# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68e47494-ea54-54bc-8c9c-7b4666788810
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.12.2011 D-6266/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6266-2011_2011-12-01.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­6266/2011

U r t e i l   v om   1 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;  
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

Parteien A._______, geboren X._______,
Nigeria,
vertreten durch Christoph von Blarer,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid);
Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2011 / N_______.

D­6266/2011

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2009 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30.  Dezember  2009  erwog,  die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  hielten  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht  stand,  so dass  ihre Asylrelevanz nicht  geprüft 
werden müsse,

dass  es  demzufolge  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylgesuch  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  mit  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  gerichteter  Eingabe  vom  3.  Februar  2010 
Beschwerde  erhob  und  dabei  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  unter 
anderem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne 
von Art.  65 Abs.  1  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses nach Art. 63 Abs. 4 VwVG ersuchte,

dass  mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  17.  Februar 
2010  die  Beschwerde  als  aussichtslos  erachtet,  das  Gesuch  um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 VwVG abgewiesen und der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, 
bis zum 4. März 2010 einen Kostenvorschuss  in der Höhe von Fr. 600.­ 
einzuzahlen,  unter  Androhung  des Nichteintretens  im Unterlassungsfall, 
zumal  gestützt  auf  die  aktuelle  Aktenlage  keine  besonderen Gründe  zu 
erkennen  seien,  die  einen  ganzen  oder  teilweisen  Verzicht  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses rechtfertigen würden,

dass  der  Rechtsvertreter  mit  Eingabe  vom  17.  Februar  2010 
(Poststempel)  die  Übernahme  des  Mandats  anzeigte  und  weitere 
Beweismittel (Auflistung Beweismittel) ins Recht legte,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. März 2010 die mit dem 
Schreiben vom 17. Februar 2010 eingereichten Beweismittel  im Original 
nachreichte,

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Seite 3

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 15. März 2010 auf die 
Beschwerde  vom  3.  Februar  2010  wegen  Nichtbezahlung  des 
Kostenvorschusses nicht eintrat,

dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben des BFM vom 17. März 2010 
eine neue Frist bis 15. April 2010 zum Verlassen der Schweiz eingeräumt 
wurde,

dass der Beschwerdeführer am 20. September 2011 (Poststempel) durch 
seinen  Rechtsvertreter  mit  einer  als  "Wiedererwägungsgesuch" 
bezeichneten Eingabe an das BFM gelangte,

dass  er  in  dieser  Eingabe  beantragte,  es  sei  festzustellen,  dass  seit 
Erlass  der  ursprünglichen  Verfügung  vom  30.  Dezember  2009  neue 
Tatsachen  beziehungsweise  Beweismittel  vorlägen,  die  das 
abgeschlossene Verfahren  betreffen würden,  die  aber  im  Zeitpunkt  des 
ordentlichen Verfahrens entweder nicht bekannt gewesen seien oder auf 
die man sich in jenem Zeitpunkt nicht habe berufen können, und im Sinne 
einer  vorsorglichen Massnahme seien die  kantonalen Vollzugsbehörden 
umgehend anzuweisen, von Vollzugshandlungen bis zum Vorliegen eines 
Entscheides über die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu 
verzichten,

dass  dem  Wiedererwägungsgesuch  die  aufschiebende  Wirkung  zu 
gewähren und er aus der Ausschaffungshaft zu entlassen sei,

dass  die  Verfügung  vom  30.  Dezember  2009  aufzuheben,  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen,  Asyl  in  der  Schweiz  zu  gewähren 
und eventuell die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs  festzustellen 
sei,  und  er  in  prozessualer Hinsicht  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  zusammen  mit  dem 
Wiedererwägungsgesuch  diverse  Beweismittel  (Auflistung  Beweismittel) 
zu den Akten reichte,

dass  die  Vorinstanz  mit  Schreiben  vom  23.  September  2011  das 
B._______  ersuchte,  den  Vollzug  der  Wegweisung  im  Sinne  einer 
vorsorglichen Massnahme einstweilen auszusetzen,

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dass das BFM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 28. September 
2011  aufforderte,  bis  zum  7.  Oktober  2011  seinen  C._______ 
einzureichen, und ihm gleichzeitig das rechtliche Gehör zu den Gründen 
einräumte, weshalb er die Erklärungen der Kontaktperson der D._______ 
vom  (...)  –  welche  seine  Identität,  seine  Funktion  innerhalb  der 
D._______  und  die  Glaubhaftigkeit  seiner  Aussagen  im  Asylverfahren 
belegen könnten – nicht bereits im Rahmen des ordentlichen Verfahrens 
eingereicht habe,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  7.  Oktober  2011  um 
Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Stellungnahme ersuchte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  17.  Oktober  2011  das 
Wiedererwägungsgesuch  abwies,  soweit  es  darauf  eintrat,  die 
Rechtskraft und Vollstreckbarkeit der Verfügung vom 30. Dezember 2009 
bestätigte, das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
ablehnte und als Folge davon eine Gebühr von Fr. 600.­ erhob, festhielt, 
einer  allfälligen  Beschwerde  komme  keine  aufschiebende  Wirkung  zu, 
und das Gesuch um Fristerstreckung vom 7. Oktober 2011 ablehnte,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  am  17.  November 
2011  (Poststempel)  durch  seinen  Rechtsvertreter  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  erheben  liess  und  beantragte,  es  sei  die 
Verfügung vom 17. Oktober 2011 aufzuheben, es sei festzustellen, dass 
er  die  Flüchtlingseigenschaft  erfülle,  es  sei  ihm  Asyl  zu  gewähren, 
eventuell  sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs  festzustellen, 
subeventuell  sei  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz 
zurückzuweisen,  es  sei  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde 
wiederherzustellen und es sei  im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 
die  zuständige  kantonale Behörde anzuweisen,  auf Vollzugshandlungen 
bis  zum  Entscheid  über  den  Antrag  zur  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  beziehungsweise  bis  zum 
Vorliegen eines Urteils zu verzichten,

dass  er  gleichzeitig  ein  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um Erlass des 
Kostenvorschusses stellte,

dass  er  zusammen  mit  der  Beschwerdeschrift  eine  (Auflistung  der 
eingereichten Unterlagen) einreichte,

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dass  gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG, SR 173.32)  das Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbehalt 
der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden  gegen 
Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, welche von einer in Art. 33 VGG 
aufgeführten Behörde erlassen wurden,

dass darunter auch Verfügungen fallen, mit denen das BFM (vgl. Art. 33 
Bst.  d  VGG)  ein  Gesuch  um  Wiedererwägung  eines  rechtskräftigen 
Entscheides auf dem Gebiet des Asyls abgewiesen hat oder darauf nicht 
eingetreten ist,

dass dagegen erhobene Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht – 
ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor 
welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  –  endgültig 
beurteilt werden  (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu  nicht  vorliegt,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  demnach 
endgültig entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  dem BFM  teilgenommen 
hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und sich auf 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung berufen kann  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1  VwVG),  womit  er  zur  Einreichung  der  dagegen  gerichteten 
Beschwerde legitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  30  Tagen  in 
gültiger Form eingereicht wurde, weshalb auf sie einzutreten ist (Art. 108 
Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 
VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, 
wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 

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Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  des 
Wiedererwägungsgesuchs  im Wesentlichen geltend machte,  im Rahmen 
dieses  qualifizierten  Gesuchs  lägen  neue  Tatsachen  und  Beweismittel 
vor,  so  das  Original  der  C._______,  die  beim  ursprünglichen  BFM­
Entscheid  noch  nicht  vorhanden  gewesen  sei,  und Bestätigungen  einer 
Kontaktperson  der  D._______,  wodurch  seine  Identität,  seine 
Mitgliedschaft und Funktion bei dieser Bewegung belegt würden, weshalb 
er  bei  einer  Rückkehr  Festnahme  und  Folter  durch  die  nigerianischen 
Sicherheitskräfte befürchten müsse,

dass seine Aussagen anlässlich der Bundesanhörung vom 15. Dezember 
2009 zu Organisationsform und zum Hauptquartier der D._______ durch 
die  Kontaktperson  bestätigt  würden,  wodurch  die Glaubhaftigkeit  seiner 
diesbezüglichen Aussagen wiederhergestellt werde,

dass  gemäss  herrschender  Lehre  und  ständiger  Praxis  des 
Bundesgerichts aus Art.  29 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101)  unter  bestimmten 
Voraussetzungen  ein  verfassungsmässiger  Anspruch  auf 
Wiedererwägung  abgeleitet  wird  (vgl.  BGE  127  I  133 E.  6 mit  weiteren 
Hinweisen),

dass unter anderem Revisionsgründe nach Art. 66 VwVG einen solchen 
Anspruch  begründen  können,  sofern  sich  diese  auf  eine  rechtskräftige 
Verfügung  beziehen,  die  entweder  unangefochten  geblieben  oder 
deswegen niemals einer materiellen Prüfung unterzogen worden ist, weil 
das angehobene Beschwerdeverfahren mit einem formellen Prozessurteil 
geendet  hat  (qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch  in  der Variante  des 
Gesuchs  um  Widerruf  einer  ursprünglich  fehlerhaften  Verfügung,  vgl. 
EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.),

dass insbesondere die Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften im 
ursprünglichen  Verfügungsverfahren  oder  das  Bekanntwerden  neuer, 
erheblicher  Tatsachen  und  Beweise  im  revisionsrechtlichen  Sinne,  die 
trotz  aller  zumutbaren  Sorgfalt  nicht  früher,  namentlich  nicht  in  einem 
ordentlichen  Rechtsmittelverfahren  geltend  gemacht  werden  konnten, 

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einen  Anspruch  auf  Wiedererwägung  der  fehlerhaften  Verfügung 
begründen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  1995 Nr.  21 E.  1a S.  203 mit weiteren 
Hinweisen),

dass Wiedererwägungsgesuche  nicht  dazu missbraucht  werden  dürfen, 
eine  unterlassene  förmliche  Beschwerde  zu  ersetzen  beziehungsweise 
Beschwerdefristen zu umgehen (vgl. EMARK 2000 Nr. 24 E. 3b S. 217 f. 
mit weiteren Hinweisen),

dass  es  sich  bei  der  Eingabe  vom  20.  September  2011  um  ein 
qualifiziertes  Wiedererwägungsgesuch  handelt,  da  das  am  3.  Februar 
2010  angehobene  Beschwerdeverfahren  am  15.  März  2010  mit  einem 
formellen Urteil endete,

dass vorweg die formelle Rüge der Verletzung der Begründungpflicht zu 
prüfen ist, da sie im Bejahungsfall zufolge Verletzung des Anspruchs auf 
Gewährung  der  rechtlichen  Gehörs  eine  Kassation  der  angefochtenen 
Verfügung bewirken könnte,

dass  im  Rahmen  der  unmittelbar  aus  dem  Gehörsanspruch  folgenden 
behördlichen Begründungspflicht  (Art.  35 Abs.  1 VwVG)  die  verfügende 
Behörde  die  Überlegungen  substanziiert  zu  nennen  hat,  von  denen  sie 
sich  leiten  liess  und  auf  die  sich  ihr  Entscheid  stützt,  zumal  eine 
hinreichende  Begründung  die  Grundlage  für  eine  sachgerechte 
Anfechtung der Verfügung bildet  und eine unabdingbare Voraussetzung 
für  die  Beurteilung  ihrer  Rechtmässigkeit  durch  die  Beschwerdeinstanz 
ist,

dass sich aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör 
allerdings  keine  Pflicht  der  Behörden  ergibt,  zu  allen  im  Verfahren 
vorgetragenen Elementen  ausführlich Stellung  zu  nehmen,  und  sie  sich 
bei  der  Begründung  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Punkte 
beschränken können,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang anführt, das BFM 
unterlasse  es  zu  begründen,  weshalb  die  eingereichten 
Bestätigungsschreiben  nicht  zu  einer  anderen  Beurteilung  des 
Sachverhalts geführt hätten,

dass  diesbezüglich  festzuhalten  ist,  dass  das  BFM  sich  in  der 
angefochtenen  Verfügung  auf  die  wesentlichen  Gründe  des 

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Wiedererwägungsgesuchs  konzentrierte,  diese  unbestrittenermassen 
korrekt  im  Sachverhalt  erfasste  und  aus  Sicht  des 
Bundesverwaltungsgerichts  die  für  das  ausserordentliche  Verfahren 
wesentlichen Punkte knapp, aber rechtsgenüglich beurteilte, so dass der 
Beschwerdeführer diese sachgerecht anfechten konnte,

dass  die  Vorinstanz  insbesondere  festhielt,  die  mit  dem  Gesuch  vom 
20. September  2011  eingereichten  Bestätigungsschreiben  bildeten 
gemäss  Art.  66  Abs.  3  VwVG  keinen Wiedererwägungsgrund,  da  nicht 
begründet werde, weshalb diese vom Beschwerdeführer trotz zumutbarer 
Sorgfalt nicht bereits im ordentlichen Verfahren eingereicht worden seien, 
und  die  bereits  im  Rahmen  des  ordentlichen  Beschwerdeverfahrens 
vorliegende C._______ stelle kein neues Beweismittel dar,

dass das BFM daraufhin  in einer blossen Anmerkung anfügte,  dass die 
erwähnten Beweismittel im ordentlichen Verfahren nicht zu einer anderen 
Beurteilung des Sachverhalts geführt hätten, mithin nicht als erheblich zu 
qualifizieren gewesen wären,

dass  an  der  Qualifikation  oben  erwähnter  Beweismittel  auch  nichts 
geändert  hätte,  wenn  die  Anmerkung  von  der  Vorinstanz  in  ihrer 
Begründung gänzlich weggelassen worden wäre, es sich somit bei dieser 
Anmerkung um einen für das ausserordentliche Verfahren unerheblichen 
Punkt handelt, mit dem sich das BFM im Rahmen der Begründungspflicht 
nicht  auseinanderzusetzen  brauchte,  weshalb  keine  Gehörsverletzung 
vorliegt  und  der  Eventualantrag  auf  Rückweisung  der  Sache  an  die 
Vorinstanz zu neuem Entscheid abzuweisen ist,

dass im konkreten Fall mit der Vorinstanz einig zu gehen ist, wonach der 
Beschwerdeführer  die  im  Wiedererwägungsgesuch  angebrachten 
Tatsachenbehauptungen  und  Beweismittel  –  die  C._______  lag  im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens bereits vor – schon eineinhalb Jahre 
früher  im  Rahmen  des  ordentlichen  Beschwerdeverfahrens  gegen  die 
Verfügung des BFM vom 30. Dezember 2009 hätte beschaffen und dem 
Bundesverwaltungsgericht  zur Prüfung  hätte  unterbreiten  können,  umso 
mehr,  als  ihm  mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  17. 
Februar  2010  mitgeteilt  wurde,  dass  gestützt  auf  eine  summarische 
Prüfung  der  Akten  von  der  Aussichtslosigkeit  der  gestellten  Begehren 
auszugehen sei,

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dass  der  Beschwerdeführer  weder  in  seinem  Wiedererwägungsgesuch 
noch in der Rechtsmitteleingabe irgendwelche Hinweise anführt, weshalb 
es ihm aus entschuldbaren Gründen nicht möglich gewesen wäre, die in 
Frage  stehenden  Tatsachen  und  Beweismittel  bereits  im  ordentlichen 
Asylverfahren  beizubringen,  weshalb  er  sich  somit  die  verpasste 
Möglichkeit selber anzulasten hat,

dass  –  wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  festgehalten  hat  –  das 
Wiedererwägungsverfahren  nicht  dazu  dienen  darf,  vom 
Beschwerdeführer  im  früheren  Verlauf  begangene  vermeidbare 
Unterlassungen  nachzuholen  (vgl.  EMARK  2000  Nr.  24),  welches  sich 
aus  der  –  für  das  Wiedererwägungsverfahren  analog  anwendbaren – 
revisionsrechtlichen  Regel  von  Art.  66  Abs.  3  VwVG  ergibt,  wonach 
Gründe,  welche  im  ordentlichen  Verfahren  hätten  vorgebracht  werden 
können, nicht als Revisionsgründe gelten,

dass  hinlänglich  auszuschliessen  ist,  die  Nichtberücksichtigung  der 
verspäteten  Vorbringen  hätte  eine  Verletzung  völkerrechtlicher 
Bestimmungen  wie  namentlich  der  Rückschiebungsverbote  von  Art.  33 
des  Abkommens  vom  28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der 
Flüchtlinge  (Flüchtlingskonvention,  FK,  SR  0.142.30)  und  Art.  3  der 
Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) zur Folge (vgl. EMARK 1995 Nr. 
9 E. 7 S. 83 ff., EMARK 1998 Nr. 3 E. 3b S. 21 f.),

dass die eingereichten Berichte und Artikel aus dem Internet zur Situation 
von Mitgliedern  der D._______  in Nigeria  keinen  konkreten Bezug  zum 
Beschwerdeführer  aufweisen,  weshalb  aus  diesen  keine  völkerrechtlich 
beachtliche  Gefährdung  für  den  Beschwerdeführer  hergeleitet  werden 
kann,

dass  der  Beschwerdeführer  aus  den  mit  der  Rechtsmitteleingabe 
eingereichten  Beweismitteln  hinsichtlich  seiner  Verlobten  (Auflistung 
Beweismittel)  nichts  zu  seinen  Gunsten  ableiten  kann,  zumal  aus  dem 
(...)  vom  (...)  hervorgeht,  dass  die  Verlobte  am  gleichen  Datum  (...) 
entlassen  wurde  und  sie  gemäss  dem  eingereichten  (...)  am  (...),  also 
rund (...) Monate später, an (Nennung Ursache) starb, 

dass  mit  den  eingereichten  Dokumenten  die  Behauptung  des 
Beschwerdeführers,  seine  Verlobte  sei  infolge  (Nennung  Ursache) 
gestorben (vgl. act. A10/17, S. 8), nicht belegt wird,

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dass die per E­Mail erhaltenen Schreiben, die von einer Person namens 
E._______  stammen  sollen  und  wonach  die  Identität  und  die 
Mitgliedschaft  des  Beschwerdeführers  in  der  D._______  bestätigt 
würden, zum Beweis einer Verfolgung nicht tauglich sind, da die Identität 
der ausstellenden Person – diese soll gemäss Wiedererwägungsgesuch 
auch den Namen F._______ tragen – nicht erstellt ist und nicht begründet 
wird,  inwiefern  eine  Drittperson  die  Identität  des  Beschwerdeführers 
bestätigen kann,

dass  die  Identität  des  Beschwerdeführers  mangels  rechtsgenüglicher 
Dokumente  bisher  nicht  nachgewiesen  wurde  und  das  von  der 
nigerianischen  Botschaft  ausgestellte  (...)  lediglich  seine  Nationalität, 
nicht indessen seine übrigen Personalien belegt,

dass  auf  weitere  Einwendungen  in  der  Beschwerde  sowie  auf  die 
weiteren eingereichten Beweismittel (Auflistung Beweismittel) nicht näher 
einzugehen  ist,  da  diese  nach  dem  Gesagten  nicht  geeignet  sind,  das 
Prüfungsergebnis zu beeinflussen,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  das 
Wiedererwägungsgesuch  des  Beschwerdeführers  abwies,  soweit  es 
überhaupt darauf eintrat,

dass  der  Vollständigkeit  halber  die  Abweisung  des  Gesuchs  um 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die Erhebung einer 
Verfahrensgebühr von Fr. 600.­ in der angefochtenen Verfügung (Ziffer 3 
des Verfügungsdispositivs) ebenfalls zu bestätigen ist,

dass das BFM eine Verfahrensgebühr erhebt, sofern es – wie vorliegend 
– ein  nach  rechtskräftigem  Abschluss  des  Asyl­  und 
Wegweisungsverfahrens  eingereichtes Wiedererwägungsgesuch  ablehnt 
oder darauf nicht eintritt (Art. 17b Abs. 1 AsylG),

dass  das  BFM  auf  Gesuch  hin  die  gesuchstellende  Person  von  der 
Bezahlung von Verfahrenskosten befreit, wenn sie bedürftig  ist und  ihre 
Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheinen  (Art. 17b Abs. 2 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer zwar die Aufhebung der Verfügung des BFM 
vom  17.  Oktober  2011  ohne  Einschränkung  beantragte 
(Beschwerdebegehren  1),  ohne  jedoch  zu  rügen,  das  BFM  habe  unter 
Verstoss gegen die genannten Bestimmungen sein Gesuch um Befreiung 

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von  der  Bezahlung  von  Verfahrenskosten  abgewiesen  und  ihm  eine 
Gebühr von Fr. 600.­ auferlegt,

dass das Wiedererwägungsgesuch von vornherein aussichtslos erschien, 
weshalb  die  Voraussetzungen  für  eine  Kostenbefreiung  nicht  gegeben 
waren  und  das  BFM  zu  Lasten  des  Beschwerdeführers  eine  Gebühr 
erheben durfte,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder 
unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  mit  dem  Entscheid  in  der  Sache  der  Antrag  auf  Anordnung 
vorsorglicher Massnahmen bis zum Entscheid über die Wiederherstellung 
der  aufschiebenden  Wirkung  respektive  über  den  Antrag  auf 
Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  als  solchen  und  das 
Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
gegenstandslos geworden sind,

dass  aus  den  soeben  dargelegten  Gründen  den  Beschwerdebegehren 
keine  ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren,  weshalb  das 
gleichzeitig  eingereichte  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der 
Frage  der  prozessualen  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers 
abzuweisen ist,

dass  entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  im 
gesamten  Umfang  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  und  auf 
Fr. 1200.­ festzulegen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1­3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2]; Art. 37 VGG 
i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1200.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

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