# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29bbc40b-0ac1-5411-b117-de6722898f78
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2018 E-1632/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1632-2017_2018-12-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1632/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo, Richterin Roswitha Petry, 

Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch MLaw Céline Benz-Desrochers, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. Februar 2017 / N (…). 

 

 

 

E-1632/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer verliess den Heimatstaat eigenen Angaben zu-

folge im (…) 2013 und gelangte nach B._______ (Sudan) und von dort 

nach Khartum. Nach neun Monaten Aufenthalt in der sudanesischen 

Hauptstadt sei er mit dem Auto durch die Wüste nach Libyen und an-

schliessend auf dem Seeweg nach Italien gelangt. Er sei direkt mit dem 

Bus nach C._______ und von dort mit dem Zug in die Schweiz weiterge-

reist. Am 17. Juli 2014 stellte er am Flughafen D._______ ein Asylgesuch.  

A.b Am 18. Juli 2014 fand im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

D._______-Flughafen die Befragung zur Person (BzP) statt. Das SEM 

hörte den Beschwerdeführer am 24. Juli 2014 zu seinen Asylgründen an. 

A.c Am 25. Juli 2014 wurde dem Beschwerdeführer die Einreise in die 

Schweiz gestützt auf Art. 21 AsylG (SR 142.31) bewilligt. 

A.d Am 25. Februar 2016 führte die Vorinstanz mit dem Beschwerdeführer 

eine zweite Anhörung durch. 

A.e Im Wesentlichen führte er zur Begründung seines Asylgesuchs aus, er 

gehöre der Ethnie der Belen an und sei islamischen Glaubens. Geboren 

sei er im Dorf E._______; zuletzt habe er in F._______, etwa 30 Minuten 

von G._______ entfernt, gewohnt. Er habe fünf Jahre die staatliche Schule 

([…]) und in dieser Zeit an den Abenden in der Moschee die Koranschule 

besucht. Er habe danach die Schule abgebrochen und im Landwirtschafts-

betrieb der Familie mitgearbeitet. Erst später in Khartum sei er erwerbstätig 

gewesen; er habe dort in (…) gearbeitet. 

Der eritreische Staat habe gewollt, dass er ins Militär gehe. Da jedoch be-

reits sein Vater im Militärdienst gestanden sei respektive noch stehe, habe 

er (Beschwerdeführer) für die Familie, die Tiere und die Plantage sorgen 

müssen. Im Jahr 2007 sei er erstmals vom Militär schriftlich aufgefordert 

worden, sich bei den Behörden zu melden. Dies habe er nicht getan. Im 

Jahr 2008 sei ein Einberufungsschreiben gekommen und Soldaten hätten 

zu Hause vorgesprochen. Da der Beschwerdeführer beide Male nicht da-

heim gewesen sei, hätten die Soldaten jeweils seine Mutter mitgenommen. 

Obwohl er sich weiterhin nicht gemeldet habe, sei die Mutter freigelassen 

worden. Nach 2008 seien keine schriftlichen Aufgebote mehr eingetroffen; 

allerdings hätten in der Region immer wieder Razzien stattgefunden.  

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Seite 3 

Er habe sich daher bis zur Ausreise in der Umgebung des Heimatortes ver-

steckt und weiterhin in der Landwirtschaft gearbeitet. Im (…) 2013 hätten 

die Eltern entschieden, ihn zu verheiraten. Die Trauungszeremonie habe 

traditionell-religiös stattgefunden. Der Beschwerdeführer sei anschlies-

send noch bis (…) in F._______ geblieben, bevor er den Heimatstaat ver-

lassen habe.  

A.f Am 1. März 2016 ordnete das SEM eine Herkunftsanalyse durch einen 

Experten der Fachstelle LINGUA an. Am 10. Mai 2016 fand ein telefonisch 

geführtes Gespräch des LINGUA-Sachverständigen mit dem Beschwerde-

führer statt. Gestützt auf die Gesprächsaufzeichnung kam der Experte zum 

Schluss, der Beschwerdeführer sei eindeutig in Eritrea sozialisiert worden.  

A.g Am 19. Juli 2016 ersuchte der Beschwerdeführer das SEM um einen 

raschen Asylentscheid, da er bislang keine Möglichkeit gehabt habe, an 

Integrationsangeboten teilzunehmen. 

A.h Der Beschwerdeführer reichte Kopien der Identitätsausweise seiner 

Eltern und die Kopie eines Schulzeugnisses zu den Akten.  

B.  

Mit Verfügung vom 20. Februar 2017 lehnte das SEM das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und 

ordnete den Wegweisungsvollzug an. 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

16. März 2017 durch seine Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erheben. Er beantragte die Aufhebung der vorinstanzli-

chen Verfügung. Er sei als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu 

gewähren; eventuell sei der Vollzug der Wegweisung wegen Unzulässig-

keit oder Unzumutbarkeit auszusetzen und ihm die vorläufige Aufnahme zu 

gewähren; subeventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vor- 

instanz zurückzuweisen. 

C.b In prozessualer Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung ersucht. Seine Rechtsvertreterin sei als amtliche Rechts-

beiständin beizuordnen und von der Erhebung eines Kostenvorschusses 

sei abzusehen. 

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Seite 4 

C.c Dem Rechtsmittel wurden die angefochtene Verfügung vom 20. Feb-

ruar 2017, eine Vollmacht, ein Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, eine Ar-

beitsbestätigung (je in Kopie) und eine Kostennote beigelegt. 

D.  

D.a In der Zwischenverfügung vom 24. März 2017 lehnte der Instruktions-

richter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Pro-

zessführung und Verbeiständung) mangels Nachweises der Bedürftigkeit 

ab und forderte den Beschwerdeführer auf, zur Deckung der mutmassli-

chen Verfahrenskosten einen Kostenvorschuss zu leisten.  

D.b Nach fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses übermittelte der 

Instruktionsrichter am 6. April 2017 das Doppel der Beschwerdeschrift der 

Vorinstanz und lud diese zur Stellungnahme ein.  

D.c Die Vorinstanz hielt in der Vernehmlassung vom 20. April 2017 vollum-

fänglich an ihren Erwägungen in der Verfügung vom 20. Februar 2017 fest.  

D.d Die vorinstanzliche Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer am 

24. April 2017 zur Kenntnis gebracht.  

E.  

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2017 liess der Beschwerdeführer die Kopie 

des Dienstausweises seines Vaters und einen Heiratsschein im Original 

samt Briefumschlag zu den Akten reichen.  

F.  

Am 20. August 2018 liess der Beschwerdeführer eine Ergänzung seines 

Rechtsmittels – konkret eine Stellungnahme zur Praxisverschärfung be-

züglich Asylsuchender aus Eritrea – zu den Akten reichen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

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Seite 5 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 

Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.4 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Das SEM führt aus, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Asylgründe seien in wesentlichen Punkten nicht glaubhaft. 

3.1.1 Der Beschwerdeführer mache geltend, vom Militär aufgeboten wor-

den zu sein. Dabei habe er zu den Fragen der Militärpflicht nur oberflächli-

che und pauschale Antworten geben können. Er habe beispielsweise nicht 

gewusst, wie in Eritrea die jungen Leute für den Militärdienst rekrutiert wür-

den. Er habe auch in der Anhörung lediglich vage und allgemein über den 

Militärdienst berichten können. Auch seine Schilderungen zum Vater, der 

im hohen Alter noch im Militärdienst stehe, seien wenig nachvollziehbar 

geblieben.  

3.1.2 Der Beschwerdeführer wolle sich über Jahre hinweg versteckt gehal-

ten und dabei in der Landwirtschaft gearbeitet haben. Auch diese Schilde-

rungen seien vage geblieben. Es erstaune zudem, dass er sich nur eine 

halbe Stunde Fussmarsch vom Elternhaus entfernt versteckt haben und 

dadurch das Risiko des Auffindens durch die unmittelbar in der Nähe nach 

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Seite 6 

ihm suchenden Behörden (und auch des Verrats durch Drittpersonen) ein-

gegangen sein wolle.  

3.1.3 Weiter seien die Aussagen zur angeblich zweimaligen Inhaftierung 

seiner Mutter detailarm ausgefallen und würden keine Realitätsmerkmale 

beinhalten.  

3.1.4 Gemäss Angaben des Beschwerdeführers sollen die Behörden ihn 

nach 2008 nicht mehr aufgeboten respektive nicht mehr gesucht haben. 

Dieses behördliche Verhalten sei im vorliegenden Kontext nicht nachvoll-

ziehbar und habe vom Beschwerdeführer auch nicht stichhaltig erklärt wer-

den können. Im Übrigen erstaune, dass der Beschwerdeführer, der sich vor 

der geltend gemachten Gefahrensituation (…) Jahre lang habe verstecken 

müssen, in dieser Zeit seine Heirat geplant habe. Die dazu vorgebrachte 

Erklärung, die Mutter habe sich die Hochzeit gewünscht, vermöge daran 

nichts zu ändern. 

3.1.5 Letztlich seien auch die Schilderungen der angeblich illegalen Aus-

reise insgesamt pauschal ausgefallen und würden keine Realitätsmerk-

male aufweisen. Dies erstaune umso mehr, als der Beschwerdeführer ge-

mäss seinen Aussagen nicht aufgrund einer akuten Notsituation ausgereist 

sei, sondern weil er seine allgemeine Lebenssituation als unbefriedigend 

empfunden habe. Schliesslich habe er nicht nachvollziehbar darlegen kön-

nen, ob und inwiefern die zurückgebliebenen Angehörigen nach seiner 

Ausreise Probleme bekommen hätten.  

3.1.6 Zusammenfassend seien die vorgebrachten Asylgründe und die ille-

gale Auseise vorliegend als oberflächliches Konstrukt zu werten. Die Vor-

bringen würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit im Sinn von 

Art. 7 Asyl nicht standhalten. Die asylrechtliche Relevanz der Vorbringen 

müsse entsprechend nicht geprüft werden. Das Asylgesuch sei abzu-

lehnen. 

3.2 Im Rechtsmittel wird einleitend ausgeführt, in Eritrea sei die Bestrafung 

von Dienstverweigerung und Desertion unverhältnismässig streng und vor 

diesem Hintergrund als politisch motiviert einzustufen.  

3.2.1 Soweit die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vorwerfe, er habe die 

Fragen zu Militärpflicht und -dienst zu wenig ausführlich beantworten kön-

nen sei festzuhalten, dass er nicht aus persönlicher Erfahrung habe berich-

ten können. Er habe jedoch eine sehr gute allgemeine Beschreibung zum 

Militärdienst in Eritrea zu Protokoll geben können. Diesen habe er ja nur 

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indirekt – durch den Vater – erlebt. Er habe daher Angst gehabt, selber 

eingezogen zu werden. Die Aufgaben des mittlerweile (…)-jährigen Vaters 

im Militär habe er beschrieben. Der Vater sei fast immer abwesend gewe-

sen, weshalb dem Beschwerdeführer nicht zum Vorwurf gereichen könne, 

dessen soldatische Aufgaben nicht genau beschrieben zu haben.  

3.2.2 Dass der Beschwerdeführer sich nur eine halbe Stunde vom Wohnort 

entfernt versteckt habe, sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz nach-

vollziehbar. Der Beschwerdeführer habe im Jahr (…) die Schule abgebro-

chen, um den Eltern zu helfen. Versteckt habe er sich in den Bergen und 

zwar an zwei Orten. Er sei unregelmässig heimlich nach Hause gegangen, 

wo es zu Essen gegeben habe. Die Familie sei sehr arm geworden und er 

habe daher arbeiten müssen, um die Mutter und die kleinen Geschwister 

zu unterstützen. Deswegen habe er sich nicht weit von der Familie entfer-

nen wollen. Das Risiko des Verrats habe er in Kauf nehmen müssen. Zu-

dem möge niemand das Militär und die Behörden und die Leute würden 

sich nicht verraten. Das Risiko, erwischt zu werden, sei überall gegeben, 

da im ganzen Land Razzien stattfinden würden.  

3.2.3 Bezüglich der Verhaftungen der Mutter habe der Beschwerdeführer 

dargelegt, er habe 2007 und 2008 je ein Einberufungsschreiben erhalten 

und die Mutter sei deswegen inhaftiert worden. Hieraus sei erkennbar, dass 

die Behörden den Beschwerdeführer hätten rekrutieren wollen. Seine An-

gaben zur Festnahme der Mutter durch Soldaten und zum Gefängnis, in 

das sie geführt worden sei, seien nachvollziehbar ausgefallen; dies umso 

mehr, nachdem er selber ja nicht anwesend gewesen sei. Der gegenteilige 

Vorwurf der Vorinstanz überzeuge nicht. 

3.2.4 Nach dem Jahr 2008 sei kein Aufgebot mehr gekommen, jedoch hät-

ten die Behörden ihn bestimmt immer noch gesucht, glücklicherweise je-

doch nicht gefunden. Vor Razzien in seiner Umgebung habe er sich ver-

steckt. Auch diese Schilderungen seien plausibel. Über allfällige Probleme 

der Familie nach seiner Flucht habe die Mutter nicht reden wollen. Die Ge-

schwister seien bisher nicht eingezogen worden, würden jedoch auch ver-

steckt leben. Die Eltern hätten Angst gehabt, er müsse in den Militärdienst, 

und er selber habe davor Angst gehabt; hinzu seien die mangelnde Le-

benssicherheit, der fehlende Friede und der Umstand gekommen, dass die 

Mutter ins Gefängnis gekommen sei – all dies habe ihn zur Flucht bewo-

gen. Damit sei der Vorwurf des SEM nicht haltbar, wonach er nicht aus 

einer Notsituation heraus ausgereist sei. 

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Seite 8 

3.2.5 Soweit das SEM seiner Überraschung Ausdruck gebe, dass der Be-

schwerdeführer in seiner Situation auf Wunsch der Mutter geheiratet habe, 

sei dieses Erstaunen irrelevant. Der Beschwerdeführer habe den Wunsch 

der Mutter erfüllen wollen. Die Menschen in Eritrea würden trotz Men-

schenrechtsverletzungen versuchen, ein möglichst normales Leben zu füh-

ren. Die selektive Konzentration der Vorinstanz auf einzelne Sachverhalts-

elemente sei unzulässig.  

3.2.6 Der Beschwerdeführer habe entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

auch seine Ausreise glaubhaft geschildert. Seine Schilderungen des Rei-

seweges und der Reiseumstände seien – namentlich in der Anhörung – 

detailliert ausgefallen.  

3.2.7 Der Beschwerdeführer habe in der BzP dargelegt, dass er immer 

über Politik gesprochen habe und gegen die Diktatur in Eritrea sei. Wie 

auch von der Hilfswerkvertretung am 25. Februar 2016 festgehalten, habe 

er nicht Gelegenheit gehabt, seine Asylgründe genügend darzulegen, mit-

hin habe das SEM bestimmte Asylgründe ausser Acht gelassen, diesbe-

züglich keine Fragen gestellt und damit seine Abklärungspflicht verletzt.  

3.2.8 Die Vorbringen seien insgesamt substanziiert, schlüssig und plausi-

bel. Das SEM habe nicht festgestellt, dass diese nicht den Tatsachen ent-

sprechen würden. Die Aussagen würden als überwiegend wahr erschei-

nen. Der Beschwerdeführer sei als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei 

Asyl zu gewähren. Die Vorwürfe der Vorinstanz würden einer Überprüfung 

nicht standhalten. Das SEM habe seine Abklärungs- und Begründungs-

pflichten verletzt.  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine falsche Feststellung des Sachverhalts 

und die Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz. Dazu ist 

vorab Folgendes festzustellen: 

4.2  

4.2.1 Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes 

wegen fest. Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung 

ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Be-

weise falsch gewürdigt werden; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den 

Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden. 

  

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Seite 9 

4.2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien eines Verfahrens An-

spruch auf rechtliches Gehör. Dieser Grundsatz wird in den Art. 29 ff. 

VwVG für das Verwaltungsverfahren konkretisiert. Er dient einerseits der 

Abklärung des Sachverhalts, auf der anderen Seite stellt er ein persönlich-

keitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Partei dar. Der Anspruch auf rechtli-

ches Gehör verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbringen der Be-

troffenen – zu denen nicht nur ihre Aussagen, sondern auch die von ihnen 

eingereichten Dokumente gehören – tatsächlich hört, sorgfältig und ernst-

haft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entspre-

chend in der Entscheidbegründung niederschlagen muss. Die angemes-

sene und hinreichende Begründung ermöglicht es dem Betroffenen, die 

Rechtmässigkeit der Entscheidung zu überprüfen und die Chancen einer 

Anfechtung zu beurteilen (vgl. statt vieler BGE 136 I 184 E. 2.2.1; BVGE 

2011/37 E. 5.4.1; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 

Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 24 E. 5.1 sowie KRAUSKOPF / 

EMMENEGGER / BABEY, in: Praxiskommentar VwVG, 2016, Art. 29 N 102 f.). 

4.3 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer insgesamt dreimal zu seinen 

Ausreise- und Asylgründen befragt. Zusätzlich hat sie eine Lingua-Analyse 

durchgeführt, die seine Herkunft bestätigt hat. In der Folge hat sie in ihrem 

Asylentscheid vom 20. Februar 2017 die Vorbringen im Sachverhalt und in 

den Erwägungen erwähnt und gewürdigt sowie ihre wesentlichen Über- 

legungen dazu formuliert. Entsprechend konnte der Beschwerdeführer 

diese Erwägungen – wie namentlich die vorliegende Beschwerde aufzeigt 

– entsprechend qualifiziert anfechten.  

4.4 Der Einwand, auch die Hilfswerkvertretung (HWV) habe festhalten las-

sen, der Beschwerdeführer habe sich nicht zu den Asylgründen äussern 

können (vgl. Beschwerde S. 8), ist in diesem Zusammenhang zu präzisie-

ren: Im Anschluss an die zweite ausführliche Anhörung (vom 25. Februar 

2016) hatte die HWV in der Tat festgehalten, der Beschwerdeführer habe 

"in der Bundesanhörung nicht Gelegenheit" zum Darlegen seiner Asyl-

gründe gehabt, der Sachverhalt sei "damals" ungenügend abgeklärt wor-

den. Diese Aussage bezog sich auf das Protokoll der ersten Anhörung vom 

24. Juli 2014, was dem besagten Vermerk klar zu entnehmen ist (die HWV 

hat den Begriff "Protokoll" ersetzt durch "zur Bundesanhörung vom 

24.7.14"). Der Einwand des Beschwerdeführers erweist sich damit als un-

zutreffend und unbehelflich. Das SEM hat auf einer vollständigen und kor-

rekten Sachverhaltsgrundlage entschieden. 

  

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Seite 10 

4.5 Nach dem Gesagten erweisen sich die Rügen der Verletzung des 

rechtlichen Gehörs und des Rechts auf Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts als unbegründet. Es besteht keine Veranlassung, die vor-

instanzliche Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben und zurückzu-

weisen. Das entsprechende (Eventual-) Rechtsbegehren ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 Das Gericht schliesst sich der Einschätzung der Vorinstanz an, wonach 

die Vorbringen des Beschwerdeführers namentlich betreffend das zentrale 

Vorbringen – die Einberufung in den Nationaldienst – insgesamt ungereimt, 

vage und oberflächlich ausgefallen und von einem auffallenden Mangel an 

Realitätskennzeichen gekennzeichnet sind.  

6.2  

6.2.1 Der Beschwerdeführer hat in der BzP festhalten lassen, "die vom Mi-

litär" hätten "immer wieder Papiere" nach Hause gebracht. Die Mutter habe 

dabei jeweils erklärt, den Aufenthaltsort des Sohnes nicht zu kennen, und 

sei deswegen selber zweimal für zwei Wochen ins Gefängnis gesteckt wor-

den. Er wisse nicht, wann die Mutter inhaftiert worden sei. Er sei deswegen 

immer auf der Flucht gewesen, habe sich von 2004 bis zur Ausreise im 

Jahr 2013 versteckt, in dieser Zeit dennoch die Familie versorgt und reli-

giös geheiratet, wobei keine Ehepapiere existieren würden. Er habe sonst 

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Seite 11 

keine Probleme mit den Behörden gehabt (vgl. Protokoll A7/21 S. 4 und 

12 f.). Seine politischen Betätigungen hätten im Reden über Politik bestan-

den; er habe den aktuellen Diktator nicht gewollt (vgl. a.a.O. S. 13). 

6.2.2 In der ersten Anhörung vom 24. Juli 2014 brachte er vor, von (…) bis 

(…) die Schule besucht zu haben. Er habe für die Familie sorgen müssen 

und sei in dieser Zeit nicht oft nach Hause gegangen (vgl. Protokoll A10/13 

F/A 36). Da die Behörden von seinem Schulabgang gewusst hätten, seien 

sie mit einer Aufforderung nach Hause gekommen. Die Mutter habe immer 

gesagt, den Aufenthalt des Sohnes nicht zu kennen. Nach ein paar Mal sei 

sie deswegen ins Gefängnis und dort manchmal eine, manchmal zwei Wo-

chen festgehalten worden; dies sei zweimal, 2007 und 2008, geschehen 

(vgl. a.a.O. A10/13 F/A 37 f. und F/A 86 f.). 

6.2.3 In der zweiten Anhörung vom 25. Februar 2016 führte er ebenfalls 

aus, er habe (…) die Schule abgebrochen und fortan die Eltern unterstützt. 

Weiter legte er dar, zwei Jahre lang habe er keine Probleme gehabt. Ab 

dem (…) Altersjahr habe er sich aus Angst versteckt (vgl. Protokoll A24/15 

F/A 14). Er habe zwischen (…) und (…) versteckt gelebt (vgl. a.a.O. F/A 

82). Im Jahr 2007 sei er das erste Mal und 2008 erneut durch die Behörden 

kontaktiert worden. Er sei schriftlich aufgefordert worden, sich bei der Ver-

waltung zu melden. Diesen Einberufungen habe er keine Folge geleistet. 

Als Konsequenz hätten die Behörden seine Mutter – in den Jahren 2007 

und 2008 – mitgenommen (vgl. a.a.O. F/A 65 f. und F/A75 f.). Nach 2008 

habe er keine Schreiben mehr bekommen; es habe aber Razzien im Ort 

gegeben. Es könne sein, dass er gesucht werde respektive er werde sicher 

gesucht. Die Mutter sei nicht lange, mutmasslich eine Woche oder weniger, 

inhaftiert geblieben (vgl. a.a.O. F/A 79). 

6.2.4 Übereinstimmend hat der Beschwerdeführer seinen Schulabgang 

datiert. Jedoch weisen die weiteren Ausführungen verschiedene Unge-

reimtheiten auf. So will er sich einmal von 2004 bis 2013 und damit neun 

Jahre lang, einmal jedoch ab dem (…) Lebensjahr, demnach ab (…) bis 

zur Ausreise und damit während (…) Jahren, vor einer drohenden Einbe-

rufung durch das Militär versteckt haben. Allein vor diesem Hintergrund 

entstehen erste Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen.  

6.2.5 Diese werden durch folgende Feststellungen bekräftigt: Der Be-

schwerdeführer hat auf Aufforderung hin Kopien der Identitätsausweise 

seiner Eltern und ein Schulzeugnis zu den Akten gereicht. Diese seien ihm 

von der Mutter per Telefax aus Eritrea zugestellt worden (vgl. Protokoll 

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Seite 12 

A10/13 F/A 90 f.). Abgesehen davon, dass allein mit diesen Dokumenten 

die Identität des Beschwerdeführers nicht verifiziert werden kann – auf-

grund des aktenkundigen Lingua-Gutachtens ist lediglich als erstellt zu er-

achten, dass er in Eritrea sozialisiert worden ist –, ist in diesem Kontext 

nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer die für sein Asylverfah-

ren wichtigsten Dokumente – die Einberufungsschreiben – zur Untermau-

erung seiner Vorbringen nicht beigebracht hat, obwohl diese gemäss sei-

nen Angaben zu Hause bei der Mutter abgegeben worden seien, mithin 

dort greifbar gewesen sein müssten. Der Beschwerdeführer hat bei der 

ersten Anhörung vom 24. Juli 2014 bestätigt, seine Rechte und Pflichten 

zu kennen und diese sind ihm an der folgenden Anhörung vom 25. Februar 

2016 nochmals erläutert worden. Damit waren ihm bis zum Erlass der vor-

instanzlichen Verfügung vom 20. Februar 2017 seine Mitwirkungspflichten 

seit mindestens zwei Jahren bekannt. Im insgesamt möglichen Beschaf-

fungszeitraum von nunmehr drei Jahren wurden zwar der Dienstausweis 

des Vaters (Kopie) und der Heiratsschein (Original) beigebracht, jedoch 

sind keine Bemühungen zur Beibringung der wichtigen und seine Aussa-

gen stützenden schriftlichen Einberufungen erkennbar gemacht worden 

(vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 Bst. d AsylG). Dieses Unterlassen überzeugt im 

Kontext des vorliegenden Verfahrens nicht und bewirkt erhebliche Zweifel 

daran, ob der Beschwerdeführer vor dem Verlassen des Heimatstaates 

überhaupt im genannten Sinn mit den Militärbehörden direkt konfrontiert 

worden ist. 

6.2.6 Vor diesem Hintergrund sind die weiteren Erwägungen der Vor-

instanz in ihrer Verfügung zu bestätigen, wonach die Aussagen des Be-

schwerdeführers auch vage und oberflächlich geblieben sind. So war der 

Beschwerdeführer nicht in der Lage, genauer anzugeben, wann und wie 

lange die Mutter denn nun wegen ihm inhaftiert worden sei; seine diesbe-

züglichen Aussagen sind unstimmig geblieben und werden auch im 

Rechtsmittel nicht plausibel gemacht. Der Beschwerdeführer will selbst im 

Zeitraum seines Untertauchens ab und zu nach Hause gegangen sein und 

sein (angebliches) Nichtbefolgen der Einberufung soll für seine Mutter Kon-

sequenzen gezeitigt haben. Unter diesen Umständen wäre jedoch anzu-

nehmen, dass er sich nachhaltiger über die geltend gemachte (Reflex-)Ver-

folgung der Mutter informiert hätte, zumal er gemäss eigener Darstellung 

auch mit weiteren Konsequenzen gerechnet hat; so hat er wiederholt seine 

Angst vor den eritreischen Behörden – namentlich vor der Militärverwaltung 

und deren nicht kalkulierbarem Verhalten – geäussert, was sein angeblich 

langjähriges Verstecken und Vermeiden jeglicher behördlicher Kontakte 

begründet haben soll. Vor dem Hintergrund dieser angeblich ernsthaften 

E-1632/2017 

Seite 13 

Befürchtungen ist es letztlich auch kaum nachvollziehbar, dass er im (…) 

2013 die Ehe in einer traditionellen Zeremonie geschlossen hat. Zudem hat 

er sich hierzu auch widersprüchlich geäussert: Bei den mündlichen Befra-

gungen legte er dar, es würden keine Ehepapiere existieren, die Ehe sei 

nicht registriert (vgl. Protokoll A7/21 S. 4 und Protokoll A24/15 F/A 96). Auf 

Beschwerdeebene reicht er nunmehr aber einen Heiratsschein im Original 

zu den Akten und führt aus, die Hochzeit sei registriert worden und mit die-

sem Dokument würden seine Aussagen bestätigt (vgl. Eingabe vom 5. Ok-

tober 2017). Dieses Aussageverhalten erweist sich als widersprüchlich und 

damit als nicht glaubwürdig.  

6.2.7 Letztlich bleibt angesichts der ungereimten Schilderungen auch un-

geklärt, ob die Militärbehörden den Beschwerdeführer nach dem Jahr 2008 

weiterhin gesucht haben sollen. Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden, denen der 

Beschwerdeführer in seinem Rechtsmittel insgesamt nichts Stichhaltiges 

entgegenzusetzen vermag. 

6.3 In einer Gesamtabwägung kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers in ihrer Ganzheit den 

Anforderungen an das Glaubhaftmachen eines asylrelevanten Sach- 

verhalts nicht genügen. Damit ist es ihm nicht gelungen, eine durch eine 

Vorladung erfolgte, konkret bevorstehende Einberufung in den eritreischen 

Militärdienst glaubhaft darzulegen. 

6.4 Demnach ist nicht davon auszugehen, der Beschwerdeführer sei da-

hingehend in einem spezifischen Kontakt zu den Militärbehörden im Zu-

sammenhang mit einer Rekrutierung gestanden. Es ist damit auch nicht 

davon auszugehen, er werde wegen Regimefeindlichkeit (infolge Desertie-

rens) in den Fokus der eritreischen Behörden geraten und müsse begrün-

dete Furcht haben, einer flüchtlingsrechtlich relevanten Bestrafung zu un-

terliegen. Für die Annahme einer flüchtlingsrechtlich relevanten Furcht vor 

zukünftiger Verfolgung reicht es nicht aus, dass die betroffene Person im 

dienstfähigen Alter ist und fürchtet, in Eritrea irgendwann ausgehoben zu 

werden (vgl. zum Ganzen EMARK 2006 Nr. 3; jüngst bestätigt im Urteil des 

BVGer E-1740/2016 vom 9. Februar 2018 E. 5.1). 

  

E-1632/2017 

Seite 14 

6.5 Es ist nachfolgend zu prüfen, ob der Beschwerdeführer illegal aus Erit-

rea ausgereist ist, mithin aus diesem Grund die Flüchtlingseigenschaft er-

füllt. 

6.5.1 Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen erhalten zwar gemäss 

Art. 54 AsylG kein Asyl, werden aber als Flüchtlinge vorläufig aufgenom-

men. Als subjektive Nachfluchtgründe gelten je nach Länderkontext insbe-

sondere das illegale Verlassen des Heimatlandes (sog. Republikflucht), 

das Einreichen eines Asylgesuchs im Ausland oder exilpolitische Betäti-

gungen, wenn sie die Gefahr einer zukünftigen Verfolgung begründen. 

Durch Republikflucht zum Flüchtling wird, wer wegen illegaler Ausreise 

Sanktionen des Heimatstaates befürchten muss, die bezüglich ihrer Inten-

sität ernsthafte Nachteile im Sinn von Art. 3 AsylG darstellen (vgl. BVGE 

2009/29). 

6.5.2 Das Bundesverwaltungsgericht befasste sich im Rahmen des Urteils  

D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 (als Referenzurteil publiziert) mit der 

Frage, ob Eritreerinnen und Eritreer, die ihr Land illegal verlassen haben, 

allein deswegen bei einer Rückkehr Verfolgung zu befürchten haben. Das 

Gericht kam dabei zum Schluss, dass sich die bisherige entsprechende 

Praxis nicht mehr aufrechterhalten lasse und vom SEM zwischenzeitlich zu 

Recht angepasst worden sei. Für die Entscheidfindung des Gerichts war 

auch die Tatsache von Bedeutung, dass seit einiger Zeit Personen aus der 

eritreischen Diaspora für kurze Aufenthalte in ihren Heimatstaat zurückkeh-

ren würden und sich unter ihnen auch Personen befänden, die Eritrea zu-

vor illegal verlassen hätten. Es sei mithin nicht mehr davon auszugehen, 

dass einer Person einzig aufgrund ihrer unerlaubten Ausreise aus Eritrea 

eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung drohe. Von der begründeten 

Furcht vor intensiven und flüchtlingsrechtlich begründeten Nachteilen sei 

nur dann auszugehen, wenn zur illegalen Ausreise weitere Faktoren hinzu-

kommen würden, welche die asylsuchende Person in den Augen der erit-

reischen Behörden als missliebige Person erscheinen liessen (vgl. a.a.O. 

E. 5). 

6.5.3 Den Akten des vorliegenden Verfahrens sind solche zusätzlichen Ge-

fährdungsfaktoren nicht zu entnehmen. Nachdem sich die vom Beschwer-

deführer vorgebrachten Vorfluchtgründe als unglaubhaft erwiesen haben, 

liegen keine glaubhaften Hinweise für Anknüpfungspunkte vor, welche ihn 

in den Augen des eritreischen Regimes als missliebige Person erscheinen 

lassen könnten. 

E-1632/2017 

Seite 15 

6.5.4 Die Frage der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten illegalen Aus-

reise kann damit offen bleiben. 

6.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass es dem Beschwerdeführer nicht 

gelungen ist, das Bestehen von Vorfluchtgründen im Sinn von Art. 3 AsylG 

oder subjektiven Nachfluchtgründen gemäss Art. 54 AsylG glaubhaft dar-

zutun. Die Vorinstanz hat zu Recht seine Flüchtlingseigenschaft verneint 

und das Asylgesuch abgelehnt. 

7.  

Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 

Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG). 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

E-1632/2017 

Seite 16 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.2.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

8.2.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich mit dem Koordinationsent-

scheid E-5022/2017 vom 10. Juli 2018 (als Referenzurteil publiziert) mit 

der Frage befasst, ob der Vollzug der Wegweisung auch angesichts einer 

drohenden Einziehung in den eritreischen Nationaldienst als zulässig 

(Art. 83 Abs. 3 AuG) und zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) qualifiziert werden 

könne. Beides hat das Gericht nach einer ausführlichen Auswertung der 

zur Verfügung stehenden Länderinformationen mit den folgenden Erwä-

gungen bejaht: 

8.2.4.1 Die Verpflichtung eritreischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, 

Nationaldienst zu leisten, kann nach Auffassung des Gerichts nicht als Aus-

übung quasi-eigentumsrechtlicher Befugnisse durch den eritreischen Staat 

bezeichnet werden. Zudem kann, auch wenn der Nationaldienst formal 

nicht befristet ist und sich teilweise über Jahre erstreckt, nicht von jenem 

dauerhaften Zustand ausgegangen werden, der für die Annahme von Leib-

eigenschaft vorausgesetzt wäre. Beim eritreischen Nationaldienst handelt 

es sich demnach weder um Sklaverei noch um Leibeigenschaft im Sinn 

von Art. 4 Abs. 1 EMRK (vgl. Urteil E-5022/2017 E. 6.1 insbes. 6.1.4). 

8.2.4.2 In seiner heutigen Ausgestaltung (namentlich angesichts seiner 

Zweckentfremdung als Mittel zur Arbeitskraftbeschaffung für das gesamte 

Wirtschaftssystem und der unabsehbaren Dauer) kann der eritreische  

Nationaldienst nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts nicht als 

E-1632/2017 

Seite 17 

"übliche Bürgerpflicht" im Sinn von Art. 4 Abs. 3 Bst. d EMRK verstanden 

werden. Die Bedingungen im Nationaldienst sind folglich grundsätzlich als 

Zwangsarbeit im Sinn von Art. 4 Abs. 2 EMRK zu qualifizieren. Für die An-

nahme der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs reicht diese Ein-

schätzung jedoch nicht aus. Vielmehr wäre hierfür erforderlich, dass durch 

die Einziehung das ernsthafte Risiko einer flagranten Verletzung von Art. 4 

Abs. 2 EMRK bestünde, der eritreische Nationaldienst mithin diese Bestim-

mung ihres essenziellen Inhalts berauben würde. Eine solche Situation 

liegt indessen – auch unter Berücksichtigung der Dienstdauer, der niedri-

gen Besoldung und der Berichte über Misshandlungen und Übergriffe wäh-

rend der Dienstzeit – nach Auffassung des Gerichts nicht vor (vgl. Urteil E-

5022/2017 E. 6.1 insbes. 6.1.5). 

8.2.4.3 In der Folge befasste sich das Bundesverwaltungsgericht in seinem 

Koordinationsentscheid mit der Frage, ob bei einer Rückkehr nach Eritrea 

aufgrund einer allfälligen illegalen Ausreise eine Inhaftierung und in diesem 

Zusammenhang eine Verletzung des konventionsrechtlichen Verbots von 

Folter oder unmenschlicher Behandlung (Art. 3 EMRK) drohen könnte. 

Auch in diesem Zusammenhang ging das Gericht davon aus, dass in Erit-

rea Misshandlungen und sexuellen Übergriffe nach einer Inhaftierung nicht 

derart flächendeckend sind, dass jede Nationaldienstleistende und jeder 

Nationaldienstleistende dem ernsthaften Risiko ausgesetzt wäre, selbst 

solche Übergriffe zu erleiden. Es besteht daher auch insoweit kein ernst-

haftes Risiko von Folter oder einer unmenschlichen Behandlung (vgl. Urteil 

E-5022/2017 E. 6.1 insbes. 6.1.6 und 6.1.8). 

8.2.4.4 Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den 

Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–

127 m.w.H.). 

8.2.5 Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen. 

E-1632/2017 

Seite 18 

8.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. An 

dieser Feststellung vermag auch nichts zu ändern, dass der Beschwerde-

führer in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 20. August 2018 die 

kürzlich vom Gericht koordinierte Praxis (unter anderem mit Hinweisen auf 

die Position der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen) kritisiert. 

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 Gestützt auf die aktuelle Rechtsprechung kann in Eritrea nicht von 

einem Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation allgemeiner Gewalt bezie-

hungsweise einer generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

ausgegangen werden. In jüngster Zeit haben sich die Lebensbedingungen 

in einigen Bereichen verbessert. Zwar ist die wirtschaftliche Lage nach wie 

vor schwierig. Die medizinische Grundversorgung, die Ernährungssitua-

tion, der Zugang zu Wasser und zur Bildung haben sich aber stabilisiert. 

Der Krieg ist seit Jahren beendet und ernsthafte ethnische oder religiöse 

Konflikte sind nicht zu verzeichnen. Zu erwähnen sind an dieser Stelle auch 

die umfangreichen Zahlungen aus der Diaspora, von denen ein Grossteil 

der Bevölkerung profitiert. Angesichts der schwierigen allgemeinen Lage 

des Landes muss jedoch in Einzelfällen nach wie vor von einer Existenz-

bedrohung ausgegangen werden, wenn besondere Umstände vorliegen. 

Anders als noch unter der früheren Rechtsprechung sind begünstigende 

individuelle Faktoren jedoch nicht mehr zwingende Voraussetzung für die 

Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs (vgl. Referenzurteil des BVGer  

D-2311/2016 vom 17. August 2017 E. 16 f.). 

8.3.2 Besondere Umstände, aufgrund derer von einer Existenzbedrohung 

ausgegangen werden müsste, sind beim Beschwerdeführer nicht ersicht-

lich. So handelt es sich bei ihm gemäss Aktenlage um einen jungen und 

gesunden Mann mit Berufserfahrung in der heimatlichen Landwirtschaft 

und in Drittstaaten. Zudem verfügt er über ein soziales und familiäres Be-

ziehungsnetz im Heimatland und hat einen Bruder erwähnt, der in Qatar 

lebt und arbeitet (vgl. Protokoll A7/21 S. 9). Auch für den Fall, dass der 

Beschwerdeführer nach einer Rückkehr den Militärdienst in Eritrea leisten 

E-1632/2017 

Seite 19 

müsste, vermöchte dies allein den Vollzug der Wegweisung nicht als unzu-

mutbar erscheinen lassen (vgl. auch Beschwerdeergänzung vom 20. Au-

gust 2018 und Referenzurteil E-5022/2017, a.a.O., E. 6.2) 

8.3.3 Seit Einreichung der Beschwerde haben sich überdies weitere Ver-

besserungen ergeben; namentlich haben Äthiopien und Eritrea jüngst ein 

Friedensabkommen geschlossen (vgl. Neue Zürcher Zeitung, Trotz Frie-

densabkommen in Eritrea – Asylpraxis bei Eritreern ändert sich vorerst 

nicht, 11. Juli 2018). 

8.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Zwar ist darauf hinzuweisen, dass derzeit die zwangsweise Rückfüh-

rung nach Eritrea generell nicht möglich ist. Die Möglichkeit der freiwilligen 

Rückkehr steht jedoch praxisgemäss der Feststellung der Unmöglichkeit 

des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG entgegen. Es 

obliegt daher dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung 

des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu 

beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 

(Art. 83 Abs. 2 AuG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvor-

schuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

  

E-1632/2017 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Eveline Chastonay 

 

 

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