# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f350538-d4a9-50f7-a2d4-029b3f0c3096
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.06.2009 C-2415/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2415-2009_2009-06-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2415/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u n i  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Vito Valenti, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

Klinik X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Krankenkasse KPT, Tellstrasse 18, 3000 Bern,

Concordia Schweizerische Kranken- und 
Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, Postfach, 
6002 Luzern,

ASSURA Kranken- und Unfallversicherung, 
avenue C.-F. Ramuz 70, 1009 Pully,

Association Groupe Mutuel, rue du Nord 5, 
1920 Martigny,

Kolping Krankenkasse AG, Ringstrasse 16, 
Postfach 198, 8600 Dübendorf,

Caisse de compensation Hotela, rue de la Gare 18, 
1820 Montreux,

SUPRA Caisse-maladie, chemin de Primerose 35, 
1000 Lausanne 3,

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

C-2415/2009

Atupri Krankenkasse, Zieglerstrasse 29, 3000 Bern,
alle vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. Andreas Jost, 
Gesellschaftsstrasse 27, Postfach 6858, 3001 Bern,
Beschwerdegegnerinnen,

Regierungsrat des Kantons Bern,
Postgasse 68, 3011 Bern,
vertreten durch die 
Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern,
Rathausgasse 1, 3011 Bern, 
Vorinstanz.

Zwischenentscheid der Gesundheits- und Fürsorgedirek-
tion  des  Kantons  Bern  vom 25. März 2009  im  Rahmen 
des Verfahrens zur Festsetzung stationärer Tarife zu Las-
ten der OKP.

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Gegenstand

C-2415/2009

Sachverhalt:

A.

A.a Der Bundesrat hat mit Entscheid vom 30. Januar 2008 den Regie-
rungsrat des Kantons Bern (nachfolgend: Vorinstanz) angewiesen, da-
für zu sorgen, dass innert 12 Monaten seit Eröffnung des Entscheides 
für  die  betroffenen  Kliniken sowie  für  die  beteiligten  Krankenkassen 
ein genehmigter oder festgesetzter Tarif  ab dem Jahr 2005 betreffend 
stationärer Behandlung zu Lasten der obligatorischen Krankenpflege-
versicherung (nachfolgend: OKP) vorliege.

A.b Nachdem die  Tarifverhandlungen  der  beteiligten  Krankenkassen 
und der Kliniken innert der vom Bundesrat gesetzten Frist zu keiner Ei-
nigung  geführt  hatten,  stellte  der  Regierungsrat  des  Kantons  Bern, 
vertreten durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons 
Bern,  das  Scheitern  der  Verhandlungen  fest  und ersuchte  die  Klinik 
X._______ mit Schreiben vom 2. März 2008 (recte: 2. März 2009) bis 
zum 20. März 2009 ein Tariffestsetzungsgesuch einzureichen.

A.c Im Rahmen des Verfahrens zur Festsetzung der Tarife hat die Vor-
instanz am 25. März 2009 folgenden Zwischenentscheid erlassen:

„1. Die Frist  zur  Einreichung der  in Ziffer 2 erwähnten Unterlagen wird bis 
zum 14. April 2009 erstreckt.

2. Einzureichen sind:
a Ausführungen dazu, ob die Vertragsverhandlungen für einen Tarif ab dem 

Jahr 2005 aus Sicht des Spitals gescheitert sind.
b Antrag  für  die  vom Regierungsrat  festzusetzende  Tarifhöhe(n)  ab  dem 

1. Januar  2005  samt  der  Kosten-  und  Leistungsrechnung(en)  entspre-
chend den Erwägungen 1 bis 3. In jedem Fall beizulegen ist die Kosten- 
und Leistungsrechnung für das Kalenderjahr 2003.“

B.
Gegen diesen Zwischenentscheid erhob die Klinik X._______ (nachfol-
gend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 14. April 2009 Beschwer-
de beim Bundesverwaltungsgericht und stellte folgende Rechtsbegeh-
ren:

„1. Die Verfügung vom 25. März 2009 sei aufzuheben.

2. Für  die  Festsetzung  des  Tarifes  für  das  Jahr  2005  sei  auf  die 
Kosten-/Leistungsrechnung  für  das  Kalenderjahr  2004  abzustellen  und 
deshalb auf  das Einfordern der Kostendaten für das Kalenderjahr 2003 
zu verzichten.“

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C.
Mit Zwischenverfügung vom 21. April 2009 wurde die Beschwerdefüh-
rerin aufgefordert, bis zum 12. Mai 2009 einen Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 3'000.-- zu leisten, welcher fristgerecht bezahlt wurde.

D.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2009, es 
sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei ihr eine neue 
Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung anzusetzen. Sie begrün-
dete ihren Hauptantrag damit, dass die Voraussetzungen für die selb-
ständige  Anfechtbarkeit  eines  Zwischenentscheids  gemäss  Art. 46 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  nicht  erfüllt  seien,  da  der  Be-
schwerdeführerin  kein  nicht  wieder  gutzumachender  Nachteil  drohe 
und die Gutheissung der Beschwerde auch nicht die Möglichkeit der 
sofortigen Verfahrenserledigung und damit eine bedeutende Zeit- und 
Kostenersparnis mit sich bringe.

E.
Mit Eingabe vom 26. Mai 2009 haben die Beschwerdegegnerinnen be-
antragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei 
sie abzuweisen.

F.
Auf  die  weiteren  Parteivorbringen  und  die  eingereichten  Unterlagen 
wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Verfahrensbestimmungen sind grundsätzlich  mit  ihrem Inkrafttre-
ten anzuwenden (siehe ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, All-
gemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 327a). Entspre-
chend beurteilt sich die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts 
vorliegend  nach  den  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom 
18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) in der 
gemäss Ziff. I des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 
21. Dezember 2007 (Spitalfinanzierung; AS 2008 2049 2057; BBl 2004 
5551; in Kraft seit 1. Januar 2009) geltenden Fassung.

1.2 Gemäss  Art. 53  Abs. 1  KVG  in  Verbindung  mit  Art. 90a Abs. 2 
KVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Be-
schlüsse  der  Kantonsregierungen  nach  Art. 47  KVG. Die  Vorinstanz 
hat  am 25. März 2009  im Rahmen eines  Tariffestsetzungungsverfah-
rens eine Zwischenverfügung erlassen.

Der  Rechtsmittelzug  für  die  Anfechtung  von  Zwischenverfügungen 
folgt nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens dem Rechtsweg, 
der  für  die  Anfechtung  der  Endverfügung  massgebend  ist  (MARTIN 
KAYSER in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG], Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Zürich 2008, Art. 46 Rz. 2 
[mit Hinweis; nachfolgend: VwVG-Kommentar]; FRITZ GYGI, Bundesver-
waltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S. 143).  Gegenstand  des 
Entscheids in  der Hauptsache bildet  der Erlass eines Tarifs  gemäss 
Art. 47 Abs. 1 KVG, weshalb das Bundesverwaltungsgericht auch für 
die Beurteilung der Beschwerde gegen die Zwischenverfügung zustän-
dig ist.

1.3 Zur  Anfechtung von Zwischenverfügungen ist  namentlich  befugt, 
wer zur Anfechtung der Endverfügung berufen ist  (FRITZ GYGI,  a.a.O., 
S. 143). Es ist offenkundig, dass die beschwerdeführende Klinik diese 
Voraussetzung erfüllt. Als Leistungserbringerin, für welche mit dem re-
gierungsrätlichen  Endentscheid  ein  Tarif  hoheitlich  festgesetzt  wird, 
wird sie durch jenen berührt sein und ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung haben, falls der Entscheid nicht im 
Sinne ihres Antrags ausfällt. Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert 
(Art. 48 Abs. 1 VwVG).

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1.4 Die Beschwerde wurde im Übrigen frist-  und formgerecht  einge-
reicht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).

1.5 Gemäss Art. 46 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde gegen selbstän-
dig eröffnete Zwischenverfügungen allerdings nur zulässig,  wenn sie 
einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil  bewirken können (lit. a) 
oder  wenn  die  Gutheissung  der  Beschwerde  sofort  einen  Endent-
scheid  herbeiführen  und  damit  einen  bedeutenden  Aufwand  an  Zeit 
oder  Kosten  für  ein  weitläufiges  Beweisverfahren  ersparen  würde 
(lit. b).

1.5.1 Der nicht wieder gutzumachende Nachteil gemäss Art. 46 Abs. 1 
lit. a  VwVG  muss  –  im  Gegensatz  zur  Beschwerde  ans  Bundesge-
richt – im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  nicht  rechtli-
cher Natur sein, ein tatsächliches Interesse an der Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids genügt (MARTIN KAYSER, in: VwVG-Kommentar, 
Art. 46  Rz. 11;  FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR,  in:  Waldmann/Weis-
senberger, Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Art. 46 N 6 f. [nach-
folgend: Praxiskommentar VwVG]; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. April 2008 2C_86/2008 E. 3.2). In seiner jüngsten Rechtspre-
chung kam das Bundesgericht zum Schluss, dass auch ein bloss wirt-
schaftliches  Interesse  ausreicht,  sofern  es  dem  Beschwerdeführer 
nicht  lediglich  darum geht,  eine  Verlängerung  oder  Verteuerung des 
Verfahrens zu verhindern. Der Nachteil muss jedoch in jedem Fall nicht 
wieder gutzumachen sein, damit das Interesse des Beschwerdeführers 
an der Aufhebung der Zwischenverfügung ein schutzwürdiges ist  (vgl. 
BGE 134 III 188 E. 2.2; vgl. auch  MARTIN KAYSER in: VwVG-Kommentar, 
Art. 46 Rz. 13).

1.5.2 Art. 46 Abs. 1 lit. b VwVG statuiert zwei Voraussetzungen, näm-
lich die sofortige Herbeiführung eines Endentscheids sowie eine Zeit- 
oder  Kostenersparnis.  Diese  müssen  kumulativ  erfüllt  sein 
(BGE 133 III 629 E. 2.4.1 in Pra 2008 Nr. 66 S. 443).

1.5.3 Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, für die Fest-
setzung des Tarifes ab dem Jahr 2005 seien die Kostendaten des Jah-
res 2004 massgeblich. Wenn sie von der Vorinstanz verpflichtet werde, 
Kostendaten für  das Jahr  2003 einzureichen und anschliessend das 
Verfahren basierend auf diesen (ihrer Meinung nach nicht massgebli-
chen) Daten abgewickelt werde, würde ein unnötiger verfahrensmässi-
ger Aufwand entstehen. Durch die Klärung der Frage, welche Kosten-
daten  zur  Festlegung  des  Tarifs  beizuziehen  sind,  würde  eine  klare 

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Ausgangslage  für  das  folgende  Hauptverfahren  geschaffen  und  ein 
Verfahren gestützt auf falsche Daten vermieden. Im Übrigen entstehe 
der Beschwerdeführerin durch die ohne sachlichen Grund geforderte 
Offenlegung der Kostendaten aus dem Jahr 2003 ein nicht wieder gut-
zumachender Schaden. Es seien somit beide Voraussetzungen für die 
selbständige Anfechtbarkeit der Zwischenverfügung erfüllt.

1.5.4 Dem hält  die  Vorinstanz  entgegen,  die  Parteien  hätten  bereits 
anlässlich der Tarifverhandlungen gestützt auf die Kostendaten für das 
Jahr  2003  verhandelt,  weshalb  weder  ersichtlich  sei  noch  dargetan 
werde,  inwiefern  der  Beschwerdeführerin  durch  die  Einreichung  der 
Zahlen ein nicht wieder gutzumachender Nachteil  erwachsen soll. Im 
Übrigen  entspreche es  dem Mechanismus des  KVG,  dass  die  Leis-
tungserbringer ihre Kostendaten offen legen müssten, damit über Tari-
fe verhandelt oder solche festgesetzt werden könnten. Ferner führt die 
Vorinstanz  aus,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  einem  Ent-
scheid  über  die  zu  berücksichtigenden  Kostendaten  keinen  Endent-
scheid im Sinne des Art. 46 Abs. 1 lit. b VwVG fällen würde, da die Sa-
che schliesslich zur Festsetzung der Tarife – gestützt auf die entspre-
chenden  Kostendaten  –  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  werden 
müsste und somit das Verfahren betreffend Tariffestsetzung keinesfalls 
beendigt würde.

1.5.5 Die  Beschwerdegegnerinnen  argumentieren  im  Wesentlichen 
gleich wie die Vorinstanz und machen namentlich geltend, die Voraus-
setzungen von Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG seien nicht erfüllt, da der Be-
schwerdeführerin  durch die Herausgabe der Daten kein nicht wieder 
gutzumachender Nachteil  erwachse. Ferner sei  die selbständige An-
fechtung des Zwischenentscheids auch nach Art. 46 Abs. 1 lit. b VwVG 
nicht  möglich,  da  die  Gutheissung  der  Beschwerde  keinen  Endent-
scheid herbeiführen könnte. 

1.5.6 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 
massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden 
Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329,  130 V 445).  Mit  Blick 
auf den Umstand, dass es in casu letztlich um die Festsetzung von Ta-
rifen ab 1. Januar 2005 geht, stellt sich die Frage, ob, was die mate-
riellen  Bestimmungen  des  KVG  und  das  Ausführungsrecht  angeht, 
nicht  das  vor  dem  1. Januar  2009  geltende  Recht  zur  Anwendung 
kommen müsste. Die Frage kann indes offen gelassen werden, weil – 
wie nachfolgend darzulegen ist – die krankenversicherungsrechtlichen 

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Bestimmungen,  die  auf  den  vorliegenden  Sachverhalt  anzuwenden 
sind, zwar (zum Teil) neu und klarer formuliert wurden, aber inhaltlich 
keine (wesentlichen) Veränderungen erfahren haben.

Die Spitäler verfügen über geeignete Führungsinstrumente; insbeson-
dere  führen  sie  nach  einheitlicher  Methode  zur  Ermittlung  ihrer  Be-
triebs- und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer Leistungen eine 
Kostenrechnung und eine Leistungsstatistik. Diese beinhalten alle für 
die  Beurteilung  der  Wirtschaftlichkeit,  für  Betriebsvergleiche,  für  die 
Tarifierung und für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kantons-
regierung und die  Vertragsparteien  können die  Unterlagen  einsehen 
(Art. 49 Abs. 7 KVG [in der ab 1. Januar 2009 geltenden Fassung]; vgl. 
auch Art. 43 Abs. 4 Satz 2, Art. 46 Abs. 4 Satz 2, Art. 49 Abs. 1 Satz 3 
sowie Art. 49 Abs. 6 KVG [in der bis zum 31. Dezember 2008 gelten-
den Fassung]).

In der Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die 
Leistungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in 
der Krankenversicherung (VKL, SR 832.104 [in der seit 1. Januar 2009 
geltenden Fassung]) sind die Art. 2, 9, 10, 10a, 12, 13 und 15 von be-
sonderem Interesse. Aus Art. 9 Abs. 5 VKL geht klar hervor, dass die 
Kostenrechnung  für  jedes  Kalenderjahr  zu  erstellen  und  auf  den 
30. April des auf das Kalenderjahr folgenden Jahres bereitzustellen ist. 
Desgleichen ist die Leistungsstatistik für jedes Kalenderjahr zu erstel-
len und ab dem 30. April  des auf das Kalenderjahr folgenden Jahres 
bereitzustellen (Art. 12 Abs. 4 VKL). Art. 10, 10a und 13 VKL legen die 
Anforderungen an die Gestaltung der Kostenstellenrechnung und der 
Leistungsstatistik  der Spitäler  fest. Spitäler, Geburtshäuser und Pfle-
geheime sind verpflichtet, die Unterlagen eines Jahres ab dem 1. Mai 
des Folgejahres zur Einsicht bereit zu halten. Zur Einsichtnahme be-
rechtigt  sind  die  Genehmigungsbehörden,  die  fachlich  zuständigen 
Stellen des Bundes sowie die Tarifpartner (Art. 15 VKL).

Entegen der Ansicht der Beschwerdeführerin wurden die Kostendaten 
demnach  keineswegs  „ohne  begründeten  Anlass“  eingefordert,  son-
dern  im  Rahmen  eines  Tariffestsetzungsverfahrens  gestützt  auf  die 
einschlägigen  Bestimmungen  des  KVG  und  des  Ausführungsrechts. 
Selbst wenn der Tarif schliesslich gestützt auf die Zahlen der seinem 
Geltungsbeginn unmittelbar vorangegangenen Rechnungsperiode fest-
gelegt würde – was gemäss Rechtsprechung des Bundesrates aller-
dings  nur  ausnahmsweise  zulässig  ist  (vgl.  den  [unveröffentlichten] 

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Entscheid  des  Bundesrates  vom  23. Juni 2004  i.S. Festsetzung  der 
Spitaltarife im Kanton TG, E. 6.1.2) - und sich die eingeforderten Kos-
tendaten als nicht massgeblich erweisen würden, ist nicht ersichtlich, 
inwieweit der Beschwerdeführerin durch die Einreichung dieser Daten 
ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstehen könnte; die (dies-
bezüglich begründungspflichtige) Beschwerdeführerin legt  denn auch 
nicht dar, inwiefern ihr durch die Einreichung der eingeforderten Kos-
tendaten für das Jahr 2003 ein Nachteil  im Sinne von Art. 46 Abs. 1 
lit. a VwVG erwachsen soll (vgl. zur Begründungspflicht  MARTIN KAYSER 
in: VwVG-Kommentar, Art. 46 Rz. 14).

Schliesslich  ist  übereinstimmend  mit  der  Vorinstanz  und  den  Be-
schwerdegegnerinnen  festzuhalten,  dass  durch  die  Gutheissung  der 
vorliegenden  Beschwerde  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  kein 
Endentscheid  im Sinne von Art. 46  Abs. 1  lit. b  VwVG herbeigeführt 
werden  könnte,  da  das  Bundesverwaltungsgericht  lediglich  über  die 
Frage der massgeblichen Berechnungsgrundlagen entscheiden könnte 
und die Sache schliesslich zur Festsetzung des Tarifes an die Vorin-
stanz zurückweisen müsste. Ob mit einem solchen Entscheid Zeit- und 
Kosten eingespart werden könnten, kann offen gelassen werden, da – 
wie oben dargelegt – bereits die erste der beiden kumulativ zu erfül-
lenden Voraussetzungen gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. b VwVG nicht erfüllt 
ist.

1.5.7 Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  die  Vorausset-
zungen für die selbständige Anfechtung des Zwischenentscheids vom 
25. März 2009 nicht erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde nicht ein-
zutreten ist.

2.

2.1 Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Gerichtsgebühren und 
den Auslagen, werden im vorliegenen Verfahren – unter Berücksichti-
gung  des  Umfanges  und  der  Schwierigkeit  der  Streitsache,  Art  der 
Prozessführung  und  finanzieller  Lage  der  Parteien – auf  Fr. 3'000.-- 
festgesetzt  (Art. 63  Abs. 4bis VwVG  in  Verbindung  mit  Art. 1,  Art. 2 
Abs. 1 und Art. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2]).  Sie  werden  der  unterliegenden  Beschwerdeführerin 
auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und sind mit dem geleisteten Kosten-
vorschuss von Fr. 3'000.-- zu verrechnen. 

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2.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art 64 Abs. 1 VwVG). 

Die Vorinstanz hat als Behörde keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Den  obsiegenden  Beschwerdegegnerinnen  ist  gestützt  auf  Art. 14 
Abs. 2 VGKE gemäss dem aktenkundigen Aufwand zu Lasten der Be-
schwerdeführerin  eine  Parteientschädigung  in  der  Höhe  von 
Fr. 1'500.-- zuzusprechen.

3.
Aufgrund von Art. 83  lit. r  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005  (BGG,  SR 173.110)  kann  gegen  diesen  Entscheid  keine  Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt geführt werden (wobei sich der dortige Verweis auf Art. 34 VGG 
als  gesetzgeberisches  Versehen  erweist,  wurde  doch  diese  Bestim-
mung  per  1. Januar  2009  durch  Ziff. II  des  BG  vom  21. Dezember 
2007  [Spitalfinanzierung]  aufgehoben  und durch  Art. 53  Abs. 1  KVG 
und Art. 90a KVG abgelöst [beide eingefügt gemäss Ziff. I des BG vom 
21. Dezember 2007]). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'000.- verrechnet. 

3.
Den Beschwerdegegnerinnen wird zu Lasten der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerinnen (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Versand: 

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