# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ada94edd-18c0-5c8f-a783-c2d186ba5039
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2008 E-6963/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6963-2008_2008-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6963/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Adrian Brand.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 23. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6963/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23. Oktober  2008  –  eröffnet  am 
29. Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
des Beschwerdeführers vom 15. August 2008 nicht  eintrat,  die Weg-
weisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. November 2008 bean-
tragte, die Verfügung des BFM sei  aufzuheben und sein Asylgesuch 
sei gutzuheissen; eventualiter sei die Wegweisungsverfügung aufzuhe-
ben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) beantragte,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde – mit Ausnahme 
des Antrags auf  Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.)  – einzutreten und diese in Anwendung 
des  AsylG,  der  Asylverordnung 1  vom 11. August 1999  über  Verfah-
rensfragen  (AsylV 1,  SR 142.311),  des  VwVG, des  Bundesgesetzes 
vom  17. Juni 2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG, 
SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht  (BGG,  SR 173.110),  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezem-
ber 2005 über die  Ausländerinnen und Ausländer (AuG,  SR 142.20), 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2) 
zu beurteilen ist,

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum  B._______ vom  26.  August 2008  und  der  direkten 
Bundesanhörung  vom  2.  Oktober  2008  sowie  auf  die  angefochtene 

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E-6963/2008

Verfügung  zu  verweisen  ist  (vgl.  daselbst, 
Sachverhaltszusammenfassung S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt 
hat,  weshalb die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und wes-
halb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist, 

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesu-
ches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, der 
Beschwerdeführer sei Flüchtling im Sinne von Art. 1 A Abs. 2 des Ab-
kommens  vom 28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30) und er befürchte, bei einer Rückkehr Behandlungen 
ausgesetzt zu werden, welche gegen Art. 3 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) verstossen würden,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder unangemessen sein könnte,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass  das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 
die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summa-
rischer  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit  Zustimmung 
eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass aus den soeben dargelegten Gründen die Rechtsbegehren aus-
sichtslos waren, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von 
Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- C._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Adrian Brand

Versand: 

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