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**Case Identifier:** 74d81ed0-de81-5fc4-93ff-6783b470142e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.08.2020 720 20 78/200
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-78-200_2020-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. August 2020 (720 20 78 / 200) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist vorliegend gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV zu 

berücksichtigen. Rückweisung zwecks Abklärungen zum Leistungsanspruch. 

 
 

Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-
richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Walter P. Bargetzi, Advo-
kat, Herrengrabenweg 80, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A.1 Der 1964 geborene A.____ war zuletzt bis zum 31. Dezember 2016 als Lastwagendis-
ponent in einem Vollzeitpensum tätig. Aufgrund des Konkurses seines Arbeitgebers verlor er 
diese Arbeitsstelle und bezog in der Folge Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Während 
seiner Ferien in X.____ glitt er am 15. Mai 2017 beim Aufstehen aus und zog sich dabei eine 
Luxationsfraktur des oberen Sprunggelenks links zu. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte 
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatorischer Unfallversicherer die 

 

 
 
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gesetzlichen Leistungen für die Folgen dieses Ereignisses in Form von Taggeldern und Heilbe-
handlung. 
 
A.2 Am 3. November 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die Unfallfolgen sowie auf 
eine seit 20 Jahren bestehende chronische Muskelentzündung an der Leiste bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse des Versi-
cherten ab und verneinte mit Verfügung vom 20. Januar 2020 einen Rentenanspruch. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Walter P. Bargetzi, am 
20. Februar 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und eine Neubeurteilung des Invaliditätsgrades durch die IV-Stelle vorzunehmen; unter o/e-Kos-
tenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. April 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht 
die das Unfallereignis des Versicherten vom 15. Mai 2017 betreffenden Suva-Akten bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 20. Februar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist vorliegend, ob der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente hat und 
bejahendenfalls, in welchem Umfang der Anspruch besteht. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 

 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 
V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 
1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4) lässt 
nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2019, 8C_549/2019, E. 3.2 mit 
Hinweis, und vom 8. April 2020, 8C_60/2020, E. 3.2). 
 
4.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der me-
dizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-
validenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versi-
cherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszu-
üben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis 

 

 
 
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IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. 
Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die 
Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV]). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Do-
kumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm 
vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung 
(vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, 
E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören –, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; Urteil 
des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Bei der Würdigung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts sind insbesondere die 
folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
5.1 Mit Bericht vom 1. Juni 2017 diagnostizierten die Ärzte des Spitals B.____ eine ungenü-
gende Reposition nach Open Reduction and Internal Fixation (ORIF) einer Luxationsfraktur des 
oberen Sprunggelenks (OSG) links am 15. Mai 2017 in X.____, mit aktuell Spitzfussstellung und 
persistierender Wundsekretion, eine koronare Kardiopathie, eine arterielle Hypertonie, eine chro-
nisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und einen Nikotinabusus. 
 
5.2 In ihrer Beurteilung vom 30. Januar 2018 hielten die Ärzte des Spitals B.____ fest, dass 
der Versicherte weder kurz- noch langfristig als Lastwagendisponent arbeitsfähig sei. Gestützt 
auf die Diagnosen Status nach Stellschraubenentfernung am 4. August 2017 bei Status nach Re-
Osteosynthese OSG links vom 9. Juni 2017 bei Malreposition OSG links nach ORIF einer Luxa-
tionsfraktur am 15. Mai 2017 in X.____, attestierten sie dem Versicherten bis zum 31. März 2018 
eine volle Arbeitsunfähigkeit. 
 
5.3 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Februar 2018 diagnostizierte 
Dr. med. C.____, Fachärztin für Chirurgie, eine OSG-Luxationsfraktur links am 15. Mai 2017, ei-
nen Status nach ORIF in X.____, einen Status nach Metallentfernung, eine Re-Osteosynthese 
des Malleolus lateralis und der Volkmann-Dreiecke, eine mediale Bandrekonstruktion bei Mal-
reposition OSG links am 9. Juni 2017 und einen Status nach Stellschraubenentfernung OSG links 
am 4. August 2017. Dr. C.____ gab an, die angestammte Tätigkeit als Lastwagendisponent sei 
nicht mehr zumutbar. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erachtete sie indes eine leichte bis mit-
telschwere (Gewichte bis 10kg) körperliche Tätigkeit ganztags, überwiegend sitzend, mit der 

 

 
 
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Möglichkeit der Hochlagerung des linken Fusses, allerdings ohne das Besteigen von Leitern und 
Treppen sowie ohne Gehen auf unebenem Gelände, als zumutbar. 
 
5.4 Der behandelnde Hausarzt, Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, gab mit 
Bericht vom 3. Dezember 2018 an, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Bimalleolar-
fraktur vom 15. Mai 2017 in X.____, die distale Fibula und das Volkmann-Dreieck, die missratene 
Osteosynthese am 15. Mai 2017 in X.____, die Re-Osteosynthese am 9. Juni 2017, die Osteo-
synthesematerial-Entfernung (OSME) der Stellschraube am 2. August 2017, die koronare Kardi-
opathie mit Linksherzkatheter im März 2017 sowie die COPD bei Nikotinabusus. Zum Verlauf der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit hielt Dr. D.____ fest, es liege vom 30. Mai 2017 bis zum 2. Januar 
2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit des Versicherten für die angestammte Tätigkeit als Lastwa-
gendisponent vor. 
 
5.5 Nachdem am 22. März 2019 Röntgenbilder des OSG und des Fusses links angefertigt 
wurden, gaben die Ärzte des Spitals B.____ mit Bericht vom 25. März 2019 an, es liege eine 
vollständige knöcherne Durchbauung der osteosynthetisierten distalen Fibulafraktur mit Abriss-
fraktur des Volkmann-Dreiecks vor. Aktuell gebe es keinen Anhalt für eine posttraumatische 
OSG-Arthrose; das Osteosynthesematerial sei intakt und festsitzend. Beim Versicherten zeige 
sich klinisch ein hochgradiger Verdacht auf ein posttraumatisches Tarsaltunnelsyndrom, differen-
zialdiagnostisch könne auch ein narbiges Entrapment und eine Reizung des Nervus saphenus 
vorliegen. Ab sofort bestehe für sitzende Bürotätigkeiten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. 
 
5.6 Im Operationsbericht vom 12. Juni 2019 hielten die Ärzte des Spitals B.____ fest, bei 
nachgewiesenem Tarsaltunnelsyndrom habe eine Indikation zur operativen Versorgung bestan-
den, zumal konservative Therapiemassnahmen fehlgeschlagen seien. Gleichentags sei bei stö-
rendem Osteosynthesematerial lateralseitig die Fibulaplatte entfernt worden. 
 
5.7 In ihrer Stellungnahme vom 23. September 2019 beurteilte die Kreisärztin Dr. med. 
E.____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, eine ganztägige, leichte bis mittelschwere 
(max. 15kg), wechselbelastende Tätigkeit mit überwiegendem sitzenden Anteil, allerdings ohne 
kauernde oder kniende Tätigkeiten und ohne das Bedienen von Pedalen, das Besteigen von Lei-
tern/Gerüsten, das Gehen auf unebenem Gelände oder in absturzgefährdeten Positionen, als 
zumutbar. 
 
5.8 Die Ärzte des Spitals B.____ diagnostizierten mit Bericht vom 19. November 2019 ein 
posttraumatisches Tarsaltunnelsyndrom bei OSME Fibula und Tarsaltunnelrelease links am 
12. Juni 2019 bei Status nach posttraumatischem Tarsaltunnelsyndrom und einen Status nach 
Stellschraubenentfernung am 4. August 2017 bei Re-Osteosynthese OSG links am 9. Juni 2017 
bei ORIF OSG links am 15. Mai 2017 in X.____ bei OSG Luxationsfraktur. In der Beurteilung 
hielten sie fest, es habe sich bis anhin keine Besserung der Beschwerden im medialen Malleo-
lusbereich gezeigt, weshalb die Vorstellung in einer spezialisierten Schmerzsprechstunde emp-
fohlen werde. Dem Versicherten attestierten sie vom 15. November 2019 bis zum 15. Ja-
nuar 2020 eine volle Arbeitsunfähigkeit. 
 

 

 
 
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5.9 Mit Bericht vom 22. November 2019 gab die RAD-Ärztin Dr. med. F.____, Fachärztin für 
Physikalische und Rehabilitative Medizin, an, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege ein 
Status nach OSME Fibula und Tarsaltunnelrelease links am 12. Juni 2019 bei posttraumatischem 
Tarsaltunnelsyndrom, ein Status nach Stellschraubenentfernung am 4. August 2017 bei Re-Os-
teosynthese OSG links am 9. Juni 2017 bei ungenügender Reposition der OSG-Fraktur links bei 
ORIF OSG links am 15. Mai 2017 in X.____ bei OSG-Luxationsfraktur links vor. Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit seien die arterielle Hypertonie und die anamnestische COPD bei Niko-
tinabusus. Ferner stellte sie fest, in der angestammten Tätigkeit als Lastwagendisponent sei der 
Versicherte seit dem 15. Mai 2017 voll arbeitsunfähig. In einer leidensangepassten Verweistätig-
keit bestehe allerdings eine volle Arbeitsfähigkeit, wobei ganztags nur eine leichte Tätigkeit mit 
überwiegendem sitzenden Anteil, ohne kauernde oder kniende Tätigkeiten, ohne das Bedienen 
von Pedalen, das Besteigen von Leitern/Gerüsten sowie ohne Gehen auf unebenem Gelände 
oder in absturzgefährdeten Positionen zumutbar seien. Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der 
vorgenannten Verweistätigkeit hielt sie fest, vom 15. Mai 2017 bis zum 21. Februar 2018 sei der 
Versicherte voll arbeitsunfähig, vom 22. Februar 2018 bis zum 11. Juni 2019 voll arbeitsfähig und 
vom 12. Juni 2019 bis zum 22. September 2019 wiederum voll arbeitsunfähig gewesen; seit dem 
23. September 2019 bis auf Weiteres sei er voll arbeitsfähig. Schliesslich hielt Dr. F.____ fest, 
die aktuell noch beklagten Restbeschwerden nach Tarsaltunnelrelease links seien bezogen auf 
das leichte Verweisprofil ohne funktionelle Auswirkung, weshalb dem Versicherten eine dem Zu-
mutbarkeitsprofil entsprechende Tätigkeit ganztags zumutbar sei. 
 
6. Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 20. Januar 2020 
bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die Ausführungen der RAD-Ärztin 
Dr. F.____ vom 22. November 2019 ab, welche sich ihrerseits hauptsächlich auf die Beurteilun-
gen der Suva-Kreisärztinnen Dr. C.____ und Dr. E.____ vom 22. Februar 2018 respektive vom 
23. September 2019 stützte. Die IV-Stelle ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdefüh-
rer in seiner bisherigen Tätigkeit als Lastwagendisponent nicht mehr arbeitsfähig ist, in einer lei-
densangepassten Tätigkeit hingegen eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. Diese Beurteilung der 
Vorinstanz ist nicht zu beanstanden, zumal Dr. C.____ und Dr. E.____ aufgrund ihrer Beobach-
tungen und Untersuchungen die Befunde erörtern und zu schlüssigen Ergebnissen gelangen. 
Ebenso sind die Ausführungen von Dr. F.____ umfassend, berücksichtigen die geklagten Be-
schwerden, sind in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, leuchten in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
ein und enthalten begründete Schlussfolgerungen. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die Vo-
rinstanz auf die Beurteilungen von Dr. C.____, Dr. E.____ und Dr. F.____ abstellte. 
 
6.1.1 Gemäss den von Dr. F.____ in ihrem Bericht vom 22. November 2019 aufgeführten Ar-
beitsunfähigkeitsperioden, wonach in einer leidensangepassten Tätigkeit vom 15. Mai 2017 bis 
zum 21. Februar 2018 eine volle, vom 22. Februar 2018 bis zum 11. Juni 2019 keine, vom 12. 
Juni 2019 bis zum 22. September 2019 wieder eine volle und ab dem 23. September 2019 bis 
auf Weiteres keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorgelegen habe, wurde der Invaliditätsgrad ermittelt. 
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, es sei durch eine Expertise abzuklären, über welche 
Zeitspannen er arbeitsfähig gewesen sei, zumal die behandelnden Ärzte lediglich eine 50%ige 

 

 
 
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Arbeitsfähigkeit bescheinigt hätten. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer wäh-
rend der Arbeitstrainings (berufliche Massnahmen) vom 3. Dezember 2018 bis zum 26. Mai 2019 
ein stabiles Pensum von 50 % in einer sitzenden Tätigkeit erreichen konnte. Vor diesem Hinter-
grund erscheint die von den behandelnden Ärzten attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit einzig mit 
Blick auf die beruflichen Massnahmen bescheinigt worden zu sein. Dies umso mehr, als den 
Zeugnissen keine nähere Begründung der attestierten Arbeitsfähigkeit entnommen werden kann. 
Vor diesem Hintergrund ist die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tä-
tigkeit von Dr. F.____ nicht zu beanstanden. 
 
6.1.2 Ferner bringt der Beschwerdeführer unter Hinweis auf ein mit der Beschwerde einge-
reichtes ärztliches Attest von Dr. D.____ vom 19. Februar 2020 vor, dass er immer noch voll 
arbeitsunfähig sei. Diesem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden, zumal 
Dr. D.____ nicht begründet, weshalb der Versicherte – selbst in einer leidensangepassten Ver-
weistätigkeit – immer noch voll arbeitsunfähig sein sollte. So nennt er weder eine Diagnose noch 
legt er schlüssig bzw. nachvollziehbar dar, inwiefern der aktuelle Gesundheitszustand Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit haben könnte. Des Weite-
ren ist ersichtlich, dass die im November 2019 geplante (vgl. E. 5.8 hiervor) schmerzmedizinische 
Behandlung noch nicht stattgefunden hat, was auf einen geringen Leidensdruck hinweist. 
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten der 
Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten 
aussagen (vgl. E. 4.3 hiervor). Nach dem Ausgeführten ist das ärztliche Attest von Dr. D.____ 
vom 19. Februar 2020 somit nicht geeignet, die versicherungsinternen ärztlichen Beurteilungen 
in Zweifel zu ziehen. Ebenso liegen keine anderslautenden ärztlichen Einschätzungen vor, die 
gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilungen sprechen. Es bestehen mithin keine Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen. 
 
6.2 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass die kreisärztliche Untersuchung vom 
22. Februar 2018, die kreisärztliche Beurteilung vom 23. September 2019 sowie die RAD-
Beurteilung vom 22. November 2019 eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustands 
und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zulassen. Die Beschwerdegegnerin durfte deshalb bei 
der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf diese 
Ergebnisse abstellen. Bei dieser Sachlage ist dem Antrag des Beschwerdeführers, wonach wei-
tere medizinische Abklärungen, namentlich zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit, vorzunehmen seien, 
nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge 
zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im 
Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzuneh-
men, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtge-
mässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges 
Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann 
auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweis-
würdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 
3.3, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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7. Zu prüfen bleibt schliesslich, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes infolge der Operation vom 12. Juni 2019 ein Anspruch auf eine Inva-
lidenrente zusteht. 
 
7.1 Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung 
des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs zu berücksichtigen, sobald sie 
ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Urteil des Bundesgerichts vom 
15. April 2020, 8C_124/2020, E. 3). Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist nach Art. 88a 
Abs. 1 Satz 1 IVV für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu 
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern 
wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei 
Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Satz 2). Das Bundesgericht 
wendet in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an und gewährt oder bestätigt die bishe-
rige höhere Rente drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus. Auf die 
Einräumung einer Wartedauer bis zur Aufhebung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung nur in Ausnahmefällen zu verzichten (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2019, 
8C_36/2019, E. 5 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.2 Die Vorinstanz scheint die für die Verschlechterung und Verbesserung der Erwerbsfä-
higkeit massgebende Karenzfrist nach Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV nicht berücksichtigt zu haben, 
zumal der Versicherte am 12. Juni 2019 operiert worden ist und danach bis zum 22. Septem-
ber 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestand. Die erste rentenrelevante Änderung erfolgte somit 
am 12. Juni 2019, als der Versicherte aufgrund der Operation arbeitsunfähig war. Diese Ände-
rung wäre – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – mit Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss 
Art. 88a Abs. 2 IVV und somit per 1. Oktober 2019 zu berücksichtigen. Die zweite rentenrele-
vante Änderung erfolgte am 23. September 2019, als der Versicherte wieder voll arbeitsfähig war. 
Der Zeitpunkt dieser Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wäre wiederum erst nach Ablauf der 
dreimonatigen Karenzfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV und somit per 1. Januar 2020 zu berück-
sichtigen. 
 
8. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer vom 1. September 2019 bis 
zum 31. Dezember 2019 ein Anspruch auf eine volle IV-Rente zustehen könnte. Ob ein darüber 
hinausgehender Rentenanspruch besteht, hat die IV-Stelle im Rahmen der Abklärungen zum 
Leistungsanspruch zu prüfen. Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen 
gutzuheissen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen. 
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt in prozessua-
ler Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der Versicherungs-
träger als unterliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 f., BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen; 
SUSANNE BOLLIGER, Basler Kommentar zum ATSG, Rz. 79 zu Art. 61 ATSG). 

 

 
 
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9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb ihr die Ver-
fahrenskosten aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss zu-
rückzuerstatten. 
 
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerde-
führer deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Mangels Einreichung ei-
ner Honorarnote des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers werden die Parteikosten durch 
das Gericht festgelegt, wobei die Bemühungen zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxis-
gemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu 
entschädigen sind. Demnach ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 1'050.-- (vier Stunden à Fr. 250.-- und eine Auslagenpauschale von Fr. 50.--, ohne Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2020 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer 
neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegne-
rin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'050.-- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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