# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4231642f-3051-5a6b-b66b-52123b28bce6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.07.2018 725 18 71 / 182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-71---182_2018-07-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Juli 2018 (725 18 71 / 182) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente, Bemessung der Integritätsentschädi-

gung 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Angela Schneider, 
Rechtsanwältin, Marktgasse 44, Postfach 449, 4310 Rheinfelden 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1967 geborene A.____ war aufgrund ihres Anstellungsverhältnisses mit der B.____ 
AG obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, 
als sie am 22. November 2013 bei der Arbeit – die Treppe bzw. die Leiter hinunter – stürzte und 
sich am rechten Knie (Meniskus) verletzte. Daraufhin erbrachte die Suva die gesetzlichen Leis-

 

 
 
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tungen (Heilbehandlungskosten und Taggelder). Nachdem die Versicherte behandelt, operiert 
sowie kreisärztlich untersucht worden war, lehnte die Suva mit Verfügung vom 13. Januar 2016 
die Leistungspflicht für die geltend gemachten Rückenschmerzen ab, da diese nicht auf das 
Unfallereignis zurückzuführen seien. Ausserdem verneinte die Suva einen Anspruch auf eine 
Rente sowie auf eine Integritätsentschädigung in Bezug auf die Kniebeschwerden. 
 
Am 29. November 2015 knickte A.____ mit ihrem Gehstock ein und prallte mit dem rechten 
Oberarm auf eine Kante, wobei sie sich eine Schulterluxation zuzog. Nachdem die Meldung 
dieses Unfalles bei der Suva eingegangen war, nahm sie ihre Verfügung vom 13. Januar 2016 
zurück, tätigte weitere Abklärungen und erbrachte auch für dieses Unfallereignis die gesetzli-
chen Leistungen.  
 
Mit Verfügung vom 25. April 2017 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenrente, 
weil die Versicherte unfallbedingt keine Erwerbseinbusse hinzunehmen habe. Für eine Integri-
tätseinbusse von insgesamt 22,5 % (12,5 % für die Kniebeschwerden, 10 % für die Schulterbe-
schwerden) wurde der Versicherten eine Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 28‘350.-- 
zugesprochen. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache der Versicherten wies die 
Suva mit Entscheid vom 23. Januar 2018 ab.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Angela Schneider, mit Schrei-
ben vom 26. Februar 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, der Einspracheentscheid vom 23. Ja-
nuar 2018 sei aufzuheben und ihr sei eine ganze Rente sowie eine Integritätsentschädigung 
von total Fr. 53‘550.-- zuzusprechen. Eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 23. Januar 
2018 aufzuheben und ihr eine Rente auf der Basis von 25,4 % sowie eine Integritätsentschädi-
gung von total Fr. 53‘550.-- zuzusprechen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeur-
teilung des somatischen und psychischen Gesundheitszustandes, des Invaliditätsgrades sowie 
der Integritätsentschädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hin-
sicht beantragte die Beschwerdeführerin, es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh-
ren und die Unterzeichnende als ihre unentgeltliche Rechtsvertreterin einzusetzen; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im We-
sentlichen vor, dass sie seit den Unfällen sowie auch nach wie vor vollständig arbeitsunfähig 
sei. Ausserdem habe sie psychische Beschwerden, welche weder abgeklärt noch für die Be-
messung der Rente oder der Integritätsentschädigung berücksichtigt worden seien. In Bezug 
auf den Einkommensvergleich bemängelte die Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegeg-
nerin beim Invalideneinkommen auf die DAP Lohnangaben und nicht auf die LSE Tabellenlöhne 
abgestellt habe. Zudem sei es nicht nachvollziehbar, dass sie als gesundheitlich erheblich ein-
geschränkte Person mehr verdienen soll als vor den beiden Unfallereignissen. Schliesslich sei 
nicht berücksichtigt worden, dass sie vor den Unfällen ein unterdurchschnittliches Validenein-
kommen erzielt habe. 
 
C. Mit Verfügung vom 12. März 2018 bewilligte das Kantonsgericht der Beschwerdeführerin 
die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwältin Schneider als Rechtsvertreterin. 
 

 

 
 
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D. In ihrer Vernehmlassung vom 28. März 2018 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und frist-
gerecht erhobene – Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Ren-
tenanspruch der Beschwerdeführerin abgelehnt und ihr eine Integritätsentschädigung im Um-
fang von 22,5 % zugesprochen hat.  
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen 
für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bis-
herige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 

 

 
 
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versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, 
so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. 
Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.4 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). 
So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärz-
tinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es auch ohne 
weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Entscheid in erster Linie auf versiche-
rungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen (vgl. BGE 123 V 334 E. 1c). Ein Gutachten ist 
nach der Rechtsprechung nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Fer-
ner ist erforderlich, dass der Untersuchungsbefund vollständig vorliegt und der Sachverständige 
sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen kann 
(vgl. RKUV 1988, Nr. 56 S. 370 f. E. 5b mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet jeweils die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
Für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation sowie der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin stehen umfangreiche Akten zur Verfügung. Entscheidrelevant sind insbesondere die 
folgenden medizinischen Unterlagen: 
 
4.2 Im Abklärungsbericht der Psychiatrie C.____ vom 7. April 2016 wurden als Diagnosen 
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), ein Verdacht auf eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), ein ausgeprägtes 
Schmerzsyndrom des rechten Knies bei medialer Gonarthrose, ein Status nach Sturz im No-
vember 2013 und arthroskopischer Teilmeniskektomie im Januar 2014 (ICD-10 M17.9), ein 
Kreuzschmerz (Lumovertebralsyndrom) (ICD-10 M54.5), ein Kopfschmerz unklarer Ätiologie 
(ICD-10 R51) sowie Synkopen unklarer Genese festgehalten. In ihrer Beurteilung führten die 
Ärzte aus, dass ihnen eine abschliessende Beurteilung im Rahmen des Erstgespräches nicht 
möglich sei. Die Versicherte zeige wenige Ressourcen zur aktiven Verbesserung der bestehen-
den Einschränkung. Sie könne beispielsweise kaum benennen, was sie für konkrete gesund-
heitliche Ziele habe und was sie selbst zur Genesung beitragen wolle. Unter dem Abschnitt 
„Procedere/Empfehlung“ hielten die Ärzte fest, dass sie versucht hätten, der Versicherten die 
psychosomatischen Zusammenhänge bzgl. Schmerz und Psyche bzw. Depressivität und mögli-
cher psychiatrisch-psychotherapeutischer Herangehensweise psychoedukativ zu vermitteln. 
Dabei seien auch die Möglichkeiten der ambulanten psychiatrischen Behandlung und mögliche 
Ziele (wie zum Beispiel wieder einkaufen gehen können, Umgang mit den chronischen Schmer-
zen) aufgezeigt worden. Allerdings habe sich die Beschwerdeführerin darauf nicht einlassen 
können. Sie habe keine Veränderung ihrer aktuellen Lebenssituation gewünscht. 
 
4.3 Am 14. März 2017 fand die letzte kreisärztliche Untersuchung der Versicherten durch 
Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, statt. Dr. D.____ diagnostizierte in Bezug auf das rechte 
Kniegelenk einen Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie am 29. Januar 2014 mit 
mässiggradiger, progredienter medialer (Varus-)Gonarthrose. In Bezug auf die rechte Schulter 
diagnostizierte Dr. D.____ einen Status nach geschlossener Reposition einer traumatischen, 
anteroinferioren Schulterluxation am 29. November 2015, im MRI eine kleine transmurale Sup-
raspinatussehnenruptur im ventralen Anteil, eine bekannte AC-Gelenksarthrose sowie einen 
Status nach Kontusion der rechten Schulter am 17. August 2016. Als unfallfremde Diagnosen 
hielt Dr. D.____ eine Lumbalgie bei möglicher intermittierend auftretender Reizsymptomatik der 
Wurzel 14 rechts ohne sichere sensomotorische Ausfallsymptomatik, eine beginnende Varus-
gonarthrose links (krankheitsbedingt) sowie eine Adipositas Grad III bis IV fest. 
 
In seiner Beurteilung führte Dr. D.____ aus, dass es bezüglich des Knies im Vergleich zur Vor-
untersuchung nicht zu einer wesentlichen Verschlimmerung gekommen sei. Die klinische Un-
tersuchung zeige sich verbessernde Befunde. Zu erwähnen sei speziell, dass die Versicherte 

 

 
 
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aktuell auch nur mit einem Stock gehen könne. Dieser werde zudem auf der korrekten Seite, 
nämlich links, getragen. Auch das Gehen ohne Stöcke sei nun knapp möglich. Die von der Ver-
sicherten angegebenen Beschwerden seien nur teilweise erklärbar. Im MRI vom Januar 2017 
zeige sich aber eine nachweisbare Zunahme der Chondropathie, welche als unfallkausal zu 
werten sei und nun die Schwelle einer diskreten aber auch signifikanten Gonarthrose erreicht 
habe. Eine Integritätsentschädigung sei deshalb für das rechte Knie geschuldet. Mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit könne von weiteren medizinischen Behandlungen im Bereich des 
rechten Knies keine Verbesserung mehr erreicht werden, weswegen von einem Endzustand 
ausgegangen werden müsse.  
 
Hinsichtlich der rechten Schulter führte Dr. D.____ aus, dass die Versicherte eine Schulterluxa-
tion erlitten habe. Im Verlauf sei es dabei zu einer adhäsiven Kapsulitis gekommen, die mög-
licherweise nach wie vor bestehe. Es sei der Beschwerdeführerin aktuell möglich, über 90° zu 
abduzieren. Die von der Versicherten gezeigten massiven Ausweichbewegungen und Schmerz-
äusserungen während der Untersuchung seien medizinisch jedoch nicht mit dem Bild einer ad-
häsiven Kapsulitis zu vereinbaren. Die Rotatorenmanschette rechts könne aufgrund mangeln-
der Kooperation ebenfalls nicht beurteilt werden. Es liege im MRI eine kleine Supraspinatus-
sehnenruptur im ventralen Anteil vor, diese könne aber nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit für die von der Versicherten angegebenen Schulterschmerzen rechts verantwortlich 
gemacht werden. Die geschilderten Beschwerden im Bereich des rechten Armes bzw. der rech-
ten Schulter könnten somit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit den nachgewiesenen 
Schulterverletzungen zugeordnet werden. Als einziger objektivierbarer Befund könne eine ein-
geschränkte Beweglichkeit der Schulter erhoben werden. Es sei daher eine Integritätsentschä-
digung für die rechte Schulter geschuldet, diese werde zusammen mit derjenigen für das Knie 
dargelegt. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könnten von weiteren Therapien im Bereich 
der Schulter keine weiteren Verbesserungen mehr erreicht werden, weswegen von einem End-
zustand ausgegangen werden müsse. 
 
Dr. D.____ erstellte schliesslich folgendes Zumutbarkeitsprofil, welches die Knie- sowie die 
Schulterbeschwerden der Versicherten berücksichtigt: „Die Versicherte soll mit rechts nur leich-
te Lasten tragen. Überkopfarbeiten sind nicht statthaft. Es soll eine wechselhafte Tätigkeit mit 
Fokussierung auf das Sitzen (70:30) durchgeführt werden. Die Versicherte darf während ihrer 
Arbeit Stöcke tragen. Arbeiten, welche Schläge und/oder Vibrationen auf das rechte Knie bzw. 
auf die rechte Schulter erzeugen, dürfen nicht durchgeführt werden. Das Gehen über kurze 
Strecken ist möglich, über lange Strecken jedoch nicht. Das Gehen auf unebenem Gelände soll 
nicht durchgeführt werden. Das Treppensteigen kann nur selten durchgeführt werden, auf das 
Leiternsteigen ist zu verzichten. Arbeiten, welche ein Balancieren erfordern, wie zum Beispiel 
Gerüstarbeiten, dürfen selbstverständlich nicht durchgeführt werden. Eine zeitliche Beschrän-
kung besteht nicht.“ 
 
4.4 In seinem medizinischen Bericht vom 24. Mai 2017 hielt Dr. med. E.____, FMH Allge-
meine Innere Medizin, fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Knie-, Schulter- sowie 
Rückenschmerzen seit mehr als drei Jahren arbeitsunfähig geschrieben sei. Diese Beschwer-

 

 
 
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den würden die Wiederintegrierung der Versicherten in die angestammte berufliche Tätigkeit 
verunmöglichen.  
 
4.5 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die vorstehend wiedergegebenen Ein-
schätzungen von Dr. D.____ (vgl. E. 4.3 hiervor). Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist 
nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist es im Rahmen der freien 
Beweiswürdigung auch ohne weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Entscheid 
in erster Linie auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen. Der kreisärztliche 
Untersuchungsbericht von Dr. D.____ vom 14. März 2017 weist weder formale noch inhaltliche 
Mängel auf, er ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.4 hiervor) – für die strei-
tigen Belange umfassend, er beruht auf allseitigen Untersuchungen, er berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden, er ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, er ist in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen 
Situation schlüssig und er enthält einleuchtende Schlussfolgerungen. Insbesondere nimmt er 
eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vor. 
 
5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie nach wie vor vollumfänglich arbeitsun-
fähig sei. In den medizinischen Unterlagen findet sich jedoch kein Bericht, welcher diese Aus-
sage zu stützen vermöchte. Die medizinischen Fachpersonen sind sich zwar einig, dass sie 
aufgrund ihrer Beschwerden nicht mehr in ihre angestammte Tätigkeit integriert werden kann. 
Eine ärztliche Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin keinerlei leidensangepasster Tä-
tigkeit mehr nachgehen könnte, liegt aber nicht vor. Eine dem von Dr. D.____ erstellten Zumut-
barkeitsprofil entsprechende Tätigkeit sollte der Versicherten durchaus zumutbar sein. Ausser-
dem ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin zwar selbst als vollumfänglich arbeits-
unfähig erachtet und ausführt, stets unter erheblichen Beschwerden zu leiden. Dennoch nimmt 
sie sowohl für das Knie als auch für die Schulter keine Therapien mehr in Anspruch. Dies ist nur 
schwer verständlich. Zudem ist aus den medizinischen Unterlagen ersichtlich, dass sich die 
Ärzte die starken Schmerzen der Versicherten in Bezug auf das Knie und die Schulter nur teil-
weise erklären können. Auch die angegebenen psychischen Probleme scheint die Beschwerde-
führerin nicht in Angriff nehmen zu wollen. Eine begonnene psychotherapeutische Therapie hat 
sie abgebrochen. Diese Umstände relativieren den von der Versicherten vorgebrachten schwe-
ren Leidensdruck und lassen einige Fragen ungeklärt. Einerseits klagt die Beschwerdeführerin 
über erhebliche Beschwerden, andererseits scheint sie nichts gegen diese Beschwerden unter-
nehmen zu wollen. 
 
5.2 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass sie aufgrund der Unfallereignisse an 
psychischen Problemen leide. Sie bemängelt, dass die Beschwerdegegnerin diese weder ab-
schliessend abgeklärt noch bei der Bemessung der Arbeitsunfähigkeit entsprechend berück-
sichtigt habe. 
 
Nach der Rechtsprechung zur „Psycho-Praxis“ setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs zwischen einem Unfallereignis und einer anschliessend einsetzenden psychi-
schen Fehlentwicklung im Einzelfall voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der 

 

 
 
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psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Fra-
ge ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehens-
ablauf – folgende Einteilung der Unfälle in drei Gruppen zweckmässig erscheint: banale bzw. 
leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende 
mittlere Bereich (BGE 115 V 138 E. 6). Bei leichten bzw. banalen Unfällen kann der adäquate 
Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allge-
meinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon 
ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Ge-
sundheitsschaden zu verursachen. 
 
Diesbezüglich ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass es sich sowohl beim Sturz die 
Treppe bzw. Leiter hinunter als auch beim Einknicken mit einem Gehstock um leichte Unfälle 
handelt. Vor diesem Hintergrund kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den bei-
den Unfallereignissen und der angeblichen psychischen Gesundheitsstörung ohne weiteres 
verneint werden (BGE 115 V 133 E. 6). Unter diesen Umständen hat die Beschwerdegegnerin 
die psychischen Probleme der Versicherten zu Recht nicht berücksichtigt. 
 
6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1).  
 
6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Re-
gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-
gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesund-
heitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ausnahmen von diesem Erfah-
rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1; 
vgl. auch BGE 135 V 300 E. 5.1). Ein zuletzt bezogener (hoher) Verdienst ist nur dann als Vali-
deneinkommen heranzuzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass 
er weiterhin erzielt worden wäre. Erfolgte der Stellenverlust aus invaliditätsfremden Gründen, ist 
der Validenlohn anhand von Durchschnittswerten zu bestimmen (Urteil A. des Bundesgerichts 
vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie vor den Unfallereignissen ein unter-
durchschnittliches Valideneinkommen erzielt habe. Demgegenüber beruft sich die Beschwerde-

 

 
 
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gegnerin insbesondere darauf, dass die B.____ AG dem GAV unterstellt sei und deswegen kei-
ne unterdurchschnittlichen Löhne ausrichte.  
 
Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen ein deutlich unterdurchschnittli-
ches Einkommen bezogen, so ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 
ATSG Rechnung zu tragen, es sei denn, es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass sie sich aus 
freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist 
der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden 
Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleich-
mässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss 
entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des 
effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf 
Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen 
Wertes erfolgen (BGE 134 V 325 f. E. 4.1). Wie das Bundesgericht mit BGE 135 V 297 ff. präzi-
siert hat, ist der tatsächlich erzielte Verdienst allerdings erst dann im Sinne von 
BGE 134 V 325 f. E. 4.1 deutlich unterdurchschnittlich, wenn er mindestens 5 % vom bran-
chenüblichen Tabellenlohn abweicht. Ebenso hat das Bundesgericht in diesem Entscheid fest-
gehalten, dass eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen bei Erfüllung der übrigen Vo-
raussetzungen nur in dem Umfang erfolgen darf, in welchem die prozentuale Abweichung den 
Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt (BGE 135 V 303 f. E. 6.1.2 und 6.1.3). 
 
Das Bundesgericht hat in einem Fall zu der hier strittigen Frage Folgendes ausgeführt: „Das 
Einkommen ungelernter Bauarbeiter, welches dem Mindestverdienst gemäss GAV-LMV ent-
spricht oder diesen sogar übersteigt, kann nicht als unterdurchschnittlich (…) qualifiziert wer-
den. Der Mindestverdienst gemäss GAV-LMV bildet das branchenübliche Einkommen im Bau-
gewerbe präziser ab als der entsprechende LSE-Lohn. Demgemäss hat das kantonale Gericht 
zu Recht von einer Anpassung des den GAV-LMV-Mindestlohn übersteigenden Validenein-
kommens an das LSE-Lohnniveau im Baugewerbe abgesehen.“(Urteile des Bundesgerichts 
8C_141/2016 und 8C_142/2016 E. 5.2.2.3.). 
 
Der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie der Argumentation der Suva folgend, ist fest-
zuhalten, dass ein GAV konformer Verdienst nicht deutlich unterdurchschnittlich ist. Die Be-
schwerdegegnerin ist daher zu Recht von einem Valideneinkommen von Fr. 44‘479.45 ausge-
gangen. Gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Versicherten, der B.____ 
AG, legte die Suva ihrer Berechnung einen Stundenlohn von Fr. 18.80 zuzüglich Anteil 
„13. Monatslohn“ von 8.33 % zu Grunde. Dieser Betrag ist mit der Jahresarbeitszeit von 2184 
Stunden (42 Stunden pro Woche multipliziert mit 52 Wochen pro Jahr) zu multiplizieren, da dies 
der effektiv im Jahr zu leistenden Arbeitszeit entspricht. Damit ergibt sich das vorliegend zu be-
rücksichtigende Valideneinkommen von Fr. 44‘479.45. 
 
6.3 Zur Berechnung des Invaliditätsgrades ist nun nachfolgend das Invalideneinkommen 
festzustellen. 
 

 

 
 
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6.3.1 Hat die versicherte Person wie im vorliegenden Fall nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so 
können für die Festsetzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens nach der Rechtspre-
chung entweder die Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 
des Bundesamtes für Statistik oder die DAP-Lohnangaben der Suva herangezogen werden 
(BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen, 129 V 475 E. 4.2.1). 
 
6.3.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der Suva ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. 
E. 6.3).  
 
6.3.3 In BGE 129 V 472 führte das Bundesgericht aus, dass ein ungeregeltes Nebeneinander 
der Invaliditätsbemessung gestützt auf die DAP oder die LSE in dem Sinne, dass nach freiem 
Ermessen entweder die eine oder die andere Methode gewählt werden kann, nicht zu befriedi-
gen vermag. Der einen Praxis grundsätzlich den Vorrang einzuräumen, erschien beim damali-
gen Stand der Dinge schwierig, da beide Methoden je aus ihrer Entstehung und Eigenart her-
aus Vor- und Nachteile aufweisen. Im Urteil 8C_790/2009 vom 27. Juli 2010 E. 4.3 erachtete es 
das Bundesgericht immerhin als wünschenswert, dass die Suva einen Auszug aus der DAP-
Datenbank zu den Akten nimmt, wenn sie das Invalideneinkommen aufgrund der LSE be-
stimmt, um nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, sie stelle im Hinblick auf ein gewünschtes 
Resultat auf die LSE und nicht auf die DAP-Profile ab. In jenen Fällen, in denen die Vorgaben 
jedoch eingehalten werden könnten, solle und dürfe die Suva auf die DAP abstellen. Schliess-
lich hielt das Bundesgericht im Urteil 8C_443/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3 fest, dass die 
Suva nicht frei wählen könne, in welchen Fällen sie das Invalideneinkommen nach der DAP-
Methode, und in welchen sie es gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE bemisst; vielmehr habe 
sie die DAP-Methode stets dann zur Anwendung zu bringen, wenn sie im Einzelfall die bundes-
gerichtlichen Vorgaben einhalten könne  (Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2017, 
8C_378/2017, E. 4.5.). 
 
6.3.4 Vorliegend stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalidenein-
kommens auf Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesamt fünf DAP-Blätter für das Jahr 

 

 
 
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2016 bzw. 2017 auflegte. Die von der Rechtsprechung geforderten, für die Invaliditätsbemes-
sung herangezogenen konkreten fünf DAP-Blätter ergeben einen Durchschnittslohn von 
Fr. 56‘085.55. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin in der Folge ihrem Einkommensver-
gleich als hypothetisches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt. 
 
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung das hypothetische Inva-
lideneinkommen nur gekürzt werden kann, wenn es anhand der Tabellenlöhne der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelt wird. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung 
die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten kann. Wird das hypotheti-
sche Invalideneinkommen jedoch aufgrund der DAP ermittelt, sind Abzüge gemäss BGE 126 V 
75 nicht sachgerecht. In der DAP werden – im Gegensatz zu den LSE – tatsächlich vorhande-
ne, konkrete Arbeitsplätze beschrieben, was eine differenzierte Zuweisung von zumutbaren 
Tätigkeiten unter Berücksichtigung der behinderungsbedingten Einschränkungen sowie weiterer 
persönlicher und beruflicher Umstände ermöglicht. Sind die Voraussetzungen gemäss BGE 129 
V 472 erfüllt, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die versicherte Person an den fünf aus 
der DAP ausgewählten Arbeitsstellen die Löhne zu erzielen vermöchte, die dem Mittel der an-
gegeben Minimal- und Maximalwerte entsprechen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2012 
8C_149/2012 E. 2.2).  
 
6.3.5 Im vorliegenden Fall erscheint es insgesamt zumindest fraglich, ob die von der Suva zur 
Berechnung des Invalideneinkommens herangezogenen DAP’s in genügender Anzahl (fünf; vgl. 
oben Ziff. 6.3.3) dem Zumutbarkeitsprofil der Beschwerdeführerin gerecht werden und somit auf 
das sich aus den DAP’s ergebende Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 56‘085.55 abge-
stellt werden kann. Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob die Versicherte über einen Führe-
rausweis verfügt und die dokumentierten Tätigkeiten als Chauffeuse ausführen könnte. Auch 
erscheint es zweifelhaft, ob die Beschwerdeführerin mit ihren dürftigen Deutschkenntnissen 
einer Tätigkeit als Telefonistin bzw. Rezeptionistin nachgehen könnte. Wie sich nachfolgend 
zeigen wird, muss die Frage, ob die von der Suva dokumentierten Arbeitsplätze tatsächlich für 
die Versicherte in Frage kämen, nicht abschliessend entschieden werden, da auch die Berech-
nung des Invaliditätsgrades mittels LSE nicht zu einem Rentenanspruch der Beschwerdeführe-
rin führt. 
 
6.4.1 Wird zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die LSE abgestellt, so ist die Tabel-
le TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, der LSE 2014 und demzufolge ein monatliches Ein-
kommen von Fr. 4‘300.-- heranzuziehen. Nach Anpassung an die wöchentliche Arbeitszeit von 
41,7 Stunden und Berücksichtigung der Teuerung (0,4 % für das Jahr 2015, 0,7 % für das Jahr 
2016 und 0,4 % für das Jahr 2017) ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 4‘550.-- bzw. 
ein Jahreseinkommen von Fr. 54‘ 600.--. 
 

 

 
 
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6.4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass von diesem Einkommen ein leidensbeding-
ter Abzug von 25 % vorzunehmen sei, da sie an mannigfachen Beschwerden leide, welche sie 
in ihrem Alltag extrem einschränken würden. Sie sei absolut nicht belastbar, weshalb sie offen-
sichtlich für jeden Arbeitgeber ein nicht kalkulierbares Risiko an Ausfall- und Krankheitstagen 
darstelle. Ebenfalls spiele ihre persönliche Situation für ihre Vermittelbarkeit eine massgebende 
Rolle. Sie spreche praktisch gar kein Deutsch, habe keine Ausbildung und sei bereits 50 Jahre 
alt.  
 
Die Frage nach einem allfälligen leidensbedingten Abzug kann im vorliegenden Fall offen ge-
lassen werden. Selbst wenn man den höchstmöglichen Abzug von 25 % gewähren würde, re-
sultierte noch ein Jahresinvalideneinkommen von Fr. 40‘950.--, eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 3‘529.45 und somit ein Invaliditätsgrad von lediglich 7,9 %.  
 
7. Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 44‘479.45 und des Invali-
deneinkommens gemäss LSE von Fr. 54‘600.-- (ohne leidensbedingten Abzug) resultiert ein 
Invaliditätsgrad von 0 %. Selbst unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 
25 % ergibt sich ein Invaliditätsgrad unter der massgebenden Grenze von 10 %. Weder die An-
wendung der DAP Lohnangaben noch der LSE Tabellenlöhne führt im Ergebnis zu einem An-
spruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Somit hat die Suva einen Anspruch der 
Versicherten auf eine Invalidenrente im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht abge-
lehnt, weshalb die vorliegende Beschwerde abzuweisen ist.  
 
8.1 Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung der Versi-
cherten zu Recht auf 22,5 % festgesetzt hat. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass ihr zu-
sätzlich eine Integritätsentschädigung von 20 % für die psychischen Unfallfolgeschäden zuzu-
sprechen sei. 
 
8.2 Nach Art. 24 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung, wenn er durch den Unfall bzw. die Berufskrankheit (vgl. Art. 9 Abs. 3 UVG) eine 
dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Nach 
Art. 36 UVV gilt ein Integritätsschaden dann als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 
ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche 
oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträch-
tigt wird. Die Höhe der Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 UVG entsprechend der 
Schwere des Integritätsschadens abgestuft; der Bundesrat erhält die Kompetenz zur Regelung 
der Bemessung der Entschädigung. Dementsprechend wurden Richtlinien in Anhang 3 der UVV 
erlassen. Die SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungs-
grundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese sind, soweit sie Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 
zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 ff.). 
 
8.3 Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachverständi-
gen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen 
selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offengelassenen Bemessungs-

 

 
 
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spielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt (RKUV 1998 Nr. U 296 S. 235 E. 2d; 
vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 191/00 vom 13. Januar 2002, 
E. 2c, wonach es sich bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beein-
trächtigung um eine Tatfrage handelt, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf 
fachärztliche Mithilfe angewiesen sind, da von einem medizinischen Laien eine zuverlässige 
Zuordnung nicht erwartet werden kann). 
 
8.4 Die Beschwerdegegnerin hat die Integritätsentschädigung insbesondere gestützt auf die 
Schätzung bzw. Beurteilung durch Dr. D.____ vom 17. März 2017 auf insgesamt 22,5 % festge-
legt. Gemäss dieser Beurteilung bestehe bei der Versicherten eine Kniegonarthrose, welche als 
unfallkausal zu werten sei. Deswegen sei gemäss der Tabelle 5 („Integritätsschaden bei Arthro-
sen“) eine Integritätsentschädigung geschuldet. 12,5 % seien angemessen und gerechtfertigt. 
Bezüglich der rechten Schulter sei die klinisch mehrfach erhobene Beweglichkeit über die Hori-
zontale bis knapp 95° möglich. Diese Einschränkung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
auf eine Schulterluxation zurückzuführen. Deswegen sei gemäss Tabelle 1 („Integritätsschaden 
bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten“) eine Integritätsentschädigung geschuldet, 
diese betrage 10 % und sei gerechtfertigt.  
 
Es gibt keinen Anlass, an der Richtigkeit der Beurteilung von Dr. D.____ zu zweifeln. Auch die 
Beschwerdeführerin bemängelt die Schätzung des Integritätsschadens betreffend Knie und 
Schulter nicht. Die Beschwerdeführerin bringt jedoch vor, dass ihr zu Unrecht keine Integritäts-
entschädigung für ihre psychischen Beschwerden zugesprochen worden sei. Die Versicherte 
fordert dafür eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 20 %.  
 
Gemäss der Tabelle 19 der Suva („Integritätsschaden bei psychischen Folgen von Unfällen“) 
hat die Rechtsprechung (BGE 124 V 29) unter Berücksichtigung der herrschenden psychiatri-
schen Lehrmeinung erkannt, dass nur Unfallereignisse von aussergewöhnlicher Schwere zu 
dauerhaften Beeinträchtigungen der psychischen Integrität führen. Die Frage der Ausrichtung 
einer Integritätsentschädigung für eine psychische Störung nach Unfall ist allerdings erst dann 
zu prüfen, wenn einerseits die diagnostizierte Störung aus rechtlicher Sicht in einem natürlichen 
und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Ereignis steht und andererseits dauernden 
Charakter hat, das heisst voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht. Wurden nicht sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, kann nicht 
von einer Dauerhaftigkeit gesprochen werden. Üblicherweise kann zur Dauerhaftigkeit psychi-
scher Störungen erst fünf bis sechs Jahre nach dem Unfallereignis Stellung genommen werden. 
Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 5.2 hiervor), besteht kein Kausalzusammenhang 
zwischen den Unfällen und den psychischen Problemen der Versicherten. Von einer Dauerhaf-
tigkeit der psychischen Beschwerden im Sinne der Suva Tabelle 19 kann im vorliegenden Fall 
auch nicht ausgegangen werden. Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin keine 
psychiatrische Behandlung in Angriff nehmen möchte. Somit sind nicht sämtliche Behand-
lungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Unter diesen Umständen ist mit der Beschwerdegegnerin 
festzuhalten, dass aufgrund der psychischen Probleme keine Integritätsentschädigung geschul-
det ist. 
 

 

 
 
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8.5 Insgesamt ist die festgestellte Integritätseinbusse von 22,5 % aus obgenannten Gründen 
nicht zu bemängeln. Daraus folgt, dass die Beschwerde der Versicherten auch in dieser Hin-
sicht abzuweisen ist. 
 
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Suva den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Auch die Bemessung der Integritätsentschädigung 
ist nicht zu beanstanden. 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. 
 
10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 12. März 2018 die unentgeltliche Ver-
beiständung mit ihrer Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Die Rechtsvertreterin der Versicherten ist mit Verfügung 
des Kantonsgerichts vom 17. April 2018 aufgefordert worden, innert unerstreckbarer Frist bis 
8. Mai 2018 ihre Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. Gleichzeitig ist sie darauf hinge-
wiesen worden, dass das Honorar nach Ermessen festgesetzt werde, falls bis zum genannten 
Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der Folge hat die Rechtsvertreterin dem Kantons-
gericht keine Kostennote zukommen lassen, sodass das Honorar ankündigungsgemäss nach 
Ermessen festzusetzen ist. Zu entschädigen ist dabei ausschliesslich der im Beschwerdever-
fahren vor dem Kantonsgericht erbrachte Aufwand. Da die Rechtsvertreterin die Versicherte 
bereits im Einspracheverfahren vertreten hat, entfällt für das Beschwerdeverfahren ein vertief-
tes Aktenstudium im Sinne einer Einarbeitung in das Dossier. Der erbrachte Aufwand setzt sich 
somit im Wesentlichen aus einem Instruktionsgespräch mit der Mandantin, dem Verfassen der 
Beschwerde und der Einreichung eines Schreibens bezüglich der unentgeltlichen Verbeistän-
dung zusammen. Hält man sich die erbrachten Bemühungen vor Augen, erscheint es ange-
messen, für diese einen Zeitaufwand von insgesamt acht Stunden zu entschädigen und der 
Rechtsvertreterin zudem Auslagen von pauschal Fr. 50.-- zu ersetzen. Gemäss § 3 Abs. 2 der 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreterin der Beschwerde-
führerin ist deshalb für ihre Bemühungen im vorliegenden Beschwerdeverfahren ein Honorar in 
der Höhe von Fr. 1‘777.05 (8 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 50.-- zuzüglich 7,7 % 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein pauschales Honorar in 
der Höhe von Fr. 1‘777.05 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) 
aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 31. August 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
ren-Nr. 8C_677/2018) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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