# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d446617b-8c02-50af-998a-724c6915993d
**Source:** Luzern (LU)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LU LGVE Weisungvom27November2025betreffenddenReferenzwertzurGebhrenbemessungbeiberufsmssigerVertretung.pdf?rev=86c29074dc3f4689b6afb0b8574f4cc7
**Docket/Reference:** Weisungvom27November2025betreffenddenReferenzwertzurGebhrenbemessungbeiberufsmssigerVertretung.pdf?r
**URL:** https://gerichte.lu.ch/-/media/Gerichte/Dokumente/rechtsprechung/Weisungvom27November2025betreffenddenReferenzwertzurGebhrenbemessungbeiberufsmssigerVertretung.pdf?rev=86c29074dc3f4689b6afb0b8574f4cc7

## Full Text

Kantonsgericht 

Weisung vom 27. November 2025  

betreffend den Referenzwert zur Gebührenbemessung  
bei berufsmässiger Vertretung  

Gestützt auf § 94 Justizgesetz (JusG; SRL Nr. 260) und  
§ 2 Abs. 1bis Justiz-Kostenverordnung (JusKV; SRL Nr. 265)  

1 Grundsatz 

Die Bemessung der Gebühren der berufsmässigen Vertretung erfolgt in der Regel innerhalb 
des vorgegebenen Rahmens gemäss der Justiz-Kostenverordnung. Die Gebühr bemisst sich 
nach Umfang, Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache, nach der Art der Vertretung so-
wie nach dem sachlich gebotenen Zeitaufwand für die Verfahrensführung (§ 2 Abs. 1 JusKV). 

Gemäss § 98 Abs. 1 JusG umfasst die staatliche Entschädigung bei unentgeltlicher Rechts-
pflege und amtlicher Verteidigung 85 Prozent des im Kostenentscheid festgesetzten Hono-
rars sowie die Auslagen des Rechtsbeistands. 

2 Festlegung des Referenzwertes  

Das Bundesgericht hat festgehalten, dass sich die ausbezahlte Vergütung bei Pflichtmanda-
ten im schweizerischen Durchschnitt in der Grössenordnung von Fr. 180.-- (zzgl. MWST) pro 
Stunde bewegen muss, um vor der Verfassung standzuhalten. 

Gestützt auf diese Rechtsprechung wurde als Referenzwert – zuletzt per 1. November 2006 – 
ein Stundenansatz von Fr. 230.-- (zzgl. MWST) festgelegt. Dieser Wert wird auf Fr. 250.-- (zzgl. 
MWST) angehoben. 

3 Inkrafttreten  

Diese Weisung ersetzt jene vom 16. Oktober 2006 und tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.  

Für anwaltliche Aufwendungen, die bis und mit 31. Dezember 2025 erbracht wurden, findet 
der bisherige Stundenansatz von Fr. 230.-- Anwendung. Für Aufwendungen, die ab dem  
1. Januar 2026 anfallen, gilt der Stundenansatz von Fr. 250.--. 

Luzern, 27. November 2025 

Dr. iur. Patrick M. Müller 
Präsident 

Patrick Häfliger 
Generalsekretär 

2025-3922 / Weisung