# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5c8907f-d8e7-508e-a7b7-08b95abdd322
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LZ240006-O8
**Docket/Reference:** LZ240006-O8
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LZ240006-O8.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ240006-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. K. Vogel

sowie Gerichtsschreiber MLaw P. Weber

Beschluss und Urteil vom 26. Mai 2025

in Sachen

A._____, 

Beklagter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

1.

2.

3.

B._____, 

C._____, 

D._____, 

Kläger, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungskläger

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt ass. iur. Y._____, 

2, 3 vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge B._____, 

betreffend Abänderung Unterhalt

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 

Bezirksgericht Dietikon vom 29. Januar 2024 (FK220006-M)

- 2 -

Rechtsbegehren:

Schlussanträge der Kläger im erstinstanzlichen Verfahren (Urk. 40 S. 2):

"1.

Der Unterhalt für die Kinder C._____ und D._____ (Barunterhalt) 
sei unter Abänderung der Vereinbarung zwischen den Eltern vom 
4. Juli 2017 wie folgt und rückwirkend ab 1.1.2021 wie folgt zu än-
dern, jeweils zzgl. allfälliger Kinderzulagen und bis Abschluss ei-
ner angemessenen Erstausbildung, gerichtsüblich zu indexieren:

• Phase I   – 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022 CHF 1'384 pro 

Kind.

• Phase II  – 1. November 2022 bis 31. März 2023 CHF 976 pro 

Kind.

• Phase III – 1. April 2023 bis 31. Juli 2023 CHF 576 für C._____ 

und CHF 1'176 für D._____.

• Phase IV – 1. August 2023 bis tt.mm.2025 CHF 751 für 

C._____ und CHF 1'089 für D._____.

• Phase V – ab tt.mm.2025 CHF 951 Unterhalt für C._____ und 

CHF 989 für D._____.

2.

3.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Auslagen und 
Mehrwertsteuer zu Lasten des Beklagten.

Den Klägern sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
der Unterzeichner als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestel-
len."

Schlussanträge des Beklagten im erstinstanzlichen Verfahren (Urk. 45 S. 1 f.):

"1.

Die Vereinbarung der Parteien vom 23.03.2022 über die Abände-
rung der Ziff. 2. Abs. 2 der mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil 
vom 4. Juli 2017 genehmigten Betreuungsregelung sei richterlich 
zu genehmigen.

2.

Die Klage sei hinsichtlich der Abänderung der Kinderunterhaltsbei-
träge für C._____ und D._____ vollumfänglich abzuweisen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger."

- 3 -

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht
Dietikon vom 29. Januar 2024:
(Urk. 52 S. 32 ff. = Urk. 55 S. 32 ff.)

1.

Die Vereinbarung der Parteien vom 23. März 2022 über die Abänderung des 

Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 4. Juli 2017 (Geschäfts-Nr. 

FK170004-E) wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:

"Die Parteien ändern Ziff. (2) der vor dem Bezirksgericht Hinwil am 4.7.2017 

geschlossenen Vereinbarung (FK170004) wie folgt:

• Ab dem Monat Juli 2022 ist der Kindsvater berechtigt und verpflichtet, die Kin-

der jedes zweite Wochenende von Freitag ab 18:00, bis Sonntag 17:00 Uhr 

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Wenn die 

Kindsmutter eine Arbeitsstelle mit Samstagseinsetzung findet, kommt die neue 

Besuchsregelung sofort in Anwendung.

• Ferner ist der Vater berechtigt und verpflichtet, die Kinder jährlich während 3 

Wochen in den Schulferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Fe-

rien zu nehmen. Der Vater teilt der Mutter 3 Monate im Voraus mit, wann er 

das Ferienbesuchsrecht ausüben will."

2.

In teilweiser Gutheissung der Klage werden Ziffer 4, 5 und 6 der mit Urteil 

des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Juli 2017 genehmigten Vereinbarung auf-

gehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"4. Kinderunterhalt

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 an den Unterhalt und die Erzie-

hung der Kinder C._____, geboren tt.mm.2015, und D._____, geboren 

tt.mm.2016, folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Familien-, 

Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen:

Phasen:

Phase I:

rückwirkend ab 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022

Phase II:

rückwirkend ab 1. November 2022 bis 31. März 2023

- 4 -

Phase III: rückwirkend ab 1. April 2023 bis 31. Juli 2023

Phase IV: teilweise rückwirkend ab 1. August 2023 bis tt.mm.2025

Phase V: ab tt.mm.2025 bis 31. Juli 2029

Phase VI: ab 1. August 2029 bis 31. Juli 2032

Phase VII: ab 1. August 2032 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 

einer ersten Berufslehre oder bis zum Abschluss eines Gymnasi-

ums auch über die Volljährigkeit hinaus.

Für C._____:

– In Phase I:

Fr.  850.00

– In Phase II: Fr.  889.50

– In Phase III: Fr.  585.00

– In Phase IV: Fr.  760.00

– In Phase V: Fr.  943.00

– In Phase VI: Fr.  750.00

– In Phase VII: Fr.  687.00

Für D._____:

– In Phase I:

Fr.  850.00

– In Phase II: Fr.  889.50

– In Phase III: Fr. 1'123.00

– In Phase IV: Fr. 1'035.00

– In Phase V: Fr.  943.00

– In Phase VI: Fr. 1'042.00

– In Phase VII: Fr.  679.00

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin 1 zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten 

gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange C._____ und D._____ im Haus-

halt der Klägerin 1 leben und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Be-

klagten stellen bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.

- 5 -

Mit den Unterhaltsbeiträgen dieses Urteils ist der gebührende Unterhalt von 

C._____ und D._____ nicht gedeckt. Zur Deckung des gebührenden Unter-

halts fehlen monatlich die folgende Beträge:

Für C._____:

– In Phase I:

Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 420.00 

– In Phase II: Fr. 845.50 (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase III: Fr.  0.00  (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase IV: Fr.  0.00  (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase V: Fr.  0.00   (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase VI: Fr.  0.00   (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase VII: Fr.  0.00   (davon Fr.  0.00 Betreuungsunterhalt)

Für D._____:

– In Phase I:

Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 340.00

– In Phase II: Fr. 910.50 (davon Fr. 73.00 Betreuungsunterhalt) 

– In Phase III: Fr. 182.00 (davon Fr.   0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase IV: Fr. 416.00 (davon Fr.   0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase V: Fr. 525.00 (davon Fr.   0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase VI: Fr.  0.00  (davon Fr.   0.00 Betreuungsunterhalt)

– In Phase VII: Fr.  0.00  (davon Fr.   0.00 Betreuungsunterhalt)

5.

Indexierung

Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezember 

2023 von 106.2 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind je-

weils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2025, 

dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die 

Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

- 6 -

6. Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Der abgeänderten Unterhaltsregelung liegen folgende finanzielle Verhält-

nisse der Parteien zugrunde:

Einkommen: netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:

– Klägerin 1:

– Beklagter:

– C._____:

– D._____:

Vermögen:

– Klägerin 1:

– Beklagter:

– C._____:

– D._____:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

2'558.85

Phase II (60%-Pensum)

2'908.30

Phase III - V (60%-Pensum; inkl. Nebener-
werb von Dorfbibliothek)

3'333.30

Phase VI (80%-Pensum; hypothetisch)

4'166.60

Phase VII (100%-Pensum; hypothetisch)

5'014.70

Phase II (100%-Pensum)

5'237.35

Phase III - VII (100%-Pensum)

200.–

200.–

Familienzulage

Familienzulage

0.–

0.–

0.–

0.–

3.

4.

5.

6.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'000.00.

Die  Kosten  werden  den  Parteien  je  zur  Hälfte  auferlegt,  jedoch  zufolge  Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 

ZPO hingewiesen.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterinnen der Parteien 

aus der Gerichtskasse erfolgt nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Entscheids mit separater Verfügung (Art. 122 ZPO). Aufgrund der Nachzah-

lungspflicht gemäss Art. 123 ZPO sind die Parteien verpflichtet, dem Gericht 

bis zum Erhalt dieser Honorarverfügung allfällige Adresswechsel zu melden, 

- 7 -

andernfalls Zustellungen an die heutige Adresse als rechtsgültig erfolgt gel-

ten.

7.

8.

[Schriftliche Mitteilung]

[Rechtsmittelbelehrung]

Berufungsanträge zur Hauptberufung:

des Beklagten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten 
(Urk. 54 S. 2):

"1.

2.

3.

Dispositivziffer 2 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten 
Verfahren des Bezirksgerichts Dietikon vom 29.01.2024 sei aufzu-
heben und die Klage auf Abänderung der Unterhaltsbeiträge für 
die Kinder C._____ und D._____ sei abzuweisen, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten der Beru-
fungsbeklagten 1.

Es sei über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens 
neu zu entscheiden.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST 
zu Lasten der Berufungsbeklagten."

Eventualanträge (Urk. 54 S. 29 ff.):

"Die Ziffern 4, 5 und 6 der mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 
04.07.2017 genehmigten Vereinbarung seien aufzuheben und durch 
folgende Fassung zu ersetzen: 

4. Kinderunterhalt

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 an den Unterhalt und die 
tt.mm.2015,  und  D._____, 
Erziehung  der  Kinder  C._____,  geb. 
geb. tt.mm.2016, folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger 
Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen zu bezahlen:

Phase:

Phase I:

Phase II:

01.11.2022 – 31.03.2023

01.04.2023 – 31.07.2023

Phase III:

01.08.2023 – tt.mm.2025

Phase IV:

tt.mm.2025 – 31.07.2029

- 8 -

Phase V:

01.08.2029 – 31.07.2032

Phase VI:

01.08.2032 – zum Abschluss einer Erstausbildung

Für C._____:

In Phase I:

CHF 884.60

In Phase II:

CHF 585.00

In Phase III:

CHF 760.00

In Phase IV:

CHF 960.00

In Phase V:

CHF 702.80

In Phase VI:

CHF 434.25

Für D._____:

In Phase I:

CHF 876.45

In Phase II:

CHF 960.85

In Phase III:

CHF 966.75

In Phase IV:

CHF 875.65

In Phase V:

CHF 694.65

In Phase VI:

CHF 426.10

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin 1 zahlbar, und zwar monat-
lich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zah-
lungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange C._____ 
und D._____ im Haushalt der Klägerin 1 leben und keine eigenen An-
sprüche gegenüber dem Beklagten stellen bzw. keinen anderen Zah-
lungsempfänger bezeichnen.

Mit den Unterhaltsbeiträgen dieses Urteils ist das Existenzminimum von 
C._____ und D._____ nicht immer gedeckt. Zur Deckung des Existenz-
minimums fehlen monatlich die folgenden Beträge:

Für C._____:

In Phase I:

CHF  850.40

In Phase II:

CHF 

0.00

In Phase III:

CHF 

0.00

In Phase IV:

CHF 

0.00

In Phase V:

CHF 207.20

- 9 -

In Phase VI:

CHF 475.75

Für D._____:

In Phase I:

CHF 850.40

In Phase II:

CHF 766.00

In Phase III:

CHF 555.10

In Phase IV:

CHF 646.20

In Phase V:

CHF 207.20

In Phase VI:

CHF 475.75

5.

Indexierung

Abs. 1 gemäss dem angefochtenen Urteil.

Abs. 2 neu: Weist der Beklagte nach, dass sich sein Einkommen nicht 
im Umfang der Teuerung erhöht, so werden die Unterhaltsbeiträge ge-
mäss Ziffer 4 nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung 
angepasst. Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2023 
berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

6. Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Der  abgeänderten  Unterhaltsregelung  liegen  folgende  finanzielle  Ver-
hältnisse der Parteien zugrunde:

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzula-
gen separat:

Klägerin 1: 

 CHF 2'883.00 Phase I (durchschnittlicher Lohn aus 60%-Pensum 

+ CHF 200.00 Nebenverdienst)

 CHF 2'958.45 Phase II – IV (60%-Pensum + CHF 200.00 Neben-

verdienst)

 CHF 3'678.00 Phase V (80%-Pensum)

 CHF 4'597.00 Phase VI (100%-Pensum)

- 10 -

Beklagter:

 CHF 5'014.70 Phase I (100%-Pensum)

 CHF 5'237.35 Phasen II – VI (100%-Pensum)

C._____ und D._____: 

 CHF 200.00 / 250.00 Familienzulage

Vermögen:

Eltern und Kinder verfügen über kein Vermögen."

Prozessuale Anträge

"Dem Beklagten und Berufungskläger sei rückwirkend ab 30.01.2024 
(Eingang des begründeten Urteils des Bezirksgerichts Dietikon) für das 
Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsver-
treter zu bestellen."

der Kläger, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger (Urk. 60 S. 2):

"[…]

2.

3.

4.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Auslagen und 
Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsklägers.

Den Berufungsbeklagten sei rückwirkend per 6. April 2024 die un-
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichner als 
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

Vorladungen, Verfügungen und Entscheide sowie Eingaben der 
Gegenseite seien dem Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten im 
Sinne des Art. 139 ZPO elektronisch zuzustellen. Von der Rück-
sendung nach Verfahrensabschluss von Ausdrucken elektronisch 
durch den Unterzeichner eingereichter Unterlagen sei abzuse-
hen."

Berufungsanträge zur Anschlussberufung:

der Kläger, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger (Urk. 60 S. 2):

"1.

Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils sei hinsichtlich der Un-
terhaltsbeträge und Fehlbeträge wie folgt neu zu fassen:

Unterhalt
Phase I

C._____
1'025

D._____
1'025

- 11 -

1'040
   585
   760
   960
   910
   910

C._____
555
696
    0
    0
    0
    0
    0

1'040
1'198
1'111
1'011
1'036
   902

D._____
635
688
529
412
512
167
    0

Phase II
Phase III
Phase IV
Phase V
Phase VI
Phase VIII

Fehlbeträge
Phase I
Phase II
Phase III
Phase IV
Phase V
Phase VI
Phase VII

[…]"

des Beklagten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (Urk. 64 
S. 2):

"Die Anschlussberufung sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten der Anschlussberufungskläger."

Abgeänderte Eventualanträge (Urk. 64 S. 11):

"Es ergeben sich zusammengefasst folgende abgeänderte Eventualan-
träge für den Unterhalt von C._____ und D._____:

Für C._____:

01.11.2022 – 31.03.2023:

01.04.2023 – 31.07.2023:

01.08.2023 – 30.06.2024:

01.07.2024 – tt.mm.2025:

tt.mm.2025 – 31.07.2029:

01.08.2029 – 31.07.2032:

CHF 884.60

CHF 585.00

CHF 760.00

CHF 605.35

CHF 805.35

CHF 555.35

01.08.2032 – zum Abschluss einer Erstausbildung: CHF 255.35

Für D._____:

01.11.2022 – 31.03.2023:

01.04.2023 – 31.07.2023:

01.08.2023 – 30.06.2024:

01.07.2024 – tt.mm.2025:

tt.mm.2025 – 31.07.2029:

01.08.2029 – 31.07.2032:

- 12 -

CHF 876.45

CHF 960.85

CHF 966.45

CHF 597.20

CHF 597.20

CHF 347.20

01.08.2032 – zum Abschluss einer Erstausbildung: CHF 247.20"

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Der  Beklagte,  Berufungskläger  und  Anschlussberufungsbeklagte  (fortan:  Be-

klagter) sowie die Klägerin 1, Berufungsbeklagte 1 und Anschlussberufungsklägerin 

1 (fortan: Klägerin 1) sind die Eltern der am tt.mm.2015 respektive am tt.mm.2016 

geborenen Kinder, C._____, Kläger 2 und Berufungsbeklagter 2, sowie D._____, 

Klägerin 3 und Berufungsbeklagte 3 (fortan: Kinder). Die Eltern sind und waren nicht 

miteinander verheiratet.

2. Am 29. März 2022 machten die Kinder, gesetzlich vertreten durch die Klägerin 

1, das Verfahren bei der Vorinstanz betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange 

anhängig  (Urk. 1).  Der  Prozessverlauf  kann  dem  erstinstanzlichen  Urteil  entnom-

men werden (Urk. 55 S. 3 f.). Am 29. Januar 2024 erliess die Vorinstanz das ein-

gangs wiedergegebene Urteil (Urk. 55 S. 32 ff.).

3. Gegen das vorinstanzliche Urteil erhob der Beklagte mit Eingabe vom 29. Fe-

bruar  2024  innert  Frist  Berufung,  mit  den  eingangs  zitierten  Anträgen  respektive 

Eventualanträgen  (Urk. 54).  Mit  Verfügung  vom  3. April  2024  wurde  den  Klägern 

Frist zur schriftlichen Stellungnahme zur Berufungsschrift angesetzt (Urk. 59). Mit 

Eingabe vom 8. Mai 2024 erstatteten die Kläger fristgerecht Berufungsantwort und 

erhoben Anschlussberufung (Urk. 60). In der Folge wurde dem Beklagten mit Ver-

fügung vom 10. Juni 2024 Frist angesetzt, um die Anschlussberufung zu beantwor-

- 13 -

ten (Urk. 63). Fristgerecht erstattete der Beklagte am 11. Juli 2024 die Anschluss-

berufungsantwort samt Noveneingabe (Urk. 64). Mit Verfügung vom 15. Juli 2024 

wurde die Anschlussberufungsantwort den Klägern zur Kenntnisnahme zugestellt, 

unter Fristansetzung zur Novenstellungnahme (Urk. 67). Mit Schreiben vom 27. Au-

gust 2024 ersuchten die Kläger um Fristerstreckung, wobei das Fristerstreckungs-

gesuch letztmals bis am 6. September 2024 erstreckt wurde (Urk. 68). Am 6. Sep-

tember 2024 ersuchten die Kläger erneut um Fristerstreckung bis zum 20. Septem-

ber 2024 (Urk. 69). Mit Verfügung vom 9. September 2024 wurde das Fristerstre-

ckungsgesuch der Kläger im Sinne einer Notfrist bis zum 13. September 2024 er-

streckt. Die Kläger liessen sich nicht mehr vernehmen. 

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-53). Mit Verfügung vom 

21. Oktober 2024 wurde den Parteien angezeigt, dass sich das Berufungsverfahren 

als spruchreif erweist (Urk. 71). Mit Eingabe vom 25. Oktober 2024 reichte Rechts-

anwalt X._____ die Aufstellung über seine Bemühungen als unentgeltlicher Rechts-

vertreter des Beklagten ins Recht (Urk. 72-73/2).

II. Prozessuales

1. Die  Berufung  hemmt  die  Rechtskraft  nur  im  Umfang  der  Anträge  (Art. 315 

Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten wurde die Dispositivziffer 1 des Urteils vom 29. Ja-

nuar 2024 (Urk. 54 S. 2 und Urk. 60 S. 2). Diese Ziffer ist somit in Rechtskraft er-

wachsen, was vorzumerken ist.

2. Mit  der  Berufung  kann  eine  unrichtige  Rechtsanwendung  und  eine  unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, 

mithin  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und  Rechtsfragen.  In  der 

schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzei-

gen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als feh-

lerhaft zu betrachten ist bzw. inwiefern er an einem der genannten Mängel leidet. 

Dazu hat sich der Berufungskläger inhaltlich mit den vorinstanzlichen Erwägungen 

auseinanderzusetzen und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten 

- 14 -

aufzuzeigen, woraus sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Pau-

schale Verweisungen auf frühere Rechtsschriften oder Vorbringen genügen hierfür 

nicht (BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 105/2016 Nr. 99; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 = 

Pra 102/2013 Nr. 4; BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020, E. 5.2.3). Diese Begrün-

dungsanforderungen gelten sinngemäss auch für den Inhalt der Berufungsantwort 

(BGer 4A_496/2016 vom 8. Dezember 2016, E. 2.2.2 m.w.H.; BGer 5A_660/2014 

vom 17. Juni 2015, E. 4.2 m.w.H.). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen 

Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von 

der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von 

offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen 

zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-

stanzlichen  Entscheid  erhoben  werden  (BGE 142  III  413  E. 2.2.4  m.H.;  BGer 

5A_164/2019 vom 20. Mai 2020, E. 5.2.3). Inhaltlich ist die Rechtsmittelinstanz da-

bei weder an die Argumente, welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstan-

dungen vorbringen, noch an die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wen-

det das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition 

in Tatfragen, weshalb sie die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gut-

heissen oder diese auch mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abwei-

chenden  Begründung  abweisen  kann  (sogenannte  Motivsubstitution).  Die  vorge-

brachten Beanstandungen geben zwar das Prüfprogramm vor, binden die Rechts-

mittelinstanz aber nicht an die Argumente, mit denen diese begründet werden (BGE 

147  III  176  E. 4.2.1;  BGer  4A_397/2016  vom  30. November  2016,  E. 3.1;  KUKO 

ZPO-Oberhammer/Weber, Art. 57 N 2). In diesem Rahmen ist insoweit auf die Par-

teivorbringen  einzugehen,  als  dies  für  die  Entscheidfindung  erforderlich  ist 

(BGE 134 I 83 E. 4.1).

3.1.

Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen grundsätzlich nur noch unter den 

Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Art. 296 ZPO statuiert für Kin-

derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorliegend zu beurtei-

len sind – den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in die-

sem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die 

Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungs-

maxime unterstehen, können die Parteien auch im Berufungsverfahren neue Tat-

- 15 -

sachen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung unbeschränkt vorbringen (Art. 317 

Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f  ZPO).

3.2. Der Beklagte macht in der Anschlussberufungsantwort vom 11. Juli 2024 unter 

dem Titel "Noven" geltend, ihm sei die Wohnung an der bisherigen Adresse gekün-

digt worden, weshalb er mit seiner Lebenspartnerin, E._____, und dem gemeinsa-

men Sohn F._____ per 1. Juli 2024 habe umziehen müssen. Hierzu reicht er einen 

Mietvertrag  für  Wohnräume  sowie  für  einen  Garagen-  und  Abstellplatz  ins  Recht 

(Urk. 64 S. 2 f. und Urk. 66/1-4).

Des Weiteren reicht der Beklagte eine Fotografie der Klingelanlage der Klägerin 1 

mit einem unter deren Namen auf einem Klebeband angebrachten weiteren Namen 

ins  Recht.  Hierzu  führt  er  aus,  bei  dem  an  der  Türklingel  angebrachten  Namen 

handle es sich um den langjährigen Partner der Klägerin 1. Angesichts der schon 

mehrjährigen  Partnerschaft  sei  von  einem  Konkubinat  auszugehen,  weshalb  der 

Grundbetrag der Klägerin 1 spätestens ab dem 1. Juli 2024 – im Sinne der Gleich-

behandlung der Parteien – auf Fr. 1'000.– zu reduzieren sei. Des Weiteren seien 

auch die Wohnkostenanteile der Klägerin 1 sowie der Kinder ab diesem Zeitpunkt 

zu  reduzieren  (Urk. 64  S. 3  f.).  Die  Kläger  liessen  sich  zur  Eingabe  vom 

11. Juli 2024 nicht weiter vernehmen.

Diese nach dem Gesagten (E. II. 3.1) zulässigen Noven werden in die materielle 

Beurteilung einzufliessen haben (vgl. E. III. 8.3).

1.

Vorliegen eines Abänderungsgrundes

III. Materielles

1.1. Die  Vorinstanz  bejahte  das  Vorliegen  eines  Abänderungsgrunds  des  ur-

sprünglichen Urteils mit der Begründung, die Leistungsfähigkeit des Beklagten habe 

sich im Vergleich zum Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Juli 2017 durch die 

Wohngemeinschaft mit seiner neuen Lebenspartnerin erhöht. Da dies im Urteilszeit-

punkt nicht habe vorhergesehen werden können, sei dieser Umstand damals auch 

nicht berücksichtigt worden. Aufgrund des mehrjährigen Zusammenlebens mit der 

Lebenspartnerin seit dem Jahr 2018 und deren Beteiligung am Mietzins pro Monat 

- 16 -

im Umfang von Fr. 400.– habe sich die Leistungsfähigkeit des Beklagten um diesen 

Betrag dauerhaft erhöht. Diese Erhöhung erweise sich im Vergleich zu den im Ur-

sprungsurteil  festgesetzten  Kinderunterhaltsbeiträgen  von  insgesamt  Fr. 1'300.– 

und unter Berücksichtigung, dass bei den Kindern C._____ und D._____ gemäss 

dem Urteil vom 4. Juli 2017 ein Manko im Barunterhalt von Fr. 650.– und Fr. 430.– 

zzgl. Fremdbetreuungskosten bestanden habe, als erheblich. Damit habe im Zeit-

punkt der Rechtshängigkeit der vorinstanzlichen Klage – im Dezember 2021 – ein 

Abänderungsgrund vorgelegen (Urk. 55 E. IV. 1.4 S. 10 f.).

1.2. Der Beklagte führt aus, er anerkenne grundsätzlich eine Erhöhung seiner Leis-

tungsfähigkeit aufgrund der Wohngemeinschaft mit seiner Lebenspartnerin und de-

ren Übernahme eines Mietkostenanteils in der Höhe von Fr. 400.–. Die Vorinstanz 

habe  jedoch  unberücksichtigt  gelassen,  dass  er  das  ihm  angerechnete  Nettoein-

kommen in der Höhe von Fr. 5'000.– im Jahr 2021 effektiv gar nicht erzielt habe, 

weshalb im Zeitpunkt der Klageerhebung kein Abänderungsgrund bestanden habe. 

Er  habe  belegt,  dass  sein  Nettoeinkommen  im  Jahr  2021  lediglich  Fr. 60'668.60, 

inklusive  Kinderzulagen  in  der Höhe  von  Fr. 4'800.–, betragen  habe.  Mithin habe 

sein massgebliches Nettoeinkommen Fr. 55'686.60 bzw. monatlich Fr. 4'655.70 be-

tragen. Die Vorinstanz habe erwogen, das Nettoeinkommen des Beklagten in der 

Höhe von Fr. 5'000.– sei bereits anlässlich der am 4. Juli 2017 genehmigten Ver-

einbarung  für  die  Zeit  nach  Abschluss  seiner  Ausbildung  festgesetzt  worden  und 

der Beklagte mache keine unvorhersehbaren Gründe geltend, weshalb das Einkom-

men in der Folge tiefer ausgefallen sei (Urk. 55 IV. E. 1.4 S. 10 f.). Dies sei nicht 

nachvollziehbar: Wenn nachweisbar ein hypothetisch angenommenes Einkommen 

nicht  erzielt  werden  könne,  sei  dies  im  Abänderungsprozess  zumindest  dann  zu 

berücksichtigen, wenn andernfalls ein unzulässiger Eingriff in das Existenzminimum 

des Unterhaltsschuldners erfolgen würde. Da der gesamte Barunterhalt der Kinder 

nicht von ihm habe gedeckt werden können und im Bedarf der Kinder ein Manko 

resultiert habe, sei ihm bei der erstmaligen Festsetzung der Unterhaltsbeiträge le-

diglich das Existenzminimum belassen worden. Seine Leistungsfähigkeit habe sich 

nicht um Fr. 400.– erhöht. Vielmehr habe diese Einsparung durch sein Minderein-

kommen Fr. 354.30 [recte: Fr. 344.30] betragen und sei praktisch vollständig kom-

pensiert worden. Effektiv habe sich seine finanzielle Situation im Jahr 2021 lediglich 

- 17 -

um Fr. 44.30 [recte: Fr. 45.70] pro Monat verbessert, was die Anforderung an eine 

erhebliche Veränderung der Verhältnisse selbst bei einem Mankofall nicht erfülle. 

Im  Zeitpunkt  der  Klageeinleitung  habe  damit  kein  Abänderungsgrund  bestanden 

(Urk. 54 Rz. 1–6).

Die Kläger halten dem entgegen, Ansatzpunkt für die Prüfung, ob ein Abänderungs-

grund  vorliege,  seien  die  Verhältnisse,  wie  sie  im  ursprünglichen  Entscheid  zu-

grunde gelegt worden seien. Es sei nicht Gegenstand des Abänderungsverfahrens 

zu prüfen, ob die Verhältnisse zuvor richtig beurteilt worden seien. Soweit der Be-

klagte das angerechnete Einkommen für nicht realistisch gehalten habe, hätte er 

dies im damaligen Verfahren geltend machen müssen oder dagegen ein Rechtsmit-

tel einlegen können (Urk. 60 Rz. 2 f.).

1.3. Auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich der Vorausset-

zungen  für  die  Veränderung  der  Verhältnisse  im  Sinne  von  Art. 286  Abs.  2  ZGB 

kann verwiesen werden (Urk. 55 IV E. 1.3). Ergänzt werden können die Ausführun-

gen noch dahingehend, dass im Abänderungsverfahren die Umstände, wie sie dem 

ursprünglichen Entscheid bzw. Unterhaltsvertrag zugrunde gelegt werden, den Aus-

gangspunkt  darstellen.  Es  wird  nicht  geprüft,  welcher  Unterhaltsbeitrag  aufgrund 

der aktuellen finanziellen Verhältnisse angemessen erscheint (BSK ZGB I-Fountou-

lakis, Art. 286 N 7c). Stellt sich heraus, dass ein hypothetisch angerechnetes Ein-

kommen nicht erzielt werden kann, stellt dies eine Veränderung der Verhältnisse im 

Sinne von Art. 286 Abs. 2 ZGB dar. Der Unterhaltsschuldner hat im Abänderungs-

verfahren darzulegen, weshalb ihm das Erzielen des hypothetischen Einkommens 

aktuell nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Die Beurteilung der Zumutbarkeit ist 

eine Rechts- und keine Tatfrage. Die der Beurteilung der Zumutbarkeit zugrunde 

liegenden Umstände sind jedoch Tatfragen. Eine Neubeurteilung der Zumutbarkeit 

oder  der  Möglichkeit,  ohne  dass  veränderte  Tatsachen  vorliegen,  ist  im  Rahmen 

eines Unterhaltsabänderungsverfahrens ausgeschlossen (Staub, Die Abänderung 

familienrechtlicher  Entscheide,  2022,  Rz.  251,  und  BGer  5A_129/2019  vom 

10. Mai 2019 E. 2.2).

1.4. Es ist unbestritten, dass das Einkommen des Beklagten im ursprünglichen Ur-

teil  vom  4. Juli  2017  im  Hinblick  auf  den  Abschluss  seiner  Ausbildung  festgelegt 

- 18 -

wurde. Mit dem blossen Verweis auf die Lohnabrechnung 2021 (Urk 14/2) legt der 

Beklagte  nicht  dar,  inwiefern  ihm  die  Erzielung  des  hypothetischen  Einkommens 

nicht möglich oder nicht zumutbar war. Demnach ist die vorinstanzliche Erwägung 

korrekt, wonach auch für das Jahr 2021 beim Beklagten von einem Nettoeinkom-

men in der Höhe von Fr. 5'000.– auszugehen ist und sich die Leistungsfähigkeit des 

Beklagten mit Übernahme des Mietkostenanteils in der Höhe von Fr. 400.– durch 

seine Lebenspartnerin um diesen Betrag erhöht. 

1.5.

Im Ergebnis sind die vorinstanzlichen Erwägungen zu bestätigen, wonach sich 

die Leistungsfähigkeit des Beklagten durch die Wohngemeinschaft mit seiner Le-

benspartnerin  und  deren  Übernahme  des  Wohnkostenanteils  in  der  Höhe  von 

Fr. 400.– dauerhaft und wesentlich erhöhte und im Zeitpunkt der Anhängigmachung 

der Klage ein Abänderungsgrund hinsichtlich der Kinderunterhaltsbeiträge vorlag. 

Die Rüge des Beklagten erweist sich damit als unbegründet.

2.

Zeitpunkt der Abänderung der Unterhaltsbeiträge

2.1. Die Vorinstanz erwog, da dem Beklagten seine verbesserte Leistungsfähigkeit 

durchaus bekannt respektive bewusst gewesen sein müsse, erscheine die rückwir-

kende Abänderung der Kinderunterhaltsbeiträge nicht unbillig. Vorliegend sei unbe-

achtlich,  dass  die  Unterhaltsbeiträge  an  das  Gemeinwesen  abgetreten  worden 

seien und eine rückwirkende Erhöhung nicht direkt an die Klägerin 1 und somit an 

die Kinder ausbezahlt werde. Dass der Beklagte trotz erhöhter Leistungsfähigkeit 

keine Ersparnisse gebildet habe, könne vorliegend nicht dazu führen, dass keine 

rückwirkende  Erhöhung  der  Kinderunterhaltszahlungen  vorgenommen  werden 

könne. Andernfalls sei eine rückwirkende Anpassung ohne entsprechende Erspar-

nisse nie möglich. Die Kläger hätten ihre Klage am 10. Dezember 2021 rechtshän-

gig gemacht. Die Leistungsfähigkeit des Beklagten habe sich jedoch bereits im Ja-

nuar 2021 erhöht. Aus diesem Grund sei es in Anwendung von Art. 286 Abs. 2 ZGB 

zulässig, die Anpassung der Kinderunterhaltsbeiträge ab Januar 2021 zu verlangen 

(Urk. 55 IV. E. 2.4).

2.2. Der Beklagte führt zusammengefasst aus, selbst bei Annahme einer erhöhten 

Leistungsfähigkeit sei eine rückwirkende Abänderung der Unterhaltsbeiträge über 

- 19 -

das Datum der Rechtshängigkeit hinaus unrechtmässig. Die rückwirkende Anpas-

sung  der  Unterhaltsbeiträge  werde  von  der  Rechtsprechung  in  analoger  Anwen-

dung von Art. 279 Abs. 1 ZGB auf ein Jahr vor Klageeinreichung als zulässig erach-

tet. Der Zeitpunkt der Wirksamkeit des Urteils, könne jedoch vom Richter nach sei-

nem Ermessen unter Berücksichtigung der Umstände des konkreten Falles festge-

legt werden. Der Grund für die rückwirkende Geltendmachung von Unterhaltsbei-

trägen im Sinne von Art. 279 ZGB sei, dass den Parteien vor Klageerhebung Zeit 

für eine gütliche Einigung gegeben werden soll. Er habe jedoch keine Gelegenheit 

erhalten, mit den Klägern in Verhandlung über eine Abänderung der Unterhaltsbei-

träge zu treten. Die Klägerin 1 habe vor Anhängigmachung der Abänderungsklage 

nie höhere Unterhaltsbeiträge gefordert, obwohl die Kläger seit den Übernachtun-

gen über das Wochenende Ende 2019 von der Wohngemeinschaft mit seiner Le-

benspartnerin  gewusst  hätten.  Daher  habe  er  mit  der  rückwirkenden  Geltendma-

chung von höheren Unterhaltsbeiträgen nicht rechnen müssen und entsprechende 

Rücklagen bilden müssen. Da der Bedarf der Kläger vollumfänglich durch die Sozi-

alhilfe gedeckt sei und er verpflichtet worden sei, die Kinderunterhaltsbeiträge an 

die politische Gemeinde G._____ zu leisten, kämen rückwirkend zu bezahlende Un-

terhaltsbeiträge  den  Klägern  gar  nicht  zugute.  Die  bezogenen  Sozialleistungen 

müssten die Kläger nie zurückbezahlen, weshalb die rückwirkende Erhöhung der 

Unterhaltsbeiträge für die Kläger keinen Vorteil bedeutete. Aufgrund seiner Schul-

den beim Arbeitgeber und bei der H._____ AG in der Höhe von Fr. 13'000.– sei klar, 

dass  er  nicht  in  der  Lage  sei,  rückwirkend  Unterhaltsbeiträge  zu  bezahlen.  Auch 

dieses Argument habe die Vorinstanz nicht gelten lassen, obwohl sie die Mittello-

sigkeit 

des  Beklagten 

anerkannt 

habe.  Damit 

hätte 

die  Vor-

instanz laut dem Beklagten eine Abänderung der Unterhaltsbeiträge erst ab Klage-

erhebung  respektive  ab  1. Januar  2022  anordnen  dürfen  (Urk. 54  Rz.  7-14; 

Urk. 64 S. 4 f.).

Die Kläger führen an, weder Art. 279 Abs. 1 ZGB noch Art. 286 Abs. 2 ZGB würden 

hinsichtlich der Frage der rückwirkenden Geltendmachung der Unterhaltsbeiträge 

dem Gericht ein Ermessen im Sinne von Art. 4 ZGB zusprechen oder auf eine Wür-

digung der Umstände beziehungsweise auf wichtige Gründe verweisen. Selbst un-

ter der Annahme eines gerichtlichen Ermessens würden die Argumente des Beklag-

- 20 -

ten nicht überzeugen. So sei es für die Frage der Rückwirkung unerheblich, ob der 

Beklagte mit einer Abänderungsklage habe rechnen müssen. Ein Kindsvater, der 

mit  seinen  Unterhaltszahlungen  nicht  den  gebührenden  Unterhalt  der  Kinder  de-

cken könne und dessen finanzielle Verhältnisse sich verbesserten, müsse selbst-

verständlich immer damit rechnen, in Anspruch genommen zu werden. Es bestehe 

kein  "Vertrauensschutz",  Geld  der  Kinder  ausgeben  zu  dürfen.  Des  Weiteren  sei 

unerheblich, ob die Kläger direkt von der Rückwirkung der Abänderung profitieren 

würden. Es gebe keinen Grund, einen Kindsvater – der mehr Unterhalt hätte zahlen 

können und müssen – zulasten der in Vorleistung gegangenen Gemeinde zu scho-

nen (Urk. 60 Rz. 4-6).

2.3. Auf zutreffenden die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz kann vollständig 

verwiesen werden (Urk. 55 E. IV. 2.3).

2.4. Wie bereits festgestellt, lag im Zeitpunkt der Klageerhebung – am 10. Dezem-

ber 2021 – ein Abänderungsgrund vor (vgl. vorstehend E III 1.5). Im Zusammen-

hang mit Abänderungsklagen nach Art. 286 Abs. 2 ZGB beschränkt sich das rich-

terliche Ermessen auf die Frage der Erheblichkeit und der Dauer der veränderten 

Verhältnisse. Vor dem Hintergrund, dass bei der Festsetzung der Kinderunterhalts-

beiträge im Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Juli 2017 ein Manko festgehal-

ten wurde, zielt das Argument des Beklagten ins Leere, wonach er nicht mit einer 

Abänderungsklage  habe  rechnen  müssen.  Es  ist  unbestritten,  dass  der  Beklagte 

seit dem Jahr 2019 gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin wohnt. Mit deren Betei-

ligung an den Wohnkosten war dem Beklagten bewusst, dass sich seine finanzielle 

Leistungsfähigkeit um den von seiner Partnerin übernommenen Mietzinsanteil er-

höhte. Somit musste er ab diesem Zeitpunkt mit einer Abänderungsklage rechnen. 

Selbst wenn die Kläger seit Ende 2019 von der Wohngemeinschaft mit der neuen 

Lebenspartnerin  des  Beklagten  und  dessen  verbesserter  Leistungsfähigkeit  ge-

wusst haben sollten, ist es den Klägern unbenommen, eine Abänderungsklage in 

Bezug auf den Kindesunterhalt auch zu einem späteren Zeitpunkt anhängig zu ma-

chen. Die vom Gesetzgeber zeitlich auf ein Jahr beschränkte Rückwirkung im Sinne 

von Art. 279 ZGB und der gesetzgeberische Wille, dem Kind die Möglichkeit für eine 

gütliche Einigung zu geben, setzen nicht voraus, dass vor Anhängigmachung einer 

- 21 -

Abänderungsklage tatsächlich der Versuch einer gütlichen Einigung stattgefunden 

haben muss. Vielmehr soll dem Unterhaltsgläubiger die Möglichkeit zu einer gütli-

chen Einigung ohne negative Konsequenzen eingeräumt werden.

Auch wenn die Möglichkeit besteht, dass die Kläger die vom Gemeinwesen bevor-

schussten  Kinderunterhaltsbeträge  nicht  mehr  zurückbezahlen  müssen,  ist  dies 

kein Grund, bei verbesserter Leistungsfähigkeit von einer berechtigten, rückwirken-

den Erhöhung der Kinderunterhaltsbeiträge abzusehen.

2.5.

Im Ergebnis ist die Erwägung der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach 

es  zulässig  ist,  die  Anpassung  der  Kinderunterhaltsbeiträge  rückwirkend  ab  Ja-

nuar 2021 zu verlangen.

3.

Berechnungsmethode für die Kinderunterhaltsberechnung

3.1. Die Vorinstanz berechnete den Kindesunterhalt ab November 2022 nach der 

zweistufigen Methode mit Überschussverteilung. Als Begründung führte sie diverse 

Änderungen in den Bedarfspositionen ab diesem Zeitpunkt an. So hätten sich die 

Mietzinsen mit Umzug des Beklagten im Oktober 2022 im Vergleich zum ursprüng-

lichen Entscheid erhöht, und mit der Geburt des Sohnes F._____ im mm.2022 sei 

der Beklagte zusätzlich unterhaltspflichtig geworden. Des Weiteren sei ab diesem 

Zeitpunkt zwischen dem Beklagten und seiner Lebenspartnerin von einem gefestig-

ten Konkubinat auszugehen. Ausserdem hätten sich auch bei der Klägerin 1 meh-

rere  zu  berücksichtigende  grundlegende  Positionen  (Einkommen,  Kosten  für  den 

Arbeitsweg  etc.)  in  der  Unterhaltsberechnung  geändert,  weshalb  eine  punktuelle 

Anpassung des ursprünglichen Kindesunterhalts nicht mehr zielführend sei (Urk. 55 

E. IV. 3.4).

3.2. Der  Beklagte  beanstandet,  die  Vorinstanz  habe  den  Kinderunterhalt  ab  No-

vember 2022 ohne Rücksicht auf das ursprüngliche Urteil vom 4. Juli 2017 völlig 

neu berechnet. Das Bundesgericht habe im Entscheid 5A_311/2019, E. 6.6 zwar 

festgehalten,  dass  die  zweistufige  Methode  mit  Überschussverteilung  künftig 

schweizweit  für  den  Barunterhalt  des  Kindes  zur  Anwendung  kommen  soll,  dies 

gelte jedoch nur für die erstmalige Festlegung des Kindesunterhalts und nicht im 

- 22 -

Falle einer  Abänderungsklage. Das Abänderungsverfahren ermögliche keine um-

fassende Neubeurteilung der Rechtslage. Bei massgeblichen Veränderungen ein-

zelner Parameter der Unterhaltsberechnung könnten auch weitere Parameter der 

Unterhaltsberechnung  den  aktuellen  Verhältnissen  angepasst  werden.  Dies  sei 

aber nur möglich, wenn die Parameter, die bei der erstmaligen Festlegung der Un-

terhaltsbeiträge massgebend gewesen seien, auch bekannt seien. Da im Urteil vom 

4. Juli 2017 keine Angaben zu den Bedarfszahlen gemacht worden seien, sei seine 

Leistungsfähigkeit anhand eines Vergleichs der leistungserhöhenden mit den -ver-

mindernden Merkmalen in den jeweiligen Phasen zu beurteilen. Eine Erhöhung der 

Kinderunterhaltsbeiträge  rechtfertige  sich  demnach  nur,  wenn  sich  nach  diesem 

Vergleich eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit ergebe (Urk. 54 Rz. 21-22).

Die Kläger wenden in ihren Ausführungen in der Berufungsantwort und Anschluss-

berufungsschrift zur Kinderunterhaltsberechnung die zweistufige Methode mit Über-

schussverteilung an (Urk. 60 Rz. 7 ff.).

3.3.

In Bezug auf die Aktualisierung von Unterhaltsangelegenheiten ist von den fi-

nanziellen Verhältnissen im Ursprungsentscheid auszugehen. Bei sämtlichen Para-

metern ist zu prüfen, ob sich diese dauerhaft verändert haben und wie sie im Fall 

einer Veränderung zu aktualisieren sind. Dabei sind auch jene Parameter zu aktu-

alisieren, die sich nur leicht verändert haben und deren Veränderung als nicht er-

heblich  taxiert  werden.  Hinsichtlich  der  Unterhaltsberechnung  hat  das  Abände-

rungsgericht dieselbe Berechnungsmethode wie im Ursprungsentscheid anzuwen-

den.  Für  die  Behauptung  von  im  Ursprungsentscheid  abweichenden  Parametern 

liegt die Beweislast bei derjenigen Partei, welche solche Parameter geltend macht 

(Staub, a.a.O. Rz. 366, 374). 

3.4. Dem Entscheid des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Juli 2017 ist zu entnehmen, 

dass  die  Festlegung  der  Kinderunterhaltsbeiträge  aufgrund  einer  Parteivereinba-

rung erfolgte (Urk. 2/23 Disp. Ziff. 5 [recte 2]). Neben den Einkommen der Parteien 

und dem Manko sind im Entscheid keine Berechnungsgrundlagen zur Unterhalts-

berechnung  aufgeführt.  Selbst  wenn  im  Ursprungsentscheid  die  entsprechenden 

Berechnungsgrundlagen festgehalten worden wären, wäre mangels Entscheidbe-

gründung in einem weiteren Schritt unklar, welche Wertungen die Parteien den ein-

- 23 -

zelnen Bedarfspositionen zugrunde legten. Im Ergebnis würde dies bedeuten, dass 

bei Entscheiden – bei welchen die Kinderunterhaltsbeiträge durch Parteivereinba-

rung zustande kamen – die entsprechenden Bedarfszahlen und Wertungen jedoch 

nicht festgehalten wurden, eine Abänderungsklage per se erfolglos wäre. Dies kann 

jedoch – insbesondere in Kinderbelangen, wo unter Geltung der Untersuchungsma-

xime ein erhöhtes Interesse an der materiellen Wahrheit besteht – nicht im Sinne 

des Gesetzgebers sein. Im vorliegenden Fall fanden seit Anhängigmachung der Ab-

änderungsklage diverse unvorhersehbare und dauerhafte Veränderungen der Le-

bensumstände der Parteien statt. Im Sinne der materiellen Wahrheitsfindung ist es 

gerechtfertigt und zielführend, die Unterhaltsberechnung den aktuellen Verhältnis-

sen entsprechend nach der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung vorzu-

nehmen.

3.5.

Im Ergebnis ist der Kinderunterhalt entsprechend dem vorinstanzlichen Ent-

scheid ab November 2022 nach der zweistufigen Methode mit Überschussvertei-

lung zu berechnen. Auch im Jahr 2017 schon entsprach diese Methode – abgese-

hen von nicht ins Gewicht fallenden Modifikationen – der gängigen Praxis an den 

Gerichten im Kanton Zürich.

4.

Unterhaltsberechnung Phase I: 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022

4.1. Hinsichtlich der Phase von Januar 2021 bis Ende Oktober 2022 erwog die Vor-

instanz, mangels weiterer geänderter Parameter sei für die Unterhaltsberechnung 

lediglich  die  Übernahme  des  Mietkostenanteils  in  der  Höhe  von  Fr. 400.–  durch 

E._____ zu beachten. Da sich die finanzielle Leistungsfähigkeit des Beklagten um 

Fr. 400.– erhöht habe, seien die Unterhaltsbeiträge für C._____ und D._____ um je 

Fr. 200.– auf Fr. 850.– pro Kind zu erhöhen, wobei sich das Manko bei C._____ auf 

die  Fremdbetreuungskosten  abzüglich  Fr. 440.–  respektive  bei  D._____  auf  die 

Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 340.– reduziert habe (Urk. 55 E. IV. 4).

4.2.1. Der Beklagte macht geltend, seine Leistungsfähigkeit habe sich unter Be-

rücksichtigung seines monatlichen Nettoeinkommens in der Höhe von Fr. 5'015.70 

(exkl. Kinderzulagen) und der Übernahme des Mietanteils durch E._____ tatsäch-

lich um Fr. 415.70 erhöht. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass seine Kranken-

- 24 -

kassenprämienkosten gestiegen seien. Da er mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil 

vom  4. Juli  2017  auf  das  Existenzminimum  gesetzt  worden  sei,  sei  es  ihm  nicht 

mehr möglich gewesen, wie bisher Gesundheitskosten bis zu einer Franchise von 

Fr. 2'500.– zu bezahlen. In der Folge sei er gezwungen gewesen, die Franchise auf 

Fr. 300.–  herabzusetzen,  womit  sich  die  Krankenkassenprämien  seit  dem  4. Juli 

2017 bis im Jahr 2022 um Fr. 103.70 (von Fr. 228.45 auf Fr. 332.15) erhöht hätten. 

Damit sei in der ersten Phase lediglich von einer Erhöhung der finanziellen Leis-

tungsfähigkeit im Umfang von Fr. 312.– auszugehen. Da eine Erhöhung der Leis-

tungsfähigkeit in diesem geringen Umfang und während lediglich 10 Monaten nicht 

als dauerhaft bezeichnet werden könne, sei eine Erhöhung der Unterhaltsbeiträge 

für diesen Zeitraum nicht gerechtfertigt. Dies gelte umso mehr, als sich seine finan-

ziellen Verhältnisse nach dem tt.mm.2022 gegenüber dem Zeitpunkt der erstmali-

gen Festlegung der Unterhaltsbeiträge durch die Geburt des Sohnes F._____ dau-

erhaft und wesentlich verschlechtert hätten. Zudem sei zu beachten, dass der Bar-

unterhalt von C._____ und D._____ mit den Unterhaltsbeiträgen von je Fr. 650.– 

bis am 15. September 2022 gedeckt sei. Aus dem bei den Akten liegenden Arbeits-

vertrag sei zu entnehmen, dass die Klägerin 1 bis zu diesem Zeitpunkt keiner Ar-

beitstätigkeit nachgegangen sei, weshalb auch keine Fremdbetreuungskosten er-

forderlich gewesen seien (Urk. 54 Rz. 16-20 und Urk. 64 S. 5).

In  Bezug  auf  die  klägerischen  Ausführungen  hinsichtlich  der  Reduktion  seines 

Grundbetrags führt der Beklagte an, die Vorinstanz habe zurecht erkannt, dass er 

mit  seiner  Lebenspartnerin  noch  nicht  in  einer  kostensenkenden  Wohn-  und  Le-

bensgemeinschaft wohne. Da die Mieteinsparungen durch sein geringeres Einkom-

men und die erhöhte Krankenkassenprämie gegenüber dem Urteilszeitpunkt vom 

4. Juli 2017 praktisch vollständig kompensiert worden seien, bestehe für die Erhö-

hung der Unterhaltsbeiträge in der ersten Phase kein Grund (Urk. 64 S. 5).

4.2.2. Die Kläger halten dem entgegen, da der Beklagte lediglich die Krankenkas-

senprämien 2017 und 2022 belege, sei die aufgrund der tieferen Franchise geltend 

gemachte  Erhöhung  der  Krankenkassenprämien  nicht  zu  berücksichtigen.  Statis-

tisch  hätten  sich  die  mittleren  monatlichen  Prämien  pro  Kopf  zwischen  2017  und 

2022 nicht wesentlich verändert. Mit Urteil vom 4. Juli 2017 sei dem Beklagten mit 

- 25 -

Fr. 1'200.–  der  Grundbetrag  für  Alleinstehende  angerechnet  worden.  Mit  Zusam-

menzug des Beklagten mit seiner Lebenspartnerin sei ihm mindestens der von der 

Vorinstanz  berücksichtigte  Grundbetrag  für  die  zweite  Phase  in  der  Höhe  von 

Fr. 1'000.– anzurechnen, da er mit seiner berufstätigen Partnerin in einer Gemein-

schaft lebe, die zu ähnlichen Einsparungseffekten wie in einer gefestigten Partner-

schaft oder in einer Ehe führe. Gemäss den Richtlinien für die Berechnung des be-

treibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009 gelte, dass wenn 

Partner des in einer kinderlosen, kostensenkenden Wohn-/Lebensgemeinschaft le-

benden Schuldners über Einkommen verfügten, so sei der Ehegattengrundbetrag 

einzusetzen und dieser sei in der Regel (aber maximal) auf die Hälfte herabzuset-

zen. Damit belaufe sich der Grundbetrag des Beklagten auf Fr. 850.–, was im Ver-

gleich  zum  Urteil  vom  4.  Juli  2017  zu  einer  Einsparung  von  Fr. 350.–  führe.  Die 

Gesamteinsparung im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2022 be-

laufe  sich  somit  auf  Fr. 750.–  (=  Fr. 400.–  [Mietbeitrag  der  Lebenspartnerin]  + 

Fr. 350.– [reduzierter Grundbetrag]). Dieser Betrag sei hälftig zwischen den Kindern 

aufzuteilen und führe zu einem Barunterhalt von Fr. 1'025.– (= Fr. 650.– + Fr. 375.–; 

Urk. 60 Rz. 10-13).

4.3.1. Als Beleg für die erhöhten Krankenkassenprämien führt der Beklagte Ver-

sicherungspolicen der I._____-Versicherung des Jahres 2017 sowie der H._____ 

Versicherung für das Jahr 2022 an (Urk. 14/12 und Urk. 14/13). Bei den angeführten 

Versicherungspolicen handelt es sich um zwei verschiedene Krankenkassenanbie-

ter, was einen Prämienvergleich per se erschwert. Die Krankenkassenprämien für 

das Jahr 2021 legte der Beklagte nicht ins Recht. Des Weiteren legt der Beklagte 

mit den im Recht liegenden Versicherungspolicen nicht substantiiert dar, inwiefern 

ihm im Zeitraum zwischen 2017 und 2022 erhöhte Gesundheitskosten entstanden 

sind, die eine Herabsetzung der Franchise erforderten und damit zu den höheren 

Prämien führten. Damit sind Krankenkassenprämien in der Unterhaltsberechnung 

nicht anzupassen.

4.3.2. Es  ist  zutreffend,  dass  die  Klägerin  1  gemäss  dem  Arbeitsvertrag  vom 

5. September  2022  die  Arbeitsstelle  per  15. September  2022  antrat  (Urk. 12/10). 

Den im Recht liegenden Beilagen der Sozialdienste G._____ ist zudem zu entneh-

- 26 -

men, dass die Klägerin 1 zuvor keine Arbeitsstelle hatte. So befand sich die Klägerin 

1 gemäss der Sachverhaltszusammenfassung im Beschluss vom 11. Januar 2021 

des Gemeinderats G._____ respektive gemäss dem Protokollauszug vom 16. Mai 

2022 seit September 2020 in einem Programm zur Reintegration im ersten Arbeits-

markt. Dem Protokollauszug ist zudem zu entnehmen, dass C._____ und D._____ 

während der Tage, an welchen die Klägerin 1 das Berufsintegrationsprogramm be-

suchte, im Hort fremdbetreut wurden und dass hierfür Kosten von Fr. 1'150.– pro 

Kind anfielen. Die Fremdbetreuung der Kinder wird ebenso belegt durch den Klien-

tenkontoauszug der Sozialdienste G._____ für den Zeitraum vom 1. April 2021 bis 

zum 31. März 2022 (Urk. 5/10 und Urk. 21/2 S. 1 und S. 8 f.). 

Nach dem Gesagten war es der Klägerin 1 nicht möglich, die Kinder im Zeitraum 

vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2022 selber zu betreuen, weshalb Fremd-

betreuungskosten auch in der ersten Phase anfielen und zu berücksichtigen sind.

4.3.3. Wie  bereits  ausgeführt,  kann  aus  dem  blossen  Zusammenleben  des  Be-

klagten mit seiner Lebenspartnerin anfangs des Jahres 2019 nicht auf ein gefestig-

tes  Konkubinat  und  damit  auch  nicht  auf  eheähnliche  Verhältnisse  im  Sinne  der 

Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 

16. September 2009 geschlossen werden, weshalb der Grundbetrag des Beklagten 

in der ersten Phase vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2022 nicht anzupas-

sen ist.

4.4. Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Beklagten hat sich somit mangels an-

derer Veränderungen der Bedarfszahlen – wie von der Vorinstanz festgestellt – in 

der  ersten  Phase  um  Fr. 400.–  verbessert.  Die  vorinstanzliche  Unterhaltsberech-

nung ist korrekt und die entsprechende Erwägung ist zu bestätigen (Urk. 55 E. IV. 

4). Demnach hat der Beklagte in der Phase vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Okto-

ber 2022 für C._____ und D._____ Unterhaltszahlungen von je Fr. 850.– pro Monat 

zu leisten. Entsprechend ist auch das Manko für C._____ (Fremdbetreuungskosten 

abzüglich Fr. 420.–) und D._____ (Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 340.–) zu 

bestätigen.

5.

Phase II: 1. November 2022 bis 31. März 2023

- 27 -

5.1. Massgebliches Einkommen der Klägerin 1

5.1.1. Unter Berücksichtigung des Arbeitsvertrags der Klägerin 1, der Lohnabrech-

nung vom Oktober 2022 sowie unter Anrechnung des arbeitsvertraglich vereinbar-

ten 13. Monatslohns errechnete die Vorinstanz ein monatliches Nettoeinkommen in 

der Höhe von Fr. 2'558.85. Das Einkommen aus dem Nebenverdienst bei der Biblio-

thek berücksichtigte sie erst in der nachfolgenden dritten Phase (Urk. 55 E. IV. 5.2.1 

und 6.2.1).

5.1.2. Der Beklagte moniert, das monatliche Nettoeinkommen der Klägerin 1 habe 

– ausgehend von der Lohnabrechnung vom Oktober 2022 und unter Berücksichti-

gung des 13. Monatslohns in der Höhe von Fr. 207.65 zuzüglich der Fr. 200.– aus 

dem  Nebenerwerb  bei  der  Bibliothek  –  bis  zum  31. Dezember  2022  Fr. 2'769.60 

betragen.

Da die Klägerin 1 ab dem 1. Januar 2023 eine Lohnerhöhung erhalten habe, sei ab 

diesem  Zeitpunkt  von  einem  Bruttomonatslohn  von  Fr. 2'900.–  auszugehen.  Bei 

Lohnabzügen von 12.52% (inkl. PK-Abzug) und unter Berücksichtigung des 13. Mo-

natslohns in der Höhe von Fr. 221.55 betrage das massgebliche Nettomonatsein-

kommen Fr. 2'758.45. Unter Hinzurechnung der Fr. 200.– aus dem Nebenerwerb 

erziele die Klägerin 1 für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 

ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'958.45. Demnach sei der Klägerin 1 für 

die zweite Phase vom 1. November 2022 bis zum 31. März 2023 ein durchschnittli-

ches Nettoeinkommen in der Höhe von Fr. 2'883.– anzurechnen (Urk. 54 Rz. 38-41 

und Urk. 64 S. 6).

5.1.3. Die  Kläger  beanstanden  das  vorinstanzlich  errechnete  Nettoeinkommen 

nicht (Urk. 60 Rz. 14). 

5.2. Würdigung

5.2.1. Einkommen vom 1. November 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Die Vorinstanz berechnete den anteiligen 13. Monatslohn ausgehend vom Netto-

lohn der Klägerin. Gemäss dem Arbeitsvertrag ist ein solcher jedoch vom Bruttomo-

- 28 -

natsgehalt zu berechnen, wobei alle Vergütungen an den Arbeitnehmer Bruttobe-

träge sind und den gesetzlichen Sozialabzügen, Sozialversicherungen etc. unterlie-

gen (Urk. 12/10 Ziff. 5.1 und 5.2). Ausgehend vom vertraglich vereinbarten Brutto-

monatslohn beträgt der anteilige 13. Monatslohn Fr. 225.–/Monat (= Fr. 2'700.–/12 

Mt.). Unter Berücksichtigung der Sozialabzüge gemäss der Lohnabrechnung vom 

Oktober 2022 in der Höhe von 7.718% beläuft sich der anteilmässige 13. Monats-

lohn somit auf Fr. 207.60.

Vor  dem Hintergrund, dass die Klägerin 1  von der Sozialhilfe unterstützt  wird, ist 

davon auszugehen, dass eine entgeltliche Nebentätigkeit in den Dossiers des So-

zialdienstes G._____ dokumentiert ist. Dies ist jedoch nicht der Fall. So ist im Stan-

dardbudget SKOS vom 1. Dezember 2022 unter der Position "Einnahmen" einzig 

das  Erwerbseinkommen  aus  dem  60%-Pensum  aufgeführt  (Urk. 21/5  S. 4).  Des 

Weiteren gab die Klägerin 1 die Nebentätigkeit bei der Dorfbibliothek erst anlässlich 

der  zweiten  vorinstanzlichen  Verhandlung  vom  22. Juni  2023  zu  Protokoll  (Prot. 

S. 31).

Dem  Nettoeinkommen  der  Klägerin  1  ist  damit  für  den  Zeitraum  vom  1. Novem-

ber 2022 bis zum 31. Dezember 2022 lediglich der anteilige 13. Monatslohn hinzu-

zurechnen.  Ihr  monatliches  Nettoeinkommen  beträgt  damit  für  den  obgenannten 

Zeitraum Fr. 2'569.60 (= Fr. 2'361.95 + Fr. 207.60).

5.2.2. Einkommen vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

In der vorinstanzlichen  Einkommensberechnung der  Klägerin blieb unberücksich-

tigt, dass sie anlässlich der Parteibefragung vom 22. Juni 2023 zu Protokoll gab, 

seit Anfang des Jahres 2023 eine Lohnerhöhung von Fr. 200.– erhalten zu haben 

(Urk. 55 IV. E. 5.2.1 und Prot. S. 29). Somit ist ab Januar 2023 von einem Brutto-

monatslohn von Fr. 2'900.– auszugehen. Unter Berücksichtigung der Lohnabzüge 

gemäss der Lohnabrechnung vom Oktober 2022 in der Höhe von 12.52% (Sozial-

abzüge inkl. BVG-Abzug) beträgt der Nettolohn Fr. 2'536.90. Der anteilige 13. Mo-

natslohn beläuft sich damit auf Fr. 223.– (= (Fr. 2'900.– / 12 Mt.) abzüglich 7.718 % 

Sozialabzüge). 

- 29 -

Da gemäss der Aktennotiz der Sozialen Dienste vom 20. Januar 2023 zur Arbeits-

situation – ausser dem Einkommen aus Arbeitsvertrag vom 15. September 2022 – 

keine entgeltliche Nebentätigkeit aufgeführt ist (Urk. 21/7 S. 3), ist wiederum davon 

auszugehen, dass die Klägerin 1 die entgeltliche Nebentätigkeit bei der Dorfbiblio-

thek erst zu einem späteren Zeitpunkt aufnahm. Demnach ist für den Zeitraum vom 

1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 von einem Nettomonatslohn von Fr. 2'759.90 

(= Fr. 2'536.90 + Fr. 223.– [anteiliger 13. Monatslohn]) auszugehen.

5.2.3. Einkommen vom 1. November 2022 bis zum 31. März 2023

Nach den obigen Ausführungen ist der Klägerin 1 für den Zeitraum vom 1. Novem-

ber 2022 bis zum 31. März 2023 ein durchschnittliches Nettomonatseinkommen von 

Fr. 2'683.80 (= [(2 × Fr. 2'569.60) + (3 × Fr. 2'759.90)] / 5 Mt.) anzurechnen.

5.3. Grundbetrag des Beklagten

5.3.1. Die Vorinstanz setzte beim Beklagten und seiner Lebenspartnerin je einen 

Grundbetrag von Fr. 1'000.– ein. Als Begründung für die Einsetzung eines höheren 

Grundbetrags beim Beklagten verwies sie auf die obergerichtliche Rechtsprechung, 

wonach bei der gemeinsamen Kinderbetreuung getrennt lebender Eltern auch der-

jenige Elternteil Anspruch auf den um Fr. 150.– höheren Grundbetrag habe, welcher 

mit einer oder mehreren anderen erwachsenen Personen in Wohngemeinschaft zu-

sammenlebe und zwar unabhängig davon, in welchem prozentualen Verhältnis die 

Elternteile ihr Kind betreuen würden. Zudem sei eine Erhöhung des Grundbetrags 

gerechtfertigt,  da  dem  Beklagten  ansonsten  keine  höheren  Besuchsrechtskosten 

für die Betreuung seiner Kinder während deren Besuche über das Wochenende und 

der Schulferien angerechnet würden. Da die Geburt eines Kindes einen Mehrbedarf 

verursache – beispielsweise aufgrund der erhöhten Kalorienzunahme während der 

Stillzeit – könne auch bei der Partnerin des Beklagten eine entsprechende Erhö-

hung  des  Existenzminimums  billigerweise  angenommen  werden,  womit  bei  ihr 

ebenfalls ein Grundbetrag von Fr. 1'000.– einzusetzen sei (Urk. 55 E. IV 5.2.2).

5.3.2. Die Kläger machen geltend, eine Erhöhung des Grundbetrags für einen be-

treuenden Kindsvater oder eine stillende Mutter sei gemäss den Richtlinien für die 

- 30 -

Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nicht vorgesehen und 

eine Anpassung nach Ermessen verbiete sich aufgrund des Vorliegens einer Man-

kosituation. Damit habe sich die finanzielle Leistungsfähigkeit des Beklagten sowie 

von  seiner  Partnerin  um  je  Fr. 150.–  verbessert.  Beim  Beklagten  sei  somit  nach 

Abzug seines Barbedarfs von einer Leistungsfähigkeit von Fr. 2'759.– und bei sei-

ner Lebenspartnerin von Fr. 288.– auszugehen (Urk. 60 Rz. 14 f.).

5.3.3. Der  Beklagte  hält  diesen  Ausführungen  entgegen,  in  einem  Umfeld  von 

Pauschalisierungen und Schätzungen sei es die Aufgabe des Gerichts, unabhängig 

von  der  konkreten  Berechnung  das  pflichtgemässe  Ermessen  mit  Blick  auf  das 

grosse Ganze auszuüben (Urk. 64 S. 5 f.).

5.3.4. Vor dem Hintergrund, dass dem Beklagten keine höheren Besuchsrechts-

kosten angerechnet werden, ist die Erwägung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. 

Entgegen den Ausführungen der Kläger sehen die Richtlinien für die Berechnung 

des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vor, dass dem Schuldner bei bevor-

stehenden unmittelbar grösseren notwendigen Auslagen – wie bei einer Geburt – 

diesem Umstand durch eine zeitweise Erhöhung des Existenzminimums in billiger 

Weise Rechnung zu tragen ist (vgl. Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und 

Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis-

tenzminimums, BlSchK 2009/193 Ziff. 5.3 S. 4). Für den Zeitraum von fünf Monaten 

ist es demnach gerechtfertigt, den Grundbetrag auch bei der Lebenspartnerin des 

Beklagten zu erhöhen. Das Vorliegen einer Mankosituation schliesst das richterliche 

Ermessen nicht aus.

5.3.5.

Im Ergebnis sind die Grundbeträge des Beklagten und seiner Lebenspart-

nerin in der zweiten Phase nicht anzupassen, womit sich in dieser Hinsicht die fi-

nanzielle Leistungsfähigkeit des Beklagten nicht verbesserte.

5.4. Wohnkosten des Beklagten

5.4.1. Der Beklagte beanstandet die vorinstanzliche Verteilung der Wohnkosten 

nach grossen und kleinen Köpfen (Urk. 55 E. IV. 5.2 Ziff. 3) und macht geltend, die 

Vorinstanz habe unberücksichtigt gelassen, dass er ohne die Übernachtungen sei-

- 31 -

ner Kinder C._____ und D._____ nicht auf eine Viereinhalbzimmerwohnung ange-

wiesen wäre. Daher sei es gerechtfertigt, ihm anstatt Fr. 754.– die Hälfte der Wohn-

kosten in der Höhe von Fr. 942.50 anzurechnen, womit sich sein Existenzminimum 

von Fr. 2'406.– auf Fr. 2'595.– erhöhe. Die andere Hälfte des Mietzinses sei zwi-

schen seiner Partnerin und F._____ nach grossen und kleinen Köpfen aufzuteilen. 

Bei seiner Lebenspartnerin seien damit Wohnkosten in der Höhe von Fr. 634.35 und 

bei F._____ solche in der Höhe von Fr. 308.15 zu berücksichtigen. Diese Korrektur 

sei sodann auch in allen weiteren Phasen zu berücksichtigen (Urk. 54 Rz. 27 und 

Rz. 45).

5.4.2. Die  Kläger  beanstanden  die  vorinstanzlich  berücksichtigten  Bedarfszahlen 

nicht (Urk. 60 Rz. 14).

5.4.3. Die Besuche von C._____ und D._____ beim Beklagten finden im Umfang 

eines Besuchsrechts zu jedem zweiten Wochenende statt. Grundsätzlich sind die 

Wohnkosten bei einem Konkubinatspaar hälftig aufzuteilen. Davon ist (je nach Ein-

zelfall) auch dann nicht abzuweichen, wenn Kinder einer unterhaltspflichtigen Per-

son  im  Rahmen  eines  Besuchsrechts  regelmässig  in  der  Wohnung  übernachten 

(BGer 5A_1068/2021 vom 30. August 2022, in FamPra.ch 2022, 939). Dementspre-

chend ist die vorinstanzliche Aufteilung der Wohnkosten nicht zu beanstanden.

5.5. Mobilitätskosten der Klägerin

5.5.1. Der Beklagte moniert, die Vorinstanz habe bei der Klägerin 1 aufgrund ihrer 

Aussage über die Höhe ihrer Mobilitätskosten anlässlich der Parteibefragung vom 

22. Juni 2023 für ein Streckenabonnement für drei Zonen monatlich Fr. 150.– an-

gerechnet (Urk. 55 E. IV 5.2 Ziff. 6). Ein Jahresabonnement des Zürcher Verkehrs-

bunds  (ZVV)  koste  für  drei  Zonen  jedoch  Fr. 1'189.–,  womit  ihr  monatlich  nur 

Fr. 99.10 anzurechnen seien (Urk. 54 Rz. 43).

5.5.2. Die Klägerin beruft sich wiederum auf die vorinstanzlichen Zahlen (Urk. 60 

Rz. 14).

5.5.3. Der Beklagte reicht als Beleg für die Kosten eines Jahresabonnements für 

drei Zonen einen Ausdruck der Monats- und Jahresabonnemente des Zürcher Ver-

- 32 -

kehrsbunds  (ZVV)  ins  Recht,  woraus  hervorgeht,  dass  ein  Erwachsenen-Jahres-

abonnement für 3 Zonen in der zweiten Klasse Fr. 1'189.– kostet (Urk. 57/1). Damit 

sind die Kosten für ein 3-Zonenstreckenabonnement ausgewiesen. Die Kosten der 

Klägerin  sind  damit  auf  Fr. 99.10  (=  Fr. 1'189.–  /  12  Monate)  anzupassen.  Diese 

Anpassung ist auch für sämtliche nachfolgenden Phasen zu berücksichtigen.

Nach den obigen Ausführungen präsentiert sich die Einkommens- und Bedarfssi-

tuation der Parteien wie folgt:

- 33 -

5.6. Einkommens- und Bedarfssituation Phase II: 1. November 2022 bis 31. März 

2023

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

2'683.80

200.00

200.00

5'014.70

200.00

2'692.20

1'350.00

400.00

400.00

1'000.00

400.00

1'000.00

574.00

288.00

288.00

754.00

377.00

754.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

0.00

67.00

100.00

220.00

400.00

0.00

8) Fremdbetreuungskosten

1'150.00

1'150.00

240.00

Total betr. Exmin. 
(gerundet)

Leitungsfähigkeit 
(gerundet)

2'435.00

1'935.00 1'927.00

2'406.00

1'168.00

2'554.00

249.00

-1'735.00 -1'727.00

2'609.00

-968.00

138.00

5.6.1. Der Beklagte beanstandet, die Vorinstanz habe festgestellt, dass die Klägerin 

1 ihren Bedarf nicht decken könne und daher finanziell nicht für den Unterhalt von 

C._____ und D._____ aufkommen könne. In Mankofällen müsse jedoch der andere 

Elternteil  seinen  Existenzminimumsüberschuss  für  das  Manko  seiner  Kinder  ver-

wenden, bis das Existenzminimum aller Beteiligten gedeckt sei. Demzufolge sei der 

Überschuss der Klägerin je zur Hälfte an die Fremdbetreuungskosten ihrer Kinder 

anzurechnen (Urk. 54 Rz. 35 und Urk. 55 E. IV. 5.3). 

5.6.2. Sofern das Kind unter der alleinigen Obhut eines Elternteils steht und den 

anderen Elternteil nur im Rahmen des Besuchs- und Ferienrechts sieht, leistet der 

obhutsberechtigte  Elternteil  seinen  Unterhaltsbeitrag  vollständig  in  natura  durch 

Pflege und Erziehung. Vor dem Hintergrund der Gleichwertigkeit von Geld- und Na-

turalunterhalt  fällt  der  Geldunterhalt  vollständig  dem  anderen  Elternteil  anheim 

 
- 34 -

(BGE  147  III  265  E.  5.5).  Eine  Abweichung  von  diesem  Grundsatz  kommt  nur  in 

Frage, wenn der hauptbetreuende Elternteil leistungsfähiger als der andere Eltern-

teil ist (BGer 5A_339/2018 vom 8. Mai 2019 E. 5.4.3; 5A_583/2018 vom 18. Januar 

2019 E. 5.1). C._____ und D._____ stehen unter der alleinigen Obhut der Klägerin. 

Demnach leistet sie ihren Unterhaltsbeitrag grundsätzlich durch Pflege und Erzie-

hung.

5.6.3. Nach den obigen Ausführungen ist die Unterhaltsberechnung der Vorinstanz 

lediglich in Bezug auf das Einkommen der Klägerin 1 sowie ihre Mobilitätskosten 

anzupassen. Nach Deckung des Bedarfs der Klägerin 1 verbleibt ihr – im Gegensatz 

zum Beklagten – ein Überschuss von Fr. 249.–, der an die Fremdbetreuungskosten 

der Kinder anzurechnen ist. Die Unterhaltsberechnung der Vorinstanz erweist sich 

als korrekt (Urk. 55 E. IV. 5.3). Nachdem die Anpassungen auf Seiten der Klägerin 

1 keinen Einfluss auf die Unterhaltsberechnung haben, ist die entsprechende Erwä-

gung  der  Vorinstanz  korrekt,  wonach  der  Beklagte  im  Zeitraum  vom  1. Novem-

ber 2022 bis zum 31. März 2023 für C._____ und D._____ je Fr. 889.50 zu bezahlen 

hat.

Da das betreibungsrechtliche Existenzminimum der Parteien nicht gedeckt werden 

kann, besteht in der zweiten Phase weiterhin eine Mankosituation. Unter Anrech-

nung des hälftigen Überschusses der Klägerin resultiert für C._____ ein Manko von 

Fr. 721.–  (=  Fr. 1'735.–  -  Fr. 889.50  -  Fr. 124.50)  und  für  D._____  Fr. 713.– 

(= Fr. 1'727.– - 889.50 - Fr. 124.50).

5.6.4. Im Ergebnis ist der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen, wonach der Be-

klagte in der Phase vom 1. November 2022 bis zum 31. März 2023 für C._____ und 

D._____ Kinderunterhaltsbeiträge von je Fr. 889.50 pro Monat zu bezahlen hat, zu-

züglich allfälliger Kinderzulagen. 

6.

Phase III: 1. April 2023 bis 31. Juli 2023

6.1. Neben der Wohnkostenverteilung nach grossen und kleinen Köpfen beanstan-

det der Beklagte das von der Vorinstanz berücksichtigte Einkommen der Klägerin 

1. Unter Verweis auf die entsprechenden Ausführungen für die zweite Phase macht 

- 35 -

er geltend, das Einkommen der Klägerin betrage unter Berücksichtigung des antei-

ligen 13. Monatslohns, der Lohnerhöhung anfangs des Jahres 2023 und der Ne-

bentätigkeit  bei  der  Bibliothek  Fr. 2'958.–  anstatt  Fr. 2'908.30.  Die  restlichen  Be-

darfszahlen  für  die  dritte  Phase  bestreitet  der  Beklagte  nicht  (Urk. 54  Rz.  49  f., 

Urk. 55 E. IV. 6.2 Ziff. 1 und 3 sowie Urk. 64 S. 6).

Die Kläger beanstanden die vorinstanzliche Unterhaltsberechnung wiederum in Be-

zug auf den Grundbetrag des Beklagten und führen pauschal aus, dieser sei auf 

Fr. 850.– zu reduzieren, womit der Beklagte für C._____ monatliche Kinderunter-

haltsbeiträge in der Höhe von Fr. 585.– und für D._____ und F._____ je Fr. 1'198.– 

zu bezahlen habe (Urk. 60 Rz. 17).

6.2. Wie  bereits  ausgeführt,  ist  die  Wohnkostenverteilung  nicht  anzupassen. 

Ebenso ist die Anrechnung eines höheren Grundbetrags beim Beklagten gerecht-

fertigt (vgl. vorstehend E. III. 5.3.4 und 5.4.3). In Bezug auf die Einkommensbestim-

mung der Klägerin 1 ist der anteilige 13. Monatslohn wiederum vom Bruttomonats-

gehalt  zu  bestimmen.  Für  die  Berechnung  des  massgeblichen  Nettomonatslohns 

kann  auf  die  entsprechende  Erwägung  für  den  Zeitraum  von  Januar  2023  bis 

März 2023 verwiesen werden (vgl. vorstehend E. III 5.2.2). Wie die Vorinstanz kor-

rekt erwog, ist in dieser Phase der Nebenverdienst aus der Bibliothek beim Netto-

monatslohn zu berücksichtigen (Urk. 55 E. IV. 6.2.1). Demnach beträgt das mass-

gebliche Einkommen der Klägerin in der dritten Phase Fr. 2'959.90 (=Fr. 2'536.90 

[Nettolohn 60%-Pensum inkl. Lohnerhöhung] + Fr. 200.– [Nebenerwerb] + Fr. 223.– 

[Anteil 13. Monatslohn]) gerundet Fr. 2'960.–.

Nachdem die restlichen Bedarfszahlen unstrittig sind, präsentieren sich die Einkom-

mens- und Bedarfszahlen in der dritten Phase wie folgt:

- 36 -

6.3. Einkommens- und Bedarfssituation Phase III: 1. April 2023 bis 31. Juli 2023

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

2'960.00

200.00

200.00

5'237.35

200.00

2'945.45

1'350.00

400.00

400.00

1'000.00

400.00

850.00

574.00

288.00

288.00

754.00

377.00

754.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

0.00

67.00

100.00

220.00

400.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

1'150.00

1'200.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'435.00

785.00 1'927.00

2'406.00

2'128.00

2'580.00

525.00

-585.00 -1'727.00

2'831.00

-1'928.00

365.00

6.3.1. In der vorliegenden Phase ist einzig das Einkommen der Klägerin anzupas-

sen. Die Bedarfszahlen bleiben im Vergleich zur vorhergehenden Phase respektive 

zum vorinstanzlichen Entscheid unverändert. Die vorinstanzliche Unterhaltsberech-

nung ist korrekt (Urk. 55 E. IV 6.3). Entsprechend ist die vorinstanzliche Erwägung 

zu  bestätigen,  wonach  der  Beklagte  in  der  Phase  vom  1. April  2023  bis  zum 

31. Juli 2023 zu verpflichten ist, für C._____ Fr. 585.– und für D._____ Fr. 1'123.–, 

zuzüglich allfällige Kinderzulagen zu bezahlen. 

6.3.2. Der Klägerin 1 verbleibt nach Deckung ihres Barbedarfs ein Überschuss von 

Fr. 525.–,  mit  welchem  sie  sich  an  den  Fremdbetreuungskosten  von  D._____  zu 

beteiligen hat. Entsprechend den vorinstanzlichen Erwägungen kann der Barbedarf 

von C._____ gedeckt werden, weshalb bei ihm kein Manko resultiert. Unter Berück-

sichtigung des Überschusses der Klägerin reduziert sich das Manko für D._____ im 

Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid auf Fr. 79.– (= Fr. 1'727.– [Barbedarf von 

 
- 37 -

D._____] - Fr. 525.– [Überschuss der Mutter] - Fr. 1'123.– [Unterhaltszahlung des 

Beklagten]).

6.3.3. Das vorinstanzliche Urteil ist hinsichtlich der Kinderunterhaltsbeiträge in der 

Phase  vom  1. August  2023  bis  zum  31. Juli  2023  einschliesslich  des  Mankos  für 

C._____ zu bestätigen, wonach der Beklagte für C._____ zu monatlichen Kinder-

unterhaltsbeiträgen von Fr. 585.– und für D._____ von Fr. 1'123.– zu verpflichten 

ist, zuzüglich allfälliger Kinderzulagen.

7.

Phase IV: 1. August 2023 bis 30. Juni 2024

7.1. Die Vorinstanz definierte die vierte Phase der Unterhaltsberechnung ab dem 

Zeitpunkt des Wohnungsumzugs der Kläger vom 1. August 2023 bis zum Anstieg 

des Grundbetrags für C._____, infolge dessen zehnten Geburtstags am tt.mm.2025 

(Urk. 5 E. IV. 7.1. f.). Neu gilt es zu berücksichtigen, dass auch der Beklagte umzie-

hen musste und ab Juli 2024 höhere Wohnkosten zu tragen hat (Urk. 64 S 6). Dem-

nach ist es gerechtfertigt, den Ausführungen des Beklagten in der Anschlussberu-

fungsantwort folgend, den vorinstanzlich definierten Zeitraum für die vierte Phase 

ab dem Zeitpunkt des Wohnungsumzugs der Kläger bis zum 30. Juni 2024 zu defi-

nieren und mit Umzug des Beklagten in der Folge eine weitere fünfte Phase vom 

1. August 2023 bis zum tt.mm.2025 zu definieren.

7.2. Abgesehen von den bereits vorgebrachten Beanstandungen der Parteien wer-

den die restlichen von der Vorinstanz berücksichtigten Bedarfszahlen nicht bean-

standet (Urk. 54 Rz. 53 und Urk. 60 Rz. 17 f.). 

Unter Berücksichtigung der erwähnten Veränderungen zur vorhergehenden Phase 

präsentiert  sich  die  Einkommens-  und  Bedarfszahlenberechnung  für  die  vierte 

Phase wie folgt:

- 38 -

7.3. Einkommens- und Bedarfszahlen Phase IV: 1. August 2023 bis 30 Juni 2024

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

2'960.00

200.00

200.00

5'237.35

200.00

2'945.45

1'350.00

400.00

400.00

1'000.00

400.00

850.00

925.00

463.00

463.00

754.00

377.00

754.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

0.00

67.00

100.00

220.00

400.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

770.00

1'200.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'786.00

960.00 1'722.00

2'406.00

2'128.00

2'580.00

174.00

-760.00 -1'522.00

2'831.00

-1'928.00

365.00

7.3.1. Die Leistungsfähigkeit des Beklagten sowie von E._____ und der Barbedarf 

der Kinder haben sich im Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid für die Phase 

vom 1. August 2023 bis zum tt.mm.2025 nicht verändert. Die vorinstanzliche Unter-

haltsberechnung ist korrekt und es kann auf diese für die Unterhaltsberechnung ver-

wiesen werde (Urk. 55 E. IV. 7.3). Entsprechend ist die vor-instanzliche Erwägung 

zu bestätigen, wonach der Beklagte für den Zeitraum vom 1. August 2023 bis zum 

30. Juni 2024 zu verpflichten ist, für C._____ Fr. 760.– und für D._____ Fr. 1'035.–

, zuzüglich allfällige Kinderzulagen zu bezahlen.

7.3.2. Der Überschuss der Klägerin 1 reduziert sich im Vergleich zum vorinstanzli-

chen Entscheid auf Fr. 174.–. Da sämtliche Kosten von C._____ gedeckt sind, re-

sultiert für D._____ ein Manko in der Höhe von Fr. 313.– (= Fr. 1'522.– [Barbedarf 

von D._____] - Fr. 174.– [Überschuss der Mutter] - Fr. 1'035.– [Unterhaltszahlung 

des Beklagten]).

 
- 39 -

7.4. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die vierte Phase bis zum Zeitpunkt 

des Wohnungsumzugs des Beklagten – vom 1. August 2023 bis zum 30. Juni 2024 

– dauert. Er ist zu verpflichten für C._____ Fr. 760.– und für D._____ Fr. 1'035.– pro 

Monat zu bezahlen, zuzüglich allfälliger Kinderzulagen.

8.

Phase V: 1. Juli 2024 bis tt.mm.2025

8.1. Mit dem Umzug des Beklagten per 1. Juli 2024 sind höhere Wohnkosten zu 

berücksichtigen. Ausserdem haben sich per 1. Januar 2025 die Kinderzulagen bis 

zum 12. Geburtstag um Fr. 15.– auf Fr. 215.– erhöht. Da C._____ nur wenige Mo-

nate später – tt.mm.2025 – 10 Jahre alt wird und ab Juni 2025 ein erhöhter Grund-

betrag zu berücksichtigen ist, rechtfertigt es sich, die Phase vom 1. Juli 2024 bis 

zum tt.mm.2025 nicht in weitere Phasen zu unterteilen. Es sind die erhöhten Fami-

lienzulagen erst in der Folgephase ab mm.2025 zu berücksichtigen.

8.2. Der Beklagte macht Mietzinskosten in der Höhe von Fr. 1'990.– (inkl. Neben-

kosten) geltend und führt aus, es seien ihm Wohnkosten in der Höhe von Fr. 995.–

E._____ solche von Fr. 669.35 und F._____ Fr. 325.65 anzurechnen. Ausserdem 

führt er für sich und seine Lebenspartnerin Garagen- respektive Fahrzeugabstell-

platzkosten in der Höhe von Fr. 140.– respektive Fr. 60.– an. Des Weiteren macht 

er geltend, der Grundbetrag der Klägerin 1 sei aufgrund des Konkubinats mit ihrem 

Lebenspartner auf Fr. 1'000.– zu reduzieren. Der Wohnkostenanteil der Klägerin 1 

sei auf Fr. 616.15 und diejenigen der Kinder auf je Fr. 308.35 zu reduzieren. Unter 

Berücksichtigung dieser Bedarfszahlen berechnet der Beklagte für C._____ monat-

liche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 605.35 und für D._____ von Fr. 597.20 

(Urk. 64 S. 3 f. und S. 6 f. sowie Urk. 66/1-3).

Die  Kläger  liessen  sich  zur  Anschlussberufungsantwort  und  Noveneingabe  nicht 

vernehmen.

8.3. Der monatliche Mietzins der neuen Wohnung sowie des Garagenplatzes des 

Beklagten sind mit den eingereichten Mietverträgen ausgewiesen. Die neu geltend 

gemachten Wohn- respektive Garagenplatzkosten liegen mit rund Fr. 105.– respek-

tive Fr. 40.– über den bisher berücksichtigten Kosten (Urk. 66/1-2). Sie sind in der 

- 40 -

entsprechenden Phase der Unterhaltsberechnung per 1. Juli 2024 zu berücksichti-

gen. Bezüglich der Wohnkostenverteilung sowie der Berücksichtigung der Garagen-

platzkosten  wird  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  im  vorliegenden  Entscheid 

verwiesen (vgl. nachfolgend E. III. 8.3).

Das Anbringen eines Namens an der Türklingel ist als Indiz für die Aufnahme einer 

Wohngemeinschaft zu werten. Ausserdem blieben die diesbezüglichen Ausführun-

gen des Beklagten unbestritten. Es ist damit seit Juli 2024 von einer Haushaltsge-

meinschaft zwischen der Klägerin 1 und ihrem Lebenspartner auszugehen, mit ent-

sprechender Berücksichtigung im Grundbetrag gemäss den Richtlinien der Konfe-

renz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums. Des Weiteren ist die Haushaltsgemein-

schaft auch bei den Wohnkosten zu berücksichtigen.

8.4. Der Grundbetrag sowie die Wohnkosten mit Aufnahme der Haushaltsgemein-

schaft der Klägerin 1 mit ihrem Lebenspartner sind per 1. Juli 2024 anzupassen. 

Hinsichtlich des Grundbetrags ist bei Partnern des in einer kinderlosen, kostensen-

kenden Wohn-/Lebensgemeinschaft lebenden Schuldners der Ehegatten-Grundbe-

trag  von  Fr. 1'700.–  einzusetzen  und  in  der  Regel  (aber  maximal)  auf  die  Hälfte 

herabzusetzen (Richtlinien, S. 1). Im Sinne der Gleichbehandlung ist der Grundbe-

trag der Klägerin ab der fünften Phase von Fr. 1'350.– auf Fr. 1'000.– zu reduzieren. 

Gemäss  dem  vorinstanzlichen  Urteil  betragen  die  Wohnkosten  der  Kläger 

Fr. 1'850.–.  Die  Wohnkosten  der  Kläger  sind  nach  dem  Prinzip  der  grossen  und 

kleinen Köpfe zu verteilen. Demnach ist bei der Klägerin 1 ein Mietkostenanteil von 

Fr. 616.70 und für C._____ und D._____ je Fr. 308.35 in der Bedarfsrechnung zu 

berücksichtigen.

Die Wohnkosten des Beklagten sind ausgewiesen (Urk. 66/1). Die Wohnkosten für 

den Beklagten sowie für E._____ sind mit je Fr. 796.– und für F._____ mit Fr. 398.– 

in der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen.

In Bezug auf die Parkplatzkosten ist anzumerken, dass die Vorinstanz diese bei der 

Auflistung der Einkommens- und Bedarfszahlen nicht unter der Position Wohnkos-

ten, sondern bei den Mobilitätskosten aufführte (Urk. 55 E. IV. 5.2.6). Demnach sind 

- 41 -

die  geltend  gemachten  Kosten  für  den  Garagen-  respektive  Fahrzeugabstellplatz 

weiterhin unter der Position Mobilitätskosten zu berücksichtigen. Die Kosten für den 

Garagenplatz des Beklagten haben sich infolge des Wohnungsumzugs erhöht. Sie 

sind mit Fr. 140.– ausgewiesen und aufgrund der Kompetenzcharakterqualifikation 

zu berücksichtigen (Urk. 66/2). Die Vorinstanz rechnete E._____ für ihr Fahrzeug 

einen Pauschalbetrag von Fr. 400.– an (Urk. 55 E. IV. 5.2.6). Diesbezüglich ist an-

zumerken,  dass  der  Beklagte  zwar  Fahrzeugabstellplatzkosten  in  der  Höhe  von 

Fr. 60.– anführt, aber weiterhin davon auszugehen scheint, dass diese Kosten im 

vorinstanzlich gewährten Pauschalbetrag von Fr. 400.00 enthalten sind. So führte 

er den Pauschalbetrag bei den Mobilitätskosten von E._____ auch weiterhin nach 

dem Umzugszeitpunkt des Beklagten bei der Aufstellung der Einkommens- und Be-

darfszahlen an (Urk. 64 S. 2 und S. 6 ff.).

Nach  dem  Gesagten  sind  die  Mobilitätskosten  des  Beklagten  um  Fr. 40.–  auf 

Fr. 140.– zu erhöhen. Neben den zu berücksichtigenden höheren Wohnkosten des 

Beklagten haben sich die restlichen Einkommens- und Bedarfszahlen im Vergleich 

zur vorhergehenden Phase nicht verändert. Demnach präsentiert sich die Einkom-

mens- und Bedarfszahlenberechnung für die fünfte Phase wie folgt:

- 42 -

8.5. Einkommens- und Bedarfszahlen Phase V: 1. Juli 2024 bis tt.mm.2025

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

2'960.00

200.00

200.00

5'237.35

200.00

2'945.45

1'000.00

400.00

400.00

1'000.00

400.00

850.00

616.70

308.35

308.35

796.00

398.00

796.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

0.00

67.00

140.00

220.00

400.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

770.00

1'200.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'128.00

805.00 1'567.00

2'488.00

2'149.00

2'622.00

832.00

-605.00 -1'367.00

2'749.00

-1'949.00

323.00

Die  Leistungsfähigkeit  des  Beklagten  hat  sich  mit  Fr. 2'749.–  aufgrund  der  ange-

führten Veränderungen der Bedarfszahlen im Vergleich zur vorhergehenden Phase 

respektive  zum  angefochtenen  Urteil  leicht  reduziert.  Demnach  sind  nunmehr 

Fr. 916.– (= Fr. 2'749.– / 3) auf die drei Kinder zu verteilen. Wiederum ist zuerst der 

Barbedarf von C._____ in der Höhe von Fr. 605.– zu decken. Unter Berücksichti-

gung der kostensenkenden Wohn-/Lebensgemeinschaft der Klägerin 1 resultiert bei 

ihr  ein  Überschuss  von  Fr. 832.–.  Nachdem  die  Fremdbetreuungskosten  von 

D._____ mit dem Überschuss der Klägerin 1 gedeckt werden können, beträgt der 

vom Beklagten zu deckende Bedarf von D._____ noch Fr. 597.– (= Fr. 1'367.– [ihr 

Bedarf]  -  Fr. 770.–  [Fremdbetreuungskosten]).  Nach  Deckung  des  Bedarfs  von 

C._____  und  D._____  verbleiben  dem  Beklagten  zur  Deckung  des  Bedarfs  von 

F._____ noch Fr. 1'547.–. Unter Berücksichtigung des Überschusses von E._____ 

an die Fremdbetreuungskosten von F._____ resultiert für F._____ ein Manko.

8.6.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die fünfte Phase vom 1. Juli 2024 bis zum 

tt.mm.2025  dauert,  wobei  der  Beklagte  zu  verpflichten  ist,  in  dieser  Phase  für 

 
- 43 -

C._____ Fr. 605.– und für D._____ Fr. 597.– pro Monat zu bezahlen zuzüglich all-

fälliger Kinderzulagen.

9.

Phase VI: tt.mm.2025 bis 31. Juli 2029

9.1. Bezüglich  der  sechsten  Phase  ist  anzumerken,  dass  diese  in  zeitlicher  Hin-

sicht der fünften Phase des angefochtenen Urteils entspricht. Für die Definition des 

Zeitraums für die vorliegende Phase kann auf die vorinstanzlichen Ausführungen 

zur Phase V verwiesen werden (Urk. 55 E. IV. 8.1).

9.2. Ausser den bereits gemachten Ausführungen zu den Grundbeträgen und der 

Wohnkostenverteilung haben die Parteien keine weiteren Beanstandungen (Urk. 54 

Rz. 56, Urk. 60 S. 7 und Urk. 64 S. 7 f.).

9.3.

Im Vergleich zur vorinstanzlichen Phase sind die Kinderzulagen aller drei Kin-

der auf Fr. 215.– zu erhöhen. Weitere Anpassungen sind nicht vorzunehmen. Unter 

Berücksichtigung der Änderungen der Einkommens- und Bedarfszahlen der vorher-

gehenden Phase präsentieren sich die Einkommens- und Bedarfszahlen wie folgt:

- 44 -

9.4. Einkommens- und Bedarfszahlen Phase VI: tt.mm.2025 bis 31. Juli 2029

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

2'960.00

215.00

215.00

5'237.35

215.00

2'945.45

1'000.00

600.00

400.00

1'000.00

400.00

850.00

616.70

308.35

308.35

796.00

398.00

796.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

0.00

67.00

140.00

220.00

400.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

770.00

1'200.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'128.00

1'005.00 1'567.00

2'488.00

2'149.00

2'622.00

832.00

-790.00 -1'352.00

2'749.00

-1'934.00

323.00

Die Leistungsfähigkeit des Beklagten blieb im Vergleich zur vorhergehenden Phase 

unverändert, weshalb wiederum Fr. 916.– auf die drei Kinder zu verteilen sind. Zu-

erst ist der Barbedarf von C._____ in der Höhe von Fr. 790.– zu decken. Nach De-

ckung der Fremdbetreuungskosten von D._____ aus dem Überschuss der Klägerin 

1 beträgt der durch den Beklagten zu deckende Bedarf von D._____ Fr. 582.– (= 

Fr. 1'352 [ihr Bedarf] - Fr. 770.– [Fremdbetreuungskosten]). Unter Anrechnung des 

Überschusses von E._____ an die Fremdbetreuungskosten von F._____ verbleibt 

bei ihm ein Manko. 

9.5. Der  Beklagte  ist  zu  verpflichten,  in  der  Phase  vom  tt.mm.2025  bis 

31. Juli 2029 für C._____ Fr. 790.– und für D._____ Fr. 582.– pro Monat zuzüglich 

allfällige Kinderzulagen zu bezahlen. 

 
- 45 -

10.

Phase VII: vom 1. August 2029 bis zum 31. Juli 2032

10.1. Mit  dem  voraussichtlichen  Eintritt  von  D._____  in  die  Oberstufe  per  1. Au-

gust 2029 rechnete die Vorinstanz der Klägerin 1 entsprechend dem Schulstufen-

modell  ein  Nettoeinkommen  im  Umfang  eines  80%-Pensums  in  der  Höhe  von 

Fr. 3'333.30  sowie  Kosten  für  auswärtige  Verpflegung  von  Fr. 176.–  an.  Bei 

D._____  wurden  sodann  reduzierte  Fremdbetreuungskosten  für  den  Mittagstisch 

etc. in der Höhe von Fr. 300.– eingerechnet (Urk. 55 E. IV. 9.1. f.). 

10.2. Der  Beklagte  macht  geltend,  es  sei  ausgehend  von  einem  Nettolohn  von 

Fr. 2'758.45  (inkl.  13.  Monatslohn)  bei  einem  60%-Pensum  der  Klägerin  für  ein 

80%-Pensum ein Einkommen von Fr. 3'678.00 anzurechnen. Da der Klägerin nach 

Deckung ihres Bedarfs ein Betrag von Fr. 1'374.45 verbleibe und der Beklagte nach 

Deckung  der  Barbedarfe  der  Kinder  sowie  der  Fremdbetreuungskosten  von 

F._____ lediglich noch über Fr. 251.25 verfüge, sei die Leistungsfähigkeit der Klä-

gerin im Vergleich zum Beklagten deutlich besser. Damit sei es gerechtfertigt, dass 

die Klägerin sich angemessen an den Bedarfskosten ihrer Kinder beteilige. Bei ei-

nem Betrag von Fr. 200.– pro Kind verblieben ihr immer noch Fr. 974.45 zur De-

ckung  ihres  erweiterten  Notbedarfs.  Dem  Beklagten  würden  dafür  lediglich 

Fr. 651.25  verbleiben.  Des  Weiteren  seien  D._____  mit  Eintritt  in  die  Oberstufe 

keine Fremdbetreuungskosten mehr anzurechnen. Die Unterhaltsbeiträge würden 

sich  damit  für  C._____  auf  Fr. 555.35  und  für  D._____  auf  Fr. 347.20  belaufen 

(Urk. 54 Rz. 59-61 und Urk. 64 S. 9).

Die Kläger beanstanden die vorinstanzliche Erwägung, dass die Klägerin sich ab 

dem 1. August 2029 mit dem Überschuss am Barbedarf ihrer Kinder zu beteiligen 

habe. Die Klägerin 1 leiste als Inhaberin der alleinigen Obhut ihren Beitrag durch 

Betreuung und Pflege, weshalb der Beklagte den Barbedarf weiterhin alleine zu de-

cken  habe.  Der  Überschuss  der  Klägerin  1  habe  ihr  und  den  Kindern  zugute  zu 

kommen. Unter Berücksichtigung des tieferen Grundbetrags und der höheren Kin-

derzulagen  machen  die  Kläger  Unterhaltsbeiträge  von  Fr. 910.–  für  C._____  und 

Fr. 1'036.– für D._____ geltend (Urk. 60 Rz. 21). 

- 46 -

10.3. Die Vorinstanz berechnete das Einkommen der Klägerin 1 im Umfang eines 

80%-Pensums für die Phase ab dem 1. August 2029 ausgehend von einem Netto-

einkommen von Fr. 2'500.– (Urk. 55 E. 9.2.1). Bei der Berechnung des hypotheti-

schen Einkommens ist der Klägerin 1 weiterhin ein anteiliger 13. Monatslohn einzu-

berechnen. Wie ausgeführt (vgl. vorstehend E. III. 6.2) beläuft sich das Nettoein-

kommen bei einem 60%-Pensum auf Fr. 2'736.90 (= Fr. 2'536.90 [Nettolohn 60%-

Pensum inkl. Lohnerhöhung] + Fr. 223.– [Anteil 13. Monatslohn]). Demnach beträgt 

das  Einkommen  für  ein  Arbeitspensum  im  Umfang  von  80%  Fr. 3'649.20 

(= (Fr. 2'736.90 × 80%) / (60%)).

D._____ wird im mm.2029 dreizehn Jahre alt. Angesichts des Alters von D._____ 

erscheint es gerechtfertigt, ihr Kosten für ein Mittagstischangebot anzurechnen, zu-

mal die Klägerin ab dieser Phase in einem 80%-Pensum arbeiten muss und dem-

nach an vier Tagen die Betreuung über Mittag oder am Nachmittag nicht mehr sel-

ber übernehmen kann.

Es ist korrekt, dass bei alleiniger Obhut eines Elternteils aufgrund des Grundsatzes 

der Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt gilt, dass der andere Elternteil 

den gesamten Geldunterhalt zu tragen hat. Ist jedoch der hauptbetreuende Elternteil 

leistungsfähiger als der andere, kann und muss das Gericht ermessensweise davon 

abweichen (BGE 147 III 265 E. 8.1). Unter Verweis auf die nachfolgenden Ausfüh-

rungen wird sich dann die Leistungsfähigkeit der Klägerin 1 gegenüber dem Beklag-

ten erheblich erhöht haben, weshalb eine Abweichung vom Grundsatz der Gleich-

wertigkeit von Natural- und Geldunterhalt gerechtfertigt ist.

10.4.

Im Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid ist bei der Klägerin 1 ein höhe-

res hypothetisches Einkommen zu berücksichtigen. Des Weiteren sind die Kinder-

zulagen bei C._____ und D._____ neu auf Fr. 268.– zu erhöhen. Die von der Vor-

instanz  berücksichtigte  Reduktion  der  Fremdbetreuungskosten  von  D._____  ist 

nicht zu beanstanden. Die restlichen Bedarfszahlen bleiben im Vergleich zur vor-

hergehenden Phase unverändert. Die Einkommens- und Bedarfszahlen präsentie-

ren sich in der Phase VII wie folgt:

- 47 -

10.5. Phase  VII:  Einkommens-  und  Bedarfszahlen:  1. August  2029  bis  31. Juli 

2032)

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

3'649.20

268.00

268.00

5'237.35

215.00

2'945.45

1'000.00

600.00

600.00

1'000.00

400.00

850.00

616.70

308.35

308.35

796.00

398.00

796.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

176.00

67.00

140.00

220.00

400.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

300.00

770.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'304.00

1'005.00 1'297.00

2'488.00

1'719.00

2'622.00

1'345.00

-737.00 -1'029.00

2'749.00

-1'504.00

323.00

10.5.1. Die Vorinstanz berechnete unter Anrechnung des Überschusses der Kläge-

rin 1 an den Barbedarf ihrer Kinder monatlich zu leistende Kinderunterhaltsbeiträge 

für C._____ in der Höhe von Fr. 750.– und für D._____ von Fr. 1'042.– (Urk. 55 E. 

IV. 9.3).

10.5.2. Die Leistungsfähigkeit des Beklagten blieb wiederum im Vergleich zur vor-

hergehenden Phase unverändert. Wiederum ist zuerst der Barbedarf von C._____ 

in der Höhe von Fr. 737.– durch den Beklagten zu decken. Die Klägerin 1 verfügt 

nach  Deckung  ihres  Barbedarfs  über  einen  Überschuss  von  Fr. 1'345.–,  mit  wel-

chem sie sich an den Fremdbetreuungskosten von D._____ zu beteiligen hat. Der 

Barbedarf  von  C._____  beträgt  nach  Deckung  der  Fremdbetreuungskosten 

Fr. 729.– (= Fr. 1'029.– [ihr Bedarf] - Fr. 300.– [Fremdbetreuungskosten]). Der Be-

darf der Kinder kann durch den Beklagten gedeckt werden. Unter Anrechnung des 

Überschusses von E._____ an die Fremdbetreuungskosten von F._____ und nach 

 
- 48 -

Deckung  von  dessen  Barbedarf  verbleibt  dem  Beklagten  ein  Überschuss  von 

Fr. 102.– .

10.6. Der Beklagte ist zu verpflichten, in der Phase vom 1. August 2029 bis zum 

31. Juli 2032 für C._____ Fr. 737.– und für D._____ Fr. 729.– zuzüglich allfälliger 

Kinderzulagen zu bezahlen.

11.

Phase VIII: vom 1. August 2032 bis zum Abschluss einer Erstausbildung 

(Klägerin arbeitet in einem 100%-Pensum)

11.1. Da D._____ im mm.2032 sechzehn Jahre alt wird, rechnete die Vorinstanz 

der Klägerin 1 in der Phase ab dem 1. August 2032 ein monatliches Nettoeinkom-

men von Fr. 4'166.60 für ein Vollzeitpensum an. Die Grundbeträge blieben in der 

Unterhaltsberechnung unverändert (Urk. 55 E. IV. 10.1 und 10.2 Ziff. 1-2).

11.2. Der Beklagte führt unter Hinweis auf seine Einkommensberechnung in der Be-

rufungsschrift an, der Klägerin 1 sei für ein Vollzeitpensum ein Nettoeinkommen in 

der  Höhe  von  gerundet  Fr. 4'597.–  anzurechnen.  Des  Weiteren  sei  von  der  Vor-

instanz  unberücksichtigt  geblieben,  dass  F._____  am  tt.mm.2032  zehn  Jahre  alt 

werde, womit sein Grundbetrag auf Fr. 600.– zu erhöhen sei. Der Einfachheit halber 

sei  es  gerechtfertigt,  die  Erhöhung  des  Grundbetrags  bereits  ab  dem  1. August 

2032 zu berücksichtigen. Ebenso müsse in die Erwägungen miteinbezogen werden, 

dass  C._____  und  D._____  am  tt.mm.2033  respektive  am  tt.mm.2034  volljährig 

würden  und  der  Unterhalt  ab  Mündigkeit  von  den  Eltern  im  Verhältnis  ihrer  Leis-

tungsfähigkeit  zu  tragen  sei.  Der  Klägerin  1  resultiere  für  diese  Phase  ein  Über-

schuss  von  Fr. 2'249.45.  Nach  Deckung  der  Barbeträge  der  Kinder  (C._____, 

D._____ und F._____) blieben dem Beklagten Fr. 171.15 zur Deckung der Fremd-

betreuungskosten  von  F._____  in  der  Höhe  von  Fr. 770.–  übrig.  Angesichts  des 

Umstands, dass die Fremdbetreuungskosten durch den Überschuss von E._____ 

in der Höhe von Fr. 450.10 und den dem Beklagten verbleibenden Restbetrag nicht 

gedeckt werden könne und im Haushalt des Beklagten ein Manko resultiere, habe 

sich die Klägerin 1 massgeblich an den Unterhaltskosten von C._____ und D._____ 

– im Umfang von je Fr. 500.– – zu beteiligen. Für C._____ und D._____ würden in 

- 49 -

dieser letzten Phase somit Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 255.35 respektive 

Fr. 247.20 anfallen (Urk. 55 Rz. 65-67 und Urk. 64 S. 10 f.).

Die Kläger machen auch für diese Phase geltend, der Beklagte habe den Bedarf 

von C._____ und D._____ alleine zu tragen. Nach Wegfall der Fremdbetreuungs-

kosten für D._____ und nach Anwendung des geltend gemachten Grundbetrags für 

den  Beklagten  habe  dieser  monatliche  Kinderunterhaltsbeiträge  von  Fr. 910.–  für 

C._____ und Fr. 902.– für D._____ zu bezahlen (Urk. 60 Rz. 22).

11.3. Ausgehend vom berechneten Nettoeinkommen der vorhergehenden Phase 

für ein 80%-Pensum in der Höhe von Fr. 3'649.20 ist der Klägerin 1 in der Phase ab 

August 2032 für ein 100%-Pensum ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'561.50 

(= (Fr. 3'649.20 × 100%) / 80%)) anzurechnen. 

Es ist zutreffend, dass in der vorinstanzlichen Unterhaltsberechnung unberücksich-

tigt blieb, dass F._____ im mm.2023 zehn Jahre alt wird. Da der zehnte Geburtstag 

nur wenige Monate nach Beginn dieser letzten Phase stattfindet, ist es gerechtfer-

tigt, den Grundbetrag von F._____ gemäss den Richtlinien für die Berechnung des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009 auf Fr. 600.– 

zu erhöhen.

Unter Berücksichtigung der dargelegten Veränderungen präsentieren sich die Ein-

kommens- und Bedarfszahlen in der achten Phase wie folgt:

- 50 -

11.4. Phase VIII: Einkommens- und Bedarfszahlen ab 1. August 2032

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum

Klägerin 

C._____

D._____

Beklagter

F._____

E._____

1) Einkommen

2) Grundbetrag

3) Wohnkosten

4) Krankenkasse (KVG)

5) Zusätzliche Gesund-
heitskosten

6) Mobilität

7) Auswärtige Verpflegung

4'561.50

268.00

268.00

5'237.35

215.00

2'945.45

1'000.00

600.00

600.00

1'000.00

600.00

850.00

616.70

308.35

308.35

796.00

398.00

796.00

412.30

97.00

88.85

332.00

84.00

400.00

99.10

220.00

67.00

140.00

220.00

233.00

176.00

8) Fremdbetreuungskosten

0.00

0.00

770.00

Total betr. Exmin.
(gerundet)

Leitungsfähigkeit
(gerundet)

2'348.00

1'005.00

997.00

2'488.00

1'919.00

2'455.00

2'213.00

-737.00

-729.00

2'749.00

-1'704.00

490.00

11.4.1. Die Leistungsfähigkeit des Beklagten bleibt im Vergleich zur vorhergehen-

den Phase wiederum unverändert. 

11.4.2. Die Vorinstanz stellte fest, die Klägerin 1 habe ihren Überschuss hälftig auf 

C._____ und D._____ zu verteilen (Urk. 55 E. IV. 9.3). Die vorinstanzliche Erwä-

gung ist in Bezug auf die Anrechnung eines Überschussanteils an den Barbedarf 

der  Kinder  nicht  zu  beanstanden.  Die  Klägerin  1  erzielt  einen  Überschuss  von 

Fr. 2'213.–. Der Barbedarf von C._____ und D._____ beträgt insgesamt Fr. 1'466.–. 

Es erscheint angemessen, dass sich die Klägerin 1 mit je Fr. 500.– am Barbedarf 

ihrer  Kinder  beteiligt,  womit  sich  der  Barbedarf  auf  Fr. 466.–  (=  Fr. 1'466.–  - 

Fr. 1'000.– [Überschussanteil der Klägerin 1]) reduziert. Diesen Betrag vermag der 

Beklagte zu decken. Nach Anrechnung des Überschussanteils der Klägerin 1 bleibt 

für  C._____  ein  Barbedarf  von  Fr. 237  (=  Fr. 737.–  -  Fr. 500.–)  und  bei  D._____ 

Fr. 229 (= Fr. 729.– - Fr. 500.–).

 
- 51 -

E._____ wird sich wiederum mit ihrem Überschuss von Fr. 490.– am Barbedarf von 

F._____ beteiligen müssen, womit sich dessen Barbedarf auf Fr. 1'214.– reduziert. 

Bei  Bezahlung  des  verbleibenden  Barunterhalts  für  die  drei  Kinder  verbleibt  dem 

Beklagten  ein  Überschuss  von  Fr. 1'069.–  (=  Fr. 2'749.–  -  Fr. 237.–  -  Fr. 229.–  - 

Fr. 1'214.–). Unter Anwendung des relativen Gleichbehandlungsgebots rechtfertigt 

es sich wiederum, den Überschuss gleichmässig auf die drei Kinder zu verteilen, 

womit jedes Kind mit Fr. 356.– am Überschuss des Beklagten partizipiert. 

11.5. Der  Beklagte  ist  demnach  zu  monatlichen  Kinderunterhaltsbeiträgen  von 

Fr. 593.– (= Fr. 237 + Fr. 356.–) für C._____ und Fr. 585.– (= Fr. 229 + Fr. 356.–) 

für D._____ zuzüglich allfälliger Kinderzulagen ab 1. August 2032 bis zur Volljährig-

keit  bzw.  bis  zum  Abschluss  einer  angemessenen  Erstausbildung  auch  über  die 

Volljährigkeit hinaus zu verpflichten.

12. Grundlagen der Unterhaltsberechnung und Teuerungsausgleich

12.1. Der Beklagte beanstandet in Bezug auf den Teuerungsausgleich der Unter-

haltsbeiträge, die Vorinstanz habe die im ursprünglichen Entscheid vom 

4. Juli 2017 formulierte Indexklausel ohne Begründung abgeändert und die nach-

folgenden Absätze nicht übernommen:

"Erhöht sich das Einkommen des Klägers nicht entsprechend der lndexsteigerung, 

so erfolgt eine Erhöhung des Unterhaltsbeitrages im Umfange der Erhöhung seines 

Einkommens. 

Bei einer negativen Teuerung erfolgt keine Anpassung der Unterhaltsbeiträge."

Weiter führt er aus, da er einen unbedingten Anspruch auf die Wahrung seines Exis-

tenzminimums habe, sei die obgenannte Vorbehaltsklausel wieder in das Urteil auf-

zunehmen. Mit den an seine Kinder zu leistenden Unterhaltsbeiträgen sei er wäh-

rend langer Zeit auf das Existenzminimum gesetzt. Bei einer Erhöhung der Unter-

haltsbeiträge aufgrund der Teuerung könne er sein Existenzminimum bei gleich blei-

bendem Einkommen nicht mehr decken (Urk. 54 Rz. 73).

- 52 -

12.2. Es ist korrekt, dass die vom Beklagten angeführten Absätze im ursprüngli-

chen  Urteil  des  Bezirksgerichts  Hinwil  vom  4. Juli  2017  unter  dem  Titel  "Indexie-

rung" aufgeführt sind (Urk. 2/23 S. 5). Unter Verweis auf Art. 282 Abs. 1 ZPO führt 

die Vorinstanz in der Erwägung zum Teuerungsausgleich in allgemeiner Weise aus, 

die Regelung betreffend den Teuerungsausgleich sei vollständig im Urteilsdispositiv 

aufzunehmen (Urk. 55 E. IV. 12). Gründe, weshalb sie von der Übernahme der im 

Ursprungsurteil enthaltenen Absätze absah, führte sie nicht an und solche sind auch 

nicht  ersichtlich.  Des  Weiteren  ist  anzumerken,  dass  die  Vorinstanz  auch  die  ur-

sprünglich festgehaltene Basis des Indexstands für die Unterhaltsbeiträge ohne An-

gabe  eines  Grundes  abänderte.  So  ist  im  ursprünglichen  Entscheid  festgehalten, 

dass die Unterhaltsbeiträge auf dem Landesindex der Konsumentenpreise "Basis 

Dezember 2015 = 100 Punkte" basieren. Im angefochtenen Entscheid wurde jedoch 

"Basis  Dezember  2020  =  100  Punkte"  angeführt  (Urk. 2/23  Disp.-Ziff.  5.5  und 

Urk. 55 Disp.-Ziff. 2 S. 35).

12.3. Nach  dem  Gesagten  ist  die  Indexklausel  mit  den  beiden  letzten  Absätzen 

gemäss Dispositivziffer 5.5 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 4. Juli 2017 

zu  ergänzen.  Des  Weiteren  ist  festzuhalten,  dass  die  Unterhaltsbeiträge  gemäss 

Ziffer 4 auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamts für Statistik, 

Basis Dezember 2015 = 100 Punkte basieren. Die Indexklausel ist zudem zu aktu-

alisieren, wobei eine erste Anpassung auf den 1. Januar 2026 vorzusehen ist.

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens

Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über 

die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO vgl. auch 

Urk. 54 S. 2 und Rz. 76). Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr unter Berück-

sichtigung des Streitinteresses, des Zeitaufwands des Gerichts und der Schwierig-

keit des Falles auf Fr. 4'000.– fest (Urk. 55 E. V. 4). Angesichts des Zeitaufwands 

des vorinstanzlichen Verfahrens mit Haupt- und Instruktionsverhandlung mit Partei-

vorträgen und -befragungen und anschliessenden Vergleichsgesprächen sowie Er-

stattung der Schlussvorträge in schriftlicher Form (Prot. S. 4 ff.) ist die vorinstanzli-

- 53 -

che Entscheidgebühr nicht zu beanstanden. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die 

hälftige  Kostenauflage  und  das  Absehen  von  Parteientschädigungen.  Die  Kosten 

sind  zufolge  der  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  auf  die  Gerichts-

kasse zu nehmen. Damit sind die Dispositivziffern 3-5 des vorinstanzlichen Urteils 

zu bestätigen.

2.

Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens

2.1. Die  Höhe  der  Gerichtsgebühr  für  das  Berufungsverfahren  richtet  sich  nach 

§ 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2 und § 5 Abs. 1 der Gebührenverordnung 

des  Obergerichts  des  Kantons  Zürich  vom  8. September  2010  (GebV  OG,  LS 

211.11).  Unter  Berücksichtigung  des  tatsächlichen  Streitinteresses,  des  Zeitauf-

wands des Gerichts sowie der Schwierigkeit des Falles erscheint eine Entscheidge-

bühr von Fr. 6'000.– angemessen. 

2.2. Hinsichtlich der Verteilungsgrundsätze der Gerichtskosten gelten an sich die-

selben Grundsätze wie vor erster Instanz (Art. 106 ff. ZPO). Praxisgemäss werden 

aber in Konstellationen, in welchen an der zweiten Instanz einzig noch vermögens-

rechtliche  Fragen  im  Streit  liegen,  die  Prozesskosten  des  Berufungsverfahrens 

nach Obsiegen und Unterliegen verteilt (Art. 106 ZPO). Vorliegend verlangt der Be-

klagte eine Bestätigung des Urteils vom 4. Juli 2017, womit er zu monatliche Unter-

haltsbeiträgen in der Höhe von Fr. 650.– pro Kind verpflichtet wurde. Unter Berück-

sichtigung der von den Parteien für die verschiedenen Phasen beantragten Unter-

haltsbeiträge sowie der im vorliegenden Entscheid zugesprochenen Unterhaltsbei-

träge resultiert im Berufungsverfahren ein Obsiegen des Beklagten zu rund 55%. In 

Anbetracht  dessen,  dass  es  sich  bei  den  Klägern  2  und  3  um  einkommens-  und 

vermögenslose  Kinder  handelt,  rechtfertigt  es  sich,  in  Anwendung  von  Art. 107 

Abs. 1 lit. c und f ZPO ihnen keine Kosten aufzuerlegen und die gesamten Kosten 

auch des Berufungsverfahrens den Eltern hälftig aufzuerlegen. 

Entsprechend rechtfertigt sich, die Parteientschädigungen wettzuschlagen.

- 54 -

3.

Unentgeltliche Rechtspflege 

3.1. Dem Beklagten sowie der Klägerin 1 wurde vor der Vorinstanz die unentgeltli-

che Rechtspflege gewährt. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege der Kläger 

2 und 3 wurde mangels Kostenauferlegung als gegenstandslos abgeschrieben. Die 

Parteien  haben  auch  für  das  Berufungsverfahren  ein  Gesuch  um  unentgeltliche 

Rechtspflege gestellt. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgelt-

liche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und 

ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wer diese Bedingungen er-

füllt, hat ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, soweit dies zur 

Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO).

3.2. Der Beklagte begründet sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege damit, 

dass mit seinem derzeitigen Einkommen von Fr. 5'237.35 nach Deckung des Bar-

bedarfs von C._____ und D._____ und nach Beteiligung seiner Lebenspartnerin am 

Existenzminimum von F._____ eine Unterdeckung in der Höhe von Fr. 31.20 resul-

tiere. Ausserdem sei er verschuldet und verfüge über kein Vermögen (Urk. 54 Rz. 

77 ff.).

Die Kläger machen unter Verweis auf die vorinstanzlichen Beilagen geltend, an der 

finanziellen Situation der Klägerin 1 habe sich seit dem vorinstanzlichen Verfahren 

weder auf der Einkommens- noch auf der Bedarfsseite etwas geändert. Die Klägerin 

1  verfüge  über  kein  Vermögen  und  erhalte  mangels  ausreichender  Kinderunter-

haltszahlungen des Beklagten weiterhin Sozialhilfe. Dem monatlichen Überschuss 

von Fr. 422.– stehe ein Bedarf der Kinder in der Höhe von Fr. 2'312.– gegenüber, 

der durch die aktuellen Zahlungen des Beklagten von Fr. 1'300.– nicht gedeckt sei 

(Urk. 60 Rz. 23 ff.).

Beide  Parteien  führen  hinsichtlich  der  Notwendigkeit  der  Rechtsvertretung  ihre 

Rechtsunkundigkeit, die Komplexität des Falles und die Rechtsvertretung der Ge-

genseite an (Urk. 54 Rz. 81 und Urk. 60 Rz. 25).

3.3. Die vorliegenden Existenzminimumsberechnungen zeigen auf, dass der Be-

klagte offensichtlich mittellos ist (vgl. vorstehend E. III. 7.3 und 8.5). Mit den Konto-

- 55 -

auszügen des Privat- respektive Sparkontos des Beklagten bei der Zürcher Kanto-

nalbank ist ausgewiesen, dass er über keine Vermögenswerte zur Zahlung der Pro-

zesskosten verfügt. Des Weiteren belegt der Beklagte mit dem Datenbankauszug 

des Vereins für Führung einer Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK), dass er 

per  Februar  2024  bei  der  BANK-now  AG  Kreditschulden  in  der  Höhe  von  rund 

Fr. 50'000.– hat, die er in monatlichen Raten abzuzahlen hat (Urk. 57/2-4).

In Bezug auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege der Kläger ist unter Ver-

weis auf die entsprechenden Existenzminimumsberechnungen ersichtlich, dass die 

Klägerin 1 mit ihrem derzeitigen Einkommen ihren Notbedarf decken kann und ei-

nen geringen Überschuss in der Höhe von Fr. 174.– respektive Fr. 832.– erzielt (vgl. 

vorstehend E. III. 7.3 und 8.5). Dieser ist jedoch an die Fremdbetreuungskosten der 

Kinder  anzurechnen.  Es  ist  nicht  davon  auszugehen,  dass  die  Klägerin  seit  dem 

erstinstanzlichen Entscheid vom 29. Januar 2024 zu Vermögen gekommen ist. Da-

mit ist auch die Klägerin 1 mittellos. Der Beizug eines Rechtsvertreters war aufgrund 

der Komplexität des Falles sachgerecht und notwendig. 

3.4. Nach  dem  Gesagten  ist  sowohl  dem  Beklagten  als  auch  der  Klägerin  1  die 

unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Ihnen ist in der Person ihrer jeweiligen 

Rechtsvertreter ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege des Klägers 2 und der Klägerin 3 ist 

mangels Kostenauferlegung als gegenstandslos abzuschreiben.

4.

Entschädigung unentgeltliche Rechtsvertretung

4.1. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2024 ersucht Rechtsanwalt lic. iur. X._____ um 

Entschädigung für seine Bemühungen und Barauslagen als unentgeltlicher Rechts-

vertreter des Beklagten im erstinstanzlichen Verfahren sowie im Berufungsverfah-

ren (Urk. 72 f.).

4.2.

In  Bezug  auf  die  Entschädigung  im  erstinstanzlichen  Verfahren  ist  lic.  iur. 

X._____ darauf hinzuweisen, dass die Entschädigung unentgeltlicher Rechtsvertre-

ter von jeder Instanz für das eigene Verfahren separat zu erfolgen hat, weshalb er 

die Honorarnote für das erstinstanzliche Verfahren bei der Vorinstanz einzureichen 

- 56 -

hat  (OGer  ZH  NE090030  vom  9. September  2011;  DIKE-Komm  ZPO-Huber, 

Art. 122 N 9). 

Für das zweitinstanzliche Verfahren beziffert er das Honorar auf Fr. 11'512.85 (inkl. 

Fr. 312.20 für Auslagen und Fr. 862.65 Mehrwertsteuer) (Urk. 73/1). Das Honorar 

für  den  geltend  gemachten  Aufwand  von  Fr. 10'340.–  im  Berufungsverfahren  er-

scheint gerade noch angemessen (§ 2, § 5, § 6 Abs. 3, § 11 Abs. 1 bis 3 und § 13 

Abs. 1 bis 3 AnwGebV) (Urk. 73/1 S. 2). Rechtsanwalt lic. iur. X._____ ist für seine 

Bemühungen  im  Berufungsverfahren  mit  Fr. 11'512.85  (inkl.  Auslagen  und  Mehr-

wertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Vorbehalten bleibt auch hier 

die Nachzahlungspflicht des Beklagten gemäss Art. 123 ZPO.

4.3. Rechtsanwalt ass. iur. Y._____ wird nach Vorlage seiner Honorarnote mit se-

paratem  Beschluss  für  seine  Bemühungen  und  Barauslagen  als  unentgeltlicher 

Rechtsvertreter der Klägerin 1 im Berufungsverfahren entschädigt werden.

Es wird beschlossen:

1.

Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts 

im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dietikon vom 29. Januar 2024 

in Rechtskraft erwachsen ist.

2.

Der Klägerin 1 sowie dem Beklagten wird für das zweitinstanzliche Verfahren 

die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Der Klägerin 1 wird Rechtsanwalt 

ass. iur. Y._____ und dem Beklagten wird Rechtsanwalt lic. iur. X._____ je 

als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.

3.

Das Gesuch des Klägers 2 und der Klägerin 3 um Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege für das zweitinstanzliche Verfahren wird als gegen-

standslos abgeschrieben.

4.

Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand des Beklagten im zweitinstanzlichen Verfahren mit 

Fr. 11'512.85 aus der Gerichtskasse entschädigt.

- 57 -

Die Nachzahlungspflicht des Beklagten gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbe-

halten.

5.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Sodann wird erkannt:

1.

Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 

am Bezirksgericht Dietikon vom 29. Januar 2024 wird aufgehoben und wie 

folgt ersetzt:

"Die Ziffern 4, 5 und 6 der mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 

4. Juli 2017 genehmigten Vereinbarung werden aufgehoben und durch fol-

gende Fassung ersetzt: 

4. Kinderunterhalt

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 an den Unterhalt und die Erzie-

hung der Kinder C._____, geboren tt.mm.2015, und D._____, geboren 

tt.mm.2016, folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Familien-, 

Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen:

Phasen:

Phase I:

rückwirkend ab 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2022

Phase II:

rückwirkend ab 1. November 2022 bis 31. März 2023

Phase III:

rückwirkend ab 1. April 2023 bis 31. Juli 2023

Phase IV:

rückwirkend ab 1. August 2023 bis 30 Juni 2024

Phase V:

teilweise rückwirkend ab 1. Juli 2024 bis tt.mm.2025

Phase VI:

ab tt.mm.2025 bis 31. Juli 2029

Phase VII:

ab 1. August 2029 bis 31. Juli 2032

Phase VIII: ab 1. August 2032 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 

einer angemessenen Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus.

Für C._____:

- 58 -

– In Phase I:

Fr.    850.00

– In Phase II:

Fr.    889.50

– In Phase III:

Fr.    585.00

– In Phase IV:

Fr.    760.00

– In Phase V:

Fr.    605.00

– In Phase VI:

Fr.    790.00

– In Phase VII:

Fr.    737.00

– In Phase VIII:

Fr.    593.00

Für D._____:

– In Phase I:

Fr.    850.00

– In Phase II:

Fr.    889.50

– In Phase III:

Fr. 1'123.00

– In Phase IV:

Fr. 1'035.00

– In Phase V:

Fr.    597.00

– In Phase VI:

Fr.    582.00

– In Phase VII:

Fr.    729.00

– In Phase VIII:

Fr.    585.00

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin 1 zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten 

gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange C._____ und D._____ im Haus-

halt der Klägerin 1 leben und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Be-

klagten stellen bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.

Mit den Unterhaltsbeiträgen dieses Urteils ist der gebührende Unterhalt von 

C._____ und D._____ nicht gedeckt. Zur Deckung des gebührenden Unter-

halts fehlen monatlich die folgende Beträge:

- 59 -

Für C._____:

– In Phase I:

Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 420.00 

– In Phase II:

Fr. 721.00 (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt)

Für D._____:

– In Phase I:

Fremdbetreuungskosten abzüglich Fr. 340.00

– In Phase II:

Fr. 713.00 (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt) 

– In Phase III:

Fr.   79.00 (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt)

5.

Indexierung

Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar 

2025 von 108.3 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind je-

weils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2026, 

dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die 

Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag  =

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

Erhöht sich das Einkommen des Beklagten nicht entsprechend der lndexstei-

gerung, so erfolgt eine Erhöhung des Unterhaltsbeitrages im Umfange der 

Erhöhung seines Einkommens. 

Bei einer negativen Teuerung erfolgt keine Anpassung der Unterhaltsbei-

träge.

- 60 -

6. Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Der abgeänderten Unterhaltsregelung liegen folgende finanzielle Verhält-

nisse der Parteien zugrunde:

Einkommen: netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:

– Klägerin 1:

– Beklagter:

– C._____:

– D._____:

Vermögen:

– Klägerin 1:

– Beklagter:

– C._____:

– D._____:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

2'683.80

Phase II (60%-Pensum)

2'960.00

Phase III - V (60%-Pensum; inkl. Nebener-
werb von Dorfbibliothek)

3'649.20

Phase VII (80%-Pensum; hypothetisch)

4'561.50

Phase VIII (100%-Pensum; hypothetisch)

5'014.70

Phase II (100%-Pensum)

5'237.35

Phase III - VII (100%-Pensum)

215.00

Familienzulage

215.00

Familienzulage

0.00

0.00

0.00

0.00

2.

3.

4.

Die erstinstanzliche Kostenregelung (Dispositivziffern 3 bis 5) wird bestätigt.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 

1 und dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt, jedoch infolge Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, 

unter Hinweis auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO.

5.

Parteientschädigungen für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine zu-

gesprochen.

6.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Vorinstanz und die Oberge-

richtskasse, je gegen Empfangsschein.

- 61 -

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

7.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 26. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw P. Weber

versandt am:
jo