# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1953cf1a-8edf-5aa0-9e79-51a809953416
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 30.04.2013 B 2012/200
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-200_2013-04-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/200

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 30.04.2013

Entscheiddatum: 30.04.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 30.04.2013
Ausländerrecht, Art. 62 Ingress und lit. a, Art. 96, Abs. 1 AuG.Der 1989 
geborene Beschwerdeführer stammt aus Mazedonien und reiste 1999 im 
Familiennachzug in die Schweiz ein. Zwischen Februar 2007 und April 2008 
beteiligte er sich an 52 Einbruchsdiebstählen in Schulhäuser, 
Schützenhäuser und Autogaragen, bei denen unter anderem elf 
Sturmgewehre mit über 6000 Schuss Munition entwendet wurden. Wegen 
banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, qualifizierter Sachbeschädigung 
und mehrfachen Hausfriedensbruchs wurde er zu einer dreissigmonatigen 
Freiheitsstrafe, davon sechs Monate vollziehbar, verurteilt. Der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung erscheint verhältnismässig, zumal der 
unverheiratete und kinderlose Beschwerdeführer in der Schweiz weder 
beruflich noch gesellschaftlich stabil integriert ist (Verwaltungsgericht, 
B 2012/200).

Urteil vom 30. April 2013

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, Dr. B. 

Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle;Gerichtsschreiber Dr. Th. Scherrer

_______________

In SachenX.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. Bettina Surber, Oberer Graben 44, 9000 St. 

Gallen,

gegen

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Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 

St. Gallen,Vorinstanz,

betreffendWiderruf der Niederlassungsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y. wurde im Februar 1989 in Mazedonien geboren. Am 25. September 1999 reiste 

er zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zu seinem Vater in die 

Schweiz. Nach dem Abschluss der Primar- und Realschule arbeitete er ab 1. Februar 

2008 bei verschiedenen Unternehmen als Hilfskraft. Er besitzt eine 

Niederlassungsbewilligung.

B./ X.Y. wurde von der Jugendanwaltschaft Uznach am 28. Juni 2004 wegen eines 

Einschleichdiebstahls zu einer Arbeitsleistung von zwei Tagen verurteilt. Wegen 

Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz wurde er am 12. Februar 2008 – 

Befahren einer Sperrfläche und Einspurstrecke für den Gegenverkehr zum Überholen - 

sowie am 4. August 2011 – Nichtbeherrschen und Nichtsichern des Fahrzeugs - und 

am 18. August 2011 - Missachten eines polizeilichen Handzeichens und Nichttragen 

der Sicherheitsgurte, begangen am 11. Juli 2011 - mit zweimal 400 und einmal 450 

Franken gebüsst.

Zwischen Februar 2007 und April 2008 beteiligte sich X.Y. an 52 Einbruchdiebstählen 

insbesondere in Schulhäuser, Schützenhäuser und Autogaragen, bei denen nebst 

Bargeld und Elektronikgeräten unter anderem auch diverse Waffen und Munition – 

darunter elf Sturmgewehre mit über 6'000 Schuss Munition, die im Strafverfahren 

sichergestellt werden konnten - gestohlen wurden. Das Kreisgericht Werdenberg-

Sarganserland verurteilte ihn deshalb am 15. April 2010 wegen banden- und 

gewerbsmässigen Diebstahls, qualifizierter Sachbeschädigung, mehrfachen 

Hausfriedensbruchs sowie grober Verkehrsregelverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 

36 Monaten, davon neun Monate vollziehbar. Für den Rest wurde eine Probezeit von 

zwei Jahren angesetzt. Auf Berufung hin sprach ihn das Kantonsgericht am 18. August 

2011 vom Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung frei und reduzierte die 

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Freiheitsstrafe auf dreissig Monate, davon sechs Monate vollziehbar und der Vollzug 

des Rests bei einer dreijährigen Probezeit ausgesetzt.

C./ Das kantonale Migrationsamt widerrief am 25. Mai 2012 die 

Niederlassungsbewilligung. Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. 

Gallen (nachfolgend Vorinstanz) wies am 29. August 2012 den dagegen erhobenen 

Rekurs ab. Die Entscheidgebühr von 1'000 Franken wurde X.Y. auferlegt und das 

Gesuch um Entschädigung der ausseramtlichen Kosten abgewiesen.

Gegen den Entscheid vom 29. August 2012 erhob X.Y. (nachfolgend 

Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 12. September 2012 

und Ergänzung vom 15. Oktober 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem 

Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene 

Entscheid aufzuheben und vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen. 

Auf die Ausführungen zur Begründung des Begehrens wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen. Die Vorinstanz verzichtete am 22. Oktober 2012 auf eine 

Vernehmlassung und beantragte die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Die Beschwerde richtet sich gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des 

Beschwerdeführers.

2.1. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG) kann die Niederlassungsbewilligung unter 

anderem widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. b AuG erfüllt 

sind. Gemäss Art. 62 Ingress und lit. b AuG kann die zuständige Behörde 

Bewilligungen widerrufen, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 

verurteilt wurde. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist diese 

Voraussetzung erfüllt, wenn gegenüber dem Ausländer eine Freiheitsstrafe von mehr 

als einem Jahr ausgesprochen wurde (BGE 135 II 377 E. 4.1). Ob die Strafe bedingt, 

teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde, spielt keine Rolle (vgl. BGer 

2C_453/2011 vom 28. November 2011 E. 2.2.1 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer 

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wurde vom Kantonsgericht St. Gallen mit Urteil vom 18. August 2011 wegen banden- 

und gewerbsmässigen Diebstahls, qualifizierter Sachbeschädigung und mehrfachen 

Hausfriedensbruchs zu einer – teilbedingten - Freiheitsstrafe von dreissig Monaten 

verurteilt. Damit ist – was auch in der Beschwerde nicht bestritten wird - der 

Widerrufsgrund von Art. 62 Ingress und lit. b AuG erfüllt.

2.2. Sowohl Art. 63 Abs. 1 als auch Art. 62 Ingress und lit. b AuG sind als 

"Kann-"Bestimmung formuliert und räumen der zuständigen Behörde einen gewissen 

Ermessensspielraum ein. Zu prüfen ist dementsprechend die Verhältnismässigkeit der 

Massnahme.

2.2.1. Eine Interessenabwägung aufgrund des Landesrechts (Art. 96 Abs. 1 AuG) ist in 

jedem Fall, eine solche aufgrund des Völkerrechts (Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101, 

abgekürzt EMRK) immerhin dann vorzunehmen, wenn die betroffene Person das Recht 

auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK 

beanspruchen kann (vgl. BGer 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2). Gemäss Art. 96 

Abs. 1 AuG berücksichtigt die zuständige Behörde bei der Ermessensausübung die 

öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der 

Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Dabei sind namentlich die Schwere des 

Verschuldens bei Straftaten, die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem 

Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 

II 377 E. 4.3 mit Hinweisen).

An die Schwere des Verschuldens sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je 

länger der Betroffene in der Schweiz gelebt hat. Selbst bei einem Ausländer, der 

bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat 

(Ausländer der zweiten Generation), sind fremdenpolizeiliche Massnahmen aber nicht 

ausgeschlossen; bei schweren bzw. wiederholten Straftaten, insbesondere bei Gewalt- 

und Betäubungsmitteldelikten, besteht hieran ein wesentliches öffentliches Interesse 

(BGer 2C_695/2012 vom 28. Januar 2013 mit Hinweis auf BGE 122 II 433 E. 2c und 

130 II 176 E. 4.4.2). Neben dem strafrechtlichen Verschulden sind insbesondere die Art 

und Schwere der Straftat(en), die durch die Straftat verletzten Rechtsgüter, die Art und 

Umstände der Tatbegehung (einfache oder mehrfache Delinquenz) sowie das Verhalten 

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nach der Tat zu berücksichtigen. Dem strafrechtlichen Resozialisierungsgedanken ist 

zwar im Rahmen der umfassenden Interessenabwägung Rechnung zu tragen. Die 

Prognose über das Wohlverhalten ist jedoch nicht ausschlaggebend, weil aus der Sicht 

der Ausländerbehörden das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 

Vordergrund steht. Aus ausländerrechtlicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso 

weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person 

verübt hat (vgl. S. Hunziker, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über 

die Ausländerinnen und Ausländer, Stämpflis Handkommentar, Bern 2010, N 12 zu 

Art. 63 AuG mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Was das 

Interesse an der Fernhaltung betrifft, darf bei ausländischen Personen, die nicht unter 

das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten anderseits 

über die Freizügigkeit (SR 0.142.112.681) fallen, im Rahmen der Interessenabwägung 

auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (vgl. BGer 

2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).

2.2.2. Das Verschulden des Beschwerdeführers bei den in der Zeit zwischen 

September 2007 und April 2008 begangenen Einbruchdiebstählen wiegt schwer. Zum 

Verschulden führt das Kantonsgericht im Urteil vom 18. August 2011 aus, der 

Beschwerdeführer habe innerhalb von nur sieben Monaten über fünfzig Diebstähle 

bzw. Versuche dazu mit einer Gesamtdeliktsumme im Bereich von 100'000 Franken 

verübt. Er sei banden- und – trotz regelmässigen und genügenden Einkommens aus 

legaler Tätigkeit in jenem Zeitraum – gewerbsmässig vorgegangen. Sein Verhalten bilde 

Ausdruck beträchtlicher krimineller Energie zur Durchsetzung egoistischer finanzieller 

Interessen. Besonders ins Gewicht fielen die acht Fälle, welche Schiessstände bzw. 

Schützenhäuser betrafen, und bei denen unter anderem zwecks späteren Verkaufs 

Waffen und Munition entwendet bzw. zu entwenden versucht wurde. Strafmindernd 

wurde neben dem Umstand, dass es in einzelnen Sachverhalten beim Versuch 

geblieben war, die Geständnisbereitschaft des Beschwerdeführers, sein noch junges 

Alter im Tatzeitraum, seine Reue sowie sein Wohlverhalten seit über drei Jahren 

berücksichtigt. Zum Umstand des jungen Alters wurde allerdings festgehalten, dass 

angesichts der ihm zur Last gelegten Taten nicht mehr von jugendlicher Leichtfertigkeit 

und Unbesonnenheit ausgegangen werden könne, weshalb diesbezüglich nur eine 

leichte Strafminderung in Betracht falle. Im Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-

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Sarganserland vom 15. April 2010 wurde bei der Würdigung des Verschuldens darauf 

hingewiesen, das Vorgehen des Beschwerdeführers und seiner Mittäter unter 

Verwendung von Handschuhen, Mütze und Einbruchswerkzeug wie Schraubenzieher 

und Brecheisen habe insgesamt eine schwerwiegende Dimension angenommen, wie 

sie für kriminelle Kreise typisch sei (act. 10/Akten Migrationsamt 199).

Den in der Beschwerde erwähnten Umständen, der Beschwerdeführer habe die Taten 

gerade erst nach Erreichen der Mündigkeit begangen und sich reuig gezeigt, wurde 

dementsprechend bei der Strafzumessung Rechnung getragen. Trotz dieser Umstände 

lag das Strafmass mit dreissig Monaten weit über der Grenze für eine längerfristige 

Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 Ingress und lit. b AuG und im Übrigen auch deutlich 

über dem Richtwert von zwei Jahren, ab welchem eine ausländerrechtliche Bewilligung 

in der Regel entzogen oder nicht mehr erneuert wird, selbst wenn dem Ehepartner die 

Ausreise aus der Schweiz un- oder nur schwer zumutbar erscheint. In dieser Situation 

bedarf es besonderer Umstände, um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 

dennoch zu rechtfertigen (sogenannte Reneja-Praxis, vgl. BGer 2C_817/2012 vom 19. 

Februar 2013 E. 2.1.2, 2C_1029/2011 vom 10. April 2012 E. 3.3.3; BGE 135 II 377 E. 

4.4, 120 Ib 6 E. 4b, 110 Ib 201). Im ausländerrechtlichen Verfahren besteht regelmässig 

kein Raum, die Beurteilung des Strafrichters in Bezug auf das Verschulden zu 

relativieren (BGer 2C_888/2012 vom 14. März 2013 E. 4.2.3).

In ausländerrechtlicher Hinsicht fällt neben dem schweren strafrechtlichen Verschulden 

ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer sich trotz Strafuntersuchung und Verurteilung 

nicht an die schweizerische Rechtsordnung hielt. Er wurde vom Einzelrichter des 

Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland am 4. August 2011 wegen mehrfacher 

Verletzung der Verkehrsregeln mit 450 Franken und vom Untersuchungsamt Altstätten 

mit Strafbefehl vom 18. August 2011 wegen Missachtens eines polizeilichen 

Haltesignals – begangen am 11. Juli 2011 – mit 400 Franken gebüsst. Insoweit ist der 

Hinweis in der Beschwerde auf das Wohlverhalten des Beschwerdeführers während 

des dreijährigen Strafverfahrens zu relativieren. In dieser Zeit stand er zudem unter 

dem unmittelbaren Eindruck des Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens. Im Übrigen 

befand er sich, insbesondere als er sich über ein polizeiliches Haltesignal hinwegsetzte, 

in der strafrechtlichen Probezeit, welche nach wie vor andauert.

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In der Beschwerde wird vorgebracht, aus dem Aufschub des Vollzugs von vier Fünfteln 

der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von drei Jahren dürfe auf eine günstige 

Zukunftsprognose geschlossen werden, die sich auch bestätigt habe, indem der 

Beschwerdeführer unmittelbar nach der Entlassung mit der Stellensuche begonnen 

und nun auch eine Arbeitsstelle gefunden habe. Dazu ist vorab anzumerken, dass eine 

günstige Prognose aus ausländerrechtlicher Sicht nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung nicht ausschlaggebend ist (vgl. oben E. 2.2.1.). Zudem relativiert der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer die über fünfzig Einbruchdiebstähle banden- und 

insbesondere gewerbsmässig beging, obwohl er in jener Zeit über ein geregeltes 

Einkommen aus einer legalen Erwerbstätigkeit verfügte, die positive Bedeutung einer 

Anstellung für die Prognose. Die ausserordentlich hohe Anzahl der Delikte und der 

Diebstahl von Waffen und Munition rechtfertigen zudem generalpräventive 

Überlegungen.

2.2.3. Den öffentlichen Interessen an der Beendigung des Aufenthalts des 

Beschwerdeführers in der Schweiz sind seine privaten Interessen am Verbleib in der 

Schweiz gegenüberzustellen.

In der Beschwerde wird geltend gemacht, der Beschwerdeführer, der im Alter von zehn 

Jahren in die Schweiz gekommen sei, habe hier die Entwicklung vom Kindes- ins 

Erwachsenenalter verlebt. Er spreche fliessend Schweizerdeutsch und fühle sich in der 

Schweiz zuhause. Er verfüge über gelebte Beziehungen zu seiner ganzen, hier 

lebenden Familie und zu Freunden. Er sei gewillt, sich sowohl beruflich als auch sozial 

zu integrieren. Die Stelle verhelfe ihm zu Stabilität und versetze ihn in die Lage, selbst 

für seinen Unterhalt aufzukommen. Zu seinem Heimatland Mazedonien habe er 

keinerlei Bezug mehr. Er müsste sich dort ohne jede Unterstützung eine ganz neue 

Existenz aufbauen.

Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit hat der Beschwerdeführer keine 

Berufsausbildung absolviert. In verschiedenen Unternehmen war er als Hilfsarbeiter 

angestellt. Das Anstellungsverhältnis, in welchem der Beschwerdeführer bei Antritt des 

Strafvollzugs stand, erwies sich nicht als tragfähig, zumal die Bewilligung der 

Halbgefangenschaft widerrufen werden musste, weil er von seiner Arbeitgeberin nicht 

eingesetzt wurde und keine Arbeitspläne vorlagen (act. 10/Akten Migrationsamt 338). 

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Bei der in der Beschwerde angeführten Arbeitsstelle, welche der Beschwerdeführer im 

Anschluss an den Strafvollzug antrat, handelt es sich um einen dreimonatigen Einsatz 

als Hilfsarbeiter/Monteur, den er ab 9. Oktober 2012 für eine Temporärfirma bei der L. 

AG in G. erbrachte (act. 7). Zu seiner aktuellen Beschäftigungssituation liegen keine 

Informationen vor. Obwohl sich der Beschwerdeführer seit seinem zehnten Lebensjahr 

- mithin seit gut dreizehn Jahren - in der Schweiz aufhält und hier zumindest einen Teil 

der schulischen Grundausbildung erhalten hat, erscheint er in beruflicher Hinsicht nach 

wie vor nicht stabil integriert.

Zum gesellschaftlichen Umfeld, in welchem sich der aus Mazedonien stammende 

Beschwerdeführer bewegt, sind den Akten und der Beschwerdeeingabe abgesehen 

von den Hinweisen auf die Beziehungen zu Mittätern keine konkreten Angaben zu 

entnehmen. Die weit überwiegende Zahl der Einbruchdiebstähle beging der 

Beschwerdeführer zusammen mit einem aus dem – an Mazedonien angrenzenden - 

Kosovo stammenden Mittäter. Auch die familiären Wurzeln eines weiteren Mittäters 

liegen – wie aus dem Familiennamen zu schliessen ist – mütterlicherseits im 

ehemaligen Jugoslawien (vgl. act. 10/Akten Migrationsamt 115 und 116). Insgesamt 

erscheint die soziale Integration des Beschwerdeführers insbesondere vor dem 

Hintergrund seines langjährigen Aufenthalts in der Schweiz als nicht gefestigt.

Nach der Rechtsprechung schützt Art. 8 EMRK im Zusammenhang mit der Bewilligung 

des Aufenthalts in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der 

Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2). In den 

Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen aber auch nicht rechtlich begründete familiäre 

Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung 

besteht; entscheidend ist die Qualität des Familienlebens und nicht dessen rechtliche 

Begründung (BGE 135 I 143 E. 3.1). Der Anspruch auf Schutz des Privatlebens kann 

auch ohne Familienbezug tangiert sein, wenn ein Ausländer ausgewiesen werden soll. 

Aus diesem Anspruch ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land aber nur unter 

besonderen Umständen. Selbst eine lange Anwesenheit und eine damit verbundene 

normale Integration genügen hierzu nicht; erforderlich sind besonders intensive private 

Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (vgl. BGer 2C_695/2012 vom 28. 

Januar 2013 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist volljährig, nicht 

verheiratet und kinderlos. Seine Eltern und Geschwister leben in der Schweiz. Der 

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Beschwerdeführer ist der Kernfamilie entwachsen. Wohl mag er zu seinen Eltern und 

Geschwistern einen engen familiären Kontakt pflegen. Diese Beziehungen sind 

allerdings im Licht von Art. 8 EMRK nicht mehr relevant. Ein besonderes 

Abhängigkeitsverhältnis, welches einen Aufenthaltsanspruch zu begründen vermöchte 

(vgl. dazu BGer 2C_695/2012 vom 28. Januar 2013 mit Hinweisen auf BGE 135 I 143 E. 

1.3.2, 129 II 11 E. 2, 120 Ib 257 E. 1d und BGer 2C_213/2010 vom 11. Oktober 2010 E. 

2.2.3), ist nicht ersichtlich. Der Kontakt kann über gegenseitige Besuche, Briefverkehr, 

Telefonate und Internet aufrechterhalten werden (vgl. dazu BGer 2C_135/2012 vom 29. 

Oktober 2012 E. 3.2.4).

Die Integration des Beschwerdeführers in seinem Heimatland wird dadurch erleichtert, 

dass er sich auch in der Schweiz vorab im Kreis seiner Landsleute aufgehalten hat. 

Dies darf jedenfalls daraus geschlossen werden, dass sein Bruder auf die Frage, ob er 

den Kollegenkreis des Beschwerdeführers kenne, antwortete, es gebe "in Walenstadt 

viele von uns" und er wisse nicht, "mit wem er sich herumtreibe" (act. 10/Akten 

Migrationsamt 49). Der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz wird durch das Alter des 

Beschwerdeführers, seine solide schulische Grundausbildung und die – wenn auch 

beschränkten – beruflichen Erfahrungen begünstigt. Der Umstand, dass der 

Beschwerdeführer Deutsch spricht, kann seine Stellung auf dem Arbeitsmarkt 

verbessern. In den Akten finden sich Hinweise, dass die Familie des 

Beschwerdeführers nach wie vor über Beziehungen zu Mazedonien verfügt. So hielten 

sich die Eltern des Beschwerdeführers – sein Vater ist IV-Rentner, seine Mutter 

Hausfrau - im Jahr 2008 in Mazedonien auf (act. 10/Akten Migrationsamt 50). Damit 

besteht zumindest ein Anhaltspunkt dafür, dass der Beschwerdeführer auch in 

Mazedonien auf eine Familienstruktur trifft, welche ihm die Rückkehr erleichtern kann. 

Insoweit sind Zweifel angebracht an der Behauptung in der Beschwerde, der 

Beschwerdeführer müsste ohne jegliche Unterstützung eine ganz neue Existenz 

aufbauen.

2.2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Gewicht der privaten Interessen an der 

Beibehaltung der Niederlassungsbewilligung in der Schweiz durch den Umstand 

relativiert wird, dass der unverheiratete und kinderlose Beschwerdeführer weder 

beruflich noch gesellschaftlich stabil in der Schweiz integriert ist. Das öffentliche 

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Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung überwiegt damit das private 

Interesse des Beschwerdeführers an deren Beibehaltung.

3. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers erweist sich 

dementsprechend als recht- und verhältnismässig. Die Beschwerde ist deshalb 

unbegründet. Sie ist abzuweisen.

4. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von Fr. 2'000.-- unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                  Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Beda Eugster         Dr. Thomas Scherrer

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwältin lic.iur. Bettina Surber, 9000 St. Gallen)

-   die Vorinstanz

am:

Rechtsmittelbelehrung:

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Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil Verwaltungsgericht, 30.04.2013
	Ausländerrecht, Art. 62 Ingress und lit. a, Art. 96, Abs. 1 AuG.Der 1989 geborene Beschwerdeführer stammt aus Mazedonien und reiste 1999 im Familiennachzug in die Schweiz ein. Zwischen Februar 2007 und April 2008 beteiligte er sich an 52 Einbruchsdiebstählen in Schulhäuser, Schützenhäuser und Autogaragen, bei denen unter anderem elf Sturmgewehre mit über 6000 Schuss Munition entwendet wurden. Wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, qualifizierter Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs wurde er zu einer dreissigmonatigen Freiheitsstrafe, davon sechs Monate vollziehbar, verurteilt. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erscheint verhältnismässig, zumal der unverheiratete und kinderlose Beschwerdeführer in der Schweiz weder beruflich noch gesellschaftlich stabil integriert ist (Verwaltungsgericht, B 2012/200).

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