# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 792ffd9c-9114-50f4-901e-51a56c03e3b7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.09.2023 460 2023 80 (460 23 80)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2023-80_2023-09-27.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom  
27. September 2023 (460 23 80) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Fahrlässige einfache Körperverletzung etc. (Neubeurteilung 460 20 260) 

 
 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richterin Susanne Afheldt (Ref.),  

Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
A.____,  
vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herrmann,  
Lange Gasse 90, 4052 Basel,  
Privatkläger 

  
gegen 
 

 B.____, 
vertreten durch Advokat Alexander Sami,  
Blumenrain 20, Postfach 1228, 4001 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 

Gegenstand Fahrlässige einfache Körperverletzung etc.  
(Neubeurteilung 460 20 260) 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-
Landschaft vom 8. September 2020 (300 19 345) 
 

 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) 
vom 8. September 2020 (300 19 345) wurde B.____ (nachfolgend: Beschuldigter) der fahr-
lässigen einfachen Körperverletzung sowie der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der 
Regeln der Baukunde für schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 20 
Tagessätzen zu CHF 20.– bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt (Dispositiv-Ziffer 1). 
Die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen von A.____ (nachfolgend: Privatkläger) wur-
den auf den Zivilweg verwiesen (Dispositiv-Ziffer 2). Sodann wurden dem Beschuldigten die 
Verfahrenskosten im Betrag von CHF 5'252.68 auferlegt (Dispositiv-Ziffer 3) und er wurde dazu 
verurteilt, dem Privatkläger Parteikosten im Betrag von CHF 13'239.95 zu ersetzen (Dispositiv-
Ziffer 4). 
 
Auf die Begründung dieses Entscheides sowie der weiteren Eingaben und Anträge der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegangen.  
 
B. Gegen das vorgenannte Urteil erklärte der Beschuldigte, vertreten durch Advokat Ale-
xander Sami, mit Eingabe vom 24. November 2020 Berufung beim Kantongericht Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht). Er beantragte die vollumfängli-
che Aufhebung des Urteils des Strafgerichts vom 8. September 2020 sowie einen Freispruch 
unter o/e-Kostenfolge. Eventualiter wurde begehrt, das Verfahren sei an die Vorinstanz zur Er-
gänzung der Beweisabnahme und zum neuen Entscheid zurückzuweisen.  
 
C. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2020 teilte der Privatkläger, vertreten durch Rechtsan-
walt Jan Herrmann, im Berufungsverfahren 460 20 260 mit, dass er auf eine Anschlussberufung 
verzichte. Weiter stellte er die Anträge, die Berufung sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen und 
das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich zu bestätigen. 
 
D. In ihren Parteivorträgen anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 
5. April 2022 im Verfahren 460 20 260 hielten der Beschuldigte und der Privatkläger an ihren 
bislang gestellten Rechtsbegehren fest. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabtei-
lung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), beantragte ihrerseits die Gutheis-
sung der Berufung und einen vollumfänglichen Freispruch. 
 
E. Mit Urteil vom 5. April 2022 (460 20 260) hob das Kantonsgericht den Entscheid des 
Strafgerichts vom 8. September 2020 (300 19 345) in den Ziffern 1 - 4 auf, sprach den Beschul-
digten vom Vorwurf der fahrlässigen einfachen Körperverletzung sowie der fahrlässigen Ge-
fährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde frei, wies die Schadenersatz- und die Ge-
nugtuungsforderung des Privatklägers ab, ordnete an, dass die erstinstanzlichen Verfahrens-
kosten zu Lasten des Staates gehen und sprach dem Beschuldigten für das Verfahren vor dem 
Strafgericht eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 15'058.65 (inkl. Auslagen und 
MSWT) zu Lasten der Staatskasse zu.  
 
F. Der Privatkläger, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herrmann, erhob gegen den vor-
genannten Entscheid mit Eingabe vom 6. Oktober 2022 Beschwerde beim Bundesgericht. Er 

 
 
 

 
 
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stellte die Rechtsbegehren, das Urteil des Kantonsgerichts vom 5. April 2022 (460 20 260) sei 
unter o/e-Kostenfolge aufzuheben, der Beschuldigte sei der fahrlässigen einfachen Körperver-
letzung sowie der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde schuldig 
zu erklären und zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 120.– 
bei einer Probezeit von 2 Jahren zu verurteilen, es sei das Schadenersatz- und Genugtuungs-
begehren des Privatklägers im Grundsatz gutzuheissen und zur Bestimmung des Quantitativen 
auf den Zivilweg zu verweisen, es seien die Verfahrenskosten dem Beschuldigten aufzuerlegen 
und derselbe sei zu verpflichten, dem Privatkläger eine Parteientschädigung für das erst- und 
zweitinstanzliche Verfahren auszurichten. Eventualiter wurde begehrt, das kantonsgerichtliche 
Urteil vom 5. April 2020 sei aufzuheben und die Sache zur Festlegung des Strafmasses, zur 
Kostenverlegung und zur Beurteilung der Zivilansprüche des Privatklägers an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.  
 
G. Mit Urteil vom 3. April 2023 (6B_1201/2022) hiess das Bundesgericht die Beschwerde 
des Privatklägers gut, hob das Urteil des Kantonsgerichts vom 5. April 2022 (460 20 260) auf 
und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück.  
 
Auf die Begründung dieses Entscheides sowie der weiteren Eingaben und Anträge der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegangen.   
 
H.  Im vorliegenden Neubeurteilungsverfahren (460 23 80) begehrte die Staatsanwalt-
schaft mit Eingabe vom 3. Mai 2023, es sei der Beschuldigte gemäss den Vorgaben des Bun-
desgerichts schuldig zu sprechen und zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 
CHF 120.–, bei einer Probezeit von 2 Jahren, zu verurteilen.  
 
I. Mit Eingabe vom 3. August 2023 beantragte Beschuldigte, vertreten durch Advokat 
Alexander Sami, es sei das Urteil des Strafgerichts vom 8. September 2020 vollumfänglich auf-
zuheben und er sei von Schuld und Strafe vollumfänglich sowie unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge freizusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Ergänzung der 
Beweisabnahme und neuem Entscheid zurückzuweisen. Weiter stellte der Beschuldigte die 
Beweisanträge, es sei ein unabhängiges physikalisches Obergutachten zum Sachverhalt und 
den konkreten Gegebenheiten zu erstellen, es seien Zeugen bzw. Auskunftspersonen einzu-
vernehmen, es seien die aktualisierten Suva-Akten betreffend den Privatkläger beizuziehen und 
es sei nach Eingang der aktualisierten Suva-Akten ein Gutachten betreffend die fachgerechte 
Vorgehensweise aller Beteiligten sowie deren Aufgabenkreis und Verantwortlichkeitsbereich zu 
erstellen. Sodann begehrte der Beschuldigte, es sei das schriftliche Verfahren anzuordnen und 
es seien die von ihm eingereichten Unterlagen über seine aktuellen Vermögensverhältnisse zu 
den Akten zu nehmen.  
 
J. Mit Eingabe vom 8. Juli [recte: August] 2023 beantragte die Staatsanwaltschaft die 
Abweisung der Beweisanträge des Beschuldigten.  
 

 
 
 

 
 
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K. Mit Eingabe vom 9. August 2023 begehrte der Privatkläger, der Beschuldigte sei unter 
o/e-Kostenfolge gemäss den Vorgaben des Bundesgerichts wegen fahrlässiger einfacher Kör-
perverletzung sowie wegen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde schuldig zu 
sprechen und angemessen zu bestrafen, während auf die Beweisanträge des Beschuldigten 
vom 3. August 2023 nicht einzutreten sei.   
 
L. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. August 2023 wurden die Beweisanträge des 
Beschuldigten abgewiesen. Weiter wurde das schriftliche Verfahren angeordnet und der Schrif-
tenwechsel geschlossen.  
 
Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als 
Berufungsinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 
lit. a der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a 
des kantonalen Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO; 
SGS 250).  
 
1.2. Nachdem die Staatsanwaltschaft, der Beschuldigte und der Privatkläger bereits an der 
ersten kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung teilgenommen haben, das Bundesgericht zwi-
schenzeitlich mit Urteil vom 3. April 2023 den entsprechenden Entscheid des Kantonsgerichts in 
Gutheissung der Beschwerde in Strafsachen aufgehoben und die Sache zur neuen Beurteilung 
an das hiesige Gericht zurückgewiesen hat, ist in casu ohne weitere Prüfung der formellen 
Voraussetzungen das Rechtsmittel der Berufung seitens des Beschuldigten erneut zu würdigen.  
 
1.3. Die vorliegende Neubeurteilung erfolgt antragsgemäss im schriftlichen Verfahren 
(Art. 406 StPO), zumal ausschliesslich noch Rechtsfragen zu beurteilen sind und die erneute 
persönliche Anhörung der Parteien oder weiterer Personen nicht erforderlich erscheint.    
 
2. Verfahrensgegenstand  
2.1.   
2.2.1. Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids darf sich die mit der neu-
en Entscheidung befasste untere Instanz von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten 
befassen, die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und 
sind in das neue Urteil zu übernehmen. Entscheidend ist dabei die materielle Tragweite des 
bundesgerichtlichen Entscheids. Die neue Entscheidung der kantonalen Instanz ist somit auf 
diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegen-
stand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als 
dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen 
(BGE 143 IV 214, E. 5.2.1; BGer Urteile 7B_8/2021 vom 25. August 2023, E. 2.2; 6B_676/2012 
vom 27. Dezember 2022, E. 1.3.1; je mit Hinweisen).   
  

 
 
 

 
 
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2.2.2. Aufgrund der Bindungswirkung bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide hat die 
mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtli-
che Beurteilung, mit der die Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu 
legen. Es ist ihr, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des 
Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache un-
ter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abge-
lehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Muss sich die kantonale Instanz 
nach einer Rückweisung durch das Bundesgericht nochmals mit der Beweislage befassen, darf 
sie im Vergleich zu ihrem ersten Urteil jedoch eine andere Beweiswürdigung vornehmen, wenn 
sie diese für richtiger hält. Eine neue, abweichende Beweiswürdigung durch die kantonale Be-
schwerdeinstanz in einem Rückweisungsverfahren ist zulässig, soweit der entsprechende 
Sachverhalt mit einer Willkürrüge vor Bundesgericht noch angefochten werden kann und dem-
nach noch nicht verbindlich feststeht (BGE 143 IV 214, E. 5.3.2 f.; BGer Urteil 7B_8/2021 vom 
25. August 2023, E. 2.2; je mit Hinweisen).   
 
2.2.3. Rügen, die schon gegen das erste Urteil der unteren Instanz hätten vorgebracht wer-
den können und deren Geltendmachung den Parteien nach Treu und Glauben auch zumutbar 
war, können nach der Rechtsprechung gegen das zweite Urteil nicht mehr vorgebracht werden 
(vgl. BGE 117 IV 97, E. 4a; BGer Urteile 7B_8/2021 vom 25. August 2023, E. 2.2; 6B_451/2022 
vom 12. Juli 2023, E. 1.2; 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022, E. 1.3.1; je mit Hinweisen).   
 
2.2. 
2.2.1. Das Bundesgericht hat vorliegend mit Urteil 6B_1201/2022 vom 3. April 2023 (E. 2.3) 
in verbindlicher Weise erwogen, dass seitens des Beschuldigten eine Sorgfaltspflichtverletzung 
vorliege, eine einfache Körperverletzung erstellt sei, das Kantonsgericht die Garantenstellung, 
den adäquaten Kausalzusammenhang und den Taterfolg ohne Verletzung von Bundesrecht 
bejaht habe, weshalb die Tatbestände von Art. 125 und Art. 229 des Strafgesetzbuchs (StGB; 
SR 311.0) erfüllt seien. Vor diesem Hintergrund besteht keine Veranlassung für weitere Be-
weiserhebungen, welche dazu dienen, die Erfüllung der relevanten Tatbestandsmerkmale zu 
belegen oder zu widerlegen. Daher sind die Beweisanträge des Berufungsklägers, welche auf 
die Klärung des Anklagesachverhalts abzielen (Erstellung von Gutachten bzw. Obergutachten, 
Befragung von Personen), mit prozessleitender Verfügung vom 17. August 2023 als für die Ent-
scheidfindung im Neubeurteilungsverfahren unerheblich abgewiesen worden.   
 
