# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05794b50-5039-5e93-8ca4-d30e25e6a37a
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 18.12.2017 608 2016 210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2016-210_2017-12-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2016 210

Urteil vom 18. Dezember 2017

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener, 

Anne-Sophie Peyraud
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Treuhand Cotting AG    

gegen

AUSGLEICHSKASSE DES KANTONS FREIBURG, Vorinstanz     

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragspflicht; Bindung an die 
Meldung der Steuerbehörde)

Beschwerde vom 30. September 2016 gegen den Einspracheentscheid 
vom 1. September 2016

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 7

Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1943, verheiratet, wohnhaft in B.________, war seit dem 
1. Januar 2004 für eine selbständige Nebenerwerbstätigkeit (gewerbsmässiger Immobilienhandel) 
bei der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg (nachfolgend: Ausgleichskasse) angeschlossen.

Nachdem die Ausgleichskasse dem Beitragspflichtigen am 3. Februar 2014 mitgeteilt hatte, dass 
er im Beitragsjahr 2014 keine Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten habe, erliess sie – 
gestützt auf die Meldung der kantonalen Steuerverwaltung vom 28. April 2016 – am 6. Mai 2016 
eine Nachtragsverfügung. Darin setzte sie das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit auf 
CHF 59‘334.- und das investierte Eigenkapital auf CHF 919‘000.- fest, was ein beitragspflichtiges 
Einkommen von gerundet CHF 35‘600.- ergab. Die für das Beitragsjahr 2014 zu entrichtenden 
AHV/IV/EO-Beiträge beliefen sich auf CHF 2‘439.60, die FAK-Beiträge auf CHF 865.20.

Gegen diese Nachtragsverfügung erhob der Beitragspflichtige am 31. Mai 2016 Einsprache. Darin 
machte er geltend, dass er im Jahr 2014 keine selbständige Erwerbstätigkeit ausgeübt habe; 
insbesondere habe er im Jahr 2014 keine Liegenschaftsverkäufe getätigt. Beitragspflichtig sei er 
nur für die Gewinne aus Liegenschaftsverkäufen, nicht jedoch für die Mietzinseinnahmen, da seine 
Vermietungstätigkeit den Rahmen bloss privater Vermögensverwaltung nicht sprenge.

Mit Einspracheentscheid vom 1. September 2016 wies die Ausgleichskasse die erhobene 
Einsprache ab. 

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beitragspflichtige, vertreten durch die 
Treuhand Cotting AG, mit Eingabe vom 30. September 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht 
Freiburg. Er stellt das Begehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und 
das beitragspflichtige Einkommen auf CHF 0.- festzusetzen. In der Begründung der Beschwerde 
wird argumentiert, dass der Beschwerdeführer seit Jahren dieselben Liegenschaften besitze, 
welche immer als Privatvermögen deklariert und besteuert worden seien. Spätestens mit Erreichen 
des Pensionsalters im Jahr 2008 habe er keine neuen Liegenschaften mehr erworben, keine 
zusätzlichen Finanzierungen aufgenommen oder Bauprojekte realisiert. Vielmehr habe sich sein 
Liegenschaftsbesitz auf das reine Halten und Vermieten beschränkt. Eine die blosse Verwaltung 
sprengende Tätigkeit sei nicht erkennbar. Komme hinzu, dass er die Liegenschaften über viele 
Jahre mit privaten Mitteln erworben habe und sie seit Jahren im Privatvermögen halte. Aufgrund 
der in der Vergangenheit erfolgten Liegenschaftsverkäufe habe die Steuerverwaltung des Kantons 
Freiburg die Gewinne und Verluste aus den Liegenschaftsverkäufen als selbständiges 
Erwerbseinkommen taxiert. Dies sei auch der Grund für den entsprechenden Anschluss bei der 
Ausgleichskasse gewesen. Die jährlichen Mietzinseinnahmen seien jedoch (bis ins Jahr 2012) 
stets als Einkünfte aus Privatvermögen erfasst worden. Aus nicht geklärten Gründen habe die 
Steuerverwaltung ab dem Jahr 2013 die Liegenschaften als Geschäftsvermögen qualifiziert. 
Gegen diese Qualifikation habe er – mangels eines direkten steuerlichen Nachteils – keine 
Einsprache erhoben. Im Weiteren habe die Ausgleichskasse die Qualifikation des Einkommens 
ohnehin unabhängig von der Steuermeldung zu beurteilen.

C. Am 26. Oktober 2016 beantragte die Ausgleichskasse, unter Hinweis auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid, die Abweisung der Beschwerde. 

Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt. 

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 7

Erwägungen

1. Über Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler 
Ausgleichskassen entscheidet das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse (Art. 84 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG; SR 831.10]). Im Kanton Freiburg ist das Kantonsgericht sachlich zuständig, über 
Streitigkeiten betreffend die Alters- und Hinterlassenenversicherung zu entscheiden (Art. 89 lit. a 
des kantonalen Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1] i.V.m. Art. 28 lit. b des 
Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Freiburg ist damit gegeben.

Die Beschwerde vom 30. September 2016 gegen den Einspracheentscheid vom 1. September 
2016 ist innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen formrichtig durch den rechtsgültig vertretenen 
Beschwerdeführer erhoben worden. Die Partei- und Prozessfähigkeit des Beschwerdeführers ist 
vorliegend ohne weiteres gegeben, als Verfügungsadressat und Beitragsschuldner hat er 
zweifellos ein schützenswertes Beschwerdeinteresse.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Im Streit liegt die Frage, ob der Beschwerdeführer für die Mietzinseinnahmen, welche er aus 
den von ihm gehaltenen Liegenschaften erzielt, Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten hat.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus 
einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit fliessenden Einkommen. Nach Art. 9 
Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das 
nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbständiges 
Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte 
aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien 
Beruf, sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und 
Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 
direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und 
forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu 
Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Nicht unter den Begriff der 
selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse 
Verwaltung des eigenen Vermögens. Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher 
nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in 
Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits stellen 
Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, 
wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel-)Betrieben, 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem 
Handel beruhen (BGE 141 V 234 E. 4.2).

2.2. Nach der Rechtsprechung gehören beim gewerbsmässigen Liegenschaftshandel nicht nur 
die erzielten Grundstücksgewinne, sondern notwendigerweise auch der während der Besitzdauer 
anfallende Mietertrag zum Einkommen aus gewerbsmässiger Tätigkeit. Denn es kann nicht allein 
die Kaufs- und Verkaufstätigkeit als gewerbsmässig, der Ertrag aus dem Liegenschaftsbesitz aber 
als Ergebnis blosser Vermögensverwaltung betrachtet werden. Dabei ist zu beachten, dass der 

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 7

Grundsatz der parallelen Verabgabung von Vermögensgewinn und Vermögensertrag bei 
Annahme von Geschäftsvermögen zwingend ist und dem Grundsatz vorgeht, dass der 
Beitragspflichtige sich entgegenhalten lassen muss, was er steuerrechtlich vorgekehrt hat (Urteil 
BGer 9C_107/2013 vom 30. Januar 2014 E. 1.2 mit Hinweis; BGE 134 V 250 E. 4.2).

2.3. Art. 17 AHVV führt bei der Umschreibung des Einkommens aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit zu einer Harmonisierung zwischen dem Beitragsrecht der AHV und dem 
Steuerrecht. Soweit das AHVG und die AHVV keine abweichende Regelung enthalten, unterliegen 
grundsätzlich alle steuerbaren Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit auch der 
Beitragspflicht. Gemäss Art. 17 AHVV i.V.m. Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG gelten als 
Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen 
Erwerbstätigkeit dienen. Der Begriff des Geschäftsvermögens setzt sich steuerrechtlich somit aus 
zwei Tatbestandsmerkmalen zusammen, einer selbständigen Erwerbstätigkeit einerseits und dem 
Umstand, dass der fragliche Vermögensgegenstand dieser tatsächlich dient anderseits. Dass 
gleich wie im Steuerrecht auch im AHV-Beitragsrecht eine Verbindung zwischen 
Geschäftsvermögen und selbständiger Erwerbstätigkeit besteht, erhellt namentlich aus Art. 17 
AHVV. Danach unterliegen Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 DBG der Beitragspflicht; 
diese stellen demzufolge Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit dar (BGE 134 V 250 E. 
4.2; Urteil BGer 9C_551/2008 vom 16. Januar 2009 E. 2.2; Urteil BGer 9C_107/2013 vom 30. 
Januar 2014 E. 1.3).

2.4 Zur beitragsrechtlichen Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung (oder 
Gewinnerzielung in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit; BGE 134 V 250 E. 3.1) 
und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung von Liegenschaften hat sich das Bundesgericht im 
unlängst ergangenen Urteil 9C_591/2016 vom 21. März 2017 wie folgt geäussert:

Indizien für eine beitragspflichtige Erwerbstätigkeit würden etwa die (systematische oder 
planmässige) Art und Weise des Vorgehens (aktives, wertvermehrendes Tätigwerden durch 
Parzellierung, Überbauung, Werbung etc., Erwerb in der offenkundigen Absicht, die Liegenschaft 
möglichst rasch mit Gewinn weiterzuverkaufen, Ausnützung der Marktentwicklung), die Häufigkeit 
der Liegenschaftsgeschäfte, deren Finanzierung durch den Einsatz bedeutender fremder Mittel 
oder der Veräusserungserlöse, der enge Zusammenhang mit der (haupt-)beruflichen Tätigkeit des 
Pflichtigen, spezielle Fachkenntnisse und eine kurze Besitzdauer darstellen. Nicht erforderlich für 
die Annahme einer beitragspflichtigen (selbständigen) Erwerbstätigkeit sei dagegen die nach 
aussen sichtbare Teilnahme am Wirtschaftsverkehr.

Keine selbständige Erwerbstätigkeit bzw. kein gewerbsmässiger Immobilienhandel liege 
demgegenüber vor, wenn lediglich das eigene Vermögen verwaltet werde, insbesondere etwa 
durch die Vermietung eigener Liegenschaften. Daran ändere nichts, wenn das Vermögen 
umfangreich sei, professionell verwaltet werde und kaufmännische Bücher geführt würden. 
Überdies liege normalerweise private Vermögensverwaltung vor, wenn der Eigentümer seine 
Liegenschaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbaue, um aus deren Vermietung einen 
Ertrag zu erzielen. Dies gelte – ohne Hinzutreten weiterer Umstände – selbst dann, wenn zur 
Werterhöhung und Erleichterung des Weiterverkaufs Stockwerkeigentumseinheiten begründet 
würden. Allerdings setze dies voraus, dass das Geschäft nicht ausschliesslich mit fremden Mitteln 
finanziert worden sei.

Anzufügen sei desweitern, dass für die Abgrenzung zwischen selbständiger Erwerbstätigkeit und 
Vermögensverwaltung grundsätzlich von der steuerrechtlichen Praxis zur Unterscheidung 
zwischen Privat- und Geschäftsvermögen auszugehen sei. Das Bundesgericht habe dazu 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 7

festgehalten, die Vermietung eigener Liegenschaften gehöre ausgesprochen zur üblichen 
Verwaltung privaten (Anlage-)Vermögens und bei der Annahme, sie sei Gegenstand eines 
geschäftlichen Betriebs – mithin einer (selbständigen) Erwerbstätigkeit –, sei grösste 
Zurückhaltung geboten. Insbesondere seien in dieser Konstellation, also bei der Vermietung von 
Gebäuden und Räumlichkeiten ohne Tätigung von Käufen und Verkäufen, die zum 
Liegenschaftshandel entwickelten Kriterien (vgl. die Ausführungen hiervor) nicht massgebend. Der 
Eigentümer, der seine Liegenschaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbaue, um aus deren 
Vermietung einen Ertrag zu erzielen, verwalte demnach normalerweise privates Vermögen, und 
das Vermieten von Wohnblöcken gelte als Vermögensverwaltung, auch wenn der Vermieter die 
Wohnungen instand halten und nötigenfalls neue Mieter suchen müsse. Diese Rechtsprechung sei 
mit Bezug auf die beitragsrechtliche Beurteilung zu übernehmen.

2.5. Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben (Art. 8 
AHVG). Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und das im Betrieb eingesetzte 
eigene Kapital wird von den kantonalen Steuerbehörden ermittelt und den Ausgleichskassen 
gemeldet (Art. 9 Abs. 3 AHVG). Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die 
Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der 
Steuerbehörden für die Ausgleichskasse und die daraus abgeleitete relative Bindung des 
Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des 
massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung 
betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher nicht die Fragen, ob 
überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder 
unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, 
beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung 
aufgrund des Rechts der Alters- und Hinterlassenenversicherung zu beurteilen, wer für ein von der 
Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c). Das gilt 
namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbestandteils als Privat- oder 
Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da 
steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die 
Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die 
AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf 
Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im 
Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögensgewinn ist 
demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von 
Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen 
können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte 
Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (BGE 134 V 250 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil 
BGer 9C_107/2013 vom 30. Januar 2014 E. 1.4).

3. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Mietzinseinnahmen aus den vom Beschwerdeführer 
gehaltenen Liegenschaften beitragspflichtiges Einkommen aus gewerbsmässiger Tätigkeit 
darstellen. Dabei kann nicht auf die Meldung der Steuerverwaltung abgestellt werden, ist doch 
diese für die beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens nicht massgebend.

3.1 Der Beschwerdeführer ist seit dem Jahr 2004 für eine selbständige Nebenerwerbstätigkeit 
(gewerbsmässiger Immobilienhandel) bei der Ausgleichskasse angeschlossen. Seither hat er        
– gemäss eigenen Angaben – für die Gewinne aus Liegenschaftsverkäufen 
Sozialversicherungsbeiträge entrichtet, was von ihm nicht beanstandet wird. Wenn der 
Beschwerdeführer wiederholt vorbringt, dass er die von ihm gehaltenen Liegenschaften über viele 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 7

Jahre mit privaten Mitteln erworben habe und somit seit Jahren im Privatvermögen halte, so kann 
er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr muss er sich entgegen halten lassen, dass 
er seit spätestens dem Jahr 2004 gewerbsmässigen Handel mit Immobilien betreibt, wofür nicht 
nur der Anschluss bei der Ausgleichskasse als im Nebenerwerb Selbständigerwerbender spricht, 
sondern auch der enge Zusammenhang mit seiner (haupt-)beruflichen Tätigkeit (der 
Beschwerdeführer ist ausgebildeter Schreiner und früherer Schreinereibesitzer und arbeitete 
zuletzt als Präsident und Verwaltungsratsmitglied der C.________ AG sowie der D.________ AG) 
sowie seine speziellen Fachkenntnisse und Kontakte in der Bau- und Immobilienbranche. Kommt 
hinzu, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit die von ihm gehaltenen Immobilien nicht 
nur vermietete, sondern damit Handel betrieb, indem er die Liegenschaften kaufte und wieder 
verkaufte. Auch dies wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten.

Im Jahr 2008 wurde der Beschwerdeführer pensioniert. Im gleichen Jahr gründete er, zusammen 
mit seiner Ehefrau, die E.________ GmbH, deren Zweck im Kauf, Verkauf, der Promotion und 
Verwaltung von Immobilien und Grundstücken besteht. Diese E.________ GmbH hat im Jahr 2011 
die D.________ AG übernommen, eine Gesellschaft, deren Zweck im Erwerb von Grundstücken, 
deren Überbauung, Betrieb und teilweiser oder ganzer Veräusserung bestand und deren Präsident 
und Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführer bis zu seiner Pensionierung war. Damit ist 
auch gleich die Argumentation des Beschwerdeführers widerlegt, er sei seit seiner Pensionierung 
keiner unternehmerischen Tätigkeit nachgegangen und sein Liegenschaftsbesitz habe sich auf das 
reine Halten und Vermieten beschränkt. Auch wenn der Beschwerdeführer im vorliegend zu 
beurteilenden Jahr 2014 keine Liegenschaftsverkäufe getätigt haben will, so muss er sich 
anrechnen lassen, dass er ohne jeglichen Zweifel auch nach seiner Pensionierung ein 
unternehmerisches Verhalten an den Tag legt, neue Gesellschaften gründet, bestehende 
Gesellschaften übernimmt und – offenbar planmässig und systematisch – die von ihm seit Jahren 
gehaltenen Liegenschaften verkauft, um seine Nachlassaufteilung zu erleichtern (dies zuletzt im 
Jahr 2013). Unter diesen Umständen kann keine Rede davon sein, dass sich seine Tätigkeit 
lediglich auf die Vermietung seiner Liegenschaften und damit Verwaltung seines Vermögens 
beschränkt. Vielmehr ist auch für die Zeit nach seiner Pensionierung von einer gewerbsmässigen 
Tätigkeit im Immobiliengeschäft auszugehen, mit welcher der Beschwerdeführer zusätzliches 
Einkommen erzielt und damit seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht, weshalb die von ihm 
gehaltenen Liegenschaften – mit Ausnahme der selbst bewohnten – ohne Weiteres dem 
Geschäftsvermögen zuzuordnen sind.

Daran mag auch der vom Beschwerdeführer ins Recht gelegte Entscheid vom 1. Oktober 2013 der 
Finanzdirektion Freiburg betreffend Befreiung von den Handänderungssteuern nichts zu ändern; 
dies umso mehr, als sich die Finanzdirektion in diesem Entscheid mit der Frage, ob die 
Liegenschaften des Beschwerdeführers dem Privat- oder Geschäftsvermögen zuzuordnen sind, 
nicht auseinandersetzte, sondern auf die Angaben des Beschwerdeführers abstellte.

3.2 Beim gewerbsmässigen Liegenschaftshandel gehören nicht nur die erzielten 
Grundstücksgewinne, sondern notwendigerweise auch der während der Besitzdauer anfallende 
Mietertrag zum Einkommen aus gewerbsmässiger Tätigkeit (Grundsatz der parallelen 
Verabgabung von Vermögensgewinn und Vermögensertrag). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, 
dass die Ausgleichskasse die von der Steuerverwaltung gemeldeten Mietzinseinnahmen bei der 
Festsetzung des beitragspflichtigen Einkommens berücksichtigt hat.

Daran vermag auch die Tatsache nichts zu ändern, dass die jährlichen Mietzinseinnahmen bis ins 
Jahr 2012 als Einkünfte aus Privatvermögen erfasst wurden, weshalb dem Beschwerdeführer für 
den Vermögensertrag – im Gegensatz zum Vermögensgewinn – bislang keine 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 7

Sozialversicherungsbeiträge in Rechnung gestellt wurden. Diesbezüglich ist der Beschwerdeführer 
darauf hinzuweisen, dass die Sozialversicherungsbeiträge jeweils für eine einzelne 
Beitragsperiode festgesetzt werden, wobei die einzelnen beitragsrelevanten Elemente nicht für 
künftige Beitragsperioden verbindlich sind. Ein für eine bestimmte Periode getroffener Entscheid 
verbietet daher nicht, eine Liegenschaft, die in einer vergangenen Periode dem Privatvermögen 
zugeordnet wurde, in einer folgenden Veranlagung unter Berücksichtigung der tatsächlichen 
Verhältnisse als Geschäftsvermögen zu qualifizieren (vgl. Urteil BGer 9C_551/2008 vom 16. 
Januar 2009 E. 3.1 mit Hinweisen).

3.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die vorliegende Beschwerde als unbegründet 
erweist.

Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen und der angefochtene Einspracheentscheid vom 1. 
September 2016 zu bestätigen.

4. Aufgrund des hier zur Anwendung kommenden Grundsatzes der Kostenlosigkeit des 
Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben.

Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 18. Dezember 2017/dki

Präsident Gerichtsschreiberin