# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 202bbb45-7425-550a-a0b1-e5f54a7e99b3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 28.03.2025 V 2024 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2024-37_2025-03-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: MLaw Patrick Trütsch, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter, lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiberin: MLaw Jacqueline Kalt

U R T E I L  vom 28. März 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug, Regierungsgebäude, 6301 Zug 
Beschwerdegegner 

betreffend

Schulgeldübernahme 
(Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung der Beschwerdefrist)

V 2024 37

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Urteil V 2024 37

A. Anlässlich der Sitzung des Gemeinderats Steinhausen vom 12. April 2021 (Be-
schluss Nr. 2021-69) beschloss dieser in teilweiser Gutheissung des Gesuchs von 
A.________ die Schulkosten für deren Tochter, B.________, für den Besuch des 
C.________ für das Schuljahr 2020/2021 (1. August 2020 – 31. Juli 2021) durch die Ge-
meinde Steinhausen zu tragen. Die rückwirkende Übernahme der Schulkosten von 
B.________ durch die Gemeinde Steinhausen für den Besuch des C.________ im Zeit-
raum November 2019 – Juli 2020 (Schuljahr 2019/2020) lehnte der Gemeinderat im sel-
ben Beschluss ab (RR-act. 1.01). Mit Datum vom 24. Februar 2023 reichte A.________ 
beim Gemeinderat Steinhausen eine Beschwerde mit dem Titel "Rückwirkende Verwal-
tungsbeschwerde aufgrund Rechtsmissbrauch / Willkür" gegen den Beschluss Nr. 2021-69 
des Gemeinderats Steinhausen vom 12. April 2021 (nachfolgend: Beschluss Nr. 2021-69) 
ein (RR-act. 1.08). Der Gemeinderat Steinhausen nahm die Beschwerde als Gesuch um 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist im Sinne von § 11 Abs. 3 VRG entgegen und leite-
te dieses zuständigkeitshalber gemäss § 7 Abs. 2 VRG an den Regierungsrat des Kantons 
Zug weiter (RR-act. 1).

Mit Beschluss des Regierungsrats des Kantons Zug (nachfolgend: Vorinstanz) vom 
12. März 2024 wies dieser das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ab (BF-
act. 1).

B. Mit Schreiben vom 5. April 2024 erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rerin) Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Beschluss des Regierungsrats vom 12. 
März 2024 und beantragte sinngemäss die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids 
und die Gutheissung ihres Gesuchs um Wiederherstellung der Beschwerdefrist (act. 1). 

C. Den Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– bezahlte die Beschwerdeführerin fristge-
recht (act. 2 f.).

D. Der Gemeinderat Steinhausen verzichtete mit Schreiben vom 7. Mai 2024 auf eine 
Stellungnahme (act. 5).

E. Die Direktion für Bildung und Kultur beantragte am 14. Juni 2024 namens des Re-
gierungsrats, die Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin voll-
umfänglich abzuweisen (act. 7).

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungs-
sachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsent-
scheide des Regierungsrats die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit 
die Gesetzgebung den Weiterzug nicht ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Aus-
schluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und entspricht 
den formellen Anforderungen gemäss § 65 VRG. Die Beschwerdeführerin hat am Verwal-
tungsbeschwerdeverfahren teilgenommen. Die Beschwerdeführerin ist durch den ange-
fochtenen Entscheid, mit welchem ihre Beschwerde beim Regierungsrat abgewiesen wur-
de, besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Ände-
rung des Entscheids (§ 62 Abs. 1 lit. b und c VRG). Die Verwaltungsgerichtsgerichtbe-
schwerde ist daher zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des
Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt wer-
den. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines Rechts-
satzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder die 
Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen Verfahrensvorschrift 
sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt werden kann die unrichtige 
Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

2.
2.1 Die Beschwerdeführerin beantragt vorliegend sinngemäss, den vorinstanzlichen 
Entscheid aufzuheben und ihr die Beschwerdefrist für den Beschluss Nr. 2021-69 wieder-
herzustellen. Der Beschluss Nr. 2021-69 wurde am 14. April 2021 versandt. Gegen diesen 
konnte innerhalb von 20 Tagen Beschwerde bei der Vorinstanz erhoben werden. Die Be-
schwerdeführerin hat die 20-tägige Beschwerdefrist unbenutzt verstreichen lassen und 
möchte nun rund zwei Jahre später doch noch Beschwerde führen. Die Vorinstanz hat ihr 
Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist abgelehnt. Gegen diesen Entscheid 
hat die Beschwerdeführerin die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde ergriffen. Es 

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ist deshalb nachfolgend zu prüfen, ob vorliegend die Voraussetzungen zur Wiederherstel-
lung der Beschwerdefrist erfüllt sind.

2.2 Eine versäumte Frist kann wiederhergestellt werden, wenn der Gesuchsteller oder 
sein Vertreter unverschuldet abgehalten wurde, innert der Frist zu handeln, und er binnen 
zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses ein begründetes Gesuch um Wiederherstel-
lung einreicht (§ 11 Abs. 3 VRG). Ein Hindernis gilt als weggefallen, sobald es der betrof-
fenen Person objektiv und subjektiv möglich ist, selbst tätig zu werden oder eine Drittper-
son mit der Interessenwahrung zu betrauen. Das Gesetz lässt die Wiederherstellung nur 
zu, wenn weder der Partei noch ihrer Vertretung ein Vorwurf gemacht werden kann. Ent-
sprechend dem Wortlaut von § 11 Abs. 3 VRG steht bereits ein leichtes Verschulden der 
Wiederherstellung entgegen. Ein Grund, der die Wiederherstellung einer Frist rechtfertigen 
könnte, ist nicht leichthin anzunehmen. Die strenge Praxis rechtfertigt sich aus Gründen 
der Rechtssicherheit und der Verfahrensdisziplin. Ein fehlendes Verschulden ist zu beja-
hen, wenn es der säumigen Person trotz Anwendung der üblichen Sorgfalt objektiv un-
möglich oder subjektiv nicht zumutbar ist, die fristgebundene Rechtshandlung rechtzeitig 
vorzunehmen (zum Ganzen VGer ZG V 2016 55 vom 26. September 2016, in: GVP 2016 
15, E. 3d mit zahlreichen Hinweisen). Dabei liegt es bei der säumigen Partei, die Säum-
nisgründe sowie die Einhaltung der zehntätigen Frist zur Gesuchseinreichung vollständig 
und genau darzustellen. Fehlt eine diesbezügliche Sachverhaltsdarstellung, hat die ent-
scheidende Behörde weder eine amtliche Untersuchung über die relevanten Tatsachen 
durchzuführen noch der säumigen Partei eine Frist zur Verbesserung des Gesuchs anzu-
setzen (vgl. Kaspar Plüss, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kan-
tons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 12 N 88).

Die Gründe, welche die Wiederherstellung einer Frist rechtfertigen, können sowohl objek-
tiver als auch subjektiver Natur sein. Waren der Gesuchsteller bzw. sein Vertreter wegen 
eines von ihrem Willen unabhängigen Umstandes verhindert, zeitgerecht zu handeln, liegt 
objektive Unmöglichkeit vor. Subjektive Unmöglichkeit wird angenommen, wenn zwar die 
Vornahme einer Handlung objektiv betrachtet möglich gewesen wäre, der Betroffene aber 
durch besondere Umstände, die er nicht zu verantworten hat, am Handeln gehindert wor-
den ist (BGer 5G_1/2013 vom 21. März 2013 E. 2).

2.3 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde diverse Ausführungen, die 
sich auf die Vorgeschichte oder den Inhalt des Beschlusses Nr. 2021-69 beziehen (act. 1). 

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Diese Ausführungen sind für die Beurteilung des Gesuchs um Wiederherstellung der Be-
schwerdefrist nicht relevant, weshalb darauf nicht näher eingegangen wird. 

Ferner sieht die Beschwerdeführerin in der Weiterleitung der Beschwerde vom Gemeinde-
rat Steinhausen an den Regierungsrat des Kantons Zug einen "strategischen Zug" des 
Gemeinderats Steinhausen und wirft in diesem Zusammenhang die Ausstandsthematik 
auf (act. 1, S. 2 Abs. 5). Mit der Weiterleitung der Beschwerde durch den Gemeinderat 
Steinhausen mangels eigener Zuständigkeit kommt dieser, entgegen der Annahme der 
Beschwerdeführerin, lediglich seiner gesetzlich verankerten Pflicht nach, die Beschwerde 
von Amtes wegen und unter Mitteilung an die Absenderin an die zuständige Behörde wei-
terzuleiten (§ 7 Abs. 1 VRG). Dabei kommt dem Gemeinderat Steinhausen kein Ermessen 
zu. Die Weiterleitung der Beschwerde aus strategischen Gründen fällt deshalb ausser Be-
tracht. Die Befassung mit dem Gesuch um Wiederherstellung der Frist erfolgt durch die Di-
rektion für Bildung und Kultur auf der Grundlage gesetzlicher Bestimmungen. Die Tatsa-
che, dass diese Direktion in der Vergangenheit bereits mit anderen Ansprüchen der Be-
schwerdeführerin im Zusammenhang mit der Beschulung ihrer Tochter befasst war, führt 
nicht zu einer Befangenheit und bildet daher auch keinen Ausstandsgrund.

Weiter macht die Beschwerdeführerin diverse Ausführungen, welche den Ablauf des Ver-
waltungsbeschwerdeverfahrens beim Regierungsrat betreffen (act. 1). Auf die Beurteilung 
der Wiederherstellung der Frist haben diese Ausführungen keinen Einfluss. Dabei handelt 
es sich um Vorgänge, welche nach Stellung des Gesuchs um Wiederherstellung der Be-
schwerdefrist stattgefunden haben, weshalb ausgeschlossen werden kann, dass diese im 
Zusammenhang mit den Wiederherstellungsgründen von § 11 Abs. 3 VRG stehen. Aus-
führungen diesbezüglich erübrigen sich deshalb ebenfalls.

2.4 In Bezug auf das Fristwiederherstellungsgesuch macht die Beschwerdeführerin 
sinngemäss folgende Ausführungen: Sie hätte sich sehr darüber gefreut, dass die Ge-
meinde Steinhausen für das Schuljahr 2020/2021 (vom 1. August 2020 bis zum 31. Juli 
2021) die Schulkosten ihrer Tochter für den Besuch des C.________ übernommen hat. 
Damit hätte die Familie eine wichtige Hürde genommen und es habe zunächst eine Phase 
der Ruhe einkehren müssen. Zudem hätte sie zu diesem Zeitpunkt ein Gefühl der Ohn-
macht gehabt und sei innerhalb der Frist nicht in der Lage gewesen, auf die Ablehnung 
der rückwirkenden Übernahme der Schulkosten ihrer Tochter durch die Gemeinde Stein-
hausen für den Besuch des C.________ im Zeitraum von November 2019 bis Juli 2020 
(Schuljahr 2019/2020) zu reagieren resp. dagegen die Beschwerde zu ergreifen. Ferner 

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habe sie im Rahmen der Aufarbeitung der Thematik rund um die Beschulung ihrer Tochter 
von einer Aktennotiz über ein Telefongespräch der Abteilung Soziales und Gesundheit der 
Gemeinde Steinhausen mit dem (damaligen) Leiter des Schulpsychologischen Dienstes 
vom 4. November 2020, in welchem die Beschulung ihrer Tochter thematisiert wurde, er-
fahren (RR-act. 3.11). Im Rahmen dieser Aufarbeitung hätte sie sich zudem juristisch be-
raten lassen. Daraufhin hätte sie erkannt, dass der Beschluss Nr. 2021-69 willkürlich sei. 
Die Dimension der Willkür und die rechtlichen Auswirkungen hätte sie dann erst ab Anfang 
2023 vollständig erfassen können. Diese Erkenntnis habe den Ausschlag dazu gegeben, 
gegen den Beschluss Nr. 2021-69 Beschwerde zu führen resp. die Wiederherstellung der 
Beschwerdefrist zu beantragen (act. 1, S. 4, letzter Absatz, S. 5, erster Absatz). 

2.5 Die Beschwerdeführerin bringt keine Gründe vor, weshalb es ihr objektiv nicht 
möglich gewesen wäre, innerhalb der Beschwerdefrist die Verwaltungsbeschwerde zu er-
greifen. Derartige Gründe sind auch den Akten nicht zu entnehmen. Es ist deshalb nach-
folgend zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin die Beschwerdefrist aufgrund subjektiver 
Gründe nicht hatte einhalten können. Die subjektiv bedingte Unmöglichkeit zu handeln ist 
dadurch gekennzeichnet, dass der Handlungspflichtige untätig bleibt, weil er die Situation 
bezüglich Fristenlauf zufolge eines Irrtums oder aufgrund mangelnder Kenntnisse, wobei 
blosse Rechtsunkenntnis grundsätzlich nicht genügt, nicht richtig einzuschätzen vermag 
(vgl. dazu Stefan Vogel in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 
[hiernach: Kommentar VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 24 N 13). Dieses Untätigbleiben ist nur 
dann entschuldbar bzw. begründet nur dann die Wiederherstellung einer verpassten Frist, 
wenn der Pflichtige die nach Treu und Glauben zumutbare Aufmerksamkeit angewandt 
hatte (vgl. dazu Stefan Vogel, a.a.O., Art. 24 N 12). 

Hinsichtlich des von der Beschwerdeführerin angeführten Ohnmachtsgefühls und Ruhe-
bedürfnisses nach Erhalt des Beschlusses Nr. 2021-69 ist Folgendes festzuhalten: Der 
Beschwerdeführerin kann nicht abgesprochen werden, dass sie nach Erhalt des Be-
schlusses Nr. 2021-69 ein Bedürfnis nach Ruhe hatte und sich bis zu einem gewissen 
Grad hilflos bzw. ohnmächtig gefühlt hat. Diese Umstände waren indessen nicht geeignet, 
sie daran zu hindern, einer Drittperson, namentlich einem Rechtsvertreter, die Angelegen-
heit zu übergeben und sie mit der Wahrung ihrer Rechte zu betrauen. Ein Rechtsvertreter 
hätte der Beschwerdeführerin über das Gefühl der Hilflosigkeit bzw. das von ihr beschrie-
bene Gefühl der Ohnmacht hinweghelfen können. Überdies hätte sie während der Dauer 
der Beschwerdefrist lediglich dem Rechtsvertreter den Beschluss Nr. 2021-69 aushändi-
gen müssen, damit dieser in einem ersten und wichtigen Schritt für die Wahrung der Be-

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schwerdefrist besorgt sein kann. Die von der Beschwerdeführerin skizzierte Situation stellt 
aus den vorstehend dargelegten Gründen daher kein Hindernis im Sinne von 
§ 11 Abs. 3 VRG dar und rechtfertigt keine Wiederherstellung der Beschwerdefrist. Hinzu 
kommt, dass sich die Beschwerdeführerin in diversen E-Mails im Frühjahr 2021 zum Be-
schluss Nr. 2021-69 der Gemeinde Steinhausen geäussert hat (RR-act. 1.02). Im E-Mail 
vom 25. April 2021 – und damit während der laufenden Beschwerdefrist – tat die Be-
schwerdeführerin ihren Unmut über das Vorgehen der Gemeinde Steinhausen in diesem 
Zusammenhang kund. Die Beschwerdeführerin war also offensichtlich während der lau-
fenden Beschwerdefrist in der Lage, sich sogar materiell zum Beschluss Nr. 2021-69 zu 
äussern. Umso mehr wäre es ihr auch möglich gewesen, einen Rechtsvertreter mit der 
Wahrung ihrer Rechte zu betrauen. Im Übrigen ist auf den vorinstanzlichen Entscheid zu 
verweisen, wonach die Vorbringen der Beschwerdeführerin, insbesondere aufgrund der 
vorstehend zitierten E-Mail, in den Akten keine Stütze finden.

Die Argumentation der Beschwerdeführerin, dass sie erst zu einem späteren Zeitpunkt er-
kannte, dass der Beschluss Nr. 2021-69 willkürlich zustande gekommen sei bzw. die 
rechtlichen Auswirkungen desselben erst zu diesem Zeitpunkt vollumfänglich habe begrei-
fen können, steht im Widerspruch dazu, dass sie während der laufenden Beschwerdefrist 
angab, nicht in der Lage gewesen zu sein, eine Beschwerde zu ergreifen. Es ist jedenfalls 
nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin ausführt, sie hätte nicht innerhalb der 
Beschwerdefrist eine Beschwerde einreichen können, wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch 
gar keinen Grund sah, eine Beschwerde einzureichen. Selbst wenn die Beschwerdeführe-
rin erst zu einem späteren Zeitpunkt und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist von 
Gründen für die Erhebung einer Beschwerde erfuhr, ist Folgendes festzuhalten: Diesfalls 
wäre das angeführte Ohnmachtsgefühl sowie das Bedürfnis nach Ruhe die Begründung 
für die späte Inanspruchnahme rechtlicher Beratung zur Klärung der Angelegenheit und 
dem Gesuch zur Wiederherstellung der Beschwerdefrist. Dies sind aber, wie bereits vor-
stehend ausgeführt, keine Hinderungsgründe im Sinne von § 11 Abs. 3 VRG und rechtfer-
tigen aus diesem Grund auch kein Zuwarten mit der Aufarbeitung und dem Beizug von 
rechtlicher Beratung. Hinzu kommt, dass sich die Beschwerdeführerin – selbst nach Rück-
frage der Vorinstanz (RR-act. 6) – nicht dazu geäussert hat, zu welchem Zeitpunkt die 
Aufarbeitung und die juristische Beratung stattgefunden haben bzw. zu welchem Zeitpunkt 
genau sie die Erkenntnisse hinsichtlich Willkür und rechtlicher Auswirkungen hatte. Die 
Beschwerdeführerin spezifiziert insbesondere nicht, zu welchem Zeitpunkt sie von der Ak-
tennotiz erfahren hat. Entsprechend ist den Ausführungen auch nicht zu entnehmen, dass 
sie innerhalb der Frist von zehn Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrunds das Gesuch 

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um Wiederherstellung der Frist gestellt hätte. Sie äussert sich in ihrer Beschwerde ledig-
lich dahingehend, dass sie die Dimensionen der Willkür und die rechtlichen Auswirkungen 
erst ab Anfang 2023 im Zuge der Aufarbeitung und auf Hinweis einer Juristin erfassen 
konnte (act. 1, S. 5, erster Absatz). Die vagen Angaben lassen keine Beurteilung zu, ob 
vorliegend die Frist gemäss § 11 Abs. 3 VRG von zehn Tagen mit der Einreichung der Be-
schwerde am 24. Februar 2023 eingehalten wurde. Den Verfahrensakten ist sodann eben-
falls nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin fristgerecht gehandelt hätte. Da 
der Beschwerdeführerin für diese Tatsache die Beweislast zukommt, trägt sie die Folgen 
der Beweislosigkeit. Entsprechend wäre auch aufgrund der nicht nachgewiesenen Einhal-
tung der Zehntagesfrist die Beschwerde abzuweisen. Letztlich ist der Vollständigkeit hal-
ber festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft darzulegen vermag, inwie-
fern sie die rechtlichen Auswirkungen, sprich die Ablehnung der rückwirkenden Übernah-
me der Schulkosten ihrer Tochter durch die Gemeinde Steinhausen für den Besuch des 
C.________ im Zeitraum von November 2019 bis Juli 2020 (Schuljahr 2019/2020), 
während der laufenden Beschwerdefrist nicht erkannt hätte. In der E-Mail der Beschwer-
deführerin vom 25. April 2021 an diverse Mitarbeitende der Gemeinde Steinhausen (RR-
act. 1.02) bringt sie deutlich zum Ausdruck, dass ihr bewusst war, dass sie für die Schul-
kosten ihrer Tochter für den Besuch des C.________ im Zeitraum von November 2019 bis 
Juli 2020 (Schuljahr 2019/2020) selbst aufkommen muss. 

3. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist festzuhalten, dass keine Gründe für 
die Wiederherstellung der Beschwerdefrist gegeben sind. Selbst wenn derartige Gründe 
vorliegen würden, versäumt es die Beschwerdeführerin, nachzuweisen, dass sie die Frist 
von zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses zur Stellung des begründeten Gesuchs 
um Wiederherstellung der Frist im Sinne von § 11 Abs. 3 VRG eingehalten hätte. Aufgrund 
der auf diesen Sachverhalt anzuwendenden Beweislastverteilung trägt die Beschwerde-
führerin die Folgen der Beweislast und folglich auch der Beweislosigkeit. Die Beschwerde 
ist deshalb vollumfänglich abzuweisen. 

4.
4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerdeführerin 
gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG kostenpflichtig. Die Spruchgebühr wird auf Fr. 1'000.– 
festgesetzt und in dieser Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

4.2 Dem in seinem amtlichen Wirkungsbereich tätigen Regierungsrat und Gemeinde-
rat wird gestützt auf § 28 Abs. 2a VRG keine Parteientschädigung zugesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'000.– auferlegt, welche 
in dieser Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an den Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach), an den Gemeinderat Steinhau-
sen und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug.

Zug, 28. März 2025

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am