# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16eee7bc-872b-5f31-881b-40948c23bfff
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.10.2023 200 2023 537
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-537_2023-10-24.pdf

## Full Text

200 23 537 UV
JAP/BRO/JJC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 24. Oktober 2023

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
Geschäftsbereich Schaden, Scanning GIC, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 (…)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
durch seine Arbeitgeberin, die B.________ AG, bei der Zürich Versiche-
rungs-Gesellschaft AG (Zürich bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
gegen die Folgen von Berufs-, Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten 
versichert, als er gemäss Schadenmeldung vom 26. Dezember 2022 (Ak-
ten der Zürich, Antwortbeilage [AB] 3) am 6. September 2021 mit seinem 
Fahrrad in eine Tramschiene geriet, zu Boden stürzte und sich eine Prel-
lung ("bruise") an der linken Hand zuzog. Die Zürich zog daraufhin die Be-
richte der behandelnden Ärzte bei und legte die Unterlagen ihrem beraten-
den Arzt zur Beurteilung vor (AB 15). Gestützt auf dessen versicherungs-
medizinische Beurteilung vom 31. März 2023 (AB 14) verneinte die Zürich 
mit formlosem Schreiben vom 18. April 2023 (AB 15) ihre Leistungspflicht. 
Zur Begründung hielt sie fest, dass die geltend gemachten Beschwerden 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 9. Sep-
tember 2021 zurückzuführen seien. Hiermit erklärte sich der Versicherte 
nicht einverstanden und verlangte eine anfechtbare Verfügung (AB 18). 
Diesem Ersuchen kam die Zürich mit Verfügung vom 5. Mai 2023 nach (AB 
22). Eine dagegen erhobene Einsprache (AB 23) wies die Zürich mit Ein-
spracheentscheid vom 7. Juli 2023 ab (AB 34).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13. Juli 2023 Beschwer-
de. Er beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 7. Juli 
2023, die Ausrichtung der obligatorischen Unfallversicherungsleistungen für 
die Folgen des Sturzes vom 6. September 2021 und die Ausrichtung einer 
"administrativen Bearbeitungsgebühr" von Fr. 1'000.--.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. August 2023 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. Juli 
2023 (AB 34). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf gesetzliche Un-
fallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
6. September 2021 und diesbezüglich die Frage, ob zu Recht ein natürli-
cher Kausalzusammenhang zwischen diesem Vorfall und den geltend ge-
machten gesundheitlichen Beschwerden verneint wurde. Daneben ist im 
Sinne der Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. BGE 124 V 338 E. 1b 
S. 340; SVR 2001 IV Nr. 18 S. 53 E. 1; UELI KIESER, Das Verwaltungsver-
fahren in der Sozialversicherung, 1999, [nachfolgend: Verwaltungsverfah-
ren], S. 111 N. 234) ebenfalls zu evaluieren, ob unabhängig des Ereignis-
ses vom 6. September 2021 eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 
anhand einer Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. f des Bundesgesetzes 
vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) besteht. 
Ausserhalb des Anfechtungs- und Streitgegenstandes (RKUV 1998 U 308 
S. 455 E. 2c) liegt demgegenüber der Ski-Sturz vom 17. Dezember 2022 
(AB 11).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 4

1.3

1.3.1 Die Konstituierung des Spruchkörpers bestimmt sich unter ande-
rem anhand des Streitwertes, welcher durch das Rechtsbegehren bestimmt 
wird (Art. 57 Abs. 1 GSOG i.V.m. Art. 91 Abs. 1 der Schweizerischen Zivil-
prozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]; RUTH HERZOG, 
in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 119 N. 32). Parteieingaben 
müssen nach ihrem erkennbaren wirklichen Willen ausgelegt werden (MI-
CHEL DAUM, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], a.a.O., Art. 32 N. 12). Vorliegend 
beantragt der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin sämtliche 
Kosten vollumfänglich zu übernehmen habe, welche durch das Ereignis 
vom 6. September 2021 entstanden sind (Beschwerde S. 2). Da gemäss 
den Akten keine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, kommen weder ein 
Taggeld im Sinne von Art. 16 f. UVG noch ein Rentenanspruch nach 
Art. 18 ff. UVG in Frage. Der Antrag auf Übernahme von sämtlichen Kos-
ten, die durch das Ereignis vom 9. September 2021 verursacht wurden, ist 
folglich dahingehend zu interpretieren, dass der Beschwerdeführer allein 
um Heilbehandlung (anhand des Naturalleistungsprinzips) ersucht. 

1.3.2 In Bezug auf die Heilbehandlung wurden zwei Konsultationen bei 
Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin (am 26. April 
2022 sowie am 12. Mai 2022; AB 13), durchgeführt, eine bildgebende Un-
tersuchung durch Dr. med. D.________, Facharzt für Radiologie (am 3. Mai 
2022; AB 31), vorgenommen und eine (konservative) entzündungshem-
mende Therapie mittels Salbe sowie Gel-Pflaster bzw. bei stärkeren Belas-
tungen das Tragen einer Handgelenkschiene verschrieben (AB 13/2). Die 
Trägerin der obligatorischen Krankenpflegeversicherung des Beschwerde-
führers war bis Ende 2022 die F.________, wobei diese Rolle ab Anfang 
2023 von der G.________ wahrgenommen wird (AB 20/1). Beide Kranken-
kassen ergriffen gegen die ihnen eröffnete (vgl. Art. 49 Abs. 4, Art. 64 Abs. 
2 lit. b und d ATSG; AB 21, 24) Verfügung vom 5. Mai 2023 (AB 22), mit 
welcher die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht verneinte, kein 
Rechtsmittel. Dadurch akzeptierten die Krankenkassen gleichsam ihre 
Leistungspflicht bezüglich der jeweiligen Versicherungsdeckung (vgl. UELI 
KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 49 N. 117). Somit würde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 5

für den Beschwerdeführer, im Falle einer reformatorischen Gutheissung der 
Beschwerde, höchstens die Kostenbeteiligung nach Art. 64 des Bundesge-
setzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; 
SR 832.10) von maximal Fr. 3'200.-- pro Kalenderjahr (maximale Franchise 
von Fr. 2'500.-- [Art. 93 Abs. 1 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die 
Krankenversicherung {KVV; SR 832.102}] sowie maximaler Selbstbehalt 
von Fr. 700.-- [Art. 103 Abs. 2 KVV]) im Zweig der obligatorischen Kran-
kenversicherung entfallen. Der Streitwert liegt daher auch dann unter Fr. 
20'000.--, sofern im Jahr 2023 weitere medizinische Behandlungen im Zu-
sammenhang mit den Beschwerden bezüglich der linken Hand erfolgt sein 
sollten, wofür in den Akten kein Hinweis besteht. Folglich fällt die Beurtei-
lung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 
GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 368, 147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 
und 3.2 S. 181).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 6

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.3.2 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG 
hat der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die 
Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzu-
führen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 7

schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach 
Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung 
nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung 
grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, 
dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.3.3 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202; in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fas-
sung) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsa-
che, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung 
vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähn-
liche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden 
muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen 
Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgren-
zung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körper-
schädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer 
Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversi-
cherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und be-
nennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeit-
lichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt 
sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 
Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches 
ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig 
in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der 
in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgren-
zungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden 
Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit 
auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu 
beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder 
Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. 
Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 8

beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listen-
verletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 
50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ur-
sachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung 
sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des 
Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen 
(BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69).

2.4 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendi-
gen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Aus-
künfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der 
notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungs-
grundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen 
Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an 
die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen 
muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab-
hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. 
In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen 
stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Partei-
vorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).

3.

3.1 Der Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 
6. September 2021 (AB 3) anerkanntermassen (AB 34 lit. A Ziff. 1) nicht 
nur …, sondern auch … der B.________ AG mit dem erforderlichen Min-
destpensum nach Art. 13 Abs. 1 UVV (AB 3 Ziff. 3; SHAB Nr. 84 vom 1. 
Mai 2020), wodurch er obligatorisch für Nichtberufsunfälle versichert war 
(vgl. Art. 1a Abs. 1 lit. a UVG i.V.m. Art. 1 und 13 Abs. 1 UVV; Art. 2 Abs. 1 
lit. f UVV e contrario). Ebenso erstellt und unbestritten ist, dass das Ereig-
nis vom 6. September 2021 einen Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hier-
vor) darstellt. Was die Beschwerdegegnerin vorliegend bestreitet, ist das 
Bestehen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfal-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 9

lereignis vom 6. September 2021 und den ab der Arztkonsultation vom 26. 
April 2022 (AB 13) vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwer-
den an der linken Hand (vgl. Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 4 und S. 3 Ziff. 
5.b; AB 34 lit. B E. 2.b). 

3.2 Hierzu ergibt sich aus den medizinischen Akten im Wesentlichen 
was folgt:

3.2.1 Der Beschwerdeführer versuchte seine Beschwerden gemäss ei-
genen Angaben (AB 18/1) zuerst selbst zu therapieren und begab sich erst 
nach über sieben Monaten bei seinem Hausarzt in die Behandlung, dem-
nach liegen keine echtzeitlichen medizinischen Befunde vor. Im Rahmen 
der Erstkonsultation vom 26. April 2022 (AB 13) ergab die klinische Unter-
suchung von Dr. med. C.________ eine leichte Schwellung des linken 
Handgelenks volar-radial verbunden mit einer Druckdolenz über den Os 
scaphoideum (AB 13/1). Die Sonographie der Weichteile der linken Hand 
blieb dabei unauffällig (AB 13/1). Dr. med. C.________ diagnostizierte eine 
Kontusion der Hand links DD Fissur/Fraktur Os scaphoideum und verord-
nete zur weiteren Abklärung eine MRT der fraglichen Hand (AB 13/1).

3.2.2 Zur MRT vom 3. Mai 2022 (AB 31) hielt Dr. med. D.________ eine 
Partialruptur der Flexor carpi radialis Sehne sowie eine deutliche Synovitis 
und einen Gelenkserguss fest (AB 31). Weiter dokumentierte Dr. med. 
D.________, dass keine Fraktur vorlag und die Ligamente intakt waren (AB 
31). Daneben wurde eine STT-Arthrose (Scapho-trapezio-trapezoidales 
Gelenk) und eine Rhizarthrose festgestellt (AB 31).

3.2.3 Anhand einer weiteren klinischen Untersuchung vom 12. Mai 2022 
(AB 13) stellte Dr. med. C.________ eine Druckdolenz exquisit über M. 
flexor carpi radialis im Verlauf sowie Schmerzen bei Volarflexion radialseitig 
fest. Mit Schreiben vom 27. Februar 2023 (AB 13) führte Dr. med. 
C.________ unter anderem aus, anlässlich der Konsultation vom 12. Mai 
2022 eine Kontusion der linken Hand mit Überlastung des M. flexor carpi 
radialis und Synovitis des Handgelenkes sowie die in der MRT festgestellte 
Partialruptur der Flexor carpi radialis Sehne diagnostiziert zu haben 
(AB 13/2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 10

3.2.4 Im Rahmen seiner versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilung 
vom 31. März 2023 (AB 14) gab Dr. med. E.________, Facharzt für Chirur-
gie und Handchirurgie, die Diagnose von Dr. med. C.________ anlässlich 
der Konsultation vom 12. Mai 2022 wieder (AB 13; vgl. E. 3.2.3 hiervor). 
Dazu führte er aus, dass nach einer Kontusion davon auszugehen sei, 
dass die unfallbedingten Folgen drei Monate nach dem Ereignis abgeheilt 
sind (AB 14). Folglich stünden die über ein halbes Jahr später geltend ge-
machten Beschwerden und Befunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nicht im Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 6. September 2021 
(AB 14).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Beratende Ärzte eines Versicherungsträgers sind, was den Be-
weiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten 
gleichzusetzen (SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3). Den Berichten und 
Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 11

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Trotz 
dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versiche-
rungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 
4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3). 

3.3.3 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 7. Juli 2023 (AB 34 lit. B E. 2.b) im Wesentlichen auf die 
versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. E.________ vom 31. 
März 2023 (AB 14), wonach bei einer Kontusion davon auszugehen sei, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 12

"dass die unfallbedingten Folgen 3 Monate nach Ereignis abgeheilt sind" 
(AB 14). 

3.4.2 Neben diesen im Sinne eines allgemeinen Erfahrungssatzes er-
folgten Ausführungen bezüglich des zu erwartenden Abheilens einer Kon-
tusion, enthält die versicherungsmedizinische Beurteilung vom 31. März 
2023 (AB 14) keine weiteren Überlegungen zum umstrittenen Kausalver-
hältnis zwischen dem Ereignis vom 6. September 2021 und den vom Versi-
cherten geltend gemachten Beschwerden und Befunden. Dr. med. 
E.________ befasst sich insbesondere nicht mit der Frage, ob es sich bei 
der (durch die MRT vom 3. Mai 2022 [AB 31]) festgestellten Partialruptur 
der Flexor carpi radialis Sehne um einen frischen Teilriss handelt oder ob 
dieser bereits aus dem Unfall vom 6. September 2021 resultierte. Die frag-
liche Beurteilung wurde denn auch ohne Kenntnis des vollen Befundbe-
richts und des Sichtbilds der Magnetresonanztomographie vom 3. Mai 2022 
(AB 31) vorgenommen: So erfolgte die Zusendung des MRT-Berichts durch 
das H.________ (nach einer Anfrage vom 17. Mai 2023; AB 28) an die Be-
schwerdegegnerin am 6. Juni 2023 (AB 30), gut zwei Monate nach der 
Ausstellung der versicherungsmedizinischen Beurteilung durch Dr. med. 
E.________ am 31. März 2023 (AB 14). Damit auch reine Aktenberichte 
beweiskräftig sein können, müssen diese unter anderem auf einem lücken-
losen Befund basieren (vgl. E. 3.3.3 hiervor). Vorliegend hatte Dr. med. 
E.________ zum Zeitpunkt des Ausstellens der Evaluation jedoch weder 
Einblick in den MRT-Bericht noch in das eigentliche Tomogramm. Der 
Arztbericht von Dr. med. C.________ vom 27. Februar 2023 (AB 13), wel-
cher Dr. med. E.________ vorlag (AB  15/1), gibt den Bericht zur Magne-
tresonanztomographie (AB 31) nur bezüglich seiner Schlussbeurteilung 
("Partialruptur der Flexor carpi radialis Sehne"; AB 13/2), nicht jedoch in 
Hinsicht auf den ausführlichen Befund wieder. Dr. med. E.________ stütze 
seine versicherungsmedizinische Beurteilung damit nicht auf einen lücken-
losen Befund, aus welchem ein feststehender medizinischer Sachverhalt 
hervorginge, weshalb die Aktenbeurteilung nicht beweiskräftig ist.

3.4.3 Tatfragen, über die sich gemäss der Natur der Dinge nur Hypothe-
sen aufstellen lassen, beurteilen sich nach Erfahrungssätzen. Es gibt Tat-
sachen, mit deren Vorhandensein nach den Erfahrungen des Lebens so 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 13

sehr zu rechnen ist, dass ihr Vorhandensein so lange vorausgesetzt wer-
den darf, als nicht Umstände nachgewiesen sind, welche es unwahrschein-
lich machen, dass sie sich verwirklicht haben. Es sind dies die Tatsachen, 
für welche die natürliche Vermutung spricht. Sie dürfen dem Urteil zugrun-
de gelegt werden, auch wenn sie nicht durch ein Beweismittel nachgewie-
sen sind. Diese zivilprozessuale Beweiswürdigungsregel ist auch im Sozia-
lversicherungsrecht anzuwenden (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195). Ein Ab-
stellen auf derartige Erfahrungswerte ist ebenfalls im Rahmen ärztlicher 
Beurteilungen grundsätzlich zulässig (vgl. BGE 123 V 331 E. 1.c S. 334; 
CHRISTINA SCHIAVI, in: FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 43 
N. 7).

Vorliegend ist die Dauer für das Abheilen der Kontusion jedoch keine Fra-
ge, über die sich gemäss der Natur der Dinge nur Hypothesen aufstellen 
lassen. Da klinische und bildgebende Befunde (AB 13, 31) vorhanden sind 
und die Möglichkeit besteht, weitere abklärende Untersuchungen durchzu-
führen (vgl. Art. 43 Abs. 1 f. ATSG), ist es keineswegs ersichtlich, weshalb 
die medizinische Fragestellung nicht anhand des konkreten Einzelfalls be-
antwortet werden könnte. Zumindest liegen anhand der vom Versicherten 
vorgebrachten und medizinisch zumindest teilweise abgeklärten Be-
schwerden und Befunden ernsthafte Anhaltspunkte (etwa das Bestehen 
der Partialruptur der Flexor carpi radialis Sehne) dafür vor, dass der hier zu 
beurteilende Sachverhalt nicht dem fraglichen Erfahrungssatz entsprechen 
könnte (vgl. KIESER, Verwaltungsverfahren, a.a.O., S. 102 N. 218). Insge-
samt kann ein Abstellen auf medizinische Erfahrungssätze die Beschwer-
degegnerin nicht davon entbinden, die Sachlage im Lichte des Untersu-
chungsgrundsatzes umfassend zu prüfen und – sofern indiziert – weitere 
Abklärungen anzuordnen (vgl. MANFREDINI LORENZO, Versicherungsmedi-
zinische Erfahrungstatsachen in der obligatorischen Unfallversicherung, in: 
KIESER/LENDFERS [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2018, 
S. 242). 

Zwar trifft es zu, dass die eingetretenen Schäden nicht bereits deswegen 
als durch ein Unfallereignis verursacht gelten, weil sie nach diesem erfol-
gen (vgl. Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 6.a und 6.b; AB 34 lit. B. E. 2.c). Für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 14

den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die 
Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, 
wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 156 E. 4.2). Infolgedessen können 
die vom Beschwerdeführer beantragten Leistungen (mangels eines ausrei-
chenden Nachweises des Kausalzusammenhangs) auch nicht direkt zuge-
sprochen werden. Dies entbindet die Beschwerdegegnerin jedoch nicht 
davon, den Sachverhalt (inklusive der Kausalitätsfrage) im Sinne des Un-
tersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) umfassend abzuklären. 

3.5 Die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. 
E.________ vom 31. März 2023 (AB 14) vermag damit den beweisrechtli-
chen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (vgl. E. 3.3.1 hiervor) nicht 
zu genügen: Es wurde keine umfassende Beurteilung der gesundheitlichen 
Beschwerden des Versicherten unter Einbezug sämtlicher Vorakten vorge-
nommen, die Analyse verblieb relativ rudimentär und ging nicht auf ent-
scheidende Fragestellungen ein, wobei die aufgestellte Schlussfolgerung 
schliesslich kaum fallspezifisch begründet wurde. Die Beschwerdegegnerin 
greift zu kurz, wenn sie auf dieser Grundlage in antizipierter Beweiswürdi-
gung weitere Sachverhaltserhebungen als entbehrlich erachtet (Beschwer-
deantwort S. 4 Ziff. 7.b). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist ein 
Verzicht auf weitere Abklärungen etwa dann rechtswidrig, wenn eine ent-
scheidwesentliche Tatfrage auf unvollständiger Beweisgrundlage beantwor-
tet wird (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 24. Januar 2020, 
8C_538/2019, E. 2.5; PETER FORSTER, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum ATSG, 2021, Art. 43 N. 2). Die hier vorgenommene Beurteilung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs basierte nicht auf einer vollständi-
gen Beweisgrundlage und entspricht daher nicht den bundesrechtlichen 
Anforderungen an die Sachverhaltsfeststellung im Sinne des Untersu-
chungsgrundsatzes (vgl. E. 2.4 hiervor). Nach dem Dargelegten bestehen 
zumindest gewisse Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
vorgenommenen versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen von 
Dr. med. E.________, weswegen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
sind (vgl. E. 2.4 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 15

3.6 Selbst unter der Prämisse, dass die Unfallfolgen drei Monate nach 
dem Ereignis vom 6. September 2021 geheilt waren und die Partialruptur 
der Flexor carpi radialis Sehne erst nach der Rekonvaleszenzphase auftrat, 
kann die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht nicht ohne Weiteres 
ausschliessen. Die Beschwerdegegnerin müsste diesfalls im Sinne eines 
separaten Schadenfalls evaluieren, ob sie unabhängig vom Unfallereignis 
vom 6. September 2021 für die im Rahmen der Konsultationen vom 
26. April 2022 und 12. Mai 2022 (AB 13) sowie der MRT vom 3. Mai 2022 
(AB 31) festgestellten Beeinträchtigungen Leistungen für eine Listenverlet-
zung nach Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG erbringen müsste, was sie vorliegend 
weder in der Verfügung vom 5. Mai 2023 (AB 22) noch im nunmehr ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 (AB 34) tat. Denn der 
Tatbestand des Sehnenrisses als unfallähnliche Körperschädigung (Art. 6 
Abs. 2 lit. f. UVG) erfasst neben vollständigen auch partielle Rupturen, so-
fern diese zweifelsfrei nachgewiesen sind (BGE 114 V 298 E. 5.a S. 305; 
Entscheid des BGer vom 18. Februar 2020, 8C_618/2019, E. 6.2.3; FORS-
TER, a.a.O, Art. 4 N. 106; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 84). Der in der MRT vom 3. Mai 2022 
(AB 31) festgestellte Teilriss der Sehne wäre dann als eigenständige Lis-
tenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG zu beurteilen, wobei die Be-
schwerdegegnerin insbesondere gutachterlich abzuklären hätte, ob die 
Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist 
(vgl. E. 2.3.3 hiervor). Die Beweislast, dass es sich um keine unfallähnliche 
Körperschädigung handelt, die von der Trägerin der Unfallversicherung 
übernommen werden müsste, liegt dabei bei der Beschwerdegegnerin 
(vgl. E. 2.3.3 hiervor).

4.

Die verfügbaren Unterlagen ermöglichen nach dem Dargelegten keine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Anspruchs, weswegen der medizini-
sche Sachverhalt im Lichte des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. E. 2.4 
hiervor) nicht rechtsgenüglich abgeklärt ist. Anhand der aktuellen Aktenlage 
kann weder das Bestehen eines Kausalzusammenhanges zwischen den 
eingetretenen Schäden und dem Unfall vom 6. September 2021 noch eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 16

allfällige Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG abschliessend beurteilt 
werden. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 7. Juli 2023 (AB 34) 
ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein verwaltungsunab-
hängiges (vorzugsweise handchirurgisches) Gutachten veranlasse. Darin 
ist darzulegen, ob ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis 
vom 6. September 2021 und den geltend gemachten Beschwerden und 
Befunden besteht, respektive ob die Listenverletzung mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit vorwiegend auf eine degenerative oder krankhafte Ur-
sache zurückgeht. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin neu über 
den Leistungsanspruch zu verfügen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2

5.2.1 Schliesslich ist der Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprache 
einer "administrative Bearbeitungsgebühr" in der Höhe von Fr. 1'000.-- (Be-
schwerde S. 2) zu prüfen. 

5.2.2 Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht 
(BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückwei-
sung beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im 
Eventualantrag gestellt wird (SVR 2020 KV Nr. 23 S. 112 E. 11.1). Der ob-
siegenden beschwerdeführenden Partei ist eine Parteientschädigung zuzu-
sprechen, sofern sie sich anwaltlich oder von einer anderweitig für das je-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 17

weils relevante Rechtsgebiet besonders qualifizierten Person entgeltlich 
vertreten lässt (BGE 118 V 139 E. 2a S. 139). In Sonderkonstellationen 
kann auch in Verfahren ohne Vertretung eine Parteientschädigung gewährt 
werden. Unabhängig davon, ob es sich bei einer nichtvertretenen Partei um 
einen Anwalt resp. eine Anwältin oder um eine juristisch nicht geschulte 
Person handelt, ist für das kantonale Beschwerdeverfahren ausnahmswei-
se ein Anspruch auf Parteientschädigung anzunehmen, wenn folgende 
Voraussetzungen kumulativ gegeben sind: Es muss sich um eine kompli-
zierte Sache mit hohem Streitwert handeln. Ferner muss die Interessen-
wahrung einen Arbeitsaufwand erfordern, der den Rahmen dessen über-
schreitet, was der einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur 
Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat; er-
forderlich ist somit ein Arbeitsaufwand, welcher die normale (z.B. erwerbli-
che) Betätigung während einiger Zeit erheblich beeinträchtigt. Und 
schliesslich hat zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der 
Interessenwahrung ein vernünftiges Verhältnis zu bestehen (BGE 127 V 
205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1).

5.2.3 Angesichts der moderaten Komplexität des vorliegenden Falles, 
des relativ geringen Streitwerts (vgl. E. 1.3 hiervor) und da ein Aufwand, 
anhand dessen für den Beschwerdeführer für die Wahrung seiner Interes-
sen ein Arbeitsaufwand erforderlich gewesen wäre, welcher die normale 
Betätigung während einiger Zeit erheblich beeinträchtigt hätte, weder be-
gründet noch ausgewiesen wird, besteht kein ausnahmsweiser Anspruch 
auf eine Parteikostenentschädigung.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG vom 7. Juli 2023 auf-
gehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2023, UV/23/537, Seite 18

damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägun-
gen – neu verfüge.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.