# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b6d57332-10af-5e54-ba2f-d7e18738e732
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-14
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 14.03.2025 Z2 2024 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2024-85_2025-03-14.pdf

## Full Text

20241230_153036_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2024 85

Oberrichter A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiber I. Cathry

Urteil vom 14. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

1. A.________ AG,
2. B.________ AG,
beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________ und/oder Rechtsanwalt D.________,
Gesuchstellerinnen und Berufungsklägerinnen,

gegen

E.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwältin F.________ und/oder Rechtsanwalt G.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte,

betreffend

Handelsregistersperre 
(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 10. Dezember 2024)

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Rechtsbegehren

Gesuchstellerinnen und Berufungsklägerinnen

1. Es sei der Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 10. Dezember 2024 (ES 2024 533) 
vollumfänglich aufzuheben, das Gesuch der Berufungsklägerinnen 1 und 2 vom 19. Juni 2024 um vor-
sorgliche Massnahmen (Handelsregistersperre) gutzuheissen und infolgedessen die mit Entscheid des 
Kantonsgerichts Zug vom 19. Juni 2024 superprovisorisch angeordnete Handelsregistersperre, d.h. die 
Anweisung an das Handelsregisteramt des Kantons Zug, die angeblichen Beschlüsse der angeblichen 
ausserordentlichen Generalversammlung der E.________ AG vom 18. Juni 2024 betreffend die Nicht-
wiederwahl und Abwahl von H.________ und I.________ als Mitglieder des Verwaltungsrats der 
E.________ AG und dementsprechend die Löschung von H.________ und I.________ als kollektiv zu 
zweien zeichnungsberechtigte Mitglieder des Verwaltungsrats der E.________ AG nicht im Handelsre-
gister, d.h. Tages- und Hauptregister, einzutragen, als vorsorgliche Massnahme zu bestätigen und auf-
rechtzuerhalten.

2. Eventualiter zu Rechtsbegehren Ziff. 1 sei der Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 
10. Dezember 2024 (ES 2024 533) vollumfänglich aufzuheben und die Angelegenheit zur erneuten 
Entscheidung an das Kantonsgericht Zug, Einzelrichter, zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das vorliegende wie auch das vorinstanzliche Ver-
fahren zulasten der Berufungsbeklagten.

Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte

1. Es sei die Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 10. Dezember 2024 im Verfah-
ren ES 2024 533 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Berufungsklägerinnen, hierfür so-
lidarisch haftend.

Sachverhalt

1.1 Die E.________ AG (nachfolgend: Gesuchsgegnerin) mit Sitz in Zug bezweckt im Wesentli-
chen ________. Ihr Verwaltungsrat setzt sich gemäss Handelsregister aktuell zusammen aus 
J.________ (Präsident), I.________ und H.________, wobei sämtliche Mitglieder des Ver-
waltungsrats über Kollektivunterschrift zu zweien verfügen.

Das Aktienkapital der Gesuchsgegnerin beträgt CHF 100'000.00 und ist eingeteilt in 100 vin-
kulierte Namenaktien zu je CHF 1'000.00. Die A.________ AG (nachfolgend: Gesuchsteller-
in 1) mit Sitz in Baar hält 30 dieser Aktien, die B.________ AG (nachfolgend: Gesuchsteller-
in 2) mit Sitz in Zug deren 20 und die K.________ AG mit Sitz in Zürich deren 50.

1.2 Am 18. Juni 2024 wurde im Rahmen einer ausserordentlichen Generalversammlung der Ge-
suchsgegnerin J.________ als einziger Verwaltungsrat für eine Amtsdauer von drei Jahren 
wiedergewählt. Die beiden weiteren Verwaltungsräte, I.________ und H.________, wurden 
nicht wiedergewählt. Im Protokoll der Generalversammlung wurde festgehalten, dass deren 
Amtsdauer mit dem Abschluss der ausserordentlichen Generalversammlung endet 

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(Vi act. 6/15; Vi act. 14/10). Zwischen den Parteien ist umstritten, ob diese ausserordentliche 
Generalversammlung gültig einberufen und abgehalten wurde.

2.1 Mit Eingabe vom 19. Juni 2024 gelangten die Gesuchstellerinnen an den Einzelrichter am 
Kantonsgericht Zug und ersuchten um (super-)provisorischen Erlass einer Handelsregister-
sperre gegen die Gesuchsgegnerin, entsprechend dem eingangs genannten Rechtsbegeh-
ren (Vi act. 1).

2.2 Mit Entscheid vom 19. Juni 2024 wies der Einzelrichter im Sinne einer vorsorglichen Mass-
nahme das Handelsregisteramt des Kantons Zug superprovisorisch an, die Beschlüsse der 
ausserordentlichen Generalversammlung der Gesuchgegnerin vom 18. Juni 2024 betreffend 
die Nichtwiederwahl und Abwahl von H.________ und I.________ als Mitglieder des Verwal-
tungsrats der Gesuchsgegnerin und dementsprechend die Löschung von H.________ und 
I.________ als kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigte Mitglieder des Verwaltungsrats der 
Gesuchsgegnerin nicht im Handelsregister einzutragen (Vi act. 4).

2.3 Mit Eingabe vom 25. Juni 2024 bezifferten die Gesuchstellerinnen aufforderungsgemäss den 
Streitwert. Des Weiteren reichten sie als Novum das Protokoll der ausserordentlichen Gene-
ralversammlung vom 18. Juni 2024 ein (Vi act. 6).

2.4 Mit Eingabe vom 5. Juli 2024 reichten die Gesuchstellerinnen eine weitere Noveneingabe ein 
und machten unter anderem geltend, die Gesuchsgegnerin könne durch deren Rechtsvertre-
ter im vorliegenden Verfahren nicht vertreten werden, da keine gültige Vollmacht vorliege 
(Vi act. 10).

2.5 Am 8. Juli 2024 nahm die Gesuchsgegnerin Stellung zum Gesuch vom 19. Juni 2024 und 
beantragte die Aufhebung der superprovisorisch verfügten vorsorglichen Massnahmen sowie 
die Abweisung des Gesuchs (Vi act. 11).

2.6 Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt. Die Parteien reichten jedoch unauf-
gefordert weitere Stellungnahmen in Ausübung ihres unbedingten Replikrechts oder Nove-
neingaben ein (die Gesuchstellerinnen am 16. August 2024 [Vi act. 16], 28. August 2024 
[Vi act. 19], 10. September 2024 [Vi act. 21], 8. November 2024 [Vi act. 26], 19. November 
2024 [Vi act. 28] und 4. Dezember 2024 [Vi act. 29]; die Gesuchsgegnerin am 19. Juli 2024 
[Vi act. 14], 10. September 2024 [Vi act. 22] und 26. September 2024 [Vi act. 23]).

2.7 Am 10. Dezember 2024 fällte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug folgenden Entscheid 
(act. 1/1):

" 1. Das Gesuch wird abgewiesen.

2. Das Handelsregisteramt Zug wird angewiesen, die mit Entscheid vom 19. Juni 2024 superprovi-
sorisch angeordnete Handelsregistersperre (Ziff. 1 des Dispositivs) nach Eintritt der Rechtskraft 
des vorliegenden Entscheids unverzüglich aufzuheben.

3. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgesetzt:

CHF 3'000.00Entscheidgebühr

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Die Gerichtskosten werden den Gesuchstellerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt und 
mit dem von den Gesuchstellerinnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 4'500.00 verrech-
net. Der Restbetrag von CHF 1'500.00 wird den Gesuchstellerinnen von der Gerichtskasse 
zurückerstattet. 

4. Die Gesuchstellerinnen haben der Gesuchsgegnerin unter solidarischer Haftbarkeit eine 
Parteientschädigung von CHF 4'000.00 (MWST inbegriffen) zu bezahlen.

[Rechtsmittelbelehrung / Mitteilungen] "

3.1 Mit Eingabe vom 23. Dezember 2024 reichten die Gesuchstellerinnen gegen diesen Ent-
scheid Berufung beim Obergericht des Kantons Zug mit eingangs genanntem Rechtsbegeh-
ren ein. Zudem stellten sie die Verfahrensanträge, es sei zu bestätigen und festzustellen, 
dass die mit Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 19. Juni 2024 super-
provisorische Handelsregistersperre bis zum Eintritt der Rechtskraft des Entscheids über die 
Berufung aufrecht erhalten bleibe und dies dem Handelsregisteramt mitzuteilen sei. Eventua-
liter beantragten sie die aufschiebende Wirkung (act. 1).

3.2 Mit Präsidialverfügung vom 30. Dezember 2024 wurden die Verfahrensanträge der Gesuch-
stellerinnen vom 23. Dezember 2024 abgewiesen. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass 
gemäss angefochtenem Entscheid die Handelsregistersperre erst "nach Eintritt der Rechts-
kraft" aufzuheben sei und der Entscheid trotz der grundsätzlich aufschiebenden Wirkung der 
Berufung noch nicht formell rechtskräftig sei (act. 2).

3.3 In ihrer Berufungsantwort vom 24. Januar 2025 stellte die Gesuchsgegnerin das eingangs 
genannte Rechtsbegehren (act. 5).

3.4 Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt. Am 27. Februar 2025 nahmen die 
Gesuchstellerinnen jedoch in Ausübung des unbedingten Replikrechts zur Berufungsantwort 
Stellung (act. 8). Ausserdem reichten sie am 27. Februar und am 7. März 2025 eine Nove-
neingabe ein (act. 9 und 10).

Erwägungen

1. Zum Berufungsverfahren ist in prozessualer Hinsicht zunächst Folgendes festzuhalten:

1.1 Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist bei der 
Rechtsmittelinstanz innert 10 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schriftlich 
und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO). Das Berufungsver-
fahren ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet. Es dient nicht der Vervollständigung 
des vorinstanzlichen Verfahrens, sondern der Überprüfung und Korrektur des erstinstanzli-
chen Entscheids im Lichte konkret dagegen vorgebrachter Beanstandungen. Entsprechend 
ist die Berufung gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO begründet einzureichen. Dabei muss der Beru-
fungskläger aufzeigen, inwiefern und weshalb er den angefochtenen Entscheid in tatsächli-
cher oder rechtlicher Hinsicht als fehlerhaft erachtet bzw. weshalb (zulässige) Noven oder 
neue Beweismittel einen anderen Schluss aufdrängen. Um diesen Anforderungen nachzu-
kommen, genügt es nicht, wenn er lediglich auf seine Vorbringen vor erster Instanz verweist, 
sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefochtenen 

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Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Vielmehr muss er im Einzelnen die vorinstanzlichen 
Erwägungen bezeichnen, die er beanstandet, sich mit ihnen argumentativ auseinandersetzen 
und die Aktenstücke nennen, auf denen seine Kritik beruht. Die Begründung muss hinrei-
chend explizit sein, sodass sie vom Berufungsgericht einfach nachvollzogen werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_255/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.6; BGE 142 III 413 
E. 2.2.2 und 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 2013 Nr. 4]).

1.2 Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraus-
setzung für die Berufung. Lässt die Berufung insgesamt oder hinsichtlich eines bestimmten 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung vermissen, so tritt das Berufungsgericht darauf 
nicht ein. Die gerichtliche Fragepflicht nach Art. 56 ZPO entbindet nicht von einer gehörigen 
Begründung der Rechtsmitteleingabe. Ebenso wenig besteht eine Pflicht des Berufungsge-
richts, die Berufung zur Verbesserung zurückzuweisen. Dabei handelt es sich nicht um einen 
verbesserlichen Mangel im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; 5A_342/2020 vom 4. März 2021 E. 3.3, je m.w.H.).

1.3 Das Berufungsgericht verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache 
und kann das erstinstanzliche Urteil sowohl auf rechtliche wie tatsächliche Mängel hin über-
prüfen (vgl. Art. 310 ZPO). Dies bedeutet aber nicht, dass das Berufungsgericht gehalten ist, 
von sich aus wie eine erstinstanzliche Gerichtsbehörde alle sich stellenden tatsächlichen und 
rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn die Parteien diese in oberer Instanz nicht mehr vor-
tragen. Es hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beur-
teilung der in der schriftlichen Begründung gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Be-
anstandungen zu beschränken (BGE 147 III 176 E. 4.2.1; Urteile des Bundesgerichts 
4A_186/2022 vom 22. August 2022 E. 4.4.1 und 4A_312/2023 vom 17. August 2023 E. 3.2).

1.4 Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutba-
rer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Die Rechtsprechung 
unterscheidet zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven). Echte Noven 
sind Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Zeitpunkt, in dem im erstinstanzlichen 
Verfahren letztmals neue Tatsachen vorgetragen werden konnten, entstanden sind. Unechte 
Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits zuvor entstanden sind. Noven sind im 
Berufungsverfahren grundsätzlich bei erster Gelegenheit, d.h. im ersten Schriftenwechsel, 
vorzutragen. Im Falle unechter Noven sind die Gründe, weshalb die Tatsache oder das Be-
weismittel nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnte, detailliert darzulegen 
(vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_763/2018 vom 1. Juli 2019 
E. 2.1.3.2 und 2.1.3.3). 

2. Gegenstand des Berufungsverfahrens ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen nach 
Art. 261 ZPO.

2.1 Gemäss Art. 261 ZPO trifft das Gericht die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, wenn 
die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist 
oder eine Verletzung zu befürchten ist (sog. Verfügungsanspruch; lit. a) und ihr aus der Ver-
letzung ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (sog. Verfügungsgrund; lit. b). 
Auch wenn nicht ausdrücklich genannt, gehört die zeitliche Dringlichkeit zum Vorausset-

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zungskatalog für vorsorgliche Massnahmen und müssen die angeordneten Massnahmen 
verhältnismässig sein. Mithin müssen sie geeignet und erforderlich sein, um den befürchteten 
Nachteil zu verhindern (Huber, in: Sutter-Somm und weitere [Hrsg.], Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, Art. 261 ZPO N 18 und 20 ff.; Kofmel Ehrenzeller, 
in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. A. 2021, Art. 261 ZPO N 4 ff.; 
Güngerich, Berner Kommentar, 2012, Art. 262 ZPO N 2 ff.).

2.2 Die gesuchstellende Partei muss sowohl das Bestehen ihres materiellrechtlichen Anspruchs, 
dessen Gefährdung oder Verletzung als auch den drohenden, nicht leicht wieder gut zu ma-
chenden Nachteil und die zeitliche Dringlichkeit glaubhaft machen. Ein strikter Beweis ist 
nicht erforderlich. Glaubhaftmachen bedeutet, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das 
Vorhandensein der Voraussetzungen spricht. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit ist aber 
nicht gefordert. Auch die Einwendungen der Gegenseite sind von dieser lediglich glaubhaft 
zu machen (vgl. Sprecher, Basler Kommentar, 4. A. 2024, Art. 261 ZPO N 51 f. und 58).

3. Vorab ist auf den Vorwurf der Gesuchstellerinnen einzugehen, die Vorinstanz habe ihr recht-
liches Gehör verletzt.

3.1 Die Gesuchstellerinnen machen geltend, die Vorinstanz habe sich im angefochtenen Ent-
scheid unter Verletzung des rechtlichen Gehörs mit diversen ihrer Ausführungen, die sie in 
ihren Eingaben vom 16. August 2024 und 8. November 2024 gemacht hätten, nicht ausein-
andergesetzt (vgl. act. 1 Rz 22, 35, 36, 47 und 53).

3.2 Das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom 
Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der Entscheid-
findung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu be-
gründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich 
auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie 
sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 146 II 335 E. 5.1; 
Schmid/Brunner, Basler Kommentar, 4. A. 2024, Art. 239 ZPO N 10).

3.3 Die Vorinstanz führte aus, die Parteien hätten im summarischen Verfahren grundsätzlich nur 
einmal die Möglichkeit, sich unbeschränkt zu äussern, während sie danach nur noch unter 
den eingeschränkten Voraussetzungen von Art. 229 [a]Abs. 1 ZPO gehört werden könnten. 
Der Einzelrichter habe vorliegend keinen zweiten Schriftenwechsel angeordnet. Die Gesuch-
stellerinnen und die Gesuchsgegnerin hätten jeweils von ihrem verfassungsmässigen Replik-
recht Gebrauch gemacht. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestehe im Summa-
rverfahren jedoch kein Anspruch, sich zweimal zur Sache zu äussern; der Aktenschluss trete 
bereits nach einmaliger Äusserung ein. Die Parteien treffe die Last, sämtliche Tatsachenbe-
hauptungen und Beweismittel mit dem ersten Vortrag einzureichen. Reiche eine Partei eine 
Replik ein, obwohl das Gericht keinen zweiten Schriftenwechsel angeordnet habe, seien No-
ven nur noch unter den Voraussetzungen gemäss Art. 229 [a]Abs. 1 lit. a oder lit. b ZPO 
zulässig. Zudem dürfe die Replik nicht dazu verwendet werden, ein Gesuch zu ergänzen 
oder zu verbessern. Da kein zweiter Schriftenwechsel angeordnet worden sei, sei der Akten-
schluss grundsätzlich nach dem Einreichen der Gesuchsantwort der Gesuchsgegnerin vom 
8. Juli 2024 eingetreten. Soweit sich die Parteien in ihren weiteren Eingaben im Sinne eines 
zweiten Schriftenwechsels äussern würden, seien ihre Behauptungen und Einwendungen – 

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davon seien die echten Noven nach Art. 229 [a]Abs. 1 lit. a ZPO ausgenommen, auf welche 
nachfolgend jeweils Einzelnen eingegangen werde – unbeachtlich. Sie hätten auch nicht 
substanziiert dargelegt, inwiefern die Voraussetzungen nach Art. 229 [a]Abs. 1 lit. b ZPO er-
füllt wären (Vi act. 30 E. 2).

3.4 Diese – in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergangene – vor-
instanzliche Feststellung, wonach der Aktenschluss grundsätzlich nach dem Einreichen der 
Gesuchsantwort der Gesuchsgegnerin vom 8. Juli 2024 eingetreten sei (Vi act. 30 E. 2), ist 
weder zu bemängeln noch wurde sie von den Gesuchstellerinnen gerügt. Die Eingaben vom 
16. August 2024 und 8. November 2024, auf die sich die Gesuchstellerinnen in der Berufung 
beziehen, reichten sie erst nach Aktenschluss ein. Dass es sich bei den von ihnen in diesen 
Eingaben gemachten Ausführungen, die von der Vorinstanz nicht berücksichtigt wurden, um 
zulässige Noven gehandelt hat, machen die Gesuchstellerinnen im Berufungsverfahren je-
doch nicht geltend. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese Behauptun-
gen und Einwendungen unberücksichtigt liess. Soweit sich die Rüge der Gehörsverletzung 
darauf bezieht, dass Ausführungen in den Eingaben vom 16. August 2024 und 8. November 
2024 nicht berücksichtigt worden seien, ist sie demnach unbegründet.

3.5 Auch soweit sich der Vorwurf der Gesuchstellerinnen darauf bezieht, dass die Vorinstanz 
nicht auf einige ihrer Argumente in ihrem Gesuch vom 19. Juni 2024 eingegangen sei (vgl. 
act. 1 Rz 22 und 36), kann ihnen nicht gefolgt werden. Denn dem angefochtenen Entscheid 
kann ohne Weiteres entnommen werden, weshalb die Vorinstanz einen Beschluss des Ver-
waltungsrats zur Einberufung einer ordentlichen (anstelle einer ausserordentlichen) General-
versammlung als nicht nachgewiesen betrachtete (vgl. Vi act. 30 E. 5.4.1.3) oder sie es für 
nicht glaubhaft hielt, dass die Gesuchstellerin 1 keine Einladung zur ausserordentlichen Ge-
neralversammlung vom 18. Juni 2024 erhalten habe. So war es den Gesuchstellerinnen of-
fensichtlich auch möglich, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist auch insofern nicht ersichtlich.

3.6 Der Einwand der Gesuchstellerinnen, die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör verletzt, ist 
daher insgesamt unbegründet.

4. Angefochten wird sodann, dass die Vorinstanz den Verfügungsanspruch (Art. 261 Abs. 1 
lit. a ZPO) verneint hat. Darauf ist nachfolgend im Einzelnen einzugehen (E. 5-10).

5. Zwischen den Parteien ist zunächst umstritten, ob der Gesamtverwaltungsrat der Gesuchs-
gegnerin die Einberufung einer ordentlichen Generalversammlung beschlossen hat (act. 1 
Rz 21 ff.). Die Argumentation der Gesuchstellerinnen läuft darauf hinaus, dass eine ordentli-
che Generalversammlung geplant gewesen sei, sich deshalb die Durchführung einer ausser-
ordentlichen erübrigt habe und entsprechend auch nie beschlossen worden sei (vgl. Vi 
act. 16 Rz 56 ff. und 181).

5.1 Die Vorinstanz kam zum Schluss, es sei entgegen der Ansicht der Gesuchstellerinnen nicht 
ersichtlich, dass die Einberufung einer ordentlichen Generalversammlung beschlossen wor-
den sei. Wäre dies der Fall gewesen, hätten die beiden weiteren Verwaltungsräte, 
H.________ und I.________, sicherlich nach der Zustellung der Einladung [zur ausserordent-
lichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024] in ihrer E-Mail vom 21. Mai 2024 dagegen 

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[gegen die Abhaltung einer ausserordentlichen anstelle einer ordentlichen Generalversamm-
lung] opponiert (Vi act. 30 E. 5.4.1.3).

5.2 Die Gesuchstellerinnen rügen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Sie 
hätten im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass – wie jedes Jahr – die in der ersten 
Jahreshälfte anstehende ordentliche Generalversammlung der Gesuchsgegnerin auf Instruk-
tion des Verwaltungsrats durch die Treuhänderin der Gesuchsgegnerin, die L.________ AG, 
vorbereitet worden sei. Sie hätten diese Tatsache urkundlich belegt. Zudem hätten sie nach-
gewiesen, dass dementsprechend die L.________ AG mit E-Mail vom 21. Mai 2024, 
15.11 Uhr, J.________, I.________ sowie H.________ den Geschäftsbericht der Gesuchs-
gegnerin für das Geschäftsjahr 2023, das unterzeichnete Protokoll der ordentlichen General-
versammlung der Gesuchsgegnerin vom 31. Juli 2023, den Entwurf der Steuererklärung für 
das Geschäftsjahr 2023 sowie den Entwurf des Protokolls der bevorstehenden ordentlichen 
Generalversammlung der Gesuchsgegnerin gesendet habe. Die Feststellung der Vorinstanz, 
wonach entgegen der Ansicht der Gesuchstellerinnen nicht ersichtlich sei, dass – "wie an-
geblich jedes Jahres und von der L.________ AG vorbereitet" – die Einberufung einer or-
dentlichen Generalversammlung beschlossen worden sei, erweise sich vor diesem Hinter-
grund als aktenwidrig, falsch und willkürlich. Es verstehe sich von selbst, dass die Treuhän-
derin der Gesuchsgegnerin ohne entsprechenden Auftrag des Verwaltungsrats diese Unter-
lagen nicht vorbereitet hätte. Am Umstand, dass die L.________ AG in ihrer Funktion als 
Treuhänderin der Gesuchsgegnerin die Unterlagen für die ordentliche Generalversammlung, 
insbesondere die Einladung und den Entwurf des Protokolls der ordentlichen Generalver-
sammlung für das Geschäftsjahr 2023, erstellt und mit E-Mail zugestellt habe, zeige sich, 
dass ein solcher Beschluss betreffend Einberufung einer ordentlichen Generalversammlung 
des Verwaltungsrats der Gesuchsgegnerin und ein Mandat der L.________ AG für deren 
Vorbereitung tatsächlich bestanden habe. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz ergebe 
sich auch aus der E-Mail von M.________ vom 26. September 2024 nichts anderes. Damit 
werde der Auftrag der Gesuchsgegnerin an die L.________ AG zur Vorbereitung der ordent-
lichen Generalversammlung im Jahr 2024 keineswegs widerlegt. Aus der E-Mail gehe mit 
keinem Wort hervor, dass die L.________ AG angeblich keinen Auftrag zur Vorbereitung der 
ordentlichen Generalversammlung der Gesuchsgegnerin gehabt habe. Die E-Mail beziehe 
sich offensichtlich auf die Buchhaltung und nicht auf die Vorbereitung der ordentlichen Gene-
ralversammlung der Gesuchsgegnerin für das Geschäftsjahr 2023. Hätte die L.________ AG 
– wie von der Vorinstanz aktenwidrig und willkürlich unterstellt – instruktionswidrig oder in-
struktionslos die ordentliche Generalversammlung vorbereitet, so hätte J.________ dies si-
cherlich beanstandet. Seiner E-Mail vom 21. Mai 2021 [recte: 2024] lasse sich jedoch keine 
Beanstandung entnehmen. Zudem lasse die Vorinstanz willkürlich ausser Acht, dass der Er-
klärungsversuch von J.________ betreffend Verzicht auf die ordentliche Generalversamm-
lung ("[d]ie ordentliche GV werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nachholen") in seiner E-
Mail vom 21. Mai 2021 [recte: 2024] keinerlei Sinn ergeben würde, wenn – wie von der Vor-
instanz aktenwidrig festgestellt – anlässlich einer angeblichen Verwaltungsratssitzung vom 
14. Mai 2024 die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks Ab-
haltens von Wahlen beschlossen worden und der Verwaltungsratspräsident J.________ mit 
der Einladung beauftragt worden wäre (act. 1 Rz 19 ff.).

5.3 Es ist zwar zutreffend, dass die L.________ AG dem Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin 
am 21. Mai 2024 den Geschäftsbericht der Gesuchsgegnerin für das Geschäftsjahr 2023, 

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das unterzeichnete Protokoll der ordentlichen Generalversammlung der Berufungsbeklagten 
vom 31. Juli 2023, den Entwurf der Steuererklärung für das Geschäftsjahr 2023 sowie den 
Entwurf des Protokolls der bevorstehenden ordentlichen Generalversammlung der Gesuchs-
gegnerin zugestellt hat (Vi act. 1/7). Aus dieser Tatsache kann jedoch – wie die Vorinstanz 
zu Recht feststellte und entgegen der Darstellung der Gesuchstellerinnen – nicht abgeleitet 
werden, dass die L.________ AG wie jedes Jahr nach entsprechender Beschlussfassung 
durch den Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin die ordentliche Generalversammlung auf 
dessen Instruktion vorbereitet hat. Denn die Gesuchsgegnerin wurde erst am 7. April 2021 
gegründet und hat bis anhin unbestrittenermassen lediglich eine einzige ordentliche General-
versammlung (am 31. Juli 2023) abgehalten (Vi act. 1/3 und 1/9). Deshalb kann nicht – wie 
von den Gesuchstellerinnen suggeriert wird – von einer jahrelang praktizierten Übung ("wie 
jedes Jahr") ausgegangen werden. Des Weiteren lässt sich der E-Mail der L.________ AG 
vom 21. Mai 2024 nirgends entnehmen, dass die Vorbereitung der Unterlagen gestützt auf 
einen Verwaltungsratsbeschluss und eine entsprechende Instruktion erfolgt ist (Vi act. 1/7). 
Auch aus dem mit Noveneingabe vom 27. Februar 2025 ins Recht gelegten Schreiben von 
M.________ von der L.________ AG vom 20. Februar 2025 lässt sich nichts zugunsten der 
Gesuchstellerinnen ableiten (act. 9/1). M.________ schreibt darin zwar, er sei "durch die 
E.________ AG mit der Vorbereitung der GV […] mandatiert". Selbst wenn aber jemand na-
mens der Gesuchsgegnerin der L.________ AG ein Mandat erteilt hätte und J.________ die 
L.________ AG gebeten hätte, ihre Rechnung für "BUHA/Jahresabschluss 2023" der Ge-
suchsgegnerin zuzustellen (vgl. E-Mail von J.________ an M.________ vom 8. Juli 2024 
[act. 9/2]), indiziert dies noch nicht, dass der Gesamtverwaltungsrat der Gesuchsgegnerin ei-
nen entsprechenden Beschluss gefällt hat. Unbehelflich ist auch der Verweis der Gesuchstel-
lerinnen auf die E-Mail-Kommunikation zwischen dem Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin 
und der L.________ AG vom 17. Mai 2023 (Vi act. 1/6), ging es doch darin offensichtlich um 
die Vorbereitung der ordentlichen Generalversammlung betreffend das überlange Geschäfts-
jahr 2022. Hinweise auf das Geschäftsjahr 2023 lassen sich dieser E-Mail keine entnehmen. 

5.4 Der von den Gesuchstellerinnen erwähnten E-Mail von M.________ von der L.________ AG 
an J.________ vom 26. September 2024 ging am 23. September 2024 eine E-Mail von 
J.________ an M.________ voraus. In dieser E-Mail führte J.________ aus, als Verwal-
tungsratspräsident der Gesuchsgegnerin sei er verpflichtet, die Generalversammlung der 
Gesellschaft vorzubereiten, und aus diesem Grund benötige er Einsicht in sämtliche von der 
Gesuchsgegnerin bezahlten Rechnungen. M.________ antwortete am 26. September 2024 
unter anderem, dass die Beschlussfassung und Vorbereitung der ordentlichen Generalver-
sammlung in die Zuständigkeit des Gesamtverwaltungsrats falle und J.________ sich an 
I.________ und H.________ wenden solle (act. 23/35). Aus der E-Mail von M.________ an 
J.________ geht zwar nicht explizit hervor, dass kein Auftrag zur Vorbereitung der ordentli-
chen Generalversammlung 2023 erteilt wurde. Hingegen ergibt sich aus dieser E-Mail deut-
lich, dass der L.________ AG gerade kein Beschluss des Gesamtverwaltungsrats zur Vorbe-
reitung der ordentlichen Generalversammlung 2023 und zur Einladung der Aktionäre bekannt 
war. Hätte bereits ein Beschluss des Gesamtverwaltungsrats vorgelegen, hätte M.________ 
J.________ nicht an I.________ und H.________ verwiesen. 

5.5 Im Übrigen blieb die (zutreffende) vorinstanzliche Feststellung unbestritten, dass I.________ 
und H.________, nachdem sie am 21. Mai 2024 die Einladung [zur ausserordentlichen Ge-
neralversammlung vom 18. Juni 2024] per E-Mail erhalten hatten, sicherlich opponiert hätten, 

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falls damals vom Verwaltungsrat bereits die Durchführung der ordentlichen Generalversam-
mlung beschlossen gewesen wäre. Einen Grund, weshalb sie nicht opponierten, nannten sie 
nicht.

5.6 Weiter behaupten die Gesuchstellerinnen, dass die Treuhänderin ohne entsprechenden Auf-
trag des Verwaltungsrats der Gesuchsgegnerin die Unterlagen nicht vorbereitet hätte oder 
die Aussage von J.________ in seiner E-Mail vom 21. Mai 2024, wonach der Verwaltungsrat 
die ordentliche Generalversammlung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werde, keinen 
Sinn ergeben würde (act. 1 Rz 24). Zudem hätte J.________, so die Gesuchstellerinnen wei-
ter, sicherlich beanstandet, wenn die L.________ AG – wie dies die Vorinstanz unterstelle – 
instruktionswidrig oder instruktionslos die ordentliche Generalversammlung vorbereitet hätte 
(act. 8 Rz 23). 

Diese Behauptungen stellten die Gesuchstellerinnen – soweit ersichtlich – erst im Berufungs-
verfahren bzw. sogar erst in der unaufgefordert eingereichten Replik im Berufungsverfahren 
und somit verspätet auf (vgl. E.1.1 und 1.4). Im Übrigen ist ohnehin nicht nachvollziehbar, 
inwiefern diese Aussage von J.________ keinen Sinn ergeben würde. Denn es wäre an der 
Zeit gewesen, die ordentliche Generalversammlung betreffend das Geschäftsjahr 2023 vor-
zubereiten und dazu einzuladen, hat doch der Verwaltungsrat grundsätzlich innert einer Frist 
von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres die ordentliche Generalversamm-
lung durchzuführen (vgl. Art. 699 Abs. 2 OR). Entsprechend bestand für J.________ auch 
kein Grund, die Vorbereitungsarbeiten der L.________ AG für die ordentliche Generalver-
sammlung zu beanstanden, und dies unabhängig davon, ob der Gesamtverwaltungsrat die 
Durchführung der ordentlichen Generalversammlung bereits beschlossen hat oder nicht.

5.7 Im Ergebnis ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz es für nicht glaubhaft hielt, 
dass die Einberufung einer ordentlichen Generalversammlung beschlossen worden sei.

6. Weiter ist umstritten, ob am 14. Mai 2024 eine Verwaltungsratssitzung der Gesuchsgegnerin 
stattfand, an der die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks 
Abhaltens von Wahlen beschlossen und der Verwaltungsratspräsident J.________ mit der 
Einladung beauftragt wurde (act. 1 Rz 25 ff.).

6.1 Die Vorinstanz führte aus, es ergebe sich aus der E-Mail-Korrespondenz zwischen den Ver-
waltungsräten und der unbestrittenen Einladung, dass anlässlich der Verwaltungsratssitzung 
vom 14. Mai 2024 die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks 
Abhaltens von Wahlen beschlossen und der Verwaltungsratspräsident J.________ mit der 
Einladung beauftragt worden sei. Gemäss E-Mail-Korrespondenz mit dem Betreff "für die 
GV-Einladung" zwischen J.________, H.________ und I.________, vom 16. Mai 2024 habe 
sich der Verwaltungsratspräsident in Bezug auf die vorangegangene Verwaltungsratssitzung 
("gemäss unserer letzten Besprechung") bestätigten lassen, dass die weiteren Verwaltungs-
räte, H.________ und I.________, sich für die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfü-
gung stellen würden. Zudem sei dem Verwaltungsratspräsidenten explizit der Auftrag erteilt 
worden, die Einladung zur Generalversammlung inkl. Traktandenliste ("Ich bitte dich, uns in 
der GV-Einladung die Traktanden aufzulisten.") vorzubereiten (Vi act. 30 E. 5.4.1.3).

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6.2 Die Gesuchstellerinnen rügen eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Sie bringen vor, es 
sei zwar zutreffend, dass J.________, H.________ und I.________ bereits mit E-Mail vom 
16. Mai 2024 mitgeteilt habe, er gehe gemäss ihrer letzten Besprechung und ohne baldigen 
Gegenbericht davon aus, dass sich H.________ und I.________ wieder zur Wahl in den 
Verwaltungsrat stellen würden. H.________ und I.________ hätten mit E-Mails vom 16. Mai 
2024 geantwortet, sie würden weiterhin als Verwaltungsräte zur Verfügung stehen. 
H.________ habe noch angefügt, dass J.________ ihn und I.________ unter den Traktan-
den in der GV-Einladung anführen solle. Entgegen den Feststellungen der Vorinstanz lasse 
sich dieser E-Mail-Korrespondenz indessen keinerlei Hinweis darauf entnehmen, dass am 
14. Mai 2024 eine Verwaltungsratssitzung stattgefunden habe oder die Durchführung einer 
ausserordentlichen Generalversammlung zwecks Abhaltens von Wahlen beschlossen wor-
den sei. Insbesondere lasse sich aus der Textpassage "gemäss unserer letzten Bespre-
chung" nicht auf eine angebliche Verwaltungsratssitzung vom 14. Mai 2024 schliessen. Wäre 
zudem anlässlich der angeblichen Verwaltungsratssitzung vom 14. Mai 2024 die Durch-
führung einer ausserordentlichen Generalversammlung mit dem ausschliesslichen Zweck 
des Abhaltens von Wahlen beschlossen worden, wäre die Frage, ob sich die weiteren Ver-
waltungsräte, H.________ und I.________, für die Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur 
Verfügung stellen würden, an dieser Verwaltungsratssitzung sicherlich geklärt worden und 
die diesbezügliche Nachfrage von J.________ gemäss seiner E-Mail vom 16. Mai 2024 wür-
de keinerlei Sinn ergeben. Bei der E-Mail-Korrespondenz zwischen H.________, I.________ 
und J.________ vom 16. Mai 2024 sei es schlicht und einfach um die vom Verwaltungsrat 
der Gesuchsgegnerin bereits längstens und keineswegs am 14. Mai 2024 beschlossene or-
dentliche Generalversammlung gegangen. Sie (die Gesuchstellerinnen) hätten im vorinstanz-
lichen Verfahren dargelegt und mit Urkunden bewiesen, dass am 14. Mai 2024 keine Verwal-
tungsratssitzung, sondern ausschliesslich eine ________-Sitzung stattgefunden habe. Das 
Protokoll dieser ________-Sitzung belege unzweideutig, dass an dieser Sitzung vom 14. Mai 
2024 ausschliesslich Fragen betreffend das Bauvorhaben der Gesuchsgegnerin besprochen 
worden seien. Eine Verwaltungsratssitzung, eine ausserordentliche Generalversammlung 
oder überhaupt eine Generalversammlung oder eine Verwaltungsratswahl seien nicht be-
sprochen worden und es seien auch keinerlei diesbezüglichen Beschlüsse gefällt worden. 
Der Umstand, dass über die ________-Sitzung vom 14. Mai 2024 ein Protokoll erstellt wor-
den sei, lasse ohne Weiteres darauf schliessen, dass auch über eine angebliche am gleichen 
Tag stattgefundene Verwaltungsratssitzung ein Protokoll erstellt worden wäre, wenn es eine 
solche gegeben hätte. Es ergebe keinerlei Sinn, eine ________-Sitzung ausführlich zu proto-
kollieren, nur um dann die am gleichen Tag angeblich abgehaltene Verwaltungsratssitzung 
[über die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung] gänzlich unprotokolli-
ert zu lassen, zumal sich eine Protokollierung bei einer Verwaltungsratssitzung noch mehr 
aufdrängen würde als bei einer ________-Sitzung (act. 1 Rz 25 ff.).

6.3 Die Einwände der Gesuchstellerinnen überzeugen nicht. Zwar ist ihnen insofern zuzustim-
men, als dass der E-Mail von J.________ vom 16. Mai 2024 mit dem Betreff "Für GV-
Einladung" kein expliziter Hinweis auf eine am 14. Mai 2024 stattgefundene Verwaltungsrats-
sitzung entnommen werden kann. Dennoch kann der Vorinstanz keine unrichtige Sachver-
haltsfeststellung vorgeworfen werden. Denn mit der E-Mail vom 16. Mai 2024 mit dem Betreff 
"Für GV-Einladung" nahm J.________ explizit Bezug auf die letzte zwischen ihm, I.________ 
und H.________ stattgefundene Besprechung ("gemäss unserer letzten Besprechung"). Wei-
ter hielt er fest, er gehe gemäss dieser Besprechung davon aus, dass sich I.________ und 

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H.________ wieder zur Wahl in den Verwaltungsrat stellen würden. I.________ und 
H.________ bestätigten am gleichen Tag ihre Bereitschaft, weiterhin als Verwaltungsräte zur 
Verfügung zu stehen. H.________ bat zudem darum, ihnen in der Einladung zur Generalver-
sammlung die Traktanden aufzulisten (Vi act. 6/8a). Aufgrund dieser E-Mail-Korrespondenz 
zwischen J.________, I.________ und H.________ ist es glaubhaft, dass der Gesamtverwal-
tungsrat die Einladung zu einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks Wahlen 
des Verwaltungsrats beschlossen hat. Denn hätte keine Besprechung zwischen den Verwal-
tungsräten stattgefunden, in der die Einladung zu einer Generalversammlung mit dem Inhalt 
"Wahl in den Verwaltungsrat" beschlossen worden wäre, hätten sich I.________ und 
H.________ aufgrund des Betreffs und des Inhalts der Anfrage sicherlich überrascht gezeigt, 
dagegen Einwände erhoben oder zumindest Fragen gestellt. Dies war jedoch unbestritte-
nermassen nicht der Fall. Da von dieser "letzten Besprechung" kein Protokoll erstellt worden 
war, ist es auch nachvollziehbar, dass J.________ nachträglich bei I.________ und 
H.________ eine Bestätigung über deren Bereitschaft, weiterhin als Verwaltungsräte zur Ver-
fügung zu stehen, per E-Mail einholte. 

6.4 Der Einwand der Gesuchstellerinnen, bei der E-Mail-Korrespondenz vom 16. Mai 2024 sei es 
um die vom Verwaltungsrat längst beschlossene ordentliche Generalversammlung gegan-
gen, ist nicht stichhaltig. Denn es ist – wie bereits ausgeführt (vgl. E. 5) – nicht glaubhaft, 
dass der Verwaltungsrat die Durchführung einer solchen beschlossen hat. Doch selbst wenn 
dies der Fall gewesen wäre, hätten I.________ und H.________ nach Erhalt der E-Mail von 
J.________ vom 21. Mai 2024, mit der er ihnen und den Gesuchstellerinnen die Einladung 
zur ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 mit den Traktanden "Wie-
derwahl der Mitglieder des Verwaltungsrats" und "Varia" zustellte (Vi act. 1/9a), sicherlich 
Einwände erhoben und den Mangel angezeigt. In dieser Einladung sowie in der E-Mail, in der 
die Einladung versandt wurde, wies J.________ explizit darauf hin, dass es sich um eine 
"ausserordentliche GV" handelt. Dagegen haben I.________ und H.________ bzw. die Ge-
suchstellerinnen, wie erwähnt, nicht opponiert. Soweit ersichtlich haben sie erstmals dage-
gen opponiert, nachdem die Gesuchstellerin 1, vertreten durch N.________, wegen "verzö-
gerter" Anreise nicht an der ausserordentlichen Generalversammlung teilnehmen konnte und 
in der Folge I.________ und H.________ nicht mehr gewählt wurden. Dieses Verhalten ist 
treuwidrig und spricht gegen die Darstellung der Gesuchstellerinnen, wonach der Gesamt-
verwaltungsrat die Durchführung der ausserordentlichen Generalversammlung nie beschlos-
sen habe.

6.5 Unbeachtlich ist der Einwand der Gesuchstellerinnen, die Verwendung des Wortes Traktan-
den (in der Mehrzahl) durch H.________ in seiner E-Mail vom 16. Mai 2024 (Vi act. 11/1) be-
lege, dass er nicht von der Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung mit 
dem alleinigen Traktandum Verwaltungsratswahlen ausgegangen sei. Denn diese Behaup-
tung erfolgte – soweit ersichtlich – erstmals in der Berufung und folglich verspätet (vgl. 
E. 1.1). Ausserdem legen die Gesuchstellerinnen auch nicht dar, mit welchen anderen Trak-
tanden (als Wahlen und Varia) H.________ gerechnet haben soll und weshalb er nicht oppo-
nierte, als in der Einladung vom 21. Mai 2024 nebst "Varia" nur ein Traktandum (nämlich die 
Wahl des Verwaltungsrats) aufgeführt wurde.

6.6 Dass die Vorinstanz aufgrund der vorgebrachten Indizien davon ausging, der Verwaltungsrat 
habe die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks Abhaltens 

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von Wahlen des Verwaltungsrats beschlossen und J.________ mit der Einladung beauftragt, 
ist demnach nicht zu bemängeln. Ebenfalls nicht zu bemängeln ist, dass die Vorinstanz da-
von ausging, dieser Beschluss sei am 14. Mai 2024 gefasst worden, fand doch an diesem 
Tag eine ________-Sitzung statt, an der sämtliche Verwaltungsräte der Gesuchsgegnerin 
und weitere Personen anwesend waren (Vi act. 16/45). Zudem nahm J.________ in seiner 
E-Mail Bezug auf die "letzte Besprechung" (Vi act. 6/8a). Dass in der Zeit zwischen der 
________-Sitzung und der E-Mail vom 16. Mai 2024 eine weitere Besprechung des Verwal-
tungsrats der Gesuchsgegnerin stattgefunden hätte, ist weder ersichtlich noch wurde dies 
vorgebracht. 

6.7 Unbegründet ist der Einwand der Gesuchstellerinnen, das Protokoll dieser ________-Sitzung 
belege, dass an diesem Tag keine Verwaltungsratssitzung abgehalten worden sei (vgl. act. 1 
Rz 28). Diese Tatsache kann dem Protokoll der ________-Sitzung nicht entnommen werden. 
Inwiefern sich die Behauptung der Gesuchstellerinnen anderweitig (indirekt) aus dem Proto-
koll ableiten lässt, ist auch nicht ersichtlich. Nicht schlüssig ist schliesslich die Behauptung 
der Gesuchstellerinnen, die Protokollierung der Verwaltungsratssitzung hätte sich mehr auf-
gedrängt als jene einer ________-Sitzung. Denn an letzterer wurden eine Vielzahl von The-
men betreffend ein ________-Projekt besprochen und Aufgaben an die Teilnehmer der Sit-
zung verteilt. Die Sitzung dauerte zwei Stunden und 15 Minuten (Vi act. 16/45). Ein Be-
schluss über die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung mit dem Trak-
tandum "Wahl des Verwaltungsrats" und die Beauftragung des Verwaltungsratspräsidenten, 
zu dieser Versammlung einzuladen, hingegen kann grundsätzlich innert kürzester Zeit ge-
fasst werden.

6.8 Abgesehen davon konnten die Gesuchstellerinnen offenbar auch kein Protokoll über die an-
geblich "bereits längstens […] beschlossene" Durchführung einer ordentlichen Generalver-
sammlung (vgl. act. 1 Rz 26 in fine) vorlegen. Auch in Anbetracht dessen können sie aus 
dem Fehlen eines Protokolls hinsichtlich der ausserordentlichen Versammlung nichts zu 
ihren Gunsten ableiten. 

