# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e368a257-6ae3-5e78-9256-69efcb571bf3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.08.2017 S 2016 129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-129_2017-08-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 129

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Audétat, Stecher 

Aktuar Ott

URTEIL

vom 17. August 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ ist im Rahmen ihrer Anstellung bei der C._____ obligatorisch 

unfallversichert bei der B._____ AG. Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 

7. März 2015 rutschte A._____ am 2. März 2015 auf der Strasse aus und 

verletzte sich am linken Knie. Am gleichen Tag erfolgte die 

Erstbehandlung in der Praxis von Dr. med. D._____, wo eine 

Schürfwunde und Prellung der proximalen Tibia links diagnostiziert und 

die Wunde am linken Knie versorgt wurde. Dieser Vorfall hatte keine 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge und der Behandlungsabschluss erfolgte am 

18. März 2015.

2. Am 22. April 2016 suchte A._____, aufgrund von Schmerzen im linken 

Knie, erneut Dr. med. D._____ auf. Im Anschluss daran wurde am 2. Mai 

2016 in der Klinik H._____ durch Dr. med. E._____ eine Untersuchung 

mit MRI durchgeführt, welche eine hochstehende Patella und zusätzlich 

Zeichen eines Plica mediopatellaris Syndroms mit leichter Affektion des 

Knorpels an der medialen Patellafacette ergab. Am 3. Juni 2016 erfolgte 

eine Rückfallmeldung an die B._____. In der Folge holte die B._____ 

einen Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 5. Juli 2016 sowie die 

Beurteilung vom 13. Juli 2016 durch ihren beratenden Arzt, Dr. med. 

F._____, ein.

3. Mit Verfügung vom 2. August 2016 lehnte die B._____, gestützt auf die 

Beurteilungen von Dr. med. D._____ und Dr. med. F._____, ihre weitere 

Leistungspflicht ab. Die dagegen erhobene Einsprache von A._____ vom 

24. August 2016, lehnte die B._____, nach Einholung einer weiteren 

medizinischen Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. F._____ vom 

8. September 2016, mit Entscheid vom 12. Oktober 2016 ab. Zur 

Begründung hielt die B._____ fest, dass gemäss den Beurteilungen von 

Dr. med. F._____ sowie von Dr. med. D._____ ein Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei.

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4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 17. Oktober 2016 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie stellte sinngemäss die 

Anträge, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die B._____ sei 

zur Erbringung von Versicherungsleistungen zu verpflichten. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sie am 20. September 

2016 eine Zweitmeinung bei Dr. med. G._____, Klinik H._____, eingeholt 

habe, welcher einen Zusammenhang der Knieschmerzen mit dem Unfall 

vom 2. März 2015 für möglich gehalten habe, und dass am 12. Oktober 

2016 in der Klinik H._____ eine Kniearthroskopie bei Dr. med. G._____ 

durchgeführt worden sei, welche diese Möglichkeit bestätigt habe.

5. In der Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 2016 beantragte die 

B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 

Beschwerde unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie 

machte im Wesentlichen geltend, dass der Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis und dem vorliegend behandelten 

Gesundheitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 

sei. Nachdem die Beschwerdegegnerin aufgrund der Beschwerde vom 

17. Oktober 2016 Kenntnis von der Kniearthroskopie vom 12. Oktober 

2016 erhalten hatte und dieser medizinische Eingriff in zeitlicher Hinsicht 

mit der Eröffnung des Einspracheentscheides zusammenfiel, legte die 

Beschwerdegegnerin den Operationsbericht vom 12. Oktober 2016 Dr. 

med. F._____ vor, weil sich daraus allenfalls neue Erkenntnisse bezüglich 

des Kausalzusammenhanges der operativ behandelten Beschwerden und 

dem Unfallereignis hätten ergeben können. Dr. med. F._____ äusserte 

sich dazu in seiner medizinischen Beurteilung vom 17. November 2016, 

welche diejenige vom 8. September ergänzte. 

6. Die Beschwerdeführerin reichte in der Folge keine weitere Stellungnahme 

ein.

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf die weiteren Beweismittel wird, sofern erforderlich, im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Oktober 2016. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen einen 

Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde 

an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in 

welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung 

ihren Wohnsitz hat. Die Beschwerdeführerin wohnt in X._____ (GR) 

womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen 

Einspracheentscheides ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen 

Entscheid berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin betreffend 

der mittels Rückfallmeldung vom 3. Juni 2016 der Beschwerdegegnerin 

gemeldeten Kniebeschwerden weitere Versicherungsleistungen 

beanspruchen kann resp. ob ein Kausalzusammenhang zwischen den 

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geklagten und behandelten Knieschmerzen (aktenkundig ab April 2016) 

und dem Unfall vom 2. März 2015 besteht.

2. Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 

vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor dem Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die 

vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht 

gewährt. Vorliegend finden daher grundsätzlich die bis 31. Dezember 

2016 gültigen Bestimmungen Anwendung. Hinsichtlich der für das 

vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben sich indessen 

mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine relevanten Änderungen 

ergeben.

3. a) Die Unfallversicherung erbringt gemäss Art. 6 UVG grundsätzlich 

Leistungen für Berufsunfälle, Nichtberufsunfälle und Berufskrankheiten. 

Die Definition des Unfalls findet sich in Art. 4 ATSG, wobei damit eine 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper gemeint 

ist, die zu einer Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen und 

psychischen Gesundheit führt oder den Tod zur Folge hat. Im Falle eines 

Unfalles hat die versicherte Person gemäss Art. 10 UVG insbesondere 

Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Weiter 

setzt die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der 

gesundheitlichen Schädigung voraus (vgl. BGE 129 V 177 E.3; 

LOCHER/GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 

2014, N. 20 f. zu § 20 und N. 3 zu § 33). Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1). Auch für die gemäss Art. 11 

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UVV grundsätzlich als leistungsbegründend zu betrachtenden Rückfälle 

besteht nur dann eine Leistungspflicht der Unfallversicherung, sofern die 

erneut geltend gemachten Beschwerden natürlich und adäquat kausal zur 

anlässlich des Unfalles erlittenen Gesundheitsschädigung sind (BGE 118 

V 293 E.2c; RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER (Hrsg.), 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG), 4. Aufl., Zürich 2012, 

Art. 6 S. 78). Laut Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückfall um 

das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es 

zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 

kommt (BGE 118 V 293 E.2c, 105 V 31 E.1c). Mit Bezug auf Rückfälle 

kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen 

behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf 

wegfallen können. Vielmehr obliegt es der versicherten Person, das 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als 

Rückfall postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur 

wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 

ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je 

grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen 

sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E.1c in 

fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 

Person aus (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 79; RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 326 ff.).

Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und 

solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion 

steht (BGE 132 V 412 E.4; vgl. auch Art. 124 UVV). Erlässt der 

Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der 

Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte 

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Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145 

E.5). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur 

Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten 

Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle 

die Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum 

damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine 

Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. 

Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der 

konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung 

und dem bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu. Lag ein 

vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, 

welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistungen 

begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen 

Heilungsprozess. Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem 

Aspekt des Grundfalls und nicht unter demjenigen eines Rückfalls zu 

prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit 

weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat 

beziehungsweise wenn Brückensymptome gegeben sind, die das 

Geschehen über das betreffende Intervall hinweg als Einheit 

kennzeichnen (vgl. hierzu Urteile des Bundesgerichts 8C_102/2008 vom 

26. September 2008 E.4.1, 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3).

b) Zunächst kann einmal festgehalten werden, dass vorliegend die 

Behandlung des ursprünglichen Unfalls vom 2. März 2015 (Grundfall) am 

18. März 2015, also innert ca. 2 Wochen, abgeschlossen wurde (vgl. 

Arztzeugnis UVG von Dr. med. D._____ vom 5. Juli 2016, 

beschwerdegegnerischen Akten [Bg-act.] 4; Einsprache vom 24. August 

2016, beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 3 und Bg-act. 11). Im 

Rahmen der Erstbehandlung nach dem Unfall durch Dr. med. D._____ 

wurde eine Schürfwunde und eine Prellung der proximalen Tibia links 

diagnostizierte und die Wunde am linken Knie versorgt (Bg-act. 4). Der 

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Unfall führte zu keiner Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztbericht von Dr. med. 

D._____ vom 5. Juli 2016, Bg-act. 5). In der Rückfallmeldung vom 3. Juni 

2016 wurde der 25. April 2016 als Rückfalldatum benannt (Bg-act. 2), 

wobei die Beschwerdeführerin am 22. April 2016 erneut Dr. med. D._____ 

wegen Kniebeschwerden konsultierte und am 2. Mai 2016 eine 

Untersuchung inkl. MRI in der Klinik H._____ bei Dr. med. E._____ 

durchgeführt wurde (vgl. Untersuchungsbericht von Dr. med. E._____ 

vom 2. Mai 2016 [Bg-act. 3]). Aus der Einsprache der Beschwerdeführerin 

vom 24. August 2016 (Bf-act. 3 und Bg-act. 11) ergibt sich, dass sie nach 

Behandlungsabschluss während mehrerer Monate beschwerdefrei war. 

Erst im Sommer 2015 habe sie erstmalig leichte Knieschmerzen im Knie 

verspürt (Bf-act. 3 und Bg-act. 11; vgl. auch Bg-act. 3). Im Winter 

2015/2016 habe sie auch öfters während dem Skifahren einen ziehenden 

Schmerz im linken Knie verspürt (Bf-act. 3 und Bg-act. 11). Aufgrund des 

vergleichsweise harmlosen Unfalles vom 2. März 2015, der aktenkundig 

zu keiner Arbeitsunfähigkeit führte, der kurzen Behandlungsdauer sowie 

der mehrmonatigen Absenz von Beschwerden, womit auch keine 

weiteren medizinischen Behandlungen mehr zur Diskussion standen, ist 

vorliegend von einem stillschweigenden Abschluss des Grundfalls und 

somit von einem Rückfall auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_433/2007 E.2.3 vom 26. August 2008). Davon geht implizit auch die 

Beschwerdeführerin aus, da sie die Argumentation der 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich eines Rückfalles nicht beanstandet. 

Somit stellt sich die Frage nach der natürlichen Kausalität zwischen den 

ab April 2016 aktenkundigen Kniebeschwerden (Rückfall) und dem 

ursprünglichen Unfallereignis vom 2. März 2015.

4. a) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Beeinträchtigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Tatfrage. Darüber haben die Unfallversicherungsgesellschaft sowie das 

im Beschwerdefall angerufene Gericht im Rahmen der ihnen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden. Danach 

gilt ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang als 

erstellt, wenn das Gericht unter Würdigung aller Umstände zur 

Überzeugung gelangt, dass der in Frage stehende Unfall als Ursache des 

Gesundheitsschadens von allen in Betracht fallenden 

Geschehensabläufen am wahrscheinlichsten ist (BGE 126 V 360 E.5b; 

Urteil des Bundesgerichts 9C_717/2009 vom 20. Oktober 2009 E.3.3). 

Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem Unfall und 

dem in Frage stehenden Gesundheitsschaden genügt demgegenüber 

nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1, 118 V 286 E.1b, je mit 

Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 54). Die Folgen einer 

allfälligen Beweislosigkeit der Unfallkausalität hat die Beschwerdeführerin 

zu tragen (vgl. vorstehend E.3a).

b) Um die Frage nach dem Vorliegen eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und 

einem Unfallereignis beantworten zu können, sind die 

Unfallversicherungsgesellschaft und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ihnen der Arzt und allenfalls andere 

Fachleute zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes ist es dabei, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und, sofern erforderlich, dessen 

Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der 

subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben, gestützt darauf eine 

Diagnose zu stellen und zur Frage der natürlichen Kausalität Stellung zu 

nehmen. Solche ärztlichen Berichte erweisen sich als beweiskräftig, wenn 

sie für die streitigen Belange umfassend sind, auf den erforderlichen 

Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchten sowie in den daraus gezogenen 

Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 

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E.3a mit Hinweis). Aktenbeurteilungen, welche den vorgenannten 

Anforderungen genügen, geniessen vollen Beweiswert, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es nur mehr um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E.3.2.2; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 181/06 vom 21. Juni 2007 

E.2.3; MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 

Bern 2010, Rz. 1753). An die Beweiswürdigung sind strenge 

Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung 

eines versicherungsexternen Gutachtens abgeschlossen werden soll. 

Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinterner Feststellungen, 

so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4). 

Indes lässt die Tatsache, dass der beurteilende Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, für sich allein nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht haben, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen 

BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c).

5. a) In der Beschwerde führt die Beschwerdeführerin aus, dass sie am 

20. September 2016 eine Zweitmeinung bei Dr. med. G._____ eingeholt 

habe und dieser ihr mitgeteilt habe, dass die Knieschmerzen vom 

Unfallereignis sein könnten. Eine genaue Diagnose sei aber nur bei einer 

Arthroskopie des Knies möglich. Die Kniearthroskopie sei am 12. Oktober 

2016 durch Dr. med. G._____ durchgeführt worden und bei der Visite 

nach der Knieoperation habe dieser erklärt, dass er sich die 

Kniebeschwerden nicht anders erklären könne als durch das 

Unfallereignis. Der Oberschenkelknorpel im Kniegelenk habe einen 

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Schlag abbekommen. Ausserdem führt sie aus, dass sie vor dem 

fraglichen Unfallereignis nie Knieschmerzen oder Probleme mit dem 

linken Knie gehabt habe. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass man als 

verunfallte Person frühzeitige Diagnosen resp. Entscheide von 

Vertrauensärzten akzeptieren müsse, wenn man bis zum 12. Oktober 

2016 nicht einmal selbst genau Bescheid gewusst habe. 

Die Beschwerdegegnerin hält fest, dass in Übereinstimmung mit der 

Beschwerdeführerin von einem Rückfall auszugehen sei. Bei einem 

Rückfall, müssten aber die operativ behandelten Beschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2. März 

2015 zurückzuführen sein. Vorliegend sei der notwendige Nachweis eines 

solchen Kausalzusammenhanges nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erbracht, womit keine Leistungspflicht bestehe.

b) Hinsichtlich der natürlichen Kausalität des vorliegend zu beurteilenden 

Rückfalles liegen insbesondere die folgenden ärztlichen Stellungnahmen 

vor: So der Arztbericht von Dr. med. D._____, Facharzt für 

Allgemeinmedizin (D), vom 5. Juli 2016, worin dieser gegenüber der 

Beschwerdegegnerin unter anderem festhielt, dass die geklagten 

Beschwerden sehr wahrscheinlich nicht auf den Unfall zurückzuführen 

seien (Bg-act. 5) sowie die Beurteilungen des beratenden Arztes der 

Beschwerdegegnerin, Dr. med. F._____, Facharzt FMH Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 13. Juli 

2016, 8. September 2016 und 17. November 2016. Dr. med. F._____ 

erachtete in seinem Bericht vom 13. Juli 2016 einen 

Kausalzusammenhang zwar als möglich, jedoch nicht als überwiegend 

wahrscheinlich (Bg-act. 7). Weiter äusserte er sich am 8. September 2016 

dahingehend, dass die geklagten Knieschmerzen nicht auf das 

Unfallereignis vom 2. März 2015 zurückzuführen seien (vgl. Bg-act. 13). 

Denn anlässlich der Konsultation bei Dr. med. E._____ am 2. Mai 2016 

habe dieser, mit Ausnahme einer Druckdolenz im Bereiche des medialen 

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Retinaculum, unauffällige Verhältnisse vorgefunden. Zudem habe das 

MRI vom 2. Mai 2016 Anzeichen für ein Plica mediopatellaris Syndrom 

mit leichter Affektion des Knorpels an der medialen Patellafacette 

ergeben. Hierbei handle es sich um eine vorbestehende Schleimhautfalte, 

die sich zwischen Kniescheibe und Kniescheibenlager einklemmen könne 

und die Knorpelaffektion an der medialen Patellafacette erkläre, wobei es 

sich bei dieser Schleimhautfalte um eine anatomische Variante und nicht 

um eine substanzielle Schädigung handle, die auf das Unfallereignis vom 

2. März 2015 zurückzuführen sei. Bei diesem Unfall habe sich die 

Beschwerdeführerin eine Schürfwunde an der proximalen Tibia 

zugezogen, die inzwischen verheilt sei und vom jetzigen Schmerzpunkt 

entfernt liege. In der Beurteilung vom 17. November 2016 hielt Dr. med. 

F._____ sodann fest, dass bei der am 12. Oktober 2016 durchgeführten 

Operation ein kleiner oberflächlicher Knorpelschaden am medialen 

Femurcondylus festgestellt worden sei. Gemäss Rücksprache mit dem 

operierenden Arzt, Dr. med. G._____, sei auch dieser der Meinung, dass 

der Knorpelschaden sowie die Plica mediopatellaris nicht oder zumindest 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 

2. März 2015 zurückzuführen seien (vgl. Bg-act. 17).

c) Dr. med. F._____ kam in allen seinen Beurteilungen (Bg-act. 7, 13 und 

17) zum Schluss, dass die ab April 2016 aktenkundig aufgetretenen 

Kniebeschwerden (Rückfall) nicht überwiegend wahrscheinlich auf den 

Unfall vom 2. März 2015 zurückzuführen seien. Dabei würdigte er 

insbesondere den Untersuchungsbericht von Dr. med. E._____ vom 

2. Mai 2016 (Bg-act. 3), den MRI-Bericht vom 2. Mai 2016 (Bg-act. 6) 

sowie den Operationsbericht vom 12. Oktober 2016 (Bg-act. 16). Er führte 

dazu schlüssig aus, dass Dr. med. E._____ anlässlich der Konsultation in 

der Klinik H._____ ausser einer Druckdolenz im Bereich des medialen 

Retinaculums unauffällige Verhältnisse vorgefunden habe und die 

Schürfwunde an der proximalen Tibia verheilt gewesen sei. Zusätzlich 

liege der jetzige Schmerzpunkt davon entfernt. Das MRI habe Zeichen 

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eines Plica mediopatellaris Syndroms mit leichter Affektion des Knorpels 

an der medialen Patellafacette ergeben. Diese vorbestehende 

Schleimhautfalte könne sich zwischen Kniescheibe und 

Kniescheibenlager einklemmen und erkläre die Knorpelaffektion an der 

medialen Patellafacette. Diese Schleimhautfalte stelle eine anatomische 

Variante dar und keine substanzielle Schädigung, die auf das 

Unfallereignis vom 2. März 2015 zurückzuführen sei. Insbesondere 

gestützt auf die oben erwähnten Unterlagen, welche die erforderlichen 

Untersuchungsergebnisse wiedergaben, konnte sich Dr. med. F._____ 

ein umfassendes Bild des medizinisch relevanten Sachverhaltes machen, 

der im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten wird. 

Unter diesen Umständen konnte sich Dr. med. F._____ auf die 

Beurteilung der natürlichen Kausalität dieser feststehenden Tatsachen 

beschränken, womit auch seine Aktengutachten als beweiskräftig zu 

erachten sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_396/2011 vom 

21. September 2011 E.5.2 und 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 

E.3.2.2). Die einleuchtende Schlussfolgerung, dass die geklagten 

Kniebeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf das 

Unfallereignis vom 2. März 2015 zurückzuführen seien, begründete er 

nachvollziehbar mit dem Vorhandensein einer Knorpelaffektionen 

aufgrund eines Plica mediopatellaris Syndroms infolge einer 

vorbestehenden Schleimhautfalte als anatomische Variante sowie der 

abweichenden Lage des jetzigen Schmerzpunktes (vgl. Bg-act. 7 und 13). 

Dass die geklagten Kniebeschwerden nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das fragliche Unfallereignis zurückgeführt werden 

können, bestätigte zudem selbst der operierende Arzt, Dr. med. G._____, 

gegenüber Dr. med. F._____ (vgl. Bg-act. 17). Zudem deckt sich die 

Einschätzung von Dr. med. F._____ auch mit derjenigen von Dr. med. 

D._____, welcher bereits in seinem Arztbericht vom 5. Juli 2016 zum 

Schluss kam, dass die Kniebeschwerden sehr wahrscheinlich nicht auf 

das Unfallereignis zurückzuführen seien (Bg-act. 5). Anderslautende 

medizinische Berichte, welche eine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

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erstellte natürliche Kausalität nahelegen würden, liegen nicht vor. 

Aufgrund dieser Ausführungen sind die fachärztlichen Einschätzungen 

von Dr. med. F._____ als voll beweiskräftig zu erachten und es besteht 

für das Gericht kein Zweifel an der Schlussfolgerung von Dr. med. 

F._____, wonach die als Rückfall zu betrachtenden Kniebeschwerden (ab 

April 2016 aktenkundig) nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2. März 

2015 zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht 

auf die Beurteilungen von Dr. med. F._____ vom 13. Juli 2016, 

8. September 2016 und 17. November 2016 abgestellt und ihre 

Leistungspflicht für die geklagten Kniebeschwerden verneint. Somit 

erübrigen sich auch ergänzende Abklärungen, weil davon keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind, welche mit dem erforderlichen 

Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu einem anderen 

Ergebnis führen würden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 134 I 

140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d).

d) Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, vor dem Unfall nie an 

Kniebeschwerden gelitten zu haben, ist dies in beweisrechtlicher Hinsicht 

unbeachtlich. Die Kausalität zwischen einem Unfall und der 

Manifestierung einer Gesundheitsbeeinträchtigung kann nicht bloss aus 

dem Umstand hergeleitet werden, dass die Beeinträchtigungen erst nach 

dem Unfall eingetreten sind. Eine solche Argumentation beruht auf einer 

unzulässigen "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation (vgl. RUMO-

JUNGO/ HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 55; Urteil des Bundesgerichts 

8C_119/2012 vom 30. März 2012 E.2 mit Hinweisen auf BGE 119 V 335 

E.2b/bb).

6. a) Zusammengefasst hat die Beschwerdegegnerin somit zutreffend die ab 

April 2016 aktenkundigen Kniebeschwerden als Rückfall qualifiziert. 

Weiter hat sie zu Recht einen überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den geklagten und behandelten 

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Kniebeschwerden sowie dem ursprünglichen Unfall vom 2. März 2015 

verneint und somit die Erbringung von weiteren Versicherungsleistungen 

abgelehnt. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als 

rechtens, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der erhobenen 

Beschwerde führt.

b) Sozialversicherungsrechtliche Streitigkeiten vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht sind, abgesehen von vorliegend nicht relevanten 

Ausnahmen, kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat als zuständige Unfallversicherungsgesellschaft 

keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]