# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0cdedc6f-0fd8-5453-821a-23a4a33d8cd8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.01.2023 RT220214
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT220214_2023-01-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT220214-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie  

Leitende Gerichtsschreiberin lic. iur. E. Ferreño 

Beschluss vom 19. Januar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

Kanton Zürich,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Dezember 2022 (EB220256-G) 
 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 7. Dezember 2022 erteilte die Vorinstanz dem Gesuch-

steller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) in der Betreibung Nr. ... des 

Betreibungsamtes Meilen-Herrliberg-Erlenbach (Zahlungsbefehl vom 23. Novem-

ber 2021) gestützt auf die Veranlagungsverfügung vom 17. Juni 2021 und die de-

finitive Steuerrechnung vom 22. Juni 2021 für die direkte Bundessteuer 2019 de-

finitive Rechtsöffnung für Fr. 49'201.60 nebst Zins zu 3 % ab 17. November 2021, 

Fr. 8.10 Zins, Fr. 468.80 Zins bis 16. November 2021 sowie Betreibungs- und 

Prozesskosten (Urk. 13 S. 5 = Urk. 16 S. 5). 

b) Hiergegen erhob die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan 

Gesuchsgegnerin) mit Eingabe vom 27. Dezember 2022 (gleichentags zur Post 

gegeben; eingegangen am 28. Dezember 2022) rechtzeitig Beschwerde (Urk. 15).  

2. a) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-14). Da sich die 

Beschwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unzulässig erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). 

b) Die Beschwerdeschrift muss konkrete Anträge enthalten, worauf schon 

in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewiesen wurde (Urk. 16 Dispo-

sitivziffer 6). Aus diesen Anträgen muss eindeutig hervorgehen, in welchem Um-

fang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird und wie der Entscheid statt-

dessen zu lauten hätte. Rechtsbegehren, die auf Geldzahlungen gerichtet sind, 

müssen bezifferte Anträge enthalten. Gestellte Begehren sind nach Treu und 

Glauben auszulegen. Es genügt dabei, wenn aus der Rechtsmittelbegründung, al-

lenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, klar hervorgeht, in wel-

chem Sinne der angefochtene Entscheid abgeändert werden soll (BGer 4A_35/ 

2015 vom 12. Juni 2015 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 137 III 617 E. 4-6). Fehlen 

genügende Anträge, so fehlt es an einer Zulässigkeitsvoraussetzung der Be-

schwerde. Diese ist durch Nichteintreten zu erledigen; eine Nachfrist darf nicht 

angesetzt werden (BGer 5A_408/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.2 m.w.H.). 

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c) Diesen formellen Anforderungen vermag die Beschwerdeschrift der 

Gesuchsgegnerin vom 27. Dezember 2022 nicht zu genügen. Sie enthält keine 

expliziten Rechtsbegehren. Die Gesuchsgegnerin beanstandet die Höhe der im 

angefochtenen Urteil vom 7. Dezember 2022 dem Gesuchsteller zugesprochenen 

Forderung, da diese auf einer aus ihrer Sicht unzutreffenden Steuereinschätzung 

basiert (Urk. 15). Daraus kann zwar geschlossen werden, dass die Gesuchsgeg-

nerin nicht die vollumfängliche Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs erreichen 

will, sondern von einer geringeren Steuerschuld gegenüber dem im Urteil zuge-

sprochenen Betrag ausgeht. Den aus ihrer Sicht dem Gesuchsteller zuzuspre-

chenden Betrag beziffert sie jedoch nicht. Entsprechend kann ihrer Begründung 

nicht entnommen werden, für welchen Betrag der betriebenen Forderung allen-

falls Rechtsöffnung zu erteilen wäre. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin 

ist daher mangels genügendem Beschwerdeantrag nicht einzutreten.  

3. a) Auf die Beschwerde wäre – unabhängig von einem rechtsgenügend 

bezifferten Antrag – ohnehin nicht einzutreten: Mit der Beschwerde können un-

richtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sach-

verhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). In der schriftlichen Beschwer-

debegründung ist aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid als feh-

lerhaft zu betrachten ist, d.h. an einem der genannten Mängel (unrichtige Rechts-

anwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) leidet. Dabei 

hat sich die beschwerdeführende Partei in der Beschwerdeschrift inhaltlich mit 

den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und mittels Verweisungen 

auf konkrete Stellen in den vorinstanzlichen Akten aufzuzeigen, inwiefern der an-

gefochtene Entscheid als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genann-

ten Mängel leidet. Die blosse Verweisung auf die Ausführungen vor Vorinstanz 

oder deren blosse Wiederholung genügt nicht (Art. 321 Abs. 1 ZPO und dazu 

BGer 5D_146/2017 vom 17. November 2017, E. 3.3.2; BGer 5A_387/2016 vom 7. 

September 2016, E. 3.1; BGer 5A_206/2016 vom 1. Juni 2016, E. 4.2; BGer 

5A_488/ 2015 vom 21. August 2015, E. 3.2, je mit Hinweis auf BGE 138 III 374 

E. 4.3.1). 

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b) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Veranlagungsverfügung 

vom 17. Juni 2021 und die definitive Steuerrechnung vom 22. Juni 2021 seien in 

Rechtskraft erwachsen und vollstreckbar. Mit dem Einschätzungsentscheid in 

Verbindung mit der Schlussrechnung verfüge der Gesuchsteller über einen defini-

tiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG gegenüber der 

Gesuchsgegnerin (Urk. 16 S. 3). Die materielle Einwendung der Gesuchsgegnerin 

werde weder belegt noch handle es sich dabei um einen Mangel, der zur Nichtig-

keit der bereits rechtskräftig gewordenen Verfügung führen würde. Daher sei die 

Einwendung nicht zu hören (Urk. 16 S. 5).  

c) Die Gesuchsgegnerin bringt in ihrer Beschwerde einzig vor, die in Be-

treibung gesetzte Steuerforderung beruhe auf einer willkürlichen und unrealisti-

schen Steuereinschätzung und sei in dieser Höhe nicht gerechtfertigt. Ihr Ein-

kommen belaufe sich auf ca. Fr. 80'000.–. Das geschätzte Einkommen von 

Fr. 470'000.– sei nicht vertretbar und "wirklich reine Willkür" (Urk. 15). 

d) Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte (Urk. 16 S. 4), hat das Gericht 

gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG die definitive Rechtsöffnung zu erteilen, sofern der 

Betriebene nicht durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des Ent-

scheids getilgt oder gestundet worden ist, oder die Verjährung anruft. Die Ein-

wendungen nach Art. 81 SchKG sind grundsätzlich abschliessend. Die Gesuchs-

gegnerin macht – wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 9) – auch im Beschwerdever-

fahren nicht geltend, dass sie die Forderung des Gesuchstellers bezahlt oder an-

derweitig getilgt hat. Ebenso macht sie weder Stundung noch Verjährung der For-

derung geltend. Ihre Eingabe vom 27. Dezember 2022 ist als Beschwerde unzu-

reichend, da sie sich mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils nicht einmal 

ansatzweise auseinandersetzt. Insbesondere zeigt sie nicht auf, dass die Vor-

instanz zu Unrecht die Veranlagungsverfügung vom 17. Juni 2021 und die defini-

tive Steuerrechnung vom 22. Juni 2021 des Gesuchstellers als definitive Rechts-

öffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG qualifizierte (Urk. 16 S. 3). 

Ebenso wenig legt sie dar, dass die Vorinstanz zu Unrecht davon ausging, ihre 

Einwendungen ständen der Erteilung der Rechtsöffnung nicht entgegen (vgl. 

Urk. 16 S. 4 f.). Die Gesuchsgegnerin wiederholt in ihrer Beschwerdeschrift die 

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Ausführungen, welche sie bereits in ihrer Stellungnahme vom 9. September 2022 

im vorinstanzlichen Verfahren vorbrachte (Urk. 9). Darauf ist nicht weiter einzuge-

hen, da ihre Vorbringen im Rahmen eines Rechtsmittels gegen die entsprechen-

den Verfügungen des Gesuchstellers vom 17. Juni 2021 bzw. 22. Juni 2021 vor-

zubringen gewesen wären. Die Gesuchsgegnerin ist darauf hinzuweisen, dass im 

Verfahren auf definitive Rechtsöffnung nicht (mehr) geprüft werden kann, ob eine 

Forderung begründet ist oder nicht. Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens 

ist die Fortsetzung der Betreibung und nicht ein Entscheid über die Forderung als 

solche. Das bedeutet, dass im Rechtsöffnungsverfahren nicht geprüft wird, ob ei-

ne Forderung zu Recht besteht oder nicht, sondern es wird einzig geprüft, ob die 

Voraussetzungen für eine provisorische oder – im vorliegenden Fall – definitive 

Rechtsöffnung (entsprechender Rechtsöffnungstitel, kein Urkundenbeweis der 

Tilgung oder Stundung und keine Anrufung der Verjährung) erfüllt sind und die 

durch den Rechtsvorschlag gehemmte Betreibung weitergeführt werden darf oder 

nicht. Insbesondere kann die sachliche Richtigkeit des der Rechtsöffnung zugrun-

de liegenden Entscheids nicht mehr überprüft werden. Aufgrund dessen durfte die 

Vorinstanz die Veranlagungsverfügung vom 17. Juni 2021 und die definitive Steu-

errechnung vom 22. Juni 2021 des Gesuchstellers nicht nochmals überprüfen und 

die diesbezüglichen Vorbringen der Gesuchsgegnerin nicht berücksichtigen (BGE 

143 III 564 E. 4.3.1 = Pra 107/218 Nr. 132; BGE 142 III 78 E. 3.1). Vor diesem 

Hintergrund genügt die Gesuchsgegnerin ihrer Begründungsobliegenheit (vgl. 

oben Erw. Ziff. 3 a) nicht. Entsprechend ist auf ihre Beschwerde nicht einzutreten. 

4. a) Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 

von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen. Bei ei-

nem Nichteintretensentscheid gilt die klagende Partei bzw. die Partei, welche das 

Rechtsmittel erhoben hat, als unterliegend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Ge-

richtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). 

b) Sodann sind für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigun-

gen zuzusprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 

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Abs. 1 ZPO), dem Gesuchsteller mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 

ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 49'201.60.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich 
des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

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Zürich, 19. Januar 2023 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Leitende Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. E. Ferreño 
versandt am: 
lm 

	Beschluss vom 19. Januar 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...