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**Case Identifier:** d0b11a6b-e638-56f8-8c4e-8276fe18e724
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.04.2016 UV 2014/74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-74_2016-04-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/74

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.04.2016

Entscheiddatum: 15.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2016
Art. 24 UVG: Integritätsentschädigung für eine mässige 
Femoropatellararthrose bei Einschätzung des Integritätsschadens mit 10% 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April 
2016, UV 2014/74).Entscheid vom 15. April 2016

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Geschäftsnr.

UV 2014/74

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

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Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG als Elektromonteur 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 12. Februar 2013 eine 

Frontalkollision mit einem aus der Gegenrichtung kommenden und auf seine Fahrbahn 

geratenen Personenwagen erlitt (Suva-act. 1, 14, 53). Der Versicherte wurde 

unverzüglich mit der Ambulanz ins Kantonsspital Frauenfeld gefahren, dessen Ärzte 

laut Austrittsbericht vom 18. Februar 2013 nach einer klinischen Untersuchung und 

verschiedenen radiologischen Untersuchungen sowie nach einer Laboruntersuchung 

einen Status nach Polytrauma am 12. Februar 2013 mit Claviculafraktur links, 

Pneumothorax links, Ellenbogenluxationsfraktur (Olecranonfraktur) links, Patellafraktur 

rechts und Sternumfraktur diagnostizierten. Für den Pneumothorax wurde dem 

Versicherten eine Thoraxdrainage gelegt, der linke Ellbogen wurde geschlossen 

reponiert. Auf Wunsch des Versicherten erfolgte noch am 12. Februar 2013 die 

Verlegung in die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG; Suva-act. 11, 

15), wo die mehrfragmentäre intraartikuläre dislozierte Olecranonfraktur links, die 

Claviculafraktur links und die Patellatrümmerfraktur rechts am 12. bzw. 14. Februar 

2013 offen repositioniert und osteosynthetisch versorgt wurden (Suva-act. 16, 35, 37). 

Die Sternumfraktur wurde konservativ behandelt. Am 28. Februar 2013 wurde der 

Versicherte aus dem Spital entlassen und trat für einen stationären Aufenthalt in die 

Rehaklinik Bellikon ein. Dort weilte er bis 10. April 2013 (Suva-act. 29, 36, 48). Die Suva 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

(Heilkosten- und Taggeldleistungen; Suva-act. 22, 24, 30, 33).

A.b     Am 8. und 24. Mai 2013 sowie am 31. Juli 2013 fanden klinische und 

radiologische Verlaufsuntersuchungen in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG statt. Diejenigen vom 8. Mai und 

31. Juli 2013 umfassten das rechte Knie, wogegen am 24. Mai 2013 die linke Clavicula 

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sowie der linke Ellbogen untersucht worden waren (Suva-act. 55, 62, 80). Am 2. 

September 2013 fand in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG die Osteosynthesematerialentfernung am rechten 

Knie statt (Suva-act. 92 f.). Nachdem der Versicherte vordem in seiner angestammten 

Tätigkeit seit 10. Juni 2013 wieder zu 50% arbeitsfähig gewesen war (Suva-act. 57 f., 

61, 65, 72, 85), trat er nach der Osteosynthesematerialentfernung seine Arbeit am 23. 

November 2013, mit Ausnahme der Therapiezeiten, wieder mit voller Präsenzzeit an 

(Suva-act. 97, 99; vgl. dazu auch act. G 5.2).

A.c      Am 6. Januar 2014 stellte sich der Versicherte in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG für eine klinische 

und radiologische Verlaufsuntersuchung des rechten Knies vor und erklärte, dass ihm 

bei Beugung eine gewisse Krepitation mit einem schmerzlosen Geräusch auffalle. Die 

Röntgenuntersuchung zeigte eine vollständig verheilte Patellatrümmerfraktur mit einer 

leichten Unruhe lateral sowie im Bereich des unteren Patellapols (Suva-act. 105). Am 

13. Februar 2014 folgte in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates des KSSG eine Nachkontrolle der Clavicula- und 

Olecranonfraktur. In den diesbezüglichen Röntgenuntersuchungen kamen komplett 

konsolidierte Frakturen und sich in situ befindendes Osteosynthesematerial zur 

Darstellung (Suva-act. 110).

A.d     Am 4. April 2014 wurde der Versicherte durch den Kreisarzt der Suva, Dr. med. 

C.___, Facharzt für Chirurgie FMH, untersucht. Dr. C.___ bestätigte eine volle 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten Tätigkeit und schätzte den 

Integritätsschaden des Versicherten wegen einer mässigen Femoropatellararthrose auf 

10%. Weiter riet er dem Versicherten, sich wegen eines eventuell notwendigen 

Rückflächenersatzes der Patella des rechten Knies in der Klinik D.___ vorzustellen 

(Suva-act. 116 f.).

A.e      Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung legte die Suva den 

Integritätsschaden mit Verfügung vom 22. April 2014 auf 10% fest und sprach dem 

Versicherten dementsprechend aufgrund eines massgebenden Jahresverdienstes von 

Fr. 126‘000.-- eine Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- zu (Suva-act. 119).

B.         

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B.a      Am 30. April 2014 erhob der Versicherte, damals vertreten durch Rechtsanwalt 

Dr. iur. R. Strehler, Ettenhausen-Aadorf, Einsprache mit dem Antrag, die Verfügung 

vom 24. (richtig: 22.) April 2014 sei aufzuheben und es sei dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung nach Massgabe ergänzender Abklärungen, mindestens aber 

von 20%, zuzusprechen (Suva-act. 124).

B.b     Am 26. Mai 2014 unterbreitete die Suva Dr. C.___ ein Schreiben des vom 

Versicherten neu beauftragten Rechtsanwalts, Dr. iur. K. Glavas, Muolen, vom 24. Mai 

2014 mit den Fragen, ob für die Ellbogenluxationsfraktur keine 

Integritätsentschädigung geleistet werde und wie es sich mit einer allenfalls 

fortschreitenden Femoropatellararthrose verhalte. Dr. C.___ bestätigte hierauf am 3. 

Juni 2014 seine Integritätsschadenschätzung vom 4. April 2014 (Suva-act. 131 f.).

B.c      Am 5. Juni 2014 wurde das rechte Kniegelenk des Versicherten in der Klinik 

D.___ klinisch und röntgenologisch untersucht (Suva-act. 134). Am 27. Juni 2014 folgte 

auf Empfehlung der Klinik D.___ eine MRI-Untersuchung des rechten Knies in der Klinik 

für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG. Zusätzlich wurden das linke 

Schultergelenk und der linke Ellbogen einer MRI-Untersuchung unterzogen (Suva-act. 

134, 138).

B.d     Mit Schreiben vom 4. August 2014 bezeichnete es Rechtsanwalt Glavas als 

unklar, ob die Integritätsschadenschätzung bezüglich des linken Schultergelenks und 

insbesondere des linken Ellbogens erst nach der Entfernung des 

Osteosynthesematerials vorgenommen werde (Suva-ct. 143). Dr. C.___ erklärte am 21. 

August 2014, dass der Gesundheitszustand des linken Ellbogens keine 

Integritätsentschädigung rechtfertige (Suva-act. 149). Inzwischen hatte der Versicherte 

am 14. August 2014 wegen des rechten Kniegelenks erneut die Klinik D.___ konsultiert 

(Suva-act. 147).

B.e      Mit Einspracheentscheid vom 29. August 2014 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten vom 30. April 2014 gegen die Verfügung vom 22. April 2014 ab (Suva-

act. 153).

C.         

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C.a      Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Versicherten 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. September 2014 eingereichte Beschwerde 

mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm für die durch den Verkehrsunfall vom 12. 

Februar 2013 erlittenen Verletzungen die angemessenen Integritätsentschädigungen 

zuzusprechen (act. G 1).

C.b     In der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c      Mit Schreiben vom 11. Dezember 2014 reichte der Beschwerdeführer eine 

Aufstellung der Arbeitgeberin über seine „Fehlzeiten von September bis 

November“ (act. G 5.2) sowie einen Kurzaustrittsbericht der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 17. November 

2014 ein. Diesem zufolge hatte sich der Beschwerdeführer vom 17. bis 18. November 

2014 im KSSG zur Osteosynthesematerialentfernung im Bereich der Clavicula links und 

des Ellbogens links aufgehalten (act. G 5.3).

C.d     Mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 schloss das Versicherungsgericht den

Schriftenwechsel ab (act.G 6).

Erwägungen

1.        

1.1      Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. 

Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209; 

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Thomas Frei, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung, Freiburg 1998, S. 33 ff.).

1.2      Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG 

nach der Schwere des Integritätsschadens, welcher sich wiederum nach dem 

medizinischen Befund richtet. Bei gleichem medizinischen Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. 

Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt (BGE 

124 V 35 f. E. 3c, 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des Integritätsschadens hängt 

somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die 

medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder 

geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 

147 E. 1). Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ausschliesslich ärztliche 

Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem 

Arzt oder der Ärztin, grundsätzlich jeden Integritätsschaden annähernd vergleichbaren 

Integritätsschäden in dieser Skala zuzuordnen. Trotzdem hat sich in der Praxis das 

Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der Integritätsschäden 

manifestiert. Die Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten Skala und unter 

Berücksichtigung dieser verbindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in 

tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 

57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen 

stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso 

mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala 

angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im 

Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch 

lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen die Gleichbehandlung aller 

versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV 

vereinbar (BGE 124 V 32, BGE 116 V 157; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und Nr. U 31 S. 

438).

1.3      Wenn ein oder mehrere versicherte Ereignisse zusammen zu mehreren 

körperlichen, geistigen oder psychischen Beschwerden führen, ist eine 

Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festzusetzen (Art. 36 

Abs. 3 UVV). Zuerst empfiehlt sich die gesonderte Schätzung der einzelnen Schäden, 

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um anschliessend den Gesamtwert ermitteln zu können. Geringe Beeinträchtigungen 

bleiben ohne Entschädigung. Aus Art. 36 Abs. 3 UVV, Anhang 3 Ziff. 1, kann abgeleitet 

werden, dass die Grenze der Erheblichkeit bei 5% liegt. D.h., die Integritätseinbusse 

muss bei der Bemessung mindestens 5% erreichen. Allerdings werden die den 

einzelnen Schädigungen entsprechenden Prozentzahlen zusammengezählt, wenn eine, 

mehrere oder alle davon für sich die Schwelle von 5% nicht erreichen; die 

Entschädigung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen die 

Erheblichkeitsgrenze von 5% übersteigt (Thomas Frei, a.a.O., S. 47; RKUV 1988 Nr. U 

48 S. 234 ff.). Als Grenze gilt laut Art. 25 Abs. 1 UVG der Höchstbetrag des 

versicherten Jahresverdienstes. Die Gesamtentschädigung darf diesen nicht 

übersteigen (Thomas Frei, a.a.O., S. 44 ff.).

1.4      Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die 

Ärztin festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch 

körperlich oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu 

äussern, welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei 

geringfügigen Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, 

ob die Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen 

Listenpositionen als erheblich, d.h. augenfällig oder stark, zu gelten hat. 

Gegebenenfalls haben sie zudem auf voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam 

zu machen. Anschliessend ist es Sache der Verwaltung bzw. des 

Sozialversicherungsgerichts, die ärztlichen Schlussfolgerungen daraufhin zu prüfen, ob 

sie den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

1.5      Die Schätzung der Integritätseinbusse einer versicherten Person ist ein 

Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid, 

den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen 

Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise 

anders hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht 

ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 E. 6 bzw. BGE 123 V 15 E. 2 mit 

Hinweisen).

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2.        

Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die 

Integritätsentschädigung richtig beurteilt hat. Sie hat dem Beschwerdeführer im 

angefochtenen Einspracheentscheid eine Integritätsentschädigung basierend auf 

einem Integritätsschaden von 10% zugesprochen (Suva-act. 153) und sich dabei 

insbesondere auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. C.___ vom 4. April 2014 

abgestützt (Suva-act. 117). Dieser legte seiner Beurteilung - entsprechend den vom 

Beschwerdeführer beim Verkehrsunfall erlittenen Verletzungen sowie den bei ihm 

nachfolgend durchgeführten operativen Behandlungen (vgl. dazu Suva-act. 11, 15 f., 

16, 35, 37, 92 f.) - folgende Diagnose zu Grunde: Verkehrsunfall mit Polytrauma am 12. 

Februar 2013 mit: Patellatrümmerfraktur rechts, Status nach offener Reposition und 

Zuggurtungsosteosynthese am 14. Februar 2013, Ostesynthesematerial inzwischen 

entfernt; Ellbogenluxationsfraktur links mit Olecranonfraktur und proximaler 

Radiusluxation, Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese; 

Claviculaschaftfraktur links, Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese; 

Thoraxtrauma mit Pneumothorax links und Sternumfraktur. Dauernde und erhebliche 

Unfallfolgen betrachtete Dr. C.___ in Bezug auf das rechte Knie als gegeben. Es handle 

sich um eine mässige Femoropatellararthrose, die gemäss der Suva-Feinrastertabelle 

Nr. 5 mit 10% bewertet werde (Suva-act. 117). Der Beschwerdeführer beantragt 

demgegenüber eine angemessene Erhöhung der Integritätsentschädigung unter 

Berücksichtigung der durch den Verkehrsunfall erlittenen Verletzungen. Die 

Beschwerdegegnerin habe die erlittenen Verletzungen bzw. die verbliebenen Folgen 

bagatellisiert. So sei die Femoropatellararthrose am rechten Kniegelenk nicht als 

schwer eingestuft und für die massiven Restfolgen am linken Ellbogen, der linken 

Clavicula und der Sternumfraktur gar keine Integritätsentschädigung zugesprochen 

worden (act. G 1).

3.        

Vorab ist der Zeitpunkt der Integritätsschadensschätzung zu prüfen.

3.1      Laut Art. 24 Abs. 2 UVG wird die Integritätsentschädigung mit der Invalidenrente 

festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

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Behandlung gewährt. Das Erreichen des medizinischen Endzustands bildet 

demgemäss die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage und der 

Integritätsentschädigung. Für die Bejahung des medizinischen Endzustands wird keine 

vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 112 ff. E. 3 

und 4; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143, 145). Ebenfalls nicht 

verlangt wird, dass gar keine ärztliche Behandlung mehr erforderlich ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2). Von einem 

medizinischen Endzustand ist auch dann nicht auszugehen, wenn eine Therapie 

lediglich noch eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder für eine namhafte 

Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (Alfred Maurer, 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274).

3.2      Am 2. September 2013 wurde beim Beschwerdeführer das 

Osteosynthesematerial an der Patella rechts entfernt (Suva-act. 93). Am 17. November 

2014 folgten die Osteosynthesematerialentfernungen im linken Ellbogen und an der 

linken Clavicula (act. G 5.3). Die Integritätsschadensschätzung durch Dr. C.___ und die 

Festsetzung der Integritätsentschädigung durch die Beschwerdegegnerin sind bereits 

vor den Osteosynthesematerialentfernungen vom 17. November 2014, nämlich am 4. 

bzw. 22. April 2014 und am 29. August 2014 (Suva-act. 117, 119, 153), erfolgt. Dieser 

Umstand lässt jedoch insofern nicht auf eine verfrühte Prüfung des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung schliessen, als das Vorhandensein von 

Osteosynthesematerial grundsätzlich keinen dauerhaften, erheblichen Zustand 

darzustellen vermag. Dieses kann nämlich - selbstverständlich erst nach vollständig 

erfolgter Konsolidation bzw. abgeschlossenem Frakturheilungsprozess, beispielsweise 

bei mechanischem Stören - ohne weiteres entfernt werden (vgl. dazu Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 101, 677 f.; vgl. 

dazu Suva-act. 110). Die strukturellen Unfallrestfolgen eines betroffenen Körperteils 

stehen ausserdem in keinem direkten Zusammenhang zum Osteosynthesematerial 

bzw. zu dessen Entfernung. Sie existieren unabhängig vom Osteosynthesematerial, 

womit deren Integritätsschaden gesondert beurteilt werden kann.

3.3       

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3.3.1  Auch in Bezug auf das rechte Knie ist die Integritätsschadenschätzung nicht zu 

früh erfolgt. Nach der Osteosynthesematerialentfernung an der Patella rechts stellte 

sich der Beschwerdeführer am 6. Januar 2014 in der Klinik für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vor, nachdem ihm bei 

Beugung eine gewisse Krepitation mit einem schmerzlosen Geräusch am rechten Knie 

aufgefallen war. Der untersuchende Arzt empfahl das Vermeiden der die Krepitationen 

auslösenden belastenden Beugungen sowie das weitere Beobachten des Verlaufs und 

erklärte erst bei zunehmender Störung durch die Krepitationen eine weitere 

Behandlung in Form einer Abtragung und Glättung der lateralen Patella für 

diskussionswürdig. Aktuell sei jedoch eine solche bei geringem Leidensdruck nicht 

indiziert (Suva-act. 105). Als Erster vermerkte sodann Dr. C.___ in seiner Beurteilung 

des Integritätsschadens vom 4. April 2014 eine posttraumatische 

Femoropatellararthrose rechts und riet dem Beschwerdeführer anlässlich der 

gleichentags erfolgten kreisärztlichen Untersuchung zu einer Vorstellung in der Klinik 

D.___ (Suva-act. 116). Der Beschwerdeführer folgte dieser Empfehlung und stellte sich 

am 5. Juni 2014 für eine klinische und röntgenologische Untersuchung des rechten 

Kniegelenks in der Klinik D.___ vor. Der untersuchende Arzt bestätigte die kreisärztliche 

Arthrosediagnose. Zum Procedere hielt er im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht fest, dass die weiteren Behandlungsmöglichkeiten ausführlich 

mit dem Beschwerdeführer besprochen worden seien. Zunächst sei ein MRI des 

rechten Kniegelenks im KSSG durchzuführen, womit insbesondere das mediale und 

laterale Gelenkkompartiment beurteilt werden solle. Therapeutisch käme einerseits ein 

Ausschöpfen aller konservativen Massnahmen in Form von diagnostisch/

therapeutischen Kniegelenksinfiltrationen wie auch einer Vicosupplementation in Frage. 

Die Physiotherapie als Medizinische Trainingstherapie (MTT) sollte fortgeführt werden. 

Operativ bei guten Knorpelverhältnissen im medialen und lateralen 

Gelenkkompartiment käme ein Femoropatellarersatz in Frage. Über einen allfälligen 

operativen Eingriff sollte jedoch endgültig nach Durchführung des MRI entschieden 

werden (Suva-act. 134). Die MRI-Untersuchung des rechten Knies erfolgte am 27. Juni 

2014 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG (Suva-act. 138), worauf 

der Beschwerdeführer am 14. August 2014 erneut in der Klinik D.___ vorstellig wurde. 

Der untersuchende Arzt hielt im gleichentags erstellten Bericht abermals fest, dass die 

weiteren Behandlungsmöglichkeiten ausführlich mit dem Beschwerdeführer 

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besprochen worden seien, und wiederholte als solche im Wesentlichen die bereits am 

5. Juni 2014 festgehaltenen. Bei aktuell eher geringem Leidensdruck empfehle er 

jedoch zunächst ein Ausschöpfen aller konservativen Massnahmen. In einem Jahr 

werde eine klinische und radiologische Verlaufskontrolle vereinbart (Suva-act. 147). 

Gestützt auf diesen Bericht der Klinik D.___ sprach die Beschwerdegegnerin 

Heilbehandlungsleistungen für eine MTT sowie eine antiinflammatorische Therapie zu 

(Suva-act. 151, vgl. dazu auch Suva-act. 150).

3.3.2  Die in Erwägung 3.3.1 dargelegte Sachlage lässt hinsichtlich der Knieproblematik 

von einem medizinischen Endzustand ausgehen. Mit der unbestrittenen Unfallrestfolge 

der Femoropatellararthrose liegt ein Leiden vor, das nicht ausheilt und mit dem der 

Patient leben muss. Die beim Beschwerdeführer bisher durchgeführten konservativen 

Therapien vermögen einzig Erleichterung zu verschaffen. Indem die Arthrose - im 

besten Fall unverändert - bestehen bleibt, kann sie als Integritätsschaden geschätzt 

werden (Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 588 f.). Zu einem anderen Ausgleich des 

Gesundheitsschadens würde unter Umständen der Ersatz des arthrotisch zerstörten 

Gewebes bzw. ein Femoropatellarersatz führen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., 

S. 591). Abgesehen davon, dass im Falle des Beschwerdeführers offensichtlich keine 

zwingende Indikation für einen Femoropatellarersatz besteht und ein solcher auch nicht 

konkret geplant scheint, kommt jedoch dieser - allenfalls in der Zukunft stattfindenden 

- Arthrosetherapie hinsichtlich der Frage der Beendigung der ärztlichen Behandlung 

keine Bedeutung zu. In Analogie zur Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (EVG) in RKUV 2001 Nr. U 445 S. 55 unterscheidet sich nämlich 

die Bemessung des Integritätsschadens vor und nach dem Femoropatellarersatz 

insofern nicht, als diese ohne Berücksichtigung eines korrigierten Zustands erfolgt (vgl. 

auch Urteil des EVG vom 11. September 2002, U 313/02, E. 3). Die vereinbarte 

Verlaufskontrolle dient schliesslich offenbar insbesondere der Prüfung der Indikation für 

einen femoropatellaren Ersatz bzw. einer allfälligen Verschlimmerung der Arthrose. 

Auch letztere tangiert jedoch nicht die Frage des Behandlungsabschlusses, sondern 

die Schätzung des Integritätsschadens (vgl. nachfolgende Erwägung 4.1; Art. 36 Abs. 4 

UVV).

3.4      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Integritätsschadensschätzung der 

Beschwerdegegnerin am 22. April bzw. 29. August 2014 (Suva-act. 119, 153) bzw. 

diejenige von Dr. C.___ am 4. April 2014 (Suva-act. 117) nicht zu früh erfolgt ist.

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4.        

Der Beschwerdeführer erhebt verschiedene Einwände gegen die dem angefochtenen 

Einspracheentscheid zu Grunde liegende Integritätsschadensbemessung von Dr. C.___ 

vom 4. April 2014 (Suva-act. 117).

4.1      Eine höhere Integritätsentschädigung sieht er zunächst mit Blick auf die 

Bewertung des Schweregrads der Femoropatellararthrose geschuldet. Der 

Integritätsschaden bei einer - wie von Dr. C.___ angenommenen - mässigen 

Femoropatellararthrose beträgt laut Suva-Tabelle 5 mit dem Feinraster zu den 

Arthrosen 5 bis 10%, derjenige bei einer schweren Femoropatellararthrose 10 bis 25%. 

Die MRI-Untersuchung des rechten Knies in der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin des KSSG vom 27. Juni 2014 brachte eine kleine posttraumatische 

Chondropathie Grad 4 femoropatellar sowie eine patellare Gelenkflächenirregularität 

zur Darstellung (Suva-act. 138). Die Ärzte der Klinik D.___ diagnostizierten daraufhin in 

ihrem Bericht vom 14. August 2014 ohne Bezeichnung des Schweregrads eine 

posttraumatische Femoropatellarathrose Kniegelenk rechts bei Zustand nach 

Polytrauma vom 12. Februar 2013 mit Patellatrümmerfraktur rechts. Der 

Beschwerdeführer selbst berichtete, von Seiten des rechten Kniegelenks 

beschwerdearm zu sein. Bei vermehrter Belastung bestünden Schmerzen 

femoropatellär, wie auch ein intermittierendes Krepitieren ohne Schmerzauslösung. 

Eine regelmässige Analgetika-Einnahme sei nicht notwendig (Suva-act. 147). Das von 

Dr. C.___ im Rahmen seiner klinischen Untersuchung vom 4. April 2014 geprüfte 

Bewegungsausmass des rechten Kniegelenks nach der Neutral-0-Methode hatte - wie 

bereits die frühere klinische Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates vom 6. Januar 2014 (Suva-act. 105) - 

Normwerte ergeben (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 

2012, S. 1463: 5°-10°/0°/120°-150°), die zudem nur bei Beugung des Knies eine 

Abweichung von 10° gegenüber links zeigten. Die Umfangmasse im Bereich des 

Kniegelenkspalts und der Patella rechts und links wichen nur 1 cm voneinander ab 

(Suva-act. 116). Dr. C.___ veranschlagte den dem Beschwerdeführer durch die 

Arthrose im rechten Kniegelenk entstandenen Integritätsschaden mit 10% am obersten 

Rand der Bandbreite einer mässigen Femoropatellararthrose. Der dargelegten 

medizinischen Aktenlage sind keine Hinweise zu entnehmen, welche an der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Beurteilung zweifeln liessen. Wenn überhaupt, liesse 

sich in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin bemerken, dass sie eher als 

zuvorkommend zu bezeichnen ist. Nachdem die medizinischen Akten auch keine 

Anhaltspunkte für eine überwiegend wahrscheinlich nachgewiesene, zeitlich fassbare 

und quantifizierbare Verschlimmerung enthalten (vgl. dazu Art. 36 Abs. 4 UVV), ist die 

Schätzung von Dr. C.___ als nachvollziehbar und schlüssig zu bezeichnen. Auf seine 

Schlussfolgerung, dass für die Femoropatellarthrose rechts eine 

Integritätsentschädigung von 10% geschuldet sei, kann somit abgestellt werden. Es 

besteht kein Anlass für eine weitere Abklärung des fraglichen unfallbedingten 

Integritätsschadens. Die Beschwerdegegnerin weist im angefochtenen 

Einspracheentscheid jedoch richtigerweise darauf hin, dass dieser Entscheid eine 

allfällige künftige Erhöhung der Entschädigung im Fall einer erheblichen und 

dauerhaften Verschlimmerung nicht ausschliesst. Die derzeitige blosse Möglichkeit 

einer Verschlimmerung, die bei einer Arthrose eigentlich immer angenommen werden 

kann, genügt jedoch vorderhand nicht für eine höhere Integritätsentschädigung (vgl. 

dazu Urteil des EVG vom 21. April 2006, U 463/05, E. 2.2.1).

4.2      Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, bei der 

Integritätsschadensbemessung seien zusätzliche erhebliche und dauernde 

Unfallrestfolgen im Bereich des linken Ellbogens, der linken Clavicula und des 

Sternums unberücksichtigt geblieben.

4.2.1  Gemäss Suva-Tabelle 5 erreicht erst eine mässige Ellbogenarthrose den 

Erheblichkeitsgrad von 5%. Obschon anlässlich der MRI-Untersuchung in der Klinik für 

Radiologie und Nuklearmedizin des KSSG vom 27. Juni 2014 eine ausgeprägte 

Metallartefakte durch das Osteosynthesematerial in der proximalen Ulna eine 

konklusive Beurteilung unmöglich machte und die Untersuchung vorzeitig abgebrochen 

wurde (Suva-act. 138), erscheint die Beurteilung von Dr. C.___ vom 21. August 2014, 

dass am linken Ellbogen keine entschädigungspflichtige mässiggradige Arthrose 

bestehe (Suva-act. 149), in keiner Weise zweifelhaft. Auch mittels klinischer 

Untersuchung - namentlich durch Palpation, Inspektion und spezifische Funktions- und 

Schmerztests - können pathologische Abweichungen für die Diagnose einer Arthrose 

erhoben werden (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 586; Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 172 f.; Roche Lexikon Medizin, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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5. Aufl. München 2003, S. 134; Leitlinien für Orthopädie, Hrsg.: Deutsche Gesellschaft 

für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Berufsverband der Ärzte für 

Orthopädie, 2. Aufl. Köln 2002, S. 54 f.). Die klinische Untersuchung des linken 

Oberarms und Ellbogens durch Dr. C.___ vom 4. April 2014 hatte - wie bereits die 

klinische Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates des KSSG vom 13. Februar 2014 (Suva-act. 110) - keine 

Schwellung im Bereich des linken Ellbogens gezeigt und ein Druckschmerz über dem 

lateralen und medialen Epicondylus sowie über dem Olecranon hatte nicht ausgelöst 

werden können. Der Beschwerdeführer hatte zudem angegeben, mit dem linken Arm 

problemlos 15 kg heben zu können. Zwar hatte er eine noch schmerzhaft 

eingeschränkte Beweglichkeit beim Versuch, den Ellbogen voll durchzustrecken, 

beschrieben. Diese hatte sich bei der klinischen, von Dr. C.___ nach der Neutral-0-

Methode durchgeführten Untersuchung mit einem Bewegungsumfang bei Extension/

Flexion von 20°-0°-145° (Suva-act. 116), und auch mit der zuvor in der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG 

durchgeführten klinischen Untersuchung vom 13. Februar 2014 nahezu identisch 

erfassten Beweglichkeit (10°-0°-140°; Suva-act. 110) bestätigt. Die Feststellung von Dr. 

C.___, dass ein solcher, gegenüber dem ungeschädigten rechten Arm im Übrigen nicht 

massgeblich abweichender Bewegungsumfang, nicht als Befund für eine 

mässiggradige Arthrose gewertet werden kann, ist jedoch nicht in Zweifel zu ziehen 

(vgl. dazu http://www.uksh.de/uksh_media/Dateien_Kliniken_Institute+/L

%C3%BCbeck+Campuszentrum+/Ortho_Trauma_HL/Lehre/U_Kurs_Script-

p-30350.PDF: Skript „Interdisziplinärer Untersuchungskurs“, Die orthopädisch-

traumatologische Untersuchung des Bewegungsapparates, abgerufen am 7. März 

2016, S. 17: funktionell wichtiger Bewegungsumfang des Ellbogengelenks: Extension/

Flexion: 0°-30°-130°). Bei Supination/Pronation wich der Bewegungsumfang des linken 

Ellbogengelenks ausserdem überhaupt nicht von demjenigen des rechten 

Ellbogengelenks ab (beidseitig: 90°-0°-90°). Die weitere Feststellung von Dr. C.___, 

dass auch keine Einschränkung der Beweglichkeit vorliegen würde, die einen 

entschädigungspflichtigen, d.h. die Erheblichkeitsgrenze von 5% erreichenden 

Integritätsschaden rechtfertigen würde, beruht schliesslich auf der Suva-Tabelle 1 mit 

dem Integritätsschaden-Feinraster für Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten. 

Dieser schreibt für einen Integritätsschaden von 10% ein eingeschränktes 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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Bewegungsausmass der Ellbogen vor (0°-30°-90° bzw. 0°-90°-135°), welches die 

Einschätzung von Dr. C.___ als angemessen erscheinen lässt. Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Integritätsentschädigung 

für die Beeinträchtigung am linken Ellbogen entrichtet. Wie in Erwägung 4.1 dargelegt, 

wären allfällige Verschlimmerungen auch hier erst im gegebenen Zeitpunkt zu 

berücksichtigen.

4.2.2  Die MRI-Untersuchung des linken Schultergelenks in der Klinik für Radiologie 

und Nuklearmedizin des KSSG vom 27. Juni 2014 brachte eine beginnende AC-

Arthrose zur Darstellung, für welche Dr. C.___ die Erheblichkeitsgrenze von 5% 

ebenfalls nicht als erreicht betrachtete. Eine beginnende AC-Athrose ist offenkundig 

eher vereinbar mit einer leichten, keinen Anspruch auf eine Entschädigung gebenden 

Arthrose als mit einer mässigen Arthrose. Dies in dem Sinn, dass 

Gesundheitsstörungen wie die Arthrose einen Degenerationsprozess durchlaufen, der 

sich im Regelfall stetig progredient, mit zunehmend schwerem Verlauf, entwickelt (vgl. 

Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 586). Damit übereinstimmend hatte der 

Beschwerdeführer am 20. Februar 2014 den untersuchenden Ärzten der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG 

berichtet, dass er bezüglich der Clavicula weitgehend beschwerdefrei sei und im Alltag 

den Aktivitäten des täglichen Lebens uneingeschränkt nachgehen könne. Die klinische 

Untersuchung zeigte im Vergleich zur Gegenseite keine Schwellung, Rötung oder 

Überwärmung und das Schultergelenk war in allen Richtungen schmerzfrei beweglich 

(Suva-act. 110). Gegenüber Dr. C.___ klagte der Beschwerdeführer einzig noch über 

Schmerzen im Bereich der linken Clavicula beim Schlafen auf der linken Seite (vgl. 

dazu auch Suva-act. 59) und der klinisch untersuchte Bewegungsumfang zeigte 

beidseitig einen gleichen, normalwertigen Bewegungsumfang der Schultergelenke (vgl. 

dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 1463). Angesichts dieser Sachlage erscheint die 

Beurteilung von Dr. C.___ ohne weiteres nachvollziehbar und angemessen. Hinweise 

für eine voraussehbare Verschlimmerung sind den medizinischen Akten auch in Bezug 

auf die Clavicula nicht zu entnehmen.

4.2.3  Hinsichtlich der Sternumfraktur sind den medizinischen Akten überhaupt keine 

Hinweise auf Unfallrestfolgen zu entnehmen. Über Beschwerden im Zusammenhang 

mit der Sternumfraktur klagte der Beschwerdeführer letztmals anlässlich des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Erstgesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 15. März 2013. Er gab damals an, 

dass ihm das Atmen nach dem Unfall noch eine Zeit lang schwer gefallen sei. Dies 

habe sich aber mittlerweile gelegt. Beim tiefen Einatmen verspüre er einen Druck im 

Brustkorb auf Höhe der Sternumfraktur (Suva-act. 38). In sämtlichen weiteren, 

insbesondere auch medizinischen Akten, wird die Sternumfraktur nicht mehr 

thematisiert. Die Annahme eines diesbezüglichen Integritätsschadens erscheint 

aufgrund dieser Sachlage nicht gerechtfertigt.

4.3      Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass vorliegend neben der mässigen, 

mit 10% bewerteten Femoropatellararthrose keine zusätzlichen Unfallrestfolgen mit 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung zu berücksichtigen sind. Es bleibt deshalb 

bei der von der Beschwerdegegnerin ermittelten Integritätseinbusse von 10%.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 29. August 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2016
	Art. 24 UVG: Integritätsentschädigung für eine mässige Femoropatellararthrose bei Einschätzung des Integritätsschadens mit 10% (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April 2016, UV 2014/74).Entscheid vom 15. April 2016

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