# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55a2312d-e9fa-520e-9021-3642ab12854d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 23.12.2021 A 2021 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2021-29_2021-12-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 21 29

4. Kammer 

Einzelrichter Racioppi

Aktuar ad hoc Frings

URTEIL

vom 23. Dezember 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.________,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B.________, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Gian Luca Peng,

Beschwerdegegnerin

betreffend Wasser-, Abwasser- und Kehrichtgrundgebühren

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I. Sachverhalt:

1. A.________ ist Alleineigentümerin der Parzelle Nr. C.________ in der Ge-

meinde B.________. Auf der Parzelle befindet sich ein Wohnhaus mit Au-

toeinstellhalle und ein Nebengebäude. Gemäss übereinstimmender Dar-

stellung der Parteien handelt es sich beim Wohnhaus auf der Parzelle 

Nr. C.________ um ein Einfamilienhaus mit einer 5 ½-Zimmer-Wohnung 

und einer Einliegerwohnung von 3 ½ Zimmern.

2. Am 17. Januar 2018 stellte die Gemeinde B.________ A.________ für die 

erwähnte Liegenschaft Grundgebühren für Wasser, Abwasser und Keh-

richt für das Jahr 2016 im Gesamtbetrag von CHF 2'676.25 (inkl. MWST) 

in Rechnung. Als Bemessungsgrundlage wurde dabei vom Neuwert 

gemäss amtlicher Schätzung ausgegangen.

3. Gegen diese Rechnungsverfügung erhob A.________ am 7. Februar 2018 

Einsprache beim Gemeindevorstand und verlangte eine Reduktion der 

Grundgebühren. Sie beanstandete namentlich das Verhältnis zwischen 

Grund- und Mengengebühren, welche nicht in einer bundesrechtskonfor-

men Proportion stehen würden. Weiter beantragte A.________, das nicht 

an die Versorgung angeschlossene Nebengebäude von der Bemessungs-

grundlage auszunehmen. 

4. Mit Entscheid vom 10. Mai 2021 wies der Gemeindevorstand B.________ 

die Einsprache ab. Bei der Bemessung der Grundgebühren sei auf den 

Neuwert gemäss amtlicher Schätzung abzustellen. Das Verhältnis der 

Grundgebühren zu den Mengengebühren entspreche in der Gemeinde 

B.________ den gesetzlichen Anforderungen und stehe im Einklang mit 

den durch die Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen. Die Liegen-

schaft von A.________ sei in Anbetracht der Nutzungsmöglichkeiten un-

ternutzt, womit ein höherer Anteil der Grundgebühren rechtmässig sei. Ein 

Sonderfall, in welchem der Neuwert einer Liegenschaft die Nutzungsmög-

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lichkeiten offensichtlich falsch wiedergibt, sei nicht gegeben. Der Einbezug 

des Nebengebäudes in die Bemessungsgrundlage sei korrekt.

5. Hiergegen erhob A.________ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 23. 

Juni 2021 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den. Sie beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid 

sei aufzuheben und die Grundgebühren für Wasser, Abwasser und Keh-

richt für das Jahr 2016 basierend auf einem hypothetischen Neuwert von 

CHF 1'620'000.-- auf CHF 1'377.-- zu reduzieren; eventuell sei die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei der Ge-

meinde eine Frist anzusetzen, das Wasserversorgungsgesetz, das Ab-

wassergesetz und das Abfallbewirtschaftungsgesetz dem Preisüberwa-

cher zur Beurteilung vorzulegen. Zur Begründung machte die Beschwer-

deführerin im Wesentlichen geltend, dass die Berechnung der Grundge-

bühren gestützt auf den Gebäudeversicherungswert in ihrem Fall gegen 

das Äquivalenzprinzip, das Gebot der Rechtsgleichheit und das Verursa-

cherprinzip verstosse. Die Grundgebühren stünden zu den mengenabhän-

gigen Gebühren in keinem vernünftigen Verhältnis. In ähnlich gelagerten 

Fällen habe die Gemeinde B.________ anstelle des Gebäudeversiche-

rungswertes auf den geschätzten durchschnittlichen Neuwert eines Wohn-

hauses mit der gleichen Anzahl Zimmer abgestellt. Zudem sei Art. 14 des 

Preisüberwachungsgesetzes verletzt. Eine Unternutzung der Liegenschaft 

sei nicht gegeben. Das Nebengebäude sei von der Bemessungsgrundlage 

auszunehmen, da dieses über keinen Frischwasseranschluss verfüge, 

keinen Abfall produziere und die Abwasseranlagen nicht beanspruche.

6. Die Gemeinde B.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 6. September 2021 auf Abweisung der Be-

schwerde. Begründend führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen 

aus, dass die aus dem Neuwert gemäss amtlicher Schätzung resultie-

rende Gebührenhöhe die objektive Nutzungsmöglichkeit der Liegenschaft 

angemessen wiederspiegle. Der durch das Verursacherprinzip definierte 

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Rahmen von Grundgebühren und Mengengebühren werde durch die Be-

schwerdegegnerin eingehalten. Als Tourismusgemeinde sei diese berech-

tigt, einen höheren Anteil der Gesamtkosten durch Grundgebühren zu de-

cken. Die Mengengebühren fielen bei der Beschwerdeführerin gegenüber 

den Grundgebühren ausserordentlich niedrig aus, da deren Liegenschaft 

nur wenig bewohnt würde. Die offene Gartenlaube sei in die Berechnungs-

grundlage einzubeziehen, da in den einschlägigen Gesetzen kein An-

schluss der einzelnen Gebäude vorausgesetzt werde. 

7. Sowohl in der Replik vom 18. Oktober 2021 als auch in der Duplik vom 

15. November 2021 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest und 

vertieften ihre bisherigen Vorbringen.

8. Mit Triplik vom 25. November 2021 und gleichentags versandtem Nach-

trag führte die Beschwerdeführerin ihre Vorbringen weiter aus und machte 

zudem neu Rechtsverzögerung durch die Beschwerdegegnerin geltend.

9. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2021 reichte die Beschwerdegegnerin ihre 

Quadruplik ein, in welcher sie im Wesentlichen auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid und die eingereichten Rechtsschriften verwies.

10. Mit Quintuplik vom 18. Dezember 2021 nahm die Beschwerdeführerin zur 

Quadruplik der Beschwerdegegnerin und insbesondere den durch diese 

eingereichten Erfolgsrechnungen Stellung.

11. Am 22. Dezember 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin sodann auf 

eine weitere Stellungnahme.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit er-

forderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

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1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in einzel-

richterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht über-

schreitet und keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu ent-

scheiden sind. Das Anfechtungsobjekt bildet in diesem Fall der Einspra-

cheentscheid vom 10. Mai 2021 des Gemeindevorstands der Gemeinde 

B.________. Die dem Einspracheentscheid zugrundeliegenden Rech-

nungsverfügung für die Grundgebühren 2016 mit den Positionen Wasser, 

Abwasser und Kehricht im Umfang von unter CHF 5'000.-- wurden in die-

sem Entscheid vom Gemeindevorstand bestätigt, womit der Streitwert mit 

anderen Worten CHF 5'000.-- nicht überschreitet. Da keine Rechtsfrage 

von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden ist, sind die Voraussetzun-

gen für die einzelrichterliche Zuständigkeit erfüllt.

2. Die Beschwerdeführerin ist Adressatin des ergangenen Entscheids, wes-

halb sie über ein schutzwürdiges Interesse in Bezug auf dessen Aufhe-

bung verfügt (Art. 50 Abs. 1 VRG). Dieser Entscheid ist weder endgültig 

noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. Auf die zu-

dem frist- und formgerecht eingegangene Beschwerde vom 23. Juni 2021 

hat das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden damit einzutreten 

(Art. 52 VRG).

3. Strittig und zu prüfen ist in materieller Hinsicht einzig die Frage, ob die von 

der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellten Abwasser-, Wasser- und 

Kehrichtgrundgebühren im bestrittenen Umfang rechtmässig sind. Mit an-

deren Worten ist zu prüfen, ob die Grundgebühren für Wasser, Abwasser 

und Kehricht auf Grundlage des Neuwertes aller Gebäudearten gemäss 

amtlicher Schätzung zu leisten sind. 

4. Die Beschwerdeführerin beanstandet im vorliegenden Fall zu Recht nicht, 

dass für die erhobenen Wasser-, Abwasser- und Kehrichtgrundgebühren 

keine genügende gesetzliche Grundlage besteht. Die massgeblichen ge-

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setzlichen Grundlagen sehen jeweils, nebst einer verbrauchsabhängigen 

Mengengebühr, eine verbrauchsunabhängige, vom Gebäudeversiche-

rungswert abgeleitete Grundgebühr vor.

5.1. Auf Bundesebene verpflichtet Art. 60a Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Schutz der Gewässer (GSchG; SR 814.20) die Kantone, dafür zu sor-

gen, dass die Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanierung und Ersatz der 

Abwasseranlagen, die öffentlichen Zwecken dienen, mit Gebühren oder 

anderen Abgaben den Verursachern überbunden werden. Gemäss Art. 82 

Abs. 1 der Verfassung des Kantons Graubünden (KV; BR 110.100) sorgen 

Kanton und Gemeinden für die angemessene Versorgung des Kantons-

gebiets bezüglich Wasser. Nach Art. 17 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 

des Kantons Graubünden über den Schutz der Gewässer (KGSchG; 

BR 815.100) ist der Bau und Betrieb öffentlicher Abwasseranlagen Sache 

der Gemeinden. Die bündnerischen Gemeinden verfügen im Bereich der 

Finanzierung des Betriebs von Wasserversorgungs- und Abwasserentsor-

gungsanlagen in den Grenzen des übergeordneten Rechts über Autono-

mie (vgl. Art. 65 KV und Art. 3 Gemeindegesetz des Kantons Graubünden 

[GG; BR 175.050]; Urteile des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 16. De-

zember 2013 E.2.2, 2P.117/2003 vom 29. August 2003 E.2.2).

5.2. Gestützt auf das GschG bzw. das KGSchG hat die Beschwerdegegnerin 

das Gesetz über die Abwasserbehandlung (AwG) erlassen. Nach Art. 24 

Abs. 1 AwG erhebt die Gemeinde zur Deckung ihrer Auslagen für den Bau, 

den Betrieb, den Unterhalt und die Erneuerung (Sanierung, Ersatz) von 

öffentlichen Abwasseranlagen kostendeckende und verursachergerechte 

Gebühren. Gemäss Art. 31 Abs. 1 AwG ist für alle an die öffentlichen Ab-

wasseranlagen angeschlossenen Grundstücke eine jährlich wiederkeh-

rende Grundgebühr zu entrichten. Diese wird nach Art. 31 Abs. 2 AwG für 

alle Gebäudearten einheitlich in ‰ des Neuwertes gemäss amtlicher 

Schätzung erhoben. Die Höhe der Grundgebühren richtet sich gemäss 

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Art. 31 Abs. 3 AwG nach den jeweiligen Beschlüssen der Budgetver-

sammlung.

5.3. Betreffend Wassergrundgebühren ist festzuhalten, dass das Verursacher-

prinzip für den Frischwasserbezug weder auf Bundes- noch auf kantonaler 

Ebene vorgeschrieben ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_995/2012 vom 

16. Dezember 2013 E.7.4). Auf kommunaler Ebene sieht Art. 22 Abs. 1 

des Gesetzes über die Wasserversorgung der Gemeinde B.________ 

(WvG) – entsprechend dem AwG in Art. 24 – die Erhebung von kostende-

ckenden und verursachergerechten Gebühren vor. Für alle an die öffentli-

chen Anlagen der Wasserversorgung angeschlossenen Grundstücke ist 

eine jährlich wiederkehrende Grundgebühr zu entrichten (Art. 29 Abs. 1 

WvG). Diese wird für alle Gebäudearten einheitlich als Grundgebühr in ‰ 

des Neuwertes gemäss amtlicher Schätzung erhoben (Art. 29 Abs. 2 

WvG). Die Höhe der Grundgebühren richtet sich nach den jeweiligen Be-

schlüssen der Budgetversammlung (Art. 29 Abs. 3 WvG).

5.4. Das in Art. 2 Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01) verankerte Verursa-

cherprinzip spielt auch im Bereich der Abfallbeseitigung eine wichtige 

Rolle. Gemäss Art. 32a USG haben die Kantone dafür zu sorgen, dass die 

Kosten für die Entsorgung der Siedlungsabfälle, soweit sie ihnen übertra-

gen ist, mit Gebühren oder anderen Abgaben den Verursachern überbun-

den werden. In diesem Sinne sieht Art. 9 Abs. 1 des Abfallbewirtschaf-

tungsgesetzes (AbG) der Gemeinde B.________ zur Deckung der Ge-

samtkosten der Abfallbewirtschaftung die Erhebung kostendeckender und 

verursachergerechter Gebühren vor. Nach Art. 9 Abs. 2 AbG erhebt die 

Gemeinde namentlich eine jährlich wiederkehrende Grundgebühr. Diese 

beträgt gemäss Art. 10 Abs. 3 AbG für alle Gebäudearten zwischen 0.15 

‰ und 0.25 ‰ des Neuwertes gemäss amtlicher Schätzung, wobei die 

definitiven Gebührenansätze jeweils jährlich mit dem Budget durch die Ge-

meindeversammlung festgelegt werden. 

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6.1. Zunächst ist darauf einzugehen, ob die von der Beschwerdegegnerin ba-

sierend auf einem Gebäudeversicherungswert von CHF 2'959'600.-- vor-

genommene Veranlagung der Grundgebühren das oben erwähnte Verur-

sacherprinzip (siehe E.5.1) bei der Gebührenerhebung für Abwasser ver-

letzt.

6.2. Das bereits in Art. 74 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 220) veran-

kerte Verursacherprinzip besagt, dass derjenige, der schädliche Einwir-

kungen auf die Umwelt verursacht, die Kosten für die Beseitigung zu tra-

gen hat. Gemäss Art. 60a Abs. 1 lit. a GschG werden bei der Ausgestal-

tung der Abgaben insbesondere die Art und Menge des erzeugten Abwas-

sers berücksichtigt. Entsprechend der gewässerschutzrechtlichen Zielset-

zung normiert Art. 21 Abs. 1 KGSchG in Umsetzung von Art. 60a Abs. 1 

GSchG explizit das Kostendeckungs- und das Verursacherprinzip im Be-

reich der Abwasserbeseitigung. Aus diesem Grund wird im Bereich der 

Abwasserbeseitigung – mit Blick auf eine verursachergerechte Abgaben-

belastung – unterschieden zwischen Grundgebühren und Verbrauchsge-

bühren. Die Grundgebühren (auch als Bereitstellungsgebühren bezeich-

net) sind als Entgelt für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur konzipiert. 

Die Verbrauchsgebühren sind variabel; sie richten sich nach der tatsäch-

lichen Benutzung der Abwasseranlage (vgl. KARLEN, Die Erhebung von 

Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, URP 1999 S. 539 ff., hier S. 556).

6.3. Das Bundesgericht hat im Zusammenhang mit der Bemessung von An-

schlussgebühren schon mehrfach festgehalten, dass der Gebäudeversi-

cherungswert als zulässige Grundlage für die Bemessung betrachtet wer-

den kann (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_356/2013 vom 17. März 

2014 E.5.2.2 m.w.H.). Gemäss Praxis des Bundesgerichts ist es ebenfalls 

zulässig, Verbrauchsgebühren anhand einer vom Versicherungswert ab-

geleiteten Grundgebühr in Kombination mit einer mengenabhängigen Ge-

bühr zu ermitteln (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_160/2014 vom 7. Ok-

tober 2014 E.6.4.2 ff. m.w.H.). Art. 60a GSchG verlangt nicht, dass die 

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Abwassergebühren ausschliesslich proportional zur effektiv produzierten 

Menge des Abwassers erhoben werden, doch muss zwischen den Benüt-

zungsgebühren und dem Ausmass der Beanspruchung der Entsorgungs-

einrichtung ein gewisser Zusammenhang bestehen; die Abgabenhöhe 

muss eine Abhängigkeit zur Abwassermenge aufweisen, was eine Sche-

matisierung dieses Faktors aber nicht ausschliesst (vgl. BGE 129 I 290). 

Da die Infrastruktur für die Abwasserentsorgung unabhängig von der 

tatsächlichen Inanspruchnahme durch die einzelnen Liegenschaften auf-

rechterhalten werden muss, darf ein Teil der damit verbundenen Aufwen-

dungen den Benützern durch eine mengenunabhängige Grundgebühr 

überbunden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.266/2003 vom 

5. März 2004 E.3.2 m.w.H.). Für die Festsetzung dieser Grundgebühr ist 

der Gebäudeversicherungswert solange ein vertretbares Kriterium, als er 

die Grösse der Liegenschaft und damit das Ausmass von deren möglicher 

Nutzung zum Ausdruck bringt, von der auch die wahrscheinliche oder ma-

ximal zu erwartende Inanspruchnahme der öffentlichen Entsorgungsein-

richtungen abhängt. Untauglich für die Bemessung der Grundgebühr ist 

der Gebäudeversicherungswert hingegen, wenn seine Höhe durch Beson-

derheiten der Baute bedingt ist und nicht das mögliche Ausmass der ent-

sorgungsrelevanten Nutzung zum Ausdruck bringt, wie dies z.B. bei Lu-

xusvillen mit spärlicher Belegung/Unternutzung der Fall sein kann (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E.2.2; Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] A 11 45/46/47 vom 

19. Juni 2012 E.3a). Diese primär für den Bereich Abwasser entwickelte 

Rechtsprechung kann sinngemäss auf den Bereich Frischwasserbezug 

und Kehrichtbeseitigung übertragen werden (vgl. VGU A 04 79 vom 7. Ja-

nuar 2005 E.3b).

6.4. Der Gebäudeversicherungswert (und damit der Gebäudeneuwert) stellt 

nach dem Gesagten grundsätzlich ein zulässiges Kriterium für die Fest-

setzung der Grundgebühr dar. Anzufügen ist, dass im Rahmen der pau-

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schalen Erhebung der Grundgebühr ein Schematismus unumgänglich ist. 

Denkbar ist sicherlich auch eine andere Bemessung. Das Gericht hat sich 

jedoch nicht zur Angemessenheit der Bemessungsgrundlage zu äussern. 

Die Wahl des Gebäudeversicherungswertes als Bemessungsgrundlage 

für die Wasser-, Abwasser- und Kehrichtgebühren ist angesichts der (Fi-

nanz-) Autonomie der Gemeinde und der zitierten Rechtsprechung ver-

tretbar und kann vom Gericht nicht beanstandet werden. Dass die Kantone 

bzw. die von diesen ermächtigten Gemeinden im Rahmen von Art. 3a und 

60a GSchG bzw. Art. 32a USG Autonomie bei der Regelung von Ge-

bühren geniessen, hat das Bundesgericht in einem neueren Entscheid 

bestätigt. Es liegt somit in der Autonomie der Gemeinde, die Aufteilung 

zwischen Grund- und Verbrauchsgebühr vorzunehmen und die Bemes-

sungsgrundlagen für die Grundgebühr festzulegen (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 2C_10/2018 vom 28. Juni 2018 E.3.1).

6.5. Vorbehalten bleibt indessen eine Überprüfung der Verhältnismässigkeit im 

Einzelfall. Die Praxis des Verwaltungsgerichts stützt sich in dieser Frage 

einerseits auf die von der Bündner Vereinigung für Raumentwicklung 

(BVR) herausgegebenen Musterreglemente über die Abwasserbehand-

lung bzw. die Wasserversorgung in den Bündner Gemeinden. Dort wird 

vorgeschlagen, dass ein Anteil von 50–75 % auf die Grundgebühren und 

ein solcher von 50–25 % auf die Mengengebühren entfallen solle. Diese 

von Fachleuten erarbeiteten Ansätze werden der Kostenstruktur für die 

Anlagen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gerecht. Wohl 

entfällt bei diesen Anlagen ein grosser Teil der Kosten auf die Erstellung, 

welche durch Beiträge und einmalige Anschlussgebühren abgegolten wer-

den. Aber auch die Betriebskosten dieser Anlagen sind weitgehend unab-

hängig vom tatsächlichen Verbrauch, müssen doch dabei die Kosten für 

Abschreibungen, Zinsen, Unterhalt, Sanierungen, Ersatz, Anpassungen 

und Rückstellungen berücksichtigt werden (vgl. VGU A 04 65 vom 5. No-

vember 2004 E.1b). Auch im vorliegenden Fall kann auf diese Praxis des 

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Verwaltungsgerichts abgestellt werden, da sie gegenüber derjenigen des 

Bundesgerichts für einen Tourismuskanton mit einem relativ hohen Anteil 

an Zweitwohnungen passender erscheint. Diese Praxis findet auch Rück-

halt in der Lehre, vertritt doch KARLEN die Ansicht, dass in Gebieten mit 

hohem Ferienwohnungsanteil ein höherer Teil der Gesamtkosten durch 

Grund- und ein entsprechend kleinerer durch Mengengebühren zu decken 

ist (vgl. KARLEN, a.a.O., S. 566). Wie das Verwaltungsgericht bereits im 

Urteil A 04 79 vom 7. Januar 2005 festhielt, muss die Erhebung der Grund-

gebühr stets in einem vernünftigen bzw. ausgewogenen Verhältnis zur 

Verbrauchsgebühr stehen, da sonst hauptsächlich dem Verursacherprin-

zip nicht bzw. meist nur ungenügend Rechnung getragen würde. Aufgrund 

dieser Erkenntnis wurde im erwähnten Urteil im Sinne einer "Faustregel" 

bestimmt, dass die Höhe der Grundgebühr zwischen 50–75 % und dieje-

nige der Mengengebühr zwischen 50–25 % liegen sollte, um ein vernünf-

tiges Verhältnis zwischen diesen zwei Abgabetypen zu garantieren. 

Gemäss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung liegt zudem bei einer 

Unternutzung keine Verletzung des Verursacherprinzips vor. Wird eine 

Liegenschaft unternutzt, so ist es mit dem Verursacher- und dem Äquiva-

lenzprinzip auch vereinbar, wenn der Anteil der Grundgebühr höher liegt 

als 75 % (vgl. VGU A 04 79 vom 7. Januar 2005 E.3d). Für den Bereich 

der Kehrichtentsorgung wird andererseits postuliert, dass das Verhältnis 

zwischen Bereitstellungsgebühren (Grundgebühren) und mengenabhän-

gigen Gebühren ungefähr der Relation zwischen fixen und mengenpropor-

tionalen Kosten entsprechen solle. Bei den Kehrichtgebühren erachtete 

das Bundesgericht ein Verhältnis von 30–60 % für die Grundgebühren, 

resp. 40–70 % bei den Mengengebühren noch als zulässig (Urteile des 

Bundesgerichts 2P.223/2005 vom 8. Mai 2006 E.4.4, 2P.266/2003 vom 5. 

März 2004 E.3.2; VGU A 04 09 vom 15. Februar 2005 E.3b und A 04 65 

vom 5. November 2004 E.1b m.H.).

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6.6. Die Beschwerdeführerin vertritt in diesem Zusammenhang die Auffassung, 

dass im Falle ihres Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung der aktuelle 

Gebäudeversicherungswert (CHF 2'959'600.--) nicht die Grösse der Lie-

genschaft und das Ausmass deren möglicher Nutzung mit Blick auf die 

Beanspruchung von kommunalen Ver- und Entsorgungseinrichtungen 

zum Ausdruck bringe. Die Beschwerdeführerin verweist auf die bundes-

gerichtliche Rechtsprechung im Entscheid 2P.266/2003 und macht gel-

tend, dass es sich bei ihrer Liegenschaft ebenfalls um eine sehr luxuriöse 

Liegenschaft handeln würde und der Gebäudeversicherungswert die 

tatsächliche Nutzungsmöglichkeit offensichtlich falsch wiedergebe. Zwar 

seien die Dimensionen in jenem Fall etwa dreimal grösser, jedoch wären 

die Proportionen vergleichbar. Die Baukosten pro Quadratmeter Wohn-

raum seien annähernd gleich hoch. Dem hält die Beschwerdegegnerin 

entgegen, dass es im Entscheid 2P.266/2003 um eine Liegenschaft mit 

einem dreimal höheren Neuwert gegangen sei. Massgeblich sei auch bei 

vergleichsweise grosser Wohnfläche bei der Bestimmung der Grundge-

bühr die tatsächlich objektiv mögliche Nutzungsintensität. Während bei der 

Liegenschaft mit einem dreimal höheren Neuwert dieser die mutmassliche 

Inanspruchnahme der Wasser- und Abwasserinfrastrukturanlagen nicht 

wiedergeben könne, stünden der Neuwert der Liegenschaft der Beschwer-

deführerin und deren mögliche entsorgungsrelevante Nutzung nicht in ei-

nem Missverhältnis. Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin werde nur 

wenig bewohnt und die Mengengebühren fielen wegen des unterdurch-

schnittlichen Wasserverbrauchs gegenüber der Grundgebühr ausseror-

dentlich niedrig aus. Würde von einem durchschnittlichen Wasserver-

brauch bzw. Kehrichtabfall ausgegangen werden, bewegte sich das Ver-

hältnis ohne Weiteres im zulässigen Rahmen. 

6.7. Das Verwaltungsgericht Graubünden hat in VGU A 11 45/46/47 vom 

19. Juni 2012 festgehalten, dass sich ein Abweichen von der schemati-

schen Erhebung der Grundgebühren auf der Basis des Gebäudeversiche-

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rungswertes lediglich aufdrängt, wenn die Höhe des Gebäudeversiche-

rungswerts durch Besonderheiten der Baute (z.B. besondere Bauweise, 

Baumaterialien, etc.) massgeblich beeinflusst wird und nicht das mögliche 

Ausmass der entsorgungsrelevanten Nutzung zum Ausdruck bringt (z.B. 

Luxusvillen mit spärlicher Belegung). Beide Aspekte müssen kumulativ 

vorliegen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Einfamilienhaus mit 

Einliegerwohnung weise eine Gesamtwohnfläche von 270 Quadratmetern 

auf. Nach unwidersprochenen Ausführungen der Beschwerdeführerin ver-

teilt sich diese auf eine Einliegerwohnung mit 3 ½ Zimmern (90 m2) und 

einen Wohntrakt mit 5 ½ Zimmern (180 m2). Der Ausbaustandard sei sehr 

hochstehend. Die Baukosten der Liegenschaft seien u.a. durch die Ver-

wendung hochwertiger lokaler Materialien wie z.B. Soglio Granit viel teurer 

gewesen als die Baukosten durchschnittlicher Einfamilienhäuser in 

B.________. Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass der Neu-

wert des Wohnhauses der Beschwerdeführerin mit in den Nutzungsmög-

lichkeiten vergleichbaren Liegenschaften keinesfalls ausserordentlich 

hoch sei. Die für die Liegenschaft erhobenen Grundgebühren für Wasser 

entsprächen in etwa einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus in 

B.________ mit ähnlichen Schätzungswerten.

6.8. Zu prüfen ist damit, ob die Höhe des Gebäudeversicherungswerts im vor-

liegenden Fall durch Besonderheiten der Baute massgeblich beeinflusst 

ist und nicht das mögliche Ausmass der entsorgungsrelevanten Nutzung 

zum Ausdruck bringt. Richtig ist, dass der Gebäudeversicherungswert des 

Einfamilienhauses der Beschwerdeführerin mit CHF 2'959'600.-- als ver-

gleichsweise hoch erscheint. Es mag daher zutreffen, dass der durch-

schnittliche Gebäudeversicherungswert von Einfamilienhäusern in 

B.________ tiefer ausfällt. Es kann jedoch nicht gesagt werden, dass der 

höhere Gebäudeversicherungswert im vorliegenden Fall offensichtlich 

nicht der tatsächlichen Nutzungsmöglichkeit entspricht. Die der Beschwer-

deführerin in Rechnung gestellten mengenunabhängigen Grundgebühren 

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belaufen sich bezüglich Wasser und Abwasser auf rund 90 % des Ge-

samtbetrages. Die effektiven Mengengebühren für Kehricht sind nicht ak-

tenkundig. Die Parteien gehen indessen übereinstimmend davon aus, 

dass der mengenunabhängige Anteil ebenfalls rund 90 % des Gesamtbe-

trages ausmacht. Der Anteil der Grundgebühren liegt damit offensichtlich 

ausserhalb des von der Praxis als zulässig definierten Rahmens. Es ist 

jedoch kein Verstoss gegen das Verursacherprinzip gegeben, wenn die 

variablen Kosten wegen eines aufgrund einer Unternutzung weit unter-

durchschnittlichen Wasserverbrauchs bzw. Kehrichtanfalls gegenüber der 

Grundgebühr ausserordentlich niedrig ausfallen. Die Beschwerdeführerin 

räumt ein, dass die von ihr genutzte 5 ½-Zimmer-Wohnung nicht durchge-

hend bewohnt ist. Die Gesamtliegenschaft mit insgesamt neun Zimmern 

auf 270 Quadratmetern wird ganzjährig von höchstens drei Personen ge-

nutzt. Der Ehemann der Beschwerdeführerin reist geschäftlich viel im In- 

und Ausland. Die Ehegatten sind zudem jeweils unterwegs, um berufliche 

und private Verpflichtungen in Parpan, auf der Lenzerheide, in Zürich und 

in London nachzukommen. Die Beschwerdeführerin bezeichnet die Lie-

genschaft denn auch als ihre Zweitwohnung. Der gesamte Wasserver-

brauch der Beschwerdeführerin im Jahr 2016 entspricht etwa dem Durch-

schnittsverbrauch eines 3-Personen-Haushaltes, im Vergleich zu den 

standardisierten Haushaltstypen, wo bei einem 3-Personen-Haushalt in ei-

ner 4-Zimmer-Wohnung mit einem Gebäudeversicherungswert von CHF 

425'000.-- von einem jährlichen Wasserverbrauch von 155 m³ ausgegan-

gen wird. Damit liegt offensichtlich keine normale, ganzjährige und der 

Grösse der Liegenschaft entsprechende Nutzung im Sinne der Rechtspre-

chung, sondern eine Unternutzung vor, welche zum besagten Missverhält-

nis zwischen Grund- und Mengengebühr führt. Es ist davon auszugehen, 

dass bei einer durchschnittlichen bzw. maximal zu erwartenden Nutzung 

der Liegenschaft ein bedeutend höherer Verbrauch, d.h. bis gegen jährlich 

600 m³, erreicht werden könnte, womit kein Missverhältnis mehr gegeben 

wäre. Dies gilt gleichermassen auch für die Abwassergebühren. Die von 

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der Beschwerdegegnerin angenommenen durchschnittlichen Abfallkosten 

von CHF 6.80 pro Woche (entsprechend ca. drei 35-Liter-Säcken) bei ei-

ner normalen Nutzung der Liegenschaft erscheinen angesichts eines 

durchschnittlichen Verbrauches von 43 35-Liter-Säcken pro Person und 

Jahr gemäss dem Bundesamt für Statistik als ohne Weiteres plausibel. Die 

Grundgebühren würden in diesem Fall den von der Rechtsprechung ge-

forderten Rahmen von 60 % einhalten. Der Gebäudeversicherungswert 

bringt im vorliegenden Fall mithin durchaus das mögliche Ausmass der 

entsorgungsrelevanten Nutzung zum Ausdruck. Ein Abweichen von der 

schematischen Erhebung der Grundgebühren auf der Basis des Gebäu-

deversicherungswertes drängt sich im vorliegenden Fall damit nicht auf.

7.1. Weiter ist streitig, ob die von der Beschwerdegegnerin veranlagten Was-

ser-, Abwasser- und Kehrichtgrundgebühren aufgrund der Bemessung ge-

stützt auf den Gebäudeversicherungswert dem Äquivalenzprinzip und 

dem daraus fliessenden Gleichbehandlungsgebot Stand halten.

7.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Äquivalenz- und das Rechts-

gleichheitsprinzip würden im vorliegenden Fall dadurch verletzt, dass zur 

Bemessung der Grundgebühren vom Gebäudeversicherungswert ausge-

gangen werde. In Folge verschiedener Einsprachen von anderen Grundei-

gentümern seien einige Rechnungsverfügungen nach unten korrigiert und 

bei diesen anstelle des Gebäudeversicherungswertes neu auf den ge-

schätzten durchschnittlichen Neuwert eines Wohnhauses mit der gleichen 

Anzahl Zimmer abgestellt worden. Zudem betrügen die Grundgebühren 

betreffend das Jahr 2016 für das ebenfalls in der Gemeinde B.________ 

gelegene Elternhaus der Beschwerdeführerin bei etwa gleicher Wohn-

fläche nur CHF 326.-- für Wasser, CHF 550.-- für Abwasser und CHF 235.-

- für Kehricht. In der Gemeinde B.________ würden faktisch drei Katego-

rien von Grundgebührschuldnern existieren. Neben Eigentümern von 

Wohneinheiten mit durchschnittlichen Gebäudeversicherungswerten gäbe 

es benachteiligte Eigentümer von Wohneinheiten mit höheren Gebäude-

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versicherungswerten sowie begünstigte Eigentümer, deren Grundge-

bühren aufgrund eines fiktiven Neuwertes berechnet würden. Diese will-

kürliche Ungleichbehandlung verstosse gegen Art. 8 BV.

7.3. Die Beschwerdegegnerin führt zu diesen Rügen aus, dass die Gemeinde 

B.________ als Tourismusgemeinde einen höheren Anteil der Gesamt-

kosten durch Grund- und einen entsprechend kleineren durch Mengenge-

bühren zu decken berechtigt ist. Die Gemeinde müsse die nötige Infra-

struktur der Wasser-, Abwasser- und Kehrichtanlagen für das ganze Jahr 

hindurch sicherstellen. Die Grundgebühren würden grundsätzlich anhand 

der Höhe des effektiven Neuwerts erhoben. Nur in Ausnahmefällen würde 

die Gemeinde auf einen reduzierten hypothetischen Neuwert abstellen. 

Ein solcher Ausnahmefall sei vorliegend indes nicht gegeben. 

7.4. Periodische Benutzungsgebühren für die Inanspruchnahme einer öffentli-

chen Einrichtung müssen dem aus dem Willkürverbot ableitbaren Äquiva-

lenzprinzip Stand halten (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 9 BV). Es bestimmt, 

dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum ob-

jektiven Wert der Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen 

halten muss. Der Wert der Leistung bemisst sich dabei nach dem Nutzen, 

den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkre-

ten Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betref-

fenden Verwaltungszweigs, wobei schematische, auf Wahrscheinlichkeit 

und Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt werden 

dürfen. Es ist nicht notwendig, dass die Gebühren in jedem Fall genau 

dem Verwaltungsaufwand entsprechen; sie sollen indessen nach sachlich 

vertretbaren Kriterien bemessen sein und nicht Unterscheidungen treffen, 

für die keine vernünftigen Gründe ersichtlich sind (BGE 132 II 371 E.2.1; 

126 I 180 E.3a/bb).

7.5. Wie bereits ausgeführt wurde, kann die Gemeinde gemäss Bundesgericht 

für die Grundgebühr auch den Gebäudeversicherungswert (bzw. Gebäu-

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deneuwert) heranziehen (vgl. BGE 128 I 46 E.4a; Urteile des Bundesge-

richts 2C_356/2013 vom 17. März 2014 E.5.2.2 m.w.H, 2C_995/2012 vom 

16. Dezember 2013 E.6.5, 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E.3.3, 

2C_816/2009 vom 3. Oktober 2011 E.4.1.1), so dass der Gebäudeversi-

cherungswert eine mögliche Bezugsgrösse für die Bemessung der Ge-

bühren darstellt und die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführerin ins 

Leere geht. Es kann hierbei auf die obigen Erwägungen verwiesen werden 

(E.6.3 ff.). Wie dem Einspracheentscheid vom 28. August 2017 

(act. Bf./Nr. 4) entnommen werden kann und durch die Beschwerdegeg-

nerin auch eingeräumt wird, erfolgt die Bemessung der Grundgebühren in 

einzelnen Fällen indessen gestützt auf einen reduzierten hypothetischen 

Neuwert. Eine gesetzliche Grundlage für eine solche einzelfallweise Ab-

weichung vom Neuwert gemäss amtlicher Schätzung fehlt, womit das Vor-

gehen der Gemeinde gegen das Legalitätsprinzip verstösst. Daraus folgt 

jedoch nicht ohne Weiteres, dass auch die Rechnungsverfügung betref-

fend die Parzelle Nr. C.________ der Beschwerdeführerin aufgrund eines 

reduzierten hypothetischen Neuwertes anzupassen wäre.

7.6. Eine rechtsanwendende Behörde verletzt dann den Gleichheitssatz, wenn 

sie zwei gleiche tatsächlich Situationen ohne sachlichen Grund unter-

schiedlich beurteilt (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs-

recht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 587 m.w.H.; BGE 136 I 345 E.5). 

Der Grundsatz der Gesetzesmässigkeit der Verwaltung (Art. 5 Abs. 1 BV) 

geht dem Rechtsgleichheitsprinzip im Konfliktfall in der Regel vor. Wenn 

eine Behörde in einem oder einigen wenigen Fällen eine vom Gesetz ab-

weichende Entscheidung getroffen hat, gibt das den Privaten, die sich in 

der gleichen Lage befinden, grundsätzlich keinen Anspruch darauf, eben-

falls abweichend von der Norm behandelt zu werden (BGE 139 II 49 

E.7.1 ff.). Weicht die Behörde dagegen in ständiger Praxis – d.h. in meh-

reren Vergleichsfällen – vom Gesetz ab, gibt sie zu erkennen, dass sie 

auch in Zukunft nicht von dieser gesetzeswidrigen Praxis abweichen wird 

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und stehen der gesetzeswidrigen Begünstigung im Einzelfall keine ge-

wichtigen öffentlichen Interessen und keine schutzwürdigen Interessen 

Dritter entgegen, so können Private verlangen, dass die widerrechtliche 

Begünstigung auch ihnen gewährt wird (vgl. VGU R 15 67 vom 17. Mai 

2016 E.4b; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

4. Aufl., Bern 2014, § 23 Rz. 18 f.).

7.7. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid Mai 

2021, Parzelle D.________, Randnote 7 (act. Bf./Nr. 1 zur Quintuplik) 

grundsätzlich zu erkennen gegeben, dass sie die gesetzeswidrige Praxis 

nicht fortzuführen beabsichtigt. Gemäss der Beschwerdegegnerin handelt 

es sich bei den auf Grundlage eines reduzierten hypothetischen Neuwer-

tes bemessenen Grundgebühren um Ausnahmefälle. Aktenmässig erstellt 

ist lediglich ein einzelner Fall, in welchem die Beschwerdegegnerin die 

Grundgebühren nicht aufgrund des Gebäudeversicherungswertes berech-

net hat. Von einer ständigen Praxis kann damit nicht gesprochen werden, 

womit der Grundsatz der Gesetzesmässigkeit der Verwaltung Vorrang er-

heischt. Somit kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf eine Gleichbe-

handlung im Unrecht berufen.

7.8. Auch bezüglich des Elternhauses der Beschwerdeführerin kann kein Ver-

stoss gegen Art. 8 BV (Rechtsgleichheit) bejaht werden. Die Beschwerde-

führerin legt nicht dar, um welches Grundstück es sich dabei konkret han-

deln soll. Es ist davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin auf 

die Parzelle Nr. E.________ in der Gemeinde B.________ bezieht. Nach 

unwidersprochenen Ausführungen der Beschwerdeführerin wurden für die 

betreffende Parzelle betreffend das Jahr 2016 Grundgebühren von 

CHF 326.-- für Wasser, CHF 550.-- für Abwasser und CHF 235.-- für Keh-

richt und mithin insgesamt CHF 1'111.-- in Rechnung gestellt. Zudem sei 

das Gebäude rund 400 Jahre alt. Das Grundstück der Beschwerdeführerin 

ist mehr als 50 % grösser als jenes, auf welchem sich das Elternhaus der 

Beschwerdeführerin befindet. Auf dem Grundstück der Beschwerdeführe-

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rin befindet sich neben dem Wohnhaus zudem ein Nebengebäude und 

eine Autoeinstellhalle. Die Grundfläche des Wohnhauses der Beschwer-

deführerin ist ferner knapp einen Drittel grösser als jene des Elternhauses. 

Es ist auch nicht davon auszugehen, dass dieses zwei Wohnungen um-

fasst. Die Bau- und Benützungsverhältnisse der beiden Grundstücke be-

züglich Wasser, Abwasser und Abfall präsentieren sich daher als in erheb-

licher Weise verschieden. Eine gewisse Schematisierung ist bei der pau-

schalen Erhebung von Grundgebühren - wie gezeigt - unumgänglich. Eine 

rechtswidrige Ungleichbehandlung kann damit betreffend das Grundstück 

der Beschwerdeführerin nicht ausgemacht werden.

8. Weiter macht die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen Art. 14 des 

Preisüberwachungsgesetzes (PüG; SR 942.20) geltend. Die Gemeinde 

habe nach der Fusion die beanstandeten Gesetze geändert, ohne den 

Preisüberwacher angehört zu haben. Die Beschwerdeführerin beantragt, 

der Gemeinde eine Frist anzusetzen, um das Wasserversorgungsgesetz, 

das Abwassergesetz und das Abfallbewirtschaftungsgesetz dem Preisü-

berwacher zur Beurteilung nach Art. 14 PüG vorzulegen. Die Beschwer-

deführerin verkennt dabei, dass das streitberufene Gericht mangels ge-

setzlicher Grundlage nicht berechtigt ist, aufsichtsrechtliche Massnahmen 

wie die beantragte Fristansetzung zu verfügen. Der entsprechende Antrag 

kann bereits aus diesem Grund nicht gutgeheissen werden. Zudem han-

delt es sich bei der Beschwerdegegnerin um eine neu gebildete Ge-

meinde, die durch Erlass neuer gesetzlicher Grundlagen die Gebühren 

erstmals festgesetzt und ein neues Gebührensystem eingeführt hat. Wie 

das Verwaltungsgericht kürzlich entschieden hat, liegt in diesem Fall keine 

Preiserhöhung im Sinne von Art. 14 Abs. 1 PüG vor, so dass auch eine 

allfällige vorgängige Anhörung des Preisüberwachers entfällt (vgl. VGU A 

2020 22 vom 7. September 2021 E.5.5).

9.1. Die Beschwerdeführerin macht ferner Rechtsverzögerung geltend. Die 

Einsprache der Beschwerdeführerin datiere vom 7. Februar 2018 und der 

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Einspracheentscheid vom 10. Mai 2021. Die Verzögerung betrüge damit 

über drei Jahre. Nach ständiger Lehre wird das Verbot der Rechtsverwei-

gerung/Rechtsverzögerung verletzt, falls eine Gerichts- oder Verwaltungs-

behörde untätig bleibt oder sie das gebotene Handeln über Gebühr hin-

auszögert, obschon sie zum Tätigwerden verpflichtet wäre. Davon kann 

allerdings nicht schon dann die Rede sein, falls die Behörde eine Eingabe 

nicht sofort behandelt. Rechtsverzögerung ist nur gegeben, wenn sich die 

zuständige Behörde zwar bereit zeigt, den Entscheid zu fällen, ihn aber 

nicht binnen der Frist trifft, welche nach der Natur der Sache und der Ge-

samtheit der übrigen Umstände noch als angemessen erscheint (HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1046).

9.2. Im vorliegenden Fall erscheint die zwischen der Einreichung der Einspra-

che und dem Einspracheentscheid verstrichene Zeitspanne von mehr als 

drei Jahren als ungebührlich lange. Mittlerweile ist der Einspracheent-

scheid indessen erlassen worden, womit eine allfällige Rechtsverzögerung 

als geheilt betrachtet werden kann. Eine Verweigerung oder anderweitige 

Verletzung des rechtlichen Gehörs (unsachliche Rechtsverzögerung) ist 

damit zu verneinen.

10.1. Zu prüfen bleibt abschliessend, ob das Nebengebäude auf der Parzelle 

Nr. C.________ in der Gemeinde B.________ zu Recht in die Bemes-

sungsgrundlage für die Grundgebühren betreffend Wasser, Abwasser und 

Kehricht einbezogen wurde. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die 

offene Gartenlaube sowie der umliegende Garten hätten keinen Frisch-

wasseranschluss. Durch die Existenz des Nebengebäudes entstünde kein 

Abfall. Das Regen- und Schmelzwasser werde durch die Beschwerdefüh-

rerin verwendet bzw. versickere im Garten. Dem hält die Beschwerdegeg-

nerin entgegen, dass die Parzelle Nr. C.________ an die Wasserversor-

gung angeschlossen sei und mit Blick auf das Nebengebäude namentlich 

von den Löschwasseranlagen und der Kanalisation profitiere. Bei der Nut-

zung der Remise könne des weiteren zusätzlicher Abfall entstehen.

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10.2. Art. 29 Abs. 1 WvG schreibt vor, dass für alle an die öffentlichen Anlagen 

der Wasserversorgung angeschlossenen Grundstücke eine jährlich wie-

derkehrende Grundgebühr zu entrichten ist. Die Grundgebühr wird nach 

Art. 29 Abs. 1 WvG für alle Gebäudearten in ‰ des Neuwertes gemäss 

amtlicher Schätzung erhoben. Eine Differenzierung des Neuwertes nach 

den einzelnen Gebäuden ist nicht vorgesehen. Grundsätzlich ist festzuhal-

ten, dass die Wassergebühr eine Benutzungsgebühr ist, welche zu den 

Kausalabgaben gehört. Kausalabgaben sind Geldleistungen, welche kraft 

öffentlichen Rechts als Entgelt für bestimmte staatliche Leistungen oder 

besondere Vorteile entrichtet werden müssen. Der Zweck der öffentlichen 

Wasserversorgung ist die Bereitstellung und Lieferung von Trinkwasser in 

einwandfreier Qualität, unter genügendem Druck und in ausreichender 

Menge zu Trink-, Brauch- und Löschzwecken (vgl. auch in diesem Sinne 

§ 25 des Wasserwirtschaftsgesetzes des Kantons Zürich; LS 724.11). Die 

Wasserversorgung liefert in ihrem Versorgungsgebiet sowohl qualitativ 

einwandfreies Wasser für Haushalt und Gewerbe, als auch sorgt sie in 

diesem Umfang für den Brandschutz.

10.3. Das Nebengebäude bildet Bestandteil des Grundstücks der Beschwerde-

führerin. Es ist weiter unbestritten, dass die Parzelle Nr. C.________ an 

die Wasserversorgung angeschlossen ist. Das Wasserversorgungsgesetz 

verlangt nicht, dass auch sämtliche in die Bemessungsgrundlage einbe-

zogenen Gebäude an die Wasserversorgung angeschlossen sind. Zwar 

ist die Remise auf der genannten Parzelle nicht direkt an die Wasserver-

sorgung angeschlossen, jedoch ist der Beschwerdegegnerin darin bei-

zupflichten, dass die Beschwerdeführerin im Falle eines Brandes von den 

bestehenden Löschwasseranlagen und dem bereitgestellten Löschwasser 

von der Wasserversorgung profitieren würde. Aus diesem Grund erscheint 

vorliegend die Erhebung der Wassergebühr für die Remise auf der Par-

zelle Nr. C.________ als gerechtfertigt.

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10.4. Auch Art. 31 Abs. 1 und 2 AwG sieht vor, dass für alle an die öffentlichen 

Abwasseranlagen angeschlossenen Grundstücke eine jährlich wiederkeh-

rende Grundgebühr zu entrichten ist, welche für alle Gebäudearten als ein-

heitliche Grundgebühr in ‰ des Neuwertes gemäss amtlicher Schätzung 

erhoben wird. Die Gemeinde erhebt die Gebühren zur Deckung ihrer Aus-

lagen für den Bau, den Betrieb, den Unterhalt und die Erneuerung (Sanie-

rung, Ersatz) von öffentlichen Abwasseranlagen (Art. 24 Abs. 2 AwG). Zu 

diesen zählen auch die Meteorwasserleitungen. Angesichts der relativ um-

fangreichen überbauten bzw. befestigten Fläche auf der Parzelle 

Nr. C.________ und deren leichten Hanglage erscheint die Annahme der 

Beschwerdegegnerin, wonach das vom Nebengebäude anfallende Dach-

wasser nicht vollständig natürlich versickern kann, als durchaus plausibel. 

Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass ein Teil des Dachwassers in 

das kommunale Abwassersystem gelangt. So führt auch die Beschwerde-

führerin aus, dass das Regen- und Schneewasser nur teilweise verwendet 

würde. Vor diesem Hintergrund ist die Berücksichtigung des Neuwertes 

des Nebengebäudes auch bei der Erhebung der Abwassergrundgebühr 

für die Parzelle Nr. C.________ nicht zu beanstanden.

10.5. Bezüglich der Abfallbewirtschaftung sieht Art. 9 Abs. 2 AbG jährlich wie-

derkehrende Grundgebühren vor, welche nach Art. 10 Abs. 3 AbG auf 

Grundlage des Neuwertes für alle Gebäudearten gemäss amtlicher Schät-

zung erhoben werden. Die Gebühren dienen zur Deckung der Gesamt-

kosten der Abfallbewirtschaftung (Art. 9 Abs. 1 AbG). Weshalb bei der Nut-

zung des Nebengebäudes kein zusätzlicher Abfall entstehen soll, wird 

durch die Beschwerdeführerin nicht weiter begründet. Angesichts der 

Fläche von knapp 30 Quadratmetern erweist sich die Annahme der Be-

schwerdegegnerin, wonach bei der Nutzung der Gartenlaube zusätzlicher 

Abfall entsteht bzw. entstehen könnte, als überzeugender. Der Einbezug 

des Neuwertes des Nebengebäudes in die Bemessungsgrundlage erweist 

sich damit als gerechtfertigt. 

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11. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die von der Ge-

meinde B.________ für das Jahr 2016 in Rechnung gestellten Grundge-

bühren in Höhe von CHF 2'676.25 der Beschwerdeführerin zu Recht auf-

erlegt worden sind. Der angefochtene Entscheid erweist sich deshalb als 

rechtmässig, und die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrens-

ausgang gehen die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Be-

schwerdeführerin (Art. 73 Abs. 1 VRG). Da die Gemeinde in ihrem amtli-

chen Wirkungskreis obsiegt, steht ihr gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine 

Parteientschädigung zu.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 504.--

Zusammen CHF 1'504.--

gehen zulasten von A.________.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]