# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41431b2c-9159-5ada-acb3-dfed4fff44d9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.08.2015 IV 2014/389
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-389_2015-08-05.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/389

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2020

Entscheiddatum: 05.08.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2015
Art. 15 ff. und 28 IVG. Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rente. 
Würdigung Gutachten und Bestimmung Vergleichseinkommen. Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung des Gesuchs um berufliche 
Massnahmen aufgrund fehlender Eingliederungsbereitschaft bestätigt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 
2015, IV 2014/389).

Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2015

Entscheid vom 5. August 2015

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2014/389

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Aeschlimann Wirz,

arbeitundversicherung.ch, Bahnhofstrasse 10, Postfach 106, 8700 Küsnacht,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

IV-Leistungen

Sachverhalt

A.    

A.a  A.___, ab 1. August 2007 tätig als Reallehrerin, meldete sich am 4. Januar 2010 

wegen täglicher Kopfschmerzen (seit August 2008) zum Bezug von IV-Leistungen an 

(IV-act. 5; zur Früherfassungsmeldung durch die Arbeitgeberin vom 25. November 

2009 siehe IV-act. 1). Der behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine 

Medizin FMH, diagnostizierte chronische, therapieresistente 

Spannungskopfschmerzen. Seit 10. August 2009 sei die Versicherte zu 100% 

arbeitsunfähig (FI-Gesprächsprotokoll RAD vom 12. Januar 2010, IV-act. 15). Dr. med. 

C.___, Oberarzt im Ambulatorium der Psychiatrischen Klinik D.___, berichtete am 

22. März 2010, die Versicherte leide an einem Verdacht auf Somatisierungsstörung 

(ICD-10: F45.0), psychogenen Kopfschmerz, und einer leichten depressiven Episode 

ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.00). Eine Objektivierung von 

Einschränkungen auf die Leistungsfähigkeit sei durch ihn nicht möglich. Die Versicherte 

empfinde sich aufgrund der Kopfschmerzen als arbeitsunfähig (IV-act. 23). Dr. B.___ 

hielt im Bericht vom 19. August 2010 als Diagnose ein chronisches Schmerzsyndrom, 

vorwiegend nozizeptiv bei Spannungskopfschmerzen und depressiven Reaktionen fest 

(IV-act. 42). RAD-Ärztin Dr. med. E.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, führte in der Stellungnahme vom 20. Oktober 2010 aus, die 

Arbeitsfähigkeit für die (gelernte) Tätigkeit als Primarlehrerin betrage 80%. Die (zuletzt 

ausgeübte) Tätigkeit als Reallehrerin sei der Versicherten nicht zumutbar (IV-act. 45). 

Nachdem die Versicherte ab August 2010 eine 80%ige Anstellung als Primarlehrerin 

hatte aufnehmen können (IV-act. 41), schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und ging von einer rentenausschliessenden Eingliederung aus (Mitteilung vom 

22. Oktober 2010, IV-act. 47).

A.b  Am 19. Mai 2011 (Datum Posteingang IV-Stelle) meldete die neue Arbeitgeberin 

die Versicherte zur Früherfassung. Die Versicherte sei seit 29. Januar 2011 100% 

arbeitsunfähig (IV-act. 48). Auf Aufforderung der IV-Stelle hin (IV-act. 52) beantragte die 

Versicherte am 16. Juni 2011 Leistungen der Invalidenversicherung (IV-act. 53). 

Anlässlich des FI-Gesprächs mit RAD-Ärztin Dr. E.___ vom 30. Juni 2011 teilte der 

inzwischen behandelnde Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Innere und Allgemeine 

Medizin, mit, die Versicherte leide an chronischen Spannungskopfschmerzen, DD 

somatoforme Schmerzstörung, einer rezidivierenden depressiven Störung, einer 

psychophysischen Erschöpfung und einem Status nach Benzodiazepinabusus 03/11. 

Die eingeschränkte psychophysische Belastbarkeit schränke die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten ein (Protokoll vom 1. Juli 2011, IV-act. 61). Dr. F.___ reichte einen Bericht 

des Rehabilitationszentrums der Zürcher Höhenklinik Davos vom 23. Mai 2011, wo die 

Versicherte vom 13. April bis 10. Mai 2011 hospitalisiert war (IV-act. 61-3 ff.), und einen 

Austrittsbericht der Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin des 

Universitätspitals Zürich vom 5. April 2011, wo die Versicherte vom 30. März bis 5. April 

2011 hospitalisiert war (IV-act. 61-6 f.), ein. Am 12. Oktober 2011 berichtete der 

Psychologe G.___, die Versicherte leide an einem chronischen Schmerzsyndrom und 

einer depressiven Reaktion; die Versicherte war vom 16. März bis 17. Juni 2011 in 

seiner Behandlung gestanden (IV-act. 69). Da der Gesundheitszustand der Versicherten 

instabil sei und sie sich nicht arbeitsfähig fühle, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 

12. April 2012 mit, es seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

möglich (IV-act. 83).

A.c  Die in der Klinik H.___ vom 12. bis 24. März 2012 stationär behandelnden 

medizinischen Fachpersonen gaben im Austrittsbericht vom 1. Mai 2012 an, im 

Vordergrund seien die massiven Kopfschmerzen mit daraus resultierender depressiver 

Verstimmung, Schlafstörung und Erschöpfungssymptomatik gestanden (IV-act. 86). Im 

Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 20. Juni 2012 neurologisch und 

psychiatrisch von Dr. med. I.___, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, begutachtet. Der 

Experte diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

Persönlichkeitsstörung vor allem aus dem selbstunsicher-dependenten Bereich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(ICD-10: F60.6), eine hirnorganische Wesensänderung (ICD-10: F06.9), eine 

andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer Krankheit (ICD-10: F62.1); eine 

chronifizierte Depression (ICD-10: F32.9); einen chronischen Gebrauch und eine 

Abhängigkeit von Benzodiazepinen (ICD-10: F13.1) sowie einen Dauerkopfschmerz 

(ICD-10: G44.8), atypische Kopfschmerzen (ICD-10: G43.9). Sowohl für die 

angestammte Tätigkeit als auch für jede andere Tätigkeit bescheinigte Dr. I.___ eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Erst nach einer ausreichenden stationären und 

ambulanten Behandlung von jedenfalls 18 Monaten könne eine Verbesserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden (Gutachten vom 2. Juli 2012 [Datum 

Posteingang IV-Stelle], IV-act. 92).

A.d  Vom 5. Juni bis 4. Juli 2012 befand sich die Versicherte zur stationären 

psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung in der Klinik J.___, Privatklinik für 

Psychiatrie und Psychotherapie. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen 

diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive 

Episode, mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) und eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.5). Sie empfahlen einen stufenweisen 

Wiedereinstieg in den Beruf (Bericht vom 15. Oktober 2012, IV-act. 97-6). Dr. med. 

K.___, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bei der die Versicherte seit 27. 

April 2012 in ambulanter Behandlung stand, berichtete am 20. Januar 2013, die 

Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.5), 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode (ICD-10: 

F32.1) und einer andauernden Persönlichkeitsveränderung bei chronischem 

Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.8). Die genannten Störungsbilder seien Folge der 

Schmerzstörung. Für die Tätigkeit als Primarlehrerin bestehe seit Januar 2011 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 116).

A.e  RAD-Ärztin Dr. med. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vertrat 

in der Aktennotiz vom 26. Februar 2013 die Auffassung, bei bisher fehlender 

objektivierbarer körperlicher Krankheitskausalität müssten gemäss Foerster-Kriterien 

und bei Diskrepanzen in der Beschwerdedarstellung die geltend gemachten 

Funktionsstörungen eher als überwindbar gelten (IV-act. 119). Da die Versicherte 

gegenüber der IV-Stelle angab, sich für jegliche Tätigkeit überhaupt nicht arbeitsfähig 

zu fühlen (IV-act. 123), teilte diese ihr am 13. März 2013 mit, zurzeit seien keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-act. 126). Der Rechtsdienst der IV-

Stelle gelangte in der Stellungnahme vom 25. März 2013 zum Schluss, bei der 

Versicherten liege aus rechtlicher Sicht ein pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Leiden vor, zu dem sich keine psychische Komorbidität von erheblicher 

Schwere geselle, und bei dem auch die weiteren Umstände, welche die Verwertung der 

verbliebenen Arbeitskraft als unzumutbar erscheinen lassen würden, nicht bestätigt 

werden könnten. Rechtlich gesehen sei das Leiden somit nicht invalidisierend (IV-

act. 131). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 5. April 2013, 

IV-act. 135, Einwand vom 16. April 2013, IV-act. 136, Einwandbegründung vom 21. Mai 

2013, IV-act. 139) verfügte die IV-Stelle am 4. Juli 2013 u.a. gestützt auf eine neuerliche 

RAD-Stellungnahme vom 4. Juli 2013, worin von einer Überwindbarkeit der Schmerzen 

ausgegangen wurde (IV-act. 140), die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 141).

A.f   Dagegen erhob die Versicherte am 26. August 2013 Beschwerde (IV-act. 144) und 

reichte einen Bericht von Dr. med. M.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, vom 13. August 2013 ein. Die seit Februar 2013 behandelnde 

Psychiaterin diagnostizierte eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0; IV-act. 146). Nach 

einer Würdigung des Berichts von Dr. M.___ empfahl RAD-Ärztin Dr. L.___ eine 

internistische, rheumatologische, psychiatrische und neurologische MEDAS-

Begutachtung der Versicherten (Stellungnahme vom 17. September 2013, IV-act. 151). 

Daraufhin widerrief die IV-Stelle am 9. Oktober 2013 die angefochtene Verfügung und 

stellte die Vornahme weiterer Abklärungen in Aussicht (IV-act. 155; zum 

Abschreibungsbeschluss des Versicherungsgerichts vom 16. Dezember 2013, 

IV 2013/405, siehe IV-act. 167). Am 13., 21. und 25. Januar 2014 wurde die Versicherte 

in der Medas Interlaken Unterseen GmbH polydisziplinär (internistisch, psychiatrisch, 

rheumatologisch und neurologisch) begutachtet. Die Experten diagnostizierten ein 

chronifiziertes depressives Zustandsbild im Sinn einer Dysthymia (ICD-10: F34.1), eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (psychogener Kopfschmerz; ICD-10: F45.4) 

und eine kombinierte Akzentuierung der Persönlichkeit (ICD-10: Z73.1). Eine Neigung, 

die körperlichen Beschwerden überzeichnet darzustellen, sei unübersehbar gewesen. 

Eine Major Depression habe ausgeschlossen werden können. Übereinstimmend mit 

den meisten Vorberichten könne eine somatische Genese des Kopfschmerzes 

ausgeschlossen werden. Die Funktionseinschränkungen lägen nur auf psychiatrischem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gebiet. Es sei von einer leichten Einschränkung der qualitativen Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit auszugehen, wobei diese für den Lehrerberuf mit 50% höher 

anzusetzen sei als in einer Verweistätigkeit mit 20% Einschränkung. Dabei handle es 

sich aber um medizinisch theoretische Einschätzungen. Eine sichere Einstufung liesse 

sich durch entsprechende berufliche Massnahmen (z.B. berufsspezifisches 

Belastungstraining) eruieren (Gutachten vom 24. März 2014, IV-act. 170). RAD-Ärztin 

Dr. L.___ hielt die gutachterliche Beurteilung für nachvollziehbar und in sich 

widerspruchsfrei (Stellungnahme vom 6. Mai 2014, IV-act. 172). Der Rechtsdienst der 

IV-Stelle hielt an der Auffassung fest, das Leiden sei rechtlich gesehen nicht 

invalidisierend (Stellungnahme vom 26. Mai 2014, IV-act. 176).

A.g  Mit Vorbescheid vom 5. Juni 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, 

mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens das Rentengesuch abzuweisen (IV-

act. 180). Dagegen erhob die Versicherte am 7. Juli 2014 Einwand und machte geltend, 

ihr Leiden sei nicht überwindbar. Sie beantragte, es sei vom Erlass der vorgesehenen 

Verfügung abzusehen, es seien Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und eine 

neuropsychologische Abklärung vorzunehmen (IV-act. 181). RAD-Ärztin Dr. L.___ sah 

keinen Anlass, von ihrer Einschätzung vom 6. Mai 2014 abzuweichen (Stellungnahme 

vom 25. Juli 2014, IV-act. 182). Am 15. August 2014 verfügte die IV-Stelle die 

Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-act. 183).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 15. August 2014 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 16. September 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Die Beschwerdegegnerin sei zu 

verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere ab Januar 

2011 eine ganze Invalidenrente zu bezahlen. Eventualiter seien 

Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Zur Begründung führt sie aus, das Leiden sei 

invalidisierend. Zudem sei es ohne das von den MEDAS-Gutachtern angeregte 

berufsspezifische Arbeitstraining nicht möglich, ein Invalideneinkommen zu bestimmen. 

Im Sinn einer stufenweisen Wiedereingliederung habe sie im Juli 2014 eine Stelle als 

Kinderbetreuerin mit einem Pensum von 3 Stunden pro Woche angetreten (act. G 1; 

zum Arbeitsvertrag siehe act. G 1.3).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. November 

2014 die Abweisung der Beschwerde. Sie hält daran fest, das Leiden der 

Beschwerdeführerin sei überwindbar. Abschliessend sei bemerkt, dass selbst bei iv-

rechtlicher Anerkennung der Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit von 20% kein 

Rentenanspruch resultieren würde. Gemäss den medizinischen Akten und den dort 

angegebenen, relativ geringen Einschränkungen wären der Beschwerdeführerin beim 

erlernten Beruf als Primarlehrerin sicherlich schulnahe Tätigkeiten zumutbar, bei denen 

sie keine übermässigen Lohneinbussen in Kauf nehmen müsste (act. G 6).

B.c  Mit Präsidialentscheid vom 11. November 2014 wird dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) 

entsprochen (act. G 7).

B.d  In der Replik vom 4. Dezember 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest. Ergänzend rügt sie eine Verletzung der Begründungspflicht. Die 

Äusserungen der Beschwerdegegnerin zur Bemessung des Invalideneinkommens 

seien unzutreffend (act. G 10).

B.e  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 12).

B.f   Am 12. Februar 2015 reicht die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine 

Honorarnote für ihre gehabten Aufwände ein (act. G 14).

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist zunächst der Renten­

anspruch der Versicherten.

1.1   Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte 

Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 

zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2   Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG 

wird durch einen Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG).

1.3   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.4   Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht 

und der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der 

Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien 

gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a in fine).

2.     

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung.

2.1   Aus der Darstellung des Sachverhalts der Beschwerdegegnerin gehe klar hervor, 

dass die Einwände der Beschwerdeführerin im Vorbescheidverfahren einzig dem RAD 

vorgelegt worden seien. Auf den Einwand, dass der Rechtsdienst in seiner 

Stellungnahme mit einer rechtlich nicht haltbaren Begründung von der Beurteilung 

durch die Gutachter der MEDAS abgewichen sei, sei gar nicht eingegangen worden. Es 

sei dies eine rechtliche Frage, weshalb der Rechtsdienst sich dazu hätte äussern 

müssen, nicht der RAD. Dies sei ein zentraler Punkt des vorliegenden Verfahrens. Es 

müsse somit festgestellt werden, dass ihr das rechtliche Gehör nicht gewährt worden 

sei, was bei der Auferlegung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung vom 

Gericht zu berücksichtigen sei (act. G 10, Rz 4.3).

2.2   Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 

entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei darf 

sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person 

vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung 

hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich 

mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben, 

weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183 

E. 2b). Eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs 

kann dann als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich 

vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 

Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des 

Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.3   RAD-Ärztin Dr. L.___ nahm am 25. Juli 2014 aus medizinischer Sicht ausführlich 

Stellung zu den im Einwand vom 7. Juli 2014 vorgebrachten Standpunkten der 

Beschwerdeführerin betreffend den medizinischen Sachverhalt (IV-act. 182; zum 

Verweis in der angefochtenen Verfügung siehe IV-act. 183-3). In der angefochtenen 

Verfügung nahm der zuständige Sachbearbeiter unter Hinweis auf ausgewählte 

Bundesgerichtsentscheide aus rechtlicher Sicht Stellung zum Einwand. Er legte zur 

Begründung der Annahme, die Beschwerdeführerin sei invalidenversicherungsrechtlich 

nicht in der Erwerbsfähigkeit eingeschränkt, die Auffassung dar, dass eine 

Willensanstrengung nicht aufgeteilt werden könne, und nahm Ausführungen bezüglich 

des Stellenwerts ärztlicher Berichte und deren rechtliche Würdigung unter dem Aspekt 

der Überwindbarkeit vor (IV-act. 183-2 f.). Für die Beschwerdeführerin war damit ohne 

weiteres erkennbar, gestützt auf welche medizinischen und rechtlichen Überlegungen 

die Beschwerdegegnerin die Abweisung des Rentengesuchs verfügte und weshalb sie 

der im Vorbescheidverfahren von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung nicht 

folgte. Sie legt sodann weder dar noch ist erkennbar, dass der Anspruch auf 

rechtliches Gehör eine neuerliche Befassung des Einwands durch den Rechtsdienst 

der Beschwerdegegnerin gebieten würde. Eine Gehörsverletzung ist damit zu 

verneinen. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin die 

Verfügungsbegründung inhaltlich für falsch hält.

3.     

Zu beurteilen gilt es sodann, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich 

abgeklärt worden ist.

3.1   Was die gutachterliche Beurteilung von Dr. I.___ vom 2. Juli 2012 (Datum 

Posteingang IV-Stelle) anbelangt, so fehlt dieser mit Bezug auf die massgebende Frage 

nach der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten der Beweiswert. So hielt 

Dr. I.___ in diesem Zusammenhang fest, "eine besser an das Störungsbild angepasste 

Tätigkeit mit resultierend höherer beruflicher Leistungsfähigkeit kann gutachterlich 

nicht benannt werden" (IV-act. 92-14). Eine Begründung für diese Schlussfolgerung 

und die bescheinigte vollständige Leistungsunfähigkeit fehlt. Eine solche ist angesichts 

dessen, dass sowohl ein behandelnder Psychologe (IV-act. 69-4) als auch der Hausarzt 

(IV-act. 61) für eine leidensangepasste im Gegensatz zur angestammten Tätigkeit eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

50%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt haben, für eine aussagekräftige gutachterliche 

Beurteilung unumgänglich. Gegen die Beweiskraft der gutachterlichen Beurteilung von 

Dr. I.___ sprechen weiter im Medas-Gutachten dargestellte fachliche Mängel 

(namentlich fehlende Herleitungen der Einschränkung der Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus den Diagnosestellungen, IV-

act. 170-39).

3.2   Bei der Würdigung des polydisziplinäres Gutachtens der Medas Interlaken 

Unterseen GmbH vom 24. März 2014 fällt ins Gewicht, dass es auf eigenständigen 

Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen 

Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Beschwerden gewürdigt. Die Bescheinigung einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten leuchtet in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Weiter 

bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Damit geht einher, dass auch die Parteien keine 

wesentlichen Mängel an der Begutachtung ins Feld führen.

3.3   Gestützt auf die Beurteilung der MEDAS-Gutachter ist aus medizinischer Sicht 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin für leidensangepasste Tätigkeiten 

(mindestens) über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Diese Einschätzung gilt 

gemäss MEDAS-Gutachten auch retrospektiv (vgl. IV-act. 170-22). Weder aus den 

Akten noch den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich objektive 

Hinweise für einen in der Vergangenheit aufgetretenen, nicht bloss kurzfristig 

verschlechterten Gesundheitszustand. Ob die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten invalidenversicherungsrechtlich relevant ist, was die 

Beschwerdegegnerin verneint, kann vorliegend offen bleiben. Denn selbst wenn 

zugunsten der Beschwerdeführerin die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz 

bejaht wird, resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. nachstehende 

E. 4.3).

4.     

Festzulegen bleibt die Höhe der Vergleichseinkommen und des Invaliditätsgrads.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.1   Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was eine ver­

sicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Massgebend 

für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen 

Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Es besteht mithin die 

Vermutung, dass die versicherte Person der letzten Erwerbstätigkeit, insbesondere 

wenn sie über längere Zeit ausgeübt wurde oder sie der beruflichen Ausbildung 

entsprach, auch weiterhin nachgehen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 

22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1).

4.1.1         Die Beschwerdeführerin hat die Ausbildung zur Primarlehrerin (Bachelor of 

Arts PHR in Primary Education [1.-6. Klasse]) erfolgreich abgeschlossen, IV-act. 9). Sie 

nahm indessen nicht eine Tätigkeit als Primar-, sondern als Reallehrerin auf (IV-act. 16). 

Hierbei spielten äussere Zwänge eine Rolle (Stellenmangel in Primarklassen, IV-

act. 86-3, 170-12 f. und -17; vgl. auch IV-act. 42-10). Diese - nicht der Ausbildung 

entsprechende - Tätigkeit sei für sie sehr belastend und anstrengend gewesen (IV-

act. 170-12 f.; "dies habe sie derart überfordert, dass es zu täglichen starken 

Kopfschmerzen mit Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Schlaflosigkeit 

gekommen sei", IV-act. 170-17 oben; zur "Überlastung am Arbeitsplatz" als mögliche 

Beschwerdeursache siehe auch den Bericht von Dr. med. N.___, Facharzt für 

Neurologie vom 7. November 2008, IV-act. 15-3 und -4, sowie die Zusammenfassung 

der Aktenlage durch Dr. I.___, IV-act. 92-7). Von Bedeutung ist des Weiteren die 

Aussage der Beschwerdeführerin anlässlich des Assessmentgesprächs vom 15. März 

2010, sie könne sich eine Rückkehr in die bisherige Anstellung als Realschullehrerin 

nicht vorstellen. Sie plane, eine Anstellung als Primarschullehrerin zu suchen (IV-

act. 22).

4.1.2         Im Licht dieser Verhältnisse erscheint fraglich, ob die Beschwerdegegnerin 

zu Recht der Bestimmung des Valideneinkommens das Einkommen aus der nicht der 

Ausbildung der Beschwerdeführerin entsprechenden, effektiv nur zwei Jahre 

ausgeübten und mit einer Überforderung verbundenen Tätigkeit als Reallehrerin 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zugrunde zu legen ist. Eine abschliessende Beurteilung dieser Thematik erübrigt sich 

indessen. Denn auch wenn zugunsten der Beschwerdeführerin der höchste in der 

Tätigkeit als Reallehrerin erzielte Lohn von Fr. 91'772.-- des Jahres 2008 (IV-act. 16-3) 

bei der Bestimmung des Valideneinkommens berücksichtigt würde, resultierte kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. nachstehende E. 4.3).

4.2   Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1).

4.2.1         Die Rechtsprechung wendet für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1 

("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, 

Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor"), Zeile 

"Total" an (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Nach den konkreten Umständen des Einzelfalls 

kann es sich indessen rechtfertigen, auf die Tabelle T7S ("Monatlicher Bruttolohn 

[Zentralwert] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - 

Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, 

Körperschaften] zusammen") abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des 

Invalideneinkommens erlaubt und der versicherten Person der entsprechende Sektor 

offen steht und zumutbar ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. März 2014, 

9C_841/2013, E. 4.2 und E. 4.4, und vom 15. Mai 2014, 8C_910/2013, E. 3.1.2.1).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.2.2         Die Beschwerdeführerin verwertet die von den Medas-Gutachtern 

bescheinigte 80%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht. Mit der 

am 14. Juli 2014 angetretenen Tätigkeit als Kinderbetreuerin mit einem wöchentlichen 

Pensum von "ungefähr" 3 Stunden pro Woche (act. G 1.3), verwertet die 

Beschwerdeführerin die ihr medizinisch bescheinigte Restleistungsfähigkeit jedenfalls 

nicht in vollumfänglich zumutbarer Weise. Es ist daher zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens auf die LSE-Daten abzustellen. Die Beschwerdeführerin verfügt 

über einen Abschluss als Primarlehrerin (IV-act. 9-1). Das Lehrdiplom umfasst die 

Lehrbefähigung u.a. für die Fächer Deutsch, Französisch und Mathematik. Zusätzlich 

hat die Beschwerdeführerin die Fachstudie "English Cambridge ESOL" absolviert (IV-

act. 9-2; vgl. zu den Fremdsprachenkenntnissen auch IV-act. 5-5). Des Weiteren 

verfügt sie über Kenntnisse in Word und Powerpoint (IV-act. 5-5; siehe zur Ausbildung 

und den besonderen Fähigkeit auch das Assessmentprotokoll vom 5. März 2010, IV-

act. 30-2). Angesichts dieser beruflichen Qualifikation, der intellektuellen Fähigkeiten 

und der Erfahrung im Bildungsbereich ist nicht ersichtlich, inwiefern die 

Beschwerdeführerin an der Ausführung von Arbeiten im Bürobereich, die Berufs- und 

Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3), gehindert sein sollte, auch wenn 

nicht verkannt wird, dass bestimmte Büro- oder andere kaufmännische Arbeiten 

mitunter besondere Kenntnisse im Geschäftsverkehr, Computerwesen, in 

Buchhaltungsangelegenheiten oder sonstigen administrativen Belangen voraussetzen 

(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 10. Mai 2004, I 755/03, E. 2.4.2). 

Ein Wechsel zu den LSE-Tabellenlöhnen für einfache und repetitive Tätigkeiten 

(Anforderungsniveau 4) erscheint jedenfalls nicht als angezeigt. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit kann deshalb davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin 

könne nach einer allfälligen relativ kurzen Einarbeitungszeit ohne zusätzliche 

Grundausbildung zum Beispiel einer Tätigkeit als Sachbearbeiterin nachgehen. Aus 

medizinischer Sicht ergeben sich denn auch keine Hinderungsgründe für eine 

berufliche Eingliederung (IV-act. 170-23). Es sprechen damit weder gesundheitliche 

noch sonstige Gründe dagegen, zumindest auf den Tabellenwert für "andere 

kaufmännisch-administrative Tätigkeiten", Anforderungsniveau 3, Frauen (LSE 2008, 

T7 S), im Betrag von Fr. 5'775.-- abzustellen (vgl. Urteil des EVG vom 19. Oktober 

2005, I 314/05, E. 3.2.3). Angepasst an die im Jahr 2008 betriebsübliche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden im Sektor III (Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit 

nach Wirtschaftsabteilungen, Tabellenwert 2008) ergibt sich ein Jahreslohn für das Jahr 

2008 von Fr. 72'245.-- ([Fr. 5'775.-- / 40 x 41,7] x 12).

4.2.3         Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin steht einer Bestimmung 

des Invalideneinkommens nicht entgegen (act. G 1, Rz 8.1), dass die Medas-Gutachter 

auf die Beschreibung einer leidensangepassten Tätigkeit verzichtet haben. Von 

Bedeutung ist, dass sie für eine Tätigkeit ausserhalb des Lehrberufs aus medizinischer 

Sicht "keine Besonderheiten" für beachtenswert gehalten haben (IV-act. 170-23) und 

sich die Funktionsdefizite (IV-act. 170-22) hauptsächlich quantitativ und nicht qualitativ 

einschränkend auswirken (IV-act. 170-22). Zwar ergänzten die Medas-Gutachter, 

"berufliche Massnahmen nach Entscheidung der IV-Stelle können dies sinnvoller 

eruieren" (IV-act. 170-23, oben). Diese - aus generellen Überlegungen vorgenommene 

(IV-act. 170-41) - Ergänzung zur medizinisch theoretischen Einschätzung (IV-

act. 170-19 unten) kann indessen nicht als Vorbehalt bezüglich der eigenen 

Einschätzung aufgefasst werden, dass in Verweistätigkeiten grundsätzlich keine 

qualitative Einschränkung oder keine 80%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Vielmehr wird 

damit zum Ausdruck gebracht, dass eine den Neigungen und der Belastungsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin entsprechende Konkretisierung der medizinisch theoretischen 

Vorgaben im Rahmen der Prüfung beruflicher Massnahmen ("z.B. berufsspezifisches 

Belastungstraining", IV-act. 170-19) "sinnvoller" sei. Ein Anlass für weitere Abklärungen 

besteht damit aus medizinisch-theoretischer Sicht nicht, zumal angesichts der 

Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin wohl ohnehin keine aussagekräftigen 

Ergebnisse aus einem Belastungstraining zu erwarten sind (vgl. nachstehende E. 5.2).

4.2.4         Da die leidensbedingten Anforderungen an eine Verweistätigkeit von den 

Gutachtern bereits bei der quantitativen Festsetzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt 

wurden (IV-act. 170-21 f.), besteht keine Rechtfertigung für einen (doppelten) Einbezug 

in Form eines leidensbedingten Tabellenlohnabzugs (Urteil des Bundesgerichts vom 

24. Januar 2011, 8C_530/2010, E. 4.2). Hinzu kommt, dass aus medizinischer Sicht bei 

einer leidensangepassten Tätigkeit keine Besonderheiten zu berücksichtigen sind (IV-

act. 170-23). Es sind auch keine weiteren Gründe (wie etwa Alter) ersichtlich, die eine 

lohnwirksame Benachteiligung erwarten lassen und damit einen Tabellenlohnabzug 

rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht auf die Vornahme eines 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Tabellenlohnabzugs bei der Bestimmung des Invalideneinkommens verzichtet (IV-

act. 183), zumal die Beschwerdeführerin nichts Gegenteiliges vorträgt.

4.3   Ausgehend von einem Invalideneinkommen von (mindestens) Fr. 57'796.-- 

(Fr. 72'245.-- x 0,8) und einem Valideneinkommen von (höchstens) Fr. 91'772.-- 

resultieren eine Erwerbseinbusse von Fr. 33'976.-- (Fr. 91'772.-- - Fr. 57'796.--) und ein 

nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37% ([Fr. 33'976.-- / Fr. 91'772.--] 

x 100).

5.     

Die Beschwerdeführerin beantragt im Eventualbegehren ohne nähere Konkretisierung, 

es "seien Eingliederungsmassnahmen zu prüfen" (act. G 1, Ziff. 3 des 

Rechtsbegehrens).

5.1   Die Beschwerdegegnerin wies einen Anspruch auf berufliche Massnahmen 

(Art. 15 ff. IVG) sinngemäss mit der Begründung ab, diese seien mangels 

Eingliederungsbereitschaft in der Mitteilung vom 13. März 2013 abgeschlossen worden 

(siehe hierzu IV-act. 126) und der Beschwerdeführerin fehle weiterhin die 

Eingliederungsbereitschaft (IV-act. 183-3).

5.2   Die Beschwerdeführerin hat eine ausgeprägte Krankheitsüberzeugung und fühlt 

sich für jegliche Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig ("Sie fühle sich subjektiv 

überhaupt nicht arbeitsfähig! Nicht als Lehrerin oder sonst in irgendeiner Tätigkeit!", IV-

act. 123-2; "eine Tätigkeit im Berufsleben weiterhin unmöglich", IV-act. 105-3; "zurzeit 

gehe nichts", IV-act. 170-13; […] fühlt sich nicht in der Lage, einer anderen 

ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen, IV-act. 170-45; siehe auch IV-act. 170-19: 

"grosse Diskrepanz" zwischen gutachterlicher und der Selbsteinschätzung der 

Arbeitsfähigkeit und ausgeprägte Neigung der Versicherten, ihre Beschwerden zu 

verdeutlichen). Damit geht einher, dass die Beschwerdeführerin im Hauptantrag eine 

ganze Rente beantragt (act. G 1, Ziff. 2 des Rechtsbegehrens). Es ist daher nicht zu 

beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin im Verfügungszeitpunkt weiterhin von 

einer fehlenden Eingliederungsbereitschaft ausgegangen ist.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3   Daran ändern der im Vorbescheidverfahren gestellte Antrag, es seien 

Eingliederungsmassnahmen zu prüfen (IV-act. 181-5), und der in der Beschwerde 

gestellte Eventualantrag betreffend Prüfung von Eingliederungsmassnahmen (act. G 1, 

Ziff. 3 des Rechtsbegehrens) nichts. So ergibt sich weder aus den entsprechenden 

Eingaben noch der übrigen Aktenlage ein ernsthafter Wille für eine Eingliederung bzw. 

eine Abkehr von der bisherigen Krankheitsüberzeugung. Der entsprechende Antrag im 

Vorbescheidverfahren ist allein mit einer generellen Sichtweise begründet worden 

("Anderseits wurden Eingliederungsmassnahmen nicht geprüft, was zwingend vor der 

Berentung zu passieren hat", IV-act. 181-5). Die von der Rechtsvertreterin gestellten, 

nicht näher konkretisierten Anträge dokumentieren daher bloss eine verbal erklärte 

Bereitschaft, aber noch keine tatsächlich vorhandene Mitwirkungsbereitschaft. 

Gleiches gilt hinsichtlich des im Rahmen eines selbstständig organisierten 

Integrationsversuchs im Juli 2014 begonnenen Arbeitsverhältnisses als 

Kinderbetreuerin mit einem Pensum von 3 Stunden pro Woche (act. G 1, S. 11 oben; 

zum Anstellungsvertrag siehe act. G 1.3). Denn der Integrationsversuch orientiert sich 

am offenbar unverändert gebliebenen Krankheitskonzept und der subjektiven 

Leistungseinschätzung der Beschwerdeführerin. Zumindest bringt er keinen 

ernsthaften Eingliederungswillen für die Verwertung der für Verweistätigkeiten 

bescheinigten 80%igen Arbeitsfähigkeit im Rahmen beruflicher Massnahmen zum 

Ausdruck (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2014, IV 2013/256, 

E. 1.6). Sollte sich die Krankheitsüberzeugung bzw. die Mitwirkungsbereitschaft 

ändern, steht es der Beschwerdeführerin frei, sich bei der Beschwerdegegnerin zur 

Prüfung eines allfälligen Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen zu melden.

6.     

6.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

6.2   Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtspflege am 11. November 

2014 bewilligt (act. G 7). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt 

wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 99 Abs. 2 

VRP i.V.m. Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO/CH; 

SR 272]).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.3   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

unterliegenden Beschwerdeführerin ist die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

6.4   Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 12'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin macht in der Kostennote 

vom 12. Februar 2015 einen Stundenaufwand von 14,8 Stunden und Barauslagen von 

Fr. 111.85 geltend (act. G 14).

6.4.1         Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass nicht der geltend gemachte, sondern 

nur der notwendige Aufwand zu entschädigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 

25. Februar 2009, 8C_140/2008, E. 11.4 mit Hinweisen). Bei einer Rechtsvertretung im 

gesamten Beschwerdeverfahren wird in vergleichbaren 

invalidenversicherungsrechtlichen Fällen praxisgemäss eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

gesprochen (vgl. etwa Entscheid des Versicherungsgerichts vom 22. Mai 2013, 

IV 2012/36, E. 5.3 mit Hinweis).

6.4.2         Mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt und die sich stellenden 

Fragen kann von einem durchschnittlichen Fall gesprochen werden, der eine erfahrene 

Anwältin nicht vor besondere Schwierigkeiten stellt. Hinzu kommt, dass die Anwältin 

die Interessen der Beschwerdeführerin bereits in einem ersten Beschwerdeverfahren 

und dem danach fortgeführten Verwaltungsverfahren vertreten hatte (IV-act. 144-2 ff.; 

zur damaligen Entschädigung für die Vertretung im Beschwerdeverfahren IV 2013/405 

siehe IV-act. 167). Der Bedeutung der Streitsache und dem notwendigen Aufwand 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angemessen erscheint deshalb eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Ein weitergehender Aufwand kann nicht 

entschädigt werden. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit 

entschädigt der Staat die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin pauschal (BGE 125 

V 201) mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.                                                                                          

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2015
	Art. 15 ff. und 28 IVG. Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rente. Würdigung Gutachten und Bestimmung Vergleichseinkommen. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen aufgrund fehlender Eingliederungsbereitschaft bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. August 2015, IV 2014/389).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T08:52:52+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen