# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8c2a94d-48bd-54cc-9088-0a9b9aa607e6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-21
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 21.01.2021 SK 2020 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2020-139_2021-01-21.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 20 139 + 140

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 21. Januar 2021 

Besetzung Oberrichterin Friederich Hörr (Präsidentin i.V.), 
Oberrichter Studiger, Oberrichterin Falkner
Gerichtsschreiberin Susedka

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter 1/Berufungsführer 1

B.________

Beschuldigter 2/Berufungsführer 2

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-
Seeland (Einzelgericht) vom 26. August 2019 (PEN 17 958 + 960)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland (Einzelgericht; nachfolgend Vorinstanz) 
fällte gegen die Beschuldigten/Berufungsführer A.________ (nachfolgend 
Beschuldigter 1), B.________ (nachfolgend Beschuldigter 2) und C.________ am 
26. August 2019 folgendes Urteil (pag. 1605 ff.; Hervorhebungen im Original):

[…]

A.

I. 

C.________ wird freigesprochen:

Von der Anschuldigung der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich mehr-
fach begangen durch

1. Anbau von Marihuana-Pflanzen mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von 8,9 % im Zeit-
raum vom 01.06.2014 bis zum 11.09.2014 an der D.________ in E.________;

2. Veräusserung einer unbestimmten Anzahl von Minigrips mit 50 g Marihuanablüten an eine un-
bestimmte Anzahl Abnehmer an unbekannten Orten;

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten (1/2), sich zusammensetzend aus 
Gebühren von CHF 1'875.00 und Auslagen von CHF 3'602.60, insgesamt bestimmt auf 
CHF 5'477.60, an den Kanton Bern.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Gebühr der Staatsanwaltschaft CHF 725.00
Gebühr des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 1’150.00
Total CHF 1’875.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Kosten für die amtliche Verteidigung CHF 2’911.40
Auslagen der Staatsanwaltschaft CHF 691.20
Total CHF 3’602.60

Total Verfahrenskosten CHF 5’477.60

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 300.00. Die 
reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 5'177.60.

II. 

C.________ wird schuldig erklärt:

der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen durch

3

1. Herstellung/Verarbeitung einer unbestimmten Menge Cannabis vom Feld in F.________, 
G.________, stammend mit einem THC-Gehalt von mehr als 1 % im Zeitraum vom 01.06.2014 
bis zum 11.09.2014 an der D.________ in E.________;

2. Besitz von 1–2 Gramm Cannabis am 11.09.2014 auf der Strecke von E.________ über 
H.________ nach I.________;

und in Anwendung der 
Art. 19 Abs. 1 Bst. a und d BetmG
Art. 34, 42 Abs. 1 und 4, 44, 47, 49 Abs. 1, 51, 106 Abs. 1–3 StGB
Art. 426 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu CHF 140.00, ausmachend total CHF 1'120.00.

Die Untersuchungshaft von 23 Tagen (11.09.2014–03.10.2014) wird im Umfang von 8 
Tagessätzen auf die Geldstrafe angerechnet.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 280.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

3. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden Verfahrenskosten (1/2), sich zusammensetzend aus 
Gebühren von CHF 1'875.00 und Auslagen (inkl. Kosten für die amtliche Verteidigung) von 
CHF 3'602.60, insgesamt bestimmt auf CHF 5'477.60 (ohne Kosten für die amtliche 
Verteidigung auf CHF 2'566.20).

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Gebühr der Staatsanwaltschaft CHF 725.00
Gebühr des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 1’150.00
Total CHF 1’875.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Kosten für die amtliche Verteidigung CHF 2’911.40
Auslagen der Staatsanwaltschaft CHF 691.20
Total CHF 3’602.60

Total Verfahrenskosten CHF 5’477.60

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 300.00. Die re-
duzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 5'177.60 (ohne Kosten für die amtliche Ver-
teidigung CHF 2'266.20).

III. 

1. Der C.________ mit Urteil des Obergerichts des Kantons Bern 28.08.2014 für gemeinnützige 
Arbeit von 400 Stunden gewährte bedingte Vollzug wird nicht widerrufen.

2. C.________ wird verwarnt.

4

3. Die Probezeit wird um 1 Jahr verlängert.

4. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 300.00 werden C.________ aufer-
legt.

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduzieren sich die Verfahrenskosten um 
CHF 150.00. Die reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 150.00.

IV.

Weiter wird verfügt:

1. C.________ wird für die Überhaft im Umfang von 15 Tagen eine Entschädigung in der Höhe von 
CHF 100.00 pro Tag, ausmachend CHF 1'500.00, durch den Kanton Bern zugesprochen 
(Art. 431 Abs. 2 StPO).

Diese Überhaftentschädigung wird im Umfang von CHF 280.00 mit der C.________ auferlegten 
Verbindungsbusse und im Umfang von CHF 1'220.00 mit den Verfahrenskosten verrechnet. Er 
hat somit noch Verfahrenskosten von CHF 4'257.60, bzw. reduziert von CHF 3'957.60, zu be-
zahlen.

2. Es wird festgestellt, dass die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Ver-
teidigung von C.________ durch Rechtsanwalt J.________ bereits mit Verfügung vom 
24.01.2018 bestimmt wurden.

3. Die beschlagnahmten Cannabis-Erzeugnisse im Auto von C.________ und am Domizil in 
E.________ an der D.________ werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

4. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN-Nr. K.________) erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG).

5. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt 
(Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erken-
nungsdienstlicher Daten).

B.

I. 

A.________ wird schuldig erklärt:

der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen durch

1. Anbau einer unbestimmten Menge Marihuanapflanzen mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt 
von 8,9 % im Zeitraum vom 01.06.2014 bis zum 11.09.2014 an der D.________ in E.________;

2. Veräusserung von ca. 250 g Marihuana an L.________ im Zeitraum vom 01.09.2010 bis zum 
23.09.2014 an der D.________ in E.________;

3. Veräusserung von 300 g Marihuana an M.________ im Zeitraum vom 01.01.2010 bis zum 
25.09.2014 an der D.________ in E.________;

5

4. Erwerb von ca. 2'000 Hanfpflanzen, welche später einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 
mehr als 1 % aufwiesen, von B.________ und daraus Herstellung/Verarbeitung einer unbe-
stimmten Menge Marihuana mit einen durchschnittlichen THC-Gehalt von mehr als 1 % ab dem 
03.06.2014 in F.________/G.________ (N.________) und an der D.________ in E.________;

und in Anwendung der 
Art. 19 Abs. 1 Bst. a, c und d BetmG
Art. 34, 42 Abs. 1 und 4, 44, 47, 49 Abs. 1, 51, 106 Abs. 1–3 StGB
Art. 426 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 24 Tagessätzen zu CHF 120.00, ausmachend total CHF 2'880.00.

Die Untersuchungshaft von 28 Tagen (11.09.2014–08.10.2014) wird im Umfang von 24 
Tagessätzen auf die Geldstrafe angerechnet.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 720.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 6 Tage festgesetzt.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 3'600.00 und Aus-
lagen (inkl. Kosten für die amtliche Verteidigung) von CHF 14'268.20, insgesamt bestimmt auf 
CHF 17'868.20 (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung auf CHF 7'882.65).

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Gebühr der Staatsanwaltschaft CHF 1’300.00
Gebühr des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 2’300.00
Total CHF 3’600.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Entschädigung für Zeugen CHF 35.00
Kosten für die amtliche Verteidigung CHF 9’985.55
Auslagen der Staatsanwaltschaft CHF 4’247.65
Total CHF 14’268.20

Total Verfahrenskosten CHF 17’868.20

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 600.00. Die re-
duzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 17'268.20 (ohne Kosten für die amtliche Ver-
teidigung CHF 7'282.65).

II.

Weiter wird verfügt:

1. A.________ wird für die Überhaft im Umfang von 4 Tagen eine Entschädigung in der Höhe von 
CHF 100.00 pro Tag, ausmachend CHF 400.00, durch den Kanton Bern zugesprochen (Art. 431 
Abs. 2 StPO).

6

Diese Überhaftentschädigung wird mit der A.________ auferlegten Verbindungsbusse von 
CHF 720.00 verrechnet. Er hat somit noch eine Verbindungsbusse von CHF 320.00 zu bezah-
len.

2. Es wird festgestellt, dass die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Ver-
teidigung von A.________ durch Fürsprecher O.________ bereits mit Verfügung vom 
17.04.2018 bestimmt wurden.

3. Die beschlagnahmten Cannabis-Erzeugnisse im Auto von C.________ und am Domizil in 
E.________ an der D.________ werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

4. Der auf dem Landwirtschaftsbetrieb G.________ in F.________ angebaute Hanf wird zur Ver-
nichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

5. Die beschlagnahmte Grammwaage wird zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB).

6. Folgende beschlagnahmten Gegenstände verbleiben als Beweismittel bei den Akten:

− Vertrag mit P.________ AG vom 03.06.2014, inkl. Schreiben der P.________ AG an 
A.________ vom 03.06.2014, 16.06.2014, 26.06.2014, Quittung vom 18.03.2014 (Ass.-Nr. 3 
der Hausdurchsuchung vom 12.09.2014);

− Notizzettel mit Schulden (Ass.-Nr. 4 der Hausdurchsuchung vom 12.09.2014);

− Stundenblatt von A.________ (Ass.-Nr. 4 der Hausdurchsuchung vom 12.09.2014);

− Diverse Belege: Rechnung der P.________ AG an A.________ vom 26.06.2014 über 
CHF 32'400.00 (im Doppel), Einzahlung von A.________ vom 15.07.2014 über 
CHF 2'400.00, Zahlung von A.________ vom 15.07.2014 über CHF 32'400.00 an die 
P.________ AG (Ass.-Nr. 6 der Hausdurchsuchung vom 12.09.2014);

− leere CD-Hülle (Ass.-Nr. 5 der Hausdurchsuchung vom 12.09.2014).

7. Der beschlagnahmte Geldbetrag von CHF 20'000.00 wird im Umfang von CHF 5'900.00 einge-
zogen (Art. 70 StGB). 

Der darüber hinaus beschlagnahmte Geldbetrag von CHF 14'100.00 wird zur Deckung der Ver-
fahrenskosten verwendet. Damit hat er noch Verfahrenskosten von CHF 3'768.20 bzw. reduziert 
von CHF 3'468.20 zu bezahlen.

8. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN-Nr. Q.________) erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG).

9. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der 
erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist 
erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer 
erkennungsdienstlicher Daten).

C.

I.

B.________ wird schuldig erklärt:

der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen durch

7

1. Anstiftung zum Anbau von ca. 2'000 Cannabispflanzen, welche später einen 
durchschnittlichen THC-Gehalt von mehr als 1 % aufwiesen im April 2014 in 
F.________/G.________ (N.________);

2. Veräusserung von ca. 2'000 Cannabispflanzen, welche später einen durchschnittlichen THC-
Gehalt von mehr als 1 % aufwiesen, an A.________ am 03.06.2014 in F.________/G.________ 
(N.________);

und in Anwendung der 
Art. 19 Abs. 1 Bst. a und c BetmG
Art. 24 Abs. 1, 34, 42 Abs. 1 und 4, 44, 47, 49 Abs. 1 und 2, 106 Abs. 1–3 StGB
Art. 426 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu CHF 30.00, ausmachend total CHF 600.00, vollum-
fänglich als Zusatzstrafe zum Urteil des Ministère public du canton de Berne vom 06.05.2019.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 150.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 5 Tage festgesetzt.

3. Zu den Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 3'350.00 und Aus-
lagen von CHF 35.00, insgesamt bestimmt auf CHF 3'385.00.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:

Gebühr der Staatsanwaltschaft CHF 1’050.00
Gebühr des Gerichts (inkl. schriftl. Begründung) CHF 2’300.00
Total CHF 3’350.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:

Entschädigung für Zeugen CHF 35.00
Total CHF 35.00

Total Verfahrenskosten CHF 3’385.00

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduziert sich die Gebühr um CHF 600.00. Die re-
duzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 2'785.00.

II.

1. Das Widerrufsverfahren gegen B.________ betreffend Urteil des AY.________ vom 
23.11.2010 wird eingestellt (Art. 46 Abs. 5 StGB).

2. Das Widerrufsverfahren gegen B.________ betreffend Urteil des AZ.________ vom 
11.09.2012 wird eingestellt (Art. 46 Abs. 5 StGB).

3. Die Verfahrenskosten für die beiden Widerrufsverfahren von CHF 600.00 werden vom Kanton 
Bern getragen.

8

Wird keine schriftliche Begründung verlangt, reduzieren sich die Verfahrenskosten um 
CHF 300.00. Die reduzierten Verfahrenskosten betragen damit CHF 300.00.

4. Auf die Ausrichtung einer Entschädigung wird verzichtet.

[Eröffnungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldeten die Beschuldigten 1 und 2 fristgerecht Berufung an 
(pag. 1618.1 ff.; pag. 1620; pag. 1628 f. [Beschuldigter 1]; pag. 1618; pag. 1623 f. 
[Beschuldigter 2]). Nach Eröffnung der schriftlichen Urteilsbegründung mit Verfü-
gung vom 26. März 2020 (pag. 1780 f.) erklärten die Beschuldigten 1 und 2 mit Be-
rufungserklärung vom 16. April 2020 bzw. 19. April 2020 frist- und formgerecht die 
vollumfängliche Berufung (pag. 1784 f.; pag. 1797; [Beschuldigter 2]; pag. 1796; 
pag. 1812 [Beschuldigter 1]). 

C.________ meldete ebenfalls Berufung gegen das Urteil vom 26. August 2019 an 
(pag. 1621; pag. 1625 f.; pag. 1627; pag. 1630). Mit Verfügung der Vorinstanz vom 
26. März 2020 (pag. 1780 f.) wurde ihm daraufhin die schriftliche Urteilsbegrün-
dung eröffnet (zugestellt am 3. April 2020; pag. 1795) unter gleichzeitigem Hinweis 
auf die gesetzliche Frist von 20 Tagen zur Einreichung einer Berufungserklärung 
an das Obergericht des Kantons Bern. Innert der am 23. April 2020 abgelaufenen 
Frist ging keine Berufungserklärung von C.________ ein. Die Kammer trat daher 
mit Beschluss vom 15. Juni 2020 nicht auf dessen Berufung ein, womit das Urteil 
der Vorinstanz vom 26. August 2019 betreffend C.________ in Rechtskraft er-
wachsen ist (vgl. pag. 1834 ff.). 

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit Schreiben vom 5. Mai 2020 mit, dass sie 
auf eine Teilnahme am oberinstanzlichen Verfahren verzichtet (pag. 1820 f.).

Die Berufungsverhandlung vor der 1. Strafkammer fand am 20. Januar 2021 statt 
(pag. 1890 ff.). 

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit Berufungserklärung vom 16. April 2020 stellte der Beschuldigte 2 folgende Be-
weisanträge (pag. 1797; Hervorhebungen im Original):

Das Begehren wird gestellt, es sei vom Obergericht das Verfahren zurück an die Staatsanwaltschaft 
zu senden, alsdass letztere in Beachtung von Art. 308 ff StPO die bisher nicht erfolgte Untersuchung 
in die Wege leitet.

Sollte das Obergericht davon absehen, wird die mündliche Berufungsverhandlung verlangt.

Beweisanträge

Arrêt du 20 janvier 2014 Tribunal cantonal N.________ (Kopie beiliegend)

Abschlussbericht IRM-Bern vom 2.6.2024 (id.)

Rapport gendarmerie N.________ 2.7.2014 (id.)

Rapport gendarmerie N.________ (Auszug) (id.)

Communiqué P.________ SA (id.)

9

Mit Verfügung/Vorladung vom 24. August 2020 wurde der Beweisantrag, die einge-
reichten Unterlagen seien zu den Akten zu erkennen, gutgeheissen und es wurde 
zur mündlichen Berufungsverhandlung vorgeladen. Der Antrag auf Rückweisung 
des Verfahrens an die zuständige Staatsanwaltschaft wurde abgewiesen 
(pag. 1843 ff.).

Von Amtes wegen wurden ein aktueller Strafregisterauszug (datierend vom 11. De-
zember 2020; pag. 1873 [Beschuldigter 1]; datierend vom 2. Dezember 2020; 
pag. 1861 f. [Beschuldigter 2]) und ein Leumundsbericht über die Beschuldigten 
(datierend vom 9. Dezember 2020; pag. 1864 ff. [Beschuldigter 1]; datierend vom 
20. November 2020; pag. 1857 ff. [Beschuldigter 2]) eingeholt. Weiter wurden die 
beiden Beschuldigten aufgefordert, aktuelle Belege zu ihrem Einkommen an die 
Berufungsverhandlung mitzubringen (pag. 1843 ff.). 

Im Weiteren wurden die Akten der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 
Bern-Mittelland, betreffend hängiges Strafverfahren gegen den Beschuldigten 1 
wegen fahrlässiger Körperverletzung (BM 20 31821) und der Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland, vom 6. Mai 
2019 bezüglich des abgeschlossenen Strafverfahrens gegen den Beschuldigten 2 
wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ediert (pag. 1878 f.). 

Mit zweier Schreiben vom 15. Januar 2021 reichte der Beschuldigte 1 seinen mi-
litärischen Leistungsnachweis, einen Anbau- und Abnahmevertrag 2014 zwischen 
ihm und der P.________ AG vom 2. bzw. 8. Juli 2014 sowie zwischen R.________ 
und der P.________ AG vom 10. März bzw. 5. Mai 2014 (pag. 1884 ff.) ein.

Die beiden Beschuldigten wurden an der oberinstanzlichen Verhandlung nochmals 
zu ihrer Person und zur Sache befragt (pag. 1898 ff.). Zudem reichte der 
Beschuldigte 1 verschiedene Unterlagen zu seiner Einkommenssituation ein 
(pag. 1924 ff.). Auf die Anträge der beiden Beschuldigten hin wurden weitere 
Dokumente zu den Akten genommen: Der Beschuldigte 1 gab eine Kopie aus 
(s)einem Dienstbuch (pag. 1941), eine Zusammenstellung seiner Schadenersatz- 
und Genugtuungsforderung (pag. 1942 f.) und eine Reisebestätigung/Rechnung 
(datierend vom 21. April 2014) der S.________ GmbH (pag. 1944 ff.) zu den Akten. 
Der Beschuldigte 2 reichte einen Auszug aus dem Bundesblatt vom 21. September 
1932 mit dem Titel Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung über 
das internationale Abkommen zur Beschränkung der Herstellung und zur Regelung 
der Verteilung der Betäubungsmittel vom 13. Juli 1931 (pag. 1950), mehrere an ihn 
adressierte Schreiben (pag. 1951 ff.) der fedpol vom 13. Juli 2012, des 
Kantonsgerichts BA.________ vom 29. September 2005 und der 
Bundesanwaltschaft vom 19. Juli 2005, eine Liste ABC vom 10. Juni 1960 
(pag. 1954), ein mit Grundsätze über die Verkaufsabgrenzung der in allen 
Geschäften verkäuflichen Heilmittel betiteltes Dokument vom 11. Mai 1957 
(pag. 1955), verschiedene Verfügungen und Urteile der Staatsanwaltschaft, der 
Polizei und des Kantonsgerichts N.________ – die P.________ AG (und) den 
Beschuldigten 2 betreffend – aus den Jahren 2013-2018 (pag. 1956 ff.), drei 
Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern aus dem Jahr 2004 (pag. 1974 ff.; 
pag. 1981 f.), einen Anbau- und Abnahmevertrag zwischen der P.________ GmbH 
und T.________ vom 21. Februar 2004 bzw. 12. März 2004 (pag. 1980) und 

10

zwischen der P.________ GmbH und U.________ vom 16. Januar 2004 bzw. 
12. März 2004 (pag. 1983), eine Broschüre über die P.________ Ruhe- und 
Entspannungskissen (pag. 1984 ff.), Zeitungsartikel aus dem Jahr V.________ 
über die Tätigkeit des Beschuldigten 2 (pag. 1988 ff.), ein Schreiben des 
Beschuldigten 2 an den Beschuldigten 1 vom 22. August 2019 (pag. 1992 f.), zwei 
Bestätigungsschreiben des Beschuldigten 2 vom 18. Januar 2021 (pag. 1994 ff.), 
ein Schreiben von W.________ an den Beschuldigten 2 vom 8. März 2004 
(pag. 1998) sowie eine Auflistung der Schadenersatzforderung des Beschuldigten 
2 (pag. 1999). Soweit von Relevanz, wird darauf im Rahmen der nachfolgenden 
Erwägungen direkt eingegangen. 

4. Anträge der Parteien

Der Beschuldigte 1 beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung sinngemäss 
einen vollumfänglichen Freispruch sowie eine Entschädigung und Genugtuung 
(pag. 1921).

Nachdem das oberinstanzliche Beweisergänzungsverfahren geschlossen wurde, 
blieb der Beschuldigte 2 der weiteren Berufungsverhandlung unentschuldigt fern 
und verzichtete damit auf sein Plädoyer (pag. 1920). Für die Anträge wird daher auf 
seine Berufungserklärung vom 16. April 2020 (pag. 1797), seine Ausführungen im 
Rahmen der oberinstanzlichen Befragung (pag. 1909 ff.) sowie seine eingereichten 
Unterlagen (pag. 1999; vgl. Ziff. I.3. oben) verwiesen. Sinngemäss beantragte der 
Beschuldigte 2 einen vollumfänglichen Freispruch mit den diesbezüglichen Folgen 
und machte eine Schadenersatzforderung geltend. 

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die Beschuldigten haben das Urteil der Vorinstanz vollumfänglich angefochten, 
weshalb grundsätzlich das gesamte Urteil durch die Kammer zu überprüfen ist. 
Ebenso die nicht der Rechtskraft zugänglichen Ziff. B.II.8. und Ziff. B.II.9. des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs (Verfügungen betreffend DNA-Profile und 
biometrische erkennungsdienstliche Daten; pag. 1611). 

Demgegenüber sind Ziff. C.II.1.-4. (Einstellung der Widerrufsverfahren gegen den 
Beschuldigten 2 und der damit verbundenen Kosten- und Entschädigungsfolgen; 
pag. 1612) des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs nicht angefochten und mangels 
Beschwer in Rechtskraft erwachsen. 

Die Rechtsmittelinstanz verfügt im Berufungsverfahren über volle Kognition 
(Art. 398 Abs. 3 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Sie 
hat das erstinstanzliche Urteil im Rahmen der angefochtenen Punkte umfassend zu 
überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Mangels Anschlussberufung oder eigenständi-
ger Berufung der Generalstaatsanwaltschaft darf das erstinstanzliche Urteil dabei 
nicht zum Nachteil der Beschuldigten abgeändert werden (sog. Verschlechterungs-
verbot, Art. 391 Abs. 2 StPO). Das Verschlechterungsverbot gilt hingegen nicht in 
Bezug auf die Höhe des Tagessatzes, da für die Berechnungen des Tagessatzes 
die aktuellen Verhältnisse massgebend sind. 

11

Die Kammer eröffnete anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung den 
angeklagten Sachverhalt gemäss Ziff. 1 des Strafbefehls gegen den Beschuldigten 
2 – analog der Vorinstanz – auch unter dem Aspekt der Anstiftung zum Anbau von 
Betäubungsmitteln zu würdigen und gewährte den Parteien hierzu das rechtliche 
Gehör (pag. 1892).

6. Einstellung Strafverfahren infolge Verjährung

Vorliegend stellt sich als Erstes die Frage nach dem anwendbaren Recht. Die Tat-
zeitpunkte der zu beurteilenden Sachverhalte liegen gesamthaft betrachtet zwi-
schen dem 1. Januar 2010 und dem 11. September 2014. Während dieser Zeit hat 
das Strafgesetzbuch verschiedene Änderungen erfahren. So ist am 1. Januar 2014 
die revidierte Bestimmung zur Verjährung in Kraft getreten und damit auch die 
zehnjährige Frist gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB. Sie gilt aufgrund des grundsätz-
lichen Rückwirkungsverbots der längeren Verjährungsfristen nur für ab diesem Tag 
begangene Taten. Die Verfolgungsverjährungsfrist bis zum 31. Dezember 2013 
begangener Vergehen beträgt dagegen gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB (in der 
bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Fassung) sieben Jahre (ZURBRÜGG, in: Bas-
ler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 10a zu Art. 97 StGB). Gemäss Art. 97 
Abs. 3 StGB tritt die Verjährung nicht mehr ein, wenn vor Ablauf der Verjährungs-
frist ein erstinstanzliches Urteil ergangen ist. 

Mit Blick auf das am 26. August 2019 gefällte erstinstanzliche Urteil sind daher 
sämtliche vor dem 26. August 2012 begangene strafbare Handlungen in Anwen-
dung von Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB (in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden 
Fassung) verjährt und infolgedessen einzustellen (Art. 379 i.V.m. Art. 329 Abs. 1 
lit. c StPO). 

7. Verwertbarkeit der THC-Analysen

Die Beschuldigten rügten sowohl im erst- als auch im oberinstanzlichen Verfahren 
die Verwertbarkeit der THC-Analysen (vgl. u.a. pag. 1812; pag. 1892 ff.). 
Zusammenfassend brachten sie vor, dass die schriftlichen Aufträge der Polizei an 
das Untersuchungslabor mit Einzelheiten wie Proben, Menge und Gewicht in den 
Akten fehlen würden (z.B. pag. 541). Zudem seien die Hanfproben nicht nach den 
geltenden Richtlinien entnommen worden (beispielsweise hätten mindestens 30 
Pflanzen von einem Feld analysiert werden müssen) und die Proben seien nicht 
nachvollziehbar (pag. 1004; pag. 1007 f.; pag. 1303; pag. 1328; pag. 1413 ff.; 
pag. 1538; pag. 1573; pag. 1581). Des Weiteren seien nicht alle sichergestellten 
Asservate analysiert worden und es sei unverständlich, wieso der 
Durchschnittsgehalt nicht ganzzahlig sei und von 7.3 bis 32 % gehe (pag. 1008; 
pag. 1580). Das Verfahren sei zudem nicht durch die Staatsanwaltschaft, sondern 
eigenmächtig durch die Polizistin X.________ geführt worden (pag. 1027 f.). 
Insgesamt seien die IRM-Berichte betreffend die THC-Gehalte illegal und daher 
nicht verwertbar. Die Vorinstanz kam demgegenüber zum Schluss, dass die 
Probeentnahmen sowie die Begutachtung rechtmässig erfolgt und die Analysen 
des IRM verwertbar seien (pag. 1573; pag. 1637 ff.). 

12

Vorliegend ist daher zu prüfen, ob die Anordnung der Probeentnahmen sowie 
deren konkrete Ausführung rechtmässig erfolgt und somit verwertbar sind. 

Die Beschwerdekammer äusserte sich bereits mit Beschluss vom 23. Februar 2015 
zu diversen diesbezüglichen Vorbringen des Beschuldigten 2 (pag. 560 ff.). Unter 
Berücksichtigung dieser Ausführungen und in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 
ist Folgendes festzuhalten:

Es ist zwar zutreffend, dass sich in den Akten – bis auf den Analyseauftrag vom 
30. September 2014 (pag. 184 f.) – zunächst keine schriftlichen Aufträge der 
Kantonspolizei an das Institut für Rechtsmedizin (IRM) zur Analyse des 
Wirkstoffgehalts des beschlagnahmten Hanfs befanden. Allerdings waren die 
Verfügungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Berner Jura-
Seeland (nachfolgend Staatsanwaltschaft), vom 15. und 24. September 2014 
(pag. 167 f.; pag. 180 f.) bereits aktenkundig. Daraus geht hervor, dass die 
Staatsanwaltschaft die Kantonspolizei beauftragte, vom beschlagnahmten Hanf 
bzw. den beschlagnahmten Hanfteilen zwecks Bestimmung des THC-Gehalts 
Proben zu entnehmen. Ebenfalls bereits aktenkundig war die Verfügung vom 
16. September 2014, welche die Weiterleitung der Cannabis-Erzeugnisse aus dem 
Personenwagen von C.________ und des Domizils der Herren A. C. AA.________ 
anordnete (pag. 174). Aus dem Nachtrag der Kantonspolizei vom 3. Dezember 
2014 ist zudem ersichtlich, dass der Beschuldigte 1 diese Verfügung 
unterschriftlich zur Kenntnis genommen hat (pag. 135). Weiter ist festzuhalten, 
dass die Vorinstanz im Vorfeld der ersten Hauptverhandlung bei der fallführenden 
Polizistin X.________ und beim IRM die fehlenden Analyseaufträge edierte 
(pag. 1160 ff.) und diese den Parteien zu Beginn der Hauptverhandlung vom 
8. November 2018 in Kopie aushändigte (pag. 1201). Die entsprechenden 
Verfügungen und Aufträge sind in den Akten abgelegt, so dass die jeweilige 
Auftragserteilung an die Kantonspolizei und ans IRM nachvollzogen werden kann. 

Die Proben wurden in der Folge durch das IRM analysiert. Aus den forensisch-
chemischen Abschlussberichten vom 19. September 2014 (pag. 171 ff.), 23. Sep-
tember 2014 (pag. 177 ff.), 7. Oktober 2014 (pag. 187 ff.) und 5. November 2014 
(pag. 190 ff.) kann ohne Weiteres entnommen werden, welche Proben (Asservat 
Nr.) aus wie vielen Pflanzen (Beschreibung) untersucht worden sind und welches 
Gewicht (Nettogewicht) die Proben haben. Wie die Vorinstanz zudem zutreffend 
ausführte (pag. 1047), musste der Gutachterauftrag an das IRM nicht ausformuliert 
werden, da sich der Auftrag von selbst ergibt, wenn Drogen zu untersuchen sind 
(vgl. dazu auch Art. 36 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessord-
nung, zur Strafprozessordnung und zur Jugendstrafprozessordnung [EG ZSJ; BSG 
271.1]). Schliesslich konnten die Beschuldigten auch im Rahmen der Einvernah-
men und/oder anlässlich der Haupt- und Fortsetzungsverhandlung Stellung zu den 
Untersuchungsergebnissen nehmen. 

Aus den genannten Verfügungen und Analyseaufträgen geht hervor, dass die Poli-
zistin X.________ nicht in Eigenregie, sondern im Auftrag der Staatsanwaltschaft 
handelte (vgl. pag. 184; pag. 1165; pag. 1168; pag. 1194). Dass die Analyseaufträ-
ge der Kantonspolizei dabei teilweise den Verfügungen der Staatsanwaltschaft 
vorausgingen, ist nicht zu beanstanden, zumal auch mündliche Anweisungen an 

13

die Kantonspolizei zulässig sind (vgl. Art. 312 Abs. 1 StPO). Für die weiteren Aus-
führungen betreffend die Aufgabenteilung zwischen der Staatsanwaltschaft und der 
Kantonspolizei kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der Ver-
fügung vom 6. November 2018 verwiesen werden (Ziff. 4; pag. 1047 f.).

Schwergewichtig dürfte es bei der Beurteilung der Verwertbarkeit der THC-
Analysen um die Frage gehen, ob aus den Akten hervorgeht – und somit für die 
Beschuldigten erkennbar – welche Analyse sich auf welche Bepro-
bung/Sicherstellung bezieht. Die Kantonspolizei und das IRM verwendeten teilwei-
se verschiedene Asservatsnummerierungen. Um Missverständnisse zu vermeiden, 
edierte die Vorinstanz – wie bereits erwähnt – daher weitere Unterlagen bei der fall-
führenden Polizistin und beim IRM; konkret wurden die Analyseaufträge sowie zu-
sätzliche Informationen zur Probeentnahme und zur Zuordnung der Proben zu den 
einzelnen Analysen eingeholt (pag. 1160 ff.), was ohne Weiteres zulässig ist, zumal 
das Beweisverfahren in diesem Zeitpunkt noch nicht geschlossen war. Die Vor-
instanz gibt treffend wieder, welche Analyse sich auf welche Beprobung bezieht. Es 
kann vorweg auf die grundsätzlich zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-
wiesen werden (S. 7 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1637 ff.). Er-
gänzend (bzw. teilweise wiederholend) sei Folgendes erwähnt:

Am 11. September 2014 fand am Domizil der Herren A. C. AA.________ (ganzes 
Haus an der D.________ in E.________) eine Hausdurchsuchung statt. Dabei 
wurde an verschiedenen Standorten Hanf sichergestellt. Im 
Durchsuchungsprotokoll wurde jeweils der betreffende Gegenstand mit einer 
Asservatennummer versehen (vgl. pag. 332 ff.). Anlass für die Hausdurchsuchung 
war die Kontrolle von C.________ bei der Autobahnausfahrt Y.________, wobei in 
seinem Personenwagen Rüstabfälle von Cannabispflanzen und eine 1-2 g 
Cannabisblüte aufgefunden und sichergestellt wurden (pag. 5 f.). Mit 
Analyseauftrag der Kantonspolizei vom 15. September 2014 gingen die 
sichergestellten Cannabis-Erzeugnisse ans IRM zwecks Analyse des THC-Gehalts 
(pag. 1165 f.). Dieser Analyseauftrag stützte sich auf die Anordnung der 
Staatsanwaltschaft (vgl. Vermerk im Auftrag «(Auftrag StA)»). Mit Verfügung vom 
16. September 2014 ordnete die Staatsanwaltschaft auch schriftlich die 
Beschlagnahme sämtlicher Cannabis-Erzeugnisse, welche im Auto von 
C.________ sowie am Domizil der Herren A. C. AA.________ sichergestellt 
wurden, im Sinne von Art. 263 StPO an. Zudem verfügte sie die Express-Analyse 
durch das IRM (pag. 174 f.). Im Analyseauftrag der Kantonspolizei an das IRM vom 
15. September 2014 wurden die zu untersuchenden Hanfgegenstände aufgeführt 
und mit der gleichen Asservatennummer wie anlässlich der Hausdurchsuchung 
vom 11. September 2014 – aber bezeichnet als Pol Nr. – versehen (pag. 1166). 
Die im Personenwagen von C.________ aufgefundenen Blütenreste wurden als 
Probe Nr. 100 bezeichnet. Die Nummerierung im Analyseauftrag vom 
15. September 2014 ist demnach – bis auf die Verwendung der Bezeichnung «Pol 
Nr.» und nicht «Ass.-Nr.» – identisch mit dem Hausdurchsuchungsprotokoll und 
sieht – ergänzt durch die Blütenreste aus dem Personenwagen – wie folgt aus 
(pag. 1166): 

14

- Pol Nr. 2: Sack mit getrockneten Hanfblüten 685 Gramm

- Pol Nr. 5: getrocknete Hanfstude (Probe)

- Pol Nr. 7: getrocknete Hanfblüten 30 Gramm

- Pol Nr. 12: Sack mit getrockneten Hanfblüten 105 Gramm

- Pol Nr. 17: Hanfpflanzen (Probe) [im Hausdurchsuchungsprotokoll: Hanfpflanzen angepflanzt; 
Probe] 

- Pol Nr. 18: Hanfpflanze angepflanzt (Probe)

- Pol Nr. 22: getrocknete Hanfstuden (Probe) aus Kiste

- Pol Nr. 100: MG mit Blütenresten 0.5 Gramm (aus PW)

Die aufgeführten Gegenstände wurden sodann durch das IRM analysiert. Der 
Analysebericht bzw. der forensisch-chemische Abschlussbericht datiert vom 
19. September 2014 (pag. 171 ff.) und führt als Auftragsdatum den 15. September 
2014 – also das Datum des Analyseauftrages – auf. Die im Bericht verwendete 
Bezeichnung in der Spalte «Referenz» entspricht dabei der Bezeichnung «Ass.-
Nr.» im Hausdurchsuchungsprotokoll (pag. 332 ff.) und der Bezeichnung «Pol Nr.» 
im Analyseauftrag (pag. 1165 f.). 

Die Begehung des Feldes in F.________ N.________ und die Durchsuchung der 
nahegelegenen Tabakscheune fanden am 16. September 2014 statt (vgl. pag. 342 
f.; pag. 1168). Dabei wurden insgesamt 16 Proben ab dem Hanffeld und 3 Proben 
von den Pflanzen in der Tabakscheune entnommen. Die Beschlagnahmung der 
sichergestellten Pflanzen wurde mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
15. September 2014 angeordnet (pag. 167). Die Probenahme auf dem Hanffeld ist 
im Probeentnahmeprotokoll dokumentiert (pag. 1191); der jeweilige Standort einer 
Probe wurde auf der Feldskizze markiert und nummeriert (1-16). Entsprechend 
wurde dies im Analyseauftrag der Kantonspolizei ans IRM vom 17. September 
2014 mit «Pol Nr. 1 - 16 Proben ab Hanffeld (siehe beigelegter Plan)» vermerkt 
(pag. 1169). Der forensisch-chemische Abschlussbericht des IRM vom 
23. September 2014 verwendet wiederum die gleichen Ziffern und führt als 
Auftragsdatum den 17. September 2014 – also das Datum des Analyseauftrages – 
auf (pag. 177). Die Bezeichnung «Pol Nr.» im Analyseauftrag der Kantonspolizei 
entspricht der Spalte «Referenz» im Analysebericht des IRM. Im Übrigen sei noch 
Folgendes erwähnt: Der Beschuldigte 2 brachte vor, dass im 
Probeentnahmeprotokoll eine Rückseite erwähnt werde, welche sich aber nicht in 
den Akten befinden würde (pag. 1191; pag. 1303). Dieser Umstand dürfte darauf 
zurückzuführen sein, dass es sich beim besagten Dokument um ein 
Standardformular handelt und der Hinweis auf die Rückseite daher bereits 
vorgedruckt war.

Die Probeentnahmen aus der Scheune wurden im Durchsuchungsprotokoll jeweils 
mit einer Asservatennummer (1-3) versehen (vgl. pag. 343). Um die Proben aus 
der Scheune von den Proben des Hanffeldes unterscheiden zu können, wurden im 
Analyseauftrag die Proben aus der Scheune nicht mehr mit den Ziffern 1-3, 
sondern mit 1a-3a nummeriert (vgl. Analyseauftrag vom 17. September 2014 mit 
dem Vermerk «Pol Nr. 1a-3a Getrocknete Hanfproben aus Scheune»; pag. 1169). 
Die Bezeichnung «Pol Nr.» im Analyseauftrag der Kantonspolizei entspricht 
wiederum der Spalte «Referenz» im Analysebericht des IRM (pag. 177). Von den 

15

insgesamt 19 entnommenen Proben (16 ab Hanffeld, 3 aus der Scheune) wurden 5 
Proben des Hanffeldes und eine Probe aus der Tabakscheune auf ihren THC-
Gehalt hin untersucht; pag. 178). Aufgrund der Akten lässt sich nicht eruieren, 
welche der drei Proben aus der Tabakscheune untersucht wurden oder ob es sich 
um eine Mischung aus allen drei Proben handelt, denn im Analysebericht des IRM 
wird als Referenz «1a-3a» angegeben. 

Am 30. September 2014 fand eine zweite Beprobung statt. Die Kantonspolizei 
wurde mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. September 2014 beauftragt, 
Proben vom angebauten Hanf des Hanffeldes in F.________ N.________ zwecks 
Bestimmung des THC-Gehalts zu entnehmen (pag. 180). Die Proben wurden 
wiederum im Analyseauftrag der Kantonspolizei vom 30. September 2014 
aufgeführt und nummeriert (pag. 184 f.). Die gleichen Ziffern wurden sodann im 
Analysebericht des IRM verwendet (pag. 187). Die Bezeichnung «Pol Nr.» im 
Analyseauftrag der Kantonspolizei entspricht wiederum der Spalte «Referenz» im 
Analysebericht des IRM. Allerdings fällt auf, dass im Analyseauftrag vom 
30. September 2014 als Fundort «E.________/Z.________, CH, D.________» und 
als Fundzeit «Donnerstag, 11.09.2014» angegeben wurden. Trotzdem besteht kein 
Zweifel daran, dass die im Analyseauftrag vom 30. September 2014 aufgeführten 
Hanferzeugnisse aus der zweiten Beprobung vom 30. September 2014 stammen, 
zumal dies übereinstimmend in sämtlichen Anzeigen und Nachträgen (pag. 133; 
pag. 149; pag. 156) sowie in der E-Mail vom 6. November 2018 (pag. 1161) 
erwähnt wird. Die falschen Angaben dürften darauf zurückzuführen sein, dass die 
gleiche Dokumentvorlage, wie für die Durchsuchung vom 11. September 2014 am 
Domizil der Herren A. C. AA.________, verwendet wurde. 

Gemäss Analysebericht der Kantonspolizei vom 17. Oktober 2014 fand am 
8. Oktober 2014 – gestützt auf die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
24. September 2014 (pag. 180 f.) – eine weitere Beprobung in F.________ 
N.________ statt (pag. 1194 f.). Aus den Anzeigen und Nachträgen ergibt sich 
übereinstimmend, dass die Proben aus der Tabakscheune stammten (vgl. 
pag. 134; pag. 149; pag. 156). Im Analyseauftrag wurden die drei Proben 
nummeriert (1-3). Die gleichen Ziffern finden sich im Analysebericht des IRM (vgl. 
pag. 190). Die Bezeichnung «Pol Nr.» im Analyseauftrag der Kantonspolizei 
entspricht wiederum der Spalte «Referenz» im Analysebericht des IRM, so dass 
eine eindeutige Zuordnung möglich ist. 

Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass sämtliche Analyseergebnisse der 
jeweiligen Sicherstellung/Beprobung zugeordnet werden können und die konkrete 
Ausführung nicht zu beanstanden ist. Wie die Vorinstanz richtig ausführte, handelt 
es sich beim IRM um ein zertifiziertes Institut, das auf Analysen wie die 
vorgenommenen spezialisiert ist. Die angeordneten Laboruntersuchungen 
betreffen standardisierte Expertisen (vgl. Art. 184 Abs. 3 StPO), welche aufgrund 
allgemein anerkannter Methoden in weitgehend technisch vorgegebener Weise 
erstellt wurden. Bei den vom Beschuldigten 2 eingereichten Richtlinien und 
Empfehlungen (pag. 1418 ff.) handelt es sich nicht um bindende Vorgaben, so dass 
ein allfälliges Abweichen von diesen Richtlinien/Empfehlungen keinen Grund für die 
Unverwertbarkeit der THC-Analysen darstellt. Im Übrigen stammen die Richtlinien 

16

für die Probeentnahme und –aufarbeitung von Hanfpflanzen, Marihuana und 
Haschisch der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) aus dem 
Jahre 2001 und somit vor der Gesetzesänderung. 

Betreffend die weiteren Vorbringen des Beschuldigten 1 kann wiederum auf die 
zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der Verfügung vom 6. November 
2018 (Ziff. 5; pag. 1048) verwiesen werden. 

Aus dem Gesagten folgt, dass sowohl die Anordnung der Probeentnahme als auch 
die konkrete Ausführung rechtmässig erfolgt sind. Die THC-Analysen sind 
demnach verwertbar. 

8. Verwertbarkeit der Zeugenaussagen 

Anlässlich der oberinstanzlichen Befragung brachte der Beschuldigte 1 sinngemäss 
vor, dass die Aussagen der beiden Belastungszeugen L.________ und 
M.________ infolge Verletzung der Teilnahmerechte unverwertbar seien 
(pag. 1901 Z. 40 ff.). 

Aus Art. 147 Abs. 1 StPO ergibt sich das Teilnahmerecht der Parteien, bei Bewei-
serhebungen durch die Staatsanwaltschaft und Gerichte anwesend zu sein und 
einvernommenen Personen Fragen stellen zu können. Art. 147 Abs. 1 StPO gilt 
auch bei Beweiserhebungen durch die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft 
gemäss Art. 312 Abs. 2 StPO (WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 1 f. zu Art. 147 StPO). Gemäss Art. 
147 Abs. 4 StPO sind Beweise, die in Verletzung dieser Bestimmung erhoben wor-
den sind, nicht zulasten der Partei zu verwenden, die nicht anwesend war. Das 
Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte 
anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fragen zu stellen, setzt 
Parteistellung vor-aus (vgl. Art. 147 Abs. 1 StPO). Parteien sind die beschuldigte 
Person, die Privatklägerschaft sowie im Haupt- und im Rechtsmittelverfahren die 
Staatsanwaltschaft (Art. 104 Abs. 1 StPO). Der gesetzliche Anspruch auf 
Teilnahme an den Beweiserhebungen im Untersuchungs- und Hauptverfahren gilt 
grundsätzlich auch für die Einvernahme von Mitbeschuldigten. In getrennt 
geführten Verfahren kommt den Beschuldigten im jeweils anderen Verfahren keine 
Parteistellung zu. Ein gesetzlicher Anspruch auf Teilnahme an den Beweiserhe-
bungen im eigenständigen Untersuchungs- und Hauptverfahren der anderen be-
schuldigten Person besteht folglich nicht (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario), womit 
auch das Verwertungsverbot nach Art. 147 Abs. 4 StPO entfällt (BGer 
6B_280/2014 vom 1. September 2014; WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung StPO, 3. Aufl. 2020, N. 3c zu Art. 147 StPO). 

Das in Art. 147 StPO geregelte Teilnahmerecht ist Teil des Anspruchs auf ein faires 
Verfahren und ist Ausfluss aus Art. 6 Abs. 3 lit. d EMRK, welcher den Anspruch der 
beschuldigten Person statuiert, jenen Zeugen Ergänzungsfragen stellen zu dürfen, 
welche sie belasten. Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für 
Menschenrechte (EGMR) und des Bundesgerichts genügt es den Anforderungen 
von Art. 6 Abs. 3 lit. d EMRK, wenn die beschuldigte Person oder die Verteidigung 
im Laufe des gesamten Verfahrens einmal eine angemessene und geeignete Ge-
legenheit erhalten hat, von ihrem Konfrontationsrecht Gebrauch zu machen 

17

(WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, 3. 
Aufl. 2020, N. 11 f. zu Art. 147 StPO; BGer 6B_839/2013 vom 28. Oktober 2014 
E. 1.4.1 mit Hinweisen; SCHLEIMINGER METTLER, in: Basler Kommentar, Schweize-
rische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 30 f. zu Art. 147 StPO).

Gegen L.________ und M.________ wurde ein getrenntes Strafverfahren geführt. 
Sie wurden anlässlich der delegierten polizeilichen Einvernahme vom 
23. September 2014 bzw. 26. September 2014 als beschuldigte Person 
einvernommen (pag. 210 ff.; pag. 238 ff.). Dem Beschuldigten 1 kam in den gegen 
L.________ sowie M.________ geführten Strafverfahren keine Parteistellung zu, 
weshalb ihm auch für die entsprechenden Einvernahmen kein Teilnahmerecht 
zustand, das hätte verletzt werden können. Dem Konfrontationsanspruch nach Art. 
6 Abs. 3 lit. d EMRK wurde Genüge getan, als der Beschuldigte im Rahmen der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung die Gelegenheit erhielt, den beiden 
Belastungszeugen Fragen zu stellen und ihr Zeugnis in Zweifel zu ziehen. 
Entsprechend sind die Aussagen von L.________ und M.________ verwertbar. 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

9. Vorbemerkung / Übersicht

Zunächst kann auf die von der Vorinstanz gemachte Sachverhaltsübersicht verwie-
sen werden (S. 9 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1639 f.). Das 
Rahmengeschehen ist unbestritten und lässt sich wie folgt wiedergeben:

9.1 Erster Sachverhaltskomplex

Am 11. September 2014 fand am Domizil von C.________ und seinen Söhnen, 
dem Beschuldigten 1 und AA.________, eine Hausdurchsuchung statt. Dabei wur-
den unter anderem folgende Gegenstände sichergestellt:

- mehrere getrocknete Hanfstauden, getrocknete (und teilweise abgepackte) 
Hanfblüten und mehrere Hanfpflanzen in Töpfen (pag. 332 ff.)

- Verpackungsmaterial sowie eine Grammwage (Eignung fürs Verpacken von 
Hanfblüten)

- Notizzettel mit Schulden (Ass.-Nr. 4; pag. 123)

Zudem wurde im Auto des Beschuldigten 1 Bargeld in Höhe von CHF 20'000.00 
gefunden (Ass.-Nr. 32; pag. 334). Grund der Hausdurchsuchung war der anlässlich 
der polizeilichen Anhaltung von C.________ auf der Autobahn (wegen Unleserlich-
keit des Kontrollschildes) gemachte Fund eines 60 L Kehrichtsacks mit Rüstabfäl-
len von Marihuanapflanzen und ca. 1 bis 2 Gramm Marihuanablüten (unter zahlrei-
chen Zwiebeln; pag. 121). Aus dieser Hausdurchsuchung und den diesbezüglichen 
Ermittlungsergebnissen resultierten die Vorwürfe gegen den Beschuldigten 1 
gemäss Strafbefehl Ziff. 1 (Anpflanzen von Marihuana-Pflanzen mit einem durch-
schnittlichen THC-Gehalt von 8.9 % am eigenen Wohnort), Ziff. 2.1 und 2.2 (Ver-
kauf an L.________ von rund 250 g Marihuana à jeweils 4.5 g und an M.________ 
von insgesamt 300 g Marihuana mit einem Gesamtdeliktsbetrag von 
CHF 5'700.00). 

18

Der anlässlich dieser Hausdurchsuchung z.H. des IRM sichergestellten Hanfpflan-
zen resultierende THC-Gehalt ist im Bericht des IRM vom 19. September 2014 
wiedergegeben (pag. 171 ff.). Gleichentags gab es eine vorläufige Festnahme des 
Beschuldigten 1 sowie seines Vaters C.________ und seines Bruders 
AA.________, mit anschliessender Untersuchungshaft. 

9.2 Zweiter Sachverhaltskomplex

Gestützt auf die diversen Befragungen der Herren A. C. AA.________ wegen des 
«ersten Sachverhaltskomplexes» kam der Beschuldigte 2 «ins Spiel»: Der Be-
schuldigte 1 unterhielt geschäftliche Beziehungen zum Beschuldigten 2 bzw. zu der 
von diesem kontrollierten P.________. Anlässlich der zweiten Hausdurchsuchung 
vom 12. September 2014 am Domizil der Herren A. C. AA.________ wurden ins-
besondere mehrere Urkunden betreffend die Zusammenarbeit zwischen den Be-
schuldigten bzw. dem Beschuldigten 1 und der P.________ AG gefunden. 

Am 15. September 2014 fand eine weitere Durchsuchung einer nahegelegenen, 
vom Beschuldigten 1 gemieteten Tabakscheune und die Begehung des Feldes in 
F.________ N.________ statt. Hieraus resultierten der restliche Vorwurf gegen den 
Beschuldigten 1 gemäss Ziff. 3 des Strafbefehls (Erwerb von ca. 2'000 Cannabis-
pflanzen mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von mehr als 1 % [durchschnitt-
lich 2.14-4.9 %] für den Betrag von CHF 32'400.00 vom Beschuldigten 2 sowie 
Verarbeitung der Pflanzen mit der Absicht des gewinnbringenden Weiterverkaufs 
der Blüten) und die zwei Vorwürfe gegen den Beschuldigten 2 gemäss Ziff. 1 des 
Strafbefehls (Auftrag an einen Dritten, ein bis zwei Kilo Hanfsamen auszusäen, die 
dann zu Hanfblüten wurden mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von über 1 % 
= Anbau von Betäubungsmitteln) sowie Ziff. 2 des Strafbefehls (Verkauf von ca. 
2'000 Cannabispflanzen, die einen durchschnittlichen THC-Gehalt von mehr als 
1 % [durchschnittlich 2.14-4.9 %] aufweisen sollten, für den Betrag von 
CHF 32'400.00 an den Beschuldigten 1). 

Der anlässlich der Durchsuchung der Scheune z.H. des IRM sichergestellten 
Hanfpflanzen und derjenige ab Feld resultierende THC-Gehalt ist im Bericht des 
IRM vom 23. September 2014 wiedergegeben (pag. 177 ff.). Eine weitere Probe 
fand am 30. September 2014 betreffend die Hanfpflanzen ab Feld statt und der 
daraus resultierende THC-Gehalt ist im Bericht des IRM vom 7. Oktober 2014 
enthalten (pag. 187 ff.). Die letzte Probe fand am 8. Oktober 2014 betreffend die 
Hanfpflanzen aus der Scheune statt und der daraus resultierende THC Gehalt ist 
im Bericht des IRM vom 5. November 2014 wiedergegeben (pag. 190 ff.).

Die Beschuldigten führten aus, es handle sich vorliegend um Industrie- oder mittel-
europäischen, also legalen Hanf und nicht um indischen Hanf und somit Drogen-
hanf. Der Beschuldigte 2 monierte weiter, dass die Vorinstanz die Bezeichnungen 
für die Hanfpflanze bzw. für deren Bestandteile ungenau oder falsch verwende. 
Marihuana sei zudem sowieso eine «Slang-Bezeichnung». In diesem Zusammen-
hang kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, 
die nachfolgend zum Verständnis wiedergegeben werden (S. 10 f. der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung; pag. 1640 f.):

19

[…], dass in Anhang 5 zur Verordnung des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, 
psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien (Betäubungsmittelverzeichnisverordnung, 
BetmVV-EDI; SR 812.121.11) Cannabis definiert wird als "Hanfpflanzen oder Teile davon, welche 
einen durchschnittlichen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 Prozent aufweisen und sämtliche 
Gegenstände und Präparate, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 Prozent 
aufweisen oder aus Hanf mit einem Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1,0 Prozent hergestellt 
werden". Die vom Beschuldigten B.________ vorgebrachte Begriffsdefinition von "Cannabis" unter 
Bezugnahme auf die Unterscheidung zwischen indischem und europäischem Hanf entspricht folglich 
nicht den gesetzlichen Begrifflichkeiten (und findet darüber hinaus, soweit ersichtlich, auch keine 
Stütze in der biologischen Pflanzensystematik bzw. –taxonomie, […]).

Weil der ganz überwiegende Teil der im vorliegenden Verfahren analysierten Hanfproben einen THC-
Gehalt von mehr als 1,0 % aufgewiesen hat, wird im Folgenden der Begriff Cannabis im Sinne der 
Verordnung generell als Synonym für Hanfpflanze bzw. Hanfpflanzenbestandteil verwendet. Soweit 
es sich um Zitate (aus Aussagen oder Dokumenten) handelt, wird auch teilweise der Begriff 
Marihuana verwendet, wobei darauf hingewiesen sei, dass in den vom Beschuldigten B.________ 
selber zu den Akten gereichten Richtlinien für die Probenahme der SGRM dieser Begriff definiert wird 
als "das getrocknete Hanfkraut ohne grobe Stängel" (vgl. pag. 1418).

Ergänzend gilt es festzuhalten, dass im Betäubungsmittelgesetz seit 1. Juli 2011 
keine Unterscheidung von Industriehanf bzw. mitteleuropäischem Hanf und 
indischem Hanf mehr vorhanden ist.

10. Allgemeine Grundlagen der Beweiswürdigung

Betreffend die allgemeinen Grundlagen der Beweiswürdigung kann auf die 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 11 f. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1641 f.). 

11. Unbestrittener / bestrittener Sachverhalt

Unbestritten ist einzig das Vorhandensein der Hanfpflanzen im Haus der Herren A. 
C. AA.________ sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Beschuldigten 1 mit 
dem Beschuldigten 2 bzw. der P.________ AG zwecks Bewirtschaftung eines 
Hanffeldes und dem anschliessenden Verkauf der Pflanzen. 

Bestritten und durch die Kammer zu überprüfen sind somit sämtliche die den Be-
schuldigten vorgeworfenen Handlungen (vgl. dazu Ziff. II.9.1 und II.9.2 hievor). Ins-
besondere bestreiten beide Beschuldigten den THC-Gehalt und die Gültigkeit der 
Beprobung bzw. Analyse (vgl. Ziff. I.7. oben). Sie machen beide geltend, es handle 
sich um Industrie- und nicht um Drogenhanf. Damit einhergehend bestreiten sie 
implizit den subjektiven Tatbestand. In Bezug auf den Beschuldigten 1 stellt sich 
sodann die Frage, wem die sichergestellten Hanfpflanzen am Domizil der Herren A. 
C. AA.________ gehörten (Ziff. 1 des Strafbefehls) und ob der Beschuldigte 1 
Cannabis verkaufte (Ziff. 2.1 und 2.2 des Strafbefehls). Das Anpflanzen von Hanf-
pflanzen in E.________ (Ziff. 3 des Strafbefehls) wird nicht explizit bestritten, son-
dern hat der Beschuldigte 1 grundsätzlich eingestanden. Demgegenüber bestreitet 
der Beschuldigte 2, den Auftrag zum Aussäen gegeben zu haben, es sei die 
P.________ AG gewesen. Weiter bestreitet er die Menge der ausgesäten Hanfsa-

20

men (Ziff. 1 des Strafbefehls) und die Illegalität der Handlungen grundsätzlich 
(Ziff. 1 und 2 des Strafbefehls). 

12. Würdigung der Kammer

12.1 Vorbemerkung zu den Beweismitteln

Die Vorinstanz hat die vorhandenen objektiven Beweismittel bei den jeweiligen An-
klagepunkten und Beschuldigten aufgeführt bzw. verwiesen und inhaltlich – wenn 
teilweise kurz – zutreffend umschrieben. Weiter sind die Aussagen der Verfahrens-
beteiligten und Zeugen in der Urteilsbegründung der Vorinstanz korrekt wiederge-
geben worden (S. 12 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag.1642 ff.). Zur 
Verwertung der THC-Analysen des IRM und der Zeugenaussagen wird auf das in 
Ziff. I.7 und I.8 hievor Ausgeführte verwiesen. Die Kammer folgt dem durch die Vor-
instanz gewählten Aufbau. Darauf kann grundsätzlich mit den in den nachfolgen-
den Ziffern ergänzenden oder bereits oben gemachten Ausführungen verwiesen 
werden. 

12.2 A.________

12.2.1 Vorwurf gemäss Ziff. 1 des Strafbefehls

Dem Beschuldigten 1 wird unter Ziff. 1 des Strafbefehls vom 9. August 2017 vor-
geworfen, vom 1. Juni 2014 bis 11. September 2014 an seinem Wohnort an der 
D.________ in E.________ Marihuanapflanzen mit einem durchschnittlichen THC-
Gehalt von 8.9 % angepflanzt zu haben (pag. 742). 

12.2.1.1 Beweismittel

Nachfolgend werden die relevanten Punkte der Beweismittel der Vorinstanz wie-
dergegeben und teilweise ergänzt (S. 18 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; 
pag. 1648 f.):

Hausdurchsuchung vom 11.09.2014

Die bereits mehrfach erwähnte Hausdurchsuchung am Domizil der Familie A. C. AA.________ in 
E.________, D.________, am 11.09.2014 förderte neben den eingetopften Hanfpflanzen insbesonde-
re Folgendes zu Tage: zwei Grammwaagen, ein Sack mit getrockneten Blüten (Asservat Nr. 2), ge-
trocknete Hanfstauden (Asservat Nr. 5), getrocknete Blüten (Asservat Nrn. 7 und 12), eine Kiste mit 
getrockneten Hanfstauden (Asservat Nr. 22), weitere getrocknete Hanfstauden, Kissen mit Hanfblüten 
und Kirschsteinen, Gartenhandschuhe mit Hanfresten und Verpackungsmaterial (vgl. pag. 333 f.).

Die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 11. September 2014 entdeckten Hanf-
pflanzen wurden anschliessend durch das IRM analysiert. Dabei wurden folgende 
THC-Werte festgestellt (forensisch-chemischer Abschlussbericht des IRM vom 
19. September 2014; pag. 171 ff.):

Asservat Nr. 14-20396.1 / Referenz 2: THC-Gehalt von 2.8 % (Messungenauigkeit: ±0.5 %)

Asservat Nr. 14-20396.2 / Referenz 5: THC-Gehalt von 2.4 % (Messungenauigkeit: ±0.5 %)

Asservat Nr. 14-20396.3 / Referenz 7: THC-Gehalt von 8.6 % (Messungenauigkeit: ±1.5 %)

Asservat Nr. 14-20396.4 / Referenz 12: THC-Gehalt von 5.0 % (Messungenauigkeit: ±0.8 %)

Asservat Nr. 14-20396.7 / Referenz 22: THC-Gehalt von 5,7 % (Messungenauigkeit: ±1.0 %)

21

Die Vorinstanz verwendete bei der Wiedergabe des Analyseberichts (vgl. S. 19 der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1649) als Asservat Nr. die Referenz Nr. 
und führte dazu Folgendes aus:

Wie bereits dargelegt, hat die fallführende Polizistin auf Nachfrage des Gerichts hin erläutert, welche 
forensisch-chemischen Analysen welchen Hanfproben zugeordnet werden können. Demnach bezieht 
sich der Abschlussbericht vom 19.09.2014 (pag. 171 f.) unter anderem auf dasjenige Material, das 
anlässlich der Hausdurchsuchung vom 11.09.2014 sichergestellt wurde (vgl. pag. 1161). Tatsächlich 
sind im Protokoll der genannten Hausdurchsuchung die sichergestellten "Hanfpflanzen angepflanzt" 
als Asservate Nr. 17 und 18 bezeichnet (vgl. pag. 333). Diese Nummerierung findet sich im 
forensisch-chemischen Abschlussbericht in der Spalte "Referenz" wieder (der Verständlichkeit 
abträglich ist, dass der Abschlussbericht den Proben auch wieder eine Asservaten-Nr. zuweist, die 
sich allerdings von der Referenz-Nr. unterscheidet).

Gemäss dem einschlägigen forensisch-chemischen Abschlussbericht vom 19.09.2014 wies die Probe 
von der einen Pflanze ("vor Wohnzimmertüre rechts"; Asservat-Nr. 17) einen THC-Gehalt von 10 % 
auf (bei einer Messungenauigkeit von ±1,8 %). Die Probe der zweiten Pflanze ("vor Haustüre"; Asser-
vat-Nr. 18) wies einen THC-Gehalt von 7,8 % auf (bei einer Messungenauigkeit von ±1,5 %). Die 
Messwerte bezeichnen den Gesamtgehalt, also die Summe von freiem THC und von THC-
Carbonsäuren (vgl. pag. 172 f.).

Diese unterschiedliche Nummerierung, die genaues Hinsehen erfordert, genügt 
nicht, eine Unverwertbarkeit der Analysen gestützt auf diesen Grund anzunehmen. 
Es wird auf das in Ziff. I.7. hievor Ausgeführte verwiesen. 

Die Aussagen der beteiligten Personen gab die Vorinstanz u.a. wie folgt wieder 
(S. 23 ff. der erstinstanzlichen Urteilbegründung; pag. 1653 ff.; Hervorhebungen im 
Original):

AA.________ sagte anlässlich der polizeilichen Einvernahme am 12.09.2014 aus, die Hanfpflanzen 
vor der Haustüre gehörten A.________ und die Hanfpflanzen im Garten gehörten ihm (pag. 298 
Z. 142 f.). Anlässlich der delegierten Einvernahme vom 25.09.2014 sagte er aus, A.________ habe 
schon seit mehreren Jahren jeweils zu Hause Hanf angebaut. Dieser sei dann jeweils getrocknet wor-
den, was anschliessend damit geschah, wisse er nicht (pag. 314 Z. 121 ff.). Daneben betonte 
AA.________ wiederholt, er habe darauf geachtet, dass es nur weibliche Pflanzen gewesen seien, 
die männlichen Pflanzen habe er entfernt (pag. 298 Z. 129, 144 ff., pag. 312 Z. 27 ff., pag. 313 
Z. 81 ff.). Auch A.________ habe geschaut, dass seine Pflanzen „Weibchen“ seien (pag. 314 
Z. 150 f.). Angesprochen auf den gemessenen THC-Gehalt von 7,8 % bei einer der Pflanzen, gab 
sich AA.________ überrascht. B.________ habe ihm mal gesagt der Grenzwert sei nicht abhängig 
von der Pflanze, sondern von der Sonne. Er sei daher überrascht, dass nach diesem Wetter so ein 
Wert resultiere (pag. 313 Z. 94 ff.).

C.________ sagte anlässlich der polizeilichen Einvernahme am 11.09.2014 mehrfach aus, die Pflan-
zen vor dem Haus bei der Eingangstüre gehörten A.________, diejenigen auf der Gartenseite gehör-
ten AA.________ (pag. 245 Z. 79 ff., pag. 246 Z. 119 ff.). Anlässlich der delegierten Einvernahme 
vom 03.10.2014 sagte er aus, es sei ja klar, dass die drei Pflanzen vor dem Haus von A.________ 
gewesen seien (pag. 262 Z. 184 f.).

A.________ sagte anlässlich der polizeilichen Einvernahme am 11.09.2014 aus, die Hanfpflanzen vor 
der Haustüre und der Wohnzimmertüre habe er mit Samen angepflanzt. Die Samen habe er noch von 
den Blüten vom Vorjahr gehabt (pag. 268 Z. 91–93). Das Hanf-Anpflanzen zu Hause sei für ihn ledig-

22

lich ein Hobby. Er habe das zusammen mit seinem Halbbruder (AB.________) gemacht (pag. 270 
Z. 184 f.). Anlässlich der Hafteröffnung und vor dem Zwangsmassnahmengericht wurde A.________ 
zu diesem Vorwurf nicht befragt. Anlässlich der delegierten Einvernahme durch die Polizei am 
02.10.2014 verweigerte er grösstenteils die Aussagen. Auf Vorhalt seiner Aussage, wonach er zu 
Hause Hanf angebaut habe, sagte er allerdings ausdrücklich, er bestätige alles, was er schon mal ge-
sagt habe (pag. 287 Z. 33). Anlässlich der Hauptverhandlung verweigerte der Beschuldigte wiederum 
die Aussage. Zum Vorhalt, wonach eine der Pflanzen bei ihm zu Hause einen THC-Gehalt von 10 % 
aufgewiesen habe, wollte er keine Aussagen machen (pag. 288 Z. 74).

Anlässlich der oberinstanzlichen Befragung führte der Beschuldigte 1 aus, dass die 
Pflanzen (an seinem Wohnort) nicht von ihm gewesen seien. Er habe 2'000 Pflan-
zen auf dem Hanffeld in G.________ besessen, da brauche er nicht noch ein paar 
Pflanzen zu Hause. Zudem habe sein Vater anlässlich der erstinstanzlichen Haupt-
verhandlung zu Protokoll gegeben, dass die fraglichen Pflanzen seinem Bruder 
gehören würden. Sein Bruder, AA.________, habe die Pflanzen angepflanzt, was 
die Vorinstanz selbst in ihrer Urteilsbegründung ausführe. Es sei daher wider-
sprüchlich, wenn im Strafbefehl stehe, er (Beschuldigter 1) habe die Pflanzen an-
gepflanzt (pag. 1901 Z. 8 ff.). Auf Vorhalt, wonach der Beschuldigte 1 anlässlich 
der ersten polizeilichen Einvernahme vom 11. September 2014 ausgesagt habe, 
dass er die Hanfpflanzen vor der Haustüre und vor der Wohnzimmertüre ange-
pflanzt habe (pag. 268 Z. 90 f.), führte er aus, dass er dies nur gesagt habe, um 
seinen jüngeren Bruder in Schutz zu nehmen. Er habe verhindern wollen, dass die-
ser ins Gefängnis komme. Die Pflanzen würden ihm (Beschuldigter 1) aber nicht 
gehören. Die Einvernahme habe zudem um 03:30 Uhr stattgefunden, er sei «durch 
den Wind» gewesen und die Fragen seien nur so auf ihn «eingeprasselt». Er könne 
sich auch nicht mehr genau daran erinnern, was er damals ausgesagt habe 
(pag. 1901 Z. 22 ff.). 

12.2.1.2 Beweiswürdigung

Die Vorinstanz kam beweiswürdigend zu folgendem Schluss (S. 25 der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung; pag. 1655):

Wie bereits erwähnt, ist das Anpflanzen vom Beschuldigten grundsätzlich eingestanden worden. 
C.________ und AA.________ bestätigten ausserdem unabhängig voneinander und übereinstim-
mend, dass die einen Pflanzen in ihrem Domizil AA.________ gehört hätten und die anderen, diejeni-
gen bei der Eingangstüre, A.________. Unter diesen Umständen verbleiben für das Gericht keine 
Zweifel, dass A.________ diese Pflanzen angepflanzt hat, wie es ihm im Strafbefehl vorgeworfen 
wird.

Aus den vorliegenden forensischen Analysen erhellt klar, dass beide von den Pflanzen im Domizil A. 
C. AA.________ entnommenen Proben einen THC-Gehalt von deutlich mehr als 1 % aufwiesen. Das 
Argument des Beschuldigten, wonach der angeklagte Messwert nicht mit den Akten übereinstimme, 
geht bereits deshalb fehl. Der THC-Gehalt von 8,9 %, wie er im Strafbefehl aufgeführt ist, dürfte mut-
masslich daher rühren, dass auf den Durchschnitt der beiden Messwerte (7,8 % und 10 %) abgestellt 
wurde. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll, zumal nicht mehr ganz klar nachvollzogen werden kann, 
welche Beprobung im Garten und welche bei der Eingangstüre entnommen worden ist. Weil beide 
Werte, auch unter Abzug der Messungenauigkeit, ohnehin deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert 

23

liegen und ausserdem nicht sehr weit auseinander liegen, ist der genaue THC-Gehalt nur noch von 
untergeordneter Bedeutung und es kann auf einen Durchschnittswert abgestellt werden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der angeklagte Sachverhalt gemäss Ziff. 1 des 
Strafbefehls beweismässig erstellt ist.

Die Kammer schliesst sich den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz an. 
Ergänzend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 1 anlässlich der ersten 
Einvernahme – und zwar zeitlich zu Beginn – zugab, die Hanfpflanzen vor der 
Haustüre und der Wohnzimmertüre angepflanzt zu haben (pag. 268 Z. 90 f.). Seine 
sinngemässen Angaben, wonach er aufgrund der Tages- bzw. Nachtzeit falsch 
ausgesagt habe, kann daher nur als Schutzbehauptung angesehen werden, zumal 
er seine bisherigen Aussagen tags darauf generell («Ja, ich kann dies voll und 
ganz bestätigen»; pag. 280 Z. 75) und anlässlich der Einvernahme vom 2. Oktober 
2014 konkret bezogen auf die Frage der Zugehörigkeit und Aufzucht der Pflanzen 
nochmals bestätigte (pag. 287 Z. 30 ff.). Ebenfalls als Schutzbehauptung zu sehen 
ist seine Aussage, wonach er die Schuld auf sich genommen habe, um seinen 
Bruder vor der Haft zu beschützen; AA.________ wurde am 26. September 2014 
aus der Untersuchungshaft entlassen (pag. 115; pag. 118). Der Beschuldigte 1 
hätte also bei seiner Befragung am 2. Oktober 2014 in Bezug auf seinen Bruder 
nichts mehr zu befürchten gehabt und hätte den Sachverhalt, so wie er sich seiner 
Ansicht nach zugetragen hat, richtigstellen können. Stattdessen bestätigte er auf 
konkrete Frage hin nochmals seine bisherigen Aussagen (pag. 287 Z. 30 ff.). 

Eine Widersprüchlichkeit zwischen dem Strafbefehl und der Urteilsbegründung ist 
zudem nicht auszumachen: Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass der 
Beschuldigte 1, und nicht AA.________, die fraglichen Pflanzen anpflanzte. Etwas 
anderes kann der erstinstanzlichen Urteilsbegründung – entgegen den 
Ausführungen des Beschuldigten 1 – nicht entnommen werden. Unter dem Titel 
rechtliche Würdigung führte die Vorinstanz sodann aus, dass AA.________ drei 
Pflanzen aus Samen herangezogen und der Beschuldigte 1 diese anschliessend 
behändigt sowie separiert habe und in der Folge um deren Wachstum besorgt 
gewesen sei (S. 41 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1671). Die 
Vorinstanz ging folglich davon aus, dass AA.________ die Samen zunächst 
aussäte und der Beschuldigte 1 diese anschliessend separierte, also anpflanzte. 
Dass die Pflanzen vor der Eingangstür durch den Beschuldigten 1 und diejenigen 
vor der Wohnzimmertür durch AA.________ gepflegt und aufgezogen wurden – 
erstere also dem Beschuldigten 1 und letztere AA.________ gehörten – steht 
dieser Schlussfolgerung nicht entgegen, zumal das Ansäen bzw. Anpflanzen allein 
noch nichts über die Eigentumsverhältnisse aussagt. Es sei bereits an dieser Stelle 
erwähnt, dass das Gesetz unter dem Begriff «Anbauen» i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. a 
BetmG nicht nur das Anpflanzen, sondern auch das Aussäen, Aufziehen, Züchten 
oder Kultivieren von Pflanzen versteht und unter Strafe stellt (vgl. Ziff. III.14.1.1 
unten). Zusammenfassend kann daher gesagt werden, dass der Beschuldigte 1 – 
in Übereinstimmung mit dem Strafbefehl und der Vorinstanz – die sichergestellten 
Hanfpflanzen (Asservat Nr. 17 und 18) anpflanzte. 

Der Beschuldigte 1 wusste und wollte, dass der THC-Gehalt der Pflanzen den ge-
setzlichen Grenzwert überschreiten würde bzw. die durch ihn angepflanzten Can-

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nabispflanzen einen höheren THC-Gehalt als 1 % aufweisen würden. Er kann in 
Bezug auf die Handhabung und Wirkungsweise von Hanf nicht als «Novize» gel-
ten. Dies zeigt sich u.a. durch die sichergestellten Beweismittel (Waage, Minigrip 
etc.) und des bereits früheren Hantierens des Beschuldigten 1 mit Hanfpflanzen 
(pag. 267 Z. 28 f.; pag. 268 Z. 90 ff.; pag. 270 Z. 182 ff.).

Die Kammer sieht somit als erstellt, dass der Beschuldigte 1 in der Zeit vom 1. Juni 
2014 bis zum 11. September 2014 an seinem Wohnort an der D.________ in 
E.________ eine unbestimmte Menge Cannabispflanzen mit einem durchschnittli-
chen THC-Gehalt von 8.9 % anpflanzte. 

12.2.2 Vorwurf gemäss Ziff. 2 des Strafbefehls

Gemäss Ziff. 2.1 wird dem Beschuldigten 1 vorgeworfen, in der Zeit vom 1. Sep-
tember 2010 bis 23. September 2014 an der D.________ in E.________ und an-
derswo L.________ 1-2 Mal pro Monat jeweils 4.5g Marihuana für CHF 50.00 (= 
CHF 2'700.00, ca. 250g) verkauft zu haben (pag. 742). 

Weiter wird dem Beschuldigten 1 unter Ziff. 2.2 des Strafbefehls zum Vorwurf ge-
macht, in der Zeit vom 1. Januar 2010 bis 25. September 2014 an der D.________ 
in E.________ und in AC.________ bei der Post M.________ insgesamt 300g Ma-
rihuana für CHF 3'000.00 verkauft zu haben (pag. 742). 

12.2.2.1 Beweismittel
Die Vorinstanz hat die in diesem Zusammenhang zu würdigenden Beweismittel – 
die Auswertung des Mobiltelefons des Beschuldigten 1 (pag. 135; pag. 423 ff.; 
pag. 427 ff.; pag. 435 ff.), den Anzeigerapport vom 13. Oktober 2014 betreffend 
L.________ (pag. 139 ff.), die Strafbefehle gegen L.________ (pag. 1281 ff.) und 
M.________ (pag. 1284 f.), den Notizzettel mit Schulden (pag. 123), das 
aufgefundene Bargeld (Ass.-Nr. 32; pag. 334) sowie die Aussagen des 
Beschuldigten 1 (pag. 266 ff.; pag. 278 ff.; pag. 285; pag. 286 ff.; pag. 1209) und 
der Belastungszeugen L.________ (pag. 210 ff.; pag. 1574 ff.) und M.________ 
(pag. 238 ff.; pag. 1578 f.) sowie des Bruders AA.________ (pag. 295 ff.; pag. 303 
ff.; pag. 310; pag. 311 ff.) – vollständig aufgelistet und deren Inhalt korrekt in 
zusammengefasster Form wiedergegeben; es wird darauf verwiesen (S. 25 ff. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1655 ff.). Ergänzend hält die Kammer 
fest, dass in Bezug auf den Notizzettel keine Schriftprobe mit dem Beschuldigten 1 
zur Ermittlung der Urheberschaft durchgeführt wurde (pag. 1306), obwohl er dies 
geltend machte und ausführte, er habe am 12. September 2014 bei der Polizei 
einen Schriftenvergleich machen müssen, welcher sich nicht in den Akten befinden 
würden. Der Test sei negativ gewesen; es sei nicht seine Schrift auf dem Zettel 
(pag. 1301). Abklärungen haben ein anderes Bild gezeigt. Weiter lässt sich aus 
dem Notizzettel auch die Auflistung von Anzahl Gramm mit dem dazugehörigen 
Geldbetrag, wie bspw. «14 g = 140.- oder 10 = 100» entnehmen. 

Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung führte der Beschuldigte 1 zu 
diesem Anklagevorwurf zusammenfassend aus, dass er L.________ und 
M.________ nie etwas in dieser «Währung» verkauft habe. Zudem seien ihre 
Aussagen ohnehin nicht verwertbar, weil die Parteirechte nicht gewährt worden 
seien (pag. 1901 Z. 35 ff.). Er könne sich nicht erklären, weshalb sie ihn grundlos 

25

belasten würden (pag. 1901 Z. 35 ff.; pag. 1902 Z. 1 ff.). Die Aussagen seien 
ohnehin widersprüchlich und unglaubwürdig (pag. 1904 Z. 10 ff.). Er und 
L.________ hätten sich lediglich gegenseitig Videospiele ausgeliehen. Weshalb der 
Beschuldigte 1 L.________ am 26. Juni 2014 geschrieben habe, dass es aber 
etwas mehr kosten würde, konnte er sich nicht erklären (pag. 1906 Z. 19 ff.). Auch 
sei es nicht seine Schrift, welche auf dem Notizzettel zu sehen sei (pag. 1902 Z. 8 
ff.). In Bezug auf das aufgefundene Bargeld in Höhe von CHF 20'000.00 in seinem 
BMW führte der Beschuldigte 1 aus, dass das Geld aus seiner Militärzeit vom 
12. März 2012 bis 15. Mai 2013 und seiner Tätigkeit als AD.________ und 
AE.________ stamme. Zudem habe er einen kleinen Betrag («öpis Wenigs») von 
seinem Grossvater geerbt. Es handle sich bei diesem Bargeldbetrag nicht um 
Deliktserlös, sondern um ehrlich verdientes Geld (pag. 1902 Z. 15 ff.). Insgesamt 
habe er CHF 50'000.00 gespart, um in ein Hanffeld investieren zu können. Diesen 
Betrag habe er ansparen können, weil er während der Militärzeit keine 
Krankenkasse habe bezahlen müssen und auch zu Hause nicht viel Geld habe 
abgeben müssen. Den ganzen Betrag von CHF 50'000.00 habe er dem 
Beschuldigten 2 im Mai oder Juni 2014 übergeben. Weil ihm in der Folge aufgrund 
seiner fehlenden Erfahrung in Bezug auf das Anbauen und Bewirtschaften eines 
Hanffeldes Zweifel gekommen seien, sei ihm der Beschuldigte 2 
entgegengekommen und habe ihm den ganzen Betrag wieder zurückgegeben. 
CHF 20'000.00 habe er im Auto aufbewahrt, den Rest habe er zur Seite gelegt und 
einen Teil habe er gebraucht. Später habe er dann dem Beschuldigten 2 – gemäss 
Vertrag – CHF 32'400.00 überwiesen (pag. 1903 Z. 13 ff.). Weiter habe er hin und 
wieder einzelne Blüten vom Hanffeld in Minigrips aufbewahrt, weil sie ihm speziell 
«ins Auge gestochen» seien (pag. 1904 Z. 4 ff.). 

12.2.2.2 Beweiswürdigung
Die Vorinstanz führte unter dem Titel Beweiswürdigung Folgendes aus (S. 28 f. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1658 f.): 

Die vorstehende Aufstellung zeigt, dass zahlreiche belastende Beweismittel vorliegen, die klar dafür 
sprechen, dass A.________ an L.________ und an M.________ Cannabis verkauft hat. Es sind keine 
Gründe ersichtlich, weshalb die beiden Belastungszeugen falsch ausgesagt haben sollten, insbeson-
dere weil sie sich auch selber belastet haben und die deshalb gegen sie ausgesprochenen Verurtei-
lungen rechtskräftig wurden. Dass sie sich scheuten diese belastenden Aussagen anlässlich der 
Hauptverhandlung in Anwesenheit von A.________ zu bestätigen, zeigt ihr damaliges Verhalten, wel-
ches zum Abbruch der Hauptverhandlung führte. 

Neben den klar belastenden Aussagen existieren weitere Indizien, die auf eine Verkaufstätigkeit des 
Beschuldigten hindeuten. Allem voran sei hier auf die WhatsApp-Chatverläufe hingewiesen. Insbe-
sondere aus der Chat-Unterhaltung mit L.________ kann offensichtlich herausgelesen werden, dass 
dieser sich während rund drei Monaten dreimal mit A.________ verabredet hat, um Cannabis zu kau-
fen, wobei hierbei nur die Verabredungen über WhatsApp ersichtlich sind und der Zeuge zugegeben 
hat, dass sie auch über andere Kanäle kommuniziert haben. Das offensichtliche Codewort für die 
Betäubungsmittel war "Games" oder "FIFA-Game". Der Chatverlauf mit M.________ ist weniger klar 
hinsichtlich des angeklagten Sachverhalts. Dort ging es mehr um die Schulden von M.________ bei 
A.________. Ein weiteres Indiz ist sodann der Notizzettel, mit den vermerkten Schulden. Obwohl der 
Beschuldigte es stets bestritten hat und keine eindeutige Zuweisung durch einen Schriftabgleich ge-

26

macht werden kann, deutet doch einiges darauf hin, dass A.________ die Einträge verfasst hat. Ins-
besondere stand er nachgewiesenermassen mit den vermerkten Personen AF.________, 
M.________ und L.________ in Kontakt. Schliesslich sei auch noch auf die (etwas vageren) Belas-
tungen durch AA.________ und den grossen sichergestellten Bargeldbetrag hingewiesen, dessen 
Vorhandensein der Beschuldigte nicht sehr nachvollziehbar und mit wechselnder Erklärung begründet 
hat.

Insgesamt ist für das Gericht klar erstellt, dass A.________ den beiden Abnehmern Cannabis verkauft 
hat. Im Falle von M.________ stellt das Gericht auf die ersten, glaubhaftesten Aussagen des Belas-
tungszeugen ab. Der angeklagte Sachverhalt ist damit erstellt. Im Falle von L.________ wird ebenfalls 
auf dessen erste Aussage abgestellt, wonach er 1–2 Portionen pro Monat je 4,5 g zu CHF 50.00 
während rund drei Jahren gekauft habe. Wird mit einem Durchschnitt von 1,5 Käufen pro Monat ge-
rechnet (d.h. 6,75 g), ergibt dies für 37 Monate rund 250 g zu rund CHF 2'700.00. Auch hier ist der 
angeklagte Sachverhalt folglich erstellt.»

Der mehrfache Verkauf des Cannabis ist gestützt auf die vorhandenen 
Beweismittel klar zu bejahen. Die objektiven Beweismittel wie die handschriftlichen 
Notizen mit Angabe von Gramm und Frankenbeträgen sowie die Nennung von 
M.________ mit CHF 375.00 Schulden werden durch die zeitnahen Aussagen der 
Zeugen M.________ und L.________ untermauert. Das durch den Beschuldigten 1 
Ausgeführte wird als Schutzbehauptung gewertet. Insbesondere seine Erklärung, 
wonach es in der Unterhaltung zwischen ihm und L.________ um das Ausleihen 
von Videospielen gegangen sei (pag. 1606 Z. 30), ist mit Blick auf den Chatverlauf 
und die in diesem Zusammenhang verlangten Geldbeträge von CHF 300.00 
(pag. 425), CHF 650.00 (pag. 426) und CHF 1'000.00 (pag. 428) sowie der 
Tatsache, dass der Beschuldigte 1 selbst ausführte, ein Videospiel habe damals 
um die CHF 90.00 gekostet (pag. 1906 Z. 25 ff.), als erfolglosen Versuch, sich aus 
der erdrückenden Beweislage zu retten, zu sehen. Zudem sagte L.________ 
anlässlich der polizeilichen Befragung vom 23. September 2014 aus, dass er beim 
Beschuldigten 1 Marihuana gekauft habe und sie jeweils über WhatsApp/SMS und 
Facebook-Messenger kommuniziert hätten (pag. 212 Z. 92 ff.; pag. 213 Z. 125 f.). 
Jedenfalls ist für die Kammer klar, dass beim gegenseitigen Ausleihen von 
Videospielen unter Kollegen kein Geld und, in Anbetracht des Einzelpreises eines 
Videospiels, schon gar nicht in dieser Grössenordnung fliesst. Dass es in dieser 
Unterhaltung um den Kauf bzw. Verkauf von Drogen ging, ist offensichtlich und 
konnte vom Beschuldigten 1 – gerade mit Blick auf die Geldbeträge – auch nicht 
anders erklärt werden (pag. 1906 Z. 32 ff.). 

Auch wenn nicht verifiziert wurde, dass das Blatt mit den handschriftlichen Notizen 
vom Beschuldigten 1 stammte, haben – wie bereits ausgeführt – M.________, aber 
auch L.________ eingestanden, Cannabis beim Beschuldigten 1 gekauft zu haben. 
Wie die Vorinstanz treffend ausführte, haben sie sich dadurch auch selbst belastet 
und in der Folge die gegen sie ausgesprochene Verurteilung akzeptiert. Die 
Aussagen von AA.________ betreffend Urheberschaft des Zettels sind weiter 
eindeutig und klar. Die Aussagen, des Beschuldigten 1, wonach die Schrift 
diejenige seines Halbbruders sei (vgl. pag. 50 Z. 161 ff.), erscheint nicht glaubhaft, 
sondern als gute Ausrede, da dieser in BB.________ lebt und nicht befragt werden 
kann. Zudem hat der Beschuldigte 1 dem Beschuldigten 2 einen Betrag von 

27

CHF 50'000.00 in bar übergeben (pag. 127) bzw. mindestens den in den 
Strafbefehlen festgehaltenen Betrag von CHF 32'400.00. Wie der Beschuldigte 1 in 
seinem jugendlichen Alter (AW.________) mit einem AH.________ und dem 
Militärsold einen solchen Betrag angespart haben soll, entzieht sich der Kammer. 
Anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung reichte der Beschuldigte 1 
Lohnabrechnungen aus den Jahren 2013 und 2014 sowie eine Kopie aus (s)einem 
Dienstbuch ein (pag. 1925 ff.). Er machte zusammengefasst geltend, dass die in 
seinem Auto aufgefundenen CHF 20'000.00 aus seinem Einkommen, dem 
Militärsold und aus dem Erbe seines Grossvaters stammen würden (pag. 1902 
Z. 15 ff.). Auf die Frage, weshalb er CHF 20'000.00 im Auto aufbewahrt habe, 
führte der Beschuldigte 1 an der oberinstanzlichen Hauptverhandlung aus, dass er 
dem Beschuldigten 2 zunächst CHF 50'000.00 für die Investition in das Hanffeld 
gegeben habe. Weil ihm aber Zweifel gekommen seien – aufgrund seiner 
fehlenden Erfahrungswerte – habe ihm der Beschuldigte 2 das Geld 
zurückgegeben. CHF 20'000.00 habe er ins Auto gelegt, den Rest habe er sonst 
zur Seite gelegt und einen Teil davon habe er gebraucht. Schliesslich habe er dem 
Beschuldigten 2 vertragsgemäss CHF 32'400.00 überwiesen (pag. 1903 Z. 4 ff.). 
Nach Ansicht der Kammer stellt seine Aussage, wonach er von seinem Grossvater 
Geld geerbt haben soll, dies aber niemanden habe sagen wollen, eine reine 
Schutzbehauptung dar. Gemäss den glaubhaften Aussagen von AA.________ ist 
der Grossvater ca. im Jahre 2012 verstorben. Der Beschuldigte 1 sprach 
demgegenüber von 2010 oder 2011 (pag. 1903 Z. 1 f.). Auffallend ist weiter, dass 
der Beschuldigte 1 in Bezug auf die Herkunft des Geldes immer wieder 
unterschiedliche Aussagen machte, so zuletzt anlässlich der oberinstanzlichen 
Befragung (pag. 48 Z. 89 ff.; pag. 269 Z. 141 ff.; pag. 281 Z. 89 ff.; pag. 293 Z. 329 
ff.; pag. 1902 Z. 15 ff.). Auch seine Begründung, wonach er den Bargeldbetrag von 
CHF 20'000.00 über drei Monate lang im Auto aufbewahrt habe, weil er noch nicht 
dazu gekommen sei, es auf die Bank zu bringen (pag. 1903 Z. 34 ff.), wirkt mehr 
wie eine schlichte Ausrede denn wie eine plausible Erklärung. 

Ebenfalls als Schutzbehauptungen gewertet werden seine Aussagen betreffend die 
Minigrip (Stichwort: einheimische Samen als Muster; schöne Blüten aufbewahren). 
Der Beschuldigte 1 kann weiter aus den Ausführungen des Zeugen L.________, 
wonach die Menge nur eine Hochrechnung der Polizei gewesen sei und er diese 
nicht mehr bestätigen könne (pag. 1575 Z. 44 f.), nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Die Hochrechnung wurde gestützt auf die freien Angaben des Zeugen 
L.________ betreffend Zeitangabe, Häufigkeit der (Ver-)Käufe mit der 
diesbezüglichen Menge hochgerechnet. Die Aussagen der beiden Zeugen 
anlässlich ihrer Einvernahmen vor der Vorinstanz, wonach sie von den polizeilichen 
Befragern massiv bzw. enorm unter Druck gesetzt worden seien (pag. 1574 Z. 35 
f.; pag. 1578 Z. 21 f.), erachtet die Kammer nicht als glaubhaft und wertet dies als 
hilflosen Versuch, dem Beschuldigten 1 zu helfen. Zudem kann der Beschuldigte 1 
aus seiner Aussage, er habe das Militär gemacht, nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Das Gleiche gilt es über den (bisher) sauberen Leumund in der Schweiz 
zu sagen. 

In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist gestützt auf die objektiven Beweismittel 
und die ersten glaubhaften Aussagen von L.________ sowie M.________ erstellt, 

28

dass der Beschuldigte 1 den beiden Belastungszeugen wiederholt Cannabis 
verkaufte. Dass es sich dabei um Cannabis mit einem THC-Wert über 1 % 
handelte, liegt auf der Hand, zumal beide Belastungszeugen die Qualität auf einer 
Skala von 1 bis 10 mit 5 (pag. 213 Z. 158 ff. [L.________]) und mit 7 (pag. 240 
Z. 57 ff. [M.________]) bewerteten. Im gegenteiligen Fall wären die Abnehmer 
kaum gewillt gewesen, mehrmals Cannabis beim Beschuldigten 1 zu kaufen. 
Relativierungen resp. Korrekturen drängen sich jedoch hinsichtlich der 
Tatzeiträume und damit einhergehend auch der verkauften Menge auf. Einig geht 
die Kammer mit der Vorinstanz im Hinblick die jeweils durchschnittlich verkaufte 
Menge von 6.75 Gramm (1.5 x 4.5 Gramm) an L.________. Die Vorinstanz hat zu 
Recht auf die glaubhaften Aussagen von L.________ anlässlich seiner polizeilichen 
Befragung vom 23. September 2014 abgestellt, wonach er durchschnittlich ein bis 
zwei Portionen à CHF 50.00 oder CHF 100.00 pro Monat beim Beschuldigten 1 
bezogen hat und eine Portion ungefähr 4.5 Gramm Marihuana gewesen ist 
(pag. 213 Z. 128 ff. und Z. 143 ff.). Richtigerweise ist sie zu Gunsten des 
Beschuldigten 1 von durchschnittlich 1.5 Käufen bzw. Verkäufen (1-2 Portionen pro 
Monat) à CHF 50.00 ausgegangen. Die von der Vorinstanz errechnete Menge 
bezieht sich auf einen Tatzeitraum von 37 Monaten, wobei sie – in 
Übereinstimmung mit dem Strafbefehl – von einem letztmaligen Verkauf am 
23. September 2014, also am Tag der polizeilichen Befragung, ausging. 
L.________ sagte allerdings anlässlich seiner Befragung aus, er denke, der letzte 
Bezug sei vor ca. ein bis eineinhalb Monaten gewesen (pag. 212 Z. 99 f.). Mit Blick 
auf diese Aussagen und der Tatsache, dass der Beschuldigte 1 den Vorwurf 
insgesamt bestreitet, ist gestützt auf den Grundsatz in dubio pro reo von einem 
letztmaligen Verkauf an L.________ – entgegen dem im Strafbefehl aufgeführten 
und von der Vorinstanz übernommenem Datum vom 23. September 2014 – am 
15. August 2014 auszugehen. Die Kammer geht daher – unter Berücksichtigung 
der teilweise verjährten Handlungen (vgl. dazu Ziff. I.6. oben) – von einem 
Tatzeitraum von rund zwei Jahren aus. Mit Blick auf eine durchschnittlich monatlich 
verkaufte Menge von 6.75 Gramm Cannabis ergibt dies eine verkaufte 
Gesamtmenge von 162 Gramm (1.5 x 4.5 Gramm x 24) und einen Deliktsbetrag 
von CHF 1'800.00 (CHF 75.00 x 24). Nach dem Gesagten erachtet es die Kammer 
als erstellt, dass der Beschuldigte 1 L.________ in der Zeit vom 26. August 2012 
bis zum 15. August 2014 an der D.________ in E.________ insgesamt 162 Gramm 
Cannabis für CHF 1'800.00 verkaufte. 

In Bezug auf den Vorwurf gemäss Ziff. 2.2 (Verkauf an M.________) ist 
festzuhalten, dass dieser auf die Frage, ob es zutreffe, dass er beim Beschuldigten 
1 ca. 235 Gramm Marihuana für CHF 2'400.00 gekauft habe, antwortete: «Ich will 
ehrlich sein, es waren vermutlich eher 300 Gramm. Vermutlich habe ich insgesamt 
auch eher etwas mehr bezahlt, vielleicht ca. CHF 3'000.00» (pag. 240 Z 46 ff.). 
Weiter führte er aus, dass sie ein gutes kollegiales Verhältnis hätten. Er habe 
immer gewusst, was er (der Beschuldigte 1) mache, darum sei er auch eher auf 
Abstand gegangen (pag. 240 Z. 75 ff.). Weiter gab er zu, dem Beschuldigten 1 
noch CHF 2'000.00 für Marihuana zu schulden (pag. 241 Z. 104 ff.), was durch den 
Chatverlauf untermauert wird (pag. 135 f.). M.________ hat keinen Grund, den 
Beschuldigten 1 grundlos oder übermässig zu belasten, zumal er sich durch seine 

29

Korrektur in Bezug auf die Menge selbst mehr belastete. Seine Aussagen sind 
insgesamt nachvollziehbar, wirken ehrlich und sind daher glaubhaft. Gestützt auf 
seine Angaben, wonach er zuletzt vor drei bis vier Monaten Cannabis beim 
Beschuldigten 1 gekauft habe (pag. 240 Z. 35 ff.) und letzterer den Vorwurf 
wiederum insgesamt bestreitet, ist in dubio pro reo von einer letztmaligen 
Tathandlung bzw. von einem letztmaligen Verkauf am 25. Mai 2014 auszugehen. In 
Anbetracht der teilweise verjährten Handlungen (vgl. dazu Ziff. I.6. oben) geht die 
Kammer somit von einem Tatzeitraum vom 26. August 2012 bis zum 25. Mai 2014 
aus. Mit Blick auf die Begrenzung des Tatzeitraums stellt sich sodann die Frage, 
von welcher verkauften Gesamtmenge auszugehen ist. M.________ führte aus, 
dass er als AJ.________-jähriger Lehrling kleinere Mengen Marihuana beim 
Beschuldigten 1 gekauft habe (pag. 240 Z. 35 ff.). Aufgrund seines Jahrgangs 
(AI.________) dürfte dies in den Jahren ab 2010 gewesen und damit verjährt sein. 
M.________ war sich allerdings sicher, zweimal je 100 Gramm Marihuana beim 
Beschuldigten 1 bezogen zu haben, was gemäss seinen Berechnungen einen 
Betrag von CHF 2'000.00 ergeben würde. Es ist davon auszugehen, dass er 
zumindest die grösseren Mengen (2 x 100 Gramm) im Zeitraum vom 26. August 
2012 bis zum 25. Mai 2014 kaufte. Dafür spricht zum einen, dass er sich noch sehr 
genau an die Menge erinnern konnte und auch, für was er so viel brauchte (Kuchen 
backen [pag. 240 Z. 33 und Z. 65 f.], AK.________ [pag. 240 Z. 65]). Zum anderen 
konnte er sich mit voranschreitender Ausbildung und schliesslich als Ausgelernter 
grössere Mengen leisten, hatte aber nach wie vor noch Schulden in Höhe von 
CHF 2'000.00 beim Beschuldigten 1, was durch den Chatverlauf belegt wird 
(pag. 435 f.). Aufgrund der aus dem Chatverlauf ersichtlichen Hartnäckigkeit des 
Beschuldigten 1 ist nicht anzunehmen, dass dieser lange auf die Begleichung von 
Schulden wartet, schon gar nicht zwei Jahre. Die Schulden von CHF 2'000.00 
dürften daher aus einem nicht unweit zurückliegenden Verkaufsgeschäft stammen. 
Die Kammer kommt daher zum Schluss, dass der Beschuldigte 1 M.________ in 
der Zeit vom 26. August 2012 bis zum 25. Mai 2014 an der D.________ in 
E.________ insgesamt 200 Gramm Cannabis für CHF 2'000.00 verkaufte. 

Aufgrund der an seinem Wohnort aufgefundenen Utensilien (Minigrip, Waage) und 
seines früheren Umgangs mit Hanfpflanzen (vgl. Ziff. II.12.2.1.2 oben) wusste der 
Beschuldigte 1 beim Verkauf des Cannabis um dessen Wirkung und dass der 
Grenzwert klarerweise überschritten war. Zweifelsohne wollte er dies auch, war 
doch sein direktes Handlungsziel darauf gerichtet, Geld zu verdienen. Dies 
erforderte eine gewisse Qualität des Cannabis, ansonsten hätte er keine Abnehmer 
gefunden und kein Zusatzverdienst generieren können. 

12.2.3 Vorwurf gemäss Ziff. 3 des Strafbefehls

Dem Beschuldigten 1 wird unter Ziff. 3 des Strafbefehls vom 9. August 2017 vor-
geworfen, ab dem 3. Juni 2014 in F.________/G.________ (N.________) und an 
der D.________ in E.________ vom Beschuldigten 2 ca. 2'000 Cannabispflanzen 
mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von mehr als 1 % (durchschnittlich 2.14-
4.9 %) für den Betrag von CHF 32'400.00 erworben und die Pflanzen anschlies-
send verarbeitet zu haben mit der Absicht, die Blüten gewinnbringend weiterzuver-
kaufen (pag. 742). 

30

12.2.3.1 Beweismittel

Die Vorinstanz hat die relevanten Punkte der zu würdigenden Beweismittel, konkret 
den Anzeigerapport vom 18. Dezember 2014 (pag. 154 ff.), das Durchsuchungs-
protokoll vom 15. bzw. 16. September 2014 (pag. 342 f.), das Probeentnahmepro-
tokoll vom 17. September 2014 (pag. 1189 ff.), die Fotodokumentation der Kan-
tonspolizei Bern vom 16. September 2014 (pag. 162 ff.), den Mietvertrag zwischen 
AL.________ und der P.________ AG vom 11. März 2014 (pag. 209), die Quittung 
vom 18. März 2014 (pag. 127), die Abmachung zwischen der P.________ AG und 
dem Beschuldigten 1 vom 3. Juni 2014 (pag. 128 f.), die Schreiben der P.________ 
AG an den Beschuldigten 1 vom 16. Juni 2014 (pag. 126) und vom 26. Juni 2014 
(pag. 125), die Quittung der Miete für die Tabakscheune vom 2. September 2014 
(pag. 201), das Schreiben der P.________ AG an die Kantonspolizei Bern vom 
26. September 2014 (pag. 496 f.), die Auswertung des Mobiltelefons von 
AM.________ (pag. 160 f.), die Aussagen des Beschuldigten 1 (pag. 266 ff.; 
pag. 278 ff.; pag. 285; pag. 66; pag. 286 ff.), die Aussagen von C.________ 
(pag. 10 ff.; pag. 31; pag. 244 ff.; pag. 249 ff.; pag. 1203 ff.) und AA.________ 
(pag. 295 ff.; pag. 84 ff.; pag. 104) sowie die Aussagen des Beschuldigten 2 
(pag. 322 ff.) und die Einvernahmen von AN.________ (pag. 192 ff.), AL.________ 
(pag. 202 ff.; pag. 1217 ff.), AF.________ (pag. 217 ff.), AO.________ (pag. 226 ff.) 
und AM.________ (pag. 232 ff.), korrekt und in zusammengefasster Form wieder-
gegeben. Darauf kann verwiesen werden (S. 29 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbe-
gründung; pag. 1659 ff.). Als weitere relevante Beweismittel kommen die foren-
sisch-chemischen Abschlussberichte des IRM vom 23. September 2014 (pag. 177 
ff.), vom 7. Oktober 2014 (pag. 187 ff.) sowie vom 5. November 2014 (pag. 190 ff.) 
hinzu. Ergänzend bzw. teilweise wiederholend ist Folgendes festzuhalten: 

Gemäss dem Anzeigerapport vom 18. Dezember 2014 fand am 16. September 
2014 eine Hausdurchsuchung auf dem Hanffeld und der nahegelegenen Tabak-
scheune in F.________ (N.________) statt. Das Hanffeld befand sich unmittelbar 
hinter dem Wohnhaus des Beschuldigten 2. In der Tabakscheune hingen rund 300 
Hanfpflanzen zum Trocknen (pag. 154 ff.). Anschliessend wurden 16 Proben vom 
Hanffeld (= Pol Nr. 1-16 [pag. 1169; pag. 1191]) und drei Proben aus der Tabak-
scheune (Ass. Nr. 1-3 [pag. 345] bzw. Pol Nr. 1a-3a [pag. 1168 f.]) sichergestellt 
und durch das IRM analysiert, wobei von den insgesamt 16 Proben des Hanffeldes 
5 Proben auf ihren THC-Gehalt hin untersucht wurden (pag. 342; pag. 345; 
pag. 1168 f.; pag. 1189 ff.; pag. 177 ff.). Der Analysebericht verwendete wiederum 
ihre eigene Asservatennummer und führte unter der Rubrik Referenz jeweils die 
Asservatennummer bzw. Pol Nr. des Durchsuchungsprotokolls der Polizei auf. Der 
forensisch-chemische Abschlussbericht vom 23. September 2014 wies folgende 
THC-Wert aus (pag. 177 f.):

Asservat Nr. 14-20479.1 / Referenz 1a-3a: THC-Gehalt von 3.2 % (Messungenauigkeit: ±0.6 %) 

Asservat Nr. 14-20479.2 / Referenz 1: THC-Gehalt von 0.82 % (Messungenauigkeit: ±0.25 %)

Asservat Nr. 14-20479.3 / Referenz 2: THC-Gehalt von 2.9 % (Messungenauigkeit: ±0.5 %)

Asservat Nr. 14-20479.5 / Referenz 4: THC-Gehalt von 0.33 % (Messungenauigkeit: ±0.15 %)

Asservat Nr. 14-20479.10 / Referenz 9: THC-Gehalt von 0.88 % (Messungenauigkeit: ±0.25 %)

31

Asservat Nr. 14-20479.13 / Referenz 12: THC-Gehalt von 5.8 % (Messungenauigkeit: ±1.0 %)

Der Analysebericht vom 7. Oktober 2014 hält folgende THC-Werte fest 
(pag. 187 f.):

Asservat Nr. 14-20928.1 / Referenz 5: THC-Gehalt von 0.17 % 

Asservat Nr. 14-20928.2 / Referenz 7: THC-Gehalt von 3.7 % (Messungenauigkeit: ±0.6 %)

Asservat Nr. 14-20928.3 / Referenz 10: THC-Gehalt von 1.8 % (Messungenauigkeit: ±0.4 %)

Asservat Nr. 14-20928.4 / Referenz 14: THC-Gehalt von 4.1 % (Messungenauigkeit: ±0.8 %)

Asservat Nr. 14-20928.5 / Referenz 17: THC-Gehalt von 4.4 % (Messungenauigkeit: ±0.8 %) 

Die letzten untersuchten Proben aus der Tabakscheune wiesen gemäss 
forensisch-chemische Abschlussbericht vom 5. November 2014 folgende THC-
Werte auf (pag. 190 f.):

Asservat Nr. 14-21709.1 / Referenz 1: THC-Gehalt von 4.5 % (Messungenauigkeit: ±0.8 %)

Asservat Nr. 14-21709.2 / Referenz 2: THC-Gehalt von 2.8 % (Messungenauigkeit: ±0.5 %)

Asservat Nr. 14-21709.3 / Referenz 3: THC-Gehalt von 3.9 % (Messungenauigkeit: ±0.6 %)

Wie unter I.3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen hiervor bereits erwähnt, wur-
den im Berufungsverfahren beide Beschuldigten nochmals zur Sache befragt 
(pag. 1898 ff.). Überdies reichte der Beschuldigte 1 einen Anbau- und Abnahme-
vertrag 2014 zwischen ihm und der P.________ AG vom 2. bzw. 8. Juli 2014 
(pag. 1887) sowie zwischen R.________ und der P.________ AG vom 10. März 
bzw. 5. Mai 2014 ein (pag. 1887). Der Beschuldigte 2 gab ebenfalls diverse Unter-
lagen zu den Akten (vgl. Ziff. I.3. hiervor). Es wird darauf verzichtet, den Inhalt der 
Beweismittel aus dem Beweisergänzungsverfahren an dieser Stelle zusammenge-
fasst wiederzugeben. Soweit von Relevanz, wird im Rahmen der Beweiswürdigung 
hiernach direkt darauf eingegangen. 

12.2.3.2 Beweiswürdigung

Vorab wird auf die treffende Beweiswürdigung der Vorinstanz verwiesen. Diese 
kam zum Schluss (S. 35 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 1665 f.):

Dass ein Verkauf von Hanfpflanzen von der P.________ AG an A.________ stattgefunden hat ist 
unbestreitbar. Dies ergibt sich in eindeutiger Weise aus der Gesamtheit der sichergestellten 
Urkunden. Insbesondere das Schreiben der P.________ AG an A.________ vom 26.06.2014 
(pag. 125 f.) sowie die zuvor geleistete und quittierte Anzahlung von A.________ dokumentieren die 
vertragliche Beziehung und den Kaufgegenstand (Hanffeld mit Pflanzen in der Höhe von 30–50 cm) 
hinreichend und eindeutig. Hinzu kommt, dass B.________ der Polizei in seinem Schreiben vom 
26.09.2014 mitteilte, das Hanffeld entgeltlich auf A.________ übertragen zu haben (pag. 496). 
Schliesslich wird auf die Abmachung verwiesen (pag. 128), die zwar nur von B.________ und nicht 
auch von A.________ unterzeichnet ist und die auch in Teilen abweichende Konditionen enthält. Das 
Gericht sieht in diesem Dokument deshalb eher eine Absichtserklärung der Verkäuferin (P.________ 
AG bzw. B.________) als den eigentlichen Kaufvertrag. Nichtsdestotrotz unterstreicht auch dieses 
Dokument die feststehende Tatsache, dass die P.________ AG ein Hanffeld an A.________ 
verkaufen wollte bzw. dies später auch tat.

32

Vor dem Verkauf wurden die Hanfpflanzen von B.________ gepflegt, bis sie ca. 30–50 cm hoch wa-
ren (vgl. Aussagen B.________: 325 Z. 152 ff.; sowie zahlreiche Bewacher). Alsdann wurden die 
Pflanzen für einen Betrag von CHF 32'400 inkl. MwSt. an A.________ übertragen (pag. 270 Z. 188). 
Die Übergabe fand nach Aussage von B.________ ungefähr Mitte Juli 2014 statt (pag. 325 Z. 157).

Nach Angaben von B.________ sind auf dem Feld ca. 2'500–3'000 Pflanzen gewachsen (pag. 324 Z. 
85 f.). AM.________ sagte aus, dass er B.________ einmal gefragt habe, wie viele Pflanzen es auf 
dem Feld habe. Dieser habe ihm gesagt, dass es ca. 2'000 Pflanzen seien (pag. 234 Z. 71 ff.). Das 
Gericht geht demnach davon aus, dass die Anzahl Pflanzen unbestritten ist.

Sodann ist erstellt, dass der Hanf vom Feld anschliessend unter anderem durch A.________ 
getrocknet, bearbeitet bzw. gerüstet und abgewogen sowie abgepackt wurde. Dies alles ist von 
A.________ eingestanden und ergibt sich des Weiteren auch aus den objektiven Beweismitteln, 
insbesondere den Sicherstellungen in der Tabakscheune und am Wohnort von A.________ sowie 
den belastenden Aussagen von C.________ und AA.________.

Bezüglich des THC-Gehalts kann auf die forensisch-chemischen Analysen verwiesen werden. Wie 
zuvor (Ziff. A.II hiervor) ausgeführt, ist weder die Beprobung noch die Analysemethode zu beanstan-
den. Auf diese Analysen wird daher abgestellt und es ist somit bewiesen, dass ein Grossteil der 
Pflanzen auf dem Hanffeld einen THC-Gehalt von mehr als 1,0 % aufgewiesen hat. Zu erwähnen ist 
zudem, dass die wenigen Messwerte, die unter diesem Grenzwert liegen, mehrheitlich bei Pflanzen 
gemessen wurden, die bereits Anfang September und damit zu Beginn bzw. sogar vor der Erntezeit 
beprobt wurden, als sie ihren potentiellen THC-Gehalt noch nicht vollständig entwickelt hatten. Der 
geerntete und in der Tabakscheune zum Trocknen aufgehängte Hanf hatte jedenfalls immer THC-
Gehalte von über 1 %. Auf die Argumentation des Beschuldigten, er hätte nicht gewusst, dass der 
Hanf den THC-Grenzwert überschritten habe, wird später im Rahmen der rechtlichen Würdigung ein-
gegangen (Ziff. C.III.3 hiernach), zumal es sich dabei um einen Aspekt des Vorsatzes handelt. Der 
angeklagte Sachverhalt ist damit beweismässig erstellt.

Einleitend ist darauf hinzuweisen, dass die Handlungen der P.________ AG dem 
Beschuldigten 2 vollumfänglich zugerechnet werden (vgl. für die Begründung 
Ziff. III.15.1 unten). Der Einfachheit halber wird daher im Folgenden lediglich vom 
Beschuldigten 2 gesprochen, womit auch die P.________ AG umfasst wird.

Übereinstimmend mit der Vorinstanz ist erstellt, dass die Beschuldigten in einer 
vertraglichen Beziehung standen. Dies wird durch zahlreiche objektive sowie auch 
subjektive Beweismittel belegt. Die Geschäftsidee war, dass der Beschuldigte 1 
zunächst die Pflanzen des Hanffeldes kauft und nach der Verarbeitung dem Be-
schuldigten 2 wieder verkauft. Das Risiko dabei trug ausschliesslich der Beschul-
digte 1: Dieser musste für den Kauf CHF 32'400.00 bezahlen, unabhängig eines 
Ertrages. Zu diesem Zweck mietete der Beschuldigte 2 das im Eigentum des Bau-
ern AL.________ stehende Feld in F.________/G.________ (N.________) von 
Frühling bis Herbst 2014 für einen Preis von CHF 10'000.00. AL.________ säte die 
vom Beschuldigten 2 erhaltenen Hanfsamen im April [2014] an (pag. 209; pag. 496; 
pag. 203 Z. 25 ff.; pag. 47 Z. 80; pag. 204 Z. 70 ff.; pag. 324 Z. 88 f.; pag. 325 
Z. 120 f.; pag. 330 Z. 432). Konkret wurde zwischen den Beschuldigten vereinbart, 
dass der Beschuldigte 2 dem Beschuldigten 1 das Hanffeld, wenn die Hanfpflanzen 
eine Höhe von 30-50 cm erreichen, unkrautfrei übergibt und dieser in der Folge für 
die weitere Pflege und Ernte zuständig ist. Anschliessend sollte der Beschuldigte 2 

33

die Hanfpflanzen bzw. -blüten vom Beschuldigten 1 für CHF 25.00 pro Stück ab-
kaufen (pag. 126; pag. 128 f.; pag. 270 Z. 177 ff.; pag. 1596; pag. 1887). Zu wel-
chem Zeitpunkt die Übergabe des Feldes dann konkret erfolgte, geht aus den 
schriftlichen Verträgen/Abmachungen nicht hervor. Aus dem Schreiben vom 
16. Juni 2014 des Beschuldigten 2 an den Beschuldigten 1 ist einzig zu entneh-
men, dass letzterer ersucht wurde, das Feld spätestens ab dem 25. Juni zu über-
nehmen und er ab Übergabe des Feldes dafür zuständig sei (Pflege, Bewachung, 
Entfernen der männlichen Pflanzen usw.) (pag. 125 f.; pag. 128). Der Beschuldigte 
1 sagte aus, er habe im Mai (2014) mit der Pflege begonnen (pag. 267 Z. 16 ff.), 
der Beschuldigte 2 sprach hingegen von Mitte Juli (pag. 325 Z. 156 f.). Sicher ist 
somit einzig, dass es im Frühsommer 2014 zur Übergabe des Feldes bzw. zum ei-
gentlichen Kauf der Hanfpflanzen gekommen ist. Dass es hierbei nicht um den 
Kauf des Feldes ging, liegt auf der Hand; der Eigentümer des Feldes war 
AL.________. Dieser schloss weder einen Kaufvertrag mit dem Beschuldigten 2 
noch mit dem Beschuldigten 1 ab. Zudem wäre bei einem Landverkauf eine öffent-
liche Beurkundung notwendig gewesen. Ebenfalls ist ausgeschlossen, dass der 
Beschuldigte 1 die Samen und nicht die Pflanzen kaufte; es ist erst zur Übergabe 
gekommen, als die Pflanzen bereits eine gewisse Höhe erreicht hatten, was der 
Beschuldigte 1 ebenfalls bestätigte. Der Beschuldigte 1 kaufte (vgl. hierzu die For-
mulierungen «Verkäufer» und «Käufer» in der Abmachung vom 3. Juni 2014; 
pag. 128) demnach die Pflanzen ab Feld für einen Gesamtbetrag von 
CHF 32'400.00 (inkl. MwSt.) und wurde damit unbestrittenermassen Eigentümer 
der sich auf dem Feld befindlichen Hanfpflanzen (pag. 270 Z. 177 ff.; pag. 324 
Z. 94 f.; pag. 270 Z. 187 ff.; pag. 1903 Z. 30 ff.; pag. 1904 Z. 41 ff.). In Bezug auf 
die Frage, wie viele Hanfpflanzen sich auf dem Feld befanden und der Beschuldig-
te 1 schliesslich kaufte, sprachen die Beschuldigten von ungefähr 2'000 (pag. 270 
Z. 69 ff.) bzw. 2’500-3000 Pflanzen (pag. 324 Z. 84 ff.). Auch AM.________ führte 
aus, dass ihm der Beschuldigte einmal gesagt habe, dass es um die 2'000 Pflan-
zen seien (pag. 234 Z. 70 ff.). Die Vorinstanz hat zu Recht auf die Aussagen des 
Beschuldigten 1 bzw. von AM.________ abgestellt und ist zu Gunsten des Be-
schuldigten 1 (und 2) von 2'000 Pflanzen ausgegangen. 

Dass im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung bereits Hanf von diesem Feld geerntet 
und anschliessend am Domizil der Familie A. C. AA.________ aufbewahrt und un-
ter anderem durch den Beschuldigten 1 verarbeitet wurde – indem er die Hanfstau-
den aufhängte, trocknete, rüstete und verpackte – ist ebenfalls unbestritten und 
wird sowohl durch die sichergestellten Beweismittel als auch durch die Aussagen 
von C.________ und AA.________ bestätigt (pag. 13 Z. 109 ff.; pag. 31; pag. 245 
Z. 90 f.; pag. 259 Z. 24 ff.; pag. 267 Z. 54 ff. und pag. 297 Z. 55 ff. [Ass.-Nr./Pol 
Nr. 5]; pag. 267 Z. 62 ff. und pag. 297 Z. 91 [Ass.-Nr./Pol Nr. 7 und 8]; pag. 268 
Z. 75 ff. [Ass.-Nr./Pol Nr. 12 und 13]; pag. 268 Z. 105 f. [Ass.-Nr. 22]; pag. 1205 
Z. 34 ff.). Zu einem Verkauf an den Beschuldigte 2 soll es aber (noch) nicht ge-
kommen sein (pag. 272 Z. 268 ff.; pag. 281 Z. 104 f.; pag. 327 Z. 251 ff.). 

Für die Bestimmung der THC-Werte der entnommenen Proben vom Feld und von 
der Tabakscheune wurden insgesamt drei Analysen durch das IRM vorgenommen. 
Dass die Probeentnahmen und Analysen der Hanfpflanzen verwertbar sind, wurde 
bereits unter Ziff. I.7. hiervor ausgeführt. Darauf wird verwiesen. Im Gegensatz zu 

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den analysierten Proben vom 23. September 2014 (pag. 177 f.) geht aus den Akten 
allerdings nicht hervor, wo die am 7. Oktober 2014 analysierten Hanfproben 
(pag. 187 f.) entnommen wurden. Aus der E-Mail der Polizistin X.________ vom 
6. November 2018 ist lediglich zu lesen, dass diese vom Hanffeld in 
F.________/G.________ stammen, was der Anzeigerapport vom 18. Dezember 
2014 (pag. 156) und die Nachträge vom 3. und 17. Dezember 2014 überei