# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a4a7914-cbb2-572d-98ae-7443a4b06779
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-03-27
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 1.4.2010 - 31.3.2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 1.4.2010 - 31.3.2011
**Docket/Reference:** DB.2017.141
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2017_141_dz.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2017.141 
1 ST.2017.179 

Entscheid 

 27. März 2018 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Michael Ochsner, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter 
Marcus Thalmann und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

A   A G ,    

vertreten durch B AG,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführerin/ 
Rekurrentin,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,   

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 1.4.2010 - 31.3.2011 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 1.4.2010 - 31.3.2011 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die A AG (nachfolgend die Pflichtige) mit Sitz in der Gemeinde C bezweckt 

die  Überwachung  und  Förderung  der  Geschäftsinteressen  des  Mutterkonzerns  sowie 

verwandter  Gesellschaften  ausserhalb  des  Heimmarkts  sowie  Kauf,  Produktion,  Zu-

sammenstellung  und  Vertrieb  von  Produkten  (…)  sowie  entsprechende  Aktivitäten  im 

Bereich des Urheberrechts. Im Geschäftsjahr 1.4.2010 - 31.3.2011 betrieb sie ihre Ge-

schäftstätigkeiten  zunächst  in  USD  und  CHF.  Im  September  2010  vereinnahmte  sie 

eine Dividende  von USD ……., und per Ende Dezember 2010 veräusserte sie den in 

CHF betriebenen Geschäftsbereich. In ihrer Steuererklärung 1.4.2010 - 31.3.2011 de-

klarierte  sie  einen  Gewinn  von  Fr.  …..-  bei  einem  Beteiligungsabzug  von  92,298%. 

Weiter  machte  sie  für  das  gesamte  Geschäftsjahr  Fremdwährungsverluste  aus  der 

Umrechnung von USD in CHF geltend.  

Das  kantonale  Steueramt  führte  mit  Bezug  auf  die  Steuerperiode  1.4.2010  - 

31.3.2011  eine  steueramtliche  Buchprüfung  durch.  Am  29.  April  2016  versandte  der 

steueramtliche  Revisor  gestützt  auf  seine  Erkenntnisse  erste  Einschätzungsvorschlä-

ge. Darin liess er nur die bis zum 31. Dezember 2010 eingetretenen Fremdwährungs-

verluste  zum  Abzug  zu.  Dies  begründete  er  sinngemäss  damit,  dass  mit Wegfall  des 

Schweizer Geschäfts der CHF als funktionale Währung dahingefallen sei und deshalb 

für das letzte Quartal die Währungserfolge und -verluste aus der Umrechnung in CHF 

für  die  Zwecke  der  Erstellung  des  Jahresabschlusses  erfolgsneutral  seien.  Daraus 

ergab sich eine Aufrechnung um Fr. ….-. Den Beteiligungsabzug setzte er ohne nähere 

Begründung auf 82,238% fest.  

Nach einem ersten Schriftenwechsel fand am 17. Oktober 2016 eine Bespre-

chung statt. In der Folge akzeptierte die Pflichtige am 23. November 2016 die Kürzung 

des Umrechnungsverlusts, nicht aber die Berechnung des Beteiligungsabzugs. Weitere 

nachfolgende  schriftliche  Meinungsäusserungen  führten  zu  keiner  Annäherung  der 

Standpunkte.  

Am 20. März 2017 erstattete der steueramtliche Revisor seinen Bericht. Darin 

schlug  er  vor,  den  steuerbaren  Reingewinn  auf  Fr. ….-  festzusetzen.  Für  die  Berech-

nung des Beteiligungsabzugs ging er von einem Dividendenertrag von netto USD ….- 

aus, welchen er mit dem ebenfalls in USD ausgedrückten Reingewinn in Bezug setzte, 

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was einen Beteiligungsabzug von 73,124% ergab. Der Steuerkommissär übernahm am 

29.  März  2017  diese  Berechnung  für  die  Veranlagung  direkte  Bundessteuer  bzw.  die 

Einschätzung Staats- und Gemeindesteuern 1.4.2010 - 31.3.2011.  

B. Hiergegen erhob die Pflichtige am 28. April 2017 Einsprache mit dem An-

trag,  den  Beteiligungsabzug  auf  91,603%,  eventualiter  auf  88,921%  festzusetzen. 

Grundlage  für  den  Hauptantrag  war  ein  Dividendenertrag  von  Fr. ….-,  basierend  auf 

dem  Jahresdurchschnittskurs.  Mit  Bezug  auf  den  Eventualantrag  ging  sie  von  einer 

Umrechnung  zum  Kurs  per  Fälligkeitsdatum  der  Dividende  im  September  2010  aus. 

Weiter  sei  der  Steueraufwand  anzupassen.  Im  Übrigen  blieb  die  steueramtliche  Be-

rechnung des Reingewinns unbestritten.  

Das kantonale Steueramt hiess die Einsprache am 5. Juli 2017 teilweise gut. 

Die  Gutheissung  betraf  indessen  einzig  die  Anpassung  der  Steuerrückstellung;  mit 

Bezug  auf  die  Höhe  des  Beteiligungsabzugs  hielt  das  kantonale  Steueramt  an  der  

Berechnungsweise ausschliesslich in USD fest. Dies ergab folgende Steuerfaktoren:  

Steuerperiode  

(…)  

1.4.2010 - 31.3.2011 

Fr.   

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C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 4. August 2017 beantragte die Pflichtige, 

den steuerbaren Reingewinn auf Fr. ….- und den Beteiligungsabzug auf 91,765% fest-

zusetzen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Neu machte sie geltend, dass bis 

31. Dezember 2010 einzig CHF die Funktionalwährung gewesen sei, und nach diesem 

Datum  eine  Umstellung auf  USD  erfolgt  sei.  Die  Berechnung  des  Beteiligungsabzugs 

habe deshalb in CHF zu erfolgen. Massgebend sei für Erfolgsrechnungspositionen die 

Umrechnung zum Durchschnittskurs, was demnach auch für die Dividende gelte. Dies 

ergab nach dargestellter Berechnung den beantragten Betrag.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  31.  August  2017  auf  Abweisung  der 

Rechtsmittel.  Die  Pflichtige  hielt  am  29.  September  2017  an  ihren  Anträgen  fest.  Die 

Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

Mit Verfügung vom 22. Januar 2018 verlangte der Referent des Steuerrekurs-

gerichts  nähere  Auskünfte  bezüglich  des  geltend  gemachten  Finanzaufwands.  Die 

Pflichtige  antwortete  am  1. Februar  2018.  Das  kantonale  Steueramt  verzichtete  auf 

Stellungnahme hierzu.  

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1.  a)  Nach  Art. 69  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom 

14.  Dezember  1990  (DBG)  ermässigt  sich  die  Gewinnsteuer  einer  Kapitalgesellschaft 

oder Genossenschaft im Verhältnis des Nettoertrags aus den Beteiligungsrechten zum 

gesamten Reingewinn, wenn die Gesellschaft oder Genossenschaft:  

a. 

b. 

c. 

zu mindestens 10% am Grund- oder Stammkapital einer anderen Gesellschaft 

beteiligt ist;  

zu mindestens 10% am Gewinn und an den Reserven einer anderen Gesell-

schaft beteiligt ist; oder  

Beteiligungsrechte im Verkehrswert von mindestens einer Million Franken hält.  

Der  Nettoertrag  aus  Beteiligungen  nach  Art.  69  DBG  entspricht  dem  Ertrag 

dieser  Beteiligungen  abzüglich  des  darauf  entfallenden  Finanzierungsaufwands  und 

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eines Beitrags von 5% zur Deckung des Verwaltungsaufwands; der Nachweis des ef-

fektiven Verwaltungsaufwands bleibt vorbehalten (Art. 70 Abs. 1 Satz 1 DBG).  

Das  kantonale  Recht  enthält  in  §  72  Abs.  1  und  2  des  Steuergesetzes  vom 

8. Juni  1997  (StG)  eine  –  mit  Ausnahme  des  Verwaltungsaufwands  –  gleichlautende 

Regelung.  

b) aa) Über die Frage der korrekten Verbuchung, wenn die Geschäftstätigkeit 

in  Fremdwährung  erfolgt,  hat  das  Bundesgericht  am  1. Oktober  2009  einen  Leitent-

scheid gefällt, welcher zum besseren Verständnis der Thematik im Folgenden zusam-

mengefasst wiedergegeben wird (2C_897/2008 = Pra 2010 Nr. 81).  

Gemäss  Art.  960  Abs.  1  OR  (in  der  streitigen  Steuerperiode  noch  geltenden 

Fassung,  ersetzt  durch  Bundesgesetz  vom  23. Dezember  2011  [Rechnungslegungs-

recht],  in  Kraft  seit  1. Januar  2013,  erstmals  anwendbar  für  das  Geschäftsjahr,  das 

zwei  Jahre  nach  Inkrafttreten  beginnt)  sind  Inventar,  Betriebsrechnung  und  Bilanz  in 

der  Landeswährung  aufzustellen.  Dieses  Erfordernis  gilt  nur  für  die  Buchführung  zu 

Beginn  und  am  Ende  des  Geschäftsjahres.  Folglich  können  die  Bücher  während  des 

Geschäftsjahres  in  fremder  Währung  geführt  werden,  müssen  aber  am  Ende  in 

Schweizer  Franken  umgerechnet  werden.  Die  schweizerische  Währung  ist  somit  die 

Darstellungswährung,  d.h.  die  Währung,  in  der  die  finanziellen  Aufstellungen  in  ihrer 

endgültigen Fassung dargelegt werden müssen. Die Währung, in der die Bücher meis-

tens geführt werden und die das wirtschaftliche Umfeld des Unternehmens kennzeich-

net,  wird  als funktionale  Währung  bezeichnet;  diese  entspricht  nicht  zwangsläufig  der 

Landeswährung. Eine Gesellschaft, die ihre Bücher in einer ausländischen funktionalen 

Währung  führt,  muss  folglich  am  Ende  des  Geschäftsjahres  eine  Umrechnung  ihrer 

finanziellen  Aufstellungen  in  schweizerischer  Währung  vornehmen,  um  Art.  960 

Abs. 1 OR zu genügen.  

Aus  dem  Übergang  von  der  funktionalen  Währung  zur  Darstellungswährung 

ergeben sich Umrechnungs- bzw. Wechselkursdifferenzen. Sie stellen buchhalterische 

Vorgänge  zur Wertberichtigung  dar.  Diese  Umrechnungsdifferenzen  müssen  von  den 

Devisengeschäften  unterschieden  werden,  die  aus  geschäftlichen  Vorgängen  in  einer 

anderen  Währung  als  der  funktionalen  Währung  stammen  und  die  zu  tatsächlichen 

Verlusten  und  Gewinnen  führen.  Die  eingangs  erwähnten  Umrechnungs-  oder Wech-

selkursdifferenzen  haben  folglich  nichts  mit  der  Tätigkeit  des  Unternehmens  zu  tun, 

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sondern  sind  nur  die  Folge  des  buchhalterischen  Vorgangs,  der  darin  besteht,  die  in 

ausländischer  funktionaler  Währung  aufgestellten  Rechnungslegungen  in  schweizeri-

sche Darstellungswährung umzurechnen, wie es Art. 960 Abs. 1 OR erfordert. Sie er-

scheinen folglich nur in den in Schweizer Franken dargestellten Abschlüssen.  

Das  schweizerische  Buchführungsrecht  enthält  keine  Bestimmungen  betref-

fend  das  Vorgehen  bei  Umrechnung  in  die  Landeswährung  als  Darstellungswährung. 

Der  internationale  Rechnungslegungsstandard  21  (IFRS  21)  behandelt  hingegen  die 

Problematik der Verwendung einer anderen Darstellungswährung als der funktionalen 

Währung  und  namentlich  der  Umrechnung  in  diese  Darstellungswährung.  Aus  diesen 

Normen  ergibt  sich,  dass  die  Umrechnungs-  und Wechselkursdifferenzen  nicht  in  der 

Gewinn-  und  Verlustrechnung  darzustellen  sind,  sondern  nur  in  der  Bilanz.  Gestützt 

darauf  kam  das  Bundesgericht  zum  Schluss,  dass  sich  in  Anbetracht  der  zunehmen-

den Bedeutung des IFRS Bezugssystems die Steuerbehörde an der darin enthaltenen 

Lösung orientieren darf.  

bb)  In  der  Folge  hat  die  Schweizerische  Steuerkonferenz  den  Bundesge-

richtsentscheid analysiert und am 15. Februar 2011 diesbezüglich eine Praxisempfeh-

lung 

beschlossen 

(www.steuerkonferenz.ch/downloads/analyse_waehrungsdifferenzen_d.pdf, 

zuletzt 

besucht am 23. März 2018). Darin legte sie u.a. fest, dass der Beteiligungsabzug in der 

funktionalen Währung berechnet wird.  

Diese  Lösung  bedeutet,  dass  Währungsdifferenzen  zur  Funktionalwährung 

auch  bei  der  Berechnung  des  Beteiligungsabzugs  zu  beachten  sind.  Wird  demnach 

eine Dividende in einer anderen Währung als der Funktionalwährung vereinnahmt, ist 

die Dividende in die Funktionalwährung umzurechnen; wird der vereinnahmte Betrag in 

der  anderen  Währung  angelegt  und  ergeben  sich  bis  zum  Stichtag  der  Bilanz  Wäh-

rungsdifferenzen zur Funktionalwährung, so fliessen diese in die Erfolgsrechnung und 

damit auch in die Berechnung ein. 

cc) Indessen hatte die Pflichtige mit dem kantonalen Steueramt bezüglich des 

Vorgehen bezüglich Fremdwährungen jeweils Übereinkommen getroffen:  

Anlässlich  einer  Besprechung  am  16. September  2009  präsentierte  sie  ihre 

Praxis. Demnach wurde jeweils monatlich ein Abschluss nach US GAAP in der Trans-

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aktionswährung  vorgenommen.  Die  Monatsergebnisse  wurden  darauf  in CHF  zum je-

weiligen monatlichen Buchkurs umgerechnet. Weiter wurde offenbar eine Bilanzpositi-

on  "Translation  Gain  Provision"  geführt,  welche  die  kumulierten,  nicht  erfolgswirksam 

verbuchten  Währungsverluste  enthielt.  Mit  Schreiben  vom  2. Oktober  2009  erklärte 

sich das kantonale Steueramt nun neu damit einverstanden, dass die im Geschäftsjahr 

1.4.2007  -  31.3.2008  ausgewiesenen  Fremdwährungsverluste  steuerrechtlich  als  Auf-

wand betrachtet werden, und in der folgenden Steuerperiode bezüglich der Fremdwäh-

rungsgewinne eine Rückstellung gebildet wird.  

Mit zwei Schreiben vom 30. März 2010 nahm das kantonale Steueramt Bezug 

auf  den  Bundesgerichtsentscheid  vom  1. Oktober  2009  und  erklärte,  dass  dieser  mit 

Bezug  auf  die  Pflichtige  keine  Anwendung  finden  werde.  Dies  begründete  es  damit, 

dass  die  Pflichtige  in  drei  verschiedenen  Währungen,  darunter  auch  CHF,  tätig  sei, 

weshalb  es  sich  bei  diesem  nicht  um  eine  reine  Darstellungswährung,  sondern  auch 

um eine Funktionalwährung handle. Die Pflichtige stimmte dieser Beurteilung zu.  

Demnach  ist  davon  auszugehen,  dass  CHF  in  der  Vergangenheit  sowohl 

Funktional- als auch Darstellungswährung war. Dies ist unbestritten.  

c) aa) Per 31. Dezember 2010 wurde der in CHF ausgeübte Geschäftsbereich 

an eine andere Konzerngesellschaft übertragen. Damit entfiel ab diesem Zeitpunkt der 

CHF als Funktionalwährung, und verblieb nur der in USD betriebene Geschäftsbereich. 

Das kantonale Steueramt berechnete deshalb den Beteiligungsabzug auf der Basis der 

funktionalen Währung USD auf folgende Weise:  

Jahresgewinn  

Zusätzliche Steuerrückstellung  

Total Jahresgewinn 

Nettoertrag aus Beteiligung  

USD  

….- 

– …………...- 

….- 

….- 

Beteiligungsabzug ([Nettoertrag/Jahresgewinn] x 100)  

75,686%.  

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Den steuerbaren Reingewinn setzte es auf Fr. ….- abzüglich der aus der Kor-

rektur resultierenden zusätzlichen Steuerrückstellung von Fr. ….-, somit Fr. ….- fest. 

bb) Die Pflichtige hält dagegen, dass sie bis zum 31. Dezember 2010 nur CHF 

als  Funktionalwährung  gehabt  habe.  Die  Steuerbehörden  hätten  denn  auch  die  er-

folgswirksame Umrechnung von Fremdwährungen in CHF bisher immer akzeptiert und 

am  2. Oktober  2009  sowie  nochmals  im  Schreiben  vom  30. März  2010  schriftlich  be-

stätigt.  Dementsprechend  seien  auch  im  vorliegend  streitigen  Geschäftsjahr  Umrech-

nungsverluste, welche vor der Restrukturierung und Übertragung des in CHF geführten 

Geschäftsbereichs per 31. Dezember 2010 eingetreten seien, für die Festsetzung des 

steuerbaren  Reingewinns  aufwandwirksam  berücksichtigt  worden.  Erst  ab  1.  Januar 

2011 gelte der USD als Funktionalwährung.  

Konkret setzt die Pflichtige die Vorgabe CHF als Funktionalwährung auf diese 

Weise um: 

Jahresgewinn gemäss Erfolgsrechnung 

Aufrechnung Fremdwährungsverlust 

Zusätzliche Steuerrückstellung aus Aufrechnung  

Total Jahresgewinn 

Nettoertrag aus Beteiligung  

CHF  

….- 

….- 

– …...- 

….- 

….- 

Beteiligungsabzug ([Nettoertrag/Jahresgewinn] x 100) 

91,765%.  

cc) In der vorliegenden Situation ist der Lösung der Pflichtigen der Vorzug zu 

geben.  

Der  Ansatz  des  kantonalen  Steueramts,  die  im  letzten  Quartal  (1.1.  - 

31.3.2011)  verwendete  Funktionalwährung  USD  rückwirkend  auf  das  gesamte  Ge-

schäftsjahr anzuwenden, führt dazu, dass bei der Berechnung des Beteiligungsabzugs 

ein  anderer  Betrag  für  den  Reingewinn  eingesetzt  wird  als  für  die  Einschätzung  als 

solche.  Gemäss  den  Berechnungsdetails  des  Revisionsberichts  zog  die  Vorinstanz 

nämlich  bei  der  Berechnung  des  Beteiligungsabzugs  in  USD  die  Währungsverluste 

vom 1.4.2010 - 31.12.2010 von Fr. ….- nicht vom Jahresgewinn ab, beim steuerbaren 

Reingewinn  in  CHF  hingegen  schon.  Dies  begründet  das kantonale  Steueramt  damit, 

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dass bei einer konsequenten Berechnung unter Verwendung des USD als funktionale 

Währung keine solche Währungsverluste eingetreten sind.  

Damit leidet die Lösung des kantonalen Steueramts indessen an einem inne-

ren Widerspruch.  Ausgangspunkt  ist  die  Überlegung,  dass  der  Beteiligungsabzug  an-

gibt, welcher Anteil des steuerbaren Reingewinns von der Besteuerung ausgenommen 

wird. Daraus folgt, dass die Berechnung des Prozentanteils unter Bezugnahme auf den 

steuerbaren  Reingewinn  zu  erfolgen  hat.  Wie  bereits  aufgezeigt,  stimmt  vorliegend 

aufgrund  der  besonderen  Verhältnisse  des  Wechsels  der  Funktionalwährung  der  in 

USD ermittelte Reingewinn mit demjenigen gemäss Erfolgsrechnung in CHF wertmäs-

sig  eben  gerade  nicht  überein.  Die  Berechnungsweise  der  Vorinstanz  führt  zu  einer 

Verzerrung des Ergebnisses.  

Demgegenüber  ergibt  die  von  der  Pflichtigen  vertretene  Lösung,  dass  der 

Sachverhalt  unter  dem  Gesichtspunkt  der  bis  31.  Dezember  2010  geltenden  Funktio-

nalwährung  CHF  beurteilt  wird,  ein  besseres  Ergebnis.  Die  Dividende  wurde  im  Sep-

tember  2010  und  damit  noch  unter  der  Herrschaft  des  CHF  als  Funktionalwährung 

ausbezahlt. Wäre der CHF bis 31. März 2011 als Funktionswährung weitergeführt wor-

den,  wäre  ihre  Methode  unangefochten  geblieben.  Sie  entspricht  auch  dem  Wortlaut 

der Gesetze, indem diese für die Berechnung auf den Reingewinn Bezug nehmen.  

Das  kantonale  Steueramt  wendet  ein,  dass  ein  Teil  der  Währungsverluste 

darauf zurückführen war, dass der Beteiligungsertrag in USD angelegt wurde, was da-

zu führte, dass der Beteiligungsertrag im steuerbaren Reingewinn gar nicht mehr voll-

ständig enthalten sei. Dem ist entgegen zu halten, dass mit Zufluss der Dividende die-

ser  Geschäftsvorfall  abgeschlossen  war.  Sie  fand  denn  auch  in  der  Höhe  des 

zugeflossenen Betrags in die Erfolgsrechnung Eingang. Wenn in der Folge die betref-

fenden Mittel weiterhin in der gleichen Fremdwährung gehalten wurden und darauf ein 

Währungsverlust  eintrat,  hat  dieser  mit  dem  Beteiligungsertrag  ebenso  wenig  einen 

Zusammenhang,  wie  wenn  die  Dividende  reinvestiert  und  darauf  bis  Ende  des  Ge-

schäftsjahres  ein  Gewinn  erzielt  worden  wäre.  Bei  der  Berechnung  des  Beteiligungs-

abzugs  ist  deshalb  die  Berücksichtigung  des  nachfolgenden  Währungsverlusts  auf 

dem zugeflossenen Ertrag im Reingewinn sachgemäss.  

d) aa) Mit Bezug auf die Berechnung sind ferner die anteilsmässig angerech-

neten Finanzierungskosten streitig. Die Pflichtige beziffert die gesamten Schuldzinsen 

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lediglich auf Fr. 2'246.-, wovon ein Anteil von 2,979% zu berücksichtigen sei. Das kan-

tonale  Steueramt  rechnet  demgegenüber  mit  Finanzierungskosten  von  Fr…..-.  Dabei 

handelt es sich um die Differenz zwischen dem verbuchten Finanzaufwand von Fr…..- 

und den darin enthaltenen Fremdwährungsverlusten von Fr. ….-. Die Pflichtige wendet 

dagegen ein, dass im Differenzbetrag auch realisierte Kursverluste, Gebühren etc. ent-

halten seien, welche nicht zu den Finanzierungskosten zu zählen seien.  

Als  Finanzierungsaufwand  gelten  insbesondere  Schuldzinsen,  aber  auch  an-

dere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem für die Beteiligung notwendigen bzw. 

anteiligen Fremdkapital. Der der Beteiligung zurechenbare Anteil am Fremdkapital wird 

grundsätzlich proportional anhand der Gewinnsteuerwerte am Ende der Steuerperiode 

ermittelt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  3. A.,  2016, 

Art. 70  N 5  f.  DBG,  und  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz,  3. A.,  2013,  § 72 

N 19 f. StG).  

Die  Pflichtige  hat  auf  entsprechende  Aufforderung  eine  Aufstellung  zum  Fi-

nanzaufwand eingereicht. Daraus geht hervor, dass unter den vom kantonalen Steuer-

amt  eingesetzten  Fr. ….-  auch Währungsverluste  enthalten sind. Ohne diese  umfasst 

der  Finanzaufwand  nur  noch  Schuldzinsen  von  Fr. 2'246.-.  Das  kantonale  Steueramt 

erhebt hiergegen keine Einwendungen. Insgesamt erscheint damit der von der Pflichti-

gen geltend gemachte Finanzaufwand als ausgewiesen.  

bb)  Die  Pflichtige  zieht  vom  steuerbaren  Reingewinn  gemäss  Einschätzung 

noch einen Betrag von Fr. 130'000.- als "Anpassung Steuerrückstellung aufgrund Auf-

rechnung" ab. Damit bezieht sie sich wohl auf die von der Vorinstanz vorgenommene 

Aufrechnung  des Währungsverlusts  für  das  4. Quartal  von  Fr. 556'709.-,  welche  nicht 

streitig  ist.  Daraus  dürfte  indessen  ein  viel  geringerer  Steuerbetrag resultieren.  Insge-

samt betragen sämtliche direkten Steuern zwar 24,952% (direkte Bundessteuer 8,5%, 

Staatssteuerfuss  8%,  Gemeindesteuerfuss  130,65%  des  Staatssteuerfusses,  somit 

10,452%); der Steuerbetrag ist indessen zusätzlich im Umfang des Beteiligungsertrags 

von vereinfacht rund 91% zu kürzen. Die zusätzliche Steuerbelastung dürfte somit rund 

Fr. 13'500.- betragen.  

cc) Die übrigen Berechnungsfaktoren sind nicht streitig. Der Beteiligungsertrag 

von  Fr. ….-  entspricht  dem  verbuchten  Bruttoertrag,  wie  er  auch  in  den  Reingewinn 

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Eingang  fand.  Die  Administrationskosten  von  Fr. 100'000.-  sind  dem  Einschätzungs-

entscheid entnommen und nicht streitig.  

dd) Dies ergibt folgenden Beteiligungsabzug:  

Beteiligungsertrag:  

Brutto-Dividende gemäss Erfolgsrechnung  

Administrationskosten 

Fr.  

….- 

- 100'000.- 

Schuldzinsenanteil (2,979% von Fr. 2'246.-)  

           - 67.- 

Nettoertrag aus Beteiligung 

…..-.  

Der  nicht  streitige  Reingewinn  von  Fr. ….-  ist  somit  lediglich  um  die  zusätzli-

che Steuerrückstellung von Fr. 13'500.- zu korrigieren, was neu einen Reingewinn von 

Fr. …..- bzw. gerundet Fr. ….- ergibt. Die prozentuale Ermässigung wegen des Beteili-

gungsabzugs  beläuft  sich  damit  auf  91,620%  .  Das  Kapital  ist  neu  auf  Fr. …..-  bzw. 

gerundet Fr. ….- festzusetzen.  

2.  Gestützt  auf  diese  Erwägungen  sind  die  Beschwerde  und  der  Rekurs  teil-

weise  gutzuheissen.  Bei  diesem  Ausgang  sind  die  Verfahrenskosten  aufgrund  ihres 

nahezu  vollständigen  Unterliegens  der  Beschwerdegegnerin  bzw.  dem  Rekursgegner 

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG bzw. § 151 Abs. 1 StG). Der Pflichtigen ist aufgrund 

ihres  nahezu  vollständigen  Obsiegens  eine  Parteientschädigung  zuzusprechen 

(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-

verfahren  vom  20.  Dezember  1968  bzw.  §  152  StG  i.V.m.  §  17  Abs.  2  des  Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).  

1 DB.2017.141 
1 ST.2017.179 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. (…). 

2.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. (…) 

1 DB.2017.141 
1 ST.2017.179