# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2566094-066f-5824-9117-67732ab72bd8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 07.12.2021 HG210051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG210051_2021-12-07.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG210051-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Vizepräsidentin, und Oberrichter 

Dr. Stephan Mazan, die Handelsrichter Dr. Martin Liebi, Jean-Marc 

Bovet und Stefan Vogler sowie die Gerichtsschreiberin Nadja Kiener 

 

Urteil vom 7. Dezember 2021 

 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____,  

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X2._____,  

 

gegen 

 

B._____, INC.,  
Beklagte 

 

betreffend Forderung 
 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
USD 125'000.00 zu bezahlen, zuzüglich 5% Zins p.a. seit 
21. September 2018. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.7% 
MwSt.) zulasten der Beklagten." 

 

Erwägungen: 

1. Formelles 

1.1. Parteien und Prozessgegenstand 

Bei der Klägerin handelt es sich um eine schweizerische Aktiengesellschaft mit 

Sitz in Zürich. Ihr hauptsächlicher Zweck besteht im Betreiben von Beteiligungs-

gesellschaften (act. 1 Rz. 2 und Rz. 22 und act. 3/1).  

Die Beklagte ist eine US-amerikanische Kapitalgesellschaft mit Sitz in C._____ 

[Staat], deren Zweck es ist, alle rechtmässigen Geschäfte zu tätigen, die nach 

den Gesetzen der Vereinigten Staaten und des Staates C._____ erlaubt sind 

(act. 1 Rz. 3 und Rz. 23, act. 3/2, act. 3/4, act. 8/12 und act. 12/13).  

Gegenstand der vorliegenden Klage bildet die Rückzahlung eines im Jahr 2019 

gewährten Darlehens der Klägerin an die Beklagte. 

1.2. Prozessverlauf 

Die Klägerin reichte die Klage samt Beilagen am 11. März 2021 (Datum Post-

stempel) hierorts ein (act. 1 und act. 3/1-10). Mit Verfügung vom 12. März 2021 

wurde der Klägerin eine Frist angesetzt, um für die Gerichtskosten einen Vor-

schuss von CHF 9'400.– zu leisten. Gleichzeitig wurde ihr eine nämliche Frist als 

Nachfrist angesetzt, um eine neue oder bereinigte Vollmacht sowie ein aktuelles 

amtliches Dokument (analog Handelsregisterauszug) einzureichen, woraus er-

sichtlich ist, wer für die Beklagte zeichnungsberechtigt ist (act. 4). Die Klägerin 

bezahlte den Vorschuss für die Gerichtskosten fristgerecht und kam den übrigen 

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Auflagen ebenfalls innert Frist nach (act. 6, act. 7, act. 8/12-13 und act. 9). Mit 

Verfügung vom 5. Mai 2021 wurde der Beklagten Frist zur Erstattung der Kla-

geantwort und zur Bezeichnung eines Zustellungsdomizils in der Schweiz ange-

setzt, unter der Androhung, dass bei Nichtbefolgung dieser Aufforderung künftige 

Zustellungen durch Publikation im kantonalen Amtsblatt oder im schweizerischen 

Handelsamtsblatt erfolgen würden (act. 10). Die Verfügung wurde der Beklagten 

auf dem Rechtshilfeweg im August 2021 zugestellt (act. 11 B). Die Beklagte reich-

te innert angesetzter Frist keine Klageantwort ein und gab auch kein Zustellungs-

domizil in der Schweiz bekannt. Entsprechend wurde ihr mit Verfügung vom 

4. November 2021 Nachfrist i.S.v. Art. 223 Abs. 1 ZPO von 10 Tagen zur Erstat-

tung der Klageantwort angesetzt, wobei darauf hingewiesen wurde, dass das hie-

sige Gericht bei erneuter Säumnis entweder einen Endentscheid treffen werde, 

sofern die Angelegenheit spruchreif sei, oder zur Hauptverhandlung vorgeladen 

werde (act. 12). Die Zustellung dieser Verfügung erfolgte am 9. November 2021 

durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt (act. 14). Die Beklagte 

blieb auch innert Nachfrist säumig.  

1.3. Zustellungen an die Beklagte 

Die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden erfolgt durch ein-

geschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung 

(Art. 138 Abs. 1 ZPO). Das Gericht kann eine Partei mit Wohnsitz oder Sitz im 

Ausland anweisen, ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zu bezeichnen. Als Zu-

stellungsdomizil muss eine Adresse in der Schweiz bezeichnet werden, an die die 

Zustellungen in Zukunft erfolgen können. Lässt sich eine Partei durch einen An-

walt vertreten, besteht an der Geschäftsadresse desselben immer auch ein Zu-

stellungsdomizil (BSK ZPO-GSCHWEND, Art. 140 N 4 und Art. 137 ZPO). Unter-

lässt es die im Ausland wohnhafte Partei trotz der ihr androhungsgemäss zuge-

stellten gerichtlichen Anweisung, ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen, können 

alle im weiteren Verlaufe des Verfahrens gemäss Art. 136 ZPO vorzunehmenden 

Zustellungen durch Publikation erfolgen (Art. 141 Abs. 1 lit. c ZPO). Mit der 

rechtmässig angeordneten Publikation entsteht die unwiderlegbare Vermutung, 

dass der Inhalt der publizierten Bekanntmachung dem Adressaten zur Kenntnis 

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gelangt ist. Diese Zustellungsfiktion tritt gemäss Art. 141 Abs. 2 ZPO am Tag der 

Publikation ein (BSK ZPO-GSCHWEND, Art. 141 N 5 f.). 

Bei der Beklagten handelt es sich wie bereits erwähnt um eine US-amerikanische 

Kapitalgesellschaft mit Sitz in C._____. Die Verfügungen vom 12. März 2021 und 

vom 5. Mai 2021 wurden der Beklagten folglich auf dem internationalen Rechtshil-

feweg zugestellt. Die Zustellung war erfolgreich (Zustellung im August 2021; 

act. 11 B). In der besagten Verfügung vom 5. Mai 2021 wurde der Beklagten Frist 

angesetzt, um Klagantwort zu erstatten sowie um ein Zustellungsdomizil in der 

Schweiz zu bezeichnen, unter der Androhung, dass bei Nichtbefolgung dieser 

Aufforderung künftige Zustellungen durch Publikation im kantonalen Amtsblatt 

oder im schweizerischen Handelsamtsblatt erfolgen würden (act. 10). Da die Be-

klagte innert der ihr angesetzten Frist und bis heute weder ein Zustellungsdomizil 

noch einen Rechtsvertreter in der Schweiz bezeichnete, wurde die Verfügung 

vom 4. November 2021 betreffend Nachfristansetzung zur Einreichung der Kla-

geantwort (act. 12) androhungsgemäss im Schweizerischen Handelsamtsblatt 

publiziert. Mit der am 9. November 2021 erfolgten Publikation gilt die Verfügung 

demnach als rechtswirksam zugestellt (act. 14). Ebenso können weitere im Ver-

lauf des Verfahrens vorzunehmende Zustellungen rechtswirksam durch Publikati-

on erfolgen. 

1.4. Versäumte Klageantwort / Spruchreife 

Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageant-

wort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die 

Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzun-

gen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden kann. Steht dem 

Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, dass der Klage-

grund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend substantiiert 

ist und – darüber hinaus – dass das Gericht an der Richtigkeit der klägerischen 

Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2 ZPO). 

Wenn es die klägerische Sachdarstellung erlaubt, ist nach dem Klagebegehren zu 

erkennen; wenn nicht, ist die Klage abzuweisen. Dabei hat das Gericht auch 

rechtshemmende, rechtshindernde und rechtsaufhebende Tatsachen zu berück-

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sichtigen, soweit sie in der Klage selbst angeführt sind. Andere Tatsachen, die 

aus den Akten ersichtlich sind, dürfen nicht berücksichtigt werden. Dem Gericht 

ist es im Anwendungsbereich der Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) 

verwehrt, eine ungenügend substantiierte Klage unter Rückgriff auf die Akten zu 

ergänzen. An der erforderlichen Spruchreife fehlt es dann, wenn das Klagebegeh-

ren oder die Begründung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich 

unvollständig ist (Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erhebli-

chem Mass als unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will (Art. 

153 Abs. 2 ZPO; BSK ZPO-WILLISEGGER, Art. 223 N 20 ff.). 

Ist die Voraussetzung der Spruchreife gegeben, trifft das Gericht bei definitiv ver-

säumter Klageantwort gestützt auf die unbestritten gebliebenen Vorbringen der 

klagenden Partei einen Endentscheid. Das Gericht ordnet dabei weder einen 

zweiten Schriftenwechsel an noch lädt es zur Hauptverhandlung vor (BK ZPO-

KILLIAS, Art. 223 N 10; BSK ZPO-WILLISEGGER, Art. 223 N 21). Ist die Klageantwort 

ausgeblieben, stellt sich auch die Frage der Replik nicht. Die klagende Partei 

kann daher nicht darauf vertrauen, mit einer Replik oder in einer Instruktionsver-

handlung noch neue Tatsachen und Beweismittel vortragen bzw. den Standpunkt 

verbessern zu können (ZK ZPO-LEUENBERGER, Art. 223 N 6).  

Die Beklagte hat die Klageantwort auch innert Nachfrist nicht eingereicht. Da sich 

die Angelegenheit zudem als spruchreif erweist, ist androhungsgemäss ein En-

dentscheid zu fällen (vgl. act.12 und Art. 147 Abs. 3 ZPO). 

1.5. Internationale, örtliche und sachliche Zuständigkeit 

Die internationale, örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des 

Kantons Zürich ist zwar nicht strittig, jedoch von Amtes wegen zu prüfen.  

Dass ein internationaler Sachverhalt vorliegt, ist offensichtlich. Die Parteien haben 

unbestrittenermassen eine Gerichsstandsklausel getroffen. Entgegen der klägeri-

schen Auffassung beurteilen sich Gültigkeit und Inhalt derselben hier nicht nach 

Art. 5 IPRG (act. 1 Rz. 4), sondern nach Art. 23 LugÜ. Es reicht nämlich aus, dass 

eine Partei in einem Drittstaat und die andere in einem Mitgliedstaat des LugÜ ih-

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ren Sitz hat, wenn das Gericht oder die Gerichte dieses Mitgliedstaates vereinbart 

worden sind (SHK LugÜ-KILLIAS, Art. 23 N 14; BSK LugÜ-BERGER, Art. 23 N 10 

und N 17). Die Klägerin hat ihren Sitz in Zürich (act. 3/2), mithin in der Schweiz. 

Alsdann wurde in Ziffer 11 des Darlehensvertrags eine Zuständigkeit in Zürich 

vereinbart (1 Rz. 5 und act. 3/3 Ziff. 11). Entsprechend ist das LugÜ – obschon 

der Sitz der Beklagten ausserhalb des LugÜ-Raums liegt – anwendbar. Die Vo-

raussetzungen gemäss Art. 23 Ziff. 1 LugÜ sind erfüllt und geben zu keinen weite-

ren Bemerkungen Anlass. Damit besteht eine gültige Gerichtsstandsvereinbarung 

zwischen den Parteien und die internationale Zuständigkeit der Schweiz sowie die 

örtliche Zuständigkeit des hiesigen Handelsgerichts sind gegeben.  

Die vorliegende Klage beschlägt die geschäftliche Tätigkeit der Beklagten, die 

den Handel und Verkauf von Spielautomaten an Casions in den D._____, 

E._____ und allenfalls weiteren Ländern betreibt (act. 1 Rz. 9). Sodann übersteigt 

der Streitwert CHF 30'000.– und beide Parteien sind im Handelsregister bzw. in 

einem vergleichbaren ausländischen Register eingetragen (act. 3/1, act. 3/2 und 

act. 8/13), womit das Handelsgericht des Kantons Zürich mithin auch sachlich zu-

ständig ist (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG). 

1.6. Partei- und Prozessfähigkeit der Beklagten 

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der Beklagten um eine US-amerikanische 

Gesellschaft mit Sitz in C._____. Der Website des "…" ist zu entnehmen, dass die 

Beklagte seit 25. September 2020 "inactive" ist (act. 3/2). Dieser Status steht der 

Partei- und Prozessfähigkeit der Beklagten als juristische Person nicht entgegen, 

handelt es sich doch lediglich um eine "administrative Auflösung", die "angeord-

net" wurde, weil die Beklagte den "annual report" nicht eingereicht hat (act. 1 

Rz. 24 und act. 3/2; "admin dissolution for annual report"). Sobald sie dieser Ver-

pflichtung nachkommt, wird fingiert, dass diese behördliche "administrative Auflö-

sung" nie stattgefunden hat. Die Partei- und Prozessfähigkeit der Beklagten wird 

durch diesen temporären inaktiven Status demnach nicht tangiert und ist damit 

gegeben. 

  

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1.7. Übrige Prozessvoraussetzungen 

Da die Klägerin den Barvorschuss geleistet hat (act. 9) und sich auch die übrigen 

Prozessvoraussetzungen als erfüllt erweisen und zu keinen weiteren Bemerkun-

gen Anlass geben, ist auf die Klage einzutreten (Art. 59 Abs. 1 und 2 ZPO).  

2. Materielles 

2.1. Unbestrittener Sachverhalt 

Nach unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin, haben die Parteien am 

10. September 2018 einen Darlehensvertrag abgeschlossen. Darin verpflichtete 

sich die Klägerin, der Beklagten ein Darlehen in Höhe von USD 125'000.– zu ge-

währen. Die Beklagte benötigte dieses Kapital, um ihr Business – Handel und 

Verkauf von Spielautomaten an Casinos – zu expandieren. Demgegenüber ver-

pflichtete sich die Beklagte, der Klägerin das Darlehen am 30. September 2019 

zuzüglich Zins zu 5 % pro Jahr zurückzuzahlen (act. 1 Rz. 25 und act. 3/3). Am 

21. September 2018 teilte die Klägerin der Beklagten per E-Mail mit, dass sie die 

Darlehenszahlung ausgelöst habe, wobei die Beklagte den Zahlungseingang 

noch gleichentags bestätigte (act. 1 Rz. 28, act. 3/6 und act. 3/7).  

Am 7. September 2019 erinnerte die Klägerin die Beklagte per E-Mail daran, dass 

das ihr gewährte Darlehen am 30. September 2019 zur Rückzahlung fällig sei und 

bat um Rückzahlung desselben inklusive Zinsen (act. 1 Rz. 29 und act. 3/8). Die 

Beklagte teilte der Klägerin daraufhin telefonisch mit, dass sie sich in einer prekä-

ren finanziellen Lage befinde und es ihr daher nicht möglich sei, das Darlehen 

fristgemäss zurückzuzahlen (act. 1 Rz. 30).  

Die Klägerin fordert von der Beklagten nun die (Rück-)Zahlung von 

USD 125'000.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. September 2018. Die Beklagte hat 

diese Forderung der Klägerin trotz diverser Aufforderungen bis heute nicht begli-

chen (act. 1 Rz. 36). 

  

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2.2. Würdigung 

2.2.1. Anwendbares Recht 

Vorab ist festzuhalten, dass auf den Darlehensvertrag gemäss Rechtswahl unter 

Ziffer 11 des Darlehensvertrags unbestrittenermassen Schweizerisches Recht 

anwendbar ist (Art. 116 IPRG; act. 3/3 Ziff. 11).  

2.2.2. Darlehensforderung 

Durch den Darlehensvertrag verpflichtet sich der Darleiher zur Übertragung des 

Eigentums an einer Summe Geldes oder an anderen vertretbaren Sachen, der 

Borger dagegen zur Rückerstattung von Sachen der nämlichen Art in gleicher 

Menge und Güte (Art. 312 OR). Ein Darlehen kann auf bestimmte oder unbe-

stimmte Dauer eingegangen werden. Auf bestimmte Dauer ist ein Darlehen ein-

gegangen, wenn die Dauer (bzw. eine Mindestdauer) oder der Endzeitpunkt des 

Darlehens bestimmt oder bestimmbar ist (BSK OR I-MAURENBRECHER/SCHÄRER, 

Art. 318 N 3). Da das Darlehen den Borger nur zu zeitlich begrenztem Wertge-

brauch berechtigt, hat er bei Vertragsende eine Rückerstattungspflicht. Die Rück-

erstattungspflicht des Borgers entsteht latent mit Vertragsschluss, ist aber durch 

die Valutierung bedingt und wird bei Vertragsende fällig (BSK OR I-

MAURENBRECHER/SCHÄRER, Art. 312 N 11 f.). 

Gemäss unbestritten gebliebener Darstellung der Klägerin haben die Parteien am 

10. September 2018 einen Darlehensvertrag mit einer Darlehenssumme von 

USD 125'000.00 auf bestimmte Zeit, konkret bis zum 30. September 2019, ge-

schlossen. Der Darlehensvertrag wurde von der Klägerin eingereicht (act. 3/3, 

"Loan Agreement"). Nachdem die Klägerin die Darlehenssumme überwiesen und 

die Beklagte den Zahlungseingang am 21. September 2018 bestätigt hatte 

(vgl. act. 3/6 und act. 3/7), war die Beklagte verpflichtet, den Betrag bis zum 

30. September 2018 zurückzubezahlen (vgl. act. 3/3 Ziff. 2 Abs. 1), zumal die Par-

teien den Rückzahlungstermin nicht verschoben bzw. das Ablaufdatum des Dar-

lehensvertrags nicht angepasst haben (vgl. act. 3/3 Ziff. 2 Abs. 2). Ihrer Rückzah-

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lungspflicht ist die Beklagte bis heute nicht nachgekommen. Die Darlehensforde-

rung in der Höhe von USD 125'000.00 ist damit ausgewiesen.  

Da Geldschulden in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu 

bezahlen sind (Art. 84 Abs. 1 OR), ist der Klägerin der Betrag von 

USD 125'000.00 entsprechend zuzusprechen. 

2.2.3. Zins 

Die Klägerin fordert auf diesem Betrag sodann einen Zins zu 5% seit dem 

21. September 2018 (act. 1 Rechtsbegehren 1).  

Das Darlehen ist im gewöhnlichen Verkehr nur dann verzinslich, wenn Zinse ver-

abredet sind. Im kaufmännischen Verkehr sind auch ohne Verabredung Zinse zu 

bezahlen (Art. 313 Abs.1 und 2 OR). Die Zinszahlungspflicht beginnt mit der Aus-

zahlung der Valuta durch den Darleiher und endet grundsätzlich mit Ablauf der 

Vertragsdauer (BSK OR I-MAURENBRECHER/SCHÄRER, Art. 313 N 5 und N 6).  

Es ist unbestritten geblieben und durch den eingereichten Darlehensvertrag be-

legt, dass die Parteien einen Zins zu 5 % vereinbart haben (act. 3/3 Ziff. 3). Die 

Klägerin hat das Darlehen am 21. September 2018 ausbezahlt, womit die Zins-

zahlungspflicht begann, die mit Ablauf der Vertragsdauer, konkret am 

30. September 2019, endete.  

Da die Beklagte das Darlehen am 30. September 2019 nicht zurückzahlte, son-

dern vielmehr mit der Rückzahlung des Darlehens in Verzug geriet, hat sie man-

gels anderer Abrede nach Art. 104 OR alsdann auf dem ausstehenden Betrag seit 

unbenützten Ablauf dieses Zahlungstermins (Verfalltag i.S.v. Art. 102 Abs. 2 OR) 

Verzugszins zu bezahlen. Dabei gilt ein Mindestzinssatz von 5 %, selbst wenn der 

vertragliche Zinssatz tiefer ausfallen würde. Ein allfälliger höherer Darlehenszins-

satz bleibt bei entsprechendem Nachweis auch während des Verzugs geschuldet, 

ohne dass es hierfür einer besonderen Abrede bedürfte (BSK OR I-

MAURENBRECHER/SCHÄRER, Art. 313 N 7).  

