# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2608ca0-2051-5ecf-be17-37033de2f25f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2011 E-5203/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5203-2011_2011-09-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5203/2011

U r t e i l   v om   2 2 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;  
Gerichtsschreiberin Carmen Wittwer.

Parteien A._______, geboren (…), Tunesien, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren);
Verfügung des BFM vom 7. September 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  24.  Juli  2011  in  der  Schweiz  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  ein  Abgleich  mit  der  europäischen  Fingerabdruck­Datenbank 
(Zentraleinheit Eurodac) ergab, dass er am 14. September 2009 in Italien 
ein Asylgesuch eingereicht hatte,

dass  am  3.  August  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
B._______  eine  summarische  Befragung  des  Beschwerdeführers 
stattfand und ihm dabei das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Italiens für 
das  vorliegende  Asylverfahren  sowie  zu  einer  allfälligen  Wegweisung 
dorthin gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  einzig  geltend  machte,  die 
Arbeitssituation  sei  dort  schwierig,  er  wolle  ein  geregeltes  Leben  und 
habe in Italien keine Zukunftsperspektiven,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  September  2011  –  eröffnet  am       
13.  September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  nach  Italien 
sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  den  Beschwerdeführer  unter  Androhung  von 
Zwangsmitteln  im Unterlassungsfall  aufforderte,  die Schweiz  spätestens 
am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton 
C._______ verpflichtete,  die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, dem 
Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis 
aushändigte  und  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  diese 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung

dass  es  zur  Begründung  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe 
nachweislich  am  14.  September  2009  in  Italien  ein  Asylgesuch 
eingereicht, 

dass das BFM gestützt auf einen Eurodac­Treffer an Italien ein Ersuchen 
um  Übernahme  des  Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art. 16  Abs.  1 
Bst. e  der  Verordnung  (EG)  Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar 
2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den 

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ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat 
(Dublin­II­VO), gestellt habe,

dass Italien innerhalb der festgelegten Frist nicht geantwortet habe, wes­
halb gestützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO die Zuständigkeit  für 
die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  auf  Italien 
übergegangen sei,

dass  somit  Italien  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR  0.142.392.68]),  auf  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember 
2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik 
Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung 
und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und 
Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags 
(Übereinkommen  vom  17.  Dezember  2004,  SR 0.362.32)  und  in 
Berücksichtigung  der  Dublin­II­VO  sowie  der  Verordnung  (EG)  Nr. 
1560/2003  der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit 
Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin­II­VO  (Dublin­DVO)  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass die Überstellung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung  der  Frist  –  bis  spätestens  am  6.  März  2012  zu  erfolgen 
habe,

dass  die  vom  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Gewährung  des 
rechtlichen  Gehörs  geltend  gemachten  Gründe  praxisgemäss  nicht 
geeignet seien, die Rückführung nach Italien zu verhindern,

dass  es  namentlich  Sache  der  italienischen  Behörden  sei,  ihm  die 
allenfalls  notwendige Unterstützung  durch Sozialhilfe  zu  gewähren,  und 
keine Hinweise dafür vorliegen würden, er geriete bei einer Überstellung 
nach Italien in eine existenzielle Notlage, 

dass keine Hinweise auf eine mögliche Verletzung des Non­Refoulement­
Gebots  oder  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  im 
Falle  einer Rückführung des Beschwerdeführers  nach  Italien  bestünden 

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und weder die dort herrschende Situation noch andere Gründe gegen die 
Zumutbarkeit der Wegweisung in diesen Staat sprächen,

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Italien zumutbar, technisch 
möglich und praktisch durchführbar sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. September 2011 gegen 
die  Verfügung  des  BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhob und in materieller Hinsicht beantragt, diese sei aufzuheben und die 
Vorinstanz  sei  anzuweisen,  ihr  Recht  zum Selbsteintritt  auszuüben  und 
sich für das vorliegende Asylgesuch als zuständig zu erachten, 

dass  er  in  formeller  Hinsicht  beantragt,  der  Beschwerde  sei  die 
aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  und  die  Vollzugspersonen  seien 
anzuweisen,  von  einer  Überstellung  nach  Italien  abzusehen,  bis  das 
Bundesverwaltungsgericht  über  die  Beschwerde  entschieden  habe,  auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten und es sei ihm 
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren,

dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde,  die  sich  im  Wesentlichen  darin 
erschöpft,  die  Verhältnisse  in  Italien  zu  kritisieren,  auf  die  Akten 
verwiesen  und  −  soweit  entscheidwesentlich  −  in  den  nachfolgenden 
Erwägungen darauf eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  21.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens 
des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerde  frist­  und  formgerecht  eingereicht  wurde,  der 
Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen hat, durch 

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die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher 
zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG 
sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 
VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das 
BFM  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten  ist und  infolgedessen die 
Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat, 

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  indes 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von 
Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des 
Nichteintretensentscheides  stellen  (vgl.  BVGE  E­5644/2009  vom  31. 
August 2010 E. 10.2.),

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 

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Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien feststeht 
und von diesem auch nicht bestritten wird,

dass  das  BFM  am  22.  August  2011  an  Italien  ein  Ersuchen  um 
Übernahme  des Beschwerdeführers  gestellt  und  dieser  Staat  innert  der 
festgelegten  Frist  nicht  geantwortet  hat,  weshalb  das  Bundesamt  in 
seiner Verfügung zu Recht feststellte, gestützt auf die Dublin­II­VO sei die 
Zuständigkeit auf Italien übergegangen,

dass  Italien  unter  anderem Signatarstaat  des Abkommens  vom 28.  Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der 
EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 
oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung 
oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass  keine  Hinweise  dafür  bestehen,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten 
würde, 

dass  sich  das  italienische  Asylsystem  aufgrund  der  jüngsten 
Entwicklungen  im  nordafrikanischen Raum  verbunden mit  einer  starken 
Zunahme von Asylsuchenden zwar mit erheblichen Kapazitätsproblemen 
konfrontiert sieht,

dass  indessen vorliegend keine konkreten Hinweise dafür bestehen, der 
italienische  Staat  würde  den  Zugang  zu  einem  funktionierenden 
Asylverfahren nicht gewährleisten,

dass  Asylsuchende  in  Italien  bei  der  Unterkunft,  der  Arbeit  und  dem 
Zugang zur medizinischen  Infrastruktur zwar Schwierigkeiten ausgesetzt 
sein können, wobei sich bereits vorbestandene Kapazitätsprobleme in der 
jüngsten Zeit akzentuiert haben dürften,

dass  aber  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den 
Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen 
Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  –  eine  Betreuung  durch  die 
italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen 
ist nicht  in  jedem Fall gewährleistet – nicht zum Schluss gelangt,  Italien 

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verletze  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie  Nr.  2003/9/EG,  woran 
auch  der  Hinweis  in  der  Beschwerde  auf  einen  Bericht  der  deutschen 
NGO Pro Asyl vom 28. Feb­ruar 2011 und auf andere Berichte nichts zu 
ändern vermag,

dass  angesichts  dieser  Sachlage  keine  Veranlassung  besteht,  die 
Regelvermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  sich  Italien  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK  und 
der FoK, hält (BVGE 2010/45 E. 7.5. und 7.7.), 

dass  diese  Vermutung  umgestossen  werden  kann,  wenn  im  konkreten 
Einzelfall  ernsthafte  Indizien  dafür  vorliegen,  dass  die  Behörden  des 
betreffenden  Signatarstaates  Völkerrecht  verletzen  (BVGE  2010/45 
a.a.O.),

dass indessen solche Indizien im vorliegenden Fall nicht ersichtlich sind,

dass  namentlich  Dublin­Rückkehrende  und  verletzliche  Personen 
bezüglich  Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt 
behandelt  werden  und  sich  –  neben  den  staatlichen  Strukturen  –  auch 
zahlreiche private Hilfsorganisationen der Betreuung von Asylsuchenden 
und Flüchtlingen annehmen,

dass  beispielsweise  die  Organisation  "Arci  con  Fraternità"  seit  dem 
1. Januar  2009  die  Betreuung  der  Flüchtlinge  im  Flughafen  Fiumicino 
(Rom)  organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose 
Rechtsberatung anbietet (s. Urteil des BVGer D­7654/2010 vom 20. April 
2011),

dass  insgesamt  keine  schwerwiegenden  humanitären Gründe  im  Sinne 
von  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  zu  erkennen  sind,  die  einer 
Überstellung  des  Beschwerdeführers  nach  Italien  entgegenstehen  und 
aus diesem Grunde einen Selbsteintritt als angezeigt erscheinen lassen,

dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht  in Anwendung von Art. 34 
Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in 
Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt von 
Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

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die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, sondern vor 
der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts  (Art.  3  Dublin­II­VO)  oder  gegebenenfalls  –  wenn 
sich Familienmitglieder  in verschiedenen Dublin­Mitgliedstaaten befinden 
und  zusammengeführt  werden  sollen  –  bei  der  Ausübung  der 
sogenannten Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin­II­VO),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  darzutun  vermag,  inwiefern  die 
angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen 
Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist 
(Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem Entscheid  in der Hauptsache ohne vorgängige  Instruktion 
die Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 
und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  hinfällig 
werden,

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG 
unbesehen  der  behaupteten  Bedürftigkeit  (eine  entsprechende 
Bestätigung  liegt  der  Beschwerde  nicht  bei)  abzuweisen  ist,  da  diese – 
wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu 
bezeichnen war, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,                     
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemässArt. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.−  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  das 
Migrationsamt des Kantons C._______.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Carmen Wittwer

Versand: