# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5b9b743-cf93-51b0-9962-c6645d009b78
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.06.2014 E-1551/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1551-2014_2014-06-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-1551/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 .  J u n i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Bruno Huber (Vorsitz), 

Richter Martin Zoller,  

Richter Jean-Pierre Monnet,    

Gerichtsschreiberin Sarah Straub. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Eritrea,   

vertreten durch Urs Jehle, Caritas Schweiz,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisung);  

Verfügung des BFM vom 27. Februar 2014 / (…). 

 

 

E-1551/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein Tigriner mit letztem Wohnsitz in B._______, 

verliess Eritrea eigenen Angaben zufolge am (…), gelangte nach 

C._______ (Sudan) und danach nach Khartum; später sei er mit Freun-

den nach Libyen gegangen. 

Am 8. März 2012 reichte seine vormalige Rechtsvertreterin beim BFM ein 

Asylgesuch und ein Gesuch um Bewilligung der Einreise in die Schweiz 

ein. Am 12. September 2012 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, 

im Rahmen der Sachverhaltsabklärung zu vorformulierten Fragen Stel-

lung zu nehmen, worauf seine Rechtsvertreterin am 21. September 2012 

ein Antwortschreiben einreichte. Mit Schreiben vom 2. Mai 2013 gelangte 

das Bundesamt mit weiteren Fragen an die Rechtsvertreterin, welche 

diese am 31. Mai 2013 beantwortete. Am 6. Juni 2013 erhielt der Be-

schwerdeführer eine Einreisebewilligung des BFM, worauf er auf dem 

Luftweg am 13. Juli 2013 in die Schweiz einreiste; gleichentags suchte er 

um Asyl nach. Er wurde am 5. August 2013 zur Person befragt (BzP) und 

am 30. Oktober 2013 zu seinen Asylgründen angehört. 

Mit Verfügung vom 16. August 2013 wurde dem Beschwerdeführer vom 

Amt für Migration des Kantons Schwyz eine Vertrauensperson beigeord-

net. 

B.  

Zur Begründung seines Gesuches führte der Beschwerdeführer aus, er 

habe in Eritrea kein gutes Leben gehabt. Sein Vater sei wegen der illega-

len Ausreise seiner älteren Geschwister ins Gefängnis gekommen, seine 

Mutter sei krank gewesen, und es habe ihn überfordert, die Verantwor-

tung für seine Geschwister zu übernehmen. Er habe ins Ausland gehen 

wollen, sei aber in D._______ verhaftet worden. Daraufhin sei er während 

elf Monaten in Haft gewesen. Er und vier weitere Minderjährige hätten die 

Schafe hüten und sauber machen müssen. Eines Abends habe sich der 

Wächter ein wenig entfernt, worauf ihm zusammen mit zwei anderen Min-

derjährigen die Flucht gelungen sei.  

C.  

Mit am 28. Februar 2014 eröffneter Verfügung vom 27. Februar 2014 an-

erkannte das BFM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, 

lehnte jedoch sein Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ver-

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Seite 3 

fügte wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges die vorläufige 

Aufnahme in der Schweiz. 

D.  

Mit Eingabe seines neu mandatierten Rechtsvertreters vom 20. März 

2014 (Poststempel vom 24. März 2014) liess der Beschwerdeführer ge-

gen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhe-

ben. Er beantragte in materieller Hinsicht, die Dispositivziffern 1 bis 3 des 

Entscheides seien aufzuheben und es sei seine Flüchtlingseigenschaft 

festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. In formeller Hinsicht ersuchte er 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbei-

ständung. 

E.  

Am 25. März 2014 bestätigte der Instruktionsrichter den Eingang der Be-

schwerde. 

Mit Schreiben vom 26. März 2014 reichte der Beschwerdeführer eine 

Fürsorgebestätigung vom 24. März 2014 ein. 

Der Instruktionsrichter hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung mit Verfügung vom 28. März 2014 gut und verzich-

tete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Er forderte den Be-

schwerdeführer auf, den Nachweis zu erbringen, dass sein Rechtsvertre-

ter die Voraussetzungen von Art. 110a Abs. 3 AsylG (SR, 142.31) erfülle, 

oder einen anderen Rechtsvertreter zu benennen, und verschob den Ent-

scheid über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsver-

beiständung auf einen späteren Zeitpunkt. 

F.  

Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 9. April 2014 ohne weitere 

Ausführungen an seinen Erwägungen im angefochtenen Entscheid fest 

und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 

G.  

Innert verlängerter Frist reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-

rers am 22. April 2014 eine Kopie der Bewertungsempfehlung der Rekto-

renkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) vom 14. April 2014 

und Kopien seines juristischen Hochschulabschlusses aus Deutschland 

(erstes und zweites Staatsexamen) zu den Akten. Bezüglich der Ver-

nehmlassung verzichtete er auf weitere Ausführungen. 

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 

den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bun-

desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend 

– endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 

BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als 

ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

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Seite 5 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Zur Begründung ihres angefochtenen Entscheides führte die Vorin-

stanz aus, der Beschwerdeführer habe im Rahmen seines Auslandgesu-

ches geltend gemacht, er sei nach D._______ gefahren, um dort Arbeit 

zu finden. Im Rahmen der BzP und der Anhörung hingegen habe er zu 

Protokoll gegeben, die Arbeitssuche nur als Vorwand gebraucht zu ha-

ben, um seine Reise zu begründen und in Wirklichkeit ausreisen wollen. 

Weiter habe er im Auslandgesuch angegeben, sein Vater sei aufgrund der 

Desertion seiner beiden Brüder verhaftet worden, während er in der 

Schweiz wiederholt ausgeführt habe, die Verhaftung sei wegen der De-

sertion eines Bruders und einer Schwester erfolgt. Aufgrund dieser Wi-

dersprüche würden erste Zweifel an den Vorbringen entstehen. 

Es entspreche nicht der allgemeinen Erfahrung, dass zum Betrieb eines 

Gefängnisses Schafe gehören würden, weshalb es seltsam sei, dass ihm 

die Aufgabe übertragen worden sei, diese zu hüten. Selbst wenn dies so 

gewesen wäre, könne nicht nachvollzogen werden, dass er diese Aufga-

be jenseits des Zaunes ausgeführt hätte, da es nicht üblich sei, Gefäng-

nisinsassen nach draussen zu bringen. Das Vorbringen, die Wächter hät-

ten Kalaschnikows besessen, verringere zusätzlich die Wahrscheinlich-

keit, dass sie die Flucht ergriffen und überlebt hätten. Schliesslich sei 

nicht ersichtlich, weshalb sie sich nur in geringer Entfernung vom Ge-

fängnis versteckt hätten, zumal sie damit hätten rechnen müssen, dass 

ihre Flucht entdeckt würde und sie in der näheren Umgebung gesucht 

würden. Die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderun-

gen an die Glaubhaftigkeit nicht stand, so dass deren Asylrelevanz nicht 

überprüft werden müsse. 

Aufgrund der Aktenlage sei davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-

rer Eritrea illegal verlassen habe. Damit habe er begründete Furcht, bei 

einer Rückkehr ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausge-

setzt zu werden, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft erfülle. Da er erst 

durch seine Ausreise Flüchtling geworden sei, werde ihm gemäss Art. 54 

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AsylG kein Asyl gewährt. Hingegen sei der Vollzug der Wegweisung in 

den Heimatstaat unzulässig, weshalb er in der Schweiz vorläufig aufge-

nommen werde. 

Ein Einbezug in das Asyl seines Bruders E._______ sei nicht möglich, da 

er in seinem Heimatland nicht in einem dauernden Abhängigkeitsverhält-

nis zu seinem Bruder gelebt habe und dies somit in der Schweiz auch 

nicht notwendig sei. 

4.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, die vom BFM aufgezeigten 

Widersprüche seien nicht korrekt. Der Beschwerdeführer habe in seinem 

persönlich verfassten Asylgesuch ebenfalls angegeben, er sei nach 

D._______ gefahren, um das Land zu verlassen. Auch habe er nicht von 

zwei Brüdern, sondern von zwei Geschwistern ("siblings") geredet, wegen 

deren Desertion der Vater verhaftet worden sei. Asylverfahren aus dem 

Ausland seien nicht mit der persönlichen Befragung in der Schweiz zu 

vergleichen; das Auslandverfahren sei durch das BFM in Bern durchge-

führt worden, und die Kontaktaufnahme des Rechtsvertretung mit dem 

Beschwerdeführer sei schwierig gewesen. Da der Beschwerdeführer kein 

Englisch spreche, hätten andere Leute für ihn das Asylgesuch verfasst, 

weshalb es zu Fehlern gekommen sein könne. Es sei nicht angezeigt, 

bezüglich der Glaubhaftigkeit im inländischen Asylverfahren auf die Vor-

bringen im Rahmen des Auslandverfahrens abzustellen. 

Weshalb es der allgemeinen Logik widersprechen solle, dass der Be-

schwerdeführer in seiner Gefangenschaft einen Schafstall habe säubern 

müssen, sei nicht einzusehen, zumal es in Eritrea verschiedene Gefäng-

nisarten gebe. Es sei nicht ungewöhnlich, dass in eritreischen Gefängnis-

sen Schafe gehütet werden müssten. Das Säubern der Ställe sei Aufgabe 

der Minderjährigen gewesen, da sie sich in der Regel leichter einschüch-

tern liessen als Erwachsene. Dass sie erleichterte Haftbedingungen er-

halten und andere Aufgaben gehabt hätten, sei nachvollziehbar, und dass 

die Flucht aus eritreischen Gefängnissen möglich sei, beweise die Viel-

zahl von entflohenen Häftlingen, welche über die Haftbedingungen be-

richteten. Auch dass die Wächter Kalaschnikows getragen hätten, sei 

plausibel. 

Die Realkennzeichen und die glaubhaften Schilderungen des Beschwer-

deführers würden die von der Vorinstanz genannten Widersprüche über-

wiegen. Er habe genau dargelegt, weshalb die Wächter zunehmend Ver-

trauen in seine Arbeit gehabt hätten, habe Angaben zur Aufteilung des 

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Gefängnisses sowie zur Anzahl Personen in seinem Abteil machen kön-

nen und ausgeführt, dass es nur zwei Löcher in der Wand zum Lüften 

gehabt habe. 

Es könne nicht erwartet werden, dass ein Minderjähriger seine Erfahrun-

gen auf dieselbe Weise schildere wie ein Erwachsener. Wenn Bedenken 

hinsichtlich der Glaubwürdigkeit eines Minderjährigen bestünden, sei im 

Zweifel für das Kind zu entscheiden. Der Beschwerdeführer habe die er-

lebten Ereignisse detailreich und plausibel darzulegen vermocht. Seine 

Vorbringen seien asylrelevant, weshalb ihm Asyl zu gewähren sei. 

5.  

5.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Be-

schwerdeführer nicht gelingt, eine asylrechtlich relevante Verfolgung im 

Heimatstaat glaubhaft zu machen. 

Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das 

BFM vom 21. September 2012 einerseits Geschwister ("siblings") angab, 

deren Aufenthaltsort die Sicherheitskräfte erfragt hätten (vgl. Akten BFM 

B5/12 S. 4), in derselben Eingabe jedoch auch zwei Brüder (vgl. B5/12 

S. 7) nannte, wobei es sich ansonsten um einen nahezu identischen Text 

handelt. Das Bundesamt stellte somit zu Recht einen Widerspruch in den 

Vorbringen fest. Ebenfalls zu Recht wies das BFM in der angefochtenen 

Verfügung darauf hin, dass der Beschwerdeführer in der vorgenannten 

Eingabe schrieb, er habe in D._______ arbeiten wollen, da er gehört ha-

be, dass es dort für Minderjährige einfache Arbeit für einen besseren 

Lohn gebe. 

Es wird nicht in Abrede gestellt, dass es in Eritrea verschiedene Arten von 

Gefängnissen gibt und die Landwirtschaft dort für die Grundversorgung 

wichtig ist. Indessen erscheint es unwahrscheinlich, dass Gefangene aus 

dem Areal des Gefängnisses hinausgeführt werden, um Schafe zu hüten, 

selbst wenn es sich um Minderjährige handelt; der Bewachungsaufwand 

wäre viel zu gross. Die Schilderungen des Beschwerdeführers sind denn 

auch knapp ausgefallen und enthalten kaum persönliche Eindrücke oder 

Gefühle, welche als Realkennzeichen dafür sprechen würden, er habe 

das Geschilderte tatsächlich erlebt. Die Beschreibung des Gefängnisses 

und des Gefängnisalltags sind als oberflächlich zu bezeichnen. Der in der 

Beschwerde geltend gemachte Detailreichtum ist in den Aussagen nicht 

auszumachen. Auch die Ausführungen zur Flucht aus dem Gefängnis 

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sind ungenau und ergeben kein überzeugendes Gesamtbild. Dass er mit 

zwei Kollegen geflohen sei, als sich der mit Kalaschnikow und Handstock 

bewaffnete Wächter "ein wenig" von ihnen entfernt habe, kann entgegen 

den Ausführungen in der Beschwerde nicht als plausibel bezeichnet wer-

den. Der in der Beschwerde zitierte Bericht über das Gefängnis in 

F._______ hält fest, dieses sei für seine extrem harten Bedingungen be-

kannt, die Gefangenen würden oft in Kerkern festgehalten und zu harter 

Arbeit gezwungen. Dies vermag die oberflächlichen Angaben des Be-

schwerdeführers indessen nicht glaubhafter zu machen, gegenteils er-

scheint eine mehr oder weniger spontane und gänzlich reibungslos ver-

laufende Flucht, wie sie der Beschwerdeführer beschrieb, angesichts der 

genannten Berichte unwahrscheinlich. 

In der Beschwerde wird zutreffend ausgeführt, dass bei minderjährigen 

Asylsuchenden deren Alter angemessen Rechnung zu tragen ist, da es 

ihnen beispielsweise an der Fähigkeit fehlen kann, wichtige und unwichti-

ge Informationen voneinander zu unterscheiden, Eingebildetes und Wirk-

lichkeit auseinanderzuhalten oder abstrakte Begriffe wie Zeit oder Entfer-

nung zu erfassen. Als das Asylgesuch aus dem Ausland eingereicht wur-

de, war der Beschwerdeführer fünfzehn, bei der Einreise und den darauf 

folgenden Befragungen siebzehn Jahre alt. Vorliegend ist nicht ersichtlich 

und wird auch nicht konkret geltend gemacht, dass er bei der Schilderung 

seiner Erlebnisse solche oder ähnliche Schwierigkeiten gehabt hätte. 

Ausserdem wurde ihm gemäss Art. 17 Abs. 3 Bst. c AsylG eine Vertrau-

ensperson beigeordnet. Dass das BFM das Kindeswohl verletzt hätte 

oder dem Alter des Beschwerdeführers ungenügend Rechnung getragen 

hätte, ist nicht ersichtlich. 

Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden. Den Schilderungen des Beschwerdefüh-

rers fehlt es insgesamt an Substanz und Anschaulichkeit, und angesichts 

des Vorgebrachten zu erwartende Emotionen und Gedanken sind höchs-

tens ansatzweise auszumachen. 

5.2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt zusammenfassend fest, dass es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, für den Zeitpunkt seiner Aus-

reise aus dem Heimatstaat asylrechtlich relevante Verfolgungsgründe im 

Sinne von Art. 3 und Art. 7 AsylG glaubhaft zu machen. 

5.3 Subjektive Nachfluchtgründe sind dann zu bejahen, wenn eine asyl-

suchende Person erst durch die Flucht aus dem Heimat- oder Herkunfts-

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staat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Personen mit subjektiven Nach-

fluchtgründen erhalten gemäss Art. 54 AsylG kein Asyl. 

Die Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung fest, aufgrund sei-

ner illegalen Ausreise aus Eritrea habe der Beschwerdeführer begründete 

Furcht, bei einer Rückkehr in die Heimat flüchtlingsrelevanten Übergriffen 

ausgesetzt zu sein, und anerkannte dessen Flüchtlingseigenschaft. 

5.4 Zusammenfassend stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass 

das BFM das Asylgesuch zu Recht ablehnte. 

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der 

Familie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4, BVGE 2009/50 E. 9 je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie 

bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewei-

sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Mit Entscheid vom 27. Februar 2014 wurde die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers festgestellt und wegen Unzulässigkeit des Weg-

weisungsvollzuges die vorläufige Aufnahme in der Schweiz verfügt. Wei-

tere Ausführungen zum Vollzug der Wegweisung erübrigen sich dem-

nach. 

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Seite 10 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm jedoch 

mit Zwischenverfügung vom 28. März 2014 die unentgeltliche Prozess-

führung gewährt wurde, sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 

9.2 Nachdem der Beschwerdeführer bedürftig ist, die Beschwerde nicht 

als aussichtslos zu bezeichnen war und er mit Eingabe vom 22. April 

2014 den Nachweis erbracht hat, dass sein Rechtsvertreter die Voraus-

setzungen von Art. 110a Abs. 3 AsylG erfüllt, ist ihm antragsgemäss sein 

Rechtsvertreter als amtlicher Rechtsbeistand beizuordnen. 

In der Beschwerde wird ein zeitlicher Aufwand von 4 Stunden zu einem 

Stundenansatz von Fr. 162.– (inkl. Mehrwertsteuer) ausgewiesen. Der 

geltend gemachte Zeitaufwand erscheint angemessen. Dem Rechtsver-

treter wird für die unentgeltliche Verbeiständung des Beschwerdeführers 

eine Entschädigung von Fr. 648.– ausgerichtet (inkl. Auslagen und Mehr-

wertsteuer). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung durch Urs Jehle, Caritas 

Schweiz, wird gutgeheissen. 

4.  

Dem Rechtsvertreter wird zu Lasten der Gerichtskasse eine Entschädi-

gung von Fr. 648.– zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das Amt für 

Migration des Kantons Schwyz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Bruno Huber Sarah Straub