# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ca19b7b-2da8-5b7b-b857-533d5118647b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 28.09.2021 R 2019 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2019-74_2021-09-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 19 73, R 19 74, R 19 75, R 19 76

5. Kammer

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuar Ott

URTEIL

vom 28. September 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gieri Caviezel und

Rechtsanwältin MLaw Corina Caluori, 

Beschwerdeführerin 1 (Verfahren R 19 73)

und

Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____, 

und 

Miteigentümergemeinschaft Autoeinstellhalle B._____,

bestehend aus den Eigentümern der Miteigentumsanteile,

handelnd durch die Verwalterin O._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital, 

Beschwerdeführerinnen 2 (Verfahren R 19 74)

und

- 2 -

Rechtsanwalt lic. iur. E._____, 

Erben P._____, bestehend aus:

Q._____, 

R._____, 

S._____, 

T._____, 

U._____, 

vertreten durch den Erbenvertreter Rechtsanwalt lic. iur. E._____

und 

R._____, 

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser, 

Beschwerdeführer 3 (Verfahren R 19 75)

und

V._____, 

W._____, 

X._____, 

Y._____, 

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ilario Bondolfi,

Beschwerdeführer 4 (Verfahren R 19 76)

gegen

Gemeinde C._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger,

Beschwerdegegnerin

Z._____, und

- 3 -

AA._____,.

beide vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. iur. Tis Prager und

Dr. iur. Gion Christian Casanova,

Beigeladene

betreffend Quartierplan "AC._____"

- 4 -

I. Sachverhalt:

1. Die (heutige) A._____ AG stellte am 2. Dezember 2003 ein Baugesuch für 

den Neubau eines Wohn- und Geschäftszentrums mit Tiefgarage 

(B._____) auf der Parzelle 2219 (Grundbuch der Gemeinde C._____) und 

reichte am 22. März 2004 ein Gesuch um Erweiterung der Tiefgarage ein. 

Die Parzelle 2219 liegt in der äusseren Dorfzone (ÄD) gemäss Art. 78 des 

kommunalen Baugesetzes (BG) und grenzt im Süden an die auf der Par-

zelle 1338 gelegene AC._____-Strasse, welche im Generellen Erschlies-

sungsplan Bereich Siedlung, Teilplan Verkehr 1:2500 (GEP; von den 

Stimmberechtigten beschlossen am 14. März 1999, genehmigt von der 

Regierung des Kantons Graubünden mit Beschluss vom 29. Februar 

2000) als (öffentlicher) Fussweg festgesetzt ist. Im GEP wird im Bereich 

der östlichen Parzellengrenze zur Parzelle 1341 eine weitere Fusswegver-

bindung festgesetzt. Die Gemeinde C._____ bewilligte das Bauprojekt mit 

Verfügungen vom 2. Februar 2004 (Stammbaubewilligung) und vom 

5. April 2004 (Projekterweiterung). Gegen ein weiteres Baugesuch vom 

16. September 2005 betreffend die Erstellung eines Schülerwegs über die 

Parzelle 2219 erhob der Eigentümer der ebenfalls in der Zone ÄD 

gelegenen Parzelle 1341 am 10. Oktober 2005 Einsprache. Gegen Ende 

2005 wurde die Ausfahrtsrampe aus der Tiefgarage auf der Parzelle 2219 

erstellt. Daraus resultierten Streitigkeiten mit den Erben des Eigentümers 

der benachbarten Parzelle 1341 (Erben P._____) aufgrund der Unter-

schreitung der Grenzabstände und die betroffenen Nachbarn verlangten 

im Januar 2006 von der Gemeinde C._____ namentlich die Wiederherstel-

lung des rechtmässigen Zustandes. Mit Urteil 1P.791/2006 vom 13. No-

vember 2007 hob das Bundesgericht das Urteil R 06 23 des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Graubünden vom 1. September 2006 auf, worin die-

ses den Rekurs der Erben P._____ gegen einen Entscheid der Gemeinde 

C._____ vom 13. Februar 2006 abgewiesen hatte, soweit darauf einzutre-

ten war. In Nachachtung des Urteils des Bundesgerichts vom 13. Novem-

ber 2007 hiess das Verwaltungsgericht mit Urteil R 06 23A vom 23. Juni 

- 5 -

2009 den Rekurs der Erben P._____ schliesslich gut, hob den Entscheid 

vom 13. Februar 2006 des Gemeindevorstandes auf und wies die 

Angelegenheit zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurück. Dabei hatte die Gemeinde zu prüfen, ob die Erteilung 

einer nachträglichen Bewilligung gestützt auf Art. 77 Abs. 1 KRG, eine 

Wiederherstellungsverfügung oder eine Sanktionierung aufgrund einer 

gütlichen Einigung im Quartierplanverfahren in Frage komme. Dieser Ent-

scheid blieb unangefochten.

2. Am 26. April 2006 liess die A._____ AG ein Baugesuch insbesondere zur 

Erstellung einer Stützmauer entlang der AC._____-Strasse auf Parzelle 

2219 einreichen. Dagegen erhoben die Erben P._____, Grundeigentümer 

der Nachbarparzelle 1341, am 26. Mai 2006 wiederum Einsprache. Sie 

wiesen unter anderem darauf hin, dass im Gesuch – neben dem Neubau 

einer Stützmauer – auch der Bau eines Lüftungsschachtes (Lüftungsaus-

lass/Kanalisationseinstieg) enthalten sei, welchen sie als rechtswidrig be-

anstandeten. Nach Abklärungen seitens der Gemeinde C._____ entschied 

der Gemeindevorstand mit Verfügung vom 26., mitgeteilt am 28. März 

2007, insbesondere, dass die Baubewilligung für die Stützmauer erteilt 

und die diesbezügliche Einsprache der Erben P._____ abgewiesen werde 

(Ziffer 1). Die Baubewilligung für den Lüftungsschacht werde insoweit er-

teilt, als dieser als Kanalisationseinstieg (Kontrollschacht) diene (Ziffer 2a). 

Die Baubewilligung für die gemäss Baueingabepläne vorgesehene Entlüf-

tung (der Tiefgarage) über den Lüftungsschacht werde verweigert und die 

A._____ aufgefordert, innert 30 Tagen seit Rechtskraft des vorliegenden 

Bau- und Einspracheentscheides der Baubehörde ein Projekt zu unterbrei-

ten, welches in Nachachtung von Art. 6 LRV eine Ableitung der Emissio-

nen aus der Parkgarage durch Kamine bzw. Abluftkanäle über Dach vor-

sehe (Ziffer 2b). Dagegen erhob die A._____ AG am 1. Mai 2007 Be-

schwerde an das Verwaltungsgericht (Verfahren R 07 43) und beantragte 

insbesondere die Aufhebung der Ziffer 2a – soweit sie mit einer einschrän-

- 6 -

kenden Auflage bzw. Bedingung verknüpft sei – und Ziffer 2b der Verfü-

gung vom 26. März 2007. Die Baubewilligung für die gemäss Baueinga-

beplänen vorgesehene Entlüftung über den Lüftungsschacht sei zu ertei-

len. Am 9. Juli 2007 hatte das Bundesgericht im Verfahren 1P.791/2006 

einen Augenschein vorgenommen. Anlässlich desselben einigten sich die 

Parteien darauf, alle strittigen Punkte (Ausfahrtsrampe, Schülerweg, Lüf-

tungsschacht) einer Gesamtlösung zuzuführen. Das Verfahren R 07 43 

wurde deshalb sistiert. Am 11. Dezember 2008 beantragten die Erben 

P._____ die Wiederaufnahme der Verfahren R 07 43 und R 06 23. Dem 

opponierte die A._____ AG nicht. Nach Durchführung eines Augenscheins 

am 30. April 2009 wies das Verwaltungsgericht, namentlich gestützt auf 

ein von der Gemeinde C._____ eingeholtes Fachgutachten der AD._____ 

AG, die Beschwerde vom 1. Mai 2007 ab. Vorliegend bestehe in Überein-

stimmung mit der Gemeinde C._____ kein Anlass, eine Ausnahme von 

der Regel gemäss Art. 6 Abs. 2 LRV zu machen. Auch dieser Entscheid 

blieb unangefochten.

3. Aufgrund der bundesgerichtlichen Anregung anlässlich des Augenscheins 

vom 9. Juli 2007 leitete der Gemeindevorstand nach Konsultation der Be-

troffenen und nach Bekanntgabe der Absicht zur Einleitung eines Quar-

tierplanverfahrens nach Art. 16 KRVO mit Beschluss vom 18. Februar 

2008 das Quartierplanverfahren "AC._____" ein. Mit diesem Quartierplan 

sollten insbesondere die Voraussetzungen für eine optimale Bebauungs- 

und Erschliessungsmöglichkeit für die Parzellen 1341, 1338 und 1649 ge-

schaffen und gleichzeitig auch die Probleme beseitigt werden, welche sich 

aufgrund der bereits erwähnten Grenzabstandsunterschreitung der Aus-

fahrtsrampe sowie der Entlüftungsanlage der Tiefgarage auf der Parzelle 

2219 ergeben hatten. Ausserdem sollte mit dem teilweisen Einbezug von 

Parzelle 1340 eine Fusswegverbindung ins Dorf geregelt und auch der 

Verlauf des Baches "AE._____" überprüft und allenfalls angepasst wer-

den. Nach Eintritt der Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses liess die 

- 7 -

Gemeinde C._____ durch die AF._____ AG einen ersten Quartierplanent-

wurf erarbeiten. Dieser Entwurf vom 20. August 2008 wurde den Quartier-

planbeteiligten am 29. August 2008 zur Stellungnahme unterbreitet. Auf 

Basis dieses Quartierplanentwurfs konnte aber keine Lösung erzielt wer-

den. Mit Beschluss vom 15. Dezember 2008 sistierte der Gemeindevor-

stand das Quartierplanverfahren bis auf Weiteres, nachdem die Erben 

P._____ die Wiederaufnahme der verwaltungsgerichtlichen Verfahren 

R 06 23 und R 07 43 beantragt hatten und die Mitwirkung zum Quartier-

planentwurf vom 20. August 2008 sehr weit voneinander entfernt liegende 

Standpunkte der direkt betroffenen Grundeigentümer ergeben hatte. Die 

Gerichtsurteile würden schlussendlich aufzeigen, wie die Lösungen anzu-

gehen seien.

4. Am 8. Februar 2010 gelangten die Erben P._____ an die A._____ AG und 

sondierten nach Vorliegen der Urteile des Verwaltungsgerichts R 06 23A 

und R 07 43, jeweils vom 23. Juni 2009, die Bereitschaft für eine Verhand-

lungslösung betreffend die Entlüftung der Tiefgarage und die Ausfahrts-

rampe. Ab August 2012 forcierte ein Teil der Erben P._____ die Ausarbei-

tung eines Quartierplanes AC._____, wobei diese am 16. November 2012 

der Gemeinde C._____ einen überarbeiteten Quartierplanentwurf zukom-

men liessen. Dieser Entwurf wurde wiederum den Quartierplanbeteiligten 

unterbreitet, wobei wiederum keine Einigung erzielt werden konnte. Mit 

Schreiben vom 13. Juni 2013 sondierte die Gemeinde C._____ die weitere 

Bereitschaft der Quartierplanbeteiligten zur Fortsetzung des Quartierplan-

verfahrens. Aufgrund der Rückmeldungen, welche mehrheitlich gegen ei-

nen Abbruch des Quartierplanverfahrens votierten, tätigte die Gemeinde 

C._____ weitere Abklärung betreffend allfälliger Lösungsvarianten für die 

strittige bzw. ungelöste Erschliessungssituation der Parzellen 1341, 1649 

und 2219. Ausserdem fand am 24. Juni 2014 eine Aussprache zwischen 

der Gemeinde C._____ und Vertretern der Berechtigten an den im Zen-

trum der Quartierplanung stehenden Parzellen 1341, 1649 und 2219 statt. 

- 8 -

Nachdem eine Studie des Architekturbüros AG._____ im Auftrag der Er-

ben P._____ Ende 2015 aufgezeigt hatte, dass eine gemeinsame Rampe 

für die Parkierungsanlagen der Grundstücke 2219 und 1341 den zwischen 

diesen Grundstücken festgesetzten (Schüler-)Fussweg nicht ausschlies-

sen würde, liess die Gemeinde C._____ durch die AF._____ AG und ihren 

Rechtsberater den ersten Quartierplanentwurf auf Grundlage des Lö-

sungsvorschlages der AG._____-Architekten überarbeiten. Die Quartier-

planbeteiligten erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit Bericht vom 

9. Februar 2017 wertete die Gemeinde C._____ die Stellungnahmen der 

Grundeigentümer zum Quartierplanentwurf aus. Am 17. März 2017 fand 

eine weitere Besprechung zwischen der Gemeinde C._____ und den 

Quartierplanbeteiligten in dieser Angelegenheit statt. Die Gemeinde 

C._____ tätigte im Verlauf des Jahres 2017 ausserdem weitere Abklärun-

gen betreffend die (Tief-)Garagenerschliessung sowie die umstrittene Ga-

ragenentlüftung und war auch weiterhin mit den Quartierplanbeteiligten im 

Kontakt bzw. lud diese jeweils zur Stellungnahme ein. Daraus ergab sich 

Ende 2017/Anfang 2018 wiederum der Bedarf für ergänzende Abklärun-

gen bei den beigezogenen Fachpersonen bzw. der kantonalen Fachstelle 

für den Umweltschutz. Die Gemeinde C._____ tätigte auch Abklärungen 

betreffend die Festlegung der Gewässerräume auf dem Gemeindegebiet 

im Rahmen einer Teilrevision der Ortsplanung. Dies betrifft namentlich 

auch den AE._____-Bach. Der Vorprüfungsbericht des kantonalen Amtes 

für Raumentwicklung (ARE GR) datiert auf den 7. Juni 2019.

5. Im Zeitraum vom 31. Mai 2018 bis zum 2. Juli 2018 erfolgte die erste öf-

fentliche Auflage des Quartierplanentwurfes vom 28. Mai 2018. Dagegen 

erhoben eine Vielzahl der Quartierplanbeteiligten Einsprache. Diese führ-

ten zu einer weiteren Anpassung des Quartierplanentwurfes.

