# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 112a5030-4c04-5e95-867b-64db762f6760
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.05.2016 BB.2016.77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2016-77_2016-05-31.pdf

## Full Text

Beschluss vom 31. Mai 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Roy Garré und Cornelia Cova, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

 

   
Parteien  A.,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO); Kostenvorschuss (Art. 383 

Abs. 2 StPO) 

 
 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2016.77 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. am 17. Februar 2016 bei der Bundesanwaltschaft gegen die Bundesver-

waltungsrichter B. und C. Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs einreichte 

(act. 1.1);  

 

- die Bundesanwaltschaft am 22. März 2016 die Nichtanhandnahme der ob-

genannten Strafanzeige verfügte (act. 1.1); 

 

- A. dagegen am 11. April 2016 Beschwerde bei diesem Gericht erhebt und 

sinngemäss die Durchführung eines Strafverfahrens gegen die von ihm An-

gezeigten beantragt (act. 1); 

 

- die Beschwerdekammer mit Schreiben vom 19. April 2016 von der Bundes-

anwaltschaft zunächst die Zustellung der Verfahrensakten verlangte (act. 2); 

diese am 25. April 2016 hierorts eingingen (act. 3); 

 

- der Beschwerdeführer am 10. Mai 2016 aufgefordert wurde, bis 23. Mai 2016 

einen Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.-- zu leisten, unter Hinweis darauf, 

dass im Säumnisfalle auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 4);  

 

- der Beschwerdeführer innert Frist (und bis dato) den verlangten Kostenvor-

schuss nicht geleistet hat;  

 

- er jedoch mit Schreiben vom 23. Mai 2016 an die Beschwerdekammer ge-

langt ist und darin im Wesentlichen ausführt, die Anwendung von 

Art. 383 StPO sei in casu problematisch, weshalb von einer Kostenvor-

schusspflicht abzusehen sei (act. 5);  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-

schwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 

Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft ver-

pflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen 

Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383 

Abs. 1 StPO);  

- 3 - 
 
 

- ausser Art. 136 StPO das Gesetz keine andere Ausnahme vorsieht, sodass 

auf die Erläuterungen des Beschwerdeführers nicht weiter eingetreten wer-

den kann (vgl. Art. 190 BV); 

 

- falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz 

auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO);  

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag 

spätestens am letzten Tag der Frist zu Gunsten der Behörde der Schweize-

rischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz 

belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO); 

 

- der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss nicht bezahlt und mit Schreiben 

vom 23. Mai 2016 auch nicht (weder explizit noch sinngemäss) um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 136 StPO ersucht 

hat;   

 

- der Beschwerdeführer damit die ihm zur Leistung des Kostenvorschusses 

anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf die Beschwerde 

androhungsgemäss nicht einzutreten ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichts-

kosten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR). 

 

 

 

- 4 - 
 
 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 31. Mai 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.