# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22874705-8ae9-5a2f-909f-0cff41768117
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2014 C-1097/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1097-2014_2014-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1097/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

per Zustelladresse,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV, Beiträge,  

Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014. 

 

 

C-1097/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der in Ägypten wohnhafte, schweizerische Staatsangehörige A._______ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde am (…) 1964 geboren und un-

terzeichnete am 24. Juli 1987 eine Beitrittserklärung für die freiwillige Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zum damali-

gen Zeitpunkt war er ledig und Bezüger einer Waisenrente (Akten der 

Vorinstanz [nachfolgend: act.] 1, Seiten 3 und 4).  

B.  

Mit Mahnung vom 23. März 2013 stellte die Schweizerische Ausgleichs-

kasse SAK (nachfolgend: Vorinstanz) fest, sie habe die Einkommens- und 

Vermögenserklärung des Beschwerdeführers für das Jahr 2012 inklusive 

aller notwendigen Beilagen für die Festsetzung der AHV/IV-Beiträge nicht 

erhalten. Es wurde eine amtliche Verfügung in Aussicht gestellt (act. 39).  

Nachdem der Beschwerdeführer die notwendigen Angaben zur Beitrags-

festsetzung innert der Nachfrist von 30 Tagen nicht gemacht hatte, wurde 

das massgebende Einkommen mit Verfügung vom 19. Juni 2013 amtlich 

auf Fr. 94'700.- eingeschätzt. Ausgehend von diesem Betrag setzte die 

Vorinstanz den AHV/IV-Beitrag für das Jahr 2012 inklusive Verwaltungs-

kostenbeitrag auf Fr. 9'744.65 fest und verlangte vom Versicherten eine 

Einzahlung von Fr. 9'561.40 (act. 40).  

Mit erster Mahnung vom 28. August 2013 und zweiter Mahnung vom 

28. Oktober 2013 erinnerte die Vorinstanz den Beschwerdeführer an den 

ausstehenden AHV/IV-Beitrag 2012 von Fr. 9'561.40 und machte ihn auf 

einen möglichen Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung aufmerk-

sam (act. 41 und 42).  

C.  

Im E-Mail vom 29. Oktober 2013 zeigte sich der Beschwerdeführer über-

rascht angesichts der zweiten Mahnung. Er führte sinngemäss aus, er 

habe nicht damit gerechnet, für das Jahr 2012 einen AHV/IV-Beitrag leis-

ten zu müssen, da er Anfang 2012 seine Arbeitsstelle verlassen habe und 

seither erfolglos eine Stelle suche. Er verwies dabei auf die politische Si-

tuation in seiner Umgebung. Er erkundigte sich bei der Vorinstanz, was er 

nun machen müsse (act. 43). 

Mit E-Mail vom 5. November 2013 teilte die Vorinstanz dem Beschwerde-

führer mit, in seinem Fall sei der AHV/IV-Beitrag 2012 amtlich festgesetzt 

C-1097/2014 

Seite 3 

worden, nachdem die Einkommens- und Vermögenserklärung nicht re-

tourniert worden sei. Im Anhang erhielt der Beschwerdeführer eine Kopie 

der Verfügung vom 19. Juni 2013 (act. 43).  

D.  

Im E-Mail vom 24. November 2013 bekundete der Beschwerdeführer sein 

Unverständnis über die Verfügung vom 19. Juni 2013. Obwohl er seine 

Arbeitsstelle im Februar 2012 verlassen habe, sei der Beitrag erhöht wor-

den. Für das Jahr 2012 habe er kein Formular erhalten. Er bat die Vorin-

stanz um eine neue Festlegung des AHV/IV-Beitrags (act. 44).  

Mit E-Mail vom 25. November 2013 teilte die Vorinstanz dem Beschwer-

deführer mit, er müsse eine Einsprache gegen die Beitragsverfügung er-

heben und alle notwendigen Dokumente schicken, damit der Beitrag neu 

berechnet werden könne (act. 44).  

Mit E-Mail vom 1. Dezember 2013 bedankte sich der Beschwerdeführer 

für die Antwort der Vorinstanz und kündigte eine Einsprache an (act. 45).  

E.  

Mit E-Mail vom 8. Dezember 2013 teilte der Beschwerdeführer mit, er ha-

be heute seine Einsprache und die notwendigen Dokumente bei der Luft-

post aufgegeben (act. 46).  

