# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ec06a88-b7f2-50ec-8e50-ff8c8dbeeee0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.03.2015 725 2014 279 (725 14 279)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-279_2015-03-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. März 2015 (725 14 279) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Fallabschluss zurecht erfolgt. Das Schonhinken aufgrund der Fussverletzung ist nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die Rückenbeschwerden verantwortlich. Die 

Unfallkausalität der Rückenbeschwerden ist folglich zu verneinen. 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Christina Mar-
kiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Marco Chevalier, 
Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 

A. Der 1980 geborene A.___ war als Eisenleger tätig, als er am 26. August 2005 von einer 
Betonplatte am rechten Oberschenkel getroffen wurde und eine Oberschenkelkontusion erlitt. 
Die SUVA erbrachte für diesen Unfall die gesetzlichen Leistungen bis zum 29. Januar 2006. Ab 
24. September 2010 arbeitete A.____ bei der B.____. Am 27. September 2010 stürzte er von 
einer Leiter und verletzte sich am rechten Fuss. Die SUVA übernahm die Heilungskosten und 
richtete Taggelder aus. Am 17. Juli 2013 stellte sie die Einstellung dieser Leistungen per 31. 
August 2013 in Aussicht. Mit Verfügung vom 4. September 2013 sprach sie B.____ schliesslich 
für die Folgen des Unfalls vom 27. September 2010 eine Rente gestützt auf einen IV-Grad von 
11% zu, wobei sie die Unfallkausalität der psychischen Beschwerden und der Rückenbe-
schwerden verneinte. 
 
Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Marco Chevalier, Einspra-
che. Er machte geltend, dass die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden gegeben sei und 
verwies auf den Bericht von Dr. med. C.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, 
vom 29. April 2013. Mit Entscheid vom 29. Juli 2014 wies die SUVA die Einsprache gestützt auf 
die Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. D.____, FMH Chirurgie sowie FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. Juli 2014 ab. 
 
B. A.____ erhob durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 15. September 2014 Be-
schwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte im Wesentli-
chen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die SUVA sei zu verurteilen, 
die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter sei die SUVA in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben. Er 
rügte die fehlende Beweiskraft der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. D.____ vom 25. Juli 
2014, die ungenügende Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts, das 
Fehlen eines Endzustandes sowie die Verletzung des rechtlichen Gehörs bei der Festlegung 
des Valideneinkommens. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Sowohl der Beschwerdeführer als auch die SUVA hielten mit Replik vom 18. November 
2014 bzw. Duplik vom 3. Dezember 2014 an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 
1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz 
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten zu gewähren. 

 
1.2 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles 
voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Tag-
geld. Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wieder-
erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi-
cherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erlei-
det sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 
Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch be-
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher und ein adä-
quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des 
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der einge-
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen 
Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig-
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende 
Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.2 Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetre-
tenen Schaden ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also 
durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der 
Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haf-
tungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der einge-
tretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis ent-
wickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG] vom 6. Oktober 2000) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall besteht Einigkeit über die Unfallkausalität der Fussbeschwerden. 
Unbestritten ist auch, dass die diagnostizierten psychischen Beschwerden (somatoforme 
Schmerzstörung und mittelgradige depressive Episode) weder zum ersten Unfall im Jahr 2005 
noch zum zweiten Unfall im Jahr 2010 in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang stehen. Strittig ist dagegen, ob die Rückenbeschwerden unfallkausal sind. Die SUVA ver-
neinte dies und verwies in ihrem Einspracheentscheid auf die Kreisarztberichte von Dr. D.____ 
vom 25. Juli 2014 und Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, vom 3. Dezember 2012. Der Beschwerdeführer geht dagegen von der 
Unfallkausalität der Rückenbeschwerden aus und verweist auf die Beurteilung von Dr. C.____ 
vom 29. April 2013. Vor der Kausalitätsprüfung ist die Frage des Fallabschlusses zu beurteilen. 
 
4.1 Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehende UV-Leistung “Heilbehandlung“ setzt 
nach Gesetz (Art. 19 Abs. 1 UVG) und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheits-
zustandes erwartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV laufen. 
Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehen-
den Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integri-

tätsentschädigung zu prüfen (BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 E. 4.1). Nahtlos an diese Re-
gelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll Heilbehandlung - wie die in den 
Art. 11 bis 13 UVG vorgesehenen Kostenvergütungen - nach Festsetzung der Rente durch den 
Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrank-
heit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung oder Bewahrung vor we-
sentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung der verbleibenden Er-
werbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesentlicher 
Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im dazwi-
schen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann 
und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der Unfall-
versicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische 
Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 114 f. E. 4.2).  
 
4.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Das Bundesgericht hat in BGE 
134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mit Blick darauf, dass die soziale Unfall-
versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, nament-
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt 
beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes "namhaft" 
durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würden nicht genügen (BGE 134 V 115 
E. 4.3 mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Mit Schreiben vom 17. Juli 2013 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass gemäss 
kreisärztlicher Beurteilung vom 14. Juni 2013 eine weitere Behandlung den gesundheitlichen 
Zustand nicht mehr namhaft zu verbessern vermöge. Demnach würden sie die Heilkosten- und 
Taggeldleistungen per 31. August 2013 einstellen und die Rentenfrage prüfen. Eingliederungs-
massnahmen der Invalidenversicherung standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zur 
Diskussion (vgl. Notiz vom 17. Juli 2013). Mit Verfügung vom 4. September 2013 gewährte die 
SUVA dem Versicherten eine IV-Rente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 11%. Der Be-
schwerdeführer wehrt sich gegen den Fallabschluss mit der Begründung, dass kein Endzustand 
eingetreten sei. 
 
5.2 Anlässlich des Unfalls vom 26. August 2005 erlitt der Beschwerdeführer eine Bänderzer-
rung an der Aussenseite des rechten oberen Sprunggelenkes sowie eine Prellung des rechten 
Oberschenkels. Beide Verletzungen wurden konservativ behandelt. Vom 30. November 2005 
bis 18. Januar 2006 hielt sich der Beschwerdeführer in der F.____ auf. Gemäss Bericht vom 24. 
April 2006 wurde festgehalten, dass die erlittenen Verletzungen leichter Art gewesen und voll-
ständig abgeheilt seien. Minimale Restbeschwerden im Sinne von Schmerzen bei starker kör-
perlicher Belastung liessen sich nicht ausschliessen, seien aber nicht in einem Ausmass zu 

erwarten, dass sie die Lebensqualität oder Arbeitsfähigkeit des Versicherten wesentlich min-
dern würden. Der Versicherte sei ab Spitalaustritt für sämtliche berufliche Tätigkeiten voll ar-
beitsfähig. Der Fall wurde daraufhin abgeschlossen. 
 
Beim zweiten Unfall am 27. September 2010 zog sich der Versicherte ein Supinationstrauma 
(Verletzung der fibularen Bänder des Sprunggelenkes) zu. Am 21. Dezember 2010 wurde im 
G.____ eine OSG-Arthroskopie mit lateraler und medialer Bandplastik durchgeführt. Am 18. 
Februar 2011 attestierte Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, eine volle Arbeitsfähigkeit ab 21. Februar 2011. Da der Versicherte 
unter persistierenden Schmerzen im rechten Fuss mit Ausstrahlung in Knie und Hüfte litt, wurde 
er im I.____ vorstellig. Am 31. Januar 2012 erfolgte eine weitere OSG-Arthroskopie, anlässlich 
welcher eine laterale Band- und eine Peronealsehnenrekonstruktion vorgenommen wurden. Am 
24. August 2012 diagnostizierte Dr. med. J.____, Oberarzt Orthopädie am Universitätsspital 
Basel, eine sudeckoide Reaktion bei Status nach lateraler Bandrevision. Vom 26. April 2012 bis 
21. Juni 2012 war der Versicherte in den K.____ zur stationären Behandlung. Es wurden eine 
mittelgradige depressive Episode und eine somatoforme Schmerzstörung festgestellt (vgl. Be-
richt vom 28. September 2012). Anschliessend nahm er eine ambulante psychiatrische Behand-
lung bei Dr. med. L.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, auf. Am 3. Dezember 2012 
erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. E.____. Er stellte eine laterale Schmerzsymp-
tomatik am rechten Fuss fest. Die Schraube nach Calcaneusverlängerungsosteotomie sei tast-
bar. Eine relevante Dystrophie sei nicht eruierbar. Der Kreisarzt kam zum Schluss, dass dem 
Versicherten zum aktuellen Zeitpunkt aus unfallkausaler Sicht ganztags leichte, wechselbelas-
tende und möglichst ebenerdige Tätigkeiten zumutbar seien mit freier Wahl zwischen Sitzen, 
Stehen und Gehen. Von einer erheblichen Verbesserung der Beschwerden am rechten Fuss 
durch operative Massnahmen sei nicht auszugehen. Der Versicherte habe gleichentags noch 
eine Untersuchung im I.____. Erst nach Eingang des entsprechenden Berichts sei zur Frage 
des Endzustandes Stellung zu nehmen (vgl. Notiz vom 3. Dezember 2012). Am 4. Januar 2013 
wurde die Calcaneus-Schraube im I.____ entfernt (vgl. Operationsbericht vom 4. Januar 2013) 
und am 29. Januar 2013 ein unbefristetes Arbeitsunfähigkeitszeugnis im Rahmen von 100% 
ausgestellt. Mit weiterem Bericht vom 25. Februar 2013 führte Dr. J.____ an, dass die Fussbe-
schwerden nicht zurückgingen. Eine Abklärung in M.____ wäre sinnvoll, um beurteilen zu kön-
nen, ob ein chronifiziertes Schmerzsyndrom oder eine rheumatologische Erkrankung mit ur-
sächlich seien. Dr. E.____ schlug einen stationären Aufenthalt in der F.____ vor, womit sich der 
Versicherte einverstanden erklärte. Er weilte dort vom 7. Mai 2013 bis 28. Mai 2013. Gemäss 
Austrittsbericht vom 31. Mai 2013 wurde eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt, wel-
che auf eine psychische Störung zurückzuführen sei. In Bezug auf die Fussbeschwerden gäbe 
es keine Anhaltspunkte für ein Morbus Sudeck. Klinisch beständen auch keine Hinweise für 
eine Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems. Die radiologischen Aufnahmen 
zeigten stationäre degenerative Veränderungen im OSG. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe 
- neben den Beschwerden am rechten Fuss - vor allem die psychische Störung; in geringerem 
Ausmass die Beschwerden am rechten Knie und am thorakolumbalen Rücken. Aus somati-

scher Sicht seien dem Versicherten leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeiten ganz-
tags zumutbar. Bezüglich des rechten Fusses sei darauf zu achten, dass Vibrationen und 
Schläge, Zwangshaltungen und wiederholtes Treppen- oder Leiternsteigen mit Gewichten so-
wie Arbeiten an sturzexponierten Stellen und in unebenem Gelände vermieden würden. 
Zwangshaltungen seien auch für das rechte Knie nicht ideal. Aufgrund der degenerativen Ver-
änderungen am Rücken seien wechselbelastende Tätigkeiten mit länger dauernden vorgeneig-
ten und/oder verdrehten Rumpfpositionen nicht zumutbar. Unerwartete, asymmetrische Lasten-
einwirkungen seien ebenfalls ungünstig. Aktuell sei der Versicherte aber aus psychiatrischer 
Sicht nicht arbeitsfähig. 
 
5.3 Dr. E.____ ging aufgrund des medizinischen Verlaufs am 14. Juni 2013 von einem End-
zustand der Beschwerden am rechten Fuss aus. Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen den 
Fallabschluss mit der Begründung, dass der Kreisarzt die Sudeck-Problematik ausgeblendet 
habe. Überhaupt habe er die gesundheitliche Situation falsch eingeschätzt, da trotz Annahme 
des Endzustandes eine weitere Operation am Fuss notwendig gewesen sei. Zur Beurteilung 
des Endzustandes sei deshalb ein externes medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. 
 
5.4 Anspruch auf ein Gerichtsgutachten besteht rechtsprechungsgemäss, wenn die Abklä-
rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen Punkten nicht ausrei-
chend beweiswertig sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Zu beachten ist diesbezüglich, dass Berich-
ten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweis-
kraft zukommt, wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versi-
cherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4).  
 
5.5 Den Einwänden des Beschwerdeführers gegen den Fallabschluss in Bezug auf die Be-
schwerden des rechten Fusses kann nicht gefolgt werden. Im Zeitpunkt der Beurteilung des 
Endzustandes durch den Kreisarzt am 14. Juni 2013 bestand keine Sudeck-Problematik mehr. 
Die Diagnose eines Morbus Sudeck wurde erstmals vom behandelnden Facharzt Dr. J.____ 
anlässlich einer Verlaufskontrolle am 25. Juni 2012 nach der lateralen Bandrevision im Januar 
2012 diagnostiziert (vgl. Verlaufsbericht vom 24. August 2012). Die Diagnose wurde mit Zwi-
schenbericht vom 29. Oktober 2012 bestätigt. Im Operationsbericht vom 4. Januar 2013 zur 
Entfernung der Calcaneus-Schraube wurde lediglich noch von einem Verdacht auf ein Morbus 
Sudeck mit Rötung und Hyperhydrosis des Fussgelenkes gesprochen. Bereits im Bericht vom 
29. Januar 2013 war für Dr. J.____ die Sudeck-Problematik kein Thema mehr. Gemäss Bericht 
von Dr. J.____ vom 25. Februar 2013 wurde neu der Ursprung der noch bestehenden Be-
schwerden in einem chronifizierten Schmerzsyndrom bzw. einer rheumatologischen Erkrankung 
vermutet. Schliesslich verneinten die Ärzte der F.____ ausdrücklich einen Morbus Sudeck (vgl. 

Austrittsbericht der F.____ vom 31. Mai 2013). Bei dieser Ausgangslage gab es für den Kreis-
arzt keinen Grund, bei der Beurteilung des Endzustandes am 14. Juni 2013 auf die Sudeck-
Problematik einzugehen. Aus einem aktuellerem Bericht des G.____ vom 22. August 2014 geht 
ebenfalls hervor, dass es keine Anzeichen für ein Morbus Sudeck gebe. 
 
5.6 Bei der vom Beschwerdeführer angesprochenen, erneuten Operation am rechten Fuss 
handelte es sich um eine Infiltration, d.h. um eine Schmerzbehandlung, welche am 16. Septem-
ber 2014 und somit ein Jahr nach Fallabschluss im G.____ durchgeführt wurde. Ein Endzu-
stand bedeutet nicht, dass kein Bedarf mehr an medizinischer Behandlung gegeben ist. Der 
Endzustand liegt vor, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes bzw. keine Steigerung der unfallbedingten Arbeitsunfä-
higkeit mehr erwartet werden kann. Aufgrund der bereits ohne eine solche Schmerzbehandlung 
festgestellten vollständigen Arbeitsfähigkeit bezüglich der Fussbeschwerden in einer den Be-
schwerden angepassten Tätigkeit durfte die SUVA davon ausgehen, dass keine namhafte Ver-
besserung durch weitere Eingriffe zu erreichen gewesen wäre (vgl. Austrittsbericht der F.____ 
vom 31. Mai 2013). So empfahlen die Ärzte in F.____ zur Besserung der Schmerzproblematik 
nur noch konservative Massnahmen. Auch der Kreisarzt ging anlässlich seiner Untersuchung 
am 3. Dezember 2012 davon aus, dass eine erhebliche Besserung der Beschwerden am rech-
ten Fuss durch weitere operative Massnahmen unwahrscheinlich sei. Der Fallabschluss war 
somit im Zeitpunkt der Verfügung vom 4. September 2013 aufgrund der gegebenen medizini-
schen Lage rechtens. Bestätigt wird dieser Entscheid durch den Verlaufsbericht des G.____ 
vom 26. September 2014, wonach die Infiltration keine Verbesserung des Zustandes gebracht 
habe und von chirurgischer Seite her äusserste Zurückhaltung für weitere operative Eingriffe 
empfohlen wurde, da weder aufgrund des SPECT-CT noch aufgrund der Elektroneurographie 
eine Indikation für weitere Massnahmen gegeben war (vgl. Bericht vom 26. September 2014).  
 
6.1 Umstritten ist weiter, ob neben den Beeinträchtigungen am rechten Fuss auch die 
Rückenbeschwerden unfallkausal sind. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Rü-
ckenschmerzen durch das Schonhinken entstanden und somit mittelbar unfallbedingt seien. Er 
bezieht sich dabei auf den Bericht von Dr. C.____ vom 29. April 2013. Die SUVA erachtet da-
gegen die Beurteilungen der Kreisärzte Dr. E.____ und Dr. D.____ als massgebend. 
 
6.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer erstmals am 13. November 
2012 wegen Lumbalgien in der Sprechstunde von Dr. C.____ war. Sie verordnete Physiothera-
pie und veranlasste eine radiologische Abklärung (vgl. Bericht vom 20. November 2012). Das 
am 19. Dezember 2012 durchgeführte MRT der LWS zeigte auf Höhe L3/L4 und L4/L5 eine 
Diskopathie mit Protrusion ohne Herniation sowie einen Riss des posterioren Abschnittes des 
Anulus fibrosus auf Höhe L4/L5. Dieser Riss erkläre die Schmerzsymptomatik. Durch die an-
dauernde asymmetrische Belastung komme es lumbal zu rezidivierenden Schmerzexaberatio-
nen (Bericht von Dr. C.____ vom 28. Januar 2013). Anlässlich einer Verlaufskontrolle kam Dr. 
C.____ zum Schluss, dass der degenerative Prozess, welcher bei jedem Patienten genetisch 

festgelegt sei, wegen der asymmetrischen Belastung der LWS infolge der Unfallbeschwerden 
beschleunigt werden könne. Da der Versicherte vor dem Unfallereignis bezüglich des Rückens 
beschwerdefrei gewesen sei, seien die seit dem Unfallereignis aufgetretenen lumbalen 
Schmerzen mit dem Unfallereignis zusammenhängend (vgl. Bericht von Dr. C.____ vom 29. 
April 2013). 
 
Gemäss Austrittsbericht der F.____ vom 31. Mai 2013 wurden die Rückenbeschwerden als 
krankheitsbedingt beurteilt, ohne die Frage einer möglichen Beschleunigung des degenerativen 
Prozesses durch eine asymmetrische Belastung zu diskutieren. Im Vordergrund stand vielmehr 
die erhebliche Symptomausweitung durch die psychische Störung. Dr. E.____ vertrat am 14. 
Juni 2013 die Auffassung, dass die Degeneration an der LWS ein eigenständiger Krankheits-
prozess sei, welcher nicht im Zusammenhang mit dem Unfall stehe. Eine Fehlbelastung ver-
stärke den degenerativen Prozess nicht (vgl. Notiz vom 14. Juni 2013). Schliesslich befasste 
sich Dr. D.____ in einem Aktengutachten mit der Unfallkausalität der Rückenbeschwerden. Da-
bei setzte er sich mit allen Arztberichten vom ersten und zweiten Unfall und den MRT-Bildern 
detailliert auseinander und nahm eine umfangreiche Literaturrecherche vor. Zusammenfassend 
stellte er fest, dass die vom Versicherten beklagten Rückenbeschwerden keiner strukturellen 
Läsion der Wirbelsäule zuzuordnen seien. Das Ausmass der geklagten Schmerzen sei aus or-
thopädisch-chirurgischer Sicht nicht erklärbar, aber im Rahmen der somatoformen Schmerzstö-
rung und der mittelgradigen Schmerstörung. Zudem sei nicht ausgewiesen, dass ein Vorzu-
stand durch das asymmetrische Gangbild vorübergehend oder richtungsgebend verschlimmert 
worden sei. Die geklagten Rückenbeschwerden seien demnach mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht unfallbedingt. 
 
6.3 Allein gestützt auf die Aussagen von Dr. C.____ in ihrem Bericht vom 29. April 2013 
kann nicht geschlossen werden, dass die Rückenbeschwerden des Versicherten unfallkausal 
sind. Zwar mag die erste Aussage, dass der degenerative Prozess, welcher genetisch festge-
legt sei, durch eine asymmetrische Belastung der LWS beschleunigt werden kann, in vereinzel-
ten Fällen zutreffen. Nach der vertieften Recherche von Dr. D.____ zu diesem Thema trifft dies 
im vorliegenden Fall jedoch nicht zu. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass Dr. 
D.____ aufgrund der Studien von Harrington die Kausalität hätte bejahen müssen, kann ihm 
nicht gefolgt werden. Harrington führte an, dass das Hinken schwer und dauerhaft sein müsse, 
um „einen Einfluss auf die Verursachung oder Verschlimmerung von degenerativen Verände-
rungen der Wirbelsäule“ zu haben. Ein solches schweres und dauerhaftes Hinken ist nach der 
differenzierten Auseinandersetzung von Dr. D.____ mit allen Arztberichten nicht dokumentiert. 
Der zweiten Aussage von Dr. C.____, dass die Rückenbeschwerden unfallkausal seien, weil 
der Versicherte vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei, kann so ebenfalls nicht gefolgt 
werden. Es fehlt an einer konkreten, fallbezogenen Begründung der Kausalitätsaussage. So 
wird nicht Bezug genommen auf Schwere und Dauer des Hinkens, die die Rückenbeschwerden 
ausgelöst haben. Auch fehlt es an einer Würdigung der vorangegangen Berichte, insbesondere 
des Berichts der F.____ und der Feststellung, dass eine massgebende Symptomausweitung 

vorliegt. Es sind auch keine Vergleichsbilder vorhanden, die ihre Schlussfolgerung objektiv un-
termauern könnten. Es liegen einzig MRT-Bilder von September 2013 vor. So stellt die strittige 
Aussage von Dr. C.____, dass aufgrund der vorherigen Beschwerdefreiheit des Versicherten 
von einer Unfallkausalität der Rückenbeschwerden auszugehen sei, lediglich eine Vermutung 
dar. Eine fundierte Begründung für die Annahme eines Kausalzusammenhangs fehlt hingegen. 
Die Auseinandersetzung von Dr. D.____ mit dem Thema ist dagegen schlüssig und nachvoll-
ziehbar. Er zeigt einleuchtend auf, dass die Rückenbeschwerden im vorliegenden Fall nicht 
überwiegend wahrscheinlich in Zusammenhang mit den Unfällen stehen. Darauf ist abzustellen. 
Anlass für weitere medizinische Abklärungen besteht nicht. 
 
6.4 In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass weitere Untersuchungen im Kan-
tonsspital Liestal erfolgten. Am 3. September 2014 war der Versicherte im Rahmen einer Ver-
laufskontrolle in der Fuss- und Sprunggelenkssprechstunde. Im Bericht vom 18. September 
2014 wird erwähnt, dass Dr. med. N.____ als Wirbelsäulenspezialist auf Anfrage des Rechts-
vertreters des Versicherten um Klärung der Frage gebeten werde, ob die bestehenden Rücken-
beschwerden kausal mit den Unfällen bzw. Operationen am rechten Fuss in Zusammenhang 
stehen könnten. Der Rechtsvertreter sei bereits telefonisch über die geringe Wahrscheinlichkeit 
eines Zusammenhangs informiert worden. Dr. N.____ veranlasste nach der Sprechstunde vom 
18. September 2014 eine erneute Bilduntersuchung mittels Kernspin-Diagnostik und Funktions-
aufnahmen (vgl. Bericht vom 18. September 2014). Weitere Arztberichte finden sich nicht in den 
Akten, was vermuten lässt, dass es keine neuen relevanten Erkenntnisse aus den Zusatzunter-
suchungen gegeben hat. 
 
6.5 Nicht zuletzt ist anzumerken, dass die Ärzte der F.____ die Rückenbeschwerden zwar 
klar als krankheitsbedingt beurteilt haben. Bei der Zumutbarkeitsbeurteilung wurden sie aber 
mitberücksichtigt. Somit ist dem Beschwerdeführer unabhängig davon, ob die Rückenbe-
schwerden kausal sind oder nicht, aus somatischer Sicht eine ganztägige beschwerdeange-
passte Tätigkeit zumutbar. 
 
7. Der Beschwerdeführer macht schliesslich in seiner Replik vom 18. November 2014 gel-
tend, dass nun neurologische Beeinträchtigungen festgestellt worden seien, weshalb eine neu-
rologische Begutachtung indiziert sei. In Bezug auf die Rückenbeschwerden führte Dr. N.____ 
in seinem Bericht vom 18. September 2014 an, dass der Versicherte in der klinischen Untersu-
chung grob neurologisch unauffällig sei. In Bezug auf die Fussbeschwerden erfolgte eine neuro-
logische Abklärung bei Dr. med. O.____, FMH Neurologie, in Liestal. Multiple Schädigungen 
einzelner sensibler Nervenfasern seien nachweisbar, die objektiven Befunde seien aber gering-
fügig. Ein relevantes Nervenentrapment mit Indikation zur operativen Dekompression liege nicht 
vor (vgl. Bericht vom 4. September 2014). Aufgrund dieser spezialärztlichen Feststellungen er-
übrigt sich derzeit eine gutachterliche Abklärung. 
 

8. Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass der Fallabschluss per 31. August 2013 zu Recht 
erfolgt ist und ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Rückenbe-
schwerden und dem Unfall vom 27. September 2010 bzw. demjenigen vom 26. August 2005 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geben ist. Folglich ist die SUVA lediglich für die 
Fussbeschwerden leistungspflichtig. 
 
9. Nach Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten auf-
grund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-
der gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind für den 
Einkommensvergleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenan-
spruchs massgebend (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Rentenanspruch entsteht gemäss 
Art. 19 Abs. 1 UVG, sobald von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und 
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (sog. End-
zustand). Gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 14. Juni 2013 war der Endzustand zu 
diesem Zeitpunkt erreicht. Gemäss Mitteilung vom 17. Juli 2013 erfolgte die Einstellung der 
Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. August 2013. Demgemäss ist für die Beurteilung des 
Rentenanspruchs der 1. September 2013 massgebend. 
 
10. Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie 
möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte, auszugehen ist (BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des 
Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_793/2011, E. 3.1 und vom 26. November 2002, I 491/01, 
E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Der Versicherte arbeitete vor seinem Unfall bei der B.____. 
Im Februar 2012 ging die Firma Konkurs (vgl. SUVA-Akte Nr. 207). Unter diesen Umständen 
zog die SUVA zu Recht die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 
des Bundesamtes für Statistik (BFS) 2010 bei. Sie stellte auf die LSE 2010, Nordwestschweiz, 
Tabelle TA1, Total, Kategorie 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), Männer (Fr. 4‘936.-- bei 40 
Wochenstunden) ab. Diesen Lohn passte sie der betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit 
von 41,7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 (1% [2011], 0,8% [2012] 
und 0,5% [2013]) an. Folglich resultierte für das Jahr 2013 ein Lohn von Fr. 63‘180.--. Die Be-
rechnung des Validenlohnes ist nicht zu beanstanden. Soweit der Rechtsvertreter geltend 

macht, dass die SUVA nicht dargelegt habe, auf welchen Wirtschaftszweig und welches Anfor-
derungsniveau sie sich abgestützt habe, kann ihm nicht gefolgt werden. In der Verfügung vom 
4. September 2013 werden die Berechnungsgrundlagen aufgezeigt. Zuzustimmen ist dem 
Rechtsvertreter jedoch darin, dass die in der Verfügung erwähnte „Verdienstzahl“ von Fr. 
9‘436.-- für Verwirrung sorgt. Aus dem Einspracheentscheid vom 29. Juni 2014 wird ersichtlich, 
dass es sich bei diesem Betrag nicht um das monatliche Einkommen handelt. Vielmehr sollte 
damit die Lohneinbusse aufgezeigt werden, wobei diese korrekterweise Fr. 7‘172.-- beträgt und 
nicht Fr. 9‘436.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers sprach die SUVA auf diese Un-
stimmigkeiten in seiner Replik vom 18. November 2014 an. Der Duplik vom 3. Dezember 2012 
lässt sich allerdings keine klärende Antwort zu dieser Frage entnehmen. 
 
11.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Vorliegend geht der Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Im Einkommensver-
gleich ist deshalb von einem hypothetischen Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu 
ermitteln, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss LSE oder die so-
genannten Zahlen der DAP (Dokumentation von Arbeitsplätzen) herangezogen werden (BGE 
126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 
 
11.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. 
E. 6.3).  
 
11.3 Vorliegend ermittelte die SUVA das Invalideneinkommen aufgrund der DAP und legte 
hierzu insgesamt fünf DAP-Blätter für 2013 auf. Gestützt auf die darin enthaltenen Lohnanga-
ben bezifferte sie das massgebende Jahreseinkommen mit Fr. 56'008.--. Darüber hinaus mach-
te sie Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung des Versicher-
ten in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 39 DAP), über den dabei 

erzielbaren Höchstlohn (Fr. 60‘002.--), über den Tiefstlohn (Fr. 52'014.--) sowie über den 
Durchschnittslohn der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe 
(Fr. 56'008.--). Die Ermittlung des Invalideneinkommens ist nicht zu beanstanden und wird auch 
seitens des Beschwerdeführers nicht bestritten. 
 
12. Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 56'008.-- dem 
Valideneinkommen von Fr. 63'180.-- gegenüber (vgl. Erwägung 6.3), so resultiert daraus eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 7‘172.--, was einen Invaliditätsgrad von 11,35 % bzw. gerundet (vgl. 
zur Rundungspraxis BGE 130 V 121 ff.) von 11 % ergibt. Als Ergebnis ist demnach festzuhal-
ten, dass der Versicherte ab 1. September 2013 Anspruch auf eine auf einem Erwerbsunfähig-
keitsgrad von 11 % basierende Invalidenrente der SUVA hat. Die Beschwerde ist demgemäss 
abzuweisen. 
 
13. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten zu erheben. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘686.-- (inkl. Auslagen und 8% Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf 
§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte vom 22. Februar 2001 aufmerk-
sam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur 
Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
  

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘686.-- (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-
kasse ausgerichtet. 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht