# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db071d4f-fb02-5560-8b8b-7550412fc88a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2018 A-5605/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5605-2017_2018-01-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5605/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J a n u a r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiber Andreas Kunz. 
 

 
 

Parteien 
 A.X._______ 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Finanzdepartement EFD,  

Generalsekretariat Rechtsdienst, 

Bundesgasse 3, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Rechtsverweigerungs-/Rechtsverzögerungsbeschwerde. 

 

 

 

A-5605/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der aus den Niederlanden stammende A.X._______ kam mit seiner Frau 

und seiner schwer behinderten Tochter im Jahre 2010 in die Schweiz, wo 

ihnen gestützt auf die niederländische Rente der Tochter der Aufenthalt als 

erwerbslose Unionsbürger bewilligt wurde. Im Jahre 2011 stellten die nie-

derländischen Behörden ihre Rentenzahlungen an die Tochter wegen 

Wegzugs der Berechtigten ins Ausland ein. Infolgedessen musste die Fa-

milie sozialhilferechtlich unterstützt werden. Aufgrund ihrer finanziellen Si-

tuation widerrief das Amt für Migration und Personenstand des Kantons 

Bern im März 2013 die Aufenthaltsbewilligung der Familie X._______. Die-

ser Widerruf wurde letztinstanzlich durch das Bundesgericht geschützt 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2C_243/2015 vom 2. November 

2015). 

B.  

In der Folge kamen A.X._______ und seine Familie ihrer Verpflichtung, die 

Schweiz zu verlassen, freiwillig nicht nach, weshalb sie im September 2016 

mit polizeilichen Zwangsmitteln in die Niederlande verbracht wurden. Im 

Dezember 2016 reiste die Familie X._______ wieder in die Schweiz ein, 

worauf das Staatssekretariat für Migration SEM (nachfolgend: SEM) mit 

drei separaten Verfügungen vom 15. Februar 2017 gegen alle drei Perso-

nen ein jeweils dreijähriges Einreiseverbot verhängte. Die Verfügungen 

wurden daraufhin beim Bundesverwaltungsgericht angefochten (zum Gan-

zen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] F-1148/2017 vom 

7. Juli 2017). 

C.  

Gemäss eigenen Angaben wurden A.X._______ und seine Familie am 

17. März 2017 wiederum in die Niederlande verbracht. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 12. Mai 2017 stellte das Bundesverwaltungs-

gericht im Verfahren F-1148/2017 die aufschiebende Wirkung der Be-

schwerden wieder her, worauf A.X._______ mit Schreiben vom 6. Juni 

2017 gestützt auf Art. 55 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ein gegen das SEM gerichtetes 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren beim Bundesamt für Justiz 

einreichte. Darin forderte er für den erlittenen Unbill und für sein angeblich 

durch die Polizei und den Migrationsdienst aus seinen Wohnungen und 

Garagen gestohlenes Eigentum einen Schadenersatz von mehreren 

A-5605/2017 

Seite 3 

Fr. 100‘000.--. Sein Begehren wurde in der Folge zuständigkeitshalber an 

das Eidgenössische Finanzdepartement EFD (nachfolgend: EFD) weiter-

geleitet. Dieses ging am 5. Juli 2017 beim EFD ein. Daraufhin forderte ihn 

das EFD mit Schreiben vom 10. Juli 2017 auf, innerhalb von 30 Tagen seit 

Erhalt ihres Schreibens einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- zu leisten. 

Mit Eingabe vom 26. Juli 2017 erhob A.X._______ Beschwerde gegen die 

Kostenvorschussverfügung beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren 

A-4235/2017). 

E.  

Im Rahmen seines Schadenersatz- und Genugtuungsbegehrens verlangte 

A.X._______ mit Schreiben vom 21. August 2017 vom EFD im Sinne einer 

vorsorglichen Massnahme einen Vorschuss in der Höhe von Fr. 20‘000.-- 

auf seine Schadenersatzforderung. 

F.  

Mit Schreiben vom 29. September 2017 erhebt A.X._______ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das EFD 

(nachfolgend: Vorinstanz) beim Bundesverwaltungsgericht. Gleichzeitig er-

sucht er im Sinne einer vorsorglichen Massnahme um die Rückgabe seiner 

Schlüssel und seines Inventars sowie um die Zahlung eines Vorschusses 

auf seinen Schadenersatz. Betreffend die Rechtsverzögerungsbe-

schwerde macht er sinngemäss geltend, dass die Vorinstanz zu seinem 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren noch keine Stellung genom-

men habe, obwohl bereits drei Monaten vergangen seien. Zudem sei die 

Vorinstanz bis jetzt noch nicht auf sein Gesuch um Erlass vorsorglicher 

Massnahmen eingegangen.  

