# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8af1bba8-46f4-513c-ad48-8e10006d3fe6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.01.2022 IV 2021/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2021-45_2022-01-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2021/45

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.08.2022

Entscheiddatum: 12.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2022
Art. 28 IVG; Art. 88a IVV: Beweiskraft Gutachten bejaht. 
Einkommensvergleich als Prozentvergleich. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. 
Januar 2022, IV 2021/45).

Entscheid vom 12. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2021/45

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokaturm Glavas AG, 

Haus zur alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente (Befristung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 13. Juni 2017 bei der IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen an (IV-act. 9; zur Früherfassung vgl. IV-act. 1 ff.). Er hatte zuletzt als 

Z.___ bzw. Y.___-mitarbeiter bei der Firma B.___ gearbeitet, war jedoch aufgrund einer 

Diskushernie von Dr. med. C.___, Praktischer Arzt FMH, seit dem 3. Januar 2017 zu 

100 % arbeitsunfähig geschrieben worden (IV-act. 5, 9, 15 und 18). Am 4. Januar 2017 

waren beim Versicherten eine mikrochirurgische interlaminäre Fensterung L5/S1 rechts, 

eine Prolapsentfernung sowie eine Diskotomie durchgeführt worden (IV-act. 5-6 ff.; zu 

den Nachkontrollen vom 10. Februar und 17. März 2017 vgl. IV-act. 5-1 ff. und 24). In 

einem Verlaufsbericht des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom __ August 2017 

wurde festgehalten, dass der klinische Befund ähnlich wie im März 2017 sei. Zu den 

glutealen Schmerzen rechts hätten sich nun jedoch auch links gluteale Schmerzen 

hinzugesellt. Eine zum Ausschluss einer Spondylodiscitis zwischenzeitlich 

durchgeführte Feinnadelpunktion der Bandscheibe habe einen unauffälligen Befund 

gezeigt. Insgesamt sei das präsentierte Schmerzbild weit gravierender, als man es 

nach einem Bandscheibenvorfall und der Operation eines solchen erwarten würde. Die 

MRT-Bildgebung vom 17. März 2017 und 28. Oktober 2016 zeige einen mittelgrossen 

Rezidivvorfall L5/S1 rechts (bei jedoch fehlendem klinischem radikulärem Syndrom) 

sowie eine leicht verminderte Bandscheibenhöhe L5/S1 im Verlauf. Der Versicherte sei 

für eine erneute MRT-Untersuchung angemeldet worden, um ein aktives 

osteochondrotisches Geschehen zu verifizieren. Als nächster Schritt sei an eine 

gestaffelte Facettengelenksinfiltration L5/S1 und L4/L5 zu denken, um den 

Schmerzfokus weiter eingrenzen zu können. Die darüber liegenden lumbalen 

Bewegungssegmente seien radiologisch unauffällig. Dass im verhältnismässig jungen 

A.a. 

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Alter des Versicherten eine beidseitige Hüftgelenkspathologie vorliegen sollte, sei kaum 

vorstellbar (IV-act. 28). Am 11. August 2017 wurde beim Versicherten eine 

transpedikuläre Spondylodese L4/L5/S1 (TLIF L4/L5 von rechts sowie L5/S1 von links) 

sowie eine intersomatische Graftonanlagerung durchgeführt (vgl. die Diagnosen in IV-

act. 73 f.). In einem Bericht der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom __ Oktober 

2017 über eine Sprechstunde vom 28. September 2017 wurde festgehalten, dass die 

Kopfschmerzen, die anfangs September 2017 zu einer kurzen Hospitalisation bei 

Verdacht auf Liquorleck (nicht bestätigt) geführt hätten, rückläufig seien. Auch die 

lumbalen Rückenschmerzen würden langsam abnehmen. Aus 

wirbelsäulenchirurgischer Sicht zeige sich ein regulärer Verlauf und es sei kein 

spezifisches Prozedere zu beachten. Wahrscheinlich werde der Versicherte noch einige 

Zeit brauchen, um wieder eine normale körperliche Belastbarkeit zu erlangen, 

namentlich auch aufgrund stattgehabter Infektionen. Langfristig sollte jedoch wieder 

ein Normalzustand erreichbar sein (IV-act. 74).

Am 9. März 2018 erstellte die X.___ AG im Auftrag der 

Krankentaggeldversicherung eine medizinische Beurteilung. Als Diagnose nannten die 

Untersuchenden ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits. Weiter 

hielten sie fest, dass das arbeitsbezogene relevante Problem in einer verminderten 

Belastungstoleranz der Lendenwirbelsäule (LWS) bestehe. Aufgrund des ausgeprägten 

Schmerz- und Schonverhaltens hätten die funktionellen Einschränkungen jedoch nicht 

objektiviert werden können. Die Beobachtungen bei den Tests würden auf eine 

deutliche Selbstlimitierung hinweisen. Die Beurteilung könne sich somit nicht auf die 

EFL-Tests stützen. Vielmehr müsse eine rein ärztlich-medizinische Beurteilung erfolgen. 

Unter Berücksichtigung der strukturellen, organisch teilweise nachvollziehbaren 

Beschwerden sei die angestammte Tätigkeit mit einem vermehrten Pausenbedarf von 

2.5 Stunden als ganztags zumutbar einzustufen. Dies entspreche einer medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit von 75 %.  Zur Angewöhnung sei jedoch ein Einstieg mit 

einem halbtägigen Einsatz zu empfehlen mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 

75 % (ganztägige Tätigkeit mit vermehrten Pausen/reduzierter Leistung) innert zwei 

Monaten. Eine optimal leidensangepasste Tätigkeit (wechselpositionierende 

mittelschwere berufliche Tätigkeit) sei dem Versicherten ganztags zumutbar. Unter 

Berücksichtigung der längeren Arbeitskarenz sei jedoch während zwei Monaten eine 

A.b. 

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75%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen mit einer sukzessiven Steigerung, um in drei 

Monaten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erreichen (Fremdakten, act. 2-33 ff.).

Am 23. April 2018 hielt Dr. C.___ fest, dass der Verlauf nach der 

Diskushernienoperation vom 4. Januar 2017 und der Re-Operation vom 11. August 

2017 nun schon sehr schleppend sei. Der Versicherte sei seit dem 3. Januar 2017 zu 

100 % arbeitsunfähig. Er gebe noch immer massive Rückenschmerzen an. Eine 

nochmalige neurochirurgische Vorstellung im KSSG vom __ April 2018 habe ergeben, 

dass eine Facettengelenksinfiltration vom 13. März 2018 (IV-act. 81) sowie eine ISG-

Infiltration beidseits vom __ März 2018 (IV-act. 82) keinen positiven Effekt gehabt 

hätten (zur Sprechstunde im KSSG vom __ April 2018 vgl. IV-act. 30 und 32). Der 

Versicherte warte nun auf einen Termin im Schmerzzentrum, bei dem er schon länger 

angemeldet worden sei (zum Ganzen vgl. IV-act. 33).

A.c. 

Vom 20. August bis 10. September 2018 hielt sich der Versicherte stationär im 

Schmerzzentrum des Spitals D.___ auf. Im entsprechenden Austrittsbericht wurden die 

Diagnosen chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 

leichte bis mittelgradige depressive Episode sowie Onychomykose mit id-Reaktion an 

den Händen genannt. Sodann wurde unter anderem festgehalten, dass der Versicherte 

auf einem mechanistischen Schmerzverständnis beharrt habe und sich auf die 

psychologische und soziale Dimension des Schmerzes nicht habe einlassen können. Er 

sei in ordentlichem Zustand nach Hause entlassen worden (IV-act. 45-2 ff.).  In einem 

Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom __ September 2018 wurde als Diagnose 

ein chronifiziertes nozizeptives lumbospondylogenes Schmerzsyndrom genannt. Weiter 

hiess es, dass die letzte Kontrolle am __ September 2018 erfolgt sei. Der Versicherte 

habe sich noch immer massiv schmerzgeplagt präsentiert. Zuletzt sei eine stationäre 

Therapie mit multimodalem Ansatz erfolgt. Der Versicherte habe davon nur sehr 

bedingt profitieren können. Auf die Empfehlung des Schmerzzentrums hin seien die 

konservativen Massnahmen wie Wassertherapie oder regelmässige intensivierte 

Bewegungstherapie über einen Zeitraum von sechs Monaten ausgebaut worden, 

bisher ohne signifikante Linderung der Beschwerden. Die behandlungsspezifischen 

Möglichkeiten am Schmerzzentrum seien zurzeit ausgeschöpft. In Rücksprache mit 

dem Versicherten werde auf eine weitere Anbindung ans Schmerzzentrum verzichtet. 

Aktuell würden die Anbindung an ein tagesklinisches Angebot im Rahmen einer 

A.d. 

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psychosomatischen Behandlung von chronischen Schmerzstörungen sowie die 

Fortführung der physiotherapeutischen Massnahmen empfohlen (IV-act. 40). In einem 

Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom __ Dezember 2018 wurde festgehalten, 

dass der Versicherte am __ Dezember 2018 erneut zur neurochirurgischen Beurteilung 

vorstellig geworden sei. Nach ausgeschöpftem konservativen Prozedere inklusive 

stattgehabter infiltrativer Massnahmen stehe letztlich noch eine neuromodulative 

Therapie im Sinne einer Rückenmarkstimulation zur Verfügung. Aufgrund der doch 

unklaren psychosomatischen Situation des Versicherten sei eine entsprechende 

Evaluation angezeigt (IV-act. 50).

Am 6. Dezember 2018 berichtete Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie FMH, 

über eine auf hausärztliche Zuweisung hin erfolgte Kopfschmerzbeurteilung. Er kam 

zum Schluss, dass die klinische Präsentation mit Selbstlimitierung und Schonhaltung 

im Gesamtkontext an eine chronische somatoforme Schmerzstörung denken lasse. 

Folglich sei eine multimodale Schmerztherapie mit Analgetikaentzug und der 

Etablierung einer kopfschmerzprophylaktischen Basistherapie zu empfehlen. Bei 

anscheinend geplanter Operation würde sich anschliessend eine schmerztherapeutisch 

ausgerichtete Rehabilitation anbieten. Aus neurologischer Sicht bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 67).

A.e. 

Am 9. Januar 2019 wurde der Versicherte im Ambulatorium F.___ der Psychiatrie 

G.___ vorstellig. Im dazu ergangenen Sprechstundenbericht vom 21. Januar 2019 

wurden als Diagnosen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren sowie der Verdacht auf eine leichte depressive Episode genannt. 

Weiter wurde die Indikation für eine ambulante psychotherapeutische Behandlung 

gestellt, jedoch gleichzeitig angemerkt, dass der Therapieerfolg von der Compliance 

des Versicherten abhängig sei. Da ein erneutes Gespräch im KSSG für eine etwaige 

Operation geplant sei, sei der Versicherte noch unsicher, ob aktuell der richtige 

Zeitpunkt für den Beginn einer entsprechenden Behandlung sei (vgl. IV-act. 60).

A.f. 

Vom __ bis __ September 2019 hielt sich der Versicherte stationär in der Klinik für 

Neurochirurgie des KSSG auf. Im Austrittsbericht vom __ September 2019 wurde 

festgehalten, dass der Versicherte zur geplanten SCS-Einlage thorakal eingetreten sei. 

Der Eingriff sei am __ September 2019 durchgeführt worden. Postoperativ habe der 

A.g. 

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Versicherte über Nacken- und Kopfschmerzen berichtet. Im Verlauf sei es zu einem 

Flüssigkeitsaustritt aus der Wunde gekommen. Bei Verdacht auf ein intraoperatives 

Liquorleck sei am __ September 2019 durch die Kollegen der Anästhesie ein Blutpatch 

lumbal durchgeführt worden. Die Kopfschmerzen hätten sich gebessert, die 

Beinschmerzen seien aber immer noch vorhanden. Nach mehreren Umstellungen des 

SCS-Systems ohne positives Ansprechen sei schliesslich der Entscheid zur 

Explantation des Systems getroffen und diese am __ September 2019 komplikationslos 

durchgeführt worden. Die Wundflüssigkeit sei intraoperativ auf Beta-Trace-Protein 

getestet worden. Es sei kein Liquor nachgewiesen worden. Der Versicherte sei am __ 

September 2019 bei GCS 15, ohne neue fokal-neurologische Defizite und bei 

trockenen, reizlosen Wundverhältnissen entlassen worden (IV-act. 71 f., 84 f. und 87). 

Anlässlich einer Sprechstunde in der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom __ 

Oktober 2019 berichtete der Versicherte von weiterbestehenden, einschiessenden 

starken Kopfschmerzen und einer gleichbleibenden Rückenschmerzsymptomatik. Die 

behandelnden Ärzte hielten im Sprechstundenbericht fest, dass die Ursache der nach 

der Implantation der SCS-Elektroden erstmals aufgetretenen Kopfschmerzen unklar 

bleibe. Ein Liquorleck sei während des stationären Verlaufes mittels Beta-Trace-Tests 

ausgeschlossen worden. Auch eine am Sprechstundentag durchgeführte ausgedehnte 

MR-Diagnostik habe keine Hinweise auf einen Liquorverlust ergeben (IV-act. 86).

Vom 10. April bis 7. Mai 2020 hielt sich der Versicherte stationär in H.___ auf. Im 

entsprechenden Austrittsbericht wurden als Diagnosen eine chronifizierte 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, eine Depression, ein 

Verdacht auf analgetikainduzierte Kopfschmerzen sowie ein Nikotinabusus genannt (IV-

act. 105-88 ff.).

A.h. 

Mit Mitteilung vom 10. Juni 2020 informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, 

dass sein Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen werde. Aktuell 

seien keine beruflichen Massnahmen, sondern eine polydisziplinäre Untersuchung 

angezeigt (IV-act. 99).

A.i. 

In einem Bericht vom 6. Juli 2020 hielt Dr. med. I.___, Spezialarzt für Psychiatrie/

Psychotherapie, fest, dass der Versicherte seit dem 23. September 2019 bei ihm in 

ambulanter Behandlung stehe und seit diesem Zeitpunkt sowohl in der angestammten 

A.j. 

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als auch in anderen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig sei. Als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine mittelgradige bis schwere 

Depression sowie eine chronifizierte Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren bei Status nach mehreren Operationen und Infiltrationen (IV-act. 

101).

Am 4. Oktober 2020 erstattete die SMAB AG im Auftrag der IV-Stelle ein 

polydisziplinäres (psychiatrisches, internistisches, neurologisches und orthopädisch-

traumatologisches) Gutachten (IV-act. 105). In ihrer interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung kamen die Sachverständigen zum Schluss, dass keine Diagnosen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen (IV-act. 105-8). Sodann hielten sie 

fest, dass sowohl in der angestammten als auch in leidensangepassten Tätigkeiten ab 

dem 1. Oktober 2016 (MRT Wirbelsäule BWK12 bis SWK3 vom 28. Oktober 2016) eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Angesichts der Diskushernienoperation 

L5/S1 rechts vom 4. Januar 2017 sowie der Spondylodese L4-S1 vom 11. August 2017 

sei bis zum 31. Dezember 2017 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Ab 

dem 1. Januar 2018 sei bei persistierenden Schmerzen und dem Verdacht auf eine 

Spondylodiscitis bis zur erfolglosen Implantation des SCS-Systems thorakal vom __ 

September 2019 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Nach dieser Operation 

und der Explantation des SCS-Systems vom __ September 2019 habe bis zum 31. 

Dezember 2019 wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab dem 1. 

Januar 2020 gelte die anlässlich der Begutachtung festgestellte 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in leidensangepassten Tätigkeiten (IV-act. 

105-10). In einer Aktenbeurteilung vom 17. Oktober 2020 würdigte der regionale 

ärztliche Dienst (RAD) das SMAB-Gutachten als ausführlich, schlüssig und 

nachvollziehbar. Es könne darauf abgestellt werden (IV-act. 106).

A.k. 

Mit Vorbescheid vom 23. November 2020 stellte die IV-Stelle dem Versicherten für 

die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2020 einen befristeten Anspruch auf eine 

halbe Invalidenrente in Aussicht (IV-act. 109).

A.l. 

Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 

Dr. iur. K. Glavas, Muolen, am 1. Dezember 2020 vorsorglich Einwand (IV-act. 110), zog 

A.m. 

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B.  

diesen nach Einsicht in die Akten (vgl. IV-act. 115 f.) mit Schreiben vom 11. Dezember 

2020 jedoch wieder zurück (IV-act. 117).

Mit Verfügung vom 14. Januar 2021 (IV-act. 118 f.) bzw. vom 25. Februar 2021 (IV-

act. 120) sprach die IV-Stelle dem Versicherten für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 

31. März 2020 eine befristete halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 53 % 

zu. Sie führte erklärend aus, dass seit dem 3. Januar 2017 in der angestammten 

Tätigkeit eine verminderte Arbeitsfähigkeit vorliege. Der Rentenanspruch entstehe nach 

Ablauf des Wartejahres. Ab dem 3. Januar 2018 habe in leidensangepassten 

Tätigkeiten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Nach dem Eingriff vom __ 

September 2019 sei der Versicherte bis zum Ende des Jahres 2019 vollumfänglich 

arbeitsunfähig gewesen. Ab dem 1. Januar 2020 habe sich der Gesundheitszustand 

jedoch wesentlich und anhaltend verbessert. Der Versicherte sei seither in sämtlichen 

Erwerbstätigkeiten wieder zu 100 % arbeitsfähig. Folglich liege ein Revisionsgrund vor, 

sodass nach einer dreimonatigen Übergangszeit die Rente eingestellt werde. Der 

Einkommensvergleich beziehe sich auf die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 1. September 

2019 (vgl. IV-act. 118-1).

A.n. 

Gegen diese Verfügung erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt Glavas vertretene 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 9. März 2021 Beschwerde (act. G 1). 

Er beantragte, die angefochtene Verfügung vom 25. Februar 2021 sei teilweise 

aufzuheben und ihm sei weiterhin mindestens eine halbe Rente zu gewähren. 

Eventualiter sei die angefochtene Verfügung teilweise aufzuheben und es sei eine neue 

polydisziplinäre Abklärung unter Einschluss seiner gesamten Beschwerden in Auftrag 

zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer zu Lasten der IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin; act. G 1 S. 2). Weiter beantragte der Beschwerdeführer die 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung für das Verfahren 

vor Versicherungsgericht (act. G 1 S. 2, G 4 und 4.1) sowie die Durchführung eines 

zweiten Schriftenwechsels (vgl. act. G 1 S. 5).

B.a. 

Am 19. April 2021 entsprach die verfahrensleitende Richterin dem Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der 

B.b. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente.

2.  

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. 

G 5).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).

B.c. 

In seiner Replik vom 16. Juni 2021 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest (act. G 9). Neu beantragte 

er die Vornahme eines Augenscheins an einem Arbeitsplatz eines Y.___-Mitarbeiters 

zur Beurteilung der stehenden und sitzenden Anteile dieser Tätigkeit (vgl. act. G 9 S. 1, 

unten, und S. 2, oben). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Erstattung einer 

Duplik (act. G 10 f.).

B.d. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen 

Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

2.1. 

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3.  

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG).

Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- 

und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 

61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs in erster 

Linie auf das polydisziplinäre SMAB-Gutachten gestützt (vgl. IV-act. 118 f. und act. G 

6), wonach sowohl in der angestammten als auch in leidensangepassten Tätigkeiten in 

der Vergangenheit zwar Arbeitsunfähigkeiten bestanden hätten (zwischen dem 1. 

Oktober 2016 und 31. Dezember 2017 eine 100%ige, zwischen dem 1. Januar 2018 

und 1. September 2019 eine 50%ige, zwischen dem 2. September und 31. Dezember 

2019 wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit), ab dem 1. Januar 2020 aber von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (vgl. IV-act. 105-10). Demgegenüber ist der 

Beschwerdeführer der Ansicht, dass das SMAB-Gutachten nicht als Basis zur 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit dienen könne. Er bemängelt das Gutachten in 

mehreren Punkten, auf die nachfolgend näher einzugehen ist (vgl. act. G 1 und 9).

3.1. 

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 3.2. 

Hinsichtlich des psychiatrischen Fachgutachtens rügt der Beschwerdeführer, 

dass er sich seit 2017 in psychiatrischer Behandlung bei Dr. I.___ befinde, ohne dass 

diesbezüglich ein Bericht existiere. Dass kein entsprechender Bericht eingeholt worden 

sei, stelle eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar. Ein entsprechender 

Bericht sei für eine neutrale gutachterliche Abklärung unentbehrlich (vgl. act. G 1 S. 4). 

Weiter kritisiert er, dass der psychiatrische Gutachter keine Diagnose mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit gestellt, jedoch von einer subdepressiven Grundstimmung 

berichtet hätte, ohne näher darauf einzugehen. Die Begutachtenden seien 

offensichtlich darauf ausgerichtet gewesen, die vorhandenen psychischen Probleme zu 

bagatellisieren. Dabei sei es eigentlich nicht verwunderlich, dass er bei derart langen 

Rückenbeschwerden auch psychisch angeschlagen sei (vgl. act. G 9).

3.2.1. 

Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers befindet sich ein Bericht von 

Dr. I.___ vom 6. Juli 2020 in den Akten, welcher sich über die Behandlung ab dem 23. 

September 2019 ausspricht (vgl. IV-act. 105-83 ff.). Mit den Ausführungen von Dr. I.___ 

hat sich der psychiatrische SMAB-Gutachter eingehend auseinandergesetzt (vgl. IV-

act. 105-31). Beispielsweise hat er festgehalten, dass die Diagnosen einer schweren 

depressiven Episode und einer somatoformen Schmerzstörung im Bericht von Dr. I.___ 

nicht plausibel begründet worden seien. Ein sozialer Rückzug könne nicht bestätigt 

werden, da der Beschwerdeführer regelmässige soziale Kontakte sowohl innerhalb der 

Familie als auch im Freundes- und Bekanntenkreis angegeben habe. Die Schonhaltung 

werde auch durch äussere Einflüsse getriggert. So dürfe der Beschwerdeführer 

gemäss seiner Schilderung der Ehefrau im Rahmen der Haushaltsführung keine 

Unterstützung leisten, obwohl entsprechende Ressourcen vorhanden wären. Der 

Beschwerdeführer sei ohne Weiteres in der Lage, entsprechende Aufgaben zu 

übernehmen, da weder eine relevante Antriebsstörung noch eine Einschränkung des 

Durchhaltevermögens oder andere kognitive Leistungseinschränkungen auszumachen 

seien. Die Grundstimmung des Beschwerdeführers sei zwar subdepressiv getönt, 

Anhaltspunkte für eine Anhedonie seien jedoch zu keinem Zeitpunkt berichtet worden 

und im Rahmen der Exploration nicht ersichtlich gewesen. So vermöge der 

Beschwerdeführer im Alltag eine stabile Bindungs- und Beziehungsfähigkeit zu 

realisieren. Ein Verlust an Interessenneigungen sei ebenfalls nicht ersichtlich. Die 

beschriebenen passiven Todeswünsche habe Dr. I.___ in keiner Weise weiter 

kommentiert oder begründet, während er aber über finanzielle Engpässe des 

Beschwerdeführers berichtet habe. Im Übrigen seien in der Labordiagnostik keine 

Medikamentenspiegel nachweisbar gewesen, die den verordneten Antidepressiva 

3.2.2. 

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entsprechen würden. Insofern bestünden begründete Zweifel an der Adhärenz des 

Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der mitgeteilten medikamentösen 

Behandlung. Aus den Ausführungen von Dr. I.___ würden sich keine überzeugenden 

Aspekte ergeben, die eine abweichende Beurteilung von der gutachterlich 

diagnostizierten länger andauernden depressiven Anpassungsstörung rechtfertigen 

würden (IV-act. 105-31). Die von ihm diagnostizierte länger andauernde depressive 

Anpassungsstörung hat der psychiatrische Gutachter entgegen der Behauptung des 

Beschwerdeführers sodann nicht unbegründet gelassen. Vielmehr hat er für seine 

Diagnosestellung eine nachvollziehbare Begründung geliefert (vgl. namentlich IV-act. 

105-29 ff.). Diesbezüglich ist auch festzuhalten, dass der Gutachter einen 

Zusammenhang zwischen den Wirbelsäulenschmerzen und der psychischen 

Verfassung des Beschwerdeführers nicht abgestritten hat. Im Gegenteil hat er 

ausgeführt, dass aus seiner Sicht am ehesten reaktive Einflüsse (Kränkung) im 

Zusammenhang mit dem Verlust des Arbeitsplatzes als Folge des degenerativen 

Lendenwirbelsäulensyndroms im Rahmen der Chronifizierung der 

Schmerzwahrnehmung für die Krankheitsentwicklung bzw. die psychische Verfassung 

massgeblich gewesen seien (vgl. IV-act. 105-29; vgl. dazu ferner die Aktenwürdigung in 

IV-act. 105-31). Offensichtlich bestehe eine deutliche Tendenz zur Regression mit einer 

gleichzeitigen Tendenz zur Schmerzausweitung und Schonhaltung, deren Grundlage 

unklar bleibe. Die Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien nicht erfüllt, da 

eine unbewältigte Konfliktdynamik als Grundlage zur Diagnosestellung nicht erkennbar 

werde. Auch eine Schmerzverarbeitungsstörung könne in diesem Zusammenhang nicht 

begründet werden. Insofern sei aus psychiatrischer Sicht lediglich von einer länger 

andauernden depressiven Anpassungsstörung auszugehen, die sich unter 

Berücksichtigung der persönlichkeitsgebundenen Ressourcen des Beschwerdeführers 

und der Darstellung seiner gegenwärtigen Lebensführung auf die Arbeitsfähigkeit nicht 

relevant einschränkend auswirke (IV-act. 105-29).

 3.3. 

Weiter moniert der Beschwerdeführer, dass die von der Beschwerdegegnerin 

zitierte gutachterliche Behauptung, wonach seine Schmerzen auf keine fassbaren 

strukturellen Veränderungen der LWS zurückgeführt werden könnten (vgl. dazu act. G 6 

S. 5), in krassem Widerspruch zu den Berichten des KSSG, namentlich zu demjenigen 

vom __ Oktober 2019, stehe, wonach er im Bereich der lumbalen Wirbelsäule schwer 

angeschlagen gewesen sei und bleibe (vgl. act. G 9 S. 2). Gerade auch aus den letzten 

Berichten der Klinik für Neurochirurgie des KSSG, z.B. aus jenem vom __ September 

2019, sei ersichtlich, dass er Kribbelparästhesien vom unteren Rücken über den 

3.3.1. 

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lateralen Ober- und Unterschenkel bis in den lateralen Fussrand und die Zehen 

verspüre und dass er auf verschiedenen Ebenen nach mehreren Eingriffen an der 

Wirbelsäule angeschlagen geblieben sei (vgl. act. G 1 S. 3).

Ein krasser Widerspruch zwischen der Aussage des orthopädischen 

Sachverständigen, wonach im Rahmen der Begutachtung eine Spondylodiscitis, eine 

Rezidivhernie und eine Segmentinstabilität der LWS ausgeschlossen worden seien, 

sodass die Schmerzen nicht auf fassbare strukturelle Veränderungen der LWS hätten 

zurückgeführt werden können (vgl. IV-act. 105-70, unten), und den Ausführungen in 

den vom Beschwerdeführer erwähnten Berichten des KSSG vom __ September und 

22. Oktober 2019 (vgl. IV-act. 86 f.) ist nicht ersichtlich. Subjektiv empfundene 

Kribbelparästhesien sind mit einer strukturellen Veränderung gerade nicht 

gleichzusetzen. Gleiches gilt für die im Bericht vom __ September 2019 angegebene 

Schmerzstärke in Ruhe (vgl. IV-act. 87-1). Im Übrigen hat der neurologische SMAB-

Gutachter darauf hingewiesen, dass die im Bericht vom __ September 2019 

beschriebenen Ausfälle (gemeint wohl die Angaben M3 und M4; vgl. IV-act. 87-1, 

unten) nicht stimmig seien und sich aufgrund der gutachterlichen Untersuchung nicht 

nachvollziehen liessen (vgl. IV-act. 105-56). Inwiefern sich aus den beiden genannten 

Berichten des KSSG ergeben sollte, dass der Beschwerdeführer auf verschiedenen 

Ebenen der Wirbelsäule noch schwer angeschlagen ist, erläutert dieser denn auch 

nicht weiter. Aus der Aufzählung der stattgehabten Operationen lässt sich jedenfalls 

nicht automatisch auf postoperativ dauerhaft anhaltende strukturelle Schäden, welche 

die noch geklagten Schmerzen erklären könnten, schliessen, bezwecken Operationen 

in der Regel doch gerade die Beseitigung von Beschwerden oder Schädigungen. Im 

Übrigen befasst sich der Bericht vom __ Oktober 2019 in erster Linie mit der 

Kopfschmerzproblematik und nicht der Wirbelsäulenproblematik (vgl. IV-act. 86).

3.3.2. 

 3.4. 

Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass er nach der Implantation des 

Stimulators vom __ September 2019 über Kopfschmerzen geklagt habe. Offensichtlich 

sei es zu einem Flüssigkeitsaustritt aus der Wunde und zu einem intraoperativen 

Liquorleck gekommen, was einer iatrogenen Verletzung gleichkomme. Diese 

Problematik werde von den SMAB-Gutachtern nicht thematisiert (vgl. act. G 1 S. 3 f.).

3.4.1. 

Aus dem Austrittsbericht der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom __ 

September 2019 geht zwar hervor, dass es nach dem Eingriff vom __ September 2019 

zu Kopfschmerzen und einem Flüssigkeitsaustritt aus der Wunde gekommen sei, 

sodass der Verdacht auf ein intraoperatives Liquorleck aufgekommen und ein 

3.4.2. 

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Blutpatch durchgeführt worden sei. Die Kopfschmerzen hätten sich aber anschliessend 

wieder gebessert und beim intraoperativen Untersuch der Wundflüssigkeit (wohl im 

Rahmen der Explantationsoperation vom __ September 2019) sei kein Liquor 

nachgewiesen worden (vgl. IV-act. 87). Im Bericht vom __ Oktober 2019 zur 

Sprechstunde vom __ Oktober 2019, anlässlich welcher der Beschwerdeführer 

weiterhin über Kopfschmerzen geklagt hatte, haben die behandelnden Ärzte sodann 

festgehalten, dass ein Liquorleck während des stationären Verlaufs mittels Beta-Trace-

Tests ausgeschlossen worden sei und eine am Sprechstundentag durchgeführte 

ausgedehnte MR-Diagnostik ebenfalls keine Hinweise auf einen Liquorverlust ergeben 

habe. Die Ursache der nach der Implantation der SCS-Elektroden aufgetretenen 

Kopfschmerzen bleibe aktuell unklar (vgl. IV-act. 86). Demnach kann also nicht 

behauptet werden, es sei nach der Implantation des Stimulators vom __ September 

2019 offensichtlich zu einem Liquorleck gekommen, zumal in den Berichten des KSSG 

vom __ September und __ Oktober 2019 ein Liquorleck lediglich als Verdachtsdiagnose 

genannt worden ist (vgl. IV-act. 86 f.). Weiter kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt 

werden, soweit er behauptet, die Problematik eines Liquorlecks sei im SMAB-

Gutachten nicht thematisiert worden. Vielmehr hat der internistische Gutachter auf 

einen möglichen Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und einem Liquorleck 

hingewiesen, zur weiteren diesbezüglichen Beurteilung jedoch auf das neurologische 

Gutachten verwiesen (vgl. IV-act. 105-42). Der neurologische Sachverständige hat in 

seinem Fachgutachten sodann nachvollziehbar ausgeführt, dass sich retrospektiv nicht 

mehr zuverlässig einschätzen lasse, ob beim Beschwerdeführer nach dem Eingriff vom 

__ September 2019 ein postfunktionelles (gemeint wohl: postpunktionelles) 

Kopfschmerzsyndrom vorgelegen habe. Im Gesamtkontext könne ein vorübergehendes 

Liquorunterdruck-Syndrom nicht ausgeschlossen werden (vgl. IV-act. 105-56).

Überdies hat der neurologische Sachverständige auch die 

Kopfschmerzsymptomatik, die bereits vor September 2019 in Erscheinung getreten 

war, berücksichtigt. Er hat ausgeführt, dass Kopfschmerzen, die nach der 

Spinalanästhesie im Rahmen der zweiten Wirbelsäulenoperation aufgetreten seien (vgl. 

dazu auch IV-act. 74), für ein folgenlos abgeheiltes postpunktionelles 

Kopfschmerzsyndrom sprächen. Im Übrigen bestünden zeitweilige 

Spannungskopfschmerzen (vgl. IV-act. 105-54 ff.). Seine Einschätzung stimme mit den 

neurologischen Untersuchungsbefunden von Dr. E.___ und der Diagnose eines am 

ehesten anzunehmenden Spannungskopfschmerzes überein (vgl. IV-act. 105-56).

3.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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 3.5. 

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass die Gutachter ihm selbst für die 

angestammte Tätigkeit im Y.-__-dienst eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hätten, 

obwohl es sich dabei um eine rückenexponierte Tätigkeit handle, die zu rund 90 % 

stehend und nur zu 10 % sitzend ausgeübt werden könne. Allein diese zentrale 

Fehlbeurteilung zeige auf, dass das SMAB-Gutachten nicht haltbar sei (vgl. act. G 1 S. 

3 und 9 S. 1 f.).

3.5.1. 

 Die Gutachter der SMAB AG haben das Belastungsprofil in ihrer 

interdisziplinären Gesamtbeurteilung wie folgt definiert: Der Beschwerdeführer sei in 

der Lage, leichte bis mittelschwere Arbeiten, rückenadaptiert, überwiegend im Sitzen, 

mit der Möglichkeit eigens gewählter Positionswechsel, ohne Heben und Tragen von 

schweren Lasten zu bewältigen. Tätigkeiten auf Leitern bzw. Gerüsten oder unter 

ungünstigen Witterungsbedingungen (Nässe, Kälte, Staub) seien nicht zumutbar (vgl. 

IV-act. 105-9). Ob dieses Zumutbarkeitsprofil mit demjenigen der angestammten 

Tätigkeit im Y.___ bzw. als Z.___ vereinbar ist, kann letztlich offenbleiben. Die 

Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht darauf hingewiesen (vgl. 

act. G 6 S. 5), dass für die Bemessung des Invaliditätsgrades die Arbeitsfähigkeit in 

einer optimal angepassten Tätigkeit massgebend ist (vgl. Art. 6 Satz 2 und Art. 16 

ATSG). Dass das gutachterliche Belastungsprofil nicht einer solchen entsprechen 

würde, wird von beschwerdeführender Seite nicht geltend gemacht. Ein Augenschein 

an einem Arbeitsplatz eines Y.___-mitarbeiters bzw. Z.___, wie ihn der 

Beschwerdeführer beantragt (vgl. act. G 9 S. 2), drängt sich somit nicht auf. Aus dem 

Umstand, dass den Sachverständigen der SMAB AG das Belastungsprofil der vom 

Beschwerdeführer zuletzt ausgeübten Tätigkeit möglicherweise nicht vollumfänglich 

bekannt gewesen oder von ihnen allenfalls falsch eingeschätzt worden ist, liesse sich 

sodann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht automatisch auf deren 

Befangenheit oder sonstiges Ungenügen schliessen.

3.5.2. 

Nach dem Gesagten erweisen sich die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 

Einwände hinsichtlich des SMAB-Gutachtens als nicht stichhaltig. Das Gutachten 

beruht auf eigenständigen Abklärungen. Die medizinischen Vorakten und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind berücksichtigt worden (vgl. IV-act. 

105). Die bescheinigten Arbeitsfähigkeiten leuchten in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein (vgl. 

namentlich IV-act. 105-10), sodass auf das Gutachten abgestellt werden kann. Einzig 

nicht zu übernehmen ist die seitens der Gutachter bereits ab Oktober 2016 attestierte 

100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zwar ist bereits ab Oktober 2016 eine gesundheitliche 

3.6. 

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4.  

Beeinträchtigung aktenkundig (vgl. IV-act. 5-12 ff. und 15). Die später operativ 

behandelte Bandscheibenhernie ist bereits in einer MRT-Untersuchung vom 28. 

Oktober 2016 nachgewiesen worden (vgl. IV-act. 5-9). Da der Beschwerdeführer seine 

Arbeit jedoch erst ab dem 3. Januar 2017 längerfristig niedergelegt hat (vgl. IV-act. 

18-3), Dr. C.___ eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit erst ab dem 3. Januar 2017 

attestiert hat (vgl. IV-act. 15-1) und der Beschwerdeführer in seiner IV-Anmeldung als 

Beginn seiner Arbeitsunfähigkeit ebenfalls den 3. Januar 2017 genannt hat (vgl. IV-act. 

9-4), ist eine Arbeitsunfähigkeit erst ab dem 3. Januar 2017 rechtsgenüglich 

ausgewiesen. In der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin den 

Beginn der Arbeitsunfähigkeit ebenfalls auf den 3. Januar 2017 gelegt (vgl. IV-act. 

118-1), was vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerde, soweit ersichtlich, nicht 

beanstandet worden ist (vgl. act. G 1).

In einem nächsten Schritt gilt es den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 

anhand eines Einkommensvergleichs festzulegen (vgl. E. 2).

4.1. 

Für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

Beginns des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu 

beurteilende IV-Anmeldung des Beschwerdeführers ist bei der Beschwerdegegnerin 

am 13. Juni 2017 eingegangen (IV-act. 9-1). Der frühestmögliche Rentenbeginn i.S.v. 

Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG fällt somit auf den 1. Dezember 2017. Zu diesem Zeitpunkt ist 

das Wartejahr i.S.v. Art. 28 IVG allerdings noch nicht verstrichen gewesen, da 

anzunehmen ist, die Arbeitsunfähigkeit habe am 3. Januar 2017 ihren Anfang 

genommen (vgl. E. 3.6). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der Rentenbeginn 

auf den 1. Januar 2018. Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr 

2018. Da vorliegend ein vor dem 1. Januar 2022 beginnender Rentenanspruch im Streit 

liegt, finden die am gleichen Tag in Kraft getretenen Anpassungen im IVG sowie in der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) keine Anwendung (siehe 

das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und 

Rente in der Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100 ff.).

4.2. 

Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der ganzen oder teilweisen 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).

Gemäss den Angaben der letzten Arbeitgeberin hat der Beschwerdeführer im Jahr 

2017 ein Jahreseinkommen von Fr. 59'800.-- verdient (vgl. IV-act. 18-5 f.). Von diesem 

Validenlohn ist auch die Beschwerdegegnerin ausgegangen, jedoch hat sie die 

Indexierung bis zum Jahr 2018 unterlassen (vgl. IV-act. 118-1). Angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von 

gerundet Fr. 60'092.-- (Fr. 59'800.-- / 2249 x 2260; vgl. Tabelle T 39 des Bundesamtes 

für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und Reallöhne, 

2010-2020).

4.4. 

Für das Invalideneinkommen kann auf die Tabelle TA1 der Lohnstrukturerhebung 

(LSE) 2018 des Bundesamtes für Statistik abgestellt werden. Dabei ergibt sich für im 

Kompetenzniveau 1 beschäftigte Männer bei einem Pensum von 100 % mit einer 

betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Bundesamt für 

Statistik, Tabelle T03.02.03.01.04.01) ein Jahreseinkommen von gerundet Fr 67'767.-- 

(12 x Fr. 5'417.-- = Fr. 65'004.-- / 40 x 41.7 = gerundet Fr. 67'767.--). Bei einer 

Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen für eine Vollerwerbstätigkeit zeigt sich, 

dass das vom Beschwerdeführer gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin 

im Jahr 2018 in einem Pensum von 100 % im Gesundheitsfall erzielbare Einkommen 

leicht unter dem statistischen Invalideneinkommen gemäss LSE für leidensangepasste 

Tätigkeiten liegt. Daher ist trotz des Einwandes des Beschwerdeführers, wonach das 

Belastungsprofil der angestammten Tätigkeit nicht demjenigen einer optimal 

angepassten Tätigkeit entspreche (vgl. act. G 1 S. 3 und 9 S. 1 f.), zu seinen Gunsten 

von der gutachterlichen Feststellung auszugehen, wonach sich die Schätzung der 

Arbeitsfähigkeit sowohl auf die angestammte als auch auf leidensangepasste 

Tätigkeiten beziehe (vgl. IV-act. 105-10). Diese Beurteilung führt dann nämlich dazu, 

dass vorliegend sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch 

bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Lohn zugrunde zu legen ist, und der 

Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs vorgenommen 

werden kann. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, 

allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). 

Gründe, die einen solchen rechtfertigen würden, werden vom Beschwerdeführer nicht 

vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich (vgl. act. G 1 und 9).

4.5. 

Unter Berücksichtigung des für die Zeit vom 1. Januar 2018 (Beginn des 

Rentenanspruchs; vgl. E. 4.2) bis zum 1. September 2019 anzunehmenden 

Arbeitsunfähigkeitsgrades von 50 % (vgl. IV-act. 105-10) resultiert ein Invaliditätsgrad 

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.  

von 50 %. Ab dem 2. September 2019 wäre zwar grundsätzlich vorübergehend erneut 

von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 105-10), jedoch ist die 

Anpassung des Invaliditätsgrades an den verschlechterten Gesundheitszustand 

aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV erst per 1. Januar 2020 vorzunehmen. Da 

ab dem 1. Januar 2020 bereits wieder eine Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrades 

ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 105-10), hat die vorübergehende 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit keine Relevanz. Vielmehr ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 

2018 bis zum 31. Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 50 % und einem 

Anspruch auf eine halbe Rente auszugehen, während ab dem 1. Januar 2020 bei einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr besteht. 

Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die halbe Rente jedoch noch bis zum 

31. März 2020 weiter auszuzahlen. Der von der Beschwerdegegnerin verfügte 

befristete Anspruch auf eine halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 

31. März 2020 (vgl. IV-act. 118 ff.) ist somit nicht zu beanstanden.

Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung 

abzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden 

Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

5.2. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl. 

Art. 61 lit. g ATSG). In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit 

Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- als 

angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes 

[AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

pauschal mit Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 

600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2022
	Art. 28 IVG; Art. 88a IVV: Beweiskraft Gutachten bejaht. Einkommensvergleich als Prozentvergleich. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Januar 2022, IV 2021/45).

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