# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04dc2477-1b81-5159-8d7b-54a7cede1fd4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PF250043-O1
**Docket/Reference:** PF250043-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PF250043-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PF250043-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Beschluss und Urteil vom 6. Oktober 2025

in Sachen

A._____,

Gesuchsteller und Beschwerdeführer

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Beschwerde gegen eine Verfügung der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 12. August 2025 (ED250017)

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Erwägungen:

1.1.

Der Beschwerdeführer reichte gegen die B._____ Stiftung (fortan: Stif-

tung) am 23. September 2021 beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich, Kreise 

… + …, (fortan: Friedensrichteramt) ein Schlichtungsgesuch ein. Nachdem das 

Friedensrichteramt vom Beschwerdeführer gleichentags einen Kostenvorschuss 

verlangt hatte, ersuchte der Beschwerdeführer die Vorinstanz am 21. Oktober 

2021 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Schlichtungsver-

fahren. Mit Urteil vom 13. Dezember 2022 wies die Vorinstanz das Gesuch ab 

(Geschäfts-Nr. ED210061). Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat die Kam-

mer mit Beschluss vom 6. März 2023 nicht ein (OGer ZH RU230002). Das Bun-

desgericht wies die dagegen gerichtete Beschwerde mit Entscheid vom 30. Okto-

ber 2023 ab, soweit sie darauf eintrat (BGer 5A_276/2023; vgl. zur Prozessge-

schichte bis dahin die vorstehend zitierten Entscheide; vgl. auch act. 6 E. I.2.). 

1.2.1. Mit Verfügung vom 8. April 2025 setzte das Friedensrichteramt dem Be-

schwerdeführer erneut Frist an, um den Kostenvorschuss für das Schlichtungs-

verfahren zu leisten (act. 7/2/1). Daraufhin reichte der Beschwerdeführer bei der 

Vorinstanz wiederum ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege für das Schlichtungsverfahren ein (act. 7/1). Mit Verfügung vom 12. August 

2025 trat die Vorinstanz auf das Gesuch nicht ein (act. 7/10 = act. 3 = act. 6 [Ak-

tenexemplar]). 

1.2.2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. August 2025 

(Datum der elektronischen Abgabe) rechtzeitig Beschwerde (act. 2, zur Rechtzei-

tigkeit act. 7/11). In prozessualer Hinsicht verlangt er die Sistierung des Be-

schwerdeverfahrens sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für 

das Beschwerdeverfahren (act. 2 Rechtsbegehren-Ziffer 1 und 3). 

1.3.

Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen 

(act. 7/1-12). Das Verfahren ist spruchreif. Auf die Ausführungen des Beschwer-

deführers ist nur insoweit einzugehen, als sie für den Beschwerdeentscheid rele-

vant sind.

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2.

Im Beschwerdeverfahren können die unrichtige Rechtsanwendung und 

die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht wer-

den (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist innerhalb der Rechtsmittelfrist schriftlich, 

begründet und mit Rechtsmittelanträgen versehen einzureichen (Art. 321 ZPO). 

Bei Rechtsmitteleingaben von Laien genügt als Antrag eine Formulierung, aus der 

sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. 

Zur Begründung reicht aus, wenn auch nur ganz rudimentär zum Ausdruck 

kommt, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet bzw. weshalb der 

angefochtene Entscheid nach Auffassung der die Beschwerde führenden Partei 

unrichtig sein soll. Sind auch diese Voraussetzungen nicht gegeben, ist auf die 

Beschwerde nicht einzutreten. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und 

neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 

ZPO).

3.

Die Vorinstanz hielt im Zusammenhang mit ihrem Nichteintretensent-

scheid zunächst fest, das erste Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege sei wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen wor-

den. Ein neues Gesuch sei zum vornherein ausgeschlossen, da sich der der 

Klage zugrundeliegende Sachverhalt in der Vergangenheit zugetragen habe und 

somit keiner Veränderung mehr zugänglich sei; auch echte Noven bringe der Be-

schwerdeführer keine vor (act. 6 E. III.1.). Im Anschluss prüfte die Vorinstanz, ob 

der Beschwerdeführer unechte Noven anführen könne, womit sein Gesuch sinn-

gemäss als Revisionsbegehren entgegenzunehmen wäre. In diesem Zusammen-

hang kam die Vorinstanz zusammengefasst zum Schluss, die Begründung für 

seine erneut vorgebrachten Behauptungen entspreche derjenigen in seinem ers-

ten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Diese Vorbringen des Beschwerde-

führers zur Begründung seiner Klage seien somit weder neu, noch reiche er neue 

Unterlagen/Beweismittel dazu ein. Die genannten Vorbringen seien bereits mit 

Entscheid der Vorinstanz im Verfahren ED210061 vom 13. Dezember 2022 einer 

Prüfung unterzogen worden und es sei festgestellt worden, dass sie nicht über-

zeugend bzw. nicht nachvollziehbar seien. Selbst wenn die Begründung des er-

neuten Gesuches neue Elemente enthielte – was aufgrund der wirren Ausführun-

gen des Beschwerdeführers nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne –, so 

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sei auf jeden Fall klar, dass er nicht darlege, welche seiner Behauptungen neu 

sein sollen und weshalb er nicht in der Lage gewesen sein sollte, diese Behaup-

tungen bereits in seinem ersten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einzu-

bringen (act. 6 E. 2.2.2.). Auch in Bezug auf seine neuen Rechtsbegehren Zif-

fern 3 und 4, die auf Tatsachen beruhen würden, die bereits Gegenstand früherer 

Gerichtsverfahren gewesen seien, würden keine neuen Behauptungen und/oder 

Beweismittel zugrunde liegen (act. 6 E. 2.2.3.).

4.1.

Der Beschwerdeführer kritisiert einleitend die Erwägungen der Vorinstanz 

zu ihrer Zuständigkeit und stellt sich auf den Standpunkt, es könne keine Zustän-

digkeit des Gerichts begründet werden in einem Prozess gegen eine Familienstif-

tung in Form eines verbotenen Familienfideikommisses. Soweit verständlich 

spricht er der B._____ Stiftung die Rechtspersönlichkeit ab (act. 2 S. 3 unten ff. 

sowie act. 2 S. 17 ff.). In diesem Zusammenhang ist allerdings (nochmals) in Erin-

nerung zu rufen, dass es der Beschwerdeführer selbst war, der die Klage beim 

Friedensrichteramt mit der Stiftung auf der Beklagtenseite eingereicht hatte (vgl. 

act. 7/2/1; vgl. bereits OGer ZH RU230002 vom 6. März 2023 E. II.2.2.). Er verhält 

sich widersprüchlich, wenn er nun geltend macht, die Stiftung, die er selbst einge-

klagt hat, könne gar nicht eingeklagt werden. Dieses Verhalten mutet damit inso-

weit rechtsmissbräuchlich an. Zur Frage der Zuständigkeit und der Partei- bzw. 

Prozessfähigkeit kann im Übrigen auf die Erwägungen im Urteil der Kammer vom 

6. März 2023 verwiesen werden; entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist 

nach wie vor davon auszugehen, dass die aktuell im Handelsregister eingetra-

gene Stiftung identisch mit der früher eingetragenen Stiftung ist (OGer ZH 

RU230002 vom 6. März 2023 E. II.2.2.). Dass die fragliche juristische Person wi-

derrechtliche Zwecke in Form eines Familienfideikommisses verfolge, bleibt eine 

unbelegte Konstruktion des Beschwerdeführers. Damit hat es sein Bewenden.

4.2.

Der vorinstanzlichen Feststellung, der Beschwerdeführer lege nicht dar, 

welche seiner Behauptungen neu sein sollen und weshalb er nicht in der Lage ge-

wesen sein sollte, diese Behauptungen bereits in seinem ersten Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege einzubringen, entgegnet dieser, diese Ausführungen 

seien widersprüchlich und mangelhaft: Die Vorinstanz gebe zu, dass seine Be-

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gründung neue Elemente enthalte und diese Beweismittel nicht gänzlich ausge-

schlossen werden könnten. Diese neuen Elemente erwähne die Vorinstanz je-

doch nicht, damit das Urteil habe angefochten werden können (act. 2 S. 7). Inwie-

fern die einleitend wiedergegebene Feststellung der Vorinstanz falsch sein sollte, 

legt der Beschwerdeführer damit nicht dar; entgegen seiner Ansicht hat die Vorin-

stanz nicht festgehalten, seine Begründung enthalte neue Elemente und Beweis-

mittel. Auf seine im Anschluss über mehrere Seiten gemachten Ausführungen 

über die von der Vorinstanz – angeblich – erwähnten und nicht beachteten Be-

weismittel (vgl. act. 2 S. 7 unten ff.), ist folglich nicht einzugehen. Die Behauptung, 

die fraglichen neuen Tatsachenvorbringen und Beweismittel seien durch das 

Rechtsmittelverfahren OGer ZH RU230002 veranlasst worden (act. 2 S. 9 unten 

f.), bringt der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren zum ers-

ten Mal vor. Aufgrund des Novenverbots ist er damit nicht zu hören. 

Mit der vorinstanzlichen Erwägung, wonach sein Rechtsbegehren Ziffer 3 

durch die richterlichen Erwägungen im Urteil vom 2. April 2012 (Geschäfts-

Nr. FV110277) motiviert sei, setzt sich der Beschwerdeführer schliesslich nicht 

auseinander. Vielmehr setzt er dieser Erwägung bloss entgegen, die Ansicht sei 

offensichtlich nicht richtig, da mit dem Urteil vom 2. April 2012 (Geschäfts-

Nr. FV110277) das Konkursamt die Stiftung in den Kollokationsplan eingetragen 

habe (act. 2 S. 16 Mitte). Inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen – und insbe-

sondere die Feststellung, im fraglichen Urteil sei festgehalten worden, der Be-

schwerdeführer habe den Straftatbestand von Art. 145 StGB erfüllt (act. 6 

E. 2.2.3.) – falsch sein sollen, zeigt der Beschwerdeführer damit nicht ansatz-

weise auf. Dasselbe gilt im Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Erwägung in 

Bezug auf das Rechtsbegehren Ziffer 4 des Beschwerdeführers, der diese bereits 

im Verfahren CG210071 erhoben habe (act. 6 E. 2.2.3.)

4.3. Was die – angeblich – neuen Tatsachen über die aktuell eingetragene 

Stiftung als Familienfideikommiss betrifft (vgl. act. 2 S. 18 f.), so kann auf die vor-

stehende Erwägung 4.1. verwiesen werden. Im Übrigen blieb auch hier offen, 

weshalb er seine neuen Behauptung nicht bereits im Rahmen des ersten Verfah-

rens um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vorbringen konnte.

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4.4.

Schliesslich kann der Vorinstanz auch keine Rechtsverweigerung bezüg-

lich des Antrags auf Sistierung vorgeworfen werden (act. 2 S. 3 unten), zumal sie 

mit ihrem Nichteintretensentscheid in der Sache selbst – zumindest implizit – 

auch über den diesen Antrag entschieden hat. 

4.5.

Zusammengefasst ist die Beschwerde abzuweisen. Der prozessuale An-

trag auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens ist damit gegenstandslos und ab-

zuschreiben. 

5.1.

Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer für das zweitinstanzliche 

Verfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 95 ZPO). Die Gerichts-

gebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 

2 in Verbindung mit § 3 Abs. 1 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 500.– festzu-

setzen und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung bean-

tragt der Beschwerdeführer nicht und wäre ihm ohnehin infolge seines Unterlie-

gens nicht zuzusprechen.

5.2.

Der Beschwerdeführer beantragt für das Beschwerdeverfahren die Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege (Rechtsbegehren Ziffer 3). Das Ge-

such ist jedoch ohne Weiteres abzuweisen, zumal die Beschwerde nach dem 

Dargelegten als aussichtslos im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO zu qualifizieren ist.

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren wird abgewiesen.

2.

3.

Der Antrag auf Sistierung des Beschwerdeverfahrens wird abgeschrieben.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittel mit nachfolgendem Erkenntnis.

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Es wird erkannt:

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2.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 500.– festgesetzt und 

3.

4.

dem Beschwerdeführer auferlegt.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an das Friedensrichteramt 

der Stadt Zürich, Kreise … + …, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je ge-

gen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
CHF 600'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw B. Lakic

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