# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee26b5e7-524b-5df9-b1ca-b7260e25e2ff
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-05-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 31.05.2006 SB 2006 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2006-12_2006-05-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 31. Mai 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 06 12 (nicht mündlich eröffnet)

(Auf die gegen diese Entscheidung erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wurde 
vom Bundesgericht mit Urteil vom 08. September 2006 (6S.399/2006) nicht ein-
getreten.)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Riesen-Bienz und Möhr 
Aktuarin ad hoc Halter

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In der strafrechtlichen Berufung

des A., Berufungskläger,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos vom 2. Februar 2006, mitgeteilt am 
14. März 2006, in Sachen des Berufungsklägers gegen die S t a a t s a n w a l t -
s c h a f t  G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Berufungsbeklagte, 

betreffend ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB,

hat sich ergeben:

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A. A. wurde am 20. November 1952 in Z. geboren und wuchs anschlies-
send in NN. auf, wo er fünf Jahre die Primar- und drei Jahre die Sekundarschule 
besuchte. In der Folge absolvierte er eine Lehre als Feinmechaniker, welche er er-
folgreich abschloss. Danach bildete er sich im Elektronikbereich weiter und be-
suchte zwei Jahre die Handelsschule in OO.. A. arbeitete anschliessend während 
sieben Jahren als Gruppenführer bei der Firma F. in LL. und drei Jahre als Verkäu-
fer bei der Firma S. in BB.. Ca. im Jahre 1982 machte er sich selbständig, und er 
hielt sich dann oft auch längere Zeit im Ausland auf. Seit dem Jahre 1991 lebt er 
vorwiegend wieder in der Schweiz, und zwar im Kanton Tessin, wo er im Im- und 
Export selbstständigerwerbend tätig ist. Er handelt mit Handys und Biker-Zubehör. 
A. verdient damit eigenen Angaben zufolge zwischen Fr. 2'000.-- und Fr. 5'000.-- 
monatlich. Er hat Schulden im Umfang von einigen zehntausend Franken. Gemäss 
Auszug des Betreibungsamtes Lugano liegen gegen ihn Betreibungen über meh-
rere hunderttausend Franken vor. A. hat in den meisten Fällen Rechtsvorschlag er-
hoben. In den Jahren 1999 bis 2004 sind gegen ihn 35 Verlustscheine über total Fr. 
144'338.-- ausgestellt worden.

Im Jahre 1989 verheiratete sich A. mit B.. Dieser Ehe sind zwei Kinder ent-
sprossen, die heute 12 bzw. 16 Jahre alt sind. Der Angeklagte wohnt mit seiner 
Familie in PP..

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist A. mit folgenden drei Vorstrafen 
verzeichnet:

04.08.1988 Amtsgericht Thal-Gäu
Betrug,
5 Monate Gefängnis, Probezeit 2 Jahre, widerrufen am 
11.01.1994;

11.01.1994 Kantonsgericht Schwyz
Betrug, Urkundenfälschung etc.,
3 Jahre und 6 Monate Zuchthaus;

23.01.1998 Bezirksanwaltschaft Zürich
Gehilfenschaft zur falschen Anschuldigung,
Fr. 500.-- Busse.

Das Kantonsgericht Schwyz hat ihn im Wesentlichen deshalb verurteilt, weil 
er zusammen mit C. ein Geschäft mit TV- und Video-Geräten im grösseren Umfang 
bloss vortäuschte und die Firma Q. so veranlasste, ihm über 15 Millionen Franken 
als Kaufpreis zu überweisen, worauf er mittels gefälschten Belegen und anderen 
Täuschungsmanövern diesen Betrag bezog und für sich verwendete oder C. wei-

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tergab. Um bei der Geschäftsabwicklung nicht selber in Erscheinung treten zu müs-
sen, bediente er sich neben gefälschten Unterlagen auch eines unwissenden Ge-
schäftspartners, den er jeweils vorschob, während er selber im Hintergrund die Fä-
den zog.

Die beiden oben erwähnten, wegen vorsätzlich begangenen Straftaten aus-
gesprochenen Freiheitsstrafen verbüsste A. vom 25. Oktober 1994 bis zum 8. Sep-
tember 1996 in der Strafanstalt W. und anschliessend bis zur bedingten Entlassung 
am 4. Mai 1997 in Halbfreiheit.

B. Am 22. März 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden ge-
gen A. eine Strafuntersuchung wegen Betrugs etc. und beauftragte das Untersu-
chungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Schlussverfügung wurde am 9. 
Juni 2004 erlassen. Mit Verfügung vom 24. August 2004 wurde A. wegen unge-
treuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB in Anklagezustand ver-
setzt. Der gestützt auf Art. 346 StGB und Art. 47 StPO zu Handen des Bezirksge-
richts Prättigau/Davos erhobenen Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 24. Au-
gust 2004 der folgende Sachverhalt zu Grunde:

„1. Mitte Oktober 2000 nahm D. auftrags der Firma E., ZZ., Kontakt mit der 
Firma F. mit Sitz in RR. auf, weil das Handelsunternehmen E. Interesse 
am Ankauf von Mobiltelefonen in grösserer Stückzahl hatte. Die F. wurde 
von G. kontrolliert. G. wandte sich daraufhin an A.. Dieser war bereit, ein 
Mobiltelefongeschäft zu vermitteln und setzte sich deshalb seinerseits 
mit C. in Verbindung, mit welchem er schon früher Geschäfte gemacht 
hatte. Dieser wiederum kontaktierte H. und I., die er beide schon lange 
kannte.

2. In der Folge nahm G. telefonischen Kontakt mit H. auf, der zusagte, Mo-
biltelefone verkaufen zu können. C. war es mittlerweile gelungen, bei der 
schwedischen Firma J. in TT. Mobiltelefone zu organisieren. Der Ange-
klagte vertrat in der Folge den Kaufinteressenten der Telefone, d.h. die 
E. bzw. F. gegenüber der Firma J.. Um gegen aussen aber nicht als sol-
cher in Erscheinung zu treten, vereinbarten der Angeklagte, C., H. und I. 
die Verkaufsverhandlungen unter dem Namen der Firma K. zu führen, 
die in Tat und Wahrheit gar nicht existierte.

3. Nachdem man sich geeinigt hatte, liess G. am 25. bzw. 27. November 
2000 der Firma K. zu Handen von H. ein Faxschreiben zugehen, in wel-
chem er den Ankauf von 3500 Mobiltelefonen der Marke Nokia sowie 
2500 Mobiltelefone der Marke Ericsson bestätigte. Der Gesamtpreis 
wurde auf CHF 1'725'500.-- festgesetzt. G. eröffnete für die Bezahlung 
ein Akkreditiv. Dieses verfiel in der Folge ungenutzt, weil der Angeklagte 

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und seine Komplizen plötzlich auf eine direkte Überweisung des Kauf-
preises auf das Konto der vorgeschobenen Firma K. beharrten.

4. Deshalb überwies die G. gehörende F. am 27. November 2000 den Kauf-
preis von CHF 1'725'500.-- auf das Konto Nr. 5547 94008534 von I. bei 
der A.-Bank, wo dieser Betrag dessen Konto am 29. November 2000 auf 
Grund eines Kurses von 4.92 Kronen für einen Franken mit 8'489'460 
dänischen Kronen gutgeschrieben worden ist. Damit sollten die auszu-
liefernden Mobiltelefone bezahlt werden.

5. Am 28. November 2000 flog der Angeklagte nach KK., wo er sich mit C. 
und dann später auch noch mit H. und I. traf. Dort erfuhr der Angeklagte 
am 29. November 2000, dass das Geschäft mit den Mobiltelefonen doch 
nicht zum Abschluss gelangt. Somit hätten die CHF 1'725'500.-- der 
Firma F. zurückerstattet werden müssen. Diese Erstattung erfolgte aber 
nicht vollumfänglich. Vielmehr hat der Angeklagte veranlasst, dass 
1'500'000 dänische Kronen oder umgerechnet ca. CHF 304'200.-- vorab 
auf das Konto von I. bei der B.-Bank überwiesen werden in der Absicht, 
dieses Geld dann abzuheben. Der Angeklagte hat sich somit zusammen 
mit seinen Komplizen CHF 304'200.-- selber angeeignet, um sich damit 
unrechtmässig zu bereichern, nachdem er wusste, dass kein Provisions-
anspruch bestand, nachdem das Geschäft nicht zu Stande gekommen 
war. Der Angeklagte selber erhielt 400'000 dänische Kronen oder umge-
rechnet ca. CHF 81'100.--.

6. H. und C. sind im Zusammenhang mit dem eingeklagten Sachverhalt am 
28. November 2001 vom Amtsgericht SS./DK wegen Betrugs und Urkun-
denfälschung zu 1 Jahr bzw. 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis verurteilt 
worden. I. wurde mit gleichem Urteil wegen Betrugs zu einer Gefängniss-
trafe von 8 Monaten verurteilt.“

C. In der schriftlichen Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsan-
waltschaft folgende Anträge:

„1. A. sei der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 
StGB schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit 10 Monaten Gefängnis zu bestrafen.

3. Gesetzliche Kostenfolge.“

D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos am 
2. Februar 2006 war der Berufungskläger persönlich anwesend. Mit Urteil vom 2. 
Februar 2006, fernmündlich eröffnet am 3. Februar 2006, mitgeteilt am 14. März 
2006, hat das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt erkannt:

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„1. A. ist schuldig der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 
Ziff. 2 StGB.

2. Dafür wird er mit zehn Monaten Gefängnis bestraft.

3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft von Fr. 2'085.00
- der Gerichtsgebühr von Fr. 6'000.00

total somit von Fr. 8'085.00

gehen zulasten des A.. Sie sind innert 30 Tagen nach Rechtskraft die-
ses Urteils der Bezirksgerichtskasse, PC 70-3922-1, zu überweisen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung).“

E. Gegen dieses Urteil erhob A. mit Eingabe vom 21. April 2006 beim 
Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden strafrechtliche Berufung mit folgendem 
Rechtsbegehren:

„1. Das Urteil vom 14. März 2006 des Bezirksgerichts Prättigau/Davos sei 
vollumfänglich aufzuheben, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Dem Angeklagten sei die unentgeltliche Prozessführung, sowie ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos respektive zu Lasten des Staates.

4. In Gutheissung der Berufungsanträge sei das angefochtene Urteil in 
sämtlichen Punkten aufzuheben und der Angeklagte sei von Schuld 
und Strafe freizusprechen, evtl. im Falle der Bestätigung einer Verur-
teilung sei ein Strafmass von höchstens drei Monaten auszusprechen 
und im übrigen der bedingte Vollzug vollends zu gewähren.

5. Die Kosten des Verfahrens sind auf die Staatskasse zu nehmen und 
der Angeklagte sei von jeglichen Zahlungen gegenüber dem Staat zu 
befreien.“

F. Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Schreiben vom 8. 
Mai 2006 auf eine Vernehmlassung. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos hielt in sei-
ner Stellungnahme vom 10. Mai 2006 fest, dass der Berufungskläger während kei-

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nem Zeitpunkt des Verfahrens beim Bezirksgericht Prättigau/Davos die Beistellung 
eines amtlichen oder den Beizug eines privaten Verteidigers verlangt habe. Des 
Weiteren seien entgegen der Berufungsbegründung S. 3 und 6 die Erkenntnisse 
aus dem Urteil des Kantonsgerichts Schwyz aus dem Jahre 1994 lediglich ergän-
zungshalber beigezogen worden. Schliesslich soll sich A. laut I. in Dänemark unter 
einem falschen Namen ausgegeben haben. 

Auf die weiteren Ausführungen zur Begründung der Anträge und auf die Er-
wägungen im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1.a. Der Berufungskläger hat die ihm vorgeworfene Handlung in Dänemark 
begangen. Da er aber schweizerischer Staatsangehöriger ist, untersteht er gemäss 
Art. 6 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 
311.0) der schweizerischen Gerichtsbarkeit. Der eingeklagte Sachverhalt ist auch 
am Begehungsort strafbar, wird doch nach § 280 des dänischen Strafgesetzbuches 
(act. 3.13) derjenige wegen Untreue bestraft, der eine ihm offen stehende Vertre-
tungsmöglichkeit missbraucht. Nach dänischem Recht stünde ein “schwerer Fall“ 
im Sinne von § 286 Abs. 2 des dänischen Strafgesetzbuches zur Diskussion, der 
mit Gefängnis bis zu 8 Jahren bedroht ist. Das schweizerische Recht sieht in Art. 
158 StGB dagegen eine Zuchthausstrafe bis zu 5 Jahren oder Gefängnis vor. Dar-
aus ergibt sich, dass im vorliegenden Fall Schweizer Recht anzuwenden ist, da es 
das mildere Recht darstellt.

b. Zu prüfen bleibt im Folgenden, wo innerhalb der Schweiz der Gerichts-
stand begründet ist. Vorliegend ging die Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft 
Graubünden ein. Es wurde geltend gemacht, dass A. einen Betrug begangen habe, 
wobei zumindest die Vorbereitungshandlungen dazu in VV. getroffen worden seien 
(act. 3.1). Dies deshalb, weil A. sich in VV. mit dem dort wohnhaften C. abgespro-
chen haben könnte. Im Verlaufe der Strafuntersuchung wurde dies zwar nicht 
bestätigt, doch bleibt ein einmal begründeter Gerichtsstand bestehen. Ausserdem 
ist das urteilende kantonale Gericht an den Gerichtsstand, den die Strafverfolgungs-
behörden anerkannt haben, selbst dann gebunden, wenn es zum Ergebnis gelan-
gen sollte, dass es interkantonal eigentlich nicht zuständig wäre (Schweri/Bänziger, 
Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsachen, Bern 2004, N 457). Ge-
richtsstand ist demzufolge VV. und damit war das Bezirksgericht Prättigau/Davos 

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für den vorliegenden Fall örtlich zuständig. Die sachliche Zuständigkeit ergibt sich 
aus Art. 47 des Gesetzes über die Strafrechtspflege des Kantons Graubünden 
(StPO; BR 350.000).

2.a. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse, sowie gegen Verfügungen der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten 
(ausgenommen Untersuchungshandlungen, prozessleitende Verfügungen und 
Strafmandate) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gemäss Art. 141 Abs. 1 
StPO beim Kantonsgerichtsausschuss innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröff-
nung des angefochtenen Entscheides Berufung einreichen. Diese ist zu begründen 
und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides oder Gerichts-
verfahrens gerügt werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Der Kantonsgerichts-ausschuss 
als Berufungsinstanz überprüft das erstinstanzliche Urteil in tatsächlicher und recht-
licher Hinsicht frei. Es kommt ihm eine umfassende und uneingeschränkte Kognition 
zu (Art. 146 Abs. 1 StPO). Dennoch wird das vorinstanzliche Urteil grundsätzlich 
nur im Rahmen der in der Berufung gestellten Anträge überprüft (Padrutt, Kommen-
tar zur StPO des Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 375).

b. Mit Schreiben vom 30. März 2006 hat der Berufungskläger beim Kan-
tonsgerichtsausschuss von Graubünden gegen das Urteil des Bezirksgerichtes 
Prättigau/Davos vom 2. Februar 2006, mitgeteilt am 14. März 2006, Berufung er-
klärt. Da diese Berufung infolge fehlender Begründung den Anforderungen des Art. 
142 Abs. 1 StPO nicht genügte, wurde A. mit Schreiben vom 6. April 2006 gestützt 
auf Abs. 2 der erwähnten Bestimmung Frist bis zum 21. April 2006 eingeräumt, um 
die lediglich erklärte Berufung zu begründen. Die Berufung vom 21. April 2006 ver-
mag nun den Anforderungen des Art. 142 Abs. 1 StPO zu genügen, weshalb auf sie 
einzutreten ist.

3. Der Berufungskläger macht geltend, dass ihm in diesem komplexen 
Fall ein Rechtsbeistand hätte zur Seite gestellt werden sollen. In Art. 32 Abs. 2 der 
Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) wird als Kon-
kretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) unter anderem 
das Recht gewährleistet, dass der Angeschuldigte einen Verteidiger beiziehen 
kann. Diese Garantie entspricht dem Gehalt von Art. 6 Ziff 1 und Ziff. 3 lit. c der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. Novem-
ber 1950 (EMRK; SR 0.101). Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK gewährleistet dem Beschul-
digten drei Rechte: (1) das Recht, sich selbst zu verteidigen, (2) das Recht, sich 
durch einen Verteidiger seiner Wahl verteidigen zu lassen, sowie (3) das Recht, auf 

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– gegebenenfalls auch unentgeltliche – Beiordnung eines Verteidigers, wenn dies 
im Interesse der Rechtspflege erforderlich ist. Der vorliegende Fall erweist sich – im 
Gegensatz zur Behauptung des Berufungsklägers – weder als komplex noch als so 
kompliziert, dass sich der Berufungskläger nicht alleine wehren könnte, wie sich 
auch aus der detailliert begründeten Berufungsschrift ergibt. Der Berufungskläger 
verfügt über Sachkenntnis und ist ohne weiteres imstande, sich selbst zu verteidi-
gen. Die Beiordnung eines Verteidigers ist demzufolge nicht notwendig.

4.a. Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach Art. 
144 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfah-
ren nach freier Überzeugung (vgl. Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 
1997, N 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegte Tat liegt 
dabei grundsätzlich beim Staat (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 306). An den Beweis der zur 
Last gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine 
blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach 
der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdigungs-
regel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz eines 
für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei ob-
jektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurtei-
lendes Erkenntnis bestehen (vgl. BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische und abs-
trakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und 
absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erheb-
liche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich 
nach der objektiven Rechtslage aufdrängen (vgl. BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Rich-
ters ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu über-
winden und sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entschei-
den, wobei die Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein 
muss. Die Schuld des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und 
Indizien stützen, die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen 
vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 12). Es ist anhand sämtlicher sich aus den Akten 
ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene 
des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Über-
zeugung weder in der einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss 
gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sach-
verhalt angenommen werden und es hat ein Freispruch zu erfolgen (vgl. Padrutt, 
a.a.O., S. 307; Schmid, a.a.O., N 286; BGE 127 I 40 E. 2).

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b. Zu den verschiedenen Beweismitteln ist auszuführen, dass der Grund-
satz der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet, was bedeutet, dass 
alle Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Insbesondere sind die Aussagen 
von Zeugen, Auskunftspersonen und sogar Angeschuldigten vollgültige Beweismit-
tel mit derselben Beweiseignung. Wesentlich können auch sogenannte Indizien sein 
(vgl. Schmid, a.a.O., N 290).

c. Der Berufungskläger hat keine mündliche Berufungsverhandlung ver-
langt. Diese ist vorliegend auch nicht notwendig, da sich der Sachverhalt klar aus 
den Akten ergibt. Eine erneute Einvernahme der Zeugen vor dem Kantonsgerichts-
ausschuss erweist sich ebenfalls als nicht nötig, da die Zeugen bereits im dänischen 
Verfahren und vor dem Untersuchungsrichteramt Chur gründlich befragt wurden, 
teilweise sogar in Anwesenheit des Berufungsklägers, der somit selbst Ergänzungs-
fragen an die Zeugen stellen konnte. Der Sachverhalt wurde genügend abgeklärt, 
die Zeugenaussagen sowie die Aussagen des Berufungsklägers sind klar und ein-
deutig. Eine Einvernahme von O. würde zu keinen neuen Erkenntnissen führen. 
Dem Antrag auf Beweisergänzung muss demzufolge nicht stattgegeben werden.

5. Gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren 
oder mit Gefängnis bestraft, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmäs-
sig zu bereichern, die ihm durch Gesetz, einen behördlichen Auftrag oder ein 
Rechtsgeschäft eingeräumte Ermächtigung, jemanden zu vertreten, missbraucht 
und dadurch den Vertretenen am Vermögen schädigt. Im Folgenden ist somit zu 
prüfen, ob sich A. der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gemacht hat. Eine 
Verurteilung für Betrug gemäss Art. 146 StGB ist vorliegend nicht möglich, da das 
schweizerische Recht – im Gegensatz zum dänischen Recht – das Tatbestands-
merkmal der Arglist voraussetzt.

a. Folgender Sachverhalt ist unbestritten geblieben: A. handelte als Ver-
treter der F. (blauer Ordner act. 2.70), die als Zwischenhändlerin den Verkauf von 
Mobiltelefonen von der Firma J. in TT. an die Firma E. in ZZ. organisieren sollte. Um 
diesen Kauf über die Bühne zu bringen, wurde die K. als Bindeglied eingeschaltet. 
Diese Scheinfirma – bestehend aus A., C., H. und I. – verpflichtete sich, der E. die 
Handys zu liefern. In der Folge überwies die E. am 27. November 2000 Fr. 
1'725'000.-- an die A.-Bank in KK. (vgl. blauer Ordner, act. 2.24). Bei diesem Konto 
handelte es sich um das Terminkonto von I. (blauer Ordner, act. 1.7, S. 4). Am 28. 
November 2000 wurde der Preis für die Ware auf 1'725'000 US-Dollar erhöht, was 
dazu führte, dass die E. am 29. November 2000 das Geschäft rückgängig machte 

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und die sofortige Rückzahlung des Geldbetrages forderte. Daraufhin liess I. am 30. 
November 2000 1'500'000 dänische Kronen von seinem Konto bei der A.-Bank auf 
sein Konto bei der B.-Bank überweisen (vgl. blauer Ordner, act. 2.24). Von dort hob 
er zusammen mit A. und C. am 30. November 2000 unter vier Malen je 200'000 
dänische Kronen ab (vgl. blauer Ordner, act. 2.16, S. 12 f.; act. 2.18-21), wovon A. 
die Hälfte (somit 400'000 dänische Kronen) erhielt. Insgesamt wurde ein Betrag von 
1'289'500 dänischen Kronen unberechtigt bezogen. Ein Betrag von 6'900'000 däni-
schen Kronen wurde am 30. November 2000 von der A.-Bank an die C.-Bank über-
wiesen (vgl. blauer Ordner, act. 2.24). Die E. wurde somit um einen Betrag von 
1'500'000 dänischen Kronen geschädigt.

b. Zu prüfen ist zunächst, ob A. dazu ermächtigt war, G. zu vertreten. 
Gemäss Telefax der F. an die K. vom 27. November 2000 (blauer Ordner, act. 2.70) 
sollten sich „unser Herr A.“ und G. am 29. November 2000 mit I. in KK. treffen. A. 
war somit nicht nur blosser Vermittler zwischen der E. bzw. der F. als Käufer und 
der Firma J. als Verkäuferin. Vielmehr war er aufgrund eines – mindestens konklu-
dent – abgeschlossenen Rechtsgeschäftes dazu ermächtigt, die F. und damit G. 
beim Geschäft mit den Mobiltelefonen zu vertreten und es zu einem Abschluss zu 
bringen. Dies ergibt sich auch aus dem Vernehmungsprotokoll von C. vom 23. Ok-
tober 2003 in SS., wonach A. der Geschäftspartner von G. gewesen sein soll (blauer 
Ordner, act. 2.50, S. 3). A. war nach dem Gesagten dazu ermächtigt, an Stelle von 
G. zu handeln.

c. Der Berufungskläger macht geltend, einen Anspruch auf die 400'000 
dänischen Kronen gehabt zu haben. In der untersuchungsrichterlichen Einver-
nahme (act. 4.1) sagte er demgegenüber aber aus, dass es mit der Firma J. keine 
Abmachungen bezüglich einer Provision gegeben habe. Dies sei der Grund gewe-
sen, weshalb man die Firma K. vorgeschoben habe. Wie sich aus den Akten ergibt, 
bestand nie Anspruch auf eine Provision. Aus den Zeugenaussagen von M. (Spe-
ditionsfirma U.; blauer Ordner, act. 1.6, S. 10; act. 2.57, S. 4), dem Brief der E. an 
die A.-Bank (blauer Ordner, act. 2.34), der Zeugenaussage von I. (blauer Ordner, 
act. 2.36, S. 3, wonach sich die E. am 30. November 2000 darüber beschwerte, 
dass beim rücküberwiesenen Betrag 1'500'000 dänische Kronen fehlten) und der 
Zeugenaussage von H. (blauer Ordner, act. 2.45, S 3, wonach am 1. Dezember 
2000 ein Telefaxschreiben von M. eingegangen sei, in dem die Rücküberweisung 
des restlichen Geldes verlangt wurde) ergibt sich eindeutig, dass die E. die Rückü-
berweisung des ganzen Betrages forderte. 

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Des Weiteren bestand kein Vertrag, der dem Berufungskläger einen An-
spruch auf die Provision geben würde, wie aus den Aussagen von G. (blauer Ord-
ner, act. 2.63, S. 1) und von A. (act. 4.1, S. 3; act 4.4, S 2) hervorgeht. Eine Provision 
wurde nie vertraglich ausgehandelt, folglich bestand auch kein Anspruch seitens 
des Berufungsklägers, die 400'000 dänischen Kronen zurückzubehalten.

d. Der Berufungskläger verwendet bezüglich des zurückbehaltenen Gel-
des jeweils verschiedene Begriffe. So spricht er von einem Rückbehalt für Spesen 
(blauer Ordner, act. 2.48, S. 4; act. 4.4, S. 2), von einer Provision und einer Kon-
ventionalstrafe (act. 4.1, S. 2 und 3), von der Deckung der Auslagen (blauer Ordner, 
act. 2.47, S. 4), von entgangenem Gewinn und Gewinnanteil (Berufungsschrift, S. 3 
f.).

A. macht in seiner Berufungsschrift die Protokollführung der Ermittlungs-
behörden für diese Begriffsvielfalt verantwortlich. Dieser Einwand vermag aber nicht 
darüber hinweg zu täuschen, dass der Berufungskläger so oder so keinen Anspruch 
auf eine Provision oder einen Rückbehalt gehabt hätte. Eine Provision ist nur bei 
erfolgreichem Abschluss eines Geschäftes geschuldet. Vorliegend ist das Geschäft 
mit den Mobiltelefonen aber – wie auch der Berufungskläger wusste (act. 4.4, S. 2) 
– nicht zustande gekommen, womit ein Provisionsanspruch entfiel. L. führte in der 
Einvernahme vor dem Untersuchungsrichteramt Chur denn auch aus, dass einzig 
G. einen Provisionsanspruch gehabt hätte und dies auch nur, wenn das Geschäft 
zustande gekommen wäre (act. 4.3, S. 3 f.). Des Weiteren fehlte – wie oben ausge-
führt – eine vertragliche Abmachung über die Bezahlung einer Provision oder die 
Erstattung von Spesen.

e. Als Folge der pflichtwidrigen Handlung muss ein Vermögensschaden 
eintreten, somit eine Verminderung der Aktiven, eine Vermehrung der Passiven, 
eine Nicht-Verminderung der Passiven, eine Nicht-Vermehrung der Aktiven oder 
eine Gefährdung von solchem Ausmass, dass der Gefährdung im Rahmen einer 
sorgfältigen Bilanzierung durch Wertberichtigung oder Rückstellung Rechnung ge-
tragen werden muss (Niggli, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Art. 111-401 
StGB, Basel 2003, N 146 zu Art. 158 StGB). Indem A. die 400'000 dänischen Kro-
nen auf ein anderes Konto überweisen liess, sie anschliessend in die Schweiz ein-
führte und hier verbrauchte (blauer Ordner, act. 2.47, S. 4; act. 4.4, S. 3), hat er 
seine Vertretungsmacht missbraucht, gegen die Interessen der F. bzw. der E. ge-
handelt und letztere an ihrem Vermögen geschädigt.

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f. Subjektiv setzt der Missbrauchstatbestand von Art. 158 Ziff. 2 StGB 
ausser Vorsatz auch die Absicht ungerechtfertigter Bereicherung voraus.

A. sah voraus, dass das Geschäft nicht zustande kommen würde und hat 
deshalb voraussichtlich einen Teilbetrag auf ein anderes Konto überweisen und sich 
schliesslich auch ausbezahlen lassen. Seine Absicht war ganz eindeutig, sich einen 
Teil des Geldes anzueignen, auch wenn das Geschäft nicht zustande kommen 
würde. Durch die Überweisung des Geldes vom Konto bei der A.-Bank auf das 
Konto bei der B.-Bank verfügten A. und seine Komplizen über einen Betrag, der 
ihnen nicht zustand. Eine saubere Rückabwicklung des nicht zustande gekomme-
nen Geschäftes fand nicht statt. Obwohl sie wiederholt darauf hingewiesen wurden, 
der Firma E. auch den Restbetrag zu überweisen (blauer Ordner act. 2.36, S. 3; act. 
2.45, S. 3), haben sie das Geld zurückbehalten. A. hat die ihm ausgehändigten 
400'000 dänischen Kronen in die Schweiz eingeführt, sie in Schweizer Franken ge-
wechselt und verbraucht (blauer Ordner, act. 2.47, S. 4). Obwohl die Höhe der Pro-
vision noch gar nicht festgelegt worden war (act. 4.4, S. 3) und obwohl der Beru-
fungskläger aufgrund seiner schlechten finanziellen Verhältnisse (act. 2.5; 2.6) nicht 
in der Lage war, der Firma E. ein allfälliges Guthaben erstatten zu können, ver-
brauchte A. den Betrag von rund Fr. 81'100.--. Der Berufungskläger war mit anderen 
Worten nie ersatzfähig; er verbrauchte das unrechtmässig erlangte Geld ohne dass 
die Möglichkeit einer Rückerstattung vorhanden gewesen wäre. 

g. Wie sich aus den Akten ergibt, war A. Initiator des ganzen Geschäftes 
(vgl. z.B. Ordner, act. 2.49, S 4; act. 2. 51). Entgegen seiner Aussagen war er nicht 
lediglich als Vermittler tätig, sondern er erteilte klare Weisungen, wie vorzugehen 
sei (vgl. act. 4.2, S. 4). Er war der Drahtzieher des Geschäftes, ohne gegen aussen 
in Erscheinung zu treten. Darüber hinaus bediente sich A. seines unwissenden Ge-
schäftspartners G., der die Verhandlungen geführt hatte (vgl. blauer Ordner, act. 
2.60, S. 3), und benutzte dessen Namen, indem er sich in KK. als G. vorstellte 
(blauer Ordner, act. 1.7, S. 18 f.; act. 2.36, S. 2; act. 2.37, S. 3; act. 2.40, S. 2).

6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass A. seine ihm (im 
Aussenverhältnis) zukommende Vertretungsmacht dazu benutzte, seine (im Innen-
verhältnis) bestehende Vertretungsbefugnis pflichtwidrig auszuüben, d.h. gegen die 
wohlverstandenen Interessen der Vertretenen einzusetzen (vgl. Niggli, a.a.O., N 
144 zu Art. 158 StGB), indem er die E. als Vertreter der F. dazu veranlasste, einen 
grösseren Geldbetrag auf das Konto von I. zu überweisen und in der Folge – als 
das Geschäft nicht zustande kam – einen Teilbetrag zurückbehielt, weshalb er von 

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der Vorinstanz zu Recht der unrechtmässigen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 
158 Ziff. 2 StGB schuldig gesprochen worden ist. Die Berufung ist deshalb abzu-
weisen.

7.a. Grundlage für die Strafzumessung ist im vorliegenden Fall der Straf-
rahmen von Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder Gefängnis gemäss Art 158 Ziff. 2 
StGB. Die Zuchthausstrafe dauert mindestens ein Jahr (Art. 35 StGB). Die kürzeste 
Dauer der Gefängnisstrafe beträgt gemäss Art. 36 StGB drei Tage und die längste 
Dauer drei Jahre, ausser das Gesetz bestimme es ausdrücklich anders. Bei der 
Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung setzt der Kantonsgerichtsaus-
schuss sein Ermessen an Stelle desjenigen der Vorinstanz und wendet die Regeln 
über die Strafzumessung selbständig an. Er misst die Strafe nach dem Verschulden 
des Täters zu, wobei er die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Ver-
hältnisse des Schuldigen berücksichtigt (vgl. Art. 63 StGB). In BGE 117 IV 112 ff. 
hat das Bundesgericht grundsätzliche Bemerkungen zur Frage der Strafzumessung 
angebracht. Demnach muss sich der Begriff des Verschuldens auf den gesamten 
Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Bei der Tatkompo-
nente sind insbesondere das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Art und 
Weise seiner Herbeiführung, die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt 
hat und die Beweggründe, die Art. 63 StGB ausdrücklich erwähnt, zu beachten. Die 
Täterkomponente erfasst demgegenüber das Vorleben, insbesondere auch allfäl-
lige Vorstrafen, die persönlichen Verhältnisse, das Verhalten nach der Tat und im 
Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit (vgl. auch 
BGE 129 IV 20 f.; BGE 118 IV 14 f.). Die den Täter belastenden oder entlastenden 
Umstände sind jeweils als Straferhöhungs- bzw. Strafminderungsgründe innerhalb 
des ordentlichen Strafrahmens zu berücksichtigen. Liegen keine Strafschärfungs- 
oder Strafmilderungsgründe vor, so hat sich der Richter an den ordentlichen Straf-
rahmen zu halten.

b. Das Verschulden von A. wiegt schwer. Sein Plan war es, die F. bzw. 
die E. zu veranlassen, einen grösseren Geldbetrag auf das Konto von I. zu über-
weisen. Einen Teil dieses Geldes hat er sich angeeignet, obwohl das Geschäft mit 
den Mobiltelefonen nicht zustande gekommen ist und kein vertraglicher Anspruch 
auf die Rückbehaltung eines Betrages bestand. Dadurch hat sich A. unrechtmässig 
bereichert und die Vertretene geschädigt. Aufgrund der Aktenlage kann davon aus-
gegangen werden, dass sich die Tätigkeit von A. nicht nur auf blosse Vermittler-
dienste beschränkte, sondern dass er vielmehr der Initiant des ganzen Geschäftes 
war und im Hintergrund die Fäden zog. Erheblich straferhöhend fallen die drei Vor-

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strafen ins Gewicht, zumal sie teilweise auf ganz ähnlichen Rechtsgebieten liegen 
(vgl. vor allem das Urteil des Kantonsgerichtes Schwyz vom 11. Januar 1994, act. 
2.10). Strafmilderungs- bzw. Strafminderungsgründe liegen keine vor. Strafschär-
fend wirkt sich der Rückfall aus, da A. in den letzten fünf Jahren vor der Tat eine 
Freiheitsstrafe verbüsst hat (Art. 67 StGB). In Dänemark sind die nicht vorbestraften 
Komplizen vom Amtsgericht SS. für schweren Betrug zu Freiheitsstrafen zwischen 
8 und 15 Monaten verurteilt worden. 

Der Kantonsgerichtsausschuss kommt in Würdigung und unter Berücksichti-
gung der vorliegend ausgeführten, für die Strafzumessung ausschlaggebenden 
Merkmale zum Schluss, dass die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 10 Mo-
naten Gefängnis als dem Verschulden angemessen und gerechtfertigt erscheint.

8. Gemäss Art. 41 StGB ist die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, bei deren Vorliegen der Verurteilte einen 
Rechtsanspruch darauf hat (vgl. Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 
Zürich 1997, N 5 zu Art. 41 StGB). In objektiver Hinsicht ist zunächst erforderlich, 
dass die Freiheitsstrafe 18 Monate nicht übersteigt. Gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 
StGB ist der Aufschub einer Freiheitsstrafe von Gesetzes wegen nicht zulässig, 
wenn der Verurteilte innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat wegen eines vor-
sätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens eine Zuchthaus- oder Gefäng-
nisstrafe von mehr als drei Monaten verbüsst hat. Vorliegend hat A. die ihm zur Last 
gelegte Tat im November 2000 begangen, nachdem er erst im Mai 1997 aus einem 
mehrmonatigen Strafvollzug entlassen worden ist. Somit hat er innerhalb der letzten 
fünf Jahre vor der Tat eine mehr als drei Monate dauernde Strafe verbüsst. Ein 
Aufschub des Strafvollzuges ist demnach schon in objektiver Hinsicht nicht möglich, 
womit sich die Prüfung der subjektiven Voraussetzungen des bedingten Strafvollzu-
ges erübrigt.

9. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens zu 
Lasten des Berufungsklägers (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

3. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

4. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: