# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c695b651-75e0-52e5-93b1-c4c3c11d5e04
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2025 200 2024 489
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-489_2025-08-27.pdf

## Full Text

IV 200 2024 489 
FRC/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. August 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

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Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 2017 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV [act. II] 3). Die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) führte daraufhin erwerbliche sowie medizini-
sche Erhebungen durch und gewährte Frühinterventionsmassnahmen in 
Form von Eingliederungsberatung (act. II 28). Mit Verfügung vom 7. Sep-
tember 2018 verneinte die IVB einen Anspruch auf eine Invalidenrente bei 
einem Invaliditätsgrad von 0 %. Zur Begründung legte sie dar, der Versi-
cherten seien angepasste körperlich leichte bis ausnahmsweise mittel-
schwere Tätigkeiten ohne weitere Leistungsminderung zumutbar 
(act. II 49). Diese Verfügung blieb unangefochten. In der Folge absolvierte 
die Versicherte ein Aufbautraining (act. II 48, 61 S. 3 ff.) und begann mit 
einer Grundabklärung (act. II 58). Letztere wurde aus gesundheitlichen 
Gründen (geplante Operation am 25. Februar 2019) am 8. Februar 2019 
abgebrochen (act. II 67; 72 S. 2 ff.) und mit Mitteilung vom 13. Februar 
2019 wurden die Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen (act. II 71). 
Nachdem die Versicherte am 22. Juli 2019 mitgeteilt hatte, dass es ihr bes-
ser gehe (act. II 73), sie zur Schadenminderung aufgefordert worden war 
(act. II 75) und am 9. September 2019 eine weitere Grundabklärung ange-
treten hatte (act. II 77), wurden mit Verfügung vom 16. Januar 2020 die 
beruflichen Massnahmen mangels Motivation und Engagement der Versi-
cherten erneut abgeschlossen (act. II 93).

Im Mai 2023 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Rückenpro-
bleme, Knieschmerzen, Fersenschmerzen, Schulterschmerzen, 
Schlafstörungen, psychische Störungen usw. erneut zum Leistungsbezug 
an (act. II 95). Mit Vorbescheid vom 22. Juni 2023 stellte die IVB in Aus-
sicht, auf das neuerliche Gesuch mangels Glaubhaftmachung einer Verän-
derung der Verhältnisse nicht einzutreten (act. II 99). Dagegen erhob die 
Versicherte Einwand (act. II 100) und reichte diverse Arztberichte ein (act. 
II 100 S. 3 ff.). In der Folge teilte die IVB mit Schreiben vom 3. August 2023 
mit, dass sie den Vorbescheid vom 22. Juni 2023 aufhebe. Zudem gab sie 

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der Versicherten Gelegenheit, bis am 31. August 2023 weitere medizini-
sche Unterlagen einzureichen (act. II 102). Am 6. September 2023 hielt die 
IVB fest – ohne dass die Versicherte Unterlagen eingereicht hatte –, dass 
mit den bisher eingereichten Unterlagen eine Veränderung der tatsächli-
chen Verhältnisse glaubhaft dargelegt worden sei und sie auf das neuerli-
che Gesuch eintrete (act. II 103). In der Folge tätigte die IVB erwerbliche 
sowie medizinische Abklärungen und holte eine Beurteilung des Regiona-
len Ärztlichen Dienstes (RAD), datiert vom 7. Dezember 2023 (act. II 112 S. 
5 ff.), ein. Gestützt darauf stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 
12. Dezember 2023 die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht 
und legte zur Begründung dar, der Gesundheitszustand habe sich seit der 
letzten rechtskräftigen Verfügung nicht wesentlich geändert (act. II 113). 
Hiergegen erhob die Versicherte mit Hinweis auf weitere medizinische Be-
richte (act. II 119 S. 4 f. und S. 6) Einwand (act. II 117, 119 S. 1 f.). Nach-
dem die Versicherte am 20. und 28. März 2024 erneut Arztberichte einge-
reicht (act. II 120, 122) und mit Schreiben vom 2. April 2024 ergänzende 
materielle Ausführungen getätigt hatte (act. II 124), verneinte die IVB – 
nach Einholung einer Stellungnahme des RAD vom 6. Mai 2024 (act. II 125 
S. 3 ff.) – mit Verfügung vom 10. Juni 2024 einen Anspruch auf eine Invali-
denrente. Sie führte aus, es fehle eine wesentliche Veränderung des Ge-
sundheitszustandes und es ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 22 % 
(act. II 128).

B.

Mit Eingabe vom 10. Juli 2024 erhob die Versicherte, wie bereits im Vorbe-
scheidverfahren vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________, 
Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10. Juni 2024 sei aufzuhe-
ben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf das Revisionsgesuch 
(Wiederanmeldung) vom 24. Mai 2023 einzutreten und die erforderlichen 
Abklärungen zu tätigen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

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Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Juli 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Am 22. Juli 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein und hielt 
an den gestellten Rechtsbegehren fest.

Die Beschwerdegegnerin nahm am 5. August 2024 zur Eingabe der Be-
schwerdeführerin vom 22. Juli 2024 Stellung und hielt am Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Juni 2024 
(act. II 128). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Invalidenrente.

Soweit die Beschwerdeführerin das Eintreten auf die Neuanmeldung vom 
24. Mai 2023 (act. II 95) beantragt (vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren 
Ziff. 2), verkennt sie, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 
6. September 2023 (act. II 103) auf das neuerliche Gesuch eingetreten ist, 
in der Folge weitere Abklärungen veranlasst hat (act. II 104 ff.) und 
schliesslich auch nicht etwa einen Nichteintretensentscheid erlassen hat. 
Die Ausführungen in der Replik vom 22. Juli 2024, wonach der Beschwer-
deführerin nie mitgeteilt worden sei, dass auf die Neuanmeldung eingetre-
ten werde (S. 2), sind somit offensichtlich unzutreffend. Zwar stellte die 
Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 22. Juni 2023 (act. II 99) das 
Nichteintreten in Aussicht. Schliesslich verneinte sie aber mit der hier ange-
fochtenen Verfügung vom 10. Juni 2024 (act. II 128) nach entsprechendem 
neuem Vorbescheid vom 12. Dezember 2023 (act. II 113) einen Rentenan-
spruch. Damit erledigte sie das neuerliche Gesuch – entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. 9 und S. 7 Ziff. 14; 
Replik S. 1 f.) – nicht durch einen Nichteintretensentscheid. Insoweit ist auf 
die Beschwerde somit nicht einzutreten. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.3 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode, welche sich aus dem Status ergibt. Dieser bestimmt 
sich nach Art. 24septies Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) nach den erwerblichen Verhält-
nissen, in denen sich die versicherte Person befinden würde, wenn sie 
nicht gesundheitlich beeinträchtigt wäre. Die Frage nach der anwendbaren 
Methode beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich 
bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die 
hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er-
werbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 6, 8C_145/2018 E. 5.1).

2.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

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versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184). 

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 

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haben (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV 
Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). 

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2023 
(act. II 95) eingetreten und hat den Leistungs- bzw. Rentenanspruch in der 
angefochtenen Verfügung vom 10. Juni 2024 (act. II 128) materiell geprüft 
(vgl. E. 1.2 hiervor). Vorliegend ist zu prüfen, ob im massgebenden Ver-
gleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 7. September 2018 
(act. II 49) und derjenigen vom 10. Juni 2024 (act. II 128) eine Veränderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad in einer für den Leistungsanspruch erheblichen Weise zu 
beeinflussen.

Bei der Rentenabweisung vom 7.  September 2018 wurde festgehalten, der 
Beschwerdeführerin sei eine angepasste körperlich leichte bis ausnahms-
weise mittelschwere Tätigkeit in wechselbelastender oder allenfalls vorwie-
gend sitzender Position mit einer Gewichtsbelastung von maximal 10-15 
Kilogramm ganztags und ohne weitere Leistungsminderung zumutbar 
(act. II 49 S. 1). Dabei stützte sich die IVB im Wesentlichen auf den Bericht 

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des RAD-Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin, vom 1. Februar 2018 (act. II 24 S. 6), der mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit eine fortgeschrittene varusbetonte Gonarthrose links mehr als 
rechts bei Varusbeinachse und eine chronisch-venöse Insuffizienz beid-
seits diagnostizierte (act. II 24 S. 4). 

3.2 Zur Entwicklung der gesundheitlichen Situation seit Erlass der Ver-
fügung vom 7. September 2018 sowie der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
ist den medizinischen Akten im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 7. Dezember 2023 führte der RAD-Arzt 
Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, die folgenden Diagnosen auf (act. II 112 S. 
5 f.):

1. Gonalgie beidseits bei varusbetonter Gonarthrose
- Status nach Tuberositasosteotomie und Implantation einer Fe-

moro-Patellarprothese links am 25. Februar 2019
2. Rezidivierende lumboischialgiforme Beschwerden bei rezessaler 

Enge L4/5 und L5/S1 und muskulärer Dekonditionierung 
3. Chronisch-venöse Insuffizienz beidseits

Der in den vorliegenden neuen medizinischen Berichten dokumentierte 
Gesundheitszustand sei nachvollziehbar. Die Rückenbeschwerden, wes-
wegen sich die Versicherte in ärztliche Behandlungen habe begeben müs-
sen, gingen auf strukturelle degenerative Veränderungen an der Lenden-
wirbelsäule (LWS) zurück und bedingten eine verbleibende Minderbelast-
barkeit, welche im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt werden müsse. Keine 
Veränderung ergebe sich aus den Beschwerdeangaben zu den Kniegelen-
ken. Hierzu sei im Zumutbarkeitsprofil eine Minderbelastbarkeit bereits seit 
2018 ausgewiesen. Eine Operation sei Anfang 2019 erfolgt. Hierzu seien 
keine Komplikationen berichtet worden. Bei anzunehmender Progredienz 
der Arthrose und akut zunehmenden Beschwerden sei gegebenenfalls mit 
weiteren Operationen zu rechnen. Inkonsistenzen zeigten sich bei der Ge-
suchstellung hinsichtlich der Angaben einer psychischen Störung und von 
Schulterschmerzen. Hierzu fänden sich keine spezialärztlichen Berichte, 
aus denen diesbezüglich ein relevantes Leiden hervorgehe. Aus dem Me-
dikationsplan, welcher keine Verordnung über die Einnahme von Analgeti-
ka aufführe, lasse sich ebenso kein Leidensdruck dergestalt ableiten, dass 
eine leidensangepasste Tätigkeit nicht möglich wäre. Wesentliche Verän-

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derungen seit dem letzten rechtskräftigen Entscheid vom 7. September 
2018 seien in den vorliegenden Berichten nicht ausgewiesen. Aufgrund der 
objektivierten degenerativen Veränderungen an der LWS seien jedoch re-
zidivierend auftretende Rückenbeschwerden gut nachvollziehbar. Eine an-
gepasste Tätigkeit sei weiterhin in ganztägiger Präsenz möglich. Die Min-
derbelastbarkeit der Wirbelsäule müsse im Rahmen des Zumutbarkeitspro-
fils wie folgt berücksichtigt werden: Zumutbar seien körperlich leichte bis 
nur gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in wechselbelastender oder al-
lenfalls überwiegend sitzender Position mit einer Gewichtsbelastung von 
maximal 10-15 Kilogramm ganztags über 8.5 Stunden ohne weitere Leis-
tungsminderung (S. 6). Zu vermeiden seien anhaltende Zwangshaltungen 
des Oberkörpers wie z.B. längeres Verharren in vornüber geneigter Hal-
tung, Arbeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen des Oberkörpers, Ro-
tationen des Oberkörpers im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das 
Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über 
Brusthöhe, unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen, überwiegendes 
Stehen und Gehen, Arbeiten in gebückter Haltung, Hocken und Knien, Ge-
hen auf unebenem Gelände, längeres Abwärtsgehen, Springen, Steigen 
auf Leitern und Gerüste sowie häufiges Treppensteigen. Die Veränderung 
des Zumutbarkeitsprofils sei seit August 2022 zu berücksichtigen (S. 7).

3.2.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, teilte gestützt auf die im Januar 
2024 durchgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) des Knies rechts 
im Bericht vom 22. Januar 2024 mit, es habe sich eindeutig eine Femoro-
patellararthrose gezeigt. Seither habe keine Konsultation mehr stattgefun-
den. Bisher seien keine weiteren Anmeldungen für Konsultationen oder 
weitere Abklärungen erfolgt. Die Arbeitsfähigkeit ändere sich retrospektiv 
nicht wesentlich, wobei man natürlich eine genauere Evaluation zum ge-
genwärtigen Zeitpunkt machen müsste (act. II 119 S. 6).

3.2.3 Die Hausärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, gab im Bericht vom 23. Januar 2024 (act. II 119 S. 4 f.) an, 
prinzipiell hätten alle Bewegungsapparatsproblematiken Auswirkungen auf 
die körperlichen Arbeitstätigkeiten. Die geistige Arbeitsfähigkeit sei hier-
durch nicht beeinträchtigt. Prinzipiell seien alle arthrotischen degenerativen 
Erkrankungen progredient. Die Schmerzsituation habe sich seit September 

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2018 verschlechtert. Seit ca. drei Monaten beklage die Beschwerdeführerin 
zunehmende Fersenschmerzen beidseits sowie Wadenschmerzen. Labor-
chemisch habe sich eine erhöhte Blutsenkung gezeigt. Dies sei hinweisend 
für ein polymyalgisches Syndrom. Angesichts dessen, dass die Beschwer-
deführerin nicht auf orale Steroide reagiert habe, habe sie die Beschwerde-
führerin für weitere Abklärungen rheumatologisch zugewiesen (S. 4).

3.2.4 Im Bericht über die Konsultation vom 19. März 2024 im Spital 
H.________ (act. II 120 S. 2 ff.), wurden die folgenden Hauptdiagnosen 
aufgeführt (S. 2 f.):

1. Chronisches Schmerzsyndrom phänotyp Fibromyalgie, Erstma-
nifestation (EM) 2008, Differentialdiagnose (DD) rheumatoide 
Arthritis

2. Plantarfasziitis rechts mit Fersensporn, EM Juni 2023
3. Lumboradikuläre Schmerzen bei rezessaler Stenose L4/5 und 

L5/S1
4. Gonarthrose beidseits und Femoropatellar-Arthrose beidseits
5. Konstitutionelle Bandlaxizität
6. Arterielle Hypertonie, Nacht Palpitationen
7. Chronisch venöse Insuffizienz im Stadium C6EAP
8. Adipositas (BMI 28kg/m2)
9. Status nach Eisenmangel
10. Vitamin D Mangel

Die Beschwerdeführerin sei wegen chronischer Polyarthralgien mit Ver-
dacht auf Polymyalgia rheumatica überwiesen worden. Sie klage seit mehr 
als 15 Jahren über wechselnde Polyarthralgien, vor allem in den unteren 
Extremitäten und im Rücken. Gegenwärtig habe sie vor allem Schmerzen 
in beiden Knien und in der rechten Ferse. Seit ca. drei Monaten habe die 
Beschwerdeführerin starke und konstante Fersenschmerzen rechts. Ana-
mnestisch sei ein Röntgenbild angefertigt worden, das eine Knochenbil-
dung zeige. Die Polyarthralgien verschlimmerten sich bei Belastung und 
am Ende des Tages. Die Beschwerdeführerin habe keine signifikante Mor-
gensteifigkeit (ca. 20 Minuten) und habe nie eine Gelenkschwellung oder 
ein Erythem gehabt. Die Beschwerdeführerin leide an weiteren Sympto-
men, insbesondere an Schlafstörungen und Asthenie. Die kardiopulmonale, 
abdominale, urogenitale, ophthalmologische und dermatologische Sys-
temanamnese sei unauffällig. Anamnestisch und klinisch seien die Polyar-
thralgien im Rahmen eines chronischen Schmerzsyndroms zu interpretie-
ren. Es seien keine Hinweise auf eine entzündliche Erkrankung oder eine 
Kollagenose, bis auf erhöhte CRP-Werte (C-reaktives Protein) und BSR-

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Werte (Blutsenkungsgeschwindigkeit), gefunden worden. Aus diesem 
Grund werde die Laboruntersuchung mit Bestimmung der Entzündungspa-
rameter wiederholt. Zur Behandlung der Plantarfasziitis mit Fersensporn 
habe die Hausärztin bereits Einlagen und Etoricoxib verordnet. Zusätzlich 
werde Physiotherapie mit Dehnung der Faszie und ESWT (extrakorporaler 
Stosswellentherapie) verordnet (S. 3 f.). 

3.2.5 Am 24. März 2024 (act. II 122 S. 2) diagnostizierte Dr. med. 
F.________ eine Gonarthrose rechts, einen Status nach KAS (Kniearthro-
skopie), Tuberositas-Osteotomie links und Implantation Femoro-
Patellaprothese links am 25. Februar 2019 sowie einen Status nach Osteo-
synthesematerial-Entfernung Tuberositas links am 20. Dezember 2019. Die 
Beschwerdeführerin komme zur fünf-Jahres-Kontrolle nach femoropatellä-
rer Teilprothese links und wegen der zunehmenden Gonarthrosebeschwer-
den auf der rechten Seite. Auf der linken Seite seien nach Angaben der 
Beschwerdeführerin wechselnd starke Beschwerden vor allem auf femoro-
tibialer Höhe vorhanden. Diese seien aber noch nicht so stark einschrän-
kend wie aktuell rechts. Konventionell radiologisch zeige sich eine korrekte 
Prothesenlage links bei femoropatellärer Teilprothese. Funktionell bestehe 
hier eigentlich ein gutes Knie ohne wesentliche Schmerzen bei der Auf- 
und Absteigeprüfung auf eine hohe Stufe. Rechts liege eine bekannte fe-
moropatelläre Gonarthrose mit deutlichen Druck- und Bewegungsschmer-
zen vor. Man werde wahrscheinlich mittelfristig das rechte Kniegelenk mit-
tels Totalprothese ersetzen müssen. Auf der linken Seite sei wahrscheinlich 
noch etwas zuzuwarten, da die Beschwerdeführerin hier doch noch eine 
recht gute Gehfähigkeit habe. Später werde man dann wohl auch dort bei 
zunehmender femorotibialer Degeneration eine Prothese einsetzen müs-
sen.

3.2.6 In der Stellungnahme vom 6. Mai 2024 (act. II 125 S. 3 ff.) legte der 
RAD-Arzt Dr. med. E.________ dar, die vorliegenden neu eingereichten 
Berichte bezögen sich einerseits auf die akute Verschlimmerung eines be-
kannten Beschwerdebildes beider Kniegelenke, andererseits auf eine neu 
aufgetretene symptomatische Plantarfasziitis. Letztere sei in den überwie-
genden Fällen selbstlimitierend und konservativ zumeist gut behandelbar 
(Auswahl des Schuhwerks, Einlagen, Stosswelle, Dehnung). Eine dauer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 13 -

haft additive Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werde hierdurch nicht be-
gründet. Die seit längerem bestehenden beidseitigen und zuletzt rechtssei-
tig zunehmenden Kniebeschwerden seien erwartungsgemäss auf ein vor-
handenes degeneratives Geschehen zurückgeführt und eine symptomati-
sche Behandlung mittels NSAR (nicht-steroidale Antirheumatikabehand-
lung) sei empfohlen worden. Der Orthopäde gehe davon aus, dass mittel-
fristig die Implantation einer Endoprothese notwendig sein könnte. Die Be-
handlungsempfehlungen seien in beiden Fällen lege artis erfolgt und aus 
den Berichten nachvollziehbar hergeleitet worden. Die aufgeführten Be-
schwerden bezögen sich auf die unteren Extremitäten, deren Minderbe-
lastbarkeit im gültigen Zumutbarkeitsprofil bereits suffizient abgebildet wor-
den seien. Insgesamt seien für den RAD aus den vorliegenden Unterlagen 
Veränderungen mit einer dauerhaft additiven qualitativen und quantitativen 
Auswirkung im Vergleich zur bislang bekannten medizinischen Situation 
ersichtlich (S. 5). Das beschriebene symptomatische Geschehen im Sinne 
der chronischen Polyarthralgie mit zunehmenden Arthrosebeschwerden 
beider Kniegelenke und der Verdachtsdiagnose einer Polymyalgia rheuma-
tica wirke sich auf das bestehende positive und negative Leistungsbild 
dauerhaft aus und erfordere eine Anpassung des Zumutbarkeitsprofils. 
Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten in ganztägiger Präsenz und 
einer Gewichtsbelastung von maximal 10 Kilogramm, in wechselbelasten-
der oder allenfalls überwiegend sitzender Position, mit schmerzbedingt 
20 % zusätzlicher Leistungsminderung bei vermehrtem Pausenbedarf und 
zur Einhaltung der Rückenhygiene. Im Weiteren listete Dr. med. 
E.________ dieselben zu vermeidenden körperlichen Bewegungen auf wie 
bereits im Bericht vom 7. Dezember 2023 (act. II 112 S. 7). Das neue Zu-
mutbarkeitsprofil sei ab der Anhörung vom 23. Januar 2024, mit welcher 
objektiv dokumentierte Veränderungen der medizinischen Situation aufge-
führt worden seien, gültig (S. 6). Die beschriebenen klinischen Befunde 
könnten zum Teil auch durch eine Dekonditionierung der Rumpf- und 
Beinmuskulatur erklärt werden, welche therapeutisch durch ein regelmäs-
siges körperliches Training "adressiert" werden sollten (S. 5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 14 -

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig-
nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachper-
sonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen 
oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlass-
ten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 15 -

vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 
139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des 
BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: 
BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.3.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). 

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 10. Juni 2024 (act. II 128) massgeblich auf die Aktenbeurteilun-
gen des RAD-Arztes Dr. med. E.________ vom 7. Dezember 2023 (act. II 
112 S. 5 ff.) und vom 6. Mai 2024 (act. II 125 S. 3 ff.). Diese erfüllen die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert solcher Akten-
berichte gestellten Anforderungen. Die darin enthaltenen Feststellungen 
und Ausführungen sind in Kenntnis bzw. Würdigung der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. 
Gestützt darauf erläuterte der RAD-Arzt die medizinischen Zusammenhän-
ge einleuchtend und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zum Ge-
sundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit und dem Ver-
lauf wurden nachvollziehbar begründet. Dass Dr. med. E.________ keine 
klinische Exploration durchgeführt hat, ist nicht zu beanstanden, konnte er 
sich aufgrund der vorhandenen umfassenden Unterlagen doch ein gesamt-
haft lückenloses Bild verschaffen (vgl. E. 3.3.4 hiervor). Aus einer persönli-
chen Untersuchung wären zudem keine zusätzlichen Erkenntnisse zu er-
warten gewesen. Damit kommt den RAD-Berichten vom 7. Dezember 2023 
und vom 6. Mai 2024 voller Beweiswert zu, sodass auf diese abzustellen 
ist. 

3.4.2 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________ legte in der Stellungnahme vom 
7. Dezember 2023 zunächst schlüssig dar, dass sich der Gesundheitszu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 16 -

stand seit der rechtskräftigen Verfügung vom 7. September 2018 nicht we-
sentlich verändert hat. Überzeugend führte er aus, dass sich aus den Be-
schwerdeangaben zu den Kniegelenken keine Veränderung ergibt und 
diesbezüglich eine Minderbelastbarkeit bereits seit 2018 ausgewiesen ist. 
Differenziert gab er zudem an, dass aufgrund der objektivierten degenerati-
ven Veränderungen an der LWS rezidivierend auftretende Rückenbe-
schwerden gut nachvollziehbar sind und das Zumutbarkeitsprofil qualitativ 
dementsprechend angepasst werden muss, eine solche Tätigkeit jedoch 
weiterhin in ganztägiger Präsenz möglich ist (act. II 112 S. 6). In der Stel-
lungnahme vom 6. Mai 2024 erläuterte er sodann nachvollziehbar, dass die 
neu aufgetretene symptomatische Plantarfasziitis in den überwiegenden 
Fällen selbstlimitierend und konservativ zumeist gut behandelbar ist, wes-
halb sich diese nicht dauerhaft additiv auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. 
Auch in Bezug auf die seit längerem bestehenden beidseitigen und zuletzt 
rechtsseitig zunehmenden Kniebeschwerden führte er schlüssig aus, dass 
die daraus resultierende Minderbelastbarkeit im Zumutbarkeitsprofil vom 
7. Dezember 2023 (act. II 112 S. 6 f.) bereits "suffizient abgebildet" worden 
ist (act. II 125 S. 5). Schliesslich legte er differenziert dar, dass sich das 
symptomatische Geschehen im Sinne der chronischen Polyarthralgie daue-
rhaft auf das bestehende positive und negative Leistungsbild auswirkt und 
das Zumutbarkeitsprofil dahingehend angepasst werden muss, dass der 
Beschwerdeführerin seit Januar 2024 nur noch körperlich leichte Tätigkei-
ten in ganztägiger Präsenz zumutbar sind, wobei insbesondere eine 
schmerzbedingt zusätzliche Leistungsminderung von 20 % zu berücksichti-
gen ist (act. II 125 S. 6). Die Beurteilungen von Dr. med. E.________ ba-
sieren auf den Berichten der behandelnden Ärzte, sind stringent begründet 
und überzeugen. Anhaltspunkt, welche eine andere Betrachtungsweise 
rechtfertigen würden, finden sich in den Akten nicht. Insbesondere liegen 
keine medizinischen Berichte vor, die auch nur geringe Zweifel an den 
überzeugenden Aktenbeurteilungen von Dr. med. E.________ vom 7. De-
zember 2023 (act. II 112 S. 5 ff.) und vom 6. Mai 2024 (act. II 125 S. 3 ff.) 
zu wecken vermögen (vgl. E. 3.3.3 hiervor). Aus den Berichten der behan-
delnden Ärzte geht zudem hervor, dass bei der Beschwerdeführerin eine 
Dekonditionierung der faszialen Elemente besteht – was Dr. med. 
E.________ auch in den RAD-Beurteilungen berücksichtigt hat (act. II 112 
S. 6, 125 S. 5) – und eine schwierige psychosoziale Situation vorliegt (act. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 17 -

II 97 S. 1, 106 S. 23, 119 S. 5, 120 S. 2), was jedoch aus invalidenversiche-
rungsrechtlicher Sicht unbeachtlich ist. Ferner zeigte die Beschwerdeführe-
rin für die beruflichen Massnahmen kaum ein Engagement oder Motivation 
(vgl. u.a. act. II 89 S. 3 und S. 7). Von ihr wird schliesslich nichts Gegentei-
liges vorgebracht. Insbesondere macht sie weder geltend, dass die ge-
sundheitliche Situation medizinisch falsch gewürdigt worden wäre, noch hat 
sie entsprechende medizinische Berichte vorgelegt. 

3.4.3 Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. E.________ (act. II 112 S. 
5 ff., 125 S. 3 ff.) bilden eine zuverlässige Grundlage für den zu beurteilen-
den medizinischen Sachverhalt. Dieser ist hinreichend abgeklärt und von 
weiteren Abklärungen sind zur Zeit keine neuen oder zusätzlichen ent-
scheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb weitere Beweiser-
hebungen – wie implizit beantragt (vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehrend 
Ziff. 2) – nicht erforderlich sind (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 
4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des 
Urteils des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 
S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.4.4 Zusammenfassend folgt aus dem Dargelegten, dass der Beschwer-
deführerin ab Januar 2024 nur noch angepasste körperlich leichte Tätigkei-
ten mit einer schmerzbedingten Leistungsminderung von 20 % ganztags 
zumutbar sind (act. II 125 S. 6). Damit haben sich die gesundheitlichen 
Verhältnisse seit der leistungsabweisenden Verfügung revisionsrechtlich 
massgeblich verändert (vgl. E. 2.5.3 hiervor) und der Leistungsanspruch ist 
– entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der Stellung-
nahme vom 5. August 2024 (vgl. S. 2; in den Gerichtsakten) – in rechtlicher 
und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. E. 2.5.5 hiervor), wie dies 
in der angefochtenen Verfügung vom 10. Juni 2024 nach der erneuten 
RAD-Konsultation vom 6. Mai 2024 (act. II 125 S. 3 ff.) denn auch getan 
worden ist (act. II 128 S. 2). Ab Januar 2024 ist – entsprechend der ange-
fochtenen Verfügung (act. II 128 S. 2) – eine Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 18 -

4.

Was den Status anbelangt (Ausmass der Erwerbstätigkeit im Gesundheits-
fall; vgl. E. 2.3 hiervor), nahm die Beschwerdegegnerin wie bereits anläss-
lich der erstmaligen Beurteilung mit Verfügung vom 7. September 2018 
(act. II 49) an, die Beschwerdeführerin wäre im hypothetischen Gesund-
heitsfall zu 100 % erwerbstätig (act. II 128 S. 2). Aufgrund der Akten be-
steht kein Anlass, um davon abzuweichen. Entgegen den Ausführungen 
der Beschwerdeführerin in der Replik vom 22. Juli 2024 (vgl. S. 3) erübri-
gen sich daher weitere Abklärungen bezüglich des Status. Der Invaliditäts-
grad ist anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu 
bestimmen (vgl. E. 2.4 hiervor).

5.

5.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Ausgehend von der Neuanmeldung zum Leistungsbezug im Mai 2023 
(act. II 95) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berücksichtigung 
der Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG grundsätzlich auf November 
2023. Vorliegend ist zudem zu berücksichtigen, dass eine wesentliche Än-
derung der medizinischen Situation – wie dargelegt (vgl. E. 3.4.4 hiervor) – 
erst ab Januar 2024 ausgewiesen ist. Ein Rentenanspruch kann folglich 
frühestens auf diesen Zeitpunkt hin entstehen. Dabei ist fraglich, ob die 
Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG während eines 
Jahres durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen ist 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens ist in den 
Akten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 14. Dezember 2022 bis zum 
15. Januar 2023 (act. II 100 S. 5) und vom 10. bis 31. Mai 2023 (act. II 97 
S. 3) ausgewiesen. Daran ändert nichts, dass – wie bei der Neuanmeldung 
geltend gemacht worden war (act. II 95 S. 5 Ziff. 4.3) – die Beschwerdefüh-

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- 19 -

rerin bereits vor dem 10. Mai 2023 seit längerer Zeit arbeitsunfähig gewe-
sen sein soll und die Arbeitsunfähigkeit erst ab dem 10. Mai 2023 formell 
bestätigt worden sei. Weiter erfolgte die Erstmanifestation der im Neuan-
meldungsverfahren geltend gemachten gesundheitlichen Veränderungen 
(vgl. u.a. act. II 119 S. 4 f., 120 S. 2 ff., 122 S. 2) erst im Januar 2024 und 
ist das gestützt darauf angepasste Zumutbarkeitsprofil, insbesondere die 
schmerzbedingte zusätzliche Leistungsminderung von 20 %, erst ab die-
sem Zeitpunkt zu berücksichtigen (act. II 125 S. 6). Weil die Beschwerde 
aber – wie nachfolgend dargelegt wird – selbst unter der Annahme eines 
erfüllten Wartejahres abzuweisen ist, braucht dies hier nicht abschliessend 
beurteilt zu werden. Folglich ist der Einkommensvergleich auf Januar 2024 
hin vorzunehmen.

5.2 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. 
Andere statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Ein-
kommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunab-
hängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 
IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung 
anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). 

5.3 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkom-
men; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeit-
punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Liegt das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen 5 % oder mehr 
unterhalb des branchenüblichen Zentralwertes der LSE nach Art. 25 Abs. 3 
IVV, so entspricht gemäss Art. 26 Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invali-
dität 95 % dieses Zentralwertes.

5.4 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

- 20 -

tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom statis-
tisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV).

5.5 Ab dem 20. April 2009 war die Beschwerdeführerin als … tätig 
(act. II 19 S. 2 f. Ziff. 2.1 und 2.7). Diese Anstellung wurde ihr per Ende 
Januar 2018 aus gesundheitlichen Gründen gekündigt (act. II 43 S. 3). 
Damit kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 
werden, dass sie diese Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkungen 
weiterhin ausführen würde. 

Die Beschwerdeführerin erzielte in der besagten Tätigkeit im Jahr 2016 
einen Bruttolohn in der Höhe von Fr. 52'530.-- (act. II 8, 19 S. 10, 107 S. 2). 
Angepasst an die Nominallohnentwicklung per 2024 ergibt dies einen Jah-
reslohn von Fr. 56'609.05 (Fr. 52'530.-- / 105.6 x 113.8 [Tabelle T1.2.10, 
Nominallohnindex, Frauen, 2011-2024, Ziff. 10-33 {Verarbeitendes Gewer-
be/Herstellung von Waren}]). 

Zur Prüfung, ob die Beschwerdeführerin ein unterdurchschnittliches Ein-
kommen erzielt hat, hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 10. Juni 2024 (act. II 128 S. 2) auf die LSE 2020 abgestellt. 
Es ist darauf hinzuweisen, dass rechtsprechungsgemäss immer die im Ver-
fügungszeitpunkt in Bezug auf den Rentenbeginn aktuellsten veröffentlich-
ten statistischen Daten zu verwenden sind (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Im 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses lag die LSE 2022 bereits vor (die ent-
sprechend hier massgebende Tabelle TA1_tirage_skill_level wurde am 
29. Mai 2024 publiziert; <www.bfs.admin.ch/asset/de/31606968>) und ist 
entsprechend anstelle der LSE 2020 anzuwenden. Danach erzielten Frau-
en im Jahr 2022 im Bereich der Herstellung von Nahrungsmitteln im hier 
massgebenden Kompetenzniveau 1 ein monatliches Einkommen von 
Fr. 4'338.-- (Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 10-11 [Herstellung von 
Nahrungsmitteln; Getränkeherstellung]). Aufgerechnet auf ein Jahr, ange-
passt an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 42.2 Stunden 
(vgl. Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in 

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Stunden pro Woche, Ziff. 10-12 [Herstellung von Nahrungsmittel und Ta-
bakerzeugnissen]) und indexiert auf das Jahr 2024 (Tabelle T1.2.10, Nomi-
nallohnindex, Frauen, 2011-2024, Ziff. 10-33 [Verarbeitendes Gewer-
be/Herstellung von Waren]) ergibt sich ein branchenüblicher Lohn im Be-
reich der Herstellung von Nahrungsmitteln von Fr. 57'075.70 (Fr. 4'338.-- x 
12 Monate / 40 Stunden x 42.2 Stunden / 109.5 x 113.8). Damit lag der 
effektiv bezogene Lohn in der Höhe von Fr. 56'609.05 nicht mehr als 5 % 
unterhalb des branchenüblichen Lohnes ([Fr. 57'075.70 ./. Fr. 56'609.05] / 
Fr. 57'075.70 x 100). Folglich findet – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin (act. II 128 S. 2) – Art. 25 Abs. 3 IVV (vgl. E. 5.3 hiervor) 
hier keine Anwendung. Das massgebende Valideneinkommen beläuft sich 
somit auf Fr. 56'609.05.

5.6 Die Beschwerdeführerin verwertet ihre zumutbare Restarbeitsfähig-
keit nicht, weshalb das Invalideneinkommen aufgrund statistischer Werte 
zu bestimmen ist (vgl. E. 5.4 hiervor). Dabei ist auf den Totalwert der Ta-
belle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, Frauen, Kompetenzniveau 1, 
abzustellen, was unter Berücksichtigung einer Arbeits- und Leistungsfähig-
keit von 80 %, angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit und 
indexiert auf das Jahr 2024 ein Invalideneinkommen von Fr. 45'622.50 er-
gibt (Fr. 4'367.-- x 12 Monate / 40 Stunden x 41.7 Stunden [vgl. Totalwert 
der Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in 
Stunden pro Woche] x 0.8 [20 % Leistungsminderung] / 109.4 x 114.2 [Ta-
belle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, 2011-2024, Total]). 

Schliesslich ist der seit dem 1. Januar 2024 vorzunehmende 10%ige Abzug 
vom anhand von statistischen Werten bestimmten Invalideneinkommen zu 
berücksichtigen (vgl. E. 5.4 hiervor), womit sich das Invalideneinkommen 
per Januar 2024 auf Fr. 41'060.25 (Fr. 45'622.50 x 0.9) beläuft.

5.7 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen von 
Fr. 56'609.05 (vgl. E. 5.5 hiervor) und Fr. 41'060.25 (vgl. E. 5.6 hiervor) 
resultiert eine Einkommenseinbusse in der Höhe von Fr. 15'548.80 und 
damit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 27 % 
([Fr. 56'609.05 ./. Fr. 41'060.25] / Fr. 56'609.05 x 100; zur Rundung 
BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1).

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6.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 10. Juni 2024 
(act. II 128) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen. Fr. 500.-- sind dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe zu entnehmen. Die Restanz von Fr. 300.-- hat die Beschwerde-
führerin noch zu entrichten.

7.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Fr. 500.-- werden dem geleisteten Kostenvor-
schuss entnommen, die Restanz von Fr. 300.-- hat sie noch zu entrich-
ten.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. August 2025, IV 200 2024 489

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4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt C.________

z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.