# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8c61d2a-0df2-5871-ae1e-9d074ebfee52
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 26.02.2007 PZ 2006 187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2006-187_2007-02-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 26. Februar 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 06 187

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuar Blöchlinger

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Im Rekurs

des X., Gesuchsteller und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Di-
ana Honegger Droll, Postfach 57, Masanserstrasse 35, 7006 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 26. September 
2006, mitgeteilt am 28. September 2006, in Sachen gegen Y., Gesuchsgegnerin 
und Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Post-
fach, Postgasse 5, 9620 Lichtensteig, 

betreffend Abänderung von Eheschutzmassnahmen,

hat sich ergeben:

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A.1. Mit Verfügung vom 5. September 2005, mitgeteilt am 13. Septem-
ber 2005, verpflichtete der Bezirksgerichtspräsident Imboden als Eheschutzrich-
ter X., seiner Ehefrau Y. ab September 2005 und für die effektive Dauer der 
Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'626.00 zuzüglich allfäl-
liger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

2. Am 16. Januar 2006 stellte X. beim Bezirksgerichtspräsidium Im-
boden das Gesuch um Abänderung der vorerwähnten Eheschutzverfügung. An-
lässlich der Eheschutzverhandlung vom 8. März 2006 schlossen die Parteien 
einen Vergleich ab. Demgemäss verpflichtet sich X., Y. ab Februar 2006 für die 
effektive Dauer der Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1'900.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu be-
zahlen. Zudem verpflichtete er sich, seiner Ehefrau die Hälfte der ihm zusätzlich 
ausbezahlten Vergütungen (Überstunden- und Wochenendentschädigungen 
etc.) zu überweisen. Dieser Vergleich wurde in die Abschreibungsverfügung vom 
9. März 2006 aufgenommen.

B.1. Unter Beilage einer Lohnabrechnung für den Monat August 2006 
teilte X. dem Eheschutzrichter des Bezirksgerichts Imboden mit, dass er einen 
neuen Arbeitgeber habe und sich seine finanzielle Situation verändert hätte. Er 
ersuche deshalb um eine Neufestlegung seiner Unterhaltsverpflichtung. 

2. Mit Verfügung vom 26. September 2006, mitgeteilt am 28. Septem-
ber 2006, erkannte der Bezirksgerichtspräsident Imboden:

1. Das Gesuch um Abänderung der Eheschutzverfügung des Be-
zirksgerichtspräsidiums Imboden vom 5./13. September 2005, re-
spektive vom 9. März 2006, wird abgewiesen.

2. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 500.00 gehen zulasten des 
Gesuchstellers und werden der Gemeinde Rhäzüns, zulasten wel-
cher für X. die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, unter 
Vorbehalt des Rückforderungsrechtes des Gemeinwesens, in Rech-
nung gestellt und sind innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzah-
lungsschein dem Bezirksgericht Imboden zu überweisen.

Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung). 

Zur Begründung führte der Bezirksgerichtspräsident Imboden im Wesent-
lichen aus, ob und in welchem Umfang sich allenfalls das Einkommen des Ge-
suchstellers dauernd verändert habe, lasse sich derzeit nicht feststellen. Der Ge-

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suchsteller habe nachzuweisen, dass sich seine Einkommensverhältnisse dau-
ernd und wesentlich verändert hätten. Dieser Beweis könne er bei der gegebe-
nen Sachlage nur dann erbringen, wenn er im Besitze einer repräsentativen An-
zahl Lohnabrechnungen sei. 

C.1. Gegen diese Verfügung liess X., nunmehr vertreten durch Rechts-
anwältin Honegger Droll, am 19. Oktober 2006 Rekurs beim Kantonsgerichts-
präsidium Graubünden erheben, wobei folgende Anträge gestellt wurden:

1. Die Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden 
vom 26. September 2006 sei aufzuheben.

2. Der vom Ehemann an die Ehefrau zu leistende Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 1'900.-- gemäss Trennungsvereinbarung vom 15. Februar 
2006 und Abschreibungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums 
Imboden vom 9. März 2006 sei ab 1. August 2006 auf Fr. 1'078.-- im 
Monat herabzusetzen. 

3. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge für die 
Verfahren vor beiden Instanzen zu Lasten der Rekursgegnerin. 

Zur Begründung brachte die Rechtsvertreterin von X. im Wesentlichen 
vor, die finanzielle Situation von X. habe sich mit dem Stellenwechsel, mit dem 
pro Monat Mindereinnahmen von Fr. 400.-- verbunden seien, tatsächlich wesent-
lich und dauerhaft verändert. Alsdann habe die Vorinstanz den Bedarf der Par-
teien keiner Prüfung unterzogen. So gelte insbesondere zu berücksichtigen, 
dass X., der vorerst zu seiner Mutter gezogen sei, seinen Scheidungswillen 
geäussert habe und deshalb nunmehr ein eigenständiges Leben führen wolle. 
Praxisgemäss seien ihm deshalb mindestens Fr. 800.- an Miete zuzugestehen. 
Der aktuelle Bedarf der Rekursgegnerin sei nicht bekannt. Pendente lite habe X. 
erfahren, dass seine Frau nach C. umgezogen sei. Auf der Einkommensseite sei 
zu prüfen, ob der Ehefrau eine Arbeitstätigkeit zugemutet bzw. welcher 
Eigenverdienst ihr gestützt darauf angerechnet werden könne. Der Grund für 
den Wohnsitzwechsel könne nur im Antritt einer Arbeitsstelle oder in der Auf-
nahme einer neuen Beziehung liegen. Beides sei für das Abänderungsverfahren 
bedeutsam.

2. Y., vertreten durch Rechtanwalt Markus Roos, liess in ihrer Stel-
lungnahme vom 13. November 2006 folgende Anträge stellen:

1. Der Rekurs des Rekurrenten vom 19. Oktober 2006 sei abzuweisen.

2. Demnach sei die Eheschutzverfügung des Be-
zirksgerichtspräsidenten Imboden vom 26. September 2006 zu 
schützen.

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3. Dem Rekurs vom 19. Oktober 2006 sei die aufschiebende Wirkung 
zu verweigern.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Rekurrenten.

Zur Begründung brachte der Rechtsvertreter von Y. vor, das Vorgehen 
des Rekurrenten sei höchst fragwürdig. Seit dem Auszug aus der gemeinsamen 
Wohnung habe die Rekursgegnerin diverse Zahlungen des Rekurrenten über-
nommen. Der Rekurrent habe bei ihr Schulden im Umfang von mehreren Tau-
send Deutscher Mark, die er nie beglichen habe. Der Rekurrent habe den Stel-
lenwechsel mit seinem Verhalten selbst verschuldet. Es mache den Anschein, 
dass er sein Monatseinkommen böswillig zum Nachteil der Rekursgegnerin zu 
vermindern versuche. Eine für den Rekurrenten nachteilige Veränderung der 
Einkommenssituation sei in keiner Weise gegeben. Der Rekurrent habe seine 
Mietzahlungen bzw. Schritte zu einem eigenständigeren Leben zu beweisen. Die 
Rekursgegnerin habe am 1. Juli 2006 eine Arbeitsstelle bei der B. AG in A. ange-
treten und generiere ein monatliches Einkommen. Diese Arbeitsstelle sei jedoch 
stark gefährdet, da die Rekursgegnerin die körperliche Überbelastung nicht mehr 
ertrage. Eine Kündigung in naher Zukunft werde unumgänglich sein, was in der 
Folge auch die erneute Einkommenslosigkeit der Rekursgegnerin nach sich zie-
hen werde. Folglich dürfe man künftig bei der Rekursgegnerin nicht vom Mo-
natseinkommen der letzten vier Monate ausgehen. 

3. Der Bezirksgerichtspräsident Imboden verzichtete mit Schreiben 
vom 24. Oktober 2006 auf die Einreichung einer Stellungnahme.

4. Am 14. November 2006 stellte das Kantonsgerichtspräsidium 
Graubünden der Rechtsvertreterin von X. ein Exemplar der Stellungnahme der 
Rekursgegnerin zu.

5. Mit Schreiben vom 30. November 2006 teilte die Rechtsvertreterin 
von X. dem Kantonsgerichtspräsidium mit, dass sie - nachdem sich im Rekurs-
verfahren echte Noven ergeben hätten, die nicht beurteilt werden könnten - den 
Rekurs zurückziehe. Das Gericht werde ersucht, den Rekurs ohne Erhebung von 
Kosten abzuschreiben.

6. Am 5. Dezember 2006 räumte das Kantonsgerichtpräsidium Grau-
bünden der Rekursgegnerin die Möglichkeit ein, sich zur Frage der ausserge-
richtlichen Kostenfolge zu äussern. 

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7. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2006 stellte der Rechtsvertreter 
der Rekursgegnerin den Antrag, es seien die seiner Mandantin angefallenen 
aussergerichtlichen Kosten gestützt auf deren Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege vom Staat zu übernehmen. Eventualiter seien die ausseramtlichen 
Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen. Dem Schreiben wurde eine detaillierte 
Honorarnote beigelegt. Darin werden für das Rekursverfahren ein Zeithonorar 
von Fr. 6'375.05 und Auslagen (Spesen) von Fr. 169.50, total und inklusive 
Mehrwertsteuer Fr. 7041.95, geltend gemacht. 

8. Auf die weiteren Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid und 
in den Eingaben der Parteien wird - soweit erforderlich - in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen. 

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung:

1. Eine anhängige Klage kann bis zum Ende der Hauptverhandlung 
jederzeit zurückgezogen, anerkannt oder durch Vergleich erledigt werden (Art. 
114 Abs. 1 ZPO). Gestützt auf die Erklärung des Rekurrenten vom 30. Novem-
ber 2006 ist demnach der von ihm erhobene Rekurs als durch Rückzug erledigt 
vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben. 

2. Gemäss Art. 114 Abs. 1 ZPO ist im Falle des Rückzuges der Klä-
ger in der Regel verpflichtet, die ergangenen gerichtlichen und aussergerichtli-
chen Kosten zu vergüten. Die Höhe der aussergerichtlichen Entschädigung be-
stimmt im Streitfall der Gerichtspräsident gemäss Art. 122 ZPO, wonach der un-
terliegende Teil in der Regel zur Übernahme sämtlicher Kosten des Verfahrens 
verpflichtet wird. Hat keine Partei vollständig obsiegt, können die Kosten verhält-
nismässig verteilt werden, wenn die unterliegende Partei sich in guten Treuen 
zur Prozessführung veranlasst sah oder der genaue Umfang des Anspruchs für 
den Kläger aus objektiven Gründen nicht überblickbar war. Gemäss Art. 122 
Abs. 2 ZPO wird die unterliegende Partei grundsätzlich verpflichtet, der obsie-
genden alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu er-
setzen. Hat eine Partei unnötigerweise gerichtliche oder aussergerichtliche Kos-
ten verursacht, werden sie ihr gemäss Art. 122 Abs. 3 ZPO hingegen ohne Rück-
sicht auf den Ausgang des Prozesses auferlegt. Wie der klare Wortlaut von Art. 
114 Abs. 1 ZPO und Art. 122 Abs. 1 ZPO erkennen lässt, bildet die ausgangs-
gemässe Verteilung der Kosten wohl den Normalfall. Mit der Wendung "in der 
Regel" bringt das Gesetz jedoch zum Ausdruck, dass keine starre Regel besteht. 

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Ausnahmen vom Grundsatz sind zulässig und es bleibt insofern dem richterli-
chen Ermessen anheim gestellt, ob und in welchem Umfang vom üblicherweise 
Geltenden abgewichen wird. Doch darf dies nicht willkürlich geschehen; der Ent-
scheid muss sich vielmehr sachlich vertreten lassen (PKG 1988 Nr. 14 S. 72). 

a) Keine Ausnahme im vorerwähnten Sinn bildet die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege. Die Kostenübernahme durch das Gemeinwesen 
ist - wie aus Art. 47 Abs. 2 ZPO folgt - immer subsidiär zur Prozessentschädi-
gung der Gegenpartei. Der Antrag der Rekursgegnerin, es sei ihr in erster Linie 
eine Entschädigung zu Lasten der unentgeltlichen Rechtspflege auszurichten, 
ist demnach ungeachtet der Frage, ob überhaupt ein Anspruch auf Bevorschus-
sung der Kosten durch das Gemeinwesen besteht, abzuweisen. 

b) Die Rechtsvertreterin des Rekurrenten begründet den Rückzug 
des Rekurses damit, dass sich im Rekursverfahren echte Noven ergeben hät-
ten, die nicht beurteilt werden könnten. Das trifft zweifellos zu. Allerdings wurden 
solche Noven nicht nur von der Rekursgegnerin, sondern auch vom Rekurrenten 
eingebracht. In seinem bei der Vorinstanz eingereichten Gesuch um Abände-
rung der Eheschutzmassnahmen führte der Rekurrent aus, seine finanzielle Si-
tuation habe sich durch einen Stellenwechsel ab August 2006 verändert. Wie der 
vorinstanzlichen Verfügung entnommen werden kann, wurden von ihm anläss-
lich der Einigungsverhandlung keine weiteren Abänderungsgründe vorgetragen. 
Im Rekursverfahren wurde dann aber seitens des Rekurrenten nicht nur der 
Wechsel in der Arbeitstätigkeit als Grund für die beantragte Abänderung vor-
getragen. Vielmehr machte der Rekurrent auch geltend, sein Bedarf habe sich 
erhöht. Das Vorbringen neuer Tatsachen sowie die Einlage neuer Beweise über 
neue Tatsachen sind im Rekursverfahren nach Art. 12 EGzZGB weder aus-
drücklich zugelassen noch explizit ausgeschlossen. Es gelten jedoch sinn-
gemäss die Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Beschwerde wegen 
Gesetzesverletzung (Art. 232 ZPO), was klarerweise für ein Novenverbot spricht 
(Art. 233 Abs. 2 ZPO; PKG 2000 Nr. 14). Aufgrund des Umstandes, dass der 
Kantonsgerichtspräsident jedoch gemäss Art. 12 Abs. 2 EGzZGB von Amtes we-
gen neue Beweise erheben kann, muss es indes auch den Parteien gestattet 
sein, im Rekursverfahren neue Urkunden einzureichen (PKG 2001 Nr. 39 mit 
Bezug auf Art. 152 ZPO). Diese müssen sich jedoch - soweit die Verhandlungs- 
und Eventualmaxime beachtlich ist - auf bereits behauptete Tatsachen beziehen. 
Auf die nachträglich vorgetragenen Abänderungsgründe wäre demnach nicht 
einzutreten gewesen. Insofern ist auch klarerweise eine Kosten- und Entschä-

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digungspflicht des Rekurrenten zu bejahen. Dass auch die Rekursgegnerin mit 
den Ausführungen zu den bei ihr eingetretenen Veränderungen im Rekursver-
fahren unzulässige Noven einbrachte, bleibt in diesem Zusammenhang bedeu-
tungslos. Wie dem vorinstanzlichen Protokoll entnommen werden kann, hörte 
der Bezirksgerichtspräsident Imboden anlässlich der Verhandlung nur den Re-
kurrenten an, so dass die Rekursgegnerin gar keine Gelegenheit hatte, die seit 
Erlass der Eheschutzverfügung eingetretenen Veränderungen in ihrem Leben 
(Antritt einer Arbeitsstelle in A. per 1. Juli 2006, Wegzug von Chur) vorzutragen. 
Wohl hätte es schliesslich nahe gelegen, den Rekurrenten von sich aus über die 
Veränderungen zu informieren. Damit hätte der Rekurrent auch die Möglichkeit 
gehabt, diesen Umständen bereits in seinem Gesuch um Abänderung der Ehe-
schutzmassnahmen Rechnung zu tragen. Andererseits wäre aber auch der Re-
kurrent gehalten gewesen, sich bei der Rekursgegnerin vor Anhängigmachung 
des Abänderungsverfahrens nach möglichen Veränderungen zu erkundigen 
(Art. 170 ZGB). So macht es letztlich wenig Sinn, wenn die Abänderungsverfah-
ren beidseits dazu verwendet werden, die Gegenpartei erstmals mit den zwi-
schenzeitlich eingetretenen Veränderungen zu konfrontieren. 

Ausgehend von diesen Anmerkungen zur Kosten- und Entschädigungs-
pflicht ist nun in einem nächsten Schritt auf die Entschädigungsforderung der 
Rekursgegnerin einzugehen. 

3. Der Rechtsvertreter der Rekursgegnerin hat in seiner Eingabe vom 
6. Dezember 2006 eine Honorarforderung von nicht weniger als Fr. 7'041.95 ge-
stellt. Dabei wird detailliert ein Zeitaufwand von 25 1/2 Stunden aufgeführt. Ein 
dermassen hoher Entschädigungsanspruch besteht nicht. 

a) Gemäss Vollmacht vertritt Rechtsanwalt Markus Roos-Nieder-
mann die Rekursgegnerin seit dem 1. September 2006. In Erscheinung trat ihr 
Rechtsvertreter im vorinstanzlichen Verfahren indes nicht. Der Rekurs von X. 
ging am 20. Oktober 2006 beim Kantonsgerichtspräsidium Graubünden ein. 
Gleichentags wurde der Rekursgegnerin ein Exemplar der Rekursschrift zuge-
stellt und ihr Gelegenheit eingeräumt, sich zur Sache zu äussern. Frühestens ab 
diesem Zeitpunkt kann Y. demnach im Rekursverfahren Aufwand entstanden 
sein. In der Honorarforderung wird nun jedoch ein zeitlicher Aufwand von 5.91 
Stunden für die Zeit vom 1. September 2006 bis 10. Oktober 2006 ausgewiesen. 
Auf Seiten der Rekursgegnerin wurde demnach Aufwand in Rechnung gestellt, 
der nicht das Rekursverfahren betrifft und teilweise nicht einmal dem vorinstanz-

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lichen Verfahren zugeordnet werden kann, da er für den Zeitraum vor der An-
hängigmachung des Gesuchs um Abänderung der Eheschutzmassnahmen aus-
gewiesen wurde. Dass für diesen Aufwand keine Entschädigung geschuldet ist, 
braucht keiner weitergehenden Erörterungen. 

b) Für die Zeit nach Anhängigmachung des Rekurs - eine erste Leis-
tung scheint für den 23. Oktober 2006 auf - verbleiben von den 25.5 Stunden 
nach Abzug der für die Zeit vor Anhängigmachung des Rekurses geltend ge-
machten 5.91 Stunden noch 19.59 Stunden. Davon entfallen 2.58 Stunden auf 
Korrespondenz und Besprechungen, 11.25 Stunden auf die Redaktion der Re-
kursantwort und 5.75 Stunden auf die Ausarbeitung des Gesuchs um unentgelt-
liche Rechtspflege. Letzteres wurde - ebenfalls mit heutigem Datum erlassenem 
Entscheid - insofern gutgeheissen, als Y. im Falle der Uneinbringlichkeit der ihr 
zugesprochenen Entschädigung die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt wurde. Somit hat der Rekurrent grundsätzlich auch für die Parteikosten 
der Rekursgegnerin im Gesuchsverfahren aufzukommen. 

c) Weder im Gesuchs- noch im Rekursverfahren stellten sich vorlie-
gend irgendwelche nennenswerten Probleme. Vom Rechtlichen her war sowohl 
im Rekurs- wie auch im Gesuchsverfahren kaum mehr als ein Blick in die mass-
geblichen Gesetze (ZPO/ZGB) erforderlich. Auch in der Sache waren die beiden 
Verfahren überschaubar. Insbesondere bestanden weitgehende Parallelen. So-
wohl im Rekurs- wie im Gesuchsverfahren waren Bedarf und Leistungsfähigkeit 
darzulegen. Der Unterschied besteht im Wesentlichen eigentlich nur darin, dass 
im Gesuchsverfahren noch ein Zuschlag von 20 % auf den Grundbetrag ge-
macht werden darf. Mit der Geringfügigkeit der Sache lassen sich nun weder die 
für Unterredungen mit der Klientin in Rechnung gestellten 2 Stunden, noch die 
17 Stunden Aufwand für die Ausfertigung der beiden Eingaben vereinbaren. Der 
Rechtsvertreter wurde - wie der Honorarnote zu entnehmen ist, am 1. September 
2006 mit der Vertretung in der Ehescheidung/Eheschutz betraut. Es fanden be-
reits Besprechungen im Vorfeld des Rekurses (1.75 Stunden) statt, so dass 
kaum anzunehmen ist, der Rechtsvertreter der Rekursgegnerin habe sich gänz-
lich neu über die Situation informieren und in den Sachverhalt einarbeiten müs-
sen. Schliesslich umfasst die Eingabe im Gesuchsverfahren 10 Seiten, wovon 
aber lediglich 6 Seiten auf die Begründung entfallen. Diese Begründung musste 
dann schliesslich - was die Rekursgegnerin selbst zu vertreten hat - noch ab-
geändert werden, nachdem das Kantonsgerichtspräsidium Graubünden ent-
sprechende Belege für die vorgetragenen Behauptungen einverlangte. Im Re-

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kursverfahren wurde das Problem des Novenrechts von der Rekursgegnerin gar 
nicht erst aufgegriffen. Auch von der vorgetragenen Rekursbegründung her stell-
ten sich kaum Unklarheiten und es lag auch kein umfangreiches Dossier vor. 
Eingereicht wurde eine 14-seitige Rechtsschrift, die sich zur Hälfte aus einer Dar-
stellung des Sachverhalts, der Auflistung der beantragten Beweise und dem In-
halts- sowie dem Aktenverzeichnis zusammensetzt. Der für das Gesuchs- und 
Rekursverfahren geltend gemachte Aufwand erscheint unter diesen Umständen 
als entschieden zu hoch. Mehr als 12 Stunden an entschädigungspflichtigem 
Aufwand lässt sich in diesem vom Umfang her kleinen und rechtlich wie sachlich 
überschaubaren Verfahren schlicht nicht rechtfertigen. 

d) Für die ziffernmässige Berechnung dieses Honorars nach Zeitauf-
wand ist von den Empfehlungen des Bündnerischen Anwaltsverbandes über die 
Honoraransätze auszugehen (vgl. PKG 1995 Nr. 20). Somit ist der vorerwähnte 
Aufwand nach dem im massgeblichen Zeitpunkt gültigen Stundensatz von Fr. 
220.-- und nicht - wie vom Rechtsvertreter der Rekursgegnerin gefordert - mit 
einem solchen von Fr. 250.-- zu entschädigen. Das entschädigungspflichtige 
Zeithonorar beträgt demzufolge 2640.--. Zuzüglich einer Entschädigung von Fr. 
169.50 für Auslagen und Spesen ergibt sich ein Gesamtbetrag von Fr. 2'809.50. 
Unter Einschluss der Mehrwertsteuer von 7.6 % beläuft sich die Entschädigung 
demnach auf Fr. 3'023.--. 

4. Wie dargelegt wurde, hat grundsätzlich der Rekurrent beim Rück-
zug des Rekurses für die angefallenen amtlichen Kosten aufzukommen. Der 
nicht unbeträchtliche gerichtliche Aufwand, der durch die Prüfung der unange-
messen hohen Honorarforderung entstanden ist, hat jedoch nicht der Rekurrent, 
sondern die Rekursgegnerin zu vertreten. Demgemäss rechtfertigt es sich, die 
amtlichen Kosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- und den 
Schreibgebühren von Fr. 176.--, total somit Fr. 776.--., zu 2/3 der Rekursgegne-
rin und zu 1/3 dem Rekurrenten aufzuerlegen. 

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Demnach verfügt das Kantonsgerichtspräsidium:

1. Der Rekurs wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. 

2. Die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 600.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 176.--, total somit Fr. 
776.--, gehen zu 2/3 zu Lasten der der Rekursgegnerin und zu 1/3 zu Las-
ten des Rekurrenten, der die Rekursgegnerin für das Rekursverfahren zu-
dem mit Fr. 3'023.-- inklusive Mehrwertsteuer ausseramtlich zu entschädi-
gen hat. 

3. Mitteilung an:

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Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden:
Der Vizepräsident:                                       Der Aktuar: