# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 941190c6-fbc9-5be7-9fd4-9cfc73bce257
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2025 E-2130/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2130-2025_2025-05-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2130/2025 

 

 

  U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Richterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler,  

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Beschwerdeführer 

B._______, geboren am (…), 

Beschwerdeführerin 

und ihre Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

Pakistan,   

alle vertreten durch Loredana Frandes,  

Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not,  

(…) 

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 24. Februar 2025 / N (…). 

 

E-2130/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden verliessen Pakistan eigenen Angaben zufolge 

am (…) 2024 und reisten am 31. Mai 2024 in die Schweiz ein, wo sie glei-

chentags um Asyl nachsuchten. 

B.  

Die Personalienaufnahmen der Beschwerdeführenden fanden am 5. Juni 

2024 statt. Am 17. und 18. Juli 2024 sowie am 14. August 2024 wurden sie 

im Beisein der ihnen zugewiesenen Rechtsvertretung zu ihren Asylgründen 

angehört (Protokolle in den SEM-Akten […] [A]36, A37, A38 und A41). Da-

bei machten sie im Wesentlichen geltend, sie seien paschtunischer Ethnie 

und hätten bis zu ihrer Ausreise in G._______ gelebt (Provinz Khyber 

Pakthunkhwa). Sie stammten aus einer einflussreichen und gut situierten 

Familie, welche auch über Grossgrundbesitz verfüge. In G._______ hätten 

sie in einer Art Festung gewohnt und der Beschwerdeführer sei ein (…) und 

(…) eines Unternehmens im Bereich des (…) gewesen. 

Der Beschwerdeführer sei in Pakistan auch ein berühmter Politiker der  

Partei Jamiat Ulema-e-Islam (JUI-F) gewesen und sei 2013, 2018 und 

2024 zu den Parlamentswahlen angetreten. Am (…) 2024 sei er von den 

Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) bedroht worden, die auch Geld von ihm 

verlangt und ihn zum Beitritt zur TTP aufgefordert hätten. Vermutungs-

weise werde er von den TTP bedroht, da er im Rahmen seiner Aktivitäten 

als Unternehmer die Polio-Impfung eingeführt habe und er in Frauen- und 

Mädchenschulen Sanitäranlagen gebaut und diese Institutionen auch an-

derweitig unterstützt habe. Auch verlangten die TTP von ihm, dass er sich 

gegen die pakistanische Republik stelle. Daraufhin habe er die pakistani-

schen Behörden um Schutz ersucht und diese hätten die Sicherheitsvor-

kehrungen für ihn und seine Familie erhöht (u.a. Höhe der Mauer, Sicher-

heitspersonal). Das Counter Terrorism Departement (CTD) habe ihm mit-

geteilt, dass die Telefonnummer, von der er bedroht worden sei, bereits 

mehrmals bei Anschlägen gegen die Polizei oder das Militär benutzt wor-

den sei. Er sei von den TTP mehrmals angerufen worden und diese hätten 

ihm bereits 2019 und 2020 mitgeteilt, dass er mit seinen Aktivitäten aufhö-

ren solle. Viele seiner Parteifreunde seien in den letzten Jahren – vermu-

tungsweise von den TTP – getötet worden. Am (…) 2024 sei er von den 

TTP kontaktiert und gefragt worden, weshalb er Anzeige erstattet habe. 

Zudem sei er aufgefordert worden, sich von den pakistanischen Behörden 

zu distanzieren. Am (…) 2024 habe ein Mitglied der TTP ihn angerufen und 

E-2130/2025 

Seite 3 

gesagt, dass sie wüssten, wo seine Kinder in die Schule gehen würden. 

Daraufhin hätten die Beschwerdeführenden Pakistan verlassen. 

Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführenden die in der angefochte-

nen Verfügung aufgelisteten Beweismittel zu den geltend gemachten Be-

drohungen durch die TTP ein. 

C.  

Mit Verfügung vom 19. August 2024 teilte das SEM den Beschwerdefüh-

renden mit, dass ihr Asylgesuch im erweiterten Verfahren behandelt werde. 

D.  

Mit Verfügung vom 24. Februar 2025 stellte die Vorinstanz fest, die Be-

schwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre 

Asylgesuche ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete 

den Wegweisungsvollzug an. 

E.  

Gegen diese Verfügung erhoben die Beschwerdeführenden mit Eingabe 

vom 27. März 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Sie be-

antragen, die Dispositiviziffern 1-3 der angefochtenen Verfügung seien auf-

zuheben, sie seien als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen sei Asyl zu ge-

währen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 

Sache zur vollständigen Feststellung des Sachverhaltes an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses und um Beiordnung einer amtlichen 

Rechtsbeiständin. 

Der Beschwerde lag unter anderem eine vom Beschwerdeführer erstellte 

Liste von angeblich seit dem 18. Juni 2024 getöteten Mitgliedern der JUI-

F bei. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. April 2025 wies die Instruktionsrichterin die 

Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bei-

ordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes ab. Gleichzeitig forderte sie die 

Beschwerdeführenden zur Bezahlung eines Kostenvorschusses innert 

Frist auf. 

E-2130/2025 

Seite 4 

G.  

Die Beschwerdeführenden leisteten am 16. April 2025 den einverlangten 

Kostenvorschuss fristgerecht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem 

Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 105 

AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AslyG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden und die 

Beschwerdeführenden sind zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Der in der Rechtsmitteleingabe gestellte Rückweisungsantrag ist offen-

sichtlich nicht begründet. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt rechtsgenüg-

lich abgeklärt. Insbesondere hat sie die Beschwerdeführenden nach den 

massgeblichen Verfahrensvorschriften angehört. Sie hat sich sodann in der 

E-2130/2025 

Seite 5 

angefochtenen Verfügung nachvollziehbar und hinreichend differenziert 

mit den zentralen Vorbringen der Beschwerdeführenden auseinanderge-

setzt. Auch sonst ergeben sich aus den Akten keine Rückweisungsgründe, 

weshalb der Antrag abzuweisen ist. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.3 Nach der Schutztheorie (vgl. EMARK 2006 Nr. 18), welcher die Schwei-

zer Asylbehörden in ständiger Praxis folgen, ist nichtstaatliche Verfolgung 

durch Drittpersonen flüchtlingsrechtlich nur dann beachtlich, wenn der 

Staat unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor einer solchen Verfolgung zu 

bieten. Eine Garantie für langfristigen individuellen Schutz kann dabei nicht 

verlangt werden. So kann es keinem Staat gelingen, seinen Bürgerinnen 

und Bürgern jederzeit und überall absolute Sicherheit zu gewährleisten. 

Demgegenüber muss der Staat über eine funktionierende und effiziente 

Schutzinfrastruktur verfügen, deren Inanspruchnahme der betroffenen Per-

son objektiv möglich und individuell zumutbar sein muss, was jeweils im 

Rahmen einer Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung des länderspezifi-

schen Kontexts zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2011/51 E. 7.3 f. und statt vie-

ler das Urteil des BVGer E-4702/2024 vom 13. September 2024 E. 6.2, je 

m.w.H.). 

E-2130/2025 

Seite 6 

6.  

6.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz im 

Wesentlichen fest, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden den An-

forderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht standhielten. Bei den gel-

tend gemachten Bedrohungen durch die TTP handle es sich um Übergriffe 

Dritter und ausser der Kontaktaufnahme in den Jahren 2019 und 2020 so-

wie den etwa 20 Telefonanrufen im Zeitraum vom (…) 2024 bis (…) 2024 

sei es zu keinen weiteren Vorfällen gekommen. Zudem hätten sich die pa-

kistanischen Behörden als schutzwillig und schutzfähig erwiesen. So hät-

ten bereits am (…) 2024 pakistanische Sicherheitsbehörden das Haus der 

Beschwerdeführenden zu deren Schutz durchsucht. Auch sei der Be-

schwerdeführer in einem gepanzerten Fahrzeug zu den Behörden gefah-

ren worden und unter hohen Sicherheitsvorkehren seien alle weiteren 

Schritte erfolgt. Zudem seien vier Mitarbeiter der pakistanischen Polizei zu 

seinem Schutz bereitgestellt worden und seine Kinder seien von bewaffne-

ten Sicherheitspersonen zur Schule gebracht und abgeholt worden. 

Schliesslich stehe es den Beschwerdeführenden als wohlhabende Familie 

frei, sich bei einer Rückkehr in ihren Heimatstaat in einem anderen Lan-

desteil niederzulassen, um weiteren Nachstellungen durch die TTP zu ent-

gehen. 

6.2 Die Beschwerdeführenden wenden im Wesentlichen ein, dass die pa-

kistanischen Behörden nicht schutzfähig seien. Trotz Schutzvorkehrungen 

seien allein im Jahr 2025 bereits acht Mitglieder der JUI-F getötet worden. 

Viele dieser Opfer seien in Kontakt mit der pakistanischen Polizei gestan-

den und hätten Lösegeld an die Täter bezahlt. Dies verdeutliche die 

enorme Lebensgefahr, in welcher sich die Beschwerdeführenden befänden 

sowie die Ineffektivität sowie Untauglichkeit der pakistanischen Polizeiar-

beit. Zudem zeige die in den eingereichten Berichten dokumentierte Reali-

tät in Pakistan auf, dass die Beschwerdeführenden einer erheblichen Ge-

fahr ausgesetzt seien, selbst Opfer von Terroranschlägen oder anderen ge-

waltsamen Übergriffen zu werden. 

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerde-

führenden zu Recht verneint und ihre Asylgesuche abgelehnt hat. Es hat 

ausführlich und mit zutreffender Begründung dargelegt, weshalb die von 

den Beschwerdeführenden geschilderten Ereignisse sowie Beweismittel 

die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen. Darauf und 

auf die Begründung der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren im Sinne 

E-2130/2025 

Seite 7 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG in der Zwischenverfügung vom 2. April 2025 kann 

mit den nachfolgenden Ergänzungen verwiesen werden: 

7.2 Vorab ist festzustellen, dass gemäss gefestigter Rechtsprechung des 

Bundesverwaltungsgerichts der pakistanische Staat gegenüber Übergrif-

fen Privater als schutzwillig und schutzfähig gilt, weshalb davon auszuge-

hen ist, dass solche Bedrohungen durch Dritte der Polizei gemeldet wer-

den können und der pakistanische Staat seine Schutzpflicht im Rahmen 

des Möglichen wahrnimmt (vgl. etwa Urteile BVGer E-512/2025 vom 

28. Januar 2025 E. 6.2, E-6908/2024 vom 8. November 2024 S. 3 oder E-

3030/2024 vom 21. Mai 2024 S. 9 m.w.H.). 

Vor diesem Hintergrund ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass es sich 

bei der von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Bedrohung 

durch die TTP um Übergriffe Dritter handelt und diesbezüglich die pakista-

nischen Behörden auch vorliegend schutzfähig und schutzwillig sind, zu-

mal sie bereits unter Vornahme von Sicherheitsvorkehrungen tätig wurden 

und dem Beschwerdeführer zu seinem Schutz insbesondere vier Polizisten 

zur Verfügung gestellt haben (A41 F28, F32). An dieser Einschätzung än-

dert der hierzu – unter Verweis auf diverse Länderberichte und Einreichung 

der vom Beschwerdeführer erstellten Liste von angeblich seit dem 18. Juni 

2024 getöteten Mitgliedern der JUI-F – geltend gemachte Einwand, der von 

den pakistanischen Behörden gewährte Schutz sei trotz der Bereitstellung 

von Wachen und Sicherheitsvorkehrungen unzureichend, mangels konkre-

ter Hinweise nichts. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die zahlreichen 

Massnahmen, die seitens der pakistanischen Behörden ergriffen wurden 

und in der Beschwerde im Einzelnen aufgeführt werden, sich bisher durch-

aus als wirksam erwiesen haben. In diesem Zusammenhang ist hervorzu-

heben, dass es keinem Staat gelingen dürfte, seine Bürger und Bürgerin-

nen jederzeit und vollumfänglich zu schützen (vgl. oben E. 5.3). Zu Recht 

verweist das SEM schliesslich darauf, dass sich die Beschwerdeführenden 

auch in einem anderen Landesteil Pakistans niederlassen könnten, zumal 

auch diesbezüglich die Zumutbarkeit gegeben ist. An dieser Einschätzung 

vermag auch die blosse Mutmassung in der Rechtsmitteleingabe, die TTP 

könne die Beschwerdeführenden überall in Pakistan aufsuchen, nichts zu 

ändern. 

7.3 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der 

Beschwerdeführenden zu Recht verneint und die Asylgesuche ebenfalls zu 

Recht abgelehnt. 

E-2130/2025 

Seite 8 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

8.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

9.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

E-2130/2025 

Seite 9 

9.2.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 

Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. 

9.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerde-

führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 

einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Be-

handlung ausgesetzt wären. Gemäss der Praxis des Europäischen Ge-

richtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folter-

ausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr 

("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer 

Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. 

Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kam-

mer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Dies gelingt ihnen nicht, sondern es 

ist auch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwerde-

führenden gegebenenfalls erneut an die pakistanischen Behörden zu wen-

den haben, die ihnen Schutz gewähren werden. Auch die allgemeine Men-

schenrechtssituation in Pakistan lässt den Wegweisungsvollzug zum heu-

tigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

9.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 In Pakistan herrscht nach konstanter Rechtsprechung, trotz teilweise 

angespannter Lage, keine landesweite Situation allgemeiner Gewalt, die 

zur Annahme führen müsste, jede dorthin zurückkehrende Person sei mit 

E-2130/2025 

Seite 10 

erheblicher Wahrscheinlichkeit einer konkreten Gefährdung ausgesetzt 

(vgl. etwa Urteil des BVGer D-5852/2024 vom 27. September 2024 

E. 8.3.2). Die gegenwärtigen Spannungen in der Grenzregion zu Indien 

führen nicht zu einer anderen Beurteilung. 

9.3.3 In individueller Hinsicht führt die Vorinstanz aus, dass es sich bei den 

Beschwerdeführenden um eine gut situierte und einflussreiche Familie 

handle, die aufgrund Einnahmen aus den Geschäftstätigkeiten und des 

Landbesitzes über grosse finanzielle Mittel verfüge. Ebenfalls könnten sie 

bei einer Rückkehr nach Pakistan wieder an ein soziales Netz anknüpfen. 

Auch sei ihnen zuzumuten, an einen anderen Ort in Pakistan ausserhalb 

der Provinz H._______ zu ziehen. Zudem seien bis auf F._______ alle ge-

sund. Zwar habe F._______ eine (…), jedoch handle es sich dabei um eine 

Krankheit, welche nicht vollständig heilbar sei. Sie habe in Pakistan dies-

bezüglich bereits (…) erhalten und habe für ihre Bildung einen Hauslehrer 

gehabt. Es sei aufgrund der guten finanziellen Verhältnisse und durch den 

Einfluss der Familie zu erwarten, dass dies auch zukünftig der Fall sein 

werde. Schliesslich sei die Wegweisung auch unter dem Gesichtspunkt 

des Kindeswohls zumutbar. Die Beschwerdeführenden halten dem in ihrer 

Beschwerde nichts Entscheidendes entgegen und die vorinstanzlichen Er-

wägungen sind vollumfänglich zu bestätigen. Insbesondere hat die Vo-

rinstanz entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe das Kin-

deswohl ausreichend berücksichtigt und zu Recht festgehalten, dass 

F._______ auch zukünftig in Pakistan wie bisher medizinisch betreut wer-

den kann. Daran ändert auch die pauschale Behauptung auf Beschwerde-

stufe, die Kinder könnten bei einer Rückkehr die Schule nicht mehr besu-

chen, was eine altersgerechte Entwicklung verhindere und langfristig zu 

schwerwiegenden psychischen und sozialen Problemen führe, nichts, zu-

mal die Kinder wie bisher – gegebenenfalls unter Sicherheitsvorkehrungen 

– die Schule in Pakistan besuchen können (vgl. A38 F14, A41 F22, F47 f.). 

Schliesslich ist den Beschwerdeführenden – gegebenenfalls auch um den 

Kindern in einer anderen Umgebung eine bessere Zukunft zu ermöglichen 

– zuzumuten, in eine andere Region in Pakistan zu ziehen, zumal sie in 

sehr guten finanziellen Verhältnissen leben können. 

9.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

E-2130/2025 

Seite 11 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind durch den am 16. April 2025 vom Be-

schwerdeführer in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-2130/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand: