# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2c85eea-a3ff-5404-a839-65b6b490d3fe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.08.2014 D-3559/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3559-2014_2014-08-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-3559/2014 
spn/sts/don 

 

 

  U r t e i l  v o m  7 .  A u g u s t  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Bangladesh,   

vertreten durch lic. iur. Jürg Walker, Fürsprech,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 19. Mai 2014 / N (…). 

 

 

D-3559/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge 

am 13. März 2013 verliess und über Bahrain und Italien am 16. März 

2013 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,  

dass er bei der Befragung vom 28. März 2013 und der einlässlichen An-

hörung vom 20. März 2014 zu seinen Asylgründen im Wesentlichen vor-

brachte, er sei Vizepräsident der "Chatra-Dol", des studentischen Flügels 

der Oppositionspartei BNP (Bangladesh National Party), des Kreises 

B._______, 

dass er am 28. Januar 2013 an einer Demonstration teilgenommen habe 

und beschuldigt werde, dort Autos beschädigt zu haben, und der Fall bei 

einem Spezialgericht hängig sei, 

dass deswegen am 26. Februar 2013 das Haus seiner Familie von der 

regierenden Partei Awami-Liga angegriffen worden sei, Wertgegenstände 

mitgenommen und zerstört worden seien und sein Vater verprügelt wor-

den sei, wobei eine entsprechende Anzeige bei der Polizei nicht entge-

gengenommen worden sei, 

dass er auf einer schwarzen Liste der Regierung über aktive und führen-

de Mitglieder der Opposition verzeichnet sei, 

dass das Zivilstandsamt C._______ am (…) 2014 einen Reisepass (aus-

gestellt durch die Botschaft in Genf am […] 2014), einen Geburtsschein, 

ein Identifikations- und ein Nationalitätszertifikat (alle ausgestellt am […] 

2014) sowie eine Ledigkeitsbescheinigung (ausgestellt am […] 2014) des 

Beschwerdeführers sicherstellte, 

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 

vom 19. Mai 2014 – eröffnet am 26. Mai 2014 – abwies und die Wegwei-

sung sowie den Vollzug anordnete, 

dass es dabei zur Begründung im Wesentlichen ausführte, die Aussagen 

des Beschwerdeführers seien nicht glaubhaft, 

dass der Beschwerdeführer an der Befragung angegeben habe, er sei 

beschuldigt worden, Autos während eines Streiks zerstört zu haben, ob-

wohl er gar nicht dabei gewesen sei, während er an der Anhörung gesagt 

habe, dass er am Streik teilgenommen aber keine Autos zerstört habe, 

D-3559/2014 

Seite 3 

dass er an der Befragung angegeben habe, er habe von einem Bekann-

ten seines Vaters von seiner Verzeichnung auf der schwarzen Liste erfah-

ren, während er an der Anhörung gesagt habe, sein Onkel, ein Mitglied 

der Awami-Liga, habe ihm davon erzählt, 

dass er unterschiedliche Angaben zum Vorsitzenden seiner Partei 

"Chatra-Dol" gemacht habe, 

dass er zu seinen Identitätsdokumenten an der Befragung gesagt habe, 

er habe eine neue Identitätskarte beantragt, weil die alte abgelaufen sei, 

während er an der Anhörung davon gesprochen habe, dass er die alte 

Identitätskarte wegen einer Namensänderung zurückgegeben habe, 

dass in dem beim Zivilstandsamt abgegebenen Identitäts- und Leu-

mundszeugnis stehe, dass er nicht gegen die Gesetze des Landes ver-

stossen habe, 

dass die Tatsache, dass er bei der Vertretung seines Landes in der 

Schweiz einen Pass beantragt habe, in krassem Widerspruch zu seinen 

Asylvorbringen stehe, 

dass der Beschwerdeführer – handelnd durch seinen Rechtsvertreter – 

mit Eingabe vom 25. Juni 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft sowie die 

Asylgewährung und eventualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnah-

me beantragte, 

dass er in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und Art. 110a AsylG 

(SR 142.31) ersuchte, 

dass er zur Begründung seiner Beschwerde vorab ausführte, das BFM 

verstosse gegen die Grundsätze der Verfahrensökonomie, indem es sei-

ne geplante Heirat nicht abgewartet habe, hätte es doch dann das Asyl-

verfahren wohl ohne grossen Aufwand abschreiben können, 

dass er weiter natürlich an diesem Streik teilgenommen habe und sich die 

Aussage, nicht dabei gewesen zu sein, auf das Demolieren von Autos 

bezogen haben müsse, 

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Seite 4 

dass er den Bekannten seines Vaters immer schon mit Onkel bezeichnet 

habe, was in islamischen Ländern ein Zeichen der Verehrung sei, 

dass bei der Frage nach dem Vorsitzenden der Partei an den vom BFM 

zitierten Stellen nicht nach der gleichen Person gefragt worden sei, son-

dern einmal nach dem eigentlichen Parteipräsidenten und einmal nach 

dem Vorsitzenden des lokalen Ablegers der Partei, 

dass weiter hinten im Protokoll der Anhörung dann aber auch noch Fra-

gen nach den Vorsitzenden der "Chatra-Dol" auf verschiedenen Hierar-

chiestufen gestellt worden seien, auf welche das BFM sinnigerweise nicht 

eingehe, da der Vorsitz regelmässig geändert habe, 

dass man ihm auch hier keinen Vorwurf machen könne, weil das BFM die 

Frage nach dem Präsidenten bei der Befragung und bei der Anhörung in 

der Gegenwartsform gestellt habe, sodass er jeweils diejenige Person 

angegeben habe, die gerade im Amt gewesen sei, 

dass es bezüglich der Identitätskarte zu Verständigungsproblemen an der 

Befragung gekommen sei und er nie gesagt habe, die alte Identitätskarte 

sei abgelaufen, sondern nur, dass die, die er im Jahre 2007 bekommen 

habe, habe erneuert werden müssen, und er vorher nie eine Identitätskar-

te mit der richtigen Namensschreibweise gehabt habe, 

dass das BFM, hätte in dem Identitäts- und Leumundszeugnis gestanden, 

er habe gegen die Gesetze des Landes verstossen und sei deshalb an-

geklagt worden, behauptet hätte, solche Papiere seien in Bangladesh 

mühelos erhältlich und hätten keinen Beweiswert, und sich die Frage stel-

le, wieso ein Beweismittel, das zumindest ein wenig seinen Vorbringen 

widerspreche nun einen Beweiswert haben solle, 

dass es trotz bestehender Verfolgung möglich sei, ein Identitäts- und 

Leumundszeugnis zu besorgen, das keinerlei Hinweise auf Verfolgung 

enthalte, 

dass zudem die Möglichkeit bestehe, dass weder die auszustellende Be-

hörde noch die Vertretung im Ausland etwas von seiner Verfolgung ge-

wusst habe, sei doch weder eine Anklage erhoben noch sei er zur Fahn-

dung ausgeschrieben worden und fürchte er sich primär davor, von Mit-

gliedern der Awami-Liga verfolgt zu werden, 

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Seite 5 

dass es sich bei der Heirat um ein höchstpersönliches Recht handle und 

es ihm daher erlaubt sein müsse, zur Vertretung seines Heimatlandes 

Kontakt aufzunehmen, 

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 7. Juli 2014 das Gesuch 

um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung sowie um Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zufolge Aussichtslosigkeit der 

Begehren abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 21. Juli 

2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu bezahlen, verbunden mit 

der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht 

eingetreten,  

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 21. Juli 2014 fristgerecht ge-

leistet wurde,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Juli 2014 dem Bundes-

verwaltungsgericht anzeigte, der Beschwerdeführer habe den Kostenvor-

schuss einbezahlt,  

dass er das Bundesverwaltungsgericht zudem aufforderte, sich in Bezug 

auf die angeblichen Widersprüche ausführlicher mit den Ausführungen in 

der Beschwerde zu befassen, 

dass er im Weiteren in Bezug auf die Einholung eines Reisepasses meh-

rere Urteile der Asylrekurskommission (ARK) zitierte, welche im vorlie-

genden Verfahren zu berücksichtigen seien,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

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Seite 6 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben 

hält, 

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Seite 7 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass die vorinstanzlichen Erwägungen in materieller Hinsicht nicht zu be-

anstanden sowie zu bestätigen sind und die Vorinstanz das Asylgesuch 

zu Recht zufolge Unglaubhaftigkeit abgelehnt hat,  

dass der Beschwerdeführer beim Zivilstandsamt C._______ diverse Do-

kumente im Original (darunter einen Reisepass) einreichte, welche im 

Februar und April 2014 ausgestellt wurden,  

dass von einer tatsächlich verfolgten Person nicht zu erwarten ist, dass 

sie sich an die Behörden des Verfolgerstaates wendet und die Behörde 

ohne weiteres Reisepapiere ausstellt, 

dass davon auszugehen ist, sowohl die Behörden im Inland als auch die 

heimatlichen Behörden im Ausland wüssten über eine allfällige Verfol-

gung Bescheid, ist doch der Fall des Beschwerdeführers gemäss seinen 

Aussagen vor einem Gericht hängig, 

dass die diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerdeschrift und in der 

ergänzenden Eingabe vom 22. Juli 2014 diese Vermutung nicht umzu-

stossen vermögen, zumal es sich bei den zitierten Urteilen der ARK um 

anders gelagerte Sachverhalte handelt,  

dass der Beschwerdeführer sich bis heute nicht dazu äusserte, weshalb 

es ihm im Rahmen des Ehevorbereitungsverfahrens im Gegensatz zum 

Asylverfahren gelang, Identitätspapiere zu beschaffen (vgl. Akten des 

BFM A5 S. 5 und A20 F8 ff.), und er dadurch die ihm obliegende Mitwir-

kungspflicht im Sinne von Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG verletzt hat, 

dass in den Dokumenten überdies bestätigt wird, dass der Beschwerde-

führer nicht gegen das Gesetz verstossen habe (didn't participate against 

the discipline of his country), 

dass diesen offiziellen Dokumenten im Original ein hoher Beweiswert zu-

gemessen wird und das Argument in der Beschwerde, würden sie das 

Gegenteil beweisen, würde ihnen kein Beweiswert zugesprochen, nicht 

valide ist, zumal die Dokumente vom Justiz-, vom Aussenministerium und 

vom obersten Gerichtshof abgestempelt wurden, 

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Seite 8 

dass der Beschwerdeführer zudem in keiner Weise substantiiert hat, wie 

er an die entsprechenden Beweismittel gelangt sein will, müsste er doch, 

falls sie tatsächlich etwas Falsches belegen, Behördenmitglieder besto-

chen haben,  

dass die Aussagen des Beschwerdeführers vor diesem Hintergrund und 

aufgrund folgender Erwägungen als unglaubhaft zu werten sind, 

dass zwar das politische Engagement des Beschwerdeführers nicht 

gänzlich unglaubhaft erscheint, wusste er doch verschiedene Namen an-

zugeben und kannte sich mit der Partei, deren Struktur und den politi-

schen Abläufen aus, 

dass aber schon hier erste Zweifel an den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers entstehen, gab er doch den Namen des Parteipräsidenten als sein 

Vorsitzender – wie vom BFM richtig ausgeführt aber mit falschen Proto-

kollstellen belegt – unterschiedlich an (vgl. A5 S. 8: D._______ und A20 

F122: E._______), 

dass weder die Erklärung des Beschwerdeführers an der Anhörung, als 

er auf diesen Widerspruch aufmerksam gemacht wurde, noch die Ausfüh-

rungen in der Beschwerde daran etwas ändern, gab er doch an, er habe 

an der Befragung vermutlich F._______ angegeben, das Komitee werde 

aber alle zwei Jahre gewechselt und E._______ sei der aktuelle Präsi-

dent (A20 F166 f.), was aber wiederum mit seiner Aussage im Wider-

spruch steht, wonach er nach dem 28. Januar 2013 führende Personen 

der "Chatra-Dol", darunter E._______, Präsident der "Chatra-Dol" und 

sein Vorsitzender, im Auto begleitet habe (A20 F120 ff.),  

dass weiter nicht auszuschliessen ist, dass der Beschwerdeführer an der 

Demonstration vom 28. Januar 2013 teilgenommen hat, machte er doch 

relativ lebensnahe Aussagen zum Ablauf der Demonstration (vgl. A20 F82 

ff.),  

dass aber auch hier weitere Zweifel entstehen, gab doch der Beschwer-

deführer, auf die Nachfrage, wieso er an der Befragung angegeben habe, 

er habe nicht an der Demonstration teilgenommen, während er an der 

Anhörung angegeben habe, er habe teilgenommen, undurchsichtig an, 

dass er dort gewesen sei, sei korrekt, und dass er nicht hingegangen sei, 

sei auch korrekt, ob er zu einer Versammlung gegangen sei oder nicht, 

sein Name sei sowieso eingetragen worden (vgl. A20 F162), 

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dass vor diesem Hintergrund auch die Erklärung in der Beschwerde, er 

habe damit gemeint, er habe an der Demonstration teilgenommen nicht 

aber die Autos demoliert, unbehelflich wirkt, 

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Aussagen aber ohnehin nicht 

eine überragend wichtige Persönlichkeit in der Partei gewesen ist und 

selber auch keine Demonstrationen organisierte, sondern lediglich seine 

Leute dahin brachte (vgl. A20 F98 ff.),  

dass dem Beschwerdeführer im Weiteren die über sein allfälliges politi-

sches Engagement hinausgehenden Vorbringen, er sei deshalb asyl-

rechtlich relevanten Nachteilen ausgesetzt, nicht geglaubt werden kön-

nen, 

dass der Beschwerdeführer nämlich weder zur schwarzen Liste, und 

weshalb er auf dieser stehe, noch zum Verfahren gegen ihn nähere An-

gaben gemacht hat und auch keine Anklageschrift einreichte, obwohl er 

angeblich sogar anwaltlich vertreten war (vgl. A5 S. 7 f., A20 F34, F62, 

F95, F112 f., F156 ff.), 

dass die Aussage, er sei als Vizepräsident einer relativ kleinen Studen-

tensektion von der Regierungspartei zu Hause angegriffen worden, wäh-

rend die Häuser führender Mitglieder der BNP nicht angegriffen wurden 

(vgl. A20 F128 ff. und F142), realitätsfern ist, 

dass auch nicht nachvollziehbar ist, wieso der Beschwerdeführer zu ei-

nem Zeitpunkt, da er bereits Angst vor der Polizei hatte und sich bei 

Freunden versteckte, den ganzen Tag führende Parteimitglieder im Auto 

begleitete (vgl. A20 F115 ff.), 

dass auch die Aussagen zu der Hausdurchsuchung vom 26. Februar 

2013 unsubstantiiert waren und vom Beschwerdeführer, obwohl er nicht 

dabei war, diesbezüglich spezifischere Angaben hätten erwartet werden 

können (vgl. A20 F125 ff.),  

dass die umständliche Erklärung in der Beschwerde bezüglich der Wider-

sprüche rund um die Identitätskarte des Beschwerdeführers angesichts 

der Aussagen in den Protokollen konstruiert wirkt und deshalb nicht über-

zeugt, zumal der Beschwerdeführer an der Befragung den Namensfehler 

zur Klärung des Missverständnisses nicht erwähnte, 

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dass sich vor diesem Hintergrund eine weitere Auseinandersetzung mit 

vom BFM angeführten und vom Beschwerdeführer bestrittenen Wider-

sprüchen erübrigt, da dies zu keinem anderen Ergebnis zu führen ver-

möchte,  

dass insgesamt ein politisches Engagement des Beschwerdeführers al-

lenfalls glaubhaft wirkt, aber nicht davon auszugehen ist, es habe daraus 

eine asylrechtlich relevante Verfolgung resultiert, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass die Argumentation des Beschwerdeführers, das BFM hätte sein 

Ehevorbereitungsverfahren abwarten müssen, nicht stichhaltig ist,  

dass sich durch die Aussage in der Beschwerde, das BFM hätte bei einer 

Heirat das Asylverfahren wohl abschreiben können, der Verdacht auf-

drängt, der Beschwerdeführer habe das Asylverfahren missbraucht, auch 

wenn im Schreiben vom 22. Juli 2014 nun ausgeführt wird, es stehe nicht 

fest, dass er das Asylgesuch nach der Heirat zurückgezogen hätte, 

dass das Recht auf Eheschliessung nach Art. 12 EMRK bezüglich Um-

setzung des Anspruchs ausdrücklich auf die innerstaatlichen Gesetze 

verweist und diesbezüglich anzumerken ist, dass ein Ehevorbereitungs-

verfahren in der Schweiz grundsätzlich auch möglich ist, wenn die Braut-

leute nicht in der Schweiz wohnen (Art. 62 ff. der Zivilstandsverordnung 

vom 28. April 2004 [ZStV, SR 211.112.2]), sodass der Beschwerdeführer 

den Ausgang seines Ehevorbereitungsverfahrens auch im Ausland ab-

warten kann, 

dass es gemäss der in der Beschwerde zitierten Rechtsprechung des 

Bundesgerichts Aufgabe der kantonalen Migrationsbehörden ist, auf ent-

sprechendes Gesuch hin dem Recht auf Ehe gemäss Art. 12 EMRK und 

Art. 14 BV Achtung zu verschaffen, indem diese unter Umständen eine 

Kurzaufenthaltsbewilligung zum Zwecke der Eheschliessung zu erteilen 

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Seite 11 

haben (BGE 137 I 351 E. 3.7) und es eben nicht der Zweck des Asyl-

rechts ist, Personen eine Aufenthaltserlaubnis zu verschaffen, damit sie in 

der Schweiz heiraten können, 

dass die verfügte Wegweisung demnach im Einklang mit den gesetzli-

chen Bestimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshinder-

nissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-

weisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das 

heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und an-

dernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 

m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-

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Seite 12 

gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-

sichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass zudem, wie bereits das BFM treffend feststellte, der Beschwerdefüh-

rer ein junger – und soweit dies den Akten zu entnehmen ist – gesunder 

Mann ist, der überdurchschnittlich gebildet ist und davon auszugehen ist, 

dass ihm seine Familie bei der Reintegration in Bangladesh unterstützend 

zur Seite stehen wird,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und der Beschwerdeführer vorliegend über gültige 

Reisepapiere verfügt, 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

und mit dem am 21. Juli 2014 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-

schuss zu verrechnen sind. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt und mit dem in gleicher Höhe einbezahlten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner 

 

 

Versand: