# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96850d07-816a-50a8-8c2c-4da99dc7b6cc
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-25
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Zivilrechtliche Abteilung 25.08.2021 2021_OG Z 20 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_005_2021-OG-Z-20-11_2021-08-25.pdf

## Full Text

Zivilprozessrecht. Art. 310 ZPO. Die berufungsführende Partei hat ihrer 
Berufungsbegründung aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als 
fehlerhaft erachtet wird. Es genügt nicht zur Begründung der unrichtigen 
Sachverhaltsfeststellung, der vorinstanzlichen Beweiswürdigung lediglich die eigene 
Würdigung der Aktenlage entgegenzustellen. Das gilt auch in Verfahren mit 
eingeschränkten Untersuchungsgrundsatz. 
 
Obergericht, 25. August 2021, OG Z 20 11 

 
 

Aus den Erwägungen: 

 
1.2 Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Feststellung des 
Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das Gericht stellt in 
arbeitsrechtlichen Streitigkeiten bis zu CHF 30'000.00 den Sachverhalt von Amtes wegen 
fest (Art. 247 Abs. 2 Bst. a ZPO; sogenannter eingeschränkter Untersuchungsgrundsatz). 
Die berufungsführende Partei hat in ihrer Berufungsbegründung nach Art. 311 Abs. 1 ZPO 
aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dieser 
Anforderung genügt die Berufungsklägerin nicht, wenn sie lediglich auf die vor der ersten 
Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere 
Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise 
kritisiert. Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der 
Berufungsinstanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass der 
Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, 
und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 
5A_247/2013 vom 15.10.2013 E. 3.2). Im Gegensatz zur Klageschrift muss die 
Berufungsschrift nicht nur eine tatsächliche, sondern auch eine rechtliche Begründung 
enthalten. Es genügt nicht zur Begründung der Rüge unrichtiger Sachverhaltsfeststellung, 
der vorinstanzlichen Beweiswürdigung bloss die eigene Würdigung der Aktenlage 
entgegenzustellen (Entscheid Obergericht des Kantons Zürich vom 30.03.2020, LE190047, 
E. II.3). Dies gilt auch in Verfahren mit – wie im vorliegenden Fall – eingeschränktem 
Untersuchungsgrundsatz (BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 105 [2016] Nr. 99; BGE 142 III 413 
E. 2.2.4).