# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36e3375c-a7f0-58ec-bdc6-e7e0187cedf1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.11.2018 PS180223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180223_2018-11-20.pdf

## Full Text

Art. 176 SchKG, Art. 158 HRegV. Publikation des Konkurses. Der Konkurs ist 
zum Schutz des Publikums immer zu publizieren. 
 

Wenn der Konkurs im Rechtsmittelverfahren aufgehoben wird, weil der 
Schuldner nachträglich bezahlt hat (Art. 174 SchKG), trägt das Handelsre-
gisteramt diese Tatsachen nicht immer in Register ein. Bisweilen wird von 
Schuldner verlangt, die erfolgte Eintragung zu streichen. Beides ist unzuläs-
sig. 

 
 (aus zwei Entscheidungen des Obergerichts:) 
 

 3.4 Da der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde, ist der 

Konkurs neu zu eröffnen. Das Obergericht hat auch die gesetzlichen Mitteilungen 

zu machen.  

 In diesem Zusammenhang ist Folgendes anzumerken: Die gesetzlichen Mit-

teilungen haben "unverzüglich" zu erfolgen (Art. 176 SchKG). Da der Konkurs 

seine Wirkungen sofort entfaltet, das heisst am Tag und zu der Uhrzeit, welche im 

Urteil angegeben sind (Art. 175 SchKG), und schon vor der Eröffnung an die Par-

teien und der Veröffentlichung, müssen diese Mitteilungen spätestens am dem 

Urteil folgenden Werktag erfolgen. Dies ergibt sich auch aus Art. 176 Abs. 2 

SchKG (BSK SchKG-GIROUD 2. Aufl., Art. 176 N 9). Das ist zum Schutz des Pub-

likums wichtig, denn so kann die Publikation im Handelsamtsblatt rasch erfolgen, 

und potentielle Geschäftspartner des Konkursiten sind vor der möglichen Ungül-

tigkeit von Rechtshandlungen (Art. 204 SchKG) gewarnt. Es kommt in der Praxis 

vor, dass Konkursgerichte die Meldungen über eröffnete Konkurse an das Han-

delsregister nicht täglich vornehmen, sondern nur gesammelt einmal pro Woche. 

Das ist nach dem Gesagten unzulässig. 

 Werden die Mitteilungen durch ein Konkursgericht wie soeben beschrieben  

verzögert, kann der Fall eintreten, dass die Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

durch die Beschwerdeinstanz beim Handelsregister vor oder gleichzeitig mit der 

Mitteilung der Konkurseröffnung eingeht. Das Handelsregister publiziert dann we-

der das eine noch das andere, offenbar in der Meinung, es sei ja nicht mehr nötig, 

oder das betreffende Unternehmen werde ohne Not an den Pranger gestellt. Das 

zweite verwechselt Urheber und Überbringer einer schlechten Nachricht. Für den 

Ruf eines Unternehmens ist vor allem der Umstand nachteilig, dass es offene 

Verpflichtungen bis zur Konkurseröffnung vernachlässigt, und nicht die gesetzli-

che Information des Publikums über dieses Geschäftsgebaren. Die Publikation 

eines einmal eröffneten Konkurses dient dem Schutz des Publikums und wird 

nicht darum obsolet, weil der Schuldner den Konkurs nachträglich (in aller Regel 

durch Zahlung, Art. 174 Abs. 2 SchKG) doch noch abwenden konnte. Eine Publi-

kationspraxis, welche je nach Mitteilungszeitpunkt durch das Konkursgericht un-

terschiedlich ist, schafft überdies eine nicht gerechtfertigte Rechtsungleichheit 

zwischen einzelnen Konkursiten.  

 In erster Linie ist darauf zu bestehen, dass die Mitteilungen der Konkursge-

richte gesetzeskonform "unverzüglich" erfolgen. Auch wenn das in einem Einzel-

fall nicht so ist, muss das Handelsregister die ihm zugehenden Mitteilungen veröf-

fentlichen, selbst wenn das einmal für die Konkurseröffnung und die aufschieben-

den Wirkung gleichzeitig der Fall sein sollte. 

Obergericht, II. Zivilkammer 
Urteil vom 12. September 2018 
Geschäfts-Nr.: PS180163-O/U 

 

 3.1 Die Schuldnerin beantragt weiter die Anweisung an das Handelsre-

gisteramt, die Publikation der Konkurseröffnung zu löschen. 

 3.2 Die Kantone bestimmen die Aufsichtsbehörde, die mit der administ-

rativen Aufsicht über das Handelsregister betraut ist (vgl. Art. 4 Abs. 1 HRegV). 

Diese Behörde ist im Kanton Zürich die Justizdirektion (§ 42 Abs. 3 des Einfüh-

rungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EG ZGB/ZH, LS 230] und § 

58 Abs. 3 i.V.m. Anhang 1 lit. A Ziff. 8 und Anhang 2 Ziff. 1.1 lit. e der Verordnung 

über die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung [VOG 

RR/ZH, LS 172.11]). Im Übrigen ist für den Erlass eigentlicher Weisungen, die 

sich an die kantonalen Handelsregisterbehörden richten, das Eidgenössische Amt 

für das Handelsregister zuständig (vgl. Art. 5 HRegV). Weiter sind Verfügungen 

von kantonalen Handelsregisterämtern im Kanton Zürich direkt mit Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht als einziger kantonaler Rechtsmittelinstanz anzufechten 

(vgl. Art. 165 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 181 HRegV i.V.m. § 41 i.V.m. §§ 19 Abs. 1 

lit. a, 19a, 19b Abs. 1, 2 lit. b Ziff. 1 und Abs. 3 sowie 42–44 VRG/ZH; BGE 137 III 

217 ff.; VB.2017.00440 vom 14. Februar 2018).  

 Die Kammer ist weder Aufsichts- noch Rechtsmittelbehörde über das Han-

delsregisteramt und kann diesem entsprechend auch keine Weisungen erteilen. 

Mangels Zuständigkeit der Kammer ist von vornherein auf den entsprechenden 

Antrag der Schuldnerin nicht einzutreten. 

 Im Übrigen hat das Gericht oder die Behörde gemäss Handelsregisterver-

ordnung im Zusammenhang mit Konkursverfahren dem Handelsregisteramt die 

Konkurseröffnung zu melden (vgl. Art. 158 Abs. 1 lit. a HRegV) und dieses hat die 

entsprechende Eintragung unverzüglich nach Eingang der Meldung in das Han-

delsregister vorzunehmen (vgl. Art. 158 Abs. 2 HRegV). Das Handelsregister be-

zweckt die Erfassung und Offenlegung rechtlich relevanter Tatsachen und ge-

währleistet die Rechtssicherheit sowie den Schutz Dritter im Rahmen zwingender 

Vorschriften des Zivilrechts (vgl. Art. 1 HRegV). Da die Konkurseröffnung dem 

Handelsregisteramt mitzuteilen und von diesem unverzüglich einzutragen ist, ist 

nicht ersichtlich, inwiefern die Schuldnerin an der Löschung des entsprechenden, 

publizierten Konkurseröffnungseintrags ein (gegenüber dem Interesse Dritter an 

der Information überwiegendes) Rechtsschutzinteresse haben könnte, zumal sie 

selber darlegt, dass sie die Konkursforderung inkl. Zinsen und Kosten erst nach 

der Konkurseröffnung hinterlegt hat bzw. sie es bis zur Konkurseröffnung hatte 

kommen lassen. 

 3.3 Klarzustellen bleibt, dass bei juristischen Personen die Firma wieder 

ohne den Liquidationszusatz ins Handelsregister einzutragen ist, wenn einem 

Rechtsmittel, wie dies hier der Fall ist, die aufschiebende Wirkung erteilt wird (vgl. 

Art. 159 Abs. 2 lit. c HRegV). Da die Eintragung der Konkurseröffnung lediglich 

durchgestrichen wird, ist jedoch auch nach Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

die Konkurseröffnung noch publik. 

 
Obergericht, II. Zivilkammer 

Beschluss vom 20. November 2018 
Geschäfts-Nr.: PS180223-O/Z01