# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91f19f72-8da8-5297-bc72-63089c7bd252
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.04.2008 D-406/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-406-2008_2008-04-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-406/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiberin Gabriela Freihofer.

A._______,
Irak,
vertreten durch Susanne Sadri, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Aufhebung der vorläufigen Aufnahme, Verfügung des 
BFM vom 18. Dezember 2007 / N   .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-406/2008

Sachverhalt:

A.

A.a Der  Beschwerdeführer,  ein  irakischer  Staatsangehörgier 
kurdischer  Ethnie  und  sunnitischen  Glaubens  aus  Sulaymaniya  im 
Nordirak, ersuchte am 12. September 2002 in der Schweiz um Asyl. 

A.b Mit  Verfügung  vom  18.  Dezember  2002  stellte  das  damalige 
Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) fest, der Beschwerdeführer erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  das  Asylgesuch ab und verfügte 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug,  wobei  es eine 
Wegweisung  in  den  zentralstaatlich  kontrollierten  Teil  des  Irak  zum 
damaligen  Zeitpunkt  ausschloss.  Dieser  Entscheid  erwuchs 
unangefochten in Rechtskraft. Mit  Verfügung vom 4. Mai 2005 stellte 
das  BFM  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom  18. 
Dezember 2002 rechtskräftig  aus der  Schweiz weggewiesen worden 
sei,  hob die  Ziffer  4  der  Verfügung vom 18. Dezember  2002 infolge 
Gegenstandslosigkeit  auf,  stellte  fest,  die  Wegweisung  sei  zulässig 
zumutbar  und  möglich  und  setzte  dem Beschwerdeführer  eine  Frist 
zum Verlassen der Schweiz bis zum 29. Juni 2005. Am 9. Juni 2005 
erhob der Beschwerdeführer dagegen Beschwerde bei der damaligen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK).  Im  Rahmen  des 
Vernehmlassungsverfahrens  hob  das  BFM  mit  Verfügung  vom  12. 
Oktober 2005 die Verfügung vom 4. Mai 2005 sowie die Ziffern 4 bis 6 
der  Verfügung  vom  18.  Dezember  2002  wiedererwägungsweise  auf 
und  nahm  den  Beschwerdeführer  wegen  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs vorläufig auf, woraufhin die ARK mit Beschluss 
vom 13. Oktober 2005 die Beschwerde als gegenstandslos geworden 
abschrieb.

A.c Am 22. Oktober 2007 teilte das BFM dem Beschwerdeführer mit, 
es  erachte  nach  einer  Analyse  der  Sicherheits-  und 
Menschenrechtssituation  in  Irak  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  die 
drei  nordirakischen  Provinzen  Dohuk,  Sulaymaniya und  Erbil  zurzeit 
als  grundsätzlich  zumutbar.  Angesichts  dessen  gewährte  es  dem 
Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Aufhebung 
der  vorläufigen  Aufnahme  und  dem  damit  verbundenen 
Wegweisungsvollzug.

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A.d Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom 19. November 2007 
dazu Stellung nehmen.

B.
Mit  Verfügung  vom  18.  Dezember  2007  hob  das  BFM  die  mit 
Verfügung  vom 12.  Oktober  2005  angeordnete  vorläufige  Aufnahme 
des  Beschwerdeführers  auf,  forderte  ihn  auf,  die  Schweiz  –  unter 
Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  bis  zum  11. 
Februar 2008 zu verlassen und beauftragte den Kanton B._______ mit 
dem Vollzug der Wegweisung.

C.
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Januar 
2008 liess der Beschwerdeführer beantragen, der negative Entscheid 
des BFM vom 18. Dezember 2008 (recte: 2007) sei aufzuheben. Die 
Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung aus 
der Schweiz sei  festzustellen. Es sei  die unentgeltliche Rechtspflege 
zu gewähren, und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu 
verzichten.

D.
Mit  Zwischenverfügung  vom  24.  Januar  2008  wies  der  zuständige 
Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  das  Gesuch  um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ab  und  setzte  dem 
Beschwerdeführer eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in 
der Höhe von Fr. 600.--. Dieser wurde am 8. Februar 2008 einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

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und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert  (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. 
VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  wird  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 
111  Bst.  e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich 
vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4.

4.1 Das BFM hebt die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug 
der Weg- oder Ausweisung an, wenn die Voraussetzungen nicht mehr 
gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Auslände-
rinnen und Ausländer vom 16. Dezember 2005  [AuG, SR142.20].  Die 
Voraussetzungen für  die vorläufige Aufnahme sind nicht  mehr  gege-
ben, wenn der Vollzug der rechtskräftig angeordneten Wegweisung zu-
lässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der ausländischen Person möglich 
(Art. 83 Abs. 2 AuG) und zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) ist, sich recht-
mässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat 
zu begeben.

In der Beschwerde wird nicht explizit geltend gemacht, der Vollzug der 
Wegweisung  sei  unmöglich  im  Sinne  von  Art.  83  Abs.  3  AuG. 

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Gegenstand  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  bildet  somit  – 
entsprechend den Rechtsbegehren in der Beschwerde - die Frage, ob 
die verfügte vorläufige Aufnahme vom BFM zu Recht als zulässig und 
zumutbar bezeichnet wurde.

4.2 Der Grundsatz der Nichtrückschiebung schützt nur Personen, die 
die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl.  MARIO GATTIKER, Das Asyl- und 
Wegweisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). Da rechtskräftig feststeht, 
dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann 
das in  Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine 
Rückkehr des Beschwerdeführers in seinen  Heimatstaat ist demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

4.3 Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er 
für  den  Fall  einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3  der Konvention vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  oder Art. 1  des Übereinkommens 
vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame, 
unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 
0.105)  verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss 
Praxis des Europäischen Gerichtshofes für  Menschenrechte (EGMR) 
sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der 
Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder 
glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder 
unmenschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001 Nr. 16 S. 122,  mit  weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen 
Grossbritannien,  Urteil  vom  6.  Februar  2001,  Recueil  des  arrêts  et 
décisions 2001-I, S. 327 ff.), was ihm nicht gelungen ist. Auch die all-
gemeine  Sicherheitslage  und  Menschenrechtssituation  im  Irak  lässt 
den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig 
erscheinen (vgl. BVGE E-6982/2006 vom 22. Januar  2008  E. 6.2  ff. 
und 6.6). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl 
im Sinne der asyl-  als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zu-
lässig.

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4.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

4.4.1 In  der  angefochtenen  Verfügung  hielt  die  Vorinstanz  im 
Wesentlichen fest, in den drei  nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil 
und  Sulaymaniya  herrsche  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt.  Der 
Wegweisungsvollzug  sei  somit  grundsätzlich  zumutbar.  Dies  gelte 
besonders für aus diesen Provinzen stammende Männer, welche sich 
alleine in der Schweiz aufhielten. Vorliegend handle es sich um einen 
alleinstehenden,  jungen und gesunden Mann,  der  die  überwiegende 
Zeit  seines  Lebens  in  der  Provinz  Sulaymaniya verbracht  habe  und 
über Berufserfahrung verfüge. Daraus sei zu schliessen, dass er in der 
Lage sei,  die Sicherung seiner Existenz selbständig an die Hand zu 
nehmen.  Aus  den  Angaben  des  Beschwerdeführers  sei  sodann 
anzunehmen,  dass  er  im  Irak  über  ein  soziales  Beziehungsnetz 
verfüge,  welches  ihn  in  der  Anfangsphase  nach  seiner  Rückkehr 
unterstützen könne. Die geltend gemachte Verfolgung durch Islamisten 
sei  schliesslich  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  als  unglaubhaft 
erachtet  worden.  Dass  eine  seiner  Schwestern  durch  Islamisten  in 
Sulaymaniya getötet worden sei, müsse als nachgeschoben und nicht 
besonders glaubhaft taxiert werden. 

4.5 Das Bundesverwaltungsgericht  ist  im zur  Publikation  vorgesehe-
nen Urteil E-4243/2007 vom 14. März 2008 aufgrund einer umfassen-
den Beurteilung der aktuellen Situation in den nordirakischen Provin-
zen Dohuk, Sulaymaniya und Erbil  zum Schluss gekommen, dass in 
den  drei  kurdischen  Provinzen  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrscht und die dortige politische Lage nicht dermassen angespannt 
ist,  als  dass  eine  Rückführung  dorthin  als  generell  unzumutbar  be-
trachtet werden müsste. Zudem ist die Region mit Direktflügen aus Eu-
ropa und aus den Nachbarstaaten erreichbar. Damit entfällt  das Ele-
ment der unzumutbaren Rückreise via Bagdad und anschliessend auf 
dem Landweg durch den von Gewalt heimgesuchten Zentralirak. 

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Zusammenfassend wurde im erwähnten Entscheid festgehalten, dass 
die  Anordnung des  Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinste-
hende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus ei-
ner der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein sozia-
les Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist. Für alleinste-
hende Frauen und für Familien mit Kindern, sowie für Kranke und Be-
tagte ist bei der Feststellung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs grosse Zurückhaltung angebracht (vgl. a.a.O. E. 7.5 und insbe-
sondere 7.5.8).

4.6 Der  Beschwerdeführer,  welcher  keine  gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen  geltend  macht,  stammt  aus  der  Provinz 
Sulaymaniya,  wo  er  seit  seiner  Geburt  bis  zur  Ausreise  gelebt  hat. 
Zudem besuchte er  eigenen Angaben zufolge während   Jahren die 
Schule  und  übte  verschiedene  Erwerbstätigkeiten  in  seiner  Heimat 
sowie in der Schweiz aus. Angesichts dessen und des jungen Alters 
des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass er sich in seiner 
Heimat in den Arbeitsmarkt  wird integrieren können. Es ist  zudem – 
mit Verweis auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz – zu 
schliessen,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  einer  Rückkehr  in  die 
Provinz  Sulaymaniya  mit  Eltern  und  Geschwistern  ein  familiäres 
Beziehungsnetz  vorfinden  wird,  welches  ihm  bei  einer 
Wiedereingliederung, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass es der 
Familie  des  Beschwerdeführers  finanziell  gut  gehe  (vgl.  A1,  S.  5), 
behilflich  sein  kann.  Die  Rückkehrhilfe  der  Schweiz  wird  ihm  den 
Wiedereinstieg  in  seiner  Heimat  ebenfalls  erleichtern  können. 
Schliesslich  sind  keine  weiteren  individuellen  Gründe  ersichtlich, 
aufgrund  derer  allenfalls  geschlossen  werden  könnte,  der 
Beschwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in die Heimat in eine 
existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung - 
übereinstimmend mit dem BFM - als zumutbar zu bezeichnen ist. Die 
Ausführungen in  der  Beschwerde vermögen an dieser  Einschätzung 
nichts  zu  ändern,  zumal  darin  im  Wesentlichen  Berichte  der 
Schweizerischen  Flüchtlingshilfe,  anderer  Organisationen  sowie  ein 
Bericht  der  NZZ  zitiert  und  die  Vorbringen  wiederholt  werden. 
Ebensowenig sind der mit  der Beschwerde eingereichte Todesschein 
der  Schwester  sowie  das  Urteil  des  UK  Asylum  and  Immigration 
Tribunal  (UK  AIT)  vom  September  2007  geeignet,  einen  anderen 
Entscheid  zu  bewirken,  zumal  sich  daraus  kein  direkter 
Zusammenhang  zum  Beschwerdeführer  und  einer  allfälligen 
individuellen Gefährdungslage ersehen lässt. 

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4.7
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

5.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5  VwVG),  auf 
insgesamt  Fr. 600.--  festzusetzen (Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. 
Dezember  2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am  8. 
Februar  2008  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Todesschein im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N   (per Kurier; in Kopie)

- das    (in  Kopie,  Beilagen:  Reisepass,  Identitätskarte, 
Nationalitätenausweis)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Gabriela Freihofer

Versand: 

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