# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d238baf-1b86-5dbe-bd93-eebd0f91ffcd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.10.2021 III 2021 143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-143_2021-10-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 143

Entscheid vom 28. Oktober 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (vorsorglicher Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 20. August 2021 hat das kantonale Verkehrsamt 
A.________ (geb. ____) den Führerausweis auf Probe vorsorglich entzogen und 
die Wiedererlangung des Führerausweises auf Probe vom Ergebnis einer ver-
kehrspsychologischen Untersuchung abhängig gemacht. Diese Massnahme 
wurde einerseits mit den Eintragungen im Massnahmenregister und andererseits 
mit einem Vorfall in C.________ begründet, für welchen das Amtsgericht 
D.________ (__) A.________ mit einer Geldstrafe von 4000 € gebüsst hat, wobei 
ihm zudem die Fahrerlaubnis für C.________ für 8 Monate entzogen wurde (ein 
gegen diese Entscheidung des Amtsgerichts D.________ erhobenes Rechtsmit-
tel hat das Landgericht E.________ abgewiesen, rechtskräftig seit 17.6.2021).

B. Gegen die Verfügung vom 20. August 2021 hat A.________ fristgerecht am 
30. August 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben mit den folgen-
den Anträgen:

1. Die angefochtene Verfügung vom 20.08.2021 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer sei die Fahrerlaubnis mit sofortiger Wirkung wieder zu erteilen; 
von einem verkehrspsychologischen Untersuch sei abzusehen.

2. Eventualiter sei das Verkehrsamt anzuweisen, dem unterzeichneten Rechts-
anwalt sämtliche Akten betreffend den BF zukommen zu lassen und es sei ei-
ne angemessene Fristerstreckung zur umfassenden Begründung dieser Be-
schwerde einzuräumen.

3. Es sei für die Dauer des Beschwerdeverfahrens die aufschiebende Wirkung zu 
gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge; eine allfällige Entschädigung sei an 
RA B.________ direkt auszubezahlen.

C. Mit Verfügung vom 31. August 2021 lehnte es der verfahrensleitende Rich-
ter ab, die entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustel-
len mit dem Hinweis, wonach diesbezüglich bis zum 13. September 2021 ein ge-
richtlicher Zwischenbescheid angefordert werden könne. Stillschweigen innert 
angesetzter Frist werde als Verzicht auf einen solchen Zwischenbescheid ausge-
legt. In der Folge hat der Beschwerdeführer auf einen solchen Zwischenbescheid 
verzichtet bzw. konkludent anerkannt, dass der Beschwerde keine aufschieben-
de Wirkung zukommt.

D. Mit Vernehmlassung vom 21. September 2021 (inkl. detailliertes Aktenver-
zeichnis) hat die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten sei, unter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. 
Daraufhin erhielt der Beschwerdeführer Gelegenheit, sich bis zum 12. Oktober 
2021 nochmals zu äussern. Davon hat er keinen Gebrauch gemacht.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfü-
gen (Art. 14 Abs. 1 Strassenverkehrsgesetz, SVG, SR 741.01). Über Fahreig-
nung verfügt, wer nach Art. 14 Abs. 2 SVG: 

a. das Mindestalter erreicht hat; 

b. die erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren 
Führen von Motorfahrzeugen hat; 

c. frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträch-
tigt; und 

d. nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer die 
Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. 

Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die sog. 
Fahreignung. Mit diesem Begriff umschreiben alle betroffenen wissenschaftlichen 
Disziplinen (insbesondere Medizin, Psychologie und Jurisprudenz) die körperli-
chen und geistigen Voraussetzungen des Individuums, ein Fahrzeug im Stras-
senverkehr sicher lenken zu können. Die Fahreignung muss grundsätzlich dau-
ernd vorliegen (vgl. Urteil des BGer 1C_79/2007 vom 6.9.2007 Erw. 3.1 mit Ver-
weis auf die bundesrätliche Botschaft vom 31.3.1999 zur Änderung des Stras-
senverkehrsgesetzes, in deren Rahmen Art. 16d SVG erlassen wurde; BBl 1999 
S. 4462 ff., 4483 f.). 

1.2 Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, 
dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr be-
stehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Art. 16d Abs. 1 SVG bestimmt überdies, dass der 
Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen wird, wenn ihre kör-
perliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Mo-
torfahrzeug sicher zu führen (lit. a), sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreig-
nung ausschliesst (lit. b) oder sie auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht 
Gewähr bietet, dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschrif-
ten beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird (lit. c). 

1.3 Angesichts des in Art. 16 Abs. 1 SVG verankerten Grundsatzes muss ein 
Sicherungsentzug in jedem Fall angeordnet werden, bei dem die Fahreignung 
nicht mehr gegeben ist. Unter Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG fallen alle medizinischen 
und psychischen Gründe, welche die Fahreignung ausschliessen (vgl. die Bot-
schaft, BBl 1999 S. 4491). Gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. c SVG werden 
Führerausweise wegen fehlender Fahreignung auf unbestimmte Zeit entzogen, 
wenn eine Person auf Grund ihres bisherigen Verhaltens nicht Gewähr bietet, 
dass sie künftig beim Führen eines Motorfahrzeugs die Vorschriften beachten 
und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird. Anzeichen hierfür bestehen, 

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wenn Charaktermerkmale des Betroffenen, die für die Eignung im Verkehr 
erheblich sind, darauf hindeuten, dass er als Lenker eine Gefahr für den Verkehr 
darstellt. Für den Sicherungsentzug aus charakterlichen Gründen ist die 
schlechte Prognose über das Verhalten als Motorfahrzeugführer massgebend 
(Urteil des Bundesgerichts 1C_264/2018 vom 5.10.2018 Erw. 3.1; BGE 125 II 
492 Erw. 2a S. 495). Durch diese Massnahmen soll die zu befürchtende 
Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer 
zukünftig verhindert werden (BGE 133 II 331 Erw. 9.1 S. 351).

Die einzelnen Tatbestände des Katalogs von Art. 16d Abs. 1 SVG dürfen weder 
eng noch streng ausgelegt werden; geboten ist eine Gesamtbetrachtung des 
Einzelfalls im Hinblick auf die Fahreignung. Nach dem früheren Recht verhielt es 
sich nicht anders und die diesbezügliche Gesetzesrevision hat nicht bezweckt, 
den Anwendungsbereich des Sicherungsentzugs einzuengen. Vielmehr kommt 
es darauf an, dass der Entscheid über den Sicherungsentzug, der einen schwer-
wiegenden Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen bedeutet, auf 
einer sorgfältigen Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte beruht (Urteil des 
BGer 6A.44/2006 vom 4.9.2006 Erw. 2.2).

1.4 Art. 15d Abs. 1 SVG hält fest, dass eine Person einer Fahreignungsunter-
suchung unterzogen wird, wenn Zweifel an der Fahreignung bestehen. In einer 
nicht abschliessenden Aufzählung nennt Art. 15d Abs. 1 SVG Beispiele von Fäl-
len, in denen Zweifel an der Fahreignung bestehen (lit. a-e). Zweifel an der Fahr-
eignung bestehen nach Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG bei Verkehrsregelverletzungen, 
die auf Rücksichtslosigkeit schliessen lassen.

Nach der Rechtsprechung hat die zuständige Behörde die erforderlichen Ab-
klärungen im Hinblick auf einen allfälligen Sicherungsentzug des Führerauswei-
ses ungeachtet der Beispiele in Art. 15d Abs. 1 lit. a bis e SVG zu treffen, wenn 
begründete Anzeichen vorliegen, dass bei einer Person die Fahreignung fehlen 
könnte. Insoweit sind stets hinreichend konkrete Anhaltspunkte erforderlich, die 
ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des Betroffenen aufkommen lassen (Urteil 
des BGer 1C_446/2012 vom 26.4.2013 Erw. 3.2). Der Anlass für die Abklärung 
der Fahreignung kann deshalb nach wie vor sehr vielfältig sein. Je grösser die 
Zweifel objektiv sind bzw. sein müssten, desto kleiner ist der Ermessensspiel-
raum der kantonalen Behörde. Es ist zudem weder erforderlich, dass einer der 
Abklärungsgründe nach Art. 15d Abs. 1 lit. a bis lit. e SVG vorliegt noch braucht 
der Beweis eines Ausschlussgrundes vorzuliegen, ansonsten die Norm überflüs-
sig wäre und gegebenenfalls immer direkt gestützt auf Art. 16d SVG ein Siche-
rungsentzug angeordnet werden müsste (vgl. Philippe Weissenberger, Kommen-

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tar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl., Zürich/St. Gal-
len 2015 N 6 zu Art. 15d SVG).

1.5.1  Bestehen ernsthafte Bedenken an der Fahreignung, kann der Lern- 
oder Führerausweis bis zum Abschluss des Entzugsverfahrens vorsorglich ent-
zogen werden (Art. 30 Verkehrszulassungsverordnung, VZV, SR 741.51). Diese 
Regelung trägt der besonderen Interessenlage Rechnung, welche bei der Zulas-
sung von Fahrzeugführern zum Strassenverkehr zu berücksichtigen ist. Ange-
sichts des grossen Gefährdungspotentials, welches dem Führen eines Motor-
fahrzeugs eigen ist, erlauben schon Anhaltspunkte, die den Fahrzeugführer als 
besonderes Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer erscheinen lassen und 
ernsthafte Bedenken an seiner Fahreignung erwecken, den vorsorglichen Aus-
weisentzug (BGE 125 II 492 Erw. 2). Der strikte Beweis für die Fahreignung aus-
schliessende Umstände ist nicht erforderlich; wäre dieser erbracht, müsste unmit-
telbar der Sicherungsentzug selber verfügt werden. Können die notwendigen Ab-
klärungen nicht rasch und abschliessend getroffen werden, soll der Ausweis 
schon vor dem Sachentscheid provisorisch entzogen werden können und 
braucht eine umfassende Auseinandersetzung mit sämtlichen Gesichtspunkten, 
die für oder gegen einen Sicherungsentzug sprechen, erst im anschliessenden 
Hauptverfahren zu erfolgen (Urteil des BGer 1C_423/2010 vom 14.2.2011 
Erw. 3; Weissenberger, a.a.O. N 14 zu Art. 16d SVG). Der vorsorgliche Entzug 
während eines Sicherungsentzugsverfahrens bildet zum Schutz der allgemeinen 
Verkehrssicherheit die Regel (Urteil des BGer 6A.8/2005 vom 6.4.2005 Erw. 2.1).

1.5.2  Während es beim Warnungsentzug um die Stichhaltigkeit einer strafrecht-
lichen Anklage geht, bezweckt der Sicherungsentzug die Fernhaltung eines 
Fahrzeugführers vom Strassenverkehr aus Gründen der Verkehrssicherheit, und 
dies unabhängig vom Verschulden. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung 
(Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK) findet in Verfahren betreffend Siche-
rungsentzüge daher keine Anwendung (vgl. Urteile des BGer 1C_308/2012 vom 
3.10.2012 Erw. 2.4 mit Verweis auf BGE 122 II 359 Erw. 2c S. 363; 1C_384/2011 
vom 7.2.2012 Erw. 2.3.2).

1.5.3  Allerdings ist zu beachten, dass nicht vage Verdachtsmomente ausrei-
chen, sondern vielmehr konkrete Anhaltspunkte gegeben sein müssen, die den 
Fahrzeugführer als besonderes Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer er-
scheinen lassen und ernsthafte Bedenken an seiner Fahreignung erwecken (vgl. 
u.a. BGE 122 II 364 Erw. 3a mit Hinweisen).

1.6 Nach einer Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im 
Ausland wird der Führerausweis entzogen, wenn im Ausland ein Fahrverbot 

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verfügt wurde und die Widerhandlung nach den Art. 16b und Art. 16c SVG als 
mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist (Art. 16cbis Abs. 1 SVG). Bei der 
Festlegung der Entzugsdauer sind die Auswirkungen des ausländischen 
Fahrverbotes auf die betroffene Person angemessen zu berücksichtigen. Die 
Mindestentzugsdauer darf unterschritten werden. Die Entzugsdauer darf bei 
Personen, zu denen im Informationssystem Verkehrszulassung keine Daten zu 
Administrativmassnahmen (Art. 89c lit. d SVG) enthalten sind, die am 
Begehungsort im Ausland verfügte Dauer des Fahrverbots nicht überschreiten 
(Art. 16cbis Abs. 2 SVG).  

2. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet grundsätzlich 
die Fragestellung, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Führerausweis 
(auf Probe) vorsorglich entziehen durfte. Dies ist im konkreten Fall aus den nach-
folgend dargelegten Gründen zu bejahen.

2.1 Dem Schweizerischen Strafregister sind hinsichtlich des Beschwerdefüh-
rers (mit Jahrgang ____) folgende Einträge zu entnehmen:

1. 14.01.2016 Staatsanwaltschaft F.________
Fahren ohne Haftpflichtversicherung i.S. des SVG; SVG 96/2/1
07.04.2015 - 06.05.2015
Geldstrafe 15 Tagessätze zu 60 CHF, bedingt vollziehbar, Probezeit 2 Jahre
Busse 300 CHF

2. 19.10.2016 Staatsanwaltschaft Abteilung __ G.________
Grobe Verletzung der Verkehrsregeln
SVG 90/2
24.09.2016
Führen eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges
SVG 93/2/A
24.09.2016
Übertretung der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassen-
fahrzeuge
VTS 219
24.09.2016
Geldstrafe 20 Tagessätze zu 80 CHF
Busse 300 CHF

3. 29.06.2020 Staatsanwaltschaft F.________
Nichtabgabe von Ausweisen und/ oder Kontrollschildern
SVG 97/1/B
21.03.2020 - 01.05.2020
Geldstrafe 20 Tagessätze zu 120 CHF, bedingt vollziehbar, Probezeit 3 Jahre
Busse 600 CHF

2.2 Am 12. Februar 2014 hatte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Füh-
rerausweis auf Probe für einen Monat entzogen und die Probezeit verlängert, 
nachdem er am 22. Dezember 2013 auf der H.________ in I.________ (nach 
dem ________) seinen Personenwagen dermassen beschleunigt hatte, dass der 

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Motor aufheulte und die Reifen durchdrehten sowie quietschten; diese Fahrweise 
behielt er über 50 m bei, wobei er das Fahrzeug nicht in der Spur halten konnte 
und über die ganze Fahrbahnbreite hin und her rutschte. Dieser Vorfall wurde in 
dieser rechtskräftigen Verfügung als mittelschwere Widerhandlung beurteilt (vgl. 
Vi-act. 1).

2.3 Am 24. September 2016 hatte der Beschwerdeführer auf der J.________ in 
G.________ seinen Personenwagen bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit 
von 50 km/h mit 81 km/h gelenkt, was nach Abzug der Sicherheitsmarge eine 
Geschwindigkeitsüberschreitung von 28 km/h innerorts ergab und als schwere 
Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG qualifiziert wurde (Vi-act. 
2). Deswegen wurde dem Beschwerdeführer der Führerausweis auf Probe mit 
Verfügung vom 11. Januar 2017 annulliert; erst nach dem psychologischen Gut-
achten vom 6. April 2018, welches die Fahreignung bejahte, wurde mit Verfü-
gung vom 17. April 2018 der Lernfahrausweis ausgehändigt (Vi-act. 3). Nach Be-
stehen der praktischen Führerprüfung erhielt der Beschwerdeführer am 11. Juni 
2018 erneut den Führerausweis auf Probe (mit verlängerter Probezeit bis 
28.1.2022).

2.4 Rund ein Jahr, nachdem der Beschwerdeführer wieder über den Füh-
rerausweis auf Probe verfügte (ab 11.6.2018), war er in der Nacht vom 28. Juni 
2019 auf den 29. Juni 2019 als Lenker eines Personenwagens in C.________ 
unterwegs, wobei ihm - zunächst unbemerkt - ein ziviles Streifenfahrzeug der Au-
tobahnpolizei K.________ folgte. Das anschliessende Fahrverhalten des Be-
schwerdeführers hatte zur Folge, dass die Staatsanwaltschaft E.________ sich 
am 4. Juli 2019 zu einer Meldung an das Verkehrsamt Schwyz veranlasst sah, 
wonach der Beschwerdeführer wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahr-
zeugrennen die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen werde (Vi-act. 4). Daraufhin 
teilte das Verkehrsamt dem Beschwerdeführer am 24. Juli 2019 mit, dass "auf-
grund des unklaren Sachverhaltes betreffend dem Vorfall vom 29.06.2019 auf 
der Autobahn ___ in L.________ (_)" mit einem administrativrechtlichen Verfah-
ren zugewartet werde, bis ein rechtskräftiges Strafurteil vorliege. Der Beschwer-
deführer wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er allfällige Einwände im be-
treffenden Strafverfahren geltend zu machen habe, da das Verkehrsamt ansch-
liessend auf das Ergebnis im Strafverfahren abstellen werde (Vi-act. 5). 

2.5 Vom Ausgang des entsprechenden Verfahrens in C.________ erhielt das 
Verkehrsamt erst am 20. August 2021 Kenntnis, obwohl der Beschwerdeführer 
bereits mit vorinstanzlichem Schreiben vom 24. Juli 2019 darauf aufmerksam 
gemacht worden war, dass er sich innert 10 Tagen seit dem Abschluss des 

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Strafverfahrens zu melden habe (Vi-act. 5). Am nächsten Tag nach Kenntnis-
nahme des Ergebnisses des Strafverfahrens hat die Vorinstanz den vorsorgli-
chen Sicherungsentzug verfügt. Bei dieser Sachlage kann der Vorinstanz, wel-
che - bei unklarem Sachverhalt - den Ausgang des Strafverfahrens abwartete, 
was dem Beschwerdeführer offen gelegt worden war, nicht vorgehalten werden, 
dass sie "die Angelegenheit verschleppt" habe, zumal die Vorinstanz mehrfach 
bei den C.________ Behörden nach dem Stand des dortigen Verfahrens nach-
fragte (vgl. Vi-act. 6, 8, 9, 15).

2.6 Im rechtskräftigen Strafbefehl des C.________ Amtsgerichts wird dem Be-
schwerdeführer hinsichtlich der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahr-
zeugrennen ein grobfahrlässiges und rücksichtsloses Verhalten vorgeworfen. Ein 
solches Verhalten wurde auch durch die Reaktion des Beschwerdeführers nach 
Kenntnisnahme der signalisierten Polizeikontrolle dokumentiert, indem er der 
"durch Signal angekündigten Polizeikontrolle zu entfliehen" versuchte, und zwar 
mit teilweise überhöhter Geschwindigkeit innerorts und "erst durch die Grenzwa-
che am Zollübergang M.________ festgehalten" werden konnte (vgl. Vi-act. 18/ 
Anhang). Nachdem sich der Beschwerdeführer nur rund ein Jahr nach der Wie-
dererlangung des Führerausweises auf Probe rücksichtslos verhielt und mithin 
die Annullierung des Führerausweises vom 11. Januar 2017 (wegen einer 
schweren Widerhandlung innerorts in G.________) keine nachhaltige Wirkung 
zeigte, gibt die vorinstanzliche Vorgehensweise, wonach die (charakterliche) 
Fahreignung vom Ergebnis einer verkehrspsychologischen Untersuchung ab-
hängig zu machen sei, grundsätzlich keinen Anlass zur Beanstandung.

2.7 An diesem dargelegten Ergebnis vermögen die Einwände des Beschwer-
deführers vor Gericht nichts zu ändern. 

2.7.1  Soweit er vor Gericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs rügt, drän-
gen sich die folgenden Bemerkungen auf. Nach der Aktenlage hatte der Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers am 25. September 2020 von der Vorinstanz um 
Akteneinsicht nachgesucht (Vi-act. 11), worauf ihm am 28. September 2020 die 
damals bei der Vorinstanz vorhandenen Akten zugestellt wurden (Vi-act. 12), 
welche in der Folge vom Rechtsvertreter am 2. Oktober 2020 retourniert wurden 
(Vi-act. 13). Bei den daran anschliessenden Unterlagen der Vorinstanz handelt 
es sich um folgende Aktenstücke, welche im Beilagenverzeichnis zur vorinstanz-
lichen Vernehmlassung wie folgt näher umschrieben wurden:

- 14) Schreiben von Staatsanwaltschaft E.________, Mitteilung, wann Hauptver-
sammlung [recte: Hauptverhandlung] vorgesehen ist, 16.04.2021;

- 15) Schreiben an Staatsanwaltschaft E.________, Ersuchen Zustellung des 
rechtskräftigen Strafbefehls, 12.05.2021;

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- 16) Schreiben von Staatsanwaltschaft E.________, Mitteilung, wann Hauptver-
sammlung vorgesehen ist, 18.05.2021;

- 17) Schreiben von Staatsanwaltschaft E.________, Mitteilung, wann Hauptver-
sammlung vorgesehen ist, 19.05.2021;

- 18) Rechtskräftiger Strafbefehl der Staatsanwaltschaft E.________, 12.08.2021;

- 19) Verfügung vorsorglicher Sicherungsentzug, 20.08.2021;

- 20) Telefonische Stellungnahme vom Betroffenen, 23.08.2021;

- 21) Telefonische Stellungnahme vom Betroffenen, 30.08.2021;

- 22) Mail vom Schreiben an Kantonspolizei N.________, Bitte um Einzug des 
Führerausweises, 03.09.2021;

- 23) Schreiben von Kantonspolizei N.________, Deponierung Führerausweis inkl. 
Info, dass LFA abgelaufen ist (darum wurde dies auch nicht so verfügt), 
04.09.2021.

Nach Zustellung der vorinstanzlichen Vernehmlassung mit dem detaillierten Bei-
lagenverzeichnis (siehe vorstehend) wurde dem Beschwerdeführer bzw. seinem 
Rechtsvertreter, welcher den Beschwerdeführer auch im C.________ Verfahren 
vor dem Landgericht E.________ vertreten hatte und deswegen den Abschluss 
und Ausgang des C.________ Verfahrens bereits kannte (siehe Vi-act. 18/ An-
hang), mit gerichtlichem Schreiben vom 22. September 2021 ausdrücklich Gele-
genheit gegeben, sich bis zum 12. Oktober 2021 nochmals zu äussern. Diese 
gerichtliche Fristansetzung war mit dem Hinweis verbunden, wonach Stillschwei-
gen innert dieser Frist als Verzicht auf eine weitere Stellungnahme ausgelegt 
werde. Innert dieser Frist hat der Rechtsvertreter weder die oben angeführten 
Akten (zum Ausgang des ihm bereits bekannten C.________ Verfahrens) ange-
fordert, noch zur Sache Stellung genommen. Bei dieser konkreten Sachlage ver-
hält es sich so, dass - soweit überhaupt im Verfahren vor der Vorinstanz von ei-
ner Gehörsverletzung ausgegangen werden könnte - letztere im Verfahren vor 
Gericht geheilt worden ist.

2.7.2  Soweit sich der Beschwerdeführer darauf beruft, dass er während der 
Dauer des in C.________ pendenten Verfahrens "zwei Jahre lang klaglos ein 
Fahrzeug geführt" habe, ist zu beachten, dass der Strafbefehl des Amtsgerichts 
D.________ vom 7. Oktober 2019 datiert und mithin weniger als 3½ Monate 
nach dem Vorfall vom 28./29. Juni 2019 erging. Hätte der Beschwerdeführer das 
Ergebnis des Verfahrens vor Amtsgericht D.________ damals akzeptiert, hätte 
die Vorinstanz nach Kenntnisnahme der Rechtskraft dieses Strafbefehls keinen 
Anlass gehabt, die Prüfung der administrativrechtlichen Auswirkungen eines sol-
chen Strafbefehls (vom 7.10.2019) aufzuschieben, weshalb noch damals (im 
Spätherbst 2019) mit der administrativrechtlichen Beurteilung zu rechnen gewe-
sen wäre.

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Da der Beschwerdeführer den Strafbefehl des Amtsgerichts D.________ vom 
7. Oktober 2019 nicht akzeptiert und stattdessen zunächst Einspruch erhoben 
sowie anschliessend ein Verfahren vor Landgericht E.________ angestrengt hat, 
um letztlich die Aufhebung des Strafbefehls vom 7. Oktober 2019 zu erwirken, 
hat er selbst entscheidend dazu beigetragen, dass sich die strafrechtliche Beur-
teilung des Vorfalls vom 28./29 Juni 2019 bis zum Sommer 2021 verzögerte. Aus 
einer solchen Verschiebung der strafrechtlichen Beurteilung kann der Beschwer-
deführer in diesem Verfahren grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten ableiten, 
jedenfalls verdient das vom Beschwerdeführer bewirkte Hinauszögern der straf-
rechtlichen Beurteilung hier keinen Rechtsschutz. Hätte im Übrigen die Vorin-
stanz noch vor der strafrechtlichen Beurteilung des Vorfalls vom 28./29. Juni 
2019 in C.________ hier eine administrativrechtliche Massnahme angeordnet, 
hätte der Beschwerdeführer mit Sicherheit eingewendet, dass die Beurteilung 
des erwähnten Vorfalls noch unklar bzw. strittig sei, was nun nach Abschluss des 
Verfahrens in C.________ nicht mehr der Fall ist.

Abgesehen davon stellt der Umstand, wonach während der Dauer der strafrecht-
lichen Beurteilung des Vorfalls vom 28./29. Juni 2019 keine verkehrsrelevanten 
Vorkommnisse hinsichtlich der Fahrpraxis des Beschwerdeführers aktenkundig 
sind, ein gewichtiges Element dar, welches in der anstehenden verkehrspsycho-
logischen Untersuchung mit zu berücksichtigen sein wird.

3. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Ver-
fahrenskosten dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt 
ausser Betracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. Die Verfü-
gung des Verkehrsamts vom 20. August 2021 (betr. vorsorglicher Siche-
rungsentzug des Führerausweises auf Probe) wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 28. Oktober 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. November 2021