# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a73331fc-c0a9-5e91-bde9-48ef9db5794c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.01.2024 III 2023 128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-128_2024-01-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 128

Entscheid vom 25. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Aberkennung des ausländischen 
Führerausweises)

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Sachverhalt:

A. Am 28. September 2022 um 13.10 Uhr lenkte A.________ (geb. 1963; 
deutscher Staatsangehöriger; Inhaber eines deutschen Fahrausweises) mit einer 
Geschwindigkeit von 100 km/h auf der Überholspur der Autobahn A3 in 
________ einen Personenwagen mit deutschem Kennzeichen, als er nach rechts 
geriet und in der Folge mit einem auf der Normalspur fahrenden Fahrzeug kolli-
dierte (vgl. Vi-act. 1).

B. Mit Schreiben vom 30. November 2022 räumte das Verkehrsamt des Kan-
tons Schwyz A.________ das rechtliche Gehör hinsichtlich der in Betracht gezo-
genen Aberkennung des ausländischen Ausweises für einen Monat ein (vgl. Vi-
act. 2). Daraufhin verlangte der Rechtsvertreter von A.________ mit Schreiben 
vom 6. Dezember 2022, es sei das Administrativverfahren bis zum Abschluss 
des Strafverfahrens zu sistieren (vgl. Vi-act. 3). Mit Schreiben vom 7. Dezember 
2022 gab das Verkehrsamt dem Begehren statt; gleichzeitig bzw. mit Schreiben 
vom 2. Juni 2023 ersuchte es die Strafbehörde um Zustellung des rechtskräftigen 
Strafbefehls (vgl. Vi-act. 4/5/6).

C. Mit Strafbefehl vom 11. Mai 2023 wurde A.________ von der Staats- und 
Jugendanwaltschaft des Kantons C.________ wegen Verletzung der Verkehrs-
regeln durch Nichtbeherrschen des Fahrzeuges infolge Nichtanpassen der Ge-
schwindigkeit mit einer Busse von Fr. 300.-- bestraft (vgl. Vi-act. 7/11). Der Straf-
befehl erwuchs unangefochten in Rechtsraft.

D. Nachdem der Rechtsvertreter am 2. Juni 2023 eine Stellungnahme in der 
Angelegenheit einreichte (vgl. Vi-act. 12 i.V.m. Vi-act. 7), aberkannte das Ver-
kehrsamt mit Verfügung vom 12. Juli 2023 - gestützt auf Art. 16b Abs. 1 lit. a 
SVG sowie Art. 45 VZV - den ausländischen Führerausweis von A.________ für 
die Dauer von einem Monat und verlangte dessen Deponierung bei der zuständi-
gen Behörde bis spätestens 4. Dezember 2023 (vgl. Vi-act. 13).

E. Gegen diese Verfügung vom 12. Juli 2023 (Postaufgabe: gleichentags) 
lässt A.________ am 2. August 2023 (Postaufgabe: gleichentags) wie folgt Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben:

1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 12. Juli 2023 sei gänzlich aufzuheben und 
gegen den Beschwerdeführer sei eine Verwarnung auszusprechen.

2. Eventualiter sei Ziff. 3 der Verfügung der Vorinstanz vom 12. Juli 2023 aufzu-
heben und dem Beschwerdeführer sei das Recht einzuräumen, durch Mittei-
lung an die Vorinstanz einen Tag innerhalb von 12 Monaten seit Rechtskraft 
des Urteils als Beginn der einmonatigen Aberkennungsdauer festzulegen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.

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F. Mit Vernehmlassung vom 28. August 2023 beantragt das Verkehrsamt, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, un-
ter Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers. Hierzu lässt der Beschwerde-
führer am 28. September 2023 eine Stellungnahme einreichen bzw. hält er an 
den mit Beschwerde vom 2. August 2023 gestellten Anträgen vollumfänglich fest. 
Weitere Eingaben liegen in der Angelegenheit nicht vor.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Wer ein Motorfahrzeug führt, bedarf des Führerausweises (Art. 10 Abs. 2 
des Strassenverkehrsgesetzes [SVG; SR 741.01] vom 19. Dezember 1958). Die-
ser wird von den kantonalen Verwaltungsbehörden am Wohnsitz des Fahrzeug-
führers erteilt und entzogen (Art. 22 Abs. 1 SVG). Für Fahrzeuge ohne festen 
Standort und Führer ohne Wohnsitz in der Schweiz ist der Ort massgebend, an 
dem sie sich vorwiegend befinden. Im Zweifelsfall ist der Kanton zuständig, der 
das Verfahren zuerst einleitet (Art. 22 Abs. 3 SVG).

1.2 Der Bundesrat ist gestützt auf Art. 25 Abs. 2 lit. b SVG befugt, Vorschriften 
über ausländische Fahrzeugführer zu erlassen. Von dieser Kompetenz hat er in 
Art. 42 ff. der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen 
zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) vom 27. Oktober 1976 Gebrauch ge-
macht. Gemäss Art. 42 Abs. 1 lit. a und b VZV dürfen Personen aus dem Aus-
land in der Schweiz Motorfahrzeuge führen, falls sie einen gültigen nationalen 
oder internationalen Führerausweis besitzen. Ausländische Fahrzeugführer, die 
seit zwölf Monaten in der Schweiz wohnen und sich in dieser Zeit nicht länger als 
drei Monate ununterbrochen im Ausland aufgehalten haben, benötigen einen 
schweizerischen Führerausweis (Art. 42 Abs. 3bis lit. a VZV). Dessen Erwerb 
richtet sich nach Art. 44 VZV.

1.3 Ausländische Führerausweise können in der Schweiz nach den gleichen 
Bestimmungen aberkannt werden, die für den Entzug des schweizerischen Füh-
rerausweises gelten (Art. 45 Abs. 1 Satz 1 VZV; R. Schaffhauser, Grundriss des 
schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. III, Bern 1995, Rz 2570). Dabei er-
folgt kein Entzug der Bewilligung, sondern lediglich eine Aberkennung des aus-
ländischen Führerausweises auf dem Territorium der Schweiz, was bedeutet, 
dass der Inhaber des ausländischen Führerausweise im aberkennenden Staat 
von seinem Führerausweis nicht mehr Gebrauch machen darf (vgl. B. Rütsche, 
in: Niggli/Probst/Waldmann, Basler Kommentar SVG, Basel 2014, N 11 und 86 
zu Art. 16 SVG; Schaffhauser, a.a.O., Rz. 2569). Damit bleibt das Territorialitäts-
prinzip gewahrt (vgl. Urteil BGer 1C_619/2022 vom 8.9.2023 E. 3.2/4.2 m.H.; 

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BGE 129 II 175 E. 2.3; BGE 121 II 447 E. 3.a/c m.H.). Die Aberkennung eines 
ausländischen Führerausweises ist der zuständigen ausländischen Behörde di-
rekt oder durch Vermittlung des ASTRA mitzuteilen. Bei internationalen Füh-
rerausweisen ist die Aberkennung an der dafür vorgesehenen Stelle einzutragen. 
Der Eintrag ist mit dem Amtsstempel zu versehen (Art. 45 Abs. 3 VZV).

1.4 Gemäss Art. 16 Abs. 2 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die Stras-
senverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem Ordnungsbussen-
gesetz (OBG; SR 314.1) vom 18. März 2016 ausgeschlossen ist, der Führeraus-
weis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen; bei der Festsetzung der 
Dauer des Entzugs sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, na-
mentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund 
als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug 
zu führen, wobei die Mindestentzugsdauer nicht unterschritten werden darf 
(Abs. 3). Gemäss Art. 4 Abs. 3 lit. a OBG werden Widerhandlungen nicht im Ord-
nungsbussenverfahren geahndet, wenn die beschuldigte Person anlässlich der 
Widerhandlung jemanden gefährdet oder verletzt oder Schaden verursacht hat.

1.5.1  Das Strassenverkehrsgesetz unterscheidet in Art. 16a bis 16c SVG zwi-
schen leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlungen.

Gemäss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung 
von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, so-
fern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten 
Widerhandlung wird die fehlbare Person abgesehen von erschwerenden Um-
ständen verwarnt (vgl. Abs. 2 und 3); in besonders leichten Fällen wird auf jegli-
che Massnahme verzichtet (Abs. 4).

Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrs-
regeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt 
(Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird der 
Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG).

Hinzuweisen bleibt, dass leichte und mittelschwere Widerhandlungen von Art. 90 
Abs. 1 SVG als einfache Verkehrsregelverletzungen erfasst werden (vgl. 
BGE 135 II 138 E. 2.4; Urteile BGer 1C_263/2021 vom 27.1.2022 E. 3.1 und 
1C_135/2022 vom 24.8.2022 E. 2.1 m.w.H.).

1.5.2  Gemäss Rechtsprechung stellt die mittelschwere Widerhandlung nach 
Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht 
alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung nach Art. 16a Abs. 1 
lit. a SVG und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren Widerhand-
lung nach Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben sind (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.2.2; 

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Urteile BGer 1C_263/2021 vom 27.1.2022 E. 3.2 und 1C_135/2022 vom 
24.8.2022 E. 2.1; BBl 1999 4487). 

Die Annahme einer leichten Widerhandlung setzt kumulativ eine geringe Gefähr-
dung und ein leichtes Verschulden voraus (vgl. Urteil BGer 1C_263/2021 vom 
27.1.2022 E. 3.2). Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder 
umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittel-
schwere Widerhandlung vor. Gleiches gilt bei einer mittelgrossen Gefährdung 
und einem mittelschweren oder schweren Verschulden. Eine Gefahr für die Si-
cherheit anderer im Sinne von Art. 16a-c SVG (wie auch im Sinne von Art. 4 
Abs. 3 lit. a OBG) ist bei einer konkreten oder auch bei einer erhöhten abstrakten 
Gefährdung zu bejahen. Eine erhöhte abstrakte Gefahr besteht, wenn die Mög-
lichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegt. Welche Art der 
Gefährdung vorliegt, ist anhand der jeweiligen Verhältnisse im Einzelfall zu beur-
teilen (vgl. BGE 136 II 447 E. 3.2 = Pra 100 [2011] Nr. 34; Urteile BGer 
1C_650/2017 vom 28.3.2018 E. 2.1 m.H.; 1C_632/2020 vom 19.10.2021 E. 2.4). 

1.6 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Verwaltungsbehörde 
grundsätzlich an die Tatsachenfeststellungen des Strafgerichts gebunden. Sie 
darf davon nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid 
zugrunde legt, die dem Strafrichter unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Be-
weise erhebt oder wenn der Strafrichter bei der Rechtsanwendung auf den 
Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich die Verletzung be-
stimmter Verkehrsregeln übersehen hat (BGE 139 II 95 E. 3.2 m.w.H. = Pra 102 
[2013] Nr. 83; BGE 136 II 447 E. 3.1 = Pra 100 [2011] Nr. 34 m.H.a. BGE 
129 I 312 E. 2.4 = Pra 93 [2004] Nr. 4). Nicht gebunden ist die Verwaltungs-
behörde hingegen an die rechtliche Beurteilung, namentlich des Verschuldens, 
des Strafgerichts. Der Warnungsentzug ist eine der Strafe ähnliche, aber von ihr 
unabhängige Verwaltungsmassnahme mit präventivem Charakter, die primär die 
Erziehung des fehlbaren Fahrzeuglenkers im Interesse der Verkehrssicherheit 
und nicht dessen Bestrafung bezweckt, auch wenn sie mitunter vom Betroffenen 
als Strafe empfunden wird. Die straf- und die verwaltungsrechtliche Beurteilung 
der Schwere eines strassenverkehrsrechtlich massgeblichen Fehlverhaltens 
müssen sich daher nicht zwingend decken (vgl. Urteil BGer 1C_564/2019 vom 
28.5.2020 E. 3.2 m.H.a. BGE 136 I 345 E. 6.4 und BGE 136 II 447 E. 3.1 = Pra 
100 [2011] Nr. 34; Urteil BGer 1C_263/2019 vom 25.2.2020 E. 3.2).

2.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz habe sich den Vorwurf 
der Voreingenommenheit sowie der Verletzung des rechtlichen Gehörs gefallen 
zu lassen. Er begründet dies damit, die Ausführungen der Vorinstanz seien undif-
ferenziert bzw. schematisch und würden eine Auseinandersetzung mit den Um-

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ständen des konkreten Einzelfalles gänzlich vermissen lassen; die Vorinstanz 
habe sich insbesondere in keiner Weise mit den beschwerdeführerischen Vor-
bringen in seiner Stellungnahme vom 2. Juni 2023 auseinandergesetzt (vgl. Be-
schwerde vom 2.8.2023 Ziff. 12/13; Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 25).

2.2 Entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht hat sich die Vorinstanz sehr 
wohl mit den wesentlichen Argumenten des Beschwerdeführers gemäss Stel-
lungnahme vom 2. Juni 2023 auseinandergesetzt bzw. diese zur Kenntnis ge-
nommen, wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird (vgl. angefochtene Verfü-
gung vom 12.7.2023 [zum Rechtlichen Gehör]; sowie nachstehend E. 3ff.). Die 
angefochtene Verfügung ist jedenfalls so abgefasst, dass sich der Beschwerde-
führer über deren Tragweite ein Bild machen bzw. diese denn auch sachgerecht 
anfechten konnte. Abgesehen davon lässt sich aus dem rechtlichen Gehör nicht 
ableiten, dass sich eine Verwaltungsbehörde ausdrücklich mit jeder tatbeständli-
chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. 

2.3 Selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen würde, es 
liege eine relevante Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, käme die Rechtspre-
chung zur Anwendung, wonach eine Verletzung des rechtlichen Gehörs aus-
nahmsweise heilbar ist (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2), zumal der Beschwerdefüh-
rer im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Gelegenheit hatte, sich umfassend 
in der Angelegenheit zu äussern. Der Beschwerdeführer stellt zudem nicht in Ab-
rede, dass er sich in Kenntnis sämtlicher Akten zu den tatsächlichen und rechtli-
chen Fragen äussern konnte. Eine Gehörsverletzung wäre somit spätestens im 
vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt. Es ist denn auch weder ersichtlich 
noch vom Beschwerdeführer rechtsgenüglich dargetan, welcher Nachteil ihm 
durch den Verzicht einer Rückweisung an die Vorinstanz erwachsen sein sollte. 
Schliesslich käme eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ohnehin einem 
prozessualen Leerlauf bzw. einer unnötigen Verzögerung gleich.

2.4 Mithin erweist sich der beschwerdeführerische Vorwurf der Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör als unbegründet.

3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 12. Juli 2023 brachte die Vorinstanz 
mit Verweis auf den Ausgang des Strafverfahrens bei der Staatsanwaltschaft des 
Kantons C.________ vor, weshalb die vorliegende Gefährdung als mittelschwer 
zu qualifizieren sei. Sie hielt dabei fest, wer zufolge Nichtanpassens der Ge-
schwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verliere, gefährde nicht nur sich 
selbst, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmenden; diese Gefährdung sei 
vorliegend nicht mehr gering gewesen, da der Beschwerdeführer von der Über-
hol- auf die Normalspur gerutscht sei, wodurch er die anderen Fahrzeuglenker 

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erhöht abstrakt gefährdet habe; mithin liege eine erhöht abstrakte Gefährdung 
vor, weshalb denn auch irrelevant sei, ob das Verschulden am Unfall durch das 
Nichtbeherrschen des Fahrzeuges als gering bzw. leicht einzustufen sei; da so-
mit ein mittelschwerer Fall vorliege, könne auch nicht von der Mindestaberken-
nungsdauer von einem Monat abgesehen werden (vgl. S. 1/2 [zum rechtlichen 
Gehör]).

3.2 Dagegen bringt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 2. August 
2023 vor, sein Fahrzeug sei zwar auf die andere Spur geraten und habe ein an-
deres Fahrzeug touchiert, dennoch könne die durch den Vorfall geschaffene Ge-
fahr für die Sicherheit des anderen Verkehrsteilnehmers als gering qualifiziert 
werden; Ursache des Schwenkers sei ein unerwarteter, starker Windstoss gewe-
sen; er habe sein Fahrzeug nach dem Windstoss aber durch Gegenlenken um-
gehend wieder unter Kontrolle bringen können (vgl. Ziff. 15-16). Die vorinstanzli-
che Behauptung, wonach der Beschwerdeführer von der Überhol- auf die Nor-
malspur "gerutscht" sei, erweise sich zudem als aktenwidrig; dieser Begriff impli-
ziere, dass der Beschwerdeführer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren ha-
be, was aber gerade nicht der Fall gewesen sei; weder sei das Fahrzeug unkon-
trolliert auf der Fahrbahn herumgeschleudert, noch sei das Fahrzeug des ande-
ren Lenkers wegkatapultiert worden bzw. ausgebrochen; damit habe kein Risiko 
von Auffahrunfällen bestanden; die hinter ihnen fahrenden Verkehrsteilnehmer 
seien somit ebenfalls nicht ernsthaft gefährdet gewesen; auch sei nur Sachscha-
den entstanden, ohne dass ein Airbag ausgelöst worden sei (vgl. Ziff. 17).

Komme hinzu, dass den Beschwerdeführer auch in subjektiver Hinsicht nur ein 
leichtes Verschulden am Vorfall treffe; er habe die signalisierte Höchstgeschwin-
digkeit von 120 km/h aufgrund der regnerischen Verhältnisse auf der geraden 
und übersichtlichen Strecke um 20 km/h reduziert; der Unfall sei lediglich auf ei-
ne Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen; der Windstoss sei uner-
wartet gekommen; er sei nicht unachtsam gewesen und habe sich im Verkehr 
grundsätzlich richtig verhalten; auch habe er umgehend mit Gegenlenken rea-
giert, als sein Fahrzeug nach rechts auszubrechen begann; sein Fahrzeug sei 
dabei nicht ins Schleudern gekommen; er habe keinen unvorsichtigen Fahrspur-
wechsel vollzogen, sich nicht rücksichtslos verhalten; er sei konzentriert gewesen 
und habe seine gesamte Aufmerksamkeit auf den Verkehr gerichtet (vgl. Ziff. 19).

Da eine geringe Gefährdung bzw. ein leichtes Verschulden vorliege, sei gemäss 
Art. 16a Abs. 3 SVG lediglich eine Verwarnung auszusprechen (vgl. Ziff. 21).

3.3 Hierzu bringt die Vorinstanz ergänzend vor, soweit der Beschwerdeführer 
behaupte, die Ursache des Schwenkers sei ein unerwarteter starker Windstoss, 
so sei dies als Schutzbehauptung zu werten, andernfalls auch der andere betei-

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ligte Fahrzeuglenker vom Windstoss abgedrängt worden wäre; die ausgerückten 
Funktionäre hätten vor Ort keinen Wind feststellen können; der Beschwerdefüh-
rer habe bei Regen und sehr nasser Fahrbahn sein Fahrzeug nicht beherrscht; 
ob sich der Verkehrsunfall durch Rutschen oder durch Schleudern oder einfach 
durch ein unkontrolliertes Fahrmanöver zugetragen habe, sei nicht relevant; viel 
entscheidender sei, dass der Beschwerdeführer überhaupt unkontrolliert auf die 
Normalspur geraten und dort mit einem anderen Fahrzeug kollidiert sei; dass 
sich die Gefährdung Dritter dann nicht in schlimmen Folgen manifestiert habe 
bzw. nicht zu Verletzten geführt habe, sei nicht von Bedeutung (vgl. Ziff. 9.1/9.2).

Da das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die gegebenen Strassen- und 
Witterungsverhältnisse verantwortlich gewesen sei, ergebe sich, dass auch das 
Verschulden des Beschwerdeführers nicht mehr als leicht bzw. gering eingestuft 
werden könne; bei entsprechenden Witterungsverhältnissen müsse damit ge-
rechnet werden, dass das Fahrzeug ausbrechen könne und dadurch andere Ver-
kehrsteilnehmer gefährdet werden könnten; ebenso sei der Umstand bekannt, 
dass sich diese Gefahr mit zunehmender Geschwindigkeit drastisch erhöhe (vgl. 
Ziff. 9.3). Mithin liege eine mittelschwere Widerhandlung vor (vgl. Ziff. 11).

3.4 Mit Stellungnahme vom 28. September 2023 wendet der Beschwerdeführer 
ein, die Vorinstanz habe es in Verletzung der Untersuchungsmaxime und des 
Grundsatzes in dubio pro reo unterlassen, die konkreten Umstände des vorlie-
genden Einzelfalles - insbesondere, dass sein Fahrzeug von einem Windstoss 
abgedrängt worden sei - entsprechend zu würdigen (vgl. Ziff. 2/3/17-19). Für das 
fehlbare Verhalten sei relevant, ob der Beschwerdeführer seine Geschwindigkeit 
den Witterungs- und Strassenverhältnissen angepasst und wie er sich verhalten 
habe, als sein Fahrzeug von einem plötzlichen starken Windstoss abgedrängt 
worden sei; in beiden Punkten habe er sich vorbildlich verhalten (vgl. Ziff. 4/7/21). 
Nur aufgrund der vorbildlichen Reaktion des Beschwerdeführers sei denn auch 
bloss ein Touchieren des anderen Fahrzeuges erfolgt; die Vorinstanz habe sich 
zu Unrecht nicht damit auseinandergesetzt, was den Vorfall verursacht habe, 
was der Beschwerdeführer getan bzw. unterlassen habe und welche Auswirkun-
gen der Vorfall (nicht) gehabt habe (vgl. Ziff. 17/18/20). Der starke Windstoss sei 
keine Schutzbehauptung; es gebe keinen Grund, die entsprechende Aussage 
des Beschwerdeführers in Zweifel zu ziehen; es sei denn auch notorisch, dass 
ein Fahrzeuglenker bei entsprechenden Witterungsbedingungen von einem star-
ken Windstoss überrascht werden könne; die Vorinstanz könne ohnehin nicht 
beurteilen bzw. wissen, an welcher Stelle genau welche Windverhältnisse ge-
herrscht hätten, wie stark der Windstoss gewesen sei, wie und wo die Windströ-
me verliefen und welche Wirkungen diese bezüglich der beiden Fahrzeuge ent-
faltet hätten (vgl. Ziff. 19). Komme hinzu, dass nicht jeder Verkehrsunfall - nicht 

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jedes Touchieren eines anderen Fahrzeuges - zwingend auf eine (mittelschwere) 
Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zurückzuführen sei; das Fahrzeug des 
Beschwerdeführers sei ohne seine Schuld - aufgrund eines plötzlichen starken 
Windstosses - sicherlich begünstigt durch die nasse Fahrbahn, einen Augenblick 
lang zur Seite gedrückt worden; der Beschwerdeführer habe aber die Kontrolle 
über sein Fahrzeug sofort wieder erlangt bzw. jederzeit behalten (vgl. Ziff. 20).

Auch treffe den Beschwerdeführer kein Verschulden; er habe die Geschwindig-
keit auf 100 km/h reduziert; diese Geschwindigkeitsanpassung sei vorbildlich, je-
denfalls genügend; selbst wenn diese nicht genügend gewesen wäre, läge noch 
immer eine leichte Widerhandlung gegen das SVG vor (vgl. Ziff. 23).

3.5 Mithin gilt es nachfolgend zu beurteilen, ob eine mittelschwere Widerhand-
lung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG (Ansicht der Vorinstanz) oder eine 
leichte Widerhandlung im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG (Ansicht des Be-
schwerdeführers) vorliegt.

4.1 Der Beschwerdeführer gab unmittelbar nach dem Verkehrsunfall vom 
28. September 2022 gegenüber den Funktionären der Polizei zu Protokoll, er sei 
mit ca. 100 km/h auf der Überholspur gefahren, wobei der andere Personenwa-
gen auf der Normalspur beinahe auf der gleichen Höhe gefahren sei; die Strasse 
sei vom Regen nass, aber nicht übermässig nass gewesen; sein Personenwagen 
sei leicht nach rechts gerückt, wobei er nicht wisse wieso; vielleicht sei es ein 
Luftstoss von der anderen Fahrbahn gewesen; er habe deswegen den Perso-
nenwagen touchiert, welcher auf gleicher Höhe auf der Normalspur gefahren sei; 
verletzt worden sei niemand; als er gemerkt habe, dass der Personenwagen 
nach rechts rutsche, habe er dagegen gehalten; trotzdem sei es zur Kollision ge-
kommen; schuld an allem sei er (vgl. Vi-act. 10). 

4.2 Gemäss Aussage des beteiligten Fahrzeuglenkers habe es von hinten 
plötzlich einen Knall gegeben; das blaue Auto sei ihm seitlich ins Heck gefahren, 
woraufhin er sofort auf den Pannenstreifen gefahren sei und angehalten habe; 
alsdann habe er festgestellt, dass der Lenker des blauen Autos von der Überhol-
spur auf die linke hintere Seite seines Autos gefahren sei; er habe das blaue Au-
to vor der Kollision nicht gesehen, da es hinter ihm gefahren sei; vor dem Unfall 
habe es viel Verkehr gehabt und es habe stark geregnet (vgl. Vi-act. 1).

4.3 Im Polizeirapport vom 18. Oktober 2022 wird festgehalten, dass das Ver-
kehrsaufkommen auf der Autobahn an der Unfallstelle stark und der Strassenzu-
stand bei regnerischen Witterungsbedingungen nass gewesen sei; zum Unfall-
hergang wird gestützt auf die Befragung der beteiligten Fahrzeuglenker vor Ort 
festgehalten, der Beschwerdeführer sei auf der Überholspur mit ca. 100 km/h ge-

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fahren; aufgrund eines Luftstosses sei er auf die Normalspur geraten und habe 
dort einen anderen Personenwagen am Heck touchiert; an beiden Fahrzeugen 
sei Sachschaden (Fr. 9'000.-- bzw. Fr. 20'380.--) entstanden; niemand sei ver-
letzt worden; vor Ort hätten keine Brems-/Schleuderspuren und auch kein Wind 
festgestellt werden können; die Fahrbahn sei sehr nass gewesen, da es zum Un-
fallzeitpunkt geregnet habe (vgl. Vi-act. 1).

4.4 In der Folge wurde der Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 11. Mai 2023 
von der Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons C.________ wegen Verlet-
zung der Verkehrsregeln durch Nichtbeherrschen des Fahrzeuges infolge Nicht-
anpassen der Geschwindigkeit mit einer Busse von Fr. 300.-- bestraft (vgl. vor-
stehend Ingress lit. C). Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 
Hinsichtlich des Sachverhalts wurde festgestellt, der Beschwerdeführer habe am 
28. September 2022 bei nassen Verhältnissen auf der Überholspur der Autobahn 
mit einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h einen Personenwagen gelenkt; auf-
grund der nicht an die Strassenverhältnisse angepassten Geschwindigkeit sei 
der Beschwerdeführer auf die Normalspur geraten, wo er mit dem Heck eines 
korrekt fahrenden Personenwagens kollidierte. Vermerkt war die Adresse des 
Beschwerdeführers, welche er anlässlich der polizeilichen Befragung vor Ort an-
gegeben hatte (vgl. Vi-act. 11/1 [E.________, in F.________]).

4.5 Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, ist die Verwaltungsbehörde 
grundsätzlich an die Feststellungen im Strafentscheid gebunden (vgl. vorstehend 
E. 1.6; Vernehmlassung vom 28.8.2023 Ziff. 9.4). Es sind denn auch keine An-
haltspunkte für die offensichtliche Unrichtigkeit des Strafbefehls hinsichtlich der 
Sachverhaltsfeststellungen ersichtlich (vgl. vorstehend E. 4.1 - 4.4). Entspre-
chendes bringt der Beschwerdeführer denn auch nicht vor. Mithin besteht auch 
kein Grund, von den Tatsachenfeststellungen des rechtskräftigen Strafbefehls 
vom 11. Mai 2023 abzuweichen, zumal der Beschwerdeführer die ihm vorgewor-
fene Verletzung der Verkehrsregeln im Wesentlichen nicht bestreitet. Eine zu-
sätzliche Beweiserhebung war bzw. ist daher nicht notwendig.

5. Gestützt auf die oberwähnte Sachverhaltsdarstellung gilt es somit die 
Schwere der Gefährdung (vgl. nachstehend E. 5.1) bzw. das Verschulden des 
Beschwerdeführers (vgl. nachstehend E. 5.2) zu beurteilen.

5.1.1 Offensichtlich ist, dass für den Lenker des beteiligten Fahrzeuges eine 
konkrete Gefahr bestand, nachdem der Beschwerdeführer von der Überhol- auf 
die Normalspur geriet und mit seinem Fahrzeug kollidierte. Der Beschwerdefüh-
rer verlor damit die Beherrschung über sein Fahrzeug. Dabei widerspricht er sich 
insoweit, wenn er einerseits behauptet, er habe nie die Kontrolle über sein Fahr-

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zeug verloren (vgl. Beschwerde vom 2.8.2023 Ziff. 17; Stellungnahme vom 
28.9.2023 Ziff. 20), andererseits aber darauf hinweist, er habe nach dem (be-
haupteten) Windstoss umgehend wieder die Kontrolle über sein Fahrzeug erlangt 
(vgl. u.a. Ziff. 16 in fine und Ziff. 20). Mit der Vorinstanz ist dabei unerheblich, ob 
das Fahrzeug des Beschwerdeführers durch Rutschen, Schleudern oder ein un-
kontrolliertes Fahrmanöver auf die andere Fahrbahn geraten ist. 

5.1.2 Wenn es des Weiteren darum geht, die Schwere der konkreten Gefährdung 
zu bestimmen, darf nicht auf Hypothesen abgestellt werden, worauf der Be-
schwerdeführer zu Recht hinweist (vgl. Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 19). 
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit einer Geschwindigkeit von 
100 km/h bei regnerischen bzw. sehr nassen Witterungsbedingungen fuhr, als er 
auf der Autobahn mit dem Fahrzeug des anderen Lenkers kollidierte. Dabei geht 
selbst der Beschwerdeführer davon aus, dass die sehr nasse Fahrbahn den un-
kontrollierten Richtungswechsel seines Fahrzeuges von der Überhol- auf die 
Normalspur begünstigt bzw. mitverursacht hat (vgl. Stellungnahme vom 
28.9.2023 Ziff. 20). Mithin kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass 
der Kontrollverlust über das Fahrzeug durch die regnerischen Witterungsbedin-
gungen in Zusammenhang mit der nichtangepassten Geschwindigkeit an die 
Strassenverhältnisse verursacht wurde (vgl. auch Strafbefehl vom 11.5.2023). 
Hieran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer durch Gegenlenken das Fahr-
zeug nach der Kollision wieder unter Kontrolle bringen und auf den Pannenstrei-
fen fahren konnte.

Schliesslich gilt es zu beachten, dass aufgrund der Kollision am Fahrzeug des 
beteiligten Lenkers ein Totalschaden (defekte Hinterachse) von rund Fr. 20'000.-- 
entstand, weshalb nicht mehr von einem vergleichsweise geringfügigen Aufprall 
ausgegangen werden kann, obschon der Airbag nicht ausgelöst und der Unfall-
gegner selber nicht verletzt wurde. Es bestand zudem nicht nur eine konkrete 
Gefahr für den betroffenen beteiligten Fahrzeuglenker selbst, sondern darüber 
hinaus aufgrund des starken Verkehrsaufkommens auch das Risiko eines Auf-
fahrunfalls mit erheblichen Folgen bzw. Verletzungen für weitere Fahrzeuginsas-
sen. Dass es keine Verletzten gab, ist einzig und allein dem Zufall zu verdanken.

5.1.3 Darüber hinaus trifft gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei den 
zum Unfallzeitpunkt vorherrschenden Wetterverhältnissen alle Verkehrsteilneh-
mer eine erhöhte Vorsichtspflicht; jeder muss wissen, dass man bei Regen und 
nasser Fahrbahn auf der Autobahn nicht schneller als 80 km/h fahren sollte (vgl. 
Urteil BGer 1C_135/2022 vom 24.8.2022 E. 2.3f.). Da der Beschwerdeführer bei 
regnerischen Verhältnissen sowie starkem Verkehrsaufkommen schneller fuhr 
und zudem einen Überholversuch unternahm, missachtete er die ihm oblie-

12

genden Vorsichtspflichten deutlich und schuf dadurch eine erhöhte abstrakte Ge-
fahr für die anderen Verkehrsteilnehmer (vgl. Urteil BGer 1C_135/2022 vom 
24.8.2022 E. 2.1/2.4. m.H.a. Urteil BGer 6A/2004 vom 23.4.2004 E. 2.3.2).

5.1.4 Die Einschätzung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer nicht nur 
eine geringe, sondern eine mittelschwere (konkrete sowie abstrakte) Gefahr für 
die Sicherheit anderer hervorgerufen hat, ist damit nicht zu beanstanden.

5.2.1 Mit einer mittelschweren Gefährdung ist eine mittelschwere Widerhandlung 
bereits bei einem leichten bzw. geringen Verschulden gegeben (vgl. vorstehend 
E. 1.5.2), weshalb es sich grundsätzlich erübrigt, die Schwere des Verschuldens 
des Beschwerdeführers zu prüfen. Dennoch rechtfertigt es sich darauf einzuge-
hen, nachdem die Parteien sich vernehmlassend auch hierzu geäussert haben.

5.2.2 Der Beschwerdeführer gibt zu, um die Gefahr der im Unfallzeitpunkt 
tatsächlich herrschenden Witterungs- und Strassenverhältnissen (Regen und 
sehr nasse Fahrbahn) gewusst zu haben (vgl. Stellungnahme vom 28.9.2023 
Ziff. 19). Bei den im Unfallzeitpunkt vorherrschenden Verhältnissen trifft denn 
auch alle Verkehrsteilnehmer eine erhöhte Vorsichtspflicht (vgl. vorstehend E. 
5.1.3). Da der Beschwerdeführer jedoch schneller fuhr als 80 km/h, hat er ein of-
fensichtliches Risiko verkannt und insoweit sehr wohl etwas falsch gemacht (vgl. 
Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 24). Unter den entsprechenden Witterungs- 
und Strassenverhältnissen schneller zu fahren - gleichwohl er nicht die signali-
sierte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausnutzte und mit neuen Reifen auf 
einer geraden Strecke unterwegs war - und sogar noch zu überholen, erweist 
sich daher als besonders schuldhaft, insbesondere da auf der Autobahn hohe 
Geschwindigkeiten gefahren werden und zum Unfallzeitpunkt ein starkes Ver-
kehrsaufkommen herrschte. Von einem richtigen bzw. vorbildlichen Verhalten 
kann jedenfalls keine Rede sein. Es kann nicht ernsthaft angenommen werden, 
dass sich der Verkehrsunfall ohne seine Schuld zugetragen hat bzw. die Ver-
kehrsregelverletzung allein auf das Zusammenspiel unglücklicher Umstände 
zurückzuführen war (vgl. Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 18/20). Dabei gab 
er denn auch am 28. September 2022 zu Protokoll, dass er an allem schuld sei 
(vgl. vorstehend E. 4.1). Auch dass im Strafverfahren nur auf eine einfache Ver-
kehrsregelverletzung erkannt wurde, hilft dem Beschwerdeführer nicht weiter, 
zumal die Administrativbehörde in der rechtlichen Würdigung der Verschulden-
sfrage bzw. eines Sachverhalts frei ist (vgl. Urteil BGer 1C_135/2022 vom 
24.8.2022 E. 2.4 m.H.a. Urteil BGer 1C_525/2012 vom 24.10.2013 E. 2.4).

5.2.3 Zu keinem anderen Ergebnis führt auch die Behauptung, dass die Ursache 
des Schwenkers ein unerwarteter, starker Windstoss gewesen sei und dessen 

13

Auftreten bei den im Unfallzeitpunkt tatsächlich herrschenden Witterungs- und 
Strassenverhältnissen alles andere als abwegig bzw. es notorisch sei, dass ein 
Fahrzeuglenker bei solchen Witterungsbedingungen von einem starken Windsto-
ss überrascht werden könne. Da weder der beteiligte anderweitige Lenker zum 
Unfallzeitpunkt noch die Funktionäre kurze Zeit nach dem Unfallereignis böige 
Witterungsverhältnisse festgestellt hatten, ist dieser lediglich pauschal vorge-
brachte und als Schutzbehauptung zu wertende Einwand nicht nachgewiesen. 
Dies auch deshalb, da der Beschwerdeführer noch am Ort des Unfallereignisses 
aussagte, er wisse nicht, wieso er nach rechtsgerückt sei; er stellte dabei ledig-
lich die vage Vermutung, wonach dies vielleicht auf einen Luftstoss zurückgeführt 
werden könne (vgl. vorstehend E. 4.1). In diesem Zusammenhang sei darauf 
hingewiesen, dass die sogenannten Aussagen der ersten Stunde in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind und mithin ein höheres Mass an Glaubwür-
digkeit besitzen als spätere Darstellungen, die zielgerichtet im Hinblick auf den 
Ausgang eines Straf- oder Administrativmassnahmeverfahrens gemacht werden 
(vgl. VGE III 2009 231 E. 5.1 m.H.).

5.2.4 Aufgrund der dargelegten Umstände kann das Verschulden somit entgegen 
der beschwerdeführerischen Ansicht nicht mehr als leicht qualifiziert werden.

5.3 Zusammenfassend ist somit mit der Vorinstanz festzustellen, dass in casu 
eine mittelschwere Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG vorliegt.

6.1 Die Mindestentzugs- bzw. Mindestaberkennungsdauer von einem Monat 
wurde weder über- noch unterschritten (vgl. vorstehend E. 1.5.1 i.V.m. Ziff. 2 der 
angefochtenen Verfügung vom 12.7.2023). Besondere Umstände, welche bei ei-
nem mittelschweren Fall zum Verzicht auf den Ausweisentzug führen könnten, 
liegen keine vor. Soweit der Beschwerdeführer lediglich pauschal vorbringt, er sei 
als Executive Chairman eines Unternehmens bzw. Dozent beruflich dringend auf 
seinen Führerausweis angewiesen (vgl. Beschwerde vom 2.8.2023 Ziff. 20; Stel-
lungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 26), da er in der gesamten Schweiz wie auch im 
Ausland mit seinem Fahrzeug reisen müsse, so vermag er allerdings alleine da-
mit noch keine Angewiesenheit auf sein Fahrzeug und auch keine stärkere Be-
troffenheit als andere Fahrer (in ähnlicher beruflicher Funktion) bei Aberkennung 
seines Führerausweise konkret darzulegen. Mit der Vorinstanz ist zudem darauf 
hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer als Executive Chairman wie auch 
als Dozent zuzumuten ist, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Auch 
wenn die Aberkennung des Führerausweise unweigerlich mit gewissen geltend 
gemachten beruflichen sowie persönlichen Unannehmlichkeiten verbunden ist, 
so hat der Beschwerdeführer diese hinzunehmen (vgl. Urteil BGer 1C_619/2022 
vom 8.9.2023 E. 5.4 m.H.a. Urteil BGer 1C_739/2021 vom 30.1.2023 E. 4.4.4).

14

6.2 Mithin ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdefüh-
rer den ausländischen Führerausweis für die Dauer eines Monats aberkannt hat. 
Auch insoweit erweist sich die Beschwerde als unbegründet.

7.1 Darüber hinaus ordnete die Vorinstanz mit angefochtener Verfügung vom 
12. Juli 2023 an, es seien der ausländische Führerausweis sowie allfällig vor-
handene weitere Ausweise bis spätestens 4. Dezember 2023 beim Polizeiposten 
D.________ oder beim Verkehrsamt abzugeben; die Aberkennungsdauer werde 
ab dem Tag der Deponierung gerechnet (vgl. Ziff. 3).

Dagegen setzt sich der Beschwerdeführer zur Wehr mit der Begründung, die An-
ordnung der Hinterlegung sei rechtswidrig, da er in der Schweiz keinen Wohnsitz 
habe; er sei bloss Wochenaufenthalter (vgl. Beschwerde vom 2.8.2023 Ziff. 23f.). 
Für Wochenaufenthalter aber gelte der Familienwohnsitz als Wohnsitz, welchen 
der Beschwerdeführer in Deutschland habe; diese sei gleichzeitig auch sein 
steuerlicher Hauptwohnsitz; er kehre regelmässig durchschnittlich mindestens 
zwei Mal im Monat dorthin zurück; mithin gelte er im hier interessierenden Kon-
text als Wochenaufenthalter ohne Wohnsitz in der Schweiz (vgl. Ziff. 25/26). Statt 
einer Hinterlegung des ausländischen Führerausweises sei daher lediglich die 
Aberkennung desselben im Informationssystem Verkehrszulassung (IVZ) zu 
vermerken (vgl. Ziff. 27; Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 27/28). Damit stellt 
sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die Vorinstanz sei nicht berech-
tigt, seinen ausländischen Führerausweis einzuziehen.

7.2.1 Zu prüfen gilt es zunächst, welche gesetzliche Grundlage zur Beurteilung 
der vorliegend umstrittenen Anordnung der Hinterlegung des aberkannten aus-
ländischen Führerausweises anwendbar ist. Die Frage ist deshalb bedeutsam, 
da der Gesetzgeber mit Änderung vom 10. Mai 2023 per 15. Juli 2023 die Hinter-
legung des aberkannten ausländischen Führerausweises neu geregelt hat (vgl. 
Art. 45 Abs. 4 VZV; AS 2023 255) bzw. der Unfall sich am 28. September 2022 
noch unter der Geltung des alten Rechts ereignet hatte. Darüber hinaus wurde 
die Aberkennung des ausländischen Führerausweises des Beschwerdeführers 
am 12. Juli 2023 und damit noch vor dem 15. Juli 2023 verfügt.

7.2.2 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Warnungsentzug 
bzw. die Aberkennung des ausländischen Führerausweises (vgl. vorstehend 
E. 1.3) eine der Strafe ähnliche, aber dennoch von ihr unabhängige Verwal-
tungsmassnahme mit präventivem Charakter, die primär die Erziehung des fehl-
baren Fahrzeuglenkers im Interesse der Verkehrssicherheit und nicht dessen 
Bestrafung bezweckt. Entsprechend seiner Rechtsnatur werden verschiedene für 
Strafen geltende strafrechtliche sowie verfassungs- und konventionsrechtliche 

15

Regeln und Grundsätze auf den Warnungsentzug bzw. auf die Aberkennung 
analog angewandt (vgl. BGE 133 II 331 E. 4.2 m.H.). Zu diesen zählt auch der in 
Art. 2 Abs. 2 StGB statuierte Grundsatz der lex mitior. Dieser findet auch Anwen-
dung auf Führerausweisentzüge bzw. auf die Aberkennung von ausländischen 
Führerausweisen gestützt auf Art. 16b SVG, da diese an einen bestimmten Vor-
fall anknüpfen. Insoweit ist grundsätzlich das Recht anzuwenden, das im Zeit-
punkt des zur Massnahme Anlass gebenden Vorfalls galt. Später in Kraft getre-
tenes Recht ist indes dann massgebend, wenn es milder als das alte ist, was 
sich mit Rücksicht auf den oberwähnten strafähnlichen Charakter des Warnungs-
entzugs bzw. der Aberkennung rechtfertigt (vgl. BGE 149 II 96 E. 4.1/4.2 m.H.a. 
BGE 133 II 331 E. 4.2 und BGE 104 Ib 87 E. 2; Urteil BGer 1C_219/2023 vom 
11.9.2023 E. 4.2/4.3 m.w.H.). Indes gilt es zu beachten, dass dieser Grundsatz 
der lex mitior nur dann greift, wenn in der neuen Regelung zufolge Wandel straf-
rechtlicher Anschauungen eine geänderte Bewertung der Widerhandlung zum 
Ausdruck kommt; eine Änderung aus Gründen der Zweckmässigkeit bzw. eine 
wertneutrale Regelung ist hiervon jedenfalls ausgeschlossen (vgl. BGE 149 II 96 
E. 4.2 m.H. u.a. auf BGE 148 IV 374 E. 2.2 m.w.H. sowie auf BGE 89 IV 113 
E. I1a/b).

7.2.3 Mit Art. 45 Abs. 4 VZV trat auf den 15. Juli 2023 eine neue Bestimmung in 
Kraft, wonach aberkannte ausländische Führerausweise bei der Behörde zu hin-
terlegen sind, sofern der Inhaber in der Schweiz Wohnsitz hat. Sie sind dem Be-
rechtigten auszuhändigen nach Ablauf der Aberkennungsfrist oder Aufhebung 
der Aberkennung (lit. a) oder auf Verlangen, wenn er den Wohnsitz in der 
Schweiz aufgibt (lit. b). Dieser Wortlaut legt mit dem Beschwerdeführer nahe, 
dass der Inhaber den ihm aberkannten ausländischen Führerausweis nur dann 
bei der Behörde hinterlegen muss, wenn er Wohnsitz in der Schweiz hat. Nach-
dem sich der vorliegend relevante Vorfall indes bereits am 28. September 2022 
ereignete und die Verkehrszulassungsverordnung in ihren Übergangsbestim-
mungen für die hier interessierende Frage der Hinterlegung keine Vorschrift auf-
stellt (vgl. Art. 151 VZV), ist gemäss den oberwähnten Grundsätzen (vgl. vorste-
hend E. 7.2.2) zunächst zu prüfen, ob die Hinterlegung nach altem oder nach 
neuem Recht zu beurteilen ist. Dies gilt es nachfolgend anhand der dem Art. 2 
Abs. 2 StGB oberwähnten innewohnenden Wertungen und dessen Zweckgedan-
kens zu prüfen (vgl. BGE 148 IV 374 E. 2.2 m.H.a. BGE 89 IV 113 E. I1).

7.2.4 Das Bundesamt für Strassen (nachfolgend: ASTRA) führt in seinen Erläute-
rungen vom 10. Mai 2023 betreffend das "Zweite Paket der Revision der Füh-
rerausweisvorschriften" zur hier in Art. 45 Abs. 4 VZV interessierenden Änderung 
der Aberkennung von ausländischen Führerausweisen aus, dass eine Hinterle-

16

gung bei der schweizerischen Behörde nur Sinn mache, wenn die Inhaberin oder 
der Inhaber des ausländischen Führerausweises in der Schweiz Wohnsitz habe 
(vgl. S. 12/15). Auslöser für die Änderung der Bestimmung über die Hinterlegung 
waren demzufolge Zweckmässigkeitsüberlegungen. An der Anschauung über die 
Strafwürdigkeit der Verletzung der Verkehrsregeln (vgl. vorstehend Ingress lit. 
C/E. 4.4) bzw. der - der vorliegend relevanten Hinterlegung des aberkannten 
ausländischen Führerausweises zugrundeliegenden - mittelschweren Wider-
handlung (vgl. vorstehend E. 5.1) selber hat sich dadurch nichts geändert, zu-
mindest nicht insofern, als die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Widerhand-
lung nunmehr weniger strafwürdig erscheinen würde.

7.2.5 Damit aber gelangt der Grundsatz der lex mitior im vorliegenden Admini-
strativverfahren nicht zur Anwendung, weshalb nachfolgend denn auch das zur 
Zeit des Ereignisses vom 28. September 2022 geltende Gesetz anzuwenden ist.

7.3.1 Gemäss Art. 45 Abs. 1 VZV können ausländische Führerausweise in der 
Schweiz nach den gleichen Bestimmungen aberkannt werden, die für den Entzug 
des schweizerischen Führerausweises gelten. Hingegen können sie nicht entzo-
gen werden, andernfalls ein unzulässiger Eingriff in ausländische Hoheitsrechte 
vorliegen würde (vgl. Urteil BGer 1C_556/2016 vom 14.6.2017 E. 4.3 m.H.). 
Gemäss der bis 14. Juli 2023 geltenden Fassung von Art. 45 aAbs. 4 VZV wer-
den aberkannte ausländische Führerausweise bei der Behörde hinterlegt; sie 
sind jedoch dem Berechtigten auszuhändigen: nach Ablauf der Aberkennungs-
frist oder Aufhebung der Aberkennung (lit. a) oder auf Verlangen beim Verlassen 
der Schweiz, wenn er hier keinen Wohnsitz hat (lit. b). Damit können die Schwei-
zer Behörden einem Fahrzeuglenker zwar nicht verbieten, mit seinem ausländi-
schen Führerausweis im Ausland zu fahren. Gleichwohl können sie ihm aber den 
aberkannten ausländischen Ausweis während der Dauer seines Aufenthaltes - 
unabhängig davon, ob er in der Schweiz Wohnsitz hat oder nicht - in der Schweiz 
abnehmen, müssen ihm aber diesen wieder aushändigen, wenn er die Schweiz 
verlässt (vgl. BGE 121 II 451 E. 3c; Art. 42 Abs. 1 lit. a des Wiener Übereinkom-
mens vom 8.11.1968 über den Strassenverkehr [Wiener Übereinkommen; In-
krafttreten für die Schweiz: 11.12.1992; SR 0.741.10; Stand am 15.7.2022]).

7.3.2 Anlässlich der Befragung vor Ort gab der Beschwerdeführer eine Adresse 
in der Schweiz an (vgl. vorstehend E. 4.4). Aktenmässig ist dabei erstellt, dass 
sich der Beschwerdeführer seit dem 1. Februar 2020 als Wochenaufenthalter an 
jener Adresse in der Schweiz aufhält; seinen Familienwohnsitz hat er in Deutsch-
land; mindestens zweimal pro Monat kehrt er jeweils nach Deutschland zurück. 
Dies hat die Vorinstanz mit ihren Schreiben vom 30. Oktober 2020 und 10. Okto-
ber 2022 bestätigt und festgehalten, eine Umschreibung des deutschen Führer-

17

ausweises sei aufgrund des Familienwohnsitzes in Deutschland (vorbehältlich 
der Ausführung berufs- oder gewerbsmässiger Fahrten) nicht erforderlich. Diese 
Bestätigung bzw. Bewilligung, wonach die Umschreibung des ausländischen 
Führerausweises nicht nötig sei, wurde zuletzt bis am 30. Oktober 2024 befristet 
(vgl. Bf-act. 9/10). Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
noch keinen Wohnsitz in der Schweiz begründet hat. Entgegen der Auffassung 
der Vorinstanz gibt das Verhalten des Beschwerdeführers im vorliegenden Ver-
fahren betreffend Aberkennung des Führerausweises keinen Anlass, von einem 
Wohnsitz des Beschwerdeführers in der Schweiz auszugehen. Insbesondere ist 
die Angabe einer (Zustell-)Adresse in der Schweiz entgegen der sinngemässen 
Auffassung der Vorinstanz offenkundig noch kein Indiz für eine Wohnsitzverle-
gung, zumal der Beschwerdeführer als Wochenaufenthalter an seinem schweize-
rischen Wohnort ohne Weiteres Post entgegennehmen kann. Die Vorinstanz 
bringt im Übrigen keine Anhaltspunkte vor, welche für veränderte Verhältnisse 
seit ihrer Bestätigung des ausländischen Wohnsitzes sprechen.

7.3.3 Der aberkannte ausländische Führerausweis ist nach Art. 45 aAbs. 4 VZV 
grundsätzlich unabhängig vom Vorliegen eines Wohnsitzes in der Schweiz zu 
hinterlegen. Allerdings ist dem Beschwerdeführer, der in der Schweiz keinen 
Wohnsitz hat, der ausländische Führerausweis nach Art. 45 aAbs. 4 lit. b VZV 
auf Verlangen beim Verlassen der Schweiz auszuhändigen. Der Beschwerdefüh-
rer kehrt nach seiner unwidersprochen gebliebenen Darstellung mindestens 
zweimal pro Monat nach Deutschland zurück. Dies hat zur Folge, dass dem Be-
schwerdeführer unter Umständen bereits am ersten Tag der angeordneten Hin-
terlegung, spätestens aber 14 Tage nach der Hinterlegung, (auf sein Verlangen) 
der ausländische Führerausweis wieder auszuhändigen wäre, wenn er die 
Schweiz verlässt. Eine Hinterlegungsdauer von lediglich einem Tag bzw. weni-
gen Tagen erweist sich offenkundig als unsinnig und überdies als kaum praktika-
bel, wenn berücksichtigt wird, dass der Führerausweis beispielsweise bei einer 
Abreise am frühen Montagmorgen spätestens am vorangehenden Freitag beim 
Inhaber eintreffen muss. Auch die Vorinstanz macht im Beschwerdeverfahren 
nicht geltend, dass sie bei einem fehlenden Wohnsitz des Beschwerdeführers an 
der Pflicht zur Hinterlegung des Ausweises festhalten würde. Schliesslich ist zu 
verweisen auf die Ausführungen des ASTRA im Erläuternden Bericht vom 
10. Mai 2023 zum Zweiten Paket der Revision der Führerausweisvorschriften, 
wonach eine Hinterlegung bei der schweizerischen Behörde nur Sinn ergebe, 
wenn die Inhaberin oder der Inhaber des ausländischen Führerausweises in der 
Schweiz Wohnsitz habe (vgl. zit. Bericht S. 12/15). In der vorliegenden Konstella-
tion ist daher von der gemäss Art. 45 aAbs. 4 VZV vorgesehenen Hinterlegung 
abzusehen. Stattdessen ist die Aberkennung des ausländischen Führeraus-

18

weises nach Eintritt der Rechtskraft in das IVZ-Register einzutragen (vgl. Art. 89c 
lit. d Ziff. 6 SVG). In diesem Punkt ist die Beschwerde begründet.

8.1 Eventualiter beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm das Recht ein-
zuräumen, durch Mitteilung an die Vorinstanz einen Tag innerhalb von zwölf Mo-
naten seit Rechtskraft des Urteils als Beginn der einmonatigen Aberkennungs-
dauer festzulegen (vgl. Beschwerde vom 2.8.2023 Antrag Ziff. 2). Damit bean-
tragt er einen Vollstreckungsaufschub. Er begründet diesen damit, er wäre auf-
grund seiner persönlichen und beruflichen Situation ausserordentlich stark bzw. 
viel stärker als andere Fahrzeuglenker von einer Aberkennung seines Füh-
rerausweises betroffen; mit einem grosszügigen Aufschub werde den kantonalen 
öffentlichen Interessen Rechnung getragen, stehe der Beschwerdeführer doch 
an der Spitze eines der grössten Unternehmens, Arbeitgebers und Steuerzahlers 
im Kanton Schwyz (vgl. Stellungnahme vom 28.9.2023 Ziff. 29).

8.2 Warnungsentzüge wegen Verletzung von Verkehrsvorschriften dienen der 
Besserung der Fahrzeuglenker und der Bekämpfung von Rückfällen. Diese Ziel-
setzung wird umso besser erreicht, je rascher die Entzugsverfügung der began-
genen SVG-Verletzung folgt und vollzogen wird. Aus diesem Grund und weil das 
Gesetz eine Aufschiebung der Vollstreckung rechtskräftiger Ausweisentzüge 
nicht vorsieht, hat das Verwaltungsgericht in konstanter Praxis jeweils erkannt, 
dass Warnungsentzüge grundsätzlich sofort nach Inkrafttreten der Entzugsverfü-
gung zu vollziehen sind. Wenn wichtige Gründe vorliegen, kann die Entzugs-
behörde bei Warnungsentzügen ausnahmsweise die Vollstreckung des Entzugs 
für kurze Zeit aufschieben. Die vom Betroffenen geltend gemachten Gründe 
müssen aber durch die Behörde überprüft werden können und klar erstellt sein 
(vgl. VGE III 2017 85 E. 3 m.H.a. VGE III 2016 146 vom 28.9.2016 E. 4.3.1 
m.w.H. auf die konstante Rechtsprechung: VGE 831/99 vom 21.5.1999 E. 5a/b; 
VGE 514/96 vom 23.5.1996; VGE 620/91 vom 21.11.1991 E. 3; VGE 559/91 vom 
18.7.1991 E. 2a, teilweise publ. in EGV-SZ 1991, Nr. 23; VGE 642/90 vom 
18.12.1990, Prot. S. 1353; VGE 592/86, Prot. S. 885f.; siehe auch VGE III 2012 
99 vom 12.9.2012 E. 2.1ff. Prot. S. 1630ff.).

Das Verkehrsamt hat die Möglichkeit des Aufschubs des Vollzugs in seinen In-
formationen über Massnahmen im Strassenverkehr insoweit umschrieben, als in 
ausgesprochenen Härtefällen der Vollzugsbeginn einmal um höchstens drei Mo-
nate, gerechnet ab Rechtskraft der Verfügung, aufgeschoben werden kann 
(www.sz.ch/public/upload/assets/31394/hinweise_administrativ_massnahmen.pd
f?fp=5; eingesehen am 12.1.2024). Hierbei handelt es sich um verhaltenslenken-
de Verwaltungsverordnungen, welche zum Zweck einer einheitlichen und rechts-
gleichen Rechtsanwendung auf die Ermessensausübung und die Handhabung 

http://www.sz.ch/public/upload/assets/31394/hinweise_administrativ_massnahmen.pdf?fp=5
http://www.sz.ch/public/upload/assets/31394/hinweise_administrativ_massnahmen.pdf?fp=5

19

offen formulierter Vorschriften abzielen (vgl. BGE 128 I 167 E. 4.3 m.H.a. BGE 
121 II 473 E. 2b; VGE III 2016 146 vom 28.9.2016 E. 4.3.2 m.w.H.). Zwar sind 
diese gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für den Richter nicht verbind-
lich; bei seiner Entscheidung sollen sie indes mitberücksichtigt werden, sofern sie 
eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendba-
ren gesetzlichen Bestimmungen zulassen und nicht rechtswidrig sind (vgl. Urteil 
BGer 1C_356/2009 vom 12.2.2010 E. 3.2 m.H.a. BGE 122 V 19 E. 5b/bb; vgl. 
VGE III 2009 97 vom 10.6.2009 E. 2.4). Darüber hinaus hat das Verwaltungsge-
richt bereits mehrfach entschieden, dass eine Verschiebung um fünf oder sechs 
Monate unzulässig ist (vgl. VGE III 2016 146 vom 28.9.2016 E. 4.3.3 m.w.H., u.a. 
auf VGE III 831/99 vom 21.5.1999 E. 5a und b; VGE 559/91 vom 18.7.1991 E. 3, 
Prot. S. 662 oben m.H.a. VGE 592/86 vom 25.11.1986, Prot. S. 886; VGE 642/90 
vom 18.12.1990; VGE 571/86 vom 30.10.1986, Prot. S. 818). 

8.3 Das Verwaltungsgericht hat in casu keinen Anlass, von der oberwähnten 
konstanten Rechtsprechung abzuweichen. Daran vermag der Hinweis, dass vor-
liegend mit dem SVG nicht kantonales, sondern Bundesrecht zur Anwendung ge-
langte, nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer übersieht dabei, dass selbst 
nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Vollstreckungsaufschub (von mehr 
als drei Monaten) - d.h. von vorliegend verlangten zwölf Monaten - nicht zugelas-
sen werden muss (vgl. BGE 118 V 97 E. 2c); entsprechendes macht der Be-
schwerdeführer ohnehin nicht geltend. Ferner steht es dem Beschwerdeführer 
auch als an der Spitze eines der grössten Unternehmens, Arbeitgebers und 
Steuerzahlers im Kanton Schwyz frei, Geschäftstermine so festzulegen, dass er 
die jeweiligen Arbeitswege mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln auch 
bewältigen kann (was nötigenfalls auch die Möglichkeit einschliessen kann, sich 
an eine bestimmte Sitzung chauffieren zu lassen, falls die Anreise mit dem öf-
fentlichen Verkehr ungünstig wäre). Kommt hinzu, dass es sich bei der geltend 
gemachten persönlichen und beruflichen Situation lediglich um pauschale und 
nicht näher konkretisierte Gründe handelt, die weder überprüft werden können 
noch klar erstellt sind. Im Übrigen besteht kein Anspruch darauf, dass die Aber-
kennung in einem für die betroffene Person optimalen Zeitpunkt erfolgt (vgl. VGE 
III 2017 85 E. 3.5 m.H.a. VGE III 2012 99 vom 12.9.2012 E. 3.2). Schliesslich hat 
das verlängerte Administrativverfahren infolge Abwartens des Strafverfahrens 
sowie des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ohnehin bereits dazu geführt, 
dass sich die Massnahme nach dem Unfallereignis vom 28. September 2022 be-
reits um mehr als zwölf Monate verzögerte (vgl. vorstehend Ingress lit A-C).

8.4 Diesbezüglich erweist sich die Beschwerde als unbegründet.

20

Es erweist sich als sachgerecht, den Beginn der Aberkennungsdauer auf 30 Ta-
ge nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheides festzusetzen.

9.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zu 
2/3 dem Beschwerdeführer und zu 1/3 der Vorinstanz auferlegt.

9.2 Dem beanwalteten Beschwerdeführer ist für sein Teilobsiegen vor Gericht 
eine reduzierte Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz zuzusprechen. In 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar in Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht in § 14 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wich-
tigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der Arbeitsleistung, 
notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist 
das reduzierte Honorar für das Teilobsiegen (inkl. Auslagen und MwSt) auf 
Fr. 700.-- festzulegen.

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. 3 der ange-
fochtenen Verfügung des Verkehrsamtes vom 12. Juli 2023 wird dahinge-
hend abgeändert, dass die Aberkennung des ausländischen Führerauswei-
ses nach Eintritt der Rechtskraft in das IVZ-Register einzutragen ist. Die 
Aberkennungsdauer beginnt 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Entscheides. 

Im Übrigen wird die Beschwerde in Bestätigung der angefochtenen Verfü-
gung abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 900.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer zu 2/3 
(Fr. 600.--) und der Vorinstanz zu 1/3 (Fr. 300.--) auferlegt. Der Beschwer-
deführer hat am 8. August 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 900.-- be-
zahlt, sodass seinem Rechtsvertreter noch Fr. 300.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten sind. Auf das Inkasso des die Vorinstanz treffenden Ver-
fahrenskostenanteils wird verzichtet.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer (bzw. seinem Rechtsvertreter) 
eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 700.-- (inkl. Auslagen / MwSt) 
zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen, ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 25. Januar 2024

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Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Februar 2024