# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1a6107e-17ba-5762-b490-574641299e09
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2021 C-4446/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4446-2019_2021-09-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4446/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1   

Besetzung 
 Einzelrichter Michael Peterli, 

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Deutschland,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch  

(Verfügung vom 20. August 2019). 

 

 

 

C-4446/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. April 2018 ein 

drittes Mal um eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

nachsuchte (BVGer act. 1, Beilage),  

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) 

dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 20. August 2019 eine ganze 

Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Oktober 2018 gewährte (BVGer act. 1, 

Beilage),  

dass der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 1. September 2019 aus-

führte, er sei mit dem «Auszahlungstermin» ab 1. Oktober 2018 nicht ein-

verstanden sei; er sei bereits beim ersten Rentengesuch 2014 zu 50 % 

«schwerbehindert» gewesen; durch die ungenügende Abklärung der Vor-

instanz habe er das Renteneinkommen für vier Jahre verloren; mindestens 

ab dem 8. November 2016 solle ihm eine ganze Invalidenrente zugespro-

chen werden (BVGer act. 1),  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2019 die Abwei-

sung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung 

beantragte (BVGer act. 6),  

dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 20. Dezember 2019 den 

Schriftenwechsel abschloss, nachdem der Beschwerdeführer keine Replik 

eingereicht hatte (BVGer act. 9),  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,  

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland als Vorinstanz gemäss Art. 33 

Bst. d VGG zu gelten hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zustän-

digkeit im Sinne von Art. 32 VGG auszumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 

1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-

cherung [IVG, SR 831.20]), 

dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde zuständig ist,  

C-4446/2019 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,  

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde 

(Art. 60 ATSG; Art. 52 VwVG), sodass auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass der Anspruchsbeginn auf die ganze Invalidenrente gemäss Art. 29 

Abs. 1 IVG korrekterweise auf den 1. Oktober 2018 festgelegt wurde,  

dass diesbezüglich auf die Ausführungen der Vorinstanz in der Begrün-

dung der Verfügung und in der Vernehmlassung verwiesen werden kann 

und weitere Erwägungen unterbleiben können,  

dass der Beschwerdeführer 2014 ein erstes und 2017 ein zweites Renten-

gesuch gestellt hatte, ohne dass ihm eine Invalidenrente gewährt worden 

wäre,  

dass die betreffenden Verfügungen vom 13. Januar 2016 und 15. Januar 

2018 unangefochten in Rechtskraft erwachsen sind und daher im vorlie-

genden Kontext nicht zu prüfen sind (Vorakten 67, 110),  

dass es dem Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, die Verfügungen 

vom 13. Januar 2016 und 15. Januar 2018 gemäss der Rechtsmittelbeleh-

rung vor dem Bundesverwaltungsgericht anzufechten,  

dass sich die Vorinstanz als zuständiger Versicherungsträger in der Ver-

nehmlassung gegen eine Wiedererwägung der rechtskräftigen Verfügun-

gen ausgesprochen hat (BVGer act. 6),  

dass es im Ermessen des Versicherers liegt, ob er eine Wiedererwägung 

vornimmt oder nicht (Basler Kommentar zum ATSG, THOMAS FLÜCKIGER, 

Basel 2020, Art. 53 N 91),  

dass Art. 53 Abs. 2 ATSG keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf 

Wiedererwägung gewährt (ATSG-Kommentar, UELI KIESER, 3. Aufl. 2015, 

Art. 53 N 61),  

dass sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, sodass 

sie im einzelrichterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbin-

dung mit Art. 69 Abs. 2 IVG und Art. 85bis Abs. 3 AHVG abzuweisen ist,  

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Seite 4 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn - wie im vorliegenden Fall - Gründe in der Sache oder in der Person 

der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei 

aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]),  

dass dem Beschwerdeführer der Kostenvorschuss von Fr. 800.- nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils vollumfänglich zurückzuerstat-

ten ist (BVGer act. 3),  

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 1 und 3 

VGKE).  

  

C-4446/2019 

Seite 5 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils vollumfänglich zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Michael Peterli Lukas Schobinger 

 

  

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Seite 6 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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