# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d3cd7e1-a774-5666-a233-4757fe006d78
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.10.2014 LF140081
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF140081_2014-10-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LF140081-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. M. Hinden. 

Urteil vom 17. Oktober 2014 

in Sachen 

 

A._____,  
Berufungskläger, 

 

betreffend 
öffentliches Inventar 

 
 

im Nachlass von B._____, geboren am tt. Oktober 1951, von C._____, ge-
storben am tt.mm.2013, wohnhaft gewesen in C._____, 
 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes in Erbschaftssachen des Bezirks-
gerichtes Winterthur vom 25. September 2014 (EN140012) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.  

Am tt.mm.2013 starb in C._____ die am tt. Oktober 1951 geborene B._____. Mit 

Urteil vom 6. Februar 2014 eröffnete das Bezirksgericht Winterthur das Testament 

vom 27. Juni 2012. Der Berufungskläger ist Sohn der Erblasserin (act. 15). Mit 

Eingabe vom 22. Januar 2014 stellte der Berufungskläger beim Bezirksgericht 

Winterthur das Gesuch, es sei über den Nachlass von B._____ ein öffentliches 

Inventar anzuordnen (act. 1). Mit Verfügung vom 28. Januar 2014 hiess die Vo-

rinstanz das Gesuch gut und beauftragte das Notariat …-Winterthur mit der Auf-

nahme des Inventars (act. 3). Das Notariat schloss das Inventar am 30. Mai 2014 

ab (act. 7). Mit Verfügung vom 12. August 2014 setzte die Vorinstanz den Erben 

Frist an um zu erklären, ob sie den Nachlass vorbehaltlos oder unter öffentlichem 

Inventar annehmen oder ob sie die amtliche Liquidation verlangen oder die Erb-

schaft ausschlagen wollen. Dabei wurde ihnen mitgeteilt, dass Stillschweigen als 

Annahme unter öffentlichem Inventar gelte (act. 11). Im Urteil vom 25. September 

2014 erwog das Bezirksgericht Winterthur, innert Frist seien keine Erklärungen 

der Erben eingegangen. Es nahm Vormerk davon, dass der Nachlass von 

B._____ von allen gesetzlichen Erben unter öffentlichem Inventar angenommen 

worden sei (act. 13). Das Urteil wurde dem Berufungskläger am 12. Oktober 2014 

zugestellt (act. 14). Mit Eingabe vom 13. Oktober 2014 (Datum Poststempel) er-

hob der Berufungskläger rechtzeitig Berufung. Er stellte sinngemäss den Antrag, 

das Urteil vom 25. September 2014 sei aufzuheben und es sei davon Vormerk zu 

nehmen, dass er die Erbschaft ausschlage. Als Begründung brachte er vor, dass 

die Kooperation in der Erbengemeinschaft mit dem Miterben D._____, dem Ehe-

mann der Erblasserin, nicht einfach sein werde. Die vorinstanzlichen Akten wur-

den beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif.  

- 3 - 

2.  

Die gesetzlichen und eingesetzten Erben können eine Erbschaft ausschlagen 

(Art. 566 Abs. 1 ZGB). Wird ein öffentliches Inventar aufgenommen, so werden 

die Erben nach Abschluss des Inventars aufgefordert, sich binnen Monatsfrist 

über den Erwerb der Erbschaft zu erklären (Art. 587 Abs. 1 ZGB). Der Erbe kann 

während der angesetzten Frist ausschlagen oder die amtliche Liquidation verlan-

gen oder die Erbschaft unter öffentlichem Inventar oder vorbehaltlos annehmen 

(Art. 588 Abs. 1 ZGB). Gibt er keine Erklärung ab, so hat er die Erbschaft unter öf-

fentlichem Inventar angenommen (Art. 588 Abs. 2 ZGB). Darauf hat die Vor-

instanz in der Verfügung vom 12. August 2014 korrekt hingewiesen. Im Urteil vom 

25. September 2014 stellte das Bezirksgericht fest, dass insbesondere der Beru-

fungskläger innert Frist keine Erklärung abgegeben habe. Dies wird vom Beru-

fungskläger nicht gerügt. Zu Recht hat die Vorinstanz deshalb davon Vormerk ge-

nommen, dass der Nachlass von B._____ unter öffentlichem Inventar angenom-

men worden sei. Nach Ablauf der Frist kann der Berufungskläger die Erbschaft 

nicht mehr ausschlagen. Die Berufung ist abzuweisen und das vorinstanzliche Ur-

teil ist zu bestätigen.   

3.  

Ausgangsgemäss sind die Kosten dieses Verfahrens dem Berufungskläger auf-

zuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).  

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur 

vom 25. September 2014 wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 200.00 festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beru-

fungskläger auferlegt.  

- 4 - 

4. Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger, an das Bezirksgericht Win-

terthur und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
CHF 30'000.00. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. M. Hinden 
 
versandt am: 
 
 
 

	Urteil vom 17. Oktober 2014
	Erwägungen:
	1.
	2.
	3.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 25. September 2014 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 200.00 festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Berufungskläger auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger, an das Bezirksgericht Winterthur und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...