# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 807a4176-7dfe-5a87-9f35-dda8c5ae825a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.06.2021 720 20 483/160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-483-160_2021-06-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Juni 2021 (720 20 483 / 160) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Reyhan 
Zetler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1962 geborene A.____ meldete sich unter Verweis auf eine Polymyalgia rheumati-
ca mit Gesuch vom 3. Januar 2019 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leis-
tungsbezug an. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärungen liess die IV-Stelle die Versicherte 
durch Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. C.____, FMH 
Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, bidisziplinär psychiatrisch-rheumatologisch be-
gutachten, wobei aus psychiatrischer Sicht eine 100%-ige und aus rheumatologischer Sicht 
eine 80%-ige (bei einer Annahme einer Leistungseinbusse von 20 %) Arbeitsfähigkeit festge-

 

 
 
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stellt wurde. Gestützt auf dieses bidisziplinäre Gutachten und die bidisziplinäre Konsensbeurtei-
lung vom 18. Mai 2020 berechnete die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 20 % und lehnte in 
der Folge den Rentenanspruch mit Verfügung vom 4. Dezember 2020 ab. 
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte am 21. Dezember 2020 Beschwerde beim Kantons-
gericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr die 
gesetzliche Invalidenrente auszurichten. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege für 
das vorliegende Verfahren zu bewilligen. 
 
C. Mit Verfügung vom 12. Januar 2021 wurde das Gesuch um Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege bewilligt. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2021, dass die Beschwer-
de abgewiesen werde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente 
hat.  
 
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 

 

 
 
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2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % 
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstäti-
gen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf 125 V 351 E. 3a). Den im Rahmen des Verwaltungsver-
fahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund einge-
hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-

 

 
 
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würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 
 
3.3 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren vor der IV-
Stelle wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht sind (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversiche-
rungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die 
Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht 
(Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, E. 3.1). Was zu beweisen ist, 
ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. B.____ vom 1. Februar 2020 und Dr. C.____ vom 
29. April 2020 sowie die bidisziplinäre Konsensbeurteilung vom 18. Mai 2020. Gestützt auf die-
se fachärztliche Begutachtung ging sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer ange-
stammten Tätigkeit im Umfang von 80 % arbeitsfähig sei. 
 
3.5 Dr. B.____ gelangte in seinem psychiatrischen Teilgutachten zum Ergebnis, dass mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit keine Diagnosen gestellt werden könnten. Die Exploran-
din sei psychisch gesund und habe bisher lediglich zwei Beratungssitzungen bei einer Fachper-
son nach ihrer Scheidung in Anspruch genommen. Zudem habe sie keine erwähnenswerten 
psychischen Belastungen; so verstehe sie sich mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und ihren bei-
den Enkelinnen sehr gut. Sie erleide auch keine Funktions- und Fähigkeitsstörungen, denn sie 
könne alle Alltagsarbeiten alleine und vollständig verrichten, habe Energie und Interesse und 
sei gut kommunikationsfähig. Der Versicherten könne jede Arbeitsatmosphäre zugemutet wer-
den und sie sei zu 100 % leistungs- und arbeitsfähig.  
 
3.6 Dr. C.____ diagnostizierte in seinem rheumatologischen Teilgutachten einen Verdacht 
auf ein polymyalgiformes Beschwerdebild (ICD-10 M31.5) bei Einleiten einer peroralen Korti-
kosteroidhterapie mit aktuell 5mg Prednison pro Tag und einem aktuellen Zustand in Remissi-
on; ein chronisches, generalisiertes und unspezifisches Schmerzsyndrom mit Schmerzstörung, 
Selbstlimitierung und Zeichen der allgemeinen muskulären Dekonditionierung (ICD-10 R52.9). 
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege eine chronische Schulterarthropathie beidseitig, 
vorwiegend rechtsseitig mit/bei AC-Gelenksarthrose beidseitig, Tendinitis Infraspinatussehne; 
ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine beginnende linksbetonte, nicht 
funktionsrelevante Coxarthrose vor. Es lasse sich kein hinreichendes organisch pathologisches 
Korrelat objektivieren, das die beschriebenen Beschwerden erklären könne. Es müsse insge-
samt von einem unspezifischen generalisierten Schmerzsyndrom ausgegangen werden, das 
wahrscheinlich schon seit Jahren bestehen dürfte und durch die im Sommer 2018 postulierte 
Polymyalgia rheumatica exazerbiert sei. Letztere könne jedoch zwischenzeitlich als nicht mehr 
funktionsrelevant bezeichnet werden. Es hätten überdies auch erhebliche psychosoziale Belas-
tungsfaktoren zur Erhaltung und Ausweitung der Schmerzen beigetragen, denn es lägen auf-
grund der Erwerbsuntätigkeit des Ehemannes Existenzängste vor. Nicht zu unterschätzen sei 

 

 
 
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auch das höhere Erwerbsalter der Explorandin, das eine berufliche Massnahme im Sinne einer 
Umschulung unmöglich mache, nicht zuletzt auch unter dem Standpunkt, dass sie als Sachbe-
arbeiterin keine körperlich belastende Tätigkeit ausgeübt habe, sodass zusammenfassend doch 
erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren in Form von nicht medizinisch begründeten sozia-
len Rehabilitationshindernissen bestünden. Diese hätten zu einem chronischen Schmerzsyn-
drom mit der subjektiven Behinderungsüberzeugung geführt, in keiner Weise mehr arbeitsfähig 
zu sein. Aus rein rheumatologischer Sicht lasse sich unter Berücksichtigung der aufgeführten 
Diagnosen, der objektivierbaren Befunde sowie auch unter Berücksichtigung der Beobachtun-
gen und des Mobilitätsbildes die vom Hausarzt Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medi-
zin, geltend gemachte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Sachbe-
arbeiterin nicht plausibel nachvollziehen und hinreichend erklären. Die Einschätzung von 
Dr. D.____ beruhe ausschliesslich auf den subjektiv geltend gemachten Beschwerden und nicht 
auf fassbaren objektivierbaren pathologischen Befunden von Seiten des Bewegungsapparates. 
Insbesondere könne auch die früher für einen Teil der geltend gemachten Beschwerden ver-
antwortliche Polymyalgia rheumatica unter Berücksichtigung einer nun schon seit längerer Zeit 
anzunehmenden bestehenden Remission nicht mehr als funktionsrelevant bezeichnet werden. 
Es lasse sich alleinig aufgrund der fassbaren allgemeinen muskulären Dekonditionierung sowie 
der fassbaren leichten allgemeinen Verlangsamung eine minimale Leistungseinbusse sowohl 
für die angestammte Tätigkeit wie auch für jegliche anderweitige Tätigkeit, inklusive Alltagsver-
richtungen, annehmen. Diese Umstände würden zu einer Leistungseinbusse von 20 % führen, 
damit die Versicherte auch Pausen und Erholungsphasen durchführen könne. Entsprechend sei 
ihr in der angestammten wie auch in jeglicher leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
im Umfang von 80 % zumutbar. 
 
3.7 In ihrer bidisziplinären Konsensbeurteilung vom 18. Mai 2020 kamen Dres. B.____ und 
C.___ zum Schluss, dass für die Beurteilung der Gesamtarbeitsfähigkeit das rheumatologische 
Teilgutachten von Dr. C.____ massgebend sei. 
 
4.1 Der strittigen Angelegenheit liegen noch weitere ärztliche Unterlagen vor, die im bidis-
ziplinären Gutachten berücksichtigt wurden, sofern sie im Zeitpunkt der Begutachtung bereits 
vorlagen. 
 
4.2.1 Im ärztlichen Bericht vom 8. Februar 2019, der im Auftrag der IV-Stelle erstellt wurde, 
attestierte Dr. D.____ der Beschwerdeführerin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 
30. September 2018. 
 
4.2.2 Anlässlich einer weiteren Stellungnahme von Dr. D.____ am 29. Mai 2019 wurde die 
Beschwerdeführerin bis auf Weiteres als 100 % arbeitfsunfähig eingeschätzt. 
 
4.2.3 Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, untersuchte die Beschwerdeführerin am 
20. Juni 2019 und hielt in seinem Bericht fest, dass aktuell anamnestisch, klinisch, sonografisch 
und anhand der Laboruntersuchungen keine Zeichen einer Aktivität der PMR bestünden. In der 
sonomorphologischen Untersuchung habe er beidseitig keine Bursitis und Omarthritis feststel-

 

 
 
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len können. Es lägen eine diskrete Tendiose der Rotatorenmanschette mit Verkalkung der Inf-
raspinatussehne links und eine AC-Gelenksarthrose und Irritation links mehr als rechts vor. 
 
4.2.4 Anlässlich einer Röntgenuntersuchung am 19. November 2020 bei Dr. med. F.____, 
FMH Radiologie, konnten geringgradige polyarhtrotische Veränderungen der Interphalangeal-
gelenke am Fuss- und Handskelett diagnostiziert werden. 
 
4.2.5 In seiner Untersuchung vom 10. Dezember 2020 konnte Dr. E.____ eine rheumatoide 
Arthritis und eine weitere rheumatologische Grunderkrankung ausschliessen. Klinisch und ra-
diologisch bestünden weichtheilrheumatische Probleme und Periarthropathien bei in der Bild-
gebung nachgewiesenen degenerativen Veränderungen.  
 
4.3 Auf Anfrage der IV-Stelle nahm Dr. med. G.____, FMH Arbeitsmedizin, regionaler ärzt-
licher Dienst beider Basel (RAD), am 9. Oktober 2020 Stellung zum bidisziplinären Gutachten 
der Dres. B.____ und C.____. Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien die Feststellungen 
der Gutachter sachlich fundiert und nachvollziehbar. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit er-
scheine einleuchtend. Das Gutachten erfülle alle versicherungsmedizinischen Vorgaben umfas-
send. Die Diskrepanz zu bisherigen Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit sei schlüssig und aus 
ärztlicher Sicht nachvollziehbar begründet worden, weshalb er empfehle, auf das Gutachten 
abzustellen. 
 
5.1 Bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit stützte sich die 
IV-Stelle auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. B.____ und C.____ vom 1. Februar 2020, 
respektive vom 14. Mai 2020 und der im Anschluss erfolgten bidisziplinären Konsensbeurtei-
lung vom 18. Mai 2020. Dem Gutachten entsprechend ging sie von einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit im Umfang von 20 % aus. Diese Leistungseinbusse attestierte Dr. C.___ auf-
grund einer allgemeinen muskulären Dekonditionierung sowie der fassbaren leichten allgemei-
nen Verlangsamung, damit die Versicherte Pausen und Erholungsphasen durchführen könne. 
In Bezug auf die von Dr. D.____ attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit hielt Dr. C.___ in sei-
nem Gutachten fest, dass unter Berücksichtigung des sich verbessernden polymyalgiformen 
Beschwerdebildes mit Bestätigen einer Remission im Rahmen einer rheumatoligischen Ver-
laufskontrolle vom 20. Juni 2019 durch Dr. E.____ diese nicht plausibel nachvollzogen werden 
könne, zumal die Arbeitsunfähigkeit nicht begründet worden sei. Der RAD-Arzt Dr. G.____ teilte 
die Befunde und Einschätzungen der Dres. B.___ und C.____ vollumfänglich und empfahl der 
IV-Stelle in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2020, sich in ihrer Beurteilung auf das bidisz-
plinäre Gutachten zu stützen.  
 
5.2 Wie in Erwägung 3.2 hiervor dargelegt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des 
Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und seine 
Schlussfolgerungen begründet sind. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben 
könnten, die Ergebnisse des bidisziplinären Gutachtens in Frage zu stellen oder gar davon ab-

 

 
 
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zuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten die rechtsprechungsgemässen 
Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage erfüllt. So weist es weder forma-
le noch inhaltliche Mängel auf und beruht auf allseitigen Untersuchungen und in Kenntnis der 
Vorakten. Die Versicherte wurde hinreichend rheumatologisch und psychiatrisch exploriert. Die 
entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 3.6 und 3.7 hiervor) wiedergegebenen Darlegungen im 
Gutachten der Dres. B.____ und C.___ vermögen im Ergebnis zu überzeugen, sodass darauf 
verwiesen werden kann.  
 
6.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 
E. 2a und b). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs-
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. 
Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a 
und b). 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin nahm in der angefochtenen Verfügung einen Einkommens-
vergleich vor und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 20 %. Gestützt auf die Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung (BFS) des Bundesamtes für Statistik (LSE) errechnete sie ein Jahresein-
kommen von 65'678.-- ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen). Grundlage dafür bilde-
ten die LSE 2018, Tabelle T17, Sektor Bürokräfte mit Kundenkontakt, Kompetenzniveau Total, 
Spalte Frauen, Fr. 5'250.-- monatlich, basierend auf 41,7 Stunden. 
 
6.3 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens errechnete die IV-Stelle – wiederum 
gestützt auf die LSE des BFS – im Zeitpunkt des frühstmöglichen Rentenbeginns ein Invaliden-
einkommen von Fr. 52'543.--. Grundlage dafür bilden die LSE 2018, Tabelle 17, Sektor Büro-
kräfte mit Kundenkontakt, Kompetenzniveau Total, Spalte Frauen, Fr. 5’250.-- monatlich, basie-
rend auf 40 Wochenstunden. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeits-
zeit von 41.7 Stunden x 12 Monate ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von 
Fr. 65’678.--. In Anbetracht der Leistungseinschränkung von 20 % erfolgt daraus ein Invaliden-
einkommen von 52'542.--. 
 
6.4 Stellt man das Valideneinkommen von Fr. 65’678.-- dem Invalideneinkommen von 
Fr. 52’542.-- gegenüber, resultiert ein IV-Grad von 20 %. Damit liegt die Einbusse unter der leis-
tungsbegründenden Schwelle von 40 %. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht festge-
stellt, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Damit ist die 
angefochtene Verfügung vom 4. Dezember 2020 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen. 

 

 
 
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7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. Der Beschwerdeführerin ist nun 
allerdings mit Verfügung vom 12. Januar 2021 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wor-
den. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genom-
men. 
 
7.2 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von 800.-- werden der Beschwerde-
führerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 

 

 
 
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