# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c2b95f3-95fd-510b-9f74-83a25dc28354
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.11.2009 UV 2008/128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-128_2009-11-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/128

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2020

Entscheiddatum: 02.11.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 02.11.2009
Art. 16 UVG; Art. 6 ATSG: Verneinung eines weitergehenden 
Taggeldanspruchs wegen Fehlens anhaltender Unfallrestfolgen bzw. einer 
aus Unfallsicht bestehenden 100%-igen Arbeitsfähigkeit (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. November 2009, UV 
2008/128).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 2. November 2009

in Sachen

L.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Taggeldleistungen

Sachverhalt:

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A.       

A.a   Der 1963 geborene L.___ war bei der A.___ Zürich, als Bauarbeiter mit einem 

Pensum von 100% und bei der B.___ als Reiniger mit einem Teilzeitpensum von zehn 

Wochenstunden angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert, als er am 

18. Dezember 2006 auf einer Baustelle in Wädenswil bei Ausschalungsarbeiten von 

einem Dreitritt auf den Boden fiel und sich dabei am linken Fuss und am Rücken 

verletzte (Suva-act 1, 2 und 22). Im Arztzeugnis UVG vom 4. März 2006 bestätigte das 

Spital Zimmerberg, Horgen, eine Erstkonsultation am 8. Dezember 2006 (recte: 18. 

Dezember 2006) und gab als Diagnose eine Distorsion des oberen Sprunggelenks 

(OSG) links sowie eine Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) bei bekanntem M. 

Scheuermann mit persistierendem (…….) LWK4, Spondylarthrose L4-L5, L5-S1, 

Discusprolaps L4/5 an. Die gleichentags durchgeführte röntgendiagnostische 

Untersuchung ergab jedoch weder im Bereich des OSG noch der LWS ossäre 

Pathologien bzw. frische Frakturen. Dem Versicherten wurde eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit vom 18. bis 22. Dezember 2006 attestiert (Suva-act. 16). Die Suva 

erbrachte für den Unfall vom 18. Dezember 2006 die gesetzlichen Leistungen.

A.b   Wegen anhaltender lumbaler Schmerzen erfolgte am 2. April 2007 auf 

Überweisung seiner Hausärztin C.___, pract. Ärztin, eine Untersuchung des 

Versicherten durch Dr. med. D.___, Physikalische Medizin FMH, (Suva-act. 18) mit 

nachfolgender Behandlung (Suva-act. 21, 23). Med. pract. C.___ attestierte dem 

Versicherten eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 27, 31, 42). Am 11. 

September 2007 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. E.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie, statt, der den Versicherten im Untersuchungsbericht 

vom 21. September 2007 im Nebenberuf als Reiniger ab 17. September 2007 zu 100% 

arbeitsfähig erachtete. In Bezug auf den Hauptberuf bei der A.___ hielt er eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit ab 17. September 2007 fest. Der Versicherte habe damit die 

Gelegenheit, seine Kondition aufzubauen. Spätestens ab November 2007 könne auf 

100% gesteigert werden (Suva-act. 44). Med. pract. C.___ schrieb den Versicherten 

weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 46, 49, 50, 53). Wegen 

krankheitsbedingter Abwesenheit dieser Ärztin konsultierte der Versicherte am 16. April 

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2008 Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, der am 25. Mai 2008 der 

Suva Bericht erstattete (Suva-act. 63).

A.c   Nach einer weiteren kreisärztlichen Beurteilung durch Dr. E.___ (Suva-act. 68) 

eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 23. Juni 2008, dass sie ihn in 

der Tätigkeit als Reiniger ab dem 17. September 2007 zu 100% arbeitsfähig erachte. In 

der Tätigkeit als Bauarbeiter gelte er gemäss kreisärztlicher Beurteilung ab dem 17. 

September 2007 zu 50% arbeitsfähig. Ab November 2007 hätte jedoch auch hier eine 

volle Arbeitsfähigkeit bestehen müssen (Suva-act. 90).

B.       

Die von Rechtsanwalt lic. iur. M. Maiullari, Zürich, für den Versicherten am 4. Juli 2008 

erhobene Einsprache (Suva-act. 91) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 

14. Oktober 2008 ab (Suva-act. 94).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte am 12. November 2008 

Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und es seien ihm die bislang ausstehenden sowie zukünftige Taggelder auszurichten. 

Zur Begründung führt er im Wesentlichen aus, er leide nunmehr seit dem in Frage 

stehenden Unfall unter Kreuzschmerzen, die in den letzten Jahren an Intensität 

zugenommen hätten und seine gesundheitliche Situation und Arbeitsfähigkeit nach wie 

vor beeinträchtigen würden. Die Beschwerden träten vor allem nach längerem Stehen, 

Gehen oder Sitzen in der gleichen Körperstellung auf. Trotz ärztlicher und 

physiotherapeutischer Behandlungen habe keine wesentliche Besserung erreicht 

werden können. Laut Dr. F.___ sei sogar mit einem neuen degenerativen Leiden zu 

rechnen. Er, der Beschwerdeführer, sei der Ansicht, dass er zumindest vorläufig nicht 

einmal leichte Arbeiten ausführen könne. Es liege eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in 

allen Berufen vor und die Taggeldleistungen dürften daher nicht eingestellt werden.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2008 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

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C.c   Mit Replik vom 19. Januar 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinem 

Rechtsbegehren fest. Er könne sich der Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach 

die Kreuzschmerzen nichts mehr mit dem Unfall zu tun hätten, sondern auf 

degenerative Ursachen und psychische bzw. psychosoziale Faktoren zurückzuführen 

seien, nicht anschliessen. Er habe vor dem Unfall weder Rückenschmerzen noch 

psychische Probleme gehabt. Der Kreisarzt habe nie eine gründliche Untersuchung 

durchgeführt, weshalb dessen Feststellungen nicht als genügende Beweisgrundlage 

dienen könnten.

C.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

C.e Auf weitere Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    In der Verfügung vom 23. Juni 2008 (Suva-act. 90) bzw. im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2008 (Suva-act. 94) erachtete die 

Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Reiniger ab dem 17. 

September 2007 zu 100% und in jener als Bauarbeiter zu 50% arbeitsfähig. Ab 

November 2007 geht sie auch in Bezug auf die Tätigkeit als Bauarbeiter von einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit aus. Nach Ansicht des Beschwerdeführers besteht als 

Folge des Unfalls vom 18. Dezember 2006 in beiden Tätigkeiten nach wie vor eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. Streitig und zu prüfen ist mithin der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf ein weiteres Taggeld basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 

100% ab dem 17. September 2007 in beiden vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeiten.

1.2    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Grundlagen hinsichtlich eines Anspruchs auf Taggelder (Erwägung 1) 

zutreffend dar; darauf kann verwiesen werden.

1.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 

125 V 352 E. 3a mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. K 124 S. 214). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee mit Hinweis).

2.        

2.1    Beim Ereignis vom 18. Dezember 2006 erlitt der Beschwerdeführer laut 

Arztzeugnis des Spitals Zimmerberg vom 4. März 2007 eine LWS-Kontusion sowie eine 

OSG-Distorsion rechts (Suva-act. 16). Letztere verursacht dem Beschwerdeführer 

offensichtlich keine Beschwerden mehr und kann aufgrund der Akten als geheilt 

betrachtet werden. Hingegen klagt der Beschwerdeführer weiterhin über 

Kreuzschmerzen, die angeblich vor allem nach längerem Stehen, Gehen oder Sitzen in 

der gleichen Körperstellung auftreten. Die unmittelbar nach dem Unfall durchgeführte 

röntgendiagnostische Untersuchung der LWS zeigte keine frischen ossären Frakturen. 

Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals Zimmerberg stellten lediglich Druckdolenzen 

paravertebral und vertebral fest. Neurologisch zeigten sich keine Auffälligkeiten. 

Allerdings waren röntgendiagnostisch im Bereich der LWS insbesondere eine 

Protrusion L4/5 ohne Beengung neuraler Strukturen sowie Spondylarthrosen L4/5 und 

L5/S1 erkennbar (Suva-act. 16). Anlässlich einer am 7. März 2007 durchgeführten MRI-

Untersuchung bestätigte sich der Diskusprolaps L4/5 (Suva-act. 21, 23, 18, 44). Laut 

Arztzeugnis des Spitals Zimmerberg ist beim Beschwerdeführer sodann ein Morbus 

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Scheuermann bekannt (Suva-act. 16). Bei den vorgenannten Gesundheitsschäden 

handelt es sich zweifelsohne um klare organische Substrate, die grundsätzlich als 

Ursache der geklagten Schmerzen im Bereich der LWS in Erwägung zu ziehen sind 

(vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 

2002, S. 821 ff., 848 ff., 879 ff.). Zu prüfen ist demnach im Folgenden, inwieweit sie 

durch den Unfall bzw. die Kontusion vom 18. Dezember 2006 verursacht wurden oder 

inwieweit der Unfall bzw. die Kontusion auf sie eingewirkt hat. In Frage kommen eine 

durch den Unfall verursachte organische Gesundheitsschädigung, eine 

richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands oder ein durch 

den Unfall lediglich ausgelöster (nicht verursachter) oder vorübergehend 

verschlimmerter degenerativer Vorzustand. Beim Unfall als Auslösefaktor interessiert im 

Weiteren die Frage, ob der Beschwerdeschub noch andauert bzw. bis zu welchem 

Zeitpunkt er angedauert hat (vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190 und Nr. U 379 

S. 192).

2.2     

2.2.1           Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) in ständiger Rechtsprechung 

festhält, entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts, dass Diskushernien in aller Regel degenerative 

Erkrankungen darstellen. Ein Bandscheibenvorfall kann nur dann als weitgehend durch 

eine äussere Einwirkung entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft 

ausserordentlich hoch - beispielsweise als Folge der bei Verkehrsunfällen wirkenden 

physikalischen Kräfte - war und der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch 

vollständig unauffällige Bandscheibe zu zerreissen (Wolfgang Meier, Lumbale 

Diskushernie und Unfall, in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [Dezember 

1995], S. 14 ff.; RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 f. E. 2a mit Hinweisen; Urteile des EVG 

vom 3. Oktober 2005 [U 163/05] i/S R., E. 3.1, und 18. Februar 2002 [U 459/00] i/S K., 

E. 3b). Diese Voraussetzungen sind vorliegend weder hinsichtlich des Unfallereignisses 

noch bezüglich des Gesundheitszustands vor dem Unfall - in den medizinischen Akten 

wird übereinstimmend von einer degenerativen Veränderung gesprochen (Suva-act. 18, 

21, 23, 44, 68) - erfüllt. Bei der Spondylarthrose handelt es sich sodann um eine 

häufige degenerative, also nicht traumatisch bedingte, Veränderung an der 

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Wirbelsäule, die Folge- oder Begleiterscheinung einer Diskushernie bilden kann (vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 852 ff.; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 261. 

Aufl., S. 1810). Der Morbus Scheuermann ist schliesslich eine typische 

Wachstumskrankheit der Wirbelsäule (vgl. dazu Alfred Debrunner, a.a.O., S. 821 ff.). 

Entsprechend wird das ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen im Arztzeugnis des 

Spitals Zimmerberg vom 4. März 2007 verneint und in den weiteren ärztlichen 

Berichten in keiner Weise festgehalten, einer der obigen Gesundheitsschäden sei 

traumatisch bedingt (Suva-act. 16, 18, 21, 23, 44, 68). Damit steht mit dem im 

Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., 

Bern 2003, S. 451 f.) bereits fest, dass beim Beschwerdeführer eine durch den Unfall 

verursachte klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer 

strukturellen Veränderung ausgeschlossen werden kann.

2.2.2           Ebenfalls auszuschliessen ist eine richtunggebende, mithin dauernde, 

unfallbedingte Verschlimmerung der degenerativen Gesundheitsschäden des 

Beschwerdeführers im Bereich der Wirbelsäule. Es ist eine medizinische 

Erfahrungstatsache, dass eine solche Verschlimmerung nur dann als erwiesen gelten 

kann, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel und das 

Auftreten bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma aufzeigt (E. 

Morscher, in Baur/Nigst [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl., Bern 1985, S. 191). Die 

medizinischen Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass sich der degenerative 

Zustand der LWS im Zeitpunkt des Unfalls vom 18. Dezember 2006 massiv verändert 

hat. Das Vorliegen einer richtunggebenden Verschlimmerung einer degenerativen 

Erkrankung wird nirgends diskutiert. Dr. D.___ hält in seinen Berichten vielmehr fest, 

dass er die kleinen Diskushernien foraminal L4/5 ohne radikuläre Kompression nicht 

überbewerten würde. Diese schienen ihm eher Ausdruck von degenerativen 

Veränderungen bzw. er halte sie für Abnützungserscheinungen (Suva-act. 18, 21, 23). 

Eine Kontusion der Wirbelsäule kann zwar ohne weiteres eine bisher stumme, 

vorbestehende Spondylarthrose, Diskushernie oder andere Wirbelsäulenerkrankung 

symptomatisch machen, wobei es sich aber meistens nur um eine vorübergehende 

Verschlimmerung handelt (Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von 

Rückenschäden, Bern 1990, S. 5). Es ist mithin davon auszugehen, dass beim 

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Beschwerdeführer nach dem Unfall einzig unveränderte degenerative Vorzustände 

radiologisch ausgewiesen waren.

2.2.3           Dr. D.___ stellte in seinem Bericht vom 5. April 2007 die Diagnose eines 

subakuten bis chronischen lumbovertebralen und rechtsseitig lumbospondylogenen 

Schmerzsyndroms bei mehrsegmentalen Funktionsstörungen der LWS und des Ilio­

sacralgelenks (ISG) rechts, nach Unfall/Sturz vom 18. Dezember 2006, bei Hinweisen 

auf inadäquate Schmerzverarbeitung sowie ungünstiger Rückenstatik (Suva-act. 18). 

Mit dieser Diagnose sind ebenfalls keinerlei unfallspezifische, organisch begründbare 

Ursachen der geklagten Kreuzschmerzen festgehalten. Das Vorliegen von 

Schmerzsyndromen bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen 

unfallkausaler Restfolgen bzw. unfallkausaler organischer Gesundheitsschädigungen. 

Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl., S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um 

ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit 

weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit 

unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen - eben auch degenerativer 

Ursachen - bedingter oder nur teilweise bekannter Ätiogenese. Gerade ein 

Lumbovertebralsyndrom ist typisch für eine im Regelfall degenerativ bedingte 

Diskushernie bzw. die beim Beschwerdeführer weiteren erhobenen Degenerationen 

(vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 860 f.). Eine Chronifizierung spricht gleichfalls 

nicht für ein unfallkausales organisches Substrat. Im Verlauf einer Chronifizierung wird 

das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das Ausmass der erlebten 

Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum Beispiel das 

Individuum selber, die Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das medizinische und 

legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine massgebende Rolle (vgl. 

Bär/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [Dezember 1994], S. 45 ff.). 

Mehrsegmentale Funktionsstörungen der LWS rechts und des rechten ISG können 

wiederum bei Erkrankungen der LWS auftreten (Roche, a.a.O., S. 655; 

www.Wikipedia.de, Suchbegriff: Rückenschmerzen, Abfrage vom 1. September 2009) 

und sind im konkreten Fall offensichtlich auch als Folge der LWS-Erkrankung zu 

betrachten. Die inadäquate Schmerzverarbeitung sowie die ungünstige Rückenstatik 

stellen ohnedies unfallfremde Faktoren dar. Mit dem Hinweis von Dr. D.___ auf das 

Unfallereignis wird sodann nicht ein kausaler, sondern bloss ein zeitlicher 

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Zusammenhang bezeichnet. Im Übrigen finden sich auch im weiteren Bericht keinerlei 

Aussagen, die auf unfallkausale Restfolgen schliessen lassen würden.

2.2.4           Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder eine klar ausgewiesene 

neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung noch 

eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands erlitten hat.

2.3    Wie bereits erwähnt, kann ein Vorzustand durch einen Unfall auch ausgelöst oder 

vorübergehend verschlimmert werden. In diesem Fall übernimmt die Unfallversicherung 

jedoch lediglich den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 

2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). - Laut Beurteilung von Dr. E.___ war die 

vom Beschwerdeführer am 18. Dezember 2006 erlittene Rückenkontusion spätestens 

im November 2007 ausgeheilt und hatte keine Auswirkungen mehr auf seine 

Arbeitsfähigkeit. Im Bericht vom 21. September 2007 hielt der Kreisarzt fest, dass sich 

beim Beschwerdeführer trotz günstiger Ausgangslage ein protrahierter Verlauf gezeigt 

habe. Wesentliche Befunde hätten nicht erhoben werden können, hingegen sei eine 

pathologische Krankheitsverarbeitung aufgefallen. Anlässlich der Untersuchung habe 

sich ein behände und harmonisch bewegender Patient gezeigt. Seine Klagen über 

seine massiven Schmerzen liessen sich im Bild nicht unterbringen (Suva-act. 44). Bis 

im September 2007 habe sich die Funktion der Wirbelsäule weitgehend erholt, eine 

dosiert aufgebaute höhere Belastung habe dem Beschwerdeführer zugemutet werden 

dürfen. Ab 1. November 2007 bestehe theoretisch eine volle Arbeitsfähigkeit. Damit 

seien die Folgen der Rückenprellung vom 18. Dezember 2006 definitiv behoben. Der 

Beschwerdeführer stehe in einer schwierigen Situation, sei anscheinend ohne sicheres 

Obdach und ohne Einkommen, reagiere darauf mit Anfällen, in erster Linie mit Atemnot. 

Die Lösung des Problems müsse auf der Ebene erfolgen, wo es liege, nämlich auf der 

psychosozialen (Suva-act. 68). Der Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 21. 

September 2007 (Suva-act. 44) erfüllt die an den Beweiswert eines Arztberichts 

gestellten Voraussetzungen (vgl. dazu BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Beim 

Kreisarzt handelt es sich um einen Facharzt der orthopädischen Chirurgie und damit 

um einen Arzt mit der im konkreten Fall massgebenden Fachkompetenz. Im Bericht 

sind die Anamnese und die Angaben des Beschwerdeführers ausführlich und lückenlos 

festgehalten und waren damit Dr. E.___ offensichtlich bekannt. Der Bericht beinhaltet 

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sodann eine eigene und augenscheinlich sorgfältige Befunderhebung. Seine 

Schlussfolgerungen sowie seine darin enthaltenen Arbeitsfähigkeitsschätzungen - im 

Nebenberuf als Reiniger ab 17. September 2007 zu 100% und im Hauptberuf als 

Bauarbeiter zu 50% und ab 1. November 2007 zu 100% arbeitsfähig - sind sodann mit 

den weiteren, im Recht liegenden medizinischen Akten vereinbar. Auch Dr. D.___ 

vermochte, wie bereits erwähnt, keine unfallspezifische organisch begründbare 

Ursache in Form von effektiv somatischen Befunden für die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden zu erheben. Die ursprünglich mit der LWS-Kontusion im 

Zusammenhang stehenden Beschwerden haben sich auch nach seiner Auffassung je 

länger je mehr zu einer psycho-sozial begründeten Problematik entwickelt (Suva-act. 

23). Entsprechendes ist auch dem Bericht von Dr. F.___ vom 25. Mai 2008 zu 

entnehmen, wonach der Beschwerdeführer unter enormer sozialer Belastung leidet 

(unklarer Wohnsitz, schwangere Frau, keine festen Arbeitsverhältnisse) (Suva-act. 63). 

Die von med. pract. C.___ attestierte andauernde 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-

act. 46) vermag die erwähnten ärztlichen Beurteilungen allein nicht in Frage zu stellen. 

Mit Suva-act. 46 liegt ein reines Arbeitsunfähigkeitsattest ohne jegliche Begründung 

vor, dem hinsichtlich der hier streitigen Frage keinerlei Beweiswert zukommen kann. 

Auch in Fällen, wo organische Beschwerden ursprünglich vorhanden waren und später 

nicht mehr nachweisbar sind, ist für die Leistungsberechtigung gegenüber dem 

Unfallversicherer erforderlich, dass die geklagten Beschwerden einer medizinisch noch 

fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und die 

Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen 

Zusammenhang mit dem versicherten Unfall steht. Dies muss angesichts der oben 

dargelegten Aktenlage verneint werden. Der zwischen Unfall und lumbalen 

Beschwerden anfänglich gegebene Zusammenhang ist als beendet bzw. weggefallen 

zu betrachten. Es sind keine Gründe ersichtlich, welche die Richtigkeit der ärztlichen 

Beurteilungen in Zweifel ziehen lassen, zumal es eine medizinische Erfahrungstatsache 

ist, dass Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle 

Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit - in der Regel innerhalb von sechs Monaten, 

spätestens innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr - folgenlos abheilen und sich die 

damit verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Insofern zeichnet sich eine 

vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im 

Regelfall durch eine stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. 

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dazu Bär/Kiener, a.a.O., S. 45). Im Rahmen der Frage nach Unfallrestfolgen ist es im 

Weiteren allgemein von Bedeutung, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon 

dann als durch den Unfall verursacht gelten kann, wenn sie zeitlich nach diesem 

aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f.). Desgleichen vermag der Umstand, dass seit dem 

Unfall anhaltende, zu Beginn als unfallbedingt taxierte Schmerzen sowie eine damit 

verbundene Arbeitsunfähigkeit bestehen, nicht automatisch für das Vorliegen 

anhaltender Unfallrestfolgen bzw. einer andauernden unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit 

zu sprechen. Die Verneinung von Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. 

Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine 

ursächliche Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

3.        

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der 

vorhandenen medizinischen Akten, die den Sachverhalt hinreichend und insgesamt 

miteinander harmonierend darstellen, unfallbedingt ab 17. September 2007 im 

Nebenberuf als Reiniger zu 100% und im Hauptberuf als Bauarbeiter mit der 

Gelegenheit zum Konditionsaufbau zu 50% arbeitsfähig war. Ab November 2007 kann 

auch im Hauptberuf von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Auf 

diesen Arbeitsfähigkeitsschätzungen ist für die Versicherungsleistungen an den 

Beschwerdeführer abzustellen.

4.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 14. Oktober 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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