# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c9c5f2b-546f-529f-90a4-bb0770d9e230
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 04.11.2010 GS.2010.1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_GS-2010-1_2010-11-04.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
1 GS.2010.1 
 
 
 

Entscheid 
 
 

4. November 2010 
 

 
 
 

Mitwirkend: 

Präsident Anton Tobler, Mitglied Michael Ochsner, Ersatzmitglied Rhea Schircks   
Denzler und Sekretärin Barbara Müller 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrent,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
Stad t  B ,   
 Rekursgegnerin,  
vertreten durch Steueramt der Stadt B,  
 

 
 und 
 
Gemeinde  C ,  
  Mitbeteiligte, 
vertreten durch das Gemeindesteueramt C, 
 
 
 
 

betreffend 

kommunale Steuerausscheidung 2007 
 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (der Pflichtige) und seine Ehefrau D (die Pflichtige) sind in B wohnhaft. 

Per 17. April 2007 erbte der Pflichtige den hälftigen Anteil einer Liegenschaft in der 

Gemeinde C. In der Steuererklärung 2007 wurde in Ziff. 60 angemerkt: "Vorbehalt der 

interkantonalen Doppelbesteuerung, Antrag auf interkommunale Ausscheidung mit C 

(ZH)". 

 

 Das kantonale Steueramt, Division Nord, schätzte die Pflichtigen mit Ent-

scheid vom 12. Oktober 2009 für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 ein.  

 

 Mit Entscheid vom 31. März 2010 wies das kantonale Steueramt, Team Ge-

meindesteuerausscheidungen, den Antrag des Pflichtigen auf Steuerausscheidung ab 

dem Steuerjahr 2007 ab. 

 

 

 B. Mit Einsprache vom 30. April 2010 stellte der Pflichtige folgende Anträge: 

 

 " 1. Der Entscheid vom 31.3.2010 sei aufzuheben. 
  2. Die E Liegenschaftserträge seien – wie in der Steuererklärung 2007  
   beantragt – ab Zugang der Liegenschaft bzw. deren Erträge, d.h. ab  
   17.4.2007 interkommunal der Belegenheitsgemeinde C und nicht der 
   Sitzgemeinde B zuzuteilen (und nicht erst wie mündlich zugesichert auf  
   Bemessungsjahr = Steuerjahr 2008). 
  3. Es sei entsprechend die hierfür notwendige interkommunale Steuerausschei-
   dung 2007 vorzunehmen und die Gemeinde B zu verpflichten auf den  
   E Anteilen an Einkommen und Vermögen den E Steuerfuss    
   anzuwenden und die Differenz den Steuerpflichtigen zurückzubezahlen. 
  4. Verfahrensantrag 
   Die Einsprache sei nicht von der Abteilung für Gemeindesteuerausscheidungen
   zu behandeln, die offensichtlich einfach nach Massgabe der Arbeitsvermeidung
   entscheiden, sondern von einer Abteilung, die ausreichende Kenntnisse der 
   verfassungsmässigen Rechte der Steuerpflichtigen hat." 
 

 

 Das kantonale Steueramt, Dienstabteilung Inventarkontrolle/Erbschafts-

steuer/Gemeindesteuerausscheidungen, wies die Einsprache mit Entscheid vom 

8. Juni 2010 ab. 

 

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 C. Der Pflichtige erhob dagegen am 24. Juni 2010 Rekurs und wiederholte im 

Wesentlichen die im Einspracheverfahren gestellten Anträge 1 bis 3. Der Rekurs-

antrag 3 lautete nun: " Es sei festzustellen, dass Einsprachen von Steuerpflichtigen 

betr. Steuerhoheiten / verfassungswidriger Besteuerung künftig von einer Abteilung 

des Steueramtes zu behandeln seien, welche über die notwendigen Grundkenntnisse 

der Anforderungen an eine verfassungsmässige gesetzliche Besteuerung verfügt". 

Weiter beantragte er eine Prozessentschädigung. 

 

 Das Steueramt der Stadt B verzichtete mit Eingabe vom 23./24. August 2010 

auf Rekursantwort. Die Gemeinde C liess sich nicht vernehmen. 

 

 

 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Im Zusammenhang mit Rekursantrag 3 beantragt der Pflichtige sinngemäss 

– wie sich aus der Rekursbegründung ergibt – die Aufhebung des Einsprache-

entscheids wegen Verweigerung des rechtlichen Gehörs, da sein "Verfahrensantrag 

auf Ausstand" im Einspracheverfahren unkorrekt behandelt worden sei. Auf diese for-

melle Rüge ist vorweg einzugehen. 

 

 

 2. a) Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 

18. April 1999 (BV) dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein per-

sönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in 

die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des 

Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, erhebli-

che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweis-

anträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mit-

zuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet 

ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als 

Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 

einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 II 286 

E. 5.1, mit Hinweisen).  

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 Aus dem Gehörsanspruch ist zudem abzuleiten, dass die Behörde die Vor-

bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, 

prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der 

Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich 

mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbrin-

gen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-

chen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der 

Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller 

Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen 

wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 

leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83, E. 4.1, mit Hinwei-

sen). 

 

 b) Der Pflichtige erklärt, nachdem er aufgrund von Telefongesprächen habe 

feststellen müssen, dass der Abteilung für Gemeindesteuerausscheidungen offensicht-

lich die Kenntnis fehle, dass auch Steuerpflichtigen gewisse verfassungsmässige 

Rechte zukämen, habe er in der Einsprache den (eingangs erwähnten) Verfahrens-

antrag gestellt. Anstatt den "Verfahrensantrag auf Ausstand" von einer unabhängigen 

Stelle behandeln zu lassen, habe sie (die Abteilung) darüber gleich in eigener "(Un-) 

Kompetenz" entschieden. In der unkorrekten Behandlung des Ausstandbegehrens 

sieht der Pflichtige eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs.  

 

 c) In ihrem Einspracheentscheid vom 8. Juni 2010 hat die Vorinstanz den 

"Verfahrensantrag" behandelt, wenn auch nicht ausführlich. Sie ist damit ihrer Begrün-

dungspflicht grundsätzlich nachgekommen. Weitere Aspekte, die auf eine Verletzung 

des Gehörsanspruchs hindeuten würden, sind – im Licht der vorstehend wieder-

gegebenen Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV – weder ersichtlich noch werden sol-

che im Einzelnen geltend gemacht. Allerdings fragt sich, ob die Dienstabteilung Ge-

meindesteuerausscheidungen zur Behandlung des erwähnten Verfahrensantrags 

zuständig war. 

 

 

 3. In der Rekursschrift bezeichnet der Pflichtige den von ihm im Einsprache-

verfahren gestellten "Verfahrensantrag" als Ausstandsbegehren. 

 

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 a) aa) Wer bei Vollzug des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in einer 

Sache zu entscheiden oder an einer Verfügung oder Entscheidung in massgeblicher 

Stellung mitzuwirken hat, ist verpflichtet, in den Ausstand zu treten, wenn er an der 

Sache ein persönliches Interesse hat (§ 119 Abs. 1 lit. a StG); mit einer Partei in gera-

der Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder verschwägert oder 

durch Ehe, Verlobung oder Kindesannahme verbunden ist (lit. b); Vertreter einer Partei 

ist oder für eine Partei in der gleichen Sache tätig war (lit. c) oder aus andern Gründen 

in der Sache befangen sein könnte (lit. d). Die Nichtbeachtung der Ausstandspflicht 

stellt regelmässig eine schwerwiegende Verletzung von Verfahrensvorschriften dar und 

hat ungeachtet der materiellen Interessenlage die Kassation des unter Mitwirkung des 

ausstandspflichtigen Behördenmitglieds gefassten Entscheids zur Folge (Kölz/Boss-

hart/Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., 

1999, § 5a N 7).  

 

 bb) Ist ein Ausstandsgrund streitig, entscheidet die vorgesetzte Behörde, bei 

Mitgliedern von Kollegialbehörden die Kollegialbehörde (§ 119 Abs. 3 StG). Dies gilt 

allerdings nur, wenn überhaupt ein gültiges Ausstandsbegehren gestellt wurde. Ein 

Ausstandsbegehren, das sich gegen eine Behörde als solche richtet, ist von Vornher-

ein ungültig, da die Ausstandspflicht immer nur Einzelpersonen und nicht die ganze 

Behörde trifft (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher 

Steuergesetz, 2. A., 2006, § 119 N 7, mit Hinweisen). Bei einem ungültigen Aus-

standsbegehren fehlt die Voraussetzung zur Durchführung eines Ausstandsverfahrens 

und ist auf das Begehren nicht einzutreten. Das Ausstandsverfahren darf namentlich 

nicht missbraucht werden und zur Ausschaltung der Rechtspflegeinstanz und damit zur 

Lahmlegung der Justiz führen. Die Eignung der geltend gemachten Ausstandsgründe 

ist deshalb vorab nach dem Zweck des Ablehnungsverfahrens zu beurteilen. Dieser 

besteht darin, eine objektive Rechtsprechung durch unabhängige Richter zu gewähr-

leisten (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1b). Diese Grundsätze lassen sich auch auf das ver-

waltungsinterne Verfahren anwenden. 

 

 b) Vorab unterliess es der – offenbar rechtskundige – Pflichtige, in seiner Ein-

sprache auch nur anzudeuten, dass es ihm mit seinem Verfahrensantrag um Aus-

stands- bzw. Ablehnungsgründe gehe. Sodann hätte er im Einzelnen substanziiert dar-

legen müssen, weswegen und welche der Mitglieder der mit seiner Angelegenheit 

befassten Dienstabteilung in den Ausstand hätten treten sollen (vgl. VGr, 10. Septem-

ber 2003, SB.2003.00029, E. 1a Abs. 3). Stattdessen begnügte er sich damit, die Be-

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handlung der Einsprache von einer anderen Abteilung als derjenigen für Gemeinde-

steuerausscheidungen zu beantragen, da diese nach seiner Auffassung "nach Mass-

gabe der Arbeitsvermeidung entscheiden" würde bzw. ihr die erforderlichen Kenntnisse 

fehlten. Damit brachte er aber nicht im entferntesten Ausstandsgründe vor. Vielmehr 

betrafen seine Vorwürfe implizit einerseits die fehlende Zuständigkeit der betreffenden 

Dienstabteilung, andererseits die aus seiner Sicht mangelhafte Arbeitsführung.  

 

 Zur in Frage stehenden Zuständigkeit ist Folgendes auszuführen: Nach § 194 

Abs. 1 StG ermittelt das Steueramt der Einschätzungsgemeinde oder, auf sein Verlan-

gen, das kantonale Steueramt die Ausscheidungsgrundlagen gestützt auf die Ein-

schätzung für die Staatssteuer und allfällige weitere Erhebungen. Alle Zürcher Ge-

meinden haben die Ermittlung der Steuerausscheidungsgrundlagen an das kantonale 

Steueramt delegiert (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 194 N 4). Gemäss Kreisschrei-

ben des kantonalen Steueramts an die Gemeindesteuerämter über die Durchführung 

der Steuerausscheidungen für Gemeindesteuern vom 5. Oktober 1998 (ZStB I Nr. 

35/400) wurde die Gruppe für Gemeindesteuerausscheidungen des kantonalen Steu-

eramts mit den entsprechenden Arbeiten beauftragt. Damit ist Zuständigkeit der 

Dienstabteilung Inventarkontrolle/Erbschaftssteuer/Gemeindesteuerausscheidungen zu 

bejahen.  

 

 Was den Vorwurf der mangelhaften Arbeitsführung anbelangt, so ist einzig 

darauf hinzuweisen, dass dem Pflichtigen der Weg über die Aufsichtsbeschwerde im 

Sinn von § 111 StG offen stünde. 

 

 c) Nach dem vorstehend Gesagten kann es der Vorinstanz nicht zum Vorwurf 

gereichen, wenn sie den "Verfahrensantrag" nicht als Ausstandsbegehren erkannte. 

Da zudem kein gültiges Ausstandsbegehren vorlag, ist die Vorinstanz zu Recht sinn-

gemäss nicht darauf eingetreten. Sie war zudem befugt, über diesen Punkt selbst zu 

entscheiden. Damit ist auf den im Rekursverfahren gestellten Antrag 3 nicht weiter ein-

zugehen. 

 

 

 4. Materiell geht es vorliegend insbesondere um die Frage, ob die Liegen-

schaftserträge der vom Pflichtigen im April 2007 geerbten Liegenschaft für die Steuer-

periode 2007 durch die Wohnsitzgemeinde B oder die Belegenheitsgemeinde C zu 

besteuern sind (interkommunale Steuerausscheidung). 

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 a) aa) Die Vorinstanz führt aus, grundsätzlich müssten die Gemeinden ge-

mäss § 193 StHG (recte: StG) ihren Ausscheidungsanspruch rechtzeitig anmelden. Die 

Frist zur Anmeldung sei eine Verwirkungsfrist. Gegenüber dem Steuerpflichtigen träten 

aber bei unterlassener Anmeldung keine Verwirkungsfolgen ein, da er einen gesetz-

lichen Anspruch auf die korrekte interkommunale Steuerausscheidung und die Anwen-

dung der massgeblichen Steuerfüsse habe. Der Pflichtige habe sinngemäss Antrag auf 

Steuerausscheidung gestellt, welcher durch die Einschätzungsgemeinde zu behandeln 

sei. Dieser "Vorgabe" stehe nichts im Weg, da sich das Gemeindesteueramt B nach 

telefonischer Rückfrage einverstanden erklärt habe, die Steuerfussdifferenz für das 

Steuerjahr 2008 zu übernehmen. Der Antrag auf eine Ausscheidung des Steuerjahres 

2007 sei jedoch abzulehnen. Letzteres begründet die Vorinstanz im Wesentlichen da-

mit, dass § 190 StG analog auf die Begründung, Verlegung oder Aufgabe eines spe-

ziellen Steuerdomizils anwendbar sei. 

 

 bb) Der Pflichtige bringt dagegen zusammengefasst vor, § 190 StG sei nicht 

anzuwenden, da diese Bestimmung einen Wohnsitzwechsel voraussetze, eine Liegen-

schaft aber ihren steuerlichen Wohnsitz nicht wechseln könne, sondern immer am glei-

chen Belegenheitsort steuerbar sei. Die Besteuerung des ganzen Bemessungsjahres 

sei verfassungswidrig (Verletzung von Art. 8, 9 und 127 BV) und verletze auch Art. 68 

Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kanto-

ne und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG). 

 

 b) aa) Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht (implizit) auf den 

Antrag des Pflichtigen auf kommunale Steuerausscheidung auch betreffend die Steu-

erperiode 2007 eingetreten ist, da er diesen Anspruch unabhängig von einer allfälligen 

von der Einschätzungsgemeinde zu verantwortenden Verwirkung eigenständig durch-

setzen kann (vgl. StRK II, 29. April 2002, E. 2b/bb = StE 2003 B 11.4 Nr. 2). 

 

 bb) Die Bestimmungen über die Steuerpflicht für die Staatssteuern gelten 

nach § 189 StG auch für die Gemeindesteuern; vorbehalten bleiben anderslautende 

Spezialvorschriften. Demnach ist eine natürliche Person qua Verweisung aufgrund 

persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtli-

chen Wohnsitz in der Gemeinde hat (§ 3 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 StG; 

Hauptsteuerdomizil). In anderen Gemeinden ist sie beschränkt steuerpflichtig, falls sie 

dort (u.a.) an Grundstücken Eigentum, dingliche Rechte oder diesen wirtschaftlich 

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gleichkommende persönliche Nutzungsrechte hat (§ 4 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 5 Abs. 2 

StG; Spezialsteuerdomizil). Ist eine Person in zwei oder mehreren Gemeinden steuer-

pflichtig, so ist eine Steuerausscheidung vorzunehmen (§ 191 Abs. 1 StG); aus Prakti-

kabilitätsgründen ist indes auf eine Ausscheidung – insofern – zu verzichten, als der 

auf die Gemeinde(n) mit beschränkter Steuerhoheit entfallende Anteil an der einfachen 

Staatssteuer weniger als Fr. 2'000.- beträgt. 

 

 cc) Der steuerrechtliche Wohnsitz des Pflichtigen befand sich in der hier rele-

vanten Steuerperiode 2007 (und danach) unbestrittenermassen in B. Folglich bestand 

aufgrund persönlicher Zugehörigkeit eine unbeschränkte Steuerpflicht am Hauptsteu-

erdomizil. Am 16. April 2007 verstarb der Vater des Pflichtigen und hinterliess diesem 

(und soweit ersichtlich dessen Bruder) unter anderem eine Liegenschaft in C. Der 

Pflichtige wurde daher an sich im Jahr 2007 aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit in 

C beschränkt steuerpflichtig. Bereits ab der Steuerperiode 2007 war der Pflichtige folg-

lich sowohl an seinem Wohnsitz als auch am Belegenheitsort der geerbten Liegen-

schaft und damit in zwei Zürcher Gemeinden steuerpflichtig, weshalb eine Gemeinde-

steuerausscheidung Platz greift. 

 

 c) aa) Die Steuerausscheidung im interkommunalen Verhältnis richtet sich 

unter Vorbehalt besonderer Bestimmungen nach den Regeln über die interkantonale 

Ausscheidung. Dies ergibt sich aufgrund der Verweisung in § 189 Abs. 1 StG (VGr, 

10. September 2003, SB.2003.00021, E. 2, mit Hinweis). Nach § 10 Abs. 3 StG werden 

die Folgen des Beginns, der Änderung und des Endes der Steuerpflicht aufgrund per-

sönlicher und wirtschaftlicher Zugehörigkeit im interkantonalen Verhältnis durch das 

Steuerharmonisierungsgesetz bestimmt. 

 

 bb) Mit dem Bundesgesetz zur Koordination und Vereinfachung der Veranla-

gungsverfahren für die direkten Steuern im interkantonalen Verhältnis vom 

15. Dezember 2000 (Vereinfachungsgesetz; in Kraft seit dem 1. Januar 2001) wurden 

verschiedene Änderungen beim Steuerharmonisierungsgesetz vorgenommen.  

 

 Primär ist mit dem Vereinfachungsgesetz eine Abstimmung der Zuständigkeit 

der Veranlagung der direkten Bundessteuer und der kantonalen und kommunalen 

Steuern angestrebt worden (Ivo Baumgartner, Koordination und Vereinfachung der 

Veranlagungsverfahren, FStr 2001 S. 137 ff., S. 143). Eine der Leitlinien der Revision 

des Steuerharmonisierungsgesetzes bildete die Einheit der Steuerperiode. Der Bun-

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desrat führte in der Botschaft dazu aus, der grossmehrheitliche Wechsel zum Post-

numerandosystem für juristische und natürliche Personen und die angestrebte Verein-

fachung des interkantonalen Verhältnisses rechtfertigten es, die bisherigen Regeln der 

Rechtsprechung – nämlich die Pro-rata-temporis-Besteuerung bei einer Veränderung 

der Steuerpflicht – zu Gunsten der Einheit der Steuerperiode aufzugeben. Nach die-

sem neuen Grundsatz führe ein Wechsel des Steuerdomizils (durch Verlegung des 

Sitzes oder des Wohnsitze, durch Begründung oder Aufgabe eines Spezialsteuerdomi-

zils) nicht mehr zu einer Aufsplittung der Steuerperiode. Die Ausscheidung unter den 

beteiligten Kantonen beziehe sich also auf die Elemente der ganzen Steuerperiode 

(Botschaft zur Koordination und Vereinfachung der Veranlagungsverfahren für die di-

rekten Steuern im interkantonalen Verhältnis vom 24. Mai 2000, BBl 3898 ff., 

S. 3902 f.; vgl. auch Baumgartner, S. 142). Die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) 

führt in ihren einschlägigen Kreisschreiben aus, der Grundsatz der Einheit der Steuer-

periode habe zur Folge, dass bei einer Änderung der Besteuerungsorte die Steuerperi-

ode nicht in Zeitabschnitte zerlegt werde. Das Besteuerungsrecht der Kantone erstre-

cke sich vielmehr auf die ganze Steuerperiode. Art. 68 Abs. 2 StHG regle die Folgen 

einer Änderung der Steuerpflicht im Lauf einer Steuerperiode bezüglich einer wirt-

schaftlichen Zugehörigkeit ausserhalb des Wohnsitzkantons. Diese (revidierte) Be-

stimmung untersage eine zeitliche Aufteilung der Steuerperiode in Fällen der Begrün-

dung, der Änderung oder der Aufhebung eines Spezial- oder Nebensteuerdomizils. 

Habe die wirtschaftliche Zugehörigkeit während der Steuerperiode bestanden, gelte die 

beschränkte Steuerpflicht für die ganze Periode. Sei die Dauer einer wirtschaftlichen 

Zugehörigkeit in einem anderen Kanton kürzer als eine ganze Steuerperiode, werde 

der Grundsatz nach Art. 66 Abs. 4 StHG (Besteuerung des Vermögens im Verhältnis 

zur Dauer der Zugehörigkeit) nicht durch eine Herabsetzung des Steuerbetrages um-

gesetzt, sondern durch eine betragsmässige Herabsetzung der dem Nebensteuerdo-

mizil zugewiesenen Vermögensteile (vgl. SSK, Kreisschreiben Nr. 15 vom 31. August 

2001 über die Koordination und Vereinfachung der Veranlagungsverfahren für die di-

rekten Steuern im interkantonalen Verhältnis und Kreisschreiben Nr. 18 vom 27. No-

vember 2001 über die interkantonale Ausscheidung bei Änderungen der Steuerpflicht 

während der Steuerperiode im System der einjährigen Postnumerandobesteuerung mit 

Gegenwartsbemessung [Natürliche Personen], dort insbesondere Beispiel 12 zur Lie-

genschaftsabtretung durch Erbschaft, [beide Kreisschreiben unter www.steuer-

konferenz.ch]). 

 

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 cc) Der Grundsatz der Einheit der Steuerperiode hat zur Wirkung, dass auch 

die Bemessungsperiode einheitlich ist und damit keine Aufteilung mehr erfährt. Soweit 

verschiedene Kantone ein Besteuerungsrecht für die gleiche Steuerperiode geltend 

machen, hat eine Aufteilung der Faktoren und nicht mehr der Bemessungsperiode zu 

erfolgen (Baumgartner, S. 143). Soweit kein anderes Vorgehen sinnvoller ist, hat eine 

Pro rata-Faktoren-Aufteilung stattzufinden (vgl. Botschaft, S. 3908 f., Baumgartner, 

S. 223 ff, S. 228). 

 

 dd) Obschon das Steuerharmonisierungsgesetz nicht auf interkommunale 

Sachverhalte wie Wechsel des Wohnsitzes bzw. Sitzes Anwendung findet, können die 

durch das Vereinfachungsgesetz eingeführten Änderungen unter Umständen auch auf 

dieser Ebene Auswirkungen haben. Dies insoweit, als im kantonalen Recht bestimmt 

wird, dass im interkommunalen Verhältnis die Regeln des Bundesrechts für interkanto-

nale Verhältnisse zur Anwendung kommen (Baumgartner, S. 141). Letzteres trifft wie 

gesehen auf das zürcherische Recht zu (§ 189 Abs. 1 StG). 

 

 d) Nach den vorstehenden Ausführungen spricht daher vieles dafür, dass im 

vorliegenden Fall schon für die Steuerperiode 2007 eine Steuerausscheidung zwischen 

der Wohnsitzgemeinde und der Liegenschaftengemeinde unter Vornahme einer Pro 

rata-Faktoren-Aufteilung stattzufinden hat.  

 

 

 5. a) Die Vorinstanz wendet sich gegen diesen Schluss unter Berufung auf 

eine analoge Anwendung von § 190 StG. Gemäss dieser Bestimmung dauert die 

Steuerhoheit der Wegzugsgemeinde für die laufende Steuerperiode unverändert fort, 

wenn der Steuerpflichtige seinen steuerrechtlichen Wohnsitz in eine andere zürcheri-

sche Gemeinde verlegt. Sie stützt ihre Auffassung auf den Kommentar von Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, worin festgehalten wird, § 190 StG sei analog auch auf die 

Begründung, Verlegung oder Aufgabe eines speziellen Steuerdomizils (Betriebsstätte 

oder Liegenschaft) anwendbar. Solche Verlegungen eines Spezialdomizils würden erst 

auf Beginn der nächsten Steuerperiode wirksam (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

§ 190 N 4). Zur Begründung dieser Auffassung verweist der Kommentar auf einen älte-

ren Entscheid des Verwaltungsgerichts sowie einen Entscheid der Finanzdirektion.  

 

 aa) Im erwähnten Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 20. Mai 1970 ging 

es um den Inhaber einer Einzelfirma, der diese am Wohnort und als Zweignieder-

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lassung in einer anderen Gemeinde betrieb. Im Dezember 1966 verlegte er die Einzel-

firma in eine dritte Gemeinde und hob die Zweigniederlassung auf. Das Verwaltungs-

gericht hielt fest, § 138 des Gesetzes über die direkten Steuern vom 8. Juli 1951 

(aStG) normiere seinem Wortlaut nach einzig Beginn und Ende der Gemeindesteuer-

pflicht bei Verlegung des steuerlichen Wohnsitzes oder Sitzes. Diese Vorschrift sei 

analog auch auf die Begründung, Verlegung oder Aufgabe eines speziellen Steuerdo-

mizils (Betriebsstätte oder Liegenschaft) anwendbar. Hier verwies das Verwaltungsge-

richt auf Reimann/Zuppinger/Schärrer (Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. 

Band, 1966, § 138 N 4; bzw. den dort zitierten Handkommentar von Pestalozzi, 1952). 

§ 138 aStG wolle als Sonderbestimmung für das interkommunale Verhältnis von der 

interkantonal wirksamen Regelung für die Staatssteuerpflicht bewusst abweichen, so 

dass hier § 13 aStG über die Dauer der Steuerpflicht nicht zur Anwendung komme. Die 

erstgenannten Kommentatoren halten fest, die Praxis, wonach § 138 aStG auch auf 

sekundäre Steuerdomizile Anwendung finde, sei begründet. Wenn aus Gründen der 

Vereinfachung für den Entscheid über die primäre Steuerpflicht auf die Verhältnisse zu 

Beginn des Jahres abgestellt werde, so sei dies umso eher beim Entscheid über die 

sekundäre Steuerpflicht am Platz. 

 

 Letztere Auffassung von Reimann/Zuppinger/Schärer, welche dem Ausle-

gungsgrundsatz von "in maiore minus" entspricht, ist nicht zu teilen. So geht es bei der 

Neubegründung eines Nebensteuerdomizils unter Beibehaltung des Hauptsteuerdomi-

zils nicht um einen Unterfall der Verlegung des Hauptsteuerdomizils, sondern um einen 

davon zu unterscheidenden andern Sachverhalt. Dementsprechend ist denn auch bei 

Verlegung des Hauptsteuerdomizils keine Steuerausscheidung vorzunehmen, bei 

Neubegründung eines Nebensteuerdomizils dagegen sehr wohl. Damit überzeugt der 

genannte verwaltungsgerichtliche Entscheid bzw. die darauf basierende Meinung von 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter für eine analoge Anwendung von § 190 StG bei Neu-

begründung eines Nebensteuerdomizils nicht. 

 

 bb) Auch mit dem von Richner/Frei/Kaufmann/Meuter ebenfalls zitierten Ent-

scheid der Finanzdirektion vom 6. Juli 1959 lässt sich die von diesen Kommentatoren 

vertretene Auffassung nicht untermauern: Dort ging es um die Steuerausscheidung 

zwischen Wohnsitz- und Liegenschaftengemeinde bei Veränderung des Liegenschaf-

tenbestands im Lauf des Bemessungsjahres. Die Finanzdirektion stellte fest, nach dem 

klaren Wortlaut von § 138 aStG bewirke einzig die Verlegung des Wohnsitzes oder 

Sitzes zwischen zürcherischen Gemeinden eine frühere Verlegung der Gemeindesteu-

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erpflicht – und dies auch erst nach Ablauf des betreffenden Steuerjahres. Eine analoge 

Anwendung von § 138 aStG auf die Begründung, Verlegung oder Aufgabe eines se-

kundären Steuerdomizils (Liegenschaften, Betriebsstätten) sei abzulehnen (ZBl [1960], 

S. 277).  

 

 b) Nach dem klaren Wortlaut von § 190 StG regelt diese Bestimmung allein 

die Verlegung des Wohnsitzes oder Sitzes des Steuerpflichtigen. So lautet auch die 

Marginalie. Änderungen bei Nebensteuerdomizilen werden nicht erwähnt. Die Geset-

zessystematik ist wie folgt aufgebaut: Zweiter Teil/Gemeindesteuern, Erster Ab-

schnitt/Allgemeine Gemeindesteuern, Ziffer I. Steuerpflicht: 1. Steuerarten (§ 187), 2. 

Steuerfuss (§ 188), 3. Bestand und Umfang der Steuerpflicht, a) Im Allgemeinen (§ 

189) b) Bei Verlegung des Wohnsitzes oder Sitzes (§ 190) und c) Bei Steuerpflicht in 

mehreren Gemeinden (§ 191). Aus der Systematik ergibt sich damit ebenso wenig wie 

aus dem Wortlaut, dass sich § 190 StG auch auf die Änderung der Verhältnisse hin-

sichtlich der Spezialsteuerdomizile bezieht. Liegt eine Änderung der Verhältnisse bei 

Spezialsteuerdomizilen vor, sind nach Wortlaut und Systematik vielmehr nur §§ 189 

und 191 StG anwendbar, nicht aber § 190 StG. 

 

 c) Eine Betrachtung der Materialien führt zu keinem anderen Ergebnis. Es war 

– soweit ersichtlich – nie die Absicht, unter (dem heutigen) § 190 StG Änderungen von 

Nebensteuerdomizilen zu subsumieren bzw. diese Vorschrift auf solche Änderungen 

analog anzuwenden, wie im Folgenden aufzuzeigen ist: 

 

 aa) Gemäss Weisung vom 23. Juni 1949 zum Gesetz über die direkten Steu-

ern bestimmte sich Inhalt und Umfang der Steuerpflicht (betr. Allgemeine Gemeinde-

steuern) sinngemäss nach den Vorschriften über die Staatssteuer. Bei Verlegung des 

Wohnsitzes oder Sitzes in eine andere zürcherische Gemeinde und bei Steuerpflicht in 

mehreren zürcherischen Gemeinden seien besondere Bestimmungen massgebend: 

Die Wohnsitz- oder Sitzverlegung in eine andere zürcherische Gemeinde sei für die 

Steuerpflicht des laufenden Jahres ohne Einfluss. Die Ausscheidung werde nach den 

nämlichen Regeln erfolgen, wie sie das Steuergesetz von 1917 aufgestellt habe (ABl 

1949, S. 774; Letzteres bezog sich insbesondere auf die Höhe des minimalen Steuer-

betrages, der erforderlich war, damit überhaupt eine Steuerausscheidung zwischen 

den Gemeinden an Hand genommen würde, siehe dazu nachstehend). Zur Begrün-

dung oder Änderung eines Spezialsteuerdomizils äusserte sich der Regierungsrat in 

der Weisung damit nicht (ebenso wenig später im Beleuchtenden Bericht, ABl 1951, 

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S. 648 ff., S. 716). An der Kantonsratssitzung vom 20. November 1950 wurde zum 

damaligen § 134 erläutert, wenn während eines Steuerjahres von einem Steuerpflichti-

gen sein Domizil innerhalb des Kantons verlegt werde, trete keine Verlegung der Steu-

erhoheit ein. Die Steuern würden für das ganze Jahr von der veranlagenden Gemeinde 

erhoben, während bisher bei Wohnsitzwechsel vor dem 1. Juli die Steuern für das 

zweite Halbjahr von der neuen Wohnsitzgemeinde bezogen worden sei. Die Anwen-

dung der Steuerausscheidung (damaliger § 135) erfuhr insofern eine Änderung zum 

früheren Recht, dass eine Ausscheidung nur vorgenommen werden sollte, wenn der 

auf eine Gemeinde entfallende Teil der einfachen Staatssteuer mindestens Fr. 50.- 

betrage. Die beiden Bestimmungen wurden vom Rat so beschlossen und in der Sit-

zung vom 19. März 1951 diskussionslos genehmigt (KR-Prot. S. 2822 und S. 3209). 

 

 bb) Im Zusammenhang mit der Totalrevision des Steuergesetzes von 1997 

und dem damit einhergehenden Wechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwarts-

bemessung führte der Regierungsrat in der Weisung vom 13. Juli 1994 zum damaligen 

§ 186 (Wechsel in eine andere zürcherische Gemeinde während der Steuerperiode) 

aus, die Gegenwartsbemessung habe zwangsläufig zur Folge, dass das Steuererklä-

rungsverfahren erst nach Ablauf der Steuerperiode durchgeführt werden könne, da erst 

dann die Bemessungsgrundlage feststehe. Von daher läge es nahe, bei einem Wech-

sel in eine andere zürcherische Gemeinde die Steuerhoheit für die ganze laufende 

Steuerperiode der Zuzugsgemeinde zuzuweisen. Es dürfe jedoch nicht übersehen 

werden, dass schon in der Steuerperiode selber eine Akontozahlung zu erheben sei. 

Sei eine solche Zahlung vor dem Wegzug in eine andere zürcherische Gemeinde er-

folgt, der für die ganze Steuerperiode das Besteuerungsrecht zukäme, so müsste die 

Wegzugsgemeinde die erhaltene Akontozahlung an die Zuzugsgemeinde überweisen, 

was mit entsprechendem Verwaltungsaufwand verbunden wäre. Insbesondere der 

Verband der Gemeindesteuerämter habe daher im Vernehmlassungsverfahren ver-

langt, trotz der Einführung der Gegenwartsbemessung die bisherige Regelung beizu-

behalten, wonach der Wechsel in eine andere zürcherische Gemeinde die Steuerho-

heit der Wegzugsgemeinde für die laufende Steuerperiode unverändert fortdauere. 

Diesem begründeten Begehren trage § 186 V nunmehr Rechnung (unter Hinweis auf 

Art. 22 und 68 StHG). Zum damaligen § 187 (Steuerpflicht in mehreren Gemeinden) 

erklärte der Regierungsrat, es verhalte sich grundsätzlich nicht anders als im interkan-

tonalen Verhältnis, auch wenn die vom Bundesgericht zum Verbot der Doppelbesteue-

rung gemäss Art. 46 Abs. 2 BV entwickelten Regeln im interkommunalen Verhältnis an 

sich nicht direkt verbindlich seien. Bezüglich der sekundären Gemeindesteuerpflicht 

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äusserte sich die Weisung nur zur Anmeldefrist betreffend Ausscheidungsanspruch 

(ABl 1994 S. 1528 f.). 

 

 In der Kantonsratskommission wurde zum damaligen § 186 ausgeführt, diese 

Bestimmung regle den Fall, wenn jemand innerhalb der Steuerperiode von einer Ge-

meinde in die andere ziehe. Entscheidend sei, wo der Steuerpflichtige zu Beginn der 

Steuerperiode ansässig sei. Die Steuerhoheit liege bei der Wegzugsgemeinde. Das 

entspreche auch der (damaligen) interkantonalen Regelung gemäss StHG. Die Be-

stimmung trage dem Umstand Rechnung, dass in der Steuerperiode bereits ein provi-

sorischer Bezug erfolge. Ein Kommissionsmitglied erkundigte sich nach der Praktikabi-

lität dieser Lösung. Da die Steuererklärung für das laufende Jahr erst im folgenden 

Jahr auszufüllen sei, würden sich die Steuerpflichtigen fragen, weshalb die Wegzugs-

gemeinde zuständig sei. Der damalige Rechtskonsulent und Stellvertreter des Chefs 

des Kantonalen Steueramts erläuterte, dass diese Frage berechtigt sei. Im Vernehm-

lassungsentwurf habe man vorgesehen, dass die Ansässigkeit der Steuerpflichtigen 

am Ende der Steuerperiode massgebend sei. Man habe diese Variante verlassen und 

sich für den Beginn der Steuerperiode entschieden (Protokoll der 15./16. Sitzung der 

Kantonsratskommission vom 30. März 1995, S.192). Betreffend die Gemeindesteuern 

war in weiteren Sitzungen insbesondere die Anhebung des Minimalbetrages bei der 

Gemeindesteuerausscheidung von Fr. 2‘000.- Thema (Kommissionssitzungen vom 

8. Dezember 1995, S. 370 und vom 31. Januar 1996, S. 385 f.). Schliesslich wurden 

keine massgebenden Änderungen der Bestimmungen betreffend die Gemeindesteuern 

bzw. der Gemeindesteuerausscheidung vorgenommen (vgl. 69. Sitzung vom 

16. September 1996, KR-Prot. S. 4909 f.). 

 

 cc) Im Wesentlichen und zusammenfassend kann den Materialien zu § 190 

StG demnach entnommen werden, dass die Beibehaltung der Steuerhoheit der Weg-

zugsgemeinde auch nach Umstellung auf das Postnumerandosystem insbesondere 

administrative Gründe hatte und vornehmlich der Vermeidung umständlicher Akonto-

Rückzahlungen dienen sollte. Eine analoge Anwendung dieser für (Wohn-)Sitzwechsel 

geltenden Grundsätze auf die Änderung der Verhältnisse bei Nebensteuerdomizilen 

war nicht beabsichtigt. Dies zu Recht, da hier das Hauptsteuerdomizil weiterbesteht 

und dieses damit ohnehin einen Steuerbezug durchführen muss, sodass die uner-

wünschte Folge bei Wegzug – Auseinanderfallen von Bezugs- und Veranlagungsge-

meinde – eben gerade nicht eintritt. 

 

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 d) Zu berücksichtigen ist sodann – wie der Pflichtige zu Recht vorbringt – die 

Revision von Art. 68 StHG.  

 

 aa) In der bis Ende 2000 geltenden Fassung sah Art. 68 StHG vor, dass bei 

Wechsel des steuerrechtlichen Wohnsitzes innerhalb der Schweiz die Steuerpflicht 

hinsichtlich der Einkommens- und Vermögenssteuer für das laufende Steuerjahr am 

bisherigen Steuerort unverändert bleibe (Wegzugskanton; vgl. zu dieser "verunglück-

ten" Fassung Dieter Weber in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band 

I/1, 2. A., 2002, Art. 68 N 1 f. StHG). In der revidierten Fassung, die seit dem 1. Januar 

2001 in Kraft ist (AS 2001, 1052), ist nun in Angleichung an Art. 216 DBG bei Wohn-

sitzwechsel der Zuzugskanton massgeblich. Nach dem neuen Abs. 2 der Bestimmung 

besteht die beschränkte Steuerpflicht in einem anderen als dem Wohnsitzkanton für 

die ganze Steuerperiode. Für die Steuerausscheidung wird auf die pro rata-Faktoren-

aufteilung abgestellt (Weber, Art. 68 N 15 ff. StHG; vgl. auch Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, § 10 N 47 und oben E. 4c/cc). 

 

 bb) Nach der Revision von Art. 68 StHG wurde in § 10 und § 59 StG mit Ge-

setz (Steuergesetz/Änderung) vom 11. September 2000 ein Abs. 3 bzw. Abs. 4 einge-

fügt (in Kraft seit dem 1. Januar 2001), der für die Änderung und das Ende der Steuer-

pflicht aufgrund persönlicher und wirtschaftlicher Zugehörigkeit im interkantonalen 

Verhältnis auf das Steuerharmonisierungsgesetz verweist. § 190 StG blieb nach der 

StHG-Revision allerdings unverändert.  

 

 e) Zusammenfassend ist § 190 StG auf den vorliegenden Fall nicht anwend-

bar und der Pflichtige damit für die Steuerperiode 2007 sowohl in der Wohnsitz- als 

auch in der Liegenschaftengemeinde steuerpflichtig, weshalb eine Steuerausscheidung 

zwischen den Gemeinden B und C stattzufinden hat (pro rata-Aufteilung der Steuerfak-

toren bezüglich des Nebensteuerdomizils). Folglich ist die Angelegenheit zur Vornah-

me der Gemeindesteuerausscheidung und gegebenenfalls weiterer Ermittlung des 

Sachverhalts an die Vorinstanz ins erstinstanzliche Verfahren zurückzuweisen. 

 

 

 6. Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung des Rekurses. Die 

Kosten des Verfahrens werden der unterliegenden Partei auferlegt; wird der Rekurs 

teilweise gutgeheissen, werden sie anteilsmässig auferlegt (§ 151 Abs. 1 StG). Nach-

dem der Pflichtige zu einem grossen Teil obsiegt (mit Ausnahme des "Verfahrensan-

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trags"), rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten zu 9/10 der Rekursgegnerin und zu 

1/10 dem Pflichtigen aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen, 

da der Pflichtige nicht vertreten ist, die Abfassung der Rekurs-/Beschwerdeschrift kei-

nen besonderen Aufwand erforderte und der Einspracheentscheid auch nicht offen-

sichtlich unbegründet ist, d.h. nicht willkürlich oder fahrlässig getroffen wurde (§ 152 

StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1954/8. Juni 

1997). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

 

 

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom 8. Juni 

2010 wird aufgehoben. Die Sache wird im Sinn der Erwägungen an das kantonale 

Steueramt ins erstinstanzliche Verfahren zurückgewiesen. 

 

[…]