# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70a73a4d-1985-5cc1-af55-fba989aaa7b4
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-22
**Language:** de
**Title:** Zonenkonformität einer Baumschule als Nebenbetrieb  in der Landwirtschaftszone
**Docket/Reference:** BRGE IV Nr. 0195/2011
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/brge_iv_nr._0195-2011.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
4. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE IV Nr. 

R4.2011.00055 
0195/2011 

Entscheid vom 22. Dezember 2011 

Mitwirkende 

Abteilungsvizepräsidentin Margrit Manser, Baurichter Kurt Gutknecht, Bau-
richter Reto Philipp, Gerichtsschreiberin Nicole Herzig     

in Sachen 

Rekurrent 

X.Y., […..] 

vertreten durch Rechtsanwalt […..] 

gegen 

Rekursgegnerinnen 

1.  Baubehörde D. […..]  
2.  Baudirektion Kanton Zürich, […..] 

betreffend 

Baubehördenbeschluss vom 9. März 2011 und Verfügung der Baudirektion 
BVV  07-0997  vom  26.  Januar  2011;  Teilweise  Verweigerung  der  (z.T. 
nachträglichen)  raumplanungsrechtl.  Bewilligung  bzw.  Wiederherstellungs-
befehl betr. Umgebungsgestaltung, Kat.-Nr. […..] 
_______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit  Verfügung  vom  26. Januar  2011  verweigerte  die  Baudirektion  Kanton 

Zürich  X.Y.  die  nachträgliche  raumplanungsrechtliche  Bewilligung  bzw. 

Ausnahmebewilligung  für einen  gedeckten  Sitzplatz,  eine  Vorplatzvergrös-

serung,  Quadersteine  beim  Verteilerkasten,  eine  Einfriedung  sowie  eine 

Baumschule auf dem Grundstück Kat.-Nr. […..] in D. 

Die Verfügung der Baudirektion Kanton Zürich vom 26. Januar 2011 erfolg-

te im koordinierten Verfahren und wurde gleichzeitig mit dem Beschluss der 

Baubehörde D. vom 9. März 2011 eröffnet, mit der X.Y. eine Frist bis zum 

31. Mai  2011  angesetzt  wurde,  um  den  rechtmässigen  Zustand  bezüglich 
des gedeckten Sitzplatzes sowie der Bepflanzung wieder herzustellen. Be-

züglich  der  Quadersteine  beim  Verteilerkasten  wurde  auf  einen  Rückbau 

verzichtet. 

B. 

Hiergegen wandte sich X.Y. mit Rekurseingabe vom 15. April 2011 fristge-

recht an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und stellte folgende An-

träge: 

"1.  Dispositiv-Ziffer  I.2  des  angefochtenen  Entscheides  sei  aufzuheben. 
Für  den  gedeckten  Sitzplatz,  die  Vorplatzvergrösserung,  die  Quader-
steine  beim  Verteilerkasten,  die  Einfriedung  und  die  Baumschule  sei 
die baurechtliche Bewilligung zu erteilen. 

2.  Es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen. 

3.  Unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Rekursgegne-

rin." 

C. 

Mit Verfügung vom 19. April 2011 wurde vom Rekurseingang Vormerk ge-

nommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. 

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Seite 2 

 
 
Die  Baubehörde  D.  beantragte  mit  Stellungnahme  vom  18. Mai  2011  die 

Abweisung  des  Rekurses;  unter Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulas-

ten des Rekurrenten. 

Auch die Baudirektion Kanton Zürich schloss mit Vernehmlassung ebenfalls 

vom 18. Mai 2011 auf Abweisung des Rekurses. 

D. 

Auf  Antrag  des  Rekurrenten  vom  30. Mai  2011  wurde  ein  zweiter  Schrif-

tenwechsel durchgeführt. 

Der Rekurrent hielt mit Replik vom 20. Juni 2011 an seinen Anträgen fest. 

Die Baudirektion Kanton Zürich verwies mit Duplik vom 13. Juli 2011 eben-

falls unverändert auf ihre Vernehmlassung, ebenso die Baubehörde D. mit 

Duplik vom 11. Juli 2011. 

E. 

Am  16. August  2011  führte  eine  Delegation  der  4. Abteilung  des  Baure-

kursgerichts  des  Kantons  Zürich  im  Beisein  der  Parteien  einen  Augen-

schein auf dem Lokal durch. 

F. 

Auf die Vorbringen der Parteien sowie auf die anlässlich des Augenscheins 

gemachten  Feststellungen  wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforder-

lich, in den nachstehenden Erwägungen Bezug genommen. 

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Seite 3 

 
 
Es kommt in Betracht: 

1. 

Der  Rekurrent  ist  als  Baugesuchsteller  und  Adressat  der  angefochtenen 

Entscheide  ohne  weiteres  nach  § 338a  Abs. 1  des  Planungs-  und  Bauge-

setzes (PBG) zur Rekurserhebung legitimiert. Da auch die übrigen formell-

rechtlichen  Voraussetzungen  unbestrittenermassen  erfüllt  sind,  ist  auf  den 

Rekurs einzutreten. 

2. 

Das  Baugrundstück  liegt  in  der Landwirtschaftszone  und  ist  mit  einem  vor 

dem  1. Juli  1972  erstellten  Wohnhaus  und  verschiedenen  Nebenbauten 
überstellt,  welche  bis  ins  Jahre  1994  einem  Gärtnereibetrieb  dienten.  Da-

nach  wurde  das  umliegende  Land  an  einen  benachbarten  Landwirt  ver-

pachtet und das Wohnhaus zur reinen Wohnnutzung bzw. ab 2002 als The-

rapiestätte für ehemalige Drogenabhängige vermietet, bis es im Jahre 2007 

vom  Rekurrenten  gekauft  wurde.  Diesem  erteilte  die  Baudirektion  Kanton 

Zürich  am  21. August  2007  eine  Ausnahmebewilligung  nach  Art. 24d  des 

Raumplanungsgesetzes (RPG) für den Umbau des Wohnhauses sowie den 

Anbau  einer  Terrasse.  Gestützt  auf  die  gleiche  Bestimmung  wurden  dem 

Rekurrenten  mit  Verfügung  der  Baudirektion  Kanton  Zürich  vom  17. Juli 

2009 der Ersatz des Dachgeschosses bewilligt und auch die nun strittigen 

Projektänderungen beurteilt.  

Gemäss Art. 24d Abs. 1 RPG können in landwirtschaftlichen Wohnbauten, 

die in ihrer Substanz erhalten sind, landwirtschaftsfremde Wohnnutzungen 

zugelassen  werden.  Die  Anwendung  dieser  Ausnahmebestimmung  setzt 
entsprechend voraus, dass eine landwirtschaftliche Nutzung bestanden hat 

und  über  den  Stichtag  vom  1. Juli  1972  hinaus  andauerte.  Für  Wohnbau-

ten, welche bereits vor dem 1. Juli 1972 nicht mehr der landwirtschaftlichen 

Wohnnutzung dienten und damit mit der Trennung der Bau- von den Nicht-

bauzonen  zonenwidrig  wurden,  ist  Art. 24c  RPG  anzuwenden.  Diese  Be-

stimmung schützt bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen aus-
serhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, grundsätzlich in 

ihrem  Bestand  (Abs. 1).  Solche  Bauten  und  Anlagen  können  mit  Bewilli-

gung  der  zuständigen  Behörde  erneuert,  teilweise  geändert,  massvoll  er-

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weitert  oder  wiederaufgebaut  werden,  sofern  sie  rechtmässig  erstellt  oder 

geändert worden sind. In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichti-

gen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Abs. 2). Der Umfang der be-

willigungsfähigen Änderungen wird in Art. 42 der Raumplanungsverordnung 

(RPV) konkretisiert.  

Der Rekurrent macht somit zu Recht geltend, die umstrittenen Veränderun-

gen seien nicht nach Art. 24d RPG, sondern nach Art. 24c RPG zu beurtei-

len.  

Streitbetroffen ist der nachträglich verlangte und eingereichte Umgebungs-

plan,  mit  dem  der  Garten  mit  bereits  bestehendem  gedeckten  Sitzplatz, 

aber  auch  die  Nutzung  eines  Teils  des  Grundstückes  als  Baumschule  mit 

Hecke  zum  Schutz  der  Pflanzen  vor  Wind  und  mit  befestigter  Zufahrt  im 

Bereich  zwischen  dem  Ökonomiegebäude  Assek.-Nr. 265  und  dem Werk-
stattgebäude, die mit Rasengitter oder Schotterbelag befestigt werden soll, 

sowie eine Mauer aus Quadersteinen beurteilt wurden.  

3.1. 

Bezüglich der Baumschule bringt der Rekurrent vor, es sei nicht danach zu 

fragen, ob eine Fläche für sich allein betrachtet genügend Ertrag abwerfen 

würde, um ein selbsttragender Betrieb zu sein, sondern es gehe darum, ob 

die Fläche Teil eines selbsttragenden Betriebes sei. Dabei sei nicht mass-

gebend,  ob  die  Kulturflächen  dieses  Betriebes  zusammenhängend  seien 

oder  nicht.  Die  umstrittene  Baumschule  sei Teil  eines  professionellen,  auf 

Gewinnerzielung  ausgerichteten,  bodenabhängig  produzierenden  Garten-
baubetriebes mit einer Gesamtfläche von rund 11'000 m2. Sie sei daher für 
sich betrachtet zonenkonform und könne nach Art. 16a RPG bewilligt wer-

den.  

Auch  wenn  man  die  streitbetroffene  Fläche  in  Zusammenhang  mit  der 

Wohngebäudenutzung  betrachte,  sei  von  einer  Bewilligungsfähigkeit  nach 

Art. 24c RPG auszugehen, da es sich ursprünglich um einen Gartenbaube-

trieb  gehandelt  habe  und  somit  die  Situation  des  Referenzzustandes  zum 

Zeitpunkt der Rechtsänderung wieder hergestellt werde.  

Schliesslich argumentiert der Rekurrent, wenn in ehemaligen Gewerbebau-

ten  nebst  anderen  Betrieben  auch  eine  Wohnnutzung  zugelassen  werde, 

würde  es  auch  dem  Gesetzessinn  widersprechen,  wenn  gleichzeitig  der 

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Betriebsrestnutzung  die  Bestandesgarantie  verweigert  würde.  Entspre-

chend  stelle  auch  Art. 24  Abs. 1bis  RPG  (recte  wohl  Art.  24d  Abs.  1bis 

RPG)  die  Freizeitlandwirtschaft  in  Zusammenhang  mit  der  nichtlandwirt-

schaftlichen Wohnnutzung. Und eine Baumschule entspreche viel eher den 

raumplanerischen  Grundsätzen  gemäss  Art. 3  RPG  als  ein  mit  der Wohn-

nutzung zusammenhängender Garten. 

3.2. 

Die Baudirektion Kanton Zürich macht geltend, bei der Baumschule handle 
es sich aufgrund der sehr geringen Anbaufläche von bloss 1'500 m2 klar um 
ein  nicht  zonenkonformes  Vorhaben  des  produzierenden  Gartenbaus.  Der 

Rekurrent  habe  zwar  mitgeteilt,  dass  er  innerhalb  der  Bauzone  ein  Blu-

mengeschäft (mit Gartenpflege, Gartenbau und Grünarchitektur) führe, also 

einen  Pflanzen-  und  Blumenhandel  mit  Dienstleistungsbetrieb,  ausserhalb 

der  Bauzonen  bestehe  jedoch  nach  vorhandenen  Akten  keine  bodenab-

hängige  und  zonenkonforme  Produktion.  Dies  sei dem  Rekurrenten mehr-

fach mitgeteilt worden. Dieser habe jedoch nie im Sinne eines verbindlichen 

Konzeptes  aufgezeigt,  dass  es  sich  dennoch  um  einen  zonenkonformen 

Betrieb handle. Im Rahmen der Vernehmlassung äussert sich die Baudirek-

tion  Kanton  Zürich  zu  den  Argumenten  des  Rekurrenten,  dass  die  Baum-

schule zu einem bestehenden Gartenbaubetrieb gehöre, nicht weiter.  

Bezogen  auf  die  Wohnnutzung  begründet  die  Baudirektion  Kanton  Zürich  

die Verweigerung der Bewilligung für die Baumschule in ihrer Vernehmlas-

sung nicht mehr mit Art. 24d RPG, sondern neu mit Art. 24c RPG und hält 

fest, dass aufgrund ihrer Ausdehnung und Entfernung die Identität der Um-

gebung des Wohnhauses nicht gewahrt werde. 

3.3. 
Anlässlich des Augenscheins wurde vereinbart, dass der Rekurrent die zur 

Beurteilung seines Betriebes notwendigen Daten nachreicht und die Baudi-

rektion  Kanton  Zürich  anhand  der  dazu  gewonnenen  Erkenntnisse  eine 

Neubeurteilung  vornimmt.  Diese  erfolgte  mit  Verfügung  vom  6. Oktober 

2011. Die Baudirektion Kanton Zürich hielt dabei fest, dass der Betrieb ent-

sprechend  den  Angaben  des  Rekurrenten  die  Bereiche  Gartenpflege/Gar-

tenbau/Beratung, Grünarchitektur und Planung, Friedhofgärtnerei, Blumen-
geschäft/Festdekorationen sowie Ausstellungen und Innenbegrünungen be-

inhaltet.  Die  dafür  nötigen  Gehölze  und  Blumen  werden  teilweise  selber 

gezogen  und  im  Übrigen  extern  eingekauft.  Für  die  Überprüfung  der  Zo-

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nenkonformität  ausserhalb  der  Bauzone  könnten  nur  die  Bestandteile  des 

Betriebes  herangezogen  werden,  welche  die  bodenabhängige  Produktion 

betreffen (Baumschulen und Schnittpflanzen mit einer Gesamtanbaufläche 
von  7'512 m2)  und  in  beschränktem  Umfang  die  bodenunabhängige  Pro-
duktion  (max.  35 %  der  bodenabhängigen  Produktion,  vorliegend  jedoch 
nur  ein  Gewächshaus  mit  180 m2).  Unter  der  Annahme,  dass  es  sich  bei 
sämtlichen Kulturen um Spezialkulturen handle, ergebe sich darauf ein Um-

fang  von  0.24 Standardarbeitskräfte  (SAK),  womit  der  Mindestumfang  von 

0.65 SAK für ein zonenkonformes Vorhaben nicht erreicht werde. 

3.4. 

Gemäss  Art. 16a  Abs. 1  RPG  ist  neben  der  landwirtschaftlichen  Bewirt-

schaftung  auch  der  produzierende  Gartenbau  in  der  Landwirtschaftszone 

zonenkonform. Ob ein Landwirtschaftsbetrieb als zonenkonform anzusehen 

ist,  beurteilt  sich  primär  nach  Art.  7  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über das 

bäuerliche  Bodenrecht  (BGBB).  Nach  dieser  Bestimmung  gilt  als  landwirt-

schaftliches  Gewerbe  eine  Gesamtheit  von  landwirtschaftlichen  Grundstü-

cken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Pro-

duktion dient und zu deren Bewirtschaftung, wenn sie landesüblich ist, min-

destens eine Standardarbeitskraft nötig ist. In einer Landwirtschaftszone ist 

derjenige Gartenbau als zonenkonform anzuerkennen, der in Arbeitsweise 

und  Landbedarf  mit  der  landwirtschaftlichen  Nutzung  vergleichbar  ist  und 

zur  Bewirtschaftung  freien  Landes  eine  hinreichend  enge  Beziehung  hat. 

Gemeint  sind  damit  namentlich  Freilandgärtnereien  (BGE  125  II  278,  281 

E. 3b) Nach Art. 7 Abs. 2 BGBB gelten  Betriebe des produzierenden Gar-

tenbaus unter den in Art. 7 Abs. 1 BGBB genannten Voraussetzungen als 

landwirtschaftliches  Gewerbe.  Es  muss  sich  somit  um  einen  Haupt-  oder 

Nebenbetrieb (eines landwirtschaftlichen Gewerbes) handeln und nicht um 

Freizeitlandwirtschaft (Art. 34 Abs. 5 RPV). Diese Abgrenzung wird im Ein-
zelfall  aufgrund  verschiedener  Indikatoren  vorgenommen.  Ein  Indiz  dafür, 

dass bloss nicht zonenkonforme Freizeitlandwirtschaft betrieben wird, kann 

beispielsweise  im  Umstand  gesehen  werden,  dass  gewisse  Mindestgrös-

sen - etwa jene, die zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt - nicht er-

reicht werden. Für die Beantwortung der Frage, ob im konkreten Fall Frei-

zeitlandwirtschaft  vorliege,  kann  unter  Umständen  auch  auf  den  auf  dem 
Betrieb  bestehenden  Arbeitsbedarf  -  bemessen  in  Standard-Arbeitskräften 

oder Standard-Arbeitsstunden - abgestellt werden. 

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Mit der beantragten Baumschule würden zwar Pflanzen produziert, welche 

weiterverkauft werden, doch wird der nach konstanter Praxis der Baudirek-

tion  Kanton  Zürich  vorausgesetzte  Betriebsumfang  von  0.65 SAK  mit 

0.24 SAK  so  deutlich  unterschritten,  dass  die  Indikatoren  auch  bei  einer 

Annahme  von  nicht  starren  Grenzen  klar  gegen  einen  zonenkonformen 

produzierenden  Gartenbau  sprechen.  Es  liegt  mithin  kein  landwirtschaftli-

ches Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB vor. Die Baumschule ist als Ne-

benbetrieb zu einem in der Landwirtschaftzone nicht zonenkonformen Ge-

werbebetrieb zu qualifizieren. 

3.5. 

Es bleibt zu prüfen, ob eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG 

für die Baumschule erteilt werden könnte.  

Die  Raumplanungsgesetzgebung  sieht  den  Fall  eines  landwirtschaftlichen 

Nebenbetriebes  zu  einem  nichtlandwirtschaftlichen  Betrieb  nicht  vor.  Auf-

grund  des  Hintergrundgedankens  der  Raumplanung,  die  in  der  Landwirt-

schaftszone nur ausnahmsweise Nutzungen zulassen will, welche nicht ei-

nem existenzfähigen und zukunftsorientierten Landwirtschaftsbetrieb zuge-

hören  und  freizeitlandwirtschaftliche  Betätigungen  grundsätzlich  nicht  zu-

lassen,  ist  zu  folgern,  dass  diese  Konstellation  bewusst  nicht  aufgeführt 

wurde und aus der Zugehörigkeit zu einem nichtlandwirtschaftlichen Betrieb 

keine Privilegierung erfolgen sollte. Vielmehr ist die betriebliche Zugehörig-

keit zu einem in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonformen Gewerbe-

betrieb aus raumplanungsrechtlicher Sicht irrelevant. Die massgebende Be-

triebsgrösse ist mit dem landwirtschaftlichen Bereich zu erreichen. Dies ist 

vorliegend  bei  0.24 SAK  nicht  der  Fall,  weshalb  raum-planungsrechtlich 

trotz  der  Verknüpfung  mit  dem  rekurrentischen  Betrieb  von  einer  Freizeit-

landwirtschaft im Sinne von Art. 34 Abs. 5 RPV, resp. von einem landwirt-
schaftlichen  Kleinstbetrieb  auszugehen  ist, welche  als nicht  zonenkonform 

zu gelten haben und welche auch keiner Ausnahmebewilligung als Neben-

betrieb zugänglich sind.  

Ebenso wenig kann von einer negativen oder positiven Standortgebunden-

heit  im  Sinne  von  Art. 24  RPG  ausgegangen  werden,  da  die  Baumschule 

auch auf einem Grundstück innerhalb der Bauzonen entstehen könnte und 
auch nicht zwingend auf den Standort auf dem Baugrundstück angewiesen 

ist.  

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Art. 24a  RPG  betrifft  die  Umnutzung  von  Bauten  und  Anlagen  ausserhalb 

der Bauzonen und bezweckt, unter bestimmten Voraussetzungen in beste-

henden,  rechtmässig  bewilligten,  aber  für  zonenkonforme  Zwecke  nicht 

mehr  oder  nicht  mehr  vollständig  benötigten  Bauten  eine  andere  Aktivität 

zuzulassen. Diese Norm trifft auf den strittigen Sachverhalt nicht zu.  

Genauer zu betrachten ist jedoch die Anwendungsmöglichkeit von Art. 24c 

RPG.  Bestimmungsgemäss  nutzbare  Bauten  und  Anlagen  ausserhalb  der 

Bauzonen,  die  seinerzeit  in  Übereinstimmung  mit  dem  materiellen  Recht 

erstellt  oder  geändert  wurden,  dann  aber  durch  eine  nachträgliche  Ände-

rung  von  Erlassen  oder  Plänen  zonenwidrig  geworden  sind,  sind  in  ihrem 

Bestand grundsätzlich geschützt (Art. 24c Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 41 RPV). 

Ihre  Erneuerung,  teilweise  Änderung,  massvolle  Erweiterung  und  ihr  Wie-

deraufbau können von der zuständigen Behörde bewilligt werden (Art. 24c 

Abs. 2 RPG).  

Eine Erneuerung liegt vor, wenn der Umfang, die Erscheinung und die Be-

stimmung  der  Baute  oder  Anlage  nicht  verändert  werden.  Die  Grenze  der 

erlaubten  Änderungs-  und  Erweiterungsmassnahmen  liegt  dort,  wo  die 

Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den we-

sentlichen Zügen verloren geht, wobei jeweils der Zustand der Baute oder 

Anlage  im  Zeitpunkt  der  Erlass-  oder  Planänderung  zum  Vergleich  heran-

zuziehen ist (Art. 42 Abs. 1 und 2 RPV). Ob die Identität der Baute oder An-

lage  im  Wesentlichen  gewahrt  bleibt,  ist  unter  Würdigung  der  gesamten 

Umstände  zu  beurteilen.  Sie  ist  jedenfalls dann nicht mehr gewahrt,  wenn 

die zonenwidrig genutzte Fläche um mehr als 30 % erweitert wird (Erweite-

rungen innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens werden nur zur Hälf-

te angerechnet) oder die zonenwidrig genutzte Fläche innerhalb oder aus-

serhalb  des  bestehenden  Gebäudevolumens  um  insgesamt  mehr  als 
100 m2 erweitert wird (Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV). 

Dieser Rahmen wird von der rund 1'500 m2 umfassenden Baumschule mit 
Wildhecke  und  befestigter  Zufahrt  bei  weitem  gesprengt.  Daran  ändert 

auch  nichts,  dass  der  streitbetroffene  Grundstücksbereich  allenfalls  früher 

bereits einmal einem Gartenbaubetrieb diente, da diese Nutzung offensicht-

lich zwischenzeitlich aufgegeben, das Land an den benachbarten Landwirt 
verpachtet und von diesem zonenkonform zur landwirtschaftlichen Produk-

tion eingesetzt wurde. Damit ist im Übrigen die von Art. 24c RPG erfasste 

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Besitzstandsgarantie dahingefallen. Dasselbe gilt auch mit Bezug auf eine 

allfällige Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 37a RPG. 

3.6. 
Soweit der Rekurrent Art. 24d Abs.1bis RPG ins Spiel bringt, ist diese Be-

stimmung nicht auf die Hobbylandwirtschaft als solche, sondern einzig auf 

die hobbymässige Tierhaltung zugeschnitten und im vorliegenden Fall nicht 

anwendbar.  

3.7. 
Bezüglich der Baumschule ist somit festzustellen, dass die beantragte Nut-

zung  in  der  vorgesehenen  Grösse  weder  zonenkonform  noch  einer  Aus-

nahmebewilligung  zugänglich  ist  und  ihre  Zugehörigkeit  zum  rekurrenti-

schen  nicht  landwirtschaftlichen  Betrieb  zu  keiner  Privilegierung  führen 

kann.  Entsprechend  ist  auch  die  Verweigerung  der  Bewilligung  der  zum 

Schutz  bzw.  zur  Bewirtschaftung  der  Baumschule  beantragten  Hecke  und 

der  befestigten  Zufahrt  zwischen  dem  Ökonomiegebäude  Assek.-Nr. 265 

und dem Werkstattgebäude zu bestätigen. Insoweit als die bestehende He-

cke  verdichtet  wurde,  ist  auch  eine  Wiederherstellung  des  rechtmässigen 

Zustandes  (Auslichtung  bis  zur  vorbestehenden  Bestockung)  nicht  unver-

hältnismässig und somit von der kommunalen Vorinstanz zu Recht verlangt 

worden.  Die  provisorische  Befestigung  des Bereiches  zwischen  dem  Öko-

nomiegebäude Assek.-Nr. 265 und dem Werkstattgebäude mit Kies diente 

gemäss  der  Aussage  des  Rekurrenten  dem  Baustellenverkehr  und  wird 

entsprechend  mit  Abschluss  der  Bauarbeiten  zum  Zufahrtsweg  ebenfalls 

rückzubauen sein. 

4.1. 

Bezüglich des gedeckten Sitzplatzes bringt der Rekurrent vor, das 3.50 m x 

4.50 m  grosse,  dünne  Dach  auf  seinen  schmalen  Stelzen  sei  sehr  un-

scheinbar  und  könne  als  Nebenanlage,  die  sich  im  funktionellen  Rahmen 

der ursprünglichen Zweckbestimmung der Hauptbaute bewege, deren Iden-

tität nicht stören.  

Zudem  handle  es  sich  ohnehin  um  eine  vorbestehende  Baute.  Die  feste 

Überdachung  sei  in  den  1980er  Jahren  entstanden  und  bereits  im  Jahre 

2002 beim Umnutzungsgesuch für die Drogentherapiestation dokumentiert 

worden.  Die  Liegenschaft  sei seither mehrfach  Gegenstand  baurechtlicher 

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Seite 10 

 
 
Prüfverfahren gewesen und nie beanstandet worden. Zumindest sei es also 

treuwidrig, nun den Abbruch zu befehlen.  

4.2. 

Die  Baudirektion  Kanton  Zürich  erklärt  in  ihrer  Vernehmlassung  auch  hier 

Art. 24c  RPG  für  massgebend,  während  die  Verweigerung  noch  aufgrund 

von  Art. 24d  RPG  ausgesprochen  wurde.  Sie  macht  geltend,  die  Umge-

bungsgestaltung  sei  erst  jetzt  Gegenstand  eines  Baugesuches.  Der  recht-

mässige  Vorbestand  des  gedeckten  Sitzplatzes  habe  weder  durch  Akten 

aus  dem  Bauarchiv  der  Gemeinde  noch  durch  die  weiteren  Sachverhalts-

ermittlungen (Eingaben des Rekurrenten; act. 13.7) nachgewiesen  werden 

können.  Im  Rahmen  der  Identitätswahrung  im  Sinne  von  Art. 24c  RPG 

würden Sitzplätze mit oder ohne Überdachung nach konstanter Praxis der 

Baudirektion  Kanton  Zürich  nur  im  Nahbereich  (ca. 7 m)  der  Wohnbaute 

bewilligt. Da der streitbetroffene Sitzplatz jedoch rund 25 m vom Wohnhaus 

entfernt  stehe,  bestehe  kein  funktionaler  Zusammenhang  und  eine  nach-

trägliche Bewilligung könne nicht erteilt werden. 

4.3. 

Nachdem der Rekurrent lediglich undatierte oder unscharfe Fotos und eine 

Ausbesserungs-Rechnung aus dem Jahre 1991 vorlegen konnte, gelang es 

ihm nicht, den Nachweis eines über 30-jährigen Bestehens des gedeckten 

Sitzplatzes  zu  erbringen  und  es  ist  aufgrund  der  vorgebrachten  Hinweise 

von einem jüngeren Baujahr auszugehen. Somit ist abzuklären, ob der bis-

lang unbewilligte, gedeckte Sitzplatz von der Ausnahmebewilligung gemäss 

Art. 24c RPG miterfasst werden könnte, oder ob er den Rahmen der Identi-

tätswahrung  sprengt.  Die  Praxis  der  Baudirektion  Kanton  Zürich  erachtet 

diese  Voraussetzung  bei  überdachten  Sitzplätzen  als  erfüllt,  wenn  sie  im 

Nahbereich des Wohnhauses erstellt werden. Sie begrenzt diesen Nahbe-
reich auf rund 7 m Abstand zur Wohnbaute, was einen Hinweis darauf gibt, 

was  regelmässig  als  noch  zum Wohnhaus  gehörend  empfunden  wird.  Ein 

solches Mass entbindet jedoch nicht davon, die konkrete Situation individu-

ell zu betrachten. Anlässlich des Lokaltermins fiel ins Auge, dass der rekur-

rentische Garten eine sehr grosse Fläche aufweist. Er besteht grösstenteils 

aus einer ebenen Rasenfläche, umrandet mit Büschen und kleineren Pflan-
zen. Das Wohnhaus befindet sich an der nordwestlichen Grundstücksgren-

ze,  welche  durch  eine  ebenfalls  mit  Büschen  überwachsene  Mauer  abge-

grenzt wird, die bis zum gedeckten Sitzplatz führt. Aufgrund der Weite des 

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Seite 11 

 
 
nach aussen durch die Mauern und Hecken klar abgegrenzten Gartens wir-

ken die beiden an der Nordwestgrenze stehenden Bauten trotz des deutlich 

höheren  Abstandes  im  konkreten  Fall  dennoch  als  zusammengehörend. 

Ein  striktes  Abstellen  auf  die  im  Regelfall  angewendeten  Zahlen  erscheint 

bei  diesen  Relationen  nicht  gerechtfertigt.  Der  zu  vermeidende  Eindruck 

der Zersiedelung durch verstreute Kleinbauten entsteht in diesem Fall nicht. 

Eine Identitätswahrung erscheint hier trotz der Entfernung durchaus gege-

ben und ein überwiegendes öffentliches Interesse, welches dieser konkre-

ten Überdachung entgegenstünde, ist nicht erkennbar. Zu beachten ist zu-

dem, dass auch der Garten als solcher unter das Bestandesprivileg von Art. 

24c PRG fällt. Unter diesem Aspekt ist evident, dass es sich beim gedeck-

ten  Gartensitzplatz  um  eine  massvolle  Erweiterung  handelt,  welche  die 

Identität der gesamten Gartenanlage wahrt.  Der Rekurs ist deshalb in die-

sem  Punkt  gutzuheissen  und  die  Ausnahmebewilligung  im  Sinne  von 

Art. 24c RPG ist nachträglich zu erteilen. 

5.1. 

Bezüglich  der  Quadersteine  in  der  nordöstlichen  Grundstückecke  macht 

der  Rekurrent  geltend,  diese  seien  im  Zusammenhang  mit  dem  Verteiler-

kasten  und  Hydranten  entstanden  und  zwar  gestützt  auf  eine  informelle 

Absprache  mit  der  Gemeinde  und  in  Zusammenarbeit  mit  dieser.  Mit  den 

Quadersteinen sei bezweckt worden, den Verteilerkasten bzw. den Hydran-

ten  einerseits  optisch zu  kaschieren  und  diese  andererseits  vor Beschädi-

gungen  zu  schützen.  Zwar  habe  nun  die  kommunale  Vorinstanz  auf  die 

Entfernung  der  Steine  verzichtet,  doch  sei  bereits  ein  Verstoss  gegen 

Art. 42  Abs. 1  und  2  RPV  nicht  erkennbar,  weshalb  auch  für  diese  eine 

Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG zu erteilen sei. Die Quadersteine 

würden vor dem Werkstattgebäude optisch nicht genügend ins Gewicht fal-
len, um die Identität der Umgebung wesentlich zu beeinflussen. 

5.2. 

Die  Baudirektion  Kanton  Zürich  begründet  ihren  Entscheid  damit,  dass 

ausserhalb der Bauzonen Böschungen und keine Mauern erwünscht seien. 

Die umstrittenen Quadersteine seien zur Sicherung dieses Geländes nicht 
notwendig und sie stünden zudem in beträchtlicher Entfernung zum Wohn-

haus, weshalb auch eine Ausnahmebewilligung nicht in Betracht komme. 

R4.2011.00055 

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5.3. 

Die umstrittenen Quadersteine befinden sich in der nordöstlichen Ecke des 

Grundstücks im Bereich der Zufahrt und entlang des angrenzenden öffent-

lichen Weges. Die Mauer wirkt in dieser Grösse und an dieser prominenten 

Stelle  als  Fremdkörper.  Zudem  erreicht  die  insgesamt  rund  14 m  lange 

dreireihige  Quadersteinmauer fast  die  Höhe  des  Verteilerkastens  und  ragt 

damit  über  das  gewachsene  Terrain  hinaus,  welches  als  kleine  Böschung 

hätte  beibehalten  werden  können.  Die  Verweigerung  der  raumplanungs-

rechtlichen  Bewilligung  durch  die  Baudirektion  Kanton  Zürich  ist  damit 

nachvollziehbar  und  liegt  innerhalb  ihres  Ermessensspielraums.  Der  Re-

kurs  ist  dementsprechend  in  diesem  Punkt  abzuweisen.  Da  jedoch  die 

kommunale  Vorinstanz  aufgrund  der  Entstehungsgeschichte  der  Quader-

steinmauer auf einen Rückbau verzichtet hat, kann diese in der bestehen-

den Form belassen werden. 

6.1. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Rekurs in Bezug auf den ge-

deckten  Sitzplatz  gutzuheissen  ist.  Die  Baudirektion  Kanton  Zürich  ist  ein-

zuladen,  die  entsprechende  Ausnahmebewilligung  gemäss  Art. 24c  RPG 

nachträglich zu erteilen. Im Übrigen sind die angefochtenen Entscheide un-

ter Abweisung des Rekurses zu bestätigen. Die Frist zur Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustandes bezüglich der verdichteten Hecke ist neu auf 

drei Monate nach Rechtskraft dieses Entscheides anzusetzen, damit allfäl-

lige Umsetzungen in einer günstigen Jahreszeit erfolgen können.  

6.2. 

Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  zu  vier  Fünfteln  dem  Rekur-

renten  und  zu  einem  Fünftel  der  Baudirektion  Kanton  Zürich  aufzuerlegen 
(§ 13 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). 

Nach  §  338  Abs.  1  PBG  bzw.  §  2  der  Gebührenverordnung  des  Verwal-

tungsgerichts  (GebV  VGr)  legt  das  Baurekursgericht  die  Gerichtsgebühr 

nach seinem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem 

bestimmbaren  Streitwert  oder  dem  tatsächlichen  Streitinteresse  fest.  Liegt 

wie  hier  ein  Verfahren  ohne  bestimmbaren  Streitwert  vor,  beträgt  die  Ge-
richtsgebühr in der Regel Fr. 1'000.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; 

§ 3 Abs. 3 GebV VGr). 

R4.2011.00055 

Seite 13 

 
 
Demnach ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 4'700.-- festzusetzen. 

6.3. 

Der  Rekurrent  wie  auch  die  Baubehörde  D.  beantragen  die  Zusprechung 

einer  angemessenen  Umtriebsentschädigung.  Dem  mehrheitlich  unterlie-

genden Rekurrenten kommt eine solche von vornherein nicht zu. 

Für  die  kommunale  Vorinstanz,  die  beim  Bauvorhaben  ausserhalb  der 

Bauzone  lediglich  über  die  Wiederherstellung  des  rechtmässigen  Zustan-

des zu befinden hatte, handelt es sich um einen vergleichsweise einfachen 

Fall.  Dementsprechend  hatte  die  Vorinstanz  keinen  besonderen,  über  die 

Bearbeitung  im  Bewilligungsverfahren  erheblich  hinausgehenden  Zusatz-

aufwand zu treiben. Die Ausrichtung einer Umtriebsentschädigung ist daher 

nicht gerechtfertigt (§ 17 VRG; vgl. BRKE II Nr. 0039/2005 in BEZ 2005 Nr. 

15; www.baurekursgericht-zh.ch). 

Das Baurekursgericht erkennt: 

I. 
Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. 

Demgemäss werden die angefochtene Verfügung der Baudirektion Kanton 
Zürich  vom  26. Januar  2011  sowie  der  angefochtene  Beschluss  der  Bau-
behörde D. vom 9. März 2011 insoweit aufgehoben, als sie den gedeckten 
Sitzplatz  betreffen.  Die  Baudirektion  Kanton  Zürich  wird  eingeladen,  den 
gedeckten  Sitzplatz  im  Rahmen  einer  Ausnahmebewilligung  gemäss 
Art. 24c RPG nachträglich zu bewilligen. 

Im Übrigen wird der Rekurs abgewiesen.  

Die  Frist  zur  Wiederherstellung  des  rechtmässigen  Zustandes  bezüglich 
der Hecke wird neu auf drei Monate ab Rechtskraft dieses Entscheides an-
gesetzt,  unter  Androhung  der  Ersatzvornahme  auf  Kosten  des  Pflichtigen 
im Unterlassungsfall. 

[…..] 

R4.2011.00055 

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