# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5bf14b73-c6ca-53d3-a238-a821cbee5436
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.05.2010 D-3450/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3450-2010_2010-05-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3450/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...), Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Mai 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3450/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  (...)  nach 
einer (...) Autofahrt zu einem ihm unbekannten Hafen gelangt und von 
dort aus auf dem Seeweg in ein ihm unbekanntes Land gereist ist, wo 
er am (...) angekommen ist, und am (...) unter Umgehung der Grenz-
kontrolle in die Schweiz gelangte,

dass er am 28. März 2010 (...) um Asyl nachsuchte und, da er bei der 
Meldung  des  Asylgesuchs  keine  Ausweispapiere  abgab,  noch 
gleichentags  schriftlich  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  Aus-
weispapiere nachzureichen, verbunden mit der Androhung, im Unter-
lassungsfall werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten (...),

dass er (...) zur Person befragt und am (...) in Anwendung von Art. 29 
Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31) 
ebenda  durch  das  Bundesamt  zu  den  Asylgründen  angehört  wurde 
(...),

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er sei am 12. Oktober 1992 geboren, nigerianischer Staatsangehöriger 
und bei  seiner Mutter, (...),  aufgewachsen, nachdem sein Vater, (...), 
schon vor seiner Geburt im Zusammenhang mit (...) umgekommen sei,

dass er Mitte Oktober 2009 nach der Schule im Laden seiner Mutter 
(...) verkauft habe, als gegenüber eine Bank überfallen worden sei und 
er den nicht maskierten Fahrer des Fluchtautos als den (...) Bruder (...) 
seines Mitschülers (...) erkannt habe,

dass er sich am nächsten Morgen zusammen mit der Polizei zu seiner 
Schule  begeben  habe,  wo  er  (...)  habe  identifizieren  müssen, 
woraufhin die Polizei dessen Bruder festgenommen habe,

dass  seine  Mutter  (...)  nach  der  Verhaftung  von  (...)  zu  Hause  von 
einem unbekannten Mann bedroht worden sei,  welcher ihr, weil  er – 
der Beschwerdeführer – (...) identifiziert habe, für den Fall, dass (...) in 
der Haft etwas zustossen würde, mit der Tötung ihres Sohnes gedroht 
habe,

dass er vermute, dass der unbekannte Mann der Familie von (...) an-
gehöre,  und die Polizei  von (...)  die  Namen der  übrigen Bankräuber 

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habe wissen wollen, wobei sie diesen dabei derart misshandelt habe, 
dass  (...)  am  (...)  gestorben  sei,  ohne  zuvor  die  Namen  seiner 
Komplizen preisgegeben zu haben,

dass er  am (...)  nach der Rückkehr von der Schule seine Mutter  tot 
vorgefunden  habe,  woraufhin  er  noch  am  selben  Tag  in  deren 
Heimatdorf  in  (...)  zu  einem  Onkel  mütterlicherseits  gereist  sei, 
welcher ihn für den Tod der Mutter verantwortlich gemacht habe,

dass  ihm  der  Onkel  zudem  gesagt  habe,  er  gehöre  nicht  zur  Ver-
wandtschaft  und  solle  stattdessen  zu  den  (...)  gehen,  da  auch  sein 
Vater dieser Religion angehört habe,

dass  er  aus  diesem  Grund  am  (...)  nach  (...)  gefahren  sei,  um die 
Familie seines Vaters zu suchen, diese jedoch nicht gefunden, indes 
(...) kennengelernt habe, bei welchem er habe wohnen können und der 
sich seiner wegen seines (...) Vaters angenommen habe,

dass  ihm  (...)  bei  der  Ausreise  behilflich  gewesen  sei,  nachdem  er 
diesem seine Probleme erzählt habe,

dass er  in  Nigeria  nie  direkt  bedroht  worden sei,  es  aber  nebst  der 
Familie  von  (...)  auch  die  ihm unbekannten  Bankräuber  auf  ihn  ab-
gesehen hätten,

dass eine vom BFM veranlasste Bestimmung des Knochenalters des 
Beschwerdeführers  vom  (...)  ein  wahrscheinliches  chronologisches 
Alter  von  19  Jahren  oder  mehr  ergab  (...),  wozu  ihm  am  (...)  das 
rechtliche Gehör gewährt wurde (...),

dass das BFM mit  am selben Tag eröffneter  Verfügung vom 10. Mai 
2010 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Eintritt  der Rechts-
kraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

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dass er erklärt habe, er habe weder jemals einen Reisepass noch eine 
Identitätskarte besessen oder beantragt und wisse nicht, wo sich sein 
Geburtsschein befinde,

dass er in seinem Heimatstaat keine Identitätskarte habe beantragen 
können, da er bei der Ausreise noch nicht 18 Jahre alt gewesen sei, 
und in Nigeria mit Ausnahme seines Onkel mütterlicherseits, zu dem 
er  kein  gutes  Verhältnis  habe,  weder  Verwandte  noch  Kontakt  zu 
anderen Personen habe, weshalb er keine Ausweispapiere beschaffen 
könne,

dass jedoch – so das BFM – das Fehlen jeglichen nachvollziehbaren 
Bemühens,  seine  Identität  durch  rechtsgenügliche,  authentische 
Papiere zu belegen, darauf schliessen lasse, dass er nicht bereit sei, 
solche Ausweispapiere vorzulegen,

dass als starkes Indiz für die bewusste Nichtabgabe von Papieren trotz 
vorhandener  Möglichkeiten  dazu  die  Umstände  der  Reise  vom Her-
kunftsland  nach  Europa  zu  werten  seien,  wonach  er  ohne  Reise-
dokumente  von  Nigeria  in  die  Schweiz  gelangt  sei  und  unterwegs 
keine Kontrollen stattgefunden hätten, 

dass  diese  Angaben  realitätsfremd  seien  und  der  allgemeinen  Er-
fahrung  widersprechen  würden,  vor  allem  in  Anbetracht  der  hohen 
Bussen, die Schiffsbetreiber bei der Entdeckung von papierlosen Mit-
reisenden zu gewärtigen hätten und der diesbezüglich sehr strengen 
Kontrollen in den Häfen, da sämtliche Schengen-Vertragsstaaten ver-
pflichtet  seien,  die  restriktiven  EU-Einwanderungsbestimmungen  mit 
Visa- und Passkontrollen einzuhalten,

dass das Vorbringen, wonach er für die gesamte Reise in die Schweiz 
nichts bezahlt  habe, ebenfalls nicht glaubhaft sei, zumal schwer vor-
stellbar sei, dass (...) die gesamte Reise organisiert und bezahlt habe, 
nachdem er  den  Beschwerdeführer  erst  in  (...)  kennengelernt  habe, 
umso weniger, als es kaum möglich sei, von (...) per Auto in (...) bis 
zur nigerianischen Küste zu fahren,

dass der Beschwerdeführer weder wisse, wo in Nigeria er an Bord des 
Schiffes  gegangen  sei,  noch  wie  dieses  heisse  noch  unter  welcher 
Flagge es gefahren sei,

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dass er schliesslich nicht in der Lage gewesen sei, ein einziges Land 
zu nennen,  welches er  auf  der  Reise  in  die Schweiz  passiert  habe, 
und widersprüchliche Angaben dazu gemacht habe, wie oft er auf der 
Bahnreise von einem europäischen Land in die Schweiz umgestiegen 
sei,

dass solche Aussagen grundsätzlich als unglaubhaft einzustufen seien 
und  zum  Schluss  führten,  dass  er  anders  als  in  der  geschilderten 
Weise in die Schweiz gelangt sein müsse,

dass  sein  Aussageverhalten  vermuten  lasse,  dass  er  nicht  nur  be-
absichtige,  die  wahren  Umstände  zu  seinem  Reiseweg  zu  verheim-
lichen,  sondern  auch  nicht  offenlegen  wolle,  mit  welchen  Reise-
papieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist ist,

dass  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  von  entsprechenden 
Dokumenten auch die Identität des Beschwerdeführers nicht feststehe,

dass demnach keine entschuldbaren  Gründe  für die Nichteinreichung 
der erforderlichen Dokumente vorliegen würden,

dass  aufgrund  des  vom  Beschwerdeführer  angegebenen  Geburts-
datums  (12.  Oktober  1992)  und  dem  chronologischen  Alter  von  19 
Jahren und mehr gemäss Knochenaltersbestimmung die Abweichung 
zwar innerhalb des von der Rechtsprechung (vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] Nr. 
2000 Nr. 19)  festgelegten Normalbereichs von drei  Jahren liege,  die 
behauptete  Minderjährigkeit  jedoch  gemäss  EMARK  2004  Nr.  30 
S. 209 zumindest glaubhaft erscheinen müsse, wobei diesbezüglich im 
Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung sämtlicher Anhalts-
punkte  vorzunehmen  sei  und  bei  fehlender  Abgabe  von  Identitäts-
papieren,  welche  das  behauptete  Alter  stützen  könnten,  die  an-
gegebenen Gründe für  dieses  Versäumnis  auf  deren  Plausibilität  zu 
prüfen seien,

dass gemäss der erwähnten Praxis die Angaben eines Gesuchstellers 
bezüglich seines Alters sowie der Nichtabgabe Parteiauskünfte seien, 
die frei auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu würdigen seien und der Beweis-
wert der Auskünfte reduziert werde, wenn der Gesuchsteller ganz of-
fensichtlich unzutreffende Angaben zu seinem Reiseweg mache,

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dass  aufgrund  einer  Gesamtwürdigung  der  Knochenaltersanalyse, 
dem  nicht  einem  Siebzehnjährigen  entsprechenden  Aussehen  des 
Beschwerdeführers, dessen ungenauen Angaben zu den Familienver-
hältnissen,  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  von  Ausweisdokumenten 
sowie  der  offensichtlich  unzutreffenden Angaben zum Reiseweg von 
der Volljährigkeit des Beschwerdeführers auszugehen sei, welcher sei-
ne wahre Identität sowie den tatsächlichen Reiseweg gegenüber den 
Schweizer Behörden zu verheimlichen versuche,

dass aufgrund der festgestellten Unstimmigkeiten im  Zusammenhang 
mit  der  Schilderung  des  Reisewegs  beziehungsweise  der  Reise-
modalitäten  erste  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  geltend  ge-
machten Verfolgung aufkommen würden,

dass seine Aussagen betreffend die Todesursache der Mutter  wider-
sprüchlich seien, zumal er zuerst erklärt habe, seine Mutter sei Opfer 
eines mit Waffen verübten Tötungsdelikts geworden, jedoch anlässlich 
der  späteren Anhörung ausgeführt  habe,  seine Probleme hätten die 
Mutter  fest  beschäftigt  und  vermutlich  habe  dieser  Kummer  im  Zu-
sammenhang mit  (...),  welcher sie sich kurz zuvor unterzogen habe, 
zum Tod geführt,

dass ihm der Name des Dorfes seiner Mutter unbekannt gewesen sei, 
obwohl  er  angeblich  dort  während  mehr  als  (...)  bis  Anfang  (...) 
gewohnt  habe,  und diese Aufenthaltsdauer  fraglich erscheine,  zumal 
er  angeblich  von  den  dortigen  Verwandten  mütterlicherseits  nicht 
akzeptiert worden sei,

dass auch nicht nachvollziehbar sei, dass er Nigeria verlassen habe, 
obschon  er  persönlich  weder  jemals  direkt  bedroht  noch  verfolgt 
worden sei,

dass es sich selbst bei Wahrunterstellung der Schilderungen des Be-
schwerdeführers  um  Übergriffe  durch  private  Drittpersonen  handeln 
und es keine Hinweise auf eine staatliche Schutzverweigerung geben 
würde, weshalb den nigerianischen Behörden auch nicht mangelnder 
Schutzwille und fehlende Schutzfähigkeit angelastet werden könnte,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Mai 2010 (Datum des 
Poststempels)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde erhob und dabei  sinngemäss beantragte,  es sei 
der angefochtene Entscheid aufzuheben, die Sache an die Vorinstanz 
zurückzuweisen  und  diese  anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch  einzu-
treten,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14.  Mai  2010  vollständig  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG,  SR 
173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein-
gereichte Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf  die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht  eingetreten  ist,  wogegen  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Weg-
weisung  und  des  Vollzugs  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesver-
waltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt  (Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft – sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen  –  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugs-
hindernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass in der Beschwerde ausgeführt wird, der Beschwerdeführer werde 
schliesslich in der Lage sein, sein Reise- beziehungsweise Identitäts-
papier zu finden,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung der Akten und unter  Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  weder  die  von  ihm  geltend  ge-
machte  Minderjährigkeit  glaubhaft  darzulegen  vermag  (vgl.  EMARK 
2001 Nr. 23) noch dass er durch nicht selbst zu verantwortende Um-
stände an der unverzüglichen Einreichung von Reise- oder Identitäts-
papieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden 
sei (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass – wie bereits erwähnt – seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art.  32  Abs. 2 Bst. a  AsylG die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet und sich die Offensicht-
lichkeit deren Fehlens auch auf die Asylrelevanz beziehen kann (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass  die  Überprüfung  der  Akten  in  diesem Kontext  ergibt,  dass  die 
Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht als offen-
sichtlich  unglaubhaft  und  flüchtlingsrechtlich  nicht  relevant  quali-
fizierte,  wobei  wiederum  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  des 
BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Neues  geltend  gemacht,  sondern 
sinngemäss lediglich an den bisherigen Sachverhaltsvorbringen fest-
gehalten wird,

dass  die  geltend  gemachten  Verfolgungsvorbringen  durch  die  Vor-
instanz zu Recht als offensichtlich unglaubhaft und flüchtlingsrechtlich 
offensichtlich  nicht  relevant  qualifiziert  wurden  und  sich  aus  den 
Ausführungen in  der  Beschwerdeschrift  keine Erkenntnisse ergeben, 
die  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Beurteilung  führen 
könnten,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat,  vorliegend  der  Beschwer-
deführer weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  An-
spruch  auf  Erteilung  einer  solchen hat,  weshalb  die  verfügte  Weg-
weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu 
bestätigen  ist  (Art.  44  Abs.  1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylver-
ordnung 1 vom 11. August  1999 über  Verfahrensfragen [AsylV 1,  SR 
142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis  nach 
den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 
Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat-
staat unzumutbar wäre,

dass  angesichts  der  offensichtlich  unglaubhaften  Angaben  des   Be-
schwerdeführers nicht davon auszugehen ist, dieser besitze in seinem 
Herkunftsstaat kein Beziehungsnetz,

dass  er  noch  jung  ist  und,  soweit  aktenkundig,  an  keinen  schwer-
wiegenden gesundheitlichen Problemen leidet,

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dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation  ge-
raten, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (...)
- das BFM, (...)
- die zuständige kantonale Behörde

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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