# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6840792-b0d4-5a60-b67d-9af11af30146
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.11.2010 B-703/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-703-2010_2010-11-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-703/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Francesco Brentani (Vorsitz), Richter Jean-
Luc Baechler, Richter Philippe Weissenberger, 
Gerichtsschreiber Corrado Bergomi.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB,
Postfach 6023, 3001 Bern,
Vorinstanz.

Zulassung als Revisionsexpertin.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-703/2010

Sachverhalt:

A.
Am  13.  Dezember  2007  reichte  X._______  (nachfolgend:  Be-
schwerdeführerin)  ein  Gesuch  um  Zulassung  als  Revisionsexpertin 
und  um  Aufnahme  in  das  Register  der  Revisionsaufsichtsbehörde 
(nachfolgend: RAB, Vorinstanz) ein. 

Mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 hiess die RAB das Zulassungs-
gesuch provisorisch gut. Die Beschwerdeführerin wurde bis zur defini -
tiven Beurteilung des Gesuchs und unter Vorbehalt der fristgerechten 
Einreichung der  verlangten  Unterlagen provisorisch als  Revisionsex-
pertin zugelassen sowie in das Revisorenregister eingetragen. 

Mit E-Mail vom 24. März 2009 forderte die Vorinstanz die Beschwerde-
führerin auf, ihr Gesuch bis 1. Mai 2009 mit diversen zusätzlichen Un-
terlagen zu ergänzen (vgl. hinten E. 5.2.1).

Mit  Schreiben  vom  28.  Mai  2009  räumte  die  Vorinstanz  der  Be-
schwerdeführerin  nochmals  Gelegenheit  ein,  die  mit  E-Mail  vom 
24. März  2009  ersuchten  zusätzlichen  Unterlagen  bis  spätestens 
29. Juni  2009 einzureichen. Für den Fall,  dass diese Frist  unbenutzt 
ablaufen  würde,  stellte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  den 
Entzug der provisorischen Zulassung und die Löschung des entspre-
chenden Antrags im Register in Aussicht.

Nachdem die  Beschwerdeführerin  auf  das  Schreiben der  Vorinstanz 
vom 28. Mai 2009 nicht reagiert hatte, forderte sie die Vorinstanz mit 
Eingabe vom 10. Dezember 2008 nochmals auf, die gewünschten Un-
terlagen bis  16. Dezember 2009 einzureichen, insbesondere die Be-
stätigungen  zur  beaufsichtigten  bzw.  unbeaufsichtigten  Fachpraxis. 
Dies erfolgte mit dem Hinweis, dass bei nicht fristgerechtem Eingang 
der Unterlagen das Gesuch aufgrund der vorliegenden Akten beurteilt  
bzw. die  provisorische  Zulassung  entzogen  werde.  Zugleich  lud  die 
Vorinstanz  die  Beschwerdeführerin  ein,  zur  vorläufigen  Feststellung 
des Sachverhalts und zur rechtlichen Würdigung Stellung zu nehmen.

Mit Verfügung vom 6. Januar 2010 wies die Vorinstanz das Gesuch der 
Beschwerdeführerin  ab,  hob  die  provisorische  Zulassung  als  Revi-
sionsexpertin auf und verfügte die Löschung der entsprechenden Ein-
tragung im Revisorenregister. Zugleich entzog die Vorinstanz einer all -

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fälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Zur Begründung führ-
te  die  Vorinstanz  im Wesentlichen an,  die  Beschwerdeführerin  habe 
ihre notwendige und zumutbare Mitwirkungspflicht verletzt, indem sie 
die erforderlichen Unterlagen nicht eingereicht habe.

B.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 5. Februar 
2010 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt,  es 
sei „auf die Aufhebung des Zulassungsgesuchs und die Löschung im 
Revisorenregister (...) zu verzichten“. 

In  der  Beschwerdebegründung  erklärt  die  Beschwerdeführerin,  sie 
habe die E-Mail der Vorinstanz vom 24. März 2009 zwar erhalten, doch 
sei sie schon in jenem Zeitpunkt gesundheitlich angeschlagen gewe-
sen  und  sie  habe  wichtige  Arbeiten  nicht  erledigen  können.  Am 
20. Mai bzw. 4. Juni 2009 habe sie die Auszüge aus dem Straf- bzw. 
Betreibungsregister  beantragt.  Trotzdem  habe  sie  diese  Unterlagen 
auch nach deren Erhalt nicht an die Vorinstanz weitergeleitet. Die Be-
schwerdeführerin  führt  diesbezüglich  aus,  sie  sei  in  eine  Burnout--
Situation  geraten,  aufgrund derer  sie nur eine auf  50% beschränkte 
Arbeitsleistung  habe  erbringen  können  und  unter  welcher  auch  das 
Geschäft und ihre Mitarbeiter gelitten hätten. Durch einen Todesfall im 
engsten Kreis sei ihr bewusst geworden, wie schlimm es um sie stehe. 
Im  Moment  arbeite  sie  daran,  von  dieser  Situation  wegzukommen, 
wenn auch dies nicht innert weniger Tage bereinigt werden könne. Da 
sie heute auf dem Besserungsweg sei, ersuche sie um Gewährung der 
Zulassung  als  Revisionsexpertin.  Sie  sei  diesbezüglich  auch  bereit,  
das Verfahren nochmals von vorne durchzuführen. 

Ihrer  Beschwerde  legt  die  Beschwerdeführerin  einen  neuen  Strafre-
gister-  bzw. Betreibungsregisterauszug bei. Daraus seien ihre Bemü-
hungen  ersichtlich,  den  Aufforderungen  der  Vorinstanz  nachzu-
kommen. 

C.
Mit Vernehmlassung vom 16. März 2010 beantragt die Vorinstanz die 
kostenfällige vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie erachtet 
es als angemessen, einer Person, die mehrfach aufgefordert  worden 
sei, die notwendigen Unterlagen einzureichen und die auf die Rechts-
folgen ihrer Säumigkeit hingewiesen worden sei, die provisorische Zu-
lassung zu entziehen. Abgesehen davon, dass es auch bei einer Ar -
beitsfähigkeit von 50% möglich sein sollte, die erforderlichen Bestäti -

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gungen und Belege zusammenzutragen, hätte die Beschwerdeführerin 
die Vorinstanz über ihre gesundheitliche Situation informieren und um 
eine Fristerstreckung ersuchen können. Dies habe sie jedoch unter-
lassen.  Im  Übrigen  habe  die  Beschwerdeführerin  ihre  teilweise 
Arbeitsunfähigkeit nicht durch ein entsprechendes Arztzeugnis belegt. 

Mit  Verfügung vom 24. März  2010  erachtete  das Gericht  die  Sache 
aufgrund  der  vorliegenden  Akten  für  spruchreif  und  teilte  den  Ver-
fahrensbeteiligten mit, dass – vorbehältlich weiterer Eingaben und In-
struktionen – ein weiterer Schriftenwechsel aus damaliger Sicht nicht 
erforderlich schien. 

D.
Auf die bisher genannten Vorbringen und die weiteren Ausführungen 
der Verfahrensbeteiligten wird, soweit sie rechtserheblich sind, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 
Streitsache zuständig (Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. e des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 172.32] i. V. m. Art. 28 
Abs. 2 des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [RAG, 
SR 221.302]. 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men (Art.  48  Abs. 1  Best.  a  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwal-
tungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR  172.021],  ist 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  (Art. 48 Abs. 1 
Bst. b VwVG) und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). 

Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht, der Kosten-
vorschuss  wurde  rechtzeitig  geleistet  und  die  übrigen  Sachurteils-
voraussetzungen liegen vor (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 44 
ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.
Das Revisionsaufsichtsgesetz ist seit dem 1. September 2007 in Kraft 
(Verordnung  über  die  weitere  Inkraftsetzung  des  Revisionsaufsichts-
gesetzes vom 22. August 2007 [AS 2007 3969]). Dieses regelt die Zu-
lassung und die Beaufsichtigung von Personen, die Revisionsdienst-
leistungen erbringen, und dient der ordnungsgemässen Erfüllung und 
der Sicherstellung der Qualität  von Revisionsdienstleistungen (Art. 1 
Abs. 1 und 2 RAG).

Natürliche Personen und Revisionsunternehmen, die Revisionsdienst-
leistungen erbringen,  bedürfen einer  Zulassung  durch die  Aufsichts-
behörde  (Art.  3  Abs.  1  RAG  i. V. m.  Art.  1  der  Revisionsaufsichts-
verordnung vom 22. August 2007  [RAV, SR 221.302.3]). Die Aufsicht 
obliegt nach Art. 28 Abs. 1 RAG der Vorinstanz. Diese entscheidet auf 
Gesuch hin über  die Zulassung von Revisionsexpertinnen und Revi-
sionsexperten, Revisorinnen und Revisoren sowie staatlich beauftrag-
ten Revisionsunternehmen (Art. 15 Abs. 1 RAG). Eine natürliche Per-
son  kann  als  Revisionsexpertin  oder  Revisionsexperte  zugelassen 
werden,  wenn sie  die  Anforderungen an Ausbildung  und Fachpraxis 
erfüllt (Art. 4 Abs. 2 RAG). Zudem muss die Anwärterin oder der An-
wärter  über  einen unbescholtenen Leumund verfügen (Art. 4  Abs. 1 
RAG).

Art. 43 Abs. 3 RAG i.V.m. Art. 47 Abs. 1 RAV sehen übergangsrecht-
lich  ein  erleichtertes  Zulassungsverfahren  vor:  Natürliche  Personen 
und Revisionsunternehmen, die bis vier Monate nach Inkraft treten des 
RAG bei der Aufsichtsbehörde ein Gesuch um Zulassung als Revisorin 
oder Revisor, Revisionsexpertin oder Revisionsexperte oder als staat-
lich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen einreichen, dürfen bis zum 
Entscheid über die Zulassung Revisionsdienstleistungen im Sinne von 
Art. 2  Bst. a  RAG erbringen.  Bei  fristgerechter  Einreichung  des  Zu-
lassungsgesuchs  wird  der  Gesuchsteller  grundsätzlich  provisorisch 
zugelassen.  Die  Aufsichtsbehörde  ist  jedoch  gemäss  Art. 47  Abs. 2 
RAV befugt,  Gesuche abzuweisen und eine provisorische Zulassung 
zu verweigern,  wenn die Zulassungsvoraussetzungen aufgrund einer 
summarischen Überprüfung offensichtlich nicht erfüllt sind, etwa wenn 
das Gesuch offensichtlich unvollständig oder aussichtslos ist (vgl. Bot-
schaft  zur Änderung des Obligationenrechts [Revisionspflicht  im Ge-
sellschaftsrecht] sowie zum Bundesgesetz über die Zulassung und Be-
aufsichtigung  der  Revisorinnen  und  Revisoren  vom  23. Juni  2004, 
BBl 2004 4092 f., nachfolgend: Botschaft RAG).

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3.
Die  Beschwerdeführerin  hat  ihr  Gesuch  um  Zulassung  als 
Revisionsexpertin am 13. Dezember 2007 eingereicht , somit innerhalb 
der viermonatigen Frist,  und sie wurde in  der Folge provisorisch als 
Revisionsexpertin  zugelassen  (vgl.  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 
18. Dezember 2007).

In  der  angefochtenen  Verfügung hat  die  Vorinstanz das  Gesuch um 
Zulassung als Revisionsexpertin der Beschwerdeführerin abgewiesen, 
die provisorische Zulassung als Revisionsexpertin aufgehoben und die 
Löschung der entsprechenden Eintragung im Revisorenregister ange-
ordnet. 

Ausschlaggebender  Grund  für  die  Abweisung  des  Gesuchs  war 
gemäss  Ansicht  der  Vorinstanz  die  Verletzung  der  notwendigen und 
zumutbaren  Mitwirkungspflicht  durch  die  Beschwerdeführerin.  Diese 
habe die erforderlichen Unterlagen nicht eingereicht. Nachfolgend ist 
zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin zu 
Recht abweisen und die provisorische Eintragung im Revisorenregister 
löschen durfte. 

4.
Im Verwaltungsverfahren besteht grundsätzlich die Pflicht, den rechts-
erheblichen  Sachverhalt  von  Amtes  wegen  festzustellen  (Art.  12 
VwVG). Dieser  Untersuchungsgrundsatz  wird  jedoch  dadurch  gemil-
dert und relativiert, dass den Parteien aufgrund von Art. 13 VwVG ge-
wisse Mitwirkungspflichten bei der Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhalts  obliegen  (vgl.  statt  vieler:  CHRISTOPH AUER in:  Christoph 
Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bun-
desgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, N 1 ff. 
zu Art. 13 VwVG). Eine Mitwirkungspflicht besteht im Verwaltungsrecht 
allgemein für Tatsachen, die eine Partei, die das Verfahren durch eige-
nes Begehren einleitet oder die eigene Rechte geltend macht, besser 
kennt  als  die  Behörde  und  die  ohne  ihre  Mitwirkung  gar  nicht  oder 
nicht ohne vernünftigen Aufwand erhoben werden können (BGE 128 II 
142 E. 2b).

Die Mitwirkungspflicht der Parteien gilt  nicht in sämtlichen Verfahren, 
sondern konzentriert sich alternativ auf drei bestimmte Kategorien von 
Verfahren:  Verfahren,  welche  die  Parteien  durch  eigenes  Begehren 
einleiten (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG); andere Verfahren, in denen die 
Parteien selbständige Begehren stellen (Art. 13 Abs. 1 Bst. b VwVG);  

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Verfahren, in denen den Parteien nach einem anderen Bundesgesetz 
eine  weitergehende  Auskunfts-  oder  Offenbarungspflicht  obliegt 
(Art. 13 Abs. 1 Bst. c VwVG). Vorbehalten bleiben die aus dem Grund-
satz  von  Treu  und  Glauben  abgeleiteten  Mitwirkungspflichten  (vgl. 
PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER in: Bernhard Waldmann/Philippe 
Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG,  Praxiskommentar  zum Bundesgesetz 
über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/Basel/Genf  2009,  N  8  ad 
Art. 13 VwVG; AUER, a. a. O., N 12 f. ad Art. 13 VwVG; CLÉMENCE GRISEL, 
L'obligation  de  collaborer  des  parties  en  procédure  administrative, 
Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 143 f.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwal-
tungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Aufl., 
Zürich 1998, Rz. 268 ff). 

Der Inhalt der Mitwirkungspflicht ist entweder in der Spezialgesetzge-
bung  (besondere  Auskunftspflichten  gibt  es  z. B.  im  Asyl-,  Steuer-, 
Kartell-  und Bankenrecht) oder,  soweit  sich im einschlägigen Gesetz 
keine  besonderen  bzw.  weitergehenden Bestimmungen  finden,  in 
Art. 13  VwVG  umschrieben  (Art.  13  Abs.1  Bst.c  VwVG).  Die  Mit-
wirkungspflicht dient der beschleunigten und optimalen Sachverhalts-
erforschung und umfasst in erster Linie die Auskunftserteilung sowie 
die  Herausgabe  von  Urkunden  und  Akten  (KRAUSKOPF/EMMENEGGER, 
a. a. O.,  N  37  ff.  ad  Art.  13  VwVG;  AUER,  a. .a .O.,  N  3  ad  Art.  13 
VwVG). Der Mitwirkungspflicht sind insofern Grenzen gesetzt, als die 
Beschaffung der  Beweismassnahmen zumutbar  und nicht  mit  unver-
hältnismässigem  Aufwand  verbunden  ist  (KRAUSKOPF/EMMENEGGER, 
a. a. .O.,  N 43 ff. ad Art. 13 VwVG;  AUER,  a. a .O.,  N 6, 8 ad Art. 13 
VwVG). Den Mitwirkungspflichten der Parteien steht die Aufklärungs-
pflicht der Behörden gegenüber. Die Beweisführungslast verbleibt bei 
ihr. Die Behörden haben somit die Betroffenen darüber zu informieren, 
worin die Mitwirkungspflicht besteht, welche Beweismittel im Einzelnen 
beizulegen  sind  und  welche  mögliche  Rechtsfolgen  eine  Verletzung 
der  Mitwirkungspflicht  nach  sich  ziehen  kann  (KRAUSKOPF/EMMENEGGER, 
a. a. .O., N 47 ff. ad Art. 13 VwVG; AUER, a. .a .O., N 6 i. f. ad Art. 13 
VwVG; KÖLZ/HÄNER, a. a. O., Rz. 274).

Die durch die Mitwirkungspflichten der Parteien gemilderte und relati -
vierte Untersuchungsmaxime ändert hingegen nichts an der materiel -
len Beweislast. Diese richtet sich nach der Beweislastregel von Art. 8 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, 
SR 210), sofern das massgebliche Recht keine spezifische Beweisre-
gel  enthält. Danach hat  derjenige die  Folgen der  Beweislosigkeit  zu 

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tragen,  der  aus  einer  unbewiesen  gebliebenen  Tatsache  Rechte 
ableiten  will.  Die  Beschwerdeführer  sind  daher  gezwungen,  an  der 
Beweisbeschaffung  mitzuwirken  und  auf  die  für  sie  günstigen 
Umstände  hinzuweisen  und  sie  zu  belegen  (AUER,  a. a. O. N  11  ad 
Art. 13 VwVG; GRISEL, a. a. O., Rz. 169 ff.; KÖLZ/HÄNER, a. a. O. Rz. 269). 

Die Folgen der Verletzung der Mitwirkungspflicht wurden vom Gesetz -
geber  nicht  abschliessend  festgelegt.  Der  Behörde  steht  in  diesem 
Sinne  ein  gewisser  Ermessensspielraum  zu:  entweder  erlässt  sie 
einen  Nichteintretensentscheid  –  wie  dies  ausdrücklich  in  Art.  13 
Abs. 2 VwVG verankert  ist  –  oder  sie entscheidet  aufgrund der  vor-
handenen  Aktenlage,  wobei  sie  die  unterlassene  Mitwirkung  im 
Rahmen der Beweiswürdigung berücksichtigt  (AUER,  a. a. O., N 22 ff. 
ad Art. 13 VwVG;  KRAUSKOPF/EMMENEGGER,  a. a. O.,  N 53 ff. ad Art. 13 
VwVG; GRISEL, a. a. O., Rz. 768 ff.). 

5.
Das  Zulassungsverfahren  für  Revisionsexpertin  wurde  vorliegend 
durch das Gesuch der Beschwerdeführerin ausgelöst. 

5.1 Bei  Verwaltungsverfahren,  welche  wie  vorliegend  durch  ein Ge-
such der Parteien eingeleitet werden, liesse sich die Mitwirkungspflicht 
zunächst ohne weiteres aus Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG ableiten. Dem 
RAG lässt sich  nur eine Bestimmung entnehmen, welche explizit die 
Mitwirkungspflicht regelt; nämlich jene der bereits registrierten natürli-
chen Personen und Unternehmen (Art. 15 Abs. 3 RAG). Für staatlich 
beaufsichtigte  Revisionsunternehmen  besteht  sodann  eine  Melde-
pflicht  (Art. 14  RAG).  Dass  den  Gesuchstellern  im  Zulassungsver-
fahren  beispielsweise  in  Bezug  auf  die  Vorlage  von  Ausbildungsab-
schlüssen und den Nachweis einer  entsprechenden Fachpraxis  eine 
Mitwirkungspflicht  obliegt,  lässt  sich  aber  zwanglos  auch  aus  dem 
gesetzlich geregelten Gesuchsverfahren schlechthin, mithin auch aus 
Art.  4  und  15  RAG  schliessen.  Die  nähere  Ausgestaltung  der  Mit-
wirkungspflicht  für  die  Gesuchsteller  im  Zulassungsverfahren  erfolgt 
auf  Verordnungsstufe  (vgl.  Art.  2,  3  und  13  Abs.  1  RAV).  Weitere 
Konkretisierungen  finden  sich  im  Rundschreiben  1/2007  der  Vor-
instanz vom 27. August  2007 über  die  Angaben im Gesuch um Zu-
lassung und die einzureichenden Unterlagen (nachfolgend: RS 1/07, 
abrufbar  unter  www.revisionsaufsichtsbehoerde.ch  ). Darin  wird 
hervorgehoben,  welche Angaben die Gesuchsteller  in  ihrem Gesuch 

zu machen haben, je nachdem ob es sich bei diesen um eine natür -

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http://www.revisionsaufsichtsbehoerde.ch/

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liche  Person  oder  um  ein  Revisionsunternehmen  handelt  (vgl.  zum 

Thema auch  PASCAL MONTAVON/JEAN-MARC WICHSER,  Droit  Suisse De La 

Révision,  Lausanne  2009,  S.  48).  Die  Mitwirkungspflicht  im  Zu-

lassungsverfahren für Revisionsexperten und Revisoren deckt sich im 

Grunde genommen mit derjenigen nach Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG, 

handelt  es  sich  doch  in  beiden  Fällen  in  erster  Linie  um  die  Aus-

kunftserteilung und Herausgabe von Urkunden und Akten. Ob und in-

wiefern die dem Zulassungsverfahren inhärente Mitwirkungspflicht im 

Sinne von Art 13 Abs. 1 Bst. c VwVG weiter als jene nach Art. 13 Abs.  

1 Bst. a und b VwVG geht, kann zumindest bis hierher offen bleiben.

5.2 Die  Beschwerdeführerin  hat  am 7. Dezember  2007  das Gesuch 
um Zulassung als Revisionsexpertin und um Aufnahme in das Register 
der RAB online ausgefüllt. Am 13. Dezember 2007 hat sie der Vorin-
stanz das Gesuch in Papierform und mit  ihrer  Unterschrift  versehen 
zugestellt,  unter Beilage der einzureichenden Unterlagen für die Prü-
fung des Gesuchs um provisorische Zulassung, d. h. gültiger Pass und 
Diplom oder gleichwertige Bestätigung des Abschlusses eines Ausbil-
dungsganges gemäss Art. 4 Abs. 2 RAG, wie in Randziffer 10 RS 1/07 
(vgl. vorne E. 5.1) verlangt. Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin des 
Diploms  „Eidgenössisch  diplomierte  Treuhandexpertin“  (vgl.  S. 6  der 
Beilagen zur Vernehmlassung der Vorinstanz).

Mit Verfügung der Vorinstanz vom 18. Dezember 2007 wurde das Zu-
lassungsgesuch  provisorisch  gutgeheissen,  die  Beschwerdeführerin 
provisorisch als Revisionsexpertin zugelassen und die entsprechende 
Eintragung  in  das  Revisorenregister  angeordnet.  Aus  Ziffer  1  des 
Dispositivs dieser Verfügung geht  hervor, dass die provisorische Zu-
lassung und Eintragung in das Revisorenregister unter Vorbehalt  der 
fristgerechten Einreichung der verlangten Unterlagen gelten. 

Am 23. Juli  2008 hat die Vorinstanz der Beschwerdeführerin eine E-
Mail  betreffend  generelle  Informationen  zur  Meldepflicht  /  Häufige 
Fehler beim Ausfüllen des Online-Anmeldeformulars verschickt. 

Mit E-Mail vom 24. März 2009 hat die Vorinstanz die Beschwerdeführe-
rin ersucht, – im Hinblick auf die Prüfung, ob die Zulassungsvorausset-
zungen erfüllt waren – bis 1. Mai 2009 folgende Unterlagen einzurei -
chen: (1) ausgedrucktes, allenfalls aktualisiertes und korrigiertes On-
line-Gesuch,  datiert  und  unterzeichnet;  (2)  Kopie  des  Zentralstrafre-
gisterauszugs  (nicht  älter  als  3  Monate  zum  Zeitpunkt  der 
Einreichung); (3) gegebenenfalls verfahrensabschliessender Entscheid 

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oder  Urteil  zu  allen  im  Zusammenhang  mit  gesetzlich  vorge-
schriebenen  Revisionsdienstleistungen  stehenden  und  innerhalb  der 
letzten zehn Jahren vor der Gesuchstellung abgeschlossenen Verfah-
ren der zivil- oder verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeit (insbeson-
dere  nach  Art. 755  OR)  und  Verfahren  vor  spezialgesetzlichen  Auf-
sichtsbehörden,  börsenrechtlichen  Sanktionsorganen  oder  berufs-
rechtlichen Standesorganen (in Kopie); (4) Kopie des Betreibungs- und 
Konkursregisterauszugs (nicht  älter  als  3  Monate  zum Zeitpunkt  der 
Einreichung);  (5)  schriftliche  Bestätigung  der  Arbeitgeber  zur  beauf-
sichtigten Fachpraxis; (6) Bestätigung zur unbeaufsichtigten Fachpra-
xis. 

Mit Schreiben vom 28. Mai 2009 hat die Vorinstanz der Beschwerde-
führerin eine Frist bis spätestens 29. Juni 2009 angesetzt, um ihr die  
kompletten  Unterlagen  einzureichen,  unter  Androhung  des  Entzugs 
der  provisorischen  Zulassung  und  der  Löschung  der  provisorischen 
Registereintragung im Säumnisfall. 

Mit  Schreiben  vom  10.  Dezember  2009  hat  die  Vorinstanz  die  Be-
schwerdeführerin ein weiteres Mal aufgefordert, die in der E-Mail vom 
24. März 2009 aufgelisteten Unterlagen bis 16. Dezember 2009 einzu-
reichen, insbesondere die Bestätigungen zur beaufsichtigten bzw. un-
beaufsichtigten Fachpraxis, erneut mit der Androhung, dass bei nicht 
fristgerechter  Einreichung  das  Gesuch  aufgrund  der  vorhandenen 
Akten  beurteilt  bzw.  die  provisorische  Zulassung  entzogen  werde. 
Gleichzeitig wies die Vorinstanz die Beschwerdeführerin auf die Mög-
lichkeit hin, dass in begründeten Fällen eine Erstreckung der Frist be-
antragt (Art. 22 Abs. 2 VwVG) bzw. das Gesuch zurückgezogen wer-
den könne. 

5.3 Nach Einleitung des Zulassungsverfahrens auf Begehren der Be-
schwerdeführerin lag und liegt es an ihr, das Gesuch mit Ausführun-
gen und Belegen zum rechtserheblichen Sachverhalt zu untermauern. 
Sie hatte im Sinne von Art. 8 ZGB darzulegen, dass sie die Vorausset -
zungen erfüllt,  um als  Revisionsexpertin  zugelassen zu werden (vgl. 
GRISEL, zitiert vorne in E. 4, Rz. 187). Mit anderen Worten hatte sie die 
notwendigen und verlangten Vorkehren zu treffen, damit die Vorinstanz 
einen korrekten Entscheid fällen kann. Mit  der Einreichung ihres Di-
ploms einer eidgenössisch diplomierten Treuhandexpertin hat die Be-
schwerdeführerin einzig den Nachweis erbracht, dass sie die Anforde-
rungen an die Ausbildung gemäss Art. 4 Abs. 2 Bst. b RAG erfüllt. 

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Mit E-Mail vom 23. März 2009 hat die Vorinstanz der Beschwerdefüh-
rerin eine detaillierte Liste der für die Gesuchsprüfung noch erforderli -
chen Unterlagen zukommen lassen und sie zugleich aufgefordert, die-
se  innert  der  angesetzten  Frist  einzureichen. Mangels  Reaktion  der 
Beschwerdeführerin auf diese E-Mail hat die Vorinstanz mit Schreiben 
vom 28. Mai 2009 und 10. Dezember 2009 ihre Einladung auf Einrei-
chung  der  fehlenden  Unterlagen,  insbesondere  die  Bestätigung  der 
beaufsichtigten und unbeaufsichtigten Fachpraxis, erneuert. In beiden 
Fällen hat die Vorinstanz neue Fristen angesetzt und auf die Säumnis-
folgen – Entzug der provisorischen Zulassung und Löschung der ent-
sprechenden Eintragung im Revisorenregister – hingewiesen. Mit an-
deren Worten hat die Vorinstanz im Rahmen der Instruktion des Ge-
suchsverfahrens durch ihre mehrmalige Aufforderung, bestimmte Un-
terlagen  einzureichen,  den  Inhalt  der  Mitwirkungspflicht  der  Be-
schwerdeführerin  genügend  festgelegt.  Die  Zulassung  der  Be-
schwerdeführerin als Revisionsexpertin hängt in erster Linie davon ab, 
ob die Anforderungen an Ausbildung, Fachpraxis und an einen unbe-
scholtenen Leumund erfüllt sind (vgl. Art. 4 Abs. 2 und 1 RAG). Insbe-
sondere bezüglich der Strafregister- bzw. Betreibungsregisterauszüge 
und der Bestätigung der beaufsichtigten und unbeaufsichtigten Fach-
praxis handelt es sich um Unterlagen, die für die Behandlung des Zu -
lassungsgesuchs unabdingbar sind. 

5.4 Indem es die Beschwerdeführerin trotz mehrmaliger Aufforderun-
gen der Vorinstanz unterlassen hat, die erforderlichen Unterlagen ins-
besondere die Bestätigung zur beaufsichtigten und unbeaufsichtigten 
Fachpraxis innert der ihr angesetzten Fristen einzureichen, ist sie ihrer 
Mitwirkungspflicht  nicht  nachgekommen und  hat  die  Folgen  der  Be-
weislosigkeit zu tragen. Bei dieser Sachlage war die Vorinstanz befugt, 
die  wiederholt  angedrohten  Säumnisfolgen  eintreten  zu  lassen.  Der 
aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten erlassene angefochtene 
Entscheid der Vorinstanz verletzt insofern kein Bundesrecht.

Als  Zwischenergebnis  ist  festzuhalten,  dass  die  angefochtene Verfü-
gung nach dem Gesagten nicht zu beanstanden ist. Allerdings bleibt 
zu prüfen, ob die in der Beschwerde angeführten Vorbringen etwas an 
diesem Zwischenergebnis ändern könnten (vgl. E. 5.4 ff. hiernach).

5.5 Im  Rechtsmittelverfahren  besteht  die  Mitwirkungspflicht  ferner 
darin, dass die beschwerdeführende Partei die ihre Rügen stützenden 
Tatsachen darzulegen und allfällige Beweismittel einzureichen hat (vgl. 

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Art.  52  Abs.  1  VwVG).  Mit  anderen  Worten  müssen  die  in  der  Be-
schwerdeschrift  enthaltenen  Rechtsbegehren  begründet  sein  (vgl. 
KRAUSKOPF/EMMENEGGER, a. a. O., N 3 und 11 zu Art. 12 VwVG m. w. H.). 

5.5.1 Die  Beschwerdeführerin  begründet  ihr  Rechtsbegehren  damit, 
dass sie bereits beim Eingang der E-Mail vom 24. März 2009 gesund-
heitlich angeschlagen gewesen sei. Am 20. Mai 2009, also noch vor 
Erhalt des Schreibens der Vorinstanz vom 28. Mai 2009, habe sie den 
Strafregisterauszug verlangt. Sodann, am 4. Juni 2009, habe sie den 
Auszug  aus  dem  Betreibungsregister  eingeholt.  Diese  Unterlagen 
habe sie dann doch nicht eingereicht, weil sie in ein Burn-Out geraten 
sei. Ihre Arbeitsleistung habe damals kaum mehr als 50% betragen. 
Unter dieser Situation hätten das Geschäft und ihre Mitarbeiter stark 
gelitten. Heute befinde sie sich auf dem Weg zur Besserung. Noch be-
vor  sie  von  der  angefochtenen  Verfügung  Kenntnis  erhalten  habe, 
habe  sie  einen  neuen  Strafregister-  und  Betreibungsregisterauszug 
angefordert. Daraus sei ihr Bemühen ersichtlich, den Aufforderungen 
der Vorinstanz Folge zu leisten.

5.5.2 Mit diesen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin weder die 
ihr in der angefochtenen Verfügung vorgeworfene Verletzung der Mit-
wirkungspflicht  zu  rechtfertigen  noch  die  einleuchtende  Begründung 
der Vorinstanz umzustossen. Der Umstand, dass die Beschwerdefüh-
rerin  zweimal  aktuelle  Auszüge  aus  dem  Zentralstraf-  und  Betrei-
bungsregister einholen konnte, lässt darauf schliessen, dass sie mögli -
cherweise auch in der Lage gewesen wäre, die weiteren von ihr ver-
langten Unterlagen zu besorgen und diese fristgerecht der Vorinstanz 
einzureichen,  wenn nötig  unter  Beizug von Hilfspersonen.  Für  diese 
Annahme spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin die 
Mailanfrage  der  Vorinstanz  vom  8.  Januar  2008  prompt  bzw.  am 
nächsten Tag mit einer Gegenfrage beantwortete sowie insbesondere 
auch der von der Beschwerdeführerin selbst eingeschätzte Grad der 
Arbeitsfähigkeit von etwa 50%. Trifft Letzteres zu, so bleibt es bei der 
Annahme, dass es für die Beschwerdeführerin zumutbar war, die erfor-
derlichen Unterlagen innert den angesetzten Fristen einzureichen bzw. 
über  ihre  gesundheitlichen Probleme zu orientieren und ein  Gesuch 
um Fristerstreckung zu stellen. Andernfalls hätte die Beschwerdeführe-
rin unter den Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 1 VwVG die Möglich-
keit gehabt, ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist einzureichen. 
Angesichts der Gesamtumstände konnte die Vorinstanz zu Recht von 
einer Verletzung der Mitwirkungspflicht ausgehen.

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5.5.3 Die an die Mitwirkungspflicht geknüpften Folgen bei deren Nicht-
einhaltung richten sich nach Art.  13 Abs. 2 VwVG in Verbindung mit 

Art.  23 VwVG, mithin nach den allenfalls weitergehenden spezialge-

setzlichen Vorschriften (Art.  13 Abs.1 Bst.  c VwVG). Es liegt auf der 

Hand, dass die Zulassung als Revisionsexpertin oder Revisorin nicht 

erteilt  werden kann,  solange die  Anforderungen gemäss Art.  4  RAG 

nicht mit  der Einreichung der entsprechenden Unterlagen und Doku-

menten dargetan sind.

In der Verfügung vom 18. Dezember 2007 wird mehrfach explizit dar -

auf hingewiesen, dass die provisorische Zulassung unter Vorbehalt der 

fristgerechten  Einreichung  der  verlangten  Unterlagen  erfolgt  und 

entzogen wird, falls diese Voraussetzung nicht eingehalten wird. Der 

gleiche Hinweis erfolgte mit Mail vom 24. März 2009 und – erneut in 

unzweideutiger Formulierung – mit den Briefen der Vorinstanz an die 

Beschwerdeführerin vom 28 Mai und 10. Dezember 2009.

Mit der angefochtenen Verfügung hob die Vorinstanz die provisorische 

Zulassung der Beschwerdeführerin als Revisionsexpertin auf und ord-

nete ihre Streichung aus dem Register an. Insofern vollzog die Vorin-

stanz in Anwendung von Art. 23 VwVG, was sie zuvor rechtsgenüglich 

androhte.  Faktisch hat  dies  zur  Folge,  dass die Beschwerdeführerin 

keine Revisionsdienstleistungen im Sinne von Art. 2 Bst. a RAG mehr 

vornehmen  darf,  zumindest,  solange  sie  den  Nachweis  der  Zu-

lassungsvoraussetzungen nicht in einem allfälligen neu angehobenen 

Gesuchsverfahren erbracht hat. Dass die Vorinstanz darüber hinaus – 

ohne entsprechende Androhung im Sinne von Art.  23 VwVG – auch 

die Abweisung des Zulassungsgesuchs verfügt  hat,  führt  für  die Be-

schwerdeführerin  faktisch  nicht  zu  einem  weitergehenden  Nachteil. 

Trotzdem könnte man sich aber fragen, ob es aus rechtlichen Gründen 

nicht angezeigt gewesen wäre, auf das Gesuch der Beschwerdeführe-

rin nicht einzutreten, statt dieses abzuweisen (vgl. zu den Vorausset-

zungen  PATRICK L. KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, zitiert vorne in E.4, N 

54 ff.  ad  Art.  13 VwVG).  Die Vorinstanz weist  jedoch selbst  auf  die 

Möglichkeit  einer  neuen  Gesuchseinreichung  hin,  weshalb  davon 

ausgegangen  werden  darf,  dass  sie  sich,  falls  es  zu  einem  neuen 

Gesuch kommt, nicht auf die Einrede der rechtskräftig beurteilten Sa-

che wird berufen können, ohne damit gegen Treu und Glauben zu ver-

stossen.

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5.6 Bei allem Verständnis für die schwierige Situation, lässt sich nicht 
nachvollziehen, warum die Beschwerdeführerin, die sich immerhin auf 
dem  Weg  zur  Besserung  sieht,  ihre  Beschwerdeschrift  mit  keinen 
Belegen  zu  ihrem  damaligen Gesundheitszustand  versehen  hat. 
Allenfalls in Beachtung der Voraussetzungen von Art. 24 Abs. 1 VwVG 
hätte die Beschwerdeführerin spätestens mit der Einreichung der Be-
schwerde  die  im  vorinstanzlichen  Verfahren  versäumte  Orientierung 
bezüglich ihrer  gesundheitlichen Probleme, beispielsweise mit  einem 
ärztlichen Attest  über den damaligen Gesundheitszustand, sowie die 
bisher versäumte Einreichung der nötigen Unterlagen und Dokumente 
nachholen müssen. Mit der Einreichung von neuen Auszügen aus dem 
Zentralstraf- und Betreibungsregister im vorliegenden Beschwerdever-
fahren manifestiert die Beschwerdeführerin zwar, dass sie es heute mit 
der Erfüllung ihrer Mitwirkungspflichten ernst zu meinen scheint. Doch 
selbst  wenn  sie  mit  diesen  Belegen  Hinweise  auf  ihren  unbe-
scholtenen Leumund liefert, ändert dies nichts am Umstand, dass sie 
auch im Beschwerdeverfahren keine Unterlagen eingereicht hat, wel-
che ihre unbeaufsichtigte bzw. beaufsichtigte Fachpraxis dokumentie-
ren. Dies zeigt, dass ihr Zulassungsgesuch als Revisionsexpertin nach 
wie vor bzw. ohnehin abzuweisen wäre. 

Ist  die angeordnete Verwirkungsfolge zurecht  ergangen, so kann sie 
im Rechtsmittelverfahren nicht verhindert werden. Insbesondere auch 
dann nicht, wenn die unterlassene Mitwirkung, wie in casu, auch, zum 
Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung nicht nachgeholt worden ist.

Wie bereits angetönt bleibt es der Beschwerdeführerin unbenommen, 

erneut ein Gesuch um Zulassung als Revisionsexpertin einzureichen, 
auch wenn ihr mit der angefochtenen Verfügung die provisorische Zu-
lassung entzogen wurde. Mit der Behauptung, sie sei bereit, das Ge-
suchsverfahren  nochmals  von  vorne  durchzuführen,  scheint  die  Be-
schwerdeführerin von dieser Möglichkeit Gebrauch machen zu wollen. 

6.
Nach dem Gesagten trägt die Beschwerdeführerin die Beweislast für 
die Zulassungsvoraussetzungen als Revisionsexpertin. Für die Ermitt -
lung (insbesondere)  der unbeaufsichtigten und beaufsichtigten Fach-
praxis hatte sie die entsprechenden Beweismittel von sich aus beizu -
bringen. Indem sie dies bis heute unterliess, hat sie ihre Mitwirkungs-
pflichten verletzt und das Vorhandensein der wichtigsten Zulassungs-
voraussetzungen nicht nachgewiesen, weshalb die Vorinstanz die pro-

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visorische Eintragung zurecht  gelöscht  hat.  Im Rechtsmittelverfahren 
bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, die von ihr verlangten Unterla-
gen nicht  eingereicht  zu haben. Trotz Einreichung aktueller  Auszüge 
aus dem Zentralstraf- und Betreibungsregister, welche für einen unbe-
scholtenen Leumund sprechen, liegen nach wie vor keine Unterlagen 
zur Bestätigung der unbeaufsichtitgten bzw. beaufsichtigten Fachpra-
xis vor, womit ihr Zulassungsgesuch ohnehin nicht gutgeheissen wer-
den könnte. Die Beschwerde erweist sich im Ergebnis als unbegründet 
und ist abzuweisen. 

7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese 
werden auf Fr. 1'000.- festgesetzt und mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss  in  gleicher  Höhe  verrechnet.  Eine  Parteientschädigung  wird 
nicht zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

8.
Im Bereich des Revisionsaufsichtsgesetzes handelt es sich nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der Beurteilung der Fachpra-
xis  und -ausbildung um Fragen,  deren Überprüfung dem Bundesge-
richt entzogen ist  (vgl. Art. 83 lit. t  des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005  [BGG, SR 173.110]  sowie Urteile  des Bundesgerichts 
2C_438/2008  vom  16.  Oktober  2008  E.  2  und  2C_136/2009  vom 
16. Juni 2009). 

Über die Zulässigkeit einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten gegen ein Urteil, in dem es im Hinblick auf die Zulassung 
als  Revisionsexperte  um  die  Frage  der  Verletzung  der  Mitwirkungs-
pflicht  geht,  wird  das Bundesgericht  gegebenenfalls  selbst  entschei-
den. Aus diesen Gründen ist  dem nachfolgenden Entscheiddispositiv 
eine offen formulierte Rechtsmittelbelehrung beizufügen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt  und  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde);
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 105'131; Gerichtsurkunde);
- das Eidgenössische Justiz und Polizeidepartement EJPD (Gerichts-

urkunde).

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Francesco Brentani Corrado Bergomi

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen 
gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff. und  100  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, de-
ren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, so-
weit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen 
(vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 29. November 2010

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