Am 16. Dezember 2013 registrierte die Vorinstanz den Eingang der Ein-

spracheschrift, welche auf den 30. November 2013 datiert worden war. 

Der Beschwerdeführer wies darin auf die Kündigung seiner Arbeitsstelle 

und die seitherige Stellensuche hin. Er beantragte eine neue Festsetzung 

des AHV/IV-Beitrags für das Jahr 2012. Den verfügten Betrag könne er 

momentan nicht voll bezahlen (act. 47).  

F.  

Im Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014 hielt die Vorinstanz sinn-

gemäss fest, die Einsprache gegen die Beitragsverfügung vom 19. Juni 

2013 sei der örtlichen Post am 8. Dezember 2013 übergeben worden und 

am 16. Dezember 2013 eingetroffen. Nachdem die Einsprachefrist von 30 

Tagen versäumt worden sei, werde auf die Einsprache nicht eingetreten 

(act. 49). 

G.  

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Februar 2014 

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Seite 4 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte erneut die 

neue Festsetzung des AHV/IV-Beitrags 2012 (BVGer act. 1).  

Mit Schreiben vom 27. März 2014 bezeichnete der Beschwerdeführer auf-

forderungsgemäss ein Zustelldomizil in der Schweiz (BVGer act. 2 und 

3).  

H.  

Mit Verfügung vom 10. April 2014 ersuchte das Bundesverwaltungsge-

richt die Vorinstanz, eine Vernehmlassung unter Beilage der gesamten 

Akten einzureichen. Zudem wurde der Beschwerdeführer um eine schrift-

liche Auskunft ersucht, ob und gegebenenfalls wann er die Beitragsverfü-

gung vom 19. Juni 2013 erstmals erhalten habe (BVGer act. 4).  

Mit Schreiben vom 16. Mai 2014 bestätigte der Beschwerdeführer, die 

Beitragsverfügung vom 19. Juni 2013 erstmals am 5. November 2013 per 

E-Mail erhalten zu haben (BVGer act. 5).  

Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2014 schloss die Vorinstanz auf Abwei-

sung der Beschwerde. Wegen der verspäteten Eingabe der Einsprache 

sei auf das Rechtsmittel zu Recht nicht eingetreten worden (BVGer act. 

6).  

I.  

Mit Verfügung vom 28. Mai 2014 wurde der Schriftenwechsel durch das 

Bundesverwaltungsgericht abgeschlossen (BVGer act. 7).  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-

gen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozess-

voraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschwerde einzutreten ist 

(BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen).  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfah-

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Seite 5 

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern kein 

Ausnahmetatbestand erfüllt ist (vgl. Art. 31 und 32 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Zulässig sind Be-

schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. 

Die Schweizerische Ausgleichskasse SAK ist eine Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 85
bis

 Abs. 1 Bst. b des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversi-

cherung [AHVG, SR 831.10]). Ihr Einspracheentscheid vom 6. Februar 

2014 (act. 49) stellt eine Verfügung nach Art. 5 VwVG dar. Eine Ausnah-

me nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressat durch den angefochtenen Einspracheentscheid in 

besonderer Weise berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung 

ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des 

Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-

zialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1]). Er ist zur Beschwerde legiti-

miert.  

1.3 Der angefochtene Einspracheentscheid datiert vom 6. Februar 2014 

und wurde dem Beschwerdeführer postalisch in Ägypten zugestellt (act. 

49). Die Beschwerdeschrift datiert vom 28. Februar 2014 und wurde am 

1. März 2014 aufgegeben. Sie ging in der Folge am 4. März 2014 beim 

Bundesverwaltungsgericht ein (vgl. BVGer act. 1). Die Beschwerde wurde 

demnach fristgerecht innerhalb von dreissig Tagen nach Eröffnung des 

angefochtenen Einspracheentscheids eingereicht (vgl. Art. 22a VwVG in 

Verbindung mit Art. 60 ATSG).  

1.4 Die Beschwerde enthält einen Antrag und eine Begründung und wur-

de vom Beschwerdeführer unterschrieben. Eine Kopie des angefochte-

nen Einspracheentscheids sowie weitere Unterlagen wurden beigelegt 

(BVGer act. 1). Die Beschwerde wurde formgerecht eingereicht (Art. 52 

Abs. 1 VwVG).  

1.5 Das Anfechtungsobjekt und damit die Grenze der Überprüfungsbe-

fugnis im Beschwerdeverfahren werden grundsätzlich durch die Verfü-

gung bzw. durch den Einspracheentscheid im Verwaltungsverfahren be-

stimmt (BGE 133 II 30; BGE 122 V 36 E. 2a). Gegenstand des Be-

schwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegenstand des vorinstanzlichen 

Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen 

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Seite 6 

(Anfechtungsobjekt). Gegenstände, über welche die Vorinstanz nicht ent-

schieden hat, und über die sie nicht zu entscheiden hatte, sind aus Grün-

den der funktionellen Zuständigkeit durch die zweite Instanz nicht zu be-

urteilen (Urteile des Bundesgerichts [BGer] 2A.121/2004 vom 16. März 

2005 E. 2.1 und 2C_642/2007 vom 3. März 2008 E. 2.2).  

1.6 Vorliegend ist das Anfechtungsobjekt der Einspracheentscheid vom 6. 

Februar 2014 (act. 49), mit welchem die Vorinstanz auf die Einsprache 

des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Im Folgenden ist daher ein-

zig die Frage zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Einspra-

che eingetreten ist. Nicht zum Streitgegenstand gehört demgegenüber 

die Frage, ob die Vorinstanz den AHV/IV-Beitrag des Beschwerdeführers 

für das Jahr 2012 mit der Verfügung vom 19. Juni 2013 (act. 40) zu Recht 

im Rahmen einer amtlichen Einschätzung auf Fr. 9'744.65 festgelegt hat. 

Soweit der Beschwerdeführer die neue Festsetzung des AHV/IV-Beitrags 

unter Berücksichtigung seiner aktuellen Erwerbssituation beantragt, kann 

auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden.  

2.  

Zum Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht ist vorab Folgendes anzu-

merken:  

2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Gemäss Art. 3 

Bst. d
bis

 VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die 

besonderen Bestimmungen des ATSG vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG 

sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich gere-

gelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen 

Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG sind 

die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und 

Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht aus-

drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht 

mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich dieje-

nigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebe-

urteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).  

2.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

vorschriften anwendbar, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. 

2.3). Da zwischen der Schweiz und Ägypten kein Abkommen im Be-

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Seite 7 

reich des Sozialversicherungsrechts besteht und der Beschwerdeführer 

schweizerischer Staatsangehöriger ist, kommt das schweizerische Recht 

zur Anwendung.  

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG; Kognition, vgl. 

BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 1 ff. zu 

Art. 49).  

2.4 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner 

Kognition (vgl. Erwägung 2.3 hiervor) kann es die Beschwerde auch aus 

anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den ange-

fochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungs-

rechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, 

BGE 127 II 264 E. 1b).  

3.  

Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, die Einsprache gegen die 

Verfügung vom 19. Juni 2013 sei erst am 8. Dezember 2013 und damit 

nicht fristgerecht im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG eingereicht worden. 

Die Rechtslage bezüglich Eröffnung und Anfechtbarkeit einer Verfügung 

stellt sich folgendermassen dar:  

3.1 Nach Art. 52 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen 

bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden. Die nach Tagen 

berechnete, mitteilungsbedürftige Frist beginnt an dem auf ihre Mitteilung 

an die Partei folgenden Tag zu laufen (Art. 38 ATSG; vgl. auch Art. 20 

Abs. 1 VwVG). Fällt der letzte Tag einer Frist auf einen Samstag, einen 

Sonntag oder einen am Wohnsitz oder Sitz der Partei oder ihres Vertre-

ters vom kantonalen Recht anerkannten Feiertag, so endigt die Frist am 

nächsten Werktag (Art. 38 Abs. 3 ATSG). Die Frist für eine schriftliche 

Eingabe ist gewahrt, wenn sie spätestens am letzten Tag der Frist dem 

Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizeri-

schen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben wird (Art. 39 Abs. 1 ATSG). 

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Seite 8 

3.2 Damit eine Verfügung überhaupt wirksam werden kann, bedarf es der 

Eröffnung, der Bekanntgabe des Inhalts an die Verfügungsadressaten. 

Die nicht eröffnete Verfügung vermag keine Rechtswirkung zu entfalten 

(vgl. JÜRG STADELWIESER, Die Eröffnung von Verfügungen, St. Gallen 

1994, S. 10). Unter Eröffnung der Verfügung ist die gehörige Bekanntga-

be der Verfügung zu verstehen. Dies geschieht bei mittelbarer Bekannt-

gabe, d. h. bei Abwesenheit des Verfügungsadressaten, durch individuel-

le Zustellung der Verfügung an dessen Zustelladresse. Der Vorgang der 

Zustellung ist lediglich Teilhandlung des Eröffnungsvorgangs (vgl. STA-

DELWIESER, a.a.O., S. 12).  

3.3 Massgebend für die ordnungsgemässe Eröffnung ist das Datum der 

Zustellung. Eine Sendung gilt grundsätzlich in dem Moment als zugestellt, 

in welchem sie dem Adressaten tatsächlich übergeben wird. Gemäss ei-

nem allgemeinen Rechtsgrundsatz genügt allerdings, wenn sie in den 

Machtbereich der betreffenden Person gelangt, indem sie etwa von einer 

anderen empfangsberechtigten Person entgegengenommen wird (BGE 

122 III 316 E. 4b); effektive Kenntnisnahme oder gar Lektüre ist nicht vor-

ausgesetzt (BGE 109 Ia 15 E. 4; vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts [BVGer] A-1514/2006 vom 14. Februar 2008, E. 

2.3 und 2.4).  

3.4 Gemäss Rechtsprechung obliegt es grundsätzlich der Vorinstanz, den 

Beweis der Tatsache sowie des Zeitpunktes der Zustellung einer Verwal-

tungsverfügung zu erbringen (BGE 136 V 295 E. 5.9, BGE 124 V 400 

E. 2a, BGE 117 V 261 E. 3b und BGE 103 V 65 E. 2a; ALFRED KÖLZ / ISA-

BELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 

Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 123). Die Feststellung von Tatsachen, 

welche für die (den Fristenlauf auslösende) Eröffnung der Verfügung er-

heblich sind, erfolgt mit Blick auf die Eigenheiten der Massenverwaltung 

anhand des Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 

124 V 400 E. 2b; vgl. auch Urteil des BVGer C-6346/2008 vom 18. Mai 

2010 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Dieser Beweis kann praktisch vor allem mit 

einem förmlichen Zustellnachweis erbracht werden (vgl. Urteil des BGer 

9C_348/2009 vom 27. Oktober 2009 E. 2.1) und wird in der Regel durch 

postalischen Versand der Verfügung/Urteile als Gerichtsurkunde oder in 

anderer Weise gegen Empfangsbestätigung erbracht (vgl. Urteil des BGer 

9C_753/2007 vom 29. August 2008 E. 3 mit Hinweisen). Da die verfü-

gende Behörde die materielle Beweislast hinsichtlich der Zustellung so-

wie ihres Zeitpunktes trägt, ist im Zweifel grundsätzlich auf die Darstel-

lung des Empfängers abzustellen (BGE 124 V 400 E. 2a). Wollte man 

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Seite 9 

aber in einem solchen Fall den Angaben des Empfängers die Glaubwür-

digkeit absprechen, wäre hinsichtlich der Zustellungsfrage Beweislosig-

keit anzunehmen, deren Folge die Vorinstanz zu tragen hat (BGE 122 I 

97 E. 3, BGE 117 V 261 E. 3c und BGE 114 III 51 E. 3c je mit weiteren 

Hinweisen; vgl. auch Urteil des BGer H 170/06 vom 28. Juni 2007 E. 

4.2.2).  

4.  

Zuletzt ist es zwischen dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz ver-

schiedentlich zu Problemen im Postverkehr gekommen. Aus den Akten 

ergibt sich Folgendes:  

4.1 Mit E-Mail vom 20. März 2012 gab der Beschwerdeführer der Vorin-

stanz seine neue Adresse an der B._______ Street in C._______ bekannt 

(act. 25). Mit E-Mail vom 29. März 2012 bestätigte die Vorinstanz die 

Kenntnisnahme der Adressänderung (act. 25). Die Beitragsverfügung für 

das Jahr 2011 wurde ebenfalls am 29. März 2012 an die neue Adresse 

versandt (act. 23). Anschliessend wurde der Beschwerdeführer mit Mah-

nungen vom 28. Juni 2012 und vom 28. August 2012 erneut zur Bezah-

lung des AHV/IV-Beitrags 2011 von Fr. 7'316.75 aufgefordert, wobei die 

zweite, per Einschreiben versandte Mahnung der Vorinstanz retourniert 

wurde (act. 29, 30 und 31). Mit E-Mail vom 5. November 2012 liess die 

Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Dokumente deshalb nochmals zu-

gehen (act. 31). Auf eine entsprechende Nachfrage hin gab der Be-

schwerdeführer noch am gleichen Tag zur Antwort, er habe keine neue 

Adresse. Weshalb er die Briefe nicht erhalten habe, sei unklar. Er werde 

das Gespräch mit dem Hausmeister suchen. Den verlangten AHV/IV-

Beitrag werde er Ende Woche überweisen (act. 32). Danach erfolgte im 

Zusammenhang mit dem Beitrag für das Jahr 2011 tatsächlich eine Ein-

zahlung über Fr. 7'500.- (act. 35 und 36).  

4.2 Mit Mahnung vom 21. März 2013, welche an eine Adresse an der 

D._______ Street in C._______ adressiert wurde, forderte die Vorinstanz 

die Einkommens- und Vermögenserklärung 2012 ein (act. 39). Wann das 

entsprechende Formular versendet wurde und ob dieses den Beschwer-

deführer jemals erreicht hat, ergibt sich aus den vorliegenden Akten nicht. 

Vom Beschwerdeführer wird die Zustellung des Formulars zur Deklaration 

von Einkommen und Vermögen für das Jahr 2012 bestritten (act. 43). Ob 

er die Mahnung vom 21. März 2013 erhalten hat, ist gleichfalls fraglich. 

Eine Reaktion auf die Mahnung blieb jedenfalls aus.  

C-1097/2014 

Seite 10 

4.3 Die Beitragsverfügung vom 19. Juni 2013 wurde per A-Post an eine 

Adresse an der D._______ Street in C._______ versendet (act. 40). In 

den vorhandenen Unterlagen findet sich daher kein Beleg dafür, ob und 

gegebenenfalls wann die Beitragsverfügung 2012 dem Beschwerdeführer 

eröffnet worden ist. Nachdem der Beschwerdeführer den verfügten 

AHV/IV-Beitrag 2012 nicht fristgerecht bezahlt hatte, wurde er von der 

Vorinstanz am 28. August 2013 (act. 41) und am 28. Oktober 2013 (act. 

42) schriftlich gemahnt. Die zweite Mahnung, in der ein Ausschluss aus 

der freiwilligen Versicherung angedroht wurde, wurde mit eingeschriebe-

ner Post versendet. Offenbar wurde sie dem Beschwerdeführer aber auch 

per E-Mail übermittelt (act. 46).  

4.4 Die zeitgerechte Zustellung der Beitragsverfügung vom 19. Juni 2013 

(act. 40) wird vom Beschwerdeführer im E-Mail vom 29. Oktober 2013 

zumindest implizit bestritten. Gemäss eigenen Angaben hat er die Bei-

tragsverfügung 2012 erst nachträglich am 5. November 2013 erhalten 

(act. 43 und BVGer act. 5). Ob er die erste Mahnung vom 28. August 

2013 (act. 41) erhalten hat, ist gleichfalls fraglich und nicht belegt. Ge-

mäss seiner Darlegung hat der Beschwerdeführer erst durch die zweite 

Mahnung vom 28. Oktober 2013 (act. 42) Kenntnis vom ausstehenden 

AHV/IV-Beitrag für das Jahr 2012 erhalten.  

5.  

5.1 Aufgrund der bestehenden Aktenlage liegt im Ergebnis Beweislosig-

keit bezüglich der Zustellung der Beitragsverfügung vom 19. Juni 2013 

vor. Infolge der Beweislosigkeit bezüglich der Zustellungsfrage ist auf die 

Darstellung des Beschwerdeführers abzustellen, wonach er erst mit der 

zweiten Mahnung vom 28. Oktober 2013 respektive durch das E-Mail der 

Vorinstanz vom 5. November 2013 über den ausstehenden AHV/IV-Bei-

trag 2012 unterrichtet wurde (act. 46 und BVGer act. 5). Die Darlegung 

des Beschwerdeführers erscheint in Anbetracht der bestehenden Akten-

lage plausibel.  

5.2 Es ist mithin nicht davon auszugehen, dass der Beitrag an die freiwil-

lige Versicherung dem Beschwerdeführer in der gesetzlich vorgeschrie-

benen Form eröffnet wurde. Gemäss Art. 49 Abs. 1 ATSG hat der Versi-

cherungsträger über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die er-

heblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, 

schriftlich Verfügungen zu erlassen. Die Festlegung des AHV/IV-Beitrags 

stellt zweifellos eine erhebliche Anordnung im Sinn von Art. 49 Abs. 1 

C-1097/2014 

Seite 11 

ATSG dar. Die Versicherungsträger hat die Beitragsverfügungen daher in 

Schriftform zu erlassen und diese den versicherten Personen auf dem 

Postweg zu eröffnen (zur Unzulässigkeit der Eröffnung per E-Mail, wenn 

das Gesetz die Schriftform vorsieht, vgl. auch LORENZ KNEUBÜHLER, in: 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 4 zu Art. 34).  

5.3 Die fehlerhaft eröffnete Verfügung kann dessen ungeachtet rechtsbe-

ständig werden, nämlich dann, wenn der Verwaltungsakt nicht innert ver-

nünftiger Frist seit jenem Zeitpunkt in Frage gestellt wird, da der Verfü-

gungsadressat Kenntnis vom Verfügungsinhalt hat. Der Zeitraum der ver-

nünftigen Frist, innert der das Zuwarten berücksichtigt wird, bemisst sich 

praxisgemäss nach den besonderen Umständen des Einzelfalles, wobei 

vor allem darauf abgestellt wird, ob der von der fehlerhaften Verfügungs-

eröffnung Betroffene Anlass hatte, sich bei der Verwaltung nach dem Ver-

fügungserlass zu erkundigen (Entscheid C 168/00 des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen 

des Bundesgericht] vom 13. Februar 2001, E. 3b, sowie LORENZ KNEU-

BÜHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 10 f. zu Art. 38 

mit weiteren Hinweisen).  

6.  

Zu prüfen ist daher, ob der Beschwerdeführer innert vernünftiger Frist 

nach Kenntnisnahme den Verfügungsinhalt gegenüber der Vorinstanz in 

Frage gestellt hat und ob eine rechtzeitige Einsprache vorliegt. Diesbe-

züglich zeigt sich in den Akten folgender Sachverhalt:  

6.1 Mit E-Mail vom 29. Oktober 2013 drückte der Beschwerdeführer seine 

Überraschung angesichts der zweiten Mahnung aus und fragte bei der 

Vorinstanz an, was er denn nun tun müsse (act. 43). Das E-Mail steht in 

einem unmittelbaren Zusammenhang mit der zweiten Mahnung vom 28. 

Oktober 2013 (act. 42), die dem Beschwerdeführer offenbar auch per E-

Mail übermittelt wurde. Die Nachfrage erfolgte umgehend und damit in-

nert einer vernünftigen Frist. In der Folge übermittelte die Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer die Beitragsverfügung vom 19. Juni 2013 mit E-Mail 

vom 5. November 2013 und gab ihm zudem den Rat, die Einkommens- 

und Vermögenserklärung inskünftig zeitgerecht einzureichen (act. 43). 

Daraufhin meldete sich der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 24. No-

vember 2013 erneut innert einer vernünftigen Frist bei der Vorinstanz und 

beantragte sinngemäss eine neue Festlegung des AHV/IV-Beitrags 2012 

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Seite 12 

unter Berücksichtigung seiner misslichen Erwerbssituation (act. 44). Zur 

Begründung machte er geltend, das Formular zur Deklaration der Ein-

kommen und Vermögen im Jahr 2012 nicht erhalten zu haben. Die feh-

lerhaft eröffnete Beitragsverfügung 2012 kann damit nicht als rechtsbe-

ständig gelten. Vielmehr hat der Beschwerdeführer mit dem besagten E-

Mail seinem Anfechtungswillen bereits deutlich genug Ausdruck verliehen, 

wie sich aus der nachfolgenden Erwägung ergibt:  

6.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 der Verordnung vom 11. September 2002 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) 

müssen Einsprachen ein Rechtsbegehren und eine Begründung enthal-

ten. Entsprechend dem Charakter der Einsprache als nicht devolutives 

Rechtsmittel, dessen wesentliche Funktion in der Wahrung des rechtli-

chen Gehörs besteht (vgl. Art. 42 ATSG), sind an die Erfüllung dieser 

Voraussetzungen keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Nach der 

Lehre reicht es für die Annahme einer Einsprache aus, wenn der Wille 

feststeht, die erlassene Verfügung nicht zu akzeptieren; es reicht mithin 

aus, wenn sich die einsprechende Partei mindestens in rudimentärer 

Form mit der angefochtenen Verfügung auseinandersetzt (vgl. UELI KIE-

SER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich Basel Genf 2009, Art. 52 Rz. 23 

mit Hinweisen).  

6.3 Vom Beschwerdeführer zunächst nicht beachtet wurden die Form-

vorschiften. Die Vorschriften bezüglich der Form von Einsprachen gegen 

Verfügungen von Sozialversicherungsträgern sind in Art. 10 Abs. 2, 3 und 

4 ATSV niedergelegt. Art. 10 Abs. 2 ATSV regelt die Fälle, in denen die 

Einsprache zwingend schriftlich zu erheben ist. Da die vorliegend zu be-

urteilende Einsprache nicht unter diese Bestimmung fällt, konnte sie 

wahlweise schriftlich oder bei persönlicher Vorsprache mündlich erhoben 

werden (Art. 10 Abs. 3 ATSV). Eine Einsprache per E-Mail ist aus Be-

weisgründen hingegen nicht vorgesehen. Da im vorliegenden Fall eine 

persönliche Vorsprache nicht erfolgt ist, war die Einsprache schriftlich zu 

erheben. Die schriftlich erhobene Einsprache muss die Unterschrift der 

Einsprache führenden Person oder ihres Rechtsbeistands enthalten (Art. 

10 Abs. 4 erster Satz ATSV).  

6.4 Bei mangelhaften Einsprachen greift zum Schutz der versicherten 

Personen Art. 10 Abs. 5 ATSV. Demnach setzt der Versicherungsträger 

eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels an und verbindet 

damit die Androhung, dass sonst auf die Einsprache nicht eingetreten 

wird, wenn Rechtsbegehren, Begründung oder Unterschrift fehlen. Ge-

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Seite 13 

mäss Art. 49 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger über Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die be-

troffene Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlas-

sen. Die Ansetzung einer Nachfrist verbunden mit der Androhung, bei un-

genutztem Fristablauf werde auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, stellt 

zweifellos eine erhebliche Anordnung im Sinn von Art. 49 Abs. 1 ATSG 

dar. Entsprechende Anordnungen des Versicherungsträgers sind daher in 

Schriftform zu erlassen und den versicherten Personen auf dem Postweg 

zu eröffnen.  

6.5 Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer keine 

Nachfrist eingeräumt, als er mit E-Mail vom 24. November 2013 die neue 

Festlegung des AHV/IV-Beitrags 2012 beantragte. Im E-Mail vom 25. No-

vember 2013 teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer lediglich mit, er 

müsse eine schriftliche Einsprache erheben, damit eine Neuberechnung 

des Beitrags erfolgen könne (act. 44). Als das am 8. Dezember 2013 (act. 

46) aufgegebene förmliche Einspracheschreiben schliesslich am 16. De-

zember 2013 (act. 47) samt Beilagen bei der Vorinstanz einging, betrach-

tete diese die Eingabe als verspätet im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG. 

Mit Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014 trat die Vorinstanz daher 

mit einem Hinweis auf die nochmalige Übermittlung der Beitragsverfü-

gung 2012 im E-Mail vom 5. November 2013 auf die Einsprache nicht ein 

(act. 49).  

6.6 Das Vorgehen der Vorinstanz vermag vor dem Hintergrund von Art. 

10 Abs. 5 ATSV nicht zu überzeugen. Aufgrund dieser Bestimmung hätte 

die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine angemessene Nachfrist zur 

Wahrung der Schriftform setzen und ihn mit einer schriftlichen Mitteilung 

vor einem möglichen Nichteintreten im Säumnisfall warnen müssen. 

Nachdem dies nicht geschehen ist, verdient der angefochtene Nichtein-

tretensentscheid keinen Schutz. Die förmliche Einspracheeingabe vom 

8. Dezember 2013 gegen die fehlerhaft eröffnete Beitragsverfügung vom 

19. Juni 2013 wurde entgegen der Auffassung der Vorinstanz innert einer 

vernünftigen Frist und rechtzeitig erhoben. Die Vorinstanz wäre daher 

verpflichtet gewesen, auf das Rechtsmittel einzutreten und einen mate-

riellen Einspracheentscheid zu fällen. Der Nichteintretensentscheid vom 

6. Februar 2014 ist zu Unrecht ergangen.  

7.  

Der Nichteintretensentscheid wegen eines Formfehlers respektive einer 

versäumten Frist erscheint unter den konkreten Umständen überdies als 

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Seite 14 

stossend. Die Vorinstanz und der Beschwerdeführer haben zuletzt vor-

nehmlich per E-Mail kommuniziert, nachdem Formulare, Verfügungen 

und Mahnungen auf dem Postweg offenbar nicht mehr in Ägypten ange-

kommen sind. Daher übermittelte die Vorinstanz auch diese Unterlagen 

per E-Mail. Der Beschwerdeführer durfte demzufolge darauf vertrauen, 

die Vorinstanz werde seinen ebenfalls per E-Mail erhobenen Einwand 

gegen den erhobenen AHV/IV-Beitrag 2012 an die Hand nehmen. Umge-

kehrt erscheint es jedoch unhaltbar, wenn die Vorinstanz den Beschwer-

deführer im Einspracheverfahren zur Wahrung einer Formvorschrift an-

hält, ohne dabei das vorschriftsgemässe Vorgehen nach Art. 10 Abs. 5 

ATSV zu beachten, während sie ihrerseits in einem Nichteintretensent-

scheid hinsichtlich des Fristlaufs auf eine Verfügung Bezug nimmt, deren 

rechtskonforme Eröffnung auf dem Postweg nicht nachgewiesen ist.  

8.  

Zusammenfassend ist festzustellen, dass aus den Vorakten und Verfah-

rensakten nicht hervorgeht, ob und gegebenenfalls wann die Beitragsver-

fügung vom 19. Juni 2013 dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet wurde. 

Die Vorinstanz kann die postalische Zustellung dieser Verfügung und der 

ersten Mahnung vom 28. August 2013 nicht nachweisen. Aufgrund der 

bestehenden Aktenlage ist zu Gunsten des Beschwerdeführers anzu-

nehmen, dass er erst Ende Oktober respektive am 5. November 2013 

durch die Übermittlung der Beitragsverfügung und der zweiten Mahnung 

per E-Mail vom ausstehenden AHV/IV-Beitrag 2012 erfahren hat. Er rea-

gierte in der Folge mit den beiden E-Mails vom 29. Oktober 2013 und 

vom 24. November 2013 innert vernünftiger Frist und erhob am 8. De-

zember 2013 schliesslich eine Einsprache gegen den verfügten Beitrag, 

wobei er das Formerfordernis der Schriftlichkeit berücksichtigte. Die Vor-

instanz wäre deshalb verpflichtet gewesen, einen materiellen Entscheid 

zu fällen. Die Beschwerde ist insofern gutzuheissen und der Nichteintre-

tensentscheid vom 6. Februar 2014 ist aufzuheben. Die Sache wird an 

die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese zur Einsprache vom 8. De-

zember 2013 einen materiellen Entscheid fällt.  

9.  

Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind. Da dem obsiegenden 

Beschwerdeführer, welcher nicht vertreten war, keine verhältnismässig 

hohen Kosten entstanden sind und dieser zu Recht auch keinen entspre-

chenden Antrag gestellt hat, ist überdies keine Parteientschädigung zu-

zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. 

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Seite 15 

Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Der Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014 wird aufgehoben und die 

Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie zur Einsprache 

vom 8. Dezember 2013 einen materiellen Entscheid fällt.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Lukas Schobinger 

 

  

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Seite 16 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwer-

deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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