidisierende 

Persönlichkeitsstörung darstellten. Im vorliegenden Fall sind sodann auch die 

Förster-Kriterien nicht in der nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

erforderlichen Intensität und Konstanz erfüllt. Der asim-Gutachter erwähnte den 

Tinnitus als chronische körperliche Begleiterkrankung. Da es sich gemäss 

Angabe des neurologischen asim-Gutachters (IV-act. 236-38) indessen nur um 

einen leichten Tinnitus handelt, wurde diesem zu Recht kein wesentlicher 

Einfluss auf die Fähigkeit des Beschwerdeführers zur willentlichen 

Schmerzüberwindung beigemessen. Ein sozialer Rückzug ist angesichts der 

Tätigkeit des Beschwerdeführers in der Garage mit den damit verbundenen 

zahlreichen Sozialkontakten zu verneinen. Auch ein primärer Krankheitsgewinn 

liegt nicht vor, geht doch aus den Akten hervor, dass sich der 

Beschwerdeführer immer ernsthaft um einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben 

bemüht und dass er unter der gesundheitsbedingten Untätigkeit gelitten hatte. 

Schliesslich ist auch das vierte Förster-Kriterium nicht erfüllt. Aus den Akten ist 

ersichtlich, dass die Behandlungsergebnisse nicht absolut unbefriedigend 

waren. In somatischer Hinsicht konnte die Wiederherstellung einer 80%igen 

Arbeitsfähigkeit erreicht werden, und aus den Observationsunterlagen ist 

ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer weitgehend ohne für einen 

Aussenstehenden erkennbare Schmerzen oder Einschränkungen bewegen und 

zum Teil auch körperlich fordernde Arbeiten ausführen konnte. Auch im Bezug 

auf die psychische Problematik waren die Behandlungsergebnisse eher positiv, 

indem die vormals bestehende invalidisierende Symptomatik 

(Anpassungsstörung, rezidivierende depressive Störung mit mittelgradiger 

Episode) gänzlich abgeklungen war (IV-act. 31-8, 125-25, 236-40). Dass 

therapieresistente Schmerzen vorhanden sind, entspricht gemäss ICD-10 F45.- 

dem Wesen der somatoformen Schmerzstörung, so dass alleine daraus, 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, keine invalidisierende Wirkung 

abgeleitet werden kann. Hinzu kommt, dass entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers die Erfüllung eines einzigen Förster-Kriteriums ohnehin 

nicht genügen würde, um eine Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung  zu begründen (Urteile des Bundesgerichts 8C_67/2012 

vom 1. März 2012 E.5.3; 9C_722/2009 vom 21. Dezember 2009 E.2.2).

6. Es hat sich gezeigt, dass dem psychiatrischen Fachgutachten der asim (IV-act. 

236-40) eine uneingeschränkte Beweiskraft beigemessen werden kann. Die IV-

Stelle hat somit zu Recht auf dieses Gutachten abgestellt. Den vom 

Beschwerdeführer dagegen erhobenen Argumenten kann, wie nachstehend 

gezeigt wird, nicht gefolgt werden.

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, zwischen dem asim-Gutachten vom 15. 

Dezember 2010 (IV-act. 236-40) und dem Gutachten der MEDAS Ostschweiz 

vom 2. Juli 2008 (IV-act. 125) bestünden erhebliche Widersprüche, zu welchen 

sich die asim-Gutachter mit keinem Wort äusserten. Dies trifft nicht zu. Im 

MEDAS-Gutachten wurde keine neurologisch begründete Arbeitsunfähigkeit 

attestiert, im asim-Gutachten eine solche von 20%. Der neurologische 

Teilgutachter der asim führte dazu wörtlich aus, im Vergleich zum Gutachten 

der MEDAS Ostschweiz, wo die Distorsion der HWS als ausgeheilt angesehen 

werde, könne er ein oberes Cervicalsyndrom objektivieren. Anzumerken sei 

allerdings, dass im Gutachten der MEDAS Ostschweiz eine differenzierte 

Untersuchung der oberen HWS nicht beschrieben werde, entsprechend 

vermutlich auch nicht stattgefunden habe, was die unterschiedliche Beurteilung 

erklären könne (IV-act. 236-16). In psychiatrischer Hinsicht wurde im MEDAS-

Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert, im asim-Gutachten eine 

solche von 100%. Auch diese abweichende Einschätzung wurde im asim-

Gutachten nachvollziehbar begründet. Im MEDAS-Gutachten war eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischen Syndrom diagnostiziert worden, mithin eine Störung, bei welcher 

der betroffene Patient gemäss ICD-10 F33.1 meist grosse Schwierigkeiten hat, 

alltägliche Aktivitäten fortzusetzen. Im asim-Gutachten hingegen wurde das 

Vorliegen einer depressiven Störung mit nachvollziehbarer Begründung 

verneint (vgl. vorne E.5b/ff; IV-act. 236-47). Angesichts der veränderten 

Symptomatik und deren offensichtlichem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

erübrigte sich diesbezüglich eine weitere Stellungnahme. Sodann 

diagnostizierten sowohl der Gutachter der asim als auch derjenige der MEDAS 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Während der MEDAS-

Gutachter dieser Störung eine invalidisierende Wirkung beimass, erklärte der 

asim-Gutachter nachvollziehbar, weshalb diese invalidisierende Wirkung vor 

dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nach dem Wegfall 

der depressiven Störung nicht mehr vorhanden war (vgl. vorne E.5b/ff; IV-act. 

326-47).

b) Der Beschwerdeführer macht geltend, er müsse regelmässig opiathaltige 

Schmerzmittel zu sich nehmen. Diese starke Medikation werde im asim- 

Gutachten nicht berücksichtigt. Dies trifft nicht zu. Der neurologische 

Fachgutachter der asim erwähnte die vom Beschwerdeführer eingenommenen 

Schmerzmedikamente im Detail (dauernd ein Transtec-Pflaster, morgens eine 

Tablette Irfen 800, Morphintropfen nach Bedarf; IV-act. 236-32). Auch der 

psychiatrische Fachgutachter der asim war über die aktuelle 

Schmerzmedikation informiert (IV-act. 236-41). Es kann deshalb davon 

ausgegangen werden, dass das Wissen um die Einnahme der 

Schmerzmedikamente in die Beurteilung der Gutachter mit einfloss.

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Aussagen im asim-Gutachten seien 

nicht präzis, unklar und widersprüchlich. Es werde nicht klar angegeben, welche 

Tätigkeiten in welchem Ausmass als zumutbar erachtet würden. Hinsichtlich der 

angestammten Tätigkeit werde von der Arbeit als Garageninhaber 

ausgegangen, obwohl er den Reifen-Service erst im Laufe des Jahres 2009 

begonnen habe. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Zwar wird in der 

Gesamtbeurteilung des asim-Gutachtens in der Tat unter dem Titel 

„Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit“ ausgeführt, der neurologische 

Fachgutachter gehe von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit als 

selbständiger Inhaber einer Garage von 20% aus (IV-act. 236-25). Damit wurde 

die Aussage des neurologischen Gutachters an falscher Stelle zitiert, ist die 

angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers doch nicht die Tätigkeit als 

Garagist, sondern diejenige als Bestücker oder Finanzberater. Diese 

Ungenauigkeit ist aber unerheblich. Zum einen, weil für die Bemessung des 

Invalideneinkommens ohnehin die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

und nicht diejenige in der angestammten Tätigkeit entscheidend ist. Und zum 

anderen deshalb, weil die Angaben zur Arbeitsfähigkeit im neurologischen 

Fachgutachten klar und eindeutig sind. Der Fachgutachter gibt wörtlich an, aus 

neurologischer Sicht betrage die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bei 

chronischem oberem Cervicalsyndrom 20% in der aktuell ausgeführten 

Tätigkeit als selbständiger Inhaber einer Garage. Wenn auch die Tätigkeit als 

Mechaniker in einem Garagenbetrieb mit zum Teil erheblicher 

Schultergürtelbelastung nicht vollumfänglich ideal angepasst sei, beinhalte 

diese dennoch den Vorteil, dass der Explorand den Arbeitsrhythmus in einem 

gewissen Sinn frei wählen könne. Es sei entsprechend nicht sicher, ob er in 

einer anderen Tätigkeit mit fixem Arbeitsrhythmus, zum Beispiel in der Tätigkeit 

als Kellner, eine höhere Leistung erbringen könnte. Diese Aussage ist klar und 

eindeutig in dem Sinne zu interpretieren, dass die Arbeitsfähigkeit aus 

neurologischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit 80% beträgt, und dass alle 

Tätigkeiten als adaptiert gelten können, welche keine massive Belastung des 

Schultergürtels mit sich bringen. Diese Einschätzung ist auch unter Beachtung 

der Observationsergebnisse nachvollziehbar.

d) Der Beschwerdeführer macht geltend, im asim-Gutachten sei die Verbesserung 

des gesundheitlichen Zustandes ohne Angabe von Gründen und ohne 

entsprechende Hinweise in den Akten auf den 1. Januar 2009 festgelegt 

worden. Dieses Argument ist nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer hat 

gegenüber allen asim-Gutachtern übereinstimmend angegeben, er habe ab 

zirka anfangs 2009 zusammen mit seinem Cousin eine Werkstatt gemietet (IV-

act. 236-12, 32, 44). Dass die Gutachter das Abklingen der Depression 

beziehungsweise die Verbesserung des Gesundheitszustandes auf diesen 

Zeitpunkt festlegten, ist sachgerecht und nachvollziehbar.

e) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Observation habe gemäss der 

gutachterlichen Beurteilung nichts Nachteiliges ihm gegenüber ergeben, sie sei 

daher nicht weiter zu beachten. Er nimmt damit Bezug auf den neurologischen 

Fachgutachter der asim, welcher ausführte, die durchgeführte Überwachung 

ergebe, und dies gelte es hier zu unterstreichen, keine zusätzlichen Elemente, 

welche verwertet werden könnten (IV-act. 236-17). Diese Aussage ist in dem 

Sinne zu interpretieren, dass der asim- Gutachter die Observationsergebnisse 

im Rahmen seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht 

umfassend berücksichtigt hatte. In diesem Rahmen ist die Aussage zu 

beachten. Eine weitergehende Bedeutung kommt ihr indessen nicht zu. 

Gemäss Art. 61 lit. c ATSG ist das Versicherungsgericht in der 

Beweiswürdigung frei. Es hat deshalb alle Beweismittel pflichtgemäss und 

umfassend zu würdigen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sind 

deshalb auch die Observationsunterlagen als Beweismittel zu berücksichtigen. 

Das heisst, es darf und muss berücksichtigt werden, dass die Filmaufnahmen 

den Beschwerdeführer zeigen, wie er zu Fuss, mit dem Auto und mit dem 

Motorrad problemlos unterwegs ist, in der Garage verschiedenste, auch 

ergonomisch ungünstige Arbeiten oder Arbeiten mit recht grossem Krafteinsatz 

ausführt, den Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung steht, Besprechungen 

führt und Mitarbeiter instruiert und dabei einen sehr vitalen und vollständig 

gesunden Eindruck hinterlässt, ohne Anzeichen von gesundheitlichen 

Einschränkungen, Schmerzen, Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen. 

f) Der Beschwerdeführer macht in seiner Replik geltend, sein Versuch, einen 

Reifenwechsel-Betrieb zu führen, sei unterdessen aus gesundheitlichen 

Gründen gescheitert. Er habe durch diese Tätigkeit eine starke Zunahme seiner 

Schmerzen erfahren. Daraus lässt sich im vorliegenden Verfahren nichts 

zugunsten des Beschwerdeführers ableiten. Vorliegend streitig ist die 

Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Januar 2009. Diese wurde in verlässlicher Weise 

durch das zeitlich nahe liegende Gutachten der asim eruiert. Die 

Geschäftsaufgabe erfolgte erst viel später, irgendwann zwischen dem 29. Mai 

2012 (Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde) und dem 13. Juli 2012 

(Zeitpunkt der Einreichung der Replik). Die Geschäftsaufgabe erlaubt deshalb 

keine direkten Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit, wie sie rund drei Jahre 

zuvor gegeben war.

g) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sämtliche Rügen, die der 

Beschwerdeführer im Hinblick auf das asim-Gutachten erhebt, nicht begründet 

sind.

7. Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter, die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, zusätzliche Abklärungen durchzuführen und danach neu über den 

Rentenanspruch nach dem 31. März 2009 zu entscheiden. Diesem Antrag kann 

nicht gefolgt werden. Dem asim-Gutachten kann wie gezeigt volle Beweiskraft 

beigemessen werden und es beantwortet – auch unter Berücksichtigung des 

Observationsmaterials - alle sich vorliegend stellenden Fragen schlüssig und 

nachvollziehbar. Es besteht deshalb keine Veranlassung, weitere Abklärungen 

vorzunehmen, zumal nicht davon auszugehen ist, dass weitere Abklärungen 

eine abweichende Einschätzung ergäben (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 

122  V 157 E.1d)

8. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, mit der angefochtenen Verfügung sei der 

Vorbescheid vom 11. Mai 2009 revidiert worden, ohne dass die 

Revisionsvoraussetzungen erfüllt gewesen seien. Dies trifft, wie im Folgenden 

dargelegt wird, nicht zu.

a) Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente für die Zukunft entsprechend 

erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des 

Rentenbezügers erheblich ändert. Diese Bestimmung bezieht sich nach ihrem 

klaren Wortlaut und auch gemäss der Lehre nur auf formell rechtskräftige 

Entscheide und nicht auf Vorbescheide (KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 

2009, Art. 17 N. 4). Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der 

versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein 

Leistungsbegehren mittels Vorbescheid mit. Der Vorbescheid gehört zum 

Verwaltungsverfahren; er dient der Wahrung des rechtlichen Gehörs und kann 

nicht rechtskräftig werden. Ein Abweichen vom Vorbescheid mit der definitiven 

Verfügung ist nach der Rechtsprechung zulässig, wobei insbesondere die 

Voraussetzungen der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung 

gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht vorliegen müssen und auch das Recht auf 

Gutglaubensschutz nicht verlangt, dass die IV-Stelle die mit dem Vorbescheid 

in Aussicht gestellten Leistungen gewährt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_96/2012 vom 9. Mai 2012 E.3.2).

b) Im vorliegenden Fall stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 11. Mai 2009 

gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 2. Juli 2008 die Gewährung einer 

unbefristeten halben Rente ab dem 1. Juni 2006 in Aussicht. Dieser 

Vorbescheid wurde von der IV-Stelle durch den Vorbescheid vom 25. Februar 

2011 ersetzt, nachdem auf zwei anonyme Schreiben hin eine Observation 

durchgeführt und daraufhin das asim-Gutachten eingeholt worden waren. In 

diesem zweiten Vorbescheid wurde dem Beschwerdeführer für den Zeitraum 

vom 1. Dezember 2002 bis zum 31. August 2003 eine ganze Rente und vom 1. 

September 2003 bis zum 1. April 2009 eine befristete halbe Rente in Aussicht 

gestellt und die Möglichkeit eingeräumt, Einwand zu erheben. Dieser zweite 

Vorbescheid wurde sodann mit der Verfügung vom 25. April 2012 bestätigt. Mit 

dieser Verfügung wurde dem Beschwerdeführer erstmals eine Rente 

zugesprochen. Vor dem Hintergrund der dargelegten Rechtslage ist dieses 

Vorgehen der IV-Stelle rechtmässig und die revisionsrechtlichen Regeln 

kommen entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht zur Anwendung. 

9. a) Für die Bestimmung des Invalideneinkommens, das heisst des trotz 

Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens, ist 

nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht. Übt er nach Eintritt der 

Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass er die ihm 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 

nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als 

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, so ist ein hypothetisches Invalideneinkommen festzulegen (BGE 135 

V 297 E. 5.2). Im vorliegenden Fall ist die IV-Stelle - wie gezeigt zu Recht - 

gestützt auf das asim-Gutachten davon ausgegangen, der Beschwerdeführer 

sei in der hier relevanten Zeit ab dem 1. Januar 2009 in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig gewesen. Zu dieser Zeit war der 

Beschwerdeführer als selbständiger Garagist tätig. Weil sich der Betrieb damals 

noch im Aufbau befand, war das Einkommen tief, gemäss Schätzung des 

Beschwerdeführers Fr. 10'000.-- bis Fr. 15'000.-- pro Jahr (IV-act. 206-4). Damit 

schöpfte der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit von 80% 

offensichtlich nicht voll aus. Die IV-Stelle hat deshalb zu Recht ein 

hypothetisches Invalideneinkommen auf der Basis des vor dem Eintritt des 

Gesundheitsschadens als Bestücker bei der … AG erzielten Lohnes festgelegt 

(aufgewertet auf 2011: Fr. 62‘449.90). Dieses Vorgehen wird vom 

Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet.

b) Die IV-Stelle hat einen Leidensabzug von 2% gewährt und so für eine 80%ige 

Tätigkeit als Bestücker ein Invalideneinkommen von Fr. 48‘960.70 errechnet. 

Bei einem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 62‘449.90 hat sich ein 

nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 21.6% ergeben. Der 

Beschwerdeführer beanstandet diese Berechnung insofern, als er einen 

Leidensabzug von 10% statt 2% wegen Teilzeitarbeit fordert. Ob eine Erhöhung 

des Leidensabzuges gerechtfertigt wäre, kann indessen offen bleiben, würde 

doch auch bei einem Leidensabzug von 10% kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultieren; es ergäbe sich ein Invalideneinkommen Fr. 

44‘963.90 und ein Invaliditätsgrad 28%. 

c) Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Wartezeit bei einer Verbesserung 

des Gesundheitszustandes (Art. 88a der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) hat die IV-Stelle die halbe Rente 

somit zu Recht per 1. April 2009 befristet und für die darauf folgende Zeit den 

Anspruch auf eine Rente verneint.

10. a) Die IV-Stelle beantragt, es sei eine reformatio in peius vorzunehmen. Sie sei 

gestützt auf die Angabe im asim-Gutachten davon ausgegangen, dass die 

Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit die Verringerung des 

Invaliditätsgrades per 1. Januar 2009 eingetreten sei. Mit anonymer Anzeige 

vom 2. Dezember 2008 sei indessen mitgeteilt worden, der Beschwerdeführer 

arbeite täglich in einer Garage. Dies lasse darauf schliessen, dass die 

Besserung des Gesundheitszustandes bereits früher, spätestens im November 

2008 eingetreten sei, so dass die Rentenzahlungen per 1. Februar statt wie 

verfügt per 1. April 2009 zu befristen seien. Dies auf der Grundlage von Art. 88a 

IVV, wonach eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung 

oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in 

dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern 

wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche 

Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin 

andauern wird.

b) Das Verwaltungsgericht hat grundsätzlich eine volle Überprüfungsbefugnis (Art. 

61 lit. c ATSG) und ist gemäss Art. 61 lit. d ATSG an die Begehren der Parteien 

nicht gebunden; es kann eine Verfügung zu Ungunsten der Beschwerde 

führenden Person ändern (reformatio in peius), wobei der Beschwerde 

führenden Person vorher Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rückzug 

der Beschwerde zu geben ist. Nach der Rechtsprechung ist von der Möglichkeit 

einer reformatio in peius zurückhaltend Gebrauch zu machen, sie ist auf Fälle 

zu beschränken, wo der angefochtene Entscheid offensichtlich unrichtig und die 

Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (Urteil des Bundesgerichts H 161/06 

vom 6. August 2007 E.5.6; BGE 119 V 241 E.5; vgl. auch Urteil des 

Verwaltungsgerichts S 11 118 vom 15. Mai 2012 E.6c). Im vorliegenden Fall 

sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt. Dass die IV-Stelle den Eintritt 

der gesundheitlichen Verbesserung auf den Zeitpunkt festlegte, welchen der 

Beschwerdeführer selber gegenüber den asim-Gutachtern genannt hatte, ist 

wie bereits dargelegt sachgerecht (vgl. vorne E.6d). Die Angaben in dem 

anonymen Schreiben sind demgegenüber nicht so beweiskräftig, dass die 

angefochtene Verfügung als offensichtlich unrichtig qualifiziert werden müsste. 

Die von der IV-Stelle verlangte Korrektur ist sodann auch nicht von erheblicher 

Bedeutung, beliefe sich die Schlechterstellung des Beschwerdeführers doch nur 

auf zwei Monatsrenten à Fr. 1'489.--. Eine Abänderung der angefochtenen 

Verfügung zu Ungunsten des Beschwerdeführers ist somit nicht angezeigt.

11. a)Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmässig und die 

Beschwerde ist abzuweisen.

b) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten 

um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- 

bis Fr. 1000.-- festgelegt. Vorliegend werden die Kosten auf Fr. 700.-- 

festgesetzt. Diese Kosten hat der unterliegende Beschwerdeführer zu 

übernehmen (Art. 73 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege; VRG; BR 370.100). Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 

61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten des Beschwerdeführers und sind innert 

30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.