# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd5d2b76-b286-599e-806f-6d96c91e304d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 03.02.2025 LE240047
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE240047_2025-02-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LE240047-O/U

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: RE240009-O

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss und Urteil vom 3. Februar 2025

in Sachen

A._____, 
Gesuchstellerin, Berufungsklägerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____, 
Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter 

sowie

Kanton Zürich, 
Beschwerdegegner

vertreten durch Bezirksgericht Meilen, 

betreffend Eheschutz

Berufung und Beschwerde gegen ein Urteil und eine Verfügung des 
Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 
2. Dezember 2024 (EE240031-G)

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Rechtsbegehren:

der Gesuchstellerin (Urk. 66 S. 2 ff. und S. 31 ff. sowie Urk. 64 sinngemäss):

1. Dem Gesuchsgegner sei das Sorgerecht für die gemeinsamen Kin-
der, C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am 
tt.mm.2017, zu entziehen und die beiden Kinder seien unter die 
alleinige elterliche Sorge der Gesuchstellerin zu stellen. Hiervon 
sei die Entscheidung über das Aufenthaltsrecht der Kinder auszu-
nehmen.

2. Die Obhut für die Kinder, C._____, geboren am tt.mm.2015, und 
D._____, geboren am tt.mm.2017, sei der Mutter zuzuteilen.

3.1. Der Gesuchsgegner sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 
die Kinder entweder jeden zweiten Sonntag von 10.00 Uhr bis 
17.00 Uhr oder ein Wochenende pro Monat von Freitagnachmittag 
nach Schulschluss bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu betreuen. 

3.2. Während der Schulferien sei der Gesuchsgegner für berechtigt und 
verpflichtet zu erklären, die Kinder für insgesamt sechs Ferienwo-
chen pro Jahr, jeweils in der ersten Ferienwoche zu betreuen, unter 
Ausnahme der Sommerferien, in denen die Betreuungswoche auf 
die letzte Ferienwoche falle.  
Die Betreuung für die Weihnachtsferien sei jährlich alternierend 
festzulegen.
Die Gesuchstellerin sei für berechtigt zu erklären, die Ferienzutei-
lung bis zu zwei Monate im Voraus abzuändern, solange der Ge-
suchsgegner von ihr finanziell unterstützt wird.

3.3. An Weiterbildungstagen der Schule sei der Gesuchsgegner für be-
rechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder zu betreuen.

3.4. An Feiertagen seien die Kinder durch die Gesuchstellerin zu be-
treuen.

4. Die Parteien seien für berechtigt und verpflichtet zu erklären, wich-
tige Schulveranstaltungen alternierend zu besuchen (Weihnachts-
feier, Aufführungen, Elternabende), wobei der diesjährige Weih-
nachtsanlass der Mutter zuzuteilen sei.

5.1. Die Beistandschaft für die Kinder sei per Ende Juni 2025 aufzuhe-
ben.

5.2. Die sozialpädagogische Familienbegleitung sei aufzuheben.
5.3. Die Gesuchstellerin sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 

an der Psychotherapie des Gesuchsgegners bei Dr. E._____ und 
lic. phil. F._____ in durch das Gericht festzulegenden Intervallen 
teilzunehmen.

6. Ziffer 3.5. des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezem-
ber 2024 (Verfahrensnummer EE220119-L) betreffend Psychothe-
rapeutische Begleitung der Parteien sei aufzuheben.

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7. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin fol-
gende Unterlagen zu übergeben:
- Krankenkassenkarten der Kinder;
- C Niederlassungsbewilligung der Kinder.
Sofern die Dokumente nicht mehr vorhanden sind, sei der Ge-
suchsgegner zu verpflichten, Ersatzdokumente zu beantragen und 
diese der Gesuchstellerin zu übergeben.

8. Es sei zu berücksichtigen, dass der Gesuchsgegner die Mietkau-
tion für die ehemalige Wohnung an der G._____-strasse in der 
Höhe von CHF 6'100.– erhalten habe und daher die Unterhaltsbei-
träge für den Monat Oktober 2024 bereits bezahlt worden seien.

9. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, eine Invalidenrente zu be-
antragen. Für den Fall, dass sich der Gesuchsgegner weigert, ei-
nen entsprechenden Antrag zu stellen, sei ihm ein hypothetisches 
Einkommen in der Höhe einer 100 % Invalidität anzurechnen, wo-
bei von einem letzten jährlichen Einkommen von CHF 190'000.– 
zuzüglich Bonus in der Höhe desjenigen der Gesuchstellerin für 
das letzte Jahr auszugehen sei.

10. Der Gesuchstellerin sei eine Frist von einer Woche anzusetzen, 
um zum Antrag des Gesuchsgegners auf Unterhaltsbeiträge Stel-
lung zu nehmen.

des Gesuchsgegners (Urk. 63 und Urk. 66 S. 6 ff. sinngemäss):

1. Die Anträge der Gesuchstellerin seien abzuweisen und die elterli-
che Sorge und Obhut bei beiden Parteien zu belassen. Insbeson-
dere das Aufenthaltsbestimmungsrecht sei bei beiden Parteien zu 
belassen und das Gericht habe die Gesuchstellerin darauf hinzu-
weisen, dass sie nicht alleine über das Aufenthaltsrecht entschei-
den dürfe.

2. Die Betreuungsregelung gemäss Urteil vom 14. November 2023 
sei folgendermassen zu konkretisieren:  
Der Betreuungswechsel findet jeweils am Mittwoch, Schulende re-
spektive 12.00 Uhr, statt. Die bisher betreuende Person ist ver-
pflichtet, die persönlichen Gegenstände der Kinder der neu betreu-
enden Person am selben Tag zu übergeben. 

3. Die Psychologin der Kinder sei durch eine Psychologin, die näher 
am Wohnort der Kinder arbeitet, zu ersetzen.

4. Die Beiständin sei zu beauftragen, die psychiatrische Begutach-
tung der Gesuchstellerin zu organisieren. 

5. Die Parteien seien zu verpflichten, gemeinsam zu den Arzttermi-
nen der Kinder zu gehen. Alternativ sei es in das Ermessen der 
Beiständin zu legen, zu entscheiden, wer wann welchen Termin 
wahrnimmt.

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6. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, die gemäss Vereinbarung 
vom 30. November 2023 und Urteil und Verfügung vom 14. De-
zember 2023 des Bezirksgericht Zürich (Verfahrensnum-
mer EE220119-L) festgelegten Unterhaltsbeiträge an den Ge-
suchsgegner in der Höhe von CHF 5'000.– und an die Kinder in der 
Höhe von je CHF 2'500.– somit für die Monate Oktober 2024 bis 
zu einer psychologischen Begutachtung der Gesuchstellerin und 
mindestens bis März 2024 zu bezahlen.

7. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner einen 
Prozesskostenbeitrag zu bezahlen, eventualiter sei dem Gesuchs-
gegner die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen.

Urteil und Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am 
Bezirksgericht Meilen vom 2. Dezember 2024:

(Urk. 72 S. 50–56 = Urk. 76 S. 50–56) 

1. Die elterliche Sorge für die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am 

tt.mm.2015 und D._____, geboren am tt.mm.2017, wird beiden Eltern gemein-

sam belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen 

der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Die Par-

teien werden darauf hingewiesen, dass ein Aufenthaltswechsel der Kinder der 

Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland 

liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die 

Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen ei-

nem Elternteil und den Kindern hat.

2. Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015 und D._____, ge-

boren am tt.mm.2017, wird beiden Parteien mit wechselnder Betreuung be-

lassen. Der Wohnsitz befindet sich bei der Mutter.

3. Die Kinder werden folgendermassen betreut:

‒ durch die Mutter in geraden Kalenderwochen von Mittwoch Schulende  

bis Mittwoch in ungeraden Kalenderwochen Schulende;

‒ durch den Vater in ungeraden Kalenderwochen von Mittwoch Schulende 

bis Mittwoch in geraden Kalenderwochen Schulende.

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Während der Schulferien und der Doppelfeiertage (Weihnachten und Neu-

jahr) erfolgt die Betreuung je hälftig. Können sich die Parteien über die Ferien- 

und/oder Feiertagsplanung nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren mit 

gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Fe-

rien und Feiertage zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter, wobei 

die Zuteilung der Ferien jeweils im Oktober des Vorjahres zu erfolgen hat.

4. Den Parteien werden folgende Weisungen gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB er-

teilt:

a) für die gemeinsamen Töchter D._____ und C._____ bis spätestens 

31. Januar 2025 je eine psychotherapeutische Behandlung zu installie-

ren;

b) einen Elternkurs wie "Kinder im Blick" oder "Eltern bleiben – mein Kind 

im Zentrum" innert Jahresfrist zu besuchen und die Teilnahmebestäti-

gung der Beistandsperson unaufgefordert zukommen zu lassen;

c) an den Gesprächen mit der Beistandsperson (im kjz) teilzunehmen;

d) sich gegenüber den Kindern nicht negativ über den anderen Elternteil 

zu äussern und die Kinder nicht über Themen und Details des Paar-

konflikts zu informieren;

e) die Betreuungsverantwortung und -zeit des jeweils betreuenden Eltern-

teils zu respektieren und sich insbesondere nicht in die Abmachung 

von Arztterminen sowie weiteren Termine der Kinder, die während der 

Betreuungszeit des anderen Elternteils stattfinden, einzumischen.

5. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezember 2023 (Verfah-

rensnummer EE220119-L) errichtete Erziehungsbeistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2015 

und D._____, geboren am tt.mm.2017, wird beibehalten und mit folgenden 

Aufträgen weitergeführt:

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i. die Eltern unter Berücksichtigung der Kindesinteressen dahingehend 

zu unterstützen, dass sie in ihrer Situation als getrenntlebende Eltern 

gemeinsam für das Kindeswohl zu sorgen und entsprechend zu han-

deln vermögen;

ii. die kindsorientierte Kommunikations- und Absprachefähigkeit der Eltern 

zu unterstützen, sodass sie später die Kinderbelange selbstständig und 

im Interesse der Kinder regeln können;

iii. die Eltern bei der Umsetzung der Weisung, für die Kinder je eine psy-

chotherapeutische Behandlung zu installieren, zu unterstützen;

iv. die Weisungen an die Eltern zu überwachen;

v. die Eltern in ihrer Sorge um die Kinder mit Rat zu unterstützen;

vi. Die Erziehung, schulische und gesundheitliche Entwicklung von 

C._____ und D._____ zu überwachen und zu begleiten und bei Bedarf 

die zuständigen Fachpersonen (Lehrpersonen, Psychotherapeuten, 

Hort etc.) zu kontaktieren;

vii. Antrag zu stellen, falls weitergehende Aufgaben umschrieben werden 

müssen oder die Massnahme veränderten Verhältnissen anzupassen 

ist.

6. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Dezember 2023 (Verfah-

rensnummer EE220119-L) weitergeführte sozialpädagogische Familienbe-

gleitung wird aufgehoben.

7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner monatliche Bei-

träge an den Kindesunterhalt von C._____ und D._____ ab 1. November 2024 

bis Ende März 2025 im Betrag von CHF 1'250.– pro Kind zu bezahlen.

Die vorstehenden Unterhaltsbeiträge sowie die Familienzulagen sind jeweils 

auf den ersten eines jeden Monats zu bezahlen.

Der Vater übernimmt den hälftigen Grundbetrag sowie die Wohnkosten der 

Kinder, die bei ihm anfallen. Die Mutter übernimmt die übrigen Kinderkosten.

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8. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner monatliche Ehe-

gattenunterhaltsbeiträge wie folgt bis Ende März 2025 zu bezahlen:

– für den Monat November 2024: CHF 550.–;

– ab 1. Dezember 2024: CHF 4'025.–.

Die vorstehenden Unterhaltsbeiträge sind jeweils auf den ersten eines jeden 

Monats zu bezahlen.

9. Erzielt der Gesuchsgegner ein Erwerbseinkommen, so reduzieren sich die 

Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 7 und 8 mit Wirkung ab dem Folgemonat um 

den gesamten Betrag des erzielten Einkommens. Das vom Gesuchsgegner 

erzielte Einkommen wird zuerst an den Ehegattenunterhalt und danach an 

den Kinderunterhalt angerechnet.

10. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin jeweils bis Ende 

Monat unaufgefordert einen allfälligen Lohnausweis bzw. entsprechende Be-

lege über das im Vormonat erzielte Erwerbseinkommen zukommen zu lassen.

11. Den vorstehenden Unterhaltsbeiträgen gemäss Ziffer 7 und 8 liegen folgende 

finanzielle Verhältnisse der Parteien und ihrer Kinder zugrunde:

Einkommen: (jeweils inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und/oder 

Ausbildungszulagen):

Gesuchstellerin: CHF 14'960.– netto (80 % Pensum);

Gesuchsgegner: CHF 0.– netto; bis und mit 31. März 2025;

CHF 7'000.– netto; ab 1. April 2025 ;

 Hypothetisches Erwerbseinkommen (80 % Pensum); 

je die Familienzulage von derzeit CHF 200.– pro Kind;

kein unterhaltsrelevantes Vermögen der Parteien.

Bedarf:

Gesuchstellerin: CHF 4'960.–;

Gesuchsgegner: CHF 5'000.–;

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der Kinder: je CHF 1'250.– beim Vater und 

je CHF 1'280.– bei der Mutter.

12. Die übrigen Anträge der Parteien werden abgewiesen, soweit auf sie einge-

treten wird.

13. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

CHF 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

CHF 390.00 Übersetzungskosten Hauptverhandlung vom 28. Okto-
ber 2024

CHF 525.00 Übersetzungskosten Verhandlung vom 26. November 
2024CHF 5415.00   Kosten total.

14. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt und – soweit ausrei-

chend – mit dem von ihr bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

15. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien keine Parteientschädi-

gung verlangt haben.

16. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Verpflichtung der Gesuchstellerin zur 

Leistung eines Prozesskostenbeitrags, eventualiter auf unentgeltliche Rechts-

pflege wird als gegenstandslos abgeschrieben.

17. (Schriftliche Mitteilung)

18. (Rechtsmittel: Berufung, Frist: 10 Tage; Kostenbeschwerde, Frist: 10 Tage) 

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Rechtsmittelanträge:

der Berufungsklägerin, Beschwerdeführerin und Gesuchstellerin (Urk. 75/1 
sinngemäss):

1. Der Gesuchstellerin sei die alleinige Obhut über die beiden Kinder, 
C._____, geboren am tt.mm.2015, und D._____, geboren am 
tt.mm.2017, zuzuteilen.

2. Dem Gesuchsgegner seien keine Kinderunterhaltsbeiträge zuzu-
sprechen.

3. Dem Gesuchsgegner sei kein persönlicher Unterhaltsbeitrag zuzu-
sprechen.

4. Die Gerichtskosten seien den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen.
5. Dem Gesuchsgegner sei die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-

währen und es sei der auf ihn fallende Teil der Gerichtskosten auf 
die Staatskasse zu nehmen.

6. Es sei folgender Satz aus dem Urteil zu streichen: "Die Beschwer-
deführerin selbst hatte geschrieben, dass er ein guter Vater sei 
(Akte 63 S. 1)".

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien sind seit dem tt. März 2017 verheiratet und haben zwei Kinder, 

C._____, geboren am tt.mm.2015 und D._____, geboren am tt.mm.2017. Sie stan-

den sich vom 20. Mai 2022 bis zum 14. Dezember 2023 in einem Eheschutzver-

fahren vor dem Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich 

gegenüber (Geschäfts-Nr. EE220119-L). In diesem Verfahren unterzeichneten sie 

am 30. November 2023 eine vollständige Trennungsvereinbarung (Urk. 14/128), 

welche mit Urteil vom 14. Dezember 2023 genehmigt wurde (Urk. 14/133). In dieser 

einigten sie sich unter anderem auf eine alternierende Betreuung der Kinder (je-

weils von Mittwoch bis Mittwoch). Ferner verpflichtete sich die Gesuchstellerin, Be-

rufungsklägerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin), dem Gesuchs-

gegner und Berufungsbeklagten (fortan Gesuchsgegner) bis Ende September 2024 

einen monatlichen Kinderunterhaltsbeitrag für die beiden Kinder von insgesamt 

Fr. 2'500.– sowie einen Ehegattenunterhaltsbeitrag von Fr. 5'000.– (Januar bis 

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März 2024) bzw. Fr. 4'025.– (April bis September 2024) zu bezahlen. Hintergrund 

davon bildete, dass dem Gesuchsgegner ab 1. Oktober 2024 ein hypothetisches 

Einkommen von Fr. 7'000.– netto monatlich angerechnet wurde. Weiter wurde fest-

gehalten, dass sich der Ehegattenunterhaltsbeitrag in dem Umfang reduziert, in 

welchem der Gesuchsgegner ein Einkommen aus Arbeitserwerb oder einer Sozia-

lversicherungseinrichtung erhält (Urk. 14/128).

2. Mit Eingabe vom 23. Juni 2024 ersuchte die Gesuchstellerin die Vorinstanz um 

Abänderung des Eheschutzentscheids vom 14. Dezember 2023 (Urk. 1). Der erst-

instanzliche Prozessverlauf kann den Erwägungen des angefochtenen Entscheids 

entnommen werden (Urk. 76 E. II). Am 2. Dezember 2024 erliess die Vorinstanz 

den oben aufgeführten Entscheid (Urk. 76).

3. Dagegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 14. Dezember 2024 (Da-

tum des Poststempels: 16. Dezember 2024) fristgerecht (vgl. aArt. 314 Abs. 1 und 

Art. 321 ZPO und Urk. 73/1) Berufung bzw. betreffend die unentgeltliche Rechts-

pflege (Urk. 76 Dispositivziffer 16) korrekterweise Beschwerde (Art. 121 ZPO) mit 

den oben aufgeführten Anträgen (Urk. 75/1). Für die Beschwerde wurde ein sepa-

rates Verfahren angelegt (RE240009-O). Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, ist 

dieses mit dem vorliegenden Berufungsverfahren zu vereinigen (E. II). Mit Eingabe 

vom 15. Januar 2025 stellte der Gesuchsgegner einen Antrag auf Vollstreckung 

des Urteils vom 2. Dezember 2024 (Urk. 78A). Mit Schreiben vom 16. Januar 2025 

wurde dem Gesuchsgegner mitgeteilt, dass auf seinen Vollstreckungsantrag man-

gels Zuständigkeit wohl nicht eingetreten werden könnte und es wurde ihm Frist 

angesetzt, um diesen zurückzuziehen (Urk. 79). Am 16. Januar 2025 reichte der 

Gesuchsgegner eine weiter Eingabe ein, mit welcher er über die Therapie der Kin-

der informierte (Urk. 81). Mit Schreiben vom 22. Januar 2025 leitete die Vorinstanz 

eine Eingabe des Gesuchsgegners vom 21. Januar 2025 betreffend die Beistand-

schaft der beiden Kinder zuständigkeitshalber an die Kammer weiter (Urk. 84; 

Urk. 85). 

4. Da sich die Berufung und die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbe-

gründet bzw. unzulässig erweisen (unten E. III und E. IV), kann auf die Einholung 

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einer Rechtsmittelantwort verzichtet werden (vgl. Art. 312 Abs. 1 und Art. 322 

Abs. 1 ZPO).

5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–74). Das Verfahren ist 

spruchreif.

II. Vereinigung

Die Berufung gegen das Urteil vom 2. Dezember 2024 (LE240047-O) und die Be-

schwerde gegen die Verfügung vom 2. Dezember 2024 der Gesuchstellerin 

(RE240009-O) betreffen dieselbe Rechtssache. Das Beschwerdeverfahren 

RE240009-O ist deshalb mit dem vorliegenden Verfahren zu vereinigen, unter der 

Geschäftsnummer LE240047-O weiterzuführen und als dadurch erledigt abzu-

schreiben. Die Akten des Verfahrens RE240009-O sind als Urk. 86/1–6 zu den Ak-

ten des vorliegenden Verfahrens zu nehmen.

III. Beschwerde

1. Die Gesuchstellerin beantragt, es sei der Antrag des Gesuchsgegners um Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege nochmals zu prüfen und gutzuheissen 

(Urk. 75/1 S. 1).

2. Die Vorinstanz schrieb das Gesuch des Gesuchsgegners um Verpflichtung 

der Gesuchstellerin zur Leistung eines Prozesskostenbeitrags eventualiter Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos ab, da die gesamten Ge-

richtskosten der Gesuchstellerin auferlegt wurden (Urk. 76 E. VI. 6 und Dispositiv-

ziffer 16).

3. Unabhängig davon, ob der Antrag der Gesuchstellerin um hälftige Auferle-

gung der erstinstanzlichen Gerichtskosten (dazu unten E. IV. 3) gutgeheissen wird 

oder nicht, fehlt der Gesuchstellerin das erforderliche Rechtsschutzinteresse für 

ihre Beschwerde, denn beim Verfahren um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege handelt es sich um ein Verfahren zwischen dem Gesuchsgegner und 

dem Staat. Die Gegenpartei des Hauptprozesses ist im Verfahren um 

unentgeltliche Rechtspflege nicht förmlich Partei. Demgemäss räumt die ZPO der 

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Gegenpartei der um unentgeltliche Rechtspflege ersuchenden Partei grundsätzlich 

auch kein Rechtsmittel gegen den entsprechenden Entscheid ein. Anders ist dies 

nur, wenn die unentgeltliche Rechtspflege eine Befreiung von der 

Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung umfassen soll (BGer 5A_381/2013 

vom 19. August 2023 E. 3.2, mit Hinweis auf die Botschaft zur ZPO vom 28. Juni 

2006, BBl 2006 7221 ff., S. 7303). Solches macht die Gesuchstellerin nicht geltend. 

Auf die Beschwerde der Gesuchstellerin ist daher nicht einzutreten.

IV. Berufung

1. Prozessuales

1.1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft nur im Umfang der Anträge (Art. 315 

Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind die Dispositivziffern 1 (elterliche Sorge), 4 

(Weisung), 5 (Beistandschaft) und 6 (Sozialpädagogische Familienbegleitung). 

Diese Ziffern sind somit in Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken ist. Disposi-

tivziffern 9 (Reduktion Unterhaltsbeitrag), 10 (Informationspflicht) und 11 (Grundla-

gen der Unterhaltsberechnung) wurden zwar nicht explizit angefochten, sie stehen 

jedoch in unmittelbarem Zusammenhang mit den angefochtenen Kinder- und Ehe-

gattenunterhaltsbeiträgen (Dispositivziffern 7 und 8) und gelten daher als mitange-

fochten. 

1.2. Da die Beistandschaft der beiden Kinder nicht Berufungsgegenstand bildet, 

ist auch nicht weiter auf das Schreiben des Gesuchsgegners vom 21. Januar 2025 

einzugehen, mit welchem er sinngemäss um Einsetzung einer neuen Beistands-

person ersucht (Urk. 85).

1.3. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-

fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges Ver-

fahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 Erw. 2.2.1 m.w.H.). Mit der Berufung kann 

sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz ver-

fügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich 

der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

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5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). Die Berufung ist schriftlich und begründet 

einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begründungsanforderung gehört, 

dass in der Berufungsschrift hinreichend genau aufgezeigt wird, inwiefern der erst-

instanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Am-

tes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungsklä-

ger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumentativ 

mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die 

Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen 

und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend ge-

machte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vor-

bringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 141 III 569 

E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). 

Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen ent-

sprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht 

überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – 

grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der 

schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erho-

ben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. Sep-

tember 2016 E. 5.3). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der unbeschränkten 

Untersuchungsmaxime (BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1). 

Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu 

beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO den umfassenden Unter-

suchungsgrundsatz sowie den Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem 

Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Par-

teianträge entscheidet. Neue Tatsachen und Beweismittel können auch im Beru-

fungsverfahren unbeschränkt vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1bis ZPO).

1.4. Mit dem Rechtsmittel kann einzig das Dispositiv des Entscheids angefochten 

werden, eine Streichung eines Satzes der Urteilsbegründung, wie es die Gesuch-

stellerin verlangt (Urk. 75/1 S. 5), ist nicht möglich. Auf ihren Antrag ist daher nicht 

einzutreten. Im Übrigen zeigt die Gesuchstellerin auch nicht auf, inwiefern sich die 

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Streichung des Satzes "Die Beschwerdeführerin selbst hatte geschrieben, dass er 

ein guter Vater Sei (Akte 63 S. 1)" auf den Entscheid auswirkt bzw. zu was für 

einem anderen Schluss die Vorinstanz ihrer Ansicht nach bezüglich der Erzie-

hungskompetenz des Gesuchsgegners hätte kommen müssen. Es hat diesbezüg-

lich beim vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben.

2. Materielle Beurteilung

2.1. Obhut

2.1.1. Die Gesuchstellerin wehrt sich mit ihrer Berufung gegen die Aufrechterhal-

tung der alternierenden Obhut und beruft sich auf neue Beweise, die unmittelbar 

nach dem Urteilsspruch aufgetaucht seien. So habe ihr der Gesuchsgegner mit E-

Mail vom 11. Dezember 2024 mitgeteilt, dass der Mittwochnachmittag für C._____ 

sehr hart sei, da sie an diesem Nachmittag sowohl Spanischunterricht habe als 

auch die Betreuung wechsle. In der E-Mail vom 12. Dezember 2024 deute er zu-

dem an, dass die vom Gericht angeordnete individuelle Psychotherapie eine zu-

sätzliche Belastung für den vollen Terminkalender der Mädchen darstelle. Diese E-

Mails zeigten, dass der Gesuchsgegner um das Wohlergehen der Mädchen be-

sorgt sei, die neben der wechselnden Betreuung auch ihre ausserschulischen Ak-

tivitäten nicht bewältigen könnten. Dies werde auch durch D._____s Aussage an-

lässlich der Kinderanhörung vom 8. November 2024 gestützt. Diese habe auf die 

Frage nach dem Betreuungswechsel geantwortet, dass sie diese als schwierig 

empfinde (Urk. 75/1 S. 2).

2.1.2. Die Vorinstanz zeigte ausführlich und nachvollziehbar auf, weshalb die seit 

nunmehr über einem Jahr gelebte alternierende Betreuung (mit Wechsel am Mitt-

woch) dem Wohl der Kinder am ehesten entspricht (Urk. 76 E. IV. 3.2.1 und 3.2.4). 

Dabei wurde auch berücksichtigt, dass D._____ sich für eine zweiwöchige Betreu-

ung ausgesprochen hatte, da ihre die Wechsel Mühe bereiteten. C._____ hingegen 

wünschte sich die Beibehaltung der bisherigen Situation (Urk. 76 E. IV. E. 3.2.1). 

Auf die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz geht die Gesuchstellerin in 

ihrer Berufung mit keinem Wort ein, was den oben aufgezeigten Rüge- und Begrün-

dungsanforderungen (E. IV. 1.2) nicht genügt. Es ist die Aufgabe der Eltern, für das 

- 16 -

Wohl der Kinder besorgt zu sein. Sollten diese über einen zu vollen Terminkalender 

verfügen, ist es an den Parteien – falls notwendig mit Hilfe der Beiständin –, 

Lösungen zu finden, um die Mädchen zu entlasten. So wäre allenfalls zu prüfen, ob 

der Spanischunterricht auf einen anderen Tag verlegt werden könnte. Grund für die 

Anordnung einer alleinigen Obhut – was klar dem Willen der Kinder widerspräche 

– bildet dies jedoch nicht. Nicht ersichtlich ist sodann, inwiefern die alleinige Obhut 

die Findung eines Termins für die Psychotherapie erleichtern sollte. Die Parteien 

haben die vorinstanzliche Weisung zu befolgen und mit Unterstützung der Beistän-

din die Wiederaufnahme der Therapie der Kinder zeitnah zu organisieren (Urk. 76 

E. IV. 2.2.5). Zusammenfassend hat es daher bei der alternierenden Obhut mit 

Wechsel am Mittwoch nach dem Schulende zu bleiben.

2.2. Unterhalt

2.2.1. Die Vorinstanz erwog, der Gesuchsgegner habe glaubhaft gemacht, dass 

es ihm trotz erheblichen Suchbemühungen bis anhin nicht möglich gewesen sei, 

eine Anstellung zu finden (die diversen Suchbemühungen unter anderem bei Flug-

hafenreinigung, Callcenters, bei der Migros, bei Pfister und die erhaltenen 200 Ab-

sagen seien unbestritten und glaubhaft). Dass es dem Gesuchsgegner [nicht] mög-

lich gewesen sei, eine Erwerbstätigkeit zu finden, werde von der Gesuchstellerin 

denn auch nicht bestritten (Urk. 76 E. V. 1.3). Es seien daher einzig die einmalig im 

Oktober 2024 erzielten Fr. 10'000.– zu berücksichtigen, welche er durch ein "intro-

ducer agreement" mit der H.______ erhalten habe (Urk. 76 E. V. 1.4). Sodann sei 

auf die Behauptung der Gesuchstellerin einzugehen, dass der Gesuchsgegner An-

spruch auf Invalidenrente habe und ihm diese, sollte er keinen entsprechenden An-

trag stellen, als hypothetisches Einkommen anzurechnen sei. Es bestünden keine 

Anhaltspunkte, dass der Gesuchsgegner infolge Krankheit nicht arbeitstätig sei. Im 

Gegenteil zeigten seine diversen Bewerbungen, dass er durchaus in der Lage sei, 

sich zu bewerben. Entsprechend bestünden keine Hinweise, dass der Gesuchs-

gegner einen Anspruch auf Invalidenrente habe, womit ihm kein hypothetisches 

Einkommen anzurechnen sei (Urk. 76 E. V. 1.5).

Der Gesuchsgegner sei jedoch weiterhin verpflichtet, seine Leistungsfähigkeit voll 

auszuschöpfen und eine Erwerbstätigkeit zu suchen, zumal er auch selbst damit 

- 17 -

rechne, bald eine Anstellung zu finden. Deshalb sei ihm ab April 2025 ein hypothe-

tisches Einkommen anzurechnen. Da die Gesuchstellerin weder behaupte, noch 

ersichtlich sei, dass seit dem Eheschutz Änderungen eingetreten seien, die eine 

solche verbesserte Schätzung des hypothetischen Einkommens in Abweichung der 

Wertungen des Eheschutzurteils rechtfertigen würden, sei auf das im Eheschut-

zentscheid festgestellte hypothetische Einkommen von Fr. 7'000.– bei einem 80 % 

Pensum abzustellen, welches dem Gesuchsgegner ab 1. April 2025 anzurechnen 

sei. Unterhaltsbeiträge seien daher längstens bis Ende März 2025 geschuldet (Urk. 

76 E. V. 3.1 f.).

2.2.2. Die Gesuchstellerin kritisiert mit ihrer Berufung, dass dem Gesuchsgegner 

kein hypothetisches Einkommen angerechnet worden sei. Entgegen der Ansicht 

der Vorinstanz seien die Bewerbungen des Gesuchsgegners kein ausreichender 

Beweis dafür, dass dieser arbeitsfähig oder überhaupt arbeitswillig sei. Er habe sich 

in einem Akt der Selbstsabotage geweigert, bei der Stellensuche mitzuarbeiten, 

was ein häufiges Verhalten bei Menschen mit diagnostizierten Persönlichkeitsstö-

rungen sei. So habe sie ihm Anfang des Jahres (wohl anfangs 2024) beispielsweise 

vorgeschlagen, bei Herrn I._____ zu arbeiten, den sie persönlich kenne. Die E-Mail 

vom 7. Dezember 2024 zeige, dass der Gesuchsgegner daran nicht interessiert 

gewesen sei. Er gehe selektiv bei der Arbeitssuche vor, so habe er ihr geantwortet, 

dass Herr I._____ nicht in der Finanzbranche tätig sei. Herr I._____ sei am 12. De-

zember 2024 für ein Gespräch bei ihr zu Hause vorbeigekommen, wobei sie den 

Gesuchsgegner gebeten habe, ebenfalls in die Wohnung zu kommen, was dieser 

jedoch abgelehnt habe. Ferner nehme der Gesuchsgegner zwei Mal im Monat psy-

chologische Hilfe für die Jobsuche in Anspruch, was zeige, dass er Hilfe brauche, 

um seine Angst vor der Zusammenarbeit mit anderen Menschen zu überwinden. 

Er habe eine Behinderung, deren er sich bewusst sei, was die selbstsabotierende 

Haltung erkläre. Solange er sich weigere, ihr eine Vollmacht für die Beantragung 

einer Invalidenrente auszustellen, sei ihm ein hypothetisches Einkommen in der 

Höhe seines letzten Gehalts bei der J._____ Schweiz von Fr. 190'000.– jährlich 

anzurechnen (Urk. 75/1 S. 4 f.).

- 18 -

2.2.3. Entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin und in Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz zeigen die diversen Suchbemühungen des Gesuchsgegners, dass die-

ser arbeitsfähig und arbeitswillig ist. Auch dass er Hilfe für die Jobsuche in An-

spruch nimmt, spricht für seine Arbeitswilligkeit. Soweit die Gesuchstellerin geltend 

macht, der Gesuchsgegner habe eine Chance für eine Anstellung nicht ergriffen, 

zeigt sie nicht auf, um was für einen konkreten Job zu welchen Bedingungen es 

sich bei jenem bei Herrn I._____ gehandelt hätte. Der Gesuchsgegner hat somit 

nicht böswillig auf eine konkrete Arbeitsmöglichkeit verzichtet, sodass auch kein 

Grund vorliegt, um ihm bereits vor April 2025 ein hypothetisches Einkommen an-

zurechnen. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, liegen keine Anhaltspunkte vor, 

um davon auszugehen, dass beim Gesuchsgegner ein Anspruch auf Invalidenrente 

bestehen könnte. Die Ausführungen der Gesuchstellerin zum Treffen mit Herrn 

I._____ vermögen daran nichts zu ändern und auch nicht, dass er psychologische 

Hilfe für die Arbeitssuche in Anspruch nimmt. Weitere Gründe, weshalb dem Ge-

suchsgegner ein hypothetisches Einkommen in der Höhe seiner letzten Anstellung 

von Fr. 190'000.– jährlich anzurechnen wäre, bringt die Gesuchstellerin nicht vor. 

Es hat daher auch bezüglich der Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträgen beim 

Entscheid der Vorinstanz zu bleiben.

2.3. Verteilung der erstinstanzlichen Gerichtskosten

2.3.1. Die Vorinstanz erwog, die Prozesskosten würden in der Regel der unterlie-

genden Partei auferlegt. Obsiege keine Partei vollständig, würden die Kosten ver-

hältnismässig verteilt (Art. 106 ZPO). Von diesem Grundsatz könne allerdings na-

mentlich in Scheidungsverfahren abgewichen werden. Mit Bezug auf die Kinderbe-

lange würden die Kosten des Verfahrens den Parteien in der Regel unabhängig 

vom Ausgang je zur Hälfte auferlegt, wenn die Parteien unter dem Gesichtspunkt 

der Interessen des Kindes gute Gründe zur Antragstellung gehabt hätten. Diese 

Rechtsprechung beschlage die Elternrechte sowie allfällige Kindesschutzmassnah-

men, nicht aber die Kinderunterhaltsbeiträge (Urk. 76 E. IV. 3). Hinsichtlich der Auf-

teilung der Gerichtskosten sei im vorliegenden Fall zu berücksichtigen, dass das 

Verfahren durch die Gesuchstellerin initiiert worden sei und sie mit ihren wesentli-

chen Anträgen unterliege. Hingegen obsiege der Gesuchsgegner mit seinen Be-

- 19 -

gehren hinsichtlich Unterhalt. Entsprechend rechtfertige es sich insgesamt, die Ge-

richtskosten der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Urk. 76 E. IV. 4).

2.3.2. Die Gesuchstellerin macht geltend, die Kosten seien den Parteien zu glei-

chen Teilen aufzuerlegen, wie dies im allgemeinen in Scheidungsverfahren der Fall 

sei, wenn es um das Wohl der Kinder gehe. Sie habe die Anträge im Juni 2023 

gestellt, da sie der Ansicht gewesen sei, dass die derzeitige Regelung für die Kinder 

ungeeignet gewesen sei. Auch habe sie im Mai 2022 ein Eheschutzverfahren ein-

geleitet gehabt, wobei das Gericht die Kosten zur Hälfte auferlegt habe. Dies sei 

auch im vorliegenden Fall zu machen (Urk. 75/1 S. 1).

2.3.3. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Kostenverteilung (Art. 106 ff. ZPO) 

korrekt wiedergegeben. Entsprechend werden die Kosten in der Regel nach dem 

Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 ZPO). Von diesem Verteilungsgrundsatz 

kann das Gericht unter anderem in familienrechtlichen Verfahren abweichen und 

die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO), wobei die 

zürcherische Praxis davon primär Gebrauch macht, wenn und soweit die Parteien 

in guten Treuen um nicht vermögensrechtliche Kinderbelange streiten. Demgegen-

über findet bei (zumal vermögensrechtlichen) Begehren, die nur das Verhältnis zwi-

schen den Ehegatten betreffen, eine abweichende Kostenverteilung nach Art. 107 

Abs. 1 lit. c ZPO kaum und nur unter besonderen Umständen statt (statt vieler: 

OGer ZH RZ220011 vom 19. April 2023 E. III. 4.2). Entgegen der Ansicht der Ge-

suchstellerin werden Kosten in familienrechtlichen Verfahren somit nicht im Allge-

meinen hälftig verteilt. Auch kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten, dass im 

ursprünglichen Eheschutzentscheid die Kosten hälftig auferlegt wurden. Auch bei 

familienrechtlichen Verfahren ist demnach Art. 106 ZPO die Grundnorm. Soweit 

das Verursacherprinzip im Sinne von Art. 106 ZPO sachgerecht ist und keine be-

sonderen Gründe vorliegen, die einen Billigkeitsentscheid nahelegen, ist nach 

Art. 106 ZPO zu entscheiden (ZK ZPO-Jenny, Art. 107 N 12). Da die Gesuchstel-

lerin sowohl betreffend die elterliche Sorge, die Obhut und Betreuung als auch be-

treffend den Kindes- und Ehegattenunterhalt unterlag, ist nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz der Gesuchstellerin die gesamten Gerichtskosten auferlegte. 

2.4. Fazit

- 20 -

Zusammenfassend gelingt es der Gesuchstellerin nicht, eine unrichtige Sachver-

haltsfeststellung oder unrichtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz aufzuzei-

gen (Art. 310 ZPO). Ihre Berufung ist daher abzuweisen und der vorinstanzliche 

Entscheid ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).

V. Vollstreckungsantrag des Gesuchsgegners

Wie bereits erwähnt (oben E. I. 3) ersuchte der Gesuchsgegner die Kammer mit 

Eingabe vom 15. Januar 2025 um Vollstreckung der im vorinstanzlichen Urteil fest-

gesetzten Unterhaltsbeiträge (Urk. 78A). Auf den Brief vom 16. Januar 2025 

(Urk. 79) reagierte er nicht, sodass davon auszugehen ist, dass der Gesuchsgeg-

ner an seinem Antrag festhält. Mangels Zuständigkeit der Kammer ist auf seinen 

Vollstreckungsantrag jedoch nicht einzutreten.

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Rechtsmittelverfahren

1. Die Entscheidgebühr für das Rechtsmittelverfahren ist in Anwendung von § 5 

Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 der Gerichtsgebührenverord-

nung auf Fr. 1'500.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Gesuchstellerin auf-

zuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da der Vollstreckungsantrag des Gesuchsgeg-

ners einen vernachlässigbaren Aufwand verursachte, ist er weder bei der Festle-

gung der Gerichtsgebühr zu berücksichtigen, noch sind dem Gesuchsgegner im 

vorliegenden Verfahren Kosten aufzuerlegen.

2. Parteientschädigungen sind für das zweitinstanzliche Verfahren keine zuzu-

sprechen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens, dem Gesuchsgegner und 

dem Beschwerdegegner mangels relevanter Umtriebe (vgl. Art. 106 Abs. 1 und 

Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1. Das Beschwerdeverfahren RE240009-O wird mit dem vorliegenden Beru-

fungsverfahren vereinigt, unter der Prozessnummer LE240047-O weiterge-

führt und dadurch als erledigt abgeschrieben.

- 21 -

2. Auf die Beschwerde der Gesuchstellerin gegen Dispositivziffer 16 des Ent-

scheids des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 

Meilen vom 2. Dezember 2024 wird nicht eingetreten.

3. Auf den Antrag der Gesuchstellerin, es sei der folgende Satz aus dem Urteil 

zu streichen: "Die Beschwerdeführerin selbst hatte geschrieben, dass er ein 

guter Vater sei (Akte 63 S. 1)" wird nicht eingetreten.

4. Auf den Antrag des Gesuchsgegners vom 15. Januar 2025 um Vollstreckung 

der im Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 2. Dezember 2024 festgesetzten 

Unterhaltsbeiträge wird nicht eingetreten.

5. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1, 5 und 6 des Urteils des Ein-

zelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 2. De-

zember 2024 in Rechtskraft erwachsen sind.

6. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung erfolgen mit dem nachfol-

genden Erkenntnis.

Es wird erkannt:

1. Die Berufung der Gesuchstellerin wird abgewiesen und das Urteil des Einzel-

gerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 2. De-

zember 2024 bestätigt, soweit es nicht bereits in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt.

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuch-

stellerin auferlegt.

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage 

der Doppel bzw. Kopien von 75/1–2, Urk. 77/1–3, Urk. 79/1/1–2 und 

Urk. 79/3/1–3, an die Gesuchstellerin unter Beilage von Kopien von Urk. 78A, 

- 22 -

Urk. 81, Urk. 84 und Urk. 85, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG sowie ein Entscheid über vor-
sorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 3. Februar 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
jo