# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3e227cc-175e-5907-b9f0-febda66ab257
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.09.2014 200 2013 724
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-724_2014-09-03.pdf

## Full Text

200 13 724 UV
KNB/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. September 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. Juli 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Sept. 2014, UV/13/724, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitete ab März 1994 bis Ende Juni 2013 als … für die D.________ und 
war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 
gegen die Folgen von Unfällen versichert (Akten der SUVA, Antwortbeilage 
[AB] 2, vgl. auch AB 255, 256). 

Am 22. März 2010 hatte der Versicherte in … einen Unfall mit einem Motor-
roller (AB 2, 15). Dabei erlitt er u.a. ein Schädelhirntrauma und diverse Ge-
sichtsschädelfrakturen (AB 27). Vom 25. Mai bis 22. Juli 2010 hielt sich der 
Versicherte in der Klinik E.________ auf (AB 66). Ende Juli 2010 nahm er 
die ursprüngliche Tätigkeit zu einem Pensum von 60 % wieder auf (AB 72, 
82) und Ende September 2010 wurde die Arbeitsfähigkeit auf 40 % redu-
ziert (AB 88 S. 8). Der Versicherte meldete sich im Oktober 2010 zudem 
bei der IV-Stelle Bern an (AB 88).

Am 26. Oktober 2010 erfolgten eine Untersuchung durch den SUVA-
Kreisarzt Dr. med. F.________ (AB 89) und am 3. Dezember 2010 wurde 
eine neuropsychologische Untersuchung in der Klinik E.________ durchge-
führt (AB 107). Vom 23. Februar bis 30. März 2011 erfolgte ein weiterer 
Aufenthalt in der Klinik E.________ (Austrittsbericht vom 30. März 2011 
[AB 150]). Am 5. Dezember 2011 erlitt der Versicherte einen Herzinfarkt 
(vgl. AB 210). Bei der SUVA wurden der Bericht der Abklärungsstelle 
G.________ vom 3. August 2012 (AB 227) – gestützt auf eine arbeitsmarkt-
lich-medizinische Abklärung (AMA) vom 4. Juni bis 1. Juli 2012, welche von 
der IV-Stelle Bern (IVB) veranlasst wurde – und das von der IVB in Auftrag 
gegebene polydisziplinäre Gutachten des H.________ vom 22. Januar 
2013 (MEDAS-Gutachten [AB 246]) eingereicht. Am 18. April 2013 führte 
der Kreisarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, 
Fähigkeitsausweis manuelle Medizin SAMM, eine Abschlussuntersuchung 
durch (AB 260). Am 22. April 2013 teilte die SUVA dem Versicherten, ver-
treten durch Fürsprecher B.________, mit, es erfolge der Fallabschluss 
und die Taggeldleistungen würden per 1. Juli 2013 eingestellt (AB 265). 

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Mit Verfügung vom 21. Mai 2013 sprach die SUVA dem Versicherten eine 
UV-Rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 33 % und eine Integritätsent-
schädigung bei einer Integritätseinbusse von 30 % zu (AB 276). Hiergegen 
erhob der Versicherte am 20. Juni 2013 Einsprache (AB 282). Mit Einspra-
cheentscheid vom 23. Juli 2013 hiess die SUVA die Einsprache gegen die 
Verfügung vom 21. Mai 2013 teilweise gut, sprach dem Versicherten ab 
dem 1. Juli 2013 eine UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 37 % zu, 
hob den Integritätsschaden auf insgesamt 45 % an und wies die Einspra-
che soweit weitergehend ab (AB 286).

B.

Nach verschiedenen Abklärungen lehnte die IVB mit Verfügung vom 
12. Juli 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 28 % die Zusprechung einer 
Rente ab (AB 81). Über die hiergegen am 9. August 2013 erhobene Be-
schwerde befindet das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil 
heutigen Datums (IV/2013/677).

C.

Am 23. August 2013 erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er 
liess beantragen, Ziffer 1 des Dispositivs des Einspracheentscheids vom 
23. Juli 2013 sei teilweise aufzuheben und es sei der Invaliditätsgrad des 
Beschwerdeführers ab dem 1. Juli 2013 auf 62 % festzusetzen, unter Kos-
ten und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2013 beantragte die SUVA, ver-
treten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 23. Juli 
2013, mit welchem die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 
dem 1. Juli 2013 eine UV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 37 % und 
eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 45 % zuge-
sprochen hat (AB 286). Streitig und zu prüfen ist die Höhe der UV-Rente, 
denn der Beschwerdeführer beantragt beschwerdeweise die Ausrichtung 
einer UV-Rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 62 %.

Nicht angefochten wird die Integritätsentschädigung, weshalb der Einspra-
cheentscheid vom 23. Juli 2013 diesbezüglich in (Teil-)Rechtskraft erwach-
sen ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades 
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 
Abs. 2 UVG).

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-

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glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.5 Die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs entbindet die verschiede-
nen Sozialversicherungsträger nicht davon, die Invaliditätsbemessung in 
jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls dürfen sie 
sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des von ei-
nem anderen Versicherer festgelegten Invaliditätsgrades begnügen 
(BGE 133 V 549 E. 6.1 S. 553). Die Invaliditätsschätzung der Invalidenver-
sicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswir-
kung. Der Unfallversicherer ist mangels "Berührtseins" im Sinne von Art. 49 
Abs. 4 ATSG nicht zur Einsprache gegen die Verfügung oder zur Be-
schwerde gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle über den Renten-
anspruch als solchen oder den Invaliditätsgrad berechtigt (BGE 131 V 362 
E. 2.2 S. 366).

3.

3.1 Nicht bestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 22. März 2010 
einen Unfall im Rechtsinn erlitten hat. Es liegen Unfallfolgen vor, welche 
natürlich und adäquat zum Ereignis vom 22. März 2010 sind, die Be-
schwerdegegnerin sprach denn auch eine UV-Rente zu (vgl. AB 276 S. 1, 
286 S. 6). Nicht umstritten ist zudem die von der Beschwerdegegnerin per 
Ende Juni 2013 vorgenommene Taggeldeinstellung und Prüfung der Ren-
tenfrage (vgl. AB 265). Demgegenüber ist die Höhe der Erwerbsunfähigkeit 
und damit die Rentenhöhe strittig.

Zu prüfen ist vorab die Restarbeits- und Leistungsfähigkeit im Zusammen-
hang mit den Unfallfolgen. Soweit entscheidrelevant kann diesbezüglich 
den medizinischen Akten im Wesentlichen das Folgende entnommen wer-
den:

3.1.1 Im Austrittsbericht – gestützt auf den Aufenthalt vom 23. Februar bis 
30. März 2011 – hielten die Ärzte der Klinik E.________ fest, es liege eine 
leichte kognitive Leistungsminderung infolge einer neuropsychologischen 

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Funktionsstörung vor, die Folge einer primär hirnorganischen Schädigung 
sei. Sie attestierten in der angestammten Tätigkeit, ohne repetitive Arbeiten 
über Kopf mit dem rechten Arm und ohne besondere Kälteeinwirkungen, 
eine Arbeitsfähigkeit von 40 % (zwei Tage pro Woche, günstigerweise nicht 
unmittelbar hintereinander folgend). Eine mittelschwere Arbeit, mit leichten 
bis mittelschweren kognitiven Anforderungen, erachteten sie ganztags, mit 
zusätzlichen Kurzpausen, für zumutbar (AB 150 S. 2).

3.1.2 In der Beurteilung vom 11. Juli 2012 hielt die RAD-Psychiaterin Dr. 
med. J.________ fest, dass trotz somatisch gutem Verlauf der Beschwer-
deführer zunehmend Symptome entwickelt habe, die nicht objektiviert wer-
den könnten (Taubheitsgefühl und Schwäche im Bein und Arm, Lärmemp-
findlichkeit, Augendruck, reduzierte Belastbarkeit, Kopfschmerzen, 
Schlafstörungen und Müdigkeit). Diese seien einer somatoformen 
Schmerzstörung und einer nicht remittierten leichten (schwankend bis mit-
telgradigen) depressiven Episode zuzuordnen. Die Störungen hätten sich 
nach dem Herzinfarkt verstärkt. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ha-
be der Beschwerdeführer seit seiner Kindheit und Jugend eine Persönlich-
keitsstörung entwickelt, die nun zur Beeinträchtigung führe. Die psychi-
schen Störungen, zusammen mit der Persönlichkeitsstörung und den leich-
ten neuropsychologischen Störungen hätten zu einem Gesundheitsscha-
den mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Eine angepasste 
Tätigkeit in einem halben Pensum mit einer verminderten Leistungsfähig-
keit von 10 % sei dem Beschwerdeführer zumutbar. Eine angepasste Ar-
beit sei eine Tätigkeit ohne Führungsverantwortung, ohne das Bedienen 
gefährlicher Maschinen oder das Erfordernis, komplexe Abläufe zu erfas-
sen. Weiter habe die Möglichkeit zu bestehen, Pausen zu machen; vorteil-
haft sei eine Arbeit mit wenigen Sozialkontakten, mit regelmässigen, über-
schaubaren und strukturierten Abläufen (AB 225 S. 6).

3.1.3 Im MEDAS-Gutachten vom 22. Januar 2013 diagnostizierten die 
Gutachter mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit das Folgende (AB 246 S. 30 
f. Ziff. 5.1):

1. Status nach Polytrauma vom 22. März 2010 (ICD-10 S06.21) mit organischem 
Psychosyndrom (ICD-10 F07.2)

2. Chronische Nacken-Schulter-Armbeschwerden der dominanten rechten Seite (ICD-
10 M54.2/M79.60)

3. Chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10 M23.51)

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4. Koronare 2-Ast-Erkrankung (ICD-10 I25.1)

Die MEDAS-Gutachter hielten zusammenfassend fest, aus orthopädischer 
Sicht bestehe aufgrund der chronischen Nacken-Schulter-Armbeschwerden 
rechts und der chronischen Kniebeschwerden rechts in der angestammten 
Tätigkeit, ebenso wie in jeder anderen körperlich schweren Tätigkeit, eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte, selten mittelschwere 
Tätigkeiten unter Wechselbelastung liege dagegen aus rein orthopädischer 
Sicht eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 
vor. Das wiederholte Heben und Tragen von Lasten von 10 kg, selten 
15 kg, sollte dabei ebenso wie die Einnahme kniender und hockender Posi-
tionen sowie das Überwinden von Treppen und das Gehen auf unebenem 
Grund vermieden werden. Aus neurologischer und aus neuropsychologi-
scher Sicht müsse aufgrund der vorliegenden leichten bis mittelschweren 
kognitiven Einschränkungen infolge der traumatischen Hirnverletzung von 
einer verminderten Belastbarkeit ausgegangen werden. Somit sei die Leis-
tungsfähigkeit in jeglicher beruflicher Tätigkeit um 20 % vermindert. Höher-
gradige Einschränkungen auch in der angestammten beruflichen Tätigkeit 
könnten aus neurologischer Sicht nicht festgestellt werden. Eine zusätzli-
che psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit könne 
nicht festgestellt werden. Aus allgemeininternistischer Sicht finde sich keine 
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Insgesamt sei aus polydiszi-
plinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und in 
jeder anderen körperlich schweren Tätigkeit festzustellen. Für körperlich 
leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten bestehe hingegen eine 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig umsetzbar bei ver-
mehrtem Pausenbedarf (AB 246 S. 31 f. Ziff. 6.2).

3.1.4 Im anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 
18. April 2013 erstellten Bericht diagnostizierte Dr. med. I.________ eine 
traumatische Hirnverletzung mit kleinen Kontusionsblutungen temporal 
rechts bzw. temporo okzipital rechts, Gesichtsschädelfrakturen (Oberkiefer 
rechts einschliesslich Orbita-Boden und lateraler Orbitarand, posterolatera-
ler und anteriore Wände der rechten Kieferhöhle einschliesslich Alveolar-
fortsatz, segmentale Fraktur rechter Jochbeinbogen, Fraktur Nasenschei-
dewand), Fraktur der Lamina von HWK5 inkl. oberer Teil inferiorer Gelenk-
fortsatz, Fraktur 8. Rippe links lateral, Schulterkontusion rechts, im Verlauf 

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leichte neuropsychologische Störungen mit kognitiven Einschränkungen, 
Verhaltensauffälligkeiten und leicht depressiver Stimmung im Rahmen ei-
nes postkontusionellen Syndroms (AB 260 S. 12). Der Kreisarzt hielt fest, 
aufgrund der unfallkausalen Befunde ohne aktuell vorgesehene weitere 
therapeutische Massnahmen könne der versicherungsmedizinische Fallab-
schluss vorgenommen werden (AB 260 S. 13). Nicht mehr zumutbar seien 
Schwerarbeiten, Tätigkeiten mit der rechten Schulter oberhalb der Horizon-
talen und mit Lasten heben über 10 kg. Aufgrund der Befunde im rechten 
Bein mit stattgehabtem Knieeingriff vor dem Unfallereignis seien Tätigkei-
ten mit Zwangshaltungen des rechten Beins inkl. Kauern und Knien, mono-
tones Stehen oder Gehen nicht zumutbar. Aufgrund der neuropsychologi-
schen leichten Einschränkung seien Tätigkeiten mit hohen kognitiven An-
forderungen ungünstig, vermehrte Pausen (vormittags und nachmittags 
zweimal je 20 Minuten) dürften erforderlich sein. Bei Beachtung obiger Zu-
mutbarkeiten sei aufgrund der unfallkausalen Veränderungen eine ganztä-
gige Arbeitsplatzpräsenz realisierbar (AB 260 S. 13 f.).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 23. Juli 2013 auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
22. Januar 2013 ab (AB 246). Dieses erfüllt die Anforderungen der Recht-
sprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2 hiervor). Die MEDAS-Gutachter hatten 
Einblick in die Vorakten (AB 246 S. 5 f.) und sie berücksichtigten die gel-
tend gemachten Beschwerden (AB 246 S. 10, 15, 21, 24, 27 f.). Die Beur-
teilungen in den einzelnen (psychiatrisch, orthopädisch, neurologisch, neu-
ropsychologisch, allgemein-internistisch und kardiologisch) Fachgebieten 
sind schlüssig und sie stimmen mit der Gesamtbeurteilung, insbesondere 
bezüglich der Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, überein. 
Damit erbringt das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vollen Beweis (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).

Die Beurteilung der MEDAS-Gutachter weicht nicht wesentlich von der Ein-
schätzung der Ärzte der Klinik E.________ im Austrittsbericht vom 
30. März 2011, welche gestützt auf eine neurologische, neuropsychologi-
sche und orthopädische Abklärung erfolgte, ab. Darin wird auch von einer 
leichten kognitiven Leistungsminderung infolge einer neuropsychologischen 
Funktionsstörung als Folge einer primär hirnorganischen Schädigung aus-
gegangen. Auch die Ärzte der Klinik E.________ erachteten eine Arbeit mit 
leichten bis mittelschweren kognitiven Anforderungen für zumutbar. Sie 
attestierten in einer solchen angepassten Tätigkeit überdies eine volle Ar-
beitsfähigkeit mit zusätzlichen Kurzpausen (AB 150 S. 2). Nicht gegen das 
MEDAS-Gutachten vom 22. Januar 2013 spricht ebenso die Einschätzung 
des SUVA-Kreisarztes Dr. med. I.________ (AB 260 S. 14). Auch er geht 
von einer zumutbaren leidensangepassten ganztägigen Tätigkeit, mit einer 
Leistungseinschränkung wegen vermehrter Pausen, aus (vgl. auch AB 286 
S. 5 unten).

3.4 Der Beschwerdeführer bringt vor (Beschwerde S. 6), die Beurteilung 
der MEDAS-Gutachter weiche in erheblichem Ausmass von den bisherigen 
Berichten, insbesondere aus psychiatrischer Sicht, ab. Der psychiatrische 
MEDAS-Gutachter hatte Kenntnis, dass die RAD-Psychiaterin Dr. med. 
J.________ eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit einem 

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halben Pensum attestiert (AB 225 S. 6) und die Diagnosen einer leichten 
depressiven Episode, einer somatoformen Störung, einer Persönlichkeitss-
törung und einer Schlafstörung gestellt hatte (AB 225 S. 4). Dr. med. 
J.________ war denn auch davon ausgegangen, dass die psychischen 
Störungen zusammen mit der Persönlichkeitsstörung und den leichten neu-
ropsychologischen Störungen zu einem Gesundheitsschaden mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit geführt hätten (AB 225 S. 5). Der psychia-
trische MEDAS-Gutachter hat sich damit auseinandergesetzt (AB 246 S. 
14) und überzeugend begründet, weshalb keine vorbestehende Persön-
lichkeitsstörung diagnostiziert werden könne. Zudem hat er ausdrücklich 
festgehalten, dass die Einschränkungen weitgehend auf das erlittene 
Schädel-Hirntrauma zurückzuführen seien. Weitere psychische Einschrän-
kungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte er nicht fest. Da die hirn-
organische Störung im Vordergrund steht, ist auch nicht zu beanstanden, 
dass er keine eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen, 
sondern vielmehr auf die Einschätzung aus neurologisch-
neuropsychologischer Sicht verwiesen hat (AB 246 S. 14 Ziff. 4.1.8). Damit 
vermag die Einschätzung der RAD-Psychiaterin Dr. med. J.________ keine 
Zweifel an der Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens hervorzurufen.

Ebenso sprechen die Berichte des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
K.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, nicht gegen die Zuver-
lässigkeit des MEDAS-Gutachtens. Dr. med. K.________ ging in den Be-
richten vom 9. September 2011 (AB 185), 22. Dezember 2011 (AB 194) 
und 24. Mai 2012 (AB 213) von einer depressiven Störung, mindestens 
mittleren Grades, einer gemischten Angststörung mit erheblichen Existenz- 
und Zukunftsängsten sowie von einer erhöhten Reizbarkeit und emotiona-
len Instabilität im Sinne einer Affektdysregulation, bei Status nach traumati-
scher Hirnverletzung mit nachgewiesenen neuropsychologischen Störun-
gen, aus (AB 185 S. 2, 194 S. 2, 213 S. 1). Einerseits wurden seine Dia-
gnosen vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter, welcher Kenntnis seiner 
Berichte hatte (vgl. AB 246 S. 13 f.), nicht bestätigt. Andererseits hat sich 
der behandelnde Psychiater lediglich zur Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit geäussert und dazu ausgeführt, dass die bisherige 
Tätigkeit mit einem Pensum von 40 % den Beschwerdeführer an die Limite 
bringe. Diese Einschätzung ist von den MEDAS-Gutachtern insoweit 

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bestätigt worden, als sie (bereits aus orthopädischer Sicht) in der ange-
stammten und jeder anderen körperlich schweren Tätigkeit von einer vollen 
Arbeitsunfähigkeit ausgingen (AB 246 S. 31). Zur Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit äusserte sich der behandelnde Psychiater Dr. med. 
K.________ jedoch nicht. 

Der Beschwerdeführer beanstandete weiter die Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit der MEDAS-Gutachter aus neurologisch-neuropsychologischer 
Sicht (Beschwerde S. 7): In der neurologischen Beurteilung hat sich der 
neurologische MEDAS-Gutachter mit den vom Beschwerdeführer berichte-
ten chronischen Kopfschmerzen, den belastungsabhängigen Schmerzen 
am rechten Arm und der allgemeinen Belastungsintoleranz sowie dem be-
klagten Muskelschwund am rechten Oberschenkel auseinandergesetzt; 
weiter wurde festgehalten, dass gewisse Sensibilitätsstörungen im Bereich 
der rechten Kopfseite aufgrund des Traumas nachvollziehbar seien, es 
bestehe jedoch kein ausgeprägtes neuropathisches Schmerzsyndrom 
(AB 246 S. 23). Aus neuropsychologischer Sicht fiel bei der Testung die 
Verlangsamung im Bereich des visuell-motorischen Arbeitstempos auf, die 
Aufmerksamkeitsfunktionen waren deutlich unterdurchschnittlich und die 
Reaktionsgeschwindigkeit herabgesetzt sowie die Merkfähigkeit für Wörter 
und Texte deutlich reduziert (AB 246 S. 27). Die MEDAS-Gutachter haben 
die verminderte Belastbarkeit in sämtlichen beruflichen Tätigkeiten mit den 
kognitiven Einschränkungen infolge der traumatischen Hirnverletzung und 
damit genügend begründet. Weiter haben sie sich auch mit den früheren 
Einschätzungen aus neurologischer-neuropsychologischer Sicht auseinan-
dergesetzt (AB 246 S. 24, 27). 

Ferner bringt der Beschwerdeführer vor, das Ergebnis der AMA in der Ab-
klärungsstelle G.________ sei nicht näher diskutiert worden (Beschwerde 
S. 7). In der medizinischen Abklärung wurde festgehalten, dass dem Be-
schwerdeführer eine Tätigkeit im Halbtagespensum zumutbar sei (vgl. AB 
227 S. 9), weshalb er in der Abklärungsstelle G.________ auch ein Pen-
sum von 50 % hatte, wobei der Leistungsrückgang 50 % betrug, was 
schliesslich lediglich eine Leistungsfähigkeit von 25 % ergab. Die in der 
AMA gezeigte Leistung spricht dennoch nicht gegen die Schlüssigkeit der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten, da einerseits in der 

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AMA vor allem auch die subjektive Arbeitsleistung rapportiert wird und an-
dererseits im Abklärungsbericht AMA vom 3. August 2012 eine polydiszi-
plinäre Begutachtung empfohlen wurde (AB 227 S. 10).

Nicht zu prüfen ist hier die Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht, da der 
am 5. Dezember 2011 erlittene Myokardinfarkt keine Unfallfolge darstellt. 
Im Übrigen ist ohnehin erstellt, dass der Herzinfarkt lediglich insoweit einen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, als dem Beschwerdeführer schwere 
körperliche Anstrengungen nicht mehr zumutbar sind (AB 246 S. 29).

3.5 Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 23. Juli 2013 von einer ganztägi-
gen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis intermittierend mittel-
schweren Tätigkeit, mit einer Leistungsminderung von 20 %, ausgegangen 
ist (AB 286 S. 5 unten).

4.

Zu prüfen bleibt der sich aus dem vorstehend Dargelegten ergebende Inva-
liditätsgrad.

4.1 Gemäss Rechtsprechung ist das Valideneinkommen in der Unfall-
versicherung unabhängig davon zu bestimmen, ob die versicherte Person 
vor dem Unfall ihre Arbeitskraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat 
(BGE 119 V 475 E. 2b S. 481). Diesem Faktor wird nämlich bereits dadurch 
Rechnung getragen, dass aufgrund des geringeren versicherten Verdiens-
tes eine bloss teilzeitlich tätige Person eine kleinere Rente erhalten wird, 
als eine vollzeitlich erwerbstätige. Bei der Festlegung des hypothetischen 
Valideneinkommens ist somit von einer vollzeitlich erwerbstätigen Person 
auszugehen, die hinsichtlich Fähigkeiten, Ausbildung, Alter und örtlicher 
Verhältnisse mit der versicherten Person vergleichbar ist (BGE 135 V 287 
E. 3.2 S. 289).

4.2 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellen-

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löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe-
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der Dokumen-
tation von Arbeitsplätzen (DAP) der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (SUVA) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 129 
V 472 E. 4.2.1 S. 475).

Die Vorlage von fünf zumutbaren Arbeitsplätzen erscheint in quantitativer 
Hinsicht in der Regel als genügend. Im Hinblick auf die geforderte Reprä-
sentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben sind 
im Sinne einer qualitativen Anforderung zusätzlich Angaben zu machen 
über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 
kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den 
Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten 
Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Allfällige Einwendungen der 
versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsen-
tativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im Einsprachever-
fahren zu erheben. Ist die Verwaltung nicht in der Lage, im Einzelfall den 
erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf 
den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.2 
S. 480). Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-
Profile sind Abzüge vom System der DAP her nicht sachgerecht und nicht 
zulässig (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 482).

4.3 Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 23. Juli 2013 (AB 286) beim Valideneinkommen zu Recht auf 
die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers vom 25. Oktober 2012 ab (AB 
242). Danach hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2013 einen monatlichen 
Lohn von Fr. 5‘341.-- erzielen können (AB 242 S. 2), was aufgerechnet auf 
ein Jahr (inkl. 13. Monatslohn) und zuzüglich der vom Arbeitgeber angege-
benen Prämie von Fr. 300.--, ein Valideneinkommen von Fr. 69‘733.-- er-
gibt (Fr. 5‘341.-- x 13 = Fr. 69‘433.-- + Fr. 300.-- = Fr. 69‘733.--; AB 286 S. 
6) und auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird.

4.4 Beim Invalideneinkommen zog die Beschwerdegegnerin fünf aus-
gewählte DAP-Profile bei (AB 263/264, 274) und ging davon aus, dass der 
Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen von Fr. 54‘581.60 (vgl. 
AB 264 S. 1) erzielen könnte. Unter Berücksichtigung der Einschränkung 

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von 20 % (vgl. E. 3.5 hiervor) ergibt dies ein hypothetisches Invalidenein-
kommen von Fr. 43‘665.30 (vgl. AB 286 S. 6). Soweit sich der Beschwerde-
führer dagegen ausspricht, für die Festsetzung des Invalideneinkommens 
auf DAP-Zahlen abzustellen, kann ihm nicht beigepflichtet werden. Die fünf 
dokumentierten Tätigkeiten als …, …, … und … entsprechen dem im ME-
DAS-Gutachten vom 22. Januar 2013 (AB 246 S. 33) beschriebenen Zu-
mutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.5 hiervor). Entgegen der Meinung des Be-
schwerdeführers können bei den DAP-Profilen bei den Verdienstverhältnis-
sen nicht einzelne Zulagen unberücksichtigt gelassen werden, da es sich 
bei der Berechnung des hypothetischen Invalideneinkommens gestützt auf 
die DAP ohnehin um Durchschnittswerte handelt. Im Übrigen ist – wie 
nachfolgend aufgezeigt – das Abstellen auf die DAP-Profile sicher nicht zu 
Ungunsten des Beschwerdeführers erfolgt.

Die IVB stellte bei der Berechnung des hypothetischen Invalideneinkom-
mens auf die LSE ab (IV/2013/677). Die Invaliditätsschätzung der Invali-
denversicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer keine Bin-
dungswirkung (vgl. E. 2.5 hiervor), weshalb diese Berechnung auch nicht 
zwingend zu übernehmen ist. Bei einem monatlichen Einkommen von 
Fr. 4‘901.-- (LSE 2010, Tabelle TA1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 
4, Männer, Total), angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeits-
zeit (Die Volkswirtschaft, Heft 6, 2014, Tabelle B9.2, Total, 2013, 41,7), 
aufgerechnet auf ein Jahr und indexiert auf das Jahr 2013 (Tabelle T39, 
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 
Männer, 2011: 2151, 2013: 2204) resultiert ein hypothetisches Invaliden-
einkommen von Fr. 62‘822.20 (Fr. 4‘901.-- / 40 x 41,7 x 12 : 2151 x 2204). 
Unter Berücksichtigung einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % 
und einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 %, da der Beschwerdeführer 
vermehrt Pausen benötigt, ergibt dies ein hypothetisches Invalidenein-
kommen von Fr. 45‘232.-- (Fr. 62‘822.20 x 0,8 x 0,9).

4.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69‘733.-- und einem hypothe-
tischen Invalideneinkommen von Fr. 43‘665.30 (gestützt auf die DAP-
Profile) resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 26‘067.70 und damit 
ein Invaliditätsgrad von gerundet 37 %. Wird mit einem hypothetischen In-
valideneinkommen von Fr. 45‘232.-- (gestützt auf die LSE) gerechnet, so 

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ergibt sich eine Einkommenseinbusse von Fr. 24‘501.-- (Fr. 69‘733.-- ab-
züglich Fr. 45‘232.--) und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 35 %. 

4.6 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 23. Juli 2013 erweist 
sich damit als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.