# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53b7a9d1-0016-5681-956e-d25f37793418
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.01.2018 S 2017 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-49_2018-01-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 49

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin ad hoc Hemmi

URTEIL

vom 11. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Anspruch nach AVIG (Vermittlungsfähigkeit)

1. A._____ ist verheiratet und war zuletzt für die B._____ als Sozialagogin 

tätig. Das Arbeitsverhältnis wurde infolge Mutterschaft im gegenseitigen 

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Einvernehmen per Ende Mutterschaftsentschädigung (29. September 

2016) aufgelöst. Am 6. September 2016 meldete A._____ einen Anspruch 

auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 60 % ab dem 30. 

September 2016 an.

2. Am 23. November 2016 füllte A._____ das Formular "Bescheinigung 

Kinderbetreuung - Obhutsnachweis" zuhanden des Regionalen 

Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) Chur aus, wonach sie jeweils am 

Montag, Dienstag und Donnerstag von 05.00 bis 10.00 Uhr sowie von 

16.00 bis 21.30 Uhr der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehe. Als 

betreuende Person gab sie ihren Ehemann an.

3. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2016 wurde A._____ vom Amt für 

Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) unter anderem dazu 

aufgefordert, den Nachweis zu erbringen, dass ihr Ehemann auch in der 

Lage sei, während den angegebenen Arbeitszeiten als Betreuungsperson 

zur Verfügung zu stehen.

4. Mit E-Mail vom 8. Dezember 2016 reichte A._____ den Arbeitsvertrag 

ihres Ehemannes ein und teilte mit, sie stelle sich der Arbeitsvermittlung 

zu den angegebenen Zeiten zur Verfügung. Ihr Ehemann arbeite in einem 

Gleitzeitmodell als Ingenieur. Dieses Modell ermögliche Arbeitszeiten 

zwischen 05.00 und 22.00 Uhr. Innerhalb dieser Grenzen müsse die 

vereinbarte Arbeitszeit von 42.35 Stunden pro Woche geleistet werden. 

Dies biete eine entsprechend hohe Flexibilität, welche für die 

Kinderbetreuung aufgewendet werden könne.

5. In der Folge fragte das KIGA bei verschiedenen Arbeitgebern, bei 

welchen sich A._____ um eine Stelle beworben hatte, nach, ob sie eine 

Arbeitskraft im Rahmen der von A._____ angegebenen Arbeitszeiten 

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beschäftigen würden. Dies war bei keinem der angefragten Arbeitgeber 

der Fall.

6. Mit Verfügung vom 13. Januar 2017 verneinte das KIGA die 

Vermittlungsfähigkeit von A._____ und somit ihren Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld ab dem 30. September 2016. Die 

hiergegen erhobene Einsprache wies das KIGA mit Einspracheentscheid 

vom 24. Februar 2017 ab.

7. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 17. März 

2017 Einsprache (recte: Beschwerde) beim KIGA, welches die Sache zur 

weiteren Behandlung zuständigkeitshalber ans Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden überwies. Die Beschwerdeführerin beantragte 

sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids. Im Formular 

"Bescheinigung Kinderbetreuung – Obhutsnachweis" habe sie aus 

Platzgründen nicht alle Eventualitäten darstellen können. Daher habe sie 

sich auf drei Beispieltage beschränkt. Ihre Vermittlungsfähigkeit beziehe 

sich aber immer und in jeder Woche auf volle sieben Tage. Das heisse, 

an allen Arbeitstagen von Montag bis Freitag könne ihr Ehemann für 

höchstens drei Tage die Kinderbetreuung übernehmen. Dies aufgrund 

seiner Gleitzeit. Bei der C._____ AG sei es möglich, zwischen 05.00 und 

22.00 Uhr zu arbeiten und gemäss Mitarbeiterhandbuch werde eine 

tägliche Arbeitszeit von 8.47 Stunden nicht vorausgesetzt. Zudem besitze 

die Abteilung D._____ die Genehmigung für Nachtschichten. Auch dies 

sei eine Option. Darüber hinaus habe ihr Ehemann keine Reisetätigkeit. 

Sodann liege ihr Bestreben darin, eine Arbeit für Samstag und/oder 

Sonntag zu finden, was wiederum der Arbeitszeit ihres Ehemannes 

zugute kommen würde. Des Weiteren würden ihre Eltern in der Nähe 

wohnen, welche die Kinderbetreuung ebenfalls teilweise oder ganz 

übernehmen könnten. Somit sei ihre Vermittlungsfähigkeit für ein Pensum 

von 60 % gegeben. Sie sei flexibel genug, um auf Anforderungen der 

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Unternehmen zu reagieren und könne auch wechselnde Tage 

ermöglichen. Auch eine Stelle mit einem Pensum von 40 % würde sie 

annehmen.

8. In seiner Stellungnahme vom 11. April 2017 schloss das KIGA 

(nachfolgend: Beschwerdegegner) auf Abweisung der Beschwerde. 

Gemäss Formular "Bescheinigung Kinderbetreuung - Obhutsnachweis" 

stelle die Beschwerdeführerin ihre Arbeitskraft jeweils am Montag, 

Dienstag und Donnerstag von 05.00 bis 10.00 Uhr sowie von 16.00 bis 

21.30 Uhr zur Verfügung. Gemäss Arbeitsvertrag mit der C._____ AG 

betrage die tägliche Bruttoarbeitszeit des als Betreuungsperson 

eingesetzten Ehemannes der Beschwerdeführerin inkl. Vorholzeit 8.47 

Stunden. Somit erwarte die Arbeitgeberin die tägliche Anwesenheit am 

Arbeitsplatz. Selbst wenn der Ehemann der Beschwerdeführerin in einem 

Gleitzeitmodell arbeiten könne, sei er weiter an die Rahmenbedingungen 

des Arbeitsgesetzes gebunden, zumal die C._____ AG diesem Gesetz 

unterstellt sei. Beachte man die Bestimmungen zur Tages- und 

Abendarbeit sowie diejenigen zur Ruhezeit, so sei offensichtlich, dass der 

Ehemann der Beschwerdeführerin keinen übermässig grossen Spielraum 

bei der Art und Weise, wie er seine Arbeit verrichte, habe. Zumal er auch 

betriebliche Interessen zu wahren habe, sei folgende 

Durchschnittsrechnung ohne Weiteres zulässig: Unter Berücksichtigung 

eines Arbeitsweges von je 40 Minuten morgens und abends, einer 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 8.50 Stunden täglich und einer 

zwingenden Pause von 30 Minuten stehe der Ehemann der 

Beschwerdeführerin täglich während zehn Stunden und 20 Minuten nicht 

als Betreuungsperson zur Verfügung. Somit könne sich die 

Beschwerdeführerin bestenfalls jeweils nur an drei Halbtagen im Zeitraum 

von 05.00 bis 10.00 Uhr morgens und/oder von 16.00 bis 21.30 Uhr 

abends einem Arbeitgeber zur Verfügung stellen. Eine Untersuchung des 

Beschwerdegegners bei verschiedenen Arbeitgebern, bei welchen sich 

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die Beschwerdeführerin um eine Stelle bemüht habe, habe jedoch 

ergeben, dass keiner von ihnen eine arbeitnehmende Person zu solch 

eingeschränkten Zeiten in Anspruch nehmen würde.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 24. Februar 2017 

wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 24. Februar 2017. Gegen 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 

837.0) i.V.m. Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Beschwerde beim 

kantonalen Versicherungsgericht eingereicht werden. Laut Art. 100 Abs. 3 

AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 

837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 

(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Versicherungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der 

angefochtene Einspracheentscheid wurde vom   KIGA als kantonale 

Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die örtliche 

Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gegeben ist. Die sachliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist die Beschwerdeführerin berührt 

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und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 

Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten.

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid vom 24. Februar 2017. Umstritten und zu prüfen ist 

vorliegend, ob der Beschwerdeführerin die Anspruchsberechtigung auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld zu Recht infolge fehlender 

Vermittlungsfähigkeit ab dem 30. September 2016 abgesprochen wurde.

3. a) Eine der gesetzlichen Voraussetzung für den Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f 

AVIG). Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist eine arbeitslose Person 

vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine 

zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen 

teilzunehmen. Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die 

Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die 

Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen 

Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (vgl. BGE 

125 V 51 E.6a mit Hinweisen).

b) Vermittlungsunfähigkeit liegt nach der Rechtsprechung unter anderem 

vor, wenn eine versicherte Person aus persönlichen oder familiären 

Gründen ihre Arbeitskraft nicht so einsetzen kann oder will, wie es eine 

Arbeitgeberin oder ein Arbeitgeber normalerweise verlangt. Versicherte, 

die im Hinblick auf anderweitige Verpflichtungen oder besondere 

persönliche Umstände lediglich während gewisser Tages- oder 

Wochenstunden sich erwerblich betätigen wollen, können nur sehr 

bedingt als vermittlungsfähig anerkannt werden. Denn sind einer 

versicherten Person bei der Auswahl des Arbeitsplatzes so enge Grenzen 

gesetzt, dass das Finden einer Stelle sehr ungewiss ist, muss 

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Vermittlungsunfähigkeit angenommen werden. Der Grund für die 

Einschränkung in den Arbeitsmöglichkeiten spielt dabei keine Rolle (vgl. 

BGE 120 V 385 E.3a mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts C 236/02 vom 27. Januar 2003 E.1.2; Praxis über 

die Arbeitslosenentschädigung [AVIG-Praxis ALE] vom Juli 2017, 

herausgegeben vom Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], Rz. B224 

mit Hinweisen; KUPFER BUCHER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 

Insolvenzentschädigung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, S. 80 f.). Eine 

versicherte Person mit betreuungsbedürftigen Kindern muss hinsichtlich 

der Vermittlungsfähigkeit, namentlich in Bezug auf die Verfügbarkeit, die 

gleichen Bedingungen erfüllen wie alle anderen Personen. Es liegt somit 

an ihr, das Privat- und Familienleben so zu gestalten, dass sie nicht daran 

gehindert ist, im Umfang des geltend gemachten Beschäftigungsgrades 

bzw. Arbeitsausfalles einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 

nachzugehen (vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. B225).

c) Für versicherte Personen mit Betreuungspflichten gilt der Grundsatz, dass 

trotz familiärer oder persönlicher Umstände die Vermittlungsfähigkeit 

aufgrund zeitlicher Einschränkungen nicht leichthin verneint werden darf, 

sondern genau ermittelt werden muss, ob die Arbeitslose auf dem 

Arbeitsmarkt erfolgreich vermittelt werden kann. Als vermittlungsfähig gilt 

grundsätzlich eine Person mit Betreuungspflichten namentlich dann, wenn 

sie vor Eintritt der Arbeitslosigkeit den Tatbeweis erbracht hat, dass sie 

trotz Betreuungsaufgaben eine Beschäftigung auszuüben bereit und in 

der Lage war und sie die bisherige Stelle nicht aus Gründen der 

fehlenden Betreuungsmöglichkeiten aufgeben musste (vgl. Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 205/02 vom 12. Februar 2003 

E.2.2; AVIG-Praxis ALE Rz. B225b). Wie die versicherte Person die 

Betreuung ihrer Kinder regelt, ist ihr grundsätzlich selbst überlassen. Die 

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Durchführungsstellen dürfen daher – ausser bei offensichtlichem 

Missbrauch – nicht schon im Zeitpunkt der Anmeldung zum 

Taggeldbezug einen Obhutsnachweis verlangen. Erscheint hingegen im 

Verlaufe des Leistungsbezugs der Wille oder die Möglichkeit, die 

Kinderbetreuung einer Drittperson oder Institution anzuvertrauen 

zweifelhaft (ungenügende Arbeitsbemühungen, Aufgabe der 

vorangehenden Stelle wegen Betreuungspflichten, unhaltbare 

Anforderungen für die Annahme einer Stelle, Ablehnung zumutbarer 

Arbeit oder nicht erfüllbare Ansprüche an die Arbeitszeiten etc.), muss die 

zuständige Amtsstelle die Vermittlungsfähigkeit im Hinblick auf die 

konkrete Möglichkeit einer Kinderbetreuung prüfen und einen 

Obhutsnachweis einverlangen (vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. B225a; 

NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: MEYER [Hrsg.], 

Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 

3. Aufl., Basel 2016, Rz. 267; ARV 2006 Nr. 3 S. 64). 

4. a) Wie einleitend erwähnt, ist im vorliegenden Fall zu prüfen, ob die 

Beschwerdeführerin ab dem 30. September 2016 als vermittlungsfähig im 

Sinne von Art. 15 Abs. 1 AVIG gilt oder nicht.

b) Die Beschwerdeführerin macht geltend, im Formular "Bescheinigung 

Kinderbetreuung – Obhutsnachweis" habe sie aus Platzgründen nicht alle 

Eventualitäten darstellen können. Daher habe sie sich auf drei 

Beispieltage (Montag, Dienstag und Donnerstag) beschränkt. Ihre 

Vermittlungsfähigkeit beziehe sich jedoch immer und in jeder Woche auf 

volle sieben Tage. Das bedeute, an sämtlichen Arbeitstagen von Montag 

bis Freitag könne ihr Ehemann für höchstens drei Tage die 

Kinderbetreuung übernehmen. Dies aufgrund seiner Gleitzeit. Bei der 

C._____ AG sei es nämlich möglich, zwischen 05.00 und 22.00 Uhr zu 

arbeiten und gemäss Mitarbeiterhandbuch werde eine tägliche Arbeitszeit 

von 8.47 Stunden nicht vorausgesetzt. Entgegen der Aussage des 

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Beschwerdegegners besitze die Abteilung D._____ – im Unterschied zu 

anderen Abteilungen - die Genehmigung für Nachtschichten. Auch dies 

sei eine Option. Beispielsweise könne ihr Ehemann am Montag statt 8.47 

Stunden lediglich 6.47 Stunden arbeiten und die fehlenden Stunden an 

einem Mittwoch nachholen. Nach diesem Schema arbeite er sowieso. 

Darüber hinaus habe ihr Ehemann keine Reisetätigkeit. Sodann liege ihr 

Bestreben darin, eine Arbeit für Samstag und/oder Sonntag zu finden, 

was wiederum der Arbeitszeit ihres Ehemannes zugute kommen würde. 

Des Weiteren würden ihre Eltern in der Nähe wohnen, welche die 

Kinderbetreuung ebenfalls teilweise oder ganz übernehmen könnten. 

Somit sei ihre Vermittlungsfähigkeit für ein Pensum von 60 % gegeben. 

Fixe Tage, für welche sie eine Arbeit suche, gebe es nicht. Sie sei flexibel 

genug, um auf Anforderungen der Unternehmen zu reagieren und könne 

auch wechselnde Tage ermöglichen. Auch eine Stelle mit einem Pensum 

von 40 % würde sie annehmen. 

c) Vorliegend ist unbestritten und aktenmässig erstellt, dass die 

Beschwerdeführerin bei der B._____ als Sozialagogin tätig war und 

dieses Arbeitsverhältnis anfangs September 2016 infolge Mutterschaft per 

Ende der Mutterschaftsentschädigung (29. September 2016) im 

gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 5). Ebenfalls aktenkundig und 

daher unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin am 6. September 

2016 einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 30. September 

2016 stellte und angab, eine Teilzeitbeschäftigung im Umfang von 60 % 

zu suchen (vgl. Bg-act. 3 und 4). Nach dem Gesagten ist somit davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle bei der 

B._____ wegen den Betreuungspflichten gegenüber ihrem Kind aufgab, 

weshalb sich das RAV Chur zu Recht dazu veranlasst sah, ihre 

Vermittlungsfähigkeit im Hinblick auf die konkrete Möglichkeit einer 

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Kinderbetreuung zu überprüfen und einen Obhutsnachweis 

einzuverlangen (vgl. Bg-act. 6).

d) Am 23. November 2016 reichte die Beschwerdeführerin das Formular 

"Bescheinigung Kinderbetreuung - Obhutsnachweis" beim RAV Chur ein. 

Darin erklärte sich ihr Ehemann für eine unbefristete Dauer bereit und in 

der Lage, die Betreuung des Kindes montags, dienstags und donnerstags 

jeweils von 05.00 bis 10.00 Uhr sowie von 16.00 bis 21.30 Uhr zu 

übernehmen. Zudem wies die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie 

bezüglich der Arbeitstage flexibel sei und die Betreuung des 

gemeinsamen Kindes durch ihren Ehemann an bis zu drei Tagen in der 

Woche während den angegebenen möglichen Arbeitszeiten gewährleistet 

werden könne (vgl. Bg-act. 6). Gemäss Arbeitsvertrag zwischen der 

C._____ AG und dem Ehemann der Beschwerdeführerin beträgt die 

tägliche Bruttoarbeitszeit inkl. Vorholzeit 8.47 Stunden (vgl. Bg-act. 8). 

Somit wird also die tägliche Anwesenheit am Arbeitsplatz erwartet. Auch 

wenn der Ehemann der Beschwerdeführerin – wie diese geltend macht, 

jedoch nicht nachweist – im Rahmen eines Gleitzeitmodells tätig ist, sind 

ferner – wie der Beschwerdegegner zutreffend ausführt – die 

Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe 

und Handel (ArG; SR 822.11) einzuhalten, zumal die C._____ AG als 

privater Betrieb vom Geltungsbereich dieses Gesetzes erfasst ist (vgl. Art. 

1 ArG). Entsprechend hat der Ehemann der Beschwerdeführerin seine 

Arbeit somit grundsätzlich zwischen 06.00 und 23.00 Uhr zu verrichten 

(vgl. Art. 10 Abs. 1 ArG). Aus den vorliegenden Akten geht nämlich weder 

hervor, dass bei der C._____ AG der Beginn und das Ende der 

betrieblichen Tages- und Abendarbeit anders festgelegt wurde (vgl. Art. 

10 Abs. 2 ArG), noch dass eine Bewilligung für Nachtarbeit vorliegt (vgl. 

Art. 17 Abs. 1 ArG). Die diesbezüglichen Vorbringen der 

Beschwerdeführerin, wonach bei der C._____ AG die Möglichkeit 

bestehe, zwischen 05.00 und 22.00 Uhr zu arbeiten und die Abteilung 

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D._____ die Genehmigung für Nachtschichten besitze, zielen damit ins 

Leere. Sodann ist Art. 15 ArG zu beachten, welcher unter anderem bei 

einer täglichen Arbeitszeit von mehr als fünfeinhalb Stunden eine Pause 

von einer Viertelstunde (lit. a) und bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr 

als sieben Stunden eine halbe Stunde Pause vorsieht (lit. b). Werden 

zudem die Ruhezeitvorschriften (vgl. Art. 15a ArG) berücksichtigt, so wird 

– wie der Beschwerdegegner richtigerweise ausführt – deutlich, dass dem 

Ehemann der Beschwerdeführerin kein allzu grosser Spielraum bei der 

Art und Weise, wie er seine Arbeit verrichtet, bleibt. Denn unter 

Berücksichtigung seines Arbeitsweges von rund 40 Minuten jeweils 

morgens und abends, einer täglichen Arbeitszeit von 8.47 Stunden und 

einer zwingenden halbstündigen Pause steht fest, dass die 

Kinderbetreuung durch den Ehemann der Beschwerdeführerin täglich 

während rund zehn Stunden und 20 Minuten nicht gewährleistet werden 

kann. Selbst wenn man dem Einwand der Beschwerdeführerin folgen 

würde, ihr Ehemann könne an den Tagen, welche für die Betreuung des 

gemeinsamen Kindes vorgesehen seien, statt 8.47 Stunden lediglich 6.47 

Stunden arbeiten, würde keine tragfähige Kinderbetreuung vorliegen, 

zumal er diesfalls unter Berücksichtigung des bereits erwähnten 

Arbeitsweges und einer zwingenden Pause von einer Viertelstunde immer 

noch während mehr als acht Stunden als Betreuungsperson nicht zur 

Verfügung stünde. Mit dem Beschwerdegegner ist somit festzuhalten, 

dass die Kinderbetreuung durch den Ehemann der Beschwerdeführerin 

während der von ihr beabsichtigten Arbeitszeit, also von 05.00 bis 10.00 

Uhr sowie von 16.00 bis 21.30 Uhr (vgl. Bg-act. 6), nicht abgedeckt ist. 

Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts kann sich die 

Beschwerdeführerin bestenfalls an drei Halbtagen im Zeitraum von 

entweder 05.00 bis 10.00 Uhr morgens oder von 16.00 bis 21.30 Uhr 

abends dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.

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e) Mit derart engen zeitlichen Grenzen ist jedoch – wie nachfolgend 

aufzuzeigen sein wird - das Finden einer passenden Stelle auf dem der 

Beschwerdeführerin offen stehenden Arbeitsmarkt (Betreuungsbereich) 

kaum realistisch. Nachdem die Beschwerdeführerin am 5. Dezember 

2016 dem RAV Chur den "Nachweis der persönlichen 

Arbeitsbemühungen" für die Kontrollperioden Oktober und November 

2016 eingereicht hatte (vgl. Bg-act. 9), nahm der Beschwerdegegner bei 

verschiedenen Arbeitgebern, bei welchen sich die Beschwerdeführerin in 

diesen zwei Monaten beworben hatte, eine Abklärung zu den 

Arbeitszeiten vor. Dabei teilte E._____ mit, dass die Betreuungspersonen 

bei den Kunden zu Hause wohnen und 42 Stunden in der Woche (exkl. 

Bereitschaftsdienst) arbeiten würden. Das Pflegeheim F._____ gab an, 

die Pflegepersonen würden in drei Diensten arbeiten (Frühdienst von 

07.00 bis 16.00 Uhr, geteilter Dienst von 07.00 bis 11.30 Uhr sowie von 

16.30 bis 20.00 Uhr, Spätdienst von 12.30 bis 21.30 Uhr). Schliesslich 

teilte das Spital G._____ dem Beschwerdegegner mit, dass eine 60%-

Anstellung auf den ganzen Monat verteilt werde, wobei täglich 8.24 

Stunden gearbeitet werde. Die beabsichtigen Arbeitszeiten der 

Beschwerdeführerin seien für den Spitalbetrieb absolut nicht realistisch. 

Es bestehe keine Chance für den Tagesablauf im Spital (vgl. Bg-act. 9). 

Nach dem bisher Ausgeführten sind somit die Einwände der 

Beschwerdeführerin, wonach sie bezüglich der Arbeitstage flexibel sei 

und auch eine Stelle mit einem Pensum von 40 % annehmen würde, 

unbehelflich. Ebenfalls kann sie aus dem Vorbringen, ihr Bestreben liege 

darin, eine Arbeit für Samstag und/oder Sonntag zu finden, nichts zu ihren 

Gunsten ableiten. Denn ihre konkreten Aussichten, auf dem für sie in 

Betracht fallenden Arbeitsmarkt in der Umgebung des Wohnortes lediglich 

am Wochenende einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen zu können, 

sind als nicht intakt zu beurteilen. Angesichts der gesamten Umstände ist 

die Vermittlungsfähigkeit deshalb ab dem 30. September 2016 zu 

verneinen. Daran vermag auch der erst im verwaltungsgerichtlichen 

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Beschwerdeverfahren vorgebrachte Einwand der Beschwerdeführerin, 

wonach ihre Eltern ebenfalls für die Kinderbetreuung teilweise oder ganz 

zur Verfügung stünden, nichts zu ändern, zumal "Angaben der ersten 

Stunde" betreffend die Kinderbetreuung unbefangener und zuverlässiger 

erscheinen als spätere Schilderungen, die bewusst 

oder unbewusst von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer 

Art beeinflusst sein können (vgl. BGE 121 V 45 E.2a; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_940/2015 vom 19. April 2016 E.6.3; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_735/2015 vom 22. Januar 2016 E.4.3.2).

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdegegner die 

Beschwerdeführerin zu Recht ab dem 30. September 2016 als nicht 

vermittlungsfähig im Sinne von Art. 15 Abs. 1 AVIG qualifiziert und aus 

diesem Grunde ihren Anspruch auf Taggelder der 

Arbeitslosenversicherung verneint hat. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 24. Februar 2017 erweist sich damit als 

rechtens, was zur Bestätigung desselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt.

6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung – kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben 

werden. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]