# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63ff9b5d-a933-591e-aca1-1b4017ac2888
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2010 C-5324/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5324-2008_2010-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5324/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

X._______, 
vertreten durch Advokat lic. iur. Nicolai Fullin, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 24. Juni 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5324/2008

Sachverhalt:

A.
Der am (...)  1953 geborene Beschwerdeführer türkischer Nationalität 
kam 1976 in die Schweiz, wo er zunächst in einer Putzkolonne, dann 
als angestellter Taxifahrer tätig war. Nach seiner Rückkehr in die Türkei 
im  Jahr  1985  wanderte  er  1988  in  die  Bundesrepublik  Deutschland 
aus. Dort übte er Verladetätigkeiten bei der Bundesbahn aus und war 
nachfolgend ein Jahr arbeitslos. Von 1994 bis 1998 führte er als Selb-
ständigerwerbender ein Restaurant, welches er wegen Erfolglosigkeit 
schliessen musste. Darauf war er bis 2003 arbeitslos (vgl. zur Berufs -
anamnese das Gutachten von Dr. med. A._______, Ärztin für  Innere 
Medizin und Sozialmedizin, vom 20. Dezember 2007 [act. 86],  S. 2).  
Am 1. Oktober 2004 trat der Beschwerdeführer ein befristetes Arbeits-
verhältnis als Fachhelfer in der Gastronomie in Form einer Qualifizie-
rungsmassnahme  an  (vgl.  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber  vom 
29. Mai 2006, unterzeichnet am 13. Juli 2006 [act. 17]). Am 2. Dezem-
ber 2004 erlitt  er einen Arbeitsunfall,  bei  dem er sich den Fuss ein-
klemmte. Danach war er nicht mehr arbeitstätig (vgl. Fragebogen für 
den Versicherten vom 29. Mai  2006,  unterzeichnet am 10. Juli  2006 
[act. 16], S. 3). Das Arbeitsverhältnis endete formell am 30. September 
2005 (vgl. act. 17).

B.
Mit Gesuch vom 24. August 2005 (act. 4), eingegangen bei der Vorin -
stanz am 19. September 2005, beantragte der Beschwerdeführer die 
Zusprechung einer Invalidenrente.

Ab dem 13. September 2005 liess sich der Beschwerdeführer durch 
Frau Rechtsanwältin Heike Geisweid vertreten (vgl. act. 5). 

C.
Das Versorgungsamt Y._______ teilte dem Beschwerdeführer mit Be-
scheid  vom  13.  Oktober  2005  (act.  8)  mit,  der  Grad  seiner  Be-
hinderung betrage 60 seit dem 15. August 2005. Es lägen folgende Be-
einträchtigungen vor:

1. Chronisch entzündliche Gelenkerkrankung, Rheuma;
2. Wirbelsäulensyndrome, Bandscheibenschaden, Kalksalzminderung;
3. Knieleiden, Beinverkürzung rechts, Fussbeschwerden;
4. Bronchialasthma.

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D.
Die Vorinstanz zog im Rahmen der Instruktion des Leistungsgesuchs 
zunächst folgende Unterlagen zu den Akten:

• Fragebogen für den Versicherten (EU) vom 29. Mai 2006, unterzeichnet am 
13. Juli 2006 (act. 16),

• Fragebogen für den Arbeitgeber vom 29. Mai 2006, unterzeichnet am 13.  
Juli 2006 (act. 17),

• Durchgangsbericht  von  Dr.  med.  R._______,  Chirurg,  vom 3.  Dezember 
2004 (act. 25),

• Bericht  von Prof. Dr. M._______,  Dr. G._______ und Dr. T._______, Chi-
rurgische Klinik und Poliklinik Q._______, vom 19. Januar 2005 (act. 26),

• Bericht  von Prof. Dr. M._______ und  Dr. G._______ vom 23. März  2005 
(act. 28),

• Bericht  von Prof. Dr. M._______,  Dr. U._______ und Dr. E._______ vom 
28. Juni 2005 (act. 30),

• Zwischenbericht von Prof. Dr. med. M._______, Dr. med. G._______ und Dr. 
med. S._______, Facharzt für Chirurgie, vom 3. August 2005 (act. 31),

• Bericht von Dr. med. I._______, Arzt für Innere Medizin und Rheumatologie, 
vom 23. August 2005 (act. 33),

• Attest  von  Dr. med.  H._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin,  vom 6.  Sep -
tember 2005 (act. 34),

• Laborbericht von Dr. med. I._______ vom 12. September 2005 (act. 35),
• Röntgenbilder vom 18. August 2005 und vom 8. November 2005 (act. 36).

E.
Dr.  L._______  vom  medizinischen  Dienst  der  Vorinstanz  würdigte 
diese Unterlagen in seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2007 (act. 
38)  wie  folgt:  Der  Versicherte,  welcher  in  der  Schweiz  während  7 
Jahren  als  Arbeiter  und  zuletzt  in  Deutschland  in  einem  sozialen 
Arbeitseingliederungsprogramm  tätig  gewesen  sei,  mache  Fuss-, 
Hand- und Rückenschmerzen geltend. Nach einem mässigen Trauma 
am 2. Dezember 2004, bei dem er den Fuss eingeklemmt habe, klage 
er  über  persistierende  Fussschmerzen.  Diverse  diagnostische  und 
therapeutische  Abklärungen  seien  erfolgt,  radiologisch  werde  eine 
kleine  Knochenabsprengung  am  Fuss  beschrieben,  bioptisch  solle 
eine Entzündung der Gelenkskapsel (Synovialitis) vorgelegen haben, 
allenfalls  im Rahmen einer  rheumatoiden  Arthritis,  seronegativ. Laut 
dem behandelnden Arzt, dem Rheumatologen Dr. I._______, solle am 
23.  August  2005  eine  erhebliche  entzündliche  Aktivität  vorgelegen 
haben. Bei den unfallnahen Fussröntgenbildern könne es sich um ein 
kleines  Fragment,  aber  auch  um  eine  ältere  Sehnenverkalkung 
handeln. Die Gelenke seien jedenfalls am Fuss radiologisch einwand-
frei. Handröntgenbilder lägen nicht vor; gemäss Arzt solle  im August 
2005 eine entzündliche Reaktion vorgelegen haben. Es sei  möglich, 
dass für schwerere Körperarbeiten eine dauernde Einschränkung be-

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stehe; die vorliegende Dokumentation sei aber nicht überzeugend für 
eine definitive Beurteilung. 

Aufgrund  dieser  Einschätzung  empfahl  Dr. L._______  die  Einholung 
eines unabhängigen rheumatologischen Gutachtens, ohne eine Diag-
nose zu nennen.

F.
In der Folge holte die Vorinstanz weitere Unterlagen ein:

• Bericht  von Dr. med. P._______, Facharzt  für Radiologie, vom 31. August 
2001 (act. 41),

• Bericht von Dr. med. W._______, Internist, Lungen- und Bronchialheilkunde 
und Allergologie, vom 23. Juli 2003 (act. 42),

• Bericht  von  Dr.  K._______,  Facharzt  für  diagnostische  Radiologie,  vom 
16. September 2003 (act. 43),

• Bericht  von Dr. med. O._______,  Facharzt  für  Urologie,  vom 10. Oktober 
2003 (act. 44),

• Bericht  von  Z._______,  Arzt  für  Neurologie,  Psychiatrie,  Psychotherapie 
und Verkehrsmedizin, vom 20. Oktober 2003 (act. 45),

• Bericht  von Prof. Dr. med. B._______,  Arzt  für  Innere  Medizin,  Rheuma-
tologie,  Physikalische  Therapie  und  Sportmedizin,  und  Dr.  C._______, 
Facharzt  für  Innere  Medizin  und  Rheumatologie,  vom  24.  Oktober  2003 
(act. 46),

• Bericht von PD Dr. med. V._______, Leitender Arzt der Rheumaorthopädie, 
St. Elisabeth-Hospital Q._______, vom 29. Juni 2004 (act. 47),

• Bericht von PD Dr. med. V._______, vom 17. Juli 2004 (act. 48),
• Bericht  (Unterschrift  unleserlich),  Radiologische  Gemeinschaftspraxis 

Q._______, vom 28. Dezember 2004 (act. 49),
• Bericht von Prof. Dr. med. N._______ und Dr. med. J._______, Institut für 

Diagnostische  und  Interventionelle  Radiologie  und  Nuklearmedizin,  vom 
12. April 2005 (act. 51),

• Bericht von Prof. Dr. M._______ und Dr. G._______ vom 12. April 2005 (act. 
52),

• Laborbericht (Unterschrift unleserlich) vom 20. Mai 2005 (act. 53),
• Bericht von Prof. Dr. M._______ und Dr. G._______ vom 25. Mai 2005 (act.  

54),
• Bericht von Prof. Dr. M._______ und Dr. U._______ vom 10. Juni 2005 (act.  

55),
• Bericht  von Prof. Dr. M._______,  Dr. U._______ und  Dr. T._______ vom 

16. Juni 2005 (act. 56),
• Bericht von Dr. med. I._______ vom 4. August 2005 (act. 57),
• Bericht  der  Dres. med. Ö._______ und  Ä._______,  Fachärzte  für  Ortho-

pädie, vom 26. August 2005 (act. 58),
• Bericht von Dr. med. I._______ vom 6. September 2005 (act. 59),
• Bericht von Dr. med. R._______ vom 22. September 2005 (act. 60),
• Gutachterliche  Stellungnahme  von  Dr.  med.  D._______,  Versorgungsamt 

Y._______, vom 11. Oktober 2005 (act. 61).

G.
Mit Eingabe vom 29. März 2007 (act. 73) reichte der Beschwerdeführer 
folgende Arztberichte ein:

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• Bericht von Dr. med. I._______ vom 7. November 2006 (act. 67),
• Laborbericht von Dr. med. I._______ vom 26. Februar 2007 (act. 68),
• Ärztliche  Bescheinigung von Dr. med. I._______ vom 2. März  2007 (act. 

69),
• Bericht  der  Dres. med. Ö._______ und  Ä._______,  Fachärzte  für  Ortho-

pädie, vom 8. März 2007 (act. 70),
• Attest von Dr. med. H._______ vom 8. März 2007 (act. 71),
• Ärztliche Bescheinigung von Dr. med. B. W._______ vom 2. März 2007 (act.  

72).

H.
Im Auftrag der Vorinstanz erstattete Dr. med. A._______ vom sozial-
medizinischen Dienst der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft 
Bahn See, Ärztin für Innere Medizin und Sozialmedizin, das Gutachten 
vom  20.  Dezember  2007  (act.  86).  Darin  wurden  folgende  Haupt-
diagnosen gestellt:

• Seropositive rheumatoide Arthritis mit Funktionsstörung der Handgelenke, 
der Kniegelenke und der Ellenbogengelenke,

• Funktionsstörung  der  Wirbelsäule  bei  skoliotischer  Fehlhaltung,  Steil-
stellung und Bandscheibenschädigung L4/L5,

• Funktionsstörung  des  Atmungsorgans  bei  chronisch  behinderter  Nasen-
atmung und chronisch obstruktiver Bronchitis (Nikotinabusus),

• V. a. anhaltende somatoforme Schmerzstörung.

Als Nebendiagnosen wurden genannt:

• Z. n. Fissur des 5. Mittelfussknochens,
• Korrigierte Fehl- und Alterssichtigkeit,
• Organisch/seelisch bedingte Schlafstörung.

Die Gutachterin kam zum Schluss, der Versicherte sei unter Berück-
sichtigung  aller  Erkrankungen  und  den  daraus  resultierenden 
Funktionsstörungen  noch  in  der  Lage,  ganztägig  leichte  körperliche 
Arbeiten  mit  qualitativen  Einschränkungen  zu  verrichten  (vgl.  Gut-
achten vom 20. Dezember 2007 [act.86] S. 11).

J.
Dr. Ü._______ vom medizinischen Dienst der Vorinstanz hielt in seiner 
Stellungnahme  vom  20.  März  2008  (act.  88)  dafür,  der  Beschwer-
deführer sei seit dem 8. November 2004 in der bisherigen Tätigkeit als 
Kellner zu 100 % arbeitsunfähig, in einer leidensangepassten Tätigkeit 
jedoch  zu  100  %  arbeitsfähig.  Eine  Verweisungstätigkeit,  beispiels-
weise im Verkauf  auf  dem Korrespondenzweg bzw. via  Telefon oder 
Internet, als Kassierer, Billetverkäufer oder in der Datenerfassung, sei 
in  wechselnder  Arbeitsposition  in  geschlossenen  Räumen  ganztags 
zumutbar. 

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K.
In  ihrem Einkommensvergleich vom 7. April  2008 (act. 89)  legte die  
Vorinstanz als Valideneinkommen jenes Gehalt fest, welches der Be-
schwerdeführer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kellner ver-
dient hatte, und indexierte dieses auf die Werte des Jahres 2005. Mit 
der  Begründung,  das  Invalideneinkommen  sei  –  bei  einem  Be-
schäftigungsgrad von 100 % und basierend auf den von Dr. Ü._______ 
vorgeschlagenen  Verweisungstätigkeiten  –  höher  als  das 
Valideneinkommen,  legte  die  Vorinstanz  das  Invalideneinkommen 
entsprechend dem Einkommen aus der  zuletzt  ausgeübten Tätigkeit 
(Valideneinkommen) fest und gewährte davon einen leidensbedingten 
Abzug von 15 %. Daraus resultierte ein Invaliditätsgrad von 15 %. 

L.
Mit Vorbescheid vom 11. April 2008 (act. 90) teilte die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer  mit,  es  liege  keine  rentenbegründende  Invalidität 
vor, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werden müsse.

M.
Den dagegen erhobenen Einwand vom 7. Mai 2008 (act. 91) wies die 
Vorinstanz mit Verfügung vom 24. Juni 2008 (act. 92) ab.

N.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer, nunmehr vertre-
ten  durch  Advokat  Nicolai  Fullin,  am  18.  August  2008  Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, die Verfügung vom 
24. Juni 2008 sei aufzuheben, und es sei dem Beschwerdeführer eine 
Rente nach den gesetzlichen Bestimmungen zuzusprechen. Eventua-
liter sei  die Vorinstanz zu verpflichten, weitere Abklärungen über die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu tätigen. Ferner beantragte 
der Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung mit dem un-
terzeichneten Advokaten als Rechtsvertreter.

Der Beschwerdeführer rügte,  das Gutachten der  Deutschen Renten-
versicherung  Knappschaft  Bahn  See  vom  20.  Dezember  2007  sei 
schon  aus  formellen  Gründen  aus  dem Recht  zu  weisen. Dem Be-
schwerdeführer sei der Name der Gutachterin nicht bekannt gegeben 
worden;  zudem  sei  die  Unabhängigkeit  der  Gutachterin  zum  vorn-
herein nicht gegeben gewesen, da diese bei der Deutschen Renten-
versicherung Knappschaft Bahn See angestellt gewesen sei. 

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Selbst wenn das Gutachten den formellen Anforderungen grundsätz-
lich  genügen würde,  sei  fraglich,  ob darauf  abgestellt  werden dürfe. 
Das  Gutachten  entspreche  nicht  den  Grundsätzen  des 
Schweizerischen Bundesgerichts, wonach die Beweiskraft  eines Gut-
achtens davon abhänge, ob es für die streitigen Belange umfassend 
sei,  auf  allseitigen  Untersuchungen  beruhe,  die  geklagten  Be-
schwerden  berücksichtige,  in  Kenntnis  der  Vorakten  abgegeben 
worden sei und ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände, 
Entwicklungen  und  Zusammenhänge  einleuchte  sowie  die  Schluss-
folgerungen  der  Experten  so  begründet  seien,  dass  der  Rechts-
anwender  diese  kritisch  überprüfen  könne.  Dem  Gutachten  könne 
nicht entnommen werden, welche Akten der begutachtenden Ärztin zur 
Verfügung gestanden hätten. Es müsse deshalb davon ausgegangen 
werden,  dass  das  Gutachten  auf  ungenügender  Aktenlage  basiere. 
Zudem  sei  das  Gutachten  von  einer  Ärztin  für  Innere  Medizin  und 
Sozialmedizin  verfasst  worden,  äussere  sich  jedoch  zu  rheumato-
logischen, neurologischen, HNO-, orthopädischen und psychiatrischen 
Beschwerden. Die begutachtende Ärztin sei nicht im Stande gewesen, 
eine solche umfassende Beurteilung abzugeben. Vielmehr  hätte  das 
Gutachten  durch  Spezialärzte  verschiedener  Disziplinen  erstellt 
werden müssen.

Auch auf  Dr. Ü._______s Stellungnahme vom 20. März  2008 könne 
nicht  abgestellt  werden. Dr. Ü._______  habe  den  Beschwerdeführer 
selbst  nicht  untersucht.  Die  Stellungnahme  entbehre  jeglicher 
medizinischer Begründung. Beispielsweise werde die Frage nach einer 
somatoformen Schmerzstörung nicht beantwortet. Aus Dr. Ü._______s 
Stellungnahme  gehe  zudem  nicht  hervor,  welche  fachärztliche 
Spezialisierung  dieser  aufzuweisen  habe.  Dadurch  habe  die  Vor-
instanz das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt.

Für das Valideneinkommen müsse ein Einkommen herangezogen wer-
den,  welches  der  Beschwerdeführer  in  gesundem Zustand hätte  er-
zielen können. Der  im Rahmen einer  Qualifizierungsmassnahme als 
Kellner erzielte Lohn sei unterdurchschnittlich gewesen und hätte nicht 
herangezogen  werden  dürfen.  Für  das  Valideneinkommen  sei  auf 
einen Tabellenlohn abzustellen.

Aufgrund  des  Ausländerstatus,  des  Alters  und  der  leidensbedingten 
Einschränkungen  müsse  ein  maximaler  Abzug  von  25  %  vom  In-
valideneinkommen vorgenommen werden.

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O.
Der von der Vorinstanz konsultierte Dr. L._______ äusserte sich mit 
Stellungnahme vom 3. November 2008 (act. 96) dahingehend, die Gut-
achterin sei als Internistin durchaus in der Lage, den Bewegungsap-
parat und erst recht die inneren Organe zu untersuchen. Das Gutach-
ten vom 20. Dezember 2007 sei umfassend und aussagekräftig; eine 
Eskalation  der  Begutachtung  sei  aus  medizinischen  Gründen  nicht 
notwendig. Der Beschwerdeführer sei für leichte, vorwiegend sitzende 
Tätigkeiten voll arbeitsfähig. Für ein relevantes psychiatrisches Leiden 
gebe es keine Anhaltspunkte.

P.
Die  im  Rahmen  der  Vernehmlassung  ebenfalls  konsultierte  Sektion 
wirtschaftliche  Invaliditätsbemessung  der  Vorinstanz  erstellte  am 
25. November  2008  einen  neuen  Einkommensvergleich  (act.  98). 
Diesem  legte  sie  ein  Valideneinkommen  zugrunde,  welches  dem 
statistischen  Lohn  eines  Kellners  im  Jahr  2005  entsprach.  Das  In-
valideneinkommen legte sie mit der gleichen Begründung wie anläss-
lich des Einkommensvergleichs vom 7. April 2008 (act. 89) in gleicher 
Höhe  wie  das  Valideneinkommen  fest  und  gewährte  davon  einen 
leidensbedingten  Abzug  von  15  %. Daraus  resultierte  wiederum ein 
Invaliditätsgrad von 15 %.

Q.
Mit Vernehmlassung vom 26. November 2008 hielt  die Vorinstanz an 
ihrem  Antrag  auf  Abweisung  der  Beschwerde  fest.  Die  eingeholte 
Zweitmeinung  des  medizinischen  Dienstes  habe  ergeben,  dass  die 
Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  nachvoll-
ziehbar sei. Ferner sei ein zweiter  Einkommenvergleich durchgeführt 
worden,  welcher  entsprechend  dem  in  der  Beschwerde  erhobenen 
Einwand  bezüglich  des  Valideneinkommens  auf  statistische  Zahlen 
abstelle. Am Ergebnis  der  Berechnung  (Invaliditätsgrad  15  %)  habe 
sich  dadurch  jedoch  nichts  geändert,  da  auch  das  statistische  Vali-
deneinkommen niedriger sei  als die in Verweisungstätigkeiten erziel -
baren Einkommmen. Angesichts dieses Umstands seien die Einkom-
men wiederum parallelisiert  worden. Der  leidensbedingte Abzug von 
15 % sei  in Anbetracht  der vollschichtigen Leistungsfähigkeit  in Ver-
weisungstätigkeiten bestätigt worden. Im Übrigen würde auch der Ma-
ximalabzug  von  25  %  nicht  zu  einem  anspruchsbegründenden  In-
validitätsgrad führen. 

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R.
Der Beschwerdeführer verzichtete stillschweigend auf die Einreichung 
einer Replik. Der Schriftenwechsel wurde mit Zwischenverfügung vom 
13. Februar 2009 geschlossen.

S.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wurde mit Zwischen-
verfügung  vom 13.  Februar  2009  gutgeheissen  und  Advokat  Nicolai 
Fullin zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ernannt. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen,  ob  die 
Prozessvoraussetzungen  vorliegen  und  auf  eine  Beschwerde  einzu-
treten ist (BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).

1.1 Anfechtungsgegenstand bildet  die Verfügung der Vorinstanz vom 
24.  Juni  2008  (act.  92).  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundes-
verwaltungsgericht  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten 
Ausnahmen  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021), welche von Vorinstanzen gemäss Art. 33 
VGG erlassen wurden. 

Der  angefochtene  Entscheid  ist  als  Verfügung  im  Sinn  von  Art.  5 
Abs. 1 Bst. a VwVG zu qualifizieren, und eine Ausnahme im Sinn von 
Art. 32 VGG liegt nicht vor. Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist 
eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR  831.20)  sind  die  Verfügungen  der  IV-Stelle  für 
Versicherte  im  Ausland  direkt  beim  Bundesverwaltungsgericht  an-
fechtbar. Dieses  ist  somit  für  die  Behandlung  der  vorliegenden  Be-
schwerde zuständig.

1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am Verfahren vor  der  Vorinstanz teil-
genommen. Er  ist  durch die  angefochtene  Verfügung besonders  be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse  im  Sinn  von Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 6. Oktober 

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2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1). Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert.

1.3 Die angefochtene Verfügung trägt das Datum vom 24. Juni 2008; 
sie  wurde  ohne  Zustellnachweis  verschickt.  Unter  Berücksichtigung 
des  Fristenstillstands  vom  15.  Juli  2008  bis  zum  15.  August  2008 
gemäss Art. 38 Abs. 4 Bst. b ATSG in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 
ATSG ist  die  am  18.  August  2008  der  Schweizerischen  Post  über-
gebene  Beschwerde  jedenfalls  rechtzeitig  eingereicht  worden.  Auch 
die  Formerfordernisse  gemäss  Art.  52  Abs. 1  VwVG sind  erfüllt,  so 
dass auf die Beschwerde einzutreten ist.

2.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist im 
Folgenden, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Zusprechung einer Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat. 

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  rechts-
erheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Der 
Beschwerdeführer  beanstandet  insbesondere  die  Festsetzung  des 
Grads der Arbeitsfähigkeit sowie die Berechnung der Erwerbseinbusse 
durch die Vorinstanz. Damit rügt er eine Verletzung von Bundesrecht.

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Aufl.,  Bern  1983, 
S. 212). 

3.
Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bundesgerichts  ist 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt im  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Sozialversicherungsgericht  nach  den  tatsächlichen  Verhältnissen  zur 
Zeit  des  Erlasses der  angefochtenen Verfügung  zu beurteilen  (BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen, vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des 
Sozialversicherungsrechts,  3. Aufl.,  Bern  2003,  S. 489  Rz. 20).  Vor-

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liegend bildet somit das Datum der Verfügung vom 24. Juni 2008 die 
zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfung.

4.
Vorab ist darzulegen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  in  der  Regel  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen 
Übergangsbestimmungen. 

Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Das VwVG findet  aufgrund von Art. 3  Bst. dbis VwVG jedoch 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG 
anwendbar ist. Nach Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen des ATSG 
auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, 
wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vor-
sehen. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 
auf  die  Invalidenversicherung  (Art.  1a-26bis und  28-70)  anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Der Beschwerdeführer ist türkischer Staatsangehöriger, so dass 
vorliegend das am 1. Januar 1972 mit Wirkung ab 1. Januar 1969 in 
Kraft  getretene  Abkommen vom 1. Mai  1969  zwischen  der  Schweiz 
und der Republik Türkei über soziale Sicherheit (SR 0.831.109.763.1) 
anwendbar ist. Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Abkommens sind die Staats-
angehörigen  der  einen  Vertragspartei  sowie  deren  Angehörige  und 
Hinterlassene,  soweit  diese  ihre  Rechte  von den  genannten  Staats-
angehörigen ableiten, in ihren Rechten und Pflichten aus der Gesetz-
gebung der anderen Vertragspartei den Staatsangehörigen dieser Ver-
tragspartei  gleichgestellt,  sofern  das  Abkommen  und  sein  Schluss-
protokoll  nichts  anderes  bestimmen.  Unter  Vorbehalt  der  ab-
weichenden  Bestimmungen  des  Abkommens  und  seines  Schluss-
protokolls  erhalten  türkische  und  schweizerische  Staatsangehörige, 

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die Anspruch auf  Leistungen der Sozialen Sicherheit  gemäss den in 
Artikel  1  des Abkommens genannten Gesetzgebungen haben,  diese 
Leistungen in vollem Umfang und ohne jede Einschränkung, solange 
sie im Gebiet einer der Vertragsparteien wohnen; unter dem gleichen 
Vorbehalt  werden die erwähnten Leistungen von der einen Vertrags-
partei  an Angehörige der anderen Vertragspartei,  die in einem Dritt -
staat  wohnen,  unter  den gleichen Voraussetzungen und in gleichem 
Umfang gewährt  wie  den eigenen Staatsangehörigen,  die in  diesem 
Staat wohnen (Art. 3 des Abkommens).

4.2.2 Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Be-
stimmungen  des  IVG und  der  zugehörigen  Verordnung  über  die  In-
validenversicherung  vom 17.  Januar  1961  (IVV,  SR  831.201)  sowie 
denjenigen  des  ATSG  und  der  zugehörigen  Verordnung  vom  11. 
September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts  (ATSV, SR 830.11). Am 1. Januar  2008 sind die  Änderungen 
des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV vom 28. 
September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) in 
Kraft  getreten.  Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor 
einem Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeit -
punkt  nach  den  neuen  Bestimmungen zu  prüfen  (BGE 130  V  445). 
Demgemäss sind im vorliegenden Fall für die Zeit vom 1. Januar 2004 
bis zum 31. Dezember 2007 das IVG und das ATSG in der Fassung 
vom 21. März 2003 und die IVV in der Fassung vom 21. Mai 2003 (4. 
IV-Revision,  AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859)  anwendbar. Soweit 
sich  der  Rentenanspruch auf  die Zeit  nach dem 1. Januar  2008 be-
zieht,  sind  die  Bestimmungen  der  erwähnten  Erlasse  in  der  seit 
diesem Datum geltenden Fassung anwendbar. 

5.
Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität" 
nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach  der  Un-
fähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 
102  V  165)  oder  sich  im  bisherigen  Aufgabenbereich  zu  betätigen. 
Dabei  sind  die  Erwerbs-  bzw. Arbeitsmöglichkeiten  nicht  nur  im  an-
gestammten Beruf  bzw. in  der  bisherigen Tätigkeit,  sondern  auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. 

5.1 Nach  Art.  8  Abs.  1  ATSG  ist  die  Invalidität die  voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit  dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Art. 4 IVG führt  dazu aus, dass die Invalidität  Folge von 

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Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Art. 4 Abs. 2 
IVG  gilt  die  Invalidität  als  eingetreten,  sobald  sie  die  für  die  Be-
gründung des Anspruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art 
und Schwere erreicht hat.

Gemäss  Art.  7  ATSG (in  der  bis  am 31. Dezember  2007  gültig  ge-
wesenen Fassung) ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende 
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be-
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Nach dem seit dem 
1. Januar 2008 in Kraft stehenden Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Be-
urteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die 
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist.

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

5.2 Anspruch auf  eine ganze Rente besteht  bei  einem Grad der  In-
validität  von  mindestens  70%,  auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem 
solchen von mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei einem solchen 
von mindestens 50% und auf eine Viertelsrente bei einem solchen von 
mindestens 40% (bis zum 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG; ab 
1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2 IVG).

Beträgt  der  Invaliditätsgrad  weniger  als  50%,  werden  die  ent-
sprechenden  Renten  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 
haben  (bis  31.  Dezember  2007:  Art.  28  Abs. 1 ter IVG; ab  1.  Januar 
2008: Art. 29 Abs. 4 IVG). 

5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-

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kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter  Begriff,  welcher  dazu  dient,  den  Leistungsbereich  der  In-
validenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt,  der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 
oder nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist,  
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  ver-
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver-
fügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an  Arbeitskräften  entsprechen 
würden  (AHI  1998  S.  291  E.  3b).  Von  einer  Arbeitsgelegenheit  im 
Sinne  von  Art.  16  ATSG  kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen 
werden,  wo die zumutbare Tätigkeit  nur  in  so  eingeschränkter  Form 
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 2009/1 IV Nr. 8 S. 
17 E. 3c, SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

5.4 Zu bemerken bleibt,  dass  aufgrund des im gesamten Sozialver-
sicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  eine in  ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich  dauernd arbeitsun-
fähige versicherte Person gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in 
einem  anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzu-
nehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 
4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am 
Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass 
eine  versicherte  Person  ihre  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumut-
barer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit 
hat  sich  die  versicherte  Person  anrechnen  zu  lassen  (leidens-
angepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.),  wobei  es un-

Seite 14

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erheblich ist, ob sie ihre Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder 
nicht.

6.
Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz gestützt auf Dr. med. S. 
A._______s Gutachten vom 20. Dezember 2007 (act. 86) und die ent -
sprechende  Stellungnahme  von  Dr.  Ü._______  vom  20.  März  2008 
(act.  88),  im  Rahmen  der  Vernehmlassung  bestätigt  durch  Dr. 
L._______s  Stellungnahme  vom  3.  November  2008  (act.  96),  die 
Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  in  Verweisungstätigkeiten zu 
Recht auf 100 % festgesetzt hat.

6.1 Der  Beschwerdeführer  macht  in  formeller  Hinsicht  geltend,  Dr. 
med. A._______s Gutachten vom 20. Dezember 2007 (act. 86) sei aus 
dem Recht zu weisen, da dem Beschwerdeführer der Name der Gut-
achterin nicht bekannt gegeben worden sei und diese als Angestellte 
der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft  Bahn See nicht  un-
abhängig gewesen sei. 

6.1.1 Art. 44 ATSG ist eine den Ausstand betreffende Verfahrensregel, 
welche den Versicherungsträger verpflichtet,  vor der Einholung eines 
Sachverständigengutachtens  der  Partei  den  Namen  der  begut-
achtenden Person bekannt zu geben. Die Partei kann den Gutachter 
oder  die  Gutachterin  aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvor-
schläge machen.

Im vorliegenden Fall wurde dem Beschwerdeführer der Name der Gut-
achterin nicht mitgeteilt und insofern Art. 44 ATSG nicht beachtet. Der 
Beschwerdeführer  hätte  jedoch  anlässlich  der  Untersuchung  Aus-
stands-  bzw. Ablehnungsgründe  geltend  machen  können.  Nach  der 
Lehre verstösst eine Partei, welche trotz der Kenntnis, dass eine be-
fangene  Person  am  Entscheid  mitwirkt,  nicht  interveniert  und  erst 
Einwände gegen das Verfahren erhebt,  wenn der Entscheid zu ihren 
Ungunsten  ausfällt,  gegen  das  Gebot  von  Treu  und  Glauben  (vgl. 
BENJAMIN SCHINDLER,  Die  Befangenheit  der  Verwaltung,  Zürich  Basel 
Genf 2002, S. 207 f.). Aus dem Recht zu weisen wäre das Gutachten 
dann,  wenn  die  Vorinstanz  trotz  entsprechendem Begehren  die  Ab-
lehnungsgründe nicht  gepüft  und das Gutachten ohne förmliche Ab-
weisung  des  Ablehnungsbegehrens  gegen  den  Willen  des  Be-
schwerdeführers durch Dr. med. A._______ hätte erstellen lassen (zur 
formellen  Natur  des  Anspruchs  auf  ein  unabhängiges  Sachver-
ständigengutachten vgl.  SUSANNE FANKHAUSER, Sachverhaltsabklärung in 

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der  Invalidenversicherung  –  ein  Gleichbehandlungsproblem,  Zürich 
Basel Genf 2010, S. 110 f.). Im vorliegenden Fall hat der Beschwerde-
führer die Gutachterin offensichtlich akzeptiert, weshalb sein Anspruch 
auf deren Ablehnung verwirkt ist (vgl. SCHINDLER, a.a.O., S. 209). 

6.1.2 Die Gebote der Unparteilichkeit und Unbefangenheit gelten un-
abhängig von den gesetzlich geregelten Ausstandsgründen sowohl für 
die  verwaltungsinternen  als  auch  für  die  verwaltungsexternen  Sach-
verständigen  (vgl.  FANKHAUSER,  a.a.O.,  S.  109).  Angesichts  der  über-
ragenden Bedeutung ihrer  Stellungnahmen sind an die Unabhängig-
keit  der  sachverständigen  Personen  hohe  Anforderungen  zu  stellen 
(FANKHAUSER,  a.a.O.,  S. 110  mit  Hinweisen  auf  die  Rechtsprechung). 
Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  lässt  die  Tatsache 
allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Ver-
sicherungsträger steht, nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 
Befangenheit  schliessen;  es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände, 
welche das fehlende Vertrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen (vgl. BGE 123 V 331 E. 1c 
mit Hinweis). Daraus folgert das Bundesgericht: "Wenn selbst aus der 
Tatsache,  dass  ein  Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Ver-
sicherungsträger steht,  nicht  auf mangelnde Objektivität  und auf  Be-
fangenheit  zu  schliessen  ist,  kann  dieser  Vorwurf  um  so  weniger 
gegenüber  den  Ärzten  der  MEDAS  erhoben  werden,  welche  nicht 
durch  den  Versicherungsträger  selber,  sondern  durch  die  jeweilige 
Trägerorganisation angestellt werden" (vgl. BGE 123 V 175 E. 4b). Im 
vorliegenden Fall ist die Gutachterin weder beim entscheidenden Ver-
sicherungsträger noch bei einer MEDAS, sondern bei der Deutschen 
Rentenversicherung  angestellt.  In  Berücksichtigung  der  zitierten 
Rechtsprechung  kann  aus  dieser  Konstellation  für  sich  allein  ge-
nommen  erst  recht  nicht  auf  mangelnde  Unabhängigkeit  der  Gut-
achterin  geschlossen  werden.  Da  keine  Anhaltspunkte  für  eine  Be-
fangenheit von Dr. med. A._______ vorliegen, ist im vorliegenden Fall 
von deren Unabhängigkeit auszugehen.

6.2 Die  Vorinstanz  hat  auf  Empfehlung  von  Dr.  L._______  hin  ein 
rheumatologisches Gutachten in Auftrag gegeben (vgl. Schreiben an 
die Deutsche Rentenversicherung [vormals: Bahnversicherungsanstalt] 
vom  3.  April  2007  [act.  75]).  Statt  dessen  wurde  jedoch  ein 
internistisch-sozialmedizinisches Gutachten erstattet.

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Gemäss Art. 48 IVV sind in den regionalen ärztlichen Diensten (RAD) 
insbesondere  die  Fachdisziplinen  Innere  oder  Allgemeine  Medizin, 
Orthopädie,  Rheumatologie,  Pädiatrie  und Psychiatrie  vertreten. Der 
Verordnungsgeber ging somit  davon aus, dass die Spezialärzte Gut-
achten auf  ihrem Fachgebiet  erstellen. Dieser für  die  versicherungs-
internen Gutachten der RAD geltende Grundsatz muss auch für ver-
sicherungsexterne Gutachten gelten. Dies schliesst – im Gegensatz zu 
der  von  Dr.  L._______  geäusserten  Meinung  (vgl.  Sachverhalt  Bst. 
O) – aus, dass eine Ärztin für Innere Medizin ein rheumatologisches 
Gutachten erstellt. Das Gutachten vom 20. Dezember 2007 (act. 86) 
kann  daher  nicht  als  fachärztliches  Gutachten  betreffend  die 
rheumatischen Beschwerden gelten.

An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend offen bleiben 
muss, ob die Gutachterin im Besitz der medizinischen Vorakten gewe-
sen  ist,  wie  es  die  Rechtsprechung  zum  Beweiswert  medizinischer 
Gutachten verlangt  (vgl. BGE 125 V 351 E. 3). Das Gutachten vom 
20. Dezember 2007 (act. 86) enthält jedenfalls keine Angaben darüber, 
welche  medizinischen  Akten  Dr. med. A._______  zur  Verfügung  ge-
standen haben.

Kritisch zu würdigen ist die Tatsache, dass die von Dr. Z._______, Arzt 
für Neurologie und Psychiatrie genannten Diagnosen der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung und der  Dysthymie (vgl. Bericht  vom 
20. Oktober 2003 [act. 45]) vom medizinischen Dienst der Vorinstanz 
nicht erwähnt werden, obwohl auch in Dr. med. A._______s Gutachten 
vom 20. Dezember 2007 die Diagnose des Verdachts auf somatoforme 
Schmerzstörung  gestellt  wird  (vgl.  act.  86  S.  9).  Nach  der  Recht -
sprechung  setzt  die  Annahme  eines  psychischen  Gesundheits-
schadens, so auch einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, 
zunächst  eine  fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach 
einem  wissenschaftlich  anerkannten  Klassifikationssystem  voraus 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweis). Aufgrund der Hinweise auf eine 
psychische Erkrankung war die Vorinstanz gehalten, einen Psychiater 
oder eine Psychiaterin beizuziehen. Mit Blick auf diesen Mangel in der 
vorinstanzlichen  Sachverhaltsabklärung  erscheint  die  Rüge  des  Be-
schwerdeführers,  es  hätte  ein  polydisziplinäres  Gutachten  erstellt 
werden müssen, berechtigt. 

Widersprüchlich sind auch die Aussagen der IV-Stellenärzte bezüglich 
der  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten:  Während  Dr.  Ü._______  in 

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seiner  Stellungnahme vom 20. März 2008 (act. 88) unter der Rubrik 
"spezielle  Einschränkungen,  welche  berücksichtigt  werden  müssen" 
eine  wechselnde  Arbeitsposition  nennt,  empfiehlt  Dr.  L._______  in 
seiner  Stellungnahme  vom  3.  November  2008  (act.  96)  dem  Be-
schwerdeführer vorwiegend sitzende Tätigkeiten.

Offen ist  schliesslich der Eintritt  der Arbeitsunfähigkeit  im bisherigen 
Beruf  des  Beschwerdeführers  und damit  der  Beginn einer  allfälligen 
Wartezeit  gemäss  Art.  29  Abs.  1  Bst.  b  IVG  (in  der  bis  zum  31. 
Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 28 Abs. 1 Bst. b 
IVG (in Kraft seit dem 1. Januar 2008). Dr. Ü._______s Aussage, der 
Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit als Kellner seit dem 
8. November 2004 zu 100% arbeitsunfähig, findet in den Akten keine 
Stütze. 

In  Anbetracht  dieser  Erwägungen  erscheint  der  medizinische  Sach-
verhalt nicht genügend abgeklärt. Die Rüge der unvollständigen Fest-
stellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  gemäss  Art.  49  Bst.  b 
VwVG erweist sich somit als begründet. 

7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde als teil-
weise  begründet  erweist  und  ensprechend  dem Eventualantrag  gut-
zuheissen  ist.  Die  angefochtene  Verfügung  ist  aufzuheben,  und  die 
Sache ist gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, damit diese ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten 
einhole  und  aufgrund  dessen  Ergebnisse  die  Arbeitsunfähigkeit  des 
Beschwerdeführers neu festsetze. Auch der Eintritt  des Gesundheits-
schadens und der Beginn einer allfälligen Wartezeit ist zu bestimmen. 
Gestützt  auf  einen  entsprechenden  Einkommensvergleich  nach  den 
Vorgaben  des  Einkommensvergleichs  vom 25. November  2008  (act. 
98) ist  der Invaliditätsgrad zu ermitteln und eine neue Verfügung be-
treffend den Rentenanspruch zu erlassen.

8.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  steht  dem  obsiegenden  Be-
schwerdeführer  eine  Parteientschädigung  für  ihm  erwachsene  not-
wendige und verhältnismässig hohe Kosten zu (Art. 64 VwVG in Ver-
bindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]). Die  Parteientschädigung umfasst die Kosten 
der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei  

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und tritt an die Stelle der in Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung vom Bundesverwaltungsgericht  zu  übernehmenden Anwalts-
kosten.  In  Anbetracht  der  Tatsache,  dass  es  sich  um  einen  durch-
schnittlichen Fall handelt, dass mit der Beschwerde keine Beweismittel 
eingereicht und dass keine Replik ausgearbeitet worden ist, erscheint 
eine Entschädigung von pauschal  Fr. 2'000.-  als angemessen. Diese 
ist von der Vorinstanz zu bezahlen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, und die Verfügung vom 
24. Juni 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

3.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 2'000.- zu bezahlen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

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Franziska Schneider Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen der  Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesgerichts-
gesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  erfüllt  sind.  Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Be-
gehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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