# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f4d21ba-23d6-5a02-83a4-b1546a27a1db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2018 D-6314/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6314-2018_2018-11-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6314/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Mia Fuchs, 

mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner;    

Gerichtsschreiberin Teresia Gordzielik. 

   

Parteien 

 
A.________,  

geboren am (…), 

Ohne Nationalität,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 29. Oktober 2018 / N (…). 

 

 

D-6314/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein staatenloser Palästinenser aus dem Li-

banon – am 7. August 2018 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

B.________ ein Asylgesuch einreichte und anschliessend durch das SEM 

dem Testbetrieb des Verfahrenszentrums Zürich (VZ) zugewiesen wurde,  

dass dort am 15. August 2018 seine Personalien aufgenommen wurden, 

dass ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-VIS) 

ergab, dass dem Beschwerdeführer von Frankreich ein vom (…) bis am 

(…) gültiges Visum ausgestellt worden war, 

dass er am 14. September 2018 im Beisein seiner von der Rechtsbera-

tungsstelle bestimmten damaligen Rechtsvertretung summarisch befragt 

und ihm das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Frankreichs für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens nach der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen o-

der Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), gewährt wurde, 

dass er dabei im Wesentlichen zu Protokoll gab, Frankreich würde Perso-

nen, welche in Frankreich ein Asylgesuch stellten, abweisen, und sein ers-

ter Fingerabdruck sei in der Schweiz erfolgt, 

dass er zu seinem Gesundheitszustand geltend machte, ein Rückenwirbel 

sei gebrochen und nie behandelt worden, 

dass Arztberichten des (…), zuletzt vom 21. September 2018, zu entneh-

men ist, beim Beschwerdeführer bestehe ein Verdacht auf (…), weiter 

seien (…) festgestellt worden und ihm seien diverse Medikamente zur Be-

handlung der Beschwerden verschrieben (s. Vorakte A24/3), 

dass einem Arztbericht des (…) vom 28. September 2018 sodann entnom-

men werden kann, beim Beschwerdeführer seien zusätzlich (…) festge-

stellt worden, zu deren Behandlung ihm verschiedene Medikamente ver-

schrieben worden seien (s. Vorakte A25/2), 

D-6314/2018 

Seite 3 

dass das SEM am 18. September 2018 die französischen Behörden um 

Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-

VO ersuchte,  

dass die französischen Behörden das Ersuchen am 22. Oktober 2018 gut-

hiessen, 

dass alle entscheidrelevanten Akten der Rechtsvertretung zugestellt und 

ihr am 26. Oktober 2018 ein Entwurf des Entscheids zur Stellungnahme 

ausgehändigt wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit Stellungnahme der Rechtsvertretung vom 

29. Oktober 2018 im Wesentlichen geltend machte, im Libanon seien Ex-

perimente an ihm und weiteren Menschen von Personen durchgeführt wor-

den, welche indirekt für die französische Regierung arbeiteten, wobei er 

verletzt worden sei und deshalb nicht nach Frankreich zurück wolle, 

dass das SEM mit Verfügung vom 29. Oktober 2018 – eröffnet am 30. Ok-

tober 2018 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdefüh-

rers aus der Schweiz nach Frankreich anordnete, 

dass das SEM gleichzeitig eine Ausreisefrist auf den Tag nach Ablauf der 

Beschwerdefrist ansetzte, den Kanton C.________ mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die gemäss Aktenver-

zeichnis editionspflichtigen Akten aushändigte und festhielt, einer allfälli-

gen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,  

dass die von der Rechtsberatungsstelle im VZ bestimmte Rechtsvertretung 

mit Schreiben vom 31. Oktober 2018 gegenüber dem SEM das Mandats-

verhältnis mit dem Beschwerdeführer für beendet erklärte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. November 2018 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

zur Hauptsache beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und auf sein Asylgesuch sei einzutreten, eventualiter sei die Vorinstanz an-

zuweisen, das Selbsteintrittsrecht auszuüben, subeventualiter sei die Sa-

che wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz zurückzu-

weisen, 

D-6314/2018 

Seite 4 

dass er in prozessualer Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ersuchte,  

dass er zur Begründung seiner Beschwerde im Wesentlichen seine Aus-

führungen in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf wiederholte und 

diesbezüglich auf die Möglichkeit des Selbsteintrittsrechts nach Art. 17 

Dublin-III-VO hinwies, 

dass er weiter vorbrachte, aufgrund der Bezichtigung von der französi-

schen Regierung nahestehenden Personen und der Benennung der von 

ihnen an ihm und anderen libanesischen Staatsangehörigen verübten Ex-

perimente werde Frankreich seine Asylgründe höchstwahrscheinlich nicht 

sorgfältig prüfen, womit eine Verletzung des Rechts auf ein faires Verfah-

ren aus Art. 6 EMRK drohe,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. November 2018 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen des SEM entscheidet, ausser  

– was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsge-

suches des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz 

sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 ff. AsylG), 

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und seine 

Eingabe als frist- und formgerecht zu erkennen ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens, sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

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Seite 5 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz sich grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig-

keit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin 

zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG),  

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass dem Beschwerdeführer von Frankreich ein vom (…) bis am (…) gül-

tiges Visum ausgestellt wurde, 

dass das SEM bei dieser Sachlage am 18. September 2018 zu Recht ein 

Ersuchen um Aufnahme des Beschwerdeführers an die französische Dub-

lin-Behörde gesandt hat (vgl. dazu Art. 12 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 21 

Abs. 1 und 3 Dublin-III-VO),  

dass die erstmalige Abgabe von Fingerabdrücken in der Schweiz dem nicht 

entgegengehalten werden kann, zumal es sich dabei lediglich um ein Indiz 

und noch dazu für ein nachrangiges Zuständigkeitskriterium handelt (vgl. 

Art. 7 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass die französischen Behörden am 22. Oktober 2018 der Aufnahme des 

Beschwerdeführers zustimmten (vgl. Art. 22 Dublin-III-VO), 

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Seite 6 

dass das SEM bei dieser Sachlage zu Recht die Zuständigkeit Frankreichs 

festgestellt hat, womit die Grundlage für einen Nichteintretensentscheid in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG gegeben ist,  

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers im Rahmen der Gewährung 

des rechtlichen Gehörs, in der Stellungnahme der Rechtsvertretung und in 

der Beschwerde die Zuständigkeit Frankreichs für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht widerlegen können,  

dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in Frankreich weise systemische 

Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, 

dass Frankreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die französischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzuneh-

men und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Re-

geln der erwähnten Richtlinien zu prüfen,  

dass seine Behauptung, Frankreich würde seine Asylgründe aufgrund der 

von ihm erhobenen Vorwürfe gegen der französischen Regierung naheste-

hende Personen höchstwahrscheinlich nicht sorgfältig prüfen, nicht auf 

eine ernsthafte Verweigerung schliessen lässt und zudem unbewiesen 

blieb, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Frankreich werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

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missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer zudem keine Hinweise für die Annahme dar-

getan hat, Frankreich würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmericht-

linie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich 

bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die 

französischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebe-

dingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahme-

richtlinie), 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass mit der Vorinstanz keine Gründe nach Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO 

ersichtlich sind, die eine Pflicht der Schweiz zur Prüfung des Asylgesuchs 

des Beschwerdeführers begründen könnten, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und die Vorinstanz das Asylgesuch gemäss dieser Be-

stimmung „aus humanitären Gründen“ auch dann behandeln kann, wenn 

dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Beschwerdevorbringen die Anwen-

dung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 

fordert,  

dass seine Ausführungen zu den an ihm durchgeführten Experimenten 

durch Personen, welche indirekt für die französische Regierung arbeiteten, 

einen Selbsteintritt der Schweiz nicht zu begründen vermögen, 

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dass diese über blosse Behauptungen nicht hinausgingen und auch auf 

Beschwerdeebene weder näher substantiiert noch mit Beweisen gestützt 

wurden, 

dass Frankreich abgesehen davon – wie vom SEM zutreffend ausgeführt 

– ein Rechtsstaat ist, welcher über eine funktionierende Polizeibehörde 

verfügt, die als schutzwillig und schutzfähig gilt, Übergriffe durch Drittper-

sonen zu verfolgen und gegebenenfalls strafrechtlich zu sanktionieren,  

dass dem Beschwerdeführer zugemutet werden kann, sich bei Furcht vor 

Übergriffen an die zuständigen staatlichen Behörden zu wenden, 

dass im Übrigen kein Staat vollumfänglichen und jederzeitigen Schutz ge-

währleisten kann und allfällige Einschränkungen in der Schutzfähigkeit 

dem französischen Staat nicht anzulasten sind, 

dass hinsichtlich seines Gesundheitszustands den Angaben des Be-

schwerdeführers in der Befragung vom 14. September 2018 sowie den 

Arztberichten wie oben aufgeführt eine Reihe von körperlichen Beschwer-

den und Mangelerscheinungen zu entnehmen sind,  

dass diese aber mehrheitlich bereits mit diversen Medikamenten behandelt 

werden konnten und überdies jede für sich, aber auch gesamthaft betrach-

tet nicht lebensbedrohlich erscheinen, 

dass bezeichnenderweise in der Beschwerde keine gegen die Überstel-

lung nach Frankreich sprechende gesundheitliche Gründe angebracht wur-

den,  

dass abgesehen davon bei Stellung eines Asylantrags die Mitgliedstaaten 

die erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversor-

gung und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und 

schweren psychischen Störungen umfasst, zugänglich machen müssen 

(Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie),  

dass zudem mit der Vorinstanz von einer ausreichenden medizinischen Inf-

rastruktur in Frankreich auszugehen ist und auch keine Hinweise vorliegen, 

Frankreich habe dem Beschwerdeführer eine medizinische Behandlung 

verweigert oder würde dies zukünftig tun, 

dass für das Dublin-Verfahren im Weiteren – wie die Vorinstanz in der an-

gefochtenen Verfügung festgehalten hat – einzig die Reisefähigkeit des 

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Beschwerdeführers ausschlaggebend ist, welche erst kurz vor der Über-

stellung definitiv beurteilt wird,  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochte-

nen Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerdefüh-

rers Rechnung zu tragen und die französischen Behörden vorgängig in ge-

eigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände zu infor-

mieren haben (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), wobei das SEM in ihrem Ent-

scheid bereits angekündigt hat, diesen Vorgaben nachzukommen, 

dass schliesslich nicht ersichtlich ist, weshalb die Überstellung des Be-

schwerdeführers sonst gegen Art. 6 EMRK oder andere völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz oder Landesrecht verstossen könnte,  

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 im Übrigen 

Ermessen zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hin-

weise auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 

Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-

sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO und von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 gibt,  

dass an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- o-

der Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Frankreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter den vorgenannten Umständen allfällige Vollzugshindernisse ge-

mäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da 

das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. 

BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

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Seite 10 

dass nach dem Gesagten auch das im Sinne eines Eventualantrags for-

mulierte Begehren, die Sache wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs 

zurückzuweisen, abzuweisen ist, zumal sämtliche vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Vorbringen vorliegend festgestellt sowie gewürdigt 

wurden, und er auch nicht dargelegt hat, inwieweit die Vorinstanz seinen 

Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt haben könnte,  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mia Fuchs Teresia Gordzielik 

 

 

Versand: