# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d08cac60-2004-566e-9fca-8964bf55bedc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.01.2019 200 2018 786
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-786_2019-01-11.pdf

## Full Text

200 18 786 AHV
SCP/ABE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Januar 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________ AG
c/o B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. September 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, AHV/18/786, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die A.________ AG (nachfolgend: A.________ AG bzw. Beschwerdeführe-
rin) ist der Ausgleichskasse C.________ (nachfolgend: Ausgleichskasse 
bzw. Beschwerdegegnerin) angeschlossen (vgl. Antwortbeilage [AB] 15). 
Einziges Mitglied des Verwaltungsrats der A.________ AG ist B.________. 
Bis im Dezember 2016 hatte das Unternehmen unter D.________ AG 
(nachfolgend: D.________ AG) firmiert und bis im April 2017 war 
E.________ Verwaltungsratsmitglied mit Kollektivunterschrift zu zweien 
gewesen (vgl. Auszüge aus dem Schweizerischen Handelsamtsblatt 
[SHAB] und dem Handelsregisteramt [in den Gerichtsakten]).

Nachdem die F.________ (nachfolgend: F.________) anlässlich einer 
Lohnrevision vom 16. Januar 2018 diverse Barbezüge von E.________ 
festgestellt hatte, stellte sie der A.________ AG in Aussicht, die Bezüge 
nachträglich als prämienpflichtigen Lohn aufzurechnen (vgl. E-Mail vom 25. 
Mai 2018 [AB 17]). Darüber orientierte sie die Ausgleichskasse mit E-Mail 
vom 14. Juni 2018 (AB 17).

Am 4. Juli 2018 veranlasste auch die Ausgleichskasse eine Arbeitgeber-
kontrolle für den Zeitraum von 2014 bis 2016 (AB 6, 16). Mit Verfügung 
vom 24. Juli 2018 (AB 15) hielt sie fest, gestützt auf die Buchführungsprü-
fung habe sie eine Korrektur des Abrechnungsbetrags vorgenommen; die 
Differenz belaufe sich auf Fr. 57‘505.--. Diesen Betrag (AHV-/IV-/EO-
Beiträge, Verwaltungskosten, ALV- und FAK-Beiträge) stellte die Aus-
gleichskasse der A.________ AG gleichentags in Rechnung (Beilagen zu 
AB 15).

Die dagegen erhobene Einsprache (AB 4, 14) wies die Ausgleichskasse mit 
Einspracheentscheid vom 24. September 2018 (AB 3, 13) ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Jan. 2019, AHV/18/786, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die A.________ AG am 22. Oktober 2018 Beschwerde 
mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 
und es sei festzustellen, dass die fraglichen Bezüge von E.________ nicht 
AHV-pflichtigen Lohn darstellten. Zur Begründung wird im Wesentlichen 
geltend gemacht, bei den entsprechenden Zahlungen handle es sich 
hauptsächlich um Darlehensbeträge, worauf keine Beiträge geschuldet 
seien. Zur Ermittlung des Lohns bzw. des Einkommens sei auf die (noch 
ausstehende) Steuerveranlagung abzustellen.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. November 2018 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. November 2018 stellte der
Instruktionsrichter fest, dass die Verwaltungsakten – entgegen richterlicher 
Anordnung vom 25. Oktober 2018 – nicht vollständig eingereicht worden 
seien. Er forderte die Beschwerdegegnerin auf, die seit dem Jahr 2014 
betreffend die Beschwerdeführerin erstellten vollständigen Akten im Origi-
nal nachzureichen.

Nach telefonischer Rückfrage (vgl. Telefonnotiz vom 28. November 2018 
[in den Gerichtsakten]) reichte die Beschwerdegegnerin am 30. November 
2018 Unterlagen nach.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 
60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist grundsätzlich – vorbehältlich der 
Ausführungen in E. 1.2.1 hiernach – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. Sep-
tember 2018 (AB 3, 13).

1.2.1 Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei gerichtlich festzu-
stellen, dass „die Darlehensbezüge“ von E.________ „keinen AHV-
pflichtigen Lohn darstellen“, ist darauf hinzuweisen, dass 
Feststellungsbegehren eines ausgewiesenen Feststellungsinteresses be-
dürfen und gegenüber rechtsgestaltenden Begehren subsidiär und damit 
nur zulässig sind, wenn das schutzwürdige Interesse der das Feststel-
lungsbegehren stellenden Partei mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbe-
gehren nicht gewahrt werden kann. Vorausgesetzt wird, dass ein aktuelles 
und hinreichend schutzwürdiges Interesse an der Feststellung einer kon-
kreten Rechtslage besteht (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar 
zum bernischen VRPG, 1997, Art. 49 N. 19 ff.; zum schutzwürdigen Inter-
esse: BGE 138 V 292 E. 3 S. 295, 133 V 188 E. 4.3.1 S. 191; SVR 2009 
BVG Nr. 27 S. 98 E. 2.2). Ein Feststellungsinteresse ist vorliegend zu ver-
neinen, da die von der Beschwerdeführerin angestrebte Nichterhebung von 
nachträglichen Beiträgen mittels Leistungs- bzw. Gestaltungsbegehren 
verlangt werden kann, was sie mit ihrem Hauptbegehren um Aufhebung 
des angefochtenen Verwaltungsaktes denn auch getan hat. Folglich ist 
insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten.

1.2.2 Streitig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin von 
der Beschwerdeführerin zu Recht Fr. 57‘505.-- AHV-/IV-/EO-/ALV-/FAK-
Beiträge und Verwaltungskosten für die Jahre 2014 bis 2016 nachfordert.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 5 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; 
SR 831.10) werden vom Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätig-
keit, dem massgebenden Lohn, Beiträge erhoben.

2.2 Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in unselbstständiger 
Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der
massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, 
Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsent-
schädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen 
wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen (Art. 5 Abs. 2 
AHVG). Zum massgebenden Lohn gehören begrifflich sämtliche Bezüge 
des Arbeitnehmers und der Arbeitnehmerin, die wirtschaftlich mit dem Ar-
beitsverhältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbe-
steht oder aufgelöst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden 
oder freiwillig erfolgen. Als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbst-
ständiger Erwerbstätigkeit gilt somit nicht nur unmittelbares Entgelt für
geleistete Arbeit, sondern grundsätzlich jede Entschädigung oder Zuwen-
dung, die aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht kraft 
ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenom-
men ist (BGE 139 V 50 E. 2.1 S. 52; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 30. Juni 2017, 8C_829/2016, E. 4.2.2). Dabei ist unbeachtlich, ob der 
Lohn vom Arbeitgeber oder von einem Dritten ausbezahlt wird (ARV 2003 
S. 116 E. 4.1).

2.3 Die Beiträge vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 
sind bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und vom Arbeitgeber zu-

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sammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten (Art. 14 
Abs. 1 AHVG). Erhält eine Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Bei-
tragspflichtiger keine oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, so hat sie die 
Nachzahlung der geschuldeten Beiträge zu verlangen und nötigenfalls 
durch Verfügung festzusetzen (Art. 39 Abs. 1 der Verordnung vom 31. Ok-
tober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; 
SR 831.101]).

3.

Gestützt auf die Instruktionsmassnahmen ist davon auszugehen, dass die 
Beschwerdegegnerin über den umstrittenen Sachverhalt und betreffend 
das Verwaltungsverfahren über keine weiteren Akten verfügt (vgl. auch die 
Telefonnotiz vom 28. November 2018 [in den Gerichtsakten]). Demnach 
hat die Beschwerdegegnerin die mit dem angefochtenen Einspracheent-
scheid (AB 3, 13) bestätigte Nachzahlungsverfügung (AB 15) gestützt auf 
eine von der F.________ am 16. Januar 2018 durchgeführte Lohnrevision 
(vgl. AB 17) und eine eigene Arbeitgeberkontrolle vom 4. Juli 2018 (AB 6, 
16) erlassen. In den Akten der Beschwerdegegnerin befinden sich hierzu 
einzig die Lohnmeldungen der Jahre 2014 bis 2016 (AB 10 f.), ein für den 
gleichen Zeitraum erstellter Auszug aus der Buchhaltung der Beschwerde-
führerin betreffend das Kontokorrentkonto des E.________ (AB 7, Beilage 
zu AB 16) sowie der Bericht (bzw. das Formular) samt Beiblatt über die 
Arbeitgeberkontrolle (AB 6, 16).

3.1 Unbestritten und erstellt ist, dass die hier zur Diskussion stehenden 
Überweisungen und Bezüge im Zeitraum erfolgten, als E.________ noch 
über eine Zeichnungsberechtigung (Kollektivunterschrift zu zweien) in der 
Unternehmung verfügte (vgl. die Handelsregisteramt- und SHAB-Auszüge 
[in den Gerichtsakten]), wobei jedoch Angaben zu den Zeichnungs- und 
Vollmachtenregelungen insbesondere gegenüber Banken fehlen. Unstreitig 
sind die Transaktionen in masslicher Hinsicht. Gemäss Kontoblatt (AB 7, 
Beilage zu AB 16) bezog E.________ im Zeitraum von Januar 2014 bis 
Dezember 2016 vom Kontokorrent einen Totalbetrag von netto 
Fr. 398‘572.50 (Fr. 125‘220.90 [2014]; Fr. 170‘404.60 [2015]; Fr. 102‘947.-- 

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[2016]). Als Lohndifferenz veranschlagte die Beschwerdegegnerin im Bei-
blatt zum Bericht über die Arbeitgeberkontrolle (Beilage zu AB 6 bzw. Bei-
lage zu AB 16) die (gerundeten) Beträge von Fr. 125‘221.-- (2014), Fr. 
170‘404.-- (2015) und Fr. 102‘947.-- (2016).

3.2 Uneinig sind sich die Parteien darüber, ob die entsprechenden 
Geldflüsse massgebenden Lohn darstellen bzw. der Beitragspflicht unter-
stehen. Während die Beschwerdeführerin geltend macht, E.________ habe 
das Konto jeweils ungerechtfertigt belastet und er sei zur Rückzahlung die-
ser „Darlehensbezüge“ verpflichtet, stellt sich die Beschwerdegegnerin auf 
den Standpunkt, die beanstandeten Bezüge seien als Lohnbestandteile 
AHV-pflichtig.

3.2.1 Der Einwand der Beschwerdeführerin, E.________ habe sich beim 
Geschäftskonto „bedient“ bzw. habe alles „abgeräumt“ (Beschwerde, Ziff. 
III. 3.), lässt sich aufgrund der dem Gericht vorliegenden Akten nicht absch-
liessend überprüfen. Die jeweiligen Buchhaltungsbelege sind darin nicht 
dokumentiert. In Anbetracht des Umstandes, dass in der fraglichen Periode 
beide damaligen Verwaltungsräte E.________ und B.________ gemäss 
Lohnmeldungen (AB 10 f.) in den Jahren 2014 und 2015 je Fr. 78‘000.-- 
und damit je einen Monatslohn von Fr. 6‘500.-- bezogen, lassen die jährlich 
weit über dem ordentlichen Lohn liegenden tatsächlichen Bezüge des 
E.________ den Einwand der Beschwerdeführerin zumindest als glaubhaft, 
wenn auch noch nicht erstellt erscheinen. Im Jahr 2016 bezogen beide je 
Fr. 54‘000.--, wobei E.________ nur für neun Monate erfasst wurde (AB 
11). Zudem kann davon ausgegangen werden, dass das Kontokorrent des 
anderen Verwaltungsrats, B.________, für dieselbe Periode einen ausge-
glichenen Saldo aufweist, ansonsten die Beschwerdegegnerin auch diesen 
betreffend hätte Korrekturen veranlassen müssen, wofür aufgrund der Ak-
ten jedoch keine Anhaltspunkte bestehen. 

3.2.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann aus dem 
Auszug betreffend das Kontokorrentkonto des E.________ (AB 7, Beilage 
zu AB 16) nicht ohne weiteres geschlossen werden, es handle sich bei den 
Bezügen um Zuwendungen aus dem Arbeitsverhältnis und die Geldflüsse 
ständen in einem engen sachlichen Zusammenhang mit der von 
E.________ verrichteten Tätigkeit für die Unternehmung (vgl. E. 2.2 hier-

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vor). Denn ein Arbeitnehmer-Kontokorrent dient buchhalterisch einzig dazu, 
die Forderungen und Verbindlichkeiten, welche zwischen Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer bestehen, laufend zu verbuchen und miteinander zu verrech-
nen. Dem sich aus der Verrechnung der Forderungen des E.________ von 
Fr. 43‘454.90 mit den gegen ihn zugunsten der Beschwerdeführerin beste-
henden Forderungen von Fr. 442‘027.40 ergebenden Negativsaldo von Fr. 
398‘572.50 kann somit nicht ohne weitere Abklärungen Lohncharakter zu-
geschrieben werden.

3.2.3 Wenn in der Beschwerdeantwort vorgebracht wird, die Beschwerde-
führerin habe keine Unterlagen betreffend die behaupteten Darlehensver-
träge eingereicht, womit die Privatbezüge als Lohn zu veranschlagen seien, 
verkennt die Beschwerdegegnerin, dass Verpflichtungen mit Darlehens-
charakter auch formlos begründet werden können. Allein das Fehlen eines 
schriftlichen Darlehensvertrages führt nicht zur beitragsrechtlichen Qualifi-
kation der Zuwendungen als massgebenden Lohn i.S.v. Art. 5 Abs. 2 
AHVG.

In Bezug auf eine allfällige Darlehensgewährung ist schliesslich festzustel-
len, dass freiwillige Forderungsverzichte des Arbeitgebers zwar massge-
benden Lohn darstellen können, etwa wenn Darlehen, die ihren Grund im 
Arbeitsverhältnis haben, abgeschrieben werden (vgl. HANSPETER KÄSER, 
Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Auflage, 
S. 113). Hier ist indessen nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin dem 
E.________ einen Schuldenerlass gewährt hätte. Es bestehen keinerlei 
Anzeichen für eine Abschreibung der geltend gemachten Darlehensforde-
rungen oder für einen anderweitigen Forderungsverzicht, was gegen den 
Lohncharakter der Entnahmen spricht. Dass die Beschwerdeführerin –
offenbar aufgrund der Bonität des E.________ und wegen angeblich von 
diesem geäusserter Drohungen – zurzeit keine Anstrengungen unternimmt, 
die Forderung einzutreiben (vgl. Beschwerde, Ziff. III. 3), ändert daran 
nichts. Jedenfalls ist damit nicht ohne Weiteres von einer (Lohn-)
Zuwendung auszugehen. Immerhin ist aber auch zu beachten, dass die 
Beschwerdeführerin im Ergebnis gar nicht von einer Darlehensgewährung 
ausgeht, wenn sie ein schädigendes Handeln des E.________ geltend 
macht. Wäre es E.________ in seiner Funktion möglich gewesen, die Be-

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züge ohne zivilrechtliche Rückzahlungspflicht zu tätigen, so spräche dies 
(wenn auch contra Interesse der Arbeitgeberin) für Lohnbezüge.

3.3 Zusammenfassend ist nicht erstellt dass die zur Diskussion stehen-
den Bezüge massgebenden Lohn darstellen bzw. der Beitragspflicht unter-
stehen. Vielmehr gilt es abzuklären, wozu die Beschwerdegegnerin nach 
dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) von Amtes wegen 
verpflichtet ist, aus welchem allfälligen Rechtsgrund die jeweiligen Bezüge 
erfolgt sind. Die Akten sind deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, damit sie aufgrund der in der Periode 2014 bis 2016 gültig gewe-
senen Kompetenz- und Unterschriftenregelungen der Beschwerdeführerin, 
der einzelnen Buchhaltungsbelege, der Akten über die von der F.________ 
durchgeführten Lohnrevision und allenfalls weiteren Abklärungen in Zu-
sammenarbeit mit den Strafverfolgungs- und/oder Steuerbehörden (vgl. AB 
4, 14) die einzelnen Bezüge des E.________ überprüfe und hiernach über 
deren beitragsrechtliche Qualifikation erneut entscheide. Sollte sich dabei 
die Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin bestätigen, wonach es 
sich bei den fraglichen Privatbezügen um ungerechtfertigte Bezüge oder 
sogar um eine Unterschlagung von Firmengeldern handelt, hätte sie den 
Lohncharakter näher zu begründen, sofern sie an dieser Auffassung 
festhält.

Im Rahmen dieser Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin sodann zu 
berücksichtigen haben, dass im Jahre 2014 auch Lohnzahlungen des 
E.________ über sein Kontokorrent-Konto abgewickelt wurden, die allen-
falls in der Lohnmeldung 2014 (AB 10) enthalten sind und daher bereits 
verbeitragt wurden (z.B. Eintrag vom 4. Juli 2014 „Lohn E.________“ [vgl. 
AB 7, Beilage zu AB 16]).

Gegebenenfalls wird die Beschwerdegegnerin ausserdem zu beurteilen 
haben, welche Auswirkungen dem Umstand zukommen, dass E.________ 
seine Aktien im Jahr 2016 „abgegeben“ hat (vgl. Beschwerde, Ziff. III. 3). 
Denn gemäss Kontokorrent-Eintrag vom 18. Februar 2014 hat er hierfür 
Aktienkapital in der Höhe von Fr. 25‘000.-- liberiert (AB 7, Beilage zu AB 
16).

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Sodann ist die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte „Schaden-
regulierung“ im Zusammenhang mit einem …-Schaden (Eintrag vom 11. 
Juni 2015) und die Buchung vom 31. Dezember 2016 (Totalschaden Motor-
fahrzeug) näher zu prüfen (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 2 [orange markier-
te Positionen]; vgl. Beschwerde, Ziff. III. 1). Soweit ersichtlich wurden im 
Verwaltungsverfahren diesbezüglich noch keine Abklärungen getätigt.

Schliesslich wird die Beschwerdegegnerin – sollte gestützt auf die vorzu-
nehmenden Abklärungen nachträglich beitragspflichtiges Einkommen fest-
gestellt werden – die Zinszahlungspflicht (Art. 41bis Abs. 1 lit. b i.V.m. 
Art. 42 Abs. 2 AHVV) zu berücksichtigen haben.

3.4 Bei diesem Ergebnis ist eine Beiladung von E.________ im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren obsolet. Da er von der nachträglichen 
Lohnaufrechnung direkt betroffen ist, hätte die Beschwerdegegnerin ihn 
bereits in das Verwaltungsverfahren miteinbeziehen müssen, zumal er kei-
ne Beteiligungsrechte an der A.________ AG mehr hat bzw. nicht im Rah-
men der Geschäftstätigkeit von der nachträglichen Beitragserhebung 
Kenntnis erlangen konnte. Jedenfalls hätte die dem angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 24. September 2018 (AB 3, 13) zugrunde liegende 
Verfügung vom 24. Juli 2018 (AB 15) zur Wahrung des rechtlichen Gehörs 
auch E.________ eröffnet werden müssen (BGE 113 V 1; Entscheid des 
BGer vom 6. August 2012, 9C_295/2012, E. 2.1.1 f.). Je nach Ergebnis der 
Abklärungen wäre eine allfällige neue Verfügung dannzumal unter Berück-
sichtigung der entsprechenden Partizipationsrechte zu erlassen.

3.5 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde – soweit darauf einzutre-
ten ist – insofern gutzuheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid 
(AB 3, 13) aufgehoben wird und die Akten an die Beschwerdegegnerin 
zurückgewiesen werden zum Vorgehen im dargelegten Sinn. 

4.

4.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren für die Parteien 
kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 

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können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt 
werden.

Mit Blick auf die Aktenlage hat die Beschwerdegegnerin den vorliegenden 
Prozess leichtsinnig provoziert, indem sie die ihr obliegenden Abklärungs- 
und Aktenführungspflichten (Art. 43 und 46 ATSG) in grober Weise verletzt 
hat (vgl. BGE 124 V 285 E. 4b S. 288). Dementsprechend greift der (allein 
den in guten Treuen handelnden Parteien zustehende) Schutz des kosten-
freien Sozialversicherungsverfahrens hier nicht, was eine Auferlegung von 
Verfahrenskosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin rechtfertigt. Diese 
sind auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen. 

4.2 Da der Aufwand für die Beschwerdeführung nicht das Mass dessen 
überstieg, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten 
zugemutet werden darf, hat die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdefüh-
rerin trotz formellen Obsiegens (vgl. BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61) keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (BGE 127 V 205 
E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Soweit auf die Beschwerde eingetreten wird, wird sie dahin gutgeheis-
sen, als der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse 
C.________ vom 24. September 2018 aufgehoben wird und die Akten 
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden zum weiteren 
Vorgehen im Sinne der Erwägungen.

2. Der Beschwerdegegnerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1‘000.-- auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- A.________ AG 
- Ausgleichskasse C.________ 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.