# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c1bec32-24cd-5345-9bb6-22e51c133fce
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2025 F-4773/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4773-2025_2025-08-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4773/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richter Sebastian Kempe;   

Gerichtsschreiberin Margerita Socha. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (…),  

Albanien, 

c/o DGZ Dietlikon, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 20. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

F-4773/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 26. März 2025 in der Schweiz um Asyl. 

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Eurodac) 

ergab, dass er bereits am 16. September 2021 in Schweden um Asyl er-

sucht hatte. 

B.  

B.a Die Vorinstanz ersuchte am 24. April 2025 die schwedischen Behörden 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) und 

gewährte dem Beschwerdeführer im Rahmen des persönlichen Dublin-Ge-

sprächs am 4. April 2025 das rechtliche Gehör. Die schwedischen Behör-

den hiessen das Ersuchen am 29. April 2025 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO gut.  

B.b Mit Verfügung vom 30. April 2025 (eröffnet am 2. Mai 2025) trat die 

Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Überstellung nach Schweden an und forderte ihn auf, die Schweiz 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

B.c Der Beschwerdeführer erhob dagegen mit Eingabe vom 9. Mai 2025 

Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. 

B.d Mit Urteil F-3431/2025 vom 23. Mai 2025 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht die Beschwerde gut und wies das Verfahren zur Neubeurtei-

lung nach Durchführung eines Dublin-Gesprächs im Beisein einer Dolmet-

scherin beziehungsweise eines Dolmetschers an die Vorinstanz zurück. 

C.  

Am 16. Juni 2025 führte die Vorinstanz ein neues Dublin-Gespräch mit dem 

Beschwerdeführer durch. 

D.  

Mit Verfügung vom 20. Juni 2025 (eröffnet am 23. Juni 2025) trat die 

Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers erneut nicht ein, 

ordnete seine Wegweisung nach Schweden an und forderte ihn auf, die 

F-4773/2025 

Seite 3 

Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

E.  

Mit Beschwerde vom 30. Juni 2025 gelangte der Beschwerdeführer an das 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und ihm 

sei in der Schweiz Asyl zu gewähren. Ferner sei festzustellen, dass der 

Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und 

es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

gewähren und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen. Eventualiter sei 

die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. Die Rechtsbegehren der 

Formularbeschwerde waren auf Albanisch verfasst. 

F.  

Am 1. Juli 2025 ordnete die Instruktionsrichterin gestützt auf Art. 56 VwVG 

einen superprovisorischen Vollzugsstopp an. 

G.  

Am 3. Juli 2025 forderte die Instruktionsrichterin den Beschwerdeführer 

auf, innert drei Tagen nach Erhalt der Verfügung seine Rechtsbegehren in 

einer Schweizer Amtssprache zu verfassen und diese zu begründen. Der 

Beschwerdeführer reichte am 8. Juli 2025 die Rechtsbegehren erneut auf 

Albanisch ein und ergänzte seine Begründung in deutscher Sprache.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG [SR 

142.31]; Art. 31 ff. VGG). Die Beschwerde wurde rechtzeitig eingereicht 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG). Betreffend die übrigen Eintretensvoraussetzungen 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 52 VwVG) stellt sich die Frage, ob die Rechts-

begehren des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 52 Abs. 1 

VwVG genügen. Gemäss dieser Bestimmung hat die Beschwerdeschrift 

unter anderem die Begehren zu enthalten. Diesem Erfordernis ist Genüge 

getan, wenn aus der Beschwerde zumindest implizit ersichtlich ist, in wel-

chen Punkten die angefochtene Verfügung beanstandet wird (vgl. ANDRÉ 

MOSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG-Kommentar, 2 Aufl. 2019, 

Art. 52 N. 1). 

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Seite 4 

Die Vorinstanz hat gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG i.V.m. Art. 44 

AsylG einen Nichteintretens- und Wegweisungsentscheid erlassen. Der 

Beschwerdeführer benutzte das Beschwerdeformular der Schweizerischen 

Flüchtlingshilfe (Übersetzung abrufbar unter: <https://www.fluechtlings-

hilfe.ch/hilfe-fuer-schutzsuchende/beschwerdeunterlagen>, abgerufen am 

13.08.2025). Die vorgedruckten Rechtsbegehren zielen auf die Anerken-

nung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl, subsidiär 

auf die Gewährung der vorläufigen Aufnahme ab. Die genannten Rechts-

begehren befinden sich somit ausserhalb des Anfechtungsgegenstands 

und sind folglich unzulässig. Auf sie ist nicht einzutreten. Der Beschwerde-

führer handelte jedoch ohne Rechtsvertretung und aus der Beschwerde-

schrift ist ersichtlich, dass er sich der Überstellung nach Schweden wider-

setzen wollte. Zu seinen Gunsten ist demnach davon auszugehen, dass er 

nebst der Aufhebung der angefochtenen Verfügung das Eintreten auf sein 

Asylgesuch beziehungsweise dessen materielle Behandlung beantragen 

wollte. Dabei handelt es sich um ein zulässiges Rechtsbegehren, zu des-

sen Erhebung der Beschwerdeführer gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG legiti-

miert ist. Auf die Beschwerde ist insofern einzutreten.  

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO grundsätzlich Schweden für die Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das 

schwedische Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemischen 

Mängel aufweist, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 

Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völ-

kerrechtlichen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu 

einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. 

Dabei hat sie den Sachverhalt im Sinne der Rückweisung des Bundesver-

waltungsgerichts mit Urteil vom 23. Mai 2025 richtig festgestellt und gewür-

digt. Sie hat sodann die Vorbringen des Beschwerdeführers im Hinblick auf 

seine Rückkehr nach Schweden (abgeschlossenes Asylverfahren, Bedro-

hungslage) sowie seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen (gemäss 

den ärztlichen Unterlagen akute Virushepatitis B, rezidivierende und per-

sistierende Hämaturie, Bauch- und Beckenschmerzen [Flankenschmerzen 

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Seite 5 

rechts], Leistenhernie [ohne Gangrän oder Obstruktion], Verdacht auf Gas-

tritis und Duodenitis, Gastroösophageale Refluxkrankheit sowie Nervosität 

und Schlafprobleme) berücksichtigt und rechtsprechungskonform gewür-

digt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des 

ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverord-

nung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermes-

sens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist 

demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwen-

dung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Schweden angeordnet. 

Zur näheren Begründung wird auf die Erwägungen der Vorinstanz verwie-

sen.  

2.2 Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Das 

sinngemässe Vorbringen, sein Rechtsvertreter habe ihn mangelhaft vertre-

ten, läuft ins Leere, betrifft es doch das Innenverhältnis und nicht sein Ver-

hältnis zum Staat; er muss sich die Handlungen seines Vertreters anrech-

nen lassen. Hinsichtlich der erneut geltend gemachten Bedrohungen in 

Schweden ist festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 

die schwedischen Behörden nicht in der Lage wären, dem Beschwerdefüh-

rer den allenfalls benötigten Schutz zukommen zulassen. Schweden ist ein 

Rechtsstaat mit einem funktionierenden Justizsystem. Das Land verfügt 

über Polizeibehörden, die schutzwillig und schutzfähig sind und deren Hilfe 

der Beschwerdeführer im Falle einer Bedrohung durch Dritte in Anspruch 

nehmen kann.  

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 20. Juni 2025 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.  

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 1. Juli 2025 angeordnete Vollzugsstopp 

dahin und der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird ge-

genstandslos. 

5.  

Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist. 

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Seite 6 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

7.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-4773/2025 

Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Margerita Socha 

 

 

 

Versand: