# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** baa44aee-840a-53dc-8de2-065435554c2c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.04.2024 III 2024 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-18_2024-04-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 18

Entscheid vom 22. April 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

1. Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Sozialhilfe (Inkassohilfe)

2

Sachverhalt:

A. B.________ (geboren ________2005) ist die Tochter von A.________ (ge-
boren ________1980; Mutter) und C.________ (geboren ________1967; Vater). 
Die Kindseltern sind seit dem 4. Juni 2008 geschieden. Das Bezirksgericht Inne-
re Stadt Wien verpflichtete den Vater mit Urteil vom 4. Juni 2008 zur Bezahlung 
monatlicher Alimente von € 200.-- an seine Tochter ab Februar 2008 bis auf wei-
teres, "längstens bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit" (RR-act. II/02/8 Ziff. I.3). Ei-
nem Ersuchen des Vaters um Aufhebung dieser Unterhaltsverpflichtung gab das 
Bezirksgericht Schwyz mit Urteil vom 19. April 2018 nicht statt. In diesem Punkt 
ist das Urteil des Bezirksgerichts unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Da 
der Vater seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nachkam, gewährte die Gemeinde 
E.________ Inkassohilfe. 

Seit dem 1. Januar 2022 ist für die Inkassohilfe die Fachstelle Alimente der Aus-
gleichskasse Schwyz (AKSZ; nachstehend: Fachstelle Alimente) zuständig. Bei 
dieser stellte die Mutter am 29. Januar 2022 einen Antrag auf Inkassohilfe für die 
Unterhaltsbeiträge an ihre Tochter (RR-act. II/02/1). Mit Verfügung vom 11. Fe-
bruar 2022 sprach die Fachstelle der Tochter ab dem 1. Januar 2022 die Leis-
tung von Inkassohilfe zu (RR-act. II/02/16). 

B. Der Vater bezieht eine Rente der Invalidenversicherung, weshalb der Toch-
ter eine Kinderrente von Fr. 148.-- ausgerichtet wird. Die Fachstelle Alimente 
konnte mit dem Vater vereinbaren, dass er ab Januar 2023 bis November 2023 
jeweils Fr. 52.-- an Kinderalimenten leisten werde (RR-act. II/02/50). Die Über-
zahlungen, die aufgrund der Währungsdifferenz in der Höhe von Fr. 3.-- bis Fr. 
8.-- pro Monat entstanden (vgl. RR-act. II/02/64), rechnete die Fachstelle Alimen-
te an die älteste in ihrem Zuständigkeitsbereich liegende offene Forderung an.

C. Mit E-Mail vom 31. Juli 2023 ersuchte D.________ (geboren 10.12.1980), 
der Ehemann von A.________ und Stiefvater von B.________, die Fachstelle 
Alimente um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung wie folgt (RR-
act. II/02/74):

1. Der Inkassohilfestelle ist bekannt, dass dem Unterhaltsschuldner erhebliche 
Mittel zur Verfügung stehen, um offene Alimentenforderungen abzutragen. 
Die Behörde entscheidet willkürlich zu Ungunsten der Gläubigerin, dass in die 
Inkassohilfe keine offenen Ansprüche einbezogen werden.

2. Schadenersatz für die, auf dieser willkürlichen Entscheidung entstandenen, 
entgangenen Einnahmen (01/2023-08/2023 8x 380CHF= 3040CHF).

3. Einsicht auf die original Einzahlungstexte des Unterhaltsschuldners um die 
folgerichtige Verwendung zu prüfen.

3

4. Überzahlungen des Schuldners müssen mit den offenen ältesten Forderungen 
verrechnet werden ohne Begrenzung auf den Beginn der Inkassohilfe.

D. Am 30. August 2023 verfügte die Fachstelle Alimente was folgt (vgl. RR-
act. II/05/76):

1 Die zu viel bezahlten Alimente werden an die älteste offene Forderung, die in 
unserem Zuständigkeitsbereich liegt, angerechnet.

Rechtsmittelbelehrung
(…). 

E. Gegen diese Verfügung vom 30. August 2023 erhob A.________ mit Ein-
gabe vom 18. September 2023 beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Be-
schwerde/Aufsichtsbeschwerde. Sie beantragte 

die kompletten Ausstände in die Inkassohilfe einzubeziehen, unsere 
Pfändungskosten zu erstatten, gegen die Anrechnung der WG in der 
Pfändungsurkunde Rechtsmittel zu ergreifen und für den Zeitraum Januar 2023 bis 
Juni 2023 Schadenersatz zu leisten.

F. Mit Beschluss (RRB) Nr. 26/2024 vom 16. Januar 2024 entschied der Re-
gierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2. Der Aufsichtsbeschwerde wird keine Folge geleistet.
3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. (…). 
4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

G. Gegen diesen RRB Nr. 26/2024 (Versand am 23.1.2024) erhebt 
A.________ mit Eingabe vom 13. Februar 2024 (Datum der Postaufgabe) fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgen-
den Anträgen:

Ich beantrage den Beschluss aufzuheben, der Beschwerde stattzugeben, die 
Verfahrenskosten des Beschwerdeentscheides dem Beschwerdegegner 
aufzuerlegen und unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. 

Antrag:

1. Im Originalantrag werden die Forderungen bis zum 31.12.2021 erwähnt. (…). 
Ich beantrage, dass die kompletten Ausstände des Schuldners einen 
integralen Bestandteil der Inkassohilfe-Verfügung vom 11.02.2023 darstellen.

2. Ich beantrage die Rückerstattung der entgangenen Alimentenforderungen für 
den Zeitraum Januar bis Juni 2023 auf Grundlage der ab 01/2023 positiv 
veränderten Einkommenssituation des Schuldners. (…). Ich beantrage die 
Feststellung, dass eine Einkommensverbesserung, welche eine klar 
ersichtliche und in die Entscheidungsfindung erwartbare bzw. einbezogene 
Pfändungsquote von monatlich ca. 500CHF unbegründet verfallen lässt, eine 
Aufsichtsbeschwerde und eine Schadenersatzforderung begründet. 

4

Am 22. Februar 2024 reicht die Beschwerdeführerin innert angesetzter Frist das 
Formular "Auskünfte zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege" ein.

H. Das Sicherheitsdepartement sowie die Ausgleichskasse Schwyz beantra-
gen mit Vernehmlassungen vom 4. März 2024 bzw. 7. März 2024 die Abweisung 
der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin, soweit 
überhaupt darauf eingetreten werden könne. 

I. Die Beschwerdeführerin nimmt mit Eingabe vom 28. März 2024 Stellung zu 
den Vernehmlassungen der Vorinstanzen. Mit Duplik vom 16. April 2024 verzich-
tet die Ausgleichskasse Schwyz auf eine weitere Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB im Wesentlichen erwogen, 
mit der angefochtenen Verfügung vom 30. August 2023 sei nur über die Anrech-
nung der zu viel bezahlten Alimente an die älteste offene Forderung entschieden 
worden, die in den Zuständigkeitsbereich der Ausgleichskasse (Fachstelle Ali-
mente) gefallen sei (E. 1.3). Die Fachstelle Alimente sei nicht verpflichtet gewe-
sen, rechtliche Inkassoschritte bezüglich der Altforderungen einzuleiten. Sie habe 
somit zu Recht die Überzahlungen des Unterhaltsschuldners von Fr. 3.-- bis 
Fr. 8.-- pro Monat an die nicht gesicherten Forderungen ab 1. Januar 2022 ange-
rechnet und mit diesem Vorgehen ihr Ermessen nicht überschritten (E. 1.3.3). 
Auf das Schadenersatzbegehren könne nicht eingetreten werden, weil der Regie-
rungsrat hierfür nicht zuständig sei (E. 2). Die Sache sei daher unter dem Titel 
einer Aufsichtsbeschwerde zu prüfen (E. 3). Die Fachstelle Alimente sei nicht für 
die (Neu-)Berechnung der Ergänzungsleistungen (EL) für den Alimentenschuld-
ner zuständig und habe entsprechend diese auch nicht ans Betreibungsamt wei-
terleiten können. Von einer verweigerten Amtshilfe könne nicht die Rede sein 
(E. 3.3.2). Der Vorwurf, die Fachstelle Alimente habe keine Pfändung angestrebt 
und sei somit falsch vorgegangen, sei unbegründet. Von einem qualifiziert 
rechtswidrigen Verhalten der Fachstelle Alimente, was ein Einschreiten des Re-
gierungsrates erforderlich machen würde, könne keine Rede sein (E. 3.4.1 ff.). 

1.2 Replizierend beanstandet die Beschwerdeführerin das Fehlen zweier 
E-Mails bei den Akten. 

Das Mail gemäss Anlage 2 zur Replik ist Teil von AK-act. 43 (S. 170-178); das 
gleiche gilt für die Anlage 3 zur Replik (AK-act. 43 [S. 174]). Mit diesem Mail in-
formierte die Beschwerdeführerin (bzw. deren Ehemann) die Fachstelle Alimente 
über die Verlustscheine in der Höhe von Fr. 17'393.78 als Nachweise für die de-

5

taillierten Ausstände bis Dezember 2019, errechnete für die Zeit von Januar 2020 
bis Dezember 2021 einen Ausstand von Fr. 1'720.-- und sprach von einem "gesi-
cherten Gesamtausstand von Fr. 19'113.78". Das Mail der Beschwerdeführerin 
bzw. von deren Ehemann an die Fachstelle Alimente (Anlage 4 zur Replik) datiert 
vom 2. November 2023, also nach der Verfügung vom 30. August 2023 und der 
Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat vom 18. September 2023. Bei der 
Anlage 1 zur Replik handelt es sich um ein Mail der Fachstelle Alimente vom 
7. Januar 2022 an die Beschwerdeführerin, worin die Fachstelle Alimente ihr die 
Antragsformulare betreffend Inkassohilfe zustellt. Eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs kann im Fehlen dieses Dokuments nicht erkannt werden und wird von 
der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. 

2.1.1 Erfüllt der Vater oder die Mutter die Unterhaltspflicht nicht, so hilft eine vom 
kantonalen Recht bezeichnete Fachstelle auf Gesuch hin dem Kind sowie dem 
anderen Elternteil bei der Vollstreckung des Unterhaltsanspruches in geeigneter 
Weise und unentgeltlich (Art. 290 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs 
[ZGB; SR 210] vom 10.12.1907). Der Bundesrat legt die Leistungen der Inkasso-
hilfe fest (Art. 290 Abs. 2 ZGB).

2.1.2 Gestützt auf diese Bestimmung (sowie Art. 131 ZGB) hat der Bundesrat die 
Verordnung über die Inkassohilfe bei familienrechtlichen Unterhaltsansprüchen 
(Inkassohilfeverordnung, InkHV; SR 211.214.32) vom 6. Dezember 2019 erlas-
sen. Art. 2 Abs. 1 InkHV bestimmt, dass die Organisation der Inkassohilfe Sache 
der Kantone ist. Das kantonale Recht bezeichnet mindestens eine Fachstelle, die 
auf Gesuch hin der Person hilft, die Anspruch auf Unterhaltsbeiträge hat (berech-
tigte Person) (Art. 2 Abs. 1 InkHV).  

Art. 3 InkHV regelt den Gegenstand der Inkassohilfe wie folgt:

1 Die Fachstelle leistet Inkassohilfe für die im Gesuchsmonat fällig werdenden 
und die zukünftigen Unterhaltsansprüche aus dem Kindesrecht, dem Ehe- und 
Scheidungsrecht sowie dem Partnerschaftsgesetz vom 18. Juni 2004 (PartG), die 
in einem Unterhaltstitel festgelegt sind (Unterhaltsbeiträge). 

2 Im Zusammenhang mit einem Gesuch nach Absatz 1 leistet sie auch 
Inkassohilfe für gesetzliche sowie vertraglich oder reglementarisch geregelte 
Familienzulagen, die vom Unterhaltstitel erfasst sind. 

3 Im Zusammenhang mit einem Gesuch nach Absatz 1 kann sie auch 
Inkassohilfe für vor Einreichung des Gesuchs verfallene Unterhaltsbeiträge und 
Familienzulagen leisten.

4 (…). 

Die Fachstelle bestimmt die im Einzelfall geeigneten Leistungen der Inkassohilfe 
(Art. 11 Abs. 1 InkHV). Sie versucht, die verpflichtete Person zur Zahlung zu be-

6

wegen. Erscheint dies aufgrund der Umstände als aussichtslos, so leitet sie ge-
eignete Massnahmen zur Durchführung der Inkassohilfe ein und prüft die Einlei-
tung strafrechtlicher Schritte (Art. 11 Abs. 2 InkHV).

2.1.3 Laut dem Erläuternden Bericht des Bundesamtes für Justiz (BJ) vom 
6. Dezember 2019 zur InkHV (S. 17 zu Art. 3 Abs. 1 InkHV) ist der Zeitpunkt der 
Einreichung des Gesuchs für den Anfang der Inkassohilfe entscheidend. Dies 
wird so auch im Merkblatt "Inkassohilfe" (Stand 1.1.2022) der Ausgleichskasse 
Schwyz festgehalten (S. 3 Ziff. 6). Auch wenn die Bearbeitung des Gesuchs 
durch die Fachstelle eine gewisse Zeit benötigt, soll sich laut dem Erläuternden 
Bericht (ebenda) der Beginn der Inkassohilfe dadurch nicht verzögern. Der 
Hauptzweck der Inkassohilfe nach Art. 290 ZGB besteht darin, den laufenden 
Bedarf der berechtigten Person sicherzustellen. Die öffentliche Hand ist daher 
nicht zur Hilfe verpflichtet, wenn es beim Inkassohilfegesuch einzig um schon 
verfallene Unterhaltsbeiträge geht und die laufenden bezahlt werden oder gar 
keine neuen Ansprüche mehr entstehen können. In der InkHV wird auf eine Re-
gelung der Inkassohilfe für verfallene Ansprüche verzichtet. Der Entscheid liegt 
im Ermessen der Fachstelle. Anhand des Dossiers und insbesondere der finan-
ziellen Situation der verpflichteten Person wird die Fachstelle in jedem konkreten 
Fall einschätzen, ob es sich lohnt, Inkassohilfe für die verfallenen Ansprüche zu 
leisten, und wenn ja, diejenigen verfallenen Ansprüche bestimmen, auf welche 
die Verfahren beschränkt sein sollen (Erläuternder Bericht, S. 19 zu Art. 3 Abs. 3 
InkHV mit Hinweis auf Art. 11 Abs. 1 InkHV). Ähnlich hält das "Handbuch Fach-
stelle Alimente" der Ausgleichskasse Schwyz (Stand 28.6.2022) fest, dass in be-
gründeten Fällen und unter Berücksichtigung der Verjährung auch für Ausstände 
vor Eingang des Gesuches Inkassohilfe geleistet werden kann (S. 37 
Ziff. 15.1.1).

Zu Art. 11 Abs. 2 InkHV (Verhältnismässigkeit des Vorgehens der Fachstelle) hält 
der Erläuternde Bericht unter anderem fest (S. 33), dass die "geeignete" Inkas-
sohilfe alle für das Inkasso notwendigen Schritte beinhaltet, wobei keine Stan-
dardmethode vorgeschrieben sei (vgl. auch "Handbuch Fachstelle Alimente", 
S. 34 Ziff. 13.1). Die Praxis zeige, dass es von Vorteil sein kann, auf eine zivil- 
oder strafrechtliche Verfolgung zu verzichten, wenn die unterhaltspflichtige Per-
son bereit ist, ihre Verpflichtungen anzuerkennen, sämtliche erforderlichen Aus-
künfte zu ihrer finanziellen Lage zu geben und die Unterhaltsbeiträge zumindest 
teilweise zu bezahlen, bis eine bessere Lösung gefunden wird.

2.2 Im Kanton Schwyz regelt das Gesetz über die Inkassohilfe und Bevor-
schussung von Unterhaltsbeiträgen (IhG; SRSZ 380.200) vom 23. Juni 2021 un-
ter Vorbehalt des Bundesrechts die von den Gemeinden zu leistende Hilfe bei 

7

der Durchsetzung familienrechtlicher Unterhaltsansprüche sowie die Bevor-
schussung von Unterhaltsansprüchen des berechtigten Kindes (§ 1 IhG). Die In-
kassohilfe ist Sache der Gemeinden. Der Vollzug wird der Ausgleichskasse 
Schwyz übertragen (§ 8 Abs. 1 IhG). Der Regierungsrat übt die Oberaufsicht 
über die Inkassohilfe und die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen aus (§ 5 
Abs. 1 IhG). Das Verfahren richtet sich nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz 
(SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974. 

3.1 Nach konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des 
Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand 
abgegrenzt. Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was 
auch Gegenstand der zugrundeliegenden Verfügung war bzw. nach richtiger 
Gesetzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste 
Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen nicht in 
den Kompetenzbereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. 
statt vieler VGE III 2017 113 vom 24.11.2017 E. 1.2 mit Hinweisen; siehe auch 
Bertschi, in: Kommentar VRP, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-49; 
Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 3.A., Zürich 2013, Rz. 685ff.; EGV-SZ 1979, S. 122; BGE 125 V 414 
E. 1.a).

3.2 Mit der Verfügung vom 11. Februar 2022 sprach die Fachstelle der Tochter 
der Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2022 die Leistung von Inkassohilfe zu. 
Diese Verfügung, welche mit einer (korrekten) Rechtsmittelbelehrung versehen 
war, wurde von der Beschwerdeführerin nicht angefochten. Soweit sie also nun-
mehr eine Inkassohilfe auch für die Zeit vor dem 1. Januar 2022 geltend 
macht(e), ist der Regierungsrat zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten 
und ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde daher abzuweisen. 

Entsprechend kann auf den mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten 
Antrag Ziff. 1 (komplette Ausstände, also auch diejenigen, welche vor dem 1. Ja-
nuar 2022 datieren, als integraler Bestandteil der gewährten Inkassohilfe) 
grundsätzlich nicht eingetreten werden. 

Gründe, welche für eine Revision der Verfügung vom 11. Februar 2022 spre-
chen, sind weder erkennbar noch werden solche von der Beschwerdeführerin 
konkret geltend gemacht. 

3.3.1 Mit der Verfügung vom 30. August 2023 entschied die Fachstelle Alimente 
einzig über die Anrechnung zu viel bezahlter Alimente auf die älteste offene For-
derung in ihrem Zuständigkeitsbereich (d.h. für die Zeit ab dem 1.1.2022) (Antrag 

8

Ziff. 4 des E-Mails vom 31.7.2023). Über etwas Anderes hatte die Fachstelle Ali-
mente nicht zu verfügen; sie musste und konnte dies auch nicht. 

3.3.2 Bei Antrag Ziff. 1 des E-Mails vom 31. Juli 2023 handelt es sich um eine 
blosse Feststellung und einen Vorwurf seitens der Beschwerdeführerin bzw. de-
ren Ehemannes an die Adresse der Fachstelle Alimente. 

3.3.3 Zum Antrag Ziff. 2 des E-Mails vom 31. Juli 2023 hat die Fachstelle Alimen-
te zu Recht festgehalten, dass die Beurteilung von Schadenersatzforderungen 
nicht in ihren Zuständigkeitsbereich falle. Der Regierungsrat hat die Beschwerde 
daher auch insoweit zu Recht abgewiesen. Ebenso hat der Regierungsrat zutref-
fend dargelegt, dass er nicht zur Beurteilung einer Schadenersatzklage zuständig 
ist, weshalb er seinerseits auf das entsprechende Begehren nicht einzutreten 
hatte. 

3.3.4 Indem die Fachstelle Alimente der Beschwerdeführerin bzw. deren Ehe-
mann die Gutschriftsanzeigen zukommen liess, ist sie dem Antrag Ziff. 3 des 
E-Mails vom 31. Juli 2023 nachgekommen. Insoweit ist der Regierungsrat eben-
falls zu Recht auf die Beschwerde nicht eingetreten und ist die Verwaltungsge-
richtsbeschwerde entsprechend abzuweisen. 

3.4 Es stellt sich die Frage, ob die Fachstelle Alimente auch offene Unterhalts-
zahlungen des Schuldners vor dem 1. Januar 2022 zum Gegenstand ihrer Inkas-
sobemühungen hätte machen müssen. Dies ist jedoch im Sinne der nachfolgen-
den Ausführungen zu verneinen. 

Wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 2.1.3) besteht der Hauptzweck der Inkassohilfe 
in der Sicherstellung des laufenden Bedarfs der unterhaltsberechtigten Person. 
Ob auch verfallene Zahlungen zum Gegenstand der Inkassohilfe gemacht wer-
den sollen, liegt im Ermessen der Fachstelle. Vorliegend hat die Fachstelle Ali-
mente ihr Ermessen jedenfalls nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt. 

Das Sicherheitsdepartement weist vernehmlassend (S. 1 Ziff. 1) zutreffend dar-
auf hin, dass vorliegend die vor dem 1. Januar 2022 fälligen und nicht erbrachten 
Unterhaltsleistungen (grossmehrheitlich) durch Verlustscheine gesichert sind 
(vgl. AK-act. 10 bis 12: drei Verlustscheine vom 20.10.2020; vgl. AK-act. 34: Be-
treibungsregisterauszug vom 24.6.2022). Für durch Verlustscheine verurkundete 
Forderungen läuft eine Verjährungsfrist von 20 Jahren. Sie gelten als Schuld-
anerkennung und ermöglichen dem Gläubiger, Vermögenswerte, die sich in der 
Schweiz befinden, mit einem Arrest zu belegen (vgl. Handbuch Fachstelle Ali-
mente S. 62 Ziff. 26.2). Insoweit sind die früheren Forderungen gesichert.

9

Mit Pfändungsurkunde vom 4. September 2023 (AK-act. 77) verfügte das Betrei-
bungsamt im Weiteren die Pfändung auf dem künftigen Einkommen des Schuld-
ners unter Bezugnahme auf Fortsetzungsbegehren der Beschwerdeführerin über 
eine Forderung von Fr. 13'802.30 (AK-act. 11 [Verlustschein vom 20.10.2020, 
Alimente für 59 Monate bis Juni 2019 abzüglich Teilzahlungen]) sowie der Aus-
gleichskasse über Fr. 759.-- (nicht bezahlte Kinderalimente von Fr. 759.-- für die 
Zeit vom Januar 2022 bis Dezember 2022 sowie Juni 2023 und Juli 2023 [AK-
act. 69]; bisherige Zahlungen Fr. 164.-- [AK-act. 70, 72 u. 75]). 

3.5 Es ist dem Regierungsrat somit zuzustimmen (angefochtener RRB 
E. 1.3.3), dass die Fachstelle Alimente keine Pflicht traf, Inkassohilfe für die Zeit 
vor dem 1. Januar 2022 zu leisten, und sie die (infolge Währungsschwankungen) 
Überzahlungen des Unterhaltschuldners von wenigen Franken an die nicht gesi-
cherten ausstehenden Forderungen ab 1. Januar 2022 anrechnen durfte. Dieses 
Vorgehen entspricht Art. 87 OR, wonach bei Fehlen entsprechender Erklärungen 
eine Zahlung auf die fällige Schuld und unter mehreren fälligen Schulden 
grundsätzlich auf die früher verfallene anzurechnen ist. Mit einem Vorfahrprivileg, 
wovon die Beschwerdeführerin replizierend unter Verweis auf das Urteil BGer 
5A_490/2018 vom 30. April 2019 (= BGE 145 III 317) auszugehen scheint, hat 
dies nichts zu tun. 

3.6 Die Abweisung der Verwaltungsbeschwerde durch den Regierungsrat, so-
weit überhaupt darauf eingetreten werden konnte, erweist sich somit als recht-
mässig. 

4.1 Die Aufsichtsbeschwerde ist der formlose Rechtsbehelf, durch den eine 
Verfügung oder eine andere Handlung einer Verwaltungsbehörde bei deren Auf-
sichtsbehörde beanstandet und darum ersucht wird, die Verfügung abzuändern 
oder aufzuheben oder eine andere Massnahme zu treffen. Die Aufsichtsbe-
schwerde wird auch als Anzeige bezeichnet. Es handelt sich bei der Aufsichts-
beschwerde also nicht um eine Beschwerde im Sinne eines förmlichen Rechts-
mittels, sondern um einen formlosen Rechtsbehelf. Deshalb vermittelt die Auf-
sichtsbeschwerde keinen Erledigungsanspruch. Der Anzeiger hat keine Partei-
rechte wie z.B. das Recht auf Begründung des Entscheides. Nach ständiger 
Rechtsprechung kann der Entscheid einer Aufsichtsbehörde, auf eine Aufsichts-
beschwerde nicht einzutreten, sie abzuweisen oder ihr keine Folge zu geben, 
nicht mit Rechtsmitteln angefochten werden (vgl. VGE III 2023 58 vom 28.9.2023 
E. 2 mit Hinweisen).

Aufsichtsrechtliches Handeln des Regierungsrates kann nur Gegenstand eines 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sein, sofern der Regierungsrat eine Anord-

10

nung trifft, die unmittelbare Aussenwirkung zeitigt, und soweit das Verwaltungs-
gericht in der betreffenden Materie überhaupt zuständig ist; dies deshalb, weil 
dem Verwaltungsgericht keine Aufsicht über den Regierungsrat zukommt. Der 
individuelle Rechtsschutz der natürlichen und juristischen Personen muss indes 
dann gewährleistet sein, wenn im Rahmen aufsichtsrechtlichen Handelns vom 
Regierungsrat eine Anordnung getroffen wird, die die Person unmittelbar im Sin-
ne des Verfügungsbegriffes (§ 6 VRP) bindet und im Sinne der Beschwerdebe-
fugnis tangiert (vgl. statt Vieler: VGE III 2021 132 vom 29.11.2021 E. 2.2; VGE III 
2010 32 vom 20.5.2010 E. 2.1, je mit weiteren Hinweisen). Auf eine Kurzformel 
gebracht: Dem Verwaltungsgericht steht es nicht an zu prüfen, ob der Regie-
rungsrat eine Aufsichtsbeschwerde zu Recht oder zu Unrecht entgegengenom-
men hat. Hingegen können aufsichtsrechtliche Anordnungen Gegenstand des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens bilden (vgl. EGV-SZ 2000 Nr. 9).

4.2 Der Regierungsrat hat sich zu verschiedenen Rügen der Beschwerdeführe-
rin in seiner Funktion als Oberaufsichtsbehörde geäussert:

- Die Fachstelle Alimente sei nicht die zuständige Stelle für die (Neu-)-
Berechnung der EL für den Alimentenschuldner. Dies mache die Ausgleichs-
kasse Schwyz Abteilung Leistungen. Sie sei auch nicht automatisch im Besitz 
der EL-Berechnungen des Alimentenschuldners. Folglich habe sie die ent-
sprechenden EL-(Neu-)Berechnungen nicht an das Betreibungsamt weiterlei-
ten können. Von einer Weigerung, Amtshilfe zu leisten, könne deshalb keine 
Rede sein (E. 3.3.2).

- Aus den Akten ergebe sich, dass die Fachstelle Alimente ausserhalb eines 
Zwangsvollstreckungsverfahrens den Alimentenschuldner dazu habe bewe-
gen können, die monatlichen Unterhaltsbeträge an seine Tochter zu entrich-
ten. So habe er ab Januar 2023 monatlich den Unterhaltsbetrag von Fr. 52.-- 
an seine Tochter bezahlt. Aufgrund dessen sei vorderhand zu Recht auf die 
Einleitung einer Betreibung verzichtet worden. 

- Die Fachstelle Alimente habe versucht, mit dem Alimentenschuldner eine Ab-
zahlungsvereinbarung für die aufgelaufenen Kinderalimente zu treffen und 
entsprechende Anstrengungen unternommen. Mit Schreiben vom 11. Mai 
2023 habe sie den Schuldner gemahnt, da er mit den Alimentenzahlungen in 
Verzug geraten sei. Am 30. Mai 2023 habe die Beschwerdeführerin für einen 
Verlustschein die Betreibung gegen den Schuldner eingeleitet. Die Fachstelle 
Alimente habe aufgrund dessen sowie aufgrund der Tatsache, dass die Zah-
lungen des Schuldners ab Mai 2023 ausblieben, von der Möglichkeit der An-
schlusspfändung Gebrauch gemacht (E. 3.4.3).

11

Zusammenfassend folgerte der Regierungsrat, von einem qualifiziert rechtswidri-
gen Verhalten der Fachstelle Alimente, welches ein aufsichtsrechtliches Ein-
schreiten erforderlich gemacht hätte, könne nicht gesprochen werden (E. 3.4.4). 

4.3 Mit dem angefochtenen RRB hat der Regierungsrat offensichtlich keine 
Anordnungen getroffen, welche die Beschwerdeführerin gleich wie eine Verfü-
gung trifft. Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden, soweit 
(sinngemäss) beanstandet wird, der Aufsichtsbeschwerde sei zu Unrecht keine 
Folge geleistet worden. 

4.4 Angefügt werden kann immerhin, dass die vom Regierungsrat festgestell-
ten Bemühungen der Fachstelle Alimente dokumentiert sind (so z.B. AK-act. 18: 
Kontaktaufnahme mit Schuldner mit Schreiben vom 14.3.2022; AK-act. 20: An-
frage vom 25.3.2022 an die Vorsorge- oder Freizügigkeitseinrichtung betr. BVG-
Guthaben des Schuldners; AK-act. 22 f.: Abklärungen bei der F.________ und 
der G.________ gestützt auf Art. 40 Abs. 3 ["Massnahmen bei Vernachlässigung 
der Unterhaltspflicht"] des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenversicherung [BVG; SR 831.40] vom 25.6.1982 i.V.m. 
Art. 24fbis des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [Freizügigkeitsgesetz, FZG; SR 831.42] 
vom 17.12.1993 mit Schreiben vom 14.4.2022 betreffend Sicherstellung von Vor-
sorgeguthaben; AK-act. 32 u. 46: telefonische Kontaktnahmen mit dem Schuld-
ner im Mai und September 2022; AK-act. 65: Mahnung vom 11.5.2023 betreffend 
Ausstände; AK-act. 69: Ersuchen vom 3.7.2023 um Anschlusspfändung betref-
fend nicht bezahlte Kinderalimente von Fr. 759.-- für die Zeit vom Januar 2022 
bis Dezember 2022 sowie Juni und Juli 2023). Mit Pfändungsurkunde vom 
4. September 2023 verfügte das Betreibungsamt schliesslich die Pfändung auf 
dem künftigen Einkommen des Schuldners (AK-act. 77). 

Damit aber ergibt sich, dass die Fachstelle Alimente der Vorgabe von Art. 11 
Abs. 2 InkHV, die verpflichtete Person (in erster Linie) zur Zahlung zu bewegen 
(vgl. vorstehend E. 2.1.2), im Rahmen ihrer Möglichkeiten nachgekommen ist. 

5. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) sind analog zum regierungsrätlichen Verfahren 
auf insgesamt Fr. 800.-- festzulegen und dem Verfahrensausgang entsprechend 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). Diese beantragt die 
unentgeltliche Rechtspflege. 

5.1 Ist eine Partei bedürftig und erscheint das Verfahren nicht als aussichtslos, 
so befreit sie die Behörde auf Antrag ganz oder teilweise von der Kostentragung 

12

und der Kostenvorschusspflicht (§ 75 Abs. 1 VRP). Vermag eine Partei, der die 
unentgeltliche Prozessführung oder Vertretung bewilligt wurde, die Kosten und 
die Entschädigung zu decken, so ist sie zur Rückzahlung an die Gerichtskasse 
verpflichtet. Die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt der Rechts-
kraft des Entscheides (§ 75 Abs. 3 VRP). Der Anspruch auf Kostenlosigkeit des 
Verfahrens setzt also nach kantonalem Recht fehlende Aussichtslosigkeit sowie 
Bedürftigkeit voraus. Der gleiche Anspruch ergibt sich unbesehen des kantona-
len Rechts aus Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999.

5.2.1 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten jene Prozessbe-
gehren als aussichtslos, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
erscheinen als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeich-
net werden können. Massgeblich ist, ob sich eine vernünftige, nicht mittellose 
Partei ebenfalls zur Beschwerde entschlossen hätte. Eine Partei soll einen Pro-
zess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb 
anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 140 V 521 E. 9.1; Urteil BGer 
2C_528/2012 vom 2.11.2012 i.Sa. S. vs. Regierungsrat des Kantons Schwyz 
[VGE III 2012 16 vom 18.4.2012] E. 4; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 mit Hinweisen).

5.2.2 Die fehlende Aussichtslosigkeit der Beschwerde kann noch knapp bejaht 
werden, auch wenn der angefochtene RRB an und für sich überzeugend begrün-
det ist. Über den Beginn der Inkassohilfe lässt sich durchaus diskutieren. So 
weist die Beschwerdeführerin nicht unberechtigt auf den Erläuternden Bericht hin 
(S. 19 zu Art. 3 Abs. 3 InkHV), wonach die Befragung der Kantone gezeigt habe, 
dass sämtliche Kantone Inkassohilfe für verfallene Ansprüche anböten, wenn sie 
schon bei der Durchsetzung der laufenden Unterhaltsansprüche behilflich seien. 
Gleichzeitig wird aber im Erläuternden Bericht auch auf beträchtliche Unterschie-
de zwischen den Kantonen und innerhalb der Kantone hingewiesen, die entspre-
chende Entscheidung vom Gesetzgeber letztlich bewusst dem Ermessen der je-
weiligen Fachstellen zugestanden und schematische Lösungen explizit ausge-
schlossen. Dem hat die Beschwerdeführerin keine Beachtung geschenkt, was 
letztlich zur Unbegründetheit ihrer Beschwerden führt(e). 

5.3 Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die Prozesskos-
ten aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung 
des Grundbedarfs für sie und ihre Familie notwendig sind (BGE 127 I 202 E. 3b 
mit Hinweisen). Zur Prüfung der Bedürftigkeit sind sämtliche Umstände im Zeit-
punkt der Einreichung des Gesuches zu würdigen; die entscheidende Behörde 

13

hat insbesondere zu berücksichtigen, welche Mittel binnen welcher Frist aufzu-
bringen sind (BGE 108 Ia 108 E. 5b mit Hinweisen).

Bei der Prüfung der Bedürftigkeit stellt das Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz praxisgemäss auf die Richtlinien des Kantonsgerichts Schwyz für die Be-
rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG 
(Notbedarf) vom 7. Dezember 2009 (nachstehend: Richtlinien) ab, wobei der 
monatliche Grundbetrag (Ziff. I.1) um 20% erhöht wird (vgl. VGE III 2018 28 vom 
30.5.2018 E. 2.4; VGE III 2014 36 vom 24.9.2014 E. 2.4). 

5.4.1 Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann erzielten im Jahr 2023 gemäss 
der Steuerdeklaration ein Bruttoerwerbseinkommen von Fr. 25'186.-- bzw. 
Fr. 68'934.-- (je inkl. Arbeitslosengelder bzw. Arbeitslosengelder und Taggelder 
nach UVG). Hinzu kommt die IV-Rente des Ehemannes von Fr. 8'448.--. 

Das massgebende Familieneinkommen 2023 belief sich also auf Fr. 102'568.-- 
bzw. monatlich Fr. 8'547.--. 

5.4.2 Mit dem Formular betreffend Auskünfte zur Erlangung der unentgeltlichen 
Rechtspflege deklarieren die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann (neu) einen 
Lohn des Ehegatten von monatlich (netto) Fr. 2'177.87 (Lohn von Fr. 1'142.35 
zuzüglich Fr. 740.-- Kinderzulagen, belegt durch die Lohnabrechnung der 
H.________ AG vom 6.2.2024 [Beilage 5 zum URP-Gesuch]), eine monatliche 
Rente von Fr. 1'721.-- (inkl. Kinderrenten von 3x Fr. 313.--; vgl. Beilage 9 zum 
URP-Gesuch) abzüglich eine Rückforderung von (3x) Fr. 313.-- (weil die Tochter 
eine Kinderrente ihres leiblichen Vaters beziehe; vgl. Beilage 10 zum URP-
Gesuch), wogegen eine Beschwerde beim Kantonsgericht Luzern hängig sei, 
sowie ein ALV-Taggeld von Fr. 1'343.95, wogegen beim Amt für Arbeit Schwyz 
ein Einwand laufe. Mithin beläuft sich das Einkommen des Ehemannes derzeit 
auf monatlich (maximal) Fr. 5'243.--. 

Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass der Ehemann zwischenzeitlich ein 
80%-Pensum aufnehmen wird bzw. aufgenommen hat. Gemäss der Vertragsän-
derung der H.________ AG wird (bzw. wurde) das Arbeitspensum des Eheman-
nes per 1. April 2024 von 40 % auf 60 % erhöht bei einem Bruttolohn von 
Fr. 2'235.--. Damit erhöht sich das Einkommen des Ehemannes auf (maximal) 
rund Fr. 6'300.--. Angesichts der Pensumerhöhung ist allerdings gleichzeitig von 
einer Reduktion des ALV-Taggeldes auszugehen. 

Für die Ehefrau wird kein Einkommen mehr deklariert, da sie den kleinen Sohn, 
der an einem Geburtsgebrechen leide, pflegen müsse. Die Arbeitslosenunter-
stützung wird mit Fr. 0.-- angegeben. Die Tochter erhalte monatlich Fr. 148.-- 
Kinderrente und Fr. 38.-- Alimentenbevorschussung. 

14

Das Familieneinkommen beträgt somit (neu) rund Fr. 6'500.--. 

5.5.1 Der monatliche Grundbetrag für ein Ehepaar beträgt Fr. 2'000.--. Je Kind 
von über zehn Jahren werden Fr. 600.--, bis zu zehn Jahren Fr. 400.-- einge-
setzt. Zwei der drei Kinder sind über zehnjährig, ein Sohn jünger (Richtlinien 
Ziff. I.1). Für die Kinder sind entsprechend Fr. 1'600.-- einzusetzen. Der Gesamt-
betrag von Fr. 3'600.-- ist um 20 % (Fr. 720.--) zu erhöhen, womit ein monatlicher 
Grundbetrag von Fr. 4'320.-- resultiert. 

Die Wohnungsmiete (Richtlinien Ziff. II.1) inklusive Nebenkosten beläuft sich auf 
monatlich Fr. 1'600.--. 

Bei der Krankenkassenversicherung kann nur die Prämie für das Obligatorium 
angerechnet werden (Richtlinien Ziff. II.3). Diese beträgt gemäss den ab 1. Janu-
ar 2024 gültigen Policen für die Beschwerdeführerin und deren Ehemann monat-
lich Fr. 408.40 bzw. Fr. 349.25, für die Tochter Fr. 325.70, für den jüngsten Sohn 
Fr. 109.90, für den ersten Sohn Fr. 106.60, insgesamt also monatlich (gerundet) 
Fr. 1'300.--, abzüglich monatlich Fr. 102.-- für Prämienvergütungen der EL für die 
Tochter. 

Die Kosten für Grundbetrag, Monatsmiete und Prämien der obligatorischen 
Krankenversicherung belaufen sich somit auf monatlich rund Fr. 7'120.--. 

5.5.2 Zu berücksichtigen sind des Weiteren die unumgänglichen Berufsauslagen 
(Richtlinien Ziff. 4). Die ausgewiesenen, unumgänglichen Fahrkosten beliefen 
sich im Jahr 2023 auf Fr. 2'340.-- und Fr. 2'652.-- (Fahrkosten [öV]). Bei der aus-
wärtigen Verpflegung werden abweichend von den Steuern nur die nachgewie-
senen Mehrauslagen mit Fr. 9.-- bis Fr. 11.-- pro Hauptmahlzeit angerechnet. Die 
Ehefrau deklarierte 20 auswärtige Hauptmahlzeiten (entsprechend maximal 
Fr. 220.-), der Ehemann deren 240. Üblicherweise wird das Arbeitsjahr mit 220 
Tagen gerechnet, entsprechend sind Fr. 2'420.-- für den Ehemann zu berück-
sichtigen; für die Ehefrau werden mangels Berufstätigkeit (vgl. vorstehend 
E. 5.4.2) keine Berufsauslagen angerechnet.

Es ergeben sich folglich anrechenbare Berufsauslagen von jährlich Fr. 7'632.-- 
bzw. monatlich Fr. 636.--. 

5.5.3 Die gesamten monatlichen Auslagen belaufen sich also auf rund 
Fr. 7'760.--. Selbst wenn sich angesichts der fehlenden Berufstätigkeit der Ehe-
frau deren Berufsauslagen reduzieren, bleibt mithin ein Einkommensmanko und 
zwar auch ohne Berücksichtigung allfälliger Auslagen für die Schulung der Toch-
ter (Richtlinien Ziff. II.6) (vgl. VGE III 2022 110 vom 29.8.2022 betr. Ablehnung 

15

eines Stipendiumgesuchs der Tochter für ihre Ausbildung im Ausland [AK-act. 42 
S. 178 ff.]). Die Bedürftigkeit ist somit zu bejahen. 

5.6 Die unentgeltliche Rechtspflege bzw. Prozessführung (Kostenlosigkeit des 
Verfahrens) ist somit unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht zu ge-
währen.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) werden auf Fr. 800.-- festgesetzt und der 
Beschwerdeführerin auferlegt. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die 
unentgeltliche Prozessführung gewährt. Sie hat die Verfahrenskosten von 
Fr. 800.-- dem Gericht zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R; unter Beilage der Duplik vom 16.4.2024)
- die Ausgleichskasse Schwyz (R)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Duplik vom 

16.4.2024)
- und das Departement des Innern (EB; z.K.).

Schwyz, 22. April 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

17

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. Mai 2024