# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a3cffb4-ad41-57fe-bccf-f501504d9d81
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2025 F-9104/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-9104-2025_2025-12-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-9104/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;   

Gerichtsschreiberin Nathalie Schmidlin. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geb. (...), 

Algerien, 

c/o BAZ Basel,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 19. November 2025. 

 

 

 

F-9104/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) suchte am 6. November 

2025 in der Schweiz um Asyl nach. Ein Abgleich mit der europäischen Fin-

gerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 27. November 2024 

bereits in Deutschland um Asyl ersucht hatte. 

A.b Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 14. Novem-

ber 2025 das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensent-

scheid und der Möglichkeit der Überstellung nach Deutschland, dessen Zu-

ständigkeit für die Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in Frage 

komme. Das gleichentags gestellte Wiederaufnahmeersuchen der Vor-

instanz hiessen die deutschen Behörden am 17. November 2025 gut ge-

stützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig 

ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

A.c Mit Verfügung vom 19. November 2025 – gleichentags eröffnet – trat 

die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und 

ordnete seine Überstellung nach Deutschland an. 

B.  

B.a Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 26. November 2025 (Ein-

gang beim BVGer) Beschwerde und beantragte, die sofortige Aussetzung 

der Überstellung nach Deutschland, die erneute individuelle Prüfung seiner 

persönlichen Gefährdungslage und die Anerkennung, dass Deutschland 

für ihn kein sicherer Staat sei. Überdies sei sein aktueller psychischer und 

gesundheitlicher Zustand zu berücksichtigen und es sei ihm die Möglich-

keit einzuräumen, die angekündigten Beweismittel nachzureichen. 

B.b Am 27. November 2025 setzte der Instruktionsrichter den Wegwei-

sungsvollzug gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

 

 

 

F-9104/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; 

Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass 

auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 

Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer 

zweiten Richterin beziehungsweise eines zweiten Richters (Art. 111 

Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit sum-

marischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland für die Behandlung des 

Asylgesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das deutsche 

Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist 

(vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-8329/2025 vom 3. November 2025 

E. 4.1 m.w.H.), aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völker-

rechtlichen Wegweisungsvollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die 

Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflich-

ten würden. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Aus-

übung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommen-

den Ermessens von einem Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist 

demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwen-

dung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Deutschland angeordnet. 

Zur näheren Begründung ist auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu ver-

weisen. 

2.2 Die Ausführungen auf Beschwerdeebene vermögen nichts an der Rich-

tigkeit der angefochtenen Verfügung zu ändern. Die erstmals auf Be-

schwerdeebene behaupteten gesundheitlichen Probleme (Verletzung bzw. 

Erkrankung am Finger, schwerwiegende psychische Probleme) blieben 

gänzlich unbelegt. Der Beschwerdeführer gab anlässlich des Dublin-Ge-

sprächs an, es gehe ihm physisch und psychisch gut. Im Übrigen verfügt 

Deutschland zweifellos über eine ausreichende medizinische Infrastruktur 

für deren Behandlung (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-7987/2025 vom 

F-9104/2025 

Seite 4 

31. Oktober 2025 E. 2.2 m.H.). Hinsichtlich der geltend gemachten Bedro-

hungslage in Deutschland ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass sich 

der Beschwerdeführer diesbezüglich an die deutschen Polizei- und Justiz-

behörden zu wenden hat. Deutschland ist ein Rechtsstaat und die Behör-

den sind gewillt und fähig, staatlichen Schutz zu gewähren. Entsprechend 

ist der Antrag auf Einreichung weiterer Beweismittel zum Nachweis der dor-

tigen Bedrohungslage abzuweisen. 

3.  

Im Ergebnis erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem vorlie-

genden Urteil fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin. 

4.  

Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem unterliegenden Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv: nächste Seite) 

  

F-9104/2025 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils 

zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Nathalie Schmidlin 

 

 

 

Versand: