# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2882327-d10f-5897-b6a7-d6db11a1437a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2021 UV 2020/62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-62_2021-09-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/62

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2022

Entscheiddatum: 02.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2021
Art. 6 UVG. Der Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine/ante nach 
vorübergehender Verschlimmerung der Vorzustände ist durch die 
kreisärztliche Beurteilung hinlänglich belegt. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. 
September 2021, UV 2020/62).

Entscheid vom 2. September 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/62

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) erlitt im Jahr 2013 einen bei der Krankenkasse 

Progrès Versicherungen AG im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung 

versicherten Unfall beim Fussballspielen mit Kniedistorsion rechts (Suva-act. 41, 57-5 

f.). Bei diagnostizierter älterer vorderer Kreuzbandruptur mit entsprechender Instabilität, 

dorsolateraler Meniskusläsion und Knorpelschaden Grad II-III mediale 

Femurkondylenrolle Knie rechts wurde der Versicherte nach zuvor konservativer 

Behandlung am 7. Juli 2016 im Spital B.___ operiert (vordere Kreuzbandersatzplastik 

[VKB-Plastik] arthroskopisch, Semitendinosussehne, Tight/Rope, laterale 

Teilmeniskektomie und mediale Knorpelglättung rechts; Suva-act. 41).

A.a. 

Ab dem 1. April 2018 war der Versicherte zu 100 % bei der C.___. AG als 

bauleitender Sanitärinstallateur tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 20. Dezember 2018 

meldete die Arbeitgeberin, dass der Versicherte am 15. Dezember 2018 bei 

Gartenarbeiten zu Hause das rechte Knie angeschlagen habe (Suva-act. 1). Ein am 21. 

Dezember 2018 erfolgtes MRI des rechten Knies zeigte insbesondere eine insuffiziente, 

differentialdiagnostisch rupturierte VKB-Plastik und eine fortgeschrittene, deutlich 

progrediente Pangonarthrose und Chondromalazie (Suva-act. 6). Die behandelnden 

Ärzte attestierten bis am 31. Dezember 2018 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-

act. 2 f.). Danach konnte der Versicherte wieder im üblichen Umfang arbeiten. Die Suva 

A.b. 

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B.  

erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung; 

Suva-act. 4).

Am 15. April 2019 teilte der Versicherte der Suva mit, dass er das rechte Knie 

operieren lassen werde (Suva-act. 9). Die Suva legte den Fall zur Beurteilung einer 

Leistungspflicht Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, vor. Dieser empfahl mit Stellungnahme vom 

16. Mai 2019 keine Kostengutsprache für die geplante Operation, da diese keine 

Unfallfolgen adressiere. Der Status quo sine sei spätestens Ende April 2019 erreicht 

gewesen (Suva-act. 16). Am 22. Oktober 2019 wurde ein weiteres MRI des rechten 

Knies erstellt (Suva-act. 28 f.). Dr. D.___ hielt am 12. Dezember 2019 an seiner 

ablehnenden Beurteilung fest (Suva-act. 33).

A.c. 

Mit Verfügung vom 17. Dezember 2019 schloss die Suva den Fall per 30. April 

2019 ab. Seit dann seien keine weiteren Versicherungsleistungen mehr geschuldet 

(Suva-act. 35).

A.d. 

Gegen die Verfügung vom 17. Dezember 2019 erhob der Rechtsvertreter des 

Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, am 3. Januar 2020 

Einsprache (Suva-act. 40). Am 30. Januar 2020 reichte er eine Begründung nach (Suva-

act. 46).

B.a. 

Der Fall wurde erneut Dr. D.___ vorgelegt. Dieser kam mit Beurteilung vom 30. 

April 2020 zusammengefasst zum Schluss, dass es im Zeitraum zwischen der 

Operation im Jahr 2016 und dem geltend gemachten Ereignis vom 15. Dezember 2018 

überwiegend wahrscheinlich zu einem Transplantatversagen gekommen sei. Beim 

Ereignis vom 15. Dezember 2018 mit Fehltritt und Giving-way Symptomatik sei es zu 

keiner zusätzlichen strukturellen Läsion des rechten Kniegelenks gekommen. Eine 

richtungsgebende Verschlechterung sei nicht eingetreten. Die Folgen einer 

vorübergehenden Aktivierung des Vorzustands seien spätestens drei Monate nach dem 

Ereignis ausgeheilt. Die über diesen Zeitraum hinaus beklagte 

Beschwerdesymptomatik, die Instabilität des rechten Kniegelenks und die 

B.b. 

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C.  

Strukturschäden seien ausschliesslich dem im Jahr 2013 erlittenen und im Jahr 2016 

operativ versorgten Kniegelenkstrauma geschuldet (Suva-act. 60).

Mit Entscheid vom 26. Juni 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 63). 

Die geplante Operation (vgl. Suva-act. 9, 24, 31) war nicht durchgeführt worden (act. G 

18 f.).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Pedergnana, am 28. 

August 2020 Beschwerde erheben. Es sei der Einspracheentscheid aufzuheben. Die 

gesetzlichen Leistungen für Unfall seien zu erbringen. Das Gericht habe ein Gutachten 

zur Unfallkausalität der Folgen des Unfalls vom 15. Dezember 2018 in Auftrag zu 

geben. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin; act. G 1, 3). Mit der Beschwerde reichte Rechtsanwalt 

Pedergnana unter anderem einen Arztbericht von Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, FMH, St. 

Gallen, vom 27. August 2020 ein (act. G 1.4).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 26. Juni 2020 (act. G 7). Mit der Beschwerdeantwort reichte 

die Beschwerdegegnerin eine ärztliche Beurteilung von Dr. D.___ vom 12. November 

2020 ein (act. G 7.1).

C.b. 

Mit Replik vom 26. Februar 2021 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert an den Anträgen gemäss Beschwerde fest (act. G 14).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und hielt mit 

Schreiben vom 19. April 2021 unverändert an ihrem Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde fest (act. G 16).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

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Erwägungen

1.

Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin trotz unterschiedlicher 

Schilderungen in den Akten (vgl. dazu Suva-act. 1, 11-3, 46) das Ereignis vom 15. 

Dezember 2018 als Unfall (vgl. dazu Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) mit rechter Kniedistorsion oder -

kontusion anerkannt und nicht mehr in Frage gestellt hat. Darüber ist demnach nicht 

mehr zu befinden. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die 

Versicherungsleistungen, begründend aus dem Unfall vom 15. Dezember 2018, per 30. 

April 2019 eingestellt hat.

2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Wenn die 

Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, 

entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also 

nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 54). Der Unfallversicherer muss nicht den Nachweis unfallfremder Ursachen 

2.1. 

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erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind 

(Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2012, 8C_160/2012, E. 2 mit Hinweisen). 

Dabei können medizinische Erfahrungssätze berücksichtigt werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. November 2008, 8C_346/2008, E. 3.2.1).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht 

(BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Tatsache allein, 

dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, 

lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit 

der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee). 

2.2. 

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3.

Umstritten ist die Unfallkausalität der über den Leistungseinstellungszeitpunkt (30. April 

2019) hinaus bestehenden Knieproblematik rechts.

Auch ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten sind nicht an sich unzuverlässig, 

sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Februar 2007, U 223/06, E. 5.1.2). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

Der Beschwerdeführer erlitt im Jahr 2013, als er unbestrittenermassen noch nicht 

bei der Beschwerdegegnerin versichert war, beim Fussballspielen unter anderem einen 

Kreuzbandriss und eine Meniskusläsion rechts, welche am 7. Juli 2016 eine Operation 

mit Kreuzbandplastik und Teilmeniskektomie notwendig machte (vgl. im Sachverhalt lit. 

A.a). Am 15. Dezember 2018 ereignete sich das vorliegend relevante Unfallereignis mit 

erneuter Beteiligung des rechten Knies. Das sechs Tage darauf durchgeführte MRI vom 

21. Dezember 2018 zeigte gemäss der Radiologin Dr. med. F.___ vom 

Diagnosezentrum AR eine insuffiziente, differentialdiagnostisch rupturierte VKB-Plastik 

und eine fortgeschrittene, deutlich progrediente Pangonarthrose und Chondromalazie. 

Im Weiteren beschrieb sie im Untersuchungsbericht komplexe Rupturen im Hinterhorn 

des Aussenmeniskus vertikal und horizontal (Suva-act. 6). Wie Dr. D.___ in der 

Beurteilung vom 30. April 2020 schlüssig begründet hat, können die Veränderungen im 

Bereich aller belastungstragender Knorpelflächen im Sinne einer posttraumatischen 

Pangonarthrose nicht dem Unfall von Dezember 2018 angelastet werden, da sich 

derartige Knorpelschäden nicht innerhalb von sechs Tagen nach dem Ereignis hätten 

ausbilden können (Suva-act. 60-7). Dies ist denn auch unbestritten. Strittig ist 

hingegen, ob es anlässlich des Ereignisses vom 15. Dezember 2018 zu neuen 

traumatisch bedingten Gesundheitsschädigungen gekommen ist, welche eine 

Operation notwendig machen. Zur Diskussion steht dabei die Genese der Kreuzband- 

und Aussenmeniskusproblematik, wobei im Folgenden die im Recht liegenden 

medizinischen Berichte und Beurteilungen zu würdigen sind.

3.1. 

Die Radiologin Dr. F.___ legt sich in Berücksichtigung des MRI vom 21. Dezember 

2018 bezüglich Ursache der Instabilität des rechten Knies nicht eindeutig fest und 

3.2. 

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diagnostiziert eine insuffiziente (unzureichende) VKB-Plastik, differentialdiagnostisch 

eine rupturierte (traumatische) VKB-Plastik (Suva-act. 6; vgl. dazu auch act. G 7.1 S. 2 

oben). Auch Dr. med. G.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom Spital B.___, Operateur des Eingriffs vom 7. Juli 2016, stellt 

keinen klaren Befund in Bezug auf die Frage, ob es anlässlich des Vorfalls vom 15. 

Dezember 2018 zu einer frischen Ruptur des Transplantats gekommen ist. Bei 

deutlicher Kontusionsmarke im Bereich des medialen Femurkondyls mit Bone bruise 

geht er zwar von einem gröberen Trauma aus. Eine Ruptur des Transplantats konnte er 

indes anhand der Bilder nicht eindeutig feststellen (es werde eine Re-VKB-Plastik 

durchgeführt, "sollte sich intraoperativ erweisen, dass das Transplantat wirklich 

rupturiert ist"; Suva-act. 11-2). Aus diesen Berichten lassen sich damit keine 

hinlänglichen Schlüsse bezüglich Genese der Kreuzband- und 

Aussenmeniskusproblematik ziehen.

Dr. D.___ führt mit (Akten-)Beurteilung vom 30. April 2020 aus, dass es im Zeitraum 

zwischen der Operation im Jahr 2016 und dem geltend gemachten Ereignis vom 15. 

Dezember 2018 überwiegend wahrscheinlich zu einem Transplantatversagen mit 

nahezu vollständiger Atrophie/Rückbildung des eingebrachten autologen 

Sehnenmaterials und muskulär kompensierter Instabilität des Kniegelenks mit 

progredienter Pangonarthrose gekommen sei. Das Ereignis vom 15. Dezember 2018 

mit Fehltritt und Giving-way Symptomatik habe zu keiner zusätzlichen strukturellen 

Läsion geführt (Suva-act. 60-8 f.). Er begründet dies damit, dass auf den 

kernspintomographischen Bildern des rechten Kniegelenks vom 21. Dezember 2018 

die Struktur eines Transplantats nicht zu erkennen bzw. abzugrenzen sei. Diese sei 

weitgehend oder vollständig verschwunden. Die bildmorphologischen Umstände 

würden für eine bereits stattgefundene weitgehende Atrophie respektive Resorption 

des transplantierten Gewebes sprechen. Dieser Zustand spreche eindeutig für ein 

älteres und bereits Monate oder Jahre zurückliegendes Transplantatversagen (Suva-

act. 60-5). Die sich im Hinterhorn darstellenden Veränderungen würden 

bildmorphologisch einer Zerrschichtung des Aussenmeniskus infolge zunehmender 

Dekompensation des lateralen Gelenkkompartiments bei posttraumatischer 

Pangonarthrose und nicht einer unfallbedingten frischen Rissbildung entsprechen 

(Suva-act. 60-7). Im Weiteren seien auf den Bildern keine Signalsteigerungen zu 

erkennen, die für eine relevante und strukturschädigende Gewalteinwirkung sprechen 

würden. Auch das persistierende Knochenödem der Femurkondyle, das sich in der 

Kernspintomographie vom 22. Oktober 2019 weiterhin gezeigt habe, beweise die 

Genese des Knochenödems als Folge der Arthrose und nicht einer Traumatisierung, 

wovon noch Dr. G.___ ausgegangen sei (Suva-act. 11-2), da ein posttraumatisches 

3.3. 

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Knochenödem (Bone bruise) spätestens vier Monate nach einem Anprall nicht mehr 

nachweisbar sei (Suva-act. 60-6).

Die Beurteilung von Dr. D.___ erging in Kenntnis der Vorakten und in eingehender 

Würdigung der MRI-Bilder. Entgegen den Ausführungen des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers in der Beschwerde (vgl. act. G 1 S. 5) hat er die medizinischen 

Akten bezüglich der Operation aus dem Jahr 2016 berücksichtigt (vgl. dazu Suva-act. 

41 sowie 60-1). Dr. D.___ legt gestützt darauf nachvollziehbar dar, weshalb seiner 

Meinung nach nicht von einem frischen Riss des VKB bzw. der VKB-Plastik anlässlich 

des Ereignisses vom 15. Dezember 2018 auszugehen sei. Dr. D.___ widerlegt schlüssig 

die Einschätzung von Dr. G.___, dass es sich bei den objektivierbaren Ödemen um 

frische Ödeme handelt, welche für ein Unfallereignis mit relevanter Gewalteinwirkung 

sprechen würden. Er führt zudem verständlich aus, welche Kollateralschäden/

Verletzungszeichen zu erwarten gewesen wären bzw. sich im MRI vom 21. Dezember 

2018 hätten zeigen müssen, damit von einer frischen Ruptur des VKB ausgegangen 

werden könnte (Suva-act. 60-7). Schliesslich leuchtet es insbesondere ein, dass das 

Transplantat bei einer frischen Ruptur der VKB-Plastik sechs Tage nach dem Ereignis 

noch erkennbar gewesen wäre. Dass dies nicht mehr der Fall war, bestätigen auch die 

Dres. F.___ und G.___ (Suva-act. 6, 11-2). Damit erweist sich die Schlussfolgerung 

einer weitgehenden Atrophie respektive Resorption des transplantierten Gewebes 

bereits vor dem Unfall vom 15. Dezember 2018 als einleuchtend, womit gestützt auf die 

Einschätzung von Dr. D.___ überwiegend wahrscheinlich von einem 

Transplantatversagen auszugehen ist. Zwar spricht sich Dr. E.___ mit Bericht vom 30. 

Oktober 2019 dafür aus, dass die im Dezember 2018 erlittene Distorsion des rechten 

Knies zu einer Re-Ruptur der VKB-Plastik geführt habe (Suva-act. 27-2 f.). Mit Eingabe 

vom 27. August 2020 führt er zudem aus, dass der Beschwerdeführer ein adäquates 

Trauma für eine Re-Ruptur des VKB erlitten habe und die Wahrscheinlichkeit sehr klein 

sei, dass es zwei Jahre nach der Kreuzbandoperation zu einem Transplantatversagen 

mit vollständiger Atrophie des Sehnentransplantats gekommen sei (act. G 1.4). 

Nachdem sich Dr. E.___ indes überhaupt nicht mit der vorstehenden nachvollziehbaren 

Begründung von Dr. D.___ auseinandersetzt und auch nicht erkennbar mit der 

Bildgebung vom 21. Dezember 2018 befasst, vermag er allerdings keine auch nur 

geringen Zweifel an der Beurteilung von Dr. D.___ zu wecken. Auch bezüglich 

Kausalität der radiologisch ausgewiesenen Rupturen im Hinterhorn des 

Aussenmeniskus (Suva-act. 6) bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der 

Beurteilung von Dr. D.___. Zum einen liegen keine anderslautenden Einschätzungen im 

Recht. Zum andern überzeugt, dass bei diesem Vorzustand nach Teilentfernung im 

Jahr 2016 und fortgeschrittener lateral betonter Gonarthrose die Risse überwiegend 

3.4. 

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4.  

wahrscheinlich nicht auf das Ereignis vom 15. Dezember 2018 zurückzuführen sind. In 

Würdigung des Gesagten ist festzuhalten, dass es gestützt auf die nachvollziehbare 

Beurteilung von Dr. D.___ anlässlich des Ereignisses vom 15. Dezember 2018 

überwiegend wahrscheinlich zu keinen neuen traumatisch bedingten 

Gesundheitsschädigungen gekommen ist, womit in antizipierter Beweiswürdigung auf 

diesbezügliche Weiterungen verzichtet werden kann. Bei fehlendem natürlichem 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 15. Dezember 2018 im Sinne 

von Art. 4 ATSG und den Listenverletzungen (Kreuzbandläsion und Rupturen des 

Aussenmeniskus) erübrigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 lit. c 

und g UVG, zumal es keinen Hinweis auf ein vor oder nach dem Unfall vom 15. 

Dezember 2018 eingetretenes Ereignis gibt (vgl. dazu BGE 146 V 70 f. E. 9.2).

Bei Fehlen unfallkausaler Restfolgen im Sinne struktureller Läsionen ist, nachdem 

eine richtungsgebende Verschlimmerung anlässlich des Ereignisses vom 15. Dezember 

2018 nicht zur Diskussion steht (Suva-act. 60-9; vgl. zu den Voraussetzungen für eine 

richtungsgebende Verschlimmerung das Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 

2007, 8C_467/2007, E. 3.1), lediglich von einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

Vorzustands im rechten Kniegelenk auszugehen. Dafür hat die Beschwerdegegnerin 

den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub zu übernehmen, d.h. sie 

hat bis zum Erreichen des Status quo sine/ante Leistungen für das unmittelbar im 

Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. dazu 

vorstehende E. 2.1). Nach einer gewissen Zeit werden die aufgetretenen bzw. 

ausgelösten Beeinträchtigungen, auch wenn sie weiterbestehen, aber nicht mehr dem 

Unfall angelastet (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.). Bezüglich der vorliegend 

erlittenen Kniedistorsion bzw. -kontusion, ohne dabei erlittene innere strukturelle 

Läsionen, ist ohne weiteres der medizinischen Erfahrungstatsache Rechnung zu 

tragen, wonach solche Verletzungen grundsätzlich innert kurzer Zeit folgenlos 

ausheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (Alfred 

M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2005, S. 412, 1096 

f.). Die Annahme des Status quo sine/ante per 30. April 2019, rund 18 Wochen nach 

dem Unfall vom 15. Dezember 2018, ist damit nicht zu beanstanden.

3.5. 

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus geklagte Beschwerdeproblematik am rechten 

Knie überwiegend wahrscheinlich nicht mehr dem Ereignis vom 15. Dezember 2018 

anzulasten ist, weshalb die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu Recht 

per 30. April 2019 eingestellt hat.

3.6. 

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Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Juni 2020 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Art. 6 UVG. Der Zeitpunkt des Erreichens des Status quo sine/ante nach vorübergehender Verschlimmerung der Vorzustände ist durch die kreisärztliche Beurteilung hinlänglich belegt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2021, UV 2020/62).

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		2025-07-19T02:29:44+0200
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