# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1ec3965-3ab6-578d-abbc-079e37507194
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2010 E-4026/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4026-2010_2010-06-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4026/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

A._______,
Nigeria,
vertreten durch lic. iur. Susanne Sadri, LL.M.,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Mai 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4026/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  9.  September  2007  sein  erstes 
Asylgesuch in der Schweiz einreichte, welches das BFM mit Verfügung 
vom  21.  November  2007  ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  7.  Januar  2008 
eine gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde abwies,

dass  somit  die  Verfügung  des  BFM  vom  21.  November  2007  in 
Rechtskraft erwuchs,

dass  sodann  der  Beschwerdeführer  seit  21.  Juli  2009  unbekannten 
Aufenthalts war,

dass  der  Beschwerdeführer  am  31.  Januar  2010  erneut  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  er  gemäss  eigenen  Angaben  anlässlich  der  Kurzbefragung  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ vom 10. Februar 2010 
sowie  der  Anhörung  vom  19.  April  2010  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte,  er  habe im Juli  2009 
die Schweiz verlassen und sei nach Nigeria zurückgekehrt,

dass  er  nach  seiner  Ankunft  in  Nigeria  in  seine  Heimatstadt 
C._______  gereist  sei  und  dort  einige  Zeit  zuerst  bei  seiner  Mutter  
gewohnt habe,

dass er später zu einem Freund nach D._______ gezogen sei,

dass ihn  dort  seine Mutter  angerufen und gewarnt  habe, die Polizei 
suche ihn bei ihr zu Hause aufgrund seiner E._______-Vergangenheit,

dass er in der Folge in F._______ bei einem Onkel gelebt habe, worauf  
er schliesslich nach G._______ zu einem Freund übersiedelt sei,

dass dieser Freund ihm Papiere besorgt und die Ausreise organisiert 
habe, worauf er mit dem Flugzeug am 31. Januar 2010 wieder in die 
Schweiz gelangt sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  überdies  geltend  machte,  er  sei  an 
H._______ erkrankt,

dass  der  Beschwerdeführer  am  (...)  2010  wegen  Handels  mit 
Betäubungsmitteln verzeigt wurde,

dass das BFM mit  Verfügung vom 20. Mai  2010 – am 27. Mai  2010 
eröffnet –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. e  des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31) auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie deren Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  3.  Juni  2010 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerde  erheben und dabei  beantragen liess,  der  negative 
Entscheid des BFM sei  aufzuheben, die vorinstanzliche Behörde sei 
anzuweisen, auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzutreten, 
sowie es sei die unentgeltliche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  unter  Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses zu bewilligen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7.  Juni  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asylrechts 
endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen im Sinne von  Art. 5 
VwVG des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG,  Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VVG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder  während  eines  hängigen  Verfahrens  in  den  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

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dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise  auf  zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse  gibt,  die 
geeignet  sind,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen, oder  die für 
die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art.  32 
Abs. 2 Bst. e AsylG)

dass  im  Rahmen  der  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG 
Hinweise  auf  in  der  Zwischenzeit  eingetretene  und  für  die 
Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse zu prüfen sind, wobei die 
Anforderungen an das Beweismass tief anzusetzen sind (vgl. EMARK 
2005 Nr. 2) und gemäss zitierter Praxis diese Prüfung auf Ereignisse 
beschränkt  bleibt,  die  geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu 
begründen,  und  nicht  in  Anwendung  des  weiten  Verfolgungsbegriffs 
(vgl.  dazu  EMARK 2003  Nr. 18)  zu  erfolgen  hat  (vgl.  EMARK 2005 
Nr. 2 S. 18f. E.4.5),

dass der Beschwerdeführer am 9. September 2007 sein erstes Asylge-
such  einreichte,  das  BFM dieses  mit  Verfügung  vom 21.  November 
2007  ablehnte,  das  Bundesverwaltungsgericht  diese  mit  Urteil  vom 
7. Januar  2008  bestätigte  und  der  Entscheid  damit  in  Rechtskraft 
erwuchs,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  offensichtlich  und 
unbestrittenermassen  in  der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren 
erfolglos durchlaufen hat,

dass  das  von  ihm  im  ersten  Asylverfahren  geltend  gemachte 
Vorbringen,  er  werde  aufgrund  seiner  Mitgliedschaft  bei  E._______ 
verfolgt,  als  unglaubhaft  erachtet  und  diese  Schlussfolgerung  im 
Beschwerdeurteil des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt wurde,

dass  mit  der  Vorinstanz  festzustellen  ist,  es  ergäben  sich  aus  den 
Akten keine Hinweise für nach Abschluss des Verfahrens eingetretene 
Ereignisse,  welche  für  die  Begründung  der  Flüchtlingseigenschaft 
geeignet oder für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant 
wären,

dass  die  Erwägungen  des  BFM  zu  bestätigen  sind,  wonach  der 
Beschwerdeführer widersprüchliche Sachverhalte zur Einreisekontrolle 
in Nigeria sowie zum Verbleib seiner Reisepapiere dargelegt habe,

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dass  das  BFM  überdies  zu  Recht  festgestellt  hat,  der 
Beschwerdeführer  habe  unterschiedliche  Angabe zum Zeitpunkt  des 
Telefonanrufes seiner Mutter gemacht,

dass eine solche warnende Mitteilung dem Betroffenen in Erinnerung 
hätte bleiben müssen und ihm somit nicht geglaubt werden kann, er 
habe eine solche überhaupt erhalten,

dass  deshalb  auch  für  das  Bundesverwaltungsgericht  erhebliche 
Zweifel am Wahrheitsgehalt der Vorbringen des Beschwerdeführers, er 
sei in Nigeria von der Polizei gesucht worden, bestehen,

dass deshalb die Vorinstanz zu Recht zum Ergebnis kam, die geltend 
gemachte  Verfolgungsgeschichte  des  Beschwerdeführers  sei 
unhaltbar,

dass  -  um  unnötige  Wiederholungen  zu  vermeiden  -  auf  die 
entsprechenden  Ausführungen  in  der  angefochtenen  Verfügung 
verwiesen wird, 

dass  die  Vorbehalte in  der  Beschwerde,  es  sei  zu 
Verständigungsschwierigkeiten  mit  den  Dolmetschern  gekommen  - 
welche  einerseits  aus  Kamerun,  andererseits  aus  Nigeria  stammen 
würden - nicht zu überzeugen vermögen, zumal der Beschwerdeführer 
bei den Anhörungen anführte, er verstehe die Dolmetscher sehr gut, 
und  am  Schluss  beider  Befragungen  die  Richtigkeit  der  Protokolle 
unterschriftlich bestätigte,

dass  an  dieser  Einschätzung  auch  das  Vorbringen,  die  Vorinstanz 
habe seine Reiseroute falsch interpretiert, nicht mit seiner Verfolgung 
in Zusammenhang steht,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Kopie  der 
"Membershipcard  E._______"  kein  beweistaugliches  Dokument 
darstellt, da dieses per Fax und nicht im Original eingereicht wurde,

dass  zudem  der  Beweis  dieser  Mitgliedschaft  alleine  noch  keine 
verfolgungsrelevante Situation begründen würde,

dass  überdies  der  Beschwerdeführer  schon  zu  einem  früheren 
Verfahrenszeitpunkt  dieses  Dokument  hätte  einreichen  können  und 

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somit  das  Gericht  die  späte Eingabe als  nachgeschoben betrachtet, 
um dem Asylgesuch mehr Ausdruck zu verleihen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art.  44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG)

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit  
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 

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menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihm  in 
seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass insbesondere seine H._______-Erkrankung und sein I._______ 
einer Rückkehr nach Nigeria nicht entgegenstehen, da eine allenfalls 
notwendige Therapie auch in Nigeria möglich ist,

dass  das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Arztzeugnis  keine 
gegenwärtige  Behandlung  vorsieht  und  somit  kein  Bedarf  einer 
Medikation oder Therapie besteht,

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  im 
Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  bei  allfälligem  Bedarf  ausserdem  die  Möglichkeit  besteht, 
medizinische Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 AsylG zu beantragen, um 
die medizinische Betreuung im Heimatstaat sicherzustellen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  das  Verfahren  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  somit 
abzuweisen ist, 

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der 
Hauptsache gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-  
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  an  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Bettina Schwarz

Versand: 

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