# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2965e13-3265-5414-b368-f976c66a58b2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.07.2020 S 2019 145
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-145_2020-07-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 27. Juli 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA Dr. iur. B.________, 

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Vermittlungsfähigkeit)

S 2019 145

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Urteil S 2019 145

A. Der 1983 geborene A.________ meldete sich am 20. Dezember 2018 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 51). 
Am 21. Dezember 2018 (Eingang am 27. Dezember 2018) stellte er Antrag auf 
Arbeitslosenentschädigung ab 1. Dezember 2018 (AWA-act. 45). A.________ ersuchte 
sodann um die Übernahme der Kosten für eine Weiterbildung (CAS Digital Innovation and 
Business Transformation) an der Universität St. Gallen vom 13. Februar bis 18. Oktober 
2019 (18 Kurstage à je 6 Lektionen; AWA-act. 42), was mit Verfügung vom 13. Mai 2019 
abgelehnt wurde (AWA-act. 32). Hiergegen erhob er Einsprache (AWA-act. 31). Die 
Arbeitslosenkasse verfügte im Weiteren am 5. Juni 2019 die Rückzahlung zu viel 
ausgerichteter Arbeitslosenentschädigung in den Monaten März und Mai 2019 im Umfang 
von Fr. 2'206.10, da er während der privat besuchten Weiterbildung nicht vermittlungsfähig 
gewesen sei (AWA-act. 25), und am 7. Juni 2019 die Ablehnung der 
Anspruchsberechtigung vom 13. bis 15. Februar 2019 (AWA-act. 24). Mit 
Einspracheentscheid E 147 19 vom 12. Juni 2019 wies das Amt für Wirtschaft und Arbeit 
(AWA) die Einsprache gegen die Verfügung vom 13. Mai 2019 betreffend Ablehnung des 
Kursgesuches ab (AWA-act. 23). Mit Datum vom 19. Juni 2019 überwies das RAV die 
Sache an das AWA, damit es über die Vermittlungsfähigkeit von A.________ während der 
Kurstage befinde (AWA-act. 22). Das AWA verfügte in der Folge am 2. Juli 2019 und 
sprach dem Versicherten für die Kurstage (13. bis 15. Februar 2019, 20. bis 22. März 
2019, 7. bis 9. Mai 2019, 26. bis 28. Juni 2019, 11. bis 13. September 2019 und 16. bis 
18. Oktober 2019) dessen Vermittlungsfähigkeit ab (AWA-act. 21). Gegen die 
Verfügungen vom 5. und 7. Juni 2019 erhob A.________ am 3. Juli 2019 Einsprache 
(AWA-act. 19). Diese Einspracheverfahren (E 181 19 und E 182 19) wurden seitens der 
Arbeitslosenkasse sistiert und die Eingabe zugleich an das AWA weitergeleitet, da es 
denselben Sachverhalt wie in der Verfügung vom 2. Juli 2019 bezüglich der 
Vermittlungsfähigkeit betreffe (AWA-act. 15). Das AWA nahm diese Eingabe als 
Einsprache (E 188 19) entgegen (AWA-act. 14). Mit Eingabe vom 5. August 2019 liess der 
nun anwaltlich vertretene A.________ eine einlässliche Einsprache gegen die Verfügung 
vom 2. Juli 2019 einreichen (AWA-act. 6). Das AWA wies diese schliesslich mit Entscheid 
vom 26. September 2019 ab (AWA-act. 1).

B. Beschwerdeweise lässt A.________ beantragen, in Gutheissung der Beschwerde 
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei festzustellen, dass er für den 
Zeitraum vom 13. bis 15. Februar 2019, 20. bis 22. März 2019, 7. bis 9. Mai 2019, 26. bis 
28. Juni 2019, 11. bis 13. September 2019 und 16. bis 18. Oktober 2019 vermittlungsfähig 

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gewesen und ihm deshalb für diesen Zeitraum die ungekürzte Arbeitslosenentschädigung 
auszurichten sei (act. 1).

C. Das AWA schloss auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete im Übrigen auf 
eine Vernehmlassung (act. 3).

D. Mit Schreiben vom 7. November 2019 reichte der Rechtsvertreter weitere Akten 
ein, da er aufgrund des Aktenverzeichnisses des AWA Grund zur Annahme hatte, dass 
gewisse Aktenstücke dem Gericht nicht bekannt seien (act. 5). Dem Rechtsvertreter wurde 
daraufhin bescheinigt, dass die von ihm vermissten Dokumente sich als Sammelbeleg bei 
den Akten befänden und Eingang in die Beurteilung finden würden (act. 6). 

E. Am 28. Januar 2020 legte der Rechtsvertreter des Versicherten eine Honorarnote 
ins Recht (act. 7).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden. Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide 
einer kantonalen Amtsstelle ist das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig 
(Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; 
SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden 
aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine 
kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug hat den angefochtenen 
Einspracheentscheid gefällt, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Der 
Einspracheentscheid erging am 26. September 2019 und dagegen setzte sich der 
Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 23. Oktober 2019 – gleichentags der Post 

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übergeben – zur Wehr. In Berücksichtigung von Art. 60 Abs. 1 ATSG gilt die Beschwerde 
als fristgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid 
direkt betroffen und zum Einreichen einer Beschwerde legitimiert. Diese entspricht alsdann 
den weiteren formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt 
auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes 
(GO VG; BGS 162.11). 

2.
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. f i.V.m. Art. 15 Abs. 1 AVIG hat der Versicherte Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung, wenn er (unter anderem) vermittlungsfähig ist, d.h. wenn 
er bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Der Begriff der Vermittlungsfähigkeit als 
Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die 
versicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit (im 
Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums; vgl. Art. 5 AVIV und BGE 
120 V 385 E. 4c/aa) anzunehmen, oder nicht (BGE 136 V 95 E. 5.1).

2.2 Besuchen arbeitslose Personen einen ganztägigen Kurs, ohne dass die 
Bedingungen der Art. 59 ff. AVIG (Anerkennung des Kurses als arbeitsmarktliche 
Massnahme durch die Verwaltung) erfüllt sind, kann ihre Vermittlungsfähigkeit 
rechtsprechungsgemäss (BGE 122 V 265 E. 4) nur bejaht werden, wenn eindeutig 
feststeht, dass sie bereit und in der Lage sind, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine 
Stelle anzutreten. Dies ist aufgrund objektiver Kriterien zu prüfen. Die Willensäusserung 
der Versicherten allein genügt dazu nicht. An deren Disponibilität und Flexibilität werden 
erhöhte Anforderungen gestellt. Sie müssen ihre Arbeitsbemühungen qualitativ und 
quantitativ fortsetzen und bereit sein, den Kurs unverzüglich abzubrechen, um eine 
angebotene Stelle anzutreten. Bei fehlender Aktivität und Dispositionen, die der Annahme 
der Vermittlungsbereitschaft entgegenstehen, können Versicherte sich nicht darauf 
berufen, sie hätten die Vermittlung und Suche einer Arbeit gewünscht (Urteil BGer 
8C_922/2014 vom 20. Mai 2015 E. 2.2).

3. Das AWA erwog im angefochtenen Entscheid, da das CAS insgesamt 18 
Kurstage dauere und Fr. 19'800.– koste, sei es durchaus fraglich, ob der 
Beschwerdeführer für die Kurstage vermittlungsfähig sei. Es sei unbestritten und Prof. Dr. 
C.________ sei beizupflichten, dass grundsätzlich jede Weiterbildung – und wohl 
insbesondere ein CAS an der HSG – einen Vorteil für die Teilnehmenden bedeute und er 

