# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77feb2c8-b0b9-58b5-b491-ca85520565ee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.09.2025 D-7782/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7782-2024_2025-09-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7782/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

Mit Zustimmung von Richterin Deborah D'Aveni,  

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Hayriye Kamile Öncel Yigit,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 8. November 2024 / N (…). 

 

 

 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am (…). November 

2022 legal über den Luftweg (vgl. SEM act. 10/5 A5.02 ff.; SEM act. 20/14 

A27) aus der Türkei aus- und am 9. November 2022 illegal (vgl. SEM 

act. 1/2 und 2/1) in die Schweiz einreiste, wo er am 9. November 2022 um 

Asyl nachsuchte, 

dass am 17. November 2022 die summarische Befragung zu seinen Asyl-

gründen stattfand (vgl. SEM act. 10/5), und der Beschwerdeführer am 

18. November 2022 dem Kanton B._______ zugewiesen wurde (vgl. SEM 

act. 12/2),  

dass er am 19. Januar 2024 gemäss Art. 29 AsylG (SR 142.31) angehört 

(vgl. SEM act. 20/14) und mit Verfügung vom 22. Januar 2024 dem erwei-

terten Verfahren gemäss Art. 26d AsylG zugeteilt wurde, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen ausführte, 

er sei türkischer Staatsbürger kurdischer Ethnie und habe bis 10 Tage vor 

seiner Ausreise am 4. November 2022 – mit Unterbruch von einem Jahr in 

C._______ – in D._______ (Provinz Şırnak) bei seiner Mutter gewohnt, 

wobei er sich die letzten 10 Tage in Istanbul bei seiner Tante aufgehalten 

habe,  

dass er in der Türkei die Berufsschule für (…) abgeschlossen und bis im 

Oktober 2022 als (…) im Geschäft seines Bruders gearbeitet habe,  

dass sich sein Vater seit dem Jahre 2014 wegen vermeintlicher Unterstüt-

zung einer terroristischen Organisation in Haft befinde und zu einer lang-

jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden sei,  

dass er selber während der Ausgangssperre in D._______ von 2015, als 

er erst 13 Jahre alt gewesen sei, sich in einem Keller habe verstecken 

müssen und gesehen habe, wie Freunde und Nachbarn umgebracht wor-

den seien,  

dass seine Mutter, die bei humanitären Einsätzen geholfen habe, durch die 

Veröffentlichung von Fotos in den sozialen Medien zur Zielscheibe von 

Hausdurchsuchungen geworden sei, 

dass er selbst kein offizielles Mitglied der Partei «Halkların Demokratik Par-

tisi» (HDP) – neu «Halkların Eşitlik ve Demokrasi Partisi» (DEM-Partei) – 

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sei, aber Broschüren verteilt, Newroz- und Wahlmeetings mitorganisiert 

und Menschen angespornt habe, der Partei beizutreten, was dazu geführt 

habe, dass er zwischen 2017 und 2018 zweimal bei Verkehrskontrollen von 

Polizisten verprügelt und als Terrorist beschimpft worden sei, wobei er und 

sein Cousin E._______ (N…) bei einer dieser Kontrollen schwer misshan-

delt worden seien,  

dass die Sicherheitskräfte zudem sein Telefon durchsucht und dabei Bilder 

von Selahattin Demirtaş gefunden hätten, 

dass er nach dem Jahre 2018 nicht mehr verprügelt oder festgehalten, je-

doch von Seiten der Polizei Druck auf ihn ausgeübt worden sei, indem sie 

ihn festgehalten und seine Identität überprüft und ihn und seine Familie als 

Terroristen beschimpft und mit Sprüchen provozierten hätten, dass sie alle 

so wie sein Vater enden würden, 

dass das ausschlaggebende Ereignis für seine Ausreise aus der Türkei die 

Festnahme von gemeinsamen Freunden von ihm und seinem Bruder auf-

grund von Posts in den sozialen Medien gewesen sei und auch die Gefahr 

bestanden habe, dass gegen seinen Bruder ebenfalls ein Strafverfahren 

eingeleitet werden könnte, 

dass er nach der gemeinsamen Ausreise zusammen mit seinem Bruder 

F._______ (N…) über ihren gemeinsamen türkischen Anwalt informiert 

worden seien, dass gegen seinen Bruder tatsächlich ein Strafverfahren 

eingeleitet worden sei,  

dass er auf seinem öffentlichen Twitter-Profil seit Längerem aktiv gewesen 

sei und selber Beiträge verfasst und andere Beiträge geteilt habe, unter 

anderem Posts über Rojava in Syrien oder von Menschen, welche auf-

grund ihrer kurdischen Sprache und Musik getötet worden seien, 

dass nach seiner Ausreise die Polizei bei seiner Mutter vorbeigekommen 

sei, nach seinem Bruder und ihm selber gefragt und das Haus durchsucht 

und durcheinandergebracht habe, 

dass er aufgrund des Erlebten an psychischen Problemen leide,  

dass das SEM mit Verfügung vom 8. November 2024 feststellte, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch 

ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der 

Wegweisung anordnete (vgl. SEM act. 29/12), 

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Dezember 2024 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

beantragt, der angefochtene Asylentscheid sei aufzuheben, er sei als 

Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren,  

dass eventualiter festzustellen sei, dass der Vollzug seiner Wegweisung 

nicht zulässig beziehungsweise nicht zumutbar sei, und die Vorinstanz an-

zuweisen sei, seine vorläufige Aufnahme zu verfügen,  

dass subeventualiter die Beschwerdesache an die Vorinstanz zur Neube-

urteilung zurückzuweisen sei,  

dass er in prozessualer Hinsicht um Anweisung der Vorinstanz zur umfas-

senden Einsicht in den «Analysenbericht», um Erteilung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde und um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung sowie um Bestellung des unterzeichnenden Rechtsvertreters 

als amtlichen Rechtsbeistand ersuchte,  

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 20. Dezember 

2024 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung abwies und dem Beschwerdeführer Frist zur Be-

zahlung eines Kostenvorschusses bis zum 6. Januar 2025 ansetzte,  

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 30. Dezember 2024 

leistete,  

dass das SEM die Asylgesuche des Cousins E._______ und des Bruders 

F._______ mit Verfügungen vom 3. Januar 2024 beziehungsweise vom 

26. März 2025 ebenfalls ablehnte, deren Wegweisung aus der Schweiz so-

wie den Vollzug anordnete,  

dass die Verfügung betreffend den Cousin mit Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts D-786/2024 vom 27. Juni 2024 bestätigt wurde und jene be-

treffend den Bruder unangefochten in Rechtskraft erwuchs, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

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Seite 5 

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, soweit darauf einzutreten ist, weshalb über diese im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin oder eines zweiten Richters, mit summarischer Begründung und 

praxisgemäss auch ohne Durchführung eines Schriftenwechsels, zu ent-

scheiden ist (vgl. Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zu-

kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen Besch-

werde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat, weshalb auf das Be-

gehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist,  

dass in Bezug auf das Begehren um Anweisung an die Vorinstanz, dem 

Beschwerdeführer umfassende Einsicht in den «Analysenbericht» zu ge-

währen, festzuhalten ist, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer ge-

mäss der Dispositivziffer 6 der angefochtenen Verfügung vom 8. Novem-

ber 2024 die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushän-

digte, die vorinstanzlichen Akten keinen «Analysenbericht» enthalten und 

auch in der Beschwerdebegründung keine Angaben zu einem solchen Be-

richt zu finden sind, 

dass daher auch auf dieses prozessuale Begehren nicht einzutreten ist,  

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), und dies der Fall ist, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält, und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie 

in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 

sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 

oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 

AsylG), 

dass das SEM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen fest-

stellte, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien asylrechtlich nicht von 

Relevanz,  

dass das vom Beschwerdeführer geltend gemachte Ermittlungsverfahren 

gegen seinen Bruder, von welchem er und sein Bruder erst nach ihrer ge-

meinsamen Ausreise erfahren hätten, für sich alleine noch nicht ein allfälli-

ges Interesse an seiner Person zu begründen vermöge, zumal er auch im 

Zusammenhang mit seinem Bruder in der Türkei keine Nachteile erlebt 

habe und das Land auf legalem Wege habe verlassen können, 

dass lediglich die Anhandnahme eines allfälligen Ermittlungsverfahrens ge-

gen seinen Bruder noch nicht für ein ausgeprägtes oppositionelles Profil 

seines Bruders im Sinne der Rechtsprechung spreche,  

dass auch das blosse Nachfragen der Polizei beim Beschwerdeführer vor 

seiner Ausreise betreffend seinen Cousin noch keinen asylbeachtlichen 

beziehungsweise massgeblichen intensiven Nachteil darstelle, 

dass auch anhand der Vorbringen des Beschwerdeführers, es seien nach 

seiner Ausreise bei ihm zuhause zwei oder drei Razzien durchgeführt wor-

den, keine Anhaltspunkte ersichtlich seien, dass die Behörden im Zusam-

menhang mit der Ausreise seines Bruders ein Interesse am Beschwerde-

führer haben könnten, welches über ein allfälliges Befragungsinteresse 

hinausgehe, 

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dass die Angaben des Beschwerdeführers zu den Razzien sehr oberfläch-

lich ausgefallen und Details zum Ablauf dieser ausgeblieben seien, wes-

halb ein Vorbehalt bezüglich der Glaubhaftigkeit angebracht werden 

müsse,  

dass das eigene politische Profil des Beschwerdeführers als niederschwel-

lig zu bezeichnen sei, ohne exponierte Stellung innerhalb der Partei, was 

durch den Umstand unterstrichen werde, dass der Beschwerdeführer laut 

eigenen Angaben seit dem Jahre 2018 von den Behörden nicht mehr fest-

gehalten worden sei,  

dass auch anhand der Angaben des Beschwerdeführers betreffend seinen 

in Haft befindenden Vaters nicht davon auszugehen sei, dass dieser eine 

besondere Stellung innerhalb der Partei gehabt habe, und der Beschwer-

deführer wegen ihm vor seiner Ausreise asylrelevante Probleme gehabt 

habe,  

dass darum weder das persönliche Profil des Beschwerdeführers noch 

seine familiäre Herkunft als Risikofaktoren für eine drohende Verfolgung zu 

erachten seien, und die Furcht vor Reflexverfolgung aufgrund seines Bru-

ders oder anderen Familienangehörigen als objektiv nicht begründet ein-

zustufen sei,  

dass seine Social Media-Posts weder belegt seien, noch klar sei, ob er 

bereits vor seiner Ausreise aktiv auf den sozialen Medien gewesen und 

diesbezüglich je in den Fokus der Behörden gelangt sei, weshalb seine 

Vorbringen einer künftigen Verfahrenseröffnung rein spekulativ seien,  

dass sodann allgemein bekannt sei, dass Angehörige der kurdischen Be-

völkerung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen verschiedenster 

Art ausgesetzt seien, wobei diese keine ernsthaften Nachteile im Sinne des 

Asylgesetzes darstellten,  

dass für den Beschwerdeführer eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative 

bestehe,  

dass es sich bei ihm um einen jungen gesunden Mann mit ausreichender 

Ausbildung und Berufserfahrung handle, der seine Berufserfahrung auch 

an anderen Orten in der Türkei nutzen könne, weil in seinem familiären 

Netz auch ein Anknüpfungspunkt ausserhalb seiner Heimatprovinz be-

stehe,  

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dass insgesamt von einem familiären Umfeld auszugehen sei, das den Be-

schwerdeführer bei Bedarf in der Heimat unterstützen könnte,  

dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist, und in Bezug auf die 

fehlende flüchtlingsrechtliche Relevanz der vom Beschwerdeführer ge-

schilderten Fluchtgründe auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 

verwiesen werden kann (vgl. angefochtene Verfügung Ziff. II),  

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde seine Fluchtgründe le-

diglich wiederholt und der Argumentation des SEM nichts Substantielles 

entgegenzuhalten vermag, 

dass die Vorinstanz zu Recht ausführt, dass mangels offizieller Mitglied-

schaft bei der Partei HDP beziehungsweise DEM und mangels exponierter 

Stellung innerhalb der gleichen Partei von einem niederschwelligen politi-

schen Profil des Beschwerdeführers auszugehen ist, 

dass der Umstand, dass sein Vater sich angeblich seit dem Jahre 2014 in 

Haft befindet, nichts daran ändert, zumal der Beschwerdeführer gemäss 

den Akten nach dem Jahre 2018 in der Türkei von der Polizei nicht mehr 

weiter behelligt, gesucht oder mitgenommen wurde, was auch gegen ein 

weiterführendes Verfolgungsinteresse der türkischen Behörden an ihm 

spricht (vgl. SEM act. 20/14 F/A37), 

dass auch die Tatsache, dass gegen den Beschwerdeführer in der Türkei 

sowohl im Zeitpunkt der Ausreise als auch bis heute kein Ermittlungsver-

fahren eingeleitet wurde, diese Einschätzung unterstreicht, 

dass das gegen den Bruder des Beschwerdeführers geltend gemachte Er-

mittlungsverfahren – von welchem sowohl der Beschwerdeführer als auch 

der Bruder des Beschwerdeführers eigenen Angaben zufolge erst nach ih-

rer gemeinsamen Ausreise erfahren haben – alleine noch nicht für ein über 

eine allfällige Befragung hinausgehendes Interesse an der Person des Be-

schwerdeführers spricht,  

dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass aus dem niederschwel-

ligen politischen Profil des Beschwerdeführers selber und dem politischen 

Engagement des Bruders und seiner weiteren Familienangehörigen nicht 

auf eine flüchtlingsrechtlich beachtliche (Reflex-)Verfolgungsgefahr ge-

schlossen werden könne,  

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dass auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Polizeirazzien 

bei seiner Mutter nach seiner Ausreise diese Einschätzung nicht umzustos-

sen vermögen, 

dass es dem Beschwerdeführer mangels Substantiierung zudem nicht ge-

lungen ist, glaubhaft darzulegen, vor oder nach seiner Ausreise aus der 

Türkei in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise auf den sozialen Medien ak-

tiv gewesen zu sein, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG),  

dass der Beschwerdeführer weder im Besitz einer kantonalen Aufenthalts-

bewilligung ist noch Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. BVGE 

2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegwei-

sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach 

vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]; vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),  

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

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der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

und der Vollzug der Wegweisung sich demnach als zulässig erweist, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass der Wegweisungsvollzug in die Provinz Şırnak gemäss Referenzurteil 

D-4103/2024 vom 8. November 2024, E. 13.4, generell zumutbar ist, 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers bei einer Rückkehr 

dorthin schliessen lassen (vgl. Referenzurteil D-4103/2024 vom 8. Novem-

ber 2024, E. 13.4), 

dass die Türkei über ein modernes Gesundheitssystem verfügt und die 

Versorgung weitgehend westeuropäischen Standards entspricht, weshalb 

auch die Behandlung von psychischen Problemen – wie sie der Beschwer-

deführer geltend macht – in der Türkei möglich ist (vgl. Referenzurteil 

E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 E. 7.3.5.3),  

dass namentlich kein Grund zur Annahme besteht, der Beschwerdeführer 

– der gemäss Aktenlage im Heimatstaat über ein tragfähiges familiäres Be-

ziehungsnetz verfügt, eine Ausbildung abgeschlossen hat und über ausrei-

chend Berufserfahrung verfügt – könnte nach der Rückkehr in den Heimat-

staat in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass es dem Beschwerdeführer aufgrund des Gesagten auch zuzumuten 

ist, sich einer allenfalls subjektiv als bedrohlich empfundenen Situation 

durch den Wegzug in einen anderen Landesteil zu entziehen, zumal bei-

spielsweise gemäss den Angaben des Beschwerdeführers seine Tante in 

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Istanbul lebt und er sich kurz vor seiner Ausreise mehrere Tage bei ihr auf-

gehalten hat,  

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend somit auch zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich auch möglich ist, da keine 

Vollzugshindernisse bestehen (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem 

Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-

zuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit aus-

ser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AIG [SR 142.20]),  

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde und ihr Antrag auf 

Rückweisung und Neubeurteilung an die Vorinstanz abzuweisen sind,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von insgesamt 

Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) und der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Beglei-

chung dieser Kosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

 

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