# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00b7ee4a-8f5f-50b1-b5d7-ef171cf55191
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Invalidenrente, Gutachtenswürdigung, nach altem Standard eingeholtes bidisziplinäres Gutachten beweiskräftig
**Docket/Reference:** IV.2012.00690
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00690.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00690
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Dietrich
Urteil
vom
20. Februar 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas
Gabathuler
Schifflände
22, Postfach 126, 8024 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1970, ohne Berufsbildung, arbeitete seit
19. Janu
ar
b
is 1
8.
August 2009
als
Baustellenhilfsarbeiter
bei der
Y.___
AG in
Z.___
(Urk.
6/7
/1
, Urk. 6/13
).
Am 1
8.
Januar 2010 (Urk. 6/13) meldete er sich – nach er
folgter Früherfassung (Urk. 6/7) - bei der
Sozial
versicherungs
an
stalt
des Kantons
Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (berufliche Integra
tion/Rente) an.
Die IV-Stelle traf daraufhin berufliche sowie medi
zinische Ab
klärungen
und teilte i
h
m am
8.
Juni 2010 (Urk. 6/24) ferner mit, dass zur
zeit keine beruf
liche
n
Einglie
de
rungsmassnahmen möglich seien und der An
spruch auf eine Rente geprüft werde.
A
m
1
8.
Mai 2011 respektive
2
9.
Juni 2011
liess sie den Ver
sicherten
durch die
A.___
be
gutachten
(
psy
chia
trisches und rheuma
tologisches
Gutachten vom 1
4.
Juli 2011, Urk. 6/33)
.
Mit Vor
bescheid vom 19.
August 2011 (Urk. 6/36) stellte sie die Abweisung des
Leistungs
begehrens
in
Aussicht.
Daran hielt sie
auf Ein
sprache (Urk. 6/
37, Urk. 6/40, Urk. 6/43, Urk. 6/45
)
hin
mit Verfügung
vom 29.
Mai 2012 (Urk.
2) fes
t und ver
neinte d
en Anspruch auf eine Rente der In
validen
ver
sicherung.
2.
Dagegen
erhob der Versi
cherte
am 28. Juni 2012
Beschwerde und be
antragte,
es
sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen, unter Kosten- und
Ent
schädigungs
folgen
zulasten der Beschwerdegegnerin
(Urk. 1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
September 2012 (Urk. 5) schloss die IV-Stelle auf
Ab
wei
sung der Beschwerde
, was dem Beschwerdeführer am 14. September 2012
(Urk. 7
)
zur Kennt
nis ge
bracht wurde
.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nach
fol
gen
den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2
ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invaliden
ein
kom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Ein
kom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkom
mens
ver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar
legung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E.
1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom
2
9.
Mai 2012
(Urk. 2
)
dafür
, dass
aus medizinischer Sicht kein nennenswerter
Gesund
heits
scha
den
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
vorliege und einzig wäh
rend der Spitalaufenthalte kurzfristige Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hät
ten.
Dem
Beschwerdeführer sei es weiterhin zumutbar, den bisherigen Tätig
keiten als Bau
ar
beiter und Reiniger zu 100
%
nachzugehen.
Die vom Be
schwerde
führer ein
ge
reichten Berichte des
B.___
seien nicht nachvollziehbar.
2.2
Diesen Entscheid liess der Beschwerdeführer unter ver
schiedenen Aspekten rü
gen (Urk. 1)
und äusserte Kritik
am
A.___
-Gutachten.
Ins
besondere
führte er an
(S. 7 unten)
,
dieses
stelle keine ge
nü
gende
Ent
scheid
grundlage
dar und stehe im Widerspruch zu den Beur
teilungen der be
handelnden Ärzte.
A
ngesichts der zwi
schen dem
A.___
-Gutachten und praktisch allen übrigen ärztlichen Berich
ten massiv diver
gieren
den Befunde und Diagnosestellungen
sowie
Einschätzungen
der Ar
beits
fähigkei
t
erscheine es angezeigt, nochmals eine
psychiatrische
Be
gutachtung anzuordnen und den
Leistungs
entscheid
neu
zu fäl
len
(S. 8)
.
3.
3.1
Im
Bericht vom
3.
September 2009 (Urk. 6/19/12)
hielt
Dr.
med.
C.___
, Fach
arzt für Radiologie,
D.___
, gestützt auf die
Magnet
resonanztomographie
(MRI) des Schädels vom 3. September 2009 fest, das
cere
brale
MRI sei normal ausgefallen. Insbesondere h
abe
sich kein Nachweis einer Ursache für den Schwindel oder die Kopf
schmerzen gezeigt.
3.2
Am 1
2.
Februar 2010 (Urk. 6/18/6-7) diagnostizierte
Dr.
med.
E.___
, Ober
arzt,
O
rthopädie,
F.___
, einen Nacken- und
Schulter
schmerz
links
und äusserte den
Verdacht auf ein
lumbospondylogenes
Syndrom (Dif
feren
tial
diagnose: Schulterpathologie) links und ein chronisches
lumbo
spondy
loge
nes
Syndrom.
3.3
PD
Dr.
med.
G.___
, Leitender Arzt
,
und
Dr.
med.
H.___
, Assistenzärz
tin,
I.___
, Klinik für Affektive Er
krankun
gen und All
gemeinpsychiatrie
,
nannten im
Austrittsbericht
vom
2.
März
2010 (
Urk. 6/26/8-9
)
über die
Hospita
lisation
vom 2
8.
Januar bis 15.
Februar 2010
als Diagnose eine
Somatisierungsstörung
(
ICD
-
10
F54.0) sowie als Diffe
rential
diag
no
se eine depressive Störung.
3.4
Dr.
med.
J.___
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin,
äusserte
im Bericht vom
1
2.
März 2010 (Urk. 6/19/7-9)
den
Verdacht auf eine depressive Entwicklung mit
somatischen Beschwerden seit zirka 2007
, nannte
rezidivierende Kopf
schmer
zen
vom
Span
nungstyp
und attestierte dem Beschwerdeführer folgende
Arbeits
un
fäh
i
g
keiten: 100
%
a
m
2.
Februar 2009, 100
%
vom
4.
bis 1
9.
Juni 2009, 100
% vom 1
8.
August bis
4.
September 2009
.
Es
bestünden rezidivierende depressive
Verstim
mungs
zu
stände
mit multiplen so
matischen Beschwerden, aufgrund derer sich der Be
schwerde
führer als subjektiv
arbeitsunfähig erachte. Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit be
zieh
ungsweise Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne im Umfang von 100
%
ab
5.
Sep
tember 2009 gerechnet werden.
3.
5
Der vom
7.
September 2009 bis 1
1.
Januar 2011 behandelnde m
ed.
pract
.
K.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
attestierte dem Be
schwerdeführer am
1
6.
April 2010 (Urk. 6/20
, vgl. dazu
auch Urk. 6/12/8
und Urk
. 6/12/9
) als Bauhilfsarbeiter und Schaler eine 100%ige Arbeits
un
fähig
keit
von August 2009 bis Januar 2010 und nannte als Diagnosen mit Aus
wirkung auf
die Arbeitsfähigkeit eine
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45) und einen Ver
dacht
auf Aggravation (ICD-10 F68.0). Als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Ar
beitsfähigkeit führte er Probleme in kultureller Ein
ge
wöhnung (ICD-10 Z60) an.
Die aktuellen Muskelschmerzen am ganzen Körper verhinderten
eine
Arbeits
fäh
ig
keit. Bereits das Aufstehen vom Stuhl bereite dem Beschwerdeführer sicht
lich grosse Schwierigkeiten. Ferner führte med.
pract
.
K.___
Kopfschmerzen, Schlaf
störungen und Schwindel als aktuelle Symptome auf. Laut Be
schwerde
führer hätten etliche Medikamentenversuche nicht gewirkt; einzig
Trittico
habe
seinen Schlaf etwas verbessert. Insgesamt sei der Symptom
ver
lauf jedoch unver
än
dert. Der
Beschwerdeführer interpretiere seine Lage als schwere Depression, kriege aber
seine
”
Sammlung
an AUF-Zeugnissen
gut geregelt
”
und wirke nicht depressiv. Es
sei kaum eine Besserung als Folge der Therapie zu er
warten. Wegen Verständigungsschwierigkeiten habe er ihn an
Dr.
med.
L.___
wei
ter
verwiesen
.
Einschränkungen bestünden in Form von Kraftlosigkeit, Schmerzen beim Bewe
gen der Glieder, einer subjektiven Depression und Kopfschmerzen sowie Schlaf
s
törungen. Er vermöge die Schalbretter nicht mehr zu tragen. Mit der Wiederauf
nahme der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise Erhöhung der Ein
satzfähigkeit könne nicht gerechnet werden.
Dem Beschwerdeführer seien rein „sitzende“ und wechselbelastende Tätigkeiten
zumut
bar. Konzentrations- und Auffassungsvermögen, Anpassungsfähigkeit so
wie
Belastbarkeit seien uneingeschränkt.
B
eim Beschwerdeführer seien weder
Mo
tivation noch ein Verbesserungswunsch noch Bestrebungen
hinsichtlich
einer
Erhöhung der Arbeitsfähigkeit vorhanden.
Es sei schwierig, d
ie Arbeitsfähigkeit auf län
gere Sicht zu beurteilen
.
3.6
Dr.
med.
M.___
, Assistenzarzt, und
Dr.
med.
N.___
, Leitender Arzt, Institut
für Diagnostische und
Interventionelle
Radiologie,
O.___
,
berichtete
n
am 2
9.
Juni 2010 (Urk. 6/31/18), dass keine Hinweise auf de
ge
nerative Veränderungen beziehungsweise entzündliche
ossäre
Ver
änderungen der H
alswirbelsäule
ersichtlich seien. Hinsichtlich der Brustwirbelsäule hielt er im Ver
gleich mit der Voruntersuchung vom 1
1.
Februar 2004 eine stationär dis
krete
skolio
tische
Fehlhaltung fest. Die Zwischenwirbelräume seien ohne patho
logische Veränderungen. In der L
endenwirbelsäule
habe sich im Vergleich zur Vor
unter
suchung vom 1
1.
Februar 2004 eine
Chond
r
ose
L1/2 gezeigt, im Übri
gen
aber eine normale Haltung der Lendenwirbelsäule. Die
ossäre
Struktur der
Wirbel
körper
sowie der Dorn- und Querfortsätze seien regelrecht und in den Zwischen
wirbelscheiben L3-S1 h
abe
sich keine pathologische Veränderung ge
zeigt. Es bestünden auch keine Hinweise für eine
Iliosakralgelenks
-Arthritis beid
seits.
3.7
Im Bericht vom
8.
Juli 2010 (Urk. 6/26/10-16) stellten die Fachpersonen des
O.___
, Rheumaklinik und Institut für Phy
sikalische Medizin, gestützt auf ihre am
bu
lante
n
,
vom 2
9.
Juni bis
8.
Juli 2010
stattgefundenen
ärztlich
en
, physiothe
ra
peutisch
en
, ergo
the
rapeutisch
en
und psychologische
n
Abklärung
en
im Rahmen der Rheuma
tolo
gischen Interdisziplinären Schmerz-Sprechstunde (RISS) folgen
de
Diagnosen:
-
Verdacht auf generalisierte Angststörung (Differential
diagnose: Schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom)
-
C
hronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (Differential
diagnose: im Rahmen der Diagnose eins)
-
generalisiert gesenkte mechanische Schmerzschwelle
-
chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom (Erstmanifestation min
destens seit Juli 2003) mit Spannungskopfschmerzen
-
degenerative Veränderungen
-
Haltungsinsuffizienz, muskuläre
Dekonditionierung
, Skoliose der
Brust
wirbelsäule
nach links
-
Epicondylopathia
hum
er
oradialis
-
Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom
-
fremdanamnestisch Schnarchen mit Apnoephasen und
Arousals
-
begünstigende
Faktoren wie Adipositas, Nikotinkonsum
-
Anamnestisch chronische wässrige Diarrhoe unklarer Genese
-
w
ahrscheinlich bedingt durch tägliche Einnahme von zwei
Sachets
Mo
vicol
-
Differentialdiagnose: Reizdarmsyndrom vom Diarrhoe-Typ
Die Sachverständigen des
O.___
hielten in ihrer gemeinsamen Beurteilung fest
(S.
1
ff.), der Besc
hwerdeführer habe ein besonders
ausgeprägtes in
validi
sieren
des, demonstratives, regrediertes Verhalten sowie eine enorme Dependenz ge
gen
über der Familie entwickelt und scheine keinerlei Ver
antwortung mehr im Leben
zu übernehmen.
Aufgrund der Schmerzen und dem Angstvermeidungsverhalten sei er in allen
Lebensbereichen sehr stark eingeschränkt.
Copingstrategien
seien keine erkenn
bar.
Es scheine auch eine gewisse Überbehütung durch die Ehefrau statt
zufin
den, die eine Aktivierung zurück zur Selbständigkeit erschwere be
ziehungsweise verhindere. Zudem sei die letzte aktive Arbeitserfahrung in der
Bau
branche
sehr negativ geprägt gewesen, so dass die Motivation, in den angestammten Job zu
rück
zukehren, gering sein dürfte.
Aus rheumatologischer Sicht habe sich eine physische Konditionierung, jedoch kein somatischer Befund gezeigt, der die Intensität der Schmerzproblematik er
klären würde.
Eine Diskrepanz sei auch während der klinischen Untersuchung deutlich ge
wor
den: Als der Beschwerdeführer aufgefordert worden sei, die Arme über den Kopf zu heben und zu strecken beziehungsweise den Nackengriff zu machen, habe er dies äusserst langsam und erst nach mehrmaligem Nachhelfen richtig gemacht. Als jedoch in Bauchlage der umgekehrte
Lasègue
geprüft wor
den sei, habe er beidseits mit den problemlos über den Kopf gelegten Armen ebenso problemlos und mit rascher Bewegung anzeigen können, wo er lumbal Schmer
zen verspüre. Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nahmen sie keine Stellung.
3.8
Am 2
8.
September 2010 (Urk. 6/26/1-7, vgl. dazu auch
Urk.
6/12/7) nannte der be
handelnde
Dr.
med.
L.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
als Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere de
pressive Episode ohne psy
chotische Symptome (ICD-10 F32.2) bestehend seit
mindestens Januar 2010 und eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und
somatischen Faktoren bestehend seit August 200
9.
Dr.
L.___
attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeits
unfähig
keit seit 2
0.
Januar 2010 (
Ziff.
11, vgl. dazu auch
Ziff.
1.6). Aufmerksamkeit und
Kon
zentration sowie das formale Denken seien eingeschränkt und es be
stünden Störungen im inhaltlichen Denken (Ängste) und schwere Einschrän
kungen im Affekt. Ferner bestehe e
i
n deutlich einge
schränkter Antrieb. Insge
samt bestehe eine globale Einschränkung insbesondere mit eingesc
hränkter
Durch
halte
fähig
keit
und Anpassungsfähigkeit sowie
Fähigkeit zur Strukturie
rung von Aufga
ben,
einge
schränkter Flexibilität,
Selbst
be
haupt
ungs
fähig
keit
und Teamfähigkeit.
Kon
zentrationsvermögen
, An
passungs
fähigkeit sowie die Belastbarkeit seien deutlich
eingeschränkt und der Beschwerdeführer
sei
nicht fahrtauglich. Für die weitere Bestimmung der Zumutbarkeit der bisherigen Tätig
keit sei das Ergebnis der sta
tionären psy
chiatrischen Therapie abzuwarten. Gegen
wärtig lasse sich aufgrund
der globalen Ein
schränkungen keine
be
hinde
rungsangepasste
Tätigkeit erkennen,
die für den Be
schwerdeführer mög
lich wäre. Auch für eine solche Tätigkeit müs
se
das Er
gebnis der stationären psy
chi
atrischen Therapie abgewartet werden. Wann
und in welchem Umfang mit der Wieder
auf
nahme der beruflichen Tätigkeit be
ziehungsweise mit der Erhöhung der Ein
satz
fähig
keit gerechnet werden könne, sei zurzeit noch nicht bestimm
bar. Es sei das Er
gebnis der stationären Therapie
in der
P.___
abzuwarten.
3.9
Dr.
med.
Q.___
, Assistenzarzt, und
Dr.
med.
R.___
, Facharzt für Psychiatrie und
Psy
chotherapie, Oberarzt, Therapeutischer Leiter,
S.___
,
diagnostizierten im Bericht vom 3
0.
November 2010
über den
Klinik
auf
ent
halt
vom 13. September bis 11. November 2010
(
Urk. 6/28/1-6; vgl. dazu auch Ur
k. 6/28/7-12
) eine mit
tel
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) bei
selbst
un
sicherer
und ver
meidender Persönlichkeits
struktur ungefähr seit dem Jahr
2000, eine an
haltende
somato
forme
Schmerz
störung
mit somatischen und psy
chi
schen Faktoren (ICD-10 F45.1), ein chroni
sches panvertebrales
Schmerz
symptom
mit Span
nungs
kopf
schmerzen bei dege
nerativen Veränderungen der Wirbel
säule, einer Skoli
ose der Brustwirbelsäule, eine
H
altungs
insuffizienz
und mus
kuläre
De
kon
ditionierung
sowie
eine
Epi
kon
dylopathia
radialis
. Als Diag
no
sen ohne Aus
wirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit hielten s
i
e
eine Adi
positas, einen
Nikotin
abusus
und einen Verdacht auf Schlafapnoesyndrom fest.
Der Beschwerdeführer sei als Bauarbeiter
seit
August 2009 bis auf weiteres zu
100
%
arbeitsunfähig. Aufgrund des Schmerzsyndroms bei
Dekonditionierung
und
degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule sowie der schweren psychi
schen Störung sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit im zu
letzt ausgeübten Beruf gegeben. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei derzeit zu 25
%
möglich.
Mittelfristig werde eine mehr als 50%ige Arbeitsfähigkeit in einem
behinde
rung
s
angepassten
Rahmen angestrebt. Obwohl mit der Wieder
auf
n
ahme der beruf
li
chen Tätigkeit
beziehungsweise Erhöhung der Einsatz
fähig
keit gerech
net werde, sei nicht absehbar, wann und in welchem Um
fang damit zu rechnen sei. Bei an
haltender Beschäftigungs- und Strukturlosigkeit zu
hause bestehe die Gefahr einer weiteren regressiven Ent
wicklung und Ver
stärkung der depressiven Symp
to
matik sowie der Schmerzsymptomatik bei an
hal
tender muskulärer
De
kon
di
tionierung
. Diese An
gaben gälten seit dem stationären Aufenthalt; ver
mutlich aber bereits seit mindestens acht bis zehn Monaten.
3.10
Am 1
2.
März 2011 (Urk. 6/31/1-4) nannte
Dr.
med.
T.___
Facharzt für All
gemeine Medizin, als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Störung, gegenwärt
ig eine schwer
e Episode, und einen Ver
dacht auf
ein Schlaf-Apnoe-Syndrom. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit führte er eine anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung, ein
en
Niko
tin
abusus
und eine Adipositas Grad-II an.
Dr.
T.___
hielt fest, dass
der
Beschwerdeführer seit mehreren Jahren unter ausgeprägter Müdigkeit, Schmerzen am ganzen Körper, Antriebslosigkeit und Ähn
lichem leide
. Die Beschwerden liessen sich trotz intensivierter
Behand
lungs
versuche
nicht beeinflussen.
Wegen der diffusen Zunahme
der
Depres
sivität habe
er
den Beschwerdeführer
zur weiteren psy
chiatrischen Betreuung
ans
B.___
über
wiesen. Die Prognose sei eher un
günstig. In Bezug auf eine medi
zinisch begrün
dete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
äusserte er sich nicht
; es seien ke
ine sichereren An
gaben möglich;
der Beschwerdeführer
sei
durch
diverse Kollegen krank
ge
schrieben worden
.
Dr.
T.___
machte ebenfalls keine
Angaben zu einer
möglichen Arbeitsfähigkeit in einer
be
hi
n
derungs
angepassten
Tätigkeit
.
3.11
In der Gesamtbeurteilung des
A.___
-
Gutachten
s
vom 14. Juli 2011 (Urk. 6/33)
, welche
auf
psychiatrische
n
und r
heumatologische
n
Untersuchung
en beruhte, wur
den
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
angeführt
(S. 13
lit
. E
Ziff.
1 f.).
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) erwähnten
die
A.___
-Gutachter
Schwierigkeiten bei der kul
tu
rellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3), Anpassungsprobleme bei Ver
änderun
gen der Lebens
umstände (ICD-10 Z60.0), Beschwerdeausweitung und
Selbst
li
mitie
rung
,
Pan
algiesyndrom
nicht organischer Genese ohne
Funktionsein
schränk
ung
en
, diffuse subjektive Hypästhesie der Arme und Beine, rezidivie
rende
Zer
vi
ko
brachialgien
ohne Funktionseinschränkung, ohne
radikuläre
Symptomatik be
i
radio
logischem Normalbefund und rezidivierende Lumbalgien,
statisch-my
algisch
b
edingt bei
skoliotischer
Fehlhaltung,
eine
Hyper
lordose der
Lenden
wirbel
säule
bei
Adipositas, muskulärer
Dysbalance
ohne
radi
kuläre
Symp
tomatik sowie re
zi
divierende
Zephalgien
.
In ihrer versicherungsmedizinischen Beurteilung und Synthese aus
den beiden
unter
suchten Fachgebieten hielten sie fest
(S. 14 ff.
lit
. F)
, aufgrund der vom Beschwerdeführer an
ge
gebenen Überlastung
s- und Überforderungssituation
mit erhöhtem Zeit
druck am Arbeitsplatz habe er ein vielfältiges, buntes,
organ
pa
tho
logisch
nicht be
gründbares Beschwerdebild unter Einschluss vegetativer Be
schwerden, Schmer
zen, Vergesslichkeit und Störung der Orientierung sowie trau
riger Ver
stim
mung und Schlafstörung entwickelt. Objektiv psychopatholo
gische Merk
male einer Depression seien nicht zu er
heben gewesen. Ferner
habe
auch der Serumspiegel
der nach Angaben des Be
schwerdeführers regelmässig ein
ge
nom
menen Antidepressiva
Surmontil
und
Dulo
xetion
deutlich im nicht
therapeutischen Bereich gelegen.
Dass die Medikamente offenbar nicht zu
ver
läs
sig eingenommen würden
spreche gegen einen entsprechenden
Leidens
druck
.
In der Vergangenheit sei bereits wiederholt darauf hingewiesen worden, dass die
soziale Situation des Beschwerdeführers mit ausschlaggeben
d
für
s
eine Situa
tio
n sein könnte. Gleichzeitig seien gute Ressourcen beschrieben worden, mit der
Ge
samt
situation
und auch
mit
seiner Befindlichkeit umzugehen.
Sowohl aus rheumatologischer als auch aus psychiatrischer Sicht könn
t
en keine wesent
lichen, die Alltags- oder Berufsfähigkeit einschränkenden Funktions
stö
rungen objektiviert werden. Die Arbeitsfähigkeit sei gesamthaft nicht einge
schränkt.
Die objektive Beurteilung stehe in deutlichem Gegensatz zu der Auffassung des Be
schwerdeführers selbst, der
sich für vollständig invalide ha
lt
e
. Die In
kon
sis
tenzen und demonstrativen Elemente hätten weder in der rheuma
tolo
gischen
noch in der psychiatrischen Untersuchung aufgelöst werden
können
, jedoch habe
sich auch hier ein deutlich verbessertes Belastungsmoment des Be
schwer
de
füh
rers bei der Schilderung der letzten Arbeitsplatzsituation gezeigt.
Die Prognose bleibe bezüglich einer künftigen beruflichen Wiedereingliederung
eher schlecht, wofür jedoch deutlich invaliditätsfremde Faktoren auslösend seien
.
Hinsichtlich
des Leistungsvermögens
führten sie ferner aus, es bestehe sowohl in
der bis
herigen als auch in einer Verweistätigkeit durchgängig eine Ar
beits
fähig
keit von 100
%
.
Retrospektiv sei nach den vorliegenden Unterlagen keine längerfristige Arbeits
un
fähigkeit nachweisbar, auch wenn während der Spitalaufenthalte eine kurz
fristige,
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe.
3.
12
In der Stellungnahme
vom 16.
November 2011 (Urk. 8/43)
diagnostizierten die Sachverständigen
des
B.___
eine schwere depres
sive Episode mit psychotische
n
Sy
mptome
n
(ICD-10, F32.2
[richtig: F32.3]
), ein chronisches
Pan
verte
bral
syn
drom
(
O.___
vom
8.
Juli 2010), eine
E
pi
condy
lopathia
humero
scapularis
(
O.___
vom
8.
Juli 2010) und einen Verdacht auf
ein
Sc
hlaf
apnoe
syn
drom
(
O.___
vom 8.
Juli 2010)
.
Ferner
äusserten
sie
Kritik
am
A.___
-G
ut
achten vom 1
4.
Juli 2011
(E.
3.11
hievor
)
und
sprachen
diesem
den
Be
weis
wert
ab. Insbesondere machten sie geltend, dass die Symptome
im Gutachten
nur ober
flächlich aufgenommen wor
den seien
,
der Tagesablauf unvollständig
und
die Aktivitäten deutlich über
zeichnet
worden
seien.
Schliesslich
monierten sie, dass weder eine
Fremd
anam
nese
noch eine neuro
psychologische Ab
klärung
vorgenommen
worden seien.
3.
13
Im
Bericht vom 2
8.
November 2011 (Urk. 6/45)
wiederholten
die Sachver
stän
digen des
B.___
ihre in der Stellungnahme vom 1
6.
November 2011 (E.
3.12
hie
vor
) gestellten Diagnosen und nannten neu eine schwere depressive Episode
ohne
psychotische Symptome als Diagnose
mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit
.
Der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit
dem
1
5.
Au
gust 2009
zu
100
%
ar
beitsunfähig; e
r sei überhaupt nicht belastbar und
mit allem über
fordert, tief depressiv und blockiert. Aufgrund seines Leistungs
pro
fils und der Diagnosen sei
er aber auch für sämtliche Tätig
keiten in der freien
Markt
wirt
schaft sowie zu Hause zu 100
%
arbeitsunfähig. In Anbetracht der deut
li
chen
Chronifizierung
sei die Prognose schlecht.
3.14
In der Stellungnahme vom 2
2.
Februar 2012 (Urk. 6/52)
zu den Berichten des
B.___
führten die
A.___
-Gut
achter in Ergänzung zu ihrem Gutachten vom 1
4.
Juli
2011 aus, die Symptome des Beschwerdeführers seien nicht oberflächlich auf
genommen worden, sondern hätten auf einer umfassenden psychiatrischen Ex
ploration beruht. Die im Be
richt dargelegten Halluzinationen seien nicht als echte
Halluzinationen im Sinne eines psychotischen Geschehens zu werten. Für ein psy
chotisches Ge
schehen ergäben sich keinerlei Anhalt
s
punkte in der Anamnese oder im psychi
schen Befund. Auch sei der Beschwerdeführer – im Gegensatz zu den Ausfüh
rungen des Berichtes aus dem
B.___
- vollumfänglich orientiert ge
wesen. Der Tagesablauf des Beschwerdeführers sei von ihm so dargestellt worden.
Es handle sich dabei im Wesentlichen um sub
jektive Angaben, die gegenüber dem
Behandler
und dem Gutachter sowie gegen
über anderen Menschen immer wie
der einmal differieren könnten. Eine neuro
psychologische Abklärung sei für eine Diagnosestellung und eine sozial
m
edizinische
Beurteilung nicht erforder
lich. Diese würde keine näheren Aufschlüsse bringen, zumal die vollständige
In
va
lidisierungsüberzeugung
des Be
schwerdeführers sich auch in der entspre
chen
den Kooperation und Motivation bei den subjektiv gestalteten Tests nie
der
schlagen dürfte.
Die leider zum Teil wertend gehaltenen Äusserungen der
Behandler
aus dem
B.___
könnten nach nochmaliger, ausführlicher Durchsicht des vorliegenden Gutach
tens nicht zu zusätzlichen fachlichen Erkenntnissen beitragen. Zudem fehlten die willensnah au
sgestalteten, deutlichen Inkons
istenzen, die
beim
Be
schwerde
füh
rer beobachtet worden seien, in den Fachangaben des
B.___
völ
lig.
Auch der weitere Bericht des
B.___
vom 2
8.
November 2011 könne so aus ob
jek
tiver Sicht nicht nachvollzogen werden. Ebenfalls fehlten hier vollständig die
be
wusstseinsnahen
Anteile des Beschwerdeführers, die Inkonsistenz im Ab
gleich mit der Beschwerdeschilderung,
dem
Verhalten des Beschwerdeführers und
dem
psy
chi
schen
Befund. Insofern sei der vorgelegte Bericht aus gutachterlicher
Sicht un
vollständig. Die Diagnose einer echten affektiven Erkrankung könne aus
unab
hängiger Sicht nicht gestellt werden.
Am Begutachtungsergebnis vom 2
9.
Juni 2011 werde somit vollumfänglich fest
gehalten.
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass beim Be
schwerde
führer so
wohl somatische als auch
gewisse
psychische Beeinträchtigungen be
stehen. Für die Frage, ob beziehungsweise inwieweit der Beschwerdeführer des
wegen in seinem Leistungs
vermögen eingeschränkt ist, kann auf das
bi
disziplinäre
A.___
-Gut
ach
ten vom
1
4.
Juli 2011 (inklusive Ergänzung vom 2
2.
Februar 2012, E. 3.14
hievor
) abgestellt werden (E.
3.11
hievor
).
Es
ist für die Be
ant
wor
tung der sich hier stellenden Fragen um
fassend und gibt namentlich
Aus
kunft über die Ar
beits
fähigkeit in der bisherigen sowie in
Verweistätigkeiten
unter
Be
rücksich
ti
gung der Schmerzkomponente und
weiterer die
Arbeits
fähig
keit
nicht
beein
flus
sende
r
Faktoren
.
Die Ex
pertise basiert auf ein
lässlichen rheumatologischen und psychiatri
schen Unter
suchungen, berück
sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit
diesen sowie
dem Ver
halten des
Beschwerdeführer
s
auseinander. Ins
besondere zeig
ten die Ärzte auf,
dass die objektive Beurteilung in deutlichem Gegensatz
zu
r
Auffassung des Beschwerdeführers steht, der sich für vollständig invalide h
ä
lt
(S.
15)
,
und dass die
Inkonsistenzen und demonstrativen Elemente weder in der rheuma
tologischen noch in der psychiatrischen Untersuchung aufgelöst werden
k
onnt
en.
Das Gutachten wurde weiter in Kennt
nis der
Vorakten
ab
ge
ge
ben, die Ärzte
nahmen Einblick in die Vor
berichte und würdigten die Er
geb
nisse im Rah
men ihrer
versicherungsmedizinischen B
eurtei
lung
und
Synthese
.
Im Einzelnen wurde nachvollzie
h
bar dar
ge
legt, dass
objektive
psychopatho
logi
sche Merkmale einer Depression nicht zu erheben gewesen
waren
und auch
aus
rheumatologischer Sicht keine Erkrankung
vorl
ag
, die
zu Funktions- und
Bewe
gungseinschränkungen
führ
t
e
(S. 14
f.
lit
F
, S. 26
Ziff.
4 unten)
.
B
e
züglich des
Lumbovertebralsyndroms
wurden
eine konsequente Gewichtsabnahme, kondi
tio
nie
rende Mass
nahmen sowie ein mus
kuläres Aufbautraining
als
notwendig
er
achtet und es als
unverständlich und kaum
nach
voll
zieh
bar
bezeichnet
, weshalb sich der Be
schwerde
führer so viel hinlegen müsse.
Die Schluss
fol
gerung, wonach der Beschwerde
führer
aus
bidisziplinärer
Sicht
sowohl in der bis
herigen als auch
in einer
Ver
weis
tätigkeit
zu
100 % arbeitsfähig sei, ist
plausibel
begründet.
Das
A.___
-Gut
achten
vom
1
4.
Juli
2011
respektive
2
2.
Februar 2012
entspricht damit den praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige me
dizinische Ex
pertise. Der Umstand, dass gemäss BGE 139 V 349 (
Bundesge
richts
urteil
9C_207/2012 vom
3.
Juli 2013) die Anforderungen an die medizinische Be
gut
ach
tung, wie sie in BGE 137 V 2010 für polydisziplinäre MEDAS-Be
gutachtun
gen
umschrieben worden sind, grundsätzlich sinngemäss auf
mono- und
bi
dis
ziplinäre
Expertisierungen
anwendbar sind, bedeutet nicht, dass solche nach
al
tem Standard eingeholte Gutachten ungeachtet ihrer je
weiligen Über
zeu
gungs
kraft den Beweiswert einbüssten (analog
Bundesgerichts
urteil
9C_148/2012
vom 1
7.
September 2012 E. 1.3 und 1.4).
D
ass der Beschwerdeführer
(
nach kurzfristigen Arbeitsunfähigkeiten
)
wieder voll arbeits
fähig sei
,
bestätigte auch der behandelnde Hausarzt Dr.
J.___
, der in seinem Bericht vom 1
2.
März 2010 (E. 3.4
hievor
) aus
führte, dass trotz sub
jek
tiver Arbeitsunfähigkeit mit der Wiederaufnahme der beruf
lichen Tätig
keit im Umfang von 100
%
ab
5.
September 2009 gerechnet wer
den könne.
Dass
Diver
genzen
zwischen den
geklagten
Beschwerden und den erhobenen Befunde
be
stehen, zeigte auch
Dr.
K.___
in seinem Be
richt vom 1
6.
April 2010 (E. 3.5
hievor
) auf
und
befand
den Be
schwerde
führer trotz subjektiv geklagter
Depres
sion als nicht de
pres
siv
; dieser interpretiere seine Lage zwar als schwere De
pres
sion, kriege aber seine ”Sammlung an AUF-Zeugnissen gut geregelt”
und wirke nicht depressiv
.
Zudem führte
Dr.
K.___
eben
falls Probleme in Zu
sammenhang mit der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60) auf. Auch die
Fach
personen
des
O.___
bestätigten
Diver
genzen
im vorer
wähnten Sinne
(E.
3.
7
hievor
).
4.2
Was den Bericht der behandelnden Fachpersonen des
B.___
vom 2
8.
November 2011 (E.
3.13
hievor
) anbelangt, wonach dem Beschwerdeführer
-
bei einer schwe
ren
depressiven Episode ohne psychotische Symptome, ein
em
chronische
n
Pan
vertebralsyndrom
, eine
r
epicondylopathia
humeroscapularis
und einem Ver
dacht auf Schlafapnoesyndrom
-
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätig
keit seit 1
5.
August 2009 und auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämt
liche Tätigkeiten in der freien Marktwirtschaft sowie zu Hause attestiert wurde, ist festzuhalten,
dass die genannten Befunde und Einschränkungen be
tref
fend die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen den
vom
Beschwerdeführer be
klag
ten subjektiven Beschwerden entsprechen. Eine Auseinandersetzung mit einer
möglichen
Be
schwerdeausweitung
respektive Selbstlimitierung
oder all
fäl
ligen willensnah ausgestalteten Inkonsistenzen
f
and
– wie die
A.___
-Gutachter in ihrer Stellungnahme vom 2
2.
Februar 2012 (E. 3.14
hievor
) geltend machten -
aus
weis
lich des besagten medizinischen Berichtes nicht statt, was aber ange
sichts
der dafür vorliegenden Anhaltspunkte in den Vor
be
richten so
wie im
A.___
-Gut
achten
angezeigt gewesen wäre.
Hinzu kommt, dass sie dem Be
schwerdeführer
be
reits
eine
Arbeits
unfähigkeit seit
dem
1
5.
August 2009 attestierten, obwohl er dannzumal noch gar nicht beim
B.___
in Behandlung stand.
Erwähnenswert er
scheint
auch, dass
in den zeitnahen Berichten vom 1
6.
und vom 2
8.
November 2011
einmal eine schwere depressive Episode
mit
psy
chotische
Symptome
n
(E.
3.12
hievor
)
und das andere Mal eine schwere depressive Epi
sode ohne psy
cho
tische Symptome
als Diagnosen genannt wurden.
Zu den von
Dr.
L.___
am
2
8.
September 2010 (E. 3.8
hievor
)
gestellten psy
chiatrischen Diagnosen einer schweren depressiven Episode ohne psy
choti
sche Symptome seit mindesten Januar 2010 und einer chronischen
Schmerz
störung
mit psychischen und somatischen Faktoren bestehen
d
seit August 2009
ist
an
zu
merken, dass die psy
chiatrische Exploration von der Natur der Sache her nich
t
er
mes
sens
frei
er
folgen kann.
Sie eröffnet dem be
gutachtenden Psychi
ater daher prak
tisch im
mer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschie
dene medi
zi
nisch-psy
chiatrische Interpretationen mög
lich, zulässig und zu res
pektieren sind,
sofern der Experte lege
artis
vor
ge
gangen ist (Urteil des Bundes
gerichts
8C_694/2008
vom 5. März 2009 E.
5.1 mit Hin
weis). Objektiv fest
stell
bare Ge
sichts
punkte, wel
che im Rahmen der psy
chi
atrischen Be
gutachtung durch
Dr.
med.
U.___
uner
kannt geblieben und ge
eignet ge
wesen
wären, zu ei
ner abwei
chen
den Beurtei
lung zu führen, sind nicht er
sicht
lich.
Hinzu kommt, dass
Dr.
L.___
das Er
gebnis der stationären psychiatri
schen Therapie
abwarten wollte
und damit die Arbeits
fähigkeit nicht
abschlies
send
beurteilte.
Die
A.___
-Gutachter
ihrerseits
befanden, eine entscheidende De
pression könne nach den Schil
derungen des Beschwerdeführers daraus nicht abgeleitet werden (Urk. 6/33 S.
16).
Was die Einschätzungen von
Dr.
Q.___
und Dr.
R.___
vom 3
0.
November 2010
(E.
3.9
hievor
) anbelangt
,
ist festzuhalten, dass
im besagten Bericht nicht schlüs
sig
dargelegt wurde, weshalb die gesundheitliche Problematik des Be
schwerde
füh
rers nicht überwindbar
sei
(vgl.
hiezu
auch Urk. 6/26 S. 16).
Hinzu kommt, dass sie dem Be
schwerde
führer
seit August 2009 und damit bereits vor Eintritt in die stationäre Be
handlung
eine
Arbeits
unfähigkeit attestierte
n, was nicht ohne wei
te
res nach
voll
ziehbar ist.
Hinsichtlich des Berichtes vom 1
2.
März
2011 (E.
3.10
hievor
)
ist anzumerken, dass
Dr.
T.___
als Facharzt für Allgemeine Medizin nicht über die nötigen Fach
kenntnisse verfügt,
um
eine psychiatrische Diagnose zu stellen.
B
ezüglich Befunderhebung
verwies er denn auch
auf weitere medizinische Berichte und
führte
zudem aus, dass keine gesicherte Einschätzung
bezüglich
einer medizi
ni
sch
begründeten Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tät
igkeit als Arbeiter
möglich sei;
der Beschwerdeführer
sei
durch andere Ärzte krank
ge
schrieben wor
den.
Im Übrigen darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten, der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im
Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Dies
gilt
analog für die behandelnden
Fachärzte.
4.3
Auch die weiteren im Recht liegenden
Berichte von
Dr.
G.___
und
Dr.
H.___
,
Dr.
C.___
(E. 3.1
hievor
),
Dr.
E.___
(E.
3.2
hievor
) und
von Dr.
M.___
und
Dr.
N.___
vermögen an der Beurteilung der
A.___
-Gutach
ter nichts zu ändern. Die behandelnden Ärzte
nannten in ihren Bericht
en
ledig
lich Diagnosen, ohne nähere Angaben zu funktionellen Ein
schränkungen be
zie
hungs
weise zur Arbeits
fähig
keit in bis
heriger sowie
be
hinderungs
ange
passter
Tätig
keit zu machen
.
Schliesslich äusserten sich auch die Fachpersonen des
O.___
(E.
3.
7
hievor
) nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
4.4
4.4.1
Die
Sachverständigen des
B.___
machten
gel
tend
,
die Annahme
, dass
der Be
schwer
deführer
regel
mässigen Kontakt zu Kollegen, Freunden und Ge
schwis
tern habe
,
sei falsch
. Zudem sei auch der Tagesablauf im Gutachten un
voll
ständig wieder
gegeben worden und die Aktivitäten deutlich überzeichnet. In Be
zug auf
diesen Kritikpunkt
kann
mit den
A.___
-Gutachtern davon
ausgegangen werden
,
dass
Kontakte, Tagesablauf und Aktivitäten vom Beschwerdeführer
so geschil
der
t wurden
.
4.4.2
Soweit
moniert wird
, es hätte sowohl eine Fremdanamnese als auch eine neuro
psycho
logische Abklärung durchgeführt werden sollen, ist festhalten, dass im Ver
zicht auf eine neuropsychologische Testung respektive Ein
holung
fremd
anam
nestischer
Auskünfte kein der Expertise anhaftender Man
gel zu erblicken ist, sind doch gemäss Qualitätsleitlinien für psy
chiatrische Gut
achten in der Eid
genös
sischen Invalidenversicherung der Schweizer
ischen Ge
sellschaft für Psy
chiatrie und Psychotherapie (SGPP) vom Februar 2012 Fremdauskünfte nicht in jedem Fall zwingend erforderlich (vgl. dazu Ziff. 5
, vgl.
hiezu
etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_270/2012 vom 2
3.
Mai 2012 E. 4.2 mit Hinweisen)
und
test
(neuro-)psycho
logische
Zusatz
unter
suchungen
lediglich bei be
gründeter In
dika
t
ion wie Verdacht auf neurokognitive Beeinträchtigungen oder bei schwer ob
jek
tivierbaren Beschwerden beziehungsweise geklagten Funktionseinbussen zu ver
an
lassen (Ziff. 4.3.2.2). Selbst dann ersetzen jedoch diese Verfahren nicht die
gut
achterlichen Bemühungen, sondern stellen einen Zusatzbefund dar, der in die
Gesamtbeurteilung einzubeziehen ist. Generell kann einem testmässigen Er
fassen
der Psychopathologie
im Rahmen der psychiatrischen Exploration
nur
ergän
zen
de
Funktion
beigemessen
wer
den; ausschlaggebend bleibt die klinische Un
tersuchung mit
Anam
nese
er
hebung
, Symptomerfassung und
Ver
haltensbeo
bach
tung
(
Urteil
des Bundes
ge
richts 9C_44/2007
vom
7.
April 2008
E. 3.2 mit Hin
weis
en).
4.4.3
Der Beschwerdef
ührer macht
e
ferner geltend
(Urk. 1 S.
6)
, d
ie
A.___
-
B
eg
ut
acht
ung
sei nicht lege
artis
durchgeführt worden,
i
nsbesondere
weil
kein Bericht der
be
han
delnden Therapeuten des
B.___
eingeholt worden sei. Die nachträgliche
Stel
lung
nahme des
A.___
vom 2
2.
Februar 2012 zum ärztlichen Bericht des
B.___
könne diesen Mangel nicht beheben, weil stets die (fast unüberwindbare) Ten
denz
bestehe, an einer einmal geäusserten Meinung festzuhalten.
In Bezug auf diesen Kritikpunkt ist festzuhalten,
dass es zwar
zutrifft
, dass den
A.___
-Gutachtern anlässlich der Begutachtung vom 1
8.
Mai respektive 2
9.
Juli 2011 die Berichte des
B.___
nicht vorgelegen hatten,
sie in
ihrer Beurteilung
a
ber die Be
richte der früher
behandelnden (Fach-)Ärzte
berücksichtigten,
die wie
bei
spielsweise
D
r.
L.___
(E.
3.8
hievor
) oder
Dr.
T.___
(E. 3.10
hievor
) be
reits eine schwere depressive Episode als Diagnose mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähig
keit genannt hatten, welche
allerdings
weder
im
A.___
-
Gut
achten vom 14. Juli 2011 (E. 3.11
hievor
) noch in
der
Stellungnahme vom 2
2.
Februar 2012 (E. 3.14) bestätig
t
werd
en
konnte
.
4.5
Nach dem Gesagten ist auf das
A.___
-
Gutachten
vom
1
4.
Juli
2011 (inklusive
ergänzende Stellungnahme vom 2
2.
Februar 2012)
abzustellen
. D
er medizini
sche
Sach
ver
halt ist als dahingehend erstellt zu betrachten,
dass der
Be
schwer
de
füh
rer so
wohl in bisheriger wie auch in behinderungsangepasster Tätigkeit zu 100 %
arbeitsfähig ist.
Von weiteren
Abklärungsmass
nahmen
sind keine neuen Erkennt
nisse zu erwarten, weshalb darauf zu ver
zichten ist.
5.
Was die erwerbliche Seite angeht, ist die bisherige
Tätigkeit als
Bauhilfsarbeiter
und Reiniger dem Beschwerdeführer weiterhin zumutbar (vgl. dazu Urk. 6/
33 S. 16
).
Bei einer Ar
beitsfähigkeit von 100 % in ursprünglicher und angepasster Tätig
keit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
6
.
Damit erweist sich die rentenabweisende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
29. Mai 2012 (Urk
. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
Leis
tungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die
Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
9
00.
-- fest
zu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
vom
unterlie
gen
den Beschwerdeführer zu tragen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 9
00
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung
und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Thomas
Gabathuler
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubDietrich