# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3c06b8c-96d0-516d-a7f2-928cec021124
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.02.2007 UV 2006/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-33_2007-02-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 06.02.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 06.02.2007
Art. 18 UVG. HWS-Distorsion; Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht 
(hinreichend) nachweisbaren Unfallschäden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Februar 2007, UV 
2006/33). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_103/2007.

Vizepräsident Joachim Huber, Christiane Gallati Schneider, Marie-Theres Rüegg 

Hatinner; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 6. Februar 2007

In Sachen

N.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, Rorschacher Strasse 107, 

9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Marianne Sonder, Münstergasse 38, 3011 Bern,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Der 1960 geborene N.___ war bei der A.___ als Lastwagenchauffeur tätig und in 

dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 4. Dezember 2004 als Führer 

seines Personenwagens einen Autounfall erlitt. Dabei zog er sich gemäss Arztbericht 

des Kantonalen Spitals B.___ vom 20. Dezember 2004, wo er nach dem Unfall bis 14. 

Dezember 2004 hospitalisiert war, ein stumpfes Thoraxtrauma, eine Distorsion der 

Halswirbelsäule (HWS) und der Brustwirbelsäule (BWS) sowie ein Knalltrauma zu. Die 

Untersuchungen ergaben keine traumatische Gehörverletzung. Die Röntgenaufnahmen 

des Schädels, des Thorax und der HWS waren unauffällig und der Versicherte konnte 

bei gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden (UV act. 6 und 18). 

Kreisarzt Dr. med. C.___ bestätigte nach der Untersuchung vom 21. Januar 2005 bis 

31. Januar 2005 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% und vom 1. bis 9. Februar 2005 von 

50%, danach bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Dr. med. D.___, Facharzt für 

Allgemeine Medizin FMH, teilte am 31. Januar 2005 mit, dass es nicht möglich sei, den 

Versicherten mit einem Pensum von 50% als Chauffeur auf die Strasse zu lassen. Er 

habe die Physiotherapie intensiviert und ihn eine weitere Woche arbeitsunfähig 

geschrieben. Im Übrigen erhoffte sich der Arzt von der Klärung der Situation bei der 

beim Unfall ebenfalls verletzten Ehefrau eine Verbesserung beim Versicherten. Da der 

Versicherte über permanente Kopf- und Nackenschmerzen, Schlafstörungen und 

Konzentrationsschwierigkeiten sowie Angst vor dem Autofahren klagte und die 

Beschwerden sich insgesamt eher verschlechterten als verbesserten, sodass an eine 

Arbeitsaufnahme weiterhin nicht zu denken war, wurde er von Dr. med. E.___, 

Leitender Arzt Neurologie, Klinik F.___, konsiliarisch untersucht. Dr. E.___ berichtete am 

1. März 2005 (UV act. 55) über anhaltende Schmerzklagen im thorakalen und zervikalen 

Wirbelsäulenbereich mit intermittierenden Ausstrahlungen in den Kopfbereich. 

Insgesamt zeige der Versicherte deutliche Zeichen einer Chronifizierung mit 

Symptomausweitung. Möglicherweise bestehe auch eine posttraumatische 

Belastungsstörung mit etwas depressivem Eindruck. Dr. E.___ empfahl eine stationäre 

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Rehabilitationsbehandlung in einer psychosomatisch orientierten Klinik. Diese 

Behandlung wurde vom 6. April bis 18. Mai 2005 in der Rehaklinik G.___ durchgeführt. 

Es wurden bis auf die subjektive Restschmerzsymptomatik im Nacken und Hinterkopf 

sowie thorako-lumbal keine direkten Unfallfolgen mehr festgestellt. Der Versicherte 

fühle sich als Chauffeur weiterhin nicht berufsfähig. Schmerzbedingt bestehe eine 

verminderte Belastbarkeit der HWS. Psychische Einschränkungen würden im 

Zusammenhang mit der festgestellten Verdeutlichungs- und dem Eindruck einer 

starken Somatisierungstendenz bestehen. Medizinisch-theoretisch seien ihm aber 

leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne wiederholtes Arbeiten 

über Kopf oder mit Zwangshaltung des Kopfes und ohne Erschütterungen oder 

Vibrationen ganztags zumutbar. Es wurde der Fallabschluss empfohlen. Als 

Lastwagenchauffeur solle der Versicherte nicht eingesetzt werden, da er sich als 

solcher nicht berufsfähig fühle. Obwohl diese subjektive Einschätzung unfallkausal 

schwierig zu begründen sei, müsse sie in Anbetracht der allgemeinen Sicherheit im 

Verkehr akzeptiert werden (Austrittsbericht vom 3. Juni 2005, UV act. 92). Im Bericht 

über die kreisärztliche Untersuchung vom 7. Juli 2005 (UV act. 100) schloss sich Dr. 

C.___ der Beurteilung der Rehaklinik G.___ sowohl hinsichtlich des Fehlens direkter 

Unfallfolgen als auch in Bezug auf die zumutbaren körperlichen Tätigkeiten an. Ob die 

psychischen Auffälligkeiten allenfalls unfallkausal seien, müsse noch geklärt werden, 

nachdem auf somatischer Ebene keine Unfallfolgen mehr erfasst werden könnten.

B.- Mit Verfügung vom 21. Juli 2005 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen ab 1. 

September 2005 ein (UV act. 105). Aus medizinischer Sicht hinterlasse der Unfall vom 

4. Dezember 2004 keine Folgen, welche die Erwerbstätigkeit messbar beeinträchtigen 

könnten. Ebenso resultiere keine unfallbedingte bleibende Schädigung der körperlichen 

und geistigen Integrität. Ein weiterer Anspruch auf Geldleistungen der SUVA bestehe 

daher nicht. Die dagegen gerichtete Einsprache vom 14. September 2005, in welcher 

der Beschwerdeführer die Übernahme der Heilbehandlungskosten und die Ausrichtung 

von Taggeldern über den 1. September 2005 hinaus beantragte, wies die SUVA mit 

Entscheid vom 31. Januar 2006 ab. Die am 15. September 2005 angefertigte 

Kernspintomgraphie der LWS hatte keinen Nachweis einer posttraumatischen 

Veränderung erbracht.

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C.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Markus 

Storchenegger, St. Gallen, für den Betroffenen eingereichte Beschwerde vom 3. Mai 

2006 mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen (Unfalltaggeld 

und Heilungskosten). Seit der Einsprache habe sich eine weitere Entwicklung des Falls 

ergeben. Der Beschwerdeführer stehe seit dem 14. September 2005 in einer 

ambulanten Psychotherapie in der Fachstelle für Sozialpsychiatrie. Am 30. November 

2005 sei er im Rahmen eines fürsorgerischen Freiheitsentzugs in die Klinik H.___ 

eingeliefert worden. Nach der Entlassung am 21. Dezember 2005 sei er wieder 

ambulant von der Fachstelle behandelt worden und am 13. Februar 2006 freiwillig für 

weitere vier Wochen in die Klinik H.___ eingetreten. Die unter stationären Bedingungen 

erstellten psychiatrischen Berichte der Klinik würden mit den früheren Feststellungen 

der Rehaklinik G.___ und des Kreisarztes nicht übereinstimmen. Während hier weitaus 

differenzierter eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen und 

eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert würden, sei dort von einem 

auffälligen, abnormen, ausgeprägten Krankheitsverhalten mit Verdeutlichungstendenz 

und vor allem starker Somatisierungstendenz die Rede. Aufgrund der Berichte der 

Klinik H.___ sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer den Unfall vom 4. 

Dezember 2004 nicht adäquat habe verarbeiten können und es deswegen zu einer 

erheblichen psychischen Fehlentwicklung gekommen sei. Eine posttraumatische 

Belastungsstörung sei im Übrigen bereits im Frühling 2005 Grund für die Einweisung in 

die Rehaklinik G.___ gewesen. Bis zum Unfall sei der Beschwerdeführer psychiatrisch 

völlig unauffällig gewesen. Nach dem Unfall habe sich die Symptomatik aber rasch 

entwickelt. Wie die Bild gebende Untersuchung vom 21. April 2005 im Kantonsspital 

Baden gezeigt habe, bestehe zusätzlich ein somatisches Korrelat, welches die 

Schmerzsitua¬tion erklären könne. HWS Distorsionen könnten zudem 

Weichteilverletzungen zur Folge haben, die mit bildgebenden Verfahren nicht 

nachgewiesen werden könnten. Hier sei eine posttraumatische Belastungsstörung und 

ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert. Der Beschwerdeführer weise das 

typische, so genannte bunte Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma auf. Vor 

dem Unfall sei er ein verantwortungsbewusster, hilfsbereiter und ausdauernder 

Berufschauffeur gewesen, was sein Arbeitgeber bestätigen würde. Nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sei die Arbeitsunfähigkeit auf den 

Unfall zurückzuführen und somit der natürliche Kausalzusammenhang gegeben. Die 

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Adäquanzbeurteilung sei anhand der so genannten Schleudertrauma-Rechtsprechung 

vorzunehmen, welche nicht zwischen organischen und psychischen Unfallfolgen 

unterscheide. Aufgrund der Schadenbilder an den Fahrzeugen, sei von einem ganz 

erheblichen Aufprall auf das Fahrzeug des Beschwerdeführers und damit von einem 

mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen auszugehen. Auch 

wenn die anfänglich erlittenen Verletzungen nach Art und Schwere nicht geeignet 

erscheinen würden, psychische Störungen der vorliegenden Art zu bewirken, sei zu 

beachten, dass allfällige Vorzustände durch das Unfallereignis unmittelbar eine 

Aggravation erfahren haben könnten. Die Ärzte der Rehaklinik G.___ und der Kreisarzt 

hätten die damals schon bestehenden Anzeichen einer posttraumatischen 

Belastungsstörung nicht wahrgenommen und damit eine gezielte Therapie gegen eine 

Chronifizierung verhindert. Es könne daher von einer ärztlichen Fehlbehandlung 

gesprochen werden. Der Unfall vom 4. Dezember 2005 entbehre einer besonderen 

Eindrücklichkeit nicht. Aktenkundig sei auch die lange Dauer ärztlicher Untersuchungen 

und Behandlungen. Das Kriterium der Dauerbeschwerden sei ebenfalls erfüllt. Sodann 

lasse die festgestellte Therapieresistenz auf einen schwierigen Heilungsverlauf 

schliessen. Seit dem Unfall sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ärztlich attestiert. 

Der Grad und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sei damit sogar als besonders 

ausgeprägt zu bezeichnen. Somit seien fünf von sechs Kriterien erfüllt. Eines davon 

sogar besonders ausgeprägt. Auch wenn sich die Kriterien mit einer zeitlichen 

Verzögerung zum Unfallereignis manifestiert haben sollten, sei die Adäquanz zu 

bejahen.

D.- In der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2006 lässt die durch Rechtsanwältin 

Marianne Sonder, Bern, vertretene Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde 

beantragen. Es sei zu beachten, dass aus den Berichten der Klinik H.___ letztlich nur 

die Vermutung einer posttraumatischen Belastungsstörung hervorgehe. Damit stehe 

die Beurteilung im Einklang mit den Ergebnissen der Rehaklinik G.___, wo ebenfalls 

keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer solchen Störung habe 

festgestellt werden können. Ein organisches Substrat im Sinn einer beim Unfall 

gesetzten nachweisbaren strukturellen Veränderung sei ebenfalls nicht bestätigt 

worden. Der Beschwerdeführer verweise für das Vorliegen eines Schleudertraumas auf 

die von der Klinik H.___ erhobenen Befunde. Dabei handle es sich allerdings um 

Feststellungen von Ende 2005 und Frühling 2006. Kurz nach dem Unfall habe der 

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Beschwerdeführer im Spital B.___ von Druckschmerzen im Sternum, am Nasenrücken 

und diskreten HWS-Beschwerden berichtet. Nachher habe er angegeben, nach dem 

Unfall an Thoraxschmerzen, Schulterschmerzen beidseits, Nacken- und 

Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Rückenbeschwerden und später an Beschwerden am 

rechten Bein gelitten zu haben. Auch aus den weiteren echtzeitlichen Berichten gehe 

nicht hervor, dass innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden nach dem Unfall eine 

Häufung der für ein Schleudertrauma der HWS typischen Beschwerden aufgetreten sei. 

Die Schmerzäusserungen seien zudem auffallend unbestimmt gewesen. Damit sei die 

Adäquanz anhand der Rechtsprechung zu den psychischen Störungen nach Unfällen 

zu prüfen. Da kein Kriterium in genügendem Ausmass und die übrigen Kriterien 

überhaupt nicht erfüllt seien, fehle es am adäquaten Kausalzusammenhang zwischen 

dem Ereignis und der danach eingetretenen Arbeitsunfähigkeit aus psychischen 

Gründen. Daran würden auch weitere Abklärungen nichts ändern.

E.- Der Beschwerdeführer liess replicando an seinen Anträgen, insbesondere auf 

Durchführung weiterer medizinischer und unfallanalytischer Abklärungen und an seinen 

bisherigen Ausführungen festhalten. Im Zeitpunkt der Beurteilung durch die Rehaklinik 

G.___ habe die posttraumatische Belastungsstörung in ihrer vollständigen Ausprägung 

weder bestätigt noch ausgeschlossen werden können. Aber es hätten entsprechende 

Hinweise bestanden. Da nun auch von der Klinik H.___ ein diesbezüglicher Verdacht 

geäussert, aber von der Beschwerdegegnerin bestritten werde, sei diese Frage durch 

eine gerichtliche Expertise zu klären. Nach dem Unfall hätten Dr. med. Christian 

Himmelberger, Mels, wie auch Dr. E.___ und der Kreisarzt massive Verspannungen im 

Nacken- und Schulterbereich und somit ein relevantes organisches Korrelat zum 

Beschwerdebild festgestellt. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Beschwerdeführer 

beim Unfall schwere Prellungen an Thorax und Schultern erlitten habe, neben welchen 

die Kopf- und Nackenschmerzen in den Hintergrund getreten und aus diesem Grund 

aktenmässig nicht besser dokumentiert seien, was sich für den Beschwerdeführer nicht 

nachteilig auswirken dürfe. Dr. E.___ habe übrigens schon drei Monate nach dem Unfall 

im Bericht vom 1. März 2005 den Verdacht auf eine posttraumatische 

Belastungsstörung geäussert. Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

F.- In der Duplik vom 22. September 2006 hält die Beschwerdegegnerin unter Verweis 

auf ihre bisherigen Ausführungen an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

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G.- Beide Parteien haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

verzichtet.

II.

1.- Für die richterliche Beurteilung eines Falls sind grundsätzlich die tatsächlichen 

Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung bzw. des Einsprache-

Entscheids massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch 

insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem 

Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 130 V 140 Erw. 2.1, 99 V 102, je mit 

Hinweisen). Die vom Beschwerdeführer im Verfahren eingereichten Arztberichte der 

Klinik H.___ vom 21. Dezember 2005, 21. Februar 2006 und 17. März 2006, von Dr. 

med. Diana Craatz, Medizinisches Zentrum Bad Ragaz, vom 10. Januar 2006 und 11. 

April 2006 und der Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychotherapie vom 10. April 

2006 beinhalten zwar medizinische Tatsachen und Erkenntnisse, die teilweise erst nach 

Erlass des angefochtenen Einsprache-Entscheids vom 31. Januar 2006 erhoben und 

festgestellt wurden. Indessen stehen diese auch insoweit, als sie nicht schon zur Zeit 

des angefochtenen Einsprache-Entscheids eingetreten waren, in engem 

Sachzusammenhang mit dem zu beurteilenden Streitgegenstand. Sie sind geeignet, 

dessen Beurteilung bezogen auf den Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen 

Einsprache-Entscheids zu beeinflussen. Demgemäss sind sie insofern zu 

berücksichtigen, als sie rechtserhebliche, medizinische Feststellungen oder 

Erkenntnisse enthalten.

2.- Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen für die 

Folgen des Unfalls vom 4. Dezember 2004 zu Recht auf den 1. September 2005 

eingestellt hat.

3.- Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im 

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Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 

V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein eines 

adäquaten Kausalzusammenhangs zu prüfen. Die adäquate Kausalität dient der 

rechtlichen Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa mit Hinweisen). 

Die Gesundheitsschädigung, auf welche sich der unfallfremde Vorzustand bezieht, hat 

auch beim Zusammentreffen verschiedener Schadenursachen nach Art. 36 UVG in 

einem adäquaten kausalen Zusammenhang mit dem Unfall zu stehen (BGE 126 V 118 

Erw. 3b mit Hinweisen). Auch bei Schleudermechanismen der Halswirbelsäule oder 

äquivalenten Verletzungen haben sodann zuallererst die medizinischen Fakten wie die 

fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, 

Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die massgeblichen 

Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung durch Verwaltung und Gericht zu bilden. Das 

Vorliegen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung wie seine Folgen 

müssen somit durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein (BGE 119 V 340 

Erw. 2b/aa).

4.- a) Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenter Verletzung spielt 

bei klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 

Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Dagegen ist bei der Beurteilung der Adäquanz von 

organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden wie folgt zu 

differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente 

Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten 

Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild 

einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

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Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für 

Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 

V 99 Erw. 2a); andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 

117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb). 

Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei 

Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem 

Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls 

auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 

2000 Nr. U 397 S. 328 Erw. 3b).

b) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn der Unfall nicht die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 

dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne 

Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 

2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen 

erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig geht es 

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darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. Z. vom 18. 

Dezember 2003, U 258/02 und i.S. O. vom 31. August 2001, U 285/00). Die Adäquanz 

als Rechtsfrage ist nicht von den Ärzten zu beurteilen. Diese haben sich nur zur 

Tatfrage der natürlichen Kausalität auszusprechen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit 

Hinweisen).

c) Die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie 

nach diesem aufgetreten ist, kann nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt 

nicht, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/

bb).

5.- Beim Unfall vom 4. Dezember 2004 erlitt der Beschwerdeführer gemäss den 

Ausführungen des erstbehandelnden Spitals B.___ eine Distorsion der HWS und der 

BWS, eine Thoraxkontusion und ein Knalltrauma. Während die Folge des Knalltraumas 

offenbar rasch abheilte und die übrigen Schmerzen gemäss den Angaben des 

Versicherten gegenüber dem Kreisarzt am 21. Januar 2005 bei fehlenden organischen 

Befunden vorerst deutlich zurückgingen, blieben Schmerzen im Bereich des Nackens, 

des Hinterhauptes rechts und der BWS bestehen. Die zu dem nach einem 

Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung nicht selten 

beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als "typisch" bezeichneten 

Beschwerdebild gehörenden Symptome (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) 

waren somit, falls überhaupt, lediglich teilweise gegeben. Ausser Nacken- und allenfalls 

Kopfschmerzen sind innerhalb der Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden in den 

echtzeitlichen Akten keine weiteren Symptome verzeichnet, welche auf das Vorliegen 

einer HWS-Distorsion schliessen liessen (vgl. BGE 119 V 338 Erw. 2). Falls direkt nach 

dem Unfall überhaupt von einem HWS-Distorsionstrauma auszugehen gewesen wäre, 

waren die Symptome jedenfalls nicht besonders ausgeprägt. Weiter ist in Betracht zu 

ziehen, dass bereits bei der neurologischen Untersuchung in der Klinik F.___ deutliche 

Zeichen einer Chronifizierung mit Symptomausweitung und einer möglichen 

posttraumatischen Belastungsstörung bei unauffälligem Neurostatus auffielen und in 

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der Rehaklinik G.___ bei fehlenden Hinweisen auf posttraumatische Läsionen von 

einem auffälligen, abnormen, ausgeprägten Krankheitsverhalten mit 

Verdeutlichungstendenz sowie dem Eindruck einer starken Somatisierungstendenz die 

Rede ist. In diesem Sinn geht weder aus den zusätzlich eingereichten Berichten der 

Klink H.___, noch aus den Arztberichten von Dr. Craatz etwas anderes hervor. Unter 

Berücksichtigung dieser ärztlichen Angaben und aufgrund der fehlenden organisch 

nachweisbaren Unfallfolgen ist davon auszugehen, dass die weiter geklagten 

Symptome nur möglicherweise und nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 

einem natürlichen Kausalzusammenhang mit einem Schleudertrauma stehen, sondern 

im Heilungsverlauf diejenigen Beeinträchtigungen immer mehr in den Vordergrund 

traten, die auf psychischen Gründen beruhen und nun (spätestens ab September 2005) 

massgeblichen Einfluss auf das Befinden und die Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ausüben. Auch die Einschränkung beim Führen eines Lastwagens 

geht gemäss übereinstimmender Beurteilung der Fachärzte auf die psychische 

Symptomatik zurück und ist nicht organisch begründet. Von medizinischen 

Beweisergänzungen ist abzusehen, da hievon keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4c). 

Die Adäquanzbeurteilung ist somit nach der in BGE 115 V 133 ff. begründeten 

Rechtsprechung zu psychogenen Unfallfolgen durchzuführen (vgl. oben Erw. 4a).

6.- a) Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit 

Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 

115 V 138 ff. Erw. 6, bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom 

Unfallereignis auszugehen. Dabei lassen Lehre und die erwähnte Rechtsprechung den 

sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn diese sowohl in 

einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 

schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbeschränkung zu 

(BGE 123 V 102 Erw. 3b; SVR 1999 UV Nr. 10, SVR 2001 UV Nr. 8, je mit Hinweisen). 

Bei psychischen Gesundheitsschäden geht diese Beschränkung indessen nicht so 

weit, dass nur psychisch Gesunde des Schutzes der sozialen Unfallversicherung 

teilhaftig werden, vielmehr ist auf eine weite Bandbreite der Versicherten abzustellen. 

Hierzu gehören auch jene Versicherten, die auf Grund ihrer Veranlagung für psychische 

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Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. 

Im Rahmen dieser weit gefassten Bandbreite bilden somit auch solche Versicherte 

Bezugspersonen für die Adäquanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die 

erlebnismässige Verarbeitung eines Unfalls zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko 

gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal 

reagieren. Daraus ergibt sich, dass für die Beurteilung der Frage, ob ein konkretes 

Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten 

psychischen Schädigung zu führen, kein allzu strenger Massstab, sondern im 

dargelegten Sinn ein realitätsgerechter Massstab angelegt werden muss. Umgekehrt 

kann auf das Erfordernis der Adäquanz aber auch nicht verzichtet werden (BGE 125 V 

462 f. Erw. 5c mit Hinweisen). Bei der Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs hat im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der 

rechtsgleichen Behandlung der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise Platz 

zu greifen. Sind die massgeblichen unfallbezogenen Kriterien erfüllt, hat die versicherte 

Person, bei der nach einem Unfall eine psychische Fehlentwicklung eintritt, unabhängig 

davon, ob sie aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger ist, 

Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung, ohne dass ihr diese besondere 

Veranlagung entgegengehalten werden könnte. Die objektivierte Beurteilung der 

Adäquanz anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien führt gerade 

dazu, dass die Notwendigkeit entfällt, nach anderen Ursachen zu forschen, die 

möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben 

könnten (BGE 115 V 135 Erw. 4b, 141; RKUV 2000 S. 314 f. Erw. 5 mit weiteren 

Hinweisen; SVR 1999 UV Nr. 10).

b) Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGE 115 V 133) besteht ein ad-äquater 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall 

eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. In 

objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen 

Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle 

einerseits, schwere Unfälle anderseits und in einen dazwischen liegenden mittleren 

Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der 

Regel ohne weiteres verneint werden. Ohne aufwändige Abklärungen im psychischen 

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Bereich darf aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug 

unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden, dass ein banaler bzw. 

leichter Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen 

Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Demzufolge wird sich bei dieser Gruppe von 

Unfällen die Einholung einer psychiatrischen Expertise meistens erübrigen. Bei Unfällen 

im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind dabei zu nennen:

Unfalls;

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

c) Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in 

jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des–

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre–

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;–

körperliche Dauerschmerzen;–

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;–

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;–

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.–

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zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schweren Fällen im mittleren 

Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. 

Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn 

es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium 

besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene 

Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt 

es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu 

berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die 

Adäquanz bejaht wird. (BGE 115 V 139 Erw. 6a bis c).

d) Der Beschwerdeführer erlitt am 4. Dezember 2004 innerorts als korrekt auf der 

rechten Fahrbahnseite fahrender Autolenker mit einem ihm auf seiner Fahrspur 

entgegenkommenden Fahrzeug eine Frontalkollision. Gemäss den eigenen Angaben 

des Beschwerdeführers gegenüber der Kantonspolizei hat er in einer Entfernung von 

100 bis 150 Metern einen Personenwagen gesehen, der aus einer Kurve kam und ihm 

danach auf der falschen Spur entgegenfuhr. Er habe Lichtzeichen gegeben und 

abgebremst. Bei der Kollision sei er höchstens noch langsam gerollt. Nach dem Unfall 

habe er das Fahrzeug verlassen und seiner verletzten Frau die Beifahrertüre geöffnet. 

Der den Unfall verursachende Fahrer gab an, auf der Gegenfahrbahn gefahren zu sein, 

weil er danach habe nach links abbiegen wollen. Er habe gedacht, dass der 

entgegenkommende Wagen noch weit genug weg sei, sodass er gefahrlos abbiegen 

könne, was sich als Fehler erwiesen habe. Aufgrund des augenfälligen 

Geschehensablaufs ist die Beschwerdegegnerin von einem mittleren Ereignis im 

Bereich der mittelschweren Unfälle ausgegangen. Auch er Beschwerdeführer geht von 

einem mittelschweren Unfall aus, den er allerdings in den Grenzbereich zu den 

schweren Unfällen stellt. Nachdem sich die Parteien über die Einordnung des Unfalls 

als mittelschwer einig sind, was vorliegend auch ohne den beantragten Beizug eines 

zusätzlichen Gutachtens aufgrund der Rechtsprechung (RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 

Erw. 3.3.2, 1999 Nr. U 330 S. 122 ff., 1995 Nr. U 215 S. 90 ff.) zutreffend erscheint, 

erübrigt sich eine abschliessende Qualifizierung des Schweregrades. Wie nachfolgend 

zu zeigen sein wird, ist keines der für die Bejahung der Adäquanz erforderlichen 

Zusatzkriterien mit hinreichender Klarheit erfüllt. Die Annahme des Beschwerdeführers, 

die Kollision sei bei einer Geschwindigkeit des Unfallverursachers von 80 km/h erfolgt, 

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ist im Übrigen nicht belegt. Der Umstand, dass die Kreuzung, an welcher der 

entgegenkommende Fahrzeuglenker links abbiegen wollte, sich lediglich rund acht 

Meter hinter dem Unfallendstandort (UV act. 19) befand, lässt auf eine wesentlich 

geringere Kollisionsgeschwindigkeit schliessen. Von einem schweren Unfall kann bei 

diesen Gegebenheiten praxisgemäss nicht ausgegangen werden, auch wenn die 

Unfallfahrzeuge beim Zusammenstoss stark beschädigt wurden.

e) Der Berücksichtigung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls liegt der Gedanke zu Grunde, dass solche 

Umstände geeignet sind, bei der betroffenen Person während des Unfallgeschehens 

oder nachher psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die an der nachfolgenden 

psychischen Fehlentwicklung mitbeteiligt sein können. Dabei sind objektive Massstäbe 

anzuwenden. Nicht was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch 

vorgeht - sofern sich dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse -, soll entscheidend 

sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr psychische 

Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 Erw. 3b/cc). Sieht man davon ab, 

dass kein Unfall, der nicht von vornherein als Bagatellunfall oder als leichter Unfall 

einzustufen ist, einer gewissen Eindrücklichkeit entbehrt, kann hier jedenfalls nicht von 

einer besonderen Eindrücklichkeit oder von besonders dramatischen 

Begleitumständen gesprochen werden, auch wenn das Herannahen des 

Kollisionsfahrzeugs beim Beschwerdeführer und seiner als Beifahrerin anwesenden 

Ehefrau zu einiger Aufregung geführt haben dürfte. Zusätzlich erscheint es 

nachvollziehbar, dass nach einem solchen Unfall Albträume mit Wiedererleben des 

Unfallereignisses auftreten können. Ihr Andauern über viele Monate hinweg in offenbar 

gleich bleibender Intensität ist indessen nur im Rahmen der gesamten psychischen 

Situation des Beschwerdeführers zu erklären, welche bei der vorliegenden Prüfung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs nicht zu berücksichtigen ist (vgl. dazu vorne Erw. 

5). Verletzungen, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, lagen nach dem Unfall nicht vor. Anhaltspunkte für eine ärztliche 

Fehlbehandlung sind nicht ersichtlich. Was der Beschwerdeführer dazu vorbringt, 

entbehrt jeder Grundlage. Die beurteilenden Ärzten haben eine angemessen 

Behandlung der psychischen Störung in keiner Weise behindert. Die nach dem Unfall 

geklagten Beschwerden wurden fachgerecht behandelt und führten nicht zu einer 

besonders ausgeprägten Erschwerung des Heilungsverlaufs. Hinsichtlich der Kriterien 

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körperliche Dauerschmerzen, schwieriger Heilungsverlauf sowie ungewöhnlich lange 

Dauer der ärztlichen Behandlung und der Arbeitsunfähigkeit bleibt anzumerken, dass 

aufgrund der medizinischen Unterlagen die Genesung der somatischen 

Beeinträchtigung rasch voranschritt und immer stärker durch die psychische 

Fehlentwicklung überlagert wurde. Der die ärztlichen Massnahmen von Anfang an 

mitbestimmende psychische Gesundheitsschaden darf aber nicht in die 

Adäquanzbeurteilung einbezogen werden (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Die nach dem Unfall 

eingetretene physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit dauerte dagegen nur wenige 

Wochen und war somit nicht besonders lang.

f) Da somit keines der von der Rechtsprechung als massgebend bezeichneten Kriterien 

als erfüllt gelten kann, ist die Adäquanz zwischen dem psychischen Leiden und dem 

Unfall vom 4. Dezember 2004 zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin hat für die daraus 

entstandene Erwerbseinbusse ab 1. September 2005 keine Leistungen mehr zu 

erbringen. Eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung erübrigt sich, nachdem der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der psychischen 

Symptomatik ohnehin zu verneinen ist. Vorliegend wird nicht behauptet, der 

Beschwerdeführer sei nun beschwerdefrei und es liege kein Gesundheitsschaden mehr 

vor oder er sei nun bei voller Gesundheit. An der Feststellung, der aktuelle 

gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers sei nicht adäquat kausal auf den 

Unfall vom 4. Dezember 2004 zurückzuführen, vermögen daher auch die in der Klinik 

H.___ durchgeführten stationären Behandlungen nichts zu ändern (Berichte vom 21. 

Dezember 2005, act. G 1.1.3 und vom 17. März 2006, act 1.1.4). Immerhin sei darauf 

hingewiesen, dass auch dort keine unfallbedingte organische Schädigung festgestellt 

wurde (vgl. Bericht vom 17. März 2006, S. 2), sondern die psychische Störung im 

Mittelpunkt der Behandlungsaktivitäten stand. Der angefochtene Einsprache-Entscheid 

ist somit nicht zu beanstanden.

7.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind nach Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.02.2007
	Art. 18 UVG. HWS-Distorsion; Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallschäden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Februar 2007, UV 2006/33). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_103/2007.

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