# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c00facf-38c1-5f1e-821b-e95bd85372a3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.05.2021 UV 2020/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-33_2021-05-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.01.2022

Entscheiddatum: 25.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 25.05.2021
Art. 38 Abs. 4 lit. a und Art. 60 ATSG; Art. 18 und 36 Abs. 2 UVG: 
Rechtzeitigkeit der Beschwerde bejaht. Beweiskraft des IV-Gutachtens 
bejaht. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente für die somatischen 
Einschränkungen fällt mangels ausgewiesener Erwerbsunfähigkeit ausser 
Betracht. Ein unfallversicherungsrechtlicher Rentenanspruch für die 
ausgewiesenen psychischen Beeinträchtigungen besteht mangels Adäquanz 
nicht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 25. Mai 2021, UV 2020/33).

Entscheid vom 25. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2020/33

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Blumenbergplatz 1, Postfach 

1126, 9001 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ war über die kantonale Arbeitslosenkasse bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am 6. November 

2014 als Fahrradfahrer einen Unfall erlitt (Suva-act. 2). Von der Unfallstelle wurde er per 

Ambulanz ins Spital B.___ gebracht, wo die behandelnden Ärzte eine Pilon-Tibiale-

Fraktur rechts bei Velosturz am 6. November 2014 und eine Kontusion Handgelenk 

links diagnostizierten (Suva-act. 16). Noch gleichentags wurde der Versicherte ans 

Kantonsspital St. Gallen (KSSG) zur Durchführung einer operativen geschlossenen 

Reposition und gelenksüberbrückender Fixateur extern-Anlage OSG rechts überwiesen 

(Suva-act. 16 und 10). Mit Schadenmeldung UVG vom 11. November 2014 liess der 

Versicherte den Unfall der Suva melden (Suva-act. 2), welche für die Kosten der 

Heilbehandlung aufkam und Taggeldleistungen entrichtete (vgl. Suva-act. 6 f. und 52). 

Nachdem sich die entstandene Schwellung ausreichend zurückgebildet hatte, erfolgte 

am ___ November 2014 eine erneute Operation zur Entfernung des Fixateur externe 

sowie zur Durchführung einer antero-medialen Plattenosteosynthese OSG rechts 

(Suva-act 17). Bei einem komplikationslosen postoperativen Verlauf wurde der 

Versicherte am ___ November 2014 aus dem KSSG nach Hause entlassen (Suva-

act. 26).

A.a. 

Am 5. Februar 2015 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von med. pract. 

C.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, kreisärztlich untersucht. In ihrem Bericht vom 9. 

A.b. 

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Februar 2015 hielt sie fest, dass der Versicherte ausser den Fussbeschwerden auch 

Beeinträchtigungen im Bereich der beiden Handgelenke angegeben habe, wobei diese 

Beschwerden schwach ausgeprägt seien. Objektiv beurteilte med. pract. C.___ die 

Situation am rechten oberen Sprunggelenk als postoperativ normal. Der 

Schwellungszustand befinde sich im normalen Rahmen. Die übrigen Beschwerden 

seien unspezifisch und diffus. Am ehesten seien sie im Rahmen einer 

Überlastungsreaktion bei unrundem Gangbild und eher bemühtem Laufen an den 

Stöcken zu interpretieren. Auch die Handgelenksbeschwerden seien durch eine 

gewisse Überlastung durch das Laufen an den Stöcken erklärbar. Hinweise auf 

strukturelle unfallbedingte Läsionen ergäben sich weder im Bereich des Handgelenks 

noch im Bereich des Knies, des Nackens oder der Schulter Als Diagnosen nannte med. 

pract. C.___ einen Velosturz vom 6. November 2014 mit einer Handgelenkskontusion 

links sowie einer Pilon-Tibiale-Fraktur rechts (Suva-act. 45). Nach der Einholung eines 

weiteren Verlaufsberichts der Klinik D.___ des KSSG (Suva-act. 50) hielt med. pract. 

C.___ am 13. März 2015 fest, dass nichts gegen die Annahme einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit spreche (Suva-act. 50-2).

Mit Schreiben vom 25. März 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

entsprechend dem dokumentierten Heilverlauf angepasste Tätigkeiten auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt, namentlich Tätigkeiten im administrativen Bereich, wieder 

zumutbar seien. Ab dem 1. April 2015 gehe die Suva von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit und ab dem 1. Mai 2015 wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus. 

Folglich richte sie ab dem 1. April 2015 noch ein Taggeld für eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % aus. Mit dem 1. Mai 2015 würden die Taggeldleistungen eingestellt. Für die 

Kosten der notwendigen Behandlung komme die Suva weiterhin auf (Suva-act. 52).

A.c. 

In einem Bericht vom 29. Mai 2015 über eine Untersuchung vom 28. Mai 2015 

äusserten die behandelnden Ärzte der Klinik D.___ des KSSG den Verdacht auf ein 

CRPS (Suva-act. 58). Bei fehlendem Ansprechen auf die Einleitung einer CRPS-

Basistherapie wurde der Versicherte im Sommer 2015 dem Schmerzzentrum des 

KSSG zugewiesen (Suva-act. 60).

A.d. 

In einer telefonischen Besprechung vom 7. Oktober 2015 teilte der Versicherte der 

Suva mit, dass er seit fast drei Monaten eine Anstellung in einem Pensum von 80 % 

A.e. 

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habe. Die Stelle sei in diesem Pensum ausgeschrieben gewesen, was ihm 

entgegenkomme, weil er dadurch seinen Fuss etwas entlasten könne. Allerdings laufe 

es nicht optimal. Er sei seines Erachtens nicht gut eingeführt worden und fühle sich 

nicht gut aufgehoben. Es komme immer wieder zu Diskussionen. Auch müsse er immer 

wieder beim Abladen von Lieferungen helfen, was die Fussschmerzen verstärke. Er sei 

nicht sehr zuversichtlich, dass diese Anstellung längere Zeit andauern werde. Er beisse 

aber die Zähne zusammen (Suva-act. 61).

In einem Abschlussbericht vom ___ Januar 2016 über die Behandlung im 

Schmerzzentrum des KSSG nannten die behandelnden Ärzte als Diagnosen ein CRPS 

OSG rechts, den Verdacht auf eine erschöpfungsbedingte depressive Episode sowie 

den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (Suva-act. 66; vgl. ferner 

Suva-act. 64). Anlässlich einer Besprechung mit der Suva vom 20. Januar 2016 gab der 

Versicherte an, dass sich seine psychische Situation massiv verschlimmert habe. Über 

die Schmerzsprechstunde sei es zu einer psychologischen Konsultation gekommen 

(vgl. dazu auch Suva-act. 64 und 66). Die Besprechung sei sehr aufschlussreich 

gewesen. Er habe viele Dinge über sich wahrgenommen, die ihm bis anhin überhaupt 

nicht bewusst gewesen seien. Natürlich sei die psychische Situation durch die 

Fussbeschwerden belastet. Aber auch die völlig unbefriedigende Situation am 

Arbeitsplatz, die ihn komplett überfordere, spiele eine Rolle. Offensichtlich bestünden 

aber auch Prägungen aus der Kindheit, die ihm den Umgang mit der aktuellen Situation 

erschwerten. Sein Hausarzt habe ihn einem Psychiater zugewiesen, bei dem nun eine 

erste Besprechung anstehe. Beim aktuellen Arbeitgeber sei die Situation katastrophal. 

Er habe unglaublich viele Dossiers und fühle sich auch fachlich überfordert. Er könne 

sich kaum mehr konzentrieren und komme nicht zur Ruhe. Aktuell sei er wegen der 

psychischen Situation jedenfalls zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (Suva-act. 70). 

Aufgrund persistierender Beschwerden an der unteren Extremität (vgl. Suva-act. 72) 

wurde am 1. Februar 2016 eine operative Osteosynthesematerialentfernung der 

anterior-medialen Plattenosteosynthese OSG rechts durchgeführt (Suva-act. 73 und 

79). Aus diesem Grund erbrachte die Suva ab dem 1. Februar 2016 erneut Taggelder, 

jedoch in Absprache mit der Krankentaggeldversicherung aufgrund der parallel 

existierenden psychischen Problematik lediglich im Umfang von 50 % (für die andere 

Hälfte der Taggelder kam die Krankentaggeldversicherung auf; Suva-act. 135 f.; vgl. 

A.f. 

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dazu ferner Suva-act. 76 ff., 83, 86 f., 89-2, 91, 98, 100, 108 f., 112, 115, 119 ff., 126-3 

und 134). Nach einer kreisärztlichen Untersuchung durch med. pract. C.___ vom 2. 

März 2016 kam diese in einer Beurteilung vom 10. März 2016 zum Schluss, dass der 

somatische Endzustand sicherlich nicht vorliege. Möglicherweise sei eine intraartikuläre 

Infiltration in Erwägung zu ziehen, zumal die Beschwerden doch recht diffus seien. Zu 

erwägen sei auch ein stationärer Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik zur 

multimodalen Behandlung (Suva-act. 88). Das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten 

wurde per 31. März 2016 gekündigt (vgl. Suva-act. 94 und 96). In einem Bericht vom 

12. Juni 2016 nannte Dr. med. E.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bei 

welchem sich der Versicherte vom 27. Januar bis 27. Mai 2016 in Behandlung 

befunden hatte, als Diagnosen eine posttraumatische Belastungsstörung mit 

depressiver Episode sowie eine depressive Anpassungsstörung (Suva-act. 146). Am 

26. August 2016 wurde beim Versicherten eine operative OSG Arthrodese rechts 

durchgeführt (Suva-act. 164)

In einem Sprechstundenbericht vom 8. Dezember 2016 äusserte Dr. med. F.___, 

FMH Orthopädie und Traumatologie, den Verdacht auf ein beginnendes CRPS Typ II. 

Der Versicherte habe über starke Schmerzen berichtet. Er vertrage keine einengenden 

Strümpfe und keine Bettdecke (Suva-act. 192-3 f.). Am 3. Februar 2017 wies Dr. med. 

G.___, Facharzt Allg. Innere Medizin FMH, den Versicherten den Kliniken H.___ zur 

Beurteilung und anschliessenden stationären Rehabilitation zu (Suva-act. 192-1 f.; zur 

Vorstellung in den Kliniken H.___ vgl. Suva-act. 196). Vom 7. März bis 4. April 2017 

nahm der Versicherte an einer stationären Rehabilitationsbehandlung in den Kliniken 

H.___ teil. Im entsprechenden Austrittsbericht waren als Diagnosen ein CRPS Typ I 

posttraumatisch aufgetreten am Sprunggelenk und Unterschenkel rechts, ein 

chronisches lumbospondylogenes Syndrom, ein schwergradiges obstruktives 

Schlafapnoe-Syndrom, eine Anpassungsstörung, eine posttraumatische 

Belastungsstörung, eine Komplextraumatisierung in der Kindheit, ein Vitamin D Mangel 

sowie eine Hyperurikämie genannt. Weiter war dem Versicherten bis 9. April 2017 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und festgehalten worden, dass er mit einer leicht 

gebesserten Schmerzsituation habe entlassen werden können (Suva-act. 207; vgl. 

ferner Suva-act. 214). Auf eine entspreche Nachfrage der Suva (vgl. Suva-act. 209) 

erklärte Dr. med. I.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, Fachärztin für 

A.g. 

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Rheumatologie FMH, Kliniken H.___, am 26. Mai 2017, dass die vom Versicherten 

angegebenen Beschwerden objektivierbar seien. Die Budapestkriterien für ein CRPS 

seien erfüllt (Suva-act. 216).

Am 7. Juni 2017 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch med. pract. C.___ 

statt. In ihrer Beurteilung vom 13. Juni 2017 kam sie zum Schluss, dass objektiv eine 

Funktionsstörung nach OSG-Arthrodese vorliege. Hinzu komme neben der klar 

nozizeptiven Schmerzkomponente ein neuropathisches Beschwerdebild, welches an 

ein CRPS denken lasse, sowie die psychiatrische Komorbidität. Mit Dr. I.___ sei von 

einem CRPS auszugehen. Dass der Versicherte aber nur an Unterarmgehstöcken 

laufen könne, sei durch die klinisch objektivierbaren Befunde nicht zu erklären. Nicht 

objektivierbar sei auch, dass er anscheinend gar nicht auf dem rechten Bein stehen 

könne und dass er beim Gehen mit den Stöcken noch nicht einmal Fusssohlenkontakt 

zeige. Dagegen spreche die Fersenbeschwielung, die rechts sehr stark ausgebildet und 

im Vergleich zur gesunden Gegenseite absolut symmetrisch sei. Beschwerden seien 

dem Versicherten selbstredend zuzugestehen, wahrscheinlich trage aber auch die 

gesamte psychosoziale und berufliche Situation dazu bei, dass ein derartiger Verlauf 

vorliege. Gesamthaft sei - auch in Anbetracht der psychischen Komorbidität und der 

Selbstwahrnehmung - keine namhafte Besserung des unfallbedingten 

Gesundheitsschadens mehr zu erwarten, jedoch sollte noch die Nachkontrolle bei Dr. 

F.___ abgewartet werden (Suva-act. 219). Im Bericht zur ambulanten Sprechstunde 

vom 8. Juni 2017 hielt Dr. F.___ fest, dass sich eine chronifizierte Situation zeige, 

welche sich auch nach dem Rehabilitationsaufenthalt nicht verbessert habe. Demnach 

sei davon auszugehen, dass die vorhandenen Schmerzen unabhängig vom klinisch-

radiologischen Befund eine Stagnation aufweisen würden. Orthopädischerseits sei 

keine weitere Intervention indiziert. Er bitte das Schmerzzentrum um Übernahme des 

Versicherten (Suva-act. 227). In einer Beurteilung vom 2. August 2017 kam med. pract. 

C.___ zum Schluss, dass durch die Fortsetzung der Behandlung keine namhafte 

Besserung der Gesamtsituation erzielt werden könne. Es bestünden 

belastungsabhängige progrediente Restbeschwerden bei gemischt nozizeptiv-

neuropathischem Schmerzcharakter, eine Funktionsstörung nach OSG-Arthrodese 

sowie ein CRPS. Es lägen jedoch im Gesamtkontext diverse Diskrepanzen vor. Dem 

Versicherten seien sicherlich Beschwerden zuzugestehen, jedoch lasse das beklagte 

A.h. 

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Ausmass erstaunen, welches möglicherweise im Kontext mit einer vermuteten 

Psychopathologie zu sehen sei, wofür auch die IV-Akten - selbst für einen 

psychiatrisch nicht geschulten Mediziner - doch deutliche Anhaltspunkte lieferten. 

Anhand der objektivierbaren Befunde, der Bildgebung und der erlittenen Verletzung sei 

davon auszugehen, dass dem Versicherten eine sehr leichte bis leichte Tätigkeit 

zumutbar sei. Diese Tätigkeit sollte vorwiegend sitzend sein und die Möglichkeit zu 

Positionswechseln beinhalten, d.h. dass ein geringer Anteil an stehenden und 

gehenden Tätigkeiten durchaus als positiv gewertet werden könne. Längere Strecken 

als 50 Meter seien dem Versicherten jedoch nicht zumutbar. Nicht zumutbar sei auch 

das Laufen auf unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern, Treppen und Gerüsten, 

das Einnehmen von Zwangshaltungen für die untere Extremität sowie Kauern, Kriechen 

und Hocken. Auch ein dauerhaftes Bedienen von Pedalen und wiederholte Kniebeugen 

seien nicht möglich. Treppensteigen sei sehr selten, maximal für 20 Minuten verteilt auf 

den Tag, möglich. Tätigkeiten mit hohen Anforderungen ans Gleichgewicht sollten 

ebenfalls nicht verrichtet werden müssen. Schliesslich sollten auch Schläge und 

Vibrationen auf die untere Extremität vermieden werden. In einer solchen Tätigkeit sei 

dem Versicherten eine volle Präsenz mit vermehrten Pausen zumutbar. Aufgrund 

vermehrter Pausen und einer gewissen Verlangsamung bei Positionswechseln und 

auch im Sinne der Kompensation sich aufbauender Beschwerden ergebe sich eine 

gewisse Leistungsminderung, die medizinisch-theoretisch wahrscheinlich auf einen 

Fünftel eines Arbeitstages geschätzt werden müsse (Suva-act. 229; zu einer weiteren 

Stellungnahme von med. pract. C.___ vgl. Suva-act. 247). Den Integritätsschaden 

schätzte med. pract. C.___ auf 20 % (Suva-act. 228).

Am 15. Dezember 2017 wurde der Versicherte bei Dr. med. J.___, Rehabilitation/

Rheumatologie, Klinik K.___, wegen der Beschwerden am Sprunggelenk, einer 

Coccygodynie sowie einer Vergesslichkeit und Tagesmüdigkeit vorstellig (Suva-act. 

254-4 f.). Auf dessen Zuweisung erfolgte am 20. Dezember 2017 eine SPECT-CT 

Untersuchung. In der entsprechenden Beurteilung hielt Dr. med. L.___, Nuklearmedizin, 

Kantonsspital Z.___, fest, dass der Befund des SPECT-CT suggestiv auf das Vorliegen 

eines ungenügenden ossären Durchbaus des OSG rechts im Sinne einer 

Pseudarthrose nach Arthrodese zurückzuführen sei. Es bestünden keine Hinweise auf 

einen Infekt oder ein CRPS (Suva-act. 259; vgl. ferner Suva-act. 254-2 f.). Anlässlich 

A.i. 

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einer Konsultation vom 9. Januar 2018 erkannte Dr. J.___ bezüglich der Pseudarthrose 

und der verminderten Belastbarkeit im Bereich des rechten Sprunggelenks die 

Notwendigkeit zur Prüfung einer operativen Revision und meldete den Versicherten 

daher bei Dr. med. M.___, Facharzt FMH für Orthopädische Fusschirurgie, Klinik N.___, 

an (Suva-act. 254-2 f.; vgl. ferner Suva-act. 255). Eine MRT-Untersuchung des 

Steissbeins vom 5. Februar 2018 im Spital O.___ zeigte einen Reizzustand des 

Weichgewebes um das Os coccygeum mit dezenter Synchondritis zwischen den 

letzten beiden Segmenten (Suva-act. 258). Im Bericht zur Sprechstunde vom 6. 

Februar 2018 nannte Dr. M.___ als Diagnose ein chronisches Schmerzsyndrom des 

traumatisierten und mehrfach operierten Unterschenkels rechts. Weiter hielt er fest, 

dass die vom Versicherten geschilderten Beschwerden weit über die somatischen 

Beschwerden im Rahmen einer Pseudarthrose hinausgingen. Er, Dr. M.___, habe den 

Eindruck, dass der Versicherte motiviert und ehrlich sei. Er habe glaubhaft starke 

Schmerzen und leide sowohl physisch als auch psychisch. Das chronische 

Schmerzsyndrom, das weit über die orthopädische Problematik hinausgehe, sei durch 

ein grosses psychisches Leiden, das aktuell psychiatrisch behandelt werde, 

verkompliziert. Erfahrungsgemäss sei er überzeugt, dass dem Versicherten mit einem 

orthopädischen Eingriff nicht geholfen werden könne, sondern sogar eine 

Verschlechterung eintreten könnte. Die Hauptbeschwerden seien nach seiner 

Einschätzung nicht durch die klassische Pseudarthrose bedingt, sondern vielmehr 

durch das komplexe chronische Schmerzsyndrom. Der Versicherte würde mehr von 

einer symptomatischen Schmerztherapie mit psychiatrischer Unterstützung profitieren 

(Suva-act. 261). Am 28. Februar 2018 fand eine neuropsychologische Untersuchung 

bei Dipl.-psych. Dr. P.___, Klinik für Neurologie, Kliniken H.___, statt (zur seitens der 

Suva für die Untersuchung erteilten Kostengutsprache vgl. Suva-act. 257 und 260). 

Dieser hielt in seiner Beurteilung vom 16. April 2018 fest, dass sich die kognitive 

Leistungsfähigkeit des Versicherten aus neuropsychologischer Sicht nicht präzise 

ermitteln lasse, da es während der Untersuchung zu Verdeutlichungstendenzen 

gekommen sei, mittels derer der Versicherte seine Leiden habe unterstreichen wollen. 

Daher könnten die kognitiven Fähigkeiten des Versicherten nur geschätzt werden. 

Aufgrund der klinischen Beobachtung würden sie als normal eingestuft (Suva-act. 276).

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Nach durchgeführten Vergleichsverhandlungen (vgl. Suva-act. 237, 248, 250, 253, 

256, 266 f. 269 ff., 277, 279, 281, 290 f., 293 und 295) teilte die Suva der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in einer E-Mail vom 23. Oktober 2018 mit, 

dass nun, wie besprochen, per 1. Dezember 2018 eine Übergangsrente von 38 % 

zugesprochen werde. Diese werde überprüft, sobald das Resultat des von der 

Invalidenversicherung veranlassten Gutachtens vorliege (Suva-act. 294).

A.j. 

Mit Verfügung vom 6. November 2018 stellte die Suva die Heilkosten- und 

Taggeldleistungen per 30. November 2018 ein, da eine unfallbedingte Behandlung 

nicht mehr notwendig sei. Sodann sprach sie dem Versicherten für die aufgrund des 

Unfalls verbliebene Beeinträchtigung ab dem 1. Dezember 2018 eine Übergangsrente 

basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 38 % zu, da sich die Invalidenversicherung 

noch im Verfahren bezüglich der beruflichen Massnahmen befinde. Erklärend führte die 

Suva aus, dass die Rente lediglich die reinen Unfallfolgen, nicht aber 

krankheitsbedingte Beeinträchtigungen entschädige. Die geklagten 

Rückenbeschwerden stünden nicht in einem mindestens wahrscheinlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 6. November 2014. Neben den organisch 

bedingten Unfallfolgen beeinträchtigten psychogene Störungen die Erwerbsfähigkeit. 

Aufgrund der vorhandenen Unterlagen stünden die psychogenen Störungen nicht in 

einem adäquat-kausalen Zusammenhang mit dem erlittenen Ereignis, weshalb 

diesbezügliche Leistungen entfallen würden. Die Rente berücksichtige die Verhältnisse 

im aktuellen Zeitpunkt. Trete eine Veränderung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes ein, werde sie revidiert (Suva-act. 296).

A.k. 

Am 21. Januar 2019 erstattete das Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) 

im Auftrag der Invalidenversicherung ein polydisziplinäres (orthopädisches, 

allgemeinmedizinisches und psychiatrisches) Gutachten (Suva-act. 318-1 ff.). In ihrem 

interdisziplinären Konsens nannten die Sachverständigen folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, eine 

somatoforme Schmerzstörung, ein CRPS rechter Fuss und Unterschenkel, Typ I, 

Stadium III mit verminderter Belastbarkeit und Hypersensibilität sowie die Möglichkeit 

einer Opioid-induzierten Hyperalgesie (Suva-act. 318-5). Sodann kamen die Gutachter 

zum Schluss, dass der Versicherte aus somatischer Sicht Tätigkeiten überwiegend im 

Sitzen und unter Vermeidung von Heben und Tragen von Lasten über 5 kg vollschichtig 

A.l. 

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B.  

durchführen könne. Die von ihm bisher ausgeübten Tätigkeiten (überwiegend 

Tätigkeiten im Büro) könne der Versicherte aus somatischer Sicht somit zu 100 % 

ausführen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe sowohl in der angestammten als auch in 

einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 318-7 f.). Eine 

von der Rechtsvertreterin des Versicherten gestellte Zusatzfrage (vgl. Suva-act. 318-97) 

beantworteten die Sachverständigen dahingehend, dass die erhobenen Befunde 

zusammenfassend für eine Überlastung des Beckenbodens als Ursache der 

Schmerzhaftigkeit am Sacrum und perisakral sprächen. Die im Gutachten diskutierten 

Argumente liessen den Steissbeinschmerz (Coccygodynie) mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als unfallunabhängig erscheinen (Suva-act. 318-9 ff.). In einer 

Stellungnahme vom 13. Februar 2019 beurteilte der regionale ärztliche Dienst (RAD) 

das Gutachten des ZMB als umfassend und widerspruchsfrei (Suva-act. 317).

Mit einem Vorbescheid vom 26. Juni 2019 stellte die Invalidenversicherung dem 

Versicherten die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab dem 1. August 2016 in 

Aussicht (Suva-act. 324; vgl. ferner Suva-act. 329).

A.m. 

Mit Verfügung vom 5. September 2019 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine 

definitive unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente, da der Versicherte im Zeitpunkt 

der Rentenprüfung wegen Krankheit, also aus unfallfremden Gründen, zu 100 % 

erwerbsunfähig sei. Der Anspruch auf die bisher ausgerichtete Übergangsrente ende 

somit per 30. Oktober 2019. In der gleichen Verfügung sprach die Suva dem 

Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 

20 % zu (Suva-act. 326).

A.n. 

Gegen die Verfügung vom 5. September 2019 liess der anwaltlich vertretene 

Versicherte am 7. Oktober 2019 insoweit Einsprache erheben, als dass die Verfügung 

einen Rentenanspruch verneine (Suva-act. 330).

B.a. 

Mit Verfügungen vom 21. Oktober und 14. November 2019 sprach die 

Invalidenversicherung dem Versicherten ab dem 1. August 2016 eine ganze 

Invalidenrente zu (Suva-act. 335 f.).

B.b. 

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C.  

Erwägungen

1.  

Mit Einspracheentscheid vom 16. April 2020 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten vom 7. Oktober 2019 ab (Suva-act. 342).

B.c. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. N. Ley, St. Gallen, am 19. 

Mai 2020 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 16. April 2020 und 

die Verfügung vom 5. September 2019 seien insoweit aufzuheben, als sie einen 

Rentenanspruch verneinten, und es sei ihm eine Rente der Unfallversicherung 

zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2020 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei 

(act. G 3).

C.b. 

In seiner Replik vom 9. Dezember 2020 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren unverändert fest (act. G 11).

C.c. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin an den in der 

Beschwerdeantwort gestellten Anträgen fest und verzichtete auf die Erstattung einer 

ausführlichen Duplik (act. G 13).

C.d. 

In formeller Hinsicht macht die Beschwerdegegnerin zunächst geltend, die 

Beschwerde des Beschwerdeführers sei möglicherweise nicht rechtzeitig erhoben 

worden (vgl. act. G 3 S. 3 und 13 S. 1).

1.1. 

Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist die Beschwerde innerhalb von 30 

Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheides einzureichen. Schriftliche 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu 

dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen 

oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 60 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 39 

Abs. 1 ATSG).

1.2. 

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2.  

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. April 2020 (Suva-act. 342) ist dem 

Beschwerdeführer während des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG 

i.V.m. Art. 60 Abs. 2 ATSG bzw. nach Art. 1 der Verordnung über den Stillstand der 

Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im 

Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19, SR 173.110.4) zugestellt worden 

(act. G 1.3; vgl. ferner act. G 1 S. 3 und 3 S. 3). Aufgrund des Fristenstillstandes hat die 

30-tägige Beschwerdefrist am 20. April 2020 ihren Lauf genommen und am 19. Mai 

2020 geendet. Zwar ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen (vgl. act. G 13 

S. 1), dass nicht nachvollziehbar ist, weshalb die Beschwerde gemäss 

Sendungsnachweis der Post bereits am 26. Februar 2020 aufgegeben worden sein soll 

(vgl. act. G 1.9 und 11.2). Möglicherweise handelt es sich bei der Angabe dieses 

Datums um einen Dokumentationsfehler seitens der Schweizerischen Post. Jedenfalls 

ist wegen des Sendungsverlaufs, wie er sich aufgrund der Nummer auf dem 

Zustellcouvert der Beschwerde ergibt, anzunehmen, dass die Beschwerde spätestens 

am 19. Mai 2020 durch die Post in Bearbeitung gewesen ist (vgl. act. G 1.9), womit die 

Beschwerde als rechtzeitig erhoben zu betrachten ist.

1.3. 

Nachdem auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 

Beschwerde einzutreten.

1.4. 

Am 6. November 2018 verfügte die Beschwerdegegnerin die Einstellung der von 

ihr für das Unfallereignis vom 6. November 2014 ausgerichteten vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) und sprach dem 

Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2018 eine Übergangsrente nach Art. 30 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) zu (Suva-act. 299). Die 

Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft (Suva-act. 299 ff.). 

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 16. April 2020 (Suva-act. 342), dem die Verfügung vom 5. September 2019 

zugrunde liegt, worin die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen einstellte 

bzw. die Übergangsrente aufhob und einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

gemäss Art. 18 ff. des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.29) 

verneinte (Suva-act. 326). Im Weiteren sprach sie ihm eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Die zugesprochene 

Integritätsentschädigung blieb bereits im vorinstanzlichen Einspracheverfahren 

unangefochten (vgl. Suva-act. 330 und 342). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

strittig und zu prüfen ist einzig der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

unbefristete Invalidenrente der Beschwerdegegnerin.

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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3.  

Bei der Prüfung des unbefristeten Rentenanspruchs besteht gemäss der bundes­

gerichtlichen Rechtsprechung keine Bindungswirkung an den Entscheid betreffend 

Übergangsrente (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2010, 8C_344/2010, 

E. 4.5 f.). Vielmehr kann bei der erstmaligen Zusprechung von Dauerleistungen die 

grundsätzliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin neu überprüft werden, ohne 

dass der Entscheid durch die faktische Erbringung vorübergehender Leistungen oder 

durch rechtskräftige Verfügungen, durch welche vorübergehende Leistungen oder eine 

Integritätsentschädigung zugesprochen worden sind, präjudiziert ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. September 2010, 8C_22/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).

2.2. 

Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 

Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid ist (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsun­

fähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die 

Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird 

das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

3.1. 

Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG werden Invalidenrenten angemessen gekürzt, wenn 

die Gesundheitsschädigung nur teilweise die Folge eines Unfalls ist. Die 

Unfallversicherung hat demnach nur für diejenigen Gesundheitsschäden einzustehen, 

die natürlich und adäquat kausal mit dem versicherten Unfallereignis zusammenhängen 

(vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

(Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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4.  

E. 3.1 und 123 III 110; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 111 f. E. 2.1 und 127 V 103 E. 5b/bb). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen 

(BGE 115 V 140 E. 6; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2018, 8C_467/2017, 

E. 3 f.; Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. 

September 2018, UV 2017/7, E. 2.2; je mit Hinweisen).

Ebenso wie zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist das Gericht 

auch zur Bestimmung des Arbeitsfähigkeitsgrades auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten 

die versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte 

Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin stützt sich bezüglich ihrer medizinischen 

Schlussfolgerungen im Wesentlichen auf das im Auftrag der Invalidenversicherung 

erstellte Gutachten der ZMB vom 21. Januar 2019 (Suva-act. 318; act. G 3 und 13). 

Auch der Beschwerdeführer erachtet dieses Gutachten als beweiskräftig (vgl. act. G 1 

und 11).

4.1. 

Das Gutachten der ZMB beruht auf eigenständigen Abklärungen. Die 

medizinischen Vorakten und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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5.  

von den Sachverständigen berücksichtigt worden. Die gutachterlich gestellten 

Diagnosen und die bescheinigte Arbeitsfähigkeit leuchten in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen im 

Gutachten nicht berücksichtigt worden wären (vgl. Suva-act. 318). Folglich kann dem 

Gutachten mit den Parteien Beweiskraft zuerkannt werden.

Gestützt auf das Gutachten sind in somatischer Hinsicht folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen: CRPS rechter Fuss und 

Unterschenkel, Typ I, Stadium III mit verminderter Belastbarkeit und Hypersensibilität 

sowie die Möglichkeit einer Opioid-induzierten Hyperalgesie (Suva-act. 318-5; zu 

weiteren Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vgl. ferner Suva-act. 

318-50 und 318-59). Weiter ist gestützt auf das Gutachten davon auszugehen, dass die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für Tätigkeiten überwiegend im Sitzen, unter 

Vermeidung von Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, aus somatischer Sicht nicht 

eingeschränkt ist (vgl. Suva-act. 318-8). In psychiatrischer Hinsicht wurden folgende 

Diagnosen erhoben: kombinierte Persönlichkeitsstörung und somatoforme 

Schmerzstörung (Suva-act. 318-5 und 318-85). Sodann ist aufgrund der 

gutachterlichen Einschätzung davon auszugehen, dass die psychischen 

Beeinträchtigungen dem Beschwerdeführer die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zu 

100 % verunmöglichen (Suva-act. 318-7 f.).

4.3. 

Nach dem Gesagten fällt ein Anspruch auf eine Invalidenrente für die somatischen 

Einschränkungen mangels ausgewiesener Erwerbsunfähigkeit ausser Betracht. Weitere 

Ausführungen zur Kausalität der somatischen Leiden erübrigen sich damit. Ein 

Rentenanspruch kommt nur gestützt auf die psychischen Einschränkungen in Frage, 

sofern diese in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 6. November 

2014 stehen.

4.4. 

Während der Beschwerdeführer die psychischen Beschwerden als natürlich und 

adäquat kausal zum Unfallereignis erachtet (vgl. act. G 1 S. 8 f.), verneint die 

Beschwerdegegnerin mit Verweis auf ihre rechtskräftig gewordene Verfügung vom 6. 

November 2018 betreffend Übergangsrente einen adäquat kausalen Zusammenhang 

zwischen den gutachterlich festgestellten psychischen Beeinträchtigungen und dem 

Unfallereignis vom 6. November 2014 (vgl. act. G 3 und 13). Wie in Erwägung 2.2 

dargelegt, besteht bei der Beurteilung des unbefristeten Rentenanspruchs 

grundsätzlich keine Bindungswirkung an den Entscheid betreffend Übergangsrente, 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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weshalb auch die Anspruchsvoraussetzung der Adäquanz vorliegend einer erneuten 

Überprüfung zugänglich ist (vgl. auch Philipp Geertsen, N 42 und Fussnote 133 zu Art. 

19, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser (Hrsg.), Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018).

Vorliegend hat die Adäquanzprüfung anhand der sogenannten Psycho-Praxis zu 

erfolgen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs gestützt auf die 

Psycho-Praxis ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu 

betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung ist bei 

leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen 

ohne weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere 

Kriterien in die Beurteilung miteinzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren 

Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden. Als 

Kriterien nennt die Rechtsprechung: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 E. 6; vgl. 

ferner BGE 134 V 126 ff. E. 10). Sämtliche Kriterien müssen nicht in die 

Gesamtwürdigung miteinbezogen werden (vgl. BGE 115 V 141 E. 6c/bb). Bei der 

Beurteilung der Kriterien ist vorliegend zu beachten, dass diejenigen Kriterien, die 

Bezug zu einer bestimmten Dauer nehmen, bezogen auf den Zeitpunkt der Einstellung 

der vorübergehenden Leistungen, also per 30. November 2018 (Suva-act. 299) zu 

beurteilen sind (vgl. dazu die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in act. G 13 S. 2 

mit zahlreichen Hinweisen auf Bundesgerichtsentscheide).

5.2. 

Die Schwere des Unfalls bestimmt sich nach dem augenfälligen Geschehensablauf 

und nicht nach den Kriterien, welche bei der Beurteilung der Adäquanz bei 

mittelschweren Unfällen Beachtung finden (Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

September 2015, 8C_437/2015, E. 3.3). Gemäss Schadenmeldung UVG vom 11. 

November 2014 ist der Beschwerdeführer mit dem Bike auf einer kurvigen Strasse 

unterwegs gewesen, als ihm vor einer scharfen Linkskurve ein Auto auf seiner Fahrspur 

sehr schnell entgegengekommen ist. Er hat zu bremsen und auszuweichen versucht 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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und ist dabei geradeaus in eine Felswand geknallt, worauf er von der Ambulanz 

geborgen worden ist (Suva-act. 2). Auch wenn diese Unfallschilderung durchaus als 

eindrücklich imponiert, ist der in Frage stehende Unfall unter Berücksichtigung der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht als schwer, sondern als mittelschwer 

einzustufen (vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts vom 5. Juni 2009, 8C_80/2009, 5. 

Februar 2008, 8C_169/2007 und 16. Mai 2007, U 492/06; je mit weiteren Hinweisen). 

Im Übrigen ist der Anprall an die Felswand aufgrund späterer Aussagen des 

Beschwerdeführers (vgl. dazu E. 5.4) nicht eindeutig verifizierbar.

Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des 

subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Allein 

aus den späteren Aussagen des Beschwerdeführers, wonach der Krankenwagen die 

Unfallstelle zunächst nicht gefunden habe und er Todesangst empfunden habe (vgl. 

z.B. Suva-act. 318-69), kann somit nicht auf die besondere Eindrücklichkeit des Unfalls 

geschlossen werden, zumal diese Angaben weder in der Unfallmeldung noch in der 

ersten Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 21. November 2014 gemacht 

worden sind (Suva-act. 2 und 19). Aber auch objektiv betrachtet kann dem 

vorliegenden Unfall, namentlich durch die in der Schadenmeldung UVG gemachte 

Schilderung, wonach der Beschwerdeführer gerade hinaus in eine Felswand geknallt 

sei (vgl. Suva-act. 2), eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden. Zu 

beachten ist dabei allerdings, dass den meisten mittelschweren Unfällen eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums 

ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, 

E. 5.2). Ausserdem ist, wie bereits erwähnt (vgl. vorne E. 5.3 in fine), nicht ganz klar, 

inwiefern der Beschwerdeführer tatsächlich in eine Felswand geknallt ist. Anlässlich der 

Besprechung vom 21. November 2014 hat der Beschwerdeführer nämlich angegeben, 

dass er mit seinem Fahrrad abwärts gefahren sei. In einer Kurve sei plötzlich ein Auto 

gestanden, das auf ihn zugekommen sei. Alles Weitere wisse er nicht mehr (Suva-

act. 19). Mangels klarer Anhaltspunkte, die das Unfallereignis im Vergleich mit anderen 

Ereignissen dieser Kategorie als besonders dramatisch erscheinen lassen, muss das 

Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit verneint werden.

5.4. 

Von schweren oder besonders gearteten Verletzungen, welche geeignet sind, eine 

psychische Fehlentwicklung der eingetretenen Art auszulösen, kann angesichts der im 

Verlegungsbericht des Spitals B.___ genannten Diagnosen (Pilon-Tibiale-Fraktur rechts 

bei Fahrradsturz am 6. November 2014 und Kontusion Handgelenk links; Suva-act. 16) 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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auch nicht gesprochen werden. Auch wenn die Verletzungen des Beschwerdeführers 

glaubhaft mit Schmerzen verbunden gewesen sind, so ist dennoch nicht davon 

auszugehen, dass diese im Normalfall zu einer psychischen Fehlentwicklung führen. 

Wie dem ZMB-Gutachten zu entnehmen ist, gehen die Gutachter denn auch von einer 

vorbestehenden psychischen Problematik aus, die der Beschwerdeführer lange Zeit 

unter Kontrolle hat halten können, während ihm nach dem Unfallereignis die 

Kompensationsstrategien abhanden gekommen sind (vgl. Suva-act. 318-4 f. und 

318-86).

Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung liegen nicht vor. Das Kriterium des 

schwierigen Heilungsverlaufs ist aber angesichts der Entwicklung eines CRPS - wenn 

auch nicht ausgeprägt - erfüllt.

5.6. 

Was das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, so ist festzuhalten, dass 

Inkonsistenzen in den Schmerzangaben des Beschwerdeführers zu finden sind (vgl. 

dazu namentlich Suva-act. 318-7 und 318-64 f.). Weiter sind die als körperlich 

imponierenden, organisch jedoch nicht hinreichend erklärbaren Beschwerden bei der 

Prüfung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis nicht in die Beurteilung 

miteinzubeziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 

4.6). Folglich ist das Kriterium der Dauerbeschwerden ebenfalls nicht erfüllt.

5.7. 

Was die besonders lange Dauer der Arbeitsunfähigkeit betrifft, ist festzuhalten, 

dass der Beschwerdeführer bereits im Sommer 2015 wieder eine Tätigkeit in einem 

Pensum von 80 % aufgenommen hat (vgl. Suva-act. 61 und 70), sodass dieses 

Kriterium grundsätzlich ebenfalls zu verneinen ist. Anfangs Januar 2016 ist er zwar 

wieder arbeitsunfähig geschrieben worden, jedoch zunächst anscheinend wegen eines 

weiteren Unfalls bzw. einer psychischen Problematik (vgl. Suva-act. 61, 70, 77 f., 83, 

86 f., 100, 108 f. und 110 f.). Die Beschwerdegegnerin hat eine erneute 

Arbeitsunfähigkeit erst wieder ab dem 1. Februar 2016 aufgrund einer Operation an der 

rechten unteren Extremität (vgl. Suva-act. 73 und 79) anerkannt (vgl. Suva-act. 83 und 

135), wobei die Krankentaggeldversicherung aufgrund der parallel existierenden 

psychischen Problematik für einen Teil des Erwerbsausfalls aufgekommen ist (vgl. 

Suva-act. 112, 115 und 135). Psychische Aspekte sind im Rahmen der Prüfung der 

Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis grundsätzlich auszublenden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6). Angesichts der nicht klar 

abtrennbaren psychischen Problematik kann jedenfalls auch der Zeitraum zwischen 

dem 1. Februar 2016, als erneut eine Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist, und dem 30. 

November 2018 (vgl. dazu E. 5. 2 in fine) nicht als besonders lange Dauer gewertet 

werden.

5.8. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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6.  

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a 

ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss 

Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

 Für die Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf die kontinuierliche, mit 

einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands 

gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt. Eine Behandlung, die lediglich der Erhaltung 

des bestehenden Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der 

Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant (zum Ganzen vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Beim 

Beschwerdeführer haben zwar mehrere Operationen stattgefunden (vgl.  Suva-act. 10, 

17, 73 und 164), der letzte operative Eingriff ist aber im August 2016, also knapp zwei 

Jahre nach dem Unfallereignis, durchgeführt worden (vgl. Suva-act. 164). Die 

anschliessenden Behandlungen sind - abgesehen der Behandlung der Symptome des 

CRPS -  in erster Linie auf die objektiv nur schwer messbare Schmerzproblematik 

sowie die psychische Problematik ausgerichtet gewesen (vgl. Suva-act. 164 ff.). 

Wiederum gilt, dass psychische Aspekte bei der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht 

zu berücksichtigen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2009, 

8C_825/2008, E. 4.6). Vorliegend ist es nahezu unmöglich, die Behandlung der 

psychischen Beschwerden von derjenigen der somatischen abzugrenzen. Das 

Kriterium der Dauerbehandlung kann somit nicht schlüssig beurteilt werden.

5.9. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass neben einem nicht schlüssig 

beurteilbaren Kriterium lediglich ein Kriterium erfüllt ist, jedoch nicht in ausgeprägter 

Weise. Folglich ist die Adäquanz der über den 30. November 2018 hinaus andauernden 

psychischen Beschwerden zu verneinen. Inwiefern zwischen dem Unfallereignis und 

den psychischen Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, kann 

damit offen bleiben.

5.10. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.05.2021
	Art. 38 Abs. 4 lit. a und Art. 60 ATSG; Art. 18 und 36 Abs. 2 UVG: Rechtzeitigkeit der Beschwerde bejaht. Beweiskraft des IV-Gutachtens bejaht. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente für die somatischen Einschränkungen fällt mangels ausgewiesener Erwerbsunfähigkeit ausser Betracht. Ein unfallversicherungsrechtlicher Rentenanspruch für die ausgewiesenen psychischen Beeinträchtigungen besteht mangels Adäquanz nicht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Mai 2021, UV 2020/33).

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