# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e9906dc-7b5c-51ec-9d9c-2c01693f97c0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2010 D-5246/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5246-2008_2010-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5246/2008
law/mah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richter Markus König, Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A.__________, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Hans Peter Roth, Büro Timur, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5246/2008

Sachverhalt:

A.
Der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  aus  Sri  Lanka,  tamili -
scher  Ethnie,  hinduistischen  Glaubens  aus  B.___________ 
(Nordprovinz), ersuchte mit schriftlicher Eingabe vom 27. Juli 2007 bei 
der  schweizerischen  Vertretung  in  Colombo  um  Erteilung  einer 
Einreisebewilligung  in  die  Schweiz.  Die  schweizerische  Botschaft 
forderte  den  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom 15.  August  2007 
auf,  seine  Vorbringen  detailliert  und  abschliessend  darzulegen  und 
allfällige  Beweismittel  sowie  Kopien  von  Identitätspapieren  bis  zum 
21. September 2007 einzureichen, sofern er nach wie vor an seinem 
Gesuch  festhalten  wolle.  Am  8. September  2007  und  –  auf  eine 
weitere  Aufforderung  der  schweizerischen  Botschaft  hin  –  am 
3. November 2007 – von Malaysia aus – reichte der Beschwerdeführer 
weitere  Unterlagen  ein.  Am  22. November  2007  übermittelte  die 
schweizerische  Botschaft  die  Unterlagen  an  das  BFM  zur 
Entscheidung weiter.

B.
B.a Am 28. April  2008 gelangte der Beschwerdeführer auf dem Luft-
weg  von  Malaysia  via  Singapur,  Swasiland  und  Südafrika  in  die 
Schweiz, wo er am gleichen Tag im Flughafen Zürich um Asyl nach-
suchte.

B.b Mit Verfügung vom 29. April 2008 verweigerte das BFM dem Be-
schwerdeführer vorläufig die Einreise in die Schweiz und wies ihm für 
die  Dauer  des  Asylverfahrens  der  Transitbereich  des  Flughafens 
Zürich bis maximal 60 Tage als Aufenthaltsort zu. 

B.c Am 1. Mai 2008 erhob das BFM im Flughafen Zürich die Perso-
nalien des Beschwerdeführers und befragte ihn zum Reiseweg und zu 
den  Gründen  für  das  Verlassen  des  Heimatlandes. Am 8. Mai  2008 
wurde er  vom BFM im Flughafen Zürich  einlässlich  zu seinen Asyl -
gründen angehört.

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen geltend, ungefähr im Jahre 2003 hätten ihn Angehörige 
der Special Task Force (STF) anfragt, ob sie ein Camp auf seinem Ge-
lände einrichten könnten. Er habe zunächst  abgelehnt,  nachdem sie 
ihn aber systematisch bedrängt hätten, habe er schliesslich doch ein-

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gewilligt und eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Als die 
Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) davon erfahren hätten, hätten 
sie ihn aufgefordert, die Vereinbarung mit der  STF zu widerrufen. Auf 
Druck  der  LTTE  habe  er  einen  Brief  an  die  Sri  Lanka  Monitoring 
Mission (SLMM) geschrieben. Die STF habe schliesslich auf  seinem 
Grundstück kein Camp eingerichtet. Er vermute, dass die SLMM inter-
veniert habe, weil es während des Waffenstillstandes nicht erlaubt ge-
wesen  sei,  auf  privatem  Gelände  ein  Camp  einzurichten.  Im  März 
2006 sei  ein  Angehöriger  der  Criminal  Investigation  Division (C.I.D.) 
bei  ihm zu Hause erschienen und habe von ihm das Haus und das 
Grundstück verlangt, was er abgelehnt habe. Am 20. Mai 2006 sei  er 
mit  einem Fahrer  auf  dem Motorrad  nach  C.__________ unterwegs 
gewesen. Bei einem Checkpoint, wo er normalerweise nicht kontrolliert 
werde, sei er an jenem Tag aber von einem Soldaten, der ihn gut ge -
kannt habe, angehalten und gefragt worden, wo er hin wolle und wann 
und auf welchem Weg er zurückkomme. Auf der Rückfahrt habe dieser  
ihn nochmals verbal belästigt. Nachdem er habe weiterfahren dürfen, 
sei er nach 50 Metern von Personen auf einem entgegenkommenden 
Motorrad  gezielt  beschossen  worden.  Einer  davon  sei  der  C.I.D.-
Beamte  gewesen.  Er  sei  durch  einen  Streifschuss  verletzt  worden, 
habe aber in die  St. D.___________ Kirche flüchten können. Danach 
sei  er  nicht  mehr  nach  Hause  zurückgekehrt  und  habe  sich  in  der 
Folge  in  E.__________  (F.___________)  aufgehalten.  Die  Soldaten 
hätten  ihn  mehrmals  zu  Hause  in  G.__________  gesucht.  In 
E.__________  habe  er  unbehelligt  gelebt,  er  habe  sich  dort  aber 
gefangen gefühlt,  weshalb er bei der schweizerischen Vertretung am 
27. Juli 2007 ein Einreisegesuch gestellt habe. Am 1. September 2007 
habe er E.__________ verlassen und sei schliesslich über Colombo, 
wo er sich einen Tag aufgehalten habe, am 22. September 2007 mit 
dem Flugzeug nach Malaysia ausgereist. 

Am 9. Mai 2009 übermittelte die Flughafenpolizei dem BFM verschie-
dene  dem Beschwerdeführer  von  einer  Kontaktperson  in  Norwegen 
übermittelte Dokumente, darunter Kopien eines in Englisch verfassten 
Schreibens  von  H.__________,  Priester  der  I.___________,  vom 
27. August 2007 und eines handschriftlich verfassten Schreibens des 
Grama Sevaka Officers vom 27. Juni 2006 mit englischer Übersetzung, 
welche dieser im Original bereits am 8. September 2007 bzw. am 3. 
November 2007 bei der Botschaft in Colombo eingereicht hatte. 

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B.d Mit  Verfügung  vom  15. Mai  2008  bewilligte  das  BFM  dem  Be-
schwerdeführer die Einreise in die Schweiz zur Prüfung seines Asyl-
gesuchs.

C.
Mit Verfügung vom 18. Juli 2008 – eröffnet am 21. Juli 2008 – stellte 
das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 
nicht,  und  lehnte  sein  Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die 
Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz  und  ordnete 
den Vollzug der Wegweisung an.

D.
Mit  Eingabe vom 14. August 2008 liess der Beschwerdeführer durch 
seinen  Rechtsvertreter  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  einreichen  und  beantragen,  die 
Verfügung des BFM vom 18. Juli 2008 sei aufzuheben und es sei ihm 
Asyl  zu gewähren. Eventualiter  sei  die Unzulässigkeit  und Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Auf-
nahme  anzuordnen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  liess  er  bean-
tragen,  es sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  ver-
zichten.  Der  Beschwerde  wurde  ein  Internetartikel  der  Webseite 
Nitharsanam.com mit Übersetzung beigelegt.

E.
Mit Verfügung vom 20. August 2008 stellte der zuständige Instruktions-
richter  des  Bundesverwaltungsgerichts  fest,  der  Beschwerdeführer 
könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Gleich-
zeitig  verzichtete er  auf  die  Erhebung eines Kostenvorschusses und 
gab  dem  BFM  Gelegenheit,  eine  Vernehmlassung  zur  Beschwerde 
einzureichen.

F.
In der Vernehmlassung vom 8. September 2008 beantragte das BFM 
die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde dem Be-
schwerdeführer am 11. September 2008 zur Kenntnis gebracht.

G.
Am  3. November  2009  reichte  der  Beschwerdeführer  durch  seinen 
Rechtsvertreter  ein  Schreiben  des  Priesters  H.__________  vom 
10. Mai  2009  und  eine  Kopie  eines  Zeitungsartikels  aus  der 
J.___________  vom  21. Mai  2006  mit  einer  Übersetzung  zu  den 
Akten.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde;  es  entscheidet  auf  dem 
Gebiet  des Asyls  endgültig  (Art. 105  des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998  (AsylG,  SR  142.31);  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht;  der  Be-
schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  und  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 
ist einzutreten.

2.
2.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch mit der Begründung ab, die Vor-
bringen des Beschwerdeführers würden weder den Anforderungen an 
die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG standhalten. Im Einzelnen 
führte es aus, der Beschwerdeführer habe mit Schreiben vom 27. Juli 
2007  bei  der  Schweizerischen Vertretung  in  Colombo ein  Asyl-  und 
Einreisegesuch eingereicht. Darin habe er geltend gemacht, er sei am 

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20.  Mai  2006  von  den  Sicherheitskräften  als  Verdächtiger  festge-
nommen und  zwecks  Verhör  in  deren  Camp mitgenommen  worden. 
Dort  sei  er schwer gefoltert  worden und habe unsägliche Schikanen 
ertragen  müssen.  Später  sei  er  auf  Intervention  seitens  einiger 
Religionsführer frei gelassen worden. Wegen der brutalen Folter sei er 
psychisch und physisch angeschlagen. Innerhalb einer  Woche seien 
die Sicherheitskräfte erneut zu ihm nach Hause gekommen und hätten 
ihm unter  Drohungen  mitgeteilt,  dass  man ihn  jederzeit  festnehmen 
könne. Deshalb hätten seine Eltern  ihm geraten,  nicht  zu  Hause zu 
bleiben. Weil  er  in  Gefahr  sei,  habe er  sein Zuhause verlassen,  um 
sein Leben zu retten. Jetzt sei er weg von zu Hause und lebe in Angst, 
weil  ihm  jederzeit  etwas  zustossen  könne.  Auch  seine  Eltern  seien 
sehr in Sorge um ihn. Sogar jetzt sei er von den Sicherheitskräften ge-
sucht  worden. Diese Ausführungen liessen sich  in  keiner  Weise mit 
seinen später geltend gemachten Vorbringen vereinbaren. Anlässlich 
seiner Anhörung im Flughafen Zürich sei dem Beschwerdeführer das 
rechtliche Gehör zu diesen krassen Widersprüchen gewährt  worden. 
Dabei  habe  er  erklärt,  er  habe  das  Gesuch  vom  27. Juli  2007 
"oberflächlich geschrieben". Erst als die schweizerische Vertretung ihn 
aufgefordert habe, die Vorbringen detaillierter zu beschreiben, habe er 
die  Ereignisse  ausführlich  –  wie  im  Sachverhalt  dargelegt  –  be-
schreiben  können.  Zudem  habe  er  "Mühe  gehabt,  einen  richtigen 
Übersetzer  zu  finden".  Es  solle  nicht  bestritten  werden,  dass  es 
zwischen einerseits  summarisch und andererseits  ausführlich darge-
legten  Vorbringen  zu  gewissen  inhaltlichen  Abweichungen  kommen 
könne. Ferner  komme es auch vor,  dass  sich  beim Übersetzen von 
Texten gewisse Fehler einschleichen würden. Dass sich indessen ein 
Sachverhalt  aus  den  genannten  Gründen  derart  grundlegend  ver-
ändern könne, könne man mit Fug und Recht ausschliessen. Es sei 
nun aber in keiner Weise nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer 
–  wie  im  Schreiben  vom 27. Juli  2007  dargelegt  –  eine  Festnahme 
seitens der Armee mit einschneidenden Misshandlungen geltend ge-
macht  hätte,  wenn seine später  deponierten,  anders  lautenden Vor-
bringen  den  Tatsachen  entsprächen.  Die  Erfahrung  des  BFM  zeige 
nämlich,  dass tatsächlich  Verfolgte sich aus naheliegenden Gründen 
davor  hüten würden,  ihre  Gesuche  mit  unwahren Vorbringen zu  be-
gründen.  In  Anbetracht  dieser  krass  widersprüchlichen  Vorbringen 
müsse  erheblich  daran  gezweifelt  werden,  dass  er  sein  Heimatland 
aus den von ihm geltend gemachten Gründen verlassen habe. Zwar 
habe der Beschwerdeführer zwei Schreiben eingereicht, welche seine 
Vorbringen  im  Wesentlichen  bestätigen  würden.  Diesbezüglich  sei 

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jedoch darauf hinzuweisen, dass derartige Schreiben keine genügen-
de Beweiskraft entfalten würden, weil sie gemäss den Erkenntnissen 
des BFM leicht erhältlich seien und den Charakter von Gefälligkeits-
schreiben hätten. Zudem seien sie recht vage formuliert und stünden 
teilweise nicht im Einklang mit den Vorbringen des Beschwerdeführers. 
Während der Beschwerdeführer nämlich ausgeführt habe, er habe die 
eine Person gekannt, welche ihn von einem Motorrad aus beschossen 
habe,  soll  es  sich  gemäss  Schreiben  des  Dorfvorstehers  (Grama 
Sevaka  Officer)  um  Unbekannte  (unidentified  persons)  gehandelt 
haben.  Der  Beschwerdeführer  stamme  aus  dem  Distrikt 
F.___________ in der Nordprovinz, welche stark betroffen werde von 
seit Sommer 2006 wieder aufgeflammten innerstaatlichen bewaffneten 
Konflikt  zwischen  der  sri-lankischen  Armee  und  der  LTTE.  Der 
Beschwerdeführer  habe  gestützt  auf  die  mit  seiner 
Staatsangehörigkeit  verbundenen  Niederlassungsfreiheit  jedoch  die 
Möglichkeit,  sich der schwierigen Situation in  seiner Herkunftsregion 
im Norden Sri Lankas durch Wegzug in einen anderen Landesteil  zu 
entziehen.  Gemäss  seinen  Aussagen  habe  er  sich  im  Mai  2006  in 
E.__________ aufgehalten,  wo ihm nichts mehr zugestossen sei. Er 
habe  aber  auch  die  Möglichkeit,  sich  im  Süden  des  Landes, 
beispielsweise im Grossraum Colombo, aufzuhalten, wo die Lage zwar 
auch  angespannt  sei,  sich  vergleichsweise  jedoch  etwas  besser 
präsentiere.  Ferner  sei  darauf  hinzuweisen,  dass  sich  der 
Beschwerdeführer  gemäss seinen Aussagen am 30. November  2006 
legal  einen  Reisepass  beschafft  habe  und  mit  diesem  am 
22. September 2007 über den Flughafen Colombo aus dem Heimat-
land ausgereist sei. Auch dies sei ein klares Indiz dafür, dass er offen-
sichtlich nicht  landesweit  behördliche Verfolgung zu befürchten habe 
und gesucht werde. Andernfalls hätte er sich davor gehütet, derartige 
behördliche  Kontakte  zu  pflegen. Zudem wäre  es  im  erwartungsge-
mäss nicht möglich gewesen, mit einem auf seine wahre Identität aus-
gestellten Reisepass kontrolliert aus Sri Lanka auszueisen.

2.2 In  der  Beschwerde  vom 14. August  2008  wird  im  Wesentlichen 
geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe für seinen ersten Brief 
an  die  Schweizerische  Vertretung  in  Colombo  eine  Person  aus 
E.__________ zur Hilfe  genommen,  welche seinen tamilischen Brief 
auf  Englisch  übersetzt  habe.  Dieser  Brief  stimme  jedoch  im 
Wesentlichen  nicht  mit  seiner  selbstgeschriebenen  Vorlage  überein. 
Der  Übersetzter  habe  aus  ihm  unbekannten  Gründen 
Ausschmückungen in  den Brief  eingebracht,  welche überhaupt  nicht 

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mit  den  Tatsachen  übereinstimmen  würden.  Er  sei  nie  von  den 
Sicherheitskräften verhaftet  und misshandelt  worden. Zudem würden 
seine Eltern schon lange nicht mehr in C.__________ wohnen, wie in 
diesem Brief  erwähnt werde, denn der  Vater sei  zu jenem Zeitpunkt  
bereits  verstorben  gewesen  und  die  damals  kranke  und  inzwischen 
ebenfalls verstorbene Mutter habe sich in K.__________ aufgehalten. 
Warum  der  Übersetzer  diese  falschen  Informationen  in  den  Brief 
eingebracht  habe,  lasse  sich  nur  spekulieren. Vielleicht  habe  dieser 
das reelle Ereignis für zu wenig dramatisch befunden und gedacht, er 
habe nur mit erlebter Haft und Folter eine Chance, in der Schweiz Asyl  
zu erhalten. Diese Erklärung sei auch deshalb plausibel, weil in allen 
anderen  Eingaben  und  Beweismitteln  niemals  von  Verhaftung  und 
Misshandlung  durch  die  Sicherheitskräfte  die  Rede  sei.  Bei 
Korrespondenzen  könnten  schnell  Missverständnisse  und 
Widersprüche  auftreten,  vor  allem  dann,  wenn  unqualifizierte  Dol-
metscher involviert seien, weshalb aus diesem Grund das BFM in der 
Regel bei Asylgesuchen aus dem Ausland auf eine Anhörung bei der  
Botschaft  bestehe.  Betreffend  den  vermeintlichen  Widerspruch 
zwischen der  Angabe des Beschwerdeführers  und der  Formulierung 
"unidentified  persons" des Grama Sevaka Officer  sei  zu  berücksich-
tigen,  dass  der  Grama  Sevaka  Officer  ein  Regierungsbeamter  sei, 
welcher im sri-lankischen Bürgerkrieg eine schwierige Rolle zwischen 
den  Fronten  zu  spielen  habe,  denn  spräche  er  von  einem  C.I.D.-
Offizier, müsste er selbst mit  Repressalien der C.I.D. befürchten. Ein 
unvoreingenommener  Blick  in  die  Anhörungsprotokolle  und  Korres-
pondenzen zeige – abgesehen vom ersten Brief – aussergewöhnlich 
präzise  und  widerspruchslose  Aussagen.  Der  Aufbau  der  freien 
Erzählung sei von selten gesehener Klarheit und Stringenz. Insgesamt 
seien die Vorbringen in sich stimmig sehr gut nachvollziehbar, ausser -
gewöhnlich  substanziiert,  detailliert,  lebendig  und  enthielten  viele 
Realitätskriterien.  Die  vom  BFM  vorgenommene  Glaubhaftigkeits-
prüfung  erscheine  unsorgfältig  und  einseitig.  Es  fehle  an  einer  ge-
wissenhaften Würdigung des gesamten Aussageverhalten. Es sei mit 
den Anforderungen an eine faire Glaubwürdigkeitsprüfung unvereinbar, 
wenn eine einzelne "Ungereimtheit" herausgepflückt und ohne weitere 
Abwägungen mit den zahlreichen Indizien, die für den Wahrheitsgehalt 
der  Schilderungen  sprächen,  zur  Konstruktion  der  Unglaubhaftigkeit 
einer  ganzen  Geschichte  gebraucht  werde. Abgesehen  davon,  dass 
der Wohnsitzwechsel  in  einer  Bürgerkriegssituation wie in  Sri  Lanka 
etliche neue Probleme für die Betroffenen bringe und nicht einfach zu 
bewerkstelligen sei, müsse im konkreten Fall bestritten werden, dass 

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die Verfolgung nur regionaler Natur sei. Die Tatsache, dass beim Atten-
tat  auf  ihn wahrscheinlich die C.I.D. verwickelt  sei,  lasse befürchten, 
dass er auch in anderen Regionen verfolgt werden könnte. Auch die 
Tatsache, dass er mit  einem eigenen Pass aus Sri  Lanka habe aus-
reisen  können,  könne  dies  nicht  widerlegen,  hätten  doch  die  Erfah-
rungen der  letzten Jahre  gezeigt,  dass  selbst  langjährige LTTE-Mili -
tante  die  Ausreise  auf  gleichem Weg geschafft  hätten,  sei  es  dank 
Inkompetenz der  Flughafenbeamten,  sei  es weil  Korruption  auf  dem 
Flughafen  gang  und  gäbe  sei.  Das  BFM sei  gemäss  Art. 12  VwVG 
verpflichtet, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen fest-
zustellen,  und die  Verfügung gemäss Art. 35  VwVG angemessen zu 
begründen. Das BFM setze sich mit der aktuellen Situation im Lande 
nur  oberflächlich  auseinander.  Eine  sichere  Rückkehr  von  Gewalt-
flüchtlingen setze rechtlich  und  faktisch sichere  Verhältnisse voraus. 
Es genüge deshalb nicht, wenn die Situation in Colombo etwas besser 
sei als in den Kriegsgebieten. Gerade in Colombo käme es zu zahl -
reichen Verhaftungen von Angehörigen der  tamilischen Volksgruppe, 
die aus dem Norden oder Osten Sri Lankas stammen würden. Die Be-
hauptung  des  BFM,  tamilische  Flüchtlinge  könnten  im  Süden  des 
Landes  unbehelligt  leben,  entspreche  nicht  der  Realität.  Allein  auf-
grund einer verheirateten Nichte in Colombo, könne nicht von einem 
ausreichenden  Netz  gesprochen  werden. Denn  die  erst  seit  kurzem 
verheiratete Nichte und ihr ebenfalls aus dem Norden zugewanderter 
Ehemann  dürften  kaum  über  ausreichende  finanzielle  Mittel  und 
Wohnraum verfügen, um ihn eine längere Zeit bei sich aufzunehmen. 
Zudem  benötige  er  einen  "valid  reason",  um  sich  längere  Zeit  in 
Colombo aufhalten zu können. Ohne diese behördliche Bewilligung sei 
er in ständiger Gefahr, von der Polizei festgenommen zu werden. Im 
Hinblick auf die stattgefundene gezielte Verfolgung im Norden, wäre er 
in Colombo in grosser Gefahr, Opfer polizeilicher Verfolgung und Miss-
handlung zu werden. 

3.
3.1 Es trifft  zu,  dass  sich  das  BFM bei  der  Beurteilung  der  Glaub-
haftigkeit der Vorbringen auf die festgestellten Widersprüche zwischen 
den Vorbringen im ersten bei der Schweizerischen Vertretung einge-
reichten Asylgesuch und den späteren Eingaben abstützt. Es  hat  in 
diesem Zusammenhang klargestellt, dass es zwischen einerseits sum-
marisch  und andererseits  ausführlich  dargelegten Vorbringen zu ge-
wissen  inhaltlichen  Abweichungen  kommen  könne  und  sich  beim 
Übersetzen von Texten gewisse Fehler einschleichen könnten. Gleich-

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zeitig hat es aber überzeugend dargelegt, dass solche Umstände nicht 
der Grund für einen derartig anderslautenden Sachverhalt sein könne. 
Es hat bei seiner Beurteilung zudem die eingereichten Schreiben mit-
berücksichtigt und nachvollziehbar begründet, weshalb diese keine ge-
nügende  Beweiskraft  entfalten  würden.  Ferner  hat  das  BFM  trans-
parent gemacht, weshalb es darauf verzichte, auf weitere Ungereimt-
heiten in den Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen. Es er-
klärte,  es  sei  nicht  auszuschliessen,  dass  der  Beschwerdeführer  in 
G.__________  durch  den  bewaffneten  Konflikt  zwischen  der  sri-
lankischen Armee und der  LTTE in  Mitleidenschaft  gezogen worden 
sei.  Gleichzeitig  legte  es  dar,  er  habe  die  Möglichkeit  sich  dieser 
schwierigen Situation durch Wegzug in einen anderen Landesteil  zu 
entziehen,  und erläuterte,  der  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer 
sich am 30. November 2006 legal einen Reisepass beschafft habe mit 
dem er am 22. September 2007 über den Flughafen Colombo ausge-
reist sei, bilde ein Indiz, dass er offensichtlich nicht landesweit behörd-
liche  Verfolgung  zu  befürchten  habe  und  gesucht  werde.  Das  BFM 
stützte sich in seinem Entscheid mithin nicht allein auf die fehlenden 
Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  bzw.  auf 
eine  einzige  Ungereimtheit  in  seinen  Aussagen,  sondern  argumen-
tierte  auch  damit,  dass  seine Vorbringen asylrechtlich  nicht  relevant 
seien. Es hat demnach die Vorbringen des Beschwerdeführers weder 
einseitig noch unsorgfältig gewürdigt. Der Einwand in der Beschwerde, 
wonach das BFM die Asylvorbringen des Beschwerdeführers einseitig 
und unsorgfältig geprüft habe, erweist sich mithin als unbegründet. 

3.2 In der Beschwerde wird ferner geltend gemacht, das BFM habe in  
der  Verfügung  vom 18. Juli  2008  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
hinsichtlich  des  Wegweisungsvollzugs  nicht  hinreichend  festgestellt  
und angemessen begründet. Auch dieser Einwand ist nicht stichhaltig. 
Das BFM hat  sich  in  seiner  Verfügung mit  der  zum damaligen Zeit -
punkt  in  Sri  Lanka  herrschenden  Situation  genügend  auseinander-
gesetzt.  Es  differenzierte  zwischen  den  verschiedenen  Regionen 
Sri Lankas  und  legte  dar,  dass  aufgrund  der  anhaltend  schlechten 
Menschenrechts-  und  Sicherheitslage  im  Norden  und  Osten  eine 
Rückkehr für den Beschwerdeführer unzumutbar sei, in den restlichen 
Teilen des Landes aber trotz der dortigen verschärften Situation und 
den  erschwerten  Lebensbedingungen  namentlich  für  Tamilen  keine 
Situation  allgemeiner  Gewalt  vorläge. Ausserdem berücksichtigte  es 
die individuellen Gründe hinsichtlich einer zumutbaren Wohnsitznahme 
für  den  Beschwerdeführer  in  Colombo.  Das  BFM  ist  somit  seiner 

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Pflicht,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  hinsichtlich  des  Wegwei-
sungsvollzugs hinreichend festzustellen und angemessen zu begrün-
den, nachgekommen.

4.
4.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken;  den  frauenspezifischen  Fluchtgründen  ist  Rechnung  zu 
tragen (Art. 3 AsylG).

4.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden 
(Art. 7 AsylG).

4.3 Die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 AsylG erfüllt  eine asyl-
suchende  Person  nach  Lehre  und  Rechtsprechung  dann,  wenn  sie 
Nachteile  von bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise mit 
beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zukunft  be-
gründeterweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund be-
stimmter  Verfolgungsmotive  durch  Organe  des  Heimatstaates  oder 
durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise 
zugefügt zu werden drohen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE]  2008/4  E. 5.2  S. 37,  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18  E. 7 
und 8 S. 190 ff., EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Sub-
sidiarität  des  flüchtlingsrechtlichen  Schutzes  setzt  die  Zuerkennung 
der  Flüchtlingseigenschaft  ausserdem  voraus,  dass  die  betroffene 

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Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann 
(vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f., EMARK 2006 Nr. 18 E. 10 S. 201 ff., 
EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.3 S. 194 und E. 11.1 S. 201 f.). Ausgangs-
punkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Frage nach 
der im Zeitpunkt  der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder begrün-
dete  Furcht  vor  einer  solchen. Die  Situation  im  Zeitpunkt  des  Asyl -
entscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung nach der Aktualität der 
Verfolgungsfurcht ebenfalls wesentlich.  Veränderungen der objektiven 
Situation  im  Heimatstaat  zwischen  Ausreise  und  Asylentscheid  sind 
deshalb zugunsten und zulasten der das Asylgesuch stellenden Per-
son  zu  berücksichtigen  (vgl.  BVGE  2008/4  E. 5.4  S. 38  f.,  EMARK 
2000 Nr. 2 E. 8a S. 20,  WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi 
Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  Basel/Bern/Lausanne  2009, 
Rz. 11.17  und  11.18,  WALTER KÄLIN,  Grundriss  des  Asylverfahrens, 
Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).

5.
5.1 Der  Beschwerdeführer  machte  zur  Begründung  seines  Asylge-
suchs  geltend,  im  Jahre  2003  sei  er  in  einen  Disput  zwischen  den 
LTTE und der STF über die Benützung seines Grundstückes geraten 
und  im  Jahre  2006  sei  er  von  einem  C.I.D.-Offizier  angeschossen 
worden, weshalb er befürchtete, man wolle ihn töten.

5.2 Dass  der  Beschwerdeführer  –  wie  in  der  Beschwerde  überein-
stimmend  mit  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  anlässlich  der 
Anhörung zu den Asylgründen geltend gemacht wird – mehrmals von 
sri-lankischen  Militärs  nach  Kontakten  mit  den  LTTE  befragt  und 
aufgefordert  wurde, das Erscheinen von Tigers zu melden, erscheint 
durchaus nicht unrealistisch. Abgesehen vom Disput über sein Grund-
stück  sind  dem  Beschwerdeführer  jedoch  keine  darüber  hinaus-
gehende Nachteile  erwachsen. Jedenfalls  konnte  der  diesbezügliche 
Streit zwischen der STF und den LTTE im Jahre 2003 durch die SLMM 
offenbar  beigelegt  werden,  ohne  dass  der  Beschwerdeführer  des-
wegen weiter behelligt worden wäre. Dieser Schluss drängt sich schon 
deshalb auf,  weil  er  gemäss eigenen Angaben bis zum angeblichen 
Zwischenfall  am  20. Mai  2006  gute  Beziehung  zu  den  Armeeange-
hörigen  unterhalten  habe  und  in  G.__________  unbehelligt  leben 
konnte  (vgl.  act. A12/16  F:37).  Im  März  2006  soll  zwar  ein  C.I.D.-
Offizier  den  Beschwerdeführer  zu  Hause  besucht  und  ihn  zunächst 
aufgefordert haben, er solle ihm sein Haus und sein Land überlassen. 
Als der Beschwerdeführer jedoch erklärte, dass dies nicht möglich sei,  

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habe der Offizier gesagt, er mache nur Witze, er müsse das nicht ernst  
nehmen (vgl. act. A12/16 S. 3). Vor diesem Hintergrund ist ein Motiv, 
welches  erklären  könnte,  weshalb  der  Offizier  mit  Tötungsabsicht 
gegen den Beschwerdeführer hätte vorgehen sollen, nicht ersichtlich. 
Die  Darstellung  des  Beschwerdeführers,  wonach  dieser  Offizier  am 
20. Mai 2006 gezielt auf ihn geschossen haben soll, ist deshalb nicht 
plausibel. Ungeachtet dessen ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb 
der  C.I.D.-Offizier  ihn  von  einem  fahrenden  Motorrad  aus  zu  er-
schiessen  versuchte,  da  es  diesem  ohne  Zweifel  möglich  gewesen 
wäre,  den Beschwerdeführer  unter  erheblich einfacheren und erfolg-
versprechenderen Umständen zu eliminieren, wenn er tatsächlich be-
absichtigt  hätte, ihn gezielt  zu töten. Die diesbezüglichen Vorbringen 
hinterlassen einen konstruierten Eindruck, welcher nicht zuletzt auch 
durch den Umstand bestärkt wird, dass der Beschwerdeführer – wie 
das BFM zu Recht feststellte – in seiner Eingabe vom 27. Juli 2007 an 
die  schweizerische  Vertretung  zur  Begründung  seines  Gesuchs  um 
Erteilung  einer  Einreisebewilligung  gänzlich  andere  Gründe  geltend 
machte. Es ist im Übrigen zwar denkbar, dass der Beschwerdeführer 
bei Kampfhandlungen im Rahmen des in seiner engeren Heimatregion 
wieder  ausgebrochenen  bewaffneten  Konflikts  verletzt  wurde.  Aller-
dings bestehen erhebliche Zweifel, dass der Beschwerdeführer einen 
Streifschuss  aufgrund  eines  gezielt  gegen  seine  Person  gerichteten 
Anschlags erlitten hat. Hierfür spricht auch, dass sich der Beschwerde-
führer  in  E.__________  –  unweit  vom Ort  des  angeblichen  Vorfalls 
vom 20. Mai 2006 – ein Jahr und vier Monate aufhalten konnte, ohne 
dass er dort behelligt worden wäre (vgl. act. A12/16 F:51-52). Zudem 
konnte  der  Beschwerdeführer  ohne  weitere  Kontrollen  und 
Zwischenfälle von der Nordprovinz mit dem Zug nach Colombo reisen 
(vgl.  act. A8/31  S. 12)  und  am  30. November  2006  legal  einen 
Reisepass in Colombo beschaffen (vgl. act. A8/31 S. 6). Es ist deshalb 
– übereinstimmend mit dem BFM – davon auszugehen, dass sich der 
Beschwerdeführer  nicht  von  einer  gezielt  gegen  ihn  gerichteten 
Verfolgung der sri-lankischen Behörde zu fürchten brauchte. 

An  dieser  Einschätzung  vermögen  auch  die  eingereichten  Beweis-
mittel  nichts  zu  ändern.  Aus  dem  Internetartikel  der  Website 
Nitharsanam.com  und  dem  Artikel  aus  der  J.___________  vom 
21. Mai  2006  respektive  den  beigelegten  Übersetzungen  geht  nicht 
hervor,  dass es sich bei einem der darin erwähnten, unter Beschuss 
geratenen  Männern  bzw.  Jugendlichen  um  den  Beschwerdeführer 
gehandelt hat. Gemäss den Artikeln sollen zwei Jugendliche auf ihren 

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Motorrädern  beschossen  bzw.  -  so  gemäss  J.___________  –  von 
einem weiteren Motorradfahrer,  der  hinter ihnen unterwegs gewesen 
sein soll, mit einer Waffe angegriffen und angeschossen worden sein. 
Dieser  Tathergang  deckt  sich  nicht  mit  den  Schilderungen  des 
Beschwerdeführers, gemäss dessen Version er mit einem Fahrer auf 
einem Motorrad unterwegs gewesen und von einer Person auf einem 
entgegenkommenden Motorrad aus beschossen worden sein soll. Wie 
bereits  das  BFM zutreffend  ausgeführt  hat,  sind  die  Schreiben  des 
Grama  Sevaka  Officers  vom  27.  Mai  2006  und  des  Priesters 
H.__________  vom  27. August  2007  inhaltlich  vage  formuliert.  Ihre 
Ausführungen  lassen  nicht  erkennen,  dass  sie  selbst  Zeugen  der 
angeblichen Geschehnisse vom 20. Mai 2006 gewesen sind. Vielmehr 
muss aufgrund ihrer  wenig konkreten Angaben geschlossen werden, 
dass sie bestenfalls vom Hörensagen berichten. Die beiden Schreiben 
weisen  somit  den  Charakter  von  Gefälligkeitsschreiben  auf,  denen 
selbstredend  kein  Beweiswert  beigemessen  werden  kann.  Der 
Einwand, es sei  zu berücksichtigen, dass der Grama Sevaka Officer 
ein Regierungsbeamter sei, welcher im sri-lankischen Bürgerkrieg eine 
schwierige Rolle zwischen den Fronten zu spielen habe, vermag daran 
nichts  zu  ändern.  Schliesslich  berichtet  H.__________  in  seinem 
Schreiben vom 10. Mai  2009,  der  Beschwerdeführer  sei  am 25. Mai 
2006  in  L.__________  vor  der  St. D.___________  Kirche  von  einer 
bewaffneten  Gruppe  der  C.I.D.  beschossen  worden.  Er  habe 
Gewehrschüsse  gehört  als  er  sich  im  „funeral  house“  aufgehalten 
habe.  Kurz  darauf  habe  er  sich  zum  Tatort  begeben,  wo  er  das 
Motorrad des Beschwerdeführers auf der Strasse habe liegen sehen. 
Nachdem H.__________ in  seinem Schreiben vom 27. August  2007 
seine  angeblichen  Beobachtungen  noch  mit  keinem  Wort  erwähnt 
hatte,  ist  allerdings  hinsichtlich  des  Wahrheitsgehalts  seiner 
Ausführungen im Schreiben vom 10. Mai 2009 erhebliche Skepsis am 
Platz. Auch dieses Schreiben ist daher nicht geeignet, die Vorbringen 
des Beschwerdeführers glaubhafter erscheinen zu lassen.

5.3 Insgesamt ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer keine kon-
kret  gegen  ihn  gerichtete  Verfolgungshandlung  durch  die  sri-
lankischen Behörden glaubhaft machen konnte. Nicht auszuschliessen 
ist jedoch, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer von der SLA am 
(...)  gestarteten Offensive gegen die LTTE im F.___________-Distrikt 
in  Mitleidenschaft  gezogen  worden  sein  könnte  und  deshalb 
E.__________ am 1. September 2007 verlassen musste. Wie bereits 
erwähnt,  ist  für  die  Beurteilung  der  Flüchtlingseigenschaft  aber  die 

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Situation  im  Zeitpunkt  des  Asylentscheids  massgebend  (E. 4.3). 
Nachdem  die  sri-lankische  Armee  das  letzte  von  den  tamilischen 
Rebellen kontrollierte Gebiet im Raum Mullaitivu zurückerobert hatte, 
verkündete ihr Chef in einer Fernsehansprache am 18. Mai 2009 den 
endgültigen Sieg im Krieg gegen die LTTE. In der Folge erklärte die 
sri-lankische  Regierung  den  Bürgerkrieg  offiziell  für  beendet.  Der 
Beschwerdeführer hat deshalb im heutigen Zeitpunkt keine ernsthafte 
Nachteile wegen des damals herrschenden Konfliktes zu befürchten. 
Aufgrund  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  sowie  der  Tatsache, 
dass er sich einen Reisepass beschaffen und mit diesem kontrolliert 
ausreisen  konnte,  besteht  auch  kein  Grund  zur  Annahme,  der 
Beschwerdeführer  erscheine  in  den  Augen  der  Behörden  als 
Kollaborateur  der  LTTE. Es  kann  in  dieser  Hinsicht  ausgeschlossen 
werden,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Falle  der  Rückkehr  mit 
asylrechtlich relevanten Nachteilen zu rechnen hätte. 

5.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine  Verfolgung  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG  nachweisen  oder  zu-
mindest glaubhaft  machen konnte. Das BFM hat demnach das Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt.

6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21). 

7.
7.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

7.2

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7.2.1 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Verpflich-
tungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Aus-
länders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegen-
stehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen  werden,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR  0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmensch-
licher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung  unterworfen  wer-
den.

7.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  kann  das  in 
Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-
Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine  Rückkehr  des Beschwerdeführers  nach  Sri  Lanka  ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer Ausschaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrschein-
lichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe 
oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen 
Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Ge-
fahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall  
einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung drohen 

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würde  (vgl.  EMARK  2001  Nr.  16  S. 122,  mit  weiteren  Hinweisen; 
EGMR [Grosse  Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil  vom 28. Februar 
2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§  124  bis  127,  mit  weiteren  Hin-
weisen). Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka 
lässt  den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt  nicht  als  un-
zulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der  Weg-
weisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Be-
stimmungen zulässig.

7.3
7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

7.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht aufgrund seiner Beurteilung 
der Lage in Sri  Lanka davon aus, dass sich für Tamilen, die aus den 
ehemals umkämpften Gebieten in der Nord- oder Ostprovinz stammen, 
die  Situation  im  Vergleich  zu  rückkehrenden  Tamilen,  welche  aus 
Colombo oder dessen Umgebung stammen, wesentlich schwieriger dar-
stellt. So ist eine Rückschaffung abgewiesener Asylgesuchsteller aus 
Sri Lanka in die Nordprovinz (Distrikte Killinochchi, Mannar, Vavuniya, 
Mullaitivu und Jaffna) sowie in die Ostprovinz (Distrikte Trincomalee, 
Batticaloa und Ampara) angesichts der dort herrschenden allgemeinen 
Lage unzumutbar. Für aus der Nord- oder der Ostprovinz stammende 
sri-lankische Asylsuchende tamilischer Ethnie setzt die Anerkennung 
einer  innerstaatlichen  Aufenthaltsalternative  im  Süden  des  Landes, 
namentlich  im  Grossraum  Colombo,  das  Vorliegen  besonders  be-
günstigender Faktoren voraus, insbesondere die Existenz eines trag-
fähigen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes sowie von Aussich-
ten auf  eine gesicherte Einkommens- und Wohnsituation (vgl.  BVGE 
2008/2 E. 7.6.2 S. 21 f.).

7.3.3 Eigenen  Angaben  zufolge  stammt  der  alleinstehende  Be-
schwerdeführer  aus  B.___________ (Nordprovinz)  und hat  immer in 
der Nordprovinz gelebt  (vgl. act. A8/31 S. 1 f.). Er  war von 1992 bis 
1995  Besitzer  eines  Ladens  und  bewirtschaftete  danach  bis  zum 

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Wegzug nach E.__________ im Jahre 2006 seinen Hof mit 50 Acres 
Reisfelder. Er versteht nur ein wenig Singhalesisch und Englisch. In Sri  
Lanka leben ein Bruder und zwei Schwestern in der Nordprovinz. Eine 
der  Schwestern  lebte  zuvor  bereits  einmal  in  Colombo.  Mit  einer 
Nichte und ihrem Mann sowie einem Neffen, der zwar im Zeitpunkt der 
Anhörung  noch  die  Schule  besuchte,  verfügt  er  über  Verwandte  in 
Colombo. Die Nichte und ihr Mann arbeiten beide in einer Bank und 
leben inzwischen seit dreieinhalb Jahren dort,  weshalb entgegen der 
Behauptung in der Beschwerde davon auszugehen ist, dass sie in der 
Lage sind,  den Beschwerdeführer vorübergehend finanziell  zu unter-
stützen, bis er eine Arbeit gefunden hat, und ihm eine Unterkunft zur 
Verfügung zu stellen (vgl. act. A12/16 F61 ff.). Ausserdem besitzt der 
Beschwerdeführer  gemäss  dem  Schreiben  von  H.__________  vom 
10. Mai 2009 ein Haus, die Reisfelder und die Maschinen, welche er 
veräussern  könnte,  um  zu  Geldmittel  zu  gelangen.  Mangels  ander-
weitiger Anhaltspunkte in den Akten ist zudem anzunehmen, dass der 
bald 37-jährige Beschwerdeführer gesund ist. Schliesslich konnte sich 
der Beschwerdeführer am 30. November 2006 in Colombo legal einen 
Reisepass  ausstellen  lassen.  Es  kann  deshalb  davon  ausgegangen 
werden,  dass  gegen  den  Beschwerdeführer  keinerlei  Sicherheits-
bedenken seitens  der  Behörden bestehen. Unter  diesen  Umständen 
sollte es ihm – allenfalls mit Unterstützung seiner Verwandten – mög-
lich  sein,  sich  in  Colombo  niederzulassen  und  sich  dort  eine  wirt -
schaftliche Existenzgrundlage aufzubauen. Der der Vollzug der Weg-
weisung des Beschwerdeführers erweist  sich  demnach nicht  als  un-
zumutbar.

7.4 Schliesslich  obliegt  es  dem Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

8.
Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  das  BFM  den  Vollzug  der 
Wegweisung  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet 
hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt  demnach nicht  in 
Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).

9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

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Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art.  106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

10.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von 
insgesamt  Fr.  600.--  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG i.V.m. Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30. Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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