# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3d5bdce-b8d1-59ab-910c-2e9d04d4bf90
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.07.2021 IV 2020/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-36_2021-07-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/36

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.06.2022

Entscheiddatum: 16.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 16.07.2021
Beweiskraft polydisziplinäres Gutachten. Abweichende 
Arbeitsfähigkeitsschätzung durch behandelnden Arzt. Ermittlung des 
Valideneinkommens. Tabellenlohnabzug beim Invalideneinkommen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juli 
2021, IV 2020/36).

Entscheid vom 16. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Christiane Gallati 

Schneider und Corinne Schambeck; Gerichts-schreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2020/36

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 5. Dezember 2005 aufgrund der 

Folgen eines Unfalls bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er hatte sich am 1. August 2005 bei 

einem Treppensturz an beiden Händen verletzt und litt infolgedessen an 

Bewegungseinschränkungen sowie Schmerzen. Der gelernte Elektromonteur hatte bis 

April 2002 auf seinem Beruf beim Z.___ gearbeitet. Bis zu seinem Unfall betrieb er 

selbständige Projekte, war wenige Monate angestellt und ansonsten auf Stellensuche 

(statt vieler: Schlussbericht BEFAS vom 27. November 2009, IV-act. 85-3). Um in einen 

körperlich weniger anstrengenden Beruf zu wechseln, absolvierte der Versicherte mit 

Unterstützung der IV am Zentrum für berufliche Weiterbildung den gewünschten 

Lehrgang "Diplomierter Techniker HF Fachrichtung Mediatechnik 06-09", bestand 

jedoch die Diplomprüfung nicht (vgl. zum Medizinischen IV-act. 21 - 28; zu den 

beruflichen Massnahmen IV-act. 18, 29, 31, 60). Nach einem stationären Alkoholentzug 

leitete die IV-Stelle zur Klärung der Möglichkeiten sowie vorhandenen Ressourcen eine 

Abklärung bei einer beruflichen Abklärungsstelle der IV (nachfolgend: BEFAS) ein, 

welche eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten ergab 

und bei entsprechender Motivation des Versicherten eine Einarbeitung als sinnvollste 

berufliche Massnahme empfahl (Schlussbericht BEFAS vom 27. November 2009, IV-

act. 85). Aufgrund erfolgloser Stellensuche und bei fraglicher Motivation des 

Versicherten schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen ab (Mitteilung vom 17. 

Dezember 2009, IV-act. 89; Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 7. 

Dezember 2009, IV-act. 86) und verneinte auch einen Rentenanspruch (Vorbescheid 

vom 21. Januar 2010, IV-act. 92; Verfügung vom 26. Februar 2010, IV-act. 93).

A.a. 

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Am 3. Februar 2016 meldete sich der Versicherte aufgrund von seit einigen Jahren 

bestehenden Depressionen sowie ADHS erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen an (IV-act. 100). Der regionale ärztliche Dienst der IV-Stelle 

(nachfolgend: RAD) stellte aufgrund der neuen medizinischen Unterlagen einen 

veränderten Gesundheitszustand fest und erachtete medizinisch-theoretisch ein 

Eingliederungspotential von 50 % für erkennbar (RAD-Stellungnahme vom 7. April 

2016, IV-act. 108). Die IV-Stelle trat auf die Wiederanmeldung ein, schloss die 

beruflichen Massnahmen nach Durchführung eines Assessmentgesprächs aufgrund 

fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit ab und stellte die weitere Bearbeitung des 

Rentengesuchs nach Ablauf der sechsmonatigen Wartefrist in Aussicht 

(Assessmentprotokoll vom 13. Mai 2016, IV-act. 114; Strategie-Protokoll vom 30. Mai 

2016, IV-act. 115; Mitteilungen vom 3. Juni 2016, IV-act. 117 und vom 14. Juni 2016, 

IV-act. 118).

A.b. 

Nach diversen medizinischen Abklärungen sowie mehrfacher Prüfung der medi­

zinischen Sachlage durch den RAD gab die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten in 

Auftrag (vgl. IV-act. 123 - 150). Im Gutachten des Universitätsspitals Basel, klinische 

Abteilung "asim Begutachtung", vom 24. Mai 2018 (nachfolgend: asim-Gutachten; 

allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurologische sowie 

neuropsychologische Untersuchungen samt Ermittlung der Laborwerte sowie Röntgen 

der HWS und Hände und MRI des Neurocraniums vom 28. Februar 2018, 1. März 2018 

und 12. Februar 2018, IV-act. 152) wurde dem Versicherten führend aus 

psychiatrischer Sicht eine um 30 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit für somatisch 

sowie psychiatrisch adaptierte Tätigkeiten seit 2011 bestätigt bei den Diagnosen 

(verkürzte Wiedergabe der Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) 

mässig bis fortgeschrittene Radiokarpalarthrose rechts (ICD 10 M19.13), Beschwerden 

BWS bei mässiger mehrsegmentaler Osteochondrose (ICD 10 M42-14), chronische 

depressive Symptomatik (ICD 10 F32.0), nicht näher bezeichnete Reaktion auf schwere 

Belastung (ICD 10 F43.8) sowie Alkoholabhängigkeit mit gegenwärtigem 

Substanzgebrauch (ICD 10 F10.42; asim-Gutachten, Konsensbeurteilung vom 24. Mai 

2018, IV-act. 152-6).

A.c. 

Am 23. Juli 2018 stellte die IV-Stelle darauf gestützt die Abweisung des Renten­

gesuches bei einem IV-Grad von 29 %, ausgehend von einem Valideneinkommen von 

A.d. 

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B.  

Fr. 65'753.- sowie einem Invalideneinkommen von Fr. 46'703.-, in Aussicht (IV-

act. 156). Infolge des durch die vom Versicherten inzwischen beauftragte 

Rechtsanwältin, M.A. HSG in Law, K. Herzog, erhobenen Einwands holte die IV-Stelle 

einen weiteren Arztbericht, eine RAD- sowie eine Rechtsdienst-Stellungnahme ein und 

teilte mit zweiter Anhörung mit, dass sie am bisherigen Entscheid festhalte (vgl. 

Einwandschreiben vom 2. Oktober 2018, IV-act. 166; Bericht Dr. B.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. September 2019, IV-act. 181; RAD-

Stellungnahme vom 23. September 2019, IV-act. 183; Stellungnahme Rechtsdienst 

vom 12. Dezember 2019, IV-act. 185; zweite Anhörung vom 12. Dezember 2019, IV-

act. 184). Nach weiterer Stellungnahme vom 9. Januar 2020 wies die IV-Stelle den 

Rentenanspruch bei einem IV-Grad von 34 % (Valideneinkommen Fr. 70'631.-, 

Invalideneinkommen Fr. 46'762.-) mit Verfügung vom 15. Januar 2020 ab (IV-act. 187).

Am 10. Februar 2020 lässt der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Herzog, Beschwerde erheben und beantragt 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache der gesetzlichen 

Leistungen, die Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege sowie Rechtsverbeiständung, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Anders 

als die Gutachter attestiere der behandelnde Psychiater Dr. B.___ dem 

Beschwerdeführer lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem zweiten 

Arbeitsmarkt, wozu die Gutachter auf Aufforderung des Gerichts hin Stellung nehmen 

zu hätten. Weiter errechnet er unter Ermittlung eines höheres Valideneinkommens 

(basierend auf der angenommenen Weiterentwicklung des gemäss IK-Auszug als 

Elektromonteur / PC-LAN-Supporter erzielten Lohnes) sowie eines (bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 70%, unter Berücksichtigung eines 20%igen Tabellenlohnabzuges) 

niedrigeren Invalideneinkommens einen IV-Grad von 58,5 %, was einen Anspruch auf 

eine halbe Rente ergebe (act. G 1).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt am 6. März 2020 die Abweisung der 

Beschwerde und verweist auf die volle Beweiskraft des asim-Gutachtens. In der vom 

psychiatrischen Gutachter erhobenen Anamnese sei ersichtlich, dass der Gutachter 

über das von Dr. B.___ wiedergegebene Gesamtbild des Beschwerdeführers informiert 

B.b. 

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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die 

Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.  

gewesen sei. Die Kenntnisgabe dieses Berichts an den Gutachter würde am 

Sachverhalt nichts ändern. Dr. B.___ habe denselben Sachverhalt bezüglich Diagnosen 

und Arbeitsfähigkeitsschätzung anders eingeschätzt (act. G 4).

Die Verfahrensleitung bewilligt am 19. März 2020 die unentgeltliche Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsver­

beiständung; act. G 5).

B.c. 

In der Replik vom 14. April 2020 wird an der Beschwerde festgehalten. Ergänzend 

macht der Beschwerdeführer geltend, die Anamnese im Gutachten lese sich wie ein 

Lebenslauf. Dr. B.___ hingegen gehe detailliert auf einschneidende Erlebnisse ein, 

weswegen sich die beiden Anamnesen im Detaillierungsgrad deutlich unterscheiden 

und die Einschätzungen nicht auf demselben Sachverhalt beruhen würden. Das 

Valideneinkommen sei unter falschen Annahmen berechnet worden (act. G 8).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 30. April 2020 auf eine Duplik (act. G 10).B.e. 

 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

1.1. 

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Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 281 E. 3.2; 

Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist 

zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden können und sich 

auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 418 E. 6). Für 

somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und 

gleichgestellte Diagnosen), psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen 

und Abhängigkeitserkrankungen ist der Beweis nach dem strukturierten Verfahren 

mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 143 V 418 E. 7.2; BGE 141 V 281 E. 3.5 

und E. 4.2). Der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 

Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der 

massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein 

stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für 

die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 418, E. 6 a.E.).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

1.4. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

1.5. 

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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b, 

BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

1.6. 

Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist recht­

sprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4, BGE 135 V 469 E. 4.4; Urteile des 

Bundesgerichts vom 15. Juli 2020, 8C_335/2020, E. 4.1, und vom 13. Februar 2019, 

8C_801/2018, E. 4.3). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht es 

einer Erfahrungstatsache, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, weshalb ihre Angaben zurückhaltend zu werten sind (vgl. Urteil des Bundes­

gerichts vom 22. Februar 2021, 9C_683/2020, E. 5.1.2, mit Hinweisen). Dabei handelt 

es sich um eine Richtlinie, die als solche mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) vereinbar ist. Bei der Abschätzung des 

Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen 

allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte beachtet 

werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner 

stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die 

einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde 

Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die 

unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 

(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits nicht zu, ein Administrativ- oder 

Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 

die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 

entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Entscheid des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 

9C_24/2008, E. 2.3.2 mit Hinweisen). Zudem ist auch dem Umstand, dass die ärztliche 

Beurteilung von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge trägt, 

1.7. 

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2.  

Rechnung zu tragen (Entscheid des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019, 

9C_804/2018, E. 2.2 mit Hinweisen).

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 

ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Dieser legt fest, dass für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung gesetzt wird zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

1.8. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich für ihren Entscheid in medizinischer Hinsicht 

auf die Ergebnisse des asim-Gutachtens sowie die Einschätzung des RAD und geht 

von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit aus. Der Beschwerdeführer macht geltend, Dr. 

B.___ attestiere ihm lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem zweiten 

Arbeitsmarkt.

2.1. 

Der Beschwerdeführer wurde internistisch, psychiatrisch, orthopädisch, 

neurologisch sowie neuropsychologisch gutachterlich untersucht. Die Gutachter 

setzten sich mit den Angaben des Beschwerdeführers wie mit den Vorakten 

auseinander. Die geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt. Die medizinischen 

Beurteilungen sind begründet, nachvollziehbar und einleuchtend, sodass das 

Gutachten für die streitigen Belange umfassend ist und grundsätzlich Beweiswert 

erlangt. Auch erlaubt das Gutachten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der 

massgeblichen Indikatoren. Es wurden Aussagen zu Konsistenz und Plausibilität 

gemacht und die Fähigkeiten, Ressourcen sowie Belastungen des Beschwerdeführers 

gewürdigt (IV-act. 152). Nicht bestritten hat der Beschwerdeführer die Feststellungen 

sowie Schlussfolgerungen der internistischen, orthopädischen, neurologischen sowie 

neuropsychologischen Teilgutachten. Es liegen auch keine inhaltlichen Anhaltspunkte 

dafür vor, dass diese nicht beweistauglich sein sollten, weswegen es damit sein 

Bewenden hat. Die Beweistauglichkeit des psychiatrischen Teilgutachtens ist jedoch 

genauer zu prüfen (IV-act. 152-84 ff.).

2.2. 

 2.3. 

Beschwerdeweise wird ausgeführt, gegenüber Dr. B.___ habe sich der 

Beschwerdeführer seit Behandlungsbeginn zunächst wiederkehrend bagatellisierend, 

2.3.1. 

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ambivalent und bei wenig innerer Teilnahme gezeigt. Erst im weiteren Verlauf habe er 

sich geöffnet und nachvollziehbar seine Ratlosigkeit gegenüber den eigenen Defiziten 

beschrieben. Es stelle sich die Frage, ob der psychiatrische Gutachter überhaupt aus­

reichend Einblick in die Persönlichkeit des Beschwerdeführers erhalten habe, um eine 

umfassende Beurteilung des psychischen Zustandes abzugeben. Er beantragt, eine 

Stellungahme des Gutachters zu den Ausführungen von Dr. B.___ einzuholen (act. G 1 

und 8).

Nicht nur dem psychiatrischen Teilgutachten, sondern auch den anderen Teil­

gutachten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtens­

personen ausführlich zu seiner Lebensgeschichte Auskunft gegeben hat 

(internistisches Gutachten, IV-act. 152-40 ff.; neurologisches Gutachten, IV-act. 152-49 

ff.; neuropsychologisches Gutachten, IV-act. 152-59 ff.; psychiatrisches Gutachten, IV-

act. 152-87 ff.). Er machte umfassende Angaben zu allen seine Entwicklung 

betreffenden Aspekten wie Kindheit, familiäre Strukturen, Beziehungen, 

Entwicklungsschritte, Ausbildung sowie seiner Befindlichkeit. Einzig im orthopädischen 

Gutachten finden sich naturgemäss weniger Angaben (IV-act. 152-76). Auch wenn der 

psychiatrische Gutachter die einzelnen Vorkommnisse nicht detaillierter beschrieben 

oder kommentiert hat, ist davon auszugehen, dass er deren Tragweite und 

Auswirkungen auf die Psyche des Beschwerdeführers als psychiatrisch 

Sachverständiger korrekt gewürdigt hat. Insofern spielt es keine Rolle, dass sich die 

Anamnese wie ein Lebenslauf liest und Eckpunkte in chronologischer Reihenfolge 

wiedergegeben wurden (wie dies der Beschwerdeführer in der Replik bemängelte, act. 

G 8). Ebenso wenig ist von Belang, dass die psychiatrische Untersuchung 135 Minuten 

gedauert habe, wohingegen Dr. B.___ seine Feststellungen nach über einem Jahr 

Behandlungsdauer getroffen habe. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass die 

Diagnosen sowie die Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden Arztes zutreffender 

sind als jene eines psychiatrischen Gutachters. Eine Begutachtung ist naturgemäss auf 

einen relativ kurzen Zeitraum begrenzt. Gemäss der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts kommt es nicht auf die Dauer der persönlichen Untersuchung an, 

sondern darauf, ob das Gutachten inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2020, 8C_767/2019, E. 3.4 mit Hinweis).

2.3.2. 

Gegenüber Dr. B.___, bei welchem der Beschwerdeführer im August 2018 - 

somit gut ein halbes Jahr nach der Begutachtung - die Behandlung aufgenommen 

hatte, hat er zudem grundsätzlich dieselben Angaben wie beim psychiatrischen 

Gutachter gemacht (Bericht vom 10. September 2019, IV-act. 181-2 ff.). Dr. B.___ 

wertete die verfestigten emotional somatisierten, kognitiven und verhaltensauffälligen 

2.3.3. 

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Muster als Charakteristika einer Persönlichkeitsstörung, welche der Beschwerdeführer 

zeitweise selbst zu behandeln versucht habe. Im Laufe der Gespräche sei dem 

Beschwerdeführer deutlicher geworden, dass er den Umgang mit Alkohol nicht im Griff 

habe, entgegen dem was er gegen aussen dargestellt und sich selbst vorgemacht 

habe. Die Adhoc-Situation in der Querschnittuntersuchung des erhobenen 

neuropsychologischen Tests könne die Relevanz und Dynamik der Lebens- und 

Alltagsdimension des Beschwerdeführers zu wenig abbilden, sodass die 

persönlichkeitsbezogene psychische Beeinträchtigung unterschätzt werde (IV-act. 

181-5). Bei den Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, sowie neurotische Persönlichkeitsstörung (verkürzt 

wiedergegeben) erachtet Dr. B.___ den Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit ohne 

Zeitdruck, in wohlwollender, nicht entwertender Umgebung seit dem 29. August 2018 

zu 50 % (vier Stunden von Montag bis Freitag) für den zweiten Arbeitsmarkt 

arbeitsfähig (IV-act. 181-6 f). Genauere Adaptionskriterien nennt er nicht, ebenso wenig 

gibt er an, weshalb lediglich der zweite Arbeitsmarkt in Frage kommen sollte.

Der psychiatrische Gutachter hielt als Diagnosen eine chronische depressive 

Symptomatik mit aktuell leicht depressiver Episode, eine nicht näher bezeichnete 

Reaktion auf schwere Belastung sowie Alkoholabhängigkeit mit gegenwärtigem 

Substanzgebrauch sowie eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung 

(verkürzt wiedergegeben) fest. Der Beschwerdeführer sei dekonditioniert und habe das 

Vertrauen in seine beruflichen Fähigkeiten verloren. Für den Wiedereinstieg sei er auf 

eine initial unterstützende und wohlwollende Umgebung angewiesen, die mit seiner 

eingeschränkten und der unter Druck eingeschränkten Umgänglichkeit umgehen 

könne, ohne ihn zu entwerten. Durch die leichte depressive Störung, die diskrete 

psychotraumatologische Symptomatik und die Aufmerksamkeits- und 

Hyperaktivitätsstörung bestehe eine qualitative Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

aus psychiatrischer Sicht. Der Beschwerdeführer brauche mehr Support und eine klar 

strukturierte Arbeit. Aus psychiatrischer Sicht ergäben sich keine Hinweise für eine 

Einschränkung in der zeitlichen Leistungsfähigkeit. Durch die verschiedenen 

Einschränkungen bestehe insgesamt eine etwa 30%ige Reduktion der 

Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (IV-act. 152-101 f.).

2.3.4. 

Davon abgesehen, dass für die vorliegende Beurteilung ohnehin nicht die 

Diagnosestellung massgeblich ist, sondern lediglich die funktionellen Auswirkungen der 

gesundheitlichen Einschränkungen zu berücksichtigen sind, machen beide Ärzte in 

weiten Teilen übereinstimmende Angaben. In Berücksichtigung der unterschiedlichen 

Natur von Begutachtungs- und Behandlungsauftrag sowie des der medizinischen 

2.3.5. 

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3.  

Einschätzung inhärenten Ermessensspielraums ist die Arbeitsfähigkeitsschätzung des 

Gutachters ohne weiteres überzeugend und es besteht kein Anlass, jener des 

behandelnden Arztes den Vorzug zu geben. Auch ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte 

dafür, dass vom psychiatrischen Gutachter wichtige Aspekte unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben wären. Die Alkoholproblematik wurde als sekundär qualifiziert 

(IV-act. 152 - 102) und als Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

mitberücksichtigt (IV-act. 152 - 97), weshalb die Änderung der Rechtsprechung 

betreffend Suchtleiden gemäss BGE 145 V 215 auf die Beweiskraft der vorliegenden 

Arbeitsfähigkeitsschätzung keinen Einfluss hat.

Auch die RAD-Psychiaterin kam zum Schluss, dass der Behandler den gleichen 

Sachverhalt unter andere Diagnosen codiert habe und die Arbeitsfähigkeit niedriger 

eingeschätzt habe. Im Gutachten seien sowohl die schwierigen Umstände der Kindheit 

und Jugend erfasst, als auch die depressiven Phasen, die Alkoholproblematik, und die 

psychotraumatologische Symptomatik enthalten. Diese seien nachvollziehbar und 

plausibel dargestellt, so dass weiterhin auf das Gutachten und dessen Einschätzung 

der Arbeits- und Leistungsfähigkeit abgestellt werden könne (IV-act. 183).

2.3.6. 

Insgesamt besteht gemäss Gesagtem kein Anlass von den gutachterlichen 

Feststellungen abzuweichen, ebenso wenig sind weitere Abklärungen sowie die 

beantragte Rückfrage an den Gutachter angezeigt. Es ist auf die psychiatrisch bzw. 

interdisziplinär festgestellte Arbeitsfähigkeit von 70% für alle adaptierten Tätigkeiten 

auszugehen, geltend ab der in psychiatrischer Hinsicht seit 2011 in Erscheinung 

getretenen Arbeitsunfähigkeit bzw. Verschlechterung des Gesundheitszustandes.

2.4. 

Die Beschwerdegegnerin hat eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades 

gemäss Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 

831.201) als glaubhaft gemacht erachtet, indem sie auf das Gesuch vom 3. Februar 

2016 (IV-act. 100) eingetreten ist und schliesslich eine Begutachtung angeordnet hat. 

Nachdem im Rahmen der ersten IV-Anmeldung 2005 kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ermittelt worden ist und damals kein 

Rentenanspruch entstanden war (vgl. abweisende Verfügung vom 26. Februar 2010, 

IV-act. 93), hat die vor der zweiten IV-Anmeldung im Februar 2016 anzunehmende 

Verschlechterung als neuer Versicherungsfall zu gelten (vgl. BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; 

Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 9C_942/2015, E. 3.3.3). Die einjährige 

Wartezeit ist somit erneut zu bestehen und Art. 29  IVV (Anrechnung früher 

bestandener Wartezeiten bei Wiederaufleben der Invalidität infolge des gleichen 

3.1. 

bis

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4.  

Leidens) ist nicht anwendbar (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2013, 

9C_677/2012, E. 2.3).

Der Beginn der Einschränkungen ist in somatischer Hinsicht auf den 

Unfallzeitpunkt am 1. August 2005 zu legen. Mit den Verletzungen an beiden Händen 

entstand für die erlernte Tätigkeit als Elektromonteur eine bleibende Arbeitsunfähigkeit 

(statt vieler Zitatstellen: asim-Gutachten, IV-act. 152-9). In psychiatrischer Hinsicht 

finden sich in den nach der Erstanmeldung Ende 2005 produzierten Akten, bis auf 

einen zu einem stationär erfolgten Alkoholentzug im Jahr 2009 in der Klinik Wattwil, 

keine Berichte von Behandlungen oder Arbeitsunfähigkeitsatteste. Gemäss seinen 

eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer die Alkoholentzugstherapie damals eher 

vorbeugend gemacht mit dem Ziel, massvoll zu trinken (Schlussbericht Befas 

Appisberg vom 27. September 2009, IV-act. 85-3). Die im Rahmen des zweiten IV-

Gesuchs beauftragten asim-Gutachter gingen in der Konsensbeurteilung davon aus, 

dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Jahr 

2011 verschlechtert habe (IV-act. 152-10).

3.2. 

Der Beschwerdeführer wurde für seinen früheren Beruf als Elektromonteur aus 

somatischer Sicht seit 2005 unstrittig als vollständig arbeitsunfähig (asim-Gutachten, 

Konsensbeurteilung vom 24. Mai 2018, IV-act. 152-9) und aus psychiatrischer Sicht für 

sämtliche Tätigkeiten seit 2011 zu 30% arbeitsunfähig betrachtet (IV-act. 152-10). Für 

die erforderliche durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % über die Dauer von 

einem Jahr ist nach wie vor (auch) von der Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf 

auszugehen (BGE 130 V 98 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 13. April 2007, I 

943/06, E. 5.1.3; BGE 104 V 143 E. 2.a). Der Beginn des Wartejahres ist auf den Eintritt 

der Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf 2011 zu legen. Frühestmöglicher 

Rentenbeginn ist folglich unter Berücksichtigung der Anmeldung vom 3. Februar 2016 

(IV-act. 100) sowie des bereits seit langem abgelaufenen Wartejahres folglich der 1. 

August 2016. Dementsprechend sind für den Einkommensvergleich die Zahlen für das 

Jahr 2016 massgebend.

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin hat bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'631.- sowie 

einem Invalideneinkommen von Fr. 46'704.-- einen IV-Grad von 24% ermittelt 

(Stellungnahme Rechtsdienst vom 12. Dezember 2019, IV-act. 185; angefochtene 

Verfügung, IV-act. 187). Ursprünglich hatte sie das der früheren Verfügung vom 26. 

Februar 2010 zugrundeliegende Einkommen von Fr. 62'871.-- (Fr. 36'200.-- / 8 x 13) 

der Lohnentwicklung angepasst, auf das Jahr 2015 aufgerechnet und einen Betrag von 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Fr. 65'753.-- für das Valideneinkommen eingesetzt. Im Rahmen des Einwandverfahrens 

hat sie aufgrund Fehlens zuverlässiger Einkommenszahlen (entsprechend dem damals 

gestellten Eventualantrag) auf die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung 2016, TA1, 

Kompetenzniveau 2, zurückgegriffen (Monatslohn Männer Kompetenzniveau 2, Fr. 

5'646.-- / 40 x 41.7 x 12 = Fr. 70'631.--). Für das Invalideneinkommen hat sie auf das 

Kompetenzniveau 1 abgestellt (Fr. 66'719.--) und das Pensum von 70 % 

berücksichtigt.

Nach seiner Lehre als Elektromonteur (Abschluss 1991) hatte der 

Beschwerdeführer bis ins Jahr 1996 verschiedene Anstellungen als Servicemonteur, 

Servicetechniker, technischer Mitarbeiter und ähnliche Stellen inne. Dazwischen war er 

teilweise arbeitslos und absolvierte verschiedene Ausbildungen und Kurse. Von 

September 1997 bis April 2002 arbeitete er beim Z.___ als Elektromonteur und 

absolvierte berufsbegleitend eine Ausbildung zum PC/LAN-Supporter, die er am 14. 

Januar 2002 erfolgreich abschloss (IV-act 102-2). In diesem Bereich versuchte er, eine 

selbständige Tätigkeit aufzubauen. Eine entsprechende Buchung auf dem individuellen 

Konto (IK) ist für Juni bis Dezember 2005 ersichtlich. Seit Mai 2002 rechnete er 

Beiträge als Arbeitsloser ab. Zwischendurch war er von Mai bis Dezember 2003 bei der 

C.___ GmbH angestellt (IK-Auszüge, IV-act. 9 und 106; Schlussbericht Befas 

Appisberg vom 27. November 2009, IV-act. 85-2 f.).

4.2. 

Nach der durch die Beschwerdegegnerin unterstützten beruflichen Massnahme in 

Form einer Umschulung zum Mediatechniker (welche der Beschwerdeführer während 

drei Jahren absolvierte, jedoch mangels des erforderlichen Notenschnitts an der 

Prüfung nicht erfolgreich abschliessen konnte) ging die Beschwerdegegnerin davon 

aus, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % erwerbsfähig 

sei und lediglich einer Einarbeitung bedürfe. Unter der Annahme, dass der 

Beschwerdeführer mindestens sein früheres Einkommen erzielen könne, wurde ein 

Rentenanspruch bei einem IV-Grad von 2 % abgewiesen (IV-act. 90 und 93). Dies in 

Beachtung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall von 2005 

im Jahr 2002 eine berufsbegleitende Ausbildung als PC-LAN-Supporter abgeschlossen 

und im Rahmen der Umschulung zum Mediatechniker zumindest die Schule besucht 

hatte (vgl. Diplom SIZ, IV-act. 102-2; Verfügung vom 26. Februar 2010, IV-act. 93; 

Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 7. Dezember 2009, IV-act. 86).

4.3. 

 4.4. 

Der Beschwerdeführer führt an, ohne das Unfallereignis vom 1. August 2005 

sowie ohne psychische Einschränkungen würde er heute weiterhin als Elektromonteur/

4.4.1. 

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PC-LAN-Supporter arbeiten. Laut IK-Auszug seien die Einkommen jährlich 

angestiegen. Ausgehend vom letzten Einkommen gemäss IK-Auszug von Fr. 78'433.-- 

für das Jahr 2003 "bei Beginn der Einschränkungen", angepasst an die 

Lohnentwicklung, ergebe sich für das Jahr 2016 ein Valideneinkommen von Fr. 

89'868.--. Der Beschwerdeführer rechnet die im Jahr 2002 in den ersten zwei Monaten 

noch erhaltenen Lohnzahlungen auf ein ganzes Jahr auf. Für das Jahr 2003 rechnet er 

den angegebenen Lohn von Fr. 6'000.-- auf ein Jahr auf. So simuliert er eine 

kontinuierliche Lohnsteigerung seit 1996 (act. G 1 Rz 37 und G 8 Rz 14 f.).

Fraglich ist nun, ob tatsächlich davon auszugehen ist, dass der 

Beschwerdeführer als Gesunder seine innegehabte Tätigkeit als Elektromonteur 

weitergeführt hätte. Der Beginn der Einschränkungen ist entgegen den Ausführungen 

des Beschwerdeführers nicht in das Jahr 2003, sondern in das Jahr 2005 zu legen. Zu 

diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer bereits drei Jahre lang arbeitslos 

gewesen, bis auf die einige Monate dauernde Anstellung bei der C.___ GmbH. 

Ebenfalls dagegen spricht die Erwerbsbiographie über einen grösseren Zeitraum 

hinweg betrachtet. Konkretere Angaben zu den Anstellungen, insbesondere 

Arbeitgeberberichte oder Arbeitszeugnisse, liegen nicht vor. Hinzu kommt, dass das 

erste IV-Verfahren anfangs 2010 abgeschlossen wurde, nachdem der 

Beschwerdeführer mit der Absolvierung der Weiterbildung (zwar ohne genügenden 

Notendurchschnitt an der Abschlussprüfung um das Diplom zu erhalten) gemäss 

Beschwerdegegnerin in die Lage versetzt worden war, in einer den Einschränkungen 

an den Händen Rechnung tragenden Tätigkeit zumindest das frühere Einkommen zu 

erzielen. Eine passende Stelle konnte anschliessend leider nicht gefunden werden und 

der psychische Gesundheitszustand verschlechterte sich. Ob dies Folge oder Ursache 

der Arbeitslosigkeit war und/oder ob der Alkoholkonsum mit hineinspielte, kann 

retrospektiv nicht ermittelt werden. Demnach ist eigentlich danach zu fragen, welche 

Tätigkeit der Beschwerdeführer ohne den zweiten Gesundheitsschaden ausüben 

würde. Nachdem er jedoch die Ausbildung nicht erfolgreich abschliessen und auch 

keine Anstellung als Media-Techniker oder in einem ähnlichen Bereich finden konnte, 

rechtfertigt es sich weder, auf den höchsten je erzielten Lohn beim Z.___ noch auf 

jenen der kurzen Anstellung bei der C.___ GmbH abzustellen. Insgesamt erscheint 

jedoch sachgerecht, das Einkommensniveau bei der mehrere Jahre (fünf Jahre und 

acht Monate) innegehabten, gelernten Tätigkeit als Elektromonteur anzusiedeln. Dabei 

ist auf die Zahlen des IK abzustellen und vorab das Einkommen jedes Jahres gemäss 

dem Nominallohnindex aufzurechnen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 

2015, 8C_233/2015, E. 3.4), was einen Durchschnitt von Fr. 86'197.-- ergibt (1996: Fr. 

4.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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68'502.-- [4 Monate: Fr. 22'843.-- / 4 x 12] / 1811 x 2239 = Fr. 84'691.--; 1997: 

71'039.-- / 1818 x 2239 = Fr. 87'490.--; 1998: 72'955.-- / 1832 x 2239 = Fr. 89'163.--; 

1999: Fr. 73'229.-- / 1835 x 2239 = Fr. 89'351.--; 2000: 74'253.-- / 1856 x 2239 = Fr. 

89'576.--; 2001: Fr. 65'336.-- / 1902 x 2239 = Fr. 76'912.--).

 4.5. 

Für das Invalideneinkommen ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerde­

führer sein früheres Lohnniveau halten könnte. In seiner erlernten Tätigkeit als 

Elektromonteur mit seinem früher erzielten Lohn als Fachkraft ist er gänzlich 

arbeitsunfähig. Die berufsbegleitende Weiterbildung als PC/LAN-Supporter schloss er 

erst 2002 - also bereits nach Beendigung der Anstellung beim Z.___ - ab. Er konnte die 

erworbenen Kenntnisse folglich weder schon dort noch anschliessend wirklich 

umsetzen. Der Versuch, sich in diesem Bereich selbständig zu machen, war nicht von 

Dauer. Die angestellte Tätigkeit bei der C.___ GmbH bestand nur wenige Monate (vgl. 

IK-Auszug vom 4. April 2016, IV-act. 106-2). Auch das im Rahmen der Ausbildung zum 

Mediatechniker erlernte Fachwissen konnte der Beschwerdeführer nie bei einer 

entsprechenden Anstellung anwenden. Davon, dass er bei zwar unzweifelhaft 

vorhandenen Fachkenntnissen in den Bereichen Elektrik/Elektronik sowie im 

Computerbereich bei der Kombination seiner somatischen und psychiatrischen 

Einschränkungen einen Tabellenlohn des Kompetenzniveaus 2 erzielen könnte, ist in 

Anbetracht seiner Erwerbsbiographie demnach nicht auszugehen. Es ist somit, wie 

sowohl Beschwerdegegnerin als auch Beschwerdeführer dies tun, auf die 

Tabellenlöhne, Kompetenzniveau 1, abzustellen. Für das Jahr 2016 ist ein Betrag von 

Fr. 66'803.-- massgeblich (vgl. Informationsstelle AHV/IV, IV-Textausgabe 2019, 

Anhang 2, Lohnentwicklung, S. 228).

4.5.1. 

Während die Beschwerdegegnerin keinen Tabellenlohnabzug gewährt hat, hält 

der Beschwerdeführer aufgrund der Kombination von körperlichen sowie psychischen 

Einschränkungen, die zudem phasenweise auftreten könnten, und aufgrund des damit 

verbundenen erheblichen Nachteils gegenüber gesunden Hilfsarbeitern, einen Abzug 

von 20 % für angemessen (act. G 1 Rz 44). Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach 

BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und 

berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, 

Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die 

verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu 

BGE 134 V 64 E. 4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten 

4.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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kann (BGE 135 V 297 E. 5.2). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 

322 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/bb-cc). Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen 

Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in 

die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 

Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweis). Die 

Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 

E. 5a/bb; SVR 2019 UV Nr. 43 S. 164, 8C_560/2018 E. 5.3.1 i.f.). 

Unter Zusammenschau sämtlicher Befunde kann der Beschwerdeführer laut 

interdisziplinärer Konsensbeurteilung der asim-Gutachter eine körperlich leichte 

Tätigkeit, ohne repetitive Bewegungen mit Rotationen und Vibrationsbelastung des 

rechten Handgelenks, ohne absturzgefährdete Positionen auf Leitern und Gerüsten, 

ohne vornübergebeugten Oberkörper und ohne Rotation um die Körperachse zu 100% 

ausüben. Dies gelte auch retrospektiv mit Ausnahme der perioperativen Phase (IV-

act. 152-9). Aufgrund der psychiatrisch bedingten Einschränkungen besteht insgesamt 

eine 30%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit, so dass gesamthaft eine 70%ige 

Gesamtarbeitsfähigkeit resultiert und zwar bestehend seit dem Jahr 2011. Jeweils im 

Rahmen der stationären Entzugsbehandlungen sei die Arbeitsfähigkeit kurzfristig 

komplett aufgehoben gewesen (IV-act. 152-9 f.). Gemäss psychiatrischem 

Teilgutachten ist der Beschwerdeführer durch die leichte depressive Störung, die 

diskrete psychotraumatologische Symptomatik und die Aufmerksamkeitsdefizit- / 

Hyperaktivitätsstörung in der Leistungsfähigkeit qualitativ eingeschränkt. Er brauche 

mehr Support und eine klar strukturierte Arbeit. Aus psychiatrischer Sicht würden sich 

keine Hinweise für eine Einschränkung der zeitlichen Leistungsfähigkeit ergeben. Durch 

die verschiedenen Einschränkungen bestehe insgesamt eine etwa 30%ige Reduktion 

der Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (IV-act. 152-102).

4.5.3. 

Die körperlichen Adaptionskriterien allein sind für leichte Hilfsarbeitertätigkeiten 

aller Art nicht massgeblich einschränkend und es sind viele Tätigkeiten denkbar, die 

das Adaptionsprofil ohne weiteres erfüllen, so dass der Beschwerdeführer aufgrund 

des genügend breiten Spektrums an Verweistätigkeiten keine zusätzliche 

Lohneinbusse - beim wie vorstehend erläuterten, schon tiefen anwendbaren 

Lohnniveau - hinnehmen müsste (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. Oktober 2019, 

9C_447/2019, E. 4.3.2 und vom 29. Mai 2018, 9C_266/2017, E. 3.4.3 mit Hinweis). Die 

4.5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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5.  

Einschränkungen in psychiatrischer Hinsicht haben laut psychiatrischem Gutachter 

keine zeitliche Komponente, jedoch benötige der Beschwerdeführer mehr Support und 

eine klar strukturierte Arbeit. Letzteres Erfordernis dürfte bei einer Hilfsarbeitertätigkeit 

naturgemäss zu einem grossen Teil bereits sichergestellt sein. Dasselbe gilt teilweise 

für den erhöhten Supportbedarf. Insgesamt wurde dies bei der um 30 % reduzierten 

Leistungsfähigkeit bereits berücksichtigt. Somit bestehen keine Anhaltspunkte dafür, 

dass der Beschwerdeführer bei einem Hilfsarbeiterlohn im Umfang von 70% noch 

weitere Lohneinbussen hinnehmen müsste. Auch kann er ganztags anwesend sein. 

Allein die Tatsache, dass der psychische Gesundheitszustand Schwankungen 

unterworfen sein kann, rechtfertigt keinen Abzug vom Tabellenlohn. Ein solcher kommt 

nur bei eigentlichen Krankheitsschüben in Betracht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. 

Mai 2018, 9C_266/2017, E. 4.2 mit Hinweisen).

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 86'390.-- sowie einem Invalideneinkommen 

von Fr. 46'762.-- (Fr. 66'803.-- x 0.7) ergibt sich ein IV-Grad von 45,87 bzw. 46 % (zum 

Runden: BGE 130 V 121) und somit ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

4.6. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 

Verfügung vom 15. Januar 2020 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine 

Viertelsrente, beginnend am 1. August 2016, zuzusprechen. Die Sache ist zur 

Festsetzung Ausrichtung der Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint angemessen. Ausgangsgemäss ist diese der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen.

5.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die 

Rechtsvertreterin hat am 8. Mai 2020 eine Honorarnote über Fr. 3'771.85 (Honorar Fr. 

3'367.50, Barauslagen Fr. 134.70, Mehrwertsteuer Fr. 269.65) eingereicht. Dies 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 15. Januar 

2020 aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. August 2016 eine 

Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'771.85 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

erscheint vorliegend angemessen. Demnach hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin mit Fr. 3'771.85.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen. Mit der Zusprache der Parteientschädigung erübrigt sich die Frage einer 

Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 16.07.2021
	Beweiskraft polydisziplinäres Gutachten. Abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung durch behandelnden Arzt. Ermittlung des Valideneinkommens. Tabellenlohnabzug beim Invalideneinkommen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juli 2021, IV 2020/36).

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		2025-07-19T02:36:10+0200
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