# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 074099bd-bcb8-51fc-bbce-244adff9f9ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.05.2018 E-2604/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2604-2018_2018-05-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2604/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner;   

Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,   

vertreten durch Annemarie Muhr, Rechtsanwältin, Advokatur 

Muhr, (…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 29. März 2018 / N (…). 

 

 

 

E-2604/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer sunnitischer Glaubensrichtung eigenen Anga-

ben zufolge im Oktober oder November 2011 aus Pakistan ausreiste und 

am 7. August 2015 in die Schweiz einreiste, wo er am 9. August 2015 um 

Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum Kreuzlingen vom 20. August 2015 sowie der Anhörung zu den Asyl-

gründen vom 12. August 2016 zur Begründung des Asylgesuchs im We-

sentlichen geltend machte, er habe nach dem Unfalltod seines Vaters (vgl. 

A14 F40) die Schule im Jahr 2008 abgebrochen (A14 F13 und 32) und sei 

etwa 2009 durch einen Freund zu einer sunnitischen Organisation gestos-

sen (A14 F32), 

dass er für diese Organisation und gegen Bezahlung von jeweils 2‘000 – 

4‘000 Rupien einerseits mit Gewalt habe religiöse Feste beziehungsweise 

Versammlungen der Schiiten unterbrechen (A14 F33) und andererseits ei-

gene Veranstaltungen habe beschützen (A14 F39) müssen,  

dass er nur einen Stock als Waffe gehabt habe, im Gegensatz zu anderen 

Personen (vgl. A14 F34 ff.), 

dass er nach einiger Zeit gespürt habe, nicht die Schiiten würden die Sun-

niten angreifen, sondern (in vielen Fällen) die Sunniten die Schiiten und 

letztere würden sich lediglich gegen die Angriffe verteidigen, weshalb er die 

Gruppierung habe verlassen wollen (A14 F37), was ihm aber nicht zuge-

standen worden sei, 

dass ihm deshalb damit gedroht worden sei, man würde seinen jüngeren 

Bruder an seiner Stelle mitnehmen, welcher mangels Erfahrung bereits am 

ersten Tag sterben könne (A14 F23 und 57), 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

29. März 2018 – eröffnet am 6. April 2018 – ablehnte und die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Verfolgung 

insgesamt müsse als unsubstantiiert und unglaubhaft angesehen werden, 

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dass der Beschwerdeführer die Organisation, für welche er ca. 1.5 Jahre 

tätig gewesen sei (vgl. A14 F23), nicht beim Namen habe nennen können 

(A14 F26 f.), weil sie gemäss ihm keinen Namen habe (A14 F29), 

dass es verwundere, dass der Beschwerdeführer dermassen wenig über 

die Struktur der Organisation wisse und einzig die Namen der Imame habe 

angeben können, welche die Organisation führen würden,  

dass es anzunehmen wäre, für solch eine vermögende Organisation (sie 

zahlte für jeden Auftrag Lohn und einige Mitglieder hätten sogar Waffen 

erhalten) stelle es keine Schwierigkeiten dar, eine unliebsame Person re-

lativ rasch aufzufinden, weshalb es realitätsfremd erscheine, dass man ihm 

zwar gedroht habe, ihn nicht austreten zu lassen, der Austritt allerdings 

keine ernsthafte Konsequenzen mit sich geführt habe, 

dass der Beschwerdeführer ferner seine Mitwirkungspflicht bei der Sach-

verhaltsfeststellung verletzt habe, indem er seine pakistanische Identitäts-

karte und den Pass entgegen seiner Ankündigung (vgl. A4 S. 6; A14 F8) 

und mit der Begründung, er wolle nicht zurückgeschickt werden (vgl. A14 

S. 16), nicht eingereicht habe, weshalb Zweifel an der Schutzbedürftigkeit 

des Beschwerdeführers aufkommen würden, 

dass es sich beim Vorbringen, er sei aus finanzieller Not der sunnitischen 

Gruppierung beigetreten und habe gemerkt, wie er ausgenutzt worden sei, 

um Nachteile handle, die der allgemeinen Lage zuzuschreiben seien und 

folglich nicht als asylrelevant gelten könnten,  

dass schliesslich Pakistan sowohl als schutzwillig als auch – ausserhalb 

der Stammesgebiete im Nordwesten des Landes – grundsätzlich als 

schutzfähig gelte und den Akten nichts zu entnehmen sei, wonach die In-

anspruchnahme des Schutzsystems in der Provinz Punjab objektiv nicht 

zugänglich oder nicht zumutbar gewesen wäre, 

dass im Übrigen der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar, tech-

nisch möglich und praktisch zumutbar zu erachten sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Mai 2018 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

beantragte, der Entscheid sei aufzuheben, der Beschwerdeführer als 

Flüchtling anzuerkennen und das Asylgesuch gutzuheissen; eventualiter 

sei die Sache zur Neubeurteilung und vertieften Abklärung an die Vo-

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rinstanz zurückzuweisen und dem Beschwerdeführer vorgängig das recht-

liche Gehör zu gewähren; subeventualiter sei die vorläufige Aufnahme in-

folge Unzulässigkeit sowie Unzumutbarkeit der Wegweisung (recte: des 

Wegweisungsvollzugs) zu verfügen, 

dass der Beschwerdeführer eine vergrösserte Kopie seiner Identitätskarte 

als Beweismittel einreichte,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

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der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass vorab auf die formellen Rügen eingegangen wird, wonach das SEM 

den Sachverhalt unvollständig abgeklärt und falsch festgestellt habe, was 

gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstosse und überdies eine 

willkürliche Vorgehensweise darstelle, 

dass die Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt (Art. 12 

VwVG), wobei der Untersuchungsgrundsatz in der Mitwirkung der Asylsu-

chenden seine Grenze findet (Art. 8 AsylG und Art. 13 VwVG), 

dass, sofern die gesetzlichen Mitwirkungspflichten durch die asylsuchende 

Person nicht verletzt worden sind, die Behörde insbesondere dann weitere 

Abklärungen ins Auge fassen muss, wenn aufgrund der Vorbringen der 

asylsuchenden Person und der von ihr eingereichten oder angebotenen 

Beweismittel Zweifel und Unsicherheiten am Sachverhalt weiterbestehen, 

die voraussichtlich mit Ermittlungen von Amtes wegen beseitigt werden 

können (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2; BVGE 2008/24 E. 7.2; BVGE 2007/21 

E. 11.1), 

dass das SEM den Sachverhalt im vorliegenden Fall anhand der Aktenlage 

rechtsgenüglich feststellen konnte, weshalb von weiteren Abklärungen ab-

gesehen werden durfte, 

dass Willkür nicht bereits vorliegt, wenn eine andere Lösung in Betracht zu 

ziehen oder sogar vorzuziehen wäre, sondern nur dann anzunehmen ist, 

wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situ-

ation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen 

Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtig-

keitsgedanken zuwiderläuft (vgl. ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN 

KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl. 2016, N 811 f.; BGE 

133 I 149 E. 3.1, m.w.H.), 

dass unter Berücksichtigung dieser Ausführungen eine willkürliche Vorge-

hensweise der Vorinstanz nicht ersichtlich ist, und jedenfalls nicht ohne 

weiteres aus den geltend gemachten Mängeln in der Sachverhaltsabklä-

rung auf eine Verletzung von Art. 9 BV geschlossen werden kann,  

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dass folglich die formellen Rügen unbegründet sind und der Antrag um 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks vertiefter Abklärungen 

und Neubeurteilung abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach die Vorbringen des 

Beschwerdeführers einerseits unglaubhaft und andererseits asylrechtlich 

irrelevant seien, im Wesentlichen als zutreffend erweisen, 

dass dem SEM gefolgt werden kann, wenn es die Unkenntnis des Be-

schwerdeführers bezüglich Name (vgl. A14 F26 ff.) und Struktur der Orga-

nisation (vgl. A14 F27 f., 30 f. und 53 f.) nach einer ca. 1.5 Jahre langen 

Tätigkeit bei derselben (vgl. A14 F23) als erstaunlich bezeichnet,  

dass die Entgegnung des Beschwerdeführers, die Struktur der Organisa-

tion diene offensichtlich dem Schutz der Anführer, weshalb seine Unwis-

senheit nicht als Unglaubhaftigkeit bezeichnet werden dürfe, nicht zu über-

zeugen vermag, 

dass seine Unwissenheit weiter nicht mit dem Einwand, er habe sich der 

Organisation nicht mit dem Ziel Informationen über seinen „Arbeitgeber“ zu 

sammeln angeschlossen, erklärt werden kann, 

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dass das auf Beschwerdeebene erhobene Vorbringen, die sunnitische Or-

ganisation rekrutiere und bilde Sunniten aus, um sie anschliessend an bei-

spielsweise die Taliban oder al-Qaida zu vermitteln, in den Akten keine 

Stütze findet, 

dass der Beschwerde keine objektiven Gründe zu entnehmen sind, wes-

halb dieses Vorbringen nicht bereits bei der BzP oder der Anhörung hätte 

vorgebracht werden können, und die Aussage, ihm sei es „erst später be-

kannt“ geworden, unbehilflich ist, 

dass dies folglich verspätet geltend gemacht wird und als nachgeschoben 

zu qualifizieren ist, 

dass vorliegend nicht bestritten ist, dass es für eine vermögende Organi-

sation keine Schwierigkeiten darstellen sollte, ihr unliebsame Personen 

schnell ausfindig zu machen, 

dass folglich nicht nachvollziehbar ist, wieso weder dem Beschwerdeführer 

noch seiner Familie (insbesondere seinem jüngeren Bruder, welcher ge-

mäss den Drohungen von der Gruppierung hätte mitgenommen werden 

sollen [vgl. A14 F23 und 57]) ernsthafte Konsequenzen aus der Ausreise 

erwachsen sind (vgl. A14 F60), 

dass der Einwand des Beschwerdeführers, er habe in den ca. 10 Tagen in 

Karachi (A14 F88) schlichtweg Glück gehabt, insofern unbehilflich ist, als 

er eigenen Angaben zufolge nach seinem Ausstieg aus der Organisation 

noch drei Monate im Dorf geblieben ist (A14 F84) und sein jüngerer Bruder 

jetzt noch dort lebt (A4 S. 5; A14 F15), sodass die Organisation – bei ge-

gebenem Interesse – ihrer hätte habhaft werden können, 

dass der Beschwerdeführer sich ausserdem widerspricht, wenn er angibt, 

ihm sei gedroht worden, man würde seinen jüngeren Bruder an seiner 

Stelle mitnehmen, falls er die Organisation verlassen würde (vgl. A14 F23 

und 57), anschliessend jedoch ausführt, niemals eine Drohung erhalten zu 

haben (vgl. A14 F118),  

dass ferner eine Drohung vor dem Hintergrund, dass er seine Absicht die 

Organisation zu verlassen, nur mit seinen Kollegen (A14 F80) beziehungs-

weise ausschliesslich mit seinem besten Freund (A14 F105) besprochen 

habe, keinen Sinn ergibt, 

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dass die Verfolgung selbst bei angenommener Glaubhaftigkeit bereits 

mangels Intensität und Aktualität (der Beschwerdeführer konnte drei Mo-

nate nach Verlassen der Organisation offenbar ungestört im Dorf bleiben 

[vgl. A14 F84], wurde selber nie bedroht [vgl. A14 F118] und seine Familie 

wurde trotz Drohung nicht verfolgt [vgl. A14 F60]), nicht asylrelevant wäre, 

dass die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft aufgrund der Subsidiari-

tät des flüchtlingsrechtlichen Schutzes ausserdem voraussetzt, dass die 

betroffene Person in ihrem Heimatstaat keinen adäquaten Schutz finden 

kann, weil dort keine Infrastruktur besteht, welche ihr Schutz bieten könnte 

(vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 11.2 S. 204 f.), oder weil der Staat ihr keinen 

Schutz gewährt, obwohl er dazu in der Lage wäre (vgl. BVGE 2011/51 E. 

7.1 und 7.4 S. 1017 f. m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer die staatliche Hilfe nicht in Anspruch genom-

men hat und folglich nicht darzulegen vermag, inwiefern der pakistanische 

Staat nicht schutzfähig und schutzwillig wäre, 

dass es ihm somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen 

oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Staatssekretariat das 

Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimatstaat drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimatstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bür-

gerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet 

sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass die allgemeine Lage in Pakistan weder von Bürgerkrieg noch von all-

gemeiner Gewalt gekennzeichnet ist (vgl. Amnesty International [AI], Am-

nesty International Report 2017/18 – Pakistan, Februar 2018; Human 

Rights Watch [HRW], World Report 2018 – Pakistan, Januar 2018; Urteil 

des BVGer D-2005/2018 vom 19. April 2018), so dass der Vollzug der Weg-

weisung dorthin grundsätzlich zumutbar erscheint, 

dass sich den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte dafür entneh-

men lassen, der Beschwerdeführer würde aus individuellen Gründen wirt-

schaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur bei einer Rückkehr in 

eine existenzbedrohende Situation geraten, 

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dass insbesondere die Mutter und sieben Geschwister des jungen und ge-

sunden Beschwerdeführers in Pakistan leben (A4 S. 5) und er damit auf 

ein tragfähiges Beziehungsnetz zurückgreifen kann, dank welchem auch 

eine gesicherte Wohnsituation vorhanden sein dürfte, 

dass der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise ausserdem in der (…) (vgl. 

A4 S. 4; A14 F102), als (…) und als (…) (A14 F102) gearbeitet hat, weshalb 

eine wirtschaftliche Wiedereingliederung dank seiner Berufserfahrung 

möglich sein dürfte, 

dass somit weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des 

Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefähr-

dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der 

Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es diesem obliegt, bei der Beschaffung gültiger 

Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Patricia Petermann Loewe 

 

 

Versand: