# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 480be029-b4de-5b73-9729-6dfe4afe5946
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 29.09.2023 510 23 18 (510 2023 18)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-23-18_2023-09-29.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 29. September 2023 (510 23 18) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Grundstückgewinnsteuer / Umfang der zum Abzug zuzulassenden Maklerprovision 
 
 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Gerichtsschreiberin i.V. A. den 
Herder 
 
 

Parteien A.B.____ und B.B. ____, vertreten durch C.____ 
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal, 
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Grundstückgewinnsteuer 
 
  

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Am 16. Juli 2019 verkauften die Pflichtigen ihr Grundstück Nr. xx inkl. 1/6 Miteigentumsanteil an 

der Parzelle Nr. yy, Grundbuch (GB) D.____, für gesamthaft Fr. 1'250'000.--. Im Meldeformular 

für die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer vom 13. Februar 2022 machten die 

Pflichtigen neben dem Erwerbspreis und den Erwerbsunkosten auch werterhöhende Aufwen-

dungen von Fr. 42'276.78 und Verkaufsunkosten von Fr. 58'431.11 geltend. 

 

Mit Veranlagungsverfügung der Grundstückgewinnsteuer vom 24. August 2022 setzte die Steu-

erverwaltung die Gestehungskosten auf Fr. 1'042’569.58 fest, was einen steuerbaren Gewinn 

von Fr. 207'430.-- ergab, woraus eine Grundstückgewinnsteuer von Fr. 51'857.-- resultierte. Die 

Gestehungskosten setzten sich dabei u. a. aus werterhöhenden Aufwendungen von  

Fr. 14'744.-- und einer bezahlten Courtage von Fr. 45'772.50, die im Umfang von Fr. 40'387.50 

zum Abzug zugelassen wurde, zusammen. 

 

 

B. 

Die Pflichtigen erhoben mit Schreiben vom 23. September 2022 bei der Steuerverwaltung Ein-

sprache und baten um eine Frist zur Begründung der Einsprache bis zum 30. November 2022, 

da sie noch diverse Belege suchen müssten. 

 

Mit Einsprachebestätigung vom 3. Oktober 2022 gewährte die Steuerverwaltung eine Frist bis 

Ende Dezember 2022 zur Nachreichung der ins Recht gelegten Forderungen. 

 

Der Vertreter der Pflichtigen reichte mit Schreiben vom 28. Februar 2023 die Begründung zur 

Einsprache nach und führte im Wesentlichen aus, dass die gesamte Maklergebühr von 

Fr. 45'772.50 zum Abzug zuzulassen sei, da die Maklerprovision von 3.4 % marktkonform, 

SVIT-konform und unter Dritten abgeschlossen worden sei. Ausserdem sei im Kanton Basel-

Landschaft weder eine prozentmässig maximale Maklerprovision bekannt, noch sei ein gesetz-

licher Maximalbetrag vorgesehen. Im Übrigen wurden zahlreiche wertvermehrende Aufwendun-

gen, die nicht zum Abzug zugelassen wurden, beanstandet.  

 

Mit Einspracheentscheid vom 8. März 2023 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache der 

Pflichtigen teilweise gut, bestätigte hingegen bezüglich der Maklerprovision die Veranlagungs-

verfügung. Sie begründete dies u. a. damit, dass nach Praxis der Steuerverwaltung lediglich 

3 % des Liegenschaftswertes als abziehbare Maklerprovision akzeptiert werde, weshalb die in 

der Grundstückgewinnsteuerverfügung berücksichtigte Courtage von Fr. 40'387.50 nicht zu 

beanstanden sei.  

 

 

C. 

Der Vertreter der Pflichtigen erhebt mit Schreiben vom 6. April 2023 Rekurs mit folgendem 

Rechtsbegehren: Es sei der Einspracheentscheid aufzuheben und der steuerbare Grundstück-

gewinn in der Veranlagung unter Berücksichtigung der vollumfänglichen Maklerprovision in Hö-

 
 
Seite 3   

he von Fr. 45'772.50 festzulegen. Zur Begründung führt er im Wesentlichen aus, dass es ge-

mäss § 78 StG keine absolute Obergrenze der abzugsfähigen Maklerprovision gebe. Es würde 

im Gesetz nur von einer üblichen Maklerprovision gesprochen. Der Vertrag sei mit einer Dritt-

person geschlossen und bezahlt worden. Da es sich nicht um eine nahestehende Person hand-

le, stelle sich die Frage nach der Höhe der bezahlten Maklereigebühr gar nicht. Es handle sich 

um einen Standardvertrag in dem die Preise genau geregelt und klassifiziert seien, was wiede-

rum zeige, dass es sich um einen branchenbasierten, regulierten und marktbasierten Vertrag 

handle. Die Prozentsätze der Maklerprovision würden dementsprechend je nach erzielbarem 

Verkaufspreis, basierend auf einer Erfolgsprämie, zwischen 1.8 % - 3.4 % variieren. Andere 

auswärtige Steuerverwaltungen wie z.B. Basel-Stadt, Zürich und Bern würden auch ohne zu-

sätzliche Erfolgsprämien höhere Makleransätze von bis zu 5 % je nach Objektart akzeptieren. 

Das Verhalten der Steuerverwaltung, die gesamte Provision bei der Maklerin als Einnahmen zu 

besteuern und gleichzeitig das gleiche Rechtsgeschäft bei den Rekurrenten nicht vollständig als 

Gewinnungskosten zu akzeptieren, sei willkürlich und würde gegen das Legalitätsprinzip, den 

Grundsatz von Treu und Glauben, das Gebot der Gleichbehandlung und gegen die Besteue-

rung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verstossen. 

 

Die Steuerverwaltung beantragt mit Vernehmlassung vom 2. Juni 2023 die Gutheissung des 

Rekurses und begründet dies damit, dass der Maklervertrag mit einer Drittperson geschlossen 

und der vereinbarte Maklerlohn bezahlt worden sei. Die grundsätzlichen Voraussetzungen für 

die steuerliche Berücksichtigung der Maklerprovision nach § 78 Abs. 1 lit. c StG seien damit 

erfüllt. Die sich auf 3.4 % des Liegenschaftsveräusserungspreises belaufende Maklerprovision 

erscheine im Lichte der vertraglich vereinbarten Erfolgskomponente noch als handelsüblich im 

Sinne von § 78 Abs. 1 lit. c StG respektive sprenge den Rahmen der Ortsüblichkeit nicht. 

 

 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 
1.  

Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 

zuständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 3'000.-- nicht übersteigt, von der präsidierenden Person des Steuerge-

richts beurteilt. Somit ist das Steuergericht zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses örtlich, 

sachlich und funktionell zuständig. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden 

Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten.  

 

 

2.  

Im vorliegenden Fall gilt es, den Umfang der zum Abzug zuzulassenden Maklergebühren zu 

prüfen. Da die grundsätzliche Anrechnung einer Maklerprovision im vorliegenden Fall nicht strit-

 
 
Seite 4   

tig ist, werden die nachfolgenden Erwägungen auf die vorgenommene Beschränkung der anre-

chenbaren Maklerprovision auf 3 % des Veräusserungspreises reduziert. 

 

2.1. Gemäss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-

rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; 

SR 642.14) unterliegen Gewinne, die sich bei Veräusserung eines Grundstückes des Privat-

vermögens oder eines land- oder forstwirtschaftlichen Grundstückes sowie von Anteilen daran 

ergeben, der Grundstückgewinnsteuer soweit der Erlös die Anlagekosten (Erwerbspreis oder 

Ersatzwert zuzüglich Aufwendungen) übersteigt.  

 

Nach § 71 StG unterliegen Gewinne aus Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen an 

solchen der Grundstückgewinnsteuer. Der Grundstückgewinn ist der Betrag, um den der Ver-

äusserungserlös die Gestehungskosten (Erwerbspreis und wertvermehrende Aufwendungen) 

übersteigt (§ 74 Abs. 1 StG). Als Aufwendungen gelten u. a. nach § 78 Abs. 1 lit. c StG Kosten, 

die mit dem Erwerb und der Veräusserung des Grundstücks verbunden sind, mit Einschluss der 

üblichen Maklerprovision. 

 

Durch Art. 2 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 12 StHG werden die Kantone vom Bund verpflichtet eine 

Grundstückgewinnsteuer zu erheben. Diese bezweckt die Besteuerung des unverdienten Wert-

zuwachses, d. h. des Gewinns auf einem Grundstück, der in der Zeit zwischen Erwerb und Ver-

äusserung ohne Zutun des Veräusserers entstanden ist und von diesem realisiert wird.1 Die 

Bemessungsgrundlage ist die Differenz zwischen dem Erlös und den Anlagekosten. Damit, wie 

von der Grundstückgewinnsteuer bezweckt, nur der unverdiente Mehrwert besteuert wird, wer-

den Verbesserungen am Grundstück als «Aufwendungen» zum Abzug zugelassen.2 Hierzu 

zählen die wertvermehrenden Aufwendungen.3 Als werterhöhend bzw. wertvermehrend gelten 

Aufwendungen, die nach der Erfahrung objektiv geeignet sind, den Grundstückswert in tatsäch-

licher oder rechtlicher Hinsicht dauernd zu verbessern.4 Prinzipiell regelt das StHG die Grund-

stückgewinnsteuer nur rudimentär, weshalb Lehre und Rechtsprechung davon ausgehen, dass 

den Kantonen bei der Festlegung der Bemessungsgrundlage der Grundstückgewinnsteuer ein 

Gestaltungsspielraum verbleibt.5 Folglich liegt es im Ermessen der Kantone, inwieweit sie weite-

re, nicht wertvermehrende Aufwendungen, die bei der Einkommenssteuer nicht abzugsfähig 

sind, zum Abzug zulassen.6 Unter diese Aufwendungen, d. h. Kosten, die mit dem Erwerb oder 

der Veräusserung des Grundstückes in unmittelbarem Zusammenhang stehen, ohne dass sie 

den Grundstückswert positiv beeinflussen, fallen u. a. auch Maklerprovisionen.7 Grundsätzlich 

steht es dem Kanton Basel-Landschaft also frei, Maklergebühren zum Abzug zuzulassen oder 

aber dies nicht (vollumfänglich) zu tun.8 Im Sinne eines Mittelweges lässt er den Abzug gemäss 

§ 78 Abs. 1 lit. c StG nur (aber immerhin) in Höhe der üblichen Maklerprovision zu.  

                                                
1  ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, Schweizerisches Grundstückgewinnsteuerrecht, Zürich/Basel/Genf 

2021, § 4 N 1. 
2  HUNZIKER/SEILER, in: Zweifel/Beusch (Hrsg.), Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über 

die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG), 4. Aufl. Basel 2022, Art. 12 N 82. 
3  Vgl. HUNZIKER/SEILER, a.a.O., Art. 12 N 82 f. 
4  ZWEIFEL/HUNZIKER/MARGRAF/OESTERHELT, a.a.O., § 10 N 149 ff. 
5  HUNZIKER/SEILER, a.a.O., Art. 12 N 72. 
6  HUNZIKER/SEILER, a.a.O., Art. 12 N 85.  
7  HUNZIKER/SEILER, a.a.O., Art. 12 N 85. 
8  Vgl. BGer 2C_119/2009 vom 29. Mai 2009, E. 3.2.1. 

 
 
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In Bezug auf die Beweislastverteilung im Steuerrecht ist festzuhalten, dass der Nachweis für 

steuerbegründende oder steuererhöhende Tatsachen der Steuerverwaltung, der Beweis für 

steuermindernde Tatsachen grundsätzlich dem Steuerpflichtigen obliegt.9 

 

2.2. Der Vertreter der Rekurrenten bringt in erster Linie vor, dass die gesamte Maklergebühr 

zum Abzug zuzulassen sei, da sie unter Dritten vereinbart und mit 3.4 % marktkonform sei. 

Ausserdem sei im Kanton Basel-Landschaft weder prozentmässig eine maximale Maklerprovi-

sion bekannt, noch sei ein gesetzlicher Maximalbetrag vorgesehen. So werde im Gesetz nur 

von einer üblichen Maklerprovision gesprochen. 

 

Diesen Ausführungen ist (nur) insofern zuzustimmen, als dass das Gesetz tatsächlich keine 

Bezifferung der maximalen Maklerprovision vorsieht. Eine Begrenzung der Abzugsfähigkeit der 

Maklerprovision erfolgt aber sehr wohl durch die Formulierung von § 78 Abs. 1 lit. c StG, nach-

dem die übliche Maklerprovision als Aufwendung gilt. Bei der Formulierung der "üblichen Mak-

lerprovision" handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Dieser gibt den rechtsan-

wendenden Behörden die Möglichkeit, Einzelfällen Rechnung zu tragen und auf aktuelle Gege-

benheiten reagieren zu können.10 Es gilt folglich diesen unbestimmten Rechtsbegriff zu konkre-

tisieren. 

 

Hierfür kann auf das Verrechnungspreisrecht zurückgegriffen werden, denn mit dessen Hilfe 

kann eine drittvergleichskonforme Entschädigung eines Immobilienmaklers bestimmt werden. 

Demgemäss liegt die obere Grenze für eine solche drittvergleichskonforme Entschädigung für 

schwerverkäufliche Objekte bei 3 %,11 was auch der ständigen Praxis der Steuerverwaltung 

entspricht12. Für eine Maklertätigkeit bei gängigen Objekten mit durchschnittlichem Aufwand 

liegt eine drittvergleichskonforme Entschädigung bei ca. 2 %.13 Dieser Rahmen zwischen 2-3 % 

entspricht auch dem Maklerhonorar, das die populären Plattformen wie Comparis, Immover-

kauf24 oder Homegate als üblich bezeichnen. Folglich bewegt sich eine übliche Maklerprovisi-

on, je nach Schweregrad der Veräusserung und abhängig vom Aufwand des Maklers, grund-

sätzlich zwischen 2-3 %. Ausnahmsweise wäre es auch vorstellbar, dass in qualifizierten Spe-

zialfällen, wenn sich eine erschwerte Veräusserbarkeit aus dem Objekt selbst ergibt, die Mak-

lerprovision über 3 % hinausgeht und trotzdem noch als üblich bezeichnet werden kann. Eine 

solche erschwerte Veräusserbarkeit könnte z. B. bei Industrieobjekten vorliegen, die nicht mehr 

kostendeckend genutzt werden könnten oder etwa auch bei Bergwerken. Eine reguläre Wohn-

liegenschaft, wie im vorliegenden Fall, wird wohl aber grundsätzlich nicht hierunter fallen. Eben-

so wie sich in Ausnahmefällen eine Maklerprovision über 3 % rechtfertigen könnte, kann eine 

übliche Maklerprovision auch unter 2-3 % des Veräusserungspreises liegen. Dies kann etwa 

der Fall sein, wenn ein Objekt sehr leicht verkäuflich und/oder der Verkaufserlös hoch ist:14 Der 

wirtschaftliche Nutzen der Maklertätigkeit für den Auftraggeber steht zwar in Beziehung zum 

Verkaufspreis, doch steigt dieser Wert bei zunehmendem Verkaufspreis für den Auftraggeber 

                                                
9  BGE 140 II 248, E. 3.5. 
10  Vgl. BGer 2C_127/2018 vom 30. April 2019, E. 3.1.2. 
11  HARBEKE/HUG/SCHERRER, Verrechnungspreisrecht der Schweiz, Grundlagen und Praxis, Zürich/St. Gallen 2022, 

§ 24 N 1115. 
12  WENK, in: Nefzger/Simonek/Wenk (Hrsg.), Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 

2004, § 78 N 16. 
13  Vgl. HARBEKE/HUG/SCHERRER, a.a.O., § 24 N 1115. 
14  Vgl. BGer 2C_119/2009 vom 29. Mai 2009, E. 2.2. 

 
 
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ebenso wenig linear an wie der mit den Verkaufsbemühungen zusammenhängende Aufwand 

für den Auftragsnehmer. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich die übliche Maklerprovision 

nach Höhe des Kaufpreises degressiv abzustufen.15 Dies rechtfertigt sich insbesondere auf-

grund der notorischen Entwicklungen während den beiden letzten Jahrzehnten auf dem Immo-

bilienmarkt, welche in der Regel zu einem Nachfrageüberhang und allgemein zu steigenden 

Preisen geführt haben: Das Resultat dieser Entwicklung ist nämlich, dass der erforderliche Auf-

wand für die Maklertätigkeit tendenziell sank, wogegen der Maklerlohn (bei gleichem Prozent-

satz) betragsmässig zunahm. 

 

2.3. Nach dem Gesagten ist die Abzugsfähigkeit der Maklergebühr grundsätzlich auf 3 % be-

schränkt. Die Rekurrenten vermögen nichts vorzubringen, was in casu einen höheren Abzug 

rechtfertigen würde. Der Vertreter legte dem Rekurs als Beweise einzig zwei Maklerverträge 

seiner eigenen Firma bei. Einer aus dem Kanton Jura mit einer Provision von 5 % und einer aus 

dem Kanton Basel-Stadt, auf dessen vertraglich vereinbarte Provision von 11.75 % teilweise 

zugunsten einer Pauschale im Umfang von 6.6 % verzichtet wurde. Aus zwei Maklerverträgen 

derselben Firma, der Firma des Vertreters, in denen die Höhe der Maklerprovisionen unter-

schiedlich geregelt und im einen Fall sogar gänzlich von der vertraglichen Regelung abgewi-

chen wurde, kann keine "Üblichkeit" nach § 78 Abs. 1 lit. c StG abgeleitet werden. Dies umso 

weniger in Anbetracht der Tatsache, dass es an einem Nachweis für die Akzeptanz dieser Pro-

visionen durch die entsprechenden Kantone fehlt. Unbelegt blieb auch die pauschale Behaup-

tung der Rekurrenten, dass die Steuerverwaltungen anderer Kantone, namentlich Basel-Stadt, 

Zürich und Bern, auch ohne zusätzlich Erfolgsprämien höhere Makleransätze von bis zu 5 % je 

nach Objektart als abzugsfähige Kosten akzeptieren würden. Wie es sich damit verhält, ist je-

doch ohnehin nicht entscheidend, zumal es nach dem Obenstehenden (vgl. E. 2.1.) im Ermes-

sen der jeweiligen Kantone liegt, inwieweit sie die Maklerprovisionen zum Abzug zulassen 

möchten. Folglich hätten entsprechenden Belege betreffend andere Kantone so oder anders 

keine bindende Wirkung für den Kanton Basel-Landschaft. 

 

Die Argumentation des Vertreters der Pflichtigen, wonach es sich beim abgeschlossenen Mak-

lervertrag um einen Standardvertrag handle, in dem die Preise genau geregelt und klassifiziert 

seien, was wiederum zeige, dass es sich um einen branchenbasierten, regulierten und markt-

basierten Vertrag handle, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Denn rein aus der Tatsache, 

dass Preise genau geregelt und klassifiziert sind, ergibt sich keine Marktüblichkeit. Sodann 

greift auch der Einwand zu kurz, dass sich die Frage nach der Höhe der Abzugsfähigkeit der 

Maklereigebühr gar nicht stelle, weil es sich beim Makler ja um eine Drittperson handle. Dies 

beschlägt lediglich die Frage, ob die vereinbarte Provision mutmasslich dem tatsächlichen Wil-

len der beiden konkreten Vertragsparteien entspricht; über die "Üblichkeit" der Provisionshöhe 

lassen sich aus diesem Umstand dagegen keine Schlüsse ziehen. 

 

Der Vertreter bringt im Weitern vor, dass die Kommentarstelle zum Steuergesetz des Kantons 

Basel-Landschaft, wonach gemäss der Praxis der Steuerverwaltung die abzugsfähige Vermitt-

lungsgebühr (Courtage) grundsätzlich 3 % des Veräusserungspreises betrage, nicht restriktiv 

und inkohärent als Rechtsquelle verstanden werden dürfe; stattdessen müsse eine positive In-

                                                
15  StE 1999 B 44.15.5 Nr. 7, E. III.3.bb, m. w. H.; in concreto wurde eine Maklerprovision von 1,5 % beim einem 

Verkaufserlös von Fr. 14,5 Mio. als üblich bezeichnet. 

 
 
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terpretation und Auslegung der besagten Textstelle die Gegebenheiten und die Intentionen der 

Autoren kontextuell betrachten. Mit dieser Aussage wird indes die Bedeutung der Kommentar-

stelle verkannt. Der Kommentar selbst dient bekanntlich nicht als Rechtsquelle der Steuerver-

waltung, sondern gibt vielmehr deren Praxis in schriftlicher Form wieder. Der Steuerverwaltung 

steht es als rechtsanwendende Behörde zu, unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Dies hat 

sie mit der Praxis zur grundsätzlichen Plafonierung der Abzugsfähigkeit der Maklerprovision bei 

3 % des Veräusserungspreises getan. Auch im Rahmen dieser Praxis bleibt es natürlich mög-

lich, dem Einzelfall Rechnung zu tragen; dies sowohl innerhalb des 2-3 % Rahmens als auch 

ausserhalb desselben, soweit es sich um besonders schwerverkäufliche Objekte handelt.16 

 

Schliesslich rügt der Vertreter in seiner Rekursschrift, dass das Vorgehen der Steuerverwaltung 

ein Verstoss gegen Treu und Glauben, das Gebot der Rechtsgleichheit, die Besteuerung nach 

wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, das Legalitätsprinzip und das Willkürverbot darstelle. Wes-

halb eine Missachtung dieser Prinzipien vorliege, wird aber, abgesehen von der Willkürrüge, 

überhaupt nicht und bei Letzterer jedenfalls nicht substantiiert, dargelegt. Das Steuergericht 

kann keine Verletzung der genannten Prinzipien erblicken. Insbesondere kann in Bezug auf den 

Vorwurf eines widersprüchlichen Verhaltens seitens der Steuerverwaltung angemerkt werden, 

dass die Besteuerung einer Dienstleistung beim Erbringer nicht die gleichzeitige Abzugsfähig-

keit beim Empfänger zur Folge haben muss.17  

 

2.4. Aufgrund der obenstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Steuerverwaltung die Kür-

zung der abzugsfähigen Maklerprovision auf 3 % des Verkaufserlöses zu Recht vorgenommen 

hat, da eine Maklerprovision von 3 % der von § 78 Abs. lit. c StG geforderten "Üblichkeit" bei 

gängigen Liegenschaftstransaktionen gerade noch entspricht und hier keine objektbezogenen 

Veräusserungsschwierigkeiten dargelegt wurden oder erkennbar sind. Es kann offenbleiben, ob 

und inwieweit sogar eine weitergehende Kürzung des Abzugs vertretbar und rechtens gewesen 

wäre. 

 

 

3. 

Nach dem Ausgeführten ist der Rekurs vollumfänglich abzuweisen. 

 

Gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 1. Januar 1995 über die Ver-

fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) 

werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-

mass auferlegt. Aufgrund der Tatsache, dass die Steuerverwaltung im vorliegenden Fall eine 

Gutheissung beantragt hatte und den Rekurrenten somit die akkurate Einschätzung des Pro-

zessrisikos erschwert wurde, werden den Rekurrenten ausnahmsweise keine Gerichtskosten 

auferlegt und der schon geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.-- wird ihnen zurückerstattet. 

Aufgrund des Ausgangs der Verhandlung kann ihnen indes keine Parteientschädigung i.S.v. 

§ 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 1 VPO zugesprochen werden. 

 

                                                
16  WENK, a.a.O., § 78 N 16. 
17  Vgl. Entscheid des Steuergerichts vom 9. Juni 2017, 510 16 88, E. 3d. 

 
 
Seite 8   

Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1.  

Der Rekurs wird abgewiesen. 

  

2.  

Es werden keine Kosten erhoben. Der bereits bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 500.-- 

wird den Rekurrenten zurückerstattet. 

  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 

4.  

Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Rekurrenten (2) und die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

 

 
 

Gegen dieses Urteil wurde am 3. April 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht erhoben.