# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e241e591-8c4d-598c-9c49-5c0ec240a5ab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.06.2008 UV 2007/31, UV 2007/39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-31--UV-2007-_2008-06-19.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/31, UV 2007/39

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 19.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 19.06.2008
Art. 6 UVG: Beurteilung der Unfallkausalität von gesundheitlichen 
Einschränkungen im Nachgang zu einer HWS-Distorsion. Typisches 
Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nach dem Unfall 
bejaht. Die psychischen und physischen Beschwerden ergeben ein 
komplexes Gesamtbild, weshalb die Adäquanzbeurteilung nach den Regeln 
gemäss BGE 117 V 359 ff. zu erfolgen hat. Der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten 
Beschwerden ist zu bejahen, da mehrere der erforderlichen Kriterien erfüllt 
sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St, Gallen vom 19. 
Juni 2008, UV 2007/31+39). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_674/2008.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 19. Juni 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin 1,

vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Dieter Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118, 

9410 Heiden,

und

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

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Beschwerdeführerin 2,

gegen

Generali Versicherungen, Rue de la Fontaine 1, 1211 Genève 3,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Alde, c/o Strickler & Partner, 

Bahnhofstrasse 26, 9320 Arbon,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a     Die 1976 geborene S.___ war bei der A.___ tätig und dadurch bei der Generali 

Versicherungen (nachfolgend: Generali) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 

9. Januar 2001 wurde sie als Lenkerin eines Personenwagens in einen Auffahrunfall 

verwickelt. Dr. med. B.___, Klinik für Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG), diagnostizierte noch am Unfalltag eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS). 

Proximal paravertebral zeigten sich ein Muskelhartspann sowie ein Druckschmerz 

beidseitig. Die Versicherte beklagte eine Schmerzausstrahlung vom proximalen Nacken 

bis parietal beidseits. Die HWS-Beweglichkeit war subjektiv bis auf die Inklination, 

welche aufgrund der Nacken-Spannungschmerzen eingeschränkt war, frei. Der 

Röntgenbefund ergab keine ossären Läsionen (Generali-act. 2, 3). Vom 22. Februar bis 

24. März 2001 erfolgte ein Rehabilitationsaufenthalt im Kurhaus Cademario. Laut 

Austrittsbericht vom 31. März 2001 (Generali-act. 18) wurden ein Status nach 

Hyperextensionstrauma der Halswirbelsäule mit radiologischer Streckhaltung und 

rechtskonvexer skoliotischer Fehlhaltung der HWS bei kernspintomografisch intakten 

Strukturen C0 bis Th4 mit Ausnahme nicht sicherer Darstellung des Ligamentum alare 

links ohne sichere Relevanz, radiologisch intakte Akromioklavikulargelenksverhältnisse 

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links mit Ausnahme etwas weiter Gelenkspalte, ein residuelles, posttraumatisches 

Syndrom bei/mit massiver Schonhaltung der linken Schulter, residuellem 

Schmerzsyndrom, ausgeprägter, vegetativer, vasomotorischen Dysästhesie, 

Parästhesie und Störung des Kalt-Warm-Empfindens in der linken Körperseite, 

maximal ausgeprägt im linken Arm, ein reaktives, neuropsychisches Defizit, vorwiegend 

mnestische Störung sowie eine traumainduzierte psychische und somatische 

Leistungsschwäche diagnostiziert. Vom 30. August bis 10. Oktober 2001 erfolgte ein 

stationärer Aufenthalt in der Schmerzklinik Kirschgarten, Basel. Im Austrittsbericht vom 

21. November 2001 (Generali-act. 60) wurden folgende Diagnosen festgehalten: 

Complex Regional Pain Syndrom (CRPS) Typ I mit Dystonie bei Quadrantensyndrom 

links (Hals-, Schulter- und Armbeteiligung links) mit sympathisch unterhaltenem 

Schmerzanteil, Status nach HWS-Distorsionstrauma vom 9. Januar 2001, 

traumainduzierte psychische und somatische Leistungsschwäche, rezidivierende 

gastrointestinale Beschwerden bei vegetativer Labilität und normozytäre Anämie. Vom 

29. Oktober bis 7. November 2001 erfolgte wegen Magen-Darm-Beschwerden eine 

notfallmässige Hospitalisation im Kantonalen Spital Rorschach. Dem Austrittsbericht 

vom 7. November 2001 (Generali-act. 62) ist u.a. die Diagnose eines CRPS Typ I mit/

bei Kontraktion des Musculus trapezius links mit Schulterhochstand, genereller 

Minderinnervation des linken Arms und Hypästhesie und Hypalgesie in Fingern und 

Fussrücken links zu entnehmen. Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, 

diagnostizierte am 22. Februar und 18. Juni 2002 (Generali-act. 71,79) einen Status 

nach HWS-Schleudertrauma mit Kontraktion des Musculus trapezius links mit 

Schulterhochstand und einen Morbus Sudeck links bei genereller Minderfunktion des 

gesamten linken Arms. Vom 15. Oktober bis 12. November 2002 erfolgte ein Aufenthalt 

in der Rehaklinik Rheinfelden. Mit Bericht vom 2. Januar 2003 (Generali-act. 96) 

wurden ein Status nach Verkehrsunfall mit HWS-Distorsion und leichter traumatischer 

Hirnverletzung (Commotio cerebri), ein persistierendes Zervikobrachialsyndrom links 

mit ausgeprägtem Schulterhochstand und kompensatorischer BWS-Skoliose, eine 

vegetative Dysregulation mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Hypertonie, ein 

Status nach CRPS Typ I mit Dystonie bei Quadranten-Syndrom links, eine leichte bis 

mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung, eine Anpassungsstörung sowie 

Angst und depressive Reaktionen gemischt diagnostiziert. Die medizinische 

Begutachtung durch die MEDAS Universitätskliniken Basel vom 7. bis 8. April 2003 

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(Generali-act. 102) ergab nach der Durchführung einer internistischen, einer 

rheumatologischen, einer neurologischen und einer psychiatrischen Untersuchung die 

Diagnosen eines chronischen zervikobrachialen Schmerzsyndroms links bei/mit Status 

nach HWS-Distorsion am 9. Januar 2001, Status nach CRPS Typ I mit Dystonie und 

Quadrantensyndrom links, Schulterhochstand links und konsekutiver skoliotischer 

Fehlhaltung, eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung 

nach HWS-Akzelerations-/Dezelerationstrauma und psychologische und 

Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (HWS-

Distorsionstrauma und CRPS) (ICD-10 F54) mit diskret verminderter emotionaler 

Belastbarkeit sowie subjektiver Konzentrationsminderung und erhöhter 

Erschöpfbarkeit.

A.b   In der biomechanischen Beurteilung vom 18. Februar 2002 (Generali-act. 63) 

hatten die Spezialisten eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-V) von 

8 bis 12 km/h errechnet. Möglicherweise habe sich ein biomechanisch ungünstiger 

Zusatzeffekt eingestellt, indem sich die Versicherte krampfhaft am Lenkrad 

festgehalten habe, da sie die Kollision von hinten habe kommen sehen. Bei einem 

maximalen Delta-V-Wert von 12 km/h und einem Körpergewicht von 76 kg sei eine 

nicht unbeträchtliche Rückbewegung der Sitzlehne zu erwarten. Falls nun das Lenkrad 

umklammert worden sei, hätte sich ein Zug am Arm ergeben können. Aus 

biomechanischer Sicht liessen sich von der HWS ausgehende Beschwerden, also 

Verspannungen, Druckschmerzhaftigkeit etc. und Kopfschmerzen sowie 

Konzentrationsstörungen, somit durch die Kollision erklären. Aufgrund der erwähnten 

Hypothese (Zug am Arm bei der Körperrückbewegung) sei es möglich, dass auch die 

Armbeschwerden direkt auf die Körperbewegungen während der Kollision 

zurückgeführt werden könnten.

A.c    Mit Verfügung vom 20. September 2006 (Generali-act. 155) eröffnete die Generali 

der Versicherten, dass der adäquate Kausalzusammenhang seit längerer Zeit nicht 

mehr gegeben sei und weitere Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 

nicht mehr erbracht werden könnten. Die Taggelder seien bis zum 30. April 2004 

abgerechnet worden. Es erscheine sachgerecht, die Leistungseinstellung auf diesen 

Zeitpunkt vorzunehmen. Gegen diese Verfügung erhoben sowohl die Versicherte, als 

auch deren Krankenversicherung, Swica Gesundheitsorganisation (nachfolgend: 

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Swica), Winterthur, Einsprache (Generali-act. 163,164). Mit Einspracheentscheid vom 8. 

Dezember 2006 (Generali-act. 165) wies die Generali die Einsprachen ab.

B.        

B.a   Dagegen richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. Dieter Kehl, Heiden, im Namen 

der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 28. Februar 2007 mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2006 und die Verfügung vom 20. September 

2006 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für alle Folgen 

des Unfalls vom 9. Januar 2001 die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen – 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Geldleistungen: Taggelder, Rente, 

Integritätsentschädigung, Hilflosenentschädigung usw. – zu erbringen, rückwirkend 

und weiterhin; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, die 

Beschwerdegegnerin übergehe konsequent, dass die Beschwerdeführerin am 9. 

Januar 2001 nicht nur eine HWS-Distorsion, sondern durch Zug am Arm bei der 

Körperrückbewegung (Traktionsmechanismus) auch eine Verletzung der linken oberen 

Körperseite und Extremität erlitten habe. Der natürliche Kausalzusammenhang sei 

offensichtlich und werde von der Beschwerdegegnerin auch nicht ernstlich in Frage 

gestellt. Die Adäquanzfrage stelle sich gar nicht, da klar fassbare physische Befunde 

vorlägen (BGE 117 V 365). Allenfalls wären die Adäquanzkriterien nach BGE 117 V 367 

und nicht diejenigen nach BGE 115 V 140 massgebend, denn die zum typischen 

Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen 

seien keineswegs ganz in den Hintergrund getreten (BGE 123 V 98). Die 

Adäquanzkriterien wären zudem nach BGE 117 V 367 und BGE 115 V 140 erfüllt.

B.b Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2006 richtet sich auch die von 

der Swica am 8. März 2007 eingereichte Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung 

vom 20. September 2006 und der Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2006 seien 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, auch über den 30. April 

2004 hinaus die gesetzlichen Leistungen nach UVG (insbesondere Taggelder und 

Übernahme der Heilkosten) zu erbringen. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

ausgeführt, dass aufgrund der zahlreichen objektivierbaren organischen Befunde gar 

keine Adäquanzprüfung hätte vorgenommen werden müssen. Mangels Nachweis einer 

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Dominanz der psychischen Problematik hätte eine eventualiter vorzunehmende 

Adäquanzbeurteilung nach dem "Schleudertrauma-Raster" von BGE 117 V 359 zu 

erfolgen. Die diesbezüglich massgebenden objektiven Kriterien seien in der von der 

Rechtsprechung geforderten Häufung erfüllt.

B.c   In den Beschwerdeantworten vom 22. März 2007 (act. UV 2007/31 G 3 und 

UV 2007/39 G 3) beantragt die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerden. Die 

Ausführungen von Prof. K.___ im biomechanischen Gutachten könnten nicht 

berücksichtigt werden und hätten keinen Beweiswert im Sinn der bundesgerichtlichen 

Anforderungen an Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a). Aus dem Bericht des 

Bezirksspitals Lugano gehe hervor, dass die neurologische Untersuchung sehr stark 

durch eine wesentliche psychogene "Überlastung", in einem schweren depressiven 

Kontext beeinträchtigt worden sei. Somatoforme Schmerzstörungen würden unter die 

Kategorie der psychischen Leiden fallen (vgl. BGE 130 V 353). Vorliegend trete die 

HWS-Distorsionstraumaproblematik völlig in den Hintergrund. Zentral im ganzen 

Beschwerdebild sei das Schmerzsyndrom im Zusammenhang mit der Unfall- bzw. 

Schmerzverarbeitungsstörung. Die Adäquanzprüfung sei somit nach der sogenannten 

Psychopraxis vorzunehmen. Die diesbezüglichen Adäquanzkriterien seien beim 

vorliegenden Sachverhalt nicht erfüllt.

B.d Mit Replik vom 20. Juni 2007 (act. UV 2007/31 G 9) stellte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin 1 in Aussicht, dass er seinen Standpunkt an der mündlichen 

Hauptverhandlung nochmals ausführlich begründen werde. Die Swica hielt in der 

Replik vom 25. Mai 2007 an ihren Anträgen fest.

B.e Mit Duplik vom 6. Juli 2007 im Verfahren UV 2007/39 hielt die Beschwerdegegnerin 

ihrerseits an ihrem Standpunkt und ihrem Rechtsbegehren fest.

C.        

Mit Schreiben vom 7. April 2008 (act. UV 2007/31 G 25) teilte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin 1 den Verzicht auf eine mündliche Verhandlung mit. Als Beilage 

zum erwähnten Schreiben legte er ein Gutachten des Strassenverkehrs- und 

Schifffahrtsamts des Kantons St. Gallen ins Recht. Am 25. April 2008 (act. UV 2007/31 

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G 30) reichte er weitere Akten zum unfallbedingten Schaden am Lenkrad und an der 

Lenkspindel des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin ein. Auf die nachträglich ins Recht 

gelegten Akten und die entsprechenden Ausführungen der Parteien wird - soweit 

entscheidnotwendig - in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.         

Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die Folgen des 

Unfalls vom 9. Januar 2001 und erbrachte Heilkosten- und Taggeldleistungen. Streitig 

ist, ob sie auch für die nach dem 30. April 2004 (Leistungseinstellung) geltend 

gemachten gesundheitlichen Probleme entsprechende Versicherungsleistungen zu 

erbringen hat. Soweit der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 darüber hinaus die 

Ausrichtung von Rentenleistungen, einer Integritätsentschädigung und einer 

Hilflosenentschädigung beantragt, kann darauf nicht eingetreten werden, da diese 

Leistungsarten nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bilden.

2.         

2.1    Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 und 399 sowie 117 V 359 

und 369). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 und 118 V 289). Der Unfallversicherer 

haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den 

eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht 

zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

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die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

110 E. 3a). Nicht jeder natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher 

Hinsicht adäquat. Der adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum 

naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität 

übernommen wurde, aber der Einschränkung bedarf, um für die rechtliche 

Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige Begrenzung der Haftung zu 

ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III 110 E. 3a).

2.3    Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild 

gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/

bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss 

auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen, dass eine versicherte 

Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b festgelegten (und in BGE 134 V 109 

präzisierten) Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der Rechtsprechung 

zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, 

dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit 

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den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen 

sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

3.         

Aus den Akten geht hervor, dass die von der Beschwerdeführerin 1 über den 30. April 

2004 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen 

Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar sind. Bei der 

am Unfalltag in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG durchgeführten 

röntgenologischen Untersuchung der HWS wurden keine ossären Läsionen festgestellt. 

Die von Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für Röntgendiagnostik, durchgeführte 

vertebrospinale Kernspintomographie vom 15. Februar 2001 ergab als Befund eine 

"Streckhaltung und rechtskonvexe skoliotische Fehlhaltung der HWS bei klinischerseits 

bekannter Torticollis" (Generali-act. 11). Eine von Dr. med. E.___, Facharzt FMH 

Allgemeine Medizin, veranlasste MRI-Untersuchung der HWS zeigte keinerlei 

Pathologie. Insbesondere waren die Ligamenta alaria intakt (Generali-act. 12). Ein am 

16. März 2001 im Regionalspital Lugano durchgeführtes MRI der HWS und des 

Schädels ergab gemäss Bericht der Schulthess Klinik Zürich vom 22. Mai 2005 

(Generali-act. 39) eine starke rechtskonvexe Skoliose der HWS, keine Hinweise für eine 

ossäre Läsion, keine traumatischen Diskopathien oder Bandverletzungen sowie ein 

normales MRI des Schädels bis auf eine leichte Asymmetrie im Bereich des 

Ventrikelsystems. Während des Aufenthalts in der Schmerzklinik Kirschgarten wurden 

eine röntgenologische Untersuchung der HWS und ein MRI des Kopfes durchgeführt, 

welche die bisherigen Befunde bestätigten.

4.         

4.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. dazu RKUV 

1999 Nr. 341 S. 408 E. 3b), d.h. bei sogenannten Beschleunigungsverletzungen der 

HWS, auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre 

nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der 

Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine Distorsion der HWS typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

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Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Gemäss 

den medizinischen Akten sowie mit Blick auf den Unfallmechanismus vom 9. Januar 

2001 ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 1 eine 

Beschleunigungsverletzung der HWS erlitten hat. Entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin den diesbezüglichen Leistungsanspruch auf Heilkosten- und 

Taggeldleistungen bis zum 30. April 2004 denn auch anerkannt.

4.2    Wenn sie nun geltend macht, ab 1. Mai 2004 sei der Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis vom 9. Januar 2001 und den geklagten Beschwerden 

nicht mehr gegeben, so ist darauf hinzuweisen, dass die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst entfällt, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht 

werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, 

vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003 [U 258/02] i/S Z., 25. Oktober 

2002 [U 143/02] i/S L. und vom 31. August 2001 [U 285/00] i/S O.).

4.3    Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

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Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch 

BGE 117 B 369 E. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung der 

Sozialversicherungsrechtlichen Abteilungen des Bundesgerichts (Urteile vom 30. 

Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) muss bei einer 

HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild (mit einer Häufung von Beschwerden) 

nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden 

nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum 

Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (RKUV 2000 Nr. 359 S. 

29 E. 5e). Die andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion 

typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem 

Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.4    Die Beschwerdeführerin 1 beklagte sich gemäss Arztzeugnis vom 16. Januar 

2001 während der Erstbehandlung am Unfalltag – und somit innerhalb der 

erforderlichen Latenzzeit – über eine Schmerzausstrahlung vom proximalen Nacken bis 

parietal beidseits sowie über Kopfschmerzen und Schwindel. Mit Schreiben vom 20. 

Januar 2001 teilte sie der Generali zudem mit, dass sie nach dem Unfall an 

Kopfschmerzen und Übelkeit litt. Bei der Konsultation in der Schulthess Klinik vom 22. 

Mai 2001 (Generali-act. 39) beklagte sich die Beschwerdeführerin 1 über 

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie über Missempfindungen in Form von 

Dysästhesien und Parästhesien im ganzen Arm, vor allem aber in der linken Hand. Dem 

Bericht der Schmerzklinik Kirschgarten vom 21. November 2001 (Generali-act. 60) sind 

zusätzlich eine allgemeine Leistungsschwäche und Schlafstörungen zu entnehmen. 

Gemäss MEDAS-Gutachten vom 18. Juni 2003 (Generali-act. 102) klagte die 

Beschwerdeführerin 1 weiterhin über vermehrte Vergesslichkeit, Schwierigkeiten beim 

Lesen, Konzentrationsprobleme, Schmerzen im Nacken-Kopf-Bereich, frontale 

Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schlafstörungen wegen Schmerzen, anhaltende 

Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit und Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Insgesamt 

kann angesichts dieser Aktenlage vom Auftreten eines typischen bunten 

Beschwerdebilds mit einer Häufung von Beschwerden gesprochen werden, das als 

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natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-Traumas zu betrachten ist. Dass unfallfremde 

Krankheitsfaktoren zum gänzlichen Dahinfallen des natürlichen Kausalzusammenhangs 

geführt hätten, kann aufgrund der Akten nicht gesagt werden. Demnach ist mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Unfall vom 9. 

Januar 2001 zumindest eine Teilursache der als Folge der erlittenen HWS-Distorsion 

andauernden gesundheitlichen Störungen bildet, was für die Bejahung der natürlichen 

Kausalität genügt (Urteil vom 25. Juli 2007, U 328/06, E. 8.2.2, mit Hinweisen). 

Diesbezüglich gilt es anzumerken, dass selbst die Beschwerdegegnerin den 

natürlichen Kausalzusammenhang - zumindest nicht explizit - nicht verneint. Auch die 

dem MEDAS-Gutachten zeitlich vorangehenden Gutachten und Berichte äussern sich 

nicht dahingehend, dass die geklagten Beschwerden nicht mehr in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen würden. Zu prüfen bleibt, ob die nach 

dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung geklagten Beschwerden auch in einem 

adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 9. Januar 2001 stehen.   

5.         

5.1    Gemäss Bericht des Regionalspitals Lugano vom 22. März 2001 (Generali-act. 

17) besteht eine erhebliche psychische Überlagerung. In der klinischen Untersuchung 

hätten sich erhebliche Inkongruenzen zwischen den subjektiven Schilderungen und 

den objektivierbaren Befunden ergeben. Gemäss Prof. Dr. med. F.___, Leitender Arzt 

Schmerzzentrum, Schulthess Klinik, Zürich, spielen psychologische Aspekte bei der 

Verarbeitung der Beschwerden eine entscheidende Rolle (Generali-act. 38). In einem 

weiteren Bericht der Schulthess Klinik vom 22. Mai 2001 (Generali-act. 39) wurde u.a. 

ausgeführt, dass die Versicherte an den direkten Folgen eines HWS-Beschleunigungs-

traumas leide. Die extreme Schonhaltung, welche sich in Form des massiven 

Schulterhochstands links präsentiere, die diffusen Schmerzausstrahlungen in den 

linken Arm, die multiple vegetative Begleitsymptomatik sowie die nicht Dermatom 

bezogenen Hyp- und Parästhesien sowie Dysästhesien würden auf eine traumatisch 

bedingte Zerrung des zervikalen Plexus links deuten. Aufgrund der an der Schulthess 

Klinik am 6. Juni 2001 durchgeführten elektrophysiologischen Untersuchung lasse sich 

eine Schädigung des Plexus brachialis links nicht nachweisen (Generali-act 41). Im 

Bericht vom 28. Juni 2001 (Generali-act. 43) führte Dr. med. G.___, Oberarzt 

Neurologie, Schulthess Klinik, Zürich, u.a. aus, dass bei der Beschwerdeführerin 1 ein 

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persistierendes Zervikalsyndrom mit ausgeprägtem, reaktivem Schulterhochstand links 

und HWS-Skoliose, Pseudoparalyse des linken Arms mit zunehmenden trophischen 

Störungen und eine zunehmende Symptomausweitung auf die ganze linke Körperseite 

bestehe. Gemäss Bericht der Schmerzklinik Kirschgarten vom 21. November 2001 

(Generali-act. 60) bestand eine Dystonie bei CRPS Typ I mit begleitendem sympathisch 

unterhaltenem Schmerzgeschehen. Eine psychotherapeutische Begleitung im Sinn der 

Trauma- und Schmerzverarbeitung sei anzuraten. Dem Arztbericht des Kantonalen 

Spitals Rorschach vom 7. November 2001 (Generali-act. 62) ist ebenfalls u.a. die 

Diagnose eines CRPS Typ I zu entnehmen. Im Behandlungsplan wurden neben Physio- 

und Kraniosakraltherapie, Kinesiologie und Neuraltherapie auch eine psychologische 

Betreuung festgehalten. Dr. C.___ diagnostizierte u.a. einen Morbus Sudeck links bei 

genereller Minderfunktion des gesamten linken Arms. Psychisch gehe es der 

Beschwerdeführerin 1 viel besser, allerdings bestehe nach wie vor ein deutlicher 

Schulterhochstand links infolge der Kontraktion des Musculus trapezius sowie eine 

generelle Minderfunktion aller Qualitäten im Bereich des linken Arms. Dr. med. H.___, 

Innere Medizin FMH, Kurhaus Cademario, geht im Bericht vom 26. Juni 2002 (Generali-

act. 80) ebenfalls von einer zweifellos besseren psychischen Verfassung aus. Laut 

Bericht der Rehaklinik Rheinfelden vom 2. Januar 2003 (Generali-act. 96) standen im 

Krankheitsverlauf das persistierende Zervikobrachialsyndrom links mit 

Schulterhochstand links und die Entwicklung eines CRPS Typ I mit dystoniformer 

Bewegungsstörung sowie eine konsekutive BWS-Skoliose im Vordergrund. Die 

ebenfalls diagnostizierten depressiven Aspekte seien nicht vordergründig. Gemäss 

psychiatrischem Fachgutachten der MEDAS Basel vom 7. April 2003 (Generali-act. 102 

Beilage 3) liessen sich bei der Beschwerdeführerin 1 anamnestisch und anhand der 

Akten keine bedeutenden psychiatrischen Belastungen oder Krisen eruieren. Seit dem 

Unfall würden zwar psychoreaktive Belastungen, insbesondere eine ausgeprägte 

Schlafstörung mit Müdigkeit und Erschöpfbarkeit sowie vorübergehende 

Stimmungsverschlechterungen bestehen, doch lasse sich das Vollbild einer Depression 

nicht diagnostizieren. Als Diagnosen wurden psychologische und Verhaltensfaktoren 

bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (HWS-Distorsionstrauma und CPRS) mit 

diskret verminderter emotionaler Belastbarkeit sowie subjektiver 

Konzentrationsminderung und erhöhter Erschöpfbarkeit gestellt. Der behandelnde 

Psychotherapeut I.___ teilte mit Schreiben vom 25. August 2003 (Generali-act. 106) mit, 

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dass er dem psychiatrischen Fachgutachten der MEDAS Basel nichts Neues 

beizufügen habe, er könne sämtliche Punkte bestätigen.

5.2    Aufgrund der vorliegenden Akten ist neben den geklagten körperlichen 

Beschwerden auch von einer psychischen Komponente auszugehen. Insbesondere 

sind den medizinischen Akten bereits wenige Monate nach dem Unfallereignis eine 

psychische Überlagerung, Symptomausweitung und psychische Aspekte bei der 

Trauma- und Schmerzverarbeitung zu entnehmen. Auf somatischer Seite stehen zuerst 

ein CRPS Typ I und später ein chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom im 

Vordergrund. Dem psychiatrischen Fachgutachten der MEDAS ist, wie bereits erwähnt, 

eindeutig zu entnehmen, dass keine psychischen Beschwerden im Vordergrund 

stehen. Eine von Dr. med. J.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

vorgeschlagene polydisziplinäre Begutachtung ist ausgeblieben, weshalb insbesondere 

auf das schlüssige MEDAS-Gutachten abzustellen ist. Dies umso mehr, als das 

MEDAS-Gutachten die letzte medizinische Begutachtung vor der verfügten 

Leistungseinstellung darstellt. Im streitigen Zeitraum und zuvor kann bei der 

Beschwerdeführerin 1, entgegen der offenbar von der Beschwerdegegnerin vertretenen 

Auffassung, nicht eine ausgeprägte, im Vordergrund stehende psychische Problematik 

als nachgewiesen gelten. Insbesondere kann bei den psychischen Diagnosen nicht von 

einer eigenständigen Krankheit ausgegangen werden, die psychischen Befunde gehen 

eindeutig aus dem Unfall hervor und bilden zusammen mit den organischen Leiden ein 

komplexes Gesamtbild.

5.3    Die Adäquanzbeurteilung hat dementsprechend rechtsprechungsgemäss nach 

den für Schleudertraumen bzw. schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS 

(BGE 117 V 359ff.) geltenden Regeln zu erfolgen. Für die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die 

Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung 

zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit 

anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 117 V 359 Erw. 6a). Für die 

Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen 

einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in 

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der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem 

mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 

sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl. 

BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit 

Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder 

auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die Adäquanzbeurteilung 

einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 134 V 109 E. 10.3) 

abschliessend: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche 

Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und 

erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

5.4    Nach der Rechtsprechung werden einfache Auffahrunfälle in der Regel als 

mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 

549 S. 236, U 380/04, E. 5.1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des Geschehensablaufs, der 

biomechanischen Beurteilung sowie mit Blick auf die entsprechende Kasuistik (vgl. 

SZS 2001, S. 429ff.) sind hier keine Gründe ersichtlich um vom Regelfall abzuweichen, 

weshalb vorliegend von einem mittelschweren Unfallereignis im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen auszugehen ist. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist daher 

zu bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung massgebenden Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien in 

gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367).

5.5    Der Unfall vom 9. Januar 2001 hat sich weder unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ereignet noch war er – objektiv betrachtet – von besonderer 

Eindrücklichkeit. Das Kriterium der schweren oder besonderen Art der erlittenen 

Verletzung wird in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bejaht, wenn eine 

jahrelange Häufung der für ein SchIeudertrauma typischen Beschwerden vorliegt. Wie 

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bereits dargelegt, ist dem MEDAS-Gutachten vom 18. Juni 2003, mithin 2 ½ Jahre 

nach dem Unfall, eine solche Häufung der typischen Beschwerden zu entnehmen. 

Sodann kann das Kriterium unter Umständen auch aufgrund der bei der Kollision 

eingenommenen Körperhaltung und der damit verbundenen Komplikationen bejaht 

werden (RKUV 1998 Nr. U 297 S. 245). Aus der biomechanischen Beurteilung vom 18. 

Februar 2002 ist ersichtlich, dass sich bei der Beschwerdeführerin 1 möglicherweise 

ein biomechanisch ungünstiger Zusatzeffekt eingestellt hat, indem sie sich krampfhaft 

am Lenkrad festgehalten hatte, da sie die Kollision von hinten hatte kommen sehen. 

Bei einem maximalen Delta-V-Wert von 12 km/h und einem Körpergewicht von 76 kg 

sei eine nicht unbeträchtliche Rückbewegung der Sitzlehne zu erwarten. Falls nun das 

Lenkrad umklammert worden sei, hätte sich ein Zug am Arm ergeben können. Somit 

sei es möglich, dass die Armbeschwerden direkt auf die Körperbewegung während der 

Kollision zurückzuführen wäre. Im Gutachten des Strassenverkehrs- und 

Schifffahrtsamts des Kantons St. Gallen vom 11. Februar 2008 (act. UV 2007/31 G 25) 

wird festgehalten, dass sich die Deformation des Lenkrads und der Lenksäule dadurch 

erklären lasse, dass sich die Beschwerdeführerin 1 bei der Kollision am Lenkrad 

festgehalten und sich dadurch eine Krafteinwirkung (Zugkraft) auf die 

Lenkungselemente ergeben habe. Bei einer Lenkradumfassung mit der linken Hand 

dürfe eine zusätzliche Rotation um die linke Schulter erfolgt sein. Beide Gutachten 

basieren auf hypothetischen Annahmen und kommen zum Schluss, dass sich 

möglicherweise ein negativer Zusatzeffekt ergeben habe. Ein rechtsgenüglicher 

Nachweis eines solchen ungünstigen Effekts mit Auswirkungen auf die erlittenen 

Verletzungen kann durch die Gutachten indessen nicht erbracht werden. Ob das 

Kriterium der schweren oder besonderen Art der erlittenen Verletzung gegeben ist 

braucht allerdings vorliegend - wie die folgenden Ausführungen darlegen werden - 

nicht abschliessend beurteilt zu werden. Im Austrittsbericht der Schmerzklinik 

Kirschgarten vom 21. November 2001 (Generali-act. 60) wurde die Weiterführung der 

Physio- und Wassertherapie zur Dehnung der Muskulatur sowie eine Kraniosakral- und 

Neuraltherapie empfohlen. Nach einer Hospitalisation im Kantonalen Spital Rorschach 

vom 29. Oktober bis 7. November 2001 wurden zusätzlich eine psychologische 

Betreuung und Kinesiologie verordnet (Generali-act. 62). Beim stationären Aufenthalt in 

der Rehaklinik Rheinfelden wurden folgende Massnahmen durchgeführt: 

Physiotherapie, Kraniosakraltherapie, Wassertherapie und Therapieschwimmen, 

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Ergotherapie mit Ergonomie und sensomotorischem Training, klinische Psychologie, 

Neuropsychologie, autogenes Training, Körperwahrnehmungsgruppe, Elektrotherapie, 

klassische Massage, Fango und Solewickel. Im Austrittsbericht der Klinik Rheinfelden 

wurde die Weiterführung der verschiedenen Therapieformen vorgeschlagen (Generali-

act. 96). Im MEDAS-Gutachten vom 18. Juni 2003 wurde ausgeführt, dass das in der 

Rehaklinik Rheinfelden entwickelte Therapiekonzept weitergeführt werden sollte. Mit 

Schreiben vom 15. Juni 2006 (Generali-act. 150) teilte Dr. C.___ mit, dass die 

Beschwerdeführerin 1 weiterhin bei ihm in Behandlung sei (Neuraltherapie) und einmal 

wöchentlich in die Physiotherapie gehe. Insgesamt ist den medizinischen Akten eine 

durchgehende therapeutische Behandlung zu entnehmen. Allerdings kann bei den 

erwähnten Therapieformen nicht von einer fortgesetzt spezifischen, belastenden 

ärztlichen Behandlung im Sinn der Rechtsprechung ausgegangen werden, weshalb das 

Kriterium nicht als erfüllt gelten kann. Die Beschwerdeführerin machte unmittelbar nach 

dem Unfallereignis und bis zur Leistungseinstellung erhebliche Beschwerden geltend. 

Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der 

Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im 

Lebensalltag erfährt. Es besteht kein Anlass an der Glaubhaftigkeit der geklagten 

Beschwerden zu zweifeln. Im Bericht der Rehaklinik Rheinfelden wurde u.a. eine 

schmerzbedingte Funktionseinschränkung des linken Arms festgehalten. Sodann 

bewirke der ausgeprägte Schulterhochstand links ebenfalls eine deutliche 

Funktionsbeeinträchtigung. Im MEDAS-Gutachten wurde festgehalten, dass das 

arbeitsmedizinisch relevante Problem aus rheumatologischer/neurologischer Sicht in 

einer weitgehenden - funktionellen – Ge-brauchsunfähigkeit der linken oberen 

Extremität für alle Tätigkeiten bestehe. Dr. C.___ bestätigte im Schreiben vom 18. Juni 

2004 (Generali-act. 126), dass die Beschwerdeführerin 1 in Folge der praktisch 

kompletten Unmöglichkeit, den linken Arm zu gebrauchen, auf vielseitige Hilfe, 

insbesondere bei Alltagsverrichtungen, angewiesen sei. Somit ist rechtsgenüglich 

erstellt, dass der Schulterhochstand, die Beschwerden am linken Arm sowie die 

weiteren geklagten Beschwerden die Beschwerdeführerin im Lebensalltag erheblich 

beeinträchtigen. Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist damit in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt. Ebenso besteht seit dem Unfall eine durchgehende 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit ist somit aufgrund der 

Aktenlage eindeutig ausgewiesen. Im MEDAS-Gutachten vom 18. Juni 2003 wurde 

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festgehalten, dass berufliche Massnahmen sicher noch verfrüht seien. Ein konkreter 

Arbeitsversuch hat dementsprechend auch nicht stattgefunden. Gemäss Angaben der 

Beschwerdeführerin 1 habe sie zu Hause einen Computer mit entsprechenden 

Programmen für die Bildbearbeitung. Allerdings sei sie jeweils nach 20 bis maximal 30 

Minuten Arbeit total fertig, die Bildschirmarbeit sei für die Augen schwer verträglich. Im 

Bericht der Klinik Rheinfelden wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin 1 

motiviert am interdisziplinären Therapieprogramm teilgenommen habe. Ebenfalls sei sie 

motiviert, die ambulanten Therapien weiterzuführen. Auch dem MEDAS-Gutachten ist 

zu entnehmen, dass die Eigenmotivation der Beschwerdeführerin 1 sehr hoch sei. 

Insgesamt sind aus den medizinischen Akten keine Hinweise auf eine fehlende oder 

ungenügende Compliance ersichtlich, der persönliche Einsatz im Rahmen der 

Therapiemassnahmen wurde nie bemängelt. Insgesamt hat die Beschwerdeführerin 1 

die ihr zumutbaren Anstrengungen getroffen, die erhebliche Arbeitsunfähigkeit zu 

überwinden. Auch dieses Kriterium ist somit erfüllt. Im Nachgang zum Unfallereignis 

erfolgten wie bereits erwähnt zahlreiche therapeutische Massnahmen. Bereits am 16. 

Februar 2001 empfahl Dr. E.___ eine stationäre Kur um die massive Schonhaltung zu 

lockern (Generali-act. 12). Während dem stationären Aufenthalt im Kurhaus Cademario 

erfolgte eine psychotherapeutische Schmerzbegleitung nebst verschiedenen 

Entspannungstherapien bei beträchtlicher Medikation. Bereits im Austrittsbericht vom 

31. März 2001 (Generali-act. 18) wurde bis Ende 2001 eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit festgehalten. Dr. E.___ stellte am 24. April 2001 eine sehr schlechte 

Prognose, weil aktiv nichts gemacht werden könne. Die Medikamententherapie müsse 

fortgeführt werden (Generali-act. 29). Dr. F.___ hielt am 22. Mai 2001 fest (Generali-act. 

38), dass die psychologische Seite mit genügender Behutsamkeit angegangen werden 

müsse. Ebenfalls sei ein kontinuierlicher Abbau der Morphium-Dosen anzustreben. 

Aufgrund der sehr schweren Behinderung der Beschwerdeführerin seien ambulant 

keine Therapiemöglichkeiten gegeben. Der Aufenthalt in der Schmerzklinik 

Kirschgarten brachte ebenfalls keine bedeutende Besserung des Gesundheitszustands 

(Generali-act. 60). Im Gegenteil führte eine erneute Umstellung der Medikation zu 

häufigem Erbrechen und schliesslich am 29. Oktober 2001 zu einer notfallmässigen 

Hospitalisation im Kantonalen Spital Rorschach (Generali-act. 62). Am 18. Juni 2002 

(Generali-act. 79) stellte Dr. C.___ eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustands 

fest, wobei er weiterhin von einem äusserst hartnäckigen Verlauf ausging. Allerdings 

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habe sich der Schulterhochstand zurückgebildet und die Schmerzen seien erträglicher 

geworden, was sich positiv auf die psychische Situation auswirke. Nach einem 

weiteren stationären Aufenthalt in der Rehaklinik Rheinfelden vom 15. Oktober bis 12. 

November 2002 wurde trotz Verbesserung der Schmerzsituation und Reduktion der 

vegetativen Funktionsstörung weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit als Fotografin festgehalten. Im MEDAS-Gutachten vom 

18. Juni 2003 wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sogar in einer adaptierten 

Tätigkeit bestätigt. Berufliche Massnahmen seien momentan sicher verfrüht. Dr. C.___ 

hielt am 13. Juni 2003 (Generali-act. 103) fest, dass es bei der Beschwerdeführerin im 

Herbst 2002 zu einem schweren Rückfall gekommen sei. Das Therapiekonzept in 

Rheinfelden habe sie deutlich überfordert, der Aufenthalt habe eine Verschlechterung 

des Zustands bewirkt. Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass sämtliche 

Therapien keine anhaltende Besserung des Gesundheitszustands gebracht haben. Im 

Gegenteil haben die unzähligen Therapien und die beträchtliche Medikation sogar 

teilweise eine Verschlechterung bewirkt und neue Beschwerden geschaffen. Ein 

dauerhafter positiver Heilungsverlauf ist bis zum Zeitpunkt der Einstellung der 

Versicherungsleistungen nicht erkennbar. Aufgrund der anhaltenden Therapieresistenz 

und den zusätzlich hinzugetretenen Beschwerden ist auch das Kriterium des 

schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen erfüllt. Ob allenfalls der 

anfängliche "Therapiestrauss" und vor allem die Medikation der Beschwerdeführerin - 

teilweise bis zu 18 Medikamente - die Unfallfolgen erheblich verschlimmert haben und 

somit von einer ärztlichen Fehlbehandlung auszugehen ist, muss vorliegend nicht 

abschliessend beurteilt werden. Allerdings geht auch Dr. J.___ davon aus, dass die 

Beschwerdeführerin in ihrer Krankheit schlecht geführt worden sei. Es sei einseitig 

körperlich abgeklärt und behandelt worden und die wichtigen psychosozialen Aspekte 

seien nicht beachtet worden. Da somit drei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt 

sind, wobei das Kriterium der erheblichen Beschwerden in besonders ausgeprägter 

Weise gegeben ist und zwei Kriterien nicht eindeutig verneint werden können, ist die 

Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen.

5.6 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die über den 30. April 2004 

geklagten Beschwerden weiterhin in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 9. Januar 2001 stehen und die 

Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Unrecht eingestellt hat.

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6.         

6.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden unter Aufhebung 

des angefochtenen Einspracheentscheids vom 8. Dezember 2006 gutzuheissen und 

die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 1 die gesetzlichen 

Leistungen für den am 9. Januar 2001 erlittenen Unfall über den 30. April 2004 hinaus 

auszurichten.

6.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Gemäss Art. 61 

lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten. Die Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und 

nach der Schwierigkeit des Prozesses. Unter Berücksichtigung, dass der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 anstelle einer Replik seinen Standpunkt an 

der mündlichen Verhandlung darlegen wollte, auf die Durchführung der Verhandlung 

jedoch in der Folge verzichtete, erscheint eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die 

Beschwerdeführerin 2 hat als Krankenversicherer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, Rz 97 zu Art. 61 ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        In Gutheissung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten ist, wird der 

Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2006 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet, der Beschwerdeführerin 1 auch über den 30. April 2004 hinaus die 

gesetzlichen Leistungen für den am 9. Januar 2001 erlittenen Unfall zu erbringen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin 1 mit Fr. 3'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.06.2008
	Art. 6 UVG: Beurteilung der Unfallkausalität von gesundheitlichen Einschränkungen im Nachgang zu einer HWS-Distorsion. Typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nach dem Unfall bejaht. Die psychischen und physischen Beschwerden ergeben ein komplexes Gesamtbild, weshalb die Adäquanzbeurteilung nach den Regeln gemäss BGE 117 V 359 ff. zu erfolgen hat. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden ist zu bejahen, da mehrere der erforderlichen Kriterien erfüllt sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St, Gallen vom 19. Juni 2008, UV 2007/31+39). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2008.

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