# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4eeaae3a-51c9-53cc-890b-395ecc1e96dc
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-06-01
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 01.06.2022 RH.2022.8
**Docket/Reference:** RH.2022.8
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RH-2022-8_2022-06-01

## Full Text

Auslieferung an Deutschland; Auslieferungshaftbefehl (art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungshaftbefehl (art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungshaftbefehl (art. 48 Abs. 2 IRSG);;Auslieferung an Deutschland; Auslieferungshaftbefehl (art. 48 Abs. 2 IRSG)

Entscheid vom 1. Juni 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Patrick Robert-Nicoud, Vorsitz, 
Daniel Kipfer Fasciati und Miriam Forni, 
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja 

   
 
Parteien 

  
A., z.Zt. in Auslieferungshaft,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-
rung,  

Beschwerdegegner 
 

Gegenstand  Auslieferung an Deutschland 
 
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RH.2022.8 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- das Bayerische Staatsministerium der Justiz gestützt auf den Haftbefehl des 
Amtsgerichts Augsburg vom 1. April 2022 die Schweiz um Auslieferung des 
deutschen Staatsangehörigen A. wegen Privatwohnungseinbruchs in Tat-
einheit mit Sachbeschädigung ersuchte (act. 5.1); die deutschen Behörden 
dabei insbesondere darauf hinwiesen, dass die Staatsanwaltschaft Augs-
burg zeitgleich ein Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung der Wohnung von 
A. an die Staatsanwaltschaft Schaffhausen gestellt hätten, weshalb um zeit-
gleiche Ausführung gebeten wurde;  

 
- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») mit Schreiben vom 28. Ap-

ril 2022 einen Auslieferungshaftbefehl gegen A. erliess und gleichentags die 
Staatsanwaltschaft Schaffhausen damit beauftragte, A. möglichst zeitgleich 
mit der Durchführung der Hausdurchsuchung festzunehmen und in Ausliefe-
rungshaft zu versetzen (act. 5.2); 

 
- der Auslieferungshaftbefehl vom 28. April 2022 A. am 21. Mai 2022 anläss-

lich dessen Einvernahme durch die Schaffhauser Polizei ausgehändigt 
wurde (act. 5.4 S. 4); 

 
- mutmasslich davon auszugehen ist, dass sich A. seit dem 21. Mai 2022 in 

provisorischer Auslieferungshaft befindet;  
 
- A. im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 24. Mai 2022 die Durch-

führung des ordentlichen Auslieferungsverfahrens beantragte (act. 5.5); 
 
- A. ferner mit Eingabe vom 25. Mai 2022 gegen den Auslieferungshaftbefehl 

vom 28. April 2022 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Be-
schwerde erhob und sinngemäss dessen Aufhebung beantragt (act. 1); 

 
- die Beschwerdekammer das BJ am 27. Mai 2022 zur Einreichung der Ver-

fahrensakten aufforderte (act. 4); das BJ dieser Aufforderung mit Schreiben 
vom 27. Mai 2022 nachkam (act. 5); 

 
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 57 Abs. 3 

VwVG). 
 
 

  

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland primär 
das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 
(EAUe; SR 0.353.1), die hierzu ergangenen Zusatzprotokolle vom 17. März 
1978 (ZPII EAUe; SR 0.353.12) und 10. November 2010 (ZPIII EAUe; 
SR 0.353.13) sowie der Vertrag vom 13. November 1969 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland 
über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner Anwendung 
(ZV EAUe; SR 0.353.913.61) massgebend sind; 

 
- überdies das Übereinkommen vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des 

Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchfüh-
rungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-Nr. 42000A0922(02); Abl. L 239 vom 
22. September 2000, S. 19-62; Text nicht publiziert in der SR, jedoch abruf-
bar auf der Website der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter «Rechts-
sammlung zu den bilateralen Abkommen», 8.1 Anhang A; https://www.ad-
min.ch/opc/de/european-union/international-agreements/008.html) i.V.m. 
dem Beschluss des Rates 2007/533/JI vom 12. Juni 2007 über die Einrich-
tung, den Betrieb und die Nutzung des Schengener Informationssystems der 
zweiten Generation (SIS II), namentlich Art. 26-31 (CELEX-Nr. 32007D0533; 
Abl. L 205 vom 7. August 2007, S. 63-84; abrufbar unter «Rechtssammlung 
zu den bilateralen Abkommen», 8.4 Weiterentwicklungen des Schengen-
Besitzstands), sowie diejenigen Bestimmungen des Übereinkommens vom 
27. September 1996 über die Auslieferung zwischen den Mitgliedstaaten 
der Europäischen Union (EU-Auslieferungsübereinkommen; CELEX-Nr. 
41996A1023(02); Abl. C 313 vom 23. Oktober 1996, S. 12-23) anwendbar 
sind, welche gemäss dem Beschluss des Rates 2003/169/JI vom 27. Feb-
ruar 2003 (CELEX-Nr. 32003D0169; Abl. L 67 vom 12. März 2003, S. 25 f.; 
abrufbar unter «Rechtssammlung zu den bilateralen Abkommen», 8.2 An-
hang B) eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands darstellen;  

 
- die zwischen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmun-

gen aufgrund bilateraler oder multilateraler Abkommen unberührt bleiben 
(Art. 59 Abs. 2 SDÜ; Art. 1 Abs. 2 EU-Auslieferungsübereinkommen); 

 
- soweit die staatsvertraglichen Bestimmungen gewisse Fragen nicht ab-

schliessend regeln, auf das Verfahren der Auslieferung ausschliesslich das 
Recht des ersuchten Staates Anwendung findet (Art. 22 EAUe), namentlich 
das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in 
Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Ver-
ordnung vom 24. Februar 1982 (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11); 

https://www.admin.ch/opc/de/european-union/international-agreements/008.html
https://www.admin.ch/opc/de/european-union/international-agreements/008.html

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das innerstaatliche Recht nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur An-
wendung gelangt, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe 
stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 
E. 3.1); die Wahrung der Menschenrechte vorbehalten bleibt (BGE 135 IV 
212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; TPF 2016 65 E. 1.2; 2008 24 E. 1.1);  

 
- die verfolgte Person gegen den Auslieferungshaftbefehl des BJ innert zehn 

Tagen ab der schriftlichen Eröffnung Beschwerde bei der Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts führen kann, wobei für die Beschwerdeverfah-
ren die Art. 379-397 StPO sinngemäss gelten (Art. 48 Abs. 2 i.V.m. Art. 47 
IRSG);  

 
- die vorliegende Beschwerde vom verfolgten Beschwerdeführer frist- und 

formgerecht erhoben worden ist, weshalb darauf einzutreten ist; 
 
- die Verhaftung des Verfolgten während des ganzen Auslieferungsverfahren 

die Regel bildet (BGE 136 IV 20 E. 2.2; 130 II 306 E. 2.2);  
 
- eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls sich nur ausnahmsweise und 

unter strengen Voraussetzungen rechtfertigt, wenn der Verfolgte sich 
voraussichtlich der Auslieferung nicht entzieht und die Strafuntersuchung 
nicht gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG), wenn er den sogenannten Alibi-
beweis erbringen und ohne Verzug nachweisen kann, dass er zur Zeit der 
Tat nicht am Tatort war (Art. 47 Abs. 1 lit. b IRSG), wenn er nicht hafterste-
hungsfähig ist oder andere Gründe vorliegen, welche eine weniger ein-
schneidende Massnahme rechtfertigen (Art. 47 Abs. 2 IRSG), oder wenn 
sich die Auslieferung als offensichtlich unzulässig erweist (Art. 51 Abs. 1 
IRSG); 

 
- ein Auslieferungsersuchen offensichtlich unzulässig sein kann, wenn ohne 

jeden Zweifel und ohne weitere Abklärungen ein Ausschlussgrund vorliegt 
(vgl. BGE 111 IV 108 E. 3a);  

 
- im Übrigen die Vorbringen gegen die Auslieferung als solche oder gegen die 

Begründetheit des Auslieferungsbegehrens nicht im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren, sondern im eigentlichen Auslieferungsverfahren zu prü-
fen sind (vgl. MOREILLON /DUPUIS/MAZOU, La pratique judiciaire du Tribunal 
pénal fédéral, in Journal des Tribunaux 2009 IV 111 Nr. 190 und 2008 IV 66 
Nr. 322 je m.w.H. auf die Rechtsprechung);  

 

- 5 - 

 

 

- die ausnahmsweise zu gewährende Haftentlassung an strengere Voraus-
setzungen gebunden ist als der Verzicht auf die gewöhnliche Untersu-
chungshaft in einem Strafverfahren oder die Entlassung aus einer solchen 
(vgl. BGE 130 II 306 E. 2.2 und 2.3; 111 IV 108 E. 2; Entscheid des Bun-
desstrafgerichts RH.2015.14 vom 9. Juli 2015, E. 4.1);  

 
- soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es seien keine Beweise aufgeführt 

worden, die ihn mit der ihm zur Last gelegten Straftat in Verbindung bringen 
würden, verkennt, dass solche Einwendungen im Verfahren betreffend Aus-
lieferungshaft nicht zu hören sind; Schuld- und Tatfragen im Rahmen eines 
Auslieferungsverfahrens grundsätzlich ohnehin nicht geprüft werden (vgl. 
BGE 133 IV 76 E. 2.2; 118 Ib 121 E. 5c); 

 
- der Beschwerdeführer ferner das Vorliegen von Fluchtgefahr bestreitet, da 

er über einen festen Wohnsitz und Arbeit in der Schweiz verfüge und zudem 
seinen deutschen Anwalt beauftragt habe, die Staatsanwaltschaft Augsburg 
zu kontaktieren;  

 
- die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Verneinung von Fluchtgefahr 

überaus restriktiv ist und der Erfüllung der staatsvertraglichen Auslieferungs-
pflichten im Vergleich zu den Interessen des Verfolgten ausserordentlich 
grosses Gewicht beimisst;  

 
- das Bundesgericht die Fluchtgefahr bei drohenden hohen Freiheitsstrafen in 

der Regel sogar dann bejaht, wenn der Betroffene über eine Niederlassungs-
bewilligung und familiäre Bindungen in der Schweiz verfügt (BGE 136 IV 20 
E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8G.45/2001 vom 15. August 2001 E. 3a);  

 
- um Fluchtgefahr ausreichend zu bannen, Ersatzmassnahmen für Ausliefe-

rungshaft wie Abgabe der Reisedokumente, Schriftensperre, Meldepflicht 
und Electronic Monitoring angesichts der einfachen Möglichkeit, sich ins 
Ausland abzusetzen, nach konstanter Rechtsprechung nur in Kombination 
mit einer sehr substantiellen Sicherheitsleistung als überhaupt geeignet er-
achtet werden (Entscheide des Bundesstrafgerichts RH.2020.10 vom 
23. September 2020 E. 4.2; RH.2020.9 vom 11. September 2020 E. 5.2; 
RH.2020.5 vom 12. August 2020 E. 6.4; jeweils m.w.H.);  

 
- dem Beschwerdeführer gemäss Ausführungen der deutschen Behörden im 

Falle einer Auslieferung und Verurteilung in Deutschland aufgrund seiner 
Vorstrafen eine hohe Freiheitsstrafe drohe (act. 5.1); 

 

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- das deutsche Strafgesetzbuch den (einfachen) Wohnungseinbruchsdieb-
stahl mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft 
(§ 244 Abs. 1 Ziff. 1 dStGB); die qualifizierte Begehung entsprechend höher 
bestraft wird (vgl. § 244 Abs. 1 Ziff. 2-3 dStGB); 

 
- es sich beim jungen Beschwerdeführer (24 Jahre) um einen ausländischen 

Staatsangehörigen handelt, der – abgesehen von geltend gemachten Prob-
lem mit dem Herzrhythmus und der angegebenen Einnahme von Antidepres-
siva – soweit ersichtlich bei guter Gesundheit ist;  

 
- er eigenen Angaben zufolge zwar in der Schweiz über einen festen Wohnsitz 

verfügt und einer Arbeit nachgeht; darüber hinaus Angaben, welche Rück-
schlüsse auf seine Beziehung zur Schweiz zuliessen, fehlen;  

 
- seine Familie, namentlich seine Eltern, offenbar nicht in der Schweiz leben 

(vgl. Einvernahme vom 24. Mai 2022, act. 5.5 S. 3);  
 
- vor dem Hintergrund, dass dem Beschwerdeführer bei seiner Auslieferung 

und einer allfälligen Verurteilung in Deutschland – wie dargelegt – eine hohe 
Freiheitsstrafe droht und eine besonders enge Bindung zur Schweiz nicht 
ersichtlich ist, von einer beträchtlichen Fluchtgefahr auszugehen ist; 

 
- der aktuellen Fluchtgefahr auch nicht durch mildere Ersatzmassnahmen wie 

Schriftensperre und Meldepflicht oder eine allfällige (nicht angebotene) Kau-
tion begegnet werden kann; 

 
- damit das Vorliegen der vom Beschwerdeführer in Abrede gestellten Kollu-

sionsgefahr nicht zu prüfen ist; 
 
- sich die Beschwerde somit als offensichtlich unbegründet erweist und ohne 

Durchführung eines Schriftenwechsels abzuweisen ist (Art. 390 Abs. 2 StPO 
e contrario);  

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG); 
 
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG und 

Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 des Reglements des Bundesstrafgerichts 
vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 
Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 
 

- 7 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 1. Juni 2022 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 

- A.  
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung  

 
 
Rechtsmittelbelehrung 

 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 

 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die 
betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, 
soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 

- 8 - 

 

 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am 
letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden 
(Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der 
Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte 
abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 
BGG).