# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12b1832f-d12f-5f54-9dbc-ed5285eabc16
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** VB250017-O1
**Docket/Reference:** VB250017-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/VB250017-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VB250017-O/U

Mitwirkend:

 Obergerichtspräsidentin lic. iur. F. Schorta, Vizepräsident lic. iur. 

Ch. Prinz, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter lic. iur. A. Wenker

sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 26. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführerin

Gemeindeammannamt Furttal, 

Beschwerdegegner

1.

2.

B._____,

C._____,

weitere Verfahrensbeteiligte

gegen

sowie

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-

deentscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 20. März 2025 (CB240025-D)

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Am  tt.mm.2014  verstarb  D._____  sel.  (act. 3  E. 1).  Gemäss  den  seitens 

A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) unangefochten gebliebenen Erwägun-

gen  der  Vorinstanz  hinterliess  D._____  sel.  als  gesetzliche  Erbinnen  seine 

Ehefrau  E._____  sel.  sowie  seine  drei  Töchter  aus  erster  Ehe,  B._____, 

C._____ und die Beschwerdeführerin. Im Rahmen eines zwischen D._____ 

sel.  und  seiner  Ehefrau  E._____  sel.  abgeschlossenen  Erbvertrages  wurde 

die  Meistbegünstigung  des  überlebenden  Ehegatten  vereinbart,  wobei  die 

drei erwähnten Töchter von D._____ sel. als Alleinerbinnen des zweitverster-

benden Ehegatten eingesetzt wurden (act. 3 E. 1 f.). Mit Entscheid vom 8. De-

zember 2022, Geschäfts-Nr. CP170003-D, ordnete das Bezirksgericht Diels-

dorf im Rahmen der Erbteilung von D._____ sel. u.a. die öffentliche Verstei-

gerung des Grundstückes F._____-strasse 1 und 2 in G._____ (Grundbuch 

Blatt 3, Kataster Nr. 4) an. Dieses Urteil ist gemäss unbestritten gebliebener 

Feststellung  der  Vorinstanz  rechtskräftig  (act. 3  E. 1).  Inzwischen  verstarb 

auch E._____ sel. (act. 3 E. 1, act. 2 Rz 8).

2. Mit  der  Versteigerung  des  erwähnten  Grundstücks,  welche  am  tt.mm.2024 

durchgeführt wurde (Geschäfts-Nr. 5, act. 4/8), wurde das Betreibungs- und 

Gemeindeammannamt  Furttal  (fortan:  Beschwerdegegner)  betraut  (act. 4/5 

Dispositiv-Ziffer 11). Nachdem der Beschwerdeführerin die Abrechnung des 

Beschwerdegegners  vom  31. Oktober  2024  zur  Kenntnis  gebracht  worden 

war,  erhob  sie  mit  Eingabe  vom  21. November  2024  beim  Bezirksgericht 

Dielsdorf  als  untere  kantonale  Aufsichtsbehörde  über  die  Betreibungs-  und 

Gemeindeammannämter Beschwerde und beantragte die Feststellung, dass 

die besagte Abrechnung rechtsunwirksam bzw. nichtig sei. Ferner ersuchte 

sie das Gericht um Anweisung des Beschwerdegegners, seine Geschäftstä-

tigkeit  bis  zur  rechtskräftigen  Entscheidung  über  ihre  Klage  betreffend  Zu-

schlagserteilung  des  oberwähnten  Grundstückes  zu  sistieren  (act. 5/1).  Mit 

Urteil  vom  20. März  2025  (Geschäfts-Nr. CB240025-D)  wies  die  Vorinstanz 

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die Beschwerde ab (act. 3). Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Ein-

gabe  vom  22. April  2025  (act. 2)  innert  Frist  (act. 5/9/4)  Beschwerde  ans 

Obergericht des Kantons Zürich und stellte die folgenden Anträge:

"1. Dispositivziffer Nr. 1. des Urteils des Bezirksgerichtes Dielsdorf 

vom 20. März 2025, CB240025-D, sei aufzuheben und meine Auf-
sichtsbeschwerde vom 21. November 2024 (siehe Beilage 2) sei 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

2. Dispositivziffer Nr. 2. des Urteils CB240025-D sei abzuändern und 

es seien keine Kosten zu erheben.

Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwer-
degegners."

3.

Nachdem die Beschwerde bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kan-

tons Zürich eingegangen war, legte diese das Geschäft Nr. PS250109-O an. 

Mit Verfügung vom 30. April 2025 trat sie auf die Beschwerde nicht ein und 

überwies sie zusammen mit den bereits beigezogenen vorinstanzlichen Akten 

(act. 5/1-5/9/4) zuständigkeitshalber an die Verwaltungskommission (act. 1). 

Diese eröffnete in der Folge das vorliegende Verfahren.

4.

Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. 

§ 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) stellt 

die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schrift-

lichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich als sofort 

unzulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird 

– der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme des Beschwerde-

gegners  und  der  weiteren  Verfahrensbeteiligten  B._____  und  C._____  ver-

zichtet  werden  (GOG  Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber,  2. Auflage,  Zü-

rich/Basel/Genf 2017, § 83 N 17). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nachfolgend einzugehen, so-

weit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint.

5.

Auf das vorliegende Verfahren sind sodann die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss 

anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrich-

tige  Rechtsanwendung  und  die  offensichtlich  unrichtige  Feststellung  des 

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Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachen  und  neue  Beweismittel  sind  im  Beschwerdeverfahren  hingegen 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

II.

1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der 

Verordnung  über  die  Organisation  des  Obergerichts  (OrgV  OG,  LS 212.51) 

übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Auf-

sicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 

GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Be-

hörden aus (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 80 N 1 und 

§ 84  N 1).  Die  Verwaltungskommission  ist  daher  zur  Behandlung  der  Be-

schwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 20. März 2025, 

Geschäfts-Nr. CB240025-D, zuständig. 

2.

Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legi-

timiert (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 83 N 5). 

3.

In formeller Hinsicht stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 

die Vorinstanz habe gesetzeswidrig gehandelt, indem sie unbeteiligten Dritten 

(B._____  und  C._____)  im  Zusammenhang  mit  der  vorinstanzlichen  Be-

schwerde Beschwerdeschriften und Entscheide zugestellt habe (act. 2 Rz 3 

f.). 

Der  massgeblichen  Verfügung  vom  26. November  2024  kann  entnommen 

werden, dass die Beschwerdeschrift nebst dem Beschwerdegegner weiteren 

Verfahrensbeteiligten  zur  freigestellten  Stellungnahme  zugestellt  wurde 

(act. 5/3 Dispositiv-Ziffern 1 und 2). Auch das Urteil vom 20. März 2025 liess 

das Gericht weiteren Verfahrensbeteiligten zukommen (act. 3 Dispositiv-Zif-

fer 4). Bei diesen handelte es sich um die Schwestern der Beschwerdeführe-

rin  und  Erbinnen  im  Nachlass  von  D._____  sel.  B._____  sowie  C._____ 

(fortan:  weitere  Verfahrensbeteiligte;  act. 3,  act. 5/3  Empfangsscheine, 

act. 5/9/1, act. 5/9/3). Die Vorgehensweise der Vorinstanz ist nicht zu bean-

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standen. Die Beschwerdeführerin focht im vorinstanzlichen Verfahren die im 

Nachlass D._____ sel. ergangene Abrechnung des Beschwerdegegners vom 

31. Oktober 2024 (Geschäfts-Nr. 5) an, welche auch die Rechte der weiteren 

Verfahrensbeteiligten als eigenständige Erbinnen im erwähnten Nachlass und 

als Teil der Erbengemeinschaft im Nachlass von E._____ sel. betraf. Als von 

der Abrechnung tangierte Personen waren sie in das vorinstanzliche Verfah-

ren einzubeziehen, hätte die Aufhebung der angefochtenen Abrechnung doch 

auch ihre Rechte berührt. Dementsprechend ist auch im vorliegenden Verfah-

ren vorzugehen.

III.

1.1. Das Bezirksgericht Dielsdorf begründete die Abweisung der Beschwerde im 

Wesentlichen wie folgt (act. 3 E. 7.1 f.): Die versteigerte Liegenschaft sei Teil 

des  Nachlasses  von  D._____  sel.  gewesen.  Im  Nachlass  von  E._____  sel. 

befinde sich in Bezug auf die Liegenschaft lediglich ein Anspruch auf 5/8 des 

Erlöses aus deren öffentlichen Versteigerung. Das rechtskräftige Urteil vom 

8. Dezember 2022 (Geschäfts-Nr. CP170003-D) gelte auch nach dem Able-

ben  von  E._____  sel.  weiter.  Die  Beschwerdeführerin  und  ihre  beiden 

Schwestern seien kraft Universalsukzession an die Stelle der Verstorbenen 

getreten. Das Urteil sei weiterhin verbindlich. Welche rechtshängigen Verfah-

ren  die  Erstellung  einer  Abrechnung  durch  den  Beschwerdegegner  verun-

möglichen sollten, erschliesse sich nicht. Soweit sich die Beschwerdeführerin 

auf die Verfahren Geschäfts-Nrn. CB240018-D und CB240019-D beziehe, so 

seien diese erstinstanzlich entschieden worden. Diese Verfahren hätten die 

Abrechnung mangels aufschiebender Wirkung nicht zu verhindern vermögen. 

Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Abweichung des Betrages 

unter der Position "Erlös Liegenschaft" habe der Beschwerdegegner schlüssig 

erklären können. 

1.2. Die angefochtene Abrechnung sei nicht zu beanstanden. Die Beschwerdefüh-

rerin substantiiere nicht, inwiefern diese unvollständig sein solle. Die Anwei-

sungen aus dem Urteil vom 8. Dezember 2022 seien umgesetzt worden. Ge-

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mäss  Dispositiv-Ziffer 11c  habe  der  Beschwerdegegner  eine  Abrechnung 

über  die  Steigerung  sowie  den  verbleibenden  Nettoerlös  gemäss  Erbquote 

aufzuteilen  gehabt.  Die  Anfrage  betreffend  den  Erbanteil  der  verstorbenen 

E._____ sel. habe an die gemäss Erbschein berechtigten Erbinnen als Ge-

samthänderinnen  zu  erfolgen.  Diese  hätten  gemeinsam  zu  bestimmen,  auf 

welches Konto das Geld zu überweisen sei. Bis zu einer solchen Erklärung 

verbleibe das Geld auf dem Konto des Beschwerdegegners. Einer Fristanset-

zung für die Erklärung bedürfe es nicht. Die von der Beschwerdeführerin gel-

tend gemachten Verletzungen von gesetzlichen Bestimmungen und Verfah-

rensgrundsätzen seien sodann nicht hinreichend substantiiert worden.

2.

Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde zusammen-

gefasst das Folgende vor (act. 2): Der Beschwerdegegner verweigere ihr zu 

Unrecht die Einsichtnahme in die Akten Geschäfts-Nr. 5. Gegen dieses Vor-

gehen habe sie Beschwerde erhoben. Das Bezirksgericht Dielsdorf habe die 

Verweigerung bestätigt und damit nicht nach Treu und Glauben gehandelt so-

wie die Ansprüche auf ein faires Verfahren und Waffengleichheit verletzt. Das 

Bezirksgericht  habe  sich  mit  der  Prozessgeschichte  des  Verfahrens  Ge-

schäfts-Nr. 5  nicht  auseinandergesetzt.  Dabei  sei  unklar,  welche  Rolle  die 

Spezialerbenvertreterin  bei  den  Versteigerungen  gespielt  habe.  Sie  frage 

sich, weshalb sie die einzelnen Beträge gemäss Abrechnung nicht überprüfen 

dürfe. Sie habe gegen die Zuschlagserteilung Beschwerde erhoben, weshalb 

eine Abrechnung noch gar nicht erstellt werden könne. Das angefochtene Ur-

teil erweise sich als willkürlich, da ihr die Akteneinsicht zu Unrecht verweigert 

worden sei. Das Bezirksgericht überschreite mit seinem Vorgehen seinen Er-

messensspielraum und handle nicht nach Treu und Glauben. Die Erwägung 

7.1 im angefochtenen Urteil werde bestritten. Im Zeitpunkt des Ablebens von 

E._____ sel. sei die Erbteilung im Nachlass von D._____ sel. noch nicht ab-

geschlossen gewesen. Sie habe nebst dem beweglichen Vermögen die Lie-

genschaft geerbt und nicht einen Anteil von 5/8 eines Erlöses einer Verstei-

gerung. Der Zweck der Versteigerung, die Auszahlung der Töchter des Ver-

storbenen, sei mit dem Ableben von E._____ sel. dahingefallen. Seit diesem 

Zeitpunkt sei das Grundstück im Gesamteigentum zweier Erbengemeinschaf-

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ten gestanden, bestehend aus den weiteren Verfahrensbeteiligten und ihrer 

Person. Alle drei seien im Verfahren Geschäfts-Nr. CP170003-D Beklagte ge-

wesen. Die Liquidation habe sich daher erübrigt. Die drei verbliebenen Erbin-

nen könnten sich den Nachlass in freiem Einvernehmen aufteilen. Die Teilung 

sei noch nicht beendet worden. Das Urteil vom 8. Dezember 2022 (Geschäfts-

Nr. CP170003-D) sei hingegen nicht verbindlich. Die Erwägungen der Vorin-

stanz seien unzutreffend. Das Urteil diene nicht einem Selbstzweck. Der bei 

der Versteigerung am 4. Dezember 2024 vorhandene Grundbuchauszug sei 

veraltet gewesen. Er habe vom 9. Oktober 2023 datiert. Sei die Abrechnung 

nicht zu beanstanden, hätte der Beschwerdegegner diese auch allen Parteien 

anzeigen müssen. Eine Anfrage an die Erbinnen von E._____ sel. sei noch 

nicht erfolgt. Dabei handle es sich um ein rechtsverweigerndes Verhalten. Der 

Beschwerdegegner  habe  seine  Abrechnungen  regelkonform  zu  versenden. 

Der Entscheid, das Geld ohne Rückfrage mit den Erbinnen in seinen Gewahr-

sam  zu  nehmen,  stelle  eine  grobe  Amtspflichtverletzung  dar  und  verstosse 

gegen Art. 123 SchKG. Des Weiteren sei zu beachten, dass eine Strafanzeige 

gegen  Rechtsanwalt  Dr.  X._____  hängig  sei.  Der  Beschwerdegegner  habe 

davon  abgesehen,  alle  gemäss  Auftrag  zu  veräussernden  Gegenstände  zu 

versteigern. Sie warte bis heute auf seine Mitteilung, welchen Modus er hierfür 

vorsehe. Der Beschwerdegegner habe das Verfahren in Sachen Beschwerde 

gegen die Zuschlagserteilung betreffend das oberwähnte Grundstück abzu-

warten. Eine Versteigerung des massgeblichen Grundstückes hätte gar nicht 

stattfinden dürfen. 

3.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Darlegung der Sachlage betreffend die 

Berechtigungen  am  Nachlass  von  D._____  sel.  durch  die  Vorinstanz.  Sie 

habe nicht einen Anteil von 5/8, sondern die Liegenschaft selbst geerbt (act. 2 

Rz 8). Ihren Ausführungen kann nicht gefolgt werden. In den Nachlass von 

D._____ sel. fiel u.a. die Liegenschaft F._____-strasse 1 und 2 in G._____ 

(Grundbuch  Blatt 3,  Kataster Nr. 4),  welche  der  Beschwerdegegner  auf  ge-

richtliche Anordnung hin zu versteigern hatte. Der Nettoerlös sollte gemäss 

den Erbquoten verteilt werden. E._____ sel. stand gemäss Urteil vom 8. De-

zember 2022 5/8 des Nettoerlöses und den beiden weiteren Verfahrensbetei-

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ligten sowie der Beschwerdeführerin je 1/8 zu (act. 4/5 S. 187). Das Urteil sah 

somit eine Versteigerung der massgeblichen Liegenschaft und die Aufteilung 

des Nettoerlöses unter den Erbinnen vor. Dieses Urteil ist in Rechtskraft er-

wachsen  (act. 3  E. 1),  was  seitens  der  Beschwerdeführerin  nicht  bestritten 

wird  (act. 2).  Das  rechtskräftige  Urteil  galt  nach  dem  Tod  von  E._____  sel. 

unverändert weiter und hat auch weiterhin Bestand. Daran vermag nichts zu 

ändern,  dass  ein  Interesse  an  einer  Versteigerung  mit  dem  Ableben  von 

E._____ sel. aus Sicht der Beschwerdeführerin dahingefallen sein soll (act. 2 

Rz 8). 

3.2. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, die Akteneinsicht sei ihr zu Unrecht 

verweigert worden, weshalb der angefochtene Entscheid willkürlich sei (act. 2 

Rz 5, Rz 7, Rz 13). Die Frage der Zulässigkeit der Verweigerung der Akten-

einsicht  war  vor  Vorinstanz  Gegenstand  des  Verfahrens  Geschäfts-

Nr. CB240026-D (act. 2 Rz 5). Gemäss den Ausführungen der Beschwerde-

führerin  schützte  die  Vorinstanz  das  Vorgehen  des  Beschwerdegegners 

(act. 2  Rz 5).  Sie  entschied  damit  offensichtlich  nicht  im  Interesse  der  Be-

schwerdeführerin.  Dem  Beschwerdeverfahren  kommt  keine  aufschiebende 

Wirkung  zu  (GOG  Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber,  a.a.O.,  § 83  N 19). 

Dies gilt auch für die gemäss der Beschwerdeführerin beim Obergericht des 

Kanton Zürich eingereichte zweitinstanzliche Beschwerde gegen den im Ver-

fahren Geschäfts-Nr. CB240026-D ergangenen Entscheid (act. 2 Rz 5). Da-

mit  kann  die  Beschwerdeführerin  aus  der  Weigerung  des  Beschwerdegeg-

ners, ihr Akteneinsicht zu gewähren, für das vorliegende Verfahren nichts zu 

ihren Gunsten ableiten. 

3.3. Auch  war  die  Vorinstanz  nicht  verpflichtet,  den  Ausgang  des  Verfahrens  in 

Sachen Rechtmässigkeit des Zuschlags betreffend das streitgegenständliche 

Grundstück  anlässlich  der  Versteigerung  vom  tt.mm.2024  (Geschäfts-

Nr. CB240019-D) abzuwarten, zumal auch diesem keine aufschiebende Wir-

kung zukam und dessen Hängigkeit nicht dazu führte, dass das vorinstanzli-

che  Verfahren  Geschäfts-Nr. CB240025-D  nicht  fortgesetzt  werden  durfte. 

Gleiches  gilt  in  Bezug  auf  das  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  die  Ab-

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rechnung hätte noch nicht erstellt werden dürfen. Auch war der Beschwerde-

gegner nicht verpflichtet, die Abrechnung bis zur Erledigung des Verfahrens 

Geschäfts-Nr. CB240019-D auszusetzen (siehe act. 2 Rz 7 und Rz 12). So-

weit sich die Beschwerdeführerin überdies auf den Standpunkt stellt, die Ver-

steigerung hätte nicht stattfinden sollen (act. 2 Rz 13), so hat sie es unterlas-

sen, dies näher zu begründen. Darauf ist nicht näher einzugehen, zumal keine 

Gründe erkennbar sind, welche der Versteigerung des massgeblichen Grund-

stückes  entgegen  gestanden  wären.  Auch  keiner  Weiterungen  bedarf  es  in 

Bezug  auf  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  die  Vorinstanz  habe  es 

unterlassen, die Vorgeschichte des Geschäfts-Nr. 5 wiederzugeben und sich 

mit der Rolle der damaligen Erbenvertreterin zu befassen (act. 2 Rz 6). Beides 

hatte  keinen  Einfluss  auf  die  Abrechnung  vom  31. Oktober  2024.  Entspre-

chendes ergibt sich weder aus der Abrechnung selbst (act. 4/3) noch aus den 

weiteren Akten. 

3.4. Soweit die Beschwerdeführerin moniert, der Beschwerdegegner habe davon 

abgesehen, die Anfrage zu den massgeblichen Kontoangaben an die Erbin-

nen  rechtzeitig  in  die  Wege  zu  leiten  (act. 2  Rz 10),  so  ergibt  sich  aus  den 

Akten, dass die Beschwerdeführerin über die Abrechnung vom 31. Oktober 

2024 in Kenntnis gesetzt und darum gebeten wurde, für die Auszahlung des 

ihr zustehenden Betrags von Fr. 436'699.65 eine Kontoverbindung anzuge-

ben (act. 4/3). Gleichentags erkundigte sich der Beschwerdegegner bei der 

Vorinstanz, wie in Bezug auf den 5/8 Erbanteil zugunsten des Nachlasses von 

E._____ sel. vorzugehen sei. Am 29. November 2024 liess ihm die Vorinstanz 

eine Antwort zukommen (act. 4/6). Dass der Beschwerdegegner die Auffor-

derung zur Bekanntgabe einer Kontoverbindung an die gemäss Erbschein be-

rechtigten Erbinnen als Gesamthänderinnen bis am 21. November 2024, dem 

auf  der  vorinstanzlichen  Beschwerdeschrift  angegebenen  Datum  (act. 5/1), 

noch nicht verschickt hatte, ist nicht zu beanstanden, erhielt er doch die klä-

rende  Antwort  der  Vorinstanz  erst  danach.  Die  Beschwerdeführerin  konnte 

aus der Abrechnung vom 31. Oktober 2024 sowie aus dem ihr zur Kenntnis 

gebrachten  Antwortschreiben  des  Bezirksgerichts  vom  29. November  2024 

(act. 4/6) ableiten, dass der Beschwerdegegner auch für die Auszahlung des 

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Erbanteils zugunsten des Nachlasses von E._____ sel. eine Kontoverbindung 

benötigen würde. Dass der Beschwerdegegner während der Hängigkeit des 

vorinstanzlichen und des hiesigen Verfahrens offenbar davon absah, sich im 

Hinblick  auf  eine  Auszahlung  aktiv  um  eine  Kontoverbindung  zu  bemühen 

(act. 2 Rz 10), erscheint ebenfalls nachvollziehbar, wollte er doch wohl den 

Ausgang des vorliegenden Verfahrens abwarten, um Klarheit darüber zu ha-

ben, ob die Abrechnung vom 31. Oktober 2024 Bestand hatte oder nicht. Wei-

ter ist schlüssig, dass der Beschwerdegegner den Versteigerungserlös in der 

Zwischenzeit im eigenen Gewahrsam behielt (siehe act. 2 Rz 11), nachdem 

dieser  ihm  auf  ein  von  ihm  festgelegtes  Konto  überwiesen  worden  war 

(act. 4/8,  act. 4/5  Dispositiv-Ziffer 11b)[4]).  Soweit  die  Beschwerdeführerin 

diesbezüglich auf eine Vorschrift des Schuldbetreibungs- und Konkursrechtes 

verweist, ist zu beachten, dass dieses im Zusammenhang mit der vorliegen-

den freiwilligen öffentlichen Versteigerung nicht zum Tragen kommt. Ebenso 

unbedeutend  für  das  vorliegende  Verfahren  sind  die  Ausführungen  der  Be-

schwerdeführerin zur Frage der Versteigerung bzw. Veräusserung von weite-

ren, nicht näher bezeichneten Gegenständen (act. 2 Rz 12). Aus der Darle-

gung  der  Beschwerdeführerin  ergibt  sich,  dass  diese  offenbar  gerade  nicht 

Gegenstand der angefochtenen Abrechnung waren, sondern erst noch ver-

äussert  werden  müssen.  Dieser  Umstand  vermag  die  Abrechnung  vom 

31. Oktober 2024 für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Gleiches gilt in Be-

zug auf den Vorwurf, der Beschwerdegegner habe davon abgesehen, vor der 

Versteigerung  einen  aktuellen  Grundbuchauszug  einzuholen  (act. 2  Rz 9). 

Selbst wenn dies zutreffen sollte, hätte dies auf die vorliegend angefochtene 

Abrechnung keinen Einfluss gehabt.

3.5. Die Beschwerdeführerin beanstandet schliesslich die vorinstanzliche Kosten-

auflage (act. 2 Rz 14). Die Vorinstanz setzte die Kosten des Verfahrens auf 

Fr. 500.- fest und begründete diese mit dem Streitinteresse, dem Zeitaufwand 

und der Schwierigkeit des Falles (act. 3 E. 9). Entgegen der Beschwerdefüh-

rerin  war  das  vorinstanzliche  Verfahren  nicht  kostenlos.  Gestützt  auf  § 83 

Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO waren die Kosten der unterliegenden 

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Partei, d.h. der Beschwerdeführerin, aufzuerlegen. Die vorinstanzliche Kos-

tenauflage zu Lasten der Beschwerdeführerin erweist sich als rechtens.

4.

Abschliessend ist festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin 

nicht zu überzeugen vermögen. Das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 

20. März  2025  (Geschäfts-Nr. CB240025-D,  act. 3)  erweist  sich  weder  als 

willkürlich,  noch  verstösst  es  gegen  den  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben 

(act. 2 Rz 5 und 7). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

IV.

1.

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 500.- 

festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens 

der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, 

§ 20  GebV  OG).  Entschädigungen  sind  entsprechend  dem  Verfahrensaus-

gang keine zu entrichten.

2.

Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi-

sches  Rechtsmittel  dagegen  besteht  nicht  (Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_448/2015  vom  14. September  2015  sowie  Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_571/2013 vom 4. Februar 2014, E. 1.1).

Es wird beschlossen:

Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 500.- festgesetzt.

Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

Parteientschädigungen werden keine entrichtet.

1.

2.

3.

4.

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5.

Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

-

- 

-

-

die Beschwerdeführerin, 

den Beschwerdegegner, unter Beilage einer Kopie von act. 2,

die weiteren Verfahrensbeteiligten, je unter Beilage einer Kopie von 

act. 2 sowie

das Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde.

Die beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. CB240025-D (act. 5/1-9/4) werden 

der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich retourniert.

Zürich, 26. Mai 2025

versandt am:

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu