# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71a95fbd-bb98-58d4-8f81-cb9b8e9d9746
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.08.2019 B 2019/71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2019-71_2019-08-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/71

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 18.02.2020

Entscheiddatum: 17.08.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 17.08.2019
Bildungswesen, Nichtbestehen der Dissertation (Art. 4 des Gesetzes über 
die Universität St. Gallen, sGS 217.11 und Art. 19 Abs. 1 lit. c des 
Universitätsstatuts sGS 217.15 sowie Promotionsordnung 07 vom 11. 
Dezember 2006. Der Beschwerdeführer stellt nicht die ungenügende 
Bewertung der Dissertation an sich in Frage. Er macht geltend, von seinen 
Referenten ungenügend betreut worden zu sein. Für einen solchen 
Verfahrensmangel bestehen keine Anhaltspunkte. Er wäre überdies bereits 
deshalb unbeachtlich, weil er erst nach Eröffnung des ungenügenden 
Ergebnisses geltend gemacht worden ist (Verwaltungsgericht, B 2019/71). 
Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht 
mit Urteil vom 29. Januar 2020 nicht ein (Verfahren 2C_801/2019).

Entscheid vom 17. August 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Wehrle

Verfahrensbeteiligte

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Universitätsrat der Universität St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

Gegenstand

definitive Ablehnung der Dissertation

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die Universität St. Gallen liess A.___ mit Schreiben vom 4. Juni 2007 ab dem 

Herbstsemester 2007 zum Doktoratsstudium zu (act. 15/8a/2-5). Am 1. März 2010 

wurde die Vorstudie akzeptiert. Gleichzeitig forderte ihn der Studiensekretär auf, bis 31. 

Juli 2013 die Dissertation einzureichen und die dissertationsbegleitenden Seminare 

erfolgreich abzuschliessen. Diese Frist wurde am 17. April 2013 um ein Jahr, d.h. bis 

31. Juli 2014, verlängert. Mit der Begründung, die Dissertation sei zwar nahezu bereit 

zur Abgabe, aber er habe es aufgrund von Missverständnissen versäumt, die 

dissertationsbegleitenden Seminare rechtzeitig zu besuchen, ersuchte A.___ am 2. Juli 

2014 erneut um Verlängerung der Einreichefrist. Der Studiensekretär wies das Gesuch 

am 16. Juli 2014 ab und hielt fest, A.___ habe die Doktoratsprüfung endgültig nicht 

bestanden. Den dagegen erhobenen Rekurs hiess der Universitätsrat der Universität 

St. Gallen (nachfolgend: Universitätsrat) mit Entscheid vom 12. September 2016 in 

zweiter Instanz gut und wies A.___ an, seine Dissertation innert sechs Monaten ab 

Rechtskraft des Entscheids einzureichen. An den Seminaren hatte A.___ in der 

Zwischenzeit erfolgreich teilgenommen (zum Ganzen vgl. act. 15/8a/2-1, Beilage 5).

Innert dieser abermals verlängerten Frist kam es auf Bestreben von A.___ zu einem 

Wechsel des Referenten (von Prof. Dr. X.___ zu Prof. Dr. N.___), weil Prof. X.___ das 

zweite Verlängerungsgesuch nicht unterstützt hatte (vgl. act. 15/8a/2-1 Beilagen 9 und 

10). Schliesslich reichte A.__ die Dissertation mit dem Titel "…" ein. Gestützt auf das 

Referat von Prof. Dr. N.___ und auf die Korreferate von Prof. Dr. O.___ und Prof. Dr. 

P.___ verfügte der Studiensekretär am 7. Juni 2017, dass die Dissertation definitiv 

abgelehnt sei und A.___ das Doktoratsstudium folglich nicht bestanden habe (act. 

15/8a/2-1 Beilage 2).

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B. Gegen diese Verfügung erhob A.___ am 23. Juni 2017 Rekurs bei der 

Rekurskommission der Universität St. Gallen (act. 15/8a/2-1). Er beantragte, die 

Dissertation sei anzunehmen; eventualiter sei sie ihm (mit einer Frist von einem Jahr) 

zur Überarbeitung zurückzuweisen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, von 

seinen Referenten ungenügend betreut und in seinem berechtigten Vertrauen, dass die 

Dissertation angenommen werde, enttäuscht worden zu sein. Die Rekurskommission 

wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 22. Januar 2018 ab (act. 15/8a/2-23). Sie hielt 

fest, A.___ sei von Prof. X.___ in einem für externe Doktoranden überdurchschnittlichen 

Rhythmus betreut worden. Dies gelte allerdings nicht für die Schlussphase seiner 

Dissertation (Frühjahr 2014 bis Ende Juli 2014). Dass gerade dadurch das Ausarbeiten 

einer genügenden Dissertation unmöglich geworden sei, sei indessen kaum 

wahrscheinlich. Die konstatierten "handwerklichen" Mängel der wissenschaftlichen 

Arbeit seien nicht auf die ungenügende Betreuung zurückzuführen. Ein derartiger 

Verfahrensmangel hätte überdies frühzeitig und nicht erst nach der ungenügenden 

Bewertung der Arbeit vorgebracht werden müssen. Die Rolle von Prof. N.___ habe sich 

lediglich darauf beschränkt, die Dissertation zu bewerten. Zudem erwog die 

Rekurskommission, die verweigerte Möglichkeit zur Überarbeitung sei eine Frage der 

Leistungsbewertung, die sie nur auf Rechtsverletzungen überprüfe und die konkret 

nicht mit einem Ermessensfehler behaftet sei.

C. Gegen den Entscheid der Rekurskommission vom 22. Januar 2018 erhob A.___ 

Rekurs beim Universitätsrat mit unveränderten Rechtsbegehren (act. 15/1 und 4). 

Dieser wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 11. März 2019 ab (act. 15/20).

D. Gegen den Entscheid des Universitätsrates erhob A.___ (Beschwerdeführer) mit 

Eingabe vom 27. März 2019 und Ergänzung vom 10. Mai 2019 (act. 1 und 9) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid 

sei aufzuheben und die Dissertation sei ihm – unter Ansetzung einer Frist von einem 

Jahr zur erneuten Einreichung – zur Überarbeitung zurückzuweisen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Der Universitätsrat (Vorinstanz) trug am 29. Mai 2019 um 

kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde an und verwies zur Begründung auf den 

angefochtenen Entscheid (act. 14). Der Beschwerdeführer liess sich nicht weiter 

vernehmen.

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Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge, den 

angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit wesentlich und erforderlich – in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Erhebung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 27. März 2019 (act. 1) erfolgte 

rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 10. Mai 2019 (act. 9) formal 

und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 

und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht können Rechtsverletzungen geltend 

gemacht werden (Art. 61 Abs. 1 VRP; vgl. zur Bewertung von Examensleistungen auch 

die Spezialvorschrift von Art. 45 des Gesetzes über die Universität St. Gallen, sGS 

217.11, UG; ferner BGE 131 I 467 E. 3.1 und unveröffentlichter Entscheid VerwGE 

B 2008/123 vom 14. Oktober 2008 E. 2.3 je mit Hinweisen; zur eingeschränkten 

Prüfungsdichte der Vorinstanz siehe VerwGE B 2012/51 vom 29. August 2012 E. 2; B 

2014/108 vom 16. September 2014 E. 4; B 2016/61 + 62 vom 14. Dezember 2017 E. 3, 

je mit Hinweisen, alle www.gerichte.sg.ch; vgl. auch BGer 2D_32/2013 vom 23. Juli 

2013 mit Hinweisen auf BGE 136 I 229 E. 5.4.1 und P. Egli, Gerichtlicher Rechtsschutz 

in Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, in: ZBl 2011 S. 538 ff.). Der 

Beschwerdeführer kann sich auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung oder 

der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig 

festgestellten Sachverhalt (Art. 61 Abs. 2 VRP). Liegt ein vorinstanzlicher Entscheid 

innerhalb des Ermessensspielraums bzw. wurden die Verfassungsprinzipien sowie der 

Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung beachtet, liegt keine Rechtsverletzung vor, 

selbst wenn das Ermessen unzweckmässig gehandhabt worden wäre. Anders verhält 

es sich nur bei einem qualifizierten Ermessensfehler, wenn die Verwaltungsbehörde 

das Ermessen missbraucht bzw. über- oder unterschritten hat (vgl. z.B. VerwGE B 

2014/171 vom 25. Februar 2016 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch).

3. 

bis

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3.1. Die Universität St. Gallen kann den Doktorgrad und andere akademische Grade 

sowie Diplome verleihen (Art. 4 UG und Art. 19 Abs. 1 lit. c des Universitätsstatuts, sGS 

217.15, US). Einzelheiten – wie auch die Zulassung zum Doktorat – regelt die 

Promotionsordnung (vgl. Art. 19 Abs. 3 und Art. 71 US).

3.2. Der Beschwerdeführer hat sein Doktoratsstudium nach dem 1. August 2007 

aufgenommen. Anwendbar sind demnach die Bestimmungen der 

Promotionsordnung 07 vom 11. Dezember 2006 (PromO 07, www.unisg.ch; Art. 82). 

Die PromO 07 ist zwar inzwischen von der Promotionsordnung vom 7. November 2016 

(PromO 17, www.unisg.ch) abgelöst worden, gilt aber weiterhin für Studierende, die 

das Doktoratsstudium vor dem 1. August 2017 aufgenommen haben (vgl. Art. 68 Abs. 

1 PromO 17). Ab dem 1. August 2020 gilt die PromO 17 für alle Doktorierenden (Art. 67 

Abs. 3 PromO 17). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe 

zu Unrecht lediglich auf die Bestimmungen der PromO 07 abgestellt und die für ihn 

günstigere PromO 17 zu seinem Nachteil nicht angewendet, ist ihm angesichts dieser 

klaren Übergangsbestimmungen nicht zu folgen. Eine Ausnahme im Sinne einer echten 

Rückwirkung (so aber der Beschwerdeführer in act. 9 Ziff. 55) ist nicht vorgesehen. Die 

Anwendung der PromO 07 beeinträchtigt weder die Rechtssicherheit, noch werden 

dadurch der Grundsatz der Rechtsgleichheit und das Verhältnismässigkeitsgebot 

verletzt. Der Beschwerdeführer beruft sich in seinen Eingaben zwar auf diese 

Grundsätze, führt aber – mit Ausnahme des Gleichbehandlungsgebotes – nicht weiter 

aus, inwiefern diese verletzt seien (vgl. act. 9 Ziff. 58). Dass durch die zitierte klare 

Übergangsregelung sein Anspruch auf Gleichbehandlung verletzt worden wäre, trifft 

nicht zu. Dies gilt bereits deshalb, weil es konkret um einen Sachverhalt geht, der sich 

im Wesentlichen vor dem Inkrafttreten der PromO 17 zugetragen hat.

Was die Ausführungsbestimmungen des Senatsausschusses zur Promotionsordnung 

(AB) anbetrifft, ist die Vorinstanz allerdings zu Unrecht davon ausgegangen, dass die 

AB zur PromO 17 konkret zur Anwendung gelangen. Zwar bestimmt Art. 52 Abs. 3 AB 

PromO 17, dass diese Ordnung ab dem 1. August 2017 für alle Doktorierenden gilt. Die 

hier interessierende Frage, ob der Beschwerdeführer während der Dissertationsphase 

korrekt behandelt worden ist – die Notenverfügung datiert vom 7. Juli 2017 –, ist nach 

den (aufgehobenen) Ausführungsbestimmungen des Senatsausschusses betreffend 

Organisation und Durchführung des Doktoratsstudiums (gemäss der PromO 07) vom 

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16. Dezember 2008 (AB PromO 07; von Amtes wegen beigezogenes act. 17) zu 

beantworten. Diese Präzisierung bleibt indes ohne Auswirkungen auf den vorliegenden 

Entscheid.

3.3. Das Doktoratsstudium gliedert sich in eine Kurs- (bestehend aus Methoden- und 

Fachkursen, der Ausarbeitung der Vorstudie und dem Kolloquium zur Vorstudie) und in 

eine Dissertationsphase (bestehend aus den dissertationsbegleitenden Seminaren, der 

Abfassung der Dissertation und der Disputation; vgl. Art. 24 ff. PromO 07). Bei der 

Dissertation handelt es sich nach der gesetzlichen Definition um eine selbständige 

wissenschaftliche Leistung, durch die der oder die Doktorierende vertiefte 

Fachkenntnisse sowie die Beherrschung wissenschaftlicher Methodik nachweist (vgl. 

Art. 36 PromO 07). Die Dissertation muss innerhalb von sechs Semestern nach 

Annahme der Vorstudie bzw. Beendigung der Kursphase eingereicht werden. Bis zur 

Einreichung der Dissertation müssen die dissertationsbegleitenden Seminare 

bestanden sein (Art. 46 Abs. 1 und 2 PromO 07).

Dem Dissertationskomitee – dieses setzt sich aus dem Referenten bzw. der Referentin, 

dem Korreferent bzw. der Korreferentin und gegebenenfalls weiteren Mitgliedern 

zusammen (vgl. Art. 9 PromO 07) – obliegt die Gesamtbetreuung der Dissertation, 

wobei die persönliche Betreuung des Doktoranden dem Referenten oder der Referentin 

übertragen ist (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. a PromO 07). Die AB zur PromO 07 unterstreichen 

dies: Der Referent hat die Doktorierenden in der Gestaltung der Kursphase 

angemessen zu beraten und mit ihnen zudem individuell und in einer angemessenen 

Periodizität den Fortgang der Arbeit zu besprechen (Art. 3 Abs. 1 und 2).

Die Begutachtung der Dissertation erfolgt durch den Referenten und den bzw. die 

Korreferenten (vgl. Art. 41 Abs. 1 PromO 07). Die Dissertation ist angenommen, wenn 

die Note mindestens 4.0 beträgt. Bei kleinem Änderungsbedarf kann die Annahme an 

Auflagen geknüpft werden (Art. 54 Abs. 1 und 2 PromO 07). Eine nicht angenommene 

Dissertation kann bei erstmaliger Einreichung entweder zur Überarbeitung 

zurückgegeben oder definitiv abgelehnt werden. Für die Überarbeitung der Dissertation 

wird durch die Programmkommission eine Frist von einem Semester oder einem Jahr 

festgesetzt (vgl. Art. 61 Abs. 1 und 5 PromO 07).

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4. Der Beschwerdeführer stellt die ungenügende Bewertung der Arbeit an sich nicht in 

Frage. Er macht vielmehr geltend, seine Referenten (Prof. X.___ bzw. Prof. N.___) 

hätten das Dissertationsprojekt von Beginn der Dissertationsphase an ungenügend 

bzw. gar nicht betreut, wodurch er gar keine genügende Dissertation habe erarbeiten 

können.

4.1. Im Einzelnen bringt der Beschwerdeführer vor, Prof. X.___ sei passiv gewesen, 

habe ihm keine Informationen geliefert und damit verunmöglicht, durch sein 

Fachwissen und seine Erfahrung die Qualität seiner Dissertation zu verbessern. Gezeigt 

habe sich der mangelnde Einsatz beispielsweise an unbeantworteten E-Mails, mit 

denen ihm der Beschwerdeführer ganze Kapitel der Arbeit zugestellt habe. Er habe 

darauf keinerlei Antwort erhalten. Ferner seien kurzfristig Besprechungstermine 

abgesagt, in öffentlichen Lokalen durchgeführt oder deren Dauer von Seiten des 

Referenten gekürzt worden. Intensiver sei der Kontakt erst geworden, nachdem Prof. 

X.___ wesentliche Änderungen des vereinbarten Inhalts der Arbeit vorgeschlagen habe. 

In dieser Zeit – zwischen Februar 2013 und April 2014 – sei der Kontakt zwar häufiger 

gewesen, allerdings noch immer von unzureichender Qualität. Insgesamt sei es mit 

Prof. X.___ zu acht Treffen von jeweils dreissig Minuten Dauer gekommen. Aufgrund 

der späten Änderungsanweisung, dem passiven Verhalten und dem von Beginn an 

schwierigen Verhältnis habe er zu Recht am Willen des Referenten gezweifelt, ihn bei 

seiner Arbeit zu unterstützen. Verletzt worden sei insbesondere seine "legitime und 

legale Erwartung auf ein Arbeitsverhältnis, bei dem sowohl der Student als auch der 

Referent zusammenarbeiten, um (…) die Voraussetzungen für den Erfolg der 

Dissertation zu schaffen, die ein gemeinsames Projekt ist" (act. 9 Ziff. 12). Die 

Auffassung der Vorinstanz, wonach der genaue Umfang der persönlichen 

Betreuungsleistung im Ermessen des Referenten liege, sei willkürlich und werde den 

Interessen der Doktorierenden nicht gerecht. Andernorts führte der Beschwerdeführer 

aus, der Kontakt mit Prof. X.___ habe ihm gar zum Nachteil gereicht, habe dieser doch 

lediglich der verspäteten Einführung beträchtlicher Änderungen gedient. Die heute 

geltend gemachten Pflichtverletzungen habe er nicht früher (d.h. vor der Ablehnung 

seiner Dissertation) abgemahnt, weil er während der Dissertationsphase eine ziemlich 

positive und konstruktive Sichtweise auf die Beziehung zu seinem Referenten gehabt 

habe (act. 9 Ziff. 65). Es habe lange gedauert, bis er die diesbezüglichen Hoffnungen 

verloren habe, und er sei auch nicht daran interessiert gewesen, die Beziehung durch 

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Reklamationen weiter zu erschweren. Es gebe keine rechtliche oder logische 

Begründung, die ihn verpflichtet hätte, einen festgestellten Verstoss sofort bzw. früher 

zu rügen.

Mit seinem zweiten Referenten (Prof. N.___) sei weder ein konstruktiver oder 

regelmässiger Austausch zustande gekommen, noch habe dieser hilfreiche Vorschläge 

zur qualitativen Verbesserung seiner Dissertation geliefert. Dies, obwohl er von der 

Programmkommission explizit als Referent und nicht nur als Gutachter bezeichnet 

worden sei. Auch in der letzten Phase des Doktoratsstudiums habe er Anspruch auf 

einen kompetenten Referenten gehabt, der ihn beim Verfassen einer den 

Anforderungen genügenden Dissertation hätte unterstützen müssen. Ebenfalls gefehlt 

habe es an Anzeichen, dass die Dissertation möglicherweise abgelehnt werde. Er sei 

im Gegenteil (nach der vom Universitätsrat bewilligten zweiten Fristverlängerung) von 

Prof. N.___ aufgefordert worden, die Arbeit möglichst rasch einzureichen. Dieser habe 

ihm am 21. November 2016 telefonisch zugesichert, seine Dissertation werde im 

schlimmsten Fall zur Verbesserung zurückgewiesen. Auch habe er mitgeteilt, seine 

Kommentare und ein Feedback werde er erst nach Einreichung der Doktorarbeit 

abgeben. Dieses Vorgehen sei unaufrichtig. Er sei zur Abgabe gedrängt worden und 

habe dadurch keine Möglichkeit mehr gehabt, während der verbleibenden Frist von 

sechs Monaten von einer angemessenen Aufsicht durch Prof. N.___ zu profitieren. 

Dieser habe sogar noch den Eindruck erweckt, im schlimmsten Fall werde die Arbeit 

zwecks Revision zurückgewiesen. Der Anspruch auf angemessene Betreuung 

erstrecke sich bis zum Abschluss der Dissertation. Indem dieser Anspruch in seinem 

Fall verletzt worden sei, sei gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstossen 

worden.

Unzutreffend sei ferner, dass seine Dissertation nicht überarbeitet werden könne. Wenn 

die Arbeit dermassen unzulänglich sei, lasse dies umso mehr auf unzureichende 

Betreuung schliessen. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz wögen die 

Pflichtverletzungen der beiden Referenten schwer, und es müsse ihm angesichts 

dieses schweren Verfahrensmangels die Möglichkeit zur Revision seiner Arbeit 

gegeben werden.

4.2. Die Vorinstanz stellte die vom Beschwerdeführer gerügten Gegebenheiten in 

tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht wesentlich anders dar.

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4.2.1. Bei der "persönlichen Betreuung" gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a PromO 07 handle 

es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Die Frage nach dem angemessenen 

Betreuungsintervall sei nicht geregelt. Die individuelle Ausgestaltung der persönlichen 

Betreuung liege im pflichtgemässen Ermessen des Referenten. Dieser habe im 

konkreten Fall im Jahr 2013 unbestrittenermassen Anweisungen erteilt, denen der 

Beschwerdeführer – entgegen seiner heutigen Darstellung – nicht gefolgt sei, um einen 

Konflikt zu vermeiden, sondern weil er damals eingesehen habe, dass seine bisherige 

Arbeit den Ansprüchen an eine erfolgreiche Dissertation nicht genügen würde. Er allein 

trage die Verantwortung für die Qualität seiner Dissertation, zumal es sich um eine 

selbständige wissenschaftliche Leistung handle. Die nachgewiesene Absage eines 

Besprechungstermins am 11. November 2011 – die Besprechung sei in der Folge 

telefonisch geführt worden – sei zwar bedauerlich, könne jedoch das Abfassen einer 

genügenden Dissertation nicht verunmöglicht haben. Dies treffe auch für den Umstand 

zu, dass es zwischen 2010 und 2012 mehrere Treffen in Restaurants oder Cafés 

gegeben habe, was der Beschwerdeführer heute als unseriös beklage, damals aber 

hingenommen habe. Wenn dieser moniere, E-Mails (wobei es sich lediglich um drei von 

insgesamt 84 Interaktionen mit dem Referenten handle) mit wichtigen Teilen oder 

einzelnen Kapiteln seien unbeantwortet geblieben, müsse er sich die Frage gefallen 

lassen, weshalb er nicht sofort nachgehakt oder bei der zuständigen Stelle reklamiert 

habe. Im heutigen Zeitpunkt wirkten diese Rügen nachgeschoben.

4.2.2. In der Gesamtbetrachtung ergebe sich, dass der Beschwerdeführer ein anderes 

Verständnis der gegenseitigen Rechte und Pflichten des Doktoranden und Referenten 

habe. Nach der geltenden Rechtslage stünden die Doktorierenden unter der Leitung, 

nicht aber unter der Führung eines Fakultätsmitglieds. Es liege an ihnen, die Initiative 

zu ergreifen und die Anforderungen zu erfüllen. Angesichts dessen, dass es allein im 

Jahr 2013 zu acht Besprechungen und nach Verteidigung der Vorstudie zu 84 

Interaktionen gekommen sei, könne nicht von mangelhafter Betreuung gesprochen 

werden. Wenn dieser Betreuungsleistung heute die Qualität abgesprochen werde, sei 

dies verspätet. Es wäre dem Beschwerdeführer vielmehr zuzumuten gewesen, sich mit 

einer entsprechenden Kritik zu gegebener Zeit direkt an den Doktorvater zu wenden. Es 

entstehe der Eindruck, dass er die Verantwortung für seine Situation seinem 

Referenten anzulasten versuche.

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4.2.3. Was die Betreuung durch Prof. N.___ anbelangt legte die Vorinstanz dar, im 

Zeitpunkt des Referentenwechsels sei die vom Universitätsrat in zweiter Instanz 

bewilligte Fristverlängerung bereits am Laufen gewesen. Diese Verlängerung sei zum 

Besuch der dissertationsbegleitenden Seminare beantragt und schliesslich bewilligt 

worden, und zwar zu einem Zeitpunkt, in dem die Dissertation nach den damaligen 

Angaben des Beschwerdeführers bereit zur Einreichung gewesen sei. Dennoch habe 

Prof. N.___ angeboten, spezifische Fragen im Prozess der letzten Überarbeitung zu 

beantworten. Derartige Fragen habe der Beschwerdeführer nicht gestellt, sondern 

vielmehr nach Änderungs- und Verbesserungsvorschlägen gefragt. Dass er auf eine 

vorgezogene Prüfung bzw. eine Vorkorrektur bestanden habe, zeige seine falsche 

Vorstellung von den Betreuungspflichten des Referenten. Es liege am Doktoranden, die 

Forschungsarbeit selbständig auszuführen. Der Referent begleite und berate ihn zwar, 

übernehme aber nicht die Führung. Der Referent verletze seine Betreuungspflicht nicht, 

wenn er den Doktoranden vor der Einreichung nicht auf sämtliche 

Verbesserungsmöglichkeiten hinweise oder ihm nicht von der Einreichung abrate. 

Umgekehrt lasse das Ausbleiben von Kritik nicht auf eine erfolgreiche Dissertation 

schliessen. Weder sei der Beschwerdeführer durch Prof. N.___ ungenügend betreut 

worden, noch habe dieser berechtigtes Vertrauen verletzt oder widersprüchlich 

gehandelt.

4.3.

4.3.1. Die Dissertation dient dem Nachweis vertiefter Fachkenntnisse sowie der 

Beherrschung wissenschaftlicher Methodik. Es handelt sich um eine selbständige 

wissenschaftliche Leistung. Dem Referenten obliegt nach den in E. 3.3 hiervor zitierten 

Rechtsgrundlagen die persönliche Gesamtbetreuung der Dissertation. Die Betreuung 

umfasst, die Doktorierenden während der Kursphase (nicht aber während der hier 

streitigen Dissertationsphase) angemessen zu beraten und mit ihnen zudem individuell 

und in einer angemessenen Periodizität den Fortgang der Arbeit zu besprechen (dies 

betrifft die Dissertationsphase; vgl. [den vom Bundesgericht aus anderen Gründen 

aufgehobenen] VerwGE B 2016/73 vom 28. März 2017 E. 4.2, www.gerichte.sg.ch).

Die Vorinstanz führte aus, was "persönliche Betreuung" bedeute und wann die 

Periodizität der Besprechungen "angemessen" sei, werde in den einschlägigen 

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Regelwerken nicht näher ausgeführt. Dies genauer festzulegen, liege im Ermessen des 

Referenten (E. 3.d des angefochtenen Entscheids). In den Augen des 

Beschwerdeführers ist diese Formulierung widersprüchlich. Es gehe nicht an, dass der 

Referent derjenige sei, der den Umfang seiner eigenen gesetzlichen Verpflichtungen 

bestimme. Nebst dem, dass der Beschwerdeführer damit die grundsätzliche 

Bedeutung von Ermessensspielräumen verkennt, ist – mit der Vorinstanz – von 

mangelhafter Betreuung jedenfalls dann nicht auszugehen, wenn es (was unbestritten 

ist) allein im Jahr 2013 zu acht halbstündigen Besprechungen gekommen ist bzw. es 

nach der Verteidigung der Vorstudie insgesamt 84 Interaktionen gegeben hat. Auch 

wenn nicht jede dieser "Interaktionen" bedeutsame Auswirkungen auf das 

Dissertationsprojekt hatte, fehlen doch Anhaltspunkte dafür, dass der Referent die 

Betreuung krass vernachlässigt und damit sein Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt 

haben könnte (vgl. E. 2 hiervor).

4.3.2. Die mangelhafte inhaltliche Qualität der Betreuung zeigte sich in den Augen des 

Beschwerdeführers insbesondere darin, dass der Referent zunächst nur spärlich 

Rückmeldungen gegeben und ein fachlicher Austausch gefehlt habe. Dass der 

Referent im Jahr 2013 unbestrittenermassen erhebliche Änderungen vorgeschlagen 

hat, lässt sich mit dieser Darstellung jedoch nicht in Einklang bringen. Der 

Beschwerdeführer fügte in der Folge nach eigenen Angaben zwei Kapitel hinzu und 

nahm erhebliche zusätzliche Arbeiten vor. Andernorts führte er aus, er habe die 

Dissertation ein zweites Mal erarbeiten müssen. Diese Gegebenheiten sprechen nun 

aber dafür, dass sich der Referent der Arbeit des Beschwerdeführers angenommen 

und durchaus ein Austausch auf fachlicher Ebene stattgefunden hat.

4.3.3. Im Übrigen sind auch die Privaten im Rechtsverkehr mit staatlichen Behörden an 

den Grundsatz von Treu und Glauben gebunden (vgl. Art. 5 Abs. 3 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV). 

Widersprüchliches Verhalten der Privaten darf diesen nicht zum Vorteil gereichen. 

Unter anderem ergibt sich aus diesem Prinzip, dass Verfahrensfehler sofort gerügt 

werden müssen. Es ist unzulässig, sich erst nach einem missliebigen Ausgang des 

Verfahrens auf einen formellen Fehler zu berufen und somit einen potenziellen 

Anfechtungs- oder gar Nichtigkeitsgrund in Reserve zu behalten (vgl. z.B. BGE 138 I 97 

E. 4.1.5). Nichts Anderes gilt bei Prüfungen. Auch hier sind formelle Mängel bei deren 

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Durchführung sofort zu rügen. Solche bleiben regelmässig unberücksichtigt, wenn sie 

erst nach dem Absolvieren bzw. nach Eröffnung eines negativen Resultats geltend 

gemacht werden. Ansonsten müsste immer wieder damit gerechnet werden, dass 

nachträglich Gründe vorgebracht würden, um ungenügende Leistungen zu 

rechtfertigen (vgl. zur nachträglichen Geltendmachung behinderungsbedingter 

Nachteile VerwGE B 2012/231 vom 27. August 2013 E. 4.3.2 mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch). Mit der im konkreten Fall beanstandeten ungenügenden 

Betreuung durch die Referenten macht der Beschwerdeführer geltend, während des 

Doktoratsstudiums unfair und damit formell mangelhaft behandelt worden zu sein. 

Ruchbar gemacht hat er diese Gegebenheiten erstmals im Rekursverfahren betreffend 

die zweite Fristverlängerung und nur, nachdem Prof. X.___ seinen Antrag nicht (mehr) 

unterstützt hatte. Diese (inhaltlich ohnehin unberechtigte) Rüge hätte er – entgegen 

seinen Ausführungen in der Beschwerdeergänzung (act. 9 S. 17 ff.) – bereits viel früher 

vorbringen müssen, zumal ihm die behauptete ungenügende Betreuung längst bewusst 

gewesen war bzw. sein musste (vgl. act. 9 S. 6). Die Mutmassung der Vorinstanz, 

wonach der Beschwerdeführer versuche, im Nachhinein mit pauschalen Vorhalten die 

Verantwortung für das Entstehen und Gelingen seiner Dissertation anderen 

zuzuschieben, lässt sich nicht von der Hand weisen.

4.3.4. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer überdies, soweit er geltend macht, 

von Prof. N.___ ebenfalls ungenügend betreut worden zu sein. Im Rekursverfahren 

betreffend die zweite Fristverlängerung – diese wurde schliesslich mit Rekursentscheid 

des Universitätsrates vom 12. September 2016 gewährt – hatte er nämlich geltend 

gemacht, das Doktorandensekretariat im März 2014 bezüglich der Abgabemodalitäten 

kontaktiert zu haben und die Dissertation letztlich vor Ablauf der Frist eingereicht zu 

haben (vgl. den Rekursentscheid in act. 15/8a/2-1 Beilage 15 S. 2). Die Arbeit sei seit 

dem Frühjahr 2014 fertiggestellt (ebd. S. 6). Es mangelte also bereits in diesem 

Zeitpunkt nur noch an der Absolvierung der dissertationsbegleitenden Seminare. 

Hiervon ging auch die Vorinstanz im zitierten Entscheid aus und setzte die Frist zur 

Einreichung der Dissertation auf sechs Monate an, nachdem der Beschwerdeführer die 

dissertationsbegleitenden Seminare während des Rekursverfahrens absolviert hatte 

(E. 7.e und 9). Die zuständige Programmkommission beauftragte in der Folge am 21. 

Oktober 2016 Prof. N.___ mit der Übernahme des Referats (act. 9/5), und zwar in 

Kenntnis des erwähnten Rekursentscheids. Der neue Referent forderte den 

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Beschwerdeführer sofort auf, die (nach früheren Angaben) abgabefertige Dissertation 

einzureichen (act. 9/6 S. 1). Wie sich beispielsweise aus einem E-Mail vom 

8. November 2016 ergibt, wünschte der Beschwerdeführer vorgängig ein Feedback zu 

seiner Arbeit. Die Vorinstanz hielt zu Recht fest, dass durch die gewünschte 

Vorkorrektur Sinn und Zweck der Dissertation als selbständige wissenschaftliche Arbeit 

untergraben würde. Wenn ihm Prof. N.___ zusicherte, er werde das gewünschte 

Feedback nach Einreichung der Dissertation erhalten, lässt sich darin jedenfalls keine 

Verletzung der Betreuungspflicht erkennen.

4.3.5. Dass die Betreuung insgesamt ungenügend gewesen sei, zeigt sich nach 

Auffassung des Beschwerdeführers ferner daran, dass die Dissertation nicht einmal zur 

Revision zurückgewiesen, sondern definitiv abgelehnt worden sei. Entweder hätten die 

Referenten ihre Rolle nicht erfüllt und die Arbeit nicht laufend überprüft oder sie hätten 

von ihrem eigenen Versagen in der Betreuung ablenken wollen und ihm deshalb die 

Möglichkeit zur Revision verweigert. Der Beschwerdeführer konstruiert damit einen 

Zusammenhang zwischen Betreuung und Resultat, den es bei einer selbständigen 

wissenschaftlichen Leistung so nicht geben kann. Ein Rechtsanspruch auf das 

Bestehen der Doktoratsprüfung existiert nicht.

4.3.6. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, Prof. N.___ habe ihm 

anlässlich eines Telefongesprächs vom 21. November 2016 zugesichert, die 

Dissertation werde "im schlimmsten Fall mit einer Revision akzeptiert". Soweit sich der 

Beschwerdeführer auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes bezieht und die 

genannte Auskunft als Vertrauensbasis verstanden haben will (vgl. Art. 9 BV bzw. Art. 8 

Abs. 3 der Kantonsverfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV), ist ihm 

folgendes entgegenzuhalten: Der Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer 

Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche 

Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der 

Behörden. Vorausgesetzt ist weiter, dass die Person, die sich auf Vertrauensschutz 

beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage vertrauen durfte und gestützt darauf 

nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen kann; 

schliesslich scheitert die Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende 

öffentliche Interessen gegenüberstehen (BGE 129 I 161 E. 4.1; 127 I 31 E. 3a; 126 II 

377 E. 3a; 118 Ia 245 E. 4b; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. 

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Aufl. 2016, Rz. 624 ff.). Aus dem Vertrauensschutzgrundsatz ergibt sich, dass selbst 

eine unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Betroffenen erteilt, unter gewissen 

Umständen Rechtswirkungen entfalten kann. Dies jedoch (unter anderem) nur, wenn es 

sich um eine vorbehaltlose Auskunft der (zuständigen) Behörde handelte und wenn der 

Betroffene deren Unrichtigkeit nicht ohne weiteres hat erkennen können (vgl. BGE 137 

II 182 E. 3.6.2 mit Hinweisen).

Es muss nicht weiter untersucht werden, ob es im konkreten Fall eine derartige 

telefonische Zusicherung überhaupt gegeben hat. Nachdem sich aus den Akten ergibt, 

dass die Dissertation erst Anfang 2017 eingereicht wurde, durfte der Beschwerdeführer 

im November 2016 offensichtlich noch nicht auf Auskünfte über deren Bewertung 

vertrauen. Er wusste überdies, dass in seinem Fall sogar drei voneinander unabhängige 

Gutachter bzw. Betreuungspersonen für die Benotung zuständig waren und nicht 

ausschliesslich der Referent. Schliesslich fehlt es (auch) an für den Beschwerdeführer 

nachteiligen Dispositionen, welche dieser gestützt auf eine falsche Auskunft hätte 

tätigen können.

4.3.7. Soweit der Beschwerdeführer entgegen der Vorinstanz vorbringt, die Dissertation 

könne durchaus überarbeitet werden, ist ihm folgendes entgegenzuhalten: Abgesehen 

von den Ausführungen zur als unzureichend empfundenen Betreuung lassen sich der 

Beschwerde keine konkreten Einwände gegen die Beurteilung durch das 

Dissertationskomitee entnehmen. Die Gutachten vom 23. März 2017 (Prof. N.___), vom 

8. April 2017 (Prof. P.___) und vom 21. April 2017 (Prof. O.___) sprachen der 

Dissertation gleichermassen die minimalste wissenschaftliche Qualität ab und zeigten 

derart schwerwiegende Mängel auf, die durch eine Überarbeitung innert nützlicher Frist 

nicht zu beheben wären. In ihren Stellungnahmen im Verfahren vor der 

Rekurskommission bestätigten der Referent und die Korreferenten ihre Auffassungen. 

Ein gegenteiliges Ergebnis lässt sich mit den Vorbringen in der Beschwerde nicht 

begründen, erst recht nicht mit Blick auf die zurückhaltende Beurteilung derartiger 

Ermessensentscheide im (verwaltungsgerichtlichen) Rechtsmittelverfahren.

4.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Mit seinen 

Ausführungen vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, dass der angefochtene 

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Entscheid rechtsfehlerhaft wäre oder auf einem unrichtig oder unvollständig 

festgestellten Sachverhalt beruhen würde.

5. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss verrechnet. Ausseramtliche Kosten sind dem unterliegenden 

Beschwerdeführer nicht zu entschädigen. Soweit das Rechtsbegehren der Vorinstanz – 

"unter Kostenfolge" – einen Antrag auf ausseramtliche Entschädigung mitenthalten 

sollte, steht ihr kein Kostenersatz zu (vgl. ausführlich [die gleiche Vorinstanz betreffend] 

VerwGE B 2016/73 vom 28. März 2017 nicht publizierte E. 6 mit Hinweisen).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'000 unter Verrechnung mit seinem Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 17.08.2019
	Bildungswesen, Nichtbestehen der Dissertation (Art. 4 des Gesetzes über die Universität St. Gallen, sGS 217.11 und Art. 19 Abs. 1 lit. c des Universitätsstatuts sGS 217.15 sowie Promotionsordnung 07 vom 11. Dezember 2006. Der Beschwerdeführer stellt nicht die ungenügende Bewertung der Dissertation an sich in Frage. Er macht geltend, von seinen Referenten ungenügend betreut worden zu sein. Für einen solchen Verfahrensmangel bestehen keine Anhaltspunkte. Er wäre überdies bereits deshalb unbeachtlich, weil er erst nach Eröffnung des ungenügenden Ergebnisses geltend gemacht worden ist (Verwaltungsgericht, B 2019/71). Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 29. Januar 2020 nicht ein (Verfahren 2C_801/2019).

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