# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dedece2-306f-5684-a413-08061808e5c7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2009 D-5516/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5516-2009_2009-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5516/2009
law/joc/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A._______, geboren (...),
Irak,
vertreten durch Tilla Jacomet , 
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5516/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  eigenen Angaben  zufolge  am 2. August 
2008 in die Schweiz einreiste, wo er am folgenden Tag um Asyl nach-
suchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum vom 19. August 2008 sowie der direkten Anhörung durch das 
BFM vom 8. Juni  2009 zur  Begründung seines  Asylgesuchs im We-
sentlichen  geltend  machte,  er  sei  Kurde,  gehöre  dem  I._______-
Stamm an und habe aufgrund einer verbotenen Liebesbeziehung zu 
einer Frau aus dem J._______-Stamm seinen Heimatstaat im April/Mai 
2007 verlassen und sei in die Türkei gereist, 

dass er nach zirka vier Monaten in den Irak zurückgekehrt sei und im 
April 2008 von Familienangehörigen seiner Freundin, die von der Be-
ziehung erfahren hätten, zusammengeschlagen worden sei, 

dass er, nachdem sich Angehörige seiner Familie mit Familienangehö-
rigen seiner Freundin getroffen hätten, im April/Mai 2008 aufgefordert 
worden sei, den Irak zu verlassen, worauf er am 20. Mai 2008 von sei-
nem Wohnsitz B._______ in  der Provinz Dohuk aus in die Türkei und 
von dort am 26. Juli 2008 weiter in die Schweiz gereist sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 30. Juli 2009 - eröffnet am 3. August 
2009  - feststellte,  der Beschwerdeführer erfülle  die Flüchtlingseigen-
schaft  nicht,  dessen  Asylgesuch  vom  3.  August  2008  ablehnte,  die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass das BFM diesen Entscheid unter anderem damit begründete, die 
Sachverhaltsschilderungen des  Beschwerdeführers  seien  zufolge wi-
dersprüchlicher und nicht nachvollziehbarer Angaben als nicht glaub-
haft im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) zu erachten, 

dass der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM vom 30. Juli 2009 
mit  Eingabe seiner  Rechtsvertreterin  vom 2. September  2009 (Post-
stempel)  beim Bundesverwaltungsgericht  anfechten und dabei  bean-
tragen liess,  die angefochtene Verfügung sei  aufzuheben, es sei  die 
Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, even-

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tualiter sei die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzuges festzustellen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, es sei die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses sei zu verzichten, 

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwi-
schenverfügung  vom 16.  September  2009  die  Gesuche  um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis 
zum 1. Oktober 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten,

dass er den Beschwerdeführer zudem aufgeforderte, innert derselben 
Frist das von ihm eingereichte fremdsprachige Schreiben im Original 
und  in  eine  Amtssprache  des  Bundes  übersetzt  nachzureichen,  an-
sonsten aufgrund der Akten entschieden werde, 

dass der  Kostenvorschuss am 1. Oktober  2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht  einging,  indessen  der  Beschwerdeführer  die  Frist  zur 
Nachreichung  des  der  Beschwerde  beigelegten  fremdsprachigen 
Schreibens ungenutzt verstreichen liess, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG,  [SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwal-
tungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG), 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art.  7  Abs.  3 
AsylG),

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dass  in  Übereinstimmung mit  dem BFM festzuhalten  ist,  dass  nicht 
nachvollziehbar erscheint, weshalb dem Beschwerdeführer eine Bezie-
hung zu einer Frau aus dem J._______-Stamm nicht erlaubt gewesen 
sein  soll,  zumal  dieser  Stamm  zum  I._______-Stamm,  dem  Stamm 
des Beschwerdeführers, angeblich sehr gute Beziehungen unterhalten 
haben soll (vgl. act. A15/18 S. 5 und 10), 

dass auch die weitere Feststellung des BFM, wonach die Angaben des 
Beschwerdeführers  zur  Kontaktnahme  mit  seiner  Freundin  wider-
sprüchlich erscheinen, zu bestätigen ist, indem der Beschwerdeführer 
einmal angibt, seine Freundin im Jahre 2004 auf dem Metzgermarkt im 
Quartier U._______ in Dohuk erstmals gesehen und sie dort später ab 
und zu für zirka fünf oder zehn Minuten wieder getroffen zu haben (vgl. 
act. A1/12 S. 6), an anderer Stelle jedoch darlegt, nachdem er sie das 
erste Mal auf dem Markt kennengelernt habe, habe er sich mit ihr je-
weils  im  Einkaufszentrum  V._______  in  Dohuk  getroffen  (vgl.  act. 
A15/18 S. 6, 11 und 13), 

dass  übereinstimmend mit  dem BFM festzuhalten  ist,  dass  vor  dem 
Hintergrund der angeblich ständigen Begleitung seiner Freundin durch 
mindestens vier Leibwächter und zwei Dienerinnen nicht nachvollzieh-
bar erscheint, wie es dem Beschwerdeführer überhaupt möglich gewe-
sen sein soll, sich mit seiner Freundin alleine zu treffen (vgl. act. A1/12 
S. 6, act. A15/18 S. 6 und 11), 

dass - wie in der Zwischenverfügung vom 16. September 2009 bereits 
erwähnt - weitere Unglaubhaftigkeitselemente in den Sachverhaltsvor-
bringen des Beschwerdeführers bestehen,  indem dieser etwa an der 
Erstbefragung mit keinem Wort erwähnte, dass sein Freund X._______ 
seine  Freundin  telefonisch  belästigt  und  deren  Angehörige  über  die 
verbotene Beziehung informiert habe (vgl. act. A15/18 S. 5 u. S. 13 f.), 
weshalb seine Freundin von ihren Angehörigen geschlagen worden sei 
(vgl. act. A15/18 S. 6 u. 13 f.), 

dass er auch keinerlei Angaben über den weiteren zentralen Umstand, 
dass seine Freundin nach seiner Rückkehr aus der Türkei mit einem 
anderen  Mann  verlobt  respektive  verheiratet  gewesen  sei  (vgl.  act. 
A15/18 S. 8 u. S. 15), oder darüber machte, er und seine Freundin hät-
ten  eine  Entführung  respektive  ihre  Flucht  geplant  (vgl.  act.  A15/18 
S. 6 und S. 14), 

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dass der Beschwerdeführer zudem einerseits erklärte, zirka eine Wo-
che nachdem er seine Freundin kennengelernt habe, habe er von ihr 
telefonisch  erfahren,  welcher  Familie  sie  angehört  habe  (vgl.  act. 
A15/18 S. 10), hingegen an anderer Stelle erwähnt, durch einen Ver-
wandten erfahren zu haben, aus welcher Familie seine Freundin stam-
me (vgl. act. A15/18 S. 11), 

dass der Beschwerdeführer im Weiteren an der Erstbefragung ausführ-
te, er habe von seiner Freundin erfahren, dass er von ihren Angehöri-
gen zusammengeschlagen worden sei (vgl. act. A1/12 S. 7), während-
dem er an der direkten Anhörung zu Protokoll gab, er habe dies von 
der Schwester seiner Freundin erfahren (vgl. act. A15/18 S. 8), 

dass die Ausführungen in der Beschwerde nicht überzeugend erschei-
nen, da darin im Wesentlichen bereits bekannte Sachverhaltselemente 
wiederholt werden, welche nicht zur Entkräftung der dargelegten Un-
glaubhaftigkeitselemente führen, 

dass das Argument, im islamischen Kontext sei es üblich, dass Frauen 
ohne Beisein von Männern persönliche Einkäufe tätigen würden, wes-
halb es entgegen der Ansicht des BFM möglich gewesen sei, dass der 
Beschwerdeführer trotz Leibwächter Kontakt zu seiner Freundin habe 
aufnehmen können, ebenfalls nicht stichhaltig ist, 

dass gerade vor einem solchen Hintergrund nicht nachvollziehbar er-
scheint, dass eine männliche Person wie der Beschwerdeführer unbe-
merkt  einer  Frau in  einen Laden folgen und sich mit  ihr  unterhalten 
könnte, zumal ein solches Vorgehen nicht nur den vor dem Laden wa-
chenden Leibwächtern  auffallen  müsste,  sondern  auch die  Aufmerk-
samkeit weiterer Personen auf sich ziehen würde, 

dass angesichts der als nicht glaubhaft zu qualifizierenden Fluchtvor-
bringen  des Beschwerdeführers  auf  eine  -  wie  vom BFM zusätzlich 
vorgenommene - Auseinandersetzung mit der Frage nach der Asylrele-
vanz  privater  Verfolgung  und  der  Schutzgewährung  durch  den  iraki-
schen Staat verzichtet werden kann und daher auf die entsprechenden 
weiteren Vorbringen in der Beschwerde nicht näher einzugehen ist, 

dass das bis dato nicht übersetzte fremdsprachige Schreiben, bei dem 
es sich nach den pauschalen Angaben des Beschwerdeführers um ein 
Vermittlungsschreiben  zwischen  den  Stammesoberhäuptern  handle, 
nicht geeignet ist, die Unglaubhaftigkeitselemente in den Sachvorbrin-

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gen des Beschwerdeführers plausibel  zu  entkräften,  da  dieses nach 
wie vor lediglich in Kopie vorliegt und der Beschwerdeführer die Exis-
tenz einer schriftlichen Vereinbarung zwischen den erwähnten Stäm-
men bis anhin nie erwähnte, 

dass selbst wenn  es sich dabei um eine Vereinbarung der Angehöri-
gen  respektive  um  die  darin  enthaltene  Aufforderung  an  den  Be-
schwerdeführer, das Land zu verlassen, handeln würde, die Ausstel-
lung einer solchen Vereinbarung nach einer Gesamtwürdigung als Ge-
fälligkeitschreiben zu qualifizieren wäre, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen  und  daher  das 
BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  BFM  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen 
Bestimmungen über  die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

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28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die ihm im Irak droht,

dass  im  Übrigen  auch  die  allgemeine  Sicherheits-  und  Menschen-
rechtslage im kurdischen Nordirak den Wegweisungsvollzug zum heu-
tigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig  erscheinen  lässt  (vgl.  BVGE 
2008/4 E. 6.2 - 6.6 S. 42 ff.), 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in den nordirakischen Provinzen Dohuk,  Suleymaniya und Erbil 
nach  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  keine  Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrscht,  und  die  dortige  politische  Lage  nicht 
dermassen angespannt ist, dass eine Rückführung dorthin als generell 
unzumutbar  betrachtet  werden  müsste,  und  die  Anordnung  des 
Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinstehende,  gesunde  und 
junge kurdische Männer, die ursprünglich aus einer der drei Provinzen 
stammen oder eine längere Zeit dort gelebt haben und dort nach wie 
vor über ein soziales Netz oder Parteibeziehungen verfügen, nicht als 
unzumutbar  zu  erachten  ist  (vgl.  BVGE 2008/5  E. 7.5  und  insbe-
sondere 7.5.8 S. 65 ff.),

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen alleinstehenden gesun-
den, gebildeten, jungen Mann kurdischer Ethnie handelt, der eigenen 
Angaben  zufolge  aus  der  Provinz  Dohuk  stammt  (vgl.  act.  A1/12 
S. 1 f.) und dort  über ein tragfähiges familiäres Beziehungsnetz (vgl. 
act. A1/12 S. 4, act. A15/18 S. 4) verfügt,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  auch  möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse 

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bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der  Beschaffung  allfälliger  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG), 

dass die Verfahrenskosten durch den am 1. Oktober 2009 geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe gedeckt und mit diesem zu verrech-
nen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Diese sind durch den geleisteten Kostenvorschuss in  glei-
cher Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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