# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2e3128b-f8a7-54b9-9296-a4fcb7964342
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 01.02.2022 R 2021 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2021-89_2022-02-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 21 89

4. Kammer 

Vorsitz Pedretti

Richter Racioppi und Meisser

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 1. Februar 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A.________,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B.________, 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Quartierplanung (Kostenverteiler)

- 2 -

I. Sachverhalt:

1. Der Quartierplan C.________ wurde erstmals im September 2012 

öffentlich aufgelegt und aufgrund von Einsprachen mehrmals überarbeitet; 

im Juni 2014 erfolgte die dritte öffentliche Auflage. Diese sah die 

Schaffung einer neuen Parzelle D.________ für die Quartierstrasse ab der 

C.________-strasse vor. In Abweisung einer Einsprache der 

Rechtsvorgängerin von A.________ erliess der Gemeindevorstand 

B.________ am 26. August 2014 den Quartierplan. Die dagegen 

erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Urteil des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Graubünden [VGU] R 14 94 vom 16. Juni 2015 und Urteil des 

Bundesgerichts 1C_420/2015 vom 22. April 2016), womit der Quartierplan 

C.________ in Rechtskraft erwuchs.

2. Am 16. August 2016 reichte die Gemeinde B.________ als Bauherrin der 

öffentlichen Erschliessungsanlagen und der Quartierstrasse das 

Baugesuch zur Quartiererschliessung C.________ ein, das in der Folge 

überarbeitet wurde. Gegen das Projektänderungsgesuch erhob die 

Rechtsvorgängerin von A.________ wiederum Einsprache, welche am 

6. Februar 2017 mit der Bewilligung des Bauvorhabens abgewiesen 

wurde. Dieser Entscheid wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit rechtskräftigem Urteil vom 13. Juli 2017 im Verfahren R 

17 25 geschützt.

3. Zwischen April 2018 und Juli 2019 erfolgte die Bauausführung, wobei das 

Ingenieurbüro F.________ mit der Bauleitung beauftragt wurde. Gestützt 

auf dessen Schlussbericht und die Abrechnung zur Quartierplanung und -

erschliessung C.________ auferlegte der Gemeindevorstand B.________ 

A.________ als Grundeigentümerin der Parzelle H.________ mit 

Verfügung vom 23. August 2021 einen Gesamtkostenanteil von 

CHF 2'584.05.

- 3 -

4. Mit als Einsprache bezeichneter Eingabe vom 22. September 2021 

(Poststempel) erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. In 

Abänderung der Verfügung vom 23. August 2021 beantragte sie, die 

Zusatzkosten von CHF 5'099.05 für einen Mauerabschnitt seien in die 

allgemeine Kostenverteilung aufzunehmen und nicht alleine der 

Parzelle H.________ zu belasten. Desgleichen seien die für eine Mauer 

verwendeten Blocksteine aus ihrem Privatbesitz im Betrag von 

CHF 1'890.-- sowie die Kosten von CHF 6'400.-- für den widerrechtlich 

abgebauten bzw. aus sicherheitstechnischen Gründen erstellten Holzzaun 

in die allgemeine Kostenverteilung aufzunehmen. 

5. Die Gemeinde B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss 

in ihrer Vernehmlassung vom 17. November 2021 auf Abweisung der 

Beschwerde, sofern darauf einzutreten sei, und entgegnete den in der 

Beschwerde enthaltenen Vorbringen.

6. Die Beschwerdeführerin reichte trotz der ihr eingeräumten Frist für eine 

Stellungnahme keine Replik ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und die übrigen Ak-

ten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einge-

gangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Für die Beurteilung der angefochtenen Verfügung vom 23. August 2021 

ist das Verwaltungsgericht zuständig (vgl. Art. 49 Abs. 1 lit. a des Geset-

zes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Als Adressatin 

des angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin zur Beschwer-

deerhebung legitimiert (vgl. Art. 50 VRG). Zudem wurde die Beschwerde 

- 4 -

frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 52 Abs. 1 und Art. 38 VRG), 

weshalb darauf einzutreten ist.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin der Be-

schwerdeführerin zu Recht einen Gesamtkostenanteil von CHF 2'584.05 

für die Quartierplanung und -erschliessung C.________ gemäss der Ge-

samtübersicht über die Kostenverteilung des Ingenieurbüros F.________ 

auferlegt hat.

3.1.1. Der Ablauf einer Quartierplanung bzw. das Verfahren wird insbesondere 

in Art. 53 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; 

BR 801.100) sowie Art. 16 ff. der Raumplanungsverordnung für den 

Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) geregelt (vgl. VGU R 21 85 vom 

10. November 2021 E.3.5 und R 19 98 vom 11. Mai 2021 E.7.2). Nachdem 

der Gemeindevorstand die Absicht zur Einleitung (oder Änderung) einer 

Quartierplanung unter Hinweis auf den Zweck und weitere Elemente der 

beabsichtigten Planung öffentlich bekannt gegeben hat (siehe Art. 16 

Abs. 1 und Art. 21 Abs. 2 KRVO), kann gestützt auf Art. 16 Abs. 2 KRVO 

gegen die beabsichtigte Einleitung des Verfahrens und die Abgrenzung 

des Planungsgebietes innert der 30-tägigen Auflagefrist Einsprache 

erhoben werden. Für die Einsprachelegitimation gelten die 

Voraussetzungen von Art. 101 Abs. 2 KRG. Einwendungen gegen das 

Verfahren an sich und das Planungsgebiet können im weiteren Verfahren 

nicht mehr erhoben werden (Art. 16 Abs. 2 Satz 3 KRVO). Nach der 

Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses wird gemäss Art. 17 Abs. 1 KRVO 

der Quartierplan erarbeitet und der Entwurf öffentlich aufgelegt (siehe 

Art. 18 Abs. 1 KRVO). Während der Auflagefrist kann wiederum 

Einsprache dagegen erhoben werden (siehe Art. 18 Abs. 3 KRVO). Im 

Nachgang dazu wird der Quartierplan durch das zuständige Organ 

beschlossen und über allfällige Einsprachen entschieden (siehe Art. 19 

Abs. 1 KRVO; zum Ganzen VGU R 21 85 vom 10. November 2021 E.3.5). 

Der Quartierplan tritt mit unbenütztem Ablauf der Beschwerdefrist oder 

- 5 -

rechtskräftigem Abschluss von Rechtsmittelverfahren in Rechtskraft. 

Danach lässt der Gemeindevorstand den Quartierplan im Grundbuch 

anmerken (Art. 19 Abs. 3 KRVO). Im vorliegenden Fall ist der Quartierplan 

C.________ unbestrittenermassen in Rechtskraft erwachsen.

3.1.2. Nach Abschluss der Quartierplanung ist über den Kostenverteiler im Sinne 

von Art. 54 KRG und Art. 20 KRVO zu befinden. Gemäss Art. 54 Abs. 1 

KRG gehen die Kosten der Quartierplanung und Quartiererschliessung 

zulasten der Quartierplanbeteiligten. Die Gemeinde beteiligt sich an den 

Kosten, soweit an der Planung oder den Anlagen ein weitergehendes 

öffentliches Interesse besteht. Nach Abschluss der Quartierplanung legt 

der Gemeindevorstand die von den Quartierplanbeteiligten zu tragenden 

Anteile an den Planungskosten aufgrund der tatsächlichen Aufwendungen 

und des verbindlichen Verteilschlüssels gemäss Quartierplan in einem 

Kostenverteiler fest (Art. 20 Abs. 1 KRVO). Dasselbe gilt auch für die 

Kosten der Erschliessung und Ausstattung (vgl. Art. 20 Abs. 2 KRVO). Der 

Entwurf des Kostenverteilers ist den Quartierplanbeteiligten unter Hinweis 

auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Abrechnungsbelege 

zuzustellen (Art. 20 Abs. 3 KRVO). Gegen den Entwurf des 

Kostenverteilers kann innert 30 Tagen seit Mitteilung beim 

Gemeindevorstand schriftlich und begründet Einsprache erhoben werden 

(Art. 20 Abs. 4 Satz 1 KRVO). Nach Abschluss des Einspracheverfahrens 

entscheidet der Gemeindevorstand über den Kostenverteiler und eröffnet 

den Entscheid den Beteiligten. Gleichzeitig werden die Kostenanteile in 

Rechnung gestellt (Art. 20 Abs. 5 KRVO). 

3.2. Im vorliegenden Fall ist ausweislich der Akten und der von der 

Beschwerdegegnerin dargelegten Prozessgeschichte nicht ersichtlich, 

dass der Beschwerdeführerin ein kommunaler Entwurf des 

Kostenverteilers unter Hinweis auf die Möglichkeit zur Einsichtnahme in 

die Abrechnungsbelege zugestellt worden wäre, gegen welchen sie innert 

Frist hätte Einsprache erheben können. Insofern liegt nahe, dass der 

- 6 -

vorerwähnten formalisierten Mitwirkung bei der Kostenverteilung nicht 

nachgelebt und der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches 

Gehör verletzt worden ist. Eine nicht besonders schwerwiegende 

Gehörsverletzung ist indes rechtsprechungsgemäss einer Heilung 

zugänglich, sofern die Beschwerdeführerin die Möglichkeit erhält, sich vor 

einer Beschwerdeinstanz zu äussern, deren Kognition nicht eingeschränkt 

ist, und ihr daraus kein Nachteil erwächst. Verlangt wird, dass kein für die 

Beurteilung der Angelegenheit relevantes Kognitionsgefälle besteht. Von 

einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist sodann selbst bei 

einer gravierenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn 

und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit 

zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der 

betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu 

vereinbaren wären (vgl. BGE 137 I 195 E.2.3.2; Urteile des 

Bundesgerichts 2C_259/2021 vom 30. November 2021 E.4.4.1, 

2C_106/2021 vom 25. Juni 2021 E.2.3). Aufgrund des von der 

Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 17. November 2021 

vertretenen Standpunktes in der vorliegenden Angelegenheit erwiese sich 

eine Rückweisung als solchen formalistischen Leerlauf. Zudem kann das 

Verwaltungsgericht bei der Überprüfung des Kostenverteilers – anders als 

bei der Überprüfung des Quartierplans (vgl. Art. 33 Abs. 3 lit. b des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG; SR 700]) – jedenfalls 

allfällige Rechtsverletzungen und Sachverhaltsfeststellungen prüfen (vgl. 

Art. 51 Abs. 1 VRG), weshalb hier kein Kognitionsgefälle besteht, zumal 

sich keine Angemessenheitsfragen stellen. Da sich die 

Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren zur im Streit 

liegenden Angelegenheit umfassend äussern konnte, ist eine Heilung der 

Gehörsverletzung vorzunehmen. Dieser ist aber im Falle des Unterliegens 

der Beschwerdeführerin bei der Kostenverteilung Rechnung zu tragen.

- 7 -

4. In materieller Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin den Einbezug 

verschiedener Kostenpositionen in den Kostenverteiler.

4.1.1. Zunächst verlangt sie, dass die Kosten von CHF 5'099.05 für die 

Verlängerung der Blocksteinmauer beim Wendeplatz in die allgemeine 

Kostenverteilung aufgenommen und zugunsten von Parzelle H.________ 

verrechnet werden. Dazu führt sie aus, in der angefochtenen Verfügung 

würden die Mehrkosten für diese Mauerverlängerung nur ihrem 

Grundstück angelastet. Dieses Vorgehen erstaune, sei diese 

Überwälzung doch nicht vereinbart worden. Dieser Sachverhalt sei auch 

nicht in der Kostenverteilung (des Quartierplans C.________) vom Juni 

2014 aufgeführt. Der Grund für den Vorschlag einer Verlängerung der 

Mauer habe im ursprünglichen Versprechen des Gemeindevorstands und 

der Bauleitung gelegen, mit dem Aushub der Quartierstrasse ihren Garten 

auf der Südseite aufzuschütten, um die Gartenfläche zu vergrössern. 

Durch diese Erhöhung des Gartens wäre die Böschung zum Wendeplatz 

hin so steil ausgefallen, dass ein Ausschwemmen der Erde auf den 

Wendeplatz bei starkem Regen habe erwartet werden können, worauf die 

Verlängerung der Mauer angeregt worden sei. Die Überwälzung der 

Kosten auf die Parzelle H.________ sei umso ärgerlicher, als das 

Versprechen der Bauleitung, den Garten aufzuschütten, bei der Eingabe 

der Baubewilligung "vergessen gegangen sei". Ein nachträgliches Gesuch 

sei im Rahmen der fortgeschrittenen Bauarbeiten nicht mehr möglich 

gewesen, was aus der E-Mail des Ingenieurbüros vom 5. Juni 2018 

hervorgehe. Darin sei auch erstmals eine mögliche Kostenbeteiligung 

angesprochen worden. In diesem Zusammenhang wichtig sei zudem, 

dass die Parzelle H.________ überhaupt keinen Gewinn aus der 

Verlängerung der Stützmauer erlange, zumal sie den Wendeplatz, wie 

auch die restliche Strasse, nicht benutzen würde.

4.1.2.1. Diesen Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Vielmehr weist die 

Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass bereits die 

- 8 -

Rechtsvorgängerin der Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache vom 

6. Dezember (recte: 6. Januar) 2017 gegen das Bauvorhaben zur 

Quartiererschliessung gefordert hatte, dass der Kehrplatz gegen die 

Parzelle H.________ hin mit einer Mauer umrandet werde, damit keine 

Böschung angebracht werden müsse; andernfalls würde Letztere 

aufgrund des Niveauunterschieds zwischen dem tiefergelegenen 

Kehrplatz und der Parzelle H.________ ca. fünf Meter in das Grundstück 

hineinreichen (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1). Damit 

setzte sich der Gemeindevorstand in seinem Entscheid vom 6. Februar 

2017 auseinander und führte in Abweisung der Einsprache namentlich 

aus, dass diese Mauer nicht Gegenstand des Baugesuchs zur 

Quartiererschliessung C.________ sei. Entsprechend beschied er, dass 

für die Mauer entlang des Kehrplatzes von der Eigentümerin der 

Parzelle H.________ ein Baugesuch eingereicht werden könne, wobei die 

Kosten der Mauer zulasten dieses Grundstücks gingen (vgl. Bg-act. 2, 

insbesondere Dispositiv-Ziffer 3). Dieser Entscheid wurde vom 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 13. Juli 2017 

im Verfahren R 17 25 geschützt, wobei die Rechtsvorgängerin der 

Beschwerdeführerin ihr Vorbringen zum Kehrplatz im 

Beschwerdeverfahren nicht mehr aufrecht hielt (vgl. VGU R 2017 25 vom 

13. Juli 2017 Sachverhalt-Ziffer 11 f. [Bg-act. 3]). Das Urteil des 

Verwaltungsgerichts erwuchs in der Folge in Rechtskraft. Damit muss sich 

die Beschwerdeführerin die ihrer Parzelle angelasteten Kosten für eine 

Mauerverlängerung beim Wendeplatz als res iudicata entgegenhalten 

lassen. Dafür, dass diese Mauerverlängerung nicht Bestandteil der 

Quartiererschliessung und damit auch nicht des Quartierplanverfahrens 

war, spricht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch der 

von ihr angeführte Umstand, dass die Kosten für die Verlängerung der 

Blocksteinmauer beim Wendeplatz gerade nicht ausdrücklich in der 

Kostenverteilung des Quartierplans C.________ vom Juni 2014 aufgeführt 

sind (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 1 S. 7). Entsprechend 

- 9 -

wurden denn auch die Auslagen für die Blocksteinmauer der 

Parzelle H.________ in der Höhe von CHF 5'099.05 im Schlussbericht 

bzw. der Abrechnung des Ingenieurbüros F.________ vom Dezember 

2020 von den Baukosten für die Teilstrecke 2 in Abzug gebracht (vgl. Bg-

act. 6 S. 10).

4.1.2.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin ferner sinngemäss auf den aus dem 

Gebot von Treu und Glauben fliessenden Anspruch auf Vertrauensschutz 

beruft, zielt ihr Vorbringen ins Leere. Abgesehen davon, dass sie für das 

ihr vom Gemeindevorstand und der Bauleitung im Rahmen der 

Quartiererschliessung angeblich abgegebene Versprechen, eine die 

Verlängerung der Stützmauer bedingende Aufschüttung des Gartens mit 

dem Aushub der Quartierstrasse vorzunehmen, keine Belege einreicht, 

geht aus der von ihr referenzierten E-Mail des Ingenieurbüros F.________ 

vom 5. Juni 2018 an sie was folgt hervor (vgl. Bf-act. 4/Bg-act. 5):

"Der Baumeister I.________ hat uns mitgeteilt, dass Sie anlässlich einer 
Begehung mit ihm den Wunsch geäussert haben, die Aufschüttung des 
Vorplatzes etwas zu erweitern. Wir haben nun in den beiliegenden Plänen die 
talseitige Aufschüttung bis zum ursprünglichen Zaun und von dort talwärts die 
Böschung eingezeichnet. Bei Einhaltung der max. Schütthöhe von 1.00 m 
kann auf ein Baubewilligungsverfahren verzichtet werden. Würde die 
Schüttung höher (grüne Linie) ist ein Baubewilligungsverfahren bei der 
Gemeinde B.________ durchzuführen.

Falls Sie sich für eine Aufschüttung entscheiden, wird dies entlang der neuen 
Erschliessungsstrasse die Verlängerung der dortigen Blocksteinmauer zur 
Folge haben. Auch auf Seite des Wendeplatzes müsste die Böschung noch 
optimiert werden. Die entsprechenden Kosten gehen zu Ihren Lasten. […]

Die gesamte Schüttung würde vorteilhafterweise im Zuge der nächsten 
Bauarbeiten erfolgen. […]"

Abgesehen davon, dass auch diesem Schreiben zu entnehmen ist, dass 

die Kosten für die Optimierung der Böschung auf der Seite des 

Wendeplatzes und die Verlängerung der Blocksteinmauer (sei es nun jene 

beim Wendeplatz oder jene am östlichen Rand der Parzelle H.________) 

von der Beschwerdeführerin zu tragen wären, kann daraus keine 

Vertrauensgrundlage abgeleitet werden. Vielmehr handelt es sich dabei 

- 10 -

um eine Planung für ein privates Anliegen der Beschwerdeführerin, ihren 

Gartenvorplatz auf der Südseite des Wohnhauses zu vergrössern. Damit 

steht zugleich fest, dass die Auslagen für die Optimierung der Böschung 

auf der Seite des Wendeplatzes und die Verlängerung der 

Blocksteinmauer nicht direkte Folge der Erstellung der Quartierstrasse 

und damit keine in den Kostenverteiler aufzunehmende Kosten darstellen. 

Seitens der Gemeinde ist eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und 

Glauben, an welchen im Übrigen auch Private gebunden sind (vgl. Art. 5 

Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

[BV; SR 101]; BGE 143 V 66 E.4.3, 137 V 394 E.7.1; Urteil des 

Bundesgerichts 1C_630/2014 vom 18. September 2015 E.3.1), nicht 

auszumachen.

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin des Weiteren einen Betrag von 

CHF 6'400.-- für den angeblich widerrechtlich abgebauten bzw. aus 

Sicherheitsgründen erstellten Holzzaun im Kostenverteiler berücksichtigt 

haben möchte, kann ihr nicht gefolgt werden. 

4.2.1. Ihre Begründung dafür, wonach der auf der Südseite ihres Hauses quer 

über den Garten führende Holzzaun ohne ihr Einverständnis entfernt 

worden sei, damit die für die Bauarbeiten benötigten Materialien in ihrem 

Garten hätten gelagert werden können, vermag nicht zu überzeugen. 

Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin diese Behauptung 

wiederum nicht belegt (z.B. mittels schriftlicher Beanstandungen der 

widerrechtlichen Entfernung des Holzzauns bzw. der Nutzung ihres 

Grundstücks als Materiallager oder mittels entsprechender Fotografien), 

liegt aufgrund des vorerwähnten privaten Wunsches der 

Beschwerdeführerin, ihren Gartenvorplatz mittels Aufschüttungen zu 

erweitern, nahe, dass der Holzzaun im Hinblick darauf bzw. zu diesem 

Zweck entfernt wurde. Denn der hiervor wiedergegebenen E-Mail des 

Ingenieurbüros F.________ vom 5. Juni 2018 und insbesondere den 

beigelegten Plänen ist zu entnehmen, dass der Zaun bereits damals nicht 

- 11 -

mehr vorhanden war und die Aufschüttungen, einschliesslich der neuen 

Böschung, gemäss beiden unterbreiteten Varianten über die 

ursprüngliche Zaunlinie hinausführen würden (vgl. Bg-act. 5). Hinzu 

kommt, dass die Bauarbeiten an der neuen Quartierstrasse erst kurz zuvor 

im April 2018 begonnen hatten. Aus der Anmerkung der Bauleitung in der 

vorerwähnten E-Mail, wonach die gesamte Schüttung vorteilhafterweise 

im Zuge der nächsten Bauarbeiten erfolgen würde, kann folglich abgeleitet 

werden, dass damals noch keine Arbeiten oder Vorkehrungen auf dem 

Grundstück der Beschwerdeführerin stattgefunden hatten. Jedenfalls lässt 

sich daraus nicht ablesen, dass die Parzelle H.________ als Materiallager 

benutzt worden wäre.

4.2.2. Was die Anbringung eines Zauns auf der Blocksteinmauer beim 

Wendeplatz im Sinne einer Absturzsicherung anbelangt, kann auf das 

hiervor Ausgeführte zur Mauerverlängerung verwiesen werden (vgl. 

vorstehende Erwägungen 4.1.2.1 f.). Insofern ist nicht zu beanstanden, 

wenn die für den Holzzaun geltend gemachten Kosten mangels 

Zusammenhang mit der Quartierplanung nicht in den Kostenverteiler 

aufgenommen worden sind.

4.3. Schliesslich verlangt die Beschwerdeführerin, dass der Wert der für den 

Bau eines Mauerabschnitts am östlichen Rand ihrer Parzelle verwendeten 

Blocksteine in der Höhe von CHF 1'890.-- in die allgemeine 

Kostenverteilung aufgenommen und zu ihren Gunsten verrechnet wird. 

Zwar lässt sich dem im Februar 2017 genehmigten 

Quartiererschliessungsplan C.________ gemäss Bauakten entnehmen, 

dass für diese Mauer Blocksteine als Böschungsfuss vorgesehen waren 

(vgl. Bg-act. 4). Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Beschwerde darauf 

hin, dass es sich dabei um die Blocksteine aus der ursprünglichen 

Stützmauer ihrer Parkplätze handle, welche auf Seite 2 der angefochtenen 

Verfügung im ersten Abschnitt zur Begründung der Kostenunterschiede 

beschrieben würden. Daraus geht jedoch in Übereinstimmung mit dem 

- 12 -

Schlussbericht bzw. der Abrechnung des Ingenieurbüros F.________ vom 

Dezember 2020 (vgl. Bg-act. 6 S. 3) hervor, dass ein Grund für die starke 

Kostenentwicklung seit der Kostenschätzung war, dass die im 

Einmündungsbereich der Quartierstrasse vorhandenen Blocksteine 

gerade nicht für die definitive Lösung verwendet werden konnten. Insofern 

ist nicht zu beanstanden, wenn deren Wert nicht in den Kostenverteiler 

einbezogen wurde. Soweit mit dem Vorbringen der Beschwerdeführerin 

dessen nachträgliche Abänderung erreicht werden sollte, ist ihr 

entgegenzuhalten, dass der prozentuale Verteilschlüssel der 

Kostenverteilung bereits mit rechtskräftigem Quartierplan verbindlich 

festgelegt worden ist (vgl. Art. 6 der Quartierplanvorschriften vom Juni 

2014 [abrufbar unter …] und Kostenverteilung der Quartierplanung 

C.________ vom Juni 2014 [Bf-act. 1]).

5. Insgesamt erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist. Die Beschwerdekosten gehen zulasten der 

unterliegenden Beschwerdeführerin (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Im Lichte 

der vorstehenden Erwägung 3.2 rechtfertigt es sich jedoch, der Verletzung 

des rechtlichen Gehörs durch die Gemeinde mittels teilweiser Auferlegung 

der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (vgl. BGE 126 II 111 E.7b m.w.H.; 

Urteile des Bundesgerichts 6B_178/2015 vom 26. August 2015 E.1.3.2 

und 1C_41/2014 vom 24. Juli 2014 E.7.3). Demnach geht die auf 

CHF 2'000.-- festzusetzende Staatsgebühr zu 1/4 zulasten der 

Beschwerdegegnerin (CHF 500.--) und zu 3/4 zulasten der 

Beschwerdeführerin (CHF 1'500.--). Der in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu 

(vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG). Auch die nicht anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin hat praxisgemäss keinen Anspruch auf 

Parteikostenersatz.

III. Demnach erkennt das Gericht:

- 13 -

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 266.00

zusammen CHF 2266.00

gehen zu 1/4 zulasten der Gemeinde B.________ und zu 3/4 zulasten von 

A.________.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]