# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fc5fc34-c2b3-514a-a70c-13590d6326cc
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-14
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 14.02.2024 S2 23 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_S2-23-89_2024-02-14.pdf

## Full Text

S2 23 89 

 

 

URTEIL VOM 14. FEBRUAR 2024 

 

Kantonsgericht Wallis 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung 

 

Besetzung: Michael Steiner, Präsident; Candido Prada und Dr. Thierry Schnyder, 

Kantonsrichter; Renata Kreuzer, Gerichtsschreiberin 

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Nicolas Kuonen, Visp 

 

gegen 

 

SCHWEIZERISCHE UNFALLVERSICHERUNG (SUVA), Beschwerde-gegnerin  

 

 

(Unfallversicherung; Invalidenrente; Invalideneinkommen) 

Beschwerde gegen den Entscheid vom 21. August 2023 

  

- 2 - 

Sachverhalt und Verfahren 

A.  Der 1976 geborene Beschwerdeführer war über seine Arbeitgeberin obligatorisch bei 

der SUVA gegen die Folge von Unfällen versichert, als er am 12. November 2019 auf 

der Baustelle von einem Bagger angefahren wurde und sich dabei eine 

Femurschaftfraktur rechts sowie eine Lisfrancluxationsfraktur rechts zuzog. 

Gleichentags erfolgte die operative Versorgung der Femurschaftfraktur und am 

26. November 2019 dann jene der Lisfrancluxationsfraktur. Die SUVA anerkannte ihre 

Leistungspflicht. Nach einer stationären Rehabilitation trat der Beschwerdeführer am  

21. Dezember 2019 auf seinen Wunsch hin nach Hause aus. Er wollte über Weihnachten 

seine Familie in Italien besuchen. Von Februar 2020 bis Mai 2020 folgte eine erneute 

stationäre Rehabilitation. Die Schmerzen persistierten, ebenso eine Kraftminderung im 

rechten Bein. Im Oktober 2020 wurde aufgrund einer Pseudoarthrose eine erneute 

Fussoperation mit anschliessender stationärer Rehabilitation notwendig. Aufgrund der 

weiterhin persistierenden Schmerzen und Gehbehinderung trat der Beschwerdeführer 

am 25. Mai 2021 einen Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Bellikon an. Dort konnten 

keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden und der Beschwerdeführer trat am 7. Juli 

2021 wieder aus. Aus dem Bericht der Klinik vom 21. Juli 2021 (SUVA-Dossier Dok. 259) 

ergibt sich, dass bei Austritt eine erhebliche Symptomausweitung mit einem hinkenden 

Gangbild, ruhe- und belastungsabhängigen Schmerzen, Schlafstörungen, depressiven 

Symptomen und eine psychosoziale Belastungssituation bestanden haben. In der Klinik 

hatte keine namhafte Verbesserung erzielt werden können. Die physischen 

Belastungstests waren für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit 

nicht verwertbar. Medizinisch-theoretisch wurde aus unfallkausaler Sicht eine volle 

Arbeitsfähigkeit für eine leidensadaptierte, leichte bis mittelschwere Arbeit attestiert. Die 

angestammte Tätigkeit als Maurer auf dem Bau wurde aufgrund der vorwiegend gehend-

stehenden Position auf unebenem Gelände als nicht mehr geeignet bezeichnet. Es 

wurden Abklärungen bezüglich der Durchführung von Eingliederungs-massnahmen 

empfohlen. Die Prognose für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung wurde als eher 

ungünstig beurteilt. 

Die SUVA legte die Akten ihrer Abteilung Versicherungsmedizin vor. Der 

Beschwerdeführer wurde zu einer kreisärztlichen Untersuchung für den 11. Oktober 

2021 aufgeboten. Der Kreisarzt empfahl die Einholung von Zweitmeinungen. Zu diesem 

Zweck wurde der Beschwerdeführer Prof. Dr. A _________ zugewiesen. Dieser empfahl 

am 10. Januar 2022 (a.a.O. Dok. 329) eine Testinfiltration zur lokalen Besserung der 

neuropathischen Beschwerden. Eine weitere Zweitmeinung wurde bei Dr. B _________ 

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eingeholt. Dieser untersuchte den Beschwerdeführer am 14. Februar 2022 und hielt fest, 

aus orthopädischer Sicht bestehe im Hinblick auf die Femurproblematik nur ein 

erweiterter konservativer Therapieansatz (a.a.O. Dok. 359). In schmerztherapeutischer 

Hinsicht stellte Dr. C _________ am 30. September 2022 (a.a.O. Dok. 416) die Diagnose 

einer Allodynie und eines dysfunktionalen Schmerzes am Fussrücken. Es bestünden 

hoch pathologische Werte bezüglich Angst, Depression und Stress. Die unklaren 

Zukunftsperspektiven machten dem Patienten zu schaffen. Am 20. und 21. Oktober 2022 

(a.a.O. Dok. 421 und 424) gab der zuständige Kreisarzt der SUVA seine Beurteilung ab. 

Aufgrund des noch vorliegenden CRPS bestehe weiterhin, möglicherweise lebenslang, 

eine unfallkausale, medizinisch indizierte Therapie-bedürftigkeit bei der 

Schmerztherapeutin. Eine angepasste Tätigkeit sei ganztägig zumutbar. Den 

Integritätsschaden setzte der Kreisarzt auf 20% fest. Nachdem der Beschwerdeführer 

die noch möglichen Therapieoptionen ablehnte, wurde die schmerztherapeutische 

Behandlung am 12. Dezember 2022 abgeschlossen (a.a.O. Dok. 437). Mit Schreiben 

vom 16. Dezember 2022 (a.a.O. Dok. 439) stellte die SUVA dem Beschwerdeführer die 

Einstellung der Taggeldleistungen auf den 28. Februar 2023 in Aussicht. Der Anspruch 

auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung werde geprüft. 

Am 16. Januar 2023 (a.a.O. Dok. 452) machte der Beschwerdeführer seine Einwände 

geltend. Gemäss Bericht des PZO vom 17. Oktober 2022 leide er infolge des Unfalls 

unter einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode und einer chronischen 

Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren. Die Behandlung sei nicht 

abgeschlossen, weshalb die Einstellung der Taggelder auf den 28. Februar 2023 verfrüht 

erfolge. 

B.  Mit Verfügung vom 21. März 2023 (a.a.O. Dok. 476) setzte die SUVA die Rente (17%) 

und die Integritätseinbusse (20%) fest. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

ausgeführt, dem Beschwerdeführer sei eine angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar. 

Allfällige psychogene Störungen könnten nicht berücksichtigt werden, da kein 

adäquatkausaler Zusammenhang zum Unfallereignis bestehe. 

Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 21. August 2023 

ab. Sie beurteilte den Unfall als mittelschwer und stellte fest, die in BGE 115 V 133 als 

Voraussetzung der Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhangs der 

Beschwerden mit dem Unfallereignis aufgestellten Kriterien seien vorliegend nicht erfüllt. 

Sowohl an der Rentenberechnung als auch an der Höhe der Integritätsentschädigung 

wurde festgehalten. 

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C.  Mit Beschwerde vom 22. September 2023 wurde bei der sozialversicherungs-

rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Wallis die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung sowie primär die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur 

neunen Festlegung der Rente sowie der Integritätsentschädigung und subsidiär die 

Zusprache einer Integritätsentschädigung von 45% sowie einer Rente von mindestens 

52% beantragt. Infolge des schweren Berufsunfalls, den der Beschwerdeführer am 

12. November 2019 erlitten habe, bestünden fortdauernde chronische Schmerzen und 

psychische Beschwerden. Diese seien als unfallkausal zu qualifizieren, mindestens drei 

der von der Rechtsprechung in diesem Zusammenhang entwickelten Kriterien seien 

erfüllt. Bezüglich der Invaliditätsbemessung sei das rechtliche Gehör durch die 

Beschwerdegegnerin verletzt worden. Sie habe es versäumt, sich zu den in der 

Einsprache diesbezüglich erhobenen Einwänden zu äussern. Das Valideneinkommen 

sei zu tief angesetzt worden und bei der Bestimmung des Invalideneinkommens seien 

die Auswirkungen der chronischen Schmerzstörung und der psychischen Beschwerden 

auf die Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit zu berücksichtigen. Zudem sei ein 

Leidensabzug von 20% zu gewähren. Unter Berücksichtigung dieser Vorbringen ergebe 

sich ein Invaliditätsgrad von mindestens 52%. Für die Festsetzung des 

Integritätsschadens seien die chronische Schmerzstörung und die psychischen 

Beschwerden ebenfalls zu berücksichtigen. Die Integritätsentschädigung sei demzufolge 

insgesamt auf 45% festzulegen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2023 beantragte die SUVA die Abweisung der 

Beschwerde. Sie hielt an ihren bisherigen Ausführungen fest und bestritt das Vorliegen 

einer Gehörsverletzung. 

Im zweiten Schriftenwechsel hielten beide Parteien an ihren bisherigen Ausführungen 

fest. 

Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

ERWÄGUNGEN 

1.  Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 

Unfallversicherung anwendbar, soweit das UVG nicht ausdrücklich etwas anderes 

bestimmt. Das Kantonsgericht prüft die Prozessvoraussetzungen, namentlich die Partei- 

und Prozessfähigkeit, die Zulässigkeit des Rechtsweges, die Zuständigkeit der 

angerufenen Instanz, das Rechtsschutzinteresse sowie die formrichtige und rechtzeitige 

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Rechtsvorkehr von Amtes wegen (BGE 131 V 202 E. 1, 130 V 514 E. 1 und 126 V 30). 

Der Beschwerdeführer wohnt im Oberwallis, weshalb die Sozialversicherungsrechtliche 

Abteilung des Kantonsgerichts gestützt auf Art. 7 Abs. 2 RPflG, Art. 58 Abs. 1 ATSG 

i.V.m. Art. 1 Abs. 2 RVG und Art. 81a VVRG als kantonales Versicherungsgericht für die 

Behandlung von Beschwerden auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts zuständig 

ist (vgl. BGE 127 V 176 E. 2). Der Beschwerdeführer ist durch den Einspracheentscheid 

berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb auf seine 

form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 59, Art. 60 i.V.m. Art. 

38 ATSG). 

2. 

2.1  Die Beschwerdeinstanz hat nicht zu prüfen, ob sich der angefochtene Entscheid 

unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist, sondern im 

Prinzip nur die vorgebrachten Beanstandungen zu untersuchen (Rügeprinzip). Von den 

Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden von der 

Beschwerdeinstanz nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder 

anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichend Anlass besteht (BGE 

119 V 347 E. 1a). 

2.2  Streitig und zu prüfen ist zuerst der Zeitpunkt des Fallabschlusses und in einem 

zweiten Schritt gegebenenfalls der Grad der Restarbeitsfähigkeit, die Invaliditäts-

bemessung sowie die Höhe des Integritätsschadens. 

3.  Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt (Abs. 1). Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Wird sie infolge des Unfalles zu 

mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich 

der Unfall vor Erreichen des Referenzalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Nach 

Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 

144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Bundesgerichtsurteil 8C_527/2020 vom 2. November 

2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, 

die Adäquanzfrage zu prüfen (Bundesgerichtsurteil 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 

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E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Bundesgerichtsurteil 8C_674/2019 vom 

3. Dezember 2019 E. 4.1). 

4.  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle 

Beweismittel, unabhängig davon, vom wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei sich widersprechenden 

medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 

Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (RKUV 1991 

Nr. U 133 S. 312 f.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 

351 E. 3a mit Hinweis). 

5. 

5.1  Der Beschwerdeführer erlitt beim Unfall vom 12. November 2019 objektiv 

ausgewiesene Frakturen am rechten Oberschenkel und am rechten Mittelfuss, die 

mehrere Operationen und Behandlungen nach sich zogen. Gemäss der Beurteilung der 

Klinik Bellikon war die angestammte Tätigkeit auf dem Bau aus unfallkausaler Sicht nicht 

mehr zumutbar. Deshalb wurde die Abklärung von Eingliederungsmassnahmen 

empfohlen (a.a.O. Dok. 259). Aus einer Telefonnotiz der SUVA mit der IV vom 25. Mai 

2023 (a.a.O. Dok. 496) ergibt sich, dass ein Arbeitsversuch laufe. Obwohl es sich um 

Arbeit auf der Baustelle handle, habe berücksichtigt werden können, dass der 

Versicherte nur auf ebener Unterlage arbeite. So habe eine Leistungsfähigkeit von ca. 

70% erreicht werden können. Der Betrieb werde die Ausbildung für das 

Kranführerpermis finanzieren. Der weitere Verlauf sei abzuwarten. Die IV sprach 

Taggelder für die vertiefte Klärung der Berufsausrichtung (a.a.O. Dok. 487 und 502). Der 

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Hausarzt des Beschwerdeführers schickte diesen zur Einholung einer Zweitmeinung in 

die Sprechstunde Fusschirurgie des Inselspitals. Die Untersuchung fand am 3. April 

2023 statt (a.a.O. Dok. 489). Es wurde eine Umschulung empfohlen und aus 

fussorthopädischer Sicht festgestellt, die Ausübung einer angepassten Tätigkeit sei zu 

50 bis 70% zumutbar. Zudem empfahl die beurteilende Fussorthopädin die Einholung 

eines Gutachtens. 

5.2  Die SUVA darf ihre vorübergehenden Leistungen ohne Abwarten des Abschlusses 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV abschliessen, soweit es um berufliche 

Massnahmen geht, welche sich ausschliesslich auf Vorkehren beziehen, welche nicht 

geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zugrunde zu legenden 

Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Bundesgerichtsurteil 8C_374/2021 vom 13. August 

2021 E. 4.3.1). Aus den obenstehenden Darlegungen ergeben sich zumindest 

ernstzunehmende Zweifel an einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

einer angepassten Tätigkeit. Diesbezügliche Abklärungen der Invalidenversicherung 

waren zum Zeitpunkt der Verfügung vom 21. März 2023 im Gange und deren Ausgang 

kann durchaus dazu geeignet sein, Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad der 

Unfallversicherung zu haben. 

6.  Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass der Fallabschluss verfrüht erfolgt ist. Die 

Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen und die Sache ist zur Fortführung an die 

SUVA zurückzuweisen. 

7.  

7.1  Das Verfahren ist, von hier nicht massgebenden Ausnahmen abgesehen, kostenlos. 

7.2  Dem obsiegenden Kläger steht eine Parteientschädigung zu. Das Gericht setzt 

diese unter Würdigung der Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache, des Umfangs 

der Arbeitsleistung sowie der durch den Rechtstreit entstandenen Auslagen auf 

CHF 1’800 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) fest (Art. 40 Abs. 1 GTar). 

 

 

 

 

 

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DEMNACH WIRD ERKANNT 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung aufgehoben und 

die Sache zur Fortführung an die SUVA zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von 

CHF 1’800 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

Sitten, 14. Februar 2024