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**Case Identifier:** cda77883-4652-58d3-a19e-26aa9d81bd40
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 17.06.2024 ZK1 2024 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-4_2024-06-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 17. Juni 2024
ZK1 2024 4

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister,
Josef Reichlin und Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin Julia Lüönd.

In Sachen A.________ S.A.,
Klägerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Beklagter und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend Widerspruchsklage
(Berufung gegen die Verfügung des Gerichtspräsidenten am Bezirksgericht 
Höfe vom 16. Januar 2024, ZGO 2024 5);-

hat die 1. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Berufungsführerin erhob am 11. Januar 2024 gestützt auf 
Art. 107 SchKG Widerspruchsklage gegen den Berufungsgegner mit den 
folgenden Rechtsbegehren (Vi-act. A/I):

1. Es sei die Pfändung Nr. xx der Vermögenswerte der Wider-
spruchsklägerin/Drittansprecherin als Inhaberin des Bankkontos 
Nummer yy bei der E.________ AG (Bank I) in der Betreibung 
Nr. zz des Betreibungsamts Höfe aufzuheben und diese 
Vermögenswerte seien aus dem Arrestbeschlag zu entlassen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Widerspruchsbeklagten.

und den folgenden prozessualen Anträgen:

1. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten, und 
zwar:

a) Weil die Drittansprecherin unbesehen und ohne dazu Anlass 
zu bieten in einen Prozess gezwungen wird und ihr die 
Klägerrolle aufgezwungen wurde.

b) Eventualiter, weil die einzigen Vermögenswerte der 
Widerspruchsklägerin und Drittansprecherin blockiert sind 
(Arrest, Pfändung, vorläufige Beschlagnahme im Strafver-
fahren) und daher kein Zugang zu Vermögenswerten be-
steht.

c) Subeventualiter, unter Abtretung/Zession der Forderung der 
Widerspruchsklägerin gegenüber der Bank an den Staat, zur 
Sicherung der Gerichtskosten.

d) Sub-Subeventualiter unter Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege.

2. Es seien die Edition der Akten des Betreibungsamts Höfe sowie 
der Akten des Kantonsgerichts Schwyz (Verfahren BEK 2023 94) 
anzuordnen und diese beizuziehen.

Der Gerichtspräsident am Bezirksgericht Höfe trat auf die Widerspruchsklage 
der Berufungsführerin mit Verfügung vom 16. Januar 2024 nicht ein und aufer-
legte ihr die Gerichtskosten von Fr. 300.00. Dagegen erhob die Berufungs-

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führerin am 29. Januar 2024 fristgerecht Berufung mit dem Antrag auf vollum-
fängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der 
Sache zur Neubeurteilung an den zuständigen Spruchkörper mit der Anwei-
sung an diesen, auf die Widerspruchsklage einzutreten. Eventualiter sei die 
Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese anzu-
weisen, die Klage an den Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe zur Prüfung der 
Eintretensvoraussetzungen weiterzuleiten. Alles unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (exkl. MWST) zulasten des Staates (KG-act. 1).

Der Berufungsgegner stellte am 31. Januar 2024 in der mit „Gesuch um 
Sicherheit für die Parteientschädigung sowie unentgeltliche Prozessführung 
und Verbeiständung“ betitelten Eingabe die folgenden Rechtsbegehren 
(KG-act. 5, S. 2, Ziff. 1–4) und prozessualen Anträge (KG-act. 5, S. 3, 
Ziff. 5 f.):

1. Es sei die Berufungsklägerin für das laufende Berufungsverfahren 
ZK1 2024 4 zu verpflichten, eine Sicherheitsleistung für die Partei-
entschädigung im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. a ZPO zu leisten 
und zwar in der Höhe von Fr. 2’000.00; eventualiter in der Höhe 
nach richterlichem Ermessen.

2. Es sei der Berufungsklägerin im Sinne von Art. 101 Abs. 1 ZPO 
eine Frist von fünf Tagen zur Bezahlung der Sicherheitsleistung 
gemäss Ziff. 1 vorstehend anzusetzen.

3. Es sei dem Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren 
ZK1 2024 4 die unentgeltliche Rechtspflege samt Verbeiständung 
durch den Unterzeichnenden zu gewähren.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher 
MWST zulasten der Gesuchsgegnerin.

5. Es sei Vormerk davon zu nehmen, dass sich die vorliegende 
Eingabe noch nicht inhaltlich zur Berufung äussert, sondern damit 
bloss Antrag auf Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung 
gestellt sowie ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und 
Verbeiständung eingereicht wird. Der Berufungsbeklagte wird sich 
mit separater Berufungsantwort und/oder Berufungsantwort innert 
Frist äussern.

