# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 298471ea-9c94-5ff4-bdc6-f69afb3e2af2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-30
**Language:** de
**Title:** Qualifikation als zu 50 % erwerbstätig und zu 50 % im Aufgabenbereich (Pflege der Grosseltern und des Gartens) tätig nicht zu beanstanden; kein Rentenanspruch.
**Docket/Reference:** IV.2015.00999
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00999.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00999
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Gohl Zschokke
Urteil
vom
30. November 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
Advokaturbüro
Kernstrasse
Kernstrasse 10, Postfach 8615, 8036 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1982, besuchte die Realschule.
Zwischen April 2001 und März 2004 war sie
bei
wechselnde
n
Arbeitgeber
n
angestellt
(
Urk.
8/6/2). Ab November 2005 war
sie
bei
der
zuständigen Ausgleichskasse
als selbständig er
werbstätig gemeldet, bezahlte
jedoch keine Beiträge (Urk.
8/6/2). Vom 1
6.
Juli 2008 bis zum 23.
Juni 2010
lebte
die Versicherte
in
Y.___
(
Urk.
8/2/2)
.
Anschliessend kehrte sie in die Schweiz zurück und
zog
in eine Woh
nung
im Haus ihrer Grosseltern
(Urk.
8/3/2
, 8/41/10
und 8/62/3
).
Am 1
1.
April 2012 meldete sich die Versicherte bei der
Sozialversicherungs
an
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an, da sie am
4.
März 2012 eine Hirnblutung erlitten habe (
Urk.
8/2). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche
(
Urk.
8/6)
und medizinische
(
Urk.
8/7,
8/9, 8/14
, 8/16 und
8/18
)
Abklärungen.
Am
2
3.
November 2012 teilte sie der Versicherten mit, es seien keine beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen angezeigt
,
und kündigte die Prüfung des Renten
anspruches an (
Urk.
8/17). Mit Vorbescheid vom
2
5.
April 2013
stellte sie die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht
(
Urk.
8/20 und 8
/21),
da kein dau
erhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Dagegen liess
die Versiche
rte
, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Pier
r
e Heusser,
Einwand erheben (Urk.
8/22 und 8
/25) und
ergänzende
medizinische Unterlag
en ein
reichen
(vgl.
Urk.
8
/26)
.
In der Folge
wurden
weitere
Arztberichte beigebracht
und eingeholt
(
Urk.
8/38, 8
/41
, 8/46 und 8
/50
).
Mit s
chriftlicher Mitteilung vom 7.
Februar 2014 erteilte die IV-Stelle der Versicherten
Kostengutsprache für ein D
reirad mit
Elektroan
trieb
(Urk.
8/54).
Nach dem Eingang weiterer medizinischer Unterlagen (
Urk.
8/57)
liess die IV-Stelle die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Be
ruf und Haushalt abklären (Urk.
8/62).
Am 3
0.
März 2015 erliess die IV-Stelle erneut einen negativen Vorbescheid (Urk. 8/65), gegen den der Rechtsvertreter der Ver
si
cherten Einwand erhob (Urk. 8/66
).
Der Einwand
wurde durch
den
substitu
tionsbevollmächtigten
Büropartner Rechtsanwalt Karl
Kümin
ergänzend begrün
det (
Urk.
8/68
und 8/69
).
Mit Eingabe
6.
August 2015
(
Urk.
8/74)
reichte
dieser
auch
verschiedene
Unterlagen
betreffend die Bewerbungsbemühungen der Ver
sicherten
und deren finanzielle Unterstützung durch diverse Personen
vor Ein
tritt des Gesundheitsschadens
ein
(Urk.
8
/74 und 8/75
). Dazu nahm die
Abklä
rungsperson
am
9.
September
2015 schriftlich Stellung und
hielt an ihrem
Abklärungsbericht fest (
Urk.
8/82).
Mit Verfügung vom 8.
September 2015 ver
neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch
(Urk. 2 = Urk.
8/
8
3
).
2.
Gegen die Verfügung vom 8. September
2015 liess die Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser,
mit Eingabe vom
2
4.
September
2015
(Ur
k. 1) Beschwerde erheben
mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr nach Ablauf der Wartefrist eine Invalidenrente zu
zusprechen, unter Eventualabfolge: eine ganze Rente, eine
Dreivier
t
el
s
rente
, eine
halbe Rente beziehu
ngsweise eine
Viertel
s
rente
. Eventualiter sei das Verfahren zur Vornahme weiterer Abklärungen gemäss den nachfolgenden Ausführungen
an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
Alles
unter Kosten- und
Entschä
digungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2
f
.
). Ferner
wurde
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung
von Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser als unentgeltlicher Rechtsvertreter ersucht
(Urk. 1 S. 2). Am
21
.
Oktober
201
5
schloss die IV-Stelle auf
Abweisung der Be
schwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom
3.
November
201
5
wurde der Beschwer
deführerin die unent
geltliche Prozessführung gewährt, Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser als unentgeltlicher Rechtsvertreter ernannt und die Beschwerdeantwort
zur Kenntnisnahme zugestellt
(Urk.
11
).
Am 8. September 2016 reichte Rechts
anwalt
Dr.
Pierre Heusser seine Honorarnote ein (
Urk.
13 und 14).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein
(
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
ti
gen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Er
werbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu be
messen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung
; vgl.
dazu IV-Rundschreiben Nr.
355 des Bundesamtes
f
ür Sozialversicherungen [
BSV
]
vom 3
1
. Oktober 2016
).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nichter
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person be
i im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung;
IVV).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozialver
si
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
weisen).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E.
3.3 in
fine
). Ist jedoch anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät
zen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
IVG
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwen
dung wie bei ohne Gesundheitssc
haden voll Erwerbstätigen (Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
deneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeüb
te
n Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E.
4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zu
mu
t
bare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditäts
bemessungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willens
entscheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
einträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusse
ren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer
Geschehens
abläufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn
darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitbe
rück
sichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf
bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Ur
teile des Bu
ndesgerichts
9C_287/2013 vom 8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezem
ber
2013, je
mit Hinweisen).
1.4
Die von einer qua
lifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Ein
schränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5.
September 2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen
Fach
person
, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushalt
füh
rung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahme
fällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bun
des
gerichts
8C_817/2013 vom 28.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
träch
tigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundes
gerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Haus
pflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behin
de
rung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes
Abklä
rungsberichts
, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit
von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im
Gesund
heitsfall
betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai
2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
2.
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung in Betracht, der Beschwerdeführerin sei eine behinderungsangepasste Tätigkeit mit einem Pen
sum von 25
%
zumutbar. Die Abklärungen hätten ergeben, dass sie
ohne ge
sund
heitliche Einschränkungen
lediglich zu 50
%
erwerbstätig wäre, um sich weiter
hin um ihre Grosseltern kümmern zu können.
Ausgehend von einer Ein
schrän
kung von 25 % im erwerblichen Bereich und von einer Einschränkung von 18,5
%
im Aufgabenbereich, welche
sie
je mit 50
%
gewichtete, ermittelte
die
Beschwerdegegnerin
einen Gesamtinvaliditätsgrad von 34
%
, der keinen Rente
n
anspruch zu begründen vermöge (
Urk.
2).
Demgegenüber
liess die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen de
n
Standpunkt vertreten,
im Gesundheitsfall
wäre
sie
zu 100
%
erwerbstätig
. Die
Beschwerde
gegnerin
habe
deshalb
zu Unrecht eine Invaliditätsbemessung nach der ge
mischten Methode vorgenommen. Darüber hinaus sei es nicht korrekt, dass die Beschwerdegegnerin
bei der Invaliditätsbemessung
für den
erwerblichen Bereich
auf einen Leidensabzug verzichtet
habe
und
lediglich von einer Einschränkung von 18,5
%
im Aufgabenbereich
ausgegangen sei
(Urk.
1)
.
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht ist vorab festzuhalten, dass d
ie behandelnden Ärzte der Klinik für Neurochirurgie des
Z.___
die folgenden Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
stellten
(
Urk.
8/9/2
,
8/14/1
,
8/16/1
und 8/18/1
):
Intracerebrale
Massenblutung links frontal
-
Status nach osteoplastischer Kraniotomie links frontal und
Hämatom
eva
kua
t
ion
am
4.
März 2012
-
a
ngiographisch ohne Nachwei
s
einer Gefässmalformation
-
Vaskulit
isscreening
negativ
.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die
Abruptio
bei erklärter Notlage
(bei Status
nach 2-maliger
Abruptio
1996 und 2001
sowie
Extrauterin
gra
vidität
rechts
2001
)
, der
Status nach Pneumothorax 2001
, der
Status nach
Ad
nexitits
1997
und der
Status nach Alkoholabus
us,
Cannabisabusus
und selten
K
okainabusus
(
Urk.
8/9/2
,
8/14/1
,
8/16/1
und 8/18/1
)
.
Bereits am
3.
Juli 2012
vermerkten
die Behandler
eine eindrückliche Erholung der präoperativen Hemiplegie und Aphasie (
Urk.
8/9/2).
A
m 23. August
2012
stellten sie
weiterhin eine rechtsseitige Hemiparese
fest. Es bestehe
noch eine erhöhte Ermüdbarkeit u
nd gemäss Angaben der Versicherten
eine schnellere Gereiztheit (
Urk.
8/14/2).
Sie erhoben a
m
9.
Oktober
2012 eine
Prononation
rechtsseitig im Armvorhalteversuch und eine
leichtgradige
motoris
che
bein
betonte
Hemisymptomatik
. Wegen der Letztgenannten sei nur das Fahren eines Automatikautos mit Bremsen für beide Füsse möglich
(Urk.
8/26/3).
3.2
Vom 2
2.
Dezember 2012 bis zu
m 1
1.
Januar 2013
wurde
die Beschwerde
füh
rerin
wegen einer weiteren
Abruptio
in der Gynäkologischen Poliklinik des
Z.___
behandelt (
Urk.
8/26/7).
3.3
Am 2
6.
Juli 2013 liess
s
ich
die Beschwerdeführerin
erneut in der Klinik für Neu
rochirurgie des
Z.___
untersuchen,
da sich
seit
der letzten Konsultation vom
Oktober 2012
bezüglich der klinischen-neurologischen Symp
tomatik
keine Verbesserung mehr ergeben habe. Aufgrund der nicht mehr mög
lichen Arbeitsaufnahme habe sie psychische Probleme im Sinne von Angst
zu
ständen und Panikattacken entwickelt
(
Urk.
8/38/1)
.
Es wurde darauf
im Bericht vom 3
0.
Juli 2013
festgehalten, die Versicherte sei selbständig mobil bei persistierendem
Hemisyndrom
rechts mit
Mobilitätsein
schränkung
, Gangunsicherheit und eingeschränkter Kraftentwicklung im Ver
gleich zur Gegenseite. Es gebe fortbestehende Koordinationsstörungen und das Gangbild sei unsicher im Sinne einer leicht- bis mittelgradigen spastischen
Hemiparese rechtsseitig
(Urk.
8/38/1).
Gegenwärtig erscheine eine normale Arbeit
saufnahme nicht möglich, weshalb eine erneute Abklärung, möglicher
weise mit einem arbeitsmedizinischen G
utachten, empfohlen werde (Urk.
8/38/2
).
3.4
Ab dem
2.
Juli 2013
behandel
t
e
Dr.
med.
A.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
die Beschwerdeführerin.
In
seinem Bericht vom 1
0.
September 2013
(
Urk.
8/41)
stellte er die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/41/22-23):
Panikstörung mit Agoraphobie und sozialphobischen Anteilen (ICD-10: F40.01)
, Beginn
2008
,
Verstärkung
ab März 2012
, neuerdings leicht rückläufig
E
motional instabile Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1)
Intracerebrale
Massenblutung am
3.
März 2012 (ICD-10:
I61.9) mit nachfolgen
der osteop
lastischer
Craniotomie
und
Hämatomevakuation
am 4. März 2012, anhaltendes
Hemisyndrom
rechts, stationäre Rehabilitation, antiepileptische Behandlung und Ergo- bzw. Physiotherapie, aktuell noch persistierend, seit November
2012 stationär, eine leicht- bis doch eher und überwiegend mittel
gra
dige spastische Hemiparese rechts (ICD-10: G81.1).
Seit dem
3.
März
2012
bestehe ein komplexer neuropsychiatrischer
Gesund
heits
scha
den
, woraus eine noch eine unbestimmt
e
Zeit anhaltende Minderung der Ar
beitsfähigkeit respektive
eine
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten re
sultiere, die
er
mit 70 bis 80
%
beziffer
e
. Es bestehe jedoch in begründeter
Weise
die
Aussicht, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten mit objektiven Hilfen wieder signifikant anzuheben (
Urk.
8/41/26).
Wie lange dies dauern werde,
lasse sich
nicht verlässlich beurteilen (
Urk.
8/41/28).
Die Rückfragen der IV-Stelle, ab wann aus seiner Sicht mit
Integrationsmass
nahmen
begonnen werden könnte und ob die Auferlegung einer
Schadenmin
derungsmassnahme
hinsichtlich des Suchtmittelkonsums geeignet wäre, die Wiedererlangung der Arbeit
sfähigkeit zu erleichtern (Urk.
8/48)
,
beantwortete
Dr.
A.___
mit Schreiben vom 17.
November 2013 (
Urk.
8/50).
Darin
empfahl er,
im Februar oder März 2014 ein Assessment durchzuführen,
um das
weitere Prozedere, insbesondere betreffend
Integrations
massnahmen
festzule
gen
. Die aktuelle Entwicklung lasse immerhin hoffen, die explizite Formulie
rung
einer Schadenminderungspflicht hinsichtlich der Einschränkung des
Sucht
mittel
konsums
könne
vorerst entfallen, da die Versicherte den
Substanz
gebrauch
(Alkohol, vorzugsweise Bier und Wein, keine Spirituosen, keine an
deren psy
cho
tropen Substanzen, ausser vorübergehend die verordneten Ben
zodiazepine) ge
mäss den Laborergebnissen der durchgeführten Kontrollen in den Griff be
kommen
habe (
Urk.
8/50/2).
3.5
Bei einem Fahrrads
turz am 2
5.
Mai 2014 zog sich die Beschwerdeführerin eine Fraktur des Os Metacarpale I zu
, die am
6.
Juni 2014 operativ mit einem
Spick
draht
versorgt wurde. Es wurde ihr deswegen vom
6.
Juni bis zum 2
2.
Juli 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Bei der Nachkontrolle am 2
2.
Juli 2014 war der Bewegungsumfang normal
und beschwerdefrei (Urk.
8/57/17-21).
3.6
In einem Verlaufsbericht vom
4.
Oktober
2014 (
Urk.
8/57) wiederholte
Dr.
A.___
die bereits gestellten Diagnosen
(
Urk.
8/57/7)
und attes
tierte eine Arbeitsunfähigkeit von 70 bis 80
%
sowohl in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (Verkauf auf dem Markt, Beschäftigung als Floristin usw.) als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit
(Urk. 8/57/13)
.
4.
4
.1
Es ist strittig und vorab zu prüfen,
ob die
Beschwerdeführerin
zu Recht als
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
zu 50 % anstatt zu 100
%
erwerbstätig
qualifiziert wurde
.
4
.2
Gemäss Haushaltabklärungsbericht vom
3
0.
März 2015 (
Urk.
8/62)
fand die Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt am
22. Dezem
ber 2014
zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Beisein
ihrer Mutter
statt
(
Urk.
8/62/1)
. Die Beschwerdeführerin habe erklärt,
sie habe in
Y.___
einen 400
-
Euro-Job in einem Blumenladen und zusätzlich eine
Teil
zeittätigkeit
mit einem monatlichen Einkommen von ca. 800.-
-
Euro gehabt. Seit ihrer Rückkehr in die Schweiz habe sie nicht
mehr
gearbeitet. Sie habe sich um ihre Grosseltern gekümmert (
Urk.
8/62/2).
Zur Frage, wie sich die berufliche Situation ohne Gesundheitsschaden präsentie
ren würde, habe die Beschwerdeführerin ausgeführt, d
ie Grundidee sei gewesen, nach der Rückreise in die Schweiz eine Anstellung in einem Teilzeitpensum zu suchen, um sich um ihre Grosseltern und den Garten kümmern zu können. Sie habe stunden
weise
arbeiten wollen, um am Morgen für ihre Grosseltern da zu sein. Ein 50%iges Pensum wäre ideal gewesen. Sie habe sich an ein paar Orten um eine Teilzeitstelle beworben. Zu einer Anstellung sei es aber nicht ge
kommen. Beim
B.___
sei eine 50%-Stelle als Verkäuferin
ausge
schrieben gewesen. Diese Stelle wäre ideal gewesen, da sie weiterhin
ihre
Grosseltern hätte
betreuen können
. In einem Blumenladen
in C.___
habe sie sich auch um ein Teilzeitpensum beworben. Bewerbungsunterlagen seien keine vorhanden (Urk. 8/62/3).
4
.3
Dagegen liess die Beschwerdeführerin
später
vorbringen
, die Wiedergabe ihrer Aussagen
sei nicht korrekt. Sie habe das so nie gesagt. D
ie betreffenden
An
gaben
im Abklärungsbericht
habe sie weder vorab gekannt noch unterzeichnet
noch
genehmigt.
Sie stellten
lediglich eine einseitige Äusserung der Mitarbei
terin der Beschwerdegegnerin dar und müss
t
e
n
deshalb kritisch gewürdigt werden.
Es könne nicht darauf abgestellt werden. Insbesondere
werde bestritten, dass
ihren Ausführungen zufolge
ein 50
%
-Pensum ideal gewesen wäre. Als unge
lernte Hilfskraft hätte sie nur einen Minimallohn von etw
a Fr.
3‘000.--
er
warten können. Mit einer 50%igen Anstellung
hätte sie
lediglich ca.
Fr.
1‘500.-- pro Monat verdien
t
und
unmöglich ihren Lebensunterhalt
zu bestreiten
ver
mocht
(
Urk.
1 S. 4 f.
, 7 und 8
f
f.
).
4.4
Zum Vorwurf der falschen Protokollierung ist
zu bemerken, dass
dafür
keinerlei Anhaltspunkte bestehen.
Der Umstand allein, dass die Abklärungsperson ihren Bericht praxisgemäss nicht von der Beschwerdeführerin unterzeichnen liess (
Urk.
1 S. 4
, 8 f. und 10 f. sowie
Urk.
8/68/3
; vgl.
Urk.
8/62), genügt jedenfalls nicht.
Insbesondere führte die Beschwerdeführerin – insoweit unbestritten – damals
selbst
gegenüber der Abklärungsperson
aus, sie sei bisher mit wenig Geld ausgekommen. Bis das Sozialamt im Herbst 2012 habe involviert werden müssen, habe sie bei ihren Grosseltern Kost und Logis gehabt. Man habe keine spezielle Vereinbarung getroffen. Es habe sich um ein gegenseitiges Geben und Nehmen gehandelt. Freunde und ihre Eltern hätten sie finanziell unterstützt. Erst nach der Erkrankung seien ihre Ansprüche gestiegen, da sie
nun
auf teure Therapiegeräte und teurere Schuhe angewiesen sei. Besuche im Thermalbad täten ihr gut, sie müsse sie aber selber bezahlen (
Urk.
8/62/3).
Diese
Schilde
rung
en
wurden durch
die
im
Einwandverfahren
beigebrachten
Bestätigungen be
züglich einer
monetären
Unterstützung
durch
D.___
(
Urk.
8/75/2),
E.___
(
Urk.
8/75/3)
und
F.___
, die Mutter der Beschwerde
führe
rin
(Urk. 8/75/6)
,
untermauert
. Überdies ist dokumentiert, dass
I.___
der Beschwerdeführerin einen
monatliche
n
Mietbeitr
ag
von Fr. 300.
-- bezahlte
(Urk.
8/75/5)
. Unter diesen Umständen ist nicht davon auszugehen
, die
Be
schwerdeführerin
hätte
die strittigen Angaben
bereits aus finanziellen Grü
nden nie gemacht
(vgl.
Urk.
1 S. 9 f.)
.
Es ist auch sonst nichts ersichtlich, weshalb die Abklärungsperson die Schilderungen der Beschwerdeführerin nicht korrekt wiedergegeben haben sollte.
Es kann folglich auf die Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der
Abklä
rungsperson
abgestellt werden,
wie sie
im Abklärungsbericht vom 30. März 2015
festgehalten wurden.
Daran vermag auch die Behauptung in der Be
schwerdeschrift nichts zu ändern, beim fraglichen Bericht handle es sich um
ein
„Geheimprotokoll“
(
Urk.
1 S. 7)
beziehungsweise  einen „Geheimbericht
“
(
Urk.
1 S. 9)
.
Die Beschwerdeführerin und ihr
Rechtsvertreter
hatten
spätestens
durch den
Vorbescheid vom 3
0.
März 2015
Kenntnis
davon
erhalten (
Urk.
8/65)
.
Der
Haushaltabklärungsbericht
wurde ihnen
darauf –
als Bestandteil der zur Ein
sichtnahme
bestellten
Akten
(Urk. 8/66 und 8/67) – zugesandt
.
Es bestand folg
lich die Möglichkeit
, sich im Rahmen des
Einwandverfahrens
dazu
zu
äussern.
Diese wurde denn auch eingehend genutzt
(vgl.
Urk.
8/68
).
Von einem „
Ge
heim
protokoll
“
oder „Geheimbericht“
kann vor diesem Hintergrund nicht die Rede sein.
4
.5
Den Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson kommt zur Klärung der Statusfrage ein besonderes Gewicht zu, da sie als sogenannte Aussagen der ersten Stunde als unbefangener und zuverlässiger gelten als spä
tere Darstellungen (vgl.
BGE 121 V 45 E. 2 und
das Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2011 vom 9. Juli 2012 E. 5.5 mit Hinweisen). Darüber hinaus hat die Beschwerdegegnerin
korrekt und zutreffend
weitere Indizien wie
die
Erwerbsbi
ographie
und
die
Arbeit
s
s
uchbemühungen seit
der
Rückkehr in die Schweiz berücksichtig
t (Urk.
8/62/4)
.
Gemäss IK-Auszug
(
Urk.
8/6)
verdiente die Beschwerdeführerin von April bis Dezember 2001
Fr.
15‘724.--, von September bis Dezember 2002
Fr.
368.--, von Januar bis Dezember 2003
Fr.
11‘344.-- und
von Januar bis März 2004 Fr.
2‘917.-- (
Urk.
8
/6/2). Selbst
in Anbetracht
des Umstands, dass die Beschwer
deführerin
über keine
Berufsausbildung verfügt und dementsprechend
nur einen geringen Stundenlohn
von ihren damaligen Arbeitgebern
erhalten haben dürfte,
bestehen keinerlei Anhaltspunkte für ein geleistetes Arbeitspensum im höheren Prozentbereich
.
Betreffend die Zeit ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit lässt sich dem IK-Auszug nichts entnehmen, da die Beschwerdeführerin keine Abga
ben entrichtet hat.
Auch in
ihrem Lebenslauf führte sie
diesbezüglich
lediglich aus, sie habe sich als selbständige Floristin und als Markfahrerin für Obst und Gemüse betätigt (Urk. 8/57/15-16).
Während ihres Aufenthalts in
Y.___
übte die Beschwerdeführerin ihren Angaben zufolge einen
400-Euro-Job in einem Blumenladen und zusätzlich eine Teilzeittätigkeit
als Kassiererin
mit einem monatlichen Einkommen von ca. 800.-
-
Euro
aus (
Urk.
8/57/15 und 8/62/2). Es mag zutreffen, dass das Lohnni
veau in
Y.___
tiefer
ist als
dasjenige
in der Schweiz. Dennoch
erscheint die erstmals mit dem Einwand vorgetragene
und in der Beschwerdeschrift wie
derholte
Behauptung, diese Tätigkeiten hätten einem 100%-Pensum entspro
chen (
Urk.
1 S. 11 und
8/68/4), als
un
glaubhaft. Sie wurde
denn
auch nicht ansatzweise belegt.
Selbst wenn
aber
die Beschwerdeführerin während ihres
rund zweijährigen Auslandsaufenthalts
tatsächlich eine
Vollzeittätigkeit
ausge
übt haben sollte, vermöchte dies nichts zu ihren Gunsten zu bewirken. Einer solchen käme nebst den
zahlrei
chen weiteren
und zum Teil auch aktuelleren
In
dizien
,
die
klar gegen ein 100
%
-Pensum im Gesundheitsfall sprechen, lediglich eine untergeordnete Bedeutung zu.
Ebenfalls erst im
Einwandverfahren
liess die Beschwerdeführerin neu geltend
machen, sie habe nach ihrer Rückkehr aus
Y.___
ein volles
Arbeitspen
sum
von 90-100
%
angestrebt. Zwar habe sie sich
auch für einzelne
Teilzeit
stellen
beworben, sie hätte
solche
jedoch auch
kumulieren können (Urk. 8/68/3-4; vgl.
auch
Urk.
1 S.
5).
Zum Beleg ihrer Suchbemühungen reichte die Be
schwerde
führerin eine Bestätigung vom
1.
Juli
2015 ein, gemäss welcher sie sich zwischen 2010 und 2012 mehrmals um eine Festanstellung als Floristin bei
G.___
beworben hatte
.
Auf derselben wurde
ferner
festgehalten, es
habe keine Kapazität für eine zusätzliche Angestellte bestanden
, d
a lediglich ein kleines Geschäft betrieben werde
(Urk.
8/75/1)
.
Einem Schreiben von
E.___
zufolge suchte die Beschwerdeführerin eine Stelle als Vollzeitkraft und nahm für das Ausdrucken ihres Lebenslaufs und ihrer Bewerbungen mehrfach
die
Hilfe
von
E.___
in Anspruch (Urk. 8/75/3). Überdies gab die Be
schwerdeführerin ein Bewerbungsschreiben
vom 1
0.
August 2010 für
eine 80
%-Stelle als Verkäu
f
erin bei
H.___
zu den Akten (
Urk.
8/75/4).
Ge
mäss dem Bestätigungsschreiben ihrer Mutter
F.___
vom
6.
Juli 2015 erhielt sie
aufgrund dieser Bewerbung
eine Einladung zu einem Vorstellungs
gespräch, das in keiner Anstellung mündete (
Urk.
8/75/6).
I.___
er
klärte am 2
0.
Mai 2015 schriftlich, die Beschwerdeführerin sei auf der Suche nach einer Festanstellung gewesen,
als
er von November 2011 bis Juni 2012 bei ihr gewohnt habe
(Urk.
8/75/5).
Schliesslich bestätigte auch
der damalige Lebenspartner
und Mitbewohner (vgl.
Urk.
1 S. 6)
D.___
, die Beschwer
de
führerin
habe sich
zwischen Mai 2010 und April 2012 auf Arbeitssuche
be
fun
den
(Urk. 8/75/2).
Den
weiteren
schriftlichen Angaben ihrer Mutter
F.___
zufolge bemühte sie sich nach ihrer Rückkehr aus
Y.___
intensiv um eine Arbeitsstelle
, ohne eine solche zu finden
(Urk.
8/75/6).
Bei
der geschilderten Aktenlage
wurde
von Seiten der Beschwerdeführerin zu Unrecht gerügt, die Beschwerdegegnerin
habe aktenwidrig festgehalten,
es fehlten
Bewerbungsunterlagen, die auf ein Vollzeitpensum schliessen
liessen
(
Urk.
1 S. 8).
Immerhin wurde richtig erkannt, dass lediglich ein
einziges Be
werbungsschreiben für eine Stelle mit einem Pensum von 80
%
vorhanden ist
(
Urk.
1 S. 8).
Selbst wenn
J.___
– wie in der Beschwerdeschrift behauptet
(
Urk.
1 S. 5 f.)
– als Zeuge bestätigen würde, die Beschwerdeführerin habe sich (mehrfach) um eine 100%ige Anstellung beim Blumengeschäft
G.___
beworben, vermöchte dies nichts zu Gunsten der Beschwerde
führe
rin zu bewir
ken. Mangels
eines entsprechenden Bedarfs
wurde
für das erwähnte Geschäft
gar nie Personal gesucht
. Auf die beantragte
Zeugenein
ver
nahme
von
J.___
(
Urk.
1 S. 6) ist deshalb zu verzichten.
Es ist auch nicht erfor
derlich,
K.___
vom Geschäft
H.___
als Zeuge zu be
fragen (
Urk.
1 S. 6), da
dies
zu keinen wesentlichen neuen Erkennt
nissen führen würde. Letzteres wurde denn auch nicht ansatzweise von Seiten der Beschwer
deführerin behauptet (vgl. Urk. 1). Das Selbe gilt bezüglich der
weiteren bean
tragten Zeugenbefragungen und einer Parteibefragung der Beschwer
deführerin (
Urk.
1 S. 7).
4
.6
Unter Würdigung der gesamten Umstände erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall
bei Erlass der angefochtenen Verfügung am
8.
September 2015
in einem Pensum von mehr als 50
%
erwerbstätig
gewesen
wäre.
Vielmehr
stellt sich die Frage, ob über
haupt eine Arbeitstätigkeit in einem nennenswerten Umfang, geschweige denn
in
einem solchen von immerhin 50
%
,
als überwiegend wahrscheinlich erscheint
. In die
sem Zusammenhang fällt ins Gewicht
, dass die Beschwerdeführerin seit
ihrer
Rückkehr aus
Y.___
am 2
3.
Juni 2010 bis zum Eintrit
t des
Gesund
heits
schadens
am 4.
März 2012, mithin
während
rund zwei Jahre
n
erfolglos
Arbeitssuchbemühungen
betrieb
. Diese waren
rudimentär,
auf ein enges
Beschäf
tigungsfeld
beschränkt
und – wie
I.___
richtig erkannte (Urk. 8/75/5) – angesichts der beruflichen Erfahrung der Versicherten wenig aussichtsreich
, ungeachtet dessen, ob sie auf eine Vollzeit- oder
eine
Teilzeitstelle abzielten
.
Die Beschwerdeführerin verzichtete a
uf eine Anmeldung beim Regio
n
alen Arbeitsvermittlungszentrum, welches
sie
zumindest
bei der
Stellen
suche
hätte
beraten und unterstützen können, auch wenn
keine Taggeldansprüche bestan
den
(
Urk.
1 S.
15)
.
Von ernsthaften Suchbemühungen, die auf einen ent
sprech
enden Arbeitswillen schliessen liessen,
kann vor diesem Hintergrund nicht die Rede sein.
Hinzu kommt, dass
die Beschwerdeführerin als Gesunde jahrelang einen bescheidenen Lebensstandard pflegte, den sie dank der Beiträge ihrer Verwandten und weiterer Personen ohne Unterstützung der Sozialhilfe
– und seit ihrer Rückkehr in die Schweiz rund zwei Jahre ohne Erwerbstätigkeit –
zu finanzieren vermochte
. Ein finanzieller Druck, etwas an ihrer beruflichen Situation zu verändern, war damit nicht vorhanden.
Es ist daher zu bezweifeln, dass die Versicherte ohne Eintritt des Gesundheitsschadens
bis zum 3
0.
März 2015
überhaupt wieder arbeitstätig geworden wäre.
Dies kann
jedoch offen bleiben
,
da auch die Annahme einer 50%igen Erwerbstätigkeit im
Gesundheits
fall
– wie zu zeigen sein wird – zu keinem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führt
.
5
.
5
.1
Zur Ermittlung der Einschränkung im
erwerblichen Bereich
ist
ein
Einkommens
vergleich
durch
führen
.
Bei demselben
gingen
beide
Parteien übereinstimmend mit der medizinischen Aktenlage von einer 25%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit aus (vgl.
Urk.
1 S. 4, 2 S.
2, 8/61/26, 8/57/13 und 8/64/4).
Zu
Recht wurde auch von keiner Seite in Frage gestellt, dass im vorliegenden Fall sowohl das
Validen-
als auch das
Invalidenein
kommen
ausgehend von
der
Lohnstrukturerhebung
(
LSE
)
2012, Tabelle
TA1
,
Kompetenzniveau 1, Total, Frauen
, d.h.
Fr.
4‘112.
-- pro Monat
zu ermitteln ist
(
Urk.
1,
2 und
8/63
; BGE
142 V 178 E. 2.5.7
)
.
5
.2
In der Beschwerdeschrift wurde
einzig
gerügt,
die Beschwerdegegnerin
habe nicht
wie gefordert (vgl.
Urk.
8/68/2 und 8/68/5) beim Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug
von mindestens 20
%
berücksichtigt
(
Urk.
1 S. 4 und 13).
Die
Beschwerdeführerin
könne
bloss Teilzeit arbeiten. Überdies stelle sich die Frage, welcher Arbeitgeber dazu bereit sei, einer Person
einen
Durch
schnittslohn
zu bezahlen
, der die Folgen eines Hirnschlags ins Gesicht geschrie
ben stünden, die mit einem IV-Dreirad fahre
und zum Gehen Stöcke benö
tige
(
Urk.
1 S. 13; vgl. auch
Urk.
8/68/5).
5.3
Praxisgemäss kann von dem anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelten
Invali
deneinkommen
unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Dieser soll persönlichen und beruflichen Umständen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationali
tät/
Aufenthalts
ka
tegorie
und Beschäftigungsgrad) Rechnung tragen, welche ne
gative Auswir
kungen auf die Lohnhöhe der gesundheitlich beeinträchtigten Person haben
können. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das
Invalidenein
kommen
ist nac
h pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchs
tens 25
%
zu begrenzen ist (BGE 126 V 75).
5.4
Zum Beleg, dass Teilzeitarbeit ein lohnmindernder Faktor sei,
verwies der Rechts
vertreter der Beschwerdeführerin
auf
das IV-Rundschreiben Nr. 328 des
BSV
, in welchem der monatliche Brut
tolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungs
grad, beruflicher Stellung und Ge
schlecht für das Jahr 2012 in einer Tabelle aufgeführt
wird
(
Urk.
1 S. 14). Die
zitierten
Zahlen der Spalte 4 betreffen indessen nicht das Anforderungsniveau 4 (gemeint wohl: Kompetenzniveau 4
; vgl.
Urk.
1 S.
14
), sondern das unterste K
a
der (vgl. die Erläuterungen im An
hang zur erwähnten Tabelle).
Sie sind vorlie
gend nicht
relevant
.
Der standar
di
sierte Monatslohn für Frauen ohne
Kader
funktion
mit einem Pensum zwischen 25
%
und 49
%
,
welcher für die Be
schwerdeführerin massgeblich ist
, betrug
gemäss der erwähnten Tabelle
Fr.
5‘293.--
, während
sich
derjenige für
solc
he
mit einem Pensum von über 90
%
(Vollzeit)
auf
durchschnittlich Fr.
5‘214.--
belief
.
Dies spricht gerade ge
gen die in der Beschwerdeschrift vertretene These.
Es ist
daher nicht zu bean
standen, dass
die
Beschwerdegegnerin
ein
en
inva
liditätsbedingte
n
Abzug wegen Teilzeitarbeit
als
nicht
opportun
erachtete
.
5.5
Im Weiteren ist zu bemerken, dass sich den vorhandenen medizinischen Unter
lagen nicht entnehmen lässt,
die Beschwerdeführerin sei auf Gehst
öcke ange
wiesen
(vgl. insbesondere
Urk.
8/41/9
und 8/41/17
)
. Ebenso wenig ergeben sich daraus Anhaltpunkte für eine bleibend beeinträchtigte Gesichtsästhetik
(vgl. insbesondere
Urk.
8/16/4 und
8/41/21)
. Sollte es die Beschwerdeführerin wün
schen, wäre
es ihr
gemäss den
Arztberichten
auch nicht
verwehrt
,
einen
ihren Bedürfnissen angepassten Personenwagen zu
lenken
(vgl.
Urk.
8/26/3
).
Für
den
geltend gemachten
Abzug vom Tabellenlohn
ist insbesondere
entscheidend
, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkauf
nahme einer Lohneinbusse reale Chancen auf eine Anstellung bestehen. Ist
– wie hier –
von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren
Verweistätig
keiten
auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätz
lich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (vgl. das Urteil 9C_826/2015
vom 1
3.
April 2016 E. 3.2.1). Solche liegen nicht vor, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf ein
en Leidensabzug verzichtet
e
.
Es
war folg
lich auch korrekt, dass sie
– ausgehend von einer 50%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall –
eine
n
Teilinvaliditätsgrad von 25
%
im erwerblichen Bereich
ermittelte
.
6
.
6
.1
Gemäss ihren
Ausführungen gegenüber der Abklärungsperson
hätte sich die Beschwerdeführerin als Gesunde halbtags um ihre Grosseltern und den Garten gekümmert.
Auf diese sogenannten Aussagen der ersten Stunde ist
– wie ge
zeigt –
abzustellen, zumal die Beschwerdeführerin bereits bei ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug
angab
, sie sei seit 2010 mit der Pflege ihrer Grosseltern beschäftigt.
Es ist
auch
nicht zu beanstanden, d
ass die Beschwerdegegnerin die betreffenden
Tätigkeiten als
invalidenversicherungs
rechtlich
relevanten Aufga
benber
eich
qualifiziert
e
(vgl.
Art.
28a
Abs.
2 und 3 IVG sowie
Art.
27 IVV)
und diesen mit 50
%
gewichtet
e
.
6.2
Die Abklärungsperson ermittelte vor Ort eine Einschränkung im Aufgabenbe
reich
von 18,5
%
und dementsprechend einen Teilinvalidi
t
ätsgrad von 9,25
%
(
Urk.
8/62).
Dagegen liess die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
einwenden,
seit der Abklärung im Dezember 2014
hätten sich die Verhältnisse
insofern ver
ändert, als ihr Lebenspartner im Juli 2015 ausgezogen sei
und sie nicht mehr unterstütze
(
Urk.
1 S. 12).
Eine
relevante Änderung der Verhältnisse, die
es
bei Erlass der angefochtenen Verfügung am 8. September 2015
zu berücksichtigen galt
(vgl. Art.
88a
Abs.
2 IVV),
ist bereits
aufgrund des zeitlichen Aspekts
zu verneinen
.
Es kommt hinzu, dass
bei der Abklärung
im Dezember 2014 keinerlei Unterstützungsleistungen des damaligen Lebensgefährten
der Beschwerdeführerin
angerechnet
worden waren
(vgl. Ur
k. 8/62; vgl. insbesondere Urk.
8/62/4).
Die Argumentation ver
mag daher auch inhaltlich nicht zu überzeugen.
Ohne Angabe einer Begründung wurden schliesslich die in einigen Aufgabenbe
reichen
ermittelten Einschränkungen
als zu tief und nicht nachvollziehbar
be
anstandet
(
Urk.
1 S. 12 f.)
.
Dem ist entgegenzuhalten, dass de
r zur Diskussion stehende Abklärungsbericht von einer qualifizierten Person in Kenntnis der medizinischen Akten und der örtlichen Verhältnisse
erstellt
wurde
. Es spricht
nichts gegen seine Beweiskraft. Insbesondere decken sich die beschriebenen Ei
n
schränkungen
weitgehend
mit denjenigen,
die
in den Berichten von
A.___
geschildert wurden
(vgl.
Urk.
8/41 und 8/57)
. Dementsprechend ist
in keiner Weise
zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
auf die Anga
ben im Abklärungsbericht
abgestellt hat.
7.
Aus dem Gesagten folgt,
dass weder die
Invaliditätsbemessung
noch der ermit
telte Invaliditätsgrad von 34
%
korrekturbedürftig erscheinen
.
Die
Beschwerde
gegnerin
hat folglich zu Recht einen Rentenanspruch verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
8.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang de
s Verfahrens sind die Kosten der
unterliegenden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung (Urk. 11
) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
8
.2
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser hat für seine Bemühungen und Auslagen als unentgeltlicher Rechtsvertreter im vorliegenden Verfahren eine Honorarnote vom 8. September 2016 eingereicht (Urk. 13 und 14). Der geltend gemachte
Auf
wand
von 10 Stunden und 35 Minuten zuzüglich Barauslagen von Fr. 80.
--
erscheint
angemessen. Es ist ihm daher wie beantragt eine Entschädigung von Fr. 2‘600.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser, Zürich,
wird mit
Fr.
2‘600.60
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigGohl Zschokke