# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8dc818d-03a3-502f-ac3b-f8af26aedd03
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 20.12.2012 BRGE IV Nr. 0192/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-IV-Nr--0192-201_2012-12-20.pdf

## Full Text

BRGE IV Nr. 0192/2012 vom 20. Dezember 2012 (Entscheid des Einzelrichters) 
in BEZ 2013 Nr. 48 

(Bestätigt mit VB.2013.00085 vom 4. April 2013, dieser bestätigt mit BGr 
2C_482/2013 vom 26. September 2013) 

Im Streit lagen die dem nachmaligen Rekurrenten überbundenen Kosten in 
der Höhe von Fr. 4744.--. 

Aus den Erwägungen: 

2. Den strittigen Einsatzkosten liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Am
Abend des 29. Mai 2011 verursachte der Sohn des Rekurrenten mit dem 
Fahrzeug seines Vaters einen Selbstunfall auf der T-Strasse in X, indem er von 
der Strasse abkam, ein Wiesenbord hochfuhr und nachfolgend wieder auf der 
Fahrbahn zum Stillstand kam. Durch dieses Manöver wurde das Fahrzeug 
beschädigt und verlor Öl sowie Kühlflüssigkeit. Dennoch setzte der Verunfallte 
seine Fahrt in Richtung Y fort, bis er von der alarmierten Polizei gestoppt 
wurde. Aufgrund dieses Verkehrsunfalls wurde von der Polizei die Feuerwehr 
aufgeboten, um die Fahrbahn während den polizeilichen Unfallaufnahme-
arbeiten sowie während den notwendigen Säuberungsarbeiten abzusperren 
und um den Verkehr umzuleiten. (…) 

3.2 Der Rekurrent beanstandet nicht die Höhe der verrechneten 
Stundensätze, sondern den verrechneten Personal- und Fahrzeugaufwand. 

Im Kanton Zürich wird der Kostenersatz von Feuerwehreinsätzen in den §§ 
27-29 FFG geregelt. Im Sinne eines Grundprinzips statuiert § 27 Abs. 1 FFG, 
dass Einsätze bei Bränden, Explosionen, Elementarereignissen und Erdbeben 
unentgeltlich sind. Nicht kostenlos und damit vom Grundsatz der Unent-
geltlichkeit ausgenommen sind einerseits Einsätze der Feuerwehr nach § 27 
Abs. 2 FFG sowie andererseits Einsätze der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen 
und Fahrzeugbränden nach § 28 FFG und Einsätze der Feuerwehr im Rahmen 
von Atom-, Biologie- oder Chemie-Ereignissen (sog. ABC-Ereignisse) nach § 29 
FFG. 

§ 28 FFG sieht vor, dass bei Unfällen im Strassen-, Schienen-, Schiffs- und
Luftverkehr sowie bei Bränden von Fahrzeugen aller Art der Halter des 
Fahrzeugs die Kosten der Feuerwehr für den Einsatz und die Rettung 
einschliesslich eines angemessenen Anteils für die Einsatzvorbereitung trägt. 
Die Ersatzpflicht des Fahrzeughalters als dem kausal haftenden Verursacher 
(Zustandsstörer) setzt weder Rechtswidrigkeit noch Verschulden seinerseits 
oder einer Drittperson voraus. Für die Kostentragungspflicht im Sinne der 
genannten Norm genügt es daher, dass Kosten im Rahmen eines 

 

 

Verkehrsunfalles verursacht worden sind. Unerheblich ist dabei, ob durch das 
Ereignis Personen verletzt worden sind. 

Grundlage für die Berechnung der Einsatzkosten der Feuerwehr nach § 28 
FFG bildet die gestützt auf § 28 Abs. 4 FFG erlassene Tarifordnung für die 
Aufwendungen von Feuerwehreinsätzen bei Verkehrsunfällen und Fahrzeug-
bränden. 

3.3 Gebühren sind ein Entgelt für eine bestimmte, vom Pflichtigen 
veranlasste Amtshandlung oder für die Benutzung einer öffentlichen Anstalt 
(Verwaltungs- bzw. Benutzungsgebühren). Mit Ausnahme der so genannten 
Kanzleigebühren (Gebühren von geringer Höhe für eine keinen besonderen 
Aufwand erfordernde Verwaltungstätigkeit) bedürfen Gebühren vorbehältlich 
einer zulässigen Rechtssetzungsdelegation einer Grundlage in einem Gesetz 
im formellen Sinne, mit welcher die wesentlichen Elemente der Gebühr 
festzulegen sind. 

Neben dem Gesetzmässigkeitsprinzip unterliegen Gebühren auch dem 
Kostendeckungsprinzip und dem Äquivalenzprinzip. Das Kostendeckungs-
prinzip stellt sicher, dass die Gesamteingänge der Gebühren den Gesamt-
aufwand des Verwaltungszweiges nicht oder höchstens in beschränktem 
Umfang überschreiten dürfen. Aus dem Äquivalenzprinzip, welches namentlich 
das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der 
Bundesverfassung [BV]) konkretisiert, ergibt sich, dass die Höhe der 
Kausalabgabe im Einzelfall in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der 
staatlichen Leistung stehen muss. Der Wert der staatlichen Leistung bemisst 
sich entweder nach dem – nicht notwendigerweise wirtschaftlichen – Nutzen, 
den diese dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten 
Inanspruchnahme des Gemeinwesens im Verhältnis zum gesamten Aufwand 
des betreffenden Verwaltungszweigs. Ein unmittelbarer Gegenwert ist mit der 
direkten Ausführung aber selten verbunden. Als Referenzpunkt mögen die 
(hypothetischen) Aufwendungen dienen, die dem Verursacher entstehen 
würden, falls er auf dem Verfügungsweg zur Gefahrenabwehr oder -behebung 
verpflichtet worden wäre. Ein gewisser Ausgleich im Hinblick auf die 
wirtschaftliche Bedeutung und das Interesse der Privaten an der Leistung ist 
zulässig, ebenso in beschränktem Ausmass eine Pauschalierung aus Gründen 
der Verwaltungsökonomie. Soweit alsdann die Verhältnismässigkeit einer 
Ersatzforderung geprüft wird, ist zu beachten, dass die Wahl der zu treffenden 
Massnahmen unter zeitlichem Druck und ohne umfassende Information erfolgt. 
Je offensichtlicher die Gefahr, je grösser das Schadenpotenzial und je 
wertvoller die bedrohten Rechtsgüter, desto summarischer darf die Prüfung der 
von der Behörde zu ergreifenden Massnahmen ausfallen. Im Zweifel sind 

finanzielle Überlegungen den Interessen des Gesundheits- und 
Umweltschutzes unterzuordnen. Entsprechend erfolgt eine gerichtliche Kon-
trolle nur mit grosser Zurückhaltung. Im Ergebnis führt dies dazu, dass «nur 
offensichtlich unnötige, leichtfertig gemachte Aufwendungen» ausser Ansatz 
fallen (vgl. VGr, 28. Oktober 2010, VB.2010.00438, E. 4.3 mit weiteren Hin-
weisen, www.vgrzh.ch; BGE 130 III 225 ff., E. 2.3, www.bger.ch; U. Häfelin/G. 
Müller/F. Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., 2010, Rz. 2641 ff.). 

 

 

3.4 Im vorliegenden Fall ist erstellt, dass der Sohn des Rekurrenten mit 
dessen Fahrzeug einen Selbstunfall verursachte, der mitunter einen 
Feuerwehreinsatz der Feuerwehr nach sich zog, da das Fahrzeug Öl und 
Kühlflüssigkeit verlor. Zur Behebung der vom beschädigten Fahrzeug 
verursachten Boden- und Fahrbahnverunreinigungen bei der Unfallstelle in X, 
zur Sicherung der Unfallstelle während der Abklärungen des Unfallhergangs, 
sowie zur Behebung der Fahrbahnverunreinigungen zwischen X und Y, die vom 
Weiterfahren des beschädigten Unfallfahrzeugs herrührten, musste die eine 
Strassenhälfte der T-Strasse durch die Feuerwehr teilweise gesperrt und der 
Verkehr mittels wechselseitiger Verkehrsführung um die abgesperrte Unfall-
stelle bzw. um den zu reinigenden Strassenabschnitt geleitet werden.  

Es liegt auf der Hand, dass zur Strassensperrung und Verkehrsumleitung 
sowohl bei der Unfallstelle in X als auch auf Teilabschnitten zwischen X und Y 
eine zwei Mann starke Bagatellgruppe (sog. BAG klein) nicht genügte. Bei 

einem Unfall, der neben der Eruierung des Unfallhergangs durch die Polizei 
eine Fahrbahn- und Bodensäuberung durch die Feuerwehr und durch Dritte 
nach sich zieht, ist es vielmehr üblich, dass neben einer Alarmgruppe (Ölwehr; 
oft auch Bagatellgruppe [BAG] genannt) auch eine sog. Verkehrsgruppe (auch 
Verkehrsabteilung [VA] genannt) der Feuerwehr aufgeboten wird. Dies hat 
umso mehr zu gelten, wenn nicht bloss die Unfallstelle gereinigt werden muss, 
sondern zusätzlich eine Fahrbahnverunreinigung auf einer von der Unfallstelle 
wegführenden Strasse vorliegt. So sorgt die Verkehrsgruppe für die Sicherheit 
rund um den Schadenplatz. Sie stellt mit Hilfe von Umleitungen und Strassen-
sperren einen verkehrsarmen Einsatzort sicher und sorgt gleichzeitig dafür, 
dass die Alarmgruppe und die Partnerorganisationen der Feuerwehr – insb. 
Ambulanz und Polizei, aber auch beizuziehende Dritte – korrekt auf den 
jeweiligen Einsatzort eingewiesen werden und dort ungestört ihre Arbeit ver-
richten können.  

Unter diesen Vorzeichen ist es denn auch nachvollziehbar und gerecht-
fertigt, wenn im vorliegenden Alarmfall im Rahmen des üblichen Alarm-
dispositivs nach der Alarmierung der Feuerwehr mit der Information «Ölspur 
von X bis Z» und nach einem ersten Konferenzgespräch neben der Ölwehr 
(Bagatellgruppe BAG) auch die Verkehrsgruppe (VA) der Feuerwehr auf-
geboten wurde, musste doch infolge des Verkehrsunfalls mit Öl- und Kühl-
flüssigkeitsverlust zur Sicherung des Unfallplatzes und der Arbeiten der Ölwehr, 
der Polizei und Dritten die eine Strassenseite gesperrt und der Verkehr 
umgeleitet werden. Die Distanz zwischen der Stelle, wo das Unfallfahrzeug ins 
Schlittern geriet und der Stelle, wo es nach dem Ausflug ins Wiesenbord 
beschädigt und Öl und Kühlflüssigkeit verlierend wieder auf die Fahrbahn 
gelangte, betrug mehrere Dutzend Meter und war der Öl- und Kühlwasser-
verlust des Fahrzeugs nicht bloss gering. Sodann verlief eine zu reinigende 
Ölspur auf der T-Strasse vom Unfallplatz in X weg in Richtung Y bis Z. Und 
auch unter dem Aspekt, dass ein Alarm stets eine Dringlichkeit und daher eine 
gewisse Grobeinsatzplanung mit sich bringt, erscheint das Aufgebot der Ver-
kehrsgruppe gerechtfertigt. Dass sodann die Verkehrsgruppe mit neun Feuer-
wehrangehörigen ausrückte, war jedenfalls noch nicht leichtfertig, sondern im 
vorliegenden Alarmfall und unter den gegebenen Umständen und Informationen 
noch vertretbar. Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass der Einsatz dieser 

 

 

Einheit inklusive Rückzug und Retablierung von ca. 20.00 Uhr bis ca. 23.30 
Uhr, d.h. also (aufgerundet) vier Stunden, dauerte. Während dieser Zeit musste 
die Verkehrsgruppe während der Unfallermittlung, Fahrbahnreinigung und 
Abtragung des verschmutzten Erdreichs durch Polizei, Ölwehr und Dritte die 
Unfallstelle sichern, die Absicherung der Aushubarbeiten des verschmutzten 
Erdreichs gewährleisten, die T-Strasse auf verschiedenen Abschnitten sperren 
und den Verkehr mittels wechselseitiger Verkehrsführung an der abgesperrten 
Unfallstelle bzw. den gesperrten Teilabschnitten der T-Strasse vorbei leiten. 
Ebenfalls in diese vier Stunden Einsatzzeit fallen das Ausrücken und der 
Rückzug der Verkehrsgruppe sowie deren Retablierung. In Relation zu einem 
Selbstunfall eines Personenfahrzeugs mit Ölverlust und entsprechend ölver-
schmutztem Erdreich und ölverschmutzter Strasse auf einer Länge von ca. 10 
km war das Aufgebot und der vierstündige Einsatz der neunköpfigen Verkehrs-
gruppe weder offensichtlich unnötig noch leichtfertig. Auch der verrechnete 
Aufwand des Koordinators im Feuerwehrdepot, der während dem vierstündigen 

Einsatz während insgesamt ca. einer Stunde koordinierend tätig war, ist nicht 
als klarerweise unnötiger oder leichtfertiger Aufwand zu qualifizieren. Dass 
schliesslich die insgesamt bei der Unfallstelle eingesetzten 17 Feuerwehr-
angehörigen der Feuerwehr (Gruppe BAG und Gruppe VA) für ihren Einsatz 
drei Fahrzeuge (Ölwehrfahrzeug, Verkehrsgruppenfahrzeug, Personen-
transporter) sowie Material benötigten und ein Teil der entsprechenden Fahr-
zeugkosten – nämlich sechs von total elf Fahrzeugeinsatzstunden – mit der nun 
angefochtenen Verfügung im Sinne von § 28 FFG dem Verursacher weiter-
verrechnet wurden, ist ebenfalls nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Um 
offensichtlich unnötige, leichtfertig gemachte Aufwendungen handelt es sich 
beim strittigen Feuerwehreinsatz somit nicht. Wenn die Vorinstanz für den 
gesamten nicht unter die ABC-Wehr im Sinne von § 29 FFG, sondern unter § 
28 FFG fallenden Einsatz der Feuerwehr (inkl. Rückführung) in Anwendung der 
Tarifordnung für die Aufwendungen von Feuerwehreinsätzen bei Verkehrs-
unfällen und Fahrzeugbränden einen Personal-, Verpflegungs- und Beratung-
saufwand von insgesamt Fr. 4144.-- und für Fahrzeuge (und Geräte) einen 
solchen von Fr. 600.-- in Rechnung stellt, so ist dies im Lichte des Äquivalenz-
prinzips und des der Vorinstanz zustehenden Ermessens noch gerechtfertigt. 
Ein Eingreifen der Rekursinstanz ist nicht angezeigt.