6. Es seien dem Berufungsbeklagten die vorinstanzlichen Akten in-
kl. Widerspruchsklage und deren Beilagen zuzustellen, damit er 

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sich alsdann mit Berufungsantwort und/oder Anschlussberufung 
eingehend dazu äussern kann.

Am 7. Februar 2024 nahm die Berufungsführerin zum Gesuch um Sicherheit 
für die Parteientschädigung des Berufungsgegners fristgerecht (vgl. KG-act. 6) 
Stellung und ersuchte ihrerseits um unentgeltliche Prozessführung bzw. um 
Befreiung von der Leistung einer Sicherheit für die Parteientschädigung des 
Berufungsgegners sowie um Befreiung von der Leistung des mit Verfügung 
vom 30. Januar 2024 angesetzten Kostenvorschusses von Fr. 1’000.00 und 
um einstweilige Abnahme der Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses 
(KG-act. 8). Mit Eingabe vom 12. Februar 2024 (Postaufgabe 
13. Februar 2024) reichte der Berufungsgegner diverse Beilagen ein und 
beantragte die Abweisung des Gesuchs der Berufungsführerin um unentgeltli-
che Rechtspflege, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu 
deren Lasten (KG-act. 10). Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. Febru-
ar 2024 wurden sodann das Gesuch der Berufungsführerin um 
unentgeltliche Rechtspflege ebenso wie das Gesuch des Berufungsgegners 
um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung abgewiesen. Zudem 
wurde die Berufungsführerin dazu verpflichtet, für die Parteientschädigung des 
Berufungsgegners im Berufungsverfahren innert 5 Tagen seit Zustellung der 
verfahrensleitenden Verfügung eine Sicherheit von Fr. 2’000.00 zu bezahlen 
und einen Kostenvorschuss von Fr. 1’000.00 zu leisten (KG-act. 11).

Der Berufungsgegner erstattete am 28. Februar 2024 die Berufungsantwort 
mit den folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 16, Ziff. I.1 f.) sowie nachfolgen-
dem prozessualem Antrag (KG-act. 16, Ziff. I.3):

1. Die Berufung sei vollumfänglich, abzuweisen soweit darauf einzu-
treten ist, und die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten vom 
16. Januar 2024 (ZGO 2024 5) sei zu bestätigen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. gesetzlicher 
MWST) zulasten der Klägerin.

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3. Es seien die Akten des Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht 
Schwyz BEK 2023 94 in das laufende Berufungsverfahren zu edie-
ren.

Am 14. März 2024 reichte die Berufungsführerin eine unaufgeforderte Stel-
lungnahme zur Berufungsantwort ein (KG-act. 18), woraufhin der Rechtsver-
treter des Berufungsgegners am 15. April 2024 die Honorarnote vorlegte 
(KG-act. 20 f.).

2. Der Berufungsgegner macht zunächst geltend, der für die Berufung not-
wendige Streitwert von Fr. 10’000.00 sei vorliegend nicht erreicht 
(KG-act. 16, N 9), ohne dieses Vorbringen näher zu begründen oder sich mit 
der Bezifferung des Streitwerts im angefochtenen Entscheid von Fr. 84’000.00 
(angefochtene Verfügung, E. 5) auseinanderzusetzen. Insofern besteht kein 
Anlass, vom erstrichterlich festgesetzten Streitwert abzuweichen, der sich im 
Übrigen mit der Angabe der Berufungsführerin in ihrer Widerspruchsklage 
deckt, wonach der Streitwert der Klage wohl auf knapp Fr. 84’000.00 beziffert 
werden müsse, welcher Betrag der Gläubiger als sein Eigentum erkennen 
wolle (Vi-act. A/I, N 3; Art. 91 Abs. 2 ZPO; vgl. auch BGE 89 II 192, E. 1b).

3. Der Erstrichter begründete die angefochtene Nichteintretensverfügung 
damit, dass die Berufungsführerin mit Klageschrift vom 11. Januar 2024 beim 
Bezirksgericht Höfe Widerspruchsklage im Sinne von Art. 107 SchKG einge-
reicht habe. In der Klageschrift habe die Berufungsführerin ausgeführt, dass 
das Bezirksgericht Höfe sachlich zuständig sei. Die Überschrift habe „Sehr 
geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren Bezirksrichter“ ge-
lautet und am Schluss der Klageschrift habe die Berufungsführerin den Präsi-
denten sowie die Damen und Herren Bezirksrichter um antragsgemässe Ent-
scheidung ersucht. Zur Beurteilung von Widerspruchsklagen sei jedoch nicht 
das Kollegialgericht, sondern nach § 13 lit. c EGzSchKG der Einzelrichter zu-
ständig. Dem angerufenen Kollegialgericht fehle es somit an der sachlichen 
Zuständigkeit, weshalb auf die Klage präsidial nicht einzutreten sei (angefoch-
tene Verfügung, E. 1–3).

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a) Der Berufungsgegner stellt sich auf den Standpunkt, dass die Beru-
fungsführerin kein schutzwürdiges Interesse an der Abänderung der erstin-
stanzlichen Verfügung habe, weil sie ihre Widerspruchsklage am 
5. Februar 2024 beim Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe erneut eingereicht 
habe, welches Verfahren einstweilen sistiert worden sei (KG-act. 16, N 5 f.). 

aa) Dem steht einerseits entgegen, dass die Klageerhebung selbst bei Ein-
reichung an eine unzuständige Behörde trotz dieser Mangelhaftigkeit die 
Rechtshängigkeit auslöst (Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, 2021, Art. 63 ZPO N 1; Staehelin, in: Staehe-
lin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 3. A. 2019, § 12 N 4; Müller-Chen, 
in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 2. A. 2016, Art. 63 ZPO N 11 und Art. 62 N 29; Infanger, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, 3. A. 2017, Art. 63 ZPO N 2; Stanchieri/van der Stroom, 
Rechtshängigkeit bei fehlender Zuständigkeit und falscher Verfahrensart, in: 
SJZ 117/2021, S. 753 ff., S. 753; siehe auch BBl 2006 7277; BGE 138 III 610, 
E. 2.5.2 und Urteil des Bundesgerichts 4A_671/2016 vom 15. Juni 2017, 
E. 2.4). Nach dem Grundsatz der Zeitpriorität hat jedes später angerufene 
Gericht das Verfahren zu sistieren und (erst) einen Entscheid zu fällen, wenn 
die Zuständigkeit des erstangerufenen Gerichts rechtskräftig feststeht 
(Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 64 ZPO N 3). Die (Un-)Zuständigkeit des 
erstangerufenen Gerichts steht vorliegend angesichts der von der Berufungs-
führerin am 29. Januar 2024 erhobenen Berufung, die gemäss 
Art. 315 Abs. 1 ZPO die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochte-
nen Entscheids im Umfang der Anträge hemmt, (noch) nicht rechtskräftig fest. 
Dementsprechend sistierte der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe, bei dem 
die Berufungsführerin am 5. Februar 2024 – gemäss eigenen Angaben rein 
vorsorglich und aus Gründen der anwaltlichen Sorgfaltspflicht – die identische 
Widerspruchsklage eingereicht habe (s. KG-act. 18, N 3 und KG-act. 16/3, 
S. 2), als später angerufener Richter das Verfahren mit Verfügung vom 

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12. Februar 2024 (KG-act. 16/4) bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Ent-
scheids im vorliegenden Berufungsverfahren zu Recht. Angesichts der auf-
schiebenden Wirkung, die dem Rechtsmittel der Berufung gemäss 
Art. 315 Abs. 1 ZPO zukommt, ist im Übrigen nicht entscheidend, dass sich 
die Berufungsführerin laut Behauptung des Berufungsgegners bereits am 
25. Januar 2024 dazu entschieden habe, nach Art. 63 ZPO zu verfahren und 
die identische Klage beim zuständigen Gericht noch einmal einzureichen 
(KG-act. 16, N 7). Massgebend ist vielmehr, dass die Berufungsführerin zuerst 
ein Rechtsmittel mit Suspensivwirkung und erst später die Widerspruchsklage 
beim Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe einreichte – dies wie erwähnt mit 
dem Hinweis auf die anwaltliche Sorgfalt sowie mit einem Sistierungsantrag 
(vgl. hierzu Morf, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO-Kommentar, 
2. A. 2015, Art. 63 ZPO N 9a und Staehelin, a.a.O., § 12 N 4). 

Darüber hinaus sieht Art. 63 Abs. 1 ZPO vor, dass die Frist für die Neueinrei-
chung einer Eingabe mit dem Nichteintretensentscheid beginnt. Für den Fall, 
dass gegen diesen ein Rechtsmittel ergriffen wird, spricht sich ein Teil der 
Lehre dafür aus, dass die Frist nach Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO grundsätz-
lich mit der Eröffnung des Nichteintretensentscheids zu laufen beginne, es sei 
denn, dem Rechtsmittel komme Suspensivwirkung zu, dann beginne die er-
wähnte Frist erst mit der Eröffnung des Rechtsmittelentscheids (Sutter-Somm/
Hedinger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 63 ZPO N 11; Müller-
Chen, a.a.O., Art. 63 ZPO N 22–24). Nach anderer Lehrmeinung beginnt die 
Frist nach Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO mit der Zustellung des letzten, nicht 
mehr weitergezogenen oder nicht mehr weiterziehbaren Rechtsmittelent-
scheids (Berger-Steiner, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band III, 2014, Art. 63 ZPO N 47, 
m.w.H.; Droese, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 63 ZPO N 20; Stan-
chieri/van der Stroom, a.a.O., S. 759). Weil der Berufung wie erwähnt 

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aufschiebende Wirkung zukommt und bisher selbstredend kein Rechtsmittel-
entscheid vorlag, begann die Frist für die Neueinreichung der Widerspruchs-
klage im Sinne von Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO so oder anders gar noch 
nicht zu laufen. Der Fristbeginn fällt nach beiden Lehrmeinungen frühestens 
auf die Eröffnung des Rechtsmittelentscheids. Insofern kann die Neueinrei-
chung der Widerspruchsklage (nach Berufungserhebung) nicht zur Folge 
haben, dass im Berufungsverfahren das Rechtschutzinteresse an der Abände-
rung der angefochtenen Nichteintretensverfügung entfällt, zumal die 
Berufungsführerin die Widerspruchsklage aus Gründen der anwaltlichen Sorg-
falt neu einreichte, bevor die Frist für die Neueinreichung überhaupt zu laufen 
begann.

bb) Andererseits steht der eingangs erwähnten Rüge eines angeblich 
fehlenden Rechtschutzinteresses entgegen, dass das Bundesgericht eine 
Lehrmeinung, wonach es in Bezug auf das Rechtsmittel gegen einen Nichtein-
tretensentscheid an der erforderlichen Beschwer mangle, wenn das Verfahren 
vor dem Hintergrund von Art. 63 ZPO bei der neu angerufenen Instanz ver-
bindlich seinen Fortgang gefunden habe, als nicht überzeugend erachtete. 
Das Bundesgericht erwog, die betroffene Person bleibe durch den Nichteintre-
tensentscheid, der in der Regel Kosten- und Entschädigungsfolgen nach sich 
ziehe, beschwert. Aber auch davon unabhängig sei eine Partei beschwert, 
wenn nicht das von ihr angerufene Gericht die Klage behandle 
(BGE 138 III 610, E. 2.5 ff.). Dieser Rechtsprechung folgend ist ein 
schutzwürdiges Interesse der Berufungsführerin an der Abänderung der ange-
fochtenen Nichteintretensverfügung wegen sachlicher Unzuständigkeit, mit 
der ihr die Gerichtskosten auferlegt wurden, zu bejahen. Dies insbesondere 
auch deshalb, weil das Widerspruchsverfahren bei der neu angerufenen 
Instanz wie vorstehend dargelegt noch keinen verbindlichen Fortgang fand, 
sondern bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids im hängigen Be-
rufungsverfahren sistiert wurde (KG-act. 16/4).

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dd) Somit hat die Berufungsführerin trotz erneuter nachträglicher Einrei-
chung der Widerspruchsklage beim Einzelrichter der Vorinstanz ein schutz-
würdiges Interesse an der Abänderung der angefochtenen Nichteintretensver-
fügung.

4. Die Berufungsführerin vertritt im Berufungsverfahren zusammengefasst 
den Standpunkt, dass die Vorinstanz die Klage von Amtes wegen intern an 
den zuständigen Spruchkörper weiterzuleiten gehabt hätte und dass insofern 
kein Nichteintretensentscheid hätte ergehen dürfen (KG-act. 1, N 13–19).

a) Wird eine Eingabe, auf die mangels Zuständigkeit nicht eingetreten wur-
de, innert eines Monats seit dem Nichteintretensentscheid beim zuständigen 
Gericht neu eingereicht, so gilt als Zeitpunkt der Rechtshängigkeit das Datum 
der ersten Einreichung (Art. 63 Abs. 1 ZPO). Gemäss der auf diese Bestim-
mung Bezug nehmenden bundesgerichtlichen Praxis obliegt es der klagenden 
Partei, ihre Klage beim zuständigen Gericht und in der richtigen Verfahrensart 
anhängig zu machen. Entsprechende Mängel haben das Nichteintreten zur 
Folge. Die Überweisung von Amtes wegen ist in der Zivilprozessordnung be-
wusst nicht vorgesehen, weil der Gesetzgeber die damit einhergehende 
Zusatzbelastung der Gerichte vermeiden wollte (Urteile des Bundesgerichts 
8C_223/2016, 8C_225/2016 vom 13. September 2016, E. 3.2.3.2 und 
4A_332/2015 vom 10. Februar 2016, E. 4.2). Demgegenüber liess das Bun-
desgericht bisher offen, wie das Gericht vorzugehen hat, wenn unklar ist, von 
welchem Spruchkörper die klagende Partei ihre Eingabe beurteilt haben will, 
etwa weil sie sich hierzu nicht äussert oder wenn anzunehmen ist, sie habe 
die Eingabe versehentlich an den falschen Spruchkörper adressiert (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_332/2015 vom 10. Februar 2016, E. 4.4.2; vgl. auch Urteil 
des Bundesgerichts 5A_955/2020 vom 3. Dezember 2020, E. 3). Eine interne 
Weiterleitung an den sachlich zuständigen Spruchkörper ist gemäss der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung jedenfalls dann nicht angebracht, wenn 
feststeht, dass die klagende Partei ihre Klage genau durch den angerufenen 

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Spruchkörper und in der von ihr gewählten Verfahrensart beurteilt haben 
möchte. Dann hat dieser Spruchkörper über die Zulässigkeit der Klage zu ent-
scheiden. Kommt er zum Schluss, dass die Prozessvoraussetzungen nicht 
vorliegen, trägt es der zivilprozessualen Dispositionsbefugnis der klagenden 
Partei Rechnung, wenn auf ihre Klage nicht eingetreten und ihr damit die Wahl 
gelassen wird, ihr Begehren unter den Voraussetzungen von Art. 63 ZPO bei 
der zuständigen Behörde und im richtigen Verfahren neu einzureichen oder 
eben auch nicht (Urteil des Bundesgerichts 4A_332/2015 vom 
10. Februar 2016, E. 4.4.2).

b) Gemäss § 13 lit. c des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs (EGzSchKG, SRSZ 270.110) beurteilt das Be-
zirksgericht Widerspruchsklagen (Art. 107, Art. 108 SchKG) einzelrichterlich 
ohne Rücksicht auf den Streitwert. Die Berufungsführerin adressierte ihre 
Widerspruchsklage zwar an das Bezirksgericht (Vi-act. A/I, S. 1) und führte 
unter dem Titel „Zuständigkeit“ aus, weil die Gerichtsstände gemäss 
Art. 109 zwingend und auch im internationalen Verhältnis anwendbar seien, 
sei das Bezirksgericht Höfe als Gericht am Betreibungsort für die Wider-
spruchsklage sachlich und örtlich zuständig (Vi-act. A/I, N 3). Die kantonale 
Zuständigkeitsregelung in § 13 lit. c EGzSchKG oder eine andere (kantonale) 
Bestimmung, gestützt auf diese sie von der sachlichen Zuständigkeit des Be-
zirksgerichts ausging, erwähnte sie jedoch nicht. Im Rechtsmittelverfahren 
macht die Berufungsführerin geltend, die sachliche Zuständigkeit des Einzel-
richters am Bezirksgericht Höfe für die Beurteilung von Widerspruchsklagen 
sei unbestritten (KG-act. 1, N 13). Insofern ist nicht davon auszugehen, dass 
die Berufungsführerin ihre Klage bewusst an das Bezirksgericht Höfe anstelle 
an dessen Einzelrichter adressierte und ihre Klage durch das angerufene Be-
zirksgericht behandelt haben wollte. Anzunehmen ist aufgrund der fehlenden 
Bezeichnung einer Rechtsgrundlage hinsichtlich der sachlichen Zuständigkeit 
vielmehr, dass sie sich mit ihrer Klage aus Versehen, wohl mangels Klärung 
der kantonalen Regelung der sachlichen Zuständigkeit, an das Bezirksgericht 

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Höfe statt an dessen Einzelrichter wandte. Somit ist eine Weiterleitung an den 
zuständigen Spruchkörper nach der vorstehend in E. 4a dargelegten bundes-
gerichtlichen Praxis nicht von vornherein ausgeschlossen.

c) Wie bereits erwähnt ist eine Überweisung einer bei einer unzuständigen 
Behörde eingereichten Eingabe an die zuständige in der Zivilprozessordnung 
bewusst nicht vorgesehen, weil der Gesetzgeber die damit einhergehende 
Zusatzbelastung der Gerichte vermeiden wollte (Urteile des Bundesgerichts 
4A_332/2015 vom 10. Februar 2016, E. 4.2, m.H.a. BBl 2006 7277 und 
5A_998/2021 vom 24. Januar 2022, E. 2). Ergibt sich die Unzuständigkeit aus 
verschiedenen Spruchkörpern innerhalb ein und desselben Gerichts 
(beispielsweise Einzelrichter statt Kollegialgericht), spricht sich eine Mehrheit 
der Lehre aber dennoch dafür aus, dass die Parteieingabe seitens des unzu-
ständigen Spruchkörpers an die zuständige Stelle weiterzuleiten ist, weil die 
Zuteilung einer Streitsache an die sachlich zuständige Abteilung innerhalb des 
gleichen Gerichts auch bei falscher oder ungenauer Bezeichnung von Amtes 
wegen zu erfolgen hat (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 63 ZPO N 6, m.w.H., 
Berger-Steiner, a.a.O., Art. 63 ZPO N 22; Droese, a.a.O., Art. 63 ZPO N 22; 
Leuenberger/Uffer-Tobler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2010, N 7.19; 
Stanchieri/van der Stroom, a.a.O., S. 755; Zingg, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 2012, 
Art. 60 ZPO N 52; Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich NP190016-O 
vom 10. Oktober 2019, E. II.7 = ZR 118 [2019] Nr. 60; a.M. Müller-Chen, 
a.a.O., Art. 63 ZPO N 19). Gemäss § 30 Abs. 1 des Justizgesetzes 
(JG, SRSZ 231.110) behandelt das Bezirksgericht seine Geschäfte nach 
Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen als Gesamtgericht, in Kammern 
oder einzelrichterlich. Demzufolge ergibt sich die vorliegende 
(Un-)Zuständigkeit aus verschiedenen Spruchkörpern innerhalb des Bezirks-
gerichts Höfe. Eine interne Überweisung der Sache innerhalb des Bezirksge-
richts Höfe, bei dem dieselben drei Bezirksrichter nicht nur als Vorsitzende 
sämtlicher Kammern, sondern auch als einzige Einzelrichter amtieren (Staats-

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kalender des Kantons Schwyz 2022–2024, S. 159), hat angesichts dieser 
Organisation denn auch keine relevante Zusatzbelastung des Gerichts zur 
Folge. Im Gegenteil, die Neueinreichung der Widerspruchsklage beim Einzel-
richter am Bezirksgericht Höfe dürfte mehr Aufwand bereiten bzw. bereitet 
haben als die abgelehnte Weiterleitung mittels Nichteintretensentscheids. Für 
die interne Weiterleitung an den zuständigen Spruchkörper spricht ferner, 
dass der Grundsatz von Treu und Glauben im Sinne von Art. 52 ZPO auch für 
das Gericht gilt und dieses insofern gehalten ist, eine irrtümlich an eine unrich-
tige Stelle innerhalb des Gerichts adressierte Klage ohne Weiteres an den 
zuständigen Spruchkörper weiterzuleiten (ZR 118 [2019] Nr. 60, Regeste). 
Somit ist die vorinstanzliche Nichteinretensverfügung antragsgemäss aufzu-
heben und die Vorinstanz ist in Gutheissung des Eventualantrags der Beru-
fungsführerin anzuweisen, die Widerspruchsklage vom 11. Januar 2024 an 
den Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe zur Prüfung der Eintretensvoraus-
setzungen weiterzuleiten. Die von der Berufungsführerin in erster Linie bean-
tragte Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an den zuständigen 
Spruchkörper mit der Anweisung an diesen, auf die Widerspruchsklage einzu-
treten, kommt angesichts dessen, dass die (weiteren) Eintretensvorausset-
zungen nicht Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind und 
somit ungeprüft zu bleiben haben, nicht infrage.

5. Zusammengefasst ist die angefochtene Nichteintretensverfügung in teil-
weiser Gutheissung der Berufung aufzuheben und die Sache zur Weiterlei-
tung an den zuständigen Spruchkörper an die Vorinstanz im Sinne der 
Erwägungen zurückzuweisen (Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO).

a) In einem Rückweisungsentscheid kann die obere Instanz die Verteilung 
der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens nach Art. 104 Abs. 4 ZPO der 
Vorinstanz überlassen. Das Bundesgericht gesteht den kantonalen Rechtsmit-
telinstanzen in Bezug auf die Kosten bei Rückweisungsentscheiden indes ein 
erhebliches Ermessen zu und erachtet es vor diesem Hintergrund nicht als 

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willkürlich, wenn die Rechtsmittelinstanz die Verteilung der Kosten des 
Rechtsmittelverfahrens selbst vornimmt und diese entsprechend dem Aus-
gang dieses Verfahrens verteilt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_517/2015 
vom 7. Dezember 2015, E. 3). Aufgrund der zu Unrecht nicht gewährten inter-
nen Weiterleitung der Widerspruchsklage an den zuständigen Spruchkörper 
durch die Vorinstanz würde es sich rechtfertigen, die Kosten des Berufungs-
verfahrens der Bezirksgerichtskasse aufzuerlegen. Weil es sich bei der feh-
lenden internen Weiterleitung aber um einen zukünftig leicht behebbaren 
Mangel handelt, verzichtet das Kantonsgericht unpräjudiziell auf die Kosten-
auferlegung an das Bezirksgericht.

b) Ob die in Art. 107 Abs. 2 ZPO verankerte Staatshaftung bloss die Ge-
richts- oder auch die Parteikosten umfasst, ist umstritten (vgl. Rüegg/Rüegg, 
in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, 3. A. 2017, Art. 107 ZPO N 11; vgl. Jenny, in: Sutter-Somm/
Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, 3. A. 2016, Art. 107 ZPO N 25 f.). Das Bundesgericht erwog in 
BGE 138 III 471 die infolge eines unzutreffenden Entscheids eines Bezirksge-
richts entstandenen Gerichts- und Parteikosten seien nicht von den Parteien 
veranlasst worden, weshalb es sich rechtfertige, diese gestützt auf 
Art. 107 Abs. 2 ZPO dem Kanton aufzuerlegen. Demgegenüber erblickte das 
Bundesgericht in der Auffassung des Obergerichts des Kantons Zürich keine 
Willkür, wonach Art. 107 Abs. 2 ZPO keine Grundlage dafür biete, einen Kan-
ton zur Tragung einer Parteientschädigung zu verpflichten (BGE 140 III 385, 
E. 4.1). Laut § 83 Abs. 2 JG sind im Kanton Schwyz Kosten, die keine Partei 
veranlasste oder die durch einen offensichtlichen Fehlentscheid entstanden, in 
der Regel der Gerichtskasse aufzuerlegen. Unter ausserordentlichen Umstän-
den kann es sich als angemessen erweisen, gestützt auf § 83 Abs. 2 JG nicht 
nur die Gerichtskosten, sondern auch eine Parteientschädigung der Gerichts-
kasse zu belasten. Nach der Praxis des Kantonsgerichts rechtfertigt sich diese 
Kostenverteilung dann, wenn die korrigierte Verfügung allein auf einen Fehler 

Kantonsgericht Schwyz 14

der Behörde oder des Gerichts und nicht auf einen Parteiantrag zurückgeht 
und wenn sich im Rechtsmittelverfahren auch der Rechtsmittelgegner nicht 
mit diesem Entscheid identifiziert (Beschluss ZK2 2019 36 vom 22. November 
2019, E. 4, m.w.H.; vgl. EGV-SZ 2014, A 2.1, E. 4b). Diese letzte Vorausset-
zung ist vorliegend nicht erfüllt, weil der Berufungsgegner im Rechtsmittelver-
fahren die Abweisung der Berufung beantragt und geltend macht, eine interne 
Prozessüberweisung sei gesetzlich nicht vorgesehen und mithin unmöglich 
(KG-act. 16, N 11–14). Folglich identifizierte sich der Berufungsgegner mit der 
angefochtenen Nichteintretensverfügung, weshalb die Parteientschädigung 
nicht der Gerichtskasse zu belasten ist.

Weil die Berufungsführerin im Rechtsmittelverfahren mit der beantragten 
Rückweisung an die Vorinstanz abgesehen von der beantragten Weisung an 
die Vorinstanz, auf die Widerspruchsklage einzutreten, weitgehend obsiegt 
und einzig im Hinblick auf die beantragte unentgeltliche Rechtspflege sowie 
die Ablehnung des Gesuchs des Berufungsgegners um Sicherheit für die Par-
teientschädigung nicht durchgingt (vgl. KG-act. 11), rechtfertigt es sich, dass 
der Berufungsgegner die Berufungsführerin zu vier Fünfteln und die 
Berufungsführerin den Berufungsgegner zu einem Fünftel zu entschädigen hat 
(Art. 106 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 ZPO). Die Ent-
schädigung spricht das Gericht gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO nach den Tarifen 
zu (Art. 96 ZPO). Im Berufungsverfahren beträgt das Honorar 20 bis 60 % der 
in § 8 und § 9 GebTRA festgesetzten Ansätze, wobei der noch vor der 
Berufungsinstanz infrage kommende Streitwert massgebend ist 
(§ 11 GebTRA; vgl. vorstehend E. 2). Folglich bewegt sich der Tarifrahmen für 
diesen Berufungsprozess zwischen Fr. 660.00 (20 % von Fr. 3’300.00) bis 
Fr. 5’550.00 (60 % von Fr. 9’250.00). Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt 
sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer 
Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem 
notwendigen Zeitaufwand (§ 2 GebTRA). Wird die Vergütung pauschal zuge-
sprochen, gilt die Mehrwertsteuer als in diesem Betrag enthalten 

Kantonsgericht Schwyz 15

(§ 2 Abs. 2 GebTRA). Die Berufungsführerin reichte keine spezifizierte 
Kostennote ins Recht, weshalb die Vergütung nach pflichtgemässem Ermes-
sen festzusetzen ist (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Weil sich im Berufungsverfahren 
gegen den vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid einzig prozessrechtliche 
Fragen stellten und die Schwierigkeit der Streitsache insgesamt nicht als hoch 
zu bewerten ist, ist die volle Entschädigung der Berufungsführerin für die 
neunseitige Berufung (KG-act. 1), die zweiseitige Eingabe vom 
7. Februar 2024 (KG-act. 8), die einseitige Eingabe vom 16. Februar 2024 
(KG-act. 12) und die knapp vierseitige Eingabe vom 14. März 2024 
(KG-act. 18) ermessensweise auf pauschal Fr. 2’000.00 festzusetzen (in-
kl. Auslagen und MWST), wovon ihr wie dargelegt vier Fünftel, d.h. 
Fr. 1’600.00 (inkl. Auslagen und MWST), zustehen. Der Berufungsgegner 
reichte eine Honorarnote über total Fr. 2’161.40 (inkl. MWST und Auslagen 
von Fr. 5.80) für einen Zeitaufwand von 8.67 Stunden à Fr. 230.00 
(KG-act. 20/1) ein. Diese Entschädigung liegt innerhalb des genannten Hono-
rarrahmens und erscheint in Würdigung der Kriterien gemäss 
§ 2 Abs. 1 GebTRA sowie in Berücksichtigung der genannten Umstände, ins-
besondere der knapp siebenseitigen Eingabe vom 31. Januar 2024 
(KG-act. 5), der fünfseitigen Eingabe vom 13. Februar 2024 (KG-act. 10), der 
achtseitigen Berufungsantwort vom 28. Februar 2024 (KG-act. 16) und der 
einseitigen Eingabe vom 15. April 2024 (KG-act. 20), angemessen. Die Ent-
schädigung des Berufungsgegners beträgt somit Fr. 432.30 (= 1/5 von 
Fr. 2’161.40). Nach Verrechnung der gegenseitigen Ansprüche hat der Beru-
fungsgegner die Berufungsführerin folglich (reduziert) mit Fr. 1’167.70 
(= Fr. 1’600.00 - Fr. 432.30) zu entschädigen. Die mit Verfügung vom 15. Fe-
bruar 2024 (KG-act. 11) angeordnete, von der Berufungsführerin geleistete 
Sicherheit für die Parteientschädigung des Berufungsgegners von Fr. 2’000.00 
wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 
Beschlusses aus der Kantonsgerichtskasse ausgangsgemäss zurückerstat-
tet;-

Kantonsgericht Schwyz 16

beschlossen:

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung wird die Verfügung ZGO 2024 5 
des Gerichtspräsidenten am Bezirksgericht Höfe vom 16. Januar 2024 
aufgehoben und die Sache zur Weiterleitung an den zuständigen 
Spruchkörper an die Vorinstanz im Sinne der Erwägungen zurückgewie-
sen.

2. Auf eine Erhebung von Kosten für das Berufungsverfahren wird verzich-
tet. Der von der Berufungsführerin geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 1’000.00 wird ihr nach definitiver Erledigung zurückerstattet.

3. Der Berufungsgegner wird verpflichtet, der Berufungsführerin für das 
Berufungsverfahren eine reduzierte Entschädigung von Fr. 1’167.70 (in-
kl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Die von der Berufungsführerin geleistete Sicherheit für die Parteien-
tschädigung des Berufungsgegners von Fr. 2’000.00 wird ihr nach 
definitiver Erledigung aus der Kantonsgerichtskasse zurückerstattet.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in 
Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die 
Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen. Der Streitwert beträgt Fr. Fr. 84’000.00.

Kantonsgericht Schwyz 17

6. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt 
D.________ (2/R), die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) sowie nach 
definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/A) und an die Kantonsge-
richtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 17. Juni 2024  amu