# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 245efe2f-d657-5138-959a-a8d65d4b14fd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2014 200 2014 590
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-590_2014-11-03.pdf

## Full Text

200 14 590 IV
KOJ/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 3. November 2014

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Mai 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 1. September 2011 unter Hinweis auf ein persistierendes 
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine Segmentdegeneration L5/S1 
mit Diskopathie sowie eine chronische Lumbago bei der 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen der 
Invalidenversicherung [AB] 2). Nach Abklärungen in medizinischer und 
erwerblicher Hinsicht (insbesondere ein vom Krankentaggeldversicherer 
eingeholtes Gutachten von Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin und Rheumatologie FMH, vom 12. August 2011; AB 15 S. 3 
bis 13) sowie Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 26) wies die 
IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) mit Verfügung vom 27. 
August 2012 (AB 27) das Leistungsbegehren des Versicherten ab. Sie 
erwog hauptsächlich, aus somatisch-rheumatologischer Sicht liege gemäss 
Gutachten von Dr. med. C.________ vom 12. August 2011 (AB 15 S. 3 bis 
13) derzeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 
Tätigkeit mehr vor. Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Am 13. Februar 2014 gelangte der Versicherte erneut an die Invalidenver-
sicherung und ersuchte um Leistungen (AB 28). Mit Vorbescheid vom 
18. März 2014 (AB 37) stellte die IVB ein Nichteintreten auf das Leistungs-
begehren in Aussicht, weil der Versicherte keine Veränderung der Verhält-
nisse seit Erlass der letzten Verfügung glaubhaft gemacht habe; es liege 
lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhaltes vor. Daran hielt 
sie nach Einreichung diverser ärztlicher Unterlagen durch den Versicherten 
(AB 38) fest und trat - nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. April 2014 (AB 40) - mit Verfügung vom 
13. Mai 2014 (AB 41) auf das Leistungsbegehren nicht ein. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 3

C.

Am 17. Juni 2014 liess die IVB dem Gericht zuständigkeitshalber ein 
Schreiben des Versicherten vom 13. Juni 2014 zur Behandlung als Be-
schwerde zugehen. Darin beantragt der Beschwerdeführer eine Neubeur-
teilung der Sache durch die Beschwerdegegnerin und damit sinngemäss 
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 

Am 23. Juni 2014 reichte die Beschwerdegegnerin aufforderungsgemäss 
das Original der Beschwerde ein. Am 2. Juli 2014 ging dem Gericht ein 
vom Beschwerdeführer unterzeichnetes Doppel der Beschwerde zu. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juli 2014 stellte der Instruktionsrich-
ter unter anderem fest, dass der mit prozessleitender Verfügung vom 
19. Juni 2014 verlangte Gerichtskostenvorschuss beim Gericht bisher nicht 
eingegangen sei. Er setzte dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist 
unter Androhung des Nichteintretens auf die Beschwerde an. Am 10. Juli 
2014 ging der Kostenvorschuss beim Gericht fristgerecht ein.

Mit Eingabe vom 10. Juli 2014 wies sich Rechtsanwalt B.________ als be-
vollmächtigter Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aus. Er beantragte 
die Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde.

Diesen Antrag wies der Instruktionsrichter mit prozessleitender Verfügung 
vom 11. Juli 2014 ab. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. August 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Am 9. September 2014 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert eine 
Replik ein.

Mit Duplik vom 13. Oktober 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 
Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest. 

In der Folge reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aufforde-
rungsgemäss seine auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht be-
schränkte Kostennote ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Mai 2014 (AB 41). 
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmel-
dung vom 13. Februar 2014 (AB 28) zu Recht nicht eingetreten ist.

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Nichteintretensverfügungen oder 
-entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. c GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 5

2.

2.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie 
analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräfti-
ger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 
V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur 
Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt 
glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere 
Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu 
berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon 
längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung 
höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein 
gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätzlich zu re-
spektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung 
ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3 Die versicherte Person muss mit der Neuanmeldung (oder dem Re-
visionsgesuch) die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen. 
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für 
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen hat, spielt insoweit nicht. Wird in der Neuanmeldung (oder dem 
Revisionsgesuch) kein Eintretenstatbestand geltend gemacht, sondern 
bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewie-
sen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 6

seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung 
der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die 
ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis 
zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten ge-
gebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine Nichteintre-
tensverfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das diesen Erfor-
dernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen 
genügt, legen die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den 
Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 
E. 5.2.5 S. 69).

2.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren - analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG - 
durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materi-
ellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demje-
nigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). Unerheblich unter 
revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unter-
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach-
verhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 
E. 3.2.1).

3.

Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer eine erhebliche Veränderung bzw. 
Verschlechterung seines Gesundheitszustandes zumindest glaubhaft ge-
macht hat. Dabei ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der leistungsablehnen-
den Verfügung vom 27. August 2012 (AB 27) mit demjenigen im Zeitpunkt 
der Nichteintretensverfügung vom 13. Mai 2014 (AB 41) zu vergleichen 
(vgl. E. 2.4 hiervor). 

3.1 Die Verfügung vom 27. August 2012 (AB 27) stützte sich in medizi-
nischer Hinsicht massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. C.________ 
vom 12. August 2011 (AB 15 S. 3 bis 13). Dieser hielt als Diagnosen ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem ein chronisches lumbo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 7

spondylogenes Schmerzsyndrom sowie Gonalgien links fest (AB 15 S. 8). 
Die Bewegungen der Wirbelsäule seien ausschliesslich tieflumbal 
schmerzhaft (AB 15 S. 9). Die MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule 
(LWS) vom 29. März 2011 habe einen altersentsprechenden Befund mit 
leichtgradiger Chondrose von LWK5/SWK1 und breitbasiger Diskusprotru-
sion ohne Neuro- oder Myelonkompression ergeben. Zudem lägen eine 
leichte Facettengelenksarthrose sowie eine leichte Torsionsskoliose vor 
(AB 15 S. 6, AB 17 S. 2). Die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht beurteilt, für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nach 
dem Unfall vom 27. Oktober 2010 kurzdauernd eingeschränkt gewesen. 
Spätestens seit Anfang 2011 könne aus rein somatischer Sicht keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit mehr begründet werden (AB 15 S. 12). 

3.2 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 13. Mai 2014 (AB 41) 
liegen insbesondere folgende Berichte zu Grunde:

3.2.1 Im Bericht vom 31. Oktober 2013 (AB 38 S. 3 und 5) hielt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH, als Diagnosen einen Zu-
stand nach Implantation einer Bandscheibenprothese Typ Bryan vom 
29. Mai 2013 bei Diskushernie C5/6 links sowie Zustand nach Facettenge-
lenksinfiltration C5/6 links von Mitte September 2013 fest (AB 38 S. 5). 
Wegen des facettogenen Schmerzes im Bereich der Segmente C4/5, C5/6 
und C6/7 sei eine Infiltration durchgeführt worden, welche als positiv be-
zeichnet werden könne. Es bestehe ein konservativer Therapieansatz mit 
Steigerung der Medikation; falls Letztere nicht anspreche, sollte eine 
Facettendenervation erfolgen (AB 38 S. 3). 

3.2.2 Dem Bericht des Zentrums E.________ vom 18. Dezember 2013 
(AB 38 S. 2) sind als Diagnosen ein Status nach Bryan-Prothese C5/6 vom 
Juni 2013 sowie ein solcher nach Facettengelenksinfiltration C5/6 beidseits 
vom 6. September 2013 zu entnehmen. Es lägen eine dezente Druckdo-
lenz paravertebral rechts sowie über der Wirbelsäule im zervikothorakalen 
Übergang, eine freie Halswirbelsäulenbeweglichkeit, ein sensomotorisch 
regelrechter Befund im Bereich der oberen Extremität und seitengleiche 
Reflexe vor. Es bestünden keine palpablen Myogelosen. Das Schulterge-
lenk rechts sei kursorisch frei beweglich ohne Anzeichen für ein Impinge-
mentsyndrom. Die persistierenden Schmerzen im Bereich der Halswir-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 8

belsäule (HWS) seien derzeit nicht erklärbar. Es sei eine erneute Röntgen-
untersuchung der HWS vereinbart worden. 

3.2.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin 
FMH, attestierte dem Beschwerdeführer im ärztlichen Zeugnis vom 14. Fe-
bruar 2014 (AB 33) eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 21. September 
2013 bis 9. März 2014 bzw. im ärztlichen Zeugnis vom 1. März 2014 (AB 
38 S. 6) eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 21. September 2013 bis 23. 
März 2014.

3.2.4 Hierzu nahm der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, am 28. April 2014 Stellung und kam zum 
Schluss, dass keine objektiven Befunde vorlägen, welche auf eine erhebli-
che Veränderung des Gesundheitszustandes hinwiesen (AB 40 S. 2). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.4 Aus den vom Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Berichten 
geht hervor, dass seit der leistungsablehnenden Verfügung vom 27. August 
2012 (AB 27) die chronifizierte lumbospondylogene Schmerzproblematik 
nach wie vor im Vordergrund steht, in dieser Hinsicht aber insoweit eine 
Veränderung eingetreten ist, als im Juni 2013 eine Bandscheibenoperation 
und im September 2013 eine Facettengelenksinfiltration C5/6 durchgeführt 
worden sind (AB 38 S. 2). Bei Gesamtbetrachtung der eingereichten medi-
zinischen Unterlagen sind jedoch keine hinreichend konkreten Anhalts-
punkte für eine anspruchserhebliche Änderung des gesundheitlichen Zu-
standes im Sinne einer Zunahme des Schweregrades des vorbestehenden 
Leidens ersichtlich. So hielt Dr. med. D.________ im Bericht vom 31. Okto-
ber 2013 (AB 38 S. 3 und 5) denn auch eine als positiv zu bezeichnende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 9

Infiltration und einen konservativen Therapieansatz fest (AB 38 S. 3). Dies 
lässt sich zudem ohne weiteres in das vom Beschwerdeführer gezeichnete 
Gesamtbild einfügen, wonach die vorher bestandenen Beschwerden nach 
wie vor vorhanden seien und sich „in nur geringer Weise verändert“ hätten 
(vgl. Beschwerde Ziff. 1). Was die von ihm geklagten, weiterhin andauern-
den Nackenschmerzen (vgl. Beschwerde Ziff. 1) angeht, so konnten diese 
medizinisch nicht objektiviert werden (AB 38 S. 2). Auch nach der nachvoll-
ziehbar begründeten Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. G.________ 
vom 28. April 2014 (AB 40 S. 2) liegen keine objektiven Befunde vor, die 
auf eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes hinweisen 
würden (AB 40 S. 2). Solche lassen sich schliesslich auch nicht aus dem 
nicht näher begründeten Arbeitsunfähigkeitsattest von Dr. med. 
F.________ vom 14. Februar 2014 (AB 33) bzw. 1. März 2014 (AB 38 S. 6) 
ableiten. 

Unter diesen Umständen ist eine massgebliche Sachverhaltsänderung aus 
dem für die Leistungsberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum nicht 
glaubhaft gemacht worden. Es besteht kein Anlass, in den der Verwaltung 
zustehenden Beurteilungsspielraum einzugreifen (vgl. E. 2.2 hiervor), zu-
mal diese im Rahmen der pflichtgemässen Ausübung des Ermessens na-
mentlich dem Umstand Rechnung trägt, dass seit der letzten Prüfung des 
Leistungsanspruchs (Verfügung vom 27. August 2012; AB 27) weniger als 
zwei Jahre vergangen sind und dementsprechend an die Glaubhaftma-
chung höhere Anforderungen zu stellen sind (vgl. E. 2.2 hiervor).

Daran vermögen die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Replik 
nichts zu ändern, wonach eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
durch die Beschwerdegegnerin vorliege (vgl. Replik S. 5). Wenn im Rah-
men der Neuanmeldung zwar ärztliche Berichte eingereicht werden, diese 
indessen so wenig substantiiert sind, dass sich eine neue Prüfung nur auf-
grund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, ist die Verwal-
tung zur Nachforderung weiterer Angaben nur, aber immerhin verpflichtet, 
wenn den (für sich alleine genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden) 
Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden können, wonach 
möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare rechtserhebliche 
Änderung vorliegt (Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Juni 2013, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 10

8C_844/2012, E. 2.1). Den hier eingereichten ärztlichen Dokumenten kön-
nen indessen - wie hiervor dargelegt - keine konkreten Hinweise entnom-
men werden, wonach möglicherweise eine solche Änderung im relevanten 
Vergleichszeitraum vorliegen könnte. Mithin konnte die Beschwerdegegne-
rin vom Einholen eines Berichts zur vorgesehenen Untersuchung bei Dr. 
med. H.________, Facharzt für physikalische Medizin FMH (AB 38. S. 4), 
oder vom Abwarten weiterer Arztberichte absehen. Es liegt somit keine 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch die Beschwerdegegnerin 
vor.

4.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung 
vom 13. Februar 2014 (AB 28) zu Recht nicht eingetreten, weshalb die an-
gefochtene Verfügung vom 13. Mai 2014 (AB 41) nicht zu beanstanden und 
die Beschwerde daher abzuweisen ist. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Nov. 2014, IV/14/590, Seite 11

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.