# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d23ca64-9cea-57fb-a396-0785cb1d59cb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2010 D-5736/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5736-2010_2010-09-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5736/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...],
unbekannter Herkunft, alias Bhutan,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. August 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5736/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Bhutan im sieb-
ten Altersjahr (1993) verliess und nach Indien gelangte, wo er sich bis  
im November 2007 in D. aufhielt,

dass er am 6. Dezember 2007 von D. aus in die Schweiz gelangte, wo 
er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer am 10. Dezember 2007 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Z._______ summarisch befragt und – nach 
Zuweisung an den Kanton Y._______ für die Dauer des Verfahrens – 
am  25. Februar  2008  im  Rahmen  einer  Direktanhörung  zu  seinen 
Fluchtgründen angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend machte, aus Bhutan (Distrikt X._______) zu stammen,

dass  seine  Eltern  von  Soldaten  mitgenommen worden  seien,  als  er 
sieben Jahre alt gewesen sei,

dass er von einem in Indien lebenden Onkel mütterlicherseits abgeholt 
worden sei,

dass ihm (dem Beschwerdeführer) in Indien der Zugang zu den Schu-
len verwehrt worden sei,

dass er mit  ungefähr 10 Jahren bis zur Ausreise im November 2007 
als Tellerwäscher immer im gleichen Hotel gearbeitet habe,

dass er regelmässig wegen seiner Herkunft geschlagen worden sei,

dass nach dem Tod des Onkels (ca. im Jahr 2006)  seine Tante das 
Haus verkauft habe, um mit dem Erlös die Ausreise des Beschwerde-
führers zu finanzieren,

dass er auf dem Luftweg Indien verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. August 2010 in Anwendung von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur  Begründung des Nichteintretens auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. August 2010 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung, 
die Gewährung einer angemessenen Nachfrist zur Beschwerdeergän-
zung sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragte,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Zwischenverfügung  vom 17.  August 
2010 – eröffnet am 19. August 2010 – mangels erforderlicher Begrün-
dung  zur  Beschwerdeverbesserung  innert  drei  Tagen  ab  Erhalt  der 
Verfügung aufgefordert wurde,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abgewiesen und der Beschwer-
deführer aufgefordert wurde, bis zum 27. August 20010 einen Kosten-
vorschuss zu leisten,

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 21. August 2010 
leistete und die Beschwerdeverbesserung am 23. August 2010 nach-
reichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist 
(vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ Z._______  bzw. in  den  48 Stunden nach 
der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt  eines Informationsblat-
tes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab, nie einen Pass oder eine Identitätskarte besessen zu haben, in 
Indien nie registriert und auf der mit gefälschten Ausweispapieren er-
folgten Reise nach Europa nie kontrolliert worden zu sein,

dass  das  Bundesamt  unter  Verweis  auf  die  Rechtsprechung 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 22) diese Ausführungen des Beschwerdeführers 
zutreffend als unglaubhaft bezeichnete und sie darüber hinaus als Ant -
worten qualifizierte,  die den stereotypen Vorbringen von Gesuchstel-

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lern entsprechen würden, die nicht bereit seien, ihre Identi tät mit Aus-
weispapieren zu belegen,

dass  damit  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  die  es 
dem Beschwerdeführer  verunmöglichen  würden,  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere einzureichen, 

dass das BFM ausserdem festhielt,  dass nebst  den insgesamt karg, 
oberflächlich durchwegs unsubstanziiert und ausweichend ausgefallen 
Ausführungen,  insbesondere  die  Kenntnisse  des  Beschwerdeführers 
zu seinem angeblichen Heimatland völlig unzureichend seien (Anga-
ben zur Amtssprache Bhutans sowie zu seiner Muttersprache und Eth-
nie; Angaben zu Bhutan überhaupt und zur Herkunft der Familie),

dass es ebenfalls mangels Realkennzeichen oder einer persönlichen 
Betroffenheit die Vorbringen des Beschwerdeführers in Bezug auf sei-
nen Aufenthalt in Indien als konstruierte Schilderungen erachtete, die 
nicht  den Eindruck erwecken würden,  er  hätte  das Geschilderte  tat -
sächlich erlebt,

dass die Beschwerde hinsichtlich der Frage der Identitätspapiere kei -
nerlei plausible oder gar überzeugende Einwendungen enthält, zumal 
sich  die  diesbezüglichen  Vorbringen auf  die  blosse  Wiedergabe  des 
festgestellten  respektive  unverändert  gebliebenen  Sachverhalts  be-
schränken,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen – die vorinstanzlichen Er-
wägungen geben zu keinen Beanstandungen Anlass – auf die entspre-
chenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelein-
gabe  nicht  geeignet  sind,  eine  Änderung  des  vorinstanzlichen  Ent-
scheids zu bewirken, 

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dass die unsubstanziierten, teilweise nicht nachvollziehbaren und sich 
in der blossen Wiedergabe des Sachverhalts erschöpfenden Vorbrin-
gen keine stichhaltigen Gründe enthalten, die die vorinstanzliche Argu-
mentation entkräften oder gar beseitigen könnte,

dass  allein  mit  der  Berufung  auf  das  Alter  des  Beschwerdeführers, 
oder dem Verweis auf Wikipedia dessen Unkenntnisse hinsichtlich des 
angeblichen Heimatlandes nicht zu erklären sind,

dass er nicht in der Lage war, Fragen von grundlegendster Bedeutung 
zu seinem angeblichen Heimatstaat und seinem familiären respektive 
verwandtschaftlichen Hintergrund zu beantworten,  wozu auch Perso-
nen – unabhängig ihres Bildungsstands im Alter von sieben Jahren – 
fähig sind, 

dass die  zahlreichen Antworten "weiss nicht"  ein deutliches Zeugnis 
dafür abgeben (vgl. A11/16, S. 4, 5 und 8),

dass die Unwissenheit des Beschwerdeführers hinsichtlich seines an-
geblichen Heimatlands und seiner Familie, insbesondere auch vor dem 
Hintergrund seines relativ engen und langen Beziehungsverhältnisses 
zum  Onkel,  nicht  nur  erstaunt  sondern  schlichtweg  auch  als  nicht 
nachvollziehbar erscheint,

dass ungeachtet  dessen der  Beschwerdeführer  in  Bezug auf  seinen 
angeblichen Heimatstaat (Bhutan) keine asylrechtlich relevanten Ereig-
nisse geltend machte, welche namentlich noch heute andauern wür-
den,

dass in Bezug auf Indien zusammenfassend festzuhalten ist, dass dem 
Beschwerdeführer dort keine ernsthaften Nachteile im Sinne von Art. 3 
AsylG widerfahren sind,

dass er  nämlich Probleme mit  den indischen Behörden ausdrücklich 
verneinte (A1/9, S. 4; A11/16, S. 7 und 9) und die erst anlässlich der 
Bundesanhörung  geltend  gemachten  Nachstellungen  durch  gewisse 
Einheimische insgesamt nicht ein derartiges Ausmass erreichten, als 
dass ihm ein menschenwürdiges Leben an seinem Aufenthaltsort un-
zumutbar erschwert oder gar verunmöglicht worden wäre (vgl. A11/16, 
S. 9), 

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dass gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers vielmehr die in In-
dien misslich empfundenen Lebensumstände massgebend für dessen 
Ausreise gewesen sind, womit aber noch keine individuelle Betrof fen-
heit im Sinne des Asylgesetzes dargetan wird (vgl. A11/16, S. 8), 

dass nähere Hinweise oder Aufschlüsse für eine (asyl-)relevante Ge-
fährdungssituation des Beschwerdeführers – sei es in Indien oder in 
Bhutan – unterbleiben,

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht 
notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass der Antrag um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur ma-
teriellen Beurteilung abzuweisen ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44  Abs. 2  AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze in der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art. 8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 

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(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen 
Herkunftsländern zu forschen,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine lan-
des- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art.  44 
Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 
2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 5 f.),

dass  überdies  der  Vollzug  der  Wegweisung auch  als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die Vorinstanz ih-
rer Pflicht, in Anbetracht des mehr als zweieinhalbjährigen Aufenthal-
tes des Beschwerdeführers eine angemessene Ausreisefrist anzuset-
zen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 27 E. 5.d S. 177),  nachgekom-
men ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem am 
21. August 2010 in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen sind.(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Diese werden mit dem am 21. August 2010 in der gleichen 
Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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