# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21366c8b-894e-5e30-9742-d9dc67b97afc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 23.08.2018 IV-2018/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_IV-2018-61_2018-08-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV-2018/61

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Verkehr

Publikationsdatum: 10.12.2019

Entscheiddatum: 23.08.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 23.08.2018
Art. 14 Abs. 2 lit. c, Art. 15d Abs. 1 lit. a, Art. 16 Abs. 1, Art. 16d Abs. 1 lit. b, 
Art. 17 Abs. 3 SVG (SR 741.01). Der Rekurrent lenkte mit einer 
Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,05 Gewichtspromille ein 
Fahrzeug. Gegenüber den Polizisten zeigte er keine Ausfallerscheinungen. 
Der verkehrsmedizinische Gutachter diagnostizierte eine 
Alkoholabhängigkeit. Das Gutachten hält der richterlichen Überprüfung 
stand. Bestätigung des Sicherungsentzugs (Verwaltungsrekurskommission, 
Abteilung IV, 23. August 2018, IV-2018/61).

Gegen diesen Entscheid wurde beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben. Das 

Verwaltungsgericht hat die Beschwerde mit Entscheid vom 21. November 2018 

abgewiesen (B 2018/207).

 

Präsident Urs Gmünder, hauptamtlicher Richter Thomas Vögeli und Richter Beat 

Fritsche, Gerichtsschreiber Raphael Fisch

 

X., geb. 1957, Rekurrent,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Guido Ranzi,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Vorinstanz,

betreffend

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Führerausweisentzug (Sicherungsentzug)

 

Sachverhalt:

A.- X. erwarb den Führerausweis für die Kategorien B und BE sowie die 

Unterkategorien A1, D1 und D1E am 19. Juni 1978. Im Administrativmassnahmen-

Register (abgekürzt: ADMAS-Register) ist er nicht verzeichnet.

B.- Am Donnerstag, 23. November 2017, 20.55 Uhr, war X. mit seinem Personenwagen 

unterwegs von Sargans nach Mels. Dabei wurde er von einer Polizeipatrouille 

kontrolliert. Während der Kontrolle stellte die Polizei keine klaren Ausfallerscheinungen 

fest und stufte X. gemäss der Methode zur Erkennung von Fahrunfähigkeit (abgekürzt: 

MEF) als fahrfähig ein. Wegen starken Alkoholgeruchs im Atem ordnete die Polizei 

dennoch eine Atem-Alkoholmessung (abgekürzt: AAM) an. Die zwei Messungen 

ergaben Werte von 0,78 mg/l und 0,81 mg/l. Eine im Anschluss auf dem 

Polizeistützpunkt Mels vorgenommene beweissichere Atem-Alkoholprobe (abgekürzt: 

BAAP) ergab einen Messwert von 0,90 mg/l. X. verlangte daraufhin die Abnahme und 

Untersuchung einer Blutprobe. Die Auswertung der Blutprobe durch das Institut für 

Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen (abgekürzt: IRM) ergab für den 

Ereigniszeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von minimal 2,05 und maximal 

2,72 Gewichtspromille. Mit Strafbefehl des Untersuchungsamts Uznach vom 

8. Dezember 2017 wurde X. des eventualvorsätzlichen Führens eines Motorfahrzeugs 

in nicht fahrfähigem Zustand (qualifizierte Alkoholkonzentration) schuldig gesprochen 

und zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je Fr. 1'830.– und einer 

Busse von Fr. 10'000.– verurteilt. In tatsächlicher Hinsicht wurde unter anderem 

festgestellt, die Blutalkoholkonzentration habe im Zeitpunkt der Fahrt mindestens 2,05 

Gewichtspromille betragen. Gegen den Strafbefehl erhob X. keine Einsprache, weshalb 

dieser in Rechtskraft erwuchs.

C.- Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen erhielt Kenntnis 

von der Trunkenheitsfahrt und verbot X. mit Verfügung vom 14. Dezember 2017 das 

Führen von Motorfahrzeugen vorsorglich ab sofort. Am 20. Dezember 2017 ordnete es 

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eine verkehrsmedizinische Untersuchung an. Am 1. Februar 2018 liess sich X. am 

Fachzentrum Forensik Ostschweiz (abgekürzt: FAFORO) in Buchs verkehrsmedizinisch 

untersuchen. Im Bericht vom 26. Februar 2018 verneinte der Gutachter die 

Fahreignung wegen einer Alkoholabhängigkeit mit hoher Verkehrsrelevanz. Er empfahl 

eine mindestens zwölfmonatige kontrollierte Alkoholabstinenz mit fachtherapeutischen 

Gesprächen. Mit Schreiben vom 27. Februar 2018 stellte das Strassenverkehrsamt in 

der Folge einen Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit in Aussicht und gab 

Gelegenheit zur Stellungnahme. Der Rechtsvertreter reichte am 3. April 2018 eine 

ausführliche Vernehmlassung samt Akten ein. Mit Verfügung vom 6. April 2018 entzog 

das Strassenverkehrsamt X. den Führerausweis auf unbestimmte Zeit mit einer 

Sperrfrist von drei Monaten (23. November 2017 bis 22. Februar 2018). Die 

Wiedererteilung des Führerausweises machte es vom Nachweis einer kontrollierten und 

fachlich betreuten Alkoholabstinenz (Beratungsstelle) von mindestens zwölf Monaten 

und einer verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchung mit Befürwortung der 

Fahreignung aus medizinischer Sicht abhängig. Einem allfälligen Rekurs entzog es die 

aufschiebende Wirkung.

D.- Gegen die Verfügung vom 6. April 2018 liess X. am 23. April 2018 durch seinen 

Rechtsvertreter Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission erheben. Er beantragte, 

die Ziffern 1 (Sicherungsentzug), 3 (Feststellung des Fahrverbots seit 23. November 

2017), 4 (Umfang des Fahrverbots), 6 (Bedingungen für die Aufhebung des 

Sicherungsentzugs), 7 (Entzug der aufschiebenden Wirkung eines allfälligen Rekurses) 

und 8 (Kosten) der vorinstanzlichen Verfügung seien aufzuheben (Ziff. 1), anstelle des 

Sicherungsentzugs sei ein Warnungsentzug von nicht mehr als fünf Monaten Dauer 

auszusprechen (Ziff. 2), dem Rekurs sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren und 

die Vorinstanz anzuweisen, dem Rekurrenten den Führerausweis unverzüglich 

zurückzuerstatten (Ziff. 3); alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Mit 

Schreiben vom 7. Mai 2018 verzichtete das Strassenverkehrsamt auf eine 

Vernehmlassung. Am 15. Mai 2018 reichte der Rechtsvertreter eine Kostennote ein. Mit 

Zwischenverfügung vom 17. Mai 2018 wies der Abteilungspräsident das Gesuch um 

Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab (Zwischenverfahren Nr. ZV-2018/45). Mit 

Schreiben vom 8. Juni 2018 wurden den Verfahrensbeteiligten Unterlagen des 

FAFORO zugestellt, welche vom Verfahrensleiter zuvor angefordert worden waren. Mit 

Datum vom 15. Mai (richtig: Juni) 2018 reichte der Rechtsvertreter eine Stellungnahme 

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ein und stellte ein Gesuch um Wiedererwägung hinsichtlich der nicht gewährten 

aufschiebenden Wirkung. Am 22. Juni 2018 sandte er einen Auszug der aktuellen 

Laborwerte von X. zu. Mit Zwischenverfügung vom 9. Juli 2018 wies der 

Abteilungspräsident das Gesuch um Wiedererwägung ab (Zwischenverfahren 

Nr. ZV-2018/54). Mit Schreiben vom 30. Juli 2018 reichte der Rechtsvertreter den 

verkehrsmedizinischen Bericht zur Zwischenkontrolle vom 26. Juni 2018 ein und 

ersuchte um eine beförderliche Behandlung der Angelegenheit.

Auf die Ausführungen des Rekurrenten sowie die Akten wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 23. April 2018 ist rechtzeitig eingereicht 

worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 41 lit. g , Art. 45, Art. 47 und Art. 48 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- Der Rekurrent rügt in formeller Hinsicht, die Verfügung des Strassenverkehrsamts 

vom 6. April 2018 verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör.

a) Das rechtliche Gehör wird durch Art. 29 Abs. 2 der Schweizerischen 

Bundesverfassung (SR 101) sowie Art. 4 lit. c der St. Galler Kantonsverfassung (sGS 

111.1) garantiert und steht als Sammelbegriff für die persönlichkeitsbezogenen 

Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten im Verwaltungsverfahren. Der Anspruch 

auf rechtliches Gehör hat verschiedene Teilgehalte, wozu namentlich der Anspruch auf 

vorgängige Stellungnahme und Anhörung, der Anspruch auf Akteneinsicht, das Recht, 

bei der Sachverhaltsabklärung mitzuwirken und Beweisanträge zu stellen, der 

Anspruch auf Prüfung der Anträge durch die Behörde sowie das Recht auf Begründung 

gehören (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 

2003, Rz 77 ff.). Der von einem Entscheid oder einer Verfügung Betroffene soll am 

Verfahren mitwirken können und wissen, warum die Behörde entgegen seinen 

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Anträgen entschieden hat (BGE 133 III 439 E. 3.3). Er hat Anspruch auf Abnahme der 

rechtzeitig und formgerecht angebotenen Beweismittel, sofern sie eine erhebliche 

Tatsache betreffen und zum Beweis taugen (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N 1016). Der Betroffene wie auch die 

Rechtsmittelinstanz müssen sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen 

können; in diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies 

bedeutet allerdings nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder Behauptung 

und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf 

die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270 E. 

3.1). Ist die Sachlage klar und sind die anwendbaren Normen bestimmt, kann ein 

Hinweis auf diese Rechtsnormen genügen, während ein weiter Spielraum der Behörde 

– aufgrund von Ermessen oder unbestimmten Rechtsbegriffen – und eine Vielzahl von 

in Betracht fallenden Sachverhaltselementen eine ausführliche Begründung gebieten 

(BGE 112 Ia 107 E. 2b). Die Begründungspflicht hat der St. Galler Gesetzgeber für 

Verfügungen in Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP ausdrücklich festgehalten (vgl. zum Ganzen 

VerwGE B 2009/211 vom 18. März 2010 E. 2.1).

b) Der Rekurrent rügt, im vorinstanzlichen Verfahren sei trotz entsprechenden Antrags 

keine Einsicht in die zum verkehrsmedizinischen Gutachten gehörenden Berichte 

gewährt worden. Dies gelte insbesondere für den Bericht zur zweiten Haarprobe und 

die Laborberichte. Für eine adäquate Auseinandersetzung mit den Würdigungen im 

verkehrsmedizinischen Gutachten seien diese Berichte unerlässlich. Weiter sei die 

Vorinstanz mit keinem Wort auf die detaillierte Kritik am verkehrsmedizinischen 

Gutachten eingegangen. Sie habe sich nicht mit der Stellungnahme und den 

Einwendungen befasst, sondern in ihrer Begründung wertlose Textbausteine 

verwendet. Schliesslich habe die Vorinstanz das Einholen eines Obergutachtens 

verweigert, obwohl dies auch der Hausarzt des Rekurrenten empfohlen habe. Damit sei 

das Recht auf Beweisführung missachtet worden. All diese Umstände seien als 

Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu qualifizieren.

c) aa) Der Rekurrent macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 

Vorinstanz infolge nicht gewährter Akteneinsicht, nicht angeordneter 

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Oberbegutachtung sowie mangelhafter Begründung der Verfügung vom 6. April 2018 

geltend. Diese Rügen erweisen sich allesamt als unbegründet.

bb) Der Rekurrent verlangte mit Schreiben vom 9. März 2018 Einsichtnahme in die 

Laborbefunde des Hausarztes vom 16. Juni 2018 und den Laborbericht vom 19. 

Januar 2018 des IRM St. Gallen. Das Strassenverkehrsamt teilte ihm am 12. März 2018 

mit, dass es sich dabei um interne Akten handle, die ihm nicht vorlägen und deren 

Ergebnisse im Gutachten angeführt und gewürdigt würden; dies erweist sich als 

zutreffend. Dem Rekurrenten stand zudem die Möglichkeit offen, die entsprechenden 

Unterlagen selbständig einzuholen, um deren Würdigung im Gutachten zu überprüfen; 

dies hat er nicht getan, weshalb auch unter diesem Gesichtspunkt das 

Akteneinsichtsrecht nicht verletzt wurde. Im vorliegenden Rekursverfahren wurden die 

Berichte des IRM St. Gallen vom 19. Januar 2018 samt den Laborwerten vom 16. Juni 

2017 und 20. Dezember 2017 sowie des IRM Zürich vom 14. Februar 2018 aufgrund 

der materiellen Rügen des Rekurrenten sowie der Vollständigkeit halber von der 

Verfahrensleitung eingeholt.

cc) Im Weiteren war die Vorinstanz nicht gehalten, ein Obergutachten einzuholen; 

entsprechend liegt auch diesbezüglich keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör vor. Eine Oberbegutachtung ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann 

angezeigt, wenn die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten als 

zweifelhaft erscheint und deshalb ergänzende Beweise zur Klärung dieser Zweifel zu 

erheben sind (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_101/2015vom 8. Juli 2015 E. 4.3). 

Vorliegend weist das verkehrsmedizinische Gutachten – wie noch zu zeigen sein wird 

(siehe E. 3e hiernach) – keine wesentlichen Mängel auf, die eine Oberbegutachtung 

notwendig gemacht hätten.

dd) Schliesslich ist auch die Begründung der Verfügung vom 6. April 2018 ausreichend. 

Die Vorinstanz hielt darin fest, die Vernehmlassung des Rechtsvertreters vom 3. April 

2018 geprüft zu haben. Sie äusserte sich zum Sachverhalt, den Diagnosekriterien einer 

Alkoholabhängigkeit sowie zum Gutachten des FAFORO vom 26. Februar 2018. Nach 

Ansicht der Vorinstanz weise dieses keine offenkundigen Mängel auf, erscheine 

schlüssig und sei nachvollziehbar begründet. Es zeige keine Indizien, die gegen seine 

Zuverlässigkeit sprechen würden. Den Anforderungen des rechtlichen Gehörs an eine 

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kurze Begründung zu den entscheidwesentlichen Punkten ist damit Genüge getan. 

Beim Verfassen des Rekurses war sich der Rekurrent offensichtlich im Klaren, auf 

welche Sachverhaltselemente sich die Vorinstanz stützte und wie sie diese rechtlich 

würdigte; andernfalls hätte er sich nicht so ausführlich äussern können.

ee) Im Übrigen können mit dem Rekurs alle Mängel der angefochtenen Verfügung 

geltend gemacht werden (Art. 46 Abs. 1 VRP); aufgrund dieser umfassenden 

Überprüfungsbefugnis (sog. volle Kognition) der Verwaltungsrekurskommission könnte 

eine allfällige, nicht schwerwiegende Gehörsverletzung durch die Vorinstanz im 

vorliegenden Rekursverfahren geheilt werden (vgl. BGE 126 I 72).

3.- Im Rekursverfahren ist strittig, ob die Vorinstanz gestützt auf das 

verkehrsmedizinische Gutachten des FAFORO vom 26. Februar 2018 die Fahreignung 

des Rekurrenten zu Recht verneint und ihm den Führerausweis wegen einer 

Alkoholabhängigkeit auf unbestimmte Zeit entzogen sowie die Wiedererteilung des 

Führerausweises von einer einjährigen kontrollierten Alkoholabstinenz und einer positiv 

verlaufenden verkehrsmedizinischen Untersuchung abhängig machte.

a) Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die 

gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 14 

Abs. 2 lit. c und Art. 16 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, abgekürzt: 

SVG). Ein Sicherungsentzug bezweckt, die zu befürchtende Gefährdung der 

Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in Zukunft zu verhindern. 

Es geht nicht darum, den Betroffenen wegen einer begangenen 

Verkehrsregelverletzung zu bestrafen; daher setzt der Sicherungsentzug auch keine 

schuldhafte Widerhandlung im Strassenverkehr voraus (BGer 1C_74/2011 vom 17. Mai 

2011 E. 2.2). Tritt der Sicherungsentzug indessen an die Stelle eines Warnungsentzugs 

gemäss Art. 16a bis c SVG, wird damit eine Sperrfrist verbunden, die bis zum Ablauf 

der für die begangene Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften 

vorgesehenen Mindestentzugsdauer läuft (Art. 16d Abs. 2 SVG). Mit dieser Regelung 

soll sichergestellt werden, dass ein Sicherungsentzug nach einer begangenen 

Verkehrsregelverletzung bei fehlender Fahreignung nicht weniger lang dauert als ein 

Warnungsentzug.

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Der Führerausweis wird einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer 

Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG), wie 

beispielsweise Alkohol-, Betäubungs- und Arzneimittelabhängigkeit. Die 

Rechtsprechung bejaht eine Trunksucht, wenn die betroffene Person regelmässig so 

viel Alkohol konsumiert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird und sie diese Neigung 

zum übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder 

zu kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn 

die Person nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr 

ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass sie im 

akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Der Suchtbegriff 

des Verkehrsrechts deckt sich somit nicht mit dem medizinischen Begriff der 

Alkoholabhängigkeit. Auch bloss suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls 

ein Alkoholmissbrauch vorliegt, können demnach vom Führen eines Motorfahrzeugs 

ferngehalten werden (BGE 129 II 82 E. 4.1). Der Sicherungsentzug wegen Trunksucht 

oder anderer Suchtkrankheiten wird gemäss Art. 14 Abs. 2 lit. c und Art. 17 Abs. 3 SVG 

auf unbestimmte Zeit angeordnet und der Führerausweis kann bedingt und unter 

Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist 

abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der 

die Fahreignung ausgeschlossen hat. In der Regel wird hierfür bei Vorliegen einer 

Trunksucht (Alkoholabhängigkeit) der Nachweis der Heilung durch eine mindestens 

einjährige kontrollierte Abstinenz verlangt (BGE 129 II 82 E. 2.2).

Die Vorinstanz trägt die Beweislast für das Vorliegen der fehlenden Fahreignung. Da ein 

Sicherungsentzug stark in den Persönlichkeitsbereich eingreift, sind die persönlichen 

Verhältnisse der Betroffenen in jedem Fall und von Amtes wegen genau abzuklären. 

Das Ausmass der notwendigen behördlichen Nachforschungen richtet sich nach den 

Umständen des Einzelfalls und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde 

(BGE 129 II 82 E. 2.2). Die Beweismittel und damit auch das verkehrsmedizinische 

Gutachten unterliegen der freien richterlichen Beweiswürdigung (Art. 21 Abs. 3 und 

Art. 58 Abs. 1 VRP). In Sachfragen ist aber nur aus triftigen Gründen von einer 

gerichtlichen Expertise abzuweichen. Es ist zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen 

Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die 

Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten aufdrängen. In diesem Fall 

sind nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung der Zweifel zu erheben (BGE 133 II 

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384 E. 4.2.3). Das Gutachten soll in der Gesamtbeurteilung die erhobenen Befunde 

hinsichtlich der Fragestellung würdigen und so gewichten, dass die 

Schlussfolgerungen und die Beantwortung der Fragestellung auch für einen Laien 

nachvollziehbar sind (J. Bächli-Biétry, Inhalt des Gutachtens, Würdigung, Folgefragen 

aus verkehrspsychologischer Sicht, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2009, 

St. Gallen 2009, S. 58).

b) Die Vorinstanz erwog in der angefochtenen Verfügung, der Rekurrent habe am 23. 

November 2017 ein Motorfahrzeug in angetrunkenem Zustand mit einer 

Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,05 Gewichtspromille gelenkt. Nach Art. 15d 

Abs. 1 lit. a SVG und bestehenden Zweifeln an der Fahreignung sei daher eine 

Fahreignungsuntersuchung angeordnet worden, der sich der Rekurrent am 1. Februar 

2018 beim FAFORO unterzogen habe. In der Haarprobe vom 8. Januar 2018 sei 

Ethylglucuronid (abgekürzt: EtG) in einer Konzentration von 100 pg/mg nachgewiesen 

worden. Eine vom Rekurrenten verlangte zweite Haaranalyse, die am IRM Zürich 

durchgeführt worden sei, habe für ein erstes Haarsegment (Zeitraum von Mitte 

November 2017 bis Mitte Januar 2018) eine EtG-Konzentration von 31 pg/mg ergeben 

und für ein zweites Haarsegment (Zeitraum von Oktober 2017 bis Mitte November 

2017) eine solche von 80 pg/mg. EtG-Werte von über 30 pg/mg würden für einen 

übermässigen Alkoholkonsum sprechen. Gemäss dem verkehrsmedizinischen 

Gutachten, das keine offenkundigen Mängel zeige sowie schlüssig und nachvollziehbar 

sei, lägen beim Rekurrenten drei bis vier der Diagnosekriterien für eine 

Alkoholabhängigkeit gemäss der internationalen Klassifikation bei psychischen 

Störungen (abgekürzt: ICD-10) vor; wenn drei Kriterien erfüllt seien, sei eine 

Alkoholabhängigkeit zu diagnostizieren. Da der Gutachter die Fahreignung des 

Rekurrenten nicht mehr befürworte, sei ein Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit 

zu verfügen. Eine Alkoholabhängigkeit nach ICD-10 rechtfertige die Ablehnung der 

Fahreignung; weder eine berufliche Angewiesenheit noch ein ungetrübter 

automobilistischer Leumund könnten berücksichtigt werden. Aufgrund der Begehung 

einer schweren Widerhandlung gemäss Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG sei nach Art. 16c 

Abs. 2 lit. a und Art. 16d Abs. 2 SVG zudem eine Sperrfrist von drei Monaten 

anzuordnen.

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c) Die verkehrsmedizinische Untersuchung wurde am FAFORO von Dr. D., 

Verkehrsmediziner SGRM, durchgeführt. Das Gutachten stellte auf folgende Quellen 

ab: die Verfahrensakten der Strafuntersuchung bezüglich der Verkehrskontrolle vom 

23. November 2017, die Untersuchungen vom 1. Februar 2018, telefonische Angaben 

des Hausarztes des Rekurrenten vom 22. Februar 2018, die Laborbefunde vom 20. 

Dezember 2017, den Untersuchungsbericht des IRM St. Gallen vom 19. Januar 2018, 

die Haaranalyse vom 14. Februar 2018 sowie die E-Mail des Rekurrenten vom 4. 

Februar 2018. Der Gutachter führte in Würdigung dieser Grundlagen aus, der Rekurrent 

habe am 23. November 2017 trotz einer Alkoholisierung von rund zwei 

Gewichtspromille gemäss Polizeirapport praktisch keine Ausfallerscheinungen gezeigt. 

Der Rekurrent habe angegeben, er konsumiere täglich bzw. zwei bis drei Mal pro 

Woche ein bis drei Gläser Wein; seit Ende November 2017 habe er seinen 

Alkoholkonsum praktisch eingestellt. Dem ständen jedoch die Ergebnisse der 

Haaranalysen und der anlässlich der Untersuchung festgestellte CDT-Wert von 2,2%, 

der deutlich über dem Normbereich von 1,6% liege, entgegen. Diese Werte sprächen 

dafür, dass der Rekurrent regelmässig Alkohol in einer Menge konsumiere, die aus 

medizinischer Sicht als schädlich zu beurteilen sei. Auch der MCV-Wert von 99 fl gebe 

einen gewissen Hinweis für einen erhöhten Alkoholkonsum. Dieser Wert habe bereits 

im Juni 2016 106 fl betragen. In der körperlichen Untersuchung hätten sich ebenfalls 

Hinweise ergeben, die mit einem übermässigen Alkoholkonsum in Verbindung gebracht 

werden könnten, wie zum Beispiel sogenannte Spider naevi im Halsausschnittbereich 

und eine Verkürzung der Handinnensehne (Morbus Dupuytren). Von den 

Diagnosekriterien für Alkoholabhängigkeit gemäss ICD-10 seien drei bis vier von sechs 

erfüllt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Rekurrent immer wieder einen 

starken Wunsch verspüre, Alkohol zu konsumieren. Dabei müsse er im Laufe der Zeit 

immer wieder die Kontrolle über die Menge oder die Beendigung des Konsums 

verloren haben. Beim Rekurrenten liege eine ausgeprägte Toleranz vor. Es fänden sich 

körperliche Folgeschäden des Alkoholkonsums (Laborwerterhöhungen, 

Hautveränderungen, Bauchglatze, Morbus Dupuytren). Hingegen fänden sich keine 

Hinweise auf eine Entzugssymptomatik und der Rekurrent habe keine Vergnügen oder 

Interessen zugunsten des Konsums vernachlässigt. Insgesamt liege ein 

Alkoholabhängigkeitssyndrom vor. Es handle sich dabei um ein sozial üblicherweise 

nicht auffälliges Trinkverhalten. Die hohe Verkehrsrelevanz liege aber darin, dass der 

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Rekurrent aufgrund seines immer wiederkehrenden Kontrollverlustes mehr Alkohol 

konsumiere, als er sich vorgenommen habe, und aufgrund seiner Toleranz die 

konsumierte Menge weniger als eine nicht trinkgewohnte Person verspüre. Kritisch 

anzumerken sei auch, dass der Rekurrent angegeben habe, bisher noch nach ungefähr 

einem halben Liter Wein das Auto benutzt zu haben, das heisse mit einer 

Blutalkoholkonzentration von 0,5 bis 0,8 Gewichtspromille. Insgesamt sei die 

Fahreignung aus medizinischer Sicht nicht gegeben.

d) Der Rekurrent bringt vor, es sei nicht erwiesen, dass er alkoholabhängig sei. Das 

Gutachten des FAFORO vom 26. Februar 2018 werde nicht anerkannt und die Werte 

der beiden Haaranalysen würden bestritten. Das Gutachten weise zu viele Fehler und 

Ungenauigkeiten auf und es seien daraus medizinisch die falschen Schlüsse gezogen 

und falsche Empfehlungen erteilt worden. Der Gutachter sei voreingenommen gewesen 

und bei der Anamnese ungenau und tendenziös vorgegangen. Gewisse Aussagen 

seien anders gemeint gewesen, als sie im Gutachten wiedergegeben worden seien.

Bei der ersten Haaranalyse habe eine Verwechslung stattgefunden: Analysiert worden 

seien gebogene Haare in der Farbe Weiss mit Hellbraun, der Rekurrent habe aber 

gerade Haare in der Farbe Weiss/Anthrazit. Der ermittelte EtG-Wert von 100 pg/mg 

stehe zudem im Widerspruch zu den Blutwerten und zum tatsächlichen Alkoholkonsum 

des Rekurrenten; es mangle an einer entsprechenden Korrelation. Weiter seien die 

ermittelten EtG-Werte nicht schlüssig. Der mit der zweiten Haarprobe für den Zeitraum 

Anfang Oktober 2017 bis Mitte November 2017 ermittelte EtG-Wert von 80 pg/mg 

betreffe einen Zeitraum von lediglich sechs Wochen; eine solch kurze Zeitspanne 

verbiete es, ohne die Anforderungen an wissenschaftliche Genauigkeit zu strapazieren, 

auf eine Alkoholabhängigkeit zu schliessen. Der gemessene Wert stehe auch mit den 

früheren Blutwerten im Widerspruch. Ab November 2017 liessen die EtG-Werte zudem 

nicht mehr auf eine Abhängigkeit schliessen; der Messwert von 31 pg/mg liege noch im 

Toleranzbereich. Der Gutachter habe sodann die MCV-Werte falsch wiedergegeben, 

indem er einmal von einem Wert von 105 fl und einmal von einem solchen von 106 fl 

gesprochen habe, wohingegen es aktenmässig belegt um einen Wert von höchstens 

101 fl gegangen sei. Es handle sich dabei um einen krassen Fehler, der den Gutachter 

fälschlicherweise veranlasst habe, auf eine Alkoholabhängigkeit zu schliessen. Die 

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MCV-Werte seien ausserdem keine sehr zuverlässigen Marker für chronischen 

Alkoholkonsum.

Überdies sei die Einschätzung des Gutachters, der Rekurrent sei wegen seines 

Verhaltens bei der Polizeikontrolle als alkoholgewohnte Person einzustufen, falsch. Er 

habe sich bei der Erstellung des Polizeirapportes nicht unauffällig verhalten; auffällig 

krakelig sei etwa seine Unterschrift, was der Alkoholmenge zuzuschreiben gewesen 

sei. Es verbiete sich deshalb, aus seinem Verhalten ein Indiz für eine Alkoholtoleranz 

ableiten zu wollen.

Zu berücksichtigen sei auch, dass der Hausarzt des Rekurrenten eine Alkoholsucht 

verneint habe und die Einholung eines Zweitgutachtens empfehle. Entgegen dem 

Gutachter bestehe nach Ansicht des Hausarztes weder eine Bauchglatze noch mit 

Sicherheit ein Spider naevi; die Fingerverkrümmung Morbus Dupuytren sei ein 

Familienleiden. Auch sonst sei der Rekurrent bei zahlreichen Arztuntersuchungen 

niemals auf eine Alkoholproblematik angesprochen worden. Die Blutuntersuchungen 

zeigten vielmehr, dass die massgebenden Werte im Normalbereich lägen. So habe 

etwa der MCV-Wert am 20. Mai 2016 bei 99 fl, am 26. Juni 2016 bei 101 fl, am 16. Juni 

2017 bei 98,6 fl und am 26. März 2018 bei 95 fl gelegen. Auch habe sich bei 

Ultraschalluntersuchungen im Mai 2016 und März 2018 gezeigt, dass sich die nicht 

alkoholbedingt erkrankte Leber des Rekurrenten innert zwei Jahren vollständig erholt 

habe, was bei übermässigem Alkoholkonsum medizinisch ausgeschlossen sei.

Im Weiteren sei selbst unter der Annahme korrekter Messwerte nicht erstellt und werde 

mit Nachdruck bestritten, dass die Klassifikationsmerkmale für eine 

Alkoholabhängigkeit gemäss ICD-10 erfüllt seien. Der Gutachter sei sehr oberflächlich 

und ungenau vorgegangen und habe die massgeblichen Umstände falsch interpretiert. 

Der Schluss, der Rekurrent habe einen starken Wunsch nach Alkoholkonsum, sei 

falsch. Er habe niemals während des Tages Alkohol getrunken und verspüre kein 

zwanghaftes Verlangen nach Alkohol. Dafür seien die Blutwerte und die Erholung der 

Leber Beweis genug. Hinweise, die für einen Kontrollverlust sprechen würden, lägen 

überhaupt keine vor. Während der Polizeikontrolle am 23. November 2017 sei der 

Rekurrent zudem unter starkem Alkoholeinfluss gestanden, was seine Begleiterin 

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bestätigen könne und sich aus seiner unleserlichen Unterschrift des Polizeirapports 

ergebe. Schliesslich lägen auch keine körperlichen Folgeschäden vor.

Der Rekurrent bringt vor, in der vorliegenden Konstellation wäre eine gründliche 

Prüfung der persönlichen Verhältnisse wie namentlich die Einholung von 

Fremdberichten von Hausarzt, Arbeitgeber, Familienangehörigen etc. unerlässlich 

gewesen. Es hätten eine einlässliche Aufarbeitung der konkreten Trunkenheitsfahrt, 

eine Alkoholanamnese (Trinkgewohnheiten und Trinkmuster) und eine körperliche 

Untersuchung mit besonderer Berücksichtigung von alkoholbedingten 

Hautveränderungen stattfinden müssen. Der Rekurrent sei bereit, seine seit Monaten 

anhaltende Abstinenz mittels Untersuchung bei einem Vertrauensarzt unter Beweis zu 

stellen. Der Führerausweisentzug an sich und während der langen Verfahrensdauer sei 

unzumutbar und unverhältnismässig. Er sei als Geschäftsleiter beruflich und privat auf 

den Führer-ausweis angewiesen. Es würden keine öffentlichen Interessen für einen 

Führerausweisentzug sprechen; jedenfalls aber überwögen seine privaten Interessen.

e) aa) Im vorliegenden Fall wendet sich der Rekurrent zunächst gegen die Korrektheit 

und den Beweiswert des verkehrsmedizinischen Gutachtens. Dieses enthalte viele 

Fehler und sei ungenau, der Gutachter sei voreingenommen gewesen und eine 

umfassende Auseinandersetzung mit dem sozialen Trinkverhalten des Rekurrenten sei 

unterblieben. Das Gutachten entspricht indessen den praxisgemässen Anforderungen. 

Es stützt sich auf die Verfahrensakten der Strafuntersuchung bezüglich des Vorfalls 

vom 23. November 2017, zwei Haaranalysen, eine körperliche und psychiatrische 

Untersuchung, eine Befragung des Rekurrenten sowie auf Auskünfte und 

Laborbefunde des Hausarztes. Damit fanden die für eine verkehrsmedizinische 

Untersuchung wesentlichen Gesichtspunkte Eingang. Das Gutachten beschreibt 

sämtliche Grundlagen und unterzieht dieselben in sachlicher Weise einer Würdigung. 

Es ist nicht zu erkennen, inwiefern beim Gutachter eine Voreingenommenheit 

bestanden haben oder er tendenziös vorgegangen sein sollte. Auch erscheinen die 

Ausführungen im Gutachten im Zusammenhang mit dem vom Rekurrenten 

beschriebenen Trinkverhalten nicht als ungenau; vielmehr vermitteln sie insgesamt ein 

Bild des Trinkverhaltens, wie es sich auch aus den Schilderungen im Rekurs ergibt. 

Schliesslich ist der Einwand des Rekurrenten zu relativieren, dass im Gutachten ein 

krasser Fehler passiert sei, weil von einem MCV-Wert von 105 fl und 106 fl gesprochen 

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werde, obwohl aktenkundig lediglich ein Wert von 99 fl bzw. maximal 101 fl 

ausgewiesen sei. Der Gutachter führte den MCV-Wert von 105 fl im Juni 2016 im 

Zusammenhang mit der telefonischen Befragung des Hausarztes des Rekurrenten an 

und entnahm ihn nicht den Laborbefunden. In der Würdigung wiederholte der 

Gutachter dann den Wert mit 106 fl. Die entsprechende Ausführung stand indessen 

lediglich im Zusammenhang mit dem Umstand, dass der Hausarzt eine 

Alkoholproblematik mit dem Rekurrenten niemals thematisierte. Hinsichtlich des 

Hinweises auf einen erhöhten Alkoholkonsum stellte der Gutachter hingegen auf den 

MCV-Wert gemäss dem Laborbefund vom 1. Februar 2018 von 99 fl ab. Dass es 

diesbezüglich zu einem Fehler gekommen sei, macht der Rekurrent nicht geltend.

bb) Hinsichtlich der geltend gemachten Unverwertbarkeit der ersten Haaranalyse vom 

19. Januar 2018 ist festzuhalten, dass allein aufgrund der Beschreibung der 

untersuchten Haare nicht auf eine Verwechslung der Proben zu schliessen ist. Eine 

gewisse Unschärfe in der Beschreibung von Haareigenschaften ist alltäglich und nicht 

zu vermeiden; auch die Bestimmung der Haarfarbe kann bisweilen schwierig sein. Die 

gewählte Formulierung im Untersuchungsbericht vom 19. Januar 2018 ("Haarfarbe: 

weiss mit hellbraun, Haarform: gebogen") weicht jedenfalls nicht derart von der 

Beschreibung des Rekurrenten ("gerade Haare mit der Farbe Weiss/Anthrazit") und den 

nicht beanstandeten Beschreibungen in den Untersuchungsberichten vom 14. Februar 

2018 ("Haarfarbe: braun-grau meliert") und vom 18. Juli 2018 ("Haarfarbe: hellbraun mit 

weiss, Haarform: leicht gebogen") ab, dass damit ernsthaft auf eine Verwechslung 

geschlossen werden könnte. Da der Einwand der Haarverwechslung insbesondere bei 

einem negativen Ergebnis häufig erhoben wird, ist der Ablauf bei einer von einem 

anerkannten Labor durchgeführten Haaranalyse standardisiert; dazu gehört namentlich 

auch, dass Haarverwechslungen mit bestimmten Vorkehrungen vermieden werden 

sollen. Dies geschieht etwa, indem die Identität des Probanden mittels 

Identitätsnachweis überprüft und die abgenommenen Haare nach der Abnahme 

unzweifelhaft der entsprechenden Person zugeordnet werden (vgl. Merkblatt des IRM 

St. Gallen, Haarentnahme für die Suchtmittelanalytik, Version 03, gültig ab 6. April 

2017, im Internet abrufbar unter: https://www.kssg.ch/rechtsmedizin/fuer-

fachpersonen/formulare-und-merkblaetter). Es gibt keine Hinweise, dass hier von 

diesen Standards abgewichen worden wäre. Auch kann der ermittelte, sehr hohe EtG-

Wert von 100 pg/mg nicht einfach mit der Behauptung eines geringeren Trink- oder 

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normalen Sozialverhaltens in Frage gestellt werden, zumal dieser Wert doch gerade 

zum Beweis (bzw. Gegenbeweis) eines solchen Verhaltens dient. Abgesehen davon 

erstaunt es gerade nicht, wenn in den Haaren einer Person, die in der Lage war, ein 

Motorfahrzeug mit einer sehr hohen Blutalkoholkonzentration von mindestens zwei 

Gewichtspromille ohne auffälliges Fahrverhalten zu lenken, ein sehr hoher EtG-Wert 

nachgewiesen wird. Insgesamt sind keine hinreichenden Anhaltspunkte zu erkennen, 

weshalb die erste Haaranalyse vom 19. Januar 2018 fehlerhaft sein sollte.

cc) Die Ergebnisse der ersten Haaranalyse widersprechen sodann den Ergebnissen der 

zweiten Haaranalyse vom 14. Februar 2018 nicht. Die erste Haarprobe wurde am 8. 

Januar 2018 entnommen und ergab für eine Haarlänge von 4,5 cm einen EtG-Wert von 

100 pg/mg. Die zweite Haarprobe wurde am 1. Februar 2018 entnommen und ergab für 

ein erstes Haarsegment (2 cm Haarlänge ab Kopfhaut, Zeitraum von Mitte November 

2017 bis Mitte Januar 2018) einen EtG-Wert von 31 pg/mg und für ein zweites 

Haarsegment (restliche 1,5 cm Haarlänge, Zeitraum von Anfang Oktober 2017 bis Mitte 

November 2017) einen EtG-Wert von 80 pg/mg. Mit den beiden Haarproben wurden 

folglich unterschiedliche Zeiträume untersucht; namentlich deckt die erste Haarprobe 

von 4,5 cm Länge bei einem angenommenen durchschnittlichen Haarwachstum von 

rund 1 cm pro Monat den Zeitraum ab ca. Mitte August 2017 ab, wohingegen die 

zweite Haarprobe Aussagen erst für den Zeitraum ab Anfang Oktober 2017 zulässt. Mit 

Blick auf die unterschiedlichen Zeiträume erscheinen die Messergebnisse daher als 

korrekt. Dem Vorbringen des Rekurrenten, der für den Zeitraum von Anfang Oktober 

2017 bis Mitte November 2017 ermittelte EtG-Wert von 80 pg/mg betreffe einen zu 

kurzen Zeitraum, ist entgegenzuhalten, dass die Berücksichtigung beider Haarproben 

ein umfassenderes Bild eines hinreichend langen Zeitraums vermittelt. Abgesehen 

davon werden in der Praxis regelmässig Haarlängen zwischen 4 bis 6 cm, häufig 

unterteilt in zwei Segmente, untersucht, um Aussagen über die durchschnittliche 

Trinkmenge machen zu können; insofern unterscheidet sich der vorliegende Fall nicht 

von den zahlreichen anderen Fällen, in denen das Gericht bis jetzt über die 

Rechtmässigkeit von Sicherungsentzügen zu entscheiden hatte. Die Ergebnisse 

stimmen im Übrigen insofern mit den Schilderungen des Rekurrenten überein, als dass 

er nach dem Vorfall vom 23. November 2017 seinen Alkoholkonsum eingeschränkt 

haben will. Insgesamt erweisen sich die beiden Haaranalysen als taugliche 

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Beweismittel und es ist davon auszugehen, dass die Messungen korrekt durchgeführt 

wurden.

dd) Der Rekurrent zweifelt an den ermittelten EtG-Werten auch deshalb, weil diese 

nicht mit den Blutwerten, namentlich den gemessenen MCV-Werten korrelierten und 

sich seit dem Jahr 2016 eine Fettleber zurückgebildet habe, was bei einem hohen 

Alkoholkonsum unmöglich sei.

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als geeignetes 

Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums als auch der 

Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung (BGE 140 II 334 E. 3 S. 337 f. mit Hinweisen). 

Biochemische Analyseresultate von Haarproben für das Trinkalkohol-

Stoffwechselprodukt EtG erlauben objektive Rückschlüsse auf den Alkoholkonsum 

eines Probanden während einer bestimmten Zeit (vgl. Schweizerische Gesellschaft für 

Rechtsmedizin, Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von Ethylglucuronid [EtG] in 

Haarproben, Version 2017, Ziff. 3.1). Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den 

Alkoholkonsum. Nach dem Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar 

eingelagert und erlaubt über ein grösseres Zeitfenster (als bei einer Blutuntersuchung) 

Aussagen über den erfolgten Konsum (BGer 1C_491/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3.2). 

Demgegenüber sind unauffällige Blutwerte nicht geeignet, den Verdacht auf einen 

chronischen Alkoholüberkonsum auszuschliessen (Wick/Keller/Senn, Sind 

pathologische Blutlaborwerte ein Indikator für die zusätzliche Untersuchung der Haare 

auf Ethylglucuronid in der verkehrsmedizinischen Begutachtungspraxis?, in: 

Strassenverkehr 1/2014, S. 36). Die Blutuntersuchung auf bestimmte Marker 

(namentlich CDT, γ-GT, GPT und MCV) ermöglicht lediglich einen indirekten Nachweis 

eines Konsums von Alkohol in dem der Analyse vorangehenden Zeitraum; ein 

pathologischer CDT-Wert allein erlaubt daher noch nicht den Schluss auf eine 

Alkoholabhängigkeit (BGE 129 II 82 E. 6.2.1).

Dem beim Rekurrenten am 1. Februar 2018 gemessenen CDT-Wert von 2,2%, der über 

der Norm von 1,6% liegt, aber noch nicht im pathologischen Bereich, kommt wenig 

Beweiskraft zu. Anderes gilt hingegen für die ermittelten EtG-Werte. Gemäss der 

Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin SGRM, Arbeitsgruppe Haaranalytik, 

spricht ein EtG-Wert von über 30 pg/mg für einen übermässigen Alkoholkonsum (vgl. 

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Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin, a.a.O., Ziff. 6.2). Die ermittelten EtG-

Werte von 100 pg/mg sowie 80 pg/mg und 31 pg/mg beweisen somit das Vorliegen 

einer Alkoholproblematik. Die weiteren Faktoren wie erhöhte Blutwerte (CDT und MCV) 

und allfällige alkoholbedingte körperliche Begleiterscheinungen (Spider naevi, 

Bauchglatze, Morbus Dupuytren) sprechen tendenziell ebenfalls für einen 

übermässigen Alkoholkonsum, sind für sich allein betrachtet indessen nicht 

beweisbildend. Einzig die eigenen Angaben des Rekurrenten über sein 

Konsumverhalten sprechen gegen die Annahme einer Alkoholproblematik. Angesichts 

der Gesamtheit der übrigen Untersuchungsergebnisse sind Zweifel an den Aussagen 

des Rekurrenten allerdings begründet; diese vermögen (aufgrund eines möglichen 

selbstschützenden Verhaltens des Rekurrenten) das Untersuchungsergebnis nicht 

umzustossen. In Übereinstimmung mit den Schlussfolgerungen des Gutachters und 

der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass sich im vorliegenden Fall die 

gemessenen EtG-Werte samt der weiteren Indizien für einen übermässigen 

Alkoholkonsum zum Beweis verdichten.

Hinsichtlich der Korrelation von Blut- und EtG-Werten gilt, dass sich eine solche bei 

verschiedenen Einzelmessungen allein schon deswegen nicht ohne Weiteres zeigen 

muss, weil sich die Alkoholkonzentrationen im Blut und in den Haaren auf ganz 

unterschiedliche Zeiträume beziehen. Im Blut werden die Marker relativ rasch wieder 

abgebaut, wohingegen die Alkoholstoffwechselprodukte in den Haaren angereichert 

werden. Bei MCV-Werten ist zudem – wie der Rekurrent unter Berufung auf 

entsprechende Fachliteratur selbst vorbringt – beachtlich, dass dieser kein 

zuverlässiger Marker für chronischen Alkoholkonsum darstellt. Aus einer allenfalls nicht 

bestehenden Korrelation von Blut- und Haarwerten kann der Rekurrent daher nichts für 

sich ableiten. Das gilt auch bezüglich der Rückbildung seiner Lebererkrankung. Ob die 

Behauptung des Rekurrenten, wonach eine Heilung der Lebererkrankung bei 

chronischem Alkoholkonsum überhaupt ausgeschlossen sei, zutrifft, vermag das 

Gericht mangels entsprechender medizinischer Kenntnisse nicht zu beurteilen. Der 

Hausarzt des Rekurrenten bleibt im Schreiben vom 26. März 2018 hinsichtlich der 

Leberwerte jedenfalls vage und weist selbst auf leicht erhöhte MCV-Werte hin, wobei 

dafür viele mögliche Ursachen in Frage kämen. Aufgrund der klaren 

Untersuchungsbefunde ist darauf indes nicht weiter einzugehen.

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ee) Der Rekurrent wendet sich auch gegen die Einschätzung des Gutachters, dass er 

eine Alkoholtoleranz entwickelt habe. Anlässlich der Polizeikontrolle am 23. November 

2017 habe er sich durchaus auffällig verhalten, was sich etwa an seiner krakeligen 

Unterschrift zeige. Diese Ausführungen des Rekurrenten finden indessen in den Akten 

der Strafuntersuchung keine Stütze. Die Polizeibeamten konnten keine klaren Auf- und 

Ausfallerscheinungen feststellen und stuften den Rekurrenten als fahrfähig ein, obwohl 

dieser gemäss dem rechtskräftigen Strafbefehl vom 8. Dezember 2017 mit mindestens 

2,05 Gewichtspromille unterwegs war. Eine Person, die nur selten Alkohol trinkt, ist 

nicht in der Lage, eine Blutalkoholkonzentration von 2 Gewichtspromille überhaupt zu 

erreichen, weil sie aufgrund der alkoholtoxischen Wirkung schon vorher mit unter 

anderem zunehmender Übelkeit, Bewusstseinstrübung und beispielsweise mit 

Erbrechen reagiert. Eine derart beeinträchtigte Person ist deshalb nicht mehr fähig, 

auch nur halbwegs zielgerichtet zu handeln und insbesondere ein Fahrzeug nur 

einigermassen korrekt bedienen und führen zu können (B. Liniger, Verkehrsmedizin: 

Fahreignungsbegutachtung und Auflagen, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 

2004, St. Gallen 2004, S. 92 f.); für eine solche Beeinträchtigung gibt es hier keine 

Hinweise. Der Rekurrent selbst gab während der polizeilichen Befragung an, sich 

eigentlich fahrfähig gefühlt zu haben. Hieraus ergeben sich eindeutige Hinweise darauf, 

dass beim Rekurrenten eine Alkoholtoleranz bestand. Daran vermögen die 

nachträglichen Vorbringen, der Rekurrent könne sich kaum mehr an den Vorfall 

erinnern und meine, sich dannzumal wegen des Alkoholkonsums auffällig verhalten zu 

haben, nichts zu ändern. Im Weiteren erscheint auch das Argument der krakeligen 

Unterschrift als unbehelflich; zwischen den verschiedenen Unterschriften in den 

Strafakten und den eingereichten Vergleichsdokumenten sind keine wesentlichen 

Unterschiede zu erkennen.

ff) Schliesslich beruft sich der Rekurrent auf das Schreiben seines Hausarztes vom 

26. März 2018, in dem dieser gewisse Diagnosen des Gutachters in Zweifel zieht und 

darauf hinweist, er habe niemals einen Verdacht auf eine Sucht- oder 

Alkoholproblematik gehabt. Ärztliche Meinungen zu gleichen Fragen können 

verschieden sein. Hinsichtlich der vom Gutachter gestellten Diagnosen (Spider naevi, 

Bauchglatze und Morbus Dupuytren) sind andere Ursachen als ein übermässiger 

Alkoholkonsum nicht ausgeschlossen. Der Gutachter hat diese Krankheiten 

dementsprechend nur als Indizien und nicht als allein hinreichende Beweise für eine 

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Alkoholabhängigkeit behandelt. Dieses Vorgehen wird durch die hausärztliche Meinung 

nicht in Frage gestellt und ist legitim. Dass der Hausarzt niemals einen Verdacht auf 

eine Alkoholproblematik hegte, verwundert insofern nicht weiter, als der Rekurrent bei 

ihm wegen anderer Leiden in Behandlung war. Ausserdem ist – auch angesichts der 

Schilderungen seines Sozialverhaltens im Rekurs – nicht unwahrscheinlich, dass der 

Rekurrent den übermässigen Alkoholkonsum unauffällig vollzog.

gg) Insgesamt weist das verkehrsmedizinische Gutachten keine derartigen Mängel auf, 

die an der verkehrsmedizinischen Beurteilung Zweifel wecken würden. Das Gutachten 

ist vollständig, sachlich abgefasst und stützt sich auf die notwendigen Grundlagen, 

weshalb darauf abgestützt werden kann.

f) aa) Der Rekurrent wendet ein, es bestehe bei ihm keine verkehrsrelevante 

Alkoholabhängigkeit, mithin seien die Diagnosekriterien gemäss ICD-10 nicht erfüllt. 

Eine Alkoholabhängigkeit im medizinischen Sinne ist gleichbedeutend mit fehlender 

Fahreignung, jedoch nicht zwingend erforderlich für die Annahme einer Alkoholsucht im 

Sinne des Strassenverkehrsgesetzes. Diesbezüglich genügt bereits, wenn ein 

Betroffener nicht mehr in der Lage ist, seinen Alkoholkonsum vom Strassenverkehr 

ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr besteht, dass er im akuten 

Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Im vorliegenden Fall führte 

der Gutachter nicht nur aus, dass beim Rekurrenten eine medizinische 

Alkoholabhängigkeit nach ICD-10 vorliege, sondern auch, dass beim Rekurrenten die 

Gefahr bestehe, sich alkoholbedingt wiederkehrend in fahrunfähigem Zustand ans 

Steuer zu setzen. Dass der Rekurrent am 23. November 2017 mit einer hohen 

Blutalkoholkonzentration ein Fahrzeug lenkte, macht deutlich, dass er nicht fähig ist, 

seinen Alkoholkonsum vom Strassenverkehr zu trennen; es besteht die naheliegende 

Gefahr, dass er inskünftig wieder in fahrunfähigem Zustand am motorisierten 

Strassenverkehr teilnehmen könnte.

bb) Darüber hinaus ist der Schluss, beim Rekurrenten liege eine medizinische 

Alkoholabhängigkeit vor, insgesamt nachvollziehbar. Namentlich aufgrund der 

Ergebnisse der beiden Haaranalysen und wegen des Vorfalls vom 23. November 2017 

– der Rekurrent lenkte mit 2,05 Gewichtspromille ein Fahrzeug und zeigte keine 

Ausfallerscheinungen – ist erstellt, dass eine Suchtproblematik vorliegt. Die Beurteilung 

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des Gutachters, der Rekurrent erfülle die Diagnosekriterien für eine 

Alkoholabhängigkeit nach ICD-10, ist nachvollziehbar. So ist mit Blick auf die EtG-

Werte davon auszugehen, dass der Rekurrent immer wieder einen starken Wunsch 

verspürt, Alkohol zu konsumieren. Ebenso ist wegen der Trunkenheitsfahrt der Schluss 

auf einen wiederkehrenden Kontrollverlust zulässig. Zudem darf aufgrund der 

fehlenden Ausfallerscheinungen bei der Trunkenheitsfahrt auf eine erhebliche 

Alkoholtoleranz geschlossen werden. Somit liegen unbesehen der körperlichen 

Folgeschäden, die sich möglicherweise kausal aus dem übermässigen Alkoholkonsum 

ergeben haben, die notwendigen drei (der insgesamt sechs) Diagnosekriterien vor.

cc) Wegen der Alkoholabhängigkeit entzog die Vorinstanz dem Rekurrenten den 

Führerausweis mangels Fahreignung auf unbestimmte Zeit; sie folgte zudem der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach bis zur Wiedererteilung des 

Führerausweises (unter Auflagen) der Nachweis der Überwindung der 

Alkoholabhängigkeit durch eine mindestens einjährige kontrollierte Abstinenz zu 

erbringen ist (BGE 129 II 82 E. 2.2). Die Bedingungen für die Aufhebung des 

Sicherungsentzugs wurden vom Rekurrenten nicht substantiiert bestritten. Sie 

entsprechen üblicher Praxis, weshalb kein Anlass besteht, davon abzuweichen. Es ist 

auch nicht ersichtlich, inwiefern die privaten Interessen des Rekurrenten das öffentliche 

Interesse an der Sicherheit im Strassenverkehr überwiegen würden. Es ist für den 

Rekurrenten möglich, seine Tätigkeit als Geschäftsführer mittels entsprechender 

organisatorischer Vorkehrungen weiterhin auszuüben.

g) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht auf das 

verkehrsmedizinische Gutachten des FAFORO vom 26. Februar 2018 abstellte, die 

Fahreignung des Rekurrenten gestützt auf Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG verneinte, den 

Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzog, die Wiedererteilung von einer 

kontrollierten und fachlich betreuten Alkoholabstinenz von mindestens zwölf Monaten 

Dauer sowie einer erneuten verkehrsmedizinischen Untersuchung mit Befürwortung der 

Fahreignung aus medizinischer Sicht abhängig machte und für das Fahren in 

angetrunkenem Zustand eine Sperrfrist von drei Monaten festlegte.

4.- Mit dem Sicherungsentzug soll sichergestellt werden, dass der Rekurrent zum 

Schutz der Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer vom Strassenverkehr 

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ferngehalten wird. Dieser Zweck wäre gefährdet, wenn er während eines 

Beschwerdeverfahrens als Motorfahrzeugführer zum Strassenverkehr zugelassen 

würde. Einer allfälligen Beschwerde ist deshalb die vom Gesetz vorgesehene 

aufschiebende Wirkung zu entziehen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 VRP).

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'900.–, worunter die 

Kosten für die Zwischenverfügungen über die aufschiebende Wirkung in den 

Zwischenverfahren ZV-2018/45 und ZV-2018/54 von je Fr. 200.–, erscheint 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– ist anzurechnen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine ausseramtliche Entschädigung 

zuzusprechen (Art. 98  VRP).

Entscheid:

1.  Der Rekurs wird abgewiesen.

2.  Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

3.  Der Rekurrent hat die amtlichen Kosten von Fr. 1‘900.– zu bezahlen, unter 

Anrechnung

     des Kostenvorschusses von Fr. 1'500.–.

bis

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 23.08.2018
	Art. 14 Abs. 2 lit. c, Art. 15d Abs. 1 lit. a, Art. 16 Abs. 1, Art. 16d Abs. 1 lit. b, Art. 17 Abs. 3 SVG (SR 741.01). Der Rekurrent lenkte mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,05 Gewichtspromille ein Fahrzeug. Gegenüber den Polizisten zeigte er keine Ausfallerscheinungen. Der verkehrsmedizinische Gutachter diagnostizierte eine Alkoholabhängigkeit. Das Gutachten hält der richterlichen Überprüfung stand. Bestätigung des Sicherungsentzugs (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 23. August 2018, IV-2018/61).

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