# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 730cb6ee-fd8f-5cc1-bdf3-d56a938844a2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 24.08.2018 501 2017 138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2017-138_2018-08-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

501 2017 138

Urteil vom 24. August 2018

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Adrian Urwyler
Richterin: Dina Beti
Ersatzrichter: Felix Baumann
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, verbeiständet 
durch Rechtsanwalt Elmar Perler, Wahlverteidiger

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin

und

B.________ und C.________, Privatkläger und Berufungsgegner

Gegenstand Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 und 31 Abs. 1 SVG)

Berufung vom 2. August 2017 gegen das Urteil des Polizeirichters 
des Sensebezirks vom 16. Mai 2017

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Sachverhalt

A. A.________ führte am Mittwoch, 8. Juli 2015, gegen 14.15 Uhr in D.________ im Rahmen 
des Ferienpasses ein Fuhrwerk, welches von zwei Pferden gezogen wurde (Planwagen). Auf dem 
Fuhrwerk befanden sich 16 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, darunter E.________ und 
F.________, sowie ein Freund von A.________. Als A.________ einem von hinten herannahen-
den Lastwagen Platz machen wollte, verliess er die Fahrbahn gegen rechts und fuhr einige Meter 
auf der angrenzenden Wiese. Bei diesem Manöver kippte der Planwagen auf die linke Seite. Die 
Kinder zogen sich dabei leichte Verletzungen (Prellungen und Schürfungen) zu.

In der Folge gingen die Pferde mit dem Fuhrwerk durch und brachten einen Motorfahrrad-Lenker 
zu Fall. Die Pferde schleiften den Motorradfahrer mit den abgerissenen Zügel eine kurze Strecke 
mit sich, wobei dieser sich ebenfalls leichte Verletzungen zuzog.

Mit Strafbefehl vom 26. Oktober 2016 wurde A.________ von der Staatsanwaltschaft wegen 
Verletzung der Verkehrsregeln zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 
je CHF 180.- mit einer Probezeit von zwei Jahren sowie zu einer Busse von CHF 300.- verurteilt 
(act. 85). Gegen diesen Strafbefehl erhob A.________ am 4. November 2016 fristgerecht 
Einsprache (act. 87 f.), woraufhin die Staatsanwaltschaft die Akten am 15. November 2016 (Post-
aufgabe) dem Polizeirichter übermittelte (act. 103).

B. Am 5. Dezember 2016 teilte Rechtsanwalt Elmar Perler mit, dass A.________ ihn mit der 
Wahrung seiner Interessen im Strafverfahren beauftragt habe. Zugleich beantragte er, es sei ein 
Kontrollprotokoll bzw. Gutachten der Unfalltechnischen Gruppe der Kantonspolizei (UTG) einzu-
fordern (act. 106). Am 1. März 2017 wurden A.________ und der Anzeiger/Zeuge Kpl G.________ 
zur Sitzung des Polizeirichters vom 16. Mai 2017 vorgeladen, wobei Kpl G.________ ersucht 
wurde, allfällige Dokumente der UTG betreffend Funktionsfähigkeit der Feststellbremse des 
Fuhrwerks einzureichen (act. 108 f.). Mit Schreiben vom 10. April 2017 wiederholte Rechtsanwalt 
Perler den am 5. Dezember 2016 gestellten Beweisantrag (act. 129). Mit E-Mail vom 1. Mai 2017 
übermittelte Kpl G.________ die Auskünfte, die er bei der UTG eingeholt hatte, sowie zusätzliche 
Fotoaufnahmen (act. 130). Am 29. März 2017 teilten die gesetzlichen Vertreter von E.________ 
und F.________ mit, dass sich ihre Kinder am Verfahren als Privatkläger konstituieren wollen (act. 
127). Sie wurden mit Schreiben vom 10. Mai 2017 über die anstehende Verhandlung informiert 
und für den Fall der Abwesenheit gestützt auf Art. 338 StPO dispensiert (act. 132).

An der Sitzung vom 16. Mai 2017 nahmen A.________, sein Verteidiger sowie Kpl G.________ 
als Anzeiger/Zeuge teil. Die Privatkläger waren nicht vertreten bzw. dispensiert. Vorfrageweise 
gab Rechtsanwalt Elmar Perler zu Protokoll, der Beschuldigte erkläre sich ausdrücklich damit 
einverstanden, dass die Anwendung der im Strafbefehl nicht erwähnten Bestimmung von Art. 93 
Abs. 2 SVG geprüft wird. Im Rahmen des Beweisverfahrens wurden Kpl G.________ und 
A.________ zur Sache befragt. Nach Abschluss des Beweisverfahrens beantragte der Verteidiger 
im Parteivortrag, A.________ sei vom Vorwurf der Verletzung von Art. 31 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 
90 Abs. 1 SVG sowie vom Vorwurf betreffend Feststellbremse freizusprechen und mit Bezug auf 
die Rückstrahler zu einer Ordnungsbusse zu verurteilen. Die Zivilforderungen seien auf den 
Zivilweg zu verweisen. Die Gerichtskosten seien zu 11/12 dem Staat aufzuerlegen, und 
A.________ sei eine Parteientschädigung von CHF 2'000.- zuzusprechen. Auf eine öffentliche 
Urteilsverkündung wurde verzichtet (act. 134).

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Mit Urteil vom 16. Mai 2016 verurteilte der Polizeirichter des Sensebezirks A.________ wegen 
Verletzung der Verkehrsregeln und wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs, 
begangen am 8. Juli 2015 in D.________ (Ziffer 1), zu einer Busse von CHF 1’000.- (Ziffer 2) und 
zu den Verfahrenskosten von CHF 1’300.- (Ziffer 5), setzte ihm eine Zahlungsfrist von 30 Tagen 
zur Bezahlung der Busse (Ziffer 3), stellte fest, dass A.________ für den Schaden aus Körper-
verletzungen haftbar ist, den E.________ und F.________ erlitten haben, und verwies ihre Klage 
im Übrigen auf den Zivilweg (Ziffer 4). Der Antrag auf Zusprechung einer Entschädigung gemäss 
Art. 429 StPO wurde abgewiesen (Ziffer 6). Das Urteilsdispositiv und die Kurzbegründung wurden 
A.________ am 19. Mai 2017 zugestellt. A.________ meldete am 29. Mai 2017 Berufung gegen 
das Urteil an. Der begründete Entscheid wurde ihm am 12. Juli 2017 zugestellt.

C. Mit Berufungserklärung vom 2. August 2017 hat A.________ das erstinstanzliche Urteil 
angefochten. Er schliesst auf Freispruch vom Vorwurf der Verletzung der Verkehrsregeln und des 
Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs sowie dahin, die Zivilbegehren seien vollumfäng-
lich auf den Zivilweg zu verweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Schreiben vom 14. August 2017 gab der Vizepräsident des Strafappellationshofs der Staats-
anwaltschaft sowie C.________ und B.________ Gelegenheit, innert 20 Tagen gemäss Art. 400 
Abs. 3 StPO vorzugehen. Mit Eingabe vom 29. August 2017 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass 
sie weder Nichteintreten beantrage noch Anschlussberufung erkläre. C.________ und B.________ 
haben sich nicht vernehmen lassen.

Mit Schreiben vom 12. September 2017 teilte der Vizepräsident des Appellationshofs A.________ 
mit, das Verfahren werde in Anwendung von Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO von Gesetzes wegen 
schriftlich durchgeführt, und forderte ihn unter Hinweis auf die Säumnisfolgen von Art. 407 Abs. 1 
lit. b StPO auf, seine Berufung bis zum 3. Oktober 2017 schriftlich zu begründen. A.________ 
reichte seine begründete Berufung am 3. Oktober 2017 ein.

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2017 gab der Vizepräsident des Appellationshofs der Staatsanwalt-
schaft, dem Polizeirichter des Sensebezirks sowie C.________ und B.________ Gelegenheit, bis 
zum 26. Oktober 2017 zur begründeten Berufungsschrift Stellung zu nehmen. Die Staatsanwalt-
schaft schloss in ihrer Stellungnahme vom 12. Oktober 2017 auf kostenfällige Abweisung der 
Berufung. Der Polizeirichter des Sensebezirks verzichtete am 16. Oktober 2017 auf eine Stellung-
nahme. C.________ und B.________ haben sich nicht vernehmen lassen.

Auf die Ausführungen A.________s (im Folgenden: der Berufungsführer) in seiner Rechtsschrift 
wird nachfolgend, soweit erforderlich, eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Im vorliegenden 
Fall richtet sich die Berufung gegen ein erstinstanzliches Urteil des Polizeirichters und ist damit 
zulässig. Als beschuldigte Person besitzt der Berufungsführer zudem ein rechtlich geschütztes 

https://swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F312.0%2F398&SP=7|3t3kmb

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Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO 
und ist somit zur Berufung legitimiert.

1.2. Die Berufung ist dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils 
schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzumelden (Art. 399 Abs. 1 StPO). Nach Art. 384 lit. a StPO 
beginnt die Rechtsmittelfrist im Falle eines Urteils mit der Aushändigung oder Zustellung des 
schriftlichen Dispositivs.

Das Urteilsdispositiv wurde dem Berufungsführer am 19. Mai 2017 zugestellt (act. 135b). Die 
Berufungsanmeldung erfolgte mit Schreiben vom 29. Mai 2017 (act. 139) und somit form- und 
fristgerecht.

1.3. Die Partei, die Berufung angemeldet hat, reicht dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit 
der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung ein. Sie hat darin 
anzugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des 
erstinstanzlichen Urteils sie verlangt, und welche Beweisanträge sie stellt (Art. 399 Abs. 3 StPO).

Das begründete Urteil wurde dem Berufungsführer am 12. Juli 2017 zugestellt (act. 140a). Die 
schriftliche Berufungserklärung des Berufungsführers erfolgte am 2. August 2017 und somit frist-
gerecht (vgl. Art. 90 Abs. 2 StPO). Die Berufung richtet sich gegen das erstinstanzliche Urteil in 
seiner Gesamtheit mit Ausnahme der Verurteilung wegen des fehlenden Rückstrahlers am Plan-
wagen; die entsprechenden Rechtsbegehren sind präzise formuliert. Die Berufungserklärung 
entspricht den gesetzlichen Anforderungen; auf die Berufung ist folglich einzutreten.

1.4. Gemäss Art. 400 Abs. 3 StPO können die anderen Parteien innert 20 Tagen seit Empfang 
der Berufungserklärung schriftlich Nichteintreten beantragen, der Antrag muss begründet sein 
(lit. a), oder Anschlussberufung erklären (lit. b). Mit Verfügung vom 14. August 2017 wurde den 
Berufungsgegnern eine Frist von 20 Tagen gesetzt, um Nichteintreten zu beantragen oder 
Anschlussberufung zu erklären. Die Staatsanwaltschaft hat weder Nichteintreten beantragt noch 
Anschlussberufung erklärt. C.________ und B.________ haben sich nicht vernehmen lassen.

1.5. Gemäss Art. 406 Abs. 1 StPO kann das Berufungsgericht die Berufung namentlich dann in 
einem schriftlichen Verfahren behandeln, wenn Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 
Urteils bilden und mit der Berufung nicht ein Schuldspruch wegen eines Verbrechens oder 
Vergehens beantragt wird (lit. c). In diesem Fall setzt die Verfahrensleitung der Partei, welche 
Berufung erklärt hat, Frist zur schriftlichen Begründung (Art. 406 Abs. 3 StPO). Das anschlies-
sende Verfahren richtet sich nach Artikel 390 Absätze 2–4 (Abs. 4).

Im vorliegenden Fall bildeten ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 
Urteils, weshalb die Berufung in einem schriftlichen Verfahren behandelt wird. Auf Aufforderung 
der Verfahrensleitung reichte der Berufungsführer seine begründete Berufung am 3. Oktober 2017 
innert der ihm gesetzten Frist ein. Sie genügt den Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO.

1.6. Der Strafappellationshof ist, ausser wenn er Zivilklagen beurteilt, nicht an die Anträge der 
Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO). Dieser Grundsatz wird jedoch eingeschränkt: Das 
Berufungsgericht hat nur die angefochtenen Punkte des erstinstanzlichen Urteils zu überprüfen 
(Art. 404 Abs. 1 StPO; vgl. BGE 139 IV 282 E. 2.3.1).

1.7. Da das Urteil des Polizeirichters mit Ausnahme der Verurteilung wegen des fehlenden 
Rückstrahlers am Wagen vollumfänglich angefochten wurde, hat die Berufung in diesem Umfang 
aufschiebende Wirkung (Art. 402 StPO).

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2.

Im Rahmen einer Berufung überprüft der Strafappellationshof den vorinstanzlichen Entscheid 
üblicherweise frei bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen (Art. 398 Abs. 3 StPO). 
Bildeten jedoch wie vorliegend ausschliesslich Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen 
Hauptverfahrens, so kann mit der Berufung nur geltend gemacht werden, das Urteil sei rechts-
fehlerhaft oder die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer 
Rechtsverletzung. Neue Behauptungen oder Beweise können nicht vorgebracht werden (Art. 398 
Abs. 4 StPO). Neu im Sinne dieser Bestimmung sind Tatsachen und Beweise, die im erstinstanz-
lichen Verfahren nicht vorgebracht wurden. Nicht darunter fallen demgegenüber Beweise, die 
beantragt, erstinstanzlich jedoch abgewiesen oder gar nicht geprüft wurden (BSK StPO-EUGSTER, 
2. Aufl. 2014, Art. 398 N. 3a). Rechtsfragen sind mit freier Kognition zu prüfen, und zwar sowohl 
prozess- als auch materiellrechtliche. Soweit die Beweiswürdigung bzw. die Feststellung des 
rechtmässig erhobenen Sachverhalts gerügt wird, beschränkt sich die Überprüfung auf offensicht-
liche Unrichtigkeit, also auf Willkür.

Relevant sind dabei klare Versehen bei der Sachverhaltsermittlung wie namentlich Irrtümer oder 
offensichtliche Diskrepanzen zwischen der sich aus den Akten sowie der Hauptverhandlung 
ergebenden Akten- sowie Beweislage und der Urteilsbegründung. Weiter in Betracht kommen 
insbesondere Fälle, in denen die gerügte Sachverhaltsfeststellung auf einer Verletzung von 
Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften der StPO selbst, beruht. Gesamthaft 
gesehen dürften regelmässig Konstellationen relevant sein, die als willkürliche Sachverhaltsfest-
stellungen zu qualifizieren sind (vgl. SCHMID/JOSITSCH, StPO-Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 
398 N. 13; BSK StPO-EUGSTER, Art. 398 N. 3a; Urteil KG FR 501 2014 146 vom 18. März 2015 
E. 1b). Willkür bei der Beweiswürdigung liegt namentlich vor, wenn der angefochtene Entscheid 
offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass 
eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, 
genügt nicht (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.4).

3.

3.1. In seiner Berufungserklärung stellt der Berufungsführer zwei Beweisanträge. Diese sind 
vorab zu prüfen. Zum einen beantragt er eine Abklärung oder ein Gutachten zur Frage, ob die 
Ausführungen im angefochtenen Urteil zutreffend sind, wonach die Wiese, auf die der Berufungs-
führer auswich, im fraglichen Bereich eine Steigung zwischen 17,5 % und 24,3 % aufwies. Dieser 
Beweisantrag ist neu und damit unzulässig. Die Steigung der Wiese ergibt sich aus dem 
Bericht/Fotodossier der Unfalltechnischen Gruppe (UTG) der Verkehrspolizei vom 30. Juli 2015 
(act. 27), der dem Berufungsführer bekannt sein musste. Darüber hinaus ist die genaue Steigung 
letztlich irrelevant, weil das Fuhrwerk konstruktionsbedingt beim Einschlagen des Drehgestells 
auch auf der geraden Ebene kippen kann (vgl. dazu E. 4.3.2).

3.2. Zum andern beantragt der Berufungsführer den Beizug des Protokolls bzw. des technischen 
Berichts über den Zustand des Verbindungselements zwischen Bremskurbel und Bremse und 
dessen Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit der Feststellbremse des Fuhrwerks. Zwar hatte 
der Berufungsführer bereits im erstinstanzlichen Verfahren den Bericht der UTG bzw. das Kontroll-
protokoll verlangt (act. 106, 129). Insofern ist der Beweisantrag nicht neu. Ihm wurde allerdings 
stattgegeben, indem zusätzlich zum bereits bei den Akten liegenden Bericht der UTG vom 30. Juli 
2015 (act. 20 ff.) am 1. Mai 2017 Fotos von der Feststellbremse eingereicht wurden (act. 130 ff.) 
und Kpl G.________ in der Verhandlung vom 16. Mai 2017 vom Polizeirichter als Zeuge angehört 

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wurde (act. 134). Es ist nicht ersichtlich, dass weitere Protokolle oder Berichte existieren, die 
beigezogen werden könnten. Soweit der Berufungsführer nun einen "technischen Bericht über den 
Zustand des Verbindungselementes zwischen Bremskurbel und Bremse und dessen 
Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit der Feststellbremse" verlangt, ist sein Beweisantrag 
neu und damit unzulässig.

4.

4.1. Der Berufungsführer beantragt seinen Freispruch vom Vorwurf des Nichtbeherrschens des 
Fahrzeugs im Sinn von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG. In seiner Berufung bringt er einer-
seits vor, er sei aufgrund des von hinten herannahenden Lastwagens gemäss Art. 26 SVG zum 
Ausweichen verpflichtet gewesen, und er habe nicht um den Kippeffekt seines Fuhrwerks wissen 
können, da er nie solche Erfahrungen gemacht habe. Bezüglich des Sachverhalts zieht der 
Berufungsführer den vom Polizeirichter festgehaltenen Neigungswinkel der Wiese in Zweifel und 
bringt vor, er sei bloss auf die Wiese ausgewichen; nicht das Ausweichmanöver, sondern erst das 
Wiedereinschwenken auf die Fahrbahn habe zum Kippen des Gefährts geführt (Berufung, S. 2 f. 
Ziff. 1 und 2).

4.2.

4.2.1. Nach Art. 90 Abs. 1 SVG wird mit Busse bestraft, wer Verkehrsregeln dieses Gesetzes 
oder der Vollziehungsvorschriften verletzt. Der Fahrer muss das Fahrzeug ständig so beherrschen, 
dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann (Art. 31 Abs. 1 SVG). Beherrschen des 
Fahrzeuges bedeutet, dass der Lenker jederzeit in der Lage ist, auf die jeweils erforderliche Weise 
auf das Fahrzeug einzuwirken und auf jede Gefahr ohne Zeitverlust genügend schnell und 
zweckmässig zu reagieren (WEISSENBERGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungs-
bussengesetz, Mit Änderungen nach Via Sicura, 2. Aufl. 2015, Art. 3 N. 1). Die Forderung, das 
Fahrzeug ständig zu beherrschen, bedeutet, dass der Fahrer das Fahrzeug sicher und unfallfrei 
durch den Verkehr führen muss, wobei das Nichtbeherrschen des Fahrzeuges nur dann bestraft 
werden kann, wenn es schuldhaft geschehen ist, wenn es also auf einem Fahrfehler oder einer 
Fehlreaktion des Lenkers beruht (ROTH, Basler Kommentar SVG, 2014, Art. 31 N. 54). Eine 
ungeschickte Reaktion in überraschenden Situationen bleibt in der Regel straflos (ROTH, Art. 31 
N. 58).

In subjektiver Hinsicht ist im SVG auch die fahrlässige Tatbegehung tatbestandsmässig, sofern 
das Gesetz es nicht ausdrücklich anders bestimmt (Art. 100 Ziff. 1 SVG). Für die Erfüllung des 
Tatbestandes gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG genügt einfache bzw. leichte Fahrlässigkeit (WEISSEN-
BERGER, Art. 90 N. 58). Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines 
Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. 
Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den 
Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 2 StGB).

4.2.2. Der Polizeirichter erwog insbesondere, was folgt (Urteil, E. V.2.5–2.7):

Dem Polizeirapport, dem Bericht der UTG sowie den Aussagen des Beschuldigten sei zu 
entnehmen, dass das Fuhrwerk bei einem Ausweichmanöver kippte (act. 14, 24). Diese Tatsache 
sei unbestritten. Das Kippen des Fuhrwerks sei im Rahmen eines Ausweichmanövers seitens des 
Beschuldigten geschehen. Dieser sei, um einen Lastwagen vorfahren zu lassen, nach rechts 
ausgewichen, wobei das Fuhrwerk auf die linke Seite gekippt sei. Den Akten sei kein Hinweis 
darauf zu entnehmen, dass das Fuhrwerk aufgrund des Verhaltens der beiden Pferde kippte; diese 

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brannten gemäss Aussagen des Beschuldigten und Polizeirapport erst durch, nachdem das 
Fuhrwerk wieder auf die Räder gestellt worden war (act. 14, 24). Das Kippen des Fuhrwerks sei 
somit objektiv auf einen Fahrfehler seitens des Beschuldigten, der einen Herrschaftsverlust über 
das Gefährt zur Folge hatte, zurückzuführen. Er müsse als Führer eines Fuhrwerks grundsätzlich 
in der Lage sein, dieses sicher und unfallfrei durch den Verkehr zu führen sowie auf unerwartete 
Situationen angemessen zu reagieren. Ein von hinten herannahendes Fahrzeug gehöre zu den 
alltäglichen Situationen im Strassenverkehr, weshalb nicht von einer überraschenden Situation 
gesprochen werden könne. Die Reaktion des Beschuldigten, dem Lastwagen ausweichen zu 
wollen, sei zwar nachvollziehbar, jedoch hätte er dieses Manöver auch an einem anderen 
Strassenabschnitt einleiten können, insbesondere weil vom Lastwagen keine Gefahr ausging. 
Diese Verkehrssituation sei nicht kritisch oder gefährlich gewesen, weshalb der Beschuldigte die 
Möglichkeit gehabt hätte, sein Ausweichmanöver zu überdenken und an einer anderen Stelle 
durchzuführen. Wer einem Fahrzeug in einer Weise ausweiche, die zum Kippen des Fuhrwerkes 
führt, beherrsche dasselbe nicht.

Im Bericht der UTG sei das Fahrverhalten des Fuhrwerks in abfallendem Gelände mit eingeschla-
gener Vorderachse protokolliert und fotografisch festgehalten worden (act. 21, 35, 36). Demnach 
wandert der Schwerpunkt des Fuhrwerks aufgrund des verbauten Drehkranzes von aussen in das 
Zentrum der Längsachse des Pferdegespanns. Auf den Fotos sei ersichtlich, dass bei einem 
Einschlag des Drehgestelles auf die linke Seite das rechte Hinterrad angehoben wird und sich das 
gesamte Fuhrwerk nach links neigt (act. 35, 36). Dem Polizeirapport sei zu entnehmen, dass der 
Beschuldigte im Rahmen des Ausweichmanövers rechts ab der Fahrbahn auf eine ansteigende 
Böschung hinauffuhr (act. 24). Auf den Fotos der Unfallaufnahme seien die Fahrspuren der 
rechten Räder des Fuhrwerks markiert (act. 27). Aus dem Bericht der UTG gehe zudem hervor, 
dass die Wiese, auf die der Beschuldigte mit dem Fuhrwerk auswich, eine Steigung von 24,3 %, 
14,4 % und 17,5 % aufgewiesen habe (act. 27). Dies entspreche einer Steigung von 13,5°, 7,97° 
und 9.65°. Das Fuhrwerk sei ungefähr in einer Steigung von 17,5 % gekippt (vgl. act. 20, 27).

Aufgrund der Aussagen des Beschuldigten, des Polizeirapports und der Fotos der Unfallaufnahme 
könne festgestellt werden, dass der Beschuldigte im Rahmen des Ausweichmanövers auf die der 
Fahrbahn angrenzende Wiese fuhr. Den Aussagen des Beschuldigten sei ausserdem zu 
entnehmen, dass ihm eine gewisse Steigung bzw. Unebenheit der Wiese zur Fahrbahn bewusst 
gewesen sei. Als erfahrener Führer des Fuhrwerks habe der Beschuldigte mit den Besonderheiten 
des Gefährts vertraut sein müssen. Es habe ihm somit bewusst sein müssen, dass mit dem 
Ausweichen auf eine ansteigende bzw. unebene Wiese die Gefahr des Kippens des Fuhrwerks 
entstand. Das Kippen des Fuhrwerks auf unebenem Gelände sei für den Beschuldigten voraus-
sehbar gewesen, und er habe pflichtwidrig unvorsichtig gehandelt, als er an dieser Stelle das 
Ausweichmanöver vornahm. Der Beschuldigte sei deshalb wegen einfacher Verletzung der 
Verkehrsregeln (Nichtbeherrschen des Fahrzeuges) zu verurteilen.

4.3.

4.3.1. Der Hinweis des Berufungsführers auf Art. 26 SVG geht fehl. Diesbezüglich kann auf das 
angefochtene Urteil verwiesen werden, gemäss dem keine überraschende Situation vorlag und der 
Berufungsführer sein Ausweichmanöver auch an einem anderen Strassenabschnitt hätte einleiten 
können, insbesondere weil vom Lastwagen keine Gefahr ausging. Dieser hat denn das Fuhrwerk 
des Berufungsführers gemäss dessen eigener Aussage auch nicht überholt (Prot. Polizei 8.7.2015, 
act. 15).

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Weiter ist dem Polizeirichter darin zuzustimmen, dass der Berufungsführer um die besondere 
Eigenschaft seines Gefährts, dass sich beim Einschlagen nach links das rechte Hinterrad hebt 
(bzw. umgekehrt), sodass sich ein Kippeffekt einstellen kann, gewusst haben musste, bzw. es ist 
nicht willkürlich, dies anzunehmen. Denn der Berufungsführer besitzt das Gefährt nach eigenen 
Angaben seit 20–25 Jahren und fährt es ca. 7–8 Mal pro Jahr (act. 15 und 134/4). Wie die 
Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme zu Recht anführt, kann sich der – im vorliegenden Fall 
langjährige – Lenker eines Fahrzeugs nicht mit der Begründung aus der strafrechtlichen Verant-
wortung ziehen, sein Fahrzeug weise besondere Eigentümlichkeiten auf.

4.3.2. Die Vorbringen des Berufungsführers sind auch nicht geeignet, eine willkürliche Sach-
verhaltsfeststellung darzutun. Zwar ist zutreffend, dass das Gefährt des Berufungsführers nicht 
beim Ausweichen (nach rechts) auf die Böschung oder Wiese kippte, sondern erst beim Wieder-
einschlagen nach links in Richtung Strasse, als sich die Neigung des Geländes mit dem 
Verschieben des Schwerpunktes aufgrund des verbauten Drehkranzes kumulierte. Dem angefoch-
tenen Urteil lässt sich nichts Gegenteiliges entnehmen. Wer auf unebenes Gelände neben der 
Fahrbahn ausweicht, um ein anderes Fahrzeug vorbeizulassen, muss dabei selbstverständlich 
auch berücksichtigen, dass er anschliessend wieder auf die Fahrbahn zurückkehren wird. Dass 
das Gelände ansteigend und zudem uneben war, ist – wie der Polizeirichter zu Recht festhält – 
erstellt und wird auch vom Berufungsführer nicht bestritten. Ob man dieses Gelände nun als 
Böschung oder als Wiese bezeichnet und wie hoch die Neigung genau war und wo sich die Räder 
befanden, ist letztlich unerheblich. Der Berufungsführer hat nicht bedacht, dass er beim 
Ausweichen auf ein ansteigendes Gelände neben der Strasse nachher wieder auf diese zurück-
kehren muss und sich dabei die Neigung des Geländes mit dem Verschieben des Schwerpunktes 
kumuliert und einen Kippeffekt bewirkt, der sein Fuhrwerk zum Kippen bringen kann. Er hat einen 
Fahrfehler begangen und sein Gefährt nicht beherrscht. Die Rüge ist unbegründet.

5. 

5.1.  Der Berufungsführer beantragt weiter seinen Freispruch vom Vorwurf des Führens eines 
nicht betriebssicheren Fahrzeugs im Sinn von Art. 93 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 211 der Verordnung 
über die technischen Anforderungen im Strassenverkehr (VTS, SR 741.41), soweit er wegen der 
funktionsuntüchtigen Feststellbremse verurteilt wurde. Dabei rügt er die Feststellung der 
Vorinstanz, die Feststellbremse sei verrostet und (aus diesem Grund) nicht funktionstüchtig 
gewesen (Berufung, S. 4 f. Ziff. 5). Seines Erachtens habe der durch den Unfall verursachte 
Aufprall das Gestänge verbogen, und die Bremse sei aus diesem Grund nicht funktionstüchtig 
gewesen, was sich auch daraus ergebe, dass das Fuhrwerk jeweils mittels Anziehen der Feststell-
bremse am Wegrollen gehindert werde, wenn es nicht benötigt wird. Der Grund für die Funktions-
untüchtigkeit der Bremse sei nicht bzw. nicht genügend abgeklärt worden. Damit hätte vom für den 
Berufungsführer günstigeren Sachverhalt – nämlich der Funktionsuntüchtigkeit der Bremse 
aufgrund des Aufpralls – ausgegangen werden und er in diesem Punkt in Anwendung des Grund-
satzes der Unschuldsvermutung freigesprochen werden müssen. Damit rügt der Berufungsführer 
letztlich eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung, was zulässig ist.

5.2.

5.2.1. Gemäss Art. 93 Abs. 2 lit. a SVG wird mit Busse bestraft, wer ein Fahrzeug führt, von dem 
er weiss oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen kann, dass es den Vorschriften nicht 
entspricht. Als nicht vorschriftsgemäss gilt ein Fahrzeug, an welchem dauernd, zeitweilig oder für 
bestimmte Fälle vorgeschriebene Teile fehlen oder den Vorschriften nicht entsprechen (Art. 219 

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Abs. 1 lit. a VTS). Gilt ein Fahrzeug als nicht vorschriftsgemäss nach Art. 219 Abs. 1 VTS, ist 
Art. 93 Abs. 2 SVG anwendbar.

Die technischen Anforderungen an Fuhrwerke sind in Art. 211 VTS statuiert. So müssen Tierfuhr-
werke und Handwagen mit einem Garantiegewicht von mehr als 0,15 Tonnen eine wirksame, 
abstufbare Feststellbremse haben, die das Fahrzeug in einer Steigung und einem Gefälle bis 
12 Prozent am Wegrollen hindern kann (Art. 211 Abs. 2 VTS).

In subjektiver Hinsicht ist im SVG auch die fahrlässige Tatbegehung tatbestandsmässig, sofern 
das Gesetz es nicht ausdrücklich anders bestimmt (Art. 100 Ziff. 1 SVG). Die Tathandlung des 
Führens oder Führenlassens eines nicht den Vorschriften entsprechenden Fahrzeuges kann daher 
sowohl vorsätzlich (Wissen) als auch fahrlässig (bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen 
können) begangen werden (SCHENK, Basler Kommentar SVG, 2014, Art. 93 N. 35).

5.2.2. Wie sich dem angefochtenen Urteil entnehmen lässt (E. V.1.5/6), wurde gemäss Bericht 
der UTG bei der Kontrolle des Fuhrwerks des Berufungsführers festgestellt, dass die Feststell-
bremse nicht funktionstüchtig war (act. 22). Der technischen Feststellung Nr. 6 zufolge war die 
Drehkurbel zum Bedienen der Standbremse, wirkend auf das Trommelbremssystem der Hinter-
achse, anlässlich der technischen Kontrolle vom 9. Juli 2015, das heisst am Tag nach dem Unfall, 
aufgrund mangelnder Wartung nicht funktionstüchtig (act. 21). Auf Anfrage von Rechtsanwalt 
Elmar Perler teilte Wm H.________ via Kpl G.________ am 1. Mai 2017 per E-Mail mit, dass die 
Feststellbremse verrostet und nur mit viel Kraft und zu zweit zu betätigen gewesen sei (act. 130). 
Der Zustand der Feststellbremse wurde zudem fotografisch festgehalten (act. 34, 131). Der 
Anzeiger/Zeuge Kpl G.________ hat diese Angaben an der Sitzung vom 16. Mai 2017 bestätigt 
(act. 134).

Der Beschuldigte bestritt anlässlich der Sitzung vom 16. Mai 2017, dass die Feststellbremse 
verrostet und nicht funktionstüchtig gewesen sei. Bereits mit Schreiben vom 5. Dezember 2016 
hatte Rechtsanwalt Elmar Perler darauf hingewiesen, dass der Beschuldigte diese Feststellung 
bestreite. Sie stehe im Widerspruch zu einer mündlichen Aussage von Kpl G.________ gegenüber 
dem Beschuldigten anlässlich der Rückgabe des Fuhrwerks, wonach der Wagen technisch in 
Ordnung gewesen sei (act. 106). Der Beschuldigte vertrat vor dem Polizeirichter die Ansicht, dass 
die Feststellbremse bei der technischen Kontrolle nicht mehr funktionierte, weil das Gestänge, 
nachdem die Pferde durchgegangen waren, durch den Aufprall (siehe act. 31, 32) verdreht und um 
ca. 10 cm verschoben worden sei. Er erklärte, dass die Feststellbremse nicht aufgrund von Rost 
schwer zu betätigen gewesen sei, sondern weil das Gestänge verdreht war (act. 134). Gemäss 
Aussagen des Beschuldigten habe er den Planwagen vor 25 Jahren gekauft und jeweils jedes 
Jahr vor Beginn der Saison geschmiert; andere Arbeiten seien seit ungefähr 15 Jahren nicht mehr 
vorgenommen worden (act. 15, 134).

Aus dem Bericht der UTG ergebe sich gemäss Vorinstanz indessen nicht, dass die Feststell-
bremse aufgrund des verdrehten Gestänges nicht funktionstüchtig war bzw. das Gestänge durch 
den Aufprall verdreht oder verschoben wurde (vgl. act. 20 ff.). Dem Bericht zufolge sei der Rost der 
Grund für die Funktionsuntüchtigkeit. Der Bericht der UTG sei ausführlich und klar. Es bestehe 
kein Anlass, an dessen Wahrheitsgehalt zu zweifeln. Gleiches gelte für die nachträglich gelieferten 
Angaben. Daher gelte der Sachverhalt, wie er im Bericht der UTG und der Auskunft vom 1. Mai 
2017 beschrieben wird, als bewiesen. Somit sei die Feststellbremse infolge ungenügender 
Wartung nicht wirksam gewesen.

Kantonsgericht KG
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Der Beschuldigte war Führer des nicht den Vorschriften entsprechenden Fahrzeuges, weshalb er 
verpflichtet gewesen wäre, sich vor jeder Fahrt zu vergewissern, ob das Fuhrwerk sich in 
vorschriftsgemässen Zustand befindet (WEISSENBERGER, Art. 93 N. 21). Auch habe ihm bewusst 
sein müssen, dass das Fuhrwerk einer wirksamen Feststellbremse bedürfe, um als vorschrifts-
gemäss zu gelten.

5.3. Die Sachverhaltsfeststellung des Polizeirichters, die Feststellbremse sei verrostet und aus 
diesem Grund (und nicht wegen einem verbogenen Gestänge) nicht funktionstüchtig gewesen, ist 
nicht willkürlich. Sie gründet auf dem Bericht der UTG und den Aussagen von Kpl G.________ (der 
sich auf Wm H.________ beruft) in der Verhandlung vom 16. Mai 2017 bzw. auf dessen E-Mail 
vom 1. Mai 2017. Der Berufungsführer beschränkt sich in seiner Berufung im Wesentlichen darauf 
zu wiederholen, was er bereits vor dem Polizeirichter behauptet hatte. Dass er nun offenbar jeweils 
die Feststellbremse angezogen haben will, wenn das Fuhrwerk nicht benötigt wurde, ist eine 
unzulässige neue Tatsachenbehauptung, die zudem durch nichts erstellt ist. Auch dass im 
Polizeirapport von mangelnder Wartung und im E-Mail vom 1. Mai 2017 von Rost die Rede war, 
vermag keine Willkür darzutun. Eine verrostete Bremse ist offensichtlich mangelhaft gewartet. 
Zudem kann bezüglich des Aufpralls darauf hingewiesen werden, dass das Fuhrwerk auf die linke 
Seite kippte und, nachdem die Pferde sich befreit hatten, auch mit der linken Seite in einen Baum 
hineinfuhr (act. 31), während sich die Feststellbremse auf der rechten, vorderen Seite des Gefährts 
befindet (act. 131), sodass es zumindest nicht naheliegt, weshalb der Aufprall das Gestänge hätte 
verdrehen sollen. Der Polizeirichter hatte nach der in der Verhandlung von Kpl G.________ 
bestätigten E-Mail vom 1. Mai 2017, gemäss der die Feststellbremse verrostet und nur mit viel 
Kraft und zu zweit zu betätigen gewesen sei, keine weiteren Abklärungen zu treffen.

Der Polizeirichter durfte somit willkürfrei davon ausgehen, dass der Rost und somit die mangelnde 
Wartung Ursache der fehlenden Funktionstüchtigkeit der Feststellbremse war. Damit liegt auch 
keine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo vor. Die Rüge ist unbegründet.

5.4. Die Berufung ist folglich abzuweisen. Da das angefochtene Urteil im Strafpunkt bestätigt wird 
und der Berufungsführer im Zivilpunkt keine selbständigen Rügen vorbringt, bleibt das angefoch-
tene Urteil auch im Zivilpunkt unverändert.

6.

Gemäss Art. 428 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Abs. 1 Satz 1).

Mit Blick auf den Ausgang des Berufungsverfahrens sind dessen Kosten dem Berufungsführer 
aufzuerlegen. Sie sind auf Fr. 1‘150.- festzusetzen (Gerichtsgebühr: CHF 1‘000.-, Auslagen 
pauschal: CHF 150.-; Art. 422 ff. StPO, Art. 33–35 und 43 JR).

Auf die erstinstanzliche Kostenverteilung ist nicht zurückzukommen (Art. 428 Abs. 3 StPO e 
contrario).

Da der Berufungsführer unterliegt, hat er keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 429 
Abs. 1 und 436 Abs. 1 StPO).

Die Privatklägerschaft hat sich nicht am Berufungsverfahren beteiligt, sodass auch ihr für dieses 
Verfahren keine Entschädigung auszurichten ist (Art. 433 StPO).

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Das Urteil des Polizeirichters des Sensebezirks vom 16. Mai 2017 wird bestätigt. Es hat 
folgenden Wortlaut:

1. A.________ wird verurteilt wegen Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1, Art. 31 
Abs. 1 SVG) und wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges (Art. 93 Abs. 
2 SVG; Art. 211 Abs. 2 und 3, Art. 219 Abs. 1 lit. a VTS), begangen am 8. Juli 2015 in 
D.________.

2. Die Strafe wird festgesetzt auf eine Busse von CHF 1'000.- (Art. 47, 49, 105 Abs. 1, 106 
Abs. 1 und 3 StGB).

3. Wird die Busse nicht fristgemäss innert 30 Tagen bezahlt und ist sie auf dem 
Betreibungsweg uneinbringlich, tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von 10 Tagen 
(Art. 106 Abs. 2 StGB).

4. Es wird festgestellt, dass A.________ für den Schaden aus Körperverletzungen haftbar 
ist, den E.________ und F.________ erlitten haben. Im Übrigen wird ihre Klage auf den 
Zivilweg verwiesen.

5. Die Kosten des Verfahrens von CHF 1'300.- (Gerichtsgebühr CHF 500.-, Auslagen 
CHF 800.-) werden A.________ auferlegt (Art. 426 StPO).

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 1‘150.-, bestehend aus einer Gebühr von 
CHF 1‘000.- sowie den Auslagen von CHF 150.-, werden A.________ auferlegt.

III. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 24. August 2018/fba

Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: