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**Case Identifier:** 4d82c5c3-0941-58a6-9c46-7da6e87bd09e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.04.2016 200 2015 329
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-329_2016-04-20.pdf

## Full Text

200 15 329 IV
SCP/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. April 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/329, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 27. Mai 2011 unter Hinweis auf eine Rückenoperation 
sowie eine verstopfte Vene im linken Bein bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeila-
gen [AB] 3). Nach Vornahme erwerblicher und medizinsicher Abklärungen, 
insbesondere der Einholung eines orthopädisch-psychiatrischen Gutach-
tens vom 22. September 2014 (Exploration vom 4. Juli 2014 [AB 60.1 f.]), 
sah die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit Vorbescheid 
vom 10. Dezember 2014 (AB 62) bei einem Invaliditätsgrad von 10 % die 
Abweisung des Leistungsbegehrens vor. Daran hielt sie auf Einwand des 
Versicherten (AB 65, 68) fest und verfügte am 11. März 2015 (AB 72) wie 
vorbescheidweise angekündigt. Die IVB erwog, körperlich angepasste 
leichte Tätigkeiten seien vollumfänglich möglich und zumutbar.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 10. April 2015 Beschwerde. Unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge lässt er die folgenden Rechtsbegehren stellen:

Die Verfügung vom 11. März 2015 sei aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab dem 1. De-
zember 2011 bis zum 30. September 2014 eine ganze Rente der IV 
auszurichten.
Eventualiter: Die Verfügung vom 11. März 2015 sei aufzuheben und 
die Sache sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese die medizinischen Abklärungen im Sinne der nachfolgenden 
Begründung vornehme.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, die Beschwerde sei abzuweisen, die Verfahrenskosten seien dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen und es sei keine Parteientschädigung aus-
zurichten.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. März 2015 (AB 72). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, insbesonde-
re derjenige für die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis 30. September 2014 
(vgl. Beschwerde S. 1, Rechtsbegehren 1; vgl. auch AB 68 i.V.m. 60.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S  346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b). 

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

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sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 20. Juni 2011 (AB 9 S. 3 ff.) hielt Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Fenestration, Rhizotomie, Dekom-
pression und Sequester partieller Diskektomie L5 / S1 links (vom 16. Au-
gust 2010 [vgl. AB 9 S. 18 f.]), eine Schulterkontusion und ein Impinge-
mentsyndrom rechts nach Sturz am 1. Februar 2010 sowie einen Status 
nach Kortisoninfiltration am 26. Februar und 6. Dezember 2010 fest. Sie 
stellte zudem mehrere Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
(S. 3 Ziff. 1.1). Aktuell bestünden Schmerzen im Rückenbereich, ausstrah-
lend bis zum Knie links, weiter eine Parästhesie des linken Fusses (S. 4 
Ziff. 1.4). Schmerzfreies Laufen oder Sitzen sei nicht länger als 30 Minuten 
möglich (S. 6 Ziff. 1.7). Die Hausärztin attestierte vom 27. April bis 1. Mai 
2009, vom 12. August bis 3. September 2010, am 28. und 29. Oktober 
2010 sowie ab dem 19. April 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 5).

3.1.2 Am 31. Oktober 2011 führte Dr. med. C.________ aus, der Be-
schwerdeführer klage seit ungefähr einem Jahr über Schulterschmerzen 
rechts, wobei nach einer Steroidinfiltration ein deutlicher Schmerzrückgang 
erfolgt sei. Im Oktober 2011 sei nun eine neue Vorstellung aufgrund der 
gleichen Symptomatik erfolgt (AB 23 S. 2). Am 14. November 2011 attes-
tierte die Ärztin eine nach wie vor bestehende Arbeitsunfähigkeit von 50 % 
wegen des Rückens und zusätzlich 50 % wegen der lädierten Schulter 
(AB 23 S. 1).

3.1.3 Im Verlaufsbericht vom 7. Mai 2013 (AB 42 S. 1 f.) machte Dr. med. 
C.________ eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands gel-
tend. Am 3. Februar 2013 habe sich durch Ausrutschen ein Sturz auf die 

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linke Schulter ereignet. Der MRI-Befund habe eine Ruptur der Supraspina-
tussehne ergeben. Seit dem 13. Februar 2009 bestehe eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit (vgl. auch Bericht vom 13. Juli 2013 [AB 45 S. 2 Ziff. 5]).

3.1.4 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte in seinem Bericht vom 
29. Januar 2014 (AB 51) die folgenden Diagnosen:

Chronisch persistierende Lumbalgien und lumboradikuläre Beschwer-
den links mit diffus sensomotorischem Ausfall bei Schmerzchronifizie-
rung und Symptomausweitung bei St. n. Microdiscektomie L5/S1 links 
vom 16. August 2010 bei lumboradikulärem Schmerz- und sensomo-
torischem Ausfallsyndrom L5 links bei kranial sequestrierter Diskus-
hernie L5/S1 links;
Massive posttraumatische Tendinopathie, DD: kleine ventrale trans-
murale Supraspinatussehnenruptur linke Schulter;
St. n. Schulterarthroskopie mit Supraspinatussehnenrekonstruktion 
rechts am 21. März 2012.

Er führte aus, seit gut einem Jahr bestünden wieder vermehrt Kreuz-
schmerzen und auch eine Schmerzausstrahlung in das linke Bein mit 
Ameisenlaufen. Mit dem Resultat der Operation an der rechten Schulter im 
März 2012 sei der Beschwerdeführer sehr zufrieden. Es liege jedoch eine 
chronifizierte Situation mit Lumbalgien und teilweise lumboradikulären 
Schmerzen am linken Bein vor.

3.1.5 Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 53) 
wurde der Beschwerdeführer am 4. Juli 2014 von den Dres. med. 
E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, und F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, von der MEDAS, bidisziplinär untersucht. 

Im Gutachten vom 22. September 2014 (AB 60.1) hielten die Ärzte im poly-
disziplinären Konsens die folgenden (orthopädischen) Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 8 f. Ziff. 6.1, S. 31 Ziff. 11.1):

Reruptur der Supraspinatussehne bei Status nach Rekonstruktion 
03/2012 mit Bicepssehnentenodese und Acromioclaviculargelenksar-
throse mit Restimpingement rechts;
Acromioclaviculargelenksarthrose mit Impingement und Supraspina-
tussehnenruptur links;
Pseudolumboischialgie links bei Status nach Fenestration, Rhizotomie 
und partieller Discektomie L5/S1 links 08/2010 mit Osteochondrose, 
Discusbulging und Facettengelenksarthrose L5/S1 und möglicher Af-

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fektion der Nervenwurzel L5 links sowie Facettengelenksarthrose L3-
5.

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Unkarthrose der distalen 
Halswirbelsäule sowie eine Präadipositas (S. 9 Ziff. 6.2, S. 31 Ziff. 11.2). 
Aus psychiatrischer Sicht bestünden weder Diagnosen mit noch solche 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 23 Ziff. 6). Trotz der chroni-
schen Schmerzsymptomatik bestünden seit jeher keine psychischen 
Störungen mit Krankheitswert und es fänden sich keine Hinweise für de-
pressive Störungen oder Angststörungen. Der Explorand wirke psychopa-
thologisch weitgehend unauffällig und er habe bisher auch keine psychiatri-
sche oder psychotherapeutische Behandlung erhalten (AB 60.2 S. 15).

In der bisherigen Tätigkeit als ..., einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit mit 
gelegentlichem Heben und Tragen von schwereren Lasten (Koffern), be-
trage die Arbeitsfähigkeit gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eines nor-
malen Pensums seit dem Zeitpunkt der jetzigen Begutachtung (4. Juli 
2014) 60 %. Der vorangehende Zeitraum könne orthopädisch retrospektiv 
nicht beurteilt werden, da die aktuellen Diagnosen von den früheren diffe-
rierten und nicht klar sei, seit wann sie effektiv bestünden (S. 31 Ziff. 12.1). 
Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungs-
weise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei 
häufig inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen eingenommen 
und Arbeiten über der Horizontalen durchgeführt werden müssten, könnten 
seit jeher gesamthaft bei voller Stundenpräsenz vollumfänglich (Arbeitsun-
fähigkeit 0 %) zugemutet werden, ausgenommen die jeweiligen postopera-
tiven Rehabilitationsphasen nach den Eingriffen an der rechten Schulter 
und der Lendenwirbelsäule (S. 31 f. Ziff. 12.2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 22. September 2014 (AB 60.1) erfüllt 
die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und er-
bringt grundsätzlich vollen Beweis. Die vorhandenen medizinischen Akten 
belegen und es ist zwischen den Parteien denn auch unbestritten, dass der 
Beschwerdeführer ausschliesslich aufgrund eines somatischen Gesund-
heitsschadens bzw. wegen seiner Rücken- und Schulterbeschwerden in 
seinem funktionellen Leistungsvermögen beeinträchtigt ist. Insoweit erge-
ben sich die Einschränkungen ausschliesslich aufgrund der jeweiligen Si-
tuation an den Schultern und am Rücken.

3.3.1 Was die Arbeitsfähigkeit ab dem Begutachtungszeitpunkt am 4. Juli 
2014 angeht, so ist unstreitig und medizinisch belegt, dass ab diesem Zeit-
punkt von einer vollen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in körperlich leichten 
Tätigkeiten entsprechend dem vom orthopädischen Gutachter umschriebe-
nen Zumutbarkeitsprofil auszugehen ist (AB 60.1 S. 31 Ziff. 12.2, AB 68, 
Beschwerde S. 1, Rechtsbegehren 1).

3.3.2 Hinsichtlich der hier umstrittenen Arbeitsfähigkeit ab 1. Dezember 
2011 bis zum Begutachtungszeitpunkt gilt das Folgende: 

Was den Eintritt der vorliegend relevanten Arbeitsunfähigkeit betrifft, kann 
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 6 
Art. 3) nicht auf die von ihm zitierten Berichte der Hausärztin Dr. med. 
C.________ und eine damit einhergehende Arbeitsunfähigkeit ab dem 
27. April 2009 abgestellt werden. Zwar attestierte Dr. med. C.________ in 

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ihrem Bericht vom 12. Dezember 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 
dem genannten Zeitpunkt bis auf weiteres (AB 37 S. 2 Ziff. 5) und im Be-
richt vom 7. Mai 2013 bereits eine solche ab dem 13. Februar 2009 (AB 42 
S. 2 Ziff. 5). In ihrem früheren Bericht vom 20. Juni 2011 hatte sie demge-
genüber die Arbeitsunfähigkeit ab dem 27. April 2009 lediglich für vier Tage 
bis zum 1. Mai 2009 bescheinigt (AB 9 S. 5). Weiter korreliert eine Arbeits-
unfähigkeit ab dem 27. April 2009 nicht mit den übereinstimmenden Anga-
ben des Beschwerdeführers gegenüber der Arbeitslosenkasse, welcher 
eine Arbeitsunfähigkeit erstmals zufolge der Operation vom 16. August 
2010 (Fenestration, Rhizotomie, Dekompression und Sequester partieller 
Diskektomie L5 / S1 links [AB 9 S. 18]) gemeldet wurde (AB 6 S. 2 Ziff. 10, 
S. 4). Demgegenüber ist nach der Aktenlage davon auszugehen, dass 
nach dieser erstmaligen Schulteroperation im August 2010 mit Bezug auf 
eine mittelschwere (wie auch eine schwere) Tätigkeit fortwährend eine 
mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen war (vgl. AB 9 S. 11 f., 
15, 19, AB 20 S. 3 Ziff. 1.6 sowie MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über 
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 303 N. 32). Bei einer An-
meldung zum Leistungsbezug am 27. Mai 2011 (Eingang bei der Be-
schwerdegegnerin am 30. Mai 2011 [AB 3]) fällt der frühestmögliche Ren-
tenbeginn in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG – Entstehung des Renten-
anspruchs frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltend-
machung – damit auf den 1. Dezember 2011, was vom Beschwerdeführer 
unbestritten ist.

3.3.3 Es mag zutreffen, dass sich der orthopädische MEDAS-Gutachter 
aufgrund der differenten Diagnosen bzw. bildgebenden Befunde ausser-
stande sah, die Arbeitsfähigkeit retrospektiv zu beurteilen (vgl. AB 60.1 
S. 10 f. Ziff. 7.5 und 8.1). Festzustellen ist dabei jedoch, dass er schwer-
wiegendere Befunde feststellte, als sie die behandelnden Ärzte vorgefun-
den hatten, führte er doch aus, der behandelnde Orthopäde Dr. med. 
D.________ habe die Facettengelenksarthrosen L3 bis L5 wie auch die 
Osteochondrose mit Facettengelenksarthrose und Discusbulging L5/S1 mit 
möglicher Affektion der Nervenwurzel L5 links, welche die lumbalen 
Schmerzen zu einem guten Teil erklären könnten, nicht erwähnt. Auch 
dessen Praxispartner Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe angegeben, 

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dass der Beschwerdeführer beschwerdefrei sei, obwohl mit der aktivierten 
Acromioclaviculargelenksarthrose mit Restimpingement und Reruptur der 
Supraspinatussehne im MRI das Gegenteil dokumentiert sei (AB 60.1 S. 10 
Ziff. 7.5). Indessen hält der MEDAS-Gutachter den Beschwerdeführer in 
einer angepassten Tätigkeit trotz dieser Befunde für voll arbeits- und leis-
tungsfähig (AB 60.1 S. 11 Ziff. 8.2).

3.3.4 Mit Bericht vom 29. September 2010 ging Dr. med. D.________ 
prognostisch davon aus, nach der Operation vom 16. August 2010 (vgl. 
AB 9 S. 18) könne ab Mitte November 2010 wiederum eine Arbeitstätigkeit 
mit Rückenbelastung erfolgen (AB 9 S. 11, AB 20 S. 3 Ziff. 1.6). Im Bericht 
vom 20. Juni 2011 hielt die Hausärztin wechselbelastende Tätigkeiten ab 
April 2011 für medizinisch zumutbar, jedoch nicht ganztags (AB 9 S. 8). Im 
Oktober 2011 wurde sodann ein MRI der Lendenwirbelsäule erstellt, wel-
ches postoperativ eine deutlich kleinere Diskushernie links sowie eine an-
grenzende um die Nervenwurzel herum vermehrte Kontrastmittelanreiche-
rung – welche auf eine Nervenwurzelreizung hinweise – zeigte (AB 23 
S. 5). Dieses Diskushernienrezidiv sah Dr. med. D.________ als plausible 
Erklärung für die persistierenden Schmerzen (AB 27 S. 4). Allerdings wei-
gerte sich der Beschwerdeführer in der Folge, die hierfür erforderlichen 
therapeutischen Massnahmen (insbesondere eine peridurale Infiltration) in 
Anspruch zu nehmen (AB 27 S. 3 f., AB 41 S. 2), obwohl er die anlässlich 
der Begutachtung im Juli 2014 immer noch durchgeführte Physiotherapie 
als wirkungslos beschrieb (AB 60.1 S. 4 f. Ziff. 3.2.1 f.). Demnach ist in an-
tizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) davon auszuge-
hen, dass seit der MRI-Untersuchung im Oktober 2011 bis zur Begutach-
tung am 4. Juli 2014 im Bereich der Lendenwirbelsäule ein im Wesentli-
chen unverändert gebliebener Zustand vorgelegen hat und damit das vom 
orthopädischen MEDAS-Gutachter festgelegte Zumutbarkeitsprofil auch für 
die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis zum Begutachtungszeitpunkt seine 
Gültigkeit hat.

3.3.5 Anders verhält es sich in Bezug auf die Schulterproblematik:

Ende Oktober 2011 zeigten die bildgebenden Befunde eine vollständige 
Ruptur der Supraspinatussehne an der rechten Schulter (AB 23 S. 2), wel-
che am 21. März 2012 operativ erfolgreich saniert wurde. Dr. med. 

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G.________ berichtete am 23. Mai 2012 von einem zeitgerechten postope-
rativen Verlauf und hielt fest, über das Endresultat der Schulterproblematik 
könne nach ca. sechs Monaten Auskunft gegeben werden (AB 31 S. 7). Zu 
den postoperativen Kontrollen ist der Beschwerdeführer jedoch nicht er-
schienen (AB 35), weshalb vom operierenden Arzt über den Verlauf der 
Arbeitsfähigkeit weder echtzeitliche Angaben vorliegen noch zu erwarten 
sind. Am 4. September 2012 fand hingegen eine Kontrolle bei Dr. med. 
C.________ statt und im gestützt darauf verfassten Verlaufsbericht vom 
12. Dezember 2012 bestätigte sie, dass der postoperative Verlauf der 
Schulteroperation beendet sei (AB 37 S. 2 Ziff. 4 und 9). Mithin kann davon 
ausgegangen werden, dass an der rechten Schulter spätestens Ende Au-
gust 2012 derjenige Zustand eingetreten ist, wie er vom orthopädischen 
MEDAS-Gutachter beurteilt wurde (vgl. AB 60.1 S. 4 Ziff. 3.2.1 f.). Ob und 
zu welcher Zeit der postoperative Verlauf eine teilzeitliche Arbeitsfähigkeit 
zuliess, konnte nachträglich weder von Dr. med. G.________ (vgl. AB 35) 
noch vom Gutachter beurteilt werden, weshalb für die Zeit ab Oktober 2011 
bis August 2012 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. 
Zu ergänzen ist dabei, dass der für Januar 2012 geplante Eingriff nach Ak-
tenlage aus medizinischen Gründen verschoben werden musste (AB 29), 
mithin der Beschwerdeführer für die diesbezüglichen zeitlichen Verzöge-
rungen nicht einzustehen hat (siehe auch AB 23 S. 1).

Was schliesslich die seit Februar bzw. Sommer 2013 an der linken Schulter 
aufgetretenen Beschwerden anbelangt (AB 49, AB 50 S. 3, AB 60.1 S. 4 
Ziff. 3.2.1 f., S. 9 Ziff. 7.1), ist nach der medizinischen Aktenlage davon 
auszugehen, dass diese Problematik nicht zu einer längeren erheblichen 
Arbeitsunfähigkeit führte, wurden doch diese Beschwerden rein konservativ 
behandelt (AB 45 S. 4 f.). Der orthopädische MEDAS-Gutachter führte in 
seiner Prognose hierzu denn auch aus, die Behandlung der Schulter-
schmerzen rechts und links sei letztlich nur chirurgisch (AB 60.1 S. 11 
Ziff. 8.4).

3.4 Nach dem Dargelegten ist mit dem hier massgeblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) er-
stellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. Oktober 2011 bis 31. August 
2012 in sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig war. Für körperlich 

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leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend 
und stehend, ohne dabei häufig inklinierte, reklinierte und rotierte Körper-
haltungen und ohne Arbeiten über der Horizontalen, besteht seit dem 
1. September 2012 wiederum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. In der bisheri-
gen Tätigkeit als ... ist seit dem Begutachtungszeitpunkt am 4. Juli 2014 
eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ausgewiesen. 

Auf dieser Grundlage ist nachstehend der Einkommensvergleich vorzu-
nehmen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Da vom 1. Oktober 2011 bis 31. August 2012 sowohl in der bisheri-
gen wie auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähig-
keit bestand (vgl. E. 3.4 hiervor), erübrigt sich ein Einkommensvergleich. 
Dem Beschwerdeführer ist ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn am 
1. Dezember 2011 (vgl. E. 3.3.2 hiervor) eine ganze IV-Rente auszurichten.

4.3 Mit den geänderten medizinischen Verhältnissen (und demnach 
dem Zumutbarkeitsprofil) ab 1. September 2012 liegt ein medizinischer 
Revisionsgrund im Sinne einer gesundheitlichen Verbesserung vor (vgl. 
E. 2.3 und 3.4 hiervor), womit ein Einkommensvergleich vorzunehmen ist.

Da der Beschwerdeführer die zuletzt innegehabte Tätigkeit infolge Konkur-
ses des Arbeitgebers und demnach aus invaliditätsfremden Gründen verlo-
ren hat (vgl. AB 1 S. 1 Ziff. 3, AB 11 S. 1 Ziff. C1), sind zur Ermittlung des 
Valideneinkommens statistische Durchschnittswerte heranzuziehen (vgl. 
BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/329, Seite 13

rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, 
E. 1.2). Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer über keine bzw. jeden-
falls keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung verfügt (vgl. AB 3 S. 5 
Ziff. 5.1 f.) und davon auszugehen ist, dass er Verweis- und Hilfstätigkeiten 
ausüben würde, ist von der Tabelle TA1_tirage_skill_level der Lohnstruk-
turerhebung (LSE) 2012 (unter www.bfs.admin.ch publizierte Version, ent-
sprechend Tabelle TA1 in der gedruckten Fassung), Kompetenzniveau 1, 
Männer, Total, auszugehen. Das Invalideneinkommen ist anhand dessel-
ben Tabellenwertes zu ermitteln, da der Beschwerdeführer seine 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit seit der eingetretenen Verbesserung des Gesund-
heitszustandes bzw. seit dem Revisionszeitpunkt nicht verwertet hat (BGE 
139 V 592 E. 2.3 S. 593).

Dementsprechend sind Validen- und Invalideneinkommen aufgrund des 
gleichen Tabellenlohnes festzusetzen, so dass sich deren genaue Ermitt-
lung erübrigt; der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähig-
keit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges (vgl. Entscheid des 
EVG vom 15. März 2006, I 792/05, E. 3.3). Vorliegend besteht kein triftiger 
Grund, um in das Ermessen der Beschwerdegegnerin einzugreifen, welche 
die gesundheitlichen Einschränkungen der 100%igen Arbeitsfähigkeit in 
körperlich angepassten Tätigkeiten mit einem Abzug von 10 % berücksich-
tigt hat (AB 72; vgl. zum Tabellenlohnabzug BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481 sowie SVR 2015 IV 
Nr. 1 S. 1 E. 2.2). Demnach resultiert ein Invaliditätsgrad von 10 %. Selbst 
bei einem – hier unter den gegebenen Umständen jedoch zweifellos nicht 
gerechtfertigten – maximalen behinderungsbedingten Abzug von 25 % er-
gäbe sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Mangels Einschränkung bzw. Leistungseinbusse ist die seit dem 1. De-
zember 2011 zuzusprechende ganze Rente unter Berücksichtigung von 
Art. 88a Abs. 1 IVV per 30. November 2012 zu befristen.

5.

Nach dem Ausgeführten ist die gegen die Verfügung vom 11. März 2015 
(AB 72) erhobene Beschwerde insoweit gutzuheissen, als dem Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/329, Seite 14

deführer eine vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012 befristete 
ganze IV-Rente zuzusprechen ist. Soweit weitergehend ist die Beschwerde 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Verfahrensausgang obsiegt der Beschwerdeführer nur teilwei-
se. Allerdings ist davon auszugehen, dass der tatsächlich geleistete Ver-
fahrensaufwand nicht minder ausgefallen wäre, wenn der Beschwerdefüh-
rer seinen Antrag im Sinne des nunmehr erreichten Obsiegens gestellt hät-
te (vgl. hierzu auch E. 6.2.1 hiernach). Aus diesem Grund erweist sich eine 
Kostenausscheidung nach dem Unterliegerprinzip als nicht sachgerecht. 
Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat demnach die 
unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 
2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist dem 
Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstat-
ten.

6.2

6.2.1 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 

Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Überklagung" 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 
den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deswegen 
reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die bean-
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/329, Seite 15

sprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). Es besteht grundsätzlich kein 
Anlass zu einer anderen Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten 
oder länger dauernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für 
eine kürzere als die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die 
Höhe des Anspruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. 
Indessen kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei 
teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person 
im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt 
(Entscheid des Bundesgerichts vom 16. November 2010, 9C_580/2010, 
E. 4.1). 

6.2.2 Mit Blick auf die geltende Rechtsprechung (E. 6.2.1 hiervor) sowie 
das in Erwägung 6.1 hiervor Ausgeführte ist eine Kürzung der Parteien-
tschädigung vorliegend nicht gerechtfertigt.

Mit am 14. April 2016 eingereichter und nicht zu beanstandender Kosten-
note hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von Fr. 3‘626.-- (bei einem 
Aufwand von 12.95 Stunden à Fr. 280.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 66.-- 
und Mehrwertsteuer von Fr. 295.40 (auf Fr. 3‘692.--) geltend gemacht. Der 
gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 3‘987.40 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin 
dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer 
vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012 eine befristete ganze 
IV-Rente zugesprochen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. April 2016, IV/15/329, Seite 16

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘987.40 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.