G.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies im Verfahren A-4235/2017 mit Urteil 

vom 3. Oktober 2017 die Beschwerde gegen die Kostenvorschussverfü-

gung ab, soweit es auf diese eintrat. Daraufhin ersuchte der Beschwerde-

führer am 16. Oktober 2017 bei der Vorinstanz um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege.  

H.  

Mit Schreiben vom 17. Oktober 2017 und 24. Oktober 2017 reicht der Be-

schwerdeführer Ergänzungen zu seiner Rechtsverzögerungsbeschwerde 

ein. 

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Seite 4 

I.  

Die Vorinstanz wies mit Zwischenverfügung vom 31. Oktober 2017 die vom 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. August 2017 beantragten vor-

sorglichen Massnahmen sowie sein Gesuch vom 16. Oktober 2017 betref-

fend Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. Gleichentags ver-

fasste die Vorinstanz ihre Vernehmlassung zur Rechtsverzögerungsbe-

schwerde. Sie beantragt darin deren Abweisung, soweit auf diese einge-

treten werden könne. 

J.  

Gegen die Zwischenverfügung der Vorinstanz vom 31. Oktober 2017 erhob 

der Beschwerdeführer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Das 

darauf daraufhin eröffnete Verfahren A-6298/2017 dauert noch an. 

K.  

Mit Zwischenverfügung vom 8. November 2017 trat das Bundesverwal-

tungsgericht im vorliegenden Verfahren auf das Gesuch des Beschwerde-

führers um Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht ein. Das Bundesgericht 

trat auf die dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil 2C_978/2017 vom 

20. November 2017 ebenfalls nicht ein. 

L.  

Der Beschwerdeführer reicht mit Eingaben vom 20. November 2017 und 

7. Januar 2018 unaufgefordert Schlussbemerkungen ein. 

M.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit relevant – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern eine Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 VGG entschieden hat und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 

gegeben ist. Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer 

anfechtbaren Verfügung kann ebenfalls Beschwerde geführt werden 

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Seite 5 

(Art. 46a VwVG). Für deren Behandlung ist die Beschwerdeinstanz zustän-

dig (Urteil BGer 2C_81/2009 vom 26. Mai 2009 E. 2.1; Urteile BVGer 

B-1290/2017 vom 22. September 2017 E. 1.1 und E-5385/2017 vom 

25. Oktober 2017 E. 1.1; FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Wald-

mann/Weissenberger (Hrsg.), Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, N 12 

zu Art. 46a VwVG). 

Das EFD ist Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts im Sinne von 

Art. 33 Bst. d VGG. Da die vorliegende Streitsache nicht in einen nach 

Art. 32 VGG ausgeschlossenen Sachbereich fällt, ist das Bundesverwal-

tungsgericht für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Das Verfahren 

richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

(Art. 37 VGG). 

1.2 Rechtsverzögerungs- oder Rechtsverweigerungsbeschwerden richten 

sich gegen den Nichterlass einer anfechtbaren Verfügung. Sie können je-

derzeit geführt werden (Art. 50 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdelegitimation 

setzt voraus, dass bei der zuständigen Behörde zuvor ein Begehren um 

Erlass einer Verfügung gestellt wurde und Anspruch darauf besteht. Der 

Bestand eines Anspruchs ist anzunehmen, wenn die Behörde verpflichtet 

ist, in Verfügungsform zu handeln, und der ansprechenden Person nach 

Art. 6 i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG Parteistellung zukommt (BGE 135 II 60 

E. 3.1.2; BVGE 2010/29 E. 1.2.2; Urteil BVGer E-5385/2017 vom 25. Ok-

tober 2017 E. 1.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 295 N 5.20). Zudem muss die 

beschwerdeführende Person im Zeitpunkt der Beschwerdeführung noch 

ein schutzwürdiges Interesse an der Vornahme der verweigerten oder ver-

zögerten Amtshandlung haben. Wird eine formelle Rechtsverweigerung 

geltend gemacht, muss ein materielles Interesse freilich nicht dargetan 

sein, ein aktuelles Interesse genügt (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., 

S. 296 N 5.23). Zur formellen Rechtsverweigerung zählt unter anderem die 

Rechtsverzögerung, bei welcher die Behörde zwar gewillt ist, tätig zu wer-

den beziehungsweise eine Entscheidung zu fällen, sie jedoch ihrer Ver-

pflichtung nicht innert angemessener Frist nachkommt und damit das Ver-

fahren verschleppt (UHLMANN/WALLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, 

a.a.O., N 2 zu Art. 46a VwVG).  

Hingegen entfällt praxisgemäss das aktuelle, rechtlich geschützte Inte-

resse an der Behandlung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde mit Aus-

fällung des ausstehenden Entscheids durch die zuständige Behörde. In 

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Seite 6 

diesem Fall wird das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit abgeschrie-

ben (BGE 125 V 373 E. 1; Urteil BGer 2C_516/2017 vom 14. September 

2017 E. 4.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., S. 301 N 5.31). 

Der Beschwerdeführer stützt sein Schadenersatz- und Genugtuungsbe-

gehren auf das Verantwortlichkeitsgesetz vom 14. März 1958 (VG, 

SR 170.32). Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, vermittelt es einer ge-

schädigten Person einen Haftungsanspruch gegen den Bund (vgl. Art. 3 ff. 

VG). Für die Beurteilung des Gesuchs mittels Verfügung ist die Vorinstanz 

zuständig (Art. 10 Abs. 1 VG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Verordnung zum Verant-

wortlichkeitsgesetz [SR 170.321]). Ein Anspruch des Beschwerdeführers 

auf Beurteilung seines Schadenersatz- und Genugtuungsbegehrens durch 

die Vorinstanz mittels Verfügung ist somit grundsätzlich gegeben. Des Wei-

teren macht der Beschwerdeführer sinngemäss eine Rechtsverzögerung 

geltend. Nachdem die Vorinstanz im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung 

noch nicht über sein Begehren und die beantragte vorsorgliche Mass-

nahme entschieden hatte, war sein Interesse von aktueller Natur. In der 

Zwischenzeit hat die Vorinstanz jedoch mit Zwischenverfügung vom 

31. Oktober 2017 über die mit Schreiben vom 21. August 2017 beantrag-

ten vorsorglichen Massnahmen einen Entscheid gefällt. Seine Rechtsver-

zögerungsbeschwerde ist somit infolge Wegfalls eines aktuellen Interesses 

an deren Beurteilung als gegenstandslos geworden abzuschreiben, soweit 

sie den Vorwurf der Untätigkeit der Vorinstanz hinsichtlich der beantragten 

vorsorglichen Massnahmen betrifft. Im Übrigen ist auf die formgerecht ein-

gereichte Rechtsverzögerungsbeschwerde (vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG) ein-

zutreten. 

2.  

Die Prüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts beschränkt sich auf 

die Frage, ob das Gebot des Rechtsschutzes in angemessener Zeit im 

konkreten Fall verletzt worden ist oder nicht. Im Falle einer Gutheissung 

der Beschwerde weist das Gericht die Sache mit verbindlichen Weisungen 

an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Eine andere Möglichkeit, 

den rechtmässigen Zustand herzustellen, gibt es nicht; insbesondere hat 

sich das Gericht jeglicher Andeutung, wie der unrechtmässig verzögerte 

Entscheid inhaltlich ausfallen soll, zu enthalten, da es unter Vorbehalt von 

speziellen Konstellationen nicht anstelle der untätigen Behörde entschei-

den darf, andernfalls der Instanzenzug verkürzt und möglicherweise 

Rechte der Verfahrensbeteiligten verletzt würden (BVGE 2008/15 E. 3.1.2 

m.w.H.; Urteil E-5385/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2). 

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Seite 7 

3.  

3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, 

SR 101) hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstan-

zen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (sog. Beschleuni-

gungsgebot; BGE 135 III 127 E. 3.4). Eine überlange Verfahrensdauer ist 

zunächst an allfälligen im Gesetz festgelegten Fristen zu messen (UHL-

MANN/WALLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N 21 zu Art. 46a 

VwVG). Ansonsten beurteilt sich die Angemessenheit einer Verfahrens-

dauer nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Zu berücksichtigen 

sind namentlich die Komplexität des Falls, das Verhalten der Verfahrens-

beteiligten und die Behandlung des Falls durch die Behörden sowie die 

Bedeutung des Ausgangs des Verfahrens für den Betroffenen (BGE 135 I 

265 E. 4.4; Urteil BGer 1C_534/2017 vom 6. Dezember 2017 E. 2.3). 

3.2 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe 

nicht wie gesetzlich vorgesehenen innerhalb dreier Monate Stellung zu sei-

nem Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren genommen. Damit 

scheint er sich auf Art. 10 Abs. 2 Satz 2 VG zu berufen, wonach eine Klage 

auf Schadenersatz und Genugtuung gegen den Bund beim Bundesgericht 

als einzige Instanz erhoben werden kann, wenn die zuständige Behörde 

zum Anspruch innert dreier Monate seit seiner Geltendmachung nicht oder 

ablehnend Stellung genommen hat. Indes weist die Vorinstanz zu Recht 

darauf hin, dass diese Frist nicht einer gesetzlich festgelegten Behand-

lungsfrist gleichkommt. Selbst wenn darin eine Behandlungsfrist zu sehen 

wäre, wäre sie auf den Fall des Beschwerdeführers nicht anwendbar. Das 

Klageverfahren nach Art. 10 Abs. 2 VG kommt nämlich nur bei streitigen 

Ansprüchen aus der Amtstätigkeit von Personen im Sinne von Art. 1 Abs. 1 

Bst. a-cbis VG zur Anwendung (vgl. Art. 10 Abs. 2 VG), zu welchen Mitar-

beiter des SEM offensichtlich nicht zählen. Im Übrigen findet sich weder im 

VG noch in der dazugehörenden Verordnung eine gesetzlich statuierte Be-

handlungsfrist. Die Verfahrensdauer ist deshalb nach den konkreten Um-

ständen zu beurteilen (vgl. oben E. 3.1). 

3.3 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer umgehend nach Eingang 

seines Begehrens mit Schreiben vom 10. Juli 2017 zur Zahlung eines Kos-

tenvorschusses aufgefordert. Nachdem er diese Kostenvorschussverfü-

gung angefochten hatte, musste die Vorinstanz keine weiteren Schritte un-

ternehmen und durfte das betreffende Urteil der Beschwerdeinstanz ab-

warten. Im Zeitpunkt der Rechtsverzögerungsbeschwerde stand dieses 

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Seite 8 

noch aus, weshalb der Vorwurf der Rechtsverzögerung zu Unrecht erho-

ben wurde. Selbst im jetzigen Urteilszeitpunkt ist die andauernde Untätig-

keit der Vorinstanz nicht zu beanstanden: Einerseits hat der Beschwerde-

führer in der Zwischenzeit die vom Bundesverwaltungsgericht als recht-

mässig beurteilte Kostenvorschussforderung noch immer nicht bezahlt. An-

dererseits steht einem Fortschreiten des Verfahrens seine Beschwerde ge-

gen die durch die Vorinstanz abgelehnte Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege im Wege.  

Im Ergebnis erweist sich somit die Rechtsverzögerungsbeschwerde – so-

weit sie nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. oben E. 1.2) – als unbe-

gründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeinstanz auferlegt die Verfahrenskosten in der Regel 

der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Ausnahmsweise können 

sie ihr erlassen werden, unter anderem wenn Gründe in der Sache oder in 

der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, sie ihr 

aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auf-

erlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Wird ein Verfahren gegenstandslos, so wer-

den die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt, deren Verhal-

ten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 VGKE). 

4.2 Soweit die Rechtsverzögerungsbeschwerde abgewiesen wird, unter-

liegt der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren, weshalb ihm grund-

sätzlich die diesbezüglichen Verfahrenskosten aufzuerlegen wären. Auf-

grund der aktenkundigen Umstände des Beschwerdeführers und seiner 

Familie rechtfertigt es sich, ausnahmsweise auf eine Kostenerhebung zu 

verzichten. Es kann daher offen bleiben, ob er auch die Kosten, welche für 

den gegenstandslos gewordenen Teil des Verfahren angefallen sind, zu 

tragen hätte. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Wird ein Verfahren gegenstandslos, so prüft das 

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Seite 9 

Gericht, ob eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Für die Festset-

zung gilt Art. 5 VGKE sinngemäss (Art. 15 VGKE). Die Parteientschädi-

gung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen 

der Partei (Art. 8 Abs. 1 VGKE). 

5.2 Der Beschwerdeführer ist nicht vertreten und macht keine Auslagen 

geltend. Für die Zusprechung einer Parteientschädigung besteht daher von 

vornherein kein Anlass. 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos ge-

worden abgeschrieben wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz ([…]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Andreas Kunz 

 

  

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Seite 11 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der Staatshaf-

tung können beim Bundesgericht angefochten werden, wenn der Streitwert 

mindestens Fr. 30'000.– beträgt oder wenn sich eine Rechtsfrage von 

grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 BGG). 

Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, kann 

sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheides beim Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). 

Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-

ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift 

zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, so-

weit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. 

Art. 42 BGG). 

 

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