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**Case Identifier:** 8570fb12-206b-5b75-a740-d3aed07f40dc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.09.2016 200 2015 1126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1126_2016-09-26.pdf

## Full Text

200 15 1126 UV
FUR/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. September 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. November 2015 
(E 1591/2015 und E 2004/2015)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine berufliche Tätigkeit bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA bzw. Beschwerde-
gegnerin) nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 
20. März 1981 (UVG; SR 832.20) obligatorisch gegen die Folgen von Be-
rufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
sich bei einer tätlichen Auseinandersetzung am 15. Juni 2013 den zweiten 
Nackenwirbel brach (Akten der SUVA, Antwortbeilage [AB] 1 f., 12). Ge-
stützt auf Abklärungen beruflicher und medizinischer Art (AB 6 ff.) aner-
kannte die SUVA ihre Leistungspflicht und kam für die Kosten der Heilbe-
handlung und die Folgen der Arbeitsunfähigkeit auf (AB 3 ff., 31, 84, 106). 
Nach einem gescheiterten therapeutischen Arbeitsversuch im September 
2013 (AB 34 f., 39) nahm der Versicherte ab November 2013 die Arbeit 
sukzessive wieder auf (AB 42, 45, 49, 53 f., 62, 69 ff., 78 ff., 87). Mit Verfü-
gung vom 22. November 2013 (AB 58) bzw. (auf Einsprache hin; AB 67) 
mit Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014 (AB 76) kürzte die SUVA 
infolge Beteiligung an einer Rauferei bzw. Schlägerei die Geldleistungen 
um 50 %. Unter Hinweis auf zunehmende Nackenbeschwerden blieb der 
Versicherte ab 5. Mai 2014 der Arbeit fern (AB 88 ff.); Ende Mai 2014 kün-
digte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis per Ende Juli 2014 (AB 115; 
vgl. auch AB 94/1, 96/2, 103/1, 108/1). Im Nachgang zu einer kreisärztli-
chen Untersuchung vom 2. Juli 2014 (AB 112) erachtete die SUVA gemäss 
Schreiben vom 4. Juli 2014 (AB 116) eine ganztägige leichte bis mittel-
schwere Arbeit als zumutbar und stellte die Taggeldleistungen per 31. Juli 
2014 ein. Mit Verfügung vom 20. März 2015 (AB 138) stellte sie auch die 
Heilbehandlungsleistungen per 1. April 2015 ein, sprach dem Versicherten 
eine Integritätsentschädigung von 15 % zu und verneinte den Anspruch auf 
eine Invalidenrente. Am 17. Juni 2015 bestätigte die SUVA verfügungswei-
se die Einstellung der Taggelder per 31. Juli 2014 (AB 154).

Gegen diese Verfügungen (AB 138 und 154) liess der Versicherte, vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________, am 17. April/28. Mai 2015 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 3

bzw. am 15. Juli 2015 Einsprache erheben (AB 141, 149, 160). Nach An-
drohung einer Schlechterstellung (reformatio in peius; AB 169) liess er die 
Einsprache in Bezug auf die Integritätsentschädigung zurückziehen 
(AB 173). Mit Einspracheentscheid vom 30. November 2015 (AB 175) ver-
einigte die SUVA die Verfahren und wies die Einsprachen ab.

B.

Hiergegen liess der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, Beschwerde erheben und folgende Rechtsbegehren stellen:

1. Der Einspracheentscheid vom 30. November 2015 sei aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin sei anzuweisen, die Heilbehandlung und die Taggeldleistun-
gen bis zum Fallabschluss zu erbringen.

2. Weiter sei dem Beschwerdeführer eine im Ausmass noch zu bestimmende In-
validenrente (UVG) zuzusprechen.

3. Eventualiter sei ein polydisziplinäres gerichtliches Gutachten einzuholen und 
über den Invalidenrentenanspruch im Anschluss neu zu befinden.

4. Es sei dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche 
Rechtsvertretung zu gewähren und der Unterzeichnete als unentgeltlicher 
Rechtsvertreter zu bezeichnen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2016 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss reichte Rechtsanwalt B.________ am 23. März 2016 
seine Kostennote ein.

Mit Schlussbemerkungen bzw. Replik vom 28. Juni 2016 (mitsamt nachge-
führter Kostennote) liess der Beschwerdeführer ein von der Invalidenversi-
cherung (IV) eingeholtes Gutachten der G.________ (MEDAS) vom 
10. Mai 2016 (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 3) 
einreichen. Hierzu duplizierte die Beschwerdegegnerin am 23. August 
2016.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 30. Novem-
ber 2015 (AB 175), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung 
der Versicherungsleistungen (Taggeldleistungen und Heilbehandlungskos-
ten) und die Ablehnung weiterer Versicherungsleistungen (Invalidenrente) 
bestätigt hat. Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin aus obligatorischer Unfallversicherung im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 15. Juni 2013, jedoch ohne den Anspruch auf Inte-
gritätsentschädigung, über den bereits rechtskräftig entschieden ist (AB 
138 und 173).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 

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Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-
menhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen ge-
sundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtser-
hebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den 
von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die 
Beantwortung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer 
Rechtsfrage – im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang – nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu erfolgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.5 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die re-
produzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Anga-
ben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiese-
nen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erho-
benen Befunde mit apparativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen 
bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251).

2.6 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-

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del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 
S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103).

2.7 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 

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gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei 
– ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei 
entwickelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisie-
rung der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und 
schwere Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlit-
tenen Verletzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich 
beim Unfall entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 
E. 4.2.2). Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriteri-
en in die Beurteilung einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psy-
chischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

2.7.1 Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des 
Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. ei-
nem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzu-
sammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in 
der Regel (vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres ver-
neint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch 
unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen wer-
den darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Ge-
sundheitsschaden zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 
133 E. 6a S. 139).

2.7.2 Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusam-
menhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in 
der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, inva-
lidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 
E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

2.7.3 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwi-
schen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüs-
sig beantworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zu-
sammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erschei-

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nen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien 
sind zu nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 

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E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.8 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise 
arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Der Anspruch auf ein Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. 
Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 
Abs. 2 UVG). Die Unfallversicherung erbringt die ganze Leistung, wenn die 
Arbeitsunfähigkeit einer arbeitslosen versicherten Person mehr als 50 % 
beträgt, und die halbe Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 25, 
aber höchstens 50 % beträgt. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % und 
weniger besteht kein Taggeldanspruch (Art. 25 Abs. 3 der Verordnung über 
die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]).

2.9 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

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Die Überwindbarkeitspraxis gemäss BGE 136 V 279 und BGE 130 V 352 
findet auf den UV-Heilbehandlungs- und Taggeldanspruch, und damit auch 
auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses, keine Anwendung (BGE 137 V 199 
E. 2.2.4 S. 206). Gleiches muss auch unter der nunmehr gemäss BGE 141 
V 281 geänderten Rechtsprechung gelten (VGE UV/2015/647 vom 24. Au-
gust 2015, E. 3.1).

2.10 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.11 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis 
vom 15. Juni 2013 die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen des Unfall-

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begriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt. Die Beschwer-
degegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen er-
bracht. Umstritten ist hingegen, ob die über den Zeitpunkt der Leistungs-
einstellung hinaus geklagten Beschwerden in einem anspruchsbegründen-
den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem besagten 
Unfall stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen dies-
bezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Aufgrund des Ereignisses vom 15. Juni 2013 war der Beschwerde-
führer vom 15. Juni bis 1. Juli 2013 im Spital C.________ hospitalisiert 
(Austrittsbericht C.________ vom 2. Juli 2013; AB 15). Diagnostiziert wur-
den eine Facettengelenks-Fraktur HWK 2 im linken Atlantoaxialgelenk und 
bis in den Canalis vertebralis bei Status nach Dens-Fraktur Typ D'Alonso II, 
eine Schulterkontusion links, eine Kniekontusion rechts sowie eine chroni-
sche Paradontitis der Zahnwurzel 16. Am 22. Juni 2013 wurde die Fraktur 
im HWK 2 operativ angegangen (dorsale Fusion C1/2; AB 18). Der Be-
schwerdeführer wurde bis 22. August 2013 zu 100 % arbeitsunfähig ge-
schrieben (vgl. auch AB 16/2).

Anlässlich der klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle acht Wochen post-
operativ (Bericht Spital C.________ vom 26. August 2013; AB 37) zeigte 
sich ein komplikationsloser Verlauf. Der Beschwerdeführer sei allerdings 
sehr verunsichert und völlig verängstigt. Der Halskragen sei ab sofort zu 
diskontinuieren und mittels Physiotherapie sei die Bewegungsamplitude in 
der HWS wiederzugewinnen. Es bestehe der Verdacht auf eine posttrau-
matische Belastungsstörung. Nach wie vor sei der Beschwerdeführer voll 
arbeitsunfähig (vgl. auch AB 33/4, 35/2).

Der behandelnde orthopädische Chirurg des C.________, PD Dr. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, ging mit Berichten vom 30. September und 
11. Oktober 2013 (AB 46 f.) objektiv von einem korrekten Verlauf mit stabi-
ler Osteosynthese, funktionell aber etwas verzögerten Fortschritten aus, 
zumal der Beschwerdeführer einerseits sehr ängstlich bezüglich Kraftauf-
bau und Bewegungsübungen sei und er sich andererseits regelmässig bei 
der Arbeit überfordere. Es gehe nun zusätzlich um die Überwindung der 
posttraumatischen Belastungsstörung (vgl. AB 56).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 13

Im Bericht vom 3. Januar 2014 (AB 69) hielt PD Dr. med. D.________ in 
Kenntnis der aktuellen Bildgebung fest, es zeige sich eine konsolidierte 
dorsale C1/2 Fusion, so dass die HWS mechanisch stabil sei. Funktionell 
sei die Rotation der HWS jedoch noch eingeschränkt, so dass empfohlen 
werde, die Physiotherapie weiterzuführen. Zudem klage der Beschwerde-
führer über HWS-Schmerzen, die in der Kälte exazerbierten; aus medizini-
scher Sicht sei eine Tätigkeit in einer warmen Umgebung mit häufigen Po-
sitionswechseln zu empfehlen. Es werde fortan eine Arbeitsunfähigkeit von 
50 % attestiert.

Gemäss Bericht vom 8. Mai 2014 (AB 98) beschwerte sich der Beschwer-
deführer zehn Monate nach Trauma und Operation unverändert über Na-
ckenschmerzen. Zu Jahresanfang habe er die Arbeitsfähigkeit erneut ge-
steigert, zuletzt auf 100 %, worauf die Schmerzen stark zugenommen hät-
ten und auch die Physiotherapiesitzungen nicht mehr regelmässig durch-
führbar gewesen seien. Der Beschwerdeführer führe die Verschlechterung 
auf die vermehrte Belastung bei der Arbeit zurück und wünsche sich eine 
körperlich weniger fordernde Tätigkeit. Entsprechend liege ein unbefriedi-
gender Verlauf mit chronifizierenden Schmerzen ohne klares organisches 
Korrelat vor, zumal die Fraktur mittlerweile sicher konsolidiert sei und das 
Osteosynthesematerial nicht gelockert und intakt sei. Es scheine hier auch 
eine klare Belastungsintoleranz und psychische Komponente vorzuliegen.

3.1.2 Auf Zuweisung hin wurde in der Klinik E.________ des Spitals 
C.________ mit Bericht vom 6. Juni 2014 (AB 107; vgl. auch AB 119) ein 
chronisches cervicospondylogenes linksbetontes Schmerzsyndrom bei 
Status nach C1/2-Verschraubung nach Herms 06/13 bei atlanto-axialer 
Instabilität bei Facettengelenksfraktur HWK 2 links und Status nach Dens-
Fraktur Typ D'Alonso II diagnostiziert. Aufgrund der klinischen Untersu-
chung und der radiologischen Bildgebung würden sich aktuell keine Hin-
weise auf eine radikuläre Symptomatik zeigen.

3.1.3 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 2. Juli 
2014 (AB 112) wurde bei der bekannten Diagnose (vgl. E. 3.1.1 hiervor) 
folgendes Zumutbarkeitsprofil formuliert (S. 6): leichte bis mittelschwere 
Arbeit ganztags, wechselbelastend; keine häufige Kopfrotation; Arbeiten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 14

über Kopf sowie allgemein Zwangspositionen für den Kopf seien zu ver-
meiden. Verglichen mit dem vorliegenden Jobprofil (vgl. AB 101) sei die 
angestammte Tätigkeit demnach zumutbar. Der Beschwerdeführer sei auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar (S. 7). 

3.1.4 Gemäss Bericht von PD Dr. med. D.________ vom 18. September 
2014 (AB 124) bestehe mittlerweile radiologisch eine stabile Situation und 
unter Vermeidung von schmerzauslösenden Tätigkeiten seien die Be-
schwerden tendenziell rückläufig. Bezüglich Arbeitsfähigkeit müsse gesagt 
werden, dass auch auf Dauer eine körperlich belastende Tätigkeit wohl 
nicht mehr realistisch sein dürfte. Sämtliche Tätigkeiten mit Heben von 
schwereren Lasten über 5 kg sowie repetitiven Bewegungen und Zwangs-
haltungen seien bislang nicht toleriert worden und hätten abgebrochen 
werden müssen.

3.1.5 Mit Verlaufsbericht der ambulanten Schmerzsprechstunde (mitsamt 
einer interdisziplinären Schmerzsprechstunde) vom 30. Oktober 2014 
(AB 126; vgl. auch AB 128) wurde festgehalten, anamnestisch stünden die 
linksbetonten Nackenschmerzen und die damit verbundenen Schwierigkei-
ten bei der Arbeitsplatzsuche im Vordergrund. Infolge der Schmerzproble-
matik und des Arbeitsplatzverlustes im Juli 2014 habe sich im Sinne einer 
Anpassungsstörung ein depressives Zustandsbild entwickelt. Bezüglich des 
Gewalterlebnisses vom 15. Juni 2013 zeigten sich Symptome, welche auf 
eine PTSD hinwiesen.

3.1.6 Mit Bericht vom 21. Januar 2015 ging die Kreisärztin Dr. med. 
F.________ davon aus, dass mit der nötigen Wahrscheinlichkeit keine 
namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes eintreten 
würde. Es ergäbe sich folgendes Zumutbarkeitsprofil: Ganztägige, leichte, 
wechselbelastende Arbeit ohne häufige Kopfrotation, Arbeiten über Kopf 
sowie allgemein Zwangspositionen für den Kopf seien zu vermeiden 
(AB 131/4).

3.1.7 Am 6. Februar 2015 stellte PD Dr. med. D.________ ein Arztzeug-
nis aus (AB 134), gemäss welchem der Beschwerdeführer als Folge des 
Unfalls der Halswirbelsäule mit anschliessender Operation von Juni 2013 
dauerhaft für körperlich belastende Tätigkeiten eingeschränkt sei. Für den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 15

Beschwerden angepasste Tätigkeiten sollte eine Arbeitsfähigkeit zwischen 
25 - 50 % im Verlauf möglich sein. Mit Bericht vom 9. März 2015 (AB 136) 
präzisierte PD Dr. med. D.________, dass eine sehr schwierige Situation 
mit therapierefraktären Schmerzen bei moderater Belastung vorläge. Der 
Beschwerdeführer sei zu 50 % krankgeschrieben; mit entsprechender 
Schmerzmedikation sollte zumindest eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mög-
lich sein.

3.1.8 Im nachträglich eingereichten bidisziplinären (psychiatrischen und 
orthopädischen) Gutachten der MEDAS vom 10. Mai 2016 (zu Handen der 
IV; BB 3) wurden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1.) ein Status nach 
traumatischer Fraktur des Facettengelenks HWK2 links im Juni 2013, (2.) 
ein Status nach Fixation mit dorsaler Fusion C1/C2 nach Harms im Juni 
2013, (3.) eine Bewegungseinschränkung der HWS und (4.) eine reaktive 
depressive Episode, länger anhaltend, leichter Ausprägung (ICD-10 
F43.28), sowie ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Status nach alter 
Densfraktur diagnostiziert (S. 4 Ziff. 3). Dem Beschwerdeführer sei eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 % zumutbar (S. 6).

Bei der orthopädischen Untersuchung sei die Bewegungseinschränkung 
der HWS im Vordergrund gestanden sowie die daraus resultierende 
Schrägstellung des Kopfes, was zu Nackenverspannungen führen könne. 
Der Beschwerdeführer habe dies mittlerweile recht gut kompensieren kön-
nen durch eine entsprechende Rumpfrotation. In Anbetracht, dass er seit 
zwei Jahren nicht mehr arbeite, sei die Muskulatur aber sehr gut trainiert 
und nicht verschmächtigt, wie es zu erwarten gewesen wäre. Aufgrund der 
klinischen Befunde sei nicht nachvollziehbar, warum der Beschwerdeführer 
nicht mehr als 5 kg heben könne, so wie er es angegeben habe. Aus 
orthopädischer Sicht sollte der Beschwerdeführer in der Lage sein, täglich 
5 bis 6 Stunden in einem … arbeiten zu können, wo die Lasten 25 kg nicht 
übersteigen würden. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die 
Einschränkung der HWS-Beweglichkeit werde mit einer Minderung von 
30 % gewürdigt. In der Röntgenuntersuchung der HWS, BWS und LWS 
vom 19. Januar 2016 hätten keine auffälligen Pathologien festgestellt wer-
den können bei intaktem Osteosynthesematerial ohne Lockerungszeichen. 
In den Laboruntersuchungen habe sich eine Erhöhung der Kreatinkinase 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 16

ergeben, was muskuloskelettär verursacht sein könne. Ein behandlungs-
bedürftiger Befund habe sich nicht gezeigt. Aus orthopädischer Sicht sei 
mit einer Besserung der Arbeitsfähigkeit nicht zu rechnen (S. 5 f.).

Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine länger anhaltende reaktive 
depressive Episode nach der erlittenen Tätlichkeit gesehen worden; dabei 
seien die ICD-10-Kriterien für eine leichte Ausprägung erfüllt gewesen. Es 
müsse gesehen werden, dass die depressive Reaktion die Schmerzverar-
beitung und Veränderung der Schmerzbewertung in ungünstiger Weise 
beeinflusse. Eine vorbeschriebene posttraumatische Symptomatik mit in-
trusivem Wiedererleben und hoher innerer Anspannung sei ohne adäquate 
Behandlung geblieben. Anlässlich der Begutachtung hätten sich keine hin-
reichenden Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung gefun-
den. Ein dysfunktionales Verhalten im Rahmen der Verletzung sei diskutiert 
worden. Des Weiteren sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
diskutiert worden; allerdings müsse die Bewegungseinschränkung im 
HWS-Bereich gesehen werden, die die beklagten Nackenschmerzen aus-
lösen könne. Eine Symptomverdeutlichung werde vermutet. Aufgrund der 
leicht ausgeprägten reaktiven depressiven Episode bei der aktuellen Explo-
ration müsse von einer geringgradigen Arbeitsunfähigkeit im Sinne einer 
Einschränkung von 20 % ausgegangen werden. Diese wäre aus psychiatri-
scher Sicht überwindbar und zeitlich limitiert, wenn die primäre Problematik 
therapiert werden könnte. Aus psychiatrischer Sicht sei unter leitlinienge-
rechter Therapie noch eine gesundheitliche Verbesserung zu erwarten 
(S. 6).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 17

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich vorliegend massgeblich auf die 
Berichte der Kreisärztin Dr. med. F.________ vom 2. Juli 2014 (AB 112; 
vgl. E. 3.1.3 hiervor) und 21. Januar 2015 (AB 131; vgl. E. 3.1.6 hiervor) 
sowie des behandelnden orthopädischen Chirurgen PD Dr. med. 
D.________ vom 3. Januar 2014 (AB 69; vgl. E. 3.2.1 vierter Abschnitt 
hiervor) und 8. Mai 2014 (AB 98; vgl. E. E. 3.2.1 fünfter Abschnitt hiervor) 
gestützt. Diese erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert medizinischer Berichte gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Sie sind nachvollziehbar sowie schlüssig begründet und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 18

wurden in Berücksichtigung und Würdigung sämtlicher medizinischer Vor-
akten erstellt, so dass auf die darin enthaltenen Feststellungen abzustellen 
ist. 

3.4 Besagte Berichte gehen übereinstimmend davon aus, dass die so-
matischen Unfallfolgen abgeheilt sind und keiner ärztlichen Behandlung 
mehr bedürfen. Mit Blick auf die medizinische Aktenlage gilt als erstellt, 
dass unfallbedingt einzig die Facettengelenksfraktur HWK 2 objektivierbar 
ist (vgl. E. 2.5 hiervor); weitere objektivierbare organische Unfallfolgen im 
Sinne von strukturellen Veränderungen liegen nicht vor (vgl. dazu auch die 
bildgebenden Untersuchungen [an HWS und Schädel; AB 112/5]). Anhalts-
punkte, dass weitere Befunde vorliegen würden, welche einem organisch 
nachweisbaren unfallbedingten Substrat zuzuordnen wären, sind weder 
ersichtlich noch werden solche vom Beschwerdeführer geltend gemacht. In 
Bezug auf die Facettengelenksfraktur bestätigte PD Dr. med. D.________ 
bereits im Januar 2014 (AB 69; vgl. E. 3.2.1 vierter Abschnitt hiervor) eine 
ausgeheilte dorsale C1/2 Fusion, sodass die HWS mechanisch stabil sei. 
Der Beschwerdegegnerin gab er am 23. Januar 2014 dahingehend telefo-
nisch Auskunft, dass der Beschwerdeführer eigentlich körperlich keine Ein-
schränkungen mehr habe; es sollten sogar Arbeiten in einer kalten Umge-
bung möglich sein. Organisch sei alles gut und stabil verheilt. Die Be-
schwerden seien rein muskulär, da sich der Beschwerdeführer aus Angst 
stark verkrampfe, und psychisch (AB 70). Im Januar 2014 arbeitete der 
Beschwerdeführer 50 % (AB 72) und steigerte sich sukzessive bis Mitte 
Februar 2014 auf 100 %; der Arbeitgeber bestätigte am 7. März 2014 eine 
volle Arbeitsleistung (AB 79). Auch im Bericht von Mai 2014 (AB 98; vgl. 
E. 3.2.1 fünfter Abschnitt hiervor) schloss PD Dr. med. D.________ auf 
eine mittlerweile konsolidierte Fraktur und intaktes Osteosynthesematerial, 
weshalb die mit Steigerung des Arbeitspensums zunehmenden (chronifizie-
renden) Schmerzen nicht auf ein organisches Korrelat zurückzuführen, 
sondern psychisch bedingt seien. Rein aufgrund der organisch objektivier-
baren Befunde war der Beschwerdeführer nach dem eben Dargelegten und 
mit Blick auf das von Dr. med. F.________ erstellte Zumutbarkeitsprofil 
(AB 131/4; vgl. E. 3.2.6 hiervor) schon im März 2014 in der angestammten 
Tätigkeit wieder voll arbeitsfähig. Dies gilt (entgegen den Vorbringen in der 
Beschwerde, S. 6 Ziff. 12 und S. 7 Ziff. 18) unabhängig davon, ob es sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 19

um eine Tätigkeit in der … oder … handelt, zumal von Seiten der Ärzte nie 
ausschliesslich eine Tätigkeit in warmer Umgebung gefordert wurde, son-
dern vielmehr von PD Dr. med. D.________ ausdrücklich auch Arbeiten in 
kalter Umgebung als möglich erachtet wurden (AB 70).

3.5

3.5.1 Für die vom Beschwerdeführer weiterhin geklagten Beschwerden 
liessen sich schon damals keine (hinreichend) nachweisbaren organischen 
Unfallfolgen feststellen. Es bestehen somit zusammenfassend keine orga-
nisch nachweisbaren Unfallfolgen, welche die darüber hinaus geklagten 
Beschwerden zu erklären vermöchten. Soweit der behandelnde orthopädi-
sche Chirurg dann doch wieder eine teilweise Arbeitsunfähigkeit attestierte 
(vgl. auch die entsprechenden Ausführungen in der Beschwerde, S. 5 f. 
Ziff. 9, 13), handelte es sich zunächst um eine blosse Vermutung ("wohl") 
einzig gestützt auf anamnestische Angaben des Beschwerdeführers (so im 
Bericht vom 18. September 2014 [AB 124]; vgl. E. 3.2.4 hiervor) oder aber 
dies erfolgte aufgrund der Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms 
und damit fachfremd (so in den Berichten vom 6. Februar 2015 [AB 134] 
und 9. März 2015 [AB 136]; vgl. E. 3.2.7 hiervor). Auch bei den von der 
Kreisärztin im Bericht vom 2. Juli 2014 festgehaltenen Schmerzen 
(AB 112/6 Mitte; vgl. dazu die Vorbringen des Beschwerdeführers in der 
Beschwerde, S. 7 Ziff. 16) handelt es sich bloss um anamnestische Anga-
ben des Beschwerdeführers, welche in Bezug auf die Arbeits(un)fähigkeit 
noch der ärztlichen Würdigung bedürfen. In Kenntnis dieser Schmerzen 
formulierte die Kreisärztin das Zumutbarkeitsprofil und erachtete den Be-
schwerdeführer gestützt darauf in der angestammten Tätigkeit als voll ar-
beitsfähig (AB 112/6 f.); soweit sie sich diesbezüglich gegenüber der Be-
schwerdegegnerin anders geäussert haben sollte (vgl. Beschwerde, S. 7 
Ziff. 17 unter Verweis auf AB 110), handelt es sich offensichtlich um einen 
Verschrieb resp. ein Versehen des betreffenden SUVA -Mitarbeiters, wird 
die abweichende Auffassung doch nicht begründet und ist auch nicht be-
gründbar. Diese weiterhin geklagten Schmerzen führten schon die Ärzte 
der Klinik E.________ des C.________ auf ein cervikocephales Schmerz-
syndrom bzw. das depressive Zustandsbild zurück, ohne sich indessen zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 20

Arbeitsfähigkeit zu äussern (vgl. Berichte vom 6. Juni 2014 [AB 107; vgl. E. 
3.2.2 hiervor] und 30. Oktober 2014 [AB 126; vgl. E. 3.2.5 hiervor]).

3.5.2 Die im MEDAS-Gutachten (BB 3.1.8; vgl. E. 3.1.8 hiervor) erwähnte 
Bewegungseinschränkung der HWS war schon länger (vgl. AB 69) und 
damit auch der Kreisärztin (vgl. AB 131/4) bekannt; in Kenntnis davon ver-
neinte sie (wie auch zunächst der behandelnde orthopädische Chirurge PD 
Dr. med. D.________ [vgl. E. 3.2.1 hiervor]) eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Soweit nun aber die MEDAS-
Gutachter ihrerseits von einer Einschränkung von 30 % ausgehen, handelt 
es sich hierbei um eine andere Beurteilung unter Mitberücksichtigung mus-
kuloskelettärer (vgl. BB 3 S. 6 oben) und damit unfallfremder Faktoren (vgl. 
dazu schon AB 70). Abgesehen davon führt der Experte aus, die Ein-
schränkung bestehe vor allem in der Kopfrotation, welche der Beschwerde-
führer aber grundsätzlich durch Körperrotation grösstenteils kompensieren 
könne. Dass dadurch eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % attestiert wird, 
leuchtet nicht ein. Insoweit vermag das MEDAS-Gutachten nicht zu über-
zeugen.

3.6 Da die anhaltenden Beschwerden nach dem Dargelegten nicht auf 
einem unfallbedingten objektivierbaren organischen Substrat im Sinne ei-
ner bildgebenden oder allenfalls anderswie klar nachweisbaren strukturel-
len Veränderung beruhen, hat eine eigenständige Adäquanzprüfung Platz 
zu greifen (BGE 134 V 109 E. 2.1). Dabei kann die Frage, ob zwischen 
diesen Beschwerden und dem Unfallereignis ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, offen bleiben, weil es ohnehin am kumulativen Erforder-
nis des adäquaten Kausalzusammenhang mangelt (zur Zulässigkeit dieser 
Vorgehensweise: BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).

4.

Mit Blick auf die medizinische Aktenlage steht sachverhaltsmässig fest und 
wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten, dass dieser beim 
Ereignis vom 15. Juni 2013 weder ein Schleudertrauma der HWS noch 
eine dem Schleudertrauma adäquate Verletzung oder ein 
Schädelhirntrauma erlitten hat und zudem auch nicht an den typischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 21

Beschwerden nach einer solchen Verletzung gelitten hat. Entsprechend ist 
die Adäquanz vorliegend anhand der Psycho-Praxis zu prüfen (vgl. E. 2.7 
hiervor).

Bevor die Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien vorgenommen wird, ist 
die Unfallschwere festzulegen. Dafür ist an das Unfallereignis anzuknüpfen 
und der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden 
Kräften zu berücksichtigen, wobei die erlittenen Verletzungen Rückschlüs-
se auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten (vgl. 
E. 2.7 hiervor).

4.1 Hinsichtlich der Unfallschwere werden tätliche Auseinandersetzun-
gen rechtsprechungsgemäss in der Regel dem eigentlich mittleren Bereich 
zugeordnet (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 14. März 2013, 
8C_893/2012, E. 4.1); vereinzelt wurde auch ein mittelschweres Ereignis 
im Grenzbereich zu den schweren Unfällen angenommen, so 
beispielsweise bei einem Überfall in der eigenen Wohnung und dem Angriff 
durch zwei Vermummte, wobei die versicherte Person mit einer 
Eisenstange auf den Kopf sowie die schützenden Arme und Hände 
geschlagen wurde (Entscheid des BGer vom 6. Mai 2008, U 382/06, E. 4.2 
und 4.3). Unter Berücksichtigung dessen ist vorliegend das Ereignis vom 
15. Juni 2013, bei welchem der Beschwerdeführer anlässlich einer Ausein-
andersetzung gegen eine Scheibe gestossen wurde (vgl. AB 51/3 oben), 
entsprechend der Einschätzung der Beschwerdegegnerin (AB 175/12 Ziff. 
6.2) höchstens als mittelschwerer Unfall im mittleren Bereich zu qualifizie-
ren.

4.2 Da nach dem Ausgeführten maximal von einem mittelschweren Un-
fall im mittleren Bereich auszugehen ist, bedarf es zur Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs entweder der Erfüllung eines einzigen 
der relevanten Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder aber der 
(gewöhnlichen) Erfüllung dreier Kriterien (vgl. E. 2.7.3 hiervor).

4.2.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht auf-
grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Per-
son. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 22

gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Beja-
hung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. etwa Entscheid des BGer vom 
24. Mai 2013, 8C_15/2013, E. 7.1). Der Beschwerdeführer zog sich zwar 
erhebliche Verletzungen zu, doch musste er das Ereignis sicher nicht als 
lebensbedrohlich empfinden, zumal die Täter nicht bewaffnet waren. Objek-
tiv betrachtet war das Unfallereignis vom 15. Juni 2013 somit weder von 
dramatischen Umständen begleitet noch besonders eindrücklich.

4.2.2 Wie soeben erwähnt (vgl. E. 4.2.1 hiervor) erweisen sich die vom 
Beschwerdeführer erlittenen Verletzungen (namentlich die Facettenge-
lenksfraktur HWK 2) doch als schwer(er), wobei dieses Kriterium dennoch 
nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, zumal die Verletzung 
operativ ohne Komplikationen versorgt werden konnte und zeitgerecht ab-
heilte.

4.2.3 Dem entsprechend liegt auch keine ungewöhnlich lange Dauer der 
ärztlichen Behandlung vor und von körperlichen Dauerschmerzen kann bei 
objektiver Betrachtung nicht gesprochen werden, zumal die körperlichen 
Schmerzen, an denen der Beschwerdeführer leidet, nicht als klare Folge 
eines beim Unfall vom 15. Juni 2013 erlittenen körperlichen Gesundheits-
schadens erscheinen, weshalb auch die deswegen nötige ärztliche Be-
handlung bei der Adäquanzbeurteilung ausser Betracht zu bleiben hat (vgl. 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: BGer] 
vom 7. Juni 2006, U 414/05, E. 5.3). 

4.2.4 Auch können den Akten weder Anhaltspunkte für eine ärztliche 
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, noch 
für einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen ent-
nommen werden. Schliesslich ist auch das Kriterium der physisch beding-
ten Arbeitsunfähigkeit zu verneinen, zumal der Beschwerdeführer ab März 
2014 (vgl. E. 3.4 hiervor) wieder vollständig arbeitsfähig war und die da-
nach attestierte Arbeitsunfähigkeit lediglich mit den organisch nicht objekti-
vierbaren Schmerzen und der psychischen Symptomatik begründet wurden 
(vgl. E. 3.5 hiervor).

4.2.5 Zusammenfassend ist weder ein Kriterium in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt noch sind drei der Kriterien in einfacher Form gegeben. 

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Damit besteht zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfall 
vom 15. Juni 2013 kein adäquater Kausalzusammenhang.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 24

5.

5.1 Mangels adäquat kausaler Unfallfolgen besteht daher kein An-
spruch auf Leistungen der Unfallversicherung (mehr), insbesondere kein 
Rentenanspruch.

5.2 Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin den Fallabschluss vorgenommen hat. Dr. med. 
F.________ erklärte am 2. Juli 2014, dass der Beschwerdeführer in einer 
angepassten Tätigkeit, worunter auch die bisherige Tätigkeit zu subsumie-
ren sei, ganztags arbeitsfähig sei (AB 112). Diese Arbeitsfähigkeit wurde 
bereits im März 2014 erreicht (vgl. E. 3.4 hiervor). Schon damals waren zur 
Verbesserung der aufgrund der Unfallfolgen bedingten Arbeitsfähigkeit kei-
ne weiteren Behandlungen mehr nötig. In diesem Sinne führte Dr. med. 
F.________ denn auch aus, dass die aktuelle Physiotherapie noch zu Ende 
geführt werden solle (alsdann Theapiestopp; AB 112). In Übereinstimmung 
dazu hält nunmehr auch das MEDAS-Gutachten ausdrücklich fest, dass 
eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes durch medizini-
sche Massnahmen nicht zu erwarten sei (BB 3/8 Mitte). 

Mit Blick darauf, dass sich die von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung noch zu erwartende namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
einerseits nach der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115) und andererseits prognos-
tisch (und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen; SVR 2010 UV Nr. 3 
S. 14 E. 8.2) bestimmt, ist der Fallabschluss vorliegend nicht verfrüht er-
folgt. Nach dem Dargelegten hätte die Beschwerdegegnerin das Taggeld 
(vgl. E. 2.8 hiervor) bereits per Ende März 2014 (vgl. E. 3.4 hiervor) und die 
Heilbehandlung (vgl. E. 2.9 hiervor) per Ende Juli 2014 (gestützt auf 
AB 112) einstellen können.

5.3 Von weiteren Abklärungen, insbesondere von der Anordnung eines 
Gutachtens, sind keine rechtserheblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, 
weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 25

5.4 Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rech-
tens; die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und 
ist abzuweisen.

6.

6.1 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

6.1.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

6.1.2 Aufgrund der betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-
ge eingereichten Unterlagen ist die Prozessbedürftigkeit erstellt. Das vor-
liegende Beschwerdeverfahren ist auch nicht als von vornherein aussichts-
los zu bezeichnen. Zudem ist die anwaltliche Verbeiständung im Be-
schwerdeverfahren gerechtfertigt. Damit sind die Voraussetzungen zur 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung erfüllt. 
Das Gesuch ist somit gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ist Rechts-
anwalt B.________ als amtlicher Anwalt beizuordnen.

Soweit das Gesuch auch für die Befreiung von den Verfahrenskosten ge-
stellt wird, ist es hinfällig, da solche nicht zu erheben sind (Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

6.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 26

gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711), in Kraft seit dem 
1. Januar 2011, beträgt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Die von Rechtsanwalt B.________ eingereichte Kostennote vom 28. Juni 
2016 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Gestützt darauf wird sein tarif-
mässiger Parteikostenersatz inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer auf 
Fr. 4'421.80 (Fr. 3'975.-- Honorar, Fr. 119.25 Auslagen sowie Fr. 327.55 
Mehrwertsteuer) und seine amtliche Entschädigung auf Fr. 3'563.20 
(Fr. 3'180.-- Honorar [15.90h x Fr. 200.--/h], Fr. 119.25 Auslagen und 
Fr. 263.95 Mehrwertsteuer) festgesetzt. 

Die amtliche Entschädigung wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt 
der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 der Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Sept. 2016, UV/15/1126, Seite 27

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4'421.80 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ aus der Gerichts-
kasse eine auf Fr. 3'563.20 festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungs-
pflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.