# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dfbeee03-3acf-5e9c-92ae-fe7606b4688c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.07.2009 D-4616/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4616-2009_2009-07-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4616/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...),
alias A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 7. Juli 2009 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4616/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 25. Juni 2008 auf dem Luftweg verliess und am 1. Juli 2008 
in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Befragung vom 24. Juli 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  R._______  sowie  der  direkten  Anhörung 
vom  16.  April  2009  durch  das  BFM  zur  Begründung  seines 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  im  Rahmen 
seiner  Nebenerwerbstätigkeit  als  Strichjunge  mit  dem  Sohn  eines 
ehemaligen  Ministers  von  Edo  State  eine  sexuelle  Beziehung 
unterhalten,

dass er in diesem Zusammenhang festgenommen worden sei,

dass ihm ein Gefängniswärter mitgeteilt habe, der Minister könne ihn 
töten lassen,

dass der Beschwerdeführer in der Folge den Gefängniswärter zu sei-
ner Mutter geschickt habe, um die für den Ausbruch erforderlichen fi-
nanziellen Mittel zu beschaffen,

dass er nach Lagos habe fliehen können, wo er einen Fremden ange-
troffen habe, welcher ihm die Reise in die Schweiz kostenlos organi-
siert und finanziert habe,

dass der Beschwerdeführer den Akten zufolge keine heimatlichen Aus-
weispapiere zu den Akten reichte,

dass der Beschwerdeführer am 11. August 2002 unter anderen Perso-
nalien in  Österreich einreiste und zwei  Asylgesuche stellte,  wie auf-
grund daktyloskopischer Untersuchungen feststeht,

dass  er  von  den  österreichischen  Behörden  wiederholt  nach  dem 
"Suchtgiftgesetz" verurteilt wurde,

dass er am 10. April 2007 von den Behörden aufgefordert wurde, das 
italienische Staatsgebiet innert fünf Tagen zu verlassen,

dass das BFM mit Verfügung vom 7. Juli  2009 – eröffnet am 14. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 

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26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die stereoty-
pen Vorbringen des Beschwerdeführers über den Verbleib seines Rei-
sepapiers könnten nicht geglaubt werden, weshalb keine entschuldba-
ren Gründe vorlägen, die es ihm verunmöglichten, Reise- oder Identi-
tätspapiere einzureichen,

dass er sich bei seinen Schilderungen in zahlreiche wesentliche Wi-
dersprüche verstrickt habe, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft ge-
mäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Juli 2009 gegen die-
sen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben 
und  dabei  unter  anderem  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfü-
gung, die Gewährung von Asyl oder die Anordnung einer vorläufigen 
Aufnahme beantragen liess,

dass das Verfahren allenfalls im Sinne der Erwägungen zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 24. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Empfangszentrum  R._______  am  24.  Juli  2008  protokollierten 
Aussagen sowie auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 
16. April 2009 zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen 
geltend macht, das BFM habe davon abgesehen, sich zur Bedeutung 
gewisser Geschehensabläufe zu äussern, wobei diese Unterlassung in 
der  Tragweite  einem funktionalen  Analphabetismus  beziehungsweise 
einer schweren Gehörsverletzung gleichzusetzen sei,

dass die Vorinstanz nämlich davon abgesehen habe, die homosexuel-
len Aktivitäten,  bei  denen der  Beschwerdeführer ertappt  worden sei, 
ins rechte  Licht  zu  rücken,  obwohl  ihm gerade deswegen in  seinem 
Heimatstaat unmenschliche Behandlung drohe,

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dass sich in diesem Zusammenhang mit Sicherheit weitere Abklärun-
gen vor Ort aufgedrängt hätten,

dass die angefochtene Verfügung nicht richtig eröffnet und die Akten-
einsicht nicht im eingeforderten Umfang gewährt worden sei,

dass der  Beschwerdeführer  angesichts  allfälliger  Strafanzeigen nicht 
mit seinen echten Ausweispapieren aus dem Heimatstaat habe ausrei-
sen können, weshalb er sich auf entschuldbare Gründe im Sinne von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG berufen könne,

dass er im Übrigen demnächst ein "Certificate of Citizenship" einrei-
chen werde,

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift indessen nicht zu einer 
veränderten Betrachtungsweise führen können,

dass die angefochtene Verfügung vom 7. Juli 2009 dem Beschwerde-
führer korrekt eröffnet wurde, zumal dieser am Versandtag der ange-
fochtenen Verfügung sein Vertretungsverhältnis gegenüber der Vorin-
stanz noch nicht ausgewiesen hatte,

dass die Vollmacht vom 7. Juli  2009 nämlich, wie in der Beschwerde 
zutreffend festgehalten wird, erst am 10. Juli 2009 bei der Vorinstanz 
einging,  weshalb die  (sinngemässe)  Rüge,  die vorinstanzliche Verfü-
gung sei nicht korrekt eröffnet worden, zu Unrecht erhoben wird,

dass dem Beschwerdeführer ferner in korrektem Umfang Akteneinsicht 
gewährt  wurde, wie sich aus den Akten sowie dem Begleitschreiben 
vom 22. Juli 2009 des BFM ergibt (A23/2),

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  kein  Reise-  oder 
Identitätspapier abgab, weshalb sich die Frage stellt, ob er hiefür ent-
schuldbare Gründe im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG geltend 
machen kann,

dass er in diesem Zusammenhang unter anderem geltend machte, er 
sei  von  Lagos  aus  auf  dem  Luftweg  nach  S._______  (A1/9  S.  6) 
gelangt,  weshalb  er  angesichts  rigider  Kontrollen  im  internationalen 
Luftverkehr  in  der  Lage  hätte  sein  müssen,  den  schweizerischen 
Behörden  das  für  diese  Reise  benötigte  Reisepapier  abzugeben, 

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welches er jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht 
den schweizerischen Behörden innert 48 Stunden nicht aushändigte,

dass der Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4 - 6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen 
seines  Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3 
Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass es bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG im 
Übrigen allein um die Abgabe der für die Reise in die Schweiz verwen-
deten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.), wes-
halb selbst die nachträgliche Abgabe eines Reise- oder Identitätspa-
piers nichts an der vollendeten Verletzung seiner gesetzlichen Mitwir-
kungspflicht zu ändern vermöchte, 

dass es sich erübrigt, die vom Beschwerdeführer auf Beschwerdestufe 
in  Aussicht  gestellte  "schnellstmögliche"  Beschaffung  eines  "Certifi-
cate of Citizenship" abzuwarten,

dass  Unstimmigkeiten  im  Zusammenhang  mit  der  Schilderung  des 
Reisewegs  Rückschlüsse  auf  die  Glaubhaftigkeit  einer  geltend  ge-
machten  Verfolgungssituation  zulassen  (EMARK  1998  Nr.  17  E.  4b 
S. 150), was sich in casu einmal mehr bestätigt,

dass der Beschwerdeführer, der sich nach eigenen Angaben vom Jah-
re 1998 an bis im Februar 2008 in T._______ aufgehalten haben will 
(A1/9  S.  1),  in  Wirklichkeit  -  wie  aufgrund  daktyloskopischer 
Untersuchungen  feststeht  -  vom  11.  August  2002  an  jahrelang  in 
Österreich aufhielt und dort zwei Asylgesuche stellte, wobei er zuletzt 
am  19. Januar  2007  beim  Verwaltungsgerichtshof  eine  Beschwerde 
einreichte, der aufschiebende Wirkung zuerkannt wurde,

dass die Vorinstanz die geltend gemachte Verfolgungssituation des Be-
schwerdeführers  angesichts  wesentlicher  Widersprüche  als  unglaub-
haft  erkannte und seine Vorbringen in diesem Sinne eingehend wür-
digte, weshalb auch unter diesem Gesichtspunkt von einer Verletzung 
des rechtlichen Gehörs keine Rede sein kann,

dass es sich in casu erübrigt, auf die krassen Widersprüche an dieser 
Stelle nochmals einzugehen, und stattdessen auf die zutreffenden Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

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dass der Beschwerdeführer unter anderem die Begleitumstände seiner 
Festnahme widersprüchlich schilderte (A1/9 S. 5, A15/10 S. 5),  wes-
halb sich der Eindruck aufdrängt, der Beschwerdeführer habe bei sei-
nen Schilderungen nicht  auf  Erinnerungen an tatsächliche Begeben-
heiten  zurückgreifen  können,  sondern  die  geltend  gemachte  Verfol-
gungssituation vollumfänglich erfunden,

dass namentlich die geltend gemachten Probleme wegen seiner Ho-
mosexualität  und der  angeblichen Tätigkeit  als  Strichjunge nicht  ge-
glaubt werden können, weshalb davon auszugehen ist, er sei aus an-
deren Gründen als den geltend gemachten Vorbringen in die Schweiz 
eingereist,  dies  umso mehr,  als  der  Beschwerdeführer  offensichtlich 
nicht einmal über die Inkassopraktiken in der Stricherbranche im Bilde 
ist (A15/10 S. 4),

dass  bei  dieser  Sachlage  die  bei  nigerianischen  Emigranten  ange-
sichts der Ausgestaltung des nigerianischen Strafrechts besonders be-
liebte Berufung auf (angeblich aufgedeckte) homosexuelle Aktivitäten 
in casu nicht zu einer veränderten Betrachtungsweise zu führen ver-
mögen,

dass somit im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 16. April 2009 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen wer-
den kann, der Beschwerdeführer erfüllt  die Flüchtlingseigenschaft of-
fenkundig  nicht,  und  ebenso  offenkundig  stehen  einem  Vollzug  der 
Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass bei dieser Sachlage die Kassation der angefochtenen Verfügung 
ausser Betracht fällt,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-

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sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

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dass es sich den Akten zufolge beim Beschwerdeführer nämlich um ei-
nen jungen und gesunden Mann handelt, der seinen Lebensunterhalt 
nach eigenen Angaben als Möbelschreiner mit  seiner eigenen Werk-
statt verdienen konnte (A1/9 S. 2, A15/10 S. 4), weshalb davon auszu-
gehen ist, er habe das universale Grundprinzip kaufmännischer Aktivi-
tät - Produktion zu tiefem und Verkauf zu höherem Preis - mittlerweile 
in  ausreichendem Masse verinnerlicht  und  könne damit  auch in  Zu-
kunft seinen Lebensunterhalt verdienen,

dass er sich, wie realistischerweise anzunehmen ist, nicht dank eines 
spendablen Wohltäters, sondern aufgrund seiner wirtschaftlichen Akti-
vitäten eine teure Reise nach Europa leisten konnte, weshalb jeden-
falls nicht  davon auszugehen ist,  er  würde im Falle  der Rückkehr  in 
den Heimatstaat in eine existenzielle Notlage geraten,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben, Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N   (per 
Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand:

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