# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4b201d4-7c12-52a6-aed3-7b27239e8190
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2009 B-7895/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7895-2007_2009-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-7895/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), 
Richter Francesco Brentani, Richter Ronald Flury,
Gerichtsschreiber Michael Barnikol.

T._______ 
vertreten durch Herr Rechtsanwalt Thomas Hälg, 
Talacker 50, 8001 Zürich, Beschwerdeführerin,

gegen

FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, 
Einsprachekommission Weiterbildungstitel, 
Elfenstrasse 18, Postfach 170, 3000 Bern 15,
Vorinstanz,

und

FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, 
Titelkommission Weiterbildungstitel,
Elfenstrasse 18, Postfach 170, 3000 Bern 15,
Erstinstanz,

Medizinische Weiterbildung, Facharzttitel für ORL, 
Härtefall.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-7895/2007

Sachverhalt:

A.
Dr. med. T._______ (Beschwerdeführerin) stellte am 27. Juni 2002 bei 
der FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, Titelkommis-
sion  Weiterbildungstitel  (Erstinstanz)  ein  Gesuch  auf  Erteilung  des 
Facharzttitels für Oto-Rhino-Laryngologie (ORL). 

Die Erstinstanz wies das Gesuch am 27. Januar 2003 mit der Begrün-
dung  ab,  es  seien  nicht  alle  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  des 
Facharzttitels für ORL erfüllt. Daraufhin wandte sich die Beschwerde-
führerin  mit  Eingabe  vom  27.  Februar  2003  an  die  Beschwerde-
kommission der  FMH (heute: Einsprachekommission; Vorinstanz)  mit 
dem (Haupt-) Begehren um Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und um Erteilung des Facharzttitels für ORL. Zur Begründung brachte 
sie im Wesentlichen vor, ihre Weiterbildung an der Abteilung für ORL 
im  Hospital  X._______  in  Barcelona  vom 16.  Januar  1984  bis  zum 
16. Januar 1987 müsse ebenfalls berücksichtigt werden, und zwar als 
Weiterbildung der  Kategorie  A. Mit  Entscheid vom 16. Oktober  2003 
zog die  Erstinstanz  ihre  Verfügung vom 27. Januar  2003 in  Wieder-
erwägung. Zwar wies sie das Gesuch der Beschwerdeführerin erneut 
ab, stellte indessen fest, dass die dreijährige Weiterbildung im Hospital 
X._______ in Barcelona ausnahmsweise im Umfang von zwei Jahren 
als  Weiterbildung  in  der  Kategorie  B  berücksichtigt  werde.  Dies, 
obwohl  es  der  Titelkommission  nicht  mehr  möglich  sei,  die 
Gleichwertigkeit  der  Weiterbildungsstätte  im  damaligen  Zeitraum  zu 
prüfen. Weiter hielt sie fest, dass das Erfordernis des Audiologiekurses 
als  erfüllt  betrachtet  werden  könne.  Da  die  Beschwerdeführerin  ein 
Zeugnis des Regionalspitals Biel nachgereicht habe, könnten ihr wei-
tere 10 Monate fachspezifische Weiterbildung der Kategorie C1 ange-
rechnet werden. Für die Erteilung des Facharztdiploms müsse die Be-
schwerdeführerin  allerdings  immer  noch  ein  Jahr  und  drei  Monate 
fachspezifische Weiterbildung der Kategorie A absolvieren. Zudem feh-
le es nach wie vor an weiteren Voraussetzungen für die Erteilung des 
Facharzttitels. Die Beschwerdeführerin habe bislang nicht nachweisen 
können, einen Phoniatriekurs absolviert, einen Vortrag an einem Kon-
gress der Schweizerischen Gesellschaft für ORL präsentiert, eine wis-
senschaftliche Arbeit publiziert und den Operationskatalog vervollstän-
digt zu haben. Dieser Entscheid blieb unangefochten.

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B.
Mit Gesuch vom 14. Juni 2006 beantragte die Beschwerdeführerin bei 
der  Erstinstanz  erneut  die  Erteilung  des  Facharzttitels  für  ORL. Sie 
brachte vor, dass sie in der Zwischenzeit einen Vortrag beim Kongress 
der Schweizerischen Gesellschaft für ORL gehalten und zum gleichen 
Thema  eine  wissenschaftliche  Arbeit  verfasst  habe.  Im  November 
2006 werde sie an einem Phoniatriekurs teilnehmen. Was die übrigen 
Voraussetzungen für die Erteilung des Facharzttitels betreffe, befinde 
sie sich in einer Ausnahmesituation. Sie verfüge über eine reichhaltige 
Operationserfahrung sowohl in der Schweiz als auch im Ausland und 
habe ihre  Kenntnisse im Bereich  ORL seit  2003 erheblich  erweitert. 
Ferner habe sie sich seither intensiv um eine Weiterbildungsstelle der 
Kategorie  A  bemüht.  Dennoch  seien  ihre  zahlreichen  Bewerbungen 
entweder  abgewiesen  worden  oder  sie  sei  auf  unbestimmte  Zeit 
hinaus vertröstet worden. Angesichts der Tatsache, dass sie sich be-
reits seit knapp 20 Jahren um den Erwerb eines Facharzttitels bemü-
he, sei ihre Situation somit insgesamt als persönlicher Härtefall zu be-
trachten. Bereits aus diesem Grund sei sie vom Erfordernis, alle Anfor-
derungen des Weiterbildungsprogramms zu erfüllen,  ausnahmsweise 
zu befreien. Hinzu komme, dass sie die bis zum Jahr 1990 nach spani-
schem  Recht  bestehenden  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  eines 
spanischen  Facharzttitels  erfüllt  habe.  Sie  hätte  somit  einen  spani-
schen Facharzttitel erwerben können, der gemäss den einschlägigen 
europarechtlichen Vorschriften als schweizerischer Weiterbildungstitel 
hätte  anerkannt  werden  müssen.  Weil  sie  davon  ausging,  einen 
schweizerischen  Weiterbildungstitel  erwerben  zu müssen,  um in  der 
Schweiz der Facharzttätigkeit nachgehen zu dürfen, habe sie damals 
darauf verzichtet, den spanischen Facharzttitel zu erwerben und sich 
stattdessen um den Erwerb des schweizerischen Weiterbildungstitels 
bemüht.

C.
Mit  Entscheid vom 29. Juni 2006 lehnte die Erstinstanz auch dieses 
Gesuch der Beschwerdeführerin ab. Zur Begründung führte sie an, von 
den im Entscheid vom 16. Oktober 2003 angeführten Erfordernissen 
sei bislang einzig die Präsentation eines Vortrags an einem Kongress 
der Schweizerischen Gesellschaft  für ORL ausgewiesen. Somit habe 
sich  die  Situation  seit  jenem  Entscheid  nicht  wesentlich  verändert, 
weshalb der Weiterbildungstitel nicht erteilt werden könne. Ein persön-
licher Härtefall könne nicht als Begründung für die Erteilung des Titels 
herangezogen  werden,  weil  dies  im  Gegensatz  zum  Grundsatz  der 

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Rechtsgleichheit stehen würde. Im Übrigen sei der Beschwerdeführe-
rin mit Verfügung vom 10. September 2004 eine Praktikantentätigkeit 
in der Universitätsklinik des Kantonsspitals Basel als fachspezifische 
Weiterbildung der Kategorie A zugesichert worden, weshalb sie durch-
aus die Möglichkeit gehabt habe, die verlangten 15 Monate Weiterbil-
dung der Kategorie A zu absolvieren.

D.
Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 24. Juli 2006 bei der Vor-
instanz  Einsprache  mit  dem  Begehren,  die  angefochtene  Verfügung 
sei aufzuheben und es sei ihr der Facharzttitel ORL unter Dispens von 
weiteren  Voraussetzungen  ausnahmsweise  zu  erteilen.  Zur  Begrün-
dung machte  sie  geltend,  das von der  Erstinstanz  unstreitig  zugesi-
cherte  Praktikum sei  keineswegs  eine  vollwertige  Möglichkeit  gewe-
sen,  die erforderliche Weiterbildung der  Kategorie  A zu absolvieren. 
Sie sei drei Monate, nachdem sie das Praktikum begonnen habe, nicht 
mehr weiterbeschäftigt  worden. Die Arbeitsbedingungen, welchen sie 
während des Praktikums ausgesetzt gewesen sei,  seien unzumutbar 
gewesen. Sie sei nicht in der vereinbarten Funktion eingestellt worden 
und  habe  keinen  adäquat  eingerichteten  Arbeitsplatz  gehabt.  Ohne 
dass mit ihr ein Evaluationsgespräch geführt worden sei, seien zudem 
ihre Leistungen bereits nach einem Monat zu Unrecht als völlig unge-
nügend beurteilt worden. Im Übrigen halte sie daran fest, dass sie we-
gen eines Härtefalls  von den noch fehlenden Erfordernissen zu dis-
pensieren sei.

E.
Mit Entscheid vom 25. Januar 2007 wies die Vorinstanz die Einsprache 
der  Beschwerdeführerin  ab. Die  noch  fehlende  Weiterbildung  in  der 
Kategorie  A und die  Durchführung der  für  die  vollständige Erfüllung 
des  Operationskataloges  notwendigen  Eingriffe  könnten  der  Be-
schwerdeführerin  nicht  erlassen werden. Die mindestens zweijährige 
Weiterbildung  an  einer  Weiterbildungsstätte  der  Kategorie  A,  in  der 
Regel einem grossen Spital, sei ein zentrales Element der fachärztli-
chen Weiterbildung und deshalb unverzichtbar. Eine Ausnahme könne 
auch  dann  nicht  gemacht  werden,  wenn  das  Ausbildungsverhältnis 
während der Probezeit beendet werde beziehungsweise wenn es trotz 
eines genügenden Angebotes an Weiterbildungsstellen nicht gelinge, 
eine solche zu erlangen. Im Übrigen könne eine Arztpraxis auch ohne 
Facharzttitel selbständig geführt werden. Eine Alternative bestehe da-
rin, den Titel "praktischer Arzt" zu erwerben und sich dabei diejenigen 

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ORL-Leistungen,  welche  die  Beschwerdeführerin  erbracht  habe,  als 
Besitzstand anrechnen zu lassen. Ferner  schliesse die Beschwerde-
führerin zu Unrecht von ihrer Behauptung, es sei ihr unmöglich, eine 
Weiterbildungsstelle der Kategorie A zu finden, auf die Unmöglichkeit, 
den Operationskatalog  zu  vervollständigen. Sie  könne  die  erforderli-
chen Eingriffe ohne weiters auch an einer Weiterbildungsstätte einer 
anderen Kategorie durchführen.

F.
Gegen den Entscheid  der  Vorinstanz erhebt  die Beschwerdeführerin 
am 26. Februar 2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit 
dem Antrag,  der angefochtene Entscheid sei  aufzuheben und es sei 
ihr der Facharzttitel für ORL zu erteilen. Zur Begründung führt sie an, 
aufgrund kantonaler Gesetzgebung sei es unmöglich, ohne Facharzt-
titel  eine  eigene  Arztpraxis  zu  übernehmen.  Wegen  dieses  Zu-
lassungsstopps sei auch das Argument der Vorinstanz, die Beschwer-
deführerin  könne  mit  dem  Titel  "praktischer  Arzt"  eine  selbständige 
Arzttätigkeit  aufnehmen,  unzutreffend.  Ferner  sei  ihre  Tätigkeit  am 
Hospital  X._______  in  Barcelona  als  Weiterbildung  der  Kategorie  A 
anzuerkennen, da dieses Spital Universitätsstatus habe. Auch sei sie, 
solange  sie  keine  Weiterbildungsstelle  der  Kategorie  A  erlangen 
könne, jedenfalls faktisch daran gehindert, ihren Operationskatalog zu 
vervollständigen.  Dies,  weil  bestimmte  komplizierte  Operationen  nur 
an Spitälern der Kategorie A durchgeführt würden.

