# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56edd86b-4b81-5dcc-8693-2125d2d05aba
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.03.2012 PS120019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS120019_2012-03-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS120019-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Ersatzrichterin Prof. Dr. I. Jent-

Sørensen sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. F. Gohl Zschokke. 

Urteil vom 15. März 2012 

in Sachen 

 
A._____ 

Gesuchsteller und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____ 

Gesuchs- und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 
betreffend Gesuch um 

Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfrist 
(Beschwerde über das Betreibungsamt D._____) 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 22. Dezember 
2011 (CB110014) 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Am 6. Juni 2011 wurde dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. ... des 

Betreibungsamtes D._____ für eine Forderung der Beschwerdegegnerin von Fr. 

160'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 20. Mai 2011 der Zahlungsbefehl zugestellt (vgl. 

act. 7). Nachdem kein Rechtsvorschlag erhoben worden war, erliess das Betrei-

bungsamt D._____ am 1. Juli 2011 eine Pfändungsankündigung (vgl. act. 8). 

1.2. C._____, der Sohn des Beschwerdeführers, gelangte am 17. Juli 2011 mit 

persönlich überbrachter Eingabe vom selben Datum an das Bezirksgericht Hor-

gen als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Er verlang-

te namens und in Vertretung des Beschwerdeführers die Wiederherstellung der 

Rechtsvorschlagsfrist und erhob für diesen Rechtsvorschlag (vgl. act. 1 und act. 

2). Zudem machte er geltend, der Beschwerdeführer sei zur Zeit gesundheitlich 

nicht dazu in der Lage, um sich um die eigenen Geschäfte zu kümmern. C._____, 

welchem am 11. Juli 2011 eine Generalvollmacht erteilt wurde (vgl. act. 2), habe 

erst am 8. Juli 2011 von der laufenden Betreibung erfahren. Bereits vor der Aus-

einandersetzung mit der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (der Beschwerde-

gegnerin) sei der psychische und physische Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers so schlecht gewesen, dass dieser in Spitalpflege eingeliefert worden 

sei. Während dieser Zeit sei er fristlos entlassen worden. Vor allem seien seine 

Wahrnehmung der Realität und seine Kommunikationsfähigkeit mit der Umwelt 

stark gestört gewesen. Sogar seine Familienangehörigen hätten nichts von den 

aufgetretenen Schwierigkeiten erfahren können. Der Beschwerdeführer sei nicht 

dazu in der Lage gewesen, die Tragweite des Zahlungsbefehls zu erkennen (act. 

1 S. 1).  

1.3. Am 20. Juli 2011 liess der Beschwerdeführer ein ärztliches Zeugnis des Sa-

natoriums E._____ vom 19. Juli 2011 (act. 4) einreichen (vgl. act. 3). Darin bestä-

tigt Dr. med. F._____, dass der Beschwerdeführer vom 8. Juli 2011 bis auf Weite-

res, mindestens aber bis 12. August 2011, in stationärer Behandlung und somit zu 

100 % arbeitsunfähig sei. Er sei bereits einmal vom 4. bis zum 14. April 2011 im 

- 3 - 

Sanatorium E._____ hospitalisiert gewesen. Aufgrund seiner Erkrankung sei da-

von auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch während des Zeitraums zwi-

schen den beiden Hospitalisationen krankheitsbedingt nicht dazu in der Lage ge-

wesen sei, seine administrativen Angelegenheiten zu erledigen. 

1.4. Auf Ersuchen der Parteien wurde das Verfahren bis Mitte September 2011 

formlos sistiert (vgl. act. 9, act. 11, act. 12). In der Folge wurde dem Beschwerde-

führer mit Verfügung vom 24. Oktober 2011 Frist angesetzt, um ein ärztliches 

Zeugnis einzureichen, welches genaue Angaben enthält über seinen Gesund-

heitszustand, insbesondere im Zeitraum vom 6. Juni bis 17. Juli 2011, und wes-

halb es ihm nicht möglich gewesen sei, Rechtsvorschlag zu erheben. Mit Eingabe 

vom 22. Oktober 2011 (act. 18) liess der Beschwerdeführer um Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung ersuchen und mit Eingabe vom 3. November 2011 (act. 20) 

