# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b807b06-7aaf-5e5a-9183-f0ec1e3b63b6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 26.05.2016 BRGE IV Nr. 0069/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-IV-Nr--0069-201_2016-05-26.pdf

## Full Text

BRGE IV Nr. 0069/2016 vom 26. Mai 2016 in BEZ 2017 Nr. 9 
 

(Bestätigt mit VB.2016.00368 vom 23. November 2016.) 

2. Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid verweigerte die Vorinstanz 
die Übernahme eines am 14. August 2015 am Dach des rekurrentischen 
Gebäudes entstandenen Schadens. Dies mit der Begründung, dass der von 
den Rekurrierenden geltend gemachte Schaden nicht als Elementarschaden 
betrachtet werden könne, da eine unsachgemässe Bauausführung den 
Kausalzusammenhang zwischen dem damaligen (versicherten) Sturmwind und 
dem Schaden unterbrochen habe. Der Schaden wäre nicht entstanden, wenn 
das Dach normgerecht befestigt gewesen wäre (§ 20 Ziff. 3 des Gesetzes über 
die Gebäudeversicherung [GebVG]). 

Dem halten die Rekurrierenden in der Rekursbegründung zusammen-

gefasst entgegen, dass der Sturm zum Schadenszeitpunkt so heftig gewesen 
sei, dass der Schaden auch ohne einen allfälligen Mangel eingetreten wäre. 
(…)   

3.1 Im Gesetzesabschnitt «Versicherte Schäden» erklärt § 19 GebVG 
unter dem Randtitel «Elementarschäden» in Ziffer 1 die Gebäude als gegen 
Schäden versichert, die durch «Sturmwind» entstanden sind. Keine Elementar-
schäden sind nach § 20 GebVG Schäden, die nicht durch plötzliche Einwirkung 
von Naturgewalten entstanden sind, wie Feuchtigkeitseinwirkungen, Boden-
senkungen, Frostschäden (Ziffer 1), Schäden, die verursacht wurden durch 
Stauseen oder sonstige künstliche Wasseranlagen, wie Rückstau aus 
Kanalisationen (Ziffer 2) sowie solche Schäden, die voraussehbar waren und 
deren Entstehung durch zumutbare Massnahmen hätte verhindert werden 
können, wie Schäden zufolge schlechten Baugrundes, unsachgemässer oder 
unsolider Ausführung oder Abdichtung oder mangelhaften Gebäudeunterhalts 
(Ziffer 3).  

Dass das Unwetterereignis vom 14. August 2015 als «Sturmwind» im 
Sinne von § 19 Ziff. 1 GebVG zu qualifizieren ist, ist unbestritten. Strittig ist 
indes das Vorliegen solcher Umstände, welche die Qualifikation der auf dieses 
Unwetterereignis zurückzuführenden Schäden am Gebäude der Re-
kurrierenden als ersatzfähige Elementarschäden ausschliessen würden. Als 
solchen Ausschlussgrund nennt die Vorinstanz eine unfachgemässe oder un-
solide Bauausführung im Sinne von § 20 Ziffer 3 GebVG. Nach der Vorinstanz 
hat dies den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unwetter und 
dem eingetretenen Schaden unterbrochen. Die Rekurrierenden bestreiten indes 
das Vorliegen eines solchen Mangels und halten dafür, dass derart hohe 
Windgeschwindigkeiten geherrscht hätten, sodass der Schaden auch ohne 
einen allfälligen Mangel eingetreten wäre.  

3.2 Nach der allgemeinen Regel von Art. 8 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) hat 
derjenige, der ein Recht behauptet, die Sachumstände zu beweisen, die nach 
dem massgebenden Rechtssatz diese Rechtsfolge erzeugen. In diesem Sinne 
hat im Versicherungsrecht der Versicherungsnehmer den Eintritt des Ver-
sicherungsfalls zu beweisen. Hingegen obliegt der Beweis einer Tatsache, 

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welche die Leistungspflicht ausschliesst oder herabsetzt, dem Versicherer. 
Diese Grundsätze der Beweislastverteilung gelten auch im öffentlichen 
Gebäudeversicherungsrecht (vgl. RB 1983 Nr. 117).  

In Bezug auf den Beweisgrad gilt Folgendes: Grundsätzlich darf eine 
Verwaltungsbehörde bzw. ein Gericht Tatsachen erst als bewiesen annehmen, 
wenn der volle Beweis erbracht ist. Da absolute Gewissheit häufig nicht erlangt 
werden kann, ist dies bereits dann der Fall, wenn die entscheidende Behörde 
vom Vorhandensein der zu beweisenden Tatsache derart überzeugt ist, dass 
das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint. Unter Umständen reicht sogar 
bereits der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Alfred Kölz/-
Isabelle Häner/Martin Bärtschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 3. A., 2013, Rz. 482).  

3.3 Nachdem unbestrittenermassen von einem die Leistungspflicht des 
Versicherers grundsätzlich auslösenden Sturmwind auszugehen ist, obliegt es 
der Vorinstanz den Nachweis dafür zu erbringen, dass ein Mangel am 
beschädigten Dach des rekurrentischen Gebäudes den adäquaten Kausal-
zusammenhang zwischen ebendiesem Sturmwind und dem eingetretenen 
Schaden unterbrochen hat.  

Ob ein zum Schadensausschluss führender Konstruktionsmangel im Sinne 
von § 20 Ziffer 3 GebVG besteht, ist nach den Regeln der Baukunde zu 
beurteilen. Zu beachten sind dabei sowohl gesetzliche Vorschriften als auch die 
gültigen Normen und Richtlinien der Fachorganisationen (z.B. SIA, VSS oder 
SEV), ferner die technischen Verordnungen der zuständigen Amtsstellen (z.B. 
SUVA). Eine Ablehnung des Schadens ist nicht leichthin anzunehmen. Stets ist 
zu prüfen, ob der Mangel den Kausalzusammenhang zwischen Ereignis und 
Schaden tatsächlich unterbrochen hat, oder ob er allenfalls eine Mitursache des 
Schadens darstellt, etwa wenn der Schaden auch ohne den Mangel in gleicher 
Art oder allenfalls in geringerem Ausmass eingetreten wäre. In beiden Fällen ist 
auf den Schaden einzutreten (Dieter Gerspach, in: Kommentar Gebäude-
versicherung, 2009, Rz. 2.98).  

Das von der Vorinstanz in Auftrag gegebene Gutachten kommt hinsichtlich 
der Tragfähigkeit des beschädigten Daches am rekurrentischen Gebäude 
gestützt auf SIA-Norm 160, Ausgabe 1989, Einwirkung auf Tragwerke, sowie 
SIA Norm 164, Holzbau, zum Schluss, dass die Nagelverbindung zwischen den 
Lattenrosten der Dämmebene zu schwach gewählt worden sei. Der gewählte 
Nagel sei für eine Zugkraft von 39 kg festgelegt, was einer Windbelastung von 
70 kg/m2 entspreche. Die Belastung aus Wind für Vordächer an exponierten 
Lagen könne in Extremfällen lokal auf Gebrauchsniveau indes bis zu 180 kg/m2 

betragen. Das Eigengewicht des Daches in der Bruchebene liege bei ca. 
30 kg/m2. Somit verbleibe eine Sogbelastung von 150 kg/m2 auf Gebrauchs-
niveau. Die Einflussfläche des ersten Randnagels betrage zwischen den beiden 
Dämmlattungen (0,65 m Achsmass und 1,57 m Einflusslänge) 1,02 m2. Die auf 
den massgebenden Randnagel wirkende Zugkraft in Schaftrichtung betrage 
deshalb ca. 153 kg (= 150 kg/m2 x 1,02 m2 [Sogbelastung/m2 x Einflussfläche]). 
Damit liege die Belastung gemäss Gutachten eindeutig über dem Mass der 
zulässigen Zugkraft eines glatten Nagels von 39 kg. Reisse der erste Nagel 

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aus, folge eine Überbelastung des Nachbarnagels und es ergebe sich ein 
Dominoeffekt. Um die damalige Norm zu erfüllen, wären daher vier Nägel statt 
nur einer erforderlich gewesen.  

Das Gutachten erweist sich als nachvollziehbar und schlüssig. Daraus 
ergibt sich, dass die Dachkonstruktion nicht den damals geltenden Normen der 
SIA und somit nicht den anerkannten Regeln der Baukunde entsprach. (…) 

Damit ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass dem Dach des re-
kurrentischen Gebäudes ein Konstruktionsmangel im Sinne von § 20 Ziffer 3 
GebVG anhaftete. Der Mangel erweist sich dabei als erheblich. Die 
Konstruktion vermochte hinsichtlich (Zug-)Festigkeit nicht im Geringsten den 
genannten Anforderungen zu genügen. Dies allein rechtfertigt die Ablehnung 
der Schadensvergütung noch nicht. Es stellt sich die Frage, ob der Mangel den 
Kausalzusammenhang zwischen Sturmwind und Schaden tatsächlich unter-
brochen hat oder ob er lediglich eine Mitursache darstellt. Letzteres träfe zu, 
wenn der Schaden auch ohne den festgestellten Mangel eingetreten wäre, weil 
anlässlich des Unwetterereignisses Windgeschwindigkeiten herrschten, denen 
auch ein mangelfreies Dach nicht hätte standhalten müssen. Hierzu was folgt. 

3.4 Die Rekurrierenden gehen gestützt auf das erwähnte Gutachten davon 
aus, dass ein Dach einem Druck bzw. Sog von 150 kg/m2 zu widerstehen hat. 
Einig sind sich die Parteien darin, dass dies einer Windgeschwindigkeit von 
180 km/h entspricht. (…) 

Mithin hätten Böen mit Spitzenwerten von über 180 km/h auftreten 
müssen, damit der Schaden auch bei einem mangelfreien Dach eingetreten 
wäre.  

Den Rekurrierenden obliegt es damit, den Nachweis dafür zu erbringen, 
dass eine Böe mit solchen Spitzenwerten unmittelbar am Dach des re-
kurrentischen Gebäudes herrschten.  

3.5 Dagegen spricht zunächst, dass sich das beschädigte Gebäude der 
Rekurrierenden nicht an einem speziell windexponierten Standort befindet und 
die behaupteten Böengeschwindigkeiten selten vorkommen. Von den Mess-
stationen der MeteoSchweiz in Schaffhausen und Kloten wurden im vorliegend 
fraglichen Zeitraum nicht annähernd solche Werte aufgezeichnet. Festgestellt 
wurden lediglich Böenspitzen von maximal rund 80 km/h. Aufgrund der Distanz 
dieser Stationen zum Ereignisort kann zwar nur begrenzt darauf abgestellt 
werden. Dass die beim rekurrentischen Gebäude aufgetretene Böe rund 
100 km/h stärker gewesen sein soll, ist indes wenig wahrscheinlich. Doch 
ebendieser Auffassung sind die Rekurrierenden und halten dafür, dass die 
fragliche Böe, welche zum Schaden an ihrem Dach geführt haben soll, nur 
deshalb nicht erfasst werden konnte, weil sie – als Fallwind im Zuge eines sog. 
«Downbursts» bzw. «Microdownbursts» – plötzlich und sehr lokal aufgetreten 
sei. Es mag durchaus zutreffen, dass solche Fallwinde lokal sehr begrenzt 
Wirkung entfalten können und von Messstationen deshalb oft nicht registriert 
werden. Dass ein Fallwind – in der Form eines «Microdownbursts» – vorliegend 
mit über 180 km/h punktgenau an einer Ecke des rekurrentischen Dachs 

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angesetzt haben soll, erscheint hingegen konstruiert. Denn trotz der lokalen 
Wirkung solcher Böen wären Druckschäden in nächster Nähe des Daches –
 etwa an dem neben der fraglichen Gebäudeecke befindlichen Baum – zu 
erwarten gewesen. Solche sind indes nicht aktenkundig. Mithin bildet entgegen 
der Ansicht der Rekurrierenden auch der Umstand, dass das gegen Norden hin 
ausgerichtete, zweite Pultdach des rekurrentischen Gebäudes den Sturm 
unbeschadet überstanden hat, kein Indiz für das Auftreten eines solchen 
Wetterphänomens.  

Als Hinweise für die behaupteten Windgeschwindigkeiten ziehen die 
Rekurrierenden sodann die in der Umgebung der Ereignisörtlichkeit 
festgestellten Flur- und Sachschäden hinzu und stellen mithin auf das 
Kollektivschadensbild ab. Die hierfür von ihnen ins Recht gelegten Fotografien 
zeigen in Bezug auf Sachschäden folgendes Bild: ein von einem Dach 
herunterhängendes Blech, das nach den Rekurrierenden ein Vordach gewesen 

sein soll; zwei teilweise abgedeckte Ziegeldächer; zwei eingedrückte 
Aluminiumtore sowie ein vor einer Scheune am Boden liegendes Tor aus Holz. 
Dieses Schadensbild deute auf die geltend gemachten Windgeschwindigkeiten 
hin. Dabei verweisen die Rekurrierenden auf die Masseinheit nach Beaufort 
sowie auf die sog. TORRO-Skala (s. hierzu die Homepage der «The TORnado 
and storm Research Organisation» [=TORRO] unter www.torro.org.uk, auf 
welche Skala sowohl die Vorinstanz als auch die Präventionsstiftung der 
Kantonalen Gebäudeversicherungen in ihrem Bericht über die «Sicherheit von 
Dächern und Fassaden bezüglich schadensverursachendem Wind» abstellen; 
für den gesamten Bericht s. www.praeventionsstiftung.ch). Entgegen der 
Auffassung der Rekurrierenden weisen die genannten Schäden gestützt hierauf 
indes nicht einmal auf Böenspitzen von 151 km/h hin. Grössere Schäden an 
Ziegel- oder ungesicherten Flachdächern, mittelschwere Schäden an 
Leichtbauten oder einzelne Schäden an strukturellen Elementen von Massiv-
bauten, welche nach der Kategorie «T3» nach TORRO auf Böenspitzen von 
151 bis 184 km/h hinweisen, sind nicht aktenkundig. Die zu den Akten 
gereichten Fotografien der Rekurrierenden zeigen zwei beschädigte Dächer, 
die indes lediglich teilweise – und nicht flächig – abgedeckt wurden. Dass es 
sich hierbei um einen «grösseren Schaden» handeln soll, ist entgegen den 
Vorbringen der Rekurrierenden zu verneinen. Leichtbauten – wie Barracken 
oder dergleichen – sind, soweit ersichtlich, intakt geblieben. Grössere Schäden 
an Ziegel- oder Flachdächern oder mittelschwere Schäden an Leichtbauten 
sind nicht aktenkundig, ebenso wenig wie – vom rekurrentischen Dach 
abgesehen – Schäden an strukturellen Elementen von Massivbauten. Hinzu 
kommt, dass das Schadensbild bei Böenspitzen nach der besagten Kategorie 
«T3» im Allgemeinen auch beinhaltet, dass zahlreiche Fahrzeuge und 
Anhänger umgeworfen und fahrende Autos von der Strasse gedrückt würden. 

Solches ist weder aktenkundig und wird von den Rekurrierenden denn auch 
nicht behauptet. Aus dem Umstand, dass in der Nachbarschaft Blechdecken-
paneele von einem Gebäude abgerissen wurden, vermögen die Rekurrierenden 
nichts zugunsten ihres Standpunktes abzuleiten. Solche Paneele haben nicht 
denselben statischen Anforderungen zu entsprechen wie die vorliegend 
fragliche Dachkonstruktion. Ebenso wenig zeugen ein zerstörtes Festzelt oder 
das vom Laufstall abgerissene und filigran anmutende Vordach von den 
nachzuweisenden Böenspitzen.  

http://www.torro.org.uk/
http://www.praeventionsstiftung.ch/

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In Bezug auf Flurschäden, aufgrund welcher nach den Rekurrierenden 
ebenfalls auf die behaupteten Böenspitzen zu schliessen sei, sind auf den 
besagten Aufnahmen vor allem einzelne umgeknickte und entwurzelte Bäume 
oder Baumgruppen abgebildet. Hierzu ist festzuhalten, dass selbst nach 
TORRO einzelne starke Äste bereits bei Böenspitzen von 118 bis 151 km/h 
abgebrochen oder geknickt sowie kleine Bäume entwurzelt werden. Angesichts 
des jeweils doch eher flachen Wurzelwerks der auf den Aufnahmen 
ersichtlichen entwurzelten Bäume, verbleiben nicht unerhebliche Zweifel daran, 
dass es sich hierbei nicht um solche Bäume handeln könnte, die auch bei 
Böenspitzen von unter 151 km/h – und umso mehr von unter 181 km/h – 
entwurzelt worden wären. Zudem ist auf den Fotos der zwei Waldabschnitte, in 
welchen etliche Bäume in erhebliche Weise beschädigt worden sein sollen, 
vorwiegend geschlagenes bzw. geschnittenes Holz ersichtlich, was nur vage 
Rückschlüsse auf den durch den Sturm tatsächlich verursachten Schaden 
zulässt. Die Fotografien vermögen nicht zu belegen, dass durch das fragliche 

Ereignis «ganze Waldabschnitte» entwurzelt oder «ganze Waldschneisen 
geschlagen» worden sind. Mit ihrem Hinweis auf den Sturm, der im Jahre 1982 
in A. herrschte und bei welchem das Phänomen eines «Downbursts» 
aufgetreten sei, vermögen die Rekurrierenden nichts zugunsten ihres Stand-
punktes abzuleiten; im Gegenteil. Das damalige Schadensbild zeigt im 
Unterschied zum vorliegenden, dass damals tatsächlich gesamte Waldab-
schnitte zerstört wurden, sodass einiges dafür spricht, dass damals weit höhere 
Böenspitzen zu verzeichnen waren.  

3.6 Unter diesen Umständen ist nicht unwahrscheinlich, dass nur Böen mit 
Geschwindigkeiten von weniger als 151 km/h auftraten, und keine solchen mit 
Spitzengeschwindigkeiten von über 180 km/h. Den rechtsgenügenden 
Nachweis für das Auftreten der behaupteten Böenspitzen vermögen die 
Rekurrierenden damit nicht zu erbringen.  

Ein normgemäss konstruiertes Dach hätte den im fraglichen Zeitpunkt 
aufgetretenen Windgeschwindigkeiten standhalten müssen. Der Mangel erweist 
sich als derart erheblich, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem 
unbestrittenermassen im Ereigniszeitpunkt herrschenden «Sturmwind» und 
dem eingetretenen Schaden mit der Vorinstanz als tatsächlich unterbrochen zu 
betrachten ist. Schadensursache ist somit nicht das Elementarereignis 
«Sturmwind» (§ 19 Ziff. 1 GebVG), sondern die nicht fachgemässe Bauaus-
führung des Daches. Damit ist der Ausschlussgrund im Sinne von § 20 Ziff. 3 
GebVG gegeben und es liegt folglich kein versicherter Elementarschaden vor. 

4. Die Rekurrierenden bringen vor, der Schaden sei für sie im Sinne von 
§ 20 Ziffer 3 GebVG nicht voraussehbar gewesen. Indem sie sich vor dem 

Erwerb der Liegenschaft über den Zustand des Gebäudes hätten beraten 
lassen, hätten sie alles Zumutbare an Gebäudeunterhalt für die Verhütung von 
Schäden getan. Einen einschlägigen Haftungsausschluss im Kaufvertrag 
zugunsten des Verkäufers hätten sie erst dann akzeptiert, nachdem sie 
Kenntnis davon erhalten hätten, dass keine Sanierungsmassnahmen nötig 
gewesen seien. 

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Gemäss § 20 Ziff. 3 GebVG ist die Versicherungsdeckung ausgeschlossen 
bei Schäden, die voraussehbar waren und deren Entstehung durch zumutbare 
Massnahmen hätte verhindert werden können. Gemäss der Rechtsprechung 
des Verwaltungsgerichts sind Voraussehbarkeit und Vermeidbarkeit kumulative, 
miteinander verbundene Voraussetzungen des Deckungsausschlusses. § 20 
Ziff. 3 GebVG sieht demnach eine Vergütung vor, «wenn der Eigentümer bzw. 
Bauunternehmer im Hinblick auf ein Elementarereignis, mit dem zu rechnen 
war, die Vorsichtsmassregeln getroffen hat, die von einem sorgfältigen 
Eigentümer und Unternehmer zu erwarten und ihm zuzumuten sind» (BGE 100 
Ia 32, E. 3c). Voraussehbarkeit meint Voraussehbarkeit des schadenstiftenden 
Ereignisses und gegebenenfalls seines Ausmasses wie auch Voraussehbarkeit 
des eingetretenen Schadens als Folge dieses Ereignisses (VB.2003.00434, E. 
4.2.1 = RB 2004 Nr. 56, mit weiteren Hinweisen). 

Die Argumentation der Rekurrierenden geht somit fehl. Sie verkennen, 

dass für einen Ausschluss von Elementarschäden kein den Versicherten 
treffendes Verschulden vorausgesetzt wird. Für die Beurteilung der 
Voraussehbarkeit und Vermeidbarkeit des eingetretenen Schadens ist allein ein 
objektiver Massstab anzuwenden. Der Eintritt des vorliegend zu beurteilenden 
Schadens war vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des Mangels, welcher 
dem Gebäude anhaftete, objektiv voraussehbar und vermeidbar. Es ist einem 
Bauherrn bzw. Eigentümer fraglos zuzumuten, eine Baute nach den 
anerkannten Regeln der Baukunde zu erstellen bzw. nach Massgabe dieser 
Regeln zu unterhalten. Dass der Schaden den Rekurrierenden als nachmalige 
Erwerber der Liegenschaft entstanden ist, ändert daran so wenig wie der 
Umstand, dass sich die Rekurrierenden im Vorfeld des Erwerbs fachmännisch 
haben beraten lassen. Solche Vorkehrungen sind zwar durchaus als vom 
Versicherungsnehmer zu ergreifenden Massnahmen zur Verhütung von 
Schäden zu betrachten und den Rekurrierenden ist insoweit denn auch nichts 
vorzuwerfen. Trotzdem hat nicht der Versicherer für den Fall einzustehen, wenn 
ein Mangel – trotz Beizug einer Fachperson – dennoch unentdeckt bleibt. Es 
kann nicht Sinn der Elementarschadenversicherung sein, für Schäden auf-
kommen zu müssen, die darauf zurückzuführen sind, dass ein Gebäude nicht 
den Regeln der Baukunde entspricht. 

5. Dies führt zur Abweisung des Rekurses.