# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04de8bcb-cafe-5d4b-b515-f7922a48bf76
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2025 D-7859/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7859-2025_2025-11-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7859/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter Grégory Sauder;   

Gerichtsschreiberin Linda Marti. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz Bern, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 3. Oktober 2025 / (…). 

 

 

 

D-7859/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 5. September 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac) er-

gab, dass der Beschwerdeführer am 30. April 2025 in Griechenland um 

Asyl ersucht hatte und ihm (…) von den griechischen Behörden Schutz 

gewährt worden war. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 11. September 2025 um Rückübernahme des 

Beschwerdeführers. 

D.  

Am 22. September 2025 wurde der Beschwerdeführer – in Anwesenheit 

seiner Rechtsvertretung – im Rahmen eines persönlichen Gesprächs zu 

seinem Aufenthalt in Griechenland sowie seiner gesundheitlichen Situation 

befragt und er erhielt das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Griechenlands 

und einem Vollzug der Wegweisung dorthin. Dabei machte der Beschwer-

deführer geltend, dass er in Afghanistan die 11. Klasse abgeschlossen 

habe und über Berufserfahrung im Bereich Auto/ Elektrik verfüge. Er habe 

weder in der Schweiz noch in Griechenland Verwandte. Er habe Afghanis-

tan im Jahr 2023 verlassen und sei durch den Iran, über die Türkei nach 

Griechenland gereist. In Griechenland sei er zuerst in einem Flüchtlings-

camp auf der Insel (…) gewesen. Dort habe er über einen Lautsprecher 

von seiner Schutzgewährung erfahren. Danach habe er das Camp verlas-

sen müssen. Er habe einige Tage gearbeitet und Geld von einem Freund 

ausgeliehen, um damit nach (…) und von dort mit dem Zug nach (…) zu 

reisen. Er habe auf der Strasse geschlafen, bis ein Landsmann ihm gehol-

fen habe, eine Unterkunft für ein paar Tage bei einem Restaurantbesitzer 

zu organisieren. Danach sei der Beschwerdeführer mehr als ein oder zwei 

Mal zu verschiedenen Hilfsorganisationen gegangen, um nach einer 

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Seite 3 

Unterkunft, finanzieller Unterstützung und Arbeit zu fragen. Zwar sei ihm 

mit der Schutzgewährung ein Blatt Papier mitgegeben worden, mit Namen 

von Organisationen, an die er sich gewendet habe, jedoch habe er keine 

Unterstützung und – ausser von der Kirche in (…) einmalig 80 Euro – auch 

kein Geld erhalten. Auch online habe er weder eine Arbeit noch eine Un-

terkunft gefunden. Er habe auch versucht, vom griechischen Staat Unter-

stützungsleistungen – finanzielle, betreffend Arbeit und betreffend eine Un-

terkunft – zu erhalten. Er sei persönlich vorstellig geworden, was jedoch 

nichts bewirkt habe. Er könne kein Griechisch, weil auf (…) keine Sprach-

kurse angeboten worden seien. Er habe versucht, online Griechisch zu ler-

nen, dies sei aber sehr schwierig. 

Er sei bereits in Afghanistan in medizinischer Behandlung gewesen und 

habe Psychopharmaka genommen. In Griechenland im Camp habe er 

ebenfalls Medikamente erhalten, es sei ihm wegen der erlebten Situation 

in der Türkei psychisch gar nicht gut gegangen. Vor Verlassen des Camps 

habe er um Ausstellung eines Rezeptes gebeten, um auch ausserhalb des 

Camps seine Medikamente zu erhalten. Man habe ihm eine Telefonnum-

mer einer Stelle gegeben, die Beratungen auf Farsi mache. Dort sei ihm 

telefonisch zwar einen Ort genannt worden, wo er sich melden solle, was 

er auch getan habe. Ihm sei aber auch beim zweiten Anruf mitgeteilt wor-

den, dass sich sehr viele Leute melden würden und er deshalb warten 

müsse. Er habe – abgesehen von ein/ zwei einzelnen Tabletten von einer 

gemeinnützigen Organisation – ausserhalb des Camps keine Medika-

mente erhalten. Er besitze zudem keine AMKA-Karte; er sei für die Aus-

stellung einer solchen Karte zwar bei der Stadtverwaltung gewesen, wisse 

aber nicht, ob er im System registriert worden sei.  

Die Situation in Griechenland sei schlimm gewesen. Auf der Strasse seien 

viele Drogensüchtige und Obdachlose. Er könne aufgrund seines psychi-

schen Zustandes und wegen der Schwierigkeiten dort nicht zurück.  

E.  

Am 23. September sowie am 25. September 2025 reichte der Beschwer-

deführer medizinische Unterlagen zu seinem Gesundheitszustand ein. 

F.  

Die griechischen Behörden stimmten mit E-Mail vom (…) 2025 dem Ersu-

chen um Rückübernahme des Beschwerdeführers zu und bestätigten, 

dass dieser am (…) 2025 als Flüchtling anerkannt worden und seine Auf-

enthaltsbewilligung bis am (…) 2028 gültig sei.  

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Seite 4 

G.  

Mit Stellungnahme vom 3. Oktober 2025 zum Verfügungsentwurf des SEM 

teilte der Beschwerdeführer mit, dass er in Griechenland entgegen den 

Äusserungen des SEM sehr viele Versuche unternommen habe, um Hilfe 

zu erhalten, diese sei ihm aber weder vom Staat noch von Hilfsorganisati-

onen gewährt worden. Niemand habe ihm geholfen und er habe keinen Ort 

zum Schlafen gefunden, weshalb er auf der Strasse übernachtet habe. Die 

Strassen seien jedoch nicht sicher, es gebe zahlreiche Personen mit Dro-

genproblemen. Auch sei er auf die Einnahme von Medikamenten angewie-

sen, die er in Griechenland nicht erhalten habe. Seine psychische Situation 

würde sich bei einer Rückkehr nach Griechenland weiter verschlechtern. 

H.  

Mit Verfügung vom 3. Oktober 2025 – eröffnet am 6. Oktober 2025 – trat 

das SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn 

aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt 

der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, wobei er ansonsten in Haft 

genommen und unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt werden 

könne.  

I.  

Am 6. Oktober 2025 teilte die Rechtsvertretung dem SEM die Beendigung 

des Mandatsverhältnisses mit. 

J.  

Mit Eingabe vom 13. Oktober 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung. 

Er beantragte sinngemäss, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 

und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten; eventua-

liter sei die Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts sowie zur neuen 

Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei er vor-

läufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerde-

führer um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (einschliesslich 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses). 

Der Beschwerde beigelegt waren die angefochtene Verfügung, die Vertre-

tungsvollmacht vom 6. Oktober 2025 (je in Kopie) sowie ein USB-Stick mit 

Videos, die den Zustand der Unterbringung in Griechenland belegen sol-

len.  

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Seite 5 

K.  

Mit Instruktionsverfügung vom 24. Oktober 2025 forderte die Instruktions-

richterin den Beschwerdeführer auf, den als Beschwerdebeilage aufgeführ-

ten, jedoch nicht eingereichten «Brief der NGOs in Griechenland» vom 

8. Juli 2025 nachzureichen. Dieser Aufforderung kam der Beschwerdefüh-

rer mit Eingabe vom 27. Oktober 2025 nach. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch hier – end-

gültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwerdefüh-

rer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 105 und […] AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

2.3 Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

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Seite 6 

einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

Die eventualiter beantragte Rückweisung der Sache an das SEM zur Neu-

beurteilung wird in der Beschwerde nicht ansatzweise begründet. Auch aus 

den Akten ergeben sich – auch wenn sich die Vorinstanz auf S. 12 ihrer 

Verfügung vom 3. Oktober 2025 im Textbaustein geirrt haben dürfte (so 

wird der Beschwerdeführer als Schneider bezeichnet, obwohl er in seiner 

Anhörung angibt, er habe Arbeitserfahrung im Bereich Auto/ Elektrik 

[vgl. SEM-Akten act. (…)]) – keine Hinweise auf Verfahrensfehler, weshalb 

der Rückweisungsantrag abzuweisen ist.  

5.   

5.1 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, der Beschwerdefüh-

rer sei im sicheren Drittstaat Griechenland als Flüchtling anerkannt und 

Griechenland habe seiner Rückübernahme zugestimmt. Er könnte dorthin 

zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in Verletzung des Non-Refoule-

ment-Prinzips befürchten zu müssen. Es sei daher in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht auf sein Asylgesuch einzutreten. 

Es lägen zudem keine erhärteten Hinweise vor, wonach sich Griechenland 

nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen halten würde. Ferner sei 

gemäss der aktuellen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

nicht daraus zu schliessen, dass Griechenland sich künftig in einen Wider-

spruch zu seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen begeben werde. Der 

Vollzug der Wegweisung sei somit zulässig.  

Der Beschwerdeführer stelle seine Situation in Griechenland negativ dar 

und habe keine genügenden Anstrengungen unternommen, sich dort zu 

integrieren und eine Existenz aufzubauen. Seine Angaben, wie er sich in 

Griechenland um Unterstützung nach der Schutzgewährung bemüht habe, 

seien ungenau, unsubstantiiert, ausweichend, unglaubhaft und teilweise 

widersprüchlich ausgefallen. Generell bleibe im Dunkeln, wo und wie lange 

er sich in Griechenland aufgehalten habe, zumal er keinerlei Unterlagen 

aus dem griechischen Asylverfahren abgegeben habe. Der Beschwerde-

führer habe nur während rund zweier Monate ungenügende Bemühungen 

unternommen, mit seinem Flüchtlingsstatus in Griechenland Unterstützung 

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zu erhalten und zu beginnen, sich zu integrieren. Es dürfe von ihm erwartet 

werden, sich bei Unterstützungsbedarf an die griechischen Behörden zu 

wenden und die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzu-

fordern. Er könne als Schutzberechtigter beim Staat das Garantierte Min-

desteinkommen (Ελάχιστο Εγγυημένο Εισόδημα; EEE) beantragen, wobei 

das EEE ein umfassendes Unterstützungskonzept sei, welches auf drei 

Grundpfeilern – finanzielle Einkommensunterstützung, soziale Dienstleis-

tungen sowie berufliche Integration – beruhe. Der entsprechende Antrag 

könne bei einem Gemeindezentrum oder einem Migrant Integration Center 

(MIC) eingereicht werden, wobei die MIC weitere Unterstützungsleistungen 

anböten. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 

sich auf die Garantien der Richtlinie 2011/95/EU des europäischen Parla-

ments und des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) be-

rufen könnte, wonach er den griechischen Bürgerinnen und Bürgern in Be-

zug auf Fürsorge, Zugang zu Gerichten, medizinischer Versorgung, res-

pektive anderen ausländischen Personen in Bezug auf Erwerbstätigkeit 

oder Gewährung einer Unterkunft gleichgestellt sei. Darüber hinaus be-

stehe die Möglichkeit, bei einer der in Griechenland zahlreich vorhandenen 

karitativen Organisationen Unterstützung zu suchen. Einen wichtigen Un-

terstützungsbeitrag vor Ort würden auch verschiedenste Migrantenorgani-

sationen bieten. Zudem sei es dem Beschwerdeführer möglich, im Lauf 

seines Aufenthaltes in Griechenland die Landessprache allmählich zu er-

lernen und so seine Möglichkeiten auf dem griechischen Arbeitsmarkt zu 

verbessern. Die in Griechenland im Allgemeinen schwierigen ökonomi-

schen Lebensbedingungen sowie die herrschende Wohnungsnot würden 

sodann die ganze Bevölkerung treffen und vermöchten die Zulässigkeit 

und die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach Griechenland 

nicht zu widerlegen. Es lägen keine Hinweise auf schwerwiegende Erkran-

kungen vor. Sämtliche seiner gesundheitlichen Beschwerden seien in Grie-

chenland behandelbar. Er könne sich bei Behandlungsbedarf an die ent-

sprechenden Institutionen in Griechenland wenden; der Zugang zu medi-

zinischer Behandlung sei für Personen mit Schutzstatus gewährleistet. Es 

sei zudem davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer durch seinen 

geregelten Unterhalt in Griechenland im Besitz einer AMKA-Karte oder zu-

mindest einer AMKA-Nummer sei, welche in der Regel automatisch mit der 

Schutzgewährung ausgestellt werde. Insgesamt sei es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen, die in Art. 83 Abs. 5 AIG verankerte Legalvermutung 

umzustossen. 

5.2 Dem wird auf Beschwerdeebene entgegengehalten, dass beim Be-

schwerdeführer von einer starken Vulnerabilität auszugehen sei. 

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Griechenland biete ihm nicht den nötigen Schutz, die nötige Versorgung 

oder Zugang zu staatlichen Mitteln. Ausserdem sei davon auszugehen, 

dass er bezüglich seiner psychischen Probleme keine Unterstützung erhal-

ten werde. Der Beschwerdeführer habe überhaupt nicht verstanden, wie 

das System funktioniere, und es sei ihm auch nicht erklärt worden. Bei ei-

ner Rückführung nach Griechenland würde den betroffenen Personen 

meist keinerlei Informationen zur Verfügung gestellt. Eine Sozialversiche-

rungsnummer zu erhalten sei mit hohen Anforderungen verbunden, die der 

Beschwerdeführer nicht erfülle. Zudem seien die Voraussetzungen für di-

verse Sozialleistungen so gestaltet, dass sie Schutzstatusinhabende fak-

tisch ausschliessen würden. Die Ausführungen des SEM würden sich nicht 

mit dem Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts F-5298/2024 vom 

12. Juni 2025 vereinbaren lassen. Dieses weise auf systematische Mängel 

in Griechenland für Personen mit einem Dublin Entscheid hin. Vor diesem 

Hintergrund stelle sich die Frage, ob es für Menschen mit Schutzstatus 

nicht noch schwieriger sei, weil noch weniger Infrastruktur und Integrati-

onsmöglichkeiten bereitgestellt würden. Zusätzlich müsse die restriktive 

Haltung der griechischen Behörden berücksichtigt werden. Die Rücküber-

nahme von Flüchtlingen werde offen abgelehnt. Die griechische Regierung 

gebe offen zu, dass sie keine Kapazitäten hätte, um den Flüchtlingen ein 

menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Das SEM nehme im Entscheid 

zur Kenntnis, dass das griechische System Schwachstellen aufweise. Aus 

den erwähnten Gründen erweise sich die materielle und soziale Existenz-

sicherung keinesfalls als garantiert. Eine Rückführung nach Griechenland 

sei mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz nicht zu verein-

baren und daher unzulässig, insbesondere verstosse sie gegen die EMRK 

und die UN-Folterkonvention.  

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten, wenn die asylsuchende Person in einen gemäss Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in wel-

chem sie sich vorher aufgehalten hat. 

6.2 Wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend festgestellt, handelt es 

sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um einen 

verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

(vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). Den vorin- 

stanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 

in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechischen Be-

hörden seiner Rückübernahme ausdrücklich zustimmten. 

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Seite 9 

6.3 Die Vorinstanz ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten. 

7.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz, wenn es auf ein Asylgesuch nicht eintritt. Der Beschwerde-

führer verfügt in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen 

(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; BVGE 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die Wegwei-

sung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet. 

8.   

8.1 Das SEM regelt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AlG [SR 142.20]). Vollzugshindernisse sind zu bewei-

sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz, insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und Art. 3 EMRK, einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG).  

Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in welchem 

der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 

Abs. 1 AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der EMRK, des 

Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-

same, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, 

SR 0.105], des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30] sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das Bundesverwaltungsge-

richt an, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig sind. Es 

hat sich aber im Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 

28. März 2022 einlässlich mit der Situation in Griechenland 

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auseinandergesetzt und an seiner bisherigen Rechtsprechung festgehal-

ten, wonach der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, 

die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig ist. In 

Griechenland ist nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder Person 

mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende Behandlung im 

Sinne von Art. 3 EMRK droht. Trotz der schwierigen Verhältnisse geht das 

Gericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der 

Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken (a.a.O. E. 11.2). Die 

Ausführungen in der Beschwerdeeingabe zur Lage Schutzberechtigter in 

Griechenland fügen den der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts zugrundeliegenden Informationen zur Situation in Griechenland 

keine neue Dimension hinzu und vermögen an seiner Einschätzung nichts 

zu ändern.  

8.2.2 Der Beschwerdeführer wurde in Griechenland als Flüchtling aner-

kannt. Als Schutzberechtigter kann er sich auf die Garantien der Richtlinie 

2011/95/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezem-

ber 2011 (Qualifikationsrichtlinie) berufen – insbesondere die Regel betref-

fend den Zugang zu Beschäftigung [Art. 26], Bildung [Art. 27], Sozialhilfe-

leistungen [Art. 29], Wohnraum [Art. 32] und medizinischer Versorgung 

[Art. 30] –, zu deren Einhaltung Griechenland als EU-Mitgliedstaat völker-

rechtlich verpflichtet ist. Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte 

dafür, dass er für den Fall einer Rückkehr nach Griechenland mit beachtli-

cher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Überein-

kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, 

SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Es ist un-

bestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland für die gesamte 

Bevölkerung mitunter schwierig sind; dennoch ist unter diesen Umständen 

im heutigen Zeitpunkt nicht von einem «real risk» auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in diesen Staat einer menschen-

rechtswidrigen Behandlung ausgesetzt wäre. Auch unter Berücksichtigung 

der Schwächen des griechischen Aufnahmesystems vermag die blosse 

Möglichkeit, in nicht absehbarer Zeit aus nicht voraussehbaren Gründen in 

eine missliche Lebenssituation zu geraten, die einer Aussetzung einer 

existenziellen Notlage und andauernden menschenrechtswidrigen Be-

handlung gleichkäme, die Schwelle eines entsprechenden «real risk» nicht 

zu erreichen. 

8.2.3 Ferner kann der Vollzug der Wegweisung eines abgewiesenen Asyl-

suchenden mit gesundheitlichen Problemen gemäss der Praxis des EGMR 

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Seite 11 

im Einzelfall einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen; hierfür sind je-

doch ganz aussergewöhnliche Umstände Voraussetzung (vgl. Urteil Pa-

poshvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, 41738/10, § 183). Die 

vorgebrachten Gesundheitsprobleme des Beschwerdeführers vermögen 

keine aussergewöhnlichen Umstände im Sinne dieser Rechtsprechung zu 

begründen, weshalb auch diesbezüglich keine Verletzung von Art. 3 EMRK 

vorliegt.  

8.2.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit als zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

Mit Blick auf die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Weg-

weisung (Art. 83 Abs. 5 AIG) nach Griechenland von Personen, die dort 

einen Schutzstatus erhalten haben, stellte das Gericht im Referenzurteil 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 fest, dass dieser Legalver-

mutung grundsätzlich auch für vulnerable Personen (wie zum Beispiel Per-

sonen, welche an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwer-

wiegende Erkrankung einzustufen sind) Gültigkeit zukommt. Allein die Tat-

sache, dass sich die bisherige Integration der betroffenen Person in Grie-

chenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegweisung 

noch nicht als unzumutbar erscheinen. Entscheidend ist, ob die betroffene 

Person bei einer Rückkehr trotz ihrer zumutbaren Anstrengungen mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten würde, 

die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnte (vgl. a.a.O. E. 11.5.2). 

Hingegen erachtet das Gericht den Vollzug der Wegweisung von äusserst 

vulnerablen schutzberechtigten Personen (wie zum Beispiel unbegleitete 

Minderjährige oder Personen, deren psychische oder physische Gesund-

heit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist) grundsätzlich 

als unzumutbar, ausser, es bestünden besonders begünstigende Um-

stände, aufgrund derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs ausgegangen werden kann (vgl. bereits zitiertes Refe-

renzurteil des BVGer E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 

E. 11.5.1 und E. 11.5.3). 

D-7859/2025 

Seite 12 

8.3.2 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht 

zum Schluss, dass die Vorinstanz die Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs mit zutreffender Begründung bejaht hat. Es liegen keine rechtsgenüg-

lichen Hinweise vor, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückfüh-

rung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würde. Es 

kann sodann offenbleiben, wie weitgehend und ob überhaupt der Be-

schwerdeführer Bemühungen um Unterstützung in Griechenland nach der 

Schutzgewährung unternommen hat, denn die Vorinstanz hat zutreffend 

festgestellt, dass der Beschwerdeführer nur kurze Zeit als anerkannter 

Flüchtling in Griechenland verbracht hat, weshalb nicht davon auszugehen 

ist, dass er alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Integration, Ar-

beit und Beantragung weiterer Unterstützung ausgeschöpft hat. So muss 

er sich vorhalten lassen, dass er bereits knapp zwei Monate nach der 

Schutzgewährung wieder aus Griechenland ausreiste, dies und der Um-

stand, dass er selber angab, dass die Schweiz immer sein Zielland gewe-

sen sei (vgl. SEM-Akten act. (…)), lässt vermuten, dass er nie ernsthaft 

beabsichtigt und sich dementsprechend auch nicht hinreichend bemüht 

hat, in Griechenland eine Existenz aufzubauen, sich zu integrieren und die 

Sprache zu erlernen. Auch auf Beschwerdeebene vermag er nicht darzu-

tun, dass er sich dort ernsthaft und mit der Absicht, sich längerfristig dort 

aufzuhalten, um eine Verbesserung seiner Situation bemüht und alle ihm 

zumutbaren Bemühungen unternommen hätte, die ihm zustehende Hilfe 

zu erhalten. Die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz enthalten zahl-

reiche Hinweise darauf, wie der Beschwerdeführer in Griechenland zu Un-

terstützungsleistungen gelangen kann (bspw. mit Blick auf Arbeit, allfällig 

notwendige finanzielle, soziale oder medizinische Unterstützung). Dass 

der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr dorthin trotz den von der Vo-

rinstanz detailliert aufgezeigten Unterstützungsmöglichkeiten und den vom 

Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zu erwartenden Anstrengun-

gen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dennoch in eine existenzielle 

Notlage geraten würde, die er nicht aus eigener Kraft abwenden könnte, 

ist nicht zu erwarten. Auch wenn nicht in Abrede zu stellen ist, dass eine 

Eingliederung für Personen mit Schutzstatus mit nicht zu verkennenden 

Erschwernissen verbunden sein kann, erscheinen diese vorliegend nicht 

als unüberwindbar. Es darf vom Beschwerdeführer auch erwartet werden, 

sich bei Unterstützungsbedarf, etwa bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, 

wiederholt an die griechischen Behörden zu wenden. Falls ihm die ihm zu-

stehenden Leistungen in Zukunft verwehrt werden sollten, hätte er die er-

forderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern, selbst wenn 

die diesbezüglichen Prozedere langwierig sein sollten. Nichtregierungsor-

ganisationen können in dieser Hinsicht behilflich sein. Schliesslich ist 

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Seite 13 

darauf hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer offenbar bereits ein-

mal gelungen ist, in Griechenland einer kurzzeitige Arbeitsbeschäftigung 

zur Finanzierung seiner Weiterreise nachzugehen (vgl. SEM-Akten (…)). 

Es ist nicht ersichtlich, weshalb es ihm mithilfe seines Schutzstatus in Grie-

chenland nicht möglich sein sollte – auch ohne aktuelle Griechisch- und mit 

nur wenig Englischkenntnissen – eine längerfristige Arbeitsmöglichkeit im 

Bereich Auto/ Elektrik zu finden, zumal er über 11 Jahre Schulbildung sowie 

Arbeitserfahrung verfügt. 

8.3.3 Auch die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme stehen dem 

Wegweisungsvollzug nicht entgegen. Aufgrund der Aktenlage ist nicht da-

von auszugehen, dass es sich beim Beschwerdeführer um eine äusserst 

vulnerable Person handelt. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, 

sind die von ihm geltend gemachten psychischen Probleme auch in Grie-

chenland behandelbar, allfällige Wartezeiten für psychologische Behand-

lungstermin sind nicht optimal, sie betreffen jedoch die ganze Bevölkerung 

gleichermassen und führen zu keiner Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs. Sodann ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer zumindest bereits über eine Sozialversicherungsnummer 

(AMKA-Nummer) verfügt, weshalb er in Griechenland über denselben Zu-

gang zur medizinischen Versorgung wie die griechische Bevölkerung hat.  

8.3.4 Insgesamt ist nicht davon auszugehen, der Beschwerdeführer gerate 

bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine seine Existenz gefährdende 

Situation. An dieser Einschätzung vermag auch das eingereichte Schrei-

ben von Nichtregierungsorganisationen in Griechenland nichts zu ändern. 

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass dieses nicht eine 

auf den Einzelfall des Beschwerdeführers bezogene Situation begründet 

und keine Abweichung von der aktuellen Einschätzung der Situation in 

Griechenland rechtfertigt. Auch aus den zu den Akten gereichten Videos, 

welche den Zustand der Unterbringung belegen sollen, kann der Be-

schwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dasselbe gilt für das in 

der Beschwerde zitierte Urteil F- 5298/2024 vom 12. Juni 2025, welches 

ausschliesslich die Situation von Asylsuchenden im Rahmen des Zustän-

digkeitsverfahrens gemäss Dublin-III-Verordnung betrifft.  

8.4 Nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be-

schwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben, ist der Vollzug der Weg-

weisung auch möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG; vgl. Urteil des BVGer 

E-2517/2024 vom 26. April 2024 E. 10.3).  

D-7859/2025 

Seite 14 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG).  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

10.  

Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung ist abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den 

vorstehenden Erwägungen ergibt – von vornherein aussichtslos waren, 

weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind. 

Das Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht wird mit dem 

vorliegenden Entscheid in der Sache gegenstandslos.  

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 15 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Linda Marti 

 

 

Versand: