# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fe5795d-a9d9-5b8f-9a79-dc0c40c9f21d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 01.04.2021 110 2020 195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-195_2021-04-01.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/195

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 1. April 2021

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen 
(VGE 2021/138 vom 30.05.2022).

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

A.________
per Adresse D.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Pieterlen, Bauabteilung, Hauptstrasse 6,
2542 Pieterlen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

Amt für Landwirtschaft und Natur, Fachstelle Boden, Rütti 5, 3052 Zollikofen

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Pieterlen vom 4. September 
2020 (Baugesuchs Nummer 2017-0008; Scheune für Geräte etc. mit Wasserfassung und 
Erweiterung Drainageleitung) und die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung vom 
18. August 2020 (G.-Nr 2017.JGK.1623)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer reichte am 24. Februar 2017 bei der Gemeinde Pieterlen ein 
Baugesuch ein für den Neubau einer Scheune für Geräte, Maschinen und Pflanzenbauprodukte 
auf der Parzelle Pieterlen Grundbuchblatt Nr. I.________. Unter der Scheune soll zudem eine 
Wasserfassung gebaut werden für die Erweiterung der Drainageleitung. Die Parzelle ist der 
Landwirtschaftszone zugewiesen.

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2. Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern (LANAT) kam im Fachbericht vom 
25. April 2017 zum Schluss, das Bauvorhaben sei in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. 
Für das Bauvorhaben sei daher eine Ausnahmebewilligung erforderlich. Mit Verfügung vom 
31. Oktober 2017 verweigerte das AGR die Anerkennung der Zonenkonformität sowie die 
Gewährung einer Ausnahmebewilligung. Die Gemeinde Pieterlen erteilte dem Vorhaben daraufhin 
mit Entscheid vom 6. November 2017 den Bauabschlag. Dagegen reichte der Beschwerdeführer 
am 4. Dezember 2017 Beschwerde bei der damaligen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern (BVE), seit dem 1. Januar 2020 Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
(BVD), ein. Die BVD hiess die Beschwerde insoweit gut, als sie mit Entscheid vom 6. August 2020 
den Bauabschlag aufhob und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der 
Erwägungen zurückwies.

3. Im Frühling 2019 reichte der Beschwerdeführer eine Projektänderung ein, die insbesondere 
die Vergrösserung der Wasserfassung und des Schopfs sowie die Errichtung von zwei befestigten 
Vorplatzflächen mit jeweils separaten Strassenanschlüssen beinhaltete. Gegen das Vorhaben 
erhob unter anderem die Beschwerdegegnerin Einsprache. Das LANAT und das AGR beurteilten 
auch das angepasste Projekt als nicht zonenkonform. Am 4. September 2020 erliess die 
Gemeinde erneut einen Bauabschlag.

4. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit undatierter Eingabe «Sprungbeschwerde» vor 
Verwaltungsgericht. Darin verlangt er die Aufhebung des Entscheids und die Erteilung der 
Baubewilligung. Ausserdem macht er eine Rechtsverweigerung geltend. Mit Zwischenentscheid 
vom 29. Oktober 2020 leitete das Verwaltungsgericht die Beschwerde zuständigkeitshalber an die 
BVD weiter. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte daraufhin 
den Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde, das AGR und das LANAT 
beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Eingabe vom 
18. November 2020 bzw. 18. Januar 2021 an ihrer Einsprache fest. Auch das Amt für Wasser und 
Abfall (AWA) reichte auf Ersuchen des Rechtsamts eine Stellungnahme ein. Mit Eingabe vom 
12. März 2021 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert eine persönliche Kostennote ein.

Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Bauentscheide – und mit ihnen zusammen Verfügungen des AGR nach Art. 24 ff. RPG2 – 
können innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden 
(Art. 40 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 4 BauG3). Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde 
gegen den Entscheid zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen und Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen und Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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Der Beschwerdeführer ist als Baugesuchsteller und Adressat des Bauabschlags zur Beschwerde 
legitimiert.

2. Rechtliches Gehör und Rechtsverweigerung

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Behörden hätten den Sachverhalt ungenügend 
abgeklärt. Ausserdem würden sie der gesetzlichen Verfügungspflicht unterliegen und hätten eine 
Rechtsverweigerung begangen. Schliesslich sei sein Bauvorhaben pauschal und mit allgemeinen 
Äusserungen beurteilt worden. 

b) Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch darauf, dass die Behörden Rechtsverhältnisse mit 
Verfügung regeln. Eine Rechtsverweigerung liegt vor, wenn eine Behörde in einer Sache keine 
Verfügung erlassen will oder eine Sache nicht behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre. Das 
Verbot der Rechtsverweigerung wird somit verletzt, wenn die zuständige Behörde untätig bleibt 
und eine Sache nicht behandelt, obschon sie zum Tätigwerden verpflichtet wäre.4 

Zuständig zum Erlass von Verfügungen betreffend die Zonenkonformität von Bauvorhaben 
ausserhalb der Bauzone ist das AGR (Art. 84 Abs. 1 BauG i.V.m. Art. 108a BauV5). Zuständige 
Baubewilligungsbehörde ist vorliegend die Gemeinde Pieterlen (Art. 33 Abs. 2 BauG i.V.m. Art. 8 
und Art. 9 BewD6). Im vorinstanzlichen Verfahren erliess das AGR am 18. August 2020 eine 
Verfügung zur Frage der Zonenkonformität sowie zur Möglichkeit einer Ausnahmebewilligung und 
die Gemeinde verfügte am 4. September 2020 den Bauabschlag. Somit behandelten das AGR 
und die Gemeinde das Baugesuch des Beschwerdeführers ihrer Zuständigkeit und Verpflichtung 
entsprechend mittels Verfügung. Soweit der Beschwerdeführer diesen Behörden eine 
Rechtsverweigerung vorwirft, ist die Rüge zum Vornherein unbegründet, bilden die von ihnen 
erlassenen Verfügungen doch gerade den Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. 
Soweit der Beschwerdeführer der Ansicht ist, auch das LANAT sei verfügungspflichtig gewesen, 
ist darauf hinzuweisen, dass das Gesetz keine Verfügungskompetenz des LANAT im Rahmen 
eines Baubewilligungsverfahrens vorsieht. Das LANAT verfasst zu Handen des AGR lediglich 
einen Fachbericht (Art. 84 Abs. 1 BauG). Dies hat das LANAT im vorinstanzlichen Verfahren 
insbesondere mit den Berichten vom 1. Mai 2020 und 14. August 2020 getan. Soweit sich die 
Beschwerde des Beschwerdeführers gegen das LANAT richtet, ist sie daher ebenfalls 
abzuweisen, insoweit darauf mangels Verfügungsbefugnis der Behörde überhaupt eingetreten 
werden kann.

c) Weiter macht der Beschwerdeführer mit dem Vorbringen, sein Bauvorhaben sei pauschal 
beurteilt worden, sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in der Ausprägung der 
Begründungspflicht der Behörden geltend. Indem er zudem eine ungenügende 
Sachverhaltsabklärung vorbringt, rügt er der Sache nach eine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes.

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der Betroffenen 
sorgfältig prüft und beim zu fällenden Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG7). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 

4 Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, N. 1045 f.
5 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.8 Ebenfalls Ausfluss des rechtlichen Gehörs ist der Grundsatz, wonach 
die verfügende Behörde die entscheidwesentlichen Sachverhaltselemente von Amtes wegen zu 
erheben hat (Art. 18 VRPG; sog. Untersuchungsmaxime). Die Behörde muss demnach nicht alles 
und jedes in Erfahrung bringen, was sich im Zusammenhang mit den interessierenden 
Lebensvorgängen abgespielt hat, sondern nur, was im Hinblick auf die Regelung des 
Rechtsverhältnisses bedeutsam ist.9

Die Gemeinde und auch das AGR legen in ihren jeweiligen Verfügungen einlässlich dar, weshalb 
sie das Vorhaben nicht als bewilligungsfähig erachten. Sie führen insbesondere aus, es bestehe 
aufgrund des vom Beschwerdeführer eingereichten Betriebskonzepts kein objektiver Bedarf, 
direkt neben der eigentlichen Produktion der Feldfrüchte einen Einstell- und Lagerraum zu 
errichten. Das Gebäude sei nicht zwingend auf einen Standort im freien Feld angewiesen. 
Überdies würden Fruchtfolgeflächen beansprucht. Weil kein objektiver zwingender Grund für den 
vorgesehenen Standort bestehe, könne der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen nicht 
zugestimmt werden. Somit stünden dem Vorhaben das Konzentrationsprinzip und der Schutz von 
Fruchtfolgeflächen entgegen. Gründe für eine Ausnahmebewilligung seien nicht erkennbar. Aus 
diesen Ausführungen geht die Sach- und Rechtslage, von der die Gemeinde und das AGR 
ausgegangen sind, deutlich hervor. Entsprechend konnte der Beschwerdeführer den Bauabschlag 
sachgerecht anfechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht ersichtlich. Wie 
nachfolgend zu zeigen sein wird, erliess die Gemeinde zudem zu Recht einen Bauabschlag. Für 
die Bestätigung des Entscheids der Gemeinde bzw. der Verfügung des AGR waren im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren keine zusätzlichen Beweismassnahmen notwendig. 
Demnach haben die Behörden auch den Untersuchungsgrundsatz nicht verletzt.

3. Zonenkonformität

a) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, sein Vorhaben sei zonenkonform. Die längerfristige 
Existenz seines Betriebs sei gesichert und er nehme eine bodenabhängige Bewirtschaftung vor. 
Die von ihm momentan benützten Lagerräumlichkeiten würden schliesslich den technischen 
Anforderungen nicht mehr genügen, weshalb das Vorhaben notwendig sei.

b) Demgegenüber erachten das AGR und die Gemeinde das Vorhaben als nicht 
zonenkonform. Sie führen zusammengefasst aus, bei einer Aussiedlung und der Schaffung eines 
neuen Betriebszentrums sei der Standortfrage resp. der Standortbegründung ein besonders 
hohes Gewicht beizumessen. So müsse bei einer Aussiedlung in der Regel ein 
Haupterwerbsbetrieb entstehen, der ohne Nebenerwerb die Existenz der Bewirtschafterfamilie 
längerfristig zu sichern vermöge. Auch müsse ein objektiv zwingender Bedarf bestehen, am 
vorgesehenen Standort Bauten und Anlagen zu errichten. Im vorliegenden Fall handle es sich um 
einen Ackerbaubetrieb mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von rund 4.6 ha. Es würden 
Wintergerste, Körnermais, Winterweizen, Rotationsbrache und Nüsse angebaut. Tiere würden 
keine gehalten. Zwar handle sich nicht um blosse Freizeitlandwirtschaft. Allerdings erfülle der 
Betrieb gemäss dem Agrarinformationssystem GELAN 2020 die Voraussetzungen an ein 
landwirtschaftliches Gewerbe im Sinn des BGBB10 nicht. Der Beschwerdeführer plane, einen 
Einstell- und Lagerraum, Vor- und Zufahrtsplätze sowie ein Wasserreservoir zu erstellen. Die Halle 

8 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7
9 BVD 110/2018/28 vom 12. Dezember 2018, E. 4.b
10 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11)

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solle Platz für die Geräte und Maschinen bieten sowie der Verarbeitung und der Lagerung der 
ersten Stufe der auf dem Betrieb produzierten Feldfrüchte dienen. Vorliegend bestehe jedoch kein 
objektiver Bedarf, direkt neben der eigentlichen Produktion der Feldfrüchte einen Einstell- und 
Lagerraum zu erstellen. Das vorgesehene Gebäude sei nicht zwingend auf einen Standort im «im 
freien Feld» angewiesen. Landwirtschaftliche Betriebe mit den gleichen landwirtschaftlichen 
Kulturen würden in den wenigsten Fällen über entsprechende Möglichkeiten verfügen. Ein 
objektiver Bedarf für den Bau auf dem Grundstück selbst bestehe allenfalls einzig für das 
Wasserreservoir. Die Zonenkonformität müsse aber für das gesamte Bauvorhaben beurteilt 
werden. Das Bauvorhaben führe zudem zu einer irreversiblen Beanspruchung von rund 1200 m2 
Fruchtfolgefläche. Die Beanspruchung von Fruchtfolgefläche setze gemäss Art. 8b Abs. 3 Bst. b 
BauG den Nachweis voraus, dass der angestrebte Zweck ohne die Beanspruchung von 
Fruchtfolgeflächen nicht sinnvoll erreicht werden kann. Weil kein objektiv zwingender Grund für 
die Errichtung des Gebäudes am geplanten Standort bestehe, könne der Beanspruchung von 
Fruchtfolgefläche nicht zugestimmt werden. Dem Standort stünden damit das 
Konzentrationsprinzip und der Schutz von Fruchtfolgeflächen entgegen. Diese wichtigen 
öffentlichen Interessen würden das private Interesse, am vorgesehenen Standort einen Einstell- 
und Lagerraum zu errichten, überwiegen. 

c) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind 
(Art. 16a RPG). Das Verordnungsrecht präzisiert, dass die Baute oder Anlage der 
bodenabhängigen Bewirtschaftung oder einer inneren Aufstockung dienen muss (Art. 34 
Abs. 1 RPV). Art. 34 Abs. 4 RPV bestimmt weiter, dass eine Baute oder Anlage in der 
Landwirtschaftszone nur dann bewilligt werden darf, wenn sie für die in Frage stehende 
Bewirtschaftung nötig ist (Bst. a), am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Bst. b) und wenn der landwirtschaftliche Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen kann (Bst. c). Die Baute oder Anlage muss an die objektiven Bedürfnisse des Betriebs 
angepasst sein, namentlich mit Bezug auf ihre Grösse und ihren Standort, und darf insbesondere 
nicht überdimensioniert sein. Zum vornherein nicht als zonenkonform gelten Bauten und Anlagen 
für die blosse Freizeitlandwirtschaft (Art. 34 Abs. 5 RPV). Selbst wenn die Notwendigkeit für eine 
Baute ausserhalb der Bauzone grundsätzlich gegeben ist, besteht hinsichtlich des Standorts 
jedoch keine Wahlfreiheit. Gebiete in der Landwirtschaftszone sollen von Überbauungen 
weitgehend freigehalten werden (Art. 16 Abs. 1 RPG). Bodenverändernde Nutzungen wie Bauten 
sind daher konzentriert an dafür geeigneten Orten vorzusehen. Betrifft das Vorhaben eine 
Aussiedlung aus der Bauzone hinaus ins freie Feld, ist daher Zurückhaltung geboten. Die 
Bauherrschaft, die um die Bewilligung für eine teilweise Aussiedlung nachsucht, muss daher 
Alternativstandorte prüfen und nachweisen, dass besonders wichtige und objektive Gründe den 
vorgesehenen Standort gegenüber anderen Standorten als viel vorteilhafter erscheinen lassen. In 
die Suche nach Alternativstandorten sind auch allfällig geeignete Mietobjekte miteinzubeziehen. 
Es besteht somit kein Anspruch, ein grundsätzlich zonenkonformes Projekt irgendwo in der 
Landwirtschaftszone aufstellen zu dürfen.11 

d) Der Beschwerdeführer baut Winterweizen und Körnermais an und betreibt eine 
Baumnussanlage. Es ist unbestritten, dass er eine bodenabhängige Bewirtschaftung vornimmt 
und mehr als blosse Freizeitlandwirtschaft betreibt. Der Beschwerdeführer hat zudem Jahrgang 
1978 und beabsichtigt, den Betrieb, den er zum grössten Teil aus Eigenmitteln finanziert, bis zu 
seiner Pensionierung zu führen.12 Entsprechend hat er im erarbeiteten Betriebskonzept eine 
zukunftsorientierten Betriebsstrategie dargelegt. Damit scheint zum heutigen Zeitpunkt eine 

11 Vgl. zum Ganzen VGE 2009/35 vom 12. November 2009 E. 4; BGE 123 II 499 E. 3.b)cc); BGE 129 II 413 E. 3.2; 
BGer 1C_567/2015 vom 29. August 2016 E. 3.3; BGer 1C_482/2014 vom 4. September 2015 E. 6.2
12 Gutachten betreffend Betriebskonzept vom 10. März 2018, Ziff. 3.1

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längerfristige Existenz des Betriebs vorzuliegen, wobei sich die Fachbehörden nicht 
abschliessend zu dieser Frage geäussert haben. Angesichts der ohnehin fehlenden 
Zonenkonformität war dies jedoch auch nicht notwendig. Die Zonenkonformität in der 
Landwirtschaftszone setzt nämlich neben dem in Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV verankerten 
Erfordernis der wirtschaftlichen Rentabilität und Überlebensfähigkeit eines Betriebs weiter voraus, 
dass die Bauten und Anlagen für ihren individuellen Zweck nötig sind. Daran fehlt es namentlich, 
wenn das Vorhaben überdimensioniert ist oder die vorgesehene Nutzung in einer bereits 
vorhandenen Baute möglich ist.13

Für die Unterbringung seiner Maschinen und Geräte mietet der Beschwerdeführer momentan 
mehrere Räumlichkeiten im Dorfkern von Pieterlen, wo der Beschwerdeführer auch wohnt. Auf 
dem landwirtschaftlichen Grundstück selbst befinden sich keine Bauten und Anlagen, die Parzelle 
ist noch unüberbaut. Der nicht in Vollzeit landwirtschaftlich tätige Beschwerdeführer war folglich 
bisher in der Lage, sein Grundstück mit gemieteten Räumen im Dorf zu bewirtschaften. Der 
Landwirtschaftsbetrieb ist folglich nicht auf ein Zentrum direkt auf dem landwirtschaftlichen 
Grundstück selbst angewiesen; die Lagerung der Maschinen und Geräte und auch die 
Verarbeitung der Produkte können in der Bauzone erfolgen. Die Gemeinde und das AGR weisen 
im Bauabschlag vom 4. September 2020 bzw. in der Verfügung vom 18. August 2020 ebenfalls 
darauf hin, dass es sich beim geplanten Gebäude nicht um eine Tierhaltungsanlage, sondern um 
eine Remise für Maschinen und Geräte handle, die keinen grösseren Abstand zu anderen Bauten 
bedürfe. Selbst wenn die aktuellen Räume im Dorfkern somit objektiv nicht mehr geeignet sein 
sollten, hätte der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Trennung von Baugebiet und 
Nichtbaugebiet zunächst Alternativstandorte inklusive anderen Mietobjekten in der Bauzone 
prüfen müssen. So befindet sich in ca. 500 m Entfernung zum Betrieb des Beschwerdeführers 
eine Arbeitszone, wo die Lagerung von Geräten und Maschinen und auch die Verarbeitung der 
Früchte ohne weiteres zonenkonform sind. Stattdessen beschränkte sich der Beschwerdeführer 
bei der Suche nach einem anderen Standort lediglich auf das landwirtschaftliche 
Nachbargrundstück.14 Damit hat der Beschwerdeführer die Notwendigkeit eines Betriebszentrums 
am vorgesehenen Standort nicht genügend nachgewiesen. Überdies steht der Zonenkonformität 
des Projekts auch dessen Dimensionierung entgegen: Der Beschwerdeführer plant u.a., zwei 
grosse Zufahrts- und Rangierplätze mit einer Gesamtfläche von mehr als 572 m2 zu erstellen. Die 
zwei befestigten Plätze befinden sich nördlich und südlich der Remise und weisen einen jeweils 
separaten Strassenanschluss auf. Die nördliche Fläche ist rund 20 m breit und 13.75 m lang, der 
südliche Vorplatz weist eine Breite von ca. 9 m und eine Länge von ca. 33 m auf. Im 
vorinstanzlichen Verfahren führte der Beschwerdeführer insbesondere aus, die beiden Vorplätze 
sollen erstellt werden, damit durch das Gebäude hindurch gefahren werden könne. Dies 
entspreche dem Stand der heutigen Technik. Durch das wegfallende Rückwärtsmanövrieren und 
erneute Zusammenhängen der Fahrzeuge würde Zeit und Geld gespart und das Unfallrisiko 
minimiert.15 Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich, dass er nach einer 
Ideallösung strebt. Er will möglichst wenig manövrieren müssen und Transporte möglichst 
unkompliziert abwickeln können. Einen Anspruch auf derartigen Komfort hat der 
Beschwerdeführer in der Landwirtschaftszone jedoch nicht. Es ist ihm ohne weiteres zumutbar, 
seinen Betrieb mit weniger Verkehrsflächen zu bewirtschaften. Befestigte Verkehrsflächen von 
rund 572 m2 sind vorliegend weder betrieblich notwendig noch den objektiven Bedürfnissen 
angepasst. Anders als der Beschwerdeführer ausführt, entspricht eine solche grossflächige 
Anlage denn auch nicht dem heutigen Standard. Das AGR und das LANAT führen in der 
Verfügung vom 18. August 2020 bzw. dem Fachbericht vom 1. Mai 2020 ebenfalls aus, 

13 Alexander Ruch/Rudolf Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen (Hrsg.), Praxiskommentar RPG: Bauen 
ausserhalb der Bauzone, Zürich 2017, Art. 16a N. 47, m.w.H.; Bernhard Waldmann/ Peter Hänni, 
Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 16a N. 23
14 Vorakten graues Mäppli, pag. 8
15 Vorakten graues Mäppli, pag. 20

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vergleichbare landwirtschaftliche Betriebe würden in den wenigsten Fällen über Möglichkeiten 
verfügen, wie sie das vorliegende Vorhaben biete. Auch Sicherheitsbedenken stehen einer 
kleineren Vorplatzfläche nicht entgegen: Die Bauparzelle befindet sich im Alleineigentum des 
Beschwerdeführers. Damit ist es dem Beschwerdeführer möglich, die Arbeitsabläufe auf seinem 
eigenen Grundstück ohne Ausseneinwirkung sicher zu gestalten und Unfällen möglichst 
vorzubeugen. Allfällig zusätzlich notwendige Fahrmanöver aufgrund einer kleineren 
Vorplatzfläche ändern daran nichts. Weiter will der Beschwerdeführer mit der Projektänderung 
nicht nur Vorplätze errichten, sondern auch die ursprünglich geplante Grundfläche der Remise 
von 120 m2 auf neu 300 m2 erhöhen. Die geplante Vergrösserung begründet er nicht. Aus den 
Akten geht lediglich hervor, dass der Beschwerdeführer seine Inventarliste erweitert hat und neu 
61 m2 mehr Raumbedarf geltend macht als noch zu Beginn.16 Der zusätzlich geltend gemachte 
Raumbedarf ist damit erheblich kleiner als die geplante Flächenvergrösserung der Remise. Ob 
die Remise selbst – soweit sie überhaupt auf einen Standort in der Ladwirtschaftszone 
angewiesen ist – ebenfalls überdimensioniert ist, kann letztlich aber offen bleiben; das Vorhaben 
geht aufgrund der zu grossen Vorplatzflächen so oder anders über die objektiven 
Betriebsbedürfnisse hinaus und ist nicht zonenkonform. Gründe für eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 ff. RPG sind nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 
gemacht. Damit ist das Projekt nicht bewilligungsfähig.

e) Daran vermögen die übrigen Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern: Zunächst 
bestreitet er, dass es sich beim Boden auf seinem Grundstück um Fruchtfolgeflächen handelt. Er 
macht geltend, die Bodenqualität und Gründigkeit am projektierten Baustandort seien nie überprüft 
worden.

Es trifft zu, dass sich die Gemeinde und das AGR auf die Normen zum Schutz des Kulturlands 
gemäss Art. 8a ff. BauG beziehen. Bauvorhaben sind jedoch nach dem Recht zu beurteilen, das 
bei der Einreichung des Baugesuchs galt (vgl. Art. 36 Abs. 1 BauG).17 Das Baugesuch des 
Beschwerdeführers ist am 27. Februar 2017 bei der Gemeinde eingegangen. Die Art. 8a ff. BauG 
traten aber erst am 1. April 2017 und damit nach Einreichung des Baugesuchs in Kraft. Zwar 
reichte der Beschwerdeführer im Frühjahr 2019 eine Projektänderung ein. Wird die 
Projektänderung während des hängigen Baubewilligungsverfahrens vorgenommen, kommt für 
diese jedoch das gleiche Recht zur Anwendung wie für das ursprüngliche Baugesuch.18 Die 
Art. 8a ff. BauG gelangen somit nicht zur Anwendung. Daher kann offen bleiben, ob die 
Bodenqualität den Anforderungen an Fruchtfolgeflächen gemäss diesen Bestimmungen 
entspricht. Auch ohne die Anwendung dieser Spezialbestimmungen verlangt das Gebot der 
haushälterischen Bodennutzung sowie die Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet jedoch, dass 
die Bauherrschaft, die um die Bewilligung für eine (teilweise) Aussiedlung nachsucht, 
Alternativstandorte prüfen und nachweisen muss, dass besonders wichtige und objektive Gründe 
den vorgesehenen Standort gegenüber anderen Standorten als viel vorteilhafter erscheinen 
lassen.19 Ebenfalls unabhängig von der Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen gilt der 
Grundsatz, dass Vorhaben in der Landwirtschaftszone nicht überdimensioniert sein dürfen. Wie 
dargelegt, ist dies vorliegend nicht der Fall. 

f) Weiter macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, das Vorhaben trage dem Gebot 
der haushälterischen Bodennutzung insoweit Rechnung, als das Wasserreservoir gleichzeitig als 
Fundament für die Scheune diene.

16 Vgl. Vorakten oranger Ordner, pag. 38 S. 3 und 4; Vorakten, graues Mäppli, pag. 9 und 10
17 Zum Ganzen Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, 
Art. 46 N. 14a
18 Heidi Walther Zbinden, Projektänderungen, KPG-Bulletin 2005/1, S. 4
19 VGE 2009/35 vom 12. November 2009 E. 4.2

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Die Fachbehörden erachten die Wasserfassung als allenfalls standortgebunden.20 Der 
Beschwerdeführer plant, auf dieser Wasserfassung eine Remise zu errichten. Wie dargelegt, steht 
die Zonenkonformität der Remise sowohl hinsichtlich der Standortgebundenheit als auch der 
Dimensionierung nicht fest. Damit ist sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht bewilligungsfähig. Eine 
allfällig zulässige Wasserfassung berechtigt den Beschwerdeführer nicht dazu, eine unzulässige 
Remise darauf zu errichten. Muss die Wasserfassung nicht gleichzeitig als Fundament dienen, 
sind zudem andere Formen der Wasserspeicherung denkbar, die allenfalls weniger 
landwirtschaftliche Fläche beanspruchen. Dies kann beispielsweise auf ein Wassersilo zutreffen. 
Die befestigten Vorplätze sind überdies ebenfalls zu gross und weisen, anders als die Remise, 
keinen konstruktiven Zusammenhang zur Wasserfassung auf. Schliesslich ist auch unklar, ob die 
Wasserfassung selbst nicht überdimensioniert ist: Der Beschwerdeführer erweiterte deren 
Grundfläche im Rahmen der Projektänderung um 48 m2, ohne die Notwendigkeit der 
Vergrösserung zu begründen. Ob die Wasserfassung für sich genommen bewilligungsfähig wäre, 
bedarf indes keiner abschliessenden Beurteilung, da bei Neubauten und –anlagen grundsätzlich 
kein Grund besteht, eine Teilbaubewilligung ohne entsprechenden Antrag der Bauherrschaft zu 
prüfen.21 Dies gilt vorliegend umso mehr, als selbst der Beschwerdeführer ausführt, das Vorhaben 
sei nur als Ganzes sinnvoll.22 Entsprechend haben die Fachbehörden und die Gemeinde das 
Projekt richtigerweise in seiner Gesamtheit geprüft.

4. Strassenmässige Erschliessung

a) Bauvorhaben dürfen weiter nur bewilligt werden, wenn das Baugrundstück genügend 
erschlossen ist (Art. 7 Abs. 1 BauG). Eine genügende Erschliessung setzt namentlich eine 
verkehrssichere Zufahrt voraus (Art. 5 und 6 BauV).23 Gemäss Art. 85 Abs. 2 SG24 wird in der 
Regel nur ein Strassenanschluss pro Grundstück bewilligt.

b) Wie dargelegt, plant der Beschwerdeführer die Errichtung von zwei Zufahrten mit jeweils 
separaten Strassenanschlüssen. Der nördliche Vorplatz grenzt an die Strassenparzelle Pieterlen 
Grundbuchblatt Nr. K.________. Der zweite Vorplatz erschliesst das Baugrundstück von östlicher 
Seite über die Strassenparzelle Pieterlen Grundbuchblatt Nr. L.________. Die Gemeinde holte 
vom Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) eine Beurteilung zur strassenmässigen Erschliessung 
ein. Das TBA hielt mit Stellungnahme vom 28. Juni 2019 fest, der nördliche Strassenanschluss 
zur Parzelle Nr. K.________ werde als gefährlich beurteilt. Dieser sei über 20 m breit und 
schliesse an einen potentiellen Fuss- und Veloweg an. Die Verkehrsteilnehmenden und 
insbesondere die Velofahrenden könnten in den Sichtfeldern durch abgestellte Fahrzeuge 
abgedeckt werden. Zudem sei nicht klar, wo die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge erwartet 
werden müssten. Überbreite Strassenanschlussbereiche würden zu unklaren Verkehrsführungen 
führen und eine potentielle Gefährdung aller Verkehrsteilnehmenden darstellen. Den 
verschiedenen Bedürfnissen von Verkehrsteilnehmenden und Normregelwerken sei mit einer 
einfachen Projektanpassung Rechnung zu tragen. Für das Grundstück sei zudem nur ein 
Strassenanschluss zu bewilligen, sofern dies betrieblich vereinbar ist. Die beste Variante sei im 
Bereich des östlich vorgesehenen Strassenanschlusses auf die Parzelle Nr. N.________. 
Ausserdem sei der nördliche Strassenanschluss auf eine Mindestbreite gemäss Schleppkurven 
zu reduzieren. 

20 Verfügung des AGR vom 2018. August 2020; Fachbericht des LANAT vom 1. Mai 2020
21 VGE 2019/91 vom 17. März 2020 E. 5.2
22 Vorakten graues Mäppli, pag. 33 S. 2
23 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 7 N. 16 
24 Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11)

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Diese Ausführungen der Fachstelle überzeugen. Bei der Strassenparzelle Nr. K.________ handelt 
es sich um einen Fuss- und Veloweg, wobei landwirtschaftlicher Verkehr gestattet ist. Die dort 
geplante Zufahrt zum Grundstück des Beschwerdeführers ist über 20 m breit. Eine derart breite 
Zufahrt ist nicht üblich. Die Ausführungen der Fachstelle, wonach für die Benützerinnen und 
Benützer der Strasse nicht klar sei, wo die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge erwartet werden 
müssten, sind daher zutreffend. Das TBA beurteilte den nördlichen Strassenanschluss somit zu 
Recht als gefährlich. Überdies ist nach Art. 85 Abs. 2 SG grundsätzlich nur ein 
Strassenanaschluss zu bewilligen. Der Beschwerdeführer hat trotz Aufforderung der Gemeinde25 
nicht hinreichend dargelegt, weshalb die konkreten Umstände des Einzelfalls einen zweiten 
Strassenanschluss erforderlich machen. Der blosse Wunsch des Beschwerdeführers nach einer 
Ideallösung begründet jedenfalls kein ausreichendes Bedürfnis nach einer zweiten Zufahrt. Der 
Beschwerdeführer hat es auch nach dem Hinweis des TBA unterlassen, eine entsprechende 
Projektänderung einzureichen. Das aktuell nachgesuchte Projekt ist damit auch aus Gründen der 
strassenmässigen Erschliessung bzw. der mangelnden Verkehrssicherheit nicht 
bewilligungsfähig. 

5. Kosten des Bauentscheids

a) Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde weiter geltend, die Kosten des 
Bauabschlags von CHF 1921.20 seien unverhältnismässig hoch. Es seien ungerechtfertigte 
Zwischenverfügungen und Fachberichte eingeholt worden. Daran habe er kein Mitverschulden. 
Dies betreffe namentlich die Stellungnahme des AGR vom 5. Mai 2020 von CHF 300.--. Auch die 
Kosten von CHF 555.-- für den Amtsbericht des AWA seien höher als der tatsächliche 
Arbeitsaufwand. Die Koordinationspflicht der Gemeinde sei nicht korrekt umgesetzt worden.

b) Gemäss Art. 51 Abs. 1 BewD können die Gemeinden für ihre Tätigkeiten im 
Baubewilligungsverfahren Gebühren und Auslagen (Verfahrenskosten bzw. amtliche Kosten) 
erheben. Diese sind von den Baugesuchstellenden zu tragen (Art. 52 Abs. 1 BewD). Bei der 
Bestimmung der Verfahrenskosten ist der Bedeutung der Bausache angemessen Rechnung zu 
tragen (Art. 52 Abs. 2 BewD). Die Gemeinde erlässt einen Gebührentarif (Art. 51 Abs. 3 BewD). 
Die Gemeinde Pieterlen hat sowohl ein Gebührenreglement als auch eine Gebührenverordnung 
mit den einzelnen Tarifen erlassen.

c) Die vorinstanzlich angefallenen und dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten 
setzten sich gemäss Ziffer 5 des angefochtenen Entscheids wie folgt zusammen:

Kontrolle auf Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit: CHF 40.--
Stellungnahme AGR vom 5. Mai 2020: CHF 300.--
Fachbericht LANAT vom 1. Mai / 14. August 2020: CHF 150.--
Verfügung AGR vom 18. August 2020: CHF 300.--
Amtsbericht AWA vom 8. Juli 2019: CHF 555.--
Fachbericht Brandschutz vom 16. Juli 2019: CHF 100.--
Publikationskosten Anzeiger: CHF 366.20
Bauabschlag: CHF 110.—

Der Beschwerdeführer rügt namentlich die Kosten von CHF 300.-- für die Stellungnahme des AGR 
vom 5. Mai 2020. Das AGR gehört der kantonalen Verwaltung an, womit sich die Gebühren des 
AGR nach der GebV26 richten. Für eine Stellungnahme oder Entscheid über die Zonenkonformität 

25 Vorakten graues Mäppli, pag. 19
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 18a

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in der Landwirtschaftszone und über eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. sowie 
Art. 37a RPG kann das AGR zwischen 50 und 1000 Taxpunkte erheben (Anhang 4A 
Ziff. 2.14 GebV). Ein Taxpunkt entspricht einem Franken (Art. 4 Abs. 2 GebV). Für die 
Stellungnahme vom 5. Mai 2020 erhob das AGR eine Gebühr von CHF 300.--. Diese Gebühr liegt 
im unteren Bereich des erlaubten Rahmens und ist verhältnismässig. Die Stellungnahme war 
zudem nicht unnötig, wie der Beschwerdeführer geltend macht: Das AGR gab im fraglichen 
Schreiben vom 5. Mai 2020 erstmals eine Einschätzung zum neuen Projekt ab. Bevor die 
Unterlagen nicht vollständig waren, verzichtete das AGR sogar auf eine förmliche Stellungnahme, 
um nicht unnötig Kosten zu verursachen.27 Gestützt auf die Stellungnahme vom 5. Mai 2020 
reichte der Beschwerdeführer Schlussbemerkungen ein, zu denen sich das AGR in der Verfügung 
vom 18. August 2020 ebenfalls äusserte. Damit weist die schlussendliche Verfügung vom 
18. August 2020 eine Erweiterung zur Stellungnahme vom 5. Mai 2020 auf. Die ursprünglichen 
Ausführungen des AGR vom 5. Mai 2020 trugen somit zur Vollständigkeit der Beurteilung bei und 
erfolgten nicht ungerechtfertigt. 

Der Beschwerdeführer rügt weiter die Kosten von CHF 555.-- für die Gewässerschutzbewilligung 
des AWA vom 8. Juli 2019. Gemäss der damals gültigen Fassung der GebV konnte für 
Gewässerschutzbewilligungen zwischen 120 und 4590 Taxpunkte erhoben werden (Anhang 8 
Ziff. 3.7 Bst. a GebV in der Fassung vom 1. Mai 2019). In der heutigen Fassung beträgt der 
Rahmen zwischen 170 und 4590 Taxpunkte (Anhang 8 Ziff. 1.3.4 GebV). Das AWA führt in der 
Stellungnahme vom 7. Dezember 2020 aus, an der Gewässerschutzbewilligung seien zwei 
Fachbereiche des AWA (Grundstücksentwässerung und Bodenschutz) beteiligt gewesen. CHF 
345.-- seien auf den Fachbereich Grundstücksentwässerung und CHF 210.-- auf den Fachbereich 
Bodenschutz entfallen. Der Gesamtaufwand habe zwischen vier und fünf Stunden betragen. 
Zusätzlich zum üblichen Aufwand seien vorliegend Rücksprachen mit der Gemeinde und dem 
Beschwerdeführer notwendig gewesen, weil die eingereichten Unterlagen nicht vollständig 
gewesen seien. Das AWA begründet die erhobenen Gebühren nachvollziehbar. Diese liegen 
zudem trotz Zusatzaufwand am unteren Ende des möglichen Gebührenrahmens. Damit besteht 
keine Veranlassung, an der Rechtmässigkeit der erhobenen Gebühren zu zweifeln. Entsprechend 
vermag der Beschwerdeführer auch nicht substantiiert darzulegen, aus welchen Gründen er der 
den Betrag von CHF 555.-- als zu hoch erachtet. 

Weitere Positionen der erhobenen Gebühren rügt der Beschwerdeführer nicht. Es ist denn auch 
nicht ersichtlich, inwiefern diese rechtsfehlerhaft sein sollen. 

6. Übrige Anträge des Beschwerdeführers

a) Der Beschwerdeführer stellt in seiner Beschwerde die Verfahrensanträge, das 
Beschwerdeverfahren sei als beschleunigtes Verfahren zu führen und Termine seien genau zu 
definieren und festzulegen.

Grundsätzlich verlangt das Gebot rechtsgleicher Behandlung gemäss Art. 8 BV28, dass die 
Behörden die bei ihnen anhängig gemachten Verfahren in der Reihenfolge ihres Eingangs 
behandeln. Die prioritäre Behandlung besonders dringlich erscheinender Projekte ist dann mit 
dem Rechtsgleichheitsgebot vereinbar, wenn an der beschleunigten Behandlung ein besonders 
gewichtiges öffentliches oder privates Interesse besteht, das die Interessen der anderen hängigen 
Verfahren Beteiligten klar überwiegt. Dies kann beispielsweise bei einem 
Baubewilligungsverfahren für den Wiederaufbau einer durch ein Naturereignis zerstörten Baute 

27 Vorakten graues Mäppli, pag. 16
28 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)

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oder Anlage der Fall sein.29 Der Beschwerdeführer verlangt die Verfahrensbeschleunigung 
aufgrund der seit Einreichung seines ursprünglichen Baugesuchs im Jahr 2017 verstrichenen Zeit. 
Eine lange vorin-stanzliche Verfahrensdauer rechtfertigt jedoch keine besondere Beschleunigung 
des Beschwerdeverfahrens, zumal vorliegend der Beschwerdeführer an der bisherigen 
Verfahrensdauer ebenfalls seinen Anteil trägt.30 Dennoch erging der vorliegende 
Beschwerdeentscheid innerhalb einer verhältnismässig kurzen Behandlungsfrist von rund fünf 
Monaten seit Beschwerdeeingang bei der BVD. Auch der Antrag, Termine und Fristen genau 
festzulegen, wurde im Rahmen der Verfahrensinstruktion entsprochen, indem das Rechtsamt 
Fristen setzte und die Verfahrensschritte, namentlich den Entscheid, auf einen bestimmten 
Zeitraum ankündigte. Weitergehende Ansprüche hat der Beschwerdeführer nicht. Die 
Verfahrensanträge des Beschwerdeführers werden daher abgewiesen, soweit sie nicht ohnehin 
als erfüllt zu betrachten sind.

b) Der Beschwerdeführer stellt sodann zahlreiche Beweisanträge. Namentlich verlangt er die 
Einholung von Akten diverser anderer Verfahren, die Befragung mehrerer Zeugen sowie die 
Durchführung eines Augenscheins. 

Die Behörde ist nicht an die Beweisanträge der Parteien gebunden (vgl. Art. 18 VRPG). 
Beweismassnahmen sind insbesondere nicht erforderlich, wenn von ihnen keine wesentlichen 
neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Die vorstehenden Erwägungen zeigen, dass auch ohne die 
vom Beschwerdeführer verlangten Beweismassnahmen über die Beschwerde befunden werden 
kann. Die Beweisanträge werden daher abgewiesen.

7. Zusammenfassung und Kosten

a) Zusammenfassend werden die Verfügung des AGR vom 18. August 2020 sowie der 
Bauabschlag der Gemeinde Pieterlen vom 4. September 2020 bestätigt und die Beschwerde wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der 
Beschwerdeführer als unterliegend.

b) Der unterliegende Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von CHF 1800.-- (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV31). 

c) Der Beschwerdeführer verlangt eine Parteientschädigung von CHF 24 607.15. Als 
unterliegende Partei hat er jedoch zum Vornherein keinen Entschädigungsanspruch (Art. 108 
Abs. 3 VRPG). Die Beschwerdegegnerin ihrerseits war nicht anwaltlich vertreten und hat daher 
ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

29 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 2a N. 4a
30 Vgl. zum Ganzen BVD 110/2019/124 vom 9. September 2019, E. 3.d
31 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Entscheid 
der Gemeinde Pieterlen vom 4. September 2020 und die Verfügung des AGR vom 
18. August 2020 werden bestätigt. 

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- A.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Pieterlen, Bauabteilung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail
- Amt für Landwirtschaft und Natur, Fachstelle Boden, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in sechs Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.