# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 209fa9cb-3c2a-53c9-b54b-6be5d1912eb1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 27.09.2017 S 2017 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-55_2017-09-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 55

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Parolini

URTEIL

vom 27. September 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war bei der B._____ AG als Chauffeur angestellt und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 

_____ 2012 wurde er auf der Autobahn A1 in einen Autounfall verwickelt, 

bei dem der hinter ihm fahrende Lenker mit dessen Personenwagen von 

hinten ungebremst in den von A._____ gefahrenen Sattelschlepper 

auffuhr und dabei verstarb. A._____ blieb körperlich unverletzt, erlitt 

jedoch einen Schock und entwickelte nach diesem Trauma-Erlebnis eine 

schwere neuro-vegetative Reaktion. Er war deswegen bis Ende _____ 

2012 zu 100 % arbeitsunfähig. Am 1. Mai 2012 nahm er die Arbeit zu 

100 % wieder auf, die Behandlung wurde abgeschlossen. Die SUVA 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Schaden-Nr. 09.22283.12.5).

2. Vom 7. Juli bis zum 25. Juli 2014 arbeitete A._____ bei der C._____ AG 

und war dadurch erneut bei der SUVA obligatorisch unfallversichert. Von 

Mitte Juli 2014 an war er wegen Rückenbeschwerden krank geschrieben. 

Am 11. August 2014, während eines Badeurlaubs in Griechenland, prallte 

A._____ bei einem Sprung ins hüfttiefe Meer mit dem Kopf auf den Grund 

und stauchte sich den Halswirbel. Die Erstbehandlung erfolgte in 

Griechenland und in Serbien. A._____ wurden ein Halskragen und 

Medikamente abgegeben. Diagnostiziert wurde dort eine "distorsio verth 

cervicalis". Nach seiner Rückkehr in die Schweiz bzw. in das Fürstentum 

Liechtenstein anfangs September 2014 begab er sich in ärztliche 

Behandlung. Er wurde zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Die SUVA 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Schaden-Nr. 13.11208.14.0). 

3. Mit Verfügung vom 26. Februar 2015, nach umfassenden medizinischen 

Abklärungen, stellte die SUVA ihre für die Folgen des Unfalls vom 11. 

August 2014 bis dahin erbrachten Versicherungsleistungen per 16. März 

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2015 ein mit der Begründung, die Adäquanz zwischen dem Unfall vom 

11. August 2014 und den geklagten, organisch nicht hinreichend 

nachweisbaren Beschwerden sei zu verneinen. Mit Einspracheentscheid 

vom 27. Oktober 2015 wurde die Einsprache von A._____ vom 25. März 

2015 abgewiesen. Der Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

4. Mit Schreiben vom 30. November 2015 meldete A._____ einen Rückfall 

zum Unfall vom _____ 2012. Er gab an, seit Ende 2014 vermehrt an 

psychischen Problemen zu leiden und deswegen seit Februar 2015 zu 

100 % arbeitsunfähig zu sein. Dieser Unfallmeldung legte er einen Bericht 

des behandelnden Psychiaters, Dr. med. D._____, vom 1. April 2015 und 

eine Therapiebestätigung von Dipl.-Psych. E._____ vom 2. Mai 2015 bei.

5. Mit Verfügung vom 12. Januar 2016 lehnte die SUVA eine 

Leistungspflicht für den gemeldeten Rückfall ab. Die dagegen erhobene 

Einsprache vom 11. Februar 2016 wies die SUVA mit 

Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 ab. 

6. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 13. April 2016 Beschwerde an das 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich. Darin beantragte er, die 

SUVA Chur sei kosten- und entschädigungsfällig zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer eine seinem IV-Grad entsprechende Invalidenrente 

auszurichten, eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid 

aufzuheben und die Sache zur erneuten Entscheidung zurückzuweisen. 

Zudem stellte er Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. 

7. Mit Beschwerdeantwort vom 25. Mai 2016 beantragte die SUVA 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. 

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8. Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 wies das Sozialversicherungsgericht des 

Kantons Zürich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege ab, weil der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die 

Voraussetzungen für die Bestellung zum unentgeltlichen Rechtsvertreter 

nach dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und 

Anwälte (BGFA; SR 935.61) nicht erfüllte. Auf die dagegen erhobene 

Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_480/2016 vom 17. 

November 2016 nicht ein.

9. Mit Beschluss vom 22. Februar 2017 trat das Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich, nach Gewährung des rechtlichen Gehörs an die 

Parteien, auf die Beschwerde mangels örtlicher Zuständigkeit nicht ein. 

Es überwies die Sache an das zuständige Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden.

10. Nach Eingang der Akten beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden stellte die Instruktionsrichterin mit Schreiben vom 6. April 

2017 dem Beschwerdeführer die Einreichung einer Replik frei. Zudem 

gab sie dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers Gelegenheit, seine 

Honorarnote einzureichen, mit dem Hinweis, dass das Gericht bei 

Nichteinreichung eine allfällige aussergerichtliche Entschädigung nach 

Ermessen festlegen würde. In der Folge gingen weder eine Replik noch 

eine Honorarnote ein.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid 

und in den Rechtsschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 25. Februar 2016. Ein solcher Entscheid 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons angefochten werden, in dem die Beschwerde 

führende Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat bzw. 

gemäss Art. 58 Abs. 2 ATSG, wenn sich der Wohnsitz der versicherten 

Person oder des Beschwerde führenden Dritten im Ausland befindet, 

beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem sich ihr/sein 

letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr/sein letzter 

schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt 

im Fürstentum Liechtenstein, weshalb vorliegend Art. 58 Abs. 2 ATSG 

zum Tragen kommt. Wie dem Handelsregisterauszug der Gebr. C._____ 

AG und dem Beschluss des Sozialversicherungsgerichts des Kantons 

Zürich vom 22. Februar 2017 entnommen werden kann, befindet sich der 

Sitz der letzten Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der Gebr. C._____ 

AG, in X._____, womit das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. 

Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 

ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden 

Streitsache zu bejahen. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von 

diesem berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

gerichtlichen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine Beschwerdelegitima-

tion ist daher zu bejahen, und auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

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eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und 

Art. 61 lit. a ATSG). 

b) Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht für die gemäss Rückfallmeldung vom 30. November 2015 

seit Ende 2014/Anfang 2015 erneut geklagten psychischen Beschwerden 

aus dem Unfall vom _____ 2012 zu Recht verneint hat und der 

Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 daher zu schützen ist oder 

nicht.

2. Seit dem 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und 

der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

(Änderung vom 25. September 2015). Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 gilt 

bezüglich Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 

Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 ereignet haben, und 

für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, das 

bisherige Recht. Vorliegend ereignete sich der fragliche Unfall im Jahr 

2012 und der Rückfall wurde für Ende 2014 bzw. Februar 2015 gemeldet, 

sodass grundsätzlich die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung finden. Hinsichtlich der für das vorliegende 

Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben sich indessen mit 

Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine Änderungen ergeben. 

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen des 

Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Rechtsprechung und Lehre 

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haben schreckbedingte plötzliche Einflüsse auf die Psyche seit jeher als 

Einwirkung auf den menschlichen Körper (im Sinne des geltenden 

Unfallbegriffes) anerkannt und für ihre unfallversicherungsrechtliche 

Behandlung besondere Regeln entwickelt. Danach setzt die Annahme 

eines Unfalls voraus, dass es sich um ein aussergewöhnliches 

Schreckereignis, verbunden mit einem entsprechenden psychischen 

Schock, handelt; die seelische Einwirkung muss durch einen 

gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart des Versicherten sich 

abspielenden Vorfall ausgelöst werden und in ihrer überraschenden 

Heftigkeit geeignet sein, auch bei einem gesunden Menschen durch 

Störung des seelischen Gleichgewichts typische Angst- und 

Schreckwirkungen (wie Lähmungen, Herzschlag etc.) hervorzurufen. In 

Frage kommen Ereignisse wie etwa Brand- oder Erdbebenkatastrophen, 

Eisenbahn- oder Flugzeugunglücke, schwere Autokollisionen, 

Brückeneinstürze, Bombenabwürfe, verbrecherische Überfälle oder 

sonstige plötzliche Todesgefahren sowie Seebeben, bei denen, anders 

als im Rahmen der üblichen Unfälle, die psychische Stresssituation im 

Vordergrund steht, wogegen dem somatischen Geschehen keine 

(entscheidende) Bedeutung beigemessen werden kann (zum Ganzen: 

Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2016 vom 23. Mai 2016 E.2.2; BGE 

129 V 177 E.2.1).

Das frühere Eidgenössische Versicherungsgericht, heute Bundesgericht, 

hat diese Rechtsprechung wiederholt bestätigt und dahingehend 

präzisiert, dass auch bei Schreckereignissen nicht nur die Reaktion eines 

(psychisch) gesunden Menschen als Vergleichsgrösse dienen kann, 

sondern in diesem Zusammenhang auf eine "weite Bandbreite" von 

Versicherten abzustellen ist. Zugleich hat es dabei relativierend, unter 

Bezugnahme auf den massgeblichen Unfallbegriff, betont, dass sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit definitionsgemäss nicht auf die 

Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber bezieht, 

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weshalb nicht von Belang sein könne, wenn der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (zum Ganzen: Urteil 

des Bundesgerichts 8C_376/2013 vom 9. Oktober 2013 E.3.1; BGE 129 

V 177 E.2.1).

An den Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgelöst haben, 

an die Aussergewöhnlichkeit dieses Ereignisses sowie den 

entsprechenden psychischen Schock sind strenge Anforderungen zu 

stellen (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_376/2013 vom 9. 

Oktober 2013 E.3.1 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E.2.1, BGE 122 V 

230 E.1, BGE 118 V 59 E.2b u.a.). 

b) Vorliegend ist unbestritten, dass es sich beim Auffahrunfall vom _____ 

2012 um ein Schreckereignis und damit um einen Unfall im Sinne von 

Art. 6 UVG bzw. Art. 4 ATSG handelte, der grundsätzlich 

Versicherungsleistungen nach UVG auslöst. Unbestritten ist auch, dass 

der Beschwerdeführer damals körperlich nicht verletzt wurde, während 

der Unfallverursacher noch auf der Unfallstelle verstarb. Wie aus dem 

Verkehrsunfall-bericht vom 5. _____ 2012 (Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] I/7) hervorgeht, fuhr der fragliche 

Personenwagenlenker in die gleiche Richtung hinter dem 

Beschwerdeführer her und prallte in der Folge ungebremst in den 

Auflieger des vom Beschwerdeführer gefahrenen Sattelschleppers. Dabei 

wurde der Personenwagen des Unfallverursachers total, das Heck des 

Aufliegers stark beschädigt (Bg-act. I/7). Der Beschwerdeführer erlitt bei 

diesem Ereignis einen Schock und entwickelte danach eine schwere 

neuro-vegetative Reaktion (Bg-act. I/11). Die Beschwerden konnte er 

jedoch innerhalb eines Monats überwinden, sodass die Behandlung 

abgeschlossen wurde und der Beschwerdeführer am 1. _____ 2012 die 

Arbeit wieder zu 100 % aufnehmen konnte (Bg-act. I/9-11). Die 

Beschwerdegegnerin erbrachte damals für dieses Schadenereignis 

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(Schaden-Nr. 09.22283.12.5) die gesetzlichen Leistungen, d.h. auch sie 

anerkannte den Auffahrunfall vom _____ 2012 als Schreckereignis mit 

Unfallcharakter. Zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren, ob die vom 

Beschwerdeführer seit Ende 2014/Anfang 2015 geklagten psychischen 

Beschwerden einen Rückfall aus dem Autounfall vom _____ 2012 

darstellen oder nicht.

4. a) Art. 11 UVV sieht vor, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle 

und Spätfolgen ausgerichtet werden. Bei einem Rückfall handelt es sich 

um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Verletzung, 

sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu weiterer 

Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 118 V 293 E.2c, BGE 105 V 31 E.1c). 

Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im 

Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen 

bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können 

(BGE 118 V 293 E.2c). Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an 

ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine 

Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn 

zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit 

beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher 

und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c). 

Eine allfällige diesbezügliche Leistungspflicht des obligatorischen 

Unfallversicherers würde daher vorliegend voraussetzen, dass der seit 

Ende 2014/Anfang 2015 geklagte psychische Gesundheitsschaden als 

natürlich und adäquat kausale Folge des Autounfalls vom _____ 2012 

anzusehen wäre, wobei beide Erfordernisse (natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang) kumulativ erfüllt sein müssen. Scheitert der 

geltend gemachte Anspruch an einer dieser zwei Voraussetzungen, 

entfällt die Leistungspflicht aus UVG ohne die Prüfung des anderen 

Kriteriums (BGE 135 V 465 E.5.1 mit Hinweisen). 

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b) Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 

Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 

hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (zum 

Ganzen: BGE 129 V 177 E.3.1, BGE 119 V 337 E.1). 

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, BGE 119 V 338 E.1). 

d) Mit Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV kann 

der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs beim Grundfall und bei früheren Rückfällen 

behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf 

wegfallen können. Vielmehr obliegt es der versicherten Person, das 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem als 

Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall 

nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des 

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Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall 

und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung, desto 

strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 

S. 191 E.1c in fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der 

versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E.3b). 

e) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat 

ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn 

es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (zum Ganzen: BGE 129 V 177 

E.3.2, BGE 125 V 461 E.5a). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer 

Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E.3.2, BGE 125 V 462 E.5c). 

Bei psychischen Gesundheitsschäden geht diese Beschränkung indessen 

nicht so weit, dass nur psychisch Gesunde des Schutzes der sozialen 

Unfallversicherung teilhaftig werden. Wie das Eidgenössische 

Versicherungsgericht in BGE 112 V 36 E.3c in Änderung seiner 

Rechtsprechung erkannt und in BGE 115 V 135 E.4b bestätigt hat, darf 

die Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische 

Gesundheitsschädigung herbeizuführen, in der sozialen 

Unfallversicherung nicht auf den psychisch gesunden Versicherten 

beschränkt werden. Vielmehr ist auf eine weite Bandbreite der 

Versicherten abzustellen. Hierzu gehören auch jene Versicherten, die 

aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und 

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einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. Die Gründe 

dafür, dass einzelne Gruppen von Versicherten einen Unfall langsamer 

oder schlechter verarbeiten als andere, können z.B. in einer ungünstigen 

konstitutionellen Prädisposition oder allgemein in einem angeschlagenen 

Gesundheitszustand, in einer psychisch belastenden sozialen, familiären 

oder beruflichen Situation oder in der einfach strukturierten Persönlichkeit 

des Verunfallten liegen. Somit bilden im Rahmen der erwähnten, weit 

gefassten Bandbreite auch solche Versicherte Bezugspersonen für die 

Adäquanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die erlebnismässige 

Verarbeitung eines Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko 

gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht 

optimal reagieren. Daraus ergibt sich, dass für die Beurteilung der Frage, 

ob ein konkretes Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache 

nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten psychischen 

Schädigung zu führen, kein allzu strenger, sondern im dargelegten Sinne 

ein realitätsgerechter Massstab angelegt werden muss (zum Ganzen: 

BGE 129 V 177 E.3.3, BGE 125 V 462 E.5c).

Umgekehrt ist das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 123 V 98 

E.3 dem Begehren entgegengetreten, bei psychischen 

Gesundheitsschäden auf das Erfordernis der Adäquanz zu verzichten und 

die natürliche Kausalität genügen zu lassen, wie es in der Praxis bei 

singulären physischen Folgen üblich ist, und es hat an der Erfüllung der 

Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs festgehalten. Ob 

psychische Störungen mit einem Unfall oder einer Berufskrankheit in 

einem adäquaten Kausalzusammenhang stehen, hängt demnach davon 

ab, ob der Unfall oder die Berufskrankheit unter Berücksichtigung der 

weiten Bandbreite von Versicherten, für welche die soziale 

Unfallversicherung Schutz bieten soll, nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu solchen 

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Störungen zu führen (zum Ganzen: BGE 129 V 177 E.3.3, BGE 125 V 

462 E.5c). 

Neben der allgemeinen Adäquanzformel hat das Eidgenössische 

Versicherungsgericht besondere Regeln für die Beurteilung der Adäquanz 

psychischer Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt (BGE 129 V 

177 E.4.1). Danach setzt die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 

die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine 

massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv 

eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins 

Gewicht fällt (zum Ganzen: BGE 129 V 177 E.4.1, BGE 115 V 141 E.7). 

In Bezug auf Schreckereignisse hat das Bundesgericht in BGE 129 V 177 

E.4.2 allerdings entschieden, dass die allgemeine Adäquanzformel 

anzuwenden ist (gewöhnlicher Lauf der Dinge und allgemeine 

Lebenserfahrung), zumal für die Qualifikation eines Geschehensablaufs 

als Schreckereignis bereits an die Aussergewöhnlichkeit angeknüpft wird, 

um überhaupt als Unfall gelten zu können, weshalb das Kriterium der 

besonderen Eindrücklichkeit bei der Adäquanzbeurteilung nicht ein 

zweites Mal herangezogen werden könne. 

f) Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nicht 

medizinischer, sondern rechtlicher Natur (WEISS, Die Qualifikation eines 

Schreckereignisses als Unfall, in: SZS 2007, S. 55 mit Hinweis auf EVG U 

15/00 vom 19. März 2003 E.4.3). Sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Gericht zu beurteilen (SVR 2003 UV 

Nr. 12 E.3.2.1, SVR 2002 UV Nr. 11 E.2b). 

5. a) Vorliegend hatte die Beschwerdegegnerin den Autounfall vom _____ 

2012 ursprünglich, wie bereits erwähnt (vgl. vorne E.3b), als 

Schreckereignis im Sinne des Unfallbegriffs gemäss Art. 6 UVG bzw. 

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Art. 4 ATSG anerkannt und hatte die gesetzlichen Leistungen erbracht. Im 

Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 führte die 

Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung aus, dass sie den Unfall vom _____ 2012 nicht als derart 

aussergewöhnliches Schreckereignis erachte, dass daraus nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung eine 

länger als 2 ¾ Jahre andauernde bzw. eine nach dieser Zeit erneut 

aufflackernde, psychische Gesundheitsschädigung resultieren könnte. 

Der Versicherte sei zwar Zeuge eines Unfalls mit Todesfolgen gewesen, 

er habe sich jedoch nach kurzer Zeit wieder erholt und danach wieder in 

einem vollen Pensum gearbeitet. Die im Jahr 2015 als Rückfall 

gemeldeten psychischen Störungen und die damit zusammenhängende 

Erwerbsunfähigkeit könne nicht mehr in einem weiten Sinn als 

angemessene und einigermassen typische Reaktion auf das 

Schreckereignis bezeichnet werden, diese dürften vielmehr auf 

unfallfremde Faktoren zurückzuführen sein. Die Beschwerdegegnerin 

verneinte daher die Adäquanz zwischen den gemeldeten psychischen 

Beschwerden und dem Unfall vom _____ 2012 und hielt fest, dass damit 

die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs offen gelassen werden 

könne und dass sich weitere medizinische Abklärungen erübrigen 

würden.

b) Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 13. April 2016 

geltend, dass die von ärztlicher Seite im Jahr 2015 diagnostizierte 

posttraumatische Belastungsstörung auf den Unfall vom _____ 2012 

zurückzuführen sei, was in den vom Beschwerdeführer vorgelegten 

ärztlichen Dokumenten bestätigt werde. Die Beschwerdegegnerin habe 

die Begehren des Beschwerdeführers jedoch abgewiesen, ohne 

irgendwelche medizinischen Abklärungen vorzunehmen. Zwar habe die 

Beschwerdegegnerin den Unfall vom _____ 2012 als Schreckereignis 

taxiert. Sie habe jedoch die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach 

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eine Adäquanz ausgeschlossen werden könne, wenn weder das Opfer 

noch eine Drittperson einen erheblichen Körperschaden erlitten habe, 

nicht richtig angewendet. Vorliegend sei nämlich der unfallbeteiligte 

Personenwagenlenker und somit eine Drittperson beim fraglichen Unfall 

tödlich verunglückt. Damit sei der Unfall vom _____ 2012 sehr wohl als 

Schreckereignis, das einen psychischen Folgeschaden verursachen 

könne, einzustufen. Auch die Ärzte hätten die Diagnose einer 

posttraumatischen Belastungsstörung bestätigt. Die Schlussfolgerung der 

Beschwerdegegnerin, das Unfallereignis könne nach dem gewöhnlichen 

Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung keine psychischen 

Gesundheitsschädigungen verursachen, sei falsch. Deshalb wäre die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, entsprechende medizinische 

Abklärungen vornehmen zu lassen. Auch wenn die Beschwerdegegnerin 

festhalte, dass die Frage der Adäquanz eine rechtliche sei, so sei diese 

von ihr eben falsch beurteilt worden. Der Beschwerdeführer stellt in seiner 

Beschwerde vom 13. April 2016 Antrag auf Einholung eines umfassenden 

psychiatrischen Sachverständigengutachtens, das die psychischen 

Folgeschäden, die vom Unfallereignis ausgingen, bestätigen solle.

c) Die Beschwerdegegnerin hält mit Vernehmlassung (Beschwerdeantwort) 

vom 25. Mai 2016 an ihrem Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 

fest. Sie bestätigt darin, dass vorliegend von der Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs abgesehen werden könne und somit 

auch von weiteren medizinischen Abklärungen, weil die Frage der 

Adäquanz zwischen den mit Rückfallmeldung vom 30. November 2015 

beschriebenen psychischen Beschwerden und dem Unfall vom _____ 

2012 zu verneinen sei. Der vom Beschwerdeführer aus der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (zur Adäquanz bei 

Schreckereignissen) abgeleitete Umkehrschluss, wonach das 

Schreckereignis gerade deswegen geeignet sei, einen langjährigen 

psychischen Folgeschaden zu verursachen, weil eine Drittperson - 

- 16 -

vorliegend der unfallverursachende Personenwagenlenker - einen 

erheblichen Körperschaden erlitten habe bzw. auf der Unfallstelle 

verstorben sei, sei falsch. Die zitierte Rechtsprechung sei im 

Zusammenhang mit Opfern von Tätlichkeiten und Raubüberfällen 

entwickelt worden, bei denen die betroffene Person durch den Täter 

unmittelbar bedroht worden war und um ihr eigenes Leben oder ihre 

körperliche Unversehrtheit habe fürchten müssen. Solches sei vorliegend 

aber nicht der Fall gewesen. Insbesondere habe der Beschwerdeführer 

den unfallverursachenden Personenwagen nicht auf sich zukommen 

sehen, weil dieser von hinten in den Auflieger des Sattelschleppers des 

Beschwerdeführers auffuhr. Dieser hätte den Unfall somit auch nicht 

verhindern können. Obwohl der Unfallverursacher tragischerweise ums 

Leben kam, sei das fragliche Unfallereignis aufgrund der gesamten 

Umstände nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung nicht geeignet gewesen, zu mehrjährigen, 

langandauernden oder gar dauernden psychischen Beschwerden mit 

vollständiger Erwerbsunfähigkeit zu führen. Dafür spreche auch der 

Umstand, dass der Beschwerdeführer bis zum 30. _____ 2012 

krankgeschrieben gewesen sei, danach aber seine Arbeitstätigkeit wieder 

aufgenommen habe und während 2 ¾ Jahren nicht mehr wegen 

psychischer Beschwerden in Behandlung gewesen sei. Offenbar habe der 

Beschwerdeführer das Unfallereignis, wie nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung zu erwarten, innert 

weniger Wochen überwunden. Sei aber der adäquate 

Kausalzusammenhang zu verneinen, so könne die Frage der natürlichen 

Kausalität zwischen den seit Ende 2014 geklagten psychischen 

Beschwerden und dem Unfall im 2012 offen gelassen werden. Jedenfalls 

sei diese aufgrund der weiteren Umstände - lange Dauer zwischen dem 

Rückfall und dem Unfallereignis, dazwischen keine psychischen 

Beschwerden ausgewiesen, andere belastende Faktoren wie 

Ehetrennung und Probleme mit einer ausserehelichen Partnerin - ohnehin 

- 17 -

fraglich. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei deshalb zu 

Recht verneint worden. 

6. a) Wie in den nachfolgenden Erwägungen auszuführen ist, kommt das 

Gericht vorliegend zum Schluss, dass der Auffahrunfall vom 2012 nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung 

- unter Berücksichtigung einer weiten Bandbreite von Versicherten - nicht 

geeignet ist, auch nach dem ursprünglichen Behandlungsabschluss im 

_____ 2012 und rund 2 ¾ Jahre danach eine psychische Störung 

hervorzurufen. Ist die Adäquanz zwischen dem Unfallereignis vom _____ 

2012 und den seit Ende 2014/Anfang 2015 geklagten psychischen 

Beschwerden also zu verneinen, wird vorerst auf diese Frage 

eingegangen und erst danach, der Vollständigkeit halber, auf die Frage 

des natürlichen Kausalzusammenhangs, der bei Verneinung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs an sich gar nicht mehr 

entscheidrelevant ist (vgl. vorne E.3b; BGE 135 V 465 E.5.1 mit 

Hinweisen). 

b) Prüft das Gericht, ob ein konkretes Unfallereignis als alleinige Ursache 

oder als Teilursache nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten 

psychischen Schädigung zu führen, hat es gemäss Bundesgericht keinen 

allzu strengen, sondern einen realitätsgerechten Massstab anzulegen 

(BGE 129 V 177 E.3.3). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

sind gewisse Schreckereignisse nicht geeignet, einen dauernden, 

erheblichen psychischen Schaden zu verursachen. Dies gilt namentlich, 

wenn weder das Opfer noch eine Drittperson einen erheblichen 

Körperschaden erlitten und das Schreckereignis nur relativ kurze Zeit 

gedauert hat. Die übliche und einigermassen typische Reaktion auf ein 

solches Ereignis dürfe gemäss Bundesgericht erfahrungsgemäss darin 

bestehen, dass zwar eine Traumatisierung stattfindet, diese aber vom 

- 18 -

Opfer in aller Regel innert einiger Wochen oder Monate überwunden wird. 

Eine psychische Störung und lang andauernde Erwerbsunfähigkeit 

könnten in diesem Fall nicht mehr in einem weiten Sinne als 

angemessene oder einigermassen typische Reaktion auf das 

Schreckereignis bezeichnet werden (zum Ganzen: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_167/2016 vom 23. Mai 2016 E.2.2; BGE 129 V 177 

E.4.3). 

c) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass diese Rechtsprechung zum 

Ausschluss der Adäquanz im vorliegenden Fall gerade nicht zur 

Anwendung gelange, weil beim fraglichen Unfall vom _____ 2012 ein 

Unfallbeteiligter, nämlich der Unfallverursacher, tödlich verunglückt sei 

und er dies selbst habe miterleben müssen. Deswegen sei das fragliche 

Schreckereignis eben gerade geeignet gewesen, bei ihm psychische 

Folgeschäden zu verursachen. Dieser Umkehrschluss, den der 

Beschwerdeführer aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zieht, 

geht fehl. Das Bundesgericht hat in den zitierten Urteilen (8C_167/2016 

vom 23. Mai 2016 E.2.2; BGE 129 V 177 E.4.3) festgehalten, wann ein 

Schreckereignis insbesondere nicht geeignet ist, erhebliche psychische 

Schäden nach sich zu ziehen. Es führte aber gerade nicht aus, dass 

umgekehrt ein Unfall immer dann, wenn das Opfer selbst oder eine 

Drittperson einen Körperschaden erlitten habe, geeignet sei, dauerhafte 

psychische Schäden und eine jahrelange vollständige Erwerbsunfähigkeit 

zu verursachen. Der Beschwerdeführer zitiert denn auch keine Urteile, in 

denen das Bundesgericht Solches entschieden hätte. Vielmehr weist die 

Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass das Bundesgericht auch 

Ereignisse, bei denen Drittpersonen erhebliche Körperschäden erlitten 

hätten, als nicht geeignet eingestuft habe, einen dauernden psychischen 

Schaden hervorzurufen (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 8C_376/2013 

vom 9. Oktober 2013 E.4.2). Ferner weist die Beschwerdegegnerin auch 

zu Recht darauf hin, dass diese bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. 

- 19 -

BGE 129 V 177 E.4.3; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

U 390/4 vom 14. April 2005 E.2.1, Urteile des Bundesgerichts U 593/06 

vom 14. April 2008 E.4 und 8C_720/2007 vom 3. September 2008 E.6.3) 

im Zusammenhang mit versicherten Personen entwickelt wurde, die Opfer 

von Raubüberfällen oder anderen deliktischen Handlungen wie 

Tätlichkeiten geworden und dass dabei die betroffenen Opfer, die 

Versicherten, durch den/die Täter unmittelbar selber bedroht worden 

waren und um ihr eigenes Leben oder ihre körperliche Unversehrtheit 

hatten fürchten müssen (vgl. dazu auch WEISS, a.a.O., S. 45 ff., 

insbesondere S. 55 ff.). 

d) Eine solche Konstellation ist vorliegend gerade nicht gegeben. Der 

Beschwerdeführer war im Rahmen des Auffahrunfalls vom _____ 2012 zu 

keinem Zeitpunkt einer aussergewöhnlichen Bedrohung oder Gefahr für 

das eigene Leben ausgesetzt. Gemäss unbestrittenem Sachverhalt fuhr 

er mit seinem Sattelschlepper (mit Auflieger) auf der Autobahn A1 auf der 

rechten Fahrspur (Bg-act. I/7). Der Unfallverursacher fuhr mit seinem 

Personenwagen auf der gleichen Spur direkt hinter ihm und prallte 

ungebremst von hinten in den Auflieger des Sattelschleppers (Bg-act. I/7). 

Der Unfallverursacher verstarb noch auf Unfallstelle, der 

Beschwerdeführer blieb unverletzt (Bg-act. I/7 S. 3). Das Gericht folgert 

daraus, dass der Beschwerdeführer keine Schuld am Unfall trug, dass er 

als Lenker des vorausfahrenden Sattelschleppers nicht in Gefahr geriet, 

mit seinem Sattelschlepper auch zu verunfallen, und dass der Aufprall für 

ihn keine Bedrohung an Leib und Leben darstellte. Wie den Akten zu 

entnehmen ist, erlitt er denn damals auch keine körperlichen 

Verletzungen. Der Beschwerdeführer sah weder den Unfallverursacher 

auf sich zukommen, noch bekam er den genauen Unfallhergang mit, 

zumal der Aufprall sich hinten an seinem Fahrzeug ereignete, er ihn also 

nicht aus unmittelbarer Nähe miterlebte. Das Gericht erachtet das 

Unfallereignis angesichts all dieser Umstände als nach dem 

- 20 -

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung nicht 

geeignet, zu mehrjährigen, langandauernden oder gar dauernden 

psychischen Beschwerden mit vollständiger Erwerbsunfähigkeit zu 

führen. 

Aktenkundig und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer kurz nach 

dem Unfall wegen der akuten Belastungsreaktion vom 5. _____ bis zum 

30. _____ 2012 in psychotherapeutischer Behandlung stand (Bg-act. I/14 

S. 4) und deswegen für kurze Zeit, nämlich vom 3. bis zum 30. _____ 

2012, auch arbeitsunfähig war (Bg-act. I/11). Die Beschwerdegegnerin 

hatte die unmittelbar nach dem Auffahrunfall aufgetretenen psychischen 

Beschwerden als unfallkausal anerkannt, die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen erbracht und den Fall im Juni 2012 

abgeschlossen (vgl. Einspracheentscheid E.2a S. 6). Der 

Beschwerdeführer hatte am 1. _____ 2012 seine Arbeit wieder 

vollumfänglich aufgenommen (Bg-act. I/11) und war seither, soweit aus 

den Akten ersichtlich, vom 1. _____ 2012 bis zum 19. Februar 2015, nicht 

mehr wegen psychischer Beschwerden in Behandlung (Bg-act. I/14 bzw. 

II/122). Auch aus den übrigen Akten zum Unfall, sowie aus den Akten 

zum Badeunfall vom 11. August 2014 (Schaden-Nr. 13.11208.14.0) 

ergeben sich keine Hinweise auf psychische Beschwerden oder 

entsprechende Behandlungen für den fraglichen Zeitraum von _____ 

2012 bis Ende 2014/Anfang 2015. Aus all dem lässt sich schliessen, dass 

der Beschwerdeführer die beim Auffahrunfall erlittene Traumatisierung 

offensichtlich innert weniger Wochen überwunden hatte, wie dies gemäss 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den Schreckereignissen in 

der Regel auch erwartet werden kann (vgl. vorne E.6b sowie Urteil des 

Bundesgerichts 8C_167/2016 vom 23. Mai 2016 E.2.2; BGE 129 V 177 

E.4.3). Der Beschwerdeführer kann damit aus seiner Auslegung der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Adäquanz bei 

Schreckereignissen nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr kann 

- 21 -

festgehalten werden, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

der allgemeinen Lebenserfahrung zu erwarten war, dass der 

Beschwerdeführer die akute psychische Belastungsreaktion innert einiger 

Wochen oder Monate überwinden konnte und danach wieder voll 

arbeitsfähig war, was vorliegend auch tatsächlich eintraf. Der 

Auffahrunfall war mithin nicht geeignet, langjährige psychische Störungen 

mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit auszulösen. Damit ist auch nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die seit Ende 2014/Anfang 

2015 geklagten und als Rückfall gemeldeten psychischen Beschwerden 

als nicht mehr angemessene und typische Reaktion auf das Unfallereignis 

im 2012 bezeichnete und den adäquaten Kausalzusammenhang 

zwischen diesen rund 2 ¾ Jahre nach dem Unfall bzw. nach Abschluss 

der ursprünglichen Behandlung aufgetretenen psychischen Beschwerden 

und dem fraglichen Unfall verneinte. Damit und gerade auch angesichts 

der seit dem fraglichen Unfall vergangenen Zeitspanne von mehr als zwei 

Jahren drängen sich im Hinblick auf die Prüfung der Adäquanz auch 

keine weiteren medizinischen Abklärungen auf. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 erweist sich folglich, selbst 

wenn der natürliche Kausalzusammenhang bejaht würde, als rechtens, 

und die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

7. a) Ist, wie vorliegend ausgeführt, die Adäquanz zwischen dem Auffahrunfall 

und den seit Ende 2014/Anfang 2015 geklagten psychischen 

Beschwerden zu verneinen, kann die Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang, wie auch die Beschwerdegegnerin zu Recht 

ausführt, offen gelassen werden. Selbst wenn nämlich ein allfällig 

bestehender natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 

den seit Ende 2014/ Anfang 2015 geklagten psychischen Beschwerden 

bejaht würde, erwiese sich dieser als nicht adäquat und damit als nicht 

rechtsgenüglich (vgl. BGE 135 V 465 E.5.1 m.w.H.).

- 22 -

b) Zu bemerken ist vorliegend angesichts der medizinischen Aktenlage 

immerhin, dass bei einer allfälligen Bejahung der Adäquanz zwischen 

dem Unfall und den seit Ende 2014/ Anfang 2015 geklagten psychischen 

Beschwerden fraglich wäre, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang 

überhaupt gegeben wäre. Gegen das Vorliegen eines solchen spricht 

jedenfalls die lange, gemäss den Akten offenbar beschwerde- und 

behandlungsfreie Zeit zwischen dem Unfall und dem (Wieder-

)Aufflammen der psychischen Beschwerden Ende 2014/Anfang 2015, 

also mehr als 2 ¾ Jahre später. Aus dem Bericht der Rehaklinik Bellikon, 

psychosomatisches Konsilium, vom 19. Januar 2015 über den stationären 

Aufenthalt vom 15. Dezember 2014 bis 20. Januar 2015 (Bg-act. II/109, 

S. 10-13) geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem Badeunfall in 

Griechenland im Jahr 2014 an Schmerzen an der Halswirbelsäule, 

Kopfschmerzen sowie an depressiven Symptomen litt. Im 

entsprechenden Austrittsbericht (Bg-act. II/109) wird der Auffahrunfall 

vom _____ 2012 nur nebenbei erwähnt (vgl. Anhang S. 12) und die 

psychischen Beschwerden werden nicht darauf zurückgeführt. Im 

Rahmen der Untersuchung im Schmerzzentrum des Kantonsspitals St. 

Gallen vom 2. Februar 2015 (Bg-act. II/117) standen die Folgen des im 

August 2014 in Griechenland erlittenen Schädel-Hirntraumas und des 

Distorsionstraumas im Vordergrund. Als psychische Symptome werden 

Lustlosigkeit, Ängste, Kränkung (durch die Trennung von seiner Frau) und 

deprimierende Gefühle beschrieben und der Verdacht auf eine 

posttraumatische Belastungsstörung nach Schädel-/Hirntrauma, jedoch 

kein Zusammenhang mit dem Auffahrunfall vom 2012 erwähnt. 

Schliesslich bestätigte Dr. med. D._____, dass der Beschwerdeführer am 

19. Februar 2015 eine psychiatrische Behandlung begonnen habe (Bg-

act. I/14 und II/122). Für die Zeit vor Ende 2014 ist also keine 

entsprechende psychiatrische Behandlung ausgewiesen. Dr. med. 

D._____ spricht von einer im Vordergrund stehenden Angst und einer 

depressiven Störung, er erwähnt aber auch, dass es gewisse Symptome 

- 23 -

einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Intrusionen, Flashbacks, 

emotionalem Rückzug, Vermeidungsverhalten und Wiedererinnerung an 

das Trauma gebe. Indessen bringt auch er die festgestellten psychischen 

Symptome nicht direkt in Verbindung mit dem Auffahrunfall. In sämtlichen 

ärztlichen Berichten stehen anderweitige, insbesondere psychosoziale 

Aspekte (Zukunftsängste [Arbeitsfähigkeit, Einkommen], Trennung von 

Ehefrau, Probleme mit Partnerin in Aussenbeziehung) im Vordergrund. Es 

besteht somit kein stichhaltiger Hinweis dafür, dass die seit Ende 

2014/Anfang 2015 geklagten psychischen Beschwerden überwiegend 

wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem 

Unfallereignis stehen würden.

c) Ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

seit Ende 2014/Anfang 2015 geklagten psychischen Beschwerden zu 

verneinen und kann damit die Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang offen gelassen werden (vgl. vorne E.7a), erübrigt 

es sich auch, auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, die 

Beschwerdegegnerin hätte keine genügenden medizinischen 

Abklärungen vorgenommen. Der medizinische Sachverhalt erweist sich 

vorliegend als genügend abgeklärt, die Beschwerdegegnerin durfte von 

weiteren medizinischen Abklärungen absehen und auch die Einholung 

eines umfassenden psychiatrischen Sachverständigengutachtens erweist 

sich als nicht erforderlich. Der entsprechende Beweisantrag des 

Beschwerdeführers ist daher abzulehnen.

d) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht unter dem Titel des Rückfalls 

zu Recht verneint hat. Folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 25. Februar 2016 zu bestätigen und die Beschwerde demnach 

abzuweisen.

- 24 -

8. a) Gerichtskosten werden vorliegend keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 

lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

b) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

9. a) Der Beschwerdeführer beantragt ferner die Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege für das vorliegende Verfahren. 

Diesbezüglich führt er in seiner Beschwerde aus, er verfüge weder über 

Einkommen noch Vermögen und werde vom Sozialamt unterstützt. Da die 

Beschwerde zudem weder mutwillig noch aussichtslos sei, würden keine 

Gründe vorliegen, ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern. 

b) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur 

Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf 

unentgeltlichen Rechtsbeistand (vgl. Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 76 Abs. 

1-3 VRG). Die Bewilligung befreit von allen behördlichen (inkl. 

gerichtlichen) Kosten und Gebühren (Art. 76 Abs. 2 Satz 1 VRG). 

c) Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich hat das im 

Zusammenhang mit der ursprünglich am besagten Gericht erhobenen 

Beschwerde eingereichte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege mit Verfügung vom 9. Juni 2016 abgewiesen. Die 

abschlägige Verfügung war damit begründet worden, dass der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Voraussetzungen gemäss 

Art. 30 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der 

Anwältinnen und Anwälte (BGFA; SR 935.61) nicht erfüllte und nicht im 

- 25 -

kantonalen Anwaltsregister eingetragen ist. Das Bundesgericht trat auf 

die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 17. November 

2016 (8C_480/2016) nicht ein. Es führte aus, für die Anfechtung des 

angefochtenen Zwischenentscheids vom 9. Juni 2016 betreffend die 

unentgeltliche Rechtspflege fehlten die Prozessvoraussetzungen, der 

ablehnende Entscheid werde nur zusammen mit dem Endurteil 

anfechtbar sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_480/2016 vom 17. 

November 2016). Da das Gesuch damit in Bezug auf das Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht bereits beurteilt, die Rechtslage sich auch in 

Bezug auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden nicht anders darstellt, der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mithin die Voraussetzungen des Art. 30 Abs. 1 BGFA 

nicht erfüllt, ist an dieser Stelle nicht mehr weiter auf das Gesuch 

einzugehen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]