6. Der bereinigte Quartierplanentwurf vom 24. August 2018, insbesondere 

bestehend aus den Quartierplanbestimmungen sowie den (Quartier-)Plä-

nen Bestand 1:500, Neuzuteilung 1:500, Gestaltung 1:500, Erschliessung 

- 9 -

1:500 und Ver- und Entsorgung 1:500, wurde im Zeitraum vom 4. Oktober 

2018 bis zum 5. November 2018 öffentlich aufgelegt. Dagegen erhoben –

als dinglich Berechtigte an der im Quartierplangebiet gelegenen Parzelle 

2219 – namentlich die Stockwerkeigentümergemeinschaft (nachfolgend 

StWE-Gemeinschaft) B._____ und die Miteigentümergemeinschaft Auto-

einstellhalle B._____, beide handeln durch die Verwalterin O._____ AG 

und vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital, die A._____ AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gieri Caviezel, V._____, W._____, 

X._____, Y._____ und AH._____, alle vertreten durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Ilario Bondolfi, sowie Z._____ und AA._____, beide vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. Tis Prager, Einsprache. Betreffend die Parzellen 

1341 und 1649 erhoben Rechtsanwalt lic. iur. E._____ als Erbenvertreter, 

und die durch den Erbenvertreter vertretenen Erben P._____ und 

R._____, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser, eben-

falls Einsprache. Betreffend die Parzelle 1340 erhob F._____, vertreten 

durch Rechtsanwalt lic. iur. G._____, Einsprache. Nach Durchführung des 

Schriftenwechsel nahm die Gemeinde C._____ nochmals weitere Ab-

klärungen betreffend die umstrittene (Tief-)Garagenerschliessung sowie 

die Garagenfortluft bei externen Fachpersonen vor. Dazu nahm ein Teil 

der Quartierplanbeteiligten wiederum Stellung.

7. Aufgrund einer Mitteilung des Rechtsvertreters vom 16. April 2019 der 

StWE-Gemeinschaft B._____ und der Miteigentümergemeinschaft Auto-

einstellhalle B._____, wonach in dieser Angelegenheit zwischen den in-

volvierten Parteien wieder Gespräche geführt würden, wartete die Ge-

meinde C._____ mit dem Erlass eines anfechtbaren Quartierplanentschei-

des noch zu. Am 28. Juni 2019 teilte der besagte Rechtsvertreter wie-

derum mit, dass das Quartierplanverfahren nun weitergeführt werden 

könne. Es sähen nicht alle Parteien einen genügenden Spielraum für ver-

tiefte Vergleichsgespräche.

- 10 -

8. Mit Einsprache- und Genehmigungsentscheid vom 12., mitgeteilt am 

16. August 2019, beurteilte und entschied der Gemeindevorstand insbe-

sondere die eingegangenen Einsprachen im Sinne der Schlussfolgerun-

gen der Erwägungen (Ziffer 1). Der Quartierplan AC._____ werde mit den 

Anträgen und Ergänzungen, wie sie in der beiliegenden Fassung der 

Pläne und Quartierplanbestimmungen enthalten seien, genehmigt (Zif-

fer 2). Nach Eintritt der Rechtskraft des Einsprache- und Genehmigungs-

entscheides erhalte das Grundbuchamt AI._____ den Auftrag, die im Zu-

sammenhang mit der Landumlegung gemäss Art. 6 der Quartierplanbe-

stimmungen (QPB) notwendigen Messurkunden erstellen zu lassen und 

im Grundbuch zu vollziehen (Ziffer 3). Nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Einsprache- und Genehmigungsentscheides werde der Quartierplan als 

öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung auf den Parzellen 1136, 

1338, 1340, 1341, 1547, 1618, 1649 und 2219 im Grundbuch der Ge-

meinde C._____ angemerkt. Das Grundbuchamt der Region AI._____ 

werde mit dieser Anmerkung des Quartierplanes beauftragt (Ziffer 4). Die 

Gesamtkosten würden nach Abschluss der Quartierplanung in einem se-

paraten Verfahren nach Massgabe von Art. 24 QPB verteilt (Ziffer 5). Von 

der Zusprache einer ausseramtlichen Entschädigung wurde abgesehen 

(Ziffer 6). Der Quartierplan AC._____ umfasst ganz oder teilweise die Pa-

rzellen 1136 (Teilbereich der AJ._____-Strasse), 1338, 1340 (Teilbereich 

der Überbauung AE._____), 1341, 1547 (Teilbereich der AK._____-

Strasse), 1618 (Teilbereich im Zusammenhang mit dem AE._____-Bach), 

1649 und 2219 (B._____) im Umfang von 10'046 m2. Verbindliche Be-

standteile des Quartierplanes sind die Pläne Bestand 1:500, Neuzuteilung 

1:500, Gestaltung 1:500, Erschliessung 1:500, Ver- und Entsorgung 

1:500, die QPB und die Grundbuchbereinigungsliste vom 24. Juli 2019. 

Gemäss Art. 2 QPB bezweckt der Quartierplan AC._____ die Schaffung 

der Voraussetzungen für eine städtebaulich und architektonisch überzeu-

gende Bebauung der Parzellen 1338, 1341 und 1649 unter Berücksichti-

gung der öffentlichen und privaten Erschliessungsanforderungen. Ausser-

- 11 -

dem soll der Verlauf des AE._____-Bach überprüft und allenfalls an das 

zukünftige Gesamtkonzept angepasst werden.

9. Gegen diesen Beschluss des Gemeindevorstandes vom 12. August 2019 

erhob die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin 1) am 17. Sep-

tember 2019 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den (Verfahren R 19 73). Sie beantragte zur Hauptsache die Aufhebung 

des angefochtenen Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 

12. August 2019 sowie des Quartierplanes AC._____ und die Rückwei-

sung der Angelegenheit an die Vorinstanz zu einem neuen Entscheid. 

Eventualiter seien Art. 12a, 13, 13a und 13b der QPB sowie der 

(Quartier-)Erschliessungs- und Gestaltungsplan entsprechend der erho-

benen Beschwerde anzupassen, womit von einem gemeinsamen Ram-

penbauwerk abzusehen sei, die bestehende Ausfahrtsrampe auf der Par-

zelle 2219 in den (Quartier-)Erschliessungsplan aufzunehmen sei und für 

die Erschliessung der Parzellen 1341 und 1649 eine Erschliessungsvaria-

nte vorzusehen sei, welche die Parzelle 2219 nicht tangiere. Art. 25 und 

25a QPB seien zu streichen. Subeventualiter seien Art. 25 und 25a QPB 

dahingehend anzupassen, dass die Grundeigentümer der Parzelle 2219 

keine Kosten für die Erstellung des Rampenbauwerks tragen müssten und 

bei der Verteilung der Betriebs-, Unterhalts- und Erneuerungskosten 

berücksichtigt werde, dass die Rampe für die Parzelle 2219 lediglich als 

Ausfahrtsrampe diene. Ebenfalls eventualiter zum Hauptantrag sei Art. 19 

Abs. 3 QPB anzupassen und festzuschreiben, dass die bestehende Fort-

luftanlage für die Parkierungsanlage auf der Parzelle 2219 vorbehaltlos 

beibehalten und weiterbetrieben werden dürfe. Art. 19 Abs. 4 bis 6 und 

Art. 25b QPB seien folglich zu streichen. Auch Art. 7 Abs. 5 QPB betref-

fend eine talseitige Erweiterungsmöglichkeit um 3 m des auf der Parzelle 

1341 festgelegten Baubereiches bei Nachweis einer guten Einordnung 

und Gestaltung und keinerlei Beeinträchtigung der Nutzung der angren-

zenden Grundstücke durch die Erweiterung im Rahmen eines Baubewilli-

- 12 -

gungsverfahrens sei ersatzlos zu streichen. Art. 24 QPB sei so anzupas-

sen, dass der Kostenanteil für die Eigentümer der Parzelle 2219 0 % be-

trage. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um die Vereinigung aller Be-

schwerdeverfahren, welche sich gegen den Einsprache- und Genehmi-

gungsentscheid vom 12. August 2019 betreffend den Quartierplan 

AC._____ richteten. Dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Gemeinde C._____. 

10. Gegen den Beschluss des Gemeindevorstandes vom 12. August 2019 er-

hoben am 17. September 2019 auch die StWE-Gemeinschaft B._____ 

und die Miteigentümergemeinschaft Autoeinstellhalle B._____ (nachfol-

gend Beschwerdeführerinnen 2) mit folgenden Anträgen Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren R 19 74):

1. In teilweiser Aufhebung des Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 
12. August 2019 sei Art. 12 Abs. 3 QPB zu ergänzen mit folgendem Satz:

"Für den Fall, dass die Gemeinde C._____ den Generellen Erschliessungs-
plan ändert und die AC._____-Strasse ganz oder teilweise als Erschlies-
sungsstrasse klassifiziert, bevor die Erschliessungsanlage gemäss nachste-
hendem Art. 12a und Art. 13 realisiert ist, hat die bestehende Ausfahrtsrampe 
der B._____ definitiven Bestand und bildet einen verbindlichen Bestandteil 
der Erschliessung des Grundstücks Nr. 2219."

2. In teilweiser Aufhebung des Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 
12. August 2019 seien Art. 19 Abs. 3 bis 5 QPB aufzuheben und durch den 
folgenden Wortlaut zu ersetzen:

Hauptantrag:

"Die bestehende Sammelgarage auf Grundstück Nr. 2219 wird definitiv über 
den bestehenden Abluftkamin am Boden entlüftet."

Eventualantrag:

"Die bestehende Sammelgarage auf Grundstück Nr. 2219 wird durch einen 
neu zu erstellenden Abluftkamin am Boden entlüftet und zwar am Standort, 
wie dies in der Expertise AL._____ AG vom 6./7.02.2018 planerisch lokalisiert 
worden ist."

Subeventualantrag:

Art. 19 Abs. 3 QPB sei wie folgt neu zu fassen (redaktionelle Präzisierung):

"Die bestehende Fortluftanlage für die Parkierungsanlage auf Grundstück 
Nr. 2219 darf bis zur Überbauung des Grundstücks Nr. 1341 und bis zur Er-
stellung des Schülerwegs beibehalten und weiter betrieben werden, sofern 
innert eines Jahres nach Rechtskraft des Quartierplans folgende Massnah-
men umgesetzt sind:

- 13 -

- der bestehende Betonaufbau muss luftdicht verschlossen werden;
- im Deckel des Aufbaus muss ein Ausschnitt für einen Fortluft-Hut erstellt 

werden;
- auf dem Betondeckel muss ein Lüftungshut mit vertikalem Austritt erstellt 

werden.

Die erforderliche Luft-Austrittshöhe hat 3 Meter zu betragen."

3. In teilweiser Aufhebung des Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 
12. August 2019 sei Art. 24 QPB so abzuändern, dass der Kostenanteil zu 
Lasten der Parzelle 2219 maximal 24 % der Gesamtkosten beträgt.

4. In teilweiser Aufhebung des Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 
12. August 2019 sei Art. 25 Abs. 1 QPB so abzuändern, dass der Kostenanteil 
zu Lasten der Parzelle 2219 maximal 16.6 % beträgt.

5. In teilweiser Aufhebung des Einsprache- und Genehmigungsentscheides vom 
12. August 2019 sei Art. 25a Abs. 3 QPB so abzuändern, dass der Kostenan-
teil zu Lasten der Parzelle 2219 für das bestehende Rampenbauwerk, soweit 
dieses für die neue Doppelrampe weiterverwendet werden könne, maximal 
16.6 % beträgt und die verbleibenden Anteile vollumfänglich auf die Parzellen 
1341 und 1649 verlegt werden.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin.

11. Gegen den Beschluss des Gemeindevorstandes vom 12. August 2019 er-

hoben am 18. September 2019 auch Rechtsanwalt lic. iur. E._____ als Er-

benvertreter, die durch den Erbenvertreter vertretenen Erben P._____ so-

wie R._____ (nachfolgend Beschwerdeführer 3) mit folgenden Anträgen 

Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren 

R 19 75):

1. Art. 12a Abs. 2 QPB sei aufzuheben und neu wie folgt zu fassen:

"Die AC._____-Strasse darf auf dem im Plan "Erschliessung" bezeichneten 
Abschnitt als Zufahrt zu Grundstück Nr. 1649 genutzt werden."

2. Art. 16 Abs. 5 QPB sei ersatzlos zu streichen.

3. Art. 19 Abs. 4 QPB sei ersatzlos zu streichen.

4. Art. 25 QPB sei insofern zu ändern, dass für die Parzelle 2219 bzw. die Stock-
werkeigentümer B._____ sämtliche Parkfelder (140 Autoeinstellplätze) für die 
Kosten für das im Baubereich E zu erstellende gemeinschaftliche Bauwerk 
berücksichtigt werden und nicht wie vorgesehen lediglich 15 Parkfelder.

5. Art. 25c QPB sei insofern zu ergänzen, als für das Land das von der Ge-
meinde beansprucht wird, keine Entschädigung zu bezahlen ist.

6. Unter gesetzlicher Kosten und Entschädigungsfolge nebst 7.7 % MWST zu-
lasten der Gemeinde C._____.

- 14 -

12. Gegen den Beschluss des Gemeindevorstandes vom 12. August 2019 er-

hoben am 18. September 2019 auch noch V._____, W._____, X._____ 

und Y._____ (nachfolgend Beschwerdeführer 4) Beschwerde ans Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren R 19 76). Sie beantrag-

ten die teilweise Aufhebung des angefochtenen Einsprache- und Geneh-

migungsentscheides vom 12. August 2019 und die Anpassung von ver-

schiedenen QPB-Bestimmungen. Namentlich sei Art. 12 Abs. 3 QPB da-

hingehend zu ergänzen, dass für den Fall, wenn die Gemeinde C._____ 

den Generellen Erschliessungsplan ändere und die AC._____-Strasse 

ganz oder teilweise als Erschliessungsstrasse klassifiziert werde, bevor 

die Erschliessungsanlage gemäss den Art. 12a und Art. 13 QPB realisiert 

sei, die bestehende Ausfahrtsrampe der B._____ definitiven Bestand habe 

und einen verbindlichen Bestandteil der Erschliessung der Parzelle 2219 

(Ziffer 1.1) bilde. Zu Art. 19 Abs. 3 bis 5 QPB beantragten sie in der Haupt-

sache, dass die bestehende Abluftanlage für die Parkierungsanlage auf 

der Parzelle 2219 weiter betrieben werden könne, sofern innert eines Jah-

res nach Rechtskraft des Quartierplans die in Art. 19 Abs. 3 QPB erster 

bis dritter Spiegelstrich aufgeführten Massnahmen umgesetzt seien. 

Eventualiter sei die bestehende Parkierungsanlage auf der Parzelle 2219 

durch einen neu zu erstellenden Abluftkamin am Boden zu entlüften und 

zwar am Standort, wie dies im Bericht der AL._____ AG vom 6. Februar 

2018 festgelegt worden sei. Subeventualiter sei Art. 19 Abs. 3 QPB so zu 

formulieren, dass die bestehende Abluftanlage für die Parkierungsanlage 

auf der Parzelle 2219 bis zur Überbauung der Parzelle 1341 und (Anmer-

kung des Gerichts: anstatt "bzw.") bis zur Erstellung des Schülerwegs wei-

ter betrieben werden könne, sofern innert eines Jahres nach Rechtskraft 

des Quartierplans die in Art. 19 Abs. 3 QPB erster bis dritter Spiegelstrich 

aufgeführten Massnahmen umgesetzt seien (Haupt-, Eventual- und Sub-

eventualanträge gemäss Ziffer 1.2). Art. 24 (Abs. 1) QPB sei dahingehend 

zu ändern, dass der Kostenanteil zu Lasten der Parzelle 2219 allerhöchs-

tens 24 % der Gesamtkosten betrage (Ziffer 1.3). Art. 25 (Abs. 1) QPB sei 

- 15 -

dahingehend zu ändern, dass der Kostenanteil zu Lasten der Par-

zelle 2219 allerhöchstens 16.6 % betrage (Ziffer 1.4). Auch Art. 25a Abs. 3 

QPB sei dahingehend zu ändern, dass der Kostenanteil zu Lasten der Pa-

rzelle 2219 allerhöchstens 16.6 % betrage (Ziffer 1.5). Dies unter gesetz-

licher Kosten- und Entschädigungsfolge. 

13. Am 24. September 2019 wurden die weiteren Quartierplanbeteiligten bzw. 

Einsprecher und die Gemeinde C._____ zur Vernehmlassung zu den vier 

eingegangenen Beschwerden vom 17. bzw. 18. September 2019 aufge-

fordert. Den Beschwerdeführenden wurde dies unter Beilage der jeweili-

gen Beschwerden mit gleichem Schreiben angezeigt. Die Gemeinde 

C._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) ersuchte am 8. Oktober 

2019 um eine Fristerstreckung und die Vereinigung der Verfahren R 19 

73, R 19 74, R 19 75 und R 19 76 in Anwendung von Art. 6 VRG. Am 

9. Oktober 2019 legte der zuständige Instruktionsrichter die genannten 

Verfahren gestützt auf Art. 6 VRG zusammen und verlängerte der Be-

schwerdegegnerin die Einreichungsfrist für ihre Vernehmlassung bis zum 

14. November 2019.

14. Z._____ und AA._____ (nachfolgend Beigeladene) liessen sich am 

15. Oktober 2019 zu den vier Beschwerden vom 17. bzw. 18. September 

2019 vernehmen und legten dabei ihre Position betreffend (Aus-

fahrts-)Rampe und Erschliessung (der Parzellen 1341, 1649 und 2219), 

der Fortluftanlage für die Tiefgarage auf der Parzelle 2219, den Kosten-

verteilschlüssel des Quartierplanes sowie zu den vier in dieser Sache beim 

Verwaltungsgericht eingegangenen Beschwerden dar, ohne einen explizi-

ten, eigenen Antrag zu stellen. Die Beschwerdeführerinnen 2 (Verfahren 

R 19 74) liessen sich am 9. Oktober 2019 zu den Beschwerden in den 

Verfahren R 19 73, R 19 75 und R 19 76 vernehmen und legten ihre Posi-

tion dazu dar. 

- 16 -

15. Die Beschwerdegegnerin liess sich zu den vier Beschwerden vom 

17. bzw. 18. September 2019 am 8. November 2019 vernehmen und be-

antragte die kostenpflichtige, vollumfängliche Abweisung der Beschwer-

den. 

16. Die Beschwerdeführerinnen 2 replizierten am 30. Dezember 2019 und 

hielten im Wesentlichen an ihren Anträgen vom 17. September 2019 fest. 

Die Beschwerdeführerin 1 replizierte am 6. Januar 2020 und hielt an ihren 

Rechtsbegehren vom 17. September 2019 fest. Die Beschwerdeführer 3 

replizierten am 6. Januar 2020 und hielten ebenfalls an ihren am 18. Sep-

tember 2019 gestellten Rechtsbegehren fest. Die Beigeladenen liessen 

sich am 6. Januar 2020 zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 

vom 8. November 2019 vernehmen. Dabei beantragten sie, dass die Be-

schwerdegegnerin aufzufordern sei, klarzustellen, dass die Aussicht stets 

als Teil der Nutzung eines Grundstückes i.S. Art. 7 Abs. 5 QPB verstanden 

worden sei und werde. Art. 7 Abs. 5 QPB sei daher wie folgt anzupassen:

"Die südliche Grenze des auf Grundstück Nr. 1341 festgelegten Baubereichs 
kann um 3 Meter talwärts erweitert werden, wenn im Rahmen des Baubewilli-
gungsverfahrens der Nachweis einer guten Einordnung und Gestaltung erbracht 
wird und die Nutzung (inkl. Aussicht) der angrenzenden Grundstücke durch die 
Erweiterung nicht beeinträchtigt wird. Auf Grundstück Nr. 1341 erstellte Gebäude 
sind in jedem Fall an die entlang der AJ._____-Strasse festgelegte Baulinie für 
ein Erdgeschoss zu stellen. Obergeschosse dürfen über diese Baulinie bis zur 
nördlichen Baubereichsgrenze hinausragen."

17. Mit Eingabe vom 22. Januar 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

die Einreichung einer Duplik. Allerdings wandte sie sich gegen die von Tei-

len der Beschwerdegegnerschaft verlangten weiteren Expertise hinsicht-

lich der Garagenentlüftung. Dabei verwies sie insbesondere auch auf das 

Urteil R 07 43 vom 23. Juni 2009, welches sich mit dieser Thematik bereits 

auseinandergesetzt hatte und erläuterte schliesslich noch das Zustande-

kommen des Berichtes der AM._____ AG vom 28. Dezember 2018 zu die-

sem Thema. Im Zusammenhang mit dem Duplikverzicht der Beschwerde-

gegnerin betreffend den Antrag der Beigeladenen in ihrer Eingabe vom 

- 17 -

6. Januar 2020, liessen sich die Beigeladenen am 17. Februar 2020 noch 

einmal vernehmen.

18. Am 25. März 2021 führte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den in Anwesenheit der Verfahrensbeteiligten einen Augenschein im 

Quartierplangebiet AC._____ durch. Davon wurde ein Protokoll mit Foto-

grafien erstellt. Das Augenscheinprotokoll wurde den Verfahrensbeteilig-

ten zur Kenntnisnahme zugestellt. Die Beschwerdeführerinnen 2 äusser-

ten sich am 7. April 2021, die Beschwerdeführerin 1 am 19. April 2021 

dazu.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten in den Rechts-

schriften, den angefochtenen Einsprache- und Genehmigungsentscheid 

vom 12. August 2019 sowie die weiteren vorliegenden Akten, wird, sofern 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Angefochten ist vorliegend der Beschluss des Gemeindevorstandes der 

Gemeinde C._____ vom 12. August, mitgeteilt am 16. August 2018, worin 

dieser insbesondere die Einsprachen (von einem Teil der in den vorliegen-

den, vereinigten Verfahren als Beschwerdeführer auftretenden Einspre-

cher und Einsprecherinnen) betreffend den Quartierplan AC._____ 

gemäss zweiter öffentlicher Auflage im Zeitraum vom 4. Oktober 2018 bis 

5. November 2018 im Sinne der Schlussfolgerungen der Erwägungen ab-

gewiesen (Ziffer 1) und den Quartierplan AC._____ mit seinen Bestand-

teilen gemäss Art. 4 QPB mit den Anträgen und Ergänzungen gemäss 

dem den angefochtenen Entscheid beiliegenden Plänen und QPB geneh-

migt hat (Ziffer 2). Es handelt sich insofern um einen verbindlichen, absch-

liessenden kommunalen Entscheid aus dem Gebiet des öffentlichen (Bau- 

- 18 -

und Planungs-)Rechts, welcher von der zuständigen Planungsbehörde 

getroffen wurde (vgl. dazu Art. 4 Abs. 1 und 2 des kommunalen Baugeset-

zes [BG] sowie Art. 53 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden [KRG; BR 801.100] und Art. 19 Abs. 1 der Raumplanungs-

verordnung über den Kanton Graubünden [KRVO; BR 801.110]). Gemäss 

Art. 49 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) unterliegen solche Entscheide der verwaltungs-

gerichtlichen Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden, wenn sie wie vorliegend weder bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können, noch nach kantonalem oder eidgenössi-

schem Recht endgültig sind. Die vier Beschwerden vom 17. bzw. 18. Sep-

tember 2019 wurden zudem frist- und formgerecht eingereicht (vgl. dazu 

Art. 38 und Art. 52 Abs. 1 VRG). Zur Beschwerde legitimiert ist nach 

Art. 50 VRG grundsätzlich, wer vom angefochtenen Entscheid berührt ist 

und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat 

oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Die Beschwer-

deführer sind an im Quartierplangebiet gelegen Grundstücken bzw. Stock-

werkeigentumseinheiten dinglich berechtigt und haben sich bereits im vor-

instanzlichen Verfahren in eigenem Namen als Einsprecher konstituiert 

und sind mit ihren Anträgen (zumindest teilweise) unterlegen (vgl. dazu 

Art. 18 Abs. 3 KRVO i.V.m. Art. 101 Abs. 2 KRG). 

1.2. Betreffend die Miteigentümergemeinschaft Autoeinstellhalle B._____ im 

Verfahren R 19 74 ist folgendes zu bemerken. Die Stockwerkeigentümer-

gemeinschaft (nachfolgend StWE-Gemeinschaft) B._____ besteht aus 

den Eigentümern der 67 Stockwerkeinheiten S54463 bis S54529. Die Au-

toeinstellhalle mit 140 Einstellplätzen ist als selbständige Stockwerkeigen-

tumseinheit S54529 ausgeschieden und die 140 Parkplätze wiederum zu 

Miteigentum aufgeteilt (vgl. für diese Konstellation auch BGE 106 II 11 

Sachverhaltsziffer B. und E.4). Die Miteigentümer bilden nach eigener 

Darstellung als Untergemeinschaft die Miteigentümergemeinschaft Auto-

- 19 -

einstellhalle B._____. Anlässlich der ausserordentlichen Versammlung 

der StWE-Gemeinschaft B._____ und der Miteigentümergemeinschaft Au-

toeinstellhalle B._____ vom 10. Dezember 2018, wurde die O._____ AG 

namentlich zur Prozessführung in dieser Angelegenheit vor Verwaltungs-

gericht ermächtigt (siehe Akten der Beschwerdeführerinnen im Verfahren 

R 19 74 [R 19 74 Bf-act.] 1 und 2). Demensprechend unterzeichnete die 

Verwalterin für das vorliegende Verfahren am 12. September 2019 eine 

entsprechende Vollmacht für Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital im Namen 

der StWE-Gemeinschaft B._____ und der Miteigentümergemeinschaft Au-

toeinstellhalle B._____ (siehe R 19 74 Bf-act. 3). Die Miteigentümerge-

meinschaft an sich verfügt im Unterschied zur Stockwerkeigentümerge-

meinschaft aber nicht über eine eigene Rechtspersönlichkeit bzw. (be-

schränkte) Prozessfähigkeit (vgl. dazu BGE 103 Ib 76 E.1; Entscheid des 

Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 410 11 267 vom 

11. Januar 2012 E.2; BRUNNER/WICHTERMANN, in: HONSELL/VOGT/GEISER 

[Hrsg.], Basler Kommentar zum ZGB, Zivilrecht II [nachfolgend BSK, ZGB 

II], 5. Aufl., Basel 2015, Vorbemerkungen zu Art. 646-654a Rz. 5 f.). Die 

Eigentümer der Miteigentumsanteile an der Autoeinstellhalle B._____ sind 

aber in jedem Fall insoweit gültig prozessual vertreten, als sie Eigentümer 

der Stockwerkeinheit S54529 sind, wo unzweifelhaft eine entsprechende 

Ermächtigung der (beschränkt) prozessfähigen StWE-Gemeinschaft 

B._____ für das vorliegende Verfahren zugunsten der Verwaltung und 

Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital vorliegt (vgl. dazu Art. 712l und Art. 712t 

Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; Urteil des 

Bundesgerichts 5A_898/2015 vom 11. Juli 2016 E.2.1 ff.; Urteil des Kan-

tonsgerichts Graubünden EZR 2014 318 vom 4. November 2014 E.4c; 

WERMELINGER, Das Stockwerkeigentum, Art. 712a-712t ZGB, Zürcher 

Kommentar zum schweizerischen Zivilrecht, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2019, Art. 712l Rz. 124 ff. sowie Art. 712t Rz. 45 f. und 54 ff.; BÖSCH, in: 

HONSELL/VOGT/GEISER [Hrsg.], BSK ZGB II, Art. 712l Rz. 13 und Art. 712t 

Rz. 6). Anlässlich der ausserordentlichen (Miteigentümer-)Versammlung 

- 20 -

vom 10. Dezember 2018 wurde aber auch noch der Beschluss gefasst, 

die Verwalterin O._____ AG, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armon 

Vital, zur Rechtsvertretung und Prozessführung zur Durchsetzung der be-

schlossenen Eckpunkte im Zusammenhang mit dem Quartierplan 

AC._____ zu ermächtigen. 

Betreffend R._____ im Verfahren R 19 75 ist zu erwähnen, dass dieser 

selbst Mitglied der Erbengemeinschaft P._____ ist. Ein einzelner Erbe ist 

– auch ohne Zustimmung der grundsätzlich eine notwendige Streitgenos-

senschaft bildende Erbengemeinschaft bzw. Gesamthandschaft oder de-

ren Vertreter – in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zur selbständigen 

Anfechtung eines Entscheides befugt, wenn das Rechtsmittel darauf aus-

gelegt ist, eine belastende oder Pflicht begründende Anordnung abzuwen-

den und die Durchsetzung des Rechtsstandpunkts einzelner die Interes-

sen der Gemeinschaft oder der übrigen Mitglieder nicht zu beeinträchtigen 

vermag (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_355/2017 vom 5. Oktober 

2017 E.1.2, 2C_1028/2014 vom 20. Juli 2015 E.3.2, 1C_278/2011 vom 

17. April 2012 E.1.2 m.H.a. BGE 131 I 153 E.5.3 ff., 2C_629/2008 vom 

30. März 2009 E.1.3 und Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] R 17 65 vom 3. Mai 2018 E.3a m.H.a. BGE 116 Ib 447 

E.2b; SCHAUFELBERGER/KELLER LÜSCHER, in: HONSELL/VOGT/GEISER 

[Hrsg.], BSK ZGB II, Art. 602 Rz. 26). Mit einzelrichterlichem Entscheid 

des Regionalgerichtes AI._____ vom 26. September 2017 (siehe Akten 

der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 59) wurde Rechtsanwalt lic. iur. 

E._____ als Erbenvertreter gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB dieser Erbenge-

meinschaft bestellt und somit gesetzlicher Vertreter derselben. Als Grund 

für die die Einsetzung eines Erbenvertreters wurde auch die Uneinigkeit 

des Umganges mit zwei Parzellen im Zentrum von C._____ erwähnt und 

im Entscheid des Regionalgerichtes AI._____ auch das vorliegend zu be-

urteilende Quartierplanverfahren erwähnt. Zum Verhältnis der Befugnis 

zur Beschwerdeführung des gerichtlich bestellten Erbenvertreters sowie 

- 21 -

derjenigen der Erbengemeinschaft bzw. eines einzelnen Erben ist anzu-

merken, dass der Erbenvertreter einen Prozess als Prozessstandschafter 

in eigenem Namen führt und im Tätigkeitsbereich gemäss Auftrag eigenes 

Handeln der Erben für den Nachlass ausschliessen würde (vgl. BGE 116 

II 131 E.3a f.; Urteile des Bundesgerichts 5A_813/2014 vom 24. Novem-

ber 2014 E.3 sowie 5A_416/2013 und 5A_424/2013 vom 26. Juli 2013 

E.3.1; SCHAUFELBERGER/KELLER LÜSCHER, in: HONSELL/VOGT/GEISER 

[Hrsg.], BSK ZGB II, Art. 602 Rz. 28). Im Verfahren R 19 75 ist also in je-

dem Fall aber der gerichtlich bestellt Erbenvertreter Rechtsanwalt lic. iur. 

E._____ zur Beschwerde – als Prozessstandschafter in eigenem Namen 

für die (Mitglieder der) Erbengemeinschaft P._____ – legitimiert.

1.3. Nach Massgabe der Ausführungen in der vorstehenden Erwägung 1.2, ist 

auf die vorliegende Beschwerde jedenfalls einzutreten. Bereits am 9. Ok-

tober 2019 hat der zuständige Instruktionsrichter die Verfahren R 19 73, 

R 19 74, R 19 75 und R 19 76 gestützt auf Art. 6 VRG zusammengelegt. 

Insofern und aufgrund der engen, sachlichen Zusammenhänge dieser Be-

schwerden, rechtfertigt sich aus Gründen einer zweckmässigen Erledi-

gung die Behandlung in einem einzigen Urteil. 

1.4. Z._____ und AA._____, welche sich im vorinstanzlichen Verfahren zwar 

als Einsprecher beteiligt hatten (siehe dazu deren Einsprache vom 5. No-

vember 2018 in Bg-act. 65), liessen sich am 15. Oktober 2019 zu den vier 

Beschwerden vom 17. bzw. 18. September 2019 vernehmen und legten 

dabei ihre Position betreffend (Ausfahrts-)Rampe und Erschliessung (der 

Parzellen 1341, 1649 und 2219), der Fortluftanlage für die Tiefgarage auf 

der Parzelle 2219, den Kostenverteilschlüssel des Quartierplanes sowie 

zu den vier in dieser Sache beim Verwaltungsgericht eingegangenen Be-

schwerden dar. Sie sind vorliegend gestützt auf Art. 40 VRG als Beigela-

dene zu behandeln, soweit sie durch die vier erhobenen Beschwerden in 

ihren schutzwürdigen Interessen bzw. Positionen betreffend den Quartier-

plan AC._____ betroffen sind und dafür nicht selbst als formell beschwerte 

- 22 -

Teilnehmer des vorinstanzlichen Einspracheverfahrens Beschwerde hät-

ten erheben müssen. Das Institut der Beiladung im Sinne von Art. 40 VRG 

dient nämlich nicht dazu, einem am vorinstanzlichen Verfahren Beteiligten 

das erstmalige Stellen von Anträgen, welche sich gegen den im zur Beila-

dung führenden verwaltungsgerichtlichen Verfahren angefochtenen Ent-

scheid richten bzw. diesen in ihrem Sinne abändern wollen, nach Ablauf 

der Rechtsmittelfrist gemäss Art. 52 bzw. Art. 22 Abs. 2 VRG zu ermögli-

chen. Die Beiladung dient vielmehr einerseits dem Zweck, die Rechtskraft 

eines Entscheids auch auf die beigeladene Person zu erstrecken und so-

mit zu verhindern, dass in der gleichen Sache widersprüchliche Ent-

scheide ergehen. Die Beiladung dient somit also der Koordination des ma-

teriellen Rechts. Andererseits ermöglicht eine Beiladung auch die Wah-

rung der Interessen derjenigen, deren rechtliche oder tatsächliche Interes-

sen durch den Ausgang des Verfahrens berührt sein könnten, weshalb die 

Beiladung ebenso Ausfluss des rechtlichen Gehörs ist (vgl. VGU R 15 86 

vom 2. Februar 2017 E.2b f.; KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfah-

rensrecht, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2015, Rz. 589, KÖLZ/HÄNER/BERT-

SCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 

3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 929 ff. und HÄNER, Die Beteiligten im 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, Zürich 2000, Rz. 298 ff.; 

vgl. dazu auch die Überlegungen betreffend das Verbot der Ausdehnung 

der Rechtsbegehren im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels: VGU 

U 17 8 und U 16 5 vom 19. April 2018 E.2.4). Namentlich in Letzterem ist 

der Grund dafür zu sehen, dass der zuständige Instruktionsrichter am 

24. September 2019 den Quartierplanbeteiligten bzw. den Einsprechern 

im vorinstanzlichen Verfahren die Möglichkeit zur Verfahrensbeteiligung 

eingeräumt hat. Die Beschwerdeführer haben in ihren Beschwerden in den 

Verfahren R 19 73, R 19 74, R 19 75 und R 19 76 die Aufhebung und/oder 

Abänderung des Quartierplanes AC._____ beantragt. Insofern war auch 

den Einsprechern des vorinstanzlichen Verfahrens, welche nicht selbst 

fristgerecht eine verwaltungsgerichtliche Beschwerde gegen den Einspra-

- 23 -

che- und Genehmigungsentscheid vom 12. August 2019 bzw. den geneh-

migten Quartierplan AC._____ erhoben haben, die Gelegenheit zu gege-

ben, sich zu den gegen den genehmigten Quartierplan AC._____ gerich-

teten Beschwerden insofern zu äussern, als dass dieser bei Gutheissung 

(von einem Teil) der Begehren der Beschwerdeführer nicht mehr der von 

der Beschwerdegegnerin beschlossenen und genehmigten Fassung ent-

sprechen würde, gegen den sie selbst aber nicht mit der Erhebung einer 

eigenen Beschwerde opponiert haben. Der in der Eingabe vom 6. Januar 

2020 explizit gestellte Antrag auf Anpassung von Art. 7 Abs. 5 QPB er-

folgte klarerweise weit nach Ablauf der im Einsprache- und Genehmi-

gungsentscheid vom 12. August 2019 in der Dispositivziffer 7 angegebe-

nen Rechtsmittelfrist im Sinne von Art. 32 Abs. 1 VRG, wobei die in der 

Dispositivziffer 8 auch als Adressaten des vorliegend angefochtenen Ent-

scheides aufgeführten Beigeladenen in jedem Fall am 26. September 

2019 (Zeitpunkt der Kenntnisnahme des Schreibens des Instruktionsrich-

ters vom 24. September 2019 betreffend die vier in dieser Angelegenheit 

eingegangenen Beschwerden) vom Ergehen des Einsprache- und Geneh-

migungsentscheides vom 12. August 2019 betreffend den Quartierplan 

AC._____ Kenntnis erhielten.

2.1. Gemäss Art. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) 

und Art. 2 und 3 KRG sorgen insbesondere die Gemeinden dafür, dass die 

für ihre raumwirksamen Tätigkeiten (vgl. dazu Art. 1 der eidgenössischen 

Raumplanungsverordnung [RPV; SR 700.1]) notwendigen Planungen era-

rbeitet werden. Ferner bestimmt Art. 14 RPG, dass (Rahmen-)Nutzungs-

pläne die zulässige Nutzung des Bodens ordnen und dabei vorab zwischen 

Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen unterschieden wird. Insofern sta-

tuieren Art. 2 und 14 RPG eine bundesrechtliche Planungspflicht. Diese 

wird in Art. 2 f. KRG wieder aufgenommen und hinsichtlich des Inhaltes von 

kommunalen Quartierplänen in Art. 51 ff. KRG näher bestimmt, wobei es 

sich bei den Quartierplänen um Folgeplanungen im Rahmen der Grundord-

- 24 -

nung handelt (siehe Art. 51 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 4 KRG). Bei der Nut-

zungsplanung als raumwirksame Tätigkeit bzw. bei entsprechenden Inter-

essenabwägungen sind insbesondere die Ziele der Raumplanung und die 

Planungsgrundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG zu berücksichtigen (vgl. 

Art. 2 Abs. 1 lit. c RPV; AEMISEGGER/KISSLING, in: AEMISEG-

GER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungs-

planung, Zürich/Basel/Genf 2016 [nachfolgend RPG-Praxiskommentar 

NUP 2016], Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung Rz. 29; TSCHANNEN, in: 

AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Kommentar zum Bundesge-

setz über die Raumplanung, Zürich 2010, Art. 3 Rz. 18; BGE 146 II 347 

E.3.5 und 134 II 97 E.3.1, Urteile des Bundesgerichts 1C_270/2019 vom 

27. Februar 2020 E.3.2, 1C_646/2018 vom 13. Juni 2019 E.3.1 und 

1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E.5.1). Stehen den (Planungs-)Behörden 

bei der Erfüllung und Abstimmung raumwirksamer Aufgaben Handlungs-

spielräume zu, wägen sie die Interessen nach Massgabe von Art. 3 Abs. 1 

RPV ab und legen diese dar. Bei der Ausarbeitung und dem Entscheid über 

einen (Sonder-)Nutzungsplan ist somit infolge des der Planungsbehörde 

zustehenden Ermessens, die jedem (Nutzungs-)Planungsprozess imma-

nente, umfassende Interessenabwägung hinsichtlich des materiellen Ge-

halts des zu erlassenden oder zu ändernden (Sonder-)Nutzungsplanes 

vorzunehmen (vgl. zur Methode der Interessenabwägung: AEMISEG-

GER/KISSLING, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], RPG-Pra-

xiskommentar NUP 2016, Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung Rz. 10 

ff.). Ob die Interessen vollständig erfasst worden sind, ist eine Rechtsfrage. 

Die relative Gewichtung der potenziell widerstreitenden Interessen ist je-

doch weitgehend eine Ermessensfrage (siehe BGE 134 II 97 E.3.1; Urteile 

des Bundesgerichts 1C_270/2019 vom 27. Februar 2020 E.3.2 und 

1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E.5.1). (Sonder-)Nutzungsplanungen re-

geln zudem direkt und verbindlich insbesondere die zulässige Nutzung des 

(privaten) Grundeigentums (JEANNERAT/MOOR, in: AEMISEG-

GER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], RPG-Praxiskommentar NUP 2016, 

- 25 -

Art. 14 Rz. 17; siehe auch Art. 14 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 RPG; vgl. auch 

WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar RPG, Bern 2006, Art. 14 Rz. 3 ff. und 

Art. 21 Rz. 4 ff.). Insofern betreffen solche raumwirksame Tätigkeiten auch 

die in Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft (BV; SR 101) garantierte Eigentumsgarantie, womit entsprechende 

Eigentumsbeschränkungen und (Neu-)Definitionen des Eigentumsbegriffs 

auch nach den allgemeinen Regeln von Art. 36 BV zu beurteilen sind. De-

mensprechend haben nutzungsplanerische Anordnungen sich auf eine ge-

setzliche Grundlage zu stützen, müssen im öffentlichen Interesse liegen 

oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein und 

sich als verhältnismässig, also geeignet, erforderlich und angemessen, er-

weisen (JEANNERAT/MOOR, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN 

[Hrsg.], RPG-Praxiskommentar NUP 2016, Art. 14 Rz. 41 ff.; vgl. auch HÄ-

FELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514 und 2343 ff.). Der Quartierplan dient nach 

Art. 51 Abs. 1 KRG der Regelung der Gestaltung und Erschliessung von 

Bauzonen mit Folgeplanung oder von weiteren Teilgebieten der Bauzone 

im Detail im Rahmen der Grundordnung. Gemäss Art. 25 Abs. 4 KRG kön-

nen die Gemeinden vorsehen (siehe dazu Art. 122 Abs. 2 Satz 3 und 123 

Abs. 2 BG), dass namentlich im Rahmen von Quartierplänen von der Re-

gelbauweise abgewichen werden darf. Voraussetzungen und Umfang sind 

im Baugesetz festzulegen (siehe Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden [VGU] R 20 2 vom 15. Dezember 2020 E.5.4). Die Quar-

tierplanbestimmungen enthalten Vorschriften über die Gestaltung der Bau-

ten und Anlagen, über die Ausführung, den Unterhalt und die Erneuerung 

der Quartiererschliessung sowie über die Aufteilung der Planungs- und Er-

schliessungskosten (Art. 52 Abs. 1 KRG). Der Quartiererschliessungsplan 

enthält insbesondere die notwendigen Anlagen zur Erschliessung des 

Quartiers (Art. 52 Abs. 3 KRG). Gemäss Art. 53 Abs. 1 KRG ist – unter Vor-

behalt einer abweichenden kommunalen Kompetenzverteilung zugunsten 

des Gemeinderates – der Gemeindevorstand zur Einleitung, Durchführung, 

- 26 -

Erlass und Änderung des Quartierplanes zuständig, wobei die Einzelheiten 

des Verfahrens durch die Regierung mittels Verordnung geregelt werden 

(Art. 53 Abs. 4 KRG). Nach Art. 18 Abs. 1 KRVO wird der Entwurf des 

Quartierplanes während 30 Tagen öffentlich aufgelegt, wobei während die-

ser Zeit beim Gemeindevorstand schriftlich und begründet Einsprache er-

hoben werden kann (Art. 18 Abs. 3 KRVO). Die öffentliche Auflage ist in 

jedem Fall im kommunalen amtlichen Publikationsorgan bekannt zu geben 

und die Betroffenen werden über die öffentliche Auflage schriftlich orientiert 

(Art. 18 Abs. 2 KRVO). Gemäss Art. 18 Abs. 4 KRVO ist die öffentliche Auf-

lage zu wiederholen, wenn der Quartierplan aufgrund von Einsprachen 

geändert wird und dies nicht nur einzelne Beteiligte betrifft (siehe zum Gan-

zen Urteil des Bundesgerichts 1C_289/2019, 1C_293/2019 vom 16. Januar 

2020 E.2.2; VGU R 18 94 vom 20. Oktober 2020 E.3.3 und R 18 87 vom 

20. Oktober 2020 E.4.3). 

2.2. Gemäss Art. 33 Abs. 2 und 3 lit. b RPG gewährleistet das kantonale Recht 

die volle Überprüfung von Verfügungen und Nutzungsplänen, welches 

sich auf das RPG oder seine kantonalen und eidgenössischen Aus-

führungsgesetzgebungen (mit raumplanerischen Zügen) stützen (siehe 

BGE 146 II 367 E.3.2.1 und 109 Ib 121 E.5; siehe auch Urteil des Bundes-

gerichts 1C_682/2017 vom 11. September 2018 E.6.1 f. m.H.a. BGE 118 

Ib 26 E.4b). Aber auch in solchen Fällen ist es mit der Rechtsweggarantie 

gemäss Art. 29a BV vereinbar, dass eine Rechtsmittelinstanz sich etwa 

bei der Überprüfung von unbestimmten Rechtsbegriffen eine gewisse 

Zurückhaltung auferlegt, um insbesondere einen entsprechenden Spiel-

raum der Gemeinden zu wahren bzw. die Gemeindeautonomie gemäss 

Art. 50 Abs. 1 BV zu respektieren (siehe Urteil des Bundesgerichts 

1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.2.1 f.). Dabei verfügt das Verwaltungs-

gericht weiterhin über die für eine Heilung allfälliger formeller Mängel er-

forderliche uneingeschränkte Kognition in Sach- und Rechtsfragen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E.3.2 und 

- 27 -

1C_158/2019 vom 30. März 2020 E.2.6). Beim Erlass eines Quartierpla-

nes geniesst die zuständige kommunale Planungsbehörde aufgrund der 

ihr in diesem Bereich zukommenden Autonomie über einen erheblichen 

Entscheidungsspielraum innerhalb des kantonalen (und eidgenössischen) 

Rechts. Denn gemäss Art. 3 Abs. 1 KRG ist die Ortsplanung Aufgabe der 

Gemeinden, welche diese Aufgabe im Rahmen des übergeordneten 

Rechts autonom erfüllen. Ein solcher, der kommunalen (Planungs-

)Behörde zustehender Entscheidungsspielraum wird dann sicher über-

schritten, wenn der kommunale Entscheid sachlich nicht mehr vertretbar 

bzw. offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich ist. Andererseits aber 

auch in den Fällen, wo sich die Gemeinde von unsachlichen, dem Zweck 

der Regelung fremden Erwägungen leiten lässt, die Grundsätze der 

Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit verletzt, das übergeordnete 

Gesetzesrecht missachtet oder grundlos von in Rechtsprechung und 

Lehre entwickelten Grundsätzen zur Auslegung die fraglichen, unbe-

stimmten Rechtsbegriffe abweicht (siehe BGE 145 I 52 E.3.6, 128 I 3 E.2b 

und 118 Ia 446 E.3c; Urteile des Bundesgerichts 1C_128/2019 vom 

25. August 2020 E.5.3, 1C_289/2019, 1C_293/2019 vom 16. Januar 2020 

E.2.1, 1C_241/2019 vom 19. August 2019 E.2.2 und 1C_494/2018 vom 

13. Juni 2019 E.2.4; VGU R 19 98 vom 11. Mai 2021 E.3, R 20 5 vom 

16. März 2021 E.3 und R 18 6 vom 2. Oktober 2018 E.2.1).

3. Nachfolgend ist in der Hauptsache also zu prüfen, ob sich die Beschwer-

degegnerin beim Erlass des Quartierplanes AC._____ an die massgeben-

den rechtlichen Vorgaben gehalten hat, und das ihr nach der Rechtspre-

chung zustehende Ermessen nicht überschritten hat. Dabei wird der frag-

liche Quartierplan von jeweils einem Teil der Beschwerdeführer nament-

lich betreffend die vorgesehene Erschliessungslösung für die Parzellen 

1341, 1649 und 2219, die vorgesehene Lösung für die Garagenfortluft der 

bestehenden Tiefgarage auf der Parzelle 2219 bzw. die allfällige, gemein-

same Entlüftungsanlage mit der zukünftigen Parkierungsanlage auf der 

- 28 -

Parzelle 1341 und die Kostenverteilschlüssel gemäss Art. 24 ff. QPB kriti-

siert (siehe dazu die nachstehenden Erwägungen 5.1 ff. und 7.1 ff.). Die 

Beschwerdeführerin 1 wendet sich auch gegen Art. 7 Abs. 5 QPB, wonach 

die südliche Grenze des auf der Parzelle 1341 festgelegten Baubereichs 

um 3 Meter talwärts erweitert werden könne, wenn im Rahmen des Bau-

bewilligungsverfahrens der Nachweis einer guten Einordnung und Gestal-

tung erbracht wird und die Nutzung der angrenzenden Grundstücke durch 

die Erweiterung nicht beeinträchtigt werde. Die Beigeladenen fordert hin-

gegen eine dahingehende Präzisierung von Art. 7 Abs. 5 QPB, dass mit 

"Nutzung" auch die Aussicht der angrenzenden Grundstücke mitgemeint 

sei (siehe die nachstehenden Erwägungen 4.1 ff. und bereits die Erwä-

gung 1.4). Die Beschwerdeführer 3 verlangen demgegenüber etwa die An-

passung von Art. 12a Abs. 2 QPB, wonach die AC._____-Strasse nicht 

mehr nur als Notzufahrt benutzt, sondern dass sie auf dem im Plan Er-

schliessung 1:500 bezeichneten Abschnitt auch als Zufahrt zu Par-

zelle 1649 genutzt werden dürfe (siehe nachstehende Erwägungen 6.1 

ff.). Weiter wurde der Verzicht auf die Voraussetzung verlangt, wonach die 

Baubehörde die Baubewilligung für die Überbauung der Parzelle 1649 erst 

erteile, wenn die Baufreigabe für die Parzelle 1341 erfolgt sei (Art. 16 

Abs. 5 QPB; siehe dazu die Erwägung 6.5). Ebenso sei Art. 19 Abs. 4 

QPB zu streichen, wonach die auf der Parzelle 2219 bestehende Fortluft-

anlage im Zeitpunkt der Überbauung der Parzelle 1341 (noch einmal) an-

hand der dazumal geltenden umweltschutzrechtlichen Vorgaben zu über-

prüfen und je nach Ergebnis die nötigen Massnahmen zu treffen seien 

(siehe nachstehender Erwägung 8.5.7).

4.1. Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid vom 12. Au-

gust 2019 zu Art. 7 Abs. 5 QPB aus, dass verschiedene Quartierplanbe-

teiligte diesen Absatz mit teil kontroversen Anträgen im Rahmen ihrer Ein-

sprachen kritisiert hätten. Während die Beschwerdeführer 3 den Antrag 

stellten, den auf der Parzelle 1341 festgelegten Baubereich um 3 m weiter 

- 29 -

talwärts zu verschieben, so dass zur Parzelle 1340 nur noch ein Grenzab-

stand von 4 m eingehalten werden müsse, hätten die Beschwerdeführer 4 

den Antrag gestellt, diesen Absatz ganz zu streichen. Dies weil ein da-

durch ermöglichtes Bauvorhaben die Aussicht ab der B._____ massiv be-

einträchtigen würde und eine talseitige Verschiebung des Baubereichs um 

3 m dazu führte, dass der Baubereich auch um 3 m von der AJ._____-

Strasse wegrücke und die dort festgelegte Baulinie des ursprünglichen 

Baubereichs somit keinen Sinn mehr mache. Aus ortsbaulicher Sicht sei 

die Fassadenflucht an der AJ._____-Strasse von zentraler Bedeutung und 

der Rücksprung für das Erdgeschoss stelle ein wichtiges gestalterisches 

Element (Arkadenbildung) dar. Die Beigeladenen hingegen gingen mit ih-

rem Antrag weniger weit, sondern wollten eine Verschiebungsmöglichkeit 

(des Baubereiches) von einer guten Ordnung und Gestaltung abhängig 

machen, sofern dies die angrenzenden Grundstücke nur leicht (insbeson-

dere in Hinblick auf die Seesicht vom bestehenden Gebäude auf der Par-

zelle 2219 aus) beeinträchtige. Die Beschwerdeführerin 1 wiederum er-

achtete Art. 7 Abs. 5 QPB als unklar formuliert. So sei namentlich unklar, 

ob damit eine Vergrösserung oder nur eine Verschiebung des Bauberei-

ches zugelassen werden solle. Die Beschwerdegegnerin räumte ein, dass 

Art. 7 Abs. 5 QPB tatsächlich missverständlich sei, weil dieser das Ziel 

habe, unter den erwähnten Bedingungen (gute Einordnung und Gestal-

tung) die südliche Grenze des auf der Parzelle 1341 festgelegten Baube-

reichs um 3 m talwärts zu erweitern. Dementsprechend werde die Bestim-

mung entsprechend angepasst. Berechtigt sei (grundsätzlich) auch die 

Kritik der Beigeladenen. Denn die (bei guter Einordnung und Gestaltung) 

durch eine südliche Erweiterung des Baubereiches ermöglichte Baute auf 

der Parzelle 1341 könne nur zugelassen werden, falls die Nutzung der 

benachbarten Grundstücke dadurch nicht (anstatt "nicht erheblich") beein-

trächtigt würde. Sei diese Voraussetzung allerdings erfüllt und liege der 

Nachweis einer guten Einordnung und Gestaltung vor, gebe es für eine 

vollständige Streichung von Art. 7 Abs. 5 QPB keinen Grund. Aus Grün-

- 30 -

den des Ortsbildschutzes sei es aber unerlässlich, die im Baubereich 

zulässigen Gebäude im Bereich der AJ._____-Strasse (nördliche Begren-

zung) auf die eingetragene Baulinie zu platzieren. Das auf der Parzelle 

1341 zu erstellende Gebäude müsse also auf diese Baugestaltungslinie 

gestellt werden, wobei Obergeschosse über diese Baugestaltungslinie bis 

zur nördlichen Baubereichsgrenze hinausragen dürften. Art. 7 Abs. 5 QPB 

wurde dementsprechend umformuliert und die Einsprachen im Sinne der 

Erwägungen abgewiesen bzw. teilweise gutgeheissen.

4.2. Die Beschwerdeführerin 1 hielt vorliegend in einem Eventualantrag an der 

ersatzlosen Streichung von Art. 7 Abs. 5 QPB fest. Zur Begründung führte 

sie an, dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid zu 

Recht bestätigt habe, das eine solche Erweiterung des Baubereichs um 

3 m nach Süden nur zulässig sei, wenn die Nutzung der benachbarten 

Grundstücke nicht beeinträchtigt werde. Es sei hingegen nicht vorstellbar, 

dass eine solche Erweiterung die Nachbarparzellen nicht tangiere, womit 

Art. 7 Abs. 5 QPB ersatzlos zu streichen sei. Die Beschwerdeführer 4 hiel-

ten in ihrer Beschwerde vom 18. September 2019 ihren im Rahmen des 

Einspracheverfahrens gestellten Antrag auf ersatzlose Streichung von 

Art. 7 Abs. 5 QPB nicht mehr aufrecht. Die Beigeladenen äusserten sich 

in ihrer Eingabe vom 15. Oktober 2019 dahingehend, dass gemäss bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung die Behinderung der Aussicht eine über-

mässige Immission im Sinne von Art. 684 ZGB darstelle und damit die Nut-

zung eines Nachbargrundstücks in unzulässiger Weise einschränken 

könne. Vorliegend stelle die Aussicht der Luxusferienwohnung auf der Pa-

rzelle 2219 ein wesentliches Element derselben dar und die Einschrän-

kung der Aussicht würde deren Wert deutlich mindern und sei deshalb un-

zulässig. Aus ihrer Sicht wäre die Aufhebung von Art. 7 Abs. 5 QPB und 

somit der Möglichkeit zur Erweiterung des Baubereichs nach Süden wün-

schenswert. Wenn diese Möglichkeit beibehalten werde, seien auch die 

von der Beschwerdegegnerin angeordneten strengen Auflagen zum 

- 31 -

Schutz der Nachbarn aufrecht zu erhalten. Wie in der vorstehenden Erwä-

gung 1.4 bereits erwähnt, stellten die Beigeladenen mit Eingabe vom 

6. Januar 2020 einen eigenen, expliziten Antrag auf Anpassung von Art. 7 

Abs. 5 QPB und vertieften ihre Argumentation. Nachdem die Beschwerde-

gegnerin auf eine Duplik am 22. Januar 2020 verzichtet hatte, sahen sich 

die Beigeladenen, unter Einreichung einer E-Mail-Korrespondenz mit dem 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, veranlasst, weiterhin die Ergän-

zung Art. 7 Abs. 5 QPB mit dem ausdrücklichen Hinweis auf den (mitum-

fassten) Schutz der Aussicht zu fordern. Replicando hielt die Beschwerde-

führerin 1 am 6. Januar 2020 an ihrem Antrag auf Streichung von Art. 7 

Abs. 5 QPB fest. Dabei kritisierte sie auch, dass die Beschwerdegegnerin 

sich hinsichtlich der massgebenden "Beeinträchtigung" der Nutzung auf 

den angrenzenden Grundstücken auf den Standpunkt stelle, dass es da-

bei nicht primär um die Beeinträchtigung der Aussicht gehe. Dies verletzt 

nach Ansicht der Beschwerdeführerin 1 Bundesrecht, weil die Beschrän-

kung der Aussicht oder Fernsicht gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung übermässige Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB bedeuteten 

und die Nutzung eines Grundstückes in unzulässiger Weise einschränken 

könne. Vorliegend könne dies durchaus zutreffen, sei aber – bei Beibehal-

tung von Art. 7 Abs. 5 QPB – erst im Baubewilligungsverfahren abschlies-

send zu klären.

4.3. Die Beschwerdegegnerin hatte in ihrer Vernehmlassung vom 8. November 

2019 zu Art. 7 Abs. 5 QPB ausgeführt, dass es zwar schwierig sein dürfte, 

die für eine südliche Erweiterung des Baubereichs um 3 m auf der Parzelle 

1341 festgelegten Bedingungen (Nachweis einer guten Einordnung und 

Gestaltung/keine Beeinträchtigung der Nutzung der angrenzenden Grund-

stücke) zu erfüllen. Völlig ausgeschlossen erscheine dies aber nicht, zu-

mal es hier nicht primär um die Beeinträchtigung der Aussicht, sondern 

eine Beeinträchtigung der Nutzung der Nachbargrundstücke gehe. Letzt-

lich sei es Sache der Architekten ein Projekt auszuarbeiten, welches den 

- 32 -

in Art. 7 Abs. 5 QPB erwähnten Vorgaben Rechnung trage. Sollte dies 

nicht möglich sein, dann bliebe es eben bei dem auf der Parzelle 1341 

festgelegten Baubereich und die Anwohner dieser Parzelle, wozu auch die 

Stockwerkeigentümer der B._____ gehörten, wären nicht weiter benach-

teiligt. Die Beschwerde der Beschwerdegegnerin 1 sei in diesem Punkt ab-

zuweisen.

4.4. Wie in der vorstehenden Erwägung 1.4 bereits dargelegt, können Beige-

ladene, welche selber Adressaten des angefochtenen Entscheides waren, 

weit nach Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist keine eigenen Anträge 

stellen, welche sich gegen den im zur Beiladung führenden verwaltungs-

gerichtlichen Verfahren angefochtenen Entscheid richten bzw. diesen in 

ihrem Sinne nun doch noch abändern wollen. Insofern kann auf den ent-

sprechenden Antrag der Beigeladenen auf Abänderung von Art. 7 Abs. 5 

QPB nicht eingetreten werden. Soweit sie den Antrag der Beschwerdefüh-

rerin 1 auf ersatzlose Aufhebung von Art. 7 Abs. 5 QPB unterstützt, kann 

auf die zutreffenden Erwägungen der Beschwerdegegnerin verwiesen 

werden. Denn nur, weil es allenfalls nicht ganz einfach werden dürfte, die 

Voraussetzungen für die Baubereichserweiterung um 3 m nach Süden hin 

im Sinne von Art. 7 Abs. 5 QPB zu erfüllen, rechtfertigt dies noch nicht den 

vollständigen Verzicht auf eine solche, lediglich optionale Überbauungs-

möglichkeit und der entsprechenden Beurteilung im Baubewilligungsver-

fahren ist nicht vorzugreifen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegeg-

ner 4 im Rahmen des Einspracheverfahrens, ist aufgrund der Gebäude-

masse der umliegenden Bauten – namentlich auch der B._____ und des 

benachbarten Hotels AN._____ – sowie der Baubereiche A, B und C 

gemäss Quartierplan Gestaltung 1:500 vom 12. August 2019 nicht bereits 

im jetzigen Zeitpunkt klar, dass ein in Anwendung von Art. 7 Abs. 5 QPB 

vergrössertes Bauvolumen in keinem Fall ortsbildverträglich sei. Ein legi-

timer Zweck für eine solchen "Reduktion" des mit dem "normalen" Baube-

reich A beibehaltenen grossen Grenzabstandes der Zone ÄD von 7 m auf 

- 33 -

den kleinen Grenzabstand von 4 m gegenüber der Parzelle 1340 besteht 

etwa darin, dass im Sinne einer hochwertigen Siedlungsverdichtung im 

Rahmen eines Quartierplanes verschiedene Abweichungen von der Re-

gelbauweise bzw. Bau- und Zonenvorschriften zulässig sind, soweit er Ge-

währ für eine gute Beziehung der geplanten Bauten zur baulichen und 

landschaftlichen Umgebung und untereinander bietet (siehe Art. 123 

Abs. 2 BG i.V. Art. 25 Abs. 4 KRG). Die Ausführungen der Beschwerde-

führerin 1 zu den (privatrechtlich zu beurteilenden) übermässigen Immis-

sionen im Sinne von Art. 684 ZGB, wobei der Entzug von Aussicht oder 

Fernsicht solche darstellen könnten, vermögen daran nichts zu ändern. 

Denn das Bundesgericht hat betreffend die Unterschreitung von gesetzli-

chen Abständen im Rahmen eines Baubewilligungsverfahren ebenfalls 

festgehalten, dass kein Rechtsanspruch auf eine unverbaute Aussicht auf 

den (Vierwaldstätter-)See bestehe (siehe Urteil des Bundesgerichts 

1A.192/2000, 1P.344/2000 vom 20. Februar 2001 E.6e). Ausserdem kann 

das Verstellen einer spektakulären Aussicht nur unter ausserordentlich 

strengen Voraussetzungen als übermässig im Sinne von Art. 684 Abs. 1 

ZGB qualifiziert werden. Beispielsweise wenn eine besonders schöne 

Aussicht in schwerwiegender Weise eingeschränkt wird oder das Nach-

bargrundstück aufgrund einer besonderen Nutzungsart auf die Aussicht 

angewiesen ist, wie dies bei einem Hotelbetrieb der Fall sein kann (siehe 

Urteil des Bundesgerichts 5D_91/2020 vom 7. September 2020 E.3.1 

m.H.a. auf 5A_415/2008 vom 12. März 2009 E.3.1). Ausserdem ist zu 

berücksichtigen, dass das von der Beschwerdeführerin 1 sowie den Bei-

geladenen angeführte Urteil im Zusammenhang mit einer meterhoch auf-

türmenden Pflanzung erging, welche die frühere Seesicht fast vollständig 

verbarrikadierte. In Anbetracht dieser Unterschiede zur vorliegenden Kon-

stellation, erscheint die Regelung von Art. 7 Abs. 5 QPB – mit den im Rah-

men eines konkreten Projektes im Baubewilligungsverfahren zu prüfenden 

Voraussetzungen – durchaus noch als sachgerecht und die Beschwerde-

gegnerin hat ihr (Planungs-)Ermessen bei der Ermittlung und Abwägung 

- 34 -

der widerstreitenden Interessen in jedem Fall nicht überschritten. Damit 

hat die Beschwerdegegnerin den Antrag auf vollständige Aufhebung von 

Art. 7 Abs. 5 QPB aber zu Recht abgewiesen.

5.1. Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid vom 12. Au-

gust 2019 zu Art. 12 Abs. 3 QPB aus, dass es aufgrund der gesamten Vor-

geschichte wenig wahrscheinlich sei, dass die AC._____-Strasse in eine 

öffentliche Erschliessungsstrasse umklassifiziert werden könne, wobei der 

Gemeinderat einen entsprechenden Vorstoss des Gemeindevorstandes 

bereits einmal mit der Begründung zurückgewiesen habe, dass diese si-

chere Verbindung für Schulkinder auch weiterhin gewährleistet sein 

müsse. Ausserdem stelle Art. 13 Abs. 2 QPB klar, dass die Wegfahrt aus 

der Parkierungsanlage bis zum Zeitpunkt (der Realisierung) des gemein-

samen Rampenbauwerks über die bestehende Wegfahrtsrampe erfolge. 

Damit sei dem Anliegen der Beschwerdeführer 4, wonach Art. 12 Abs. 3 

QPB dahingehend abzuändern sei, dass bei einer Umklassifizierung der 

AC._____-Strasse (von einem [öffentlichen] Fussweg) vor Erstellung der 

neuen Doppelrampe die bestehende Ausfahrtsrampe auf der Parzelle 

2219 weiterhin beibehalten werden könne, im Grunde genommen bereits 

entsprochen. Es gehe hingegen nicht an, einer (unwahrscheinlichen) 

Überprüfung (des Quartierplanes infolge einer GEP-Änderung betreffend 

die AC._____-Strasse) vorzugreifen und bereits festzulegen, wie diese zu 

erfolgen habe. Vermutungsweise würde die Prüfung der Erschliessungs- 

und Parkierungsvorschriften nicht die Rampenerschliessung betreffen, 

sondern höchstens zu Folge haben, dass die AC._____-Strasse auch als 

verkehrsmässige Erschliessung für die Parzelle 1649 verwendet werden 

dürfe. Wäre es anders, würde das Ganze dem Quartierplan zugrundelie-

gende Konzept aus den Angeln gehoben. In diesem Zusammenhang ist 

noch festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführer 4 in ihrer Einsprache 

vom 5. November 2018 selber auf den Standpunkt stellten, dass eine Um-

klassifizierung der AC._____-Strasse (in eine öffentliche Erschliessungs-

- 35 -

strasse) kaum zu rechtfertigen wäre und von ihnen auch nicht akzeptiert 

würde (siehe dazu S. 3 der entsprechenden Eingabe in: Bg-act. 65). 

5.2. Die Beschwerdeführerinnen 2 und die Beschwerdeführer 4 beantragten in 

ihren Beschwerden vom 17. bzw. 18. September 2019, dass Art. 12 Abs. 3 

QPB dahingehend zu ergänzen sei, dass für den Fall, wenn die Gemeinde 

C._____ den Generellen Erschliessungsplan ändere und die AC._____-

Strasse ganz oder teilweise als Erschliessungsstrasse klassifiziert werde, 

bevor die Erschliessungsanlage gemäss den Art. 12a und Art. 13 QPB 

realisiert sei, die bestehende Ausfahrtsrampe der B._____ definitiven Be-

stand habe und einen verbindlichen Bestandteil der Erschliessung der Pa-

rzelle 2219 bilde. Die Beigeladenen sprechen sich ebenfalls dafür aus, 

auch wenn sie die Umqualifizierung der AC._____-Strasse in eine Er-

schliessungsstrasse vehement ablehnen. Replicando präzisierten die Be-

schwerdeführerinnen 2, damit solle erreicht werden, dass die seit nunmehr 

15 Jahren bestehende und ständig genutzte Ausfahrtsrampe für die Par-

zelle 2219 trotz aktueller Unterschreitung des Grenzabstandes beibehal-

ten und nicht entfernt werden müsse, wobei dies mit einer entsprechenden 

Regelung in Art. 12 QPB zu sichern sei. Dies aber nur für den unwahr-

scheinlichen Fall, dass vor Erstellung der Doppelrampe (auf den Parzellen 

2219 und 1341) die AC._____-Strasse für den allgemeinen Fahrzeugver-

kehr oder zumindest für die Parzellen 1341 und 1649 doch noch geöffnet 

würde und somit die vorgesehene Doppelrampe für die strassenmässige 

Erschliessung der Parzellen 1341 und 1649 gar nicht mehr nötig wäre. Es 

sei nämlich nicht einzusehen, weshalb (ausschliesslich) in einem solchen 

Fall die bestehende Ausfahrtsrampe (auf der Parzelle 2219), welche einen 

konkreten Nutzen habe, beseitigt werden müsse. Diese "Legalisierung" 

der Ausfahrtsrampe sei – auch nach Ansicht des Bundesgerichts anläss-

lich des Augenscheins vom 9. Juli 2007 – durchaus im Rahmen der Quar-

tierplanung möglich.

- 36 -

5.3. Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Vernehmlassung vom 8. Novem-

ber 2019 dazu aus, dass der in Art. 12 Abs. 3 QPB enthaltene Vorbehalt 

zweifellos legitim sei. Ebenso sei klar, dass die Stockwerkeigentümer der 

B._____ das Recht hätten, eine Umwidmung der AC._____-Strasse (im 

Rahmen einer Änderung des GEP) zu bekämpfen. Tatsache sei aber 

auch, dass die zuständigen kommunalen Behörden auf absehbare Zeit 

nicht die Absicht hätten, eine Umklassifizierung der gesamten AC._____-

Strasse zu erwirken. Dies nachdem ein solcher Vorstoss im Gemeinderat 

bereits einmal gescheitert sei (vgl. dazu Bg-act. 40 S. 7). Damals sei die 

grosse Bedeutung des Fussweges für Schüler und Schülerinnen bzw. die 

Sicherheitsaspekte zu deren Gunsten speziell hervorgehoben worden. 

Deshalb sei auch darauf beharrt worden, eine direkte Verbindung ab der 

AJ._____-Strasse entlang der (strittigen Erschliessungs-)Rampe bis zur 

AC._____-Strasse beizubehalten. Im Zusammenhang mit Art. 12 Abs. 3 

QPB habe der Gemeindevorstand denn auch keine vollständige Umwid-

mung im Auge, sondern höchstens die Schaffung einer Fahrverbindung 

zur Parzelle 1649, die sich ansonsten nur über die Parzelle 1341 und die 

im Quartierplan vorgesehene Gemeinschaftsrampe erschliessen liesse. 

Allerdings erwäge der Gemeindevorstand keine Änderung (des im Quar-

tierplan vorgesehenen) Erschliessungskonzepts, weshalb er auch nicht 

dem Antrag der Beschwerdeführerinnen 2 (und der Beschwerdeführer 4) 

zustimmen könne, wonach der Bestand der Ausfahrtsrampe auf der Par-

zelle 2219 in ihrer jetzigen Ausgestaltung in den QPB zu garantieren sei. 

Die Möglichkeit für eine gemeinschaftliche Verkehrserschliessung der Pa-

rzellen 1341, 1649 und 2219 mit einer Gemeinschaftsrampe solle in jedem 

Fall weiterhin möglich sein und es wäre falsch, diesen Entscheid vorweg-

zunehmen. Dies namentlich auch deshalb, weil die Erfahrung mit der jet-

zigen Quartierplanung zeige, dass die Angelegenheit heftig umstritten sei. 

Die Beschwerde der Beschwerdeführerinnen 2 (und der Beschwerdefüh-

rer 4) sei in diesem Punkt unbegründet und abzuweisen. 

- 37 -

5.4. Auch in diesem Punkt überzeugen die Ausführungen der Beschwerdegeg-

nerin. Denn Art. 12 Abs. 3 QPB regelt eigentlich nur die Selbstverständ-

lichkeit, dass bei (erheblich) geänderten Verhältnissen allenfalls die Er-

schliessungs- und Parkierungsvorschriften des Quartierplanes AC._____ 

überprüft werden können bzw. zu überprüfen sind. Ob überhaupt und in-

wiefern sich zukünftig eine Revision des Quartierplanes AC._____ recht-

fertigt bzw. namentlich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Plan-

beständigkeit überhaupt zulässig ist (vgl. dazu Art. 21 Abs. 2 RPG; BGE 

144 II 41 E.5.1, 140 II 25 E.3 ff. und 132 II 408 E.4.2; Urteile des Bundes-

gerichts 1C_300/2020 vom 1. Dezember 2020 E.2.1 ff. und 1C_470/2018 

vom 4. März 2019 E.5.2 f.; VGU R 19 2 vom 15. Dezember 2020 E.5 und 

R 18 6 vom 2. Oktober 2018 E.4.5 und 5.3), muss vorderhand noch offen 

gelassen werden. Dass die Beschwerdegegnerin einen solchen zukünfti-

gen Entscheid noch nicht im Sinne der Beschwerdeführerinnen 2 und der 

Beschwerdeführer 4 präjudizieren will und sich entsprechende Hand-

lungsoptionen offenhalten möchte, ist vorliegend nach Ansicht des Ge-

richts jedenfalls nicht zu beanstanden. So sind etwa auch die weiteren, 

zukünftigen Rahmenbedingungen und Positionen von (anderen bzw. 

neuen) Quartierplanbeteiligten naturgemäss noch gar nicht hinreichend 

bekannt. In diesem Zusammenhang darf auch nicht ausser Acht gelassen 

werden, dass die bestehende (Ausfahrts-)Rampe im unangefochten ge-

bliebenen VGU R 06 23A vom 23. Juni 2009 als materiell baurechtswidrig 

beurteilt wurde. Dies infolge der Unterschreitung des gesetzlichen, (klei-

nen) Grenzabstand gemäss Art. 86 Abs. 4 sowie Art. 91 Abs. 1 bis 3 BG 

in der Zone ÄD um knapp drei Meter (siehe VGU R 06 23A vom 23. Juni 

2009 E.4b) und bisher auch keine entsprechende Unterschreitungsverein-

barung bzw. einer entsprechenden Grundstücksdienstbarkeit zwischen 

den Eigentümerschaften der Parzellen 2219 und 1340 im Sinne von 

Art. 77 Abs. 1 KRG und Art. 91 Abs. 4 BG vorliegt. Die von den Beschwer-

deführerinnen 2 angestrebte "Legalisierung" für den von ihr vorausgesetz-

ten Fall, könnte auch im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin ge-

- 38 -

nehmigten Fassung von Art. 12 Abs. 3 QPB zur gegebenen Zeit durchaus 

eine in Frage kommende Option darstellen. Jedenfalls führt die geneh-

migte Fassung von Art. 12 Abs. 3 QPB nicht zwingend dazu, dass die be-

stehende Ausfahrtsrampe – auch bei veränderten Verhältnissen – in je-

dem Fall beseitigt werden müsste, obwohl sie für die Parzelle 2219 einen 

konkreten Nutzen aufweise. In diesem Punkt erweisen sich die Beschwer-

den also als unbegründet.

6.1. Betreffend Art. 12a Abs. 2 QPB hielt die Beschwerdegegnerin im ange-

fochtenen Entscheid vom 12. August 2019 fest, dass die Beschwerdefüh-

rer 3 sich gegen die Beschränkung der Befahrbarkeit der 

AC._____-Strasse auf Notfälle gegenüber den Eigentümern der Parzelle 

1649 wehrten. Sie forderten eine Zufahrtsmöglichkeit zur Parzelle 1649 für 

Besucher sowie die Bewohner und rügten eine rechtsungleiche Behand-

lung mit den Besuchern und Bewohnern der Parzelle 1338. Diesen Aus-

führungen der Beschwerdeführer 3 im Rahmen ihrer Einsprache vom 

2. November 2018 hielt die Beschwerdegegnerin entgegen, dass der kom-

munale Gesetzgeber mit der Klassifizierung der AC._____-Strasse im 

GEP als (öffentlicher) Fussweg das (zulässige) Nutzungsregime auf dieser 

Strasse festgelegt habe. Dementsprechend soll diese Anlage den Fuss-

gängern, namentlich den Schulkindern, dienen und nicht dem motorisier-

ten Verkehr. Das von den Beschwerdeführern 3 angeführte, bestehende 

privatrechtliche Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten der Parzelle 1338 ver-

möge nicht gegen die öffentlich-rechtliche Festlegung gemäss GEP auf-

zukommen. Wenn die Eigentümer der Parzelle 1649 diese Einschränkung 

hätten verhindern wollen, hätten sie innert Frist gegen den 1999/2000 er-

lassenen GEP (Planungs-)Beschwerde erheben müssen. Auch wenn es 

das Ziel eines Quartierplanes sei, die Erschliessung der einbezogenen 

Grundstücke zu sichern, stünden hinter dem Erschliessungserfordernis 

der Zufahrt gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG vorab verkehrs-, gesundheits- und 

feuerpolizeiliche Überlegungen. In Übereinstimmung mit der Vernehmlas-

- 39 -

sung vom 26. November 2018 der Beschwerdeführerinnen 2 zur Einspra-

che der Beschwerdeführer 3 vom 2. November 2018 bejahte sie eine hin-

reichende Zufahrt bzw. Erschliessung auch dann, wenn eine gemeinsame 

Parkierungsanlage auf der unmittelbar angrenzenden Parzelle 1341 reali-

siert werde (vgl. dazu Art. 16 QPB). Für Notfalleinsätze von Baulichtorga-

nisationen auf der Parzelle 1649 könnte die AC._____-Strasse ohnehin 

bis zur Parzelle 1649 befahren werden. In der Gemeinde C._____ sei es 

nicht aussergewöhnlich, dass die Parkierung nicht auf dem Grundstück 

selber, sondern nur in der Nähe geregelt bzw. realisiert sei. Ausserdem 

bestehe durchaus auch die Möglichkeit, die Parzelle 1649 unterirdisch mit 

der Parkierungsanlage auf der Parzelle 1341 mit einem (befahrbaren) 

Weg zu verbinden. Die Befriedigung von erhöhten Bequemlichkeitsbedürf-

nissen hätte aber natürlich wie auch anderenorts ihren Preis. Der Einwand 

der Beschwerdeführer 3, wonach eine Ungleichbehandlung gegenüber 

der Parzelle 1338 bestehe, sei nicht stichhaltig. Zwar dürften gemäss 

Art. 14 Abs. 2 QPB die dortigen Besucher einen im Quartiererschlies-

sungsplan bezeichneten Abschnitt der AC._____-Strasse als Zufahrt 

benützen. Damit werde aber nichts anderes als der Besitzstand der Ei-

gentümerin der Parzelle 1338 garantiert. Demgegenüber sei die Parzelle 

1649 noch nicht überbaut, womit die Berufung auf die Rechtsgleichheit 

nicht verfange. Ausserdem hätten die Beschwerdeführerinnen 2 in der 

Vernehmlassung vom 26. November 2018 zu Recht darauf hingewiesen, 

dass es keinen Sinn mache, für teures Geld im Bereich des (geplanten,) 

gemeinsamen Rampenbauwerks einen vom Autoverkehr gänzlich ge-

trennten Fuss- bzw. Schülerweg (gemäss GEP-Eintrag) zu realisieren, 

wenn die Schüler (im Bereich der Parzelle 1649) schliesslich doch wieder 

mit motorisiertem Verkehr konfrontiert würden.

6.2. Die Beschwerdeführer 3 wenden dagegen in der Beschwerde vom 

18. September 2019 ein, dass die Parzelle 1649 im Zentrum der Ge-

meinde C._____ gelegen und für ein hochstehendes Bauvorhaben prä-

- 40 -

destiniert sei. Es sei aufgrund der zu Verfügung stehenden Bruttoge-

schossfläche (BGF) eine Überbauung mit maximal zwei bis drei Wohnun-

gen möglich, was die AC._____-Strasse auch bei einer direkten Zufahrts-

möglichkeit kaum belaste. Die in Art. 12a Abs. 1 vorgesehene Erschlies-

sung der Parzelle 1649 von der Parzelle 1341 über eine Fuss- und Fahr-

wegverbindung sei angesichts von (Mehr-)Kosten von mindestens 

CHF 700'000.-- bzw. zwei Millionen Franken (inkl. zusätzlichem, dafür er-

forderlichen Untergeschoss auf der Parzelle 1341) völlig unrealistisch. An 

der Lage der Parzelle 1649 und der zu erwartenden Bewohnerschaft 

müsse die Möglichkeit für Besucherparkplätze auf dem Grundstück selbst 

bestehen. Es sei völlig unverhältnismässig, wenn an dieser Lage mitten 

im Dorf das Grundstück nicht mit dem Fahrzeug erreicht werden könne. 

Damit wäre es auch ungenügend erschlossen und bedeute für das Grund-

stück eine enorme Entwertung. So wäre es den Bewohnern der Parzelle 

1649 nicht einmal möglich, die Gegenstände des täglichen Bedarfs mit 

Fahrzeugen zum Grundstück zu bringen. Das Tragen dieser Güter im Win-

ter über eine längere Strecke sei unzumutbar und es könnten auch keine 

schweren Koffer zu der Liegenschaft auf der Parzelle 1649 gebracht und 

abgeholt werden. Es müsse die Möglichkeit bestehen, dass die AC._____-

Strasse mit Fahrzeugen befahren werden dürfe, um den heutigen Er-

schliessungsanforderungen gerecht zu werden und dies sei im Quartier-

plan festzulegen. Dementsprechend sei der Quartiererschliessungsplan 

so zu ergänzen, dass die Erschliessung (wohl gemeint Zufahrt) für Besu-

cher und Bewohner so möglich sei, wie es auch für die Liegenschaft auf 

der Parzelle 1338 gemäss Art. 14 Abs. 2 QPB festgelegt sei. Die Besucher 

der Liegenschaft auf der Parzelle 1338 dürften den grössten Teil der 

AC._____-Strasse gemäss Art. 14 Abs. 2 QPB befahren. Die Eigentümer 

der Parzelle 1649 müssten nur noch ca. 20 m mehr der AC._____-Strasse 

befahren und die Beeinträchtigung sei gering. Es sei nicht einzusehen, 

weshalb betreffend die Parzelle 1338 ca. 65 m der AC._____-Strasse be-

fahren werden dürfe, während dies der Eigentümer der Parzelle 1649, de-

- 41 -

ren Wegstrecke auf der AC._____-Strasse ca. 80 m betragen würde, nicht 

gestattet wäre. Eine solche Ungleichbehandlung müsse korrigiert werden. 

Allenfalls müsse Art. 12a Abs. 2 QPB so angepasst werden, dass die 

AC._____-Strasse nicht nur als Notzufahrt, sondern auch für den Güter-

umschlag benutzt werden dürfe. Es bestehe – auch mit Blick auf eine 

rechtsgleiche Behandlung – kein Grund, das bestehende privatrechtliche 

Fuss- und Fahrwegrecht zugunsten der Parzelle und zu Lasten der Par-

zelle 1338 im Rahmen des vorliegenden Quartierplanes aufzuheben, 

wenn keine öffentlich-rechtliche Regelung der Fahrtberechtigung bis zur 

Parzelle auf der AC._____-Strasse vorgenommen werde. Das Fuss- und 

Fahrwegrecht bestehe seit 1944 und habe bisher unbeanstandet ausgeübt 

werden können. Dass der GEP die AC._____-Strasse als (öffentlicher) 

Fussweg festsetze, bedeute entgegen der beschwerdegegnerischen An-

sicht nicht, dass dieser Fussweg nur den Schulkindern dienen solle. Eine 

Erschliessung gewisser Grundstücke mit Motorfahrzeugen sei für an die-

sem Fussweg liegende Grundstücke auch über einen (im GEP festgesetz-

ten) Fussweg möglich. Die Beschwerdegegnerin verhalte sich wider-

sprüchlich, wenn sie sich auf den Standpunkt stelle, dass die AC._____-

Strasse nur den Fussgängern, sprich Schulkindern, und nicht dem moto-

risierten Verkehr diene, für die Parzelle 1338 aber wie bereits vorstehend 

erwähnt eine Zufahrt erlaube. Dies sei eine völlig ungleiche Behandlung 

der beiden Parzellen 1338 und 1649 mit einer widersprüchlichen Begrün-

dung. Schliesslich machten die Beschwerdeführer 3 auch noch geltend, 

dass das Recht der Eigentümer der Parzelle 1649, die AC._____-Strasse 

zu befahren, mit dem GEP anno 1999/2000 nicht eingeschränkt worden 

sei. Dies erfolge erstmals im vorliegend zu beurteilenden Quartierplan. An-

lässlich des Erlass des GEP habe für die Eigentümer der Parzelle 1649 

weder eine Pflicht noch Anlass bestanden, gegen den GEP vorzugehen. 

Zumal damals nicht absehbar gewesen sei, wie selektiv und ungleich 

diese Festsetzung gegenüber den Eigentümern der Parzelle 1649 dereinst 

ausgelegt werden würde. Den Eigentümern der Parzelle 1649 sei weiter-

- 42 -

hin das zuzugestehen, was ihnen gemäss dem bisher unbeanstandet aus-

geübten Fuss- und Fahrwegrecht zustehe. In der Replik vom 6. Januar 

2020 präzisierten die Beschwerdeführer 3, dass die AC._____-Strasse 

nicht als Erschliessung für die Autoeinstellhalle auf der Parzelle 1649 die-

nen solle, sondern es nur um die Befahrbarkeit bis zur Parzelle 1649 für 

Personen- und Warentransporte gehe. Ausserdem ergänzten sie, dass bei 

zwei bis drei Wohnungen nur mit maximal einer bis fünf Fahrten pro Tag 

zu rechnen sei, um Personen oder Waren zu bringen oder abzuholen. Da-

mit gingen die von der Beschwerdegegnerin angeführten Gründe (Gefähr-

dung der Schüler auf diesem Fussweg) fehl. Die Beschwerdeführer 3 ent-

gegneten ausserdem weiteren Argumenten der Beschwerdegegnerin.

6.3. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Vernehmlassung vom 8. November 

2019 an den Ausführungen im Entscheid vom 12. August 2019 fest. 

6.4. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Beschwerdeführer 3 

in ihrer Einsprache vom 2. November 2018 noch den Antrag gestellt hat-

ten, Art. 15 Abs. 2 und 3 QPB ebenfalls so zu ändern, dass die AC._____-

Strasse mit Fahrzeugen als Zufahrt für die Parzelle 1649 befahren werden 

dürfe und dass auf der Parzelle 1649 Besucherparkplätze erstellt werden 

dürften. Dieser Antrag steht klar im Zusammenhang mit den Antrag der 

Beschwerdeführer 3 zu Art. 12a Abs. 2 QPB. Die Beschwerdegegnerin 

genehmigte angesichts ihrer Beurteilung des Antrages zu Art. 12a Abs. 2 

QPB den Art. 15 QPB unverändert. Die Beschwerdeführer 3 stellten im 

vorliegenden Verfahren keinen spezifischen Änderungsantrag betreffend 

Art. 15 Abs. 2 und 3 QPB. Ohnehin hinge aber die Beurteilung eine sol-

chen Antrages der Beschwerdeführer 3 wie auch derjenige zu Art. 16 

Abs. 5 QPB von demjenigen zu Art. 12a Abs. 2 QPB ab, da sie aufeinan-

der aufbauen. Unbestrittenermassen ist die AC._____-Strasse im GEP 

(spätestens) seit der Genehmigung durch die Regierung des Kantons 

Graubünden mit dem Beschluss vom 29. Februar 2000 als (öffentlicher) 

Fussweg festgesetzt (siehe Bg-act. 2). Gemäss dem erwähnten Regie-

- 43 -

rungsbeschluss wurden die Fuss- und Wanderwege im GEP gestützt auf 

die Fuss- und Wanderweggesetzgebung (namentlich das Bundesgesetz 

über Fuss- und Wanderwege [FWG; SR 704] und die eidgenössische Ver-

ordnung über Fuss- und Wanderwege [FWV; SR 704.1]) bezeichnet. 

Gemäss Art. 2 FWG sind Fusswegnetze Verkehrsverbindungen für die 

Fussgänger und liegen in der Regel im Siedlungsgebiet. Sie umfassen un-

tereinander zweckmässig verbundene Fusswege, Fussgängerzonen, 

Wohnstrassen und ähnliche Anlagen. Trottoirs und Fussgängerstreifen 

können als Verbindungsstücke dienen. Solche Netze erschliessen und 

verbinden insbesondere Wohngebiete, Arbeitsplätze, Kindergärten und 

Schulen, Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, öffentliche Einrichtungen, 

Erholungsanlagen sowie Einkaufsläden. Nach Art. 4 FWG sorgen die Kan-

tone dafür, dass die bestehenden und vorgesehenen Fuss- und Wander-

wege in Plänen festgehalten werden, diese periodisch überprüft und nöti-

genfalls angepasst werden. Die Rechtswirkung der Pläne ist festzulegen, 

das Verfahren auf Erlass und Änderung zu ordnen und die Verfahrensbe-

teiligung von Betroffenen und interessierten Organisationen sowie Bun-

desstellen zu ermöglichen. Gemäss Art. 5 FWV ist die freie Begehbarkeit 

dieser Fuss- und Wanderwegnetze rechtlich abzusichern. Gemäss Art. 45 

Abs. 2 KRG legt der Generelle Erschliessungsplan bedeutende Erschlies-

sungsanlagen mit Ausstattungscharakter wie namentlich auch Fusswege 

fest (siehe nun auch Art. 5b Abs. 1 der Strassenverordnung des Kantons 

Graubünden [StrV; BR 801.110]). Bereits gemäss Art. 19 Abs. 2 der gross-

rätlichen Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden vom 

26. November 1986 (aKRVO) konnte der Generelle Erschliessungsplan 

Fusswege enthalten und Art. 111 Abs. 3 BG zählt Fuss- und Wanderwege, 

abhängig von ihrer Bedeutung, zu den Anlagen der Grob- oder Grunder-

schliessung (vgl. nunmehr auch Art. 45 Abs. 2 KRG). Gemäss Art. 15 

Abs. 1 BG werden im GEP die Anlagen der Grob- und Grunderschliessung 

für das gesamte Gemeindegebiet festgelegt. Der GEP ist als Element der 

Grundordnung für jedermann verbindlich (siehe Art. 22 Abs. 1 und 2 KRG, 

- 44 -

vgl. zur Rechtslage vor Inkrafttreten des revidierten KRG per 1. November 

2005 auch bereits Art. 12 BG und VGU R 01 60 vom 19. Oktober 2001 E.1 

und R 00 56 vom 26. September 2000 E.4). Aus der Festsetzung der 

AC._____-Strasse im GEP als Fussweg in Umsetzung der Fuss- und 

Wanderweggesetzgebung folgt, dass damit in jedem Fall eine weitestge-

hende Widmung dieser Strasse für den Fussgängerverkehr bezweckt 

wurde. Insofern ist es nicht nachvollziehbar, wenn die Beschwerdegeg-

ner 3 im Erlass des GEP im Jahre 1999 bzw. dessen Genehmigung im 

Jahre 2000 noch keine öffentlich-rechtliche Einschränkung ihres geltend 

gemachten, privatrechtlichen Fahrwegrechtes erblicken wollen. Gegen 

diese Festsetzung im GEP als Fussweg haben sie aber jedenfalls nicht 

erfolgreich mittels einer (Planungs-)Beschwerde opponiert. Wenn die Be-

schwerdeführer 3 der Beschwerdegegnerin auch noch vorwerfen, sie 

habe nach der Genehmigung des GEP im Jahre 2000 die Übernahme 

bzw. Abparzellierung der AC._____-Strasse nicht veranlasst und dies 

solle nun erst anlässlich dieser Quartierplan geschehen, können sie dar-

aus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn für Festlegungen bzw. Wirkun-

gen des GEP ist es grundsätzlich unerheblich, ob sich eine Strasse im 

Gemeinde- oder Privatbesitz befindet (vgl. dazu VGU R 01 60 vom 19. Ok-

tober 2001 E.1). Soweit die Beschwerdeführer 3 eine Ungleichbehandlung 

und selektive Auslegung dieser Festsetzung im GEP geltend machen, ist 

ihnen entgegen zu halten, dass sich die Situation der Parzelle 1338 und 

derjenigen der Parzelle 1649 doch in gewichtigen Punkten unterscheidet. 

Zum einen ist die Parzelle 1338 bereits seit Ende der 1970er/Anfang der 

1980er Jahren überbaut (siehe dazu SWISSIMAGE-Zeitreise unter 

map.geo.admin.ch, zuletzt besucht am: 28. September 2021), wobei zum 

Erreichen eines (Besucher-)Parkplatzes gut 60 m der AC._____-Strasse 

befahren werden müssen. Wenn die Beschwerdegegnerin diesem Um-

stand somit in Art. 14 Abs. 2 QPB betreffend das Zufahrtsregime für Be-

sucher unter dem Titel Besitzstandsschutz Rechnung trägt, ist dies an sich 

nicht zu beanstanden. Dabei ist auch noch zu bemerken, dass der Zugang 

- 45 -

zu einer Parkierungsanlage der Parzelle 1338 ganz zu Anfang der 

AC._____-Strasse bei der Einmündung von der AK._____-Strasse her 

über einen Autolift zu erfolgen hat und dies so auch im Plan Erschliessung 

1:500 sowie Art. 14 Abs. 1 QPB festgelegt wird. Hinzu kommt nun aber 

noch etwas ganz Wesentliches. Die infolge von Art. 14 Abs. 2 QPB nur als 

Besucherparkplätze nutzbare Abstellfläche endet noch vor dem Punkt im 

Kreuzungsbereich der Parzellengrenzen 1338, 1341 und 2219, wo 

gemäss Plan Erschliessung 1:500 der ebenfalls im Bereich der geplanten, 

gemeinsamen Erschliessungsrampe vom Motorfahrzeugverkehr getrennt 

verlaufende Schüler- und Fussweg von der AJ._____-Strasse her in die 

AC._____-Strasse einmünden soll. Damit ist es nicht entscheidend, dass 

für eine direkte Zufahrtsmöglichkeit auf die Parzelle 1649 die AC._____-

Strasse nur noch ca. 20 m weiter zu befahren wäre. Denn genau ab dem 

Ende der Besucherparkfläche auf der Parzelle 1338 würde die AC._____-

Strasse dann wieder von Fussgängern, namentlich Schülern, sowie den 

motorisierten Besuchern und Bewohnern der Parzelle 1649 gemeinsam 

genutzt, was der, mit dem neuen Fussweg im Bereich der gemeinsamen 

Erschliessungsrampe auch verfolgten, Zielsetzung einer vollständigen 

Entflechtung des Fussgänger- und Motorfahrzeugverkehrs im fraglichen 

Bereich eindeutig zuwiderlaufen würde. Ausserdem stellt sich die Be-

schwerdegegnerin auch zu Recht auf den Standpunkt, dass ihr bei der 

Beurteilung des Vorliegens einer hinreichenden Zufahrt bzw. Erschlies-

sung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG und Art. 4 des eidgenössischen 

Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes (WEG; SR 843) ein erheb-

licher Ermessenspielraum zusteht und von Bundesrechts wegen keine di-

rekte Zufahrt bis zum Baugrundstück gefordert ist. Vielmehr richtet sich 

die Konkretisierung des Erschliessungsbegriffes nach kantonalem Recht 

und der entsprechenden (Gerichts-)Praxis (siehe BGE 136 III 130 E.3.3.2; 

Urteile des Bundesgerichts 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E.5.3, 

1C_603/2015 vom 5. April 2016 E.2.1, 1C_375/2011 vom 28. Dezember 

2011 E.3.3.3 und 1C_376/2007 vom 31. März 2008 E.4.4; VGU R 18 87 

- 46 -

vom 20. Oktober 2020 E.4.3.1, R 18 25 vom 12. April 2019 E.3.1, R 16 72 

und R 16 73 vom 11. Mai 2017 E.10b). Dass in der Gemeinde C._____ 

nicht in jedem Fall Parkflächen direkt auf dem Grundstück für eine hinrei-

chende Erschliessung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG zu fordern sind, 

ergibt sich zudem bereits aus dem Umstand, dass in der Gemeinde 

C._____ die Pflichtparkplatzvorgaben mit Gemeinschaftsparkierungsanla-

gen erfüllt werden können bzw. teilweise sogar müssen (siehe dazu 

Art. 37 ff. BG). Daran ändert nichts, dass die Parzelle 1649 sich knapp 

ausserhalb des Perimeters für Gemeinschaftsparkierungsanlagen befin-

det, da Art. 43 f. BG die Anrechnung von Pflichtparkplätzen auf nahe ge-

legene Grundstücken oder auch in Gemeinschaftsparkierungsanlagen 

zulässt. Insofern verfängt aber auch der Einwand der Beschwerdeführer 3 

nicht, dass an dieser Lage für eine angemessene Nutzungsmöglichkeit 

dieser Parzelle, auch angesichts der zu erwartenden Bewohnerschaft die-

ser Wohnungen, in jedem Fall eine direkte Zugangsmöglichkeit zur Par-

zelle erforderlich sei, damit die Erschliessung als genügend zu betrachten 

sei oder dass die Beschwerdegegnerin nicht konkret aufgezeigt habe, wel-

che Grundstücke auf dem Gemeindegebiet nicht mit einem Fahrzeug er-

reichbar seien. Zudem gesteht sie selber zu, dass es einige wenige Lie-

genschaften gäbe, die mit dem Fahrzeug nicht erreichbar seien. Zur Be-

merkung, dass diese Liegenschaften aber mit einem (Schräg-)Lift für den 

Waren- und Personentransport ausgestattet seien, ist zu erwähnen, dass 

die Beschwerdeführer 3 in der Replik selber klargestellt haben, dass die 

Zufahrt über die AC._____-Strasse nicht der Erschliessung einer Autoein-

stellhalle auf der Parzelle 1649 dienen soll. Die erforderlichen (unterirdi-

schen) Fahrzeugabstellplätze für die Parzelle 1649 können gemäss 

Art. 15 f. QPB entweder auf der Parzelle 1341 oder 1649 realisiert werden, 

die mit einer unterirdischen Fuss- und/oder Fahrwegverbindung von mini-

mal ca. 20 m Länge verbunden werden dürfen (siehe Art. 15 Abs. 2 und 

Art. 16 Abs. 2 bis 4 QPB sowie die "Private unterirdische Fahr- und/oder 

Fusswegverbindung (Lage und Ausdehnung schematisch)" im Plan Er-

- 47 -

schliessung 1:500). Warum neben dieser, durchaus für den "Personen- 

und Warentransport" geeigneten, gedeckten Verbindung zu (Be-

sucher-)Parkplätzen für die Parzelle 1649 noch zwingend eine oberirdi-

sche Zufahrt (ohne Parkierungsmöglichkeit) für Besucher-, Personen- und 

Warentransport im Hinblick auf genügende Erschliessung bzw. hinrei-

chende Zufahrt im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG oder entsprechende 

Komfortbedürfnisse erforderlich sein soll, ist nicht ersichtlich. Dies zumal 

die Eigentümer der Parzelle 1649 gemäss Art. 12a Abs. 2 QPB die 

AC._____-Strasse als Notzufahrt benützen dürfen. Auch unter dem Ge-

sichtspunkt des (zivilrechtlichen) Notwegrechts im Sinne von Art. 694 ZGB 

muss nicht in jedem Fall eine direkte Zufahrt zum Grundstück gewährleis-

tet sein (vgl. BGE 136 III 130 E.3.3.3; Urteile des Bundesgerichts 

5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 E.4.1 und 5A_713/2017 vom 7. Juni 

2018 E.2.1.3; GRAHAM-SIEGENTHALER, Verdichtung des Bodens und Sa-

chenrecht, in: Jusletter vom 9. April 2019, S. 3 f.). Bei diesem Ergebnis ist 

es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin Art. 15 QPB un-

verändert genehmigt hat, womit die Beschwerde der Beschwerdeführer 3 

sich in diesem Punkt als unbegründet erweist.

6.5. Die Beschwerdeführer 3 rügen, dass trotz ihres Antrages auf Streichung 

vom Art. 16 Abs. 5 QPB in der Einsprache 2. November 2018 diesem nicht 

entsprochen bzw. sich die Beschwerdegegnerin damit überhaupt nicht 

auseinandergesetzt habe. Mit Blick auf die Beurteilung des Antrages zu 

Art. 12a Abs. 2 QPB seitens der Beschwerdegegnerin im angefochten 

Entscheid gilt für Letzteres im Wesentlichen das zu Art. 15 Abs. 2 und 3 

QPB bereits Gesagte. So haben die Beschwerdeführer 3 den Antrag auf 

Streichung von Art. 16 Abs. 5 QPB namentlich damit begründet, mit der 

Streichung von Art. 12a QPB könne das Problem (einer möglichen enteig-

nungsähnlichen Wirkung infolge der fehlenden separaten Überbauungs- 

und Veräusserungsmöglichkeit der Parzelle 1649) gelöst werden. Wenn 

nun aber die Beschwerdegegnerin eine Änderung von Art. 12a QPB im 

- 48 -

Sinne der Beschwerdeführer 3 ablehnte, durfte sie auch die direkt davon 

abhängende Änderung von Art. 16 QPB ablehnen. Vorliegend wiederho-

len sie ihre Argumentation, wobei sie aufgrund der vorstehenden Erwä-

gung 6.4 betreffend ihres Änderungantrages zu Art. 12a QPB weiterhin 

nicht durchdringen. Die fahrzeugverkehrsmässige Erschliessung der Par-

zelle 1649 hat somit über die Parzelle 1341 zu erfolgen. Die Beschwerde-

führer 3 führen noch neu an, dass die Parzelle 1649 unabhängig von der 

Überbauung der Parzelle 1341 überbaut werden könne, weil allfällige 

Pflichtparkplätze bis zur Erstellung der Tiefgarage auf der Parzelle 1341 

in einer anderen Gemeinschaftsparkierungsanlage gemäss Art. 39 ff. BG 

eingekauft werden könnten. Im vorliegenden Fall könnte dies für die Zeit-

dauer erfolgen, bis auf der Parzelle 1341 die unterirdische Parkierungsan-

lage erstellt wäre. Es bestehe kein Grund, dass eine Baubewilligung für 

die Parzelle 1649 erst nach Erteilung der Baufreigabe für die Par-

zelle 1341 erstellt werden könnte. Dies komme einem unzulässigen Bau-

vorbot für die Parzelle 1649 gleich. Dazu ist zu bemerken, dass sich die 

Beschwerdeführer 3 widersprüchlich verhalten. Wäre dies tatsächlich eine 

gemäss Art. 39 ff. BG offensichtlich zulässige und auch praktisch realisier-

bare Alternative, bräuchte es namentlich betreffend die Erschliessung der 

Parzelle 1649 gar kein Quartierplanverfahren und die vorgeschlagene Al-

ternativlösung könnte auch eine definitive Parkierungslösung für die Par-

zelle 1649, oder sogar auch für die Parzelle 1341, darstellen. Ausserdem 

befindet sich die Parzelle 1649 wie bereits erwähnt knapp ausserhalb des 

Perimeters für Gemeinschaftsparkierungsanlagen, womit grundsätzlich 

auf der Bauparzelle die erforderlichen Pflichtabstellplätze für Motorfahr-

zeuge bereitzustellen sind (siehe Art. 42 BG). Ausnahmen regeln Art. 43 

f. BG. Ausserdem ist Art. 16 Abs. 5 QPB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 

und 3 f. QPB zu lesen, wonach eine Parkierungsanlage auf der Par-

zelle 1649 (mit einer unterirdischen Verbindung zur Parkierungsanlage auf 

der Parzelle 1341) durchaus zulässig ist. Diese Parkierungslösung für die 

Parzelle 1649 setzt aber gemäss dem Erschliessungskonzept des Quar-

- 49 -

tierplanes die Zufahrt über die doppelspurige Rampe von der AJ._____-

Strasse her und durch die Parkierungsanlage auf der Parzelle 1341 vor-

aus. Im Interesse der tatsächlichen Realisierbarkeit der im Quartierplan 

vorgesehenen Erschliessungslösung haben die Beschwerdeführer 3 

diese zeitlich befristete Einschränkung für die von ihnen selbst unterstützte 

Erschliessungslösung hinzunehmen. Dies zumal sie – nach Rechtskraft 

des Quartierplanes – als aktuelle Eigentümer der Parzelle 1341 über den 

Zeitpunkt der Bebauung nicht von Entscheidungen Dritter abhängig sind.

7.1. Zu Art. 13 bis Art. 13b QPB wurde im angefochtenen Entscheid vom 

12. August 2019 im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerdeführe-

rin 1 gegen das Art. 13 ff. QPB zugrundeliegende Erschliessungskonzept 

opponiere. Dementsprechend habe sie vorgetragen, dass für die Par-

zelle 2219 eine autonome Ausfahrtslösung (ohne gemeinsames Rampen-

bauwerk mit der Parzelle 1341) über die bestehende Einfahrt bei der 

AK._____-Strasse (ohne nennenswerte Kosten) möglich und zu realisie-

ren sei. Der bezüglich Grenzabstand kritische Teil der Rampe in Richtung 

Parzelle 1341 könnte zurückgebaut werden. Die Beschwerdeführerin 1 

kritisiere das im Quartierplan vorgesehene gemeinsame Rampen