# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c38ba729-4b1c-5fb6-9070-a5727f37b19f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.01.2018 UV 2016/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-6_2018-01-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.01.2018

Entscheiddatum: 09.01.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 09.01.2018
Art. 6 UVG: Dahinfallen der Unfallkausalität bezüglich HWS- und 
Kopfschmerzen per Leistungseinstellungsdatum mangels einer 
objektivierbaren strukturellen HWS-Verletzung sowie mangels überwiegend 
wahrscheinlicher Langzeitbeschwerden nach Schleudertrauma oder einer 
schleudertraumaähnlichen Verletzung bejaht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2018, UV 
2016/6).

Entscheid vom 9. Januar 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und a.o. Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle 

Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen           

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2016/6           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Heilbehandlung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit 1. August 2012 als Automobil-Mechatroniker-Lehrling bei der B.___ 

AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er laut Unfallmeldung der Arbeitgeberin 

vom 4. September 2014 am 30. August 2014 einen Autounfall erlitt. Er war als Beifahrer 

im Auto seiner Schwester unterwegs. Als diese beim Linksabbiegen warten musste, 

vermochte der nachfolgende Automobilist nicht rechtzeitig zu bremsen und es kam zu 

einer Auffahrkollision (Suva-act. 1, vgl. auch Suva-act. 11). Laut eigenen Angaben war 

der Versicherte auf die Kollision nicht gefasst und prallte mit dem Kopf an die 

Kopfstütze. Er war im Zeitpunkt des Aufpralls angegurtet und sass aufrecht. Da er 

umgehend Schmerzen im Nackenbereich sowie Kopfschmerzen verspürte, wurde er 

noch am Unfalltag im Spital C.___ vorstellig, wo er insbesondere röntgenologisch 

sowie neurologisch untersucht wurde (act. G 1.3). Die dort behandelnde Ärztin D.___, 

Assistenzärztin Orthopädie, hielt im Untersuchungsbericht vom 30. August 2014 als 

Röntgenergebnis keinen Hinweis auf frische knöcherne Verletzungen, jedoch eine 

leichte Streckfehlhaltung fest, vermerkte weiter einen GCS-Wert von 15 bei einem 

allseits orientierten Patienten in gutem Allgemeinzustand, einen Druckschmerz über 

dem Dornfortsatz C4/5 sowie eine vollumfängliche und seitengleiche passive und 

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aktive Beweglichkeit der HWS und diagnostizierte eine HWS-Distorsion II° (act. G 1.3). 

Ebenfalls am 30. August 2014 füllte D.___ zuhanden der Suva den 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma aus, worin sie sofortige Kopf- und Nackenschmerzen nach 

dem Unfall bejahte, weitere Beschwerden verneinte, eine schmerzhaft verminderte 

Beweglichkeit der HWS bei Extension (Kinn-Sternum-Abstand) bestätigte, dem 

Versicherten bis 31. August 2014 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte und ihre 

Diagnose wiederholte (Suva-act. 15). Am 1. September 2014 konsultierte der 

Versicherte seinen Hausarzt Dr. med. E.___, Innere Medizin FMH, C.___, der im 

Arztzeugnis UVG ebenfalls eine HWS-Distorsion diagnostizierte, die 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 3. September 2014 verlängerte und Analgetika sowie eine 

Physiotherapie bei F.___ verordnete (Suva-act. 7, 14, 19 f.). Die Suva sicherte dem 

Versicherten die Übernahme der Heilbehandlungskosten zu, verneinte aber einen 

Taggeldanspruch, da die Arbeitsunfähigkeit weniger als drei Tage gedauert habe 

(Suva-act. 2 ff.).

A.b  Anlässlich einer Konsultation des Versicherten bei Dr. E.___ vom 15. September 

2014 attestierte ihm dieser ab demselben Tag wegen anhaltender Nacken- und 

Kopfschmerzen erneut eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis 21. September 2014, was 

die Arbeitgeberin der Suva mit Schadenmeldung UVG vom 22. September 2014 

anzeigte. Am 22. September 2014 nahm der Versicherte seine Arbeit wieder zu 100% 

auf (Suva-act. 10, 13 f., 19 f.). Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und 

Taggeldleistungen (Suva-act. 16 f.).

A.c  Am 1. Oktober und 4. November 2014 sowie am 6. Februar 2015 stellte Dr. E.___ 

dem Versicherten unter Angabe der Diagnose "Schleudertrauma" weitere 

Verordnungen für physiotherapeutische Behandlungen bei F.___ aus (Suva-act. 21 f., 

29).

A.d  Im Auftrag der Suva folgte am 24. Februar 2015 eine neurologische Untersuchung 

des Versicherten durch Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Neurologie, Psychiatrie und 

Psychotherapie (Suva-act. 27, 36), und am 2. März 2015 eine MRI-Untersuchung C0-

Th2 durch Dr. med. H.___ in der Radiologie I.___, Diagnosezentrum J.___ (Suva-act. 35, 

37). Weiter wurde er zum ambulanten Assessment in der Rehaklinik Bellikon 

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angemeldet, welches am 26. März 2015 durchgeführt wurde (Suva-act. 26, 34, 42). Am 

16. März 2015 hatte Dr. E.___ dem Versicherten eine Physiotherapieverordnung für eine 

Langzeitbehandlung bei F.___ ausgestellt (Suva-act. 40). Ab April 2015 befand er sich 

dann hauptsächlich bei K.___, Dipl. Sportphysiotherapeut, in Behandlung (vgl. Suva-

act. 46, 51 f.), den die Suva am 12. Juni 2015 um Einreichung eines 

Physiotherapeuten-Berichts ersuchte (Suva-act. 49). K.___ lieferte diesen am 23. Juni 

2015 (Suva-act. 51). Behandlungen durch F.___ fanden zuweilen immer noch statt (vgl. 

Suva-act. 52, 64-1).

A.e  Nachdem die Suva den Schadenfall am 28. Juli 2015 ihrer Kreisärztin med. pract. 

L.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, zur Beurteilung vorgelegt (Suva-act. 53) und Dr. 

E.___ um Einreichung eines ärztlichen Zwischenberichts über den Heilverlauf ersucht 

hatte (Suva-act. 54 ff.), verfügte sie am 18. September 2015, dass sie die 

Versicherungsleistungen per 21. September 2015 einstellen werde. Aufgrund ihrer 

Abklärungen seien die heute noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend 

nachweisbar und sei die Adäquanz zwischen den Beschwerden und dem Unfallereignis 

vom 30. August 2014 zu verneinen (Suva-act. 57).

A.f  Mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 wandte Dr. E.___ ein, dass der Schadenfall 

noch nicht abgeschlossen werden dürfe. Der Versicherte habe noch immer Nacken- 

und Kopfschmerzen, welche nach der 1 x wöchentlich durchgeführten Physiotherapie 

deutlich bessern würden (Suva-act. 63).

B.  

Am 5. Oktober 2015 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 18. September 

2015 Einsprache (Suva-act. 64) und reichte ausserdem einen Zwischenbericht von 

K.___ vom 27. September 2015 (Suva-act. 65) sowie einen undatierten 

Behandlungsbericht von F.___ (Suva-act. 67) ein (Suva-act. 64). Mit Entscheid vom 6. 

Januar 2016 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 71).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 6. Januar 2016 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law K. 

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Herzog, St. Gallen, am 8. Februar 2016 Beschwerde mit den Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 6. Januar 2016 und die Verfügung vom 18. September 2015 

seien aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Heilbehandlungen, 

zu erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 

Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 6. Januar 

2016 (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 22. April 2016 hielt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers an 

ihren Beschwerdeanträgen fest und ergänzte diese wie folgt: Eventualiter sei die 

Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen (act. G 5).

C.d Mit Duplik vom 13. Mai 2016 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihr 

Rechtsbegehren auf Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

C.e Mit Schreiben vom 1. Juni 2016 reichte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers eine Honorarnote über insgesamt Fr. 4'703.40 ein (act. G 9 und 

9.1).

C.f  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

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sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, 

nachdem ein Ereignis vom 30. August 2014 strittig ist, die bis 31. Dezember 2016 

gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 6. Januar 2016 (Suva-act. 71). Diesem liegt die Verfügung vom 18. September 

2015 zugrunde (Suva-act. 57). Die Beschwerdegegnerin stellte darin ihre 

Versicherungsleistungen per 21. September 2015 ein. Nachdem der Beschwerdeführer 

von Dr. E.___ seit 22. September 2014 zu 100% arbeitsfähig geschrieben worden war 

(vgl. Suva-act. 13 f., 18, 20, 42-2 f.), hatte die Beschwerdegegnerin im Jahr vor der 

Leistungseinstellung nur noch Heilkostenleistungen und keine Taggeldleistungen mehr 

erbracht. Die Beschwerdegegnerin lehnte mithin in der Verfügung vom 18. September 

2015 hinsichtlich der vorübergehenden Leistungsarten nur die Gewährung weiterer 

Heilkostenleistungen über den 21. September 2015 hinaus ab, prüfte aber auch einen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf die Dauerleistung Rente und 

Integritätsentschädigung. Die Abweisung eines Leistungsanspruchs des 

Beschwerdeführers hinsichtlich Heilbehandlung, Rente und Integritätsentschädigung 

wurden in der Verfügung sowie im angefochtenen Einspracheentscheid mit der 

Verneinung der Kausalität zwischen den fortdauernd geklagten Nacken- und 

Kopfschmerzen und dem Unfallereignis vom 30. August 2014 begründet (vgl. Suva-act. 

57). In der Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 (act. G 3) und Duplik vom 13. Mai 

2016 (act. G 7) betrachtet die Beschwerdegegnerin die Einstellung der 

Heilbehandlungsleistungen per 21. September 2015 auch aus weiteren Gründen - 

fehlende Arbeitsunfähigkeit, erreichter medizinischer Endzustand - als gerechtfertigt.

3.   

3.1  Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls 

mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 

Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

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Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

3.2  Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; ALEXANDRA RUMO-

JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, so entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr eine natürliche und adäquate 

Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden 

nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58). Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 

handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen).

3.3  Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in 

erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1). Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

123 III 110, 112 V 30). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

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Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrage gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 

5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Insofern sind auch Berichte und Gutachten, welche 

die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete 

Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 352 E. 3; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine 

formellrechtlichen Gründe gegen den Einbezug der kreisärztlichen Aktenbeurteilung 

von med. pract. L.___ vom 29. Juli 2015 (Suva-act. 53). Ob letztlich auf die 

Aktenbeurteilung abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden 

materiellrechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

3.4  Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung (vgl. dazu 

SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) spielt bei klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen 

die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) nachweisbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 

HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädelhirntrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass eine versicherte 

Person eine der erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

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zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

4.   

Nachfolgend ist zunächst zu prüfen, ob zwischen den vom Beschwerdeführer über den 

21. September 2015 (Datum der Leistungseinstellung) hinaus geklagten Kopf- und 

Nackenbeschwerden und dem Unfall vom 30. August 2014 ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang besteht.

4.1 

4.1.1      Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich 

eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, MRT, 

CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 

25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

4.1.2      Der Beschwerdeführer suchte noch am Unfalltag wegen HWS- und 

Kopfschmerzen das Spital C.___ auf, wobei die dort durchgeführte 

Röntgenuntersuchung der HWS keine Anhaltspunkte für eine frische knöcherne 

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Verletzung zeigte. Zur Darstellung gelangte einzig eine leichte Streckfehlstellung (act. G 

1.3, Suva-act. 15-5). Die MRI-Untersuchung der HWS vom 2. März 2015 durch Dr. 

H.___ bestätigte das Röntgenergebnis. Auch hier kam die zervikale Streckfehlstellung 

zur Darstellung. Ansonsten zeigte sich ein altersentsprechend normales 

vertebrospinales zervikales Kernspintomogramm, insbesondere ohne Nachweis 

posttraumatischer Veränderungen mit normalem Alignement der Halswirbelkörper, 

normal weitem Spinalkanal und normaler Darstellung des zervikalen Myelons sowie 

auch normalem occipito-zervikalem Übergang (Suva-act. 37). Durch die bildgebenden 

radiologischen Untersuchungen konnten damit organisch-strukturelle Unfallfolgen 

ausgeschlossen werden (zur Streckfehlstellung vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. 

Oktober 2008, 8C_124/2008, E. 6 mit vielen Hinweisen, und 7. Februar 2008, U 13/07, 

E. 3.2 und 3.3). Auch neurologisch liess sich keine ursächliche strukturelle Läsion 

feststellen. So ergaben die klinische neurologische Untersuchung des 

Beschwerdeführers am Unfalltag im Spital C.___ durch D.___ (Suva-act. 15-4) sowie 

die neurologische Untersuchung durch Dr. G.___ vom 24. Februar 2015, insbesondere 

die von ihm durchgeführte Elektroenzephalografie (EEG), gänzlich unauffällige bzw. 

normale Befunde (Suva-act. 36).

4.1.3      Beim Beschwerdeführer zeigten sich zwar im Rahmen der klinischen 

Untersuchung im Spital C.___ durch D.___ sowie in der Rehaklinik Bellikon im Bereich 

der HWS Druckschmerzen und Bewegungseinschränkungen (Suva-act. 15-4, act. G 

1.3, Suva-act. 42-5). Desgleichen stellte der behandelnde Physiotherapeut K.___ laut 

Physiotherapiebericht vom 23. Juni 2015 (Suva-act. 51) eine 

Beweglichkeitseinschränkung in der Rotation der HWS beidseits fest, bestätigte 

anhand der entsprechenden Triggerpunkte starke seitliche Kopfschmerzen und nannte 

als zusätzliche funktionale Einschränkung Verspannungen im cerviko-thorakalen 

Übergang. Entsprechende Hinweise enthält auch der Physio-Behandlungsbericht von 

F.___, der von starken Kopfschmerzen durch die hypertonischen Muskeln sowie von 

immer wieder entstehenden Verspannungen und Blockaden spricht (Suva-act. 67). Eine 

manuelle bzw. klinische ärztliche oder physiotherapeutische Untersuchung fördert 

indessen keine reproduzierbaren und von der Person des Untersuchenden und den 

Angaben des Patienten unabhängigen organisch-strukturellen Ergebnisse zu Tage (vgl. 

dazu Erwägung 4.1.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 

beispielsweise ein Thoracic-outlet-Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. 

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myotendinotische Befunde für sich nicht als organisch-strukturell hinreichend 

nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. Auch Verhärtungen und Verspannungen der 

Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit 

können allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden 

qualifiziert werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS 

mit Retrohaltung (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, E. 

6 mit vielen Hinweisen, und 7. Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3).

4.1.4      Auch die von F.___ in seinem Physio-Behandlungsbericht (Suva-act. 67) 

genannte Irritation bzw. Verletzung der Dura mater, welche das Schleudertrauma beim 

Beschwerdeführer verursacht haben und immer wieder für einen Hypertonus der 

Muskulatur sorgen soll, ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit objektiviert. Der von F.___ für die Symptomatik verantwortlich 

gemachte Gesundheitsschaden wird lediglich als "Verdacht" geäussert und kann damit 

höchstens als mögliche Unfallursache gesehen werden. Zervikal liess sich jedenfalls 

radiologisch keine Auffälligkeit erheben, welche auf eine Irritation der Dura mater 

hinweisen könnte (vgl. Ergebnis der MRI-Untersuchung durch Dr. H.___ vom 2. März 

2015, Suva-act. 37).

4.1.5      Mit den Darlegungen in den Erwägungen 4.1.2 ff. übereinstimmend stellte Dr. 

G.___ beim Beschwerdeführer am 24. Februar 2015 die Diagnose "chronifizierende 

HWS- und Kopfschmerzen nach Beschleunigungstrauma der HWS am 30. August 

2014" (Suva-act. 36). Der Zusatz "chronisch" untermauert die Unklarheit der Ätiologie 

von Beschwerden. Im Verlauf einer Chronifizierung wird das Verhältnis zwischen 

organischem Gesundheitsschaden und erlebter Behinderung immer ungewisser. 

Andere Faktoren, wie zum Beispiel das Individuum selber mit seiner Psyche, die 

Arbeitsumstände bzw. eine körperlich belastende Tätigkeit, das soziale Umfeld, das 

medizinische und legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine 

massgebende Rolle (vgl. BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der 

Wirbelsäule. In Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [1994], S. 45 ff.). Gerade das 

Ursachenspektrum von Kopf- und Nackenschmerzen sowie von Muskelverspannungen 

ist vielfältig und muss in keiner Weise in einem Unfall liegen. Die genannten 

Beschwerden vermögen sich zudem wechselseitig zu beeinflussen bzw. gegenseitig zu 

unterhalten, weshalb sie erfahrungsgemäss auch häufig zusammen beschrieben 

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werden (vgl. z.B. Kopfschmerz: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1141 f.; ROCHE LEXIKON, 

a.a.O., S. 1040; Nackenschmerzen bzw. -steifigkeit: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1438; 

ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1286; Myogelose: PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1428; 

ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 

799 f.). So beschrieb offenbar auch der Beschwerdeführer gegenüber F.___ solche vom 

Nacken her aufsteigenden Kopfschmerzen (Suva-act. 67).

4.1.6      Im Sinne der Darlegungen in den Erwägungen 4.1.3 und 4.1.5 hält med. pract. 

L.___ in ihrer Beurteilung vom 29. Juli 2015 (Suva-act. 53) stichhaltig und schlüssig 

fest, dass die Frage, ob muskuläre Verspannungen der Schulter-Nackenmuskulatur ein 

Verletzungszeichen seien, ohne jede Einschränkung zu verneinen sei. Derartige 

Verspannungen seien weder verletzungstypisch noch gar verletzungsspezifisch. Sie 

seien ausserordentlich weit verbreitet, z.B. Folge unzureichender 

Ausgleichsbewegungen bei Schreibtischtätigen oder Folge psychischer Probleme. Ein 

Verletzungszeichen könnten sie nur sein, wenn ihnen eine verletzte Struktur zu Grunde 

liegen würde. Die weiterhin geltend gemachten Beschwerden und muskulären 

Verspannungen könnten nach der Latenzzeit zum Unfall aber nicht mehr als 

unfallbedingt betrachtet werden, sondern seien als konstitutionell bedingt zu sehen. 

Der Einwand der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, bei diesem sei keine der 

von med. pract. L.___ angeführten konstitutionellen Prädispositionen gegeben, mag 

zwar zuzutreffen. Die Aufzählung von med. pract. L.___ ist jedoch auch nicht auf den 

konkreten Fall bezogen, sondern nur allgemein gemeint. Im Rahmen der 

anspruchsaufhebenden Tatfrage des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ist zu beachten, dass nicht etwa 

der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden muss. Welche Ursachen ein 

nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, Geburtsgebrechen oder 

degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 E. 3b). Ebensowenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis 

zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte 

Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003, U 

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258/02, und 31. August 2001, U 285/00). Dass vor dem Unfall keine entsprechenden 

Beschwerden geklagt worden sind, bildet für sich allein nach konstanter 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ebenfalls keinen Beweis für eine Unfallkausalität. 

Der zeitliche Aspekt besitzt keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. 

Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der 

blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat 

(UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 69 zu Art. 4 

ATSG; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 

1989, S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; 

SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen [8C_590/2007]; BGE 119 V 

340 E. 2b/bb).

4.1.7      Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anlässlich des Unfalls vom 30. 

August 2014 keine klar ausgewiesene neue, bleibende, allenfalls schlecht verheilte 

strukturelle Läsion im Bereich der HWS erlitten hat, welche die überwiegend 

wahrscheinliche Annahme von Langzeitbeschwerden zulassen würde. Die Aussage von 

Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 2. Oktober 2015 - der Beschwerdeführer habe 

noch immer Nacken- und Kopfschmerzen, die sich nach der einmal wöchentlich 

durchgeführten Physiotherapie deutlich bessern würden, weshalb der Fall noch nicht 

abgeschlossen werden dürfe (Suva-act. 63) - ist für die Frage, ob über das 

Leistungseinstellungsdatum hinaus natürlich-kausale Folgen des Autounfalls vom 30. 

August 2014 bestehen, nicht relevant. Die Kausalitätsprüfung ist unabhängig der 

Möglichkeit der generellen Besserung des Gesundheitszustandes vorzunehmen und 

damit jederzeit möglich (anders die Rentenprüfung bei Vorliegen von kausalen 

Unfallfolgen, welche erst vorzunehmen ist, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 

Person mehr zu erwarten ist [vgl. dazu Art. 19 UVG und auch Erwägung 5; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 143 ff.; BGE 134 V 114 E. 4.1]). Die Aussage von Dr. E.___ 

gibt blosse Umstände wieder, die an sich zwar nicht in Abrede gestellt werden, jedoch 

den Anforderungen an eine überzeugende und umfassende Kausalitätsbeurteilung 

anhand medizinischer Befunde in keiner Weise genügen. Eine weitere polydisziplinäre 

Abklärung erübrigt sich, zumal nicht anzunehmen ist, dass dadurch neue Erkenntnisse 

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des vorliegend relevanten Sachverhalts gewonnen werden könnten (antizipierte 

Beweiswürdigung, vgl. BGE 131 I 153 E. 3; 124 V 90 E. 4b; SVR UV 1996 Nr. 62 E. 3 S. 

212f.).

4.2 

4.2.1      Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, 

dass bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie 

Distorsionen und Schädelhirntraumen auch ohne nachweisbare pathologische bzw. 

organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster 

Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine 

äquivalente Verletzung typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, MRT, CT, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt (wie 

in Erwägung 4.1.1) allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Distorsionen der HWS sind Folgen von 

Beschleunigungskräften, die im Sinn einer Überdehnung und Überbiegung auf die 

HWS einwirken und mit einem Kopfanprall verbunden sein können. Ein eigentliches 

Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn durch die plötzliche Beschleunigung des 

getroffenen Fahrzeugs der Kopf eines Insassen - ohne Kopfanprall - zuerst nach hinten 

knickt und anschliessend nach vorne beschleunigt wird. Ist der 

Beschleunigungsmechanismus mit einem Kopfanprall verbunden, sollte nicht von 

einem Schleudertrauma, sondern von einer HWS-Distorsion gesprochen werden (vgl. 

dazu THOMAS LOCHER, HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in die 

Rechtslage nach schweizerischem Recht, in: MURER/NIEDERER/RADANOV/RUMO-

JUNGO/STURZEN-EGGER/WALZ [Hrsg.], Das sogenannte "Schleudertrauma" - 

medizinische, biomechanische und rechtliche Aspekte der Distorsionen der 

Halswirbelsäule, Bern 2001, S. 31 f.). Ist ein Schleudertrauma oder eine dem 

Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für diese 

Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel 

anzunehmen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 382 E. 4b). Dieses 

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Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss nicht in seiner 

umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall 

auftreten. Es genügt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion 

oder an der HWS manifestieren (Urteile des Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 

8C_413/2008, E. 5.2 mit zahlreichen Hinweisen, und 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; 

RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). Die andern im Rahmen des Schleudertraumas oder 

der HWS-Distorsion typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch 

immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

4.2.2      D.___ diagnostizierte beim Beschwerdeführer anlässlich der Erstbehandlung 

vom 30. August 2014 eine HWS-Distorsion II° (act. G 1.3, Suva-act. 15-5). Vom 

angegebenen Kopfanprall abgesehen (Suva-act. 15), könnte jedoch angesichts des 

Unfallmechanismus - der Beschwerdeführer sass als Beifahrer im Auto seiner 

Schwester, als es zu einer Auffahrkollision kam (siehe lit. A.a; Suva-act. 1, 11) - auch 

von einem eigentlichen Schleudertrauma gesprochen werden. Ein Schleudertrauma 

führten denn auch Dr. E.___ in seinen Physiotherapie-Verordnungen (Suva-act. 7, 21, 

29, 40) und Dr. G.___ in seinem Bericht vom 25. Februar 2015 (Suva-act. 36) an. Weder 

innerhalb der Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden noch im weiteren Verlauf 

wurden jedoch beim Beschwerdeführer neben den Nacken- und Kopfschmerzen 

weitere schleudertraumatypische Beschwerden erhoben oder von ihm geltend 

gemacht (vgl. insbesondere Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach cranio-

cervicalem Beschleunigungstrauma, Suva-act. 15-4). Von einem Leidensprofil mit einer 

Vielzahl typischer Symptome für ein Schleudertrauma kann damit nicht gesprochen 

werden. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 3) ist demzufolge 

festzuhalten, dass es deshalb auch nicht möglich ist, die körperlichen Beschwerden 

des Beschwerdeführers der von ihm am 30. August 2014 erlittenen Verletzung der 

HWS zuzurechnen und damit von natürlich kausalen Langzeitfolgen eines 

Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung auszugehen.

4.2.3      Eine Adäquanzprüfung nach Massgabe der in BGE 134 V 109 begründeten 

Rechtsprechung bzw. der sogenannten "Schleudertrauma-Praxis" (vgl. Erwägung 3.4) 

fällt demzufolge ausser Betracht. Ebenso unpassend stellt sich eine Adäquanzprüfung 

nach Massgabe der in BGE 115 V 133 begründeten Rechtsprechung zu den 

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psychogenen Unfallfolgen bzw. der sogenannten "Psycho-Praxis" (vgl. Erwägung 3.4) 

dar, nachdem den vorliegenden Akten keinerlei Hinweise auf eine psychische 

Problematik beim Beschwerdeführer zu entnehmen sind (vgl. Suva-act. 36-2, 42-2). 

Selbst wenn jedoch eine Adäquanzprüfung nach der für den Beschwerdeführer 

günstigeren "Schleudertrauma-Praxis" durchgeführt würde, wäre die Adäquanz zu 

verneinen, wie die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen 

Einspracheentscheid zeigen (Suva-act. 71). Diesen ist beizupflichten und nichts 

beizufügen.

4.3 

4.3.1      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sämtliche Kausalitätsprüfungen 

(radiologisch objektivierbare strukturelle HWS-Verletzung, Langzeitbeschwerden 

infolge eines Schleudertraumas bzw. einer schleudertraumaähnlichen Verletzung) den 

Schluss zulassen, dass die Genese der vom Beschwerdeführer über das Datum vom 

21. September 2015 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Unfall vom 30. August 2014 zu sehen ist.

4.3.2      Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht bis zum 21. September 

2015 und damit während rund eines Jahres anerkannt. Von Seiten der medizinischen 

Forschung (GERHARD JENZER, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch 

Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zu leichtem Schädel-

Hirn-Trauma, in: SZS 1996 S. 462 ff.) wird festgehalten, der typische posttraumatische 

Verlauf nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma bzw. einer Verletzung der HWS 

entspreche einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen (JENZER, a.a.O., S. 467). 

Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe nach Beschleunigungsverletzung 

würden bei Fehlen der klinischen Kriterien einer traumatischen Schädigung nach einer 

Interpretation ausserhalb einer organischen Schädigung rufen (JENZER, a.a.O., S. 469 

mit Hinweis und S. 463; vgl. auch B. P. RADANOV, Über Stellenwert der 

neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S. 

471 ff., 472 f. und 475). Insgesamt ist mithin nichts gegen eine Leistungseinstellung 

(Heilbehandlungsleistungen) per 21. September 2014 sowie die Verneinung eines 

Anspruchs auf weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder eine 

Integritätsentschädigung einzuwenden. Mangels Unfallkausalität der über den 21. 

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September 2015 hinaus geklagten Beschwerden kann von einer Prüfung der weiteren 

leistungsspezifischen Voraussetzungen (vgl. Erwägung 3) abgesehen werden.

5.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 6. Januar 

2016 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss 

hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.01.2018
	Art. 6 UVG: Dahinfallen der Unfallkausalität bezüglich HWS- und Kopfschmerzen per Leistungseinstellungsdatum mangels einer objektivierbaren strukturellen HWS-Verletzung sowie mangels überwiegend wahrscheinlicher Langzeitbeschwerden nach Schleudertrauma oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2018, UV 2016/6).

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