# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84c2bdf1-72cc-5f23-9816-f7085def1c23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.08.2011 C-4704/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4704-2009_2011-08-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­4704/2009

U r t e i l   v om   1 5 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richter Blaise Vuille, Richterin Marianne Teuscher,   
Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger.

Parteien A._______,
vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Reisedokumente für ausländische Personen.

C­4704/2009

Seite 2

Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  ist  1979  geboren  und  irakischer 
Staatsangehöriger. Am 11. Januar 1999 reiste er  in die Schweiz ein, wo 
er  gleichentags  ein  Asylgesuch  stellte.  Dieses wies  das  Bundesamt  für 
Migration  (BFM)  mit  Verfügung  vom  30. April  1999  ab,  wobei  es 
gleichzeitig  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz 
anordnete. Infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ordnete es 
jedoch die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers an. 

Mit  Schreiben  vom  6. November  2007  stellte  das  BFM  dem 
Beschwerdeführer  die  beabsichtigte  Aufhebung  der  vorläufigen 
Aufnahme  infolge  des  nunmehr  (aufgrund  der  inzwischen  veränderten 
Lage  im  Irak)  als  grundsätzlich  zumutbar  beurteilten 
Wegweisungsvollzugs in Aussicht.

B. 
Mit  Verfügung  vom  12. März  2008  stimmte  die  Vorinstanz  der 
Aufenthaltsregelung des Beschwerdeführers im Kanton Aargau (Erteilung 
einer  Aufenthaltsbewilligung  aufgrund  eines  schwerwiegenden 
persönlichen Härtefalles) zu. Mit Schreiben vom 18. März 2008 stellte sie 
in der Folge das Erlöschen der vorläufigen Aufnahme fest. 

C. 
Am  8. Juni  2009  ersuchte  der  Beschwerdeführer  das  BFM  um 
Ausstellung  eines  Passes  für  eine  ausländische  Person.  Als  Beleg  für 
seine  Schriftenlosigkeit  reichte  er  eine  –  nicht  adressierte  –  im 
Wesentlichen  die  Richtlinien  des  irakischen  Innenministeriums  im 
Zusammenhang  mit  der  Beantragung  eines  Passes  der  Serie  "G" 
wiedergebende  Bestätigung  der  hiesigen  irakischen  Botschaft  vom 
27. Mai 2009 zu den Akten. Weiter enthält sie den Hinweis, "aus internen 
Gründen  der  Verfahrensänderung"  könnten  ab  1. April  2009  keine 
Anträge  auf  Ausstellung  von  Pässen  der  Serie  "G"  mehr 
entgegengenommen  werden;  der  Botschaft  lägen  keine  genauen 
Informationen hinsichtlich des Zeithorizonts im Hinblick auf die Erlangung 
eines Passes der Serie "G" vor, doch werde sie über die diesbezüglichen 
weiteren  Anweisungen  der  irakischen  Behörden  informieren.  In  einem 
Begleitschreiben  vom  22. Mai  2009  zu  seinem  Gesuch  führte  der 
Beschwerdeführer  aus,  sein  irakischer  Reisepass  sei  nicht  mehr  gültig 
und er wünsche, seinen kranken respektive betagten Vater besuchen zu 
gehen.

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D. 
Mit  Verfügung  vom  16. Juni  2009  wies  das  BFM  das  Gesuch  des 
Beschwerdeführers mit der Begründung ab, unabdingbare Voraussetzung 
für  die Ausstellung  eines  schweizerischen Reisedokuments  sei  die  vom 
BFM  im  Rahmen  seiner  Gesuchsprüfung  festzustellende 
Schriftenlosigkeit  im  Sinne  von  Art. 7  der  Verordnung  vom  27. Oktober 
2004  über  die  Ausstellung  von  Reisedokumenten  für  ausländische 
Personen  (aRDV,  AS 2004  4577;  seit  1. März  2010:  Art. 6  der 
Verordnung  vom  20. Januar  2010  über  die  Ausstellung  von 
Reisedokumenten  für  ausländische  Personen 
[Reisedokumentenverordnung  bzw.  RDV,  SR  143.5]).  Zwar  würden 
Gesuche  in  der Schweiz  ansässiger  irakischer Staatsbürger  derzeit  aus 
organisatorischen  Gründen  nicht  entgegengenommen  und  werde  für 
diese  Reorganisation  kein  Zeithorizont  genannt.  Jedoch  könnten  hier 
wohnhafte  irakische Staatsbürger über Drittpersonen  (Verwandte, Notar, 
etc.)  vor  Ort  Reisepässe  der  allgemein  anerkannten  Serien  erhältlich 
machen.  Die  eingereichte  Bestätigung  der  irakischen  Botschaft  belege 
demnach  lediglich  einen  vorübergehenden  Engpass  der  hiesigen 
irakischen  Behörden.  Eine  Unmöglichkeit  im  Sinne  der 
Reisedokumentenverordnung könne daraus nicht abgeleitet werden. Aus 
der Bestätigung  lasse sich auch nicht  schliessen, dass über die hiesige 
irakische  Vertretung  überhaupt  noch  nie  Reisepässe  hätten  erhältlich 
gemacht  werden  können.  Als  unmöglich  im  Sinne  der 
Reisedokumentenverordnung  gelte  die  Beschaffung  eines  Reisepasses 
grundsätzlich nur, wenn sich die ausländische Person bei den Behörden 
des Herkunftsstaates um einen Reisepass bemühe, diese die Ausstellung 
jedoch ohne hinreichenden Grund  verweigerten. Aus  der  völkerrechtlich 
verankerten  Passhoheit  jedes  Staates,  in  welche  die  schweizerischen 
Behörden nicht leichtfertig eingreifen dürften, folge einerseits, dass an die 
Ernsthaftigkeit  der  Bemühungen  der  ausländischen  Person  strenge 
Anforderungen  zu  stellen  seien,  andererseits,  dass  dem  Herkunftsstaat 
bei  der  Ausübung  der  Passhoheit  ein  erheblicher Gestaltungsspielraum 
zustehe,  welcher  respektiert  werden  müsse.  Technisch  oder 
organisatorisch bedingte Verzögerungen bei der Passausstellung, wie sie 
vorliegend  geltend  gemacht  würden,  seien  regelmässig  nicht  geeignet, 
die Unmöglichkeit  im Sinne der Reisedokumentenverordnung und damit 
die Schriftenlosigkeit ausländischer Staatsangehöriger zu begründen. Es 
könne  nicht  davon  ausgegangen  werden,  der  Gesuchsteller  habe  sich 
bisher  vor  Ort  ernsthaft  um  die  Ausstellung  eines  heimatlichen 
Reisepasses  bemüht  und  die  Beschaffung  sei  unmöglich.  Der 
Beschwerdeführer  sei  folglich  nicht  als  schriftenlos  zu  bezeichnen  und 

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erfülle  damit  die  unabdingbare  Voraussetzung  für  die  Ausstellung  des 
nachgesuchten Reisedokumentes nicht.

E. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  22. Juli  2009  hat  der  Beschwerdeführer 
beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung 
erhoben  und  ihre  Aufhebung  sowie  die  Ausstellung  eines 
Identitätsausweises  mit  Rückreisevisum  bzw.  – mit 
Beschwerdeverbesserung  vom  3. September  2009 –  die  Ausstellung 
eines Passes für eine ausländische Person beantragt. Er bringt vor, sein 
Vater  sei  bei  einem  Verkehrsunfall  verletzt  worden  und  befinde  sich 
deshalb  in  Spitalbehandlung,  was  einen  Reisegrund  nach  Art. 5  Abs. 2 
aRDV darstelle. Er habe sich bei der hiesigen  irakischen Vertretung um 
die  Ausstellung  eines  irakischen  Reisepasses  bemüht,  was  die 
eingereichte  Bestätigung  vom  27. Mai  2009  zeige.  Jedoch  würden  dort 
aus  organisatorischen  Gründen  derzeit  keine  solchen  Gesuche 
entgegengenommen.  Zudem  habe  er  auch  versucht,  über  im  Irak 
ansässige  Verwandte  einen  Reisepass  erhältlich  zu  machen,  jedoch 
liessen  sich  diese  erfolglos  gebliebenen  Anstrengungen  naturgemäss 
nicht beweisen. Aufgrund der durch den Gesundheitszustand des Vaters 
bedingten  zeitlichen  Dringlichkeit  sei  das  beantragte  Reisedokument 
auszustellen,  selbst  wenn  das  Erfordernis  der  Unmöglichkeit  im  Sinne 
von  Art. 7  Abs. 1  Bst. b  aRDV  nicht  erfüllt  sein  sollte.  Als  Beweismittel 
wurde mit der Beschwerdeverbesserung vom 3. September 2009 ein auf 
den  3. August  2009  datierter  Arztbericht  eingereicht.  Die  Einreichung 
weiterer ärztlicher Bescheinigungen wurde in Aussicht gestellt.

F. 
Mit  Vernehmlassung  vom  16. September  2009  schliesst  die  Vorinstanz 
unter  Erläuterung  der  bereits  erwähnten  Gründe  auf  Abweisung  der 
Beschwerde.  Insbesondere  verweist  sie  erneut  auf  die  fehlende 
Schriftenlosigkeit  des  Beschwerdeführers,  welche  zwingende 
Voraussetzung  für  die  Ausstellung  eines  Reisedokuments  sei,  und  sie 
führt weiter aus, die Frage der Anwendbarkeit der  in Art. 5 Abs. 2 aRDV 
erwähnten  weiteren  Kriterien  könne  unter  diesen  Umständen  offen 
bleiben. Schliesslich bringt sie Zweifel am Beweiswert des eingereichten 
ärztlichen  Zeugnisses  an  (namentlich  in  Bezug  auf  die  ausstellende 
Behörde sowie die handschriftlich erfolgte Ergänzung des Datums).

G. 
Mit  Replik  vom  30. September  2009  hielt  der  Beschwerdeführer  an 

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seinen Anträgen und deren Begründung fest. Er verweist darauf, dass die 
irakischen  Behörden  seit  mehreren  Jahren  keine  Pässe  ausstellten, 
weshalb  es  sich  nicht mehr  nur  um  technische Verzögerungen  handeln 
würde.  Aufgrund  der  Geltendmachung  eines  dringlichen  Reisegrunds 
habe  anstelle  der  irakischen Behörden  die Schweiz  ein Reisedokument 
auszustellen.

H. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird  –  soweit  rechtserheblich  –  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  –  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  –  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art.  33 
VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  unter 
anderem  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Ausstellung  von 
Reisedokumenten  für  ausländische  Personen  (vgl.  Art.  59  des 
Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 [AuG, SR 142.20] und Art. 1 
RDV. Das vorliegende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist endgültig 
(Art.  83  Bst.  c  Ziff.  6  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  sofern  das  Gesetz  nichts 
anderes bestimmt.

1.3.  Der  Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  durch  die 
angefochtene Verfügung besonders  berührt  und hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung. Auf die frist­ und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2. 
Am 1. März  2010  trat  die Reisedokumentenverordnung  in  Kraft,  welche 
sich  auf  Art. 59  Abs. 1  und  Art. 111  Abs. 6  AuG  stützt,  die  bisherige 

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aRDV ersetzt und gemäss der Übergangsbestimmung (vgl. Art. 25 RDV) 
für  alle  im  Zeitpunkt  des  Inkrafttretens  hängigen  Verfahren  gilt.  Auf  die 
vorliegende  Beschwerde  findet  daher  die  Reisedokumentenverordnung 
Anwendung,  deren  hier  relevante  Bestimmungen  inhaltlich  allerdings 
keine  wesentlichen  Änderungen  erfahren  haben  (vgl.  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­1082/2006  vom 7. Oktober  2010 E. 2  und 
C­7328/2007 vom 16. April 2010 E. 1.2 und 1.3). In Bezug insbesondere 
auf  die  Voraussetzung  der  Schriftenlosigkeit  (vgl.  Art. 6  RDV)  hat  die 
bisherige  Regelung  (vgl.  Art. 7  aRDV)  lediglich  insofern  eine  Änderung 
erfahren,  als  im  (neuen)  Absatz  2  der  geltenden  Bestimmung  die 
bisherige  Praxis  im  Fall  von  bei  den  Behörden  des  Herkunftsstaates 
entstehenden Verzögerungen bei der Ausstellung von Reisedokumenten 
kodifiziert wurde (vgl. E. 5.2).

3. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie,  wenn  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat,  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  sind 
grundsätzlich  die  tatsächlichen  Verhältnisse  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides (vgl. BGE 135 II 369 E. 3.3 S. 374).

4. 

4.1. Anspruch auf einen Pass für eine ausländische Person haben nach 
dem Übereinkommen vom 28. September 1954 über die Rechtsstellung 
der  Staatenlosen  (SR  0.142.40)  von  der  Schweiz  als  staatenlos 
anerkannte  Personen  sowie  schriftenlose  ausländische  Personen  mit 
Niederlassungsbewilligung (Art. 59 Abs. 2 Bst. b und c AuG i.V.m. Art. 3 
Abs. 1 RDV). 

Gemäss Art. 59 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 RDV kann das BFM einer 
schriftenlosen, ausländischen Person mit Jahresaufenthaltsbewilligung im 
Rahmen  des  freien  (pflichtgemässen)  Ermessens  einen  Pass  für  eine 
ausländische  Person  abgeben.  Unabdingbare  Voraussetzung  für  die 

http://links.weblaw.ch/BVGer-C-1082/2006
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-1082/2006
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-1082/2006
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-7328/2007
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-7328/2007
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-7328/2007

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Abgabe  eines  Passes  ist  in  diesen  Fällen  somit  stets,  dass  die 
ausländische Person, die um Abgabe eines solchen Dokuments ersucht, 
schriftenlos ist.

4.2. Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 Abs. 1 RDV gilt als schriftenlos 
im Sinne der Reisedokumentenverordnung eine ausländische Person, die 
keine  gültigen  Reisedokumente  ihres  Heimat­  oder  Herkunftsstaates 
besitzt  und  von  der  nicht  verlangt  werden  kann,  dass  sie  sich  bei  den 
zuständigen  Behörden  ihres  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  um  die 
Ausstellung  oder  Verlängerung  eines  Reisedokuments  bemüht  (Bst.  a), 
oder  für  welche  die  Beschaffung  von  Reisedokumenten  unmöglich  ist 
(Bst. b). Die Schriftenlosigkeit wird nach Art.  6 Abs. 4 RDV  im Rahmen 
der Gesuchsprüfung durch das BFM festgestellt.

5. 
Vorliegend ist demnach zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz hinsichtlich 
des  –  über  eine  Jahresaufenthaltsbewilligung  verfügenden – 
Beschwerdeführers  zu  Recht  die  Schriftenlosigkeit  –  als  unabdingbare 
Voraussetzung  für  die  Ausstellung  eines  Reisedokumentes  –  verneint 
hat, indem sie sowohl die Zumutbarkeit entsprechender Bemühungen bei 
den zuständigen heimatlichen Behörden als gegeben erachtete als auch 
die  Unmöglichkeit  der  Beschaffung  eines  heimatlichen  Reisepasses 
verneint hat.

5.1.  Die  Frage,  ob  die  Beschaffung  von  Reisedokumenten  bei  den 
Heimatbehörden  von  den  betreffenden  Personen  verlangt  werden  kann 
(bzw. die Zumutbarkeit), ist dabei nicht nach subjektiven Gegebenheiten, 
sondern  nach  objektiven  Massstäben  zu  beurteilen  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts 2A.335/2006 vom 18. Oktober 2006 E. 2.1 mit Hinweis). 
Namentlich von schutzbedürftigen und asylsuchenden Personen kann im 
Hinblick auf eine potentielle Gefährdungslage eine Kontaktaufnahme mit 
den  zuständigen  Behörden  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  nicht 
verlangt  werden  (vgl.  Art. 6  Abs. 3  RDV).  Dasselbe  gilt  gemäss  den 
diesbezüglichen  Weisungen  des  BFM  auch  in  Bezug  auf  Personen, 
welche  infolge  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  (nach 
Massgabe von Art. 83 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 AuG) vorläufig aufgenommen 
wurden (vgl. Ziff. 2 der Ausführungsvorschriften zur RDV im Anhang 3/2 
zu  den  Weisungen  und  Erläuterungen  über  Einreise,  Aufenthalt  und 
Arbeitsmarkt,  online  zu  finden  unter:  www.bfm.admin.ch,  Themen  > 
Rechtliche  Grundlagen  >  Weisungen  und  Kreisschreiben  >  Archiv 

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Weisungen  und  Kreisschreiben  [ausser  Kraft]  >  Weisungen  und 
Erläuterungen: Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt > Weisungen).

Daraus  ist  zu  schliessen,  dass  von  Personen,  die  –  wie  der 
Beschwerdeführer  –  über  eine  Aufenthaltsbewilligung  verfügen,  eine 
solche  Kontaktaufnahme  im  Hinblick  auf  die  Beschaffung  von 
Reisedokumenten verlangt werden kann. Bei der vom Beschwerdeführer 
eingereichten  Bestätigung  der  irakischen  Botschaft  vom  27. Mai  2009 
handelt  es  sich  um  eine  unadressierte  Bescheinigung,  weshalb  nicht 
zweifelsfrei feststeht, ob sich der Beschwerdeführer selbst tatsächlich bei 
der hiesigen Vertretung um Ausstellung eines irakischen Reisedokuments 
bemüht hat. Da aus der besagten Bestätigung hervorgeht, dass Anträge 
auf  Pässe  der  Serie  "G"  ab  dem  1. April  2009  allgemein  nicht 
entgegengenommen  werden,  steht  dieser  Umstand  einer  weiteren 
Prüfung jedoch nicht grundsätzlich entgegen.

5.2.  Nach  Verschärfung  der  Lage  im  Irak  im  Jahre  2003  ging  die 
Vorinstanz während längerer Zeit davon aus, Personen aus dem Zentral­ 
oder  dem  Nordirak  könnten  sich  keine  gültigen  heimatlichen 
Reisedokumente  mehr  beschaffen  und  seien  deshalb  grundsätzlich  als 
schriftenlos  zu  betrachten  (vgl.  Kreisschreiben  des  Bundesamtes  für 
Flüchtlinge [BFF] zu den Massnahmen im Asylbereich nach Verschärfung 
der Lage  im  Irak vom 18. August 2003  [Asyl 52.5.1]). Anfang 2005 ging 
die  irakische Vertretung  in der Schweiz  in der Folge des Wiederaufbaus 
der  administrativen  Strukturen  im  Irak  wieder  dazu  über,  ihren 
hierzulande  wohnhaften  Staatsangehörigen  –  auf  entsprechendes 
Gesuch  hin  –  heimatliche  Reisepässe  auszustellen.  Nachdem 
zwischenzeitlich Pässe der (allgemein anerkannten) Serie "G" eingeführt 
und ausgestellt worden waren,  fand auf Anfang des Jahres 2010 erneut 
eine  Umstellung  statt:  Seither  ist  nurmehr  noch  die  Ausstellung  von 
Pässen der neu eingeführten Serie "A" vorgesehen; Pässe der Serie "G" 
können  dementsprechend  nicht  mehr  beantragt  werden  (entsprechend 
wird  bspw.  das  Formular  zur Beantragung  von Pässen  dieser Serie  als 
nicht  mehr  gültig  bezeichnet  und  auf  ein  [online­]Formular  zur 
Beantragung eines Passes der Serie "A" verwiesen; vgl. zum Ganzen die 
am 15. Februar 2010 auf der Website der Konsularsektion der irakischen 
Botschaft  in  London  aufgeschalteten  Informationen  [inkl.  Link  auf  die 
Website  des  irakischen  Innenministeriums]: 
www.iraqembassy.org.uk/eng/articles/display.aspx?gid=1&id=222, 
besucht  im  Juli  2011).  Dass  im  Vorfeld  der  Einführung  der  neuen 
Passserie  "A"  Anträge  auf  Pässe  der  alten  Serie  im  Hinblick  auf  die 

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geplante  Umstellung  nicht  mehr  entgegengenommen  wurden,  erscheint 
nachvollziehbar.  Der  Hinweis  auf  der  vom  Beschwerdeführer 
eingereichten  Bestätigung  der  irakischen  Vertretung  vom  27. Mai  2009, 
wonach Passanträge seit dem 1. April 2009 aus "internen Gründen" bzw. 
wegen  einer  "Verfahrensänderung"  nicht  mehr  entgegengenommen 
würden,  dürfte  vor  diesem  Hintergrund  zu  sehen  sein.  Auf  der 
Internetseite  des  irakischen  Innenministeriums  bzw.  denjenigen  der 
irakischen Vertretungen  in Deutschland und  in England  (jeweils mit Link 
auf  die  Website  des  irakischen  Innenministeriums)  sind  nunmehr 
Informationen zur Vorgehensweise im Hinblick auf die Beantragung (auch 
bei den ausländischen Vertretungen) eines Passes der neuen Serie  "A" 
sowie  ein  entsprechendes  online­Formular  zu  finden  (vgl. 
www.iraqinationality.gov.iq/index_en.htm  >  Passport  Directorate  > 
Instructions  to  Apply  for  Electronically  Read  Passport, 
www.iraqiembassy­berlin.de/docs/de/konsulat8_de.php  sowie 
www.iraqembassy.org.uk/eng/articles/display.aspx?gid=1&id=222, 
besucht  im  Juli  2011).  Der  Website  der  irakischen  Botschaft  in 
Deutschland  zufolge  ist  derzeit  eine  (technische)  Umrüstung  bei  den 
irakischen  Vertretungen  im  Gange,  in  deren  Zusammenhang  das 
irakische  Innenministerium die Anweisung erlassen hat, bis auf weiteres 
keine Passanträge (betreffend Pässe der Serie "A") entgegenzunehmen. 
Ziel dieser Umstellung  ist gemäss der Website ein verbesserter Service 
zu  Gunsten  der  irakischen  Staatsbürger.  Neueren  Abklärungen  des 
Bundesverwaltungsgerichts  bei  der  irakischen Botschaft  in Bern  zufolge 
werden  seit  den Wahlen  im  Irak  von März  2010  aufgrund  der  (damals) 
noch  nicht  erfolgten  Regierungsbildung  sowohl  im  Irak  als  auch  in  der 
Schweiz  keine  irakischen  Pässe  ausgestellt  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­7509/2010  vom  17. Mai  2011  E. 4.5). 
Mithin  kommt  es  bei  den  irakischen  Vertretungen  offenbar  auch  aktuell 
bei  der  Ausstellung  von  Reisedokumenten  zu  Verzögerungen,  welche 
jedoch  im  Zusammenhang  namentlich  mit  den  Herausforderungen 
aufgrund der politischen Situation im Land stehen dürften.

Die  sodann  offenbar  auf  diverse  (administrative/organisatorische  wie 
technische) Umstellungen zurückzuführenden (sich insgesamt über einen 
längeren  Zeitraum  erstreckenden)  Verzögerungen  bei  der  Ausstellung 
von  Reisedokumenten  mögen  für  die  im  Ausland  lebenden  irakischen 
Staatsbürger  als  unbefriedigend  erscheinen.  Dem  klaren  Wortlaut  der 
einschlägigen  Verordnungsbestimmung  (vgl.  Art. 6  Abs. 2  RDV)  zufolge 
begründen  jedoch  (technisch  oder  organisatorisch  bedingte) 
Verzögerungen,  die  bei  der  Ausstellung  eines Reisedokuments  bei  den 

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zuständigen Behörden des Heimat­ oder Herkunftsstaates entstehen, die 
Schriftenlosigkeit  im  Sinne  der  Reisedokumentenverordnung  nicht  (vgl. 
bspw.  die  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­7509/2010  E. 4.5, 
C­3724/2010  vom  26. April  2011  E. 4.3  und  C­5465/2010  vom  8. März 
2011 E. 5.2). Diese mit der  revidierten Reisedokumentenverordnung am 
1. März 2010 in Kraft getretene, (nunmehr) ausdrückliche Regelung stellt 
eine Kodifizierung der  bisherigen  konstanten Praxis  dar  (vgl.  nur  die  im 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­4534/2009  und  C­4535/2009 
vom 22. Oktober 2010 E. 6.5 angeführten weiteren Urteile) und aufgrund 
ihrer  Formulierung  ist  eine  Abweichung  von  diesem  Grundsatz  nicht 
vorgesehen  (vgl.  diesbezüglich  auch  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­5465/2010  vom  8. März  2011 E. 5.5).  Sie 
ist vor dem Hintergrund dessen zu sehen, dass die Schweiz, würde sie in 
einer solchen Situation auf breiter Basis von Schriftenlosigkeit ausgehen, 
regelmässig gehalten wäre,  in die  völkerrechtlich  verankerte Passhoheit 
– und damit in die Souveränität anderer Staaten – einzugreifen (vgl. auch 
die  erwähnten  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­7509/2010 
E. 4.5  und  C­3724/2010  E. 4.3).  Mit  der  Anerkennung  der  (objektiven) 
Unmöglichkeit  als  eine  der  Voraussetzungen  für  die  Annahme  der 
Schriftenlosigkeit  soll  lediglich  vermieden werden,  dass  eine  Person  an 
Auslandreisen gehindert wird, wenn sich die heimatlichen Behörden ohne 
zureichenden  Grund  – und  damit  willkürlich –  weigern,  ein  Reisepapier 
auszustellen  (vgl.  bspw.  das  erwähnte  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­7509/2010 E. 4.6 sowie Urteil C­1217/2009 
vom 12. Juni 2009 E. 4.3.5). Dass dies vorliegend der Fall gewesen wäre, 
wird  jedoch weder geltend gemacht,  noch  lassen die Akten auf  solches 
schliessen.  Die  Ausstellung  von  Pässen  durch  die  irakischen 
Vertretungen  erfährt  vielmehr  – wie  soeben  dargelegt –  auf  breiterer 
Basis auf organisatorische bzw.  technische Umstellungen und damit auf 
nachvollziehbare,  sachliche  Gründe  zurückzuführende  Verzögerungen. 
Solche  (auch  längeren)  Verzögerungen  sind  von  den  betreffenden 
Staatsbürgern dem Wortlaut der RDV zufolge hinzunehmen.  Inzwischen 
ist  im  Übrigen  auch  die  Bildung  einer  Regierung  im  Irak  gelungen,  so 
dass sich die Situation mit der Zeit nun ändern dürfte. 

Von  einer  Unmöglichkeit  der  Beschaffung  des  beantragten 
Reisedokuments im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. b RDV kann angesichts 
der vorstehenden Ausführungen nicht ausgegangen werden. 

5.3.  Dem  Beschwerdeführer  ist  somit  die  Beschaffung  eines  gültigen 
heimatlichen  Reisedokumentes  zumutbar;  sie  ist  auch  nicht  objektiv 

http://links.weblaw.ch/BVGer-C-4534/2009
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-4534/2009
http://links.weblaw.ch/BVGer-C-4534/2009

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unmöglich. Er ist folglich nicht als schriftenlos im Sinne von Art. 6 Abs. 1 
RDV zu betrachten.

6. 
Ausgehend von dieser Sach­ und Rechtslage erübrigt sich vorliegend an 
sich  eine  Auseinandersetzung  mit  den  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers  betreffend  den  Reisegrund.  Ohnehin  spielten 
Reisegründe  im  Zusammenhang  mit  Pässen  für  eine  ausländische 
Person  (der  Beschwerdeführer  hat  mit  Beschwerdeverbesserung  vom 
3. September  2009  bestätigt,  um  einen  solchen  zu  ersuchen)  bereits 
nach  der  bis  28. Februar  2010  geltenden  aRDV  keine Rolle  (vgl.  Art. 4 
aRDV).  Der  Vollständigkeit  halber  ist  anzumerken,  dass  die  Vorbringen 
des Beschwerdeführers ohnehin nicht als glaubhaft erscheinen: Während 
er  im  persönlich  verfassten,  vom  22. Mai  2009  datierenden 
Begleitschreiben  zu  seinem Gesuch  noch  eine  (weder  näher  erläuterte 
noch irgendwie belegte) Krankheit des Vaters anführt, um seinen Wunsch 
nach  einer  Reise  in  den  Irak  zu  begründen,  ist  in  seinen  späteren 
Eingaben  – ohne  jegliche  weiteren  Angaben  (insbesondere  betreffend 
Datum) –  von einem vom Vater erlittenen Unfall  die Rede; bezeichnend 
erscheint diesbezüglich, dass der Beschwerdeführer  in der Eingabe vom 
3. September  2009  vorbringen  lässt,  angeblich  (bereits)  das  in  Frage 
stehende Gesuch vom 8. Juni 2009 im Zusammenhang mit diesem Unfall 
eingereicht  zu  haben.  Ebendies  erscheint  jedoch  nicht  glaubhaft:  Hätte 
das  Gesuch  tatsächlich  im  Zusammenhang  mit  einem  (angeblich  kurz 
zuvor  erlittenen)  Unfall  des  Vaters  gestanden,  so  hätte  der 
Beschwerdeführer dies im erwähnten Begleitschreiben dargelegt und dort 
nicht  – ohne weitere Substantiierung –  auf  eine Krankheit  als Grund  für 
die Einreichung seines Gesuches verwiesen. Dieses Vorbringen erweist 
sich damit als nicht glaubhaft. Der schliesslich erst im Rahmen der Replik 
nachgereichten  ärztlichen Bestätigung, mit welcher  der mit  Beschwerde 
erstmals  thematisierte Unfall und der angeblich kritische gesundheitliche 
Zustand des Vaters  des Beschwerdeführers  belegt werden  sollen,  kann 
sodann  kein  Beweiswert  zukommen:  Aufgrund  der  insgesamt  sehr 
dürftigen  Ausführungen  und  der  hinsichtlich  des  angeblichen 
Geschehnisses  gänzlich  fehlenden  Angaben  (namentlich  ist  der 
Zeitpunkt,  zu  dem der  angebliche Unfall  stattgefunden  haben  soll,  nicht 
festgehalten,  so  dass  eine  zeitliche  Situierung  schlicht  unmöglich  ist) 
kann  darauf  nicht  abgestellt  werden.  Die  Datierung  auf  dem  Ausdruck 
wurde  nachträglich  handschriftlich  ergänzt.  Damit  erweist  sich  die 
Bescheinigung als nicht geeignet, das Ereignis an sich wie insbesondere 
auch die behauptete zeitliche Nähe bzw. den zeitlichen Zusammenhang 

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mit dem eingereichten Gesuch zu belegen. Weitere, in Aussicht gestellte 
ärztliche Bescheinigungen wurden schliesslich nicht eingereicht.

7. 
Aus  diesen  Darlegungen  folgt,  dass  die  Vorinstanz  zu  Recht  die 
Schriftenlosigkeit  des  Beschwerdeführers  verneint  und  die  Ausstellung 
eines  Passes  für  eine  ausländische  Person  verweigert  hat.  Die 
angefochtene Verfügung erweist sich somit  im Lichte von Art. 49 VwVG 
als rechtmässig und die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen. 

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  dem  Beschwerdeführer  die 
Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr. 700.­  aufzuerlegen  (vgl.  Art. 63 
Abs. 1  VwVG  in  Verbindung  mit  Art. 1  und  3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 13)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  CHF 700.­  werden  dem 
Beschwerdeführer  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. […] retour)
– das Migrationsamt Kanton Aargau (Ref­Nr. […])

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Viviane Eggenberger

Versand: