# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 435cb5a1-e410-5a8d-abec-72f15e2c18d4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 18.06.2020 SK2 2020 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2020-30_2020-06-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Verfügung vom 18. Juni 2020

Referenz SK2 20 30

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Kollegger, Aktuar ad hoc

Parteien A._____, 
Beschwerdeführer und Gesuchsteller

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Beschwerde- und Gesuchsgegne-
rin

Gegenstand Wiederherstellung der Beschwerdefrist

Mitteilung 19. Juni 2020

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I. Sachverhalt

A. Mit Strafbefehl vom 13. August 2019, mitgeteilt am 14. August 2019, erklär-
te die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) A._____ 
schuldig des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie der Widerhandlung 
gegen das kantonale Jagdgesetz (KJG; BR 740.000) gemäss Art. 7 lit.  b und 
Art. 8 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG. Dafür wurde A._____ mit einer Gelds-
trafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 800.00, bei schuldhafter Nichtbezahlung er-
satzweise zu einer Freiheitsstrafe von 6 Tagen bestraft und zur Bezahlung der 
Verfahrenskosten im Betrag von CHF 1'035.00 verpflichtet.

B. Nachdem A._____ gegen diesen Strafbefehl mit Eingabe vom 29. Septem-
ber 2019 Einsprache erhoben hatte, stellte die Staatsanwaltschaft ihm mittels Par-
teimitteilung vom 8. Oktober 2019 die Überweisung des Strafbefehls an das Ge-
richt in Aussicht. In der Parteimitteilung führte die Staatsanwaltschaft weiter aus, 
dass die Einsprache nach ihrer Auffassung verspätet erhoben worden sei, wes-
halb sie (die Staatsanwaltschaft) dem Gericht den Antrag stellen würde, die Ein-
sprache für ungültig zu erklären. Am 24./28. Oktober 2019 überwies die Staatsan-
waltschaft sodann den Strafbefehl an das Regionalgericht Viamala.

C. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 2019 lud der damalige 
Vorsitzende, Regionalgerichtspräsident lic. iur. B._____, A._____ zur Hauptver-
handlung vom 14. Januar 2020 vor dem Regionalgericht Viamala vor, bei welcher 
der Beschuldigte um Ausstand des Vorsitzenden ersuchte. Daraufhin eröffnete der 
Vorsitzende dem Beschuldigten, dass die Hauptverhandlung auf einen späteren 
Zeitpunkt vertagt werde.

D. Mit Schreiben vom 14. Januar 2020 teilte der Regionalgerichtspräsident 
A._____ mit, dass das besagte Ausstandsbegehren nicht nur verspätet erfolgt sei, 
sondern dass seiner Überzeugung nach auch keine Ausstandsgründe ersichtlich 
seien. Gleichwohl werde er den Vorsitz im Verfahren abgeben; dieses werde von 
nun an von Regionalrichter lic. iur. C._____ geleitet. Mit prozessleitender Verfü-
gung vom 30. Januar 2020 lud der neue Vorsitzende A._____ in der Folge zur 
Fortsetzung der Hauptverhandlung auf den 10. März 2020 vor.

E. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 10. März 2020 fasste das Regional-
gericht Viamala einen Nichteintretensbeschluss, welcher dem Beschuldigten noch 
gleichentags mündlich eröffnet und schriftlich mitgeteilt wurde. Begründend führte 
es aus, dass die gegen den angefochtenen Strafbefehl erhobene Einsprache ver-
spätet erfolgt sei. 

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F. Da A._____ den begründeten und mittels eingeschriebener Postsendung 
zugesandten Nichteintretensbeschluss vom 10. März 2020 nicht entgegennahm 
(Eingang der retournierten Postsendung beim Regionalgericht Viamala am 25. 
März 2020 mit dem Vermerk "Nicht abgeholt"), stellte das Regionalgericht diesen 
per A-Post vom 31. März 2020 nochmals zu.

G. Mit als "Einsprache" betitelter Eingabe vom 10. April 2020 ersuchte 
A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer und Gesuchsteller) beim Regionalge-
richt Viamala um Wiederherstellung der "Einsprachefrist" (recte: Beschwerdefrist). 
Begründend führte er im Wesentlichen aus, dass er aufgrund der derzeitigen Be-
drohung durch das Coronavirus (COVID-19) als Risikoperson mit noch nicht aus-
geheilter Lungenentzündung nicht in der Lage gewesen sei, den mittels einge-
schriebener Postsendung zugesandten Nichteintretensbeschluss entgegenzu-
nehmen. Infolge Unzuständigkeit leitete das Regionalgericht Viamala diese Einga-
be am 1. Mai 2020 mitsamt den Verfahrensakten an das Kantonsgericht von 
Graubünden weiter.

H. Mit Schreiben vom 07. Mai 2020 wies der Vorsitzende der II. Strafkammer 
am Kantonsgericht von Graubünden den Beschwerdeführer und Gesuchsteller 
darauf hin, dass aus seiner Eingabe nicht eindeutig hervorgehe, ob diese auch als 
Beschwerde zu verstehen sei, oder bloss als Gesuch um Wiederherstellung der 
Beschwerdefrist. Damit einhergehend ersuchte der Vorsitzende der II. Strafkam-
mer den Beschwerdeführer und Gesuchsteller, sein Schreiben vom 10. April 2020 
innert 5 Tagen zu präzisieren. 

I. Mit Schreiben vom 13. Mai 2020 (Poststempel: 15. Mai 2020) rügte der Be-
schwerdeführer und Gesuchsteller im Wesentlichen die Vorgehensweisen der 
Staatsanwaltschaft und des Regionalgerichts Viamala, ohne jedoch – wie vom 
Vorsitzenden der II. Strafkammer verlangt – darzulegen, ob sein Schreiben auch 
als Beschwerde zu verstehen sei. 

J. Auf die weitere Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf 
die Erwägungen im angefochtenen Nichteintretensbeschluss wird, soweit erforder-
lich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Mit Eingabe vom 10. April 2020 ersucht der Beschwerdeführer und Ge-
suchsteller um Wiederherstellung der "Einsprachefrist" (recte: Beschwerdefrist), 
um noch rechtzeitig ein Rechtsmittel gegen den vorinstanzlichen Nichteintretens-
beschluss zu ergreifen. Ausgangspunkt dieses Gesuchs bildet somit der Nichtein-

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tretensbeschluss des Regionalgerichts Viamala vom 10. März 2020. Gegen die-
sen ist grundsätzlich eine Beschwerde im Sinne von Art. 393 Abs. 1 lit. b StPO an 
das Kantonsgericht von Graubünden möglich (vgl. Art. 22 des Einführungsgeset-
zes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EGzStPO; BR 350.100]), bei wel-
chem die II. Strafkammer für die Beurteilung der Beschwerde zuständig ist (Art. 10 
Abs. 1 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 
173.100]). Gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO ist eine Beschwerde gegen schriftlich 
oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet 
bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Gemäss Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO – wel-
cher über den Verweis von Art. 379 StPO auch im Rechtsmittelverfahren anwend-
bar ist (Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 1 zu Art. 396 StPO) 
– gilt eine eingeschriebene Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, am sieb-
ten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als zugestellt, sofern die Person 
mit einer Zustellung rechnen musste.

1.2. Vorliegend datiert die eingeschriebene Postsendung des Regionalgerichts 
Viamala vom 10. März 2020. Da der Brief am Folgetag (11. März 2020) nicht zu-
gestellt werden konnte, blieb er bis zum 18. März 2020 bei der Postfiliale 
O.1_____ hinterlegt, ohne dass der Beschwerdeführer und Gesuchsteller ihn ab-
geholt hat (vgl. RG act. I/13). Damit galt der Nichteintretensbeschluss – mit wel-
chem der Beschwerdeführer und Gesuchsteller im Nachgang zur Hauptverhand-
lung vom 10. März 2020 rechnen musste – am 18. März 2020 als zugestellt. Die 
zehntägige Beschwerdefrist lief darnach unter Berücksichtigung des Fristenlaufs 
an Wochenenden (Art. 90 Abs. 2 StPO) am 30. März 2020 unbenutzt ab. Richti-
gerweise ersucht deshalb der Beschwerdeführer und Gesuchsteller mit Eingabe 
vom 10. April 2020 (KG act. A.1) um Wiederherstellung der versäumten Be-
schwerdefrist. 

1.3. Hat eine Partei eine Frist versäumt und würde ihr daraus ein erheblicher 
und unersetzlicher Rechtsverlust erwachsen, so kann sie die Wiederherstellung 
der Frist verlangen; dabei hat sie glaubhaft zu machen, dass sie an der Säumnis 
kein Verschulden trifft (Art. 94 Abs.1 StPO). Das Gesuch ist innert 30 Tagen nach 
Wegfall des Säumnisgrundes schriftlich und begründet bei der Behörde zu stellen, 
bei welcher die versäumte Verfahrenshandlung hätte vorgenommen werden sol-
len. Innert der gleichen Frist muss auch die versäumte Verfahrenshandlung nach-
geholt werden (Art. 94 Abs. 2 StPO). Die versäumte Verfahrenshandlung muss so 
eingereicht werden, wie wenn die ursprüngliche Frist noch nicht abgelaufen wäre, 
somit auch auf die Gefahr hin, dass sie sich im Falle der Abweisung des Gesuchs 

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als unnütz erweist (Daniela Brüschweiler, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2014, N 7 zu Art. 94 StPO, Christof Riedo, in: Niggli/Heer/
Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessord-
nung, 2. Aufl., Basel 2014, N 23 f. zu Art. 94 StPO). Dabei handelt es sich um eine 
formelle Voraussetzung der Wiederherstellung, womit ohne fristgemäss nachge-
holte Verfahrenshandlung auf das Wiederherstellungsgesuch gar nicht erst einge-
treten werden kann (vgl. hierzu Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden 
SK2 16 29 vom 2. September 2016 [S. 4]; Riedo, a.a.O., N 23 zu Art. 94 StPO). 
Unabhängig davon kann auf ein Wiederherstellungsgesuch nur eingetreten wer-
den, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse an der Wiederherstel-
lung der versäumten Frist hat. Dieses Interesse muss aktuell und praktisch sein 
(vgl. BGE 142 I 135 E. 1.3.1 m.w.H.; ferner Art. 382 Abs. 1 StPO). Der Gesuch-
steller muss aus dem beantragten Verfahrensausgang einen praktischen Nutzen 
dergestalt ziehen, dass seine tatsächliche oder rechtliche Situation beeinflusst 
werden kann (vgl. BGE 141 II 307 E. 6.2; 140 II 214 E. 2.1).

1.4. Hinsichtlich der Zuständigkeit bei Kollegialbehörden bestehen kontroverse 
Auffassungen darüber, ob die Kollegialbehörde oder die Verfahrensleitung über 
das Wiederherstellungsgesuch zu entscheiden hat (vgl. hierzu ausführlich 
Brüschweiler, a.a.O., N 11 zu Art. 94 StPO). Diese Frage kann vorliegend jedoch 
offenbleiben, weil – wie noch zu zeigen sein wird – über das Gesuch und auch 
über die damit verbundene Beschwerde zufolge offensichtlicher Unbegründetheit 
in einzelrichterlicher Kompetenz zu entscheiden ist (Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsor-
ganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000]).

2.1. Vorliegend macht der Beschwerdeführer und Gesuchsteller mit Eingabe 
vom 10. April 2020 geltend, dass er gegen den Nichteintretensbeschluss des Re-
gionalgerichts Viamala vom 10. März 2020 nicht rechtzeitig ein Rechtsmittel habe 
ergreifen können, weil er als Risikoperson mit noch nicht ausgeheilter Lungenent-
zündung nicht in der Lage gewesen sei, den mittels eingeschriebener Postsen-
dung zugesandten Nichteintretensbeschluss im Dorfladen (Volg) entgegenzuneh-
men (KG act. A.1). Aufgrund dessen sei es ihm erst möglich gewesen, den später 
nochmals mittels A-Post versandten Nichteintretensbeschluss am 9. April 2020 in 
seinem Postfach in O.1_____ einzusehen. 

2.2. Mit dieser Begründung macht der Beschwerdeführer und Gesuchsteller ei-
nen grundsätzlich plausiblen Wiederherstellungsgrund geltend. Es fragt sich hin-
gegen, ob er zugleich auch innert 30 Tagen seit Wegfall des behaupteten Säum-
nisgrundes am 9. April 2020 eine Beschwerde eingereicht hat, auf die eingetreten 

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werden kann, was im Nachfolgenden zu prüfen sein wird, bevor anschliessend auf 
das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist eingegangen wird.

3.1. Die beschwerdeführende Partei hat in ihrer Beschwerde genau anzugeben, 
welche Punkte des Entscheides bzw. der Verfügung sie anficht (Art. 385 Abs. 1 lit. 
a StPO), welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (Art. 385 Abs. 1 lit. b 
StPO) und welche Beweismittel sie anruft (Art. 385 Abs. 1 lit. c StPO). Mit Be-
schwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO sowohl Rechtsverletzungen, ein-
schliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung 
und Rechtsverzögerung (lit. a), als auch die unvollständige oder unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Ferner kann die Rüge der Unan-
gemessenheit (lit. c) erhoben werden. Dabei hat der Beschwerdeführer zum Aus-
druck zu bringen, in welchem Sinne er die angefochtene hoheitliche Verfahrens-
handlung geändert haben möchte. Dazu muss der Beschwerdeführer zunächst 
überhaupt zum Ausdruck bringen, dass er die in Frage stehende hoheitliche Ver-
fahrenshandlung anfechten will (sog. Beschwerdewille; Guidon, a.a.O., N 9a zu 
Art. 396 StPO). In der Begründung ist weiter schlüssig zu behaupten, dass und 
weshalb ein Beschwerdegrund gegeben ist. Die Anforderungen an die Beschwer-
debegründung dürfen zwar nicht überspannt werden, doch hat sich die Begrün-
dung zumindest in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinan-
derzusetzen (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3). Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit 
der tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen der angefochtenen Handlung nur 
pauschal bestritten wird. Die Gründe, welche einen anderen Entscheid nahelegen, 
müssen sich grundsätzlich aus der Beschwerdeschrift selbst ergeben. Als unge-
nügend angesehen werden deshalb allgemeine Verweise auf Ausführungen in 
Rechtsschriften anderer Verfahren oder gar auf die Gesamtheit der Akten, da es 
nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz ist, in Eingaben an andere Behörden oder 
in anderen Verfahren nach Beschwerdegründen samt der dazugehörigen Anträge 
zu suchen (vgl. zum Ganzen Guidon, a.a.O., N 9 ff. zu Art. 396 StPO). Gemäss 
Art. 385 Abs. 2 StPO weist die Rechtsmittelinstanz eine Eingabe, welche nicht den 
gesetzlichen Anforderungen genügt, zur Verbesserung innerhalb einer kurzen 
Nachfrist zurück (vgl. aber nachfolgend E. 3.2). Genügt die Eingabe auch nach 
Ablauf der Nachfrist den Anforderungen nicht, so tritt die Rechtsmittelinstanz auf 
das Rechtsmittel nicht ein.

3.2. Die Anforderungen an die Begründung der Beschwerde sind relativ hoch. 
Dies bedeutet, dass die Beschwerdeschrift selbst die Begründung im vorstehend 
umrissenen Sinne zu enthalten hat und eine nachträgliche Ergänzung, Vervoll- 
ständigung oder Korrektur nicht zulässig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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1B_183/2012 vom 20. November 2012, E. 2 m.w.H.). Namentlich von fachkundi-
gen Personen wie Rechtsanwälten kann erwartet werden, dass sie die Beschwer-
de formgerecht einreichen. Entsprechend hat in diesen Fällen auch keine Nach-
fristansetzung gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO zu erfolgen (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 6B_130/2013 vom 3. Juni 2013, E. 3.2, und Martin Ziegler/Stefan Keller, in: 
Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung [StPO], 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, N 4 zu Art. 385 StPO). Das 
Gleiche gilt grundsätzlich auch für den juristischen Laien, der auf die Begrün-
dungsanforderungen in der Rechtsmittelbelehrung aufmerksam gemacht wurde. 
Auch ein Laie hat sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Mühe 
zu nehmen, in der Beschwerde wenigstens kurz anzugeben, was an der ange-
fochtenen Verfügung seiner Ansicht nach falsch ist. Zumindest aber ist er ver-
pflichtet, sich unverzüglich und vor Ablauf der Frist in Bezug auf die Begründungs-
anforderungen zu erkundigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_872/2013 vom 
17. Oktober 2013, E. 3.; Guidon, a.a.O., N 9e zu Art. 396 StPO; Andreas J. Keller, 
in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung [StPO], 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, N 15 zu Art. 396 StPO). 
Nicht verbesserungsfähig im Sinne von Art. 385 Abs. 2 StPO sind jedenfalls Ein-
gaben, die sich gar nicht mit der vorinstanzlichen Argumentation auseinanderset-
zen, da Sinn und Zweck einer allfälligen Verbesserung nicht darin liegen kann, die 
Beschwerdefrist zu verlängern (vgl. dazu Beschluss des Kantonsgerichts von 
Graubünden SK2 15 18 vom 17. September 2015, E. 3.4).

3.3. Der Beschwerdeführer und Gesuchsteller begehrt mit seinem Schreiben 
vom 10. April 2020 nicht nur die Wiederherstellung der Einsprachefrist (recte: Be-
schwerdefrist), sondern schreibt darin auch "Fristgerechte Einsprache gegen den 
mir zugestellten Nichteintretensbeschluss aus angebl. Folge mehrfacher Hausfrie-
densbruch und Widerhandlung gegen das kant. Jagdgesetz." (KG act. A.1). Um 
klarzustellen, ob der Beschwerdeführer und Gesuchsteller das Schreiben vom 10. 
April 2020 auch als Beschwerde verstanden haben will oder nur als Gesuch um 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist, während eine Anfechtung des Nichteintre-
tensbeschlusses in einer separaten Eingabe erfolgt sei oder erfolgen werde, bat 
der Vorsitzende der II. Strafkammer am Kantonsgericht von Graubünden den Be-
schwerdeführer und Gesuchsteller mit Schreiben vom 10. April 2020 um dement-
sprechende Präzisierung (KG act. D.3). Im Antwortschreiben des Beschwerdefüh-
rers und Gesuchstellers vom 13. Mai 2020 (Poststempel: 15. Mai 2020; KG act. 
A.2) unterliess dieser jedoch eine dahingehende Präzisierung. Da er immerhin von 
einer "Einsprache" gegen den Nichteintretensbeschluss schreibt, kann zu seinen 
Gunsten jedoch angenommen werden, dass er damit eine Beschwerde meint und 

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damit seinen Beschwerdewillen bezeugt. Die falsche Bezeichnung des Rechtsmit-
tels kann dem jedenfalls nicht entgegenstehen (vgl. Art. 385 Abs. 3 StPO). Der 
angenommene Beschwerdewille wird denn auch durch die Ausführungen in der 
Eingabe vom 10. April 2020 untermauert, da diese klar zum Ausdruck bringt, dass 
der Beschwerdeführer und Gesuchsteller mit dem Nichteintretensbeschluss der 
Vorinstanz nicht einverstanden ist und sich dagegen zur Wehr setzen will. Dass 
die Eingabe vom 13. Mai 2020 nicht zur Heilung der mangelhaft begründeten Be-
schwerde herangezogen werden kann (vgl. dazu unten Erwägung 3.4 und 3.5), 
schliesst nicht aus, dass sie zur Feststellung des Beschwerdewillens verwendet 
werden kann. Somit kann die Eingabe vom 10. April 2020 auch als Beschwerde 
entgegengenommen werden, zumal sie noch innerhalb der 30-tägigen Frist nach 
Wegfall des (behaupteten) Säumnisgrundes eingereicht worden ist.

3.4. Was den weiteren Inhalt der Eingabe vom 10. April 2020 betrifft, ist aller-
dings festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer und Gesuchsteller darin nicht 
ansatzweise mit dem Streitthema vor der Vorinstanz auseinandersetzt. In der Be-
schwerde müsste er nämlich darlegen, warum seine damalige Einsprache vom 
29. September 2019 gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 13. Au-
gust 2019, mitgeteilt am 14. August 2019, entgegen der Ansicht der Vorinstanz 
nicht verspätet erfolgt sei. Der Beschwerdeführer und Gesuchsteller setzt sich auf 
diese Weise nicht nur mangelhaft, d.h. in einer verbesserungsfähigen Art und 
Weise, mit der vorinstanzlichen Argumentation auseinander, sondern überhaupt 
nicht.

3.5. Nicht von Beachtung für das soeben Ausgeführte ist das Antwortschreiben 
des Beschwerdeführers und Gesuchstellers vom 13. Mai 2020 (Poststempel: 15. 
Mai 2020; KG act. A.2), da dieses nicht mehr innerhalb von 30 Tagen nach Weg-
fall des behaupteten Säumnisgrundes eingereicht worden ist. Selbst wenn es aber 
noch vor Ablauf der Wiederherstellungsfrist eingereicht worden wäre, könnte der 
Beschwerdeführer und Gesuchsteller damit nichts zu seinen Gunsten erreichen. 
Zwar schreibt der Beschwerdeführer und Gesuchsteller darin zumindest sinn-
gemäss, dass seine Einsprache gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
vom 13. August 2019, mitgeteilt am 14. August 2019, verspätet gewesen sei, weil 
er infolge eines Unfalls ortsabwesend gewesen sei und den Strafbefehl nicht 
rechtzeitig erhalten habe. Damit einhergehend weist er auf ein entsprechendes 
Arztzeugnis hin. Der Beschwerdeführer und Gesuchsteller setzt sich darin aber 
wiederum nicht mit der Begründung der Vorinstanz auseinander, welche ihrerseits 
ausführte, dass er gemäss Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO mit dem Eingang eines Straf-
befehls hätte rechnen müssen und seine Einsprache deswegen verspätet sei. 

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Auch lässt sich das erwähnte Arztzeugnis nicht im Schreiben des Beschwerdefüh-
rers und Gesuchstellers vom 13. Mai 2020 finden. Schliesslich enthalten nicht 
einmal die Beilagen zum Schreiben vom 10. April 2020 (KG act. A.I; Provisori-
scher Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden bezüglich die Hospitalisati-
on vom 14. Januar 2019 bis 26. Januar 2019, Arbeitsunfähigkeitszeugnis ab dem 
16. Juli 2019 bis 11. August 2019 sowie ein Unfallschein) einen entsprechenden 
Nachweis, dass der Beschwerdeführer und Gesuchsteller während der Zeitspanne 
ab dem 14. August 2019 (Mitteilungsdatum des Strafbefehls vom 13. August 
2019) hospitalisiert war. In diesem Sinne wäre auch das verspätete Schreiben des 
Beschwerdeführers und Gesuchstellers vom 13. Mai 2020 nicht erfolgverspre-
chend, selbst wenn es nicht verspätet eingereicht worden wäre.

3.6. Aus dem Gesagten folgt, dass auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 
und Gesuchstellers vom 10. April 2020 nicht einzutreten ist, da sie sich mit der 
vorinstanzlichen Argumentation nicht auseinandersetzt und damit nicht gehörig 
begründet ist.

4.1. Da die Eingabe vom 10. April 2020 (auch) als Beschwerde entgegenzu-
nehmen ist, wurde die versäumte Verfahrenshandlung – hier: die Einlegung des 
Rechtsmittels –innert Frist nachgeholt. Daran ändert nichts, dass die Beschwerde 
nicht hinreichend begründet ist und auf sie entsprechend nicht eingetreten werden 
kann. Denn dieser Mangel beschlägt nicht die Existenz eines Rechtsmittels, son-
dern deren Zulässigkeit. Gleichwohl erübrigt sich, auf den geltend gemachten 
Säumnisgrund im Gesuchverfahren zur Wiederherstellung der Beschwerdefrist 
näher einzugehen. Selbst wenn dem Gesuch entsprochen würde, wäre – wie so-
eben ausgeführt – innerhalb der wiederhergestellten Beschwerdefrist keine hinrei-
chend begründete Beschwerde gegen den Nichteintretensbeschluss des Regio-
nalgerichts Viamala vom 10. März 2020 erhoben worden. Unter diesen Umstän-
den hat der Beschwerdeführer und Gesuchsteller keinen praktischen Nutzen dar-
an, dass seinem Gesuch entsprochen wird (vgl. dazu oben E. 1.3). Denn selbst 
wenn das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist gutgeheissen wür-
de, könnte der Beschwerdeführer und Gesuchsteller daraus keinen praktischen 
Nutzen ableiten, weil auf die Beschwerde mangels rechtsgenüglicher Begründung 
nicht eingetreten werden kann. Die Wiederherstellung der Beschwerdefrist würde 
damit im Endeffekt keinen Einfluss auf die tatsächliche oder rechtliche Situation 
des Beschwerdeführers und Gesuchstellers haben, da eine Fristwiederherstellung 
nur gewissermassen Mittel zum Zweck ist und dieser Zweck – vorliegend das Ein-
treten auf die Beschwerde – durch die ungenügende Begründung der Beschwerde 
ohnehin nicht mehr erreicht werden kann.

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4.2. Auf das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ist aufgrund des 
fehlenden schutzwürdigen Interessens nicht einzutreten.

5. Da sich das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist gleicher-
massen wie auch die Beschwerde als offensichtlich unzulässig erweisen, ergeht 
die vorliegende Entscheidung gestützt auf Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterli-
cher Kompetenz.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu Lasten 
des Beschwerdeführers und Gesuchstellers. Was das Beschwerdeverfahren be-
trifft, tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unter-
liegens (Art. 428 Abs. 1 StPO), wobei als unterliegend auch die Partei gilt, auf de-
ren Rechtsmittel nicht eingetreten wird. Im Gesuchsverfahren können die Verfah-
renskosten dem Verursacher der fehlerhaften Verfahrenshandlung auferlegt wer-
den (Art. 417 StPO; Riedo, a.a.O., N 71 zu Art. 94 StPO), was vorliegend geboten 
ist. Gemäss Art. 8 der kantonalen Verordnung über die Gerichtsgebühren in Straf-
verfahren (VGS; BR 350.210) ist für Entscheide der Beschwerdekammer eine Ge-
richtsgebühr zwischen CHF 1'000.00 und CHF 5'000.00 zu erheben. Gemäss Art. 
10 VGS kann in Verfahren nach Art. 18 Abs. 3 GOG die Gerichtsgebühr nach Er-
messen des Gerichts hingegen herabgesetzt werden. In Anwendung dieser Be-
stimmung rechtfertigt sich vorliegend eine Herabsetzung der Verfahrenskosten auf 
CHF 500.00. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Auf das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird nicht ein-
getreten.

3. Die Kosten des Verfahrens von CHF 500.00 gehen zu Lasten von A._____.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

5. Mitteilung an: