# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0afd3f4c-ba55-51ec-a012-1207ce92c34d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.11.2014 A-5536/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5536-2014_2014-11-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-5536/2014 

 

 

  Te i l u r t e i l  u n d  Z w i s c h e n e n t s c h e i d  

v o m  1 4 .  N o v e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richterin Kathrin Dietrich,  

Richterin Marie-Chantal May Canellas,    

Gerichtsschreiber Bernhard Keller. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______,  

vertreten durch Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), 

Steinerstrasse 35, Postfach, 3000 Bern 6, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Bundesbahnen SBB,  

Recht & Compliance,  

Hilfikerstrasse 1, 3014 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Anpassung des Arbeitsvertrags; Funktionsbewertung. 

 

 

A-5536/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (nachfolgend SBB) mit 

der Inkraftsetzung des GAV 2011 ein neues Lohnsystem eingeführt und 

jedes Arbeitsverhältnis in dieses überführt haben, 

dass die SBB die von X._______ ausgeübte Funktion … mit Verfügung 

vom 17. Mai 2013 dem Anforderungsniveau H zuordnete, 

dass X._______ am 13. Juni 2013 dagegen Beschwerde beim 

Konzernrechtsdienst SBB erhob, 

dass der Konzernrechtsdienst mit Entscheid vom 22. Oktober 2013 die 

Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung feststellte und die Arbeitgeberin 

anwies, eine neue Verfügung mit Begründung und Rechtsmittelbelehrung 

zu erlassen, 

dass die SBB Human Resources, Compensations & Benefits 

(Arbeitgeberin) am 6. November 2013 eine neue Verfügung erliess und 

die Funktion von X._______ erneut dem Funktionsniveau H zuordnete 

sowie den Arbeitsvertrag rückwirkend auf den 1. Juli 2011 anpasste, 

dass X._______ gegen diese Verfügung am 6. Dezember 2013 wiederum 

beim Konzernrechtdienst Beschwerde erhob, die Aufhebung der 

Verfügung und die Zuordnung seiner Stelle ins Anforderungsniveau I mit 

rückwirkender Anpassung des Arbeitsvertrags beantragte, 

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde mit Eingabe vom 

20. Dezember 2013 verbesserte, 

dass der Konzernrechtsdienst auf die Beschwerde eintrat und diese mit 

Entscheid vom 27. August 2014 abwies, 

dass X._______ (Beschwerdeführer) gegen diesen Entscheid am 

29. September 2014 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhebt, 

dass der Konzernrechtsdienst mit Stellungnahme vom 28. Oktober 2014 

die Abweisung der Beschwerde beantragt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern sie von einer 

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Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 

VGG vorliegt, 

dass die Bestimmungen über das Dienstverhältnis des Bundespersonals 

auch auf das Personal der SBB Anwendung finden (vgl. Art. 15 Abs. 1 

des Bundesgesetzes vom 20. März 1998 über die Schweizerischen 

Bundesbahnen [SBBG, SR 742.31] und Art. 2 Abs. 1 Bst. d des 

Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]), 

weshalb der Arbeitgeberin hinsichtlich der vorliegend streitigen 

Angelegenheit Verfügungsbefugnis zukommt (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG und 

Ziff. 194 Abs. 1 GAV SBB 2011), 

dass zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht nach Art. 48 Abs. 1 

VwVG berechtigt ist, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen 

oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat, 

dass der Beschwerdeführer beschwert ist, weil seinem Antrag nicht 

entsprochen worden ist, 

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden ist 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG), 

dass der Teilentscheid eine Variante des Endentscheids ist, mit dem über 

eines oder einige von mehreren Rechtsbegehren (objektive und 

subjektive Klagehäufung) bzw. Rechtsfragen abschliessend befunden 

wird (BGE 138 V 106 E. 1.1; vgl. auch Art. 91 Abs. 1 Bst. a des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass aufgrund der Auswirkungen auf das weitere Verfahren und die 

Parteistellung über die Nichtigkeit des vorinstanzlichen Entscheids vorab 

in einem Teilurteil zu befinden ist, 

dass bis zu der am 1. Juli 2013 in Kraft getretenen Revision des 

Bundespersonalrechts Verfügungen der Arbeitgeberin zunächst bei einer 

internen Beschwerdeinstanz, nämlich beim Konzernrechtsdienst, 

anzufechten waren (vgl. Art. 35 Abs. 1 BPG in der Fassung vom 24. März 

2000 [AS 2001 906] und Ziff. 195 GAV SBB 2011), 

dass gemäss dem revidierten Art. 36 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes 

vom 24. März 2000 (BPG, SR 172.220.1) Verfügungen des Arbeitgebers 

nun direkt beim Bundesverwaltungsgericht anzufechten sind, 

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dass somit die Zuständigkeit mit dem Inkrafttreten der erwähnten 

Revision entfallen ist und die Vorinstanz gestützt auf den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Grundsatz, wonach hängige Rechtsmittel-

verfahren nach bisherigem Prozessrecht weiterzuführen sind, nur noch 

für Beschwerdeverfahren, die vor dem 1. Juli 2013 bereits hängig waren 

zuständig blieb (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5321/2013 

vom 24. Februar 2014 E. 1.1.2; MEYER/ARNOLD, Intertemporales Recht, 

Zeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR] 2005 I, S. 137; KÖLZ/HÄNER/ 

BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 

Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 132), 

dass die Arbeitgeberin am 6. November 2013 über die hier strittige 

personalrechtliche Angelegenheit als Erstinstanz verfügt hat, also 

nachdem das neue Personalrecht bereits in Kraft war, 

dass der Konzernrechtsdienst demnach nicht mehr zur Behandlung der 

Beschwerde zuständig war und die Angelegenheit zuständigkeitshalber 

an das Bundesverwaltungsgericht hätte weiterleiten müssen (vgl. Art. 8 

Abs. 1 VwVG),  

dass die sachliche oder funktionelle Unzuständigkeit einer Behörde 

gemäss Rechtsprechung einen schwerwiegenden Mangel und damit 

einen Nichtigkeitsgrund für einen Entscheid darstellt; es sei denn, der 

verfügenden Behörde komme auf dem betreffenden Gebiet allgemeine 

Entscheidungsgewalt zu (BGE 129 V 485 E. 2.3) oder dass allenfalls 

Gründe der Rechtssicherheit (BGE 127 II 32 E. 3g; HÄFELIN/MÜLLER/ 

UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 961) oder 

berechtigtes Vertrauen in eine behördliche Erklärung, namentlich in eine 

Rechtsmittelbelehrung, der Nichtigkeit entgegen stehen können (Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts A-495/2014 vom 27. Oktober 2014 

E. 1.3; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 623, 627 und 633), 

dass vorliegend keine derartigen Gründe ersichtlich sind, 

dass überdies auch nicht das erste Beschwerdeverfahren in dieser 

Angelegenheit, das mit der Verfügung der Arbeitgeberin 17. Mai 2013 

begonnen und dem Entscheid des Konzernrechtsdiensts vom 

22. Oktober 2013 sein Ende gefunden hat, fortgesetzt worden ist, da 

dessen Rechtshängigkeit am 22. Oktober 2013 mit dem förmlichen 

Abschluss des Verfahrens geendet hat (vgl. BGE 140 II 302 E. 5.4),  

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Seite 5 

dass die Rechtsprechung eine perpetuatio fori für hängige Verfahren 

abgelehnt hat, wenn eine Rechtsänderung die Organisation der 

Rechtspflege betrifft und dabei eine gerichtliche Behörde aufgehoben 

wird (vgl. BGE 124 V 130), 

dass somit die Beschwerde vom 6. Dezember 2013 gegen die neue 

Verfügung vom 6. November 2013 ein neues Verfahren darstellt, das sich 

in jeder Hinsicht nach dem am 1. Juli 2013 in Kraft getretenen neuen 

Recht beurteilt, 

dass der Konzernrechtsdienst seit dieser Personalrechtsrevision generell 

keine Rechtsmittelinstanz mehr ist, 

dass demzufolge der Entscheid der Vorinstanz nichtig zu erklären ist, 

dass als Folge der Nichtigkeit des vorinstanzlichen Entscheids die 

Verfügung der Arbeitgeberin vom 6. November 2013 wieder massgebend 

ist und zum Anfechtungsobjekt für das Beschwerdeverfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht wird, 

dass die Arbeitgeberin für das weitere Verfahren Vorinstanz ist,  

dass dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur allfälligen Anpassung 

seiner Beschwerdeschrift an die geänderten Umstände zu geben ist und 

anschliessend der Arbeitgeberin die Möglichkeit zur Stellungnahme 

einzuräumen sein wird, 

dass Beschwerdeverfahren über Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis 

kostenlos sind ausser bei – hier offensichtlich nicht gegebener – 

Mutwilligkeit, weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 34 

Abs. 2 i.V.m. Art. 36 BPG), 

dass im Zusammenhang mit der Nichtigerklärung des vorinstanzlichen 

Entscheids dem Beschwerdeführer nur ein verhältnismässig geringer 

Aufwand entstanden sein dürfte, weshalb von der Zusprechung einer 

Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

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Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Entscheid des Konzernrechtsdiensts vom 27. August 2014 wird 

nichtig erklärt. 

2.  

Es wird festgestellt, dass das Anfechtungsobjekt dieses Verfahrens der 

Entscheid der SBB Human Resources, Compensations & Benefits vom 

6. November 2013 ist und diese Organisationseinheit im Verfahren 

Vorinstanz ist.  

3.  

Der Beschwerdeführer erhält Gelegenheit, bis am 15. Dezember 2014 

seine Rechtsschrift und seine Begehren allenfalls anzupassen.  

4.  

Für diesen Teilentscheid werden keine Verfahrenskosten erhoben und 

keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

– SBB Human Resources, Compensations & Benefits, Hilfikerstrasse 1, 

3000 Bern 65 (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Marianne Ryter Bernhard Keller 

 

 

A-5536/2014 

Seite 7 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der 

öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht 

angefochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche 

Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– 

beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 

stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 BGG). Bei einer nicht 

vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, 

wenn sie die Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g 

BGG). Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim 

Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden 

(Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 18. Dezember bis 

und mit dem 2. Januar (Art. 46 Abs. 1 Bst. c BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die 

beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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