# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 048cab79-199e-57e9-af18-a7842de2c3a0
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 02.09.2025 VR3 2024 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-59_2025-09-02.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 2. September 2025
mitgeteilt am 19. September 2025

[Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am Bundesgericht 
hängig (1C_625/2025)]

Referenz VR3 24 59

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat und Schmid Christoffel
Hubmann, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Alain Meier

gegen

Gemeinde Albula/Alvra
Veia Baselgia 6, 7450 Tiefencastel
Beschwerdegegnerin 

B.________
Beschwerdegegner 

Gegenstand Baueinsprache/Baubewilligung

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Sachverhalt

A. B.________ reichte der Gemeinde Albula/Alvra (nachfolgend: Gemeinde) am 
23. Dezember 2023, eingegangen am 3. Januar 2024, ein Baugesuch betreffend 
den Bau eines Treppenliftes ein. Der Treppenlift mit einer maximalen Höhe von 
1.50 m soll gemäss Baugesuch über die Parzellen Z.1.________ (im Eigentum von 
C.________) sowie Z.2.________ (im Eigentum von B.________) verlaufen. Mit der 
Eigentümerin der Parzelle Z.1.________ hat B.________ einen 
Dienstbarkeitsvertrag betreffend ein Baurecht für den Treppenlift abgeschlossen. 
Die Parzellen Z.2.________ und Z.1.________ befinden sich in der Wohnzone 
überlagert von einer Gefahrenzone mit der Klassifizierung "geringe Gefahr". 

B. Das Bauvorhaben wurde am 26. Januar 2024 im amtlichen 
Publikationsorgan der Gemeinde publiziert. Mit Einsprache vom 14. Februar 2024 
beantragte A.________ die Abweisung des Baugesuchs. 

C. Nach Durchführung des Einspracheverfahrens erteilte die Gemeinde 
B.________ am 23. April 2024, mitgeteilt am 1. Mai 2024, die Baubewilligung 
Nr. Z.5.________ und erliess den Einspracheentscheid. Die Gemeinde wies die 
Einsprache von A.________ ab, soweit darauf einzutreten war.

D. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe 
vom 3. Juni 2024 Beschwerde beim damaligen Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden. Sie beantragte die Aufhebung der Baubewilligung Nr. Z.5.________ 
vom 1. Mai 2024 sowie des Einspracheentscheides unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten der Gemeinde (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin oder Gemeinde) und B.________ (nachfolgend: 
Beschwerdegegner), eventualiter zu Lasten des Staates. Eventualiter wurde eine 
Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz beantragt. Zur 
Begründung ihrer Beschwerde führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, 
dass ihr Anspruch auf rechtliches Gehör mehrfach verletzt worden sei und der 
Treppenlift infolge eines instabilen Hangs sowie einer drohenden Steinschlaggefahr 
nicht gebaut werden dürfe. Zudem ersuchte die Beschwerdeführerin 
superprovisorisch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie 
um Zustellung der Baubewilligungsakten und Möglichkeit zur allfälligen 
Stellungnahme. 

E. Mit Schreiben vom 5. Juni 2024 wies der stellvertretende Instruktionsrichter 
das Gesuch um superprovisorische Anordnung der aufschiebenden Wirkung ab und 
setzte den Parteien Frist an, um zur aufschiebenden Wirkung sowie zur Sache 
Stellung zu nehmen. 

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F. Die Beschwerdegegnerin teilte in ihrer Stellungnahme vom 11. Juni 2024 mit, 
dass sie grundsätzliche die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung 
der Beschwerde beantrage, sie aber auch nichts gegen deren Erteilung habe. 

G. In Ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2024 beantragte die 
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde soweit darauf eingetreten 
werde, unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung 
führte sie aus, dass, soweit überhaupt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
stattgefunden habe, dieses im vorliegenden Verfahren geheilt werden könne. 
Zudem seien die übrigen öffentlich-rechtlichen Bestimmungen für eine 
Baubewilligungserteilung erfüllt und die weiteren Rügen würden vor allem 
privatrechtliche Angelegenheiten betreffen. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. 
Juni 2024 erteilte die Instruktionsrichterin der Beschwerde die aufschiebende 
Wirkung.

H. Innert erstreckter Frist reichte die Beschwerdeführerin am 9. September 
2024 ihre Replik ein und hielt an ihren in der Beschwerde vom 3. Juni 2024 
gestellten Rechtsbegehren fest. 

I. Mit Duplik vom 21. Oktober 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 
Anträgen gemäss Vernehmlassung vom 26. Juni 2024 fest. 

J. Mit Triplik vom 15. November 2024 hielt die Beschwerdeführerin an den in 
ihrer Beschwerde vom 3. Juni 2024 gestellten Anträgen fest, vertiefte ihre 
Argumentation und reichte ihre Honorarnote ein. 

K. In der Quadruplik vom 8. Januar 2025 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 
Anträgen gemäss Vernehmlassung vom 26. Juni 2024 fest und stellte 
Beweisanträge hinsichtlich eines Gutachtens zur Feststellung der 
Steinschlagschutzfähigkeit des bestehenden Zauns auf der Parzelle Z.2.________ 
sowie die Durchführung eines Augenscheins vor Ort. 

L. Die Beschwerdeführerin legte in ihrer Quintuplik vom 31. Januar 2025 ihre 
Ansichten betreffend die Qualifikation des Zauns nochmals dar.

M. Der Beschwerdegegner verzichtete auf jegliche Vernehmlassungen. 

N. Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1.1. Angefochten ist der Bau- und Einspracheentscheid Nr. Z.5.________ der 
Gemeinde vom 1. Mai 2024 betreffend den Bau eines Treppenliftes. Diese 
Verfügung ist weder endgültig noch kann sie bei einer anderen Instanz angefochten 
werden. Die Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden, auf das die 
bei Inkrafttreten des neuen GOG (BR 173.000) am 1. Januar 2025 hängigen 
Verfahren des ehemaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
übertragen worden sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG), ist somit gegeben (Art. 49 
Abs. 1 lit. a VRG [BR 370.100]).

1.2. Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 38 Abs. 1 und 
2 sowie Art. 52 Abs. 1 VRG). Die Beschwerdeführerin ist als Eigentümerin einer 
Wohnung auf der an die Bauparzelle angrenzenden Parzelle Z.3.________ und 
somit als direkte Nachbarin unbestrittenermassen zur Beschwerde legitimiert (Art. 
50 VRG). Folglich ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. Die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ist vom 26. Juni 2024 datiert. 
Gemäss ihren Aussagen legte sie diese "per eingeschriebenem Brief" gleichentags 
in einen Briefkasten. Das dazugehörige Papiercouvert ist jedoch mit einem 
Poststempel vom 27. Juni 2024 versehen, auf den, mangels anderer Beweise, 
abzustellen ist (act. A.3). Damit erfolgte die Vernehmlassung verspätet.

Nach Fristablauf eingereichte Eingaben sind grundsätzlich aus dem Recht zu 
weisen, können aber – kraft Geltung der Untersuchungsmaxime – zur Ermittlung 
des rechtserheblichen Sachverhalts berücksichtigt werden (vgl. Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 21 93 vom 1. Februar 2022 E. 3; 
GRIFFEL, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des 
Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl., 2014, Art. 26b Rz. 26 mit weiteren Hinweisen). Das 
Obergericht weist daher die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin aus dem 
Recht und entscheidet in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss 
Art. 11 VRG gestützt auf die ihm vorliegenden Akten.

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf 
Gewährung des rechtlichen Gehörs und beantragt in verfahrensrechtlicher Hinsicht 
die Zustellung der Akten des Baubewilligungsverfahrens sowie eventualiter die 
Rückweisung des Einspracheentscheides zur Neubeurteilung an die 
Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin habe ihr bzw. ihrem Sohn, welcher 
sie im Einspracheverfahren teilweise vertreten habe, nicht gestattet, Fotos oder 
Kopien von den Baugesuchsakten während der Auflagefrist zu erstellen. Sie erblickt 
darin eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV (Beschwerde S. 5 f., act. A.1). Die 

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Beschwerdegegnerin hält den Vorbringen der Beschwerdeführerin entgegen, dass 
das Akteneinsichtsrecht nicht bedeute, dass auch Fotos oder Kopien von den 
Baugesuchsakten während der Auflagefrist gemacht werden dürfen. Im Übrigen sei 
der Sohn nicht Partei des Verfahrens, weshalb er diese Rüge auch nicht erheben 
könne (Duplik S. 2, act. A.5).

3.1.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb dessen 
Verletzung grundsätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit des 
Rechtsmittels zur Gutheissung desselben und Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids führt (BGE 132 V 387 E.5.1). Eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn 
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann, 
auch wenn dies zwangsläufig zum Verlust einer Instanz führt. Unter dieser 
Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst 
bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von 
einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 
Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 142 II 
218 E.2.8.1 und 137 I 195 E.2.2 sowie E.2.3.2; Urteile des Bundesgerichts 
9C_608/2022 vom 13. November 2023 E.5.2.1 und 2C_152/2020 vom 18. Juni 
2020 E.2.3).

3.1.2. Das Recht auf Einsicht in Baugesuchsakten während der Auflagefrist steht 
jeder Person offen, da es sich um eine öffentliche Auflage handelt (Art. 45 KRVO 
[BR 801.110]). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beinhaltet das Recht 
auf Akteneinsicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 17 VRG i.V.m. Art. 2 VRG 
auch das Recht, von den Akten Notizen oder (kostenpflichtige) Kopien zu erstellen 
bzw. erstellen zu lassen (vgl. BGE 116 Ia 325 E. 3d/aa). 

Das Recht, Notizen oder Kopien von den Akten zu erstellen, ist gleichbedeutend mit 
dem Abfotografieren von Akten, weshalb das Recht auf Akteneinsicht grundsätzlich 
verletzt wird, wenn eine Behörde das Abfotografieren von Papierakten nicht zulässt. 
Indem der Sohn der Beschwerdeführerin diese bei der Akteneinsicht in die 
Baugesuchsunterlagen vertrat, ist auch ihr Recht auf Akteneinsicht verletzt worden 
(Beilage Vollmacht, Baugesuchsunterlagen, act. C.5). Der Mangel ist jedoch als 
nachträglich geheilt zu qualifizieren, da die Beschwerdeführerin sämtliche Akten 
des Baubewilligungsverfahrens im vorliegenden Beschwerdeverfahren zur Einsicht 
zugestellt erhielt, sich im Rahmen eines vierfachen Schriftenwechsels dazu äussern 

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konnte und das Obergericht gemäss Art. 51 VRG über eine uneingeschränkte 
Kognition verfügt (Beilagen Baugesuchsunterlagen, act. C.5). Die Gehörsverletzung 
ist jedoch bei der Kostenfolge zu berücksichtigen (vgl. nachfolgend, Erwägung 10).

3.2. Ebenfalls unter dem Aspekt der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der 
Anwendung eines überspitzen Formalismus rügt die Beschwerdeführerin, dass ihr 
unbedingtes Replikrecht verletzt worden sei, indem die Beschwerdegegnerin ihre 
Stellungnahme vom 4. April 2024 per E-Mail bzw. vom 15. April 2024 (persönliche 
Überbringung der Originalstellungnahme mit Unterschrift) beim Erlass des Bau- und 
Einspracheentscheides vom 23. April 2024 nicht berücksichtigt habe. Der 
Beschwerdeführerin sei in unzulässiger Weise keine Nachfrist zur Ergänzung der 
eigenhändigen Unterschrift ihrer Stellungnahme im E-Mail vom 4. April 2024 
angesetzt worden. Zudem seien auch ihre sachdienlichen Hinweise in ihrer 
formgültig erfolgen Eingabe vom 15. April 2024 beim Bau- und Einspracheentscheid 
nicht berücksichtigt worden, obwohl der Entscheid erst am 23. April 2024 erfolgt sei 
(Beschwerde S. 7, act. A.1; Replik Rz. 6 ff., act. A.4). Denn auch gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei eine Reaktionsfrist von 10-20 Tagen nicht 
zu eng auszulegen, sondern entscheidend sei, dass der Entscheid noch nicht erfolgt 
sei (Triplik Rz. 8, act. A.6). Die Beschwerdegegnerin ist hingegen der Ansicht, dass 
die Stellungnahme per E-Mail vom 4. April 2024 der Beschwerdegegnerin keine 
formgültige Eingabe gewesen sei, weshalb man auf diese ohne das Ansetzen einer 
Nachfrist zu Recht auch nicht eingetreten sei. Sie habe bei Abgabe der formgültigen 
Eingabe am 15. April 2024 zudem ihren Einspracheentscheid bereits gefällt (Duplik 
S. 3, act. A.5). 

3.2.1. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Übermittlung einer Eingabe mittels 
E-Mail eine Form der elektronischen Zustellung darstellt (EGLI, in: 
Waldmann/Krauskopf, Praxiskommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz, 
3. Aufl. 2023, Art. 21 Rz. 5 und Art. 21a Rz. 9 ff.; CAVELTI, in: Auer/Müller/Schindler, 
Bundesgesetz über das VwVG, 2019, Art. 21 Rz 9). Gemäss Art. 6e Abs. 1 VRG 
(Elektronische Eingabe) können Eingaben elektronisch erfolgen, wenn die Behörde 
an einem Übermittlungssystem angeschlossen ist (z.B. E-Government-Portal, vgl. 
dazu Art. 2 und Anhang 1 der Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr 
[VERV; BR 370.130]). Eine elektronische Eingabe hat über das von der Behörde 
bezeichnete Übermittlungssystem zu erfolgen und die für das entsprechende 
Verfahren erforderlichen Identifizierungsmerkmale zu enthalten (Art. 5 
Abs. 1 VERV). Eine gewöhnliche E-Mail vermag bei prozessual relevanten 
Eingaben die Voraussetzung der Unterschrift nicht zu erfüllen (vgl. BGE 142 V 152 

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E. 2.4 und 4.6; vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden VR2 24 36 
vom 20. Mai 2025 E. 2.2).

3.2.2. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihre 
Eingabe mit einer E-Mail ausserhalb eines von der Beschwerdegegnerin 
bezeichneten Übermittlungssystems eingereicht hatte. Die Vernehmlassung vom 
4. April 2024 gilt somit als nicht unterzeichnet und genügt den Anforderungen von 
Art. 6e VRG bzw. Art. 33 VRG nicht (vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-
MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl. 2021, Rz. 912). 

Ob die Beschwerdegegnerin vorliegend verpflichtet gewesen wäre, der 
Beschwerdeführerin eine Nachfrist für die Eingabe einer formell korrekten 
Stellungnahme anzusetzen, kann vorliegend jedoch offen bleiben, da die korrekt 
unterzeichnete Vernehmlassung vom 15. April 2024 offenbar noch vor dem 
Entscheid des Gemeindevorstandes persönlich überbracht worden war 
(Eingangsstempel Gemeinde vom 19. April 2024 [act. C.5]). 

3.2.3. Behörden haben vor einem Entscheid Betroffenen Gelegenheit zur 
schriftlichen oder mündlichen Stellungnahme zu geben (Art. 16 VRG). 

Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst auch das Recht, von den beim Gericht 
eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu 
können (vgl. BGE 139 I 189 E. 3.2, 133 I 98 E. 2.1). Die Wahrnehmung des Rechts 
auf Replik setzt voraus, dass die von den übrigen Verfahrensbeteiligten 
eingereichten Eingaben der Partei zugestellt werden, damit sie entscheiden kann, 
ob sie sich dazu äussern will oder nicht (vgl. BGE 139 I 189 E. 3.2, 137 I 195 
E. 2.3.1). Es obliegt dem Gericht, in jedem Einzelfall ein effektives Replikrecht zu 
gewähren. Hierfür kann es den Parteien eine Frist setzen (vgl. BGE 133 V 196 
E. 1.2). Es kann die Eingabe aber auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn 
von den Parteien, namentlich von anwaltlich Vertretenen oder Rechtskundigen, 
erwartet werden kann, dass sie umgehend unaufgefordert Stellung nehmen oder 
eine Stellungnahme beantragen (vgl. BGE 138 I 484 E. 2.4). Nach der Zustellung 
zur Kenntnisnahme ist das Gericht gehalten, eine angemessene Zeitspanne mit 
dem Entscheid zuzuwarten. Das Bundesgericht hielt fest, dass vor Ablauf von zehn 
Tagen nicht, hingegen nach 20 Tagen von einem Verzicht auf das Replikrecht 
ausgegangen werden dürfe (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_155/2013 vom 
17. April 2013 E. 1.4, 1B_407/2012 vom 21. September 2012 E. 2.2 und 
2C_469/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.2 je m.w.H.). Diese Wartefrist für das 
Gericht schliesst die Zeit, welche die Partei zur Übermittlung ihrer (Replik-) Eingabe 
benötigt, bereits ein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_929/2018 vom 6. Juni 2019 

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E.2.2). Entsprechend obliegt es einer Partei, die eine Stellungnahme zu einer ihr 
ohne Fristansetzung zugestellten Vernehmlassung für erforderlich hält, entweder 
umgehend eine Stellungnahme einzureichen oder, falls sie sich hierzu 
ausserstande sieht, dem Gericht anzukündigen, dass sie eine Stellungnahme 
einzureichen beabsichtige, bzw. dieses um Ansetzung einer Frist zu ersuchen (vgl. 
BGE 138 I 484 E. 2.2, 133 I 100 E. 4.8). Aus dem Umstand aber, dass ein Gericht 
jedenfalls 20 Tage nach Mitteilung einer Eingabe zu urteilen berechtigt ist, ohne sich 
dem Vorwurf der Gehörsverletzung auszusetzen, kann jedoch nicht abgeleitet 
werden, dass nach dem fraglichen Zeitpunkt, aber vor der Urteilsfällung eintreffende 
Stellungnahmen generell zufolge Verspätung unberücksichtigt bleiben dürfen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_155/2013 vom 17. April 2013 E. 1.4).

3.2.4. Indem die Beschwerdegegnerin die Vernehmlassung des 
Beschwerdegegners und Baugesuchstellers vom 28. Februar 2024 der 
Beschwerdeführerin am 4. März 2025 zugestellt hat, hat sie deren rechtliches Gehör 
gemäss Art. 16 VRG gewahrt. Ein doppelter Schriftenwechsel ist gemäss Art. 45 
Abs. 4 KRVO nicht vorgesehen, weshalb es nicht zu beanstanden ist, dass die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die Vernehmlassung mit dem 
Hinweis "ein weiterer Schriftenwechsel ist nicht vorgesehen" zugestellt hat (act. 
C.4). Nach Abschluss eines Schriftenwechsels, bestehend aus Einsprache und 
Vernehmlassung, ist das Baugesuch denn auch beförderlich zu behandeln. Ein 
Bauentscheid ist grundsätzlich drei Monate nach Ablauf der öffentlichen Auflage zu 
eröffnen (Art. 46 Abs. 3 KRVO). Die formgültige Vernehmlassung der 
Beschwerdeführerin vom 15. April 2024 traf zwar erst rund 40 Tage nach Abschluss 
des Schriftenwechsels, aber noch vor dem Entscheid des Gemeindevorstandes ein. 
Der angefochtene Einspracheentscheid und die Baubewilligung wurden ausweislich 
der Akten – und entgegen den Behauptungen der Beschwerdegegnerin in der 
Duplik und Quadruplik – am 23. April 2024 erlassen. Gemäss zitierter 
Rechtsprechung wäre die Baubehörde grundsätzlich befugt gewesen, früher zu 
entscheiden, da sie nach über 40 Tagen auch bei Laien von einem Verzicht auf das 
(unbedingte) Replikrecht ausgehen durfte. Die Eingabe der Beschwerdeführerin 
wurde gemäss angefochtenem Entscheid jedoch nicht aus den Akten gewiesen, 
sondern sehr wohl berücksichtigt (vgl. Sachverhalt Ziff. I.6 des 
Einspracheentscheids und Baubewilligung vom 23. April 2024, act. B.2). Dass die 
Beschwerdegegnerin hierzu lediglich festhielt, auf die nach dem Abschluss des 
Schriftenwechsels eingegangenen Ausführungen der Einsprecher sei vorliegend 
nicht weiter einzugehen, zumal diese keine neuen Erkenntnisse zutage gefördert 
haben, ist nicht zu beanstanden. Ist die urteilende Behörde doch nicht verpflichtet, 

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jedes Argument aus allen Eingaben ausführlich abzuhandeln. Eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs unter diesem Gesichtspunkt ist folglich zu verneinen. 

4. In materieller Hinsicht bildet nur die Frage, ob die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdegegner zu Recht die Baubewilligung für die Erstellung eines 
Treppenliftes auf den Parzellen Z.2.________ und Z.1.________ erteilt hat, 
Streitgegenstand. Daran vorbeizielende Vorbringen, namentlich das Realisieren 
von weiteren, allenfalls bewilligungspflichtigen Stützmauern durch den 
Beschwerdegegner sind nicht zu hören, da sich diese ausserhalb des von der 
Gemeinde verfügten Streitgegenstandes befinden (Replik Rz. 11 f., act A.4; Triplik 
Rz. 10 ff., act. A.6). Das Bauvorhaben bedarf zudem nur die Bewilligung einer 
kommunalen Behörde, weshalb das von der Beschwerdeführerin angerufene 
Koordinationsprinzip gemäss Art. 25a RPG (SR 700), welches die Koordination bei 
Zuständigkeit verschiedener Behörden betrifft, nicht einschlägig ist (Triplik Rz. 13, 
act. A.6).

4.1. In beweisrechtlicher Hinsicht ist vorab festzuhalten, dass auf die 
Durchführung des von der Beschwerdeführerin beantragten Augenscheins sowie 
auf die Parteibefragungen zur Beurteilung der Steinschlagschutzfähigkeit des 
bestehenden Zauns sowie des Fluchtweges verzichtet werden kann. Einerseits 
ergibt sich der Sachverhalt hinreichend aus den Akten und den 
Fotodokumentationen, und anderseits gilt es vorliegend ausschliesslich Fragen zu 
beantworten, die sich anhand der vorhandenen Unterlagen beurteilen lassen. Vor 
diesem Hintergrund erweist sich die Durchführung eines Augenscheins oder 
Parteibefragungen als nicht notwendig, weshalb das Gericht in antizipierter 
Beweiswürdigung auf dessen Durchführungen verzichtet (vgl. BGE  45 I 167 E. 4.1, 
144 II 427 E. 3.1.3; vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_631/2023 vom 18. Februar 
2025 E. 4.1 und 1C_522/2022 vom 25. März 2024 E. 1.2 und 2.3).

4.2. Weiter sind auch von einem von der Beschwerdegegnerin beantragten 
Gerichtsgutachten betreffend die Beurteilung der Steinschlagschutzfähigkeit des 
bestehenden Zauns auf der Parzelle Z.2.________ keine weiteren 
entscheidrelevanten Erkenntnisse mehr zu erwarten, weshalb ebenfalls in 
antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden kann. Die zur Beurteilung 
notwendigen Angaben sind aus den Akten hinreichend ersichtlich und, wie 
nachfolgend ausgeführt, rechtlich nicht relevant (zur antizipierten Beweiswürdigung 
vgl. BGE 131 I 153 E. 3).

4.3. Weiter rügt die Beschwerdeführerin Mängel bzgl. einer fehlenden Vollmacht 
des Beauftragten des Beschwerdegegners sowie fehlende Grundriss- und 

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Ansichtspläne, keine Vermassung des Treppenliftes sowie das Einreichen eines 
unvollständigen Baugesuchs (Beschwerde S. 8, 13, act. A.1; Replik Rz. 10, 
act. A.4). Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dass die vorliegenden Pläne für 
die Prüfung des Bauvorhabens genügen und sie davon ausgehen konnte, dass die 
Grenzabstände eingehalten werden, weshalb auf die Vermassung der Abstände in 
den Plänen auch verzichtet werden durfte. Bezüglich allfälligen Projektänderungen 
im Vergleich zum nachgesuchten Bauvorhaben führt die Beschwerdegegnerin aus, 
dass Veränderungen an der Mauer keinen baubewilligungspflichtigen Tatbestand 
darstellen oder dann ein separates Baubewilligungsverfahren bedürfen würden 
(Duplik S. 3 f., act. A.5).

4.3.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1, 2 und 4 KRVO sind Baugesuche zusammen mit den 
für die Beurteilung erforderlichen Unterlagen und Nachweisen auf dem amtlichen 
Formular in der festgelegten Anzahl Ausfertigungen bei der Gemeinde 
einzureichen. Die Gemeinden bestimmen unter Beachtung des übergeordneten 
Rechts, welche Unterlagen und Nachweise dem Baugesuch beizulegen sind. Bei 
Änderung bestehender Bauten und Anlagen muss aus den Plänen der Zustand der 
betreffenden Bauteile vor und nach der Änderung ersichtlich sein (bestehend: 
grau/schwarz; neu: rot; Abbruch: gelb). Ist zudem die Bauherrschaft nicht 
Eigentümerin des Baugrundstücks, ist das Baugesuch durch die Eigentümerin mit 
zu unterzeichnen (Art. 89 Abs. 3 KRG [BR 801.100]):

4.3.2. Für die Baueingabe hat der Beschwerdegegner das von der 
Beschwerdegegnerin vorgesehene Formular benutzt, es von der Eigentümerin der 
Parzelle Z.1.________ sowie von seinem Vertreter unterschreiben lassen und 
zusammen mit einer Vollmacht, zwei Katasterplänen im Massstab 1:500 (ohne und 
mit rot markierten Bauvorhaben), einem Foto sowie einer Kopie des 
unterzeichneten Dienstbarkeitsvertrages betreffend das Baurecht für den 
Treppenlift der Baubehörde eingereicht. Zusammen mit dem Baubeschrieb auf dem 
Baugesuch, den Fotos sowie dem Katasterplan ist das Bauvorhaben genügend 
bestimmbar. Zudem ist mit Blick auf den Katasterplan klar, dass das Bauvorhaben 
mindestens fünf Meter Abstand zu der nächst gelegenen westlichen 
Grundstücksgrenze einhält. Auch die erforderliche Vollmacht des Vertreters des 
Beschwerdeführers sowie der Dienstbarkeitsvertrag betreffend das Baurecht auf 
der Parzelle Z.1.________ befindet sich bei den Akten (act. C.5, Beilagen 
Baugesuchsunterlagen). Unter Berücksichtigung von Art. 87 Abs. 4 BauG und dem 
einfachen Bauvorhaben war es somit von der Beschwerdegegnerin zulässig, auf 
weitere Unterlagen zu verzichten, womit die Rügen der Beschwerdeführerin ins 
Leere treffen. 

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5. Uneinig sind sich die Parteien, welche Abstände bzw. ob ein Näherbaurecht 
beim Bauvorhaben zu berücksichtigen sind (Beschwerde S. 13, act. A.1; Duplik 
S. 3, act. A.5). 

5.1. Der Treppenlift erstreckt sich von der westlich gelegenen Seite der 
Zugangstreppe auf der Parzelle Z.1.________ in nördliche Richtung über die 
Grenze der Parzelle Z.2.________ bis hin zur Liegenschaft des 
Beschwerdegegners. Aus dem Katasterplan ist ersichtlich, dass der Abstand des 
Bauvorhabens zu der im Westen gelegenen Parzelle Z.3.________ fünf Meter 
beträgt. Die für das Bauvorhaben erforderliche Tragkonstruktion ist maximal 1.50 
Meter hoch (Beilagen Baugesuchsunterlagen, act. C.5).

5.2. Beim Bauvorhaben handelt es sich um eine Art von weiteren Anlagen und 
dergleichen gemäss Art. 76 Abs. 2 KRG, wonach bei der Überschreitung von einem 
Meter Höhe ein maximaler Grenzabstand von 2.50 Meter einzuhalten ist. Das 
Bauvorhaben hält gegenüber der Parzelle der Beschwerdeführerin einen 
Grenzabstand von fünf Metern und gegenüber den übrigen Nachbarsparzellen 
einen noch grösseren Abstand ein. Sind die Abstände gemäss Art. 76 Abs. 2 KRG 
eingehalten, ist keine Vereinbarung und keine Anmerkung im Sinne von Art. 77 
Abs. 1 KRG nötig, da der gesetzliche vorgeschriebene Grenzabstand mit dem Bau 
des Treppenliftes nicht unterschritten wurde. 

5.3. Gemäss Baugesuchsunterlagen hat die Eigentümerin der Parzelle 
Z.2.________ das Baugesuch mitunterzeichnet, womit Art. 89 Abs. 3 KRG 
entsprochen wurde. Ebenfalls legte der Beschwerdegegner dem Baugesuch den 
Dienstbarkeitsvertrag bei, welcher belegt, dass er über ein Baurecht zu Lasten der 
Parzelle Z.2.________ verfügt. Weitere zivilrechtlichen Rügen betreffend den 
Dienstbarkeitsvertrag sind demnach nicht zu hören und unterliegen, soweit 
diesbezüglich überhaupt die Legitimation der Beschwerdeführerin gegeben ist, der 
Beurteilung durch ein Zivilgericht.

6. Die Beschwerdeführerin moniert, dass mit der Entfernung des Zauns auf der 
Bauparzelle Z.2.________, was das Bauvorhaben bedinge, ihre Sicherheit durch 
herabrollende Steine gefährdet werde.

6.1. Das Grundstück der Beschwerdeführerin werde einer erhöhten Gefahr 
ausgesetzt und herabrollende Steine würden Menschen und Tiere gefährden. 
Bereits im Jahre 2012 hätten Untersuchungen zur Hangstabilität gezeigt, dass 
durch den Hangdruck der Parzelle Z.2.________ Blockmauern auf der Parzelle 
Z.1.________ deformiert worden seien. Ein weiterer baulicher Eingriff in den Hang 

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durch das Bauvorhaben würde die Instabilität weiter verstärken und eine öffentliche 
Gefahr für Mensch und Tier darstellen, so die Ansichten der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 9 ff., act. A.1; Replik Rz. 16, act. A.4; Triplik Rz. 16 ff., act. A.6). Die 
Beschwerdegegnerin hingegen schliesst eine Gefährdung der Umgebung durch 
das Bauvorhaben aus. Im Übrigen bemerkt die Beschwerdegegnerin, dass der 
Steinschlagzaun als Maschendrahtzaun zu qualifizieren sei und auf dem 
Grundstück der Beschwerdeführerin selbst bestehen bleibe (Duplik S. 4, act. A.5).

6.2. Die Parzellen Z.2.________ und Z.1.________ sowie die Parzelle 
Z.3.________ der Beschwerdeführerin befinden sich in der Wohnzone, überlagert 
von einer Gefahrenzone mit geringer Gefahr. Auch die Parzelle Z.4.________ 
(Eigentümer Beschwerdegegner), welche sich oberhalb der Parzelle der 
Beschwerdeführerin befindet, ist in derselben Zone mit geringer Gefahrenstufe 
situiert (vgl. ÖREB Auszug <https://oereb.geo.gr.ch> [besucht am 4. August 2025]).

6.3. Gemäss Art. 38 Abs. 1 KRG umfassen Gefahrenzonen Gebiete, die durch 
Lawinen, Rutschungen, Steinschlag, Überschwemmung oder andere 
Naturereignisse bedroht sind. Sie werden nach den kantonalen Richtlinien in eine 
Gefahrenzone mit erheblicher Gefährdung (Gefahrenzone 1) und in eine 
Gefahrenzone mit mittlerer Gefährdung (Gefahrenzone 2) unterteilt. In der 
Gefahrenzone 2 bedürfen neue Bauten und Anlagen, die dem Aufenthalt von 
Menschen und Tieren dienen, besonderer baulicher Schutzmassnahmen. Bei 
wesentlichen Änderungen an bestehenden Gebäuden sind die erforderlichen 
Schutzmassnahmen für das ganze Gebäude zu treffen (Abs. 2). Demnach würden 
auch nur Baubewilligungen erteilt werden, wenn eine entsprechende Genehmigung 
der Gebäudeversicherung vorliegt und besondere bauliche Schutzmassnahmen 
wären von der Bewilligungsbehörde zu verfügen (Art. 38 Abs. 5 KRG und Art. 42 
Abs. 3 KRVO). Da das Bauvorhaben sich nicht in einer Gefahrenzone 1 oder 2 
befindet, sondern in einer Zone mit geringer Gefahr, sind weitere von der 
Bewilligungsbehörde zu verfügende Sicherheitsmassnahmen wie bspw. ein 
Steinschlagzaun gesetzlich nicht vorgesehen. Wie der Zaun nun genannt wird oder 
wofür er von der privaten Eigentümerschaft auf den Parzellen Z.1.________ und 
Z.3.________ vorgesehen wurde, kann unter dem Aspekt der Prüfung der 
öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsvoraussetzungen demnach offenbleiben. 
Allfällige Forderungen aus Eigentumsüberschreitungen hat die Beschwerdeführerin 
auf dem Zivilweg geltend zu machen.

7. Weiter befürchtet die Beschwerdeführerin, dass mit der Verwirklichung des 
Bauvorhabens der Hang auf der Parzelle Z.2.________ noch instabiler und durch 
den Hangdruck weitere Blöcke auf der Parzelle Z.1.________ hervor gedrückt 

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werden. Damit würden Tiere und Menschen gefährdet (Beschwerde S. 11 f., 
act. A.1). Die Beschwerdegegnerin macht darauf aufmerksam, dass die Rügen der 
Beschwerdeführerin die Eigentümerin der Parzelle Z.1.________ betreffen und die 
Beschwerdeführerin somit im vorliegenden Verfahren gar nicht zur Erhebung dieser 
Rüge legitimiert sei, da sie nicht unterhalb der Parzelle Z.2.________, sondern in 
westlicher Richtung davon versetzt wohne (Quadruplik S. 4, act. A.7). 

7.1. Gemäss Art. 79 Abs. 2 KRG haben Bauten und Anlagen den anerkannten 
Regeln der Baukunde zu genügen und dürfen weder Personen, noch Tiere oder 
Sachen gefährden. 

7.2. Zur Untermauerung ihrer Argumentation reichte die Beschwerdeführerin dem 
Gericht ein 13-jähriges und unvollständiges Gutachten ein, worin 
hervorgeschobene Blöcke anhand von Fotografien auf der Parzelle Z.1.________ 
dokumentiert werden (Beschwerde act. A.1; Beilage 4). Mittels diesem 
unvollständigen und bereits älteren Privatgutachten vermag die 
Beschwerdeführerin jedoch nicht zu beweisen, dass der Hang der Parzelle 
Z.2.________ derart instabil ist, dass das Bauvorhaben unter Beachtung der 
anerkannten Regeln der Baukunde nicht verwirklich werden kann. Zudem bestehen 
aufgrund der Akten auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Hang instabil sein 
könnte. Diese Rügen der Beschwerdeführerin können demnach nicht gehört 
werden. 

8.1. Das Weiteren wird vorgebracht, das Bauvorhaben verunmögliche einen 
Fluchtweg für die Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 12 f., act. A.1). Die 
Beschwerdegegnerin vertritt hingegen die Ansicht, dass kein von der 
Beschwerdeführerin behaupteter Fluchtweg zu ihren Gunsten und zu Lasten der 
Parzelle Z.1.________ im Grundbuch eingetragen sei und die Parzelle durch die 
Gemeindestrasse D.________ genügend erschlossen sei (Duplik S. 4, act. A.5).

8.2. Für die Einhaltung der feuerpolizeilichen Bestimmungen ist die jeweilige 
Bauherrschaft/Grundeigentümerschaft zuständig (Art. 79 Abs. 1 KRG). Aus den 
Unterlagen und Vorbringen der Beschwerdeführerin geht nicht hervor, dass die 
Grundeigentümerschaft der Parzelle Z.3.________ und somit die 
Beschwerdeführerin eine Dienstbarkeit betr. eines Fluchtweges auf der Parzelle 
Z.1.________ besitzt, welche dem Bauvorhaben bei liquider Beweislage 
entgegenstehen würde. Somit ist auch diese Rüge abzuweisen.

9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdegegner zu Recht die ersuchte Baubewilligung für den Treppenlift erteilt 

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hat. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Rügen nicht darzutun, weshalb ein 
Bauabschlag zu erteilen gewesen wäre. Ihre Beschwerde vom 3. Juni 2024 erweist 
sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

10.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten, bestehend aus 
einer Staatsgebühr sowie den Kanzleiauslagen, grundsätzlich der unterliegenden 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 73 Abs. 1 VRG und Art. 75 Abs. 1 VRG). Die 
Staatsgebühr wird in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG und in Anbetracht des 
Verfahrensaufwandes mit Durchführung eines vierfachen Schriftenwechsels auf 
CHF 3'000.00 festgesetzt. Aufgrund der Verletzung des rechtlichen Gehörs bzgl. 
der Akteneinsicht im Auflageverfahren werden gestützt auf Art. 72 Abs. 2 und 
Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG fünf Sechstel der Gerichtskosten der Beschwerdeführerin 
und ein Sechstel der Beschwerdegegnerin auferlegt (vgl. zum Ganzen VGU R 18 
104 vom 15. Januar 2019 E.6 mit Hinweisen).

10.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit verursachten 
notwendigen Kosten zu ersetzen. Eine Berücksichtigung der Gehörsverletzung bei 
der Frage der Parteientschädigung bedingt, dass der Partei durch die 
Gehörsverletzung Kosten entstehen, welche ihr ohne Gehörsverletzung nicht 
entstanden wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 
E.8 mit Hinweis). Nach Auffassung des Gerichts sind der Beschwerdeführerin trotz 
Verletzung des rechtlichen Gehörs im Auflageverfahren keine zusätzlichen Kosten 
entstanden. Ist doch davon auszugehen, dass sie die Verfügung der Vorinstanz 
ohnehin angefochten hätte, auch wenn sie Kopien oder Fotografien von den 
Auflageakten hätte erstellen können. Damit kann auch davon ausgegangen werden, 
dass sich die Heilung dieser Gehörsverletzung in diesem Verfahren nicht 
massgeblich auf die Höhe der Parteikosten ausgewirkt hat (vgl. Urteil des 
Bundesgericht 1C_233/2017 vom 19. September 2018 E.5.5). Mithin hat die 
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine aussergerichtliche 
Parteientschädigung.

10.3. Der Gemeinde und auch dem Beschwerdegegner sind keine 
Parteientschädigungen zuzusprechen, da erstere lediglich im Rahmen ihres 
amtlichen Wirkungskreises obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 VRG) und der 
Beschwerdegegner sich weder vernehmen liess noch einen Anspruch auf 
Entschädigung geltend gemacht hat. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 3'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 390.00

Total CHF 3'390.00

gehen zu fünf Sechsteln zulasten von A.________ und zu einem Sechstel 
zulasten der Gemeinde Albula/Alvra.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]