# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17cb8934-0794-5962-9b98-86c535fae5b7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.04.2017 III 2017 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-27_2017-04-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 27

Entscheid vom 25. April 2017

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. B.________, 
2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Sozialhilfe (Personenwagen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am A.________1971) hat eine Ausbildung als diplomier-
te Werklehrerin und Kunsttherapeutin absolviert. Von Juni 2014 bis Ende Okto-
ber 2015 arbeitete sie in der BSZ-Stiftung in D.________ als Gruppenleiterin 
Werken. Anschliessend war sie arbeitslos und bezog Leistungen der Arbeitslo-
senversicherung (bis 12.11.2016). In der Folge beantragte sie wirtschaftliche So-
zialhilfe. Die B.________ hielt in ihrem Beschluss vom 17. November 2016 im 
Dispositiv u.a. was folgt fest:

1. Das Gesuch um wirtschaftliche Sozialhilfe wird ab 1. Dezember 2016 gut-
geheissen. Zur Existenzsicherung wird A.________ ab 1. Dezember 2016 zu 
Lasten der öffentlichen Sozialhilfe unterstützt. Es wird ihr aufgrund der monat-
lichen Bedarfsrechnung, gestützt auf die SKOS-Richtlinien und in Anwendung 
von § 15 des Sozialhilfegesetzes wirtschaftliche Sozialhilfe gewährt.

2. Die wirtschaftliche Sozialhilfe wird im Sinne einer Bevorschussung nur weiter-
geführt, wenn A.________ ihr Fahrzeug (E.________, Cabriolet) zu einem 
marktüblichen Preis verkauft und den Erlös, welchen den Vermögensfreibetrag 
von Fr. 4‘000.00 übersteigt, an die Gemeinde C.________ abtritt. Sie hat die-
sen Betrag an die Gemeinde C.________ zurückzuzahlen. Erst danach be-
steht ein regulärer Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe. Zum Verkauf des 
Autos wird ihr bis zum 31. Dezember 2016 Zeit gegeben. Eine Kopie des 
Kaufvertrages und die unterzeichnete Quittung ist der Sozialberatung einzurei-
chen.
Weigert sie sich, das Fahrzeug innert der angesetzten Frist zu verkaufen, den 
Erlös in der zuvor beschriebenen Höhe an die Gemeinde C.________ abzutre-
ten, bzw. bezahlt [sie] mit dem den Vermögensfreibetrag übersteigenden Teil 
des Erlöses die bevorschusste Sozialhilfe nicht an die Gemeinde C.________ 
zurück, wird keine weitere Sozialhilfe ausgerichtet und A.________ hat die be-
vorschusste Sozialhilfe zurückzuzahlen.

3. Erfüllt A.________ die zuvor in Ziff. 2 genannten Bedingungen, wird die wirt-
schaftliche Sozialhilfe bei Anhalten der Notlage im Ausmass des Fehlbetrages 
zum Erreichen des sozialen Existenzminimums weitergeführt, bis A.________ 
dieses mit ihrem Einkommen wieder selber erreicht.

4. Der Beschluss erstreckt sich auch auf die Kosten der Selbstbehalte bei Arzt- 
und Medikamentenrechnungen, soweit es anerkannte Pflichtleistungen nach 
KVG sind (…).

5. Auflage: A.________ ist verpflichtet, sich innerhalb von fünf Monaten (4 Mona-
te Kündigungsfrist plus 1 Monat Bedenkfrist) ab Beschlussfassung [um] eine 
Wohnung innerhalb der Mietzinslimite der B.________ zu bemühen. Diese 
liegt bei einem 1-Personenhaushalt bei Fr. 800.00. (…)

6. Die Unterstützung wird A.________ auf das Konto … überwiesen (…).

7. Auflage: A.________ wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Leistun-
gen gekürzt werden können, wenn Anordnungen der Sozialberatung 
F.________ oder der B.________ nicht befolgt und Auflagen und Weisungen 
missachtet werden. (…)

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B. Mit Verwaltungsbeschwerde vom 15. Dezember 2016 beanstandete 
A.________ die Verpflichtung zum Verkauf ihres Personenwagens. Mit Be-
schluss  (RRB) Nr. 96/2017 vom 7. Februar 2017 hat der Regierungsrat die Ver-
waltungsbeschwerde abgewiesen und im Dispositiv Ziffer 1 (Satz 2) festgehalten, 
dass A.________ ihr Auto bis zum 20. März 2017 zu verkaufen und der 
B.________ den Erlös abzüglich des Freibetrages von Fr. 4‘000.-- als Rücker-
stattung der bevorschussten wirtschaftlichen Hilfe abzuliefern habe.

C. Gegen diesen RRB hat A.________ rechtzeitig am 17. Februar 2017 beim 
Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben. Ihr Rechtsbegehren fasste sie wie folgt 
zusammen:

Ich bitte Sie um Aufschub um drei Monate um Fristverlängerung/ Fristerstreckung 
bis auf Ende Mai 2017. Ich bin sicher, dass ich bis Ende April eine neue Anstellung 
mit Vertrag gefunden habe, aber dazu brauche ich das Auto, sonst kann ich diese 
Arbeitsstellen nicht antreten! Alle Stellen sind ausserkantonal gelegen weiter als 
1.5 Std. weg von C.________. (…)

D. Die B.________ verzichtete mit Schreiben vom 23. Februar 2017 auf die 
Erstattung einer ausführlichen Vernehmlassung und verwies auf den angefoch-
tenen RRB Nr. 96/2017, an welchem festzuhalten sei.

E. Mit Vernehmlassung vom 8. März 2017 beantragte das Sicherheitsdepar-
tement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin 
abzuweisen.

F. Der gerichtlichen Aufforderung, über den Zwischenstand von laufenden 
Bewerbungen zu informieren, kam die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben 
vom 28. Februar 2017, 2. März 2017, 8. März 2017, 9. März 2017, 17. März 
2017, 23. März 2017, 29. März 2017, 31. März 2017, 3. April 2017 und 10. April 
2017 nach.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im angefochtenen Beschluss Nr. 96/2017 hat der Regierungsrat zutreffend 
im Einzelnen dargelegt, welche Bestimmungen und Regelungen für die Ausrich-
tung von Sozialhilfeleistungen zur Anwendung kommen. Es kann darauf verwie-
sen werden. Es geht dabei namentlich um den in § 2 des kantonalen Sozialhilfe-
gesetzes (ShG, SRSZ 380.100) enthaltenen Grundsatz der Subsidiarität, wonach 
Sozialhilfe grundsätzlich erst dann gewährt wird, wenn die hilfesuchende Person 
sich nicht selbst helfen kann und Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig 

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erhältlich ist. Gemäss § 15 ShG hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer für 
seinen Unterhalt nicht hinreichend oder rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkom-
men kann. Zu den eigenen Mitteln gehört nach § 6 der Vollziehungsverordnung 
zum ShG (ShV, SRSZ 380.111) u.a. auch das Vermögen. Nach § 4 Abs. 2 ShV 
sind die Richtlinien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der 
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) für den Vollzug der 
individuellen Sozialhilfe wegleitend, soweit das Gesetz und die dazugehörende 
Verordnung keine andere Regelung vorsehen. Gemäss den SKOS-Richtlinien 
E.2.1 ist in Übereinstimmung mit dem Subsidiaritätsprinzip die Verwertung von 
Bank-und Postcheckguthaben, Aktien, Obligationen, Forderungen, Wertge-
genständen, Liegenschaften und anderen Vermögenswerten Voraussetzung für 
die Gewährung von materieller Hilfe. Sozialhilferechtlich zählen alle Geldmittel, 
Guthaben, Wertpapiere, Privatfahrzeuge und Güter, auf die eine hilfesuchende 
Person einen Eigentumsanspruch hat, zum anrechenbaren Vermögen. Für die 
Beurteilung der Bedürftigkeit sind die tatsächlich verfügbaren oder kurzfristig rea-
lisierbaren Mittel massgebend. Die Sozialhilfeorgane können von einer Verwer-
tung des Vermögens absehen, wenn u.a. dadurch für die Gesuchsteller oder ihre 
Angehörigen ungebührliche Härten entstünden oder die Veräusserung aus ande-
ren Gründen unzumutbar wäre.

2.1.1  Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass das Cabriolet der Beschwerde-
führerin zum anrechenbaren Vermögen zählt und einen Vermögenswert darstellt. 
Die Beschwerdeführerin bestreitet denn auch (zu Recht) nicht, dass die (im Be-
schluss der Fürsorgebehörde vom 17. November 2016 enthaltene und gemäss 
RRB Nr. 96/2017 geschützte) Anordnung, mit der Ausrichtung von wirtschaftli-
cher Sozialhilfe nur dann fortzufahren, wenn die Beschwerdeführerin ihr Cabriolet 
verkauft und den (um den Freibetrag von Fr. 4‘000.-- verminderten) Verkaufser-
lös der Fürsorgebehörde als bevorschusste wirtschaftliche Hilfe zurückerstattet, 
einer rechtlichen Überprüfung standhält.

2.1.2  Anzufügen ist, dass im konkreten Fall keine zwingende berufliche Notwen-
digkeit ausgewiesen ist, für die Ausübung des erlernten bzw. zuletzt ausgeübten 
Berufes (als Therapeutin/ Pädagogin) auf die Benützung eines Motorfahrzeuges 
angewiesen zu sein. Der Umstand, wonach die Anreise zu einem bestimmten 
Arbeitsplatz mit einem Privatfahrzeug i.d.R. vom aktuellen Wohnort der Be-
schwerdeführerin aus einfacher zu bewältigen ist als mit dem öffentlichen Ver-
kehr, stellt keinen hinreichenden Grund dar, um von einer Verwertung des er-
wähnten Cabriolets abzusehen, zumal vor Gericht keine gesundheitlichen Beein-
trächtigungen geltend gemacht werden. Einmal abgesehen davon, dass die Be-
schwerdeführerin bislang nach der Aktenlage keine Anstellung gefunden hat, 

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verhielte es sich so, dass ihr bei einem weit entfernten Arbeitsplatzangebot 
grundsätzlich zugemutet werden könnte, ein Zimmer in der Nähe des Arbeits-
platzes zu mieten bzw. gegebenenfalls den Wohnsitz in die Nähe des Arbeits-
ortes zu verlegen. Diese Thematik braucht hier indessen nicht abschliessend be-
handelt zu werden, da die Beschwerdeführerin bis anhin keine Anstellung mitge-
teilt hat. Was schliesslich allfällige Bewerbungen an entfernten Arbeitsorten an-
belangt, darf von der Beschwerdeführerin erwartet werden, dass sie für Bewer-
bungsgespräche jeweils Terminzeiten vereinbart, welche mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln zu bewältigen sind.

2.2.1  Streitig und zu prüfen sind im Wesentlichen die zeitlichen Modalitäten. 
Während die Fürsorgebehörde im zugrundeliegenden Beschluss vom 17. No-
vember 2016 (Versand am 1.12.2016) die Frist zum Verkauf des Cabriolets bis 
zum 31. Dezember 2016 angesetzt hat, verlängerte der Regierungsrat im ange-
fochtenen RRB vom 7. Februar 2017 diese Frist bis zum 20. März 2017. 

2.2.2  In der vorliegenden Beschwerde wird neu um eine Fristverlängerung bis 
zum 31. Mai 2017 nachgesucht. Dieser Fristverlängerung kann stattgegeben 
werden. Hingegen kommt eine weitere Verlängerung grundsätzlich nicht in Fra-
ge. Die Beschwerdeführerin machte bereits in der Verwaltungsbeschwerde vom 
15. Dezember 2016 gegenüber dem Regierungsrat sinngemäss geltend, sie sei 
sicher, bis Ende März eine Anstellung gefunden zu haben. Seit der Einreichung 
dieser Beschwerde an den Regierungsrat sind mehr als vier Monate verstrichen, 
ohne dass die Beschwerdeführerin eine Arbeitsstelle gefunden hat, obwohl ihr für 
die Arbeitssuche, für Bewerbungs- und Vorstellungsgespräche etc. weiterhin ihr 
Personenwagen zur Verfügung stand. Im Lichte dieser Angaben bleibt es dabei, 
dass die Fürsorgebehörde als Voraussetzung für die fortgesetzte Gewährung 
wirtschaftlicher Sozialhilfe die Verwertung des vorhandenen Vermögens bzw. 
des Cabriolets und die Ablieferung des (um den Freibetrag verminderten) Ver-
äusserungserlöses bis zum Umfange der bevorschussten Unterstützungsleistun-
gen einfordern darf. Für den Fall, dass die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich 
eine Anstellung gefunden haben sollte, ist grundsätzlich zum einen davon aus-
zugehen, dass sie die bevorschussten Unterstützungsleistungen mit dem neuen 
Einkommen künftig wird zurückzahlen können und zum andern die Fürsorge-
behörde für eine entsprechende Ratenzahlungsregelung offen sein wird. In die-
sem Sinne ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die Frist zur (zumutba-
ren) Verwertung des Cabriolets bis 31. Mai 2017 verlängert wird.

3. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, als 
Satz 2 von Dispositiv-Ziffer 1 des RRB Nr. 96/2017 vom 7. Februar 2017 
wie folgt abgeändert wird:

Die Beschwerdeführerin hat ihr Auto bis 31. Mai 2017 zu verkaufen und der 
B.________ den Erlös abzüglich des Freibetrages von Fr. 4‘000.-- als Rücker-
stattung der bevorschussten wirtschaftlichen Hilfe abzuliefern.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die B.________ (R)
- den Regierungsrat (2/EB)
- das Sicherheitsdepartement
- und das Departement des Innern (z.K.).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. April 2017