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**Case Identifier:** 74a5b213-b67a-5f79-be25-d2060f9d5f83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.06.2018 200 2017 1058
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-1058_2018-06-14.pdf

## Full Text

200 17 1058 IV
SCJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Juni 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene und seit 1986 selbstständig erwerbende ... A.________ 
(Versicherter bzw. Beschwerdeführer) meldete sich im September (Unter-
schriftsdatum) bzw. Oktober 2008 (Eingangsdatum) bei der IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) wegen Arthrose an beiden unteren Dau-
mengelenken sowie an beiden Daumenwurzeln zum Leistungsbezug an 
(Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nach Einholung eines handchirur-
gischen Gutachtens (Expertise vom 21. September 2009 [AB 37], welcher 
zufolge bei Belastung der Daumensattelgelenke eine volle Arbeitsunfähig-
keit und ohne Belastung derselben eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe 
[AB 37/6 lit. C Ziff. 4]) erteilte die IVB Kostengutsprache für eine dreijährige 
Umschulung zum dipl. .../..., wobei sie explizit darauf hinwies, dass sie nicht 
für eine etwaige Lohneinbusse bei der Ausübung der Tätigkeit als ... ver-
antwortlich gemacht werden könne (AB 40, 81); diese Ausbildung schloss 
der Versicherte mit Diplom vom 7. Dezember 2012 erfolgreich ab (AB 103).

B.

Im September 2012 setzte der Versicherte die IVB in Kenntnis darüber, 
dass er wegen Rückenschmerzen auch nach der erfolgten Umschulung 
nicht zu 100 % arbeitsfähig sei (AB 93, 102). Gestützt auf ein rheumatolo-
gisches Gutachten vom 22. Februar 2013 (AB 114.1; vgl. auch AB 121) 
wies die IVB mit Verfügung vom 21. Februar 2014 (AB 135; vgl. auch 
AB 120, 127) das Rentenbegehren ab. Auf Beschwerde hin (AB 142) hob 
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 10. September 
2014, IV/2014/298 (AB 153), diese Verfügung auf und wies die Sache zu 
weiteren Abklärungen an die IVB zurück. Nach (weiteren) medizinischen 
Abklärungen (AB 155 ff.) und der Einholung eines polydisziplinären Gut-
achtens (Expertise vom 28. März 2017 [AB 220.1]) stellte die IVB mit Vor-
bescheid vom 26. Juni 2017 (AB 225; vgl. auch AB 224) bei einem ermittel-
ten Invaliditätsgrad von 38 % die Abweisung des Rentenbegehrens in Aus-
sicht. Auf Einwand hin (AB 232) und nach Stellungnahmen des Regionalen 

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Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 236) sowie des Bereichs Abklärungen 
(AB 240) verfügte die IVB am 6. November 2017 wie angekündigt 
(AB 241).

C.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 6. Dezember 2017 Beschwerde erheben und beantragen, unter Aufhe-
bung der angefochtenen Verfügung sei ihm ab wann rechtens eine ganze 
Invalidenrente auszurichten, eventualiter seien weitere medizinische Ab-
klärungen vorzunehmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur 
Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, einerseits sei das po-
lydisziplinäre Gutachten (AB 220.1) beweisuntauglich, andererseits sei der 
Einkommensvergleich zur Berechnung des Invaliditätsgrades nicht korrekt 
vorgenommen worden.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 6. November 2017 (AB 241). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweis-
wert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Ana-
mnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu-
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat zur Beurteilung des Gesundheitszu-
standes sowie der Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Wesentlichen auf das 
polydisziplinäre Gutachten der C.________ (MEDAS) vom 28. März 2017 
(AB 220.1) abgestellt.

Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung stellten die Gutachter folgen-
de Diagnosen (AB 220.1/47):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (angestammte Tätigkeit):
- Wiederkehrende Lumbalgien mit wiederkehrenden Schmerzausstrah-

lungen ins linke Bein bei Spondylolisthesis im Segment L5/S1 Meyer-
ding II und degenerativen LWS-Veränderungen

- Rhizarthrose rechts
- Status nach Rhizarthrose links mit Status nach Interpositions-

Arthroplastik nach Eaton-Litter 2008 links, Status nach CRPS der lin-
ken Hand postoperativ mit Status nach iatrogener Schädigung des 
Nervus digiti proprii I links (ausgeheilt)

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
- In ihrer Art und Ausprägung nicht authentische kognitive Minderleis-

tungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Neugedächtnis und Exeku-
tivfunktionen (Verhalten nicht auf krankheitswertiger psychischer 
Störung beruhend)

- Senk-Spreiz-Fuss beidseits und geringgradiger Hallux valgus beid-
seits

Vorrangig sei der persistierende lumbale Schmerz im Rahmen der Spondy-
lolisthesis zu sehen und am ehesten myofaszialer Genese. Zusätzlich sei-
en leichte, zeitweilige L5-Irritationen links bei statisch belastenden Tätigkei-
ten nachvollziehbar. Am linken Daumen sei die Beweglichkeit einge-
schränkt und es würden Schmerzen angegeben, welche aus Anamnese 
und aktuell erhobenem Befund bewegungs- bzw. belastungsabhängig 
nachvollziehbar seien. Funktionelle belastungsabhängige Schmerzen an 
den Daumen würden auch über den Röntgenbefund nachvollziehbar. Aktu-
ell sei die Belastbarkeit der rechten dominanten Hand schmerzbedingt 
leicht eingeschränkt, dies bei normaler Funktion. An der linken Hand liege 
eine Funktionsstörung zu Folge partieller kapsuloligamentärer Schrump-
fung im Bereich des Daumengrundgelenkes nach operativem Eingriff 2008 
mit nachfolgender sudeckoider Reaktion vor. Abgesehen von der einge-
schränkten Beweglichkeit des linken Daumens seien sämtliche Gelenke 
der oberen und unteren Extremitäten frei beweglich mit jeweils guter Kraft-

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entfaltung bis in die Peripherie. Die bestehende Fussfehlstatik bedinge kei-
ne Gesundheitsstörung von IV-Relevanz. Passend zu den erhobenen Be-
funden komme der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge weitge-
hend ohne den Einsatz von Schmerzmedikamenten aus. In seinem Alltag 
fühle er sich durch kognitive Beeinträchtigungen gehandicapt. Diesbezüg-
lich verdiene Erwähnung, dass er im Rahmen der dreistündigen neurologi-
schen Begutachtung (nach vorausgegangener über zweistündiger orthopä-
discher Untersuchung) ausser einer Unschärfe für Daten keine wesentli-
chen Beeinträchtigungen habe erkennen lassen. Passend hierzu finde sich 
im MRI des Craniums vom Mai 2015 keine strukturelle Pathologie. Zere-
brovaskuläre Risikofaktoren bestünden zudem nicht und seien ebenfalls im 
MRI des Craniums nicht abgebildet. Es möge denkbar sein, dass im Rah-
men der 2006 erlittenen Enzephalitis vorübergehend eine kognitive Beein-
trächtigung bestanden habe. Die Tatsache aber, dass er später in der Lage 
gewesen sei, ein Vollzeitstudium zu absolvieren, dürfte belegen, dass die 
möglichen Enzephalitis-bedingten kognitiven Beeinträchtigungen sich sehr 
gut restituiert hätten. Bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung hät-
ten sich keine Hinweise auf eine Depression, auf eine Psychose oder Hin-
weise auf eine relevante Persönlichkeitsstörung ergeben. Auch bestünden 
keine somatoformen Störungen von Belang. Die vom Beschwerdeführer 
berichteten kognitiven Defizite seien weiter psychologisch abgeklärt wor-
den, da diese neben den somatischen Beschwerden im Vordergrund ge-
standen hätten. Die gezeigten Einschränkungen und insbesondere deren 
Ausmass seien nicht vollständig im Rahmen von chronischen Schmerzen 
zu erklären. Es wäre theoretisch möglich, dass der Beschwerdeführer 
tatsächlich neuropsychologische Einschränkungen (wenn auch minimale 
bis maximal leichte) zu gewärtigen habe, allerdings würden bei ihm das 
gezeigte Ausmass und auch die Art der Defizite bei weitem die theoretisch 
nachvollziehbaren möglichen Einschränkungen übersteigen. Bei den kogni-
tiven Einschränkungen handle es sich in ihrer Art und Ausprägung um 
nicht-authentische kognitive Minderleistungen in den Bereichen Aufmerk-
samkeit, Neugedächtnis und Exekutivfunktionen. Weder in der psychiatri-
schen noch in der neuropsychologischen Untersuchung habe er indessen 
Anzeichen einer verminderten zeitlichen Belastbarkeit gezeigt. Aus psych-
iatrischer Sicht könnten die vorgetragenen Leistungseinschränkungen, vor-
nehmlich unspezifische subjektive Störungen wie Ermüdbarkeit und nach-

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lassende Konzentration, nicht nachvollzogen werden; sie seien in der Un-
tersuchungssituation nicht reproduzierbar. Passend zu den erhobenen so-
matischen Befunden gebe es sowohl hinsichtlich der Lendenwirbelsäule als 
auch mit Blick auf die Daumen seitens des Beschwerdeführers kaum Be-
handlungsaktivität. Erwogenes operatives Vorgehen sowohl an der Len-
denwirbelsäule als auch an den Daumen lehne der Beschwerdeführer für 
sich seit dem 2009 durchgeführten Eingriff am linken Daumen bislang ab. 
Dies gebe Hinweise auf eine mit den genannten nur im geringen Umfange 
erfolgenden therapeutischen Massnahmen für den Beschwerdeführer doch 
bestehende Erträglichkeit der Beschwerden. Auch aus der geschilderten 
Tagesaktivität würden sich keine Inkonsistenzen zu den erhobenen somati-
schen Befunden ergeben. Im Rahmen der Begutachtung sei er während 
der Anamneseerhebung jeweils mit gelegentlichem Wechsel seiner Sitzpo-
sitionen insgesamt ruhig auf seinem Stuhl gesessen. Hinweise auf inkon-
sistentes Leistungsverhalten zeigten sich speziell in der neuropsychologi-
schen Untersuchung. Die Beschreibung des Beschwerdeführers betreffend 
seine kognitive Leistungsfähigkeit sei angesichts der Beobachtung und 
objektiven Untersuchung im Rahmen der psychiatrischen und neuropsy-
chologischen Begutachtung nicht überzeugend und stimme mit diesen nicht 
überein. Relevante Einschränkungen könnten zumindest nicht objektiviert 
werden, betrachte man auch, dass der Beschwerdeführer 2006 eine Me-
ningitis erlitten habe, aber zwischen 2009 und 2012 ein Vollzeitstudium als 
... absolviert habe (AB 220.1/44 ff.).

Unter konsequenter Einhaltung eines rückenergonomischen Verhaltens sei 
der Beschwerdeführer in einer ideal dem Leiden angepassten leichten 
Tätigkeit (wie der nunmehr ausgeübten Tätigkeit als ...) mit einer Leistung 
von 80 % und einem Zeitpensum von 8.5 Stunden pro Tag einsetzbar. Ide-
alerweise arbeite er wechselbelastend zwischen Stehen, Gehen und Sit-
zen, unter Ausschluss von Nässe, Kälte und Zugluft. Heben über 10 kg 
sollte bei den Arbeiten nicht mehr erforderlich sein. Lange statische Belas-
tungen der Wirbelsäule, lange Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der 
Körperachse und Wirbelsäulenhaltungsmonotonien sollten vom Beschwer-
deführer nicht mehr gefordert werden wie auch die Daumengelenke belas-
tende Arbeiten nicht mehr erfolgen dürften (AB 220.1/47). Diese Bewertung 

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betreffend die Tätigkeit als ... und entsprechende Verweistätigkeiten gelte 
retrospektiv ab Abschluss der Ausbildung zum ... (AB 220.1/48 oben).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten (AB 220.1) erfüllt die 
gemäss Rechtsprechung an den Beweiswert gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt. Es ist für die strei-
tigen Belange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie 
die erhobenen Befunde und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stich-
haltig; insbesondere legt er keine Arztberichte ins Recht, welche Zweifel 
am MEDAS-Gutachten aufkommen lassen.

3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde, S. 5 f. Ziff. 5, dem 
neurochirurgischen Teilgutachten (AB 220.1/71 ff.) deshalb den Beweiswert 
abspricht, weil der neurochirurgische Gutachter entgegen den behandeln-
den Ärzten von einer Operation im Bereich der Wirbelsäule dringend abrate 
und er sich mit der gegenteiligen fachärztlichen Meinung nicht auseinan-

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dersetze, gilt es auf Folgendes hinzuweisen: Noch mit Bericht vom 26. Mai 
2011 hielt der behandelnde Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, 
dass der Beschwerdeführer mit seinen Rücken- bzw. Kreuzbeschwerden 
umgehen könne und er keine neurologischen Ausfälle habe, weshalb erst 
bei Auftreten solcher (in Form von Sensibilitätsstörungen oder motorischen 
Störungen) eine operative Behandlung diskutiert werden müsse (AB 95/8 f.; 
vgl. auch AB 118/25). Im Rahmen einer Zweitmeinung (Bericht vom 
14. September 2012; AB 99) relativierte auch Prof. Dr. med. E.________, 
Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, die Indikation für eine Dekompression mit 
Spondylodese L5/S1 dahingehend, als dies vom Leidensdruck des Be-
schwerdeführers abhänge. Mit Verlaufsbericht vom 15. Januar 2015 wies 
Prof. Dr. med. D.________ auf in den letzten zwei Jahren aufgetretene und 
zunehmende Gefühlsstörungen im linken Bein und auch in der rechten 
Ferse hin; der Beschwerdeführer könne mit diesen Beschwerden leben und 
möchte keine operative Behandlung, ausser diese erweise sich als drin-
gend notwendig (AB 171/3 f.). Nach entsprechenden neurologischen Ab-
klärungen mit einem unklaren klinischen Gesamtbild (Inkonsistenzen, teil-
weise nichtauthentische Symptompräsentation; vgl. AB 176/7 ff.; vgl. auch 
AB 220.1/60 Mitte) erachtete Prof. Dr. med. D.________ eine Operation mit 
Bericht vom 9. Juni 2015 wegen radikulären Ausfällen im linken Bein als 
indiziert (AB 171/1) und mit Bericht vom 28. Juli 2015 wegen einer ausge-
prägten Hyposensibilität als notwendig (AB 172). Dies war dem neurochir-
urgischen Gutachter durchaus bekannt (vgl. AB 220.1/72 oben), doch kön-
nen seiner Ansicht nach die Spondylolisthesis L5/S1 Meyerding II die vom 
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht vollumfänglich erklären, 
was auch durch die positiven Waddel'schen Zeichen bestätigt werde. Aus 
neurochirurgischer Sicht müsse bei den gegebenen, nicht somatischen 
Eigenheiten – in Übereinstimmung mit dem orthopädischen Gutachter (vgl. 
AB 220.1/40 oben) – von einer operativen Behandlung des Niveaus L5/S1 
dringend abgeraten werden, da durch einen solchen Eingriff die gesamte 
Situation des Beschwerdeführers mit Sicherheit nicht günstig beeinflusst 
werden könne (AB 220.1/74 oben). Damit begründet der neurochirurgische 
Gutachter seine (anderslautende) Meinung durchaus. Demgegenüber be-
gründet Prof. Dr. med. D.________ seinen Sinneswandel nicht näher, zu-

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mal auch er die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht voll-
umfänglich mit der Spondylolisthesis zu erklären vermochte und deshalb 
gar das Vorliegen einer anderen Erkrankung in Betracht zog, weshalb er 
die neurologische Untersuchung als äusserst wichtig erachtete (vgl. 
AB 171/1 f.). Diese führte in der Folge zu einem in seiner Gesamtheit un-
klaren klinischen Bild, weshalb die möglichen Differentialdiagnosen vorerst 
weit zu halten seien (vgl. AB 176/11 oben und 184/5 unten; vgl. auch das 
neurologische Teilgutachten vom 28. März 2017 [AB 220.1/52 ff.]). Trotz-
dem und ohne hierzu Stellung zu nehmen sprach sich Prof. Dr. med. 
D.________ fortan für eine Operation aus (vgl. AB 171 f.). Entsprechend 
lässt sich deren Indikation nicht nachvollziehen, worauf die Gutachter über-
zeugend hingewiesen haben.

3.3.2 Nachdem sich bereits anlässlich der neurologischen Begutachtung 
teilweise eine sehr deutliche nichtauthentische Symptompräsentation ge-
zeigt hatte und sich Hinweise auf gewisse Inkonsistenzen ergeben hatten 
(vgl. AB 220.1/61 oben; vgl. auch E. 3.3.1 hiervor), konnte die neuropsy-
chologische Teilbegutachtung wegen nicht validen Ergebnissen gar nicht 
erst vollständig durchgeführt werden. Gemäss Feststellungen der neuro-
psychologischen Gutachterin seien die erhaltenen Testwerte mit oftmals 
schwer defizitären Leistungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Neuge-
dächtnis und Exekutivfunktionen mit ausreichender Sicherheit als ungültig 
zu betrachten und auch die Glaubwürdigkeit der geschilderten Beschwer-
den sei herabgesetzt (AB 220.1/66 Mitte). In zwei voneinander unabhängi-
gen Performanzvalidierungstests seien hochgradig auffällige Ergebnisse 
(u.a. im Zufallsbereich) erzielt worden. Auch eingebettete Faktoren seien 
auffällig gewesen. Zusätzlich fänden sich Diskrepanzen zwischen den klini-
schen Beobachtungen und den Testergebnissen (z.B. keine Verlangsa-
mung im Gespräch oder einfachen Alltagshandlungen vs. schwere Ver-
langsamung in Tests; detailliert Auskunft gebend, orientiert, selbstständige 
Anreise, nachmittags Details vom Vormittag erinnernd vs. schwere Ge-
dächtnisdefizite). In einem Fragebogen zu atypischen Symptomen habe 
der Gesamtwert über dem kritischen Wert für "Malingering" gelegen. Der 
Beschwerdeführer habe eine erhöhte und auffällige Menge an Symptomen 
angegeben, welche bei Patienten mit authentischen psychischen oder ko-
gnitiven Störungen atypisch seien. Es handle sich dabei um unlogische, 

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teilweise bizarre, sehr unwahrscheinliche oder nur selten vorkommende 
und mit der Störung inkonsistente Symptome. Unter Anwendung des Ent-
scheidungsalgorithmus' von Slick, Sherman und Iverson werde unter die-
sen Voraussetzungen auf Aggravation oder gar Simulation geschlossen 
(AB 220.1/67 unten). Damit begründet die neuropsychologische Gutachte-
rin in nachvollziehbarer Weise, weshalb die vom Beschwerdeführer geklag-
ten kognitiven Defizite nicht valide seien bzw. warum auf die entsprechen-
den Testergebnisse nicht abzustellen sei.

Soweit der Beschwerdeführer beanstandet (Beschwerde, S. 6 ff. Ziff. 6), die 
Abmahnung des Arbeitgebers des Beschwerdeführers vom 8. Juli 2015 
(AB 176/5) sei im neuropsychologischen Teilgutachten nicht gewürdigt 
worden und es sei auch sonst keine Fremdanamnese (vgl. AB 220.2/4 
lit. E) eingeholt worden, ist dem entgegenzuhalten, dass die Abmahnung 
den Gutachtern bekannt war (vgl. AB 220.1 oben) und der Beschwerdefüh-
rer anlässlich des neuropsychologischen Anamnesegesprächs die mittels 
Abmahnung beanstandeten Punkte von sich aus vorgebracht hat (wenn 
auch nicht unter Hinweis auf die erfolgte Abmahnung): So machte er gel-
tend, er bekunde Mühe, sich bei stärkeren Schmerzen zu konzentrieren 
und es falle ihm dann schwer, sich spontan an Bekanntes zu erinnern. Er 
könne sich eine Stunde bis maximal 90 Minuten konzentrieren, danach sei 
er nicht mehr in der Lage, an einem Gespräch teilzunehmen. Da er sich 
viele Notizen machen müsse, benötige er mehr Zeit, d.h. er sei eigentlich 
mehr als die 25 - 30 % bei der Arbeit anwesend, da er nicht volle Leistung 
erbringe (AB 220.1/66 f.). Wären nun die Testergebnisse an sich bzw. zu-
sätzlich unter Verweis auf diese Schilderungen des Beschwerdeführers und 
entsprechende fremdanamnestische Angaben als valide zu qualifizieren, 
wären die Einschränkungen gemäss Ausführungen der neuropsychologi-
schen Gutachterin derart, dass sich der Beschwerdeführer kaum neue In-
formationen merken könnte, er das meiste wieder vergessen würde, in al-
len Belangen stark verlangsamt wäre und im Gespräch dauernd den Faden 
verlieren würde, die gestellte Frage vergessen würde und nicht vollständig 
orientiert wäre. Entsprechend hätte er die selbstständige Anreise an den 
Untersuchungstermin nicht geschafft (AB 220.1/68 Mitte). Wären die aktuell 
gezeigten Leistungen valide und zudem seit der 2006 stattgehabten Hirn-
hautentzündung (gemäss seinen eigenen Angaben) bestehend, wäre er 

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nicht mehr in der Lage gewesen, seine berufliche Tätigkeit (schon gar nicht 
im Vollpensum) wiederaufzunehmen oder eine erneute Ausbildung zu ab-
solvieren. Er hätte auch aktuell bei der Arbeit deutlich mehr Schwierigkei-
ten. Seine Wiedererkennungsleistungen in der Untersuchung seien nämlich 
derart schlecht ausgefallen, dass ihm auch Stichworte nicht helfen würden, 
das Gespräch mit seinen Patienten aufzugreifen (AB220.1/68 oben). Dem-
gegenüber konnte aber der Beschwerdeführer in der klinischen Untersu-
chung dem Anamnesegespräch problemlos folgen. Die Belastbarkeit war 
für über drei Stunden (unterbrochen durch eine knappe Stunde Mittags-
pause) unauffällig und es zeigten sich keine Ermüdungszeichen wie Gäh-
nen oder Leistungsabfall. Es ist nur selten zu Positionswechseln gekom-
men, nicht aber zu schmerzverzerrter Mimik (AB 220/66 unten). Unter 
Berücksichtigung dessen vermögen selbst allfällige fremdanamnestische 
Angaben die neuropsychologischen Testergebnisse nicht zu validieren. 
Indem die neuropsychologische Gutachterin diese Befunde entsprechend 
gewürdigt (vgl. vorangehender Abschnitt) und dabei auch die klinischen 
Beobachtungen berücksichtigt hat, durfte und musste sie in Abweichung 
der nicht validen Befunde davon ausgehen, dass relevante Einschränkun-
gen zumindest nicht objektiviert werden könnten. Damit erweist sich die 
vom Beschwerdeführer am neuropsychologischen Gutachten geäusserte 
Kritik als unberechtigt.

3.3.3 Nicht entscheidend ist schliesslich die Kritik des Beschwerdeführers 
(Beschwerde, S. 8 f. Ziff. 7) an der Stellungnahme durch RAD-Ärztin med. 
pract. F.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, 
vom 6. September 2017 (AB 236), handelt es sich doch dabei lediglich um 
eine Beurteilung des MEDAS-Gutachtens ohne Vornahme eigener Unter-
suchungen.

3.4 Gestützt auf die nach dem Gesagten an sich schlüssige und be-
weiskräftige Beurteilung der MEDAS-Gutachter ist erstellt, dass der Be-
schwerdeführer unter konsequenter Einhaltung eines rückenergonomi-
schen Verhaltens und damit in einer ideal dem Leiden angepassten leich-
ten Tätigkeit (wechselbelastend zwischen Stehen, Gehen und Sitzen, unter 
Ausschluss von Nässe, Kälte und Zugluft, ohne Heben über 10 kg, ohne 
lange statische Belastungen der Wirbelsäule, lange Belastungen der Wir-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 14

belsäule ausserhalb der Körperachse und Wirbelsäulenhaltungsmonotoni-
en sowie auch ohne die Daumengelenke belastende Arbeiten) mit einer 
Leistung von 80 % und einem Zeitpensum von 8.5 Stunden pro Tag ein-
setzbar ist (AB 220.1/47).

3.4.1 In Bezug auf das eben formulierte Zumutbarkeitsprofil gilt es zu be-
achten, dass allein der rheumatologische Gutachter aufgrund der durch die 
Spondylolyse/Listhesis L5/S1 mit Foraminalstenose beidseits erklärbaren 
progredienten Lumboischialgien (AB 220.1/78) eine schmerzbedingte Leis-
tungsminderung von 20 % festgehalten hat (AB 220.1/78 unten und 
220.1/79 oben), was alsdann in der interdisziplinären Beurteilung über-
nommen worden ist (AB 220.1/46 f.). Nach Ansicht der RAD-Ärztin handelt 
es sich dabei um eine "sehr wohlwollende" Einschätzung, da weder der 
orthopädische noch der neurochirurgische Gutachter eine Leistungsminde-
rung aufgrund der objektivierbaren Befunde in Erwägung gezogen hätten 
(AB 236/10 Mitte). Hinzu kommt, dass noch im rheumatologischen Gutach-
ten vom 22. Februar 2013 in einer angepassten Tätigkeit bzw. der umge-
schulten Tätigkeit als ... zu keinem Zeitpunkt eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit begründet werden konnte (AB 114.1/18 f.). Inwieweit deshalb 
eine Leistungsminderung von 20 % aufgrund der Rückenschmerzen vorlie-
gend zu berücksichtigen ist, kann offen bleiben, da selbst unter entspre-
chender Berücksichtigung ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad re-
sultiert (vgl. E. 4.3 nachfolgend).

Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sowohl für die 
Tätigkeit als ... als auch in einer angepassten Tätigkeit mit vollem Pensum 
und einer Leistung von mindestens 80 % einsatzfähig ist (AB 220.1/47 un-
ten). Dieses Zumutbarkeitsprofil gilt gemäss den Gutachtern retrospektiv 
seit Abschluss der Ausbildung zum ... im Dezember 2012 (AB 220.1/48 
oben). Es kann jedoch ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass 
dieses Zumutbarkeitsprofil in vergleichbarer Weise bereits früher bestan-
den hat, wurden doch die Rückenbeschwerden erstmals im Bericht von 
Prof. Dr. med. D.________ vom 26. Mai 2011 (AB 95/8 f.; vgl. auch 
AB 114.1/3 oben) erwähnt.

3.4.2 Vor Mai 2011 sind keine Rückenprobleme aktenkundig (vgl. E. 3.4.1 
hiervor). Anlass zu Beanstandungen gaben damals ausschliesslich die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 15

Daumenbeschwerden und die damit einhergehende Operation vom 18. Ju-
ni 2009 (vgl. AB 29). Sämtliche Gutachter gehen übereinstimmend davon 
aus, dass deswegen eine angepasste Tätigkeit nicht eingeschränkt ist. So 
wird im handchirurgischen Gutachten vom 21. September 2009 festgehal-
ten, dass ohne Belastung der Daumensattelgelenke eine volle Arbeits-
fähigkeit besteht (AB 37/6 lit. C Ziff. 4). Auch gemäss dem rheumatologi-
schen Gutachten vom 22. Februar 2013 sind zwar berufliche Tätigkeiten zu 
vermeiden, bei denen der Beschwerdeführer repetitiv die Daumensattelge-
lenke belasten muss, doch würden derartige Arbeiten in der erlernten be-
ruflichen Tätigkeit als ... bzw. ... nicht repetitiv anfallen, weshalb sich für 
diese sowie jede andere angepasste Tätigkeit keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit begründen lasse (AB 114.1/16 f.). Schliesslich sind auch 
gemäss dem polydisziplinären Gutachten vom 28. März 2017 die Daumen-
gelenke belastende Arbeiten zu vermeiden (AB 220.1/47 unten). In Bezug 
auf die in diesem Gutachten allein auf den rheumatologischen Gutachter 
zurückgehende Leistungsminderung von 20 % in einer angepassten Tätig-
keit bleibt in Erinnerung zu rufen, dass sich diese ausschliesslich auf das 
Rückenleiden bezogen hat (vgl. E. 3.4.1 hiervor); der rheumatologische 
Gutachter führt denn auch sämtliche die Hände bzw. Daumen betreffenden 
Diagnosen unter der Rubrik "ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit als 
..." auf und weist explizit darauf hin, dass bei der Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit die Spondylolyse/Listhesis L5/S1 mit Foraminalstenose L5 beid-
seits massgebend ist (AB 220.1/78 unten). Entsprechend folgt daraus, dass 
sich die Daumenbeschwerden in der Tätigkeit als ... nicht leistungsmin-
dernd auswirken. Soweit demgegenüber die behandelnden Ärzte infolge 
Minderbelastung der beiden Daumen eine Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit attestiert haben, erfolgte dies mit Bezug auf die bisherige Tätigkeit als 
... und nicht hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit (so ausdrücklich 
AB 8/13 Ziff. 9, 10/2 lit. D, 14/7, 29/2 Ziff. 1.4).

3.5 Nach dem Dargelegten erweist sich der Sachverhalt als hinreichend 
erstellt, weshalb – entgegen dem in der Beschwerde gestellten Eventualan-
trag – auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 16

4.

Im Folgenden gilt es den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers zu ermit-
teln.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Angesichts der in Art. 25 
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-
rung (IVV; SR 831.201) vorgesehenen Gleichstellung der invalidenversi-
cherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen 
mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen kann das 
Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zumeist auf Grund der 
Einträge im Individuellen Konto (IK) bestimmt werden. Weist das bis zum 
Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurz-
fristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den 
während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzu-
stellen (SVR 2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2, 2014 UV Nr. 1 S. 2 E. 4.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 17

müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt auf Mai 2009 (Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG i.V.m. AB 4 und 8/4 [betreffend Wartezeit] bzw. Art. 29 Abs. 1 IVG 
i.V.m. AB 1 [betreffend Karenzfrist]). Vom 24. November 2009 (AB 44) bis 
9. Dezember 2012 (AB 81) bewilligte die Beschwerdegegnerin eine Um-
schulung zum dipl. .../..., wobei sie explizit darauf hinwies, dass sie nicht für 
eine etwaige Lohneinbusse bei der Ausübung der Tätigkeit als ... verant-
wortlich gemacht werden könne. Während dieser Zeit hatte der Beschwer-
deführer Anspruch auf Taggelder der IV (vgl. AB 41), womit der allenfalls 
bereits entstandene Rentenanspruch unterbrochen wurde (Art. 29 Abs. 2 
IVG; vgl. auch Art. 20ter IVV). Es ist deshalb ein Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers letztlich ab Mai bis 23. Oktober 2009 und erneut ab 
10. Dezember 2012 zu prüfen. Auf diese Zeitpunkte hin ist ein Einkom-
mensvergleich durchzuführen.

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend den Einkommensvergleich 
einzig per 2012 vorgenommen (vgl. aber E. 4.2 hiervor); es rechtfertigt sich 
deshalb, nachfolgend zuerst auf diese Berechnung einzugehen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 18

4.3.1 Da der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden überwiegend 
wahrscheinlich weiterhin als selbstständiger ... tätig wäre – für eine gegen-
teilige Annahme bestehen weder Hinweise noch wird diesbezüglich etwas 
vorgebracht –, ist das Valideneinkommen auf der Grundlage des vor Eintritt 
des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens zu ermitteln. Bei der 
Ermittlung der Vergleichseinkommen von Selbstständigerwerbenden im 
Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG sind der Zinsertrag auf dem investierten 
Eigenkapital abzuziehen und die von der versicherten Person in einem 
bestimmten Geschäftsjahr effektiv bezahlten AHV/IV/ EO-Beiträge zum 
Betriebsgewinn hinzuzuzählen (SVR 1999 IV Nr. 24 S. 71). Dem 
entsprechend (vgl. auch E. 4.1.1 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin das 
Valideneinkommen nach Massgabe der vom Beschwerdeführer vor Beginn 
der Arbeitsunfähigkeit in den Jahren 2003 bis 2007 erzielten Betriebsge-
winne ermittelt und indexiert (AB 24/6, 224/5). Gegen dieses Vorgehen an 
sich wendet der Beschwerdeführer zu Recht nichts ein.

Die Buchhaltungsunterlagen des Beschwerdeführers weisen für das Jahr 
2003 einen Jahresgewinn von Fr. 183'392.-- (gemäss Jahresrechnung 
2004), für 2004 von Fr. 183'489.--, für 2005 von Fr. 45'793.--, für 2006 von 
Fr. 61'296.-- (gemäss Jahresrechnung 2007) und für 2007 von 
Fr. 103'907.-- aus (AB 18; vgl. auch AB 24/6). Diese Zahlen werden vom 
Beschwerdeführer nicht bestritten, doch verweist er in der Beschwerde, 
S. 9 Mitte, zunächst auf die viel höheren Zahlen gemäss Auszug aus dem 
IK (AB 9; 2003: Fr. 201'000.--; 2004: Fr. 201'900.--) und verlangt alsdann 
(Beschwerde, S. 10 oben) in Bezug auf das Valideneinkommen nebst dem 
Jahresgewinn auch die Berücksichtigung der getätigten Abschreibungen 
(2003: Fr. 255'582-- [Fr. 183'392.-- + Fr. 72'190.--]; 2004: Fr. 221'008.-- 
[Fr. 183'489.-- + Fr. 37'519.--]; 2005: Fr. 122'182.-- [Fr. 45'793.-- + 
Fr. 76'389.--]; 2006: Fr. 112'431.-- [Fr. 61'296.-- + Fr. 51'135.--; die vom 
Beschwerdeführer berechneten Fr. 109'284.-- sind nicht nachvollziehbar]; 
2007: Fr. 151'895.-- [Fr. 103'907.-- + Fr. 47'988.--]; vgl. auch AB 24/6). 
Falls der Beschwerdeführer im Lichte dieser Ausführungen tatsächlich ein 
höheres Einkommen generiert haben sollte (2003: Fr. 255'582--; 2004: 
Fr. 221'008.--), als aus dem IK-Auszug (2003: Fr. 201'000.--; 2004: 
Fr. 201'900.--) hervorgeht, kann dies von vornherein nicht berücksichtigt 
werden, da es nicht angeht, Einkünfte bei den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 19

Sozialversicherungsbeiträgen nicht anzugeben und sie dann im 
Versicherungsfall trotzdem geltend zu machen (Art. 2 Abs. 2 des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; Entscheide des Bundesgerichts 
[BGer] vom 25. Januar 2013, 8C_930/2012, E. 4.1, und vom 14. November 
2013, 8C_554/2013, E. 2.4.2). Damit geht einher, dass sich die im IK 
ausgewiesenen Zahlen (AB 9) mit den geltend gemachten Abschreibungen 
nicht hinreichend erklären lassen, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass 
die Beschwerdegegnerin auf die aussagekräftigeren Zahlen gemäss den 
vom Beschwerdeführer zur Verfügung gestellten Buchhaltungsunterlagen 
(AB 18) abgestellt hat. Zu den bereits gegen den Vorbescheid (AB 225) 
vom Beschwerdeführer erhobenen Einwänden insbesondere betreffend 
Aufrechnung der – relativ hohen – Abschreibungen (AB 232/6 f.) hat der 
Abklärungsdienst am 25. Oktober 2017 denn auch in überzeugender Weise 
dahingehend Stellung genommen, dass diese für einen Betrieb mit 
Jahresumsätzen zwischen Fr. 467'433.-- und Fr. 737'672.-- durchaus noch 
realistisch seien und eine Korrektur der Betriebsergebnisse deshalb nicht 
angezeigt sei (AB 240/2 Mitte).

Der Durchschnitt der von 2003 bis 2007 erwirtschafteten Jahresgewinne 
(Fr. 183'392.--, Fr. 183'489.--, Fr. 45'793.--, Fr. 61'296.--, Fr. 103'907.--) 
beläuft sich auf Fr. 115'576.--. Aufindexiert auf das Jahr 2012 resultiert 
nach der gängigen Praxis der Beschwerdegegnerin, wonach als Basis der 
Durchschnitt der berücksichtigten Jahre, vorliegend also das Jahr 2005 
herangezogen wird, ein Einkommen von Fr. 127'463.-- (Fr. 115'576.--: 
115.7 x 127.6; Bundesamt für Statistik [BFS], Nominallohnindex 1993-2016 
[T1.93], lit. G-O). Dieses Vorgehen ist allein schon aus Praktikabilitätsgrün-
den nicht zu beanstanden (dies entgegen der Beschwerde, S. 10 Mitte). 
Gleich verhält es sich in Bezug auf den Zinsabzug von 3 % auf dem im 
Betrieb investierten Eigenkapital von rund Fr. 85'300.--, zumal die Be-
schwerdegegnerin hier nicht auf das Durchschnittsjahr 2005 (Eigenkapital 
von Fr. 129'867.--; AB 18/10), sondern zu Gunsten des Beschwerdeführers 
auf den tiefsten Wert der berücksichtigten Jahre (nämlich 2007; AB 18/18; 
vgl. AB 224/5) abgestellt hat. Vom indexierten Einkommen von 
Fr. 127'463.-- ist somit ein Abzug von Fr. 2'559.-- (vgl. AB 224/5) vorzu-
nehmen. Zum Zwischentotal von Fr. 124'904.-- sind dann noch die effektiv 
bezahlten AHV/IV/ EO-Beiträge von 9.7 % (unverändert während allen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 20

berücksichtigten Jahren) im Betrag von Fr. 12'116.-- hinzuzurechnen, 
womit ein Valideneinkommen von Fr. 137'020.-- resultiert.

4.3.2 Für das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin 
richtigerweise auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Ziff. 86 - 88 (Gesundheits- 
und Sozialwesen), abgestellt. Ein Abstellen auf ein Einkommen des 
Beschwerdeführers als ... verbietet sich allein schon deshalb, als die 
Beschwerdegegnerin in der Kostengutsprache für die Umschulung zum 
dipl. .../... explizit darauf hingewiesen hat, sie könne nicht für eine allfällige 
Lohneinbusse bei der Ausübung der Tätigkeit als ... einstehen (AB 40, 81). 
Damit war dem Beschwerdeführer von Anfang an klar, dass er nach der 
Umschulung zum ... unter Umständen ein tieferes Einkommen als in einer 
angepassten Tätigkeit in dem aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit als ... 
auf ihn besser zugeschnittenen Gesundheitswesen würde erzielen können, 
auch wenn anzunehmen ist, dass er auch als ... ausgehend von einem 
Stundenansatz von Fr. 120.-- bis Fr. 130.-- (gemäss AB 240/2 unten; vgl. 
z.B. auch www.....ch/… [besucht am 11. Juni 2018]) ein doch beträchtliches 
rentenausschliessendes Einkommen generieren kann. Angesichts der er-
wähnten breiten Kenntnisse des Beschwerdeführers im Gesundheitswesen 
sowie dessen langjährigen Erfahrung in diesem Bereich lässt sich das Ab-
stellen auf das Kompetenzniveau 4 (Tätigkeiten mit komplexer Problemlö-
sung und Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoreti-
sches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) nicht beanstanden. 
Gestützt auf besagte LSE 2012, TA1, Ziff. 86 - 88, Männer, 
Kompetenzniveau 4 (Fr. 8'563.-- x 12) und arbeitszeitbereinigt (41.5 Stun-
den [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 
Ziff. 86 - 88]) resultiert ein Einkommen von Fr. 106'609.--. Unter zusätzli-
cher Berücksichtigung der attestierten Leistungseinschränkung von maxi-
mal 20 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.4.1 hiervor) ergibt dies 
ein Invalideneinkommen von Fr. 85'287.--. Hiervon rechtfertigt sich auf-
grund der vorliegend persönlichen und beruflichen Umstände kein Abzug 
vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Soweit der Beschwerdeführer na-
mentlich vorbringt, er sei in dem für die Beurteilung der Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit massgebenden Zeitpunkt der Erstattung des MEDAS-
Gutachtens vom 28. März 2017 (AB 220.1) bereits 60 Jahre alt gewesen 
(vgl. Beschwerde, S. 12 unten), ist dem entgegenzuhalten, dass dies allein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 21

die Verwertbarkeit noch nicht ausschliesst (Entscheid des BGer vom 
10. Mai 2013, 9C_954/2012, E. 3.2.1). Zu berücksichtigen ist nämlich auch, 
dass er über langjährige Berufserfahrung als ... verfügt und zusätzlich die 
Umschulung zum ... erfolgreich abgeschlossen hat und bei der Ausübung 
es nicht primär auf die körperliche, sondern vielmehr auf die geistige 
Leistungsfähigkeit und die Erfahrung im Gesundheitswesen ankommt. Das 
Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.4 hiervor) ist nicht derart eng formuliert, dass 
eine entsprechende Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich wäre, 
dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie 
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 
Arbeitgebers möglich wäre (vgl. SVR 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4, 2008 IV 
Nr. 62 S. 205 E. 5.2). Insbesondere ist eine wechselbelastende Tätigkeit im 
Gesundheitswesen nicht unüblich und auch die Hebelimite lässt einen brei-
ten Fächer von möglichen Beschäftigungen zu. Da eine Verweisungstätig-
keit vollschichtig zumutbar ist (dies jedoch mit einer Leistungseinbusse von 
maximal 20 %; vgl. E. 3.4.1 hiervor), verbleibt insgesamt ein beachtliches 
Rendement, welches auf dem theoretischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
nicht nur in Form von Nischenarbeitsplätzen nachgefragt würde.

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 51'733.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 
38 % (Fr. 51'733.-- : Fr. 137'020.-- x 100; zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 
E. 3.2 S. 123). Folglich besteht ab 10. Dezember 2012 kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.4. Unter Bezugnahme auf das eben Ausgeführte ist zusätzlich der 
Einkommensvergleich für das Jahr 2009 vorzunehmen.

4.4.1 In Bezug auf das Valideneinkommen ist der Durchschnitt der von 
2003 bis 2007 erwirtschafteten Jahresgewinne von Fr. 115'576.-- auf das 
Jahr 2009 zu indexieren, womit ein Einkommen von Fr. 123'967.-- resultiert 
(Fr. 115'576.--: 115.7 x 124.1; BFS, Nominallohnindex 1993-2016 [T1.93], 
lit. G-O). Abzüglich des Zinses von 3 % auf dem im Betrieb investierten 
Eigenkapital (Fr. 2'559.--; vgl. AB 224/5) und alsdann unter Hinzurechnung 
der effektiv bezahlten AHV/IV/EO-Beiträge von 9.7 % auf das 
Zwischentotal von Fr. 121'408.-- (Fr. 123'967.-- - Fr. 2'559.--) resultiert ein 
Valideneinkommen von Fr. 133'185.-- (Fr. 121'408.-- + Fr. 11'777.--).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 22

4.4.2 Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die LSE 2008 zu ermitteln 
und auf das Jahr 2009 zu indexieren. Gestützt auf besagte LSE 2008, TA1, 
Ziff. 85 (Gesundheits- und Sozialwesen), Männer, Anforderungsniveau 1+2 
(Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten bzw. 
Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten) resultiert ein Betrag 
von Fr. 92'448.-- (Fr. 7'704.-- x 12). Angepasst an die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit von 41.5 Stunden (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 86 - 88 [Gesundheits- und Sozialwesen]) 
und indexiert auf das Jahr 2009 (BFS, Nominallohnindex 1993-2016 
[T1.93], lit. G-O) ergibt dies ein Einkommen von Fr. 97'887.-- (Fr. 92'448.-- : 
40 x 41.5 : 121.6 x 124.1). Eine Leistungsminderung in einer angepassten 
Tätigkeit ist zu diesem Zeitpunkt medizinisch nicht ausgewiesen (vgl. E. 
3.4.2 hiervor), wohl aber handelt es sich bei der Minderbelastbarkeit der 
Daumen um eine leidensbedingte Einschränkung (vgl. E. 4.1.2 hiervor), 
welcher mit einem Abzug vom Tabellenlohn in der Grössenordnung von 
(grosszügig) 10 % Rechnung zu tragen ist. Unter Berücksichtigung dessen 
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 88'098.-- (Fr. 97'887.-- x 0.9).

4.4.3 Die Erwerbseinbusse von Fr. 45'087.-- (Fr. 133'185.-- - Fr. 88'098.--) 
entspricht einem Invaliditätsgrad von 34 % (Fr. 45'087.-- : Fr. 133'185.-- x 
100). Folglich besteht auch ab Mai bis 23. Oktober 2009 kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

4.5 Nach dem Dargelegten erweist sich die gegen die Verfügung vom 
6. November 2017 (AB 241) erhobene Beschwerde als unbegründet und 
diese ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 23

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juni 2018, IV/17/1058, Seite 24

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.