# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2aea0ce-40e5-5dc7-a56d-698b5cd983a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.03.2025 D-8232/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8232-2024_2025-03-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8232/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  M ä r z  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und deren Kinder 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 27. November 2024. 

 

 

 

D-8232/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 12. Oktober 2022 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten,  

dass die volljährige Beschwerdeführende und ihr ältestes Kind am 7. Juli 

2023 respektive 8. Oktober 2024 zu ihren Gesuchsgründen angehört wur-

den,  

dass sie geltend machten, sie seien türkische Staatsangehörige und hätten 

vor ihrer Ausreise in F._______ gelebt, wo die volljährige Beschwerdefüh-

rerin unter anderem als Fahrlehrerin tätig gewesen sei, 

dass sie zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend mach-

ten, aufgrund ihres Ehemanns respektive Vaters, der seit 2016 eine 18-

jährige Haftstrafe verbüsse, seien die Beschwerdeführenden durch die hei-

matlichen Behörden verschiedentlich behelligt worden, zudem sei gegen 

die volljährige Beschwerdeführerin ein Strafverfahren eröffnet worden,  

dass sie zahlreiche türkischsprachige Dokumente (ausschliesslich in Ko-

pie) zu den Akten reichten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 27. November 2024 – eröffnet am 

29. November 2024 – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführen-

den verneinte, ihre Asylgesuche ablehnte und die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug anordnete,  

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 30. Dezember 2024 ge-

gen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erho-

ben und beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, ihre 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren, 

dass sie eventualiter vorläufig aufzunehmen seien, 

dass die Sache subeventualiter an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung, Kostenvorschussverzicht und um Bestellung eines 

amtlichen Rechtsbeistands ersuchten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 10. Januar 2025 eine Ko-

pie eines ihren Angaben nach von ihrem türkischen Anwalt stammenden 

Schreibens vom 20. Dezember 2024 in türkischer Sprache zu den Akten 

reichten, 

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dass der Instruktionsrichter die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und der amtlichen Rechtsverbeiständung mit Zwi-

schenverfügung vom 28. Januar 2025 abwies und die Beschwerdeführen-

den zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufforderte,  

dass die Beschwerdeführenden den Kostenvorschuss innert Frist leisteten, 

dass sie mit Eingabe vom 18. Februar 2024 unter anderem mehre Refe-

renzschreiben von Lehrpersonen in der Schweiz sowie Teilnahmebestäti-

gungen für Sprachkurse zu den Akten reichten, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführenden als Verfügungsadressaten zur Einreichung 

der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – nach 

Leistung des Kostenvorschusses – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, 

Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass der Rückweisungsantrag, der unsubstantiiert damit begründet wird, 

die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit das SEM die wahre 

Bedrohung berücksichtigen könne, abzuweisen ist, zumal das SEM den 

Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und sich in der angefochtenen 

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Verfügung nachvollziehbar sowie hinreichend differenziert mit den zentra-

len Vorbringen der Beschwerdeführenden sowie ihren Beweismitteln aus-

einandergesetzt hat, 

dass der blosse Umstand, dass die Beschwerdeführenden die Beurteilung 

durch die Vorinstanz nicht teilen, keine Verletzung der behördlichen Unter-

suchungspflicht darstellt, sondern vielmehr die Frage der materiellen Wür-

digung beschlägt, 

dass die Vorinstanz zutreffend feststellte, die Vorbringen der Beschwerde-

führenden hielten weder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft 

noch jenen an die Glaubhaftigkeit stand,  

dass die in der Rechtsmitteleingabe aufgeführten Wiederholungen bereits 

vorgebrachter Befürchtungen den Erwägungen der Vorinstanz nichts We-

sentliches entgegensetzen, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden zu der behaupteten Verfol-

gung durch die heimatlichen Behörden insgesamt unglaubhaft ausgefallen 

und weder das angeblich gegen die volljährige Beschwerdeführerin eröff-

nete Ermittlungs-/Strafverfahren wegen finanzieller Unterstützung der Ter-

rororganisation FETÖ/PDY noch die angebliche Behördensuche nach ihr 

und ihren Kindern wahrscheinlich sind, 

dass den in diesem Zusammenhang im erstinstanzlichen Verfahren zu den 

Akten gereichten Beweismitteln (vgl. BM10 und 11) kaum Beweiswert zu-

kommt, zumal allgemein bekannt ist, dass solche Dokumente in der Türkei 

leicht käuflich erwerbbar sind (vgl. statt vieler Urteile des BVGer  

E-1898/2024 vom 23. Januar 2025),  

dass das Vorbringen auf Beschwerdeebene, weitere Beweismittel zum an-

geblichen Straf-/Ermittlungsverfahren gegen die volljährige Beschwerde-

führerin vermöchten sie nicht beizubringen, da die Ermittlungen der Ge-

heimhaltung unterlägen, als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren ist,  

dass das mit Eingabe vom 10. Januar 2025 eingereichte Dokument, bei 

welchem es sich um ein Schreiben eines türkischen Anwaltes handle, das 

ihre Vorbringen stütze, daran nichts zu ändern vermag, zumal dieses le-

diglich als Gefälligkeitsschreiben zu qualifizieren ist,  

dass die im erstinstanzlichen Verfahren als Screenshot zu den Akten ge-

reichte angebliche polizeiliche Vorladung (vgl. BM17/2) die Zweifel an den 

Vorbringen der Beschwerdeführenden zusätzlich bestärkt, zumal nicht 

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nachvollziehbar ist, weshalb diese mittels SMS von einem privaten Mobil-

telefon zugestellt wurde, und vielmehr anzunehmen ist, die entsprechende 

Nachricht sei bewusst fabriziert worden, 

dass das Gericht denn auch erhebliche Zweifel an der behaupteten illega-

len Ausreise der Beschwerdeführenden hat, zumal diese die von der Vor- 

instanz aufgezeigten Unstimmigkeiten in ihren Aussagen (vgl. A36/12 

F43 f. und A46/14 F29) auch auf Beschwerdeebene nicht überzeugend zu 

erklären vermochten, 

dass selbst bei Annahme, es sei ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungs-

verfahren gegen die volljährige Beschwerdeführerin eingeleitet worden, of-

fen ist, ob das türkische Gericht eine allfällige Anklage als begründet er-

achten und ein Gerichtsverfahren gegen die strafrechtlich unbescholtene 

Beschwerdeführerin eröffnen würde und ob sie in der Folge (aus flücht-

lingsrechtlich relevanten Motiven) zu einer Strafe (flüchtlingsrechtlich rele-

vanter Intensität) verurteilt würde (vgl. Urteil des BVGer E-4103/2024 vom 

19. Dezember 2024 [als Referenzurteil publiziert] E. 8.2 m.w.H.),  

dass – entgegen ihren pauschalen Befürchtungen – auch nichts darauf 

schliessen lässt, die Beschwerdeführenden könnten aufgrund ihres sich 

seit Jahren in Haft befindenden Ehemannes respektive Vaters mit beacht-

licher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft von Reflexverfol-

gungsmassnahmen betroffen sein,  

dass das älteste Kind diese Einschätzung denn auch bestätigte, indem es 

zu Protokoll gab, abgesehen von der Jahre zurückliegenden Inhaftierung 

seines Vaters, habe es für die Beschwerdeführenden keinen Grund gege-

ben, den Heimatstaat zu verlassen (vgl. A36/12 F53), 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlings- 

eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

die Vorinstanz die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführenden insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die 

Schweiz noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen 

verfügen (Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 

E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

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Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis- 

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der Tür-

kei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen 

Verhältnissen auszugehen ist (vgl. Urteil des BVGer D-7194/2023 vom 

3. April 2024 E. 8.3.2.1 m.w.H.), 

dass hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen 

vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A50/12 S. 9 f.), welche die Be-

schwerdeführenden nicht substantiiert bestreiten, 

dass entgegen der Beschwerdeschrift auch das Kindeswohl dem Vollzug 

der Wegweisung nicht entgegensteht, zumal sich die entsprechenden Aus-

führungen auf Beschwerdeebene in pauschalen Vorbringen zur Integration 

der Kinder in der Schweiz erschöpfen, aus welcher sie angesichts ihres 

lediglich zweijährigen Aufenthalts hierzulande offensichtlich nichts zu ihren 

Gunsten abzuleiten vermögen, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist,  

dass es den Beschwerdeführenden obliegt, sich die für ihre Rückkehr al-

lenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

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dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten den Beschwerde- 

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]), wobei sie durch den in gleicher Höhe ge-

leisteten Kostenvorschuss gedeckt sind.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne