# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f51bd0f7-ce75-596e-b2dd-dd18831b0a5e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-02-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.02.2020 BVGE 2020 IV/2
**Docket/Reference:** BVGE-2020-IV-2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2020-IV-2_2020-02-25

## Full Text

&Ouml;ffentliches Beschaffungswesen | Öffentliches Beschaffungswesen. Unterscheidung zwischen
primärem und sekundärem Rechtsschutz im Vergaberecht. Anspruch auf vergaberechtlichen
Schadenersatz nach einem rechtmässig erfolgten Abbruch zwecks Neuausschreibung, nachdem es
zu Unregelmässigkeiten gekommen ist, die möglicherweise unnötigen Offertaufwand generiert
haben. 
			

			

				Art. 32 Abs. 1 und Abs. 2, Art. 35 Abs. 1 BöB. Art. XX Ziff. 2
und Ziff. 7 Bst. a des Übereinkommens vom 15. April 1994 über das öffentliche
Beschaffungswesen (GPA).
			

			

				1.      Im Rahmen des primären
Rechtsschutzes wird die Aufhebung der rechtsfehlerhaften Verfügung und die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands angestrebt. Erst wenn die Beschwerdeführerin keine Chance mehr
auf den Zuschlag hat, greift subsidiär der sekundäre Rechtsschutz in Form von vergaberechtlichem
Schadenersatz (E. 7.3). 
			

			

				2.      Nach einem rechtmässig
erfolgten Abbruch des Verfahrens zwecks Neuausschreibung kann sich die Beschwerdeführerin an der
Neuausschreibung beteiligen und gegebenenfalls den Zuschlag erhalten. Ein Anspruch auf vergaberechtlichen
Schadenersatz ist deshalb ausgeschlossen, auch wenn es aufgrund von Unregelmässigkeiten zu
unnötigem Offertaufwand gekommen sein sollte. Ob allenfalls ein zivilrechtlicher Schadenersatzanspruch
besteht, kann vor Bundesverwaltungsgericht nicht beurteilt werden und ist gegebenenfalls von einem Zivilgericht
zu prüfen (E. 7.6 und 8.5).
			

			

2021-10-15T07:58:38Z