# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0690e485-73f4-5dae-b22e-5b6a3e3ab8d4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 12.01.2024 DB.2023.22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2023-22_2024-01-12.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2023.22 
1 ST.2023.27 
 
 
 

Entscheid 
 
 

12. Januar 2024 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Michael Ochsner und Gerichtsschreiber Gilles Vogt 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Beschwerdeführer/
 Rekurrent,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
Kanton  Zür ich ,   
 Beschwerde-/ 
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2020 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2020 
 
 
 

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1 DB.2023.22 
1 ST.2023.27 

 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) machte in seiner Steuererklärung 2020 Unter-

haltsbeiträge von Fr. 50'000.- für seine minderjährigen Kinder geltend. Weiter gab er an, 

dass er mit der Kindsmutter zusammenlebe, sie ein gemeinsames Sorgerecht hätten 

und nur er Unterhaltsbeiträge für die Kinder bezahle. Der Steuererklärung waren 

schliesslich Zahlungsnachweise über total Fr. 48'000.- beigelegt.  

 

 Mit Auflage vom 28. Februar 2022 bzw. Mahnung derselben vom 27. April 2022 

verlangte die Vorinstanz einen belegmässigen Nachweis über die Aufhebung des ge-

meinsamen Haushalts mit der Kindsmutter. Der Pflichtige kontaktierte daraufhin die zu-

ständige Steuerkommissärin am 15. Mai 2022 per E-Mail und gab an, dass er keinen 

solchen Nachweis bekommen konnte, und ersuchte um einen Hinweis, weshalb der ver-

langte Nachweis benötigt werde. Daraufhin beantwortete die zuständige Steuerkommis-

särin die E-Mail des Pflichtigen am 17. Mai 2022.  

 

 Mit Veranlagung bzw. Einschätzung vom 28. Juni 2022 wurde der Pflichtige für 

die direkte Bundessteuer 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. … veranlagt 

bzw. für die Staats- und Gemeindesteuern 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. … und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … eingeschätzt. Dabei wurden die gel-

tend gemachten Unterhaltszahlungen nicht einkommensmindernd zum Abzug zugelas-

sen, da gemäss Unterhaltsvereinbarung die Unterhaltszahlungen erst bei Aufhebung der 

Lebensgemeinschaft fällig seien, der Pflichtige jedoch mit der Kindsmutter und den Kin-

dern zusammenlebe. Ferner würden die geltend gemachten Unterhaltszahlungen einen 

angemessenen Beitrag an den gemeinsamen Haushalt darstellen. 

 

 

 B. Gegen diesen Entscheid erhob der Pflichtige am 20. Juli 2022 Einsprache. 

Darin machte er geltend, dass er sich nicht an den Haushaltskosten der Kindsmutter 

beteilige, weshalb die Kinderunterhaltszahlungen geschuldet und somit zum Abzug zu-

zulassen seien. 

 

 Mit Auflage vom 29. August 2022 forderte die zuständige Steuerkommissärin 

einen belegmässigen Nachweis, wie die Lebensgemeinschaft finanziert werde, da 

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gemäss den ihr vorliegenden Informationen der Pflichtige durchaus einen Beitrag an den 

gemeinsamen Haushalt leiste. Der Pflichtige reagierte nicht darauf. 

 

 Mit Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2022 bestätigte die Vorinstanz die 

Veranlagung bzw. Einschätzung und wies die Einsprache ab. 

 

 

 C. Am 21. Januar 2023 erhob der Pflichtige gegen den Einspracheentscheid 

Beschwerde bzw. Rekurs und beantragte den Abzug von Kinderunterhaltszahlungen 

von Fr. 50'000.- bzw. eventualiter von Fr. 48'000.-. 

 

 Mit Beschwerde- bzw. Rekursantwort vom 14. Februar 2023 beantragte die  

Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde bzw. des Rekurses. 

 

 Bei der Vorinstanz wurde anschliessend der Unterhaltsvertrag zwischen dem 

Pflichtigen und der Kindsmutter eingeholt und zu den Akten genommen. 

 

 Mit Auflage vom 24. Oktober 2023 forderte der Einzelrichter vom Pflichtigen 

weitere Informationen bezüglich den Lebenshaltungskosten und deren Aufteilung zwi-

schen ihm und der Kindsmutter sowie Angaben zu den Kinderkosten ein. 

 

 Am 14. November 2023 beantwortete der Pflichtige die Auflage und reichte 

zahlreiche Unterlagen ein. Dabei gab er unter anderem an, dass die Haushaltskosten 

grundsätzlich getrennt bestritten würden und die Kindsmutter mittels den Unterhaltszah-

lungen sowie ihrem Teilzeiterwerb die Lebenshaltungskosten für sich und die Kinder tra-

gen würde. 

 

 Mit Stellungnahme vom 30. November 2023 wies das kantonale Steueramt da-

rauf hin, dass der Pflichtige die Zahlungen auf das gemeinsame Konto mit der Kinds-

mutter einbezahlt habe und aus diesem diverse Haushaltskosten (u.a. die Wohnungs-

miete) bezahlt worden seien. Es werde deshalb an der Abweisung der Beschwerde bzw. 

des Rekurses festgehalten. 

 

 Der Pflichtige liess sich hierzu nicht vernehmen. 

 

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 Auf die weiteren Parteivorbringen wird - soweit erforderlich - in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Der Pflichtige bezahlte monatlich je Fr. 2'000.- pro Kind auf ein gemeinsames 

Konto von ihm und der Kindsmutter ein. Entgegen den bisherigen Angaben des Pflichti-

gen wurden diese Zahlungen somit nicht auf ein exklusives Konto der Kindsmutter ge-

leistet, sondern auf ein gemeinsames Konto. Vorab ist daher fraglich ist, ob Zahlungen 

auf dieses gemeinsame Konto als Unterhaltszahlungen qualifizieren.  

 

 a) Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-

steuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 31 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) können die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter dessen 

elterlicher Sorge (oder Obhut) stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen in Erfüllung 

anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstützungspflichten, von den Einkünften 

abgezogen werden. Aufwendungen für den Unterhalt der steuerpflichtigen Person und 

ihrer Familie sind dabei nicht abziehbar (Art. 34 lit. a DBG und § 33 lit. a StG). Im Ge-

genzug hat der Unterhaltsberechtigte die erhaltenen Zahlungen gemäss dem Zufluss-

prinzip zu versteuern (Art. 23 lit. f DBG und § 23 lit. f StG). Diesem sogenannten Korres-

pondenzprinzip (Kongruenzprinzip) liegt die Überlegung zugrunde, dass die erhaltene 

Leistung beim Empfänger zu einer Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit führt 

und folglich zu besteuern ist, während demgegenüber beim Leistenden die wirtschaftli-

che Leistungsfähigkeit durch die Unterhaltszahlungen reduziert wird und diese daher 

spiegelbildlich in Abzug zu bringen sind (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Handkommen-

tar zum DBG, 4. A., 2023 Art. 23 N 57 DBG und Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kom-

mentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 23 N 57ff. StG; Peter Locher, Kom-

mentar zum DBG, II. Teil, 2. A., 2022, Art. 23 N 47; Hunziker/Mayer-Knobel, in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundes-

steuer, 4. A., 2022, Art. 23 N 23 DBG). 

 

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 Die Haushaltsverhältnisse sind dabei bei unverheirateten Eltern unbeachtlich, 

weshalb auch ein entsprechender Abzug nicht ausgeschlossen ist, wenn die beiden un-

verheirateten Eltern in einem gemeinsamen Haushalt leben (BGr, 1. September 2006, 

2A.37/2006, E. 3.3). Entscheidend ist, dass die beiden Elternteile nicht gemeinsam be-

steuert werden. Für die Abzugsfähigkeit ist (neben dem Kindsverhältnis zwischen der 

leistenden Person und dem Kind) ferner erforderlich, dass der unterhaltsempfangende 

Elternteil die elterliche Sorge innehat, wobei ein gemeinsames Sorgerecht der Abzugs-

fähigkeit nicht entgegensteht. Zudem muss die Zahlung an den anderen Elternteil erfolgt 

sein, eine Verpflichtung zur Zahlung vermag für sich allein keine Abzugsfähigkeit zu be-

gründen (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Art. 33 N 49 ff. DBG und § 31 N 63 ff. StG; 

vgl. auch Kreisschreiben Nr. 30, Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundes-

gesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 21. Dezember 2010, Ziff. 14.9). 

 

 b) Mit Entscheid vom 19. November 2020 hielt das Bundesgericht fest, dass 

Zahlungen auf ein gemeinsames Konto, auf welches beide Elternteile Zugriff haben, 

keine Unterhaltszahlungen im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG darstellen. Denn das 

Korrespondenzprinzip schliesse aus, dass Einzahlungen auf ein Konto erfolgen über 

welches die Person, welche den Unterhaltsabzug geltend mache, verfügen könne. Denn 

dies würde es ermöglichen, einen Betrag einzuzahlen und von einem Steuerabzug zu 

profitieren, aber gleichzeitig diesen Betrag wieder an sich zu nehmen und frei darüber 

zu verfügen (BGr, 19. November 2020, 2C_380/2020, E. 4.5). Da die spiegelbildliche 

kantonale Bestimmung von § 31 Abs. 1 lit. c StG nicht von der bundesgesetzlichen Re-

gelung abweicht, hat die dargestellte Rechtsprechung auch für diese Gültigkeit. 

 

 c) Vorliegend erfolgten die Zahlungen auf das Privatkonto mit Kontonummer … 

lautend auf den Pflichtigen sowie die Kindsmutter. Da dieses somit auch auf den Pflich-

tigen lautet, hat er Zugriff auf dieses Konto. Nach dargestellter Rechtsprechung qualifi-

zieren diese Zahlungen daher nicht als Unterhaltszahlungen im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. c DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. c StG. 

 

 Die Unvereinbarkeit des Korrespondenzprinzips mit Unterhaltszahlungen auf 

ein gemeinsames Konto bestätigt sich vorliegend auch bei näherer Betrachtung des ge-

meinsamen Kontos und demjenigen des Pflichtigen. 

 

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 aa) Das gemeinsame Konto wurde hauptsächlich vom Pflichtigen mit den  

monatlichen als Kinderunterhalt bezeichneten Zahlungen von zwei Mal Fr. 2'000.- (total 

Fr. 48'000.-) finanziert. Die Kindsmutter beteiligte sich mit drei Zahlungen von total 

Fr. 10'000.- (Fr. 2'000.- am … Februar 2020, Fr. 5'000.- am … März 2020 und Fr. 3'000.- 

am … September 2020). Der Pflichtige finanzierte dieses Konto somit zu rund 83%. 

 

 Von diesem Konto wurde sodann jeweils die monatliche Wohnungsmiete  

(Fr. …), zwei monatliche Zahlungen an die Swisscom für zwei M-Budget Abos getätigt 

(für den Pflichtigen Fr. 19.60 sowie die Kindsmutter Fr. 29.-, ... Oktober 2020) und die 

Stromrechnungen (Fr. 130.- am ... März 2020, Fr. 130.- am ... Juni 2020, Fr. 130.- am ... 

August 2020 sowie Fr. 176.85 am ... Dezember 2020) sowie die Kosten für die Hausrat- 

und Privathaftpflichtversicherung (Fr. 615.20 am ... Dezember 2020) beglichen. Hinzu 

kommen noch einmalige Zahlungen an die Visana von Fr. 1'821.45 sowie die Atupri von 

Fr. 2'001.50 (... Januar 2020), wobei nicht bekannt ist, für welches Familienmitglied diese 

Zahlungen erfolgten. Ferner wurde noch eine Zahlung an das Strassenverkehrsamt von 

Fr. 278.- (... Januar 2020) und Zahlungen für die Staats- und Gemeindesteuern 2020 

bzw. direkte Bundessteuer 2020 von Fr. 614.65 bzw. Fr. 24.- (... Juli 2020) getätigt. Zu 

wessen Gunsten diese Zahlungen getätigt wurden, ist ebenfalls nicht bekannt. Von Ja-

nuar bis April wurden zudem die Kosten für Internet und TV von Fr. 59.- bezahlt, wobei 

diese ab Mai vom Konto der Kindsmutter bezahlt wurden. Neben diesen Rechnungen 

wurden überwiegend Lebensmitteleinkäufe sowie weitere Einkäufe für den täglichen Be-

darf wie z.B. Apotheke, Tankstellen oder Ferien bzw. Freizeit getätigt (z.B. Ausgaben …, 

... Juli 2020 und ... bis ... August 2020). Schliesslich sind noch Bargeldbezüge von Fr. 

2'460.- ausgewiesen (... Januar 2020, ... Februar 2020, ... Mai 2020, ... und ... Juni 2020, 

... und ... August 2020, ..., ... und ... Oktober 2020, ... November 2020). Wer die Bezah-

lung der Rechnungen sowie Einkäufe bzw. Bargeldbezüge tätigte, geht aus den Bank-

unterlagen nicht hervor. Sowohl die Häufigkeit der Transaktionen als auch die Verwen-

dung der Mittel lassen jedoch bei objektiver Betrachtung darauf schliessen, dass mit 

diesem Konto die Lebenshaltungskosten der Familie gedeckt wurden. 

 

 bb) Demgegenüber wurde das ungeteilte Privatkonto des Pflichtigen zunächst 

zur Bezahlung der als Kinderunterhalt bezeichneten Zahlungen verwendet. Weiter fin-

den sich darin Zahlungen für die private Vorsorge, Steuern, Fahrzeugkosten, Kranken-

kasse, Ferien, Restaurants sowie gelegentliche Lebensmitteleinkäufe oder Einkäufe in 

anderen Fachgeschäften (z.B. Jumbo, Landi). Bei diesen Ausgaben handelt es sich bei 

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objektiver Betrachtung dabei weniger um alltägliche Ausgaben, sondern um ergänzende 

Ausgaben zu denjenigen des gemeinsamen Kontos. So finden sich keine Kostenbeteili-

gungen an den Wohnungskosten, Kosten für TV und Internet, Privat- und Haftpflichtver-

sicherung sowie den Stromkosten. Die Ausgaben für das Mobiltelefon des Pflichtigen 

wurden ebenfalls über das gemeinsame Konto bezahlt. Die Kosten für  

Lebensmittel wurden zu einem überwiegenden Teil aus dem gemeinsamen Konto finan-

ziert, denn die Kontoauszüge des Pflichtigen weisen diesbezüglich mehrheitlich deutlich 

weniger Einkäufe auf. So finden sich im Januar gerade einmal drei Lebensmitteleinkäufe 

am ... bzw. ... Januar 2020 in der Höhe von total Fr. 37.55 und der nächst Folgende 

wurde erst am ... März 2020 in der Höhe von Fr. 135.80 getätigt, woraufhin es wiederum 

bis zum ... Mai 2020 dauerte, bis wieder ein Lebensmitteleinkauf dokumentiert ist. Auch 

wenn die Lebensmitteleinkäufe mit dem privaten Konto in den Folgemonaten etwas kon-

stanter getätigt wurden, so überwiegen die Einkäufe mit dem gemeinsamen Konto so-

wohl in der Regelmässigkeit als auch in deren Höhe.  

 

 cc) Eine Aufteilung der Haushaltskosten zwischen dem Pflichtigen und der 

Kindsmutter ist daher entgegen den Ausführungen des Pflichtigen nicht ersichtlich. Viel-

mehr wurden die gemeinsamen Kosten grundsätzlich durch das gemeinsame Konto be-

zahlt, welches zu rund 83% durch als Kinderunterhalt bezeichnete Zahlungen finanziert 

wurde. Diese Zahlungen haben dabei den Machtbereich des Pflichtigen nie verlassen 

und wurden nachweislich teilweise auch zu seinen Gunsten verwendet. Ein Abzug der 

streitbetroffenen Zahlungen verletzt deshalb das Korrespondenzprinzip, denn die wirt-

schaftliche Leistungsfähigkeit des Pflichtigen hat sich dadurch nicht reduziert. Auf der 

anderen Seite hat sich aber auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kindsmutter 

nicht erhöht, da die streitbetroffenen Zahlungen ihr nicht exklusiv zugeflossen sind. 

 

 Im Ergebnis hat der Pflichtige somit keinen Kinderunterhalt an die Kindsmutter 

bezahlt, weshalb diese nicht als Unterhaltsbeiträge im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG 

bzw. § 31 Abs. 1 lit. c StG qualifizieren und daher nicht einkommensmindernd in Abzug 

gebracht werden können. Eine weitergehende Prüfung über die Abzugsfähigkeit erübrigt 

sich aus diesem Grund.  

 

 Gleichwohl bleibt anzumerken, dass unabhängig von der Verwendung eines 

gemeinsamen Kontos fraglich ist, ob die streitbetroffenen Zahlungen als Unterhaltszah-

lungen abzugsfähig wären bzw. in welcher Höhe diese zum Abzug berechtigen würden. 

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Denn wie die Vorinstanz ausführt, ist gemäss den Unterhaltsverträgen kein Unterhalt 

geschuldet, wenn ein angemessener Beitrag an den gemeinsamen Haushalt geleistet 

würde. Da der Pflichtige das gemeinsame Konto zu rund 83% finanziert und eine Auftei-

lung der Haushaltskosten zwischen ihm und der Kindsmutter nicht ersichtlich ist, er-

scheint ein solcher angemessener Beitrag vorzuliegen, weshalb die streitbetroffenen 

Zahlungen auch aus diesem Grund (zumindest in der beantragten Höhe) als nicht ab-

zugsfähig erscheinen. Davon abgesehen wäre zu berücksichtigen, dass die als Kinder-

unterhalt bezeichneten Zahlungen auch für Lebenshaltungskosten des Pflichtigen und 

der Kindsmutter verwendet wurden (u.a. Wohnkosten), weshalb die geltend gemachten 

Kinderunterhaltskosten mindestens im Umfang von nicht abzugsfähigen Kosten zu kür-

zen wären. Da jedoch gemäss den vorstehenden Erwägungen ohnehin keine Unterhalts-

zahlungen geleistet wurden, erübrigt sich eine diesbezügliche Auseinandersetzung. 

 

 

 2. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Rechtsmittel. Ausgangsge-

mäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem Beschwerdeführer/Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG bzw. § 151 Abs. 1 StG). 

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

[…]