# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8677340-f849-5509-b949-eb0c49235c49
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-10-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.10.2017 B-1249/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1249-2017_2017-10-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1249/2017 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  3 .  O k t o b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichter Marc Steiner, 

Gerichtsschreiberin Sabine Büttler. 
 

 
 

Parteien 
 X._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

armasuisse Immobilien, 

Blumenbergstrasse 39, 3003 Bern,    

Vergabestelle.  

 

Gegenstand 
 Öffentliches Beschaffungswesen – Thun,  

Gesamtsanierung Mannschaftskaserne I,  

BKP 244 Lüftungsanlagen (Meldungsnummer 952817;  

Projekt-ID 147892). 

 

 

 

B-1249/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die armasuisse (im Folgenden: Vergabestelle) am 6. Februar 2017 

den Zuschlagsentscheid betreffend das Projekt „Thun, Gesamtsanierung 

Mannschaftskaserne I“, 3. Submissionspaket, Beschaffungs-Nr. 5 (BKP 

244 Lüftungsanlagen) publiziert hat (Meldungsnummer 952817; Projekt-ID 

147892), 

dass die X._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin) diese Verfü-

gung mit Beschwerde vom 24. Februar 2017 beim Bundesverwaltungsge-

richt angefochten und den auf Fr. 8‘000.– festgesetzten Kostenvorschuss 

fristgerecht bezahlt hat, 

dass der Beschwerde mit Zwischenentscheid vom 30. März 2017 die auf-

schiebende Wirkung zuerkannt worden ist, 

dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 22. Mai 2015 die Überarbeitung 

der Ausschreibungsunterlagen und das Einholen neuer Angebote bei den 

im Vergabeverfahren involvierten Anbietern angekündigt hat, worauf das 

vorliegende Verfahren den Anträgen der Vergabestelle entsprechend sis-

tiert worden ist, 

dass die Vergabestelle dem Gericht mit Eingabe vom 14. September 2017 

die Neuerteilung des Zuschlags mitgeteilt und das an die Beschwerdefüh-

rerin gerichtete Absageschreiben eingereicht hat, 

dass die Beschwerdeführerin mit schriftlicher Erklärung vom 29. Septem-

ber 2017 die Beschwerde vom 24. Februar 2017 zurückzieht, auf die An-

fechtung des neuen Zuschlags verzichtet und beantragt, es sei die Sistie-

rung des Verfahrens aufzuheben und das Verfahren abzuschreiben, 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Rückzug erledigt abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Beschwerdeführerin, welche ein Beschwerdeverfahren durch 

Rückzug zur Erledigung bringt, grundsätzlich als unterliegend anzusehen 

ist und demnach die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 des 

Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, 

SR 172.021]), 

B-1249/2017 

Seite 3 

dass im vorliegenden Fall allerdings der Sache nach die Vergabestelle 

durch die Wiedererwägung des angefochtenen Zuschlags nach gutge-

heissenem Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung die Gegen-

standslosigkeit bewirkt hat, womit sie als unterliegend anzusehen ist (Art. 5 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass unterliegenden Bundesbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt 

werden (Art. 63 Abs. 2 Vw VG), weshalb auf die Erhebung von Verfahrens-

kosten zu verzichten ist, 

dass demnach der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 8‘000.- zurückzuerstatten ist,  

dass die Beschwerdeführerin gemäss der Rückzugserklärung vom 

29. September 2017 keine Parteientschädigung verlangt und eine Partei-

entschädigung zugunsten der Vergabestelle ausser Betracht fällt (Art. 64 

Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

  

B-1249/2017 

Seite 4 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Zustellung einer Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 29. Sep-

tember 2017 an die Vergabestelle. 

2.  

Die am 26. Mai 2017 verfügte und mit Zwischenverfügung vom 12. Juli 

2017 verlängerte Sistierung des vorliegenden Verfahrens wird aufgehoben. 

3.  

Das Beschwerdeverfahren wird als zufolge Rückzugs erledigt abgeschrie-

ben. 

4.  

4.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.2. Der Beschwerdeführerin wird der in Höhe von Fr. 8‘000.– geleistete 

Kostenvorschuss zurückerstattet. 

5.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

6.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Vertreterin; Beilage: 

Rückerstattungsformular; Gerichtsurkunde) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 147892;  

Beilage: gemäss Ziffer 1; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.  

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Sabine Büttler 

B-1249/2017 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 3. Oktober 2017