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**Case Identifier:** fbfb30f8-280c-5580-8420-3435d12151fc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.04.2013 UV 2012/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-79_2013-04-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 23.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2013
Art. 18 Abs. 1 UVG. Art. 21 UVG. Art. 28 Abs. 3 UVV Würdigung medizinische 
Gutachten. Invalidenrente. Invaliditätsbemessung bei vorbestehender 
Gesundheitsbeeinträchtigung. Pflegeleistungen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. April 2013, UV 
2012/79). Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_441/2013.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marc Giger

Entscheid vom 23. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Weissberg, Plänkestrasse 32, Postfach, 

2501 Biel/Bienne,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Mythenquai 2, Postfach, 8002 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ war seit Januar 2005 bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Zürich 

Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Zürich Versicherung) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 17. August 2005 einen Unfall mit dem 

Mountain-Bike erlitt. Nach der Erstbehandlung im Spital C.___ erfolgte am 18. August 

2005 die Überführung in das Kantonsspital D.___, wo der Versicherte bis 26. August 

2005 stationiert war. Im Austrittsbericht vom 29. August 2005 werden als Diagnosen 

genannt: Diskoligamentäre Verletzung C4/5, C5/6, Osteochondrose mit 

Spinalkanalstenose C3/4, Myelopathie bei vorbestehender HWS-Spinalkanalstenose; 

Fraktur Prozessus spinosi II und IV (act. G 5.1 / Zm5). Vom 26. August 2005 bis 

17. Februar 2006 war der Versicherte im Schweizer Paraplegiker Zentrum Nottwil 

(nachfolgend: SPZ) hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 13. März 2006 werden 

folgende Diagnosen aufgeführt: Sensomotorisch inkomplette Tetraplegie sub C4 ASIA 

D bei [Velosturz am 17.08.2005; Spinalkanalstenose der HWS mit Osteochondrose 

C3/4 und konsekutiver Myelopathie; diskoligamentäre Verletzung C4/5, C5/6; Fraktur 

Processus spinosi II-IV; Fraktur kaudale Hinterkante C5; Hämatombildung ventral C2 

bis C4; ventrale Spondylese mit Dekompression C3 bis C6 am 18.08.2005; dorsale 

Spondylodese C3 bis C6 am 23.08.2005; Waller-Degeneration]; autonome Dysregula­

tion mit Herz-/Kreislauf-, Blasen- und Mastdarmlähmungen [Dauerkatheterträger]; 

Status nach C7-Kompressionsfraktur mit Spinalkanalstenose und Myelopathie [bei 

Verkehrsunfall 06.04.1986; leichte Wurzelkompression C8 mit sensorischen rechts­

betonten Ausfällen]. Bedingt durch den Unfall weise der Versicherte eine Hypersensi­

bilität der Arme (auf Berührung und durch die Kleidung) auf. Das Hauptproblem seien 

die feinen koordinierten Bewegungen in den Armen. Bei Austritt sei der Versicherte 

jedoch in allen alltäglichen Lebensverrichtungen vollkommen selbständig gewesen, er 

habe das SPZ als Fussgänger verlassen. Während eines Monats bestehe noch eine 

volle Arbeitsunfähigkeit, danach sei von einer Arbeitsfähigkeit von 20 bis 30% auszu­

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gehen; nach einem weiteren Monat lasse sie sich auf 40 bis 50% steigern (act. G 5.1 / 

Zm8, Seiten 1 f., 6f.).

A.b Anlässlich einer ambulanten Kontrolle beim SPZ vom 3. Mai 2006 schilderte der 

Versicherte, dass sich der brennende Schmerz in beiden Armen dorsolateral seit dem 

stationären Austritt verstärkt habe. Die Schmerzen bestünden tags und nachts, der 

Nachtschlaf sei gestört. Beim morgendlichen Aufstehen habe er Krämpfe im Bereich 

des Schultergürtels, der Flanken und der Finger beidseits (Bericht vom 15. Mai 2006; 

act. G 5.1 / Zm9). Mit Bericht vom 7. Juni 2006 hielt das SPZ fest, beim Versicherten 

habe sich im Rahmen einer weiteren Untersuchung vom 19. Mai 2006 wieder eine 

aktive Schultergelenkbeweglichkeit gezeigt, wie sie beim stationären Austritt bestanden 

habe. Die zwischenzeitliche Verschlechterung könne zurzeit nicht erklärt werden. Im 

MRI der Halswirbelsäule habe sich keine Progredienz der Myelopathie gezeigt (act. G 

5.1 / Zm10f.). 

A.c Am 11. August 2006 wurde im Kantonsspital D.___ eine cranio-cerebrale Kern­

spintomographie durchgeführt. Die Beurteilung ergab ein normales (cranio-cerebrales) 

Kernspintomogramm. Als Nebenbefund habe sich eine Schleimhautschwellung 

akzentuiert im Ethmoidalzellsystem beidseits sowie dem Infundibulumbereich beider 

Sinus frontales gezeigt (act. G 5.1 / Zm12). Eine ambulante Untersuchung vom 

4. September 2006 im Kantonsspital D.___ ergab folgende Diagnosen: Inkomplette 

Halsmarkläsion nach Velosturz 08.2005 mit: zentralem neuropathischem Schmerz an 

den oberen Extremitäten; Tetraspastik; Muskelkrämpfen; unklare Sprech- und 

Schluckproblematik; Verdacht auf reflektorische vaskuläre Dysregulation laut Szinti­

gramm der Knochen in beiden Händen (act. G 5.1 / Zm13).

A.d Am 11. Oktober 2006 berichtete das SPZ über eine weitere ambulante Untersu­

chung vom 4. September 2006. Demnach seien das Hauptproblem des Versicherten 

derzeit Schmerzen im Bereich des rechten Handgelenks, welche seit dem Unfall 

bestünden und bisher nur unzureichend abgeklärt worden seien. Die vom Kantons­

spital D.___ gestellte Diagnose einer reflektorischen vaskulären Dysregulation im Sinn 

eines Chronic regional pain-Syndroms sei fragwürdig. Gegen ein solches Syndrom 

sprächen klinisch die fehlende Schmerzhaftigkeit in Ruhe sowie fehlende äusserliche 

trophische Defizite (act. G 5.1 / Zm14). Am 26. Oktober 2006 wurde am Kantonsspital 

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D.___ eine Kernspintomographie des rechten Handgelenks durchgeführt. Dabei hätten 

sich keine Kriterien für das Vorliegen eines Morbus Sudeck gezeigt. Initial hätten sich 

degenerative Veränderungen des Diskus triangularis ohne Nachweis eines 

Diskuseinrisses gezeigt. Die übrigen Handwurzelknochen sowie das angrenzende 

Knorpelprofil hätten sich normal dargestellt. Es bestehe eine leicht vermehrte 

lipomatöse Weichteilstruktur im Bereich des Carpaltunnels zwischen Hand­

wurzelknochen und Verlauf der Flexorensehne. Das übrige Kernspintomogramm sei 

normal (act. G 5.1 / Zm15). Ein weiteres MRI der HWS durch das SPZ vom 1. Mai 2007 

ergab einen im Vergleich mit der Voruntersuchung ein Jahr zuvor weitgehend 

stationären Befund. Es bestehe kein Nachweis einer Syrinx (act. G 5.1 / Zm16).

A.e Vom 28. bis 31. Januar 2008 war der Versicherte im Spital G.__ stationiert. Im 

Austrittsbericht vom 31. Januar 2008 sind folgende Diagnosen aufgeführt: Chronifi­

ziertes Schmerzsyndrom beider Arme mit Punctum maximum im Bereich der dorsalen 

Handflächen und dorsalen Unterarmflächen; St. n. HWK-7-Kompressionsfraktur mit 

Spinalkanalstenose und Myelopathie bei St. n. Verkehrsunfall am 6. Februar 1986 

(gemeint wohl: 5. oder 6. April 1986) sowie leichte Wurzelkompression rechts mit 

sensorischen Ausfällen. Aufgrund der Allodynie zucke der Versicherte nur schon bei 

geringster Berührung zusammen. Leichter Druck auf die Unterarme werde als ange­

nehm empfunden, weshalb er Druckhandschuhe trage. Seit einem Monat bestehe eine 

Verschlechterung der Allodynie. Ausserdem träten Krämpfe am ganzen Körper auf. Der 

Versicherte könne nicht mehr schlafen und es sei ihm die ganze Zeit unterschwellig 

übel (act. G 5.1 / Zm19).

A.f  Am 5. August 2008 gab die Zürich Versicherung beim Paraplegikerzentrum der 

Universitätsklinik Balgrist ein fachneurologisches Gutachten in Auftrag (act. G 5.2 / 

Z217). Die gutachterliche Untersuchung fand am 15. Oktober 2008 statt. Das Gutach­

ten vom 17. Oktober 2010 stellt neurologischerseits folgende Diagnosen: Sensomo­

torische Tetraparese ASIA D sub C3, weitgehend regredient, nach diskoligamentärer 

Instabilität C4/5 und C5/6 mit multisegmentaler leichter Nervenwurzelschädigung 

infolge eines Velounfalls am 17.08.2005 bei vorbestehend degenerativen Verände­

rungen der Halswirbelsäule infolge einer C7-Fraktur durch Verkehrsunfall am 12. Mai 

1986 (gemeint wohl: 5. oder 6. April 1986). Die Residuen der Tetraparese wurden als 

eher mild beurteilt. Der Versicherte habe in der Untersuchung gesteigerte Muskel­

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eigenreflexe aufgewiesen, sonstige Sypmtome wie Spastizität und Gefühlsstörung 

hätten während den Untersuchungen stark fluktuiert. Die natürliche Kausalität zwischen 

gesundheitlicher Beeinträchtigung und dem Unfall vom 17. August 2005 wurde bejaht. 

Der Unfall vom 21. April 1986 (gemeint wohl: 5. oder 6. April 1986) wurde zu 20% als 

am Beschwerdebild mitbeteiligt eingestuft. Eine weitere Verbesserung des 

Gesundheitszustands durch ärztliche Behandlungsmassnahmen sei nicht zu erwarten. 

Zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten nimmt das Gutachten dahingehend Stellung, 

dass bezüglich der kaufmännisch-administrativen Tätigkeit in einer Garage eine 

dauernde Arbeitsunfähigkeit von 50% vorliege (act. G 5.1 / Zm26). Dem ebenfalls von 

der Universitätsklinik Balgrist erstatteten wirbelsäulenchirurgischen Zusatzgutachten 

vom 2. Februar 2009, welches auf einer Untersuchung des Versicherten vom 30. 

Januar 2009 basiert, ist zu entnehmen, aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht bestehe ein 

sehr gutes postoperatives Ergebnis sowohl radiologisch wie auch klinisch knapp 

dreieinhalb Jahre nach der schweren HWS-Verletzung. Die Restbeschwerden seien 

wohl vollständig auf das Unfallereignis vom 17. August 2005 zurückzuführen und kaum 

auf die vorangegangene Verletzung und Operation aus dem Jahr 1986. Dies, da aktuell 

sowohl klinisch wie auch MR-tomographisch Zeichen einer Myelopathie ohne 

Rückenmarkskompression bestehen würden. Für eine radikuläre Symptomatik lägen 

keine Anhaltspunkte vor (act. G 5.1 / Zm25). Der Versicherte führte in einem Schreiben 

vom 7. April 2009 an die Zürich Versicherung einzelne Sachverhalte auf, die in den 

beiden Gutachten falsch wiedergegeben worden seien (act. G 5.1 / Zm27).

A.g In einem Verlaufsbericht vom 1. Dezember 2009 zuhanden der Zürich Versicherung 

hielt das SPZ fest, seit der letzten Vorstellung im August 2008 sei das Schmerz­

syndrom im Wesentlichen unverändert. Der Versicherte klage jedoch seit ca. einem 

halben Jahr über Kopfschmerzen, welche täglich über mehrere Stunden aufträten. 

Dieser neu aufgetretene Spannungskopfschmerz sei möglicherweise Ausdruck einer 

weiteren Schmerzchronifizierung (act. G 5.1 / Zm28).

A.h Vom 29. März bis 26. April 2010 befand sich der Versicherte in stationärer 

schmerztherapeutischer Behandlung im Zentrum für Schmerzmedizin des SPZ. Der 

Bericht vom 10. Mai 2010 hält fest, durch die durchgeführten medizinischen Mass­

nahmen habe keine wesentliche Beeinflussung der Symptomatik erreicht werden 

können (act. G 5.1 / Zm31). Sodann wurde beim Zentrum für Schmerzmedizin vom 25. 

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bis 27. Mai 2010 eine transkranielle Magnetstimulation durchgeführt. Die Auswertung 

der NRS über einen Zeitraum von 14 Tagen vorher und nachher anhand des 

durchgeführten Schmerzprotokolls habe keinerlei Änderung der neuropathischen 

Schmerzen im Bereich der beiden Hände ergeben (act. G 5.1 / Zm32).

A.i Die Zürich Versicherung veranlasste am 16. Juni 2011 eine Evaluation der funk­

tionellen Leistungsfähigkeit des Versicherten durch das Zentrum für Arbeitsmedizin, 

Ergonomie und Hygiene AG (nachfolgend: AEH). Die Untersuchungen wurden am 8./9. 

August 2011 sowie am 26./27. September 2011 mittels Funktionsorientierter 

Medizinischer Abklärung (FOMA) durchgeführt. Die Abklärung umfasste ein struktu­

riertes Interview, eine klinische Untersuchung, eine angepasste Form der Evaluation 

der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit EFL (verteilt auf zwei Tage) sowie die Beur­

teilung der bildgebenden Untersuchungen und Akten. Aufgrund der Testergebnisse 

wurde dem Versicherten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit attestiert, reduziert um 25% 

unter Einbezug der subjektiv angegebenen und zum Teil nachvollziehbaren Schmerzen 

und der leichtgradigen neurologischen Dysfunktion (act. G 5.1 / Zm39).

A.j Am 27. November 2011 erstattete Dr. E.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

ihren Zwischenbericht betreffend die psychotherapeutische Behandlung des 

Versicherten. Der Bericht erwähnt als Diagnose den Verdacht auf eine posttrauma­

tische Belastungsstörung (act. G 5.1 / Zm40).

A.k Mit Verfügung vom 7. Februar 2012 teilte die Zürich Versicherung dem Versicherten 

mit, die Leistungen für Heilbehandlungen, welche sie bisher erbracht habe, würden per 

29. Februar 2011, die Leistungen für Taggelder per 30. November 2011 eingestellt. 

Weiter verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente, sprach dem Versicherten 

indes gestützt auf eine Integritätseinbusse von 50% eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 53'400.-- zu (act. G 5.1 / Z356). Der Versicherte erhob am 8. März 2012, vertreten 

durch Dr. iur. Michael Weissberg, Biel, Einsprache (act. G 5.1/ Z370). Diese wurde von 

der Zürich Versicherung insoweit gutgeheissen, als sie für die Berechnung der 

Integritätsentschädigung nunmehr von einer Integritätseinbusse von 60% ausging. Im 

Übrigen wies sie die Einsprache ab (act. G 1.2).

B. 

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B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Weissberg im Namen 

des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 12. Oktober 2012. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge wird beantragt, der Einspracheentscheid vom 17. September 

2012 sei, insoweit er nicht die Integritätsentschädigung betreffe, aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 

sowie Pflegeleistungen nach der Gesetzgebung über die Unfallversicherung auszu­

richten. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid, insofern nicht die Integritätsent­

schädigung betroffen sei, zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerde­

gegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung wird ausgeführt, das Gutachten des AEH, 

auf welches die Zürich Versicherung ihren Entscheid stütze, sei nicht beweistauglich. 

Die Einschätzung, beim Versicherten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75%, sei nicht 

nachvollziehbar. Das neurologisch-paraplegiologische Gutachten der Universitätsklinik 

Balgrist mit dem wirbelsäulenchirurgischen Zusatzgutachten habe die Arbeitsfähigkeit 

auf 50% beziffert. Die Beschwerdegegnerin gehe auch von einem nicht realistischen 

Invalideneinkommen aus. Für die Berechnung des Invaliditätsgrads könne im Übrigen 

ohne weiteres auf die Beurteilung der IV-Stelle des Kantons F.___ abgestellt werden, 

welche bei einem Invaliditätsgrad von 89% ein zumutbares Invalideneinkommen von 

Fr. 7'800.-- errechnet habe (act. G 1).

B.b  Am 20. November 2012 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Beschwerdeantwort 

ein, mit dem Antrag, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung 

führt sie aus, die Beurteilung des AEH erfülle sämtliche Anforderungen an den 

Beweiswert eines Gutachtens. Es werde nachvollziehbar dargelegt, weshalb beim 

Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 75% und nicht nur von 50% vorliege. Was die 

Beurteilung der Invalidenversicherung betreffe, sei diese einerseits für die Unfall­

versicherung nicht bindend, andererseits würden dort auch unfallfremde Kriterien in die 

Invaliditätsbemessung miteinbezogen (act. G 5).

B.c In der Replik vom 4. Januar 2013 (act. G 7) und der Duplik vom 9. Januar 2013 

(act. G 9) halten beide Parteien an ihren Standpunkten fest.

B.d Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird - soweit 

erforderlich - in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.

Zwischen den Parteien ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 

bzw. der damit zusammenhängende Anspruch auf weitere Pflegeleistungen nach 

Festsetzung der Rente streitig.

2.

2.1  Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente, 

wenn er infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) beschreibt Invalidität als die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird wiederum 

als der durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei­

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt bezeichnet (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Bei der 

Bemessung des Invaliditätsgrads sind die Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 16 ATSG 

anwendbar. Danach wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge­

glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (Valideneinkommen). Art. 20 Abs. 1 UVG zufolge beträgt die Invalidenrente bei 

Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes, bei Teilinvalidität wird sie ent­

sprechend gekürzt. Art. 21 UVG sieht sodann vor, dass dem Bezüger nach Festsetzung 

der Rente unter bestimmten Voraussetzungen Pflegeleistungen und Kostenver­

gütungen gewährt werden.

2.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grund­

satz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden 

Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, 

von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfüg­

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baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam­

menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

2.3  Die Beschwerdegegnerin stützt ihren ablehnenden Rentenentscheid auf das 

Gutachten des AEH vom 30. September 2011. Darin werden folgende Diagnosen auf­

geführt: Subjektiv chronische, therapieresistente Schmerzen beider Arme und Hände, 

geringer der Beine bds. mit/bei nicht klarer Aetiologie; Status nach ventraler Spondy­

lodese mit Dekompression C3-C6 am 18.8.2005; Status nach dorsaler Spondylodese 

C3-C7 am 23.8.2005; infolge diskoligamentärer Verletzung C4/5-C5/6, Fraktur kaudale 

Hinterkante C5, Hämatom ventral C2-C4, nach Velosturz am 17.8.2005 mit inkom­

plettem Querschnitt, sensomotorisch inkompletter Tetraplegie mit traumatischer 

Spinalkanalstenose und Osteochondrose C3/C4, beschriebener, vorbestehender 

konsekutiver Myelopathie (nach Unfall 1986); Fraktur Processus spinosi II und IV; 

anamnestisch V.a. autonome Dysregulation (Sexualfunktionsstörung, gemäss Akten); 

Status nach C7-Kompressionsfraktur mit Status nach Spondylektomie C7 und ventra­

ler, interkorporeller Spondylodese C6-Th1, Spinalkanalstenose und Myelopathie bei 

Status nach Verkehrsunfall 5. (oder 6.) April 1986, später vermuteter (strukturell nicht 

nachgewiesener) leichter Wurzelkompression C8 mit sensomotorischen rechtsbetonten 

Ausfällen. In der zuletzt ausgeführten kaufmännisch-administrativen Tätigkeit sei der 

Versicherte aus rein funktionell-somatischer, beobachteter, objektiver Sicht ganztags 

arbeitsfähig. Als einschränkend seien jedoch die subjektiv angegebenen und zum Teil 

nachvollziehbaren Schmerzen sowie die leichtgradige neurologische Dysfunktion zu 

qualifizieren. Daraus könnten allenfalls eine schnellere muskuläre Ermüdung, ein 

erhöhter Regenerationsbedarf der Muskulatur und eine schmerzbedingt verminderte 

Belastbarkeit resultieren. Gesamthaft bestehe für die Tätigkeit als kaufmännischer 

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Mitarbeiter aus rein somatischer Sicht eine Einschränkung von 25% im Sinn vermehrter 

Pausen über den Tag verteilt. Unter den gleichen Voraussetzungen sei dem 

Versicherten auch eine angepasste Tätigkeit zumutbar (act. G 5.1 / ZM39).

2.4  Es fragt sich, inwieweit vorliegend auf das Gutachten des AEH abgestellt werden 

kann. Der Beschwerdeführer hält dieses nicht für beweiskräftig. Er bringt vor, zunächst 

sei auffallend, dass die medizinischen Einschränkungen orthopädischer bzw. 

neurologisch-paraplegiologischer Natur seien und zusätzlich eine erhebliche 

Schmerzsymptomatik zu verzeichnen sei. Die Ärztin, welche das Gutachten erstellt 

habe, verfüge über keine entsprechenden Fachkenntnisse. Im Rahmen einer umfas­

senden Begutachtung sei es auch unzulässig, dass nur eine einzige Arztperson die 

Untersuchung vornehme. Sodann sei zu beachten, dass das Gutachten der Universi­

tätsklinik Balgrist mit dem entsprechenden Zusatzgutachten zu anderen Schlüssen 

gekommen sei als das AEH. Weder das AEH-Gutachten selbst, wie auch nicht der 

Einspracheentscheid, würden sich mit diesen Widersprüchen auseinandersetzen. Die 

begutachtende Ärztin sei aufgrund ihrer fehlenden Ausbildung mit der Untersuchung 

überfordert gewesen. Dies habe dazu geführt, dass sie von einer Aggravation ausgehe. 

Die Behauptung, die gezeigten Einschränkungen seien teilweise demonstrativ, nicht 

glaubhaft und sehr variabel, sei unwahr. Die Gutachterin ziehe zur Untermauerung ihrer 

offenbar vorgefassten Meinung völlig unhaltbare Argumente bei, wie beispielsweise die 

Fähigkeit, rasch zu schreiben. Vom AEH nicht gewürdigt worden seien hingegen die 

starke Medikation und deren Auswirkungen.

2.5  Zunächst ist auf das Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, wonach das 

Gutachten, auf welchem die Verfügung der Beschwerdegegnerin basiert, von einer 

Arztperson erstellt wurde, welche nicht über die erforderlichen fachlichen 

Qualifikationen verfüge. Der Beschwerdeführer befand sich von August 2005 bis 

Februar 2006 in einem stationären Aufenthalt im SPZ. Danach folgten regelmässige 

ambulante Behandlungen. Die Beschwerdegegnerin hatte das SPZ im Januar 2011 um 

eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ersucht (act. G 5.2 / Z282). Das SPZ sah sich 

dannzumal nicht im Stand, eine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit abzugeben und 

empfahl eine erneute Abklärung durch die Klinik Balgrist (act. G 5.1 / ZM33). Zu einer 

weiteren entsprechende Anfrage durch die Beschwerdegegnerin äusserte sich das SPZ 

in derselben Weise (act. G 5.2 / Z287; act. G 5.1 / ZM34). Die Beschwerdegegnerin 

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hatte sich sodann mit ihrem Anliegen an das Zentrum für Schmerzmedizin des SPZ 

gewandt, wo sich der Beschwerdeführer im März/April 2010 in einem stationären 

Aufenthalt befunden hatte (act. G 5.2 / Z291). Das Zentrum für Schmerzmedizin gab zur 

Antwort, um eine mögliche Arbeitsfähigkeit bei chronischen Schmerzen beurteilen zu 

können, müssten Beobachtungen, welche nicht auf den subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers resp. auf den Angaben der behandelnden Ärzte/Therapeuten 

beruhen würden und nicht schmerz-bezogene medizinische Daten herangezogen 

werden. Zusätzlich müssten gegebenenfalls Fakten berücksichtigt werden, die dem 

Zentrum für Schmerzmedizin als Spezialklinik nicht vorlägen. Für eine solche Beurtei­

lung eigne sich eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. Als Beispiel für 

eine Abklärungsstelle wurde vom Zentrum für Schmerzmedizin ausdrücklich das AEH 

genannt (act. G 5.1 / ZM36). Vorliegend geht es um die Frage, in welchem Umfang 

beim Beschwerdeführer noch eine Arbeitsfähigkeit gegeben ist. Diesbezüglich macht 

die Stellungnahme des Zentrums für Schmerzmedizin deutlich, dass eine rein 

schmerzbezogene bzw. neurologische Beurteilung nicht weiter hilft, sondern eben eine 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit erforderlich ist, wie sie vom AEH 

durchgeführt wurde. Für die Zuverlässigkeit dieser Einschätzung spricht, dass sie von 

Spezialisten der Schmerzmedizin selber stammt, so dass ohne weiteres darauf abzu­

stellen ist. Im Ergebnis kann damit keine Rede sein, dass die AEH-Gutachterin 

aufgrund des fehlenden neurologischen Facharzttitels zur Beurteilung der Arbeits­

fähigkeit ungeeignet gewesen war.

2.6  Damit stellt sich nun die Frage, inwieweit auf die oben (E. 2.3) dargelegte Arbeits­

fähigkeitsschätzung des AEH abgestellt werden kann. Diesbezüglich ist festzuhalten, 

dass das Gutachten ausführlich und anschaulich beschreibt, es liege gesamthaft kein 

nachvollziehbares, neurologisches Funktionsdefizit vor, welches der Aufnahme einer 

Arbeit im Umfang von 75 % entgegenstehe. Die gezeigten und behaupteten objektiven 

funktionellen Einschränkungen seien nicht glaubhaft. Die Leistungsbereitschaft des 

Beschwerdeführers sei als fraglich zu beurteilen. Die Gutachterin erwähnt einige 

Inkonsistenzen. Beispielsweise habe der Beschwerdeführer bei den durchgeführten 

Hebe- und Tragetests bei der Behändigung der Kisten normale Griffe gezeigt, und ein 

allfällig hinzukommender Betrachter, der von einer medizinischen Problematik nichts 

wisse, hätte keine Pathologie vermutet. Weiter habe der Beschwerdeführer während 

den klinischen Tests wiederholt einen starken Flexor-Tonus im Bereich der Faust sowie 

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eine Fausthaltung gezeigt. In Momenten, in denen er sich unbeobachtet wähnte, sei 

hingegen eine normale Handstellung festzustellen gewesen. Bei der Aufforderung zu 

kriechen, habe er, recht demonstrativ wirkend, die Faust gemacht, statt die flache 

Hand auf den Boden aufzusetzen. Weiter habe er angegeben, infolge aktueller starker 

Verspannungen im Bereich der Schultergürtelmuskulatur einen verkürzten M. Pectoralis 

zu haben. Hierdurch sei eine Protraktionshaltung der Schulter bedingt. In einem 

Moment, als der Beschwerdeführer aus dem Gleichgewicht gekommen sei und sich 

hinter sich kurz habe abstützen müssen, sei indes ersichtlich gewesen, dass er eine 

normale Schulterbeweglichkeit habe und auch eine normale Muskellänge des M. 

Pectoralis. Ebenso wird im Gutachten ausgeführt, der Beschwerdeführer habe im 

Sitzen problemlos und ohne Tremor und sichtbaren Rigor eine Streckung im 

Kniegelenk rechts und links durchführen können. Bei der Flexion habe sich ein 

fragliches Zahnradphänomen gezeigt. In Bauchlage, beim Anziehen der Ferse zum 

Gesäss - was der Flexion-Streckbewegung des Knies im Sitzen entspreche - sei bei 

der Kniebeugung hingegen kein Zahnradphänomen weder rechts noch links feststellbar 

gewesen; der Beschwerdeführer habe in dieser Lage nicht realisiert, dass die Rigor-, 

Zahnrad- und Tremorphänomene geprüft würden. Schliesslich weist die Gutachterin 

darauf hin, die EFL-Untersuchung sei zunächst auf den 8./9. August 2011 geplant 

gewesen. Der Beschwerdeführer sei indes am zweiten Tag den Testungen fern 

geblieben, woraufhin er auf den 26./27. September 2011 erneut aufgeboten worden 

sei. Hier hätten die Tests an zwei Untersuchungstagen in regulärer Abfolge 

stattgefunden. Das Gutachten erwähnt ein E-Mail vom 10. August 2010 (act. G 5.1 / 

319), wo der Beschwerdeführer gegenüber der Zürich Versicherung angegeben hatte, 

die Tests am 8. August 2011 hätten ihn so sehr angestrengt, dass er zuhause zweimal 

habe erbrechen müssen; ausserdem habe er starke Krämpfe sowie ein erhöhtes 

Brennen der Arme gehabt und er habe in der Nacht praktisch nicht schlafen können. 

Diesbezüglich hält das Gutachten fest, das Fernbleiben des Beschwerdeführers von 

den Testungen vom 9. August 2011 sei nicht nachvollziehbar gewesen. Dem 

Beschwerdeführer sei am ersten Tag mitgeteilt worden, dass eine Untersuchung am 

zweiten Tag erfolgen müsse, um Beschwerden, Ermüdungserscheinungen und belas­

tungsbedingte Symptome erkennen zu können. Zu beachten sei auch, dass er anläss­

lich der Testungen vom 26./27. September 2011 das Fernbleiben vom 9. August 2011 

anders begründet habe; hier sei neu ein Erbrechen auf der Heimfahrt, Verspannungen 

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des Nackens und der Schultern, aber keine Krämpfe angegeben worden. Im Übrigen 

erklärt die Gutachterin, es hätten sich im Rahmen des zweiten Testtermins vom 26./27. 

September 2011 - abgesehen von etwas weniger gehobenen Gewichten - dieselben 

Verhältnisse/Resultate gezeigt wie anlässlich der Tests vom 8. August 2011.

2.7  Immerhin fällt auf, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung gemäss AEH-Gutachten 

von früheren Beurteilungen abweicht. Das fachneurologische Gutachten vom 17. Ok­

tober 2008 der Klinik Balgrist in Verbindung mit dem wirbelsäulenchirurgischen 

Zusatzgutachten vom 2. Februar 2009 äusserte sich dahingehend, in der angestamm­

ten kaufmännisch-administrativen Tätigkeit sei das Arbeitspensum um 50% reduziert. 

Der Beschwerdeführer sei grundsätzlich in der Lage, Tätigkeiten dieser Art in sitzender 

Position zu verrichten. Einschränkungen entstünden durch die Sensibilitätsstörungen 

der Arme, welche mit bei Berührung stärker werdenden Schmerzen einhergingen. 

Schwere körperliche Arbeit sei ebenso wenig möglich wie häufiges Stehen und Gehen 

über längere Distanzen. Die Schmerzen würden auch häufigere Arbeitspausen 

erforderlich machen. Was die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit betreffe, sei 

schwere körperliche Arbeit nicht möglich. Ebenso seien Überkopfarbeiten zu 

vermeiden. Der Beschwerdeführer sollte möglichst leichte oder wechselbelastende 

Tätigkeiten ausüben und beim Arbeiten häufige Pausen einlegen können. Der grösste 

Teil der Arbeitszeit sollte sitzend verbracht werden. Der Beschwerdeführer könne 

beidhändige Tätigkeiten ausüben (act. G 5.1 / ZM26, S. 14). In Bezug auf den 

Beweiswert des Gutachtens der Klinik Balgrist ist zu beachten, dass der Schwerpunkt 

der Beurteilung aus neurologischer Sicht erfolgte bzw. weitgehend auf den subjektiven 

Angaben des Beschwerdeführers basierte. Gemäss der oben dargelegten 

Stellungnahme des Zentrums für Schmerzmedizin des SPZ vom 3. Mai 2011 (act. G 

5.1 / ZM36) muss jedoch die Zuverlässigkeit einer Arbeitsfähigkeitsschätzung gestützt 

auf eine solche Begutachtung als fraglich erachtet werden. Der Beweiswert des 

Gutachtens erscheint sodann auch deshalb eingeschränkt, weil der Zeitpunkt der 

Untersuchung schon relativ weit zurückliegt. Im Übrigen ist der Vorwurf unzutreffend, 

das AEH-Gutachten setze sich mit den Einschätzungen der Klinik Balgrist unzurei­

chend auseinander. Es wird namentlich auf die damals festgestellten Sensibilitäts­

befunde Bezug genommen und dabei betont, diese würden auf den subjektiven 

Angaben des Beschwerdeführers basieren, womit sie nicht klinisch-objektiv bzw. nicht 

konsistent seien und nicht eindeutig verifiziert werden könnten. Ebenfalls werden 

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Unterschiede in Bezug auf die Ergebnisse einzelner Testübungen wiedergegeben. So 

seien Zehen- und Fersengang sowie Einbeinhüpfen im Balgrist regelrecht durchgeführt 

worden, während im Rahmen der Begutachtung im AEH ein Zehengang nicht möglich 

gewesen sei. Das AEH-Gutachten gelangt letztlich auch klar zum Ergebnis, dass sich 

die frühere Beurteilung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit nach der Durchführung von 

wiederholten Abklärungen bzw. von funktionellen Leistungstests nicht begründen 

lasse.

2.8  Gesamthaft ist nicht ersichtlich, inwieweit das AEH-Gutachten rechtsfehlerhaft sein 

soll. Die Beurteilung findet im Übrigen im Gutachten der Klinik Balgrist sogar ihre 

Stütze. Das fachneurologische Gutachten vom 17. Oktober 2008 hält fest, es sei von 

milden Residuen der Tetraparese auszugehen. Zwar weise der Beschwerdeführer 

gesteigerte Muskeleigenreflexe auf, Spastizität der Extremitäten und das dadurch 

gestörte Gangbild würden jedoch stark fluktuieren, ebenso die angegebenen Gefühls­

störungen. Dem Zusatzgutachten vom 2. Februar 2009 ist zu entnehmen, aus wirbel­

säulenchirurgischer Sicht liege ein sehr gutes postoperatives Ergebnis vor, sowohl 

radiologisch wie auch klinisch. Aktuell bestünden sowohl klinisch wie auch MR-tomo­

graphisch Anzeichen für eine Myelopathie ohne Rückenmarkskompression. Für eine 

radikuläre Symptomatik lägen keine Anhaltspunkte vor.

2.9  Im Ergebnis besteht somit kein Anlass, von den Erkenntnissen des Gutachtens 

abzuweichen. Es ist mithin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten kaufmännisch-administrativen Tätigkeit wie auch in einer anderen 

leidensadaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 75% arbeitsfähig ist. Im Übrigen 

ist aufgrund der Akten nicht erstellt, dass der Unfall vom 17. August 2005 beim 

Beschwerdeführer eine psychische Problematik mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

hervorrief; folglich ist unter diesem Gesichtspunkt keine zusätzliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit anzunehmen.

3.

3.1  Ausgehend von einer 25%igen Erwerbsunfähigkeit bleiben die erwerblichen 

Auswirkungen des Unfallereignisses vom 17. August 2005 zu prüfen.

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3.2  Der Beschwerdeführer hatte im April 1986 einen Autounfall erlitten. Den Akten ist 

zu entnehmen, dass er damals aufgrund einer Gehirnerschütterung sowie des Ver­

dachts auf eine Wirbelsäulenverletzung im Spital H.___ behandelt worden war. 

Röntgenaufnahmen hätten zunächst keine Anhaltspunkte für Knochenbrüche im 

Bereich Halswirbelsäule geliefert. Bei persistierender Beweglichkeitseinschränkung 

seien in der Folge im Spital I.___ neuerliche Abklärungen durchgeführt worden. Dabei 

sei eine C7-Kompressionsfraktur festgestellt worden. Am 12. Mai 1986 sei im Kan­

tonsspital D.___ eine Spondylektomie C7 mit ventraler interkorporeller Spondylodese 

C6-Th1 erfolgt. Die radikuläre Symptomatik rechts habe sich daraufhin zurückgebildet. 

Das Unfallereignis habe zu degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule mit 

multisegmentalen Stenosen der Neuroforamina geführt (act. G 5.1 / ZM26). Der 

Beschwerdeführer habe aufgrund seiner HWS-Beschwerden seine ursprünglich 

erlernte Tätigkeit als Postbeamter im September 1990 aufgeben müssen. Er meldete 

sich erstmals im Mai 1993 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. 

Die kantonale IV-Stelle sprach dem Beschwerdeführer eine Umschulung zum techni­

schen Kaufmann zu. Diese wurde vom Beschwerdeführer im Oktober 1996 erfolgreich 

abgeschlossen. Nach einer erneuten IV-Anmeldung im Oktober 1999 wurden dem 

Beschwerdeführer von der IV-Stelle ein Praktikum und eine Einarbeitung als 

Verkaufssachbearbeiter gewährt. Nach Abschluss der Massnahme im März 2000 teilte 

die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, er sei rentenausschliessend eingegliedert. Im 

Juli 2004 meldete sich der Beschwerdeführer wiederum zum Bezug von IV-Leistungen 

an. Am 10. September 2004 sei beim Beschwerdeführer eine mittelgradige depressive 

Episode und eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden. In einer 

Tätigkeit mit einem klar umrissenen Arbeitsbereich wurde er zu 60 bis 70% arbeitsfähig 

erachtet (act. G 1.4). Mit Verfügung vom 4. Februar 2005 sprach die IV-Stelle dem 

Beschwerdeführer basierend auf einem Rentengrad von 44% eine Viertelsrente zu (act. 

G 1.3). Die hiegegen erhobene Einsprache wurde von der IV-Stelle am 11. Mai 2005 

abgewiesen, wobei hier jedoch von einem Invaliditätsgrad von 47% ausgegangen 

wurde (act. G 1.4). Mit Revisionsentscheid vom 2. März 2007 verfügte die IV-Stelle 

rückwirkend auf den 1. November 2005 eine Erhöhung der Viertelsrente auf eine ganze 

Rente. Die IV-Stelle erläuterte, die Abklärungen hätten eine wesentliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit August 2005 

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ergeben. Die Arbeitsfähigkeit betrage nur noch rund 20%. Es errechne sich ein 

Invaliditätsgrad von 89% (act. G 1.5; act. G 5.1 / Z146).

3.3  Der Beschwerdeführer lässt vortragen, die Tatsache, dass ihm nach dem Unfall im 

August 2005 von der Invalidenversicherung eine ganze Rente zugesprochen worden 

sei, werde vom AEH-Gutachten und vom angefochtenen Einspracheentscheid gänzlich 

ausser Acht gelassen. Dem zuerst ergehenden Entscheid eines Sozialversi­

cherungsträgers über die Invaliditätsbemessung komme eine besondere Bedeutung zu 

und sei bei späteren Invaliditätsbemessungen mitzuberücksichtigen. Das Eidge­

nössische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts) hat in BGE 126 V 288 die Tragweite der Bindungswirkung 

rechtskräftiger Invaliditätsschätzungen der Invalidenversicherung oder der Unfallver­

sicherung für den jeweils anderen Sozialversicherungsbereich umschrieben. Gemäss 

BGE 131 V 362 E. 2.2.1 hat diese Rechtsprechung auch nach In-Kraft-Treten des 

ATSG weiterhin Gültigkeit. Demnach ist danach zu trachten, unterschiedliche Invalidi­

tätsannahmen verschiedener, mit demselben Fall befasster Versicherer zu vermeiden. 

Die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffes entbindet die verschiedenen Sozial­

versicherungsträger zwar nicht davon, die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen 

Fall selbstständig durchzuführen. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene 

Prüfung mit der blossen Übernahme des von einem andern Versicherer festgelegten 

Invaliditätsgrades begnügen. Eine derart weitgehende Bindungswirkung wäre nicht zu 

rechtfertigen. Es geht indessen auch nicht an, dass die Invalidität in den einzelnen 

Sozialversicherungszweigen völlig unabhängig von allenfalls schon getroffenen 

Entscheiden anderer Versicherer festgelegt wird. Vorliegend stellt sich die Frage nach 

dem Anspruch auf eine Invalidenrente nur für gesundheitliche Beeinträchtigungen, die 

adäquat-kausal auf das Unfallereignis vom 17. August 2005 zurückzuführen sind. 

Aufgrund der Akten ist nicht klar, wie die IV-Stelle zum Ergebnis einer Arbeitsun­

fähigkeit von 80% bzw. einem Invaliditätsgrad von 89% gelangte. Wie oben ausge­

führt, basierte die ursprüngliche Rentenverfügung indes auf psychischen Beschwerden, 

welche dem Beschwerdeführer von ärztlicher Seite attestiert worden waren. Diese 

standen offensichtlich in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 17. 

August 2005. Es muss davon ausgegangen werden, dass der IV-Revisonsverfügung 

vom 2. März 2007 zu einem wesentlichen Teil ebenfalls solche unfallfremden 

Beschwerden zugrunde liegen. Folglich bestehen triftige Gründe, um von der Beurtei­

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lung der IV-Stelle abzuweichen. Im Ergebnis entfaltet der Entscheid der Invaliden­

versicherung gegenüber der Unfallversicherung keine Bindungswirkung.

3.4  Gemäss vorstehenden Ausführungen lag beim Beschwerdeführer bereits vor dem 

Unfallereignis vom 17. August 2005 eine gesundheitliche Einschränkung vor. Diesem 

Umstand ist bei der Invaliditätsbemessung Rechnung zu tragen. Art. 28 Abs. 3 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) bestimmt für den Fall, dass 

die Leistungsfähigkeit des Versicherten aufgrund einer nicht versicherten 

Gesundheitsschädigung vor dem Unfall dauernd herabgesetzt war, für die Bestimmung 

des Invaliditätsgrades der Lohn, den der Versicherte aufgrund der vorbestehenden 

verminderten Leistungsfähigkeit zu erzielen imstande wäre, dem Einkommen 

gegenüber zu stellen ist, das er trotz der Unfallfolgen und der vorbestehenden Beein­

trächtigung erzielen könnte.

3.5  Der Beschwerdeführer hatte vor dem Unfallereignis seit Februar 2005 in einem 

50%-Pensum für die B.___ gearbeitet. Gemäss Angaben der Arbeitgeberin in der 

Unfallmeldung vom 18. August 2005 erzielte er im Rahmen einer kaufmännisch-

administrativen Tätigkeit bei einer Garage einen monatlichen Grundlohn von 

Fr. 3'000.--. Zudem wurden ihm Lohnzulagen in der Höhe von Fr. 480.-- ausgerichtet 

(act. G 5.2 / Z1). Hochgerechnet auf ein Jahr errechnet sich ein Gesamteinkommen von 

Fr. 41'760.-- (12 x Fr. 3'480.--). Die IV-Stelle ging in ihrer Rentenverfügung vom 

4. Februar 2005 davon aus, das dem Beschwerdeführer aufgrund seiner gesund­

heitlichen Beeinträchtigung noch zumutbare Erwerbseinkommen betrage Fr. 39'000.-- 

(act. G 1.3). Es ist unklar, gestützt auf welche Grundlagen die IV-Stelle dieses Ein­

kommen ermittelte. Zu berücksichtigen ist in Bezug auf das vor dem Unfall erzielte 

Einkommen die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2010; auf der Grundlage dieses 

Jahres wird auch das nach dem Unfall erzielbare Einkommen bestimmt (vgl. nach­

folgend E. 3.6.1). Hinsichtlich des Einkommens von Fr. 41'760.--, welches der 

Beschwerdeführer gemäss Unfallmeldung im Jahr 2005 erzielt habe, resultiert so ein 

Betrag von Fr. 45'072.--, hinsichtlich des von der IV-Stelle angerechneten Einkommens 

von Fr. 39'000.-- ein Betrag von Fr. 42'094.--. Wie sich aufgrund der nachfolgenden 

Erwägungen ergibt, kann vorliegend offenbleiben, ob auf die Lohnangaben gemäss 

Unfallmeldung oder auf das von der IV-Stelle ermittelte Einkommen abzustellen ist.

3.6 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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3.6.1 Der Beschwerdeführer hatte gemäss eigenen Angaben nach dem Unfall seine 

Tätigkeit bei der Garage nochmals während ca. eines Jahres in einem 20%-Pensum 

ausgeübt. Dies sei jedoch nicht gegangen. Seither habe er keine Erwerbstätigkeit mehr 

ausgeübt. Zufolge Fehlens einer effektiven Einkommensgrösse ist das Einkommen, 

welches der Beschwerdeführer nach dem Unfall erzielen könnte, gestützt auf die 

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) festzusetzen (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). 

Der Beschwerdeführer hat eine Umschulung zum Kaufmann absolviert. Die zuletzt 

ausgeübte kaufmännisch-administrative Tätigkeit in einer Garage ist ihm gemäss AEH-

Gutachten, wenn auch mit einer Leistungseinbusse, grundsätzlich ganztags möglich. 

Um dem zumutbaren Resterwerbspotenzial gerecht zu werden, erscheint nach dem 

Gesagten das Abstellen auf den Tätigkeitsbereich "Handel, Instandhaltung und 

Reparatur von Motorfahrzeugen" der Tabelle TA1, Anforderungsniveau 3 (Berufs- und 

Fachkenntnisse vorausgesetzt) angemessen. Im Jahr 2010 lag der Durchschnittslohn 

für einen Mann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 5'210.--. 

Umgerechnet auf ein Jahr und unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 

betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden pro Woche ergibt dies ein 

Jahreseinkommen von Fr. 65'021.--. Zufolge der 25%igen Arbeitsunfähigkeit reduziert 

sich dieser Betrag auf Fr. 48'766.-- (0.75 x Fr. 65'021.--).

3.6.2 Zu prüfen ist, ob das auf diese Weise bestimmte Invalideneinkommen allenfalls zu 

kürzen ist. Mit Abzügen vom Invalideneinkommen soll der Tatsache Rechnung 

getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, 

wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad (vgl. LSE 94 S. 51) Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Vorliegend ist zu beachten, dass 

das Gutachten grundsätzlich von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Die 

Einschränkung von 25% billigt es dem Beschwerdeführer aufgrund der subjektiv 

angegebenen und zum Teil nachvollziehbaren Schmerzen bzw. der leichtgradigen 

neurologischen Dysfunktion zu. Der verminderten Belastbarkeit des Beschwerdeführers 

erscheint somit mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung bereits ausreichend Rechnung 

getragen. Ein Leidensabzug kann nicht auch noch gewährt werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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3.7  Aus der Gegenüberstellung des vor dem Unfall anrechenbaren Einkommens in der 

Höhe von Fr. 45'072.-- bzw. von Fr. 42'094.-- mit dem nach dem Unfall anrechenbaren 

Einkommen in der Höhe von Fr. Fr. 48'766.-- ergibt sich, dass das Unfallereignis beim 

Beschwerdeführer nicht zu einer Erwerbseinbusse führte. Die Voraussetzungen für 

einen Rentenanspruch nach Art. 18 Abs. 1 UVG sind somit nicht erfüllt. Entsprechend 

entfällt auch ein Anspruch auf Übernahme von Pflegeleistungen gemäss Art. 21 UVG.

4.

Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ein Anspruch auf Parteientschädigung besteht aus­

gangsgemäss nicht.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2013
	Art. 18 Abs. 1 UVG. Art. 21 UVG. Art. 28 Abs. 3 UVV Würdigung medizinische Gutachten. Invalidenrente. Invaliditätsbemessung bei vorbestehender Gesundheitsbeeinträchtigung. Pflegeleistungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. April 2013, UV 2012/79). Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2013.

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