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damit seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhe. Fraglich sei aber, ob – nachdem das 
RAV das Kursgesuch des Versicherten um eine Kostenübernahme abgelehnt habe – er an 
den Kurstagen dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung stehe und er auch an 
diesen Kurstagen vermittlungsfähig im Sinne des AVIG sei. Dies sei – der Verfügung des 
AWA vom 2. Juli 2019 folgend – wohl zu verneinen. Es handle sich hier um ein CAS mit 
18 Kurstagen (sechs Module à drei Tage), verteilt auf einen Zeitraum von Februar 2019 
bis Oktober 2019. Die Kurskosten würden Fr. 19'800.– betragen. Dass der 
Beschwerdeführer den Kurs jederzeit abbrechen könne, sei natürlich selbstverständlich. 
Dies werde ja auch in der Einsprache bzw. im Schreiben von Prof. Dr. C.________ vom 
17. Juni 2019 bestätigt. Die Frage sei hingegen, ob er das CAS überhaupt abbrechen 
müsste bzw. was die Folgen von einem Abbruch seien und ob ein solcher realistisch sei. 
Bei einem Abbruch bestehe die Pflicht, die vollständigen Kursgebühren zu bezahlen bzw. 
diese würden nicht zurückerstattet. Auch wenn der Beschwerdeführer mit einem 
Jahressalär von Fr. x für das Jahr 2018 einen stattlichen Lohn erzielt habe und in Zukunft 
wohl mit einem ähnlichen Lohn rechnen könne, sei eine Kursgebühr von Fr. 19'800.– für 
dieses CAS nicht eine vernachlässigbare Investition, welche einfach durch einen Abbruch 
des Kurses aufs Spiel gesetzt werde. Dass dieses CAS für einen potenziellen Arbeitgeber 
interessant sei, sei unbestritten. Dass der Versicherte aber mit einem Arbeitgeber eine 
Lösung finde, die Weiterbildung bei einer 100 %-Anstellung bezahlt weiterführen und 
abschliessen zu können, sei wohl durchaus fraglich, da es vorliegend auch um eine 
Neuanstellung gehe und nicht z.B. um ein langjähriges Arbeitsverhältnis, welches mit einer 
bezahlten Weiterbildung (Kosten und Tage) honoriert werde. Würde er mit einem 
potenziellen Arbeitgeber eine Lösung mit unbezahltem Urlaub für die Kurstage finden, 
wäre dies ja grundsätzlich analog zur vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 
2019. Der Versicherte sei grundsätzlich vermittlungsfähig, jedoch am Kurstag stehe er 
dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung bzw. sei vermittlungsunfähig und somit seien die 
Tage unbezahlt. Auch der Umstand, dass gemäss Studienordnung maximal drei Tage pro 
Lehrgang versäumt werden dürften, ändere nichts an der Vermittlungsunfähigkeit für die 
einzelnen Kurstage. Eine Verschiebung von einzelnen ganzen Modulen wäre – auch diese 
Möglichkeit sei grundsätzlich vorgesehen (obwohl keine rechtliche Verpflichtung dazu 
bestehe) – wohl ebenfalls nicht wahrscheinlich, da der nächste Lehrgang erst am 
12. Februar 2020 starte und der Beschwerdeführer somit wohl ein Jahr für den Abschluss 
des CAS "verlieren" würde, auch bei einem geringen finanziellen Aufwand von Fr. 500.–. 
Es sei somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer an den Kurstagen des CAS nicht vermittlungsfähig sei, da er nicht 

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bereit und in der Lage gewesen wäre, den Kurs jederzeit abzubrechen bzw. zu 
verschieben, um eine neue Stelle anzutreten (AWA-act. 1 S. 7 f.).

4.
4.1 Der Beschwerdeführer rügt mehrfach eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das 
AWA habe das eingereichte Beweismittel – das Schreiben von Prof. Dr. C.________ vom 
30. Juli 2019 – nicht in seiner vollen Tragweite zur Kenntnis genommen und gewürdigt 
(act. 1 S. 8 und 10).

4.1.1 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die 
Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft 
und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, 
ihren Entscheid zu begründen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 
Abs. 2 BV fliessende Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich die Behörde mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 
ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen 
Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene 
Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis 
der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens 
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und 
auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2; Urteil BGer 9C_334/2018 vom 
18. September 2018 E. 5).

4.1.2 Unstreitig hat die Verwaltung das vom Beschwerdeführer im Einspracheverfahren 
eingereichte Schreiben von Prof. Dr. C.________ vom 30. Juli 2019 zur Kenntnis 
genommen und auch Passagen daraus zitiert. Sie hat sich mithin mit den 
Parteistandpunkten auseinandergesetzt, wenn auch nicht mit allen vorgebrachten 
Argumenten. Der Einspracheentscheid wurde aber hinreichend begründet und es war dem 
Beschwerdeführer ohne weiteres möglich, diesen sachgerecht anzufechten. Gegenteiliges 
macht er nicht geltend. Inwieweit die Vorinstanz das Schreiben zu würdigen und welche 
Schlüsse sie daraus zu ziehen hat, beschlägt nicht die Frage des rechtlichen Gehörs, 
sondern der konkreten Beweiswürdigung. Insbesondere besteht aber kein Anspruch auf 
eine der versicherten Person genehmen Würdigung. Jedenfalls kann keine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs erblickt werden.

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4.2 Was der Beschwerdeführer im Übrigen gegen den angefochtenen 
Einspracheentscheid vorbringt, ist begründet:

4.2.1 Bereits kurz nach seiner Anmeldung informierte sich der Beschwerdeführer, ob 
das RAV die CAS-Weiterbildung bezahlen oder sich daran beteiligen würde. Nach der 
abschlägigen Antwort seitens des Personalberaters und dem Hinweis, es müsste 
gleichzeitig auch die Vermittlungsfähigkeit weiterhin gegeben sei, entgegnete der 
Versicherte, diese sei nicht eingeschränkt, da es auch sein Anliegen sei, wieder in 
demselben Umfang so rasch als möglich eine Anstellung zu finden (E-Mails vom 
28. Dezember 2018; AWA-act. 44). In einem E-Mail vom 18. März 2019 erklärte der 
Beschwerdeführer, bei Interviews, welche er bisher gehabt habe, sei der CAS-Kurs nie ein 
Thema gewesen. Es sei sogar von allen Firmen sehr begrüsst worden. Deshalb suche er 
auch klar eine 100 %-Anstellung (AWA-act. 26 S. 6). An anderer Stelle gab er weiter an, er 
ziehe eine Arbeitsstelle einer Weiterbildung immer vor, da er so eine Weiterbildung 
jederzeit wieder machen könne. Ein gutes Jobangebot sei meist einmalig. Auch könne ein 
Modul ausgelassen werden und er könne den Kurs trotzdem beenden (E-Mail vom 
19. Juni 2019; AWA-act. 22 S. 8). Auch wenn Willensäusserungen des Versicherten allein 
nicht dazu genügen, die Vermittlungsfähigkeit zu belegen, können sie dennoch in 
Zusammenschau mit den objektiven Kriterien ein Indiz darstellen. Jedenfalls betonte der 
Beschwerdeführer von Beginn an, er suche eine 100 %-Stelle, was für ihn erste Priorität 
habe. Aussagen seinerseits, welche auf Gegenteiliges schliessen lassen würden, sind 
nicht ersichtlich.

4.2.2 Sodann gilt weiter zu berücksichtigen, dass die Arbeitsbemühungen des 
Beschwerdeführers praktisch durchwegs in Ordnung waren. Einzig bezüglich jener für den 
Monat März 2019 meldete sich die Personalberaterin mit E-Mail vom 4. April 2019 beim 
Versicherten und teilte ihm mit, dass eigentlich nur vier Bemühungen ausgewiesen seien, 
da bei vier der acht aufgelisteten Stellen keine Bewerbung erfolgt sei (AWA-act. 34). Eine 
Sanktion hatte dies offenbar keine zur Folge. Jedenfalls geht nichts dergleichen aus den 
Akten hervor. Im Übrigen bewarb sich der Beschwerdeführer jeden Monat auf acht Stellen. 
Die Qualität wurde nie beanstandet. Es darf mithin von ausreichenden 
Arbeitsbemühungen ausgegangen werden.

4.2.3 Vom AWA nicht in Zweifel gezogen wird der Nutzen einer solchen Weiterbildung, 
namentlich die Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ebenfalls unbestritten ist die 
Möglichkeit, die CAS-Weiterbildung jederzeit abbrechen zu können (vgl. AWA-act. 1 S. 7). 

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Dies wurde denn auch von Prof. Dr. C.________ in seinem Schreiben vom 17. Juni 2019 
(AWA-act. 22 S. 2) bestätigt.

4.2.4 Es ist mit der Verwaltung insoweit einig zu gehen, dass die Kurskosten von 
Fr. 19'800.– eine beachtliche Investition ist und bei einem Abbruch des CAS-Lehrgangs 
nicht zurückerstattet werden. Allerdings dürfte es für den Beschwerdeführer finanziell 
verkraftbar sein, sollte er eine Anstellung mit ähnlichem Lohn wie zuvor finden, wovon 
durchaus auszugehen ist. Dies wird vom AWA weder bestritten noch in Zweifel gezogen. 
Diese Überlegung ist allerdings erst dann relevant, wenn sowohl die organisatorische 
Möglichkeit wie auch die Absicht und Flexibilität fehlen, die Ausbildung den Bedürfnissen 
des neuen Arbeitgebers anzupassen und die Lernziele neben der (vollen) Erwerbstätigkeit 
zu verwirklichen (Urteil BGer 8C_922/2014 vom 20. Mai 2015 E. 4.2). Indessen sieht die 
Studienordnung für die Weiterbildungen am Institut für Wirtschaftsinformatik 
Ausnahmelösungen vor, ohne dass sogleich ein Abbruch notwendig wäre (vgl. AWA-
act. 22 S. 6 sowie E. 4.2.5 hernach).

4.2.5 Entgegen der Auffassung der Verwaltung ist auch angesichts der weiteren 
Gegebenheiten die Annahme gerechtfertigt, dass der Beschwerdeführer dem Arbeitsmarkt 
ebenfalls an den Kurstagen zur Verfügung gestanden hätte. Es mag zwar seitens der HSG 
keine Pflicht bestanden haben, im Verhinderungsfalle die Teilnahme an Ersatzmodulen 
sicherzustellen, und die Kursgebühren waren so oder anders geschuldet bzw. würden 
nicht zurückerstattet. Auch gab es eine Präsenzpflicht, namentlich durften pro CAS-
Lehrgang maximal drei Tage versäumt werden (vgl. AWA-act. 22 S. 2 und 6). Wie Prof. 
Dr. C.________ in seinem Schreiben vom 30. Juli 2019 erklärt hat, könnte, sofern ein 
potentieller Arbeitgeber die Weiterführung des Kursprogrammes nicht bewilligen würde, 
der Kurs bzw. einzelne Module verschoben und zu einem anderen Zeitpunkt absolviert 
werden. Es bestehe zwar keine Verpflichtung des Veranstalters, die Studienordnung sehe 
aber die Möglichkeit von Verschiebungen ausdrücklich vor. In der Praxis werde denn auch 
jeweils seitens der HSG und der Teilnehmenden eine Lösung gefunden. Auf ein schriftlich 
begründetes Gesuch könne die Studienleitung gar eine weitergehende Ausnahme von der 
Regel der Präsenzpflicht gewähren. In begründeten Fällen könnte auch eine 
Ersatzprüfung genehmigt werden, wenn ein Teilnehmer nicht an mindestens zwei Tagen 
in einem Präsenzmodul teilnehmen könne (AWA-act. 6 Beilage 2). Damit bestünden für 
den Beschwerdeführer ausreichend Möglichkeiten, sollte sich ein potentieller Arbeitgeber 
nicht bereit erklären, die Weiterbildung zu ermöglichen, ohne dass er den CAS-Lehrgang 
sogleich abbrechen müsste. Die Aussage von Prof. Dr. C.________ lässt darauf 

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schliessen, dass stets eine Lösung mit Teilnehmern habe gefunden werden können, 
welche die Präsenzregeln nicht einhalten konnten. Der finanzielle Mehraufwand von 
Fr. 500.– für Verschiebungen von Präsenzmodulen oder die Ersatzprüfung ist marginal 
und fällt angesichts der Studiengebühr von Fr. 19'800.– kaum ins Gewicht. 

4.2.6 Ebenso wenig scheint abwegig, dass ein künftiger Arbeitgeber nicht Hand für eine 
Lösung zur Weiterführung des Lehrgangs bieten würde. Das AWA bestreitet selbst nicht 
bzw. gesteht gar ein, dass ein solcher CAS-Lehrgang förderlich für die Arbeitssuche ist 
und die Attraktivität des Beschwerdeführers auf dem Stellenmarkt zweifelsohne steigert. In 
der heutigen Zeit werden oftmals Weiterbildungen und Kurse durch zahlreiche Arbeitgeber 
unterstützt, sei es in finanzieller Hinsicht oder durch Anrechnung als Arbeitszeit. 
Ansonsten gäbe es auch die Möglichkeit für den Versicherten, bezahlte Ferientage zu 
beziehen, welche ihm ohnehin gesetzlich zustehen. Gerade in Anbetracht der wenigen 
Präsenztagen in diesem Lehrgang, insgesamt sind die 18 Tage auf neun Monate verteilt, 
und der Dauer ist vielmehr anzunehmen, dass ein potentieller Arbeitgeber die 
Weiterführung ermöglichen würde. Immerhin handelt es sich nicht um eine mehrjährige 
Weiterbildung, in welcher der Arbeitnehmer jede Woche abwesend wäre.

4.2.7 Unbehelflich ist mit Blick auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_922/2014 vom 
20. Mai 2015 sodann das Argument des AWA, der Beschwerdeführer würde bei einem 
Abbruch ein Jahr "verlieren". Inwiefern dies gegen eine Vermittlungsfähigkeit spricht bei im 
Übrigen gegebenen Anspruchsvoraussetzungen, ist nicht ersichtlich. Im besagten 
Entscheid erwog das Bundesgericht, dass die versicherte Person den Kurs in Paris um ein 
Jahr hätte verschieben oder einzelne Studienblöcke (ohne erhebliche Mehrkosten) zu 
einem anderen Zeitpunkt in Doha oder Shanghai absolvieren können, weshalb sie auch 
vor Beendigung des Kurses in der relevanten Zeit eine neue Stelle hätte antreten können, 
ohne auf den beabsichtigten Erwerb des MBA verzichten zu müssen (E. 4.2). Im hier zu 
beurteilenden Fall verhält es sich nicht anders, zumal auch für den Beschwerdeführer 
keine erheblichen Mehrkosten entstünden und der Lehrgang in der Schweiz stattfindet. 

4.3 Bei dieser Sachlage war der Beschwerdeführer auch während den Kurstagen des 
CAS-Lehrgangs vermittlungsfähig im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f i.V.m. Art. 15 AVIG. Die 
Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen.

5.
5.1 Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos.

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5.2 Ausgangsgemäss hat der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 
der Streitsache und nach dem Schwierigkeitsgrad des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Der Rechtsvertreter macht gemäss Honorarnote vom 28. Januar 2020 (act. 7) 
insgesamt Fr. 4'638.30 (Arbeitsaufwand von 14,25 Stunden à Fr. 300.– zuzüglich 
Auslagen von Fr. 31.70 und MWST von Fr. 331.60) geltend. Der veranschlagte Aufwand 
von gut zehn Stunden für das Verfassen der 13-seitigen Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erscheint allerdings als zu hoch, weshalb er zu kürzen ist. Bei einem praxisgemässen 
Stundenansatz für Rechtsanwälte von Fr. 250.– und einem Stundenaufwand von 
insgesamt 11,25 Stunden sowie unter Anrechnung von Auslagen von Fr. 31.70 resultiert 
ein Total von Fr. 3'063.20 (Fr. 2'844.20 zuzüglich 7,7 % MWST), mit welchem Betrag der 
Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin zu entschädigen ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 
26. September 2019 wird aufgehoben. Es wird festgestellt, dass auch während 
den jeweiligen Kurstagen die Vermittlungsfähigkeit gegeben war.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 3'063.20 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirtschaft und Arbeit des 
Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), Bern.

Zug, 27. Juli 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am