# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc74acc3-a437-584b-9511-52caf93aefda
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.06.2021 ZK1 2021 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-67_2021-06-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 2. Juni 2021

Referenz ZK1 21 67

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender

Parteien A._____
Berufungsklägerin 

als Willensvollstreckerin im Nachlass von 
C._____ 
mit den Erben:
1. D._____
2. A._____
3. E._____
4. F._____ 
5. G._____

Gegenstand Anordnung Sicherungsinventar

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Surselva vom 12.05.2021, mitgeteilt am 
12.05.2021 (Proz. Nr. 135-2021-205)

Mitteilung 4. Juni 2021

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In Erwägung,

– dass C._____ (nachfolgend: Erblasserin) am 24. April 2021 starb,

– dass das Regionalgericht Surselva mit Entscheid vom 12. Mai 2021 den Erb-
vertrag zwischen der Erblasserin und ihrem Ehemann D._____ vom 1. No-
vember 2010 eröffnete, 

– die Erblasserin mit diesem Erbvertrag ihren Ehemann als Vorerben und ihre 
vier Nachkommen als Nacherben einsetzte,

– dass das Regionalgericht in seinem Entscheid vom 12. Mai 2021 daher die 
Aufnahme eines Nacherbschaftsinventars (Art. 490 ZGB) über den Nachlass 
anordnete, 

– dass A._____ als Willensvollstreckerin und Erbin sowie die weiteren vier Er-
ben mit Eingabe vom 20. Mai 2021 (Poststempel) ans Kantonsgericht von 
Graubünden gelangten und dabei erklärten, sie würden auf diese Anordnung 
eines Sicherungsinventars verzichten,

– dass diese Eingabe als Berufung entgegenzunehmen ist (vgl. Art. 308 f. i.V.m. 
Art. 314 Abs. 1 ZPO),

– dass nach Art. 490 Abs. 1 ZGB in allen Fällen der Nacherbeneinsetzung die 
zuständige Behörde die Aufnahme eines Inventars anzuordnen hat,

– dass diese Bestimmung zwingender Natur ist, mithin weder von der Erblasse-
rin noch durch Einverständnis des Vor- und Nacherben ausgeschlossen wer-
den kann (Stephanie Hrubesch-Millauer, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Hand-
kommentar zum Schweizer Privatrecht, Erbrecht, 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 zu 
Art. 490 ZGB m.w.H.),

– dass die vom Regionalgericht angeordnete Aufnahme eines Sicherungsinven-
tars somit rechtmässig ist und nicht durch gemeinsame Erklärung der Erben 
aufgehoben werden kann,

– dass die Berufung demnach offensichtlich unbegründet und entsprechend in 
einzelrichterlicher Kompetenz abzuweisen ist (Art. 18 Abs. 3 GOG), 

– dass angesichts des verursachten Aufwandes Gerichtskosten in der Höhe von 
CHF 250.00 angemessen erscheinen (Art. 9 i.V.m. Art. 13 VGZ [BR 320.210]),

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– dass bei diesem Verfahrensausgang die Gerichtskosten zulasten des Nach-
lasses gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Martin Karrer/Nedim Peter Vogt/Daniel 
Leu, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl., Ba-
sel 2019, N 73 zu Art. 518 ZGB),

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wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten werden auf CHF 250.00 festgesetzt und dem Nachlass 
von C._____ auferlegt. Sie werden A._____ als Willensvollstreckerin in 
Rechnung gestellt.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: