# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a8a6635-fba9-541e-b028-7f40a321d28a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 15.04.2024 VB240004
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB240004_2024-04-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VB240004-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Vizepräsidentin 

lic. iur. F. Schorta, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler, 

Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz und Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur 

sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 15. April 2024

in Sachen

A._____,  
Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____, 
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-
deentscheid des Bezirksgerichts Meilen vom 27. Februar 2024 (BA240002-G)

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Erwägungen:

I.

1. Mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts 

Meilen vom 21. September 2023 (Geschäfts-Nr. ER230026-G) wurde 

A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) unter Androhung von Zwangsvollstre-

ckung im Unterlassungsfall verpflichtet, die 3-Zimmer-Wohnung im Erdge-

schoss an der C._____-strasse …, B._____, bis spätestens 15. Oktober 

2023,12:00 Uhr mittags, zu räumen und der Gemeinde B._____ (fortan: Be-

schwerdegegnerin) mit allen dazugehörenden Schlüsseln ordnungsgemäss 

gereinigt zu übergeben. Gleichzeitig wurde das Gemeindeammannamt Küs-

nacht-Zollikon-Zumikon (fortan: Gemeindeammannamt) angewiesen, diese 

Verpflichtung nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen der Be-

schwerdegegnerin zu vollstrecken (act. 9/11). Eine dagegen erhobene Be-

schwerde der Beschwerdeführerin wies das Obergericht des Kantons Zürich 

mit Urteil vom 14. Dezember 2023 (Geschäfts-Nr. PF230060-O) ab 

(act. 9/25). Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde 

ans Bundesgericht und ersuchte um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. 

Letzteres Begehren wies das Bundesgericht mit Verfügung vom 6. Februar 

2024 (act. 6/2/6, Geschäfts-Nr. 4A_86/2024) ab. 

2. Nachdem die Beschwerdegegnerin am 22. Januar 2024 beim Gemeindeam-

mannamt das Vollstreckungsbegehren gestellt hatte (act. 6/2/2), forderte die-

ses die Beschwerdeführerin mit Anzeige vom 5. Februar 2024 (act. 6/2/1) auf, 

das Mietobjekt unverzüglich und ordnungsgemäss zu räumen und sofort zu 

verlassen, andernfalls am Montag, 4. März 2024, 09:00 Uhr, die zwangsweise 

Ausweisung erfolge. Gegen diese Anzeige erhob die Beschwerdeführerin 

beim Bezirksgericht Meilen mit Eingabe vom 21. Februar 2024 Beschwerde 

und ersuchte u.a. um Aufhebung der erwähnten Anzeige sowie um Verlänge-

rung des Mietvertrages (act. 6/1). In prozessualer Hinsicht beantragte sie die 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Mit Beschluss und Urteil vom 27. Fe-

bruar 2024 (Geschäfts-Nr. BA240002-G) schrieb das Bezirksgericht als un-

tere kantonale Aufsichtsbehörde über die Gemeindeammannämter u.a. den 

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Antrag auf aufschiebende Wirkung als gegenstandslos geworden ab und wies 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. Die Be-

schwerde wies es ab, soweit es darauf eintrat (act. 4 S. 9). Am 4. März 2024 

erfolgte sodann die Vollstreckung der Ausweisung (act. 1 S. 5). 

3. Mit Eingabe vom 15. März 2024 erhob die Beschwerdeführerin gegen den 

Entscheid des Bezirksgerichts Meilen vom 27. Februar 2024, Geschäfts-

Nr. BA240002-G, bei der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kan-

tons Zürich innert Frist (act. 6/5/3) Beschwerde und stellte die folgenden An-

träge (act. 1 S. 14): 

"1. Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des angefochte-
nen Urteils vom 27 Februar 2024

2. Aufhebung der Zwangsräumung 
Auf der Grundlage der vorangegangenen Elemente beantragt die 
Antragstellerin: 
- Die Nichtigkeit der Räumungsanzeige und die Aufhebung 

des angefochtenen Urteils.
- Ihre Wiedereingliederung in ihre ursprüngliche Wohnung.

3. Verurteilung des Gemeindeammannamt wegen Verletzung der 
beruflichen Pflicht
- Das Gemeindeammannamt hat seine Pflicht verletzt (Amts-

pflichtverletzungen), indem es zugestimmt hat, eine Räu-
mungsanzeige zu erlassen, obwohl der Antragsdossier un-
vollständig war. Es war seine Verantwortung sicherzustellen, 
dass alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt wurden, ein-
schließlich des Eigentumstitels und des Vollstreckungszerti-
fikats des auszuführenden Urteils. 

- Es lag auch in der Verantwortung des Gemeindeamman-
namt, alle gesetzlichen Fristen und Grundsätze des Zivilge-
setzbuches einzuhalten, einschließlich des Verbots, die 
Räumung vor der Benachrichtigung über das betreffende Ur-
teil durchzuführen.

ln diesem Fall:
- Die Räumungsbegehren vom 22 Januar 2024 und die Aus-

weisungsanzeige vom 5. Februar 2024 erfolgten unter Ver-
letzung der Grundsätze von Artikel 315 ZPO.

- Die Durchführung der Zwangsräumung vom 4. März 2024 
erfolgte, ohne Zustellungsnachweis des Urteils unter Verlet-
zung der Grundsätze von Artikel 148 ZPO. 

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4. Verantwortlichkeitsforderung des Staates
Angesichts der schwerwiegenden Versäumnisse des Gemeinde-
ammannamt B._____ muss der Staat als Verantwortlicher des 
Gemeindeammannamt in dieser Angelegenheit seine Verantwor-
tung übernehmen und den der Antragstellerin zugefügten Scha-
den wiedergutmachen. Dies umfasst nicht nur die Aufhebung der 
Zwangsräumung und die Wiedereingliederung der Antragstellerin 
in ihre Wohnung, sondern auch die Zahlung von Schadensersatz 
zur Kompensation des erlittenen moralischen und finanziellen 
Schadens."

4. Die Verwaltungskommission eröffnete in der Folge das vorliegende Verfahren 

und zog die Akten des Bezirksgerichts Meilen Geschäfts-Nr. BA240002-G 

(act. 6/1-7) sowie der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

Geschäfts-Nr. PF230060-O (act. 9/1-26) bei. Den Akten Geschäfts-

Nr. BA240002-G kann entnommen werden, dass das Dispositiv des Erkennt-

nisses des Entscheides vom 27. Februar 2024 in Bezug auf die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen mit Urteil vom 19. März 2024 (act. 6/6) berichtigt 

wurde. 

5. Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. 

§ 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) stellt 

die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schrift-

lichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich sofort als 

unzulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird 

– der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme der Beschwerde-

gegnerin verzichtet werden (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, 2. Auf-

lage, Zürich/Basel/Genf 2017, § 83 N 17). Das Verfahren erweist sich als 

spruchreif. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nachfolgend einzu-

gehen, soweit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint.

6. Auf das vorliegende Verfahren sind sodann die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss 

anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrich-

tige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

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Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren hingegen 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

II.

1. Verletzen Mitglieder von Gerichtsbehörden Amtspflichten, kann bei der unmit-

telbaren Aufsichtsbehörde innert zehn Tagen seit Kenntnisnahme der Amts-

pflichtverletzung schriftlich Aufsichtsbeschwerde erhoben werden. Die Auf-

sichtsbehörde verfügt die notwendigen Massnahmen (§ 82 Abs. 1 und 2 

GOG, § 83 Abs. 1 GOG). Aufgabe der Aufsichtsbehörde ist es, durch Ge-

brauch ihrer Aufsichts- und Disziplinargewalt auf entsprechende Anzeige hin 

ein ordnungs- und rechtswidriges Verhalten einer Justizperson zu ahnden 

(sog. administrative Beschwerde) oder eine unrechtmässige oder unzweck-

mässige Anordnung aufzuheben bzw. abzuändern (sog. sachliche Be-

schwerde). Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 

Abs. 1 lit. k der Verordnung über die Organisation des Obergerichts (OrgV 

OG, LS 212.51) übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kan-

tons Zürich die Aufsicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und 

nach § 80 Abs. 2 GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten 

unterstellten Behörden aus (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, § 80 

N 1 und § 84 N 1). Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der 

Beschwerde gegen den Beschluss und das Urteil des Bezirksgerichts Meilen 

vom 27. Februar 2024, Geschäfts-Nr. BA240002-G, zuständig.

2. Nicht zuständig ist die Verwaltungskommission hingegen für die unter Ziff. 4 

der Rechtsbegehren (act. 1 S. 14) gestellten Ansprüche aus Staatshaftung. 

Hierfür hat die Beschwerdeführerin den Weg der Staatshaftung nach Haf-

tungsgesetz (HG, LS 170.1) zu beschreiten. Ebenso wenig ist die Verwal-

tungskommission mangels gesetzlicher Grundlage zuständig zur Zuspre-

chung von Schadenersatz bzw. einer Genugtuung. Auf Antrag 4 ist daher in-

folge fehlender Zuständigkeit nicht einzutreten. 

- 6 -

III. 

1.1. In prozessualer Hinsicht ersucht die Beschwerdeführerin um Wiederherstel-

lung der aufschiebenden Wirkung des angefochtenen Entscheids vom 27. Fe-

bruar 2024, Geschäfts-Nr. BA240002-G (act. 1 Antrag 1). Es ist davon auszu-

gehen, dass sie damit um aufschiebende Wirkung im vorliegenden Verfahren 

ersucht. 

1.2. Der Aufsichtsbeschwerde kommt keine aufschiebende Wirkung zu (§ 83 

Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 325 Abs. 1 ZPO). Diese kann indes auf ausdrückliches 

Ersuchen hin erteilt werden, sofern die Beschwerde nicht von vornherein als 

unbegründet erscheint und die gesuchstellende Person an ihrer Erteilung ein 

wesentliches Interesse aufweist (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, 

§ 83 N 19). Mit der Fällung des vorliegenden Beschlusses ist das Gesuch, der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren, als gegenstandslos ge-

worden abzuschreiben. Es wäre infolge der Unbegründetheit der Beschwerde 

(vgl. nachfolgend Ziff. IV) ohnehin abzuweisen gewesen. 

2. Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin den Entscheid des Bezirksge-

richts über die aufschiebende Wirkung (act. 1 S. 3). Letzteres erwog, das Ge-

such um aufschiebende Wirkung sei als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben, da sich die Beschwerde von vornherein als unbegründet erweise 

(act. 4 E. 6). Die Beschwerdeführerin moniert, die Aufhebung der aufschie-

benden Wirkung sei willkürlich und unter Verletzung der Begründungspflicht 

erfolgt (act. 1 S. 3). Entgegen der Beschwerdeführerin hat das Bezirksgericht 

die aufschiebende Wirkung im Verfahren Geschäfts-Nr. BA240002-G zu kei-

nem Zeitpunkt aufgehoben, sondern aus prozessualen Gründen lediglich von 

deren Erteilung abgesehen. Der Beschwerde ans Bezirksgericht kam von Ge-

setzes wegen keine aufschiebende Wirkung zu (GOG Kommentar-Hau-

ser/Schweri/Lieber, § 83 N 19). Die beschwerdeführerischen Ausführungen 

vermögen bereits aus diesem Grund nicht zu überzeugen. Zudem begründete 

die Vorinstanz die Abschreibung des Ersuchens mit dessen Gegenstandslo-

sigkeit. Soweit die Beschwerdeführerin sodann Ausführungen zur aufschie-

benden Wirkung im Berufungsverfahren nach Art. 315 ZPO macht und daraus 

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eine Verletzung von fundamentalen Rechtsprinzipien ableitet (act. 1 Rz 11), 

so verkennt sie, dass diese Bestimmung im vorinstanzlichen Verfahren nicht 

massgeblich war, handelte es sich doch nicht um ein Berufungsverfahren, 

sondern um ein Beschwerdeverfahren der unteren kantonalen Aufsichtsbe-

hörde über die Gemeindeammannämter. Die Behandlung des Gesuchs um 

aufschiebende Wirkung durch die Vorinstanz ist demnach nicht zu beanstan-

den.

IV.

1.1. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerdeschrift vorab umfassende 

Ausführungen zum Sachverhalt bzw. zum Hintergrund der Ausweisung und 

bringt anschliessend zur Begründung ihrer Beschwerde in der Sache im We-

sentlichen das Folgende vor: Sie, die Beschwerdeführerin, habe mit der Sozi-

albehörde der Gemeinde B._____ einen Untermietvertrag betreffend die 

massgebliche Wohnung abgeschlossen. Eigentümerin der Wohnung sei die 

Beschwerdegegnerin gewesen. Die in E. 4 des vorinstanzlichen Entscheides 

dargelegten Erwägungen seien unklar. Es werde nicht dargelegt, weshalb die 

Beschwerdegegnerin aktivlegitimiert gewesen sei. Paradox erscheine, dass 

die Einwendungen gegen die Erwägungen des Obergerichts im Entscheid 

vom 14. Dezember 2023 durch das Bundesgericht und nicht durch die Vor-

instanz geprüft werden sollten. Das Verfahren vor Bundesgericht sei ohnehin 

noch pendent. Die Frage der Aktivlegitimation sei bereits im Verfahren des 

Bezirksgerichts Meilen Geschäfts-Nr. ER230019-G behandelt worden. Diese 

Entscheidung vom 6. Juli 2023 sei in Rechtskraft erwachsen. Im vorliegend 

angefochtenen Entscheid sei sie jedoch ignoriert worden. Gemäss Grund-

buch handle es sich bei der Eigentümerin der massgeblichen Wohnung um 

die Politische Gemeinde B._____. Diese sei nicht Partei des Rechtsstreits. 

Die vertragliche Beziehung einer Untermiete beschränke sich auf den Mieter 

und den Untermieter. Der Eigentümer sei davon nicht betroffen. Der ange-

fochtene Entscheid scheine fälschlicherweise der Sozialbehörde B._____ 

eine Aktivlegitimation zuzuschreiben. Die Sozialbehörde könne nicht aktivle-

gitimiert sein. Die Aktivlegitimation sei dem Eigentümer bzw. der Eigentümerin 

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vorbehalten (act. 1 Rz 10). Des Weiteren könne der Vertreter der Beschwer-

degegnerin nicht als deren Vertreter auftreten, da diese weder parteifähig 

noch prozessführungsbefugt sei (act. 1 Rz 14).

1.2. Das Bezirksgericht erwog im angefochtenen Entscheid zur Aktivlegitimation 

der Beschwerdegegnerin und zur Vertretungsbefugnis des mandatierten 

Rechtsvertreters, die Gemeinde B._____ sei bereits im erstinstanzlichen Ver-

fahren Geschäfts-Nr. ER230026-G Partei gewesen. Im Rechtsmittelverfahren 

vor Obergericht sei es nicht zu einem Parteiwechsel gekommen. In Letzterem 

sei die Bevollmächtigung der Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin be-

jaht worden. Konsequenterweise habe diese auch das Vollstreckungsbegeh-

ren stellen dürfen. Ihre Einwendungen gegen den Entscheid vom 14. Dezem-

ber 2023 hätte die Beschwerdeführerin beim Bundesgericht vorbringen müs-

sen (act. 4 E. 4).

1.3.1. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, war die Frage der Aktivlegiti-

mation der Beschwerdegegnerin "Gemeinde B._____, Sozialbehörde" bereits 

Gegenstand des dem erstinstanzlichen Ausweisungsverfahren folgenden 

Rechtsmittelverfahrens Geschäfts-Nr. PF230060-O (damals Gesuchstellerin 

und Beschwerdegegnerin). Die II. Zivilkammer setzte sich mit dieser Frage im 

Entscheid vom 14. Dezember 2023 auseinander und anerkannte im Ergebnis 

die Aktivlegitimation der dortigen Beschwerdegegnerin (act. 9/25 E. 4.2.3), 

welche mit der hiesigen identisch ist. Der Entscheid der II. Zivilkammer ist in-

zwischen in Rechtskraft erwachsen. Auf die Erwägungen der II. Zivilkammer 

kann daher abgestellt werden. Es wäre sinnwidrig, wäre die Beschwerdegeg-

nerin zur Stellung eines Ausweisungsbegehrens befugt gewesen, nicht je-

doch zur Stellung des nachfolgenden Vollstreckungsbegehrens in gleicher 

Sache.

Mit dem im Rubrum verwendeten Begriff der Gemeinde B._____ kann ohne-

hin nur die Politische Gemeinde B._____ gemeint sein. Entgegen der Be-

schwerdeführerin schreibt die Vorinstanz nicht der Sozialbehörde eine Aktiv-

legitimation zu, sondern der Gemeinde B._____, Sozialbehörde. Im von der 

Beschwerdeführerin erwähnten Verfahren Geschäfts-Nr. PQ160078-O trat - 

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anders als vorliegend - die Sozialbehörde einer Gemeinde allein in eigenem 

Namen auf. Aus diesem Entscheid kann die Beschwerdeführerin demnach 

nichts zu ihren Gunsten ableiten.

1.3.2. Angesichts dessen, dass die Beschwerdegegnerin als partei- und prozess-

fähig gilt, überzeugt auch die Argumentation der Beschwerdeführerin zur Ver-

tretung der Beschwerdegegnerin nicht. Ohnehin legte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin dem Begehren auf Vollstreckung des Ausweisungsbe-

fehls eine Vollmacht (Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde B._____ 

vom 15. November 2023) bei und wies seine Legitimation damit aus 

(act. 6/2/2; siehe auch act. 9/25 E. 4.2.3). Die beschwerdeführerischen Argu-

mente überzeugen damit nicht. 

2.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, der angefochtene Entscheid habe die An-

zeige des Gemeindeammannamtes zu Unrecht als rechtmässig qualifiziert. 

