# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b078cb6-3cad-5912-923d-8817fe8cf160
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.09.2025 S 2025 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2025-51_2025-09-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 19. September 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch den Rechtsdienst der 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Baarerstrasse 131, Postfach, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2025 51

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Urteil S 2025 51

A.
A.a Der 1980 geborene Versicherte, A.________, meldete sich am 13. Mai 2024 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Zug (RAV) zur öffentlichen Arbeitsvermittlung an 
(AWA pag. 8). Am 17. Mai 2024 (Datum des Eingangs bei der Verwaltung) stellte er einen 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 11. Mai 2024 (AWA pag. 10). 

A.b Mit Schreiben vom 4. Dezember 2024 lud ihn sein neuer RAV-Berater zu einem 
Beratungsgespräch am 3. Februar 2025 ein (AWA pag. 196). Nachdem der Versicherte 
nicht zum Gespräch erschienen war, setzte das RAV ihn darüber in Kenntnis, dass dies al-
lenfalls eine Taggeldkürzung zur Folge haben könnte, und gab ihm Gelegenheit, zum 
Sachverhalt Stellung zu nehmen (AWA pag. 195). Am 6. Februar 2025 wandte sich 
A.________ per E-Mail an den RAV-Berater, wobei er im Wesentlichen ausführte, er habe 
seine ehemalige RAV-Beraterin so verstanden, dass er nicht zum Termin erscheinen 
müsse, wenn er bei der Arbeit sei (AWA pag. 197). Mit Verfügung vom 20. Februar 2025 
stellte das AWA den Versicherten aufgrund der (wiederholten) Nichtbefolgung einer amtli-
chen Weisung im Umfang von 12 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein (AWA pag. 192 
f.). Die dagegen erhobene Einsprache, worin A.________ im Wesentlichen geltend mach-
te, er sei am 3. Februar 2025 krank gewesen (AWA pag. 89 f.), wies das AWA mit Ein-
spracheentscheid vom 9. April 2025 ab (BF-act. 4).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 5. Mai 2025 (Datum Poststempel) bean-
tragte A.________ sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids resp. eventuali-
ter dessen Abänderung insofern, als er maximal im Umfang von sechs Tagen in der An-
spruchsberechtigung einzustellen sei (act. 1). 

C. Das AWA schloss vernehmlassend (mit Verweis auf den Einspracheentscheid) auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 6). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-
lversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfü-
gungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden, 

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wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 
versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle ist 
in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desselben Kantons zu-
ständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Ver-
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIV; SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs.1 ATSG). Im Kanton 
Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem 
Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungs-
sachen [Verwaltungsrechtspflegegesetzes, VRG; BGS 162.1]). Der angefochtene Ein-
spracheentscheid wurde vom AWA erlassen, weshalb das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. 
Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 9. April 2025 wurde am 5. Mai 2025 
der Schweizerischen Post übergeben und somit rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerde-
führer ist durch die Einstellung direkt betroffen und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerde enthält verständliche Anträge und eine Begründung. Auf sie ist folglich einzu-
treten. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11). 

2.
2.1 In Art. 8 AVIG werden die Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung aufgezählt. Als eine dieser Anspruchsvoraussetzungen nennt Art. 8 Abs. 1 
lit. g AVIG die Erfüllung der Kontrollvorschriften. Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versi-
cherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zu-
ständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden 
oder zu verkürzen. Daneben muss sie sich nach Art. 17 Abs. 2 AVIG möglichst frühzeitig, 
spätestens jedoch am ersten Tag, für den sie Arbeitslosenentschädigung beansprucht, 
persönlich zur Arbeitsvermittlung anmelden und von da an die Kontrollvorschriften des 
Bundesrates befolgen. In Art. 17 Abs. 3 AVIG hält der Gesetzgeber fest, dass die versi-
cherte Person auf Weisungen des zuständigen Amtes an arbeitsmarktlichen Massnah-
men, die ihre Vermittlungsfähigkeit fördern (lit. a), an Beratungsgesprächen und Informati-
onsveranstaltungen sowie an Fachberatungsgesprächen nach Abs. 5 teilzunehmen (lit. b) 
und die Unterlagen für die Beurteilung ihrer Vermittlungsfähigkeit oder der Zumutbarkeit 
einer Arbeit zu liefern hat (lit. c).

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2.2 Artikel 21 AVIV konkretisiert Art. 17 AVIG insoweit, als die zuständige Amtsstelle 
mit der versicherten Person in angemessenen Zeitabständen, jedoch mindestens alle zwei 
Monate, Beratungs- und Kontrollgespräche führt, wobei die Vermittlungsfähigkeit und der 
Umfang des anrechenbaren Arbeitsausfalls überprüft werden (Abs. 1). Die versicherte 
Person hat sicherzustellen, dass sie innerhalb eines Arbeitstages von dieser Amtsstelle er-
reicht werden kann (Abs. 3). Das RAV hat sich mit der versicherten Person abzusprechen, 
wie diese innert Tagesfrist erreicht werden kann. Die Art und Weise der Erreichbarkeit ist 
situationsgerecht festzulegen; im Vordergrund steht hier die Erreichbarkeit per E-Mail oder 
Telefon (vgl. Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschädigung des Staatssekretariates 
für Wirtschaft [AVIG-Praxis ALE] B342; vgl. auch EVG C 171/05 vom 16. September 
2005).

2.3 Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherten eine Ver-
schiebung des Beratungs- und Kontrollgesprächs gestattet wird, sofern sie nachweisen, 
dass sie am vereinbarten Termin infolge eines zwingenden Ereignisses, namentlich einer 
Stellenbewerbung, verhindert sind (Art. 25 lit. d AVIV). 

2.4 Die versicherte Person, welche die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der 
zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich eine zumutbare Arbeit nicht annimmt 
oder eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne entschuldbaren Grund nicht antritt, abbricht 
oder deren Durchführung oder Zweck durch sein Verhalten beeinträchtigt oder verunmög-
licht, ist in der Anspruchsberechtigung einzustellen (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG hat nicht den 
Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, sondern denjenigen einer verwaltungs-
rechtlichen Sanktion mit dem Zweck, im Sinne der Solidarität unter den Versicherten eine 
missbräuchliche Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu verhindern. Als solche 
kann sie ungeachtet der Regel von Art. 49 (aArt. 68) StGB wiederholt verfügt werden 
(BGE 123 V 150 E. 1c; BGer 8C_477/2022 vom 14. Juni 2023 E. 6.2.2; 8C_211/2022 vom 
7. September 2022 E. 4.3.1). Die versicherte Person soll dabei am Schaden, den sie 
durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat 
kausal verursacht hat, angemessen mitbeteiligt werden (BGE 122 V 34 E. 4c/aa). Be-
stimmte Verhaltensweisen werden jedoch bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein 
Schadensrisiko in sich bergen, wie insbesondere unzureichende Arbeitsbemühungen oder 
die Nichtbefolgung von Weisungen (Art. 30 Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse Einstel-
lungstatbestände sind also (auch) ein Instrument der Abwendung oder Minderung drohen-

https://www.swisslex.ch/doc/unknown/12716c66-b123-44f5-9103-d11f6d5eb0a5/citeddoc/ab09c66d-bf82-4835-a769-7447a1d6488d/source/document-link

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den Schadens, indem sie – neben dem "generalpräventiven" Schutz der Arbeitslosenver-
sicherung vor missbräuchlichen Verhaltensweisen – der vorbeugenden Verhaltenssteue-
rung im Einzelfall dienen, so etwa der Intensivierung unzureichender Arbeitsbemühungen 
oder der verbesserten Wahrnehmung administrativer Mitwirkungspflichten durch die versi-
cherte Person (vgl. Gerhard Gerhards, in: Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsge-
setz [AVIG], 1987, Art. 30 Rz. 2; EVG C 134/06 vom 19. September 2006 E. 2.2.1 mit 
Hinweisen).

2.5 Das Einhalten der Termine für die Beratungs- und Kontrollgespräche gehört zu 
den elementaren Pflichten des Versicherten. Es darf ohne weiteres erwartet werden, dass 
sich der Versicherte der Wichtigkeit solcher Termine bewusst ist und sich auch dement-
sprechend verhält. Es darf von einem Versicherten also erwartet werden, dass er die Ter-
mine für die Beratungs- bzw. Kontrollgespräche genau einhält, zumal ihm diese jeweils ei-
nige Zeit im Voraus angekündigt werden, was eine entsprechende Disposition ermöglicht. 
An entschuldbare Gründe für ein Verpassen des Termins werden strenge Voraussetzun-
gen geknüpft. Es werden Gründe anerkannt, die im Bereich der höheren Gewalt, Krankheit 
oder Unfall liegen. Nach der Rechtsprechung liegt ein zu sanktionierendes Verhalten ins-
besondere dann vor, wenn ein Termin aus Gleichgültigkeit und Desinteresse verpasst 
wurde, nicht aber, wenn ein Versicherter den Termin irrtümlich oder zufolge einer Unauf-
merksamkeit nicht eingehalten hat und durch sein (verspätetes) Erscheinen gezeigt hat, 
dass er das vereinbarte Gespräch im RAV ernst nehme (EVG C 112/04 vom 1. Oktober 
2004 E. 2). Entsprechend stellt aber auch das Versäumen eines Termins für ein Bera-
tungs- und Kontrollgespräch aus Vergesslichkeit – ohne sich sofort nach Erkennen des 
Versäumnisses, sondern erst auf Aufforderung zur Rechtfertigung hin zu entschuldigen – 
ein sanktionswürdiges Verhalten dar (AVIG-Praxis ALE B363).

2.6 Im Sozialversicherungsrecht gilt die überwiegende Wahrscheinlichkeit als das Re-
gelbeweismass (vgl. BGE 150 II 321 E. 3.6.3 mit zahlreichen Hinweisen). Demnach 
genügt nicht die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts, sondern das Gericht 
hat derjenigen Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Die 
Wahrscheinlichkeit ist überwiegend, wenn der begründeten Überzeugung keine konkreten 
Einwände entgegenstehen (BGer 8C_448/2020 vom 3. März 2021 E. 2.4.1).

3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Taggeldkürzung durch das AWA zu Recht erfolgte.

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4.
4.1 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass der Ver-
sicherte keine nachvollziehbaren und entschuldbaren Gründe für das Nichterscheinen am 
Beratungsgespräch vom 3. Februar 2025 vorzubringen vermöge. Auch wenn er am 3. Fe-
bruar 2025 krank gewesen sei, hätte er seinem Personalberater vorzeitig eine entspre-
chende Meldung machen können und müssen. Anhand der von ihm eingereichten 
Screenshots seines Mobiltelefons sei zu erkennen, dass er unter einer Erkältung gelitten 
habe, was eine vorzeitige Meldung über die Nichtteilnahme am Beratungsgespräch ge-
genüber dem Personalberater ohne Weiteres möglich gemacht hätte. Weiter sei festzu-
stellen, dass er die Einladung zur Stellungnahme nach angedrohter Sanktion aufgrund des 
Fernbleibens vom Termin ausweislich seiner E-Mail vom 6. Februar 2025 erhalten habe. 
Darin habe er nämlich festgehalten, dass er seine ehemalige Personalberaterin so ver-
standen habe, dass er während seines Zwischenverdienstes nicht am Termin beim RAV 
teilnehmen müsse. Über seine Krankheit am 3. Februar 2025 verliere er in der E-Mail im 
Übrigen kein Wort. Selbst wenn er an diesem Tag einen Arbeitseinsatz gehabt hätte, hätte 
er sich gegenüber seinem Personalberater für den Termin vom 3. Februar 2025 vorzeitig 
abmelden müssen (AWA pag. 100 ff.).

4.2 Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, er sei am 3. Februar 2025 aufgrund ei-
ner starken Erkältung und erheblicher Schmerzen so krank gewesen, dass er keine Mög-
lichkeit gehabt habe, sofort einen Arzt aufzusuchen. Um die Schmerzen zu lindern 
bzw. die Symptome zu bekämpfen, habe er mehrere Dafalgan-Tabletten eingenommen. 
Nach der Einnahme habe er sich so erschöpft gefühlt, dass er eingeschlafen sei und den 
Termin dadurch verpasst habe. Dies sei ein unvorhersehbares und körperlich bedingtes 
Versäumnis gewesen. Weiter habe bezüglich der Teilnahmepflicht ein Missverständnis in-
sofern vorgelegen, als er aufgrund der Kommunikation mit der ehemaligen Personalbera-
terin davon ausgegangen sei, dass er während seines Zwischenverdienstes nicht zum 
Termin erscheinen müsse (act. 1).

4.3 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nicht zum Beratungstermin am 3. Fe-
bruar 2025 erschienen ist. Gemäss seinen Angaben war er seit Freitag, 31. Januar 2025, 
erkältet gewesen. Dahingehend informierte er am Abend des Sonntags, 2. Februar 2025, 
seinen seinerzeitigen Vorgesetzten (Zwischenverdienst/Arbeitseinsatz im Stundenlohn bei 
der B.________ AG über die C.________ AG [AWA pag. 21]) und meldete sich für den 
Montag, 3. Februar 2025, ab. Am 4. Februar 2025 ging er wieder zur Arbeit, wurde jedoch 
aufgrund seines Hustens nach Hause geschickt (vgl. WhatsApp-Konversation vom 2. und 

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4. Februar 2025 [BF-act. 3]). Ein entsprechendes Arbeitsunfähigkeitszeugnis, versehen 
mit der Bemerkung "nach Angaben des Patienten", wurde ihm am 12. Februar 2025 durch 
die diplomierte Ärztin D.________, Allgemeine Medizin FMH, rückwirkend ausgestellt (BF-
act. 1). 

Aus den – alphabetisch (sic!) geordneten (vgl. dazu nachstehende E. 7) – Akten ergibt 
sich sodann, dass er sich am 6. Februar 2025 per E-Mail mit dem Betreff "Termin" – und 
mithin überwiegend wahrscheinlich als Reaktion auf das Schreiben des RAV vom 3. Fe-
bruar 2025 betreffend die Gewährung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit dem 
Fernbleiben vom Beratungstermin – an seinen RAV-Berater wandte. Darin gab er an, er 
habe seine frühere RAV-Beraterin so verstanden, dass er nicht zum Termin erscheinen 
müsse, wenn er arbeite. Den Krankenstand seit 31. Januar 2025 bzw. vom 3. und 4. Fe-
bruar 2025 vermerkte er nicht (AWA pag. 197). Daraus ergibt sich, dass der Beschwerde-
führer gar nie vorgehabt hatte, zum Beratungsgespräch zu erscheinen. Soweit er im Sinne 
eines Entschuldigungsgrundes vorbringt, er habe aufgrund der Kommunikation mit der 
ehemaligen RAV-Beraterin bzw. eines Missverständnisses gemeint, dass während eines 
Zwischenverdienstes keine Beratungsgespräche wahrzunehmen seien, ist er nicht zu 
hören. Dass ihn seine ehemalige Beraterin dementsprechend informiert hätte, ist nicht er-
stellt und wird von ihm auch nicht substantiiert dargetan. Vielmehr erhellt aus den Akten, 
dass in den Monaten Oktober und November 2024 die Beratungsgespräche aufgrund des 
Zwischenverdienstes jeweils telefonisch stattfanden (so auch explizit vermerkt im Protokoll 
vom 31. Oktober 2024) und die RAV-Beraterin in Kenntnis des Zwischenverdienstes die 
(nächsten) Beratungstermine für obligatorisch erklärte (AWA pag. 185, 188). Der Bera-
tungstermin war dem Beschwerdeführer offenbar gleichgültig, wobei der Grund dafür darin 
liegen könnte, dass er sich damals wohl (durchaus berechtigte) Hoffnungen auf eine Fest-
anstellung machte (AWA pag. 185). Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann dieser des-
halb daraus, dass infolge Krankheit am 3. Februar 2025 tatsächlich ein Hinderungsgrund 
bestand, zumal er mit dem AWA – unter der Annahme, dass er den Termin tatsächlich 
wahrnehmen wollte – den Berater noch am 31. Januar 2025 oder (gleich wie den Vorge-
setzten) spätestens am 2. Februar 2025 (etwa via E-Mail) über seine Krankheit hätte in-
formieren können und müssen. Wohlgemerkt erwähnte er die Krankheit gegenüber der 
Verwaltung erst im Rahmen der Einsprache vom 27. Februar 2025 (AWA pag. 89 f.), just 
nachdem im Schreiben betreffend die Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 3. Februar 
2025 u.a. Krankheit als stichhaltiger Verhinderungsgrund aufgeführt worden war (AWA 
pag. 195).

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Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass das AWA den Beschwerdeführer 
sanktioniert hat. Es bleibt die Höhe der Sanktion zu prüfen.

5.
5.1 Die Dauer der Einstellung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens und be-
trägt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage 
bei schwerem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Bei 
der Bemessung der Einstellungsdauer nach dem Verschulden sind die persönlichen Ver-
hältnisse der versicherten Person, damit alle Umstände des konkreten Einzelfalls ange-
messen zu berücksichtigen. Verschuldensmindernde Umstände können unter anderem 
das Alter, familiäre Probleme, missliche finanzielle Verhältnisse, aber auch die begründete 
Hoffnung auf eine Neuanstellung sein (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung, 1998, S. 167).

5.2 Gemäss Einstellraster des Seco im Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschä-
digung (AVIG-Praxis ALE) ist bei erstmaligem Fernbleiben/Versäumnis ohne entschuldba-
ren Grund am Infotag, am Beratungs- oder Kontrollgespräch eine Einstelldauer von 
5 bis 8 Tagen, beim zweitmaligen eine Einstelldauer von 9 bis 15 Tagen zu verfügen 
(AVIG-Praxis ALE D79 3.A). Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich 
nicht verbindlich. Diese soll es bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie 
eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren ge-
setzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtli-
chen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne 
Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen 
(BGE 146 V 224 E. 4.4.2; 144 V 195 E. 4.2; 141 V 365 E. 2.4). Im Übrigen kommt der 
Verwaltung bei der konkreten Sanktionszumessung ein Ermessensspielraum zu, den die 
richterliche Beschwerdeinstanz grundsätzlich zu respektieren hat, falls ein Eingreifen nicht 
aus triftigen Gründen angezeigt ist (vgl. BGE 148 V 144 E. 3.1.3; BGer 8C_425/2023 vom 
21. Mai 2024 E. 4.3). Ein Eingreifen des Sozialversicherungsgerichts in das Ermessen der 
Verwaltung rechtfertigt sich folglich nur dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben 
ist, d.h. wenn sich die Verwaltung von unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat 
leiten lassen oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot 
rechtsungleicher Behandlung, aber auch das Gebot von Treu und Glauben oder den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit Hinwei-
sen).

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5.3 Unter Berücksichtigung der Umstände ist die vorinstanzliche Ermessensbetäti-
gung nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer ist ohne entschuldbaren Grund dem 
Beratungsgespräch vom 3. Februar 2025 ferngeblieben, was grundsätzlich mit einer Ein-
stellung in Höhe von 5 bis 8 Tagen zu sanktionieren ist. Nachdem er bereits im Vorjahr 
aufgrund des Fernbleibens von einem Beratungstermin in der Anspruchsberechtigung ein-
gestellt worden war (vgl. Einspracheentscheid vom 19. Juli 2024 [AWA pag. 105 ff.]), durf-
te das AWA in Einklang mit dem Einstellraster eine Einstelldauer von 9 bis 15 Tagen ver-
fügen. Die Einstellung von 12 Tagen erfolgte innert dieser Bandbreite und mithin zu Recht.

6. Nach dem Gesagten hat es beim Entscheid des AWA sein Bewenden. Dies führt 
zur Abweisung der Beschwerde.

7. Ergänzend ist der Beschwerdegegner darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 8 
Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; 
SR 830.11) die Akten systematisch und chronologisch geordnet geführt werden müssen. 
Alphabetisch geordnete Akten werden künftig zur Verbesserung zurückgewiesen. 

8. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädigung ist bei 
diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirt-
schaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Seco, Bern.

Zug, 19. September 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am