# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6be81a59-90da-5b59-8377-f18a52b81302
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 03.09.2025 501 2024 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2024-2_2025-09-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2024 2
501 2024 3
501 2024 4

Urteil vom 3. September 2025

Strafappellationshof

Besetzung Präsident: Michel Favre
Richter: Markus Ducret
Ersatzrichter: Daniel Schneuwly
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Frédérique Jungo

Parteien STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsführerin und 
Anschlussberufungsgegnerin

gegen

A.________, Beschuldigter und Berufungsgegner, vertreten 
durch Rechtsanwalt Philippe Corpataux, amtlicher Verteidiger 

B.________, Beschuldigter, Berufungs-gegner und 
Anschlussberufungsführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
Marie-Rose Torche, amtliche Verteidigerin

C.________, Beschuldigter und Berufungs-gegner, vertreten 
durch Rechtsanwalt Ingo Schafer, amtlicher Verteidiger

D.________, Zivil- und Strafkläger

Gegenstand Angriff, eventualiter Raufhandel, einfache Körperverletzung, 
Strafzumessung, Landesverweisung, Kosten

Berufungen vom 5. Januar 2024 und Anschlussberufung vom 
26. Februar 2024 gegen die Urteile des E.________ 
vom 21. September 2023

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Sachverhalt

A. A.________ (501 2024 2)

a. Das Strafgericht des Sensebezirks sprach mit Abwesenheitsurteil vom 21. September 2023 
A.________ vom Vorwurf des Angriffs und der mehrfachen einfachen Körperverletzung, angeblich 
begangen in F.________ am 7. Juli 2019, frei. Das Gericht verzichtete auf den Widerruf der in 
drei Strafbefehlen und einem Urteil des Polizeirichters des Saanebezirks gewährten bedingten 
Strafvollzug. Die Zivilklage von D.________ wurde abgewiesen. Die den Beschuldigten betreffenden 
Kosten von einem Viertel der Verfahrenskosten wurden dem Staate G.________ auferlegt. 

b. Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 reichte die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil 
vom 21. September 2023 des E.________ (nachfolgend: das Strafgericht) ein. Sie stellte den 
Hauptantrag, dass A.________ in Gutheissung der Berufung wegen Angriffs und einfacher 
Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten als 
Zusatzstrafe zum Urteil vom 14. Juli 2020 (Freiheitsstrafe von 130 Tagen) verurteilt werde. Der mit 
Strafbefehlen vom 22. Oktober 2014 und 13. Januar 2015 gewährte bedingte Strafvollzug sei zu 
widerrufen.

Die Staatsanwaltschaft stellte gleichzeitig den Eventualantrag, dass die Berufung gutgeheissen 
werde und ihr Gelegenheit geboten werde, die Anklage zu ändern (mit Verweis auf Art. 333 Abs. 1 
i.V.m. Art. 379 StPO). 

c. A.________ erklärte mit Eingabe vom 26. Februar 2024, dass er weder Nichteintreten auf die 
Berufung beantrage noch Anschlussberufung erhebe. 

d. Mit Beschluss vom 28. November 2024 wurde der Staatsanwaltschaft in Anwendung von 
Art. 333 Abs. 1 StPO Gelegenheit gegeben, die Anklage bis zum 10. Januar 2025 zu ändern. Die 
Staatsanwaltschaft änderte die Anklage am 8. Januar 2025 und ergänzte die Anklageschrift mit einer 
Alternative 2 zum Sachverhalt, indem sie die Alternative 1 mit folgendem Satz ergänzte: 
«D.________ wehrte sich und teilte seinerseits ebenfalls Schläge aus und nahm jemanden in den 
Schwitzkasten». Die Staatsanwaltschaft stellte die geänderte Anklageschrift den Parteien zu. 

B. B.________ (501 2024 3) 

a. Das Strafgericht des Sensebezirks sprach mit Abwesenheitsurteil vom 21. September 2023 
B.________ vom Vorwurf des Angriffs, angeblich begangen in F.________ am 7. Juli 2019, frei. Das 
Gericht sprach ihn hingegen schuldig der einfachen Körperverletzung und verurteilte ihn zu einer 
bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 60.- mit einer Probezeit von 2 Jahren. Auf 
eine Landesverweisung wurde verzichtet. Die Zivilklage von D.________ wurde auf den Zivilweg 
verwiesen. Dem Beschuldigten wurden die Verfahrenskosten zu einem Viertel auferlegt.

b. Die Staatsanwaltschaft erklärte am 5. Januar 2024 Berufung gegen das vorgenannte Urteil. 

Sie stellte den Hauptantrag, dass B.________ in Gutheissung der Berufung auch wegen Angriffs 
schuldig gesprochen und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten mit einer Probezeit von 
2 Jahren verurteilt werde. B.________ sei für die Dauer von 5 Jahren des Landes zu verweisen. 

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Die Staatsanwaltschaft stellte gleichzeitig den Eventualantrag, dass die Berufung gutgeheissen 
werde und ihr Gelegenheit geboten werde, die Anklage zu ändern (mit Verweis auf Art. 333 Abs. 1 
i.V.m. Art. 379 StPO). 

c. B.________ erklärte mit Eingabe vom 26. Februar 2024, dass er kein Nichteintreten auf die 
Berufung beantrage, hingegen Anschlussberufung erhebe. Er beantragte darin, dass er von 
sämtlichen Vorwürfen freizusprechen sei. Ihm sei eine Entschädigung von CHF 7'728.80 für das 
erstinstanzliche Verfahren und CHF 500.- für das Berufungsverfahren auszurichten. 

d. Mit Beschluss vom 28. November 2024 wurde der Staatsanwaltschaft in Anwendung von 
Art. 333 Abs. 1 StPO Gelegenheit gegeben, die Anklage bis zum 10. Januar 2025 zu ändern. Die 
Staatsanwaltschaft änderte die Anklage am 8. Januar 2025 und ergänzte die Anklageschrift mit einer 
Alternative 2 zum Sachverhalt, indem sie die Alternative 1 mit folgendem Satz ergänzte: 
«D.________ wehrte sich und teilte seinerseits ebenfalls Schläge aus und nahm jemanden in den 
Schwitzkasten». Die Staatsanwaltschaft stellte die geänderte Anklageschrift den Parteien zu. 

C. C.________ (501 2024 4) 

a. Das Strafgericht des Sensebezirks sprach am 21. September 2023 C.________ vom Vorwurf 
des Angriffs und der einfachen Körperverletzung, angeblich begangen in F.________ 
am 7.Juli 2019, frei. Das Gericht verzichtete auf den Widerruf des mit Urteil des Strafgerichts des 
Saanebezirks gewährten teilbedingten Strafvollzugs (14 Monate bedingt). Die Zivilklage von 
D.________ wurde abgewiesen. Die den Beschuldigten betreffenden Kosten von einem Viertel der 
Verfahrenskosten wurden dem Staate G.________ auferlegt.

b. Die Staatsanwaltschaft erklärte am 5. Januar 2024 Berufung gegen das vorgennannte Urteil. 
Sie stellte den Hauptantrag, dass C.________ in Gutheissung der Berufung wegen Angriffs und 
einfacher Körperverletzung schuldig gesprochen werde. Die mit Urteil des Strafgerichts des 
Saanebezirks am 7. September 2017 teilbedingt gewährte Strafe von 14 Monaten sei zu widerrufen. 
Mit der neu auszufällenden Strafe sei eine unbedingte Gesamt-Freiheitsstrafe von 24 Monaten zu 
bilden. 

Die Staatsanwaltschaft stellte gleichzeitig den Eventualantrag, dass die Berufung gutgeheissen 
werde und ihr Gelegenheit geboten werde, die Anklage zu ändern (mit Verweis auf Art. 333 Abs. 1 
i.V.m. Art. 379 StPO). 

c. C.________ erklärte mit Eingabe vom 7. Februar 2024, dass er weder Nichteintreten auf die 
Berufung beantrage noch Anschlussberufung erhebe. 

d. Mit Beschluss vom 28. November 2024 wurde der Staatsanwaltschaft in Anwendung von 
Art. 333 Abs. 1 StPO Gelegenheit gegeben, die Anklage bis zum 10. Januar 2025 zu ändern. Die 
Staatsanwaltschaft änderte die Anklage am 8. Januar 2025 und ergänzte die Anklageschrift mit einer 
Alternative 2 zum Sachverhalt, indem sie die Alternative 1 mit folgendem Satz ergänzte: 
«D.________ wehrte sich und teilte seinerseits ebenfalls Schläge aus und nahm jemanden in den 
Schwitzkasten». Die Staatsanwaltschaft stellte die geänderte Anklageschrift den Parteien zu.

e. Das Strafgericht ging bei seinen Urteilen zusammenfassend von folgendem, in der Berufung 
zum Teil noch umstrittenen Sachverhalt aus:

Am 7. Juli 2019, gegen 02.00 Uhr, hätten sich B.________, C.________ und A.________ am 
Geburtstagsfest von H.________ in F.________, an der I.________, befunden. C.________ sei von 

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einem weiteren in der gleichen Sache Beschuldigten, welcher seinerseits von der Kollegin von 
H.________, J.________, zum Fest eingeladen worden war, und dessen Kollegen eingeladen 
worden und sei vor Mitternacht beim Fest eingetroffen. Letzterer habe schliesslich noch A.________ 
und B.________ eingeladen, welche nach Mitternacht eingetroffen seien. Die Gastgeberin sei 
zunächst damit einverstanden gewesen, dass die zusätzlich eingeladenen Personen am Fest 
teilnähmen und mitfeierten.

Im weiteren Verlauf sei es zu einer Auseinandersetzung zwischen den «Gästen» und H.________, 
deren Freund D.________ und dessen Bruder K.________ gekommen.

Was den Vorwurf des Angriffs anbelangt, so kam das Strafgericht nach Würdigung aller Aussagen 
der Beteiligten zum Schluss, dass das tatsächliche Verhalten von D.________ unklar bleibe. Einige 
Aussagen liessen darauf schliessen, dass D.________ sich nicht nur passiv verhalten habe. 
Insbesondere seien die Aussagen von D.________ selbst sowie diejenigen von H.________ und 
J.________ – Personen, die während des Konfliktes auf Seiten von D.________ gestanden seien – 
in sich und untereinander widersprüchlich. Teils sei ihren Aussagen selbst zu entnehmen, dass sich 
D.________ weder nur passiv noch rein defensiv verhalten habe. Weiter würden Aussagen des 
Bruders von D.________, K.________, hinzukommen. Aus Sicht des Gerichts seien dessen 
Aussagen glaubhaft, da er keinen Grund habe, nicht zu seinen Gunsten oder jenen seines Bruders 
auszusagen, sollten er und D.________ wirklich nichts gemacht haben. Dies habe er dagegen 
explizit nicht getan. Insgesamt bestünden aus Sicht des Gerichts unüberwindbare Zweifel daran, 
dass sich D.________ rein abwehrend oder passiv verhalten habe. Demnach sei nicht erstellt, dass 
der Tatbestand des Angriffs erfüllt sei. Unter diesen Umständen seien die Beschuldigten in dubio 
pro reo vom Vorwurf des Angriffs freizusprechen.

Gemäss Arztbericht des Inselspitals Bern vom 7. Juli 2019 habe D.________ eine Sprengung der 
Sutura frontozygomatica links, multiple Kontusionen und Schürfungen und Hämatome am Kopf und 
am Körper erlitten. Weitere Verletzungen seien nicht festgestellt worden (act. 2014 ff.). Es habe sich 
nicht um lebensgefährliche Verletzungen gehandelt.

Das Strafgericht hielt es auch als erwiesen an, dass B.________ trotz dessen Bestreitens vor Ort 
gewesen sei und im Verlaufe der Auseinandersetzung D.________ einen Faustschlag frontal ins 
Gesicht geschlagen habe. Letzterer habe dabei einen Kieferbruch erlitten. 

Hingegen bestanden für das Strafgericht Zweifel daran, dass A.________ und C.________ 
tatsächlich auf D.________ eingeschlagen und/oder eingetreten haben, weshalb diese in dubio pro 
reo vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung freigesprochen wurden. 

f. Von Amtes wegen wurde über jeden Beschuldigten ein aktueller Strafregisterauszug, 
datierend vom 28. März 2025 und 1. September 2025, eingeholt und zu den Akten genommen. 
Betreffend B.________ wurde zudem ein Auszug aus dem französischen Strafregister einverlangt.

Zudem wurden Führungsberichte über A.________ und B.________ bei den entsprechenden 
Strafanstalten (Untersuchungsgefängnis Brig, Zentralgefängnis G.________, Strafanstalten Plaine 
de l’Orbe und la Croisée) eingeholt und zu den Akten genommen.

g. Anlässlich der Verhandlung vom 3. September 2025 erschienen die Beschuldigten, begleitet 
von ihren jeweiligen Verteidigern sowie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwältin 
änderte die schriftlich gestellten Berufungsanträge insofern ab, als dass alle Beschuldigten zu 
unbedingten Freiheitsstrafen von 14 Monaten zu verurteilen und auf den Widerruf der bedingten 

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Strafen betreffend A.________ und C.________ zu verzichten sei. Nach der Einvernahme der 
Beschuldigten hielten die Staatsanwältin sowie die Vertreter der Beschuldigten ihre Parteivorträge. 
Die Beschuldigten machten von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, Gebrauch.

Auf die Ausführungen der Staatsanwaltschaft und der Beschuldigten/Berufungsgegner sowie die 
Plädoyers ihrer Verteidiger an der Verhandlung vom 3. September 2025 wird – soweit erforderlich – 
nachfolgend eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

Erwägungen

1.

1.1. Die Staatsanwaltschaft hat als Partei des Strafverfahrens ein rechtlich geschütztes Interesse 
an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO und ist somit zur 
Berufung legitimiert.

Die angefochtenen Urteile wurden der Staatsanwaltschaft am 29. Dezember 2023 zugestellt. Die 
am 5. Januar 2024 eingereichten Berufungserklärungen erfolgten somit fristgerecht. Die Berufungen 
sind formgerecht und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen, folglich ist auf diese 
grundsätzlich einzutreten. Gleiches gilt für die Anschlussberufung von B.________, der als 
beschuldigte und erstinstanzlich verurteilte Person ebenfalls ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des Entscheids haben und somit zur Berufung legitimiert ist.

1.2. Straftaten werden gemeinsam verfolgt und beurteilt, wenn Mittäterschaft oder Teilnahme 
vorliegt (Art. 29 Abs. 1 Bst. b StPO). Nach Art. 30 StPO können die Staatsanwaltschaft und die 
Gerichte aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen oder vereinen. Der in Art. 29 StPO 
verankerte Grundsatz der Verfahrenseinheit bezweckt die Verhinderung sich widersprechender 
Urteile, sei dies bei der Sachverhaltsfeststellung, der rechtlichen Würdigung oder der 
Strafzumessung. Er gewährleistet somit das Gleichbehandlungsgebot. Überdies dient er der 
Prozessökonomie. Eine Verfahrenstrennung ist gemäss Art. 30 StPO nur bei Vorliegen sachlicher 
Gründe zulässig und muss die Ausnahme bleiben. Die sachlichen Gründe müssen objektiv sein. 
Eine Verfahrenstrennung soll dabei primär der Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine 
unnötige Verzögerung vermeiden helfen. Als sachliche Gründe für eine Trennung kommen etwa 
eine drohende Verjährung oder die Unerreichbarkeit einzelner beschuldigter Personen in Frage 
(vgl. statt vieler BGE 144 IV 97 E. 3.3; 138 IV 29 E. 3.2; Urteil BGer 7B_209/2023 vom 
7. November 2023 E. 4.1., je mit Hinweisen).

Da die Berufungen den gleichen Sachverhalt betreffen und sich gegen vorinstanzliche Urteile 
richten, die im gleichen Verfahren ergangen sind, rechtfertigt es sich die Verfahren 501 2024 2, 
501 2024 3 und 501 2024 4 zu vereinigen und in einem Urteil abzuhandeln.

Auch das Verfahren 501 2024 1 betrifft denselben Sachverhalt und ein vorinstanzliches Urteil, 
welches im gleichen Verfahren ergangen ist. Der im Verfahren 501 2024 1 Beschuldigte ist der 
Verhandlung des Strafappellationshofes trotz ordnungsgemässer Vorladung jedoch unentschuldigt 
ferngeblieben. Zu den Gründen dieses Fernbleibens oder seines Aufenthaltsortes liegen keine 
Hinweise vor. Das Verfahren ist spruchreif. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, das 
Verfahren in Bezug auf die anwesenden Mitbeschuldigten fortzuführen, ohne das gesamte 

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Verfahren durch das Ausbleiben eines Einzelnen zu verzögern. Folglich wird das Verfahren 
501 2024 1 abgetrennt und separat weitergeführt.

1.3. Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten 
(Art. 404 Abs. 1 StPO). Die erstinstanzlichen Urteile werden von der Staatsanwaltschaft und 
B.________ nur teilweise angefochten und die Staatsanwaltschaft hat anlässlich der Verhandlung 
vom 3. September 2025 gewisse in ihrer schriftlichen Berufungserklärung gestellten Anträge 
zurückgezogen.

Nachfolgende Ziffern der jeweiligen Urteile des E.________ sind nicht angefochten:

Ad A.________: Ziffern 2, 3, 4, 5, 6

Ad B.________: Ziffern 2, 5 

Ad C.________: Ziffern 2, 3, 4, 5

Die Urteile vom 21. September 2023 sind somit in den vorgenannten Ziffern in Rechtskraft 
erwachsen.

Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile der erstinstanzlichen 
Urteile über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO). Es ist aufgrund der Berufungen der 
Staatsanwaltschaft nicht an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO bezüglich 
der Strafmasse gebunden.

1.4. Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im 
erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Beweisabnahmen 
des erstinstanzlichen Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn 
a.) Beweisvorschriften verletzt worden sind; b.) die Beweiserhebungen unvollständig waren; c.) die 
Akten über die Beweiserhebungen unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz erhebt von 
Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 
StPO).

Vorliegend wurden keine neuen Beweisanträge gestellt, so dass es nicht erforderlich erscheint, über 
die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhobenen Beweise hinauszugehen. 
Der Strafappellationshof kann sich in seiner Beurteilung des Falles auf die Einvernahme der 
Beschuldigten sowie auf den Beizug der Akten beschränken.

2.

Ist ein Entscheid vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gefällt worden, so werden Rechtsmittel dagegen 
nach bisherigem Recht, von den bisher zuständigen Behörden, beurteilt (Art. 453 Abs. 1 StPO). In 
casu wird folglich die StPO in ihrer Fassung bis 31. Dezember 2023 angewendet.

3.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Vorinstanz eine unvollständige/fehlerhafte Feststellung des 
Sachverhaltes und eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo vor.

3.1. Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 
EMRK garantierte Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz «in dubio pro 
reo» betreffen sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiteren Sinne. Als 

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Beweislastregel bedeutet sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und dass 
vom Zweifel der Beschuldigte profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die 
Unschuldsvermutung, dass der Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen 
Sachverhalt überzeugt erklären kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das 
Bestehen dieses Sachverhalts Zweifel bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und 
theoretische Zweifel bestehen, die jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt 
werden kann. Es muss sich um ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, 
die sich aufgrund der objektiven Sachlage aufdrängen. Werden die Beweiswürdigung und die 
Sachverhaltsfeststellung in Bezug auf den Grundsatz «in dubio pro reo» kritisiert, kommt diesem 
gemäss einem Leitsatz des Bundesgerichts keine über das Willkürverbot (Art. 9 BV) hinausgehende 
Bedeutung zu (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1).

3.2. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem 
gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von 
Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der 
vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Dabei sind 
sie freilich nicht nur der eigenen Intuition verpflichtet, sondern auch an (objektivierende) Denk-, 
Natur- und Erfahrungssätze sowie wissenschaftliche Erkenntnisse gebunden. 
Der Beweiswürdigung voraus geht die Sammlung und Sichtung von (prozessual zulässigen) 
Beweismitteln, die zur Feststellung des tatbestandserheblichen Sachverhalts beitragen können. Das 
Beweismaterial wird zunächst auf seine grundsätzliche Eignung und Qualität hin beurteilt: Einerseits 
müssen die einzelnen Beweismittel ihrer Natur und ihrer Aussage nach tatsächlich zur Klärung der 
konkreten Tatfrage beitragen können (Beweiseignung). Anderseits muss ihr grundsätzlicher 
Beweiswert feststehen. Die anschliessende Beweiswürdigung betrifft die inhaltliche Auswertung der 
aufgenommenen Beweismittel. Diese erfolgt gegebenenfalls mithilfe von Richtlinien, aber nicht nach 
ergebnisbezogenen Beweisregeln oder -theorien. Solange das Sachgericht den Standards 
der Beweiswürdigung folgt, hat es einen weiten Ermessensspielraum (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1 
mit Hinweisen).

3.3. Bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die 
Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage. Dabei wird die konkrete Aussage durch methodische 
Analyse ihres Inhalts (Vorhandensein von Realitätskriterien, Fehlen von Fantasiesignalen) darauf 
überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben 
der befragten Person entspringen. Entscheidend für den Beweiswert einer Zeugenaussage ist daher 
die Glaubhaftigkeit der konkreten Zeugenaussage und nicht die allgemeine Glaubwürdigkeit des 
Zeugen als persönliche Eigenschaft (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3 mit Hinweisen).

Gegenstand der Glaubhaftigkeitsbegutachtung ist die Analyse des vorhandenen Aussagematerials 
mit den Methoden der Aussagepsychologie. Nach dem empirischen Ausgangspunkt der 
Aussageanalyse erfordern wahre und falsche Schilderungen unterschiedliche geistige Leistungen. 
Überprüft wird in erster Linie die Hypothese, ob die aussagende Person unter Berücksichtigung der 
Umstände, der intellektuellen Leistungsfähigkeit und der Motivlage eine solche Aussage auch ohne 
realen Erlebnishintergrund machen könnte. Methodisch wird die Prüfung in der Weise 
vorgenommen, dass das im Rahmen eines hypothesengeleiteten Vorgehens durch Inhaltsanalyse 
(aussageimmanente Qualitätsmerkmale, sogenannte Realkennzeichen) und der Bewertung der 
Entstehungsgeschichte der Aussage sowie des Aussageverhaltens insgesamt gewonnene Ergebnis 
auf Fehlerquellen überprüft und die persönliche Kompetenz der aussagenden Person analysiert 
wird. Bei der Glaubhaftigkeitsbegutachtung ist immer davon auszugehen, dass die Aussage auch 
nicht realitätsbegründet sein kann. Ergibt die Prüfung, dass diese Unwahrhypothese (Nullhypothese) 

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mit den erhobenen Fakten nicht mehr in Übereinstimmung stehen kann, so wird sie verworfen. Es 
gilt dann die Alternativhypothese, dass die Aussage wahr sei. Erforderlich ist dafür besonders auch 
die Analyse der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Aussage (Aussagegenese). Streng 
abgegrenzt werden die allgemeine Glaubwürdigkeit, die sich auf die Person bezieht, und die 
Glaubhaftigkeit, die nur gerade die spezifische Aussage betrifft und eigentlicher Gegenstand der 
aussagepsychologischen Begutachtung ist (Urteil BGer 6B_308/2024 vom 22. Mai 2024 E. 1.1.3 mit 
Hinweisen).

4. Feststellung des Sachverhaltes

4.1. B.________ bestreitet seit Beginn, dass er am 7. Juli 2019 zur Tatzeit in F.________ 
anwesend war (act. 3036 f.). Er bestreitet dies auch vor Berufungsgericht.

4.1.1. Das Strafgericht kam nach einer genauen Analyse der Aussagen der Beteiligten zum 
Schluss, dass B.________ entgegen seinen Aussagen und den wenig glaubhaften Aussagen von 
A.________ und C.________, zum Tatzeitpunkt sehr wohl in F.________ anwesend war. Es stützte 
sich dabei insbesondere auf die Aussagen von H.________, die erwähnte, dass dieser ihr mit dem 
Finger über die Lippen gefahren sei (act. 3003, 95, 112). Dieser habe auch als erster D.________ 
einen Schlag mit der Faust verabreicht (act. 3003, 114 ff.). J.________ hat ebenfalls bestätigt, dass 
B.________ an der Party anwesend war und D.________ mit der Faust geschlagen hat (act. 3017, 
576 ff.; 3019, 717, 625). Sie haben die Polizei auch darüber informiert, dass B.________ mit einem 
schwarzen BMW mit Aargauer Kennzeichen die Flucht ergriffen habe (act. 2004). Dieses Fahrzeug 
wurde in der Folge in der Stadt G.________ angehalten und B.________, A.________ und 
C.________ kontrolliert (act. 2005 ff.). D.________ hat ihn auf Vorhalt eines Fotos auch als die 
Person erkannt, die ihm einen Faustschlag ins Gesicht versetzt hatte (act. 2061, 12). Zudem hat er 
anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 11. März 2021 mehrfach bestätigt, dass B.________ 
ihn mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe (act. 3009).

4.1.2. Die Würdigung der Aussagen der Beteiligten und die Feststellungen des Strafgerichts sind 
überzeugend und nicht zu beanstanden. Der Strafappellationshof macht sich die Erwägungen der 
Vorinstanz zu eigen und kann darauf verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO, angefochtenes Urteil 
B.________, E. III.2, S. 7 f.).

4.1.3. Was B.________ dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Er gibt an, von Anfang an 
konstant ausgesagt zu haben, nicht an dieser Party in F.________ gewesen zu sein. Von insgesamt 
zwölf einvernommenen Personen hätten denn auch nur vier angegeben, ihn zu erkennen und an 
dieser Party gesehen zu haben. Die Aussagen dieser Personen seien falsch. Es mache keinen Sinn, 
von G.________ bis nach F.________ zu fahren, an ein Fest einer ihm unbekannten 18-Jährigen. 
Zwischen dem Mitbeschuldigten A.________, welcher nun vor dem Strafappellationshof angeben 
würde, er sei mit ihm in seinem BMW nach F.________ gefahren, und ihm gebe es einen 
Interessenkonflikt und dessen Aussagen seien ebenfalls falsch. Die Erklärung des Mitbeschuldigten 
A.________, wonach dieser ihn als seinen Freund mit seinen früheren Aussagen vor der 
Staatsanwaltschaft habe schützen wollen und deshalb angegeben habe, ihn nicht in F.________ 
gesehen zu haben, treffe nicht zu, da sie sich an diesem Abend das erste Mal in G.________ 
gesehen hätten.

Aus den Akten ergibt sich, dass mehrere unabhängige Zeugen und auch D.________ B.________ 
an dieser Party in F.________ gesehen und zweifelsfrei erkannt haben (vgl.act. 2011 Z. 22; 2026 Z. 
93 ff.; 2035 Z. 22; 2061 Z. 12; 3003 Z. 112; 3004 Z. 128; 3002 Z. 72 ff.; 3008 Z. 283 ff.; 3014 Z. 506; 
3017 Z. 578 f.; 3019 Z. 625; act. 122 S. 6). Alle geben an, dass B.________ D.________ den ersten 

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Faustschlag verpasst hat. Ihre Aussagen erweisen sich als glaubhaft und kohärent, da sie in den 
wesentlichen Punkten übereinstimmen und zudem durch die detailreichen Angaben zum Fahrzeug 
und den Kontrollschildern des Beschuldigten, in dem er kurze Zeit später mit anderen 
Mitbeschuldigten angehalten und kontrolliert wurde, bestätigt werden. Demgegenüber vermögen die 
Schutzbehauptungen des Beschuldigten, wonach er sich nicht am Tatort aufgehalten habe, nicht zu 
überzeugen. Seine Aussagen sind nicht nachvollziehbar und erweisen sich angesichts der klaren 
Zeugenaussagen als unglaubhaft. Der Strafappellationshof teilt die Beweiswürdigung des 
Strafgerichts und gelangt folglich in Übereinstimmung mit diesem zur Überzeugung, dass 
B.________ zur Tatzeit sehr wohl am Tatort anwesend war und an der Auseinandersetzung 
teilgenommen hat.

4.2. Was die Rolle von D.________ an der Schlägerei anbelangt, so ist mit dem Strafgericht 
festzustellen, dass sich die Aussagen der Beteiligten zur Rolle von D.________ bei der 
Auseinandersetzung zum Teil widersprechen. Auch die Aussagen des letzteren sind nicht konstant 
und vermitteln in der Tat den Eindruck, dass er versuchte im Verlaufe des Verfahrens seine Rolle 
im Rahmen der Auseinandersetzung herunterzuspielen (Urteil FA, E. III.2.3, S. 7). 

H.________ sagte anlässlich der Konfrontationseinvernahme vor der Staatsanwaltschaft aus, dass 
D.________ versucht habe, sich zu wehren. Er habe aber auch geschlagen. Das habe ihr 
D.________ selber erzählt. Sie sprach explizit von einer Schlägerei. Der Bruder von D.________, 
K.________, habe sich dann in der Folge auch an der entstandenen Schlägerei beteiligt. Am Schluss 
seien beide Brüder L.________ bzw. alle Jungs auf einem Haufen gelegen (act. 3004, 131 ff. und 
142 ff., 3005, 176 ff. und 193 ff.).

J.________ sagte anlässlich der gleichen Einvernahme vom 11. März 2021 aus, D.________ habe 
auch geschlagen und jemanden in den Schwitzkasten genommen. Der Bruder K.________ sei auch 
an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen (act. 3019, 644 ff.).

Auch der mitbeschuldigte M.________ sagte vor der Staatsanwaltschaft aus, dass «alle» 
Faustschläge ausgeteilt hätten. Er habe einen Faustschlag von D.________ ins Gesicht erhalten, 
weshalb er mit der Glasbowle zugeschlagen habe (act. 3023, 765 ff., 3024, 783). Er bestätigte diese 
Aussagen anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 19. September 2023 (act. 122 S. 8). A.________ 
bestätigte diese Version der Ereignisse, indem er aussagte, dass viele auf viele eingeschlagen 
hätten (act. 2058, 42 ff.).

Nach Würdigung dieser Aussagen und insbesondere jener von H.________ und J.________, die 
beide als Freundinnen von D.________ kein Interesse daran haben, diesen zu Unrecht und unnötig 
zu belasten, ist davon auszugehen, dass sich D.________ bei der Auseinandersetzung nicht nur 
passiv verhalten hat, sondern selbst auch Schläge ausgeteilt hat und einen Beteiligten in den 
«Schwitzkasten» genommen hat. In jedem Fall wäre zu Gunsten der Beschuldigten nach dem 
Grundsatz in dubio pro reo auch davon auszugehen, dass sich D.________ nicht nur rein defensiv 
verhalten hat. 

4.3. Hingegen ergibt sich rechtsgenüglich aus den Akten, dass B.________ die Schlägerei mit 
seinem Faustschlag aus dem Nichts gegen D.________ angezettelt hat. Er hat im weiteren Verlauf 
weiter auf D.________ eingeschlagen und diesen mit den Füssen getreten. 

4.4. Das Strafgericht kam nach Würdigung der Aussagen der Beteiligten zum Schluss, dass 
erhebliche Zweifel bestehen würden, dass C.________ und A.________ auf D.________ 
eingeschlagen oder eingetreten haben, und sprach sie in dubio pro reo von allen Vorwürfen frei.

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Der Strafappellationshof kann sich dieser Einschätzung nach Würdigung der sich aus den Akten 
ergebenden Aussagen nicht anschliessen.

H.________ sagte in ihrer ersten Einvernahme bei der Polizei aus, ihr Freund sei nach dem ersten 
Faustschlag und einem Schlag auf den Kopf mit einer Glasbowle zu Boden gegangen und in der 
Folge von A.________ und N.________ mit den Füssen getreten worden. Diese Tritte seien sehr 
wuchtvoll gewesen. Bis zum Schluss hätten alle fünf, N.________, A.________, M.________, 
C.________ und B.________ zur selben Zeit auf ihren Freund eingeschlagen (act. 2026 Z. 65 ff.). 
Sie habe ein gutes Gedächtnis was Namen und Personen anbelange. Bis auf N.________ und 
A.________ könne sie alle gut auseinanderhalten (act. 2026 Z. 93 ff.). Bei der Staatsanwaltschaft 
sagte sie aus, dass alle Kollegen B.________ halfen, C.________ aber derjenige gewesen sei, der 
am wenigsten beteiligt war, er jedoch auch getreten habe. Es seien alle Jungs auf einem Haufen 
gewesen und die Frauen hätten versucht, die Jungs zu trennen (act. 3004, Z. 139 f.). Sie erklärte 
weiter, dass M.________, C.________, A.________ und B.________ sicher an der Schlägerei 
beteiligt gewesen seien. Sie sei auch beteiligt gewesen, habe aber nichts abbekommen. Sie habe 
die Auseinandersetzung mitbekommen, genauso wie J.________. Zudem seien ihr Ex-Freund und 
sein Bruder K.________ dabei gewesen (act. 3005, Z. 168 ff.) D.________ habe Fusstritte von 
mehreren Beteiligten erhalten (act. 3005, Z. 180). Das Ganze habe in einer Massenschlägerei 
geendet (act. 3007, Z. 241). J.________ bestätigte, dass alle drei Beschuldigten auf D.________ 
eingeschlagen hätten (act. 3019, Z. 620, 636). Der mitbeschuldigte M.________ erklärte seinerseits, 
dass «alle Personen» Faustschläge ausgeteilt hätten (act. 3023, Z. 765). A.________ erwähnte, 
dass «Tout le monde tapait tout le monde. Tout le monde a mis les coups.» (act. 2058, Z. 42 f.).

4.5. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass alle drei Beschuldigten an der Schlägerei 
beteiligt waren und Schläge und Fusstritte ausgeteilt haben, wobei C.________ und A.________ 
eine eher untergeordnete Rolle spielten. Die Auseinandersetzung hatte ihren Ursprung darin, dass 
B.________ H.________ im Gesicht berührt hat und deren Freund D.________ sich daraufhin 
schützend vor sie gestellt hat, woraufhin die Situation eskaliert und in eine handgreifliche Schlägerei 
mündete. Die Aussagen von H.________ erweisen sich als glaubhaft. Sie schilderte den Vorfall 
detailreich, in sich widerspruchsfrei und ohne jemanden ohne Grund übermässig zu belasten. Hinzu 
kommt, dass sie sich während des gesamten Geschehens in unmittelbarer Nähe befand und 
dadurch die Abläufe aus nächster Nähe wahrnehmen konnte. 

5. Angriff und Raufhandel

5.1. Die Staatsanwaltschaft rügt den Freispruch der Beschuldigten vom Vorwurf des Angriffs. Sie 
beantragt, dass die Beschuldigten ebenfalls des Angriffs, eventualiter des Raufhandels schuldig 
gesprochen werden. Sie bemängelt, dass sich aus dem Beweisergebnis der Vorinstanz nicht klar 
ergebe, ob das Gericht aus den in der Anklageschrift ausgeführten Sachverhaltselementen 
geschlossen habe, dass sich D.________ "nicht rein abwehrend oder passiv verhalten habe" und 
deshalb die Beschuldigten vom Vorwurf des Angriffs freigesprochen habe.

Die Staatsanwaltschaft bringt vor, dass der Tatbestand des Angriffs erfüllt sei, selbst wenn sich 
D.________ nicht nur passiv verhalten habe.

5.2. Das Strafgericht kam nach einer umfassenden Analyse der Aussagen aller Anwesenden zum 
Schluss, dass das tatsächliche Verhalten von D.________ unklar sei. Einige Aussagen liessen 
jedoch darauf schliessen, dass D.________ sich nicht nur passiv verhalten habe. Insbesondere 
seien dessen Aussagen selbst sowie diejenigen von H.________ und J.________ – Personen, die 
während des Konfliktes auf Seiten von D.________ gestanden seien – in sich und untereinander 

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widersprüchlich. Deren Aussagen selbst sei teils zu entnehmen, dass sich D.________ weder passiv 
noch rein defensiv verhalten habe. Hinzu würden auch die Aussagen von K.________, Bruders von 
D.________, kommen, wonach er zusammen mit seinem Bruder versucht habe, B.________ zu 
Boden zu bringen. Aus Sicht des Gerichts seien dessen Aussagen glaubhaft, da er keinen Grund 
hätte, nicht zu seinen Gunsten oder jenen seines Bruders auszusagen, sollten er und D.________ 
wirklich nichts gemacht haben. Insgesamt bestünden aus Sicht des Gerichts unüberwindbare 
Zweifel daran, ob sich D.________ rein abwehrend oder nur passiv verhalten habe. Demnach sei 
nicht erstellt, dass der Tatbestand des Angriffs erfüllt sei. 

5.3. Den Tatbestand von Art. 134 StGB erfüllt, wer sich an einem Angriff auf einen oder mehrere 
Menschen beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Angegriffenen oder eines Dritten 
zur Folge hat. Der Angriff ist die einseitige, gewaltsame Einwirkung auf den oder die Körper eines 
oder mehrerer Menschen in feindseliger Absicht. Der körperliche Angriff muss von mehreren, 
mindestens zwei Personen ausgehen, wobei es aber genügt, wenn sich eine Person dem bereits 
gestarteten Angriff einer andern anschliesst (BSK STGB-MAEDER, 4. Aufl. 2019, Art. 134 N. 6). Die 
körperliche Attacke muss dabei von mindestens zwei Personen ausgehen. Ist diese Voraussetzung 
erfüllt, kann eine Beteiligung weiterer Personen auf jede andere Art erfolgen, solange die Beteiligten 
an Ort und Stelle in das Geschehen eingreifen. Dies kann somit auch in einer sachlich 
unterstützenden, psychischen oder verbalen Mitwirkung zugunsten der angreifenden Partei 
bestehen (z.B. durch Zustecken von Kampfinstrumenten, Anfeuerungen, Ratschläge, Warnung vor 
Gefahren (BSK STGB-MAEDER, Art. 134 N. 8; PK StGB TRECHSEL/MONA, Art. 134 N. 2). Während 
der Raufhandel eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung darstellt, ist der Angriff als 
einseitige körperliche Einwirkung auf eine oder mehrere Personen definiert. Daraus geht hervor, 
dass die angegriffene Seite entweder völlig passiv bleibt oder sich nur defensiv zu schützen 
versucht. Sie darf keinesfalls selbst tätlich werden, sonst handelt es sich um einen Raufhandel (BSK 
STGB-MAEDER, Art. 134 N. 7). Der subjektive Tatbestand verlangt Vorsatz bezüglich der Teilnahme 
an einem Angriff, wobei Eventualvorsatz genügt. Er bezieht sich auf alle objektiven 
Tatbestandsmerkmale, nicht aber auf die Todes- oder Körperverletzungsfolge, da diese objektive 
Strafbarkeitsbedingung ist (BGE 135 IV 152, 153 f.). Als objektive Strafbarkeitsbedingung verlangt 
wird, dass aus dem Angriff der Tod oder eine Körperverletzung eines Angegriffenen oder Dritten 
resultiert (BGE 135 IV 152, 153).

Wer sich an einem Raufhandel beteiligt, der den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen zur 
Folge hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 133 Abs. 1 StGB). 
Nicht strafbar ist, wer ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet (Art. 133 Abs. 2 StGB). 
Raufhandel ist die tätliche, wechselseitige Auseinandersetzung zwischen mindestens drei 
Personen. Liegt ein Raufhandel im beschriebenen Sinne vor, gilt jegliche aktive Teilnahme – und 
sei es nur ein einziger Schlag zur Abwehr oder Streitschlichtung – als Beteiligung (Urteile BGer 
6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 4.3.1 und 6B_1163/2020 vom 25. Februar 2021 E. 3.1.1; 
BGE 137 IV 1 E. 4.2.2; BSK STGB-MAEDER, Art. 133 N. 13 mit Hinweisen). Wer aber tätlich 
ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet, beteiligt sich an einem Raufhandel, weil er 
tätlich ist, doch ist er gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB nicht strafbar, da er ausschliesslich abwehrt oder 
die Streitenden scheidet. Keine straflose Beteiligung liegt etwa vor, wenn eine Person sich 
weitergehend in das Geschehen einmischt: Eine Ehefrau, die nicht bloss ihren Mann von dem am 
Boden liegenden Opfer wegzerren will, sondern sich ausserdem mit dem Gesäss auf den Kopf des 
Opfers setzt, wehrt nicht bloss ab und versucht auch nicht nur, die Streitenden zu trennen. Nicht auf 
die Straflosigkeit berufen kann sich überdies die Partei, die den Streit bewusst provoziert oder 
angeheizt hat, danach aber nur abwehrt. Dies wird damit begründet, dass nur derjenige straflos 

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bleibe, der "ausschliesslich" abwehrt oder die streitenden scheidet (BSK STGB-MAEDER, Art. 133 N. 
18-19). Beteiligt sind diejenigen Personen, welche sich wechselseitig bekämpfen. Zu diesen 
gehören die Personen, welche Schläge etc. austeilen, die mindestens einer Tätlichkeit entsprechen 
(DONATSCH, in StGB-Kommentar, 21. Aufl. 2022, Art. 133 N. 2). Nicht erfasst ist ein rein verbaler 
Schlagabtausch, da eine tätliche Auseinandersetzung gefordert ist (BSK STGB-MAEDER, Art. 133 N. 
12). Im Sinne einer objektiven Strafbarkeitsbedingung ist weiter vorausgesetzt, dass der Raufhandel 
zum Tod oder zur körperlichen Schädigung im Mindestumfang von Art. 123 StGB eines Teilnehmers 
oder eines Dritten führt (BGE 141 IV 454 E. 2.3.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1163/2020 vom 
25. Februar 2021 E. 3.1.1 und 6B_889/2019 vom 6. November 2019 E. 1.6). Auch derjenige, der vor 
der Erfüllung der objektiven Strafbarkeitsbedingung vom Raufhandel ausscheidet, ist Beteiligter, da 
seine bisherige Mitwirkung die Streitfreudigkeit der Beteiligten gesteigert hat, sodass die dadurch 
erhöhte Gefährlichkeit der Schlägerei regelmässig auch über die Dauer der Beteiligung einzelner 
Personen hinaus fortwirkt (BGE 137 IV 1 E. 4.2.2). In subjektiver Hinsicht verlangt Raufhandel, dass 
der Täter mit der Beteiligung von mehr als zwei Personen an der tätlichen Auseinandersetzung 
einverstanden ist. Die objektive Strafbarkeitsbedingung muss vom Vorsatz nicht erfasst sein 
(BGE 137 IV 1 E. 4.2.2; Urteil BGer 6B_415/2021 vom 11. Oktober 2021 E. 4.3, DONATSCH, Art. 133 
N. 5f.). 

5.4. Subsumtion

Nachdem festgestellt wurde, dass sich D.________ nicht nur passiv oder defensiv schützend 
verhalten hatte, sondern selbst Schläge ausgeteilt hatte und einen Beteiligten in den 
«Schwitzkasten» genommen hatte (E. 4.2 supra), fällt eine Verurteilung wegen Angriffs der 
Beschuldigten ausser Betracht. 

Hingegen ist zu prüfen, ob sich die Beschuldigten des Raufhandels schuldig gemacht haben. Indem 
B.________ die Schlägerei provoziert hat, C.________ und A.________ aktiv daran teilnahmen und 
sie sich mit den Gebrüdern L.________ prügelten und D.________ dabei Verletzungen davontrug, 
haben sich die Beschuldigten des Raufhandels schuldig gemacht. Dies wird insbesondere durch die 
Aussagen von H.________ bestätigt, wonach das Ganze zu einer «Massenschlägerei» ausartete 
(act. 3007, 240).

Die Berufungen der Staatsanwaltschaft gegen die Beschuldigten sind in diesem Punkt gutzuheissen.

6. Körperverletzung

B.________ beantragt in seiner Anschlussberufung, er sei vom Vorwurf der einfachen 
Körperverletzung freizusprechen. 

6.1. Das Strafgericht hat nach Würdigung der Aussagen der Beteiligten festgestellt, dass 
B.________ D.________ mit der Faust frontal ins Gesicht geschlagen hat und das Opfer dabei einen 
Kieferbruch erlitten hat. Das Opfer habe Strafklage erhoben. Das Gericht hat B.________ der 
einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen. 

Der Strafappellationshof stellt fest, dass die Feststellungen der Vorinstanz nicht zu beanstanden 
sind und macht sich deren Erwägungen zu eigen (Urteil B.________, E. III.4., S. 11, Art. 82 Abs. 4 
StPO).

Die Anschlussberufung von B.________ ist demnach abzuweisen. 

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6.2. Nachdem festgehalten wurde, dass alle drei Beschuldigten an der Schlägerei beteiligt waren 
und dabei auf D.________ einschlagen und eingetreten haben und letzterer sich dabei Prellungen 
und Schürfungen zugezogen hat, ist mit den Vorrichtern festzustellen, dass sich die Beschuldigten 
der einfachen Körperverletzung schuldig gemacht haben. 

7. Strafzumessung 

7.1. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Verurteilung der Beschuldigten zu unbedingten 
Freiheitsstrafen von je 14 Monaten. 

7.2. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf 
das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend 
präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-
guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie da-
nach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, 
die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht die für die Zu-
messung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten.

Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. Er hat im 
Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im 
konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen 
(vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des verschuldeten Erfol-
ges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, Gefährdung/Risiko, Sach-
schaden etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das Mass an Entscheidungsfrei-
heit beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen Willens. Neben den objektiven und 
subjektiven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem subjektiven Tatverschulden eine entschei-
dende Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind auch täterbezogene Umstände (Täterkom-
ponente) zu berücksichtigen, die mit der konkreten Straftat nicht im unmittelbaren Tatzusammen-
hang stehen (vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 10. November 2016 E. 1.3.3). Im Rahmen der 
Täterkomponente sind das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten sowie die Be-
weggründe und Ziele des Täters zu berücksichtigen. Zum Vorleben gehören die Lebensgeschichte 
des Täters zur Tatzeit, seine Herkunft, die Familienverhältnisse, die Erziehung, die Ausbildung und 
seine Haltung gegenüber Gesetzen.

7.3. Führt der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder eines Vergehens 
begonnen hat, nicht zu Ende oder tritt der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht ein oder 
kann dieser nicht eintreten, so kann das Gericht die Strafe mildern (Art. 22 Abs. 1 StGB). 

7.4. Zudem ist die Rechtsprechung zur Strafzumessung bei mehreren strafbaren Handlungen zu 
beachten. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen für 
die schwerste Straftat bzw. für die schwerste Tatgruppe zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe 
für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unter Einbe-
zug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Der 
Richter hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt fest-
zulegen, indem er alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände berücksichtigt. 
In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren 
(vgl. BGE 144 IV 313 E. 1.1.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Bildung einer 
Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur möglich, wenn 

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das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt 
(sog. "konkrete Methode"; vgl. BGE 144 IV 217 E. 2.2).

Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer anderen 
Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in einer Weise, dass der Täter nicht 
schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären 
(Art. 49 Abs. 2 StGB). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erlaubt Art. 49 Abs. 2 StGB keine erneute 
Beurteilung der in Rechtskraft erwachsenen Grundstrafe. Dass das Zweitgericht die Zusatzstrafe 
nach den zu Art. 49 Abs. 1 StGB entwickelten Grundsätzen zu bilden hat, erlaubt es ihm nicht, im 
Rahmen der retrospektiven Konkurrenz auf die rechtskräftige Grundstrafe zurückzukommen. Zwar 
hat es sich in die Lage zu versetzen, in der es sich befände, wenn es alle der Grund- und Zusatz-
strafe zugrunde liegenden Delikte in einem einzigen Entscheid zu beurteilen hätte. Die gedanklich 
zu bildende hypothetische Gesamtstrafe hat es jedoch aus der rechtskräftigen Grundstrafe (für die 
abgeurteilten Taten) und der nach seinem freien Ermessen festzusetzenden Einzelstrafen für die 
neuen Taten zu bilden. Sein Ermessen beschränkt sich auf die von ihm gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB 
vorzunehmende Asperation zwischen rechtskräftiger Grundstrafe und der für die noch nicht 
beurteilten Taten auszusprechenden Strafe (BGE 142 IV 265 E. 2.4.1 f.). 

7.5. Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung auch die für die Zumessung 
der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Der Richter muss die 
Überlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen wieder-
geben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (vgl. BGE 141 IV 244 E. 1.2.2). Besonders 
hohe Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn 
die ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde ist (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1).

Der Richter hat zudem bei der Strafzumessung angesichts der einschneidenden Konsequenzen des 
unbedingten Vollzugs den Umstand mit zu berücksichtigen, dass die subjektiven Voraussetzungen 
des Strafaufschubs im Sinne einer günstigen beziehungsweise nicht ungünstigen Prognose im 
konkreten Einzelfall an sich erfüllt sind. Diese folgenorientierte Überlegung kann durchaus in die 
Strafzumessung einfliessen, bei welcher dem Richter ein weites Ermessen zusteht. Liegt die ins 
Auge gefasste Sanktion in einem Bereich, der die Grenze für den bedingten Vollzug (24 Monate) 
beziehungsweise für den teilbedingten Vollzug (36 Monate) mit umfasst, so hat sich der Richter die 
Frage zu stellen, ob eine Strafe, welche die Grenze nicht überschreitet, noch vertretbar ist. Bejaht 
er sie, hat er diese Strafe zu verhängen. Andernfalls ist es ihm unbenommen, auch eine nur unwe-
sentlich über dem Grenzwert liegende – angemessene und begründbare – Strafe auszufällen. Mit 
der Festlegung einer Obergrenze hat der Gesetzgeber zu erkennen gegeben, dass der Täter, gegen 
welchen eine Strafe jenseits dieses Grenzbereichs auszusprechen ist, die nachteiligen Auswirkun-
gen des Strafvollzugs auf sich zu nehmen hat. Dies gilt für den Täter, dessen Strafe nur knapp über 
der gesetzlichen Obergrenze liegt, genauso wie für denjenigen, welcher eine klar darüberhinausge-
hende, langjährige Freiheitsstrafe zu verbüssen hat (vgl. BGE 134 IV 17 E. 3.5).

7.6.

7.6.1. Art. 42 Abs. 1 StGB sieht vor, dass das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Frei-
heitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel aufschiebt, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhal-
ten. In subjektiver Hinsicht hat das Gericht für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges eine 
Prognose über das zukünftige Verhalten des Täters zu stellen. Bei der Prüfung, ob der Verurteilte 

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für ein dauerndes Wohlverhalten Gewähr bietet, ist eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen 
Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen auch 
das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige Schlüsse auf den Charak-
ter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulassen. Für die Einschätzung des Rückfall-
risikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich. Relevante Faktoren sind etwa straf-
rechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer 
Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum 
Zeitpunkt des Entscheides mit einzubeziehen. Es ist unzulässig, einzelnen Umständen eine vorran-
gige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu 
lassen. Wie bei der Strafzumessung (Art. 50 StGB) müssen die Gründe im Urteil so wiedergegeben 
werden, dass sich die richtige Anwendung des Bundesrechts überprüfen lässt (vgl. BGE 134 IV 1 
E. 4.2.1). Die Gewährung des Strafaufschubes setzt nicht die positive Erwartung voraus, der Täter 
werde sich bewähren, sondern es genügt die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun 
werde. Der Strafaufschub ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose 
abgewichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit den Vorrang (vgl. BGE 134 
IV 1 E. 4.2.2).

7.6.2. Art. 42 Abs. 2 StGB sieht vor, dass wenn der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der 
Tat zu einer bedingten oder teilbedingten Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt 
wurde, der Aufschub nur zulässig ist, wenn besonders günstige Umstände vorliegen. Ausländische 
Urteile können dabei auch berücksichtigt werden, wenn die doppelte Strafbarkeit gegeben ist, die 
Strafe nicht übermässig ist und das Verfahren fair war (Urteil BGer 6B 258/2015 
vom 26. Oktober  2015 E. 2.2.2). Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges kommt nur in 
Betracht, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden Faktoren den Schluss zulässt, dass 
trotz der Vortat eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Dabei ist zu prüfen, ob die 
indizielle Befürchtung durch die besonders günstigen Umstände zumindest kompensiert wird. Das 
trifft etwa zu, wenn die neuerliche Straftat mit der früheren Verurteilung in keinerlei Zusammenhang 
steht, oder bei einer besonders positiven Veränderung in den Lebensumständen des Täters. 
Jedenfalls ist bei eindeutig günstiger Prognose der Strafaufschub stets zu gewähren (BGE 134 IV 1 
E. 4.2.3). 

8. A.________

8.1. A.________ wurde wegen Raufhandels und einfacher Körperverletzung verurteilt.

Raufhandel nach Art. 133 StGB und die einfache Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB sind 
beides mit einer Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsstrafe bedrohte Straftaten. In casu wiegt der 
Raufhandel etwas schwerer und dient der Festsetzung der Grundstrafe, welche angesichts der 
übrigen Straftaten angemessen zu erhöhen sein wird (Art. 49 StGB).

8.2. Was die Beteiligung am Raufhandel anbelangt, so ist zu vermerken, dass A.________ zwar 
nicht Initiant der Auseinandersetzung war, er sich hingegen auch dazu verleiten liess aktiv ins 
Geschehen einzugreifen und auf D.________ einzuschlagen und diesen zu treten als dieser wehrlos 
am Boden lag.

Das objektive und subjektive Tatverschulden von A.________ kann unter Berücksichtigung des 
Strafrahmens von bis 3 Jahren noch als leicht bezeichnet werden, was eine Einsatzstrafe 
von vier Monaten rechtfertigt. 

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8.3. A.________ beteiligte sich nicht nur am Raufhandel, sondern verursachte durch sein 
Verhalten auch Verletzungen bei D.________. Damit verletzte er ein zusätzliches Rechtsgut. Die 
Schwere der Verletzungen war zwar nicht gravierend, doch war sie für D.________ mit erheblichen 
Schmerzen verbunden und erforderte eine ärztliche Behandlung. Zu Lasten des Beschuldigten fällt 
ins Gewicht, dass er sich in der bereits angeheizten Situation nicht zurückhielt, sondern aktiv zum 
Geschehen beitrug. Unter Würdigung aller Umstände erscheint eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 
einen Monat tat- und schuldangemessen.

8.4 Entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft handelt es sich nicht um eine Zusatzstrafe zum 
rechtskräftigen Urteil des Polizeirichters des Saanebezirks vom 14. Juli 2020 (130 Tage 
Freiheitsstrafe), sondern zum Urteil der Staatsanwaltschaft des Kantons Genf vom 29. April 2020 
(unbedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen). Da es sich aber nicht um gleichartige Strafen handelt, 
kann keine Zusatzstrafe gebildet werde. Die auszufällende Strafe ist somit kumulativ. 

8.5. Was die Täterkomponente anbelangt, so sind insbesondere die Vorstrafen zu erwähnen. Im 
Strafregister ist A.________ mit acht Einträgen verzeichnet. Die erste Verurteilung datiert von 2014 
und erfolgte wegen mehrfachem Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG) und 
Hinderung einer Amtshandlung. 2015 erfolgten zwei Verurteilungen wegen Vergehen gegen das 
BetmG und das SVG zu bedingter gemeinnütziger Arbeit von je 240 Stunden. 2019 erfolgten zwei 
Verurteilungen wegen Hehlerei zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je CHF 30.- 
und wegen Hinderung einer Amtshandlung und mehrerer Vergehen gegen das SVG zu einer 
unbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 30.- und einer Busse von CHF 6'160.-. 
Auch im Jahre 2020 erfolgten zwei Verurteilungen wegen Hehlerei zu einer unbedingten Geldstrafe 
von 90 Tagessätzen zu je CHF 30.- und zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 130 Tagen wegen 
Irreführung der Rechtspflege, Drohung, Beschimpfung und grobe Verletzung der 
Strassenverkehrsregeln. Der letzte Eintrag datiert von 2021 und betrifft eine Verurteilung wegen 
einfacher Körperverletzung, Beschimpfung, Drohung und grober Verletzung der 
Strassenverkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je CHF 70.- und 
einer Busse von CHF 300.-.

Unter diesen Umständen ist die Täterkomponente straferhöhend zu berücksichtigen.

Dies führt zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten.

8.6. Der bedingte Strafvollzug kann angesichts der mehrfachen zum Teil einschlägigen 
Vorstrafen und dem Delinquieren während eines laufenden Strafverfahren nicht gewährt werden. 
Hinsichtlich des neuen hängigen Strafverfahrens gilt die Unschuldsvermutung, wobei anzumerken 
bleibt, dass A.________ gemäss seinen Aussagen alle Vorwürfe seit Anfang an anerkannt hat und 
sich im vorzeitigen Strafvollzug befindet. Die Freiheitsstrafe ist folglich unbedingt auszusprechen.

9. B.________

9.1. B.________ ist schuldig des Raufhandels und der einfachen Körperverletzung. Raufhandel 
nach Art. 133 StGB und die einfache Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB sind beides mit 
einer Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsstrafe bedrohte Straftaten. In casu wiegt der Raufhandel 
etwas schwerer und dient der Festsetzung der Grundstrafe, welche angesichts der übrigen Straftat 
angemessen zu erhöhen sein wird (Art. 49 StGB).

9.2. Was die Beteiligung am Raufhandel anbelangt, so ist zu vermerken, dass B.________ mit 
seinem Verhalten die Auseinandersetzung provoziert und im Weiteren befeuert hat. Auf eine 

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Zurechtweisung hat er mit roher Gewalt reagiert und D.________ ohne Vorwarnung mit der Faust 
voll ins Gesicht geschlagen und auch später weiter auf diesen eingeschlagen und mit den Füssen 
getreten als dieser wehrlos am Boden lag. Dieser erste Faustschlag, welcher ohne Grund erfolgt ist, 
hat zur Eskalation der Situation geführt. Obwohl B.________ immer noch abstreitet, überhaupt vor 
Ort gewesen zu sein, war er mehr beteiligt als alle anderen.

Das objektive und subjektive Tatverschulden von B.________ muss unter Berücksichtigung des 
Strafrahmens von bis 3 Jahren als mittelschwer bezeichnet werden, was eine Einsatzstrafe von 
zehn Monaten rechtfertigt. 

9.3. D.________ erlitt durch den von B.________ verpassten Faustschlag einen Kieferbruch und 
durch die weiteren Schläge und Fusstritte Hämatome und kleinere Verletzungen am Kopf und am 
Rücken. B.________ hat aus nichtigem Grund gehandelt und mit dem Schlag gegen den Kopf des 
Opfers ernsthafte Verletzungen in Kauf genommen. Auch als das Opfer wehrlos war, hat er dieses 
weiter getreten. Das objektive und subjektive Tatverschulden kann unter diesen Umständen nicht 
mehr als leicht bezeichnet werden. Unter Würdigung aller Umstände erscheint eine Erhöhung der 
Einsatzstrafe um drei Monate als tat- und schuldangemessen.

9.4. Hinsichtlich der Täterkomponente ist zu erwähnen, dass B.________ im französischen 
Strafregister mit 12 Einträgen verzeichnet ist. Die Einträge betreffen das Jahr 2008, 2009, 2012 
(fünf Einträge), 2013, 2014 (drei Einträge) und 2024. B.________ hat sich verschiedenster Delikte 
schuldig gemacht: Diebstahl, Betäubungsmitteldelikte, Beleidigung und Gewalt gegen Beamte, 
Strassenverkehrsdelikte, Fahrerflucht, Widerstand gegen Beamte, Gewaltanwendung oder 
Androhung mit einer Waffe ohne Verletzungsfolge, Sachbeschädigung. Er wurde zu Bussen, 
gemeinnütziger Arbeit und Freiheitsstrafen verurteilt (freie Übersetzung; vgl. für Details Auszug aus 
dem französischen Strafregister). In der Schweiz ist ein neues Strafverfahren hängig, wobei der 
Beschuldigte selber angibt, einen Teil der ihm vorgeworfenen Taten anzuerkennen. 

Die Täterkomponente muss gesamthaft als straferhöhend berücksichtigt werden. Insbesondere das 
während des laufenden Verfahrens neu eröffnete Strafverfahren wegen qualifizierter 
Freiheitsberaubung und Entführung lässt aufhorchen. 

Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsfaktoren ist eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten 
gerechtfertigt. 

9.5. Die ausgefällte Freiheitsstrafe von 14 Monaten würde grundsätzlich die Gewährung des 
bedingten oder teilbedingten Strafvollzugs zulassen. Angesichts des Umstandes, dass B.________ 
mit Urteil der Cour d’appel von Colmar vom 10. Dezember 2014 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe 
von 8 Monaten verurteilt wurde, ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände 
vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB), was in casu offensichtlich nicht der Fall ist. Der bedingte Strafvollzug 
ist somit zu verweigern. 

9.6. Landesverweisung

Die Staatsanwaltschaft beantragt, dass B.________ in Anwendung von Art. 66a StGB für fünf Jahre 
des Landes verwiesen werde. 

Da sich der Beschuldigte vorliegend dem Eventualantrag des Raufhandels und nicht des Angriffs 
schuldig gemacht hat, fällt die obligatorische Landesverweisung von Art. 66a StGB ausser Betracht, 
da keine Katalogtat vorliegt. Zu prüfen bleibt folglich die fakultative Landesverweisung.

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9.6.1. Gemäss Art. 66abis StGB kann das Gericht einen Ausländer für 3-15 Jahre des Landes 
verweisen, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens, das nicht von Art. 66a StGB erfasst 
wird, zu einer Strafe verurteilt oder gegen ihn eine Massnahme nach den Art. 59-61 oder 
64 StGB angeordnet wird. 

Wie jeder staatliche Entscheid hat die Anordnung einer nicht obligatorischen Landesverweisung 
unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 2 und 3 BV) 
zu erfolgen. Das Gericht hat die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung gegen die privaten 
Interessen des Ausländers am Verbleib in der Schweiz abzuwägen. Die erforderliche 
Interessenabwägung entspricht den Anforderungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK an einen Eingriff in das 
Privat- und Familienleben (Urteile 6B_440/2024 vom 7. Mai 2025 E. 8.2.1; 6B_419/2024 vom 
10. Februar 2025 E. 5.3.1; 6B_373/2024 vom 6. Februar 2025 E. 3.1; je mit Hinweisen). 

Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) sind bei der 
Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 EMRK insbesondere Art sowie Schwere der Straftat, die 
Dauer des Aufenthalts im Aufnahmestaat, die seit der Tat verstrichene Zeit sowie das Verhalten des 
Betroffenen in dieser Zeit und der Umfang der sozialen, kulturellen und familiären Bindungen im 
Aufnahme- sowie im Heimatstaat zu berücksichtigen (Urteile des EGMR E.V. gegen Schweiz vom 
18. Mai 2021, Nr. 77220/16, § 34; M.M. gegen Schweiz vom 8. Dezember 2020, Nr. 59006/18, § 49; 
Urteile BGer 6B_536/2024 vom 30. April 2025 E. 4.3.4; 6B_143/2025 vom 29. April 2025 E. 1.3.4; 
6B_98/2025 vom 17. April 2025 E. 3.3.5; je mit Hinweisen). 

Art. 66abis StGB setzt keine Mindeststrafhöhe voraus. Die nicht obligatorische Landesverweisung 
kommt gerade auch bei wiederholten, wenig schweren Straftaten in Betracht (zum Ganzen Urteil 
BGer 6B_182/2025 vom 23. Juni 2025 E. 1.3 mit weiteren Hinweisen).

9.6.2. Zwar befindet sich der Beschuldigte seit dem Jahr 2024 in Untersuchungshaft. Es ist jedoch 
zu berücksichtigen, dass in Bezug auf das neue hängige Verfahren die Unschuldsvermutung gilt und 
daraus keine negativen Schlüsse zu seinen Lasten gezogen werden dürfen. Vor seiner Inhaftierung 
hat der Beschuldigte – soweit es seine Verhältnisse zuliessen – ein Leben in der Schweiz aufgebaut 
und seinen Lebensunterhalt verdient. Unter Würdigung aller Umstände erscheint eine 
Landesverweisung im vorliegenden Verfahren daher unverhältnismässig. Auf die Anordnung einer 
Landesverweisung wird folglich verzichtet.

10. C.________

10.1. C.________ wurde wegen Raufhandels und einfacher Körperverletzung verurteilt. 

Raufhandel nach Art. 133 StGB und die einfache Körperverletzung nach Art. 123 Ziff. 1 StGB sind 
beides mit einer Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsstrafe bedrohte Straftaten. In casu wiegt der 
Raufhandel etwas schwerer und dient der Festsetzung der Grundstrafe, welche angesichts der 
übrigen Straftat angemessen zu erhöhen sein wird (Art. 49 StGB).

10.2. Was die Beteiligung am Raufhandel angeht, so ist zu vermerken, dass C.________ zwar 
ebenfalls nicht Initiant der Auseinandersetzung war, er sich hingegen auch dazu verleiten liess aktiv 
ins Geschehen einzugreifen und auf D.________ einzuschlagen und diesen zu treten als dieser 
bereits wehrlos am Boden lag. Dennoch ist zu berücksichtigen, dass er gemäss gewissen Aussagen 
versuchte, die verschiedenen Personen zu trennen und zu schlichten, was ihm jedoch nicht gelang.

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Das objektive und subjektive Tatverschulden von C.________ kann unter Berücksichtigung des 
Strafrahmens von bis 3 Jahren noch als leicht bezeichnet werden, was eine Einsatzstrafe von 
vier Monaten rechtfertigt. 

10.3. Auch C.________ verursachte durch sein Eingreifen ins Geschehen Verletzungen bei 
D.________ und verletzte damit ein zusätzliches Rechtsgut. Die Verletzungen waren nicht 
gravierend, hatten aber dennoch eine Arbeitsunfähigkeit und Schmerzen zur Folge und D.________ 
musste sich in ärztliche Behandlung begeben. C.________ versuchte zwar angeblich zu schlichten 
und die Personen zu trennen, liess sich aber dennoch dazu verleiten, aktiv ins Geschehen 
einzugreifen. Unter Würdigung aller Umstände erscheint eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 
einen Monat tat- und schuldangemessen.

10.4 Was die Täterkomponente anbelangt, so sind insbesondre die Vorstrafen zu erwähnen. Im 
Strafregister ist C.________ mit vier Einträgen verzeichnet. Die erste Verurteilung datiert von 2015 
durch das Jugendstrafgericht zu 10 Wochen teilbedingtem Freiheitsentzug. Sie erfolgte wegen 
mehrfachem Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG), Diebstahl, einfacher 
Körperverletzung und Übertretung des BetmG. 

2016 erfolgten zwei Verurteilungen: Eine wegen Vergehen gegen das SVG und Hinderung einer 
Amtshandlung zu unbedingter gemeinnütziger Arbeit von 180 Stunden. Eine andere durch das 
Jugendstrafgericht wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Diebstahl und Vergehens 
gegen das SVG und das BetmG zu einem bedingt vollziehbaren Freiheitsentzug von 21 Tagen mit 
einer Probezeit von 6 Monaten. 

2017 erfolgte eine Verurteilung durch das Strafgericht des Saanebezirks wegen Drohung, 
Drohungen gegen Behörden und Beamte, Sachbeschädigung, schwerer Körperverletzung und 
Übertretung des BetmG zu einer teilbedingen Freiheitstrafe von 20 Monaten, davon 6 Monate 
vollziehbar und 14 Monate aufgeschoben mit einer Probezeit von 4 Jahren.  

Unter diesen Umständen ist die Täterkomponente leicht straferhöhend zu berücksichtigen.

Dies führt zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten.

10.5. Angesichts des Umstandes, dass C.________ mit Urteil des Strafgerichts des Saanebezirks 
vom 7. September 2017 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt wurde, ist 
der Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). 
Von besonders günstigen Umständen kann vorliegend offensichtlich nicht ausgegangen werden, 
weshalb der bedingte Strafvollzug zu verweigern ist. Gegen C.________ ist ein neues Strafverfahren 
hängig, in welchem er einen Teil der Vorwürfe anerkennt. Es gilt aber die Unschuldsvermutung. 
Zudem ist er seit einiger Zeit arbeitslos. Eine besonders positive Veränderung in den 
Lebensumständen von C.________ ist folglich nicht zu erkennen.

11. Kosten und Entschädigungen

11.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 
StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens 
oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen 
Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung 
(Art. 428 Abs. 3 StPO).

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Vorliegend werden die Berufungen der Staatsanwaltschaft teilweise gutgeheissen. Die 
Anschlussberufungen werden abgewiesen.

Bei diesem Verfahrensausgang haben die Beschuldigten die erst- und oberinstanzlichen 
Verfahrenskosten zu tragen. Der Aufwand für die Prüfung der Berufungen und die auf dem Spiele 
stehenden Interessen waren ungefähr gleich gross, so dass es sich rechtfertigt, die Kosten 
gleichmässig auf die Beschuldigten zu verteilen. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf 
CHF 6’600.- (Gerichtsgebühr: CHF 6’000.-; Auslagen: CHF 600.-) festgesetzt. Sie werden den 
Beschuldigten je zu einem Drittel auferlegt (Art. 426 und 428 StPO).

11.2. Den Beschuldigten wurden für das Verfahren je ein amtlicher Verteidiger zugesprochen. Die 
amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons entschädigt, 
in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 des Justizregle-
ments vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) wird die angemessene Entschädigung der amtli-
chen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im Kanton G.________ auf Grund des Arbeitsaufwands 
sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, 
dass der Stundenansatz des amtlichen unter jenem des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 
139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 6B_586/2013 vom 1. Mai 2014, E. 3.3). Der Stunden-
ansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR).

Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5 % der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen sämt-
liche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit (Abs. 3); die Entschädigung 
für Reisen innerhalb des Ortes, in dem sich das Anwaltsbüro befindet, beträgt CHF 30.- 
(Art. 77 Abs. 4 JR). Die Mehrwertsteuer beträgt 7.7 % für bis zum 31. Dezember 2023 erbrachte 
Leistungen und 8.1% für ab dem 1. Januar 2024 erbrachte Leistungen (Art. 25 Abs. 1 MWStG).

11.2.1. Rechtsanwalt Philippe Corpataux veranschlagt als amtlicher Verteidiger von A.________ für 
das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen Zeitaufwand von insgesamt rund 
17.5 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungsverhandlung und Urteilseröffnung 
sowie die Nachbearbeitung inkl. Besuch des Klienten zur Besprechung des Urteils). Unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände, insbesondere der effektiven Dauer der 
Berufungsverhandlung (3.5 Stunden) und der Nachbearbeitung, erscheint ein Arbeitsaufwand von 
insgesamt 15 Stunden, ausmachend CHF 2'700.-, als angemessen. Die Entschädigung für die 
Auslagen beläuft sich auf CHF 135.- (5% von CHF 2'700.-), die Reisekosten auf CHF 680.- 
(260 Kilometer à CHF 2.50 für zwei Besuche des Klienten im Gefängnis sowie CHF 30.- für die 
Reisekosten am Verhandlungstag) und die Mehrwertsteuer auf CHF 284.70. Dem Gesagten zu 
Folge ist Rechtsanwalt Corpataux eine angemessene Entschädigung von CHF 3'799.70, inklusive 
CHF 284.70 Mehrwertsteuer), zu entrichten.

Die Rückzahlungspflicht von A.________ bleibt vorbehalten. Dieser hat die zugesprochene 
Entschädigung gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO zu erstatten. Dies gilt auch für die im 
vorinstanzlichen Verfahren dem amtlichen Verteidiger zugesprochene Entschädigung. 

11.2.2. Rechtsanwältin Marie-Rose Torche veranschlagt als amtliche Verteidigerin von B.________ 
für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen Zeitaufwand von insgesamt rund 

22 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungsverhandlung und die 
Nachbearbeitung). Unter Berücksichtigung der auf dem Spiel stehenden Interessen und sämtlicher 

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Umstände, insbesondere der effektiven Dauer der Berufungsverhandlung und dem Aufwand 
hinsichtlich der Anschlussberufung, erscheint auf Arbeitsaufwand von insgesamt 18 Stunden, 
ausmachend CHF 3'240.-, angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen beläuft sich auf 
CHF 162.- (5% von CHF 3'240.-), die Reisekosten auf CHF 672.- (CHF 642.- für zwei Besuche des 
Klienten im Gefängnis sowie CHF 30.- für die Reisekosten am Verhandlungstag) und die 
Mehrwertsteuer auf CHF 330.-. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwältin Torche eine 
angemessene Entschädigung von CHF 4'404.-, inklusive CHF 330.- Mehrwertsteuer), zu entrichten.

Die Rückzahlungspflicht von B.________ bleibt vorbehalten. Dieser hat die zugesprochene 
Entschädigung gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO zu erstatten.

11.2.3. Rechtsanwalt Ingo Schafer veranschlagt als amtlicher Verteidiger von C.________ für das 
Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen Zeitaufwand von insgesamt rund 22 Stunden 
(inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungsverhandlung und die Nachbearbeitung). Unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände, insbesondere der effektiven Dauer der 
Berufungsverhandlung (-4.5 Stunden) sowie der Nachbearbeitung (+ 0.5 Stunden), erscheint ein 
Arbeitsaufwand von 18.5 Stunden, ausmachend CHF 3'330.-, angemessen. Die Entschädigung für 
die Auslagen beläuft sich auf CHF 166.50 (5% von CHF 3'330.-), die Reisekosten auf CHF 30.- und 
die Mehrwertsteuer auf CHF 285.65. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Schafer eine 
angemessene Entschädigung von CHF 3'812.15, inklusive CHF 285.65 Mehrwertsteuer), zu 
entrichten.

Die Rückzahlungspflicht von C.________ bleibt vorbehalten. Dieser hat die zugesprochene 
Entschädigung gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a StPO zu erstatten. Dies gilt auch für die im 
vorinstanzlichen Verfahren dem amtlichen Verteidiger zugesprochene Entschädigung.

11.3. Angesichts des Ausgangs des Berufungsverfahrens und dem Umstand, dass alle 
Beschuldigten über eine amtliche Verteidigung verfügen, haben diese keinen Anspruch auf 
Entschädigung gemäss Art. 429 StPO.

11.4. D.________ ist keine Entschädigung nach Art. 433 StGB auszurichten, da ihm keine Kosten 
für die Wahrung seiner Rechte entstanden sind. 

(Dispositiv auf nachfolgenden Seiten)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen A.________ wird teilweise gutgeheissen.

Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen B.________ wird teilweise gutgeheissen. Die 
Anschlussberufung von B.________ wird abgewiesen.

Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen C.________ wird teilweise gutgeheissen.

Die Urteile des E.________ vom 21. September 2023 lauten neu wie folgt:

A. A.________

1. A.________ wird des Raufhandels (Art. 133 StGB) und der einfachen 
Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB), begangen am 7. Juli 2019 in F.________, 
schuldig gesprochen.

1bis A.________ wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt (Art. 
40, 47 und 49 StGB). 

2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons G.________ vom 
22. Oktober 2014 bedingt ausgesprochene gemeinnützige Arbeit von 480 Stunden wird 
nicht widerrufen (Art. 46 Abs. 1 StGB).

3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons G.________ vom 23. Januar 2015 
bedingt ausgesprochene gemeinnützige Arbeit von 240 Stunden wird nicht widerrufen 
(Art. 46 Abs. 1 StGB).

4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons G.________ 
vom 15. Februar 2019 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 90 Tagessätzen 
zu CHF 30.00 wird nicht widerrufen (Art. 46 Abs. 1 StGB).

5. Die mit Urteil des Polizeirichters des Saanebezirks vom 14. Juli 2020 bedingt 
ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 130 Tagen wird nicht widerrufen (Art. 46 Abs. 1 
StGB).

6. Die Zivilklage von D.________ wird abgewiesen. 

7. Die A.________ betreffenden Kosten des vereinigten Verfahrens 65 2021 8 bis 11 
(¼ der Gebühr von CHF 6’000.00, ¼ der Auslagen von CHF 1’200.00), ausmachend 
CHF 1’800.00, werden diesem auferlegt (Art. 426 StPO).

8. Die Rechtsanwalt Philippe Corpataux als amtlichem Verteidiger von A.________ vom 
Staat auszurichtende Entschädigung wird auf CHF 5'346.70 (wovon CHF 382.30 
Mehrwertsteuer) festgesetzt. 

Sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, hat A.________ die 
Entschädigung dem Staat G.________ zurückzuerstatten (Art. 135 Abs. 4 StPO).

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B. B.________

1. B.________ wird des Raufhandels (Art. 133 StGB) und der einfachen 
Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB), begangen am 7. Juli 2019 in F.________, 
schuldig gesprochen.

2. B.________ wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt 
(Art. 40, 47, 49 StGB).

3. Es wird keine Landesverweisung ausgesprochen.

4. Die Zivilklage von D.________ wird auf den Zivilweg verwiesen.

5. Die B.________ betreffenden Kosten des vereinigten Verfahrens 65 2021 8 bis 11 
(¼ der Gebühr von CHF 6’000.00, ¼ der Auslagen von CHF 1’200.00), ausmachend 
CHF 1’800.00 werden diesem auferlegt (Art. 426 StPO).

6. Es werden keine Entschädigungen gesprochen (Art. 429 StPO).

C. C.________

1. C.________ wird des Raufhandels (Art. 133 StGB) und der einfachen 
Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB), begangen am 7. Juli 2019 in F.________, 
schuldig gesprochen.

1bis C.________ wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 5 Monaten verurteilt (Art. 
40, 47 und 49 StGB).

2. Es wird festgestellt, dass O.________ den Strafantrag vom 25. Februar 2021 
zurückgezogen hat. Das Verfahren wegen einfacher Kopfverletzung zum Nachteil von 
O.________ betreffend den Vorfall vom 21. Februar 2021 in G.________ wird eingestellt. 

Es wird festgestellt, dass die für O.________ entstandenen Anwaltskosten abgegolten 
wurden und entsprechend Rechtsanwalt Christian Jungen nicht weitergehend vom Staat 
zu entschädigen ist.

3. Die mit Urteil des Strafgerichts der Saane vom 7. September 2017 teilbedingt 
ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 20 Monaten, 14 Monate bedingt, wird nicht 
widerrufen (Art. 46 Abs. 1 StGB). 

4. Es wird keine Landesverweisung ausgesprochen.

5. Die Zivilklage von D.________ wird abgewiesen. 

6. Die C.________ betreffenden Kosten des vereinigten Verfahrens 65 2021 8 bis 11 
(¼ der Gebühr von CHF 6’000.00, ¼ der Auslagen von CHF 1’200.00), ausmachend 
CHF 1’800.00, werden diesem auferlegt (Art. 426 StPO).

7. Die Rechtsanwalt Ingo Schafer als amtlichem Verteidiger von C.________ vom Staat 
auszurichtende Entschädigung wird auf CHF 9'599.80 (wovon CHF 686.35 
Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, hat C.________ die 
Entschädigung dem Staat G.________ zurückzuerstatten (Art. 135 Abs. 4 StPO).

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II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 6’600.- (Gerichtsgebühr: CHF 6’000.-; 
Auslagen: CHF 600.-) festgesetzt. Sie werden den Beschuldigten je zu einem Drittel auferlegt 
(Art. 426 und 428 StPO).

III. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt Philipp Corpataux 
im Berufungsverfahren werden auf CHF 3'799.70 festgesetzt (inkl. MwSt. von CHF 284.70). 
A.________ hat diese Entschädigung zurückzuerstatten, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse zulassen (Art. 135 Abs. 4 StPO).

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von B.________ durch Rechtsanwältin Marie-Rose 
Torche im Berufungsverfahren werden auf CHF 4'404.- festgesetzt (inkl. MwSt. von   
CHF 330.-). B.________ hat diese Entschädigung zurückzuerstatten, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse zulassen (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von C.________ durch Rechtsanwalt Ingo Schafer im 
Berufungsverfahren werden auf CHF 3'812.15 festgesetzt (inkl. MwSt. von CHF 285.65). 
C.________ hat diese Entschädigung zurückzuerstatten, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse zulassen (Art. 135 Abs. 4 StPO).

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 3. September 2025/mdu

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin