# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d038950-4395-5974-bc9c-ec3a861b9cbd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 05.09.2023 SK1 2021 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2021-24_2023-09-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 05. September 2023

Referenz SK1 21 21/22/24/26/28

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____
Beschuldigter und Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marc G. Breitenmoser
Fryberg Augustin Schmid, Quaderstrasse 8, Postfach 250, 7001 
Chur 

B._____
Beschuldigter und Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Myriam Dannacher
basleradvokat:innen, Advokatur & Notariat, Falknerstrasse 3, 4001 
Basel

C._____
Beschuldigter und Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter
Vasarauls 11, 7084 Brienz/Brinzauls GR 

D._____
Beschuldigter und Privatkläger
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw Alexander Egli
Buchli Just, Masanserstrasse 35, Postfach 414, 7001 Chur 

E._____
Beschuldigter und Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Luca Curdin Conrad

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c/o Lardelli Conrad Advokatur Notariat, Hartbertstrasse 1, Post-
fach 148, 7001 Chur 

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

Gegenstand Raufhandel und mehrfache einfache Körperverletzung

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 10.11.2020, mitgeteilt am 
22.03.2021 (Proz. Nr. 515-2020-35)

Mitteilung 18. Dezember 2023

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Sachverhalt

A. Gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. Juni 2020 
kam es am _____ 2017, um ca. 02.00 Uhr, in F._____ zwischen A._____, 
B._____, C._____, D._____ und E._____ zu einer tätlichen Auseinandersetzung.

B. Urteile des Regionalgerichts Plessur vom 10. November 2020

B.a. Schuld und Strafe

Das Regionalgericht Plessur sprach A._____ mit Urteil vom 10. November 2020 
des Angriffs gemäss Art. 134 StGB sowie der mehrfachen einfachen Körperverlet-
zung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig. Dafür bestrafte es A._____ als Zu-
satzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23./26. März 
2018 mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je CHF 90.00, entsprechend 
CHF 9’000.00 (Proz. Nr. 515-2020-35).

Das Regionalgericht Plessur sprach B._____ mit Urteil vom 10. November 2020 
des Angriffs gemäss Art. 134 StGB, der mehrfachen einfachen Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB sowie der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss 
Art. 27 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig. Dafür bestrafte es B._____ 
mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je CHF 40.00, entsprechend 
CHF 3’600.00, sowie mit einer Busse von CHF 400.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe 
für die Busse wurde auf 4 Tage festgelegt. Der bedingte Vollzug der mit Strafbe-
fehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. August 2016/1. September 2016 
gegen B._____ ausgesprochenen Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 
CHF 40.00 wurde nicht widerrufen. Gegen B._____ wurde eine Verwarnung im 
Sinne von Art. 46 Abs. 2 StGB ausgesprochen (Proz. Nr. 515-2020-36).

Das Regionalgericht Plessur sprach C._____ und E._____ mit Urteilen vom 
10. November 2020 vom Vorwurf des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB 
frei (Proz. Nr. 515-2020-37 und Nr 515-2020-39). D._____ wurde mit Urteil des-
selben Datums vom Vorwurf des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB und 
der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB freigesprochen 
(Proz. Nr. 515-2020-38).

B.b. Zivilforderungen

A._____ und B._____ wurden vom Regionalgericht Plessur verpflichtet, C._____ 
eine Genugtuung von CHF 6‘000.00 sowie Schadenersatz von CHF 1’790.00 und 
E._____ eine Genugtuung von CHF 500.00 zzgl. Zins von 5 % ab dem 1. Oktober 

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2017 zu bezahlen, je unter solidarischer Haftung. Die Zivilklagen von D._____ ge-
gen A._____ und B._____ wurden infolge Rückzugs abgeschrieben.

Die Zivilklagen von A._____ gegen C._____, E._____ und D._____ wurden infolge 
Rückzugs abgeschrieben.

Die Zivilklagen von B._____ gegen C._____, E._____ und D._____ wurden auf 
den Zivilweg verwiesen.

B.c. Kosten und Entschädigungen

Die Verfahrenskosten für den Prozess Nr. 515-2020-35 (gegen A._____) von 
CHF 4’077.40 auferlegte das Regionalgericht A._____. Die Verfahrenskosten für 
den Prozess Nr. 515-2020-36 von CHF 4’157.40 (gegen B._____) auferlegte das 
Regionalgericht B._____. Die Verfahrenskosten von CHF 3’647.40 für den Pro-
zess Nr. 515-2020-37 (gegen C._____), von CHF 3’597.40 für den Prozess 
Nr. 515-2020-38 (gegen D._____) und von CHF 3’622.40 für den Prozess Nr. 515-
2020-39 (gegen E._____) gingen zu Lasten des Kantons Graubünden.

A._____ und B._____ wurden unter solidarischer Haftung verpflichtet, C._____ mit 
CHF 6’973.50 zu entschädigen (Proz. Nr. 515-2020-37). A._____ und B._____ 
wurden unter solidarischer Haftung verpflichtet, E._____ mit CHF 9’204.55 zu ent-
schädigen (Proz. Nr. 515-2020-39).

C. Berufungen

C.a. B._____ (vertreten durch Rechtsanwältin Myriam Dannacher) meldete am 
19. November 2020 gegen die Urteile des Regionalgerichts Plessur vom 10. No-
vember 2020 (Proz. Nr. 515-2020-36/37/38/39) Berufung an. Die Berufungser-
klärung folgte am 9. April 2021. Die Berufungen gegen die Urteile des Regionalge-
richts Plessur vom 10. November 2020 in den Prozessen Nr. 515-2020-37/38/39 
zog B._____ mit Erklärung vom 11. August 2021 zurück. Die Verfahren SK1 21 
23, 25 und 27 wurden mit jeweiliger Verfügung vom 8. Februar 2022 als durch 
Rückzug erledigt vom Geschäftsverzeichnis des Kantonsgerichts abgeschrieben.

C.b. A._____ (vertreten durch Rechtsanwalt Marc G. Breitenmoser) meldete am 
23. November 2020 gegen die Urteile des Regionalgerichts Plessur vom 10. No-
vember 2020 (Proz. Nr. 515-2020-35/37/38/39) Berufung an. Die vier Berufungs-
erklärungen in den Verfahren SK1 21 21, SK1 21 24, SK1 21 26 und SK1 21 28 
ergingen am 8. April 2021 

C.c. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Stellungnahme.

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D. Berufungsverfahren

D.a. Am 18. August 2022 setzte der Vorsitzende der I. Strafkammer Rechtsan-
walt Alexander Egli als amtlichen Verteidiger für D._____ ein (Art. 130 lit. d StPO 
i.V.m. Art. 132 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 StPO; act. I.1).

D.b. Mit Verfügung vom 3. April 2023 wurde der Antrag von Rechtsanwalt Marc 
G. Breitenmoser, es seien N._____, O._____, P._____ und Q._____ als Zeugen 
zu befragen, gutgeheissen. Die entsprechenden Vorladungen ergingen separat.

D.c. Die Hauptverhandlung fand am 30. und 31. August 2023 vor Kantonsgericht 
von Graubünden statt, nachdem der ursprünglich angesetzte Termin vom 
18./19. Januar 2023 infolge Krankheit des Vorsitzenden abgesagt werden musste.

E. Anträge an der Berufungsverhandlung

E.a. Die Staatsanwaltschaft beantragt die kostenpflichtige Abweisung sämtli-
cher Berufungen.

E.b. A._____ beantragt die Aufhebung der Ziffern 1, 2, 3, 5 und 6 des Disposi-
tivs des angefochtenen Urteils in eigener Sache (Proz. Nr. 515-2020-35) und den 
Freispruch vom Vorwurf des Angriffs gemäss Art. 134 StGB und der mehrfachen 
einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB. In Ergänzung seines 
Antrags gemäss Berufungserklärung beantragt er eventualiter einen Schuldspruch 
wegen Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB und die Bestrafung mit einer 
bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 90.00 als Zusatzstrafe zum 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23./26. März 2018. Die Kos-
ten seien dem Staat aufzuerlegen.

In Sachen C._____ (SK1 21 24) beantragt A._____ die Aufhebung der Ziffern 1, 3 
und 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Regionalgerichts Plessur 
vom 10. November 2020 (Proz. Nr. 515-2020-37). C._____ sei des Raufhandels 
gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestra-
fen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von C._____.

In Sachen D._____ (SK1 21 26) beantragt A._____ die Aufhebung der Ziffern 1 
und 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Regionalgerichts Plessur 
vom 10. November 2020 (Proz. Nr. 515-2020-38). D._____ sei des Raufhandels 
gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB und der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 
123 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von D._____.

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In Sachen E._____ (SK1 21 28) beantragt A._____ die Aufhebung der Ziffern 1, 3 
und 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Regionalgerichts Plessur 
vom 10. November 2020 (Proz. Nr. 515-2020-39). E._____ sei des Raufhandels 
gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestra-
fen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von E._____.

E.c. B._____ beantragt die Aufhebung der Ziffern 1, 2, 3, 4, 6 und 7 des Dispo-
sitivs des angefochtenen Urteils des Regionalgerichts Plessur (Proz. Nr. 515-
2020-36). B._____ sei vom Vorwurf des Angriffs gemäss Art. 134 StGB sowie der 
mehrfachen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB von Schuld 
und Strafe freizusprechen. B._____ sei wegen Verletzung der Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen und 
mit einer Busse von CHF 400.00 zu bestrafen, unter ausgangsgemässer Rege-
lung der Kosten- und Entschädigungsfolgen für die Untersuchung, das erst- sowie 
das zweitinstanzliche Gerichtsverfahren.

E.d. D._____ (amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Alexander Egli), C._____ 
(vertreten durch Rechtsanwalt Diego Quinter) und E._____ (vertreten durch 
Rechtsanwalt Luca Curdin Conrad) beantragen die kostenpflichtige Abweisung 
sämtlicher Berufungen.

F. Das Urteil vom 5. September 2023 wurde den Parteien schriftlich im Dispo-
sitiv mitgeteilt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Vereinigung der Verfahren 

Insgesamt sind in der Angelegenheit acht Berufungserklärungen beim Kantonsge-
richt eingegangen und es wurde für jede ein separates Verfahren eröffnet (SK1 21 
21 bis 28). B._____ zog seine Berufungen in den Verfahren SK1 21 23, SK1 21 25 
und SK1 21 27 zurück. Die Abschreibungsverfügungen ergingen in den jeweiligen 
Verfahren. Die aufrecht erhaltene Berufung von B._____ (SK1 21 22) sowie die 
Berufungen von A._____ (SK1 21 21, 24, 26 und 28) werden in einem vereinigten 
Berufungsverfahren beurteilt (Art. 29 f. StPO), zumal auch die Staatsanwaltschaft 
eine gemeinsame Anklage gegen alle Beschuldigten erhob (StA act. 1.58). Wo 
nicht anders vermerkt, betreffen die genannten Aktenstellen das Dossier SK1 21 
21.

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1.2. Stellung der Parteien

Die Staatsanwaltschaft hat gegen alle fünf Personen Anklage wegen Raufhandels 
erhoben. Jeder Beteiligte hat sich jeweils auch als Privatkläger konstituiert. Das 
Regionalgericht hat drei der Beteiligten (D._____, C._____ und E._____) von 
Schuld und Strafe freigesprochen und A._____ und B._____ wegen Angriffs verur-
teilt. Dadurch, dass A._____ die Berufung nicht nur gegen seinen eigenen Schuld-
spruch, sondern auch gegen die drei Freisprüche gerichtet hat, sind im Beru-
fungsverfahren alle fünf Beteiligten als Beschuldigte und Privatkläger zu behan-
deln.

1.3. Berufungsumfang

Nicht angefochten sind die Rückzüge der Zivilklagen durch A._____ und D._____ 
sowie die Verweise der Zivilklagen von B._____ gegen C._____, D._____ und 
E._____ auf den Zivilweg. Die Urteile der Vorinstanz sind diesbezüglich in Rechts-
kraft erwachsen.

2. Sachverhalt

2.1. Anklagevorwurf Raufhandel und Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft hat am 17. Juni 2020 folgenden Sachverhalt zur Anklage 
gebracht (StA act. 1.58):

1.1.1 Am 1. Oktober 2017, um ca. 02.00 Uhr, hielten sich A._____ und B._____ 
einerseits und C._____, D._____ und E._____ andererseits in der G._____ im 
H._____ in F._____ auf. Es kam sodann zu einer verbalen Diskussion zwischen 
A._____ und D._____. In der Folge kam es zu einer tätlichen Auseinanderset-
zung, bei welcher alle fünf Beteiligten wechselseitig tätlich gegeneinander vorgin-
gen, wobei sie alle Schläge austeilten und keiner von ihnen ausschliesslich ab-
wehrte oder die Streitenden trennte. Sie waren alle mit der Beteiligung von mehr 
als zwei Personen an der tätlichen Auseinandersetzung einverstanden.

1.1.2 Im Rahmen dieser Auseinandersetzung verpasste D._____ A._____ einen 
Faustschlag ins Gesicht. Er verursachte dadurch, dass an zwei Zähnen von 
A._____ jeweils ein Stück der Kunststofffüllung abbrach. A._____ stellte am 26. 
Oktober 2017 Strafantrag.

1.1.3 Auch A._____ verpasste D._____ einen Faustschlag ins Gesicht und 
B._____ ging ebenfalls auf diesen los. A._____ und B._____ verursachten da-

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durch bei D._____ eine Kontusion am Schädel sowie an der linken Hand. D._____ 
stellte am 2. Oktober 2017 Strafantrag.

1.1.4 Des Weiteren verpasste A._____ C._____ mehrere Faustschläge ins Ge-
sicht. Er verursachte dadurch bei C._____ eine doppelte Unterkieferfraktur, ein 
leichtes Schädelhirntrauma sowie Zahnschäden. C._____ stellte am 1. Oktober 
2017 Strafantrag.

1.1.5 B._____ verpasste schliesslich E._____ zwei Kopfnüsse. Er verursachte 
dadurch bei E._____ eine Nasenbeinkontusion mit kleiner Hautläsion. E._____ 
stellte am 4. Oktober 2017 Strafantrag.

2.2. Beweismittel und Verwertbarkeit

Als Beweismittel zur Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts dienen insbe-
sondere die Aussagen der Beteiligten, die medizinischen Dokumentationen sowie 
die Aussagen von Zeugen und Auskunftspersonen.

Der Verteidiger von A._____ und die Verteidigerin von B._____ wiesen in ihren 
Plädoyers darauf hin, dass die Aussagen des Security Mitarbeiters N._____ we-
gen mangelnder Konfrontation nicht verwertbar seien (Art. 147 Abs. 4 StPO; 
act. H.11 S. 14 f.; act. H.1 S. 5 unten). Diese Einwände erfolgten zu Recht, zumal 
der Anspruch auf Konfrontation anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 
9. Oktober 2017 nicht gewahrt wurde und N._____ anlässlich seiner Zeugenein-
vernahme im Rahmen der Berufungsverhandlung keine Aussagen mehr machte 
(vgl. hierzu BGer 6B_14/2021 v. 28.7.2021 E. 1.3.4; KG GR SK1 4 v. 21.7.2022 
E. 3.2.3, je mit Hinweisen). Die Einvernahme vom 9. Oktober 2017 ist damit un-
verwertbar.

2.3. Unbestrittener Sachverhalt

Alle Beteiligten bestätigten, am 1. Oktober 2017 in der G._____ in F._____ in eine 
Schlägerei verwickelt gewesen zu sein. Unklar ist, wer welchen Beitrag zu der tät-
lichen Auseinandersetzung geleistet hat.

Das Regionalgericht kam zum Schluss, dass keine wechselseitige tätliche Ausein-
andersetzung zwischen allen fünf Beteiligten – also kein Raufhandel – stattgefun-
den habe, sondern dass C._____, E._____ und D._____ von A._____ und 
B._____ angegriffen worden seien. Dies bestreiten A._____ und B._____.

Erstellt ist, dass sich um ca. 2.00 Uhr an der Bar im Raucherraum der G._____ ein 
Streitgespräch zwischen A._____ und D._____ stattfand. Offenbar ging A._____ 

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davon aus, dass D._____ zuvor seine damalige Freundin und jetzige Frau, 
O._____, angemacht habe. A._____ versetzte D._____ Faustschläge ins Gesicht 
(StA act. 8.4, Antwort auf Frage 1; StA act. 8.5, Antworten auf Fragen 1 und 2; RG 
act. 8; act. H.2, Antwort auf Fragen V.1, V.6, 7, 8, 9). B._____ ging auf D._____ 
los, indem er ihn mit seinen Händen an seinem Oberkörper zurückstiess (StA 
act. 8.5, Antwort auf Frage 1; RG act. 10 [SK1 21 22], Antwort auf Frage 4; 
act. H.3, Antwort auf Frage V. 1 ff.). Damit haben A._____ und B._____ gestan-
den, dass sie beide gegenüber D._____ tätlich geworden waren (Anklageziffer 
1.1.3).

Unklar ist, ob D._____ zuerst zugeschlagen hatte. Er selbst äusserte nichts der-
gleichen, auch nicht seine beiden Kollegen C._____ und E._____. Die diesbezüg-
lichen Aussagen stammen alle aus dem Umfeld von A._____.

2.4. Auslösender Schlag durch D._____ (Anklageziffer 1.1.2)

2.4.1. A._____ selbst führte in der Untersuchung aus, er sei – nachdem seine 
Freundin geschildert habe, sie sei angemacht worden – in Rage an die Bar ge-
gangen und habe den kleineren Albaner Typen mit Dreitagebart zur Rede gestellt. 
Dieser habe dumm gelacht. A._____ habe ihn "kleinen Stinker" genannt und in der 
Folge habe der Typ ihm einen Faustschlag an die linke Wange versetzt. Er sei 
dadurch zu Boden gefallen (StA act. 8.4, Antwort auf Frage 2; StA act. 8.9, Ant-
wort auf Frage 6; act. H.2, Antwort auf Frage V.1). B._____ bestätigte, dass "der 
kleinere mit Bart an A._____ einen Faustschlag ins Gesicht" versetzt habe (StA 
act. 8.5, Antwort auf Frage 1; Antwort auf Frage 13; StA act. 8.9, Antwort auf Fra-
ge 12). Auch die Freundin von A._____, O._____, sagte aus, dass der erwähnte 
junge Mann ihrem Freund plötzlich einen Faustschlag versetzt habe (StA act. 9.3, 
Antwort auf Frage 1). Auffallend ist, dass alle drei dieselbe Wortwahl benutzten: 
Der Typ habe ihm (A._____) "einen Faustschlag versetzt". Einzig I._____ (jetzt 
I._____), Frau O._____ Kollegin, die mit ihr vor Ort war, benutzte andere Begriffe: 
Der junge Mann habe A._____ mit seinen Händen ins Gesicht geschlagen (StA 
act. 9.4, Antwort auf Frage 2). Q._____, der im Untersuchungsverfahren nie ein-
vernommen worden war, liess über Rechtsanwalt Marc G. Breitenmoser eine 
schriftliche Stellungnahme vom 27. April 2020 einreichen, worin er schilderte, er 
habe gesehen, wie ein Mann seinem Freund einen Faustschlag verpasst habe 
(StA act. 1.55). Auf die Frage, warum Q._____ nicht früher ausgesagt habe, ant-
wortete er, er habe aufgrund eines anderen Verfahrens mit diesem nichts am Hut 
haben wollen (act. H.9, Antwort auf Ergänzungsfrage 42). Zu erwähnen ist auch, 
dass Q._____ an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung anwesend war und da-

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mit vieles schon einmal gehört hatte (RG act. 9; act. H.9, Antwort auf Ergänzungs-
frage 2).

2.4.2. Einig sind sich die Beteiligten, dass der Raucherraum zu diesem Zeitpunkt 
voll war. Q._____ möchte vom Eingang des Raucherraums über einen Abstand 
von ca. 8 m die Szene zwischen A._____ und D._____ beobachtet haben 
(act. H.9, Antwort auf Ergänzungsfrage 36). Da sowohl A._____ als auch Q._____ 
ziemlich gross gewachsen sind, mag das ja noch aufgehen (act. H.9, Antwort auf 
Ergänzungsfrage 60). Dass die kleinere O._____ von ausserhalb des Raucher-
raums (von der Tanzfläche aus), mit einem Abstand von 5-8 m, durch einen "pum-
penvollen" Raum hindurch gesehen haben möchte, wie ihr Freund A._____ einen 
Faustschlag ins Gesicht kassiert habe und dann zu Boden ging, ist schwer nach-
vollziehbar (StA act. 9.3, Antwort auf Frage 2; act. H.8, Antwort auf Frage II.6 und 
Ergänzungsfrage 8). B._____ gab zunächst an, er habe den Schlag von D._____ 
sitzend vom Sofa aus beobachtet (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1). Er erwähnte 
nicht, dass A._____ umgefallen sei. Ohnehin ist fraglich, ob er aus seiner sitzen-
den Position tatsächlich die Szene beobachten konnte. Anlässlich der Konfrontati-
onseinvernahme will B._____ dann hinter A._____ gestanden haben, als dieser 
geschlagen worden sei (StA act. 8.9, Antwort auf Frage 12). Dasselbe sagte er vor 
Kantonsgericht aus (act. H.3, Antwort auf Frage V.1). Diese Position stimmt mit 
den Aussagen von E._____ und C._____ überein (StA act. 8.1, Antwort auf Fra-
ge 1; StA act. 8.2, Antwort auf Frage 1). Erst bei der Konfrontation erwähnte 
B._____, dass A._____ rückwärts gefallen sei (StA act. 8.9, Antwort auf Frage 12). 

2.4.3. Sowohl O._____ als auch A._____ beschrieben den Typen, der O._____ 
angemacht haben soll, als klein (StA act. 9.3, Antwort auf Frage 6; StA act. StA 
act. 8.5, Antwort auf Frage 1). I._____, die Begleiterin von O._____, betonte 
mehrmals, der junge Mann sei eher schmächtig gewesen (StA act. 9.4, Antworten 
auf Fragen 2, 4 und 9). Wie sich anlässlich der Berufungsverhandlung herausge-
stellt hat, ist D._____ weder klein noch schmächtig. Er ist ungefähr gleich gross 
wie A._____ (act. H.8, Frage 11; act. H.9, Frage 56). Dass er in den letzten 6 Jah-
ren gewachsen sein soll, ist doch eher unwahrscheinlich (act. H.8, Antwort auf 
Frage 10). Dass ein kleiner, schmächtiger Typ (D._____) den grossen, kräftigen 
A._____ so fest gegen die Wange geschlagen habe, dass dieser umgefallen sei, 
wird damit erklärt, dass D._____ Kampfsport betrieben habe (act. H.11 S. 13; 
act. H.12 S. 3). Entsprechenden Fotos reichte Rechtsanwalt Marc 
G. Breitenmoser anlässlich der Berufungsverhandlung zu den Akten (act. B.3). 
Dies wiederum bestritt D._____: Es habe sich beim Anlass, bei dem die Fo-

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tos/Videos entstanden seien, um ein Anfängerturnier gehandelt und er habe die-
sen Sport nicht weiterverfolgt (act. H.1 S. 7 oben).

2.4.4. Zu erwähnen ist die Entstehungsgeschichte der Aussagen. Die "St. Galler" 
(D._____, C._____, E._____) hatten Anzeige erstattet. Sie wurden am selben Tag 
des Ereignisses bzw. einen Tag danach einvernommen (am 1. und 2. Oktober 
2017). D._____ stellte eigene Untersuchungen an, um herauszufinden, wer die 
übrigen Beteiligten waren. Dass er dies tat, obwohl er (angeblich) die Schlägerei 
ausgelöst hatte, ist eher unwahrscheinlich. A._____ wurde erst am 26. Oktober 
2017 das erste Mal befragt. Er hatte sich der Polizei am 24. Oktober 2017 gestellt 
(StA act. 8.4, Antwort auf Frage 1). Am 1. Oktober 2017, am Tag des Vorfalls, sei 
er am Vormittag von J._____ telefonisch kontaktiert worden (StA act. 8.4, Antwor-
ten auf Fragen 1 und 8). J._____ hatte mit D._____ via Facebook Kontakt aufge-
nommen noch am Nachmittag des 1. Oktober 2017. Dort schilderte J._____, dass 
"die bereit wären", "Geld zu geben" (Angebot: CHF 10’000.00; StA act. 7.28). 
A._____ bestätigte, den Geschädigten via J._____ Geld angeboten zu haben (StA 
act. 8.9, Antwort auf Frage 53; act. H.2, Antworten auf Fragen 30 f. und Ergän-
zungsfragen 1 f.). Es ist fragwürdig, warum jemand, der angeblich angegriffen 
wurde, dabei auch verletzt wurde (der abgebrochene Backenzahn stimmt mit der 
Schilderung des Faustschlags überein), einem anderen bzw. einer anderen Grup-
pe Geld anbieten sollte, um die Sache zu regeln.

2.4.5. Alles in allem vermögen die Aussagen, D._____ habe den initialen Schlag 
gegen A._____ gesetzt, der dann zur Schlägerei geführt haben soll, nicht zu über-
zeugen. A._____ hatte sich der Polizei gestellt, nachdem er von J._____ erfahren 
hatte, dass einer der Beteiligten erheblich verletzt worden war. Aufgrund dieser 
Nachricht zog er auch sein Angebot einer gütlichen Einigung (Zahlung eines "Ge-
nugtuungsbetrags") zurück und meldete sich bei der Polizei (StA act. 8.4). Die 
Zeugen kommen alle aus dem Umfeld von A._____ und B._____, was bei der Be-
urteilung der Glaubhaftigkeit nicht ausser Acht gelassen werden darf. Die Aussa-
gen der Zeugen wirken abgesprochen. Es ist davon auszugehen, dass man im 
Freundeskreis über den Vorfall geredet hat (vgl. Aussage Q._____, act. H.9, Ant-
wort auf Frage 25). Zwischen dem Ereignis und der ersten Einvernahme von 
A._____ vergingen rund drei Wochen, dann wiederum zwei Wochen bis zur Ein-
vernahme seiner Ehefrau (damals Freundin) O._____ und B._____ wurde erst 
zwei Monate nach dem Ereignis das erste Mal befragt. So ist es naheliegend, 
dass sich innerhalb einer Gruppe eine einheitliche Version der Angelegenheit ent-
wickelt. Die Behauptung, D._____ habe A._____ zuerst geschlagen, lässt sich 
dadurch mit den vorhandenen Beweismitteln nicht zweifelsfrei erstellen.

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2.5. Faustschlag A._____ gegen C._____ (Anklageziffer 1.1.4)

Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid diesbezüglich auf die Aussagen des Securi-
ty-Mitarbeiters N._____. Wie oben ausgeführt, sind diese Aussagen jedoch nicht 
zu Lasten der Beschuldigten verwertbar.

C._____ gab an, beobachtet zu haben, wie seine Kollegen, D._____ und E._____ 
an der Bar gestanden seien. Er habe gesehen, wie ein Typ mit Bart und kurzen 
Haaren zu D._____ gegangen sei und mit ihm diskutiert habe. Ein grösserer Typ 
mit Glatze sei hinter den Unbekannten getreten. C._____ habe zu seinen Kollegen 
gewollt, habe zu einem Sicherheitsangestellten geblickt und sei dann zu D._____ 
gegangen. Es sei ein weiterer Unbekannter von ihm (C._____) aus gesehen links-
seitig hinten zu ihm gekommen, habe ihn nach links abgedreht und habe ihm fünf 
Faustschlage ins Gesicht gegeben (StA act. 8.8, Antwort auf Frage 4). Seiner 
Schilderung zufolge kam also noch ein dritter Unbekannter hinzu. Dies erscheint 
im Lichte der übrigen, diesbezüglich konstanten Aussagen, wonach A._____ an 
der Bar mit D._____ "beschäftigt" war, glaubhaft. Damit ist aber auch erstellt, dass 
nicht A._____ derjenige war, der C._____ den oder die Faustschläge versetzt hat-
te. Es ist davon auszugehen, dass eine weitere Person involviert war, die von der 
Anklage nicht umfasst ist.

2.6. Kopfstoss B._____ gegen E._____ (Anklageziffer 1.1.5)

E._____ gab an, er habe von einem Unbekannten eine Kopfnuss kassiert. Ge-
meint war ein Kopfstoss gegen seine Nase (auch als "Schwedenkuss" bezeich-
net). E._____ schilderte, wie D._____ an der Bar mit einem unbekannten Mann 
mit dunklem kurzen Bart diskutiert habe. Hinter diesem Mann mit Bart sei ein an-
derer unbekannter Mann mit Glatze gestanden. E._____ habe zu D._____ gewollt, 
da habe sich einer der Unbekannten umgedreht und gefragt, was er wolle. Er 
(E._____) habe geantwortet, er wolle zu seinem Kollegen. Daraufhin habe der 
Mann ihm den Kopfstoss verpasst (StA act. 8.1, Antwort auf Frage 4). Demnach 
war einer von zwei Männern an der Bar der Täter. E._____ sagte hier von sich aus 
jedoch nicht, es sei der Mann mit Glatze gewesen, der ihm den Kopfstoss ver-
passt habe. In der zweiten Einvernahme war es ein grosser Mann mit sehr kurzen 
Haaren (StA act. 8.6, Antwort auf Frage 3). Dass der Mann mit Glatze ihn ange-
griffen habe, erwähnte E._____ erstmals in der Konfrontationseinvernahme (StA 
act. 8.9, Antwort auf Frage 18). B._____ bestätigte, dass er an dem Abend eine 
Glatze trug (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 6; StA act. 8.9, Antwort auf Frage 2). 
Trotzdem konnte E._____ B._____ anlässlich der Konfrontation nicht eindeutig als 
Täter identifizieren (StA act. 8.9, Antwort auf Frage 19). B._____ bestritt wiederum 

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durchgängig, irgendjemandem Kopfstösse verteilt zu haben. C._____, der die Dis-
kussion zwischen D._____ und dem unbekannten Mann beobachtet haben will, 
erwähnt nichts von einem Kopfstoss gegen seinen Kollegen E._____, obwohl er 
sich auf den Weg zur Bar gemacht habe (StA act. 8.2, Antwort auf Frage 1) und 
E._____ wahrgenommen haben will, wie C._____ hinzugeeilt sei, um sie heraus-
zuziehen (StA act. 8.1, Antwort auf Frage 4). Nachdem davon auszugehen ist, 
dass ein grosses Durcheinander herrschte und nicht einmal E._____ selbst seinen 
Angreifer anlässlich der Gegenüberstellung zweifelsfrei erkennen konnte, er nicht 
von Anfang an sagte, der Kopfstoss sei vom unbekannten Mann mit Glatze ge-
kommen (obwohl diese Beschreibung später immer klar hervorgehoben wurde) 
und auch sonst niemand die Tat gesehen hat, kann die Verletzung von E._____ 
nicht eindeutig B._____ zugerechnet werden.

2.7. Beteiligung von D._____, E._____ und C._____ (Anklageziffer 1.1.1)

Weder E._____ noch C._____ kann eine aktive Beteiligung an der Schlägerei 
nachgewiesen werden. Niemand hat solches beobachtet. D._____ Aussagen sind 
alles andere als widerspruchsfrei. Er spricht zuerst davon, wie er eine Kopfnuss 
kassiert habe und auf den Boden gefallen sei und die unbekannten Männer auf ihn 
eingeschlagen hätten (StA act. 8.3, Antwort auf Frage 4). Bei der zweiten Einver-
nahme folgte der Kopfnuss noch ein Fusstritt in den Brustbereich. Erst dann sei er 
zu Boden gegangen (StA act. 8.7, Antwort auf Frage 3). Anlässlich der Konfronta-
tionseinvernahme schilderte er, er habe von einer Person einen Beintritt erhalten 
und von jemandem einen Faustschlag. Dann sei er zu Boden gegangen (StA 
act. 8.9, Antworten auf Fragen 4 und 24). Seine einzige aktive Handlung indes, die 
ihm angelastet wurde, war der Faustschlag gegen A._____. Ob dies tatsächlich so 
stattfand, lässt sich aus den zuvor genannten Gründen jedoch nicht zweifelsfrei 
erstellen.

2.8. Ergebnis

Zusammengefasst verbleibt als erstellt, dass sowohl A._____ als auch B._____ 
gegenüber D._____ tätlich geworden sind und dass daraufhin ein Tumult aus-
brach. Im Zuge desselben wurden mehrere Personen verletzt, insbesondere 
C._____ (StA act. 7.6; 7.40 ff.). Auch die Verletzungen von A._____ (StA act. 7.5), 
D._____ (StA act. 7.8; 7.51) und E._____ (StA act. 7.57 f.) sind dokumentiert. 

3. Anklagevorwurf Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit SVG gegen 
B._____

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B._____ ist geständig, am 10. Juli 2019, um 19.23 Uhr, den Personenwagen Audi, 
Kontrollschild GR _____, auf der K._____ Strasse von F._____ in Richtung 
L._____ gelenkt zu haben. Dabei fuhr er Höhe M._____, Gemeindegebiet 
F._____, trotz der dort signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h mit 
überhöhter Geschwindigkeit, nämlich nach Abzug der Toleranz von 5 km/h mit 68 
km/h und damit 18 km/h schneller als erlaubt.

4. Tatbestände

4.1. Raufhandel (Art. 133 Abs. 1 StGB) bzw. Angriff (Art. 134 StGB)

Es kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4 bis 
4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Erfüllung des Tatbestands des Raufhandels be-
darf es demnach einer wechselseitigen Auseinandersetzung mehrerer (mindes-
tens drei) Beteiligter (Art. 133 Abs. 1 StGB). Dabei darf keiner nur abwehren oder 
schlichten. Gemäss erstelltem Sachverhalt kann lediglich A._____ und B._____ 
ein aktives Handeln nachgewiesen werden. Damit entfällt der Raufhandel und üb-
rig bleibt der Tatbestand des Angriffs. Dabei gehen mindestens zwei Personen 
gegen eine oder mehrere Personen vor (Art. 134 StGB). Objektiv ist der Tatbe-
stand durch die Tatbeiträge von A._____ und B._____ gegen D._____ erfüllt. Mit 
der Verletzung von C._____ (doppelter Kieferbruch) ist auch die objektive Straf-
barkeitsbedingung erfüllt. Subjektiv bedarf es zumindest eines Eventualvorsatzes. 

Der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass weitere Personen sich beteili-
gen. Beim ersten Faustschlag von A._____ gegen D._____ dürfte dies noch nicht 
der Fall gewesen sein. Es ging Ersterem nach seiner Aussage um eine Klarstel-
lung, dass der andere seine Freundin in Ruhe lassen solle. B._____ schilderte in 
seiner ersten Einvernahme, dass er den Kontrahenten von A._____ ergriffen ha-
be, nachdem dieser A._____ einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Dar-
aufhin seien noch weitere Kollegen des Kontrahenten hinzugekommen. Die Situa-
tion sei eskaliert und A._____ habe dem kleineren noch Faustschläge ins Gesicht 
versetzt (StA act. 8.5, Antwort auf Frage 1; act. H.3, Antworten auf Fragen 7 ff.). 
Spätestens in diesem Zeitpunkt – also nachdem B._____ und weitere Personen 
sich in das Geschehen eingemischt hatten – nahm A._____ in Kauf, dass er sich 
nicht mehr in einer eins-zu-eins-Situation befand, sondern dass auf seiner Seite 
mindestens zwei Personen gegen einen Gegner losgingen. Damit ist A._____' 
Vorsatz zwar noch nicht beim ersten Faustschlag, aber danach beim weiteren Ver-
lauf gegeben. B._____ kam hinzu, als der Streit schon im Gang war. Bei ihm ist 
ein Vorsatz der Beteiligung ohne Weiteres erstellbar.

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4.2. Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB)

Unbestrittenermassen wurden C._____, E._____, D._____ und A._____ anläss-
lich der Auseinandersetzung verletzt. Die entsprechenden Arztberichte liegen bei 
den Akten.

Die Verletzung von A._____ kann keinem Täter zugeordnet werden (weil der 
Faustschlag D._____ nicht erstellt ist), ebensowenig diejenigen von C._____ und 
E._____. Diese sind als Resultat der Auseinandersetzung anzusehen.

D._____ klagte über Schmerzen am Finger, Schürfungen an der Nase und am 
Schulterblatt sowie einen "Schnitt" an der Schläfe (StA act. 8.3, Antwort auf Fra-
ge 12). Er sagte sinngemäss aus, er sei von mehreren Personen traktiert worden 
(StA act. 8.3, Antwort auf Frage 4; StA act. 8.7, Antwort auf Frage 3). C._____ 
bestätigte, es hätten einige Typen auf D._____ eingeschlagen (StA act. 8.8, Ant-
wort auf Frage 4). Die Verletzungen von D._____ lassen sich nicht auf das zuge-
standene Vorgehen von A._____ und B._____ zurückführen. Damit fehlt die Zu-
ordnung der aktenkundigen Körperverletzungen zu einem konkreten Täter. Der 
daher folgenlos gebliebene Faustschlag von A._____ und das Zurückstossen 
durch B._____ wären als Tätlichkeit zu qualifizieren; diesbezüglich ist jedoch die 
Verjährung eingetreten: Das Ereignis fand am 1. Oktober 2017 statt; das Urteil des 
Regionalgerichts Plessur datiert vom 10. November 2020 (Art. 109 StGB).

Aus dem Ausgeführten folgt, dass A._____ und B._____ vom Vorwurf der mehrfa-
chen einfachen Körperverletzung freizusprechen sind und dass diesbezüglich kein 
Schuldspruch D._____ erfolgen kann.

4.3. Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit

Durch die Überschreitung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h 
innerorts um netto 18 km/h erfüllte B._____ den Tatbestand von Art. 27 Abs. 1 
SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG.

5. Strafzumessung

5.1. A._____

In Bezug auf die Grundlagen der Strafzumessung kann auf das Urteil der Vor-
instanz verweisen werden (act. E.1 E. 5; Art. 82 Abs. 4 StPO). Das Regionalge-
richt Plessur ging vom Angriff als schwerstem Delikt aus. Es verneinte die Not-
wendigkeit einer Freiheitsstrafe. Das Verschulden von A._____ wurde als nicht 
mehr leicht eingeordnet. Als Einsatzstrafe erachtete das Regionalgericht 100 Ta-

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gessätze als tat- und schuldangemessen. Das Kantonsgericht erachtet die Ein-
satzstrafe von einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen als angemessen, geht aber 
von einem leichten Verschulden aus. Es gibt keine Hinweise, dass die Tat geplant 
war, sie scheint eher auf das "alkohol- und testosterongeschwängerte Umfeld" 
(act. H.10, Ziff. II.) zurückzuführen zu sein. In einem ersten Schritt kann auch nicht 
davon ausgegangen werden, dass A._____ damit rechnete, dass sein Kollege 
B._____ mitziehen würde. Der Vorsatz beschränkt sich denn auch auf das Wei-
termachen, nachdem A._____ hatte wahrnehmen müssen, dass sein Kollege ein-
gegriffen hatte. Die Vorstrafen sind nicht einschlägig und werden nicht strafer-
höhend berücksichtigt (vgl. Urteil Vorinstanz, act. E.1 E. 5.2). Die lange Verfah-
rensdauer ist mit einer Reduktion von 20 Tagessätzen anzurechnen. Wie die Vor-
instanz korrekt ausführt, ist die Vorstrafe von 60 Tagessätzen vom 23. März 2018 
(Strafbefehl der Staatsanwaltschaft wegen Verletzung von Verkehrsregeln) zu 
berücksichtigen und es ist in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstra-
fe auszusprechen. Für die bereits abgeurteilte Tat rechtfertigt es sich, die Einsatz-
strafe um 40 Tagessätze zu erhöhen (Asperation). Die (hypothetische) Gesamts-
trafe beträgt damit 120 Tagessätze. Davon ist die rechtskräftige Strafe von 60 Ta-
gessätzen abzuziehen, woraus sich eine Zusatzstrafe von 60 Tagessätzen ergibt.

Es wird bei A._____ von einem Jahreseinkommen von CHF 98'700.00 und einem 
Vermögen von CHF 17'000.00 ausgegangen (act. D.37; act. H.2, Ziff. IV). Nach 
Abzug für Krankenkasse, Steuern etc. von pauschal 20% resultiert eine Tages-
satzhöhe von CHF 210.00.

A._____ wird mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 210.00 als Zu-
satzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. März 
2018 bestraft.

Entgegen der Ansicht des Regionalgerichts wird der Vollzug der Geldstrafe aufge-
schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Wie bereits ausgeführt, sind 
die Vorstrafen nicht einschlägig. Sie liegen zudem im Urteilszeitpunkt mehr als 
10 Jahre zurück. Seit dem zu beurteilenden Vorfall im Jahr 2017 hat sich A._____ 
– mit Ausnahme der Verkehrsdelikte, die zum Strafbefehl aus dem Jahr 2018 führ-
ten –, nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Daher kann nicht von einer un-
günstigen Prognose ausgegangen werden (Art. 42 Abs. 1 StGB).

5.2. B._____

In Bezug auf die Grundlagen der Strafzumessung kann auf das Urteil der Vor-
instanz verweisen werden (act. E.1 E. 5 [SK1 21 22]; Art. 82 Abs. 4 StPO). Das 

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Regionalgericht Plessur ging vom Angriff als schwerstem Delikt aus. Es verneinte 
die Notwendigkeit einer Freiheitsstrafe. Das Verschulden von B._____ wurde als 
nicht mehr leicht eingeordnet. Als Einsatzstrafe erachtete das Regionalgericht 
70 Tagessätze als tat- und schuldangemessen. Das Kantonsgericht sieht keinen 
Grund, die Einsatzstrafe für B._____ anders anzusetzen als diejenige von 
A._____. Auch in Bezug auf B._____ gibt es keine Hinweise, dass die Tat geplant 
war, sie scheint auch bei ihm eher auf das "alkohol- und testosterongeschwänger-
te Umfeld" (act. H.10, Ziff. II.) zurückzuführen zu sein. Anders als A._____ wusste 
jedoch B._____, dass Ersterer bereits mit D._____ zugange war, weshalb er wis-
sen musste, dass dadurch eine zwei-zu-eins-Situation und damit ein Angriff ent-
stand. Auf der anderen Seite ist er nicht als Auslöser der Tat anzusehen. Eine 
Einsatzstrafe von 100 Tagessätzen Geldstrafe ist dem immer noch als leicht ein-
zustufenden Tatverschulden angemessen. Anders als bei A._____ ist eine der 
Vorstrafen von B._____ einschlägig, was zu einer Straferhöhung um 10 Tagessät-
ze führt (vgl. Urteil Vorinstanz, act. E.1 [SK1 21 22] E. 5.2). Die lange Verfahrens-
dauer ist mit einer Reduktion von 20 Tagessätzen anzurechnen. Die Vorstrafe 
vom 22. März 2018 von 20 Tagessätzen (Strafbefehl der Staatsanwaltschaft we-
gen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz) ist vorliegend zu berücksichti-
gen und es ist auch hier in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine Zusatzstrafe 
auszusprechen. Für die bereits abgeurteilte Tat rechtfertigt es sich, die Einsatz-
strafe um 10 Tagessätze zu erhöhen (Asperation). Die (hypothetische) Gesamts-
trafe beträgt damit 100 Tagessätze. Davon ist die rechtskräftige Strafe von 20 Ta-
gessätzen abzuziehen, woraus sich eine Zusatzstrafe von 80 Tagessätzen ergibt.

Die Höhe des Tagessatzes berechnet sich aufgrund der aktuellen Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse von B._____ auf CHF 70.00 (monatliches Einkommen 
CHF 3'200, Pauschalabzug von 20%, Unterstützungsabzug Kind 15%; act. H.3 
Ziff. IV; act. D.44 [SK1 21 22]).

B._____ wird mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 70.00 als Zu-
satzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. März 
2018 und einer Busse von CHF 400.00 bestraft.

Entgegen der Ansicht des Regionalgerichts wird der Vollzug der Geldstrafe aufge-
schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die eine Vorstrafe ist zwar ein-
schlägig, liegt jedoch beinahe 10 Jahre zurück. Seit dem zu beurteilenden Vorfall 
im Oktober 2017 hat sich B._____ nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Da-
her kann nicht von einer ungünstigen Prognose ausgegangen werden (Art. 42 
Abs. 1 StGB). Die Probezeit der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubün-
den vom 17. August 2016 / 1. September 2016 bedingt ausgesprochenen Gelds-

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trafe von 150 Tagessätzen zu je CHF 40.00 ist am 31. August 2019 abgelaufen 
(act. D.43 [SK1 21 22]), ein Widerruf ist deshalb ausgeschlossen (Art. 46 Abs. 5 
StGB).

Die von der Vorinstanz ausgefällte Busse für die Verletzung der Verkehrsregeln 
gemäss Art. 27 Abs.1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG von CHF 400.00 
ist zu bestätigen. Dasselbe gilt für die Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen (act. E.1 
[SK1 21 22] E. 5.5).

6. Zivilansprüche

6.1. A._____ hat seine Zivilklagen gegen D._____, C._____ und E._____ 
zurückgezogen. Die Urteile der Vorinstanz sind diesbezüglich rechtskräftig.

6.2. B._____’ Zivilklagen gegen D._____, C._____ und E._____ wurden von der 
Vorinstanz auf den Zivilweg verwiesen. Dagegen wurde keine Berufung erhoben; 
die Urteile der Vorinstanz sind in diesem Punkt ebenfalls in Rechtskraft erwach-
sen.

6.3. D._____ hat seine Zivilklagen gegen A._____ und B._____ zurückgezogen. 
Der Rückzug ist in Rechtskraft erwachsen.

6.4. E._____ hat von der Vorinstanz eine Genugtuung in der Höhe von 
CHF 500.00 zzgl. Zins von 5 % ab dem 1. Oktober 2017 zugesprochen erhalten. 
Dies erscheint in Anbetracht der Umstände angemessen (Verweis auf Begrün-
dung der Vorinstanz; act. E.1 E. 6.3 und act. E.1 [SK1 21 22] E. 6.3). Die Genug-
tuung ist B._____ und A._____ in solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen.

6.5. Die Vorinstanz verpflichtete B._____ und A._____ unter solidarischer Haf-
tung, C._____ eine Genugtuung von CHF 6‘000.00 sowie Schadenersatz von 
CHF 1’790.00 zzgl. Zins von 5 % ab dem 1. Oktober 2017 zu bezahlen. Die Scha-
denersatzforderung ist ausgewiesen, dazu gibt es nichts zu bemerken. Die von 
der Vorinstanz zugesprochene Genugtuung erscheint zu hoch.

Bemessungskriterien für die Genugtuung sind vor allem die Art und Schwere der 
Verletzung, die Intensität und Dauer der Auswirkungen auf die Persönlichkeit des 
Betroffenen, der Grad des Verschuldens des Haftpflichtigen (BGE 125 III 412 
E. 2a), ein allfälliges Selbstverschulden des Geschädigten (BGE 124 III 182 E 4d) 
sowie die Aussicht auf Linderung des Schmerzes durch die Zahlung eines Geldbe-
trages (BGE 118 II 410 E 2a). Die Festsetzung der Höhe der Genugtuung ist eine 
Entscheidung nach Billigkeit. Das Bundesgericht hat es abgelehnt, die Bemessung 

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der Genugtuung nach schematischen Massstäben zu richten. Die Genugtuungs-
summe darf daher nicht nach festen Tarifen festgesetzt, sondern muss dem Ein-
zelfall angepasst werden (BGE 127 IV 215 E 2e). Dies schliesst jedoch nicht aus, 
die Bewertung in zwei Phasen vorzunehmen: In einer objektiven Berechnungs-
phase mit einem Basisbetrag als Orientierungspunkt und einer nachfolgenden 
Phase, in der die Besonderheiten des Einzelfalles berücksichtigt werden. Als Ba-
siswert kann auf die Tabellen der SUVA zur Bemessung der Integritätsentschädi-
gung zurückgegriffen werden (BGE 132 II 117 E. 2.2.3; KGer GR ZK2 17 2 
v. 23.12.2020 E. 19.4). 

Gemäss SUVA-Tabelle 15, Integritätsschaden bei unfallbedingten Zahnschäden, 
ist keine Integritätsentschädigung geschuldet, wenn der Verlust eines oder mehre-
rer Zähne mit einer festen Brücke oder Kronen korrigiert werden kann. Das gleiche 
gilt für gutsitzende Prothesen. Die Begründung liegt darin, dass dadurch einer re-
levanten Beeinträchtigung der Kaufähigkeit entgegengewirkt werden könne und 
der Schaden auch nicht sichtbar sei. Integritätsschäden unter 5% werden in der 
Unfallversicherung nicht als erheblich betrachtet (SUVA-Tabelle 15, Integritäts-
schaden bei unfallbedingten Zahnschäden, abrufbar unter: htt-
ps://www.suva.ch/de-ch/download/factsheets/tabelle-15---integritaetsschaden-bei-
unfallbedingten-zahnschaeden/standard-variante--2870/15.D). Vorliegend ist we-
der eine erhebliche, bleibende Beeinträchtigung der Kaufähigkeit noch eine sicht-
bare, relevante Veränderung des Erscheinungsbildes dargetan. Die Integritätsent-
schädigung berechnet sich anhand des Jahresverdienstes. Dieser betrug bei 
C._____ gemäss Steuerdaten im Jahr 2017 CHF 71'356.00 (StA act. 4.4). Da die 
Erheblichkeit im obigen Sinne nicht gegeben ist, kann aufgrund der objektivierba-
ren Faktoren von einer Berechnungsgrundlage von CHF 3'500.00 ausgegangen 
werden (5% des Jahresverdienstes 2017). Hinzu kommen weitere Elemente des 
konkreten Falles. Diese hat die Vorinstanz aufgeführt (act. E.1 E. 6.2): Pürierte 
Nahrung während 6 Wochen, damit einhergehend Gewichtsverlust, dadurch wie-
derum Schwächung des Immunsystems, Regeneration von 8 Monaten, bleibende 
Schäden (Vitaltest an drei Zähnen negativ), Wahrnehmen von mehreren Zahnarzt-
terminen. Während des Tragens des Drahtretainers war das Aussehen Simon 
Ackermanns verändert. Die Sinn- und Grundlosigkeit des Ereignisses führte nach-
vollziehbar zu Albträumen und Ängsten in ähnlichen Situationen. All dies rechtfer-
tigt es, den zuvor errechneten Genugtuungsanspruch um CHF 500.00, mithin auf 
CHF 4'000.00 zu erhöhen, zuzüglich Zins zu 5% ab dem 1. Oktober 2017.

A._____ und B._____ werden demnach unter solidarischer Haftung verpflichtet, 
C._____ eine Genugtuung von CHF 4’000.00 sowie Schadenersatz von 

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CHF 1’790.00 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Oktober 2017 zu bezahlen (Art. 50 Abs. 1 
OR, Art. 41 OR, Art. 47 OR; act. E.1 E. 6).

7. Kosten und Entschädigungen

7.1. Grundsatz

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 
auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 
StPO). Grundsätzlich gehen die Verfahrenskosten zulasten des Staates (Art. 423 
StPO). Wird die beschuldigte Person verurteilt, trägt sie die Verfahrenskosten 
(Art. 426 Abs. 1 StPO). 

B._____ und A._____ werden je vom Vorwurf der mehrfachen einfachen Körper-
verletzung freigesprochen. Diese Freisprüche entsprechen einer hälftigen Obsie-
gensquote im Rechtsmittelverfahren. Entsprechend haben beide die Hälfte der auf 
sie entfallenden Kosten zu tragen. 

7.2. Kosten

7.2.1. Untersuchungskosten

Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungskosten für jeden Beschuldigten se-
parat ausgewiesen. Auf B._____ entfallen CHF 1'457.40 (RG act. 3 [SK1 21 22], 
auf A._____ CHF 1'377.40 (RG act. 3). Entsprechend der zuvor genannten Quote 
hat A._____ CHF 688.70 und B._____ CHF 728.70 der Untersuchungskosten von 
insgesamt CHF 5'602.00 zu tragen. Der Restbetrag von CHF 4'184.60 geht zu 
Lasten des Kantons Graubünden (Staatsanwaltschaft).

7.2.3. Erste Instanz

Das Regionalgericht hat für die fünf separaten Entscheide Gerichtsgebühren von 
je CHF 2'700.00 ausgefällt, insgesamt CHF 13'500.00. Diese Kosten erscheinen 
übermässig, zumal die Staatsanwaltschaft nur eine Anklage erhoben hat und nur 
eine Hauptverhandlung stattgefunden hat. Die Kosten der erstinstanzlichen Ver-
fahren sind auf CHF 10’000.00 zu reduzieren, bzw. CHF 2'000.00 je Urteil. Davon 
gehen je CHF 1’000.00 (die Hälfte) zu Lasten von A._____ und B._____. Der 
Restbetrag von CHF 8’000.00 geht zu Lasten des Kantons Graubünden (Regio-
nalgericht Plessur).

7.2.4. Berufungsverfahren

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Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens betragen CHF 8’000.00. Sie sind 
nach Obsiegen und Unterliegen zu verteilen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

A._____ obsiegt in dem ihn betreffenden Verfahren insoweit, als er vom Vorwurf 
der mehrfachen einfachen Körperverletzung freigesprochen wird. Darüber hinaus 
unterliegt er in allen anderen Verfahren (Berufung gegen die Freisprüche von 
D._____, C._____ und E._____). Die Kosten können rechnerisch auf die fünf Be-
teiligten aufgeteilt werden, also je ein Fünftel. A._____ obsiegt im (vereinigten) 
Berufungsverfahren zu einem Zehntel (die Hälfte eines Fünftels) und unterliegt zu 
sieben Zehnteln. Entsprechend hat er CHF 5'600.00 zu bezahlen. Die von 
A._____ geleisteten Sicherheitsleistungen von insgesamt CHF 6’000.00 werden 
an die ihm auferlegten Gerichtskosten des Berufungsverfahrens angerechnet.

B._____ obsiegt, indem er vom Vorwurf der mehrfachen einfachen Körperverlet-
zung freigesprochen wird. Dies macht die Hälfte des auf ihn entfallenden Fünftels 
der Gerichtsgebühren, also CHF 800.00 aus. Diesen Betrag hat er zu bezahlen.

Der Restbetrag von CHF 1’600.00 (zwei Zehntel) geht zu Lasten des Kantons 
Graubünden (Kantonsgericht). Die Kosten der amtlichen Verteidigung von 
D._____ im Berufungsverfahren von CHF 5’145.00 gemäss Honorarnote von 
Rechtsanwalt Alexander Egli (act. G.5) gehen zu Lasten des Kantons Graubünden 
(Kantonsgericht; Art. 422 f. StPO).

7.3. Entschädigungen

7.3.1. Grundsatz

Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, so hat sie u.a. 
Anspruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung 
ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Der Kostenentscheid präjudi-
ziert die Entschädigungsfrage.

7.3.2. Erste Instanz

Der Verteidiger von A._____, Rechtsanwalt Marc G. Breitenmoser, machte für 
seine Aufwendungen im erstinstanzlichen Verfahren ein Honorar von 
CHF 6'739.05 geltend (24.30 Stunden à CHF 250.00 zzgl. Spesen und Mehrwert-
steuer; RG act. 22 [SK1 21 21]). Der Zeitaufwand erscheint angemessen. Da kei-
ne Honorarvereinbarung bei den Akten liegt, wird der Stundenansatz praxis-
gemäss auf CHF 240.00 gekürzt. Es resultiert ein Honoraranspruch von 
CHF 6'470.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer). A._____ wird entsprechend 

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dem Ausgang des Verfahrens mit der Hälfte, mithin mit CHF 3’235.00, zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur) entschädigt.

Rechtsanwalt Diego Quinter machte als Rechtsvertreter von C._____ einen Ho-
noraranspruch für das erstinstanzliche Verfahren von CHF 6'973.50 geltend (RG 
act. 27 [SK1 21 24]). Dieser Betrag erscheint angemessen. Anders als im vorin-
stanzlichen Entscheid vorgesehen, wird die Leistung der Entschädigung nicht 
A._____ und B._____ überbunden, sondern sie ist aus der Gerichtskasse des Re-
gionalgerichts Plessur zu leisten (Art. 429 StPO i.V.m. Art. 423 Abs. 1 StPO). An-
lässlich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht führte Rechtsanwalt Diego 
Quinter aus, B._____ habe ihm die Parteientschädigung in diesem Umfang be-
zahlt (act. H.14 S. 2). Die Auszahlung der Entschädigung durch das Regionalge-
richt erfolgt deshalb einzig, wenn C._____ den Nachweis erbringt, dass er noch 
keine Parteientschädigung von A._____ und/oder B._____ erhalten hat oder eine 
solche vollständig zurückbezahlt hat.

Die von Rechtsanwalt Luca Curdin Conrad geltend gemachte Honorarforderung 
für die Vertretung von E._____ im erstinstanzlichen Verfahren in der Höhe von 
CHF 9’204.55 erscheint ebenfalls angemessen (RG act. 26 [SK1 21 28]). Wie be-
reits zuvor ausgeführt, ist diese indes vom Kanton Graubünden (Regionalgericht 
Plessur) zu leisten. Da unklar ist, ob die Auszahlung der Parteientschädigung von 
E._____ wie diejenige für C._____ ebenfalls erfolgt ist, ist die Auszahlung erst 
dann zu erbringen, wenn E._____ den Nachweis erbringt, dass er noch keine Par-
teientschädigung von A._____ und/oder B._____ erhalten hat oder er eine solche 
vollständig zurückbezahlt hat.

7.3.3. Berufungsverfahren

Der von Rechtsanwalt Marc G. Breitenmoser geltend gemachte Zeitaufwand für 
das Berufungsverfahren ist aufgrund der effektiven Dauer der Berufungsverhand-
lung von 7.75 Stunden (statt der geschätzten 10.5 Stunden) um 2.75 Stunden zu 
kürzen. Die aufgewendeten und angemessen erscheinenden 39.3 Stunden 
gemäss Honorarnote vom 30. August 2023 (act. G.1) sind zu einem Stundenan-
satz von CHF 240.00 zu entschädigen. Hinzu kommen Spesen und Mehrwert-
steuer, was einen Anspruch von CHF 10'463.00 ergibt. A._____ hat vier Berufun-
gen geführt. Im Verfahren, das seinen Schuldspruch betraf, obsiegte er zur Hälfte, 
in den anderen drei unterlag er vollständig. Dies ergibt eine Obsiegensquote von 
einem Achtel. Entsprechend ist A._____ für das Berufungsverfahren mit 
CHF 1’308.00 zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht) zu entschädi-
gen.

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Rechtsanwalt Diego Quinter macht für die Vertretung von C._____ im Beru-
fungsverfahren einen Zeitaufwand von 31.6 Stunden geltend (act. G.3). An der 
Honorarnote vom 31. August 2023 fällt auf, dass Aufwendungen bis und mit 
25. August 2021 das erstinstanzliche Verfahren betrafen. Diese 5.1 Stunden sind 
vollumfänglich zu streichen. Für den Zeitraum vom 16. September 2021 bis 
30. Juni 2022 (Vorladung Kantonsgericht) sind gemäss Abrechnung für Korre-
spondenzen und Telefonate 5.3 Stunden angefallen, was übermässig ist. Dieser 
Aufwand ist auf insgesamt 1.5 Stunden zu kürzen. Die Position vom 30. August 
2023 (HV Zeugeneinvernahmen nachmittags) ist auf die effektive Dauer von 
2.3 Stunden zu kürzen. Insgesamt ergibt sich ein zu entschädigender Zeitaufwand 
von 21.25 Stunden. Gerechnet mit einem Stundenansatz von CHF 240.00 (eine 
Honorarvereinbarung liegt nicht bei den Akten) zzgl. Spesen und Mehrwertsteuer 
beträgt die Entschädigungsforderung CHF 5’765.00. Der im Verfahren SK1 21 24 
vollumfänglich unterliegende A._____ hat C._____ mit diesem Betrag zu entschä-
digen.

Rechtsanwalt Luca Curdin Conrad macht für die Vertretung von E._____ im 
Berufungsverfahren einen Zeitaufwand von 23.7 Stunden geltend (act. G.4). In der 
Kostennote sind Leistungen enthalten, die das erstinstanzliche Verfahren betreffen 
(Aufwendungen vom 23. März 2021 bis und mit 30. August 2021). Diese 
3.35 Stunden sind zu streichen. Der übrig bleibende Aufwand von insgesamt 
20.35 Stunden erscheint angemessen und ist mit einem Stundenansatz von 
CHF 240.00 (da keine Honorarvereinbarung bei den Akten liegt) zzgl. Spesen und 
Mehrwertsteuer zu entschädigen. Der im Verfahren SK1 21 28 unterliegende 
A._____ hat E._____ daher mit CHF 5’418.00 für das Berufungsverfahren zu ent-
schädigen.

Die Verteidigerin von B._____, Rechtsanwältin Myriam Dannacher, machte für 
das Berufungsverfahren einen Zeitaufwand von 35.1 Stunden geltend (act. G.2). 
Dieser ist – abgesehen vom geschätzten Aufwand für die Berufungsverhandlung – 
angemessen. Insgesamt sind 28.85 Stunden zu entschädigen; praxisgemäss zu 
einem Stundenansatz von CHF 240.00. Zuzüglich Spesen und Mehrwertsteuer 
resultiert ein angemessener Entschädigungsanspruch von CHF 7'770.00. B._____ 
obsiegt mit seiner Berufung zur Hälfte. Dementsprechend wird er für das Beru-
fungsverfahren mit CHF 3’885.00 zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantons-
gericht) entschädigt.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Verfahren SK1 21 21, SK1 21 22, SK1 21 24, SK1 21 26 und SK1 21 
28 werden vereinigt.

2. Es wird festgestellt, dass die Urteile des Regionalgerichts Plessur vom 
10. November 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen sind:

Proz. Nr. 515-2020-35 in Sachen A._____:
1.-3. […].
4. Die Zivilklage von D._____ gegen A._____ wird infolge Rückzugs 

abgeschrieben.
5.-6. […].
7. [Berufungsmodalitäten].
8. [Mitteilung].

Proz. Nr. 515-2020-36 in Sachen B._____:
1.-4. […].
5. Die Zivilklage von D._____ gegen B._____ wird infolge Rückzugs 

abgeschrieben.
6. […].
7. […].
8. [Berufungsmodalitäten].
9. [Mitteilung].

Proz. Nr. 515-2020-37 in Sachen C._____:
1. […].
2. a) Die Zivilklage von B._____ gegen C._____ wird auf den Zivilweg 

verwiesen.
b) Die Zivilklage von A._____ gegen C._____ wird infolge Rückzugs 

abgeschrieben.
3.-4. […].
5. [Berufungsmodalitäten].
6. [Mitteilung].

Proz. Nr. 515-2020-38 in Sachen D._____:
1. […].
2. a) Die Zivilklage von B._____ gegen D._____ wird auf den Zivilweg 

verwiesen.
b) Die Zivilklage von A._____ gegen D._____ wird infolge Rückzugs 

abgeschrieben.
3. […].

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4. [Berufungsmodalitäten].
5. [Mitteilung].

Proz. Nr. 515-2020-39 in Sachen E._____:
1. […].
2. a) Die Zivilklage von B._____ gegen E._____ wird auf den Zivilweg 

verwiesen.
b) Die Zivilklage von A._____ gegen E._____ wird infolge Rückzugs 

abgeschrieben.
3.-4. […].
5. [Berufungsmodalitäten].
6. [Mitteilung].

3.1. A._____ ist des Angriffs gemäss Art. 134 StGB schuldig.

3.2. A._____ wird vom Vorwurf der mehrfachen einfachen Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB freigesprochen.

4.1. A._____ wird mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 210.00 als 
Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. 
März 2018 bestraft.

4.2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 
festgesetzt.

5.1. B._____ ist des Angriffs gemäss Art. 134 StGB sowie der Verletzung der 
Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG schul-
dig.

5.2. B._____ wird vom Vorwurf der mehrfachen einfachen Körperverletzung 
gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB freigesprochen.

6.1. B._____ wird mit einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 70.00 als 
Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
22. März 2018 und einer Busse von CHF 400.00 bestraft.

6.2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 
festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

6.3. Bezahlt B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Er-
satzfreiheitsstrafe von 4 Tagen.

7. D._____, C._____ und E._____ werden von Schuld und Strafe freigespro-
chen. 

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8.1. A._____ und B._____ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, 
C._____ eine Genugtuung von CHF 4'000.00 sowie Schadenersatz von 
CHF 1'790.00 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Oktober 2017 zu bezahlen.

8.2. A._____ und B._____ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, 
E._____ eine Genugtuung von CHF 500.00 zzgl. Zins von 5 % seit 1. Okto-
ber 2017 zu bezahlen.

9.1. Die Untersuchungskosten von CHF 5'602.00 gehen im Umfang von 
CHF 688.70 zu Lasten von A._____, im Umfang von CHF 728.70 zu Lasten 
von B._____ und im Umfang von CHF 4'184.60 zu Lasten des Kantons 
Graubünden (Staatsanwaltschaft).

9.2. Die Kosten der erstinstanzlichen Verfahren von CHF 10'000.00 gehen im 
Umfang von CHF 1'000.00 zu Lasten von A._____, im Umfang von 
CHF 1'000.00 zu Lasten von B._____ und im Umfang von CHF 8'000.00 zu 
Lasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur).

9.3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von CHF 8'000.00 gehen im 
Umfang von CHF 5'600.00 zu Lasten von A._____, im Umfang von 
CHF 800.00 zu Lasten von B._____ und im Umfang von CHF 1'600.00 zu 
Lasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht).

9.4 Die von A._____ geleisteten Sicherheitsleistungen von insgesamt 
CHF 6'000.00 werden an die A._____ auferlegten Gerichtskosten des Beru-
fungsverfahrens angerechnet. 

9.5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von D._____ im Berufungsverfahren 
von CHF 5'145.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden (Kantonsge-
richt). 

10.1.A._____ wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 3'235.00 zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur) entschädigt.

10.2.C._____ wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 6'973.50 zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur) entschädigt. Die Aus-
zahlung der Entschädigung erfolgt einzig, wenn C._____ den Nachweis er-
bringt, dass er noch keine Parteientschädigung von A._____ und/oder 
B._____ erhalten hat oder eine solche vollständig zurückbezahlt hat.

10.3.E._____ wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 9'204.55 zu Lasten 
des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur) entschädigt. Die Aus-
zahlung der Entschädigung erfolgt einzig, wenn E._____ den Nachweis er-
bringt, dass er noch keine Parteientschädigung von A._____ und/oder 
B._____ erhalten hat oder eine solche vollständig zurückbezahlt hat.

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11.1.A._____ wird für das Berufungsverfahren mit CHF 1'308.00 zu Lasten des 
Kantons Graubünden (Kantonsgericht) entschädigt.

11.2.B._____ wird für das Berufungsverfahren mit CHF 3'885.00 zu Lasten des 
Kantons Graubünden (Kantonsgericht) entschädigt.

11.3.A._____ hat C._____ für das Berufungsverfahren mit CHF 5'765.00 zu ent-
schädigen.

11.4.A._____ hat E._____ für das Berufungsverfahren mit CHF 5'418.00 zu ent-
schädigen.

12.1.Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 Ta-
gen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zuläs-
sigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

12.2.Gegen den Entschädigungsentscheid kann der amtliche Verteidiger gemäss 
Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG (SR 173.71) Beschwer-
de an das Bundesstrafgericht erheben. Die Beschwerde ist dem Bundes-
strafgericht, Viale Stefano Franscini 7, Postfach 2720, 6501 Bellinzona, 
schriftlich innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 385 StPO in Verbindung mit Art. 39 Abs. 1 
StBOG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdegründe, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Be-
schwerde gelten die Art. 393 ff. StPO.

13. Mitteilung an: