# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e28f4f03-b409-5470-991a-8ed71708b0a0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2009 E-5064/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5064-2009_2009-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5064/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...)
Mauretanien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5064/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein mauretanischer Staatsbürger musli-
mischen Glaubens aus B._______ – sein Heimatland eigenen Anga-
ben zufolge gegen Ende 2008 verliess und per Schiff  und Auto über 
Spanien  sowie  ungenannte  Transitländer  am  7. Juni 2009  in  die 
Schweiz gelangte, wo er am 9. Juni 2009 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  17. Juni 2009  sowie  der 
direkten Anhörung vom 16. Juli 2009 zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen geltend  machte,  er  habe  ungefähr  vier  Monate  vor 
seiner  Ausreise  aus  Mauretanien  Bekanntschaft  mit  einem  (...) 
Staatsbürger gemacht und mit diesem in der Folge eine homosexuelle 
Beziehung unterhalten,

dass  die  Dorfbevölkerung  sowie  der  örtliche  Iman  hiervon  Kenntnis 
erhalten hätten und der Beschwerdeführer (...) erfahren habe, dass er 
aufgrund seiner homosexuellen Handlungen gesteinigt werden solle,

dass er sich hierauf zur Ausreise aus seinem Heimatstaat entschlos-
sen und sein (...) Freund dieselbe finanziert habe,

dass der Beschwerdeführer Mauretanien gegen Ende 2008 vom Hafen 
in  Nouadibou  per  Schiff  nach  Las  Palmas  (Gran  Canaria,  Spanien) 
und von dort per Auto in die Schweiz gereist sei (vgl. Akten BFM A5 S. 
7, A9 S. 10),

dass das BFM den Beschwerdeführer im Rahmen der Kurzbefragung 
und der  direkten Anhörung aufforderte,  innert  48  Stunden rechtsge-
nügliche  Papiere  einzureichen und  er  dieser  Aufforderung bis  heute 
nicht nachgekommen ist,

dass das BFM mit  Verfügung vom 5. August 2009 – am folgenden Tag 
eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  deren 
Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das  Asylgesuch 
zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48 
Stunden nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine 

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Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flüchtlingsei-
genschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zudem seien zusätzli-
che  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass nämlich der Beschwerdeführer anlässlich der Erstbefragung den 
Besitz  jeglicher  Identitätsdokumente  verneint  und  im  Widerspruch 
hierzu bei der direkten Bundesanhörung angegeben habe, er besitze 
eine in der Heimat verbliebene Geburtsurkunde, 

dass  er  keine  Anstrengungen  zur  Papierbeschaffung  unternommen 
habe,  obschon  (...)  aussagegemäss  noch  im  Herkunftsstaat  leben 
würden  und  eine  Kontaktaufnahme  angesichts  der  funktionierenden 
Kommunikationswege  zwischen  der  Schweiz  und  Mauretanien  als 
möglich zu erachten sei,

dass er nicht in der Lage gewesen sei, Details seiner Schiffsreise von 
Nouadibou  nach  Las  Palmas  sowie  allfälliger  Kontrollen  durch  die 
spanischen Behörden anzugeben,

dass  schliesslich  nicht  nachvollziehbar  sei,  wie  er  die  Reise  von 
Mauretanien  bis  in  die  Schweiz  ohne  Ausweispapiere  habe 
zurücklegen können,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht 
festgestellt werden könne, zumal seine Schilderung des Sachverhalts 
etliche  Ungereimtheiten  aufweisen  und  so  den  Anforderung  an  die 
Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügen würden, 

dass er sich betreffend seine Fluchtgründe mehrfach widersprüchlich 
geäussert  habe,  indem  er  zunächst  den  Zeitpunkt,  zu  dem  die 
Bewohner  seines  Heimatdorfes  über  ihn  zu  reden begonnen hätten, 
anlässlich der direkten Anhörung einerseits auf zwei und andererseits 
auf vier Monate nach dem hierfür ursächlichen sexuellen Kontakt mit 
C._______ datiert habe, 

dass er zudem bei der Erstbefragung ausgeführt habe, seinen Freund 
vier Monate vor der Ausreise kennengelernt zu haben und er sich des 
nämlichen  Datums  bei  der  direkten  Anhörung  nicht  mehr  habe 
erinnern können,

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dass ausserdem seine Angaben zu seinem Freund insgesamt wenig 
detailliert  ausgefallen  seien  und  er  dessem  genaues  Alter,  seinen 
vollständigen  Namen,  die  Dauer  seines  Aufenthalts  in  Mauretanien 
sowie seine berufliche Tätigkeit nicht habe angeben können, was an-
gesichts der angeblichen mehrmonatigen Beziehung sowie der regel-
mässigen Treffen nicht nachvollziehbar sei,

dass er auch nicht in der Lage gewesen sei, zur behaupteten Suche 
durch den lokalen Iman und dessen Helfer substanziierte Angaben zu 
machen,   

dass der Beschwerdeführer aufgrund der vorgenannten Ungereimthei-
ten die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  nicht erfülle und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung derselben oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 10. August 2009 (Post-
stempel) in materieller Hinsicht beantragte, die Verfügung des BFM sei 
aufzuheben,  seine Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen und ihm 
Asyl zu gewähren, es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegwei-
sung  unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sei  und  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen, 

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses beantragte sowie darum ersuchte, es sei die aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen, die zuständige Behörde 
sei  vorsorglich  anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme mit  den Behörden 
des Heimat- oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe an 
dieselben zu unterlassen, und er sei bei bereits erfolgter Datenweiter-
gabe darüber in einer separaten Verfügung zu informieren,

dass  die  Akten  am 12. August 2009  beim Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  dem  Bundesverwaltungsgericht  mit  Eingabe  vom  11. Au-
gust 2009 (Poststempel) ein Gesuch des Beschwerdeführers um Be-

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stätigung der Fürsorgeabhängigkeit an das Zentrum für Asylsuchende 
in Oberbuchsiten zur Kenntnis gebracht wurde, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – vorbehältlich der nachstehenden Erwägungen – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 

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der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass jedoch das Bundesverwaltungsgericht im Falle einer Gutheissung 
der Beschwerde ein kassatorisches Urteil  auszufällen hätte, weshalb 
auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,  soweit  die Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragt wird, 

dass  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung 
zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM in der angefochtenen 
Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung 
nicht entzogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass  demzufolge  auf  das  Begehren  um  Wiederherstellung  der  auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde mangels Rechtsschutzinteres-
ses ebenfalls nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se-  oder  Identitätspapieren  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen 
und somit vorab auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen werden kann,

dass insbesondere weitestgehend ausgeschlossen werden kann, dass 
es  dem Beschwerdeführer  angesichts  strenger  Hafen-  sowie  Grenz-
kontrollen möglich gewesen wäre, ohne authentische Ausweispapiere 
von  Mauretanien  über  Spanien  (sowie  mindestens  ein  weiteres  EU-
Land) bis  in die Schweiz zu gelangen, ohne dabei jemals kontrolliert 
worden zu sein (A5 S. 7),

dass  weiter  nicht  einsehbar  ist,  weshalb  der  Beschwerdeführer  sich 
zwecks Beschaffung eines Identitätsdokuments nicht  an seine in der 
Heimat verbliebenen Verwandten hätte wenden können sollen und er 
seiner  Mitwirkungspflicht  im Sinne von Art. 8  AsylG in  keiner  Weise 
nachgekommen ist,  indem er – gemäss seinen Ausführungen in  der 
Rechtsmitteleingabe –  diese  Aufgabe einem in  D._______ lebenden 
Bekannten übertragen habe,

dass anzufügen ist, dass die Darstellung des Beschwerdeführers, wo-
nach  ein  afrikanischer  Automobilist  ihn  von  der  Insel  Gran  Canaria 
nach Mitteleuropa gefahren habe (A9 S. 10),  die  offensichtliche Un-
wahrheit des geschilderten Reisewegs in aller Deutlichkeit aufzeigt, 

dass die erstmals auf Rechtsmittelebene erfolgte Korrektur, wonach er 
in Las Palmas "jemanden getroffen" habe, der ihm "mit einem weiteren 
Boot geholfen" habe, als nachgeschobene Sachverhaltsanpassung zu 
werten ist,

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  realitätsfremden 
Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der gesamten Aktenlage 
davon ausgeht,  er  habe bei  seiner Einreise in die Schweiz authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von  Weg-
weisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum Vallor-
be  vom 17. Juni 2009 sowie der  direkten Anhörung vom 16. Juli 2009 
darstellt, unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche 
Abklärungen  im  Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der 
eindeutige Schluss gezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer 
offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt und einem Vollzug 
seiner Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 
Bstn. b und c AsylG),

dass das BFM im Ergebnis zu Recht ausführt, die Vorbringen seien in 
wesentlichen Aspekten widersprüchlich respektive realitätsfremd,

dass zwar die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe 
über den Zeitpunkt,  an dem die Bewohner seines Heimatdorfes über 
ihn  zu  sprechen  begonnen  hätten,  widersprüchliche  Angaben  ge-
macht, anhand der Befragungsprotokolle nicht nachzuvollziehen ist,

dass  jedoch  –  vorbehältlich  der  vorstehenden  Einschränkung  –  der 
Eintscheidbegründung  des BFM,  wonach die  Vorbringen in  wesentli-
chen Aspekten widersprüchlich respektive unsubstanziiert  seien, voll-
umfänglich  beizupflichten  und  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen 
auf dieselbe zu verweisen ist,

dass zudem festzustellen ist, dass das Kernvorbringen des Beschwer-
deführers,  wonach  ihm infolge  seiner  homosexuellen  Handlungen  in 
der  Heimat  die  Steinigung  drohe,  mit  der  Tatsache,  dass  sein 
Sexualpartner offenbar völlig unbehelligt blieb, nicht vereinbar ist,

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dass selbst bei Wahrunterstellung der geltend gemachten Fluchtgrün-
de deren Asylrelevanz zu verneinen wäre,

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerdeschrift  an 
diesem Ergebnis nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinis-
cher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass  auch  die  in  der  Beschwerdeschrift  geltend  gemachten Magen-
schmerzen an dieser Feststellung nichts zu ändern vermögen,

dass der Beschwerdeführer von Geburt  an bis zu seiner Ausreise in 
B._______ lebte und dort zur Schule ging, sodass er nebst (...) (A5 S. 
3)  auch  über  ein  soziales  Beziehungsnetz  verfügen  dürfte,  weshalb 
nicht  davon auszugehen ist,  er  gerate dort  nach seiner Rückkehr in 
eine existenzbedrohende Lage,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

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dass mit dem negativen Entscheid in der Hauptsache die prozessua-
len Anträge (Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, vor-
sorgliche Anweisung an die zuständige Behörde, die Kontaktaufnahme 
mit  den Behörden des Heimat-  oder Herkunftsstaates sowie jegliche 
Datenweitergabe an diese zu unterlassen, eventualiter - bei bereits er-
folgter Datenweitergabe - entsprechende Information des Beschwerde-
führers in einer separaten Verfügung) gegenstandslos werden,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos darstellte,  weshalb  das Gesuch um Gewährung der  un-
entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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