Der Richter habe nicht erwähnt, welche konkreten Vollstreckungsmassnah-

men angeordnet worden seien. Auf Art. 337 ZPO könne die Anzeige nicht ab-

gestützt werden. Art. 348 ZPO sehe in Bezug auf nicht direkt vollstreckbare 

Urkunden über Leistungen insbesondere bei solchen aus Miete und Pacht 

von Wohn- und Geschäftsräumen eine Ausnahme vor. Für Entscheidungen 

betreffend Mietverträge sei ein spezielles Verfahren erforderlich, um einen 

Vollstreckungstitel zu erhalten. Die Beschwerdegegnerin hätte einen Antrag 

beim zuständigen Gericht stellen müssen, um die Bescheinigung über die 

Vollstreckbarkeit des Urteils zu erhalten. Dies habe sie nicht getan. In der Voll-

streckungsanzeige vom 5. Februar 2024 sei versucht worden, einen Ent-

scheid zu vollstrecken, dessen Vollstreckbarkeit gemäss Art. 236 Abs. 3 ZPO 

i.V.m. Art. 338 und Art. 348 ZPO nicht bestätigt worden sei (act. 1 Rz 12). 

2.2. Das Bezirksgericht erwog zu diesem Vorbringen in seinem Entscheid (act. 4 

E. 3.2 f.), gemäss Art. 337 Abs. 1 ZPO könne der Entscheid direkt vollstreckt 

werden, wenn das urteilende Gericht - wie vorliegend - konkrete Vollstre-

ckungsmassnahmen nach Art. 236 Abs. 3 ZPO angeordnet habe.

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2.3. Für die Vollstreckung von Entscheiden massgeblich sind die Artt. 335 ff. ZPO. 

Art. 336 Abs. 1 ZPO zufolge ist ein Entscheid vollstreckbar, wenn er rechts-

kräftig ist und das Gericht die Vollstreckung nicht aufgeschoben hat (Art. 325 

Abs. 2 und Art. 331 Abs. 2) oder wenn er noch nicht rechtskräftig ist, jedoch 

die vorzeitige Vollstreckung bewilligt wurde. Gemäss Art. 337 Abs. 1 ZPO 

kann der Entscheid direkt vollstreckt werden, wenn bereits das urteilende Ge-

richt konkrete Vollstreckungsmassnahmen nach Art. 236 Abs. 3 ZPO ange-

ordnet hat. Hat demnach das Sachgericht selbst Vollstreckungsmassnahmen 

definiert, darf die berechtigte Partei diese Massnahmen durch die zuständige 

Exekutivbehörde vollziehen lassen, ohne zuvor an das Vollstreckungsgericht 

zu gelangen (BSK ZPO-Droese, Art. 337 N 1). Im Urteil vom 21. September 

2023, Geschäfts-Nr. ER230026-G, wies das Gericht das Gemeindeamman-

namt Küsnacht-Zollikon-Zumikon an, die Verpflichtung der Beschwerdeführe-

rin, die massgebliche Wohnung bis zum 15. Oktober 2023, 12 Uhr mittags, zu 

räumen, nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen der Beschwerde-

gegnerin zu vollstrecken (act. 9/11 Dispositiv-Ziffern 2). Das Urteil enthielt da-

mit bereits die massgeblichen Vollstreckungsmassnahmen, weshalb die Be-

schwerdegegnerin am 22. Januar 2024 gestützt auf Art. 337 ZPO ohne Anru-

fung des Vollstreckungsgerichts die Vollstreckung der Ausweisung beantra-

gen durfte. Entgegen der Beschwerdeführerin ist Art. 347 f. ZPO vorliegend 

nicht relevant. Diese Bestimmungen gelten lediglich für öffentliche Urkunden 

(siehe BGE 99 II 161 zur Definition von öffentlichen Urkunden) und nicht für 

Entscheide wie den Vorliegenden, für welchen Art. 335 ff. ZPO massgeblich 

ist. Damit erweisen sich die vorinstanzlichen Erwägungen zur Massgeblichkeit 

von Art. 337 ZPO als zutreffend.

3.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich weiter auf den Standpunkt, sowohl das 

Vollstreckungsbegehren der Beschwerdegegnerin vom 22. Januar 2024 als 

auch die Räumungsanzeige des Gemeindeammannamtes vom 5. Februar 

2024 seien zu einem Zeitpunkt erfolgt, in dem der Entscheid der II. Zivilkam-

mer vom 14. Dezember 2023, Geschäfts-Nr. PF230060-O, noch nicht rechts-

kräftig bzw. vollstreckbar gewesen sei. Sie habe den Entscheid der II. Zivil-

kammer ans Bundesgericht weitergezogen. Die Rechtsmittelfrist habe am 

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzzhfpws2k7ge3dc

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1. Februar 2024 geendet. Erst am 6. Februar 2024 habe das Bundesgericht 

das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen. Der Entscheid des Bun-

desgerichts sei ihr am 14. Februar 2024 zugestellt worden. Entgegen den 

Ausführungen der Vorinstanz sei der Entscheid vom 14. Dezember 2023 

demnach während der gesamten Zeit nicht vollstreckbar gewesen. Die Be-

schwerdegegnerin hätte erst ab dem 6. Februar 2024 die Zwangsvollstre-

ckung des Entscheides vom 14. Dezember 2023 beantragen können. Das 

Vollstreckungsbegehren vom 22. Januar 2024 sowie die Ausweisungsan-

zeige vom 5. Februar 2024 seien vor Ablauf der Rechtsmittelfrist und damit 

vor Eintritt der Rechtskraft erfolgt. Dies sei rechtswidrig. Der angefochtene 

Entscheid der Vorinstanz sei daher aufzuheben (act. 1 Rz 13).  

3.2. Das Bezirksgericht erwog in seinem Entscheid vom 27. Februar 2024 hierzu 

(act. 4 E. 3.2 ff.), die Beschwerde gegen das erstinstanzliche Urteil vom 

21. September 2023 habe - anders als im Berufungsverfahren - weder die 

Rechtskraft noch die Vollstreckbarkeit des angefochtenen Entscheides ge-

hemmt. Ebenso komme der Beschwerde ans Bundesgericht gegen den 

Rechtsmittelentscheid keine aufschiebende Wirkung zu, sofern diese nicht 

auf Gesuch hin gewährt werde. Der Ausweisungsentscheid sei durch das Be-

zirksgericht Meilen mit Urteil vom 21. September 2023 gefällt und durch das 

Obergericht mit Entscheid vom 14. Dezember 2023 bestätigt worden. Mit der 

obergerichtlichen Abweisung habe der vorinstanzliche Entscheid volle Wir-

kung entfaltet. Mit der Abweisung sei auch die zuvor gewährte aufschiebende 

Wirkung dahingefallen. Der bundesgerichtlichen Beschwerde sei keine auf-

schiebende Wirkung gewährt worden, weshalb das Urteil vom 21. September 

2023 vollstreckbar sei. Die Beschwerdegegnerin sei damit berechtigt gewe-

sen, am 22. Januar 2024 gestützt auf das eben erwähnte Urteil ein Vollstre-

ckungsbegehren zu stellen. Ein Gesuch um Vollstreckung müsse nicht be-

gründet werden. Die Beschwerdegegnerin habe nebst der Vollmacht des Ge-

meinderats das Urteil vom 21. September 2023 sowie den Rechtsmittelent-

scheid des Obergerichts vom 14. Dezember 2023 beigelegt. Ob sie eine zu-

sätzliche Vollstreckbarkeitsbescheinigung eingereicht habe, sei nicht rele-

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vant. Ebenso wenig müsse der einzureichende vollstreckbare Entscheid mit 

einer Vollstreckbarkeitsbescheinigung versehen sein.

3.3.1. Die Erwägungen des Bezirksgerichts überzeugen vollends. Die Beschwer-

deführerin irrt, wenn sie auf die Bestimmungen des Berufungsverfahrens, na-

mentlich Art. 315 ZPO, verweist, da das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 

21. September 2023 betreffend Ausweisung nicht mit Berufung, sondern mit 

Beschwerde nach Art. 319 f. ZPO anfechtbar war (act. 9/11 Dispositiv-Zif-

fer 8). Anders als im Berufungsverfahren hemmt die Beschwerde die Rechts-

kraft und Vollstreckbarkeit des vorinstanzlichen Entscheides gerade nicht 

(Art. 325 Abs. 1 ZPO). Beschwerdefähige Entscheide werden somit mit Eröff-

nung bzw. Versand rechtskräftig (BSK ZPO-Droese, Art. 336 N 8). Die 

Rechtsmittelinstanz kann die Vollstreckbarkeit indes aufschieben (Art. 325 

ZPO). Ein solcher Aufschub wurde denn im Verfahren Geschäfts-

Nr. PF230060-O mit Verfügung vom 3. November 2023 auch ausgesprochen 

(act. 9/18). Mit der Abweisung der Beschwerde im Entscheid vom 14. Dezem-

ber 2023 fiel die aufschiebende Wirkung jedoch automatisch wieder dahin.

3.3.2. Auch die Beschwerde ans Bundesgericht hat in der Regel keine aufschie-

bende Wirkung (Art. 103 Abs. 1 Bundesgerichtsgesetz [BGG, SR 173.110]). 

Die gegen den Entscheid der II. Zivilkammer vom 14. Dezember 2023 erho-

bene Beschwerde ans Bundesgericht hemmte die Rechtskraft und Vollstreck-

barkeit daher nicht per se. Der Vollstreckung steht eine Beschwerde nur ent-

gegen, wenn ihr vom Instruktionsrichter die aufschiebende Wirkung verliehen 

wird (Art. 103 Abs. 3 BGG). Diesfalls tritt die aufschiebende Wirkung ex tunc, 

d.h. rückwirkend, ein (BSK ZPO-Droese, Art. 336 N 10 mit weiteren Verwei-

sen; BK ZPO-Kellerhals, Art. 336 N 9). Zutreffend ist zwar, dass das Bundes-

gericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung erst mit Verfügung vom 6. Fe-

bruar 2024 (act. 6/2/6) abgewiesen hat, d.h. nachdem das Gesuch um Voll-

streckung des Ausweisungsbefehls vom 22. Januar 2024 gestellt und die An-

zeige betreffend Ausweisung aus Wohnräumen vom 5. Februar 2024 erlas-

sen worden waren. Allein der Umstand, dass das Gesuch um aufschiebende 

Wirkung im Zeitpunkt der Fortsetzung der Vollstreckung der Ausweisung noch 

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hängig war und insoweit ein Schwebezustand herrschte, ändert indes nichts 

daran, dass der Entscheid der II. Zivilkammer vom 14. Dezember 2023 zu die-

sen Zeitpunkten als vollstreckbar galt. Hätte das Bundesgericht in der Verfü-

gung vom 6. Februar 2024 anders entschieden, d.h. das Gesuch um Suspen-

sivwirkung gutgeheissen, wäre die Vollstreckbarkeit des Entscheids vom 

14. Dezember 2023 erst am 6. Februar 2024 rückwirkend aufgehoben wor-

den. Das Gemeindeammannamt durfte die Anzeige vom 5. Februar 2024 

demnach erlassen, auch ohne Bescheinigung der Vollstreckbarkeit auf dem 

massgeblichen Entscheid. Ebenso wenig musste es die Zustellung der bun-

desgerichtlichen Verfügung vom 6. Februar 2024 abwarten, da die Zustellung 

für die Frage der Rechtskraft nicht von Bedeutung ist (vgl. act. 1 Rz 13.1; 

siehe BSK ZPO-Droese, Art. 336 N 8). Schliesslich geht die Beschwerdefüh-

rerin auch fehl, wenn sie geltend macht, die Anzeige betreffend Ausweisung 

aus Wohnräumen vom 5. Februar 2024 sei nicht begründet gewesen. Das 

Gemeindeammannamt stützte die Anzeige auf die massgeblichen Auswei-

sungsentscheide (act. 6/2/1). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin ver-

mögen insoweit nicht zu überzeugen.

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt ferner die Erwägungen der Vorinstanz zur Ver-

hältnismässigkeit (act. 1 Rz 14.1 f.). Sie macht geltend, sie sei zwar seit ge-

raumer Zeit über die Möglichkeit einer Räumung informiert gewesen, habe 

aber keine alternative Wohnlösung gefunden. Die angebotene Ersatzlösung 

sei ihr nicht näher dargelegt worden. Es reiche nicht, eine blosse Notunter-

kunft anzubieten. Im angefochtenen Entscheid sei ausser Acht gelassen wor-

den, welche Notunterkunft ihr angeboten worden wäre. Im Übrigen müssten 

die Gründe für eine Zwangsräumung oder die vom Bewohner begangenen 

Verfehlungen klar benannt und anerkannt werden, damit eine Zwangsräu-

mung angemessen sei. Die fehlende Begründung mache die Entscheidung 

willkürlich und unverhältnismässig. Gemäss EMRK sei eine Zwangsräumung 

nur dann angemessen, wenn sie die Rechte des Wohnungsinhabers respek-

tiere, insbesondere das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. 

Auch müssten die Auswirkungen der Zwangsräumung auf die betroffene Per-

son berücksichtigt werden. 

- 14 -

4.2. Das Bezirksgericht erwog zur Frage der Verhältnismässigkeit, dem Gemein-

deammannamt als Vollstreckungsbehörde komme in Bezug auf die Zweck- 

oder Verhältnismässigkeit der vom Sachgericht angeordneten Massnahme 

kein Ermessen zu. Lediglich in seinen eigenen Handlungen sei es an das Ver-

hältnismässigkeitsprinzip gebunden. Die Anzeige vom 5. Februar 2024 selbst 

erweise sich nicht als unverhältnismässig, da der Beschwerdeführerin eine 

Notunterbringung zugesichert worden sei und sie überdies von einer langen 

Vorlaufzeit profitiert habe. Der Beschwerdeführerin sei seit dem Urteil vom 

21. September 2023 bekannt gewesen, dass eine Ausweisung im Raum 

stehe (act. 4 E. 5). 

4.3. Mit Schreiben vom 16. Januar 2024 (act. 6/2/15) gelangte die Beschwerde-

gegnerin an die Beschwerdeführerin und informierte sie über das weitere Vor-

gehen hinsichtlich der anstehenden Ausweisung. Sie erklärte, dass die Sozi-

albehörde B._____ für einen monatlichen Mietzins bis max. Fr. 1'300.- sowie 

das Mietdepot Garantie leiste und dass sie die Beschwerdeführerin mit einer 

Notunterbringung am D._____-weg … [Nummer] unterstützen würde. Entge-

gen der Beschwerdeführerin war ihr demnach durchaus Näheres zur Notun-

terbringung bekannt. Es wäre an ihr gelegen, sich über die konkrete Wohnsi-

tuation genauer zu informieren. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur 

fehlenden Begründung der Ausweisungsgründe durch die Beschwerdegeg-

nerin hätte sie sodann im Ausweisungsverfahren vorbringen müssen (act. 1 

Rz 14.4). Das Gemeindeammannamt als Vollstreckungsbehörde war an den 

rechtskräftigen Entscheid des Sachgerichts gebunden (BSK ZPO-Droese, 

Art. 337 N 15). Nicht nur in der Anzeige vom 5. Februar 2024 (act. 6/2/1), son-

dern auch im Schreiben vom 16. Januar 2024 (act. 6/2/15) wies es auf die 

massgeblichen Entscheide des Sachgerichts hin, auf welche sich die Vollstre-

ckung der Ausweisung stützte. Eine Verletzung des Rechts auf Achtung des 

Privat- und Familienlebens ist nicht ersichtlich. Damit vermögen auch diese 

Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen.  

5. Der Antrag 2 betreffend Aufhebung der Zwangsräumung (act. 1 S. 14) ist aus 

den dargelegten Gründen abzuweisen. Mangels erkennbaren Pflichtverlet-

- 15 -

zungen kann auch dem Antrag 3 betreffend Verurteilung des Gemeindeam-

mannamtes wegen Verletzung der beruflichen Pflichten nicht gefolgt werden. 

Ohnehin hätte dieser Antrag zuerst erstinstanzlich beim Bezirksgericht Meilen 

vorgebracht werden müssen. Ebenso wenig überzeugt das Vorbringen, das 

Gemeindeammannamt hätte die Räumung nicht am 4. März 2024 durchfüh-

ren dürfen, da ihr, der Beschwerdeführerin, der angefochtene Entscheid vom 

27. Februar 2024 erst am 5. März 2024 zugestellt worden sei (act. 1 S. 2 und 

S. 14). Wie dargelegt, ist für die Frage des Eintritts der Rechtskraft nicht die 

Zustellung eines Entscheides relevant, sondern dessen Eröffnung bzw. Ver-

sand (BSK ZPO-Droese, Art. 336 N 8). Ohnehin lag der Entscheid seit dem 

28. Februar 2024 (act. 6/5/3) auf der Poststelle zur Abholung bereit.

6. Abschliessend ist damit festzuhalten, dass die Ausführungen der Beschwer-

deführerin in ihrer Beschwerde vom 15. März 2024 (act. 1) nicht zu überzeu-

gen vermögen, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzu-

treten ist. 

V.

1.1. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren ist auf Fr. 700.- festzule-

gen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 20 GebV OG).

1.2. Parteientschädigungen sind sodann keine zuzusprechen. 

2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi-

sches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (GOG Kommentar-Hau-

ser/Schweri/Lieber, § 84 N 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2015 vom 

14. September 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 5A_961/2014 vom 

19. Januar 2015).

- 16 -

Es wird beschlossen:

1. Der Antrag, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, 

wir als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 700.- festgesetzt.

4. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 

5. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

6. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

- die Beschwerdeführerin und

- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, zweifach, für sich und 

die Beschwerdegegnerin, unter Beilage einer Kopie von act. 1.

Die beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. BA240002-G (act. 6/1-7) werden der 

Vorinstanz retourniert, jene des Geschäfts-Nr. PF230060-O (act. 9/1-26) der 

II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich.

Zürich, 15. April 2024

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am: