# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3ee22b4-bf1a-5caa-b51f-294220af36af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2008 E-7176/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7176-2008_2008-11-20.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7176/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Adrian Brand.

A._______, Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Andreas Bänziger,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 4. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7176/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein eritreischer Staatsangehöriger tigri-
nischer Ethnie – eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat im Sep-
tember  2007  verliess  und  über  den  B._______,  C._______ sowie 
Italien am   23. Juli  2008 illegal  in  die  Schweiz einreiste,  wo er  am 
selben Tag um Asyl nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Emp-
fangs- und Verfahrenszentrum D._______ vom 31. Juli 2008 sowie der 
direkten  Bundesanhörung  vom  13.  August  2008  zur  Begründung 
seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei in Eritrea 
im Jahr  2004 unter  dem unzutreffenden Vorwurf,  er  plane das Land 
illegal  zu  verlassen,  verhaftet  und  ins  Gefängnis  von  E._______ 
gebracht worden,

dass er während seiner Haft verhört und geschlagen worden sei,

dass  ihm  zusammen  mit  einem  Mitgefangenen  am  15.  September 
2007 anlässlich eines Arbeitseinsatzes ausserhalb des Gefängnisses 
die Flucht aus der Gefangenschaft gelungen sei,

dass er sich aus diesen Gründen zur Ausreise aus Eritrea ent-schlos-
sen habe,

dass bezüglich der weiteren Aussagen des Beschwerdeführers auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 4. November  2008 – eröffnet  am 
5. November 2008 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretensentscheids im We-
sentlichen anführte, der Beschwerdeführer habe sich vor seiner Einrei-
se in die Schweiz in Italien, einem vom Bundesrat bezeichneten siche-
ren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG, aufgehalten 
und zudem liege kein Ausnahmetatbestand im Sinne von Art. 34 Abs. 3 
AsylG vor,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
heben und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie 
die  Zurückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz  zur  Neubeurteilung 
beantragen liess,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses so-
wie die Edition der Aktenstücke A15 und A22 beantragen liess,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass das Gesuch um Edition der Aktenstücke A15 und A22 abzuwei-
sen ist, zumal es sich bei diesen Akten um unwesentliche Akten han-
delt, welche nicht unter das Akteneinsichtsrecht gemäss Art. 26 VwVG 
fallen;  zudem  wurde  dem  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 
8. Oktober 2008 zur Kenntnis gebracht, die italienischen Behörden hät-
ten einer Rückübernahme zugestimmt und ihm gleichzeitig die Mög-
lichkeit zur Stellungnahme geboten,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 
zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben 
(Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-

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gehörige in der Schweiz leben, oder die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor 
Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art. 34  Abs. 3 
Bst. a-c AsylG),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  vor  seiner  illegalen  Einreise  in  die 
Schweiz in Italien aufgehalten hat und am 19. Juli 2008 anlässlich ei-
nes versuchten illegalen Grenzübertritts nach Italien zurückgewiesen 
wurde,

dass  Italien  (und  ebenso  alle  anderen  EU-  und  EFTA-Staaten)  am 
14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat bezeichnet 
worden ist,

dass der Beschwerdeführer nach Italien zurückkehren kann, da die ita-
lienischen Behörden am 4. September 2008 einer Rückübernahme zu-
gestimmt und am 16. Oktober 2008 die Frist zur Rückübernahme ver-
längert haben,

dass keine Personen, zu welchen der Beschwerdeführer enge Bezie-
hungen hat, oder nahe Angehörige in der Schweiz leben (vgl. A5/11, 
S. 4),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht und mit zu-
treffender  Begründung  ausgeführt  hat,  die  Asylvorbringen  des  Be-
schwerdeführers  müssten  bezweifelt  werden,  weshalb  er  die  Flücht-
lingseigenschaft nicht offensichtlich erfülle,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen geltend macht, entgegen der von der Vorinstanz vertretenen Auf-
fassung seien seine Ausführungen hinsichtlich seiner Inhaftierung, der 
Flucht  aus  dem Gefängnis  sowie  der  illegalen  Ausreise  aus  Eritrea 
substanziiert und widerspruchsfrei ausgefallen,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  ausführte, 
sie seien über die Hecke, welche das Gefängnis umgeben habe, ge-
sprungen (vgl. A5/11, S. 6), im Widerspruch dazu aber anlässlich der 
direkten Bundesanhörung ausführte, sie seien auf einem von einer He-
cke umgebenen Feld unter freiem Himmel gewesen, als sie geflüchtet 
seien (vgl. A10/18, S. 12),

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dass die Ausführungen des Beschwerdeführers, sie seien ungefähr 90 
Gefangene auf dem Feld gewesen, für deren Bewachung ungefähr 15 
Wächter  zuständig  gewesen  seien,  realitätsfremd  erscheinen,  zumal 
zur Verhinderung einer Flucht lediglich eine 150 Zentimeter hohe und 
30 Zentimeter  breite  Hecke vorhanden gewesen sei  (vgl. A10/18,  S. 
12),

dass seine Ausführungen,  er  habe zuerst  gezögert,  als  ihm ein Mit-
häftling die Flucht vorgeschlagen habe, da er (der Beschwerdeführer) 
geglaubt habe, dieser Mithäftling sei „einer der anderen“ (vgl. A10/18, 
S. 11) im Widerspruch zu seiner späteren Aussage steht, wonach er 
diesen  Häftling  schon  seit  zwei  Jahren  gekannt  habe  und  sie  gute 
Freunde gewesen seien (vgl. A10/18, S. 13),

dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers deshalb angezweifelt 
werden müssen, er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG so-
mit nicht offensichtlich erfüllt,

dass bezüglich Italien keine Hinweise auf  einen fehlenden effektiven 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG vorliegen,

dass es sich aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt, auf die 
weiteren  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  einzugehen,  da 
diese offensichtlich nicht geeignet sind, bezüglich des Nichteintretens 
auf das Asylgesuch eine andere Beurteilung zu bewirken,

dass  somit  kein  Ausnahmetatbestand  im  Sinne  von  Art.  34  Abs.  3 
AsylG vorliegt, welcher die Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG 
ausschliessen würde,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige 
Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des Be-
schwerdeführers nach Italien sprechen,

dass in der Rechtsmitteleingabe gerügt wird, unter Ziffer 2 des Dispo-
sitivs der angefochtenen Verfügung sei lediglich festgehalten, der Be-
schwerdeführer  werde aus der  Schweiz weggewiesen,  es fehle aber 
der Hinweis, dass er  nach Italien weggewiesen werde und dass der 
Vollzug der Wegweisung nach Eritrea ausgeschlossen sei,

dass die Folge eines Nichteintretens gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG die Wegweisung in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 
Bst. b AsylG ist und der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat 
nicht geprüft wird,

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dass sich  das  BFM deshalb  in  den Erwägungen  der  angefochtenen 
Verfügung zu Recht  auf  Ausführungen zum Vollzug der Wegweisung 
nach Italien beschränkt hat,

dass  das  BFM  die  Ausführungen,  in  welchen  Staat  der  Vollzug  der 
Wegweisung zu erfolgen hat, zu Recht in den Erwägungen vorgenom-
men hat,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  die  Beschwerdebegehren  aus  den  dargelegten  Gründen  von 
vornherein aussichtslos waren,  weshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 
abzuweisen ist,

dass mit Ausfällung des vorliegenden Entscheids das Gesuch um Ver-
zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Edition der Akten A15 und A22 wird abgewiesen.

3.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

4.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vorab per Telefax; Ein-
schreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- F._______ (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Adrian Brand

Versand: 

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