# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a8dfec-bf9a-5ae4-959a-e88765a73a21
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2019 720 18 371 / 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-371---152_2019-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juni 2019 (720 18 371 / 152) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 
Da sich der Beschwerdeführer als Gesunder während vieler Jahre mit einem bescheide-
nen Erwerbseinkommen begnügte, besteht kein Grund, das unterdurchschnittliche Vali-
deneinkommen auf einen Durchschnittslohn aufzurechnen. 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Trottmann, Advo-
kat, Eisengasse 5, 4051 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ war seit Mai 2011 zunächst in einem Pensum von 100 % 
und ab 2013 in einem solchen von 80 % bei der von seiner Lebenspartnerin gegründeten 
B.____GmbH als Lüftungsmonteur angestellt. Im Jahr 2017 wurde über die Arbeitgeberin der 
Konkurs eröffnet. Am 17. Oktober 2016 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Atemnot 
und Rückenbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerb-

 

 
 
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lichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 13 %, worauf sie mit 
Verfügung vom 12. Oktober 2018 einen Rentenanspruch von A.____ abwies. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Markus Trottmann, am 14. November 
2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 12. Oktober 2018 aufzu-
heben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit sei zwecks ergänzender Sachverhalts-
abklärung nach Massgabe der sozialversicherungsrechtlichen Vorgaben und neuer Entschei-
dung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es seien durch das angerufene Gericht, 
nach Aufhebung und Rückweisung des angefochtenen Entscheids eventualiter durch die Be-
schwerdegegnerin ergänzende medizinische Abklärungen, namentlich ein Fachgutachten mit 
den Disziplinen Pneumologie und Rheumatologie, zu veranlassen; unter o/e-Kostenfolge. In 
verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung 
und der unentgeltlichen Verbeiständung mit Advokat Markus Trottmann als Rechtsvertreter. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass die Verfügung vom 12. Oktober 2018 auf un-
zureichenden medizinischen Unterlagen beruhe und zudem der Einkommensvergleich nicht 
zutreffend durchgeführt worden sei. 
 
C. Mit Verfügung vom 28. Dezember 2018 wurde dem Beschwerdeführer für das vorlie-
gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Advokat Markus Trottmann als Rechtsvertreter bewilligt.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Januar 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 15. April 2019 / Duplik vom 
16. Mai 2019) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde vom 14. November 2018 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 12. Oktober 
2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län-
gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach-
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu 
verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist.  
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-
den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 
E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.5 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig 
oder im Wesentlichen gestützt auf den (versicherungsinternen) Bericht des Regionalen ärztli-
chen Dienstes (RAD) zu entscheiden. In solchen Fällen sind jedoch an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen sind, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen eine 
versicherungsexterne Begutachtung anzuordnen ist (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 
und E. 4.7). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 

 

 
 
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6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich als zentral erweisen. 
 
6.2 Am 28. Oktober 2016 diagnostizierte Dr. med. C.____, FMH Pneumologie und Allge-
meine Innere Medizin, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronisch-obstruktive Lun-
generkrankung (COPD) GOLD II mit Emphysem, Risikogruppe B. Es bestünden eine mittelgra-
dige, zurzeit nicht-reversible, obstruktive Ventilationsstörung mit Lungenüberblähung und leich-
ter Gasaustauschstörung in Ruhe, eine mittelgradig verminderte körperliche Leistungsfähigkeit 
(58 %) und eine schwergradig eingeschränkte Sauerstoffaufnahme (48 %). Die bisherige Tätig-
keit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Ihm seien ab sofort nur noch leichte körperliche 
Arbeiten in reduziertem Umfang von 50 % resp. sitzende Tätigkeiten möglich. 
 
6.3 Im Bericht vom 21. November 2016 stellte Dr. med. D.____, FMH Kardiologie und All-
gemeine Innere Medizin, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein COPD fest. Ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde eine arterielle Hypertonie. Aus rein kardiologischer Sicht 
sei der Versicherte in der Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt. 
 
