# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0ec6f8e-b801-58b7-8030-fa8a34884f61
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.03.2025 A-931/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-931-2024_2025-03-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-931/2024 

 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Christine Ackermann (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richter Jérôme Candrian, 

Gerichtsschreiber Joel Günthardt. 

  
Parteien 

 ZH-Medien GmbH,  

Widenholzstrasse 6, 8304 Wallisellen,   

vertreten durch 

Dr. iur. Andrea Caroni, Rechtsanwalt,  

ME Advocat AG,  

Poststrasse 1, 9100 Herisau,  

Beschwerdeführerin,   
 

 
gegen 

 
 

1. Tele Top AG,  

Bürglistrasse 31a, Postfach, 8400 Winterthur,   

vertreten durch 

Dr. Andreas Meili, Rechtsanwalt,  

Meili Pfortmüller,  

Scheuchzerstrasse 44, 8006 Zürich,  

2. CH Media Holding AG,  

Neumattstrasse 1, 5000 Aarau,   

vertreten durch 

lic. iur. Kaspar Hemmeler, Rechtsanwalt LL.M., 

Dr. iur. Simone Walther, Rechtsanwältin, und 

PD Dr. iur. Josianne Magnin, Rechtsanwältin, 

Schärer Rechtsanwälte,  

Hintere Bahnhofstrasse 6, 5001 Aarau 1,  

Beschwerdegegnerinnen,  

 

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, 

Energie und Kommunikation UVEK,  

Bundeshaus Nord, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Radio und Fernsehen; Konzession; Regionalfernsehpro-

gramm Versorgungsgebiet "Zürich-Nordostschweiz";  

Verfügung vom 11. Januar 2024. 

 

 

 

A-931/2024 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Am 11. Januar 2024 erteilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, 

Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine Konzession ab dem 

1. Januar 2025 für die Veranstaltung eines Regionalfernsehprogramms im 

Versorgungsgebiet "Zürich – Nordostschweiz" an die zweitplatzierte Be-

werberin, die Tele Top AG. Sie erwog dabei u.a., dass eine Erteilung an die 

erstplatzierte Bewerberin, die CH Media Holding AG, gegen Art. 44 Abs. 3 

des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen vom 24. März 2006 

verstossen würde (RTVG [SR 784.40]; sog. 2+2-Regel). Beworben hatten 

sich vier Unternehmen (CH Media Holding AG, Tele Top AG, ZH-Medien 

GmbH und auftanken.TV AG). 

B.  

Gegen diese Verfügung erhebt die ZH-Medien GmbH (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) mit Eingabe vom 12. Februar 2024 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragt, die Verfügung vom 11. Januar 

2024 des UVEK (nachfolgend: Vorinstanz) sei aufzuheben und die Kon-

zession sei ihr zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

C.  

In ihrer Vernehmlassung vom 28. März 2024 schliesst die Vorinstanz auf 

Abweisung der Beschwerde. In prozessualer Hinsicht stellte sie u.a. den 

Antrag, den Parteien sei Frist anzusetzen, um zur Notwendigkeit und den 

allfälligen Modalitäten von vorsorglichen Massnahmen Stellung zu neh-

men. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 5. Juni 2024 wurde das Gesuch der Tele Top 

AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) um vollständige Akteneinsicht in 

die Konzessionsbeilagen der Beschwerdeführerin vom 14. März und 

29. April 2024 abgewiesen, soweit es durch die bis anhin gewährte Akten-

einsicht nicht ohnehin gegenstandslos geworden war. Mit derselben Zwi-

schenverfügung vom 5. Juni 2024 wurde das Gesuch der CH Media Hol-

ding AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 2) vom 17. April 2024 um voll-

ständige Akteneinsicht in die Konzessionsbeilagen der Beschwerdeführe-

rin als gegenstandslos geworden abgeschrieben.  

 

A-931/2024 

Seite 4 

E.  

Nachdem den Verfahrensbeteiligten das rechtliche Gehör gewährt worden 

war, entzog das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 

18. Juli 2024 der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 

F.  

In ihren Beschwerdeantworten vom 8. August 2024 (Beschwerdegegne-

rin 1) bzw. vom 25. April 2024 (Beschwerdegegnerin 2) beantragen die Be-

schwerdegegnerinnen die Abweisung der Beschwerde. 

G.  

Nachdem das Beschwerdeverfahren A-959/2024 für das Versorgungsge-

biet Bern mit Urteil vom 21. August 2024 zugunsten eines Unternehmens 

der Beschwerdegegnerin 2 entschieden worden war, teilte diese am 

2. September 2024 mit, sie verzichte auf die Beteiligung im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren bzw. auf ihre Parteistellung. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 11. September 2024 erteilte das Bundesver-

waltungsgericht der Beschwerdegegnerin 1 – unter der suspensiven Be-

dingung einer reformatorischen bzw. kassatorischen Gutheissung der Be-

schwerde – eine Übergangskonzession für zwölf bzw. drei Monate ab 

Rechtskraft des Endentscheids für die Veranstaltung eines Regionalfern-

sehprogramms mit Leistungsauftrag und Abgabenanteil für das Versor-

gungsgebiet "Zürich-Nordostschweiz". 

I.  

Am 17. September 2024 bekräftigt die Beschwerdegegnerin 2 ihren Ver-

zicht auf Teilnahme und Parteistellung im Beschwerdeverfahren. 

J.  

Mit Replik vom 7. November 2024 hält die Beschwerdeführerin an ihren 

Ausführungen fest. 

K.  

Mit Stellungnahme bzw. Duplik vom 18. und 20. Dezember 2024 halten die 

Vorinstanz und Beschwerdegegnerin 1 an ihren Ausführungen fest. 

L.  

Am 8. Januar 2025 und am 24. Januar 2025 reichten die Beschwerdegeg-

nerin 1 sowie die Beschwerdeführerin ihre Kostennoten ein.  

A-931/2024 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im Sinne von 

Art. 33 VGG entschieden hat. Der angefochtene Entscheid des UVEK vom 

11. Januar 2024 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG und damit 

ein zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Das UVEK gehört zu den Behörden 

nach Art. 33 Bst. d VGG und eine Ausnahme bezüglich des Sachgebietes 

liegt nicht vor (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren 

richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG). 

1.2 Zur Beschwerde ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren 

teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die 

Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerin ist somit gegeben. 

1.3 Die Beschwerdegegnerin 2 stellt am 25. April 2024 den Antrag, die Be-

schwerde sei abzuweisen. Mit Eingabe vom 2. September 2024 teilte sie 

mit, auf die Parteistellung im vorliegenden Verfahren zu verzichten. Am 

17. September 2024 bekräftigte sie ihren Verzicht auf Teilnahme und Par-

teistellung. Seit ihrer Eingabe vom 2. September 2024 hat sie sich nicht 

mehr am Beschwerdeverfahren beteiligt. Nachfolgend ist darauf einzuge-

hen, ob bzw. wie die Beschwerdegegnerin 2 ins Recht gefasst werden 

muss. 

1.3.1 Wie in Bezug auf die Zuständigkeit hat das Gericht auch die Frage, 

welche Vorinstanz oder welche Beschwerdegegnerin ins Recht zu fassen 

ist, unabhängig von den Parteianträgen von Amtes wegen zu prüfen (Urteil 

des BVGer A-6003/2019 vom 18. November 2020 E. 1.3.1). Als Gegenpar-

tei im Beschwerdeverfahren kommt insbesondere jeder am 

vorinstanzlichen Verfahren zu Recht als Partei Beteiligter infrage, der an-

gesichts des damaligen Obsiegens ein schutzwürdiges Interesse an der 

Beibehaltung der angefochtenen Verfügung hat. Gleiches gilt auch für 

bloss teilweise obsiegende Verfügungsadressaten und Drittbetroffene, die 

A-931/2024 

Seite 6 

durch die Anträge des Beschwerdeführers Nachteile erleiden könnten 

(VERA MARANTELLI/SAID HUBER, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxis-

kommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Rz. 8 zu Art. 6). 

Nebst der beschwerdeführenden Partei kommt auch demjenigen Partei-

stellung zu, der sich mit eigenen Anträgen am Beschwerdeverfahren betei-

ligt (LUKAS MÜLLER, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Rz. 14 zu Art. 63 m.H.). 

1.3.2 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin 2 ihr Konzessionsgesuch 

nicht zurückgezogen, sondern sie verzichtete während des Beschwerde-

verfahrens auf die weitere Teilnahme bzw. Parteistellung. Ebensowenig be-

streitet sie, dass sie zu Recht am vorinstanzlichen Konzessionierungsver-

fahren beteiligt war, zumal sie selbst ein Konzessionsgesuch eingereicht 

hatte. Zudem beteiligte sich die Beschwerdegegnerin 2 am Beschwerde-

verfahren mit eigenen Anträgen. Schliesslich führte sie gegen die ange-

fochtene Verfügung selbst Beschwerde (Verfahren A-624/2024) für den 

Fall, dass sie eine andere ihrem Unternehmen erteilte Konzession verlie-

ren sollte. Somit erwies sich der Einbezug der Beschwerdegegnerin 2 im 

Beschwerdeverfahren als richtig. 

1.3.3 Fraglich ist, ob die Beschwerdegegnerin 2 nachträglich auf ihre Teil-

nahme am Verfahren verzichten kann, nachdem sie sich zuerst mit eigenen 

Anträgen beteiligt hat. Erst nachdem das Urteil des BVGer A-959/2024 

vom 21. August 2024 in einem anderen Versorgungsgebiet zu Gunsten ei-

nes Unternehmens der Beschwerdegegnerin 2 ausgefallen war, verzich-

tete sie auf ihre Teilnahme bzw. Parteistellung. Diese Situation unterschei-

det sich demnach etwa von einer Zuschlagsempfängerin in einem Verga-

beverfahren, die von Anfang an auf Anträge und die Parteistellung als Be-

schwerdegegnerin und auf das damit verbundene Kostenrisiko verzichtet 

(vgl. z. B. Abschreibungsentscheid des BVGer B-369/2014 vom 16. De-

zember 2014 S. 5). Ob die Beschwerdegegnerin 2 auf ihre Parteistellung 

verzichten kann, braucht indessen nicht beantwortet zu werden. Selbst 

wenn sie auf ihre Parteistellung verzichten könnte, hätte sie das Kostenri-

siko als Beigeladene, die sich mit eigenen Anträgen am Verfahren betei-

ligte, zu tragen bzw. wäre gegebenenfalls zu entschädigen (vgl. zur Kos-

tenauferlegung für Beigeladene BVGE 2011/19 E. 59.1; vgl. zu Parteient-

schädigungen für Beigeladene Urteile des BVGer A-1524/2015 vom 

19. November 2015 E. 7.4 und BVGer A-4471/2007 vom 30. Juni 2008 

E. 16). Der Verzicht auf die Teilnahme am Beschwerdeverfahren ab dem 

2. September 2024 ändert somit – mit Blick auf das Kostenrisiko bzw. eine 

allfällige Entschädigung – grundsätzlich nichts. Für das vorliegende 

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Seite 7 

Beschwerdeverfahren ist sie somit wie eine Partei zu behandeln (vgl. E. 15 

hiernach zu den Kostenfolgen). 

1.4 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung 

auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung oder 

Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 

VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den Sachverhalt unter Vorbehalt 

der Mitwirkungspflicht der Parteien von Amtes wegen fest (Art. 12 f. 

VwVG). 

2.3 Im Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von 

Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf den unter 

Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten festgestellten Sachverhalt die richti-

gen Rechtsnormen und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als 

den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es 

überzeugt ist (vgl. BGE 119 V 347 E. 1a; Urteil des BVGer A-3493/2023 

vom 27. Februar 2024 E. 1.4 m.H.). Aus der Rechtsanwendung von Amtes 

wegen folgt, dass das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz 

nicht an die rechtliche Begründung der Begehren gebunden ist (vgl. Art. 62 

Abs. 4 VwVG). Es kann eine Beschwerde auch aus anderen als den gel-

tend gemachten Gründen (allenfalls auch nur teilweise) gutheissen oder 

den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer von derjenigen der 

Vorinstanz abweichenden Begründung bestätigen (sog. Motivsubstitution; 

vgl. BGE 140 II 353 E. 3.1 m.H.). Es hat namentlich die Angemessenheit 

des angewandten Bewertungsrasters und die Subsumtion der 

Konzessionsgesuche unter die Bewertungskriterien grundsätzlich frei zu 

prüfen. Dasselbe gilt für die Frage, ob sich die Vorinstanz von sachfremden 

Erwägungen hat leiten lassen, den Sachverhalt korrekt festgestellt, die für 

den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen 

Abklärungen sorgfältig und umfassend vorgenommen hat (vgl. 

BVGE 2009/64 E. 5.4 und Urteil des BVGer A-7799/2008 vom 3. Dezem-

ber 2009 E. 2.1, auszugsweise publiziert in BVGE 2010/19). 

A-931/2024 

Seite 8 

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich dagegen dort eine gewisse Zu-

rückhaltung aufzuerlegen, wo der Vorinstanz angesichts der sich stellen-

den Fachfragen ein erheblicher Handlungsspielraum belassen wurde, so 

namentlich, wenn es um die Prüfung der Definition und Gewichtung der 

Kriterien im Bewertungsraster und um die Subsumtion der Angaben in den 

Gesuchen unter diese Kriterien geht. Dabei variiert der Grad der Zurück-

haltung im Einzelfall je nach der Natur der sich stellenden Fragen und dem 

erforderlichen Fachwissen (vgl. BVGE 2009/64 E. 5.4 und Urteil des 

BVGer A-7799/2008 vom 3. Dezember 2009 E. 2.2 m.H., auszugsweise 

publiziert in BVGE 2010/19). 

3.  

Zunächst sind die einschlägigen Rechtsgrundlagen darzulegen. 

3.1 Im RTVG finden sich spezialgesetzliche Ausnahmebestimmungen für 

die Erteilung von Veranstalterkonzessionen gemäss Art. 25 RTVG (an die 

Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft; SRG) sowie gemäss den 

Art. 38 ff. RTVG (an andere Veranstalter mit Leistungsauftrag und Abga-

benanteil) und gemäss den Art. 43 ff. RTVG (an andere Veranstalter mit 

Leistungsauftrag ohne Abgabenanteil). 

Vorliegend geht es um eine Veranstalterkonzession mit Leistungsauftrag 

und Abgabenanteil gemäss Art. 38 ff. RTVG. Das Bundesgesetz über das 

öffentliche Beschaffungswesen vom 21. Juni 2019 (BöB, SR 172.056.1) 

findet deshalb keine Anwendung (Art. 9 Satz 2 BöB; Botschaft zur Totalre-

vision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen vom 

15. Februar 2017, BBl 2017 1851, 1900). 

3.2 Das Gesetz beschreibt in Art. 44 Abs. 1 RTVG die allgemeinen Voraus-

setzungen, die erfüllt sein müssen, um eine Konzession zu erlangen (sog. 

Qualifikationskriterien). Demnach muss der Bewerber u.a. darlegen, dass 

er Gewähr bietet, die arbeitsrechtlichen Vorschriften und die Arbeitsbedin-

gungen der Branche, das anwendbare Recht und namentlich die mit der 

Konzession verbundenen Pflichten und Auflagen einzuhalten (Bst. d). Hat 

sich die Konzessionsbehörde zwischen mehreren Bewerbern zu entschei-

den, so erhält derjenige Bewerber die Konzession, der im Sinne von Art. 45 

Abs. 3 Satz 1 RTVG den entsprechenden Leistungsauftrag am besten zu 

erfüllen vermag (Selektionskriterien, vgl. Botschaft vom 18. Dezember 

2002 zur Totalrevision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen 

[RTVG] BBl 2003 1569, 1710, nachfolgend: Botschaft zum RTVG). Dieser 

wird in der Ausschreibung vorgegeben und konkretisiert. Sollten unter dem 

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Seite 9 

Aspekt der Erfüllung des Leistungsauftrags mehrere Bewerber als weitge-

hend gleichwertig erscheinen, wird jener bevorzugt, der die Meinungs- und 

Angebotsvielfalt am meisten bereichert (Art. 45 Abs. 3 Satz 1 RTVG; vgl. 

Urteil des BVGer A-7762/2008 vom 10. Dezember 2009 E. 11.4; sog. Prä-

ferenzkriterium: ROLF H. WEBER, Rundfunkrecht, Handkommentar, Bern 

2008, Rz. 11 zu Art. 45). 

3.3  

3.3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts können 

bei der Gestaltung des Konzessionierungsverfahrens hilfsweise die zum 

Submissionsverfahren entwickelten Grundsätze beigezogen werden. Zu 

beachten ist aber, dass angesichts der Unterschiede zwischen der Ertei-

lung einer Rundfunkkonzession und der Vergabe eines öffentlichen Auf-

trags lediglich eine analoge Anwendung dieser Regeln möglich ist. So sind 

namentlich die unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen und die unter-

schiedlichen öffentlichen Interessen zu beachten (BVGE 2009/64 E. 6.5 

m.H.; Urteile des BVGer A-959/2024 vom 21. August 2024 E. 3.3.1, 

A-641/2008 vom 19. August 2008 E. 7.1, auszugsweise publiziert in 

BVGE 2008/43 und A-7801/2008 vom 7. Dezember 2009 E. 7.2.1; vgl. 

auch Urteil des BVGer A-7718/2016 vom 2. Juli 2018 E. 6.5 zu Transport-

konzessionen; vgl. ferner BVGE 2022 IV/8 E. 3.3.1 zu Plakatkonzessio-

nen). Betreffend die Vergabe der Transportleistungen von Buslinien sowie 

die Erteilung und Erneuerung von Konzessionsrechten hat das Bundesver-

waltungsgericht u.a. die vergaberechtlichen Regeln zum Transparenzprin-

zip angewandt (Urteil des BVGer A-7129/2018 vom 23. April 2021 E. 1.6.1 

m.H.). 

Daraus folgt, dass der angefochtene Entscheid nur im Lichte der allgemei-

nen verfassungsrechtlichen Grundsätze geprüft werden kann. Die Grund-

rechte (Art. 35 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft vom 18. April 1999 [SR 101; BV]), insbesondere die Wirt-

schaftsfreiheit, erlauben es grundsätzlich nicht, zu verlangen, dass eine 

ausserordentliche Nutzung des Verwaltungsvermögens möglich ist (vgl. 

BGE 143 I 37 E. 7.2 und 127 I 84 E. 4b). Der Staat verfügt somit bei der 

Ausübung seiner öffentlichen Aufgabe über einen grossen Ermessens-

spielraum, allerdings unter Vorbehalt der Einhaltung der in Art. 5 Abs. 2 BV 

enthaltenen allgemeinen Grundsätze des öffentlichen Rechts, namentlich 

des Willkürverbots, der Gleichbehandlung, der Verhältnismässigkeit, des 

öffentlichen Interesses sowie der Pflicht, eine neutrale und objektive Hal-

tung einzunehmen (vgl. BGE 143 I 37 E. 7.1 und 7.5 sowie BGE 140 I 201 

A-931/2024 

Seite 10 

E. 6.4.1). Die Übertragung öffentlicher Aufgaben oder von Verwaltungsbe-

fugnissen an Private hebt diese verfassungsrechtlichen Verpflichtungen 

grundsätzlich nicht auf (vgl. BGE 127 I 84 E. 4c; Urteil des BVGer 

B-4786/2020 vom 21. September 2021 E. 3 zu Plakatkonzessionen). 

3.3.2 Das Gebot der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) gebietet den Be-

hörden, Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches 

nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. Es ist verletzt, 

wenn hinsichtlich einer wesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidun-

gen getroffen werden, für die ein sachlicher Grund nicht ersichtlich ist, oder 

wenn Unterscheidungen unterbleiben, die sich aufgrund der Verhältnisse 

aufdrängen (vgl. BGE 147 I 1 E. 5.2, BGE 143 V 139 E. 6.2.3 und BGE 136 

I 17 E. 5.3). Bei der Konzessionsausschreibung und -vergabe untersagt 

das Gleichheitsgebot, einzelne Anbieter hinsichtlich entscheidwesentlicher 

Tatsachen anders als andere Anbieter, das heisst ungleich, zu behandeln, 

wenn dafür kein vernünftiger Grund in den tatsächlichen Verhältnissen be-

steht (BVGE 2009/64 E. 14.2.2; Urteile des BVGer A-7762/2008 vom 

10. Dezember 2009 E. 9.2 und A-7801/2008 E. 7.2.5). 

3.3.3 Auch der in der Wirtschaftsfreiheit nach Art. 27 BV mitgarantierte 

Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten verlangt, die Verteilung 

von Konzessionen rechtsgleich vorzunehmen. Er verbietet Massnahmen, 

die den Wettbewerb unter direkten Konkurrenten verzerren, namentlich, 

wenn sie bezwecken, in den Wettbewerb einzugreifen, um einzelne Kon-

kurrenten gegenüber anderen zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Eine 

absolute Gleichbehandlung privater Marktteilnehmer verlangt aber auch 

Art. 27 BV nicht. Unterscheidungen sind zulässig, sofern sie objektiven Kri-

terien entsprechen und nicht systemwidrig sind (vgl. BGE 132 I 97 E. 2.1; 

Urteil des BVGer A-321/2017 vom 20. Februar 2019 E. 6.3 m.H.; vgl. auch 

DANIEL KUNZ, Konzessionen, in: Aktuelles Vergaberecht 2012, S. 211 

Rz. 16). 

4.  

Zunächst ist die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs in der Form 

der Begründungpflicht zu behandeln. Danach ist auf das rechtliche Gehör 

in der Form der Aktenführungspflicht einzugehen. 

4.1  

4.1.1 In formeller Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, dass im vor-

liegenden Fall erhöhte Anforderungen an die Begründungspflicht zu stellen 

A-931/2024 

Seite 11 

seien, da der Vorinstanz angesichts der grossen Anzahl unbestimmter 

Rechtsbegriffe sowie der Vielzahl der zu beurteilenden Kriterien ein erheb-

licher Ermessensspielraum bei der Bewertung der einzelnen Kriterien zu-

komme. Umso schwerer wiege die Tatsache, dass die Begründungstiefe 

der angefochtenen Verfügung an vielen Stellen offensichtlich unzureichend 

sei und die Vorinstanz sich oftmals mit pauschalen Aussagen begnügt 

habe, ohne konkret auf ihre Bewerbung einzugehen. Beispielsweise be-

werte die Vorinstanz den Programmbezug bei der "Abdeckung im Versor-

gungsgebiet" bei der Beschwerdegegnerin 1 als "nicht ausreichend". Diese 

führe dann in Bezug auf die Beschwerdeführerin lediglich aus, dass dies 

auch auf sie zutreffe, ohne jedoch in irgendeiner Weise zu begründen, wes-

halb der Bezug nicht ausreichend sei. Ihr werde es so teilweise verunmög-

licht, zu den Ausführungen der Vorinstanz substantiiert Stellung zu neh-

men. Die Vorinstanz erkläre sodann mit keinem Wort, weshalb ihr publizis-

tisches Leitbild angeblich die nachvollziehbare und plausible Erläuterung 

der Relevanz vermissen lasse. Diese begründe nicht, weshalb sie angeb-

lich nicht ausreichend nachvollziehbar und plausibel die Vielfalt an Meinun-

gen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteuren aufzeige. Es könne 

damit festgehalten werden, dass die Anforderungen an eine angemessene 

Begründung nicht erfüllt seien, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

darstelle.  

Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass ihre Eingabe zu den 

Hintergründen und Zusammenhängen versehentlich in zwei Varianten auf 

das Eingabeportal hochgeladen worden sei und im entsprechenden Absatz 

leichte Abweichungen in den Formulierungen vorlägen. Auf Seiten der 

Vorinstanz sei zu keinem Zeitpunkt eine Rückfrage zu den zwei leicht ab-

weichenden Fassungen der Eingabe erfolgt. Es sei mithin nicht klar, ge-

stützt auf welchen Text sie nun effektiv bewertet worden sei bzw. es sei 

davon auszugehen, dass die Vorinstanz die zweite – und korrekte – Fas-

sung in ihrer Bewertung nicht berücksichtigt habe. 

4.1.2 Die Vorinstanz äussert sich zur Begründungsdichte dahingehend, 

dass sie sich in ihren Entscheidungen auf die wesentlichen Punkte be-

schränkt habe. Es möge zutreffen, dass gewisse Bewertungen nur knapp 

begründet worden seien. Das ergebe sich im vorliegenden Verfahren auch 

aus der Anzahl der Bewerberinnen um eine Konzession. Verbunden mit 

dem Detaillierungsgrad der Kriterien müssten sich die Bewertungen im Ein-

zelfall auf das Wesentliche beschränken. Hier stehe die konkrete Be-

punktung im Vordergrund. Ausserdem seien in der Verfügung bei den je-

weiligen Kriterien transparent die Regeln beschrieben worden, nach denen 

A-931/2024 

Seite 12 

die Punktevergabe erfolgt sei. Dass diese Begründung ausreiche, um den 

unterlegenen Mitbewerberinnen eine fundierte Anfechtung bei den Einzel-

kriterien zu ermöglichen, belege die hier zu behandelnde Beschwerde, die 

noch vor einer umfassenden Akteneinsicht erfolgt sei. Sollte das Bundes-

verwaltungsgericht wider Erwarten eine zu wenig hohe Begründungsdichte 

bei einem Einzelkriterium annehmen, könne der Mangel in jedem Fall ge-

heilt werden, da sich in den Verfahrensakten auch die Bewertungstabelle 

befinde und sie zwecks einer weiteren Präzisierung bei den einzelnen ge-

rügten Bewertungen weiter auf die Begründung eingehen werde. 

4.1.3 Die Beschwerdegegnerin 1 bestreitet eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs in der Form der Begründungspflicht und verweist auf die Vernehm-

lassung der Vorinstanz. 

4.1.4 In ihrer Replik hält die Beschwerdeführerin an ihren Ausführungen 

fest. Sie bringt im Wesentlichen vor, dass die unzureichende Begründung 

auch mit der Vernehmlassung nicht behoben sei. 

4.1.5 Die Vorinstanz verweist duplicando im Wesentlichen auf die Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts. Sie führt aus, die Beschwer-

deführerin habe erkennen können, weshalb ihre Bewerbung schlechter be-

wertet worden sei als diejenige von zwei ihrer Mitbewerberinnen. Im Be-

reich der Selektionskriterien seien die allgemeinen Bewertungsmassstäbe 

pro Kriterium transparent dargelegt worden und die Beschwerdeführerin 

habe ihre jeweilige individuelle Punktezahl erfahren können. Überdies 

habe die Beschwerdeführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens volle 

Einsicht in das Bewertungsraster erhalten. 

4.1.6 In ihrer Duplik hält die Beschwerdegegnerin 1 an ihren Ausführungen 

fest. 

4.1.7 In einem Verwaltungsverfahren ist der Sachverhalt gemäss Art. 12 

VwVG von Amtes wegen abzuklären (sog. Untersuchungsgrundsatz). Re-

lativiert wird die Verpflichtung zur Sachverhaltsermittlung in dreifacher Hin-

sicht, nämlich wenn die Parteien zur Mitwirkung an der Sachverhaltsermitt-

lung verpflichtet sind, durch den Umstand, dass sie ihre Vorbringen recht-

zeitig bei der Behörde einzureichen haben sowie durch die Rüge- und Sub-

stantiierungspflicht im Beschwerdeverfahren. Ferner beschränkt sich die 

Pflicht zur Sachverhaltsermittlung auf den rechtserheblichen Sachverhalt. 

Entscheid- bzw. rechtserheblich sind alle Tatsachen, welche die tatbe-

standlichen Voraussetzungen der anwendbaren Rechtsnorm erfüllen (vgl. 

A-931/2024 

Seite 13 

BVGE 2009/64 E. 7.3; PATRICK L. KRAUSKOPF/WYSSLING MARKUS, in: Pra-

xiskommentar VwVG, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar 

Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 3. Aufl. 2023, Art. 12 Rz. 3 und 27 

f.). 

4.1.8 Der Anspruch auf rechtliches Gehör, der als selbständiges Grund-

recht in der Bundesverfassung verankert ist (Art. 29 Abs. 2 BV) und sich 

für das Bundesverwaltungsverfahren aus den Art. 29 ff. VwVG ergibt, um-

fasst unter anderem das Recht der Parteien auf vorgängige Anhörung und 

Äusserung (Art. 30 Abs. 1 VwVG) sowie das Recht, dass die verfügende 

Behörde von diesen Äusserungen auch Kenntnis nimmt, sich damit ausei-

nandersetzt (Art. 32 VwVG) und ihre Verfügung begründet (Art. 35 Abs. 1 

VwVG; Urteile des BVGer A-4721/2021 vom 3. Januar 2024 E. 4.3, 

A-5018/2021 vom 18. September 2023 E. 5.3.1 und A-1813/2009 vom 

21. September 2011 E. 7). Der Umfang der Begründungspflicht richtet sich 

grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls. Allgemein werden an 

die Begründung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung umso 

strengere Anforderungen gestellt, je weiter der eingeräumte Ermessens-

spielraum der Behörde und je vielfältiger die tatsächlichen Voraussetzun-

gen sind, die bei der Betätigung des Ermessens zu berücksichtigen sind 

(BGE 129 I 232 E. 3.3; Urteil des BVGer B-4596/2019 vom 5. Juni 2023 

E. 3.3.2.1). Die Begründung muss derart abgefasst sein, dass die be-

troffene Person den Entscheid in voller Kenntnis der Tragweite der Ange-

legenheit an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müs-

sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 

die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. 

BGE 142 I 135 E. 2.1; BVGE 2017 I/4 E. 4.2 m.H.). 

4.1.9 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, weshalb 

seine Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der 

Sache grundsätzlich zur Aufhebung der mit dem Verfahrensmangel behaf-

teten Verfügung führt. Eine Gehörsverletzung kann indes ausnahmsweise 

als geheilt gelten, wenn die Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem 

Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, in dem die Rechtsmittelinstanz mit 

der gleichen Kognition prüft wie die Vorinstanz, die Gehörsverletzung nicht 

besonders schwer wiegt und der betroffenen Partei durch die Heilung kein 

Nachteil entsteht (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 195 E. 2.3.2; Urteil des BGer 

4A_453/2016 vom 16. Februar 2017 E. 2.4; BVGE 2013/46 E. 6.3.7 und 

BVGE 2012/24 E. 3.4; Urteil des BVGer A-3423/2016 vom 26. April 2017 

E. 5.1, je m.H.). 

A-931/2024 

Seite 14 

4.1.10 Beim Subkriterium "Abdeckung im Versorgungsgebiet" begründete 

die Vorinstanz die schlechtere Bewertung der Beschwerdeführerin in der 

angefochtenen Verfügung damit, dass der Programmbezug nicht 

ausreichend ausfalle. Die Schilderung zur Umsetzung der Konzessionsvor-

gabe der Abdeckung des Versorgungsgebiets erachtete sie jedoch als 

plausibel. Erst in der Vernehmlassung erwähnte die Vorinstanz zusätzlich 

den mangelhaften Einbezug peripherer Gebiete bei der Beschwerdeführe-

rin. Dabei handelt es sich um eine neue Argumentation, die sich direkt auf 

die Erläuterungen in Absatz 5 zum Programmauftrag der Musterkonzes-

sion stützt (vgl. Beilage 3b zur Ausschreibung). In der im Beschwerdever-

fahren vorliegenden detaillierten Bewertungstabelle wird zusätzlich noch 

angefügt, dass "kein direkter Link zwischen Regionalität" bestehe (vgl. 

Vorakte 071/03, Bewertung Selektionskriterien Tele Z). Es waren der Be-

schwerdeführerin somit aus der angefochtenen Verfügung nicht alle Argu-

mente bekannt, die nach der Auffassung der Vorinstanz in der Bewerbung 

der Beschwerdeführerin fehlten. Demnach liegt in diesem Punkt eine Ver-

letzung der Begründungspflicht vor. Ob diese zusätzliche Begründung 

überhaupt entscheidrelevant ist, wird nachfolgend noch zu vertiefen sein 

(vgl. E. 7.8.3 hiernach). 

Weiter führt die Vorinstanz zum Subkriterium "Aufzeigen von Hintergrün-

den und Zusammenhängen" zwar aus, dass sie sich auf beide Versionen 

der Beschwerdeführerin betreffend das Kapitel "Hintergründe und Zusam-

menhänge" abgestellt habe (vgl. Vorakten 013/00, Tele Z – Bewerbung um 

Veranstalterkonzession, S. 3 und 013/16, TeleZ_Konzessions- 

eingabe2023_Programm Sendungen TeleZ, Ziff. 6). Aus der Begründung 

der Vorinstanz zum Subkriterium "Hintergründe und Zusammenhänge" 

wird dies jedoch nicht klar, da – wenn auch nur mittelbar – auf die alte 

Version Bezug genommen wird. Denn nur in der alten Version ist von Über-

schwemmungen die Rede, während die neue Version einen Brand er-

wähnt. Diesbezüglich liegt ebenfalls eine Verletzung der Begründungs-

pflicht vor.   

 

An dieser Stelle ist die Beschwerdeführerin jedoch auf die Vorgaben der 

Ausschreibung hinzuweisen. Zwar hat die Vorinstanz aufgrund des Unter-

suchungsgrundsatzes und vorbehältlich der Verletzung von Mitwirkungs-

pflichten den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (vgl. E. 4.1.7 hier-

vor; vgl. ferner Urteil des BVGer A-959/2024 vom 21. August 2024 

E. 8.8.2). Es ist jedoch gemäss Ziff. 3.1 der Ausschreibung in erster Linie 

Aufgabe der Bewerberinnen und nicht der Vorinstanz, in den passenden 

Dokumenten darzulegen, wie sie die Elemente des Leistungsauftrages zu 

A-931/2024 

Seite 15 

erfüllen gedenken. Eine Bewerberin hat deshalb dafür zu sorgen, dass ihre 

Bewerbung fristgerecht und korrekt eingereicht ist. Führt eine Bewerberin 

etwa in einem Dokument, dass sich einzig auf ein bestimmtes Selektions-

kriterium bezieht, damit nicht zusammenhängende Angaben zu einem an-

deren Selektionskriterium auf, muss der Bewerberin bewusst sein, dass 

sich dies zu ihren Ungunsten auswirken kann. Denn es ist nicht die Auf-

gabe der Vorinstanz, bei jedem Selektionskriterium aus zahlreichen Doku-

menten die besten Angaben zusammenzusuchen. Vorbehalten bleiben 

nach dem Gesagten selbstredend der Untersuchungsgrundsatz und das 

Verbot des überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. Urteil des 

BVGer A-956/2024 vom 4. Dezember 2024 E. 8.3 f.). 

Bezüglich des Subkriteriums "Publizistisches Leitbild" begründete die 

Vorinstanz die Bewertung in der angefochtenen Verfügung mit der 

fehlenden Erläuterung der Relevanz. Das publizistische Leitbild der 

Beschwerdeführerin sei zwar sehr umfangreich und professionell 

aufgebaut, lasse jedoch die nachvollziehbare und plausible Erläuterung 

der Relevanz vermissen, weshalb das Kriterium lediglich als "erfüllt" gelte.  

Zum Subkriterium "Vielfalt an Themen, Meinungen, Interessen sowie Ak-

teurinnen" führte die Vorinstanz aus, dass aus den Bewerbungen der Be-

schwerdegegnerinnen 1 und 2 alle drei Vielfaltsformen nachvollziehbar 

und plausibel hervorgehen würden, weshalb das Kriterium als "in höchstem 

Masse erfüllt" gelte (= 100 Punkte). Die Beschwerdeführerin habe das Kri-

terium nur "teilweise erfüllt", da die Vielfalt an Meinungen und Interessen 

sowie Akteurinnen und Akteure nicht ausreichend nachvollziehbar und 

plausibel aufgezeigt werde (= 33.333 Punkte). 

4.1.11 Zwar ist die Begründung der Vorinstanz bezüglich der Subkriterien 

"Publizistisches Leitbild" und "Vielfalt an Themen, Meinungen, Interessen 

sowie Akteurinnen" knapp gehalten und es fehlt ein Bezug zu den 

Vorakten, sie enthält jedoch die wesentlichen Überlegungen, von denen 

sich die Vorinstanz leiten liess. Aus deren Begründung geht hervor, wes-

halb der Beschwerdeführerin nicht die volle Punktzahl bei diesem Subkri-

terium erteilt wurde. Letztlich war die Beschwerdeführerin – wie sich aus 

den Vorbringen in ihrer Beschwerde zeigt – über die Tragweite des ange-

fochtenen Entscheids in diesen beiden Subkriterien im Klaren und ohne 

Weiteres imstande, diese sachgerecht anzufechten. Dazu passt, dass die 

Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung im Wesentlichen mit der ausführlichen 

Herleitung des Begriffs der Relevanz unter dem Subkriterium "Publizisti-

sches Leitbild" mit der Beschwerdeführerin einig geht. Sodann vermag an 

A-931/2024 

Seite 16 

diesem Ergebnis nichts zu ändern, dass rechtsprechungsgemäss erhöhte 

Anforderungen an die Begründungsdichte gestellt werden, soweit der Be-

hörde ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt (vgl. E. 4.1.8 hiervor). 

Unter Berücksichtigung dieses Umstands ist die Begründungsdichte in die-

sen beiden Subkriterien gerade noch knapp nicht zu beanstanden, da die 

Bewerbungsunterlagen relativ übersichtlich gehalten sind und darum 

selbst ohne Angabe der konkreten Stelle in den Bewerbungsunterlagen 

substantiierte Rügen möglich waren. 

4.1.12 Zusammenfassend liegt eine Verletzung der Begründungspflicht be-

züglich der Subkriterien "Abdeckung im Versorgungsgebiet" und "Aufzei-

gen von Hintergründen und Zusammenhängen" vor. 

4.2 Weiter ist auf die Aktenführungspflicht einzugehen. 

4.2.1 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, dass das 

Dokument "Hintergründe und Zusammenhänge" der Beschwerdegegne-

rin 1 nichts mit dem laufenden Verfahren zu tun habe. 

4.2.2 Die Vorinstanz sowie die Beschwerdegegnerin 1 verweisen diesbe-

züglich auf einen Weblink im Konzessionsformular (Vorakte 012/00, S. 2 

unten). Die Beschwerdegegnerin 1 führt aus, dass entgegen der Behaup-

tung der Beschwerdeführerin das von ihr erwähnte Dokument "Hinter-

gründe und Zusammenhänge" bereits im Rahmen der Bewerbung einge-

reicht worden sei. 

4.2.3 Nach der Rechtsprechung wird aus dem Anspruch auf rechtliches 

Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV eine allgemeine Aktenführungspflicht der 

Behörden abgeleitet, die sich als Gegenstück zum Akteneinsichts- und Be-

weisführungsrecht der Parteien ergibt (BGE 142 I 86 E. 2.2; BVGE 2018 

IV/5 E. 8.1). Aus der Aktenführungspflicht ergeben sich Anforderungen an 

die Systematik der Aktenführung: Vorausgesetzt wird ein chronologisches, 

zum Zeitpunkt der Entscheidung in sich geschlossenes Dossier (Urteil des 

BGer 8C_319/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 2.2.2; BVGE 2018 IV/5 

E. 8.1). In der Regel ist auch ein Aktenverzeichnis zu erstellen, das eine 

chronologische Auflistung aller eingereichten Eingaben enthält. Bei Vorlie-

gen eines Gesuchs um Akteneinsicht bzw. spätestens im Zeitpunkt des 

Entscheids müssen die Akten durchgehend paginiert werden (Urteil des 

BGer 2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 3.2, auszugsweise publiziert in 

BGE 137 I 247). Geringfügige Unzulänglichkeiten stellen keine Verletzung 

der Aktenführungspflicht dar (vgl. BGE 138 V 218 E. 8.3). 

A-931/2024 

Seite 17 

4.2.4 Mit Blick auf die Aktenführungspflicht ist auf das Dokument "Hinter-

gründe und Zusammenhänge" der Beschwerdegegnerin 1 einzugehen, 

das im Beschwerdeverfahren eingereicht wurde (vgl. Beilage 1 zur Be-

schwerdeantwort der Beschwerdegegnerin 1). Auf dieses Dokument wird 

von der Beschwerdegegnerin 1 in ihrem Informationskonzept Bezug ge-

nommen (vgl. Vorakte 012/07, Informationskonzept TELE TOP, Ziff. 2). Be-

reits im Rahmen der öffentlichen Anhörung war das Informationskonzept 

mit dem Hinweis auf dieses Dokument öffentlich einsehbar (vgl. 

< www.bakom.admin.ch > Das BAKOM > Organisation > Rechtliche 

Grundlagen > Vernehmlassungen, Anhörungen und Konsultationen > Lo-

kalradios und Regional-TV: 51 Bewerbungen um Veranstalterkonzessio-

nen eingegangen; Anhörung, zuletzt abgerufen am 14. Februar 2025). So-

mit ist – mangels anderslautender Hinweise oder Vorbringen – davon aus-

zugehen, dass dieses Dokument sich mittels Weblinks (vgl. Vorakte 

012/00, S. 2 unten) bei den Konzessionsunterlagen befand. Dennoch ist 

dieses Dokument weder im Aktenverzeichnis aufgeführt noch bei den 

Vorakten abgelegt (vgl. Vorakte 00, Aktenzverzeichnis). Ein Weblink auf 

die private Website der Beschwerdegegnerin 1 genügt den Anforderungen 

an die Aktenführungspflicht offensichtlich nicht, da dieser jederzeit geän-

dert werden kann. Der Weblink funktioniert denn auch aktuell nicht mehr. 

Eine Verletzung der Aktenführungspflicht liegt somit vor. 

4.3 Zusammenfassend liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in den 

Formen der Begründungspflicht und der Aktenführungspflicht vor. Diese 

kann jedoch geheilt werden, da das Bundesverwaltungsgericht über volle 

Kognition verfügt, die fehlende Vorakte vorliegt und sich die Parteien um-

fassend äussern konnten. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit 

als im Beschwerdeverfahren geheilt zu betrachten (vgl. E. 4.1.9 hiervor). 

Diesem Umstand ist im Rahmen der Verlegung der Verfahrenskosten und 

der Bemessung einer allfälligen Parteientschädigung angemessen Rech-

nung zu tragen (vgl. E. 15 hiernach). 

5.  

Die Beschwerdeführerin erhebt verschiedene Bewertungsrügen. Vorab ist 

auf die Selektionskriterien und dazugehörigen Subkriterien samt deren Ge-

wichtung näher einzugehen.  

5.1 Der Leistungsauftrag (Selektionskriterien) der Lokalradios und Regio-

nalfernsehen gliedert sich gemäss Ausschreibung (Ziff. 3.3.1) im Kern in 

die Bereiche Input und Output. 

A-931/2024 

Seite 18 

5.2 Die Inputkriterien erfassen gemäss der angefochtenen Verfügung As-

pekte, die zur Erfüllung des publizistischen Auftrags notwendig sind. Mass-

gebend sind namentlich gewisse Aspekte zu den Programmschaffenden, 

zur Qualitätssicherung sowie zur Aus- und Weiterbildung. Entsprechende 

Vorkehrungen auf der Inputseite erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die 

journalistischen Leistungen (Output) qualitativ hochstehend im Sinne des 

Leistungsauftrags sind. Die Outputkriterien umfassen Aspekte, welche die 

durch die Bewerbung in Aussicht gestellten Programmleistungen im Lichte 

des Leistungsauftrages beurteilen. Massgebend sind hier namentlich der 

Programmauftrag sowie der Kulturauftrag. 

5.3 Die eingereichten Bewerbungen werden entlang der Angaben zu den 

Anforderungen in den Bereichen Input und Output bewertet. Die Angaben 

zum Input werden zu 35% gewichtet und jene zum Output zu 60%. Eine 

Gewichtung von 5% kommt der Gesamtwürdigung der Bewerbung zu 

(Stringenz und Kohärenz des Konzepts, Lesbarkeit der Bewerbung). 

5.4 Nachfolgend ist im Einzelnen auf die Bewertungsrügen zu folgenden 

Selektionskriterien bzw. Subkriterien einzugehen: "Publizistisches Leitbild" 

(E. 6), "Abdeckung des Versorgungsgebiets" (E. 7), "Vielfalt an Themen, 

Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteuren" (E. 8), "Auf-

zeigen von Hintergründen" (E. 9) und "Erfüllung des Kulturauftrags" (E. 10). 

6.  

6.1 Als erstes erhebt die Beschwerdeführerin eine Rüge im Zusammen-

hang mit dem Inputkriterium "Publizistisches Leitbild". Die Vorinstanz er-

läutere mit keinem Wort, weshalb ihr publizistisches Leitbild angeblich "die 

nachvollziehbare und plausible Erläuterung der Relevanz vermissen 

lasse". Dies werde lediglich pauschal und ohne jegliche Bezugnahme auf 

ihre eingereichten Unterlagen angenommen. Bei der Relevanz handle es 

sich um einen journalistischen Fachbegriff, welcher im Zusammenhang mit 

der Qualität die Bedeutung des Inhalts journalistischer Beiträge charakte-

risiere. Die Relevanz im Journalismus könne als "Bedeutung und Wirkung, 

welche der Journalismus im politischen Kontext sowie im Alltag für die Ge-

sellschaft und für Einzelpersonen entfalten kann" definiert werden. Auch 

die Eidgenössische Medienkommission (EMEK) orientiere sich bei der For-

mulierung der Leitideen im Journalismus an Kriterien wie Relevanz, Aktu-

alität, Objektivität, Quellenprüfung und Fairness. Die SRG, welche in der 

Schweiz in journalistischen Qualitätsfragen Vorbildcharakter habe, zähle 

für die Beurteilung der Relevanz in ihren publizistischen Leitlinien 

A-931/2024 

Seite 19 

verschiedene Kriterien auf (Aktualität/Newsgehalt; politische, wirtschaftli-

che, kulturelle, wissenschaftliche oder gesellschaftliche Bedeutung; geo-

grafische, kulturelle, wirtschaftliche oder politische Nähe; Bedeutung der 

vorkommenden Akteurinnen und Akteure; exemplarischer Charakter sowie 

Exklusivität und Bedeutung über den Tag hinaus). Von der Relevanz zu 

unterscheiden sei das allgemeine Interesse bzw. das Publikumsinteresse, 

welches eher bei nichtlinearen Angeboten (z. B. Podcasts) sowie im Unter-

haltungsbereich, in der Sportberichterstattung oder bei Boulevardge-

schichten im Vordergrund stehe. Es orientiere sich u.a. an der Nähe zur 

Lebenswirklichkeit des Publikums oder der öffentlichen Aufmerksamkeit.  

Zwar fänden sich bei der Beschwerdegegnerin 1 betreffend Relevanz noch 

Ausführungen unter dem Aspekt "Informationskonzept", jedoch formuliere 

diese die Relevanz in ihren Leitlinien nur sehr allgemein und fokussiere 

sich auf Themen von allgemeinem Interesse. Das allgemeine Interesse 

bzw. das Publikumsinteresse sei jedoch klar von der Relevanz zu unter-

scheiden, da darunter beispielsweise auch Berichte über Unfälle oder Pro-

minenz fallen würden, welche im Sinne des Leistungsauftrags nach RTVG 

von untergeordneter Bedeutung seien. Sie nehme hingegen in ihren publi-

zistischen Leitlinien unter "1. Geltungsbereich" ausdrücklich auf den jour-

nalistischen Qualitätsstandard – zu welchem auch die Relevanz gehöre – 

Bezug. Darüber hinaus greife sie die Relevanz nochmals ausdrücklich in 

ihrem Bewertungsbogen zur Qualitätssicherung auf, indem sie Kriterien 

nenne bzw. Fragen beantworte, welche in engem Konnex zu Relevanzkri-

terien stünden, wie sie auch in den publizistischen Leitlinien der SRG auf-

geführt seien. Da auch die Vorinstanz das publizistische Leitbild und das 

Kriterium der Relevanz als einen Aspekt der Qualitätssicherung betrachte, 

sei es nicht nachvollziehbar, weshalb sie nicht die volle Punktzahl erhalte. 

Selbst wenn die Vorinstanz jedoch den Aspekt der Relevanz nur anhand 

der in den Leitlinien der beiden Gesuche enthaltenen Formulierungen be-

urteile, sei eine Besserstellung der Beschwerdegegnerin 1 ihr gegenüber 

nicht haltbar, da diese in ihren Leitlinien keinen Unterschied von relevanten 

und nicht relevanten Ereignissen mache, sondern lediglich auf das Publi-

kumsinteresse abstelle. 

6.2 Die Vorinstanz lässt sich dahingehend vernehmen, dass sich die Be-

wertung des Kriteriums "Publizistisches Leitbild" auf die Musterkonzession 

stütze. Gemäss dieser solle das Programm der Konzessionärin "relevant, 

professionell und vielfältig" sein, während die Berichterstattung als "sach-

gerecht und unabhängig" beschrieben werde. Bezüglich der Herleitung des 

Begriffs "Relevanz" könne sie den Ausführungen der Beschwerdeführerin 

A-931/2024 

Seite 20 

folgen. Es sei jedoch zu betonen, dass es sich hierbei um ein Input-Krite-

rium handle. Es würden demnach systembezogene Ausführungen erwar-

tet, die sich auf die Arbeitsweise oder die Wertvorstellungen auf Ebene der 

Medienorganisation bezögen, und nicht auf die Ebene der Inhalte. Die Ein-

schätzung, ob ein bestimmter Inhalt relevant sei oder nicht, solle demnach 

unter Berücksichtigung der Werte und Strategie einer Medienorganisation 

erfolgen. Sie teile auch die Auffassung der Beschwerdeführerin zur Publi-

kumsorientierung und betone die Unterscheidung zwischen Relevanz und 

Publikumsinteresse. Die Tatsache, dass in beiden Bewerbungen Überle-

gungen zur Berücksichtigung des Publikumsinteresses vorhanden seien 

(bei der Beschwerdeführerin unter dem Titel "Attraktivität"), überrasche ins-

besondere vor dem Hintergrund der herausfordernden Lage im Fernseh-

markt nicht. Hingegen würden in den Unterlagen der Beschwerdegegne-

rin 1 relevante Inhalte explizit von "Human lnterest"-Geschichten oder Bad 

News abgegrenzt. Diese Unterscheidung ziele darauf ab, einen Wert in der 

Medienorganisation zu etablieren und zu leben. Ähnliche Erörterungen 

würden sich in den Bewerbungsunterlagen der Beschwerdeführerin nicht 

finden. Es werde darin nicht explizit auf die Bedeutung der Relevanz ein-

gegangen, und es gebe kaum Überlegungen zur Abgrenzung von relevan-

ten zu nicht relevanten Inhalten. Dementsprechend seien die Ausführun-

gen zur "Relevanz" der Beschwerdegegnerin 1 insgesamt als besser zu 

bewerten. 

6.3 Die Beschwerdegegnerin 1 entgegnet, dass die erfolgte Bewertung klar 

und verständlich sei. Das Kriterium der Relevanz werde im publizistischen 

Leitbild der Beschwerdeführerin schlicht nicht erwähnt. Diese liste in ihrer 

Beschwerde die Kriterien auf, die die SRG für die Beurteilung der Relevanz 

formuliert habe. Aber genau diese Begrifflichkeiten würden bei ihrem pub-

lizistischen Leitbild fehlen. Nach der Nennung der drei Grundgebote be-

handle das Leitbild die Punkte öffentliches Verhalten der Programmmitar-

beitenden, den Umgang mit heiklen Themen, die unvoreingenommene Re-

cherche, die technisch-rechtliche Umsetzung von Beiträgen und den Um-

gang mit Reklamationen.  

Es entbehre jeglicher Grundlage, dass sie, die Beschwerdegegnerin 1, 

nicht klar das allgemeine Interesse bzw. das Publikumsinteresse von der 

Relevanz im Sinne des Leistungsauftrags unterscheide. In ihrem Informa-

tionskonzept werde in den Punkten 3 und 4 die Relevanz im Detail und 

exakt gemäss Programmauftrag geschildert. Unter dem Punkt 4.2 dieses 

Konzepts würden sogar konkrete Beispiele aus dem Alltag genannt, wann 

eine Meldung als "relevant" im Sinne des Programmauftrags gelte. Im 

A-931/2024 

Seite 21 

genannten Punkt "1. Geltungsbereich" der publizistischen Leitlinien der Be-

schwerdeführerin werde zwar der Begriff "journalistischer Qualitätsstan-

dard" erwähnt. Damit zu behaupten, die Relevanz sei im betreffenden pub-

lizistischen Leitbild nachvollziehbar und plausibel erläutert, sei jedoch zu 

weit hergeholt. 

6.4 Replicando macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, 

dass sie in ihrem Bewerbungsdossier eingehend dargelegt habe, wie das 

journalistische Kriterium der Relevanz umzusetzen sei. Dass sich die Be-

schwerdegegnerin 1 einzig auf die fehlende Begrifflichkeit der "Relevanz" 

in ihrem publizistischen Leitbild berufe, überzeuge nicht. Die inhaltlichen 

Vorgaben für die relevante journalistische Arbeit seien in ihren publizisti-

schen Leitlinien viel ausführlicher dargelegt, als in jenen der Beschwerde-

gegnerin 1. In ihrem publizistischen Leitbild fänden sich sehr wohl system-

bezogene Ausführungen zur Relevanz, welche in Bezug zur Arbeitsweise 

und den Wertvorstellungen stünden. 

6.5 Die Vorinstanz bestätigt in ihrer Duplik, dass die Bewerbung der Be-

schwerdeführerin durchaus Ausführungen zu Arbeitsweisen und Wertvor-

stellungen enthalte. Die Angaben zur Relevanz würden jedoch insgesamt 

oberflächlich bleiben. Zwar lasse sich den publizistischen Leitlinien entneh-

men, dass redaktionelle Entscheidungen ausschliesslich auf journalisti-

schen Erwägungen und nicht auf externen Einflüssen beruhten. Diese 

Feststellung erfolge jedoch im Kontext der politischen und wirtschaftlichen 

Unabhängigkeit und behandle die Relevanz von journalistischen Inhalten 

unzureichend. Auch die eher allgemeinen Ausführungen zu handwerkli-

chen Regeln und journalistischen Qualitätsstandards würden nicht genü-

gen, um darzulegen, inwiefern die Relevanz journalistischer Inhalte konkret 

in die redaktionellen Entscheidungen einfliesse. Anders verhalte es sich bei 

der Beschwerdegegnerin 1. Ihr Informationskonzept verdeutliche zunächst 

allgemein, dass Beiträge, die Fakten und Meinungen zu realen Geschehen 

vermitteln würden, als essenzielle Bestandteile des Informationsauftrags 

gälten. Dies unterstreiche die Bedeutung der Relevanz journalistischer In-

halte für die redaktionelle Ausrichtung. Darüber hinaus enthalte das Infor-

mationskonzept der Beschwerdegegnerin 1 detaillierte und explizite Aus-

führungen zur konkreten Umsetzung dieses Anspruchs. So werde auch ein 

Bezug zur Konzession hergestellt: "Welche Bereiche inhaltlich zu den re-

levanten gehören, legt die Konzession ausdrücklich fest. Es sind Informa-

tionen zu Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport". 

A-931/2024 

Seite 22 

6.6 Duplicando entgegnet die Beschwerdegegnerin 1, dass der Hinweis 

der Beschwerdeführerin auf Ziff. 2.2 f. des publizistischen Leitbildes von 

"Tele Z" nicht zu überzeugen vermöge. Es sei sehr weit hergeholt, das Kri-

terium Relevanz – insbesondere mit dem Journalistenkodex und den un-

ternehmensethischen Normen – als erfüllt zu betrachten. Aber auch der in 

Ziff. 2.3 erwähnte Satz, dass "redaktionelle Entscheidungen nur aufgrund 

journalistischer Erwägungen und nicht aufgrund anderer Einflüsse getrof-

fen werden", habe nichts mit dem geforderten Wert "Relevanz" zu tun. In 

Ziff. 2.3 gehe es nämlich um Interessenkonflikte und Befangenheit, also 

allenfalls um den Aspekt "Unabhängigkeit", der hier aber nicht interessiere. 

6.7 Die Musterkonzession lautet auszugsweise wie folgt (vgl. Beilage 3b 

zur Ausschreibung [Weblink unter Ziff. 2.3 der Ausschreibung], Musterkon-

zession regionaler Service public: Regionalfernsehen mit Erläuterungen, 

Redaktionelle Qualitätssicherung, Abs. 1): 

Redaktionelle Qualitätssicherung  Erläuterung 

1 Die Konzessionärin verfügt über die 

folgenden Dokumente, die sie der Öf-

fentlichkeit in geeigneter Form zur 

Verfügung stellt:  

(…) c. ein publizistisches Leitbild, das 

mit Bezug zum Programmauftrag die 

grundlegenden Werte und Ziele der 

Medienorganisation beschreibt.  

Absätze 1-2: Die Erfüllung des Programmauftrags setzt or-

ganisatorische Strukturen der Qualitätssicherung, adä-

quate Arbeitsbedingungen sowie nach professionellen 

Standards arbeitende Programmschaffende voraus. Das 

Redaktionsstatut garantiert, basierend auf Artikel 41 Ab-

satz 2 RTVV, die innerbetriebliche journalistische Unab-

hängigkeit der Programmschaffenden. Redaktionelle Qua-

litätssicherung ist ein auf Dauer angelegter Prozess mit 

präventiven, den Produktionsprozess begleitenden sowie 

korrektiven Elementen. Dieser Prozess der Qualitätssiche-

rung wird in erster Linie durch den Veranstalter selbst etab-

liert und geführt. Diese Konzessionsbestimmung nennt die 

hierfür erforderlichen Dokumente und Definitionen mit Be-

zug zu den organisatorischen Strukturen und Abläufen bei 

der journalistischen Arbeit sowie der professionellen Ar-

beitsweise. Redaktionelle Qualitätssicherung setzt eine 

klare Rollendefinition und Verantwortlichkeiten voraus. (…) 

6.8 Aus der Ausschreibung geht hervor, dass für das Selektionskriterium 

"Qualitätssicherung" ein publizistisches Leitbild einzureichen ist (vgl. Aus-

schreibung, S. 9). Unter Ziff. 3.3.2.2 der Ausschreibung betreffend die Qua-

litätssicherung wird die Musterkonzession zu Abs. 1 Bst. c zitiert: "(…) ein 

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Seite 23 

publizistisches Leitbild, das mit Bezug zum Programmauftrag die grundle-

genden Werte und Ziele der Medienorganisation beschreibt."  

6.9 Vorliegend bewertete die Vorinstanz die detaillierten Beschreibungen 

zur Relevanz der Beschwerdegegnerin 1 als positiv, während sie bei der 

Beschwerdeführerin bemängelte, dass deren Bewerbung die nachvollzieh-

bare und plausible Erläuterung der Relevanz vermissen lasse. Die Be-

schwerdeführerin sowie die Vorinstanz sind sich zur Auslegung des Be-

griffs der Relevanz grundsätzlich einig. Die Relevanz ist dabei unbestritte-

nermassen vom Publikumsinteresse abzugrenzen. Die Vorinstanz betont 

aber, dass es sich um ein Inputkriterium handle. Es würden demnach sys-

tembezogene Ausführungen erwartet, die sich auf die Arbeitsweise oder 

die Wertvorstellungen auf Ebene der Medienorganisation bezögen, und 

nicht auf die Ebene der Inhalte. Das Informationskonzept der Beschwerde-

gegnerin 1 verdeutliche zunächst allgemein, dass Beiträge, die Fakten und 

Meinungen zu realen Geschehen vermitteln würden, als essenzielle Be-

standteile des Informationsauftrags gälten. Dies unterstreiche die Bedeu-

tung der Relevanz journalistischer Inhalte für die redaktionelle Ausrichtung. 

Darüber hinaus enthalte das Informationskonzept der Beschwerdegegne-

rin 1 detaillierte und explizite Ausführungen zur konkreten Umsetzung die-

ses Anspruchs. So werde auch ein Bezug zur Konzession hergestellt: 

"Welche Bereiche inhaltlich zu den relevanten gehören, legt die Konzes-

sion ausdrücklich fest. Es sind Informationen zu Politik, Wirtschaft, Kultur, 

Gesellschaft und Sport". Zudem würden relevante Inhalte explizit von "Hu-

man lnterest"-Geschichten oder Bad News abgegrenzt. Aus diesem Grund 

hat die Vorinstanz die Bewerbung der Beschwerdegegnerin 1 besser be-

wertet. Dies entspricht den Vorgaben der Ausschreibung sowie der Mus-

terkonzession (vgl. E. 6.7 f. hiervor). Vergleichbare Stellen finden sich in 

der Bewerbung der Beschwerdeführerin nicht. Zwar geht aus den publizis-

tischen Leitlinien hervor, dass redaktionelle Entscheidungen ausschliess-

lich auf journalistischen Erwägungen und nicht auf externen Einflüssen be-

ruhen. Diese Feststellung erfolgt jedoch im Kontext der politischen und 

wirtschaftlichen Unabhängigkeit und behandelt die Relevanz von journalis-

tischen Inhalten unzureichend (vgl. Vorakte 013/18, TeleZ_Konzessions-

eingabe2023_Publizistische Leitlinien, Ziff. 2.3), wie die Vorinstanz zutref-

fend ausführt. Sodann ändert daran auch der Bewertungsbogen zur Qua-

litätssicherung nichts. Dieser enthält zwar eine Checkliste zur Relevanz 

(vgl. Vorakte 013/20, TeleZ_Konzessionseingabe2023_Bewertungsbogen 

zur Qualitätssicherung), aber es finden sich darin keine weitergehenden 

Ausführungen zur Relevanz (namentlich mit Blick auf die Ziele und Werte 

der Organisation). Hinzu kommt, dass unter diesem Subkriterium ohnehin 

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Seite 24 

das publizistische Leitbild und nicht die Qualitätssicherung an sich bewer-

tet wurde. Soweit die Beschwerdeführerin sodann auf Ziff. 1 ihrer publizis-

tischen Leitlinien verweist ("1. Geltungsbereich"), kann ihr ebenfalls nicht 

gefolgt werden. Unter dieser Ziff. 1 wird ein Verweis auf "den journalisti-

schen Qualitätsstandard" gemacht, der jedoch ebenfalls nicht die Relevanz 

aufnimmt, sondern nur pauschal von "handwerklichen Regeln" sowie "Me-

dienrecht und Medienethik" spricht. Es ist daher kein Grund ersichtlich, um 

von den sachnahen Einschätzungen der Vorinstanz als Fachbehörde ab-

zuweichen (vgl. E. 2.3 hiervor). 

6.10 Zusammenfassend dringt die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge zum 

Subkriterium "Publizistisches Leitbild" (Inputkriterium) nicht durch. 

7.  

Weiter ist auf das Subkriterium "Abdeckung des Versorgungsgebiets" ein-

zugehen (Outputkriterium "Erfüllung des Informationsauftrags"). 

7.1 In der Verfügung hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, dass die 

Schilderung zur Umsetzung der Konzessionsvorgabe der Abdeckung des 

Versorgungsgebiets in der Bewerbung der Beschwerdegegnerin 1 nach-

vollziehbar und plausibel sei. Der Programmbezug falle hingegen nicht 

ausreichend aus. Das Kriterium gelte somit lediglich als "erfüllt" (= 66.667 

von 100 Punkten). Dasselbe gelte für die Beschwerdeführerin. Demgegen-

über erreichte die Beschwerdegegnerin 2 die volle Punktzahl. Überzeu-

gend seien insbesondere die Schilderungen zur Regionalisierung sowie 

die Nennung des Ausbaus der Korrespondentenstellen. Des Weiteren 

werde in einem angemessenen Mass ein Programmbezug geschaffen. 

7.2 Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, dass es der Be-

schwerdegegnerin 1 nicht gelinge plausibel aufzuzeigen, wie sie die Abde-

ckung des Versorgungsgebiets sicherstelle. Einzig folgender Hinweis finde 

sich im Informationskonzept der Beschwerdegegnerin 1: "Mit unseren In-

formationssendungen (...) decken wir eine Vielfalt an Themen ab und ge-

ben eine Vielfalt an Meinungen und Interessen wieder. Dabei berücksichti-

gen wir das Geschehen im gesamten Versorgungsgebiet (…)." Zwar führe 

diese in der Folge noch einige Sendebeispiele aus den Kantonen Schaff-

hausen und Thurgau an (z. B. Open Air Frauenfeld etc.). Die Abdeckung 

des Kanton Zürichs als grösstes Einzugsgebiet komme hingegen als Bei-

spiel kaum vor. Weder würden sich örtliche oder personelle Ausführungen 

finden noch werde erwähnt wie viele Berichte aus den verschiedenen Kan-

tonen in die tägliche Newssendung einflössen. Schliesslich sehe die 

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Seite 25 

Beschwerdegegnerin 1 keine Korrespondentinnen und Korrespondenten 

vor und zeige nicht auf, welchen Anteil die drei Regionen bzw. Kantone in 

den Sendungen hätten. Diese erfülle das Kriterium deshalb nur teilweise 

und sei mit 33.333 Punkten zu bewerten. 

Weiter stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass sie sich 

vertieft mit der Thematik der Abdeckung des Versorgungsgebiets ausei-

nandergesetzt und als einzige Bewerberin klar aufgezeigt habe, wie diese 

umgesetzt werde. Im Kapitel Programmauftrag lege sie unter dem Titel 

"2. Programmliche Abdeckung des Konzessionsgebietes" ausführlich dar, 

dass sie – um eine optimale Abdeckung des Konzessionsgebiets zu ge-

währleisten – mit drei Standorten arbeiten werde. Darüber hinaus stelle sie 

an verschiedenen Stellen einen klaren Programmbezug her und zeige ein-

deutig auf, wie die drei Regionen in Form von Sendezeit und Themen in 

das Programm einfliessen würden. In der Sendung "Aktuell" würden die 

drei ständig besetzten Redaktionsstandorte Zürich, Thurgau und Schaff-

hausen gewährleisten, dass die ganze Region abgebildet werde. Wochen-

tags würden täglich drei Berichte aus der Region Zürich (als grösstes Ein-

zugsgebiet) und je ein Bericht aus den Regionen Thurgau und Schaffhau-

sen produziert. Am Wochenende würden täglich zwei Berichte aus der Re-

gion Zürich und je ein Bericht aus den Regionen Thurgau oder Schaffhau-

sen produziert. Zu den festen Bestandteilen der Sendung "Aktuell" gehöre 

zudem die wöchentliche Berichterstattung aus den drei kantonalen Parla-

menten Zürich, Thurgau und Schaffhausen. Weiter stelle die wöchentliche 

Sendung "3 Stimmen – 3 Kantone" – in Bezug auf die Abdeckung des Ver-

sorgungsgebiets – einen klaren Programmbezug her. Es handle sich dabei 

um eine Talk-Sendung, bei welcher jeweils ein Vertreter aus jedem Kanton 

aus den lokalen Studios zugeschaltet sei. Und auch in der Sendung "Kon-

kret" werde eine angemessene Berücksichtigung der drei Regionen ge-

währleistet, indem nach jeder Session je ein National- oder Ständerat aus 

den Kantonen Zürich, Thurgau und Schaffhausen zu Besuch sei. Als einzi-

ger Sender zeige sie damit auf, wie viele Beiträge und Sendungen im täg-

lichen und wöchentlichen Programm die Abdeckung des ganzen Versor-

gungsgebiets sicherstellen würden. Ihr sei deshalb die volle Punktzahl zu 

vergeben. 

7.3 Die Vorinstanz führt aus, dass dieses Kriterium als in höchstem Masse 

erfüllt gelte, wenn aus dem Informationskonzept nachvollziehbar und plau-

sibel hervorgehe, inwiefern im Programm der Konzessionärin das gesamte 

Versorgungsgebiet abgedeckt und dabei Bezug zu konkreten Programm-

elementen genommen werde. Aus den Unterlagen der Beschwerdeführerin 

A-931/2024 

Seite 26 

gehe hervor, dass mit Hilfe der drei Redaktionsstandorte das gesamte Ver-

sorgungsgebiet abgedeckt werde. Hingegen würden explizite Schilderun-

gen mit Bezug zu konkreten Programmelementen fehlen, die bestätigen 

würden, dass dabei auch die peripheren Gebiete berücksichtigt würden 

und sich die Berichterstattung nicht auf die politischen Zentren konzent-

riere. Aus den Unterlagen der Beschwerdegegnerin 1 würden ebenfalls 

nachvollziehbare Ausführungen hervorgehen, wie im Programm das ge-

samte Versorgungsgebiet abgedeckt werden solle. Dabei solle der Fokus 

nicht allein auf die Zentren gesetzt, sondern auch über die peripheren Re-

gionen berichtet werden. Entsprechend seien die beiden Bewerberinnen 

bei diesem Kriterium gleich bewertet worden. 

7.4 Die Beschwerdegegnerin 1 pflichtet der Vorinstanz dahingehend bei, 

dass in ihrem Informationskonzept die Karte mit dem Sendegebiet abge-

bildet sei. Es werde darin ausführlich auf die Regionalität eingegangen und 

bei der Vorstellung der Informationsgefässe werde klar, dass sie sich auf 

die Berichterstattung aus der Region konzentriere. Als eines unter vielen 

Beispielen sei die Beschreibung der Sendung "TOP NEWS" erwähnt. Dort 

stehe klar, dass sie konsequent regional berichte und für nationale oder 

internationale Nachrichten nicht der richtige Kanal sei. Weiter befasse sich 

das Zusatzdokument "Hintergründe & Zusammenhänge TELE TOP" mit 

der Abbildung von lokal-regionalen Geschehen. Dass sich das Hauptstudio 

von "TELE TOP" in Winterthur befinde, werde aus dem Konzessionsge-

such ebenfalls klar. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz werde in 

ihrem Konzessionsgesuch auch ein klarer Programmbezug hergestellt. 

Weiter verlangt die Beschwerdegegnerin 1 eine Schlechterbewertung der 

Bewerbung der Beschwerdeführerin. 

7.5 Die Beschwerdeführerin repliziert im Wesentlichen dahingehend, dass 

die Beschwerdegegnerin 1 nicht darlege, wie sie die Abdeckung des Ver-

sorgungsgebiets konkret sicherstelle bzw. wie sie sich organisatorisch auf-

stelle, um das gesamte Sendegebiet abzudecken. Ein eigentliches regio-

nales Sendekonzept kenne diese nicht. Demgegenüber habe sie, die Be-

schwerdeführerin, ihr Sendekonzept und die Abdeckung der regionalen 

Verankerung in ihrer Bewerbung ausführlich dargelegt. Entscheidend für 

die Abdeckung des Versorgungsgebietes sei die Tatsache, dass sie als ein-

zige Konzessionsbewerberin in den beiden Kantonen Schaffhausen und 

Thurgau Sendestudios einrichte und mit journalistischem Personal von 

zwei festangestellten Journalisten bzw. Journalistinnen (in den Studios in 

Schaffhausen und Frauenfeld) ständig vor Ort präsent sei. Eine 

A-931/2024 

Seite 27 

Beschränkung auf die politischen Zentren wäre aufgrund der geringen 

Grösse der Kantone Schaffhausen und Thurgau weder aus publizistischen 

noch aus wirtschaftlichen Gründen opportun. Nun bemängle die Vorinstanz 

plötzlich den angeblich mangelhaften Einbezug peripherer Gebiete. Sie 

habe ihr Sendekonzept und die Abdeckung der regionalen Verankerung mit 

den drei Redaktionsstandorten bereits ausführlich dargelegt. Es sei offen-

sichtlich, dass sie mit diesem Konzept die Abdeckung des Versorgungsge-

biets am besten gewährleisten könne, was selbstredend auch die periphe-

ren Gebiete miteinschliesse. 

7.6 Die Vorinstanz führt duplicando aus, dass beide Bewerberinnen nach-

vollziehbare und plausible Massnahmen zur Abdeckung des gesamten 

Versorgungsgebiets nachweisen würden. Jedoch würden in beiden Bewer-

bungen spezifische und konkrete Bezüge zu Programmelementen fehlen. 

Beide Bewerbungen würden lediglich allgemeine Ausführungen dazu ent-

halten, dass in den Informationsgefässen das Versorgungsgebiet journa-

listisch thematisiert werde. So führe die Beschwerdeführerin aus: "Die 3 

ständig besetzten Redaktionsstandorte (Zürich, Thurgau und Schaffhau-

sen) gewährleisten, dass die ganze Region abgebildet wird". Die Be-

schwerdegegnerin 1 formuliere in ihrem Sendebeschrieb: "Mit diesen In-

formationssendungen informieren wir die Menschen auf erfrischende Art 

und Weise über die aktuellen und relevanten Geschehnisse in der Region". 

Ausführungen im Detaillierungsgrad der Beschwerdegegnerin 2 würden in 

den Bewerbungen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegne-

rin 1 fehlen. 

7.7 In ihrer Duplik hält die Beschwerdegegnerin 1 an ihren Ausführungen 

fest. 

7.8 Zunächst ist auf den Programmbezug einzugehen. 

7.8.1 Die erstplatzierte Beschwerdegegnerin 2 erhielt bei diesem Subkrite-

rium die Maximalpunktzahl und erwähnte den Programmbezug wie folgt 

(Duplik der Vorinstanz mit Verweis auf Vorakte 014/39, S. 21): 

"(…) Die Sendungsinhalte beziehen sich grundsätzlich auf das Sendegebiet. Die verschie-

denen Regionen, sowie städtische und ländliche Gebiete und deren Akteure sollen bei der 

Berichterstattung gebührend berücksichtigt werden. An Werktagen strahlt TeleZüri in der 

Nachrichtensendung ZüriNews mindestens 10 Minuten regional relevanten Inhalt aus. Zu-

dem haben auch Talks und Magazine oft regionalen Bezug. TeleZüri produziert während 

A-931/2024 

Seite 28 

der gesamten Woche (Montag- Sonntag) mindestens 150 Minuten regional relevante In-

halte." 

7.8.2 Wie erwähnt haben die Beschwerdeführerin sowie die Beschwerde-

gegnerin 1 je 66.667 von 100 Punkten erhalten, weil nach Einschätzung 

der Vorinstanz der Programmbezug fehlt. Ihnen ist dahingehend beizu-

pflichten, dass in ihren Konzessionsunterlagen verschiedene Stellen mit 

Programmelementen vorhanden sind (vgl. z. B. Vorakten 012/07, Informa-

tionskonzept TELE TOP, 012/09, Programmraster  

TELE TOP, 012/10, Publizistisches Leitbild TELE TOP, 013/16, 

TeleZ_Konzessionseingabe2023_Programm Sendungen TeleZ und 

013/17, TeleZ_Konzessionseingabe2023_Programmraster). Soweit die 

Vorinstanz spezifische und konkrete Bezüge zu Programmelementen ver-

langt, hat sie alle relevanten Unterlagen beizuziehen, ohne diese jedoch 

aus nicht damit zusammenhängenden Unterlagen zusammensuchen zu 

müssen (vgl. Art. 12 VwVG; vgl. E. 4.1.7 und E. 4.1.10 hiervor). Insbeson-

dere aus den Programmrastern der Beschwerdeführerin sowie der Be-

schwerdegegnerin 1 geht hervor, dass regional relevante Programme ge-

plant sind (Vorakten 012/19 und 013/17). Die Beschwerdeführerin betonte 

sodann Sendungen, die alle drei Kantone abdecken sollen (Vorakte 

013/16, Programmauftrag, Ziff. 2 und 4.1 f.: "3 Stimmen – 3 Kantone" und 

"Aktuell"). Schliesslich führte auch die Beschwerdegegnerin 1 drei Sendun-

gen mit regional relevanten Informationen ("TOP NEWS", "KLARTEXT" 

und "TOP TALK") in ihrem Informationskonzept auf, die im Programmraster 

farblich als "reg.relev." hervorgehoben werden (vgl. Vorakte 012/07, Infor-

mationskonzept, TELE TOP, Ziff. 5 und Vorakte 012/09, Programmraster). 

Die genannten Angaben sind im Rahmen der Sachverhaltserstellung eben-

falls miteinzubeziehen. Daher erscheinen die Rügen der Beschwerdefüh-

rerin sowie der Beschwerdegegnerin 1, dass sie mit ihren Angaben einen 

Programmbezug hergestellt haben, nicht abwegig. Wie es sich damit ver-

hält, kann jedoch offenbleiben. Würde diesen Vorbringen gefolgt, so müss-

ten sowohl der Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegnerin 1 

die Maximalpunkte in diesem Subkriterium erteilt werden. Damit würde im 

Ergebnis der punktemässige Abstand zwischen beiden unverändert blei-

ben. 

7.8.3 Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass der Vorwurf des man-

gelhaften Einbezugs peripherer Gebiete in der angefochtenen Verfügung 

nicht erwähnt wird (vgl. angefochtene Verfügung, Ziff. 4.5.4.1; vgl. 

E. 4.1.10 hiervor zur diesbezüglichen Verletzung der Begründungspflicht). 

Was die Vorinstanz mit ihrer neuen Argumentation zum mangelhaften 

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Seite 29 

Einbezug peripherer Gebiete ableiten möchte, erschliesst sich nicht, zumal 

die der Beschwerdeführerin erteilten 66.667 Punkten einzig den fehlenden 

Programmbezug abbilden. Wären die Angaben der Beschwerdeführerin 

nach der neuen Argumentation der Vorinstanz bezüglich der Abdeckung 

des Versorgungsgebiets lediglich als Absichtserklärung zu werten, hätte 

die Vorinstanz der Beschwerdeführerin nur 33.333 Punkte erteilen dürfen. 

Dies hat sie jedoch nicht getan. Vielmehr hielt sie in der Verfügung fest, 

dass die Schilderung zur Abdeckung des Versorgungsgebiets nachvoll-

ziehbar und plausibel sei. Diese sachnahe Einschätzung der Vorinstanz 

deckt sich mit den Bewerbungsunterlagen (vgl. z. B. Vorakte 013/16, Te-

leZ_Konzessionseingabe2023_Programm Sendungen TeleZ). Es erübrigt 

sich demnach, auf diese nachträgliche Argumentation der Vorinstanz wei-

ter einzugehen, da sie keinen Einfluss auf die Punkteverteilung hat. 

7.9 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Schlechterbewertung 

der Beschwerdegegnerin 1 verlangt, kann ihr nicht gefolgt werden. Es kann 

im Wesentlichen auf die Ausführungen der Vorinstanz bzw. der Beschwer-

degegnerin 1 verwiesen werden. Namentlich aus dem Informationskonzept 

unter den Ziff. 2, 3 und 4.3 und der darin abgebildeten Karte geht die Ab-

deckung des Versorgungsgebiets hervor. Dass die Vorinstanz keine ge-

naueren Angaben zum Einsatz der Journalisten verlangte, ist aufgrund der 

Vorgaben zur Musterkonzession (vgl. Abs. 5 zum Programmauftrag), die 

eine Berücksichtigung des Geschehens im gesamten Versorgungsgebiet 

verlangt sowie unter Berücksichtigung ihrer sachnahen Einschätzung als 

Vorinstanz nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.3 hiervor). Dies gilt auch unter 

Berücksichtigung des Umstands, dass die Ausführungen der Beschwerde-

gegnerin 1 diesbezüglich eher knapp ausgefallen sind. Aus den Konzessi-

onsunterlagen lässt sich sodann ableiten, dass das Radiostudio der Be-

schwerdegegnerin 1 sich in Winterthur befindet (vgl. 012/02, Begleitschrei-

ben Konzessionsbewerbung). 

7.10 Zusammenfassend können die Rügen der Beschwerdeführerin sowie 

der Beschwerdegegnerin 1 auf Besserbewertung im Subkriterium "Abde-

ckung des Versorgungsgebiets" offengelassen werden, da mit derselben 

Begründung beide Parteien die Maximalpunktzahl erhalten würden. Die 

Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die Bewerbung der Beschwerde-

gegnerin 1 schlechter bewertet werden müsste, erweist sich als unbegrün-

det. Schliesslich braucht aufgrund des Ausgangs des Verfahrens nicht auf 

die Schlechterbewertungsrüge der Beschwerdegegnerin 1 eingegangen zu 

werden.  

A-931/2024 

Seite 30 

8.  

8.1 In der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz zum Outputkrite-

rium "Vielfalt an Themen, Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen 

und Akteuren" fest, dass aus den Bewerbungen der Beschwerdegegnerin-

nen 1 und 2 alle drei Vielfaltsformen nachvollziehbar und plausibel hervor-

gehen würden, weshalb das Kriterium als "in höchstem Masse erfüllt" gelte 

(= 100 Punkte). Die Beschwerdeführerin habe das Kriterium nur "teilweise 

erfüllt", da die Vielfalt an Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen und 

Akteure nicht ausreichend nachvollziehbar und plausibel aufgezeigt werde 

(= 33.333 Punkte). 

8.2 Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die Ausführungen der Be-

schwerdegegnerin 1 zur Vielfalt sehr knapp gehalten seien und sich im 

Wesentlichen auf folgende Passage im Informationskonzept beschränken 

würden: "Die Programme der TOP-Medien tragen zur demokratischen Mei-

nungs- und Willensbildung des Publikums bei. Das Informationsangebot ist 

aktuell, relevant, professionell und vielfältig, die Berichterstattung sachge-

recht und unabhängig. Mit unseren Informationssendungen (…) decken wir 

eine Vielfalt an Themen ab und geben eine Vielfalt an Meinungen und In-

teressen wieder". Diese Formulierung der Beschwerdegegnerin 1 lehne 

sich stark an die rechtlichen Vorgaben gemäss RTVG an. Ein Hinweis, wo-

nach auch die Akteure und Akteurinnen in die Vielfalt miteinzubeziehen 

seien, finde sich in der gesamten Bewerbung nicht. Es sei deshalb mit Blick 

auf ihre eigene Eingabe unverständlich, weshalb diese schlechter bewertet 

worden sei. Sie thematisiere die Vielfalt an Themen, Meinungen und Inte-

ressen sowie Akteurinnen und Akteuren an verschiedenen Stellen ihrer Be-

werbung. Zunächst werde die Vielfalt beispielsweise in den publizistischen 

Leitlinien und dem Titel "Grundprinzipien" wie folgt angesprochen: "Die 

Vielfalt der Tatsachen und Meinungen zu einem Thema muss angemessen 

zum Ausdruck gebracht werden. Tatsachen, die der 'Storyline' widerspre-

chen, dürfen nicht ausgeblendet werden". Weiter stelle sie in den Grund-

prinzipien klar, dass eine faire Darstellung der anderen Meinung (Anhö-

rungsrecht beider Seiten) erfolge. Auch unter dem Aspekt der Themenwahl 

zeige ihr publizistisches Leitbild auf, wie sie insbesondere bei Wahlen und 

Abstimmungen die Vielfalt garantiere: "Kontroverse Themen sind immer 

kontrovers zu behandeln. In der Phase vor einem Urnengang sind die An-

forderungen an die Ausgewogenheit der Beiträge besonders gross (ver-

gleichbare Auftrittsmöglichkeiten, vergleichbare Redezeit etc.). Je näher 

der Abstimmungs- oder Wahltermin, desto dominanter ist das Ausgewo-

genheitsgebot. In der Vorwahlphase dürfen ohne speziellen Grund keine 

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Seite 31 

Einzelporträts von Kandidierenden gesendet werden, sofern die anderen 

Bewerbenden nicht eine vergleichbare Auftrittsmöglichkeit erhalten." 

Selbst bei religiösen Themen – wenn auch mit Einschränkungen zuguns-

ten der religiösen Gefühle der Zuschauerinnen und Zuschauer – werde 

eine kontroverse Behandlung verlangt. Darüber hinaus sehe der Bewer-

tungsbogen zur Qualitätssicherung unter dem Titel "Fairness und Ausge-

wogenheit" entsprechende Kontrollfragen vor, um eine angemessene Be-

rücksichtigung der verschiedenen Vielfaltsaspekte sicherzustellen (z. B. 

"Wurden alle relevanten Perspektiven dargestellt?", "Gab es Anzeichen 

von Voreingenommenheit oder Einseitigkeit?", "Gab es eine angemessene 

Berichterstattung über die Meinungen und Standpunkte der Beteiligten?", 

"Wurden Interviewpartner ausgewählt, um verschiedene Meinungen und 

Standpunkte darzustellen?"). Bereits dies zeige, dass die Vielfalt an The-

men, Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteuren für sie 

zu den übergeordneten Prinzipien ihrer Programmgestaltung gehöre und 

deshalb bei jedem Sendebeitrag zu beachten sei.  

Auch im Programmauftrag werde auf diese Thematik nochmals ver-

schiedentlich eingegangen. Sie lege ausdrücklich dar, dass ihr Programm 

eine angemessene Vielfalt an Ereignissen und Ansichten widerspiegle und 

vielfältige und sachgerechte Informationen zu politischen, wirtschaftlichen 

und sozialen Zusammenhängen bereitgestellt würden, um das Publikum in 

die Lage zu versetzen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Schliesslich 

zeige auch der Umstand, dass sie in ihrer Newssendung fünf Berichte pro 

Tag produziere und nicht wie die Beschwerdegegnerin 1 lediglich vier Be-

richte pro Tag, dass eine grössere Vielfalt an Themen, Meinungen und In-

teressen sowie Akteurinnen und Akteuren erreicht werde. Eine Minderbe-

wertung ihrer Bewerbung sei nicht angemessen. Es sei fraglich, ob nicht 

die Beschwerdegegnerin 1 aufgrund ihrer spärlichen Ausführungen eigent-

lich mit 66.667 Punkten hätte bewertet werden müssen. 

8.3 In ihrer Vernehmlassung hält die Vorinstanz daran fest, dass bezüglich 

der Vielfalt an Meinungen und Interessen zwischen zwei Aspekten der Viel-

falt zu unterscheiden sei. Zum einen werde beschrieben, wie die Redaktion 

bestrebt sei, eine breite Palette von Meinungen und Interessen in der Zu-

sammenstellung der Berichterstattung zu berücksichtigen. Dies bedeute, 

dass verschiedene Standpunkte und Perspektiven in die Programmpla-

nung einflössen, um eine ausgewogene Berichterstattung zu gewährleis-

ten. Auf diese Art von Vielfalt ziele die Bewertung dieses Kriteriums ab. 

Davon abzugrenzen sei die Vielfalt in der Ausgestaltung einzelner Inhalte. 

Hier werde angestrebt, verschiedene Sichtweisen und Standpunkte 

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Seite 32 

innerhalb eines einzelnen Programminhalts aufzuzeigen. Dabei sei es das 

Ziel, innerhalb eines Themas verschiedene Perspektiven zu beleuchten, 

um dem Publikum ein umfassendes Bild des diskutierten Themas zu ver-

mitteln. In den Unterlagen der Beschwerdeführerin finde sich bezüglich der 

geforderten Vielfalt an Meinungen und Interessen lediglich eine sehr ober-

flächliche Schilderung, wo kurz die Vielfalt an Ereignissen und Ansichten 

gemeinsam erwähnt werde. In den Ausführungen der Beschwerdegegne-

rin 1 werde hingegen mehrfach explizit auf die Vielfalt an Meinungen und 

Interessen eingegangen und aufgezeigt, dass im Programm verschiedene 

Meinungen und Interessen abgebildet werden sollen. Aus Sicht der Kon-

zessionsbehörde seien zwar beide Ausführungen knapp ausgefallen, den-

noch seien diejenigen der Beschwerdegegnerin 1 als etwas umfassender 

betrachtet worden. Analog verhalte es sich bezüglich der Vielfalt an Akteu-

rinnen und Akteuren. Die Beschwerdegegnerin 1 führe diesbezüglich ex-

plizit aus, dass in ihrem Programm eine Vielfalt an Personen und Perso-

nengruppen zu Wort komme. Vergleichbare Schilderungen würden aus 

den Unterlagen der Beschwerdeführerin nicht hervorgehen. Die in der Be-

schwerde angesprochenen Ausführungen würden sich erstens nicht expli-

zit auf die Vielfalt an Akteurinnen und Akteuren beziehen, zweitens werde 

die Vielfalt auch hier auf der Ebene der einzelnen Inhalte thematisiert. Al-

lerdings gehe es in diesem Kriterium nicht darum, ob in einem konkreten 

Inhalt alle Standpunkte dargestellt worden seien ("Wurden Interviewpartner 

ausgewählt, um verschiedene Meinungen und Standpunkte darzustel-

len?"). Vielmehr sei ausschlaggebend, ob verschiedene Akteurinnen und 

Akteure die Gelegenheit hätten, im Programm zu Wort zu kommen. 

8.4 Die Beschwerdegegnerin 1 bringt in ihrer Beschwerdeantwort vor, die 

Beschwerdeführerin bemängle, dass ihre Ausführungen zu knapp seien. 

Aber gerade die von der Beschwerdeführerin erwähnte Passage zeige, wie 

wichtig ihr alle drei Vielfaltsformen seien. Eine entsprechende Grundhal-

tung sei bei der Beschwerdeführerin nicht zu finden. Vielmehr beschränke 

sich diese auf den Hinweis, dass sie innerhalb eines Themas alle verschie-

denen Meinungen zu Wort kommen lasse und nicht einseitig berichte. Die 

Beschwerdeführerin zeige die gesamte Vielfalt an Meinungen und Interes-

sen sowie Akteurinnen und Akteuren aber nicht ausreichend nachvollzieh-

bar und plausibel auf. Bei ihr dagegen sei die Vielfalt an unzähligen Orten 

ihres Konzessionsgesuchs sichtbar. Die Beschwerdeführerin irre, wenn sie 

meine, die Vielfalt an Themen, Meinungen und Interessen sowie Akteurin-

nen und Akteuren einfach mit einem Beitrag mehr pro Newssendung erfül-

len zu können. Unter Punkt 5.1 ihres eigenen Informationskonzepts heisse 

es, dass mindestens vier "gebaute Beiträge" gesendet würden. Häufig 

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Seite 33 

würden es also gleich viele oder mehr sein. Zur Erfüllung des Programm-

auftrages gehöre viel mehr als was die Beschwerdeführerin offeriere. So 

sende sie in den Newssendungen im Newsblock weitere aktuelle eigenpro-

duzierte Inhalte mit weiteren Akteurinnen und Akteuren im O-Ton. Demge-

genüber wolle die Beschwerdeführerin hier auf Kurzmeldungen mit Archiv-

material setzen. Ausserdem müssten im Bereich Vielfalt an Themen, Mei-

nungen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteure auch weitere Infor-

mationsgefässe, wie z. B. "TOP KLARTEXT" oder "TOP TALK" oder die 

verschiedenen Kultursendungen, berücksichtigt werden. Solche würden im 

Programmkonzept der Beschwerdeführerin fehlen. Neben der Tatsache, 

dass sie gesamthaft also mehr relevante Inhalte produziere, sei die Vielfalt 

kein reines Quantitätsmerkmal. Es gehe vielmehr um die Breite und Vielfalt 

an Themen, Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteuren. 

8.5 Die Beschwerdeführerin repliziert dahingehend, dass die Vielfalt an 

Themen, Meinungen und Interessen sowie Akteure bzw. Akteurinnen für 

sie ein übergeordnetes Prinzip in ihrer Programmgestaltung sei. Sie garan-

tiere diese Vielfalt insbesondere durch die tägliche News-Sendung "Aktu-

ell" mit fünf eigenen Produktionen und kleineren Beiträgen sowie den Talk-

Sendungen mit Studiogästen. Die Behauptung der Beschwerdegegnerin 1, 

sie produziere mehr relevante Inhalte, sei durch nichts belegt und schlicht-

weg falsch. Im Gegenteil plane sie 20% mehr Berichte als die Beschwer-

degegnerin 1, was in Bezug auf die Vielfalt an Themen, Meinungen, Inte-

ressen und Akteure bzw. Akteurinnen ebenfalls relevant bzw. zu berück-

sichtigen sei. In ihrer Bewerbung finde sich die angesprochene Grundhal-

tung bereits in den Grundprinzipien des publizistischen Leitbilds sowie im 

Bewertungsbogen zur Qualitätssicherung. Entgegen der Ansicht der 

Vorinstanz würden bei ihr unter dem Vielfaltsaspekt sowohl Meinungen und 

Standpunkte als auch Akteurinnen und Akteure miteinbezogen. Entschei-

dend sei aus Sicht des Publikums, dass verschiedene Meinungen, Stand-

punkte und/oder Lebenseinstellungen Eingang in das Programm fänden. 

Sei dies in der Berichterstattung selbst oder durch den Auftritt verschiede-

ner Akteurinnen und Akteure. Dieser Zielsetzung sehe sie sich verpflichtet, 

was auch aus ihren Bewerbungsunterlagen klar hervorgehe. 

8.6 Duplicando lässt sich die Vorinstanz dahingehend vernehmen, dass die 

Beschwerdegegnerin 1 Folgendes ausführe: "Mit unseren Informations-

sendungen decken wir eine Vielfalt an Themen ab und geben eine Vielfalt 

an Meinungen und Interessen wieder". Diese Aussage beschreibe eine 

weitergehende Bemühung, verschiedene Meinungen und Interessen im 

Programm abzubilden, als dies in der Bewerbung der Beschwerdeführerin 

A-931/2024 

Seite 34 

der Fall sei, die sich primär auf die Ausgewogenheit der Berichterstattung 

konzentriere. Zudem würden in der Bewerbung der Beschwerdeführerin 

Ausführungen zur Vielfalt von Akteurinnen und Akteuren gänzlich fehlen. 

8.7 In ihrer Duplik hält die Beschwerdegegnerin 1 im Wesentlichen an ihren 

Ausführungen fest. 

8.8  

8.8.1 Unter Ziff. 3.3.3.1 sowie in der Musterkonzession unter Abs. 3 des 

Programmauftrags sieht die Ausschreibung vor: 

"In ihren Informationsangeboten deckt sie eine Vielfalt an Themen ab und gibt eine Vielfalt 

an Meinungen und Interessen wieder. Sie vermittelt diese Inhalte mittels einer Vielfalt an 

journalistischen Formen." 

Die Erläuterung der Musterkonzession zu Abs. 3 des Programmauftrags 

lautet: 

"(Absatz 3) Das Vielfaltsgebot ist bereits in Artikel 4 RTVG vorgesehen. Es bezieht sich auf 

das Informationsangebot als Ganzes." 

8.8.2 Für die Punkteberechnung gilt gemäss angefochtener Verfügung und 

den Auswertungstabellen Folgendes (Vorakten 071/01 bis 071/04): Die 

maximale Punktzahl von 100 Punkten wird vergeben, "wenn aus dem In-

formationskonzept nachvollziehbar und plausibel hervorgeht, inwiefern im 

Rahmen der Erfüllung des Informationsauftrags gemäss Musterkonzession 

eine Vielfalt an Themen UND Meinungen und Interessen UND Akteur:innen 

berücksichtigt werden". Das Subkriterium gilt als erfüllt (= 66.667 Punkte), 

wenn aus dem Informationskonzept nachvollziehbar und plausibel hervor-

geht, dass zwei der drei Elemente berücksichtigt werden. Sodann gilt das 

Kriterium als teilweise erfüllt (= 33.333 Punkte), wenn aus dem Informati-

onskonzept nachvollziehbar und plausibel hervorgeht, dass ein Element 

berücksichtigt wird. Schliesslich gilt das Subkriterium als nicht erfüllt  

(= 0 Punkte), wenn aus dem Informationskonzept keine Absichtserklärung 

zur Berücksichtigung einer Vielfalt an Themen, Meinungen und Interessen 

sowie Akteurinnen und Akteuren hervorgeht. 

8.9 Die Beschwerdeführerin erhielt gemäss Verfügung Punkte für Ausfüh-

rungen bezüglich der Vielfalt an Themen (= 33.333 Punkte). Strittig und zu 

prüfen sind nachfolgend somit die Ausführungen im Zusammenhang mit 

der Vielfalt an Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen und Akteure. 

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Seite 35 

8.9.1 Das Bundesverwaltungsgericht hielt bereits in drei Urteilen zu den 

Ausschreibungen für Radio- und Fernsehkonzessionen im Zeitraum von 

2025 bis 2034 fest, dass die Vorinstanz die verwendeten Kriterien und Sub-

kriterien in einem Detaillierungsgrad bekannt gegeben hat, welcher weit 

über die Vorgaben der Rundfunkgesetzgebung und insbesondere Art. 43 

Abs. 2 RTVV hinausgeht (Urteile des BVGer A-929/2024 vom 23. Januar 

2025 E. 8.2.2, A-956/2024 vom 4. Dezember 2024 E. 6.1.6 und E. 9.10.1 

und A-959/2024 vom 21. August 2024 E. 6.4.4 m.H.). Diese Urteile be-

schlagen jedoch andere Selektions- bzw. Qualifikationskriterien. Zu prüfen 

ist demnach, ob dies auch für das Outputkriterium "Themen, Meinungen 

und Interessen sowie Akteurinnen und Akteure" gilt. 

8.9.2 Nach der Lehre ist das Vielfaltsgebot gemäss Art. 93 Abs. 2 BV und 

Art. 4 RTVG in erster Linie negativ zu verstehen, d.h. es versucht, einsei-

tige Tendenzen in der Meinungsbildung zu verhindern. Darüber hinaus ist 

der Rundfunk aber auch positiv verpflichtet, einem breiten Spektrum von 

Meinungsträgern die Möglichkeit der Darstellung ihres Verständnisses zu 

bieten. Vermieden werden soll sowohl die Einseitigkeit durch zu starke Be-

rücksichtigung extremer Anschauungen als auch die ausschliessliche Ver-

mittlung politisch oder gesellschaftlich gerade herrschender Ansichten 

(ROLF H. WEBER, Rundfunkrecht, Handkommentar, Bern 2008, Rz. 37 zu 

Art. 4). 

8.9.3 Aus der Ausschreibung geht hervor, dass zum Programmauftrag u.a. 

die Abdeckung einer Vielfalt an Themen einerseits und eine Vielfalt an Mei-

nungen und Interessen andererseits gehört. Zu letzterem Punkt zählt im-

plizit auch die Vielfalt an Meinungsträgern bzw. Akteurinnen und Akteuren, 

da so eine Vielfalt an Meinungen und Interessen abgedeckt wird. Dies 

ergibt sich (wenn auch nur mittelbar) einerseits aus dem Programmauftrag 

(vgl. Art. 4 Abs. 4 RTVG; vgl. E. 8.9.2 hiervor) und andererseits aus der 

Ausschreibung (Ausschreibung, Ziff. 3.3.3.1, vgl. E. 8.8.1 hiervor), welche 

die Musterkonzession wiedergibt. Aus diesen Gründen ist es – unter Be-

rücksichtigung der verfassungsrechtlichen und rundfunkrechtlichen Vorga-

ben (vgl. E. 3.3 hiervor) – vertretbar, dass die Vorinstanz nebst der Vielfalt 

Themen, Meinungen und Interessen die Vielfalt an Akteurinnen und Akteu-

ren bewertete. Zu den Akteurinnen und Akteuren führt die Beschwerdegeg-

nerin 1 in ihrem Begleitbrief aus, dass sie "eine[r] Vielfalt an Personen bzw. 

Personengruppen Gelegenheit [biete], zu Wort zu kommen" (vgl. Vorakte 

012/02, Begleitbrief Konzessionsbewerbung, S. 3). Die von der Beschwer-

deführerin erwähnten Ausführungen beziehen sich nicht explizit auf die 

Vielfalt an Akteurinnen und Akteuren. Vergleichbare Ausführungen gibt es 

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Seite 36 

in der Bewerbung der Beschwerdeführerin demnach nicht. Daher ist die 

Einschätzung der Vorinstanz – unter Berücksichtigung ihres Ermessens als 

Fachbehörde (vgl. E. 2.3 hiervor) – diesbezüglich nicht zu beanstanden. 

8.9.4 Dagegen überzeugt das Argument der Vorinstanz, dass sich in den 

Unterlagen der Beschwerdeführerin bezüglich der geforderten Vielfalt an 

Meinungen und Interessen lediglich eine sehr oberflächliche Schilderung 

befinde, nicht. Zwar bezieht sich ein Teil der Ausführungen der Beschwer-

deführerin im publizistischen Leitbild (Vorakte 013/18) sowie im Bewer-

tungsbogen zur Qualitätssicherung (Vorakte 013/20) lediglich auf Meinun-

gen und Interessen innerhalb eines einzelnen Programminhalts und ist da-

mit nicht einschlägig. Zudem befinden sich diese Angaben nicht im Infor-

mationskonzept. Das Kapitel "Programmauftrag und Ausrichtung" des In-

formationskonzepts enthält jedoch die Aussage: "Das Programm insge-

samt muss eine angemessene Vielfalt an Ereignissen und Ansichten wi-

derspiegeln." (Vorakte 013/16, TeleZ_Konzessionseingabe2023_Pro-

gramm Sendungen TeleZ, Ziff. 7). Diese Aussage beschlägt eindeutig das 

gesamte Programm und nicht nur die Ebene des Inhalts eines Beitrags. 

Ebensowenig verfängt der Einwand, dass die Ausführungen der Beschwer-

degegnerin 1 diesbezüglich knapp, aber umfassender wären. Die 

Vorinstanz stellt dabei in ihrer Vernehmlassung und Duplik auf folgende 

Passage der Beschwerdegegnerin 1 ab: "Mit unseren Informationssendun-

gen decken wir eine Vielfalt an Themen ab und geben eine Vielfalt an Mei-

nungen und Interessen wieder". Auch unter Berücksichtigung des Ermes-

sens der Vorinstanz als Fachbehörde (vgl. E. 2.3 hiervor) sind die genann-

ten Ausführungen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 1 

in diesem Punkt (auch unter Berücksichtigung der Sendungen, die beide 

Parteien in ihren Rechtsschriften als Beispiele aufführen: vgl. insbesondere 

Vorakten 012/07, Ziff. 5.1 und 013/16, Ziff. 4, wobei Ausführungen zu ver-

schiedenen Sendeformaten ohnehin unter das Subkriterium "Vielfalt an 

Sendeformaten" fallen) zwar als knapp, aber dennoch als gleichwertig zu 

erachten. Somit ist die Beschwerdeführerin namentlich aufgrund ihrer Aus-

führungen beim Programmauftrag um 33.333 Punkte besser zu bewerten. 

8.10 Zusammenfassend erweist sich die Rüge zum Outputkriterium "Viel-

falt an Themen, Meinungen und Interessen sowie Akteurinnen" teilweise 

als begründet. Daraus resultiert eine Besserbewertung der Beschwerde-

führerin um 33.333 Punkte.  

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Seite 37 

9.  

9.1 Zum Selektionskriterium "Aufzeigen von Hintergründen und Zusam-

menhängen" (Outputkriterium) hält die Vorinstanz in der angefochtenen 

Verfügung fest, dass bei der Beschwerdeführerin das Kriterium nur "teil-

weise erfüllt" sei (= 41.667 Punkte von 125 Punkten). Die Schilderung zum 

Aufzeigen von Hintergründen und Zusammenhängen enthalte weder eine 

konkrete Ausführung zur Vielfalt an journalistischen Informationsformaten 

(mit dem aufgeführten Beispiel zu den Überschwemmungen werde dies 

jedoch impliziert) noch werde ein konkreter Bezug zum Programmraster 

gemacht. Die Schilderung zeige jedoch nachvollziehbar und plausibel an-

hand eines konkreten Beispiels auf, inwiefern die Beschwerdeführerin Hin-

tergründe und Zusammenhänge bei Ereignissen im Versorgungsgebiet 

"Zürich – Nordostschweiz" aufzeigen werde. Dies werde als Absichtserklä-

rung gewertet. 

9.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass sie das Aufzeigen von Hinter-

gründen und Zusammenhängen explizit und ausführlich in ihrem Pro-

grammauftrag thematisiere. Sie lege eindeutig dar, wie sie Aktualitäten mit 

Hintergrundinformationen zu versehen plane und dadurch Zusammen-

hänge aufzeigen werde. Diese Ausführungen als reine Absichtserklärung 

zu bewerten, sei nicht haltbar. Ihr seien deshalb 125 Punkte zu vergeben. 

9.3 Die Vorinstanz stellt klar, dass bei der Bewertung beide von der Be-

schwerdeführerin eingereichten Versionen des Dokuments "Programmauf-

trag" berücksichtigt worden seien. So seien auch die Ausführungen mit 

dem Beispiel "Brand in einem örtlichen Betrieb" in die Bewertung miteinge-

flossen. Auch wenn an diesen konkreten Beispielen (ob Brand oder Über-

schwemmung) nachvollziehbar aufgezeigt werde, wie anhand eines kon-

kreten Beitrags oder Themas Hintergründe und Zusammenhänge herge-

stellt würden, würden die Ausführungen sehr oberflächlich bleiben. So wür-

den die Unterlagen der Beschwerdeführerin keine Ausführungen dazu ent-

halten, ob und inwiefern für das Aufzeigen von Hintergründen und Zusam-

menhängen auf verschiedene journalistische Formate wie Reportagen, 

längere Interviews oder Streitgespräche zurückgegriffen werde. Zudem 

fehle der Bezug zu konkreten Programmelementen. 

9.4 Die Beschwerdegegnerin 1 verweist in ihrer Beschwerdeantwort im 

Wesentlichen auf die Vernehmlassung der Vorinstanz. Das Beispiel eines 

Brandes der Beschwerdeführerin zeige ausschliesslich auf, inwiefern die 

Beschwerdeführerin Hintergründe und Zusammenhänge bei Ereignissen 

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Seite 38 

im Versorgungsgebiet aufzeigen wolle. Dass in einem solchen Fall Sonder-

sendungen geplant seien, gehe aus den Ausführungen dagegen nicht her-

vor. 

9.5 Die Beschwerdeführerin repliziert insbesondere, es gehe bereits aus 

dem Aufbau des Programmauftrags hervor, dass sie in all ihren Formaten 

die Hintergründe und Zusammenhänge miteinbeziehe. In Kapitel 4.1 bis 

4.10 des Programmauftrags finde sich eine konkrete Beschreibung ihrer 

verschiedenen Sendungen. Nachgestellt in Kapitel 6 des Programmauf-

trags (und damit allgemeingültig für sämtliche Sendeformate) widme sie 

sich ausdrücklich dem Thema der Hintergründe und Zusammenhänge. Sie 

anerkenne damit die Wichtigkeit der Darstellung von Hintergründen und 

Zusammenhängen für alle ihre Sendeformate und berücksichtige entspre-

chende Überlegungen – jeweils ausgerichtet auf den konkreten Inhalt der 

Sendung und dem damit einhergehenden Bedürfnis nach weitergehenden 

Informationen – in ihrer gesamten Berichterstattung. Damit werde offen-

sichtlich ein Bezug zu verschiedenen journalistischen Formaten sowie zum 

Programmraster gemacht. Mit der beschriebenen Berichterstattung über 

einen Brand in einem örtlichen Betrieb finde sich zudem ein explizites Bei-

spiel, welches einen Bezug zu ihrem Programmraster herstelle. Die Be-

gründung der Vorinstanz zum Aspekt des Aufzeigens von Hintergründen 

und Zusammenhängen falle in der Vernehmlassung äusserst knapp aus 

und sei inkonsistent. In Ziff. 4.5.4.1 der Verfügung führe die Vorinstanz un-

ter dem Titel "Vielfalt an Sendeformaten" aus, dass sie keine Sondersen-

dungen im Fall von besonderen Ereignissen im Versorgungsgebiet auf-

greife. In der Vernehmlassung bestätige diese jedoch, das Beispiel "Brand 

in einem örtlichen Betrieb" berücksichtigt zu haben.  

9.6 Die Vorinstanz führt duplicando aus, dass Ausführungen zu Sonder-

sendungen ausschliesslich für das Kriterium "Vielfalt an Sendeformaten" 

und nicht für das Kriterium "Aufzeigen von Hintergründen und Zusammen-

hängen" gefordert worden seien. Es brauche für das Erreichen der Höchst-

punktzahl bei letzterem Punkt eine klare Absichtserklärung zum Aufzeigen 

von Hintergründen und Zusammenhängen, ein Bezug zu konkreten Pro-

grammelementen sowie die Nutzung einordnender und vertiefender jour-

nalistischer Formen. Diese Anforderungen würden sich direkt aus der Mus-

terkonzession ergeben. Die Beschwerdegegnerin 1 führe hierzu aus: "Die 

Inhalte bereiten wir mehrheitlich in vertiefenden, einordnenden und analy-

sierenden Formaten auf, um Hintergründe und Zusammenhänge des Ge-

schehens darzulegen". Ergänzend verweise diese auf das Dokument "Hin-

tergründe und Zusammenhänge Tele Top", in dem ein eindeutiger Bezug 

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Seite 39 

zu konkreten Sendungen hergestellt werde. Darüber hinaus werde eben-

falls die Verwendung verschiedener einordnender Formate, wie beispiels-

weise längerer Gespräche, beschrieben. Solche detaillierten Darstellungen 

würden in der Bewerbung der Beschwerdeführerin fehlen. Deren Ausfüh-

rungen würden oberflächlich bleiben und keinen spezifischen Programm-

bezug zeigen. Zwar würden allgemein verschiedene journalistische For-

mate aufgezählt, jedoch fehle eine Erklärung, wie diese konkret zur Dar-

stellung von Hintergründen und Zusammenhängen beitrügen, wie es für 

dieses Kriterium erforderlich gewesen wäre. 

9.7 Duplicando entgegnet die Beschwerdegegnerin 1 im Wesentlichen, 

dass Ausführungen zum Thema "Aufzeigen von Hintergründen und Zu-

sammenhängen" gemäss dem Bewerbungsraster der öffentlichen Aus-

schreibung Pflicht seien und keine spezielle Leistung der Beschwerdefüh-

rerin darstellen würden. 

9.8 Abs. 6 der Musterkonzession zum Programmauftrag (Beilage 3b) lautet 

wie folgt: 

Programmauftrag Erläuterung 

(…)  

6 Sie bereitet einen angemessenen Anteil 

der regionalen Informationsinhalte in vertie-

fenden, einordnenden und analysierenden 

journalistischen Formaten auf, um die Hin-

tergründe und Zusammenhänge des Ge-

schehens darzulegen.  

(…) 

(Absatz 6) Das RTVG schreibt der Konzessionärin 

vor, in ihrem Programm Hintergründe und Zusam-

menhänge des lokal-regionalen Geschehens aufzu-

zeigen. Neben dem Verlesen von Meldungen hat die 

Konzessionärin also auch journalistische Formate 

wie Berichte, Interviews, Reportagen oder längere 

Gespräche anzubieten. 

9.9 Die Vorinstanz hat aus Abs. 6 der Musterkonzession zum Programm-

auftrag das Subkriterium "Hintergründe und Zusammenhänge" abgeleitet. 

Gemäss angefochtener Verfügung und der detaillierten Bewertungstabel-

len (Vorakten 071/02 und 071/03) zielt dieses Kriterium darauf ab, dass 

sich zur Umsetzung des Aufzeigens von Hintergründen und Zusammen-

hängen ein Programm einer Vielfalt an journalistischen Informationsforma-

ten bedient und dies anhand konkreter Beispiele aus dem Programmraster 

aufzeigt. Als "in höchstem Masse erfüllt" und folglich mit der maximalen 

Punktzahl von 125 Punkten bewertet wird das Subkriterium, wenn hierzu 

aufgezeigt wird, dass eine Vielfalt an journalistischen Formen verwendet 

wird und in den Erläuterungen ein Bezug zum Programm geschaffen wird. 

Geht lediglich eines der zwei erläuterten Elemente aus den 

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Seite 40 

Bewerbungsunterlagen hervor, so wird das Subkriterium als "erfüllt" be-

trachtet (= 83.333 Punkte). Liegt lediglich eine Absichtserklärung zum Auf-

zeigen von Hintergründen und Zusammenhängen vor, jedoch keine weite-

ren nachvollziehbaren und plausiblen Ausführungen, so gilt das Subkrite-

rium als "teilweise erfüllt" (= 41.667 Punkte). Das Subkriterium gilt als nicht 

erfüllt, wenn aus der Schilderung zum Aufzeigen von Hintergründen und 

Zusammenhängen keine Absichtserklärung hervorgeht (= 0 Punkte). 

9.10 Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz gemäss ihren Ausführun-

gen beide Versionen des Dokuments "Hintergründe und Zusammenhänge" 

der Beschwerdeführerin bewertet hat (vgl. E. 4.1.10 hiervor). Dabei handelt 

es sich um die Angaben im Zusammenhang mit dem Bewerbungsformular 

(Vorakte 13/00) sowie dem Dokument "Programm Sendungen" (vgl. 

Vorakte 03/16). Diese beiden Versionen unterscheiden sich insbesondere 

darin, dass ein anderes Beispiel für die Berichterstattung verwendet wird 

(Bericht über einen Brand bzw. eine Überschwemmung). Die Argumenta-

tion der Beschwerdeführerin, dass sie den geforderten Bezug zum Pro-

grammraster gemacht habe, verfängt dabei nicht. Richtig ist zwar, dass ihre 

Ausführungen nachgestellt in Ziff. 6 zu den Sendungen (Ziff. 4.1 bis 4.10) 

im Dokument "Programm Sendungen" aufgeführt sind. In ihren Ausführun-

gen in Ziff. 6 nimmt sie jedoch keinen Bezug darauf. Ebensowenig ist zu 

beanstanden, dass die Vorinstanz ihre zwei Beispiele (Brand bzw. Über-

schwemmung) nur als Absichtserklärungen wertete. Auch hier fehlt der 

konkrete Bezug zum Programmraster. Hinzu kommt, dass die Beschwer-

deführerin bei ihren Ausführungen zu den Hintergründen und Zusammen-

hängen nicht Bezug auf verschiedene journalistische Formen nimmt (nach 

den Erläuterungen der Musterkonzession zu Abs. 6 z. B. Berichte, Inte