# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cda834fc-2a78-5d11-b11b-24f2e8cde225
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.12.2018 PA180041
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA180041_2018-12-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PA180041-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 

Beschluss und Urteil vom 27. Dezember 2018 

in Sachen 

 

Dr. A._____, 
Beschwerdeführerin. 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

 

sowie 

 

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich,  
Verfahrensbeteiligte, 

 
betreffend 

fürsorgerische Unterbringung 
 
 
Beschwerde gegen einen Entscheid der 10. Abteilung (Einzelgericht) des Be-
zirksgerichtes Zürich vom 13. November 2018 (FF180228) 
 

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Erwägungen: 
 

1. Die Beschwerdeführerin wurde am 13. Juli 2018 durch den SOS-Arzt 

Dr. med. B._____ wegen akuter Selbst- und Fremdgefährdung in die Psy-

chiatrische Universitätsklinik (nachfolgend PUK) eingewiesen. Aktuell han-

delt es sich um den 38. stationären Klinikaufenthalt bei bekannter paranoider 

Schizophrenie (act. 6/1 S. 1). Am 17. Juli 2018 legte die PUK eine Zwangs-

medikation fest. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bezirksge-

richt Zürich mit Urteil vom 3. August 2018 ab (act. 2 S. 2). Mit Beschluss 

vom 15. August 2018 ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Stadt Zürich (KESB) die weitere Unterbringung der Beschwerdeführerin in 

der PUK an und delegierte die Zuständigkeit für die Entlassung aus der für-

sorgerischen Unterbringung und die Verlegung an die Klinik (act. 7). In der 

Folge stellte A._____ ein Entlassungsgesuch, welches von der Klinik mit 

Entscheid vom 6. November 2018 abgewiesen wurde (act. 2). Eine dagegen 

erhobene Beschwerde wies das Einzelgericht (10. Abteilung) des Bezirksge-

richtes Zürich mit Urteil vom 13. November 2018 ab (act. 19). Diesen Ent-

scheid focht die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 29. November 2018 

beim Obergericht an und verlangte, die Fürsorgerische Unterbringung sei 

aufzuheben und die umgehende Entlassung anzuordnen. In prozessualer 

Hinsicht beantragte sie, es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilli-

gen und Rechtsanwalt lic. iur. X._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu 

bestellen (act. 20 S. 1).  

2. Der Beschwerdeführerin wurde bereits vor Vorinstanz die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt. Ihre finanziellen Verhältnisse haben sich seither nicht 

verändert. Was die Aussichten des Rechtsmittelverfahrens anbelangt, ist 

massgeblich zu berücksichtigen, dass es sich bei dem von der Beschwerde-

führerin verfolgten Anliegen um ein elementares Rechtsgut handelt, was bei 

der Beurteilung der Prozessaussichten entsprechend zu berücksichtigen ist. 

Dem prozessualen Antrag der Beschwerdeführerin ist deshalb – unter Hin-

weis auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – stattzugeben. In 

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der Person von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ist ihr ein unentgeltlicher 

Rechtsbeistand zu bestellen.  

3. a) Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne 

des Gesetzes, indem sie ausführte, bereits 2007 sei die Diagnose einer pa-

ranoiden Schizophrenie gestellt worden. Anlässlich der Anhörung habe der 

bestellte Gutachter Dr. med. C._____ diese Diagnose nach Studium der 

Krankengeschichte sowie nach Gesprächen mit der Beschwerdeführerin, 

deren jüngsten Schwester und der im D._____ zuständigen Psychiaterin be-

stätigt (act. 19 Erw. III.2.3). Die anlässlich der Anhörung/Hauptverhandlung 

erhaltenen Eindrücke der Beschwerdeführerin, namentlich die vielen Ge-

dankensprünge und die vom Thema der Verhandlung abschweifenden, 

phantasievollen Ausführungen, deckten sich mit den Erläuterungen des 

Gutachters und dem sich aus den Akten ergebenden Bild. Es beständen 

keine Gründe, an den übereinstimmenden Einschätzungen der Fachärzte zu 

zweifeln (act. 19 Erw. III.2.4). Zur Fürsorgebedürftigkeit führte die Vorinstanz 

aus, gesamthaft sei auch weiterhin mit einer erheblichen Auswirkung der 

Krankheit auf das fremd- und eigengefährdende Verhalten der Beschwerde-

führerin zu rechnen. Die Eigengefährdung beschränke sich entgegen der 

Ansicht des Rechtsbeistands nicht auf die Suizidalität. Es beständen keine 

Gründe, an den Ausführungen des Gutachters und der PUK zu zweifeln. Es 

sei daher ohne weiteres von einer Fürsorgebedürftigkeit auszugehen 

(act. 19 Erw. III.3.5). Eine psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführe-

rin liege im öffentlichen Interesse. Die notwendige psychiatrische Behand-

lung könne nur in einem stationären Rahmen erfolgen und das D._____ 

könne diese erbringen. Das öffentliche Interesse an der psychiatrischen Be-

handlung der Beschwerdeführerin gehe ihrem Interesse an einer selbstbe-

stimmten Wahl des Aufenthaltes und der Verwirklichung ihrer persönlichen 

Bedürfnisse weiterhin vor, da die Gefahr der Selbst- sowie allenfalls der 

Fremdgefährdung sich zurzeit nicht durch eine andere, mildere Massnahme 

als die fürsorgerische Unterbringung bannen lasse. Eine stationäre Unter-

bringung sei daher auch verhältnismässig im engeren Sinn (act. 19 Erw. 

III.4.12).  

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 b) In ihrer Beschwerdeschrift bestreitet die Beschwerdeführerin unter Hin-

weis auf ihre Ausführungen im erstinstanzlichen Verfahren weiterhin das 

Vorliegen eines Schwächezustandes (act. 20 S. 2). Zur Fürsorgebedürftig-

keit führte ihr Rechtsvertreter aus, es sei festzuhalten, dass keine Suizidali-

tät bestehe. Solches sei weder seitens der Klinik noch gutachterlich festge-

stellt worden. Auch seien keine Suizidversuche aktenkundig. Als eigenge-

fährdendes Verhalten könnte allenfalls das Laufen auf den Geleisen, so 

dass ein Zugführer habe abbremsen müssen, im Juli 2017 angesehen wer-

den. Doch liege dieses Ereignis bereits über ein Jahr zurück und könne heu-

te nicht mehr Grundlage für die Fürsorgerische Unterbringung bilden, zumal 

damals offenbar ja auch wieder eine Entlassung aus der Fürsorgerischen 

Unterbringung erfolgt sei, eben weil "die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt" gewesen seien (Art. 426 Abs. 3 ZGB). Aktuell stehe 

ein Ereignis im Zusammenhang mit einem Kind im Kinderwagen im Fokus. 

Die Einzelheiten seien unklar. Fest stehe immerhin, dass weder Mutter noch 

Kind Verletzungen davongetragen hätten. Das tatsächliche Gefährdungspo-

tential müsse angesichts der widersprüchlichen Berichtsangaben in Frage 

gestellt werden. Fest stehe immerhin, dass ein Strafverfahren - z.Bsp. we-

gen versuchter Entführung - offenbar nicht eröffnet worden sei. Nur in 

Grenzfällen dürfe eine Fremdgefährdung berücksichtigt werden. Eine erheb-

liche Gefahr für Dritte könne eine Selbstgefährdung mit umfassen. Die in 

den PUK-Berichten genannten Vorfälle erreichten diese Schwelle nicht, zu-

mal weder Strafverfahren bekannt seien noch, dass seine Mandantin in der 

Vergangenheit in irgendeiner Art und Weise schadenersatzpflichtig gewor-

den sei (act. 19 S. 2-4). Die im Recht liegenden Berichte zeigten auf, dass 

es in der Vergangenheit im Rahmen der zahlreichen Unterbringungen nie zu 

einer relevanten Stabilisierung gekommen sei. Ergo sei nicht der fehlende 

Schwächezustand Grund für die Entlassung gewesen, sondern die fehlende 

Schutzbedürftigkeit. Indes könnten hierüber nur Mutmassungen angestellt 

werden. Die Klinik habe es nämlich unterlassen, trotz gerichtlicher Aufforde-

rung "die Resumees früherer Einweisungen" einzureichen. Zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin sei entsprechend davon auszugehen, die früheren Ent-

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lassungen stünden mit einer nicht mehr bestehenden Schutzbedürftigkeit im 

Zusammenhang. Folglich dürften die Umstände, die zu den früheren Unter-

bringungen führten, heute nicht mehr berücksichtigt werden. Was die Gefahr 

der weiteren Verschlechterung der sozialen Situation mit der konsekutiven 

Gefahr der Verwahrlosung betreffe, sei festzuhalten, dass Obdach- und Er-

werbslosigkeit sowie ein fehlendes soziales Beziehungsnetz (…) eine Für-

sorgerische Unterbringung grundsätzlich nicht rechtfertigen. Die Verwahrlo-

sung müsse einen gesundheitsgefährdenden Grad erreichen, was vorlie-

gend nicht ersichtlich sei. Dem Gesagten zufolge bestehe keine ausreichen-

de, einen Freiheitsentzug rechtfertigende Fürsorgebedürftigkeit (act. 19  

S. 4-5). Schliesslich scheine auch die Geeignetheit der Massnahme fraglich. 

Die bisherigen 37 stationären Behandlungsversuche in den letzten zehn 

Jahren seien allesamt nicht von Erfolg gekrönt. 37 frühere Aufenthalte hät-

ten also zwar eine Beruhigung der Situation und zeitige Entlassungen ge-

bracht. Über dieses "Feuer löschen" hinaus sei es aber nie zu einer gesund-

heitlichen Verbesserung gekommen. Gemäss Austrittsbericht sei es Ende 

2012/Anfang 2013 und im Jahre 2008 zu längeren medikamentösen Be-

handlungsversuchen gekommen. Die Linderung der psychotischen Symp-

tomatik habe sich - so der Rechtsvertreter - in Grenzen gehalten und habe 

infolge Weigerung seiner Mandantin zur längerfristigen Medikamentenein-

nahme, fehlender Krankheitseinsicht und Therapiemotivation jeweils auch 

nicht weiterverfolgt werden können. Der aktuelle Behandlungsversuch 

(Zwangsmedikation) habe nun überhaupt keine dämpfende Wirkung mehr. 

S. 4 1. Abschnitt des Austrittsberichts müsse da eigentlich nichts mehr ange-

fügt werden (act. 19 S. 5-6). Auch sei das Alters- und Pflegeheim D._____ 

AG nicht geeignet, den von den PUK-Ärzten gestellten Ansprüchen gerecht 

zu werden. Gemäss Angaben der D._____-Exponenten anlässlich der Anhö-

rung vom 13. November 2018 bedürften 40 Bewohner einer intensiven psy-

chiatrischen Betreuung. Allerdings teilten sich lediglich zwei Ärzte eine Voll-

zeitstelle. Zudem sei nur ein ausgebildeter Psychiatriepfleger zugegen. Die 

Vorinstanz verkenne, dass gemäss Angaben der D._____ AG nur einer der 

beiden Ärzte für seine Mandantin zuständig sei, was angesichts des tage-

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weisen Job-Sharings und des überaus anforderungsreichen Behandlungs-

konzepts völlig unzureichend erscheine. Hinzu komme, dass die Beschwer-

deführerin unter Zwangsmedikation stehe. Inwiefern die Institution D._____ 

AG diese sicherzustellen vermöge, sei ihm schleierhaft (act. 19 S. 6).  

4. Gemäss Art. 426 ZGB darf eine Person, die an einer psychischen Störung 

oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in einer 

geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 

oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Abs. 1). Die Belastung und der 

Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 

betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Un-

terbringung nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3).  

 Verlangt wird demnach einer der drei im Gesetz abschliessend genannten 

Schwächezustände, eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Not-

wendigkeit der Behandlung bzw. Betreuung, wobei der Person die nötige 

Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einwei-

sung bzw. Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Dabei 

muss es sich um eine geeignete Einrichtung handeln.  

5. a) Erste Voraussetzung für die fürsorgerische Unterbringung ist das Vorlie-

gen eines Schwächezustandes. Die Schwächezustände werden in Art. 426 

Abs. 1 ZGB abschliessend genannt, nämlich psychische Störung, geistige 

Behinderung oder schwere Verwahrlosung. 

Damit von einer psychischen Störung gesprochen werden kann, muss eine 

Krankheit vorliegen, welche erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funk-

tionieren des Betroffenen hat. Entscheidend ist insbesondere, ob die Person 

ihre Entscheidungsfreiheit bewahrt hat und am sozialen Leben teilhaben 

kann (BSK Erwachsenenschutz-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 15). 

 b) Die Vorinstanz bejahte zu Recht das Vorliegen eines Schwächezustandes 

im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB. Diesbezüglich kann auf ihre Ausführun-

gen verwiesen werden (vgl. act. 19 Erw. III.2.3-2.4). Dr. C._____ hatte nach 

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Studium der Akten, telefonischer Rücksprache mit der jüngeren Schwester 

der Beschwerdeführerin und nach Anhörung der Beschwerdeführerin an-

lässlich der vorinstanzlichen Verhandlung ein Gutachten erstattet, worin er 

ausführte, die Patientin leide an einer langjährig bekannten paranoiden 

Schizophrenie als schwere psychiatrische Störung (act. 9 S. 1). Diverse 

Fachärzte hatten in der Vergangenheit die Diagnose einer psychischen Stö-

rung in der Form einer paranoiden Schizophrenie festgestellt (vgl. act. 7 

S. 4). Diese Diagnose ist seit 2007 bekannt (act. 2 S. 1). Es gibt keinen 

Grund, diese fachärztliche Einschätzung zu hinterfragen, auch wenn die Be-

schwerdeführerin die Diagnose bestreitet (Protokoll Vorinstanz S. 10).  

Der festgestellte Schwächezustand erlaubt die fürsorgerische Unterbringung 

der Beschwerdeführerin, wenn die weiteren Voraussetzungen, insbesondere 

die Behandlungsbedürftigkeit und die verlangten Auswirkungen auf das so-

ziale Funktionieren, erfüllt sind. 

6. a) Vorausgesetzt wird nebst einem Schwächezustand eine Schutzbedürftig-

keit der betroffenen Person in Bezug auf die persönliche Fürsorge, wobei 

der Schutz nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann. Unter 

Personensorge sind einerseits therapeutische Massnahmen zu verstehen, 

aber auch weitere Formen der Betreuung, welche die betroffene Person für 

ein menschenwürdiges Dasein benötigt, wie Kochen, Essen, Körperhygiene 

etc. Das Schutzbedürfnis kann auch darin bestehen, jemanden vor einem 

Suizid zu bewahren (BSK Erwachsenenschutz-GEISER/ETZENSBERGER, 

Art. 426 N 8 ff.). Dem Schutz der Umgebung kommt nur eine subsidiäre Be-

deutung zu. Eine Fremdgefährdung ist weder eine Unterbringungsvoraus-

setzung noch für eine Unterbringung ausreichend. Nebst der Belastung ist 

zwar auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu beachten. Der Schutz kann 

aber nie für sich alleine ausschlaggebend sein. Eine Fremdgefährdung darf 

in Grenzfällen mit berücksichtigt werden. Eine erhebliche Gefahr für Dritt-

Personen kann eine Selbstgefährdung mit umfassen, da es zum Schutzauf-

trag gehört, die von einem Schwächezustand im Sinne des Gesetzes be-

troffene Person vor der Begehung von Straftaten und der Haftung für ange-

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richteten Schaden zu schützen (BSK Erwachsenenschutz-GEISER/ETZENS-

BERGER, Art. 426 N 41 ff.). Bei der Frage, ob die nötige persönliche Fürsorge 

nur durch eine Unterbringung in einer Einrichtung oder auch auf andere 

Weise erbracht werden kann, ist zu berücksichtigen, was eine ambulante 

Behandlung an Belastung für die Umgebung bedeutet. Dabei ist eine Inte-

ressensabwägung vorzunehmen. Wo ein stationärer Aufenthalt in einer An-

stalt aus fürsorgerischen Überlegungen klarerweise nicht notwendig ist, ist 

keine fürsorgerische Unterbringung anzuordnen (vgl. OGer ZH PA120003 

vom 12. Juni 2012 , Erw. 4.1).  

 Der Gutachter erachtet die Unterbringung in einer Einrichtung in Anbetracht 

des gegenwärtigen Zustandes der Beschwerdeführerin als unbedingt erfor-

derlich. So führte er aus, das gegenwärtige floride psychotische Zustands-

bild mit zunehmenden Fremdgefährdungstendenzen in den letzten zwei Jah-

ren benötige eine weitere stationäre Behandlung (act. 9 Ziff. 2). Bei einer so-

fortigen Entlassung verschlechtere sich der Gesundheitszustand rapide. Es 

bestehe die Gefahr bei Exazerbation der akustischen Halluzinationen, d.h. 

der imperativen Stimmen, dass das akute fremdgefährliche Verhalten eben-

so wie ein Hochrisikoverhalten (z.Bsp. Betreten der Bahngeleise in der Ver-

gangenheit) erneut auftrete. Durch das gezeigte strafrechtliche Verhalten 

bzw. bei erneutem Rückfall drohe eine Behandlung in einem forensischen 

Setting. Die Patientin sei momentan nicht krankheits- und behandlungsein-

sichtig und werde die Medikation bei einer sofortigen Entlassung mit hoher 

Wahrscheinlichkeit eigenständig absetzen. Im klinischen Setting nehme die 

Patientin die Medikation lediglich unter Aufsicht in Form einer elektiven 

Zwangsbehandlung ein und setze dies stets nach Entlassung ab. Die Pati-

entin sei obdachlos und erwerbslos und verfüge über kein tragfähiges sozia-

les Beziehungsnetz, welches ihr die notwendige Unterstützung bieten könne 

(act. 9 Ziffer 5). Auf die Frage, mit welchen Belastungen und Gefährdungen 

im Falle einer sofortigen Entlassung für die betreuenden Personen zu rech-

nen sei, meinte der Gutachter, die Patientin lebe isoliert, habe keinen festen 

Wohnsitz und ein instabiles soziales Gefüge, so dass hier keine konkreten 

Personen mit möglichen Belastungen und Gefährdungen benannt werden 

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könnten. Bisher seien stets Betreuungspersonen wie die Angehörigen und 

Nachbarn unmittelbar in das dynamische Wahnsystem mit negativen Asso-

ziationen eingebaut worden. In Bezug auf das übrige Umfeld sei im Rahmen 

eines floriden psychotischen Zustandsbildes i.S. des Auftretens von impera-

tiven Stimmen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit möglicher Fremdgefähr-

dungssituationen, wie in der Vergangenheit mehrfach aufgetreten (u.a. zu-

letzt die Situation, die zur Fürsorgerischen Unterbringung durch den SOS-

Arzt Dr. B._____ bei Fremdgefährdung einer Mutter-Kind-Konstellation führ-

te) zu rechnen. Die entsprechenden Risiken seien als sehr hoch einzustu-

fen, da die Patientin bereits in der Vergangenheit keine Krankheits- und Be-

handlungseinsicht gezeigt und das Absetzen der Medikation bzw. Nicht-

Inanspruchnahme von sozialpsychiatrischen Massnahmen zu einer rapiden 

Verschlechterung ihrer paranoiden Schizophrenie geführt habe (act. 9 Zif-

fer 6). Diese Risiken liessen sich bei einer sofortigen Entlassung gemäss 

Ausführungen des Gutachters nicht eingrenzen, weil eine konsequente Wei-

terführung der Medikation unerlässlich für das Aufrechterhalten des Behand-

lungserfolges sei und dies aktuell nur im stationären Setting gewährleistet 

werden könne. Dies begründe sich in der fehlenden Behandlungseinsicht 

der Patientin und der hohen Anzahl an Rückfällen bei der Patientin (act. 9 

Ziffer 7). Auf die Frage, unter welchen Umständen eine ordentliche Entlas-

sung in Auge gefasst werden könne und welche Therapie- oder Stützungs-

massnahmen (insbesondere ambulante Massnahmen) er für die Zeit nach 

der Entlassung empfehle, antwortete er, dem nachhaltigen und strukturierten 

Entlassungsmanagement komme eine zentrale Rolle zu, um einen seit Jah-

ren laufenden Drehtüreffekt mit 38 Ein- und Austritten aus der PUK Zürich 

zu stoppen. Eine ordentliche Entlassung könne dann ins Auge gefasst wer-

den, wenn nach Belastungsproben in einer geeigneten Wohnmöglichkeit un-

ter engmaschiger sozialpsychiatrischer Begleitung (z.B. begleitetes Wohnen 

mit aufsuchender Psychiatrie-Spitex) dies sich als stabil und zielführend 

herausstelle. Eine Anbindung an ein psychiatrisches Ambulatorium inklusiv 

Care Management sollte dies umrahmen, ggf. sei eine Etablierung einer De-

potmedikation sinnvoll (act. 9 Ziff. 8).  

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 Die Klinikärzte führten in ihrem Entscheid über das Entlassungsgesuch vom 

6. November 2018 aus, ein Austritt zum jetzigen Zeitpunkt würde für die Be-

schwerdeführerin so grosse Gefahren oder Belastungen mit sich bringen, 

dass sie das Entlassungsgesuch ablehnen müssten. Im stationären Rahmen 

präsentiere sich die Beschwerdeführerin bis dato unverändert in einem flori-

de psychotischen Zustandsbild. Psychopathologisch ständen hierbei eine 

ausgeprägte formalgedankliche Sprunghaftigkeit bis zur Zerfahrenheit, ein 

dynamischer und gleichzeitig systematisierter Wahn mit vorwiegend parano-

iden Inhalten, Beeinträchtigungserleben sowie Beziehungserleben, Halluzi-

nationen in Form von imperativem Stimmenhören, bei affektiv gereizt-

dysphorischer Stimmungslage sowie psychomotorischer Anspannung und 

Logorrhoe im Vordergrund. Es bestehe keinerlei Krankheitseinsicht bei ka-

tegorischer Ablehnung der Einnahme einer antipsychotischen und bedarfs-

adaptiert sedierenden Medikation auf freiwilliger Basis (act. 2 S. 1). Die Ärz-

te wiesen ferner darauf hin, dass die seit dem 17. Juli 2018 im Rahmen ei-

ner Zwangsmedikation angeordneten Medikamente auch nach einer Umstel-

lung auf einen anderen Wirkstoff keine wesentliche Regredienz der psycho-

tischen Symptomatik gebracht haben (act. 2 S. 2). Es bestehe – so die Kli-

nikärzte - weiterhin ein florider, dynamischer und akut handlungsrelevanter 

bzw. handlungleitender systematisierter mit paranoiden Inhalten, Beeinträch-

tigungserleben sowie Beziehungserleben einhergehender Wahn, ein Ver-

dacht auf Halluzinationen in Form von imperativem Stimmenhören sowie ei-

ne vorwiegend gereizt-dysphorische Stimmungslage mit flukturierender 

psychomotorischer Anspannung (act. 2 S. 2). Damit einhergehend sei un-

verändert die beschriebene, direkt aus der psychotischen Symptomatik, also 

dem Inhalt des Wahnerlebens bzw. des Stimmenhörens ableitbare unmittel-

bare Gefahr erneuten, mit akuter Fremdgefährdung einhergehenden straf-

rechtlich relevanten Verhaltens zu konstatieren. Sie sei unter dem anhalten-

den Eindruck des psychotischen Erlebens weiterhin nicht in der Lage, ihr 

Verhalten anhand normkonformer Überlegungen und entgegen den psycho-

tisch bedingten Handlungsimpulsen auszurichten. Auch zeige sie keinerlei 

Krankheitseinsicht und Therapiemotivation (act. 2 S. 2). Aufgrund des wei-

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terhin psychotischen Zustandsbildes mit fehlender Krankheitseinsicht und 

fehlenden Therapiewunsch und der daraus resultierenden potenziellen 

Fremdgefährdung habe man sich im interdisziplinären Team für eine ge-

schlossene Platzierung entschieden. Im Alters- und Pflegeheim D._____ 

habe eine langfristige, den Anforderungen gerechte Betreuung organisiert 

werden können. Der Übertritt werde am 8.11.2018 stattfinden (act. 2 S. 3).  

 b) Aus diesen Ausführungen wird klar, dass alle Ärzte einen Behandlungs- 

und Betreuungsbedarf der Beschwerdeführerin bejahen. Der Gutachter ver-

weist diesbezüglich auf den Behandlungsplan (act. 9 Ziff. 4). Darin sind 5 

Vorkehrungen getroffen, nämlich (act. 10): 

"1. Einhalten einer Tagesstruktur mit festen Zeiten (Aufstehen, Mahlzeiten, 

Beschäftigung, Ruhezeiten sowie Schlafzeiten). 

2. Gespräche zwecks Auseinandersetzung mit der Erkrankung, Hilfe bei Er-

langung und Verbesserung einer Krankheits- und Behandlungseinsicht. […]  

3. Motivation, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. 

4. Abgabe der Medikation mit dem Ziel, dass die Bewohnerin langfristig ihre 

Medikation freiwillig und selbständig einnimmt. 

5. Regelung des Ausgangs, in diesem Zusammenhang Beachtung von 

Pünktlichkeit und Absprachefähigkeit." 

 Diese fünf Behandlungspunkte sind nach Ansicht des Gutachters geeignet, 

um die vorhandene Störung adäquat zu behandeln (act. 9 S. 1). Im Vorder-

grund steht die Behandlung mit einer antipsychotischen Medikation. Bislang 

brachte die Medikation allerdings trotz Wechsel des Medikamentes keine 

wesentliche Regredienz der psychotischen Symptomatik. Die bisherigen 

Hospitalisationen erfolgten überwiegend per FU. Die Klinikärzte argumen-

tierten, ein Austritt zum jetzigen Zeitpunkt würde für die Beschwerdeführerin 

und/oder andere Personen so grosse Gefahren oder Belastungen mit sich 

bringen, dass sie das Entlassungsgesuch ablehnen müssten (act. 2 S. 1). 

Eine Selbst- und Fremdgefährdung wurde, wie bereits erwähnt, im Zeitpunkt 

der Ausstellung der fürsorgerischen Unterbringung bejaht (act. 6/2 S. 1). 

Seitens der Klinik wurde im beschützten stationären Setting eine aktuelle 

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Selbst- und Fremdgefährdung verneint (act. 6/1 S. 3). Es wurde aber auf das 

in der Vergangenheit liegende selbstgefährdende Verhalten – 2017: laufen 

auf den Bahngeleisen, so dass der Zugführer bremsen musst – hingewiesen 

(act. 2 S. 4). Auch der Gutachter erwähnte diesen Vorfall (act. 9 Ziffer 5). Ei-

ne Eigengefährdung besteht im Zeitpunkt der Verhandlung nicht, eben so 

wenig eine Fremdgefährdung. Allein aus der Entlassung in die Obdachlosig-

keit lässt sich keine Schutzbedürftigkeit ableiten, zumal keine Verwahrlo-

sung beschrieben wird (act. 9 S. 1). Allerdings kann sich aus der Gefahr der 

Exazerbation der akustischen Halluzinationen nebst der Fremdgefährdung 

auch eine Selbstgefährdung ergeben, nämlich durch das Verhalten der Be-

schwerdeführerin Dritten gegenüber. Zu Fremdgefährdungen kam es in der 

Vergangenheit mehrmals. Den ärztlichen Ausführungen ist zu entnehmen, 

dass im Vordergrund der Schutzbedürftigkeit die Fremdgefährdung mit der 

damit verbundenen Eigengefährdung steht. Im Rahmen des stationären 

Aufenthaltes in der PUK gab es keine Gefährdung für die behandelnden 

Personen. Anlass für die Einweisung gab, dass die Beschwerdeführerin ver-

sucht haben soll, das Kind einer Passantin in Zürich aus dem Kinderwagen 

zu entwenden (act. 6/1 S. 1 Austrittsbericht). Im Austrittsbericht der PUK 

wird ferner erwähnt, gemäss zuweisendem SOS-Arzt, Dr. B._____, habe die 

Patientin am Abend des 12.7.2018 ein in einem Kinderwagen liegendes Ba-

by am Arm gepackt und gegenüber der Mutter geäussert: "Wo sind meine 

andren Kinder. Hast Du sie getötet?" Anschliessend habe die Mutter die Po-

lizei informiert, welche die Patientin festgenommen und den SOS-Arzt infor-

miert habe. Kind und Mutter seien unverletzt (act. 6/1 S. 3). In der Explorati-

on der zur Aufnahme geführten Ereignisse hat die Beschwerdeführerin an-

gegeben, dass sie sich in der Nähe einer Moschee aufgehalten habe, als ei-

ne Frau mit Kinderwagen vorbeigekommen sei. Das im Kinderwagen befind-

liche Baby habe "das Dings" gesagt. Da sei ihr klar geworden, dass das Ba-

by "vergewaltigt" werde und dass "der Vater des Babys HIV-positiv sei". 

Aufgrund der Gefährdungslage, in der sich das Baby befunden habe, und 

der gleichzeitigen "verbalen Anordnung" der vor der Moschee stehenden 

Menschen, die sie "beauftragt hätten das Baby zu retten", habe sie das Baby 

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"gepackt". Ziel sei es gewesen, das Baby in die Obhut von Behörden zu 

bringen" (act. 6/2 Verlaufsbericht S. 1-2). Auch wenn der Rechtsvertreter 

den zur Einweisung führenden Vorfall zu bagatellisieren versucht, ergibt sich 

doch klar aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin das fremde Kind im 

Kinderwagen entweder gepackt oder am Arm gepackt hat, in der Absicht, es 

aus dem Wagen zu entfernen. Ihr akut psychotischer Zustand führte zu ei-

nem fremdaggressiven Verhalten gegenüber der Mutter und dem Kind. Es 

braucht keine Anzeige der Mutter, um dies als strafrechtliches Verhalten 

einzustufen. Im Austrittsbericht wird ferner auf einen weiteren Vorfall, der im 

April 2017 zu einer FU-Einweisung führte, hingewiesen. Damals soll die Be-

schwerdeführerin einer Frau mit einem Kinderwagen mit der Faust in den 

Rücken geschlagen haben. Zur Einweisung im Dezember 2015 soll es ge-

kommen sein, weil sie mehrere Passanten attackiert und geschlagen hatte 

(act. 6/1 S. 2). All diese Vorfälle machen deutlich, was die Beschwerdeführe-

rin aufgrund des psychotischen Zustandsbildes mit dem Auftreten von impe-

rativen Stimmen alles anrichten kann. Auch nach Einschätzung des Gutach-

ters ist aufgrund des aktuellen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführe-

rin bei einer Entlassung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit möglicher 

Fremdgefährdungssituationen und auch mit einem Hochrisikoverhalten der 

Beschwerdeführerin zu rechnen (act. 9 Ziffer 6). Durch ihr fremdaggressives 

Verhalten (vor allem gegenüber Müttern mit Kindern) gefährdet sie Dritte 

und indirekt auch sich selber. Aus dieser Fremdgefährdung ausserhalb des 

stationären Rahmens ergibt sich zur Zeit zweifellos eine Schutzbedürftigkeit 

der Beschwerdeführerin. Dritte sind in der Regel keine psychiatrisch ge-

schulte Fachleute, die ihr Verhalten einschätzen und adäquat darauf reagie-

ren können. Bei einer Entlassung im jetzigen Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführerin ist damit zu rechnen, dass sie Dritten schweren körperli-

chen Schaden zufügt bzw. Müttern deren Kleinkinder entreisst, da ihr Han-

deln von imperativen Stimmen dirigiert wird. Es gehört zum Schutzauftrag, 

eine kranke bzw. verwirrte Person davon abzuhalten, eine schwere Straftat 

zu begehen (BGE 138 III 593 Erw. 5.2). Im Übrigen ist auch sie selbst durch 

ihr fremdgesteuertes Verhalten gefährdet, in dem sie sich hochriskanten Si-

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tuationen aussetzt. Unter dem anhaltenden Eindruck des psychotischen Er-

lebens ist die Beschwerdeführerin weiterhin nicht in der Lage, ihr Verhalten 

anhand normkonformer Überlegungen und entgegen den psychotisch be-

dingten Handlungsimpulsen auszurichten. All dies bejaht die Schutzbedürf-

tigkeit der Beschwerdeführerin. Es kann ihr die erforderliche ärztliche und 

soziale Hilfe nur im Rahmen einer stationären Behandlung in der Klinik er-

wiesen werden. Dies umso mehr, als es der Beschwerdeführerin gänzlich an 

Krankheits- und Behandlungseinsicht fehlt (vgl. dazu auch act 10 Ziffer 2). 

Bei einer Entlassung würde sich ihre paranoide Schizophrenie rapide ver-

schlechtern. Auf ein tragfähiges Beziehungsnetz kann sie nicht zurückgrei-

fen. Sie ist obdachlos und erwerbslos (act. 9 Ziffer 5). 

7. a) Eine fürsorgerische Unterbringung ist nur zulässig, wenn keine leichtere 

Massnahme der betroffenen Person genügend Schutz bietet (vgl. BSK Er-

wachsenenschutz-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 24).  

 Die Beschwerdeführerin wurde am 8. November 2018 bei bestehender für-

sorgerischer Unterbringung in das Alters- und Pflegeheim D._____ AG, in 

Wald, verlegt (vgl. act. 6/1). Bei Exazerbation der psychotischen Symptoma-

tik mit Auftreten akuter Gefährdungsaspekte wurde eine Rückverlegung in 

ein akutpsychiatrisches stationäres Setting (bspw. in die PUK) empfohlen. 

Die bisherigen Klinikaufenthalte hatten nicht den gewünschten Erfolg ge-

bracht. Die Behandlungserfolge scheiterten letztendlich jeweils an der feh-

lenden Krankheitseinsicht. Mit der Verlegung ins D._____ soll nun ein ande-

rer Behandlungsansatz verfolgt werden. Es soll, so der Gutachter, eine 

Krankheitseinsicht erreicht werden, dafür brauche es eine Motivation in klei-

nen Schritten. Das sei nun eine Chance, das Ganze neu aufzugleisen. Man 

spreche in der Fachsprache von "harm reduction". Man schaue, dass es 

nicht schlimmer werde. Man versuche, gemeinsam einen Ansatz zu entwi-

ckeln. Es sei daher eine Kompromissfindung. Erst mit der Medikation kom-

me die Krankheits- und Behandlungseinsicht. Es sei ein Spagat. Man setze 

grosse Hoffnung auf den Behandlungsansatz. Der Faktor Zeit und die Nach-

haltigkeit spielten hier eine grosse Rolle. Das sei auch die Intention der Kol-

- 15 - 

legen der PUK, weshalb eine Verlegung angestrebt worden sei (Protokoll 

Vorinstanz S. 13). Es bestehe hier kein Zeitdruck aufgrund der Krankenkas-

se. Die Ziele seien längerfristig ausgerichtet (Protokoll Vorinstanz S. 11). 

Aus seiner Sicht handle es sich um eine elektive Medikation. Man habe eine 

andere Herangehensweise als in der Akutpsychiatrie. Hier habe man die 

Zeit und man könne dem Ganzen eine Chance geben. Bezüglich des Zeitho-

rizontes meinte der Gutachter, es sei ganz wichtig, den destruktiven Weg zu 

verlassen. Hier sei alles ganz anders als in der PUK. Vielleicht dauere es ein 

halbes Jahr, vielleicht drei Monate. Das komme auf die Mitarbeit der Be-

schwerdeführerin an. Und darauf, wie es mit der Medikation verlaufe (Proto-

koll Vorinstanz S. 12). 

 b) Mit dieser Verlegung wurde die fürsorgerische Unterbringung bereits ge-

lockert. Es ist verständlich, dass die Beschwerdeführerin wieder ein norma-

les Leben führen will (Protokoll Vorinstanz S. 18). Wie oben aufgezeigt wur-

de, kommt aber eine Entlassung zur Zeit nicht in Frage. Auch im D._____ 

hatte die Beschwerdeführerin der Ärztin erklärt, sie habe das Baby retten 

müssen, sie denke weiterhin, dass sie richtig gehandelt habe (act. 6/3 S. 3). 

Die Klinikärzte gehen davon aus, dass im Alters- und Pflegeheim D._____ 

eine langfristige, den Anforderungen gerechte Betreuung organisiert werden 

kann (act. 2 S. 3). Bei einer Exazerbation ist eine Rückverlegung in die PUK 

ohne Neuanordnung eines FU gewährleistet. Die Beschwerdeführerin nimmt 

hier ihre Medikamente ein und es sind sozialpsychiatrische Massnahmen 

vorgesehen. All dies wäre bei einer sofortigen Entlassung nicht mehr ge-

währleistet. Es müsste wie in der Vergangenheit mit dem Absetzen der Me-

dikation gerechnet werden und die Inanspruchnahme von sozialpsychiatri-

schen Massnahmen würde nicht befolgt. Eine rapide Verschlechterung ihrer 

paranoiden Schizophrenie wäre vorprogrammiert (vgl. act. 9 Ziff. 6). Die Be-

schwerdeführerin vertrat auch vor Vorinstanz die Ansicht, sie brauche keine 

Medikamente (act. 8). Eine ambulante Therapie reicht zur Zeit nicht aus, um 

ihrem Betreuungs- und Behandlungsbedarf gerecht zu werden. Ausserdem 

liesse sie sich aufgrund der fehlenden Krankheitseinsicht auch nicht durch-

- 16 - 

führen. Der Kanton Zürich kennt keine Vollstreckung solcher Massnahmen 

(§ 37 Abs. 3 EG KESR) 

8 a) Der Gutachter erachtet die Institution D._____ als geeignet. Diesbezüg-

lich verwies er auf das Behandlungskonzept. Er geht davon aus, dass die 

Institution in der aktuellen Situation geeignet ist, die Beschwerdeführerin im 

notwendigen medizinischen Rahmen zu betreuen.  

 Das Bundesgericht hatte zur Frage der Geeignetheit der Klinik ausgeführt, 

der geltenden Bestimmung des Art. 426 ZGB lasse sich keine Interpretation 

des unbestimmten Rechtsbegriffs der "geeigneten Einrichtung" entnehmen. 

Aus dem Zweck dieser Bestimmung, der eingewiesenen Person die nötige 

Behandlung bzw. Betreuung zu erbringen, ergebe sich aber, dass es sich 

um eine Institution handeln müsse, die mit den ihr zur Verfügung stehenden 

organisatorischen und personellen Mitteln in der Lage sei, die wesentlichen 

Bedürfnisse der eingewiesenen Person bezüglich Behandlung und Betreu-

ung zu befriedigen (BGE 5A_500/2014 vom 8. Juli 2014 Erw. 4.1). Bereits 

unter altem Recht hatte das Bundesgericht ausgeführt, ein allzu strenger 

Massstab an die Eignung einer Anstalt würde zahlreiche Einweisungen 

gänzlich verhindern, obwohl mindestens ein zentrales Fürsorge- und Be-

treuungsbedürfnis befriedigt werden könne (BGE 112 II 486 Erw. 4c).  

 b) Die Klinik hat einen Behandlungsplan erstellt und ist grundsätzlich in der 

Lage, der Beschwerdeführerin die nötige Behandlung bzw. Betreuung ange-

deihen zu lassen. Die Bewohner können zwar zur Einhaltung des Behand-

lungsplans nicht gezwungen werden, sie werden dazu aber vom Pflegeper-

sonal und vom ärztlichem Personal angehalten und motiviert (act. 10). Zur 

Zeit steht die medikamentöse Behandlung im Vordergrund. Schrittweise 

Ausgangslockerungen sind vorgesehen, so darf die Beschwerdeführerin ak-

tuell mit Begleitung die Cafeteria besuchen. Das D._____ verfügt auch über 

Beschäftigungsangebote. Es gibt eine Werkstatt für die langsame Integration 

(Protokoll Vorinstanz S. 15). Beim D._____ handelt es sich um eine langfris-

tige, betreute Wohnform (act. 6/1 S. 5). Im Austrittsbericht vom 9. November 

2018 gibt die Klinik Empfehlungen für das weitere Procedere. Insbesondere 

- 17 - 

soll die Beschwerdeführerin bei Exazerbation der psychotischen Symptoma-

tik mit Auftreten akuter Gefährdungsaspekte in ein akutpsychiatrisches stati-

onäres Setting rückverlegt werden (act. 6/1 S. 5). Diese Empfehlungen sind 

im Wesentlichen auch im Behandlungsplan vom D._____ übernommen wor-

den. Überdies verfügt das D._____ über das notwendige Personal. So ist 

rund um die Uhr ein Psychiater anwesend (Protokoll Vorinstanz S. 12). Ein 

Arzt arbeitet mit einem Pensum von 100% und zwei teilen sich ein 100% 

Pensum (60% und 40%). Ferner ist ein Psychiatriepfleger zu 100% ange-

stellt und das weitere Personal ist psychiatrisch geschult (Protokoll Vor-

instanz S. 14-15). Es gibt zwei geschlossene Abteilungen mit 22 bzw. 19 

Bewohnern (Protokoll Vorinstanz S. 16). Das Alter der Bewohner liegt zwi-

schen 40-50 Jahren und 80% der Bewohner haben eine psychiatrische Di-

agnostik (Protokoll Vorinstanz S. 15). Die Institution ist zweifellos in der La-

ge, der Beschwerdeführerin die nötige Behandlung bzw. Betreuung ange-

deihen zu lassen, zumal sie ja nicht auf eine solch intensive Betreuung, wie 

sie in einem Akutspital angeboten wird, angewiesen ist. Sollte es zu einer 

Exazerbation kommen, die eine Verlegung in ein Akutspital erfordert, ist eine 

Rück-Verlegung in die PUK jederzeit möglich.  

9. Zum heutigen Zeitpunkt sind die Voraussetzungen der Aufrechterhaltung der 

fürsorgerischen Unterbringung erfüllt, weshalb die Beschwerde abzuweisen 

ist.  

10. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Be-

schwerdeführerin ist auf ihre Nahzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hin-

zuweisen. Nach Einreichung der Honorarnote ist der Rechtsvertreter mit se-

paratem Beschluss zu entschädigen. Es ist auf § 23 AnwGebV hinzuweisen 

sowie § 7 und § 13 Abs. 1-2 AnwGebV. 

- 18 - 

Es wird beschlossen: 

1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege einschliesslich 

unentgeltliche Vertretung für das Beschwerdeverfahren bewilligt. 

2. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird als unentgeltlicher Rechtsbeistand der 

Beschwerdeführerin für dieses Beschwerdeverfahren bestellt. 

3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

und erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichtes 

(10. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich vom 13. November 2018 wird 

bestätigt.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.  

3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht 

nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

4. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als unentgeltlicher 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren nach Einreichung seiner Aufstellung über Zeitaufwand und Auslagen mit 

einem separaten Beschluss aus der Gerichtskasse entschädigt. 

- 19 - 

5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und deren Rechtsbeistand, 

den Beistand E._____, die KESB Stadt Zürich, die Psychiatrische Universi-

tätsklinik Zürich unter Beilage eines Doppels von act. 20 sowie – unter 

Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Einzelgericht (10. Abtei-

lung) des Bezirksgerichtes Zürich, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
versandt am: 
27. Dezember 2018 
 
 
 

	Beschluss und Urteil vom 27. Dezember 2018
	Es wird beschlossen:
	1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege einschliesslich unentgeltliche Vertretung für das Beschwerdeverfahren bewilligt.
	2. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird als unentgeltlicher Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin für dieses Beschwerdeverfahren bestellt.
	3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	und erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Einzelgerichtes (10. Abteilung) des Bezirksgerichtes Zürich vom 13. November 2018 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das Rechtsmittelverfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	4. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren nach Einreichung seiner Aufstellung über Zeitaufwand und Auslagen mit einem separaten Beschluss ...
	5.  Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und deren Rechtsbeistand, den Beistand E._____, die KESB Stadt Zürich, die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich unter Beilage eines Doppels von act. 20 sowie – unter Rücksendung der erstinstanz...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...
	Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.