# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6ec8afd-773f-50f2-bbcd-8d7a8a9dff53
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.11.2009 UV 2008/115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-115_2009-11-18.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/115

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2020

Entscheiddatum: 18.11.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2009
Art. 6 Abs. 1 UVG. Art. 18 Abs. 1 UVG. Art. 16 ATSG. Art. 15 UVG. Art. 24 Abs. 
2 UVV: Unfallkausalität von Gesundheitsschäden, welche im Rahmen eines 
Rückfalls gemeldet wurden. Bemessung des versicherten Verdienstes, des 
Invaliditätsgrades und der Integritätseinbusse (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2009, UV 
2008/115).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer ; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 18. November 2009

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominique Chopard, Werdstrasse 36, 

8004 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   D.___ war als Maurer bei der A.___ tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 13. Juli 1991 in Frankreich als Lenker eines Personenwagens 

mit einem entgegenkommenden Fahrzeug frontal kollidierte (UV-act. I/1, 8, 12). Er zog 

sich dabei ein Schädelhirntrauma mit Commotio cerebri, eine Orbitadachfraktur links, 

eine Fraktur des Os frontale mit frontal-linker Rissquetschwunde, eine Luxation im 

calcaneo-talaren Gelenk sowie diverse Schürfungen zu. Es bestand während zwei 

Tagen ein komatöser Zustand (Bewusstlosigkeit) und eine völlige Amnesie für das 

Unfallereignis (UV-act. I/3, 4, 9, 10). Nach Durchführung von Therapiemassnahmen und 

im Nachgang zu einem Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon attestierte der Hausarzt Dr. 

med. B.___ eine vollständige Arbeitsfähigkeit ab 12. Mai 1992 (UV-act. I/23, 30). Wegen 

belastungsabhängiger Schmerzen im oberen Sprunggelenk trat der Versicherte am 30. 

März 1993 erneut in die Rehaklinik Bellikon ein, wo er sich bis zum 23. April 1993 

aufhielt (UV-act. I/40). Am 31. Juli 1993 erklärte der Versicherte, dass die ärztliche 

Behandlung beendet sei (UV-act. I/42).

A.b   Am 9. Mai 2005 meldete die nunmehrige Arbeitgeberin, die C.___ einen Rückfall 

zum Unfall vom 13. Juli 1991 (UV-act. II/1). Nach Durchführung von ärztlichen 

Behandlungen und Abklärungen sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 

23. Oktober 2007 für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 13. Juli 

1991 eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 15% 

zu (UV-act. 112). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter Einsprache erheben (UV-act. 114, 119). Am 16. Februar 2008 eröffnete 

die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten, dass dieser ab 1. April 2008 Anspruch 

auf eine Rente auf der Basis eines IV-Grads von 34% (Valideneinkommen von 

Fr. 81'718.-- und Invalideneinkommen von Fr. 53'797.--) und eines versicherten 

Verdienstes von Fr. 68'028.-- habe (UV-act. 129). Auch gegen diese Verfügung liess 

der Versicherte Einsprache erheben mit dem Antrag, es sei ihm eine Invalidenrente auf 

Grundlage eines Invaliditätsgrads von 70% und eines versicherten Verdienstes von 

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Fr. 81'718.-- auszurichten (UV-act. 136). Der Krankenversicherer hatte eine vorsorglich 

erhobene Einsprache wieder zurückgezogen (UV-act. 141, 145). Nach weiteren 

Abklärungen (UV-act. 147, 148) vereinigte die Suva die beiden hängigen 

Einspracheverfahren und wies die Einsprachen mit Entscheid vom 17. September 2008 

ab.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. 

iur. D. Chopard, Zürich, mit Eingabe vom 20. Oktober 2008 Beschwerde erheben mit 

den Anträgen, der Entscheid sei vollumfänglich aufzuheben, es sei die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente auf Grundlage eines 

Invaliditätsgrads von mindestens 70 % und eines versicherten Verdienstes von 

mindestens Fr. 81'718.-- auszurichten, und es sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, die Integritätsentschädigung angemessen zu erhöhen. Zur Begründung 

führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, es sei anerkannt, dass ein 

Schädelhirntrauma zu Spätfolgen führen könne; dies selbst dann, wenn die 

ursprüngliche Tätigkeit vorerst wieder ausgeübt werde. Es sei verfehlt, einerseits 

neurologisch eine mittelschwere traumatische Hirnverletzung aufgrund des Unfalls vom 

13. Juli 1991 festzustellen, anderseits mit Hinweis auf die zehnjährige Berufstätigkeit 

des Beschwerdeführers einen Kausalzusammenhang zum klinischen Verlauf zu 

verneinen. Dass die erlittene Hirnverletzung am aktuellen Beschwerdebild nur von 

untergeordneter Bedeutung sein solle, sei nicht schlüssig dargetan. Selbst wenn hier 

eine nicht-organische, rein psychische Ursache vorläge, wäre die Beschwerdegegnerin 

hierfür gleichwohl leistungspflichtig. Denn die Adäquanz wäre zu bejahen. Dass zur Zeit 

eine Arbeitsfähigkeit bestehen solle, werde bestritten. Selbst wenn eine Arbeitsfähigkeit 

von 60 % - wie von der Beschwerdegegnerin postuliert - angenommen würde, ergäbe 

dies eine Erwerbseinbusse von mehr als 70 %. Bei der Berechnung des versicherten 

Verdienstes sei verkannt worden, dass vorliegend ein Rückfall zu beurteilen sei. Der im 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) als entscheidend hervorgehobene 

Gleichlauf von Taggeld- und Rentengrundlage führe vorliegend klar dazu, dass der im 

Rückfall erzielte Lohn als versicherter Verdienst heranzuziehen sei. Die 

Rentenverfügung erweise sich daher als unzutreffend. Der Beschwerdeführer sei 

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interdisziplinär zu begutachten, lägen doch bislang nur ärztliche Einzelmeinungen vor. 

Die kognitive Beeinträchtigung sei auch bei der Integritätsentschädigung zu 

berücksichtigen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 20. November 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Entscheids. Sie verwies zur Begründung auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid und legte unter anderem dar, es stehe fest, dass der Beschwerdeführer 

anlässlich des Unfalls vom 13. Juli 1991 eine mittelschwere traumatische 

Hirnverletzung erlitten habe. Nach der neurologischen Begutachtung in der Rehaklinik 

Bellikon würden jedoch unfallkausale strukturelle Hirnschädigungen sowohl im Hinblick 

auf das Beweismass (nur möglich) als auch aufgrund ihres kausalen Anteils (bloss 

untergeordnete, ganz im Hintergrund stehende Teilursache) jeglicher Bedeutung 

entbehren. Die Psychiatrie und die Neuropsychologie vermöchten nicht, schlüssige 

Urteile über die Organizität von (psychischen/neuropsychologischen) Beschwerden 

abzugeben. Solches obliege dem Neurologen. Nachdem die Organizität der 

psychischen/neuropsychologischen Störungen nicht erstellt sei, sei die Adäquanz nach 

der Praxis gemäss BGE 115 V 133 zu prüfen. Die adäquate Unfallkausalität sei in 

Bezug auf die psychischen/neuropsychologischen Probleme des Beschwerdeführers 

zu verneinen.

B.c   Mit Replik vom 30. Januar 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen.

Erwägungen:

1.        

Streitig sind vorliegend die Höhe des versicherten Verdienstes und der Invaliditätsgrad 

als Grundlagen der ab 1. April 2008 laufenden Unfallrente des Beschwerdeführers. Zu 

prüfen ist sodann die Bemessung des Integritätsschadens. Die Beschwerdegegnerin 

legte die rechtlichen Voraussetzungen der Unfallkausalität von Gesundheitsschäden 

(bei Rückfällen und Spätfolgen) sowie der Festlegung des versicherten Verdienstes, 

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des Invaliditätsgrades und des Integritätsschadens im angefochtenen Entscheid (Erw. 

2, 5a, 6a, 7, 9a, 10a, 11) zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.        

2.1    Im Nachgang zur Rückfallmeldung vom Mai 2005 klagte der Beschwerdeführer 

über Dauerschmerzen im linken Rückfuss, weshalb in der Universitätsklinik Balgrist 

aufgrund der dort festgestellten subtalaren Arthrose links Infiltrationen vorgenommen 

wurden. Ab dem 20. September 2005 bestand eine volle Arbeitsunfähigkeit. Eine 

weitere Tätigkeit als Bauarbeiter sei aufgrund der Schmerzsymptomatik nicht mehr 

möglich (UV-act. II/6, II/10). Eine kreisärztliche Untersuchung ergab gemäss Bericht 

von Dr. med. D.___ vom 7. November 2005, dass der Patient zusätzlich (neben den 

Fussbeschwerden) über erhebliche Rückenbeschwerden im Zusammenhang mit einer 

nicht unfallbedingten degenerativen LWS-Problematik klage. Es seien 

Umschulungsmassnahmen zu planen (UV-act. II/15). Eine am 25. November 2005 bei 

Dr. med. E.___ durchgeführte neurologische Untersuchung ergab laut Bericht vom 28. 

November 2005 keine Hinweise für eine lumboradikuläre Symptomatik bzw. eine 

Nervenläsion (UV-act. II/19). Dr. med. F.___, Facharzt für physikalische Medizin, 

diagnostizierte im Bericht vom 23. November 2005 chronische Rückenschmerzen mit 

Ausprägung eines Cerviko- und Lumbovertebralsyndroms (UV-act. II/37). Im März 2006 

wurden in der Universitätsklinik Balgrist eine USG-Arthrodese links sowie eine 

Rekonstruktion des Retinaculum peroneale superior links vorgenommen (UV-act. II/29, 

II/31). Da nach der Operation und der Metallentfernung (UV-act. II/54) weiterhin 

Schmerzen im linken Fuss bestanden, erfolgte eine weitere neurologische 

Untersuchung durch Dr. med. G.___. Die Neurologin stellte im Bericht 20. Juli 2006 

keine neurologischen Auffälligkeiten fest. Im Vordergrund zu stehen scheine die 

Wirbelsäulenproblematik (UV-act. II/55). Dr. med. H.___, Allgemeinmedizin FMH, 

berichtete am 12. September 2006, zwischenzeitlich habe sich der Verlauf aufgrund 

einer psychischen Dekompensation problematisch gestaltet. Es liege ein deutlich 

depressives Zustandsbild mit psychotischen Anteilen vor. Zusätzlich zeige sich eine 

Akzentuierung des Rückenproblems (UV-act. II/57). Seit 20. September 2006 hielt sich 

der Beschwerdeführer stationär in der Klinik St. Pirminsberg, Pfäfers, auf. Diese stellte 

in den Berichten vom 19. Oktober und 1. Dezember 2006 in allen untersuchten 

Teilbereichen der kognitiven Leistungsfähigkeit Beeinträchtigungen fest. Es bestünden 

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deutliche Hinweise für eine diffuse Hirnschädigung. Ziel der weiteren stationären 

Behandlung sei die psychische Stabilisierung und die Reduktion der 

Schmerzsymptomatik (UV-act. II/61a, 64, 67, 75). Kreisarzt Dr. D.___ hielt im Bericht 

vom 1. Dezember 2006 unter anderem fest, im linken Fuss bestünden 

Restbeschwerden. Therapeutisch lasse sich die Situation jetzt nicht mehr verbessern. 

Hinsichtlich der lumbalen Rückenschmerzen sei ein Unfallkausalzusammenhang nicht 

anzunehmen. Die Folgen des Schädel-Hirn-Traumas müssten noch genauer abgeklärt 

werden (UV-act. II/74).

2.2    Eine interdisziplinäre (neurologische, psychische und neuropsychologische) 

Abklärung in der Rehaklinik Bellikon ergab gemäss Bericht vom 21. August 2007, dass 

aus neurologischer Sicht das in Rede stehende Unfallereignis mit Wahrscheinlichkeit 

eine mittelschwere Hirnverletzung hervorgerufen habe. Trotz dieser Hirnverletzung 

habe der Beschwerdeführer über viele Jahre am Alltag und am Berufsleben teilnehmen 

können. Im Verlauf der sich entwickelnden psychiatrischen Störung sei es zu einer 

deutlichen Veränderung der Persönlichkeit mit Reizbarkeit und kognitiven 

Beeinträchtigungen gekommen. Aus der Sicht des Neurologen sei hierfür nicht die 

primär somatisch-organisch bedingte Hirnverletzung massgebend. Vielmehr müsse es 

als typisch angesehen werden, dass derartige somatisch-organisch bedingte 

Unfallfolgen im Verlauf eher eine Verbesserung als eine Verschlechterung zeigen 

würden. Neuropsychologischerseits liege ein mittelschweres Zustandsbild vor. Im 

Vordergrund stünden deutlich gestörte Aufmerksamkeitsfunktionen sowie 

Umstellprobleme und Leistungsblockaden. Beim Unfall vom 13. Juli 1991 habe der 

Patient eine traumatische Hirnverletzung erlitten, welche geeignet gewesen sei, 

bleibende neuropsychologische Funktionsstörungen nach sich zu ziehen. Das heutige 

neuropsychologische Zustandsbild sei wahrscheinlich überwiegend durch die 

Schmerzeinwirkung und die psychopathologische Entwicklung verursacht. Der Anteil 

der primär somatisch-organisch bedingten Störungen am aktuellen Beschwerdebild 

resp. der aktuellen Arbeitsfähigkeit sei gegenüber dem psychiatrischen 

Beschwerdebild nur von untergeordneter Bedeutung. Aus psychiatrischer Sicht sei von 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradig, zu sprechen. Das 

Zustandsbild entspreche im Wesentlichen einer depressiven Symptomatik, welche 

allenfalls vorhandene organische Veränderungen jetzt überdecken möge. Ein 

langsamer Wiedereinstieg unter geschützten Verhältnissen sei indiziert. Aus 

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psychiatrischer Sicht sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 40% realistisch 

und angemessen. Hinsichtlich der Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit sei das 

chirurgische Fachgebiet separat durch den Kreisarzt zu beurteilen. Seitens des 

Nervensystems begründe sich auf somatisch-organischer Grundlage keine über die 

obengenannte Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Arbeitsunfähigkeit. Es sei davon 

auszugehen, dass das psychiatrische Störungsbild seit September 2005 die 

Arbeitsfähigkeit im erwähnten Ausmass reduziere. Aus Sicht der Neurologie, 

Neuropsychologie und Psychiatrie sei ein langsamer Wiedereinstieg, beginnend mit 

einer Arbeitsfähigkeit von 20% und einer Steigerung um jeweils 20% nach zwei und 

vier Monaten notwendig und angemessen (UV-act. II/100). Kreisarzt Dr. med. I.___ kam 

im Bericht der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 4. Oktober 2007 unter anderem 

zum Schluss, aufgrund der USG-Arthrose und der verminderten Beweglichkeit sei die 

Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar. Es sei im jetzigen Zeitpunkt der 

Endzustand erreicht. Weitere Therapien würden nicht mehr durchgeführt. Es sei eine 

leichte, wechselbelastende Tätigkeit vollschichtig zumutbar (UV-act. II/109).

3.        

3.1    Unbestritten und durch die medizinischen Akten belegt ist, dass die 

Restbeschwerden im linken Fuss des Beschwerdeführers natürlich und adäquat 

kausale Folge des Unfalls vom 13. Juli 1991 darstellen. Hinsichtlich der lumbalen 

Rückenschmerzen kam Kreisarzt Dr. D.___ zum Schluss, ein 

Unfallkausalzusammenhang sei nicht anzunehmen, weil eine mehrsegmentäre 

Degeneration nicht typisch sei für einen posttraumatischen Zustand, und weil eine 

posttraumatische Dauerschädigung sich durch eine rasch progrediente 

Segmentdegeneration gezeigt hätte, was hier nicht zutreffe. Zudem sei initial keine 

LWS-Verletzung dokumentiert worden, die in der Lage gewesen wäre, die bestehende 

LWS-Degeneration kausal zu verursachen (UV-act. II/74). Diese Feststellungen 

erscheinen begründet und blieben auch unbestritten. In diesem Zusammenhang ist 

auch festzuhalten, dass die signifikante und dauernde Verschlimmerung einer 

vorbestandenen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule, hervorgerufen durch einen 

Unfall, nur dann bewiesen ist, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken 

der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verletzungen aufgrund eines 

Traumas aufzeigt (RKUV 2000, Nr. U 363, 45). Nach der Rechtsprechung entspricht es 

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einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, 

dass praktisch alle Diskushernien durch degenerative Bandscheibenveränderungen 

entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen 

Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend 

unfallbedingt kann ein Bandscheibenvorfall betrachtet werden, wenn das Unfallereignis 

von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. Wird die 

Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber (weitgehend) verursacht, 

übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome 

gegeben sind (vgl. Urteil des EVG vom 3. Januar 2005 [U 332/03] Erw. 1 mit Hinweisen; 

ZBJV 1996 S. 489f; vgl. auch Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von 

Rückenschäden, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere S. 56). Gemäss der einschlägigen 

Literatur (Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, 

Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff) ist nach einem Unfall mit fehlenden 

strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende Verschlimmerung 

nach spätestens einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten. - Eine eigentliche 

Verursachung bzw. eine richtunggebende (dauernde) Verschlimmerung der 

Wirbelsäulenschädigung durch das in Frage stehende Unfallereignis fällt angesichts der 

geschilderten medizinischen Gegebenheiten sowie des Sachverhalts im Unfallzeitpunkt 

und danach ausser Betracht. Eine allfällige vorübergehende unfallbedingte 

Verschlimmerung wäre längst als abgeheilt anzusehen. Von einer Unfallkausalität der 

lumbalen Rückenbeschwerden kann dementsprechend nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden.

3.2    Im Weiteren ist aufgrund des Gutachtens der Rehaklinik Bellikon sowie der 

ergänzenden (bestätigenden) Stellungnahme der Gutachter vom 4. August 2008 davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer anlässlich des streitigen Unfalls eine 

mittelschwere Hirnverletzung erlitt, die mit strukturellen Hirnschäden einhergeht. Die 

Gutachter legten mit einlässlicher Begründung dar, dass unabhängig von der 

traumatischen Hirnverletzung Faktoren vorliegen würden, die das Auftreten einer 

Depression für sich genommen begründen würden und in diesem Sinn die psychische 

Störung des Beschwerdeführers nicht als Spätfolge des Unfalls zu klassifizieren sei. 

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Die somatisch-strukturellen Verletzungen würden möglicherweise einen 

untergeordneten Teilfaktor darstellen, der nicht notwendig sei, um das Auftreten der 

Depression zu erklären. Offensichtlich handle es sich bei den festgestellten 

Verhaltensänderungen um eine Symptomatik, welche sich erst im Verlauf der Jahre 

eingestellt habe. Auch sei der Beschwerdeführer in der Lage gewesen, viele Jahre 

erfolgreich der Berufstätigkeit nachzugehen. Massive Verhaltensauffälligkeiten oder 

kognitive Beeinträchtigungen hätten in dieser Zeit nicht vorgelegen haben können. Die 

Depression habe die neuropsychologische Funktionsstörung, die im Oktober 2006 

festgestellt worden sei, erklärt. Trotz der Hirnverletzung habe der Beschwerdeführer 

wenig kognitive Veränderungen respektive Persönlichkeitsänderungen aufgewiesen. 

Diese geringen Veränderungen seien auch nicht geeignet, die depressive Entwicklung 

zu erklären. Vielmehr habe er im Verlauf der Jahre nach dem Unfall eine erhebliche 

Schmerzproblematik entwickelt. Die Schmerzproblematik sei für sich genommen ein 

Risikofaktor für die Entwicklung einer Depression. Darüber hinaus würden 

Kindheitstraumata den Beschwerdeführer auch aktuell stark belasten. Der Anteil der 

primär somatisch-strukturellen Hirnschädigung stehe in der Genese der depressiven 

Symptomatik mindestens ganz im Hintergrund der Beschwerdesymptomatik, falls er 

überhaupt eine Rolle spiele (UV-act. II/100, II/148).

Für die Zeit von Mitte 1993 (Abschluss des Grundfalles) bis Mai 2005 (Rückfallmeldung) 

sind keine medizinischen Unterlagen verfügbar (vgl. UV-act. II/99 S. 15 unten sowie zu 

den daraus resultierenden Beweisproblemen Max Berger, Das Risiko 

posttraumatischer Spätfolgen nach Hirnverletzung, in: HAVE 1/2007, Beilage zu UV-

act. II/136, S. 15f). Nach der Rechtsprechung sind die Anforderungen an den Beweis 

des natürlichen Kausalzusammenhangs im Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit umso strenger, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 

Unfall und dem (erneuten) Eintritt der Gesundheitsschädigung ist (RKUV 1997, 188 

Erw. 1c). Bei der geschilderten Aktenlage - insbesondere mit Blick auf die rund 

14jährige Latenzzeit zwischen der unfallbedingten Hirnschädigung und dem Auftreten 

von psychischen bzw. kognitiven Problemen - kann nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als belegt gelten, dass die strukturelle Hirnschädigung adäquat-

kausale Ursache der psychischen/neuropsychologischen Gesundheitsprobleme bildet 

bzw. für sich allein Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat 

und eine Behandlungsbedürftigkeit bewirkt.

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Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzig verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378 

Erw. 3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann der 

neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein 

Aussagewert zukommen (BGE 119 V 343 Erw. 3c). Hingegen vermag es die 

Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung 

der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000, 316 Erw. 3). Nach B.P. Radanov 

(Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-

Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff) sind psychologische Probleme (und die 

eingenommenen Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu 

beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer 

und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit mit erklären (S. 

475). - Angesichts der von den Gutachtern der Rehaklinik Bellikon dargelegten 

medizinischen Umstände ist davon auszugehen, dass kognitive Funktionen beim 

Beschwerdeführer im Wesentlichen durch den psychischen Befund beeinflusst wurden. 

Der psychische Befund vermochte m.a.W. die neuropsychologischen Einschränkungen 

im Wesentlichen zu erklären. Damit können neuropsychologische Unfall-Restfolgen, 

welche vom psychischen Befund unabhängig sind, nicht als nachgewiesen gelten (vgl. 

dazu auch Ruben Echemendia, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 78, S. 82ff). 

Neuropsychologische Einschränkungen können hingegen Teil des typischen 

Beschwerdebilds nach schleudertraumaähnlicher Verletzung bilden. Wenn der 

Beschwerdeführer eine interdisziplinäre Begutachtung verlangt mit dem Hinweis, es 

lägen bislang nur ärztliche Einzelmeinungen vor, ist festzuhalten, dass das Gutachten 

der Rehaklinik Bellikon auf interdisziplinärer Grundlage erstellt wurde. Ein Anlass für 

weitere Abklärungen ist auch aus den vorstehend dargelegten Gegebenheiten nicht 

ersichtlich.

4.        

4.1    Sind Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

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schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das 

Vorliegen eines Schleudertraumas oder diesen ähnlichen Verletzung, muss geprüft 

werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 

V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS sowie bei äquivalenten 

Verletzungen setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall 

hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das 

Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 

Nr. U 397 S. 328 Erw. 3b). Die Schleudertrauma-Rechtsprechung ist auch bei 

Schädelhirn-Traumata anwendbar (BGE 117 V 369; 134 V 109 Erw. 3 und 4).

4.2    Die Frage, ob bzw. inwiefern ein typisches Beschwerdebild im Sinn der 

Rechtsprechung im Nachgang zum Unfall vom 13. Juli 1991 gegeben war, braucht 

dann nicht näher geklärt zu werden, wenn die adäquate Unfallkausalität zu verneinen 

ist. Diese ist daher vorweg zu prüfen. Dabei steht auch bei Vorliegen einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung der Nachweis offen, dass es sich bei den nach 

einem Unfall aufgetretenen psychischen Störungen nicht um eine unfallkausale 

psychische Beeinträchtigung handelt (RKUV 2001, 79) oder dass eine ausgeprägte 

psychische Problematik ganz im Vordergrund steht (RKUV 1999, 407 Erw. 3b). - 

Nachdem der Beschwerdeführer die ärztliche Behandlung am 31. Juli 1993 als beendet 

erklärt hatte (UV-act. I/42) und zwölf Jahre später - im Mai 2005 - Fuss- und LWS-

Rückenbeschwerden rückfallweise gemeldet worden waren (UV-act. II/6, 10, 15), 

bestätigte Dr. E.___ das Vorliegen eines posttraumatischen Schmerzsyndromes ohne 

Hinweise für eine neurologische Problematik (UV-act. II/19). Die Neurologin Dr. G.___ 

hielt am 20. Juli 2006 fest, für sie bleibe schwer einzuschätzen, inwieweit die geklagte 

Konzentrations- und Gedächtnisproblematik durch die Schlafstörung und die 

Depression erklärbar und überhaupt objektivierbar sei (UV-act. II/55). Dr. H.___ 

berichtete daraufhin am 12. September 2006 von einer psychischen Dekompensation 

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bzw. einem depressiven Zustand mit psychotischen Anteilen (UV-act. II/57). Die Ärzte 

der Klinik St. Pirminsberg hielten am 1. Dezember 2006 ein deutlich depressives 

Zustandsbild mit Suizidgedanken, Einengung des formalen Denkens, 

Insuffizienzgefühle, akustische Halluzinationen und eine schwierige psychosoziale 

Gesamtsituation fest (UV-act. II/75). Kreisarzt Dr. D.___ erachtete im Bericht vom 1. 

Dezember 2006 den Endzustand hinsichtlich des linken Fusses aus therapeutischer 

Sicht als erreicht (UV-act. II/74). Die Gutachter der Rehaklinik Bellikon kamen im 

August 2007 zum Schluss, der Anteil der primär somatisch-organisch bedingten 

Störungen (strukturelle Hirnschädigung) am aktuellen Beschwerdebild resp. der 

aktuellen Arbeitsfähigkeit sei gegenüber dem psychiatrischen Beschwerdebild nur von 

untergeordneter Bedeutung. Das Zustandsbild entspreche im Wesentlichen einer 

depressiven Symptomatik, welche allenfalls vorhandene organische Veränderungen 

jetzt überdecken möge (UV-act. II/100). Die Depression habe die neuropsychologische 

Funktionsstörung, welche im Oktober 2006 festgestellt worden sei, erklärt (UV-act. II/

148). Die Gutachter der Rehaklinik Bellikon nahmen in diesem Zusammenhang auch zu 

dem vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingereichten Artikel (Berger, a.a.O., 

13ff) Stellung und bestätigten ihren Standpunkt mit einlässlicher Begründung (UV-act. 

II/148). Im Übrigen wird der neurologischen Beurteilung (UV-act. II/100) auch in diesem 

Aufsatz ausschlaggebende Bedeutung eingeräumt (vgl. Beilage zu UV-act. II/136 S. 

16f). Bei der geschilderten Aktenlage ist überwiegend wahrscheinlich davon 

auszugehen, dass jedenfalls seit der Begutachtung in der Rehaklinik Bellikon eine 

psychische Problematik ganz im Vordergrund stand und allfällige somatische Aspekte 

überdeckte.

In Fällen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise 

gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz 

in den Hintergrund treten, ist die Beurteilung praxisgemäss unter dem Gesichtspunkt 

einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall vorzunehmen (BGE 123 V 98 Erw. 2a 

mit Hinweisen). Die Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung der adäquaten Kausalität 

zwischen psychisch und physisch bedingten Beschwerden nicht unterschieden wird 

(RKUV 1999, 407 Erw. 3b), kommt dabei nicht zur Anwendung. Vorliegend kann nach 

Lage der Akten ein natürlicher (teilweiser) Kausalzusammenhang zwischen den 

psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers und dem Unfall nicht ohne weiteres 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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angenommen werden, nachdem die Gutachter der Rehaklinik Bellikon die psychische 

Störung nicht als Spätfolge des Unfalls klassifizierten (UV-act. II/148 S. 4 Ziffer 2). Eine 

abschliessende Klärung der natürlichen Unfallkausalität dieser gesundheitlichen 

Störung kann jedoch unterbleiben, falls der adäquat-kausale Zusammenhang zu 

verneinen ist.

4.3    Beim Ereignis vom 13. Juli 1991 mit frontaler Kollision ist in Anbetracht der 

Unfallumstände sowie der dokumentierten Fahrzeugschäden (UV-act. I/8, I/12) von 

einem mittelschweren Unfall auszugehen (vgl. die vergleichbaren Sachverhalte in den 

Urteilen des EVG vom 14. April 2000 i/S S. [U 257/99]) und vom 24. August 2007 i/S K. 

[U 497/06] Erw. 4.2). Der Unfall hatte beim Beschwerdeführer eine Bewusstlosigkeit 

bewirkt (UV-act. I/3, I/4, I/9, I/10). Eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische 

Begleitumstände sind nicht belegt, zumal das objektive Unfallgeschehen massgebend 

ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004 i/S 

B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Die nach 

dem Unfall bestehende Amnesie dürfte zudem zur Folge gehabt haben, dass der 

Beschwerdeführer das Unfallgeschehen nicht nachhaltig wahrnahm (vgl. Urteil des EVG 

vom 15. November 2004 [U 334/03] Erw. 3.2). Das erlittene Schädelhirntrauma mit 

Commotio cerebri, die unfallbedingten Frakturen und die Luxation im calcaneo-talaren 

Gelenk können nicht als leichte Verletzungen bezeichnet werden (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. August 2007 i/S N. [8C_101/2007] Erw. 5.2 und 5.3, und vom 

21. Dezember 2007 i/S M. [U 558/06], Erw. 4.2.2, sowie Urteil des EVG vom 9. August 

2004 i/S J. [U 116/04]). In der Gesamtschau lässt sich die Schwere bzw. Erheblichkeit 

der Verletzung insofern nicht Abrede stellen, als das hier in Frage stehenden 

Schädelhirntrauma schon für sich allein geeignet war, psychische Beschwerden im 

Sinn eines postcommotionellen Syndroms auszulösen (vgl. MSD-Manual, 6. Auflage, S. 

1730 und 1733). Dieses Kriterium ist somit - wenn auch in nicht sehr ausgeprägter 

Form - als erfüllt zu erachten.

Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist festzuhalten, dass die ärztliche 

Behandlung rund zwei Jahre nach dem Unfall vom 13. Juli 1991 abgeschlossen wurde 

(UV-act. I/40, I/42). Im Nachgang zur Rückfallmeldung vom Mai 2005 bestätigte 

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Kreisarzt Dr. D.___ am 1. Dezember 2006, dass sich die Situation im linken Fuss 

therapeutisch nicht mehr verbessern lasse (UV-act. II/74). Die versicherte Person hat 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen für 

so lange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Aufgrund der dargelegten 

Umstände kann die Notwendigkeit einer eigentlichen Behandlung von somatischen 

Unfallfolgen jedenfalls über den 1. Dezember 2006 hinaus nicht bejaht werden. Die 

Behandlung dauerte somit nach dem Unfall rund zwei Jahre und - nach einem Intervall 

von 12 Jahren - zusätzlich rund eineinhalb Jahre. Wenn diese Behandlungszeiträume 

addiert werden, liesse sich eine lange Behandlungsdauer nicht ohne weiteres in Abrede 

stellen. Hingegen sind ein schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen zu 

verneinen, zumal eine Arthrodese nach einer Luxation des Sprunggelenks als Spätfolge 

nicht unüblich ist. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung ist ebenfalls nicht auszugehen.

Nach dem Unfall war der Beschwerdeführer ab April bzw. Mai 1992 und nach einem 

Unterbruch durch einen Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon ab Mai 1993 wieder voll 

arbeitsfähig (UV-act. I/23, I/30, I/40 S. 2). Dies blieb er bis zur Rückfallmeldung vom 

Mai 2005, wobei während der zwölf Jahre nach Lage der Akten keinerlei psychischen 

Beschwerden oder kognitive Einschränkungen bzw. für ein Schädelhirntrauma typische 

Beschwerden belegt sind (UV-act. II/100 S. 10-13 sowie II/115). Bei der in der Folge ab 

September 2005 bescheinigten vollen Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter bildete - 

neben den Fussbeschwerden - auch die unfallfremde LWS-Problematik eine erhebliche 

Ursache (vgl. UV-act. II/15, II/37, II/55, II/57). Die Gutachter der Rehaklinik Bellikon 

gingen in der Folge davon aus, dass das psychiatrische Störungsbild die 

Arbeitsfähigkeit seit September 2005 (um 40%) reduziere (UV-act. II/100). Die 

Exploration lässt einem Gutachter immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen 

verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 

respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. die Leitlinien der 

Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung 

psychischer Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050f). Daher und unter Beachtung der 

Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 124 I 175 

Erw. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001 i/S P., [I 506/00]) ist es nicht angezeigt, eine 

medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und 

zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher 

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zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die 

behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im 

Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, 

zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des EVG vom 13. März 2005 i/S G. 

[I 676/05] Erw. 2.4). Solche Gesichtspunkte sind hinsichtlich des vollständigen, 

schlüssigen und gut begründeten Gutachtens der Rehaklinik Bellikon nicht ersichtlich. 

Aus rein somatisch-unfallbedingter Sicht kam Kreisarzt Dr. I.___ am 4. Oktober 2007 

zum Schluss, dass eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit dem Beschwerdeführer 

vollschichtig zumutbar sei (UV-act. 109). Nachdem die Arbeitsunfähigkeit durch 

unfallfremde (LWS-)Probleme und bzw. ab September 2005 durch psychische 

Gegebenheiten beeinflusst war, kann eine lang dauernde (somatisch begründete) 

Arbeitsunfähigkeit im Sinn der Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung im 

Urteil des EVG vom 30. August 2001 [U 56/00] Erw. 3d) nicht als nachgewiesen gelten.

In den nach dem Unfall erstellten medizinischen Akten werden die Fussschmerzen des 

Beschwerdeführers als belastungsabhängig geschildert (UV-act. I/40). Er selbst gibt 

zwar für den Zeitraum von 1993 bis 2005 (Rückfall) ebenfalls Beschwerden im linken 

Fuss an. Diese sind jedoch nicht anhand von medizinischen Akten dokumentiert und 

wurden im erwähnten Zeitraum offenbar auch nicht ärztlich behandelt. Im 

kreisärztlichen Bericht vom 7. November 2005 wurden belastungs- und 

bewegungsabhängige Schmerzen im Sprunggelenksbereich vermerkt (UV-act. II/15). 

Gegenüber den Gutachtern der Rehaklinik Bellikon gab der Beschwerdeführer an, die 

Hauptbeschwerdesymptomatik liege jetzt in den (unfallfremden) Rückenschmerzen. 

Wegen des Rückens müsse er zwei bis drei Mal pro Nacht aufstehen. Im linken Fuss 

habe er Schmerzen und könne ohne Gehstöcke nicht richtig laufen (vgl. UV-act. II/99 S. 

6 oben und II/100 S. 7). Spätestens ab September 2006 war zudem die 

Beschwerdesymptomatik durch die psychischen Probleme beeinflusst (vgl. UV-act. I/

57). Das Ausmass der (somatischen unfallbedingten) Dauerschmerzen im linken Fuss 

bleibt mangels entsprechender medizinischer Stellungnahmen unklar, wobei der 

Beschwerdeführer jedoch während immerhin rund einem Jahrzehnt im (strengen) 

Arbeitsprozess bestehen konnte. Damit lässt sich das erwähnte Kriterium gestützt auf 

die Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen. Wenn somit 

bezüglich des streitigen mittelschweren Unfalls nur zwei Adäquanzkriterien - in nicht 

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sehr ausgeprägtem Umfang - zu bejahen sind, lässt es sich nicht beanstanden, dass 

die Beschwerdegegnerin die adäquate Unfallkausalität der psychischen Beschwerden 

verneinte.

5.        

5.1    Für die Rentenbemessung hat somit die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit, 

welche gemäss Beurteilung der Rehaklinik Bellikon mit 40% zu veranschlagen ist, 

ausser Betracht zu bleiben. Auszugehen ist von dem von Kreisarzt Dr. I.___ gemäss 

Bericht vom 4. Oktober 2007 ermittelten Zumutbarkeitsprofil, wonach in 

Berücksichtigung der unfallkausalen Einschränkungen am linken Fuss dem 

Beschwerdeführer eine wechselbelastende Tätigkeit mit sitzendem Anteil von 

mindestens zwei Dritteln vollschichtig zumutbar ist, wobei das Gehen auf unebenem 

Gelände sowie Zwangshaltungen wie Knien und Kauern und Treppen- bzw. 

Leiternsteigen zu vermeiden sind (UV-act. II/109).

5.2    Das Valideneinkommen 2007 des Beschwerdeführers von Fr. 81'718.-- (UV-

act. II/118) blieb als solches unbestritten und erscheint aufgrund der Akten 

ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf 

DAP-Zahlen mit Fr. 53'797.-- fest. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der 

DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin 

nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, 

Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in 

Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn 

sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen 

Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, 

gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-

Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 28. August 2003 i/S C. [U 35/00] Erw. 

4.2.2). Konkret liegen die erforderlichen Angaben vor (UV-act. II/126). Die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze sind den 

behinderungsbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst, weshalb 

sie zu Recht als Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens verwendet 

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wurden. Im Rahmen des DAP-Systems sind leidensbedingte Abzüge grundsätzlich 

nicht sachgerecht und damit nicht zulässig (BGE 129 V 472 Erw. 4.2.3.; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. Februar 2004 i/S H.M. [U 208/02]).

Zum Vergleich kann das zumutbare Invalideneinkommen anhand der 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelt und dabei auf 

Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abgestellt 

werden. Zugrunde zu legen wären - wie beim Valideneinkommen - die Zahlen des 

Jahres 2007. Der Beschwerdeführer ist zwar auf leichte Hilfsarbeiten beschränkt, aber 

er wäre in der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen zu verwerten, sowohl 

im Sektor Produktion als auch im Sektor Dienstleistungen. Auszugehen ist deshalb 

vom allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen. Aus der LSE 2006 TA 1 Niveau 4 

ist für Männer ein Monatssalär von Fr. 4'732.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete 

Jahressalär von Fr. 56'784.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die 

betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2006, d.h. auf 41.6 Stunden, 

aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 59'055.-- ergibt. Im Jahr 2007 stiegen die 

Nominallöhne um 1.6%, woraus für dieses Jahr ein Betrag von Fr. 60'000.-- resultiert. 

Unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 10% ergäbe sich ein solcher von 

Fr. 54'000.--. Auf den um rund 200.-- Franken tieferen DAP-Wert kann somit ohne 

weiteres abgestellt werden. Der von der Beschwerdegegnerin errechnete IV-Grad von 

34% lässt sich unter diesen Gegebenheiten nicht beanstanden.

5.3    Hinsichtlich der Bemessung des der Rente zugrunde zu legenden versicherten 

Verdienstes ist festzuhalten, dass Art. 24 Abs. 2 UVV einzig allfällige Nachteile als Folge 

der Verzögerung in der Rentenfestsetzung ausgleichen will (BGE 127 V 173 Erw. 3b). 

Dagegen sollen die Versicherten nicht so gestellt werden, wie wenn sich der Unfall 

unmittelbar vor diesem Zeitpunkt ereignet hätte (RKUV 1999 Nr. U 327 S. 112 Erw. 3d 

am Anfang). Nach der Rechtsprechung sprechen Sinn und Zweck des Art. 24 Abs. 2 

UVV sowie die Taggeldordnung, aber auch Gründe der Praktikabilität dafür, bei mehr 

als fünf Jahre nach dem Unfall beginnenden Renten bei der Bemessung des 

versicherten Verdienstes auf die allgemeine statistische Nominallohnentwicklung im 

angestammten Tätigkeitsbereich und nicht auf die Lohnentwicklung beim konkreten 

Arbeitgeber abzustellen. In diesem Sinn präzisierte das EVG im Urteil vom 19. 

September 2006 i/S B. [U 79/06], Erw. 4.2, seine Rechtsprechung.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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5.4    Der Beschwerdeführer erzielte im Unfalljahr 1991 bei der A.___ einen monatlichen 

Bruttolohn von Fr. 4'100.-- (13 x) bzw. ein Jahresbetreffnis von Fr. 53'300.-- (UV-act. I/

1). Da die Rente erst ab April 2008 läuft, ist der vorerwähnte Jahreslohn in Anwendung 

von Art. 24 Abs. 2 UVV an die Nominallohnentwicklung seit 1991 anzupassen, woraus 

ein Betrag von Fr. 68'572.-- resultiert (Anwendung der allgemeinen Indizes Männer 

1991 [1619] und 1993 [1743] sowie der Indizes Baugewerbe 1993 [100] und 2008 

[119.5] gemäss Schweizerischem Lohnindex/Landesindex der Konsumentenpreise des 

Bundesamtes für Statistik). Der von der Beschwerdegegnerin mit Fr. 68'028.-- 

errechnete versicherte Verdienst (UV-act. II/125) beruht offenbar für 2007 und 2008 auf 

anderen Indizes, auf welche hier nicht abzustellen ist. Zu den Einwänden des 

Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass angesichts des Wortlauts von Art. 24 Abs. 2 

UVV und des Zwecks dieser Bestimmung - Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich seit dem Unfall, nicht 

jedoch von Karriereschritten und Stellenwechseln - das im Zeitpunkt des Rückfalls (Mai 

2005) effektiv erzielte Einkommen nicht Grundlage des versicherten Verdienstes bilden 

kann. So soll die versicherte Person durch die Anwendung von Art. 24 Abs. 2 UVV wie 

erwähnt nicht so gestellt werden, wie wenn sich der Unfall unmittelbar vor dem 

Zeitpunkt der Rentenfestsetzung ereignet hätte (Urteil des EVG [U 79/06] a.a.O., Erw. 

4.2 mit Hinweisen). Eine rechtliche Grundlage, welche es erlauben würde, den 

versicherten Verdienst für die Rentenbemessung auf derselben Basis festzulegen wie 

das vor Rentenbeginn ausgerichtete Taggeld, lässt sich auch aus dem vorerwähnten 

Urteil U 79/06 (insbesondere Erw. 4.2.2) nicht ableiten. Der Gleichlauf von Taggeld- 

und Rentengrundlage (act. G 1 S. 9 unten) bzw. die Feststellung, dass Taggeld und 

Rente auf im Wesentlichen gleichen Bemessungsgrundlagen festgesetzt werden, zeigt 

lediglich die Regel auf, befasst sich jedoch nicht mit den dazugehörigen Ausnahmen. 

So können die versicherten Verdienste für Taggeld und für Rente unter anderem bei 

Anwendung von Art. 23 Abs. 7 UVV (Neubestimmung des massgebenden Lohns bei 

über dreimonatiger Heilbehandlung und mindestens 10%iger zwischenzeitlicher 

Lohnerhöhung) und lang zurückliegendem Unfallereignis sehr wohl auseinanderfallen. 

Der versicherte Verdienst ist damit auf Fr. 68'572.-- festzusetzen.

6.        

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Der Beschwerdeführer lässt beantragen, es sei ihm eine höhere 

Integritätsentschädigung als aufgrund einer Integritätseinbusse von 15% 

zuzusprechen. - Kreisarzt Dr. I.___ legte in der Beurteilung des Integritätsschadens 

vom 17. Oktober 2007 dar, die neu durchgeführten Röntgenbilder würden eine 

vollständig konsolidierte USG-Arthrodese zeigen. Das OSG sei weitgehend unauffällig. 

Hier fänden sich keine wesentlichen arthrotischen Veränderungen. Ebenso im Bereich 

des Chopart- und Lisfranc-Gelenkes. Insofern könne gemäss Feinrastertabelle 5.2 der 

Integritätsschaden für eine USG-Arthrodese ohne weitere Anpassungen somatisch 

strukturell übernommen werden. Für das obere Sprunggelenk seien keine weiteren 

Anpassungen notwendig, da das Röntgen keine zusätzliche Arthrose zeige. Insofern sei 

für die Fussverletzung eine Integritätsentschädigung von 15% gerechtfertigt (UV-act. II/

110). Die unfallfremden Rückenbeschwerden und psychischen Einschränkungen 

vermögen eine durch die Beschwerdegegnerin zu entschädigende Integritätseinbusse 

nicht zu begründen. Es muss deshalb bei der Einschätzung von Dr. I.___ sein 

Bewenden haben.

7.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen, dass der versicherte Verdienst auf Fr. 68'572.-- festgelegt wird; der 

angefochtene Einspracheentscheid ist in diesem Punkt aufzuheben. Im Übrigen ist die 

Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind nicht zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). 

Angesichts des Obsiegens (in geringem Umfang) besteht Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 

1'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass der der 

Unfallrente zugrundeliegende versicherte Verdienst auf Fr. 68'572.-- festgelegt wird. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Der Einspracheentscheid vom 17. September 2008 wird in diesem Punkt aufgehoben. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 1'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2009
	Art. 6 Abs. 1 UVG. Art. 18 Abs. 1 UVG. Art. 16 ATSG. Art. 15 UVG. Art. 24 Abs. 2 UVV: Unfallkausalität von Gesundheitsschäden, welche im Rahmen eines Rückfalls gemeldet wurden. Bemessung des versicherten Verdienstes, des Invaliditätsgrades und der Integritätseinbusse (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2009, UV 2008/115).

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