# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0610a2c-f8d1-52e0-952b-d300066e5a6c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.06.2023 SB220545
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220545_2023-06-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

Geschäfts-Nr.: SB220545-O/U/bs 
 
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. Keller und Ersatzoberrichter Dr. iur. Bezgovsek sowie 

Gerichtsschreiber MLaw Dharshing 

 
Urteil vom 21. Juni 2023 

 
in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. P. Mucklenbeck,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 
 

sowie 
 
A._____,  
Privatklägerin und II. Berufungsklägerin 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____  
 

gegen 
 
B._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____  
 
betreffend mehrfacher betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungs-
anlage  
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich,  
8. Abteilung - Einzelgericht, vom 8. Juli 2022 (GG220122) 
  

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 6. April 2022 

(Urk. 21) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen. 

2. Die Zivilklage der Privatklägerin 1 wird auf den Zivilweg verwiesen. 

3. Der amtliche Verteidiger wird mit CHF 19'160.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der 

Gerichtskasse entschädigt.  

4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin 1 wird mit CHF 7'075.00 (inkl. Baraus-

lagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

5. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'100.00   Gebühr für das Vorverfahren; 

Fr. 225.00   Entschädigung Zeuge; 

Fr. 19'160.00   amtliche Verteidigung RA Y._____ (inkl. Barauslagen und MwSt); 

Fr. 7'075.00   unentgeltlicher Rechtsbeistand RA X._____ (inkl.                                                              Barauslagen und MwSt). 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Sämtliche Kosten, einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unent-

geltlichen Verbeiständung der Privatklägerin 1, werden definitiv auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

7. Den Parteien werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittel)" 

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Berufungsanträge: 

a) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 54 S. 2) 

1. Aufhebung des Freispruchs gemäss Dispositiv Ziffer 1 des erstinstanz-

lichen Urteils vom 8. Juli 2022 und Schuldspruch im Sinne der Ankla-

geschrift vom 6. April 2022 wegen mehrfachen betrügerischen Miss-

brauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 

StGB. 

2. Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten sowie mit einer 

Busse von CHF 3'000.--. 

3. Gewährung des bedingten Vollzuges der Freiheitsstrafe unter An-

setzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

4. Festsetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen bei schuldhafter 

Nichtbezahlung der Busse. 

5. Verpflichtung zur Zahlung der beantragen Zivilansprüche der Privat-

klägerschaft. 

6. Vollumfängliche Kostenauflage. 

b) Der Vertretung der Privatklägerin: 

(Urk. 56 S. 2 f.; Urk. 76) 

1. Ziff. 1 und 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 2022 

(GG220122) seien aufzuheben. 

2. Es sei der Beschuldigte des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs 

einer Datenverarbeitungsanlage schuldig zu sprechen und angemes-

sen zu bestrafen. 

-   4   - 

3. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Straf- und Zivilklägerin den 

Betrag von Fr. 29'013.20 zuzüglich einem Verzugszins von 5 % ab 

dem 18. August 2018 zu bezahlen. 

4. Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 2022 sei inso-

fern aufzuheben, als die Kosten des Verfahrens der Vorinstanz und der 

Untersuchung und diejenigen der amtlichen Verteidigung definitiv auf 

die Gerichtskasse genommen werden. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten. 

c) Der Verteidigung: 

 (Urk. 78 S. 1) 

1. Das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich (insb. auch bezüglich 

Zivilansprüche) zu bestätigen. 

2. Die Verfahrenskosten des obergerichtlichen Verfahrens seien aus-

gangsgemäss den Berufungsklägerinnen I (und II) aufzuerlegen. 

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Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Das Vorverfahren nahm seinen Lauf, nachdem die Privatklägerin am 

21. April 2020 mündlich Anzeige gegen unbekannt erstattet hatte (Urk. 1 S. 2) und 

wurde in der Folge sowohl gegen den Beschuldigten, der die Privatklägerin ab 

2016 als Behinderten-Assistenz betreut hatte, als auch gegen dessen Ehefrau 

und Schwester der Privatklägerin, C._____, geführt. Das Verfahren gegen 

C._____ wurde jedoch am 6. April 2022 mangels belastbarer Beweise wieder 

eingestellt (Urk. 20), während unter gleichem Datum gegen den Beschuldigten 

Anklage erhoben wurde (Urk. 21). Allerdings ist hinsichtlich des Verfahrens gegen 

C._____ auch zu bemerken, dass die Privatklägerin gegen diese nie formell 

Strafantrag stellte, was jedoch zwingend nötig gewesen wäre, handelt es sich bei 

ihr doch um eine Angehörige im Sinne von Art. 110 Abs. 1 StGB, womit ein 

Fehlverhalten nur auf Antrag zu verfolgen gewesen wäre (vgl. Art. 147 Abs. 3 

StGB; gegen den Beschuldigten wurde demgegenüber Strafantrag gestellt 

[Urk. 5], dieser fällt als Schwager allerdings nicht unter das Angehörigenprivileg).  

1.2. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene, den Beschuldigten voll-

umfänglich freisprechende Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung - Einzel-

gericht, vom 8. Juli 2022 meldeten die Privatklägerin am 12. Juli 2022 und die 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (fortan Staatsanwaltschaft) am 13. Juli 2022 

die Berufung an (Urk. 44+45). Nachdem das begründete Urteil der Vorinstanz den 

Parteien zugestellt wurde (Urk. 51/1-4), reichten die Staatsanwaltschaft und die 

Privatklägerin am 12. resp. 26. Oktober 2022 rechtzeitig ihre Berufungserklärun-

gen ein (Urk. 54+56).  

1.3. Der Beschuldigte liess sich innert Frist gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO 

nicht vernehmen und stellte mit Eingabe vom 17. Mai 2023 ein Gesuch um Dis-

pensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung (Urk. 64), welches mit 

Präsidialverfügung vom 31. Mai 2023 abgewiesen wurde (vgl. Urk. 68). 

-   6   - 

1.4. Am 3. November 2022 und am 13. Juni 2023 wurde je ein neuer Straf-

registerauszug über den Beschuldigten eingeholt (Urk. 42 und Urk. 70).  

1.5. Am 2. Februar 2023 wurde auf den 21. Juni 2023 zur 

Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 63). Zu dieser erschienen Staatsanwalt 

lic. iur. Mucklenbeck in Vertretung der Anklägerin, Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

als Vertreter der Privatklägerin sowie der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt 

lic. iur. Y._____, während der Beschuldigte – wie vom amtlichen Verteidiger vorab 

angekündigt (vgl. Urk. 71) – unentschuldigt nicht erschienen ist (vgl. Prot. II S. 6). 

Nachdem den Parteien das rechtliche Gehör gewährt wurde, wurde der 

Beschuldigte in Wiedererwägung der Präsidialverfügung vom 31. Mai 2023 vom 

persönlichen Erscheinen dispensiert (vgl. Prot. II S. 9), zumal aufgrund des 

Umstands, dass der Beschuldigte voraussichtlich die Aussage verweigert hätte 

(vgl. Urk. 74; Prot. II S. 8), nunmehr eine veränderte Sachlage vorlag. Ausserdem 

hat sich der Beschuldigte im bisherigen Verfahren bereits dreimal einlässlich zur 

Sache geäussert (Urk. 6/1/1+2; Urk. 6/1/5; Urk. 36) und die 

anklagegegenständlichen Vorwürfe liegen mehr als drei Jahre zurück, weshalb 

auch mit Blick auf Verblassungstendenzen kaum von einem Erkenntnisgewinn 

aus einer erneuten Befragung ausgegangen werden könnte. Schliesslich ist 

darauf hinzuweisen, dass der amtliche Verteidiger mit dem Beschuldigten vor der 

Berufungsverhandlung Rücksprache nahm und eine ausreichende Instruktion 

vorlag (Prot. II S. 8), weshalb auch in dieser Hinsicht auf das persönliche 

Erscheinen des Beschuldigten verzichtet werden kann. 

2. Umfang der Berufung 

Die Staatsanwaltschaft beschränkte ihre Berufung nicht (Urk. 54 S. 1), während 

sich die Berufung der Privatklägerin gegen die Dispositivziffern 1 und 2 (Frei-

spruch und Verweis der Zivilklage auf den Zivilweg) und damit zusammenhän-

gend auch gegen Dispositivziffer 6 (Kostenregelung) richtet (Urk. 56).  

Von der Berufung der Staatsanwaltschaft nicht betroffen ist die Festsetzung der 

Entschädigungen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Rechts-

vertretung der Privatklägerin sowie die Verweigerung weitergehender Partei-

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entschädigungen (Dispositivziffern 3, 4 und 7), werden diesbezüglich doch keine 

Änderungsanträge gestellt und sind diese Punkte auch bei einem Schuldspruch 

nicht von Amtes wegen neu zu beurteilen. Deren Rechtskraft kann entsprechend 

vorgemerkt werden. Demgegenüber wäre im Fall eines Schuldspruchs für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Gerichtsgebühr festzusetzen und auch die 

Kostenregelung neu vorzunehmen (vgl. Art. 428 Abs. 3 StPO), womit die verblei-

benden Dispositivziffern 5 und 6 von den Berufungen miterfasst und nicht in 

Rechtskraft erwachsen sind. 

3. Sachverhalt 

3.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 

(Urk. 21) vorgeworfen, im Zeitraum vom 7. Januar 2016 bis 21. April 2020 unbe-

rechtigterweise im Rahmen von 30 Bezügen zu den in der Anklageschrift aufge-

führten Zeitpunkten Bargeld mit der Bankkarte der Privatklägerin bezogen zu 

haben, indem er diese mit dem dazugehörigen PIN ohne Wissen und Einwilligung 

der Privatklägerin an UBS-Bancomaten eingesetzt habe. Dadurch sei der Privat-

klägerin ein Schaden von insgesamt Fr. 29'013.20 entstanden. Der Beschuldigte 

habe dabei in der Absicht gehandelt, die bezogenen Geldbeträge unberechtigter-

weise für eigene Bedürfnisse zu verwenden. 

Beweismässig zu klären ist heute, ob die grundsätzlich unbestrittenen Bezüge 

tatsächlich unberechtigt erfolgten sowie wer die Bezüge getätigt hat. Die Vo-

rinstanz hat in ihrem Urteil die für den Schuldnachweis massgebenden Grundsät-

ze der Beweiswürdigung korrekt wiedergegeben (vgl. Urk. 53 S. 16 f.), worauf 

verwiesen werden kann. 

Soweit die Staatsanwaltschaft in prozessualer Hinsicht geltend macht, die Aus-

sagen von C._____, der Ehefrau des Beschuldigten und Schwester der 

Privatklägerin, bei der Polizei seien trotz ihrer Aussageverweigerung im Rahmen 

der Konfrontationseinvernahme vom 10. Dezember 2021 aber entgegen der An-

sicht der Vorinstanz vollumfänglich verwertbar (Urk. 54 S. 4 f.), kann dies vor-

liegend offen bleiben, da C._____ gegenüber der Polizei keine Aussagen 

gemacht hat, die den Beschuldigten über das, was er selbst eingestanden hat, 

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belasten. Vielmehr sagte sie, indem sie gewisse Bezüge für sich reklamierte, zu 

seinen Gunsten aus, was in allen Konstellationen verwertet werden darf. 

3.2. Der Beschuldigte anerkannte bereits in seiner ersten polizeilichen Einver-

nahme am 6. November 2020, dass er für die Privatklägerin Bargeldbezüge getä-

tigt habe, sie habe ihn aber dazu beauftragt. Sie habe ihm nicht sagen wollen, wo-

für sie das Geld brauche und ihm gedroht zu erzählen, dass er sie beklaue, wenn 

sie ihm das Geld nicht bringe. Zudem betreibe sie Morphinmissbrauch, wegen der 

Schmerzen. Dies führe auch dazu, dass sie Sachen vergesse (Urk.6/1/1 S. 1 f.). 

Er habe Karten für das UBS- und das ZKB-Konto gehabt, bei sich im Portmonee, 

und jeweils geschaut, wo Geld vorhanden war, weil es sonst von der Pensi-

on/Rente nicht genügt habe. Heute habe er nichts mehr von ihr, er habe ihr im 

Mai 2020 Schlüssel, alles gegeben. Sie habe ihn wohl angezeigt um ihrem 

Freund nicht sagen zu müssen, wofür sie das Geld brauche (ebenda S. 5 f.). Auf 

Vorlage der konkreten Bankbezüge erklärte er, er sei noch nie im D._____ [Ort] 

gewesen. Er habe Geld von der UBS genommen, weil sie es verlangt habe. Wenn 

noch Geld zur Verfügung gewesen sei, habe er weiteres Geld genommen, um 

Rechnungen zu bezahlen, er habe es nicht für sich genommen (ebenda S. 7). 

Diese Darstellung deckt sich mit den Angaben von C._____, der Ehefrau des 

Beschuldigten und Schwester der Privatklägerin, bei der Polizei am 4. Dezember 

2020 (Urk. 6/3/1). Sie bestätigte, dass der Beschuldigte jeweils Bargeld bezogen 

habe, wenn die Privatklägerin ihm dazu den Auftrag gegeben habe. Auch sie 

selbst habe über viele Jahre eine Vollmacht der Privatklägerin gehabt. Das sei für 

das CS- [recte wohl ZKB-] und das UBS-Konto gewesen, bevor Frau E._____ 

[E._____, vgl. Urk. 6/3/4] gekommen sei. Auch danach habe ihre Schwester ihr 

wieder eine Vollmacht geben wollen, sie habe aber abgelehnt. Ihre Schwester 

habe nie sagen wollen, wofür sie das vom Beschuldigten abgehobene Geld 

brauche. Die Euro-Bezüge seien für die Ferien gewesen, so sei die Privatklägerin 

den ganzen Dezember 2019 mit ihr in Italien in den Ferien gewesen. Vorgängig 

hätten der Beschuldigte und die Privatklägerin zusammen ca. 1'000.– Euro 

abgehoben, das sei vermutlich in F._____ gewesen, da es in der Nähe ihres 

Wohnortes in G._____ sei. Sie hätten vom UBS-Konto Geld für die Ferien 

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genommen, für Steuern oder für Rechnungen, das habe die Privatklägerin 

gewusst. Die Bezüge im D._____ habe sie, C._____, gemacht, sie habe eine 

Karte gehabt. Diese Bezüge habe sie gemacht für Rechnungen, die hätten 

bezahlt werden müssen. Nach Frau E._____ habe sie nichts mehr mit dem Geld 

gemacht, weshalb sie auch keine Vollmacht mehr gewollt habe. Sie habe auch 

immer wieder gesagt, dass der Beschuldigte mit der Privatklägerin auf die Bank 

gehen solle. Wenn diese ihm aber gesagt habe, dass er ihr Assistent sei und er 

das für sie machen müsse, habe er es gemacht. Sie habe nicht häufig Geld 

abgehoben. In den Ferien, wenn sie mehr Ausgaben gehabt habe, wie Steuern 

etc. Wenn sie (die Privatklägerin) es nicht geschafft habe, mit ihrem Lohnkonto. 

Dann sei sie (die Schwester) es holen gegangen und habe ihr die Zahlungen 

gemacht. Sie habe die Rechnungen nach Hause genommen, habe die 

Rechnungen gemacht. Sei das Geld bei der Bank abholen gegangen und habe es 

dann bei der Post eingezahlt. Zum Beispiel hätten sie 2019 einen neuen 

Kühlschrank gekauft für Fr. 2'000.–. Sie hätten bei der UBS nur Geld abgehoben, 

wenn Rechnungen zu bezahlen gewesen seien und ihre Schwester diese mit 

ihrem Lohn nicht habe bezahlen können. Von der Privatklägerin sei sie nie auf 

diese Bezüge angesprochen worden. Nach dieser E._____ (E._____) habe sie 

keine Karte mehr gehabt. Den Brief (Urk. 6/2/3 Beilage 2) habe sie geschrieben, 

nachdem die Privatklägerin ihr einen Brief geschrieben habe. Persönlich 

angesprochen bezüglich dem Geld habe diese sie aber nie. Die Privatklägerin 

habe sie am 6. Mai 2020 in einem Brief beschuldigt. Sie habe zurückgeschrieben, 

dass sie nichts habe, womit sie Geld abheben könne. Ihre Schwester sei ihrer 

Meinung nach früher morphinsüchtig gewesen. Sie habe Morphin versteckt bzw. 

gehortet. Als die Spitex alles weggenommen habe, habe die Privatklägerin 

gedroht, sich umzubringen. Sie sei dann in eine Klinik gekommen. Dann sei diese 

E._____ gekommen, mit dieser sei es auch nicht wirklich gut gegangen, weshalb 

die Privatklägerin ins Spital gekommen sei. Sie sei dann nach H._____ 

gekommen für drei bis vier Wochen, wo sie einen teilweisen Morphin-Entzug 

gemacht habe. Der Beschuldigte habe sie in H._____ betreut. November und 

Dezember 2019 sei es mit der Schwester sehr gut gegangen, sie (C._____) habe 

ihr Morphintropfen gegeben. Es sei dann einige Zeit gut gegangen, bis die 

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Privatklägerin durchgesetzt habe, dass sie wieder Morphin erhalte. Im Februar 

2020 habe sie drei Spritzen pro Tag erhalten, die Spitex habe ihr dann gekündigt, 

weil es mit dem Morphin zu Unregelmässigkeiten gekommen war. Wann das 

zeitlich gewesen sei, wisse sie nicht (Urk. 6/3/1 S. 1 ff.). 

3.3. Entgegen diesen übereinstimmenden Angaben machte der Beschuldigte 

im späteren Verfahren und in offensichtlichem Bestreben, seine Ehefrau zu 

schützen, geltend, er allein habe sämtliche Bezüge getätigt, jedoch immer mit 

Einwilligung der Privatklägerin. So führte er am 30. August 2021 aus, er habe 

2016, als er angefangen habe als Assistent der Privatklägerin zu arbeiten, die 

Bankkarten erhalten. Sie sei in der Klinik auf der Intensivstation gewesen und 

dann nach H._____ verlegt worden, dann habe er wieder die Bankkarte erhalten, 

weil sie diese weggenommen gehabt habe. Die Abhebungen ab 2016 seien im-

mer mit Einverständnis der Privatklägerin gewesen und er habe ihr immer die 

Quittungen gegeben. Er habe ihr danach immer die Karte zurückgeben wollen, sie 

habe sie aber nicht zurück gewollt, sondern gesagt, er solle sie behalten, da er ihr 

Assistent sei. Von 2013 bis 2015 habe seine Ehefrau Geld abgehoben für die Pri-

vatklägerin, sie habe die Bankkarte gehabt. Er habe die Karte von seiner Ehefrau 

erhalten und auch den PIN-Code. Dies mit Erlaubnis der Privatklägerin. Er habe 

alle Bezüge auf der Liste getätigt. Die Privatklägerin habe gesagt, er dürfe nie-

mandem etwas von den Bezügen sagen, auch nicht seiner Ehefrau. Sie habe ihm 

nicht gesagt, wofür sie das Geld brauche, er habe aber herausgefunden, dass sie 

einen Sack voller Morphium in der Schublade gehabt habe. Vielleicht habe sie 

das Geld jemandem gegeben, um Morphium zu kaufen. Auf Vorhalt, seine Ehe-

frau habe ausgesagt, sie habe die Bezüge im D._____ getätigt, erklärte er – im 

Widerspruch zur früheren Aussage – sie sei dabei gewesen, aber er habe den 

Bezug gemacht (Urk. 6/1/2 S. 2 ff.). Weiter erklärte er, dass von Mai bis Septem-

ber 2019 E._____ (E._____) die Assistentin gewesen sei. Da habe er Karten und 

Schlüssel zurückgeben müssen. Im Oktober 2019 habe ihn die Privatklägerin 

aber angefleht, wieder zurückzukehren. Die Privatklägerin sei auf der Intensivsta-

tion gelandet und habe nichts mehr gegessen. Dann sei sie nach H._____ zur Kur 

gegangen, er sei dann zwei Wochen dort gewesen, um sie zu unterstützen. Am 

19. April 2020 habe sie ihn dann erneut rausgeschmissen. Wegen des Datums 

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sei er sich sicher, weil er sich am Handgelenk verletzt gehabt habe (a.a.O. 

S. 8 f.). Vor Vorinstanz erklärte er, eine ZKB-Karte dauerhaft auf sich gehabt und 

unter anderem für Einkäufe in der Migros benutzt zu haben. Die UBS-Karte habe 

ihm die Privatklägerin situativ gegeben, um Geld abzuheben. Er habe die UBS-

Karte immer von der Privatklägerin erhalten. Dass er bei der Staatsanwaltschaft 

gesagt habe, er habe sie von seiner Ehefrau erhalten sei gewesen, weil er scho-

ckiert gewesen sei. Im Mai 2019 sei er weggeschickt worden, weil die Privatkläge-

rin ihre Badminton-Lehrerin als Assistentin gewollt habe. Da habe er ihr alles zu-

rück gegeben, Schlüssel und ZKB-Karte. Die UBS-Karte habe aber die Privatklä-

gerin gehabt. Angesprochen auf den Brief vom 8. Mai 2020 erklärte er, sie hätten 

nicht gewusst, welches Konto gemeint gewesen sei. Sie habe gesagt, es sei ein 

Konto, das ihr ihr Vater überlassen habe. Aber sie wüssten nichts davon. Auf 

Nachfragen erklärte er überdies, er und seine Frau seien Geld abholen gegangen. 

Einige Male sei seine Ehefrau auch alleine Geld abheben gegangen, aber er erin-

nere sich nicht an die Daten. Mit der ZKB-Karte sei er nie Bargeld abheben ge-

gangen (Urk. 36 S. 4 ff.). 

3.4. Die Privatklägerin selbst äusserte sich hinsichtlich der entscheidenden 

Frage der Verfügungsberechtigung betreffend die fragliche UBS-Bankkarte un-

zuverlässig und widersprüchlich. So erklärte sie bei ihrer ersten Einvernahme am 

18. Mai 2020, dass es ihres Wissens keine Bankkarte betreffend das UBS-Konto 

gebe bzw. sie nie eine gehabt habe (Urk. 6/2/1 S. 2), was im klaren Widerspruch 

zur Auskunft der UBS vom 13. Juli 2020 steht, dass für dieses Konto am 12. Juli 

2012 eine Karte aus- und der Privatklägerin an ihre Privatadresse zugestellt und 

in der Folge drei Mal (ebenfalls durch Zustellung an ihre Privatadresse) erneuert 

worden sei (Urk. 3/1). Am 21. September 2020 sagte sie dann neu aus, dass sie 

wisse, dass sie einmal eine UBS-Karte gehabt habe (Urk. 6/2/2 S. 4). Am 

22. September 2021 erklärte sie, dass sie die UBS-Karte immer im Portmonee 

aufbewahrt und die Bankkarte beim Einrichten des E-Banking (mithin am 

21. April 2020) gesucht, aber nicht gefunden habe (Urk. 6/2/3 S. 6). In einem 

anderen Zusammenhang führte die Privatklägerin jedoch an, dass sie mit ihrer 

Assistentin nach dem Mai 2019 Geld vom UBS-Konto bezogen habe, sie sich 

gegenüber der Bank aber mit dem Ausländerausweis legitimiert habe (Urk. 37 

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S. 7). Gemäss den Kontoauszügen kann es sich dabei einzig um den 11. Juli 

2019 handeln, als (ohne Bankkarte) am Schalter der UBS F._____ Fr. 200.– 

Bargeld bezogen wurde (Urk. 3/3; Kontoauszug 2019 S. 3). In Zusammenhang 

mit diesem Bargeldbezug am Schalter musste der Privatklägerin jedenfalls bereits 

aufgefallen sein, dass sie nicht über die Bankkarte verfügte. Offenbar liess sie die 

damals aktive Karte Nr. 1 hernach sperren, denn am 23. November 2019 war eine 

andere Karte aktiviert (Karten-Nr. 2, vgl. Urk. 3/3) und zwischen dem 

28. Mai 2019 und dem 23. November 2019 sind keine weiteren Bezüge zu 

verzeichnen. Anlass für weitere Abklärungen sah sie dannzumal – trotz 

entsprechender Warnhinweise der Bankangestellten (Urk. 6/2/3 S. 10 und 

Urk. 6/3/4 S. 8) – aber nicht. 

Irritierend erscheint weiter, dass die Privatklägerin zunächst kategorisch 

verneinte, dass irgendeiner der in der Anklageschrift aufgeführten Geldbezüge mit 

ihrem Wissen und Einverständnis erfolgt sei und sie auch nie dem Beschuldigten 

oder ihrer Schwester den PIN-Code bekannt gegeben habe (vgl. auch Urk. 37 

S. 4), aber auf Nachfragen angab, dass sie, wenn sie Geld gebraucht habe, ihnen 

die Karte gegeben habe und dann hätten sie sie wieder zurückgetan (ebenda 

S. 8) bzw. dass immer, wenn ihr Geld gebracht worden sei, man ihr die Karte aus 

dem Portmonee genommen, Geld abgehoben und ihr dann die Karte 

zurückgegeben habe (S. 11). Ähnlich erklärte sie bereits am 22. September 2021 

bei der Staatsanwaltschaft, dass "beispielsweise" wenn Geld für die Ferien 

benötigt worden sei, diese Karte von ihr genommen und wieder in ihr Portmonee 

zurückgelegt worden sei (Urk. 6/2/3 S. 8). Auf den Vorhalt der vorherigen 

Aussage, wonach sie die Bankkarte aus ihrem Portmonee Drittpersonen 

überlassen habe, um Gelder "beispielsweise" für Ferien zu beziehen, gab die 

Privatklägerin an, dass sie den Ablauf dieser Geldbezüge nicht erklären könne, 

zumal sie nicht dabei gewesen sei. Das sei aber "fast nie oder vielleicht nie" 

gewesen, sie könne sich an einmal erinnern, dass "es" vorgekommen sei, aber da 

sei sie beim Bezug nicht dabei gewesen (Urk. 6/2/3 S. 8). Diese Aussagen 

betreffend die Nutzung der Bankkarte durch Dritte in ihrer Abwesenheit sind 

offensichtlich widersprüchlich und nicht nachvollziehbar, zumal sowohl 

beispielhaft die Ferien erwähnt werden, was mehrfaches Überlassen der 

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Bankkarte impliziert, als auch behauptet wird, dass es "vielleicht nie" dazu 

gekommen sei, dass die Bankkarte Dritten überlassen worden sei.  

Exemplarisch für das widersprüchliche Aussageverhalten der Privatklägerin kann 

auf ihre Depositionen der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 22. Sep-

tember 2021 verwiesen werden (Urk. 6/2/3 S. 7 f.). Im Laufe der Befragung gibt 

die Privatklägerin zunächst an, sie sei ganz sicher, dass keine der 80 

Bancomaten-Bezüge vom 3. März 2013 bis 21. April 2020 von ihr in Auftrag 

gegeben worden seien. Anschliessend verneint sie, dem Beschuldigten oder ihrer 

Schwester jemals die UBS-Bankkarte gegeben zu haben, um dem aber 

anzufügen, dass sie die Karte in ihrem Portmonee aufbewahrt habe, diese aber 

"vor ihr" genommen und zurückgelegt worden sei, wenn Geld "beispielsweise" für 

Ferien benötigt worden sei. Kurz darauf macht sie geltend, dass sie sich nicht 

erinnern könne, ob sie die Karte an den Beschuldigten oder ihre Schwester 

gegeben habe, um bei der nächsten Frage, als sie betreffend den Ablauf von 

Geldbezügen für die Ferien gefragt wird, anzugeben, dass sie sich an einmal 

erinnern könne, aber sie betreffend den Ablauf nichts sagen könne, da sie beim 

Bezug nicht dabei gewesen sei. Auf Vorhalt der Aussage von C._____, wonach 

sie für die Privatklägerin Geld abgeholt habe um "Steuerrechnungen etc." zu 

bezahlen, gab die Privatklägerin an: "Das war ein paar Mal, als sie die Karte 

zusammen mit mir rausgenommen und wieder reingetan hatte. Das war aber vor 

langer Zeit." Auch in diesem Zusammenhang relativierte die Privatklägerin ihr 

zuvor kategorisches Verneinen des Überlassens der Bankkarte an Dritte deutlich, 

ohne aber gleichzeitig definieren zu können, welche der einzelnen Bezüge somit 

eben doch befugterweise erfolgten und bei welchen dies (weiterhin) keinesfalls 

der Fall sein konnte. 

Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung erklärte die Privatklägerin, wie 

bereits erwähnt, dass ihre Schwester für sie Geld abgehoben haben in der Zeit, 

als es ihr schlecht gegangen sei, das sei "in der Zeit vor Frau E._____ und in der 

Zeit danach" gewesen, es habe sich um eine lange Zeitspanne gehandelt. Es sei 

vorgekommen, dass "man" die Karte aus ihrem Portmonee genommen habe, 

Geld bezogen habe und die Karte zurückgelegt habe. Irgendwann sei die Karte 

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dann "weggekommen". Wie oft es zu solchen Bezügen gekommen sei, wisse sie 

nicht mehr. Dies deutet darauf hin, dass die Bankkarte anlässlich verschiedener 

Gelegenheiten an Drittpersonen übergeben wurde, um Gelder (in Abwesenheit 

der Privatklägerin) zu beziehen. Zu Beginn der Ermittlungen behauptete die 

Privatklägerin auch, sie gehe mit "keiner Person" an den Bancomat, schon wegen 

des Codes nicht (Urk. 6/2/2 S. 2), was ebenfalls eigenartig und widersprüchlich 

erscheint mit Blick auf die späteren Anerkennungen, die Bankkarte zeitweise Drit-

ten überlassen zu haben, womit zwangsläufig die Bekanntgabe des PIN-Codes 

einhergeht. 

Die Ausführungen der Privatklägerin hinsichtlich der Existenz der Karte bzw. ihr 

Wissen über deren jeweiligen Einsatz und Verbleib stehen damit in mehrfacher 

Hinsicht in Widerspruch zueinander und sind damit wenig verlässlich. Im Grunde 

ist damit einzig erstellt, dass es – in Übereinstimmung mit der Darstellung des 

Beschuldigten und seiner Ehefrau – tatsächlich wiederholt zu autorisierten 

Bargeldbezügen ab dem UBS-Konto kam, wobei die Privatklägerin aber nicht in 

der Lage ist, klare Angaben zu einzelnen Bezügen zu machen, zumal ihre 

Erinnerungen gemäss eigener Zugabe nicht gänzlich vertrauenswürdig sind. So 

erklärte sie bei der Staatsanwaltschaft, angesprochen auf derartige 

Widersprüche, explizit, es habe im Mai 2020 eine kleine Verwirrung ihrerseits 

gegeben. Das könne es geben, wegen den starken Schmerzen und wenn es 

schnell gehe (Urk. 6/2/3 S. 6). In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, 

dass sie E._____ nach deren Anstellung im Oktober 2019 verschiedener Delikte 

bezichtigte, was sich jedoch in der Folge als derart faktenfrei entpuppte, dass die 

Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahmeverfügung erliess, zumal die 

Privatklägerin auch ihren Strafantrag zurückgezogen hatte, da sie schlicht nicht 

mehr wisse, was genau geschehen sei (vgl. Beizugsakten C-

7/2020/10033582/Urk. 12). 

3.5. Zum unstreitig vorhandenen ZKB-Konto (bzw. Konten), von welchem der 

Beschuldigte während seiner Anstellung gemäss eigenen Aussagen dauerhaft 

über eine Karte verfügte, wurden keine Abklärungen gemacht, womit weder 

geklärt werden kann, ob die Abhebungen vom UBS-Konto jeweils bei tiefem ZKB-

-   15   - 

Kontostand erfolgten (wie vom Beschuldigten und seiner Ehefrau geltend 

gemacht) noch ob dortige Kontobewegungen den Rückschluss darauf erlauben, 

woher der Bargeldbedarf für die Lohnzahlungen des Beschuldigten gedeckt 

wurde. Dass dieser aber einem gewissen Zeitpunkt bar übergeben wurde, haben 

sowohl der Beschuldigte als auch die Privatklägerin ausdrücklich bestätigt 

(Urk. 6/1/1 S. 4 und Urk. 6/2/2 S. 4). Auch die Bewegungen auf allfälligen 

Bankkonten des Beschuldigten und seiner Ehefrau wurden nicht erhoben, obwohl 

sich daraus allenfalls Hinweise auf mit den Bezügen konnexe Einzahlungen 

hätten ergeben können.  

Sodann ist den Akten zu entnehmen, dass die Privatklägerin Ende 2019, zur Zeit 

ihres Rehaaufenthaltes in H._____ effektiv im Rahmen einer chronischen 

Schmerzstörung morphinabhängig war (Urk. 3/10 S. 1 und 2), wie vom Beschul-

digten wiederholt geltend gemacht. Dies mag den von der Privatklägerin rekla-

mierten schlechten Zustand und ihr unzuverlässiges Erinnerungsvermögen zu er-

klären, schwächt aber die Beweisführung deutlich. 

3.6. Im Sinne eines Zwischenfazits kann deshalb bereits an dieser Stelle fest-

gehalten werden, dass keineswegs sämtliche Bezüge ab 2016 – so wie in der 

Anklageschrift geltend gemacht – unbefugt erfolgten, gestand die Privatklägerin 

doch ein, dass sowohl der Beschuldigte während der Zeit seiner Anstellung als 

auch ihre Schwester (diese offenbar auch bereits früher bzw. unabhängig von der 

Anstellung des Beschuldigten) mit ihrem Wissen und Einverständnis Abhebungen 

tätigten. Dass es gar nicht anders gewesen sein kann, erhellt – neben den dies-

bezüglichen Zugaben der Privatklägerin – auch daraus, dass die UBS-Bankkarte 

Nr. 1 wie bereits erwähnt ca. im Juli 2019, nachdem E._____ mit der 

Privatklägerin auf der UBS-Filiale vorgesprochen hatte, gesperrt und an die 

Adresse der Privatklägerin die neue Karte Nr. 2 zugestellt worden war (Urk. 3/1 

und 3; vgl. auch Urk. 6/3/4 S. 9). Mit dieser Karte wurden sodann ab November 

2020, als wieder der Beschuldigte als Assistent wirkte, Bezüge getätigt, was nur 

möglich war, wenn die Privatklägerin ihm die Karte zu diesem Zweck (erneut) 

übergeben hatte, wobei die Privatklägerin ja auch bestätigte, dass vor und nach 

E._____ die Karte mit ihrem Einverständnis benützt worden war (Urk. 37 S. 11). 

-   16   - 

Kommt hinzu, dass auch der nachfolgende Bezug von 800 Euros am 

6. Dezember 2019, der Zeit als Ferien mit dem Ehepaar B._____C._____ in 

Italien anstanden, die diesbezügliche Darstellung der B._____C._____s bestätigt.  

Welche Bezüge im Einzelnen nun aber mit Erlaubnis und welche – sofern es sol-

che überhaupt gab – ohne ihr Wissen und auch nicht in ihrem Interesse (bspw. 

zur Bezahlung offener Rechnungen) geschahen, lässt sich für die Vergangenheit 

bzw. die Zeit, als der Beschuldigte als Assistent der Privatklägerin angestellt war, 

vor diesem Hintergrund nicht rechtsgenügend feststellen, zumal selbst bei siche-

rer Kenntnis über einzelne unbefugte Abhebungen noch zu klären wäre, ob diese 

jeweils vom Beschuldigten oder seiner Ehefrau vorgenommen worden waren, 

welcher Beweis nicht zu erbringen ist. Daran ändert auch nichts, dass der Be-

schuldigte und seine Ehefrau mit Schreiben vom 8. Mai 2020 geltend machten, 

keine Mittel für Bankbezüge zu haben sowie nichts von einem Konto, das der 

Privatklägerin von ihrem Vater überlassen worden war, zu wissen (Urk. 6/2/3 Bei-

lage 2). Wie dem dieser Antwort vorangehenden, bei den Akten liegenden 

Schreiben der Privatklägerin zu entnehmen ist, nannte sie in ihrer Anschuldigung 

nicht konkret ihr UBS-Konto als Basis unrechtmässiger Bezüge, sondern sprach 

vielmehr von einem Konto, das ihr Vater und Mutter vermacht hätten (Urk. 3/11 

"IL CONTO CHE MAMMA E PAPA' MI AVEVANO LASCIATO E' STATO SVUO-

TATO COMPLETAMENTE."). Auf letzteres bezieht sich die aktenkundige Antwort, 

womit durchaus nachvollziehbar erscheint, wenn C._____ und der Beschuldigte 

Kenntnis eines bzw. Verfügungsmacht über ein solches weiteres Konto abstrei-

ten. Ob sie das auch gemacht hätten, wenn ihnen konkret vorgeworfen worden 

wäre, das UBS-Konto geleert zu haben, muss offen bleiben, würde aber nichts an 

der für eine Verurteilung des Beschuldigten ungenügenden Beweislage ändern. 

Ebenso wenig kann aus dem bei den Akten liegenden Arbeitsvertrag des Be-

schuldigten (Urk. 3/8), welcher Geldbezüge nicht unter den Aufgaben des Assis-

tenten aufführt, auf Gegenteiliges geschlossen werden. Ohnehin überzeugt jener 

Vertrag inhaltlich wenig, enthält er doch nicht nachvollziehbare Datumsangaben 

betreffend Beginn und Anpassung des Arbeitsverhältnisses und wurde er vor al-

lem erst per 30. März 2020 unterzeichnet, womit daraus für die Zeit ab 2016 bis 

Ende März 2020 ohnehin nichts abgeleitet werden kann. Schliesslich kann auch 

-   17   - 

daraus, dass E._____ und I._____ aussagten, sie selbst hätten im Rahmen ihrer 

Assistenz-Anstellung keine Abhebungen getätigt, nichts zulasten des Beschuldig-

ten abgeleitet werden. Einerseits wollte die Privatklägerin gemäss Aussagen von 

E._____ dieser offenbar eine Bankkarte (allerdings für das ZKB-Konto) aushändi-

gen (Urk. 6/3/4 S. 6), was diese jedoch ablehnte. Anderseits ist mit der Verteidi-

gung (vgl. Urk. 78 S. 11) auch festzuhalten, dass die Anstellungsverhältnisse mit 

E._____ und I._____ nicht mit demjenigen mit dem Beschuldigten zu vergleichen 

sind, da den Beschuldigten und die Privatklägerin auch familiäre Bande 

verbinden, indem er als Schwager mit der Schwester, die sich bereits seit Jugend-

tagen um die behinderte Privatklägerin kümmert, verheiratet ist und das Paar die 

Privatklägerin auch regelmässig mit sich in die Ferien nahm, gemeinsam die 

Feiertage verbrachte und vieles mehr, was eindeutig über eine rein berufliche 

Beziehung hinausgeht.  

Mithin hat hinsichtlich der grossen Mehrheit der Bezüge ein Freispruch zu erge-

hen, da weder rechtsgenügend festgestellt werden kann, dass sie vom Beschul-

digten (und nicht von seiner Ehefrau) getätigt wurden, noch dass sie unbefugt, al-

so nicht im Auftrag und Nutzen der Privatklägerin erfolgten. 

Bleibt zu prüfen, ob wenigstens für die Bezüge vom 14. und 28. Mai 2019, als der 

Beschuldigte gemäss übereinstimmenden Angaben sämtlicher Befragten ein 

erstes Mal entlassen und an seiner Stelle E._____ als Assistentin eingestellt wor-

den war, und am 21. April 2020, wo nachweislich der Beschuldigte das Geld be-

zogen hatte (Urk. 3/1, edierte Videoüberwachungsaufnahmen), der Beweis einer 

deliktischen Handlung geführt werden kann.  

3.7. Anfang Mai 2019 kam es gemäss übereinstimmenden Aussagen der Pri-

vatklägerin, des Beschuldigten, seiner Ehefrau sowie von E._____ zu einem Zer-

würfnis, in dessen Zusammenhang die Privatklägerin dem Beschuldigten die An-

stellung aufkündigte und Schlüssel sowie die ihm dauerhaft überlassenen Bank-

karten zurückforderte. Im Laufe des Streits gaben denn auch der Beschuldigte 

und seine Ehegattin der Privatklägerin (mehrere) Bankkarten zurück. Am nächs-

ten Morgen erschien der Beschuldigte in der Wohnung der Privatklägerin und 

nahm seine persönlichen Gegenstände mit, wobei er gegenüber der Privatkläge-

-   18   - 

rin "No Familia" erwähnte (Urk. 6/3/4 S. 4). Es kann damit ohne Weiteres gesagt 

werden, dass es am 7. bzw. 8. Mai 2019 zu einem schwerwiegenden Bruch zwi-

schen dem Beschuldigten und der Privatklägerin kam. Welche Bankkarten zu-

rückgegeben wurden, geht aus den Aussagen der anwesenden Personen 

(E._____, der Beschuldigte, die Privatklägerin) nicht hervor, es scheint aber nahe-

liegend, dass es sich dabei um die ZKB-Karte(n) gehandelt hatte (vgl. auch die 

Aussage von E._____, sie meine, die zurückgegebenen Bankkarten seien blau-

weiss gewesen, Urk. 6/3/4 S. 8; so auch der Beschuldigte in Urk. 36 S. 15 f.). 

Aufgrund der weiteren Umstände ist sodann davon auszugehen, dass er oder 

seine Ehefrau Anfang Mai 2019 auch im Besitz der UBS-Karte waren, diese je-

doch von ihnen nicht an die Privatklägerin retourniert wurde. Anders lässt sich 

nicht erklären, dass diese am 11. Juli 2019 beim Bargeldbezug (vgl. Urk. 3/3 Kon-

toauszug 2019 S. 3) nicht die Karte vorwies, sondern sich am Schalter anderwei-

tig legitimierte und in der Folge die Karte auch sperren bzw. sich eine neue aus- 

und zustellen liess. Dass die Privatklägerin den Beschuldigten trotz des kurz zu-

vor mit einiger Heftigkeit ausgetragenen Streits aufgefordert hätte, für sie Geld 

abzuheben und ihm dazu ihre Karte überlassen hätte, erscheint lebensfremd und 

ist auszuschliessen. Allerdings kann nicht erstellt werden, ob er oder seine Ehe-

frau das Geld bezogen haben, auch wenn aufgrund der Bezugsorte vermutet 

werden kann, dass seine Ehefrau den ersten Bezug (an der J.______-Strasse in 

Zürich und damit nahe des D._____s, wo jeweils gemäss eigenen Angaben die 

Ehefrau Geld abhob) und der Beschuldigte den zweiten Bezug (in F.______) ge-

tätigt haben. Diese Unsicherheit wirkt sich zugunsten des Beschuldigten aus, in-

dem ein Schuldspruch auch hinsichtlich dieser zwei Bezüge nicht rechtsgenügend 

begründet werden kann. 

3.8. Bleibt der Bezug am 21. April 2020. Gemäss eigenen Angaben hatte der 

Beschuldigte eine Woche davor einen Fahrradunfall erlitten, weshalb in dieser 

Woche I.______ sich um die Privatklägerin kümmerte. Sodann sei der 

Beschuldigte nach seiner Rückkehr am 19. April 2020 von I.______ und der 

Privatklägerin des Diebstahls beschuldigt und daraufhin entlassen worden 

(Urk. 6/1/2 S. 9 + Beilage 3+4; vgl. auch Urk. 6/2/2 S. 5 und Urk. 6/3/3 S. 5 f.). 

War er aber in der Woche vor dem letzten Bezug gar nicht bei der Privatklägerin 

-   19   - 

am Arbeiten, kann sie ihm auch die Karte nicht übergeben und ihn zum 

Geldbezug beauftragt haben. Auch wenn er selbst die Entlassung auf den 

19. April 2020 datiert, muss dies am oder nach dem 21. April 2020 geschehen 

sein, da die Privatklägerin erst an diesem Tag, als sie mit I.______ das E-Banking 

für das UBS-Konto einrichtete, bemerkte, dass gleichentags (und auch schon an 

früheren Daten) ein Barbezug erfolgt war. Diesen konnte sie sich nicht erklären, 

worauf sie, zumal sie auch die Bankkarte nicht finden konnte, unverzüglich 

Anzeige erstattete (Urk. 1 S. 2), den Beschuldigten mündlich beschuldigte und 

fristlos entliess und sodann ihre Schwester schriftlich zur Rede stellte (Urk. 3/11). 

Hieraus ist unzweifelhaft abzuleiten, dass sie den besagten Bezug vorab nicht 

autorisiert hatte. Wenn der Beschuldigte hierzu geltend macht, sie habe I.______ 

verheimlichen wollen, dass der Beschuldigte für sie Geldbezüge machen musste, 

überzeugt dies nicht. Nicht nur erhellt aufgrund der chronologischen Abfolge – wie 

bereits erwähnt – nicht, wann die Privatklägerin den Beschuldigten zu diesem 

Bezug beauftragt und wann er die Karte abgeholt haben soll, sie hätte – nach 

Entdecken des Bezugs – I.______ zweifellos eine unverfängliche Erklärung 

abgeben können bzw. war sie ihm ohnehin nicht zu Rechenschaft verpflichtet. 

Kommt hinzu, dass sie – im Wissen darum, dass sie den Beschuldigten kurz 

zuvor um einen Barbezug gebeten hatte – wohl kaum I.______ um Hilfe bei der 

Einrichtung des E-Banking für ihr UBS-Konto gebeten hätte, wenn sie ihm diese 

Bezüge hätte verheimlichen wollen. Schliesslich wurde von keiner Seite je geltend 

gemacht, dass der Beschuldigte der Privatklägerin Geld und Bankkarte in der 

Folge zurückgegeben oder in ihrem Interesse verwendet hätte; soweit der 

Beschuldigte im Nachgang (beispielsweise) unaufgefordert noch Verpflichtungen 

der Privatklägerin gegenüber Dritten beglichen hätte, so hätte er diesen 

ungewöhnlichen Umstand in seinen Depositionen erwähnt. 

Damit erweist sich der Bezug vom 21. April 2020 über Fr. 750.– als nicht von der 

Privatklägerin in Auftrag gegeben und auch nicht als in ihrem Interesse verwen-

det. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte das Geld für sich 

und/oder seine Ehefrau verwendete, wobei er die Karte nach früheren, unwider-

legbar berechtigten Bezügen einbehalten, anstatt der Privatklägerin retourniert 

-   20   - 

hatte. Bei dieser Sachlage ist in subjektiver Hinsicht von einem wissentlich und 

willentlich unbefugten Bezug auszugehen, mithin von vorsätzlichem Verhalten. 

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Gemäss Art. 147 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 

Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu 

bereichern, durch unrichtige, unvollständige oder unbefugte Verwendung von 

Daten oder in vergleichbarer Weise auf einen elektronischen oder vergleichbaren 

Datenverarbeitungs- oder Datenübermittlungsvorgang einwirkt und dadurch eine 

Vermögensverschiebung zum Schaden eines andern herbeiführt oder eine 

Vermögensverschiebung unmittelbar darnach verdeckt.  

Die vorliegend zu beurteilende Verwendung einer Bankkarte durch den dafür 

Nichtberechtigten entspricht gerade dem typischen Anwendungsfall von Art. 147 

StGB (vgl. BGE 129 IV 315 E. 2.2.1). Nach Auffassung des Bundesgerichts erfüllt 

diesen Tatbestand auch, wer zwar einzelfallweise von einem anderen die 

Erlaubnis hat, mit dessen Bankkarte und PIN Geld abzuheben, dann aber ohne 

Erlaubnis des Karteninhabers weitere Bezüge tätigt. Diese weiteren Bezüge 

erfolgen dann «unbefugt» (Entscheid 6B_606/2015 vom 7. Oktober 2015, E. 3.4; 

BSK StGB-Fiolka, 2019, Art. 147 N 12). 

4.2. Wie gesehen bezog der Beschuldigte am 21. April 2020 mit der Bankkarte 

und dem PIN-Code der Privatklägerin vorsätzlich Fr. 750.–, ohne dass ihn die 

Privatklägerin dazu autorisiert hat. Entsprechend ist er wegen betrügerischen 

Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB 

schuldig zu sprechen.  

5. Strafzumessung und Vollzug 

5.1. Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es be-

rücksichtigt dabei das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wir-

kung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden 

wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-

guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des 

-   21   - 

Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 

Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 

(Art. 47 Abs. 2 StGB). Der Begriff des Verschuldens muss sich auf den gesamten 

Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen, wobei im Einzelnen 

zwischen der Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden ist. 

5.2. Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage wird mit Frei-

heitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 147 Abs. 1 StGB).  

5.3. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere ist zu konstatieren, dass es sich um 

eine eher geringe Summe handelte, die der Beschuldigte unrechtmässig bezogen 

hat. Die Vorgehensweise des Beschuldigten war äusserst simpel, zumal er zu ei-

nem früheren Zeitpunkt berechtigterweise in den Besitz von Bankkarte und PIN-

Code kam. Des Weiteren unternahm der Beschuldigte auch nichts, um seine 

Identität im Rahmen des unberechtigten Bezugs zu verschleiern. Allerdings wiegt 

der Vertrauensbruch gegenüber seiner Arbeitgeberin und Schwägerin schwer, 

welche ihm offensichtlich derart vertraute, dass sie nicht konsequent nachkontrol-

lierte, ob er ihr nach autorisierten Bezügen die Bankkarte jeweils auch wieder re-

tournierte. Trotzdem ist die objektive Tatschwere als leicht einzustufen. Mit Bezug 

auf die subjektive Tatschwere ist mangels Geständnis des Beschuldigten ein fi-

nanzielles Bereicherungsmotiv anzunehmen, welches tatbestandsimmanent ist. 

Er handelte zudem vorsätzlich, weshalb die subjektive Komponente die objektive 

nicht zu relativieren vermag und insgesamt von einem leichten Verschulden zu 

sprechen ist. Die Einsatzstrafe ist damit auf 20 Tagessätze Geldstrafe festzuset-

zen. 

5.4. Bezüglich der Täterkomponente ist zu erwähnen, dass der Beschuldigte 

mit drei Jahren in die Schweiz zog und bis zur 9. Klasse die Schule besuchte. Er 

arbeitete als Masseur, Sicherheitsbeamter, Privatchauffeur und Autoaufbearbeiter 

(Urk. 16/4 S. 1). Gegenwärtig lebt der Beschuldigte wieder in Italien, wo er seinen 

Lebensunterhalt gemäss Auskunft der Verteidigung wohl aus dem Vermögens-

verzehr aus dem Verkauf seiner schweizerischen Liegenschaft bestreitet; man-

gels anderslautender Informationen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte 

weiterhin arbeitslos ist (Prot. II S. 11). Der Beschuldigte ist seit dem Jahr 2009 mit 

-   22   - 

der Schwester der Privatklägerin verheiratet und hat keine Kinder (Urk. 16/4 S. 1). 

Er ist nicht vorbestraft (Urk. 70). Die Biografie des Beschuldigten erweist sich als 

strafzumessungsneutral. 

Auch hinsichtlich des Nachtatverhaltens liegen keine strafzumessungsrelevanten 

Aspekte vor, insbesondere kann ihn das Geständnis, Bargeldbezüge getätigt zu 

haben, nicht entlasten, nachdem er gleichzeitig geltend machte, hierzu befugt 

gewesen zu sein. Ohnehin war die Beweislage hinsichtlich des Bezugs vom 

21. April 2020 angesichts der Videoaufnahmen erdrückend. 

5.5. Damit bleibt es auch nach Berücksichtigung der Täterkomponenten bei ei-

ner Geldstrafe von 20 Tagessätzen. Die Tagessatzhöhe ist in Anbetracht des 

Umstandes, dass der Beschuldigte über Vermögen aus dem Verkauf seiner 

schweizerischen Liegenschaft verfügt (Prot. II S. 11) und nunmehr in Italien über 

tiefere Lebenshaltungskosten verfügt auf Fr. 50.– festzusetzen. 

5.6. Vorliegend spricht nichts dagegen, dem Beschuldigten – als Ersttäter – den 

bedingten Vollzug zu gewähren (Art. 42 Abs. 1 StGB). Die Probezeit ist auf zwei 

Jahre festzusetzen (Art. 44 Abs. 1 StGB). Auf eine Verbindungsbusse ist in An-

betracht dessen, dass den Beschuldigten auch Kostenfolgen treffen werden, zu 

verzichten.  

6. Zivilansprüche 

6.1. Das Gericht entscheidet über die anhängig gemachte Zivilklage, wenn es 

die beschuldigte Person schuldig spricht (Art. 126 Abs. 1 lit. a StPO). Soweit es 

ihn frei spricht, ist nur über liquide bzw. hinreichend begründete Forderungen zu 

entscheiden. Andernfalls ist die Zivilklage auf den Zivilweg zu verweisen (Art. 126 

Abs.  lit. a und Abs. 2 lit. b und d StPO). 

6.2. Die Privatklägerin verlangt Schadenersatz von Fr. 29'013.20 zzgl. 5 % Zins 

seit 18. August 2018 (Urk. 40, Urk. 56 sowie Urk. 76 S. 1). Nachdem dem Be-

schuldigten bloss ein einziger, deliktisch getätigter Bezug nachgewiesen werden 

kann, ist die Zivilklage lediglich im Umfang von Fr. 750.– nebst 5 % Zins seit 

21. April 2020 gutzuheissen. Im Übrigen ist die Klage mangels einlässlicher Be-

-   23   - 

gründung bzw. zivilrechtlich liquider Verhältnisse (vgl. Urk. 40 S. 4) wie von der 

Verteidigung beantragt (vgl. Urk. 78 S. 1) auf den Zivilweg zu verweisen (Art. 126 

Abs. 2 lit. b und d StPO). 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

(wozu auch die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Ver-

tretung der Privatklägerin gehören, vgl. die Definition der Verfahrenskosten in 

Art. 422 StPO) werden vom Bund oder dem Kanton getragen, der das Verfahren 

geführt hat, soweit sie nicht der beschuldigten Person auferlegt werden können. 

Letzteres ist der Fall bei einer Verurteilung (Art. 423 und 426 Abs. 1 StPO). Nach 

der Rechtsprechung sind der beschuldigten Person, die bei mehreren 

angeklagten Straftaten nur teilweise schuldig gesprochen, im Übrigen aber 

freigesprochen wird, die Verfahrenskosten grundsätzlich anteilsmässig 

aufzuerlegen. Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr zudem 

die gesamten Kosten auferlegt werden, wenn sie die Einleitung des Verfahrens 

rechtswidrig und schuldhaft bewirkt oder die Durchführung erschwert hat (Art. 426 

Abs. 2 StPO). 

Die Kosten des Berufungsverfahrens sind sodann den Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Auch eine 

im Berufungsverfahren unterliegende Privatklägerin hat demnach die Kosten (evtl. 

anteilig, vgl. Art. 418 Abs. 1 StPO) zu tragen. Wurde der Privatklägerschaft die 

unentgeltliche Prozessführung gewährt, sind die sie treffenden Kosten einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, und ist in analoger Anwendung von Art. 135 

Abs. 4 lit. a StPO die Rückzahlung vorzubehalten (Urteil des Bundesgerichts 

6B_370/2016 vom 16. März 2017 E. 1.2; BGE 141 IV 262 E. 2.2). Zu beachten 

ist dabei allerdings, dass hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung 

mangels Rechtsgrundlage keine Rückzahlungspflicht der Privatklägerschaft be-

steht (BGE 145 IV 90 = Pra 108 Nr. 114). 

7.2. Nachdem heute ein teilweiser Schuldspruch resultiert, ist in Abänderung 

der erstinstanzlichen Kostenfestsetzung für das Hauptverfahren eine Gerichtsge-

-   24   - 

bühr von Fr. 1'800.– festzulegen. Die weiteren Kosten sind aus dem erstinstanzli-

chen Entscheid zu übernehmen. 

Sodann sind dem Beschuldigten die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, mit 

Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertre-

tung der Privatklägerin, zu einem Fünftel aufzuerlegen und im Übrigen auf die Ge-

richtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgelt-

lichen Vertretung der Privatklägerin sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen, unter Vorbehalt der Rückforderung von einem Fünftel der Kosten ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO bzw. Art. 138 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

7.3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 lit. a GebV 

OG auf Fr. 3'150.– festzusetzen. Sodann ist ausgehend von den eingereichten 

Honorarnoten dem amtlichen Verteidiger eine Entschädigung von Fr. 5'600.– und 

dem unentgeltlichen Vertreter der Privatklägerin eine Entschädigung von 

Fr. 3'100.– zuzusprechen (Urk. 77 und Urk. 80; § 17 Abs. 1 lit. a und § 18 Abs. 1 

AnwGebV). 

Im Berufungsverfahren unterliegen die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerin 

mit ihren Berufungen fast vollständig. Entsprechend sind die Kosten, mit Aus-

nahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerin, je zu vier Neunteln der Privatklägerin aufzuerlegen bzw. auf die 

Gerichtskasse zu nehmen und zu einem Neuntel ist der Beschuldigte kosten-

pflichtig zu erklären.  

Zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung ist der Kostenanteil der Privat-

klägerin einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Ebenso sind die Kosten 

der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger-

schaft einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei hinsichtlich der Kos-

ten der amtlichen Verteidigung im Umfang von einem Neuntel die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten vorzubehalten ist. Hinsichtlich der Kosten der unentgelt-

lichen Vertretung der Privatklägerin ist im Umfang von vier Neunteln die Rückzah-

-   25   - 

lungspflicht der Privatklägerin und zu einem Neuntel diejenige des Beschuldigten 

vorzubehalten (vgl. Art. 135 Abs. 4 StPO bzw. Art. 138 Abs. 1 StPO).  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 

2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. (…) 

2. (…) 

3. Der amtliche Verteidiger wird mit CHF 19'160.00 (inkl. Barauslagen und 

MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.  

4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin 1 wird mit CHF 7'075.00 

(inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

5. (…) 

6. (…) 

7. Den Parteien werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig des betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (Bezug vom 

21. April 2020 über Fr. 750.–). 

-   26   - 

Von den weiteren Vorwürfen wird der Beschuldigte freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 

Fr. 50.–.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 750.– zzgl. 5 % Zins 

seit 21. April 2020 als Schadenersatz zu bezahlen. Im Übrigen wird die 

Schadenersatzforderung auf den Zivilweg verwiesen. 

5. Die Gerichtsgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'100.00     Gebühr für das Vorverfahren; 

Fr. 225.00     Entschädigung Zeuge; 

Fr. 19'160.00     amtliche Verteidigung RA Y._____ (inkl. Barauslagen und 
  MwSt); 

Fr. 7'075.00     unentgeltlicher Rechtsbeistand RA X._____ (inkl. Bar-   auslagen und MwSt). 

6. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläge-

rin, werden dem Beschuldigten zu einem Fünftel auferlegt und zu vier Fünf-

teln auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerin werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Im 

Umfang von einem Fünftel der Kosten bleibt die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bzw. Art. 138 Abs. 1 StPO 

i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

-   27   - 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'150.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'600.00   amtliche Verteidigung 

Fr. 3'100.00   unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin. 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin, 

werden im Umfang von einem Neuntel dem Beschuldigten und von vier 

Neunteln der Privatklägerin auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse 

genommen. Der Kostenanteil der Privatklägerin wird zufolge gewährter un-

entgeltlicher Prozessführung einstweilen ebenfalls auf die Gerichtskasse 

genommen, unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 138 Abs. 1 

StPO. 

9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerin werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen 

Vertretung der Privatklägerin bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldig-

ten im Umfang von einem Neuntel vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). So-

dann bleibt hinsichtlich von vier Neunteln der Kosten der unentgeltlichen 

Vertretung der Privatklägerin die Rückzahlungspflicht der Privatklägerin 

vorbehalten (Art. 138 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). 

10. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privat-

klägerschaft 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

-   28   - 

− die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privat-
klägerschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

-   29   - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 21. Juni 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Wenker 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Dharshing 
 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht bezahlt werden. 

Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen 

(Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 

StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

	Urteil vom 21. Juni 2023
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen.
	2. Die Zivilklage der Privatklägerin 1 wird auf den Zivilweg verwiesen.
	3. Der amtliche Verteidiger wird mit CHF 19'160.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin 1 wird mit CHF 7'075.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	5. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kosten betragen:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Sämtliche Kosten, einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Verbeiständung der Privatklägerin 1, werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Den Parteien werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	8. (Mitteilungen)
	9. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1. Aufhebung des Freispruchs gemäss Dispositiv Ziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils vom 8. Juli 2022 und Schuldspruch im Sinne der Anklageschrift vom 6. April 2022 wegen mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne ...
	2. Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten sowie mit einer Busse von CHF 3'000.--.
	3. Gewährung des bedingten Vollzuges der Freiheitsstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Festsetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse.
	5. Verpflichtung zur Zahlung der beantragen Zivilansprüche der Privatklägerschaft.
	6. Vollumfängliche Kostenauflage.
	1. Ziff. 1 und 2 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 2022 (GG220122) seien aufzuheben.
	2. Es sei der Beschuldigte des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen.
	3. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Straf- und Zivilklägerin den Betrag von Fr. 29'013.20 zuzüglich einem Verzugszins von 5 % ab dem 18. August 2018 zu bezahlen.
	4. Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 2022 sei insofern aufzuheben, als die Kosten des Verfahrens der Vorinstanz und der Untersuchung und diejenigen der amtlichen Verteidigung definitiv auf die Gerichtskasse genommen werden.
	Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschuldigten.
	1. Das vorinstanzliche Urteil sei vollumfänglich (insb. auch bezüglich Zivilansprüche) zu bestätigen.
	2. Die Verfahrenskosten des obergerichtlichen Verfahrens seien ausgangsgemäss den Berufungsklägerinnen I (und II) aufzuerlegen.
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Juli 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. (…)
	2. (…)
	3. Der amtliche Verteidiger wird mit CHF 19'160.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Privatklägerin 1 wird mit CHF 7'075.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	5. (…)
	6. (…)
	7. Den Parteien werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	8. (Mitteilungen)
	9. (Rechtsmittel)"
	2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (Bezug vom 21. April 2020 über Fr. 750.–).
	Von den weiteren Vorwürfen wird der Beschuldigte freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 50.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 750.– zzgl. 5 % Zins seit 21. April 2020 als Schadenersatz zu bezahlen. Im Übrigen wird die Schadenersatzforderung auf den Zivilweg verwiesen.
	5. Die Gerichtsgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin, werden dem Beschuldigten zu einem Fünftel auferlegt und zu vier Fünfteln auf die Gerichtskasse ge...
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Im Umfang von einem Fünftel der Kosten bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs....
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin, werden im Umfang von einem Neuntel dem Beschuldigten und von vier Neunteln der Privatklägerin auferlegt u...
	9. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin ...
	10. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft

	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.