aufforderungsgemäss diverse Arztzeugnisse einreichen (vgl. act. 21/1-5). Über-

dies machte sein Vertreter mit der letztgenannten Zuschrift geltend, dass der Be-

schwerdeführer durch seine Alkoholabhängigkeit den Bezug zur Realität verloren 

habe. In der Folge habe kein Kontakt mehr zur Aussenwelt stattgefunden und er 

sei nicht mehr dazu in der Lage gewesen, Entscheidungen zu treffen oder Rechte 

und Pflichten wahrzunehmen (act. 20 S. 1). Zahlreiche Personen und Vorfälle 

würden den hilflosen Zustand des Beschwerdeführers im Zeitraum von April bis 

August 2011 respektive vom 6. Juni bis 17. Juli 2011 bezeugen. So könne 

G._____, eine Nachbarin, als Zeugin bestätigen, dass sie dem Beschwerdeführer 

Mahlzeiten habe zubereiten müssen, da er nicht mehr selber im Stande gewesen 

sei zu kochen oder einzukaufen. Sie habe ihn auch mehrmals ohne Orientierung 

in der Wohnung und im Garten sowie bewusstlos in der Küche angetroffen (act. 

20 S. 2). Auch gegenüber dem Betreibungsbeamten von D._____, Herrn 

H._____, habe der Beschwerdeführer seltsame und verwirrte Äusserungen ge-

macht (act. 20 S. 2). 

1.5. Die Beschwerdegegnerin wurde mit Verfügung vom 7. November 2011 

(act. 22) dazu aufgefordert, um zum Gesuch um Wiederherstellung der Frist für 

den Rechtsvorschlag sowie zum Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wir-

- 4 - 

kung Stellung zu nehmen. Sie liess sich fristgerecht mit Eingabe vom 22. Novem-

ber 2011 (act. 25) samt Beilagen (act. 26/1-4) vernehmen (vgl. act. 23).  

1.6. Mit Urteil vom 22. Dezember 2011 (act. 27 = act. 30 = act. 32) wies das Be-

zirksgericht Horgen das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Erhebung des 

Rechtsvorschlages ab, setzte die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- fest und auferleg-

te sie dem Beschwerdeführer.  

1.7. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

6. Februar 2012 (Datum Poststempel; act. 31) rechtzeitig Beschwerde bei der 

II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich als obere kantonale Auf-

sichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs (vgl. act. 28/1). Er ersuchte 

unter anderem um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 31 S. 4) und Auf-

schiebung der Vollstreckung (act. 31 S. 5), was mit Verfügung vom 7. Februar 

2012 (act. 37) abgelehnt wurde. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. 

1.8. Mit Verfügung vom 21. Februar 2012 (act. 39) wurde der Beschwerdegegne-

rin Frist angesetzt, um die Beschwerde zu beantworten. Der Beschwerdeführer 

ersuchte mit Eingabe vom 6. März 2012 (act. 41) erneut um Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung, da das Verwertungsbegehren zwischenzeitlich gestellt 

worden sei. Sie wurde ihm mit Verfügung vom 8. März 2012 (act. 43) gewährt. Die 

Beschwerdegegnerin beantwortete die Beschwerde fristgerecht mit Eingabe vom 

8. März 2012 (act. 45; vgl. act. 40). Unaufgefordert äusserte sich die Beschwer-

degegnerin mit Schreiben vom 13. März 2012 (act. 47) zur Verfügung vom 

8. März 2012. 

2. Prozessuales 

2.1. Wer durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, in-

nert Frist zu handeln, kann die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige 

richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen. Er muss, vom 

Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie der versäumten ein be-

gründetes Gesuch einreichen und die versäumte Rechtshandlung bei der zustän-

digen Behörde nachholen (Art. 33 Abs. 4 SchKG). Eine Person, die um Fristwie-

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derherstellung ersucht, hat die relevanten Sachverhaltselemente somit rechtzeitig 

vorzutragen, auch wenn die kantonalen Aufsichtsbehörden danach den Sachver-

halt von Amtes wegen abzuklären haben (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG).  

2.2. Soweit der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerdeschrift neue 

Ausführungen zur Sache macht (vgl. seine Schilderungen zu den Vorfällen vom 

3. April 2011 und vom 13. Mai 2011 sowie insbesondere der Hinweis, der Be-

schwerdeführer habe im relevanten Zeitraum täglich bis zu acht Flaschen Pro-

secco getrunken und Blutalkoholkonzentrationen von über 5 Promille erreicht; vgl. 

act. 31 S. 5 ff.), erweisen sich seine Vorbringen als verspätet, weshalb diese un-

berücksichtigt zu bleiben haben (Art. 326 ZPO i.V.m. Art. 20a Abs. 3 SchKG 

i.V.m. § 18 Abs. 1 EG SchKG und § 84 GOG). Das Selbe gilt auch bezüglich der 

im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Unterlagen, welche die neuen Be-

hauptungen des Beschwerdeführers untermauern sollen (vgl. act. 34/7-9; Art. 326 

ZPO i.V.m. Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 Abs. 1 EG SchKG und § 84 GOG). 

3. Materielles 

3.1. Im angefochtenen Entscheid zog die Vorinstanz insoweit korrekt in Betracht, 

dass Krankheit ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung führendes Hindernis 

sein könne. Doch müsse die Erkrankung derart sein, dass der Rechtsuchende 

durch sie davon abgehalten werde, selber innert Frist zu handeln oder durch eine 

Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen (act. 27 S. 4 mit 

Hinweis auf BGE 112 V 255; vgl. auch die Verweise in BGE 112 V 255). Weiter 

erwog die Vorinstanz, die eingereichten Arztzeugnisse würden zwar Klinikaufent-

halte und Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der Zeit vom 4. bis 14. Ap-

ril 2011 und vom 8. Juli bis 30. September 2011 sowie die Diagnose eines Alko-

holabhängigkeitssyndroms und leichtgradiger depressiver Episoden bescheinigen 

(act. 27 S. 4 mit Hinweisen auf act. 21/1, act. 21/4 und act. 21/5). Das Erheben 

eines Rechtsvorschlages sei jedoch eine sehr einfach auszuführende Rechts-

handlung, welche an keine speziellen Formvorschriften gebunden sei. Es sei nicht 

ersichtlich, weshalb die gesundheitliche Einschränkung des Beschwerdeführers 

gerade im für die Erhebung des Rechtsvorschlages relevanten Zeitraum vom 

6. Juni 2011 bis 16. Juni 2011 derart schwerwiegend gewesen sein sollte, dass 

- 6 - 

ihm die Erhebung des Rechtsvorschlages bzw. die Bestellung eines Vertreters 

nicht zumutbar gewesen sei (act. 27 S. 4 f.).  

3.2. Bereits das ärztliche Zeugnis von Dr. med. F._____, Sanatorium E._____ 

AG, vom 19. Juli 2011 (act. 4) hält fest, der Beschwerdeführer sei auch zwischen 

seiner Hospitalisation im April 2011 und seinem Wiedereintritt am 8. Juli 2011 

krankheitsbedingt nicht dazu in der Lage gewesen, seine administrativen Angele-

genheiten zu erledigen. In ihrem ärztlichen Zeugnis vom 31. Oktober 2011 (act. 

2/1) teilt Dr. med. I._____ diese Auffassung und stellt die Diagnose, dass der Be-

schwerdeführer an einem Alkoholabhängigkeitssyndrom und an einer leichtgradi-

gen depressiven Episode leide. Dem Beschwerdeführer wird auch in den ärztli-

chen Zeugnissen von med. pract. J._____ vom 26. August 2011 (act. 21/4) und 

vom 2. September 2012 (act. 21/2) eine Alkoholabhängigkeit attestiert. Aus dem 

erstgenannten geht überdies hervor, dass sich der Beschwerdeführer ab dem 4. 

August 2011 stationär in der K._____ Klinik aufhielt. Es ist gerichtsnotorisch, dass 

diese auf Suchtbehandlungen spezialisiert ist. Eine seit spätestens April 2011 be-

stehende massive Alkoholabhängigkeit des Beschwerdeführers erscheint auf 

Grund der erwähnten Arztzeugnisse als ausgewiesen. Ebenso ist gerichtsnoto-

risch, dass eine solche zu erheblichen psychischen und physischen Beeinträchti-

gungen führen kann, welche sich auch auf die Urteils- bzw. Handlungsfähigkeit 

auszuwirken vermögen. 

3.3. Es trifft zwar zu, dass das Erheben eines Rechtsvorschlages eine sehr ein-

fach auszuführende Rechtshandlung ist, an welche keine speziellen Formvor-

schriften gebunden sind (act. 27 S. 4). Für deren Vornahme ist jedoch zwingend 

erforderlich, dass der Empfänger dazu in der Lage ist, die Tragweite des Zah-

lungsbefehls zu erkennen. Diese Voraussetzungen waren gemäss den ärztlichen 

Zeugnissen beim Beschwerdeführer auf Grund von dessen massiver Alkoholab-

hängigkeit, welche am 8. Juli 2011 in einer erneuten Klinikeinweisung mündete, 

nicht erfüllt. 

3.4. Daran vermag auch der von der Beschwerdegegnerin erhobene Einwand 

nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer immerhin dazu in der Lage gewe-

sen sei, nach der Anvisierung des Zahlungsbefehls vom 27. Mai 2011 am 3. Juni 

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2011 L._____, den Spitaldirektor, telefonisch zu kontaktieren. Danach habe sich 

der Beschwerdeführer am 6. Juni 2011 auf das Betreibungsamt begeben und den 

Zahlungsbefehl entgegengenommen. Er habe nie behauptet, dass er zu diesem 

Zeitpunkt handlungsunfähig gewesen sei (act. 25 S. 2 und act. 45 S. 2 und S. 3). 

Letzteres ist keineswegs erforderlich, steht hier doch der Zeitraum zwischen dem 

Erhalt des Zahlungsbefehls und dem Ablauf der 10-tägigen Frist zur Erhebung 

des Rechtsvorschlages zur Diskussion. Aus dem selben Grund versucht die Be-

schwerdegegnerin erfolglos etwas aus ihrem Hinweis abzuleiten, der Beschwer-

deführer sei anlässlich einer Anhörung vom 12. April 2011 voll orientiert und ein-

schränkungslos urteilsfähig gewesen (act. 25 S. 3 mit Hinweis auf act. 26/1). Er-

gänzend ist hierzu überdies festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer wäh-

rend der erwähnten Anhörung im Sanatorium E._____ befand (vgl. act. 26/1 S. 1), 

wo ihm kein Alkohol zugänglich gewesen sein dürfte. 

3.5. Die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, der Beschwerdeführer hätte 

fristgerecht Rechtsvorschlag erheben können, ist folglich nicht zu teilen. Eine Be-

fragung der vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren offerierten 

Zeugen (vgl. act. 20) vermöchte an diesem Ergebnis nichts zu ändern, weshalb 

darauf zu verzichten ist. 

3.6. Auf Grund der dargelegten Erwägungen erweist sich die Beschwerde als 

begründet. Das angefochtene Urteil ist somit aufzuheben, und es ist im Sinne der 

dargelegten Erwägungen ein neuer Entscheid zu fällen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Es dürfen keine Par-

teientschädigungen zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

- 8 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlages in der Betreibung Nr. ... des 

Betreibungsamtes D._____ wird wiederhergestellt.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdeführer unter Bei-

lage eines Doppels von act. 47, und – unter Beilage der erstinstanzlichen 

Akten – an das Bezirksgericht Horgen als untere kantonale Aufsichtsbehör-

de in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen sowie an das Betreibungsamt 

D._____, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 

113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. F. Gohl Zschokke 
 
versandt am: 

	Urteil vom 15. März 2012
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Am 6. Juni 2011 wurde dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes D._____ für eine Forderung der Beschwerdegegnerin von Fr. 160'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 20. Mai 2011 der Zahlungsbefehl zugestellt (vgl. act. 7). Nachde...
	1.2. C._____, der Sohn des Beschwerdeführers, gelangte am 17. Juli 2011 mit persönlich überbrachter Eingabe vom selben Datum an das Bezirksgericht Horgen als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Er verlangte namens und in Vertret...
	1.3. Am 20. Juli 2011 liess der Beschwerdeführer ein ärztliches Zeugnis des Sanatoriums E._____ vom 19. Juli 2011 (act. 4) einreichen (vgl. act. 3). Darin bestätigt Dr. med. F._____, dass der Beschwerdeführer vom 8. Juli 2011 bis auf Weiteres, mindest...
	1.4. Auf Ersuchen der Parteien wurde das Verfahren bis Mitte September 2011 formlos sistiert (vgl. act. 9, act. 11, act. 12). In der Folge wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 24. Oktober 2011 Frist angesetzt, um ein ärztliches Zeugnis einzure...
	1.5. Die Beschwerdegegnerin wurde mit Verfügung vom 7. November 2011 (act. 22) dazu aufgefordert, um zum Gesuch um Wiederherstellung der Frist für den Rechtsvorschlag sowie zum Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen. Sie lie...
	1.6. Mit Urteil vom 22. Dezember 2011 (act. 27 = act. 30 = act. 32) wies das Bezirksgericht Horgen das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlages ab, setzte die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- fest und auferlegte sie dem Be...
	1.7. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Februar 2012 (Datum Poststempel; act. 31) rechtzeitig Beschwerde bei der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbet...
	1.8. Mit Verfügung vom 21. Februar 2012 (act. 39) wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um die Beschwerde zu beantworten. Der Beschwerdeführer ersuchte mit Eingabe vom 6. März 2012 (act. 41) erneut um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, da d...

	2. Prozessuales
	2.1. Wer durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, kann die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen. Er muss, vom Wegfall des Hinder...
	2.2. Soweit der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerdeschrift neue Ausführungen zur Sache macht (vgl. seine Schilderungen zu den Vorfällen vom 3. April 2011 und vom 13. Mai 2011 sowie insbesondere der Hinweis, der Beschwerdeführer habe im releva...

	3. Materielles
	3.1. Im angefochtenen Entscheid zog die Vorinstanz insoweit korrekt in Betracht, dass Krankheit ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung führendes Hindernis sein könne. Doch müsse die Erkrankung derart sein, dass der Rechtsuchende durch sie davon ab...
	3.2. Bereits das ärztliche Zeugnis von Dr. med. F._____, Sanatorium E._____ AG, vom 19. Juli 2011 (act. 4) hält fest, der Beschwerdeführer sei auch zwischen seiner Hospitalisation im April 2011 und seinem Wiedereintritt am 8. Juli 2011 krankheitsbedin...
	3.3. Es trifft zwar zu, dass das Erheben eines Rechtsvorschlages eine sehr einfach auszuführende Rechtshandlung ist, an welche keine speziellen Formvorschriften gebunden sind (act. 27 S. 4). Für deren Vornahme ist jedoch zwingend erforderlich, dass de...
	3.4. Daran vermag auch der von der Beschwerdegegnerin erhobene Einwand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer immerhin dazu in der Lage gewesen sei, nach der Anvisierung des Zahlungsbefehls vom 27. Mai 2011 am 3. Juni 2011 L._____, den Spitaldire...
	3.5. Die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, der Beschwerdeführer hätte fristgerecht Rechtsvorschlag erheben können, ist folglich nicht zu teilen. Eine Befragung der vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren offerierten Zeugen (vgl. act...
	3.6. Auf Grund der dargelegten Erwägungen erweist sich die Beschwerde als begründet. Das angefochtene Urteil ist somit aufzuheben, und es ist im Sinne der dargelegten Erwägungen ein neuer Entscheid zu fällen.

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Es dürfen keine Parteientschädigungen zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).

	Es wird erkannt:
	1. Die Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlages in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes D._____ wird wiederhergestellt.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdeführer unter Beilage eines Doppels von act. 47, und – unter Beilage der erstinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Horgen als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...