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Nach dem Gesagten ist auch der von der Klägerin geforderte Zins (vertraglicher 

Zins sowie Verzugszins) zu 5 % seit dem 21. September 2018 auf dem Betrag 

von USD 125'000.00 ausgewiesen. 

2.2.4. Fazit 

Zusammengefasst ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin USD 125'000.00 

samt Zins zu 5 % seit 21. September 2018 zu bezahlen. 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss ist die Beklagte kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 

Abs. 1 ZPO).  

Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts vom 8. September 2010 (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und 

richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt 

(Art. 91 ZPO) und beläuft sich vorliegend auf USD 125'000.00, entsprechend 

CHF 116'238.– per Klageeinleitung. Daraus resultiert eine ordentliche Gerichts-

gebühr von rund CHF 9'400.– (§ 4 Abs. 1 GebV OG). Diese ist aufgrund der vor-

liegenden Verfahrenserledigung auf rund drei Viertel der Grundgebühr und damit 

auf CHF 7'000.– zu reduzieren. Die Gerichtskosten sind vorab aus dem von der 

Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken (Art. 111 Abs. 1 ZPO), und es ist 

ihr in diesem Umfang das Rückgriffsrecht auf die Beklagte einzuräumen (Art. 111 

Abs. 2 ZPO).  

In Anwendung von § 4 Abs. 1 und § 11 Abs. 1 der Verordnung über die Anwalts-

gebühren vom 8. September 2010 (AnwGebV) ist die Beklagte schliesslich zu 

verpflichten, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 9'500.– zu bezahlen. 

Mangels Darlegung der Berechtigung zum Vorsteuerabzug ist die Parteientschä-

digung praxisgemäss ohne Mehrwehrsteuerzuschlag zuzusprechen (vgl. Urteil 

BGer 4A_552/2015 vom 25. Mai 2016 E. 4.5). 

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Das Handelsgericht erkennt:  

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin USD 125'000.00 zuzüglich 5 % 

Zins seit 21. September 2018 zu bezahlen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 7'000.–. 

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klä-

gerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Für die der Beklagten auferleg-

ten Kosten wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte einge-

räumt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 9'500.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte durch Publikation im 

Schweizerischen Handelsamtsblatt. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt (umgerechnet) CHF 116'238.–. 

 

Zürich, 7. Dezember 2021 
 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Vizepräsidentin: 

 
 
 

Dr. Claudia Bühler 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Nadja Kiener 
 
 

	Urteil vom 7. Dezember 2021
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Erwägungen:
	1. Formelles
	1.1. Parteien und Prozessgegenstand
	1.2. Prozessverlauf
	Die Klägerin reichte die Klage samt Beilagen am 11. März 2021 (Datum Poststempel) hierorts ein (act. 1 und act. 3/1-10). Mit Verfügung vom 12. März 2021 wurde der Klägerin eine Frist angesetzt, um für die Gerichtskosten einen Vorschuss von CHF 9'400.–...
	1.3. Zustellungen an die Beklagte
	1.4. Versäumte Klageantwort / Spruchreife
	1.5. Internationale, örtliche und sachliche Zuständigkeit
	1.6. Partei- und Prozessfähigkeit der Beklagten
	1.7. Übrige Prozessvoraussetzungen

	2. Materielles
	2.1. Unbestrittener Sachverhalt
	2.2. Würdigung
	2.2.1. Anwendbares Recht
	Vorab ist festzuhalten, dass auf den Darlehensvertrag gemäss Rechtswahl unter Ziffer 11 des Darlehensvertrags unbestrittenermassen Schweizerisches Recht anwendbar ist (Art. 116 IPRG; act. 3/3 Ziff. 11).
	2.2.2. Darlehensforderung
	2.2.3. Zins
	2.2.4. Fazit

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Handelsgericht erkennt:
	1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin USD 125'000.00 zuzüglich 5 % Zins seit 21. September 2018 zu bezahlen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 7'000.–.
	3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Für die der Beklagten auferlegten Kosten wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt.
	4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 9'500.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt.
	6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...