# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c183e516-9f36-52bd-a62b-e947ef07bd30
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 01.11.2023 HE230104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE230104_2023-11-01.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE230104-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Stephan Mazan sowie die Gerichtsschreiberin  

Regula Blesi Keller 

 

Urteil vom 1. November 2023 

 

in Sachen 

 

A1._____ AG,  
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____ AG in Liquidation,  
2. C._____ AG,  
3. D._____ AG,  
4. E._____ Holding AG,  
Gesuchsgegnerinnen 

 

1 vertreten durch das Konkursamt Enge-Zürich, vertreten durch die F._____ Kon-

kurs 

2, 3, 4 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Es seien die Gesuchsgegnerinnen unter Androhung der Zwangs-
vollstreckung im Unterlassungsfall zu verpflichten, die von der 
Gesuchsgegnerin 1 gemieteten Büroräumlichkeiten (ca. 383 m2) 
im 2. Obergeschoss der Liegenschaft G._____-strasse 1, … Zü-
rich, inkl. Lagerraum im 4. Untergeschoss und Einstellplätzen 
Nrn. 2 und 3 in der Parkgarage (Parkgeschoss), unverzüglich 
ordnungsgemäss geräumt und gereinigt zu verlassen und der 
Gesuchstellerin zurückzugeben. 

2. Es sei das zuständige Stadtammannamt Zürich 2 anzuweisen, 
den zu erlassenden Befehl auf erstes Verlangen der Gesuchstel-
lerin zu vollstrecken; 

alles unter solidarischen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten 
der Gesuchsgegnerinnen." 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Mit Eingabe vom 19. September 2023 (act. 1; Datum Poststempel) ersuchte die 

Gesuchstellerin um Ausweisung der Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4. Mit Verfügung 

vom 21. September 2023 wurde der Gesuchstellerin Frist zur Leistung eines Kos-

tenvorschusses von CHF 6'500.00 und den Gesuchsgegnerinnen zur Stellung-

nahme angesetzt (act. 4). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (act. 

6). Mit Eingabe vom 3. und 13. Oktober 2023 liess sich das Konkursamt Enge-

Zürich, als Vertreterin der Gesuchsgegnerin 1, vernehmen (act. 7; act. 8). Unter 

dem 16. Oktober 2023 erfolgte eine Stellungnahme von Rechtsanwalt lic.iur. 

Y._____ namens der Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 (act. 9 Rz 1 ff.), mit dem An-

trag auf das Gesuchs der Gesuchstellerin sei nicht einzutreten (act. 9 S. 2). Am 

19. Oktober 2023 wurden die Doppel der act. 7 und 8 den Gesuchsgegnerinnen 

zur Kenntnis gebracht (Prot. S. 4), worauf von Rechtsanwalt Y._____ eine "2. 

Stellungnahme" eingereicht wurde (act. 13). Das Verfahren ist spruchreif.  

 

 

- 3 - 

2. Formelles 

2.1. Zuständigkeit 

Die örtliche und die sachliche Zuständigkeit des Einzelgerichts des Handelsge-

richts des Kantons Zürich sind gegeben (Art. 33 ZPO; Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. 

§ 44 lit. b und § 45 lit. d GOG; BGE 142 III 515 E. 2.2.4; act. 1 Rz 4, 5 und 7; act. 

3/1-5).  

2.2. Vertretungsbefugnis Gesuchsgegnerin 1 

Die Gesuchsgegnerin 1 ist am 11. Mai 2023 in Konkurs gefallen (act. 3/15). Mit 

der Konkurseröffnung verliert der Schuldner (bzw. bei einer juristischen Person 

deren Organe) die Verfügungsfähigkeit über seine Vermögenswerte (Art. 204 

SchKG; BGE 132 III 432 E. 2.4). Er verliert das Prozessführungsrecht in Prozes-

sen über das Konkursvermögen (BGE 132 III 89 E. 1.3). Die Gesuchsgegnerin 1 

wird seit der Konkurseröffnung, insbesondere auch vor Gericht, vom Konkursamt 

Enge-Zürich vertreten (vgl. Art. 240 SchKG).  

Die Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 haben Rechtsanwalt Y._____ mandatiert 

(act. 10A-C). In der Eingabe vom 16. Oktober 2023 stellt sich Rechtsanwalt 

Y._____ auf den Standpunkt, er sei auch Vertreter der Gesuchsgegnerin 1. Zur 

Vertretung der Gesuchsgegnerin 1 habe ihn Herr "H._____", welcher als Organ 

der Gesuchsgegnerin gestützt auf Art. 740 Abs. 5 OR zur Vornahme notwendiger 

Handlungen vertretungsbefugt sei, bevollmächtigt (act. 9 Rz 2).  

Im Konkursfall einer Aktiengesellschaft besorgt die Konkursverwaltung die Liqui-

dation. Die Organe der Gesellschaft behalten die Vertretungsbefugnis nur, soweit 

eine Vertretung durch sie noch notwendig ist (Art. 740 Abs. 5 OR). Die Befugnisse 

der Organe der Gesellschaft werden mit dem Eintritt der Liquidation auf die Hand-

lungen beschränkt, die für die Durchführung der Liquidation erforderlich sind, ihrer 

Natur nach jedoch nicht von den Liquidatoren - mithin der Konkursverwaltung - 

vorgenommen werden können (vgl. Art. 739 Abs. 2 OR).  

- 4 - 

Rechtsanwalt Y._____ bringt vor, die Vertretung der Gesuchsgegnerin 1 durch 

H._____ (Mitglied des Verwaltungsrates, Liquidator, mit Einzelzeichnungsberech-

tigung; act. 3/2) sei als notwendig zu erachten, sofern das Konkursamt Enge-

Zürich bzw. deren Vertreter die ausserordentliche Kündigung nicht als unwirksam 

bestreite, da bei Auflösung des in Frage stehenden Mietverhältnisses der Ge-

suchsgegnerin 1 bzw. der Konkursmasse aufgrund der nach wie vor ungekündig-

ten Untermietverhältnisse hohe Schadenersatzforderungen durch die Untermiete-

rinnen C._____ AG und D._____ AG, die derzeit nach wie vor ihre operative Ge-

schäftstätigkeit in den betroffenen Räumlichkeiten ausüben würden, drohten (act. 

9 Rz 3; act. 13 Rz 1 ff.). Indem Rechtsanwalt Y._____ sich darauf beruft, dass 

H._____ das Recht zur Ausstellung der Vollmacht dann zustehe, wenn das Kon-

kursamt die Wirksamkeit der Kündigung nicht bestreite, geht er selbst davon aus, 

dass das Konkursamt zur Vornahme dieser Handlung nicht auf die Mithilfe eines 

Organs der Konkursitin angewiesen ist. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwie-

weit die Abwendung von angeblich drohenden Schadenersatzforderungen von 

Dritten oder die Berufung auf die Ungültigkeit einer Kündigung eine Handlung 

darstellen sollte, welche für die Durchführung der Liquidation der Gesuchsgegne-

rin 1 erforderlich ist, ihrer Natur nach jedoch nicht vom Konkursamt Enge-Zürich 

als Liquidatorin vorgenommen werden könnte. Die Konkursverwaltung hält in der 

Eingabe vom 13. Oktober 2023 sodann ausdrücklich fest, dass sie zu keiner Zeit 

weder eine Drittpartei mit der Vertretung der Gesuchsgegnerin 1 beauftragt noch 

eine solche Vertretung genehmigt habe (act. 8 S. 2). So scheint es Rechtsanwalt 

Y._____ und H._____ mit ihrem Vorgehen denn auch nicht darum zu gehen, 

Schaden von der Gesuchsgegnerin 1 abzuwenden, sondern vielmehr Vorteile für 

die Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 herauszuholen, welche diesen als Untermiete-

rinnen nicht zustehen.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Rechtsanwalt Y._____ nur als Vertreter 

der Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 aufzuführen ist. Die Gesuchsgegnerin 1 wird 

durch das Konkursamt vertreten.  

 

 

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3. Materielles  

3.1. Rechtliches 

3.1.1. Nach Auflösung des Mietverhältnisses ist die Mietsache vom Mieter dem 

Vermieter zurückzugeben (Art. 267 Abs. 1 OR; Art. 262 Abs. 3 OR). Sodann hat 

der Eigentümer einer Sache das Recht, sie von jedem, der sie ihm vorenthält, 

herauszuverlangen und jede ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren (Art. 641 

ZGB). Den ihm zustehenden Ausweisungs- bzw. Rückgabeanspruch kann der 

Vermieter im Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen gemäss Art. 257 ZPO 

geltend machen, wobei das Gericht den entsprechenden Rechtsschutz dann ge-

währt, wenn der Sachverhalt unbestritten oder sofort beweisbar und die Rechtsla-

ge klar ist (Art. 257 Abs. 1 ZPO). Fehlt es an klarem Recht oder sofort beweisba-

ren tatsächlichen Verhältnissen, so ist das Begehren illiquid und das Gericht tritt 

darauf nicht ein (Art. 257 Abs. 3 ZPO).  

3.1.2. Gemäss Art. 266h Abs. 1 OR kann der Vermieter, wenn der Mieter nach 

Übernahme der Sache in Konkurs fällt, für künftige Mietzinsen Sicherheit verlan-

gen. Er muss dafür dem Mieter und der Konkursverwaltung schriftlich eine ange-

messene Frist setzen. Erhält der Vermieter innert dieser Frist keine Sicherheit, so 

kann er fristlos kündigen (Art. 266h Abs. 2 OR).  

3.1.3. Erlischt das Hauptmietverhältnis, geht das Gebrauchsrecht des Hauptmie-

ters unter. Sobald sein Gebrauchsrecht untergeht (niemand kann mehr Rechte 

übertragen, als er selber hat), muss der Untermieter die Mietsache ebenfalls zu-

rückgeben. Andernfalls kann er vom Vermieter gestützt auf Art. 641 ZGB ausge-

wiesen werden. Die Ausweisung kann im selben Verfahren wie gegenüber dem 

Mieter erfolgen (BGE 139 III 353 E. 2.1.2 S. 355 f.; BGE 120 II 112 E. 3; Müller, 

in: SVIT-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2018, Art. 262 OR N 46 ff. und 

Art. 267-267a N 28). 

 

 

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3.2. Würdigung 

3.2.1. Gesuchsgegnerin 1 

Die Gesuchsgegnerin 1 mietete von der Gesuchstellerin mit Mietvertrag vom 

22. März 2019 Büroräumlichkeiten im 2. Obergeschoss der im Eigentum der Ge-

suchstellerin stehenden Liegenschaft G._____-strasse 1 in … Zürich. Mietbeginn 

war der 1. März 2020. Der Mietzins betrug bei Vertragsschluss CHF 45'960.00 

brutto pro Quartal, zahlbar quartalsweise im Voraus am ersten Tag des Quartals. 

Seit 1. Januar 2023 beträgt der Mietzins CHF 48'297.45 pro Quartal (act. 1 Rz 8; 

act. 3/6; act. 3/7; act. 3/8; act. 7; act. 9). Mit separaten Mietverträgen vom 

13./19. Februar 2019, 8. Mai 2019 und 10. April 2019 mietete die Gesuchsgegne-

rin 1 von der Gesuchstellerin sodann einen Lagerraum im 4. Untergeschoss und 

zwei Einstellplätze (Nrn. 2 und 3) in der Parkgarage der Liegenschaft. Der Miet-

zins für den Lagerraum beträgt CHF 375.00 pro Quartal, für den Einstellplatz Nr. 2 

CHF 840.00 und für den Einstellplatz Nr. 3 CHF 1'050.00 pro Quartal. Die Miet-

zinse waren ebenfalls zahlbar quartalweise im Voraus auf den ersten Tag des 

Quartals (act. 1 Rz 9; act. 3/9-12; act. 7; act. 9).  

Nachdem die Gesuchsgegnerin 1 am 11. Mai 2023 in Konkurs gefallen war, teilte 

das zuständige Konkursamt Enge-Zürich der Gesuchstellerin mit Schreiben vom 

15. Mai 2023 mit, dass es nicht in die vorgenannten Mietverträge eintrete (act. 1 

Rz 12; act. 3/17; act. 7; act. 9).  

Mit Schreiben vom 31. Mai 2023 forderte die Gesuchstellerin, vertreten durch die 

Liegenschaftsverwaltung A2._____ AG, das Konkursamt Enge-Zürich (vgl. act. 

3/18) und die Gesuchsgegnerin 1 (vgl. act. 3/19) nach Art. 266h OR zur Sicher-

heitsleistung bis zum 8. Juni 2023 für die zukünftigen Mietzinse im Betrag von 

CHF 379'683.00 auf. Sie verband die Aufforderung mit der Androhung, dass die 

Mietverträge im Unterlassungsfall fristlos gekündigt werden (vgl. act. 1 Rz 13; act. 

3/20-22/1+2). Da innert Frist keine Sicherheit geleistet wurde, kündigte die Ge-

suchstellerin, wiederum vertreten durch die Liegenschaftsverwaltung A2._____ 

AG, die Mietverhältnisse mit amtlichen Formularen vom 22. Juni 2023 per 31. Au-

gust 2023 (act. 1 Rz 14; act. 3/25/1-4; act. 3/26-28). 

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Die Gesuchsgegnerin 1 (vertreten durch das Konkursamt Enge-Zürich) opponiert 

nicht gegen die Ausweisung, womit in tatsächlicher Hinsicht unbestrittene Ver-

hältnisse und damit ein liquider Sachverhalt im Sinn von Art. 257 ZPO vorliegt. So 

ist unbestritten, dass sowohl dem Konkursamt Enge-Zürich als auch der Mieterin 

(Gesuchsgegnerin 1) Frist zur Leistung einer Sicherheit nach Art. 266h OR ange-

setzt und dass innert Frist keine Sicherheit geleistet wurde. Ferner ist unstrittig, 

dass alsdann nach Fristablauf am 22. Juni 2023 die Kündigungen auf den 31. Au-

gust 2023 ausgesprochen wurden. Damit wurden die formellen Voraussetzungen 

von Art. 266h Abs. 1 und 2 OR eingehalten. Für die Kündigungen wurden die amt-

lichen Formulare verwendet (act. 25/1-4). Eine Kündigungsfrist oder ein Kündi-

gungstermin musste nicht eingehalten werden, da nach Art. 266h Abs. 2 OR frist-

los gekündigt werden kann. Mithin liegt auch eine klare Rechtslage vor. Insoweit 

die Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 in eigenem Interesse die Frage der Gültigkeit der 

Kündigung aufwerfen (vgl. act. 9 Rz 9 ff.; act. 13 Rz 5 ff.), ist mit Urkunden aus-

gewiesen, dass die formellen Anforderungen von Art. 266h OR gewahrt wurden 

(vgl. act. 3/18; act. 3/19; act. 3/20-22/1+2; act. 3/25/1-4; act. 3/26-28). Von nichti-

gen Kündigungen ist nicht auszugehen. Angefochten wurden die Kündigungen 

von der Gesuchsgegnerin 1 nicht.  

Aus dem Gesagten erhellt, dass die Mietverhältnisse per 31. August 2023 ende-

ten. Die Gesuchsgegnerin 1 hält sich ab dem 1. September 2023 unberechtigt in 

den Mietobjekten auf. Entsprechend ist der Gesuchsgegnerin 1 antragsgemäss 

zu befehlen, die streitgegenständlichen Büroräumlichkeiten, den Lagerraum und 

die Parkplätze unverzüglich ordnungsgemäss geräumt und gereinigt zu verlassen 

und der Gesuchstellerin zurückzugeben. 

3.2.2. Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 

Die Büroräumlichkeiten, der Lagerraum sowie die Parkplätze an der G._____-

strasse 1 in Zürich werden von den Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 genutzt. Zwi-

schen der Gesuchstellerin und den Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 besteht keine 

vertragliche Beziehung, behauptet werden vielmehr von den Gesuchsgegnerin-

nen 2 bis 4 (mündlich abgeschlossene) Untermietverträge mit der Gesuchsgegne-

rin 1 (act. 9 Rz 6 f.). Die Gesuchstellerin bestreitet den Bestand dieser Verträge 

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(act. 1 Rz 10). Mit Auflösung des Hauptmietverhältnisses per 31. August 2023 

ging das Gebrauchsrecht der Gesuchsgegnerin 1 an den gemieteten Objekten 

unter, womit auch das Recht der Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 (als angebliche Un-

termieterinnen) auf die weitere Benützung der Mietsachen unterging. Damit halten 

sich die Gesuchsgegnerinnen 2 bis 4 seit dem 1. September 2023 unberechtigt im 

Sinn von Art. 641 Abs. 2 ZGB in den im Eigentum der Gesuchstellerin stehenden 

Mietobjekten auf, weshalb ihnen antragsgemäss zu befehlen ist, die streitgegen-

ständlichen Büroräumlichkeiten, den Lagerraum sowie die Parkplätze unverzüg-

lich ordnungsgemäss geräumt und gereinigt zu verlassen und der Gesuchstellerin 

zurückzugeben. 

4. Vollstreckungsmassnahme 

Auf Antrag der obsiegenden Partei ordnet das Gericht Vollstreckungsmassnah-

men an (Art. 236 Abs. 3 ZPO und Art. 337 Abs. 1 ZPO). Zur Durchsetzung des 

Ausweisungsbefehls ist vorliegend die Anweisung an das Stadtammannamt Zü-

rich 2, den Ausweisungsbefehl zu vollstrecken, zweckmässig und ausreichend. 

Weitere Vollstreckungsmassnahmen sind nicht notwendig. Antragsgemäss ist das 

Stadtammannamt Zürich 2 anzuweisen, den Ausweisungsbefehl nach unbenutz-

tem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtgewährung der aufschiebenden Wir-

kung durch das Bundesgericht auf erstes Verlangen der Gesuchstellerin zu voll-

strecken. 

5. Kosten 

Ausgangsgemäss werden die Gesuchsgegnerinnen unter solidarischer Haftbar-

keit kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 und 3 ZPO). Ausgehend 

von einem Streitwert von CHF 101'124.90 ist die Gerichtsgebühr in Anwendung 

von § 4 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 6'500.00 festzusetzen. Die Kosten 

sind aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken 

(Art. 111 Abs. 1 ZPO), wobei der Gesuchstellerin das Rückgriffsrecht auf die soli-

darisch haftenden Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 einzuräumen ist (Art. 111 Abs. 2 

ZPO). Die Parteientschädigung für die Gesuchstellerin ist in Anwendung von § 4 

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Abs. 2 sowie § 9 AnwGebV auf CHF 7'000.00 festzusetzen und von den solida-

risch haftenden Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 zu bezahlen.  

Der Einzelrichter erkennt: 

1. Den Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 wird befohlen, die von der Gesuchsgegne-

rin 1 gemieteten Büroräumlichkeiten (ca. 383 m2) im 2. Obergeschoss, den 

Lagerraum im 4. Untergeschoss sowie die Einstellplätze Nrn. 2 und 3 in der 

Parkgarage (Parkgeschoss) der Liegenschaft G._____-strasse 1, … Zürich, 

unverzüglich ordnungsgemäss geräumt und gereinigt zu verlassen und der 

Gesuchstellerin zurückzugeben. 

2. Das Stadtammannamt Zürich 2 wird angewiesen, den Befehl gemäss Dis-

positiv-Ziffer 1 nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtge-

währung der aufschiebenden Wirkung durch das Bundesgericht auf erstes 

Verlangen der Gesuchstellerin zu vollstrecken. Die Kosten der Vollstreckung 

sind von der Gesuchstellerin vorzuschiessen, ihr aber von den Gesuchs-

gegnerinnen 1 bis 4 anteilsmässig zu je einem Viertel zu ersetzen. 

3. Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 6'500.00 festgesetzt. 

4. Die Kosten werden den Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 unter solidarischer 

Haftbarkeit auferlegt. Sie werden vorab aus dem von der Gesuchstellerin ge-

leisteten Kostenvorschuss gedeckt, wobei der Gesuchstellerin das Rück-

griffsrecht auf die solidarisch haftenden Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 einge-

räumt wird. 

5. Die Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 werden verpflichtet, der Gesuchstellerin 

unter solidarischer Haftung eine Parteientschädigung von CHF 7'000.00 zu 

bezahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin im Doppel für 

sich und zuhanden des Stadtammannamtes Zürich 2 und unter Beilage der 

Doppel von act. 7-9, act. 11/5-11 und act. 13. 

- 10 - 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 

90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert 

beträgt CHF 101'124.90. 

 

 
Zürich, 1. November 2023 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

Einzelgericht 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Regula Blesi Keller 
 
 

	Urteil vom 1. November 2023
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
	Der Einzelrichter erkennt:
	1. Den Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 wird befohlen, die von der Gesuchsgegnerin 1 gemieteten Büroräumlichkeiten (ca. 383 m2) im 2. Obergeschoss, den Lagerraum im 4. Untergeschoss sowie die Einstellplätze Nrn. 2 und 3 in der Parkgarage (Parkgeschoss) der ...
	2. Das Stadtammannamt Zürich 2 wird angewiesen, den Befehl gemäss Dispositiv-Ziffer 1 nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung durch das Bundesgericht auf erstes Verlangen der Gesuchstellerin zu voll...
	3. Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 6'500.00 festgesetzt.
	4. Die Kosten werden den Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. Sie werden vorab aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt, wobei der Gesuchstellerin das Rückgriffsrecht auf die solidarisch haft...
	5. Die Gesuchsgegnerinnen 1 bis 4 werden verpflichtet, der Gesuchstellerin unter solidarischer Haftung eine Parteientschädigung von CHF 7'000.00 zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin im Doppel für sich und zuhanden des Stadtammannamtes Zürich 2 und unter Beilage der Doppel von act. 7-9, act. 11/5-11 und act. 13.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...