# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85d025e1-92c8-519c-84a2-3f82ad78ae10
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.07.2014 725 14 104 / 171 (725 2014 104 / 171)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-104---171_2014-07-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  17. Juli 2014 (725 14 104 / 171) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung von Leistungen, Unfallkausalität einer Diskushernie 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Markus Mattle, Gerichtsschreiber i.V. Thomas Hunkeler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Monica Armesto, Advoka-
tin, indemnis, Spalenberg 20, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ unterhält als selbständig Erwerbender eine Fördermittel- 
und Apparatebau GmbH und ist bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 8. Mai 2008 zog er sich 
bei der Gartenarbeit ein Supinationstrauma mit einer Weber-A-Fraktur am linken oberen 
Sprunggelenk zu. Am 2. Februar 2009 hatte sich der Versicherte einer fibulotalaren Bandplastik 
zu unterziehen. Da er danach trotz stabilem Sprunggelenk weiterhin an belastungsabhängigen 
Beschwerden litt, wurde am 8. März 2010 eine ambulante Kontroll-Arthroskopie vorgenommen, 

 

 
 
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wobei ein Corpus liberum unterhalb des Malleolus entfernt wurde. Am 18. Februar 2010 fiel der 
Beschwerdeführer von einer Bockleiter auf das linke Gesäss, wobei er in der Folge einen 
Schmerz im linken Gesäss mit Ausstrahlungen in den linken Fuss verspürte. Gestützt auf die 
bildgebende MRT-Diagnostik stellte Dr. B.____, FMH Neurologie, am 30. November 2010 eine 
Diskushernie L5/S1 links mit radikulärer Symptomatik fest. Am 31. Oktober 2011 unterzog sich 
der Beschwerdeführer im Universitätsspital Basel einer operativen Dekompression L4/S1 sowie 
einer Revision der Bandscheibe L4/5 und L5/S1. Die SUVA erbrachte für beide Unfälle die ge-
setzlichen Leistungen. Sie kam namentlich für die Heilkosten auf und richtete Taggelder aus. 
 
B. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse stellte die SUVA mit Verfügung vom 
21. Februar 2013 die Versicherungsleistungen in Bezug auf beide Unfälle per 28. Februar 2013 
ein. Bezüglich der Rückenbeschwerden brachte sie vor, dass die anhaltend geklagten Be-
schwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich auf degenerative Veränderungen 
zurückzuführen seien. Im Hinblick auf die Fussverletzung gab sie zur Begründung an, dass seit 
zweieinhalb Jahren keine medizinischen Behandlungen oder Arztbesuche nachgewiesen seien. 
Daher könne davon ausgegangen werden, dass keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen 
mehr vorhanden seien. Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache, wies die SUVA mit 
Entscheid vom 3. März 2014 ab. 
 
C. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, am 3. April 2014 
Beschwerde am Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte, es seien ihm in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids weiterhin die ge-
setzlichen Leistungen auszurichten. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass 
hinsichtlich der Diskushernie nach wie vor Rückenbeschwerden vorlägen und sowohl die natür-
liche als auch die adäquate Kausalität zum Unfall zu bejahen seien. Was die Beschwerden am 
linken Fuss angehen, so sei die fehlende ärztliche Behandlung seit zweieinhalb Jahren kein 
Indiz für fehlende Unfallfolgen. Aufgrund der dürftigen Aktenlage könne nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass keine Unfallfolgen mehr vorlägen, so 
dass die Leistungseinstellung nicht zulässig sei. 
 
D. Die SUVA schloss in ihrer Vernehmlassung vom 16. Mai 2014 auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Münchenstein, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 

 

 
 
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Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.  Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 28. Februar 2013 hinaus 
Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat. 
 
2.1 Laut Art. 5 Abs. 1 UVG gelten die Bestimmungen über die obligatorische Versicherung 
sinngemäss auch für die freiwillige Versicherung. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallver-
sicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 
die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu 
gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässi-
ge Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfal-
les voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein 
Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenren-
te, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede-
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn 
fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausal-
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf ei-
nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 

 

 
 
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sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso 
wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalles genügt nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1). Weil es sich dabei um eine anspruchs-
aufhebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungs-
begründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Per-
son, sondern beim Unfallversicherer (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 8C_354/2007, E. 2.2). Der 
Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis 
unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt und die ver-
sicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob die unfallbeding-
ten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben und weggefal-
len sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2). 
 
3.1 Zur Feststellung des Sachverhaltes und des natürlichen Kausalzusammenhangs im 
Bereich der Medizin ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 
E. 1b). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 
S. 113 E. 3a). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstel-
lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils 
mit zahlreichen Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist es dem Sozialversicherungsgericht 

 

 
 
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demnach nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unter-
lagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in solchen Fällen 
jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei auch 
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit jener ärztlichen Feststellungen 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 
8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). 
 
4.1 Unter den Parteien umstritten ist zunächst die Unfallkausalität der Diskushernie. Im 
Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache, 
dass praktisch alle Diskushernien durch degenerative Bandscheibenveränderungen entstehen 
und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise und unter besonderen Voraussetzungen als eigentli-
che Ursache in Betracht fällt. Als unfallbedingt kann eine Diskushernie nur dann betrachtet wer-
den, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 
Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind. In solchen Fällen 
hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzu-
kommen (vgl. RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 E. 2a, U 138/99, mit Hinweis auf das nicht veröf-
fentlichte Urteil des EVG vom 26. August 1996, U 159/95, E. 1b; Urteil des Bundesgerichts vom 
11. November 2008, 8C_346/2008, E. 3.2.1, und medizinische Literatur). Ein Unfall ist gemäss 
dieser Rechtsprechung somit nur in Ausnahmefällen geeignet, eine Bandscheibenverletzung 
hervorzurufen, zumal eine Bandscheibe derart widerstandsfähig ist, dass unter Gewalteinwir-
kung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt würde. So hat im me-
dizinischen Versuch die isolierte Verletzung einer Bandscheibe durch einen Unfall lediglich bei 
rein axialer Belastung der Wirbelsäule herbeigeführt werden können, nicht aber bei Rotations-, 
Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen (vgl. Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 
163/05, E. 3.1 mit Hinweisen; ebenso Urteil des EVG vom 6. September 2006, U3/06, E. 1.2). 
Ist die Diskushernie hingegen bei einem degenerativen Vorzustand durch den Unfall nur akti-
viert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmit-
telbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Dies ist 
dann der Fall, wenn die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber (weitge-
hend) verursacht worden ist. Solange der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, 
hat der Unfallversicherer diesfalls gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel nebst Taggel-
dern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbe-
handlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (vgl. Urteil vom 14. Februar 2006, U 351/04, publ. in: 
ASS 2006 2 S. 14; Urteil vom 14. März 2000, U 266/99).  
 
4.2 Nach derzeitigem medizinischen Wissensstand kann das Erreichen des Status quo 
sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwar-
tet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausge-
wiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine solche traumati-
sche Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule 
ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abge-
schlossen zu betrachten (vgl. Urteil des EVG vom 11. April 2005, U 354/04, E. 2.2, mit Hinwei-
sen auch auf die medizinische Literatur).  

 

 
 
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4.3 Zur Beurteilung der umstrittenen Fragen sind folgende medizinischen Unterlagen zu 
berücksichtigen:  
 
4.3.1 Dem Bericht des Röntgeninstituts C.____ vom 26. August 2010 zufolge, wurden beim 
Versicherten eine Chondrose L4/5 sowie eine Osteochondrose L5/S1, jedoch keine Frakturen 
festgestellt.  
 
4.3.2 Gestützt auf den radiologischen Bericht vom 26. August 2010 diagnostizierte der 
Hausarzt Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, am 16. September 2010 eine Kon-
tusion am linken Gesäss und ischialgiforme Schmerzen am linken Bein. Im Zwischenbericht 
vom 21. November 2010 stellte er weiter fest, es läge ein posttraumatisches Lumbago vor. 
 
4.3.3 Dr. B.____, FMH Neurologie, diagnostizierte am 22. Dezember 2010 eine traumatische 
Diskushernie L5/S1 links mit radikulärer Symptomatik links. Die Ursache für die Beschwerden 
und die Beinschwäche des Versicherten sei eindeutig die Diskushernie L5/S1. Da im MRT kei-
ne degenerativen Veränderungen an der LWS ersichtlich seien und die Symptomatik klar mit 
dem Sturz von der Leiter begonnen habe, läge ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und 
der Diskushernie vor. 
 
4.3.4 Dem Bericht von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, Universitätsspital Basel, vom 9. März 2011 zufolge seien eine Spi-
nalkanalstenose auf Höhe L4/5 sowie eine nach kaudal luxierte Diskushernie L5/S1 zu erheben. 
Auf Grund dieser Diagnose werde dem Patienten eine operative Dekompression L4/5 und eine 
Diskektomie L5/S1 vorgeschlagen. 
 
4.3.5 Nach dem Bericht von Dr. med. F.____, Oberarzt Orthopädie und Dr. med. G.____, 
Assistenzarzt Orthopädie, Universitätsspital Basel, vom 20. September 2011, zeige das MRT 
vom 7. September 2011 weiterhin eine Diskushernie L4/5 sowie eine Spinalkanalstenose L5/S1 
linksseitig. Eine Dekompression und Diskushernienresektion sei weiterhin angezeigt. 
 
4.3.6 Gemäss Operationsbericht von Dr. F.____ vom 22. November 2011 sei beim Versi-
cherten am 30. Oktober 2011 eine operative Dekompression L4/S1 sowie eine Bandscheiben-
revision L4/5 und L5/S1 durchgeführt worden. 
 
4.3.7 Nach dem Bericht von Dr. F.____ vom 19. Januar 2012 klage der Patient postoperativ 
über dieselben Beschwerden wie präoperativ. Im Bericht vom 1. Juni 2012 hielt Dr. F.____ wei-
ter fest, dass ein persistierendes lumbo-radikuläres Schmerzsyndrom, ein Status nach Dekom-
pression L4/S1 am 31. Oktober 2011 sowie eine Facettengelenksarthrose und Foramenstenose 
L5/S1 diagnostiziert worden seien. 
 
4.3.8 Gemäss dem MRT-Bericht des Röntgeninstituts C.____ vom 6. Juni 2012 bestünden 
beim Versicherten persistierende Osteochondrosen aller lumbaler Bandscheibensegmente oh-

 

 
 
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ne erneute Diskusherniation, eine persistierende Foraminalstenose L5/S1 beidseits, eine Oste-
ochondrose median mit Protrusion L4/5 sowie Facettenarthrosen L4/5 und lumbosakral. 
 
4.3.9 Dem kreisärztlichen Bericht von Dr. med. H.____, FMH Chirurgie, vom 4. Dezember 
2012 zufolge habe der Versicherte beim Unfallereignis vom 18. August 2010 keine strukturell 
objektivierbaren, unfallbedingten Veränderungen im Bereich der LWS erlitten. Zum Zeitpunkt 
des Unfalls habe bereits eine degenerative Veränderung bestanden. Durch den Sturz von der 
Leiter sei es daher zu einer Verschlimmerung eines pathologischen Vorzustandes gekommen. 
Bei der Operation vom 31. Oktober 2011 sei somit ein vorbestehender Zustand operativ behan-
delt worden. Daher sei davon auszugehen, dass der Status quo sine bereits zum Zeitpunkt der 
Operation erreicht gewesen sei und die Unfallfolgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kei-
ne Rolle mehr gespielt hätten.  
 
4.4 Die Beschwerdegegnerin begründet die Leistungsterminierung per 28. Februar 2013 
im Wesentlichen damit, dass die anhaltenden Beschwerden mit Blick auf die einschlägige bun-
desgerichtliche Praxis nicht mehr auf den Unfall, sondern vielmehr auf die nachgewiesenen 
degenerativen Veränderungen zurückzuführen seien. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die 
Ergebnisse des kreisärztlichen Berichts von Dr. H.____ vom 4. Dezember 2010. Der Be-
schwerdeführer argumentiert dagegen, dass der Unfallmechanismus typischerweise geeignet 
gewesen sei, eine traumatische Diskushernie zu verursachen. Dies zeige sich insbesondere 
dadurch, dass die radikulären Beschwerden sofort nach dem Unfall aufgetreten seien. Des Wei-
teren habe Dr. B.____ in seinem Bericht die Unfallkausalität der Diskushernie bejaht und auf 
das Fehlen degenerativer Veränderungen hingewiesen. Der kreisärztliche Bericht von 
Dr. H.____ berücksichtige die Aussagen von Dr. B.____ nicht und stehe im Widerspruch zu den 
anderen medizinischen Beurteilungen. Daher entspreche der Bericht von Dr. H.____ nicht den 
Anforderungen an den Beweiswert von Arztberichten und Gutachten. 
 
4.5 Wie hiervor (E. 4.1) ausgeführt, kann eine Diskushernie nur dann als unfallbedingt be-
trachtet werde, wenn das Unfallereignis kumulativ von besonderer Schwere und geeignet war, 
eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (ver-
tebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetre-
ten sind. Vorliegend beschrieb der erstbehandelnde Arzt Dr. D.____ in seinem Bericht vom 
16. September 2010 eine Kontusion am linken Gesäss und ischialgiforme Schmerzen am linken 
Bein. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50% ab dem 18. August 
2010. Dem Bericht kann weiter entnommen werden, dass die Erstbehandlung am 25. August 
2010 und somit erst eine Woche nach dem Unfallereignis erfolgte. Zum Auftreten der Sympto-
me gab der Versicherte gemäss der Telefonnotiz der SUVA vom 22. Oktober 2010 an, die Aus-
strahlungen von der Lendenwirbelsäule, hätten circa zwei bis drei Tage nach dem Unfall be-
gonnen. Da die Symptome der Diskushernie nicht unverzüglich auftraten und zudem keine so-
fortige Arbeitsunfähigkeit bewirkten, kann gestützt auf medizinische Erfahrungstatsachen davon 
ausgegangen werden, dass die Diskushernie nicht durch den Unfall verursacht wurde. Unter 
diesen Umständen kann die Frage, ob das Unfallereignis von besonderer Schwere war, offen 
gelassen werden. 
 

 

 
 
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4.6 Rechtsprechungsgemäss kann auf die Berichte versicherungsinterner Ärzte abgestellt 
werden, sofern kein Zweifel an der Zuverlässigkeit ihrer Schlussfolgerungen besteht. Allfällige 
Zweifel liegen hier nicht vor. Im kreisärztlichen Bericht von Dr. H.____ werden alle wesentlichen 
medizinischen Unterlagen beigezogen und die Kausalitätsbeurteilung erscheint nachvollziehbar 
und schlüssig. Die Beurteilungen decken sich insbesondere mit der oben (E. 4.3.1) erwähnten 
medizinischen Dokumentation des Vorzustandes. Der Bericht von Dr. H.____ genügt daher den 
bundesgerichtlichen Anforderungen an ein beweistaugliches medizinisches Gutachten, so dass 
darauf abgestellt werden kann. Den erwähnten medizinischen Unterlagen ist überzeugend zu 
entnehmen, dass der Status quo sine spätestens zwölf Monate nach dem Sturz von der Bock-
leiter wieder erreicht war. Dies entspricht den Erfahrungswerten, wie sie von der Rechtspre-
chung mehrfach bestätigt worden sind (vgl. E. 4.2). 
 
4.7 Soweit der Beschwerdeführer einwendet, der kreisärztliche Bericht von Dr. H.____ 
genüge den bundesgerichtlichen Anforderungen an medizinische Gutachten nicht, kann ihm 
nicht gefolgt werden. Er argumentiert zu Unrecht, der Bericht von Dr. B.____ welcher eine 
traumatische Diskushernie bei fehlenden degenerativen Vorzuständen diagnostizierte, sei in der 
Beurteilung von Dr. H.____ fälschlicherweise nicht genügend gewürdigt worden. Dr. B.____ 
diagnostiziert in seinem Bericht vom 22. Dezember 2010 zwar eine traumatische Diskushernie. 
Zur Begründung dieser Diagnose führt er aus, dass im MRT kein degenerativer Vorzustand 
ersichtlich sei und die Symptomatik beim Versicherten mit dem Unfall eingesetzt habe. Diese 
Beurteilung steht jedoch im Wiederspruch zu den zeitnahen MRT-Bildern vom 26. August 2010. 
Diese zeigten bereits eine minimale Verschmälerung des Intervertebralraumes L4/5 sowie eine 
leichtgradige Verschmälerung L5/S1 mit Chondrose L4/5 und Osteochondrose L5/S1 und somit 
eine vorbestehende degenerative Veränderung. Die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer 
erst am 25. Oktober 2010 (eine Woche nach dem Unfall) in ärztliche Behandlung begab und 
gegenüber der SUVA angab die ausstrahlenden Beschwerden hätten erst zwei bis drei Tage 
nach dem Unfall eingesetzt, spricht zudem gegen ein sofortiges Einsetzen der Symptomatik 
nach dem Unfall. Somit stützte sich der kreisärztliche Bericht von Dr. H.____ zu Recht nicht auf 
den fraglichen Bericht von Dr. B.____ ab. Die Leistungseinstellung der SUVA per 28. Februar 
2013 ist demnach nicht zu beanstanden. 
 
5.1 In Bezug auf die Fussverletzung stellt sich die medizinische Aktenlage wie folgt dar: 
 
5.2 Der Beschwerdeführer hat sich gemäss dem Bericht von Dr. D.____ vom 27. Juni 
2008, am 8. Mai 2008 bei der Gartenarbeit ein Supinationstrauma mit fibulotalarer Bandläsion 
nach Weber-A-Fraktur am linken OSG zugezogen. Am 6. Februar 2009 unterzog er sich so-
dann einer fibulotalaren Bandplastik. Da der Beschwerdeführer postoperativ weiter über Be-
schwerden klagte, wurde am 1. September 2009 eine weitere MRI-Untersuchung durchgeführt. 
Gemäss dem entsprechenden Bericht vom 2. September 2009 sei dieser Abklärung eine zweit-
gradige Tendinopathie der Sehne des Musculus peroneus longus retro-/inframallelolär, eine 
kurzstreckige erstgradige Tendinopathie der Sehne des Musculus peroneus brevis retromallelo-
lär, ein leichtes Stressödem des Talus basal sowie ein Zustand nach talofibularer Aussenband-
plastik mit fokalen narbigen Residuen zu entnehmen. Am 25. September berichtet Dr. D.____, 
der Patient klage trotz nicht geschwollenem, nicht überwärmtem und stabilem OSG weiterhin 

 

 
 
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über Beschwerden. In der Folge wurde beim Versicherten am 8. März 2010 eine ambulante 
Arthroskopie des rechten OSG durchgeführt, bei welcher ein Corpus liberum unterhalb des me-
dialen Malleolus entfernt wurde. In den folgenden ärztlichen Zwischenberichten vom 31. Mai 
2010 bzw. 28. Juli 2010 attestierte Dr. I.____ dem Beschwerdeführer jeweils eine 75%ige Ar-
beitsfähigkeit. Über den aktuellen Zustand berichtete Dr. I.____ zudem, dass das OSG stabil 
sei und sich der Beschwerdeführer subjektiv besser, wenn auch noch nicht ganz beschwerde-
frei fühle. In einer kreisärztlichen Notiz vom 13. Februar 2013 bejahte der Kreisarzt 
Dr. med. J.____ aufgrund der Aktenlage ohne weitere Begründung eine volle Arbeitsfähigkeit. 
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per 28. Februar 2013 
damit, dass in Bezug auf die Fussverletzung seit Mitte 2010 keine Arztbesuche oder medizini-
sche Untersuchungen mehr nachgewiesen wurden. Zudem seien seither auch seitens des Ver-
sicherten keine Beschwerden mehr geltend gemacht worden, weshalb davon ausgegangen 
werden könne, dass hinsichtlich der Fussverletzung keine unfallbedingten Folgen mehr vorlie-
gen würden. Der Beschwerdeführer macht dagegen geltend, die Beschwerdegegnerin habe die 
Leistungen zu Unrecht eingestellt. Aufgrund der Rückenbeschwerden, welche auch ins linke 
Bein ausstrahlen würden und seit dem zweiten Unfall im Vordergrund gestanden hätten, sei es 
für den Beschwerdeführer nur sehr schwer abzuschätzen, ob in Bezug auf das Sprunggelenk 
noch Unfallfolgen bestünden. Da er sich seit dem zweiten Unfall zudem durchgehend in medizi-
nischer Behandlung befunden habe, sei er davon ausgegangen, dass die behandelnden Ärzte 
die Fussverletzung mitberücksichtigt hätten. Aufgrund der dünnen Aktenlage liesse sich nicht 
beweisen, dass keine Unfallfolgen mehr vorliegen, so dass die Beschwerdegegnerin keine 
Grundlage für die Leistungseinstellung habe.  
 
5.4 Zu prüfen ist, ob die SUVA den medizinischen Sachverhalt genügend abgeklärt hat. 
 
5.5 Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum - auf Verwaltungs- und Ge-
richtsstufe geltenden – Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf und zählt zu den in Art. 95 
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 erwähnten bundes-
rechtlichen Vorschriften (UELI KIESER, Auswirkungen des Bundesgesetzes über das Bundesge-
richt auf die Sozialversicherungsrechtspflege, in: Bernhard Ehrenzeller/Rainer J. Schweizer 
[Hrsg.], Die Reorganisation der Bundesrechtspflege – Neuerungen und Auswirkungen in der 
Praxis, St. Gallen 2006, S. 460 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 17. März 2008, 9C_456/2007, 
E. 2.2). Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzuneh-
menden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, 
objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur Überzeu-
gung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b 
S. 360, 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere Be-
weismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht 
auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4 S. 28; zu Art. 4 Abs. 1 aBV er-
gangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162, je mit Hinweisen). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Rich-
tigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

 

 
 
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zusätzlichen Abklärungen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteile des 
Bundesgerichts vom 25. Februar 2008, 8C_323/2007, E. 3.3 und vom 19. November 2007, 
8C_364/2007, E. 3.2 mit Hinweis).  
 
5.6 Die letzte ärztliche Untersuchung welche sich mit der Fussverletzung auseinandersetz-
te fand am 28. Juli 2010, und somit zweieinhalb Jahre vor der Beurteilung der Leistungseinstel-
lung durch die Beschwerdegegnerin statt. Damals wurde dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit 
von 75% attestiert. Eine weitere Kontrolle, welche Ende September 2010 vorgesehen war, wur-
de vom Versicherten nicht wahrgenommen. Die kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
durch Dr. J.____ vom 13. Februar 2013, erfolgte schliesslich ebenfalls ohne Untersuchung des 
Versicherten. Somit ist dem Beschwerdeführer in soweit Recht zu geben, dass die medizinische 
Aktenlage zum Status des Sprunggelenks nicht besonders umfangreich ist. Dagegen kann je-
doch festgestellt werden, dass ein Taggeldanspruch bereits mit der im letzten Bericht vom 
28. Juli 2010 attestierten 75%igen Arbeitsfähigkeit, entfallen würde (vgl. Art. 25 Abs. 3 UVV). 
Der Beschwerdeführer klagte seit Juli 2010 nicht mehr über Beschwerden im Sprunggelenk. Er 
machte vielmehr ein gelegentliches Kribbeln im Bein und vom Rücken in das Bein ausstrahlen-
de Schmerzen geltend. Diese ausstrahlenden Beschwerden, welche im Zusammenhang mit der 
Diskushernie stehen, werden dann auch als Beschwerden in den medizinischen Berichten er-
wähnt. Hinweise auf konkrete Beschwerden am Sprunggelenk oder eine Verschlechterung des 
gesundheitlichen Zustandes des linken Fusses sind den medizinischen Berichten seit 2010 da-
gegen nicht zu entnehmen. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass der Beschwer-
deführer diesbezüglich den behandelnden Ärzten nie über Beschwerden im linken Fuss geklagt 
hat, da diese Beschwerden andernfalls in den fachärztlichen Berichten erwähnt worden wären. 
Des Weiteren liegen auch keine neuen ärztlichen Atteste vor, welche diesbezüglich eine Ar-
beitsunfähigkeit bescheinigen würden. Nach dem Gesagten, das heisst bei Fehlen konkreter 
Hinweise auf andauernde Beschwerden am Sprunggelenk, und einer fehlenden ärztlichen Un-
tersuchung seit mehr als zweieinhalb Jahren, hat sich die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
die kreisärztlichen Einschätzungen vom 7. Februar 2013 bzw. 13. Februar 2013 abgestützt, 
wonach bezüglich des Unfalls vom 8. Mai 2008 weder ein Integritätsschaden noch eine Arbeits-
unfähigkeit bestehe. Aufgrund der klaren Sachlage ist dem Untersuchungsgrundsatz vorliegend 
genüge getan. Es kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung von weiteren Abklärungen 
abgesehen werden (BGE 136 I 236 E. 5.3, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinwei-
sen). Der Einwand des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe den medizinischen 
Sachverhalt vor Erlass der angefochtenen Verfügung nur unvollständig abgeklärt, erweist sich 
daher als unbegründet.  
 
6. Zusammenfassend erweist es sich somit im Hinblick auf beide Unfallereignisse als 
rechtens, dass es die Beschwerdegegnerin abgelehnt hat, dem Versicherten über den 28. Feb-
ruar 2013 hinaus Leistungen aus der Unfallversicherung auszurichten. Die gegen den betref-
fenden Einspracheentscheid vom 3. März 2014 erhobene Beschwerde ist demnach als unbe-
gründet abzuweisen. 
 
7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 

 

 
 
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erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 
 

Gegen diesen Entscheid wurde von A.____ am 15. Oktober 2014 Beschwerde beim Bundesge-
richt (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_757/2014) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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