6.9 Die Vorinstanz kam deshalb zu Recht zum Schluss, dass an der Verwaltungsratssitzung vom 
14. Mai 2024 die Durchführung einer ausserordentlichen Generalversammlung zwecks Ab-
haltens von Wahlen beschlossen und der Verwaltungsratspräsident J.________ mit der Ein-
ladung beauftragt wurde. Eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung liegt nicht vor. 

7. Ferner ist strittig, ob die Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Ju-
ni 2024 korrekt erfolgt ist.

7.1 Die Vorinstanz führte aus, dass gemäss den Statuten der Gesuchsgegnerin die Generalver-
sammlung durch Brief an die Aktionäre einzuberufen sei. In der Einberufung seien die Ver-
handlungsgegenstände sowie die Anträge des Verwaltungsrats der Aktionäre bekanntzuge-
ben. Die Einladung mit den Traktanden sei den Gesuchstellerinnen korrekterweise gemäss 
Statuten an die Adressen – gemäss Gründungsurkunde und Handelsregister – versandt wor-
den. Gemäss Zustellnachweis seien die Einladung den Gesuchstellerinnen jeweils am 
23. Mai 2024 zugestellt worden. Es sei glaubhaft, dass gemäss Zustellnachweis die identi-
sche Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung jeweils an die Gesuchsteller-
in 1 und 2 versandt worden sei. Die Sendungen seien zur gleichen Zeit am selben Ort aufge-

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ben und die Sendungsinformationen ("0.018 kg") würden auch übereinstimmen. Da die Ein-
ladung der Gesuchstellerin 2, welche im Übrigen gemäss Zustellnachweis im Gegensatz zur 
Einladung der Gesuchstellerin 1 lediglich ins Ablagefach gelegt worden sei, unbestrittener-
massen zugestellt worden sei, sei es auch plausibel, dass die identische Einladung der Ge-
suchstellerin 1 am 23. Mai 2024 zugestellt worden sei. Ein Nichterhalt sei weiter auch nicht 
glaubhaft, da beide Aktionäre – Gesuchstellerinnen – vorbehaltlos zur ausserordentlichen 
Generalversammlung erschienen seien bzw. hätten erscheinen wollen. Folglich sei von einer 
gültigen Zustellung der Einladung zur Generalversammlung auszugehen (Vi act. 30 
E. 5.4.2.3).

7.2 Die Gesuchstellerinnen werfen der Vorinstanz eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
vor. Sie hätten im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt und urkundlich nachgewiesen, dass 
die angebliche "Einladung" zu einer ausserordentlichen Generalversammlung der Gesuch-
stellerin 1, obwohl diese ebenfalls Aktionärin der Gesuchsgegnerin sei, nicht zugestellt wor-
den sei. Aus dem ins Recht gelegten Zustellungsnachweis der Post sei ersichtlich, dass die 
fragliche "Einladung" nach Zug, d.h. an den Sitz der Gesuchstellerin 2, nicht aber nach Baar 
an den Sitz der Gesuchstellerin 1 zugestellt worden sei. Der Gesuchstellerin 1 sei ihres Wis-
sens kein Schreiben mit einer "Einladung" zu einer ausserordentlichen Generalversammlung 
zugestellt worden und damit sei die von Art. 9 Abs. 2 der Statuten vorgeschriebene Einberu-
fung der Generalversammlung durch Brief an die Aktionäre nicht gültig vorgenommen wor-
den, worin ein weiterer Grund für die Ungültigkeit und Nichtigkeit der vermeintlichen "Einla-
dung" zu einer ausserordentlichen Generalversammlung liege. Es gebe keinen Nachweis, 
dass J.________ die Einladung an die Gesuchstellerin 1 gesendet habe und diese der Ge-
suchstellerin 1 zugestellt worden sei. Denn es fehle jeglicher Beleg, dass die angebliche Ein-
ladung in Vi act. 11/5 unter der Sendungsnummer des angeblichen Sendungsnachweises in 
Vi act. 11/6 versandt sein solle. Die Vorinstanz gehe im angefochtenen Entscheid gar dazu 
über, in Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes von der Gesuchsgegnerin nicht behaupte-
te Tatsachen zur Grundlage ihres Entscheids zu machen, indem sie festhalte, es sei glaub-
haft, dass gemäss Zustellnachweis die identische angebliche Einladung zur ausserordentli-
chen Generalversammlung jeweils an die Gesuchstellerin 1 und 2 versandt worden seien. 
Die Sendungen seien zur gleichen Zeit am selben Ort aufgeben und die Sendungsinformati-
onen ("0.018 kg") stimmten auch überein. Entsprechende Tatsachenbehauptungen, insbe-
sondere diejenigen betreffend Sendungsinformationen, seien von der Gesuchsgegnerin zu 
keinem Zeitpunkt vorgetragen worden und seien auch bestritten. Soweit die Vorinstanz im 
angefochtenen Entscheid im Weiteren festhalte, da die angebliche Einladung der Gesuch-
stellerin 2 unbestrittenermassen zugestellt worden sei, sei es auch plausibel, dass die identi-
sche angebliche Einladung der Gesuchstellerin 1 am 23. Mai 2024 zugestellt worden sei, ha-
be sie unter Verletzung von Art. 8 ZGB die Beweislast falsch verteilt und ein unrichtiges Be-
weismass im Zusammenhang mit der Glaubhaftmachung gemäss Art. 261 ZPO angewendet. 
Es treffe sodann entgegen der Vorinstanz auch nicht zu, dass ein Nichterhalt nicht glaubhaft 
sei, da beide Aktionäre – Gesuchstellerinnen – vorbehaltlos zur ausserordentlichen General-
versammlung erschienen seien bzw. erscheinen wollten. Die Gesuchstellerin 1 habe nicht in-
folge einer bestrittenen angeblichen Zustellung der vermeintlichen Einladung per Post 
Kenntnis von der angeblichen ausserordentlichen Generalversammlung, sondern weil 
J.________ seine E-Mail vom 21. Mai 2024 mit der vermeintlichen Einladung auch an die 
Vertreter der Gesuchstellerin 1 adressiert habe (act. 1 Rz 33 ff.).

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7.3 Vorliegend sind zwei Fragen zu unterscheiden. Die erste ist, ob die Einladung der Gesuch-
stellerin 1 rechtzeitig der Post übergeben wurde. Die zweite Frage ist, ob ihr die Einladung 
auch zugestellt wurde. Die zweite Frage kann grundsätzlich offengelassen werden, denn die 
Gesellschaft trägt bloss das Risiko der korrekten Einberufung der Generalversammlung. Hin-
gegen setzt die Korrektheit der Einberufung nicht voraus, dass sie auch erfolgreich ist, mithin 
jedem Adressaten tatsächlich zugeht bzw. zur Kenntnis kommt. Der Aktionär trägt das Risiko 
des Postlaufs (Dubs/Truffer, Basler Kommentar, 6. A. 2024, Art. 700 OR N 9).

7.4 Was die Gesuchstellerinnen gegen die vorinstanzlichen Erwägungen in Bezug auf die Einla-
dung der Gesuchstellerin 1 zur ausserordentlichen Generalversammlung vorbringen, über-
zeugt nicht. Soweit sie geltend machen, sie hätten im vorinstanzlichen Verfahren urkundlich 
nachgewiesen, dass diese Einladung der Gesuchstellerin 1 nicht zugestellt worden sei, kann 
ihnen nicht gefolgt werden. Denn sie stützen ihre Behauptung darauf, aus dem von ihnen ins 
Recht gelegten Sendungsnachweis der Post solle ersichtlich sein, dass die fragliche Einla-
dung in Zug, d.h. am Sitz der Gesuchstellerin 2, nicht aber in Baar am Sitz der Gesuchstel-
lerin 1 zugestellt worden sei. Wäre dies aber der Fall gewesen, dann hätte die in Zug domizi-
lierte Gesuchstellerin 2 konsequenterweise zwei Einladungen erhalten müssen, was die Ge-
suchstellerinnen jedoch nicht behaupten. Im Übrigen ist anzumerken, dass dem Sendungs-
nachweis zwar nicht entnommen werden kann, an welche Adresse die Sendung zugestellt 
wurde. Gemäss einem Telefonat der Rechtsanwältin der Gesuchsgegnerin mit dem Kunden-
dienst der Post soll jedoch die betreffende Sendung (mit der Sendungsnummer, die mit 35 
endet) an "A.________ AG[,] z.H. N.________ […]" adressiert gewesen und wegen eines 
Nachsendeauftrags letztlich der O.________ AG in Zürich zugestellt worden sein 
(Vi act. 11/8). 

7.5 Es ist nach dem Gesagten deshalb glaubhaft, dass es sich bei dem von den Gesuchsteller-
innen eingereichten Sendungsnachweis (Vi act. 1/12) nicht um jenen betreffend die Einla-
dung der Gesuchstellerin 1, sondern um den Sendungsnachweis betreffend die Einladung 
der Gesuchstellerin 2 handelt (mit der Sendungsnummer, die mit 36 endet; vgl. Vi act. 11 
Rz 39).

7.6 Aufgrund der von der Gesuchsgegnerin eingereichten Kopien von zwei unterzeichneten Ein-
ladungen – eine adressiert an die Gesuchstellerin 1 und eine an die Gesuchstellerin 2 (Vi 
act. 11/4-5) –, den beiden Sendungsnachweisen der Post (Vi act. 11/6-7) sowie der Tatsa-
che, dass die Gesuchstellerin 2 die Einladung per Post erhalten hat, ist glaubhaft, dass die 
Gesuchsgegnerin beide Gesuchstellerinnen mit Schreiben vom 22. Mai 2024 korrekt zur 
ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen hat. Dies gilt selbst dann, wenn es kei-
nen vollen Beweis dafür gibt, dass die Einladung zur Generalversammlung Inhalt der jeweili-
gen Postsendung war. Denn Anhaltspunkte, dass der Gesuchsgegnerin Fehler beim Einpa-
cken unterlaufen sein sollen (vgl. BGE 142 III 369 E. 4.2 [= Pra 2019 Nr. 18]), sind nicht er-
sichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Da die Sendungen in beiden Sendungs-
nachweisen als zugestellt ausgewiesen werden, ist glaubhaft, dass (auch) der Gesuchsteller-
in 1 die Einladung effektiv zugestellt wurde.

7.7 Im Übrigen hat die Vorinstanz den Verhandlungsgrundsatz nicht verletzt, wenn sie zum 
Schluss gelangte, es sei glaubhaft, dass gemäss Zustellnachweis die identische Einladung 
zur ausserordentlichen Generalversammlung jeweils an die Gesuchstellerin 1 und 2 versandt 

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worden sei. Die Sendungen seien zur gleichen Zeit am selben Ort aufgegeben worden und 
die Sendungsinformationen ("0.018 kg") stimmten auch überein. Die Gesuchsgegnerin hat 
zwar – wie die Gesuchstellerinnen zutreffend ausführen – in ihrer Gesuchsantwort nicht wört-
lich Bezug auf die Sendungsinformationen genommen. Implizit ging diese Tatsache jedoch 
aus der Behauptung in der Gesuchsantwort hervor, führte die Gesuchsgegnerin doch darin 
aus, die Einladung sei per Post sowohl an die Gesuchstellerin 1 wie auch an die Gesuch-
stellerin 2 versandt und beiden Aktionärinnen zugestellt worden. Damit hat sie offensichtlich 
(mit-)behauptet, dass es sich zweimal um eine Einladung mit demselben Inhalt, bloss je mit 
anderer Anschrift, gehandelt hat. Als Beweisofferte reichte sie Kopien der beiden Einladun-
gen sowie der beiden Sendungsnachweise der Post ein. Dass die Vorinstanz in ihrer Be-
weiswürdigung daher die Sendungsinformationen, die aus den von der Gesuchsgegnerin 
eingereichten Sendungsinformationen entnommen werden können, für den Nachweis der 
von der Gesuchsgegnerin behaupteten Zustellung miteinbezog, ist nicht zu beanstanden. 

7.8 Die Vorinstanz ist demnach zu Recht zum Schluss gelangt, dass die Einladung zur ausseror-
dentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 korrekt erfolgt ist.

7.9 Doch selbst wenn die Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 
2024 nicht – wie in Art. 9 Abs. 2 der Statuten der Gesuchsgegnerin vorgesehen – der Ge-
suchstellerin 1 per Post geschickt oder zugestellt worden wäre, würde dies vorliegend nicht 
zur Ungültigkeit oder Nichtigkeit der Beschlüsse der ausserordentlichen Generalversamm-
lung vom 18. Juni 2024 führen (vgl. act. 1 Rz 33). Denn eine Berufung auf den Formmangel 
(Missachtung der Form der Einberufung) wäre in der vorliegenden Konstellation beim ge-
genwärtigen Aktenstand als rechtsmissbräuchlich zu betrachten (vgl. Art. 2 Abs. 2 ZGB). 

7.9.1 Missbräuchlich handelt, wer ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen 
verwendet, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will, d.h. wenn der Rückgriff auf das 
Rechtsinstitut mit dem angestrebten Zweck nichts zu tun hat oder diesen gar ad absurdum 
führt. Besondere Umstände, welche die Berufung auf zwingendes Recht als missbräuchlich 
erscheinen lassen, sind auch zu bejahen, wenn die von der angerufenen Norm zu schützen-
den Interessen entfallen oder sonst wie gewahrt wurden. Ob eine Berechtigung missbräuch-
lich ausgeübt wird, hängt wiederum von den Umständen des Einzelfalles ab (BGE 138 III 401 
E. 2.4.1). Die Regelungen über die Formalitäten (Frist, Form bzw. Art der Mitteilung) und den 
Inhalt der Einberufung der Generalversammlung bezwecken insofern den Schutz der Aktio-
näre, als sie die Möglichkeit der Ausübung ihrer Mitwirkungsrechte gewährleisten. Es werden 
die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass namentlich das Stimmrecht, das Teilnahme-, 
das Auskunfts- und Einsichts- sowie das Antragsrecht in sinnvoller Weise wahrgenommen 
werden können, indem die Aktionäre mit Informationen versorgt werden, gestützt auf welche 
sie entscheiden können, ob und auf welche Art sie ihre Mitwirkungsrechte ausüben wollen 
(vgl. Dubs/Truffer, a.a.O., Art. 700 OR N 2; Jemini/Domeniconi, in: Honsell [Hrsg.], Kurz-
kommentar OR, 2014, Art. 700 OR N 1). Ist eine bestimmte Form (der Mitteilung) in den Sta-
tuten vorgesehen, darf der Aktionär darauf vertrauen, dass die Mitteilung in dieser Form er-
folgt (vgl. Schott, Aktienrechtliche Anfechtbarkeit und Nichtigkeit von Generalversammlungs-
beschlüssen wegen Verfahrensmängeln, 2009, § 9 N 37). 

7.9.2 Den Zweck, die Ausübung der Mitwirkungsrechte zu ermöglichen, hat die Einladung zur aus-
serordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024, die J.________ mit E-Mail vom 

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21. Mai 2024 versandt hat, offensichtlich erfüllt. Denn die Gesuchstellerinnen führen selbst 
aus, dass die Gesuchstellerin 1 aufgrund dieser E-Mail Kenntnis von der Einladung zur aus-
serordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 hatte (act. 1 Rz 36) und sie an der 
ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 auch teilnehmen wollte, sich 
aber ihre Ankunft "verzögert" habe (Vi act. 1 Rz 19; vgl. sogleich E. 9.1). Die Gesuchsteller-
innen bringen auch nicht vor, die Gesuchstellerin 1 habe sich aufgrund der per E-Mail erhal-
tenen Einladung nicht genügend für die ausserordentliche Generalversammlung vom 18. Ju-
ni 2024 vorbereiten können. Ausserdem rügten sie den Formmangel erst, nachdem die Ge-
suchstellerin 1 die Versammlung verpasst hatte. Unter diesen Umständen erweist sich die 
Berufung auf den Formmangel als rechtsmissbräuchlich. 

7.9.3 Und selbst wenn die Berufung auf den Formmangel nicht rechtsmissbräuchlich sein sollte, 
wären die Beschlüsse der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 we-
der ungültig noch nichtig. Denn damit der behauptete Fehler in Bezug auf die Form der Ein-
ladung, der bloss administrativer Natur wäre, zur Ungültigkeit oder Nichtigkeit der gefassten 
Beschlüsse führen würde, müssten die Gesuchstellerinnen mindestens darlegen, dass sich 
die Nichteinhaltung der Formvorschrift auf die Willensbildung oder -kundgabe ausgewirkt hat 
(vgl. Böckli, Schweizer Aktienrecht, 5. A. 2022, § 8 N 179 ff.; Dubs/Truffer, a.a.O., Art. 706 
OR N 9b; Tanner, Zürcher Kommentar, 3. A. 2018, Art. 706b OR N 122). Dies taten sie in 
ihrem Gesuch nicht (vgl. Vi act. 1). Im Gegenteil, führten sie doch – wie soeben ausgeführt – 
selbst aus, dass die Gesuchstellerin 1 aufgrund der E-Mail von J.________ vom 21. Mai 
2024 Kenntnis von der Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 
2024 hatte und auch an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 
teilnehmen wollte. Der behauptete Fehler der Einladung war offensichtlich nicht ursächlich 
dafür, dass die Gesuchstellerin 1 nicht an der Versammlung teilnahm, und hatte demnach 
auch keine konkrete Auswirkung auf die Beschlussfassung. 

8. Die Gesuchstellerinnen rügen weiter, die angebliche Einladung zur ausserordentlichen Ge-
neralversammlung habe keine Einzelabstimmung über die Wahl der einzelnen Verwaltungs-
ratsmitglieder traktandiert, sondern eine Global-Abstimmung über die Wahl des gesamten 
Verwaltungsrats. Da in der Versammlung trotzdem eine Einzelwahl durchgeführt worden sei, 
habe zur Folge, dass über nicht traktandierte Verhandlungsgegenstände Beschluss gefasst 
worden sei (vgl. act. 1 Rz 40). 

Mit diesen Ausführungen setzen sich die Gesuchstellerinnen jedoch überhaupt nicht mit der 
Begründung der Vorinstanz (Vi act. 30 E. 5.4.2.3) auseinander. Die Vorinstanz legte einläss-
lich (und zutreffend) dar, dass in der Einladung die Art der Abstimmung nicht bekanntgege-
ben werden müsse und auch nicht worden sei sowie dass im Übrigen gemäss Art. 710 Abs. 2 
OR und mangels gegenteiliger Statutenbestimmung ohnehin einzeln über die Wahl der Ver-
waltungsratsmitglieder abzustimmen sei. Folglich ist auf die Berufung in diesem Punkt nicht 
einzutreten (vgl. E. 1.1).

9. Ferner ist strittig, ob das zwingende Teilnahmerecht der Gesuchstellerin 1 an der ausseror-
dentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 verletzt wurde.

9.1 Zu Beginn der ausserordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024, 14.00 Uhr, war 
kein Vertreter der Gesuchstellerin 1 anwesend. Die Ankunft von N.________, Verwaltungs-

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ratspräsident der Gesuchstellerin 1, verzögerte sich. Deshalb wollte die Gesuchstellerin 1 
sich durch I.________ vertreten lassen, was jedoch J.________ nicht zuliess. Die Versamm-
lung begann um 14.20 Uhr in Abwesenheit bzw. ohne Vertretung der Gesuchstellerin 1 (vgl. 
Vi act. 11/10). Dass die Vertretung der Gesuchstellerin 1 durch I.________ nicht zugelassen 
wurde, erachtete die Vorinstanz als gültig. Sie begründete dies wie folgt:

9.1.1 Der Aktionär könne seine Mitwirkungsrechte, insbesondere sein Stimmrecht, durch einen 
Vertreter seiner Wahl ausüben lassen (Art. 689b Abs. 1 OR). Die Mitgliedschaftsrechte aus 
Namenaktien könne ausüben, wer durch den Eintrag im Aktienbuch ausgewiesen oder vom 
Aktionär dazu schriftlich bevollmächtigt sei. Der Verwaltungsrat könne weitere Formen der 
Berechtigung gegenüber der Gesellschaft zulassen, soweit die Statuten nichts anderes vor-
sähen (Art. 689a Abs. 1 und 4 OR). Um in den Genuss der aus der Aktie fliessenden Rechte, 
insbesondere des Teilnahmerechts nach Art. 689 OR und der entsprechenden Mitglieds-
chaftsrechte zu kommen, habe der Aktionär oder sein Vertreter die in Art. 689a OR um-
schriebenen Obliegenheiten zu erfüllen und sich gegenüber der Aktiengesellschaft zu legiti-
mieren. Ein Aktionär müsse namentlich zur Zulassung zur Generalversammlung und zur 
Ausübung seiner Mitgliedschaftsrechte seine formelle Berechtigung (Legitimation) nachwei-
sen, wodurch die ordentliche Entscheidfindung in der Generalversammlung gewährleistet 
werde. Art. 689a OR sei der formellen Legitimation der Aktionäre gegenüber der Aktienge-
sellschaft gewidmet. Gelinge es dem Aktionär bzw. seinem Vertreter nicht, den Nachweis der 
Berechtigung gegenüber der Gesellschaft zu erbringen, so werde er bzw. sein Vertreter nicht 
zur Generalversammlung zugelassen (Bohrer/Kummer, Zürcher Kommentar, 2. A. 2021, 
Art. 689a OR N 2; Böckli, a.a.O., § 8 Rz 218; Pöschel, Basler Kommentar, 6. A. 2024, 
Art. 689a OR N 1). Die Generalversammlung einer Aktiengesellschaft sei nicht öffentlich. Aus 
diesem Grund müsse vor der Generalversammlung die Aktionärseigenschaft der Teilneh-
menden überprüft werden. Die Einberufung, Vorbereitung und Durchführung der Generalver-
sammlung würden dem Verwaltungsrat gemäss Art. 699 und Art. 702 Abs. 1 i.V.m. Art. 716a 
Abs. 1 Ziff. 6 OR obliegen, dabei übernehme gemäss den Usanzen oder Statuten in der Re-
gel der Präsident des Verwaltungsrats den Vorsitz (Bohrer/Kummer, a.a.O., Art. 689a OR 
N 8; Böckli, a.a.O., § 8 Rz 219; Pöschel, a.a.O. Art. 689a OR N 3). 

9.1.2 Art. 689a Abs. 1 OR sehe das Erfordernis einer schriftlichen Vollmacht vor, um einen gewill-
kürten Stellvertreter zu bevollmächtigen, damit dieser die Mitgliedschaftsrechte des Aktionärs 
ausüben könne. Vertragliche Stellvertreter von Namenaktionären müssten sich gegenüber 
der Gesellschaft doppelt legitimieren, und zwar einerseits als Vertreter durch eine schriftli-
che, eigenhändig unterzeichnete, nicht notwendigerweise beglaubigte Vollmacht des im Akti-
enbuch als Aktionär mit Stimmrecht eingetragenen Vollmachtgebers und andererseits als 
Beauftragter eines im Aktienbuch eingetragenen Namenaktionärs durch den Aktienbuchein-
trag des Vollmachtgebers. Eine schriftliche Vollmacht sei auch dann vonnöten, wenn die Ak-
tiengesellschaft Zutrittskarten für die Teilnahme an der Generalversammlung abgebe, da die 
Karten auf den Namen des vertretenen Namenaktionärs ausgestellt würden. Der Stellvertre-
ter weise seine Legitimation zur Teilnahme an der Generalversammlung nach, indem er die 
Zutrittskarte und eine Vollmacht des im Aktienbuch eingeschriebenen Aktionärs vorlege. Ver-
füge der Stimmrechtsvertreter eines Namenaktionärs bei der offenen Vertretung über keine 
oder nur über eine mangelhafte schriftliche Vollmacht gemäss Art. 689a Abs. 1 OR und wer-
de er dennoch zur Teilnahme und Stimmrechtsausübung an der Generalversammlung zuge-
lassen, so könnten die Beschlüsse der Generalversammlung nach Art. 691 Abs. 3 OR ange-

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fochten werden. Art. 689a Abs. 1 OR regle das Aussenverhältnis des Vertreters gegenüber 
der Gesellschaft, Art. 689b Abs. 2 OR das Innenverhältnis zwischen Vertreter und Vertrete-
nem: Bei Namenaktien sei im Innenverhältnis grundsätzlich eine schriftliche Vollmachtsur-
kunde zu erstellen, welche den Vertreter genau bezeichne und diesen zur Ausübung der 
Mitwirkungsrechte berechtige sowie eigenhändig unterschrieben worden sei vom im Aktien-
buch als Aktionär mit Stimmrecht eingetragenen und damit legitimierten Aktionär (Art. 14 
Abs. 1 OR). Das Aktienrecht statuiere eine Spezialbestimmung zu Art. 11 Abs. 1 OR, welcher 
den Grundsatz der Formfreiheit vorsehe, und gemäss diesem Prinzip könne eine Vollmacht 
formlos (i.e. schriftlich, mündlich oder konkludent) erteilt werden. Art. 14 Abs. 2bis OR stelle 
die elektronische Signatur der eigenhändigen Unterschrift gleich. Die Vollmacht berechtige 
den Vertreter, im Namen des vollmachtgebenden Vertretenen tätig zu werden und Rechts-
handlungen für diesen vorzunehmen. Der Vertreter übe folglich die Mitgliedschaftsrechte 
nicht in eigenem Namen, sondern im Namen des vertretenen Aktionärs aus. Die Vollmacht 
entfalte eine körperschaftsrechtliche Wirkung, weil sie der Gesellschaft zugehen müsse und 
zu den Generalversammlungsakten gehöre. Die schriftliche Vollmacht (Spezial- oder Gene-
ralvollmacht) sei der Aktiengesellschaft anlässlich jeder Generalversammlung vorzulegen 
und zu übergeben; die Aktiengesellschaft habe die Vollmacht mit dem Protokoll der General-
versammlung zehn Jahre bei den Generalversammlungsakten aufzubewahren (Aufbewah-
rungspflicht nach Art. 962 OR). Der Gesellschaft seien die Originalurkunden zuzustellen; Ko-
pien oder ein Telefax würden nicht genügen. Der Aktionärsvertreter legitimiere sich gegenü-
ber der Gesellschaft, indem er die Vollmacht des Aktionärs vorweise und dadurch zu erken-
nen gebe, dass er Mitwirkungsrechte als Vertreter und im Namen des Aktionärs ausübe. Bei 
der Vertretung mittels Bevollmächtigung handle sich um eine offene Vertretung des Namen-
aktionärs, weil sich der Vertreter gegenüber der Gesellschaft als solcher zu erkennen gebe 
(Bohrer/Kummer, a.a.O., Art. 689a OR N 32; zum Ganzen Böckli, a.a.O., § 8 Rz 227; zum 
Ganzen und a.M. sowie widersprüchlich Pöschel, a.a.O. Art. 689a OR N 31). 

9.1.3 Der Verwaltungsrat treffe die für die Feststellung der Stimmrechte erforderlichen Anordnun-
gen (Art. 702 Abs. 1 OR). Die Regel von Abs. 1 sei insofern lediglich eine organisatorische 
Vorschrift, als die Feststellung, wer als Aktionär bzw. als Partizipant (oder als Vertreter von 
Aktien oder von Partizipationsscheinen) zur Ausübung der Mitgliedschaftsrechte in der Gene-
ralversammlung berechtigt sei, dem Gesetz (Art. 689 ff. OR), den Statuten (z. B. Art. 692 
Abs. 2 OR, Art. 693 OR; häufig sei die Vorschrift, dass als Vertreter nur Aktionäre in Frage 
kämen) sowie den Anordnungen des Verwaltungsrats (Art. 689a Abs. 2 OR) zu entnehmen 
sei. Vom Verwaltungsrat zu treffende Grundsatzentscheide über Fragen der Zulassung, der 
Teilnahmeberechtigung und der Stimmberechtigung seien vor der Generalversammlung Sa-
che des Gesamtverwaltungsrats; während der Generalversammlung – namentlich im Falle 
eines Einspruchs i. S. v. Art. 691 Abs. 2 – entscheide der Versammlungsleiter (Dubs/Truffer, 
a.a.O., Art. 702 OR N 3; Vi act. 30 E. 5.4.3.2).

9.1.4 Gemäss Art. 12 der Statuten der Gesuchsgegnerin könne jeder Aktionär seine Aktien in der 
Generalversammlung selbst vertreten oder durch einen Dritten vertreten lassen, der nicht Ak-
tionär zu sein brauche. Der Vertreter habe sich durch schriftliche Vollmacht auszuweisen. 

9.1.5 Unbestrittenermassen habe keine schriftliche Vollmacht vorgelegen, die I.________ berech-
tigt hätte, für die Gesuchstellerin 1 an der ausserordentlichen Generalversammlung teilzu-
nehmen. Entgegen der Ansicht der Gesuchstellerinnen habe eine angeblich am Telefon oder 

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Sprachnachricht erteilte Vollmacht für die Vertretung nicht ausgereicht. Sodann sei zu ergän-
zen, dass der Verwaltungsrat mit der Einladung auch keine weitere Form der Berechtigung 
gegenüber der Gesellschaft nach Art. 689a Abs. 4 OR bestimmt habe. Gemäss Einladung 
vom 21. Mai 2024 sei indes auf die schriftliche Vollmacht hingewiesen worden. Der Präsident 
habe somit zu Recht – insbesondere sei er als Versammlungsleiter auch befugt dazu gewe-
sen – die Vertretung verweigert (vgl. Art. 13 Statuten: der Präsident übernehme den Vorsitz 
und leite die Generalversammlung). Schliesslich sei die Generalversammlung berechtigter-
weise am 14.20 Uhr eröffnet worden, nachdem die Gesuchstellerin 1 zur eingeladenen Zeit – 
14.00 Uhr – nicht erschienen sei. Somit sei die Vertretung der Gesuchstellerin 1 durch 
I.________ zu Recht verweigert worden (Vi act. 30 E. 5.4.3.3 f.).

9.2 Die Gesuchstellerinnen rügen, die Vorinstanz habe Art. 689a OR falsch angewendet respek-
tive sei grundlos von anerkannten Grundsätzen in der Lehre abgewichen. Sie habe den 
Grundsatz von Treu und Glauben fälschlicherweise nicht angewendet, indem sie davon aus-
gehe, dass die Vertretung der Gesuchstellerin 1 durch I.________ an der angeblichen aus-
serordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2024 zu Recht verweigert worden sei, da 
keine schriftliche Vollmacht vorgelegen habe, welche I.________ berechtigt hätte, für die 
Gesuchstellerin 1 an der angeblichen ausserordentlichen Generalversammlung teilzunehmen 
und eine am Telefon oder per Sprachnachricht erteilte Vollmacht für die Vertretung nicht 
ausgereicht haben solle. Wie sie (die Gesuchstellerinnen) im vorinstanzlichen Verfahren dar-
gelegt hätten, bestehe kein zulässiger Grund, einem Vertreter eines Aktionärs die Teilnahme 
und Stimmausübung zu verweigern, wenn der Gesellschaft bekannt sei, dass der fragliche 
Vertreter vom Aktionär mit der Vertretung betraut worden sei. Denn diesfalls bestehe keine 
Gefahr, dass Nichtbefugte an der Abstimmung teilnehmen würden. Falsch sei insofern Erwä-
gung 5.4.3.2 des vorinstanzlichen Entscheids, in der die Lehrmeinung von Pöschel fälschli-
cherweise und ohne weitere Begründung als widersprüchlich abgetan werde. Es wäre auch 
nachgerade absurd und würde einen überspitzten Formalismus darstellen, wenn die Gesell-
schaft in Kenntnis der Vertretungsbefugnis des Vertreters eines Aktionärs diesem die Teil-
nahme verweigern würde, nur weil die tatsächlich bestehende Vollmacht nicht auch in schrift-
licher Form vorliege (act. 1 Rz 41 f.).

9.3 Diese Einwände der Gesuchstellerinnen verfangen nicht. Vorab kann auf die erwähnten (vgl. 
vorne E. 9.1), einlässlichen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zur rechtlichen 
Ausgangslage verwiesen werden (vgl. zur Zulässigkeit eines solchen Verweises vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 4A_229/2024 vom 25. Juli 2024 E. 4.2). Hervorzuheben und anzufügen 
bleibt Folgendes:

9.3.1 Die Gesuchstellerinnen setzen sich in der Berufung mit den genannten Erwägungen der Vor-
instanz nicht genügend argumentativ auseinander. Sie verweisen in der Berufungsschrift le-
diglich auf die bereits im erstinstanzlichen Verfahren eingenommenen Standpunkte und hal-
ten an ihrer Darstellung fest, dass eine schriftliche Vollmacht nicht notwendig gewesen sei 
(act. 1 Rz 41 ff.). Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz und der von 
dieser zitierten Lehre, findet, wie erwähnt, nicht statt. Ausserdem legen die Gesuchstellerin-
nen auch nicht dar, auf welche "anerkannten Lehrmeinungen", von denen die Vorinstanz ab-
gewichen sein soll, sie sich stützen.

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9.3.2 Soweit sie sich auf die Lehrmeinung von Pöschel berufen, kann ihnen nicht gefolgt werden. 
Unter Hinweis auf Pöschel machen die Gesuchstellerinnen geltend, es bestünde kein zuläs-
siger Grund, einem Vertreter eines Aktionärs die Teilnahme und Stimmausübung zu verwei-
gern, wenn der Gesellschaft bekannt sei, dass der fragliche Vertreter vom Aktionär mit der 
Vertretung betraut worden sei. Denn diesfalls bestehe keine Gefahr, dass Nichtbefugte an 
der Abstimmung teilnehmen würden (act. 1 Rz 42).

Pöschel führt an der von den Gesuchstellerinnen zitierten Stelle aus, dass sich der Stimm-
rechtsvertreter durch eine schriftliche Vollmacht des im Aktienbuch eingetragenen Aktionärs 
mit Stimmrecht auszuweisen habe, sofern die Stimmrechtsvertretung vertraglich begründet 
worden sei. Damit statuiere Abs. 1 in Abkehr vom allgemeinen Grundsatz der Formfreiheit 
einer Vollmacht eine gesetzlich formgebundene Vollmacht. Diesfalls unterliege aber nicht 
etwa auch das Grundgeschäft – nämlich der Auftrag zur Stimmabgabe des Aktionärs an den 
Vertreter – dem Schriftformerfordernis; dies sei nicht einmal beim formstrengen Grundstück-
kauf der Fall. Die Vollmacht habe keine Warn- oder Schutzfunktion für den Aktionär vor Übe-
reilung einer Stimmrechtsvertretung, sondern lediglich Beweisfunktion. Dies bedeute, dass 
die Teilnahme eines Aktionärsstellvertreters an einer Generalversammlung, der sich nicht 
durch eine unterschriebene, ja nicht einmal durch eine Vollmacht überhaupt, ausweisen kön-
ne, nicht automatisch die Anfechtbarkeit entsprechender Generalversammlungsbeschlüsse 
gemäss Art. 691 Abs. 3 OR zur Folge habe. Liege ein gültiges Grundverhältnis vor, d. h. sei 
ein Vertreter materiellrechtlich tatsächlich befugt und könne er dies genügend beweisen, so 
habe die formalrechtliche Wirkung einer (unterschriebenen) Vollmacht nicht einmal mehr legi-
timationsrechtliche Bedeutung, d. h. die legitimationsrechtliche Bedeutung der schriftlichen 
Vollmacht sei der materiellrechtlichen Rechtslage untergeordnet. Auch prozessual habe eine 
(unterschriebene) Vollmacht, z. B. in einer Anfechtung gemäss Art. 691 Abs. 3 OR, lediglich 
beweisrechtlichen Wert, indem aus der Tatsache des Vorliegens einer unterschriebenen 
Vollmacht eine starke Vermutung für den Bestand des materiellrechtlichen Rechtsverhältnis-
ses angenommen werden könne. Der Gegenbeweis bleibe aber offen. Die schriftliche Voll-
macht müsse eigenhändig unterschrieben sein, und zwar durch den Aktionär selbst oder 
durch seinen Vertreter (Pöschel, a.a.O., Art. 689a OR N 31). 

Es ist zwar zutreffend, dass nach Pöschel das Fehlen einer schriftlichen Vollmacht nicht au-
tomatisch zu einer Anfechtbarkeit der Generalversammlungsbeschlüsse führt. Hingegen lässt 
sich den Ausführungen von Pöschel nicht entnehmen, dass der Versammlungsleiter einer 
Generalversammlung eine mündlich erteilte Vollmacht zu akzeptieren hat. Im Gegenteil hält 
doch auch Pöschel (mehrfach) fest, dass eine schriftliche Vollmacht erforderlich ist. Es ent-
spricht einem legitimen Bedürfnis eines Vorsitzenden, über die Vertretungsverhältnisse samt 
Inhalt der Vollmacht entsprechend dokumentiert zu sein.

9.3.3 Die Tatsachenbehauptungen der Gesuchstellerinnen in den Eingaben vom 16. August 2024 
(Vi act. 16) und 8. November 2024 (Vi act. 26), auf die sie in der Berufung verweisen (act. 1 
Rz 43), sind unbeachtlich. Denn diese Behauptungen und Einwendungen brachten die Ge-
suchstellerinnen erst nach Aktenschluss im vorinstanzlichen Verfahren vor und sie legen 
nicht dar, dass es sich um zulässige Noven gehandelt hat (vgl. E. 3.4).

9.3.4 Da unbestrittenermassen keine schriftliche Vollmacht der Gesuchstellerin 1 vorgelegt wurde, 
ist der Schluss der Vorinstanz, wonach die Vertretung der Gesuchstellerin 1 durch 

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I.________ zu Recht verweigert worden sei, nicht zu bemängeln. Ob J.________ oder die 
Gesuchsgegnerin von der mündlichen Vollmacht Kenntnis hatten und wussten, dass sich die 
Gesuchstellerin 1 durch I.________ vertreten lassen wollte (die Gesuchstellerinnen sprechen 
von "Wissenszurechnung" [vgl. etwa act. 1 Rz 43 oder act. 8 Rz 45]), ist irrelevant.

10. Schliesslich wenden die Gesuchstellerinnen ein, I.________ und H.________ seien an der 
ordentlichen Generalversammlung vom 31. Juli 2023 für drei Jahre gewählt worden. Das 
Protokoll spreche zwar von der Wiederwahl von einem Jahr. Dies beruhe auf einem offen-
sichtlichen Versehen. Eine Wiederwahl auf ein Jahr sei bei einer gesetzlich und statutarisch 
vorgeschriebenen dreijährigen Amtszeit gar nicht möglich. Damit seien sie auch ohne eine 
Wiederwahl am 18. Juni 2024 noch Mitglieder des Verwaltungsrats (act. 1 Rz 49 ff.; act. 8 
Rz 57 ff.). 

Dieser Einwand ist unbegründet. Denn selbst wenn I.________ und H.________ am 31. Juli 
2023 für drei Jahre gewählt worden wären, wäre deren Abberufung jederzeit und ohne An-
gaben von Gründen möglich (vgl. Art. 705 Abs. 1 OR). Dass eine (allfällige) Abberufung nicht 
(genügend) traktandiert wurde, behaupten sie nicht. Abgesehen davon machten die Gesuch-
stellerinnen in ihrem Gesuch noch geltend, sie seien für ein Jahr gewählt worden (Vi act. 1 
Rz 13). Ihre erst in späteren Eingaben vorgebrachte Behauptung, I.________ und 
H.________ seien für drei Jahre gewählt worden, war somit ohnehin nicht mehr zu berück-
sichtigen (vgl. vorne E. 3.4).

11. Abschliessend ist auf die Stellungnahmen der Gesuchstellerinnen vom 27. Februar 2025 
(act. 8) einzugehen. Darin wiederholen sie im Wesentlichen bloss, was sie in der Berufungs-
schrift ausgeführt haben. Soweit sie vereinzelt neue Tatsachen behaupten, legen sie nicht 
dar, inwiefern sie mit diesen neuen Vorbringen noch zu hören wären. Mithin ist darauf nicht 
weiter einzugehen (vgl. E. 1.4). Neu ist ihr Vorbringen, wonach jene Tatsachenbehauptun-
gen, welche die Gesuchsgegnerin in ihrer Berufungsantwort – ausdrücklich oder implizit 
durch Nichtbestreitung – anerkenne, durch die Berufungsinstanzen nicht mehr überprüft wür-
den, es sei denn, es gelte die Untersuchungs- und Offizialmaxime; entsprechend treffe die 
Gesuchsgegnerin (als Berufungsbeklagte) wie im erstinstanzlichen Verfahren eine Bestrei-
tungslast (act. 8 Rz 8). Da es sich dabei um eine rechtliche Ausführung handelt, unterliegt sie 
zwar nicht den novenrechtlichen Einschränkungen (Urteil des Bundesgerichts 4A_707/2016 
vom 29. Mai 2017 E. 3.3.3). Allerdings übersehen die Gesuchstellerinnen, dass eine Aner-
kennung mangels Bestreitung durch die Berufungsklagte höchstens dann angenommen wird, 
wenn die Berufungskläger in der Berufungsschrift zulässige neue Tatsachenbehauptungen 
vorbringen (vgl. BGE 144 III 394 E. 4.1.2). Dass die Gesuchstellerinnen in der Berufungs-
schrift solche Behauptungen aufgestellt haben, machen sie nirgends geltend und ist auch 
nicht ersichtlich. Insofern schadet es der Gesuchsgegnerin vorliegend nicht, wenn sie in ihrer 
Berufungsantwort nicht alle in der Berufungsschrift enthaltenen Tatsachenbehauptungen der 
Gesuchstellerinnen einzeln und substanziiert bestritten hat.

12. Nach dem Gesagten steht fest, dass J.________ am 18. Juni 2024 gültig zum Verwaltungs-
rat der Gesuchsgegnerin gewählt wurde und seither einziger Verwaltungsrat der Gesuchs-
gegnerin ist. Treuwidrigkeit kann ihm dabei nicht unterstellt werden. Damit mangelt es an 
dem für die vorliegend verlangte Handelsregistersperre notwendigen Verfügungsanspruch. 
Auf die weiteren Erwägungen der Vorinstanz, die diese zur Abweisung des Gesuchs anführ-

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te, und die von den Gesuchstellerinnen dagegen erhobenen Einwände ist daher nicht mehr 
einzugehen. Mithin ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Da keine vorsorglichen Massnahmen zu treffen sind, ist auch keine Prosequierungsfrist an-
zusetzen (Art. 263 ZPO), und dies unabhängig davon, ob die Gesuchstellerinnen, wie sie in 
ihrer Noveneingabe vom 7. März 2025 (act. 9) ausführen, zwischenzeitlich beim Kantonsge-
richt Zug eine Klage betreffend "Nichtigkeit eventualiter Anfechtung" der am 18. Juni 2024 
gefassten Generalversammlungsbeschlüsse eingereicht haben.

13. Nachdem die Gesuchstellerinnen unterliegen, ist ihnen die Entscheidgebühr des Berufungs-
verfahrens aufzuerlegen und sie sind unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten, der Ge-
suchsgegnerin für das Berufungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zu be-
zahlen (Art. 106 Abs. 1 und aAbs. 3 ZPO).

13.1 Beim unbestritten gebliebenen Streitwert von CHF 50'000.00 und unter Berücksichtigung des 
im Verhältnis zum Streitwert besonders grossen Umfangs (Berufungsschrift samt prozessua-
len Anträgen von 39 Seiten [vgl. auch act. 2]; Berufungsantwort von 20 Seiten, Replikeingabe 
von 43 Seiten und Noveneingabe von acht Seiten) ist die Entscheidgebühr auf CHF 4'500.00 
festzulegen (vgl. § 15 Abs. 1 i.V.m. § 11 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und § 12 Abs. 2 KoV OG).

13.2 Das Grundhonorar der Rechtsanwälte beträgt beim genannten Streitwert CHF 7'000.00 
(§ 3 Abs. 1 AnwT). Wegen des summarischen Verfahrens ist dieses um die Hälfte auf 
CHF 3'500.00 zu reduzieren (§ 6 Abs. 1 AnwT). Für die Rechtsmittelverfahren dürfen sodann 
ein bis zwei Drittel dieses Honorars, in besonderen Fällen ausnahmsweise das volle Grund-
honorar berechnet werden (§ 8 Abs. 1 AnwT). Die Gesuchstellerinnen stellten in der Beru-
fung zahlreiche neue Behauptungen auf. Ausserdem sind ihre Ausführungen zuweilen um-
ständlich formuliert (vgl. bereits Ziff. 1 ihres Rechtsmittelbegehrens). Deshalb ist ausnahms-
weise das volle Grundhonorar zu berechnen. Unter Hinzurechnung der Pauschale für Ausla-
gen von 3 % (§ 25 AnwT) und der Mehrwertsteuer von 8,1 % (§ 25a AnwT) resultiert eine 
angemessene Parteientschädigung von gerundet CHF 3'900.00. 

Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid des Einzel-
richters am Kantonsgericht Zug vom 10. Dezember 2024 wird bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 4'500.00 wird den Gesuchstel-
lerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt und mit dem von ihnen geleisteten Kosten-
vorschuss in selber Höhe verrechnet.

3. Die Gesuchstellerinnen haben der Gesuchsgegnerin unter solidarischer Haftbarkeit eine Par-
teientschädigung von CHF 3'900.00 (inkl. MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwer-
degründe richten sich nach den Art. 98 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen 

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seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie un-
ter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 
BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien (an die Gesuchsgegnerin unter Beilage der Doppel der Eingaben der Gesuch-

stellerinnen vom 27. Februar 2025 und 7. März 2025 samt Beilagen)
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (ES 2024 533)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

A. Staub I. Cathry
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: