# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfd31822-ab54-5a56-aaf1-6ce07a048636
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.10.2016 200 2016 309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-309_2016-10-11.pdf

## Full Text

200 16 309 IV
LOU/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Februar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 28. Mai 2012 (Eingang bei der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin] am 18. Oktober 2012; vgl. act. II 13) unter Hinweis 
auf einen Sturz auf die rechte Schulter bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). 

In der Folge holte die IVB die Akten der SUVA ein (vgl. act. II 4.1) – letztere 
hatte nach einem Unfallereignis vom Oktober 2010 die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen erbracht sowie eine Invalidenrente (Erwerbsunfähigkeit 
von 19 %) und Integritätsentschädigung (Integritätseinbusse von 15 %) 
zugesprochen (act. II 54; vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 14. August 2014, UV/2013/1018 [act. II 81.2]) – und liess den 
Versicherten von der D.________ (MEDAS) bidisziplinär begutachten 
(Gutachten vom 1. Oktober 2014 [act. II 84]). Gestützt darauf sowie unter 
Berücksichtigung der weiteren medizinischen Unterlagen sah die IVB mit 
Vorbescheid vom 24. August 2015 (act. II 110) bei einem Invaliditätsgrad 
(IV-Grad) von 55 % vom 1. November 2012 bis 31. Januar 2013 die Zu-
sprache einer befristeten halben Rente vor. Auf Einwand des Versicherten 
(act. II 122, 125) unterbreitete die IVB die Akten dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD; act. II 127) und verfügte am 9. Februar 2016 (act. II 129) wie 
angekündigt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsan-
wältin Dr. iur. C.________, am 14. März 2016 Beschwerde. Unter Entschä-
digungsfolge lässt er die folgenden Anträge stellen:

• Die Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver-

pflichten, ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 3

• Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und es sei dem Beschwerde-

führer eine ganze Rente der IV, auch für die Zeit ab dem 1. Februar 2013 

zuzusprechen.

• Dem Beschwerdeführer sei das Recht auf unentgeltliche Prozessführung 

– beschränkt auf die Verfahrenskosten – zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. April 2016 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 30. Mai und 18. Juli 2016 reichte der Beschwerdeführer je weitere Un-
terlagen zu den Akten.

Mit Eingabe vom 12. August 2016 bestätigte die Beschwerdegegnerin – 
unter Hinweis auf den beigelegten RAD-Bericht vom 15. Juli 2016 – die 
gestellten Anträge. Von der daraufhin erteilten Möglichkeit zur Einreichung 
einer Stellungnahme hat der Beschwerdeführer keinen Gebrauch gemacht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. Februar 2016 (act. II 
129). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente, wobei insbesondere zu prüfen ist, ob die zugesproche-
ne (halbe) Rente zu Recht per 31. Januar 2013 befristet wurde.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 

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von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 
Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

3.1.1 Die SUVA-Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, dia-
gnostizierte im Untersuchungsbericht vom 9. Januar 2012 (act. II 4.1 
S. 109 -111) eine traumatische frozen shoulder mit einem kleinen Einriss in 
der Supraspinatussehne rechts. Sie empfahl aufgrund der stetigen Besse-
rung durch die intensive Physiotherapie die Weiterführung derselben. Nach 
ca. drei bis vier Monaten sei mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder mit ei-
ner vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu rechnen. Bis 
zu diesem Zeitpunkt bestehe weiterhin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. 

3.1.2 Im Bericht vom 20. September 2012 (act. II 4.1 S. 31) hielt Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, einen Status nach AC-Resektion, subakromia-
ler Dekompression und transossärer Reinsertion des Supraspinatus rechts 
vom 25. Mai 2012 (vgl. act. II 4.1 S. 186 f.) fest. Der Verlauf sei an und für 
sich komplikationslos, jedoch von einer frozen shoulder gekennzeichnet 
gewesen. In einer Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten bestehe ab dem 15. Ok-
tober 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (vgl. act. II 17 S. 4 Ziff. 1.6, 20 
S. 1 sowie seinen Bericht vom 8. Juni 2012, wonach zu diesem Zeitpunkt 
noch eine [vollständige] Arbeitsunfähigkeit bestand [act. II 4.1 S. 166]).

3.1.3 Im Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 31. Januar 2013 
(act. II 25) wurden als Diagnosen eine Distorsion der rechten Schulter, eine 
frozen shoulder rechts sowie eine rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig mittelgradige Episode mit selbst- und fremdgefährdenden Ge-
danken (ICD-10 F33.1), genannt (S. 1). Es liege weiterhin eine Kapsulitis 
der rechten Schulter mit schmerzhaft eingeschränkter Beweglichkeit, vor 
allem für die Aussenrotation, vor. Da sich der Beschwerdeführer aktuell 
noch in der medizinischen Behandlungsphase befinde, sei auf die Durch-
führung der Hebe- und Tragetests verzichtet worden. In psychosomatischer 
Hinsicht lägen selbst- und fremdgefährdende Gedanken vor, von deren 
Umsetzung er sich derzeit abgrenzen könne. Seine Verärgerung gegenü-

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ber dem sozialen System habe vor vielen Jahren im Rahmen des ihm nicht 
ermöglichten Familiennachzuges begonnen, basiere aber letztlich auch auf 
seiner familiär erlebten Gewalt- und Autoritätsproblematik. Heute fühle er 
sich durch den familiären Versorgungsauftrag für die daheim gebliebenen 
Familienmitglieder bei gleichzeitig wenig finanziellen Ressourcen enorm 
unter Druck. Es gebe aktuell keine Hinweise für antisoziale Persönlich-
keitszüge, hingegen für negativistische sowie leicht schizoide Züge. Das 
vom Beschwerdeführer ausgehende Gefahrenpotenzial werde derzeit nicht 
als akut eingestuft, bei weiterer psychosozialer Zuspitzung der Situation sei 
jedoch ein solches nicht auszuschliessen. Trotz kurzer Aufenthaltsdauer 
habe eine leichte Verbesserung der Schmerzproblematik erreicht werden 
können. Die körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit hätten beim 
Training leicht gesteigert werden können. Bezüglich der Beweglichkeit der 
rechten Schulter habe insgesamt eine gewisse Verbesserung erreicht wer-
den können. Die Aussenrotation bleibe aufgehoben (S. 3).

3.1.4 Der SUVA-Kreisarzt Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Chir-
urgie, hielt im Bericht vom 10. Juni 2013 (act. II 46) einen Status nach 
Schulterdekompression und Rotatorenrekonstruktion nach einem Sturz 
fest. Kernspintomographisch bestünden Vernarbungen im subacromialen 
Bereich ohne eigentliche Kapselschrumpfung und bei regelrechter Reinser-
tion des Supraspinatus. Allerdings sei im weiteren Verlauf der Supraspina-
tus proximal ca. auf der Höhe des AC-Gelenkes oberflächenverdünnt um 
etwa einen Drittel. Als Unfallfolge bestehe eine schmerzhafte Bewegungs-
einschränkung der rechten Schulter mit verminderter Belastbarkeit. Dem 
Beschwerdeführer sei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine körperlich 
leichte, angepasste Tätigkeit (unter Vermeidung von Überkopfarbeiten, 
ohne repetitive Vibrationsbelastung des rechten Arms, ohne Heben und 
Tragen von Lasten über 5 bis 7 kg [sowohl am ausgestreckten als auch am 
hängenden Arm], ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten [wegen der 
erforderlichen Überkopfgreifhaltung beim Leitergehen]) ganztags zumutbar 
(S. 9). 

3.1.5 Auf Empfehlung des RAD (act. II 65) wurde der Beschwerdeführer 
am 5. September 2014 von den Dres. med. I.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

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und J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bidisziplinär 
untersucht. Im MEDAS-Gutachten vom 1. Oktober 2014 (act. II 84) hielten 
die Ärzte im polydisziplinären Konsens mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit die folgenden Diagnosen fest:

- Residuelle Frozen Shoulder rechts bei Status nach Acromioclavicularge-
lenksresektion, Acromioplastik und transossärer Reinsertion der Supraspina-
tussehne 05/2012;

- Leicht aktivierte Acromioclaviculargelenksarthrose mit lnsertionstendopathie 
der Supraspinatus- und Subscapularissehne bei Partialruptur links;

- Anhaltende mittelgradige depressive Episode, bestehend seit etwa 01/2013, 
ICD-10 F33.1.

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Diabetes mellitus sowie 
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen, reizbaren und 
paranoiden Zügen, bestehend seit langem, ICD-10 F73.1 (S. 36 Ziff. 11).

Aufgrund der anhaltenden überwiegend mittelgradigen depressiven Episo-
de mit Beeinträchtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexi-
bilität, des Antriebs, der Motivation, der Interessen, der Anpassungsfähig-
keit und der Dauerbelastbarkeit betrage die Arbeitsfähigkeit als ... gesamt-
haft bei voller Stundenpräsenz seit Januar 2013 50 % (Arbeitsunfähigkeit 
50 % [S. 36 Ziff. 12.1]). Körperlich leichte Tätigkeiten, die nicht mit Arbeiten 
über der Horizontalen verbunden seien und Arbeiten ohne erhöhte emotio-
nale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibi-
lität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dau-
erbelastung könnten gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit Januar 
2013 zu 70 % (Arbeitsunfähigkeit 30 %) zugemutet werden (S. 37 
Ziff. 12.2). Die Arbeitsfähigkeit sei durch ein somatisches und ein psychi-
sches Leiden mit Krankheitswert eingeschränkt. Ein Überwiegen von psy-
chosozialen Faktoren bestehe nicht, jedoch liessen sich an psychosozialen 
Faktoren vor allem Arbeitslosigkeit, finanzielle Belastungen und Partner-
schaftsprobleme feststellen (S. 37 Ziff. 12.5).

Die Therapie der Schulterschmerzen rechts bestehe weiterhin in einem 
nichtsteroidalen Antirheumatikum und Physiotherapie. Die Schulterschmer-
zen links sollten ebenfalls mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum und 
Physiotherapie sowie sekundär eventuell einer Cortisoninfiltration therapiert 
werden. Die Prognose sei bei mangelnder Motivation des Probanden und 
Fixierung auf die Beschwerden ungünstig. Aus psychiatrischer Sicht er-

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scheine die Prognose nach dem bisherigen Krankheitsverlauf ebenfalls 
eher ungünstig und sei vor allem von den zugrunde liegenden körperlichen 
Beschwerden und psychosozialen Problemen abhängig. Die psychiatrische 
und psychotherapeutische Behandlung sei fortzusetzen, kombiniert mit 
ausreichend dosierter Medikation, wobei eine Besserung des psychischen 
Zustandsbildes erst nach Besserung der zugrunde liegenden körperlichen 
Beschwerden und psychosozialen Konflikte zu erwarten sei. Damit sei eine 
Besserung des psychischen Zustandsbildes mit Leistungssteigerung der-
zeit nicht absehbar (S. 37 Ziff. 12.4).

3.1.6 Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, Psychiatrische Dienste des Spitals L.________, führte in dem im 
Rahmen des Einwandverfahrens zuhanden von Rechtsanwältin Dr. iur. 
C.________ verfassten Bericht vom 16. Oktober 2015 (act. II 125 S. 4 f.) 
aus, im Juli 2013 sei eine seit längerem bestehende Persönlichkeit mit ne-
gativistischen und paranoiden Zügen (ICD-10 Z73.1; DD: ICD-10 F61.0 
[vgl. act. II 50]) diagnostiziert worden. Aufgrund des weiteren Verlaufs habe 
sich gezeigt, dass das Ausmass der damit verbundenen Beeinträchtigung 
stark sei und die Kriterien für die Diagnose einer kombinierten Persönlich-
keitsstörung ICD-10 F61.0 gegeben seien. Der Beschwerdeführer leide 
unter einer schweren rezidivierenden depressiven Störung. Der Schwere-
grad habe sich seit dem letzten Bericht (Juli 2013; act. II 50) noch verstärkt. 
Weiter leide der Beschwerdeführer unter einer schweren anhaltenden so-
matoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Die genannten Diagnosen 
führten zu einer schweren Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Die im 
Bericht der Abklärungsstelle M.________ (act. II 112) erwähnten Defizite 
würden den Symptomen seiner Diagnose entsprechen und liessen sich als 
Folge seiner Erkrankung verstehen. Eine weitere Steigerung der Arbeits-
fähigkeit sei krankheitsbedingt nicht möglich gewesen, da bereits das be-
stehende Pensum eine Überforderung dargestellt habe.

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. N.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, führte im Bericht vom 9. Dezember 2015 (act. II 127) zu den 
Einwendungen des Beschwerdeführers (vgl. act. II 122, 125) Folgendes 
aus: 

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Hinsichtlich der radiologischen Abklärung der angegebenen Nacken-
schmerzen zeigten die Röntgen- und MRI-Untersuchung vom 2. Juli bzw. 
18. August 2015 (vgl. act. II 122 S. 8 f.) eine Osteochondrose im Band-
scheibensegment C3/4, also eine degenerative Veränderung der Band-
scheibe und der angrenzenden Wirbelkörper im mittleren Halswirbelsäu-
lenbereich. Beim Beschwerdeführer sei die nachgewiesene Osteochondro-
se entsprechend seinem Alter (Jahrgang 1957) recht fortgeschritten, was 
aber nicht bedeute, dass sie die Ursache der angegebenen Nacken-
schmerzen sei. Dass der Hausarzt bei der klinischen Untersuchung die 
Schmerzen nicht auf der Höhe der radiologisch nachgewiesenen Osteo-
chondrose festgestellt habe, sondern auf der Höhe der unteren Halswir-
belsäule (auf Höhe des 6. Halswirbels) und der obersten Brustwirbelsäule 
(auf Höhe des 1. und 2. Brustwirbels; s. MRI-Bericht vom 18. August 2015 
[act. II 122 S. 8]), spreche gegen eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustands im Vergleich zur Referenzsachlage (Gutachten) durch die nach-
gewiesene Osteochondrose, zumal auch keine Diskushernie (kein Band-
scheibenvorfall) und keine neuroradikuläre Beeinträchtigung (keine Ner-
venkompression) nachgewiesen sei. Am gutachterlich erstellten medizini-
schen Zumutbarkeitsprofil vermöchten die festgestellten Veränderungen an 
der Halswirbelsäule nichts zu ändern. Weiter sei die im Juni 2015 festge-
stellte Ulcus duodeni (vgl. act. II 103) eine Affektion, die zu Bauchschmer-
zen führen könne, aber in der Regel konservativ-medikamentös gut behan-
delbar sei. Somit stelle diese lediglich eine vorübergehende, nicht zu an-
dauernder Arbeitsfähigkeit (richtig: Arbeitsunfähigkeit) führende Erkrankung 
dar. Bezüglich der latenten Tuberkulose (vgl. act. II 103, 122 S. 15 f.) führte 
Dr. med. N.________ aus, eine solche sei definiert als anhaltende Immun-
reaktion auf den Erreger Mycobacterium tuberculosis. Klinisch bedeute 
dies: Betroffene Patienten hätten einen positiven immunologischen Test, es 
bestehe aber kein Anhalt für eine aktive Erkrankung – weder klinisch noch 
radiologisch oder bakteriologisch. Es bestehe also eine Tuberkulose-
Infektion ohne Tuberkulose-Krankheit, die Erreger seien aber jederzeit re-
aktivierbar. Da die latente Tuberkulose-Infektion zu keinem Leidensdruck 
und keinen Einschränkungen führe, beeinträchtige sie die Arbeitsfähigkeit 
nicht. Was den erwähnten Tinnitus anbelange, so gehe aus den Akten 
nichts Näheres dazu hervor. Es würden keine Angaben zu einer Hörbeein-
trächtigung gemacht. Ein blosser Tinnitus (Ohrgeräusch) ohne Hörbeein-

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trächtigung schränke die Arbeitsfähigkeit in der Regel nicht ein. Auch der 
bereits bekannte, im MEDAS-Gutachten unter den Diagnosen ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführte Diabetes mellitus (vgl. act. II 84 
S. 36 Ziff. 11.2), schränke ohne gesundheitliche Spätfolgen die Arbeits-
fähigkeit im Regelfall nicht wesentlich ein (act. II 127 S. 3). Des Weiteren 
sei zur geltend gemachten chronischen Depression bzw. anhaltenden mit-
telgradigen depressiven Episode zu erwähnen, dass das MEDAS-
Gutachten die Depression als vorwiegend mittelgradig eingestuft und diese 
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt habe. Auch die an-
gegebene Schlafstörung und die akzentuierte Persönlichkeit seien den 
MEDAS-Gutachern bekannt gewesen. Somit ergebe sich bezüglich der 
depressiven Störung im Vergleich zum MEDAS-Gutachten ebenfalls nichts 
Neues. Soweit im Bericht der Psychiatrischen Dienste des Spitals 
L.________ vom 16. Oktober 2015 (act. II 125 S. 4 f. bzw. E. 3.1.6 hiervor) 
von einer schweren Depression und einer posttraumatischen Belastungs-
störung ausgegangen werde, sei beides im Schreiben des Spitals 
L.________ anamnestisch und befundmässig nicht belegt (kein Psychosta-
tus). Hingegen sei das psychiatrische MEDAS-Gutachten, das sich auf 
Anamnese und Befunde abstütze, medizinisch schlüssig (act. II 127 S. 4). 
Eine spezifische Persönlichkeitsstörung liege ebenso wenig vor (act. II 127 
S. 5 f.). Schliesslich passe auch die im Bericht des Spitals L.________ auf-
geführte Symptomatik (vgl. act. II 125 S. 5) nicht zu einer somatoformen 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4; act. II 127 S. 7).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

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beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 9. Februar 2016 (act. II 129) massgeblich auf das bidisziplinäre 
MEDAS-Gutachten vom 1. Oktober 2014 (act. II 84) gestützt. Dieses ist 
umfassend, beruht auf einlässlichen anamnestischen Erhebungen und ei-
genen, in den Fachbereichen der Orthopädie und Psychiatrie durchgeführ-
ten Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde 
in Kenntnis sowie unter Würdigung der Vorakten erstellt. Das in der Darle-
gung der Befunde, der Diagnosen und der Einschätzung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit grundsätzlich widerspruchsfrei und nachvollziehbar be-
gründete Gutachten erfüllt die vom Bundesgericht (BGer) an den Beweis-
wert von solchen gestellten Anforderungen und erbringt vollen Beweis (vgl. 
E. 3.2 hiervor). Die gesundheitlichen Einschränkungen wurden ausführlich 
gewürdigt und die vorhandenen Akten erlauben eine schlüssige Beurtei-
lung, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Beweiserhe-
bungen zu verzichten ist (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162, BGE 136 I 229 
E. 5.3 S. 236).

3.3.1 In somatischer Hinsicht ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit 
einem Sturz im Oktober 2010 Schulterschmerzen rechts verspürt, welche 
anfänglich erfolglos konservativ behandelt wurden. Nach Abklingen einer 
Frozen Shoulder wurde am 25. Mai 2012 eine AC-Resektion mit anterolate-
raler Schulterdekompression und transossärer Reinsertion der Supraspina-
tussehne durchgeführt (vgl. act. II 4.1 S. 40 und 186 f., 17 S. 3 - 5, 20 S. 1). 
Postoperativ haben die therapieresistenten Schmerzen in der rechten 
Schulter zwar nachgelassen, bestehen aber weiterhin, speziell bei Belas-
tung. Ein stationärer Aufenthalt in der Klinik G.________ vom 16. bis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 13

30. Januar 2013 (vgl. act. II 25) war gemäss MEDAS-Gutachter offenbar 
nutzlos (act. II 84 S. 9 Ziff. 7.1). Überzeugend führte der orthopädische 
Gutachter aus, die Schmerzen in der rechten Schulter und die abnormen 
Untersuchungsbefunde derselben könnten grösstenteils auf die im MRI 
beschriebene Rest-Frozen Shoulder zurückgeführt werden, wobei das 
Ausmass der subjektiven Einschränkung der körperlichen Leistungsfähig-
keit dadurch nicht ganz erklärt sei. Die Schmerzen in der linken Schulter 
könnten bei quasi unauffälligem Untersuchungsbefund derselben zumin-
dest teilweise mit der im MRI dokumentierten leicht aktivierten Acromiocla-
viculargelenksarthrose, dem Labrumriss und der Partialruptur der Supra-
spinatus- und Subscapularissehne links vereinbart werden. Da der Gutach-
ter das Ausmass der subjektiven Reduktion der körperlichen Leistungs-
fähigkeit dadurch aber nur ungenügend als plausibilisiert ansah, überzeugt 
die Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten, körperlich 
leichten Tätigkeiten (act. II 84 S. 9 f. Ziff. 7.2 und 8.2). Diese Einschätzung 
deckt sich denn auch mit den Ausführungen des SUVA-Kreisarztes Dr. 
med. H.________ vom 10. Juni 2013, wonach eine körperlich leichte, an-
gepasste Tätigkeit ganztags zumutbar ist (act. II 46 S. 9). Dessen Zumut-
barkeitsprofil wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern am 14. Au-
gust 2014 bereits im Rahmen der unfallversicherungsrechtlichen Streitigkeit 
als schlüssig beurteilt (vgl. VGE UV/2013/1018, E. 3.7 [act. II 81.2 S. 22 f.]). 
Auch die nach dem hier massgeblichen Zeitpunkt der Verfügung veranlass-
te MRT vom 29. April 2016 (Beschwerdebeilagen [act. I] 5) vermag daran 
nichts zu ändern, weist die ärztliche Beurteilung doch insbesondere auf 
angeblich neue Gesundheitsbeeinträchtigungen hin ohne sich zur zumutba-
ren Arbeitsfähigkeit zu äussern. Gleichsam ändert auch der Bericht von Dr. 
med. O.________, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 1. Juni 2016 (act. I 12) 
nichts am erstellten Zumutbarkeitsprofil. Unbeachtlich zu bleiben hat 
schliesslich auch der Bericht des Spitals L.________ vom 24. November 
2015 (act. I 6), enthält er doch keine wesentlichen neuen Tatsachen, wel-
che von den MEDAS-Gutachtern nicht bereits berücksichtigt worden wären.

Soweit der orthopädische Gutachter den Beginn der attestierten vollen Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auf März 2013 festlegt (act. II 
84 S. 10 Ziff. 8.1 und 8.3), diese jedoch im polydisziplinären Konsens auf 
Januar 2013 bestimmt wird (act. II 84 S. 36 Ziff. 12.1), verschmälert dies 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 14

den Beweiswert des Gutachtens nicht, da dies letztlich für die Beurteilung 
des Leistungsanspruchs nicht entscheidrelevant ist.

Zu den vom Beschwerdeführer geltend gemachten weiteren somatischen 
Einschränkungen (HWS-Leiden, Tinnitus beidseits [Beschwerde S. 7 f.; vgl. 
zur Gehörseinschränkung auch Eingabe vom 30. Mai 2016, S. 2, i.V.m. 
act. I 7]) bzw. gesundheitlichen Verschlechterung hat sich der RAD-Arzt Dr. 
med. N.________ im Bericht vom 9. Dezember 2015 umfassend geäussert, 
worauf verwiesen wird (act. II 127 bzw. E. 3.1.7 hiervor). Dabei ist insbe-
sondere nicht zu beanstanden, dass Dr. med. N.________ eine Aktenbeur-
teilung ohne persönliche Untersuchung vorgenommen hat (vgl. Beschwer-
de S. 8), war eine solche doch bereits anlässlich der MEDAS-Begutachtung 
erfolgt. Mit Blick auf den umfassenden RAD-Bericht ist demnach eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes seit der Begutachtung nicht er-
stellt. 

3.3.2 Betreffend den psychiatrischen Gesundheitsschaden wird eine seit 
Januar 2013 anhaltende mittelgradige depressive Episode mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert, welche sich im Zusammenhang mit 
den körperlichen Beschwerden und psychosozialen Problemen, insbeson-
dere mit finanziellen Schwierigkeiten, entwickelt habe (act. II 84 S. 26 f. 
Ziff. 6.1 und 7.1). Trotzdem sei bei zugrunde liegenden akzentuierten Per-
sönlichkeitszügen mit emotional instabilen, reizbaren und paranoiden Zü-
gen – welche jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten –, eine 
zumutbare Willensanstrengung zur Wiederaufnahme einer beruflichen 
Tätigkeit mit Verwertung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen (act. II 84 S. 27 
Ziff. 6.2, S. 29 Ziff. 7.2). Insofern ist die seit Januar 2013 aus psychiatri-
schen Gründen attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten 
Tätigkeit bzw. von 70 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit (act. II 84 
S. 30 f. Ziff. 8.1 und 8.2), nachvollziehbar. Soweit der Beschwerdeführer 
vorbringt, an einer Persönlichkeitsstörung sowie einer somatoformen 
Schmerzstörung zu leiden (vgl. Beschwerde S. 7 f.), so hat sich der RAD-
Arzt Dr. med. N.________ auch hierzu umfassend und nachvollziehbar 
geäussert (act. II 127 bzw. E. 3.1.7 hiervor). Die MEDAS-Gutachter führten 
denn auch explizit aus, es fänden sich keine Hinweise für eine somatofor-
me Schmerzstörung (act. II 84 S. 28 Ziff. 7.1, S. 35). Der Annahme der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 15

Beschwerdegegnerin, wonach die psychiatrischen Einschränkungen nicht 
berücksichtigt werden könnten (act. II 129 S. 6), ist entgegenzuhalten, dass 
der psychiatrische MEDAS-Gutachter dem vorhandenen Leiden Krank-
heitswert beimass und nicht davon ausging, dass ein Überwiegen von psy-
chosozialen Faktoren vorliege, obwohl sich an solchen vor allem Arbeitslo-
sigkeit, finanzielle Belastungen und Partnerschaftsprobleme erheben lies-
sen (act. II 83.1 S. 24 Ziff. 8.5; vgl. hierzu bereits VGE UV/2013/1018, 
E. 3.6.9 f. [act. II 81.2 S. 22 und 25]). Der Beschwerdeführer befindet sich 
denn auch mindestens seit Juli 2013 in regelmässiger psychiatrischer Be-
handlung – anfangs alle zwei Wochen, danach einmal pro Monat (act. II 50 
S. 2 Ziff. 4, 84 S. 20). Zwar gab er gegenüber dem psychiatrischen ME-
DAS-Gutachter an, eine neuroleptische Medikation zu erhalten, die er nur 
unregelmässig einnehme (act. II 84 S. 28 Ziff. 7.1), dies ist jedoch insoweit 
nicht entscheidrelevant, als der Gutachter prognostisch ausführte, die 
psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung sei kombiniert mit 
ausreichend dosierter Medikation fortzusetzen, jedoch gleichzeitig darauf 
hinwies, dass eine Besserung des psychischen Zustandsbildes erst nach 
Besserung der zugrunde liegenden körperlichen Beschwerden und psy-
chosozialen Konflikte zu erwarten sei (act. II 84 S. 32 Ziff. 8.4). 

3.3.3 Für die Zeit davor bestand aufgrund der Operation vom 25. Mai 
2012 (AC-Resektion, subakromiale Dekompression und transossäre Rein-
sertion Supraspinatus rechts [vgl. act. II 4.1 S. 186 f.]) zunächst eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit und erst ab 15. Oktober 2012 – in einer Tätig-
keit ohne Überkopfarbeiten – eine solche von 50 % (vgl. E. 3.1.2 hiervor 
sowie VGE UV/2013/1018, E. 3.1.10 [act. II 81.2 S. 13 f.]). 

3.3.4 Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, die Resterwerbsfähig-
keit sei nicht verwertbar (Beschwerde S. 8 Ziff. 4). Der Einfluss des Le-
bensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer 
allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Ein-
zelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund-
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einar-
beitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitss-
truktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 16

Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem ange-
stammten Bereich sein (BGE 138 V 457, E. 3.1). Der Beschwerdeführer 
war im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung (1. Oktober 2014 [act. II 84]) 57 
Jahre alt (vgl. hierzu BGE 138 V 457, E. 3.3). Eine angepasste Tätigkeit 
war ihm damals zu 70 % zumutbar, wobei davon auszugehen ist, dass auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an zu-
mutbaren Verweistätigkeiten (z.B. leichte Hilfs-, Kontroll- und Überwa-
chungstätigkeiten) besteht, zumal Hilfsarbeiten auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden. Von ei-
ner fehlenden Verwertbarkeit kann in dieser Sachverhaltskonstellation nicht 
ausgegangen werden. Auch aus der per 13. August 2015 vorzeitig abge-
brochenen beruflichen Massnahme in der Abklärungsstelle M.________ 
(act. II 112) kann nicht geschlossen werden, dass eine erwerbliche Ver-
wertbarkeit der Arbeitskraft überhaupt nicht mehr möglich sei, zumal er dort 
eine Fixierung auf die Krankheit und die Schmerzen zeigte und infolge der 
psychosozialen Belastung auch unklar blieb, ob er überhaupt motiviert war.

3.4 Folglich ist vom 15. Oktober bis 31. Dezember 2012 eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten so-
wie seit 1. Januar 2013 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer den psychia-
trischen und orthopädischen MEDAS-Befunden angepassten, d.h. körper-
lich leichten Tätigkeit, die nicht mit Arbeiten über der Horizontalen verbun-
den ist, ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne 
erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und oh-
ne überdurchschnittliche Dauerbelastung, erstellt (act. II 84 S. 37 
Ziff. 12.2). Die beantragte Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung 
erübrigt sich deshalb.

4.

4.1 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 17

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, 
I 517/02, E. 1.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 18

beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 
E. 2.2).

4.4 Die IV-Anmeldung datiert vom 28. Mai 2012 (act. II 1). Ein Renten-
anspruch kann unter Berücksichtigung der Karenzfrist von sechs Monaten 
(vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) frühestens ab November 2012 bestehen. Das War-
tejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war zu diesem Zeitpunkt bereits er-
füllt, ist doch unbestrittenermassen erstellt, dass während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich eine mindestens 40%ige 
Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat (vgl. act. II 4.1 S. 82, 87, 110, 116, 134, 
158, 170 f., 177 f. und 186). Somit ist der Einkommensvergleich auf das 
Jahr 2012 hin vorzunehmen.

4.5 Gemäss eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer in seiner 
Heimat eine Lehre als … absolviert (act. II 1 S. 4 Ziff. 5.3). Seit seiner Ein-
reise in die Schweiz (1988 [act. II 1 S. 1 Ziff. 1.6]) sind im Auszug aus dem 
individuellen Konto (IK-Auszug; act. II 8) jeweils wechselnde Arbeitgeber zu 
verzeichnen. Weiter hat er bereits seit 1998 mehrfach Arbeitslosenent-
schädigung bezogen (vgl. act. II 7). Aufgrund dessen erscheint es sachge-
recht, das Valideneinkommen aufgrund der Tabellenwerte gemäss LSE 
2012, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher 
oder handwerklicher Art), Männer, Totalwert (Fr. 5‘210.--), zu ermitteln. Da 
der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit im ihm zumutbaren Rahmen 
aufgenommen hat, ist auch das Invalideneinkommen anhand desselben 
Tabellenlohnwertes zu bestimmen. In diesem Fall erübrigt sich die genaue 
Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen und der IV-Grad entspricht 
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom 
Tabellenlohn (SVR 2008 IV Nr. 2 S. 5 E. 5.4; Entscheid des BGer vom 
24. Juli 2014, 8C_450/2014, E. 7.3). Dabei hat die Beschwerdegegnerin 
einen nicht zu beanstandenden leidensbedingten Abzug von 10 % gewährt 
(act. II 129 S. 6, vgl. E. 4.3 hiervor). Insoweit wurde der beschwerdeweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 19

(S. 8) geltend gemachte (zusätzliche) Teilzeit- sowie Schwerarbeiterabzug 
von der Beschwerdegegnerin gewürdigt, wobei kein Anlass besteht, korri-
gierend in deren Ermessen einzugreifen (vgl. zum Schwerarbeiterabzug 
BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327). Den bestehenden gesundheitlichen Ein-
schränkungen wurde mit der 50%igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 3.4 hier-
vor) bereits in genügender Weise Rechnung getragen. 

Nach dem Ausgeführten resultiert ein IV-Grad von 55 % (100 % - [50 % - 
10 % = 45 %]), womit der Beschwerdeführer ab dem 1. November 2012 
Anspruch auf eine halbe Rente hat (vgl. E. 2.2 hiervor). 

4.6 Mit dem geänderten medizinischen Zumutbarkeitsprofil bzw. der 
Arbeitsfähigkeit von 70 % ab 1. Januar 2013 liegt ein medizinischer Revisi-
onsgrund im Sinne einer gesundheitlichen Verbesserung vor (vgl. E. 2.3 
und 3.4 hiervor), womit ein neuer Einkommensvergleich vorzunehmen ist. 
Da die beiden Vergleichseinkommen wiederum anhand der gleichen Tabel-
lenlohnwerte zu bestimmen sind, kann erneut auf deren genaue Ermittlung 
verzichtet werden (vgl. E. 4.5 hiervor). Entsprechend dem Grad der Ar-
beitsunfähigkeit ergibt sich unter Berücksichtigung des 10%igen Abzuges 
vom Tabellenlohn (vgl. hierzu ebenfalls E. 4.5 hiervor) – wobei ein (zusätz-
licher) Teilzeitabzug aufgrund der vollzeitlichen Stundenpräsenz mit ledigli-
cher Einschränkung in der Leistungsfähigkeit (act. II 84 S. 37 Ziff. 12.2) hier 
ohnehin ausser Betracht fällt – ein rentenausschliessender IV-Grad von 
37 % (100 % - [70 % - 10 % = 63 %]). In der Folge ist die zugesprochene 
halbe Rente per Ende März 2013 aufzuheben (Art. 88a Abs. 1 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]).

5.

Nach dem Dargelegten ist die gegen die Verfügung vom 9. Februar 2016 
erhobene Beschwerde insoweit gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer 
eine vom 1. November 2012 bis 31. März 2013 befristete halbe IV-Rente 
zuzusprechen ist. Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 20

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 
Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Da die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der eingereichten 
Bestätigung der Unterstützung durch den Sozialdienst (act. I 4) ausgewie-
sen ist und das Verfahren nicht zum vornherein als aussichtslos erschien, 
sind die Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege vorliegend erfüllt. Das sich einzig auf die Befreiung von den 
Verfahrenskosten beziehende Gesuch des Beschwerdeführers ist – inso-
weit es zufolge Gutheissung der Beschwerde nicht gegenstandslos gewor-
den ist – gutzuheissen.

6.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Verfahrensausgang obsiegt der Beschwerdeführer nur gering-
fügig. Somit rechtfertigt sich, die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 800.--, zu ¾ (Fr. 600.--) dem Beschwerdeführer und zu ¼ (Fr. 200.--) 
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Aufgrund der gewährten unentgelt-
lichen Rechtspflege (vgl. E. 6.1 hiervor) wird der Beschwerdeführer – unter 
Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig 
von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

6.3

6.3.1 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Überklagung" 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 21

den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deswegen 
reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die bean-
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zuge-
sprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). Es besteht grundsätzlich kein 
Anlass zu einer anderen Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten 
oder länger dauernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für 
eine kürzere als die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die 
Höhe des Anspruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. 
Indessen kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei 
teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person 
im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt 
(Entscheid des BGer vom 16. November 2010, 9C_580/2010, E. 4.1).

6.3.2 Angesichts des Unterliegens im Grundsatz hat die Beschwerdegeg-
nerin dem Beschwerdeführer lediglich die anteilsmässigen Parteikosten im 
Umfang von ¼ zu ersetzen.

In der Kostennote vom 30. Mai 2016 macht Rechtsanwältin Dr. iur. 
C.________ ein Honorar von Fr. 1‘625.-- (12.5 h x Fr. 130.--), Auslagen 
von Fr. 52.-- und die Mehrwertsteuer von Fr. 134.15, insgesamt 
Fr. 1‘811.15, geltend. Die unaufgefordert eingereichte Replik vom 30. Mai 
2016 sowie die Eingabe vom 18. Juli 2016 ergeben nichts wesentlich Neu-
es, die Vorbringen hätten, wenn überhaupt, insofern ohne Weiteres im 
Rahmen der Beschwerde gemacht werden können, zumal die rechtlichen 
Ausführungen dort sehr kurz gehalten sind, so dass die Replik eine eigent-
liche Beschwerdeergänzung darstellt. Demnach ist der hierfür geltend ge-
machte Aufwand nicht zu entschädigen. Unter diesen Umständen erscheint 
eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 1‘200.-- (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) angemessen. Ausgehend vom geringfügigen Obsiegen 
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 300.-- (Fr. 1‘200.-- x ¼) zu bezahlen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 22

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 9. Februar 2016 dahingehend abgeän-
dert, als dem Beschwerdeführer vom 1. November 2012 bis 31. März 
2013 eine befristete halbe IV-Rente zugesprochen wird. Im Übrigen 
wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird hinsichtlich der Ver-
fahrenskosten gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos gewor-
den ist.

3. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden im 
Umfang des Unterliegens zu ¾, ausmachend Fr. 600.--, dem Be-
schwerdeführer und zu ¼, ausmachend Fr. 200.--, der Beschwerde-
gegnerin auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – von der Zahlungspflicht befreit.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung, gerichtlich bestimmt auf Fr. 300.-- (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
-  B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2016, IV/16/309, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.