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**Case Identifier:** bf99b538-2cd7-58b1-9977-71753c67bccb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.11.2010 IV 2009/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-45_2010-11-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/45

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 15.07.2020

Entscheiddatum: 18.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2010
Art. 28 IVG: Beweiswert eines polydisziplinären Gutachtens. Trotz Mangel im 
Gutachten (Nichtberücksichtigung der Röntgenbilder) rechtfertigt es sich 
vorliegend nicht ein neues Gutachten anzuordnen. Kein Rentenanspruch 
nach Anwendung der sogenannten gemischten Methode (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2010, IV 
2009/45).

Abteilungspräsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati 

Schneider und Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 18. November 2010

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.  

A.a A.___ meldete sich im März 2007 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (IV) an und beantragte die Ausrichtung einer Rente (IV-act. 1). 

Seit 1. Juli 1978 arbeitete sie als Betriebsmitarbeiterin bei der B.___ in einem Pensum 

von 82% (IV-act. 8).

A.b Nach einem stationären Aufenthalt in der Klinik Valens vom 2. bis 25. Januar 2007 

wurden im Austrittsbericht vom 30. Januar 2007 ein chronisches lumbovertebrales und 

intermittierendes lumbospondylogenes Syndrom mit/bei Fehlhaltung und Fehlstatik der 

Wirbelsäule, muskulärer Haltungsinsuffizienz und muskulärer Dysbalance, 

Diskusprotrusionen L4/5 und L5/S1, keine Wurzelkompression und Status nach 

Facettengelenkinfiltrationen L4/5 diagnostiziert (IV-act. 12/5). Im Arztbericht vom 24. 

April 2007 bestätigte Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, die in Valens gestellten 

Diagnosen und attestierte der Versicherten ab 6. Mai 2006 Arbeitsunfähigkeiten 

zwischen 100% und 50% sowie ab 1. April 2007 eine dauernde 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (IV-act. 12/1).

A.c Am 5. Juli 2007 fand eine Abklärung betreffend die Einschränkungen im Haushalt 

statt, nachdem die IV-Stelle die Versicherte als zu 82% Erwerbstätige und zu 18% als 

Hausfrau einstufte. Im Abklärungsbericht vom 18. Juli 2007 wurde festgehalten, dass 

die Versicherte unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht im Haushalt 

nicht eingeschränkt sei (IV-act. 27/7).

A.d Die IV-Stelle veranlasste am 3. Oktober 2007 eine bidisziplinäre Begutachtung der 

Versicherten im Medizinischen Gutachtenzentrum St. Gallen (MGSG). Im 

entsprechenden Gutachten vom 21. April 2008 wurden die Diagnosen eines 

chronischen lumbovertebralen, intermittierend rechtsseitig lumbospondylogenen 

Syndroms (M 54.4) mit/bei Wirbelsäulenfehlstatik bei Fehlhaltung und muskulärer 

Dysbalance, myofaszialem Syndrom periartikulär Hüfte rechts, segmentaler 

Dysfunktion L4/5, degenerativen LWS-Veränderungen im Sinn von Chondrosen L3/4 

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bis L5/S1 und kleinem subligamentärem Bandscheibenvorfall L4/5 und Tendenz zur 

generalisierten Tendomyopathie (Fibromyalgie-Syndrom), einer Migräne mit Aura (G 

43.1) und eines myofaszialen Schmerzsyndroms zervikocephal und zervikobrachial 

rechts mit/bei Fehlbelastung bei Wirbelsäulenfehlstatik infolge Fehlhaltung und 

muskulärer Dysbalance (M 79.0) gestellt. Für die bisherige statische und 

ausschliesslich stehende Tätigkeit in ergonomisch ungünstiger Körperhaltung sei die 

Versicherte dauerhaft maximal 50% arbeitsfähig. Medizinisch theoretisch bestehe für 

eine sehr leichte, streng wechselbelastende Tätigkeit mit maximalen Hub- und 

Tragebelastungen von 5kg unter optimal leidensangepassten ergonomischen 

Verhältnissen nach einer Eingewöhnungszeit von drei Monaten, während welcher ein 

spezielles Trainingsprogramm durchzuführen sei, eine 90%ige Arbeitsfähigkeit (7.2 

Stunden bei einem acht Stunden Tag, IV-act. 34).

A.e Mit Vorbescheid vom 30. Juli 2008 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, 

dass sie bei einem Invaliditätsgrad von 9% keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente habe (IV-act. 40). Dagegen liess die Versicherte durch ihre 

Rechtsschutzversicherung Einwand erheben. Dem Einwand wurden ein Arztbericht von 

Dr. med. D.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 17. September 

2008 und eine Stellungnahme von Dr. C.___ vom 22. September 2008 beigelegt (IV-act. 

48). Auf entsprechende Nachfrage der IV-Stelle äusserte sich Dr. D.___ am 8. 

Dezember 2008 nochmals zum Gesundheitszustand der Versicherten (IV-act. 55).

A.f Mit Verfügung vom 13. Januar 2009 eröffnete die IV-Stelle der Versicherten wie 

angekündigt, dass sie keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (IV-act. 57).

B.  

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von Fürsprecher Marco Büchel, Oberuzwil, 

im Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 9. Februar 2009 mit den 

Anträgen, die Verfügung vom 13. Januar 2009 sei aufzuheben, es sei der 

Beschwerdeführerin mindestens eine halbe Invalidenrente auszurichten, eventualiter sei 

ein multidisziplinäres Gutachten (rheumatologische, orthopädische, neurologische und 

psychiatrische Abklärungen) zu erstellen und es sei eine neue Haushaltsabklärung 

vorzunehmen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Das MGSG-Gutachten gründe 

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lediglich auf einer rheumatologischen Abklärung, es fehle somit der zwingend 

notwendige Untersuch durch einen Facharzt der Orthopädie. Sodann hätten im 

Zeitpunkt der rheumatologischen Untersuchung keine Röntgenbilder vorgelegen. Die 

Röntgenaufnahme gelte als Standarduntersuchung und werde in der Regel wiederholt, 

wenn die zur Verfügung stehenden Bilder älter als sechs Monate seien. Die 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Gutachter stehe ebenfalls im Widerspruch zum 

detaillierten Bericht der Klinik Valens. Es sei zudem widersprüchlich, wenn die 

Beschwerdegegnerin für die Berechnung des Invalideneinkommens auf den 

Durchschnittsverdienst für einfache und repetitive Tätigkeiten abstelle, von der 

Beschwerdeführerin aber verlange, eine neue Stelle mit einer wechselbelastenden 

Tätigkeit zu suchen. Die Tätigkeit, in welcher die Beschwerdeführerin eine 

Arbeitsleistung von 90% erbringen könne, existiere nicht. Der angestammte Beruf sei 

somit den Behinderungen am ehesten angepasst. Der Invaliditätsgrad sei daher nach 

der von ihr aktuell ausgeübten Tätigkeit zu berechnen. Es sei notorisch, dass mit 

Rückenverletzungen Haushaltsarbeiten nur noch in beschränktem Ausmass ausgeführt 

werden könnten. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht könne die Hilfe der 

Tochter, Jahrgang 1987, nicht mehr berücksichtigt werden, da sie früher oder später 

den elterlichen Haushalt verlassen werde. Aufgrund der Beschwerden erscheine auch 

im Haushalt eine Einschränkung von 50% als angemessen. Der Invaliditätsgrad betrage 

demnach unter Berücksichtigung der Einschränkungen im Haushalt (50%) und in der 

Erwerbstätigkeit (50%) 50%, weshalb ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente 

bestehe (act. G 1).

B.b In der Beschwerdeantwort vom 23. April 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Den Stellungnahmen des internen Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) sei zu entnehmen, dass der MGSG-Gutachter Dr. E.___, Facharzt für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Facharzt für Rheumatologie, aufgrund 

seiner Qualifikation zur Beurteilung von Erkrankungen am Bewegungsapparat bestens 

geeignet sei. Bezüglich der Röntgenbilder sei darauf hinzuweisen, dass die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit aufgrund der klinischen Untersuchung mit Beurteilung der 

funktionellen Leistungsfähigkeit erfolge. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

widerspreche nicht der Einschätzung der Klinik Valens. Sowohl die Klinik Valens als 

auch die Gutachter würden davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin eine 

Eingewöhnungszeit brauche (Valens: initial 2.5 Stunden Pause pro Tag, Gutachter: drei 

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Monate Eingewöhnungszeit). Die zusätzlich eingereichten Berichte von Dr. C.___ und 

Dr. D.___ würden sich auf eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit beschränken. Auch die Gutachter würden die Beschwerdeführerin in ihrer 

bisherigen Tätigkeit lediglich noch für 50% arbeitsfähig erachten. Eine von Dr. D.___ 

festgestellte Fibromyalgie bedinge nach der Rechtsprechung nicht per se eine 

Invalidität und eine psychiatrische Komorbidität liege gemäss psychiatrischem 

Gutachten nicht vor. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Mithilfe von 

Familienangehörigen im Rahmen der Schadenminderungspflicht vorgesehen. Die 

Einschätzung der Einschränkung im Haushalt sei korrekt erfolgt (act. G 4).

B.c Mit Replik vom 27. Mai 2009 hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an 

den gestellten Anträgen unverändert fest (act. G 6).

B.d Mit Schreiben vom 18. Juni 2009 hat die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik 

verzichtet (act. G 8). 

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der 

zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 

467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 

13. Januar 2009 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem 

Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 

begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung 

betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die 

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damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 

5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die 

seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.

2.   

2.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der 

konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht 

geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 IVG: Es ist darauf abzustellen, in welchem 

Mass die betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als 

Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche 

Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische 

Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte 

gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig 

und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind 

der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 

festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden 

Bereichen zu bemessen.

2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Das 

Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, 

ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Leistungsanspruchs gestatten. Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte 

Gutachten von externen oder internen Spezialärzten, die aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 ff. E. 3b/bb und 3b/

ee).

3.   

3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Sie stützt sich in 

der angefochtenen Verfügung auf das bidisziplinäre Gutachten des MGSG vom 21. 

April 2008 und die darin enthaltene 90%ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit 

sowie auf den Abklärungsbericht vom 18. Juli 2007, wonach unter Berücksichtigung 

der Schadenminderungspflicht im Haushalt keine Einschränkung bestehe. Die 

Beschwerdeführerin bringt gegen das Gutachten und die Haushaltsabklärung 

verschiedene Mängel vor und ist der Ansicht, das MGSG-Gutachten erfülle nicht die 

Voraussetzungen für ein beweistaugliches Gutachten.

3.2 Die Beschwerdeführerin macht konkret geltend, dass das MGSG-Gutachten 

lediglich auf einer rheumatologischen Abklärung beruhe, bei der Beurteilung von 

Wirbelsäulensyndromen eine orthopädische Begutachtung aber unerlässlich sei.

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3.2.1 Wirbelsäulensyndrome sind dem medizinischen Fachgebiet der Rheumatologie 

zuzuordnen (M. Franke, Erkrankungen des Bewegungsapparates, in: Hans Hermann 

Marx [Hrsg.], Medizinische Begutachtung, Grundlagen und Praxis, 6. Auflage 1992, S. 

368 und 376). Dr. E.___ war somit als Facharzt für Rheumatologie zweifellos genügend 

qualifiziert, eine den Leiden der Beschwerdeführerin entsprechende Untersuchung 

durchzuführen. Aufgrund seiner Qualifikation muss ihm auch die Kompetenz 

zugestanden werden darüber zu entscheiden, ob aufgrund der festgestellten Befunde 

eine zusätzliche orthopädische Begutachtung angezeigt ist oder nicht. Eine in jedem 

Fall durchzuführende orthopädische Untersuchung wird dem Einzelfall nicht gerecht. 

Insbesondere ist den vorliegenden medizinischen Akten zu entnehmen, dass nebst der 

Wirbelsäulenfehlstatik vor allem muskuläre Dysbalancen im Vordergrund stehen. Dr. 

med. F.___, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, hielt im Bericht vom 19. August 

2002 fest, die am 5. Juni 2002 im Röntgeninstitut G.___ angefertigten Röntgenbilder 

der HWS, BWS und LWS würden gemäss Beschreibung (IV-act. 12/24) mit Ausnahme 

einer diskreten Skoliose und der Hyperkyphose der BWS normal ausfallen. Er hielt 

weitere bildgebende Abklärungen für nicht nötig. Die Schmerzen würden von einer 

ungenügend ausgebildeten Rumpfmuskulatur herrühren (IV-act. 12/27). Im 

Austrittsbericht der Klinik Valens vom 30. Januar 2007 wird erklärt, dass die MRI vom 

31. März 2005 Diskusprotrusionen in Höhe L4/5 und L5/S1 darstellten. Eine 

Wurzelkompression, welche die Schmerzsymptomatik erklären könnte, habe 

ausgeschlossen werden können. Hingegen könne bei der Beschwerdeführerin bereits 

eine muskuläre Dekonditionierung festgestellt werden. Unter diesen Umständen ist 

nicht ersichtlich, weshalb eine zusätzliche orthopädische Untersuchung zwingend hätte 

erfolgen müssen. Im Übrigen bestätigte auch der RAD in seiner Stellungnahme vom 24. 

Oktober 2008, dass Dr. E.___ aufgrund seiner Qualifikation (Facharzt für Physikalische 

Medizin und Rehabilitation und Facharzt für Rheumatologie) zur Beurteilung von 

Erkrankungen am Bewegungsapparat bestens geeignet und eine zusätzliche 

orthopädische Beurteilung nicht erforderlich sei (IV-act. 49). Das Gutachten ist 

diesbezüglich nicht zu beanstanden.

3.3 Die Beschwerdeführerin bemängelt am MGSG-Gutachten ausserdem, dass im 

Zeitpunkt der rheumatologischen Untersuchung keine Röntgenbilder vorgelegen 

hätten.

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3.3.1 Die Beschwerdegegnerin führte diesbezüglich aus, dass gemäss Stellungnahme 

des RAD die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der klinischen Untersuchung mit 

Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit und nicht anhand der Röntgenbilder 

erfolge.

3.3.2 Den Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie zur 

Begutachtung rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen (publiziert in der 

Schweizerischen Ärztezeitung 2007;88: 17, S. 736ff., Download unter: http://

www.saez.ch/pdf_d/2007/2007-17/2007-17-187.PDF, [abgerufen am: 27. September 

2010]) ist zu entnehmen, dass die konventionelle Röntgenaufnahme als 

Standarduntersuchung gelte. In der Regel würden Untersuchungen der zur Diskussion 

stehenden Regionen wiederholt, falls die zur Verfügung stehenden Bilder älter als 

sechs Monate seien. Bei stabilem Beschwerdebild und (gemäss Akten) unverändertem 

klinischen Befund würden auch ältere konventionelle Aufnahmen ausreichen. Ferner 

geht die medizinische Fachliteratur davon aus, dass Röntgenbilder den Gutachtern 

vorzuliegen haben und von ihnen selbst zu sichten und befunden sind. Dies vor allem 

deshalb, weil dem Radiologen unter Umständen Einzelheiten entgangen sein könnten, 

die dem versierten Kliniker vertraut sind (vgl. H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 

3. Auflage, 1994, S. 100; J. Meine, Die ärztliche Unfallbegutachtung in der Schweiz - 

Erfüllt sie die heutigen Qualitätsanforderungen, in: Swiss Surg 1998; 4: 55).

3.3.3 Aus den medizinischen Akten ist ersichtlich, dass am 5. Juni 2002 erstmals eine 

konventionelle radiologische Abklärung der HWS, BWS und LWS erfolgte (IV-act. 

12/24). Dem Austrittsbericht der Klinik Valens vom 30. Januar 2007 ist zu entnehmen, 

dass am 31. März 2005 in der Klinik Stephanshorn ein MRI durchgeführt und 

entsprechend Diskusprotrusionen L4/5 und L5/S1 diagnostiziert wurden (IV-act. 12). 

Ein Bericht über die bildgebende Untersuchung vom 31. März 2005 findet sich 

allerdings nicht in den vorliegenden Akten; offenbar wurde die Aufnahme von der 

Beschwerdeführerin dem Gutachter Dr. med. H.___, Arzt für Neurologie und 

Psychiatrie, vorgelegt (IV-act. 34/16). Es ist grundsätzlich unbestritten, dass anlässlich 

der rheumatologischen Untersuchung im MGSG keine Röntgenbilder vorlagen. Der 

Gutachter verweist diesbezüglich auf die entsprechenden Ausführungen im 

bidisziplinären Gutachten (IV-act. 34/6). Weitere Ausführungen betreffend Würdigung 

der bildgebenden Vorakten sind dem bidisziplinären Gutachten aber nicht zu 

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entnehmen. Die Nichtberücksichtigung des vorhandenen Bildmaterials durch die 

Gutachter selbst stellt einen klaren Mangel dar, welcher grundsätzlich geeignet ist, 

Zweifel an der Beweiskraft eines Gutachtens aufkommen zu lassen. Im vorliegenden 

Fall belegen indessen die medizinischen Akten eindeutig, dass bei der 

Beschwerdeführerin weniger orthopädische Befunde, als vielmehr muskuläre 

Dysbalancen im Vordergrund stehen (vgl. dazu die Ausführungen in E. 3.2.1). Die 

Nichtberücksichtigung der Röntgenbilder stellt somit im vorliegenden Fall einen 

formellen Mangel dar und zeitigt inhaltlich, insbesondere auf die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit, keine weiterreichenden Auswirkungen, zumal die Gutachter die 

degenerativen Veränderungen in die Diagnoseliste aufgenommen und somit 

mitberücksichtigt haben. Auch Dr. D.___ begründet im Bericht vom 8. Dezember 2008 

die Verschlechterung des Gesundheitszustands allein mit einer Fibromyalgie - und 

somit nicht mit einer Verschlechterung der degenerativen Veränderungen (IV-act. 54). 

Bei dem ansonsten stabilen Beschwerdebild war es daher auch nicht angezeigt, neue 

bildgebende Verfahren durchzuführen. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass den 

Gutachtern die Röntgenbilder nicht vorlagen und das Gutachten somit an einem 

Mangel leidet. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände reicht dieser Mangel für 

sich alleine nicht aus, eine weitere Begutachtung anzuordnen.

3.4  

3.4.1 Sodann rügt die Beschwerdeführerin, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im 

Gutachten nicht nachvollziehbar sei. Die Gutachter würden zum Schluss gelangen, 

dass die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 50% und in einer 

leidensangepassten Tätigkeit 90% (7.2 Stunden bei einem 8 Stundentag) betrage. 

Diese Beurteilung stehe im Gegensatz zum detaillierten Bericht der Klinik Valens, 

welchem aufgrund des mehrwöchigen Aufenthalts der Beschwerdeführerin ein höheres 

Gewicht beizumessen sei.

3.4.2 Im Austrittsbericht der Klinik Valens wurde festgehalten, dass für eine angepasste 

leichte Arbeit initial zusätzliche Pausen von insgesamt 2.5 Stunden pro Arbeitstag (acht 

Stunden) zu gewähren seien (IV-act. 12/14ff.). Dem MGSG-Gutachten ist zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin nach einer Eingewöhnungszeit von drei 

Monaten in einer leidensangepassten Tätigkeit (sehr leichte, streng wechselbelastende 

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Tätigkeit mit max. Hub- und Tragebelastungen von 5kg unter optimal 

leidensangepassten ergonomischen Verhältnissen) 90% arbeitsfähig sei. Aus diesen 

Einschätzungen der verbliebenen Arbeitsfähigkeit ist entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin kein Widerspruch ersichtlich. Da im Austrittsbericht der Klinik 

Valens lediglich initial von zusätzlichen Pausen im Umfang von 2.5 Stunden 

ausgegangen wird, handelt es sich dabei nur um eine vorläufige Einschätzung, wie der 

RAD zu Recht bemerkt (IV-act. 49/2). Ausserdem äussert sich das MGSG-Gutachten 

explizit zur in Valens durchgeführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

(EFL), welche eine körperliche Belastbarkeit im Bereich einer leichten 

wechselbelastenden Tätigkeit ergab. Diese Beurteilung sei aufgrund der 

objektivierbaren gesundheitlichen Störungen durchaus nachvollziehbar. Ein 

Widerspruch bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ist daher 

nicht auszumachen. Sodann deckt sich die im MGSG-Gutachten festgehaltene 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (50%) mit derjenigen 

von Dr. D.___ und Dr. C.___ (IV-act. 48), weshalb auch diesbezüglich kein Widerspruch 

auszumachen ist. Weitergehende Überlegungen der Gutachter zu Diskrepanzen 

erübrigen sich daher.

3.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die von der Beschwerdeführerin gegen 

das MGSG-Gutachten vorgebrachten Rügen den Beweiswert des Gutachtens 

insgesamt nicht zu schmälern vermögen. Das Gutachten beruht auf eigenständigen 

interdisziplinären Abklärungen und erscheint für die streitigen Belange umfassend. Die 

Vorakten (mit Ausnahme der Röntgenbilder) und die geklagten Beschwerden der 

Beschwerdeführerin wurden hinreichend berücksichtigt. Das Gutachten leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund vermögen die darin enthaltenen 

Schlussfolgerungen, namentlich die Beurteilung der 50%igen Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten und die 90%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu 

überzeugen.

3.6 Dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin, es sei ein multidisziplinäres 

Gutachten zu erstellen, kann somit nicht stattgegeben werden. Das MGSG-Gutachten 

ergibt ein vollständiges Bild des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers, das 

hinreichend Klarheit über den rechtserheblichen Sachverhalt vermittelt. Von weiteren 

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medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf 

zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157, E. 1d).

3.7 Die von Dr. D.___ im Bericht vom 8. Dezember 2008 geltend gemachte 

Verschlechterung des Gesundheitszustands (es seien mittlerweile 13 von 18 

Fibromyalgie typischen Tenderpoints objektivierbar), rechtfertigt für den hier 

massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (13. Januar 2009) noch keine 

weiteren Abklärungen. Dr. D.___ spricht selber von einem fliessenden Übergang, wobei 

er sich auf seine Beurteilung im Januar 2008 bezieht (IV-act. 54). Sollte sich eine 

namhafte, anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustands inzwischen 

eingestellt haben, so steht es der Beschwerdeführerin offen sich erneut bei der 

Invalidenversicherung anzumelden. Ebenfalls wäre es ihr jederzeit möglich, bei der 

Invalidenversicherung berufliche Massnahmen (wie Arbeitsvermittlung) zu beantragen.

4.   

Zwischen den Parteien blieb grundsätzlich unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 

im Gesundheitsfall zu 82% einer Erwerbstätigkeit nachgehen und zu 18% im Haushalt 

tätig sein würde. Aufgrund der Aktenlage, insbesondere des Auszugs aus dem 

individuellen Konto (IV-act. 9), bestehen keine Anhaltspunkte von dieser Annahme 

abzuweichen, weshalb sich weitere Ausführungen zur Pensumaufteilung erübrigen.

5.   

5.1 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Juli 2007 gelangte die Abklärungsperson 

der Beschwerdegegnerin zum Ergebnis, dass unter Berücksichtigung der 

Schadenminderungspflicht (Mithilfe des Ehemanns und der Tochter) im Haushalt keine 

Einschränkung bestehe (IV-act. 27). Die Beschwerdeführerin ist hingegen der Ansicht, 

dass die Tochter bei der Schadenminderungspflicht nicht zu berücksichtigen sei, da sie 

früher oder später den elterlichen Haushalt verlassen werde. Aufgrund der 

Beschwerden erscheine im Haushalt eine Einschränkung von 50% als angemessen.

5.2 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer 

versicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von 

Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu 

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berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person 

verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den 

aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und 

Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu 

berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht 

aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und 

angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in 

Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft dies alles 

zu, ist der Abklärungsbericht beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2). Sofern der 

Abklärungsbericht im Sinn der vorstehend genannten Rechtsprechung eine 

zuverlässige Entscheidungsgrundlage darstellt, greift das Gericht in das Ermessen der 

Abklärungsperson nur ein, wenn - etwa im Licht einer ärztlichen Stellungnahme zur 

Arbeitsfähigkeit im Haushalt - klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte 

für die Unrichtigkeit der Abklärungsergebnisse (z.B. infolge von Widersprüchlichkeiten) 

vorliegen (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

Oktober 2007 i.S. T., I 246/05, E. 5.2.1 mit Hinweisen).

5.3 Die Beschwerdeführerin erhebt keine detaillierten Beanstandungen gegen die 

Zuverlässigkeit des Abklärungsberichts. Sie ist lediglich der Ansicht, dass die Mithilfe 

der Tochter nicht berücksichtigt werden könne. Der Abklärungsbericht vom 18. Juli 

2007 erfüllt die von der Rechtsprechung geforderten Voraussetzungen, weshalb ihm 

volle Beweiskraft zukommt. Es bestehen keine Anzeichen für die Durchführung einer 

neuen Haushaltsabklärung, weshalb dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin 

diesbezüglich nicht stattzugeben ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 

157, E. 1d). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, ist der im gemeinsamen 

Haushalt wohnenden Tochter eine Mithilfe im Haushalt grundsätzlich in einem 

gewissen Rahmen zumutbar. Auf weitere Ausführungen bezüglich der Einschränkung 

im Haushalt kann an dieser Stelle allerdings verzichtet werden, da die folgenden 

Erwägungen darlegen werden, dass selbst bei einer, wie von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachten, Einschränkung von 50% - welche aufgrund der vorliegenden 

Akten kaum gegeben ist - kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Bei einer 

50%igen Einschränkung ergibt sich bei einer Gewichtung eines 18% Pensums eine 

Teilinvalidität im Bereich Haushalt von 9%. 

6.   

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6.1 Zu prüfen bleiben damit die Verhältnisse im Erwerbsbereich. Die 

Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass die 

Beschwerdeführerin für eine leidensangepasste Tätigkeit über eine 90%ige 

Arbeitsfähigkeit verfüge. Unter Beizug der Tabellenlöhne der vom Bundesamt für 

Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) ergab sich bei einer 

Einschränkung von 11% eine gewichtete Teilinvalidität von 9% (IV-act. 38/2 und 57/2). 

Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass die angestammte und weiterhin von ihr 

ausgeübte Tätigkeit optimal leidensangepasst sei. Der Invaliditätsgrad sei daher 

aufgrund der konkret ausgeübten Tätigkeit zu berechnen. Die folgenden Erwägungen 

werden zeigen, dass bei Anwendung der gemischten Methode gemäss 

Rechtsprechung des Bundesgerichts sowohl in einer adaptierten als auch in der 

angestammten Tätigkeit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert.

6.2 Der in der angefochtenen Verfügung von der Beschwerdegegnerin ermittelte 

Teilinvaliditätsgrad, aufgrund einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit, ist an sich nicht zu beanstanden. Bezüglich der Berechnung des 

Valideneinkommens und des Invalideneinkommens anhand der LSE kann darauf 

verwiesen werden, zumal die Beschwerdeführerin diesbezüglich auch keine 

Beanstandungen geltend macht. Anzufügen bleibt, dass selbst unter Gewährung eines 

sogenannten Leidensabzugs (vgl. BGE 126 V 79 E. 5b) - aufgrund der vorliegenden 

Akten würde sich ein Abzug von höchstens 15% rechtfertigen - kein Rentenanspruch 

entsteht. Bei Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 15% ergibt sich ein 

zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 38'924.-- (0.85 x Fr. 45'793.--). Die 

Erwerbseinbusse beträgt damit Fr. 12'648.-- (Valideneinkommen Fr. 51'572.-- ./. 

Invalideneinkommen Fr. 38'924.-- oder 25%. Daraus ergibt sich nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein Teilinvaliditätsgrad von 21% (82% / 25%). 

Zusammen mit einem Teilinvaliditätsgrad im Haushalt von maximal 9% ergibt sich eine 

Gesamtinvalidität von 30%.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, ist die medizinisch-theoretische 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar. Auch wenn die 

im MGSG-Gutachten festgehaltene adaptierte Tätigkeit verschiedenen 

Einschränkungen unterliegt (sehr leichte, streng wechselbelastende Tätigkeit mit 

maximalen Hub- und Tragebelastungen von 5kg unter optimal leidensangepassten 

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ergonomischen Verhältnissen nach einer Eingewöhnungszeit von drei Monaten), ist 

davon auszugehen, dass solche Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen sind. 

Ebenfalls ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung 

des Invalideneinkommens auf eine einfache und repetitive Tätigkeit abstellt. Eine 

solche Tätigkeit stellt keinen Widerspruch zu der von den Gutachtern verlangten 

wechselbelastenden Tätigkeit dar. Den verschiedenen Einschränkungen kann mit der 

Berücksichtigung eines Leidensabzugs beim Invalideneinkommen Rechnung getragen 

werden. 

6.3 In der angestammten Tätigkeit wurde der Beschwerdeführerin im MGSG-Gutachten 

eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert. Bei einem Erwerbspensum von 82% ergibt 

sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur gemischten Methode eine 

Einschränkung von 32% und eine gewichtete Teilinvalidität im Erwerbsbereich von 

gerundet 27% (82% / 32%). Zusammen mit der Teilinvalidität im Haushalt von maximal 

9% ergibt sich somit auch bei der Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit ein Invaliditätsgrad im rentenausschliessenden Bereich. Die 

Beschwerdegegnerin hat somit im Ergebnis zu Recht einen Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin verneint.

7.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 9. Februar 2009 unter 

Bestätigung der angefochtenen Verfügung abzuweisen. Als unterliegende Partei hat die 

Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen, die nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG, vgl. Art. 95 

Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Der 

geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist daran anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von 

ihr geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2010
	Art. 28 IVG: Beweiswert eines polydisziplinären Gutachtens. Trotz Mangel im Gutachten (Nichtberücksichtigung der Röntgenbilder) rechtfertigt es sich vorliegend nicht ein neues Gutachten anzuordnen. Kein Rentenanspruch nach Anwendung der sogenannten gemischten Methode (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2010, IV 2009/45).

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