# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 442ccf17-764a-5a22-a70a-ef2f6ed64bc7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.12.2025 AHV 2025/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AHV-2025-4_2025-12-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AHV 2025/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AHV - Alters- und Hinterlassenenversicherung

Publikationsdatum: 26.01.2026

Entscheiddatum: 08.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2025
Art. 22ter Abs. 1 AHVG, Art. 49bis AHVV. Kinderrente zur AHV. Der Sohn des 
Beschwerdeführers absolvierte eine Integrationsmassnahme der IV zwecks 
Verbesserung seiner "Studier- und Eingliederungsfähigkeit". Dies stellt 
mangels primären und systematischen Ausbildungszwecks keine 
Ausbildung im Sinn von Art. 49bis Abs. 1 AHVV dar (Erw. 2.1). Die 
Massnahme ist vorliegend auch nicht als - einer Ausbildung gleichgestelltes 
- Praktikum zu werten. Zwar wurde die Tätigkeit von der Fachhochschule, 
an welcher der Sohn des Beschwerdeführers nachmalig studierte, offenbar 
als reglementarisch verlangtes Praktikum anerkannt. Indessen erfolgte die 
IV-Massnahme nicht im Hinblick auf das Studium und die Studienanmeldung 
war nicht mit der IV-Stelle abgesprochen. Es änderte sich somit nichts am 
Zweck der Massnahme als Integrationsmassnahme (Erw. 2.2). Schliesslich 
kann die IV-Massnahme nicht als Brückenangebot im Sinn von Art. 49bis 
Abs. 2 AHVV qualifiziert werden (Erw. 2.3)(Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2025, AHV 
2025/4).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/10 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung I 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 8. Dezember 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Corinne Schambeck (Vorsitz), Versicherungs-
richterinnen Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; 
Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach  

   

Geschäftsnr.   AHV 2025/4 
 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

 
 

  gegen 

  S o z i a l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  d e s  K a n t o n s  
S t .  G a l l e n ,  Ausgleichskasse, Brauerstrasse 54, Postfach, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Kinderrente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AHV 2025/4 
 

 

2/10 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich am 27. Februar 2023 zum Bezug einer AHV-Altersrente an (act. G 3.1/45). 
Mit Verfügung vom 9. Juni 2023 sprach die Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons St. Gallen (nachfolgend: Ausgleichskasse) dem Versicherten eine Vollrente von Fr. 2'450.--

/Monat, beginnend am 1. Juli 2023, zu. Gleichzeitig sprach sie ihm für den Sohn B.___ eine Kinderrente 

zur Altersrente in Höhe von Fr. 980.--/Monat zu (act. G 3.1/36). Am 23. August 2023 informierte die 

Ausgleichskasse den Versicherten darüber, dass die Kinderrente infolge Erreichens des 25. Altersjahrs 
von B.___ per ___ 2023 aufgehoben werde (act. G 3.1/34).  

A.b Am 23. Januar 2024 teilte A.___ der Ausgleichskasse mit, dass sein zweiter Sohn, C.___, 
geboren am ___ 2001, ab September 2024 ein Teilzeit-Studium an der Fachhochschule D.___ im 

Fachgebiet Maschinenbau/Innovation aufnehme werde. Die Anmeldung sei per 22. Januar 2024 erfolgt. 

Es handle sich dabei um eine berufliche Erstausbildung, die auf Grund schwerwiegender 

gesundheitlicher Probleme von C.___ erst jetzt erfolgen könne. Sein Sohn habe bisher – und bis zum 

Studienbeginn auch weiterhin – an von der IV verfügten Integrationsmassnahmen teilgenommen, die 

auf die erstmalige Berufsausbildung abzielten. Eine Vergütung werde dafür nicht ausgerichtet. Die 

Massnahmen dienten einerseits der Steigerung der für die Bewältigung eines Studiums notwendigen 

Belastbarkeit, beinhalteten aber auch die Suche nach fachspezifischen Praktika sowie seit September 

2023 praktische Tätigkeiten im Bereich Programmierung, Konstruktion und Produktion, also in 

studienvorbereitenden Bereichen. Damit bestehe ab sofort Anspruch auf eine Kinderrente (act. 

G 3.1/32.1 f.).  

A.c Mit Verfügung vom 4. April 2024 wies die Ausgleichskasse das Gesuch um Kinderrente für die 
Zeit der Integrationsmassnahme ab. Zur Begründung führte sie aus, dass die genannte Vorbereitung 

weder gesetzlich vorgeschrieben sei noch eine Bedingung zur Aufnahme des Studiums darstelle. Die 

systematische Vorbereitung erfordere, dass das Kind die Ausbildung mit dem objektiv zumutbaren 

Einsatz betreibe, um sie innert nützlicher Frist abschliessen zu können. Diese Voraussetzungen seien 

bei der Integrationsmassnahme der IV nicht erfüllt (act. G 3.1/29).  

A.d Mit Einsprache vom 24. April 2024 beantragte der Einsprecher die Ausrichtung einer AHV-
Kinderrente ab 1. Februar 2024. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass sein Sohn 

C.___ seit Anfang September 2023 an IV-Integrationsmassnahmen bei der E.___ GmbH teilnehme, 

wobei die Vermittlung von Wissen und Können auf die erstmalige berufliche Ausbildung im Rahmen 

eines Maschinenbaustudiums an der D.___ abziele. Unabhängig von der IV-rechtlichen Beurteilung sei 

in Bezug auf die AHV-Kinderrente jedoch einzig massgebend, ob sich das Kind in einer Ausbildung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bzw. in einer gezielten Vorbereitung auf eine solche befinde. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung werde dabei als gezielte Vorbereitung bereits ein (berufsbezogenes) Praktikum als 

genügend erachtet. Es könne nun kein Zweifel daran bestehen, dass die Massnahmen bei der E.___ 

GmbH zur Hauptsache Ausbildungs- und berufsstabilisierende Elemente enthielten und mindestens die 

Tiefe und Intensität eines berufsbezogenen Praktikums erreichten (act. G 3.1/25).  

A.e Mit Verfügung vom 28. Oktober 2024 sprach die Ausgleichskasse dem Einsprecher ab 1. Oktober 
2024 (Aufnahme Studium des Sohnes C.___) eine AHV-Kinderrente zu (act. G 3.1/16).  

A.f Nach mehrmaliger Nachfrage seitens des Einsprechers und zwischenzeitlicher formloser 
Sistierung des Verfahrens durch die Ausgleichskasse, erliess diese am 30. Januar 2025 einen 

abweisenden Einspracheentscheid. Zur Begründung führte sie aus, die IV-Stelle habe C.___ am 

29. August 2023 Integrationsmassnahmen in Form eines Aufbautrainings vom 4. September 2023 bis 

zum 29. Februar 2024 bei der E.___ GmbH zugesprochen. Ziel sei es gewesen, die im 

Eingliederungsplan vom 28. August 2023 festgehaltenen Kompetenzen und Verhaltensweisen zu 

trainieren (Förderung des Team- und Gruppenverhaltens, der Kooperation, der Zusammenarbeit, des 

Konzentrationsvermögens und des Gedächtnisses, der Abgrenzung sowie der Steigerung der 

Präsenzzeit). Die Ziele von C.___ seien der Aufbau der Arbeitsfähigkeit, die Aneignung des fachlichen 

Know-hows sowie das Finden eines passenden Arbeitgebers für ein Training gewesen. Am 20. Februar 

2024 sei diese Integrationsmassnahme (Arbeitstraining) bei der derselben Durchführungsstelle 
verlängert worden, bei weitgehender Aufrechterhaltung der Ziele. Am 28. Februar 2024 seien C.___ 

zudem im Rahmen der laufenden Integrationsmassnahme temporär vom 11. März 2024 bis zum 

19. Juni 2024 ein Kurs "Grundlagen mechanische Grundoperationen" bei der F.___ mit dem Ziel 

zugesprochen worden, die Massnahme für die Wiedereingliederung nach Arbeitstraining zu 

unterstützen. Die genannten Massnahmen seien auf die Stabilisierung der Präsenz- und 

Leistungsfähigkeit von C.___ ausgerichtet gewesen und nicht auf eine berufsspezifische Förderung von 

notwendigen Kenntnissen und Fähigkeiten für eine spätere berufliche Ausbildung, die auch bezüglich 

AHV-Kinderrente vorausgesetzt seien (act. G 3.1/5).  

B.   

B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 27. Februar 2025 (Datum 
Postaufgabe) mit dem Antrag auf dessen Aufhebung. Dem Beschwerdeführer sei alsdann die geltend 

gemachte AHV-Kinderrente (ab 1. Februar 2024) auszurichten. Ihm sei schliesslich eine angemessene 

Entschädigung auszurichten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine 

Verletzung des Beschleunigungsgebots sowie seiner Verfahrensrechte. Ausserdem habe die 
Beschwerdegegnerin das Vertrauensprinzip verletzt. Zum Materiellen führt er aus, dass sich der 

angefochtene Entscheid über weite Strecken an IV-rechtlichen Überlegungen orientiere und wilde 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Spekulationen und grenzwertige Unterstellungen enthalte, anstatt sich mit dem vorliegend zu 

beurteilenden AHV-rechtlichen Anspruch auf eine Kinderrente auseinanderzusetzen. Beim Kurs bei der 

F.___ handle es sich nicht bloss um einen mehrtägigen Kurs, sondern um eine sich über rund vier 

Monate hinziehende Ausbildung. Die D.___ verlange für die Studienzulassung reglementarisch den 

Nachweis einer bestimmten beruflichen Vorbildung. F.___ und E.___, die gemeinsam die Vermittlung 
dieser geforderten Kenntnisse übernommen hätten, hätten diese Vorbildung zuhanden der D.___ 

bestätigt. Die F.___ sei eine anerkannte Lehrwerkstätte des ersten Arbeitsmarktes und sein Sohn habe 

seine Ausbildung zusammen mit den regulären Polymechaniker-Lehrlingen absolviert. Die F.___ 

bestätige, dass jener ein "Praktikum Polymechaniker" absolviert habe sowie, dass das Praktikum auf 

das künftige Studium ausgerichtet sei. Die D.___ bestätige sodann die Anerkennung des Praktikums 

als genügende Vorbildung für ein Studium. Der Ausbildungsbegriff werde für das ganze 

Sozialversicherungsrecht einheitlich in der AHV-Gesetzgebung definiert. Anerkannt würden gemäss 

Art. 49bis AHVV nicht nur berufsspezifische, sondern auch allgemeinbildende Schulungen (Abs. 1), in 

bestimmten Konstellationen sogar Brückenangebote, Au-pair- und Sprachaufenthalte (Abs. 2). Die 

Anforderungen an die Anerkennung als Ausbildung im Sinn von Art. 49bis AHVV seien also relativ tief 

angesetzt. Das Gesetz fordere lediglich eine Minimaldauer von vier Wochen, die systematische 

Ausrichtung auf ein Bildungsziel sowie bei Praktika zusätzlich, dass sie für die Zulassung zu einem 

nachfolgenden Bildungsgang vorgeschrieben seien. Für Berufsausbildungen bzw. Praktika im Rahmen 
von IV-Integrationsmassnahmen gälten explizit dieselben Bedingungen. Das Gesetz mache keinen 

Unterschied zwischen IV-gestützten und anderen Ausbildungen. Vorliegend wiesen die Praktika eine 

Dauer von vier Monaten bei der F.___ bzw. inklusive der Zeit bei der E.___ GmbH von insgesamt sechs 

Monaten auf. Sie folgten strikt den Vorgaben der nachfolgenden Bildungsstätte und vermittelten 

zielgerichtet sowie systematisch das für eine spätere Erwerbstätigkeit nötige Wissen und Können. 

Schliesslich würden sie von der D.___, an welcher sein Sohn danach sein Studium aufgenommen habe, 

reglementarisch für die Zulassung vorausgesetzt. Damit erfüllten die Praktika alle drei gesetzlichen 

Voraussetzungen und seien als Ausbildungen im Hinblick auf eine berufliche Erstausbildung im Sinn 

von Art. 49bis AHVV zu qualifizieren (act. G 1). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2025 beantragt die Verwaltung unter Verweis auf die 
Begründung im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde. Der Entscheid 

über die Kinderrente des Beschwerdeführers sei zeitgleich mit dem Entscheid über die IV-Taggelder 

des Sohnes zu fällen, da beide Verfahren im Zusammenhang mit dem Ausbildungsbegriff ständen und 

widersprüchliche Entscheide vor Versicherungsgericht vermieden werden sollten (act. G 3). Der 
Beschwerdeführer verzichtet auf eine Replik bzw. auf eine Stellungnahme zu den Akten (act. G 5).  

B.c Mit Urteil vom 29. April 2025 entschied das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, dass 
das von C.___ (Sohn des Beschwerdeführers) bei der E.___ GmbH durchgeführte Aufbautraining samt 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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integriertem Arbeitstraining bei der F.___ nicht als gezielte Vorbereitung auf eine erstmalige berufliche 

Ausbildung zu verstehen sei, da der Zweck des Trainings darin bestanden habe, C.___ "studierfähig" 

bzw. "eingliederungsfähig" zu machen (IV 2024/98 E. 4.3). Der Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen.  

Erwägungen 
1.   

1.1 Der Beschwerdeführer bemängelt in formeller Hinsicht die von der Beschwerdegegnerin im 
Einspracheverfahren vorgenommene formlose Sistierung des Verfahrens, die einer fortgesetzten, 

systematischen Rechtsverweigerung gleichkomme. Nachdem die Beschwerdegegnerin nunmehr am 
30. Januar 2025 einen Einspracheentscheid gefällt und der Beschwerdeführer diesen mit vorliegender 

Beschwerde angefochten hat, bestand zu diesem Zeitpunkt keine im Sinn von Art. 56 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil im Sozialversicherungsrecht (ATSG; SR 830.1) 

anfechtbare Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung. Namentlich erübrigen sich Anordnungen 

des Gerichts zur Verfahrensbeschleunigung. Nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers reichte 

dazu die Androhung einer Rechtsverweigerungsbeschwerde (act. G 1 S. 3). Eine gerichtliche 

Feststellung über die Rechtmässigkeit der Sistierung bzw. zur Frage der Rechtsverzögerung wird 

sodann weder konkret beantragt noch wäre ersichtlich, worin das schützenswerte Rechtsinteresse des 

Beschwerdeführers an einer solchen zum jetzigen Zeitpunkt noch bestehen könnte.  

1.2 In materieller Hinsicht ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin mit dem angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 30. Januar 2025 den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine AHV-

Kinderrente ab dem 1. Februar 2024 zu Recht abgewiesen hat. 

2.    

2.1 Gemäss Art. 22ter Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG; SR 831.10) haben Personen, welchen eine Altersrente zusteht, für jedes Kind, das im Falle 

ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente. Der Anspruch auf 

eine Kinderrente besteht grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Altersjahres. Für Kinder, die noch in 

Ausbildung sind, dauert die Anspruchsberechtigung bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens aber 

bis zum vollendeten 25. Altersjahr (Art. 25 Abs. 4 f. AHVG). Der Bundesrat hat in Art. 49bis der 

Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) geregelt, was als 

Ausbildung gilt. Demnach ist ein Kind in Ausbildung, wenn es sich auf der Grundlage eines 

ordnungsgemässen, rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Bildungsganges systematisch und 

zeitlich überwiegend entweder auf einen Berufsabschluss vorbereitet oder sich eine 

Allgemeinausbildung erwirbt, die Grundlage bildet für den Erwerb verschiedener Berufe (Abs. 1). Als in 

Ausbildung gilt ein Kind auch, wenn es Brückenangebote wahrnimmt, wie Motivationssemester und 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Vorlehren sowie Au-pair- und Sprachaufenthalte, sofern sie einen Anteil Schulunterricht enthalten 

(Abs. 2). Nicht als in Ausbildung gilt ein Kind, wenn es ein durchschnittliches monatliches 

Erwerbseinkommen erzielt, das höher ist als die maximale volle Altersrente der AHV (Abs. 3). 

2.2 Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat in seiner Wegleitung über die Renten in der 
Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL, Stand: 1. Januar 2024) 
zum Begriff der Ausbildung festgehalten, dass sie mindestens vier Wochen dauern und systematisch 

auf ein Bildungsziel ausgerichtet sein muss, welches entweder zu einem bestimmten Berufsabschluss 

führt, eine berufliche Tätigkeit ohne speziellen Berufsabschluss ermöglicht oder eine allgemeine 

Grundlage für eine Mehrzahl von Berufen bildet bzw. eine Allgemeinausbildung beinhaltet. Zudem muss 

die Ausbildung auf einem strukturierten Bildungsgang beruhen, der rechtlich oder zumindest faktisch 

anerkannt ist. Keine Rolle spielt es, ob es eine erstmalige Ausbildung, eine Zusatz- oder 

Zweitausbildung ist (Rz 3118). Die systematische Vorbereitung erfordert, dass das Kind die Ausbildung 

mit dem objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert nützlicher Frist abschliessen zu können. 

Während der Ausbildung muss sich das Kind zeitlich überwiegend dem Ausbildungsziel widmen. Dies 

gilt nur dann als erfüllt, wenn der gesamte Ausbildungsaufwand (Lehre im Betrieb, Schulunterricht, 

Vorlesungen, Kurse, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, Selbststudium, Verfassen einer 

Diplomarbeit, Fernstudium etc.) mindestens 20 Stunden pro Woche ausmacht (Rz 3119; vgl. auch BGE 

140 V 314 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. April 2017, C_1549/2015 E. 3.4). 

2.3 Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der Begriff der Ausbildung verstanden werden im Sinne 
der beruflichen Ausbildung; andererseits liegt eine Ausbildung auch dann vor, wenn nur die Ausübung 

des betreffenden Berufes angestrebt wird oder wenn es sich um eine Ausbildung handelt, die vorerst 

nicht einem speziellen Beruf dient. Unter allen Umständen ist eine systematische Vorbereitung auf 

eines der genannten Ziele hin erforderlich, und zwar auf der Grundlage eines ordnungsgemässen, 

rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten Lehrgangs. In allen Fällen muss sich sodann die strittige 

Vorkehr in dem von der Rechtsprechung umschriebenen Mass auf die Erwerbseinkünfte auswirken. 

Eine systematische Ausbildung verlangt, dass die betreffende Person die Ausbildung mit dem ihr 

objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert nützlicher Frist erfolgreich hinter sich zu bringen. 

Dabei setzt die Ausbildung den Willen voraus, einem im Voraus festgelegten Programm zu folgen, und 

die Absicht, dieses zu Ende zu führen (UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 25 N 9; 

BVGer, C_1549/2015 E. 3.5 mit Hinweisen). 

3.   

3.1 Die Frage, ob das von C.___ vom 4. September 2023 bis zum 31. Juli 2024 bei der E.___ GmbH 
durchgeführte Aufbautraining samt integriertem Arbeitstraining bei der F.___ (11. März 2024 bis 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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19. Juni 2024) als gezielte Vorbereitung auf eine erstmalige berufliche Ausbildung im Sinn von Art. 16 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) i.V.m. Art. 5 Abs. 2 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zu verstehen ist, wurde mit Entscheid 

des hiesigen Versicherungsgerichts vom 29. April 2025 (IV 2024/98) verneint, da es nicht das (primäre) 

Ziel dieser Eingliederungsmassnahmen gewesen sei, dem Beschwerdeführer die berufsspezifische 
praktische Erfahrung zu vermitteln, die für das Studium vorausgesetzt werde. Der Zweck des 

Arbeitstrainings wie auch des Kurses bei der F.___ sei es vielmehr gewesen, den Beschwerdeführer 

"studierfähig" bzw. "eingliederungsfähig" zu machen, d.h. die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass 

er trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung eine berufliche Erstausbildung respektive ein Studium 

in Angriff nehmen könne (Erw. 4.3). Der Entscheid ist mittlerweile in Rechtskraft erwachsen und das 

Ergebnis ist auf das vorliegende Verfahren zu übertragen. Der Beschwerdeführer macht vorliegend 

nicht geltend, dass die fraglichen IV-Massnahmen zu einem bestimmten Berufsabschluss führten oder 

eine berufliche Tätigkeit ohne speziellen Berufsabschluss ermöglichten. Schliesslich ist nicht ersichtlich, 

dass sie eine allgemeine Grundlage für eine Mehrzahl von Berufen bildeten bzw. eine 

Allgemeinausbildung beinhalteten. Die fraglichen Eingliederungsmassnahmen der IV stellen somit 

mangels primären und systematischen Ausbildungszwecks grundsätzlich keine Ausbildung im Sinn von 

Art. 49bis Abs. 1 AHVV und Rz. 3118 RWL dar.  

3.2  

3.2.1 Zu prüfen bleibt, ob die Massnahmen als einer Ausbildung gleichgestelltes Praktikum qualifiziert 
werden können. Gemäss Rz. 3121 RWL wird ein Praktikum als Ausbildung anerkannt, wenn es 

gesetzlich oder reglementarisch für die Zulassung zu einem Bildungsgang oder zu einer Prüfung 

vorausgesetzt ist, oder zum Erwerb eines Diploms oder eines Berufsabschlusses verlangt wird. Sind 

die Voraussetzungen von Rz. 3121 RWL nicht erfüllt, so wird ein Praktikum trotzdem als Ausbildung 

anerkannt, wenn es für eine bestimmte Ausbildung faktisch geboten ist, mit dem Antritt des Praktikums 

tatsächlich die Absicht besteht, die angestrebte Ausbildung zu realisieren, und das Praktikum im 

betreffenden Betrieb höchstens ein Jahr dauert (Rz. 3122 RWL). Es wird nicht verlangt, dass das "Kind" 

während eines Praktikums schulischen Unterricht besucht. Übt es jedoch lediglich eine praktische 

Tätigkeit aus, um sich dabei einige Branchenkenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, um die 

Anstellungschancen bei schwieriger Beschäftigungssituation zu verbessern oder um eine Berufswahl 

zu treffen, liegt keine Ausbildung vor (Rz. 3123 RWL; BGE 140 V 314 E. 3.2 S. 317).  

3.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die D.___ verlange für die Studienzulassung 
reglementarisch den Nachweis einer bestimmten beruflichen Vorbildung. F.___ und die E.___ GmbH, 
die gemeinsam die Vermittlung dieser geforderten Kenntnisse übernommen hätten, bescheinigten 

diese Vorbildung. Aus der Website der D.___ ergibt sich, dass für das vom Sohn des 

Beschwerdeführers angestrebte Bachelorstudium in Maschinentechnik/Innovation u.a. eine gymnasiale 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Maturität in Kombination mit einer studienverwandten Berufslehre oder einer studienverwandten 

einjährigen Arbeitswelterfahrung wie z. B. einem Praktikum vorausgesetzt seien (<www.ost.ch> unter: 

Studium => Studiengebiete: Technik => Bachelor Maschinentechnik/Innovation => Quicklinks: 

Zulassungsbedingungen; abgerufen am 25. Juni 2025). Der Beschwerdeführer legte im 

Einspracheverfahren Bestätigungen der F.___ und der E.___ GmbH vor. Letztere hielt in einem nicht 
datierten und nicht unterzeichneten "Bestätigungsschreiben" fest, welche Tätigkeiten C.___ im 

Zeitraum vom 1. September 2023 "bis heute" ausgeübt habe (u.a. mechanische Bearbeitung und 

Herstellung von Einzelteilen, Montage von Bauteilen und Zusammenstellung komplexer Produkte, 

Erwerb fundierter Kenntnisse und praktischer Erfahrungen im Umgang mit der CAD-Software Fusion 

360, lesen und interpretieren bestehender CAD-Zeichnungen sowie selbstständiges Erstellen 

eigenständiger CAD-Zeichnungen, erstellen detaillierter technischer Zeichnungen). Diese 

umfassenden Erfahrungen und Kenntnisse in verschiedenen Bereichen seien für das Studium an einer 

Fachhochschule von Bedeutung (act. G 3.1/27.1 f.). Die F.___ bestätigte am 10. April 2024, dass C.___ 

vom 11. März 2024 bis zum 19. Juni 2024 an 42 Tagen ein Werkstattpraktikum als Polymechaniker 

absolviere. Dieses umfasse die manuelle und maschinelle Fertigung, die NC-Technik sowie die 

Automation (act. G 3.1/27.3). Bei Beendigung des Praktikums stellte sie ihm am 19. Juni 2024 ein 

Zertifikat aus, das die Absolvierung eines Praktikums vom 11. März 2024 bis zum 19. Juni 2024, an 

maximal 3 Tagen/Woche, in Mechanik/Automation "gemäss Anforderungsplan für Studium" bestätigt 
(act. G 3.1/20.3). Mit Immatrikulationsbestätigung vom 19. September 2024 bestätigte schliesslich die 

D.___, dass C.___ per 16. September 2024 das Bachelorstudium in Maschinentechnik aufgenommen 

habe (act. G 3.1/21.2).  

3.2.3 Zwar erscheint auf Grund dieser Bescheinigungen plausibel, dass die genannten IV-
Massnahmen inhaltlich für die Zulassung zum Maschinentechnik-Studium an der D.___ geeignet waren 

und die Bildungseinrichtung diese offenbar als genügend erachtete. Andernfalls hätte C.___ das 

Studium nicht im September 2024 beginnen können. Wie schon im Entscheid IV 2024/98, Erw. 4.3, 

festgestellt, wurden ihm die IV-Massnahmen jedoch nicht im Hinblick auf die Aufnahme dieses 

Studiums gewährt, sondern zwecks allgemeiner Verbesserung der "Eingliederungs- und 

Studierfähigkeit". Zum Zeitpunkt des Massnahmenbeginns am 4. September 2023 lag denn auch noch 

keine Anmeldung an der D.___ vor; diese erfolgte – ohne Absprache mit der IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen – erst am 22. Januar 2024 (act. G 3.1/32.3). Dass der Sohn des Beschwerdeführers dank 

der beruflichen Eingliederungsmassnahmen auch praktische Berufserfahrung hat sammeln können, die 

für das von ihm gewünschte Studium notwendig ist, ist – wie im genannten Entscheid ebenfalls bereits 
ausgeführt – lediglich als positives Nebenprodukt zu werten. Auch wenn das fragliche Praktikum von 

der D.___ im Nachhinein offenbar als Studienvorbereitung anerkannt wurde, kann in der vorliegenden 

Konstellation weder von einem reglementarisch vorausgesetzten Praktikum im Sinn von Rz. 3121 RWL 

noch von einer faktischen Notwendigkeit desselben im Sinn von Rz. 3122 RWL ausgegangen werden. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Bei dieser Sachlage braucht nicht mehr geprüft zu werden, ob das Praktikum die Anforderungen an den 

Ausbildungsaufwand von mindestens 20 Stunden/Woche erfüllte (vgl. Rz 3119 f. RWL).  

3.3 Der Beschwerdeführer macht implizit weiter geltend, dass auch unter dem Titel des Art. 49bis 
Abs. 2 AHVV ein Anspruch auf eine AHV-Kinderrente gegeben sei. So gälten gemäss dieser 

Bestimmung selbst Brückenangebote, Motivationssemester, Au-pair- oder Sprachaufenthalte im 
Ausland als Ausbildung. Die Anforderung an die Anerkennung als Ausbildung seien somit tief angesetzt. 

Zwar trifft zu, dass bei der Wahrnehmung solcher Übergangslösungen keine allzu hohen Anforderungen 

zu erfüllen sind. Die ratio legis dafür ist im Umstand zu suchen, dass junge Menschen nach Beendigung 

der obligatorischen Schulzeit und vor Beginn einer beruflichen Ausbildung typischerweise eine gewisse 

Zeit zur beruflichen Orientierung benötigen oder dass einfach nur eine gewisse Zeit überbrückt werden 

muss, bis die Ausbildung begonnen werden kann. Solche Umstände sollen nicht sofort zum Wegfall der 

Anspruchsberechtigung auf eine Waisen- oder Kinderrente führen, zumindest solange das 

grundsätzliche Ausbildungsziel nicht aus den Augen verloren wird. Eine solche Konstellation liegt hier 

nicht vor, nachdem der Beschwerdeführer selbst nicht geltend macht, bei den fraglichen 

Integrationsmassnahmen handle es sich um Brückenangebote o.ä. Dies ist auch klarerweise nicht der 

Fall, dienen doch die von seinem Sohn wahrgenommenen IV-Massnahmen nicht, jedenfalls nicht 

überwiegend, der beruflichen Orientierung oder der Überbrückung einer zeitlichen Lücke zwischen 

Schulabschluss (Matura) und Beginn des Studiums an der D.___, sondern in erster Linie der Behebung 
von bestimmten, seinem Gesundheitszustand geschuldeten und IV-rechtlich relevanten 

Einschränkungen. Im Übrigen fehlt es den bei der E.___ GmbH und der F.___ durchgeführten 

Massnahmen soweit ersichtlich am erforderlichen Schulanteil von mindestens 8 Lektionen (à 45 bis 60 

Minuten) pro Woche (Art. 49bis Abs. 2 AHVV i.V.m Rz. 3124 RWL), sodass aus der grundsätzlichen 

Anerkennung der genannten niederschwelligen Angebote als "Ausbildung" nichts für den Standpunkt 

des Beschwerdeführers gewonnen ist. 

4.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben, nachdem 

das AHVG keine solchen vorsieht (Art. 61 lit. fbis ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang ist dem 

Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen.  

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AHV 2025/4 
 

 

10/10 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2025
	Art. 22ter Abs. 1 AHVG, Art. 49bis AHVV. Kinderrente zur AHV. Der Sohn des Beschwerdeführers absolvierte eine Integrationsmassnahme der IV zwecks Verbesserung seiner "Studier- und Eingliederungsfähigkeit". Dies stellt mangels primären und systematischen Ausbildungszwecks keine Ausbildung im Sinn von Art. 49bis Abs. 1 AHVV dar (Erw. 2.1). Die Massnahme ist vorliegend auch nicht als - einer Ausbildung gleichgestelltes - Praktikum zu werten. Zwar wurde die Tätigkeit von der Fachhochschule, an welcher der Sohn des Beschwerdeführers nachmalig studierte, offenbar als reglementarisch verlangtes Praktikum anerkannt. Indessen erfolgte die IV-Massnahme nicht im Hinblick auf das Studium und die Studienanmeldung war nicht mit der IV-Stelle abgesprochen. Es änderte sich somit nichts am Zweck der Massnahme als Integrationsmassnahme (Erw. 2.2). Schliesslich kann die IV-Massnahme nicht als Brückenangebot im Sinn von Art. 49bis Abs. 2 AHVV qualifiziert werden (Erw. 2.3)(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2025, AHV 2025/4).

		2026-01-28T03:56:17+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen