# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1488fde7-6113-59fc-9a73-fe7d189be571
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-07-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.07.2025 720 2024 116 (720 24 116)
**Docket/Reference:** 720 2024 116
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-116_2025-07-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. Juli 2025 (720 24 116) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Bemessung des Invaliditätsgrads: Aufgrund der Wiederanstellung der Versicherten beim 
ehemaligen Arbeitgeber und aufgrund der konkreten Situation ist zur Bemessung der In-
validität ein Prozentvergleich vorzunehmen. 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Andreas Blattner, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch PKRück, Lebensversi-
cherungsgesellschaft für die betriebliche Vorsorge AG, Zollikerstrasse 
4, Postfach, 8032 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene B.____ 
 

  
 

Betreff IV-Rente  
 
 
 

 

 
 
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A. Die 1996 geborene B.____ meldete sich am 19. November 2019 unter Hinweis auf psy-
chische Probleme und vermehrte kognitive Defizite bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Situa-
tion sowie nach Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen gelangte die zustän-
dige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zur Auffassung, dass die Versicherte aufgrund einer 
komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS, ICD-10 F 43.1) und einer Aufmerk-
samkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS, ICD-10 F 90.0) in der Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt ist. Für die Zeit vom 4. Juni 2020 bis 31. Januar 2023 sei ein Invaliditätsgrad von 100% 
respektive 73% anzunehmen. Seit 1. Februar 2023 und aktuell liege in jeder Tätigkeit eine Ar-
beitsunfähigkeit von 40% vor. Mit Verfügung vom 14. März 2024 sprach die IV-Stelle der Versi-
cherten deshalb aufgrund eines mit der allgemeinen Methode der Invaliditätsbemessung (Ein-
kommensvergleich) ermittelten Invaliditätsgrades von 46% ab 1. März 2024 eine 40%-Rente zu. 
Die rückwirkende Zusprache der Invalidenrente werde erst in einer nachfolgenden Verfügung 
geregelt. 
 
B. Gegen die Verfügung vom 14. März 2024 erhob die Pensionskasse A.____, vertreten 
durch PKRück, Lebensversicherungsgesellschaft für die betriebliche Vorsorge AG, am 25. April 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung vom 14. März 2024 aufzuheben, es sei 
der Invaliditätsgrad korrekt zu ermitteln und gestützt darauf einen Anspruch auf eine 25%ige 
Rente festzulegen; eventualiter sei die Sache zur Ermittlung des Erwerbseinkommens, des Inva-
liditätsgrades und des Rentenanspruchs an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass sowohl 
das Validen- als auch das Invalideneinkommen anhand des tatsächlich erzielten Lohnes zu be-
messen seien. Für die Anwendung der Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des 
Bundesamts für Statistik (LSE) bestehe kein Raum. Der Invaliditätsgrad entspreche damit der 
Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit, weshalb der Versicherten bei einer Arbeitsunfähigkeit von 
40% ein Rentenanspruch in der Höhe von 25% einer ganzen Rente zustehe.  
 
C. Mit Verfügung vom 30. April 2024 wurde B.____ dem vorliegenden Verfahren beigela-
den.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Juni 2024 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
E. Die Beigeladene nahm am 2. Juli 2024 zur Beschwerde Stellung und reichte überdies 
mit Eingabe vom 19. Juli 2024 die von der Beschwerdeführerin verlangten Unterlagen ein.  
 
F. Die Beschwerdeführerin nahm mit Eingabe vom 26. August 2024 insbesondere zu den 
eingereichten Unterlagen Stellung und hielt an ihren Anträgen und Ausführungen fest. 
 
G. Mit Eingabe vom 24. Oktober 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einrei-
chung einer weiteren Stellungnahme und verwies auf die Ausführungen der Beigeladenen. Die 

 

 
 
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Beigeladene reichte am 5. November 2024 eine weitere Stellungnahme ein, worin sie verschie-
dene von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Fragen erläuterte.  
 
H. Mit Verfügung vom 11. November 2024 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Be-
urteilung überwiesen.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Wurde eine (präsumtiv leistungspflichtige) Vorsorgeeinrichtung unbestrittenermassen 
rechtzeitig in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen und ihr die (Renten-) 
Verfügung formgültig eröffnet, sind die wesentlichen Feststellungen und Beurteilungen für die 
Festsetzung des Invaliditätsgrads im Entscheid, der das invalidenversicherungsrechtliche Ver-
fahren abschliesst, für sie grundsätzlich verbindlich, sofern diese nicht offensichtlich unhaltbar 
sind (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2020, 9C_552/2020, E. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 133 V 67 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Vorliegend war die Beschwerde führende Vorsorgeein-
richtung ins IV-Verfahren einbezogen, so dass sie nach dem Gesagten an den Entscheid der IV-
Stelle gebunden ist. Es kommt ihr deshalb ein selbständiges Beschwerderecht gegen die strittige 
Verfügung der IV-Stelle vom 17. Juli 2020 zu (vgl. Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000).  
 
1.3 Auf die – in Berücksichtigung des Fristenstillstandes von Art. 38 Abs. 4 ATSG – frist- 
und im Übrigen formgerecht erhobene Beschwerde der Vorsorgeeinrichtung vom 25. April 2024 
ist demnach einzutreten. 
 
1.4 Da die Versicherte vom Ausgang des Prozesses mitbetroffen ist, hat das instruierende 
Präsidium des Kantonsgerichts sie mit Verfügung vom 30. April 2024 richtigerweise zum vorlie-
genden Beschwerdeverfahren beigeladen. 
 
2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Ja-
nuar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des ATSG in der ab 

 

 
 
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1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Erfolgt die Verfügung über die 
erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet diese aber einen Rentenan-
spruch vor dem 1. Januar 2022, sind hingegen die Bestimmungen des IVG und der IVV sowie 
diejenigen des ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend 
(KSIR, Rz. 9101; vgl. auch Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des 
linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Ein allfälliger Wech-
sel zum neuen stufenlosen Rentensystem erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach lit. b der 
Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 erfüllt sind (vgl. auch KSIR, 
Rz. 9200 f.). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben, weshalb der Anspruch ab 1. Ja-
nuar 2022 nach dem stufenlosen Rentensystem bemessen wird.  
 
3. Streitig ist die Höhe des Rentenanspruchs der Beigeladenen. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

 

 
 
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und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1).  
 
4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Ab 1. Januar 
2022 gilt das stufenlosen Rentensystem: Danach wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozen-
tualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Art. 28b IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von 
50-69% entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
IV-Grad unter 50% gelten die folgenden prozentualen Anteile einer ganzen Rente: 49% Invalidi-
tätsgrad entspricht einem prozentualen Anteil von 47.5% einer ganzen Rente, 48% Invaliditäts-
grad entspricht einer 45%igen Rente, 47% Invaliditätsgrad entspricht einer 42.5%igen Rente, 
46% Invaliditätsgrad entspricht einer solchen von 40%, 45% Invaliditätsgrad entspricht einer 
37.5%igen Rente, 40% Invaliditätsgrad entspricht einer 25%igen Rente (Art. 28b Abs. 4 IVG). 
 
5. Die Beurteilung des Gesundheitszustandes durch die Beschwerdegegnerin wird von der 
Beschwerdeführerin – zu Recht – nicht beanstandet. In den Akten finden sich keine Anhalts-
punkte, die für eine abweichende Beurteilung oder die Vornahme weiterer medizinischer Abklä-
rungen zur Arbeitsfähigkeit sprächen. Es ist folglich vorliegend darauf abzustellen. Augenschein-
lich ebenfalls nicht umstritten ist die Zusprache einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. Februar 
2021 bis 31. Januar 2023, zumal während dieser Zeit unbestrittenermassen eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit bzw. eine solche von 70% bestand. Strittig ist hingegen der Rentenanspruch 
ab 1. Mai 2023 bzw. 1. März 2024 und in diesem Zusammenhang insbesondere, wie die Ver-
gleichseinkommen zur Invaliditätsbemessung (vgl. E. 4.3 hiervor) zu ermitteln sind. 
 
5.1. Den Akten ist diesbezüglich im Wesentlichen folgender Sachverhalt zu entnehmen: Die 
Versicherte begann im August 2015 eine Lehre als Fachfrau Gesundheit, brach diese indessen 
nach zwei Monaten wieder ab. Nach verschiedenen Hilfs- und Verkaufstätigkeiten absolvierte sie 
von Januar 2018 bis März 2018 den Lehrgang zur Pflegehelferin SRK und arbeitete vom Juni 
2018 bis April 2019 auf diesem Beruf im Pflegeheim C.____. Ab 1. Mai 2019 war sie als Pflege-
helferin SRK im Behindertenwohnheim (BWH) D.____ in einem Pensum von 100% angestellt. Ab 
21. Februar 2020 war die Versicherte immer wieder krankgeschrieben. Ab 4. Juni 2020 bestand 
längerfristig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Vom 26. April 2021 bis 31. Oktober 2021 fanden 
Eingliederungsmassnahmen im Sinne eines Belastbarkeits- respektive eines Aufbautrainings 
statt. Die Versicherte konnte vom 1. Februar 2023 bis 30. Juni 2023 beim ehemaligen Arbeitgeber 
BWH D.____ als Springerin im Stundenlohn wieder einsteigen. Per 1. Juli 2023 war sie im Rah-
men eines 60%-Pensums bei diesem Arbeitgeber wiederum unbefristet angestellt. Per August 
2023 begann sie überdies berufsbegleitend eine Ausbildung als Fachfrau Betreuung (Menschen 
mit Beeinträchtigungen) EFZ. 
 
5.2 Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

 

 
 
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Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ –besonders 
stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2). Während die IV-Stelle in der angefochtenen 
Verfügung das Invalideneinkommen unter Heranziehung der Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) ermittelt hat, vertritt die Beschwerde-
führerin die Auffassung, dass hier eine Konstellation vorliege, bei welcher das Invalideneinkom-
men auf der Basis des tatsächlich erzielten Verdienstes zu ermitteln sei. Der Auffassung der Be-
schwerdeführerin ist beizupflichten. Bei der (Wieder-)Anstellung der Versicherten im BWH 
D.____ ab 1. Juli 2023 handelt es sich zweifellos um ein besonders stabiles Anstellungsverhältnis 
und es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach es sich beim Gehalt, welches die Versicherte 
im Rahmen dieser Tätigkeit erzielt, um einen Soziallohn handeln könnte. Unbestritten ist, dass 
sie in dieser Tätigkeit die ihr verbleibende Restarbeitsfähigkeit voll ausschöpft. Es ist deshalb für 
den Invalidenlohn auf das tatsächlich im Rahmen der unbefristeten Anstellung ab 1. Juli 2023 
erzielte Einkommen der Versicherten abzustellen. Der im Rahmen des befristeten Vertrags er-
zielte Stundenlohn kann indessen nicht für die Bemessung des Invalideneinkommens herange-
zogen werden, da die Versicherte zu dieser Zeit über dem ihr als zumutbar attestierten Pensum 
arbeitete. Inwiefern die Lohnerhöhung per 1. Januar 2024 und allfällige weitere Lohnerhöhungen 
aufgrund des Abschlusses der Ausbildung per Sommer 2025 zu berücksichtigen sind, kann aus 
den nachstehenden Gründen (vgl. E: 4.3.2 hiernach) offengelassen werden.  
 
5.3.1 Für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Vali-
deneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Per-
son tatsächlich verdienen würde (BGE 135 V 58 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile des Bun-
desgerichts vom 2. November 2022, 9C_385/2022, E. 4.3.1 und vom 8. Juni 2021, 8C_152/2021, 
E. 3.1). Die Ermittlung des im Gesundheitsfall von der versicherten Person erzielbaren Einkom-
mens hat so konkret wie möglich zu geschehen (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenver-
sicherung, 4. Auflage, Zürich/Genf 2022, Art. 28a N. 49 ff.). Da nach empirischer Feststellung in 
der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungs-
punkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Ge-
sundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepasste Verdienst (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, 
E. 4.1, in: SVR 2020 IV Nr. 37 S. 131, mit Verweis auf BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 135 V 59 E. 3.1, 
134 V 325 E. 4.1, je mit Hinweisen). Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; vgl. auch BGE 144 I 103 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. Oktober 2024, 8C_619/2023, E. 2.2).  
 
5.3.2 In der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2024 stellte die IV-Stelle auch für die 
Berechnung des Valideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne ab. Die Versicherte war vor den 
Krankschreibungen als Pflegehelferin SRK beim BHW D.____ angestellt. Es ist ohne Weiteres 
davon auszugehen, dass sie ohne Eintritt der Arbeitsunfähigkeit dieses Anstellungsverhältnis 

 

 
 
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fortgesetzt hätte. Für ein Abstellen auf die statistischen Löhne besteht deshalb kein Raum. Viel-
mehr ist auch für das Valideneinkommen auf den tatsächlich erzielten Lohn abzustellen. Dabei 
ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Versicherte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits 
vor den Krankschreibungen ab 21. Februar 2021 gesundheitlich beeinträchtigt war. Dies ergibt 
sich aus den gestellten Diagnosen, die gemäss den vorhandenen Arztberichten bereits seit der 
Kindheit oder Jugend bestehen. Es ist folglich davon auszugehen, dass der berufliche Werde-
gang zumindest teilweise durch die gesundheitlichen Probleme beeinflusst war. Aufgrund der 
aktenkundigen hohen Motivation der Versicherten, eine Ausbildung im Gesundheitsbereich ab-
zuschliessen, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass eine solche auch im 
Gesundheitsfall abgeschlossen worden wäre. Ausserdem ist die reale Einkommensentwicklung 
mit Lohnerhöhungen zu berücksichtigen.  
 
5.4 Im Ergebnis rechtfertigt es sich nach dem Ausgeführten, den Invaliditätsgrad aufgrund 
eines Prozentvergleichs bzw. anhand der attestierten Arbeitsunfähigkeit zu ermitteln. Dieser Auf-
fassung der Beschwerdeführerin schliesst sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung 
vom 3. Juni 2024 an. Da der Beschwerdeführerin unbestrittenermassen die angestammte Tätig-
keit lediglich noch im Umfang von 60% zumutbar ist, beträgt der Invaliditätsgrad folglich 40%. 
Daraus ergibt sich gemäss Art. 28b Abs. 4 IVG, dass die Beigeladene ab 1. Mai 2023 Anspruch 
auf eine 25%ige Rente der Invalidenversicherung hat. Dieser Anspruch bleibt auch nach dem 
1. Januar 2024 unverändert bestehen, da ein Abzug vom tatsächlichen Invalideneinkommen nicht 
möglich ist. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen.  
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kosten-
pflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, 
weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss wird ihr zurückerstattet. Eine Parteientschädigung wird der nicht anwaltlich ver-
tretenen Beschwerdeführerin nicht ausgerichtet. 
 

 
 
  

 

 
 
Seite 8   

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
14. März 2024 aufgehoben und festgestellt, dass die Beigeladene An-
spruch auf eine Invalidenrente in der Höhe von 25% einer ganzen Rente 
entsprechend einem Invaliditätsgrad von 40% hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss zurücker-
stattet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.