# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f5f487c-6a1e-50ec-ae6c-a788280e9ff3
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-01
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 01.12.2025 SST.2025.117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2025-117_2025-12-01.pdf

## Full Text

Obergericht 
Strafgericht, 1. Kammer 

 
SST.2025.117 
(ST.2025.8; STA.2024.835) 
 
 
Urteil vom 1. Dezember 2025 
 
 
Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichter Fedier 
Oberrichterin Jacober 
Gerichtsschreiberin L. Stierli 

 
 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau, 
Seetalplatz, Bahnhofstrasse 4, 5600 Lenzburg  
 

Privatklägerin   A._____, 
[…] 
unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin Luzia Vetterli,  
[…] 
 

 
    

Beschuldigter   C._____,  
geboren am tt.mm.1969, von Sri Lanka, 
[…] 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Cyrille Diem,  
[…] 

 
 
 

Gegenstand  Sexuelle Handlungen mit einem Kind 
 

 
  

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Das Obergericht entnimmt den Akten: 
 
1. 
Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau erhob am 10. Januar 2025 
Anklage gegen den Beschuldigten wegen sexuellen Handlungen mit einem 
Kind. Sie beantragte die Bestrafung des Beschuldigten mit einer bedingten 
Freiheitsstrafe von 12 Monaten und einer Busse von Fr. 2'500.00. Weiter 
sei er für die Dauer von 8 Jahren des Landes zu verweisen, mit Aus-
schreibung im Schengener Informationssystem. Sodann sei ein lebens-
längliches Tätigkeitsverbot anzuordnen. 
 
2. 
Mit Urteil vom 31. März 2025 verurteilte der Präsident des Bezirksgerichts 
Aarau den Beschuldigten wegen sexueller Handlungen mit einem Kind zu 
einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten, Probezeit 2 Jahre, verwies 
ihn unter Ausschreibung im Schengener Informationssystem für 8 Jahre 
des Landes, ordnete ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot an, entschied 
über die Zivilforderung und regelte die Kostenfolgen.  
 
3. 
Mit Berufungserklärung vom 12. Mai 2025 verlangte der Beschuldigte einen 
vollumfänglichen Freispruch sowie eine Entschädigung für die zu Unrecht 
ausgestandene Haft von 2 Tagen.  
 
4. 
Die Berufungsverhandlung fand am 1. Dezember 2025 statt.  
 
 

   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 
 
1. 
Der Beschuldigte beantragt mit Berufung einen vollumfänglichen Frei-
spruch von Schuld und Strafe. Entsprechend ist das vorinstanzliche Urteil 
vollständig – mit Ausnahme der Höhe der Entschädigung für die amtliche 
Verteidigung und die unentgeltliche Verbeiständung – angefochten und zu 
überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO).  
 
2. 
2.1. 
2.1.1. 
Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, am 20. Juli 2023 anlässlich eines 
gemeinsamen Ausflugs in den Wildtierpark Roggenhausen diverse 
sexuelle Handlungen an A._____ vollzogen zu haben. Konkret soll er 
zunächst ihr Oberteil geöffnet, sie umarmt und ihre Brüste über den 
Kleidern mit der rechten Hand während ein bis zwei Minuten massiert 
haben. In der Folge soll er seine Hand in ihre Hose eingeführt haben, mit 

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der Absicht, sie im Vaginalbereich mit den Fingern zu berühren, was 
A._____ aber habe verhindern können. Anstatt von ihr abzulassen, habe 
der Beschuldigte sie dann umarmt, nochmals ihre Brüste massiert und sich 
an ihr gerieben, wobei A._____ seinen erigierten Penis gespürt habe. 
 
2.1.2. 
Die Vorinstanz erachtete es im Wesentlichen gestützt auf die als glaubhaft 
qualifizierten Aussagen von A._____ als erwiesen an, dass der 
Beschuldigte die ihm gemäss Anklage vorgeworfenen Handlungen 
begangen habe.  
 
Demgegenüber verlangt der Beschuldigte einen vollumfänglichen Frei-
spruch (Berufungserklärung, 2 f.; Berufungsbegründung, S. 2).  
 
2.2. 
2.2.1. 
Der sexuellen Handlung mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB (in 
der im Tatzeitpunkt geltenden Fassung) macht sich strafbar, wer mit einem 
Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung vornimmt, es zu einer solchen 
Handlung verleitet oder es in eine sexuelle Handlung einbezieht. In 
subjektiver Hinsicht ist mindestens Eventualvorsatz erforderlich, d.h. der 
Täter muss mit dem Wissen handeln, mindestens möglicherweise ein Kind 
unter 16 Jahren vor sich zu haben. 
 
Unter einer sexuellen Handlung im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB ist jede 
körperliche Betätigung zu verstehen, die im konkreten Fall nach ihrem 
äusseren Erscheinungsbild vom Standpunkt eines objektiven Betrachters 
aus gesehen eindeutig sexualbezogen ist, wobei für die Erheblichkeit 
qualitativ die Art und quantitativ die Intensität und Dauer der Handlung zu 
berücksichtigen sind (BGE 125 IV 62; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_1102/2019 vom 28. November 2019 E. 2.2). 
 
2.2.2. 
Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen 
unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-
setzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für den 
Beschuldigten günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss 
abstrakte und theoretische Zweifel genügen nicht, weil solche immer 
möglich sind. Der Grundsatz «in dubio pro reo» verlangt indes nicht, dass 
bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für den 
Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel ist erst 
anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen 
Beweise ausgewertet worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als 
Ganzem relevante Zweifel bestehen (BGE 148 IV 409 E. 2.2; BGE 144 IV 
345 E. 2.2.3). 

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Stützt sich die Beweisführung im Wesentlichen auf die Aussagen von 
Beteiligten und steht dabei Aussage gegen Aussage, so ist anhand 
sämtlicher Umstände zu untersuchen, welche Sachdarstellung über-
zeugender ist, wobei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der Aussagen 
ankommt, verbunden mit der Art und Weise, wie die Angaben erfolgen. 
Ebenso ist abzuklären, ob die Aussagen mit den weiteren Beweisen in 
Einklang stehen (Urteile des Bundesgerichts 6B_738/2018 vom 27. März 
2019 E. 1.3.1, 6B_653/2016 vom 19. Januar 2017 E. 3.2).  
 
2.3. 
2.3.1. 
Die dem Beschuldigten vorgeworfenen sexuellen Handlungen zum 
Nachteil der damals 14-jährigen A._____ sollen sich am 20. Juli 2023 
zugetragen haben. Zur Anzeige gebracht wurden die Handlungen erst am 
3. Dezember 2023 durch E._____, einem Sozialarbeiter bei der 
Jugendarbeit U._____, welchem gegenüber sich A._____ anvertraut hatte 
(act. 93). Die erste Befragung von A._____ erfolgte schliesslich am 
20. Dezember 2023 (act. 116 ff.). Wie sich aus der rechtspsychologischen 
Lehre ergibt, sind bei einer erst spät erfolgten ersten Einvernahme 
zahlreiche Sekundäreinflüsse in Form von Gesprächen, Beratungen und 
Therapien möglich. Weiter besteht die Möglichkeit von autosuggestiven 
Prozessen, die von aussen angestossen werden und ihren Ausgangspunkt 
häufig in einem schlechten psychischen Befinden haben. Hierbei ist zu 
berücksichtigen, dass Aussagen, die auf voll ausgebildeten 
Pseudoerinnerungen beruhen, eine ähnlich hohe Qualität erreichen 
können wie erlebnisbasierte Aussagen. Wenn in der Entstehungs- und 
Entwicklungsgeschichte der Aussage suggestive Prozesse begründbar 
sind, stellt die Inhaltsanalyse im Einzelfall kein valides Mittel zur 
Verifizierung von Aussagen mehr dar (vgl. zum Ganzen: Urteil des 
Bundesgerichts 6B_317/2024 vom 5. August 2024 E. 6.1). 
 
A._____ erklärte anlässlich ihrer Einvernahme, dass sie bereits einige 
Stunden nach dem Vorfall ihrer besten Freundin davon erzählt habe 
(act. 137). Ebenso erklärte sie, dass sie tags darauf ihrer Mutter und ihrem 
Bruder vom Vorfall berichtet habe, worauf sie gemeinsam mit weiteren 
Familienangehörigen zum Beschuldigten gefahren seien und ihn zur Rede 
gestellt hätten (act. 127). A._____ erklärte weiter, dass sie ein paar 
Wochen nach dem Vorfall eine Psychotherapie begonnen habe (act. 140). 
Dem vor Vorinstanz eingereichten Verlaufsbericht ist zu entnehmen, dass 
sie die Therapie im September 2023 begonnen hatte (act. 221). Nach dem 
soeben Ausgeführten steht fest, dass bereits vor der Anzeige zahlreiche 
Gespräche mit verschiedensten Personen stattfanden. Entsprechend 
lassen sich insbesondere Sekundäreinflüsse, aber auch autosuggestive 
Prozesse aufgrund der offenkundig bestehenden psychischen 
Vorbelastung – A._____ war bereits zuvor in psychotherapeutischer 

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Behandlung und hegte auch zuvor bereits Suizidgedanken (vgl. act. 141) – 
nicht gänzlich ausschliessen. Damit sind die Aussagen von A._____ bei 
einer inhaltlichen Analyse mit der nötigen Zurückhaltung zu würdigen, 
wobei es allerdings zu beachten gilt, dass A._____ bereits einen Tag nach 
dem Vorfall ihrer Mutter und ihrem Bruder davon erzählt hat und diese 
anschliessend den Beschuldigten aufsuchten und ihn mit dem Vorwurf der 
unangemessenen Berührungen konfrontiert hatten, was vom 
Beschuldigten so auch bestätigt wurde (Protokoll Berufungsverhandlung, 
S. 19 f.) und diese Vorwürfe von A._____ nicht ausgeweitet wurden. Im 
Übrigen kann im Rahmen der freien Beweiswürdigung stets geprüft 
werden, ob ihre Aussagen verständlich, zusammenhängend und glaubhaft 
sind (vgl. Art. 10 Abs. 2 StPO).  
 
2.3.2. 
Im Verlaufe des Vorverfahrens wurde A._____ am 20. Dezember 2023 
audiovisuell durch die Kantonspolizei Luzern einvernommen (act. 116 f., 
USB Stick mit Aufzeichnung der audiovisuellen Einvernahme = act. 119). 
Eine zweite, parteiöffentliche Einvernahme erfolgte sodann am 12. März 
2024 (act. 120 ff.). Zudem wurde sie anlässlich der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung vom 31. März 2025 (act. 224 ff.) sowie der Berufungs-
verhandlung vom 1. Dezember 2025 einlässlich zur Sache befragt. Das 
Obergericht konnte folglich einen persönlichen und unmittelbaren Eindruck 
ihres Aussageverhaltens und ihrer Persönlichkeit gewinnen und 
Unklarheiten klären.  
 
2.4. 
In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt und unbestritten, dass der Beschuldigte 
und A._____ am 20. Juli 2023 einen Ausflug in den Wildtierpark 
Roggenhausen unternommen haben. Der Beschuldigte bestätigte auch, 
dass sie händehaltend durch den Park spaziert sind sowie die Darstellung 
von A._____, dass er am Folgetag von deren Familienmitgliedern, 
namentlich der Mutter, dem Bruder, dem Cousin, der Cousine, sowie einem 
Freund aufgesucht und mit den sexuellen Übergriffen konfrontiert worden 
ist (act. 104 und 110).  
 
2.5. 
2.5.1. 
Die Aussagen von A._____ sind bezüglich des eigentlichen 
Kerngeschehens der zur Anklage gebrachten sexuellen Handlungen, d.h. 
des Ausgreifens der Brüste sowie des Einführens der Hand in die Hose, 
während des gesamten Strafverfahrens und über mehrere Einvernahmen 
hinweg konstant, schlüssig, nachvollziehbar und glaubhaft ausgefallen. Der 
Beschuldigte habe sie am 20. Juli 2023 gegen Nachmittag (act. 129) 
abgeholt. Zunächst hätten sie im McDonald's zu Mittag gegessen. Als 
spontane Überraschung habe der Beschuldigte sie zu einem Besuch in 
einen Tierpark in der Nähe eingeladen (act. 129 und 225). Sie seien vom 

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Parkplatz aus Hand in Hand gelaufen, was jedoch nichts Besonderes, 
sondern normal und ohne sexuellen Bezug für sie gewesen sei (act. 130; 
Protokoll Berufungsverhandlung, S. 7). Es sei am Anfang noch alles normal 
gewesen. Ihr sei warm geworden, worauf der Beschuldigte sie aufgefordert 
habe, die Ärmel hochzuschieben. Sie seien im Wald einen Hügel 
hochgelaufen, es seien dort kaum mehr Menschen gewesen. Die sexuellen 
Übergriffe hätten dort oben mit einer Umarmung begonnen. Anschliessend 
habe der Beschuldigte sie über der Kleidung mehrfach an den Brüsten 
angefasst und habe schliesslich versucht, seine Hand in ihre Hose 
einzuführen (act. 125 ff., 130 ff. und 225 f., Protokoll Berufungsver-
handlung, S. 7). Das eigene Verhalten beschrieb A._____ als 
«eingefroren», da sie nicht gewusst habe, was sie machen solle (act. 125 
und 226). Sie habe diese Übergriffe nicht vom Beschuldigten erwartet, er 
sei wie ein Vater gewesen. Sie habe den Beschuldigten gebeten, 
zurückzugehen. Er habe aber den Reissverschluss ihres Tops geöffnet, sie 
habe diesen aber sofort wieder herunterzogen. Er habe wieder ihre Brüste 
angefasst und habe plötzlich seine Hand in ihre Hose geschoben. Es sei 
ihr gelungen, seine Hand wegzunehmen, worauf er sie gefragt habe, ob sie 
das nicht wolle (act. 130 und 226; Protokoll Berufungsverhandlung, S. 7). 
 
A._____ hat die sexuellen Übergriffe verständlich, zusammenhängend und 
glaubhaft geschildert. Das Obergericht konnte sich von ihrem 
Aussageverhalten und ihrer Persönlichkeit anlässlich der Berufungs-
verhandlung ein eigenes Bild verschaffen und hat keine Zweifel daran, dass 
sich der von ihr geschilderte Sachverhalt so zugetragen hat. Ein Motiv für 
eine falsche Anschuldigung ist nicht erkennbar. A._____ hat vielmehr 
mehrfach betont, dass der Beschuldigte ein enger Freund der Familie 
gewesen sei. Auch hat sie eher niederschwellige sexuelle Übergriffe 
geschildert und stets angegeben, dass es dem Beschuldigten nicht 
gelungen sei, sie mit seinen Fingern vaginal zu penetrieren. Wäre es ihr 
darum gegangen, den Beschuldigten zu Unrecht anzuschwärzen, wäre zu 
erwarten gewesen, dass sie gravierendere oder intensivere sexuelle 
Handlungen zur Anzeige gebracht hätte. Dass finanzielle Anreize eine 
Rolle gespielt haben sollen, wie der Beschuldigte vermutet, 
(Berufungsbegründung, S. 6), ist nicht stichhaltig. Zwar erwähnte A._____, 
dass der Beschuldigte ihrer Mutter Geld schulde (act. 128). A._____ hat 
jedoch nachvollziehbar und glaubhaft ausgeführt, dass sie hinsichtlich einer 
Anzeige nicht durch ihre Mutter unterstützt worden sei, sondern diese ihr 
vielmehr davon abgeraten habe, Anzeige zu erstatten, da in ihrer Kultur 
solche Sachen nicht öffentlich gemacht werden sollten (Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 6). Dass die Mutter sie instrumentalisiert haben 
könnte, erscheint angesichts der erst mehrere Monate später erfolgten 
Anzeigeerstattung denn auch als unbegründet, zumal nicht die Mutter oder 
A._____ selbst Anzeige erstattet hat, sondern die sexuellen Übergriffe von 
E._____, einem Sozialarbeiter beim Jugendtreff in U._____, wo sich 
A._____ regelmässig aufhielt, bei der Kantonspolizei Luzern angezeigt 

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wurden (act. 91). Der Beschuldigte äusserte sich anlässlich der 
Berufungsverhandlung sodann dahingehend, dass er diese Schulden 
monatlich ratenweise abbezahlt habe und nie Druck auf ihn ausgeübt 
worden sei (Protokoll Berufungsverhandlung, S. 21). Es ist demnach nicht 
ersichtlich, inwiefern die Schulden ein Motiv für eine Falschbelastung sein 
könnten, wenn der Beschuldigte diese ohne Unterbruch und ohne dass auf 
ihn Druck zur Rückzahlung hat ausgeübt werden müssen, zurückgezahlt 
hat. 
 
2.5.2. 
Zusammenfassend erweisen sich die Aussagen von A._____ hinsichtlich 
der sexuellen Übergriffe als sehr glaubhaft, weshalb darauf abzustellen ist. 
Kleinere Ungereimtheiten in den Aussagen sind in Anbetracht des 
Zeitablaufs erklärbar und für sich nicht geeignet, die im Kerngehalt 
konstanten, schlüssigen und nachvollziehbaren Aussagen von A._____ als 
unglaubhaft erscheinen zu lassen.  
 
2.5.3. 
Der Beschuldigte hat jegliche sexuelle Übergriffe auf A._____ kategorisch 
in Abrede gestellt (act. 107 und 228 ff.). Seine Aussagen weisen insoweit 
keine Widersprüche auf. Immerhin bestätigte er die Darstellung von 
A._____, dass sie am 20. Juli 2023 zusammen «Hand-in-Hand» den 
Tierpark Roggenhausen besucht haben. Er bestätigte auch, dass er am 
Folgetag von Familienangehörigen mit den sexuellen Übergriffen 
konfrontiert worden ist (act. 104 und 228 f.), wofür es keine schlüssige 
Erklärung gibt, wenn überhaupt nichts vorgefallen wäre und eine 
Falschanschuldigung durch A._____ auszuschliessen ist (siehe dazu 
oben). 
 
2.6. 
Nach dem Dargelegten ist für das Obergericht bei einer aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung zweifellos erstellt, dass der 
Beschuldigte am 20. Juli 2023 die angeklagten Übergriffe wissentlich und 
willentlich an der damals 14-jährigen A._____ vorgenommen hat.  
 
Die Vorinstanz hat den massgeblichen Sachverhalt rechtlich korrekt 
gewürdigt. Es kann dazu auf die unbestritten gebliebenen Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (vorinstanzliches Urteil E. 4. ff.; Art. 82 Abs. 
4 StPO). Aufgrund des sehr engen örtlichen und zeitlichen Zusammen-
hangs ist hinsichtlich der einzelnen Handlungen (Ausgreifen der Brüste, 
kurzer Griff in die Hose in den Schambereich) von einem einheitlichen 
Tatgeschehen im Sinne einer natürlichen Handlungseinheit und folglich 
nicht von einer Mehrfachbegehung auszugehen. 
 

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Damit hat sich der Beschuldigte der sexuellen Handlungen mit einem Kind 
gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB (in der zum Tatzeitpunkt geltenden Fassung) 
schuldig gemacht.  
 
3. 
3.1. 
Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer bedingten Freiheitsstrafe 
von 12 Monaten, Probezeit 2 Jahre, bestraft. Der Beschuldigte hat sich im 
Falle eines Schuldspruchs nicht zum Strafmass geäussert. 
 
3.2. 
Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss Art.187 
Ziff. 1 StGB (in der zum Tatzeitpunkt geltenden Fassung) sieht als Strafe 
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor. 
 
Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 
ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 
IV 217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4; je mit Hinweisen). 
Darauf kann verwiesen werden.  
 
Bei der Wahl der Sanktionsart sind neben dem Verschulden unter 
Beachtung des Prinzips der Verhältnismässigkeit als wichtige Kriterien die 
Zweckmässigkeit und Angemessenheit einer bestimmten Sanktion, ihre 
Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre 
Wirksamkeit unter dem Gesichtspunkt der Prävention zu berücksichtigen 
(BGE 147 IV 241 E. 3).  
 
Der Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf. Auch während des laufenden 
Strafverfahrens hat er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen (vgl. 
aktueller Strafregisterauszug). Zwar wecken die konkreten Tatumstände 
und das hohe Mass an Entscheidungsfreiheit (siehe dazu gleich) gewisse 
Vorbehalte hinsichtlich seiner Legalbewährung, jedoch sind bei einer 
Gesamtwürdigung keine Gründe ersichtlich, weshalb eine Geldstrafe 
unzweckmässig oder unter dem Gesichtswinkel der Prävention 
ungenügend sein könnte. Schliesslich kann – wie noch zu zeigen sein wird 
– auch aufgrund der Schwere des Verschuldens eine Geldstrafe 
ausgesprochen werden.  
 
3.3. 
3.3.1. 
Ausgangspunkt für die Bestimmung des Verschuldens ist die Schwere der 
Gefährdung des betroffenen Rechtsguts (Art. 47 Abs. 2 StGB). Der 
Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind schützt die 
ungestörte psychisch-emotionale und sexuelle Entwicklung des Kindes 
(BGE 146 IV 153 E. 3.5.2; Urteil des Bundesgerichts 7B_878/2023 vom 
29. Februar 2024 E. 7.4).  

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Der Beschuldigte hat die Brüste von A._____ ausgegriffen und ihr mit der 
Hand in die Hose in den Schambereich gefasst, wobei es ihm nicht 
gelungen ist, sie mit den Fingern zu penetrieren. Es handelt sich dabei – 
auch wenn jeder sexuelle Missbrauch gravierend ist – nicht um besonders 
schwere Eingriffe in die sexuelle Integrität (wie z.B. eine vaginale, anale 
oder orale Penetration), sondern um vergleichsweise noch leichte Formen 
der vom Tatbestand erfassten sexuellen Handlungen mit einem Kind. 
Insbesondere das (kurze) Ausgreifen der Brüste wäre bei einem 
erwachsenen Opfer wohl als sexuelle Belästigung und damit als eine 
Übertretung zu qualifizieren gewesen. 
 
A._____ war im Tatzeitpunkt 14 Jahre alt und damit nicht bloss knapp von 
der Schutzaltersgrenze von 16 Jahren entfernt, wobei zu beachten ist, dass 
diese Grenze im Vergleich zu den an die Schweiz angrenzenden Ländern 
vergleichsweise hoch ist (Deutschland, Italien, Österreich und 
Liechtenstein: 14 Jahre, Frankreich: 15 Jahre). Der Altersunterschied zum 
im Tatzeitpunkt 54-jährigen Beschuldigten von 40 Jahren übersteigt die 
Grenze von drei Jahren Altersunterschied, unterhalb derer sexuelle 
Handlungen mit einem Kind nicht strafbar sind (Art. 187 Ziff. 2 StGB) um 
ein Vielfaches. Auch ist zu beachten, dass die sexuellen Handlungen von 
A._____ in keiner Weise initiiert worden sind. Die Tathandlung war damit 
ohne Weiteres geeignet, ihre psychisch-emotionale und sexuelle 
Entwicklung in erheblicher Weise zu gefährden. Die Übergriffe haben bei 
ihr denn auch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Sie hat sich nach 
dem Vorfall u.a. in eine Traumatherapie begeben, wobei diesbezüglich 
auch weitere Umstände eine Rolle gespielt haben dürften. 
 
Leicht verschuldenserhöhend wirkt sich die Art und Weise bzw. die 
Verwerflichkeit der Tatbegehung aus, denn das Handeln des 
Beschuldigten ist über die blosse Erfüllung des Tatbestandes 
hinausgegangen. Er war eine Vertrauensperson, ein enger Freund der 
Familie und hat diesen Umstand bewusst ausgenutzt, um sich mit A._____ 
an einen vergleichsweise abgelegenen und wenig frequentierten Ort 
begeben zu können, um an ihr die sexuellen Handlungen vornehmen zu 
können. Dass er keine Gewalt ausgeübt oder schwere Drohungen 
ausgestossen hat, ist irrelevant, denn das Fehlen eines zur Erfüllung des 
objektiven Tatbestands nicht notwendigen Umstands wirkt sich neutral aus. 
Daher ist auch der Umstand, dass der Beschuldigte aufgrund der 
Gegenwehr von A._____ sie nicht mit den Fingern hat penetrieren können 
und in der Folge darauf verzichtet hat, sein Vorhaben gewaltsam 
durchzusetzen, nicht verschuldensmindernd, sondern neutral zu bewerten. 
 
Dem Tatbestand der sexuellen Handlung mit einem Kind ist eine sexuelle 
und egoistische Motivation immanent, was für sich allein nicht 
verschuldenserhöhend zu berücksichtigen ist (vgl. Urteile des 

 - 10 - 
 

 

Bundesgerichts 6P.194/2001 vom 3. Dezember 2002 E. 7.4.2; 
7B_229/2022 vom 29. November 2023 E. 2.4.1 [betr. Schändung zum 
Nachteil eines Kindes]). Verschuldenserhöhend ist jedoch das sehr hohe 
Mass an Entscheidungsfreiheit, über das der Beschuldigte verfügte, zu 
berücksichtigen. Es sind keine inneren oder äusseren Umstände 
ersichtlich, welche seine Entscheidungsfreiheit hätten einschränken 
können. Es wäre vielmehr an ihm als Erwachsener gelegen, seinem Impuls 
und Verlangen zu widerstehen resp. seine sexuellen Bedürfnisse 
anderweitig zu befriedigen. Je leichter es aber für ihn gewesen wäre, die 
ungestörte psychisch-emotionale und sexuelle Entwicklung von A._____ 
zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung dagegen und 
damit das konkrete Verschulden (BGE 127 IV 101 E. 2a; BGE 117 IV 112 
E. 1; Urteil des Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 18. Januar 2023 E. 3.4.3).  
 
Insgesamt ist unter Berücksichtigung des breiten Spektrums der vom 
Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind erfassten sexuellen 
Handlungen, Tatvorgehen und Tatumständen von einem in Relation zum 
Strafrahmen von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe noch knapp leichten 
Verschulden und einer dafür angemessenen Geldstrafe von 180 Tages-
sätzen sowie einer Verbindungsbusse (siehe nachstehend) als in ihrer 
Gesamtheit angemessenen Sanktion auszugehen. 
 
3.3.2. 
Hinsichtlich der Täterkomponente ergibt sich Folgendes:  
 
Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, was allerdings den Normalfall 
darstellt und deshalb neutral zu gewichten ist (BGE 136 IV 1). Der 
Beschuldigte zeigte sich nicht geständig, was zwar sein Recht als 
beschuldigte Person ist, da er sich nicht selbst belasten muss (Art. 113 
Abs. 1 StPO). Wer jedoch nicht geständig ist, kann auch nicht reuig und 
einsichtig sein, weshalb unter diesem Titel keine Strafminderung 
vorzunehmen ist. 
 
Aus den persönlichen und familiären Verhältnissen des Beschuldigten 
ergeben sich keine für die Strafzumessung relevanten Faktoren. Er ist 56 
Jahre alt, lebt alleine, ist kinderlos und bezieht eine IV-Rente. Insbesondere 
liegen hinsichtlich der Strafempfindlichkeit des Beschuldigten keine 
aussergewöhnlichen Umstände vor (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 
6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019 E. 3.4 mit Hinweisen), zumal 
vorliegend nur eine bedingte Geldstrafe auszusprechen ist.  
 
Die Täterkomponente wirkt sich insgesamt neutral aus.  
 
3.3.3. 
Die Tagessatzhöhe bestimmt sich nach den persönlichen und wirtschaft-
lichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils (Art. 34 Abs. 2 

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StGB). Massgebende Kriterien für die Bestimmung der Tagessatzhöhe sind 
das Einkommen, das Vermögen und der Lebensaufwand des 
Beschuldigten, seine Unterstützungspflichten und persönlichen 
Verhältnisse sowie sein Existenzminimum (BGE 142 IV 315 E. 5 = Pra 2018 
Nr. 52, Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung). 
 
Der Beschuldigte erhält eine IV-Rente in Höhe von Fr. 2'980.00 (Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 16). Er lebt somit nahe am Existenzminimum. 
Das für die Berechnung des Tagessatzes massgebende Nettoeinkommen 
ist deshalb um 50 % zu reduzieren (BGE 134 IV 60 E. 6.5.2). Da vorliegend 
eine hohe Anzahl Tagessätze ausgesprochen wird, ist eine Reduktion um 
weitere 15 % angebracht (BGE 134 IV 60 E. 6.5.2). Somit ist der Tagessatz 
auf abgerundet Fr. 40.00 festzusetzen. 
 
3.4. 
Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf, wenn 
eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der 
Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 
StGB). Der Beschuldigte weist zwar keine Vorstrafen auf, allerdings sind 
seine Bewährungsaussichten getrübt. Einerseits hat er über ein sehr hohes 
Mass an Entscheidungsfreiheit verfügt. Andererseits hat er die sexuellen 
Handlungen mit einem Kind während des gesamten Verfahrens 
kategorisch abgestritten. Er ist weder einsichtig noch reuig noch übernimmt 
er Verantwortung für sein Handeln, sondern schiebt diese ab bzw. 
bezichtigt A._____ der Falschaussage. Bei einer Gesamtwürdigung liegen 
in Anbetracht dieser Umstände nicht unerhebliche Bedenken an seiner 
Legalbewährung vor, den mit einer erhöhten Probezeit von 3 Jahren 
(Art. 44 Abs. 1 StGB) und einer Verbindungsbusse (siehe dazu unten) 
Rechnung zu tragen ist.  
 
3.5. 
Die vorläufige Festnahme (11. bis 12. März 2024; mehr als 24 Stunden) ist 
gemäss Art. 51 StGB i.V.m. Art. 110 Abs. 7 StGB im Umfang von zwei 
Tagen auf die Geldstrafe anzurechnen (vgl. BGE 150 IV 377). 
 
3.6. 
Eine bedingt ausgesprochene Strafe kann mit einer Busse verbunden 
werden (Art. 42 Abs. 4 StGB). Vorliegend ist die Verbindung der bedingt 
ausgesprochenen Geldstrafe mit einer Busse angezeigt, um dem 
Beschuldigten die Ernsthaftigkeit der Sanktion und die Konsequenzen 
seines Handelns deutlich vor Augen zu führen. Zudem soll er gegenüber 
einem Täter, der sich bloss wegen einer Übertretung – hier einer sexuellen 
Belästigung gemäss Art. 198 StGB – zu verantworten hat und dafür mit 
einer Busse bestraft wird, nicht besser gestellt werden (sog. 
Schnittstellenproblematik).  
 

 - 12 - 
 

 

Unter Berücksichtigung der Denkzettelfunktion, der untergeordneten 
Bedeutung der Verbindungsbusse, der wirtschaftlichen Verhältnisse und 
des nicht mehr leichten Verschuldens des Beschuldigten sowie des 
Umstands, dass das Bundesgericht die Obergrenze der Verbindungsbusse 
auf 20 % der in der Summe schuldangemessenen Sanktion – bestehend 
aus einer bedingt ausgesprochenen Hauptstrafe kombiniert mit einer 
Verbindungsbusse – festgelegt hat (BGE 149 IV 321 E. 1.3; BGE 135 IV 
188 E. 3.4.4), erscheint eine Verbindungsbusse in der Höhe von 
Fr. 1'800.00 als angemessen.  
 
Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse ist 
ausgehend vom als Umrechnungsschlüssel zu verwendenden Tagessatz 
von Fr. 40.00 (BGE 134 IV 60 E. 7.3.3) auf 45 Tage Freiheitsstrafe 
festzusetzen (Art. 106 Abs. 2 StGB).  
 
3.7. 
Zusammenfassend ist der Beschuldigte zu einer bedingten Geldstrafe von 
180 Tagessätzen à Fr. 40.00, d.h. Fr. 7'200.00, Probezeit 3 Jahre, und 
einer Verbindungsbusse von Fr. 1'800.00, ersatzweise 45 Tage 
Freiheitsstrafe, zu verurteilen.  
 
4. 
Die Vorinstanz hat gestützt auf Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB ein lebens-
längliches Tätigkeitsverbot für jede berufliche und jede organisierte 
ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt mit 
Minderjährigen umfasst, verboten.  
 
Der Beschuldigte wendet sich mit seiner Berufung gegen das Berufs- und 
Tätigkeitsverbot einzig im Zusammenhang mit dem beantragten 
Freispruch. Nachdem der Beschuldigte wegen sexueller Handlungen mit 
einem Kind zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt worden ist, 
sind die Voraussetzungen für ein Absehen von einem Tätigkeitsverbot 
gemäss Art. 67 Abs. 4bis lit. b StGB nicht erfüllt, da bei diesem Strafmass 
kein «besonders leichter Fall» vorliegen kann, da ein solcher lediglich 
eigentliche Bagatellfälle umfasst (BGE 149 IV 161 E. 2.5.4). Entsprechend 
ist mit der Vorinstanz ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot auszusprechen. 
 
5. 
5.1. 
Die Vorinstanz hat den Beschuldigten unter Ausschreibung im Schengener 
Informationssystem (SIS) für die Dauer von 8 Jahren des Landes 
verwiesen. 
 
Der Beschuldigte beantragt mit Berufung, es sei von einer Landes-
verweisung abzusehen (Berufungsbegründung, S. 8 f.).  
 

 - 13 - 
 

 

5.2. 
Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Landesverweisung gemäss 
Art. 66a StGB unter Berücksichtigung der EMRK wiederholt dargelegt 
(BGE 146 IV 311; BGE 146 IV 172; BGE 146 IV 105; BGE 146 II 1; BGE 
145 IV 455; BGE 145 IV 364; BGE 145 IV 161; BGE 144 IV 332; statt vieler: 
Urteile des Bundesgerichts 6B_84/2024 vom 10. Juli 2025 E. 1.4 und 
6B_402/2024 vom 2. April 2025 E. 2). Darauf kann verwiesen werden. 
 
5.3. 
Der Beschuldigte ist Staatsangehöriger von Sri Lanka. Er hat mit dem 
Tatbestand der sexuellen Handlung mit einem Kind eine Katalogtat für eine 
obligatorische Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB 
begangen. Er ist somit grundsätzlich für die Dauer von 5 bis 15 Jahren aus 
der Schweiz zu verweisen.  
 
Von der Anordnung einer Landesverweisung kann ausnahmsweise unter 
den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie (1) einen 
schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und (2) die öffentlichen 
Interessen an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen 
des Ausländers am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a 
Abs. 2 Satz 1 StGB). Art. 66a StGB ist EMRK-konform auszulegen.  
 
Die gesetzliche Bestimmung von Art. 66a StGB, wonach die Landes-
verweisung bei Vorliegen einer Katalogtat die Regel und das Absehen der 
Landesverweisung unter restriktiver Annahme eines Härtefalls und eines 
überwiegenden privaten Interesses an einem Verbleib in der Schweiz die 
Ausnahme sein sollte, wurde u.a. bei Straftätern mit einer langen 
Aufenthaltsdauer in der Schweiz («long-term immigrants») durch die 
Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Europäischen Gerichtshofs 
für Menschenrechte (EGMR) stark relativiert.  
 
5.4. 
5.4.1. 
Der heute 56-jährige Beschuldigte ist in Sri Lanka geboren und ist dort 
aufgewachsen. Er besuchte die obligatorische Schule bis zur 8. Klasse und 
hat eine Ausbildung in der Metallmontage absolviert (act. 6 ff.). Im Jahr 
1991 reiste er im Alter von 22 Jahren in die Schweiz ein; hier verfügt er 
über eine Niederlassungsbewilligung. Er lebt somit seit rund 34 Jahren in 
der Schweiz und ist gemäss der Rechtsprechung des EGMR als «long-term 
immigrant» anzusehen (Urteil des Bundesgerichts 7B_730/2023 vom 25. 
Oktober 2024 E. 4.6.1 mit Verweis auf das Urteil des EGMR Nr. 52232/20 
i.S. P.J. gegen die Schweiz vom 17. September 2024, § 28), was es bei 
seinen persönlichen Interessen zu berücksichtigen gilt. 
 
Der Beschuldigte ist im Strafregister nicht verzeichnet. Heute ist er IV-
Rentner, davor arbeitete er als Metzger und in der Gastronomie bei 

 - 14 - 
 

 

verschiedenen Arbeitgebern (act. 8). Seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
sind knapp, jedoch weist er weder offene Betreibungen noch Schulden auf 
(Protokoll Berufungsverhandlung, S. 17). Der Beschuldigte spricht Tamil 
und nur sehr wenig Deutsch. Trotz seines langjährigen Aufenthalts in der 
Schweiz war er während des gesamten Verfahrens auf einen Dolmetscher 
angewiesen. Er ist weder in einem Verein noch ist ein Engagement in einer 
kulturellen oder gemeinnützen Institution ersichtlich. Er führt ein 
vergleichsweise zurückgezogenes Leben, in seiner Freizeit unternehme er 
Spaziergänge und seine sozialen Kontakte beschränken sich auf seine 
zwei Neffen, welche in Zürich und Belgien leben (Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 16). 
 
Der Beschuldigte ist ledig und lebt allein. Seine Eltern sind verstorben, die 
Geschwister leben im Ausland. Abgesehen von einem Neffen, welcher in 
Zürich wohnhaft ist, bestehen keine familiären Kontakte (act. 6 f., Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 16). Obwohl er erst als 22-jähriger in die 
Schweiz eingereist ist und seine sprachliche und soziale Integration hier als 
eher schwach zu bezeichnen ist, befindet sich sein Lebensmittelpunkt 
aufgrund der sehr langen Aufenthaltsdauer von mehr als dreissig Jahren 
unstrittig in der Schweiz, wo er nunmehr – wenn auch nicht ausgeprägt und 
in erster Linie mangels Alternativen – faktisch verwurzelt ist. 
 
5.4.2. 
Der Beschuldigte hat sein Heimatland Sri Lanka seit seiner Einreise in die 
Schweiz drei Mal für jeweils mehrere Wochen besucht (Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 15). Zuletzt hielt er sich im Dezember 2023 bis 
März 2024 in Sri Lanka auf, um seine dort lebende Schwester und deren 
Kinder zu besuchen (act. 229 f.). Er wurde bei seiner Rückreise am 
11. März 2024 am Flughafen in Zürich festgenommen (act. 31). Tamil ist 
seine Muttersprache, sowohl Kultur als auch Gepflogenheiten sind ihm 
bestens bekannt. Eine soziale Wiedereingliederung in Sri Lanka wäre 
grundsätzlich ohne Weiteres möglich. Es ist allerdings zu beachten, dass 
seine in der Schweiz ausgerichtete IV-Rente bei einer Ausweisung nach 
Sri Lanka wohl gefährdet wäre, zumal die Schweiz mit Sri Lanka keine 
zwischenstaatliche Vereinbarung über die Soziale Sicherheit 
abgeschlossen hat. Entsprechend erscheint eine wirtschaftliche Integration 
in Sri Lanka fraglich. Was hingegen den Umstand betrifft, dass er für sein 
Herz täglich mehrere Medikamente braucht (Protokoll Berufungs-
verhandlung, S. 15), ist davon auszugehen, dass eine angemessene 
medizinische Grundversorgung, wozu auch der Zugang zu Medikamenten 
gehört, auch in Sri Lanka möglich wäre, zumal er keine engmaschige 
ärztliche Begleitung oder aufwändige Therapien braucht (Protokoll 
Berufungsverhandlung, S. 15 f.). 
 

 - 15 - 
 

 

5.4.3. 
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der 56-jährige Beschuldigte den 
überwiegenden Teil seines Lebens in der Schweiz verbracht hat und er 
zufolge EGMR als «long term immigrant» gilt. Angesichts der langen 
Aufenthaltsdauer des Beschuldigten von mehr als dreissig Jahren in der 
Schweiz und der Tatsache, dass er seinen Lebensmittelpunkt in der 
Schweiz hat, ist grundsätzlich von einem hohen privaten Interesse des 
Beschuldigten an einem Verbleiben in der Schweiz auszugehen. Eine 
Wiedereingliederung in seiner Heimat Sri Lanka erscheint vor allem in 
wirtschaftlicher Hinsicht fraglich. In einer Gesamtwürdigung der konkreten 
Umstände ist von einem Härtefall auszugehen. 
 
5.5. 
Der Beschuldigte hat sich der Katalogtat der sexuellen Handlungen mit 
einem Kind schuldig gemacht. Es ist jedoch von einem insgesamt noch 
leichten Verschulden auszugehen, was sich in der ausgefällten bedingten 
Geldstrafe von 180 Tagessätzen widerspiegelt. Nichtsdestotrotz ist das 
vorliegend tangierte Rechtsgut – die ungestörte psychische und sexuelle 
Entwicklung von Minderjährigen – ein hochwertiges Rechtsgut, bei dessen 
Verletzung regelmässig ein hohes öffentliches Interesse zu bejahen ist.  
 
Zwar ist die «Zweijahresregel», der zufolge es bei einer Verurteilung zu 
einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren oder mehr ausserordentlicher 
Umstände bedarf, damit das private Interesse des Betroffenen an einem 
Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an einer Landes-
verweisung überwiegt, nicht starr anzuwenden und kann ein (erhebliches) 
öffentliches Interesse auch bei tieferen Strafen vorliegen (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_108/2024 vom 1. Mai 2024 E. 5). Jedoch liegt die 
vorliegend ausgesprochene Geldstrafe von 180 Tagessätzen sehr deutlich 
unter der Grenze von zwei Jahren. Insbesondere ist jedoch angesichts der 
zitierten Rechtsprechung des EGMR i.S. P.J. und R.J. gegen die Schweiz 
zu beachten, dass die Geldstrafe bedingt ausgesprochen wurde, weshalb 
der Beschuldigte gemäss der Rechtsprechung des EGMR keine erhebliche 
Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Damit liegen in Nachachtung 
der Rechtsprechung des EGMR (ausserordentliche) Umstände vor, 
aufgrund welcher das sehr hohe private Interesse des Beschuldigten an 
einem Verbleib in der Schweiz das nicht unerhebliche öffentliche Interesse 
an einer Landesverweisung überwiegt.  
 
5.6. 
Nach dem Dargelegten ist festzuhalten, dass beim Beschuldigten sowohl 
ein Härtefall zu bejahen und ihm ein hohes privates Interesse am Verbleib 
in der Schweiz zu attestieren ist, welches das nicht unerhebliche öffentliche 
Interesse an der Anordnung der Landesverweisung überwiegt. Damit 
erweist sich die Berufung des Beschuldigten in diesem Punkt als begründet 

 - 16 - 
 

 

und es ist in Anwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB und Art. 8 EMRK von 
einer Landesverweisung abzusehen. 
 
6. 
Die Vorinstanz hat die Zivilklage der Privatklägerin A._____ teilweise 
gutgeheissen und ihr Schadenersatz in der Höhe von Fr. 384.30 und eine 
Genugtuung im Betrag von Fr. 1'000.00 zugesprochen.  
 
Der Beschuldigte verlangt die Abweisung der Zivilforderung. Er begründet 
dies jedoch einzig mit dem beantragten Freispruch vom Vorwurf der 
sexuellen Handlungen mit einem Kind (Berufungsbegründung, S. 10). 
Aufgrund des Ausgangs des Berufungsverfahrens ist auf die Zivil-
forderungen nicht weiter einzugehen, zumal der Adhäsionsprozess der 
Verhandlungs- und Dispositionsmaxime unterliegt (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_90/2025 vom 10. September 2025 E. 2.2.1). 
 
7. 
7.1. 
Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe 
ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei 
im Berufungsverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon 
ab, in welchem Ausmass ihre vor Obergericht gestellten Anträge 
gutgeheissen wurden (Urteil des Bundesgerichts 6B_1145/2022 vom 13. 
Oktober 2023 E. 3.2.1).  
 
Der Beschuldigte, der mit Berufung einen Freispruch beantragt hatte, 
unterliegt im Schuldpunkt, nachdem es beim Schuldspruch wegen 
sexueller Handlungen mit einem Kind und damit zusammenhängend dem 
Tätigkeitsverbot und der Zivilforderung bleibt. Er erreicht jedoch insofern 
einen günstigeren Entscheid, als dass statt einer 12-monatigen Freiheits-
strafe eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen und eine Verbindungsbusse in 
der Höhe von Fr. 1'800.00 ausgesprochen werden. Hinsichtlich des 
beantragten Verzichts auf eine Landesverweisung obsiegt er. Es 
rechtfertigt sich daher, die obergerichtlichen Verfahrenskosten von 
Fr. 4'000.00 (§ 15 GebührD) zur Hälfte, d.h. mit Fr. 2'000.00, dem 
Beschuldigten aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu 
nehmen. 
 
7.2. 
Der amtliche Verteidiger ist aus der Staatskasse zu entschädigen (Art. 135 
Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis AnwT; § 13 AnwT). Mit 
Kostennote macht er einen Aufwand von 14.85 Stunden à Fr. 220.00, 
Auslagen von Fr. 29.40 sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer geltend. Der 
aufgeführte Aufwand von insgesamt 2.5 Stunden (Eingang Urteils-
dispositiv, Berufungsanmeldung bei der Vorinstanz und deren Weiter-
leitung an den Beschuldigten, Eingang begründetes Urteil Bezirksgericht 

 - 17 - 
 

 

Aarau) wird jedoch durch die vorinstanzlich zugesprochene Entschädigung 
gedeckt und ist deshalb im Berufungsverfahren nicht zu berücksichtigen. 
Das ergibt sich bereits daraus, dass wenn die Berufung gar nicht erst 
angemeldet wird, der amtliche Verteidiger einen im Nachgang zur 
erstinstanzlichen Urteilseröffnung ergangenen Aufwand selbstredend nicht 
bei der Rechtsmittelinstanz in Rechnung stellen kann. Dass dieser 
Aufwand teilweise nur geschätzt werden kann, ändert nichts daran, dass er 
zum erstinstanzlichen Verfahren gehört. Angepasst an die effektive Dauer 
der Berufungsverhandlung (inkl. Weg und Nachbesprechung) ergibt sich 
ein Aufwand von 13 Stunden à Fr. 220.00. Hinzu kommen die Auslagen 
von Fr. 29.40 sowie die gesetzliche Mehrwertsteuer, woraus eine auf 
gerundet Fr. 3'130.00 festzusetzende Entschädigung resultiert.  
 
Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten ausgangsgemäss zur Hälfte 
zurückzufordern, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben 
(Art. 135 Abs. 4 StPO). 
 
7.3. 
Die unentgeltliche Rechtsbeiständin der Privatklägerin ist für das 
Berufungsverfahren gestützt auf die von ihr eingereichte Kostennote, 
angepasst an die effektive Dauer der Berufungsverhandlung, mit insgesamt 
gerundet Fr. 1'550.00 aus der Staatskasse zu entschädigen (Art. 138 
Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis AnwT). 
 
Der Beschuldigte befindet sich nicht in günstigen wirtschaftlichen 
Verhältnissen, weshalb er die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung 
der Privatklägerin nicht zu tragen hat (Art. 426 Abs. 4 StPO).  
 
8. 
8.1. 
Die erstinstanzliche Kostenregelung bedarf keiner Änderung (Art. 428 Abs. 
3 i.V.m. Art. 426 StPO). Es bleibt bei der vorinstanzlichen Verurteilung 
wegen sexueller Handlungen mit einem Kind. Der Beschuldigte hat somit 
die erstinstanzlichen Verfahrenskosten zu tragen.  
 
8.2. 
Die dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche Verfahren zuge-
sprochene Entschädigung von Fr. 7'312.50 ist im Berufungsverfahren 
unangefochten geblieben, weshalb darauf nicht mehr zurückzukommen ist 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_1231/2022 vom 10. März 2023 E. 2.1).  
 
Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).  
 

 - 18 - 
 

 

8.3. 
Die der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der Privatklägerin für das 
erstinstanzliche Verfahren zugesprochene Entschädigung in der Höhe von 
Fr. 5'127.45 ist mit Berufung nicht angefochten worden, weshalb darauf im 
Berufungsverfahren nicht mehr zurückgekommen werden kann (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 6B_1231/2022 vom 10. März 2023 E. 2.1).  
 
9. 
Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 
ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 
Abs. 1 StPO; Art. 81 StPO).  
 
 

   

Das Obergericht erkennt: 
 
1. 
Der Beschuldigte ist schuldig der sexuellen Handlungen mit einem Kind 
gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB (in der im Tatzeitpunkt geltenden Fassung).  
 
2. 
2.1. 
Der Beschuldigte wird hierfür gemäss der in Ziff. 1 genannten Gesetzes-
bestimmung sowie in Anwendung von Art. 47 StGB, Art. 34 StGB, Art. 42 
Abs. 1 und 4 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 106 StGB 
 
zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 40.00, d.h. 
Fr. 7'200.00, Probezeit 3 Jahre, sowie  
 
einer Verbindungsbusse von Fr. 1'800.00, ersatzweise 45 Tage Freiheits-
strafe, 
 
verurteilt.  
 
2.2. 
Die vorläufige Festnahme von zwei Tagen (11. März bis 12. März 2024) 
wird auf die Geldstrafe angerechnet. 
 
3. 
Von der Anordnung einer Landesverweisung wird gemäss Art. 66a Abs. 2 
StGB abgesehen. 
 
4. 
Dem Beschuldigten wird gestützt auf Art. 67 Abs. 3 lit. b StGB ein lebens-
längliches Tätigkeitsverbot für jede berufliche und jede organisierte 
ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minder-
jährigen umfasst, auferlegt.  

 - 19 - 
 

 

 
5. 
Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._____ Fr. 384.30 
als Schadenersatz und Fr. 1'000.00 als Genugtuung zu bezahlen. 
 
Im Übrigen wird ihre Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen.  
 
6. 
6.1. 
Die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 4'000.00 werden dem 
Beschuldigten zu ½ mit Fr. 2'000.00 auferlegt und im Übrigen auf die 
Staatskasse genommen.  
 
6.2. 
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des 
Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Entschädigung von 
Fr. 3'130.00 auszurichten.  
 
Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zur Hälfte zurückgefordert, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.  
 
6.3. 
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, der unentgeltlichen Rechts-
beiständin der Privatklägerin für das Berufungsverfahren eine 
Entschädigung von Fr. 1'550.00 auszurichten.  
 
7. 
7.1. 
Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 6'470.45 (inkl. Anklage-
gebühr von Fr. 2'750.00) werden dem Beschuldigten auferlegt.  
 
7.2. 
Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 
stattgefunden hat – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger des 
Beschuldigten für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung 
von Fr. 7'312.50 auszurichten.  
 
Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückgefordert, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.  
 
7.3. 
Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 
erfolgt ist – angewiesen, der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der 
Privatklägerin für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung von 
Fr. 5'127.45 zu bezahlen.  
 

 - 20 - 
 

 

 
 Zustellung an:  

[…] 
 

   

Hinweis zur Bedeutung der bedingt ausgesprochenen Strafe  
(Art. 44 Abs. 3 StGB) 
 
Bei einer ausgefällten bedingten Geld- oder Freiheitsstrafe wird der Vollzug aufgeschoben. 
Gleichzeitig wird dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren angesetzt. Hat 
sich der Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, so wird die aufgeschobene Strafe 
nicht mehr vollzogen (Art. 45 StGB). Das bedeutet, dass die Geldstrafe dann nicht zu 
bezahlen bzw. die Freiheitsstrafe nicht anzutreten ist. Begeht der Verurteilte während der 
Probezeit aber ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere 
Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht grundsätzlich die bedingte Strafe (Art. 46 
Abs. 1 StGB).  

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 
 
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 
vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 
Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 
Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 
 
Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 
Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 
 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 
die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 
Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 
 
   

Aarau, 1. Dezember 2025 
 
Obergericht des Kantons Aargau 
Strafgericht, 1. Kammer 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
Six     L. Stierli