# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 543c5420-2d90-5512-8035-2f3774329aae
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-09-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 19.09.2008 R 2008 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2008-37_2008-09-19.pdf

## Full Text

R 08 37
4. Kammer 

URTEIL
vom 19. September 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. a) Im Jahre 2003 reichte die Baugesellschaft „…“ (BG) erstmals ein Baugesuch 

für die Erstellung zweier Mehrfamilienhäuser A+B mit Einstellhalle auf der in 

der Kernzone gelegenen Parzelle Nr. 1548 in der Gemeinde … ein (Projekt 

2003). Eine dagegen u.a. von der … erhobene Einsprache, hiess die 

Gemeinde mit Entscheid vom 26. Juni 2003 teilweise gut, soweit sie darauf 

eintrat und diese nicht gegenstandslos geworden war. Auf das Argument der 

Verletzung der Bestimmungen über den Ortsbildschutz trat sie nicht ein und 

erteilte der BG die Baubewilligung. Einen u.a. von der … beim 

Verwaltungsgericht dagegen erhobenen Rekurs hiess dieses mit Urteil vom 

11. Dezember 2003 gut und hob die Baubewilligung auf, soweit damit die 

Balkone von Haus A gegenüber Parzelle 433 der … bewilligt worden waren 

(VGU R 03 69). Im Übrigen wies es den Rekurs ab, insbesondere verneinte 

es das Vorliegen einer Verletzung der Bestimmungen über den Orts- und 

Landschaftsbildschutz und erkannte, die Grenz- und 

Gebäudeabstandsvorschriften seien eingehalten, mit Ausnahme der 

erwähnten Balkone von Haus A. Dieses Urteil hob das Bundesgericht 

aufgrund einer dagegen erhobenen staatsrechtlichen Beschwerde der … am 

15. April 2005 auf. Das Verwaltungsgericht wurde angewiesen, in einem 

neuerlichen Entscheid die Frage der Vereinbarkeit des Projekts mit den 

Anliegen des Ortsbildschutzes zu prüfen. 

Die in der Folge als Expertinnen bestimmten Eidgenössischen Kommissionen 

für Denkmalpflege (EKD) und Natur- und Heimatschutz (ENHK) erstellten mit 

Datum vom 22. Dezember 2005 ein Sachverständigengutachten. Gestützt auf 

dieses Gutachten hiess das Gericht den Rekurs gut und hob die 

Baubewilligung (Projekt 2003) vom 26. Juni 2003 auf (VGU R 03 69B vom 7. 

April 2006, mitgeteilt am 18. Mai 2006). Das Gericht erwog im Wesentlichen, 

dass i.c. einer jener seltenen Anwendungsfälle vorliege, in welchem aufgrund 

der kommunalen Vorschriften zum Schutz des Ortsbilds eine Reduktion des 

nach der Zonenordnung zulässigen Bauens verlangt werden müsse, und zwar 

unbesehen davon, dass das Bauvorhaben hinsichtlich Höhen, 

Grenzabstände, Ausnützung etc. den Bestimmungen der Kernzone 

entspreche. 

b) Daraufhin liess die BG das Bauprojekt überarbeiten. Eine Projektskizze 

(Projektskizze 2006) wurde am 11. Oktober 2006 der Denkmalpflege 

Graubünden zur Stellungnahme zugestellt, welche ihrerseits die EKD/ENHK 

am 14. November 2006 um eine Stellungnahme anging. Mit ausführlichem 

Schreiben vom 19. Dezember 2006 wiesen die Kommissionen auf diverse 

Mängel in der Projektskizze hin, welche aus ihrer Sicht der 

Bewilligungserteilung für ein noch auszuarbeitendes Projekt entgegen stehen 

könnten. Insbesondere gehe die Projektskizze nach wie vor zu wenig sensibel 

auf das historische Umfeld ein. Die Gebäudevolumina sowie das Verhältnis 

der beiden Häuser zueinander und zu ihrer Umgebung müssten grundlegend 

überarbeitet werden. Als erforderlich erscheine eine beträchtliche Reduktion 

der Gebäudetiefen sowie der Gebäudehöhe des Hauses A wie auch eine 

Verbesserung bei der Stellung der beiden Häuser. Auch wenn die neu 

entstehende Hofsituation zwischen Friedhofmauer und Haus A räumlich eine 

Verbesserung gegenüber dem Projekt 2005 darstelle, seien dort 

Anpassungen erforderlich (Reduktion der Besucherparkplätze; Ausbildung 

der direkt an Friedhof angrenzende Freiflächen als Grünfläche). Zudem 

müsse auch die Erschliessung der Bauparzelle überdacht und verbessert 

werden. 

c) Am 4. Juni 2007 reichte die BG ein überarbeitetes Baugesuch (Projekt 2007) 

ein. In ihrer Stellungnahme vom 13. Juli 2007 nahmen die EKD/ENHK 

zuhanden der Denkmalpflege Graubünden zu diesem Projekt Stellung und 

hielten fest, dass dieses Projekt nunmehr in wichtigen Punkten den Anträgen 

der Kommissionen entspreche. Gegenüber den bereits beurteilten 

Vorgängerprojekten hätten insbesondere die Volumetrie und Gestaltung der 

Aussenräume wesentlich verbessert werden können. In vielen Einzelfragen 

wie z.B. hinsichtlich Höhenlage, Dachgestaltung, Sockelgeschoss seien 

jedoch noch weitere Verbesserungen nötig, welche aber von der kantonalen 

Denkmalpflege direkt mit dem Projektverfasser erarbeitet werden könnten. 

d) In der Folge unterbreitete die kantonale Denkmalpflege dem Architekten der 

BG einen umfangreichen Katalog von Verbesserungsvorschlägen, den dieser 

dann in seiner Überarbeitung des Projektes einbezog. Am 14. September 

2007 wurden die um verschiedene Vorschläge ergänzte revidierte 

Projektpläne (rev. Projekt 2007) eingereicht. Mit Bau- und 

Einspracheentscheid vom 21. November/11. Dezember 2007 wies die 

Baukommission das Baugesuch der BG vom 4. Juni 2007 jedoch trotzdem 

ab, weil das Bauvorhaben die von der kantonalen Denkmalpflege verlangte 

Drehung der Bauten um ca. 7° parallel zu den Höhenkurven und die 

Anpassung des Spielgeräteplatzes an den Geländeverlauf nicht einhielt. Der 

abschlägige Baubescheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

e) Am 28. Januar 2008 reichte die BG ein neues Baugesuch ein (Projekt 2008), 

welches die Überbauung der Parzelle 1548 mit einem 4-geschossigen 

Mehrfamilienhaus A mit acht 4½ -Zimmerwohnungen und einem 3-

geschossigen Mehrfamilienhaus B mit sechs 3½ -Zimmerwohnungen, einer 

Autoeinstellhalle mit 21 Parkplätzen und sechs oberirdischen Parkplätzen 

vorsieht. Die Zufahrtsrampe zur Autoeinstellhalle soll teilweise in den 

Anpassungsbereich zu liegen kommen. Die kantonale Denkmalpflege hielt 

zum Bauprojekt 2008 mit Schreiben vom 28. Januar 2008 fest, dass die seit 

2003 vorgenommenen Revisionen zu einer wesentlichen Verbesserung des 

Projekts geführt hätten, so dass aus ihrer Sicht und im Einklang mit dem 

Schreiben der EKD/ENHK vom 13. Juli 2007 die Anlagen des 

Ortsbildschutzes berücksichtigt seien; das Bauprojekt sei in dieser Hinsicht 

bewilligungsfähig. Einmal bewilligte Pläne müssten jedoch verbindlich sein; 

allfällige spätere Projektänderungen müssten wiederum auf ihre 

Konzeptverträglichkeit geprüft werden können. Mit Schreiben vom 7. Februar 

2008 verlangte der Archäologische Dienst Graubünden, dass vor der 

Ausführung des Bauvorhabens das Gelände mit dem entsprechenden 

zeitlichen Aufwand archäologisch untersucht und dokumentiert werden 

müsse. 

Gegen das ordnungsgemäss publizierte Bauvorhaben liess die … wiederum 

Einsprache erheben, im Wesentlichen mit den bereits ihren früheren 

Eingaben zugrunde liegenden Überlegungen. 

Am 14. Februar 2008 teilte die Baukommission der BG mit, in den 

Baueingabeplänen bei Haus B rage der nordwestliche Balkon 1.5 m in den 

Grenzabstand hinein und müsse auf 1 m zurückgenommen werden (Art. 69 

Abs. 4 BG). Die BG kam dem gemeindlichen Ansinnen umgehend nach und 

reichte am 28. Februar 2008 entsprechend korrigierte Pläne ein.

Am 10. April 2008, mitgeteilt am 17. April 2008, hiess der Gemeindevorstand 

… die Einsprache der … insoweit gut, als der an der Westfassade des Hauses 

B vorgesehene Balkon höchstens 1 m in den Grenzabstand hineinragen 

dürfe. Im Übrigen wies er die Einsprache mit ausführlicher Begründung 

vollumfänglich ab. Gleichzeitig erteilte er der BG gleichzeitig die anbegehrte 

Baubewilligung unter Auflagen. So verfügte er u.a., dass das Baugelände vor 

Baubeginn durch den Archäologischen Dienst des Kantons Graubünden 

untersucht und dokumentiert werde und der an der Westfassade des Hauses 

B vorgesehene Balkon höchstens 1 m in den Grenzabstand hineinrage. 

2. Dagegen liess die … beim Verwaltungsgericht am 19. Mai 2008 frist- und 

formgerecht Beschwerde erheben. Sie beantragte die Aufhebung des Bau- 

und Einspracheentscheides vom 15. April 2008 und die Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung. Vorweg rügte sie eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs, weil ihr die Eingabe des Archäologischen Dienstes vom 7. Februar 

2008 nicht zur Stellungnahme unterbreitet worden sei. Die betreffende 

Auflage sei zudem auch falsch. Die Baubehörde hätte das Verfahren vielmehr 

bis zum Vorliegen der Ergebnisse der archäologischen Begutachtung 

sistieren müssen, weil erst nach Vorliegen des Resultats der archäologischen 

Begutachtung entschieden werden könne, ob überhaupt noch eine 

Baubewilligung erteilt werden könne. Wenn nämlich gemäss Art. 9 der 

kantonalen Verordnung über den Natur- und Heimatschutz ein wertvolles 

Objekt gefunden würde, verbiete sich die Bewilligung des Bauvorhabens in 

Anwendung von Art. 1 Abs. 1 Ziff. 2 - 5 und Art. 8 Abs. 3 der Verordnung. Die 

Auflage mache erst dann einen Sinn, wenn nach Vorliegen der 

archäologischen Begutachtung in Kenntnis des notwendigen Schutzes und 

bei Bejahung der Überbauungsmöglichkeit ein konkretes Projekt bewilligt 

werden solle. Ferner rügte sie noch einmal ausführlich, dass das Projekt den  

Vorgaben des Gutachtens EKD/ENHK vom 22. Dezember 2005 nicht 

entspreche. Insbesondere sei kein qualifiziertes Wettbewerbsverfahren 

durchgeführt worden, mit dem Ergebnis, dass ein schlichtweg untaugliches, 

nicht rechtskonformes Bauprojekt vorliege. Im Schreiben vom 19. Dezember 

2006 hätten EKD/ENHK festgehalten, dass die neue Stellung von Haus B und 

die Reduktion um 2 Geschosse gewisse Verbesserungen gegenüber dem 

Projekt 2005 darstellten. Gleichzeitig werde durch das winklige 

Zusammenfügen der beiden Baukörper innerhalb des Ortsbildes eine 

äusserst problematische Situation geschaffen, die architektonisch kaum 

lösbar sein werde. Vorliegend seien sodann auch die Besucherparkplätze 

nicht reduziert worden, lägen viel zu nahe am Friedhof und die Freifläche sei 

sodann auch nicht als Grünraum ausgebildet. Wiederholt hätten EKD/ENHK 

die Bedeutung von Parzelle 1548 als Freiraum betont und deren ganze oder 

weitgehende Freihaltung verlangt. Seitens der Beschwerdeführerin habe man 

ohne Erfolg immer wieder den erneuten Beizug der EKD/ENHK beantragt. 

Stattdessen sei der kantonale Denkmalpfleger beigezogen worden. Dessen 

Ausführungen widersprächen jedoch diametral den Erkenntnissen im 

Gutachten und in der weiteren Korrespondenz von EKD/ENHK. Diese 

Widersprüche seien nicht nachvollziehbar. Das Bauvorhaben sei der 

EKD/ENHK erneut zur Begutachtung zu unterbreiten und diese hätten sich 

dazu zu äussern, inwiefern das Bauprojekt dem Gutachten vom 22. Dezember 

2005 und den erläuternden Ausführungen im Schreiben vom 19. Dezember 

2006 entspreche. Die Gutachter sollten zudem die Widersprüche zwischen 

ihrer und der Meinung des Denkmalpflegers erklären. Ferner machten sie 

erneut geltend, dass das Bauvorhaben nicht zu der vom Baugesetz 

verlangten Verbesserung des Ortsbildes beitrage.

3. Die Gemeinde … liess die Abweisung der Beschwerde beantragen, soweit 

darauf einzutreten sei. Zur Begründung ergänzte und vertiefte sie die bereits 

dem angefochten Bau- und Einspracheentscheid zugrunde liegenden 

Überlegungen. Sie legte ausführlich die Vorgeschichte dar, welche letztlich 

zum nunmehr angefochtenen Projekt 2008 führten und hielt fest, dass die 

Bauherrschaft dieses unter Berücksichtigung der Anforderungen der 

kantonalen Denkmalpflege überarbeitet (Verbesserungen bei der 

Umgebungsgestaltung, Drehung der Gesamtanlage um 7° parallel zu den 

Höhenkurven) und die kantonale Denkmalpflege dieses Projekt als 

bewilligungsfähig erachtet habe. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin 

bezögen sich ausschliesslich auf das Vorgängerprojekt 2003 sowie die 

Projektskizze 2006, nicht aber auf das streitige Projekt 2008. Es lägen auch 

keine widersprüchlichen Stellungnahmen von Denkmalpflege und EKD/ENHK 

vor, die Einholung eines weiteren Gutachtens sei deshalb unnötig. Ebenso 

wenig könne von der geklagten Verletzung des rechtlichen Gehörs die Rede 

sein, nachdem das entsprechende Schreiben des Archäologischen Dienstes 

unmittelbar nach dessen Eingang am 7. Februar 2008 zu den Akten 

genommen worden sei. Zum Zeitpunkt der Einsichtnahme durch einen 

Vertreter der Beschwerdegegnerin am 12. Februar 2008 habe es auf jeden 

Fall bei den Akten gelegen. Von weiteren Einsichtnahmen habe der 

Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin abgesehen. Der Archäologische 

Dienst habe die Aufnahme einer Auflage in die Baubewilligung verlangt, 

wonach vor der Bauausführung das Baugelände untersucht und dokumentiert 

werden müsse. Dadurch sei der Bauentscheid in der Sache nicht beeinflusst 

worden. Auf die Frage, ob die Baubewilligung zu erteilen sei oder nicht, habe 

das Schreiben keinen Einfluss gehabt, weshalb auch insofern keine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegen könne. Ebenso wenig bestünde 

aufgrund der behaupteten archäologischen Vorgaben Anlass für eine 

Sistierung des Bewilligungsverfahrens. Zudem sei nur die Regierung befugt, 

gemäss Art. 11 und 12 der kantonalen Verordnung über Natur- und 

Heimatschutz zulasten des Grundeigentümers eine Schutzverfügung zu 

erlassen, wenn die archäologische Untersuchung zum Auffinden eines 

historisch wertvollen Objekts führen würde, unabhängig von der Erteilung 

einer Baubewilligung. Durch die Auflage werde in ausreichender Weise 

verhindert, dass eine Schutzverfügung der Regierung vereitelt werden könne.

4. Die Baugesellschaft „…“ liess mit im Ergebnis denselben Überlegungen 

Abweisung der Beschwerde beantragen, soweit auf diese eingetreten werden 

könne. Letzteres deshalb, weil die Beschwerdelegitimation zumindest 

hinsichtlich der gerügten Verletzung des Akteneinsichtsrechts und des 

generellen Berufens auf archäologische Aspekte resp. Bestimmungen des 

Natur- und Heimatschutzes fraglich sei.

5. In einem zweiten Schriftenwechsel ergänzten und vertieften die Parteien die 

von ihnen eingenommenen Rechtsstandpunkte.

6. Am 18. September 2008 führte eine Delegation der 4. Kammer des 

Verwaltungsgerichts an welchem für die Beschwerdeführerin der Co-

Präsident der … zusammen mit dem beauftragten Rechtsanwalt, für die 

Gemeinde der Gemeindepräsident sowie ein Mitglied der Baukommission 

zusammen mit dem gemeindlichen Rechtsvertreter, für die Bauherrschaft 

deren Rechtsanwalt in Begleitung des Architekten sowie ein Vertreter der 

kantonalen Denkmalpflege teilnahmen. Seitens der Beschwerdeführerin 

wurde noch einmal ausführlich dargelegt, dass das streitige Bauprojekt nicht 

bewilligt werden dürfe, zumal es insbesondere auch nicht zu der vom 

kommunalen Baugesetz verlangten Verbesserung des Ortsbildes beitrage. 

Auf die weiteren Ausführungen am Augenschein, wie auch auf die weiteren 

Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Bevor materiell auf die Beschwerde eingetreten werden kann, ist von Amtes 

wegen zu prüfen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Dabei steht 

vorliegend insbesondere die von der Beschwerdegegnerin 2 in den Raum 

gestellte Frage der Beschwerdelegitimation im Vordergrund. Hält man sich 

nun die bereits im Verfahren R 03 69 ausführlich umschriebene, erweiterte 

Legitimationsumschreibung vor Augen, erhellt, dass die Beschwerdeführerin 

vom angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid in ihren schützenswerten 

Interessen betroffen ist und im vorliegenden Beschwerdeverfahren alle Rügen 

(so u.a. auch die angebliche Verletzung des rechtlichen Gehörs zufolge 

behaupteter Unkenntnis des Schreibens des Archäologischen Dienstes 

Graubünden) anbringen kann, aufgrund derer im Falle einer Gutheissung für 

ihre Position Vorteile zu erwarten sind (Wiederholung des Verfahrens; Verbot 

der Überbauung der Parzelle zufolge deren Schutzbedürftigkeit) und 

offenkundig im Zusammenhang mit dem strittigen Neubauprojekt für die 

beiden Mehrfamilienhäuser A und B auf der Parzelle Nr. 1548 stehen. Für 

eine Änderung oder Präzisierung der im erwähnten Urteil umschriebenen 

Legitimationspraxis besteht aufgrund der Vorbringen der 

Beschwerdegegnerinnen kein Anlass. Dem Nichteintretensantrag ist bereits 

daher kein Erfolg beschieden und auf die Beschwerde ist denn auch 

hinsichtlich aller vorgebrachten Rügen einzutreten. 

2. a) Vorweg ist der von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Einwand der 

Verletzung des rechtlichen Gehörs zu prüfen. Eine solche erblickt sie im 

Wesentlichen darin, dass ihr das Schreiben des Archäologischen Dienstes 

vom 7. Februar 2008, worin der Erlass einer Auflage zur archäologischen 

Untersuchung und Dokumentierung des Baugrundes verlangt worden ist, 

nicht bekannt gemacht worden sei. Aus diesem Einwand kann sie jedoch 

nichts zugunsten ihrer Begehren ableiten. Der aus Art. 29 Abs. 2BV fliessende 

Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet das Recht auf Akteneinsicht, doch 

lässt sich daraus keine Verpflichtung der Behörden ableiten, dass mögliche 

Betroffene ausdrücklich und im einzelnen informiert oder dass ihnen gar 

ungefragt Akten zugestellt werden müssten. Vorliegend ist unbestritten 

geblieben, dass das Schreiben des archäologischen Dienstes im Zeitpunkt 

der Einsichtnahme durch einen Vertreter der Beschwerdeführerin Bestandteil 

der bei der Gemeinde aufliegenden Baugesuchsakten bildete und dass es - 

wie auch alle übrigen Akten - eingesehen werden konnte. Damit steht aber 

auch fest, dass die Beschwerdeführerin davon hätte Kenntnis haben können 

und müssen. Wenn sie sich zum Schreiben des Archäologischen Dienstes 

nicht hat vernehmen lassen und nun Unkenntnis geltend macht, hat sie die 

Folgen ihres Untätigbleibens selbst zu tragen. Bereits aus dieser Sicht 

betrachtet, erweist sich ihre Rüge als unbehelflich. Völlig fehl geht ihr 

Ansinnen, dass ihr das Schreiben hätte bekannt gegeben bzw. gar zur 

Stellungnahme zugestellt werden müssen. Solches lässt sich aus dem 

Anspruch auf rechtliches Gehör im Einspracheverfahren nicht ableiten. Die 

entsprechenden Ausführungen der Beschwerdeführerin sind haltlos. 

b) Selbst wenn man aber aufgrund der langen Vorgeschichte zumindest 

sinngemäss einen Anspruch bejahen würde, könnte die Beschwerdeführerin 

daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Abgesehen davon, dass sie sich zu 

der Frage im vorliegenden Beschwerdeverfahren im Rahmen eines doppelten 

Schriftenwechsels sowie am Augenschein ausführlich äussern konnte, was 

eine Wiederholung des Verfahrens bereits daher als obsolet erscheinen lässt, 

verkennt sie, dass das kantonale Amt im erwähnten Schreiben in Kenntnis der 

Ergebnisse der im Jahre 2003 vom Archäologischen Dienst durchgeführten 

Sondiergrabungen von der Gemeinde lediglich die Aufnahme einer Auflage in 

die Baubewilligung verlangt hat, wonach das Gelände vor Baubeginn 

archäologisch zu untersuchen und zu dokumentieren sei. Wie sich nun der 

angefochtenen Baubewilligung unschwer entnehmen lässt, hat die Gemeinde 

dem gestellten Antrag vollumfänglich Rechnung getragen und eine 

entsprechende Auflage aufgenommen. Zu einer weitergehenden 

archäologisch begründeten baulichen Einschränkung oder der verlangten 

Sistierung des Baubewilligungsverfahrens bis zum Abschluss der 

archäologischen Untersuchungen war sie angesichts des vom Amt gestellten 

Antrages und der damit implicite eingestandenen Möglichkeit der Realisierung 

des Bauvorhabens mit Auflagen (vgl. Art. 91 Abs. 1 KRG) nicht gehalten; 

insbesondere bestand für die Anordnung eines der Beschwerdeführerin 

vorschwebenden Erlasses eines Bauverbotes weder Grund noch Anlass, da 

seitens der zweifellos fachkundigen Fachstelle keinerlei Hinweise auf eine - 

einen Bau allenfalls verhindernde - Schutzbedürftigkeit des Areals 

vorgebracht wurden und eine solche auch seitens der zuständigen Stellen 

(vgl. Art. 11 und 12 der kantonalen Verordnung über den Heimatschutz) nie 

geltend gemacht worden sind. Drängt sich aber der Erlass einer 

Schutzverfügung aus archäologischer Sicht nicht auf, ist auch bereits gesagt, 

dass der Rüge der Beschwerdeführerin, die Auflage sei falsch, unzutreffend 

ist.

3. a) Die Beschwerdeführerin stellt sich wie bereits in den früheren Verfahren auf 

den Standpunkt, das Bauprojekt (Projekt 2008) entspreche nicht den 

Anforderungen des Ortsbildschutzes. Ihres Erachtens hätte ein qualifiziertes 

Wettbewerbs-Verfahren durchgeführt werden müssen. Durch das winklige 

Zusammenfügen der beiden Baukörper werde nun aus der Sicht des 

Ortsbildes eine äusserst problematische Situation geschaffen. Sodann 

berücksichtige die dem Friedhof zugewendete Seite des Neubaus das Gebot 

der Schonung des ruhigen Freiraumes nur ungenügend. Ferner seien zu viele 

Besucherparkplätze zu nahe beim Friedhof vorgesehen. Zur Stützung ihrer 

Ansinnen beruft sie sich dabei auf das Gutachten der EDK/ENHK vom 22. 

Dezember 2005 sowie auf ein Schreiben dieser beiden Kommissionen an die 

kantonale Denkmalpflege vom 19. Dezember 2006 und macht dazu noch 

geltend, die beiden Schreiben stünden im Widerspruch zur Beurteilung der 

kantonalen Denkmalpflege vom 28. Januar 2008. Der Beschwerdeführerin 

kann – wie nachstehend aufzuzeigen ist – nicht gefolgt werden; ihre 

Argumentation geht bereits im Ansatz fehl. 

b) Obwohl die Beschwerdeführerin über die Vorgeschichte des im Streit 

stehenden Bauvorhabens (Projekt 2008) bestens im Bilde sein sollte, beruft 

sie sich erneut auf das Gutachten der ENHK/EKD vorn 22. Dezember 2005, 

welches vom Verwaltungsgericht im Verfahren R 03 69B eingeholt worden 

war und sich auf ein Vorgängerprojekt (Projekt 2003) bezog. Aufgrund des 

Ausganges jenes Rekursverfahrens liess die Bauherrschaft das damalige 

Projekt im Sinne der Erwägungen vollständig überdenken und 

weiterentwickeln. Als Folge daraus reichte sie dann der kantonalen 

Denkmalpflege eine Projektskizze zur Prüfung ein, welche diese den beiden 

Eidgenössischen Kommissionen zur Begutachtung weiterleitete. Diese 

hielten in ihrem Schreiben vom 19. Dezember 2006 im Wesentlichen fest, 

dass eine abschliessende Beurteilung erst möglich wäre, wenn das Projekt 

vollständig ausgearbeitet sei. Sie empfahlen jedoch, das Projekt im Sinne 

ihrer Erwägungen zu überarbeiten. Im Sinne einer Empfehlung – und nicht 

wie die Beschwerdeführerin nun meint, als Verpflichtung - regten sie ferner 

an, das Ausführungsprojekt im Rahmen eines qualifizierten Verfahrens 

entwickeln zu lassen. Entsprechend besteht auch kein Anlass die streitige 

Baubewilligung aufzuheben, weil der von den EKD/ENHK angeregte 

Architekturwettbewerb nicht durchgeführt worden ist; dies umso weniger, als 

ein solcher Wettbewerb – wie das vorliegend streitige Projekt 2008 aufzeigt - 

keineswegs das einzige Mittel darstellt, um zu einer ästhetisch befriedigenden 

Lösung zu gelangen. 

c) In der Folge liess die Bauherrschaft das Projekt überarbeiten und die 

revidierten Pläne bei der kantonalen Denkmalpflege zur Prüfung einreichen. 

Diese stellte die revidierten Pläne am 2. Juli 2007 der ENHK/EKD zur 

Beurteilung zu. In ihrer Stellungnahme gelangten diese mit Schreiben vorn 

13. Juli 2007 zum Schluss, dass das nunmehrige Projekt 2007 in wichtigen 

Punkten den Anträgen der Kommissionen entspreche. Gegenüber den 

Vorgängerprojekten seien insbesondere Volumetrie und Gestaltung der 

Aussenräume wesentlich verbessert worden seien. Hinsichtlich 

verschiedenen Einzelfragen - wie Höhenlage, Dachgestaltung oder 

Sockelgeschoss - seien Verbesserungen noch erforderlich, doch könnten 

diese von der kantonalen Denkmalpflege direkt mit dem Projektverfasser 

erarbeitet werden.

d) Ausgehend von einem von der kantonalen Denkmalpflege erarbeiteten 

umfangreichen Katalog von Verbesserungsvorschlägen wurde das Projekt 

2007 erneut überarbeitet und der Fachstelle am 14. September 2007 zur 

neuerlichen Prüfung (rev2007) eingereicht. Mit Schreiben vom 17. September 

2007 hielt diese ausdrücklich fest, dass das Projekt mit der Anpassung des 

Spielgeräteplatzes an den Geländeverlauf und die Feinausrichtung der 

Gesamtanlage parallel zu den Höhenkurven durch eine Drehung von ca. 7 

Grad bewilligungsfähig wäre. Weil das Projekt die beiden erwähnten 

Voraussetzungen noch nicht vorsah, verweigerte ihm die Baubehörde mit 

Bau- und Einspracheentscheid vom 21. November/11. Dezember 2007 die 

Baubewilligung. 

e) Daraufhin liess die Bauherrschaft das Bauprojekt erneut überarbeiten (Projekt 

2008) und berücksichtigte nun auch noch die Anforderungen der kantonalen 

Denkmalpflege, indem sie auch noch verlangten Verbesserungen bei der 

Umgebungsgestaltung vornahm und insbesondere auch noch die 

Gesamtanlage um 7 Grad parallel zu den Höhenkurven drehte. Daraufhin 

stellte die kantonale Denkmalpflege stellte mit Schreiben vom 28. Januar 

2008 fest, dass das Projekt nun bewilligungsfähig sei. 

f) Im Lichte dieser Sachlage ergibt sich nun ohne weiteres, dass das nunmehr 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildende Bauprojekt 2008 nunmehr 

auch aus ortsbildschützerischen Überlegungen unproblematisch ist. Der 

Beschwerdeführerin, welche sich vorliegend – wie in den früheren Verfahren 

– wiederum überwiegend mit ortsbildschützerischen Überlegungen gegen das 

Bauvorhaben wehrt, kann nicht gefolgt werden. In ihrer Argumentation blendet 

sie den Umstand völlig aus, dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens 

bildende Bauvorhaben (Projekt 2008) das Ergebnis der seit dem ersten 

Projekt 2003 erfolgten intensiven Zusammenarbeit von Gemeinde, 

Bauherrschaft, der EKD/ENHK und der kantonalen Denkmalpflege ist. Sie will 

offenbar nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass vorliegend ein völlig anderes 

Projekt zu beurteilen ist, als es noch der Stellungnahme der ENHK/EKD im 

Verfahren R 03 69B zugrunde lag. Wie erwähnt, ist jedoch seither seitens der 

Bauherrschaft in enger Zusammenarbeit mit den massgebenden 

eidgenössischen und kantonalen Gremien ein Bauprojekt entwickelt worden, 

das nunmehr auch unter dem Aspekt des Ortsbildschutzes als 

bewilligungsfähig eingestuft worden ist. An der begründeten Einschätzung der 

sachlich fachkundigen Stellen gibt es nichts zu beanstanden. Für die 

Einholung eines weiteren Gutachtens bei den erwähnten eidgenössischen 

Kommissionen besteht angesichts der oben ausführlich beschriebenen 

Vorgeschichte und der daraus resultierenden Erkenntnisse für das Gericht 

kein Anlass. 

g) Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin haben die EKD/ENHK 

auch zum Projekt 2007, welches in den groben Zügen bereits dem nunmehr 

zur Beurteilung stehenden Projekt 2008 entspricht, Stellung bezogen. Sie 

haben ausgeführt, es entspreche in wichtigen Punkten ihren Anträgen; 

insbesondere hätten Volumetrie und Gestaltung der Aussenräume wesentlich 

verbessert werden können. Die Vornahme weiterer Verbesserungen im Detail 

haben sie damals der kantonalen Denkmalpflege übertragen, welche sich 

detailliert mit dem Projekt 2007 auseinandergesetzt hat und es, abgesehen 

von der Feinausrichtung des Spielgeräteplatzes und der Gesamtanlage an 

den Geländeverlauf (Drehung um 7°), als bewilligungsfähig erachtete. 

Nachdem die Gemeinde aufgrund der beiden erwähnten Kritikpunkte jenes 

Projekt nicht bewilligte, berücksichtigt das nunmehr Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens bildende Projekt 2008 auch noch diese beiden 

letzten Kritikpunkte. Damit wurde den von der Beschwerdeführerin 

angerufenen Interessen nach baulichen Einschränkungen aufgrund 

ortsbildschützerischer Überlegungen bestmöglichst Rechnung getragen. 

Wenn die Gemeinde von weiteren Einschränkungen abgesehen hat, so lässt 

sich dies nicht beanstanden, zumal ihr trotz der aufgrund der letztlich allein 

noch aus dem Ortsbildschutz resultierenden Beschränkungen, welche aber 

angesichts der geltenden Grundordnung kein Bauverbot am fraglichen 

Standort rechtfertigen, immer noch ein relativ weiter Ermessens- und 

Beurteilungsspielraum zusteht, den sie vorliegend zweifellos nicht 

überschritten hat.  

h) Soweit die Beschwerdeführerin noch geltend macht, das Projekt 2008 

widerspreche dem Gutachten der EKD/ENHK vom Dezember 2005 und dem 

Schreiben der Kommissionen vom Dezember 2006, verkennt sie sodann, 

dass sich sowohl das Gutachten als auch das Schreiben vom Dezember 2006 

auf andere, zwischenzeitlich überholte, nicht realisierte Projekte, bezogen. 

Die damaligen Äusserungen der Kommissionen können also nur insofern 

relevant sein, als sie sich auf Punkte beziehen, in welchen die Projekte 2007 

und 2008 mit den Vorgängerprojekten überhaupt verglichen werden können. 

Bereits festgehalten wurde, dass den Bedenken der Kommissionen in Bezug 

auf den Abstand der Gebäude, deren Stellung (Auseinanderrücken und 

Drehung der Gebäude), deren Volumina (die Gebäude wurden um zwei [Haus 

A] resp. ein Geschoss [Haus B] massiv reduziert [Reduktion der BGF von 

ursprünglich ca. 2’340 m2 auf nunmehr 1'555 m2]) ausreichend Rechnung 

getragen. Sodann wurden im angefochtenen Projekt auch die Zufahrt zur 

Tiefgarage, wie damals von den Kommissionen angeregt, wiederum nach 

Süden verlegt, und auch alle anderen, von den zuständigen Stellen verlangten 

Detailverbesserungen und Korrekturen (Rücknahme des nunmehr noch 1 m 

in den Grenzabstand hineinragenden nordwestlichen Balkons bei Haus B, Art. 

69 Abs. 4 BG) realisiert (vgl. Projektpläne Stand 3. März 2008).

i) Am Augenschein konnten sich die Parteien sodann noch zu der Situierung 

der Besucherparkplätze im Bereich des in den Plänen bezeichneten 

„Wohnhofes“ äussern. Im Schreiben vom Dezember 2006 hatten die 

Kommissionen diesbezüglich nämlich noch verlangt, dass die 

Besucherparkplätze keinesfalls an den Friedhof angrenzen dürften. Während 

dem diesem Ansinnen im Projekt 2007 noch Rechnung getragen worden war 

(PP’s direkt vor dem Haus A), sind sie nun im Projekt 2008 wieder im Bereich 

der Grenze zum Friedhof hin vorgesehen worden. Am Augenschein hat der 

Architekt diesbezüglich ausgeführt, dass die  Frage mehrfach diskutiert und 

auch eine Bepflanzung zwischen Friedhof und Parkplätzen vorgesehen 

worden sei, wodurch auch den Interessen der Friedhofsbesucher 

angemessen Rechnung getragen werden könne. Zwar könnten die 

Parkplätze auch direkt vor dem Haus A bezeichnet werden, doch kämen sie 

dann direkt angrenzend von Schlafräumen zu liegen. Die schützenswerten 

Interessen der Bewohner nach geringerer Störung durch die 

Parkplatzbenutzer seien gegenüber den gelegentlichen Besuchern des 

Friedhofs als grösser gewichtet worden, weshalb die Situierung gemäss 

Projekt 2008 bevorzugt worden sei. Diesem Ansinnen kann gefolgt werden. 

Hält man sich die Funktion der Parkplätze, deren separate Zufahrt, wie auch 

die vorgesehene Begrünung zwischen Friedhof und der Bauparzelle vor 

Augen, erhellt, dass die Gemeinde das Bauvorhaben auch aus dieser Sicht 

zu Recht bewilligt hat. Selbst wenn im Übrigen die Parkplätze zwingend nicht 

im vorgesehenen Bereich bezeichnet werden dürften, wofür aber aufgrund der 

Stellungnahmen der erwähnten Kommissionen aber kein Anlass besteht, so 

hätte dies nicht die Verweigerung der Baubewilligung zur Folge, sondern 

lediglich die Bezeichnung und Ausscheidung der Parkplätze direkt vor dem 

Haus A. Letztlich lässt sich aber die von der Gemeinde nunmehr bewilligte 

Variante ohne weiteres vertreten. 

j) Wenn die Beschwerdeführerin behauptet, das Projekt führe nicht zu der vom 

kommunalen Baugesetz verlangten Verbesserung oder zumindest Erhaltung 

des Ortsbildes, so zielt ihre Argumentation aufgrund der oben geschilderten 

Erkenntnisse der zweifellos fachkundigen Kommissionen und Fachstellen 

offensichtlich ins Leere.

k) Soweit sich die Beschwerdeführerin pauschal noch gegen die Zulässigkeit 

des im angefochtenen Entscheid enthaltenen Verweisens, wonach die 

Gebühren für das Einsprache- und Baubewilligungsverfahren noch mit einem 

separaten Entscheid erhoben werden, wehrt, kann ihr nicht gefolgt werden. 

Dies bereits deshalb, weil gegen jenen  Entscheid wiederum ein Rechtsmittel 

offen stehen wird und sie dann auch alle diesbezüglichen Rügen vorbringen 

kann.

l) Die Beschwerde erweist sich somit als vollumfänglich unbegründet und ist 

daher abzuweisen.

4. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführerin, welche überdies der anwaltlich vertretenen privaten 

Beschwerdegegnerin 2 eine Parteienentschädigung zu bezahlen hat. Der 

Beschwerdegegnerin 1, welche sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt 

hat, steht von Gesetzes wegen keine Parteientschädigung zu (Art. 78 Abs. 2 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 5'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 464.--

zusammen Fr. 5'464.--

gehen zulasten der … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Die ... hat der Baugesellschaft „…“ eine Parteientschädigung von Fr. 7'570.20 

(inkl. MWST) zu bezahlen.