# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80a13b03-150f-5dc3-a38f-3cf66c2b0754
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2025 D-6621/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6621-2025_2025-09-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6621/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber;   

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…) (bestritten), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz Bern, 

(…), 

zudem vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer, AsyLex,  

(…) 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer 

Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 25. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6621/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am 23. Mai 2025 in der Schweiz ein Asyl-

gesuch. 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac) er-

gab, dass der Beschwerdeführer am 30. Juli 2024 in Griechenland um Asyl 

ersucht hatte und ihm am 19. März 2025 von den griechischen Behörden 

Schutz gewährt worden war. 

C.  

C.a Am 28. Mai 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden ge-

stützt auf Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Par-

laments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, unter an-

derem um Informationen betreffend die Personalien des Beschwerdefüh-

rers, dessen Aufenthaltsstatus sowie um Auskunft, ob ein Altersgutachten 

erstellt worden sei. 

C.b In Beantwortung des Informationsersuchens teilten die griechischen 

Behörden dem SEM am 6. Juni 2025 mit, der Beschwerdeführer sei in Grie-

chenland mit dem Geburtsdatum (…) registriert worden und verfüge dort 

über den Flüchtlingsstatus. Ein Altersgutachten sei nicht durchgeführt wor-

den. Ein Bruder des Beschwerdeführers sei in Griechenland registriert.  

D.  

D.a Am 6. Juni 2025 fand – in Anwesenheit der zugewiesenen Rechtsver-

tretung – die Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(EB UMA) statt. Im Rahmen der Erstbefragung wurde dem Beschwerde-

führer unter anderem das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Griechen-

lands zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum be-

absichtigen Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a 

AsylG (SR 142.31), zur Wegweisung nach Griechenland sowie zum medi-

zinischen Sachverhalt gewährt. 

D.b Dabei machte er im Wesentlichen geltend, er sei (…) Jahre alt, wobei 

er sein Geburtsdatum nicht gekannt habe, als er noch in Afghanistan gelebt 

habe. Bei der Ausreise habe ihm seine Familie die Taskira mitgegeben – 

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Seite 3 

dort sei sein Geburtsdatum vermerkt gewesen. Das Original seiner Taskira 

habe er im Camp in Griechenland verloren. Die Kopien seiner Taskira seien 

ihm in B._______ abgenommen worden. Sein in Griechenland lebender 

und arbeitender Bruder habe ihm eine englische Übersetzung der Taskira 

zugeschickt. Eigentlich habe er in Griechenland bei seinem Bruder leben 

wollen. Da aber aktuell die Lage in Griechenland sehr schlecht sei und es 

keine Möglichkeit gebe, dort eine Ausbildung zu machen, habe er sich ent-

schieden, in die Schweiz zu kommen. Er möchte in der Schweiz bleiben 

und sich hier ausbilden lassen. Im Rahmen des medizinischen Sachver-

halts gab er an, unter (…) zu leiden. 

E.  

E.a Aufgrund der Zweifel an der geltend gemachten Minderjährigkeit ord-

nete das SEM am 12. Juni 2025 die Durchführung eines Altersgutachtens 

an. Dieses wurde gestützt auf eine Untersuchung vom 16. Juni 2025 am 

19. Juni 2025 durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität 

C._______ erstellt. 

E.b Im Gutachten wird gestützt auf die durchgeführten Untersuchungen 

festgehalten, das zu berücksichtigende Mindestalter sei mit (…) Jahren zu 

benennen. Das vom Beschwerdeführer angegebene Alter von (…) Jahren 

und (…) Monaten sei daher ausgeschlossen und die Volljährigkeit damit 

bestätigt.  

F.  

F.a Am 23. Juni 2025 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer über 

seine Rechtsvertretung das rechtliche Gehör zur Altersanpassung von Am-

tes wegen auf den (…). 

F.b Mit Eingabe vom 25. Juni 2025 reichte die Rechtsvertretung eine Stel-

lungnahme ein, worin diese festhielt, mit der beabsichtigten Altersanpas-

sung nicht einverstanden zu sein und ergänzend ausführte, sollte das SEM 

an der Änderung des Geburtsdatums festhalten, sei im Zentralen Migrati-

onsinformationssystem (ZEMIS) zwingend ein Bestreitungsvermerk anzu-

bringen. 

F.c Gleichentags informierte das SEM die Rechtsvertretung schriftlich, das 

Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS sei von Amtes wegen auf 

den (…) angepasst und mit einem Bestreitungsvermerk versehen worden. 

In Folge der Altersanpassung behandle das SEM den Beschwerdeführer 

für das restliche Verfahren als volljährige Person. 

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Seite 4 

G.  

Am 8. Juli 2025 führte das SEM mit dem Beschwerdeführer ein persönli-

ches Gespräch zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat durch und ge-

währte ihm das rechtliche Gehör zum Nichteintretensentscheid gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG und zur Wegweisung nach Griechenland. 

H.  

Am 14. Juli 2025 stimmten die griechischen Behörden einem Rücküber-

nahmeersuchen der Vorinstanz vom 3. Juli 2025 zu. Gleichzeitig bestätig-

ten sie, dass der Beschwerdeführer als Flüchtling anerkannt und ihm eine 

vom (…) bis zum (…) gültige Aufenthaltsbewilligung ausgestellt worden 

sei. Weiter führten sie aus, dass der volljährige Bruder D._______ in Grie-

chenland ebenfalls als Flüchtling anerkannt worden sei und dieser in Athen 

lebe. 

I.  

I.a Am 22. August 2025 wurde der Entscheidentwurf des SEM der Rechts-

vertretung zur Stellungnahme zugestellt. 

I.b Diese reichte am 25. August 2025 eine Stellungnahme ein. 

J.  

Mit Verfügung vom 25. August 2025 – eröffnet am 26. August 2025 – trat 

das SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Wegweisung aus der Schweiz an und forderte ihn auf, die Schweiz 

am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen, ansons-

ten er in Haft genommen und unter Zwang nach Griechenland zurückge-

führt werde. Gleichzeitig beauftragte die Vorinstanz den zuständigen Kan-

ton mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte dem Beschwerdeführer 

die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. Weiter hielt sie 

fest, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers werde im ZEMIS auf den 

(…) festgelegt und mit einem Bestreitungsvermerk versehen. 

K.  

Mit Schreiben vom 28. August 2025 informierte die Rechtsvertretung das 

SEM über die Beendigung des Mandatsverhältnis. 

L.  

Mit Eingabe seiner neu mandatierten Rechtsvertretung vom 1. September 

2025 liess der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung erheben. Darin beantragte 

er, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das SEM sei 

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Seite 5 

anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten; eventualiter sei die Sache 

zur Vervollständigung des Sachverhalts und zur neuen Entscheidung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Weiter sei die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde herzustellen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung, inklusive Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses.  

Als Beweismittel reichte er ein an die SFH gerichtetes englischsprachiges 

Schreiben (datiert vom 8. Juli 2025) zu den Akten. 

M.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

2. September 2025 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

Am selben Tag bestätigte die Instruktionsrichterin den Eingang der Be-

schwerde. 

N.  

Am 2. September 2025 liess der Beschwerdeführer durch eine weitere 

Rechtsvertretung eine zweite Beschwerde einreichen. In Ergänzung der 

Beschwerde vom 1. September 2025 beantragte er, die Aussetzung des 

Wegweisungsvollzugs sei superprovisorisch zu verfügen. Sodann ersuchte 

er um Einsetzung als unentgeltliche Rechtsvertretung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Be-

schwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legiti-

miert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichten Be-

schwerden ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Das SEM hat die aufschiebende Wirkung nicht entzogen und der Be-

schwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (Art. 55 

Abs 1 und 2 VwVG), womit auf den Antrag auf Erteilung der aufschie-

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Seite 6 

benden Wirkung nicht einzutreten ist. Für die beantragte vollzugshem-

mende superprovisorische Massnahme besteht ebenfalls keine Veranlas-

sung. 

1.3 In vorliegender Sache wurden zwei Beschwerden durch zwei verschie-

dene Rechtsvertretungen eingereicht. Da beide Rechtsvertretungen durch 

den Beschwerdeführer – ohne (expliziten) Widerruf der jeweils anderen 

Vollmacht – mandatiert wurden und keine gemeinsame Zustelladresse be-

zeichnet wurde, wird das Urteil (im Original) im Sinne der Urteilseröffnung 

(vgl. Art. 12 Abs. 2 AsylG) jener Rechtsvertretung zugestellt, deren Be-

schwerde zuerst beim Bundesverwaltungsgericht einging. Die von der 

zweiten Rechtsvertretung eingereichte Beschwerde wird als Beschwerde-

ergänzung behandelt; ihr wird das Urteil (in Kopie) zur Kenntnis zugestellt. 

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5).  

 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

2.3 Mit der Beschwerde und der Beschwerdeergänzung wurde zwar die 

vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 25. August 

2025 beantragt, was grundsätzlich auch die vom SEM verfügte Änderung 

des ZEMIS-Eintrages umfasst. Aus den weiteren Anträgen und den Aus-

führungen in der Beschwerdeschrift sowie der Beschwerdeergänzung vom 

ergibt sich indes eindeutig, dass die ZEMIS-Änderung nicht angefochten 

wurde, zumal diesbezüglich auch keine Anträge formuliert wurden. Auf 

diese Thematik ist bei dieser Sachlage nicht weiter einzugehen. 

3.  

Die vorliegende Beschwerde (einschliesslich Beschwerdeergänzung) er-

weist sich – wie nachstehend aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet 

und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer 

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Seite 7 

zweiten Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne 

Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a 

Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Die formelle Rüge (Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) ist 

vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet ist, eine Kassation der angefoch-

tenen Verfügung zu bewirken. 

4.2 Der Beschwerdeführer rügt in der Beschwerdeergänzung eine unrich-

tige Sachverhaltsfeststellung in Bezug auf seine persönliche Situation, ins-

besondere seine psychische Verfassung und sein Alter (Beschwerdeer-

gänzung S. 13 ff.). 

Die Einwände des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet. Die 

Vorinstanz hat Informationen bei den griechischen Behörden eingeholt 

(vgl. Bst. C.a), den Beschwerdeführer befragt (vgl. Bst. D.a und G.), ein 

Altersgutachten veranlasst und ihm das rechtliche Gehör dazu gewährt 

(vgl. Bstn. E.a und F.a). Inwiefern diesbezüglich weitere Sachverhaltsab-

klärungen nötig gewesen wären, erschliesst sich nicht. Dass der Be-

schwerdeführer die Beweiswürdigung des SEM nicht teilt, stellt keine un-

richtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung dar. Ebenso wenig 

ergibt sich aus den Akten (vgl. insbesondere SEM-Akten act. […]-18 Ziff. 

8.02 und act. […]-28 F 40 ff.) oder den Beschwerdevorbringen, inwiefern 

die Vorinstanz weitere Abklärungen im Hinblick auf die psychische Verfas-

sung des Beschwerdeführers hätte vornehmen müssen. Der Sachverhalt 

ist damit als erstellt zu erachten, weshalb auch kein Anlass besteht, die 

Vorinstanz zur Durchführung einer erneuten «Altersabklärung» anzuwei-

sen. 

4.3 Zusammenfassend erweist sich die formelle Rüge als unbegründet. 

Der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Ver-

vollständigung des Sachverhalts und zur Neubeurteilung ist abzuweisen.  

5.  

Soweit die formelle Rüge des Beschwerdeführers auf eine unrichtige Be-

weiswürdigung hinsichtlich der Frage seiner Minderjährigkeit abzielt, ver-

mag er die vorinstanzlichen Überlegungen nicht zu entkräften. Dem SEM 

ist zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer seine Minderjährigkeit nicht 

glaubhaft zu machen vermochte. Diesbezüglich kann vollumfänglich auf 

die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 

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Seite 8 

werden. Das SEM hat die Aussagen des Beschwerdeführers, die von ihm 

eingereichte Tazkira (Kopie der Übersetzung) sowie das Ergebnis der Al-

tersabklärung berücksichtigt und zutreffend gewürdigt. Der Beschwerde-

führer unterlässt es denn auch darzulegen, inwiefern das durchgeführte Al-

tersgutachten, welches die Volljährigkeit des Beschwerdeführers bestätigt, 

nicht zulässig beziehungsweise dessen Resultat nicht zutreffend sein 

sollte. Er hält lediglich an der von ihm gemachten Altersangabe fest und 

verweist auf die griechischen Behörden, welche ihn als minderjährig regis-

triert hätten. Das Ergebnis der radiologischen Untersuchung vermag der 

Beschwerdeführer damit indes nicht zu entkräften, ebenso wenig die vom 

SEM unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte vorgenommene Be-

weiswürdigung. Die Vorinstanz ist zu Recht von der Volljährigkeit des Be-

schwerdeführers ausgegangen. 

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG). 

6.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechi-

schen Behörden seiner Rückübernahme ausdrücklich zustimmten 

(vgl. Bst. H).  

6.3 In seinen anders lautenden Vorbringen (vgl. sinngemäss in der Be-

schwerde sowie ausdrücklich Beschwerdeergänzung Ziff. 37 ff.) verkennt 

der Beschwerdeführer, dass die von ihm gegen die Wegweisung nach 

Griechenland eingebrachten Gründe dem Erlass eines Nichteintretensent-

scheides in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht entgegen-

stehen, da entsprechende Vorbringen erst auf Stufe der Prüfung des Weg-

weisungsvollzuges zu würdigen sind. 

6.4 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten.  

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Seite 9 

7.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz, wenn es auf ein Asylgesuch nicht eintritt. Der Beschwerde-

führer verfügt in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; BVGE 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die Wegweisung 

wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet. 

 

8.  

8.1 Das SEM regelt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AlG [SR 142.20]). 

 

8.2 Vollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis mög-

lich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

 

9.  

9.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

 

9.2 Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der 

EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105], des Abkommens über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das Bun-

desverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Griechenland 

schwierig sind. Dennoch ist gemäss Rechtsprechung diesbezüglich nicht 

von einer generellen unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung 

von Schutzberechtigten im Sinne von Art. 3 EMRK auszugehen. Die be-

kannten Unzulänglichkeiten treten nicht in einer Weise auf, welche darauf 

schliessen liessen, dass Griechenland grundsätzlich nicht gewillt oder nicht 

fähig sei, Schutzberechtigten die ihnen zustehenden Rechte und Ansprü-

che zu gewähren, beziehungsweise dass diese bei Bedarf nicht auf dem 

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Seite 10 

Rechtsweg durchgesetzt werden könnten (vgl. Referenzurteil des BVGer 

E-3427/2021 und E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11 m.w.H.). Für eine 

Änderung der Rechtsprechung besteht auch in Würdigung der vom Be-

schwerdeführer zitierten Berichte keine Veranlassung.  

9.3 Aufgrund der Akten liegen, wie vom SEM zutreffend festgehalten, keine 

konkreten Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschwerdeführer bei einer 

Rückkehr nach Griechenland dort einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK 

verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Zur Vermeidung von 

Wiederholungen kann auf die zu bestätigenden Ausführungen in der ange-

fochtenen Verfügung verwiesen werden.  

9.3.1 Sodann stellt eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit ge-

sundheitlichen Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen 

Art. 3 EMRK dar (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige 

Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] sowie 

zur neueren Praxis des EGMR die Urteile Paposhvili gegen Belgien vom 

13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H., be-

stätigt durch Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 2021, Grosse 

Kammer 57467/15, §§ 121 ff.). Die geltend gemachten gesundheitlichen 

Probleme – in Griechenland hätten sich schwere (…) und chronische (…) 

entwickelt und zudem leide er unter (…) – sowie eine erstmals im Rahmen 

der Beschwerdeergänzung erwähnte, indes nicht belegte Verschlechte-

rung des psychischen Gesundheitszustands, vermögen die Feststellung 

der Unzulässigkeit im Sinne der erwähnten Rechtsprechung offensichtlich 

nicht zu rechtfertigen.  

 

9.4 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

 

10.  

10.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass 

eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist 

(vgl. Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL, 

SR 142.281]). Diese Legalvermutung gilt bezüglich Griechenland grund-

sätzlich auch für vulnerable Personen wie beispielsweise Menschen, wel-

che an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als schwerwiegende 

Erkrankung einzustufen sind. Hingegen erachtet das Gericht den Vollzug 

der Wegweisung von äusserst vulnerablen schutzberechtigten Personen 

grundsätzlich als unzumutbar, ausser, es bestünden besonders begünsti-

gende Umstände, aufgrund derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit 

D-6621/2025 

Seite 11 

des Wegweisungsvollzugs ausgegangen werden kann. Als äusserst vul-

nerabel gelten Personen, welche aufgrund ihrer besonders hohen Verletz-

lichkeit im Falle einer Rückkehr nach Griechenland Gefahr laufen, dauer-

haft in eine schwere Notlage zu geraten, weil sie nicht in der Lage sind, 

aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte vor Ort einzufordern (vgl. 

bereits zitiertes Referenzurteil des BVGer E-3427/2021 und E-3431/2021 

vom 28. März 2022 E. 11.5.1 und E. 11.5.3).  

10.2 Der Beschwerdeführer ist weder aufgrund seines Alters – die von der 

Vorinstanz festgestellte Volljährigkeit vermochte er nicht zu widerlegen – 

noch aufgrund anderer Kriterien als äusserst vulnerable Person zu betrach-

ten. Weiter hat das SEM zutreffend auf die Verpflichtungen Griechenlands 

gegenüber Schutzberechtigten bezüglich Unterbringung, medizinischer 

Versorgung, Sozialhilfe und Erwerbstätigkeit hingewiesen, welche sich ins-

besondere aus der Qualifikationsrichtlinie sowie auch aus der FK ergeben. 

Auch wenn dem Beschwerdeführer eine adäquate Eingliederung in die so-

zialen Strukturen Griechenlands als anerkanntem Flüchtling mit nicht zu 

verkennenden Erschwernissen verbunden sein mag, vermögen seine Vor-

bringen die Anforderungen an eine konkrete Gefährdung nicht zu erfüllen. 

Bei einer Rückkehr nach Griechenland ist es dem Beschwerdeführer – al-

lenfalls unter erneuter Inanspruchnahme der Hilfe seines gemäss seiner 

Angaben seit mehreren Jahren in Griechenland lebenden Bruders – mög-

lich, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die entsprechenden 

Stellen zu wenden und die erforderliche Hilfe – nötigenfalls mit anwaltlicher 

Hilfe oder der Unterstützung durch karitative Organisationen – auf dem 

Rechtsweg einzufordern, selbst wenn die diesbezüglichen Prozedere lang-

wierig sein sollten.  

10.2.1 Zusammenfassend ist aufgrund der Aktenlage nicht davon auszu- 

gehen, er gerate bei einer Rückkehr nach Griechenland zwangsläufig in 

eine seine Existenz gefährdende Situation im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AIG. 

Die pauschal gehaltenen Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen 

sich auch unter dem Aspekt der Zumutbarkeit als unbegründet.  

10.2.2 In diesem Zusammenhang ist ausserdem festzuhalten, dass es 

nach dem Gesagten auch keinen Grund gibt, individuelle Garantien bezüg-

lich Unterbringung und medizinischer Versorgung des Beschwerdeführers 

nach seiner Rückkehr nach Griechenland einzuholen. Der entsprechende 

Subsubeventualantrag ist abzuweisen. 

10.3 Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass es den um Schutz ersu-

chenden Personen nicht freisteht, ihren Aufenthaltsstaat selbst zu wählen. 

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Seite 12 

Daran vermögen auch die Hinweise auf die allgemeine politische und wirt-

schaftliche Situation in Griechenland sowie das auf Beschwerdeebene ein-

gereichte (von verschiedenen griechischen NGOs verfasste und an die 

SFH gerichtete) Schreiben nichts zu ändern.  

10.4 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit als zumutbar. 

10.5 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich schliesslich auch als mög-

lich (Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal die griechischen Behörden einer Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben 

(vgl. Bst. H). 

11.  

Nach dem Gesagten ist der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser 

Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

12.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 AsylG und Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen, so-

weit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2). 

13.  

13.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

13.2 Die Gesuche in der Beschwerde wie in der Beschwerdeergänzung um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG sind abzuweisen, da die Begehren von Anfang an als aus-

sichtslos zu bezeichnen waren.  

13.3 Mangels Erfüllens der Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist 

das in der Beschwerdeergänzung gestellte Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsvertretung beziehungsweise amtliche Rechtsverbeiständung eben-

falls abzuweisen. 

13.4 Die Verfahrenskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).   

D-6621/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

amtliche Verbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Regula Frey 

 

 

Versand: