# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4706f46b-bdec-5870-8f63-565c1d2b0d9a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2025 D-6503/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6503-2025_2025-09-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Grégory Sauder;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…),  

B._______, geboren am (…), und  

C._______, geboren am (…), 

sowie 

D._______, geboren am (…)  

(Datum bestritten),  

sowie  

E._______, geboren am (…),  

alle Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer 

Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügungen des SEM vom 19. und 20. August 2025 / 

N (…), N (…) und N (…). 

 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Ehegatten A._______ (Beschwerdeführer 1) und B._______ (Be-

schwerdeführerin 2) ersuchten am 28. Juli 2025 gemeinsam mit ihren 

Töchtern C._______ (Beschwerdeführerin 3) und D._______ (Beschwer-

deführerin 4) und ihrem Sohn E._______ (Beschwerdeführer 5) um die Ge-

währung von Asyl in der Schweiz.   

A.b Während die Tochter C._______ anlässlich der Gesuchseinreichung 

angab, sie sei noch minderjährig, und dies von ihren Eltern bestätigt wurde, 

gaben sowohl die Tochter D._______ als auch der Sohn E._______ an, 

dass sie schon volljährig seien. Das SEM eröffnete vor diesem Hintergrund 

unter den rubrizierten N-Nummern drei separate Verfahren.  

B.  

B.a Die Beschwerdeführenden legten anlässlich der Gesuchseinreichung 

griechische Reisedokumente für Flüchtlinge und griechische Aufenthalts-

ausweise vor. Vom SEM wurde sodann am 31. Juli 2025 aufgrund von Eu-

rodac-Abgleichen festgestellt, dass alle Beschwerdeführenden von Grie-

chenland per 14. März 2025 als Asylsuchende registriert wurden, und wei-

ter, dass ihnen von Griechenland am 4. Juni 2025 (im Falle von A._______, 

B._______ und C._______), am 10. Juni 2025 (im Falle von D._______) 

und am 15. Juni 2025 (im Falle von E._______) Schutz gewährt worden 

war.  

B.b Vor diesem Hintergrund sandte das SEM am 4. August 2025 drei se-

paraten Ersuchen um Wiederaufnahme an Griechenland. Diesen wurde 

von Griechenland am 7. und 8. August 2025 im Rahmen von drei separaten 

Erklärungen entsprochen, wobei die zuständige Behörde festhielt, dass der 

Wiederaufnahme zugestimmt werde, weil den betreffenden Personen am 

4. Juni 2025 respektive am 10. Juni 2025 respektive am 15.Juni 2025 von 

den griechischen Behörden der Flüchtlingsstatus zuerkannt und für drei 

Jahre gültige Aufenthaltsbewilligungen ausgestellt worden seien. 

C.  

C.a Die Gesuche der Beschwerdeführenden wurden vom SEM im BAZ 

F._________ behandelt, wo sie während ihrer Verfahren über den Beistand 

der zugewiesenen Rechtsvertretung verfügten.  

C.b Am 13. August 2025 gewährte das SEM den Beschwerdeführenden 

im Rahmen von separaten Befragungen das rechtliche Gehör zu einem 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 3 

möglichen Nichteintretensentscheid mit Anordnung der Wegweisung nach 

Griechenland, worauf sich alle gegen eine Rückkehr in diesen Staat aus-

sprachen. Dabei machten sie übereinstimmend zur Hauptsache geltend, 

sie könnten nicht nach Griechenland zurückkehren, da sie sich dort vor 

Nachstellungen des Schleppers zu fürchten hätten, der sie von der Türkei 

nach Griechenland gebracht habe. Dieser fordere von ihnen Geld, welches 

sie ihm nicht bezahlen könnten. Das dem Schlepper versprochene Entgelt 

hätten sie vor der Reise einem von ihm bezeichneten Geldhändler zur Ver-

wahrung übergeben. Der Mann sei jedoch ein Betrüger gewesen und mit 

ihrem Geld und dem Geld von vielen anderen Flüchtlingen abgetaucht. 

Seither fordere der Schlepper das Geld unter Todesdrohungen von ihnen. 

Sie könnten sich diesbezüglich nicht an die griechischen Behörden wen-

den, da der Schlepper beste Verbindungen zu diesen habe. So habe er 

offenbar Einblick in ihre Akten gehabt und sie zudem ohne weiteres auf-

spüren können, nachdem sie von einem geschlossenen Camp, wo sie ei-

nen Monat verbracht hätten, in ein offenes Camp verlegt worden seien. Die 

Beschwerdeführenden machten darüber hinaus geltend, dass sie in Grie-

chenland nach der Gutheissung ihrer Gesuche und dem Erhalt ihrer Pa-

piere vonseiten der Behörden keine weitere Unterstützung erhalten hätten. 

Sie hätten vielmehr das Camp bei G._________ innert drei Tagen nach 

Erhalt ihrer Papiere verlassen müssen. Nach dem Verlassen des Camps 

hätten sie sich nur noch drei oder vier Tag im Land aufgehalten, dann seien 

sie von Griechenland auf dem Luftweg direkt in die Schweiz gereist.   

C.c Von den Beschwerdeführenden wurde im Rahmen ihrer Befragungen 

übereinstimmend geltend gemacht, dass sie auf keinen Fall voneinander 

getrennt werden dürften, da sie bis dahin stets zusammengelebt hätten und 

aufeinander angewiesen seien. Von D._______ wurde zudem vorgebracht, 

dass sie nicht am (…) geboren sei, wie in ihren griechischen Papieren ver-

zeichnet und wie von ihr auch anlässlich der Gesuchseinreichung angege-

ben, sondern vielmehr am (…), womit sie noch minderjährig sei. Sie habe 

das in ihren griechischen Papieren verzeichnete, aber eigentlich falsche 

Geburtsdatum nur deshalb bei der Gesuchseinreichung erneut angege-

ben, damit kein Widerspruch zu ihren Papieren entstehe.  

C.d Die Beschwerdeführenden berichteten schliesslich über verschiedene 

gesundheitliche Beschwerden.  

D.  

Am 15. August 2025 erkundigte sich das SEM beim zuständigen BAZ-Ge-

sundheitsdienst nach allenfalls laufenden medizinischen Behandlungen 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 4 

der Beschwerdeführenden. Das SEM erhielt daraufhin nach Aktenlage zur 

Auskunft, dass bei den Eltern A._______ und B._______ und der Tochter 

C._______ derzeit keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen würden 

und weder Arztberichte vorhanden noch Arzttermine ausstehend seien. 

Der Vater A._______ habe sich einzig am 8. August 2025 bei der Gesund-

heitsbetreuung gemeldet. Dies aufgrund chronischer Schmerzen am Fuss, 

insbesondere am vierten Zeh. Es sei ihm daher Ibuprofen verschrieben 

worden. Am 14. August 2025 sei die Mutter B._______ wegen Husten beim 

Pflegepersonal vorstellig geworden, worauf ihr ein Nasenspray und Hus-

tensirup mitgegeben worden sei. Im Falle der Tochter D._______ sei für 

den 1. September 2025 ein allgemeiner Arzttermin geplant; dies aufgrund 

von vorgebrachten Einschlafproblemen und Albträumen. Andere gesund-

heitliche Beschwerden seien in ihrem Fall keine bekannt. Der Sohn 

E._______ habe bei der Erstkonsultation im BAZ G._________ von Rü-

ckenschmerzen und Schlafprobleme berichtet, worauf er für den Schlaf Re-

dormin und gegen die Rückenschmerzen eine Schmerzmedikation und 

Entzündungshemmer, Creme und Pflaster erhalten habe. Seit seiner Ver-

legung ins BAZ H._______ sei er nicht mehr bei Medic Help vorstellig ge-

worden und es würden weder Arztberichte vorliegen noch seien Arztter-

mine geplant. 

E.  

Am 18. August 2025 liess das SEM sowohl A._______ und B._______ mit 

ihrer Tochter C._______ als auch D._______ und E._______ je einen Ent-

scheidentwurf zukommen. Dazu nahmen die Beschwerdeführenden noch 

am gleichen Tag mit Eingaben ihrer jeweiligen Rechtsvertretung Stellung.  

F.  

Das SEM trat am 19. beziehungsweise 20.  August 2025 im Rahmen von 

drei separaten Verfügungen (alle eröffnet am 20. August 2025) gestützt auf 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf die Asylgesuche der Be-

schwerdeführenden nicht ein und ordnete deren Wegweisung aus der 

Schweiz nach Griechenland an. Das SEM beauftragte dabei den Kanton 

(…) mit dem Vollzug der Wegweisung, verbunden übereinstimmend mit der 

Anweisung an den Kanton, den Vollzug sämtlicher Familienmitglieder nach 

Möglichkeit zu koordinieren.  

G.  

Am 27. August 2025 gelangten sowohl die Ehegatten A._______ und 

B._______ mit C._______ als auch D._______ und E._______ mit jeweils 

einer eigenen Beschwerdeeingabe ans Bundesverwaltungsgericht. In 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 5 

ihren Eingaben ersuchen sie vorab und übereinstimmend insbesondere 

um eine Koordination ihrer jeweiligen Verfahren mit den Verfahren ihrer 

Familienangehörigen. In der Sache beantragten sie sodann übereinstim-

mend die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen, verbunden mit der 

Anweisung an die Vorinstanz, auf ihre Asylgesuche einzutreten und das 

nationalen Asylverfahrens durchzuführen, eventualiter die Feststellung der 

Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges nach 

Griechenland, subeventualiter die Rückweisung der Sache zu weiteren 

Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz, subsubeventualiter die Einho-

lung von individuellen Garantien der griechischen Behörden zur adäquaten 

Unterbringung und medizinischen Versorgung. Von D._______ wird aus-

serdem beantragt, dass festzustellen sei, dass sie noch minderjährig sei. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchen die Beschwerdeführenden so-

dann um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 

VwVG und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, wie auch 

um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie unver-

züglicher Anordnung vollzugshemmender Massnahmen.   

H.  

Die vorinstanzlichen Akten liegen dem Bundesverwaltungsgericht seit dem 

28. August 2028 in elektronischer Form vor (Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM; dabei entschei-

det das Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vor-

liegend – endgültig (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).  

1.3 Die Kognition des Gerichts und die zulässigen Rügen richten sich im 

Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Ausländer-

rechts nach Art. 49 VwVG.  

 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 6 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführenden sind legitimiert (Art. 48 Abs.1 VwVG) und 

die Beschwerden wurden frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerden – vorbe-

hältlich der nachfolgenden Erwägung – einzutreten ist. 

2.2 Auf die mit den Beschwerden eingebrachten Gesuche um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung sowie unverzüglicher Anordnung vollzugshem-

mender Massnahmen ist nicht einzutreten, da den Beschwerden von Ge-

setzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 42 AsylG). 

2.3 Das SEM hat die Verfahren der Beschwerdeführenden zwar miteinan-

der eng koordiniert, der Form nach aber getrennt geführt. Dementspre-

chend hat es drei separate Verfügungen erlassen, welche die Beschwer-

deführenden je unter eigenem Namen mit Beschwerde angefochten ha-

ben. Nach Eingang der Beschwerden wurden daher vom Gericht unter den 

Geschäftsnummern D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 drei se-

parate Verfahren eröffnet. Die drei Verfahren sind jedoch aufgrund des en-

gen persönlichen und sachlichen Zusammenhangs vom Gericht antrags-

gemäss zu koordinieren beziehungsweise zu vereinigen, zumal nichts er-

sichtlich ist, was einer solchen Vereinigung entgegenstehen würde.  

2.4 Soweit auf die Beschwerden einzutreten ist, erweisen sich diese – wie 

nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet, weshalb über 

diese im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters oder einer zweiten Richterin, mit summarischer Begrün-

dung und praxisgemäss ohne Durchführung eines Schriftenwechsels zu 

entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Von den Beschwerdeführenden wird im Sinne eines Eventualbegeh-

rens die Rückweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an 

die Vorinstanz beantragt. Hierzu wird übereinstimmend geltend gemacht, 

dass es die Vorinstanz unterlassen habe, die konkrete Situation der Be-

schwerdeführenden vor Ort in Griechenland rechtsgenüglich zu analysie-

ren und ihre Aussagen diesbezüglich zu würdigen, zumal ein allgemeiner 

Verweis auf die Qualifikation von Griechenland als «sicherer Drittstaat» 

nicht ausreiche, um den (völker-)rechtlichen Pflichten gerecht zu werden. 

Vielmehr wäre es die Pflicht der Vorinstanz gewesen, eine detaillierte Ana-

lyse der Situation vor Ort vorzunehmen und diese anschliessend für den 

Einzelfall konkret zu würdigen.  

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 7 

3.2 Von den Beschwerdeführenden wird damit nicht nur eine angeblich un-

genügende Sachverhaltsfeststellung gerügt, sondern darüber hinaus auch 

das Vorliegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs moniert, indem das 

SEM seiner Begründungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei. 

Diese Vorbringen vermögen jedoch mit Blick auf die vorliegenden Erwä-

gungen der Vorinstanz, welche als hinreichend ausführlich zu bezeichnen 

sind, nicht zu überzeugen. Hierzu ist anzumerken, dass sich das SEM viel-

mehr um eine umfassende Auseinandersetzung mit allen Aspekten der Be-

schwerdeführenden bemüht hat. Es ist im Weiteren auch kein zusätzlicher 

Abklärungsbedarf ersichtlich, und zwar weder hinsichtlich der in Griechen-

land für Personen mit Schutzstatus herrschenden Verhältnisse im Allge-

meinen noch hinsichtlich der individuellen Umstände der Beschwerdefüh-

renden. Alleine der Umstand, dass das SEM einer anderen Lageeinschät-

zung zu Griechenland folgt, als von den Beschwerdeführenden verlangt, 

beschlägt im Übrigen nicht die Frage der Sachverhaltsfeststellung und des 

rechtlichen Gehörs, sondern jene der rechtlichen Würdigung der Sache.  

3.3 Von D._______ wird zusätzlich gerügt, dass in ihrem Fall vom SEM 

kein Altersgutachten veranlasst worden sei, obschon gleich mehrere Hin-

weise darauf vorliegend würden, dass sie erst 17 Jahre alt und damit noch 

minderjährig sei. Von ihrer Minderjährigkeit sei gerade auch deshalb aus-

zugehen, da sie die Gründe erklärt habe, welche zum falschen Eintrag in 

ihren griechischen Papieren geführt hätten, und auch von Griechenland 

kein Altersgutachten eingeholt worden sei. Da sie noch minderjährig sei, 

sei auf ihr Asylgesuch einzutreten oder doch zumindest die Sache an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese ihren Fall neu beurteile. Es ist in-

des auch im Zusammenhang mit der von D._______ nachträglich geltend 

gemachten Minderjährigkeit nichts ersichtlich, was noch weiterer Abklärun-

gen bedürfen würde. Auch wurde ihr in diesem Zusammenhang hinrei-

chend das rechtliche Gehör gewährt.  

3.4 Von den Beschwerdeführenden wird schliesslich auch darauf hingewie-

sen, dass sie an gesundheitlichen Beschwerden leiden würden. Da jedoch 

der entscheidrelevante Sachverhalt auch in dieser Hinsicht als hinreichend 

erstellt erscheint, besteht auch von daher kein weiterer Abklärungsbedarf.  

3.5 Nach dem Gesagten ist weder eine Gehörsrechtverletzung noch Be-

darf an weiteren Sachverhaltsabklärungen ersichtlich, weshalb das Gericht 

in der Sache zu entscheiden (Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 8 

4.  

Dem SEM ist vorab darin Recht zu geben, dass es D._______ offensicht-

lich nicht gelingt, ihre Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Diesbezüglich 

kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochte-

nen Verfügung verwiesen werden. Die dagegen erhobenen Beschwerde-

vorbringen, D._______ habe erklärt, dass es in Griechenland zu einem 

Fehler gekommen sei, vermag daran nichts zu ändern. Dies bereits des-

halb, weil nicht zu überzeugen vermag, D._______ hätte diesfalls in der 

Schweiz nicht bereits von Beginn weg korrekte Angaben gemacht, sondern 

erneut das falsche Datum angegeben. Ein solches Verhalten ist in keiner 

Weise nachvollziehbar und spricht klar gegen die angebliche Minderjährig-

keit.  

5.  

5.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG).  

5.2 Das SEM hat für die Beschwerdeführenden entsprechende Nichtein-

tretensentscheide erlassen und ihre Wegweisung nach Griechenland ver-

fügt. Das erscheint als zutreffend, da es sich (1.) bei Griechenland um ei-

nen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt 

(gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007; in Kraft seit 

dem 1. Januar 2008), sich (2.) die Beschwerdeführenden bis anhin dort 

aufgehalten haben und sie (3.) auch wieder in diesen Staat zurückkehren 

können, nachdem sich Griechenland ausdrücklich zu ihrer Wiederauf-

nahme bereit erklärt hat. Damit sind die drei Grundvoraussetzungen für 

einen Entscheid nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt. Von den Be-

schwerdeführenden wird nichts eingebracht, was geeignet wäre, die ge-

setzliche Vermutung ihrer Sicherheit in Griechenland vor einer Rückschie-

bung in ihre Heimat (im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zu erschüt-

tern, oder was darauf hinweisen würde, dass sie in Griechenland vonseiten 

des Staates Verfolgung aus einem der Gründe nach Art. 3 Abs. 1 AsylG zu 

gewärtigen hätten, oder dafür, dass ihnen dort von staatlicher Seite aus 

einem Motiv nach Art. 3 Abs. 1 AsylG kein Schutz vor den angeblich von-

seiten eines Dritten drohenden Übergriffen gewährt würde. Die in Grie-

chenland angeblich von dieser Seite drohende Nachstellungen beschlagen 

daher nicht den Anwendungsbereich des Nichteintretensentscheides nach 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG, sondern die Frage des Wegweisungsvollzu-

ges, worauf nachfolgend eingegangen wird.  

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Seite 9 

5.3 Da nach dem Gesagten die Voraussetzungen für Nichteintretensent-

scheide in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt sind, ist das 

SEM zu Recht und mit zutreffender Begründung auf die Asylgesuche nicht 

eingetreten. Daran vermögen auch die Vorbringen über einen angeblichen 

Anspruch auf das Eintreten auf ihre Gesuche nichts zu ändern, zumal diese 

auch der ständigen Gerichtspraxis widersprechen.  

6.  

Nachdem die Anordnung der Wegweisung nach Griechenland der Konzep-

tion von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG entspricht und im Einklang mit der 

Bestimmung von Art. 44 (erster Satz) AsylG steht, ist die Wegweisung zu 

bestätigen, zumal die Beschwerdeführenden auch insbesondere weder 

über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch einen Anspruch auf Ertei-

lung eines solchen verfügen (vgl. zum Ganzen BVGE 2013/37 E. 4.4; 

2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Es verbleibt im Folgenden zu prüfen, ob es Gründe gibt, die dem Voll-

zug der Wegweisung nach Griechenland entgegenstehen (im Sinne von 

Art. 44 [zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2–4 AIG [SR 142.20]), da 

das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmun-

gen über die vorläufige Aufnahme zu regeln hat, wenn sich der Vollzug der 

Wegweisung als nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich erweist 

(Art. 44 [zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]). 

  

In diesem Zusammenhang bleibt festzuhalten, dass bezüglich der Geltend-

machung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss ständiger Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Vollzugshindernisse sind 

zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Das SEM gelangt in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen 

zum Schluss, im Falle der Beschwerdeführenden sei der Vollzug der Weg-

weisung nach Griechenland möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG), zulässig (Art. 83 

Abs. 3 AIG) und im Weiteren – trotz ihrer diesbezüglichen Einwände – auch 

zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AIG). Dieser Schluss wird von den Beschwerde-

führenden bestritten, wobei sie sich einerseits in genereller Weise über die 

in Griechenland herrschenden Verhältnisse beschweren, andererseits aber 

auch individuelle Gründe anrufen, aufgrund derer eine Wegweisung für sie 

unzulässig und unzumutbar wäre.  

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 10 

7.3  

7.3.1. In genereller Hinsicht wird von den Beschwerdeführenden unter Ver-

weis auf eine ganze Reihe von Länderberichten zu Griechenland sowie 

unter Berufung auf die Praxis von einigen deutschen Gerichten geltend ge-

macht, der Wegweisungsvollzug nach Griechenland sei aufgrund der dort 

herrschenden Verhältnisse als unzulässig zu erkennen. Das habe auch in 

ihrem Fall zu gelten, zumal auch bei ihrer Fallkonstellation – nach bereits 

erfolgter Schutzgewährung – nicht von der im Falle von Dublin-Verfahren 

geltenden Praxis zu Griechenland abzuweichen respektive diese Praxis 

analog anzuwenden sei. Es sei nämliche aufgrund der ersichtlichen Män-

gel und entgegen dem Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 

28. März 2022 von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem auszugehen, 

vor dessen Hintergrund eben auch Personen mit Schutzstatus in Griechen-

land von einer unzulässigen Behandlung bedroht seien. 

7.3.2. Diese Einwände und Ausführungen sind weder geeignet, die gefes-

tigte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu erschüttern, 

noch geeignet die angefochtenen Verfügungen im Resultat zu entkräften. 

Hierzu bleibt festzuhalten, dass sich das Gericht im Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 ausführlich mit der Situa-

tion in Griechenland auseinandergesetzt und dabei anerkannt hat, dass 

sich die dort herrschenden Aufnahmebedingungen auch im Falle von Per-

sonen mit Schutzstatus als teils sehr schwierig darstellen können. Das Ge-

richt geht aber auch in Kenntnis dieser Umstände und in Abgrenzung zu 

asylsuchenden Personen, bei gewährtem Schutzstatus grundsätzlich von 

der Zulässigkeit und Zumutbarkeit der Überstellung nach Griechenland 

aus, und zwar jedenfalls immer dann, wenn nicht von einer spezifischen 

Verletzlichkeit der vom Wegweisungsvollzug betroffenen Personen auszu-

gehen ist (vgl. zum Ganzen das Referenzurteil, insbesondere E. 11). Eine 

solche ist jedoch – wie nachfolgend aufgezeigt – im Falle der Beschwerde-

führenden nicht ersichtlich. An dieser Einschätzung vermögen auch die von 

ihnen angerufenen Länderberichte, welche dem Gericht durchaus bekannt 

sind, nichts zu ändern.  

7.4 Im Falle der Beschwerdeführenden sind keine Sachverhaltsumstände 

ersichtlich, welche im Sinne der massgeblichen Praxis gegen die Zulässig-

keit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges nach Griechenland 

sprechen würden. In dieser Hinsicht ist auf das Folgende hinzuweisen:  

7.4.1. Die Beschwerdeführenden haben am 14. März 2025 in Griechenland 

Asylanträge gestellt. Dabei erfolgte die Antragstellung nach Aktenlage in 

D-6503/2025, D-6507/2025 und D-6509/2025 

Seite 11 

I._______, eine Gemeinde im äussersten Osten von Griechenland, die di-

rekt an der Grenze zur Türkei gelegen ist. Nach der Gesuchseinreichung 

seien sie zunächst für rund einen Monat in einem geschlossenen Camp 

untergebracht worden, anschliessend seien sie in ein offenes Camp bei 

G._________ verlegt worden. Dort sind die Beschwerdeführenden ihren 

Angaben gemäss noch bis unmittelbar vor ihrer Ausreise vom 25. Juli 2025 

verblieben, obwohl ihnen schon Anfang Juni der Schutzstatus zugespro-

chen worden war. Die Tochter C._______ habe sodann während ihres Auf-

enthalts im Camp bei G._________ die Schule besucht, bis die Sommer-

Schulferien begonnen hätten. Dabei hätte sie nach den Ferien den Schul-

besuch auch wieder aufnehmen können, wären sie nicht bereits vor dem 

Schulstart in die Schweiz ausgereist. Den Beschwerdeführenden wurde 

damit bis zum Zeitpunkt der Ausreise eine zumutbare Unterkunft gewährt.  

Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführenden als gefestigter Familienver-

band mit vier erwachsenen und arbeitsfähigen Personen nach Griechen-

land zurückkehren können. Sie können damit gemeinschaftlich für das 

Auskommen aller sorgen beziehungsweise sich bei den zuständigen Be-

hörden um die nötigen Dokumente bemühen. Schliesslich verfügen die Be-

schwerdeführerenden über einen erwachsenen Sohn beziehungsweise 

Bruder, der in Deutschland in einem Restaurant arbeitstätig ist, und damit 

ebenfalls gewisse Unterstützung leisten kann. Insgesamt liegen damit ge-

nügend begünstigende Faktoren vor, so dass die Beschwerdeführenden in 

Griechenland in der Lage sein werden, ein Auskommen zu finden.   

7.4.2. In den Beschwerdeeingaben wird schliesslich auch auf die von den 

Beschwerdeführenden im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens vor-

gebrachten gesundheitlichen Beschwerden verwiesen. Es lässt sich je-

doch weder aufgrund ihrer im Rahmen der Befragungen gemachten Anga-

ben noch der vom SEM eingeholten Auskünfte auf das Vorliegen von Er-

krankungen schliessen, welche nicht auch ohne weiteres in Griechenland 

behandelt werden könnten.  

7.4.3. Zwar haben sich die Beschwerdeführenden in Griechenland offen-

bar vonseiten ihres vormaligen Schleppers bedroht gefühlt. Mit der Vor-

instanz ist diesbezüglich jedoch darin einig zu gehen, dass im Falle ernst-

hafter Übergriffe vonseiten Dritter von der Schutzwilligkeit und auch -fähig-

keit der griechischen Polizei ausgegangen werden darf. Die Beschwerde-

führenden hätten sich im Falle einer Bedrohungslage an die entsprechen-

den Sicherheitsbehörden zu wenden. Daran vermag auch nichts zu än-

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dern, dass der Schlepper offenbar Informationen zu ihrem Verfahren oder 

ihrem Aufenthalt in Erfahrung bringen konnte.  

7.4.4. Nach diesen Feststellungen ist gleichzeitig auch kein Bedarf an der 

von den Beschwerdeführenden verlangten Einholung von individuellen Ga-

rantien von Griechenland betreffend eine umgehende Gewährung von Ob-

dach und Nahrung sowie adäquater und regelmässiger Behandlung er-

sichtlich; das Begehren ist daher abzuweisen.  

7.5 Diesen Erwägungen gemäss ist im Falle der Beschwerdeführenden so-

wohl von der Zulässigkeit als auch von der Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzuges auszugehen. 

7.6 Es ist schliesslich auch ohne weiteres von der Möglichkeit des Weg-

weisungsvollzugs auszugehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), da sich Griechenland 

– wie schon im Rahmen der Prüfung der Voraussetzungen von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG festgestellt (vgl. oben) – ausdrücklich zu einer Wieder-

aufnahme der Beschwerdeführenden bereit erklärt hat.  

8.  

Nach dem Gesagten sind die angefochtenen Verfügungen zu bestätigen 

und die eingereichten Beschwerden – soweit darauf einzutreten ist – als 

offensichtlich unbegründet abzuweisen.  

9.  

Nach erfolgter Verfahrensvereinigung und vorstehenden Erwägungen 

bleibt der Ordnung halber festzuhalten, dass die zuständige kantonale Be-

hörde die Beschwerdeführenden nach Möglichkeit auch weiterhin als Fa-

milienverband zu behandeln habe, also insbesondere im Rahmen des an-

stehenden Vollzugs der Wegweisung (Art. 44 AsylG).  

10.  

10.1 Mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache sind die Gesuche um Be-

freiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) ge-

genstandslos geworden. 

10.2 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege res-

pektive Prozessführung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) sind abzuwei-

sen, da sich die Beschwerden nach dem Gesagten als von Anfang an aus-

sichtslos erwiesen haben.  

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10.3 Den Beschwerdeführenden sind demnach die Kosten des Verfahrens 

aufzuerlegen, wobei die Kosten für das vereinigte Verfahren aus insgesamt 

Fr. 1’000.– zu bestimmen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren der Beschwerdeführenden werden vereinigt.  

2.  

Die Beschwerden werden – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege werden ab-

gewiesen.  

4.  

Die Kosten des vereinigten Verfahrens von Fr. 1’000.– werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Ver-

sand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Die Migrationsamt des Kantons (…) wird angewiesen, im Falle der Be-

schwerdeführenden den Wegweisungsvollzug soweit als möglich zu koor-

dinieren.  

6.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und das Migra-

tionsamt des Kantons (…). 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer 

 

 

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