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**Case Identifier:** 406f39b4-bb08-53c2-a74f-3818325247b4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.06.2021 720 20 435/168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-435-168_2021-06-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Juni 2021 (720 20 435 / 168) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Berufliche Massnahmen: Anspruch auf Umschulung in eine zumutbare Tätigkeit 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Axel Delvoigt, Advo-
kat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Berufliche Massnahmen  

 
 
 
A. Der 1995 geborene A.____ erlangte im Juli 2017 das eidgenössische Fähigkeitszeugnis 
als Fachmann Betreuung und arbeitete danach bis 31. August 2019 in seinem Lehrbetrieb, dem 
Verein B.____ in C.____, weiter. Am 1. Dezember 2019 meldete er sich unter Hinweis auf ein 
Burnout und einer «Depression wegen der Arbeit» bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an. Anlässlich des telefonischen Erstgesprächs mit der IV-
Berufsberaterin äusserte A.____ den Wunsch nach einer Umschulung, da er eine Rückkehr in 
den Beruf als Fachmann Betreuung aus gesundheitlichen Gründen ausschloss. In der Folge 

 

 
 
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nahm der Versicherte vom 14. April 2020 bis zum 12. Juli 2020 an einer Integrationsmassnahme, 
namentlich an einem Belastbarkeitstraining, teil. Mit E-Mail vom 3. Juni 2020 teilte A.____ der IV-
Berufsberaterin mit, dass es ihm besser gehe und er eine Ausbildung zum Sozialpädagogen HF 
anstrebe. Den entsprechenden Ausbildungsvertrag habe er bereits erhalten. Die Berufsberaterin 
hat ihn gemäss Aktennotiz des Standortgesprächs vom 18. Juni 2020 darüber informiert, dass 
der Umschulungsanspruch noch geprüft werden müsse und dass die Ausbildung zum Sozialpä-
dagogen wohl selbst bei gegebenem Anspruch kritisch zu hinterfragen sei. Nach medizinischen 
Abklärungen lehnte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 7. Juli 2020 den Anspruch auf eine Um-
schulung zum Sozialpädagogen HF ab mit der Begründung, dass der angestrebte Beruf nicht 
leidensangepasst sei. Da der Versicherte mitgeteilt habe, die Ausbildung auch ohne Unterstüt-
zung durch die IV absolvieren zu wollen, werde das Dossier geschlossen. Daran hielt die IV-
Stelle nach einem von A.____, vertreten durch Advokat Dr. Axel Delvoigt, erhobenem Einwand 
mit Verfügung vom 7. Oktober 2020 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Delvoigt, am 9. November 
2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er 
beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu ver-
pflichten, ihm die Umschulung zum Sozialpädagogen HF zu gewähren, unter o/e-Kostenfolge. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass das von der Beschwerdegegnerin fest-
gesetzte negative Zumutbarkeitsprofil, dass sämtliche Sozial- und Pflegeberufe ausschloss, nicht 
verhältnismässig sei, zumal die objektive Eingliederungsfähigkeit zumindest teilweise gegeben 
und der Beschwerdeführer subjektiv eingliederungswillig sei. Die gegen einen Sozialberuf ange-
führten Aspekte hätten sich mit dem Abklingen der depressiven Symptomatik massiv verbessert. 
Ferner beinhalte die Ausbildung zum Sozialpädagogen gerade auch das Erlernen von Strategien, 
um die Herausforderungen des Berufs zu meistern.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2020 auf 
Abweisung der Beschwerde. Der emotional aufreibende Beruf des Sozialpädagogen sei für den 
Beschwerdeführer aufgrund seiner depressiven Erkrankung und seiner Persönlichkeitsstruktur 
auf lange Sicht nicht geeignet. Es könne damit nicht angenommen werden, dass die Umschulung 
in diesen Beruf die Erwerbsfähigkeit des Versicherten herstellen, verbessern oder erhalten 
würde.  
 
D. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2020 wurde der vorliegende Fall der Dreierkammer 
des Kantonsgerichts zur Beurteilung überwiesen.  
 
E. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2020 reichte der Vertreter des Beschwerdeführers zu-
sammen mit seiner Honorarnote den Probezeitbericht des Wohnheims D.____ vom 14. Dezem-
ber 2020 ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 11. Januar 2021 darauf, 
hierzu Stellung zu nehmen.  
 
 
  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde vom 9. November 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerde-
führers auf eine Umschulung zum Sozialpädagogen HF zu Recht abgelehnt hat. Augenscheinlich 
nicht umstritten ist, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich Anspruch auf eine Umschulung 
hätte.  
 
3.1 Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 haben invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf Ein-
gliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder 
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch 
auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen 
besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der 
Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu 
berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1

bis
 IVG). Laut Art. 8 Abs. 3 IVG bestehen die Eingliederungsmass-

nahmen unter anderen in Massnahmen beruflicher Art (lit. c). Zu diesen gehören die Berufsbera-
tung (Art. 15 IVG), die erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), die Umschulung (Art. 17 
IVG), die Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 IVG), der Arbeitsversuch (Art. 18a IVG), Einarbei-
tungszuschüsse (Art. 18b IVG), Entschädigungen für Beitragserhöhungen (Art. 18c IVG) sowie 
die Kapitalhilfe (Art. 18d IVG). 
 
3.2 Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung 
ist das Vorhandensein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschadens. Als Invalidität 
im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den All gemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG gilt die voraussichtli-
che bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). 
 

 

 
 
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3.3 Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, 
wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraus-
sichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Unter Umschulung ist dabei 
grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die 
notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver-
sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. 
Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das 
Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Ver-
dienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungs-
zweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Um-
ständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit si-
cherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist. Schliesslich setzt der An-
spruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des 
Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Aus-
bildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dau-
ernde Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt 
(BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Der Anspruch auf Umschulung in einen neuen Beruf setzt ferner – wie jede Eingliede-
rungsmassnahme – voraus, dass sie sich zur Erreichung des von ihr bezweckten Eingliederungs-
ziels eignet (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Februar 2015, 9C_905/2014, E. 2.2 und vom 
10. November 2014, 9C_506/2014, E. 4.1). Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte 
noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1

bis
  Satz 2 IVG). 

Verlangt ist neben der Notwendigkeit und Eignung der Massnahme auch die Eignung der versi-
cherten Person, d.h. ihre subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit. Die subjektive Einglie-
derungsfähigkeit umfasst auch die subjektive Eingliederungsbereitschaft der versicherten Per-
son. Bei der objektiven Eingliederungsfähigkeit sind insbesondere auch die medizinischen Rah-
menbedingungen massgebend (SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht in der Invalidenversiche-
rung, Bern 2011, Rz. 750). Die Ausbildung bzw. der mit der Umschulung angestrebte Beruf muss 
mit anderen Worten der Behinderung angepasst sein und den Fähigkeiten der versicherten Per-
son entsprechen (vgl. Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art 
[KSBE], gültig ab 1. Januar 2014, Stand: 1. Januar 2020, Rz 4010). Für den Anspruch auf Um-
schulung sind die Berufsneigungen der versicherten Person zwar zu berücksichtigen; sie sind 
indessen nicht ausschlaggebend (BGE 139 V 403 E. 5.4; ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 45 f. zu 
Art. 17).  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterla-
gen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Auf-
gabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. 
BGE 132 V 99 f. mit weiteren Hinweisen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen 

 

 
 
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eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen 
Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem 
allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden 
Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur 
Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], 
Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis 
IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. 
Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV]). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Do-
kumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm 
vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung 
(vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4 S. 258; Urteil 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1).  
 
4.4 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 

 

 
 
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geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; zum 
Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2 mit weite-
ren Hinweisen). 
 
5. Zur Beurteilung der vorliegend strittigen Frage liegen folgende medizinische Unterlagen 
vor: 
 
5.1 Mit Bericht vom 7. Februar 2020 an den zuständigen Krankentaggeldversicherer diag-
nostizierte der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode. Ab Winter 2019 habe eine 
Überforderung am Arbeitsplatz zu einer depressiven Symptomatik geführt. Konkrete Arbeitsplatz-
probleme spielten als krankheitsfremde Faktoren mit. Der Patient habe Schwierigkeiten, sich ab-
zugrenzen; der lange Arbeitsweg akzentuiere die Erschöpfung. Die Persönlichkeitsanteile des 
Patienten führten zu Hemmungen, sich bei der Arbeit krank zu melden. Die Therapie habe im 
März 2019 begonnen, wobei sich damals bereits klare Anzeichen eines Burnouts feststellen lies-
sen. Der Patient leide insbesondere unter einem Mangel an Frustrationstoleranz, z.B. im Kontakt 
mit Behörden und Versicherungen. Im sozialen und beruflichen Umfeld sei er schnell gereizt und 
habe bloss mangelnde Geduld mit Kindern. Er fühle sich ungerecht behandelt, hilflos, wütend und 
traurig. Die Konzentration sei stark vermindert; das formale Denken sei geordnet, aber leicht ein-
geengt und leicht verlangsamt. Es läge keine Gedächtnisstörung vor. Der Patient sei antriebsarm, 
erhöht müde und freudlos, er habe eine pessimistische Zukunftsperspektive und ein vermindertes 
Selbstwertgefühl. Er leide an Ein- und Durchschlafstörungen, vermindertem Appetit und habe 
Suizidgedanken ohne akute Suizidalität. Die Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit beim 
alten wie auch bei einem anderen Arbeitgeber würde die Gesundheit des Patienten gefährden: 
er sei nicht belastbar, eine Arbeit mit Kindern sei keinesfalls indiziert. Auch in einer administrati-
ven Tätigkeit hätte er Mühe. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei er zu 20% arbeitsfähig. 
 
5.2 Zuhanden der IV-Stelle stellte Dr. E.____ am 13. März 2020 die Diagnose einer rezidi-
vierenden depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome. Der 
Patient habe ihn aufgrund einer Überforderungssituation am Arbeitsplatz im Sommer 2019 auf-
gesucht. Die Arbeitsmenge an der Stelle als Kindererzieher sei zu hoch gewesen. Auch die lan-
gen Arbeitszeiten und der Arbeitsweg seien ihm zu viel gewesen. Er habe sich gegenüber dem 
Management nicht abgrenzen und durchsetzen können. Die Situation habe zu einer depressiven 
Symptomatik geführt. Dem Patient sei es schwer gefallen, einzusehen, dass eine Pause für seine 
Remission nötig gewesen sei, er habe sich selbst unter Druck gesetzt. Dabei hätten psychologi-
sche und Persönlichkeitsaspekte (Leistungsdruck, Selbstunsicherheit, Mangel an Selbstver-
trauen, Versagensangst) eine Rolle gespielt. Aktuell liege eine physische und psychische Er-
schöpfung vor. Die kognitiven Fähigkeiten seien reduziert bzw. verlangsamt. Der Patient sei emo-
tional labil mit einer sehr geringen Frustrationstoleranz und hohen Reizbarkeit. Es liege ein Man-
gel an Coping-Strategien vor. Die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben sei 
beeinträchtigt, der Patient sei mit Alltagsaufgaben überfordert. Ferner seien seine Urteils- und 
Entscheidungsfähigkeiten beeinträchtigt; er treffe Entscheidungen, die für ihn schädlich seien und 

 

 
 
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sei mit seiner Berufswahl momentan überfordert. Es würden wenig Spontanaktivitäten vorgenom-
men, die Kontaktfähigkeit sei eingeschränkt. Ebenso seien die Widerstands- und Durchhaltefä-
higkeiten beeinträchtigt. Aufgrund der Persönlichkeitsstruktur und der depressiven Erkrankung 
sei auch die Selbstbehauptungsfähigkeit eingeschränkt; der Patient habe Schwierigkeiten, sich 
durchzusetzen, könne seine Bedürfnisse und Wünsche nur schlecht äussern und habe grosse 
Mühe, die eigenen Grenzen früh zu erkennen und klar zu kommunizieren. Dadurch sei auch die 
Teamfähigkeit begrenzt. Zurzeit sei der Patient zu 80% arbeitsunfähig. In einem geschützten 
Rahmen könne die Arbeitsfähigkeit stückweise erhöht werden, die Prognose sei optimistisch. Es 
sollte möglich sein, auf Dauer wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit zu erreichen. Es stelle 
sich jedoch die Frage, ob der Patient je wieder als Kindererzieher arbeiten solle. Er verfüge zwar 
über die nötige Qualifikation, aber vielleicht nicht über die adäquaten Eigenschaften bzw. Per-
sönlichkeitszüge. Dies könnte erst nach Remission der depressiven Episode geprüft werden, da 
die depressiven Symptome dabei eine Rolle spielten.  
 
5.3 Dr. E.____ berichtete am 28. Mai 2020 erneut über den Gesundheitszustand des Versi-
cherten. Er profitiere von dem aktuellen Belastbarkeitstraining und könne nun drei Stunden am 
Tag im geschützten Rahmen arbeiten, wobei eine Erhöhung in Aussicht sei. Die aktuelle depres-
sive Symptomatik zeige sich in erster Linie noch stark im kognitiven Bereich mit Vergesslichkeit 
und einem Mangel an Konzentration, sowie auf der affektiven Ebene (Reizbarkeit), wobei der 
Patient diesbezüglich schon viel von der Psychotherapie habe profitieren können.  
 
5.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.____, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, nahm 
am 22. Juni 2020 zum Anspruch auf eine Umschulung aus medizinischer Sicht Stellung. Der Ver-
sicherte schaffe aktuell im Belastbarkeitstraining ein Pensum von ca. 40%, eine weitere Steige-
rung auf 60% solle bis Mitte Juli erfolgen. Es sei mit dem Erreichen einer vollen Belastbarkeit in 
einer angepassten Tätigkeit zu rechnen. In Bezug auf bleibende Einschränkungen hielt 
Dr. F.____ fest, dass aufgrund der Persönlichkeitsstruktur des Versicherten mit unter anderem 
hohen eigenen Leistungsanforderungen und Abgrenzungsschwierigkeiten bei einer weiteren Tä-
tigkeit als Fachmann Betreuung mit weiteren schweren depressiven Episoden zu rechnen sei, die 
zu einer mindestens 20%igen Einschränkung und möglicherweise gar zu einer Invalidisierung 
führen könnten. Laut dem behandelnden Psychiater seien neben der depressiven Symptomatik 
auch Persönlichkeitsaspekte (unter anderem hoher Leistungsanspruch, vermindertes Selbstwert-
gefühl, verminderte Frustrationstoleranz gegenüber Dritten, fehlende Coping-Strategien) zu be-
rücksichtigen, wobei diese Persönlichkeitsaspekte während der noch vorhandenen depressiven 
Symptomatik nicht abschliessend beurteilt werden könnten, sich aber mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit gegenseitig verstärken. Inwieweit die Hörbeeinträchtigung, welche nach Angaben 
des Versicherten mittels Hörgerätversorgung gut kompensiert sei, zusätzlich wesentlich sei, 
könne mangels medizinischer Unterlagen nicht beurteilt werden. Im Sinne eines negativen Zu-
mutbarkeitsprofils seien dem Versicherten keine Tätigkeit im Bereich Pflege, Betreuung oder So-
ziales, keine Tätigkeit in Wechselschicht und/oder Nachtarbeit sowie aufgrund der ebenfalls vor-
handenen Hörbeeinträchtigung keine Tätigkeit in lauter Arbeitsumgebung zu empfehlen. Zumut-
bar sei ihm indes jede Tätigkeit, die keine Verantwortungs-, Erziehungs- oder Betreuungsfunkti-
onen für Dritte beinhalte. Die Hörbeeinträchtigung sei bei der Wahl der Tätigkeit zu berücksichti-

 

 
 
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gen. Zusammenfassend sei ein Umschulungsanspruch gegeben, wobei eine Ausbildung im Be-
reich Pflege, Betreuung und Soziales als nicht leidensangepasst anzusehen sei, in diesem Sinne 
auch nicht die vom Versicherten angestrebte Ausbildung zum Sozialpädagogen HF.  
 
6. Beachtenswert für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind ausserdem folgende Ak-
tenstücke: 
 
6.1 Im Abschlussbericht zur Eingliederungsmassnahme vom 3. Juli 2020 führte die zustän-
dige Berufsberaterin aus, dass der Versicherte beim Belastbarkeitstraining sehr motiviert gewe-
sen sei und die Pensensteigerung schneller als geplant habe umsetzen können. Die Eingliede-
rung in den ersten Arbeitsmarkt sei nach einer passenden Umschulung vollumfänglich zumutbar. 
Der Versicherte bringe gute Ressourcen mit. Gemäss Einschätzung des RAD seien Tätigkeiten 
im Bereich Pflege, Betreuung und Soziales sowie mit Wechselschicht und/oder Nachtarbeit sowie 
in lauter Arbeitsumgebung ausgeschlossen. Voraussetzung für ein erneutes Gesuch sei deshalb 
die Bereitschaft, sich auf eine angepasste Berufswahl einzulassen. Der Versicherte sei darüber 
informiert worden, dass eine Umschulung zum Sozialpädagogen HF von der IV nicht unterstützt 
werde. Er wolle dennoch an der geplanten Ausbildung festhalten und werde per 15. Juli 2020 ein 
entsprechendes Praktikum antreten und ab August 2020 die Schule besuchen. 
 
6.2 Aus dem definitiven Bericht über die Eingliederungsmassnahme vom 28. Juli 2020 geht 
hervor, dass das Belastbarkeitstraining Arbeiten in der Büroumgebung umfasste. Der Versicherte 
habe die Abläufe schnell gelernt oder sich selbstständig Hilfe geholt. Er sei in der Abteilung beliebt 
gewesen und habe sich wohl gefühlt. Eine Rückkehr in den Beruf mit Kindern oder starker Aus-
richtung auf Menschen könne er sich nach eigenen Angaben nicht mehr vorstellen. Vielmehr 
wünsche er sich für die Zukunft eine Umgebung, wo er mit Menschen zu tun habe, aber auch 
administrative Arbeiten verrichten könne. Die bisherige Aufgabe als Kinderbetreuer sei für ihn 
eine Überforderung gewesen. Er würde am liebsten eine Ausbildung in Sozialarbeit anvisieren, 
da er dort auch einige administrativen Aufgaben zu verrichten hätte. Er sei sich bewusst, dass er 
diesen Weg eventuell ohne Unterstützung der IV gehen müsse. Der Versicherte sei nach Ab-
schluss der Eingliederungsmassnahme vermittelbar. Es könne erwartet werden, dass er nach 
Aufbau des Pensums wieder zu mindestens 80% im ersten Arbeitsmarkt oder in einer Ausbildung 
integriert werden könne.  
 
7. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 
2020 vollumfänglich auf die Einschätzung ihrer RAD-Ärztin Dr. F.____ vom 22. Juni 2020. Sie 
ging demzufolge davon aus, dass der Beruf des Sozialpädagogen HF nicht leidensangepasst sei 
und lehnte die Übernahme der Kosten der Umschulung unter Hinweis auf die Verhältnismässig-
keit ab. Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Auffassung, dass das von der RAD-
Ärztin definierte negative Zumutbarkeitsprofil (Ausschluss sämtlicher Tätigkeiten im sozialen Be-
reich) unverhältnismässig sei und eine objektive Eingliederungsfähigkeit zumindest teilweise be-
stehe.  
7.1 Wie in Erwägung 4.4 hiervor ausgeführt, ist den Beurteilungen der (versicherungsinter-
nen) RAD-Ärzten Beweiskraft zuzuerkennen, sofern keine auch nur geringen Zweifel an ihrer 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. Solche Zweifel liegen bei der Einschätzung von 

 

 
 
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Dr. F.____ vom 22. Juni 2020 nicht vor. Die RAD-Ärztin stützte sich bei ihrer Beurteilung auf die 
Einschätzungen und Aussagen des behandelnden Arztes Dr. E.____. Abweichende medizinische 
Meinungen finden sich in den Akten nicht. Auch die Beschreibung des Zumutbarkeitsprofils er-
weist sich als einleuchtend, zumal sie die mehrfach festgestellten Einschränkungen des Be-
schwerdeführers berücksichtigt. Die mangelnde Abgrenzungsfähigkeit und fehlenden Coping-
Strategien, reduzierte Durchsetzungsfähigkeit und Frustrationstoleranz, Reizbarkeit und fehlende 
Geduld sprechen nachvollziehbar gegen eine Tätigkeit des Beschwerdeführers in einem sozialen, 
pflegenden oder Betreuungsberuf. Dass die RAD-Ärztin überdies Tätigkeiten in Wechselschicht 
und/oder Nachtarbeit als unzumutbar erachtet, vermag ebenfalls zu überzeugen, da der Be-
schwerdeführer im Rahmen der psychiatrischen Behandlung auch die langen Arbeitszeiten und 
den Arbeitsweg beklagte. Eine Berücksichtigung der Hörbeeinträchtigung erscheint ferner als 
sinnvoll. Auch unter diesen Gesichtspunkten erscheint der Ausschluss von Pflege-, Betreuungs- 
und Sozialberufen als einleuchtend. Das von Dr. F.____ definierte Zumutbarkeitsprofil erweist 
sich damit als schlüssig und überzeugend, weshalb darauf abgestellt werden kann. Letztlich spielt 
dabei keine Rolle, ob die Einschränkungen des Beschwerdeführers auf seine Persönlichkeits-
struktur oder auf die depressive Episode zurückzuführen sind. Im massgeblichen Prüfungszeit-
punkt waren die Einschränkungen vorhanden und somit bei der Beschreibung einer leidensan-
gepassten Tätigkeit zu berücksichtigen.  
 
7.2 Dass aufgrund des umschriebenen Zumutbarkeitsprofils der konkret umstrittene Beruf 
als Sozialpädagoge HF als unzumutbar erachtet wurde, vermag ebenfalls zu überzeugen. Ge-
mäss Berufsbild (www.berufsberatung.ch) begleiten, aktivieren, fördern und erziehen Sozialpä-
dagogen HF Menschen, die kurz- oder längerfristig nicht in der Lage sind, ihr Leben alleine zu 
bewältigen. Sie arbeiten in Heimen, Wohngemeinschaften, Werkstätten und Einrichtungen wie 
Tageskliniken, Notschlafstellen oder Gefängnissen, wobei auch Tätigkeiten im ambulanten Be-
reich (Beratungsstellen, Integrations- und Kriseninterventionsprojekte, Horte und Schulen) mög-
lich sind. Als Anforderungen werden neben der Freude am Kontakt mit Menschen und einem 
hohen Verantwortungsbewusstsein auch ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und psychi-
sche und physische Belastbarkeit angegeben. Die Informationsbroschüre der Schweizerischen 
Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales (Savoir Social) nennt als persönliche Voraussetzung 
für den Beruf als Sozialpädagoge HF unter anderem ebenfalls eine körperliche und psychische 
Belastbarkeit sowie eine Offenheit gegenüber unregelmässigen Arbeitszeiten. Damit umfasst der 
Beruf des Sozialpädagogen HF diverse Aspekte und Anforderungen, die dem von der RAD-Ärztin 
definierten Zumutbarkeitsprofil zuwiderlaufen. Die Arbeit als Sozialpädagoge HF ist nach dem 
Ausgeführten nicht leidensangepasst und eine Umschulung in diesen Beruf ist letztlich nicht ge-
eignet, das Eingliederungsziel zu erreichen. 
 
7.3 Daran vermögen auch die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu ändern. Er 
scheint im Rahmen der Beschwerde betonen zu wollen, dass insbesondere die Lärmbelastung 
und das «Kindergeschrei» zur Überforderungssituation im angestammten Beruf geführt hatte. 
Dies entspricht indessen nicht den echtzeitlichen medizinischen Akten, in denen insbesondere 
Abgrenzungs- und Durchsetzungsschwierigkeiten, die langen Arbeitszeiten inklusive Arbeitsweg 
sowie eine geringe Frustrationstoleranz als Probleme bezeichnet wurden. Dass die Ausbildung 
zum Sozialpädagogen – wie der Beschwerdeführer vorbringt – gerade die Abgrenzungsfähigkeit 

 

 
 
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fördert, vermag nichts an der Tatsache zu ändern, dass der Beruf im massgebenden Beurtei-
lungszeitpunkt nicht leidensangepasst ist. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer aus sei-
ner bisherigen Tätigkeit als Kleinkindbetreuer und den Ergebnissen des Belastungstrainings et-
was zu seinen Gunsten abzuleiten. Sofern er vorbringt, dass seine Eignung zu einem sozialen 
Beruf aus der bisherigen Tätigkeit hervorgehe, ist ihm entgegenzuhalten, dass gerade diese an-
gestammte Tätigkeit als nicht mehr zumutbar erachtet wurde. Die Tätigkeiten des Beschwerde-
führers im Rahmen des sehr erfolgreich abgeschlossenen Belastungstrainings umfassten aus-
schliesslich Tätigkeiten, die gemäss dem Zumutbarkeitsprofil leidensangepasst sind, insbeson-
dere Büroarbeiten. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat der Beschwerdeführer den Pro-
bezeitbericht seiner Ausbildungsstätte vom 14. Dezember 2020 eingereicht, um zu belegen, dass 
er die Ausbildung erfolgreich meistere. Dabei verkennt er jedoch, dass die Beschwerdegegnerin 
und das Kantonsgericht nicht zu prüfen haben, ob der Beschwerdeführer geeignet ist, die Ausbil-
dung zum Sozialpädagogen zu absolvieren. Vielmehr geht es um die Frage, ob der Beruf als 
Sozialpädagoge für den Beschwerdeführer geeignet ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
15. September 2016, 9C_14/2016, E. 4.1). Darüber sagt der Probezeitbericht entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers letztlich nichts aus. Insbesondere vermag er an der Beweiskraft 
der Einschätzung des RAD nichts zu ändern. Im Übrigen ist der Probezeitbericht nach dem für 
die vorliegende Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses ergangen, wes-
halb er im vorliegenden Verfahren ohnehin nicht zu berücksichtigen wäre (BGE 129 V 4 E. 1.2 
mit Hinweis). 
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Bericht der RAD-Ärztin Dr. F.____ beweis-
kräftig ist und die Beschwerdegegnerin darauf abstellen durfte. Dementsprechend sind dem Be-
schwerdeführer Arbeiten im sozialen, Pflege- und Betreuungsbereich nicht mehr zumutbar. Diese 
Unzumutbarkeit erstreckt sich auch auf den Beruf als Sozialpädagoge HF. Dem Beschwerdefüh-
rer fehlt es somit bezüglich des Berufs als Sozialpädagoge HF an der objektiven Eingliederungs-
fähigkeit. Damit ist eine Umschulung in diesen Beruf nicht geeignet, das Eingliederungsziel (Wie-
derherstellung bzw. Erhaltung der Erwerbsfähigkeit) zu erreichen und kann von der IV somit nicht 
gewährt werden. Dem Beschwerdeführer ist zwar zugute zu halten, dass er sich selbstständig 
und motiviert um seine Wiedereingliederung kümmert, indessen entsteht daraus kein Anspruch 
auf Unterstützung durch die IV. Wie in Erwägung 3.4 hiervor ausgeführt, können die Berufsnei-
gungen der versicherten Person für den Anspruch auf eine Umschulung nicht ausschlaggebend 
sein. Die Verfügung vom 7. Oktober 2020 erweist sich damit als korrekt und die Beschwerde ist 
nach dem Ausgeführten abzuweisen. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘ 000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb 
ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss 

 

 
 
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in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Bei die diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Partei-
entschädigung ausgerichtet.  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 
800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
 
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