6.4 Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere 
Medizin, mit einem rheumatologischen Gutachten. Am 25. April 2018 diagnostizierte sie ein 
degeneratives Schulterleiden mit Rotatorenmanschettenrupturen beidseits (ICD-10 M75.1), eine 
Oberrand-Läsion der Subscapularissehne und eine Bizepssehnentendinopathie mit leichter 
medialer Subluxation der langen Bizepssehne (Arthro-MRI vom 18. Januar 2018), ein chroni-
sches zervicospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.02), ein chronisches lumbospon-
dylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.06) und eine leichte Coxarthrose linksbetont (ICD-10 
M16). Die Schäden an der Rotatorenmanschette seien die Ursache für die belastungsabhängi-
gen Schmerzen. Diese würden durch die degenerativ veränderte Halswirbelsäule (HWS) und 
Verengungen der Neuroforamina begünstigt. Die Bildgebung zeige keine Hinweise auf ein ent-
zündliches rheumatisches Geschehen. Die Veränderungen an den Schultern hätten Auswirkun-
gen auf die Ausdauer und die Kraft bei Ausübung von länger anhaltend statischen Tätigkeiten 
mit erhobenen Armen, Haltetätigkeiten, Arbeiten in der Horizontalen und dem Tragen von 
schweren Gegenständen. Die Beschwerden könnten auch bei Abduktionsbewegungen der Ar-
me sowie beim Liegen auf dem rechten oder linken Arm ausgelöst werden. Unter normalen Be-
lastungen im Alltag bestünden aber keine wesentlichen Einschränkungen. Divergente fachärzt-
liche Einschätzungen würden nicht vorliegen. Das Subakromialsyndrom der Schultern und die 
degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule würden schwere bis mittelschwere Tätigkei-
ten verunmöglichen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen und der Tatsache, dass erst im Ja-
nuar 2018 hinsichtlich des Bewegungsapparats Abklärungen vorgenommen worden seien, zu-
vor weder ein Ausbau der Analgetika noch andere Therapien erfolgt und zudem kein fachärztli-
cher Rat eingeholt worden sei, sei davon auszugehen, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit erst 
seit Dezember 2017 nicht mehr zumutbar gewesen sei. In einer angepassten leichten und 
wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten, Heben von schweren Gegenständen von 
über 5 kg, ohne längeres Tragen von schweren Gegenständen und wiederholtes Heben über 
5 kg und ohne lange Gehstrecken sei der Versicherte seit Oktober 2016 zu 100 % arbeitsfähig. 

 

 
 
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6.5 Im Bericht der Radiologie F.____ vom 7. November 2018 wurden eine transmurale 
komplette Ruptur der Supraspinatussehnenplatte über eine ventrodorsale Distanz von 2,5 cm 
mit deutlicher Retraktion des Sehnenstumpfes um 4,5 cm nach medial, deutliche knöcherne 
Appositionen subakromial, eine Ruptur der langen Bizepssehne intraartikular mit nicht mehr 
abgrenzbarer Bizepssehne im Sulcus intertubercularis und Retraktion des distalen Sehnen-
stumpfes um circa 10 cm ins proximale Drittel des Oberarms mit Retraktion des Muskulus bi-
zeps und umgebendem Weichteilödem sowie eine kraniale Partialruptur der Supraspinatusseh-
nenplatte festgestellt. 
 
6.6 Am 29. November 2018 führte der RAD-Arzt Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädie 
sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin, aus, dass unter Berücksichtigung aller Erkran-
kungen am Bewegungsapparat übereinstimmend mit der gutachterlichen Einschätzung keine 
Einschränkung der Anwesenheitsdauer auszumachen sei. Einschränkungen im Umfang von 
20 % bis 30 % bestünden indes bei der Leistungsperformance, der Arbeitsgeschwindigkeit und 
der Pausengestaltung. Im Vergleich zum radiologischen Befund vom 18. Januar 2018 zeige 
sich im aktuellen MRI vom 7. November 2018 im Bereich der Supraspinatussehne eine annä-
hernd gleich grosse Defektzone. Ein neuer oder richtungsweisend anderer Befund sei nicht er-
sichtlich. Im Übrigen lasse sich aus dem radiologischen Befund vom 7. November 2018 allein 
keine Verschlechterung des funktionellen Gesundheitszustands ableiten. Aus Sicht des Bewe-
gungsapparats sei der Versicherte nach wie vor im Umfang von 25 % eingeschränkt. 
 
6.7 Am 19. Dezember 2018 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. H.____, Fachärztin für Anästhe-
sie, fest, unter Würdigung aller Befunde und Unterlagen sei davon auszugehen, dass der Versi-
cherte in einer angepassten Tätigkeit ab Oktober 2016 zu 50 % arbeitsfähig sei. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der Verfügung vom 12. Oktober 2018 bei der Beurteilung des 
Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die Ergeb-
nisse im Gutachten von Dr. E.____ vom 15. April 2018. Sie ging davon aus, dass der Be-
schwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % arbeitsfähig sei. Im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren anerkannte sie aufgrund der Beurteilung der RAD-Ärztin 
Dr. H.____ vom 19. Dezember 2018, dass der Versicherte gesamtmedizinisch ab Oktober 2016 
in einer angepassten Tätigkeit lediglich zu 50% arbeitsfähig sei. Wie in Erwägung 4.3 hiervor 
ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Vorliegend sind – entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers – keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Beurteilung der 
RAD-Ärztin Dr. H.____ in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Zwar trifft zu, dass 
interne Berichte des RAD eine andere Funktion haben als medizinische Gutachten (Art. 44 
ATSG) oder Untersuchungsberichte des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961. Sie erheben nicht selber medizinische 
Befunde, sondern setzen sich mit den vorhandenen auseinander. Ihre Funktion besteht viel-
mehr darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen 
Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu ent-
scheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu 

 

 
 
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gehört namentlich auch, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzuneh-
men und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zu-
sätzliche Untersuchung vorzunehmen sei (SVR 2009 IV Nr. 50 S. 153, 8C_756/2008 E. 4.4). Im 
vorliegenden Fall konnte sich die RAD-Ärztin Dr. H.____ gestützt auf die zuverlässigen Anga-
ben der behandelnden Fachpersonen Dr. C.____ vom 28. Oktober 2016 und Dr. D.____ vom 
21. November 2016 und den Erkenntnissen aus der rheumatologischen Expertise von 
Dr. E.____ vom 25. April 2018 ein lückenloses Bild vom Gesundheitszustand des Versicherten 
verschaffen. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, weshalb die RAD-Ärztin Dr. H.____ 
nicht in der Lage gewesen sein soll, die gesundheitlichen Beschwerden und die damit einher-
gehende Arbeitsfähigkeit des Versicherten kompetent zu beurteilen. Ihre Einschätzung, wonach 
beim Beschwerdeführer aus gesamtmedizinischer Sicht ab Oktober 2016 von einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen sei, ist aufgrund der vorliegenden medizini-
schen Unterlagen nachvollziehbar und erfüllt daher die Voraussetzungen an eine medizinische 
Beurteilungsgrundlage. 
 
7.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, dieses Beweisergebnis in 
Frage zu stellen. Soweit er geltend macht, die Beurteilung der Pneumologin Dr. C.____ vom 
28. Oktober 2016 sei veraltet, widersprüchlich und genüge den Anforderungen an eine Ent-
scheidgrundlage nicht, kann ihm nicht beigepflichtet werden. Zunächst beruht ihre Einschätzung 
auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers und sie leuchtet in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge ein. Zwar mag ihre Beurteilung, wonach dem Versicherten 
eine rein sitzende Tätigkeit ganztags, eine angepasste hingegen lediglich zu 50% möglich sein 
sollen, widersprüchlich erscheinen. Daraus lässt sich aber nichts zu Gunsten des Beschwerde-
führers ableiten. Denn selbst wenn – unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass be-
handelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V  353 E. 3b/cc) – von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 50 % ausge-
gangen wird, resultiert daraus noch keine rentenbegründende Invalidität. Hinweise darauf, dass 
sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der Beurteilung von Dr. C.____ am 
28. Oktober 2016 verschlechtert hat, sind aufgrund der vorliegenden Akten nicht ersichtlich und 
werden vom Beschwerdeführer nicht dargetan. Auch die nicht mit aussagekräftigen medizini-
schen Unterlagen begründete Rüge, wonach das Gutachten von Dr. E.____ vom 25. April 2018 
aufgrund der nun effektiv gerissenen Sehne überholt sei, ist nicht geeignet, Zweifel an dessen 
Beweiskraft zu wecken. Diesbezüglich legte der RAD-Arzt Dr. G.____ am 29. November 2018 
überzeugend dar, dass sich im Vergleich zum radiologischen Befund vom 18. Januar 2018 eine 
annähernd gleich grosse Defektzone im Bereich der Supraspinatussehne zeige und sich aus 
dem radiologischen Befund vom 7. November 2018 allein keine Verschlechterung des funktio-
nellen Gesundheitszustands ableiten liesse. Diese Beurteilung erscheint plausibel und gilt vor-
liegend umso mehr, als letztlich nicht die Diagnose, sondern die funktionellen Einschränkungen 
und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der versicherten Per-
son ausschlaggebend sind (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2009, 9C_617/2008, E. 
4.5). Insgesamt stellen das Gutachten von Dr. E.____ vom 25. April 2018 und die Stellungnah-
me von Dr. G.____ vom 29. November 2018 eine genügende Grundlage für die Beurteilung der 
Einschränkungen am Bewegungsapparat dar, weshalb darauf abzustellen ist. Da die vorliegen-

 

 
 
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den medizinischen Akten eine zuverlässige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten zulassen, kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE  126 V 130 E. 2a mit zahl-
reichen Hinweisen) auf die beantragte zusätzliche Abklärung verzichtet werden. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht 
grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzu-
stellen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174), welcher – gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG und Art. 29 
Abs. 1 und 2 IVG – ins Jahr 2017 zu liegen kommt. Für den nachfolgend durchzuführenden 
Einkommensvergleich sind demnach die in diesem Jahr gegebenen Einkommensverhältnisse 
massgebend. 
 
8.2.1 Die Ermittlung des Valideneinkommens, d.h. des ohne invalidisierenden Gesundheits-
schaden erzielbaren Erwerbseinkommens (Art. 16 ATSG) hat so konkret wie möglich zu erfol-
gen (Urteile des Bundesgerichts vom 24. März 2014, 9C_868/2013, E. 4.2.1, und vom 28. Ja-
nuar 2014, 9C_796/2013, E. 2.1). Es ist danach zu fragen, wie viel die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (hypothetische Tatsache), und nicht, 
was sie bestenfalls hätte verdienen können (BGE 142 V 290 E. 5). Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der statistisch ausgewiesenen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss ohne Gesundheitsschaden die bisherige Tätig-
keit fortgesetzt worden wäre. Ist aufgrund der Umstände des Einzelfalles anzunehmen, dass 
sich die versicherte Person als Gesunde voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Er-
werbstätigkeit begnügen würde, so ist darauf abzustellen, auch wenn sie an sich besser ent-
löhnte Erwerbsmöglichkeiten hätte (ZAK 1992 S. 90, I 12/90 E. 4a; Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. November 2013, 8C_554/2013, E. 2.1). 
 
8.2.2 Die IV-Stelle bezifferte das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben der ehemaligen 
Arbeitgeberin (vgl. Fragebogen für Arbeitgebende vom 29. November 2016; act. 14) mit 
Fr. 37‘500.--. Dieses Vorgehen ist – selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass über die 
B.____GmbH Ende 2017 der Konkurs eröffnet wurde – aus nachfolgenden Gründen nicht zu 
beanstanden: Angesichts der bisherigen Karriere des Beschwerdeführers besteht kein Zweifel 
daran, dass er sich als Angestellter bei der B.____GmbH – wie bereits in den Jahren zuvor als 
Selbstständigerwerbender – mit einem sehr bescheidenen Einkommen begnügte. Dies ist auch 
dem IK-Auszug (act. 7) zu entnehmen. Demnach erzielte er bei der B.____GmbH ab Mai 2011 
bis Dezember 2015 ein Jahreseinkommen von durchschnittlich Fr. 32‘500.-- (Fr. 32‘000.-- [Mai-
Dezember 2011]; Fr. 40‘500.-- [2012], Fr. 30‘000.-- [2013-2015]). Selbst wenn zu Gunsten des 
Beschwerdeführers berücksichtigt wird, dass er das Pensum ab 2013 aus gesundheitlichen 
Gründen von 100% auf 80% reduzierte, resultiert in den Jahren 2013 bis 2015 ein aufgerechne-
tes Einkommen von Fr. 37‘500.-- (Fr. 30‘000.-- : 80 % x 100 %), was mit den Angaben der 
ehemaligen Arbeitgeberin zum Einkommen ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2016 (act. 14) 
übereinstimmt. Da der Beschwerdeführer bereits mehrere Jahre vor der attestierten Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit keine besser entlöhnte andere Arbeit annahm, ist mit überwiegender 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er auch ohne Erkrankung überwiegend wahr-
scheinlich als Lüftungsmonteur mit tiefen Einnahmen tätig wäre. Demnach besteht entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers kein Grund, bei der Bemessung des Valideneinkom-
mens von dem im Jahr 2001 bei der I.____AG erzielten Einkommen von Fr. 80‘711.-- auszuge-
hen oder das unterdurchschnittliche Valideneinkommen auf einen durchschnittlichen Tabellen-
lohn aufzurechnen. Daher ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle das Valideneinkommen 
aufgrund der Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin ermittelte. Unter Berücksichtigung der 
Nominallohnentwicklung im Jahr 2017 von 0,3 % (Bundesamt für Statistik, Nominallohnentwick-
lung 2011-2017; T1.1.10; Baugewerbe) resultiert ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 
37‘612.50 (Fr. 37‘500.-- x 0,3 %).  
 
8.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 143 V 295 
E. 2.2). 
 
8.3.2 Da dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit krankheitsbedingt nicht mehr zu-
mutbar ist und er keine zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, bemisst sich das 
Invalideneinkommen nach dem Gesagten aufgrund der LSE-Tabellen. Laut Tabelle TA1 der 
LSE 2014 belief sich das Total aller Männerlöhne im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art) im Jahr 2014 auf Fr. 5'312.-- (LSE 2014, Privater Sektor, 
Tabelle TA1_triage_skill_level, Männer, Kompetenzniveau 1, Zeile “Total“). Dieser Tabellenlohn 
beruht auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden und ist deshalb auf die durch-
schnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2017 von 41,7 Stunden (BSV Tabelle 
T 03.02.03.01.04.01) umzurechnen. Unter Berücksichtigung eines zumutbaren Pensums von 
50 % in angepassten Verweistätigkeiten und einer Nominallohnentwicklung von 1,3 % (Total) 
resultiert ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 33‘658.50 (Fr. 5'312.-- x 12 x 41,7 / 40 x 
101,3 % x 50 %). 
 
8.4 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 33‘658.50 dem 
Valideneinkommen von Fr. 37‘612.50 gegenüber, so ergibt dies eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 3‘954.--. Daraus resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 11 % 
([Fr. 37‘612.50 - Fr. 33‘658.50] : Fr. 37‘612.50 x 100). Selbst wenn unter Berücksichtigung der 
persönlichen und beruflichen Umständen (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), ein maximaler Abzug 
vom statistischen Lohn von 25 % berücksichtigt würde, resultiert bei einem Invaliditätsgrad von 
rund 33 % ([Fr. 37‘612.50 - Fr. 25‘243.85] : Fr. 37‘612.50 x 100) kein Anspruch auf eine Rente. 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Der Entscheid der IV-Stelle ist im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde deshalb 
abzuweisen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, 
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Da ihm mit Verfügung vom 
28. Dezember 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, gehen die Verfahrens-
kosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 
 
9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. Da 
dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 28. Dezember 2018 die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt wurde, ist dieser für seine Bemühungen 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in sei-
ner Honorarnote vom 15. April 2019 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
18 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen von Fr. 177.60 geltend gemacht. Dieser Aufwand 
erweist sich in Anbetracht des Aktenumfangs und der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen im Quervergleich mit ähnlich gelagerten Fällen als zu hoch. Dies gilt namentlich in 
Bezug auf den vorgenommenen und geltend gemachten Aufwand für das Aktenstudium von 
insgesamt 8 Stunden. Für das vorliegende Verfahren erscheint unter Beachtung aller Umstände 
ein Aufwand von insgesamt 14 Stunden als angemessen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltli-
cher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist 
deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘206.90 (14 Stunden à 
Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 177.60 zuzüglich der geltend gemachten 7,7% Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
9.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. Zufolge Bewilligung 
der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘206.90 (inkl. 
Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse bezahlt. 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid hat A.____ am 17. September 2019 Beschwerde beim Bundesgericht 
(vgl. nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_610/2019) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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