# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a439d65b-703b-5a7b-ab75-043b1f4e721f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2010 E-7962/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7962-2010_2010-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7962/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard; 
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._____, geboren angeblich (...),
Armenien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. November 2010 / N (...),

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7962/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 25. Juli 2010 
Armenien  verliess  und  am  (...)  2010  im  B._____  Basel  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  summarischen  Befragung  vom  (...)  2010  im 
B._____ und der direkten Bundesanhörung vom 21. September 2010 
zur Begründung seines Gesuches geltend machte, er selber habe kei-
ne Probleme gehabt, aber sein Vater sei mit einem Dorfbewohner im 
Streit gewesen,

dass es im Juni 2010 auf dem Dorfplatz zu einer verbalen  Auseinan-
dersetzung und zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden gekom-
men sei,

dass aufgrund dieser Auseinandersetzung bekannt geworden sei, dass 
die Mutter des Beschwerdeführers aus C._____ stamme,

dass in der Folge die Familie in der Dorfgemeinschaft gemieden wor-
den sei und der Nachbar Anzeige erstattet habe,

dass das Haus seiner Familie am 20. Juli 2010 von Sicherheitsbeam-
ten  durchsucht  und  die  Eltern  der  Spionagetätigkeit  für  C._____ 
verdächtigt und anschliessend verhaftet worden seien,

dass am 24. Juli 2010 auch der Beschwerdeführer zur Sicherheitsbe-
hörde in (...) gebracht und unter Androhung von langjähriger Haft im 
Falle einer Lüge zum Bekannten- und Freundeskreis der Eltern verhört 
worden sei, 

dass er anschliessend über  Nacht in eine kleine Zelle  im Keller  ge-
sperrt worden sei, 

dass der Vater des Beschwerdeführers am 25. Juli  2010 -  unter der 
Auflage, gewisse Dokumente zu beschaffen - für 24 Stunden aus der  
Haft entlassen worden sei und sie beide den Sicherheitsposten hätten 
verlassen dürfen,

dass sie in Armenien einen Schlepper aufgesucht hätten, welcher den 
Beschwerdeführer in einem LKW nach Basel befördert habe,

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dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der  Beschwerdeführer  im erstinstanzlichen Verfahren trotz  wie-
derholter Aufforderung keine Reise- oder Identitätspapiere zu den Ak-
ten reichte,

dass er anlässlich der Befragungen zu Protokoll gab, am 25. Juli 1994 
geboren worden und somit minderjährig zu sein,

dass Dr. med. J. Kremo, Arzt für allgemeine Medizin FMH in Basel, in 
seinem Bericht vom 18. Oktober 2010 ausführte, die am 22. Septem-
ber 2010 beim Beschwerdeführer durchgeführte Knochenanalyse habe 
ergeben, dass dessen Skelettalter bei 19 Jahren oder mehr liege,

dass auch aufgrund der Physiognomie des Beschwerdeführers von ei-
nem Alter von mindestens 19 Jahren ausgegangen werden könne,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 1. November 2010 zum Er-
gebnis der Knochenaltersanalyse das rechtliche Gehör gewährte,

dass der  Beschwerdeführer  an seiner  Aussage,  er  sei  16 Jahre  alt, 
festhielt und die Frage nach einem Gegenbeweis mit dem Hinweis be-
antwortete, er habe eine Geburtsurkunde, die ihm seine Eltern bringen 
sollten, von denen er aber zwischenzeitlich nichts gehört habe,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 5. November 
2010 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete,

dass das  Bundesamt  zur  Begründung  anführte,  zur  Identität  gehöre 
gemäss  Art. 1  Abs. 1  Bst. a  der  Asylverordnung 1  vom  11. August 
1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV1,  SR  142.311)  unter  anderem 
auch das Geburtsdatum,

dass der Beschwerdeführer trotz der Ergebnisse der Knochenanalyse 
nichts  unternommen habe,  um seine behauptete  Minderjährigkeit  zu 
beweisen und weiter an dieser festgehalte,

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dass  das  BFM  aufgrund  dieser  Ausführungen  feststellte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  im  Rahmen  des  Asylverfahrens  die  Behörden 
über seine Identität getäuscht,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe vom 12. November  2010 in 
materieller  Hinsicht  beantragt,  die vorinstanzliche Verfügung sei  voll-
umfänglich  aufzuheben,  die  Angelegenheit  sei  zur  Neubearbeitung 
(Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese sei anzuwei-
sen,  ihn  in  der  Schweiz  aufgrund  der  Unzumutbarkeit  des  Wegwei-
sungsvollzugs vorläufig aufzunehmen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Prozessführung und um Verzicht  auf  die  Erhebung eines Kostenvor-
schusses ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. November 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt,  um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der  Begriff  der Identität  im asylrechtlichen Sinn unter  anderem 
die Staatsangehörigkeit,  die Ethnie,  das Geburtsdatum und den Ge-
burtsort umfasst (Art. 1 Bst. a AsylV 1),

dass somit die Altersangabe unter den Begriff der Identität fällt,

dass gestützt auf Art. 17 Abs. 3 Bst. b AsylG unbegleiteten minder jäh-
rigen Asylsuchenden bereits  für  die Dauer  des Aufenthalts  in  einem 

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Empfangs-  oder  Verfahrenszentrum  eine  Vertrauensperson  zugewie-
sen  werden  muss,  wenn  dort  entscheidrelevante  Verfahrensschritte 
erfolgen, die über die Kurzbefragung nach Art. 26 Abs. 2 AsylG hinaus-
gehen,

dass indessen die Prüfung des Alters vorfrageweise ohne die Ernen-
nung einer Vertrauensperson vorgenommen werden kann (vgl. EMARK 
2004 Nr. 30 E. 7.4), weshalb das BFM die Knochenaltersbestimmung 
zu Recht  in  Auftrag gab,  ohne vorher  eine Vertrauensperson zu be-
stimmen,

dass es aufgrund der Beweislastregelung hinsichtlich der Identitäts täu-
schung und gemäss bisheriger Praxis (vgl. EMARK 2003 Nr. 27) nicht 
genügt,  die  gegenüber  den  schweizerischen  Behörden  geäusserten 
Angaben über die Identität als unwahrscheinlich oder unplausibel  zu 
qualifizieren,

dass  vielmehr  die  Falschheit  der  Angaben  nachweislich  feststehen 
muss, weshalb die Behörde vorliegend den Nachweis der Täuschung 
des  Beschwerdeführers  über  seine  Identität  im  Sinne  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen hat, und vom Vorliegen einer Identi -
tätstäuschung im Sinne der genannten Nichteintretensbestimmung nur 
dann ausgegangen werden kann, wenn dies aufgrund der vorhande-
nen Beweismittel ohne vernünftige Zweifel feststeht (vgl. EMARK 2003 
Nr. 27 E. 4a und dort zitierte Urteile), 

dass  im  vorliegenden  Fall  die  durchgeführte  Knochenaltersbestim-
mung vom 22. September 2010 beim Beschwerdeführer ein Knochen-
alter ergeben hat, welches einem chronologischen Alter von 19 Jahren 
oder mehr entspricht, 

dass radiografische Untersuchungen des Handknochens einer Person 
zwar  nur  einen beschränkten Aussagewert  zur  Bestimmung des tat-
sächlichen  Alters  dieser  Person  aufweisen  (vgl.  dazu  EMARK 2000 
Nr. 19),

dass sich diese Aussagen indessen insbesondere auf die Situation be-
ziehen, wonach das behauptete Alter im Vergleich zum festgestellten 
Knochenalter innerhalb der normalen Abweichung von zweieinhalb bis 
drei Jahren liegt (vgl. EMARK 2000 Nr. 28 E. 5.a),

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dass die Handknochenanalyse jedoch gestützt auf die bisherige Praxis 
(vgl. EMARK 2005 Nr. 16 E. 2.3 und dort zitierte weitere Praxis) unter  
bestimmten Voraussetzungen – nämlich dann, wenn der Unterschied 
zwischen dem angegebenen Alter und dem festgestellten Knochenal-
ter mehr als drei Jahre beträgt – trotz des beschränkten Aussagewer-
tes als „anderes Beweismittel“ im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
gilt und damit die Identitätstäuschung belegen kann,

dass  zwar  vorliegend  der  festgestellte  Unterschied  nicht  ganz  drei 
Jahre beträgt  und die Knochenaltersanalyse somit  bloss ein gewich-
tiges Indiz für eine Täuschung darstellt,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  jedoch  hinsichtlich  seines  Alters  in 
Widersprüche  verstrickt  hat,  beispielsweise  was  seine  angebliche 
Schulzeit anbetrifft (vgl. Akten BFM A 9/3 S. 2),

dass weiter festzustellen ist, dass er seit der Einreichung des Asylge-
suchs in Missachtung wiederholter Hinweise nichts unternommen hat, 
um die behauptete Minderjährigkeit zu beweisen,

dass der untersuchende Arzt sodann festgestellt hat, es sei auch auf-
grund der Physiognomie des Beschwerdeführers von einem Alter von 
mindestens 19 Jahren auszugehen,

dass der Beschwerdeführer bei einer Gesamtwürdigung der Akten die 
Behörden nachweislich über sein  Geburtsdatum getäuscht  hat,  wes-
halb vorliegend vom Bundesamt zu Recht auf eine Identitätstäuschung 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG geschlossen wurde,

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe keinerlei stich-
haltigen Gegenargumente  geltend macht,  und es sich  beim Vorbrin-
gen, seine Eltern, zu denen er allerdings keinen Kontakt hat (vgl. Pro-
tokoll Rechtliches Gehör vom 1. November 2010, S. 1), würden ihm mit 
den  benötigten  Dokumenten  in  die  Schweiz  folgen,  um  eine  durch 
nichts belegte Behauptung handelt,

dass  demnach  mit  genügender  Sicherheit  eine  Identitätstäuschung 
feststeht (vgl. EMARK 2003 Nr. 27), und das BFM in Anwendung von 
Art.  32  Abs. 2  Bst.  b  AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen 
Fallkonstellationen zu forschen,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Folgen  seiner  mangelhaften  Mitwir-
kung respektive der Verheimlichung seiner wahren Identität zu tragen 
hat,  indem vermutungsweise davon auszugehen ist,  es würden einer 
Wegweisung in den tatsächlichen Heimatstaat keine landes- oder völ -
kerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG 
i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 
E. 3.2.2 S. 4 f.), 

dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, 
aufgrund  derer  geschlossen  werden  könnte,  der  junge  und  offenbar 
gesunde Beschwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in eine exis-
tenzbedrohende  Situation,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz auch als zumutbar zu bezeichnen 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

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hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
abzuweisen ist, da sich die gestellten Rechtsbegehren als aussichtslos 
erwiesen haben,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, an das BFM und an die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand: 

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