# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a55db2e0-5ed3-5434-bb24-739b12f89592
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1994-04-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Entscheidsammlung Baugesetzgebung 18.04.1994
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Baugesetzgebung/AG_BG_001_Baubewilligungsverfa_1994-04-18.pdf

## Full Text

Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann es geboten sein, statt ein Baugesuch 
abzulehen, es unter Auflagen zu erteilen.

kein

"2. a)
Ist ein Baugesuch mangelhaft bzw. stimmt es nicht durchwegs mit dem objektiven Recht überein, hat die 
Baupolizeibehörde nach den konkreten Umständen und nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden, ob das 
Gesuch gesamthaft abgewiesen werden muss oder ob die Mängel mit Nebenbestimmungen bzw. durch Nachreichung 
korrigierter Pläne geheilt werden können. Das Vorgehen der Behörde hat sich in solchen Fällen nach dem Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit zu richten. Eine Baubewilligung zu verweigern, statt sie mit Nebenbestimmungen zu erteilen, kann 
namentlich deswegen unverhältnismässig sein, weil die Ablehnung des Baugesuchs den Bauherrn zwingt, ein nur 
geringfügig abgeändertes Baugesuch nochmals dem vollständigen Baubewilligungsverfahren mit öffentlicher Auflage und 
Rechtsmittelweg zu unterstellen; damit geht er möglicherweise das Risiko von Rechtsänderungen, weiteren Einsprachen 
und Kostennachteilen ein. Derartige Verfahrensverzögerungen zu vermeiden, kann zudem auch im Interesse der 
Öffentlichkeit liegen. (vgl. zum Ganzen: AGVE 1986, S. 307 f. mit Hinweisen; VGE III/27 vom 30. März 1993 in Sachen D. 
u. M., S. 10 f.)."

Aus den Erwägungen

Sachverhalt

Entscheid des Verwaltungsgerichts (III/24) vom 18.04.1994 

Baubewilligungsverfahren