# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 013651a5-0063-5dd5-a571-503402a2d258
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.07.2008 D-4643/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4643-2008_2008-07-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4643/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...), 
Staatsangehörigkeit unbekannt,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Emil Nisple, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 27. Juni 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4643/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer sein angebliches Heimatland (Sudan) ei-
genen  Angaben  zufolge  ungefähr  im  Mai  2008  verliess  und  am 
21. Mai 2008 in die Schweiz einreiste, wo er tags darauf um Asyl nach-
suchte,

dass  das  BFM  am  11. Juni 2008  im  Transitzentrum  Altstätten  seine 
Personalien erhob, ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Grün-
den für  das Verlassen des Heimatlandes befragte  und ihm aufgrund 
seiner  Altersangaben für  das weitere Verfahren vorsorglich eine Ver-
trauensperson beiordnete, 

dass ein vom BFM beauftragter Experte am 13. Juni 2008 mit dem Be-
schwerdeführer im Beisein der Vertrauensperson ein Telefongespräch 
führte, aufgrund dessen dieser am 16. Juni 2008 eine Herkunftsanaly-
se (LINGUA-Gutachten) über ihn erstellte,

dass der Experte in  seinem Bericht  vom 16. Juli  2008 zum Schluss 
kam, der Beschwerdeführer sei geographisch-sprachlich mit Sicherheit 
der Region Westafrika und mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  Ni-
geria zuzuordnen, wobei die Herkunft aus jedem anderen Land ausser 
Kamerun ausgeschlossen werden kann,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 18. Juni 2008 in Anwesen-
heit seiner Vertrauensperson zum Ergebnis dieser Analyse das rechtli-
che Gehör gewährte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  27. Juni  2008  –  eröffnet  am 
8. Juli 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe versucht,  die  Behörden über seine Identität  zu 
täuschen, indem er eine falsche Nationalität angegeben habe,

dass die Angabe zu seiner Nationalität jedoch durch die LINGUA-Ana-
lyse widerlegt  und dessen Inhalt  dem Beschwerdeführer im Rahmen 
des rechtlichen Gehörs mitgeteilt worden sei,

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dass demzufolge der Beschwerdeführer mit Sicherheit nicht aus dem 
Sudan stamme, sondern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Ni-
geria sozialisiert worden sei,

dass der Beschwerdeführer im Verlaufe des rechtlichen Gehörs nicht 
in der Lage gewesen sei, seine fehlenden Kenntnisse zum angeblichen 
Herkunftsstaat zu erklären, sondern lediglich darauf beharrt habe, aus 
dem Sudan zu stammen, 

dass er beispielsweise angegeben habe, er beherrsche die Stamme-
sprache seiner Mutter nicht, weil seine Eltern getötet worden seien, als 
er noch ein kleines Kind gewesen sei, und er danach in einer Mission 
bei einem Weissen aufgewachsen sei, von diesem er auch sein Eng-
lisch gelernt habe,

dass diese Angabe jedoch nicht erkläre, weshalb der Beschwerdefüh-
rer  ein  westafrikanisches  Englisch  mit  Einfluss  von  Pidginenglisch 
spreche, wie es in Nigeria üblich sei,

dass  es  auch nicht  nachvollziehbar  sei,  dass  der  Beschwerdeführer 
kein Wort Arabisch spreche,

dass er auch keinerlei Dörfer oder Städte in der Nähe der Mission nen-
nen könne, in welcher er aufgewachsen sein will,

dass die Begründung, er habe die Mission nie verlassen und kenne sie 
deshalb nicht,  als unglaubhaft zu qualifizieren sei,  da dies der allge-
meinen Lebenserfahrung widerspreche,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Juli 2008 gegen die-
sen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht durch seinen Rechts-
vertreter  Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, es sei die 
angefochtene Verfügung des BFM vom 27. Juni 2008 aufzuheben, auf 
das Asylgesuch einzutreten und das Normalverfahren durchzuführen; 
eventualiter sei die Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzuges festzustellen und dem Beschwerdeführer die vorläufige 
Aufnahme zu gewähren,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, es sei auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

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dass der  Beschwerde verschiedene Fotos und zwei  Berichte "Ethni-
sche Säuberungen in Darfur" und "Der Darfur-Konflikt im Sudan" aus 
dem Internet beilagen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG) i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der Begriff der Identität im asylrechtlichen Sinn den Namen, den 
Vornamen,  die  Staatsangehörigkeit,  die  Ethnie,  das  Geburtsdatum, 
den Geburtsort und das Geschlecht umfasst (Art. 1 Bst. a der Asylver-
ordnung  1  vom  11. August 1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]),

dass im vorliegenden Fall das BFM über seine Fachstelle LINGUA den 
Beschwerdeführer einer Herkunftsanalyse auf der Basis charakteristi-
scher  Merkmale  in  der  Sprechweise sowie  landeskundlich-kultureller 
Anhaltspunkte unterzogen hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  LINGUA-Analyse  des  BFM 
zwar  nicht  als  Sachverständigengutachten  (Art. 12  Bst. e  VwVG; 
Art. 57 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bun-
deszivilprozess  [BZP,  SR  273]  i.V.m.  Art. 19  VwVG),  sondern  als 
schriftliche  Auskünfte  einer  Drittperson (Art. 12  Bst. c  VwVG; Art. 49 
BZP i.V.m. Art. 19 VwVG) anerkennt, ihr indessen – sofern bestimmte 
Anforderungen an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutrali-
tät des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nach-
vollziehbarkeit der Analyse erfüllt sind – erhöhten Beweiswert zumisst 
(vgl. EMARK 2003 Nr. 14 E. 7 S. 89; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),

dass  demnach  LlNGUA-Analysen  grundsätzlich  geeignet  sind,  den 
Nachweis einer Identitätstäuschung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b 
AsylG zu erbringen (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 E. 3d S. 125 f.),

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dass in der Beschwerde gerügt wird, eine telefonische Befragung für 
die LINGUA-Analyse sei nicht die Regel und könne die Qualität sehr 
beeinträchtigen, 

dass die Befragung nur eine halbe Stunde gedauert habe, weshalb der 
LINGUA-Experte nach so wenig Gesprochenem und am Telefon über-
haupt nicht über die Herkunft des Beschwerdeführers urteilen könne, 

dass eine viermonatige Aufenthaltsdauer des Gutachters in den analy-
serelevanten Ländern als zu kurz erscheine, als dass man die vielen 
verschiedenen Dialekte auseinanderhalten könne, ausserdem sei der 
Gutachter auf Englisch in Westafrika spezialisiert, der Beschwerdefüh-
rer komme jedoch aus Ostafrika, folglich habe er den Dialekt des Be-
schwerdeführers fälschlicherweise als nigerianisches Englisch klassifi-
ziert, 

dass das Bundesverwaltungsgericht diese Ansichten des Beschwerde-
führers nicht teilt,

dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur LINGUA-Analy-
se gewährt  wurde, er sich dabei nicht über mangelnde Qualität oder 
Störungen  bezüglich  der  technischen Gegebenheiten  des  Telefonge-
sprächs geäussert hat,

dass es sich beim LINGUA-Experten um einen Gutachter mit akademi-
scher Ausbildung und Erfahrungen in analyserelevanten wissenschaft-
lichen Tätigkeiten (Studium der Anglistik, Magister Artium und Promoti-
on  im  Bereich  Sprachwissenschaft,  Spezialisierung  auf  Englisch  in 
Westafrika, Habilitation mit einem analyserelevanten Thema zum Eng-
lischen in Kamerun, Mitarbeit  an universitärem Forschungsprojekt zu 
westafrikanischem  Englisch,  mehrere  analyserelevante  Veröffentli-
chungen und Fachvorträge) handelt,

dass die analyserelevanten Sprachkenntnisse des LINGUA-Gutachters 
Englisch  in  seinen  verschiedenen  Formen,  insbesondere  dessen 
Zweitsprachenvarianten in  Afrika sowie  englischbasierte  Pidgins und 
Creoles sind,

dass der Experte zudem für das Bundesamt für die Anerkennung aus-
ländischer Flüchtlinge in Nürnberg seit 1998 als Gutachter arbeitet,

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dass das Bundesverwaltungsgericht deshalb davon ausgeht, es hand-
le  sich  um einen  fachlich  qualifizierten  Experten,  der  eine  inhaltlich 
schlüssige und nachvollziehbare Analyse erstellt hat,

dass der Experte nicht nur aufgrund des Dialekts des Beschwerdefüh-
rers, sondern auch aufgrund dessen mangelnder Kenntnisse über sein 
Heimatland zum Schluss kam, dieser stamme nicht aus dem Sudan,

dass deshalb der vorliegend zu beurteilenden, ausführlichen und sorg-
fältig begründeten LINGUA-Analyse nach den erwähnten Kriterien er-
höhter Beweiswert zukommt,

dass  das  BFM  unter  Hinweis  auf  die  LINGUA-Analyse  vom 
13. Juni 2008 überzeugend dargelegt hat, warum der Beschwerdefüh-
rer entgegen seinen Aussagen nicht  aus dem Sudan stammen kann 
und  durch  seine  tatsachenwidrigen  Angaben  die  Asylbehörden  über 
seine  Identität  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. b  AsylG  i.V.m. 
Art. 1 Bst. a AsylV 1 getäuscht hat, 

dass dieser Schluss auch durch weitere widersprüchliche und unsubs-
tanziierte Aussagen des Beschwerdeführers zur Herkunft und zur Rei-
se bestätigt wird,

dass der Beschwerdeführer den Namen der Mission benennen können 
müsste, in der er angeblich aufgewachsen sein soll,

dass er jedoch bei der Befragung am 11. Juni 2008 erklärte, die Missi-
on heisse (...) (vgl. act. A1/11, S. 1 und 3), währenddem er im Rahmen 
des ihm am  18. Juni 2008 gewährten rechtlichen Gehörs die Mission 
als (...) (vgl. act. A11/7, S. 2) bezeichnete,

dass diese Divergenz den Schluss nahe legt, seine Ausführungen, wo-
nach er im Sudan in einer Mission bei einem weissen Priester aufge-
wachsen sei, entsprächen nicht der Wahrheit,

dass er ferner weder wissen will, wieviel die Reise in die Schweiz ge-
kostet noch in welchem Land er das Schiff verlassen hat, 

dass  eine  Reise  vom Sudan  bis  in  die  Schweiz  ohne  dabei  jemals 
Identitätspapiere vorgelegt zu haben, zudem realitätsfremd erscheint,

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dass der Beschwerdeführer, wie das BFM zu Recht vorbringt, keinerlei 
Identitätsnachweise eingereicht  hat,  welche die von ihm geltend ge-
machte Staatsangehörigkeit bestätigen würde,

dass unter diesen Umständen auf die Ausführungen in der Beschwer-
de und die eingereichten Beweismittel nicht näher einzugehen ist, weil 
sie an der Beurteilung der Frage der Identitätstäuschung nichts ändern 
können,

dass ergänzend lediglich festzuhalten ist, dass sich der Beschwerde-
führer die angeblichen Verletzungen, welche er mit den eingereichten 
Fotos zu belegen versucht, nicht in dem von ihm geltend gemachten 
Kontext zugezogen haben kann,

dass demnach das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG) grundsätzlich von Amtes we-
gen zu prüfen sind, diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und 
Glauben ihre Grenzen an der  Mitwirkungspflicht  der  beschwerdefüh-
renden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substan-
ziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es nicht Sache der Asylbehörden 
sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypotheti-
schen Herkunftsländern zu forschen,

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dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden einer Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine lan-
des- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 
Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83  Abs. 2  -  4  AuG (vgl. EMARK 2005  Nr. 1 
E. 3.2.2. S. 4 f.) entgegen stehen,

dass  somit  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  das 
BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses durch den direkten Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos 
geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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