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 16. April  2007 beantragt die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde. Unter Verweis auf ihre Ausführungen 
im angefochtenen Entscheid bringt sie vor, es könne keineswegs da-
von ausgegangen werden, dass die Übernahme einer Arztpraxis stets 
ausgeschlossen sei, wenn der jeweilige Nachfolger über keinen Fach-
arzttitel  verfüge. Zwar  sei  in  einer  Ausführungsverordnung  des Kan-
tons  Zürich  geregelt,  dass  Praxisübernahmen  bewilligt  werden  kön-
nen,  wenn der  Nachfolger  über  einen  geeigneten  Weiterbildungstitel 
verfüge. Es bestehe aber insofern keine einheitliche Praxis der Kanto-
ne. Zudem stehe  die  Bewilligung  der  Praxisübernahme stets  im Er-
messen der jeweils  entscheidenden Behörde,  weshalb es zumindest 
nicht aussichtslos sei, gestützt auf die bisherigen Leistungen bzw. Be-
sitzstände die Übernahme einer Praxis anzustreben. Ferner habe die 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin am Hospital X._______ in Barcelona 
seinerzeit nicht als Weiterbildung der Kategorie A angerechnet werden 

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können, weil die Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen habe, dass 
dieses  Spital  als  Weiterbildungsstätte  A  anerkannt  sei.  Gleichwohl 
habe die Erstinstanz die Tätigkeit der Beschwerdeführerin berücksich-
tigt und als Weiterbildung der Kategorie B angerechnet, was nicht zu 
beanstanden sei.

H.
Replikando  und  duplikando  hielten  die  Parteien  mit  Eingaben  vom 
3. August und 12. Oktober 2007 an ihren Anträgen fest.

I.
Mit Verfügung vom 5. Dezember 2007 teilte das Bundesverwaltungs-
gericht  den Parteien die Übertragung des Verfahrens von der Abtei-
lung III auf die Abteilung II und den neuen Spruchkörper mit. Innert der 
gesetzten Frist gingen keine Ausstandsbegehren ein. Im Rahmen des 
Instruktionsverfahrens forderte das Bundesverwaltungsgericht die Be-
schwerdeführerin  sodann  auf,  die  von  ihr  geltend  gemachte  Opera-
tionspraxis nachzuweisen und darzulegen, ob bzw. inwiefern diese den 
Anforderungen  für  die  Erteilung  des  Facharzttitels  genüge. Die  Vor-
instanz wurde eingeladen, nach entsprechender Abklärung bei der zu-
ständigen spanischen Fachbehörde zur Frage Stellung zu nehmen, ob 
die  von  der  Beschwerdeführerin  nachgewiesene  dreijährige  Ausbil-
dung  im  (Universitäts-)  Spital  X._______  in  Barcelona  mit  einer 
schweizerischen  Weiterbildung der  Kategorie  A  gleichwertig  sei  und 
ob sie  der  Beschwerdeführerin  unter  diesen Voraussetzungen ange-
rechnet  werden  könne.  In  diesem  Zusammenhang  wurde  die  Vor-
instanz weiter  ersucht,  aufgrund sämtlicher verfügbarer bzw. noch in 
Barcelona zu beschaffender Operationsberichte zu prüfen, ob die Ope-
rationspraxis  der  Beschwerdeführerin  als  den  gesetzlichen  Anforde-
rungen  genügend  bezeichnet  werden  könne  und  ob  insgesamt  die 
Weiterbildung der Beschwerdeführerin die Anforderungen für die Ertei-
lung  des  anbegehrten  Facharzttitels  erfülle  (vgl.  Verfügungen  vom 
19. November 2008 und vom 29. Januar 2009).

J.
Die Beschwerdeführerin  reichte am 19. Januar 2009 Unterlagen ein, 
welche die Operationen, die sie im Rahmen ihrer Weiterbildung durch-
geführt hat, dokumentieren. Diese wurden der Vorinstanz zur Kenntnis 
gebracht. Die Vorinstanz beauftragte den Sachverständigen Prof. Dr. 
Y._______,  Vorsitzender  der  Titelkommission  der  schweizerischen 
Gesellschaft  für  Oto-Rhino-Laryngologie,  anhand  der  vorliegenden 

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Operationsberichte  zu  prüfen,  inwieweit  die  Beschwerdeführerin  die 
Anforderungen  des  Operationskatalogs  gemäss  Weiterbildungs-
programm erfülle. Dieser reichte am 21. April 2009 einen Bericht ein, 
in welchem er zu einem für die Beschwerdeführerin negativen Ergeb-
nis gelangt.

K.
Mit Eingabe vom 25. Juni 2009 teilte die Vorinstanz mit, sie habe sich 
erfolglos bei der zuständigen spanischen Behörde um Abklärung der 
noch offenen Fragen im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Weiterbil-
dung in Spanien mit einer schweizerischen Weiterbildung der Katego-
rie A sowie um die Beibringung der die Beschwerdeführerin betreffen-
den Operationsberichte aus Barcelona bemüht. Obwohl sie ein Schrei-
ben  an  die  zuständige  spanische  Behörde  gerichtet  und  um 
Informationen ersucht habe, sei trotz zusätzlicher telefonischer Nach-
frage keine Antwort  eingegangen. Aus diesen und weiteren,  in  ihrer 
Eingabe näher dargelegten Gründen, halte sie an ihrer bisherigen Auf-
fassung fest. 

L.
Demgegenüber  erachtete  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Eingabe 
vom 7. September 2009 die Bemühungen und Überlegungen der Vor-
instanz als ungenügend. Desgleichen bemängelte sie den Fachbericht 
von Prof. Dr. Y._______ und legte dar, dass unter Hinzurechnung der 
in  Barcelona  ausgeführten  Operationen  die  gemäss  dem 
Weiterbildungsprogramm  geforderten  Richtwerte  nicht  nur 
grösstenteils erreicht, sondern sogar übertroffen würden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 25. Januar 2007 stellt  eine Verfü-
gung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  Bst. c  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) dar. Verfügungen der Vorinstanz unterliegen der Beschwerde 
an das Bundesverwaltungsgericht  (Art. 5  Abs. 1 VwVG sowie Art. 31 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der an-
gefochtenen Verfügung durch diese berührt und hat daher ein schutz-
würdiges  Interesse  an  ihrer  Aufhebung  (Art. 48  Abs. 1  Bst. a  bis  c 

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VwVG). Sie ist somit zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Eingabe-
frist  sowie  die  Anforderungen  an  Form  und  Inhalt  der  Beschwerde-
schrift  sind  gewahrt  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG),  der  Kostenvor-
schuss wurde fristgemäss bezahlt und die übrigen Sachurteilsvoraus-
setzungen liegen vor. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.

2.
Die  Weiterbildung von akademischen  Medizinalpersonen  ist  eine  ur-
sprünglich private Aufgabe,  die traditionell  von den Berufsverbänden 
wahrgenommen wird (THOMAS SPOERRI in: Tomas Poledna / Ueli  Kieser 
[Hrsg.],  Schweizerisches  Bundesverwaltungsrecht,  Bd.  VIII,  Gesund-
heitsrecht, B. Rz. 58). Diese Trägerorganisationen, zu denen auch die 
FMH  gehört,  erlassen  standesrechtliche  Weiterbildungsnormen,  die 
vom Bund unter bestimmten Voraussetzungen akkreditiert werden (vgl. 
Art. 12 ff. des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1877 betreffend die 
Freizügigkeit  des  Medizinalpersonals  in  der  Schweizerischen  Eidge-
nossenschaft [FMPG, BS 4 291; AS 2000 1891 Ziff. III 1, 2002 701 Ziff. 
I  3, 2006 2197 Anhang Ziff. 88], bzw. Art. 22 ff. des Bundesgesetzes 
vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe, SR 811.11 
[Medizinalberufegesetz,  MedBG]).  Die  Normen  sind  privatrechtlicher 
Natur und beruhen nicht auf einer formellen gesetzlichen Delegation 
öffentlich-rechtlicher Rechtssetzungskompetenzen. Mit der Akkreditie-
rung wird indessen die Verbindlichkeit der Vorschriften der Trägerorga-
nisationen  faktisch  anerkannt,  und  zwar  sowohl  für  die  Trägerschaft 
selbst,  als  auch  für  Dritte,  welche  sich  im  Rahmen der  Programme 
weiterbilden. Sie können daher im Beschwerdeverfahren analog als öf-
fentliches Recht des Bundes behandelt werden, sofern eine ordnungs-
gemässe Akkreditierung erfolgt ist und die betreffenden Vorschriften in 
jeder Hinsicht bundesrechtskonform sind (VPB 68.29 E. 2.2.2, vgl. zu-
dem THOMAS SPOERRI in: Tomas Poledna / Ueli Kieser [Hrsg.], a.a.O., B. 
Rz.  64).  Die  angefochtene  Verfügung  stützt  sich  auf  die  Weiterbil-
dungsordnung  der  Verbindung  der  Schweizerischen  Ärztinnen  und 
Ärzte vom 21. Juni 2000 (WBO) und das Weiterbildungsprogramm der 
Fachärzte für Oto-Rhino-Laryngologie vom 1. Januar 2000 (Weiterbil-
dungsprogramm  ORL).  Die  Vereinbarkeit  der  Vorschriften  der  WBO 
bzw.  des  Weiterbildungsprogramms  ORL  mit  höherrangigem  Recht 
und das Vorliegen der Akkreditierungsvoraussetzungen wird von kei-
ner Seite in Frage gestellt und auch für das Bundesverwaltungsgericht 
ergeben sich keine Anhaltspunkte, die zu einem anderen Schluss füh-
ren könnten. Es ist daher auf die genannten Vorschriften abzustellen.

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2.1 Der  Facharzttitel  ist  die  Bestätigung  für  eine  abgeschlossene, 
strukturierte  und kontrollierte  Weiterbildung in  einem Fachgebiet  der 
klinischen oder nicht klinischen Medizin (Art. 12 WBO). Anspruch auf 
die Erteilung eines Facharzttitels haben gemäss Art. 15 WBO Bewer-
ber, die sich ausweisen können über:

a) den  Besitz  des  eidgenössischen  Arztdiploms  oder  eines  gleichwertigen 
ausländischen Diploms, wenn mit dem entsprechenden Staat Gegenrecht 
vereinbart wurde,

b) die  Erfüllung  der  Anforderungen des  entsprechenden Weiterbildungspro-
gramms, insbesondere die bestandene Facharztprüfung,

c) die Mitgliedschaft bei der FMH für alle Schwerpunkte.

2.2 Gemäss Art. 33 Abs. 1 S. 1 WBO kann die Tätigkeit an gleichwerti-
gen Weiterbildungsstätten im Ausland als Anteil der reglementarischen 
Weiterbildung anerkannt werden, wenn eine Bestätigung der zuständi-
gen Behörde des betreffenden Landes vorliegt, wonach die absolvierte 
Weiterbildung dort  für den entsprechenden Facharzttitel  angerechnet 
wird. Die Beweislast obliegt dem Kandidaten (Art. 33 Abs. 1 WBO).

2.3 Die Weiterbildungsprogramme regeln für jeden Facharzttitel insbe-
sondere die Anforderungen der jeweiligen Weiterbildung und die Krite-
rien für die Einteilung der Weiterbildungsstätten (Art. 16 Bst. a und b 
WBO). Die Weiterbildung zum Facharzt für ORL dauert fünf Jahre und 
gliedert sich in vier Jahre fachspezifische Ausbildung in ORL sowie ein 
Jahr nicht fachspezifischer Ausbildung in allgemeiner Chirurgie oder in 
einer anderen chirurgischen Disziplin (Ziff. 2.1.1 des Weiterbildungs-
programms  der  Fachärzte  für  Oto-Rhino-Laryngologie  vom  1. Janu-
ar 2000  [Weiterbildungsprogramm ORL]). Davon müssen  mindestens 
zwei Jahre in einer Weiterbildungsstätte der Kategorie A, zwei Jahre in 
einer Weiterbildungsstätte der Kategorie B und ein Jahr in einer Wei-
terbildungsstätte der Kategorie C absolviert werden (Ziff. 2.1.2 Weiter-
bildungsprogramm ORL sowie nachfolgend E. 2.4). Weiter umfasst die 
Weiterbildung die Teilnahme an zwei Kongressen der Schweizerischen 
Gesellschaft für ORL, Hals und Gesichtschirurgie sowie an einem Ex-
pertenkurs in  Audiologie und Phoniatrie,  die Präsentation eines Vor-
trags an einem Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für ORL, 
Hals-  und Gesichtschirurgie als Autor  und die Publikation  einer wis-
senschaftlichen Arbeit  auf dem Gebiet der ORL als Erst- oder Letzt-
autor (Ziff. 2.2 Weiterbildungsprogramm ORL). Zudem muss ein Ope-
rationskatalog erfüllt sein, wonach eine näher bestimmte Richtzahl von 
Operationen in der Funktion als Operateur oder als Assistent durchzu-
führen sind (Ziff. 2.2 und 3.3 Weiterbildungsprogramm ORL).

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2.4 Die Kriterien für die Einteilung der Weiterbildungsstätten in die Ka-
tegorien A, B und C sind in Ziff. 5 des Weiterbildungsprogramms ORL 
geregelt.  Demgemäss  unterscheiden  sich  Spitäler  der  Kategorien  A 
und B insbesondere insofern, als Spitäler der Kategorie A mindestens 
10'000 Patienten pro Jahr betreuen und über einen vollamtlichen, ha-
bilitierten Chefarzt mit Facharzttitel in ORL im Mitarbeiterstab verfügen 
müssen, während Spitäler der Kategorie B mindestens 6'000 Patienten 
pro  Jahr  zu  betreuen  haben  und  der  dort  arbeitende  vollamtliche 
Chefarzt  mit  Facharzttitel  in  ORL nicht  habilitiert  sein  muss. Zudem 
müssen Spitäler der Kategorie A im Gegensatz zu solchen der Kate-
gorie  B eine phoniatrische Abteilung haben und Studentenunterricht 
sowie die Möglichkeit  zu wissenschaftlicher Forschung bzw. Tätigkeit 
bieten (Ziff. 5.2 Weiterbildungsprogramm ORL).

3.
Im Hinblick auf  die  Voraussetzungen für  die Erteilung des  Facharzt-
titels (Art. 15 WBO) ist  zu prüfen, ob die Anforderungen des Weiter-
bildungsprogramms  ORL  hinsichtlich  der  zu  absolvierenden  Weiter-
bildungen und der durchzuführenden Operationen erfüllt sind. Die Be-
schwerdeführerin  muss insbesondere nachweisen können, eine Wei-
terbildungsperiode  von  mindestens  zwei  Jahren  an  einer  Weiter-
bildungsstätte der Kategorie A absolviert und eine bestimmte, im Ope-
rationskatalog näher konkretisierte Anzahl von Operationen durchge-
führt zu haben (Ziff. 2.1.2, 2.2 und 3.3 Weiterbildungsprogramm ORL). 

3.1 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (Art. 4 VwVG i.V.m. Art. 40 Bundesgesetz 
vom 4. Dezember  1947 über  den Bundeszivilprozess; SR 273). Das 
Gericht ist nicht an bestimmte starre Beweisregeln gebunden, welche 
ihm genau vorschreiben, wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und 
welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinan-
der haben. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung verlangt, dass 
sich  die  urteilende  Instanz  sorgfältig,  gewissenhaft  und  unvoreinge-
nommen ihre  Meinung  darüber  bildet,  ob  der  zu  beweisende  Sach-
umstand als wahr zu gelten hat (vgl. hierzu und zum Folgenden: BVGE 
2008/23  E.  4.1  sowie,  statt  vieler:  BERNHARD WALDMANN / PHILIPPE 
WEISSENBERGER in:  Bernhard  Waldmann / Philippe  Weissenberger 
[Hrsg.],  Praxiskommentar  zum Bundesgesetz  über  das  Verwaltungs-
verfahren, Zürich 2009, Rz 14 zu Art. 19 VwVG, je mit weiteren Hin-
weisen).

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3.2 Die  Beweiswürdigung endet  mit  dem richterlichen Entscheid  da-
rüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat. 
Der Beweis ist  geleistet,  wenn der Richter gestützt  auf  die freie Be-
weiswürdigung  zur  Überzeugung  gelangt  ist,  dass  sich  der  rechts-
erhebliche  Sachumstand  verwirklicht  hat.  Eine  Tatsache  kann  erst 
dann als bewiesen angenommen werden, wenn der volle Beweis er-
bracht wird. Dies ist  der Fall,  wenn davon auszugehen ist,  dass das 
Gegenteil  als  unwahrscheinlich  erscheint  (vgl.  PATRICK L. 
KRAUSKOPF / KATRIN EMMENEGGER in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.], 
a.a.O., Rz 9 zu Art. 12 VwVG sowie  ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER, Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, Rz. 289). Gelangt der Richter aufgrund der Beweiswürdi-
gung dagegen nicht zur Überzeugung, die feststellungsbedürftige Tat-
sache  habe  sich  verwirklicht,  treffen  die  Folgen  der  Beweislosigkeit 
diejenige Partei, welche die Beweislast trägt. Sofern das massgebliche 
Recht  keine spezifische Beweisregel  enthält,  kommt  die  Beweislast-
regel  von  Art. 8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  (ZGB, 
SR 210)  zum Tragen. Danach  hat  derjenige  die  Folgen  der  Beweis-
losigkeit  zu  tragen,  der  aus einer  unbewiesen gebliebenen Tatsache 
ein Recht ableiten will (vgl. hierzu auch BVGE 2008/23 E. 4.2 mit wei-
teren Hinweisen).

3.3  Nach Art. 12 VwVG gilt  im Verwaltungsverfahren des Bundes der 
Untersuchungsgrundsatz, wonach es Sache der Behörde und nicht der 
Parteien ist, den Sachverhalt festzustellen und dazu soweit nötig Be-
weis zu erheben. Die Behörde kann in jedem Verfahrensstadium Vor-
bringen zum Sachverhalt entgegennehmen und berücksichtigen, falls 
sie  diese für  rechtserheblich hält  (Art. 32 Abs. 2 VwVG). Zur Pflicht, 
den Sachverhalt zu ermitteln, gehört die Beweisführungslast, d.h. die 
Obliegenheit,  den  erforderlichen  Beweis  zu  führen.  Diese  Last  fällt 
grundsätzlich der Behörde zu. Die Parteien unterliegen allerdings so-
wohl im erstinstanzlichen Verwaltungs- als auch im Beschwerdeverfah-
ren einer Mitwirkungspflicht (Art. 13 und 52 Abs. 1 VwVG). Diese gilt 
grundsätzlich für alle Arten von Tatsachen, kommt aber vorab für jene 
Umstände in  Betracht,  die  eine Partei  besser kennt  als  die Behörde 
und welche diese ohne die Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht 
mit  vernünftigem  Aufwand  erheben  könnte.  Dabei  trifft  die  Behörde 
aber  eine  Aufklärungspflicht,  d.h. sie  muss  die  Verfahrensbeteiligten 
geeignet  auf  die  zu  beweisenden  Tatsachen  hinweisen.  Unter-
suchungsgrundsatz  und  Mitwirkungspflicht  ändern  hingegen  an  der 
Beweislast  nichts,  wonach  grundsätzlich  diejenige  Partei  die  Folgen 

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der  Beweislosigkeit  eines  Sachumstands  zu  tragen  hat,  die  daraus 
Vorteile ableitet (vgl. oben E. 3.2). Allerdings kann die Behörde nicht 
gestützt  auf  die  objektive  Beweislastverteilung  geringere  Gewissen-
haftigkeit bei der Abklärung von Tatsachen walten lassen, die sich zu-
gunsten  der  Verfahrenspartei  auswirken.  Aus  der  Beweislast  dürfen 
mithin nicht Mitwirkungspflichten abgeleitet werden, die sich nicht aus 
dem Gesetz oder allenfalls aus dem Grundsatz von Treu und Glauben 
ergeben  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C.388/2008  vom  16. Dezem-
ber 2008 E. 4.1; vgl. zudem PATRICK L. KRAUSKOPF / KATRIN EMMENEGGER in: 
Waldmann/Weissenberger, a.a.O., Rz 16 und 20 zu Art. 12 VwVG, je 
mit weiteren Hinweisen ).

4.
Vorliegend begehrt die Beschwerdeführerin, dass ihre Ausbildung als 
Assistenzärztin in der Abteilung ORL- und Gehörchirurgie am Hospital 
X._______ vom 16. Januar 1984 bis 16. Januar 1987 im erforderlichen 
Umfang  von  2  Jahren  als  Weiterbildung  der  Kategorie  A  anerkannt 
sowie  ihre  dort  ausgeführte  Operationstätigkeit  zu  ihrer  übrigen 
Operationspraxis hinzugerechnet werde. In den Akten der Vorinstanz 
(pag. 356) findet sich ein Zeugnis vom 1. Februar 1987, welches die 
Assistenzarzttätigkeit  der  Beschwerdeführerin  in  groben  Zügen 
umschreibt,  mit  dem  Höchstprädikat  "hervorragend"  qualifiziert  und 
vom leitenden Arzt des Spitals sowie zwei weiteren Ärzten, dem Chef 
des  Lehrkörpers  und  dem  Abteilungschef  ORL,  Dr.  Z._______, 
unterzeichnet  wurde. Weiter reichte die Beschwerdeführerin  mit  ihrer 
Beschwerde eine Bestätigung vom 21. März 2003 von Dr. Z._______ 
vom  Hospital  X._______  in  Barcelona  ein  (BB  7),  aus  welcher 
hervorgeht,  dass  die  Beschwerdeführerin  die  Vorschriften  des 
"Dozentengremiums  dieses  Spitalzentrums  (Dozentenabteilung  der 
Universität Barcelona)" erfüllt habe und nach bestandener Prüfung die 
Weiterbildung  "gemäss  Richtlinien  des  Ministeriums  für  Bildung  und 
Wissenschaft  absolviert"  beziehungsweise  "die  Anforderungen  der 
vom Nationalen Rat für Fachärzte erlassenen Ausbildungsleitlinien für 
Fachärzte  erfüllt"  habe.  Ferner  hat  sie  Ausbildungsleitlinien  für 
Fachärzte  in  ORL,  die  im  Zeitpunkt  ihrer  Facharztausbildung  in 
Spanien  galten,  sowie  zahlreiche  Operationsberichte  und  weitere 
Unterlagen vorgelegt, um die Operationen, die sie in der Schweiz und 
in  Spanien durchgeführt  bzw. bei  denen sie  assistiert  hat,  zu  doku-
mentieren.

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Demgegenüber macht die Vorinstanz geltend, trotz förmlicher, ihr vom 
Gericht aufgetragener Nachfrage bei der zuständigen spanischen Ge-
sundheitsbehörde habe der (damalige) Status des Spitals (in dem für 
die  Beurteilung  der  Gleichwertigkeit  erforderlichen  Umfang)  nicht  in 
hinreichender  Weise  ermittelt  werden  können. Insbesondere  ersetze 
die Bestätigung von Dr. Z._______ vom Hospital X._______ nicht eine 
neutrale Auskunft  der zuständigen Gesundheitsbehörde, weshalb die 
in  Barcelona absolvierte  Weiterbildung der Beschwerdeführerin  nicht 
über  das  im  angefochtenen  Entscheid  dargelegte  Mass  hinaus 
(2 Jahre Weiterbildung der  Kategorie B)  angerechnet  werden könne. 
Hinsichtlich  der  Operationspraxis  macht  die  Vorinstanz  geltend, 
seitens  der  zuständigen  spanischen  Behörden  seien  auch  die 
einverlangten Operationsberichte der Beschwerdeführerin nicht einge-
reicht worden, welche ihre Operationstätigkeit in Barcelona näher hät-
ten belegen sollen. Im Übrigen verweist sie auf den Bericht von Prof. 
Dr.  Y._______,  wonach  die  in  der  Schweiz  ausgewiesene  und 
anrechenbare  Operationspraxis  den  Anforderungen  des 
Weiterbildungsprogramms klar nicht genüge. 

4.1 Vorliegend ist unbestritten und aus den von der Beschwerdeführe-
rin  vorgelegten  Beweisdokumenten  klar  ersichtlich,  dass  sie  vom 
16. Januar 1984 bis 16. Januar 1987 am Hospital X._______ in Bar-
celona nach den damals in Spanien geltenden Vorschriften eine Wei-
terbildung als  Fachärztin  im Bereich ORL mit  Erfolg absolvierte. Die 
Beschwerdeführerin räumte indessen ein, dass sie nicht im Besitz des 
spanischen Facharzttitels für ORL sei und dass es ihr anlässlich der 
Einreichung ihres Gesuchs um Erteilung des Facharzttitels für ORL in 
der Schweiz nicht mehr möglich gewesen sei, die Berichte über ihre in 
Barcelona  ausgeführten  oder  assistierten  Operationen  vorzulegen. 
Diese Berichte konnten ebenso wenig durch die Vorinstanz anlässlich 
des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht beige-
bracht werden. Auch die von der Vorinstanz bei der zuständigen spani-
schen Gesundheitsbehörde einverlangte Bestätigung über den geltend 
gemachten Status des Hospital X._______ in Barcelona konnte nicht 
beigebracht werden. Die einzige in den Akten dokumentierte Aussage 
über den Status des fraglichen Spitals stammt von Dr. Z._______ als 
Chef der Abteilung ORL eben dieses Spitals, welcher dessen Dozen-
tengremium in seiner Bestätigung vom 21. März 2003 als "Dozenten-
abteilung der Universität  Barcelona" (Unidad Docente de la Universi-
dad de Barcelona) bezeichnet (vgl. BB 7). Ferner lässt sich aus den 
Ausbildungsleitlinien,  auf  welche  sich  die  Beschwerdeführerin  stützt, 

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nicht ersehen, welche Operationen sie im Rahmen ihrer Weiterbildung 
in Spanien konkret vorgenommen hat. Auch lässt sich aus den Leitlini-
en nicht ableiten, ob und in wieweit das Hospital Z._______ die Kriteri-
en erfüllt, die nach Ziff. 5 Weiterbildungsprogramm ORL an ein Spital 
der Kategorie A zu stellen sind (insbesondere eine bestimmte Anzahl 
von  Patienten  pro  Jahr  und  ein  besonders  qualifizierter  Mitarbeiter-
stab, vgl. oben E. 2.4).

4.2 Mit  Blick  auf  diese  Gegebenheiten  war  die  Vorinstanz,  wie  er-
wähnt, nicht bereit, die in Barcelona absolvierte Weiterbildung der Be-
schwerdeführerin als Weiterbildung der (höchsten) Kategorie A anzu-
erkennen. Sie erkannte sie lediglich als Weiterbildung der Kategorie B 
an. Ebenso wenig war sie bereit, die nicht näher ausgewiesenen Ope-
rationen der Beschwerdeführerin an diesem Spital als Teil der Weiter-
bildung  bzw. des  Operationskatalogs  anzuerkennen. Insofern  stützte 
sich  sich  auf  den  Befund  von  Prof.  Dr. Y._______,  Vorsitzender  der 
Titelkommission  der  schweizerischen  Gesellschaft  für  Oto-Rhino-
Laryngologie, welcher es als für die Qualitätssicherung der Weiterbil-
dung unabdingbar erachtete, dass die im Rahmen des Weiterbildungs-
programms geforderten Eingriffe von den Kandidaten auch tatsächlich 
durchgeführt werden.

4.3 In beweisrechtlicher Hinsicht ergibt sich aus dem in E. 4.1 Gesag-
ten für das Bundesverwaltungsgericht, dass in zwei für die Bewertung 
der Weiterbildung zum Facharzt zentralen Fragen, nämlich derjenigen 
nach dem Status der in zeitlicher und qualitativer Hinsicht wichtigsten 
Weiterbildungsstätte  sowie  derjenigen  nach  der  Anzahl  und  Art  der 
dort  tatsächlich  ausgeführten  Operationen  Unklarheit  besteht.  Damit 
ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, den Beweis dafür zu er-
bringen,  dass der (wesentliche) Teil  ihrer  Weiterbildung,  welchen sie 
im Hospital X._______ absolvierte, mit einer Weiterbildung der Kate-
gorie A gemessen an den in Ziff. 5 des Weiterbildungsprogramms ORL 
angeführten Kriterien gleichwertig ist. Die Beweislosigkeit geht zu Las-
ten der Beschwerdeführerin, weil sie aus der unbewiesen gebliebenen 
Tatsache Rechte herleiten will (vgl. oben E. 3.2). Die Vorinstanz durfte 
daher die fragliche Weiterbildung lediglich der Kategorie B zurechnen 
und die geltend gemachte, jedoch nicht  näher belegte Operationstä-
tigkeit im Operationskatalog unberücksichtigt lassen. Es kann ihr auch 
nicht vorgeworfen werden, ihrer Pflicht zur Beweisführung nicht in ge-
nügender Weise nachgekommen zu sein. Auf Anordnung des Bundes-
verwaltungsgerichts bemühte sie sich bei den zuständigen spanischen 

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Gesundheitsbehörden mehrmals um die erforderlichen Auskünfte und 
Dokumente. Dass ihre Bemühungen schliesslich ohne Erfolg blieben, 
kann nicht ihr angelastet werden. Auch ist  nicht ersichtlich, inwiefern 
ein  nochmaliges  Aussetzen  einer  materiellen  Entscheidung  bezie-
hungsweise eine nochmalige Anordnung der bisher erfolglos gebliebe-
nen Prozesshandlungen zum Ziel führen würde. Die Beschwerdeführe-
rin vermag mit ihrer gegenteiligen Auffassung insgesamt nicht durch-
zudringen.

4.4 Was die in der Schweiz absolvierte Weiterbildung betrifft, hielt der 
Sachverständige, Prof. Dr. Y._______, fest, dass überhaupt nur ein Teil 
der Weiterbildung an Weiterbildungsstätten geleistet wurde, die für die 
Weiterbildung  von  Fachärzten  anerkannt  sind.  Gestützt  hierauf  ge-
langte der Sachverständige in Beantwortung der ihm gestellten Fragen 
zum  einlässlich  begründeten  Befund,  dass  der  Operationskatalog 
selbst dann bei weitem nicht erfüllt  sei, wenn man auch die an nicht 
anerkannten  Weiterbildungsstätten  in  der  Schweiz  durchgeführten 
Operationen  berücksichtige.  Die  Beschwerdeführerin  wendet  hier-
gegen  im  Wesentlichen  ein,  unter  Hinzurechnung  der  in  Barcelona 
ausgeführten  Operationen  wäre  der  Operationskatalog  erfüllt  oder 
sogar überschritten. Damit vermag sie indessen nach dem vorne Ge-
sagten nicht  durchzudringen. Wie  bereits  dargelegt,  kann sie  (auch) 
den Nachweis einer hinreichenden Operationspraxis im Rahmen ihrer 
Weiterbildung in Spanien nicht erbringen. 

4.5 Aufgrund des Beweisergebnisses und der gesamten Akten erach-
tet es das Bundesverwaltungsgericht daher als erwiesen, dass die Be-
schwerdeführerin  weder  in  zeitlicher  Hinsicht,  noch was den Opera-
tionskatalog betrifft, die Anforderungen des Ausbildungsprogramms er-
füllt. 

5. 
Die  Beschwerdeführerin  macht  schliesslich  geltend,  der  Facharzttitel 
sei ausnahmsweise auch dann zu erteilen, wenn hierfür einzelne Vor-
aussetzungen nicht erfüllt seien. 

Da  generell-abstrakte  Vorschriften  auf  den  Normalfall  zugeschnitten 
sind und daher vielfach besonders gelagerte Situationen nicht erfas-
sen können, ist  es möglich,  Ausnahmebewilligungen zu erteilen,  um 
Härtefälle zu vermeiden. Eine solche Ausnahmebewilligung kann aller-
dings nur gestützt auf eine ausdrückliche Ermächtigung im fraglichen 
Erlass  erteilt  werden (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 

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Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006, 
Rz. 2536 ff.). Die vorliegend einschlägigen Bestimmungen in der WBO 
und im Weiterbildungsprogramm (s.o., E. 2) enthalten keine Vorschrift, 
auf die eine Erteilung des Facharzttitels in Ausnahme- bzw. Härtefällen 
gestützt werden kann. Vielmehr sehen sie vor, dass der Anspruch auf 
Erteilung des Facharzttitels nur dann besteht, wenn sämtliche Voraus-
setzungen  des  jeweiligen  Weiterbildungsprogramms  erfüllt  sind 
(Art. 15 Bst. b WBO). Auch wenn es sich so verhalten sollte, wie die 
Beschwerdeführerin  geltend  macht,  dass  sie  seinerzeit  die  Anforde-
rungen der Anerkennung als Fachärztin nach damaligem spanischem 
Recht erfüllt hätte, muss, was die Frage der heutigen, erstmaligen Er-
teilung des Facharzttitels betrifft, ein strenger Masstab gelten. Die von 
der Vorinstanz an die Zulassung als Facharzt gestellten Anforderungen 
dienen der Sicherstellung einer medizinischen Versorgung von hoher 
Qualität  (vgl.  THOMAS SPOERRI in:  Tomas  Poledna/Ueli  Kieser  [Hrsg.], 
a.a.O., B. Rz. 57), und somit dem Schutz elementarer Rechtsgüter. Es 
wäre mit erheblichen Gefahren für die Allgemeinheit verbunden, wenn 
ein Kandidat als Facharzt zugelassen würde, der nicht alle Weiterbil-
dungsperioden  absolviert  hat  oder  über  zu  wenig  Operationspraxis 
verfügt.  Die  Erteilung  des  Facharzttitels  als  Ausnahmebewilligung 
kommt daher vorliegend nicht in Betracht.

6.
Die Beschwerde erweist sich somit insgesamt als unbegründet und ist 
abzuweisen.

7.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  der  unterliegenden  Be-
schwerdeführerin  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG). Diese sind  mit  dem von ihr  geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen. Der  unterliegenden Beschwerdeführerin  ist  keine Partei-
entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  VGKE,  SR 173.320.2)  und 
ebenso wenig der Vorinstanz (vgl. Art. 7  Abs. 3 VGKE sowie  MARCEL 
MAILLARD, in: Waldmann/Weissenberger [Hsg.], a.a.O., Rz 14 zu Art. 64 
VwVG und MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hsg.], Kommentar 
zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Rz 10 
zu Art. 64 VwVG; je mit weiteren Hinweisen). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden nach Eintritt  der Rechtskraft  dieses Urteils mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.- verrechnet. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- die Erstinstanz (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Frank Seethaler Michael Barnikol

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 28. Oktober 2009

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