# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ccaf7b7-949a-50ab-a272-d6e099957ccc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 20.11.2025 SV1 2025 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-43_2025-11-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 20. November 2025 
mitgeteilt am 24. November 2025

Referenz SV1 25 43

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Hemmi, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Sennhauser

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Invalidenrente

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1965, ist gelernte Serviceangestellte und war zuletzt als 
Sachbearbeiterin bei der B.________ in einem 60 %-Pensum tätig. 

B. Anfang April 2023 meldete sich A.________ unter Hinweis auf einen 
plötzlichen Hörsturz mit festgesetztem Schwindel sowie eine Depression bei der IV-
Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zur beruflichen Integration 
bzw. Rente an. Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen. 
Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in 
seinem Bericht vom 10. April 2023 neben einer mindestens mittelschweren 
depressiven Verstimmung und einem Schwindel beidseitige Augenschmerzen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Am 30. April 2023 wies Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine mittelschwere 
Depression und einen Schwankschwindel mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aus. 
Ausserdem stellte Dr. med. E.________, Facharzt für Ophthalmologie, in seinem 
Bericht vom 12. September 2023 eine beidseitige Siccaproblematik mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest. 

C. Nachdem die Beratungsstelle Graubünden des Schweizerische Blinden- und 
Sehbehindertenverbands (SBV) bereits zuvor Ende Juni 2023 eine 
Arbeitsplatzabklärung durchgeführt hatte, erteilte die IV-Stelle im Oktober 2023 
Kostengutsprache für ein Aufbautraining beim I.________ vom 1. August 2023 bis 
zum 31. Dezember 2023. Mit Mitteilung vom 11. Januar 2024 übernahm die IV-
Stelle die Kosten im Zusammenhang mit der Unterstützung bei der Suche nach 
einem geeigneten Arbeitsplatz (Coaching).

D. In seinem Bericht vom 5. Februar 2024 über die im November 2023 
stattgehabte Untersuchung wies Dr. med. F.________, Chefarzt Neurologie des 
G.________, einen unklaren Schwankschwindel (subjektiv kognitive 
Schwankungen), eine Migräne mit Aura, einen Zustand nach Covid-Infekt im 
November 2022 sowie eine Depression (zurzeit subjektiv stabil) aus.

E. Nachdem A.________ daraufhin Ende Februar 2024 in die 
psychotherapeutische Tagesklinik der H.________ (H.________) eingetreten war, 
führte Dr. med. D.________ in seinem Verlaufsbericht vom 9. März 2024 unter 
anderem aus, nach einer zwischenzeitlichen Besserung der Symptomatik sei es 
Anfang des Jahres 2024 zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands mit 
erneuter 100%iger Arbeitsunfähigkeit gekommen.

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F. Mit Mitteilung der IV-Stelle vom 12. September 2024 wurden die 
Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen, da sich A.________ weiterhin nicht in 
der Lage fühle, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken. 

G. In seinem Verlaufsbericht vom 5. Oktober 2024 wies Dr. med. D.________ 
bei unveränderter Diagnose einen verbesserten Gesundheitszustand aus.

H. In der Folge liess die IV-Stelle A.________ bidisziplinär in den 
Fachdisziplinen Ophthalmologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie 
begutachten, wobei der Auftrag der EKTIMISI Medizinische Gutachten Zürichsee 
AG zugeteilt wurde (nachfolgend: EKTIMISI-Gutachten). In dem am 25. März 2025 
erstatteten Gutachten wiesen die Experten eine beidseitige Keratokonjunktivitis 
sicca und eine sonstige depressive Episode (ICD-10: F32.8) mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit aus. Während sie A.________ in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit zu 40 % arbeitsfähig erachteten, gingen sie in Bezug auf eine optimal 
angepasste Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit aus. 

I. Nach Einholung der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 24. April 2025 die 
Abweisung des Leistungsbegehrens an. Zum Abklärungsergebnis hielt sie fest, 
dass A.________ seit dem 22. November 2022 (Beginn Wartejahr) in ihrer 
Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt sei. Ohne gesundheitliche 
Einschränkungen würde sie einem Pensum von 80 % nachgehen und zu den 
restlichen 20 % gehörten die üblichen Aufgaben im Haushalt. Ohne gesundheitliche 
Einschränkungen könnte sie in ihrer bisherigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin beim 
I.________ in einem 100 %-Pensum unter Berücksichtigung der 
Einkommensentwicklung ein Jahreseinkommen von CHF 73'259.30 erzielen. Aus 
medizinischer Sicht sei ihr die bisherige Tätigkeit als Sachbearbeiterin noch zu 
einem 60 %- (recte: 40 %-)Pensum zumutbar. In optimal angepassten Tätigkeiten 
mit nur einem kleinen Anteil an Bildschirmarbeit bei guter Beleuchtung und 
optimaler Luftfeuchtigkeit am Arbeitsplatz bestehe hingegen eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 %. Auf der Basis der Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2022, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten), 
weiblich, Leistungsfähigkeit von 80 % belaufe sich das Einkommen mit Invalidität 
auf CHF 41'212.20. Darin enthalten sei ein Pauschalabzug von 10 % und die 
Lohnzahlen seien der Nominallohnentwicklung angepasst worden. Die 
Einschränkung im Aufgabenbereich werde der ärztlich festgelegten, medizinisch-
theoretischen Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
gleichgestellt. Bei einer Gewichtung des Erwerbsteils von 80 % ergebe sich ein 
Teilinvaliditätsgrad von 35.2 %. Im mit 20 % gewichteten Haushaltsteil ergebe sich 

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ein solcher von 4 %, zusammen somit ein Invaliditätsgrad von 39.2 %. Folglich 
bestehe kein Anspruch auf Rentenleistungen. Dagegen liess A.________ unter 
Beilage einer Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 11. Juni 2025 Einwand 
erheben. Mit Verfügung vom 1. Juli 2025 entschied die IV-Stelle wie vorbeschieden 
und verneinte in Abweisung des Leistungsbegehrens einen Anspruch auf eine 
Invalidenrente.

J. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
29. August 2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden 
erheben und in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2025 
beantragen, ihr sei mit Wirkung ab dem 1. November 2023 eine ganze 
Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung brachte sie 
zusammenfassend vor, dass das psychiatrische Gutachten nicht beweiskräftig sei 
und darauf nicht abgestellt werden könne. Da eine allfällige Restarbeitsfähigkeit 
zudem per se nicht verwertbar wäre, liege eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, 
weshalb sie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe.

K. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2025 schloss die IV-Stelle 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde und nahm in 
ablehnender Weise zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin Stellung.

L. Die Beschwerdeführerin replizierte am 23. Oktober 2025 bei unveränderten 
Rechtsbegehren und vertiefte ihren Standpunkt.

M. Die Beschwerdegegnerin reichte am 29. Oktober 2025 eine Duplik ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 1. Juli 2025 stellt eine solche anfechtbare Verfügung 
der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 
Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung ist 
die Beschwerdeführerin davon berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse 

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an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abschlägig beschieden hat. 
Dieser entstünde angesichts der Anmeldung im April 2023 gestützt auf Art. 29 
Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. Oktober 2023 (d.h. sechs Monate nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs), sofern bis dahin das Wartejahr erfüllt 
war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). In Bezug auf das Wartejahr ist festzuhalten, dass 
dieses unstreitig als per November 2023 erfüllt zu betrachten ist (vgl. Case Report 
[IV-act. 213 S. 14]). Hinsichtlich des Rentenanspruchs ist allerdings zu 
berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin während der 
Eingliederungsmassnahme vom 1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ein 
Taggeld bezog (vgl. Verfügung vom 12. Oktober 2023 [IV-act. 76] und Case Report 
[IV-act. 213 S. 16]), weshalb sie für diesen Zeitraum ohnehin keinen Anspruch auf 
eine Invalidenrente hat (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG; BGE 126 V 241 E. 5; Urteile des 
Bundesgerichts 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1, 9C_689/2019 vom 
20. Dezember 2019 E. 3.1 ff., 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1 f., 
8C_202/2015 vom 21. Mai 2015 E. 2 und 9C_672/2008 vom 23. Oktober 2008 
E. 4.2; MEYER/REICHMUTH, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 
2022, Art. 22 Rz. 15, Art. 29 Rz. 10 ff. und Art. 43 Rz. 2).

2.2. Unbestritten ist das Einkommen ohne Invalidität, welches auf der Basis des 
effektiven Einkommens bestimmt, auf ein volles Pensum hochgerechnet und unter 
Berücksichtigung der Einkommensentwicklung bis 2025 mit CHF 73'259.30 beziffert 
worden ist (vgl. angefochtene Verfügung vom 1. Juli 2025 [act. B.1 = IV-act. 214] 
und Invaliditätsbemessung vom 24. April 2025 [IV-act. 189]; siehe auch Art. 26 
Abs. 1 IVV [SR 831.201]). Ebenso wenig wird die gemischte Methode zur 
Invaliditätsbemessung mit einer Gewichtung des Erwerbs- und Haushaltsbereichs 
mit 80 % bzw. 20 % in Abrede gestellt. Uneins sind sich die Verfahrensbeteiligten 
demgegenüber insbesondere hinsichtlich der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin in leidensangepasster Tätigkeit und deren Verwertbarkeit auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV in Kraft 
sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich 

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besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. statt vieler: BGE 
149 II 320 E. 3, 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1; Urteil 
des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 2.2), die angefochtene 
Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020 
datiert und der hier umstrittene Rentenanspruch seine Begründung ab dem 
1. Januar 2024 fände, sind die ab dem 1. Januar 2022 geltenden Normen 
anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 
2020 und Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung vom 3. November 2021; 
siehe ferner Kreisschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 1. Januar 
2022, Rz. 9100 [<http://www.sozialversicherungen.admin.ch>]).

4.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

4.2. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die 
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 
IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der 
Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 144 I 21 E. 2.1 m.w.H.).

4.3. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG vor, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 

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Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach Art. 28b Abs. 1 IVG wird die 
Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente 
festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale 
Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Art. 28b 
Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5 %
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %
42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

5.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 1. Juli 2025 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da der 
Beschwerdeführerin eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei. Dabei 
stützte sie sich insbesondere auf das bidisziplinäre EKTIMISI-Gutachten vom 
25. März 2025 ab (vgl. IV-act. 185).

5.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 

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Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet bzw. nimmt sie dazu Stellung, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 
E. 2.4 und 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E. 5.2.3).

5.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 4.1, 8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 
vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4).

5.2.3. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach 
Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

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gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 
137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile 
des Bundesgerichts 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 vom 
13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E. 2.3, 8C_84/2022 
vom 19. Mai 2022 E. 2.2 und 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E. 2.2.2). In Bezug 
auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc). 
Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 
therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4) 
andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich 
eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der subjektiven 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; Urteile 
des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 vom 
4. Mai 2022 E. 4, 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 11.2.2, 8C_736/2021 vom 
22. März 2022 E. 5.2 und 8C_764/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2).

5.3. Insoweit ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 
EKTIMISI-Gutachten vom 25. März 2025 abgestellt hat oder ob konkrete Indizien 
gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. dieses von der übrigen medizinischen 
Aktenlage in Zweifel gezogen wird. Während die Beschwerdegegnerin das 
EKTIMISI-Gutachten im Ergebnis für schlüssig, nachvollziehbar und 
widerspruchsfrei erachtet (vgl. angefochtene Verfügung vom 1. Juli 2025 [act. B1 = 
IV-act. 214]), zweifelt die Beschwerdeführerin dessen Beweiswert an. Dabei 
kritisiert sie das psychiatrische Teilgutachten.

6. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrundsatz, 
wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der Leistungen beanspruchenden 
Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde hat, wo notwendig, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die 
Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, 

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Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 43 Rz. 14 ff. und Rz. 96 ff.). Die 
Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich 
im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Wenn der 
Versicherungsträger oder das kantonale Sozialversicherungsgericht im Rahmen 
einer umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt 
überwiegend wahrscheinlich sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung 
nicht entgegen. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/ oder 
Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu 
ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 
Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1 f.; Urteile des 
Bundesgerichts 9C_138/2024 vom 3. Juli 2024 E. 4.4, 9C_484/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 4.2, 8C_288/2021 vom 26. Oktober 2021 E. 3.2.1 und 
8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 3.1). Kommt die Verwaltung ihrer 
Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache aus diesem 
Grund an sie zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 E. 5).

7. Die Feststellung einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung erfolgt 
bei somatoformen Schmerzstörungen (vgl. BGE 141 V 281) wie auch bei sämtlichen 
psychischen Störungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) nach Vorliegen einer 
ärztlichen Diagnosestellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens anhand 
der sogenannten Standardindikatoren. Im strukturierten Beweisverfahren ist der 
Nachweis des funktionellen Schweregrades und der Konsistenz der 
Gesundheitsschädigung unter Verwendung sogenannter Indikatoren zu erbringen 
(vgl. Kreisschreiben des BSV über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung [KSIH], Stand: 1. Januar 2021, Rz. 1006 
[<https://sozialversicherungen.admin.ch>]). Die Kategorie "funktioneller 
Schweregrad" umfasst den Komplex "Gesundheitsschädigung" (mit den Indikatoren 
"Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde", "Behandlungserfolg oder -
resistenz", "Eingliederungserfolg oder -resistenz" und "Komorbiditäten"), den 
Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) und 
den Komplex "Sozialer Kontext". Die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des 
Verhaltens) umfasst die Komplexe "Gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" und "Behandlungs- 
und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" (vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.1.3; KSIH, Rz. 1006). Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von 

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einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder 
auch gar nicht geeignet ist (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 und 143 V 418 E. 7.1; siehe 
dazu auch Urteile des Bundesgerichts 8C_560/2023 vom 18. Januar 2024 E. 7.4.2, 
9C_38/2022 vom 24. Mai 2022 E. 4.6, 9C_587/2021 vom 31. Januar 2022 E. 4.1 
und 9C_197/2018 vom 5. Juni 2018 E. 7). Hat sich die sachverständige Person bei 
der Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss 
BGE 141 V 281 orientiert und genügt ihr Gutachten den allgemeinen Anforderungen 
an den Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1), sind die darin 
formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen der 
Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische 
Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht 
stattfinden (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.2 und 141 V 281 E. 5.2.3; Urteile des 
Bundesgerichts 9C_389/2022 vom 3. Mai 2023 E. 2.3.2, 9C_293/2021 vom 
23. Dezember 2021 E. 2.3, 9C_307/2017 vom 11. Januar 2018 E. 5.1.2 und 
9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.5; siehe auch BGE 144 V 50 E. 4.3). 
Eine solche liegt aber nicht vor, wenn der Versicherungsträger und im 
Beschwerdefall das Gericht anhand der medizinischen Indikatorenprüfung die 
massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung eines 
stimmigen Gesamtbildes schlüssig abhandeln und nachweisen, wo die ärztlichen 
Darlegungen nicht mit den normativen Vorgaben übereinstimmen (vgl. BGE 145 V 
361 E. 4.1.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_773/2023 vom 1. Mai 2024 E. 5.2 f. 
und 9C_293/2021 vom 23. Dezember 2021 E. 2.3).

8. Die Experten wiesen im EKTIMISI-Gutachten vom 25. März 2025 folgende 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 185 S. 4):

 Beide Augen: Keratokonjunktivitis sicca

 Sonstige depressive Episode (ICD-10: F32.8)

Dazu führten die Gutachter aus, aus ophthalmologischer Sicht könne die Diagnose 
einer Keratokonjunktivitis sicca bestätigt werden. Diese ergebe sich einerseits durch 
die Beschwerdeschilderung der Beschwerdeführerin, andererseits durch die 
objektiven Befunde wie die reduzierte Tränenaufrisszeit. Zum Zeitpunkt der 
Begutachtung sei die Tränenaufrisszeit am rechten Auge eingeschränkt und am 
linken Auge knapp in der Norm gewesen. Beim Syndrom des trockenen Auges sei 
wichtig zu erwähnen, dass die subjektiv geäusserten Beschwerden der Betroffenen 
nicht immer mit objektiven Befunden untermauert werden könnten. Aus 
psychiatrischer Sicht könne die Diagnose einer sonstigen depressiven Episode 
gestellt werden. Auch wenn eine bestimmte Depressivität zu beobachten sei, seien 
eine ausgeprägte Anhedonie und ein deutlich herabgesetzter Antrieb, wie subjektiv 

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von der Beschwerdeführerin eingeschätzt, nicht unbedingt objektivierbar. Eine 
eindeutige Suizidalität sei nicht vorhanden. Diesbezügliche Angaben der 
Beschwerdeführerin erschienen widersprüchlich und nicht unbedingt 
nachvollziehbar. Auffallend sei die persistierende Schwindelsymptomatik. Daraus 
könne allerdings nicht die Diagnose einer Somatisierungsstörung abgeleitet 
werden, weil hier ein wesentliches Kriterium fehle. Der Schwindel allein erfülle nicht 
die Diagnosekriterien einer Somatisierungsstörung, einer somatoformen 
autonomem Funktionsstörung oder einer sonstigen somatoformen Störung. 
Gesamthaft wäre hier die Diagnose einer atypischen Depression zu stellen. Diese 
Diagnose erlaube eine konsistente Zusammenfügung der einzelnen Beschwerden 
(vgl. IV-act. 185 S. 4 f.). Während die Gutachter in Bezug auf die bisherige Tätigkeit 
von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit ausgingen, erachteten sie die 
Beschwerdeführerin in einer optimal angepassten Tätigkeit (Bildschirmarbeit 
weniger als 25 % der Zeit, in Innenräumen mit guter Beleuchtung sowie optimaler 
Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 60 %, ohne direkte Zugluft oder Gebläse im Bereich 
der Augen, mit der Möglichkeit zur Anwendung von befeuchtenden Augentropfen 
sowie der Lagerung gewisser Medikamente in einem Kühlschrank) seit der 
Begutachtung zu 80 % arbeitsfähig (vgl. IV-act. 185 S. 6 ff.). 

9.1. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen zu 
Recht vorbringt, dass die in der angefochtenen Verfügung für die bisherige Tätigkeit 
ausgewiesene Arbeitsfähigkeit von 60 % nicht korrekt sei (vgl. angefochtene 
Verfügung vom 1. Juli 2025 [act. B.1 = IV-act. 214]), sondern gemäss EKTIMISI-
Gutachten vom 25. März 2025 40 % beträgt ([IV-act. 185 S. 6]), ist mit Blick auf die 
allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
und 122 V 157 E. 1c m.w.H., siehe auch Erwägung 5.2.2 hiervor) festzustellen, dass 
das EKTIMISI-Gutachten vom 25. März 2025 in Kenntnis der von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und dem Krankheitsverlauf ergangen 
ist (vgl. IV-act. 185 S. 3, S. 15 ff. und S. 31 ff.). Ferner basiert es auf eigenen 
klinischen, laborchemischen und testologischen Untersuchungen (vgl. IV-act. 185 
S. 2, S. 19, S. 35 ff. und S. 48) und die Gutachter nahmen zu den streitigen 
Belangen Stellung (vgl. IV-act. 185 S. 3 ff., S. 20 ff. und S. 39 ff.). Allerdings lagen 
dem EKTIMISI-Gutachten nicht die vollständigen Vorakten zugrunde (vgl. 
psychiatrisches Teilgutachten [IV-act. 185 S. 30 f.]). So wurden zum Verlauf der 
Behandlung der Beschwerdeführerin in der Allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik 
der H.________ keine Informationen eingeholt, obwohl der RAD im März 2024 
geraten hatte, den diesbezüglichen Verlauf abzuwarten (vgl. Verlaufsprotokoll 
Eingliederung, Eintrag vom 25. März 2024 [IV-act. 147 S. 10], und Case Report, 
Eintrag vom 25. März 2024 [IV-act. 213 S. 6]), und die Beschwerdeführerin 

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anlässlich der psychiatrischen Exploration angab, seit Februar 2024 die Tagesklinik 
in Chur zu besuchen; dies ergab sich auch aus den dem psychiatrischen Experten 
vorgelegenen Akten (vgl. psychiatrisches Teilgutachten [IV-act. 185 S. 30 und 
S. 34]). Zwar lässt sich diesen entnehmen, dass die Allgemeinpsychiatrische 
Tagesklinik der H.________ keine medizinischen Berichte erstellt (vgl. 
Verlaufsprotokoll Eingliederung, Eintrag vom 3. Juni 2024 [IV-act. 147 S. 11]). 
Allerdings hat sich die Eingliederungsberaterin Anfang Juni 2024 telefonisch an 
diese gewandt, wobei ihr mitgeteilt wurde, dass eine Eingliederung der 
Beschwerdeführerin in nächster Zeit nicht absehbar sei (vgl. Verlaufsprotokoll 
Eingliederung, Einträge vom 3. und 7. Juni 2024 [IV-act. 147 S. 11]; siehe ferner 
Verlaufsprotokoll Recovery und Peer-Beratung, Eintrag vom 10. April 2024 [IV-act. 
146 S. 3], wonach ein dringender Bedarf an psychotherapeutischer Beratung und 
Behandlung bestehe und die Entscheidung, in die Tagesklinik zu gehen, ein 
wichtiger Schritt in diese Richtung sei). Eine entsprechende Rücksprache erfolgte 
im Rahmen der psychiatrische Expertise nicht (vgl. psychiatrisches Teilgutachten 
[IV-act. 185 S. 39]). Auch wenn die tagesklinische Behandlung gemäss dem im 
Recht liegenden Wochenplan vom 31. Juli 2024 damals insbesondere auf der 
Aktivierung beruhte (vgl. IV-act. 136 f.), wobei eine Behandlungsanpassung im 
Verlauf nicht auszuschliessen ist, hätte sich eine Rücksprache mit Blick auf eine 
umfassende gutachterliche Beurteilung aufgedrängt, da auch der behandelnde 
Psychiater Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 5. Oktober 2024 zum 
Verlauf der Behandlung in der Allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik der 
H.________ keine detaillierten Ausführungen machte (vgl. IV-act. 154). Insofern 
vermag es – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – nicht zu 
überzeugen, wenn der psychiatrische Experte in seinem Teilgutachten ohne 
Rücksprache mit den behandelnden Fachpersonen der Tagesklinik bzw. allein 
gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin festhielt, dass die aktuelle 
tagesklinische Behandlung eher einem ambulanten multimodalen Ansatz mit 
lediglich supportivem Charakter entspreche, seines Erachtens nicht zielführend sei 
und den bereits installierten sekundären Krankheitsgewinn bestärke (vgl. IV-act. 
185 S. 41; siehe auch IV-act. 185 S. 43; vgl. ferner Erwägung 9.6 hernach). 
Abgesehen davon begründete der psychiatrische Gutachter die Entwicklung eines 
sekundären Krankheitsgewinns nicht näher und es ergeben sich diesbezüglich auch 
keine Hinweise aus den Akten. Derlei lässt sich auch nicht allein aus dem Umstand 
ableiten, dass die Beschwerdeführerin laut ihren eigenen Angaben die 
Unterstützung des Partners im Alltag geniessen solle (vgl. IV-act. 185 S. 40).

9.2. Ferner diagnostizierte der psychiatrische Gutachter in seinem Teilgutachten 
eine sonstige depressive Episode (ICD-10: F32.8) mit Auswirkungen auf die 

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Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 185 S. 42). Hierzu führte er insbesondere aus, auch 
wenn eine bestimmte Depressivität zu beobachten sei, seien eine ausgeprägte 
Anhedonie sowie ein deutlich herabgesetzter Antrieb, wie subjektiv von der 
Beschwerdeführerin eingeschätzt, nicht unbedingt objektivierbar. Eine eindeutige 
Suizidalität sei nicht vorhanden. Diesbezügliche Angaben der Beschwerdeführerin 
erschienen widersprüchlich und nicht unbedingt nachvollziehbar. Auffallend sei die 
persistierende Schwindelsymptomatik. Aus dieser Symptomatik könne allerdings 
nicht die Diagnose einer Somatisierungsstörung abgeleitet werden, weil hier ein 
wesentliches Kriterium fehle. Der Schwindel allein erfülle nicht die Diagnosekriterien 
einer Somatisierungsstörung, einer somatoformen Funktionsstörung oder einer 
sonstigen somatoformen Störung. Gesamthaft wäre hier die Diagnose einer 
atypischen Depression zu stellen, welche eine konsistente Zusammenfügung der 
einzelnen Beschwerden erlaube (vgl. IV-act. 185 S. 42). Abgesehen davon, dass 
dem psychiatrischen Experten darin beizupflichten ist, dass sich aus den 
vorliegenden fachärztlichen Berichten keine Hinweise auf eine somatoforme 
Störung ergeben, fallen unter sonstige depressive Episoden (ICD-10: F32.8) 
insbesondere wechselnde Mischbilder depressiver Symptome (vor allem 
somatischer Art) mit diagnostisch weniger bedeutsamen Symptomen wie 
Spannung, Sorge und Verzweiflung oder Mischbilder somatischer depressiver 
Symptome mit anhaltendem Schmerz oder Müdigkeit, die keine organische 
Ursache haben. Allerdings sollen solche Episoden nur kodiert werden, wenn die 
Beschreibungen der unter F32.0 bis F32.3 beschriebenen depressiven Episoden 
nicht zutreffen (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
9. Aufl. 2014, S. 176). Mit dieser Abgrenzung hat sich der psychiatrische Gutachter 
nicht in der gebotenen Weise auseinandergesetzt. Dies hätte sich umso mehr 
aufgedrängt, als der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ 
ausgeschlossen haben soll, dass der Schwindel eine psychische Ursache habe (vgl. 
IV-act. 147 S. 5; vgl. ferner Bericht vom 11. Juni 2025, wonach die 
Schwindelsymptomatik auch bei verbessertem psychischen Zustand vorhanden sei 
[IV-act. 211 S. 2]). Ausserdem ist die Annahme des psychiatrischen Gutachters, 
wonach für die Schwindelsymptomatik nach einer Abklärung kein somatisches 
Korrelat gefunden worden sei (vgl. IV-act. 185 S. 40), insoweit zu relativieren, als 
Dr. med. F.________, Chefarzt Neurologie des G.________, mit Bericht vom 
5. Februar 2024 bei diagnostiziertem unklarem Schwankschwindel bzw. subjektiv 
kognitiven Schwankungen und einer Migräne mit Aura ausführte, bei der 
geschilderten Symptomatik könne es sich auch um eine Komponente einer 
vestibulären Migräne handeln (vgl. IV-act. 108). Ausserdem unterliess es der 
psychiatrische Gutachter im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens 

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aufzuzeigen, inwiefern sich das die Schwindelproblematik umfassende psychische 
Leiden in Berücksichtigung der Standardindikatoren auf das funktionelle 
Leistungsvermögen auswirkt (vgl. hierzu auch Erwägung 9.7 hernach).

Darüber hinaus trägt der psychiatrische Gutachter dem funktionellen Schweregrad 
der auch von ihm ausgewiesenen Störung aus dem depressiven Formenkreis nicht 
gebührend Rechnung: Soweit er auf eine/n nicht eindeutig objektivierbare/n 
ausgeprägte Anhedonie bzw. deutlich herabgesetzten Antrieb hinweist und im 
Rahmen des Untersuchungsbefunds eine gut erhaltene Funktionalität im Alltag 
auswies (vgl. IV-act. 185 S. 36), steht dies in Widerspruch zu den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin zum Tagesablauf, welche auf ein herabgesetztes 
Aktivitätenniveau schliessen lassen. So stehe sie morgens zwischen 8.00 und 9.00 
Uhr auf, erledige die Morgentoilette, trinke einen Kaffee, liege auf das Sofa und 
beschäftige sich mit Stricken. Den Haushalt erledige sie bei guter Motivation. 
Einkaufen und Kochen tue sie zusammen mit ihrem Partner. Beim Schwimmen sei 
sie seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr gewesen. Schlafen gehe sie zwischen 7.00 
und 8.00 Uhr abends. An Tagen, an welchen sie die Tagesklinik besuche, sei sie 
anschliessend sehr müde und könne nichts mehr erledigen (vgl. IV-act. 185 S. 34; 
siehe ferne auch IV-act. 185 S. 17). Wenn der psychiatrische Gutachter somit 
zwischen den subjektiv geschilderten Beschwerden bzw. deren Schweregrad und 
den eigenen Angaben über die Funktionalität im Alltag sowie mit der Beobachtung 
während der Exploration eine Diskrepanz verortet (vgl. IV-act. 185 S. 40 f.; vgl. auch 
IV-act. 185 S. 37 f., wonach der psychiatrische Gutachter die Proaktivität bzw. 
Spontanaktivität der Beschwerdeführerin als leicht beeinträchtigt qualifizierte), kann 
ihm nicht gefolgt werden. Dabei lässt er ausser Acht, dass er im 
Untersuchungsbefund selber die Affektlage als besorgt, teilweise sogar resigniert 
bezeichnete (vgl. IV-act. 185 S. 36), und die Beschwerdeführerin in anamnestischer 
Hinsicht angab, keine Energie mehr zu fühlen, in der Stimmung und im Antrieb stark 
herabgesetzt zu sein, Angst vor Neuem zu haben, wobei sie eine Einengung in der 
Brustgegend sowie Herzklopfen und -rasen verspüre, und Mühe damit zu haben, 
dass sie nicht funktioniere (vgl. IV-act. 185 S. 32). Auch hat die Beschwerdeführerin 
anlässlich der psychiatrischen Expertise suizidale Gedanken sowie entsprechende 
Pläne bejaht und anschliessend was folgt ergänzt: "Es gehe schon, selten, dass ich 
nachdenke" (vgl. IV-act. 185 S. 32). Soweit der psychiatrische Experte in diesem 
Zusammenhang auf eine nicht eindeutig vorhandene Suizidalität schloss (vgl. IV-
act. 185 S. 36 und S. 42) und letztlich eine sich durch weniger bedeutsame 
Symptome auszeichnende sonstige depressive Episode auswies, erscheint dies im 
gesamten Kontext verharmlosend. Insgesamt lässt das psychiatrische EKTIMISI-

16 / 24

Gutachten daher eine nachvollziehbare Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge und der medizinischen Situation vermissen.

9.3. Des Weiteren ist in Bezug auf die vorbefundlichen Diagnosen und den 
(klinischen) Verlauf auf Folgendes hinzuweisen: Der Hausarzt Dr. med. 
C.________ stellte in seinem Bericht vom 10. April 2023 insbesondere eine 
mindestens mittelschwere depressive Verstimmung mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit fest und führte dazu aus, dass sich ab Mitte Dezember 2022 eine 
depressive Verstimmung mit Niedergeschlagenheit, innerer Unruhe, 
Schlafproblemen und einer Angstkomponente entwickelt habe (vgl. IV-act. 13 S. 2 
f.). Mit Bericht vom 30. April 2023 wies der behandelnde Psychiater Dr. med. 
D.________ bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit seit dem 8. März 2023 
namentlich eine mittelschwere Depression (ICD-10: F32.1) mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit aus und hielt zum Verlauf insbesondere fest, dass sich seit Ende 
des letzten Jahres bei mehreren psychischen Belastungen und Erkrankungen 
(unter anderem Covid, Schwindelsymptomatik) eine Depression entwickelt habe. 
Zudem wies er folgende objektiven Befunde aus: "wach, voll orientiert, formal 
geordnet, herabgestimmt, vermindert schwingungsfähig, Zukunftsängste, keine 
Zwänge, kein psychisches Erleben, Antrieb reduziert, wenig Motivation und 
Interesse, Konzentrationsstörungen, verminderte Belastbarkeit, keine Gefährdung." 
Dr. med. D.________ stellte Einschränkungen betreffend die 
Konzentrationsleistung, die Motivation und die Aufmerksamkeit fest, empfahl die 
Fortführung der aktuellen medikamentösen und psychotherapeutischen 
Behandlung und ging in Bezug auf die Eingliederung angesichts der in den letzten 
zwei bis drei Wochen verbesserten Symptomatik von einer guten Prognose aus (vgl. 
IV-act. 18 S. 2 ff.). Daraufhin nahm die Beschwerdeführerin ab Mitte Juni 2023 an 
einem vom behandelnden Psychiater unterstützten therapeutischen Arbeitsversuch 
im Scancenter der B.________ bzw. ab August 2023 an einer durch die 
Beschwerdegegnerin finanzierten Integrationsmassnahme (Aufbautraining) bei 
ihrem Arbeitgeber (B.________) teil, wobei sie ihre Präsenzzeit kontinuierlich 
steigern konnte (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 17. Mai 2023, 
vom 5. Juni 2023, vom 27. Juli 2023, vom 7. September 2023, vom 5. Oktober 
2023, vom 16. November 2023 und vom 28. November 2023 sowie 
Zusammenfassung [IV-act. 147 S. 2 ff.]; E-Mails vom 5. Juni 2023 [IV-act. 22], vom 
6. Juni 2023 [IV-act. 24], vom 7. Juni 2023 [IV-act. 31 S. 1], vom 14. Juni 2023 [IV-
act. 33 S. 1], vom 25. Juni 2023 [IV-act. 39 S. 1], vom 27. Juli 2023 [IV-act. 44], vom 
30. August 2023 [IV-act. 50], vom 15. September 2023 [IV-act. 56 S. 1] und vom 
26. Oktober 2023 [IV-act. 81 S. 1]; Zielvereinbarung vom 25. September 2023 bzw. 
vom 5. Oktober 2023 [IV-act. 65] und Mitteilung vom 11. Oktober 2023 [IV-act. 73]). 

17 / 24

Nachdem sich die Beschwerdeführerin sodann im Januar 2024 infolge der nicht 
mehr genügend vorhandenen Arbeit im Scancenter der B.________ unter anderem 
aufgrund ihrer aktuellen psychischen Verfassung gegen einen internen 
Arbeitsversuch (andere Tätigkeit im gleichen Betrieb) entschieden hatte und das 
Arbeitsverhältnis vertraglich aufgelöst worden war (vgl. Verlaufsprotokoll 
Eingliederung, Einträge vom 8. Januar 2024, vom 15. Januar 2024 und vom 
1. Februar 2024 [IV-act. 147 S. 8 f.]; E-Mails vom 9. Januar 2024 [IV-act. 95] und 
vom 17. Januar 2024 [IV-act. 100 S. 1]), trat sie Ende Februar 2024 in die 
Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik der H.________ ein (vgl. E-Mail vom 
23. Februar 2024 [IV-act. 111]). In seinem Bericht vom 9. März 2024 wies der 
behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ eine mittelgradige Depression (ICD-
10: F32.1) aus und hielt zum Verlauf fest, dass sich die Symptomatik seit dem 
letzten Bericht mit der Wiederaufnahme der Arbeit beim Steueramt mit einer 
Steigerung bis Anfang des Jahres 2024 zunächst gebessert habe. Anschliessend 
habe der Beschwerdeführerin keine Arbeit mehr zugewiesen werden können, was 
nach einer zwischenzeitlichen deutlichen Besserung zu einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustands mit einer erneuten 100%igen Arbeitsunfähigkeit geführt habe 
(vgl. IV-act. 114; siehe auch Bericht des G.________ vom 5. Februar 2024 über die 
neurologische Untersuchung vom Dezember 2023, wonach in anamnestischer 
Hinsicht ausgeführt wurde, dass sich die Beschwerdeführerin bezüglich der 
Depression subjektiv stabil fühle [IV-act. 108 S. 1]; vgl. ferner E-Mails vom 
17. Januar 2024 [IV-act. 100 S. 1 f.], vom 31. Januar 2024 [IV-act. 103 S. 1], vom 
1. Februar 2024 [IV-act. 104 S. 1] und vom 4. März 2024 [IV-act. 112 S. 2]). In der 
Folge wurden die Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 12. September 
2024 abgeschlossen, da sich die Beschwerdeführerin weiterhin nicht in der Lage 
fühle, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken [IV-act. 149 S. 1]; siehe auch 
Partnerauftrag Eingliederung, Eintrag vom 2. April 2024 [IV-act. 115 S. 3], und 
Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 7. Juni 2024 und vom 16. August 
2024 sowie Zusammenfassung [IV-act. 147 S. 11 f.]; vgl. ferner E-Mails vom 5. April 
2024 [IV-act. 120 f.], vom 28. Mai 2024 [IV-act. 126], vom 31. Mai 2024 [IV-act. 127] 
und vom 29. Juni 2024 [IV-act. 130]; ärztliches Zeugnis vom 2. September 2024 [IV-
act. 145]). Mit Bericht vom 5. Oktober 2024 wies der behandelnde Psychiater 
Dr. med. D.________ bei gleichgebliebener Diagnose einer mittelgradigen 
Depression (ICD-10: F32.1) eine aktuelle Verbesserung aus. Betreffend Verlauf 
bzw. veränderte Befunde stellte er eine Verbesserung der Stimmung, der 
Schwingungsfähigkeit sowie des Antriebs fest und wies neben der ambulanten 
psychiatrischen Behandlung auf den Besuch der Tagesklinik der H.________ hin. 
Die Beschwerdeführerin sei aktiver und traue sich mehr zu. Eine 
Integrationsmassnahme sei zu erwägen (vgl. IV-act. 154). Mit diesen 

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vorbefundlichen Diagnosen sowie dem dargelegten (klinischen) Verlauf setzte sich 
der psychiatrische Gutachter in seiner Beurteilung nicht auseinander (vgl. IV-act. 
185 S. 39 ff.), was sich umso mehr aufgedrängt hätte, als er die von ihm 
angenommene Arbeitsfähigkeit von 80 % in adaptierter Tätigkeit erst seit 
mindestens Oktober 2024 annahm (vgl. IV-act. 185 S. 44 f.). Insofern kann dem 
RAD nicht gefolgt werden, wenn er festhält, dass die psychiatrische Erkrankung der 
Beschwerdeführerin von der Begutachtungsstelle ausreichend gewürdigt bzw. 
berücksichtigt worden sei (vgl. Case Report, Eintrag vom 30. Juni 2025 [IV-act. 213 
S. 17]). Nach dem Gesagten mangelt es dem psychiatrischen Teilgutachten an 
einer nachvollziehbaren und lege artis hergeleiteten Diagnose, welche auf dem 
klinischen Untersuch unter Berücksichtigung der aktenkundigen vorbefundlichen 
Diagnosen und dem dargelegten (klinischen) Verlauf basiert und adäquat zu deren 
Ausprägung und Schweregrad Stellung nimmt. Dies wird nachzuholen sein. 

9.4. Sodann führte der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ in seiner 
Stellungnahme vom 11. Juni 2025 insbesondere aus, in den letzten Monaten sei es 
wieder zu einer Verschlechterung der depressiven Symptomatik gekommen. Es 
bestünden derzeit eine depressive Verstimmung, verminderte 
Schwingungsfähigkeit, Grübelneigung, Zukunftssorgen, eine Antriebsminderung, 
Konzentrationsstörungen und ein erneut verstärkter sozialer Rückzug bis hin zu 
zeitweise Lebensüberdrussgedanken. Insgesamt sei derzeit von einer verstärkten 
depressiven Symptomatik auszugehen, die wenigstens zeitweise dem 
Schweregrad einer schweren Depression (ICD-10: F32.2) entspreche. 
Medikamentös erfolge aktuell die Einnahme von Escitalopram 20 mg und 
Aripiprazol 5 mg als Augmentation. Es müsse derzeit aufgrund der verstärkten 
depressiven Symptomatik und des erneuten sozialen Rückzugs die Aktivierung in 
den Vordergrund gestellt werden. Hinsichtlich der Funktionalität im Alltag bestünden 
deutliche Einschränkungen. Die Beschwerdeführerin könne mit Mühe die 
notwendige Hausarbeit verrichten. Sie koche selten und mache selten Termine mit 
Bekannten ab. Zudem benötige sie deutlich mehr Zeit für die Hausarbeit und sei 
danach und nach dem Besuch der Tagesklinik erschöpft. Nach Möglichkeit 
vermeide sie neue Situationen und ziehe sich wegen der geringen 
Umstellungsfähigkeit zurück. Entscheidungen würden ihr schwer fallen und 
spontane Aktivitäten seien zuletzt kaum möglich gewesen. Besuche bei ihren 
Kindern habe die Beschwerdeführerin zuletzt nicht mehr gemacht. Die Belastung 
sei ihr zu gross und sie sei da auch ängstlich. Derzeit traue sie sich auch die längere 
Zugfahrt nach Bern zu ihrem Sohn nicht zu. In der Tagesklinik habe sie auch 
weniger Kontakt mit anderen. Im Vorjahr sei dies noch mehr gewesen. Sie ziehe 
sich auch da eher zurück (vgl. IV-act. 211 S. 2). Vor diesem Hintergrund kann dem 

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RAD nicht gefolgt werden, wenn er sich mit Blick auf die psychiatrische EKTIMISI-
Begutachtung vom Dezember 2024 auf den Standpunkt stellt, dass sich aus der 
Stellungnahme des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________ vom 11. Juni 
2025 keine wesentlichen neuen medizinischen Erkenntnisse ergäben (vgl. Case 
Report, Eintrag vom 30. Juni 2025 [IV-act. 213 S. 17]). Dieser den Zeitraum nach 
der psychiatrischen Expertise bis zum Verfügungszeitpunkt betreffende Verlauf der 
psychiatrischen Erkrankung wird anlässlich der noch vorzunehmenden 
Abklärungen zu würdigen sein. Soweit der RAD ausserdem in seiner Stellungnahme 
vom 30. Juni 2025 festhielt, dass ein langjähriger schwankender Verlauf der 
Erkrankung der Regelfall sei (vgl. Case Report, Eintrag vom 30. Juni 2025 [IV-act. 
213 S. 17]), ist darauf hinzuweisen, dass sich der psychiatrische Gutachter mit 
ebendiesem nicht auseinandergesetzt hat (vgl. Erwägungen 9.3 und 9.1 hiervor).

9.5. Ferner diagnostizierte der ophthalmologische EKTIMISI-Experte in seinem 
Teilgutachten eine beidseitige Keratokonjunktivitis sicca mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 185 S. 20). In seiner versicherungsmedizinischen 
Beurteilung führte er insbesondere aus, dass die Beschwerdeführerin an einer 
Depression leide, welche medikamentös behandelt werde. Das Syndrom des 
trockenen Auges sei mit Depressionen assoziiert. Medizinische Studien hätten 
festgestellt, dass von Keratokonjunktivitis sicca Betroffene aufgrund der Symptome 
an einer verminderten Lebensqualität leiden würden, was sie anfälliger für 
Depressionen mache. Eine Depression sei andererseits mit schwereren 
Symptomen des trockenen Auges assoziiert. Patienten mit einer Depression 
würden somit stärker an trockenen Augen leiden. Dies zeigten aktuelle Studien. 
Aufgrund dieser Forschungsergebnisse sei die Behandlung der Depression bei der 
Beschwerdeführerin auch für die Augensituation von grosser Wichtigkeit (vgl. IV-
act. 185 S. 21 f.; siehe auch IV-act. 185 S. 24, wonach die Therapie der Depression 
wichtig sei, da diese mit den Augenbeschwerden interagiere und die Symptome 
verschlimmern könne). Die Beurteilung des psychiatrischen Experten lässt eine 
Auseinandersetzung mit dieser Wechselwirkung vermissen, was ebenfalls 
nachzuholen sein wird (vgl. psychiatrisches Teilgutachten [IV-act. 185 S. 39 ff.]; 
siehe ferner Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 11. Juni 2025, wonach 
insbesondere die Augensymptomatik immer wieder belastend und auch bei 
besserem psychischem Zustand vorhanden sei bzw. auftrete). 

9.6. Sodann erscheint auch der Vorwurf einer inadäquaten, nicht 
leitliniengerechten Behandlung erklärungsbedürftig. Dabei kann in Bezug auf die 
Ausführungen des psychiatrischen Experten zur tagesklinischen Behandlung der 
Beschwerdeführerin auf das in Erwägung 9.1 hiervor Gesagte verwiesen werden. 

20 / 24

Zudem führte der behandelnde Psychiater Dr. med. D.________ in seiner 
Stellungnahme vom 11. Juni 2025 insbesondere aus, dass neben der kognitiven 
Verhaltenstherapie eine medikamentöse antidepressive Behandlung erfolge. 
Zunächst sei mit Vortioxetin 5 mg begonnen und im Verlauf bis auf 20 mg aufdosiert 
worden, was zu einer deutlichen Besserung der Symptomatik geführt habe. Parallel 
sei in dieser Zeit ein Integrationsversuch beim ehemaligen Arbeitgeber durchgeführt 
worden, wobei eine schrittweise Erhöhung der Stundenzahl erfolgt sei. Es sei 
allerdings vom Arbeitgeber signalisiert worden, dass langfristig nur ein Einsatz mit 
regelmässiger Arbeit am Bildschirm möglich sein werde, was aufgrund der 
Augenproblematik eine grosse Belastung dargestellt habe. Nach Beendigung der 
Integration sei aufgrund dieser Problematik die Kündigung erfolgt, was im Vorjahr 
zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptomatik geführt habe. 
Medikamentös sei eine Augmentation mit Aripiprazol erfolgt, was eine 
vorübergehende Verbesserung der Aktivitätslage ergeben habe. Zudem seien die 
Antidepressiva Mirtazapin, Trazodon und Venlafaxin ausdosiert worden. Zeitweise 
sei noch eine Augmentation mit Quetiapin erfolgt. Leider sei es immer nur zu 
vorübergehenden Verbesserungen gekommen. Insgesamt sei derzeit von einer 
verstärkten depressiven Symptomatik auszugehen. Medikamentös erfolge aktuell 
die Einnahme von Escitalopram 20 mg und Aripiprazol 5 mg als Augmentation (vgl. 
IV-act. 211 S. 1 f.; siehe auch Bericht von Dr. med. C.________ vom 10. April 2023 
[IV-act. 13 S. 3]; Berichte von Dr. med. D.________ vom 30. April 2023 [IV-act. 18 
S. 3], vom 9. März 2024 [IV-act. 114 S. 2] und vom 5. Oktober 2024 [IV-act. 154 
S. 2]; Bericht des G.________ vom 5. Februar 2024 [IV-act. 108 S. 1]; vgl. ferner 
Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 6. und 7. März 2024 [IV-act. 147 
S. 10]). Soweit der psychiatrische Experte in seiner Beurteilung ausführte, dass die 
ambulante psychiatrische Behandlung bloss unterstützend erfolge resp. die 
Beschwerdeführerin über kein adäquates psychologisches Störungs- bzw. 
Veränderungsmodell verfüge und die antidepressive medikamentöse Behandlung 
bis jetzt trotz ausbleibender Wirkung laut Angaben der Beschwerdeführerin nicht 
entsprechend den Leitlinien verändert worden sei (vgl. IV-act. 185 S. 40 f. und 
S. 43), ohne sich mit der vom behandelnden Psychiater dargelegten psychiatrisch-
psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung samt Verlauf 
näher auseinanderzusetzen (vgl. IV-act. 185 S. 39 ff.), vermag dies nicht zu 
überzeugen. Auch hätten sich in Bezug auf die vom psychiatrischen Gutachter in 
diesem Zusammenhang angeführten Unklarheiten Rückfragen an die 
medizinischen Fachpersonen aufgedrängt (vgl. IV-act. 185 S. 41). Insofern ist die 
vom psychiatrischen Experten empfohlene Evaluation der Medikation bzw. 
Intensivierung des Settings zu relativieren (vgl. IV-act. 185 S. 45 f.). Ferner ergab 
sich anlässlich der im Dezember 2024 durchgeführten Laboruntersuchung in Bezug 

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auf das Antipsychotikum Aripiprazol bei einem ausgewiesenen Referenzbereich 
von 0.33 bis 1.12 µmol/l ein Medikamentenspiegel von 0.16 µmol/l (vgl. 
Untersuchungsbericht vom 17. Dezember 2024 [IV-act. 185 S. 48]). Soweit der 
psychiatrische Gutachter hierzu ausführte, dass sich das Neuroleptikum nicht im 
therapeutischen Bereich befinde (vgl. IV-act. 185 S. 43), ist festzuhalten, dass 
gemäss den unbestrittenen Ausführungen des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
D.________ die besagten Normwerte für das Antipsychotikum Aripiprazol für eine 
Schizophrenie-Erkrankung festgelegt worden seien und es sich vorliegend bei einer 
niedrigen Dosierung um eine leitliniengerechte Augmentationsbehandlung einer 
Depression handle (vgl. Stellungnahme von Dr. med. D.________ vom 11. Juni 
2025 [IV-act. 211 S. 2]; siehe auch https://flexikon.doccheck.com/de/Aripiprazol, 
Indikationen, besucht am 20. November 2025). Abgesehen davon steht das 
Vorbringen des RAD, wonach die Ausführungen zur Einschätzung der Medikation 
eher nebensächlich erschienen (vgl. Case Report, Eintrag vom 30. Juni 2025 [IV-
act. 213 S. 17]), in einem Spannungsverhältnis zu seinem Standpunkt im März 2024 
(vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung, Eintrag vom 25. März 2024, und Case Report, 
Eintrag vom 25. März 2024, wonach insbesondere der Verlauf der 
Medikamenteneinnahme abzuwarten sei [IV-act. 147 S. 10 und IV-act. 213 S. 6]).

9.7. Schliesslich vermag auch die funktionelle Folgenabschätzung im 
psychiatrischen Teilgutachten nicht zu überzeugen. Mit der Beschwerdeführerin ist 
festzuhalten, dass es der psychiatrische Experte unterlassen hat, die sich aus der 
psychiatrischen Diagnose ergebenden funktionellen Auswirkungen (hinreichend) 
anhand der gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung massgebenden 
Indikatoren nachzuweisen. Denn geht es um psychische Erkrankungen wie eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares 
psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive 
Störungen (vgl. BGE 143 V 409), so sind wie bei sämtlichen psychischen Störungen 
(vgl. BGE 143 V 418) für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte 
Indikatoren (Beweisthemen und Indizien) beachtlich, die es – unter 
Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren wie auch 
von Kompensationspotentialen (Ressourcen) – erlauben, das tatsächlich 
erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (vgl. BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-
3.6 und E. 4.1). In diesem Rahmen werden auch die vom behandelnden Psychiater 
Dr. med. D.________ angeführten Faktoren, wie der weitgehende soziale Rückzug 
sowie das niedrige Aktivitätsniveau (vgl. Stellungnahmen von Dr. med. D.________ 
vom 11. Juni 2025 [IV-act. 211 S. 2]), zu diskutieren sein. Die Mini-ICF-APP stellt 
dabei rechtsprechungsgemäss bloss eine Ergänzung dar; die funktionellen 
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage 

https://flexikon.doccheck.com/de/Aripiprazol

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sind im Einzelfall anhand von Standardindikatoren zu prüfen (vgl. BGE 148 V 49 
E. 6.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2019 vom 8. April 2020 E. 4.3.1 und 
9C_157/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 4.3). Eine sachverständige 
Auseinandersetzung mit diesen Standardindikatoren ist bei Vorliegen einer 
medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage nachzuholen. 

10.1. Erachtet das zuständige Sozialversicherungsgericht – wie hier – eine Sache 
in medizinischer Hinsicht als ungenügend abgeklärt und somit auch die seitens der 
Verwaltung vorgenommene Beweiswürdigung als unvollständig, verbleibt ihm auch 
nach der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Möglichkeit, die Sache an 
den zuständigen Versicherungsträger zurückzuweisen, anstatt ein gerichtliches 
Gutachten zur Klärung einer offenen Frage in Auftrag zu geben. Ein solches ist in 
der Regel namentlich dann einzuholen, wenn ein (im Verwaltungsverfahren 
anderweitig) erhobener medizinischer Sachverhalt überhaupt für "gutachterlich 
abklärungsbedürftig" gehalten wird oder eine Administrativexpertise in 
rechtserheblichen Punkten nicht ausreichend beweiswertig ist und dieser Mangel 
nicht alleine durch eine Klarstellung, Präzisierung oder Gutachtensergänzung 
behoben werden kann (vgl. FURRER, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem 
Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung, SZS 1/2019 S. 4 f.; vgl. 
BGE 139 V 496 E. 4.4 und 137 V 210 E. 4.4.1.4 f.). Eine Rückweisung an den 
Versicherungsträger steht dem Versicherungsgericht aber weiterhin in den Fällen 
offen, in denen die Rückweisung in der Erhebung einer bisher vollständig 
ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung 
oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. BGE 137 V 
210 E. 4.4.1.4; KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz. 75).

10.2. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 
nachgekommen, indem sie den medizinischen Sachverhalt nur lückenhaft abgeklärt 
und letztlich auf das EKTIMISI-Gutachten vom 25. März 2025 abgestellt hat, obwohl 
dieses keine schlüssige Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Folgenabschätzung enthält, weshalb die massgebliche Frage des Umfangs der 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bisweilen immer noch offen ist und 
ergänzender fachärztlicher Klärung bedarf. Da sich das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin mangels genügender Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts auch nicht gestützt auf die übrige Aktenlage 
zuverlässig und umfassend einschätzen lässt, erweist sich ein reformatorischer 
Entscheid im Sinne einer Zusprache von Leistungen der Invalidenversicherung, 
insbesondere einer Invalidenrente, wie dies von der Beschwerdeführerin im 
Hauptrechtsbegehren beantragt wird, als verfrüht. Im Einklang mit BGE 137 V 210 

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ist die Sache daher unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2025 
zu weiteren Abklärungen hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gestützt auf die dannzumal vollständigen 
medizinischen Unterlagen wird die Beschwerdegegnerin eine neue 
sachverständige Abklärung, welche sich mitunter auch zur aktenkundigen 
Schwindelproblematik äussert, zu veranlassen haben. Anschliessend wird die 
Beschwerdegegnerin nach einer gegebenfalls durchzuführenden 
Haushaltsabklärung die Leistungsansprüche der Beschwerdeführerin neu zu prüfen 
haben. In diesem Rahmen wird die Beschwerdegegnerin unter anderem auch die 
Frage der Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt prüfen und beurteilen müssen.

11. Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 
Verfügung vom 1. Juli 2025 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

12.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das 
Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 700.00 fest. Gemäss ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer 
Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der 
Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges 
Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). 
Infolge des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

12.2. Vorliegend hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin trotz 
entsprechender Aufforderung durch das Gericht mit Schreiben vom 22. bzw. 
31. Oktober 2025 keine Honorarnote eingereicht. Der Beschwerdeführerin ist 
deshalb unter Berücksichtigung des praxisgemäss geltenden, reduzierten 
Stundenansatzes für Hilfsorganisationen, zu denen auch die Procap Schweiz zu 
zählen ist (vgl. PVG 2010 Nr. 31 und Nr. 32), eine pauschale Parteientschädigung 
in der Höhe von CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MWST) zuzusprechen. In diesem 
Umfang hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin aussergerichtlich zu 
entschädigen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 1. Juli 
2025 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die IV-Stelle des Kantons 
Graubünden zurückgewiesen. 

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A.________ aussergerichtlich mit 
CHF 2'000.00 (inkl. Spesen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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