# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb3c8c4c-d2ce-5686-aaee-6c5a4e188f1f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-04-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.04.2012 E-2600/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2600-2009_2012-04-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-2600/2009 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  A p r i l  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), Richter Kurt Gysi, 

Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. März 

2009 / N (…). 

 

 

E-2600/2009 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im März 2008 sei-

nen Heimatstaat verliess und auf dem Luftweg nach Rumänien gelangte, 

wo er bis am 23. August 2008 geblieben sei,  

dass er danach über verschiedene europäische Länder reiste und am 

26. August 2008 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz ge-

langte, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

B._______ um Asyl nachsuchte,  

dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ vom 2. September 2008 

sowie der Anhörung vom gleichen Tag zur Begründung seines Asylge-

suchs im Wesentlichen geltend machte, einem (…) in seinem Dorf ange-

hört und während der Friedenszeit den Liberation Tigers of Tamil Eelam 

(LTTE) unter anderem bei den Veranstaltungen geholfen zu haben, was 

die Criminal Investigation Division (CID) beobachtet und auf Video aufge-

nommen habe, 

dass die CID am 5. Juni 2007 den Beschwerdeführer und weitere Dorf-

bewohner mitgenommen, befragt und geschlagen habe,  

dass man sie am gleichen Tag wieder freigelassen habe und einer der 

Freigelassenen von Unbekannten auf dem Heimweg erschossen worden 

sei,  

dass später alle wieder gesucht worden seien, worauf der Beschwerde-

führer nicht mehr nach Hause gegangen sei, sondern sich im Wald und 

bei Verwandten versteckt habe,  

dass er im Wald LTTE-Aktivisten getroffen habe, die ihn zum Beitritt ge-

drängt hätten, worauf er nach Colombo gegangen sei und dort während 

etwa sieben Monaten in drei verschiedenen Lodges gewohnt habe,  

dass er sich zwar in Colombo angemeldet, dennoch ständig Angst gehabt 

habe, von der Polizei oder der SL-Army festgenommen zu werden, da es 

genüge, ein Tamile zu sein, um in den Verdacht zu geraten, bei den LTTE 

tätig zu sein, weshalb er ausgereist sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 18. März 2009 – eröffnet am 24. März 

2009 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, das Asylgesuch vom 26. August 2008 ablehnte, den Be-

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Seite 3 

schwerdeführer aus der Schweiz wegwies und den Vollzug der Wegwei-

sung anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. April 2009 (Eingabe und 

Poststempel) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde einreichte und unter anderem beantragte, die Verfügung des 

BFM sei aufzuheben, es sei vollumfängliche Einsicht in sämtliche Akten, 

insbesondere in die Akte A16/1, zu gewähren, es sei eine angemessene 

Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung anzusetzen und die 

Sache sei zur Neubeurteilung und Feststellung des vollständigen, richti-

gen und rechtserheblichen Sachverhalts an das BFM zurückzuweisen, 

eventuell sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und dem Beschwer-

deführer sei Asyl zu gewähren, eventuell sei die Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs festzustellen,  

dass er gleichzeitig zur Untermauerung seiner Vorbringen diverse Be-

weismittel zur Lage in Sri Lanka einreichte,  

dass auf die Begründung, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen wird,  

dass die zuständige Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichts 

mit Zwischenverfügung vom 30. April 2009 dem Beschwerdeführer Ak-

teneinsicht gewährte und ihm eine Frist zur Beschwerdeergänzung an-

setzte sowie ihm mitteilte, er dürfe den Ausgang des Verfahren in der 

Schweiz abwarten,  

dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet wurde,  

dass der Beschwerdeführer am 14. Mai 2009 eine Beschwerdeergänzung 

mit einem Todesregisterauszug, wonach sein Freund C._______ am 5. 

Juni 2007 erschossen worden sei und diese Tat als Mord qualifiziert wor-

den sei, einreichte, 

dass der Beschwerdeführer mit einem weiteren Schreiben vom 5. Januar 

2011 verschiedene Beweismittel zur aktuellen Lage nach dem Krieg den 

Akten zukommen liess, 

 

 

 

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und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. 

Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

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Seite 5 

dass es dabei auf die Intensität, die Gezieltheit und die Aktualität dieser 

Nachteile ankommt,  

dass für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, um die es vorlie-

gend geht, der Zeitpunkt des Asylentscheides massgeblich ist und zu prü-

fen ist, ob die Furcht vor Verfolgung in diesem Zeitpunkt (noch) besteht 

und begründet ist, wobei seit der Ausreise eingetretene Veränderungen 

der objektiven Situation im Verfolgerstaat zu Gunsten und zu Lasten der 

asylsuchenden Person zu berücksichtigen sind (vgl. EMARK 2005 

Nr. 18).  

dass das BFM zur Begründung seines negativen Entscheids im Wesentli-

chen ausführte, die geltend gemachten Vorkommnisse hätten sich im 

Herkunftsland im D._______ Distrikt zugetragen, weshalb es sich um lo-

kal oder regional beschränkte Verfolgungsmassnahmen handle,  

dass sich der Beschwerdeführer von Mitte 2007 bis zu seiner Ausreise 

Mitte März 2008 in Colombo aufgehalten habe,  

dass er im Zug von D._______ nach Colombo habe reisen und dabei oh-

ne Probleme Kontrollen passieren können,  

dass er sich in Colombo bei den Behörden angemeldet habe und bei den 

behördlichen Kontrollen in der Unterkunft jeweils unbehelligt geblieben 

sei,  

dass er schliesslich die Ausreise- beziehungsweise die Zugangskontrol-

len zum Flughafen habe passieren und auf dem Luftweg ausreisen kön-

nen,  

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers damit den Anforderungen an 

die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhielten, und 

sein Asylgesuch abzuweisen sei, 

dass der Wegweisungsvollzug nach Sri Lanka zulässig, zumutbar und 

möglich sei, 

dass insbesondere keine individuellen Wegweisungshindernisse vorlä-

gen,   

dass der Wegweisungsvollzugs in den Norden des Landes unter den 

(damals) aktuellen dortigen Verhältnissen des Bürgerkrieges zwar nicht 

zumutbar erscheine, dem Beschwerdeführer indes freistehe, in Colombo 

http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/18
http://links.weblaw.ch/EMARK-2005/18

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Seite 6 

Wohnsitz zu nehmen, wo er vom Vater finanziell unterstützt bereits gelebt 

habe, so dass er wieder die Möglichkeit habe, vom Vater Unterstützung, 

zumindest während seiner sozialen und wirtschaftlichen Eingliederung im 

Grossraum Colombo zu erhalten,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift darauf hinwies, 

die Vorinstanz habe zu Unrecht lediglich auf lokale Verfolgung geschlos-

sen, nur weil er unbehelligt nach Colombo habe reisen, dort bleiben und 

mit eigenem Pass ausreisen können, zumal sie ihn nie nach individuellen 

Umständen befragt habe, weshalb der Sachverhalt unvollständig abge-

klärt worden sei,  

dass namentlich denkbar wäre, dass durch die Videoaufnahmen anfäng-

lich lokale Verfolgungsmassnahmen in eine landesweite Verfolgung um-

geschlagen hätten, 

dass er den Todesschein seines Freundes und zwei Fotos eingereicht 

habe, die Bedeutung dieser Dokumente jedoch nirgendwo abgeklärt wor-

den seien,  

dass zudem Suggestivfragen gestellt worden seien, die zu einer Fehlin-

terpretation des Sachverhalts geführt hätten,  

dass der Beschwerdeführer in einem weiteren Schreiben vom 5. Januar 

2011 zur aktuellen Gefährdungslage geltend machte, dass anhand der 

heutigen vorherrschenden Verhältnisse in Sri Lanka, eindeutig von einer 

landesweiten Verfolgung auszugehen sei, da Personen mit einem LTTE-

Profil oder auch solche, die der LTTE-Unterstützung verdächtigt würden, 

durch staatliche und paramilitärische Kräfte verhaftet und ohne recht-

staatliches Verfahren und unter prekären Haftbedingungen gefangen  

gehalten würden,  

dass im Norden Sri Lankas die Mitglieder der EPDP, TELO und PLOTE 

mit Zustimmung der Regierung ihre Parteibüros betreiben würden und 

von diesen Gruppen insbesondere die Gefahr ausginge, dass der Be-

schwerdeführer als Verdächtiger auf extralegale Weise liquidiert werde,  

dass nach Mai 2009 sowohl seinem Vater als auch seinem Anwalt Briefe 

zugestellt worden seien, wonach der Beschwerdeführer gesucht werde 

und im Juni 2010 eine gerichtliche Vorladung eingegangen sei, wonach 

sich der Beschwerdeführer bei den Behörden zu melden habe,  

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dass nun der Vater untergetaucht sei, da er selbst Opfer einer Reflexver-

folgung geworden sei, nachdem die Sicherheitskräfte den Sohn gesucht 

hätten,  

dass das Bundesverwaltungsgericht nach der Prüfung der Akten in Über-

einstimmung mit der Vorinstanz zur Ansicht gelangt, die Vorbringen des 

Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die Flüchtlingseigen-

schaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten, so dass auf eine weiterge-

hende Darlegung allfälliger Unglaubhaftigkeitselemente im Sinne von 

Art. 7 AsylG verzichtet werden kann,  

dass mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass die vom Beschwerdeführer 

geltend gemachten Nachteile aus dem Jahre 2007 regional beschränkter 

Natur gewesen sind, was sich auch daraus erkennen lässt, dass der Be-

schwerdeführer problemlos nach Colombo reisen, sich dort anmelden 

und unbehelligt leben konnte,  

dass damit, wie das BFM zu Recht feststellte, eine innerstaatliche Flucht-

alternative bestanden hat,  

dass keine Veranlassung zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

besteht, da der Sachverhalt angesichts des Bestehens einer inländischen 

Fluchtalternative als genügend erstellt zu erachten ist,    

dass sodann die Verfolgungsgefahr seit der vernichtenden Niederlage der 

LTTE im Mai 2009 vollständig weggefallen ist und somit diesbezüglich die 

Aktualität asylbeachtlicher Nachteile zu verneinen ist,  

dass nämlich der Vorfall im Juni 2007, wonach der Beschwerdeführer 

während eines Tages festgenommen und geschlagen sowie sein Bekann-

ter nach der Freilassung durch die Sicherheitskräfte (vermutlich durch 

diese) erschossen worden sei, vor dem Hintergrund der damals im Lande 

herrschenden Situation des Bürgerkriegs zu sehen ist, mit dessen Ende 

und der Niederlage der LTTE sich die Situation jedoch grundlegend ge-

ändert hat,  

dass die Sicherheits- und Menschenrechtslage zwar noch nicht in allen 

Teilen des Landes zufriedenstellend ausfällt, die Anzahl von Gewaltereig-

nissen wie namentlich Entführungen, Verschleppungen und Tötungen je-

doch erheblich zurückgegangen ist, 

dass auch der Einfluss der bewaffneten Gruppen seit dem Ende des Bür-

gerkrieges stark abgenommen hat, auf eine Zusammenarbeit der Regie-

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rung mit bewaffneten Organisationen oder Gruppierungen keine Hinweise 

mehr bestehen und Behelligungen der Zivilbevölkerung von Seiten krimi-

neller Einzeltäter oder bewaffneter Gruppen inzwischen von den zustän-

digen Behörden geahndet werden, 

dass zum jetzigen Zeitpunkt angesichts der Beendigung des Bürgerkriegs 

und der Niederlage der LTTE – entgegen der Ansicht im Schreiben zur 

aktuellen Lage vom 5. Januar 2011 – erst recht davon ausgegangen wer-

den kann, dass seitens der srilankischen Behörden kein Verfolgungsinte-

resse an der Person des Beschwerdeführers besteht, zumal er – ausser 

dass er bei Veranstaltungen den LTTE geholfen habe – niemals aktiv die 

LTTE unterstützte und ihr nicht beigetreten ist, nachdem er offensichtlich 

dazu gedrängt worden war,  

dass heute in Sri Lanka lediglich gegen Personen vorgegangen wird, die 

ernsthaft unter Verdacht stehen, eine Gefahr für die Sicherheit des sri-

lankischen Staates darzustellen, und behördlicherseits auch konsequent 

gegen sie vorgegangen wird, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall 

(gewesen) ist,  

dass somit das im Schreiben vom 5. Januar 2011 erwähnte Vorbringen, 

der Beschwerdeführer werde gesucht und sein Vater habe im Juni 2010 

eine gerichtliche Vorladung erhalten, offensichtlich nicht den Tatsachen 

entsprechen kann und lediglich vorgebracht wurde, um der Beschwerde 

noch mehr Gewicht zu verleihen und eine asylrechtlich relevante Verfol-

gung aufzuzeigen, 

dass diese Vermutung dadurch bestätigt wird, dass der Beschwerdefüh-

rer die angebliche Vorladung bis heute nicht einreichte,  

dass der Beschwerdeführer darüber hinaus nichts anführt, was seine 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG belegen könnte,  

dass in der Beschwerdeeingabe ansonsten nichts vorgebracht wurde, 

was zu einem anderen Ergebnis führen könnte, erschöpft sich diese ins-

besondere in der Wiedergabe des Sachverhalts und in Schilderungen, die 

angesichts der veränderten Lage in Sri Lanka weitgehend übersteigert 

präsentiert werden,  

dass aufgrund der vorstehenden Ausführungen davon auszugehen ist, im 

heutigen Zeitpunkt müsse nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

angenommen werden, dem Beschwerdeführer drohten bei einer Rück-

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kehr in seinen Heimatstaat ernsthafte Nachteile im Sinne des Asylgeset-

zes, 

dass es sich damit erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der 

Rechtsmitteleingabe im Einzelnen einzugehen,  

dass den zahlreichen auf Beschwerdeebne eingereichten Beweismitteln 

nur ein geringer Beweiswert zukommt, zumal es sich dabei nicht um kon-

krete, auf den Beschwerdeführer bezogene Dokumente, sondern vorwie-

gend um allgemeine Lagebeurteilungen handelt,  

dass das Bundesamt das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach 

zu Recht abgewiesen hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat, 

wobei der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen ist 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG),  

dass vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und 

zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 

2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den ge-

setzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht 

angeordnet wurde (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 737), 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vor-

gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-

lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-

länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2009/50

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des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

– wie rechtskräftig feststeht – dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, 

eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft 

zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flücht-

lingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren keine An-

wendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige 

Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), 

von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 

4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung auf Grund der damals ak-

tuellen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts den Wegwei-

sungsvollzug in den Norden Sri Lankas als unzumutbar erachtete,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit zur Publikation vorgesehenem 

Urteil BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 angesichts der verän-

derten Lage nach dem Ende des srilankischen Bürgerkriegs im Mai 2009 

kürzlich eine neue Beurteilung der Situation und der entsprechenden Zu-

mutbarkeitskriterien vorgenommen hat und dabei im Wesentlichen zur 

Einschätzung gelangt ist, dass im südlichen Distrikt von Vavuniya – in 

welchem der Beschwerdeführer bis Juni 2007 gelebt hatte – sich die La-

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Seite 11 

ge seit der Beendigung des bewaffneten Konflikts im Mai 2009 deutlich 

gebessert und die Versorgungslage entspannt hat (a.a.O. E 13.2.1), 

dass die Polizei- und Zivilbehörden ihre Funktionen und Tätigkeiten wie-

der aufgenommen beziehungsweise von den Militärbehörden übernom-

men haben, keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die politi-

sche Lage nicht dermassen angespannt ist, dass eine Rückkehr dorthin 

als generell unzumutbar eingestuft werden müsste, 

dass angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach 

wie vor fragilen Lage im Hinblick auf den Vollzug der Wegweisung in die-

ses Gebiet eine sorgfältige, zurückhaltende Beurteilung der individuellen 

Zumutbarkeitskriterien vorzunehmen ist, so ist neben allgemeinen Fakto-

ren (wie sozio-ökonomischen und medizinischen Aspekten, dem Kindes-

wohl usw.) auch dem zeitlichen Element gebührend Rechnung zu tragen 

(zum Folgenden BVGE E-6220/2006 E. 13.2.1.1 f.), 

dass für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet 

erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen haben, 

der Wegweisungsvollzug zurück in dieses Gebiet als grundsätzlich zu-

mutbar zu beurteilen ist, wenn davon ausgegangen werden kann, dass 

die betreffende Person auf die gleiche oder gleichwertige Lebens- und 

Wohnsituation zurückgreifen kann, die im Zeitpunkt der Ausreise bestand, 

und dem Wegweisungsvollzug auch anderweitig nichts entgegensteht,  

dass – liegt der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordpro-

vinz indessen längere Zeit zurück (vor Beendigung des Bürgerkriegs im 

Mai 2009) oder gehen konkrete Umstände aus den Verfahrensakten her-

vor, dass sich die Lebensumstände seit der Ausreise massgeblich verän-

dert haben könnten – die aktuell vorliegenden Lebens- und Wohnverhält-

nisse sorgfältig abzuklären sind, 

dass der junge, alleinstehende und (soweit aktenkundig) gesunde Be-

schwerdeführer aus E._______, im südlichen Distrikt von D._______ 

stammt und dort mit einem Unterbruch, als die Familie in F._______ ge-

lebt habe, erneut von 1994 bis zur Ausreise im März 2008 grösstenteils 

lebte, dort die Schule besuchte und (…) sowie in (…) arbeitete, 

dass er somit in E._______ und in D._______ über ein soziales Netz ver-

fügen dürfte und auch angenommen werden kann, dass sein Vater sowie 

seine Schwester und Tante immer noch dort leben, 

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Seite 12 

dass er möglicherweise auf Grund seiner mehrjährigen Landesabwesen-

heit bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit gewissen Schwierigkeiten 

konfrontiert werden könnte, an dieser Stelle jedoch festzuhalten ist, dass 

er mit der finanziellen Unterstützung seiner Familie, seiner Bekannten 

sowie Kollegen und allenfalls bei Bedarf seiner im Ausland lebenden 

Verwandten rechnen und sich eine berufliche Existenz aufbauen kann,  

dass sich aus den Akten ferner keine konkreten Angaben ergeben, auf-

grund derer allenfalls geschlossen werden könnte, der Beschwerdeführer 

geriete im Falle der Rückkehr in seinen Heimatstaat aus individuellen 

Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine 

existenzbedrohende Situation, 

dass weder die allgemeine Lage vor Ort noch individuelle Gründe auf ei-

ne konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-

halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend insgesamt als zumutbar zu 

erachten ist, 

dass im Übrigen, worauf das BFM zu Recht hinwies, mit dem Grossraum 

Colombo, wo der Beschwerdeführer immerhin neun Monate bis zu seiner 

Ausreise unbehelligt lebte, eine inländische Wohnsitzalternative besteht,  

dass diese bereits zum Zeitpunkt der Rechtsmitteleingabe gemäss dama-

liger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVGE 

2008/2) bestand, weshalb dem Beschwerdeführer kein rechtliches Gehör 

zur neuen Rechtsprechung gewährt wurde (vgl. BVGE D-4935/2007 vom 

21. Dezember 2011),   

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

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Seite 13 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf 

insgesamt Fr. 600.- festzusetzen sind (Art. 1 – 3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser 

 

 

Versand: