# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 385dd8aa-85fd-567f-98d3-b6719d8dccee
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.08.2023 725 23 45 / 179 (725 2023 45 / 179)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-45---179_2023-08-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. August 2023 (725 23 45 / 179) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Leistungseinstellung, Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs: Beweistauglich-
keit der vertrauensärztlichen Beurteilung verneint 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Erich Züblin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion 
Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin, 
vertreten durch Barbara Künzi, Fürsprecherin, Thunstrasse 84, Post-
fach 31, 3074 Muri b. Bern 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1962 geborene A.____ arbeitet seit dem 2. August 1994 bei der B.____ AG in 
C.____ als kaufmännische Angestellte und ist in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mo-
biliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) obligatorisch gegen die Folgen von 
Unfällen versichert. Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 1. März 2022 unterschätzte die Versi-
cherte am 22. Dezember 2021 beim Herunterstellen eines Pakets dessen Gewicht und wollte 

 

 
 
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dieses mit dem linken Arm auffangen. Dabei erlitt sie einen starken Zug im linken Arm. Die Mo-
biliar anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen, 
namentlich Heilbehandlungskosten und Taggelder. Mit Schreiben vom 29. Juni 2022 und Verfü-
gung vom 20. Juli 2022 stellte der Unfallversicherer die Leistungen per 22. März 2022 unter Hin-
weis auf den Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs ein. Eine dagegen von der Versi-
cherten erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 6. Januar 2023 abgewiesen. Begrün-
dungsweise wurde festgehalten, dass das Ereignis vom 22. Dezember 2021 lediglich zu vorüber-
gehenden Beschwerden eines vorbestehenden Zustands geführt habe, die per 22. März 2022 
abgeheilt seien. Namentlich seien bei der Operation am 20. April 2022 ausschliesslich vorbeste-
hende, krankheitsbedingte Veränderungen behandelt worden, so dass ein überwiegend kausaler 
Zusammenhang mit dem Ereignis zu verneinen sei.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Erich Züblin, 
am 10. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung des Einsprache-
entscheids vom 6. Januar 2023 zu verpflichten, der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 22. Dezember 2021 über den 22. März 2022 die gesetzlichen Leistungen zu 
erbringen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die ver-
trauensärztlichen Stellungnahmen, auf welche sich die Beschwerdegegnerin bei der Leistungs-
einstellung berufe, nicht beweistauglich seien. Es sei zu betonen, dass eine Teilkausalität für die 
Annahme der Leistungspflicht des Unfallversicherers genüge.  
 
C. Am 9. März 2023 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ihres behandeln-
den Arztes ein.  
 
D. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 15. März 2023 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Sie habe die Operationskosten sowie für den Zeitraum vom 20. April 
2022 bis 4. Mai 2022 Taggelder ausgerichtet. Die Beschwerdeführerin habe indessen bereits vor 
dem Ereignis Schulterprobleme gehabt. Ferner habe der erstbehandelnde Arzt die Erstkonsulta-
tion auf ein Datum zehn Tage vor dem Ereignis datiert. Es stelle sich ausserdem die Frage, ob 
bisher zu Recht von einem Unfallereignis ausgegangen worden sei. Die beratenden Ärzte hätten 
in Kenntnis der vollständigen Akten und unter Bezugnahme der Bildgebung eine unfallkausale 
Verursachung der Schulterbeschwerden überzeugend verneint.  
 
E. Mit Eingabe vom 21. März 2023 liess sich die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf 
eine Stellungnahme ihres beratenden Arztes vom 16. März 2023 zum nachgereichten Arztbericht 
vernehmen.  
 
F. Mit Verfügung vom 28. März 2023 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beurtei-
lung überwiesen.  
 
G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Replik vom 
29. März 2023 und Duplik vom 3. April 2023 an ihren jeweiligen Standpunkten fest.  
 

 

 
 
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H. Mit Verfügung vom 14. April 2023 wurde der Fall erneut dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1, Art. 57 und 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer über Versicherungsleistungen beim zuständigen kantonalen Versi-
cherungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 
1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die betroffene versicherte Person 
zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hatte. Befindet sich der Wohnsitz der versi-
cherten Person oder des beschwerdeführenden Dritten im Ausland, so ist das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder 
in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber (Wohn-)Sitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG, 1. Satzteil). 
Gemäss § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherer. Zur Zeit der Beschwerde-
erhebung wohnte die Versicherte im Ausland. Der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin hat sei-
nen Sitz indessen in C.____ im Kanton Basel-Landschaft. Demnach ist das Kantonsgericht sach-
lich und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Gemäss § 16 Abs. 2 VPO wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Es prüft 
insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. Das Gericht hat zu prüfen, ob ein 
zulässiges Beschwerdeobjekt vorliegt, es sich bei der den anfechtbaren Entscheid erlassenden 
Vorinstanz um eine zulässige Vorinstanz handelt, die beschwerdeführende Partei zur Be-
schwerde befugt ist und ein Rechtsschutzinteresse hat, die geltend gemachten Beschwerde-
gründe zulässig und die Formalien eingehalten sind, d.h. die Beschwerdeschrift fristgemäss ein-
gereicht wurde, die Rechtsbegehren und die Beweismittel enthält sowie begründet und unter-
schrieben wurde. 
 
1.3 Die vorliegende Beschwerde vom 10. Februar 2023 ist frist- und formgerecht eingegan-
gen. Beim angefochtenen Einspracheentscheid handelt es sich überdies um ein zulässiges Be-
schwerdeobjekt, das von der zuständigen Vorinstanz erlassen wurde. Als Adressat des Ein-
spracheentscheids vom 6. Januar 2023 ist die Beschwerdeführerin auch zur Beschwerde befugt. 
Indessen ist zu prüfen, ob sie an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids ein genügendes 
Rechtsschutzinteresse hat. 
 
1.4.1 Gemäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde nur berechtigt, wer ein (aktuelles) schutzwür-
diges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung respektive des 
angefochtenen Entscheids hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse je-
des praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an 
deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht 
somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten 

 

 
 
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verschaffen würde, oder – umgekehrt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, ma-
terieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, den die angefochtene Verfügung mit sich bringen 
würde (vgl. auch: RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 
Bern 2020, Rz. 1741 mit zahlreichen Hinweisen). So fehlt es an einem Rechtsschutzinteresse, 
wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers oder der Beschwerdefüh-
rerin durch den Ausgang des Verfahrens nicht beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesge-
richts vom 18. Mai 2009, 9C_991/2008, E. 2 mit zahlreichen Hinweisen). Aktuell ist das Interesse 
an der Beschwerdeführung, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der gerichtlichen Beurteilung 
noch besteht (BGE 130 V 390, 125 I 397 E. 4a und 116 Ia 363 E. 2a).  
 
1.4.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, es seien ihr über den 22. März 2022 hinaus die ge-
setzlichen Leistungen nach UVG zuzusprechen. Die Beschwerdegegnerin macht in diesem Zu-
sammenhang geltend, dass sie mit Verfügung vom 20. Juli 2022 die Leistungen lediglich ex nunc 
et pro futuro eingestellt und namentlich die Kosten für die am 20. April 2022 durchgeführte Schul-
teroperation übernommen und für die resultierende Arbeitsunfähigkeit Taggelder ausgerichtet 
habe. Indessen wird aus den Akten ersichtlich, dass der Unfallversicherer nicht sämtliche Heilbe-
handlungskosten und Taggelder ausgerichtet hat, die im Zusammenhang mit der Operation vom 
20. April 2022 stehen. Ferner hat die Beschwerdeführerin auch ein Interesse daran, ihre Ansprü-
che im Falle eines allfälligen Rückfalls zu schützen. Das Rechtsschutzinteresse der Beschwer-
deführerin ist deshalb vorliegend zu bejahen. Auf die Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu 
Recht per 22. März 2022 eingestellt hat. 
 
3. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
4.1 Im Rahmen ihrer Vernehmlassung hat die Beschwerdegegnerin erstmals in Frage gestellt, 
ob das vorliegend strittige Ereignis vom 22. Dezember 2021 den Unfallbegriff erfülle, nachdem 
sie diesen – wie auch ihre grundsätzliche Leistungspflicht – im bisherigen Verfahren stets aner-
kannt hat. Dabei stellt sie aufgrund des Ereignishergangs namentlich das Kriterium der Unge-
wöhnlichkeit in Frage.  
 
4.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträch-
tigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Fak-
tor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur  
– den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1.1). Nach der 
Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Mass-
stab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und 

 

 
 
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üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1). Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann 
auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grund-
satz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aus-
senwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "pro-
grammwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn 
die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, 
um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen ver-
sucht (Urteile des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2 und vom 15. Januar 
2009, 8C_749/2008, E. 3.2). Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche 
äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus-
senwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor 
(BGE 130 V 117 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 
vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2). 
 
4.3.1 Den Akten sind folgende Schilderungen zum Unfallhergang zu entnehmen: Gemäss Ba-
gatellunfallmeldung der Arbeitgeberin vom 1. März 2022 habe die Versicherte beim Herunterstel-
len eines Paketes das Gewicht unterschätzt und dieses mit dem linken Arm abfangen wollen. 
Dadurch habe es einen starken Zug auf den linken Arm gegeben. In einer Stellungnahme vom 
11. Juli 2022 führte die Beschwerdeführerin zum Unfallhergang aus, dass sie am Morgen des 
22. Dezember 2021 Pakete auspackte. Auf dem Tisch waren vier Pakete aufgestapelt. Damit sie 
diese auspacken konnte, musste sie sie zunächst auf den Boden stellen. Ein Paket habe sie 
kräftig mit beiden Händen angehoben und über den Tischrand gezogen. Wegen des schweren 
Gewichts von ca. 30 kg sei das Paket nach vorne ins Leere gekippt. Als sie es mit dem linken 
Arm abfangen wollte, habe sie einen starken ruckartigen Zug im Arm verspürt. Aufgrund der Fest-
tage habe sie erst am 12. Februar 2022 ihren Hausarzt aufgesucht, nachdem die Schmerzen 
nicht besserten.  
 
4.3.2 Bezüglich des konkreten Ablaufs des Vorfalles vom 22. Dezember 2021 kann auf die 
glaubwürdigen Ausführungen der Beschwerdeführerin und ihrer Arbeitgeberin gegenüber der Be-
schwerdegegnerin abgestellt werden. Insbesondere finden sich keine Diskrepanzen zwischen 
den ersten Schilderungen der Arbeitgeberin in der Unfallmeldung vom 1. März 2022 und den 
späteren, präzisierenden Angaben der Beschwerdeführerin vom 11. Juli 2022. Der Geschehens-
ablauf ist denn auch unter den Parteien im Wesentlichen unbestritten. Mit dem reflexartigen Ab-
fangen des plötzlich ins Leere kippenden Pakets wurde der Bewegungsablauf der Beschwerde-
führerin programmwidrig gestört. Damit ist ein ungewöhnlicher äusserer Faktor und folglich auch 
das Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne zu bejahen.  
5.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt ferner voraus, dass zwi-
schen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-
ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 

 

 
 
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die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 
mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-
heitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerde-
bilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, Urteil des Bun-
desgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Ge-
richt – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
5.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3, Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2016, 
8C_269/2016, E. 2.4; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungs-
begründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächli-
cher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 mit Hinweisen). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzu-
sammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso 
wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Ge-
sundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
6.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 

 

 
 
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auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-
wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsge-
richt alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
6.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
7. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die 
vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
wiedergegeben werden, die sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen.  
 
7.1 Gemäss Bericht vom 15. Februar 2022 wurde anlässlich der gleichentags durchgeführten 
Röntgenultraschalluntersuchung eine Bursitis subacromialis mit Tendinopathie, insbesondere der 
Bizepssehne, ohne Nachweis einer Fraktur festgestellt.  
 
7.2 Am 14. März 2022 diagnostizierte Dr. med.  D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparats, einen Verdacht auf eine Pulley-Läsion / SLAP Läsion 

 

 
 
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der adominanten linken Schulter bei Status nach Hebetrauma im Dezember 2021. Als Nebendi-
agnosen wurden an der rechten Schulter eine transarthroskopische subacromiale Bursektomie, 
Acromioplastik, LB-Tenodese sowie plastische Rekonstruktion der Rotatorenmanschette, beglei-
tet von partieller Labrum- und Synoviaresektion und zirkulärer Kapsulotomie festgehalten.  
 
7.3 Ein am 17. März 2022 durchgeführtes MRI des linken Schultergelenks ergab eine deutli-
che Tendinopathie der Sehne des Supraspinatus und Infraspinatus mit begleitender deutlicher 
Bursitis subacromialis/subdeltoidea. Bis auf eine Volumenatrophie des Musculus teres minor sei 
die Trophik der Rotatorenmuskulatur erhalten. Ferner zeige sich eine Tendinopathie der intraar-
tikulären langen Bizepssehne mit Zeichen einer Pulley-Läsion. Eine SLAP- oder Labrumläsion 
sei nicht feststellbar.  
 
7.4 Mit Bericht vom 17. März 2022 diagnostizierte Dr. D.____ ein posttraumatisches subacro-
miales Impingement mit Instabilität der langen Bizepssehne im Sulcus bicipitalis bei Polyläsion 
der adominanten linken Schulter bei Status nach Hebetrauma im Dezember 2021 sowie die be-
kannten Nebendiagnosen an der rechten Schulter. Bei der Patientin zeige sich insbesondere bei 
der Klinik mit Schnapp-Phänomen im vorderen Anteil der Schulter die führende Problematik im 
Rahmen der Instabilität der langen Bizepssehne. Im MRI zeige sich korrelierend eine ausge-
prägte Flüssigkeitskollektion um die lange Bizepssehne sowie ein erweitertes Pulley-System im 
Rahmen einer Läsion, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Traumaereignis im 
Dezember 2021 zurückzuführen sei. Es bestehe die Indikation zur operativen Versorgung mittels 
LB-Tenotomie und Tenodese sowie subacromialer Dekompression.  
 
7.5 Dem Operationsbericht vom 20. April 2022 ist zu entnehmen, dass intraoperativ eine par-
tiell frisch rupturierte Bizepssehne und ein Pulley-System medial bei entzündlich verändertem 
dorsocranialen Labrum sowie bei ventrodistaler Supraspinatuspartialläsion bei gespanntem 
Cable-System und regelrecht inserierender Infraspinatussehne sowie Teres minor-Sehne vorge-
funden wurden. Im Austrittsbericht vom 22. April 2022 wurde als Diagnose ein posttraumatisches 
subacromiales Impingement mit Instabilität der langen Bizepssehne im Sulcus bicipitalis bei Pul-
ley-Läsion Schulter links bei Status nach Hebetrauma im Dezember 2021 festgehalten. Die Pati-
entin sei postoperativ voraussichtlich bis 4. Mai 2022 zu 100% arbeitsunfähig. 
 
7.6 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med.  E.____, führte in seinem Bericht zuhanden des Un-
fallversicherers am 1. Mai 2022 aus, dass sich die Versicherte am 12. Dezember 2021 mit Schul-
terschmerzen vorgestellt habe. Die Beschwerden seien krankheitsbedingt. Eine Arbeitsunfähig-
keit sei im Anschluss an die Schulterarthroskopie am 20. April 2022 attestiert worden.  
 
7.7 Im Auftrag des Unfallversicherers nahm der beratende Arzt Dr. med. F.____, FMH Chirur-
gie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, am 10. Juni 
2022 zur medizinischen Situation Stellung. Er diagnostizierte eine Zerrung der linken Schulter am 
22. Dezember 2021. Das Impingement der linken Schulter mit Bursitis subacromialis, die hori-
zontale Degeneration der Subscapularissehne mit kranialer Subluxation der Bizepssehne und die 
Elongation des Pulley sowie die Tendinitis der Supraspinatussehne seien als Vorzustände zu 

 

 
 
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werten. Lediglich die Zerrung der Schulter mit vorübergehender Verschlechterung der vorbeste-
henden Erkrankung sei überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 22. Dezember 2021 
zurückzuführen. Bezüglich dieser Verletzung sei der Status quo ante bzw. sine per 22. März 2022 
eingetreten. Die Prognose der Zerrung sei günstig. Auf Rückfrage des Unfallversicherers bestä-
tigte Dr. F.____ am 27. Juni 2022, dass das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bloss 
zu einer temporären Verschlechterung eines Vorzustandes an der linken Schulter geführt habe. 
Es ergäben sich keine Hinweise für eine richtungsgebende Verschlechterung. Die durchgeführte 
Operation vom 20. April 2022 und die Arbeitsunfähigkeit seien folglich nicht kausal zum Ereignis 
vom 22. Dezember 2021.  
 
7.8 Dr. D.____ legte mit Bericht vom 20. Juli 2022 zuhanden des Unfallversicherers den Un-
fallhergang und die Beschwerdeanamnese dar und führte aus, dass sich in der intraoperativen 
arthroskopischen Bildgebung eine deutliche Pulley-Läsion frischen Aspektes gezeigt habe, wel-
che mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 22. Dezember 2021 zurückzuführen 
sei.  
 
7.9 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte der Unfallversicherer bei Dr. med. G.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine versicherungs-
medizinische Beurteilung ein. Dieser diagnostizierte mit Stellungnahme vom 6. November 2022 
eine Distorsion des linken Schultergelenks am 14. März 2022 sowie ein Status nach transarthro-
skopischer Bursektomie, AC-Plastik, LB-Tenodese/Tenotomie und partielle Labrum- und Synovi-
aresektion sowie Glättung der Supraspinatussehne links wegen subacromialem/subkorakoida-
lem Impingement mit Instabilität der langen Bizepssehne, degenerativer Pulley-Läsion, Infraspi-
natus- und Supraspinatussehnenläsion links. In Kenntnis der bildgebenden Befunde des zeitna-
hen MRI vom 17. März 2022 sei eine traumatisch bedingte Läsion im linken Schultergelenk als 
Folge des Ereignisses vom 22. Dezember 2021 nicht zu belegen. Bereits der Hergang vom 
14. März 2022 (recte 22. Dezember 2021) sei nicht geeignet, eine traumatische Pulley-Läsion 
auszulösen. Für diese Annahme spreche erstens das Verhalten der Versicherten mit später Erst-
vorstellung und einem klinisch fast unauffälligen Befund ohne funktionelle Einschränkungen so-
wie dem eindeutigen klinischen Hinweis auf ein Impingement. Zweitens spreche der MRI-Befund 
ohne Zweifel für das Vorliegen von Vorzuständen. Die Versicherte gebe an, langjährige Sportlerin 
zu sein. Dieser Aspekt würde die Veränderungen im Schultergelenk zwanglos erklären. Auch die 
Literatur verweise hinsichtlich der Pulley-Läsion auf degenerative Schäden. Eine isolierte Mus-
kelanstrengung könne zu einem Belastungsschaden führen, nicht jedoch zu einem tatsächlichen 
Sehnenriss, die sehr selten seien und lediglich mit einer kraftvollen Supination bzw. Dezelleration 
des Unterarmes – wie beim Fall auf den ausgestreckten Arm – beobachtet würden. Die gesund-
heitlichen Störungen stünden damit nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammen-
hang zum Ereignis. Der Status quo sine sei per 22. März 2022 erreicht gewesen. Eine Rückfall-
kausalität sei nicht gegeben.  
 
7.10 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens liess sich der behandelnde Facharzt 
Dr. D.____ von der Beschwerdeführerin vernehmen. Mit Schreiben vom 28. Februar 2023 führte 
er aus, dass vor dem Hebetrauma vom 22. Dezember 2021 eine bereits vorbestehende Tendino-
pathie der Supraspinatus- und Infraspinatussehne bestanden habe (gemäss MRI vom 17. März 

 

 
 
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2022) Bei den Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen vom 15. Februar 2022 habe sich kein 
Nachweis einer vorbestehenden Pathologie des linken Schultergelenks gezeigt. Es könne mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, dass die intraoperativ festgestellte, 
frisch rupturierte und partiell angerissene Bizepssehne und die bestehende Elongation mit Auffa-
serung des Pulley-Systems in Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 22. Dezember 2021 
stünden. Die intraoperativ dokumentierten Bilder zeigten die typische Auffaserung und Destruk-
turierung des Pulley-Systems, welche sich nach erlittenen Unfallereignissen mit Trauma zeige. 
Der beschriebene Unfallhergang sei geeignet gewesen, die Gesundheitsstörungen der linken 
Schulter mit Notwendigkeit einer Operation auszulösen. Die vertrauensärztliche Beurteilung, wo-
nach ohne Zweifel ein subacromiales/subkorakoidales Impingement vorgelegen habe, welches 
durch das Unfallereignis auch nicht teilkausal verursacht worden sei, treffe nicht zu. Vor dem 
Hebetrauma im Dezember 2021 und der Erstkonsultation habe die Patientin von keinen Sympto-
men berichtet. Spring- und Schnappgefühle mit Schmerzausstrahlung bis in die Hand hätten vor 
dem Unfallereignis nicht vorgelegen. Die vertrauensärztliche Meinung, wonach eine isolierte Mus-
kelanstrengung beim Alter der Patientin und den allenfalls vorbestehenden Gesundheitsstörun-
gen ohne Supination bzw. Dezelleration nicht zu einem Belastungsschaden, insbesondere nicht 
zu einem tatsächlichen Sehnen(teil-)riss führen könne, treffe bloss teilweise zu. Aus medizini-
scher Sicht könne vorliegend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aber nachgewiesen werden, 
dass die Gesundheitsstörungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stünden und im Rah-
men der Operation vom 20. April 2022 ausschliesslich vom Unfallereignis ausgeöste Symptome 
und Pathologien angegangen worden seien.  
 
7.11 Die Beschwerdegegnerin reichte ihrerseits mit Eingabe vom 21. März 2023 eine weitere 
Stellungnahme von Dr. F.____ ein. Mit Schreiben vom 16. März 2023 führte dieser zur Stellung-
nahme von Dr. D.____ aus, dass der Operateur die Genese der festgestellten Änderungen auf 
den Kopf stelle: Der behauptete Riss des Pulleys führe zur Schädigung der Subskapularissehne 
mit Luxation der Bizepssehne aus ihrer Rinne heraus. Diese Annahme könne jedoch nicht das 
Impingement und die Bursitis subacromialis erklären. Die Bursitis acromialis, die durch die Form 
des Acromions entstandene Entzündung des ventralen Anteils der Supraspinatussehne und der 
Bizepssehne mit Auffaserung der Subskapularissehne seien vielmehr typische Folgen des Im-
pingements. Ein weiterer Grund für die Annahme von vorbestehenden degenerativen Verände-
rungen sei der Bericht von Dr. E.____ vom 1. Mai 2022. Demnach hätte sich die Patientin bereits 
am 12. Dezember 2021 bei ihm vorgestellt mit Schmerzen im linken Schultergelenk. Damit hätten 
schon vor dem Ereignis vom 22. Dezember 2021 Beschwerden am linken Schultergelenk bestan-
den. In der Unfallmeldung sei der Schmerz im Oberarm, nicht in der Schulter lokalisiert worden. 
Auch die progrediente Entwicklung der Schmerzen spreche eher für degenerative Veränderun-
gen. Dass der Operateur anlässlich des Eingriffs eine frische Läsion festgestellt habe, sei nicht 
nachvollziehbar, da das Ereignis zur Zeit der Operation bereits vier Monate zurückgelegen habe. 
Es sei zu wiederholen, dass das Ereignis vom 22. Dezember 2021 nicht geeignet gewesen sei, 
das Pulley zu schädigen. Insgesamt seien die anlässlich der Operation versorgten Verletzungen 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das gemeldete Unfallereignis zurückzuführen.  
 

 

 
 
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8.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 6. Ja-
nuar 2023 bei der Einstellung der Leistungen in medizinischer Hinsicht auf die vertrauensärztli-
chen Beurteilungen von Dr. F.____ vom 10. Juni 2022 und 27. Juni 2022 sowie derjenigen von 
Dr. G.____ vom 6. November 2022. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen grundsätzlich stets Beweiswert zuerkannt 
(BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller 
Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Wie in Erwägung 
6.3 hiervor ausgeführt, sind jedoch an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden 
soll. Bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen (Akten-)Beurteilungen sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche Zweifel sind 
vorliegend gegeben.  
 
8.2 Festzustellen ist zunächst, dass das Vorliegen degenerativer Veränderungen an der 
Schulter unumstritten ist. Fraglich und zu medizinisch zu klären ist jedoch die Frage, ob das Un-
fallereignis für die geklagten Beschwerden und die Operation vom 20. April 2022 teilursächlich 
war. Wie bereits in Erwägung 5.1 hiervor ausgeführt, gehören rechtsprechungsgemäss zu den 
leistungsbegründenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitli-
che Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende trau-
matische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden 
auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit 
nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält 
es sich nur, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne 
im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen 
(SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall 
und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der we-
sentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: 
SZS 2009 S. 479 ff.). Ob ohne das Unfallereignis vom 22. Dezember 2021 jederzeit mit dem 
Eintritt der genannten Verletzungen bzw. mit dem Symptomatisch Werden der degenerativen 
Veränderungen hätte gerechnet werden müssen, respektive, ob eine Operation der Schulter auch 
ohne das Unfallereignis im selben Zeitpunkt notwendig geworden wäre, wird in den versiche-
rungsinternen Beurteilungen nicht angesprochen, womit diese einen Mangel aufweisen.  
 
8.3 In diesem Zusammenhang ist der Bericht von Dr. E.____ vom 8. Mai 2022 zu erwähnen. 
Die Beschwerdegegnerin schliesst aus diesem Bericht und namentlich aus der Feststellung des 
Hausarztes, dass sich die Versicherte am 12. Dezember 2021 mit krankhaften Schulterschmer-
zen vorgestellt habe, darauf, dass die Schulter der Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfaller-
eignis symptomatisch gewesen sei. Dieses Argument für den Ausschluss einer Teilkausalität ver-
mag indessen nicht zu überzeugen. Der Bericht des Hausarztes ist erst im Mai und handschriftlich 
erfolgt, es könnte sich beim Datum der Erstkonsultation folglich durchaus um einen Verschrieb 

 

 
 
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gehandelt haben. Ausschlaggebend erscheint jedoch, dass bezüglich dieses Arztbesuchs keiner-
lei weiteren Informationen vorliegen (vgl. hierzu auch E-Mail der Beschwerdegegnerin an die Be-
schwerdeführerin vom 18. Januar 2023, Akten der Beschwerdegegnerin Nr. 54) und insbeson-
dere, dass nach Aktenlage im Anschluss an diese Konsultation augenscheinlich keinerlei weite-
ren Behandlungsschritte eingeleitet wurden. Ferner ist zu wiederholen, dass das Vorliegen von 
degenerativen Veränderungen unbestritten ist. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mög-
licherweise bereits vor dem Unfallereignis über – anders beschriebene – Schulterbeschwerden 
klagte, würde nichts an der Möglichkeit ändern, dass es anschliessend zu einer unfallkausalen 
Verletzung gekommen ist. Eine andere Auffassung würde zu einer umgekehrten Anwendung des 
verpönten Beweisgrundsatzes «post hoc ergo propter hoc» führten, wonach eine Verletzung 
bloss dann als unfallkausal angesehen werden könnte, wenn an der betreffenden Körperstelle 
bisher keine Beschwerden vorgelegen hätten. Diese Argumentation ist abzulehnen.  
 
8.4 Den versicherungsmedizinischen Einschätzungen von Dr. F.____ und Dr. G.____ stehen 
ferner die Einwände des Operateurs Dr. D.____ gegenüber. Der behandelnde Facharzt legt nicht 
bloss eine pauschale Bejahung der Unfallkausalität, sondern eine im einzelnen begründete Stel-
lungnahme vor. So begründete er sowohl im Hinblick auf die intraoperativ festgestellten Befunde 
als auch den Unfallhergang, weshalb er von einer (teilweisen) unfallkausalen Genese der Be-
schwerden ausgehe. Die Kritik von Dr. F.____ an der Verwendung des Begriffs «frische Läsion» 
anlässlich der vier Monate nach dem Unfall stattgehabten Operation verfängt dabei nicht. Es ist 
vielmehr davon auszugehen, dass der Operateur damit eine verhältnismässig frische, vier Mo-
nate alte Läsion im Vergleich zu einer langzeitig vorbestehenden Verletzung abgrenzen wollte. 
Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass Dr. D.____ eine überwiegend wahrscheinliche 
Unfallkausalität bereits mit Bericht vom 17. März 2022 postulierte, als diese Frage zwischen den 
Parteien noch nicht umstritten war. Die konkreten und differenzierten Ausführungen vom behan-
delnden Facharzt vermögen somit ebenfalls zumindest geringe Zweifel an den Einschätzungen 
von Dr. F.____ und Dr. G.____ zu wecken (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2012, 
8C_800/2011, E. 3.3 und 3.5 und vom 7. Dezember 2016, 8C_679/2016, E. 3.3.1).  
 

8.5 Zusammenfassend bestehen nach dem Ausgeführten an den versicherungsinternen Be-
urteilungen von Dr. F.____ und Dr. G.____ mindestens geringe Zweifel, womit nicht mehr auf sie 
abgestellt werden kann. Eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage ist unter 
diesen Umständen nicht möglich, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben 
und ein externes medizinisches Gutachten (Art. 44 ATSG) zu veranlassen ist.  
 
9. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Sozialversicherungsgericht 
nicht frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung zurückweist. Die Beschwer-
deinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen 
im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklä-
rungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht 
beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen 
Sachverhalt im vorliegenden Fall aber unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des 
kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht ei-

 

 
 
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ner Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtspre-
chung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese muss die Unfallkausalität in Bezug 
auf die bei der Versicherten über den 22. März 2022 hinaus bestehenden Beschwerden an der 
linken Schulter und – falls ein natürlicher (Teil-)Kausalzusammenhang bejaht wird – die Frage 
des Erreichens des medizinischen Endzustands durch ein versicherungsexternes orthopädisches 
Gutachten abklären lassen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird sie in der 
Folge über den Leistungsanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist 
in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Beschwerdeführerin 
deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 29. März 2023 für das 
vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 13 Stunden und 15 Minuten sowie Auslagen von 
Fr. 104.-- geltend gemacht. Die ausgewiesenen Bemühungen und Auslagen beinhalten indessen 
Aufwendungen im Umfang von insgesamt 30 Minuten sowie Auslagen von insgesamt Fr. 3.30, 
die auf den Kontakt mit der Rechtsschutzversicherung der Beschwerdeführerin zurückzuführen 
sind. Diese Bemühungen würden im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten Person nicht an-
fallen und sind daher praxisgemäss nicht zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Kantonsgerichts, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 16. Dezember 2021 [720 20 127] E. 10.4, vom 20. März 
2018 [720 2018 28] E. 6.3 und vom 9. November 2017 [720 17 283] E. 9.3 sowie Beschluss der 
Präsidentin vom 23. September 2016 [720 16 51] E. 3.2). Die übrigen Bemühungen erweisen 
sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des 
zweifachen Schriftenwechsels als angemessen. Sie sind zu dem in Sozialversicherungsprozes-
sen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Da auch die geltend gemachten Auslagen weiter nicht zu beanstan-
den sind, ist der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'541.40 (12 
Stunden und 45 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 100.70 + 7,7 % Mehrwertsteuer) 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 

 

 
 
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bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 6. Januar 2023 aufgehoben und die Angele-
genheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 3'541.40 (inklusive Auslagen und 7,7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

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