# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e73a387-4e72-58a7-b02a-f5a12fb8b34f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 24.09.2021 110 2021 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-97_2021-09-24.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/97

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 24. September 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

Herrn E.________
Beschwerdegegner

sowie

Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun, Bauinspektorat, 
Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun vom 12. Mai 2021 
(Gemeinde Nr.: 942/2020-0768; Holzofen mit Innenkamin)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner reichte am 5. November 2020 (eingegangen am 6. November 2020) 
bei der Stadt Thun ein Baugesuch ein für den Bau einer an der Fassade hochgezogenen 
Abgasanlage aus Kupfer für einen Cheminéeofen auf der Parzelle Thun Grundbuchblatt 
Nr. G.________. Die Parzelle liegt in der Zone Wohnen W2. Gestützt auf eine vorläufige Prüfung 
durch das Bauinspektorat der Stadt Thun überarbeitete der Beschwerdegegner das Bauvorhaben 
und reichte das angepasste Baugesuch am 26. Januar 2021 erneut ein. Neu soll die Abgasanlage 
im Gebäude hochgezogen werden. Die Stadt Thun hat in der Folge das Bauvorhaben als 
«Holzofen mit Innenkamin» umschrieben und als solches behandelt. Gegen das Bauvorhaben 
erhoben unter anderem die Beschwerdeführenden Einsprache.

Mit Entscheid vom 12. Mai 2021 erteilte die Stadt Thun die Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 9. Juni 2021 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen sinngemäss die Aufhebung des 

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Entscheids vom 12. Mai 2021 und die Erteilung des Bauabschlags. Sie machen geltend, die 
Vorinstanz habe die Immissionen bezüglich der Windverhältnisse falsch beurteilt resp. 
eingeschätzt.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Der Beschwerdegegner beantragt in seiner 
Beschwerde-antwort vom 22. Juni 2021 die Abweisung der Beschwerde. Auch die Stadt Thun 
schliesst in ihrer Stellungnahme vom 2. Juli 2021 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
eingetreten werden kann. Mit Verfügung vom 23. Juli 2021 holte das Rechtsamt beim Amt für 
Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, einen Fachbericht ein. In der Folge 
erhielten die Parteien die Möglichkeit, sich zum Fachbericht des AUE, Abteilung 
Immissionsschutz, vom 16. August 2020 zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen. Von 
dieser Möglichkeit machten die Beschwerdeführenden Gebrauch. Die Stadt Thun verzichtete 
darauf, eine weitere Stellungnahme einzureichen. Der Beschwerdegegner hat sich nicht 
vernehmen lassen. 

4. Auf die Rechtsschriften sowie die Vorakten und den Fachbericht des AUE, Abteilung 
Immissionsschutz, wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde 
bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. 
Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Emissionen Holzofen

a) Die Beschwerdeführenden rügen sinngemäss eine Belastung der Umwelt durch Rauch und 
Feinstaub und bringen vor, die Vorinstanz habe die Immissionen bei ihrem Grundstück wegen der 
Fehl- bzw. Nichteinschätzung der Windverhältnisse falsch beurteilt. Sie verweisen auf die vom 
Beschwerdegegner im Baubewilligungsverfahren vorgelegten Messresultate der 
Windverhältnisse und halten fest, diese würden sich jedoch auf den Flugplatz Thun beziehen und 
hätten für das Gebiet Rabenfluh und den Grüsisberg keine Bedeutung. Zumindest bei 
nordwestlicher Windrichtung würden dort gerade umgekehrte Verhältnisse herrschen und durch 
den Kesseleffekt werde der Wind um ca. 180° abgelenkt. Zur Begründung führen sie weiter aus, 
das gesamte schwere Blechdach der Liegenschaft am A.________ 22 sei durch den Lothar-Sturm 
nicht in die Hauptwindrichtung davongeflogen, sondern auf der nördlichen Seite des Gebäudes 
niedergestürzt. 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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Der Beschwerdegegner hält in seiner Beschwerdeantwort fest, der geplante Kamin sei 
zonenkonform und die baurechtlichen Normen würden eingehalten. Zu den von ihm vorgelegten 
Messresultaten führt er aus, nur eine der vier Grafiken beziehe sich auf die Messdaten der 
Wetterstation am Flugplatz Thun. Weiter sei für ihn nicht klar, weshalb ein einzelner Vorfall 
während eines Jahrhundertereignisses stärker zu gewichten sei als tausende Messungen 
verschiedener meteorologischer Messstellen in Thun.

Die Stadt Thun verweist in ihrer Stellungnahme auf die Baubewilligung vom 12. Mai 2021 und 
führt aus, die Kamin-Empfehlungen des Bundesamts für Umwelt3 seien eingehalten. 

b) In der Umweltschutzgesetzgebung wird zwischen Emissionen und Immissionen 
unterschieden (Art. 7 Abs. 2 USG4). Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen 
werden beim Austritt aus Anlagen als Emissionen, am Ort ihres Einwirkens als Immissionen 
bezeichnet. Aus Sicht der Luftreinhaltung gilt der geplante Holzofen als stationäre Anlage im Sinn 
von Art. 2 Abs. 1 LRV5. Von einer solchen Anlage ausgehende Emissionen wie namentlich 
Luftverunreinigungen und Geruchsstoffs-Emissionen sind gemäss Art. 11 Abs. 2 USG im Rahmen 
des Vorsorgeprinzips zunächst unabhängig von der bestehenden Belastung soweit zu begrenzen, 
als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist.

Der Bundesrat hat gestützt auf Art. 13 und 14 USG in der Luftreinhalteverordnung und deren 
Anhängen Vorschriften zur vorsorglichen und verschärften Emissionsbegrenzung bei 
Luftverunreinigungen erlassen. Die Anforderungen an neu errichtete Feuerungsanlagen gemäss 
Art. 3 Abs. 1 und 2 LRV sind in Anhang 3 LRV definiert. Ziff. 52 des Anhangs 3 LRV regelt die 
Anforderungen an Holzfeuerungen und legt in Ziff. 522 die diesbezüglichen Emissionsgrenzwerte 
für Schadstoffe fest. Zudem sind bei Feuerungsanlagen die Emissionsgrenzwerte gemäss Anhang 
4 Ziffer 212 einzuhalten. Die Emissionen sind möglichst nahe am Ort ihrer Entstehung möglichst 
vollständig zu erfassen und so abzuleiten, dass keine übermässigen Immissionen entstehen 
(Art. 6 Abs. 1 LRV). Immissionen sind übermässig, wenn sie die Immissionsgrenzwerte nach 
Anhang 7 LRV überschreiten. Nach Art. 6 Abs. 2 LRV müssen Emissionen in der Regel durch 
Kamine oder Abluftkanäle über Dach ausgestossen werden. Legt wie hier die LRV die 
Mindesthöhe von Kaminen nicht fest, sind nach Art. 89 Abs. 3 BauV6 die Empfehlungen des 
Bundes über die Mindesthöhe von Kaminen über Dach verbindlich (Kamin-Empfehlungen). Für 
Holzfeuerungsanlagen bis 70 kW gelten die Vorgaben gemäss Ziff. 3 der Kamin-Empfehlungen. 
Gemäss diesen Vorgaben muss die Kaminmündung bei einem Satteldach den höchsten 
Gebäudeteil, z.B. den Dachfirst, um 0.5 m überragen (Ziff. 3.2 Abs. 1). Befindet sich die 
Kaminmündung näher als 10 m zu höheren Nachbargebäuden, sind die Nachbargebäude für die 
Mindesthöhe massgebend (Ziff. 3.2 Abs. 3).

c) Die BVD hat beim AUE, Abteilung Immissionsschutz, zur Emissions- und 
Immissionssituation des Rauchs und Feinstaubs einen Fachbericht eingeholt. Das AUE beurteilt 
in seinem Fachbericht vom 16. August 2021 die Feuerungsanlage mit ihrem Abgaskamin als 
gesetzeskonform. Es führt aus, vorliegend werde ein Schwedenofen, welcher nicht ins 
Heizungssystem eingebunden sei, installiert. Es handle sich somit um eine Einzelraumfeuerung 
für feste Brennstoffe. Die vorliegenden Unterlagen würden keine Hinweise liefern, dass die 
geplante Anlage die Anforderungen bezüglich Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nicht erfüllen 

3 Empfehlungen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) über die «Mindesthöhe von Kaminen über Dach» (Kamin-
Empfehlungen), 1. aktualisierte Version 2018, publiziert auf <www.bafu.admin.ch> unter der Rubrik «Publikationen, 
Medien/Publikationen/Luft».
4 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
5 Luftreinhalte-Verordnung des Bundesrats vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1).
6 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).

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würde. Gemäss Art. 20a LRV dürften Feuerungsanlagen nur in Verkehr gebracht werden, wenn 
ihre Konformität mit den Anforderungen nach Anhang 4 LRV nachgewiesen werde, was der 
Hersteller oder Importeur mit einer Konformitätserklärung nachzuweisen habe. Bei 
Einzelraumfeuerungen werde auf periodische Messungen der Emissionen verzichtet (Anhang 3 
Ziff. 22 Bst. f LRV). Würde beim Betrieb der Anlage der Verdacht bestehen, dass übermässige 
Immissionen entstünden, sei anlässlich eines Baupolizeiverfahrens die Einhaltung der 
Emissionsbegrenzungen für Feuerungsanlagen gemäss Ziff. 52 von Anhang 3 zur LRV zu 
überprüfen. Bezüglich der Immissionsgrenzwerte gemäss Anhang 7 LRV hält das AUE fest, eine 
Überschreitung dieser werde kaum durch eine einzelne, kleine Anlage verursacht. Die 
Schadstoffkonzentration an einem typischen Immissionsort sei abhängig von der 
Hintergrundbelastung (verursacht durch Verkehr, Industrie, Feuerungsanlagen, usw.) sowie von 
den nächstgelegenen Emissionsquellen. Bei der Ableitung von Abgasen über Dach würden diese 
mit der Umgebungsluft verdünnt, sodass am Immissionsort nur noch sehr geringe 
Schadstoffkonzentrationen auftreten würden. In Bezug auf die vorliegende örtliche Situation 
kommt das AUE sodann zum Schluss, die Nachbargebäude würden sich deutlich ausserhalb 
eines kritischen Einwirkungsbereichs der Abgase gemäss Ziff. 3.2 Abs. 3 der Kamin-
Empfehlungen befinden, da die kürzeste Distanz zwischen der Kaminmündung der geplanten 
Anlage und der Fassade des Nachbargebäudes ungefähr 20 m betrage. Zudem führt das AUE 
aus, gemäss Art. 3 LRV würden für die Holzfeuerungsanlage spezifische vorsorgliche 
Emissionsbegrenzungen gelten. Weiter würden in Anhang 3 zur LRV die Anforderungen nach dem 
neusten Stand der Technik definiert. Es seien keine weiteren vorsorglichen Massnahmen 
erforderlich. Verschärfte Emissionsbegrenzungen im Sinne von Art. 5 LRV würden durch die 
Behörden dann angeordnet, wenn zu erwarten sei, dass eine einzelne geplante Anlage 
übermässige Immissionen verursachen werde. Dies sei nach ihrer Ansicht vorliegend nicht 
gegeben bzw. es würden sich keine diesbezüglichen Hinweise finden. Abschliessend hält das 
AUE fest, die Lage und Topographie erfordere keine besondere Beurteilung, da sich die 
Nachbargebäude in einer ausreichenden Distanz zum Anlagegebäude befinden würden. Bei 
kleinen Feuerungsanlagen seien keine Ausbreitungsrechnungen mit Berücksichtigung der lokalen 
Windverhältnisse erforderlich. Solche Berechnungen würden allenfalls bei (industriellen) 
Hochkaminen verlangt. Die schematische Betrachtung nach der Vollzugshilfe sei ausreichend und 
zuverlässig. 

d) Diese Ausführungen des AUE sind schlüssig und nachvollziehbar. Gemäss den 
Baugesuchunterlagen weist der Kamin gegenüber der First einen Abstand gemessen im Plan von 
etwa 1.5 m auf und überragt diese um 0.5 m. Da das nächstgelegenste Nachbargebäude 
(I.________weg 16c) über 20 m von der Kaminmündung entfernt ist und das Gebäude der 
Beschwerdeführenden sogar mehr als 30 m davon entfernt liegt, kommt Ziff. 3.2 Abs. 3 der Kamin-
Empfehlungen nicht zur Anwendung. Die Nachbarsgebäude sind damit nicht für die Mindesthöhe 
massgebend. Der Einwand der Beschwerdeführenden in ihren Schlussbemerkungen, wonach die 
Vorinstanz übersehen habe, dass ihre Liegenschaft höher gelegen sei, ist daher unbeachtlich. Die 
Kaminhöhe entspricht somit den erwähnten Vorschriften der Kamin-Empfehlungen.

Es trifft zwar zu, dass Holzfeuerungen Feinstaub und andere Luftschadstoffe erzeugen können. 
Werden solche Anlagen jedoch nach dem neusten Stand der Technik betrieben, so können ihre 
Emissionen wesentlich vermindert werden. Anzeichen dafür, dass mit der strittigen 
Holzfeuerungsanlage die Emissionsvorschriften für Schadstoffe überschritten werden, bestehen 
nicht und werden von den Beschwerdeführenden auch nicht vorgebracht. Ein Anspruch der 
Nachbarn auf vollständige Immissionsfreiheit ergibt sich im Übrigen auch nicht aus den 
einschlägigen Gesetzesbestimmungen. Nach der verwaltungs- und bundesgerichtlichen Praxis 
gilt nicht ein ungestörtes Wohnen oder das vollkommen geruchsfreie Funktionieren einer Anlage 
als Massstab. Jedem Menschen wird zugemutet, dass er ein gewisses Mass an Immissionen aus 
üblicher Tätigkeit duldet, solange es sich nicht um übermässige Einwirkungen handelt, die einen 

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wesentlichen Teil der Bevölkerung im Wohlbefinden erheblich stören.7 Den plausiblen 
Ausführungen des AUE folgend hält die geplante Feuerungsanlage die massgebenden 
Vorschriften der LRV ein. Zusätzliche Massnahmen sind weder gestützt auf das Vorsorgeprinzip 
noch als verschärfte Emissionsbegrenzungen angezeigt. Die Befürchtung der 
Beschwerdeführenden, die Holzfeuerungsanlage verursache übermässigen Rauch oder 
Feinstaub, ist unbegründet. 

e) Soweit die Beschwerdeführenden zudem vorbringen, die Vorinstanz hätte die Immissionen 
wegen der Fehl- bzw. Nichteinschätzung der Windverhältnisse falsch beurteilt, kann ihnen 
ebenfalls nicht gefolgt werden. Bei kleinen Feuerungsanlagen wie der Vorliegenden sind gemäss 
AUE Ausbreitungsrechnungen mit Berücksichtigung der lokalen Windverhältnisse nicht 
erforderlich; vielmehr ist bei diesen eine schematische Betrachtung nach den Kamin-
Empfehlungen ausreichend. Für die BVD besteht kein Grund, von diesen plausiblen Ausführungen 
der Fachbehörde abzuweichen. Die geplante Holzfeuerungsanlage entspricht nach dem 
Gesagten aus Sicht der Luftreinhaltung den gesetzlichen Bestimmungen sowie den Kamin-
Empfehlungen. Aus der angeblichen Fehl- bzw. Nichteinschätzung der Windverhältnisse können 
die Beschwerdeführenden daher nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Stadt Thun hat im 
Baubewilligungsverfahren die Immissionen der Feuerungsanlage korrekt beurteilt. Die 
Beschwerde ist somit öffentlich-rechtlich unbegründet und abzuweisen. 

f) Die Beschwerdeführenden halten in ihren Schlussbemerkungen fest, man behalte sich vor, 
bei allfälligen Geruchsbelästigungen auf Art. 684 ZGB8 hinzuweisen. Es ist unklar, ob sie damit 
eine Rechtsverwahrung im Sinne von Art. 32 BewD9 anmelden möchten. Letztlich kann dies offen 
bleiben, da die Rechtsverwahrung die Orientierung der Gesuchstellenden und der Behörden über 
Privatrechte bezweckt und eine entsprechende Anmerkung im Dispositiv nur deklaratorische 
Bedeutung hat. Durch Zustellen der Schlussbemerkungen wurden der Beschwerdegegner und die 
Stadt Thun über diesen Einwand der Beschwerdeführenden informiert, womit der Zweck einer 
allfälligen Rechtsverwahrung erfüllt ist. 

3. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG10). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1200.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV11). Sie 
haften solidarisch für den gesamten Betrag.

b) Der obsiegende Beschwerdegegner ist nicht anwaltlich vertreten. Parteikosten werden 
keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

7 VGE 2010/120 vom 8. März 2011 E. 4.3; BGer 1A.135/2006 vom 2. Mai 2007 E. 3.2 mit Hinweisen.
8 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210).
9 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
10 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
11 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Entscheid der Stadt Thun vom 12. Mai 2021 wird 
bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1200.00 werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau D.________ und Herrn C.________, eingeschrieben
- Herrn E.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun, Bauinspektorat, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abt. Immissionsschutz, per Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.