2.2.2. In rechtlicher Hinsicht hat das Bundesgericht unter anderem ausgeführt, dass der Be-
schuldigte verpflichtet gewesen wäre, dafür zu sorgen, dass die in der Deckenschalung tempo-
rär auftretenden Bodenöffnungen hinreichend gesichert sind oder dass der nicht fertig gestellte 
Teil der Deckenschalung mit einem Absperrband als Sperrfläche gekennzeichnet ist. Mit der 
Frage, aus welchen Gründen die auf der Fotodokumentation ersichtliche Bodenöffnung nicht 
mit den unmittelbar danebenliegenden Schalungsbrettern abgedeckt war (vgl. act. 71 ff.), hat 
sich das Kantonsgericht im kassierten Urteil vom 5. April 2022 (460 20 260) nicht befasst, zu-
mal es die Sorgfaltspflichtverletzung bereits aus anderen Gründen verneinte. Mit dem vorge-
nannten Umstand hat sich auch das Bundesgericht in seinen Erwägungen zumindest nicht ex-

 
 
 

 
 
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plizit auseinandergesetzt, was jedoch nichts daran ändert, dass es in abschliessender und für 
das Kantonsgericht verbindlicher Weise über das Vorliegen der Tatbestandsmerkmale von 
Art. 125 und Art. 229 StGB entschieden hat. Im Ergebnis kam das Bundesgericht zum Schluss, 
dass der Beschuldigte als Polier stets mit der Anwesenheit von unqualifizierten und unvorsichti-
gen Personen rechnen musste, welche sich nicht an die üblichen Arbeitsabläufe halten, wes-
halb er – unabhängig von der Verantwortung der Subunternehmer für die sorgfaltsgemässe 
Auswahl, Instruktion und Überwachung ihrer Arbeitnehmer – die entsprechenden Sicherheits-
massnahmen hätte treffen müssen und nicht allein auf die Einhaltung seiner mündlich erteilten 
Instruktionen an einen Vorabeiter der Gerüstbauer hätte vertrauen dürfen. Bei dieser Ausgang-
lage besteht im vorliegenden Neubeurteilungsverfahren weder Raum für eine erneute Prüfung 
des Sachverhalts noch für eine vom Bundesgerichtsurteil abweichende rechtliche Würdigung.  
 
2.3. 
2.3.1. Nachfolgend sind somit einzig die Strafzumessung und die Kostenfolgen neu zu beur-
teilen. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung 
(Art. 125 Abs. 1 StGB) und fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde 
(Art. 229 Abs. 1 und 2 StGB) ist demgegenüber gestützt auf die verbindlichen Vorgaben des 
Bundesgerichts in Abweisung der Berufung des Beschuldigten zu bestätigen.  
 
2.3.2. Aufgrund des vorliegenden Schuldspruches sowie mangels Anschlussberufung des 
Privatklägers sind dessen Zivilansprüche im vorliegenden Neubeurteilungsverfahren nicht er-
neut zu überprüfen. In Berücksichtigung des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) 
sind die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen somit in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 
StPO auf den Zivilweg zu verweisen, womit Ziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils in Abweisung 
der Berufung des Beschuldigten ebenfalls bestätigt wird.   
 

3. Strafzumessung 

3.1. Allgemeine dogmatische Erwägungen  

3.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verlet-
zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den in-
neren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermei-
den (Abs. 2). Bei der Bestimmung des konkreten Verschuldens wird praxisgemäss zwischen 
einer Tat- und einer Täterkomponente unterschieden (vgl. WIPRÄCHTIGER/KELLER, Basler Kom-
mentar StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 86). Dem subjektiven Tatverschulden kommt bei der Be-
messung der Strafe eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55, E. 5.4). Die Strafzumessung 
erfasst sowohl das gegenwärtig zu beurteilende Delikt als auch das damit in Zusammenhang 
stehende Nachtatverhalten (BGer Urteil 6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011, E. 3.3; BGer 
Urteil 6B_1038/2020 vom 15. Februar 2021, E. 1.2.1). Mit Blick auf die Strafempfindlichkeit und 

 
 
 

 
 
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das Beschleunigungsgebot ist zu berücksichtigen, dass eine lange Verfahrensdauer die Reduk-
tion der Strafe rechtfertigen kann (vgl. BGE 143 IV 373, E. 1.3 und 1.4, m.w.H.).  
 
3.1.2. Die Wahl der Sanktionsart erfolgt nach den Kriterien der Zweckmässigkeit, der Aus-
wirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie der präventiven Effizienz (BGE 134 IV 
97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). Die Geldstrafe ist gegenüber der Freiheitsstrafe die weniger 
eingriffsintensive Sanktion und gilt somit als mildere Strafe (vgl. BGE 134 IV 97, E. 4.2.2, 
m.w.H.).  
 
3.1.3. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung bei Tatmehrheit (Art. 49 
StGB) wiederholt dargelegt, worauf verwiesen werden kann (vgl. BGE 138 IV 120, BGE 142 IV 
265, BGE 144 IV 217, BGE 144 IV 313; BGE 145 IV 1 [= Pra 12/2019, Nr. 137]; je mit Hinwei-
sen). Daraus folgt zusammengefasst, dass zunächst für das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe 
bemessen wird, welche anschliessend um die weiteren Taten zu asperieren ist. Zur Bildung der 
Einsatzstrafe wird vom abstrakt schwersten Delikt ausgegangen. Massgebend sind hierfür die 
Qualifikation als Verbrechen, Vergehen oder Übertretung sowie das Höchst- und das Mindest-
mass der angedrohten Strafe (ACKERMANN, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 49 N 116, 
m.w.H.).  
 
3.1.4. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach 
ihrem eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in 
peius" muss sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Straf-
zumessungsfaktoren gewichtet hat (vgl. BGer Urteil 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). 
Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung die für die Zumessung der 
Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Auch die Wahl der 
Sanktionsart ist zu begründen (vgl. BGer Urteil 6B_449/2011 vom 12. September 2011, 
E. 3.6.1). Das Gericht hat im Urteil darzulegen, welche verschuldensmindernden und welche 
verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamtein-
schätzung des Tatverschuldens zu gelangen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des 
Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksich-
tigt. Es muss nicht auf Umstände ausdrücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessens-
verletzend wäre – bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Ge-
wicht erachtet (BGer Urteil 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht 
gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien 
berücksichtigt (BGE 136 IV 55, E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu 
qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich zu be-
nennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad auszugehen ist 
(leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hypothetische) Stra-
fe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu 
bestimmen. Die so ermittelte Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten Schritt aufgrund 
wesentlicher Täterkomponenten verändert werden (BGE 136 IV 55, E. 5.7).  
 
 

 
 
 

 
 
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3.2. Art der Strafe und bedingter Vollzug 

3.2.1. Das Strafgericht hat in seinem Urteil vom 8. September 2020 auf eine bedingt vollzieh-
bare Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 120.– erkannt und die Probezeit auf 2 Jahre 
festgesetzt. Auf die Wahl der Strafart für die einzelnen Delikte, den bedingten Vollzug der Geld-
strafe sowie die Festlegung der Probezeit ist aufgrund des Verschlechterungsverbots im 
Rechtsmittelverfahren (Art. 391 Abs. 2 StPO) nicht näher einzugehen. Diesbezüglich kann je-
doch festgehalten werden, dass die betreffenden Erwägungen des Strafgerichts (vgl. E. II des 
vorinstanzlichen Urteils) und das Ergebnis sachgerecht erscheinen. Nachfolgend ist das vor-
instanzliche Urteil somit einzig in Bezug auf das ausgefällte Strafmass zu überprüfen.     
 
3.2.2. In Nachachtung von Art. 44 Abs. 3 StGB wird der Beschuldigte auf die Folgen der 
Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: Weil die Voraussetzungen für 
die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt sind, wird der Vollzug der Geldstrafe unter 
Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben, so dass sie vorerst nicht bezahlt 
werden muss. Bewährt sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er die Geld-
strafe gemäss Art. 45 StGB nicht bezahlen. Begeht er dagegen während der Probezeit ein 
Verbrechen oder Vergehen, so wird das mit dieser Straftat befasste Gericht entscheiden, ob 
der bedingte Vollzug der Geldstrafe nachträglich widerrufen wird und damit die Geldstrafe 
endgültig bezahlt werden muss (Art. 46 Abs. 3 StGB). 
 
3.3. Einsatzstrafe  

Der Beschuldigte hat fahrlässig zwei Vergehenstatbestände erfüllt, welche jeweils mit Freiheits-
strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht sind. Als Verletzungsdelikt wiegt die fahr-
lässige Körperverletzung (Art. 125 Abs. 1 StGB) schwerer, weshalb hierfür die Einsatzstrafe zu 
bilden ist. Mit Bezug auf die objektiven Tatkomponenten ist zunächst mit der Vorinstanz zu er-
wägen, dass der Privatkläger als Folge des Sturzes durch die Bodenöffnung Prellungen am 
Brustkorb links, an der Hüfte, am Knie sowie am Handgelenk, einen Teilriss der Handgelenks-
sehne, eine Partialruptur TFCC am linken Handgelenk und einen dorsalen Kapselabriss vom 
dorsalen radiolunaren Band erlitten hat (vgl. E. I.1.3.f des vorinstanzlichen Urteils und 
act. 77 ff.). Diese Verletzungsfolgen sind mit Blick auf den Tatbestand von Art. 125 Abs. 1 StGB 
als leichte bis mittelschwere Schädigung zu qualifizieren, was für eine Sanktion im unteren 
Drittel des Strafrahmens spricht. Dieser objektiven Schädigung des Körpers des Privatklägers 
stehen einerseits ein – den Kausalzusammenhang gerade noch nicht unterbrechendes – erheb-
liches Selbstverschulden des Opfers sowie ein als sehr leicht zu bewertendes Verschulden des 
Beschuldigten gegenüber. Aus der Fotodokumentation in den Akten (vgl. act. 71 ff.) ist ersicht-
lich, dass die Bodenöffnung, durch welche der Privatkläger gefallen ist, sich deutlich vom 
Untergrund der gelben Schaltafeln abhebt und für jedermann klar erkennbar ist. Es muss somit 
zu Gunsten des Beschuldigten davon ausgegangen werden, dass der Privatkläger während 
seiner Arbeit um das konkrete Unfallrisiko wusste. Überdies wäre letzterer verpflichtet gewesen, 
seinen Vorarbeiter oder die Deckenschaler auf die bestehende Gefahrenquelle hinzuweisen. 
Sodann wäre es für den Privatkläger ein Leichtes gewesen, die Bodenöffnung mit den unmittel-
bar danebenliegenden Brettern selbst abzudecken. Schliesslich ist zu konstatieren, dass der 

 
 
 

 
 
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Privatkläger bei einer sorgfaltsgemässen Ausführung seiner Arbeit die für ihn erkennbar unge-
sicherte Deckenschalung gar nicht hätte betreten dürfen, sondern das Material – lege artis – 
über das Gerüst zu seinem Bestimmungsort hätte tragen müssen. All dies hat der Privatkläger 
unterlassen und den Sturz durch die Bodenöffnung sowie die dabei entstandenen Verletzungen 
mit seinem erheblich sorgfaltswidrigen bzw. unvorsichtigen Verhalten mitverschuldet. Demge-
genüber muss "in dubio pro reo" davon ausgegangen werden, dass die dokumentierte Boden-
öffnung zum Zeitpunkt der letzten Besichtigung der Deckenschalung durch den Beschuldigten 
noch nicht bestanden hatte, dieser dem zuständigen Vorarbeiter der Gerüstbauer klare münd-
liche Anweisungen erteilt hatte und die vereinbarten Arbeitsabläufe mit denjenigen auf den 
vorangehenden Stockwerken identisch waren. Sodann kam am Tag des Unfalls eine neue 
Gruppe von Gerüstbauern auf die Baustelle, ohne dass der Beschuldigte darüber informiert 
wurde. Die mündlichen Anweisungen des Beschuldigten wurden dieser Gruppe offenbar nicht 
weitergeleitet und der betreffende Vorarbeiter hat den Privatkläger bei seiner Arbeit ungenü-
gend beaufsichtigt. Schliesslich ist zu konstatieren, dass es sich vorliegend um eine Grossbau-
stelle handelte, was notorischerweise mit einer Vielzahl paralleler Arbeiten verbunden ist, wel-
che teilweise unter grossem Zeitdruck ausgeführt werden und vom zuständigen Polier zeitgleich 
überwacht werden sollten. Mit Blick auf die verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts ist 
dem Beschuldigten einzig vorzuwerfen, dass er mit der Anwesenheit von unqualifizierten, 
unvorsichtigen und nicht genügend beaufsichtigten Hilfsarbeitern hätte rechnen und daher auch 
die leicht erkennbaren und bloss vorübergehend entstehenden Gefahrenzonen mit einem 
Absperrband besonders kennzeichnen müssen. Dies hat der Beschuldigte pflichtwidrig unter-
lassen, indem er darauf vertraut hat, seine mündlichen Anweisungen an den zuständigen 
Vorarbeiter in Verbindung mit den üblichen Arbeitsabläufen würden für die Einhaltung der 
Arbeitssicherheit der Gerüstbauer genügen. Mit Blick auf die vorstehenden Erwägungen ist im 
Ergebnis von einem sehr leichten Verschulden auszugehen, weshalb die Einsatzstrafe für die 
fahrlässige Körperverletzung mit 20 Tagessätzen zu bemessen ist. 
 
3.4.  Asperation der Einsatzstrafe  

Die Einsatzstrafe für die fahrlässige Körperverletzung ist aufgrund der weiteren Verurteilung 
wegen fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde (Art. 229 Abs. 1 
und 2 StGB) angemessen zu erhöhen. Diesbezüglich kann mit Verweis auf die vorstehenden 
Ausführungen festgehalten werden, dass das subjektive Tatverschulden sehr leicht wiegt. In 
objektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass die vom Beschuldigten geschaffene Gefahren-
quelle sowohl räumlich als auch zeitlich begrenzt und für jedermann klar erkennbar war. Die 
Gefahr betraf nicht einen unbestimmten Personenkreis, sondern einzig die anwesenden Ge-
rüstbauer, und ihre Verwirklichung setzte ein sorgfaltswidriges Verhalten – mithin das unbefugte 
Betreten einer erkennbar ungesicherten Fläche – voraus. Gestützt auf diese Erwägungen er-
scheint vorliegend eine Asperation der Einsatzstrafe um 10 Tagessätze verschuldensangemes-
sen.     
 
 

 

 
 
 

 
 
Seite 10   

3.5. Täterkomponenten 

Hinsichtlich der Täterkomponenten kann festgestellt werden, dass sich diese vorliegend straf-
zumessungsneutral auswirken. 
 
3.6.  Reduktion der Strafe aufgrund der langen Verfahrensdauer  

3.6.1. Art. 48 lit. e StGB sieht vor, dass das Gericht die Strafe mildert, wenn das Strafbedürf-
nis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der Täter sich in 
dieser Zeit wohl verhalten hat. Nach der Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund (bei 
Wohlverhalten) in jedem Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen 
sind. Der Richter kann diese Zeitspanne unterschreiten, um Art und Schwere der Tat Rechnung 
zu tragen (BGE 140 IV 145, E. 3.1; BGE 132 IV 1, E. 6.2). Gesetzlich wohlverhalten hat sich, 
wer keine strafbare Handlung begangen hat (vgl. MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. A. 
2019, S. 129; TRECHSEL/SEELMANN, Praxiskommentar StGB, 4. A. 2021, Art. 48 N 25). In wel-
chem Umfang die Strafe bei Vorliegen dieses Strafmilderungsgrunds zu reduzieren ist, hängt 
davon ab, wie viel Zeit seit der Tat verstrichen ist (BGer Urteile 6B_209/ 2019 vom 
13. November 2019 E. 4.3 und 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019 E. 3.3; je mit Hinweisen). 
Für die Berechnung ist auf das Datum der Ausfällung des Sachurteils abzustellen, wobei im 
Falle der Berufung der Zeitpunkt der zweitinstanzlichen Beurteilung massgebend ist 
(TRECHSEL/SEELMANN, Praxiskommentar StGB, 4. A. 2021, Art. 48 N 24; BGer Urteil 6B_260/ 
2020 von 2. Juli 2020, E. 2.3.3).  
 
3.6.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Strafbehörden die Strafverfahren unverzüglich 
an die Hand und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Das Beschleu-
nigungsgebot (vgl. auch Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verpflichtet die Strafbehör-
den, Verfahren voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie 
erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Einer Verletzung des Beschleunigungsgebots 
kann mit einer Strafreduktion, einer Strafbefreiung bei gleichzeitiger Schuldigsprechung oder in 
extremen Fällen - als ultima ratio - mit einer Verfahrenseinstellung Rechnung getragen werden 
(BGE 143 IV 49, E. 1; BGer Urteil 6B_4/2019 vom 19. Dezember 2019, E. 3.3). Von den Behör-
den und Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall wid-
men. Aus diesem Grund sowie wegen faktischer und prozessualer Schwierigkeiten sind Zeiten, 
in denen das Verfahren stillsteht, unumgänglich. Wirkt keiner dieser Verfahrensunterbrüche 
stossend, ist eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver be-
hördlicher oder gerichtlicher Tätigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der 
Geschäftslast keine Verfahrenshandlungen erfolgten. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn 
eine von der Strafbehörde zu verantwortende krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Dazu genügt es 
nicht, dass diese oder jene Handlung etwas rascher hätte vorgenommen werden können (BGer 
Urteil 6B_176/2017 vom 24. April 2017, E. 2.1, m.w.H.). 
 
3.6.3. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots (Art. 5 Abs. 1 StPO) und der Zu-
messungsgrund des verminderten Strafbedürfnisses infolge Zeitablaufs (Art. 48 lit. e StGB) sind 
auseinanderzuhalten. Während es beim Beschleunigungsgebot um die Verfahrensdauer und 

 
 
 

 
 
Seite 11   

das Verhalten der Behörden geht, welche gehalten sind, ein Strafverfahren innert nützlicher Zeit 
anhand zu nehmen und voranzutreiben, wird beim Zumessungsgrund von Art. 48 lit. e StGB auf 
den Zeitablauf seit der Tat abgestellt. Es liegt ihm somit der Verjährungsgedanke zugrunde. 
Sind die Voraussetzungen beider Bestimmungen erfüllt, d.h. hat das Verfahren überlange ge-
dauert und liegen die Taten weit zurück, so sind sie nebeneinander anzuwenden (BGer Urteile 
6B_104/2010 vom 6. April 2010, E. 3.2.2; 6B_189/2017 vom 7. Dezember 2017, E. 5.3.3; 
6B_440/2008 vom 11. November 2008, E. 6.4).   
 
3.6.4. Vorliegend hat das Strafgericht in seinem Urteil vom 8. September 2020 (E. II) zu 
Recht erwogen, dass das vorliegende Verfahren wiederholt unbearbeitet blieb und sowohl die 
späte Verfahrenseröffnung als auch die mehrjährige Dauer der Strafuntersuchung sowie des 
gerichtlichen Verfahrens für den Beschuldigten eine erhebliche Belastung darstellten. Dies ins-
besondere vor dem Hintergrund, dass eine Verurteilung wegen der angeklagten Delikte nachtei-
lige Auswirkungen auf das berufliche Fortkommen haben könnte. Es handelt sich vorliegend 
weder um ein besonders komplexes, noch um ein umfangreiches Verfahren. Dennoch nahm es 
mehrere Jahre in Anspruch (Unfallereignis im Februar 2016, Befragung des Privatklägers durch 
die Staatsanwaltschaft im Juni 2016 [act. 411 ff.], Gutachtensauftrag im Mai 2017 und Erstat-
tung eines Physikalischen Gutachtens im Juli 2017 [act. 395 ff.], Einvernahme des Beschuldig-
ten im Oktober 2017, Einvernahme von Auskunftspersonen im Mai und Juni 2018 [act. 423 ff.], 
Einstellungsverfügung im November 2018 [act. 753 ff.], Beschwerde des Privatklägers und Gut-
heissung des Rechtsmittels im Januar 2019 [act. 847 ff.], Einvernahme einer weiteren Aus-
kunftsperson im Oktober 2019 [act. 889 ff.], Anklageerhebung im Dezember 2019 [act. S 1 ff.]). 
Die nicht nachvollziehbaren Unterbrüche und Verzögerungen im Verfahrensablauf sowie die 
mehrjährige Dauer bis zur Anklageerhebung sind vom Beschuldigten nicht zu verantworten und 
rechtfertigen mit Blick auf Art. 5 Abs. 1 StPO eine Reduktion der Strafe um 10 Tagessätze. Wei-
ter ist zu beachten, dass zum aktuellen Urteilszeitpunkt über 2/3 der Verjährungsfrist für Verge-
hen (Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB) verstrichen ist und der Beschuldigte sich seit Februar 2016 wohl 
verhalten hat. Somit ist die Strafe in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB um weitere 10 Tagess-
ätze zu reduzieren, weshalb im Ergebnis eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen auszufällen ist.  
 
 
3.7. Tagessatz der Geldstrafe  

3.7.1. Die Bemessung der Tagessatzhöhe einer Geldstrafe erfolgt nach den persönlichen und 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters. Massgebend sind dabei das Einkommen und Vermö-
gen, der Lebensaufwand, allfällige Familien- und Unterstützungspflichten sowie das Existenz-
minimum. Die Höhe eines Tagessatzes darf höchstens CHF 3‘000.– betragen und eine Geld-
strafe darf aufgrund ihrer Tagessatzhöhe nicht bloss symbolischen Charakter haben (vgl. BGE 
135 IV 180, E. 1.4). Art. 34 Abs. 2 StGB schreibt grundsätzlich einen minimalen Tagessatz von 
CHF 30.– vor. Auszugehen ist vom durchschnittlichen Nettoeinkommen des Verurteilten, wobei 
auch künftige Einkommensentwicklungen berücksichtigt werden dürfen, wenn sie konkret zu er-
warten sind und unmittelbar bevorstehen. Zu berücksichtigen ist das Einkommen, welches dem 
Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte 

 
 
 

 
 
Seite 12   

stammen. Was gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht zufliesst, ist abzu-
ziehen (vgl. BGE 134 IV 60, E. 6.1).  
 
3.7.2. Gemäss den vom Beschuldigten mit Eingabe vom 3. August 2023 eingereichten Unter-
lagen erzielt er ein aktuelles Nettoeinkommen von monatlich rund CHF 7'200.–, während eine 
Lohnpfändung von monatlich CHF 1'540.– besteht und der Beschuldigte offene Betreibungen 
von rund CHF 5'250.– sowie Verlustscheine im Betrag von über CHF 73'000.– ausweist. So-
dann besteht eine Unterhaltspflicht gegenüber einer minderjährigen Tochter. Abzüglich der 
Lohnpfändung beläuft sich das massgebliche Monatseinkommen des Beschuldigten auf 
CHF 5'660.– worauf ein Pauschalabzug von 30% für Krankenkasse und Steuern sowie ein wei-
terer Abzug von 15% für den Kindesunterhalt zu erfolgen haben. Daraus resultiert ein Tages-
satz von CHF 110.–. Die Geldstrafe von 10 Tagessätzen beläuft sich somit auf insgesamt CHF 
1'100.–.  
 
4.  Ergebnis 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Berufung des Beschuldigten im 
Schuldpunkt aufgrund der verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts als unbegründet er-
weist, weshalb dieselbe abzuweisen und der vorinstanzliche Schuldspruch wegen fahrlässiger 
einfacher Körperverletzung und fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Bau-
kunde zu bestätigen ist. Demgegenüber wird die ausgefällte Geldstrafe in teilweiser Gutheis-
sung der Berufung des Beschuldigten in Abänderung von Ziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils-
dispositivs auf 10 Tagessätze zu je CHF 110.– reduziert. Im Übrigen wird das vorinstanzliche 
Urteil in den Dispositiv-Ziffern 2 - 4 bestätigt und unverändert als Bestandteil dieses Urteils er-
klärt. 
 
5. Kosten 

5.1. Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens  

Ausgangsgemäss ist das vorinstanzliche Urteilsdispositiv betreffend die Kosten- und Entschä-
digungsfolgen (Dispositiv-Ziffer 3 und 4) zu bestätigen und unverändert als Bestandteil dieses 
Urteils zu erklären. Die Bemessung der Verfahrenskosten sowie der Parteientschädigung des 
Privatklägers wurde im Berufungsverfahren nicht substantiiert angefochten, weshalb diese bei 
Abweisung der Berufung im Schuldpunkt nicht weiter zu prüfen sind (vgl. BGer Urteil 
6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019, E. 2.3; ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, 
Art. 399 N 19; JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. A. 
2023, N 1548). 
 
5.2. Ordentliche Kosten der Verfahren vor Kantonsgericht 

5.2.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht 
eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Somit ist der 

 
 
 

 
 
Seite 13   

Berufungskläger im Umfang der Abweisung seiner Berufung grundsätzlich verpflichtet, die Kos-
ten des Rechtsmittelverfahrens zu tragen.  
 
5.2.2. Gemäss Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten von der Strafbe-
hörde gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kostenpflich-
tigen Person herabgesetzt oder erlassen werden (Art. 425 StPO). Die Stundung und der Erlass 
von Forderungen aus Verfahrenskosten haben den Zweck, der Resozialisierung vorab der ver-
urteilten beschuldigten Person förderlich zu sein. Die Strafbehörden verfügen bei der Frage, ob 
Verfahrenskosten zu stunden oder zu erlassen sind, über einen grossen Ermessens- und Beur-
teilungsspielraum, in welchen das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung eingreift (BGer Urteil 
6B_239/2021 vom 26. Mai 2021, E. 2, m.w.H). § 4 Abs. 3 des Gebührentarifs des Kantons Ba-
sel-Landschaft (GebT, SGS 170.31) sieht vor, dass von einer Kostenauflage ganz oder teilwei-
se abgesehen werden kann, wenn Gründe der Billigkeit oder die Erreichung des Strafzweckes 
dies erfordern. Weiter ist zu erwägen, dass einer überlangen Verfahrensdauer auch bei der Ver-
legung der Kosten Rechnung getragen werden kann (vgl. BGer Urteil 1B_138/2021 vom 9. April 
2021, E. 3.2., m.w.H.). 
 
5.2.3. Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten hat bis zu seinem Abschluss im zweitin-
stanzlichen Neubeurteilungsverfahren insgesamt rund 8 Jahre gedauert. Allein das Rechts-
mittelverfahren nahm zufolge der Beschwerde an das Bundesgericht und der Rückweisung an 
das Kantonsgericht über 3 Jahre in Anspruch. Sodann ist in finanzieller Hinsicht zu berücksich-
tigen, dass der Lohn des Beschuldigten aktuell gepfändet wird, er gegenüber einer minderjähri-
gen Tochter unterhaltspflichtig ist, mitunter als Folge einer früheren Beziehung mit einer Viel-
zahl von Betreibungen konfrontiert ist und Verlustscheine in einem hohen fünfstelligen Betrag 
aufweist. Aufgrund einer Kumulation der vorstehend genannten Faktoren (lange Verfahrens-
dauer und wirtschaftliche Verhältnisse) erscheint es vorliegend aus Billigkeitsgründen aus-
nahmsweise gerechtfertigt, in Anwendung von § 4 Abs. 3 GebT von einer Kostenauflage abzu-
sehen.  
 
5.2.4. Somit gehen die ordentlichen Kosten des ersten Berufungsverfahrens (460 20 260) in 
Höhe von CHF 12'200.–, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 12'000.– (§ 12 Abs. 1 GebT) 
sowie Auslagen von CHF 200.–, zu Lasten des Staates. Die ordentlichen Kosten des vorliegen-
den Neubeurteilungsverfahrens (460 23 80) in der Höhe von CHF 1'600.–, beinhaltend eine 
Gebühr von CHF 1'500.– und Auslagen von CHF 100.–, sind ebenfalls durch den Staat zu tra-
gen, weil dieses Verfahren aufgrund des Rückweisungsentscheides des Bundesgerichts nötig 
geworden und mithin nicht durch den Beschwerdeführer zu verantworten ist.  
 
5.3. Ausserordentliche Kosten der Verfahren vor Kantonsgericht 

5.3.1. Gemäss Art. 436 Abs. 1 StPO richten sich Ansprüche auf Entschädigung und Genug-
tuung im Rechtsmittelverfahren nach den Art. 429 ff. StPO. Diesen Bestimmungen ist keine 
Regelung im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO zu entnehmen. Dessen ungeachtet hat sich indes 
auch der Anspruch auf Entschädigung im Rechtsmittelverfahren nach Massgabe des Obsie-

 
 
 

 
 
Seite 14   

gens oder Unterliegens zu richten (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafpro-
zessordnung, 2011, Rz. 578; JOSITSCH/SCHMID, Praxiskommentar StPO, 3. A. 2018, Art. 436 
N 1; WEHRENBERG/FRANK, Basler Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 436 N 4). Die Privatkläger-
schaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch auf angemessene Entschädigung für 
notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn sie obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Somit 
ist vorliegend dem Privatkläger für die Kosten seiner Vertretung durch Rechtsanwalt Jan Herr-
mann ausgangsgemäss eine Parteientschädigung zu Lasten des Beschuldigten zuzusprechen. 
Demgegenüber trägt der Beschuldigte seine Parteikosten selbst.  
 
5.3.2. Die Höhe der Parteientschädigung richtet sich nach den Anwaltstarifen und nach dem 
Zeitaufwand, den der Verteidiger für die Verteidigung der beschuldigten Person aufgewendet 
hat. Die Bemühungen des Anwaltes müssen im Umfang den Verhältnissen entsprechen, d. h. 
sachbezogen und angemessen sein. Sie müssen mithin in einem vernünftigen Verhältnis zur 
Komplexität bzw. Schwierigkeit des Falles und zur Wichtigkeit der Sache stehen. Unnötige, 
übersetzte und verfahrensfremde Aufwendungen sind nach bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung nicht zu entschädigen. Den erbetenen Anwalt trifft in diesem Sinne auch ein Schadens-
minderungsgebot (WEHRENBERG/FRANK, Basler Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 429 N 15). 
Analog zur amtlichen Verteidigung sind alle angemessenen Aufwendungen zur wirkungsvollen 
Ausübung des Mandats zu entschädigen, wobei nur jene Bemühungen umfasst werden, die in 
kausalem Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte im Strafverfahren stehen und die ver-
hältnismässig sowie notwendig sind (RUCKSTUHL, Basler Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 135 
N. 3; LIEBER, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 135 N 6). Sekretariatsarbeiten und an-
waltliche Kürzestaufwände werden nicht vergütet (LIEBER, a.a.O., Art. 135 N 4). Gemäss § 2 
und 3 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) bestimmt sich die 
Parteientschädigung im Strafverfahren nach dem Zeitaufwand, wobei je nach Schwierigkeit und 
Bedeutung der Sache, der damit verbundenen Verantwortung sowie der persönlichen und fi-
nanziellen Verhältnisse der vertretenen Person ein Honorar von Fr. 200.– bis Fr. 350.– pro 
Stunde zu entrichten ist.  
 
5.3.3. Für das erste Berufungsverfahren (460 20 260) weist der Vertreter des Privatklägers, 
Rechtsanwalt Jan Herrmann, mit Honorarnote vom 5. April 2022 einen dem Umfang und der 
Komplexität des Verfahrens angemessenen Aufwand von 11.92 Stunden aus. Dieser ist ange-
sichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falles praxisgemäss in Strafsachen zu einem An-
satz von CHF 230.– pro Stunde entschädigen. Sodann werden Auslagen im Betrag von total 
CHF 124.85 geltend gemacht. Somit ist der Beschuldigte ausgangsgemäss verpflichtet, dem 
Privatkläger eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 2'866.45 (inkl. Auslagen) zuzüglich 
7.7% MWST (= 220.75 CHF), somit total CHF 3'087.20, zu bezahlen.  
 
5.3.4. Für das vorliegende Neubeurteilungsverfahren (460 23 80) werden seitens des Privat-
klägers keine Entschädigungsansprüche substantiiert, weshalb der entsprechend geringe Auf-
wand mit pauschal CHF 200.– (inkl. Auslagen) zuzüglich 7.7% MWST (= CHF 15.40), somit 
total CHF 215.40, zu entschädigen ist. Weil das vorliegende Neubeurteilungsverfahren auf-
grund des Rückweisungsentscheides des Bundesgerichts nötig geworden und nicht durch den 

 
 
 

 
 
Seite 15   

Beschwerdeführer zu verantworten ist, geht die betreffende Parteientschädigung zu Lasten der 
Staatskasse.  
 
Demnach wird erkannt: 
 
://:  I. Das Urteil des Strafgerichtspräsidiums Basel-Landschaft vom 

8. September 2020, auszugsweise lautend:  
 
"1. B.____ wird der fahrlässigen einfachen Körperverletzung und 

der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der 
Baukunde schuldig erklärt und verurteilt   

 
 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 20 Tagessätzen 

zu je CHF 120.--, 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 
 in Anwendung von Art. 125 Abs. 1 StGB und Art. 229 Abs. 1 

und 2 StGB sowie Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 
Abs. 1 StGB, Art. 47 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB. 

 
2. Die Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen von A.____ 

werden in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 StPO auf den Zivil-
weg verwiesen. 

 
3. Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vor- 
 verfahrens CHF 3'252.68 und der Gerichtsgebühr von CHF 
 2'000.--. 
 
 B.____ trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 426 
 Abs. 1 StPO.  

 (…) 

4. B.____ wird dazu verurteilt, A.____ gemäss Art. 433 Abs. 1 
 StPO eine Entschädigung für die Vertretung durch Rechtsan-
 walt Jan Herrmann in Höhe von CHF 13'239.95 zu bezahlen. 

(…)" 
 
wird in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten 
in Ziffer 1 aufgehoben und wie folgt neu gefasst: 

 
 
 

 
 
Seite 16   

"1. B.____ wird der fahrlässigen einfachen Körperverletzung und 
der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der 
Baukunde schuldig erklärt und verurteilt   

 
 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 10 Tages-

sätzen zu je CHF 110.–,  
 
 bei einer Probezeit von 2 Jahren, 
 
 in Anwendung von Art. 125 Abs. 1 StGB und Art. 229 Abs. 1 

und 2 StGB sowie Art. 34 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 
Abs. 1 StGB, Art. 47 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB." 

Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in den Dispositiv-
Ziffern 2, 3 und 4 bestätigt und unverändert als Bestandteil 
dieses Urteils erklärt. 
 

 II. 1. Die ordentlichen Kosten des ersten Berufungsverfahrens (460 
20 260) in der Höhe von CHF 12'200.–, beinhaltend eine Ur- 
teilsgebühr von CHF 12'000.– und Auslagen von CHF 200.–, 
gehen zu Lasten des Staates.  
 

2. Die ordentlichen Kosten des vorliegenden Neubeurteilungsver-
fahrens (460 23 80) in der Höhe von CHF 1'600.–, beinhaltend 
eine Gebühr von CHF 1'500.– und Auslagen von CHF 100.–, 
gehen zu Lasten des Staates.   

 
 III. 1. Der Beschuldigte ist verpflichtet, dem Privatkläger, A.____, für 

das erste Berufungsverfahren (460 20 260) eine Partei-
entschädigung in der Höhe von CHF 2'866.45 (inkl. 
Auslagen) zuzüglich 7.7% MWST (= 220.75 CHF), somit total 
CHF 3'087.20, zu bezahlen. 
 

2. Dem Privatkläger, A.____, wird für das vorliegende Neubeur-
teilungsverfahren (460 23 80) eine Parteientschädigung im Be-
trag von CHF 200.– (inkl. Auslagen) zuzüglich 7.7% MWST (= 
CHF 15.40), somit total CHF 215.40, zu Lasten der Staatskas-
se ausgerichtet.  

 
 IV. [Mitteilungen] 
 

 

 
 
 

 
 
Seite 17   

Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig.