# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc4968e4-bdb1-52af-bb82-0e44ad4bf1e1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.08.2015 SB150139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150139_2015-08-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150139-O/U/eh 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. C. Grieder  

 
Urteil vom 20. August 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

 

Beschuldigter und Berufungskläger 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, 

vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. C. Braunschweig 

 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 
mehrfach versuchtes Abhören und Aufnehmen fremder Gespräche 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 

27. November 2014 (GG140071) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich, vom 20. August 

2014  ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Inverkehrbringens und Anpreisens 

von Abhör-, Ton- und Bildaufnahmegeräten im Sinne von Art. 179sexies Ziff. 1 

StGB freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte ist schuldig des mehrfachen versuchten Abhörens und 

Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 50.– (entsprechend Fr. 1'500.–) sowie mit einer Busse von Fr. 300.–. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 19. Mai 

2014 beschlagnahmte Abhörwanze (inkl. Ladegerät und Ladekabel) sowie 

die SIM-Karte Nr. ..., ..., ... werden der Bezirksgerichtskasse nach Rechts-

kraft des Urteils zur Vernichtung überlassen. 

 

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7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 28.–   Auslagen Vorverfahren 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, 

ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

8. Die Kosten der Untersuchung, des Vorfahrens und des gerichtlichen Ver-

fahrens werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln auferlegt. Ein Fünftel 

der Kosten werden auf die Staatskasse genommen. 

9. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 1'000.– (inkl. MWST) für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse 

zugesprochen. 

10. Das Begehren der Privatklägerin um Genugtuung wird abgewiesen. 

11. Das Begehren der Privatklägerin um Schadenersatz wird auf den Zivilweg 

verwiesen. 

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 33, Urk. 50) 

1. Es sei der Beschuldigte von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Dem Beschuldigten sei für das erstinstanzliche Verfahren eine Prozessent-

schädigung von CHF 5'535 (8% MWST inbegriffen) zuzusprechen. 

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3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen gerichtlichen  

Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

4. Dem Beschuldigten sei für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädi-

gung von CHF 1'574.10 (zuzüglich heutige Berufungsverhandlung und 

MWST) zuzusprechen. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 37) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte/ Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit Urteil vom 27. November 2014 sprach das Bezirksgericht Bülach den 

Beschuldigten vom Vorwurf des Inverkehrbringens und Anpreisens von Abhör-, 

Ton- und Bildaufnahmegeräten im Sinne von Art. 179sexies Ziff. 1 StGB frei und des 

mehrfachen versuchten Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne 

von Art. 179bis Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig. Es 

bestrafte den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.-- 

sowie mit einer Busse von Fr. 300.--. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufge-

schoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt. Weiter wurde für die Busse 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen für den Fall der schuldhaften Nicht-

bezahlung festgesetzt. Dann wurden die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I 

des Kantons Zürich vom 19. Mai 2014 beschlagnahmte Abhörwanze (inkl. Lade-

gerät und -kabel) sowie die SIM-Karte Nr. ..., ..., ... der Bezirksgerichtskasse nach 

Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung überlassen. Die Kosten des Vorverfah-

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rens und des gerichtlichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten zu 4/5 auferlegt 

und zu 1/5 auf die Staatskasse genommen. Weiter wurde dem Beschuldigen eine 

reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- (inkl. MWST) für anwaltliche 

Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. Schliesslich wurde das Be-

gehren der Privatklägerin um Genugtuung abgewiesen und dasjenige um Scha-

denersatz auf den Zivilweg verwiesen (Urk. 30 S. 25 f.). 

1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 3. Dezember 

2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 24). In der Berufungserklärung vom 

7. April 2014 liess er die eingangs aufgeführten Anträge stellen (Urk. 33 S. 1 f.). 

Mit Verfügung vom 8. April 2015 wurde der Privatklägerin und der Staatsanwalt-

schaft eine Frist gesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder um begründet 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen und dem Beschuldigten wurde 

Frist angesetzt, um das Datenerfassungsblatt sowie diverse Unterlagen zu seinen 

finanziellen Verhältnissen einzureichen (Urk. 35). Die Staatsanwaltschaft erklärte 

in der Folge Verzicht auf die Erhebung einer Anschlussberufung und beantragte 

die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 37). Mit Eingabe vom 19. Mai 

2015 reichte der Verteidiger das ausgefüllte Datenerfassungsblatt sowie diverse 

Unterlagen ein (Urk. 40 u. Urk. 42/1-7). Am 20. August 2015 fand die Berufungs-

verhandlung statt (Prot. II S. 4 ff.). 

1.3. Der Beschuldigte stellte die eingangs erwähnten Anträge und ergänzte 

diese anlässlich der Berufungsverhandlung (Prot. II S. 6 unten). Demnach sind 

der Freispruch (Dispositiv-Ziffer 1), die Einziehung der Abhörwanze (Dispositiv-

Ziffer 6), die Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziffer 7) und die Zivilansprüche der 

Privatklägerin (Dispositiv-Ziffer 10 u. 11) nicht angefochten und in Rechtskraft  

erwachsen.  

2. Strafantrag 

Das Abhören und Aufnehmen fremder Gespräche i.S.v. Art. 179bis StGB ist ein 

Antragsdelikt, wobei jeder Gesprächsteilnehmer antragsberechtigt ist (Donatsch/ 

Flachsmann/Hug/Weder, Kommentar zum StGB, 19. Auflage, Zürich 2013  

Art. 179bis N16). Nachdem die Privatklägerin gemäss ihren eigenen Angaben am 

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Wochenende vom 11./12. Oktober 2013 herausgefunden hatte, dass sich ein 

Aufnahmegerät in ihrem Wohnzimmer befand und den Beschuldigten verdächtig-

te, dieses installiert zu haben (Urk. 4/2 S. 6), stellte sie am 17. Dezember 2013 

den Strafantrag (Urk. 2). Anlässlich der Berufungsverhandlung machte der Vertei-

diger geltend, die Privatklägerin habe den Strafantrag zu spät gestellt, da sie  

spätestens im August 2013 Kenntnis vom Gerät gehabt habe (Urk. 50 S. 5). Wie 

bei der nachfolgenden Beweiswürdigung noch zu zeigen sein wird (Ziff. II. 2.3.3.), 

ist auf die glaubhaften Aussagen der Privatklägerin abzustellen, wonach sie das 

Abhörgerät erst anlässlich des Abendessens vom 11./12. Oktober 2013 entdeckt 

hat, weshalb die dreimonatige Strafantragsfrist gemäss Art. 31 StGB gewahrt ist.  

II.  Schuldpunkt 

1. Anklagevorwurf 

1.1. Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, an einem nicht näher bestimm-

baren Tag im Sommer 2012 von einem Unbekannten auf dem Flohmarkt beim … 

Parkplatz in B._____ eine Abhörwanze der Marke Spycom für Fr. 20.-- gekauft 

und im Februar 2013 heimlich – d.h. ohne das Wissen der Privatklägerin – im 

Wohnzimmer der Wohnung der Privatklägerin in B._____ installiert zu haben. Er 

habe dabei vorgegeben, den Wireless-Anschluss, das Telefon sowie weitere 

elektronische Geräte für den Hausgebrauch einzurichten. Bis zur Entdeckung des 

Gerätes durch die Privatklägerin ca. am 11./12. Oktober 2013 habe der Beschul-

digte wissentlich und willentlich regelmässig und ohne Berechtigung die privaten 

Gespräche der Privatklägerin, der gemeinsamen Kinder und Drittpersonen abge-

hört (Urk. 14 S. 2). 

1.2. Da der Freispruch betreffend den Erwerb bzw. Besitz der Abhörwanze in-

folge Nichtanfechtung in Rechtskraft erwachsen ist, ist hinsichtlich des Anklage-

vorwurfs einzig noch das Abhören fremder Gespräche gemäss Art. 179bis StGB 

Berufungsthema.  

1.3. Der Beschuldigte stellte sich auf den Standpunkt, er habe das fragliche 

Abhörgerät mit Wissen und Willen der Privatklägerin installiert und bestreitet des-

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halb den ihm vorgeworfenen Sachverhalt insoweit, weshalb zu prüfen ist, ob sich 

dieser erstellen lässt.  

2. Beweiswürdigung 

2.1. Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur Beweis-

würdigung gemacht, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 30 S. 4 f.,  

Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz hat jeweils zwei Einvernahmen des Beschul-

digten, der Privatklägerin und der Zeugin C._____ zusammengefasst (Urk. 30 

S. 6 ff.), wodurch Widersprüche, aber auch Beständigkeit der Aussagen nicht er-

sichtlich wurden. Nachfolgend werden diese Einvernahmen deshalb nochmals im  

Detail dargelegt.  

2.2. Aussagen des Beschuldigten 

2.2.1. Hinsichtlich der Aussagen des Beschuldigten bei der Polizei vom  

31. Januar 2014 (Urk. 3/1) ist auf die zutreffende Zusammenfassung im vor- 

instanzlichen Urteil zu verweisen (Urk. 30 S. 6, Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend 

ist anzufügen, dass der Beschuldigte ausgesagt hat, er habe immer nur von  

seinem Natel aus angerufen. Die Privatklägerin habe ihn motiviert, dieses Abhör-

gerät zu installieren. Sie sei begeistert und froh darüber gewesen, dass sie etwas 

hätten machen können. Sie habe Druck gemacht, dass er etwas gegen den Fern-

sehkonsum ihres Sohnes unternehme. Dies sei der Grund für den Kauf des  

Geräts gewesen (Urk. 3/1 S. 2 f.).  

2.2.2. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 30. Juni 2014 

(Urk. 3/2) erklärte der Beschuldigte, dieses Gerät sei für ihn keine Wanze, son-

dern es sei für ihn wie ein Babyfon. Er habe das Gerät im Sommer 2012 beim 

Flohmarkt in B._____ gekauft und dafür Fr. 20.-- bezahlt. Sein Sohn D._____ 

würde am liebsten Tag und Nacht fernsehen, weshalb er mehrmals versucht  

habe, den Fernseher mit einem PIN-Code zu blockieren, was ihm aber nicht ge-

lungen sei. Er habe das gemacht, weil die Privatklägerin darauf bestanden und 

Druck ausgeübt habe. Sie hätten mehrmals während eines längeren Zeitraums 

darüber geredet.  

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Das Gerät funktioniere so, dass man eine SIM-Karte hineinschiebe und dann  

diese Nummer wähle, um mithören zu können. Als sie zusammen das Gerät ge-

testet hätten und es in die Nähe des Mundes geführt hätten, hätten sie etwas  

hören können. Als sie das Gerät dann bei der Kommode auf die Kabel gelegt  

hätten und er später darauf angerufen habe, habe man nur ein Rauschen hören 

können. Er glaube, dass sein Sohn beim Kauf dabei gewesen sei. Er sei sich 

nicht sicher, ob nicht sogar die Privatklägerin dabei gewesen sei.  

Sie hätten versucht, das Gerät nach dem Kauf zu installieren, was jedoch nicht 

gelungen sei. Sie hätten es erst Ende Januar 2013 installieren können und dann 

auf die Kabel auf der Kommode gelegt. Er habe aber nichts mitbekommen, er  

habe nur ein Rauschen gehört. Er erinnere sich nicht, wie oft er darauf angerufen 

habe, es sei jedoch mehr als ein Mal gewesen. Er habe einfach immer gehofft, 

doch etwas zu hören. Es sei damals noch ihre gemeinsame Wohnung gewesen, 

er sei anfangs Februar 2013 ausgezogen. Die Installation des Geräts hätten sie 

zusammen und noch vor seinem Auszug gemacht. Die Privatklägerin sei damit 

einverstanden gewesen, vor seinem Auszug eine solche Wanze in der Wohnung 

anzubringen. Sie habe lange insistiert, eine solche Anlage zu installieren und sie 

habe dann auch den entsprechenden Ort vorgeschlagen. Die Privatklägerin habe 

darauf bestanden, dass er ihren Sohn kontrolliere, wie häufig er fernsehe, wenn 

dieser allein in der Wohnung sei. Aber er habe eben jeweils nur ein Rauschen  

hören können. Was er gewusst habe, habe auch die Privatklägerin gewusst. Sie 

habe alles gewusst. Sie wolle sich an ihm rächen und was sie tue, tue sie aus 

zwei Gründen: Sie wolle die Kinder für sich allein haben und sie wolle ihn vor den 

Kindern schlecht hinstellen.  

C._____ helfe der Privatklägerin aus finanziellen Gründen, diese habe C._____ 

für Nachhilfestunden mehr als nötig bezahlt. Es treffe nicht zu, dass die Privatklä-

gerin keine Ahnung von technischen Installationen habe. Sie habe den Fernseher 

und auch das Telefon selber gekauft und den Internet-Modus von Sunrise selber 

organisiert. Er habe ihr das nur montiert bzw. sie hätten es gemeinsam eingerich-

tet. Es sei nicht so, dass sie gar keine Ahnung gehabt habe. Es sei einfach nicht 

wahr, dass sie nichts von diesem Gerät gewusst habe. Es stimme auch nicht, 

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dass er es im Februar 2013 installiert habe, denn da sei er nicht mehr in der ge-

meinsamen Wohnung gewesen. Die Privatklägerin führe eine Kampagne gegen 

ihn (Urk. 3/2 S. 2ff.). 

2.2.3. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. August 2014 

(Urk. 3/4) sagte der Beschuldigte aus, er bleibe bei dem, was er gesagt habe. Die 

Privatklägerin habe darauf bestanden, dass sie etwas wegen ihres Kindes unter-

nehmen würden. Was den Rest betreffe, sei sie über jedes Detail eingeweiht  

gewesen, es sei ihr Wunsch gewesen. Ihre Ehe sei von Anfang an nicht ideal und 

nicht gut gewesen. Auch wenn die Verhältnisse nicht gut gewesen seien, hätten 

sie zwei Kinder zur Welt gebracht. Die Privatklägerin habe ihm gesagt, dass sie 

vor ihm nichts zu verstecken habe und dass sie sich wünsche, dass er sich in  

Bezug auf D._____ mehr engagiere. Sie wolle Kontakt mit ihm, nicht er mit ihr. Er 

wundere sich, dass sich die Privatklägerin über die Entdeckung der Wanze sehr 

überrascht bzw. schockiert gezeigt habe, da sie ja beide gewusst hätten, was sie 

tun. Da er keinen Kontakt mehr zu ihr wolle, wolle er auch ihre Stimme nicht mehr 

hören. Sie sei für ihn Vergangenheit und nichts mehr. Er sei frühzeitig aus der 

Wohnung ausgezogen, damit er seine Ruhe habe. Es treffe nicht zu, dass er 

durch das Abhören herausgefunden habe, wer ihr Anwalt sei. Dies könne man 

anderweitig herausfinden. Er sei unschuldig (Urk. 3/4 S. 2 ff.).  

2.2.4. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. November 2014 (Urk. 19) gab 

der Beschuldigte zu Protokoll, dass er an seinen bisherigen Aussagen festhalte. 

Er sei beim Kauf der Wanze allein gewesen, möglicherweise seien aber sein 

Sohn und die Privatklägerin dabei gewesen. Der Verkäufer habe ihm gesagt, man 

könne eine SIM-Karte in dieses Gerät stecken und dann von einem Telefon aus 

darauf anrufen, um zu hören, was im betreffenden Raum passiere. Die Privat-

klägerin und er hätten zusammen sechs SIM-Karten gekauft. Er habe der Privat-

klägerin bei der Installation des Geräts geholfen, da sie zu dem Zeitpunkt ein  

gutes Verhältnis gehabt hätten. Sie hätten damals alles gemeinsam gemacht. Er 

habe nur ein paar Mal am Tag der Installation auf die Wanze angerufen. Da dies 

aber nicht richtig funktioniert habe, hätten sie das Gerät einfach liegen gelassen. 

Er habe dann nie mehr darauf angerufen. Er könne sich nicht daran erinnern, was 

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danach mit dem Gerät passiert sei. Er könne auch nicht sagen, wieso er kein 

neues Gerät gekauft habe (Urk. 19 S. 3ff.). 

2.2.5. Anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, er habe 

das Abhörgerät zusammen mit der Privatklägerin gekauft. Sie hätten gemeinsam 

etwas gegen den Fernsehkonsum ihres Sohnes unternehmen wollen. Sie hätten 

etwas Ähnliches wie ein Babyfon gesucht und dann dieses Gerät gefunden. Er 

könne sich jedoch nicht erinnern, ob er das Gerät zusammen mit seiner Frau oder 

zusammen mit seinem Sohn gekauft habe. Er habe versucht, den Fernseher mit 

einem Code zu blockieren, er habe einen solchen jedoch nicht angeben können, 

weshalb es nicht funktioniert habe. Der Fernsehkonsum seines Sohnes sei zwar 

nicht so extrem gewesen, dennoch hätten sie jenen wegen seiner Gesundheit und 

wegen seines Gewichts einschränken wollen. Sie hätten dies prioritär mit Rat-

schlägen versucht. Das Überwachungsgerät sei nur ein Nebenweg gewesen. Er 

und die Privatklägerin hätten im Sommer 2012 das Gerät zusammen zu installie-

ren versucht. Gelungen sei die Installation dann erst im Januar 2013, wobei sie 

diese Installation gemeinsam gemacht hätten. Soweit er wisse, hätten sie an  

diesem Tag nur dieses Gerät installiert, den Fernseher habe er Ende Januar  

installiert. Die Installation des Fernsehers sei nötig gewesen, da er vorüber-

gehend in die Wohnung seiner Mutter gegangen sei und dabei das Telefon, den 

Fernseher und den Fax mitgenommen habe. Sie hätten dann aber bei Inbetrieb-

nahme des Abhörgeräts nur ein Rauschen gehört und deshalb aufgegeben.  

Später hätten sie es nicht mehr versucht. Die Privatklägerin habe gewusst, worum 

es sich bei diesem Gerät gehandelt habe, sie hätten alles im Zusammenhang mit 

diesem Gerät gemeinsam gemacht. Er wisse nicht, ob Gespräche im Wohn-

zimmer hätten mitgehört werden können, wenn das Gerät funktioniert hätte. Er 

habe sich diesbezüglich nichts vorgestellt. Die Kinder hätten nichts von den Instal-

lationsversuchen des Abhörgeräts gewusst. Er und die Privatklägerin hätten bei 

der Installation nicht darüber nachgedacht, wie man mit der Abhörwanze hätte 

herausfinden können, ob es ihr Sohn D._____ oder jemand anderes ist, der fern-

sieht. Er sei heute damit einverstanden, dass eine solche Abhörwanze eher un-

geeignet sei, den Fernsehkonsum ihres Sohnes zu überwachen. Es könne sein, 

dass die Privatklägerin nach seinem Auszug die Türschlösser ausgewechselt  

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habe. Er habe nicht gewusst, dass die Privatklägerin mit Herrn E._____ einen 

Fernseher im Zimmer von D._____ installiert habe, bezweifle dies aber nicht (Urk. 

49 S. 7 ff.).  

2.2.6. Die Verteidigung machte in der Berufungsverhandlung geltend, es könne 

offensichtlich nicht die Rede davon sein, dass die Privatklägerin erst anlässlich 

des fraglichen Abendessens herausgefunden habe, dass es sich um ein Abhör-

gerät handle. Die Strafantragsfrist habe spätestens Ende Februar 2013 ange-

fangen zu laufen, da die Privatklägerin damals das Gerät bemerkt und in einen 

Zusammenhang mit der Funktion des Abhörens gestellt habe. Sie habe das Gerät 

und dessen Funktion schon vor der angeblichen Entdeckung anlässlich jenes  

Essens im Oktober gekannt. Somit sei die Strafantragsfrist spätestens Ende Mai 

2013 abgelaufen. Selbst wenn man davon ausginge, dass das Abhörgerät im  

Zusammenhang mit der Überschwemmung in der Wohnung der Privatklägerin 

zum ersten Mal entdeckt worden sei, wäre die Strafantragsfrist nicht eingehalten. 

Vermutlich habe sie das Gerät im Februar ausgesteckt und dann, nachdem sie im 

August mit dem Beschuldigten wegen der Ferienrückkehr der Kinder aus Serbien 

einen grossen Streit gehabt habe, als Möglichkeit zur Rache genutzt. Sie sei sich 

der Problematik der Strafantragsfrist aus einem früheren Verfahren bewusst ge-

wesen.   

Die Trennung der Privatklägerin und des Beschuldigten sei ein Vergleich gewe-

sen und der Beschuldigte habe ein extensives Besuchsrecht erhalten. Es sei  

daher nicht abwegig, dass die Privatklägerin mit einer Installation einverstanden 

gewesen sei, da man sich zuerst im Guten getrennt habe. Selbst wenn man  

davon ausginge, dass keine Einwilligung seitens der Privatklägerin vorgelegen 

hätte, wäre von der Entdeckung und Kenntnis der Tat und des Täter spätestens 

anfangs März 2013 auszugehen, weshalb es an der Voraussetzung des recht-

zeitig gestellten Strafantrags fehlen würde (Urk. 50 S. 2 ff.).  

2.2.7. Mit der Vorinstanz scheint es lebensfremd (Urk. 30 S. 12), dass jemand 

seinem Partner kurz vor dessen Auszug erlauben sollte, ein Gerät zu installieren 

bzw. an der Installation gar noch beteiligt sein könnte, welches jenem erlaubt,  

jederzeit abzuhören, was und mit wem im eigenen Wohnzimmer gesprochen wird, 

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zumal der Auszug des Beschuldigten mit einer grösseren Ehekrise zusammen-

hängen dürfte. Der Beschuldigte räumte selbst ein, dass die Ehe mit der Privat-

klägerin nicht gut gewesen sei (Urk. 3/4 S. 2), wobei er dem anlässlich der Haupt-

verhandlung widersprach und erklärte, der Privatklägerin bei der Installation des 

Geräts geholfen zu haben, da sie damals ein gutes Verhältnis gehabt hätten 

(Urk. 19 S. 7). Anlässlich der Berufungsverhandlung bestätigte der Beschuldigte 

aber wieder seine früheren Aussagen, indem er erklärte, dass es zwischen ihm 

und der Privatklägerin während der Ehe immer wieder Probleme gegeben habe, 

welche am Schluss unauflösbar gewesen seien. Daran ändert entgegen der  

Ansicht der Verteidigung auch eine einvernehmliche eheschutzrichterliche  

Trennung nichts, spricht dies doch einzig dafür, dass sie sich einig waren, nicht 

weiter zusammenleben zu wollen. Eine einvernehmliche Trennung ist auch bei  

– ansonsten – zerstrittenen Parteien denkbar.  

Weiter ist die Verwendung einer Abhörwanze zur Überprüfung des Fernsehkon-

sums nur beschränkt geeignet, da nicht ohne Mühe herausgefunden werden 

kann, wer überhaupt fernsieht, was der Beschuldigte anlässlich der Berufungs-

verhandlung auch eingeräumt hat. Überdies irritiert, dass der Beschuldigte drei-

mal ausgesagt hat, dass er die Wanze möglicherweise in Anwesenheit seines 

damals knapp 12-jährigen Sohnes gekauft habe (Urk. 19 S. 4, Urk. 3/2 S. 4, 

Urk. 49 S. 9 oben), den es ja eben – gemäss Aussage des Beschuldigten – mit 

diesem Gerät zu überwachen galt.  

2.3. Aussagen der Privatklägerin  

2.3.1. In der polizeilichen Einvernahme vom 17. Dezember 2013 (Urk. 4/1) gab 

die Privatklägerin zu Protokoll, der Beschuldigte sei im Februar ausgezogen und 

habe ihre alte Telefonnummer sowie den Internetzugang mitgenommen. Da sie 

keine Ahnung von Technik und Internet habe, habe ihr der Beschuldigte ange-

boten, alle elektronischen Geräte zu installieren. Danach sei er ausgezogen. Sie 

habe gedacht, dass alle Geräte zusammen gehörten. Im Oktober habe ihr Sohn 

sie gefragt, für was dieses Gerät sei, das immer wieder rot und grün blinke. Sie 

habe keine Ahnung gehabt und deshalb ihre Nachbarin C._____ gefragt, die ge-

rade zu Besuch gewesen sei. Diese habe das Gerät ausgesteckt und gesagt, 

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dass es sich vielleicht um eine Abhörwanze handle. Alle anwesenden Personen 

hätten sich das Gerät danach angeschaut und als sie das kleine Kästchen ge-

öffnet hätten, sei eine SIM-Karte zum Vorschein gekommen. Frau C._____ habe 

dann gleich im Internet nach diesem Gerät gesucht. Sie sei fündig geworden und 

habe bestätigt, dass es sich tatsächlich um eine Abhörwanze handle. Die Privat-

klägerin habe sich gefragt, was sie nun machen soll und Frau C._____ habe ge-

sagt, sie solle unbedingt eine Anzeige bei der Polizei machen.  

Als sie die SIM-Karte gesehen habe, sei ihr eingefallen, dass der Beschuldigte vor 

langer Zeit sechs SIM-Karten auf einmal gekauft habe. Er habe zwei auf seinen 

Namen, zwei auf ihren und zwei auf den Namen des Sohnes eingelöst. Sie habe 

dann ihre SIM-Karten bei seinem Auszug herausverlangt. Diejenigen, welche auf 

ihren Sohn eingelöst gewesen seien, habe er nicht herausgegeben. Das Gerät sei 

hinter der Kommode in einer Steckerleiste eingesteckt gewesen. Dort seien das 

Internet, das Radio, die iPod-Station, das Ladegerät vom Telefon und eben  

dieses Gerät eingesteckt gewesen. Im September habe sie dann einen Wasser-

schaden in der Wohnung gehabt und alle Geräte ausgesteckt. Als alles wieder 

trocken gewesen sei, habe sie all diese Geräte wieder eingesteckt. Sie habe  

dieses kleine Gerät immer wieder gesehen und einfach gedacht, dass es dazu 

gehöre. Sie habe schon vorher jemanden fragen wollen, wofür sie dieses Gerät 

brauche, dies aber immer wieder vergessen. Sie habe gedacht, dieses Gerät  

gehöre zum Internet.  

Ihre Nachbarn hätten ihr dann erklärt, wie das Gerät funktioniere, nämlich dass 

sich das Gerät aktiviere und auf eine Telefonnummer anrufe, sobald es  

Geräusche vernehme. Sie vermute, dass es die Nummer des Beschuldigten sei, 

auf welche das Gerät anrufe. Sie sei sich nicht sicher, aber er sei der Einzige  

gewesen, der mit ihr gelebt habe und auch immer alle Geräte installiert habe.  

Ca. Mitte Februar 2013 habe sie das Gerät zum ersten Mal entdeckt. Ihr Mann sei 

am 2. Februar 2013 ausgezogen.  

Nach der Entdeckung der Wanze sei sie schockiert und ängstlich gewesen. Sie 

habe alle Steckdosen abgesucht, ob noch etwas in der Wohnung versteckt sei. 

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Sie habe sich überlegt, Spezialisten zu organisieren, die die Wohnung nach  

Wanzen absuchen, aber das sei ihr zu teuer gewesen.  

Sie vermute, die Wanze und die darin befindliche SIM-Karte gehörten dem  

Beschuldigten. Ihr gehöre die SIM-Karte nicht, sie habe ihre ja bekommen. Aber 

es sei vermutlich eine gewesen, die ihr Mann auf sich oder ihren Sohn eingelöst 

habe.  

Dieses Gerät gehöre auf keinen Fall ihrem Sohn. Dieser habe keinen Zugriff auf 

die SIM-Karten gehabt. Sie habe auch Mühe gehabt, ihre SIM-Karten zurück-

zubekommen. Ihr Sohn sei im Herbst auch sehr überrascht gewesen, als ihre 

Nachbarin erzählt habe, um was es sich für ein Gerät handle.  

Sie gehe davon aus, sie sei überwacht worden, um jeden Schritt von ihr heraus-

zufinden, auch Gespräche zwischen ihr und ihrem Anwalt. Ihr Mann habe sicher 

Vorteile gehabt, er habe jeden ihrer Schritte gekannt. Als sie das Gerät gefunden 

hätten, sei auf einmal auch klar gewesen, wieso er ihren Sohn immer ausgefragt 

habe, wer jetzt schon wieder auf Besuch gewesen sei. Er habe wahrscheinlich 

immer diese Stimmen in der Wohnung gehört und diese keinen Personen zu-

ordnen können. Ihrem Sohn sei nach dem Fund auch klar gewesen, wieso ihr 

Mann immer noch so viel über ihr Privatleben gewusst habe.  

Sie habe das Gerät im Februar 2013 bemerkt, wisse aber nicht, wie lange das 

Gerät damals schon installiert gewesen sei. Sie hätten schon vor Februar 2013 

Probleme gehabt. Alle Anwesenden seien geschockt gewesen, wozu ihr Mann  

fähig sei (Urk. 4/1 S. 1 ff.).  

2.3.2. Bei der Staatsanwaltschaft gab die Privatklägerin am 7. August 2014 

(Urk. 4/2) zu Protokoll, die in der Wanze eingesetzte SIM-Karte, lautend auf den 

Namen ihres Sohnes, sei am 12. April 2012 gekauft worden. Vor seinem Auszug 

habe der Beschuldigte am 1. Februar 2013 Internet, TV, DVD und Telefon instal-

liert. Sie habe nicht gewusst, worum es sich bei diesem Apparat handelte. Ihr sei 

das Gerät ca. ein oder zwei Wochen, nachdem der Beschuldigte am 2. Februar 

2014 (recte: 2013) ausgezogen sei, aufgefallen. Sie habe sich das Gerät damals 

-   15   - 

aber nicht näher angeschaut. Es habe sich zwischen der Kommode und dem 

Fenster befunden. Dort seien alle Anschlüsse gewesen. Sie habe dort immer ihr 

iPhone angeschlossen und ihr Sohn sein iPad. Sie habe diesen Apparat dort ge-

sehen und es habe immer rot und grün geblinkt. Der Stecker des Geräts habe 

sich immer irgendwie gebogen. Es habe einen Stromstecker auf diesem Apparat 

gehabt sowie noch etwas anderes – ähnlich wie beim iPhone – das immer ge-

wackelt habe. Es habe rot geblinkt und sie habe dann gedacht, dass das Internet 

nicht funktioniere. Sie habe dann diesen Apparat mehrmals wieder aufgerichtet. 

Es habe noch ein Kabel und eine Schachtel gegeben, aber sie habe sich nie  

darum gekümmert, weil sie von solchen Dingen keine Ahnung habe. Dafür sei 

immer ihr Mann zuständig gewesen. Also sei das dann so geblieben. Sie habe 

noch jemanden deswegen fragen wollen, aber dann wegen diverser Dinge Stress 

gehabt.  

Als sie im August 2013 aus den Ferien zurückgekommen seien, habe sie in ihrer 

Küche eine Überschwemmung gehabt, so dass das Parkett überschwemmt  

gewesen sei. Er habe ausgewechselt werden müssen, weshalb sie sämtliche 

Zimmer hätten ausräumen müssen. Diesen Apparat habe sie dann im Korridor 

angeschlossen, da es dort auch einen Internetanschluss habe. Er habe immer 

noch rot geblinkt. Wenn die Batterie des Apparats jeweils leer gewesen sei, habe 

sie sich von selbst wieder aufgefüllt und wenn die Batterie voll gewesen sei, habe 

sie grün geblinkt. Nach den Renovierungsarbeiten hätten ihr Sohn und sein  

Kollege ihr geholfen, wieder alles anzuschliessen, wie es vorher gewesen sei. 

Den besagten Apparat hätten sie wieder am selben Ort zwischen der Kommode 

und dem Fenster angeschlossen.  

Am 9. Oktober sei Herr F._____ aus Serbien zu ihr gekommen. Am Wochenende 

vom 11./12. Oktober 2013 habe sie Frau C._____ zum Essen zu sich nach Hause 

eingeladen. Ihr Sohn habe sein Natel einstecken wollen und dann gesagt, dass 

dieser Apparat immer noch rot blinke. Er habe das Gerät ausgesteckt. Aber sie 

seien alle dabei gewesen. Sie seien zu fünft gewesen. Sie habe Frau C._____ 

und ihren Freund (Zeuge F._____) fragen wollen, was das sei. Sie sei dann zur 

Kommode gegangen und habe den Apparat in die Hand genommen. Als Herr 

-   16   - 

E._____ hinüber gekommen sei und sie das angeschaut hätten, habe sich plötz-

lich ein Deckel geöffnet, der wie ein Batteriedeckel ausgesehen habe. Darunter 

sei eine SIM-Karte von … Mobile zum Vorschein gekommen. Sie sei sehr über-

rascht und schockiert gewesen, denn sie selber habe zwei SIM-Karten, wobei sie 

gewusst habe, dass keine der beiden in diesem Gerät habe sein können. Bevor 

der Beschuldigte ausgezogen sei, habe er ihr die auf ihren Namen lautenden 

SIM-Karten nicht aushändigen wollen. Er habe sie ihr nur widerwillig herausgege-

ben. Insgesamt habe er sechs SIM-Karten gehabt, u.a. zwei ihres Sohnes. Be-

züglich der zwei SIM-Karten ihres Sohnes habe der Beschuldigte gesagt, es spie-

le keine Rolle, bei wem sich diese SIM-Karten befänden, er sei ja ihr gemeinsa-

mer Sohn. Ihr Sohn habe davon nichts gewusst. Sie habe bereits bei der Polizei 

gesagt, dass ihr Sohn mit der Installation dieses Geräts nichts zu tun habe, da er 

erst zwölf sei und doch nicht einmal Kenntnis von diesen SIM-Karten gehabt ha-

be.  

Herr E._____ habe mit dem Schraubenzieher noch einen weiteren Deckel geöff-

net, wobei ein Mikrofon zum Vorschein gekommen sei. Frau C._____ sei als Erste 

mit der Idee gekommen, dass es eine Wanze sein könnte, da das Gerät ein Mik-

rofon und eine SIM-Karte gehabt habe. Frau C._____ habe dann in Anwesenheit 

aller Gäste via Google im Internet ein ähnliches Gerät gefunden und habe dann  

gesagt, dass es sich dabei um eine Wanze handle. Dies habe ca. eine halbe 

Stunde gedauert. Sie (die Privatklägerin) habe daraufhin zu Frau C._____ gesagt, 

sie habe gedacht, das Gerät gehöre zum Internet. Darauf hin habe Frau C._____ 

gesagt, sie solle das Ganze der Polizei übergeben, was sie auch gemacht habe. 

Sie (die Privatklägerin) sei schockiert gewesen. Sie habe zum ersten Mal im  

Leben gehört, dass es so etwas gebe. Sie hätten dann im Internet herausgefun-

den, dass man damit im Umkreis von 10 Metern in der Wohnung abhören könne 

und das es dann beim Beschuldigten läute. Sie wisse jedoch nicht, wie man ein 

solches Gerät bediene.  

Sie sei erstaunt gewesen, dass es eine Wanze gewesen sei und schockiert dar-

über, dass diese sich in ihrer Wohnung, also in ihrer Privatsphäre befunden habe. 

Es sei ihr nicht egal gewesen. Sie habe schon vorher Angst vor dem Beschuldig-

ten gehabt, da er ihr gedroht habe. Sie habe bei ihm mit allem Möglichem  

-   17   - 

gerechnet. Aber nicht damit, dass er ihr so etwas in die Wohnung legen würde. 

Vielleicht habe er geplant, wieder in die Wohnung zu kommen, um unbemerkt das 

Gerät zu entfernen. Dann hätten sie ja das Problem mit der Drohung gehabt, 

weshalb er nicht mehr in die Wohnung gekommen sei.  

Als die Privatklägerin das Gerät zur Polizei gebracht und die Polizistin ihr gesagt 

habe, sie vermute, es handle sich um eine Abhörwanze, habe sie einen Verdacht 

gehabt, zumal ihr Sohn ihr erzählt habe, der Beschuldigte frage ihn aus, wer zu 

ihnen in die Wohnung gekommen sei, was sie gesprochen hätten, wohin sie  

gehen und was sie machen würden.  

Sie habe darüber nachgedacht und den Film zurückgedreht. Dabei sei ihr einge-

fallen, dass der Beschuldigte im Dezember 2011, als sie die Trennung eingereicht 

habe, herausgefunden habe, wer ihr Anwalt sei. Er sei aber bei der Arbeit auf der 

H._____ gewesen und habe es eigentlich gar nicht wissen können. Somit habe er 

sie schon damals abhören müssen. Deshalb sei ihr klar gewesen, dass es sich 

bei diesem Gerät tatsächlich um eine Abhörwanze gehandelt habe.  

Die Idee zur Anzeige sei daher gekommen, da sie mit Frau C._____ geredet habe 

und da sie erfahren hätten, dass das Gerät nicht ihres sei, sondern etwas  

Fremdes und deshalb die Privatsphäre auf dem Spiel stehe und sie Angst gehabt 

habe, abgehört zu werden. Sie sei sicher, dass es der Beschuldigte gewesen sei, 

da die SIM-Karten immer noch bei ihm und gesperrt seien. Eine der SIM-Karten 

sei in der Abhörwanze gewesen. 

Sie sei sofort zur Polizei gegangen, als sie das Gerät entdeckt habe. Dies sei am 

14. Oktober 2013 gewesen. Sie wisse die genauen Daten nicht mehr, sie wisse 

einfach noch, dass das Gerät am 14. Oktober 2013 abgegeben worden sei. Sie 

sei noch am selben Wochenende zur Polizei gegangen. Es habe sich um ein  

Mittagessen gehandelt, vielleicht um 13 oder 14 Uhr. Sie wisse aber weder das 

Datum, noch den genauen Tag. Es sei einfach an dem Wochenende gewesen.  

Es sei richtig, dass sie die Wohnung nach weiteren Steckdosen durchsucht habe. 

Die Polizeibeamtin G._____ habe ihr gesagt, sie solle alle Steckdosen kontrollie-

-   18   - 

ren und schauen, ob sich noch mehr solcher Geräte in der Wohnung befänden. 

Das habe sie psychisch ein wenig beunruhigt. Sie habe die Polizeibeamtin ge-

fragt, ob es eine Firma gebe, die das kontrolliere. Sie habe dies bejaht, jedoch da-

rauf hingewiesen, dass dies sehr teuer sei. Das sei am 14. Oktober 2013 gewe-

sen. Sie habe dann zusammen mit Herrn F._____ alles in der Wohnung verscho-

ben, was sie hätten verschieben können, jedoch nichts mehr gefunden.  

Es stimme nicht, dass sie von dem Gerät gewusst habe. Sie frage sich, wieso sie 

ihm die Installation einer Wanze in ihrer Wohnung hätte erlauben sollen.  

Der Beschuldigte behaupte überall, dass ihr Sohn zu viel fernsehen würde. Aber 

er habe ihr nie gesagt, dass er deswegen eine Wanze installieren würde. Als der 

Beschuldigte noch bei ihnen gewohnt habe, habe ihr Sohn so lange fernsehen 

dürfen, wie er gewollt habe. Ihr Sohn gehe jetzt einmal pro Monat zum Jugend-

psychiatrischen Dienst und nehme Tabletten wegen ADHS.  

Sie sei dabei gewesen, als der Beschuldigte die neuen Geräte im Februar 2013 

angeschlossen habe. Sie habe ein neues Abo fürs Internet und für das Haus-

telefon abgeschlossen, da er ihr gesagt habe, dass er ihr das installiere, bevor er 

gehe. Sie habe dann das Telefon einschalten wollen und dabei so stark den Kopf 

angeschlagen, dass sie sich habe aufs Sofa setzen müssen. Sie habe nicht mit-

bekommen, dass er auch ein Abhörgerät installiert habe. Sie hätten das ganze 

Jahr ein schlechtes Verhältnis zueinander gehabt, der Beschuldigte habe sich 

beim Jugendpsychiater nicht einmal über den Gesundheitszustand ihres Sohnes 

erkundigt. Der Beschuldigte habe ihr bei der Installation geholfen, weil er gesagt 

habe, sie verstehe überhaupt nichts von diesen Dingen. Er habe die Geräte am 

1. Februar 2013 installiert und habe am Abend des 2. Februars 2013 die  

Wohnung verlassen und ihr die Schlüssel gegeben.  

Der Beschuldigte räche sich an ihr, weil sie ihn verlassen habe.  

Es stimme nicht, dass sie C._____ finanziell unterstütze, sie habe selber nicht 

einmal genug Geld für sich und die Kinder. Sie habe ihr einzig während drei  

Monaten Fr. 30.-- pro Nachhilfestunde bezahlt.  

-   19   - 

Der Beschuldigte habe sich nicht für ihren Sohn interessiert und interessiere sich 

auch heute nicht für ihn. Sie sei sehr enttäuscht, dass er das der Mutter seiner 

Kinder angetan habe.  

Der Beschuldigte widerspreche sich ja auch in Bezug darauf, wer mit ihm dieses 

Gerät gekauft haben soll.  

Sie sei sich 100% sicher, dass sie nicht gewusst habe, dass dieses Gerät instal-

liert worden sei (Urk. 4/2 S. 3 ff.).  

2.3.3. Die Privatklägerin hat den ganzen Ablauf der Entdeckung der Wanze 

glaubhaft und detailliert geschildert. Ihre Aussagen in der polizeilichen und in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme decken sich inhaltlich im Kerngehalt.  

Die Privatklägerin widerspricht sich zwar, indem sie bei der Polizei ausgesagt hat, 

die Zeugin C._____ habe das fragliche Gerät ausgesteckt, bei der Staatsanwalt-

schaft dann aber erklärt, ihr Sohn habe dieses ausgesteckt. Es handelt sich hier-

bei jedoch um einen Nebenpunkt. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass fünf 

Personen bei der Entdeckung der Wanze anwesend waren, weshalb eine Ver-

wechslung bei einer unwesentlichen Handlung verständlich ist. Im Übrigen gibt es 

in diesem Punkt einen weiteren Widerspruch mit der Aussage der Zeugin 

C._____ (vgl. dazu unten Ziff. 2.4.3.).  

Es ist nachvollziehbar, dass die Privatklägerin als technisch nicht sonderlich ver-

sierte Person – ansonsten der Beschuldigte ihr wohl nicht bei der Installation  

diverser Geräte hätte helfen müssen – das fragliche Gerät zwar bereits zu einem 

früheren Zeitpunkt entdeckt hat, jedoch stets angenommen hat, es gehöre zum 

Internet. Dazu passt die Aussage der Privatklägerin, wonach das Gerät rot  

geblinkt habe, weshalb sie angenommen habe, das Internet funktioniere nicht und 

sie deshalb das Gerät immer wieder aufgerichtet habe (Urk. 4/2 S. 5). Die irrtümli-

che Annahme, das Gerät hange mit dem Internet zusammen, unterstreicht die 

Privatklägerin weiter mit der Aussage, sie hätten, als sie in Folge einer Über-

schwemmung in der Wohnung alle Zimmer ausräumen müssen, diesen Apparat 

im Flur wieder eingesteckt, da es dort auch einen Internetanschluss habe 

-   20   - 

(Urk. 4/2 S. 5). Es ist nicht davon auszugehen, dass die Privatklägerin so durch-

trieben ist und diese Aussagen erfunden hat, um zu vertuschen, dass sie Kennt-

nis von der Wanze gehabt hat und um damit dem Beschuldigten zu schaden.  

Dass die Privatklägerin keine fundierten technischen Kenntnisse aufweist, geht 

auch aus diversen Aussagen der Privatklägerin hervor: Es habe (zum Apparat) 

noch ein Kabel und eine Schachtel gegeben, aber sie habe sich nie darum ge-

kümmert, weil sie von solchen Sachen keine Ahnung habe. Dafür sei immer ihr 

Mann zuständig gewesen (Urk. 4/2 S. 5 Mitte). Sie habe damals zum ersten Mal 

davon gehört, dass so etwas überhaupt existiere (Urk. 4/2 S. 9 ganz oben). Sie 

wisse nicht, wie man eine solche Abhörwanze bediene (Urk. 4/2 S. 11). Sie habe 

bei Sunrise ein neues Abo abgeschlossen, weil der Beschuldigte ihr gesagt habe, 

er installiere das, bevor er gehe (Urk. 4/2 S. 12f.). Der Beschuldigte habe gesagt, 

sie verstehe überhaupt nichts von den Dingen, er habe ihr das Angebot gemacht, 

ihr bei der Installation zu helfen (Urk. 4/2 S. 13).  

Soweit die Privatklägerin davon spricht, dass sie anlässlich eines Mittagessens 

mit E._____ und C._____ darauf gekommen seien, dass es sich beim fraglichen 

Gerät um eine Wanze handle, ist davon auszugehen, dass sie sich hier täuscht 

und es sich um ein Abendessen gehandelt hat, wie dies von sämtlichen anderen 

Zeugen ausgesagt wurde (Urk. 5/1 S. 13, Urk. 5/2 S. 4, Urk. 5/3 S. 4, Urk. 5/4 S. 

4). Dies ist jedoch nebensächlich und passt dazu, dass die Privat-klägerin sich 

weder an das genaue Datum noch an den Wochentag erinnern konnte (Urk. 4/2 

S. 8 oben). Ausserdem spricht diese Abweichung gegen eine bewusste Falsch-

aussage.  

Weiter schilderte sie auch den Moment plausibel, als sie die SIM-Karte in diesem 

Gerät entdeckt habe und sich nicht habe erklären können, was das für eine SIM-

Karte sei, da sich ihre beiden SIM-Karten noch in ihrem Besitz befunden hätten. 

Es ist nachvollziehbar und lebensnah, wenn die Privatklägerin erklärt, ob des 

Fundes der Wanze schockiert gewesen zu sein und daraufhin die ganze  

Wohnung nach weiteren Wanzen abgesucht und sich sogar überlegt zu haben, 

Spezialisten zur Eruierung weiterer Wanzen zu engagieren, dies jedoch wegen 

der hohen Kosten unterlassen habe.  

-   21   - 

Ebenso schilderte die Privatklägerin die logische gedankliche Rückblende glaub-

haft, wonach ihr nach dem Entdecken des fraglichen Geräts einerseits klar  

geworden sei, wieso der Beschuldigte ihren Sohn stets ausgefragt habe, wer auf 

Besuch gewesen sei, da er wohl Stimmen gehört, diese jedoch nicht habe identi-

fizieren können, und andererseits woher der Beschuldigte den Namen ihres  

Anwalts gekannt habe und dass es sich demzufolge bei diesem Gerät tatsächlich 

um eine Wanze handeln müsse.  

Die Verteidigung hat sich auf den Standpunkt gestellt, die Privatklägerin habe  

bereits im Februar 2013 Kenntnis vom Abhörgerät gehabt, weshalb die Strafan-

tragsfrist spätestens Ende Mai 2014 abgelaufen wäre (Urk. 50 S. 4). Es wäre für 

diesen Fall mit der Verteidigung anzunehmen, dass sie das Gerät sofort nach der 

Entdeckung ausgesteckt hätte. Es ist jedoch nicht einzusehen, wieso die Privat-

klägerin knapp 7 1/2 Monate ab der tatsächlichen Entdeckung bis zu Inszenierung 

derselben hätte zuwarten sollen. Wenn man mit der Verteidigung davon ausginge, 

der Auslöser für diesen Racheakt sei ein Streit zwischen dem Beschuldigten und 

der Privatklägerin im August gewesen, wäre weiter nicht nachvollziehbar, wieso 

die Privatklägerin noch zwei Monate bis zur Inszenierung der Entdeckung zuge-

wartet hätte. 

Der Verteidiger hat ausserdem geltend macht, Herr F._____ habe das Gerät  

sicherlich spätestens im August entdeckt, als er und die Privatklägerin nach einer 

Überschwemmung in der Wohnung sämtliche elektronischen Geräte hätten neu 

installieren müssen (Urk. 50 S. 5). Dem Verteidiger ist insofern Recht zu geben, 

als dass diesfalls die Strafantragsfrist von drei Monaten verstrichen wäre, hat 

doch die Privatklägerin den Strafantrag formell erst am 17. Dezember 2013  

gestellt (Urk. 2). Es ist jedoch in diesem Zusammenhang auf die glaubhaften Aus-

sagen der Privatklägerin abzustellen, wonach sie – wie bereits an anderer Stelle 

erwähnt – nach der Überschwemmung das fragliche Gerät im Korridor wieder an-

geschlossen habe, da sie davon ausgegangen sei, dass dieses mit dem Internet 

zusammenhänge und sie dort auch einen Internetanschluss habe (Urk. 4/2 S. 5). 

Demzufolge ist nicht davon auszugehen, dass die Privatklägerin bereits im August 

2013 Kenntnis vom Abhörgerät in ihrer Wohnung hatte, weshalb auch die Straf-

antragsfrist zu diesem Zeitpunkt noch nicht begann. 

-   22   - 

Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Privatklägerin das Abhörgerät erst 

anlässlich des erwähnten Abendessens vom 11./12. Oktober 2013 mit Hilfe der 

anwesenden Personen zum ersten Mal als solches wahrnahm. Demzufolge  

erfolgte auch der Strafantrag innert Frist (vgl. oben Ziff. I. 2.). 

2.4. Aussagen der Zeugin C._____ 

2.4.1. Anlässlich der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 

2014 (Urk. 5/1) antwortete die Zeugin C._____ auf die Frage der einvernehmen-

den Staatsanwältin, ob sie etwas von einer technischen Wanze wisse, Folgendes: 

Die Privatklägerin habe anlässlich eines Abendessens ein Gerät aus der Steck-

dose ausgesteckt und sie gefragt, was das sei und ob das etwas fürs Telefon sei. 

Sie habe sich das angeschaut und die Aufschrift MP3 gelesen, aber keine Kopf-

höreranschlüsse gesehen. Sie habe das Gerät dann ihrem Freund gezeigt. Sie 

habe den Verdacht gehabt, dass es eine Wanze sein könnte. Ihr Freund habe ei-

ne Klappe geöffnet und eine SIM-Karte entdeckt. Als sie im Internet nach Wanze  

gegoogelt habe, habe sie ein identisches Gerät gefunden. Der Sohn der Privat-

klägerin habe auch gesagt, er habe dieses Gerät schon gesehen, jedoch auch 

nicht gewusst, was das sei (Urk. 5/1 S. 12 f.).  

2.4.2. Anlässlich der Einvernahme der Staatsanwaltschaft vom 7. August 2014 

(Urk. 5/2) bestätigte die Zeugin C._____ ihre bisherigen Aussagen. Ergänzend 

dazu erklärte sie, dass sie aufgrund der SIM-Karte an diesem Gerät den Verdacht 

gehabt habe, dass es sich um eine Wanze handeln könnte. Als sie im Internet 

nach Wanze gegoogelt habe, sei sie bei Amazon auf das fast gleiche Gerät ges-

tossen. Ihr Freund habe dieses Gerät dann noch ganz geöffnet und gesehen, 

dass es einen Empfänger und ein Mikrofon drin habe. In der folgenden Woche – 

wahrscheinlich am Dienstag – seien sie dann zur Polizei gegangen. 

Sie denke, D._____ habe auf das Gerät aufmerksam gemacht. Er habe es wieder 

gesehen und nachgefragt. So sei man darüber ins Gespräch gekommen. Ihr  

selber sei das Gerät nie aufgefallen. Die Privatklägerin habe das Gerät aus-

gesteckt und ihr (der Zeugin) und ihrem Freund gegeben. Sie vermute, dass sie 

selber die Idee hatte, dass es sich bei diesem Gerät um eine Wanze handeln 

könnte. Dieser Verdacht sei dann bei der Polizei bestätigt worden. Sie sei schon 

-   23   - 

etwas schockiert gewesen, als sie festgestellt hätten, dass es sich um eine  

Wanze gehandelt habe. Der Privatklägerin sei es ähnlich gegangen. Sie wisse 

nicht mehr, wer den Verdacht geäussert habe, dass der Beschuldigte etwas mit 

der Sache zu tun habe. Sie vermute, es sei ihre Idee gewesen, zur Polizei zu  

gehen.  

Es sei lächerlich, dass der Beschuldigte ausgesagt habe, er habe die Wanze  

zusammen und in Absprache mit der Privatklägerin installiert. Sie wisse, dass die 

beiden Probleme gehabt hätten und dass die Privatklägerin die Türschlösser nach 

dem Auszug des Beschuldigten habe auswechseln lassen. Sie frage sich, wieso 

die Privatklägerin unter diesen Umständen freiwillig eine Wanze bei sich hätte in-

stallieren lassen sollen. Die Privatklägerin sei ihr total ahnungslos vorgekommen. 

Sie glaube nicht, dass der Beschuldigte dieses Gerät zusammen mit der Privat-

klägerin installiert habe, um den Sohn der beiden zu überwachen. Sie habe noch 

nie davon gehört. Die Privatklägerin und sie hätten zusammen in dem Raum, in 

dem sich die Wanze befunden habe, Gespräche über die Scheidung geführt. 

Wenn die Privatklägerin von der Wanze gewusst hätte, hätte jene so etwas dort 

nicht mit ihr besprochen. Das Verhältnis zwischen dem Beschuldigten und der 

Privatklägerin sei bei dessen Auszug nicht gut gewesen. Sonst hätte sie auch die 

Schlösser nicht austauschen lassen.  

Auf eine allfällige finanzielle Unterstützung durch die Privatklägerin angespro-

chen, erklärte die Zeugin, dass sie als Lehrperson für Nachhilfestunden Fr. 60.-- 

bis Fr. 80.-- pro Stunde hätte verlangen können, sie jedoch nur Fr. 20.-- pro  

Stunde verlangt habe. Als sie sich dann besser kennen gelernt hätten, habe sie 

freiwillig (recte: kostenlos) Nachhilfe gegeben.  

Die Privatklägerin habe sie gefragt, ob es sein könne, dass ihr Anwalt Informatio-

nen zur Scheidung herausgebe, weil der Beschuldigte ihr gesagt habe, er habe 

ihren Anwalt bestochen. Sie sei damals stutzig geworden, hätte jedoch nie an  

eine Wanze gedacht (Urk. 5/2 S. 3 ff.). 

2.4.3. Die Aussagen der Zeugin C._____ decken sich im Kerngehalt mit denjeni-

gen der Privatklägerin und der anderen Zeugen. Es ist in diesem Zusammenhang 

-   24   - 

jedoch darauf hinzuweisen, dass die Zeugin C._____ ausgesagt hat, die Privat-

klägerin habe das Gerät ausgesteckt, wogegen Letztere einmal ausgesagt hat, 

die Zeugin C._____ und einmal, ihr Sohn D._____ habe die Wanze ausgesteckt 

(vgl. oben Ziff. 2.3.3.). Da es sich jedoch um eine Diskrepanz handelt, welche ei-

nerseits wegen der Anwesenheit von fünf Personen verständlich ist und lediglich  

einen vernachlässigbaren Nebenpunkt betrifft, ist dies nicht weiter beachtlich.  

Unbestritten war es demgegenüber der Sohn der Privatklägerin, der die  

Anwesenden auf die Wanze aufmerksam machte.  

Die Zeugin C._____ hat glaubhaft dargelegt, dass es für sie keinen einleuchten-

den Grund gibt, wieso sich die Privatklägerin mit der Installation einer Wanze in 

ihrem Wohnzimmer hätte einverstanden erklären sollen, zumal die Zeugin 

C._____ mit der Privatklägerin in diesem Raum auch über die Scheidung geredet 

habe und die Privatklägerin nach dem Auszug des Beschuldigten wegen diesem 

die Türschlösser ausgewechselt habe.  

2.5. Aussagen des Zeugen E._____ 

2.5.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Zeugen E._____ anlässlich dessen 

staatsanwaltschaftlicher Einvernahme vom 7. August 2014 (Urk. 5/3) korrekt zu-

sammengefasst, weshalb darauf zu verweisen ist (Urk. 30 S. 8 f., Art. 82 Abs. 4 

StPO). Ergänzend ist anzuführen, dass der Zeuge E._____ ausgesagt hat, zu 

wissen, dass seine Partnerin (Zeugin C._____) im Internet nachgeforscht habe 

und dabei auf "solche Geräte" gestossen sei. Dies sei am selben Abend gewe-

sen, er wisse jedoch nicht mehr, in welcher Wohnung das gewesen sei. Er sei 

äusserst erstaunt und verblüfft gewesen, dass es sich um eine Abhörwanze ge-

handelt habe. Er habe erst in seiner Wohnung mit Sicherheit erkannt, dass es 

sich um eine Wanze handle, es könne aber sein, dass es bereits in der Wohnung 

der Privatklägerin zur Äusserung eines Verdachts gekommen sei. Er habe nie da-

ran gedacht, dass die Privatklägerin gewusst habe, worum es sich bei diesem Ge-

rät handle. Die Privatklägerin habe sich bezüglich des Fernsehkonsums ihres 

Sohnes nie besorgt gezeigt. Nach Auszug des Beschuldigten habe er (der Zeuge 

E._____) sogar einen zusätzlichen Fernseher im Zimmer des Sohnes installiert. 

-   25   - 

Er glaube nicht, dass das Verhältnis zwischen dem Beschuldigten und der Privat-

klägerin bei dessen Auszug noch gut gewesen sei (Urk. 5/3 S. 6 f.).  

2.5.2. Die Aussagen des Zeugen E._____ decken sich im Wesentlichen mit den 

Aussagen der Privatklägerin und der anderen Zeugen. Es erscheint glaubhaft, 

wenn der Zeuge E._____ erklärt, nie daran gedacht zu haben, dass die Privatklä-

gerin gewusst habe, worum es sich bei diesem Gerät handle. Für die Unkenntnis 

der Privatklägerin in Bezug auf die Wanze spricht auch die Aussage des Zeugen 

E._____, wonach er nach dem Auszug des Beschuldigten einen Fernseher im 

Zimmer von D._____ installiert habe, da die Privatklägerin dies wohl kaum veran-

lasst hätte, wenn der Beschuldigte extra und mit dem Einverständnis der Privat-

klägerin zur Überwachung des Fernsehkonsums ihres Sohnes im Wohnzimmer 

eine Wanze installiert hätte.  

2.6. Aussagen des Zeugen F._____ 

2.6.1. Die Vorinstanz hat die anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernah-

men vom 7. August 2014 (Urk. 5/4) deponierten Aussagen zutreffend zusammen-

gefasst; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 30 S. 9, Art. 82 Abs. 4 StPO). Er-

gänzend ist anzuführen, dass der Zeuge F._____ ausgesagt hat, die Wanze 

erstmals gesehen zu haben, als sie eine Überschwemmung in der Wohnung  

gehabt hätten. Sie hätten damals jedoch nicht gewusst, worum es sich dabei 

handle. An dem Abend, als Frau C._____ und Herr E._____ zum Abendessen bei 

der Privatklägerin und ihm gewesen seien, habe der Sohn der Privatklägerin sein  

Telefon oder iPad aufladen wollen und dabei diesen Apparat gesehen. Er habe 

seine Mutter gefragt, was das sei, es leuchte manchmal grün und manchmal rot. 

Die Privatklägerin habe dieses Gerät dann genommen. Alle Gäste seien dann 

überrascht gewesen, als festgestanden habe, dass es eine Wanze sei. Die  

Privatklägerin und Frau C._____ hätten dann den Verdacht geäussert, dass der  

Beschuldigte etwas mit der Sache zu tun habe. Auf Aufforderung der Polizei  

hätten sie dann die Wohnung noch nach weiteren Wanzen abgesucht und des-

halb auch Möbel zur Seite gestellt. Das Verhältnis zwischen der Privatklägerin 

und dem Beschuldigten sei bei dessen Auszug aus der Wohnung schlecht ge-

wesen (Urk. 5/4 S. 4 ff.).  

-   26   - 

2.6.2. Die Aussagen des Zeugen F._____ decken sich mit denjenigen der Privat-

klägerin und der anderen Zeugen. Insbesondere bestätigte er auch die Aussagen 

der Privatklägerin, wonach sie den fraglichen Apparat im Zusammenhang mit  

einer Überschwemmung in der Wohnung bereits einmal gesehen hätten, ihn je-

doch nicht hätten zuordnen können.  

2.7. Fazit Würdigung 

Gemäss sämtlichen Aussagen der Zeugen und der Privatklägerin machte 

D._____ die Anwesenden anlässlich des Abendessens mit C._____ und E._____ 

auf den fraglichen Apparat aufmerksam und kam die Zeugin C._____ mittels In-

ternetrecherche darauf, dass es sich um eine Abhörwanze handelte. Es ist entge-

gen der Ansicht der Verteidigung (Urk. 20 S. 4 f.) nicht davon auszugehen, dass 

die Privatklägerin zwar von der Wanze wusste, beim Entdecken derselben durch 

andere jedoch die Unwissende derart gut spielte, dass dies von den anwesenden 

und ihr nahestehenden Personen nicht bemerkt wurde. In diesem Zusammen-

hang kann auf die korrekte Feststellung der Vorinstanz verwiesen werden, wo-

nach die Zeugen die Reaktion der Privatklägerin auf die Entdeckung der Wanze 

zwar mit unterschiedlichen Adjektiven bezeichneten, welche sich jedoch auf den 

gemeinsamen Nenner bringen lassen, als dass die Privatklägerin nichts von der 

Wanze gewusst hat (vgl. Urk. 30 S. 11, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Wie bereits erwähnt, ist es unrealistisch anzunehmen, dass der Beschuldigte ge-

mäss dessen Aussagen die Wanze im Einverständnis der Privatklägerin in deren 

Wohnzimmer – zum einzigen Zweck der Überwachung des Fernsehkonsums  

ihres Sohnes – eingebaut hat, obschon sich die beiden gerade getrennt hatten 

und er nur einen Tag später aus der gemeinsamen Wohnung auszog.  

Es ist aufgrund der glaubhaften Aussagen der Zeugen und derjenigen der Privat-

klägerin davon auszugehen, dass diese von der in ihrem Wohnzimmer installier-

ten Wanze nichts wusste. Der Anklagesachverhalt ist deshalb dahingehend er-

stellt, dass der Beschuldigte im Februar 2013, ohne dass die Privatklägerin davon 

wusste, wissentlich und willentlich in der damals noch gemeinsamen Wohnung 

der beiden im Wohnzimmer eine Wanze installiert hat und bis zur Entdeckung 

-   27   - 

derselben am 11./12. Oktober 2013 die privaten Gespräche der Privatklägerin mit 

Drittpersonen abhören wollte.  

Gemäss Vorinstanz ist nicht erstellt, dass der Beschuldigte den Inhalt der ent-

sprechenden Gespräche auch verstehen konnte, wovon vorliegend auszugehen 

ist (Urk. 30 S. 13, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Schliesslich ist von einer mehrfachen Tatbegehung auszugehen, räumte der  

Beschuldigte dies in drei Einvernahmen doch ein ["ich habe immer nur von meiner 

Natelnummer aus telefoniert" (Urk. 3/1 S. 2 unten); auf die Frage, ob er mehrmals 

auf die Abhörwanze angerufen habe: "Das schon, aber ich weiss nicht mehr, wie 

viel Mal."(…)"Man hofft immer, dass man doch etwas hört." (Urk. 3/2 S. 5); auf die 

Frage, wie viele Mal er die Wanze in Betrieb gesetzt habe: "Ein paar Mal." 

(Urk. 19 S. 8)]. Erst anlässlich der Hauptverhandlung und der Berufungsverhand-

lung stellt sich der Beschuldigte auf den Standpunkt, er habe zusammen mit  

seiner Frau nur am Tag der Installation auf die SIM-Karte der Wanze angerufen. 

Auf die berechtigte Frage des Vorsitzenden, wieso er dann das Gerät nicht gleich 

wieder deinstalliert und weggeworfen habe, erklärte der Beschuldigte, er wisse 

nicht einmal, wohin das Gerät nachher gekommen sei (Urk. 19 S. 8). Da es aber 

der Beschuldigte war, der das Abhörgerät gekauft und installiert hat und sich die 

Privatklägerin mit technischen Geräten nicht auszukennen scheint (oben  

Ziff. 2.3.3.), ist nicht überzeugend, dass der Beschuldigte das Abhörgerät einfach 

angeschlossen lassen habe, obschon es bereits am Tag der Installation nicht 

funktioniert habe. Es ist vielmehr gestützt auf seine früheren Aussagen – in  

welchen er keine zeitliche Eingrenzung gemacht hat – davon auszugehen, dass 

er mehrmals und nicht nur am Tag der Installation auf das Gerät angerufen hat.  

3. Rechtliche Würdigung 

3.1. Hinsichtlich der theoretischen Ausführungen zum Tatbestand des Ab-

hörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis Abs. 1 StGB 

sowie in Bezug auf die Ausführungen der Verteidigung hierzu kann – um Wieder-

holungen zu vermeiden – auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 30 S. 13 f., Art. 82 Abs. 4 StPO).  

-   28   - 

Strafbar gemäss Art. 179 bis  Abs. 1 StGB macht sich, wer ein fremdes nichtöffent-

liches Gespräch, ohne die Einwilligung aller daran Beteiligten, mit einem Abhör-

gerät abhört oder auf einen Tonträger aufnimmt. Die von der Vorinstanz vorge-

nommene Subsumierung der Tathandlung des Beschuldigten unter den Tat-

bestand des Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von  

Art. 179 bis  Abs. 1 StGB ist grundsätzlich zutreffend und es kann darauf verwiesen 

werden (Urk. 30 S. 15, Art. 82 Abs. 4 StPO). Nachfolgend einige Ausführungen  

präzisierender Natur:  

Gemäss Bundesgericht bedeutet abhören nicht allein Kenntnis nehmen im Sinne 

von Hören, sondern setzt ein aktives Verhalten voraus, welches begrifflich durch 

Horchen und Ausforschen gekennzeichnet ist. Abhören mit einem Abhörgerät  

bedeutet Lauschen bzw. Horchen mit Hilfe dieses Geräts, um etwas zu hören, 

was sonst nicht hörbar wäre. Das tatbestandsmässige Verhalten beginnt mit der 

Inbetriebnahme des Geräts. Vollendet ist die Tat im Sinne von Art. 179 bis  Abs. 1 

StGB aber erst, wenn der Täter über das Gerät ein fremdes nichtöffentliches  

Gespräch auch hört, wobei dies das zweite Element der tatbestandsmässigen 

Ausführung der Tat ist (BGE 133 IV 249, E. 3.4 m. w. H.). Wie bereits erwähnt 

(vgl. oben Ziff. 2.7.) ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte den Inhalt der 

im Wohnzimmer der Privatklägerin geführten Gespräche nicht verstehen und  

davon keine Kenntnis nehmen konnte, weshalb mit der Vorinstanz keine vollende-

te, sondern lediglich eine versuchte Tatbegehung im Sinne von Art. 22 Abs. 1 

StGB vorliegt.  

Es liegen keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor.  

3.2. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist der Beschuldigte wegen mehr-

fachen versuchten Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von 

Art. 179 bis  Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zu bestrafen.   

 

-   29   - 

III. Sanktion 

1. Strafrahmen 

1.1. Die Erkenntnis der Vorinstanz ist grundsätzlich richtig, dass der Beschul-

digte durch mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige 

Strafen erfüllt hat, weshalb er zur Strafe der schwersten Straftat zu verurteilen 

und sie angemessen zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen wäre (Urk. 30 S. 16, 

Art. 49 Abs. 1 StGB). Da vorliegend jedoch ein identisches Vorgehen bei allen 

Tathandlungen anzunehmen ist und sich deshalb nicht eruieren lässt, welche Tat 

die schwerste Straftat darstellt, rechtfertigt es sich, das Tatverschulden sämtlicher 

Taten zusammen zu gewichten. Der theoretische Strafrahmen des Abhörens und 

Aufnehmens fremder Gespräche beläuft sich gemäss Art. 179 bis  Abs. 1 StGB auf 

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder auf Geldstrafe.   

1.2. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des  

ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung 

festzusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit  

gefasst worden, um sämtlichen konkreten Umständen Rechnung zu tragen. Ent-

gegen der Vorinstanz wird der ordentliche Strafrahmen durch Strafschärfungs- 

oder Strafmilderungsgründe nicht automatisch erweitert, worauf dann innerhalb 

dieses neuen Rahmens die Strafe nach den üblichen Zumessungskriterien fest-

zusetzen wäre. Zwar ist auch in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darauf 

hingewiesen worden, das Gesetz sehe eine Strafrahmenerweiterung vor. Damit 

sollte aber nur ausgedrückt werden, dass der Richter infolge eines Strafschär-

fungs- bzw. Strafmilderungsgrundes nicht mehr in jedem Fall an die Grenze des 

ordentlichen Strafrahmens gebunden ist. Der ordentliche Rahmen ist nur zu ver-

lassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende 

Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 

IV 55, E. 5.8, m. w. H.). Dies ist hier jedoch nicht der Fall, weshalb die Strafe ent-

gegen der Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 30 S. 17 oben) innerhalb des  

gesetzlichen Strafrahmen festzulegen ist. 

-   30   - 

2. Strafzumessung  

2.1. Die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur Strafzumessung sind 

zutreffend; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 30 S. 17 f., Art. 82 Abs. 4 

StPO). Allerdings hat sich die Vorinstanz nicht an die bundesgerichtlichen Vor-

gaben gehalten, weshalb in diesem Zusammenhang auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung zu verweisen ist (BGE 136 IV 55 E. 5.4, E. 5.5. m.w.H.). 

2.2. Es sind die Dauer der Delinquenz von 8 ½ Monaten und das dreiste Vor-

gehen des Beschuldigten bei der Installierung der Wanze in Anwesenheit der  

Privatklägerin und im Wissen darum, dass die Privatklägerin in technischen  

Belangen nicht sonderlich versiert ist, zu berücksichtigen. Weiter ist die mehr-

fache Tatbegehung zu berücksichtigen. Dem Beschuldigten ging es einzig darum, 

die Gespräche der von ihm getrennt lebenden Privatklägerin abzuhören. Dies 

stellt einen grossen Vertrauensmissbrauch dar und es ist verständlich, wenn die 

Privatklägerin bei der Entdeckung der Wanze geschockt reagiert hat. Es ist je-

doch zu berücksichtigen, dass er jeweils lediglich ein Rauschen und keine  

Gespräche hören konnte, was sich mit der Vorinstanz deutlich zu Gunsten des 

Beschuldigten auszuwirken hat.  

2.3. Der Beschuldigte erklärte anlässlich der Hauptverhandlung, er habe  

während acht Jahren in Serbien die Grundschule und während einem Jahr das 

Gymnasium besucht. Danach sei er in die Schweiz gekommen, wo er Deutsch-

kurse, aber keine Ausbildung gemacht habe (Urk. 19 S. 2). Hinsichtlich der weite-

ren Angaben zur Person und zum Werdegang kann auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 30 S. 19 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, 2012 einen Unfall 

gehabt zu haben und seit dem 7. Januar 2015 nicht mehr zu arbeiten, jedoch von 

der Taggeldversicherung via H._____ noch den vollen Lohn zu erhalten. Er hätte 

per 1. Januar 2015 eine neue Tätigkeit in der H._____ wahrnehmen sollen, was 

aber wegen der Knieschmerzen seit seinem Unfall nicht gegangen sei. Es gebe 

seitens des Arbeitgebers keine Möglichkeit, dass er die alte Tätigkeit wieder auf-

nehmen könne. Er wisse nicht, wann er wieder arbeiten könne. Er sei seit dem 6. 

März 2015 von der Privatklägerin geschieden und seit dem 4. Juni 2015 wieder 

-   31   - 

verheiratet (Urk. 49 S. 2 f., S. 5 f.). Aus den persönlichen Verhältnissen und dem 

Werdegang lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Der 

Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf (Urk. 32). Das Verhalten des Beschuldig-

ten nach der Tat sowie im Strafverfahren, dessen mangelnde Kooperationswillig-

keit, Reue und Einsicht sind als strafzumessungsneutral zu erachten. 

3. Fazit  

Die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen ist  

sicherlich nicht zu hoch angesetzt, was im Übrigen auch von der Verteidigung 

nicht geltend gemacht wurde. Wegen des Verschlechterungsverbots kann die 

Strafe ausserdem nicht erhöht werden, weshalb es bei einer Geldstrafe von  

30 Tagessätzen zu bleiben hat.  

4. Tagessatzhöhe 

Die von der Vorinstanz festgesetzte Höhe des Tagessatzes von Fr. 50.-- ist an-

gemessen und deshalb zu bestätigen (Urk. 30 S. 19f.). Anzumerken bleibt, dass 

der Beschuldigte inzwischen offenbar mehr als den anlässlich der Hauptverhand-

lung zu Protokoll gegebenen monatlichen Lohn von Fr. 4'500.-- verdient (Urk. 19 

S. 2), geht doch aus den eingereichten Lohnabrechnungen für die Monate  

Februar bis April 2015 ein durchschnittlicher Lohn von gut Fr. 4'900.-- hervor 

(Urk. 42/5). Eine Erhöhung des Tagessatzes kommt jedoch aufgrund des Ver-

schlechterungsverbotes nicht in Frage.  

Der Beschuldigte ist demnach mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 50.-- zu bestrafen.  

5. Verbindungsbusse 

Die Vorinstanz hat ohne nähere Begründung neben einer bedingten Geldstrafe 

auf eine Busse von Fr. 300.– erkannt (Urk. 30 S. 20). 

Angesichts des Umstands, dass vorliegend keine Schnittstellenproblematik 

(vgl. BGE 134 IV 82, E. 8.3) zwischen unbedingter Busse für Übertretungen und 

bedingter Geldstrafe für Vergehen oder gar Verbrechen besteht und auch nicht 

-   32   - 

erkennbar ist, dass der nicht vorbestrafte Beschuldigte aus spezialpräventiven 

Gründen eines zusätzlichen „Denkzettels“ bedürfte, ist von der Ausfällung einer 

Verbindungsbusse abzusehen. 

6. Vollzug 

Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, 

wonach dem Beschuldigten für die Geldstrafe der bedingte Vollzug zu gewähren 

und eine Probezeit von zwei Jahren festzusetzen ist (Urk. 30 S. 20 f., Art. 82 

Abs. 4 StPO). 

IV. Kosten 

1. Erstinstanzliche Kosten  

1.1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenregelung (Dispositiv-Ziff. 8 

und 9) zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Dementsprechend sind dem  

Beschuldigten die erstinstanzlichen Kosten zu 4/5 aufzuerlegen und zu 1/5 auf die 

Gerichtskasse zu nehmen.  

1.2. Ebenfalls zu bestätigen ist die Höhe der von der Vorinstanz ausgefällten, 

entsprechend der Kostenfolge auf 1/5 gekürzten Prozessentschädigung im Betrag 

von Fr. 1'000.--.  

2. Berufungsverfahren  

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– anzu-

setzen. 

2.2. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt im gewichtigen Schuldpunkt vollumfänglich, während die Sanktion auf-

grund des Wegfalls der Verbindungsbusse minim zu seinen Gunsten ändert. Es 

rechtfertigt sich daher, die Kosten des Berufungsverfahrens zu 1/6 auf die  

Gerichtskasse zu nehmen und zu 5/6 dem Beschuldigten aufzuerlegen. Dement-

-   33   - 

sprechend ist dem Beschuldigten eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 500.-- für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse  zuzusprechen.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom  

27. November 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Inverkehrbringens und Anpreisens von 
Abhör-, Ton- und Bildaufnahmegeräten im Sinne von Art. 179sexies Ziff. 1 StGB 
freigesprochen. 

 2. (…) 

 3. (…) 

 4. (…) 

 5. (…) 

 6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 19. Mai 
2014 beschlagnahmte Abhörwanze (inkl. Ladegerät und Ladekabel) sowie die 
SIM-Karte Nr. ..., ..., ... werden der Bezirksgerichtskasse nach Rechtskraft des 
Urteils zur Vernichtung überlassen. 

 7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

 

1'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

 

     28.–   Auslagen Vorverfahren 

 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 8. (…) 

 9. (…) 

10. Das Begehren der Privatklägerin um Genugtuung wird abgewiesen. 

11. Das Begehren der Privatklägerin um Schadenersatz wird auf den Zivilweg ver-
wiesen. 

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-   34   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen versuchten Abhö-

rens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 50.--.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

4. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Ziff. 8 und 9) wird 

bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 5/6 auf-

erlegt und zu 1/6 auf die Gerichtskasse genommen. 

7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 500.-- für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.  

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  

− die Privatklägerin I._____ (übergeben)  
 
(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die erbeten Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  

-   35   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die Kasse des Bezirksgerichts Bülach betr. Dispositivziffer 6 des vor-

instanzlichen Urteils 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 20. August 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 

 

	Urteil vom 20. August 2015
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Inverkehrbringens und Anpreisens von Abhör-, Ton- und Bildaufnahmegeräten im Sinne von Art. 179sexies Ziff. 1 StGB freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte ist schuldig des mehrfachen versuchten Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– (entsprechend Fr. 1'500.–) sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 19. Mai 2014 beschlagnahmte Abhörwanze (inkl. Ladegerät und Ladekabel) sowie die SIM-Karte Nr. ..., ..., ... werden der Bezirksgerichtskasse nach Rechtskraft des Urteils zur Vernicht...
	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung, des Vorfahrens und des gerichtlichen Ver-fahrens werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln auferlegt. Ein Fünftel der Kosten werden auf die Staatskasse genommen.
	9. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 1'000.– (inkl. MWST) für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	10. Das Begehren der Privatklägerin um Genugtuung wird abgewiesen.
	11. Das Begehren der Privatklägerin um Schadenersatz wird auf den Zivilweg verwiesen.
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Beschuldigte von Schuld und Strafe freizusprechen.
	2. Dem Beschuldigten sei für das erstinstanzliche Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 5'535 (8% MWST inbegriffen) zuzusprechen.
	3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen gerichtlichen  Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	4. Dem Beschuldigten sei für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von CHF 1'574.10 (zuzüglich heutige Berufungsverhandlung und MWST) zuzusprechen.
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte/ Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Mit Urteil vom 27. November 2014 sprach das Bezirksgericht Bülach den Beschuldigten vom Vorwurf des Inverkehrbringens und Anpreisens von Abhör-, Ton- und Bildaufnahmegeräten im Sinne von Art. 179sexies Ziff. 1 StGB frei und des mehrfachen versuch...
	1.2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 3. Dezember 2014 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 24). In der Berufungserklärung vom 7. April 2014 liess er die eingangs aufgeführten Anträge stellen (Urk. 33 S. 1 f.). Mit Verfügung ...
	1.3. Der Beschuldigte stellte die eingangs erwähnten Anträge und ergänzte diese anlässlich der Berufungsverhandlung (Prot. II S. 6 unten). Demnach sind der Freispruch (Dispositiv-Ziffer 1), die Einziehung der Abhörwanze (Dispositiv-Ziffer 6), die Kost...

	2. Strafantrag
	Das Abhören und Aufnehmen fremder Gespräche i.S.v. Art. 179bis StGB ist ein Antragsdelikt, wobei jeder Gesprächsteilnehmer antragsberechtigt ist (Donatsch/ Flachsmann/Hug/Weder, Kommentar zum StGB, 19. Auflage, Zürich 2013  Art. 179bis N16). Nachdem d...
	II.  Schuldpunkt

	1. Anklagevorwurf
	1.1. Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, an einem nicht näher bestimmbaren Tag im Sommer 2012 von einem Unbekannten auf dem Flohmarkt beim … Parkplatz in B._____ eine Abhörwanze der Marke Spycom für Fr. 20.-- gekauft und im Februar 2013 heimlich...
	1.2. Da der Freispruch betreffend den Erwerb bzw. Besitz der Abhörwanze infolge Nichtanfechtung in Rechtskraft erwachsen ist, ist hinsichtlich des Anklagevorwurfs einzig noch das Abhören fremder Gespräche gemäss Art. 179bis StGB Berufungsthema.
	1.3. Der Beschuldigte stellte sich auf den Standpunkt, er habe das fragliche Abhörgerät mit Wissen und Willen der Privatklägerin installiert und bestreitet deshalb den ihm vorgeworfenen Sachverhalt insoweit, weshalb zu prüfen ist, ob sich dieser erste...

	2. Beweiswürdigung
	2.1. Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur Beweis-würdigung gemacht, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 30 S. 4 f.,  Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz hat jeweils zwei Einvernahmen des Beschuldigten, der Privatklägeri...
	2.2. Aussagen des Beschuldigten
	2.2.1. Hinsichtlich der Aussagen des Beschuldigten bei der Polizei vom  31. Januar 2014 (Urk. 3/1) ist auf die zutreffende Zusammenfassung im vor- instanzlichen Urteil zu verweisen (Urk. 30 S. 6, Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend ist anzufügen, dass de...
	2.2.2. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 30. Juni 2014 (Urk. 3/2) erklärte der Beschuldigte, dieses Gerät sei für ihn keine Wanze, sondern es sei für ihn wie ein Babyfon. Er habe das Gerät im Sommer 2012 beim Flohmarkt in B._____...
	Das Gerät funktioniere so, dass man eine SIM-Karte hineinschiebe und dann  diese Nummer wähle, um mithören zu können. Als sie zusammen das Gerät getestet hätten und es in die Nähe des Mundes geführt hätten, hätten sie etwas  hören können. Als sie das ...
	Sie hätten versucht, das Gerät nach dem Kauf zu installieren, was jedoch nicht gelungen sei. Sie hätten es erst Ende Januar 2013 installieren können und dann auf die Kabel auf der Kommode gelegt. Er habe aber nichts mitbekommen, er  habe nur ein Rausc...
	C._____ helfe der Privatklägerin aus finanziellen Gründen, diese habe C._____ für Nachhilfestunden mehr als nötig bezahlt. Es treffe nicht zu, dass die Privatklägerin keine Ahnung von technischen Installationen habe. Sie habe den Fernseher und auch da...
	2.2.3. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 7. August 2014 (Urk. 3/4) sagte der Beschuldigte aus, er bleibe bei dem, was er gesagt habe. Die Privatklägerin habe darauf bestanden, dass sie etwas wegen ihres Kindes unternehmen würden....
	2.2.4. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. November 2014 (Urk. 19) gab der Beschuldigte zu Protokoll, dass er an seinen bisherigen Aussagen festhalte. Er sei beim Kauf der Wanze allein gewesen, möglicherweise seien aber sein Sohn und die Privatklä...
	2.2.5. Anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, er habe das Abhörgerät zusammen mit der Privatklägerin gekauft. Sie hätten gemeinsam etwas gegen den Fernsehkonsum ihres Sohnes unternehmen wollen. Sie hätten etwas Ähnliches wie ei...
	2.2.6. Die Verteidigung machte in der Berufungsverhandlung geltend, es könne offensichtlich nicht die Rede davon sein, dass die Privatklägerin erst anlässlich des fraglichen Abendessens herausgefunden habe, dass es sich um ein Abhör-gerät handle. Die ...
	2.2.7. Mit der Vorinstanz scheint es lebensfremd (Urk. 30 S. 12), dass jemand seinem Partner kurz vor dessen Auszug erlauben sollte, ein Gerät zu installieren bzw. an der Installation gar noch beteiligt sein könnte, welches jenem erlaubt,  jederzeit a...
	Weiter ist die Verwendung einer Abhörwanze zur Überprüfung des Fernsehkonsums nur beschränkt geeignet, da nicht ohne Mühe herausgefunden werden kann, wer überhaupt fernsieht, was der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung auch eingeräumt hat...
	2.3. Aussagen der Privatklägerin
	2.3.1. In der polizeilichen Einvernahme vom 17. Dezember 2013 (Urk. 4/1) gab die Privatklägerin zu Protokoll, der Beschuldigte sei im Februar ausgezogen und habe ihre alte Telefonnummer sowie den Internetzugang mitgenommen. Da sie keine Ahnung von Tec...
	Als sie die SIM-Karte gesehen habe, sei ihr eingefallen, dass der Beschuldigte vor langer Zeit sechs SIM-Karten auf einmal gekauft habe. Er habe zwei auf seinen Namen, zwei auf ihren und zwei auf den Namen des Sohnes eingelöst. Sie habe dann ihre SIM-...
	Ihre Nachbarn hätten ihr dann erklärt, wie das Gerät funktioniere, nämlich dass sich das Gerät aktiviere und auf eine Telefonnummer anrufe, sobald es  Geräusche vernehme. Sie vermute, dass es die Nummer des Beschuldigten sei, auf welche das Gerät anru...
	Nach der Entdeckung der Wanze sei sie schockiert und ängstlich gewesen. Sie habe alle Steckdosen abgesucht, ob noch etwas in der Wohnung versteckt sei. Sie habe sich überlegt, Spezialisten zu organisieren, die die Wohnung nach  Wanzen absuchen, aber d...
	Sie vermute, die Wanze und die darin befindliche SIM-Karte gehörten dem  Beschuldigten. Ihr gehöre die SIM-Karte nicht, sie habe ihre ja bekommen. Aber es sei vermutlich eine gewesen, die ihr Mann auf sich oder ihren Sohn eingelöst habe.
	Dieses Gerät gehöre auf keinen Fall ihrem Sohn. Dieser habe keinen Zugriff auf die SIM-Karten gehabt. Sie habe auch Mühe gehabt, ihre SIM-Karten zurück-zubekommen. Ihr Sohn sei im Herbst auch sehr überrascht gewesen, als ihre Nachbarin erzählt habe, u...
	Sie gehe davon aus, sie sei überwacht worden, um jeden Schritt von ihr herauszufinden, auch Gespräche zwischen ihr und ihrem Anwalt. Ihr Mann habe sicher Vorteile gehabt, er habe jeden ihrer Schritte gekannt. Als sie das Gerät gefunden hätten, sei auf...
	Sie habe das Gerät im Februar 2013 bemerkt, wisse aber nicht, wie lange das Gerät damals schon installiert gewesen sei. Sie hätten schon vor Februar 2013 Probleme gehabt. Alle Anwesenden seien geschockt gewesen, wozu ihr Mann  fähig sei (Urk. 4/1 S. 1...
	2.3.2. Bei der Staatsanwaltschaft gab die Privatklägerin am 7. August 2014 (Urk. 4/2) zu Protokoll, die in der Wanze eingesetzte SIM-Karte, lautend auf den Namen ihres Sohnes, sei am 12. April 2012 gekauft worden. Vor seinem Auszug habe der Beschuldig...
	Als sie im August 2013 aus den Ferien zurückgekommen seien, habe sie in ihrer Küche eine Überschwemmung gehabt, so dass das Parkett überschwemmt  gewesen sei. Er habe ausgewechselt werden müssen, weshalb sie sämtliche Zimmer hätten ausräumen müssen. D...
	Am 9. Oktober sei Herr F._____ aus Serbien zu ihr gekommen. Am Wochenende vom 11./12. Oktober 2013 habe sie Frau C._____ zum Essen zu sich nach Hause eingeladen. Ihr Sohn habe sein Natel einstecken wollen und dann gesagt, dass dieser Apparat immer noc...
	Sie sei erstaunt gewesen, dass es eine Wanze gewesen sei und schockiert darüber, dass diese sich in ihrer Wohnung, also in ihrer Privatsphäre befunden habe. Es sei ihr nicht egal gewesen. Sie habe schon vorher Angst vor dem Beschuldigten gehabt, da er...
	Als die Privatklägerin das Gerät zur Polizei gebracht und die Polizistin ihr gesagt habe, sie vermute, es handle sich um eine Abhörwanze, habe sie einen Verdacht gehabt, zumal ihr Sohn ihr erzählt habe, der Beschuldigte frage ihn aus, wer zu ihnen in ...
	Sie habe darüber nachgedacht und den Film zurückgedreht. Dabei sei ihr eingefallen, dass der Beschuldigte im Dezember 2011, als sie die Trennung eingereicht habe, herausgefunden habe, wer ihr Anwalt sei. Er sei aber bei der Arbeit auf der H._____ gewe...
	Die Idee zur Anzeige sei daher gekommen, da sie mit Frau C._____ geredet habe und da sie erfahren hätten, dass das Gerät nicht ihres sei, sondern etwas  Fremdes und deshalb die Privatsphäre auf dem Spiel stehe und sie Angst gehabt habe, abgehört zu we...
	Sie sei sofort zur Polizei gegangen, als sie das Gerät entdeckt habe. Dies sei am 14. Oktober 2013 gewesen. Sie wisse die genauen Daten nicht mehr, sie wisse einfach noch, dass das Gerät am 14. Oktober 2013 abgegeben worden sei. Sie sei noch am selben...
	Es sei richtig, dass sie die Wohnung nach weiteren Steckdosen durchsucht habe. Die Polizeibeamtin G._____ habe ihr gesagt, sie solle alle Steckdosen kontrollieren und schauen, ob sich noch mehr solcher Geräte in der Wohnung befänden. Das habe sie psyc...
	Es stimme nicht, dass sie von dem Gerät gewusst habe. Sie frage sich, wieso sie ihm die Installation einer Wanze in ihrer Wohnung hätte erlauben sollen.
	Der Beschuldigte behaupte überall, dass ihr Sohn zu viel fernsehen würde. Aber er habe ihr nie gesagt, dass er deswegen eine Wanze installieren würde. Als der Beschuldigte noch bei ihnen gewohnt habe, habe ihr Sohn so lange fernsehen dürfen, wie er ge...
	Sie sei dabei gewesen, als der Beschuldigte die neuen Geräte im Februar 2013 angeschlossen habe. Sie habe ein neues Abo fürs Internet und für das Haustelefon abgeschlossen, da er ihr gesagt habe, dass er ihr das installiere, bevor er gehe. Sie habe d...
	Der Beschuldigte räche sich an ihr, weil sie ihn verlassen habe.
	Es stimme nicht, dass sie C._____ finanziell unterstütze, sie habe selber nicht einmal genug Geld für sich und die Kinder. Sie habe ihr einzig während drei  Monaten Fr. 30.-- pro Nachhilfestunde bezahlt.
	Der Beschuldigte habe sich nicht für ihren Sohn interessiert und interessiere sich auch heute nicht für ihn. Sie sei sehr enttäuscht, dass er das der Mutter seiner Kinder angetan habe.
	Der Beschuldigte widerspreche sich ja auch in Bezug darauf, wer mit ihm dieses Gerät gekauft haben soll.
	Sie sei sich 100% sicher, dass sie nicht gewusst habe, dass dieses Gerät installiert worden sei (Urk. 4/2 S. 3 ff.).
	2.3.3. Die Privatklägerin hat den ganzen Ablauf der Entdeckung der Wanze glaubhaft und detailliert geschildert. Ihre Aussagen in der polizeilichen und in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme decken sich inhaltlich im Kerngehalt.
	Die Privatklägerin widerspricht sich zwar, indem sie bei der Polizei ausgesagt hat, die Zeugin C._____ habe das fragliche Gerät ausgesteckt, bei der Staatsanwaltschaft dann aber erklärt, ihr Sohn habe dieses ausgesteckt. Es handelt sich hierbei jedoch...
	Es ist nachvollziehbar, dass die Privatklägerin als technisch nicht sonderlich versierte Person – ansonsten der Beschuldigte ihr wohl nicht bei der Installation  diverser Geräte hätte helfen müssen – das fragliche Gerät zwar bereits zu einem früheren ...
	Dass die Privatklägerin keine fundierten technischen Kenntnisse aufweist, geht auch aus diversen Aussagen der Privatklägerin hervor: Es habe (zum Apparat) noch ein Kabel und eine Schachtel gegeben, aber sie habe sich nie darum gekümmert, weil sie von ...
	Soweit die Privatklägerin davon spricht, dass sie anlässlich eines Mittagessens mit E._____ und C._____ darauf gekommen seien, dass es sich beim fraglichen Gerät um eine Wanze handle, ist davon auszugehen, dass sie sich hier täuscht und es sich um ein...
	Weiter schilderte sie auch den Moment plausibel, als sie die SIM-Karte in diesem Gerät entdeckt habe und sich nicht habe erklären können, was das für eine SIM-Karte sei, da sich ihre beiden SIM-Karten noch in ihrem Besitz befunden hätten. Es ist nachv...
	Ebenso schilderte die Privatklägerin die logische gedankliche Rückblende glaubhaft, wonach ihr nach dem Entdecken des fraglichen Geräts einerseits klar  geworden sei, wieso der Beschuldigte ihren Sohn stets ausgefragt habe, wer auf Besuch gewesen sei,...
	Die Verteidigung hat sich auf den Standpunkt gestellt, die Privatklägerin habe  bereits im Februar 2013 Kenntnis vom Abhörgerät gehabt, weshalb die Strafantragsfrist spätestens Ende Mai 2014 abgelaufen wäre (Urk. 50 S. 4). Es wäre für diesen Fall mit ...
	Der Verteidiger hat ausserdem geltend macht, Herr F._____ habe das Gerät  sicherlich spätestens im August entdeckt, als er und die Privatklägerin nach einer Überschwemmung in der Wohnung sämtliche elektronischen Geräte hätten neu installieren müssen (...
	Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Privatklägerin das Abhörgerät erst anlässlich des erwähnten Abendessens vom 11./12. Oktober 2013 mit Hilfe der anwesenden Personen zum ersten Mal als solches wahrnahm. Demzufolge  erfolgte auch der Strafantra...
	2.4. Aussagen der Zeugin C._____
	2.4.1. Anlässlich der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2014 (Urk. 5/1) antwortete die Zeugin C._____ auf die Frage der einvernehmenden Staatsanwältin, ob sie etwas von einer technischen Wanze wisse, Folgendes: Die Privatklägerin ...
	2.4.2. Anlässlich der Einvernahme der Staatsanwaltschaft vom 7. August 2014 (Urk. 5/2) bestätigte die Zeugin C._____ ihre bisherigen Aussagen. Ergänzend dazu erklärte sie, dass sie aufgrund der SIM-Karte an diesem Gerät den Verdacht gehabt habe, dass ...
	Sie denke, D._____ habe auf das Gerät aufmerksam gemacht. Er habe es wieder gesehen und nachgefragt. So sei man darüber ins Gespräch gekommen. Ihr  selber sei das Gerät nie aufgefallen. Die Privatklägerin habe das Gerät aus-gesteckt und ihr (der Zeugi...
	Es sei lächerlich, dass der Beschuldigte ausgesagt habe, er habe die Wanze  zusammen und in Absprache mit der Privatklägerin installiert. Sie wisse, dass die beiden Probleme gehabt hätten und dass die Privatklägerin die Türschlösser nach dem Auszug de...
	Auf eine allfällige finanzielle Unterstützung durch die Privatklägerin angesprochen, erklärte die Zeugin, dass sie als Lehrperson für Nachhilfestunden Fr. 60.-- bis Fr. 80.-- pro Stunde hätte verlangen können, sie jedoch nur Fr. 20.-- pro  Stunde verl...
	Die Privatklägerin habe sie gefragt, ob es sein könne, dass ihr Anwalt Informationen zur Scheidung herausgebe, weil der Beschuldigte ihr gesagt habe, er habe ihren Anwalt bestochen. Sie sei damals stutzig geworden, hätte jedoch nie an  eine Wanze geda...
	2.4.3. Die Aussagen der Zeugin C._____ decken sich im Kerngehalt mit denjenigen der Privatklägerin und der anderen Zeugen. Es ist in diesem Zusammenhang jedoch darauf hinzuweisen, dass die Zeugin C._____ ausgesagt hat, die Privat-klägerin habe das Ger...
	Die Zeugin C._____ hat glaubhaft dargelegt, dass es für sie keinen einleuchtenden Grund gibt, wieso sich die Privatklägerin mit der Installation einer Wanze in ihrem Wohnzimmer hätte einverstanden erklären sollen, zumal die Zeugin C._____ mit der Priv...
	2.5. Aussagen des Zeugen E._____
	2.5.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Zeugen E._____ anlässlich dessen staatsanwaltschaftlicher Einvernahme vom 7. August 2014 (Urk. 5/3) korrekt zusammengefasst, weshalb darauf zu verweisen ist (Urk. 30 S. 8 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend i...
	2.5.2. Die Aussagen des Zeugen E._____ decken sich im Wesentlichen mit den Aussagen der Privatklägerin und der anderen Zeugen. Es erscheint glaubhaft, wenn der Zeuge E._____ erklärt, nie daran gedacht zu haben, dass die Privatklägerin gewusst habe, wo...
	2.6. Aussagen des Zeugen F._____
	2.6.1. Die Vorinstanz hat die anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen vom 7. August 2014 (Urk. 5/4) deponierten Aussagen zutreffend zusammengefasst; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 30 S. 9, Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend ist anzufü...
	2.6.2. Die Aussagen des Zeugen F._____ decken sich mit denjenigen der Privatklägerin und der anderen Zeugen. Insbesondere bestätigte er auch die Aussagen der Privatklägerin, wonach sie den fraglichen Apparat im Zusammenhang mit  einer Überschwemmung i...
	2.7. Fazit Würdigung
	Gemäss sämtlichen Aussagen der Zeugen und der Privatklägerin machte D._____ die Anwesenden anlässlich des Abendessens mit C._____ und E._____ auf den fraglichen Apparat aufmerksam und kam die Zeugin C._____ mittels Internetrecherche darauf, dass es si...
	Wie bereits erwähnt, ist es unrealistisch anzunehmen, dass der Beschuldigte gemäss dessen Aussagen die Wanze im Einverständnis der Privatklägerin in deren Wohnzimmer – zum einzigen Zweck der Überwachung des Fernsehkonsums  ihres Sohnes – eingebaut hat...
	Es ist aufgrund der glaubhaften Aussagen der Zeugen und derjenigen der Privatklägerin davon auszugehen, dass diese von der in ihrem Wohnzimmer installierten Wanze nichts wusste. Der Anklagesachverhalt ist deshalb dahingehend erstellt, dass der Beschul...
	Gemäss Vorinstanz ist nicht erstellt, dass der Beschuldigte den Inhalt der entsprechenden Gespräche auch verstehen konnte, wovon vorliegend auszugehen ist (Urk. 30 S. 13, Art. 82 Abs. 4 StPO).
	Schliesslich ist von einer mehrfachen Tatbegehung auszugehen, räumte der  Beschuldigte dies in drei Einvernahmen doch ein ["ich habe immer nur von meiner Natelnummer aus telefoniert" (Urk. 3/1 S. 2 unten); auf die Frage, ob er mehrmals auf die Abhörwa...

	3. Rechtliche Würdigung
	3.1. Hinsichtlich der theoretischen Ausführungen zum Tatbestand des Ab-hörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis Abs. 1 StGB sowie in Bezug auf die Ausführungen der Verteidigung hierzu kann – um Wiederholungen zu vermeiden – auf...
	Strafbar gemäss Art. 179 bis  Abs. 1 StGB macht sich, wer ein fremdes nichtöffentliches Gespräch, ohne die Einwilligung aller daran Beteiligten, mit einem Abhörgerät abhört oder auf einen Tonträger aufnimmt. Die von der Vorinstanz vorgenommene Subsum...
	Gemäss Bundesgericht bedeutet abhören nicht allein Kenntnis nehmen im Sinne von Hören, sondern setzt ein aktives Verhalten voraus, welches begrifflich durch Horchen und Ausforschen gekennzeichnet ist. Abhören mit einem Abhörgerät  bedeutet Lauschen bz...
	Es liegen keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor.
	3.2. Gestützt auf die obigen Erwägungen ist der Beschuldigte wegen mehr-fachen versuchten Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179 bis  Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zu bestrafen.
	III.  Sanktion

	1. Strafrahmen
	1.1. Die Erkenntnis der Vorinstanz ist grundsätzlich richtig, dass der Beschuldigte durch mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt hat, weshalb er zur Strafe der schwersten Straftat zu verurteilen und sie angemes...
	1.2. Die tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des  ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Dieser Rahmen ist vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit  gefasst worden, um sämtlichen...

	2. Strafzumessung
	2.1. Die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz zur Strafzumessung sind zutreffend; es kann darauf verwiesen werden (Urk. 30 S. 17 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Allerdings hat sich die Vorinstanz nicht an die bundesgerichtlichen Vorgaben gehalten, wes...
	2.2. Es sind die Dauer der Delinquenz von 8 ½ Monaten und das dreiste Vorgehen des Beschuldigten bei der Installierung der Wanze in Anwesenheit der  Privatklägerin und im Wissen darum, dass die Privatklägerin in technischen  Belangen nicht sonderlich ...
	2.3. Der Beschuldigte erklärte anlässlich der Hauptverhandlung, er habe  während acht Jahren in Serbien die Grundschule und während einem Jahr das Gymnasium besucht. Danach sei er in die Schweiz gekommen, wo er Deutschkurse, aber keine Ausbildung gema...

	3. Fazit
	Die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen ist  sicherlich nicht zu hoch angesetzt, was im Übrigen auch von der Verteidigung nicht geltend gemacht wurde. Wegen des Verschlechterungsverbots kann die Strafe ausserdem nicht erhöh...

	4. Tagessatzhöhe
	Die von der Vorinstanz festgesetzte Höhe des Tagessatzes von Fr. 50.-- ist angemessen und deshalb zu bestätigen (Urk. 30 S. 19f.). Anzumerken bleibt, dass der Beschuldigte inzwischen offenbar mehr als den anlässlich der Hauptverhandlung zu Protokoll g...
	Der Beschuldigte ist demnach mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.-- zu bestrafen.

	5. Verbindungsbusse
	Die Vorinstanz hat ohne nähere Begründung neben einer bedingten Geldstrafe auf eine Busse von Fr. 300.– erkannt (Urk. 30 S. 20).
	Angesichts des Umstands, dass vorliegend keine Schnittstellenproblematik (vgl. BGE 134 IV 82, E. 8.3) zwischen unbedingter Busse für Übertretungen und bedingter Geldstrafe für Vergehen oder gar Verbrechen besteht und auch nicht erkennbar ist, dass der...

	6. Vollzug
	Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, wonach dem Beschuldigten für die Geldstrafe der bedingte Vollzug zu gewähren und eine Probezeit von zwei Jahren festzusetzen ist (Urk. 30 S. 20 f., Art. 82 Abs. 4 StPO).
	IV.  Kosten

	1. Erstinstanzliche Kosten
	1.1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenregelung (Dispositiv-Ziff. 8 und 9) zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Dementsprechend sind dem  Beschuldigten die erstinstanzlichen Kosten zu 4/5 aufzuerlegen und zu 1/5 auf die Gerichtskasse zu ne...
	1.2. Ebenfalls zu bestätigen ist die Höhe der von der Vorinstanz ausgefällten, entsprechend der Kostenfolge auf 1/5 gekürzten Prozessentschädigung im Betrag von Fr. 1'000.--.

	2. Berufungsverfahren
	2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– anzusetzen.
	2.2. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  unterliegt im gewichtigen Schuldpunkt vollumfänglich, während die Sanktion aufgrund des Wegfalls der...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom  27. November 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen versuchten Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche im Sinne von Art. 179bis Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.--.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Ziff. 8 und 9) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 5/6 auferlegt und zu 1/6 auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 500.-- für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die Privatklägerin I._____ (übergeben)   (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die erbeten Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kasse des Bezirksgerichts Bülach betr. Dispositivziffer 6 des vorinstanzlichen Urteils

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.