# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4732879-262a-574b-8989-82219ad9a742
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.07.2019 100 2018 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-154_2019-07-18.pdf

## Full Text

100.2018.154U
KEP/TST/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juli 2019

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Tschumi

1. A.________
2. B.________
beide vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Einwohnergemeinde Thun
Baubewilligungsbehörde, Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun
Beschwerdegegnerin

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baupolizei; Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung für 
die Asphaltierung eines Wanderwegs und Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands (Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 
des Kantons Bern vom 24. April 2018; RA Nr. 110/2017/133)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ sind Alleineigentümer der Parzellen Thun 1 
Gbbl. Nr. 1________ («C.________») bzw. Nr. 2________ 
(«D.________»), die beide … in der Landwirtschaftszone sowie im 
kommunalen Landschaftsbildgebiet liegen. Auf den Parzellen befindet sich 
je ein (ehemaliges) Hofzentrum mit Wohn- und Ökonomiebauten, die über 
eine gemeinsame, insgesamt rund 450 m lange Zufahrtsstrasse 
(«E.________») an die Bauzone … angeschlossen sind. Mit 
Gesamtentscheid vom 23. Juni 2005 erteilte das Bauinspektorat der Ein-
wohnergemeinde (EG) Thun A.________ die Bewilligung für das Ein-
bringen von zwei 90 cm breiten Asphaltstreifen auf dem rund 325 m langen 
Abschnitt der Zufahrtsstrasse zwischen dem Hofzentrum «D.________» 
und dem ehemaligen Hofzentrum «C.________». In der Folge verzichtete 
A.________ auf den bewilligten Einbau der Asphaltstreifen und reichte am 
14. August 2007 eine Voranfrage für eine vollflächige Asphaltierung ein. 
Diese Anfrage beantwortete das Bauinspektorat der EG Thun am 21. Mai 
2008 abschlägig. Den negativen Entscheid begründete es unter anderem 
damit, dass über die Zufahrtsstrasse gemäss dem kantonalen Sachplan 
Wanderroutennetz eine Hauptwanderroute verlaufe und eine Verlegung 
desselben mit den Schutzbestimmungen des Landschaftsbildgebiets nicht 
vereinbar sei.

Aufgrund eines Hinweises des Tiefbauamts des Kantons Bern, Oberingeni-
eurkreis I (OIK I), führte das Bauinspektorat der EG Thun am 1. Dezember 
2015 eine Kontrolle durch und stellte fest, dass auf dem unteren Abschnitt 
der Zufahrtsstrasse zwischen den beiden Hofzentren ein vollflächiger bi-
tuminöser Hartbelag eingebaut worden war. Das Bauinspektorat gewährte 
A.________ und B.________ mit Schreiben vom 15. Februar 2016 Ge-
legenheit zur Stellungnahme. Mit Verfügung vom 20. Februar 2017 ordnete 
das Bauinspektorat den Rückbau des ohne Baubewilligung erstellten Hart-
belags an und wies A.________ und B.________ auf die Möglichkeit hin, 
ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Ein solches reichte 
A.________ am 15. März 2017 ein und beantragte zudem am 28. März 

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2017 eine Ausnahmebewilligung für Bauten ausserhalb der Bauzonen. Mit 
Verfügung vom 4. September 2017 verweigerte das Amt für Gemeinden 
und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) die Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24c des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700). Das Baugesuch wies 
die EG Thun mit Gesamtentscheid vom 15. September 2017 ab und 
forderte A.________ auf, den Hartbelag (inkl. der ergänzten Kofferung 
sowie der eingebauten Planier- und Heissmischtragschichten) ab der 
Liegenschaft … bis zur Liegenschaft … zu entfernen bzw. die Strasse in 
ihren ursprünglichen Zustand zurückzubauen.

B.

Gegen diese Verfügung reichten A.________ und B.________ am 
17. Oktober 2017 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirek-
tion des Kantons Bern (BVE) ein. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid 
vom 24. April 2018 ab, wobei sie eine neue Frist zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands ansetzte.

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 25. Mai 2018 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie stellen folgende Rechtsbegeh-
ren:

«1. Der Entscheid […] der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern vom 24. April 2018 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei den Beschwerdeführern für das Baugesuch […] die nach-
trägliche Baubewilligung zu erteilen,

eventualiter sei auf eine Anordnung der Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes vollumfänglich zu verzichten,

subeventualiter sei das Projekt in Bestätigung des rechtskräftigen 
Gesamtbauentscheides […] vom 23. Juni 2005 des Bauinspekto-
rates der Stadt Thun erneut zu bewilligen, bzw. in diesem Umfang 
keine Wiederherstellung vorzunehmen,

subsubeventualiter sei auf die Anordnung der Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustandes durch vollflächige Entfernung des 
Asphaltbelages zu verzichten, indem den Beschwerdeführern zu 

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gestatten sei, im Bereich der steilsten Stellen und der Kurven ge-
mäss lokaler richterlicher Feststellung zwei Fahrspuren für vierräd-
rige Motorfahrzeuge mit dem bestehenden Asphaltbelag zu belas-
sen und den Belag nur im Mittelstreifen zu entfernen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2018 schliesst die EG Thun sinn-
gemäss auf Abweisung der Beschwerde. Mit Vernehmlassung vom 7. Juni 
2018 beantragt die BVE Abweisung der Beschwerde.

Da A.________ und B.________ erstmals vor Verwaltungsgericht vor-
bringen, ihr Vorhaben diene landwirtschaftlichen Zwecken und sei daher 
zonenkonform, forderte der Instruktionsrichter das AGR am 25. Juni 2018 
auf, unter Einbezug des Amts für Landwirtschaft und Natur des Kantons 
Bern (LANAT) zur Zonenkonformität des Bauvorhabens Stellung zu neh-
men. Am 14. August 2018 reichte das AGR seine Stellungnahme zusam-
men mit einem Fachbericht des LANAT vom 7. August 2018 zur Zonen-
konformität ein. Zu diesen Unterlagen äusserten sich A.________ und 
B.________ sowie die EG Thun mit Eingaben vom 18. Oktober 2018 bzw. 
vom 22. August 2018. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2018 hat der In-
struktionsrichter ihren Antrag abgewiesen, die Berichte der beiden Fachbe-
hörden seien aus den Akten zu weisen. Zur Sache nahmen das LANAT am 
19. November 2018, das AGR am 20. November 2018 sowie A.________ 
und B.________ am 6. Februar 2019 erneut Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 
9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführer haben am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Ent-

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scheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an des-
sen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 BauG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht ein-
gereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Streitig ist zunächst, ob der Einbau des vollflächigen Hartbelags nachträg-
lich bewilligt werden kann. Dabei ist vorab umstritten, ob das Bauvorhaben 
zonenkonform ist.

2.1 Zur aktuellen Nutzungssituation ergibt sich Folgendes: Der Be-
schwerdeführer 2 führt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Hofzentrum 
im «D.________». Der Beschwerdeführer 1 ist dagegen nicht in der 
Landwirtschaft tätig. Er vermietet beide Wohnungen im «C.________» 
(ehemaliges Bauernhaus und Stöckli) an nicht in der Landwirtschaft er-
werbstätige Personen und überlässt dem Beschwerdeführer 2 den Ökono-
mieteil des Bauernhauses zusammen mit den Nutzflächen auf Parzelle 
Nr. 1________ zur landwirtschaftlichen Nutzung. Somit soll mit der hier 
interessierenden Weganlage ein Gebiet erschlossen werden, in welchem 
die Bodenflächen fast ausschliesslich landwirtschaftlich bewirtschaftet, die 
Wohnbauten aber zurzeit nicht mehr von in der Landwirtschaft tätigen 
Personen genutzt werden. 

2.2 Während in den vorinstanzlichen Verfahren noch unbestritten war, 
dass der ohne Bewilligung eingebaute Hartbelag zur Hauptsache der Er-
schliessung der zonenfremd genutzten Wohnbauten im «C.________» 
diene, machen die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht erstmals 
geltend, er erfülle im Wesentlichen landwirtschaftliche Zwecke. – Aus-
serhalb der Bauzone hat eine Strasse oft unterschiedliche Verwendungs-
zwecke, indem sie einerseits der zonenkonformen Erschliessung von land-
wirtschaftlichen Grundstücken dient, andererseits aber auch zonenfremde 
Gebäude erschliesst. In solchen Fällen ist für die Beurteilung der Zonen-

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konformität darauf abzustellen, welche Nutzung überwiegt bzw. ob die 
landwirtschaftliche Nutzung für sich allein den Bau der Strasse rechtfer-
tigen würde. Ist dies zu bejahen, kann die Zonenkonformität nicht deshalb 
verneint werden, weil die Strasse nebenbei auch einige zonenfremde Lie-
genschaften erschliesst (BVR 1994 S. 31 E. 2b und 3b). Würde hingegen 
die landwirtschaftliche Nutzung für sich allein den Bau nicht rechtfertigen, 
so macht die landwirtschaftliche Mitbenutzung die Strasse noch nicht zu 
einer zonenkonformen; dem landwirtschaftlichen Interesse ist in diesem 
Fall aber im Rahmen der bei zonenwidrigen Bauten vorzunehmenden 
(raumplanerischen) Interessenabwägung Rechnung zu tragen (BVR 2006 
S. 224 E. 7.3).

2.3

2.3.1 Gemäss dem Fachbericht des LANAT, Fachstelle Hochbau und 
Bodenrecht, vom 7. August 2018 (act. 7A) wird der fragliche Erschlies-
sungsweg zwar zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt (Holen von fri-
schem Gras, Erntearbeiten zur Herstellung des Dürrfutters, Ausbringen von 
Mist und Jauche, Transport von Heurundballen und Holz). Allerdings über-
wiegt nach dem Fachbericht die nichtlandwirtschaftliche Nutzung durch die 
Mieter der Wohnliegenschaften im «C.________» für die täglichen Zu- und 
Wegfahrten. Aufgrund der vorliegenden Gegebenheiten und Tatsachen 
schätzt das LANAT, dass der Weg zu einem Drittel landwirtschaftlich und 
zu zwei Dritteln nichtlandwirtschaftlich genutzt wird. Gestützt auf dies Aus-
führungen des LANAT kommt das AGR in seiner Stellungnahme vom 
14. August 2018 (act. 7) zum Ergebnis, der ohne Baubewilligung vollflächig 
asphaltierte Weg sei nicht überwiegend landwirtschaftlich im Sinn von 
Art. 16a RPG begründet und somit nicht zonenkonform.

2.3.2 Dem halten die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe vom 18. Oktober 
2018 (act. 13) entgegen, der fragliche Erschliessungsweg diene überwie-
gend der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und nur in untergeordneter 
Weise der nichtlandwirtschaftlichen Wohnnutzung. Für die verschiedenen 
(von den Beschwerdeführern im Einzelnen dargelegten) landwirtschaftli-
chen Arbeiten ergäben sich «mindestens rund» 698 landwirtschaftlich be-
gründete Fahrten pro Jahr. Für Zufahrten zu den nicht mehr landwirtschaft-
lich genutzten Wohnbauten werde der Weg dagegen durchschnittlich nur 

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104 Mal pro Jahr benutzt. Der Mieter des ehemaligen Bauernhauses fühle 
sich zu Hause sehr wohl und habe nicht oft das Bedürfnis, dieses zu ver-
lassen. Er führe gemäss eigenen Angaben maximal vier Fahrten pro Wo-
che aus. Zum anderen besässen die Mieter des ehemaligen Stöcklis kei-
nen eigenen Personenwagen und führten deshalb überhaupt keine motori-
sierten Fahrten durch. Im Ergebnis sei entgegen der Ansicht des LANAT 
bzw. des AGR davon auszugehen, dass der interessierende Weg überwie-
gend landwirtschaftlich genutzt werde. Der Beschwerdeführer 2 müsse für 
die Bewirtschaftung seines Gewerbes über einen vollflächigen Hartbelag 
verfügen.

2.3.3 Mit ergänzender Stellungnahme vom 20. November 2018 (act. 15) 
führt das AGR weiter aus, die Vorbringen der Beschwerdeführer änderten 
nichts an seiner bisherigen Einschätzung. Unter Berücksichtigung der örtli-
chen Gegebenheiten und einer üblichen landwirtschaftlichen Nutzung so-
wie einer zeitgemässen Nutzung der beiden Mietwohnungen müsse es 
nach wie vor davon ausgehen, dass die Zahl der nichtlandwirtschaftlichen 
Fahrten diejenige der landwirtschaftlich begründeten Fahrten übersteige. 
Die von den Beschwerdeführern dargelegte spezielle Mietsituation (wenige 
Autofahrten) sei nicht ausschlaggebend, könne sie sich doch relativ rasch 
wieder ändern. Mietverträge seien jederzeit unter Einhaltung der ordentli-
chen Fristen kündbar. Zudem sei der tägliche Gebrauch eines Privatfahr-
zeugs an solch abgelegenen Wohnlagen keine Seltenheit.

2.3.4 Hiergegen führen die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe vom 
6. Februar 2019 (act. 21) ins Feld, die aktuelle Mietsituation sei nicht aus-
sergewöhnlich. An solch abgelegenen Lagen seien heute nur noch natur-
verbundene Menschen an einer Miete interessiert, die sich in der Regel aus 
weltanschaulichen Gründen bewusst von der Nutzung eines eigenen Au-
tomobils distanzierten. Vor diesem Hintergrund sei klar, dass die landwirt-
schaftliche Nutzung des umstrittenen Zufahrtswegs im Vergleich zu dessen 
nichtlandwirtschaftlicher Nutzung überwiege und der Weg zonenkonform 
sei.

2.4 Die Beschwerdeführer bestreiten zu Recht nicht, dass mit Blick auf 
die Frage, ob die landwirtschaftliche oder die landwirtschaftsfremde Nut-
zung der Zufahrtsstrasse überwiegt, eine objektivierte bzw. längerfristige 

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Betrachtungsweise Platz greifen muss. Denn aller Voraussicht nach wer-
den der hier umstrittene Hartbelag und dessen raumplanerischen Auswir-
kungen im Fall einer nachträglichen Baubewilligung weit länger Bestand 
haben als die dargelegten Mietverhältnisse. Soll das Ziel, die Bau- und 
Nichtbaugebiete zu trennen bzw. die Landwirtschaftszone von nicht zwin-
gend erforderlichen Bauten und Anlagen weitgehend freizuhalten, nicht 
preisgegeben werden, kann bei der Erteilung von Ausnahmebewilligungen 
nicht auf bloss kurzfristige Bedürfnisse abgestellt werden. Eine Ausnahme-
bewilligung ausserhalb der Bauzonen soll grundsätzlich nur erteilt werden, 
wenn der Neu- oder Umbau auch tatsächlich über einen gewissen Zeitraum 
benötigt wird und seine Nutzung dementsprechend ausgewiesen ist (vgl. 
BGer 1A.226/2003 vom 27.5.2004 E. 3.1).

2.5 Soweit die Beschwerdeführer die Auffassung vertreten, dass die 
typische Mieterschaft der hier interessierenden Wohnungen in der Regel 
keine motorisierten Fahrzeuge benutzen würden, kann ihnen nicht gefolgt 
werden. Nicht nur steht ihre Behauptung im Widerspruch zum aktenkundi-
gen Umstand, dass die frühere Mieterschaft des ehemaligen Stöcklis of-
fenbar durchaus eigene Motorfahrzeuge nutzte (Vorakten EG Thun 
pag. 126). Sie ist auch nicht im Einklang mit den statistischen Auswertun-
gen der BVE, wonach der Besitz von Personenwagen in eher abgelegenen 
Gebieten stärker verbreitet ist als in den zentrumsnahen Gebieten, die mit 
öffentlichen Verkehrsmitteln besser erschlossen sind (vgl. Mobilität im 
Kanton Bern – Auswertung des Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015, 
Bern 2018 S. 15, einsehbar unter: <www.bve.be.ch>, Rubriken 
«Mobilität & Verkehr/Statistik»). Die fraglichen Wohnliegenschaften im 
«C.________» sind rund 650 m und 80 Höhenmeter von der nächst-
gelegenen Haltstelle des öffentlichen Verkehrs entfernt und liegen in einem 
Gebiet der ÖV-Güteklasse E (Richtplan des Kantons Bern, 
Massnahmenblatt B_10; Geoportal des Kantons Bern, einsehbar unter: 
<www.geo.apps.be.ch/de>, Rubriken «Kartenangebot/Öffentlicher 
Verkehr»). Bei diesen Gegebenheiten ist davon auszugehen, dass ein 
typischer Haushalt im «C.________» täglich mindestens einmal ein Auto 
benützt. Folglich ist auf dem hier interessierenden Strassenabschnitt mit 
wenigstens 1'400 landwirtschaftsfremden Zu- oder Wegfahrten pro Jahr 
zum oder vom «C.________» zu rechnen. Diese Fahrtenzahl übersteigt die 

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von den Beschwerdeführern angegebene Zahl von rund 700 landwirt-
schaftlichen Fahrten bei weitem. Somit erweist sich die Einschätzung des 
AGR, wonach die hier interessierende Zufahrtsstrasse überwiegend nicht-
landwirtschaftlich genutzt wird, als plausibel und schlüssig, sodass darauf 
abgestellt werden kann. Es erübrigt sich, die konkrete landwirtschaftliche 
Ertragslage durch einen neutralen Sachverständigen feststellen zu lassen, 
und der dahingehende Antrag der Beschwerdeführer wird abgewiesen.

2.6 Zusammenfassend erweist sich der in die Zufahrtsstrasse einge-
baute Hartbelag als nicht überwiegend landwirtschaftlich begründet und 
damit als nicht zonenkonform.

3.

Ist der Belagseinbau nicht zonenkonform, bleibt zu prüfen, ob eine Aus-
nahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG erteilt werden kann.

3.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid geprüft, ob eine 
nachträgliche Baubewilligung gestützt auf Art. 24c RPG gewährt werden 
kann. Mit Blick auf den Ausnahmetatbestand von Art. 24 RPG für standort-
gebundene Vorhaben hat sie auf die strenge Praxis des Bundesgerichts 
verwiesen und dabei zutreffend festgehalten, dass eine Standortgebun-
denheit grundsätzlich nicht aus einer zonenwidrigen Nutzung abgeleitet 
werden könne (BGer 1C_257/2012 vom 6.9.2012 E. 3.1, 1A.256/2004 vom 
31.8.2005, in BVR 2006 S. 224 E. 5; Rudolf Muggli, in Praxiskommentar 
RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 24 N. 16), womit eine 
nachträgliche Bewilligung des Hartbelags gestützt auf Art. 24 RPG zum 
Vornherein ausser Betracht fällt. Die übrigen, hier offensichtlich nicht an-
wendbaren Ausnahmetatbestände für das zonenwidrige Bauen ausserhalb 
der Bauzone hat die Vorinstanz zu Recht ausgeschlossen, was unbestritten 
geblieben ist.

3.2

3.2.1 Art. 24c RPG findet gemäss Art. 41 Abs. 1 der Raumplanungs-
verordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) Anwendung auf Bauten 

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und Anlagen, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor 
das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinn des 
Bundesrechts wurde (altrechtliche Bauten und Anlagen; BVR 2016 S. 471 
E. 3.2). Die streitige Zufahrtsstrasse stellt eine solche altrechtliche Anlage 
dar, da sie vor der Zuweisung des Gebiets zur Nichtbauzone bzw. vor dem 
1. Juli 1972 erstellt wurde (angefochtener Entscheid E. 5d; vgl. auch Luft-
bild Nr. … aus dem Jahr 1969, einsehbar unter: <www.map.geo.admin.ch>, 
Rubriken «Geokatalog/Grundlagen und Planung/Luft-, 
Satellitenbilder/Luftbilder swisstopo s/w»).

3.2.2 Nach Art. 24c Abs. 1 RPG sind bestimmungsgemäss nutzbare Bau-
ten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform 
sind, in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt. Abs. 2 desselben Artikels 
sieht vor, dass solche Bauten mit Bewilligung der zuständigen Behörde 
erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut wer-
den dürfen, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind. Laut 
Art. 42 RPV gilt eine Änderung als teilweise und eine Erweiterung als 
massvoll, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer 
Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt (Abs. 1). Massgebli-
cher Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität ist der Zustand, in 
dem sich die Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zuweisung zum Nicht-
baugebiet befand (Abs. 2). Ob die Identität der Baute oder Anlage im We-
sentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu 
beurteilen (Abs. 3). Eine Baute oder Anlage darf nur wieder aufgebaut wer-
den, wenn sie im Zeitpunkt der Zerstörung oder des Abbruchs noch be-
stimmungsgemäss nutzbar war und an ihrer Nutzung ein ununterbrochenes 
Interesse besteht (Abs. 4). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den 
wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Art. 24c Abs. 5 RPG) 
bzw. dürfen einer teilweisen Änderung keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Art. 43a Bst. e RPV). Dies bedingt eine Interessenabwä-
gung (BGer 1C_312/2016 vom 3.4.2017 E. 2.1, 1C_168/2015 vom 
11.5.2016 E. 3.1).

3.2.3 Somit darf die hier interessierende altrechtliche Erschliessungs-
strasse massvoll erweitert werden. Aus der Besitzstandsgarantie von 
Art. 24c RPG kann indes kein Anspruch auf zeitgemässe Erschliessung 

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altrechtlicher Wohnbauten ausserhalb der Bauzone abgeleitet werden 
(BGer 1C_257/2012 vom 6.9.2012 E. 3.1, 1A.256/2004 vom 31.8.2005, in 
BVR 2006 S. 224 E. 5).

3.3 Im angefochtenen Entscheid erwog die Vorinstanz, mit einer voll-
flächigen oder teilweisen Asphaltierung der Zufahrtsstrasse auf einer Länge 
von rund 325 m seien die Wesensgleichheit und der Rahmen der teilweisen 
Änderung überschritten. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG 
könne bereits aus diesem Grund nicht erteilt werden (angefochtener Ent-
scheid E. 5d). Darüber hinaus stünden dem Bauvorhaben überwiegende 
Interessen entgegen: Sowohl eine vollflächige als auch eine auf Fahrspu-
ren beschränkte Asphaltierung widersprächen den Zielen der Fuss- und 
Wanderweggesetzgebung sowie denjenigen des kommunalen Land-
schaftsbildgebiets nach Art. 35 des Gemeindebaureglements der Stadt 
Thun vom 2. Juni 2002 (nachfolgend: GBR; angefochtener Entscheid 
E. 5e). Zusammenfassend könne eine nachträgliche Baubewilligung weder 
für die Asphaltierung der Zufahrtsstrasse noch für das Belassen von Fahr-
spuren auf der gesamten Länge des hier interessierenden Wegabschnitts 
erteilt werden. Die negative Verfügung des AGR vom 4. September 2017 
sowie der darauf gestützte Bauabschlag der Gemeinde vom 15. September 
2017 seien somit zu bestätigen (angefochtener Entscheid E. 5f).

4.

Die Beschwerdeführer äussern sich in ihrer Beschwerde nicht zum Erfor-
dernis der Wesensgleichheit, welches die Vorinstanz im vorliegenden Fall 
als nicht erfüllt ansah.

4.1 Ob die Wesensgleichheit einer Baute oder Anlage bzw. deren Iden-
tität in ihren wesentlichen Zügen gewahrt bleibt, ist gemäss Art. 42 Abs. 3 
RPV unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen (vorne 
E. 3.2.2). Dabei ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts darauf 
abzustellen, ob die Änderung bei einer Gesamtbetrachtung von unterge-
ordneter Natur ist. Die Wesensgleichheit der Baute oder Anlage muss hin-
sichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie Zweckbestimmung gewahrt 

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werden und es dürfen keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf die 
Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen werden (BGE 
132 II 21 E. 7.1.1, 127 II 215 E. 3a und b S. 218 f.). Ob die so verstandene 
Identität noch gewahrt wird, beurteilt sich unter Würdigung aller raumrele-
vanten Gesichtspunkte in ihrem Zusammenwirken (zum Ganzen BGer 
1C_312/2016 vom 3.4.2017, in ZBl 2018 S. 314 E. 3.1).

4.2 Gemäss den Angaben im Baugesuch (Vorakten EG Thun pag. 17) 
haben die Beschwerdeführer den Zufahrtsweg auf der gesamten Länge 
von rund 325 m mit einem Asphaltbelag versehen, wobei die Kofferung 
ergänzt sowie eine Planier- und eine Heissmischtragschicht eingebaut 
wurden. Laut den Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Ent-
scheid war der ursprüngliche Weg mit nicht geländegängigen Fahrzeugen 
ganzjährig nur schlecht oder gar nicht befahrbar. Der vorgenommene Aus-
bau bezwecke den Weg ganzjährig befahrbar zu machen. Die baulichen 
Veränderungen ermöglichten somit eine wesentlich veränderte Nutzung 
des ursprünglich bloss mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und zu land-
wirtschaftlichen Zwecken genutzten Weges. Aus diesen, von den Be-
schwerdeführern unbestritten gebliebenen Feststellungen schloss die Vor-
instanz, die Wesensgleichheit sei nicht gewahrt. Hinzu komme, dass die 
vollflächige oder teilweise Asphaltierung auf einer Länge von rund 325 m 
zu einer nicht unerheblichen Veränderung des äusseren Erscheinungsbilds 
führe. Angesichts des völlig anderen Charakters einer asphaltierten Strasse 
gegenüber einer solchen mit Mergelbelag müsse das Vorhaben als neu-
bauähnlich bezeichnet werden. Der Rahmen einer teilweisen Änderung 
werde somit überschritten (zum Ganzen angefochtener Entscheid E. 5d).

4.3 Die Beschwerdeführer legen nicht dar, dass bzw. inwiefern die Vor-
instanz durch diese Beurteilung Recht verletzt haben sollte. Solches ist 
auch nicht ersichtlich. Die Würdigung der Vorinstanz ist nachvollziehbar 
und schlüssig, weshalb für das Verwaltungsgericht keine Veranlassung 
besteht, von ihr abzuweichen.

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5.

Soweit die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe sich bei der Ver-
weigerung der nachträglichen Baubewilligung zu Unrecht auf den Land-
schaftsschutz berufen, ergibt sich Folgendes:

5.1 Das Bauvorhaben befindet sich gemäss dem Zonenplan I der 
EG Thun vom 2. Juni 2002 in einem Landschaftsbildgebiet. Dabei handelt 
es sich um ein kommunales Schutzgebiet, welches die Grundnutzungsord-
nung – vorliegend die Landwirtschaftszone – überlagert. Gemäss Art. 86 
Abs. 1 BauG sind die Gemeinden verpflichtet, ästhetisch, historisch, kultu-
rell oder ökologisch wertvolle Landschaften und Landschaftsteile Schutz-
gebieten zuzuweisen und die dem Schutzzweck dienenden Bau- und Nut-
zungsbeschränkungen festzulegen (Beat Stalder, Raumplanungsrecht, in 
Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 373 ff., 
400 f. N. 62 f.; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 
4. Aufl. 2013/2017, Art. 86 N. 2 f.). In Schutzgebieten sind nur Bauvor-
haben gestattet, die den Schutzzweck nicht beeinträchtigen und den von 
der Gemeinde erlassenen Schutzvorschriften entsprechen oder standort-
gebunden sind (Art. 86 Abs. 3 BauG).

5.2 Gemäss Art. 35 Abs. 1 GBR sollen die Landschaftsbildgebiete we-
gen ihrer besonderen Eigenart und Schönheit, ihrer exponierten Lage oder 
ihrem hohen Erholungswert erhalten und nicht oder nicht weiter überbaut 
werden. Wie sich aus der Kommentarspalte des GBR zu Art. 35 Abs. 1 
ergibt, gelten für Landschaftsbildgebiete im Vergleich zu Landwirtschafts-
zonen, die nicht von einem Landschaftsbildgebiet überlagert sind, erhöhte 
Anforderungen an die Gestaltung der Bauten, Anlagen und Aussenräume.

5.3 Im von den Beschwerdeführern kritisierten Mitbericht vom 13. Juni 
2017 (Vorakten EG Thun pag. 28) hat das kommunale Planungsamt aus-
geführt, die vollflächige Asphaltierung widerspreche den Schutzzielen des 
Landschaftsbildgebiets und sei daher nicht bewilligungsfähig. Sollte der 
Ausbau der Zufahrt ausreichend begründet sein, sei aber allenfalls eine 
Befestigung mittels Fahrspuren und begrüntem Mittelstreifen denkbar. Auf 
eine Verbreiterung der Zufahrt gegenüber dem ursprünglichen Zustand sei 
zu verzichten, ebenso wie auf Anpassungen im Terrain. Ferner seien die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 14

Fahrspuren, wenn technisch möglich, mit sickerfähigem Material (Rasen-
gittersteinen) zu gestalten.

5.4 Die Rüge der Beschwerdeführer, der Mitbericht stütze sich auf ei-
nen unzutreffenden Sachverhalt, weil er zu Unrecht von einem Zutrittsrecht 
der Öffentlichkeit zu den betroffenen Privatgrundstücken ausgehe (Be-
schwerde Ziff. 34 f. S. 19), ist nicht stichhaltig. Denn es ist nicht ersichtlich, 
wie sich der Umstand, ob Dritte die Grundstücke der Beschwerdeführer 
betreten dürfen oder nicht, auf die Schlussfolgerungen im Mitbericht aus-
wirken könnte. Im Übrigen leuchten die Ausführungen des Planungsamts 
ein: Durch die Asphaltierung wurde die Zufahrtsstrasse von einem optisch 
naturnahen in einen technisch geprägten Zustand überführt und das Land-
schaftsbild wesentlich verändert. Da nach den Vorgaben des GBR grund-
sätzlich jede weitere Überbauung des Landschaftsbildgebiets verhindert 
werden soll (vorne E. 5.2), läuft die bereits ausgeführte Asphaltierung den 
Schutzzielen offensichtlich entgegen. Dasselbe gilt – wiewohl in weniger 
starkem Mass – auch für den Einbau bzw. das Belassen von asphaltierten 
Fahrspuren auf der gesamten Länge der Zufahrtsstrasse. Somit durfte die 
Gemeinde und die Vorinstanz die Baubewilligung (auch) mit Verweis auf 
den Mitbericht des Planungsamts bzw. entgegenstehende Interessen am 
Schutz des Landschaftsbilds verweigern. Mit dem Anlegen eines strengen 
Massstabs an die Landschaftsbildverträglichkeit im speziell geschützten 
Landschaftsbildgebiet hat die Gemeinde den ihr zustehenden Entschei-
dungsspielraum gewahrt.

5.5 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer kann aus dem Um-
stand, dass das Planungsamt seine Zustimmung für eine nachträgliche 
Bewilligung von Fahrspuren nicht zum Vornherein ausgeschlossen hat, 
nicht abgeleitet werden, dass ein Anspruch auf eine solche bestünde. Denn 
das Planungsamt hat seine Zustimmung davon abhängig gemacht, dass 
der Einbau bzw. das Belassen von asphaltierten Fahrspuren «ausreichend 
begründet» sei (vorne E. 5.3). Dass die Vorinstanz in der geltend ge-
machten «enormen Erosion» (Beschwerde Ziff. 16 S. 10 f.) keinen ausrei-
chenden Grund für eine vollflächige oder teilweise Asphaltierung erkannte, 
ist nicht zu beanstanden, war die bestimmungsgemässe Nutzung der Zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 15

fahrtsstrasse doch während mehrerer Jahrzehnte offenbar auch ohne Hart-
belag möglich.

6.

Weiter ist umstritten, ob die Vorinstanz die Baubewilligung auch mit der 
Begründung verweigern durfte, der Einbau eines Hartbelags sei unverein-
bar mit der Fuss- und Wanderweggesetzgebung.

6.1 Die Beschwerdeführer machen sinngemäss geltend, auf dem hier 
interessierenden Strassenabschnitt bestehe gar kein Wanderweg, weshalb 
die Fuss- und Wanderweggesetzgebung auf die vorliegende Streitigkeit gar 
nicht anzuwenden sei (Beschwerde Ziff. 27 S. 16). Die Öffentlichkeit sei 
nicht berechtigt, die Privatgrundstücke der Beschwerdeführer zu betreten; 
die Vorinstanz sei entgegen den Tatsachen von einem allgemeinen öffent-
lichen Fusswegrecht ausgegangen (Beschwerde Ziff. 28 S. 16). Im Weite-
ren habe der Beschwerdeführer 1 das Grundstück Nr. 1________ mit 
einem richterlichen Verbot belegen lassen (Beschwerde Ziff. 8 S. 7). Die 
Nutzung des Wanderwegs und das Aufstellen einer Signalisation durch den 
Verein Berner Wanderwege seien bisher nur geduldet worden. Auf diesen 
Umstand hätten sie die Baubewilligungsbehörde mehrmals, spätestens 
jedoch mit der Stellungnahme vom 7. August 2017 unmissverständlich 
hingewiesen (Beschwerde Ziff. 26 S. 15).

6.2 Gemäss Art. 28 der Strassenverordnung vom 29. Oktober 2008 
(SV; BSG 732.111.1) ist die Fuss- und Wanderweggesetzgebung auf die in 
der kantonalen und kommunalen Planung bezeichneten Wege anwendbar. 
Der hier interessierende Wegabschnitt ist im Sachplan Wanderroutennetz 
des Kantons Bern als Teil der Hauptwanderroute zwischen Thun und … 
verzeichnet (vgl. Kartenteil des Sachplans Wanderroutennetz, einsehbar 
unter: <www.geo.apps.be.ch/de>). Somit sind das Bundesgesetz vom 
4. Oktober 1985 über Fuss- und Wanderwege (FWG; SR 704) und die 
dazu erlassene kantonale Ausführungsgesetzgebung grundsätzlich auf die 
Zufahrtsstrasse anzuwenden. Allerdings ist der Bestand des Wanderwegs 
hier strittig. Die Beschwerdeführer sind indes darauf hinzuweisen, dass das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 16

Ziel der Fuss- und Wanderweggesetzgebung nicht nur darin besteht, der 
Öffentlichkeit bereits zugängliche Wanderwege zu erhalten, sondern – so-
weit erforderlich – auch Wanderwege neu anzulegen bzw. rechtlich abzusi-
chern (vgl. Art. 1 und Art. 6 Abs. 1 Bst. c FWG). Es soll verhindert werden, 
dass sich die Lage der Wanderwege verschlechtert (vgl. VGE 2012/78 vom 
12.11.2012 E. 4.2 mit Hinweis auf die Materialien).

6.3 Folglich kann nicht gesagt werden, an der Nutzung der Zufahrts-
strasse als öffentlicher Wanderweg bestünde keinerlei öffentliches Inte-
resse (vgl. auch Art. 3 Abs. 3 Bst. c RPG). Dies bestätigt auch der Fachbe-
richt Wanderwege des OIK I vom 12. Mai 2017 (Vorakten Stadt Thun 
pag. 30 ff.), wonach die betreffende Wanderroute zu den wichtigsten Wan-
derwegverbindungen im Naherholungsgebiet der Stadt Thun gehöre und 
von grosser touristischer Bedeutung sei. Es ist daher nicht ersichtlich, wes-
halb die Vorinstanz das Interesse an der Nutzung der Zufahrtsstrasse als 
Wanderweg im Rahmen von Art. 24c RPG als ein dem Bauvorhaben ent-
gegenstehendes Interesse nicht hätte berücksichtigen dürfen (vgl. allge-
mein auch VGE 2012/78 vom 12.11.12 E. 2.1). Allerdings stellt sich die 
Frage, wie weit dabei dem Umstand Rechnung zu tragen ist, dass der Be-
stand des Wanderwegs und der öffentliche Zugang rechtlich möglicher-
weise nicht gesichert sind. Wie es sich damit konkret verhält, braucht mit 
Blick auf die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens jedoch nicht weiter 
geklärt zu werden, zumal die Vorinstanz die Baubewilligung bereits wegen 
Überschreitens der (erweiterten) Bestandesgarantie (vorne E. 4) bzw. aus 
Gründen des Landschaftsschutzes (vorne E. 5) verweigern durfte.

7.

7.1 Zusammenfassend steht fest, dass die Vorinstanz die ersuchte 
nachträgliche Baubewilligung für die bereits ausgeführte vollflächige 
Asphaltierung und für das Belassen von durchgehenden asphaltierten 
Fahrspuren aus rechtlich zureichenden Gründen verweigert hat. Der für 
diesen Schluss erhebliche Sachverhalt ist hinreichend erstellt und wurde 
von der Vorinstanz nach dem Gesagten nicht fehlerhaft festgestellt. Somit 
können weitere Abklärungen unterbleiben (vgl. zur antizipierten Beweis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
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würdigung statt vieler BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BVR 2012 
S. 252 E. 3.3.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 18 N. 9 f.). Auch die von den Beschwerdeführern er-
wähnten weiteren Beweisvorkehren, namentlich die Durchführung eines 
Augenscheins bzw. einer Parteibefragung, sind somit nicht erforderlich. Die 
entsprechenden Beweisanträge werden abgewiesen.

7.2 Ist die Vorinstanz zum rechtskonformen Ergebnis gelangt, die Vo-
raussetzungen für das Bauen ausserhalb der Bauzonen seien nicht erfüllt, 
ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer in der Bewilligungsverwei-
gerung keine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 24 KV; Art. 26 BV) zu 
erblicken (vgl. zur teilweisen Bewilligungsfähigkeit aber hinten E. 8). Ob die 
Vorinstanz im Zusammenhang mit ihren Ausführungen zur diskutierten 
Verlegung des Wanderwegs das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer 
verletzt hat (vgl. Beschwerde Ziff. 18 ff. S. 12 ff.), kann offenbleiben. Denn 
selbst eine Verlegung des Wanderwegs bliebe ohne Einfluss auf die hier zu 
beurteilende Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens der Beschwerdefüh-
rer.

7.3 Zu erwähnen bleibt, dass die Beschwerdeführer auch aus der im 
Jahr 2005 erteilten Baubewilligung (vorne Bst. A) bzw. aus dem Grundsatz 
von Treu und Glauben (Art. 11 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]; Art. 9 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) nichts zu ihren 
Gunsten abzuleiten vermögen. Zu Recht hat die Vorinstanz in diesem Zu-
sammenhang darauf verwiesen, dass die Baubewilligung nie genutzt wurde 
und längst erloschen ist (angefochtener Entscheid E. 5b). Nach Ablauf der 
Geltungsfrist darf die Bauherrschaft nicht darauf vertrauen, dass dasselbe 
Bauprojekt erneut bewilligt wird, liegt doch der Sinn der Befristung gerade 
darin, dass der Fall nach Fristablauf neu überprüft wird (vgl. BGE 
119 Ib 397 E. 5c, 112 Ib 133 E. 1). Dies hätte den Beschwerdeführern be-
kannt sein müssen, zumal sie auf die Befristung der Baubewilligung in der 
Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich hingewiesen worden sind (Vorakten 
EG Thun pag. 169). Die Baubewilligung vom 23. Juni 2005 stellt somit 
keine taugliche Vertrauensgrundlage dar.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 18

8.

Im erstmals vor Verwaltungsgericht gestellten Subsubeventualantrag ersu-
chen die Beschwerdeführer darum, es sei ihnen zu gestatten, im Bereich 
der steilsten Stellen und der Kurven gemäss lokaler richterlicher Feststel-
lung zwei Fahrspuren für vierrädrige Motorfahrzeuge mit dem bestehenden 
Asphaltbelag zu belassen und den Belag nur im Mittelstreifen zu entfernen.

8.1 Die Behörde hat bei der Beurteilung des nachträglichen Bauge-
suchs unter anderem zu prüfen, ob das Bauvorhaben wenigstens teilweise 
bewilligt werden kann (Art. 46 Abs. 2 Bst. c BauG). Allfällige Eventualan-
träge auf eine teilweise Bewilligung des bereits ausgeführten Bauvor-
habens sind deshalb – in Abweichung vom «normalen» Projektänderungs-
verfahren – auch noch von den oberen Instanzen entgegenzunehmen 
(Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 14; vgl. auch BVR 2016 S. 79 E. 4.7). 
Somit hat das Verwaltungsgericht nachfolgend zu beurteilen, ob die ohne 
Baubewilligung ausgeführte Asphaltierung der Zufahrtsstrasse entspre-
chend dem Subsubeventualantrag zumindest in Teilen bewilligungsfähig 
ist.

8.2 Bereits die Vorinstanz hat darauf hingewiesen, dass ein punktueller 
Einbau befestigter Fahrspuren nicht zum Vornherein ausgeschlossen er-
scheine, soweit dadurch den Vorgaben des Raumplanungsrechts, des 
Landschaftsschutzes sowie der Fuss- und Wanderweggesetzgebung hin-
reichend Rechnung getragen werde (angefochtener Entscheid E. 6d). Die-
ser Auffassung ist zuzustimmen: Der auf den Bereich der steilsten Stellen 
und der Kurven beschränkte Einbau von Fahrspuren erscheint im Licht der 
raumplanungsrechtlichen Vorgaben von Art. 24c RPG nicht zum Vornhe-
rein unzulässig, solange die Identität der Zufahrtsstrasse in ihren wesentli-
chen Zügen gewahrt bleibt (BGer 1C_350/2014 vom 13.10.2015 E. 4 
m.w.H.; zum Identitätserfordernis vorne E. 4.1). Weiter hat das kommunale 
Planungsamt in seinem Mitbericht angetönt, dass es einem punktuellen 
Einbau von Fahrspuren aus Sicht des Landschaftsschutzes zustimmen 
könnte, wenn ein solcher ausreichend begründet sei (vorne E. 5.3). 
Schliesslich stünde dem Einbau von Fahrspuren auf einer kürzeren Wan-
derwegstrecke auch die Wanderweggesetzgebung nicht entgegen. Die 
Pflicht, beim Einbau ungeeigneter Beläge in einen Wanderweg Ersatz zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 19

schaffen (Art. 7 Abs. 2 Bst. d FWG i.V.m Art. 6 der Verordnung über Fuss- 
und Wanderwege 26.11.1986 [FWV; SR 704.1]; BGer 1C_105/2016 vom 
9.6.2016 E. 3.4), greift in der Regel bei kürzeren Strecken nicht. Eine Er-
satzpflicht besteht im Normalfall erst bei Strecken ab 100 m beim Einbau 
vollflächiger Beläge und bei Strecken ab 200 Metern beim Einbau von 
Fahrspuren (Sachplan Wanderroutennetz, Ziff. 3.5.3, einsehbar unter: 
<www.bve.be.ch>, Rubriken «Mobilität & Verkehr/Langsamverkehr»; 
ASTRA/Schweizer Wanderwege, Ersatzpflicht für Wanderwege: Vollzugs-
hilfe zu Artikel 7 des Bundesgesetzes über Fuss- und Wanderwege [FWG], 
Bern 2012, abrufbar unter: <www.astra.admin.ch>, Rubriken 
«Themen/Langsamverkehr/Vollzugshilfen», S. 27 f.; vgl. BVR 1992 S. 326 
E. 6d/bb, 1991 S. 222 E. 3b; VGE 2012/78 vom 12.11.2012 E. 4.6). Im 
Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung verlangt die Schonung 
des Landschaftsbildsgebiets aber danach, dass die Fahrspuren zur 
Gewährleistung einer sicheren Zufahrt zwingend erforderlich sind. Dies 
bedeutet insbesondere, dass keine weniger störenden Massnahmen wie 
z.B. eine Stabilisierung der Mergelschicht oder der Einbau von 
Rasengittersteinen ebenso zielführend sind. Das blosse Interesse an einer 
staubfreien Zufahrt oder an einer Minimierung des Strassenunterhalts 
genügt indessen nicht (BVR 1992 S. 326 E. 6d/dd, 1991 S. 222 E. 4d; 
VGE 2012/78 vom 12.11.2012 E. 4.6 m.w.H.). Wie bereits angetönt wurde 
(vorne E. 2.2), werden im Hinblick auf die Frage, ob und in welchem 
Umfang der Einbau von Fahrspuren notwendig ist, neben der 
(landwirtschaftsfremden) Nutzung der Wohnungen im «C.________» auch 
die Bedürfnisse für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzfläche 
mitzuberücksichtigen sein.

8.3 Es ist somit nicht ausgeschlossen, dass das angeführte Vorhaben 
im beschriebenen Umfang bewilligungsfähig ist. Mit Blick darauf wird nach 
dem Gesagten zunächst näher abzuklären sein, ob und gegebenenfalls in 
welchem Umfang eine teilweise Befestigung aus bautechnischer Sicht zur 
Gewährleistung einer sicheren Zufahrt objektiv zwingend erforderlich ist. 
Allerdings ist es nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, als erste Instanz 
den relevanten Sachverhalt im Einzelnen abzuklären und die dazu 
allenfalls noch nötigen Beweismassnahmen zu treffen. Der angefochtene 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
Seite 20

Entscheid ist daher aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

8.4 Die Beschwerdeführer rügen zu Unrecht, die Vorinstanzen hätten es 
unterlassen, den erstmals vor Verwaltungsgericht gestellten Antrag auf 
nachträgliche Bewilligung von Fahrspuren im Bereich der steilsten Stellen 
und der Kurven von Amtes wegen zu prüfen (Beschwerde Ziff. 42 S. 22). 
Solange keine entsprechenden Anträge gestellt werden, ist es auch im 
nachträglichen Baubewilligungsverfahren nicht Aufgabe der Behörden, sich 
mit jeder denkbaren Teilbaubewilligung auseinandersetzten. Vielmehr dür-
fen die Behörden grundsätzlich erwarten, dass die Baugesuchsteller ent-
sprechende Anträge stellen, insbesondere wenn sie wie im vorliegenden 
Fall anwaltlich vertreten sind.

9.

9.1 Im Fall des Bauabschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde 
zugleich darüber, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzu-
stellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Nachdem feststeht, dass die vollflä-
chige oder auf Fahrspuren beschränkte Asphaltierung der gesamten hier 
interessierenden Wegstrecke nachträglich nicht bewilligt werden kann, ist 
nachfolgend zu beurteilen, ob die Vorinstanz den Rückbau des nicht bewil-
ligungsfähigen Teils des Asphaltbelages zu Recht angeordnet hat.

9.2 Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 
liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht ver-
letzen, was von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 5 Abs. 2 und 3 und Art. 36 
Abs. 2 und 3 BV; Art. 47 Abs. 6 des Dekrets vom 22. März 1994 über das 
Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]; 
BVR 2013 S. 85 E. 5.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9 m.w.H.). Die 
Wiederherstellung ist dann unverhältnismässig, wenn die Abweichung vom 
Gesetz gering ist und die berührten öffentlichen Interessen den Schaden, 
welcher der Eigentümerin oder dem Eigentümer durch die Wiederherstel-
lung entstünde, nicht zu rechtfertigen vermögen. Auf den Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit kann sich auch eine bösgläubige Bauherrschaft be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.07.2019, Nr. 100.2018.154U, 
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rufen. Sie muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätz-
lichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der bau-
lichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässi-
gen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft 
allenfalls erwachsenden (wirtschaftlichen) Nachteile nicht oder nur in verrin-
gertem Mass berücksichtigen (vgl. BGE 132 II 21 E. 6.4; BVR 2006 S. 444 
E. 6.1, 2002 S. 8 E. 2; Zaugg/Ludwig, a.a.O, Art. 46 N. 9c/c).

9.3 Die Beschwerdeführer haben nicht gutgläubig im baurechtlichen 
Sinn gehandelt, indem sie die Zufahrtsstrasse ohne Baubewilligung mit 
einem Asphaltbelag versehen haben. Es muss ihnen klar gewesen sein, 
dass die vollflächige Asphaltierung nicht rechtmässig ist, nachdem die 
EG Thun die Voranfrage des Beschwerdeführers 1 für ebendieses Bauvor-
haben im Jahr 2008 negativ beantwortet hatte (vorne Bst. A).

9.4 Es kann im vorliegenden Fall nicht von einer bloss geringfügigen 
Abweichung vom Erlaubten gesprochen werden. Anders als die Beschwer-
deführer meinen, besteht an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-
stands zudem ein erhebliches öffentliches Interesse: Wie bereits dargelegt 
wurde, verlangen sowohl das Interesse an der Trennung des Baugebiets 
vom Nichtbaugebiet als auch die Interessen an der Erhaltung des Wander-
wegs und an der Schonung des Landschaftsbildgebiets den Rückbau des 
nicht bewilligungsfähigen Teils des Asphaltbelags. Der Rückbau ist über-
dies auch offensichtlich geeignet und erforderlich, um den rechtmässigen 
Zustand wiederherzustellen. Schliesslich ist er in Anbetracht der betroffe-
nen gewichtigen öffentlichen Interessen sowie der fehlenden Gutgläubigkeit 
der Beschwerdeführer ohne weiteres zumutbar und damit verhältnismässig. 
Dem baulichen und finanziellen Aufwand für die Wiederherstellung kommt 
dabei nur geringe Bedeutung zu (vorne E. 9.2). 

9.5 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer kann aus dem von 
ihnen eingereichten Gutachten des Inforama (Beschwerdebeilage 17) hin-
sichtlich der Verhältnismässigkeit der Wiederherstellung nichts Gegenteili-
ges abgeleitet werden. Ob eine bestimmte Massnahme verhältnismässig 
ist, bildet eine Rechtsfrage, die nicht sachverständigen Personen zu unter-
breiten, sondern von der Behörde selbst zu beantworten ist 

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(Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 19 N. 24).

9.6 Die Vorinstanz wird eine neue Frist zur Wiederherstellung anzuset-
zen haben, sobald entschieden ist, in welchem Umfang der Asphaltbelag 
zu entfernen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG).

10.

10.1 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Beschwerdeführern die 
nachträgliche Baubewilligung für die bereits vorgenommene Asphaltierung 
der Zufahrtsstrasse sowie für das Belassen durchgängiger asphaltierter 
Fahrspuren zu Recht verweigert und die Wiederherstellung angeordnet. Als 
begründet erweist sich indessen der erstmals vor Verwaltungsgericht ge-
stellte Antrag, es sei zu prüfen, ob im Bereich der steilsten Stellen und der 
Kurven zwei Fahrspuren zu belassen und der Belag nur im Mittelstreifen zu 
entfernen sei. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
Diese wird insbesondere abzuklären haben, inwiefern die teilweise Befesti-
gung mit Fahrspuren aus bautechnischer Sicht objektiv zwingend erforder-
lich ist.

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens dringen die Beschwerdeführer 
mit ihrem Rechtsmittel nur teilweise durch. Nach der Praxis des Verwal-
tungsgerichts ist im Kostenpunkt von einem Obsiegen auszugehen, sofern 
bei Vorliegen eines reformatorischen Antrags ein Rückweisungsentscheid 
ergeht und die infolge Rückweisung vorzunehmende Neubeurteilung – wie 
hier im Subsubeventualstandpunkt – noch zu einer Gutheissung des Be-
gehrens führen kann (BVR 2016 S. 222 E. 4.1). Demnach gelten die 
Beschwerdeführer für die Kostenverlegung im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren insgesamt als zu einem Viertel obsiegend und es sind ihnen – 
unter solidarischer Haftbarkeit (Art. 106 VRPG) – die Kosten für das Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht zu drei Vierteln aufzuerlegen (Art. 108 
Abs. 1 und 2 VRPG) und die Parteikosten zu einem Viertel zu ersetzen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

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11.

Rückweisungsentscheide gelten nach der Regelung des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) als Zwi-
schenentscheide. Sie können unter den Voraussetzungen von Art. 93 
Abs. 1 BGG mit dem in der Hauptsache offenstehenden Rechtsmittel, hier 
mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, selbständig 
angefochten werden (statt vieler BGE 140 V 282 E. 2 mit Hinweisen).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 24. April 2018 
wird aufgehoben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie-
sen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 3'000.--, werden den Beschwerdeführern zu drei Vierteln, ausma-
chend Fr. 2'250.--, auferlegt. Die verbleibenden Kosten werden nicht er-
hoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführern die Parteikosten 
für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 5'993.50 (inkl. Auslagen und MWSt), zu einem Viertel, ausmachend 
Fr. 1'498.40, zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführern
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Raumentwicklung
- dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und 

Kommunikation

und mitzuteilen:
- dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern
- dem Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.