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**Case Identifier:** dacf55d5-ff0f-54f5-a618-c0d08943f050
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2025 100 2024 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-125_2025-05-07.pdf

## Full Text

100.2024.125U
BUC/STS/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Straub

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. …
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin

C.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegner

und

Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern
Notariatsaufsicht, Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 2

sowie

Notar D.________

und

Notar E.________

betreffend Entbindung von der beruflichen Geheimhaltungspflicht 
(Verfügung der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 
20. März 2024; 2022.DIJ.7038)

Prozessgeschichte:

A.

Mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 beschlagnahmte die Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland sämtliche Vermögenswerte, die der am 3. August 
2022 verstorbene F.________, dessen Tochter B.________ oder deren 
Ehemann (C.________) den Notaren D.________ und E.________ 
zwischen dem 3. Mai und dem 3. August 2022 übergeben hatten. Die Notare 
wurden angewiesen, die beschlagnahmten Vermögenswerte zuhanden der 
Staatsanwaltschaft vorläufig weiterhin aufzubewahren. Die 
Staatsanwaltschaft forderte die Notare auf, schriftlich Auskunft zu erteilen 
über den Bestand und die Höhe dieser Vermögenswerte, und sämtliche 
Unterlagen einzureichen aus dem notariellen Mandatsverhältnis zwischen 
ihnen und F.________ sel. sowie – soweit bestehend – zwischen ihnen und 
B.________ oder C.________. Sie teilte mit, es sei beabsichtigt, die Notare 
als Zeugen, eventuell als Auskunftspersonen zu befragen in einem 
Strafverfahren, das die jüngere Tochter des Verstorbenen (A.________) mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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Anzeige (und Strafantrag) gegen ihre ältere Schwester (B.________) und 
deren Ehemann (C.________) angehoben hat. Die Staatsanwaltschaft lud 
die Notare ein, sich im Hinblick auf die verlangten Auskünfte, die Herausgabe 
der Unterlagen und die Einvernahmen von der Geheimhaltungspflicht 
entbinden zu lassen. Am 1. November 2022 gelangten die Notare 
D.________ und E.________ an die Direktion für Inneres und Justiz des 
Kantons Bern (DIJ) und ersuchten um Entbindung von der notariellen 
Geheimhaltungspflicht betreffend die Mandatsverhältnisse mit F.________ 
sel. bzw. B.________ und C.________. Mit Verfügung vom 20. März 2024 
wies die DIJ das Gesuch ab.

B.

Dagegen hat A.________ am 24. April 2024 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe-
ben und die Notare D.________ und E.________ seien betreffend das 
Mandatsverhältnis zu F.________ sel. (und sämtlichen allfällig weiteren 
daran Beteiligten) und, sofern ein solches bestehe, betreffend das 
Mandatsverhältnis zu B.________ und C.________ vollumfänglich von der 
Geheimhaltungspflicht zu entbinden. Eventuell sei die Verfügung aufzu-
heben und die Sache an die DIJ zurückzuweisen, verbunden mit der Anwei-
sung, A.________ Parteistellung einzuräumen, den rechtserheblichen 
Sachverhalt zum mutmasslichen Willen von F.________ sel. festzustellen 
und alsdann neu zu verfügen. In formeller Hinsicht ersucht A.________ um 
Vereinigung des Verfahrens mit demjenigen betreffend die Befreiung eines 
weiteren Notars von der Geheimhaltungspflicht (verwaltungsgerichtliches 
Verfahren 100.2024.123).

Die DIJ und B.________ beantragen mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2024 
bzw. Stellungnahme vom 26. August 2024, die Beschwerde sei abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten sei. C.________ beantragt mit Stellungnahme vom 
13. März 2025, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie 
abzuweisen. Ausserdem ersuchen B.________ und C.________ mit 
Eingaben vom 29. Juli 2024 bzw. 13. März 2025 um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung ihres jeweiligen Anwalts als 

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amtlicher Rechtsbeistand. Die Notare D.________ und E.________ haben 
auf eine Stellungnahme verzichtet. Am 4. April 2025 hat A.________ zur 
Eingabe vom 13. März 2025 Stellung genommen und weitere Beweismittel 
eingereicht. Mit Eingabe vom 25. April 2025 haben sodann B.________ und 
C.________ persönlich und unaufgefordert Bemerkungen zur Sache 
angebracht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat im Verfahren vor der DIJ um Akten-
einsicht sowie um Gewährung des rechtlichen Gehörs ersucht. Die DIJ ist 
darauf nicht eingetreten, da die Beschwerdeführerin nicht als Beteiligte an-
zusehen sei und keine Parteirechte habe (angefochtene Verfügung E. 1.4; 
vgl. hinten E. 3). Im Streit um die eigene Verfahrenslegitimation ist zur Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde befugt, wer Verfahrensrechte ausüben will 
(vgl. Art. 79 Abs. 1 VRPG; BVR 2021 S. 517 [VGE 2020/65 vom 8.9.2021] 
nicht publ. E. 1.1, 2017 S. 459 E. 1.2; VGE 2022/305 vom 2.3.2023 E. 2.1; 
Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 12 N. 27; Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 65 N. 23; Ruth Herzog, in 
Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 74 N. 18; vgl. auch Daniel Jacobi, in Stephan Wolf [Hrsg.], Kommentar 
zum Notariatsrecht des Kantons Bern, 2009, Art. 40 NG N. 4). Damit ist die 
Beschwerdeführerin beschwerdebefugt und geht der Antrag weiterer Betei-
ligter auf Nichteintreten mangels Parteistellung an der Sache vorbei. Die 
Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden 
Erwägung einzutreten. 

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1.2 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit beantragt wird, 
die Notare D.________ und E.________ seien betreffend das 
Mandatsverhältnis zu F.________ sel. «(inkl. sämtlichen allfällig weiteren 
daran Beteiligten) […] vollumfänglich» von der Geheimhaltungspflicht zu 
entbinden. Das Entbindungsgesuch bezieht sich auf die «Mandats-
verhältnisse mit F.________ sel. und [der Beschwerdegegnerschaft]» (vgl. 
Gesuch vom 1.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 6). Als Beteiligte sind 
bzw. wären dementsprechend im einen Mandatsverhältnis allein der 
Verstorbene zu betrachten, und im anderen die Beschwerdegegnerin und 
der Beschwerdegegner (vgl. hinten E. 3.1). Es bestehen keine Anhaltspunk-
te für weitere Beteiligte an einem dieser Mandatsverhältnisse. Sollte der re-
formatorische Antrag andere Mandatsverhältnisse als die genannten bzw. 
weitere Beteiligte an einem dieser Mandatsverhältnisse umfassen, was auch 
im Licht der Beschwerdebegründung gewürdigt nicht restlos klar erscheint, 
so ginge dies über das Anfechtungsobjekt (und damit den äusseren Rahmen 
des Streitgegenstands) hinaus und wäre darauf nicht einzutreten (statt vieler: 
BVR 2020 S. 59 E. 2.2).

1.3 Betreffen getrennt eingereichte Eingaben den gleichen Gegenstand, 
so kann die instruierende Behörde die Verfahren vereinigen (Art. 17 Abs. 1 
VRPG). Das vorliegende Verfahren und das Verfahren 100.2024.123 sind 
zwar aus denselben Umständen entstanden (nämlich aus den Streitigkeiten 
rund um die Testamente bzw. das Erbe von F.________ sel. und dem in 
diesem Zusammenhang eingeleiteten Strafverfahren) und überlagern sich 
insofern teilweise, als sich in wesentlichen Teilen nahezu gleiche oder zu-
mindest ähnliche Rechtsfragen stellen. Dennoch lässt eine gemeinsame Be-
handlung (jedenfalls) im jetzigen Zeitpunkt keinen namhaften prozessökono-
mischen Nutzen (mehr) erwarten. Eine Vereinigung der beiden Verfahren 
rechtfertigt sich auch deshalb nicht, weil nicht dieselben Personen beteiligt 
sind. Der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin ist abzuweisen (vgl. 
auch Vernehmlassung DIJ vom 27.6.2024, [act. 13] S. 4). Allerdings werden 
die Verfahren angesichts des Sachzusammenhangs koordiniert geführt und 
erledigt (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 17 N. 7).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 6

2.

2.1 Der Streitigkeit liegt folgender weitestgehend unbestrittener Sachver-
halt zugrunde: Am 3. August 2022 verstarb F.________. Er hinterliess zwei 
Töchter, die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin. Der 
Erblasser hatte am 29. November 2021 bei Notar G.________ ein Tes-
tament beurkunden lassen. Im Frühling 2022 zog er aus dem Haus der Be-
schwerdeführerin aus und verbrachte die letzten Monate seines Lebens bei 
der Beschwerdegegnerschaft. Während dieser Zeit gelangte die Beschwer-
degegnerin mit dem Anliegen an Notar G.________, das Testament vom 
29. November 2021 anzupassen, was dieser jedoch ablehnte, weil er die 
verlangten Anpassungen nicht mit dem Verstorbenen habe besprechen kön-
nen (vgl. E-Mail vom 8.9.2022 [Beschwerdebeilage 11]; Beschwerde Ziff. 9.2 
S. 9 und Ziff. 9.3.4 S. 12 sowie Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern-
Mittelland vom 27.10.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 1 ff.). Am 1. Juli 
2022 errichtete der Erblasser sodann bei Notar D.________ ein neues 
Testament, worin die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben auf den 
Pflichtteil gesetzt und ausserdem der Beschwerdegegner mit einem Legat 
bedacht wurde. Einen Tag vor dem Tod des Erblassers hinterlegte die 
Beschwerdegegnerin bei Notar E.________, dem Bürokollegen von Notar 
D.________, einen Bargeldbetrag von Fr. 88'000.--, der offenbar Teil eines 
vom Erblasser in Begleitung des Beschwerdegegners im Mai 2022 
abgehobenen Betrags von Fr. 100'000.-- war. Am 7. Oktober 2022 reichte 
die Beschwerdeführerin Strafanzeige ein gegen ihre Schwester (Be-
schwerdegegnerin) und deren Ehemann (Beschwerdegegner). Die Staats-
anwaltschaft Bern-Mittelland eröffnete daraufhin ein Strafverfahren (BM 
22 38145) gegen die Genannten wegen Diebstahls, evtl. unrechtmässiger 
Aneignung, evtl. Veruntreuung, evtl. ungetreuer Geschäftsbesorgung. Ihnen 
wird vorgeworfen, sich Vermögenswerte des Erblassers zu dessen Lebzei-
ten in strafrechtlich relevanter Weise angeeignet oder darüber verfügt zu 
haben sowie solche Vermögenswerte eventuell nach dessen Tod gegenüber 
den Erbschaftsbehörden bzw. der Miterbin unterschlagen oder veruntreut zu 
haben. In diesem Zusammenhang beschlagnahmte der zuständige Staats-
anwalt am 27. Oktober 2022 sämtliche Vermögenswerte, die der Erblasser, 
die Beschwerdegegnerin oder der Beschwerdegegner den Notaren 
D.________ und E.________ zwischen dem 3. Mai und dem 3. August 2022 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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übergeben hatten. Er forderte die Notare auf, schriftlich Auskunft zu erteilen 
über den Bestand und die Höhe dieser Vermögenswerte, und sämtliche 
Unterlagen einzureichen aus dem notariellen Mandatsverhältnis zwischen 
ihnen und F.________ sel. sowie – soweit bestehend – zwischen ihnen und 
der Beschwerdegegnerin oder dem Beschwerdegegner. Weiter teilte er mit, 
es sei beabsichtigt, die Notare als Zeugen, eventuell als Auskunftspersonen 
zu befragen, und lud sie deshalb ein, sich von der Geheimhaltungspflicht 
entbinden zu lassen (vgl. Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland 
vom 27.10.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 1 ff.). Die Notare D.________ 
und E.________ ersuchten in der Folge um Entbindung vom 
Berufsgeheimnis betreffend die Mandatsverhältnisse mit F.________ sel. 
bzw. der Beschwerdegegnerschaft, was die Vorinstanz mit der hier 
angefochtenen Verfügung vom 20. März 2024 ablehnte. Vor dem 
Regionalgericht Bern-Mittelland ist ausserdem ein von der 
Beschwerdeführerin gegen die Beschwerdegegnerschaft am 31. Juli 2023 
initiiertes Zivilverfahren hängig (CIV 24 688), in dem es laut der Beschwerde-
führerin unter anderem um die Frage der Erbunwürdigkeit der Beschwerde-
gegnerschaft sowie um die Ungültigkeit des Testaments vom 1. Juli 2022 
geht (vgl. etwa Beschwerde Ziff. 9.4). Eine Entbindung vom Berufsgeheimnis 
wäre gegebenenfalls auch in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

2.2 Die unaufgefordert eingereichte Eingabe der Beschwerdegegner-
schaft vom 25. April 2025 gibt keinen Anlass für zusätzliche Ausführungen. 
Das Verwaltungsgericht stellt nicht auf Unterlagen ab, welche die Beschwer-
deführerin angeblich widerrechtlich beschafft und in Verletzung verschiede-
ner Bestimmungen insbesondere des Datenschutz- und Anwaltsrechts ins 
verwaltungsgerichtliche Verfahren eingeführt hat. Eine allfällige disziplinari-
sche Verantwortlichkeit des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin ist hier 
im Übrigen nicht zu prüfen. Die Prozessvertretung im vorliegenden Verfah-
ren vermögen die in der Eingabe erhobenen Vorwürfe jedenfalls nicht in 
Frage zu stellen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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3.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Gesuch der Be-
schwerdeführerin um Akteneinsicht und Gewährung des rechtlichen Gehörs 
nicht eingetreten ist und sie nicht als Partei zum Verfahren zugelassen hat, 
da sie nicht Beteiligte des strittigen Notariatsverhältnisses sei (vgl. angefoch-
tene Verfügung E. 1.4).

3.1 Die Notarin oder der Notar hat über Tatsachen, die ihr oder ihm von 
den Beteiligten beruflich anvertraut worden sind, Stillschweigen zu bewahren 
(Art. 36 Abs. 1 des Notariatsgesetzes vom 22. November 2005 [NG; BSG 
169.11]). Beteiligt im Sinn von Art. 36 ff. NG sind namentlich die rogierenden 
Parteien (Urkundsparteien), also diejenigen, die in eigenem Namen oder als 
Vertreterin oder Vertreter rechtsgeschäftliche oder prozessrechtliche Wil-
lenserklärungen oder Wissenserklärungen beurkunden lassen oder die No-
tarin oder den Notar mit der Feststellung von Vorgängen und Zuständen 
rogieren (vgl. Art. 31 Abs. 1 der Notariatsverordnung vom 26. April 2006 [NV; 
BSG 169.112]; zum Ganzen Aron Pfammatter, in Stephan Wolf [Hrsg.], 
Kommentar zum Notariatsrecht des Kantons Bern, 2009, Art. 36 NG N. 7). – 
Hier bestand die notarielle Rechtsbeziehung, aus der die der Geheimhal-
tungspflicht unterliegenden und das hängige Strafverfahren bzw. die Um-
stände der Testamentserrichtung für den Erblasser betreffenden Kenntnisse 
der Notare D.________ und E.________ stammen, einerseits zwischen 
Notar D.________ und dem verstorbenen F.________, und anderseits 
offenbar zwischen Notar D.________ und der Beschwerdegegnerschaft (vgl. 
Telefonnotiz vom 7.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 11, wonach Notar 
E.________ lediglich wegen Abwesenheit von Notar D.________ Geld 
empfangen und dies quittiert habe). Die beiden Mandatsverhältnisse sind 
getrennt zu betrachten: Der Verstorbene hatte vor dem Notar eine öffentliche 
letztwillige Verfügung (Testament) errichtet (vgl. hierzu Art. 467, 469 sowie 
499 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Selbst wenn 
die Beschwerdegegnerin den Termin für ihren Vater vereinbart und ihn zum 
Notariatstermin begleitet haben oder anderweitig in dieser Sache Kontakt 
zum Notar aufgenommen haben sollte, macht sie dies nicht zur Beteiligten 
im Sinn von Art. 36 ff. NG (gemäss Art. 503 Abs. 1 ZGB war sie als Tochter 
des Erblassers im Übrigen auch nicht befugt, an der Testamentserrichtung 

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mitzuwirken). Als einziger Beteiligter im Sinn von Art. 36 ff. NG i.V.m. Art. 31 
NV hätte damit (dieses Mandat betreffend) der verstorbene F.________ 
Notar D.________ und dessen der Geheimhaltungspflicht gemäss Art. 36 
Abs. 2a Bst. b NG ebenfalls unterliegenden Büropartner von der 
Geheimhaltungspflicht entbinden können (Art. 36a Abs. 1 Bst. a NG), wie die 
Beschwerdeführerin zutreffend ausführt (vgl. Beschwerde Ziff. 11 ff.). Im von 
Notar D.________ in Zusammenhang mit dem Strafverfahren und der hierfür 
beantragten Entbindung von der Geheimhaltungspflicht ebenfalls erwähnten 
Mandatsverhältnis zwischen ihm und der Beschwerdegegnerschaft (vgl. 
Entbindungsgesuch vom 1.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 6 sowie 
Telefonnotiz vom 7.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 11) hätten die 
Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner als Beteiligte die Notare 
von der Geheimhaltungspflicht entbinden können (Art. 36a Abs. 1 Bst. a 
NG), was sie jedoch nicht getan haben.

3.2 Mit dem Tod von F.________ sind dessen Rechte und Pflichten 
gesamthaft auf die Erbinnen übergegangen; mithin auf die Beschwerdefüh-
rerin und die Beschwerdegegnerin (sog. Universalsukzession; vgl. Art. 560 
Abs. 1 ZGB). Aus dem Wesen der Universalsukzession im Sinn von Art. 560 
ZGB folgt allgemein, dass nicht nur sämtliche Vermögensrechte, sondern 
insbesondere auch die vertraglichen Auskunftsansprüche auf die Erbinnen 
bzw. Erben übergehen, soweit sie nicht höchstpersönliche Rechte der 
Erblasserin oder des Erblassers beschlagen (vgl. BGE 133 III 664 E. 2.5 mit 
Hinweisen; BGer 5A_969/2023 vom 5.6.2024 E. 6.1.1, 4A_522/2018 vom 
18.7.2019 E. 4.2). Die notarielle Geheimhaltungspflicht besteht aber auch 
nach dem Tod der Geheimnisherrin (Klientin) bzw. des Geheimnisherrn (Kli-
enten) weiter: Die Notarin oder der Notar hat die Erbinnen und Erben somit 
zwar über alles zu informieren, was ihren materiellen Interessen dient, die 
Geheimhaltungspflicht bleibt hingegen verbindlich, soweit die Erblasserin 
oder der Erblasser die Geheimhaltung gewisser Tatsachen vorgesehen hat 
oder es sich um rein persönliche Angelegenheiten handelt, die nach deren 
bzw. dessen mutmasslichem Willen nicht bekannt gegeben werden sollten 
(vgl. Aron Pfammatter, a.a.O., Art. 36 NG N. 12, 23; betreffend die insofern 
vergleichbaren Konstellationen im Bereich des Anwaltsgeheimnisses vgl. 
auch BGE 135 III 597 E. 3.2 [Pra 99/2010 Nr. 52]; Nater/Zindel, in Fell-
mann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 13 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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N. 160 ff.). Im zu beurteilenden Fall geht es nicht nur um Informationen be-
treffend die materiellen Interessen der Erbinnen bzw. betreffend die vermö-
gensrechtlichen Angelegenheiten und Dispositionen, die der Erblasser 
getroffen hat, sondern um die Offenlegung sämtlicher Unterlagen, die im Zu-
sammenhang mit dem Mandatsverhältnis zwischen Notar D.________ und 
F.________ sel. stehen, sowie um die Befragung von Notar D.________ und 
dessen Büropartner Notar E.________ als Zeugen oder Auskunftspersonen 
im Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerin und den 
Beschwerdegegner (vgl. Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland 
vom 27.10.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 1 ff.). Mithin sollen nebst 
Informationen betreffend die materiellen Interessen der Erbinnen 
insbesondere auch Tatsachen und Umstände persönlicher Natur aufgeklärt 
bzw. offengelegt werden, die auch nach dem Tod von F.________ (auch 
gegenüber dessen Erbinnen) der Geheimhaltungspflicht unterliegen. Von 
deren Geheimhaltung kann unter den gegebenen Umständen 
ausschliesslich die Aufsichtsbehörde die Notare entbinden (vgl. auch Aron 
Pfammatter, a.a.O., Art. 36 NG N. 23).

3.3 Im Verfahren um Entbindung von der Geheimhaltungspflicht ist 
grundsätzlich nur die Notarin oder der Notar als Geheimnisträgerin bzw. 
-träger und Adressatin bzw. Adressat der zu erlassenden Verfügung notwen-
dige Partei. Die Mandantin oder der Mandant als Geheimnisherrin bzw. -herr 
ist demgegenüber nicht zwingend am Verfahren zu beteiligen; die 
Aufsichtsbehörde kann auf deren bzw. dessen mutmasslichen Willen abstel-
len (vgl. Art. 36b Abs. 1 und 4 NG; vgl. hinten E. 5.1 f.). Da sie bzw. er von 
der allfälligen Entbindung vom Berufsgeheimnis und der damit einhergehen-
den (teilweisen) Offenbarung von sensiblen Informationen offensichtlich be-
sonders berührt und in schutzwürdigen Interessen betroffen ist, kann sie 
bzw. er aber als Partei am Verfahren teilnehmen (vgl. Art. 39 NG i.V.m. 
Art. 12 Abs. 1 VRPG) und ist zur Beschwerde gegen die der Geheimnisträ-
gerschaft erteilte Entbindung vom Berufsgeheimnis legitimiert (vgl. statt vie-
ler BGE 142 II 256 E. 1.2.2; BGer 2C_71/2024 vom 5.6.2024 E. 4; vgl. auch 
Vortrag des Regierungsrats betreffend das Kantonale Anwaltsgesetz, in 
Tagblatt des Grossen Rates 2006, Beilage 4 S. 12, wonach das Entbin-
dungsverfahren bei Anwältinnen und Anwälten [an das sich die Regelung im 
NG anlehnt; vgl. hinten E. 5.1] ein «Zweiparteienverfahren [ist], in dem der 

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Auftraggeber Gesuchsgegner [und] in jedem Fall anzuhören [ist]»). Insoweit 
ist der Vorinstanz im Ergebnis beizupflichten. Jedoch kann ihr in der Begrün-
dung nicht gefolgt werden, wenn sie Art. 36 ff. NG (i.V.m. Art. 31 NV) als 
Spezialregelung zu Art. 12 Abs. 1 VRPG im Entbindungsverfahren in dem 
Sinn versteht, dass Parteien eines Entbindungsverfahrens einzig Geheim-
nisträgerinnen bzw. -träger (inkl. allfällige Nebenpersonen nach Art. 31 
Abs. 2 NV) und Geheimnisherrinnen bzw. -herren sein könnten, ansonsten 
(d.h. bei einem anderen bzw. weiteren Verständnis) «das Notariatsgeheim-
nis grundsätzlich in Frage gestellt» würde (vgl. Vernehmlassung vom 
27.6.2024 [act. 13] S. 2 f., 4). Dass der Gesetzgeber mit der in Art. 36 ff. NG 
normierten Geheimhaltungspflicht, die systematisch zu den Berufspflichten 
gehört (Ziff. 3; s. dazu hinten E. 5.1 ff.), eine verfahrensrechtliche Sonder-
ordnung zur Normierung der Beteiligten nach Art. 11 ff. VRPG hätte aufstel-
len wollen, ist weder konkret dargetan noch ersichtlich; insbesondere enthal-
ten die in einem separaten Abschnitt geregelten Bereiche Organisation, 
Verfahren und Rechtspflege (Ziff. 4 bzw. Art. 38 ff. NG) soweit hier interes-
sierend kein Spezialrecht, sodass der Verweis in Art. 39 NG auf das VRPG 
ohne Weiteres zum Tragen kommt und damit Art. 12 Abs. 1 VRPG hier 
grundsätzlich uneingeschränkt anwendbar ist. 

3.4 Zu klären ist damit nach Art. 12 Abs. 1 VRPG als allgemeiner Verfah-
rensrechtsnorm, ob auch die Beschwerdeführerin und deren Schwester als 
Erbinnen des verstorbenen F.________ Parteistellung beanspruchen dürfen 
bzw. ob die Beschwerdeführerin als Erbin dies im Verfahren betreffend das 
Mandatsverhältnis von ihrer Schwester und deren Ehemann zu Notar 
D.________ tun darf. Dritte können im Verwaltungsverfahren grundsätzlich 
Parteistellung erlangen, wenn sie durch die angestrebte Verfügung bzw. 
deren Auswirkungen in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht mehr als 
irgendjemand (eine beliebige Drittperson) betroffen sind. Erforderlich ist eine 
besondere Beziehungsnähe zur Sache, also ein besonders enges, 
spezifisches Verhältnis zum Verfügungsgegenstand (vgl. etwa BGE 143 II 
506 E. 5.1 [Pra 107/2018 Nr. 70], 139 II 328 E. 4.1; BVR 2000 S. 115 
E. 1c/bb; Michel Daum, a.a.O., Art. 12 N. 16). Infolge der Universalsukzes-
sion sind die (nicht höchstpersönlichen) Rechte und Pflichten von 
F.________ sel. auf seine beiden Erbinnen übergegangen. Dazu gehört 
auch das Recht, von den Notaren des Erblassers sämtliche ihre materiellen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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Interessen betreffenden Informationen zu erhalten (vorne E. 3.2). Sie 
können insofern vollumfänglich die Rechte des verstorbenen 
Geheimnisherrn geltend machen und sind folglich auch befugt, im Verfahren 
um Entbindung von der Geheimhaltungspflicht als Partei aufzutreten. Soweit 
sich der Bereich der rein persönlichen Angelegenheiten, für den die 
Geheimhaltungspflicht gegenüber den Erbinnen fortbesteht, überhaupt 
getrennt hiervon betrachten lässt, liegt auch diesbezüglich eine besondere 
Beziehungsnähe vor: Die Frage, ob die letztwillige Verfügung gültig zustande 
gekommen ist oder ob der Verstorbene in diesem Zusammenhang Opfer 
einer Straftat wurde, ist für die Erbinnen zweifellos von grossem und 
schützenswertem persönlichem Interesse. Die (Universal-)Rechts-
nachfolgerinnen von F.________ sel. können daher im Verfahren betreffend 
die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht als Partei auftreten und 
Parteirechte ausüben. Dies gilt nicht nur für das Mandatsverhältnis des 
Verstorbenen mit Notar D.________, sondern auch für die 
Beschwerdeführerin in Bezug auf das Mandatsverhältnis der 
Beschwerdegegnerschaft mit demselben Notar, das mit den Vorgängen kurz 
vor dem Tod des Erblassers bzw. mit den im Strafverfahren interessierenden 
Umständen der Testamentserrichtung zeitlich und sachlich eng 
zusammenhängen dürfte und vom Notar denn auch mehrmals gegenüber 
der Aufsichtsbehörde erwähnt wurde (vgl. Entbindungsgesuch vom 
1.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 6 sowie Telefonnotiz vom 
7.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 11).

3.5 Beerben mehrere Erbinnen oder Erben die Erblasserin bzw. den 
Erblasser, besteht zwischen ihnen bis zur Teilung der Erbschaft eine Ge-
meinschaft aller Rechte und Pflichten der Erbschaft (sog. Erbengemein-
schaft; Art. 602 Abs. 1 ZGB). Sie werden Gesamteigentümerinnen bzw. Ge-
samteigentümer der Erbschaftsgegenstände und verfügen unter Vorbehalt 
der vertraglichen oder gesetzlichen Vertretungs- und Verwaltungsbefugnisse 
über die Rechte der Erbschaft gemeinsam (Art. 13 Abs. 1 VRPG i.V.m. 
Art. 602 Abs. 2 ZGB). Für das Verwaltungs- und das Beschwerdeverfahren 
ist allerdings zu differenzieren: Die Befugnis zur Beteiligung an solchen Ver-
fahren ergibt sich nicht aus der Legitimation zur Sache (bzw. aus dem Recht 
am Erbe), sondern aus der prozessualen Legitimation zum Verfahren (hin-
reichende individuelle Betroffenheit und Beziehungsnähe zum Verfahrens-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 13

gegenstand). Diese Voraussetzung kann auch bei einzelnen Mitgliedern not-
wendiger Streitgenossenschaften erfüllt sein und dazu führen, dass diese 
zum selbständigen Ausüben von Parteirechten befugt sind und ihre eigene 
Rechtsstellung gegen die anderen Streitgenossinnen oder -genossen vertei-
digen können (vgl. BGer 2C_1028/2014 vom 20.7.2015, in ZGBR 2016 
S. 428 E. 3.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 13 N. 7). Im Unterschied zu zivil-
rechtlichen Verfahren wird in derartigen verwaltungsrechtlichen Streitigkei-
ten denn auch praxisgemäss jedem Mitglied einer Gesamthandschaft (bzw. 
hier Erbengemeinschaft) ein individuelles Beschwerderecht zuerkannt, wenn 
belastende oder pflichtbegründende Anordnungen in Frage stehen; insoweit 
besteht keine notwendige Streitgenossenschaft (vgl. VGE 2023/25/26 vom 
15.3.2024 E. 2.3; BGer 9C_611/2022 vom 14.3.2023, in StE 2023 B 92.7 
Nr. 13 E. 1.3.4 mit Hinweisen). Dies gilt auch für das vorliegende Verfahren 
betreffend Entbindung der Notare von der beruflichen Geheimhaltungs-
pflicht, in welchem die beiden Schwestern entgegengesetzte Interessen gel-
tend machen. Sie sind unabhängig von der Erbengemeinschaft je einzeln 
befugt, sich am Verfahren zu beteiligen.

3.6 Nach dem Gesagten war die Beschwerdeführerin entgegen den vor-
instanzlichen Feststellungen befugt, sich am Verfahren betreffend Entbin-
dung der Notare D.________ und E.________ von der beruflichen 
Geheimhaltungspflicht zu beteiligen und ihre Parteirechte selbständig 
auszuüben. Beteiligt die Behörde eine Partei zu Unrecht nicht am Verfahren, 
begeht sie eine formelle Rechtsverweigerung und verletzt verfas-
sungsrechtliche Gehörsansprüche (Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfas-
sung [BV; SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]). Eine zu Unrecht nicht beteiligte Person kann nach der Praxis 
des Verwaltungsgerichts auch noch in das Beschwerdeverfahren einbezo-
gen werden. Für ein solches Vorgehen spricht insbesondere der Grundsatz 
der Prozessökonomie. Die Heilung des Mangels bedingt jedoch, dass die 
betroffene Person ihre Rechte im Rechtsmittelverfahren umfassend wahr-
nehmen kann und die Rechtsmittelbehörde die Sache frei prüft (vgl. BVR 
2018 S. 43 E. 2.2, 2010 S. 129 E. 2.1; BGE 133 I 201 E. 2, 142 II 218 E. 2.8.1 
[Pra 106/2017 Nr. 2]; Michel Daum, a.a.O., Art. 12 N. 10 sowie Art. 21 
N. 9 ff.; Florian Brunner, Verfahren mit mehreren Parteien im öffentlichen 
Recht, Von Verfügungsadressatinnen, Streitgenossen, Beigeladenen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 14

anderen Parteien, Diss. Zürich 2021, N. 254). – Die Vorinstanz hat die Be-
schwerdeführerin zu Unrecht nicht als Partei zum Verfahren zugelassen und 
damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie hat ihr aber die an-
gefochtene Verfügung eröffnet, sodass die Beschwerdeführerin diese sach-
gerecht anfechten konnte. Diese stellt in ihrer Beschwerde als Hauptbegeh-
ren (im Wissen um die sog. formelle Natur des hier verletzten Gehörs-
anspruchs) aus Gründen der Verfahrensbeschleunigung (vgl. Beschwerde 
Ziff. 13.3) den reformatorischen Antrag, die Notare D.________ und 
E.________ seien (durch das Verwaltungsgericht) von der Geheim-
haltungspflicht zu entbinden, und ersucht lediglich im Eventualbegehren um 
Rückweisung an die Vorinstanz mit der Weisung, es sei ihr Parteistellung 
einzuräumen (vgl. vorne Bst. B). Im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen 
Verfahrens wurde der Beschwerdeführerin am 27. September 2024 Akten-
einsicht gewährt. Es kann hier angesichts dieser Umstände sowie mit Blick 
auf die nachfolgenden Erwägungen (vgl. E. 4 ff. hiernach) davon ausgegan-
gen werden, dass die von der Beschwerdeführerin erlittenen Nachteile im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren beseitigt wurden. Die festgestellte Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs bzw. Rechtsverweigerung kann deshalb an-
tragsgemäss ohne Folgen bleiben, zumal das Verwaltungsgericht hinsicht-
lich der hier in der Sache strittigen Fragen über dieselbe Kognition verfügt 
wie die Vorinstanz.

4.

In der Sache ist strittig, ob die Vorinstanz das Gesuch um Entbindung von 
der Geheimhaltungspflicht der Notare D.________ und E.________ zu 
Recht abgewiesen hat.

4.1 Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, eine Entbindung von der Ge-
heimhaltungspflicht hätte nicht dem mutmasslichen Willen des Verstorbenen 
entsprochen. Zwar wäre die Aufklärung allfälliger strafbarer Handlungen in 
seinem Interesse gewesen, allerdings sei nicht einzusehen, wieso es dafür 
einer Entbindung der Notare von der Geheimhaltungspflicht bedurft hätte. 
Vielmehr hätte der Verstorbene die Sache wohl auch mit seinen eigenen 
Aussagen hinreichend aufklären können. Es sei nicht davon auszugehen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 15

dass Notar D.________ mit der Beurkundung des Testaments vom 1. Juli 
2022 wegen einer allfälligen Urteilsunfähigkeit des Verstorbenen 
Pflichtverletzungen begangen habe. Dies werde von der Staatsanwaltschaft 
nicht geltend gemacht und würde im Widerspruch stehen zu dessen Gesuch 
um Entbindung von der Geheimhaltungspflicht. Ausgehend davon, dass der 
Verstorbene «somit bei der Beurkundung des Testaments vom 1. Juli 2022 
urteilsfähig [gewesen sei]», müsse eher angenommen werden, dass er nicht 
gewollt hätte, dass die vertraulichen Inhalte seiner Gespräche und Informa-
tionen, die er mit den Notaren geteilt hatte, in einem Strafverfahren offenge-
legt würden. Es sei wahrscheinlicher, dass er betreffend die Errichtung der 
Testamente und damit verbundenen Vorgänge Geheimhaltung gewollt hätte 
(vgl. angefochtene Verfügung E. 4.1). Die Notare hätten kein eigenes Inte-
resse an der Entbindung von der Geheimhaltungspflicht. Ausserdem stehe 
einer Offenlegung die institutionelle und individualrechtliche Bedeutung des 
Notariatsgeheimnisses entgegen. Das allenfalls bestehende Interesse an 
der Ermittlung der materiellen Wahrheit überwiege nicht und vermöge eine 
Entbindung von der Geheimhaltungspflicht nicht zu rechtfertigen (vgl. ange-
fochtene Verfügung E. 4.2).

4.2 Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, eine Entbin-
dung der Notare von der Geheimhaltungspflicht entspreche dem mutmass-
lichen Willen des Verstorbenen. Diesen habe die Vorinstanz einseitig und 
insbesondere ohne Berücksichtigung des Standpunkts der Beschwerdefüh-
rerin – und damit insgesamt sachverhaltlich ungenügend – ermittelt (Be-
schwerde Rz. 15 ff.). Weiter hätte sie den Willen des Erblassers gegen das 
institutionelle Notariatsgeheimnis abwägen und dabei zum Schluss kommen 
müssen, dass Letzteres hier von klar untergeordneter Bedeutung sei. Ein 
eigenes Interesse der Notare an der Entbindung sei demgegenüber nicht 
erforderlich. Vielmehr sei entscheidend, ob das Interesse der Notare an der 
Geheimhaltung weniger gewichte als das Interesse des Verstorbenen an der 
Offenlegung. Dies sei hier der Fall, sodass die Notare von der Geheimhal-
tungspflicht zu entbinden seien (vgl. Beschwerde Ziff. 21 f.).

4.3 Die Beschwerdegegnerin führt aus, der mutmassliche Wille des ver-
storbenen Geheimnisherrn dürfe nur dann als Zustimmung zur Entbindung 
angesehen werden, wenn zweifelsfrei feststehe, dass die Entbindung in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 16

seinem Interesse gelegen hätte. Dass ein Strafverfahren geführt werde, in 
welchem der Verstorbene der mutmasslich Geschädigte sei, reiche nicht 
aus. Es bestünden keine ernstzunehmenden Anhaltspunkte für den Ver-
dacht, dass der Verstorbene Opfer eines Vermögensdelikts geworden sei. 
Dieser hätte auf keinen Fall gutgeheissen, dass Informationen rund um das 
Zustandekommen des für die Beschwerdeführerin nachteiligen Testaments 
mit ihr geteilt würden. Ebenso wenig hätte er gewollt, dass seine Notare in 
einem Strafverfahren gegen seine andere Tochter aussagen würden. Im 
Übrigen sei das Notariatsgeheimnis ein gewichtiges öffentliches Interesse, 
das nicht von vornherein hinter dem Strafverfolgungsinteresse bzw. dem In-
teresse an der materiellen Wahrheit zurücktreten müsse (vgl. Stellungnahme 
vom 26.8.2024).

4.4 Der Beschwerdegegner schliesst sich den Ausführungen in der Stel-
lungnahme der Beschwerdegegnerin an und bringt vor, es gehe der Be-
schwerdeführerin offensichtlich nicht darum, die Interessen ihres verstorbe-
nen Vaters zu schützen. Vielmehr wolle sie in ihrem eigenen Interesse die 
Benachteiligung durch das neue Testament und den Bargeldbezug abwen-
den. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Aufklärung der materiellen 
Wahrheit im Interesse des Verstorbenen wäre. Die Beschwerdeführerin lege 
auch gar nicht dar, inwiefern eine Befragung der Notare zu dieser Aufklärung 
beitragen könnte. Es würde die Bedeutung des Notariatsgeheimnisses «ge-
radezu aushebeln», wenn Notare durch Straf- und Zivilverfahren dazu ge-
bracht werden könnten, geschützte Informationen preiszugeben. Die Vorins-
tanz habe richtigerweise festgehalten, dass eine Offenlegung nicht dem 
mutmasslichen Willen des Verstorbenen entsprochen hätte, und folgerichtig 
das Entbindungsgesuch abgelehnt (vgl. Stellungnahme vom 13.3.2025). 

4.5 In der unaufgefordert eingereichten Eingabe vom 25. April 2025 be-
kräftigt die Beschwerdegegnerschaft ihren Standpunkt und unterstellt der 
Beschwerdeführerin unlautere Absichten, die sie mit ihrer Beschwerdefüh-
rung verfolge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 17

5.

5.1 Nach Art. 36 Abs. 1 NG haben Notarinnen oder Notare über Tatsa-
chen, die ihnen von den Beteiligten beruflich anvertraut worden sind, Still-
schweigen zu bewahren (erster Satz). Das Gleiche gilt für Tatsachen, die sie 
für die Beteiligten beruflich erfahren haben (zweiter Satz). Unbefugten Drit-
ten darf keine Einsicht in Unterlagen gewährt werden, welche solche Tatsa-
chen enthalten (dritter Satz). Die Notarinnen und Notare können aber (soweit 
die Geheimhaltungspflicht nicht ohnehin nach Art. 36a NG entfällt) gemäss 
Art. 36b Abs. 1 NG die Aufsichtsbehörde schriftlich um Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht ersuchen, wenn die Beteiligten die Entbindung nicht 
erteilen oder diese nicht eingeholt werden kann (vgl. auch Art. 321 Ziff. 1 und 
2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]). Diese auf den 
1. Juni 2021 (BAG 21-038) soweit hier interessierend vom Grossen Rat dis-
kussionslos eingeführte Bestimmung (debattiert wurde einzig über Art. 36b 
Abs. 3 Bst. c NG; vgl. Tagblatt des Grossen Rates 2019, Wintersession, 
S. 591 ff. [erste Lesung], 613 f. und 2020, Frühlingssession, S. 473 ff. [zwei-
te Lesung]) lehnt sich eng an die entsprechende Regelung der Befreiung 
vom Berufsgeheimnis für Anwältinnen und Anwälte an (vgl. Art. 37 f. des 
Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]; Vor-
trag des Regierungsrats zum NG, in Tagblattbeilagen zur Wintersession 
2019 des Grossen Rates [Geschäfts-Nr. 2016.JGK.1949; nachfolgend Vor-
trag NG] S. 2691 ff., 2708). Zuvor konnten Notarinnen und Notare lediglich 
von allen Beteiligten von der Geheimhaltungspflicht entbunden werden, nicht 
aber von der Aufsichtsbehörde im Rahmen eines Entbindungsverfahrens 
(Aron Pfammatter, a.a.O., Art. 36 NG N. 25). Mit letzterem soll die Aufsichts-
behörde auf Gesuch hin im Rahmen einer Interessenabwägung nunmehr die 
Entbindung von der Geheimhaltungspflicht im Wesentlichen aus zwei Grün-
den bzw. in zwei Konstellationen schriftlich verfügen können: Erstens be-
steht für Notarinnen oder Notare, die ihr Gebühren- oder Honorargut auf dem 
Rechtsweg (Betreibungsverfahren oder gerichtliches Verfahren) einfordern, 
das Risiko, die Geheimhaltungspflicht zu verletzen. Dies kann strafrechtliche 
Konsequenzen haben und ist von besonderer Bedeutung, weil Gebühren- 
und Honorarschuldnerinnen und -schuldner die Notarin bzw. den Notar typi-
scherweise nur selten von der Geheimhaltungspflicht entbinden. Zweitens 
werden Notarinnen und Notare regelmässig nicht von allen Beteiligten von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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der Geheimhaltungspflicht entbunden, wenn sie als Zeuginnen bzw. Zeugen 
oder sogar Beschuldigte in einem Strafverfahren aussagen sollen, und 
mussten nach altem Recht, sofern sie im hauptberuflichen Bereich tätig wa-
ren, vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen oder die Aussage 
verweigern, was ihrem Ansehen schaden konnte (zum Ganzen Vortrag NG 
S. 2708). Gemäss der seit 1. Juni 2021 gültigen Regelung verfügt die Auf-
sichtsbehörde die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht, wenn die Be-
teiligten die Entbindung nicht erteilen und das Interesse der Notarin oder des 
Notars an der Offenlegung wesentlich höher ist als das Interesse der Betei-
ligten an der Geheimhaltung (vgl. Art. 36b Abs. 2 und 3 NG). Nach Art. 36b 
Abs. 4 NG entscheidet die Aufsichtsbehörde unter Berücksichtigung des 
mutmasslichen Willens der Beteiligten, wenn keine Entbindung von der Ge-
heimhaltungspflicht eingeholt werden kann (vgl. Art. 36b Abs. 4 NG). – 
Nachdem mit F.________ der einzige Beteiligte am Notariatsverhältnis 
zwischen ihm und Notar D.________ verstorben ist (vgl. vorne E. 3.1), kann 
eine Entbindung von der Geheimhaltungspflicht nicht mehr eingeholt 
werden. Die Aufsichtsbehörde hatte folglich nach Massgabe von Art. 36b 
Abs. 4 NG, mithin unter Berücksichtigung des mutmasslichen Willens des 
Verstorbenen, zu entscheiden (E. 5.2 hiernach). Es liegt damit kein Fall von 
Art. 36b Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und 3 NG vor. Anders beim Notariatsverhältnis 
zwischen der Beschwerdegegnerschaft und Notar D.________: Nachdem 
erstere den Notar und seinen Büropartner nicht von der 
Geheimhaltungspflicht entbunden haben, ist für die Beurteilung des Gesuchs 
eine Interessenabwägung gemäss Art. 36b Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und 3 NG 
vorzunehmen (hinten E. 5.3).

5.2 Zur Entbindung der Notare D.________ und E.________ betreffend 
das Mandatsverhältnis von Notar D.________ zu F.________ sel. ergibt sich 
Folgendes:

5.2.1 Zunächst ist der Vorinstanz beizupflichten, wenn sie festhält, es hätte 
dem mutmasslichen Willen des Verstorbenen entsprochen, allfällige zu sei-
nem Nachteil begangene Straftaten aufzuklären. Hingegen greift die An-
nahme zu kurz, der Verstorbene hätte die Sache mit seinen eigenen Aussa-
gen hinreichend aufklären können (vgl. vorne E. 4.1): Es liegt in der Natur 
der Sache, dass ein Beteiligter, der den Notar infolge seines Todes nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 19

mehr von der Geheimhaltungspflicht entbinden kann, auch keine Aussagen 
zu einem angezeigten Vermögensdelikt mehr machen kann. Gerade weil die 
Aufklärung ebenso wie die Entbindung nicht mehr durch den Verstorbenen 
erfolgen kann, braucht es die Einschätzung bzw. Aussage des Notars und 
hierfür die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht. Aus dem Umstand, 
dass der Verstorbene zu Lebzeiten selber hätte Auskunft erteilen können, 
kann jedenfalls nicht abgeleitet werden, eine Entbindung würde seinem mut-
masslichen Willen widersprechen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die 
Wahrheitsfindung (und damit u.a. die Ermittlung seines wirklichen – und 
rechtsgültig testierten – letzten Willens) grundsätzlich in seinem Interesse 
ist. Dabei ist hier besonders dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es 
darum geht, wie es um die Urteilsfähigkeit des Verstorbenen bestellt war und 
wie es zum kurz vor seinem Tod erfolgten neuen Testament (verurkundet 
durch Notar D.________) kam, welches jenes vom November 2021 
(verurkundet durch Notar G.________) ersetzte (oder wesentlich änderte). 
Aus der Tatsache, dass allfällige Pflichtverletzungen von Notar D.________ 
nicht Gegenstand des diesem Verfahren zugrundeliegenden Strafverfahrens 
sind und derzeit scheinbar keine konkreten Anhaltspunkte für Verfehlungen 
seitens des Notars bestehen, kann nicht geschlossen werden, der 
Verstorbene sei bei der Beurkundung seines Testaments vom 1. Juli 2022 
urteilsfähig gewesen. Dies zu klären ist vielmehr Aufgabe bzw. Gegenstand 
des hängigen Strafverfahrens und Zivilprozesses. Erst in einem allfälligen 
nächsten Schritt könnte es um die Frage gehen, ob die gegebenenfalls 
bejahte Urteilsunfähigkeit des Verstorbenen für dessen Notar erkennbar ge-
wesen sei und ob letzterer seine Berufspflichten verletzt habe. Unter diesen 
Umständen kann nicht davon ausgegangen werden, der Verstorbene hätte 
die Entbindung von der Geheimhaltungspflicht nicht gewollt. Im Gegenteil ist 
anzunehmen, dass er die Aufklärung der allfälligen Straftat vielmehr gewollt 
hätte, und mangels der Möglichkeit, selber auszusagen, ein Interesse an der 
Offenlegung hätte.

5.2.2 Zwar trifft es zu, dass das Interesse an der materiellen Wahrheit das 
Geheimhaltungsinteresse nicht in jedem Fall überwiegt. Hier geht es indes 
um eine strafrechtliche Untersuchung bzw. um die Klärung von gegebenen-
falls strafrechtlich relevantem Verhalten zum Nachteil des Verstorbenen (und 
der Beschwerdeführerin als Erbin neben ihrer Schwester), wobei die im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 20

Raum stehenden Vorwürfe von einigem Gewicht sind. Der zuständige 
Staatsanwalt stufte die Tatvorwürfe als genügend begründet ein, um ein 
Strafverfahren zu eröffnen, und erachtet in dessen Rahmen eine Befragung 
der Notare D.________ und E.________ als angezeigt. Die Strafverfolgung 
stellt unter diesen Umständen ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse 
dar. Demgegenüber ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern die 
(allgemeine) institutionelle Bedeutung des Notariatsgeheimnisses für sich 
genommen hier von erheblichem Gewicht wäre. Das öffentliche Interesse 
und das (hypothetische) private Interesse des Verstorbenen an der 
Offenlegung (vgl. E. 5.2.1 hiervor) überwiegen das Interesse an der Geheim-
haltung stattdessen klar. Dass die Notare im fraglichen Strafverfahren kein 
persönliches Interesse haben an ihrer Entbindung von der Geheimhaltungs-
pflicht, spielt nach dem Gesagten keine entscheidende Rolle bzw. ändert 
nichts am Ergebnis der Interessenabwägung.

5.2.3 Die Interessenabwägung ergibt somit unter Berücksichtigung des 
mutmasslichen Willens des Verstorbenen, dass das Interesse an der Ge-
heimhaltung vor dem Interesse an der Ermittlung der materiellen Wahrheit 
sowie dem Strafverfolgungsinteresse zurückzutreten hat. Wird demnach ge-
mäss Art. 36b Abs. 4 NG unter Berücksichtigung des mutmasslichen Willens 
des Beteiligten entschieden (weil die Entbindung nicht eingeholt werden 
kann), muss dies zur mit Gesuch vom 1. November 2022 beantragten Ent-
bindung von der Geheimhaltungspflicht führen. 

5.3 Zur Entbindung der Notare D.________ und E.________ betreffend 
das Mandatsverhältnis von Notar D.________ zur Beschwerdegegnerschaft 
ergibt sich Folgendes:

5.3.1 Betreffend das Notariatsverhältnis zwischen der Beschwerdegegner-
schaft und Notar D.________ ist das Gesuch um Entbindung von der 
Geheimhaltungspflicht nach Art. 36b Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 und 3 NG zu prü-
fen. Namentlich sind hier die Interessen der Beteiligten Beschwerdegegner-
schaft gegen das Interesse der Notare sowie allfällige öffentliche Interessen 
abzuwägen. Es liegt grundsätzlich der im Vortrag zum NG beschriebene Fall 
vor, in welchem die Notariatsperson als Zeuge in einem Strafverfahren aus-
sagen soll (vgl. vorne E. 5.1; Vortrag NG S. 2708). Die Beschwerdegegnerin 
und der Beschwerdegegner widersetzen sich der Entbindung von der Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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heimhaltungspflicht. Sie haben als Beschuldigte zweifellos ein schützens-
wertes Interesse daran, dass Informationen, die sie ihrem Notar anvertraut 
haben, nicht in einem Strafverfahren offengelegt und gegebenenfalls gegen 
sie verwendet werden. Dieses Interesse entspricht dem Grundgedanken des 
Berufsgeheimnisses und hängt eng mit dessen institutionellem Zweck zu-
sammen. Auf der anderen Seite steht wie dargelegt das gewichtige öf-
fentliche Interesse an der Strafverfolgung (vgl. vorne E. 5.2.2). Hinzu kommt 
das ebenfalls schützenswerte Interesse der Beschwerdeführerin, als Tochter 
des Verstorbenen zu erfahren, ob dieser Opfer einer Straftat wurde und ob 
seine letztwillige Verfügung gültig zustande gekommen ist (hierzu bereits 
vorne E. 3.4). Soweit es um die Offenlegung von Tatsachen geht, die mit 
dem Notariatsverhältnis zwischen Notar D.________ und dem Erblasser 
sowie den Umständen rund um die Testamentserrichtung und den 
Bargeldbezug zusammenhängen, ist ausserdem zu beachten, dass die ent-
sprechenden Informationen kaum unabhängig voneinander betrachtet bzw. 
offengelegt werden können. Der Umstand, dass die Notare D.________ und 
E.________ in Bezug auf beide Mandatsverhältnisse gleichermassen um 
Entbindung von der Geheimhaltungspflicht ersuchen, spricht tendenziell 
ebenfalls dafür, in Bezug auf beide Notariatsverhältnisse in gleichem Sinn 
über die Entbindung zu entscheiden. Jedenfalls dürften die Notare 
hinsichtlich des Mandatsverhältnisses von Notar D.________ zu 
F.________ sel., bei dem sie zu entbinden sind (vgl. vorne E. 5.2), kaum 
umfassend und belastbar Auskunft erteilen können, solange sie nicht auch 
in Bezug auf das Mandatsverhältnis von Notar D.________ zu der 
Beschwerdegegnerschaft entbunden werden. Eine Entbindung im einen 
ohne Entbindung im anderen Fall dürfte sich insofern nicht nur als sach-
fremd, sondern gar als unpraktikabel erweisen. Das öffentliche Interesse an 
der Offenlegung ist unter diesen Umständen auch betreffend das Notariats-
verhältnis zwischen der Beschwerdegegnerschaft und Notar D.________ als 
wesentlich höher zu gewichten, soweit Informationen und Vorgänge 
betroffen sind, die mit den Geschehnissen rund um die Testamentserrich-
tung und den Bargeldbezug zusammenhängen. Hingegen besteht betreffend 
(allfällige) anderweitige Informationen aus dem Notariatsverhältnis zwischen 
der Beschwerdegegnerschaft und Notar D.________, die damit nicht in 
direktem Zusammenhang stehen, kein überwiegendes Interesse an der 
Offenlegung. Dies ist indes mangels Zusammenhangs zum hängigen Straf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 22

verfahren ohnehin nicht Gegenstand des vorliegenden Entbindungsver-
fahrens (vgl. auch vorne E. 1.2). 

5.3.2 In Bezug auf das notarielle Verhältnis zwischen der Beschwerdegeg-
nerschaft und Notar D.________ ergibt die Interessenabwägung somit, dass 
das Interesse an der Geheimhaltung vor dem Strafverfolgungsinteresse und 
dem Interesse an der Ermittlung der materiellen Wahrheit zurückzutreten 
hat, soweit die den Notaren im Rahmen dieses Mandats bzw. im 
Zusammenhang mit demselben bekannt gewordenen Tatsachen mit den 
Vorkommnissen rund um die Testamentserrichtung und den Bargeldbezug 
durch den Erblasser in einem direkten Zusammenhang stehen. Insoweit sind 
die Notare D.________ und E.________ von der Geheimhaltungspflicht zu 
entbinden. Soweit weitergehend unterstehen sie weiterhin der 
Geheimhaltungspflicht.

5.4 Bei diesem Ergebnis erweist sich der Sachverhalt als hinreichend ge-
klärt, um die rechtliche Würdigung vorzunehmen; es sind keine weiteren 
Sachverhaltsabklärungen oder Beweismassnahmen angezeigt. Die Beweis-
anträge, es seien die Strafakten der Staatsanwaltschaft (so die Beschwer-
deführerin und die Beschwerdegegnerin) sowie die Akten des Zivilverfahrens 
zu edieren (so die Beschwerdeführerin; vgl. Beschwerde nach Ziff. 7, 9.2), 
sind daher ebenso abzuweisen wie die vom Beschwerdegegner beantragte 
Befragung der Parteien (antizipierte Beweiswürdigung; statt vieler: BGE 147 
IV 534 E. 2.5.1; BVR 2022 S. 93 E. 4.5.4).

6.

6.1 Aufgrund dieser Erwägungen erweist sich die Beschwerde (soweit 
darauf einzutreten ist; vorne E. 1.2) als begründet und ist gutzuheissen. Die 
angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Notare D.________ und 
E.________ sind entsprechend ihrem Gesuch vom 1. November 2022 in 
Bezug auf das notarielle Mandatsverhältnis von Notar D.________ mit 
F.________ sel. sowie in Bezug auf das notarielle Mandatsverhältnis von 
Notar D.________ mit der Beschwerdegegnerschaft – beschränkt auf 
Tatsachen, die mit den Geschehnissen rund um die Testamentserrichtung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
Seite 23

und den Bargeldbezug durch den Erblasser direkt zusammenhängen – von 
der Geheimhaltungspflicht zu entbinden. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt die Beschwerdeführe-
rin, während die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen sind. Weder das teilweise Nichteintreten 
(vorne E. 1.1 f.) noch die Abweisung des Antrags auf Verfahrensvereinigung 
rechtfertigen eine Kostenausscheidung. Die Notare D.________ und 
E.________ haben auf eine Stellungnahme im Beschwerdeverfahren 
verzichtet. Da sie sich der Entbindung von der Geheimhaltungspflicht nicht 
widersetzen, mit dem Entbindungsgesuch vom 1. November 2022 der 
Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 27. Oktober 2022 Folge geleistet und 
ausserdem im Verfahren vor der Vorinstanz darauf hingewiesen haben, die 
Entbindung sei insofern in ihrem Interesse, als sie daran interessiert seien 
darzulegen, dass ihrerseits alles korrekt gelaufen sei (vgl. Telefonnotiz vom 
7.11.2022, Vorakten DIJ [act. 10A] pag. 11), scheint es gerechtfertigt, sie als 
obsiegend zu betrachten (vgl. zur Möglichkeit der Kostenpflicht notwendiger 
Parteien, auch wenn diese keine Anträge stellen, Ruth Herzog, a.a.O., 
Art. 108 N. 5 mit weiteren Hinweisen). 

6.3 Damit werden die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdegegner und 
die Vorinstanz (zur Gehörsverletzung vgl. vorne E. 3) grundsätzlich kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Organen des Kantons werden Verfahrens-
kosten indes nur auferlegt, wenn sie in ihren Vermögensinteressen betroffen 
sind (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a VRPG), was hier nicht 
der Fall ist. Der auf die Vorinstanz entfallende Drittel der Kosten des verwal-
tungsgerichtlichen Verfahrens ist daher gemäss Art. 108 Abs. 2a VRPG 
nicht zu erheben. Die anderen zwei Drittel der Verfahrenskosten haben an 
sich die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner zu tragen. Beide 
haben jedoch um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.

6.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den glei-
chen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhält-
nisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aus-
sichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst 
wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage hal-
ten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach 
der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzuse-
hen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Ver-
lustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. 
Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber da-
von absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-
nung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil 
er sie nichts kostet (statt vieler BVR 2019 S. 128 E. 4.1; BGE 142 III 138 
E. 5.1; zum Ganzen Lucie von Büren, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 111 N. 29 ff.).

6.3.2 Die Anträge der Beschwerdegegnerin und des Beschwerdegegners 
im Verwaltungsgerichtsverfahren hatten weder in Bezug auf die vermeintlich 
fehlende Befugnis der Beschwerdeführerin, am Verfahren um Entbindung 
von der Geheimhaltungspflicht als Partei teilzunehmen (vgl. vorne E. 3), 
noch hinsichtlich der Entbindung als solche (vgl. vorne E. 5) ernsthafte Er-
folgsaussichten. Da für den mutmasslichen Willen des Verstorbenen von 
vornherein nicht darauf abgestellt werden kann, wie zu entscheiden gewe-
sen wäre, wenn er selber noch hätte aussagen können, musste das Ergebnis 
der Interessenabwägung klar zugunsten der Entbindung von der Geheimhal-
tungspflicht ausfallen (vorne E. 5.2.1). Dies gilt auch für das Mandatsverhält-
nis von Notar D.________ mit der Beschwerdegegnerschaft, soweit dieses 
mit den Vorgängen rund um die Testamentserrichtung und den Bar-
geldbezug durch den Erblasser zusammenhängt (vorne E. 5.3.1). Die Gesu-
che um unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungs-
gericht sind deshalb abzuweisen, ohne dass die angebliche Prozessarmut 
zu prüfen wäre. Der Umstand, dass die Gesuche erst zusammen mit der 
Hauptsache und nach der Einreichung ihrer Stellungnahmen beurteilt wer-
den, rechtfertigt es aber, je nur eine reduzierte Pauschalgebühr zu erheben. 
Für die Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege sind keine 
Kosten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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6.4 Weiter hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der ihr im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren entstandenen Parteikosten (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Diese sind der Beschwerdegegnerin, 
dem Beschwerdegegner und der Vorinstanz (zur Gehörsverletzung vgl. vor-
ne E. 3) je im Umfang eines Drittels aufzuerlegen. Die Beschwerdegegnerin 
und der Beschwerdegegner haben keinen Anspruch auf eine Parteientschä-
digung nach Art. 104 Abs. 2 VRPG, zumal beide anwaltlich vertreten sind. 
Mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die Bedeutung der 
Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses (vgl. Art. 41 Abs. 3 des 
Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]) gibt 
die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin zu keinen 
Bemerkungen Anlass (act. 35A). Die je anwaltlich nicht vertretenen Notare 
D.________ und E.________ haben keinen Anspruch auf 
Parteikostenersatz. 

6.5 Für das Verfahren vor der DIJ sind mit der Vorinstanz gestützt auf 
Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 56 ff. des Finanzhaushaltsgesetzes vom 
15. Juni 2022 (FHG; BSG 620.0) sowie Art. 107 Abs. 1 und 3 VRPG weder 
Verfahrenskosten zu erheben noch Parteikosten zu sprechen (vgl. auch 
angefochtene Verfügung E. 5). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Der Antrag auf Vereinigung der Verfahren 100.2024.123 und 
100.2024.125 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die 
Verfügung der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern vom 
20. März 2024 wird aufgehoben und die Notare D.________ und 
E.________ werden in Gutheissung ihres Gesuchs vom 1. November 
2022 in Bezug auf das notarielle Mandatsverhältnis von Notar 
D.________ mit F.________ sel. von der Geheimhaltungspflicht 
entbunden. In Bezug auf das notarielle Mandatsverhältnis von Notar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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D.________ mit der Beschwerdegegnerschaft werden sie von der 
Geheimhaltungspflicht entbunden, soweit dieses einen direktem 
Zusammenhang aufweist zu den Vorkommnissen rund um die Testa-
mentserrichtung und den Bargeldbezug durch den Erblasser.

3. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege 
wird abgewiesen.

4. Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege 
wird abgewiesen.

5. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht werden der 
Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdegegner je im Umfang von 
Fr. 500.-- auferlegt. Die restlichen Verfahrenskosten werden nicht 
erhoben.

b) Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- wird der Beschwerde-
führerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

6. Die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdegegner und die Direktion für 
Inneres und Justiz des Kantons Bern haben der Beschwerdeführerin die 
Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 5'455.80 (inkl. Auslagen und MWSt), je zu einem Drittel, ausmachend 
je Fr. 1'818.60 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

7. Für das Verfahren vor der Direktion für Inneres und Justiz des Kantons 
Bern werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.05.2025, Nr. 100.2024.125U, 
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8. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin (Beilage: Kopie der Eingabe der Beschwerdegeg-

nerschaft vom 25.4.2025)
- Beschwerdegegnerin
- Beschwerdegegner
- Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (Beilage: Kopie der 

Eingabe der Beschwerdegegnerschaft vom 25.4.2025)
- Notar D.________ (Beilage: Kopie der Eingabe der 

Beschwerdegegnerschaft vom 25.4.2025)
- Notar E.________ (Beilage: Kopie der Eingabe der 

Beschwerdegegnerschaft vom 25.4.2025)

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.