# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37ea1f66-3828-583d-97c1-f54810f34428
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 27.02.2025 BZ 2025 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-6_2025-02-27.pdf

## Full Text

20250211_155355_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 6

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler 
Gerichtsschreiber J. Lötscher

Urteil vom 27. Februar 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

C.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Zug
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 7. Januar 2025)

Seite 2/5

Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 7. Januar 2025 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug auf ent-
sprechendes Begehren der C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betrei-
bung Nr. D.________ des Betreibungsamtes Zug über die A.________ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) den Konkurs (offener Betrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 6'263.50). 
Zur Begründung hielt der Einzelrichter im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 
7. Januar 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien aber nicht er-
schienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb 
der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als Aktien-
gesellschaft im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der Konkursbetreibung. Im 
vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkurseröffnung erfüllt, weshalb 
über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und Art. 251 ZPO der Konkurs 
zu eröffnen sei (Verfahren EK 2024 638).

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. Januar 2025 
Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug und beantragte, die Konkurseröffnung vom 
7. Januar 2025 sei aufzuheben. 

3. Mit Verfügung vom 17. Januar 2025 erkannte der Präsident der II. Beschwerdeabteilung der 
Beschwerde aufschiebende Wirkung zu. 

4. Sowohl die Vorinstanz als auch die Beschwerdegegnerin verzichteten auf eine Vernehmlas-
sung.

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld inkl. Zinsen und Kosten weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die 
Vorinstanz war daher verpflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und 
über das in der Schweiz gelegene Vermögen der Beschwerdeführerin den Konkurs zu eröff-
nen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-
fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 

Seite 3/5

gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 
5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2).

3. Die Beschwerdeführerin wies mittels Urkundenbeleg nach, dass sie die Konkursforderung 
inklusive Zinsen und Kosten innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist beglichen hat 
(act. 1/3). Der in Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG erwähnte Konkursaufhebungsgrund ist somit 
gegeben. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit 
glaubhaft gemacht hat. 

4. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

5. Zur Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist Folgendes festzuhalten:

5.1 Gemäss dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Betreibungsregisterauszug des 
Betreibungsamtes Zug vom 16. Dezember 2024 (act. 1/10) wurden gegen sie – nebst der Be-
treibung, die zur Konkurseröffnung geführt hat und aufgrund der Zahlung des geschuldeten 
Betrags an die Beschwerdegegnerin erledigt ist – seit August 2022 insgesamt 22 Be-
treibungen über rund CHF 154'050.00 angehoben. Davon sind fünf Betreibungen über 
rund CHF 25'680.00 durch Zahlung an das Betreibungsamt erledigt. Die Betreibungen 

Seite 4/5

Nrn. F.________-G.________, H.________, I.________ und J.________ über insgesamt 
rund CHF 7'120.00 sind gemäss der Bescheinigung des Betreibungsamts Zug vom 17. Okto-
ber 2024 bis auf rund CHF 380.00 ebenfalls durch Zahlung erledigt (act. 1/11). Gegen die 
Betreibung Nr. E.________ über CHF 104'100.00 vom 26. Februar 2024 hat die Beschwer-
deführerin Rechtsvorschlag erhoben und macht geltend, dass die Betreibungsgläubigerin bis 
anhin kein Rechtsöffnungsbegehren gestellt habe. Allerdings ist diese Betreibung durch Zeit-
ablauf noch nicht dahingefallen (Art. 88 Abs. 2 SchKG; Sievi, Basler Kommentar, 3. A. 2021, 
Art. 88 SchKG N 21). Unter Berücksichtigung dieser Betreibung sind gemäss der Liste des 
Betreibungsamtes Zug vom 31. Januar 2025 – ohne die Betreibung Nr. D.________, die zur 
Konkurseröffnung geführt hat und mittlerweile durch Zahlung erledigt ist – 17 Betreibungen 
über rund CHF 124'180.00 nicht erledigt (act. 1/12).

5.2 Zum Nachweis ihrer finanziellen Mittel reichte die Beschwerdeführerin einen Bankkonto-
auszug vom 13. Januar 2025 ein. Danach verfügt sie über ein Guthaben von rund 
CHF 280'800.00 (act. 1/5). Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, als Dienstleis-
tungsbetrieb fielen neben Lohn- und Mietkosten kaum Fixkosten an. Monatlich würden Löhne 
von CHF 8'500.00 brutto ausbezahlt und sie verweist hierfür auf drei Lohnabrechnungen für 
den Monat Dezember 2024 (act. 1/6-1/8). Die Mietkosten würden rund CHF 2'500.00 betra-
gen, befänden sich die Büroräumlichkeiten doch im Haus ihres alleinigen Aktionärs und Ver-
waltungsrats. Ob weitere Verbindlichkeiten bestehen, sagt die Beschwerdeführerin nicht. 
Ferner reichte sie auch nicht eine aktuelle Jahresrechnung oder einen aktuellen finanziellen 
Status ein. Die finanzielle Lage der Beschwerdeführerin lässt sich damit nicht zuverlässig 
beurteilen. Angesichts dessen, dass ihr Guthaben auf dem Bankkonto von rund 
CHF 280'800.00 die unerledigten Betreibungen von rund CHF 124'180.00 bei weitem über-
steigt, kann die Zahlungsfähigkeit gleichwohl angenommen werden. Im Falle eines erneuten 
Konkurses müssten aber strengere Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungs-
fähigkeit gestellt werden.

6. Sind die Voraussetzungen, unter denen die II. Beschwerdeabteilung im Rechtsmittelverfah-
ren die Konkurseröffnung aufheben kann, im vorliegenden Fall erfüllt, erweist sich die Be-
schwerde als begründet. Sie ist daher gutzuheissen und das Konkursdekret ist aufzuheben. 

7. Trotz dieses Ausgangs des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kosten 
des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Wie erwähnt, erging das Konkurs-
dekret damals zu Recht. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen für dessen Auf-
hebung erst im Nachhinein geschaffen. Sie hat damit das Beschwerdeverfahren verursacht, 
weshalb sie auch für diese Kosten einzustehen hat (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO).

Seite 5/5

Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Einzelrichters 
am Kantonsgericht Zug vom 7. Januar 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Be-
schwerdegegnerin wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'800.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'050.00 wird an das Konkursamt Zug überwiesen, das 
den sich nach Abzug seiner eigenen aufgelaufenen Kosten ergebenden Saldo der Be-
schwerdeführerin zurückzuerstatten hat. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EK 2024 638)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Zug (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

versandt am: