# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 492cbab0-1bc0-518e-9944-ed35176afbf2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.11.2010 ZK1 2010 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2010-2_2010-11-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. November 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 10 2          24. August 2011

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst
RichterInnen Präsident Brunner und Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuarin Duff Walser

In den zivilrechtlichen Berufungen

des A.B., Beklagter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

und 

der B.B., Klägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 10. November 2009, mitgeteilt am 7. 
Dezember 2009, in Sachen der Klägerin gegen den Beklagten,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A.B., geboren am 11. März 1954, und B.B., geboren am 26. Oktober 
1963, heirateten am _ vor dem Zivilstandsamt Tartar. Aus der Ehe gingen die Kin-
der V.B., geboren am 25. Mai 1989, und X.B., geboren am 24. März 1992, hervor.

Am 10. August 2005 ersuchte A.B. den Eheschutzrichter des Bezirksgerich-
tes Imboden um Erlass von Eheschutzmassnahmen sowie Genehmigung der 
Trennungsvereinbarung und Anordnung der Gütertrennung. Mit Verfügung vom 
23. August 2005 wurde die ergänzte Trennungsvereinbarung genehmigt und von 
der Berechtigung der Parteien zum Getrenntleben ab 1. August 2005 Vormerk 
genommen. Die beiden Kinder wurden unter Einräumung eines gerichtsüblichen 
Besuchsrechts für die Dauer der Trennung unter die Obhut der Mutter gestellt, 
währenddem sich A.B. zur Bezahlung eines monatlichen Unterhaltsbeitrages von 
Fr. 2'000.00 an die Ehefrau sowie von je Fr. 1'500.00 an die Kinder verpflichtete. 
Überdies erklärte er sich dazu bereit, den von seiner Tochter dannzumal noch be-
triebenen Eislaufsport mit Fr. 1'500.00 pro Monat zu unterstützen. Schliesslich 
wurde mit Wirkung per 10. August 2005 die Gütertrennung angeordnet. 

Nachdem der Ehemann am 23. November 2005 ein Gesuch auf Abände-
rung der Eheschutzverfügung vom 23. August 2005 gestellt hatte, schlossen die 
Parteien anlässlich der Eheschutzverhandlung vom 13. März 2006 vor dem Be-
zirksgerichtspräsidium Imboden eine Vereinbarung ab. Infolgedessen wurde das 
Verfahren mit Verfügung vom 13. März 2006 als durch Rückzug erledigt abge-
schrieben, der Sohn unter Einräumung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts der 
Mutter unter die Obhut des Ehemannes gestellt und dessen Unterhaltsverpflich-
tung gegenüber der Familie (Fr. 2'000.00 für die Ehefrau und Fr. 1'500.00 für    
X.B. zuzüglich Fr. 1'500.00 für den Eislaufsport) mit Ausnahme der an den Sohn 
zu leistenden Unterhaltsbeiträge bestätigt.  

B. Am 3. Januar 2007 reichten die Parteien beim Bezirksgerichtspräsi-
dium Imboden ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. In der Folge wurden 
sie zur getrennten und gemeinsamen Anhörung im Sinne von Art. 112 Abs. 2 ZGB 
auf den 29. Januar 2007 vorgeladen. Dabei bestätigten beide Eheleute den Willen, 
die Ehe aufzulösen. Nach erfolgter Anhörung wurde den Parteien schliesslich Frist 
zur Einreichung einer Ehescheidungskonvention gesetzt. Da jedoch eine solche 
nicht zustande kam, setzte der Bezirksgerichtspräsident den Ehegatten in der Fol-
ge die zweimonatige Bedenkfrist im Sinne von Art. 111 Abs. 2 ZGB an. 

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C. Mit Schreiben vom 29. März 2007 bestätigten die Ehegatten ihren 
Scheidungswillen und gaben die schriftliche Erklärung zur gerichtlichen Behand-
lung der strittigen Scheidungsnebenfolgen ab. Daraufhin schrieb der Bezirksge-
richtspräsident Imboden das Ehescheidungsverfahren gemäss Art. 111 ZGB mit 
Verfügung vom 2. April 2007 ab und überwies die Beurteilung der Nebenfolgen 
dem Bezirksgericht Imboden. Überdies setzte er den Parteien Frist zur Einrei-
chung ihrer Anträge zu den strittigen Nebenfolgen an (Art. 112 Abs. 3 ZGB und 
Art. 5b EGzZGB).

D. Mit Eingabe vom 30. Mai 2007 kam B.B. dieser Aufforderung innert 
erstreckter Frist nach und stellte folgende Rechtsbegehren:

„1. Scheidungsantrag

Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Elterliche Sorge und Obhut

Die der Ehe entsprossene Tochter X.B., geboren 24.03.1992, sei unter 
die alleinige elterliche Sorge und Obhut von B.B. zu stellen.

3. Besuchs- und Ferienrechte gegenüber X.B.

A.B. sei das Recht einzuräumen, X.B. an jedem ersten Wochenende 
eines jeden Monats von Samstag, 8.00 Uhr, bis Sonntag, 22.00 Uhr, 
zu sich auf Besuch zu nehmen und mit X.B. zwei Wochen (14 Tage) 
Ferien pro Jahr zu verbringen.

4. Kinderunterhalt

a.   A.B. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von X.B. einen monat-
lich pränumerando zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 
3'000.00, zuzüglich Kinderzulagen (Fr. 1'500.00 ordentlicher Un-
terhalt, zuzüglich Kinderzulagen und überdies Fr. 1'500.00 für 
solange, als X.B. den Eislaufsport betreibt) zu bezahlen.

b. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender lit. a seien praxis-
gemäss zu indexieren.

5. Unterhaltsregelung für B.B.

a. Hauptantrag

a.a. A.B. sei zu verpflichten, an B.B. einen monatlichen pränume-
rando zu leistenden Unterhaltsbeitrag von  Fr. 6'500.00 zu 
bezahlen.

b.b. Für den Fall, dass der vorstehenden lit. a.a. stattgegeben 
wird, sei die seitens der C.-AG eingegangene Verpflichtung 
gemäss Vereinbarung vom 13.02.2006 (Ziff. 3 und 4) aufzu-
heben.

b. Eventualantrag

b.a. Eventuell sei A.B. zu verpflichten, an B.B. einen monatlichen 
pränumerando zu leistenden Unterhaltsbeitrag von  Fr. 
3'400.00 zu bezahlen.

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b.b. Für den Fall der Gutheissung des Eventualbegehrens 
gemäss vorstehender lit. b.a., sei davon richterlich Vormerk 
zu nehmen, dass sich die zu 100% von A.B. beherrschte C.-
AG, vertreten durch den einzelzeichnungsberechtigten Ver-
waltungsratspräsidenten A.B., gemäss Vereinbarung vom 
13.02. 2006 verpflichtet hat, B.B. gemäss separatem Ar-
beitsvertrag den Erhalt ihrer Arbeitsstelle im Betrieb der C.-
AG (60% Stelle mit einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 
3'300.00, zuzüglich eines 13. Monatslohnes von Fr. 
3'300.00) bis zum 31.12.2009 zu garantieren (unabhängig 
davon, ob B.B. ihre Erwerbstätigkeit an dieser Stelle ausübt) 
und dass sich die C.-AG, vertreten durch den einzelzeich-
nungsberechtigten Verwaltungsratspräsidenten A.B., 
gemäss der nämlichen Vereinbarung weiter verpflichtet hat, 
an B.B. an Stelle einer Autobenützung einen monatlichen 
Betrag von Fr. 1'000.00 zu bezahlen.

6. BVG/Pensionskasse

Es sei ein vollständiger Ausgleich der von den Parteien während der 
Ehe erworbenen BVG-Guthaben per Datum des Scheidungsurteils 
vorzunehmen und die Pensionskasse von A.B. sei entsprechend an-
zuweisen, den vom Gericht ermittelten Betrag auf die Pensionskasse 
von B.B. zu überweisen.

7. Güterrecht

a.  Gestützt auf Art. 205 Abs. 2 ZGB sei B.B. das Alleineigentum an 
Parzelle Nr. 310/Plan 3, M., Einfamilienhaus mit Doppelgarage 
zuzuweisen; zu diesem Zweck sei ½ Miteigentumsanteil an Par-
zelle Nr. 310/Plan 3, M., Einfamilienhaus mit Doppelgarage von 
A.B. auf B.B. zu übertragen und zwar gegen Entlassung von 
A.B. aus einer allfälligen Schuldpflicht aus bestehenden Hypo-
theken im Zusammenhang mit diesem Grundstück und gegen 
richterlich festzusetzende Entschädigung gemäss Ziff. 7.b. 
nachstehend.

b. Im Übrigen sei die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss 
Gesetz vorzunehmen.

8. Kostenregelung

Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschä-
digungsfolge zu Lasten von A.B..“

Demgegenüber liess A.B. mit Eingabe vom 30. Mai 2007 beantragen:

„1.  Scheidung der Ehe der Litiganten.

2. Zuteilung der elterlichen Sorge über die Tochter X.B., geb. 14. März 
1992, Regelung des Besuchs- und Ferienrechtes sowie Alimentation 
nach richterlichem Ermessen.

3. Die während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen der Pensionskas-
sen seien hälftig aufzuteilen.

4. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

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In ihren Stellungnahmen vom 16. August 2007 bestätigten beide Parteien 
ihre Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe. 

Mit Verfügung vom 8. Oktober 2007 ordnete der Bezirksgerichtspräsident 
Imboden die Einholung einer Expertise betreffend die Bewertung der B. Immobili-
en AG und der Wohnbaugenossenschaften sowie des Verkehrswertes der sich im 
Wohn- und Geschäftshaus in M. befindlichen Stockwerkseigentumseinheiten an. 
Auf den Inhalt der am 8. Oktober 2008 und 24. Juli 2009 erstatten Gutachten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

E. Am 4. November 2009 wies der Bezirksgerichtspräsident Imboden 
ein Gesuch des Ehemannes um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit dem An-
trag um Aufhebung des an die Tochter X.B. zur Ausübung des Eislaufsports aus-
gerichteten Unterstützungsbeitrages von Fr. 1'500.00 ab.  

 F. Mit Urteil vom 10. November 2009, mitgeteilt am 7. Dezember 2009, 
erkannte das Bezirksgericht Imboden:

„1. Die am 4. November 1988 vor Zivilstandsamt Tartar geschlossene Ehe 
der B.B. und des A.B. wird gestützt auf das gemeinsame Scheidungs-
begehren gemäss Art. 112 ZGB geschieden.

2. Die Tochter X.B., geboren am 24. März 1992, wird unter die alleinige 
elterliche Sorge der Mutter gestellt.

 Dem Vater wird das Recht eingeräumt, seine Tochter an zwei Wo-
chenenden im Monat zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen 
und drei Wochen Ferien im Jahr mit ihr zu verbringen.

Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen 
können die Parteien das Besuchs- und Ferienrecht unter Berücksichti-
gung der Interessen des Kindes frei regeln.

3. A.B. wird verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter   X.B. einen mo-
natlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.00 zu-
züglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu entrich-
ten. Die Unterhaltspflicht dauert – vorbehältlich Art. 277 Abs. 2 ZGB – 
bis zur Mündigkeit.

4. A.B. wird verpflichtet, B.B. mit Wirkung ab Rechtskraft des Schei-
dungsurteils bis zu seinem Eintritt ins AHV-Alter einen monatlich im 
Voraus zahlbaren nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.00 zu 
entrichten.

5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss den Ziffern 3 und 4 hiervor werden an 
den Landesindex der Konsumentenpreise, Basis bei Rechtskraft des 
Scheidungsurteils, gebunden. Sie werden jährlich jeweils per 1. Januar 
aufgrund des Indexstandes des Monats November des Vorjahres dem 
veränderten Indexstand angepasst, es sei denn, A.B. beweise, dass 
sein Einkommen nicht im gleichen Verhältnis angestiegen ist. Die An-
passung des Unterhaltsbeitrages (UB) erfolgt nach folgender Formel:

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               alter UB x neuer Index

Neuer UB  = -----------------------------------------------------------

Index bei Rechtskraft des Scheidungsurteils

6. Der Schlüssel für die Aufteilung der Pensionskassenguthaben wird auf 
je 50% festgelegt. Nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides über 
das Teilungsverhältnis erfolgt die Überweisung an das Verwaltungsge-
richt des Kantons Graubünden zur Durchführung des weiteren Verfah-
rens.

7. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich die Ehegatten auf die 
Veräusserung der Parzelle 310/Plan Nr. 3 (Einfamilienhaus mit Dop-
pelgarage, und 770 m2 Grundstückfläche M.) zum bestmöglichen Preis 
geeinigt haben. Der im Mäklervertrag vom 10. November 2009 festge-
legte Minimalverkaufspreis von Fr. 1'325'000.00 behält seine Gültigkeit 
bis zum 30. März 2010.

Es wird festgestellt, dass A.B. und B.B. unter dem Titel „güterrechtli-
cher Anspruch“ am dereinstigen Nettoverkaufserlös aus dem Verkauf 
der Parzelle Nr. 310/Plan Nr. 3 Grundbuch M., je zur Hälfte partizipie-
ren.

8. A.B. wird verpflichtet, B.B. nach Rechtskraft des Scheidungsurteils ei-
ne güterrechtliche Ausgleichszahlung von Fr. 498'810.00 zu entrichten.

9. Die Kosten des Bezirksgerichts Imboden, bestehend aus:

a. einer Gerichtsgebühr von Fr.   6'700.00

b. einer Schreibgebühr von Fr.   2'760.00

c. den Barauslagen von Fr.      539.55

d. den Kosten der Expertisen von Fr. 11'695.45

e. einem Streitwertzuschlag von Fr. 18'000.00

total somit Fr. 39'695.00

gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien. Die ausseramtlichen Kos-
ten werden wettgeschlagen.

10. (Mitteilung).“

G. Dagegen liess A.B. mit Eingabe vom 8. Januar 2010 Berufung an 
das Kantonsgericht von Graubünden erklären. Seine Rechtsbegehren lauten:

„1. Ziff. 4 und 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils seien aufzuhe-
ben.

Es sei festzustellen, dass ab 01. Januar 2010 kein nachehelicher Un-
terhalt geschuldet ist.

2. Abs. 2 von Ziff. 7 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzu-
heben. Es sei festzustellen, dass vom Nettoverkaufserlös vorerst CHF 
100'000.00 an die Pensionskasse zu bezahlen seien. Im Übrigen sei 
der Erlös wie folgt aufzuteilen: 2/3 an den Ehemann und 1/3 an die Ehe-
frau.

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3. Ziff. 8 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei wie folgt abzuän-
dern:

Der güterrechtliche Anspruch der Ehefrau ohne Berücksichtigung des 
Verkaufserlöses des Einfamilienhauses in M. sei auf CHF 144'203.60 
festzulegen.

Es sei dem Ehemann ein Zahlungsaufschub bis zum Abschluss des 
Verkaufes des Einfamilienhauses in M. zu gewähren. Er sei für berech-
tigt zu erklären, den güterrechtlichen Anspruch der Ehefrau mit dem 
Erlös aus dem Einfamilienhaus zu verrechnen.

4. Ziff. 9 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei wie folgt abzuän-
dern: 

Die Kosten der Expertisen von CHF 11'695.45 sowie der Streitwertzu-
schlag in Höhe von CHF 18'000.00 seien der Ehefrau aufzuerlegen. 
Die übrigen Kosten von insgesamt CHF 9'999.55 seien den Parteien je 
zur Hälfte aufzuerlegen.

Die Ehefrau sei zu verpflichten, den Ehemann für das erstinstanzliche 
Verfahren aussergerichtlich mit CHF 10'000.00, zuzüglich 7,6% 
MWST, zu entschädigen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge im Berufungsverfahren zulas-
ten der Ehefrau.“ 

Mit der Berufung stellte A.B. zudem diverse Beweisanträge. So reichte er 
verschiedene Urkunden ein, beantragte die Edition von Kontoauszügen aus Hän-
den der Ehefrau sowie die Einholung von Gutachten betreffend den Wert der C.-
AG, den Wert des im ehelichen Wohnhaus verbliebenen Mobiliars und Inventars 
und den Wert der vier Aussenparkplätze in M..

H. Am 19. Januar 2010 liess B.B. Anschlussberufung gegen das Urteil 
des Bezirksgerichts Imboden vom 10. November 2009, mitgeteilt am 7. Dezember 
2009, erklären mit folgenden Rechtsbegehren: 

„1. Ziff. 3 des Urteilsdispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben 
und durch folgende Regelung zu ersetzen.

a. A.B. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von X.B. einen monatlich 
pränumerando zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'000.00 
zuzüglich Kinderzulagen (Fr. 1'500.00 ordentlicher Unterhalt zu-
züglich Kinderzulagen und überdies Fr. 1'500.00 für solange, als 
X.B. den Eislaufsport betreibt) zu bezahlen.

b. A.B. sei zu verpflichten, die Unterhaltsbeiträge für   X.B. über die 
Mündigkeit von X.B. hinaus bis zum Abschluss der ersten Ausbil-
dung von X.B. zu bezahlen.

2. Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und 
A.B. sei zu verpflichten, an B.B. einen monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 4'000.00 zu bezahlen und zwar bis zum Eintritt von A.B. in sein 
AHV-Alter.

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3. Für den Fall, dass festgestellt werden sollte, dass vom Nettoerlös aus 
dem Verkauf der Liegenschaft Parzelle Nr. 310/Plan 3, Grundbuch von 
M., vorerst Fr. 100'000.00 an die Pensionskasse von A.B. zu bezahlen 
sind und dies den Anspruch von B.B. am Verkaufserlös tangiert, sei Ziff. 
6 des Dispositivs des angefochtenen Urteils aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass B.B. unter dem Titel „BVG-Guthaben“ und „BVG-
Teilung“ auch Anspruch auf 50% dieses Betrages hat, nebst auf 50% 
der bisher bekannten BVG-Guthaben der Litiganten.

4. Ziff. 7, zweiter Absatz des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei 
aufzuheben und es sei festzustellen, dass B.B. Anspruch auf 75,25 % 
und A.B. auf 24,75 % am Nettoverkaufserlös der Liegenschaft Parzelle 
Nr. 310/Plan 3 im Grundbuch von M. haben.

5. Ziff. 9 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und 
die Kosten des Verfahrens vor Vorinstanz seien zu 2/3 A.B. und zu 1/3 
B.B. zu überbinden und A.B. sei überdies zu verpflichten, B.B. für das 
Verfahren vor Vorinstanz ausseramtlich mit Fr. 15'000.00 zu entschädi-
gen.

6. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von A.B. für 
das Berufungsverfahren.“

Auch die Ehefrau stellte mit der Rechtsmitteleingabe diverse Beweisanträge 
(Urkunden, Editionen sowie Zulassung zur Beweisaussage vor Schranken).

Mit Verfügung vom 22. Januar 2010 erhielten die Parteien Gelegenheit, zu 
den Beweisanträgen der Gegenpartei Stellung zu nehmen, wovon sie mit Ver-
nehmlassungen vom 12. Februar 2010 und 8. März 2010 fristgerecht Gebrauch 
machten.

Am 19. Mai 2010 teilte A.B. der Vorsitzenden der I. Zivilkammer mit, dass 
das eheliche Wohnhaus in M. inzwischen verkauft worden sei. Gleichzeitig er-
gänzte er seinen Beweisantrag betreffend gutachterliche Bewertung des Mobiliars 
dahingehend, als B.B. unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB zur 
Auskunftserteilung über den Verbleib des zu schätzenden Mobiliars zu verpflichten 
sei. 

Mit Stellungnahme vom 14. Juni 2010 bestätigte B.B. den Verkauf des ehe-
lichen Wohnhauses und legte diesbezüglich eine Kopie des Kaufvertrags vom 26. 
Januar 2010 ins Recht.

Den Beweisanträgen der Parteien wurde mit Verfügung vom 12. Oktober 
2010 insoweit entsprochen, als die mit der Berufung, der Anschlussberufung und 
den diesbezüglichen Stellungnahmen vom 12. Februar 2010 und 8. März 2010  
eingereichten Urkunden und die mit Eingabe vom 14. Juni 2010 eingelegte Kopie 
der öffentlichen Urkunde über den Kaufvertrag vom 26. Januar 2010 zu den Akten 

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genommen wurden. Die übrigen Editionsbegehren sowie die mit der Berufung be-
antragten Expertisen und der damit zusammenhängende Antrag auf Verpflichtung 
der Ehefrau zur Auskunftserteilung wurden abgewiesen. Vorbehalten blieb der 
Entscheid des Gerichts über die Zulassung der Ehefrau zur Beweissaussage.

I. Anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden vom 29. November 2010 waren beide Parteien sowie deren Rechts-
vertreter anwesend. Es wurden keine Einwände gegen die Zuständigkeit und Zu-
sammensetzung des Gerichts erhoben. Nach Schluss des Beweisverfahrens unter 
Vorbehalt eines Zurückkommens auf die abgelehnten Beweisanträge und der rich-
terlichen Parteibefragung erhielten die Parteivertreter Gelegenheit, sich zu äus-
sern. Der Rechtsvertreter des Ehemannes bestätigte anlässlich seines Vortrages 
seine Rechtsbegehren gemäss Berufungserklärung und beantragte die Abweisung 
der Anschlussberufung. Dabei erneuerte er auch die mit Verfügung vom 12. Okto-
ber 2010 abgewiesenen Beweisanträge betreffend Edition der Kontoabschlüsse 
Sparen-3 der Ehefrau sowie betreffend Einholung einer Expertise über den mass-
geblichen Unternehmenswert für den Fall, dass das Gericht bei der Bewertung 
nicht von dessen Substanzwert ausgehen sollte. Darüber hinaus beantragte der 
Rechtsvertreter von A.B. die richterliche Befragung der Ehefrau zu ihrer jetzigen 
Arbeitstätigkeit sowie zum Verbleib des Mobiliars. Demgegenüber schloss der 
Rechtsvertreter der Ehefrau auf Abweisung der Berufung und bestätigte seine 
Rechtsbegehren gemäss Anschlussberufungserklärung. Im Rahmen seines Vor-
trages hielt er zudem an seinem Antrag auf Zulassung der Ehefrau zur Beweis-
aussage fest. Beide Rechtsvertreter gaben eine schriftliche Ausfertigung ihres 
Vortrags zu den Akten. Nach der anschliessenden formfreien richterlichen Befra-
gung der Parteien wurde die Hauptverhandlung kurz unterbrochen und das Ge-
richt zog sich zwecks Beratung des Beweisantrags auf Zulassung der Ehefrau zur 
Beweisaussage zurück. Gleichzeitig erhielten die Parteien anlässlich dieser Un-
terbrechung Gelegenheit, eine mögliche Einigung hinsichtlich des Mobiliars zu 
diskutieren. In der Folge wurde die Hauptverhandlung fortgesetzt, wobei das Ge-
richt den Parteien vorweg seinen abweisenden Entscheid betreffend die beantrag-
te Zulassung der Berufungsbeklagten zur Beweisaussage eröffnete. Auf Nachfra-
ge der Vorsitzenden teilte Rechtsanwalt Caviezel dem Gericht sodann mit, dass 
sich die Parteien auf die Einsetzung des Mobiliars in den Aktiven der Ehefrau mit 
Fr. 40'000.00 geeinigt hätten. Im Anschluss an die nachfolgende Replik und Duplik 
wurde die Hauptverhandlung geschlossen.

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 Auf die Begründung der Anträge, die Erwägungen im angefochtenen Urteil 
sowie das Ergebnis der formfreien Befragung und die Beweisanträge wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Prozesserledigende Sachurteile der Bezirksgerichte bei Teileinigung 
oder Scheidung auf Klage können beim Kantonsgericht mit Berufung gemäss Art. 
218 ff. ZPO GR angefochten werden (Art. 5h EGzZGB). 

Beim angefochtenen Urteil des Bezirksgerichts Imboden handelt es sich um 
ein prozesserledigendes Sachurteil in einem Scheidungsverfahren mit Teileini-
gung. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
vorliegenden Streitsache als Berufungsinstanz ist folglich gegeben.

b) Eine Berufung ist innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit 
der schriftlichen Mitteilung des Urteils zu erklären und hat die formulierten Anträge 
auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Beiurteile sowie neue Einre-
den, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten (Art. 219 Abs. 1 ZPO). 

Die vorliegende Berufung von A.B. vom 8. Januar 2010 gegen das Urteil 
des Bezirksgerichts Imboden vom 10. November 2009, mitgeteilt am 7. Dezember 
2009, wurde sowohl frist- als auch formgerecht eingereicht, so dass darauf einge-
treten werden kann. 

c)  Der Berufungsbeklagte kann, wenn er nicht selbst auch Berufung 
eingelegt hat, innert der peremptorischen Frist von 10 Tagen seit Mitteilung der 
Berufungserklärung beim Präsidenten der ersten Instanz seine Anschlussberufung 
mit formulierten Anträgen einreichen (Art. 220 Abs. 1 ZPO). 

Die Mitteilung der Berufungserklärung an die Berufungsbeklagte erfolgte mit 
Schreiben des Bezirksgerichts Imboden vom 11. Januar 2010. Die von B.B. am 
19. Januar 2010 erhobene Anschlussberufung ist damit fristgerecht und darüber 
hinaus auch formgerecht erfolgt. Auf die Anschlussberufung ist folglich ebenfalls 
einzutreten.

2. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Berufungsverfahrens ist das Ur-
teil des Bezirksgerichts Imboden vom 10. November 2009, mitgeteilt am 7. De-

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zember 2009, betreffend Ehescheidung,  gegen welches A.B. – wie oben darge-
legt – mit form- und fristgerechter Erklärung vom 23. Februar 2009 Berufung erhe-
ben liess. Dabei wird seitens des Ehemannes die Verpflichtung zur Leistung eines 
nachehelichen Unterhaltsbeitrages von Fr. 2’000.00 pro Monat  bis zu seinem Ein-
tritt in das ordentliche AHV-Alter samt gerichtsüblicher Indexierung (Ziff. 4 und 5 
des Dispositivs), die hälftige Aufteilung des Nettoerlöses aus dem Verkauf des 
ehelichen Wohnhauses in M. (Ziff. 7 Abs. 2), die Verpflichtung zu einer güterrecht-
lichen Ausgleichszahlung von Fr. 498'810.00 (Ziff. 8) sowie die Kostenregelung 
(Ziff. 9) angefochten. Die Ehefrau lässt ihrerseits mit ebenfalls form- und fristge-
rechter Erklärung vom 19. Januar 2010 Anschlussberufung erheben, welche sich 
nebst den bereits vom Ehemann angefochtenen Ziff. 4, 7 Abs. 2 und 9 des vorin-
stanzlichen Urteils auch gegen die Ziff. 3 (Unterhaltsbeitrag für die Tochter X.B.) 
und Ziff. 6 (Teilungsschlüssel für das beiderseitige Pensionskassenguthaben) rich-
tet. Rechtskräftig ist das Scheidungsurteil somit einzig im Scheidungspunkt (Ziff. 
1) sowie hinsichtlich der Regelung der Elternrechte für die Tochter X.B. (Ziff. 2). 
Letztere ist allerdings – wie der Vollständigkeit halber festzuhalten bleibt – zufolge 
der am 24. März 2010 eingetretenen Mündigkeit von X.B. hinfällig geworden. Un-
angefochten blieb sodann Ziff. 7 Abs. 1 (Vormerknahme vom vereinbarten Verkauf 
der im Miteigentum stehenden Liegenschaft zu einem Mindestpreis von Fr. 
1'325'000.00). Dieser Punkt wurde mittlerweile umgesetzt, indem das Einfamilien-
haus in M. mit Kaufvertrag vom 26. Januar 2010 (act. 16./3) zum vereinbarten Mi-
nimalpreis verkauft werden konnte. Gegenstand des vorliegenden Berufungsver-
fahrens bilden somit die oben dargelegten Streitpunkte (Güterrecht, nachehelicher 
Unterhalt, Kindesunterhalt, Pensionskassenguthaben, Kostenregelung), auf die 
nachfolgend im Einzelnen einzugehen sein wird.  

3. In güterrechtlicher Hinsicht wird zunächst von beiden Parteien die  
vorinstanzliche Lösung in Bezug auf die Verteilung des Nettoerlöses aus dem 
Verkauf der ehelichen Liegenschaft in M. (Ziff. 7 Abs. 2 des Dispositivs) angefoch-
ten, wobei sowohl der Berufungskläger wie auch die Berufungsbeklagte Investitio-
nen aus Eigengut geltend machen. 

So verlangt A.B. mit der Berufung die Verteilung des Erlöses nach Rück-
zahlung des Pensionskassenvorbezugs von Fr. 100'000.00 im Verhältnis von 2/3 
an den Ehemann und 1/3 an die Ehefrau (vgl. act. 01./1 Ziff.I.2.). In diesem Zu-
sammenhang bleibt zwar festzustellen, dass dieser Antrag im Vergleich zum Ver-
fahren vor Vorinstanz, wo A.B. eine Vorab-Zahlung von Fr. 200'000.00 mit hälftiger 
Teilung des restlichen Nettoerlöses verlangte (vgl. dazu sein Plädoyer vor Vorin-
stanz [act. IX./4] S. 12), neu ist. Der Berufungskläger legt seinem neuen Rechts-

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begehren allerdings die neue Tatsachenbehauptung zugrunde, dass mindestens 
2/3 des Restkaufpreises für die im Jahre 1988 erworbene erste Liegenschaft aus 
seinen Erwerbsauskünften vor der Heirat und damit aus Eigengut stammten (vgl. 
Plädoyer RA Fryberg Berufungsverhandlung S. 19). Dabei stützt er seine Behaup-
tung auf die mit der Berufung neu eingereichte Bestätigung der Steuerverwaltung 
Graubünden vom 26. Juli 2007 (act. 01.2), welche gemäss Kurzbegründung in der 
Berufungserklärung beweisen soll, dass die kurz vor der Heirat erworbene erste 
Liegenschaft der Parteien, mit deren Erlös später die heutige Liegenschaft teilwei-
se finanziert wurde, im Verhältnis zum damaligen Einkommen der Parteien zumin-
dest zu 2/3 vom Ehemann und höchstens zu 1/3 von der Ehefrau bezahlt worden 
ist. Im gleichen Verhältnis sei somit auch ein allfälliger Nettoerlös aufzuteilen (vgl. 
act. 01./1 S. 4 Ziff. A.1). Überdies reicht der Berufungskläger in diesem Zusam-
menhang neu einen Grundbuchauszug über die eheliche Liegenschaft (act. 01.3) 
zu den Akten, welcher den Bestand einer am 30. Dezember 1996 angemerkten 
Veräusserungsbeschränkung gemäss Art. 30e BVG, lastend auf dem halben Mit-
eigentumsanteil des Ehemannes, belegt. Dabei geht aus dem Kaufvertrag vom 26. 
Januar 2010 (act. 16./3) hervor, dass die Käufer der ehelichen Liegenschaft zur 
Ablösung dieser Veräusserungsbeschränkung einen Betrag von Fr. 100'000.00 
direkt an die Pensionskasse des Ehemannes zu überweisen hatten. Der neue An-
trag des Berufungsklägers betreffend Verteilung des Nettoerlöses aus dem Ver-
kauf des ehelichen Wohnhause erweist sich folglich mit Blick auf Art. 138 Abs. 1 
ZGB in Verbindung mit Art. 5d Abs. 2 EGzZGB als zulässig, zumal er durch neue 
Tatsachen und Beweismittel veranlasst worden ist, welche in der Berufungser-
klärung kurz dargelegt und begründet worden sind. 

Die Ehefrau ihrerseits erneuert mit der Anschlussberufung ihren vorinstanz-
lichen Antrag auf Verteilung des Erlöses im Verhältnis von 75.25% an die Ehefrau 
und von 24.75% an den Ehemann (vgl. Plädoyer RA Caviezel [act. IX./3] S. 2 und 
16-19). Dabei hält sie zur Begründung weiterhin an ihrer Behauptung fest, wonach 
sie an den Erwerb der ersten Liegenschaft im Jahre 1988 Fr. 100'000.00 und an 
den Erwerb respektive den Neubau der heutigen Liegenschaft nochmals Fr. 
40'000.00 an Eigengut stammend aus zwei als Erbvorbezüge gewährten Schwa-
rzgeld-Darlehen ihrer Eltern beigesteuert habe (vgl. Plädoyer RA Caviezel Beru-
fungsverhandlung S. 3 f. und S.13 ff.).

Im Folgenden wird mithin zu prüfen sein, ob im Gegensatz zur vorinstanzli-
chen Beurteilung der Beweis für die eine oder andere Finanzierungsart der beiden 
Liegenschaften und damit für die vom Berufungskläger oder der Berufungsbeklag-
ten geltend gemachten Eigengutinvestitionen erbracht ist. Dabei wird nebst der 

Seite  13 — 51

Steuererklärung der Eheleute (act. II./51), den Steuerunterlagen der Ehefrau (act. 
III./17 und III./60) und den Kontoauszügen (act. III./61; act. III./37; III./38; III./62; 
III./63 und III./64) für den fraglichen Zeitraum entgegen dem Einwand der Ehefrau, 
welche sich auf Art. 162 Abs. 3 ZPO beruft (act. 11 S. 3 Ziff. II./2), auch die bereits 
erwähnte, vom Berufungskläger neu ins Recht gelegte Bestätigung der Steuer-
verwaltung (act. 01.2) zu würdigen sein. Zwar wendet die Berufungsbeklagte zu-
treffend ein, dass diese Bestätigung von der Gegenpartei offensichtlich im Hinblick 
auf das vorliegende Verfahren angefordert worden sei (vgl. act. 11 S. 3). Es bleibt 
hier jedoch zu berücksichtigen, dass das besagte Schreiben von einer nicht der 
Beeinflussung zugänglichen Amtsstelle stammt und somit im Sinne einer schriftli-
chen Auskunft gemäss Art. 187 ZPO entgegengenommen werden kann.

a) Die Parteien haben am 15. Juni 1988, also noch vor ihrer Heirat, ein 
Reiheneinfamilienhaus in M. zum Preis von Fr. 593'500.00 je zu hälftigem Eigen-
tum erworben (vgl. act. III./14), wobei ein Teil des Kaufpreises mit einer Hypothek 
in Höhe von Fr. 450'000.00 (vgl. act. III./15) finanziert wurde. Der Restkaufpreis 
betrug somit Fr. 143'500.00 und wurde unbestrittenermassen aus Eigenmitteln 
finanziert (vgl. Plädoyer Berufungsverhandlung RA Fryberg S. 19; Plädoyer Beru-
fungsverhandlung RA Caviezel S. 2). Gemäss Beleg vom 31. August 1988 steht 
zudem fest, dass an diesem Datum eine Bareinzahlung in Höhe von Fr. 
111'000.00 auf das neu eröffnete Privatkonto der Ehegatten bei der Credit Suisse 
getätigt wurde (act. III./64), welche in der Folge nach übereinstimmender Darstel-
lung der Parteien für die teilweise Bezahlung des am 10. September 1988 fälligen 
Restkaufpreises von Fr. 143'500.00 verwendet wurde (vgl. hiezu die Zahlungsmo-
dalitäten des Kaufvertrags [act. III./14], wonach Fr. 20'000.00 des Kaufpreises be-
reits am 15. Juni 1988 zu leisten waren). Dabei wird aus den Akten klar ersichtlich, 
dass die besagte Bareinzahlung kaum vollständig aus den Ersparnissen der 
nachmaligen Eheleute stammen konnte. So hat die Ehefrau für sich selber nie Er-
sparnisse geltend gemacht, was auch mit den sie betreffenden Steuerunterlagen 
und Kontoauszügen für die Jahre 1987-1988 übereinstimmt. Gemäss den bei den 
Akten liegenden Auszügen ihres Lohnkontos von Juni  bis Dezember 1988 (act. 
III./61) waren nämlich die verbuchten Einnahmen und Ausgaben stets ausgegli-
chen und der ausgewiesene Kontostand hat nie mehr als Fr. 800.00 betragen. Die 
Steuerunterlagen der Ehefrau (act. III./17 und act. III./60) weisen zudem für den 
fraglichen Zeitraum kein steuerbares Vermögen aus. Der Ehemann seinerseits hat 
zwar – nebst einem Kontokorrent bei der GKB, das per 31. März 1988 einen Ne-
gativsaldo aufgewiesen hat (act. III./63) – nachweislich über gewisse Ersparnisse 
verfügt. So weist er auf einem in der Steuererklärung 1989-1990 (vgl. act. II./51) 

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nicht deklarierten Sparkonto bei der GKB per 27. Januar 1987 nach Einzahlung 
von Fr. 20'500.00 ein Sparguthaben von Fr. 41'047.00 und per 31. Dezember glei-
chen Jahres – nach diversen unter dem Titel “Wertschriften“ erfolgten Gutschriften 
und Belastungen – ein solches von noch Fr. 2'522.25 aus (vgl. act. III./62; act.  
III./37). Ausserdem besass der Berufungskläger ein Sparheft bei der Bank Aufina 
mit einem Guthaben von Fr. 19'269.05 per 15. August 1988, wovon am 1. Sep-
tember 1988 Fr. 19'000.00 bezogen wurden (vgl. act. III./38). Die ausgewiesenen 
Ersparnisse reichten aber offensichtlich nicht aus, um den Restkaufpreis von Fr. 
143'500.00 zu finanzieren. Abgesehen davon macht A.B. nun gestützt auf die neu 
eingereichte Bestätigung der Steuerverwaltung (act. 01.2) selber geltend, dass die 
Ersparnisse für den Hauskauf im Jahre 1988 (mit Ausnahme des per 1. Januar 
1987 deklarierten Reinvermögens von Fr. 30'448.00) erst aus dem Einkommen 
der Jahre 1987 und 1988 gebildet worden seien (vgl. act. 01.1 S. 4; Plädoyer Be-
rufungsverhandlung RA Fryberg S. 19). Dies würde aber bedeuten, dass von Ja-
nuar 1987 bis zur Fälligkeit des Restkaufpreises am 10. September 1988 (wovon 
im Übrigen wie ausgeführt Fr. 20'000.00 bereits am 15. Juni 1988 zu leisten wa-
ren), also über einen Zeitraum von 20 Monaten ein Betrag von rund Fr. 113'000.00 
(Restkaufpreis Fr. 143'500.00  ./. Reinvermögen Fr. 30'448.00) hätte gespart wer-
den müssen, und zwar vom  Ehemann alleine, da die Ehefrau eigene Ersparnisse 
ja bestreitet. Dies erscheint jedoch bei einem veranlagten Erwerbseinkommen von 
Fr. 125'840.00 (vgl. act. 01.2) – notabene für zwei volle Jahre – schlicht unmög-
lich. Selbst unter Einbezug des Einkommens der Ehefrau von Fr. 65'343.00 (vgl. 
act. 01.2) wäre eine solche Sparquote wenig glaubhaft, hätten den Eheleuten da-
mit für den eigenen Lebensunterhalt doch nicht einmal mehr Fr. 80'000.00 bezie-
hungsweise Fr. 40'000.00 pro Jahr zur Verfügung gestanden, wobei daraus auch 
noch die gemäss Steuererklärung (act. II./51) bestehenden Unterhaltspflichten aus 
der ersten Ehe des Ehemannes zu bestreiten gewesen wären. Die Behauptung 
des Berufungsklägers, wonach der Restkaufpreis für die vor der Heirat erworbene 
Liegenschaft aus seinen Ersparnissen respektive aus dem Einkommen der Ehe-
leute in den Jahren 1987/88 geleistet worden sei, erscheint angesichts der aus-
gewiesenen und deklarierten Kontoguthaben und des für den fraglichen Zeitraum 
veranlagten Erwerbseinkommens folglich nicht nachvollziehbar. Die in der Steu-
ererklärung 1987/1988 ausgewiesenen, grösstenteils auf den Konten des Ehe-
mannes erzielten Vermögenserträge betrugen im Übrigen lediglich Fr. 466.00 re-
spektive Fr. 312.00 (vgl. act. II./51). Soweit Ersparnisse gebildet wurden – sei dies 
aus dem Erwerbseinkommen oder allenfalls aus den regen Wertschriftengeschäf-
ten des Ehemannes, auf welche sich dieser auch an der Hauptverhandlung vor 
Kantonsgericht berufen hat – geschah dies somit nicht auf einem der deklarierten 

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Konti des Berufungsklägers, ansonsten vor allem für das Jahr 1988 ein wesentlich 
höherer Vermögensertrag hätte resultieren müssen. 

Als Zwischenfazit drängt sich daher der Schluss auf, dass der Restkauf-
preis für die 1988 noch vor der Heirat erworbene Liegenschaft zu einem grossen 
Teil mit Schwarzgeld bezahlt worden sein muss.

b) Die Verwendung von nicht deklarierten Geldern wird denn auch von 
der Ehefrau geltend gemacht, allerdings nicht von solchen der Gegenpartei, son-
dern ihrer Eltern (so explizit in der Anschlussberufung [act. 03] S. 6 ff. sowie schon 
vor Vorinstanz [act. I./9 S. 2 f. und act. IX./3 S. 5]). So behauptet die Berufungsbe-
klagte, sie und ihr Ehemann hätten zwecks Finanzierung des Hauskaufs im Jahre 
1988 von ihren inzwischen verstorbenen Eltern ein Darlehen in Höhe von Fr. 
100'000.00 erhalten, welches sowohl von den Eheleuten als auch von den Eltern 
D. steuerlich nicht deklariert und zu einem späteren Zeitpunkt in einen Erbvorbe-
zug umgewandelt worden sei. Überdies macht B.B. geltend, dass sie in den Kauf 
respektive den Neubau des Einfamilienhauses in M. im Jahre 1996 den Betrag 
von Fr. 40'000.00 investiert habe, welcher ebenfalls aus einem als Erbvorbezug 
gewährten Schwarzgelddarlehen ihrer Eltern stammte. 

aa) B.B. beantragt hiezu im Berufungsverfahren erneut die Zulassung 
zur Beweisaussage (vgl. Anschlussberufung [act. 03] S. 3 f. und S. 5 ff.). Diesen 
Beweisantrag hat das Gericht anlässlich der Berufungsverhandlung abgewiesen, 
wobei zur Begründung unter Hinweis auf Art. 229 Abs. 3 ZPO zunächst auf die 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz Bezug genommen werden kann (vgl. 
vorinstanzliches Urteil [act. I./15] S. 8 Ziff. 1.1). 

Der Klarheit halber sei dazu überdies nochmals angeführt, dass es sich bei 
der Beweissaussage gemäss Art. 201 ZPO um ein bloss subsidiäres Beweismittel 
handelt; sie kommt erst dann zum Zuge, wenn dies nach dem Ergebnis der form-
freien Befragung und des übrigen Beweisverfahrens geboten ist und die zu befra-
gende Person unverdächtig erscheint (Art. 201 Abs. 1 ZPO). Die Zulassung zur 
Beweissaussage setzt einen Beweisnotstand voraus. Diese Voraussetzung ist 
erfüllt, wenn ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich oder nicht 
zumutbar ist. Eine Beweisnot liegt allerdings nicht schon darin begründet, dass 
eine Tatsache, die ihrer Natur nach ohne Weiteres dem unmittelbaren Beweis 
zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten Partei 
die Beweismittel fehlen. Mit andern Worten vermag allein die Tatsache, dass die 
notwendigen Beweisunterlagen nicht mehr vorliegen oder nicht mehr beigebracht 

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werden können, keinen Beweisnotstand zu schaffen (vgl.  PKG 1971 Nr. 17; BGE 
130 III 321 E. 3.2 S. 324). Demgemäss ist die Zulassung zur Beweisaussage auch 
im konkreten Fall abzulehnen. Vorliegend liegt nämlich klarerweise kein Beweis-
notstand vor, zumal die Ehefrau ohne weiteres die Möglichkeit gehabt hätte, sich 
rechtzeitig andere Beweismittel (so zum Beispiel Quittungen für die behauptete 
Übergabe der Darlehensgelder an den Ehemann, Bankzahlungsbelege etc.) zu 
beschaffen, mittels derer sich die behaupteten Investitionen aus als Erbvorbezug 
gewährten Darlehensgeldern unmittelbar hätten beweisen lassen. Im Übrigen ist 
es im konkreten Fall nicht so, dass betreffend die Frage der Finanzierungsart der 
beiden Hauskäufe in den Jahren 1988 und 1996 überhaupt keine Beweismittel 
vorliegen. Vielmehr finden sich sowohl eine von der Ehefrau eingereichte Kopie 
des Darlehensvertrags vom 28. Mai 1988 zwischen den späteren Eheleuten B. 
und den Eltern D. (vgl. act. II./47) als auch ein Beleg über einen von der Mutter D. 
erhaltenen Betrag von Fr. 40'000.00 vom 12. Mai 1996 (act. II./48) und eine Ver-
einbarung vom 10. August 2007 mit dem Bruder der Ehefrau, R.D., über die An-
rechnung der Darlehenschuld von 1988 als Erbvorbezug (act. II./54) in den Akten. 
Darüber hinaus liegt eine Zeugenaussage von R.D. (vgl. act. IV./1) im Recht, wel-
che die von der Berufungsbeklagten behaupteten Erbvorbezüge in Höhe von total 
Fr. 140’000.00 bestätigt. Diese Beweismittel sind entsprechend zu würdigen. Aus-
serdem wurde anlässlich der Berufungsverhandlung neben dem Ehemann ent-
sprechend dem Antrag ihres Rechtsvertreters auch die Berufungsbeklagte zu den 
von ihr behaupteten Eigengutinvestitionen formfrei richterlich befragt, wobei beide 
Seiten ihre Version geschildert haben (vgl. Verhandlungsprotokoll; formfreie rich-
terliche Befragung) und von einer zusätzlichen Parteiaussage der Ehefrau keiner-
lei davon abweichenden oder weiterführenden Erkenntnisse zu erwarten sind. 
Nach dem Gesagten fehlt es daher vorliegend an den Voraussetzungen für die 
Zulassung der Ehefrau zur Beweisaussage, weshalb der entsprechende Antrag 
abzuweisen und die Frage nach der Finanzierungsart der beiden Liegenschaften 
unter Würdigung der im Recht liegenden Beweismittel und Indizien zu beurteilen 
ist.

bb) Dabei bleibt zwar zunächst einzuräumen, dass ein unmittelbarer 
strikter Beweis sowohl für die Auszahlung des ersten Darlehens wie auch für die 
Investition der Gelder in die beiden Liegenschaften fehlt; wie dargelegt unterblieb 
eine steuerliche Deklaration der Darlehen – aus naheliegenden Gründen – sowohl 
auf Seiten der Eltern D. wie auch bei den Eheleuten B.. 

Bezüglich des ersten behaupteten Darlehens aus dem Jahre 1988 liegt     
aber immerhin eine Kopie eines von allen vier Parteien unterzeichneten Darle-

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hensvertrags vom 28. Mai 1988 vor, woraus zu entnehmen ist, dass die Eltern von 
B.B. ihrer Tochter und ihrem zukünftigen Schwiegersohn A.B. ein Darlehen über 
Fr. 100'000.00 gewährt haben (vgl. act. II./47). Dabei erscheint wesentlich, dass 
dieser Darlehensvertrag auch von A.B. unterzeichnet wurde und letzterer dessen 
Unterzeichnung denn auch anerkennt (vgl. auch Verhandlungsprotokoll; formfreie 
richterliche Befragung). Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Erwerb der ersten Lie-
genschaft – der Kaufvertrag datiert vom 15. Juni 1988 (vgl. act. III./14) – liegt mit-
hin der Schluss nahe, dass die Darlehensvereinbarung vom 28. Mai 1988, wie von 
der Berufungsklägerin behauptet, mit dem geplanten Hauskauf der Parteien am 
15. Juni 1988 in Zusammenhang stand. Die allseitige Unterzeichnung des Vertra-
ges deutet ferner darauf hin, dass die nachmaligen Eheleute B. das Darlehen 
mangels ausreichender eigener Mittel tatsächlich benötigten und auch davon aus-
gingen, dass die Eltern von B.B. über Mittel in der genannten Grössenordnung 
verfügten. Dass die Eheleute B. tatsächlich nicht über die erforderlichen Barmittel 
für die Finanzierung der Liegenschaft verfügten, wird im Übrigen – wie bereits 
dargelegt (vgl. oben E. 3.a) – auch angesichts der im Recht liegenden Unterlagen 
zu den finanziellen Verhältnissen der Ehegatten bekräftigt. Ausserdem erscheint 
es mit Blick darauf wenig plausibel, dass sich an dieser finanziellen Situation in-
nert weniger Monate etwas geändert haben sollte und die Eheleute plötzlich in der 
Lage gewesen sein sollten, die anfangs September fällige Restkaufpreiszahlung in 
Höhe von immerhin noch Fr. 123'000.00 (nach Abzug der Anzahlung von Fr. 
20'000.00 [act. III./14 S. 5] und der auf Fr. 450'000.00 erhöhten Hypothek [act. 
II./15]) vollständig aus eigenen Mitteln zu erbringen.  

 Dabei kommt hinzu, dass auch die bei den Akten liegende Vereinbarung  
vom 10. August 2007 (act. II./54) zwischen der Ehefrau und ihrem Bruder R.D. für 
die Version der Berufungsbeklagten spricht. Darin haben die Geschwister D. näm-
lich die Anrechnung der Darlehenschuld von 1988 samt Zinsen als Erbvorbezug 
und Abtretung der Darlehensforderung gegenüber A.B. vereinbart. Zwar wendet 
der Berufungskläger zutreffend ein, dass diese Vereinbarung erst während des 
Schriftenwechsels geschlossen wurde, was entsprechend zu würdigen ist. Aller-
dings vermag dieser Umstand nichts daran zu ändern, dass mit der Feststellung 
fehlender Finanzierungsmittel auf Seiten von B.B. und A.B. und dem Vorliegen 
eines auch vom Berufungskläger unterzeichneten, in Zeitnähe zum Hauskauf ab-
geschlossenen Darlehensvertrages über die von der Ehefrau behauptete Investiti-
onssumme von Fr. 100'000.00 gewichtige Indizien für die Gewährung des behaup-
teten Darlehens und die tatsächliche Investition der Darlehenssumme in den Er-
werb des Reiheneinfamilienhauses im Jahre 1988 vorliegen. Dies im Übrigen um 

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so mehr, als A.B. anlässlich der Berufungsverhandlung vor Schranken selber ein-
gestanden hat, dass er den zur Diskussion stehenden Darlehensvertrag unter-
schrieben hat und die entsprechende Finanzierung des Hauskaufs über ein Darle-
hen der Eltern D. zwischen ihm und der Berufungsbeklagten damals auch tatsäch-
lich so thematisiert und geplant worden ist (vgl. Verhandlungsprotokoll; formfreie 
richterliche Befragung). Überdies wird dieser Sachverhalt schliesslich auch durch 
die Zeugenaussage des Bruders der Berufungsbeklagten erhärtet, welcher die 
behaupteten Erbvorbezüge in Höhe von insgesamt Fr. 140'000.00 bestätigt und 
dazu nachvollziehbar erläutert hat, dass darüber nach dem Tod der Mutter im Jah-
re 2002 in der Weise abgerechnet worden sei, als er selbst den verbleibenden 
kleinen Nachlass und die Schwester sonst nichts mehr erhalten habe (vgl. act. 
IV./1).  

Entgegen dem Einwand des Berufungsklägers erscheint es folglich ein-
leuchtend, dass der vertraglich vereinbarte Darlehensbetrag von Fr. 100'000.00 
schliesslich auch tatsächlich ausbezahlt worden ist und in die Hausfinanzierung 
geflossen sein muss. Daran vermag auch die Behauptung des Berufungsklägers 
nichts zu ändern, wonach bei den ausgewiesenen Einkommens- und Vermögens-
verhältnissen der Eltern D. die Gewährung von Darlehen oder Erbvorbezügen in 
der genannten Grössenordnung unwahrscheinlich erscheine. Dem bleibt nämlich 
vorweg entgegenzuhalten, dass es sich laut Ehefrau beim behaupteten Darlehen 
ja gerade um Schwarzgeld handeln soll, welches somit zwangsläufig eben gerade 
nicht steuerlich ausgewiesen ist. Dabei erscheint auch die erläuternde Schilderung 
der Berufungsbeklagten vor Schranken, wonach die Darlehensgelder aus einem 
Hausverkauf ihrer italienischstämmigen Eltern in Italien stammten (vgl. Verhand-
lungsprotokoll; formfreie richterliche Befragung), keineswegs abwegig. Abgesehen 
davon ist gemäss seinen Ausführungen vor Schranken A.B. ja selbst auch davon 
ausgegangen, dass die Eltern der Berufungsbeklagten über die entsprechende 
Geldsumme verfügen würden (vgl. Verhandlungsprotokoll; formfreie richterliche 
Befragung). Dass trotz anderslautender Vereinbarung keine Zinsen bezahlt re-
spektive seitens der Eltern auch nicht verlangt wurden, vermag im Übrigen die 
Plausibilität des behaupteten Schwarzgelddarlehens von den Eltern nicht mass-
geblich zu schmälern. Immerhin bleibt nämlich festzustellen, dass es sich hier um 
die rein innerfamiliäre Abwicklung eines Darlehens handelte, womit Hemmungen 
und Zurückhaltung bei der Eintreibung von fälligen Zinsen durchaus nachvollzieh-
bar sind und der Verzicht auf die Zinszahlungen somit keineswegs weltfremd er-
scheint. Darüber hinaus erweist es sich mit Blick auf das Vorliegen eines familien-
internen Geschäfts als ebenso einleuchtend, dass die Gewährung des Darlehens 

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eher informell ohne das Bedürfnis nach Absicherung und Bestätigung mittels einer 
Vielzahl von Belegen und Urkunden erfolgt ist (was neben der Verwendung von 
Schwarzgeld ebenfalls das Fehlen unmittelbarer Beweismittel erklärt). Schliesslich 
– und dies erscheint nicht unwesentlich – bleibt denn auch nochmals festzuhalten, 
dass keinerlei andere plausible Erklärung für die Herkunft der den Eheleuten B. 
fehlenden Finanzierungsmittel vorliegt. Zum einen können diese nämlich nach 
dem oben Gesagten weder aus den Ersparnissen noch aus dem Einkommen der 
beiden stammen. Überdies ergibt sich aus den Akten und den Schilderungen der 
Parteien auch keine andere nachvollziehbare Quelle für die fehlenden Gelder. So 
hat auch der Berufungskläger – wie weiter oben dargelegt – zunächst stets so ar-
gumentiert und sich darauf berufen, dass die benötigten Finanzierungsmittel aus 
seinen Ersparnissen stammten, was ja nach dem Gesagten unwahrscheinlich ist. 
Erst im Rechtsmittelverfahren macht er nun plötzlich geltend, die fehlenden Geld-
mittel seien aus angeblichen Börsengewinnen generiert worden, für welche aller-
dings keine Konten und Belege mehr vorliegen würden (vgl. Verhandlungsproto-
koll; formfreie richterliche Befragung). Die entsprechende Argumentation des Be-
rufungsklägers erscheint folglich im Gegensatz zur plausiblen und indiziengestütz-
ten Darstellung der Berufungsbeklagten unglaubhaft. Der von ihm in diesem Zu-
sammenhang wie auch allgemein erhobene Einwand, dass die Berufungsbeklagte 
verschiedene Aktenstücke und Ordner nicht herausgegeben habe, erweist sich 
zudem als untauglich, zumal der Berufungskläger im vorliegenden Verfahren nun 
selbst Akten eingelegt hat, welche aus den besagten Ordnern stammen. Der Vor-
wurf der Beweisvereitelung ist somit ebenfalls unbegründet.

Nach dem Gesagten liegen somit aufgrund des allseitig unterzeichneten 
Vertrages, dessen zeitlicher Nähe zum Hauskauf, der aktenmässig ausgewiese-
nen finanziellen Verhältnisse der Ehegatten und der bestätigenden Zeugenaussa-
ge von R.D. sowie der übrigen oben dargelegten Umstände mehrere gewichtige 
Indizien für die von der Ehefrau behauptete Investition der Darlehenssumme von 
Fr. 100'000.00 vor. Die von B.B. geltend gemachte Teilfinanzierung des Haus-
kaufs aus Darlehensgeldern ihrer Eltern erscheint einleuchtend und plausibel, 
währenddem die gegenteiligen Ausführungen des Ehemannes in den Akten keine 
Stütze finden respektive kaum nachvollziehbar und wenig glaubhaft sind. Überdies 
ist nicht eine einzige nachvollziehbare Erklärung dafür ersichtlich, woher die für 
den Hauskauf benötigten Geldmittel sonst stammen sollten. Gesamthaft betrachtet 
verdichten sich die vorliegenden Indizien daher zur festen Überzeugung, dass ein 
Teil des Kaufpreises der im Jahre 1988 erworbenen Liegenschaft mit Darlehens-

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geldern der Eltern D. in Höhe von Fr. 100'000.00 finanziert worden ist, womit diese 
Investition als erwiesen zu betrachten ist. 

cc) Zum selben Ergebnis gelangt das Gericht auch bezüglich der zwei-
ten von der Berufungsbeklagten behaupteten Investition eines Schwarzgelddarle-
hens ihrer Eltern von Fr. 40'000.00 in den Erwerb respektive Bau der heutigen  
ehelichen Liegenschaft im Jahre 1996. 

Zum einen ist nämlich die Auszahlung der Darlehenssumme von Fr. 
40'000.00 mit dem unterzeichneten Beleg vom 12. Mai 1996 (Kopie [act. II./48]) 
ausgewiesen. Überdies fällt auch dieses Darlehen zeitlich zusammen mit der Fi-
nanzierung der zweiten ehelichen Liegenschaft. Zwar datiert der Baukreditvertrag 
(act. II./50) – wie von der Vorinstanz richtig festgestellt – vom 13. Juli 1995. Wie 
aus der Expertise (act. VIII./2) ersichtlich ist, erfolgten die Bauarbeiten auf der im 
September 1995 erworbenen Liegenschaft aber erst im Jahre 1996, was im Übri-
gen anlässlich der Berufungsverhandlung auch von A.B. bestätigt worden ist (vgl. 
Verhandlungsprotokoll; formfreie richterliche Befragung). Entsprechend datiert die 
Baukostenabrechnung (Beilage zur Expertise), die im Übrigen erheblich höhere 
Anlagekosten ausweist als im Baukreditvertrag vorgesehen, vom 15. März 1997. 
Wie Erwerb und Bau der zweiten Liegenschaft im Einzelnen finanziert wurden, ist 
zwar – abgesehen von der Hypothek im Umfang von Fr. 725'000.00 (vgl. act. 
II./50), des nunmehr ausgewiesenen Vorbezugs aus der beruflichen Vorsorge im 
Umfang von Fr. 100'000.00 (vgl. act 01.3; act 16/3) und der von beiden Parteien 
geltend gemachten Verwendung des Erlöses aus dem Verkauf der ersten Liegen-
schaft – nicht belegt. Mit Blick auf die erwähnte Baukostenabrechnung steht je-
doch fest, dass die Parteien schliesslich einiges mehr an Eigenmitteln investiert 
haben als noch im Juli 1995 geplant war. Die Baukosten waren also letztlich er-
heblich höher als vorgesehen (vgl. auch die Ausführungen des Berufungsklägers 
vor Schranken), weshalb die Parteien – wie auch vom Berufungskläger gegenüber 
der Vorsitzenden bestätigt – auf zusätzliche Geldmittel angewiesen waren (vgl. 
Verhandlungsprotokoll; formfreie richterliche Befragung). In Anbetracht dessen 
sowie des Umstandes, dass B.B. am 12. Mai 1996 (II./48) ausgewiesenermassen 
ein Darlehen in Höhe von Fr. 40'000.00 von ihrer Mutter erhalten hat sowie ange-
sichts der zeitlichen Nähe zwischen der Auszahlung des Geldes und der Finanzie-
rung der zweiten Liegenschaft liegt folglich der Schluss nahe, dass entsprechend 
ihrer Behauptung auch die Ehefrau mit der von ihrer Mutter erhaltenen Darlehens-
summe zur Finanzierung der Liegenschaft beigetragen hat. 

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Dies im Übrigen um so mehr, als die Erklärungen des Ehemannes betref-
fend die Finanzierung des zugestandenen Mehrbedarfs für den Bau der Liegen-
schaft im Jahre 1996 (Darlehen bei den eigenen Eltern, Finanzierung über die ei-
gene Familie [vgl. Verhandlungsprotokoll; formfreie richterliche Befragung) alle-
samt in den Akten keine Grundlage finden und nicht ersichtlich ist, woher sonst die 
zur Finanzierung benötigten Gelder stammen sollten, als aus dem gemäss Quit-
tungskopie vom 12. Mai 1996 zeitnahe zur Baufinanzierung gewährten Darlehen 
von Fr. 40'000.00. Es erscheint daher plausibel und vernunftgemäss kaum anders 
nachvollziehbar, als dass die erhaltene Darlehenssumme von Fr. 40'000.00, deren 
Auszahlung im Übrigen auch durch die Zeugeneinvernahme von R.D. bekräftigt 
wird, in den Erwerb und Bau der heutigen ehelichen Liegenschaft investiert wor-
den ist. Angesichts der dargelegten aussagekräftigen Belege und Indizien, welche 
in gewichtigem Masse für die von der Berufungsbeklagten behauptete Investition 
sprechen, sowie mit Blick auf den Umstand, dass für die gegenteilige Behauptung 
des Berufungsklägers weder Beweise noch Indizien vorliegen, gelangt das Kan-
tonsgericht daher zur Überzeugung, dass der als Erbvorbezug von der Mutter er-
haltene Darlehensbetrag von Fr. 40’000.00 in die Baufinanzierung der zweiten 
ehelichen Liegenschaft geflossen sein muss. 

c) Nach dem Gesagten erachtet das Kantonsgericht die von der Beru-
fungsbeklagten behaupteten Investitionen der beiden Darlehen somit als erwie-
sen, womit sich als Nächstes die Frage nach deren güterrechtlicher Behandlung 
im Hinblick auf die Verteilung des Nettoerlöses aus dem Verkauf des ehelichen 
Wohnhauses stellt. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob es sich bei den beiden 
Darlehen um Investitionen aus Eigengut der Ehefrau handelt, für welche entspre-
chende Ersatzforderungen zuzusprechen sind. 

Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang sinngemäss erwogen, dass 
die aus Darlehen investierten Gelder der Ehefrau jedenfalls nicht als Eigengut an-
zurechnen seien. Nachfolgend wird jedoch zu zeigen sein, dass die betreffende 
Schlussfolgerung der Vorinstanz nur zum Teil richtig ist.

aa) Bezüglich des zweiten Darlehens in Höhe von Fr. 40'000.00 bleibt 
den Ausführungen der Vorinstanz nämlich entgegenzuhalten, dass dessen Be-
handlung als Erbvorbezug für den Fall des Ablebens der Mutter in der Vereinba-
rung vom 12. Mai 1996 (act. II./48) ausdrücklich statuiert wurde und dieser Fall mit 
dem Tod der Mutter im Jahre 2002 auch eingetreten ist. Der entsprechende Ver-
mögenswert ist der Ehefrau somit noch vor Auflösung des Güterstandes (Stichtag 
10. August 2005) durch Erbgang zugefallen, womit es sich dabei von Gesetzes 

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wegen um Eigengut handelt (Art. 198 Ziff. 2 ZGB). Betreffend die als Erbvorbezug 
erhaltene und in die Baufinanzierung geflossene Darlehenssumme von Fr. 
40'000.00 ist daher entgegen der Auffassung der Vorinstanz klarerweise von einer 
Investition der Ehefrau aus Eigengut auszugehen.

bb) Was demgegenüber die Rechtslage hinsichtlich des ersten Darle-
hens anbelangt, erscheint wesentlich, dass dieses beiden Ehegatten gewährt 
wurde und die Ehefrau mit ihrem Bruder erst am 10. August 2007 eine den Form-
vorschriften von Art. 634 ZGB und Art. 165 OR entsprechende Vereinbarung (act. 
II./54) getroffen hat, wonach ihr die Darlehensforderung gegenüber dem Ehemann 
abgetreten wurde und ihr diese wie auch ihre eigene Darlehensschuld als Erbvor-
bezug an ihre Erbansprüche angerechnet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt lag mit-
hin nichts anderes als ein Darlehen der Eltern D. zugunsten beider Eheleute vor, 
das heisst eine entsprechende Forderung der Eltern D. gegenüber den Ehegatten, 
welche nach dem Ableben der Eltern im Jahre 1992 (Vater) beziehungsweise 
2002 (Mutter) auf deren Nachlass übergegangen war. Zum Zeitpunkt der Auflö-
sung des Güterstandes, der für den Bestand der Gütermassen massgeblich ist 
(vgl. Art. 207 Abs. 1 ZGB), handelte es sich somit bei der Darlehenssumme von 
Fr. 100'000.00 nicht um Eigengut der Ehefrau, sondern um von den Ehegatten in 
die Liegenschaft investiertes Fremdkapital. Dieses ist in der auf den Verkaufserlös 
der ehelichen Liegenschaft beschränkten güterrechtlichen Auseinandersetzung 
folglich gleich zu behandeln wie das von der Bank gewährte Darlehen. Eine 
Mehrwertbeteiligung, wie sie seitens der Ehefrau geltend gemacht wird, fällt daher 
vorliegend ausser Betracht. Daran konnte die erst nach Auflösung des Güterstan-
des geschlossene Vereinbarung nichts mehr ändern. Insbesondere konnte damit 
nicht erreicht werden, dass die im für den Bestand der Gütermassen massgebli-
chen Zeitpunkt bestehende Darlehensschuld beider Ehegatten gegenüber dem 
Nachlass der Eltern D. nachträglich als Investition des Eigengutes der Ehefrau zu 
qualifizieren wäre. Die Wirkungen der genannten Vereinbarung beschränkten sich 
vielmehr darauf, dass die bis anhin dem Nachlass zustehende Darlehensforde-
rung – aufgrund des diesbezüglichen Verzichts der Eltern allerdings ohne die ur-
sprünglich vorgesehene Verzinsung – damit in rechtsgültiger Art und Weise auf 
die Ehefrau übertragen wurde, was bei der Verteilung des Erlöses aus dem Ver-
kauf der Liegenschaft entsprechend zu berücksichtigen sein wird. 

d) Gestützt auf das Ergebnis der vorstehenden Erwägungen zur güter-
rechtlichen Behandlung der in den vorehelichen Hauskauf im Jahre 1988 und den 
Erwerb und Bau der zweiten Liegenschaft im Jahre 1996 investierten Darlehens-

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gelder gilt es somit im Folgenden die Höhe der Anspruchsquoten der Parteien am 
Verkaufserlös des ehelichen Wohnhauses in M. zu ermitteln. 

Auszugehen ist dabei vom Kaufpreis der ersten Liegenschaft in Höhe von 
Fr. 593'500.00 (vgl. act. III./14). Davon hatten die Parteien nach Abzug der Bank-
hypothek von Fr. 450'000.00 (act. II./15) noch eine Summe von Fr. 143'500.00 
(einschliesslich der Anzahlung von Fr. 20'000.00) aufzubringen, wobei hierzu nach 
dem Gesagten Fr. 100'000.00 an Fremdkapital aus Darlehen der Eltern D. beige-
steuert worden sind und die restlichen Fr. 43'500.00 aus seinem Eigengut zugehö-
rigen Ersparnissen des Ehemannes stammen. Demgegenüber hat B.B. – wie 
oben dargelegt – keine Eigenmittel in den Kauf der ersten Liegenschaft investiert. 
Im Jahre 1995/96 wurde das Haus schliesslich zu einem Preis von Fr. 800’000.00 
weiterverkauft (vgl. act. III./16), wobei davon zur Berechnung des Nettoerlöses 
neben der Hypothek von Fr. 450'000.00  (act. II./15) auch das unverändert beste-
hen gebliebene Darlehen der Eltern D. in Höhe von Fr. 100'000.00 in Abzug zu 
bringen ist. Aus dem Verkauf der ersten Liegenschaft ergibt sich somit gemäss 
nachstehender Rechnungstabelle (vgl. S. 25) ein Erlös von Fr. 250'000.00, der 
vollumfänglich, das heisst auch im Umfang der eingetretenen Wertsteigerung von 
Fr. 206'500.00 (Fr. 800'000.00 ./. Fr. 593'500.00), als Eigengut des Ehemannes zu 
qualifizieren ist. 

Im Jahre 1996 folgten alsdann der Kauf beziehungsweise Bau des zweiten 
ehelichen Wohnhauses in M., wofür die Parteien ausgehend von den Anlagekos-
ten gemäss Baukostenabrechnung in Höhe von Fr. 1'699'000.00 (vgl. act. III./18) 
nach Abzug der Hypothek von Fr. 725'000.00 (act. II./50), dem BVG-Bezug von Fr. 
100'000.00 (act. 01./3; act. 16/3) und dem Fremdkapital aus Darlehen der Eltern 
D. von ebenfalls Fr. 100'000.00 noch Fr. 774'000.00 an Eigenmitteln aufzubringen 
hatten. Dazu wurde  – wie unter den Parteien unstrittig ist – einerseits der gesam-
te Erlös aus dem Verkauf des Reiheneinfamilienhauses (Fr. 250'000.00) wieder 
investiert. Überdies steuerte die Berufungsbeklagte einen Beitrag von Fr. 
40'000.00 aus dem von der Mutter erhaltenen und beim Erbgang im Jahre 2002 
als Erbvorbezug angerechneten Darlehen bei. Daneben wurden – was der Vertre-
ter des Berufungsklägers offensichtlich ausser Acht gelassen hat – für die Finan-
zierung des Restbetrags von Fr. 484'000.00 (Fr. 774'000 ./. Fr. 250'000.00 ./. Fr. 
40'000.00) Mittel der Errungenschaft verwendet, an welchen die Ehefrau zur Hälfte 
beteiligt ist. Zudem bleibt zu berücksichtigen, dass die Parteien die Hypothek von 
ursprünglich Fr. 725'000.00 bis zum 30. Juni 2005 ebenfalls aus Mitteln der Errun-
genschaft auf Fr. 689'000.00 amortisiert haben (vgl. act. III./19 S. 2/3). Unter Ein-
setzung der amortisierten Summe von Fr. 36'000.00, welche den Ehegatten wie-

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derum  je hälftig anzurechnen ist, erhöhen sich die in die Liegenschaft investierten 
Eigenmittel somit auf Fr. 810'000.00. Davon entfallen – wie aus nachstehender 
Tabelle hervorgeht – Fr. 510'000.00 beziehungsweise 63 % auf den Ehemann und 
Fr. 300'000.00 beziehungsweise 37 % auf die Ehefrau. Folglich ist auch der aus 
dem aktuellen Verkauf des Wohnhauses im Januar 2010 resultierende Nettoerlös 
unter Anwendung dieses Teilungsschlüssels auf die Parteien zu verteilen. 

Kauf 1988 Ehemann Ehefrau    

Kaufpreis 593’500
./. Hypothek 450’000
./. Darlehen Eltern D. 100’000
Eigenmittel    43’500

Verkauf 1995/96

Kaufpreis 800’000
./. Hypothek 450’000
./. Darlehen Eltern D. 100’000
Erlös 250’000 250’000 0

Kauf und Neubau 1995/96

Anlagekosten (gem. Baukostenabrechnung) 1'699’000
./. Hypothek 725’000

per 30.06.2005 auf 689'000 amortisiert aus 
Errungenschaft (act. III./19 S. 2/3)

(36'000) 18’000 18’000

./. BVG-Vorbezug 100’000

./. Darlehen Eltern D. 100’000
Eigenmittel total 774’000
davon Erlös aus Verkauf 1. Liegenschaft 250’000 250’000 0
davon Darlehen/Erbvorbezug Mutter D. 40’000 40’000
davon Errungenschaft (je ½) 484000 242’000 242’000

Total Eigenmittel inkl. Amortisation 810’000 510’000 300’000
In Prozenten 100 63 37

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Klarzustellen bleibt, dass unter dem gemäss vorstehendem Teilungsschüssel 
aufzuteilenden Nettoerlös derjenige Betrag zu verstehen ist, der nach Abzug sämt-
licher auf der Liegenschaft lastender Schulden und Veräusserungskosten übrig 
bleibt. Vom mit Kaufvertrag vom 26. Januar 2010 (act. 16./3) vereinbarten Kauf-
preis von Fr. 1'325'000.00 sind daher nebst der von den Käufern übernommenen 
Hypothekarschuld von Fr. 653'000.00 und dem an die Pensionskasse zurücker-
statteten BVG-Vorbezug (gemäss den Ausführungen des Rechtsvertreters des 
Ehemannes an der Berufungsverhandlung sollen zur Löschung der damit zusam-
menhängenden Veräusserungsbeschränkung Fr. 93'325.60 an die Pensionskasse 
gegangen sein) zum einen sämtliche mit dem Verkauf zusammenhängenden Kos-
ten (Mäkler, Notar, Grundbuch, Handänderungssteuern etc.) in Abzug zu bringen. 
Zum andern ist davon aber auch das von den Eltern D. gewährte Darlehen von Fr. 
100'000.00 abzuziehen, welches der Ehefrau zur Abgeltung des auf sie überge-
gangenen Anspruches vorweg zurückzuerstatten ist. Erst für den verbleibenden 
Erlös ist die Verteilung nach dem vorstehend ermittelten Teilungsschlüssel vorzu-
nehmen. 

4. Von Seiten des Berufungsklägers wird sodann die vorinstanzliche 
Berechnung des Vorschlagsanteils der Ehefrau angefochten. In diesem Zusam-
menhang verlangt der Ehemann für insgesamt sieben Positionen – nämlich für die  
C.-AG, das Wohn- und Geschäftshaus und die Parkplätze in M., diverse Fahrzeu-
ge sowie das Mobiliar und Inventar im ehelichen Wohnhaus, das 3. Säule-
Guthaben der Ehefrau und schliesslich für seine Kontokorrentschuld gegenüber 
der AG – eine andere Behandlung. Im Folgenden gilt es daher zunächst Bestand 
und Bewertung der vom Berufungskläger beanstandeten Errungenschaftspositio-
nen zu überprüfen, bevor unter Berücksichtung allfälliger Korrekturen der Vor-
schlagsanteil der Ehefrau zu ermitteln ist.  

a) A.B. ist Alleinaktionär der C.-AG, zu deren Bewertung die Vorinstanz 
auf Antrag der Ehefrau ein Gutachten (act. V.II./10) eingeholt hat. Dabei ist unter 
den Parteien strittig, welcher der insgesamt vier vom Experten [vgl. act. V.II./10 S. 
5 Ziff. 15) ermittelten Werte (Substanzwert, Ertragswert, Unternehmenswert nach 
Praktikermethode [Brutto- und Nettomethode], Unternehmenswert nach DCF-
Methode [Discounted Cash-Flow-Methode]) für die güterrechtliche Auseinander-
setzung massgebend ist. Die Vorinstanz hat auf den nach der Praktikermethode 
(Bruttomethode) ermittelten Unternehmenswert in Höhe von Fr. 478'146.00 abge-

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stellt (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. I./15] S. 21 f.). Dieser basiert auf dem arith-
metischen Mittel zwischen dem einfachen Substanzwert und dem doppelten Er-
tragswert. Demgegenüber hält der Berufungskläger an seiner bereits im vorin-
stanzlichen Plädoyer (vgl. act. IX./4 S. 3 f.) vertretenen Auffassung fest, wonach 
ausschliesslich der Substanzwert (Fr. 255'289.00), vermindert um latente Steuern 
von rund Fr. 50'000.00, zu berücksichtigen sei. Falls dennoch der Unternehmens-
wert gemäss Praktikermethode als massgebend erachtet werden sollte, seien we-
gen dem Klumpenrisiko zumindest Korrekturen beim Eigenkapitalkostensatz und 
beim Unternehmerlohn vorzunehmen, wozu eine Oberexpertise in Auftrag zu ge-
ben sei (vgl. Berufung [act. 01./1] S. 5 f.). 

Zur Beurteilung steht hier folglich die Frage nach der massgeblichen Be-
wertungsmethode, wobei vorweg festzuhalten bleibt, dass es sich bei der Frage, 
nach welchem Massstab beziehungsweise welchen Grundsätzen ein Gegenstand 
zu bewerten ist, um eine Rechtsfrage handelt, welche letztlich vom Gericht und 
nicht vom Experten zu beantworten ist (vgl. Hausheer/Aebi-Müller, Basler Kom-
mentar, Zivilgesetzbuch I, Basel 2006, N 6 zu Art. 211; BGE 121 III 152 Erw. 3 c). 
Insofern hat der Gutachter seine Aufgabe korrekt erfüllt, wenn er sich in der Exper-
tise auf eine Darstellung der verschiedenen, in der Betriebswirtschaftslehre entwi-
ckelten Methoden beschränkt und den Entscheid über den güterrechtlich massge-
benden Unternehmenswert dem Gericht überlassen hat. Für den konkreten Fall 
bleibt im Übrigen zu berücksichtigen, dass der von der Berufungsbeklagten als 
massgeblich erachtete Unternehmenswert gemäss DCF– Methode nicht mehr zur 
Diskussion steht, nachdem die Ehefrau gegen diesen Teil der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung keine Anschlussberufung erhoben hat.

aa) Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung sind abgesehen von 
landwirtschaftlichen Gewerben alle Vermögensgegenstände zu ihrem Verkehrs-
wert einzusetzen (Art. 211 und 212 ZGB). Ein Geschäftsbetrieb oder ein kaufmän-
nisches Gewerbe ist nach anerkannten Grundsätzen der Betriebswirtschaftslehre 
zu bewerten. Ausgangspunkt bildet dabei die Frage, ob das Unternehmen fortge-
führt werden kann oder zu liquidieren sein wird. Je nach Antwort ist der Fort-
führungswert oder der Liquidationswert zu ermitteln (vgl. Hausheer/Aebi-Müller, 
a.a.O., N 16 zu Art. 211 ZGB sowie Hausheer/Reusser/Geiser, Berner Kommen-
tar, Band II/1/3/1, Bern 1992, N 19 zu Art. 211 ZGB; BGE 136 III 209 Erw. 6.2.2 
mit Hinweis auf BGE 121 III 152 Erw. 3c S. 155; BGE 4C.363/2000 Erw. 3. b; BGE 
125 III 1 Erw. 5.b). Der Fortführungswert eines Unternehmens ist grundsätzlich 
nicht durch Bewertung der einzelnen Gegenstände im Unternehmen, sondern im-
mer nur im Rahmen einer Gesamtbewertung zu ermitteln. Es handelt sich dabei 

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um eine zukunftsbezogene Ertragsbewertung verbunden mit einer aktuellen Sub-
stanzbewertung (vgl. Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 16 zu Art. 211 ZGB sowie 
Hausheer/Reusser/Geiser, a.a.O., N 19 zu Art. 211 ZGB; BGE 136 III 209 Erw. 
6.2.2 S. 216; BGE 121 III 152 E. 3c S. 155; BGE 4C.363/2000 Erw. 2. c), wobei 
grundsätzlich auch der Goodwill zu veranschlagen ist, soweit er nicht in der Per-
son des Unternehmers begründet ist. Der Goodwill gehört also nur insoweit zur 
Unternehmung, als er nicht allein auf dem Unternehmer beruht. Dessen künftige 
Arbeitskraft sollte nicht in die güterrechtliche Auseinandersetzung einbezogen 
werden (vgl. Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 16 zu Art. 211 ZGB sowie Haus-
heer/Reusser/Geiser, a.a.O., N 19 zu Art. 211 ZGB).

Aufgrund der zitierten Literatur und Rechtsprechung erscheint die Kritik des 
Ehemannes gegenüber der Unternehmensbewertung mittels Praktikermethode 
(einfache Gewichtung des Substanzwertes, doppelte Gewichtung des Ertragswer-
tes) mithin insoweit berechtigt, als er sich gegen die Berücksichtigung der sich aus 
seiner Arbeitskraft ergebenden zukünftigen Gewinne wendet. Wohl ist der Vorin-
stanz nach dem oben Gesagten darin zuzustimmen, dass bei Weiterführung des 
Unternehmens grundsätzlich auf den Fortführungswert abzustellen ist. Beim vom 
Experten ermittelten Substanzwert handelt es sich aber ebenfalls um einen Fort-
führungswert (vgl. Gutachten [act. V.II./10] S. 6: Bewertung der Aktiven zum Wie-
derbeschaffungszeitwert), auch wenn dieser im vorliegenden Fall zugleich dem 
Liquidationswert entsprechen soll (vgl. Gutachten [act. V.II./10] S. 12). Allein mit 
dem Hinweis auf die Fortführung des Unternehmens lässt sich die Ablehnung des 
(reinen) Substanzwertes daher nicht begründen. Richtig ist sodann, dass die Prak-
tikermethode für die Unternehmensbewertung in der Schweiz weit verbreitet ist 
(vgl. dazu auch Ludvigsen, Wie bewertet man ein Unternehmen?, in AJP 2004 S. 
1289 sowie Miescher/Galli, Bewertung einer Anwaltskanzlei, in: Anwaltspraxis 
9/2009 S. 419). Dies heisst aber keineswegs, dass auch im Rahmen einer güter-
rechtlichen Auseinandersetzung unbesehen der Umstände des Einzelfalls auf den 
nach dieser Methode ermittelten Wert abgestellt werden darf. Gemäss der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung ist zwar eine Bestimmung des Fortführungswer-
tes eines Unternehmens anhand der zukünftig zu erwartenden Gewinne, das 
heisst also unter Einbezug oder sogar überwiegender Berücksichtigung des Er-
tragswerts, auch im Ehegüterrecht nicht ausgeschlossen. So hat das Bundesge-
richt festgehalten, dass der Verkehrswert mit Rücksicht auf sämtliche Umstände 
des konkreten Einzelfalls auch dem Ertragswert entsprechen und die im Gesetz 
angelegte strikte Unterscheidung von Ertragswert und Verkehrswert insoweit da-
hinfallen kann (vgl. BGE 136 III 209 Erw. 6.2.3. S. 216 mit Hinweis auf BGE 125 III 

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1 Erw. 5c S. 6 f.; BGE 4C.363/2000 Erw. 2. c und 3. b). Soweit ersichtlich ging es 
in den vom Bundesgericht beurteilten Fällen aber jeweils um einen unter dem 
Substanzwert liegenden Ertragswert (vgl. BGE 136 III 209 Erw. 6.2.3 und 6.2.4 S. 
216 f.; BGE 4C.363/2000 Erw. 2. c). Liegt der Ertragswert dagegen – wie im vor-
liegenden Fall – erheblich über dem Substanzwert (was namentlich bei kleineren 
Dienstleistungsunternehmen häufig zutreffen dürfte), darf er nur insoweit in die 
Bewertung einbezogen werden, als er nicht auf der Person des Unternehmers, 
namentlich nicht auf dessen persönlichen Arbeitseinsatz, beruht. Andernfalls wür-
de der – sinngemäss auch von der Vorinstanz bestätigte – Grundsatz verletzt, wo-
nach die künftige Arbeitskraft des Ehegatten in der güterrechtlichen Auseinander-
setzung ausgeklammert bleiben muss (vgl. Erw. 4.a.aa. S. 27 mit Hinweis auf 
Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., N 16 zu Art. 211 ZGB sowie Hausheer/Reusser/ 
Geiser, a.a.O., N 19 zu Art. 211 ZGB). Zum selben Ergebnis führt sodann auch die 
Überlegung, dass in der güterrechtlichen Auseinandersetzung, wie oben darge-
legt, nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes (Art. 211 ZGB) der Verkehrswert, 
das heisst der bei einem Verkauf auf dem freien Markt realisierbare Wert, einzu-
setzen ist. Realisierbar ist der im vorliegenden Fall mittels Praktikermethode ermit-
telte Unternehmenswert gemäss den expliziten Feststellungen des Gutachters 
(vgl. act. V.II./10 S. 20 f.) aber nur unter der Voraussetzung, dass der Ehemann im 
Falle einer Veräusserung an einen Dritten weiterhin im Betrieb mitarbeitet. Bei ei-
nem Verkauf der AG ohne weitere Mitarbeit des Berufungsklägers wäre dagegen 
als Folge der starken Kundenbindung nur der (dem Substanzwert entsprechende) 
Liquidationswert oder – im Falle eines Verzichts des Ehemannes auf eine konkur-
renzierende Tätigkeit – ein Mittelwert zwischen dem Liquidations- und dem Fort-
führungswert erzielbar. Den auf die eigene Mitarbeit zurückzuführenden (Mehr-
)wert der Unternehmung hat sich der Ehemann in der güterrechtlichen Auseinan-
dersetzung aber sicherlich nicht anrechnen zu lassen, weshalb in der vorliegenden 
Konstellation – wie vom Berufungskläger zu Recht geltend gemacht – auf den 
Substanzwert der C.-AG (Fr. 255'289.00) abzustellen ist. 

Damit erübrigt sich aber auch die Einholung einer Oberexpertise zu den 
einzelnen Positionen der Ertragsbewertung, welche der Berufungskläger nur für 
den Fall beantragt, dass bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung nicht der 
Substanzwert der Unternehmung berücksichtigt wird (vgl. Plädoyer RA Fryberg S. 
6 1. Absatz). Auf seine weiteren Ausführungen dazu (Korrekturen beim Unterneh-
merlohn und dem Eigenkapitalkostensatz zufolge Klumpenrisikos [vgl. Berufung 
Ziff. C./1. S. 5 f., Ziff. A./1. S. 10 unten ff.]) ist daher ebenfalls nicht weiter einzu-
gehen. Die vom Rechtsvertreter des Ehemannes erst anlässlich der Berufungs-

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verhandlung in diesem Zusammenhang eingelegte Unternehmensbewertung der 
Curia Treuhand AG erweist sich im Übrigen ohnehin als verspätet (Art. 138 Abs. 1 
ZGB in Verbindung mit Art. 5d Abs. 2 EGzZGB sowie PKG 2004 Nr. 1 Erw. 4.a. S. 
8 f.; BGE 131 III 189) und damit als unzulässig, womit sie aus dem Recht zu wei-
sen ist.

bb) Was schliesslich den mit der Berufung beantragten Abzug von Fr. 
50'000.00 für latente Steuern betrifft, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass der 
Gutachter die auf den stillen Reserven der Gesellschaft lastenden latenten Steu-
ern bei der Ermittlung des Substanzwerts bereits berücksichtigt hat (vgl. Gutach-
ten [act. V.II./10], S. 8, 9 und 11). Eine Berücksichtigung weiterer latenter Steuern 
käme daher nur insoweit in Frage, als solche auf dem im Eigentum des Beru-
fungsklägers stehenden Aktienpaket lasten und dadurch den Wert seiner Aktien 
vermindern würden. Solches dürfte vorliegend jedoch kaum der Fall sein. So ist – 
wie in der Stellungnahme der Ehefrau (act. 11 S. 7) richtig ausgeführt wird –  ein 
allfälliger Gewinn aus der Veräusserung der Aktien nach geltendem Recht steuer-
frei. Anders wäre dies nur, wenn die Aktiengesellschaft als Ganzes liquidiert wür-
de. Eine Liquidation der AG, bei welcher der Ehemann den Liquidationsüber-
schuss als Vermögensertrag zu versteuern hätte, steht jedoch bis auf weiteres 
nicht zur Diskussion. Vielmehr ist laut Angaben des Berufungsklägers vor Schran-
ken langfristig die Übernahme der Unternehmung durch seinen Sohn geplant (vgl. 
Verhandlungsprotokoll; formfreie richterliche Befragung). Ob und in welchem Um-
fang eine Besteuerung von Liquidationsüberschüssen anfallen wird, ist daher zum 
heutigen Zeitpunkt völlig ungewiss. Dass sich wegen der drohenden Besteuerung 
eines allfälligen Liquidationsüberschusses der in den Aktien verkörperte Sub-
stanzwert der Gesellschaft bei einer Veräusserung im heutigen Zeitpunkt nicht 
vollumfänglich realisieren liesse, ist sodann nicht ersichtlich. Dabei ist zu berück-
sichtigen, dass die Realisierungswahrscheinlichkeit latenter Lasten von den Par-
teien substantiiert darzulegen ist. Ob und gegebenenfalls wann sich die behaupte-
te Last verwirklichen könnte, ist für deren Bewertung bestimmend. Jene Partei, 
welche sich auf Belastungen eines Vermögensgegenstandes beruft, die sich erst 
künftig realisieren könnten, trifft somit die diesbezügliche Behauptungslast (vgl. 
BGE 135 II 513, Erw. 9.4.1; BGE 5A_673/2007 vom 24. April 2008. Erw. 3.6.1, je 
mit Hinweis auf BGE 5C.201/2005 vom 2. März 2006 Erw. 3; BGE 125 III 50 Erw. 
2.a. bb mit Hinweisen auf die Literatur). Vorliegend fehlen aber jedenfalls substan-
tiierte und nachvollziehbare Angaben des Berufungsklägers darüber, inwiefern 
sich eine solche Besteuerung auf den heute erzielbaren Verkaufspreis für die Ak-
tien auswirken würde, wobei dieses Versäumnis mit einem blossen Antrag auf 

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Einholung einer Expertise zur Frage der latenten Steuern, wie er erstmals mit der 
Berufung gestellt wurde, nicht behoben werden kann. Ein zusätzlicher Abzug für 
latente Steuern fällt daher ausser Betracht, zumal die behaupteten latenten Lasten 
nicht ausgewiesen sind beziehungsweise deren künftige Realisierung seitens des 
Berufungsklägers nicht substantiiert dargelegt worden ist.

b) Für die Bewertung der seit 2002 im Eigentum des Ehemannes ste-
henden Stockwerkeinheiten (12 Wohnungen und ein Büro samt zugehörigen Kel-
lern) im Wohn- und Geschäftshaus Parzelle Nr. 865 in M. hat die Vorinstanz eben-
falls ein Gutachten (act. VIII./1) eingeholt und in der Folge auf den darin ermittel-
ten Verkehrswert von Fr. 2’300'000.00, abzüglich der von der Ehefrau im Umfang 
von Fr. 50'000.00 anerkannten latenten Steuern, abgestellt (vgl. vorinstanzliches 
Urteil [act. I./15], S. 22). Demgegenüber hält der Ehemann  mit seiner Berufung 
offenbar an der bereits vor Vorinstanz vertretenen Auffassung fest, wonach bei 
einem Verkauf auf dem freien Markt höchstens der im Gutachten ermittelte Er-
tragswert von  Fr. 2'130'000.00 erzielbar sei und dabei Steuern und weitere Kos-
ten in Höhe von rund Fr. 130'000.00 anfallen würden (vgl. Plädoyer RA Fryberg S. 
13 f. sowie act. IX./4 S. 6  und schon act. I./4 S. 6).

aa) Gemäss Art. 211 ZGB sind die Vermögenswerte bei der güterrechtli-
chen Auseinandersetzung zu ihrem Verkehrswert einzusetzen, wobei letzterer je 
nach Vermögensgegenstand anders zu ermitteln sein kann. So kann der Ver-
kehrswert eines überbauten Grundstücks in einer je nach den Verhältnissen zu 
gewichtenden Kombination von Real- und Ertragswert ermittelt werden. Die Be-
stimmung des Verkehrswertes anhand des gewichteten Mittels aus Real- und Er-
tragswert ist als Methode anerkannt und verbreitet, wobei die Gewichtung von Re-
al- und Ertragswert von der Art und den Besonderheiten des Bewertungsobjekts 
im konkreten Einzelfall abhängt (vgl. BGE 125 III 1 Erw. 5; BGE 5A_591/2009 vom 
22. Oktober 2009, Erw. 2.3/2.4 mit Hinweisen). 

Entsprechend hat der Gutachter vorliegend zur Bestimmung des Verkehrs-
wertes mit Rücksicht auf die Eigenart und die konkreten Merkmale der Liegen-
schaft (vgl. dazu Gutachten [act. VIII./1] S. 6 f.) eine überwiegend auf dem Er-
tragswert beruhende Berechnung auf der Basis Mietwohnungen (vgl. Gutachten 
[act. VIII./1], S. 20-25) und eine auf den anhand des Realwerts geschätzten Ver-
kaufspreisen der einzelnen Wohnungen beruhende Berechnung auf der Basis Ei-
gentumswohnungen (vgl. Gutachten [act. VIII./1], S. 26-33) vorgenommen und 
schliesslich den zwischen den beiden Werten (Fr. 2'280'000.00 respektive Fr. 
2'330'000.00) liegenden Betrag von Fr. 2'300'000.00 als gerechtfertigt erachtet. 

Seite  31 — 51

Der von ihm ermittelte Verkehrswert beruht demnach auf einer nach den konkre-
ten Verhältnissen differenzierten Kombination von Real- und Ertragswert (mit einer 
etwas stärkeren Gewichtung des letzteren) und damit auf einer bundesrechtskon-
formen Vorgehensweise (vgl. die oben zitierten BGE 125 III 1 Erw. 5 und BGE 
5A_591/2009 vom 22. Oktober 2009, Erw. 2.3/2.4 mit Hinweisen), welche vom 
Gutachter im Übrigen auch im Hinblick auf die konkrete Gewichtung von Real- und 
Ertragswert nachvollziehbar und schlüssig begründet wurde. Wenn der Gutachter 
sodann in Kenntnis des im Jahre 2002 bezahlten Kaufpreises von Fr. 1'900'000.00 
zu einem aktuellen Verkehrswert des Wohn- und Geschäftshauses von Fr. 
2'300'000.00 gelangte, lässt sich dies mit einem blossen Hinweis auf den angebli-
chen Trend zum Wohnen in der Stadt nicht in Frage stellen. Dass bei einem Ver-
kauf des Wohn- und Geschäftshauses, wie vom Berufungskläger behauptet, nur 
der Ertragswert erzielbar sei, erscheint nicht nachvollziehbar. Entgegen der Auf-
fassung des Berufungsklägers hat die Vorinstanz daher zu Recht auf den im Gut-
achten ermittelten Verkehrswert abgestellt. 

          bb)  Ebenfalls zu Recht hat sie die Berücksichtigung weiterer la-
tenter Steuern und Gebühren abgelehnt. Wohl gilt es an dem vom Bundesgericht 
mehrmals bestätigten Grundsatz festzuhalten, wonach Belastungen eines Vermö-
gensgegenstandes, die sich erst künftig realisieren könnten, bei dessen Bewer-
tung als wertvermindernde Faktoren stets zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 135 
III 513 Erw. 9.4.1 S. 532; 125 III 50 Erw. 2.a. S. 53 ff. mit Hinweisen auf die Litera-
tur; BGE 5A_673/2007 vom 24. April 2008. Erw. 3.6.1). Allerdings bleibt ebenso zu 
beachten, dass das Gericht für die tatsächlichen Grundlagen, welche die wert-
mässige Bestimmung der latenten Lasten sowie nachvollziehbare Annahmen in 
unklaren Verhältnissen ermöglichen, substantiierte Behauptungen der Parteien 
verlangen kann. Dabei ist, wie bereits ausgeführt wurde, auch die Realisierungs-
wahrscheinlichkeit dieser Lasten näher darzulegen (vgl. BGE 135 III 513 Erw. 
9.4.1 S. 532; BGE 5A_673/2007 vom 24. April 2008. Erw. 3.6.1). Da der Beru-
fungskläger eine latente Steuer von Fr. 130'000.00 behauptet, wäre es somit an 
ihm gewesen, die erforderlichen Fakten für den Anfall dieser Steuer darzulegen. 
Zwar hat  der Ehemann mit act. III./56 eine Berechnung seines Treuhänders über 
die möglichen (hohen) Steuerfolgen eines Verkaufs des Wohn- und Geschäfts-
hauses eingelegt. Zum Behauptungsfundament des Ehemannes gehören aber 
nach dem Gesagten auch nähere Angaben zur Realisierungswahrscheinlichkeit 
latenter Lasten, zumal für deren Bewertung bestimmend ist, ob und gegebenen-
falls wann sich diese verwirklichen könnten (vgl. BGE 125 III 50 Erw. 2.a. bb S. 
54). Betreffend die Wahrscheinlichkeit und den zu erwartenden Zeitpunkt eines 

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Verkaufs der Liegenschaft und damit zur Frage, ob und wann es zum Anfall von 
Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern kommen wird, fehlen jedoch sub-
stantiierte Behauptungen des Berufungsklägers gänzlich. Vielmehr räumte er sel-
ber ein, dass der Verkauf der Mietwohnungen in M. eher schwierig sein dürfte (vgl. 
Plädoyer RA Fryberg S. 14). Soweit A.B. mit Bezug auf die latenten Steuern erst 
anlässlich der Berufungsverhandlung (Replik) ausführen liess, der Verkauf der 
Wohnungen werde in nächster Zeit nötig sein, um die Ausgleichszahlung gegenü-
ber der Ehefrau leisten zu können, erweist sich diese Behauptung im Übrigen als 
neu und damit als verspätet (Art. 138 ZGB in Verbindung mit Art. 5d Abs. 2 EGz-
ZGB). Wurde aber seitens des Berufungsklägers folglich nicht substantiiert darge-
legt, dass in absehbarer Zeit mit dem Verkauf der Liegenschaft zu rechnen ist, 
können auch die auf den heutigen Zeitpunkt berechneten Steuerfolgen nicht voll-
umfänglich berücksichtigt werden. Eine über die von der Gegenpartei anerkannten 
künftigen Lasten in Höhe von Fr. 50'000.00 hinausgehende Anrechnung latenter 
Steuern ist somit mangels substantiierter Behauptung des Berufungsklägers abzu-
lehnen. 

c) Die in M. unmittelbar neben dem Wohn- und Geschäftshaus gelege-
nen im Eigentum des Berufungsklägers stehenden Aussenparkplätze auf Parzelle 
Nr. 1377 wurden von der Vorinstanz gestützt auf den in der Steuererklärung des 
Berufungsklägers mit Fr. 20'000.00 deklarierten Wert (vgl. act. III./34) und ihr ei-
genes Wissen mit Fr. 36'000.00 bewertet (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. I./15] S. 
8 und 23). Der Berufungskläger ist damit nicht einverstanden. Zwar bestreitet er im 
vorliegenden Berufungsverfahren – anders als noch vor Vorinstanz (vgl. act. IX./4 
S. 7) – nicht mehr jeden Mehrwert der Parkplätze. Allerdings kritisiert er den von 
der Vorinstanz festgelegten Betrag von Fr. 36'000.00 als übersetzt (vgl. Berufung 
[act. 01./1], S. 7). 

Aus den Akten ergibt sich, dass der Ehemann die fragliche Parzelle samt 
der darauf lastenden Personaldienstbarkeit für vier Parkplätze ebenfalls im Jahre 
2002 käuflich erworben hat, und zwar im Rahmen einer Pfandverwertung gemäss 
Art. 256 Abs. 3 SchKG (Freihandverkauf) zu einem Preis von Fr. 15'000.00 (vgl. 
act. III./55). Es handelt sich dabei um eine Parzelle, welche immerhin 160 m2 um-
fasst. Diese ist allerdings, wie zu berücksichtigen bleibt, mit einem Nutzungstrans-
port für die gesamte Fläche, einer öffentlich-rechtlichen Nutzungsbeschränkung 
(sechs Parkplätze zur ausschliesslichen Nutzung für die Parzelle Nr. 865) und di-
versen Dienstbarkeiten, wie unter anderem mit einem Benützungsrecht für zwei 
der sechs Parkplätze zugunsten einer nicht im Eigentum des Berufungsklägers 
stehenden Stockwerkeinheit, belastet (vgl. Kaufvertrag [act. III./55]). Das zur Dis-

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kussion stehende Grundstück stellt mithin kein Bauland dar. Vielmehr ist die Par-
zelle nur als Parkfläche für die Bewohner des Mehrfamilienhauses nutzbar, wobei 
es sich nicht um Garagenplätze, sondern bloss um Aussenparkplätze handelt und 
die vier dem Ehemann zustehenden Parkflächen nur beschränkt veräusserlich 
sind. Angesichts dessen erscheint demnach der von der Vorinstanz geschätzte 
Preis von Fr. 9'000.00 pro Parkplatz zu hoch. Dies um so mehr, als dies bei einer 
durchschnittlichen Parkplatzgrösse von 15 m2 immerhin einem Quadratmeter-
Preis von Fr. 600.00 und somit annähernd jenem Preis entspricht, welcher in der 
Gemeinde M. durchschnittlich für den Quadratmeter Bauland zu bezahlen ist. Die 
vorinstanzliche Bewertung der vier Parkplätze in M. ist daher entsprechend zu re-
duzieren. Dabei erscheint dem Kantonsgericht angesichts der Verknüpfung der 
Parkplatzparzelle mit der Wohnliegenschaft, der damit zusammenhängenden ein-
geschränkten Nutz- und Veräusserbarkeit sowie nicht zuletzt auch im Vergleich zu 
den durchschnittlichen Baulandpreisen in M. von Fr. 600.00 - Fr. 700.00 pro m2 
der vom Berufungskläger selbst in der Steuererklärung angegebenen Wert von Fr. 
20'000.00 als angemessen. Ist aber somit, was die Bewertung der Parkplätze in 
M. anbelangt, dem Berufungskläger zu folgen, so erweist sich auch die mit der 
Berufung beantragte Expertise als überflüssig.

d) Was sodann die güterrechtliche Zuordnung der beiden von ihm 
selbst  mit Fr. 6'000.00 bewerteten (vgl. act. I./13 S. 4) Fahrzeuge des Ehemannes 
betrifft, kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 
(vgl. vorinstanzliches Urteil [act. I./15] S. 24) Bezug genommen werden (vgl. Art. 
229 Abs. 3 ZPO). Weitere Erwägungen dazu erübrigen sich somit. Der Vollstän-
digkeit halber sei lediglich angefügt, dass mit seinen Ausführungen im Plädoyer 
auch der Rechtsvertreter des Berufungsklägers die Berücksichtigung der beiden 
Fahrzeuge als Errungenschaft anerkennt und nicht mehr – wie noch im vorinstanz-
lichen Verfahren (vgl. act. I./13) –  geltend macht, dass es sich dabei um eine Er-
satzanschaffung für Eigengut handelt. 

e) Hinsichtlich des streitigen Mobiliars und Inventars im ehelichen 
Wohnhaus haben sich die Parteien anlässlich der Berufungsverhandlung  auf die 
Einsetzung unter den Aktiven der Ehefrau zum Wert von Fr. 40'000.00 geeinigt 
(vgl. Verhandlungsprotokoll). Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Parteien 
ist somit ebenfalls nicht weiter einzugehen. Überdies wird damit auch der mit der 
Berufung (vgl. act. 01./1 S. 6) erneuerte Antrag des Ehemannes auf Durchführung 
einer diesbezüglichen Expertise hinfällig. 

Seite  34 — 51

f) Bereits vor Vorinstanz hatte der Ehemann gestützt auf die Veranla-
gungsverfügungen 2003 und 2004 (act. III./58 und III./59) geltend gemacht, dass 
auch die Ehefrau über ein Sparguthaben der Säule 3a verfüge (act. I./13 S. 5 und 
act. IX./4 S. 8). Demgegenüber liess dies die Berufungsbeklagte noch vor Schran-
ken des Bezirksgerichts Imboden unter Hinweis auf zwei vom Ehemann gehaltene 
3a-Konten (vgl. act. II./40) ausdrücklich bestreiten (vgl. act.IX./3 S. 13), was die 
Vorinstanz wohl zur Feststellung gelangen liess, dass B.B. abgesehen von den 
zwei ordentlichen Konten bei der GKB mit einem Guthaben von Fr. 2'552.00 über 
keine Vermögenswerte verfügte (vgl. vorinstanzliches Urteil [act. I./15] S. 26). Dem 
stehen nun aber die im Berufungsverfahren auf Antrag des Berufungsklägers 
edierten Kontoauszüge (act. 11./3) gegenüber, welche klar belegen, dass die Be-
rufungsbeklagte per Stichtag der Gütertrennung über zwei 3a-Konten bei der GKB 
mit einem Guthaben von je Fr. 6'090.70 verfügt hat. Entsprechend hat denn auch 
B.B. selbst anlässlich der Berufungsverhandlung schliesslich ausdrücklich aner-
kannt, dass sie am 10. August 2005 über zwei Sparen 3 Konten verfügte, welche 
ein Guthaben von insgesamt Fr. 12'181.70 aufweisen und als Errungenschaft zu 
berücksichtigen seien (vgl. Plädoyer RA Caviezel S. 12 lit. f). Das ausgewiesene 
und anerkannte Vorsorgeguthaben von Fr. 12'181.70 ist daher in Abweichung vom 
vorinstanzlichen Urteil bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung als Errungen-
schaft der Berufungsbeklagten einzusetzen.

g) Ebenfalls bereits vor Vorinstanz hat A.B. den Bestand einer Konto-
korrentschuld gegenüber der C.-AG, und zwar im Betrage von Fr. 36'144.60 per 
10. August 2005, geltend gemacht (vgl. act. I./3 S. 9 und act. IX./4 S. 9) und ver-
langt, dass dieser Betrag seiner Errungenschaft zu belasten sei. Zum Beleg reich-
te er ein Kontoblatt (act. III./26) mit dem Kontostand per 10. August 2005 ein. Sei-
tens der Ehefrau wurde der Beweiswert dieses Kontoblattes bestritten und der 
Bestand der Schuld verneint, wobei sie sich auf die Steuererklärungen 2004 und 
2006 abstützte (vgl. act. IX./3 S. 15 f.). Nachdem die Vorinstanz – ohne Begrün-
dung – keine Kontokorrentschuld per 10. August 2005 berücksichtigt hat (vgl. vor-
instanzliches Urteil [act. I./15] S. 25 f.), macht A.B. nun mit der Berufung gestützt 
auf das vollständige Kontoblatt (act. 01./6) erneut eine Kontokorrentschuld per 10. 
August 2005 geltend. Diese soll gemäss Berufungserklärung und Güterrechtszu-
sammenstellung in Abweichung zur Behauptung vor Vorinstanz Fr. 37'144.40 (vgl. 
act. 01./1 Ziff. II./A./3. S. 5) betragen haben, währenddem der Rechtsvertreter des 
Ehemannes in seinem Plädoyer anlässlich der Berufungsverhandlung wiederum 
Fr. 1000.00 weniger, das heisst also wie bereits vor Vorinstanz eine Schuldsumme 
von Fr. 36'144.00 geltend macht (vgl. Plädoyer RA Fryberg S. 7 und 15 f.)

Seite  35 — 51

aa) Im Hinblick auf den von der Gegenpartei auch im vorliegenden Ver-
fahren angezweifelten Beweiswert der eingelegten Kontoauszüge bleibt vorweg 
festzuhalten, dass es sich dabei nicht etwa um eine vollständige Jahresrechnung 
handelt. Vielmehr wurden einzelne Kontoblätter aus der Unternehmensbuchhal-
tung ins Recht gelegt, wobei es nachvollziehbar und üblich erscheint, dass solche 
nicht einzeln gegengezeichnet werden. Allein auf Grund der Tatsache, dass sie 
nicht unterzeichnet sind, ist daher diesen Einlagen der Beweiswert nicht abzu-
sprechen. Vielmehr bleibt festzuhalten, dass es sich bei den von der Gegenpartei 
beanstandeten Urkunden (act. 01./6 wie auch act. III./26) um Kontobelege aus der 
Betriebsbuchhaltung handelt, welchen entsprechender Beweiswert für den Be-
stand der behaupteten Kontokorrentschuld zukommt. 

Dabei bleibt zwar zu berücksichtigen, dass  die im Recht liegenden Konto-
blätter der B. Treuhand Immobilien AG den einzigen Beweis für den Bestand einer 
Kontokorrentschuld des Berufungsklägers gegenüber der AG bilden, zumal diese, 
wie von der Gegenpartei zutreffend behauptet, in den Steuererklärungen der Jah-
re 2004 (act. III./31 Formular 4) und 2006 (act. III./34 Formular 4) nicht aufgeführt 
ist. Daraus vermag die Berufungsbeklagte indes nichts zu ihren Gunsten abzulei-
ten. Zum einen wies nämlich das Kontokorrentkonto von A.B. für den für die Steu-
ererklärung massgeblichen Zeitpunkt per Ende 2004 keine Schuld aus. Vielmehr 
resultierte ein Positivsaldo von Fr. 32'317.65 (vgl. act. 01./6), welcher somit in der 
Steuererklärung auch so deklariert wurde (act. III./31 Formular 2). Es liegt auf der 
Hand, dass sich der Saldo eines Kontokorrentkontos aufgrund der dafür typischen 
regen Kontobewegungen laufend verändert. Dies wird auch anhand des eingeleg-
ten Kontoauszuges deutlich, welcher per Stichtag der Güterauflösung eine Schuld 
von Fr. 37'144.40 aufweist, währendem er für den Stichtag der Steuererklärung 
Ende 2004 und (im Übrigen auch per Ende 2005) einen Plussaldo belegt, womit 
es ohne weiteres einleuchtet, weshalb die behauptete Schuld in den Steuerer-
klärungen nicht aufscheint. 

Entgegen dem weiteren Einwand der Berufungsbeklagten handelt es sich 
bei der geltend gemachten Kontokorrentschuld sodann nicht um eine Schuld von 
A.B. gegen sich selber, welche schon aus diesem Grunde nicht zu berücksichtigen 
wäre. Zwar ist es richtig, dass der Berufungskläger sämtliche Aktien der C.-AG 
hält und somit deren Alleineigentümer ist. Dieser Umstand vermag jedoch nichts 
daran zu ändern, dass es sich bei der B. Treuhand Immobilien AG um eine eigene 
Rechtspersönlichkeit handelt, welche Gläubigerin der vom Ehemann geltend ge-
machten Kontokorrentschuld ist, so dass unter diesem Blickwinkel einer Berück-
sichtigung der dargelegten Kontokorrentschuld nichts entgegensteht. 

Seite  36 — 51

bb) Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass ein Gewerbe oder ein kaufmän-
nisches Unternehmen – nach welcher Methode auch immer – als rechtlich finanzi-
elle Einheit bewertet und nur mit seinem Wert als Saldo im Zeitpunkt der güter-
rechtlichen Auseinandersetzung erfasst wird. In die Bewertung werden folglich 
auch Aktiven und Passiven einbezogen, die erst nach der Auflösung des Güter-
standes  entstehen. Die Bewertung der zur Errungenschaft gehörenden Firma ist 
mithin von der Bewertung anderer Vermögensgegenstände der Errungenschaft zu 
unterscheiden. Während bei der Unternehmung der Stand der Aktiven und Passi-
ven im Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung  massgebend ist, gilt 
für gewöhnliche Forderungen und Schulden die Regel, dass sich die Errungen-
schaft nach Auflösung des Güterstandes in ihrem Bestand grundsätzlich nicht 
mehr verändert. Daraus folgt laut Bundesgericht, dass die unterschiedlichen Stich-
tage zu unterschiedlich hohen Schuldständen bei der Bewertung des Unterneh-
mens einerseits und der Schulden des Inhabers andererseits führen können (vgl. 
dazu BGE 136 III 209 Erw. 6.3.1 und 6.3.2 mit Hinweisen). Mit Blick darauf stellt 
sich somit ganz grundsätzlich die Frage, ob eine Kontokorrentschuld gegenüber 
der im Alleineigentum des Ehemannes stehenden AG per Stichtag der Gütertren-
nung berücksichtigt werden kann, wenn die AG selber auf einen späteren Zeit-
punkt bewertet wird. Dies im konkreten Fall im Übrigen um so mehr, als die per 
Stichtag der Güterauflösung ausgewiesene Schuld bereits innert Monatsfrist wie-
der getilgt wurde und das Kontokorrentkonto im späteren Zeitpunkt der Unterneh-
mensbewertung gemäss Expertise (vgl. act. V.II./10 S. 10 Ziff. 234) nicht mehr 
eine Schuld, sondern ein Guthaben von Fr. 918.00 aufwies. 

Das Bundesgericht hat sich in BGE 136 III 209 (vgl. Erw. 6.3/6.4) mit einer 
ähnlichen Frage befasst, wo allerdings die umgekehrte Konstellation, nämlich die 
Geltendmachung einer für den Bewertungszeitpunkt ausgewiesenen Schuld, zu 
beurteilen war. Dabei hat es klar festgehalten, dass in der güterrechtlichen Aus-
einandersetzung als Errungenschaftsschuld (von hier nicht interessierenden Aus-
nahmetatbeständen abgesehen) maximal der Stand bei Auflösung des Güterstan-
des eingesetzt werden darf und eine Errungenschaftsschuld des Inhabers ge-
genüber der Unternehmung insoweit zu berücksichtigen ist, als die Schuld nicht 
bereits in die Bewertung eingeflossen ist. Vorliegend ist die geltend gemachte 
Kontokorrentschuld des Berufungsklägers gegenüber der AG gemäss neu einge-
legtem Kontoblatt (act. 01./6) ausgewiesen. Bei der gutachterlichen Bewertung der 
C.-AG wurde sie allerdings nicht berücksichtigt. Vielmehr figuriert das zur Diskus-
sion stehende Kontokorrentkonto von A.B. darin per 31. Dezember 2007 mit ei-
nem Guthaben in Höhe von Fr. 918.00 (vgl. act. V.II./10 S. 10 Ziff. 234). Die 

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Schuld des Berufungsklägers gegenüber der AG ist somit bei der Bewertung des 
Substanzwertes der Unternehmung nicht einbezogen worden. Es spricht daher mit 
Blick auf die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. BGE 136 III 209 
Erw. 6.3.1. und 6.3.2) nichts dagegen, diese in Abweichung zum vorinstanzlichen 
Urteil in der güterrechtlichen Auseinandersetzung zum Stand per Stichtag der 
Güterstandsauflösung (10. August 2005) zu berücksichtigen. Dabei ist auf den 
anlässlich der Berufungsverhandlung reduzierten Betrag von Fr. 36’144.40 abzu-
stellen. 

h) Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen zu den streitigen Posi-
tionen resultiert unter Einbezug der unbestritten gebliebenen Punkte  – auf die erst 
anlässlich der Berufungsverhandlung in Abweichung zu der mit der Berufungser-
klärung eingereichten Aufstellung geltend gemachten höheren Beträge für die Hy-
pothek S. und die Steuerschulden ist nicht mehr einzutreten – somit gemäss nach-
folgender Berechnungstabelle (vgl. S. 39) eine Ausgleichsforderung von B.B. ge-
genüber A.B. in Höhe von Fr. 351'768.60.  Diese wird praxisgemäss mit Rechts-
kraft des Berufungsurteils fällig, zumal die vom Ehemann mit der Berufung bean-
tragte Gewährung eines Zahlungsaufschubs mit dem bereits erfolgten Verkauf der 
ehelichen Liegenschaft hinfällig geworden ist. Wie der Ehemann die güterrechtli-
che Ausgleichsforderung der Ehefrau erfüllt, bleibt schliesslich den Parteien über-
lassen. Einer ausdrücklichen Ermächtigung zur Verrechnung mit dem Erlös aus 
dem Hausverkauf bedarf es hiefür nicht.

Ehemann Ehefrau
Aktiven

C.-AG 255'289.00
Wohn- und Geschäftshaus M. 2'250'000.00
Parkplätze M. 20'000.00
Wohnung Chur (Verkaufserlös) 440'325.00
Anteilscheine Soreina und Familia 52'000.00
Anteilsscheine billigeres Wohnen 1'000.00
Beteiligung CablenetCom GmbH 5'000.00
Fahrzeuge 6'000.00

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Mobiliar und Inventar 40'000.00
Bankguthaben 13'814.00 2'552.00
Sparen 3a 12'181.40
Lebensversicherung 36'714.00
Total 3'080'142.00 54'733.40

Passiven

Hypothek Wohn – und Geschäftshaus 1'930’000.00
Hypothek Wohnung Chur 344'400.00
Steuerschulden 11'372.00
Kontokorrentschuld AG 36'144.40
Total 2'321'871.40 0

Errungenschaft netto 758’270.60 54'733.40
Differenz 703'537.20

Ausgleichsforderung Ehefrau (1/2) 351'768.60

i) Anzumerken bleibt, dass die von A.B. im vorinstanzlichen Verfahren 
erbrachten Gerichts- und Anwaltskostenvorschüsse im obgenannten Betrag noch 
nicht berücksichtigt sind. Dies betrifft zum einen den gestützt auf die Verfügung 
vom 21. Januar 2008 (Proz.Nr. 130-2007-174) geleisteten Anwaltskostenvor-
schuss von Fr. 6'000.00, welchen sich die Ehefrau an ihre güterrechtliche Aus-
gleichsforderung anrechnen lassen muss. Diese reduziert sich folglich auf Fr. 
345'768.60. Zum andern hat der Ehemann Gerichtskostenvorschüsse von insge-
samt Fr. 21'100.00 mithaftend für die Ehefrau bezahlt. Soweit diese Gerichtskos-
tenvorschüsse von der Vorinstanz für den von der Ehefrau zu tragenden Anteil an 
den Gerichtskosten (vgl. dazu nachfolgend Erw. 8 S. 49 f.) beansprucht werden, 
steht dem Ehemann daher ebenfalls eine Gegenforderung zu, welche er mit der 
güterrechtlichen Ausgleichsforderung wird verrechnen können. Was die im Beru-
fungsverfahren bezahlten Gerichts- und Anwaltskostenvorschüsse anbelangt, 

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bleibt festzuhalten, dass diese gemäss der im Verfahren ERZ 2010 36 abge-
schlossenen Vereinbarung zulasten des Sperrkontos, auf welchem der Verkaufs-
erlös der ehelichen Liegenschaft deponiert wurde, erbracht wurden. Diese Vor-
schüsse, nämlich die beiden Parteivertretern ausgerichteten Anwaltskostenvor-
schüsse von je Fr. 7'500.00 (zuzüglich 7,6% MWSt) sowie der dem Kantonsgericht 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 12'000.00, werden sich die Ehegatten in 
demjenigen Umfang, wie die Vorschüsse je zu ihren Gunsten verwendet werden, 
bei der Verteilung des Verkaufserlöses anrechnen lassen müssen.

5. Strittig ist im vorliegenden Berufungsverfahren sodann der nachehe-
liche Unterhalt (Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils). Während das 
Bezirksgericht Imboden B.B. einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 2'000.00 pro 
Monat zugesprochen hat, will der Berufungskläger die Verpflichtung zur Leistung 
von nachehelichem Unterhalt vollständig aufheben lassen. Demgegenüber fordert 
die Ehefrau mit der Anschlussberufung monatliche Unterhaltszahlungen von Fr. 
4'000.00.

 Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, ist die Ehe der Parteien 
sowohl aufgrund der Dauer von deutlich über zehn Jahren als auch der Tatsache, 
dass daraus Kinder hervorgegangen sind, ohne weiteres als le