# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 917a49ed-1a6f-5f31-8e06-b62a7bb13d6f
**Source:** Nidwalden (NW)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-28
**Language:** de
**Title:** Nidwalden Gerichte 28.12.2021 26489
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/NW_Gerichte/NW_OG_001_26489_2021-12-28.pdf

## Full Text

GERICHTE  VERWALTUNGSGERICHT  Marktgasse 4, 6371 Stans, 041 618 79 70, www.nw.ch 

 

 

VA 21 10 

 

 

Entscheid vom 12. Juli 2021 

Verwaltungsabteilung 

 

 

 

Besetzung Präsidentin Livia Zimmermann, Vorsitz, 

 Verwaltungsrichter Sepp Schnyder, 

 Verwaltungsrichter Dr. iur. Pascal Ruch, 

 Verwaltungsrichterin Pascale Küchler, 

 Verwaltungsrichter Hubert Rüttimann, 

Gerichtsschreiberin Carmen Meier. 

 

 

 

Verfahrensbeteiligte A.__,  

 

vertreten durch MLaw Brigitte Scheuber, Rechtsanwältin, 

Bolzern Haas & Partner, Winkelriedstrasse 35, 

Postfach 2340, 6002 Luzern, 

 

Beschwerdeführer / Kindsvater, 

 

 

gegen 

 

 

B.__,  

 

Beschwerdegegnerin 1 / Kindsmutter, 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden, 

Stansstaderstrasse 54, Postfach 1251, 6371 Stans, 

Beschwerdegegnerin 2 / Vorinstanz, 

 

 

C.__,  

 

Betroffene /Kind. 

  

2│22 

 

 

Gegenstand Vorsorgliche Massnahme; Weisung und Regelung des 

persönlichen Verkehrs. 

 

Beschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden (KESB) vom 16. 

März 2021 (Nr. 2051). 

 

3│22 

 

Sachverhalt: 

A.  

C.__ («Betroffene»), geb. __, ist die gemeinsame Tochter von A.__ («Beschwerdeführer») und 

B.__ («Beschwerdegegnerin 1») und steht unter deren gemeinsamer elterlichen Sorge. Am 

19. Oktober 2012 unterzeichneten die Eltern eine Elternvereinbarung und hielten fest, dass 

die Obhut über die Tochter bei Auflösung des gemeinsamen Haushaltes der Mutter zukommen 

und dem Vater ein Besuchsrecht eingeräumt werde. Ab dem 7. Altersjahr sollte dieses jedes 

zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 20.00 Uhr, ausgeübt werden. 

Darüber hinaus wurde ein Ferienrecht von 2 Wochen pro Jahr vereinbart. In der Folge lebte 

die Familie jedoch zusammen und die Vereinbarung kam nicht zum Tragen. Zur 

Familiengemeinschaft gehört auch D.__, geb. __, der Halbbruder der Betroffenen. Offenbar 

im März 2020 verliess die Beschwerdegegnerin 1 den gemeinsamen Haushalt. Die beiden 

Kinder verblieben einstweilen mit dem Beschwerdeführer in der bisherigen Familienwohnung.  

 

B. 

Mit Schreiben vom 27. November 2020 beantragte der Beschwerdeführer bei der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde («KESB / Vorinstanz») Nidwalden die Anordnung der alleinigen 

Obhut über die Betroffene. Mit Schreiben vom 15. Januar 2021 teilte die KESB den Eltern mit, 

dass die bestehende Elternvereinbarung Gültigkeit habe und die Betroffene unter der 

alleinigen Obhut der Kindsmutter stehe. 

 

Mit Eingabe vom 8. Februar 2021 liess der Beschwerdeführer, nun anwaltlich vertreten, bei 

der KESB beantragen, dass die Betroffene im Sinne einer superprovisorischen Massnahme 

für die Dauer des Verfahrens unter die alternierende Obhut der Eltern zu stellen sei. 

 

Mit Entscheid vom 9. Februar 2021 wies die KESB diesen Antrag ab. Die KESB hörte am 

16. Februar 2021 den Beschwerdeführer und am 18. Februar 2021 die Beschwerdegegnerin 

1 und die Betroffene persönlich an. Die Beschwerdegegnerin 1 äusserte Ablehnung 

gegenüber der alternierenden Obhut, räumte aber ein Einverständnis mit einer Ausweitung 

des Kontaktrechts des Beschwerdeführers ein. Mit Schreiben vom 25. Februar 2021 

informierte die KESB die Eltern über die beabsichtigte Anordnung der Mediation im Sinne einer 

Weisung sowie die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs des Beschwerdeführers als 

vorsorgliche Massnahme. Die Beschwerdegegnerin 1 äusserte Ablehnung gegenüber dem 

4│22 

 

vorgeschlagenen Kontaktrecht. Der Beschwerdeführer erachtete die Anordnung einer 

Mediation als zwecklos und erneuerte den Antrag auf alternierende Obhut, unter Ablehnung 

des Vorschlages der KESB. 

 

C. 

Mit Entscheid vom 16. März 2021 erliess die KESB Nidwalden die folgende Weisung bzw. 

vorsorgliche Massnahme: 

 

1.  Gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB wird eine Mediation angeordnet. Die Eltern B.__ und A.__ werden angewiesen an 

einer Mediation bei E.__, A.strasse X, Z.__, teilzunehmen. Die Mediation soll vorerst 10 Sitzungen dauern. Die Kosten 

für die Mediation gehen zu Lasten des Kantons Nidwalden. 

2. Ziele dieser Mediation sind: 

a)  die Kommunikation zwischen den Eltern zu verbessern, 

b)  eine einvernehmliche Lösung hinsichtlich der Obhut über C.__ und des damit einhergehenden persönlichen 

Verkehrs zu finden, 

c)  wenn notwendig, die Grundlagen für die Regelung des Unterhalts von C.__ zu schaffen, 

d)  die Eltern zu befähigen, im Rahmen der elterlichen Sorge sowie der Ausübung des persönlichen Verkehrs 

auftretende Konflikte sachlich zu lösen. 

 

3.  Der Mediator E.__ wird eingeladen, 

 a)  die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden über einen allfälligen Nichtantritt oder Abbruch der 

Mediation zu informieren, 

 b)  die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden unter gleichzeitiger Angabe der Gründe eine allfällig 

angezeigte Fortsetzung der Mediation zu beantragen, 

 c)  nach 10 Sitzungen bzw. nach Abschluss der Mediation der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden 

Bericht über den Verlauf und das inhaltliche Resultat der Mediation Bericht zu erstatten. 

 

4.  Der Vater A.__ wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer der angeordneten Mediation berechtigt 

und verpflichtet, C.__ wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen (vgl. Art. 445 Abs. 1 i.V.m. Art. 273 Abs. 3 ZGB): 

 -  jeweils wöchentlich von Mittwoch-Mittag bis Donnerstag-Morgen 

 -  alle zwei Wochen von Freitag-Nachmittag bis Montag-Morgen 

 Ferner ist der Vater im Sinne der vorsorglichen Regelung berechtigt, C.__ die zweite Osterferienwoche sowie die 

ersten drei Sommerferienwochen zu betreuen. 

5.  Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wird die aufschiebende Wirkung entzogen. 

6. Die Kosten für den vorliegenden Entscheid sowie für den Entscheid der KESB vom 9. Februar 2021 in der Höhe von 

Fr. 500. 00 gehen zu Lasten des Kantons Nidwalden. 

7.  [Eröffnung an …]» 

  

5│22 

 

Der Entscheid wurde am 17. März 2021 versandt. Für den detaillierten Sachverhalt bis zum 

16. März 2021 wird auf den angefochtenen Entscheid verwiesen (dortige lit. A-J, S. 2-3, Art. 56 

Abs. 3 VRG [NG 265.1]). 

 

D. 

Gegen diesen Entscheid liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. März 2021 beim 

Verwaltungsgericht Nidwalden Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen und beantragen: 

«1. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin 2 / Vorinstanz vom 16. März 2021 (Entscheid Nr. 2051) sei aufzuheben 

und die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin 2 / Vorinstanz zurückzuweisen. 

  2. C.__, geb. __ sei für die Dauer des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Nidwalden sowie vor der 

Beschwerdegegnerin 2 / Vorinstanz unter die alternierende Obhut der Eltern zu stellen und die Betreuung sei wie 

folgt aufzuteilen: 

  Die Kindesmutter sei zu berechtigen und zu verpflichten, C.__ wie folgt bei sich zu betreuen bzw. zu sich in die 

Ferien zu nehmen: 

 jeweils von Montagmorgen bis Mittwochmittag; 

 jedes zweite Wochenende; 

 die Hälfte aller Schulferien. 

  Der Kindesvater sei zu berechtigen und zu verpflichten, C.__ wie folgt bei sich zu betreuen bzw. zu sich in die 

Ferien zu nehmen: 

 jeweils von Mittwochmittag bis Freitagabend; 

 jedes zweite Wochenende; 

 die Hälfte aller Schulferien. 

 3. Ziffer 2 hievor sei als vorsorgliche Massnahme ohne Anhörung der Gegenpartei sofort anzuordnen.  

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin 1, eventualiter zulasten des 

Staates.» 

 

E. 

Mit Präsidialverfügung P 21 5 vom 31. März 2021 wurde das Rechtsbegehren Ziff. 3 der 

Beschwerde betreffend Gesuch um vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Verfahrens 

abgewiesen (Ziff. 1) und die Kosten dieser Verfügung auf die Hauptsache genommen (Ziff. 2). 

Der Kindesmutter und der KESB wurde die Beschwerde zugestellt (Ziff. 3) und sie wurden zur 

Einreichung einer Stellungnahme aufgefordert (Ziff. 4). 

 

  

6│22 

 

F. 

Mit je separaten Vernehmlassungen vom 13.  und 19. April 2021 beantragten die KESB und 

die Beschwerdegegnerin 1 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die beiden 

Vernehmlassungen wurden dem Beschwerdeführer zugestellt. Es wurde kein zweiter 

Schriftenwechsel angeordnet.  

 

G. 

Der Beschwerdeführer reichte am 26. April 2021 eine unaufgeforderte Stellungnahme zur 

Präsidialverfügung vom 31. März 2021 ein. Darüber hinaus erneuerte er mit einer freiwilligen 

Replik vom 7. Mai 2021 seine Anträge in der Hauptsache. Darüber hinaus reichten die 

Parteien ihre Kostennoten ein.  

 

H. 

Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen. Das Verwaltungsgericht 

Nidwalden, Verwaltungsabteilung, beurteilte die Streitsache anlässlich seiner Sitzung vom 

12. Juli 2021 in Abwesenheit der Parteien abschliessend. Auf die Parteivorbringen wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.  

 

 

Erwägungen: 

1.  

Angefochten ist der Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden 

(«KESB») vom 16. März 2021 (Nr. 2051). Gegen Entscheide der KESB kann 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde ergriffen werden (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB 

sowie Art. 37 Ziff. 2 EG ZGB [NG 211.1]). Zuständig ist das Verwaltungsgericht Nidwalden, 

Verwaltungsabteilung, das in Fünferbesetzung entscheidet (Art. 31, Art. 33 Ziff. 3 und Art. 38 

Abs. 1 GerG [NG 261.1]). Das Verwaltungsgericht Nidwalden ist somit örtlich wie sachlich 

zuständig. 

 

Zur Beschwerde ist berechtigt, wer formell oder materiell beschwert ist, d.h. wer am Verfahren 

beteiligt ist (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB), wer der betroffenen Person nahesteht (dortige Ziff. 2) 

oder wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des 

7│22 

 

angefochtenen Entscheids hat (dortige Ziff. 3). Vorliegend ordnete die KESB eine Mediation 

der Eltern an und regelte vorsorglich für die Dauer der Mediation die Betreuung der 

Betroffenen. Damit ist der Beschwerdeführer als Verfahrensbeteiligter, Kindesvater und als 

Verfügungsadressat besonders berührt und hat ein schützenswertes Interesse an der 

Aufhebung oder Änderung des Entscheides. Der Beschwerdeführer ist somit zur Beschwerde 

berechtigt. 

 

Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

 

2. 

2.1 

Das Beschwerdeverfahren richtet sich primär nach den bundesrechtlichen 

Verfahrensbestimmungen des ZGB (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 ff. ZGB) und subsidiär nach 

den Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (Art. 34 EG ZGB; 

NG 265.1). Sofern weder das ZGB noch das VRG eine Regelung enthalten, sind die 

Bestimmungen der ZPO sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Im Verfahren vor der 

gerichtlichen Beschwerdeinstanz sind insbesondere die allgemeinen Verfahrensgrundsätze 

des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB) zu beachten, soweit das Gesetz in den 

Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält. Dies gilt namentlich für die in 

Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an 

gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Diese 

fundamentalen Verfahrensgrundsätze sind im gesamten Bereich des Kindes- und 

Erwachsenenschutzes in allen Instanzen zu berücksichtigen (ANNA MURPHY/DANIEL STECK, in: 

FHB Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, N. 18.84 ff.). Da die Behörde bzw. das Gericht 

das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist es folglich nicht an 

die materiell-rechtliche Begründung der Verfahrensbeteiligten gebunden (MURPHY/STECK, 

a.a.O., N. 18.100 m.w.H.).  

 

2.2 

Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 

unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie 

Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Damit ist die Beschwerde ein vollkommenes 

ordentliches Rechtsmittel, das die umfassende Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids 

8│22 

 

in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht ermöglicht. Allerdings muss sich die gerichtliche 

Beschwerdeinstanz aufgrund des in Art. 450a Abs. 1 ZGB festgehaltenen Rügeprinzips primär 

auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (MURPHY/STECK, a.a.O., 

N. 19.34 f.). 

 

 

3. 

3.1 

3.1.1 

Der Beschwerdeführer beantragt in der Hauptsache die Aufhebung des Entscheides der KESB 

vom 16. März 2021 und Rückweisung zur Neubeurteilung (Ziff. 1 der Beschwerdeanträge).  

 

Der Beschwerdeführer beanstandet zusammengefasst vorab die Anordnung einer Mediation. 

 

Zur Begründung wird dazu im Wesentlichen sinngemäss geltend gemacht, dass die KESB 

seinen Antrag auf superprovisorische Anordnung der alternierenden Obhut abgewiesen habe 

und stattdessen bezüglich persönlichem Verkehr eine vorsorgliche Massnahme angeordnet 

habe, die nur marginal über einem gerichtsüblichen Besuchsrecht liege. Die KESB begründe 

dies damit, dass für die superprovisorische Anordnung der alternierenden Obhut keine 

Veranlassung bestehe. Das Kindeswohl sei nicht gefährdet, wenn mit einem Entscheid über 

die Obhut bis nach durchgeführter Mediation zugewartet werde. Eine tragfähige Lösung gebe 

es nur, wenn sich die Eltern mit Hilfe der Mediation einigen würden. Eine alternierende Obhut 

könne nicht angeordnet werden, da der Betroffenen beim Beschwerdeführer mutmasslich kein 

eigenes Zimmer zur Verfügung stehe. Die Wohnsituation erweise sich als nicht stabil genug.  

 

Die von der KEB verfügte Massnahme sei nicht verhältnismässig, mithin weder geeignet, noch 

erforderlich. Die Eltern hätten diametral gegensätzliche Ansichten über die Obhutszuteilung. 

Der Vater sehe das Kindswohl am besten gewährleistet unter seiner alleinigen Obhut. Die 

Mutter wehre sich gegen eine alternierende Obhut. Bei diesen beidseits gemachten 

Meinungen erscheine es im Hinblick auf den bisherigen Verfahrensverlauf chancenlos, dass 

ein ohne Entscheidungskompetenz ausgestatteter Mediator eine Einigung herbeiführen 

könne. Die Anordnung der Mediation sei ungeeignet. Stattdessen solle sich die KESB 

entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag konkret materiell mit dem Antrag des 

Beschwerdeführers vom 27. November 2020 auseinandersetzen, die notwendigen 

9│22 

 

Abklärungen vornehmen und schliesslich einen Entscheid fällen. Demnach sei die von der 

KESB angeordnete Massnahme aufzuheben und die Sache zur umgehenden Bearbeitung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese solle die für den Entscheid notwendigen 

Sachverhaltsabklärungen vornehmen und sodann bezüglich der Obhut eine Regelung 

festlegen.  

 

In der Replik ergänzte er, dass die Parteien in der Lage seien, die Übergabe der Betroffenen 

zu koordinieren und sich darüber abzustimmen. Die Kommunikationsfähigkeit zwischen den 

Parteien sei gegeben und müsse nicht mittels Mediation zunächst hergestellt werde.  

 

3.1.2 

Sowohl die Beschwerdegegnerin 1 als auch die KESB sprechen sich für die Durchführung der 

Mediation aus. Die Beschwerdegegnerin 1 führt zudem aus, dass die Haltung des 

Beschwerdeführers, der den Mediator degradiere, exemplarisch zeige, wie dieser denke. Er 

alleine habe Recht. Er habe eine übersteigerte Vorstellung davon, was ihm alles zustehe.  

 

3.2 

3.2.1 

Art. 298d ZGB sieht für Kinder unverheirateter Eltern die Möglichkeit der Abänderung der 

Zuteilung der elterlichen Sorge, der Obhut, des persönlichen Verkehrs oder Betreuungsanteile 

wegen wesentlicher Veränderung der Verhältnisse vor. Zuständig ist, vorbehaltlich die Klage 

auf Änderung des Unterhaltsbeitrages, die Kindesschutzbehörde (Abs. 1). Für das Verfahren 

vor der Kindesschutzbehörde sind die Bestimmungen von Art. 314 i.V.m. Art. 443-449c ZGB 

anwendbar (INGEBORG SCHWENZER/MICHELLE COTTIER, in: Basler Kommentar, 

Zivilgesetzbuch I, Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 6. Auflage, N. 9 zu Art. 298d).  

 

3.2.2 

Art. 314 Abs. 2 ZGB sieht ausdrücklich vor, dass die Kindesschutzbehörde in geeigneten 

Fällen die Eltern zu einem Mediationsversuch auffordern kann. Das KESB-Verfahren soll 

seiner Natur und Bestimmung nach vorab zu vermittelnd-akzeptierten Lösungen hinführen 

(PETER BREITSCHMID, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 6. 

Auflage, N. 7 zu Art. 314). Im Rahmen des Kindesschutzes ist die KESB generell befugt, die 

Eltern, die Pflegeeltern oder das Kind zu ermahnen, ihnen bestimmte Weisungen für die 

Pflege, Erziehung oder Ausbildung erteilen und eine geeignete Person oder Stelle zu 

10│22 

 

bestimmen, der Einblick und Auskunft zu geben ist (Art. 307 Abs. 3 ZGB). Gestützt auf diese 

Bestimmung wäre die KESB gar berechtigt, seit Jahren getrenntlebende Eltern zur 

Wahrnehmung einer professionellen Elternberatung oder Therapien zu verpflichten, wenn die 

Wahrung des Kindeswohls dies gebietet (Urteil [des Bundesgerichts] 5A_65/2017 vom 24. Mai 

2017, E. 2).  

 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es also durchaus die Aufgabe der KESB, in 

strittigen Fällen vorab auf eine gütliche Lösung hinzuwirken. Darüber hinaus wird der Sinn von 

professioneller (psychologischer/therapeutischer) Unterstützung im Prozess der 

Lösungsfindung auch durch das Bundesgericht nicht in Frage gestellt, im Gegenteil. Gerade 

in den Fällen wie den vorliegenden, in welchen sich die Eltern Manipulation und 

Instrumentalisierung der gemeinsamen Tochter vorwerfen und wo beide Teile bislang nicht 

von der eigenen Meinung bezüglich der angemessenen Betreuung der Tochter abrücken 

wollen, macht eine Mediation durchaus Sinn. Sie dient letztlich dem Kindeswohl, denn es 

besteht die Möglichkeit, dass nach Durchführung der Mediation der elterliche Konflikt 

entschärft und das gegenseitige Verständnis gefördert wird und die Eltern so in die Lage 

versetzt werden, das Kind vom bestehenden Loyalitätskonflikt zu entlasten.  

 

Insoweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er und die Beschwerdegegnerin 1 in der 

Lage seien, die Modalitäten der Übergabe der Betroffenen abzusprechen, womit eine 

Mediation nicht nötig sei, verkennt er die Anforderungen an die Eltern in Fällen der 

alternierenden Obhut (dazu nachstehend E. 4.5). Um von einer dem Kindeswohl 

entsprechenden Kooperation und einem konstruktiven Zusammenwirken der Eltern ausgehen 

zu können, genügt es nicht, wenn diese sich bloss über die Modalitäten der Kindesübergabe 

einig sind, zumal die Betroffene bereits schulpflichtig ist. Im Übrigen liess der 

Beschwerdeführer selbst mit Schreiben vom 23. Februar 2021 an die KESB die 

Kommunikation zwischen den Parteien als schwierig bezeichnen.  

 

3.2.3 

Folglich ist die Anordnung einer Mediation gemäss Ziffern 1 – 3 der angefochtenen Verfügung 

nicht zu beanstanden. Zwar kommt einem Mediator keine Entscheidkompetenz zu, wie der 

Beschwerdeführer zu Recht ausführt. Jedoch ist sie entgegen dessen Ansicht nicht 

chancenlos. Bei der Mediation beruht der Einigungsversuch vor allem auf den Wünschen und 

Interessen der Parteien. Die Parteien sollen versuchen, den Standpunkt und die 

zugrundeliegenden Interessen der jeweiligen Gegenpartei zu verstehen und gestützt auf diese 

11│22 

 

Erkenntnisse eine Lösung zu erarbeiten, welche den berechtigten Ansprüchen beider Parteien 

gerecht wird (CHRISTINE MÖHLER, in: Kommentar ZPO, Gehri/Jent-Sorensen/Sarbach, 2015, 

N. 7 zu Art. 213). Ein solcher Prozess erfordert selbstredend seine Zeit. Der Ausgang des 

Verfahrens kann für die KESB im Übrigen auch weitere Anhaltspunkte liefern bezüglich des 

Entscheides über die Frage der streitigen Obhutszuteilung, sollten sich die Eltern darüber nicht 

im Rahmen der Mediation letztlich dann doch nicht einigen können.  

 

Dabei ist im Weiteren davon auszugehen, dass die KESB die angeordnete Mediation nicht auf 

unbestimmte Dauer laufen lassen wird. Sollte der Mediator im Rahmen seiner 

Berichterstattung (Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung) zum Schluss gelangen, dass die 

Mediation nicht zum Ziel führen wird oder allenfalls eine der Parteien die Mediation abbrechen, 

so hätte die KESB selbst den Entscheid betreffend die streitige Obhut verbindlich zu treffen 

sowie das Kontaktrecht definitiv zu regeln.  

 

Die beschwerdeführerische Rüge, wonach die KESB verpflichtet wäre, umgehend einen 

(End- )entscheid zu fällen, anstatt eine Mediation anzuordnen, verfängt nicht.  

 

 

4. 

4.1 

4.1.1 

Der Beschwerdeführer beanstandet weiter zusammengefasst und sinngemäss, dass die 

KESB nicht hätte eine vorsorgliche Massnahme erlassen dürfen, sondern direkt hätte definitiv 

über die Obhutszuteilung entscheiden müssen. Darüber hinaus sei die angeordnete  

Massnahme umfangmässig nicht angemessen.  

 

Konkret bringt er vor, dass er zwischen März 2020 bis und mit November 2020 die alleinige 

Obhut über die Betroffene ausgeübt habe, weshalb er die faktisch gelebten Verhältnisse habe 

rechtlich geregelt wissen wollen. Zu diesem Zweck habe er im November 2020 die alleinige 

Obhut über die Betroffene beantragt. Anstatt einen entsprechenden Entscheid zu erlassen, 

habe sich die Vorinstanz auf eine Elternvereinbarung aus dem Jahre 2012 abgestützt, die 

weiter Gültigkeit haben solle. In der Folge habe die Beschwerdegegnerin 1 die Betroffene in 

einer Knall auf Fall Aktion im Januar 2021 beim Beschwerdeführer abgeholt und einstweilen 

bei sich behalten, unbekümmert des Wunsches der Betroffenen, welche beim 

12│22 

 

Beschwerdeführer leben wolle. Der Beschwerdeführer sei dann wieder an die KESB gelangt 

und habe superprovisorisch die alternierende Obhut beantragt. Die Vorinstanz habe, nebst der 

Anordnung der Mediation, für den Beschwerdeführer im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 

ein Besuchsrecht eingeräumt, welches nur marginal über einem gerichtsüblichen liege.  

 

Diese Anordnung sei nicht verhältnismässig. Seit November 2020 setze sich die 

Beschwerdegegnerin 1 dagegen zur Wehr, dass der Beschwerdeführer die Betroffene in 

einem über dem gerichtsüblichen Besuchsrecht liegenden Umfang betreue. Unabhängig 

davon, ob sich nach Ansicht der Beschwerdeinstanz das Vorgehen der Vorinstanz (anstelle 

eines rechtssicherheits- und rechtsfriedensbringenden Entscheides über die Obhut) bezüglich 

der Anordnung einer Mediation als angemessen erweise, müsse der persönliche Verkehr zur 

Betroffenen anders geregelt werden. Unter der aktuell von der KESB festgelegten Regelung 

könne der Beschwerdeführer nur sporadisch Zeit mit der Betroffenen verbringen. Eine 

nachhaltige Beteiligung an der Erziehung sei somit nicht möglich. Die Vorinstanz sehe von der 

Anordnung der alternierenden Obhut einzig gestützt auf das Argument ab, dass die 

Wohnsituation beim Beschwerdeführer nicht stabil sei. Dieses Argument widerlege die 

Vorinstanz gleich selber, indem sie mehrere Wochen Ferien einbeziehe. Der 

Beschwerdeführer lebe sehr wohl in geordneten Wohnverhältnissen. Die Betroffene habe bei 

ihm ein eigenes Bett.  

 

Der Beschwerdeführer erfülle sämtliche für die Anordnung einer alternierenden Obhut 

notwendigen Voraussetzungen. Die Betroffene habe bei ihm ein eigenes Zimmer als auch ein 

eigenes Bett. Sodann wohne er in Gehdistanz zur Schule. Weiter wohne auch der Halbbruder 

der Betroffenen beim Beschwerdeführer. Aufgrund seiner Homeoffice-Tätigkeit könne er sich 

auch tagsüber der Betreuung der Betroffenen widmen. Die alternierende Obhut vermöge 

demnach das Kindeswohl besser zu wahren als die bestehende Variante. Die alternierende 

Obhut entspreche ferner dem Grundsatz bei umstrittener Obhutszuteilung. Bei der 

gegenwärtig getroffenen Regelung würden einerseits Verhältnisse geschaffen, welche nicht 

dem Kindeswohl entsprechen. Andererseits werde durch die für die Verfahrensdauer 

geschaffene Sachlage ein einseitiger Entscheid zu Gunsten der Beschwerdegegnerin 1 

präjudiziert. Die Zeit arbeite für diese. Sie brauche bloss die Mediation sowie allfällige 

nachfolgende Verfahrenshandlungen zu verzögern.  

  

13│22 

 

4.1.2 

Die Beschwerdegegnerin 1 bestreitet, dass der Beschwerdeführer zwischen März und 

November 2020 die alleinige Obhut über die Betroffene ausgeübt habe. Sinngemäss führt sie 

aus, dass sie sich im Frühsommer 2020 getrennt haben und die Kinder aufgrund einer 

gemeinsamen Absprache zunächst in der "alten" (bzw. bisherigen) Familienwohnung beim 

Beschwerdeführer bleiben sollten, damit sie sich in der nahegelegenen Wohnung, die sie 

bislang als Büro in einem Wohnhaus genutzt habe, inklusive zweier Kinderzimmer einrichten 

könne. Sie habe allerding den Schlüssel zur ehemaligen gemeinsamen Wohnungen behalten 

und sich dort täglich um die Kinder gekümmert. Als sie dann nicht bereit gewesen sei, sich 

noch einmal auf die Beziehung mit dem Beschwerdeführer einzulassen, habe dieser ihr den 

Schlüssel abgenommen und ihr den Zutritt zur Wohnung verwehrt. Dabei habe er die Kinder 

massiv gegen sie instrumentalisiert und sie auch von ihr entfremdet. Der Beschwerdeführer 

verweigere jedes Gespräch mit ihr und erzähle den Kindern, sie hätte sie alle verlassen. Der 

Beschwerdeführer könne sich nicht vorstellen, wie sich dies auf die Kinderseele auswirke. Sie 

sei froh und dankbar, dass die Betroffene nun bei ihr lebe. Diese habe innert weniger Tagen 

wieder zu sich gefunden und sei gelöster. Das dem Beschwerdeführer eingeräumte 

Kontaktrecht liege weit über dem gerichtsüblichen Besuchsrecht und dies trotz ungeklärter 

Wohnsituation seinerseits und einem laufenden Strafverfahren. Trotzdem giesse er weiter Öl 

ins Feuer, statt seine Energie im Sinne des Kindeswohls für die Mediation zu nutzen.  

 

4.1.3 

In den weiteren Rechtsschriften der Parteien halten diese im Wesentlichen am jeweils eigenen 

Standpunkt fest. Der Beschwerdeführer bestätigt überdies, dass ein Strafverfahren 

(Wirtschaftsdelikte) gegen ihn laufe, dies jedoch nichts mit seiner Erziehungsfähigkeit zu tun 

habe und zudem die Unschuldsvermutung bestehe. 

 

4.2 

Der Erlass vorsorglicher Massnahmen für die Dauer eines Verfahrens vor der KESB ist 

gesetzlich vorgesehen: Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich 

aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss 

Art. 307 Abs. 1 ZGB die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Massnahmen des 

Kindesschutzes können für die Dauer des Verfahrens vorsorglich angeordnet werden (Art. 314 

Abs. 1 i.V.m. Art. 445 Abs. 1 ZGB; zur Anwendbarkeit von Art. 445 im Kindesschutzverfahren 

vgl. BGE 140 III 529 E. 2.2.1). Die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme setzt allerdings 

14│22 

 

- im Kindesschutzverfahren wie auch sonst - Dringlichkeit voraus. Es muss sich daher als 

notwendig erweisen, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen (BGE 130 II 149 E. 2.2; 127 II 

132 E. 3; Urteil des BGer 5A_993/2016 vom 19. Juni 2017 E. 4.2.1; AUER/MARTI, in: Basler 

Kommentar, ZGB I, 5. Aufl. 2014, N. 9 zu Art. 445 ZGB). Beim Entscheid, ob eine vorsorgliche 

Massnahme anzuordnen ist, kommt der zuständigen Behörde ein grosser 

Ermessensspielraum zu (BGE 130 II 149 E. 2.2; 129 II 286 E. 3; Urteile des BGer 5A_339/2017 

vom 8. August 2017 E. 4.4.1; 2C_720/2016 vom 18. Januar 2017 E. 2.1). Die Anordnung 

vorsorglicher Massnahmen erfolgt gestützt auf eine summarische Prüfung der Sach- und 

Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der Glaubhaftmachung genügt. Es 

muss folglich ausreichen, wenn eine Gefährdung aufgrund summarischer Prüfung zwar als 

wahrscheinlich erscheint, die Möglichkeit einer Fehlannahme aber nicht ausgeschlossen 

werden kann. Erforderlich ist überdies, dass eine Abwägung der verschiedenen auf dem Spiel 

stehenden Interessen den Ausschlag für die vorsorgliche Massnahme gibt und diese 

verhältnismässig erscheint (MURPHY/STECK, a.a.O., N. 18.69 ff.; AUER/MARTI, a.a.O., N. 6 ff., 

27 ff. zu Art. 445 ZGB). 

 

4.3 

4.3.1 

Im Verfahren vor der KESB streiten sich die Eltern über die Zuteilung der Obhut über die 

gemeinsame Tochter. Im angefochtenen Entscheid vom 16. März 2021 hat die KESB noch 

keinen expliziten Entscheid über die Zuteilung der Obhut gefällt. Sie hat in der Darlegung des 

Sachverhaltes (Lit. A des angefochtenen Entscheides) zwar auf ihr Schreiben vom  

15. Januar 2021 verwiesen, wonach die Elternvereinbarung vom 19. Oktober 2012 nach wie 

vor Gültigkeit habe und die Betroffene damit unter der alleinigen Obhut der Kindsmutter stehe. 

Aus den Erwägungen des angefochtenen Entscheides ergibt sich dann jedoch, dass die KESB 

die vorsorgliche Massnahme gerade im Hinblick auf eine Lösung bzw. einen Entscheid auch 

bezüglich der nun strittigen Obhut angeordnet hat (E. 2.1). Sie ging für die Dauer des 

Verfahrens lediglich einstweilen davon aus, dass die Elternvereinbarung nach wie vor 

Gültigkeit habe, womit die Obhut über das Kind im Falle der Auflösung der Hausgemeinschaft 

der Mutter zustehe. Nachdem die von den Eltern unterzeichnete "Vereinbarung über die 

gemeinsame elterliche Sorge der unverheirateten Eltern" am 27. November 2012 durch die 

damals zuständige Vormundschaftsbehörde bewilligt wurde, es sich also um eine behördlich 

bewilligte Elternvereinbarung handelt, ist dies nicht zu beanstanden.   

15│22 

 

Für das weitere Verfahren vor der KESB ist folglich davon auszugehen, dass die KESB 

aufgrund der sich seit Abschluss der Elternvereinbarung geänderten Verhältnisse nun gestützt 

auf Art. 298d ZGB die Kinderbelange neu zu regeln hat, mithin auch darüber zu befinden hat, 

ob die damals zwischen den Eltern vereinbarte Zuteilung der Obhut an die Mutter allein nach 

wie vor dem Kindswohl angemessen ist (vgl. Urteil [des Bundesgerichts] 5A_198/2013 vom 

14. November 2013, E. 4). 

 

4.3.2 

Bezüglich der streitigen Obhut ist in Erinnerung zu rufen, dass am 1. Juli 2014 die revidierten 

Bestimmungen des Zivilgesetzbuches über die elterliche Sorge in Kraft getreten sind (AS 2014 

357). Neu ist die gemeinsame elterliche Sorge unabhängig vom Zivilstand der Eltern der 

Regelfall (Art. 296 Abs. 2 ZGB). Vorliegend haben die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge 

bereits vor Inkrafttreten der ZGB Revision vereinbart. Diese ist unbestritten. Von der elterlichen 

Sorge ist die Obhut zu unterscheiden. Unter der Herrschaft des alten Rechts war das 

"Obhutsrecht" Bestandteil des elterlichen Sorgerechts. "Obhut" im Rechtssinne bedeutete das 

Recht, den Aufenthaltsort des Kindes und die Modalitäten seiner Betreuung zu bestimmen. Im 

neuen Recht umfasst die elterliche Sorge auch das "Recht, den Aufenthaltsort des Kindes zu 

bestimmen" (s. Art. 301a Abs. 1 ZGB). Die Bedeutung der "Obhut" reduziert sich - losgelöst 

vom Sorgerecht - auf die "faktische Obhut", das heisst auf die Befugnis zur täglichen 

Betreuung des Kindes und auf die Ausübung der Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit 

seiner Pflege und laufenden Erziehung (BGE 142 III 612 E. 4.1). Grundsätzlich kann auch 

dann, wenn die elterliche Sorge gemeinsam ausgeübt wird, die Obhut nur einem Elternteil 

zugesprochen werden. Ein Elternteil kann aus dem Grundsatz der gemeinsamen elterlichen 

Sorge nicht das Recht ableiten, das Kind tatsächlich betreuen zu können (Urteil [des 

Bundesgerichts] 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015 E. 4.2.2.1). Dies bedeutet, dass auch im 

Falle der gemeinsamen elterlichen Sorge nicht notwendigerweise die Errichtung der 

alternierenden Obhut einhergeht (BGE 142 III 612 E. 4.2). Unabhängig davon, ob sich die 

Eltern auf eine alternierende Obhut geeinigt haben, muss das mit dieser Frage befasste 

Gericht [bzw. im Falle ihrer Zuständigkeit die KESB] prüfen, ob dieses Betreuungsmodell 

möglich und mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist. Denn nach der Rechtsprechung gilt das 

Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts; es ist für die Regelung des Eltern-Kind-

Verhältnisses demnach immer der entscheidende Faktor, während die Interessen und 

Wünsche der Eltern in den Hintergrund zu treten haben. Ob die alternierende Obhut überhaupt 

in Frage kommt und ob sie sich mit dem Kindeswohl verträgt, hängt demnach von den 

konkreten Umständen ab. Das bedeutet, dass die Behörde gestützt auf festgestellte 

16│22 

 

Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit eine sachverhaltsbasierte Prognose 

darüber zu stellen hat, ob die alternierende Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach 

dem Wohl des Kindes entspricht (BGE 142 III 612 E. 4.2).  

 

Diese Rechtslage gilt auch für die Beurteilung der strittigen Obhut im vorliegenden Fall, auch 

wenn die Elternvereinbarung vom 19. Oktober 2012 vor Inkrafttreten der revidierten 

Bestimmungen über die elterliche Sorge abgeschlossen wurde. Gemäss Art. 12 Abs. 1 SchlT 

ZGB unterstehen sowohl die Entstehung als auch Wirkungen des Kindesverhältnisses dem 

neuen Recht. 

 

4.4 

4.4.1 

Die KESB hat gemäss den Erwägungen 3.3 des angefochtenen Entscheides bedacht, dass 

die Betroffene seit Auflösung des gemeinsamen Haushaltes einstweilen beim Vater verblieben 

sei, wobei dies aber nicht dem Willen der Mutter entspreche. Sie hielt fest, dass sich die Mutter 

zu einer alternierenden Obhut mit hälftiger Betreuung nicht einverstanden erklären könne, 

jedoch beide Eltern der Ansicht seien, dass die bestehende Elternvereinbarung nicht den 

aktuellen Bedürfnissen der Betroffenen entspreche. Dennoch gelinge es den Eltern nicht, 

einvernehmlich eine neue Besuchsrechtsregelung zu finden. In Anbetracht des bestehenden 

Elternkonflikts sei es notwendig, dass der persönliche Verkehr für die Dauer der Mediation im 

Sinne einer vorsorglichen Massnahme behördlich geregelt werde. Der Kindsvater lebe 

zusammen mit dem Halbbruder der Betroffenen und seiner Schwester seit Dezember 2020 in 

deren Wohnung, wo die Betroffene mutmasslich über kein eigenes Zimmer verfüge. Der 

Beschwerdeführer habe mehrfach mitgeteilt, bald in eine neue Wohnung in Y.__ ziehen zu 

können. Ein genaues Datum habe er bislang nicht nennen können und auch über die weiteren 

Umstände, weshalb der Umzug bislang nicht habe stattfinden können, mache er keine 

Angaben. Diese nach wie vor ungeklärte und nicht stabile Wohnsituation spreche gegen die 

vom Kindsvater geforderte alternierende Obhut. Somit werde der Vater für die Dauer der 

angeordneten Mediation berechtigt und verpflichtet, die Betroffene jeweils wöchentlich von 

Mittwoch-Mittag bis Donnerstag-Morgen sowie alle zwei Wochen von Freitag-Nachmittag bis 

Montag-Morgen auf eigene Kosten zu betreuen. Ausserdem sei er berechtigt, die Betroffene 

die zweite Osterferienwoche sowie die ersten drei Sommerferienwochen zu betreuen.   

17│22 

 

4.4.2 

Der bestehende Elternkonflikt, bei dem sich die Parteien Manipulation und 

Instrumentalisierung der Kinder vorwerfen und eine Einigung über die Betreuungsanteile der 

Betroffenen nicht besteht, darf vorliegend als Gefährdung des Wohls der Betroffenen 

qualifiziert werden, das die KESB berechtigt und verpflichtet, vorsorgliche Massnahmen zu 

treffen. Aufgrund der Verhältnisse im Zeitpunkt des Erlasses der Massnahme war es für die 

KESB (zumindest noch) nicht möglich, einen Entscheid betreffend die vom Beschwerdeführer 

beantragte Zuteilung der alternierenden Obhut zu treffen (vgl. nachstehend E. 4.5.1 und 4.5.2). 

Die vorsorgliche Regelung des Kontaktrechts zwischen dem Vater und der Betroffenen ist 

tauglich und geeignet, eine Beruhigung im elterlichen Streit zu bewirken und dadurch die 

Betroffene zu schützen. Die angeordnete Massnahme liegt im Interesse aller Beteiligten und 

ist angemessen. Das gilt auch in Bezug auf den angeordneten Umfang (vgl. nachstehend 

E. 4.5.3). 

 

4.5 

4.5.1 

Für die Einräumung der alternierenden Obhut wird das Vorliegen bestimmter Kriterien 

vorausgesetzt. Als primäres Kriterium ist die Erziehungsfähigkeit beider Eltern gefordert. Die 

alternierende Obhut kommt nur in Frage, wenn beide Eltern erziehungsfähig sind. Weiter 

erfordert die alternierende Obhut organisatorische Massnahmen und gegenseitige 

Informationen. Insofern setzt die praktische Umsetzung einer alternierenden Betreuung 

voraus, dass die Eltern fähig und bereit sind, in den Kinderbelangen miteinander zu 

kommunizieren und zu kooperieren. Zu berücksichtigen ist ferner die geographische Situation, 

namentlich die Distanz zwischen den Wohnungen der beiden Eltern, und die Stabilität, welche 

die Weiterführung der bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In 

diesem Sinne fällt die alternierende Obhut eher in Betracht, wenn die Eltern das Kind schon 

vor ihrer Trennung abwechselnd betreuten. Weitere Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der 

Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb- 

oder Stief-)Geschwistern und seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld. Auch dem 

Wunsch des Kindes ist Beachtung zu schenken, selbst wenn es bezüglich der Frage der 

Betreuungsregelung (noch) nicht urteilsfähig ist. Während die alternierende Obhut in jedem 

Fall die Erziehungsfähigkeit beider Eltern voraussetzt, sind die weiteren Beurteilungskriterien 

oft voneinander abhängig und je nach den konkreten Umständen des Einzelfalls von 

unterschiedlicher Bedeutung. So spielen das Kriterium der Stabilität und dasjenige der 

18│22 

 

Möglichkeit zur persönlichen Betreuung des Kindes bei Säuglingen und Kleinkindern eine 

wichtige Rolle. Geht es hingegen um Jugendliche, kommt der Zugehörigkeit zu einem sozialen 

Umfeld grosse Bedeutung zu. Die Kooperationsfähigkeit der Eltern wiederum verdient 

besondere Beachtung, wenn das Kind schulpflichtig ist oder die geografische Entfernung 

zwischen den Wohnorten der Eltern ein Mehr an Organisation erfordert (BGE 142 III 612 

E. 4.3). 

 

4.5.2 

Aufgrund der im Zeitpunkt des Erlasses der vorsorglichen Massnahme bestehenden 

Verhältnisse ergab sich für die KESB einerseits, dass die Eltern zwar beidseits 

erziehungsfähig sind, jedoch andererseits die für die Einräumung der alternierenden Obhut 

vorausgesetzte Fähigkeit und Bereitschaft in Kinderbelangen miteinander zu kommunizieren 

und zu kooperieren mangelhaft ist, weshalb einstweilen die Mediation angeordnet wurde, um 

den Eltern die Möglichkeit einzuräumen, sich in diesem zentralen Punkt anzunähern. Das 

Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die 

KESB also nicht nur aufgrund der Wohnsituation von der Einräumung der alternierenden 

Obhut abgesehen, sondern auch und wohl hauptsächlich wegen der fehlenden notwendigen 

Kooperationsfähigkeit der Eltern der schulpflichtigen Betroffenen. Überdies hat die KESB 

aufgrund der "derzeit" ungeklärten Wohnsituation des Beschwerdeführers von der 

umgehenden Anordnung der alternierenden Obhut abgesehen. Aufgrund der Aktenlage ist 

diese Schlussfolgerung nicht zu beanstanden. Die Wohnsituation des Beschwerdeführers, 

insbesondere auch in Bezug auf die Betroffene, ist nicht eindeutig und im Detail geklärt. Die 

Betroffene konnte jedenfalls im vorinstanzlichen Verfahren nicht angeben, ob sie beim Vater 

ein eigenes Zimmer habe. Ungeklärt sind etwa auch die Fragen, aus welchen Gründen der 

Beschwerdeführer die bisherige Familienwohnung, die offenbar in der Nähe der Wohnung der 

Beschwerdegegnerin 1 liegt, aufgegeben hat und er mit den beiden Kindern bei seiner 

Schwester untergekommen ist. Unklar ist zudem die Dauer dieser Wohnsituation. Aus den 

Vorakten ergibt sich zwar, dass der Beschwerdeführer einen baldigen Umzug in den Raum 

stellt, jedoch auch diesbezüglich vage blieb. Selbst im Beschwerdeverfahren hat er die offene 

Frage der Wohnsituation in keiner Weise erhellt. Somit ist nach wie vor davon auszugehen, 

dass er bei seiner Schwester lebt, zusammen mit dem Halbbruder der Betroffenen, jedoch 

nach wie vor ungeklärt ist, ob diese vier Personen in der Wohnung je ein Zimmer für sich 

haben oder nicht. Ebenso bleibt unklar, ob der Beschwerdeführer in Zukunft eine Wohnung 

bezieht, die distanzmässig die Ausübung der alternierenden Obhut zulässt.   

19│22 

 

Aufgrund dieser Umstände war es der KESB gar nicht möglich, einen definitiven Entscheid 

über die beantragte alternierende Obhut zu treffen, jedenfalls nicht im Sinne einer 

Gutheissung. Dabei ist noch einmal hervorzuheben, dass weder die KESB noch ein Gericht 

gestützt auf einen Antrag eines Elternteils allein unbesehen die alternierende Obhut 

einräumen dürfen. Die Behörde hat, wie vorstehend ausgeführt, gestützt auf festgestellte 

Tatsachen der Gegenwart und der Vergangenheit eine sachverhaltsbasierte Prognose 

darüber zu stellen, ob die alternierende Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach 

dem Wohl des Kindes entspricht (siehe vorstehend E. 4.3.2, BGE 142 III 612. E. 4.2). Es 

bedarf mithin entsprechender Abklärungen.  

 

4.5.3 

Aus denselben Gründen war es folglich auch nicht angezeigt, die vom Beschwerdeführer 

beantragte alternierende Obhut bzw. ein exakt hälftiges Betreuungsrecht bereits als 

vorsorgliche Massnahme anzuordnen, wir er nun beantragt.  

 

Kommt hinzu, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer auch nicht das minimale 

Besuchsrecht gemäss Elternvereinbarung von jedem zweiten Wochenende von Freitag, 

18.00 Uhr, bis Sonntag, 20.00 Uhr, und zwei Wochen Ferien einräumte. Das vorsorglich 

angeordnete Kontaktrecht umfasst jedes zweite Wochenende von Freitag-Nachmittag bis 

Montag-Morgen und zudem wöchentlich den Mittwoch-Mittag bis Donnerstag-Morgen. Dies 

entspricht mindestens 10 Übernachtungen pro Monat beim Beschwerdeführer und umfasst 

auch sämtliche freien Mittwochnachmittage der Betroffenen. Dies stellt nicht nur "sporadische" 

Möglichkeiten dar, um mit der Betroffenen Zeit zu verbringen und die Aufrechterhaltung der 

gelebten Vater-Tochter-Beziehung bleibt weiterhin möglich. Dies gilt auch unter Einbezug der 

vorsorglichen Ferienregelung durch die Vorinstanz, nämlich, dass Vater und Tochter 

berechtigt sind, die zweite Osterferienwoche sowie die ersten drei Sommerferienwochen 

gemeinsam verbringen zu können. Dabei handelt es sich nicht um Minimallösungen. Damit 

hat die Vorinstanz auch den im Zeitpunkt ihrer Anhörung vom 18. Februar 2021 geäusserten 

Wunsch der Betroffenen, "mehr beim Papi" zu sein, mitberücksichtigt.  

 

Das von der Vorinstanz als vorsorgliche Massnahme eingeräumte Kontaktrecht zwischen dem 

Beschwerdeführer und der Betroffenen ist umfangmässig angemessen.  

20│22 

 

4.6 

Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

 
 

5. 

Der Beschwerdeführer beantragt in Ziffer 2 seiner Anträge, dass die Betroffene für die Dauer 

des Verfahrens vor Vorinstanz unter die alternierende Obhut der Eltern zu stellen und die 

Betreuung antragsgemäss aufzuteilen sei. Nachdem er in Ziffer 1 seiner Anträge die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Rückweisung zur Neubeurteilung verlangt, 

scheint nicht ganz eindeutig, ob er nun einen kassatorischen oder einen reformatorischen 

Entscheid der Beschwerdeinstanz beantragt, zumal er keine Eventualbegehren stellt. 

Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ergibt sich jedoch ohnehin, dass die durch die 

Vorinstanz angeordneten Massnahmen bzw. die Weisung zur Mediation vollumfänglich 

geschützt werden. Somit ist weder der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen, noch durch die Beschwerdeinstanz zu verfügen, dass die 

Betroffene für die Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens unter die alternierende Obhut im 

beantragten Umfang zu stellen sei. 

 

Die Beschwerde ist folglich vollumfänglich abzuweisen.  

 

 

6. 

6.1 

Die Kosten des Verwaltungsverfahrens umfassen die amtlichen Kosten (Gebühren und 

Auslagen) sowie die Parteientschädigung (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 115 VRG 

[Verwaltungsrechtspflegegesetz; NG 265.1]). Gemäss Art. 122 Abs. 1 VRG hat eine Partei die 

amtlichen Kosten im Rechtsmittelverfahren zu tragen, wenn sie unterliegt, auf ihr Rechtsmittel 

nicht eingetreten wurde oder wenn sie das Rechtsmittel zurückgezogen hat. 

In vorliegendem Verfahren unterliegt der Beschwerdeführer vollumfänglich, womit er die 

Kosten des Verfahrens zu tragen hat.  

 

6.2 

Der Gebührenrahmen für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren beträgt Fr. 100.– 

bis Fr. 7‘000.– (Art. 17 PKoG [Prozesskostengesetz; NG 261.2]). Die Entscheidgebühr des 

21│22 

 

Verwaltungsgerichts wird vorliegend gestützt auf Art. 2 PKoG auf Fr. 1'500.– festgesetzt, 

inklusive die Gebühren für die Verfügung vom 31. März 2021 betreffend vorsorgliche 

Massnahmen im Beschwerdeverfahren (P 21 5). 

 

Der kostenpflichtige Beschwerdeführer hat diesen Betrag innert 30 Tagen an die 

Gerichtskasse Nidwalden zu bezahlen. 

 

6.3 

Im Verfahren vor Verwaltungsgericht ist der ganz oder teilweise obsiegenden Partei eine 

angemessene Entschädigung zu Lasten der unterliegenden Partei zuzuerkennen (Art. 123 

Abs. 2 VRG). Die Beschwerdegegnerin 1 gilt vorliegend als obsiegende Partei, womit ihr eine 

Parteientschädigung zusteht. 

 

Die Entschädigung einer Partei, die nicht berufsmässig vertreten ist, umfasst eine 

angemessene Umtriebsentschädigung, insbesondere für den Arbeitsaufwand und das 

notwendige Erscheinen vor einer Instanz, sowie der Ersatz der notwendigen Auslagen (Art. 30 

PKoG). Gestützt darauf wird die Entschädigung der nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdegegnerin 1 auf Fr. 200.00 festgesetzt. Der Beschwerdeführer ist verpflichtet, der 

Beschwerdegegnerin 1 diesen Betrag zu bezahlen.  

 

  

22│22 

 

Demgemäss erkennt das Verwaltungsgericht: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gebühren für das Verfahren vor Verwaltungsgericht werden auf Fr. 1'500.00 

festgesetzt. Der Beschwerdeführer ist verpflichtet, diesen Betrag innert 30 Tagen an die 

Gerichtskasse Nidwalden zu bezahlen. 

 

3. Der Beschwerdeführer ist verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 1 eine 

Parteientschädigung in Höhe von Fr. 200.00 zu bezahlen. 

 

4. Zustellung dieses Entscheids: 

 

 

Stans, 12. Juli 2021 

VERWALTUNGSGERICHT NIDWALDEN 

Verwaltungsabteilung 

Die Präsidentin 
 

 

 

 

lic. iur. Livia Zimmermann 

Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

MLaw Carmen Meier      Versand:    

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen eingereicht werden (Art. 72 ff. i.V.m. Art. 90 ff. BGG [SR 

173.110]). Die Beschwerde hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid 

sowie die als Beweismittel angeführten Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat 

(Art. 42 BGG). Für den Fristenlauf gelten die Art. 44 ff. BGG.