# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cb2fda2-2c1a-5223-bac2-5e9e83756c1a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.11.2014 S 2014 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-86_2014-11-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 86

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar ad hoc Decurtins

URTEIL
vom 11. November 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.      ,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

- 2 -

1. A._____, gemäss eigenen Angaben ungelernt und zuletzt als 

Gerüstbauer tätig, meldete am 16. Oktober 2013 einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab dem 

1. Dezember 2013 an.

2. Am 10. März 2014 forderte ihn das zuständige Regionale 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) auf, sich bei der Firma B._____ AG in 

O.1_____ auf eine offene Stelle zu bewerben. Am 11. März 2014 teilte die 

potentielle Arbeitgeberin dem RAV mit, der Versicherte hätte sich 

gemeldet und sei auch zum Vorstellungsgespräch erschienen, allerdings 

ohne Bewerbungsunterlagen. Zudem habe der Versicherte ihr mitgeteilt, 

dass er nur bereit sei, ab 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu arbeiten.

3. Auf die Aufforderung zur Stellungnahme vom 13. März 2014 durch das 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) führte A._____ 

aus, dass man ihm anlässlich des Vorstellungsgesprächs mitgeteilt habe, 

dass unter Umständen von morgens 05.00 Uhr bis abends 20.00/21.00 

Uhr gearbeitet werde. Da er kein Auto besitze, sei es ihm nicht möglich, 

so früh in O.1_____ zu sein. Er habe auch erwähnt, dass er von 07.00 

Uhr bis ca. 17.00 Uhr arbeiten könne, womit der Arbeitgeber nicht 

einverstanden gewesen sei.

4. Mit Verfügung vom 14. April 2014 stellte das KIGA A._____ für 37 Tage in 

der Anspruchsberechtigung ein, da dieser durch sein Verhalten die ihm 

zugewiesene Stelle faktisch abgelehnt habe. In seiner dagegen 

erhobenen Einsprache vom 23. April 2014 ergänzte A._____ die 

Vorbringen in seiner Stellungnahme insofern, als er Herrn D._____ am 

Vorstellungsgespräch darauf hingewiesen habe, dass er ab dem 1. Mai 

2014 eine Festanstellung habe und daher nur eine befristete Stelle 

annehmen könne, womit dieser nicht einverstanden gewesen sei. In der 

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Beilage reichte er dem KIGA eine Liste mit Personen aus seinem 

Bekanntenkreis ein, welche ihm gegenüber unterschriftlich bestätigt 

hatten, dass sie „auch auf Grund der Arbeitszeiten bei der Firma B._____ 

in O.1_____ gekündigt“ hätten.

5. Mit Schreiben vom 7. Mai 2014 forderte das KIGA A._____ auf, die 

entsprechenden Nachweise für das behauptete, ab dem 1. Mai 2014 

bestehende Anstellungsverhältnis bei der Firma C._____ GmbH 

einzureichen. Daraufhin ging beim KIGA am 8. Mai 2014 ein Schreiben 

von E._____, dem Geschäftsführer der Firma C._____ GmbH, ein, in 

welchem dieser bestätigte, A._____ anlässlich eines 

Bewerbungsgesprächs vom 1. April 2014 eine Festanstellung per 1. Mai 

2014 in Aussicht gestellt und diesen schliesslich – nachdem die 

Geschäftslage dies endlich zugelassen habe – per 1. Juni 2014 angestellt 

zu haben. 

6. Mit Entscheid vom 13. Juni 2014 wies das KIGA die Einsprache gegen 

ihre Einstellungsverfügung ab. Da das Bewerbungsgespräch bei der 

Firma C._____ GmbH erst am 1. April 2014 stattgefunden habe, habe 

A._____ zum Zeitpunkt des Vorstellungsgesprächs bei der Firma B._____ 

AG am 13. März 2014 noch gar keine Stelle in Aussicht gehabt. Folglich 

habe er sich – nebst seinen Aussagen betreffend die Arbeitszeiten – ein 

zweites Mal zu Unrecht nur eingeschränkt zur Verfügung gestellt.

7. Gegen diesen negativen Einspracheentscheid erhob A._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Juli 2014 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Begründend führte er aus, 

dass er gegenüber der B._____ AG lediglich gesagt habe, er könne nicht 

schon um 05.00 oder 06.00 Uhr anfangen, da er kein Auto besitze und so 

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früh noch keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren würden. Aufgrund 

seiner langjährigen Erfahrung im Beruf sei er sich bewusst, dass es Tage 

gebe, an welchen man länger arbeiten müsse. Die Saisonstelle bei der 

C._____ GmbH sei ihm schon vor dem Gespräch vom 1. April 2014 

mehrfach mündlich zugesichert worden, und der Arbeitsbeginn sei erst 

kurzfristig vom 1. Mai auf den 1. Juni 2014 verschoben worden. Der 

Grund für das Nichtzustandekommen des Arbeitsvertrages mit der 

B._____ AG habe darin bestanden, dass Herr D._____ an einer auf einen 

Monat befristeten Anstellung nicht interessiert gewesen sei, weshalb ihn 

kein Verschulden treffe. Er sei schon so lange auf Jobsuche, dass er die 

Stelle – wenn auch nur befristet – sicher angenommen hätte; bezüglich 

der Arbeitszeiten hätte man sicher eine Lösung finden können. Als 

Beilage zu seiner Beschwerdeschrift liess er dem Gericht ein erneutes 

Schreiben der C._____ GmbH zukommen, in welchem E._____ 

bestätigte, dem Beschwerdeführer schon vor dem Vorstellungsgespräch 

bei der B._____ AG eine Festanstellung per 1. Mai 2014 mündlich 

zugesichert zu haben.

8. In seiner Stellungnahme vom 25. Juli 2014 beantragte das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. Gemäss der Rückmeldung der B._____ AG sei das 

Arbeitsverhältnis deshalb nicht zustande gekommen, weil der 

Beschwerdeführer anlässlich des Vorstellungsgesprächs deponiert habe, 

nur zwischen 07.00 und 17.00 Uhr arbeiten zu können. Gemäss 

Fahrplanauskunft sei der Arbeitsort O.1_____ von O.2_____ am Morgen 

jedoch bereits um 05.04 Uhr mit dem Zug erreichbar, was den 

entsprechenden Einwand des Beschwerdeführers vollständig entkräfte. 

Dem Beschwerdeführer hätte zudem bewusst sein müssen, dass er seine 

Arbeitskraft in einem Baubetrieb auch einmal vor 07.00 Uhr oder nach 

17.00 Uhr zur Verfügung stellen müsse. Die von der C._____ GmbH 

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zugesicherte Anstellung sei für den Nichterhalt der Stelle bei der B._____ 

AG offenbar nicht ausschlaggebend gewesen. Folglich hätte der 

Beschwerdeführer seine Arbeitslosigkeit bereits Mitte März beenden 

können, wenn er anlässlich des Vorstellungsgesprächs bei der B._____ 

AG seinen Willen zum Vertragsabschluss unmissverständlich bekundet 

hätte.

9. Nachdem sich der Beschwerdeführer innert der angesetzten Frist zur 

Stellungnahme des Beschwerdegegners nicht geäussert hatte, erklärte 

die Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel mit prozessleitender 

Verfügung vom 29. August 2014 als abgeschlossen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 13. Juni 2014. Gegen solche 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) 

in Verbindung mit Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. 

Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 

welchem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da der Beschwerdeführer in 

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O.2_____ wohnt, ist das angerufene Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden als Versicherungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden 

Angelegenheit örtlich zuständig. Die sachliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG in Verbindung mit 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Der Beschwerdeführer ist 

als formeller und materieller Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 59 ATSG), weshalb auf die im Übrigen form- und 

fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2. a) Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob der Beschwerdeführer zu 

Recht für 37 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist, 

weil er eine zugewiesene Stelle faktisch abgelehnt haben soll. Gemäss 

Art. 17 AVIG muss der Versicherte, der Versicherungsleistungen 

beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 

Zumutbare unternehmen, um seine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu 

verkürzen. Insbesondere ist er verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls 

auch ausserhalb seines bisherigen Berufes, und er muss seine 

Bemühungen nachweisen können (Abs. 1). Er muss zudem eine ihm 

vermittelte zumutbare Arbeit annehmen (Abs. 3); tut er dies nicht, 

verursacht er schuldhaft einen Schaden im Sinne des 

Sozialversicherungsrechts, was grundsätzlich gestützt auf Art. 30 Abs. 1 

lit. d AVIG eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung zur Folge hat. 

Der Einstellungstatbestand der Nichtannahme einer zugewiesenen 

zumutbaren Arbeit ist auch dann erfüllt, wenn eine versicherte Person die 

Arbeit zwar nicht ausdrücklich ablehnt, es durch ihr Verhalten aber in Kauf 

nimmt, dass die Stelle anderweitig besetzt wird (CHOPARD, Die Einstellung 

in der Anspruchsberechtigung, Diss., Zürich 1998, S. 148). Arbeitslose 

Versicherte haben bei den Verhandlungen mit dem künftigen Arbeitgeber 

klar und eindeutig die Bereitschaft zum Vertragsabschluss zu bekunden, 

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um die Beendigung der Arbeitslosigkeit nicht zu gefährden (BGE 122 V 

34 E.3b; Urteil des Bundesgerichts C 191/98 vom 11. Januar 2000 E.2a 

mit weiteren Hinweisen). Zwecks Schadensminderung hat ein 

Versicherter grundsätzlich jede Arbeit anzunehmen (Art. 16 Abs. 1 AVIG), 

es sei denn, die Arbeit sei aus den in Art. 16 Abs. 2 AVIG abschliessend 

aufgeführten Gründen als unzumutbar zu qualifizieren und daher von der 

Annahmepflicht ausgenommen. 

b) Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die 

Schadensminderungspflicht der Versicherten durchzusetzen. Sie hat die 

Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, 

welche die Versicherten hätten vermeiden oder vermindern können. Als 

versicherungsrechtliche Sanktion bezweckt sie die angemessene 

Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden, den sie durch ihr 

Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter Weise natürlich 

und adäquat kausal verursacht hat. Als Verwaltungssanktion ist die 

Einstellung vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und 

Verschuldensprinzip beherrscht. Ein Selbstverschulden der versicherten 

Person liegt vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der 

Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in 

einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen 

vermeidbaren Verhalten liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 

übernimmt. In beweisrechtlicher Hinsicht muss der Einstellungstatbestand 

mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts 

C 191/98 vom 11. Januar 2000 E.2b m.w.H.; vgl. auch BGE 133 V 89 

E.6.2.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt 

den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen für die wahrscheinlichste hält (Urteil des 

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Bundesgerichts 8C_38/2012 vom 10. April 2012 E.3.4.1; vgl. auch BGE 

125 V 193 E.2, 121 V 45 E.2a). Zwar ist das Sozialversicherungsrecht 

vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, was die Beweislast im Sinne 

einer Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst. Im So-

zialversicherungsprozess tragen die Parteien jedoch insofern eine 

Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E.3b m.w.H., 138 V 

218 E.6). Eine Beweislosigkeit liegt namentlich erst dann vor, wenn auch 

von weiteren Beweismassnahmen, insbesondere von der Abnahme der 

von den Parteien angebotenen Beweise, keine Erkenntnisse zu erwarten 

sind, aufgrund derer sich der rechtserhebliche Sachverhalt mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen lässt 

(antizipierte Beweiswürdigung, vgl. dazu BGE 124 V 9 E.4b, 122 V 157 

E.1d m.w.H. sowie zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts C 102/06 vom 

30. Januar 2007 E.4.2.2).

3. a) Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer der Aufforderung des RAV 

nachgekommen war und sich bei der B._____ AG vorgestellt hatte. Dass 

es in der Folge nicht zu einer Anstellung gekommen war, lag gemäss der 

Rückmeldung der B._____ AG daran, dass der Beschwerdeführer 

anlässlich des Vorstellungsgesprächs – angesprochen auf potentielle 

Arbeitszeiten von 05.00 bis 21.00 Uhr – ausgeführt habe, dass er nur von 

07.00 bis 17.00 Uhr arbeiten könne (vgl. beschwerdegegnerische Beilage 

[Bg-act.] 5). In seiner Stellungnahme vom 25. März 2014 bestätigte der 

Beschwerdeführer selbst, diese Aussage getätigt zu haben (vgl. Bg-act. 

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7). Seine diesbezügliche Begründung, wonach er über kein Auto verfüge 

und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht bereits um 05.00 Uhr in 

O.1_____ sein könne, verfängt indes nicht. Nachweislich verkehrt der Zug 

ab O.2_____ nämlich bereits ab 04.48 Uhr mit Ankunft in O.1_____ um 

05.04 Uhr, während eine Rückfahrt nach 20.00 Uhr ohnehin kein Problem 

darstellt. Da der Beschwerdeführer gemäss den Akten und auch gemäss 

eigenen Angaben schon früher und auch zuletzt als Gerüstbauer und 

damit im Baugewerbe tätig war, hätte er wissen müssen, dass seine 

Arbeitskraft im Baugewerbe - wenn es die Umstände erfordern und 

insbesondere in der Bauhauptsaison - auch bereits vor 07.00 oder nach 

17.00 Uhr gefragt sein würde und dass eine entsprechende Weigerung, 

sich auch ausserhalb dieser Arbeitszeiten zur Verfügung zu stellen, einer 

Anstellung möglicherweise entgegenstehen würde.

b) In seiner Einsprache vom 23. April 2014 gegen die Einstellungsverfügung 

brachte der Beschwerdeführer sodann erstmals vor, dass das 

Anstellungsverhältnis deshalb nicht zustande gekommen sei, weil er die 

potentielle Arbeitgeberin darüber informiert habe, dass er per 1. Mai 2014 

eine Festanstellung bei der C._____ GmbH antreten werde und Herr 

D._____ an einer (auf einen Monat) befristeten Anstellung nicht 

interessiert gewesen sei. Aus den Akten geht hervor, dass dem 

Beschwerdeführer eine feste Stelle per 1. Mai 2014 bei der C._____ 

GmbH zugesichert und dass er schliesslich per 1. Juni 2014 angestellt 

wurde (vgl. den Arbeitsvertrag vom 1. Mai 2014 [Bg-act. 12], das 

Bestätigungsschreiben von E._____ vom 8. Mai 2014 [Bg-act. 11] sowie 

ein weiteres undatiertes Bestätigungsschreiben von E._____ 

[beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] 2]). Unklar ist jedoch, zu 

welchem Zeitpunkt ihm diese Anstellung in Aussicht gestellt worden war, 

mithin vor oder nach dem Vorstellungsgespräch bei der B._____ AG am 

11. März 2014. Die Argumentationslinie des Beschwerdeführers wäre nur 

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dann schlüssig, wenn er die Zusage für die Stelle bei der C._____ GmbH 

– wie er nunmehr mit der Einreichung eines zweiten, undatierten 

Bestätigungsschreibens dieser Firma geltend macht – bereits vor dem 

Vorstellungstermin bei der B._____ AG am 11. März 2014 erhalten hätte. 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der Beweiswert dieses zweiten 

Bestätigungsschreibens insofern gering ist, als es dem ersten 

Bestätigungsschreiben vom 8. Mai 2014, welches der Beschwerdeführer 

auf Aufforderung des Beschwerdegegners eingereicht hatte, bezüglich 

des Termins der Zusicherung widerspricht (in jenem Schreiben wurde der 

1. April 2014, also ein Termin nach dem Vorstellungsgespräch bei der 

B._____ AG angegeben, vgl. Bg-act. 11) und überdies erst zusammen mit 

der vorliegenden Beschwerde und damit nach Erlass des angefochtenen 

Einspracheentscheids ins Recht gelegt worden ist. Damit kann nämlich 

nicht ausgeschlossen werden, dass bei diesem zweiten 

Bestätigungsschreiben auch versicherungsrechtliche Überlegungen eine 

Rolle gespielt haben könnten.

Letztlich kann diese Frage indes offen gelassen werden. In der 

Rückmeldung der Firma B._____ AG vom 11. März 2014 wurde das 

Nichtzustandekommen des Arbeitsverhältnisses nämlich lediglich mit den 

unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Arbeitszeiten begründet 

(vgl. Bg-act. 5 sowie vorstehend Erwägung 3a), während eine angeblich 

zur Debatte gestandene befristete Anstellung mit keinem Wort erwähnt 

wurde. Wenn die Tatsache, dass die Arbeitskraft des Beschwerdeführers 

lediglich befristet für einen Monat zur Verfügung gestanden hätte, für die 

potentielle Arbeitgeberin ausschlaggebend gewesen wäre, so ist davon 

auszugehen, dass sie dies in ihrer Rückmeldung vom 11. März 2014 an 

den Beschwerdegegner (vgl. Bg-act. 5) auch so festgehalten hätte. In 

diesem Zusammenhang stellt der Beschwerdeführer einen sinngemässen 

Antrag auf eine Befragung von Herrn D._____. Diesem Antrag ist im 

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Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. dazu vorstehend 

Erwägung 2b) jedoch nicht stattzugeben, da die Gründe für die 

Nichtanstellung schriftlich vorliegen und daher von einer 

Zeugenbefragung keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten wären. 

Zudem zeigen bereits die anlässlich des Vorstellungsgesprächs 

gemachten Äusserungen des Beschwerdeführers in Bezug auf die 

Arbeitszeiten (vgl. vorstehend Erwägung 3a), dass er seine Bereitschaft 

zum Vertragsabschluss gegenüber der potentiellen Arbeitgeberin nicht 

klar und eindeutig bekundet hat.

c) Unzumutbarkeitsgründe im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. a-i AVIG, 

aufgrund welcher der Beschwerdeführer allenfalls berechtigt gewesen 

wäre, die ihm zugewiesene Stelle abzulehnen, macht er nicht 

ausdrücklich geltend. In seiner Beschwerde weist er lediglich auf einen im 

letzten Jahr erlittenen Unfall hin, bei welchem er sich an der Hand einen 

Knochenbruch zugezogen habe. Er sei schon seit längerem auf der 

Suche nach einem neuen Job, und wenn er lange arbeiten müsse, 

verspüre er Schmerzen. Der Beschwerdeführer macht aber zu Recht 

nicht geltend, dass er deswegen nicht als Gerüstbauer arbeiten könne. 

Schliesslich hat er ja auch per 1. Juni 2014 eine Stelle bei der C._____ 

GmbH angetreten. Zudem ergibt sich aus dem mit der Beschwerde 

eingereichten Bericht des Kantonsspitals Graubünden vom 8. November 

2013, dass er als Gerüstbauer schon ab dem 18. November 2013 nicht 

mehr als arbeitsunfähig galt (vgl. Bf-act. 3). Der Beschwerdeführer hätte 

somit alles unternehmen müssen, um die zugewiesene Stelle zu erhalten 

bzw. sich so zu verhalten, dass einem Vertragsschluss nichts im Wege 

gestanden hätte.

4. a) Auch wenn vom Beschwerdeführer nicht explizit beanstandet, bleibt zu 

prüfen, ob der angefochtene Entscheid auch hinsichtlich der 

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Einstellungsdauer von 37 Tagen rechtens ist. Gemäss Art. 30 Abs. 3 

AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach dem Grad des 

Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis 15 Tage bei 

leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei 

schwerem Verschuldeten (Art. 45 Abs. 3 der Verordnung über die 

obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 

[AVIV; SR 837.02]). Ein schweres Verschulden liegt gemäss Art. 45 

Abs. 4 AVIV unter anderem dann vor, wenn die versicherte Person ohne 

entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat. Da es sich 

dabei naturgemäss um einen Ermessensentscheid handelt, bei welchem 

den Verfügungsinstanzen ein grosser Ermessungsspielraum zusteht, ist 

dem Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der Einstellungsdauer 

Zurückhaltung geboten (BGE 126 V 353 E.5d; Urteil des Bundesgerichts 

8C_22/2008 vom 5. März 2008 E.3). Es darf sein Ermessen nicht ohne 

triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern 

muss sich bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche 

eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (BGE 126 V 353 E.5d; 123 V 150 E.2 mit weiteren Hinweisen).

b) Die im vorliegenden Fall angeordnete Einstellungsdauer von 37 Tagen 

bewegt sich im unteren Bereich des dargelegten Rahmens für ein 

schweres Verschulden und es sind keine Gründe ersichtlich, welche ein 

Abweichen rechtfertigen würden. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Umstände sowie in Anlehnung an die AVIG-Praxis des Staatssekretariats 

für Wirtschaft (SECO) über die Arbeitslosenentschädigung vom Januar 

2014 (AVIG-Praxis ALE) D72 Ziff.2B, wonach die erstmalige Ablehnung 

einer zugewiesenen zumutbaren unbefristeten Stelle mit 31 bis 45 

Einstellungstagen zu sanktionieren sei, ist die Dauer der Einstellung in 

der verfügten Höhe nicht zu beanstanden und dem Verschulden des 

Beschwerdeführers angemessen.

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5. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Nichtzustandekommen 

einer Anstellung bei der B._____ AG und damit das Andauern der 

Arbeitslosigkeit nicht einem objektiven Faktor, nämlich der per 1. Mai 

2014 bereits zugesicherten Stelle bei der C._____ GmbH, sondern der 

verweigernden Haltung des Beschwerdeführers zuzuschreiben war. 

Damit hat der Beschwerdeführer nicht alles ihm Zumutbare 

unternommen, um die ihm zugewiesene Stelle zu erhalten. Auch die dafür 

ausgesprochene Einstellungsdauer von 37 Tagen erscheint als 

angemessen. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser im Falle von leichtsinniger oder 

mutwilliger Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten 

erhoben werden. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]