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**Case Identifier:** 91dfb74c-1ad0-51c8-bd55-110f0190e063
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.08.2015 100 2014 291
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-291_2015-08-21.pdf

## Full Text

100.2014.291U   publiziert in BVR 2015 S. 213
HER/BDE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. August 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Polizei- und Militärdirektion, Kramgasse 20, 3011 Bern
Beschwerdegegner 

betreffend Kündigung des Arbeitsverhältnisses (Verfügung des Amtes für 
Freiheitsentzug und Betreuung vom 21. August 2014; H-02)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1959) war seit 1. Juli 1986 – mit einem einjährigen 
Unterbruch – an verschiedenen Stellen in der Polizei- und Militärdirektion 
des Kantons Bern (POM) tätig (Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, 
Generalsekretariat, seit 2004 Stabschef im Amt für Freiheitsentzug und 
Betreuung [FB]). Per 1. Oktober 2011 wurde er vom Vorsteher des Amts 
FB zum Direktor der Anstalten Thorberg ernannt. Nach Auftauchen diverser 
Vorwürfe stellte der Vorsteher der POM, Regierungsrat Hans-Jürg Käser, 
A.________ mit Verfügung vom 3. Februar 2014 vorläufig im Amt ein. 
Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Zur Klärung 
der Vorwürfe gab der Polizei- und Militärdirektor am 14. Februar 2014 eine 
externe Administrativuntersuchung in Auftrag. Die Ergebnisse dieser 
Untersuchung präsentierte er am 26. Juni 2014 der Öffentlichkeit. 

Mit Verfügung vom 21. August 2014 kündigte der stellvertretende Vorsteher 
des Amtes FB das Arbeitsverhältnis mit A.________ per 30. November 
2014. Zur Begründung wurde angeführt, dass A.________ Sexualkontakte 
im Bieler Drogenmilieu pflege, zwei Insassen geduzt, einem Insassen zwei 
Bilder abgekauft sowie mehrfach Entscheide der Spartenleiter zu Gunsten 
von Insassen abgeändert habe. Das Amt erachtet aus diesen Gründen das 
Vertrauensverhältnis als zerstört und hält A.________ als Direktor der 
Anstalten Thorberg für untragbar.

B.

Der Rechtsmittelbelehrung folgend erhob A.________ gegen die 
Kündigungsverfügung am 19. September 2014 Beschwerde bei der POM 
mit folgenden Anträgen:

«1. Der vorliegenden Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu ge-
währen.

2. Das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren, bis die Ergebnisse der 
Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission des Grossen 
Rates des Kantons Bern vorliegen. 

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3. Die Verfügung des Beschwerdegegners vom 21. August 2014 sei 
aufzuheben.

4. Der Beschwerdeführer sei beim Kanton Bern weiterhin und in einer 
adäquaten Tätigkeit zu beschäftigen. 

5. Eventualiter:
Falls sich keine adäquate Möglichkeit im Sinne von Ziffer 4 ergeben 
sollte, sei mit dem Beschwerdeführer eine Austrittsvereinbarung ab-
zuschliessen mit folgenden Eckwerten:
• Verlängerung der Frist für die Aufhebung des Arbeitsverhältnis-

ses um ein Jahr ab Unterzeichnung der Vereinbarung, mit 
gleichzeitiger Freistellung;

• Gewährung einer Abgangsentschädigung von 13 Monatsgehäl-
tern im Zeitpunkt der vereinbarten Beendigung des Arbeits-
verhältnisses;

• Gewährung eines Beitrags an die nachgewiesenen Kosten für 
die externe Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung 
im Umfang von zwei Monatsgehältern.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen».

Gleichzeitig stellte er den Antrag auf Weiterleitung der Beschwerde an die 
Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ). Gleichentags trat der Polizei- 
und Militärdirektor in dieser Angelegenheit in den Ausstand. Am 25. Sep-
tember 2014 leitete die POM die Beschwerde zur Behandlung und zum 
Entscheid an die ERZ weiter.

C.

Am 17. Oktober 2014 leitete der Vorsteher der ERZ, Regierungsrat 
Bernhard Pulver, die Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiter und 
erklärte seinen Ausstand. Er ersuchte das Verwaltungsgericht, die Be-
schwerde als «Sprungrekurs» zu behandeln. Mit Zwischenentscheid vom 
5. Januar 2015 hat das Verwaltungsgericht den Ausstand des Erziehungs-
direktors bewilligt und die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Be-
urteilung der Beschwerde vom 19. September 2014 bejaht (VGE 2014/291, 
publ. in BVR 2015 S. 213). Dieser Zwischenentscheid ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. 

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D.

Mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2015 beantragt die POM namens 
des Kantons Bern die Abweisung der Beschwerde. A.________ hat mit 
Eingabe vom 16. April 2015 seine mit Beschwerde gestellten Rechts-
begehren bestätigt.

Mit Zwischenverfügung vom 30. April 2015 hat die Instruktionsrichterin den 
Antrag von A.________, es sei die von der POM erstattete Be-
schwerdeantwort aus den Akten zu weisen und eventualiter eine solche 
beim Amt FB einzuholen, abgelehnt. Gleichzeitig hat sie das Gesuch um 
Herstellung der aufschiebenden Wirkung der Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde (vgl. vorne Bst. B) abgewiesen und die Akten ergänzen lassen. 

Mit Eingabe vom 7. Mai 2015 hat A.________ von der Möglichkeit 
Gebrauch gemacht, Bemerkungen zu den ergänzten Akten anzubringen. 

Die Instruktionsrichterin hat den Parteien mit Verfügung vom 3. Juli 2015 
Gelegenheit gegeben, zu dem mit Medienmitteilung vom 2. Juli 2015 publi-
zierten Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates Stel-
lung zu nehmen. A.________ hat hiervon mit Eingabe vom 14. Juli 2015 
Gebrauch gemacht, der Kanton Bern hat auf weitere Bemerkungen 
verzichtet (Eingabe vom 24.7.2015). Die Instruktionsrichterin schrieb in der 
Folge den Sistierungsantrag (vgl. vorne Bst. B) als gegenstandslos ab. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist infolge Entfallens der ersten Beschwer-
deinstanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zur 
Beurteilung der Beschwerde als einzige und letzte kantonale Instanz zu-
ständig (vgl. vorne Bst. C). Der Beschwerdeführer hat am Kündigungs-

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verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen und Unangemessenheit hin (vgl. Art. 80 VRPG und 
BVR 2015 S. 213 E. 4.5). 

2.

Zur Chronologie der Ereignisse ist Folgendes festzustellen:

2.1 Der Beschwerdeführer war seit dem 1. Oktober 2004 Stabschef im 
Amt FB (Vorakten pag. 1323). Nachdem die Stelle des Direktors der An-
stalten Thorberg im Januar 2011 öffentlich ausgeschrieben worden war, 
gab das Amt FB mit Medienmitteilung vom 24. Februar 2011 die Ernen-
nung des Beschwerdeführers zum neuen Direktor der Anstalten Thorberg 
bekannt (Vorakten pag. 2126, 2202). Am 20. Juni 2011 wurde der Arbeits-
vertrag zwischen dem Amtsvorsteher und dem Beschwerdeführer ge-
schlossen (Vorakten pag. 2205; vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der Direktions-
verordnung vom 28. Februar 2011 über die Delegation von Befugnissen 
der Polizei- und Militärdirektion [DelDV POM; BSG 152.221.141.1]). Am 
1. Oktober 2011 trat der Beschwerdeführer die Stelle als Direktor der An-
stalten Thorberg an. In dieser Funktion war er direkt dem Amtsvorsteher 
unterstellt (Vorakten pag. 2302).

2.2 Dem Amtsvorsteher war bereits vor dem Stellenantritt des Be-
schwerdeführers bekannt, dass dieser mit mindestens einem Insassen per 
Du war. Er wies zwar darauf hin, dass dies zu Schwierigkeiten führen 
könnte, gab aber keine konkreten Anweisungen, dass oder wie der damit 
verbundenen Problematik in effektiver Weise vorzubeugen sei (vgl. Vorak-
ten pag. 36 Rückseite). Im Frühjahr 2013 erhielt der Amtsvorsteher auf-
grund einer Insassenakte Kenntnis davon, dass der Beschwerdeführer vor 
seinem Amtsantritt als Anstaltsdirektor einen Sexualkontakt mit einer 
Drogenprostituierten gehabt hatte, was er in der Folge anlässlich eines 

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Führungsgesprächs mit dem Beschwerdeführer thematisierte; Verhaltens-
anweisungen für die Zukunft wurden diesbezüglich nicht getroffen (Vorak-
ten pag. 39 Rückseite, pag. 58). Ende Juni 2013 wurde alt Nationalrat 
B.________ aus dem Kreis der Mitarbeiter der Anstalten Thorberg über 
angebliche Missstände in der Strafanstalt berichtet. An einem Gespräch 
vom 30. August 2013 informierte B.________ den Polizei- und 
Militärdirektor über elf gegen den Beschwerdeführer erhobene Vorwürfe 
(u.a. Duzen von zwei dem Beschwerdeführer aus früherer Zeit bekannter 
Insassen, käuflicher Erwerb und Ausstellung von Bildern eines Insassen) 
und berichtete von einer zunehmenden Verschlechterung der Stimmung 
unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Anstalten Thorberg. Am 
2. September 2013 setzte der Polizei- und Militärdirektor den Amts-
vorsteher über diese Vorwürfe schriftlich in Kenntnis und verlangte hierzu 
einen Bericht (vgl. act. 18A1). Mit Schreiben vom 23. September 2013 
nahm der Beschwerdeführer zu den elf Vorwürfen detailliert Stellung 
(act. 18A2). Am 12. Dezember 2013 fand in dieser Angelegenheit eine Aus-
sprache mit dem Polizei- und Militärdirektor unter Beteiligung des Be-
schwerdeführers, des Amtsvorstehers, von B.________ und Grossrat 
C.________ statt. An dieser Sitzung nahm der Beschwerdeführer zu den 
einzelnen Vorwürfen mündlich Stellung. Im Anschluss daran erteilte der 
Polizei- und Militärdirektor dem Beschwerdeführer in Anwesenheit des 
Amtsvorstehers die folgenden vier Anweisungen (Vorakten pag. 38 f.):

  «1. Die Bilderausstellung ist zu beenden, die Bilder sind auszurahmen 
und an Insasse […] zurückzugeben. 

2. Die Insassen erhalten ab sofort kein Weihnachtsgeld mehr.

3. Betreffend dem verwahrten Insassen ist eine detaillierte Kosten-
auflistung nachzuliefern.

4. Die Duzis-Regelung ist sehr unglücklich und erneut zu über-
denken.»

Auf Wunsch des Amtsvorstehers informierte der Beschwerdeführer am 
20. Januar 2014 das Personal der Anstalten Thorberg über die elf anonym 
erhobenen Vorwürfe und nahm zu den einzelnen Punkten Stellung (Vorak-
ten pag. 51 Rückseite). 

2.3 Am 27. Januar 2014 kontaktierte ein Journalist der Nachrichten-
sendung 10vor10 den Beschwerdeführer und bat ihn um ein Interview be-

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treffend die von B.________ vorgetragenen Vorwürfe und die allgemeine 
Situation in den Anstalten Thorberg. Zur Sprache kam auch, ob zutreffe, 
dass, wie verschiedene Quellen bestätigten, der Beschwerdeführer in der 
Bieler Drogenszene regelmässig den Kontakt zu Drogenprostituierten 
gesucht habe (Vorakten pag. 2209). Die Antworten zu den schriftlich 
gestellten Fragen des Journalisten stellte der Beschwerdeführer dem Amts-
vorsteher und dem Polizei- und Militärdirektor am 29. Januar 2014 per E-
Mail zur Kenntnisnahme zu (Vorakten pag. 2211). Auf Nachfrage des Amts-
vorstehers betreffend Kontakte mit Drogenprostituierten präzisierte der Be-
schwerdeführer gleichentags, dass es in dieser Hinsicht mehrere Kontakte 
gegeben habe; er führte aus: «meine Mitteilung dir gegenüber war, dass es 
nur einen solchen Fall (also Kontakt und dann Befragung STAW) gegeben 
habe, wenn ich da zu wenig klar war tut mir dies echt leid» (Vorakten pag. 
2212). Der Beitrag wurde am 31. Januar 2014 in der Nachrichtensendung 
10vor10 ausgestrahlt. Auf entsprechende Frage des Amtsvorstehers am 
1. Februar 2014 teilte ihm der Beschwerdeführer gleichentags per SMS mit, 
dass er auch noch zu Beginn Winter 2012/13 sowie im Herbst 2013 sexu-
elle Kontakte auf dem Drogenstrich gehabt habe (Vorakten pag. 2213). 

2.4 Auf Antrag des Amtsvorstehers vom 3. Februar 2014 stellte der 
Polizei- und Militärdirektor den Beschwerdeführer nach mündlicher Gehörs-
gewährung gleichentags vorläufig im Amt ein. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen auf die Sexualkontakte des Beschwerdeführers im Drogen-
milieu während seiner Amtszeit als Anstaltsdirektor und den daraus resul-
tierenden Vertrauensverlust verwiesen (vgl. Vorakten pag. 2219 ff.). Am 
4. und 7. Februar 2014 führte der Amtsvorsteher in den Anstalten Thorberg 
Gespräche mit Verantwortlichen der zweiten Führungsebene und dem übri-
gen Personal (Vorakten pag. 2238 ff.). Dabei erhielt er von den Mitarbeiten-
den alarmierende Rückmeldungen zur Art und Weise, wie der Beschwerde-
führer die Anstalt führte. Am 7. Februar 2014 stellte der Amtsvorsteher dem 
Beschwerdeführer schriftlich die Kündigung in Aussicht und gewährte ihm 
hierzu das rechtliche Gehör (Vorakten pag. 2229). Der Polizei- und Militär-
direktor gab am 14. Februar 2014 eine externe Administrativuntersuchung 
in Auftrag, welche namentlich folgende Aspekte prüfen sollte (vgl. Vorakten 
pag. 49): Die Berechtigung der im Januar 2014 öffentlich gewordenen Vor-
würfe gegen den Beschwerdeführer, das Auswahlverfahren, das zur Ernen-

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nung des Beschwerdeführers führte, sowie mögliche Mängel in der Orga-
nisation (Führung, Aufsicht, Verantwortung und Führungsabläufe). Der Ab-
schlussbericht vom 20. Juni 2014 wurde am 26. Juni 2014 der Öffentlich-
keit präsentiert. Das Auswahl- und Ernennungsverfahren des Beschwerde-
führers zum Direktor der Anstalten Thorberg, konkret namentlich der Ver-
zicht auf den Einbezug einer Aussenperspektive bei der Beurteilung der in 
der Endauswahl stehenden zwei amtsinternen Kandidaten, wird im Bericht 
«als fehlerhaftes und wenig professionelles Handeln» beurteilt (Vorakten 
pag. 56 Rückseite; s. auch pag. 72). Die elf im August 2013 gegen den 
Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe haben sich nach Einschätzung des 
Untersuchungsleiters grösstenteils als nicht stichhaltig erwiesen. Hingegen 
stehe fest, dass der Beschwerdeführer mit zwei Insassen per Du sei, einem 
Insassen zwei Bilder abgekauft habe und während seiner Amtszeit als An-
staltsdirektor Sexualkontakte mit Drogenprostituierten in Biel gepflegt habe 
(Vorakten pag. 48 ff.). Im Weiteren hat der Untersuchungsleiter ein «Füh-
rungsversagen und […] damit einhergehend[e] schwerwiegend[e] Organi-
sations- und Führungsproblem[e] in den Anstalten Thorberg» geortet, wofür 
neben dem Beschwerdeführer sein direkter Vorgesetzter die abschlies-
sende operative Verantwortung trage; der Amtsvorsteher habe in der Krise 
um die Anstalten Thorberg die nötige Übersicht vermissen lassen und es 
verpasst, zeitgerecht die richtigen Entscheidungen zu treffen (Vorakten 
pag. 57).

2.5 Am 8. Juli 2014 erklärte der Amtsvorsteher gestützt auf die Schluss-
folgerungen im Untersuchungsbericht seine Befangenheit im Kündigungs-
verfahren und trat in den Ausstand (Vorakten pag. 16). Nachdem am 
10. Juli 2014 nochmals die POM dem Beschwerdeführer die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses in Aussicht gestellt und hierzu das rechtliche Gehör 
gewährt hatte (Vorakten act.  I/5) in der Absicht, das Kündigungsverfahren 
selber durchzuführen (vgl. BVR 2015 S. 213 E. 2.2), kündigte der stell-
vertretende Amtsvorsteher mit Verfügung vom 21. August 2014 das 
Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer.

2.6 Nach Vorliegen der Ergebnisse der externen Administrativunter-
suchung beauftragte die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Gros-
sen Rates den zuständigen Ausschuss mit der Klärung von Fragen des 

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Verhaltens der politischen Verantwortungsträger. Es sollte sowohl die Rolle 
des Polizei- und Militärdirektors als auch jene des Gesamtregierungsrats im 
Zusammenhang mit den Vorfällen rund um die Anstalten Thorberg unter-
sucht werden, Aspekte, die von der Administrativuntersuchung nicht abge-
deckt waren. Dabei beleuchtete die GPK den Zeitraum zwischen August 
2013 bis zur Einstellung des Beschwerdeführers im Amt im Februar 2014 
und untersuchte, ob die politischen Akteure richtig gehandelt haben und ob 
und allenfalls in welcher Art und Tiefe sich der Gesamtregierungsrat mit 
dem Thema Thorberg befasst hat (Medienmitteilung des Grossen Rates 
vom 22.8.2014, abrufbar unter <www.be.ch>, Rubriken «Medien», 
«Medienmitteilungen», zuletzt besucht am 27.7.2015; Interview mit dem 
GPK-Präsidenten vom 22.8.2014, abrufbar unter <www.derbund.ch>). Das 
Ergebnis ihrer Untersuchung präsentierte die GPK am 2. Juli 2015 der 
Öffentlichkeit. Dabei legte sie dar, dass mangels schriftlicher Belege die 
Rolle der politischen Verantwortungsträger nicht lückenlos und wider-
spruchsfrei geklärt werden könne. Für die GPK stehe jedoch fest, dass das 
Vorgehen der politischen Verantwortungsträger im untersuchten Zeitraum 
nicht optimal gewesen sei. Der Polizei- und Militärdirektor habe nach Zu-
tragen der Vorwürfe durch B.________ Ende August 2013 zwar anfänglich 
rasch reagiert und dem damaligen Amtsvorsteher klare Aufträge erteilt. Die 
Umsetzung dieser Aufträge habe er aber in der Folge nicht kontrolliert und 
durchgesetzt. Sowohl der Polizei- und Militärdirektor als auch der 
Amtsvorsteher hätten die Lage falsch eingeschätzt und dem Thorberg-
Direktor zu viel Vertrauen geschenkt; nach Auftreten der Vorwürfe Ende 
August 2013 hätten sie die Situation in den Anstalten Thorberg kritisch «un-
ter die Lupe nehmen» sollen. Erst nachdem das ganze Ausmass der Ange-
legenheit öffentlich bekannt geworden sei, habe der Polizei- und Militär-
direktor Anfang Februar 2014 schnell und konsequent gehandelt (vgl. zum 
Ganzen Medienmitteilung des Grossen Rates vom 2.7.2015, abrufbar unter 
<www.be.ch>, Rubriken «Medien», «Medienmitteilungen», zuletzt besucht 
am 27.7.2015).

http://www.be.ch
http://www.derbund.ch
http://www.be.ch

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3.

3.1 Die Anstellungsbehörde kann das Arbeitsverhältnis unter Wahrung 
einer Frist von drei Monaten auf das Ende eines Monats durch Verfügung 
kündigen. Sie hat für die Kündigung triftige Gründe anzugeben (Art. 25 
Abs. 1 und 2 PG). Ein triftiger Grund liegt insbesondere vor, wenn die oder 
der Angestellte ungenügende Leistungen erbringt, Weisungen der Vor-
gesetzten wiederholt missachtet hat, durch ihr oder sein Verhalten während 
der Arbeitszeit das Arbeitsklima nachhaltig stört oder Arbeitskolleginnen, 
Arbeitskollegen oder in einem Betreuungs- oder Abhängigkeitsverhältnis 
stehende Personen sexuell belästigt (Art. 25 Abs. 2 Bst. a-d PG). Die 
gesetzliche Aufzählung ist indessen nicht abschliessend. Als zulässige 
Auflösungsgründe sind etwa auch Dienstpflichtverletzungen oder ein zer-
rüttetes Vertrauensverhältnis anerkannt. Weiter können charakterliche 
Mängel und private Probleme oder Verhaltensweisen, welche die Ver-
trauenswürdigkeit beeinträchtigen, eine Kündigung rechtfertigen. Ein stren-
gerer Massstab an die Integrität als bei anderen Personen, die im Dienst 
des Gemeinwesens tätig sind, ist bei Personen anzulegen, denen Beispiel-
funktion zukommt, so bei Lehrkräften oder Personen mit Leitungs- und 
Vorgesetztenfunktion. Auch an Inhaberinnen und Inhaber von gerichts-
polizeilichen Funktionen sind erhöhte Anforderungen hinsichtlich ihrer Un-
bescholtenheit, Zuverlässigkeit und – insbesondere – Glaubwürdigkeit zu 
stellen (vgl. BVR 2010 S. 157 E. 3.2.2, 2007 S. 20 E. 6.1, 2006 S. 97 E. 4.2 
mit Hinweisen). Mehrere geringfügige Beanstandungen können gesamthaft 
gesehen einen triftigen Grund abgeben (BVR 2010 S. 157 E. 3.2.1, 2009 
S. 443 E. 4.5; von Kaenel/Zürcher, Personalrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], 
Bernisches Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 49 ff., N. 60). Allgemein 
umschrieben ist eine Kündigung dann sachlich begründet, wenn die Weiter-
beschäftigung der betroffenen Person dem öffentlichen Interesse, insbe-
sondere demjenigen an einer gut funktionierenden Verwaltung, wider-
spricht. (BVR 2012 S. 294 E. 4.1, 2009 S. 443 E. 2.3, 2007 S. 538 E. 3.3, je 
mit Hinweisen). Die Voraussetzungen für die Auflösung eines Arbeits-
verhältnisses sind aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls zu 
würdigen und die Auflösung muss stets verhältnismässig sein (BVR 2010 
S. 157 E. 3.2.2, 2009 S. 107 E. 9.1, 2007 S. 538 E. 3.3 und 4). 

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3.2 Die Kündigungsverfügung vom 21. August 2014 wird im Wesentli-
chen damit begründet, dass der Beschwerdeführer vor und während seiner 
Tätigkeit als Direktor der Anstalten Thorberg Sexualkontakte im Bieler 
Drogenmilieu gehabt habe, zwei Insassen geduzt, einem Insassen zwei 
Bilder abgekauft und mehrfach Entscheide, die Spartenleiter gegenüber 
Insassen getroffen hatten, aufgehoben und durch eigene Entscheide zu 
Gunsten der jeweiligen Insassen ersetzt habe. Mit seinem Verhalten habe 
der Beschwerdeführer seine Treuepflicht verletzt, das Ansehen seines 
Arbeitgebers geschädigt, den Respekt seiner Mitarbeitenden und der In-
sassen verloren und einen Autoritätsverlust erlitten. Er sei nicht mehr dazu 
geeignet und in der Lage, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen; 
zudem habe er ein enormes Sicherheitsrisiko geschaffen. – Die Vorwürfe 
beziehen sich somit zum einen auf bestimmtes Verhalten im Privatbereich 
(dazu E. 4), zum anderen auf die Ausübung der Funktion als Anstaltsdirek-
tor (dazu E. 5). 

4.

Zu den als Kündigungsgrund vorgebrachten Sexualkontakten im Drogen-
milieu ist Folgendes zu erwägen:

4.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer sowohl vor als auch 
während seiner Amtszeit als Direktor der Anstalten Thorberg sexuelle Kon-
takte mit Drogenprostituierten pflegte (Vorakten pag. 40, 58, 2213; Be-
schwerde Ziff. 3.3.2; vorne E. 2.2 und 2.3). Der Beschwerdeführer erblickt 
darin indes keinen Kündigungsgrund. Die Kontakte seien stets in seiner 
Freizeit und fernab von seinem Arbeitsplatz, [in] Biel erfolgt, und hätten zu 
seiner beruflichen Tätigkeit und zu seiner Arbeitsleistung nicht den 
geringsten Bezug gehabt; Auswirkungen oder gar Nachteile für die 
Ausübung seiner Tätigkeit habe es nicht gegeben (Beschwerde Ziff. 3.3.2; 
Schlussbemerkungen [act. 16] Ziff. 2.2a).

4.2 Mit der Anstellung beim Kanton übernehmen die Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter eine Reihe von Rechten und Pflichten. Im Zentrum steht die 
allgemeine Treuepflicht nach Art. 55 PG, wonach die Interessen des Arbeit-

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gebers zu wahren und die Aufgaben gegenüber der Bevölkerung und dem 
Arbeitgeber rechtmässig, gewissenhaft, wirtschaftlich und initiativ zu erfül-
len sind. Die Treuepflicht beinhaltet eine – auch ausserdienstliche – Pflicht 
zur Zurückhaltung mit Meinungsäusserungen oder Verhaltensweisen, wel-
che dem Ansehen des Gemeinwesens schädlich sein könnten. Im öffentli-
chen Dienst besteht im Vergleich zur Privatwirtschaft eine erhöhte Treue-
pflicht, was insbesondere im ausserdienstlichen Bereich zum Ausdruck 
kommt (vgl. BVR 2009 S. 443 E. 4.1; Tobias Jaag, Das öffentlichrechtliche 
Dienstverhältnis im Bund und im Kanton Zürich – ausgewählte Fragen, in 
ZBl 1994 S. 433 ff., 455; von Kaenel/Zürcher, a.a.O., N. 34). 

4.3 Der Beschwerdeführer war als Direktor der geschlossenen Straf-
anstalt Thorberg tätig, in welcher lange Freiheitsstrafen sowie stationäre 
Massnahmen und Verwahrungsmassnahmen vollzogen werden. In dieser 
Funktion stand er rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 180 In-
sassen vor. Er hatte somit in einem hochsensiblen Bereich eine repräsen-
tierende und leitende Stellung inne und war in exponierter Funktion tätig. 
Aufgrund der rechtlichen und faktischen Gegebenheiten im Schweizer 
Vollzug nimmt ein Anstaltsdirektor eine herausragende Stellung ein, wes-
halb er den Charakter einer Strafanstalt und deren Bild in der Öffentlichkeit 
in starkem Mass (mit)prägen kann (vgl. Andrea Baechtold, Straf- und 
Massnahmenvollzug an Erwachsenen in der Schweiz, in KJS – Kriminalität, 
Justiz und Sanktionen, Bd. 11, 2. Aufl. 2009, S. 221). Mit Blick auf diese 
Position ist an die Integrität und Glaubwürdigkeit sowie an das ausser-
dienstliche Verhalten eines Strafanstaltsdirektors ein strengerer Massstab 
anzulegen als bei manch anderen Personen, die im Dienst des Gemein-
wesens tätig sind (vgl. BVR 2010 S. 157 E. 3.2.2; VGE 2014/158 vom 
18.11.2014, E. 3.2.3; Empfehlung CM/Rec(2012)5 vom 12. April 2012 des 
Ministerkomitees an die Mitgliedstaaten über den Europäischen Ver-
haltenskodex für Vollzugsbedienstete, Anhang Ziff. 5 und 7). Aufgrund der 
sehr hohen Vertrauensstellung erwartet die Öffentlichkeit von einem Straf-
anstaltsdirektor ein integres Verhalten, muss seine Amtsführung doch Ge-
währ bieten, den Schutz der Allgemeinheit, der Mitarbeitenden und der 
Insassen bestmöglich sicherzustellen. Der schweizerische Strafvollzug 
steht häufig im Fokus des öffentlichen und medialen Interesses; Anstalts-

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direktoren sind daher einer erhöhten medialen und politischen Beobach-
tung ausgesetzt. 

4.4 Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, als Sexualkon-
takte in der Freizeit grundsätzlich Privatsache sind. Indes verkennt er, dass 
seine Position als Direktor einer Strafanstalt nicht vergleichbar ist mit der-
jenigen eines Mitarbeiters, welcher in einer untergeordneten Funktion ohne 
nennenswerte Aussenwirkung und ohne weitreichende Führungsaufgaben 
tätig ist. Allein aufgrund seiner Funktion musste er damit rechnen, dass 
sowohl berufliche als auch private Verhaltensweisen zu Reaktionen in den 
Medien und der breiten Öffentlichkeit führen können. Unter diesen Umstän-
den hätte er besondere Zurückhaltung üben und alles vorkehren müssen, 
damit sein Privatleben nicht Anlass für (negatives) Aufsehen bot. Dessen 
ungeachtet, dass sich der Beschwerdeführer durch seinen sexuellen Ver-
kehr mit Drogenprostituierten nicht straffällig gemacht hat, ist dieses Ver-
halten geeignet, sowohl sein eigenes Ansehen als auch dasjenige der An-
stalten Thorberg arg zu strapazieren. Gerade Drogenprostituierte sind oft 
physisch und psychisch stark angeschlagen und müssen sich zur Finanzie-
rung ihrer Sucht prostituieren; bei der Beanspruchung ihrer Dienste drängt 
sich daher unweigerlich der Anschein des Ausnützens einer Notlage auf. 
Sexuelle Kontakte mit Drogenprostituierten sind sodann geeignet, den Ein-
druck zu erwecken, dass (weitergehende) Kontakte zum Drogen- und Rot-
lichtmilieu bestehen und unter Umständen auch die damit einhergehenden 
kriminellen Machenschaften toleriert oder gar unterstützt werden. Bei 
einem Strafanstaltsdirektor ist bereits der blosse Anschein solcher Nähe 
inakzeptabel, muss er doch in seiner Funktion auch Freiheitsstrafen gegen 
Personen vollziehen, welche wegen Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz oder Förderung der Prostitution verurteilt worden sind. 
Der Vorinstanz ist daher darin zuzustimmen, dass das Bekanntwerden von 
sexuellen Kontakten mit Drogenprostituierten zwangsläufig mit einem Ver-
lust der Glaubwürdigkeit und Autorität einhergeht. Ein Autoritätsverlust des 
Anstaltsdirektors gegenüber dem Personal und den Eingewiesenen birgt 
ein erhebliches Sicherheitsrisiko: Der Führungsanspruch könnte sowohl 
vom Personal als auch von den Insassen in Frage gestellt werden. Gerade 
in einer Strafvollzugsanstalt ist ein intaktes, von gegenseitigem Respekt 
und Vertrauen geprägtes Verhältnis zwischen der Anstaltsleitung und dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
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Personal für die Gewährung der betriebsnotwendigen Sicherheit unum-
gänglich (vgl. VGE 2013/28 vom 17.9.2013, E. 5.2). In einer Vollzugsan-
stalt, in welcher schwer straffällig gewordene Männer untergebracht sind, 
ist es sodann unabdingbar, dass der Direktor sein Personal führen und 
dieses sich, angeleitet und gestützt durch eine integre, überzeugende und 
unangreifbare Leitung, gegenüber den Insassen durchsetzen kann. Nach 
dem Gesagten ist der Einschätzung der Vorinstanz ohne weiteres zu fol-
gen, wonach von einem Autoritätsverlust des Beschwerdeführers auszu-
gehen ist, der ein potentielles, nicht hinzunehmendes Risiko für die 
Anstaltssicherheit mit sich bringt. Dass der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Sexualkontakte im Drogenmilieu geradezu erpressbar geworden 
wäre, ist nicht erforderlich. 

4.5 Aus dem Umstand, dass die Sexualkontakte mit Drogenprostituier-
ten in Biel und somit nicht in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsorts statt-
gefunden haben, kann der Beschwerdeführer nichts Wesentliches für sich 
ableiten. Einerseits nehmen die Anstalten Thorberg Eingewiesene aus der 
ganzen Schweiz auf, so dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestand, 
erkannt zu werden. Andererseits kann dieser Sachverhalt auch auf anderen 
Wegen anstaltsintern bekannt werden. Der Umstand, dass einer dieser 
Sexualkontakte des Beschwerdeführers in einem Insassendossier doku-
mentiert war (Vorakten pag. 39 Rückseite), belegt sodann, dass sein priva-
tes Verhalten seine berufliche Tätigkeit auch tatsächlich berührte. Der Be-
schwerdeführer war sich denn auch offenbar durchaus bewusst, dass dies 
problematisch sein könnte, hätte er doch ansonsten kaum zugestimmt, die 
fragliche Seite aus dem Insassendossier zu entfernen (vgl. Vorakten 
pag. 39 Rückseite). Er musste demnach bereits vor Anhebung gewisser 
Vorwürfe aus dem Kreis seiner Mitarbeiter davon ausgehen, dass seine 
privaten Sexualkontakte zu Drogenprostituierten sowohl dem Anstalts-
personal als auch den Eingewiesenen zur Kenntnis gelangen und damit zu 
Schwierigkeiten führen können, zumal ihn der Amtsvorsteher bereits 
Monate zuvor auf die Problematik hingewiesen hatte (vgl. vorne E. 2.2). Mit 
Blick auf seine berufliche Stellung hätte er daher auf weitere Besuche auf 
dem Drogenstrich verzichten sollen. Zu dieser Einsicht hätte er umso mehr 
gelangen müssen, als es der allgemeinen Lebenserfahrung entspricht, 
dass solche Sexualkontakte bei Personen in seiner oder vergleichbar expo-

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nierten Position längerfristig kaum je unbemerkt bleiben und das öffentliche 
Interesse erregen. So wurde auch der Beschwerdeführer bereits vor dem 
öffentlichen Bekanntwerden durch einen Reporter der Nachrichtensendung 
10vor10 mit seinen Sexualkontakten zu Drogenprostituierten konfrontiert 
(vgl. vorne E. 2.3). Insoweit muss sich der Beschwerdeführer auch Ein-
sichtslosigkeit und fehlende Sensibilität für die Funktion als Strafanstalts-
direktor entgegenhalten lassen. Dies bestätigt sich, wenn er beklagt, mit 
dem Vorwurf werde die «Würdigkeitsklausel» aus dem früheren Beamten-
recht wieder belebt (Beschwerde Ziff. 3.3.5; Schlussbemerkungen [act. 16] 
E. 2.2b). 

4.6 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Thematik sei seinem direkten 
Vorgesetzten sowie dem Polizei- und Militärdirektor spätestens seit August 
2013 bekannt gewesen und es sei nicht verständlich, weshalb die Vor-
gesetzten darin erst im Februar 2014 ein Risiko gesehen hätten. Aus die-
sem Vorbringen kann der Beschwerdeführer nichts für sich ableiten: Die 
Vorgesetzten hatten bis zum 1. Februar 2014 lediglich Kenntnis von einem 
Sexualkontakt mit einer Drogenprostituierten, der vor Amtsantritt des Be-
schwerdeführers stattgefunden hatte (vgl. vorne E. 2.2 f.). Über weitere 
Kontakte während seiner Amtszeit informierte der Beschwerdeführer den 
Amtsvorsteher erst am 1. Februar 2014 (Vorakten pag. 40, 2212 f.). Im 
Anschluss an das Gespräch vom 12. Dezember 2013 (vgl. vorne E. 2.2) 
durfte der Beschwerdeführer somit nicht davon ausgehen, dass weitere 
Vorkommnisse, über die seine Vorgesetzten noch keine Kenntnis hatten, 
für seine Anstellung folgenlos bleiben würden (vgl. BVR 2010 S. 157 
E. 4.4.2; VGE 2013/283 vom 14.3.2014, E. 4.7). Anders als er meint (Be-
schwerde Ziff. 3.3.5), war für die Vorgesetzten nicht die Anzahl der Kon-
takte ausschlaggebend, sondern der Umstand, dass er nach Übernahme 
der Funktion als Strafanstaltsdirektor weiterhin sexuelle Leistungen von 
Drogenprostituierten in Anspruch nahm, dies auch, nachdem ihm aus den 
Folgen des einen früheren Kontakts längst ins Bewusstsein hätte rücken 
müssen, dass solche Sexualkontakte in seiner Situation höchst problema-
tisch sind (vgl. E. 4.5 hiervor). 

4.7 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
zum Schluss gekommen ist, dass der Beschwerdeführer mit seinen Sexual-

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kontakten im Drogenmilieu während seiner Amtszeit als Anstaltsdirektor 
seine Treuepflicht verletzt und dem Ansehen des Kantons geschadet hat. 
Der mit dem Bekanntwerden dieser Kontakte einhergehende Autoritätsver-
lust gegenüber dem Personal und den Insassen schuf zudem ein nicht hin-
nehmbares Sicherheitsrisiko.

5.

Hinsichtlich der weiteren Kündigungsgründe ergibt sich was folgt:

5.1 Die Vorinstanz macht dem Beschwerdeführer zum Vorwurf, Insas-
sen geduzt zu haben. 

5.1.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit zwei Insassen 
per Du war. Gemäss eigenen Angaben kannte er die beiden von früher und 
hatte sie gefragt, ob sie beim Du bleiben wollen oder nicht. Um den Kontakt 
mit ihm zu vermeiden, sei die Zuständigkeit für diese beiden Insassen dem 
stellvertretenden Direktor übertragen worden. Es sei weder ersichtlich noch 
erstellt, dass die beiden Insassen aus der «Duz-Situation» in irgendeiner 
Weise einen Vorteil gezogen hätten (Beschwerde Ziff. 3.4.1; Stellung-
nahme vom 23.9.2013 [act. 18A2]). Die Vorinstanz hält diesbezüglich fest, 
das Duzen einzelner Insassen schaffe einen sichtbaren Unterschied zwi-
schen den Insassen in Begegnungen mit dem Anstaltsdirektor und lasse 
zumindest den Anschein bevorzugter Behandlung entstehen. Es führe 
zudem zu einem Autoritätsverlust des Anstaltspersonals bei den Insassen 
und zu einer Einbusse von Respekt und Vertrauen der Mitarbeiter 
gegenüber dem Direktor, setze die betroffenen Insassen der Gefahr von 
Übergriffen durch andere Insassen aus und sei geeignet, zu Unruhe zu 
führen; letztlich münde das Duzen von Insassen in ein Führungsproblem 
sowie in ein Sicherheitsrisiko (angefochtene Verfügung Ziff. 5a). 

5.1.2 Im Strafvollzug ist ein professioneller Umgang des Personals mit 
den Eingewiesenen von elementarer Bedeutung (vgl. auch Leitbild der An-
stalten Thorberg, einsehbar unter <www.pom.be.ch>, Rubriken «Freiheits-
entzug & Betreuung», «Vollzug Erwachsene», «Anstalten Thorberg», «Por-
trait»); im Verhältnis zu den Insassen ist insbesondere die richtige Regulie-

http://www.pom.be.ch

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rung von Nähe und Distanz zentral. Das Duzen kann sowohl Zeichen einer 
gewissen Vertrautheit als auch eines mangelnden Respekts bilden und ist 
daher im Strafvollzug zur Wahrung eines professionellen Umgangs des 
Personals mit den Insassen zu unterlassen. Im sensiblen Vollzugsbetrieb 
ist sodann die Gleichbehandlung aller Insassen von grosser Wichtigkeit, 
können doch (vermeintliche) Bevorzugungen zu Unruhe und damit zu einer 
Gefährdung der Betriebssicherheit führen. Wie die Vorinstanz zutreffend 
ausgeführt hat, schafft das Duzen einen wahrnehmbaren Unterschied und 
ist geeignet, zumindest den Anschein zu erwecken, dass einzelne Insassen 
vom Anstaltsdirektor bevorzugt behandelt werden. Dass die beiden Insas-
sen tatsächlich einen Vorteil aus der Situation gehabt haben, ist nicht er-
forderlich. 

5.1.3 Es ist anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer das Potential von 
Interessenkonflikten offenbar erkannt und die Verantwortung gegenüber 
den beiden fraglichen Insassen teilweise seinem Stellvertreter übertragen 
hatte. Es ist indes unbestritten, dass diese Zuständigkeitsabtretung unvoll-
ständig war und mehrfach, insbesondere bei Ferienabwesenheiten, nicht 
eingehalten wurde (vgl. Stellungnahme vom 23.9.2013 [act. 18A2]; Vorak-
ten pag. 36). Weitere organisatorische Vorkehren zur Behebung der 
Problematik wurden gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers erst 
nach Bekanntwerden des entsprechenden Vorwurfs im September 2013 
getroffen (vgl. Beschwerde Ziff. 3.4.1a); eine schriftliche Zuständigkeits-
regelung betreffend die beiden Insassen erging nicht früher als im 
Januar 2014 (vgl. Vorakten pag. 36). Aus den Akten geht in diesem Zusam-
menhang hervor, dass der Beschwerdeführer mindestens einmal einen 
Entscheid des Leiters Spezialvollzug änderte, nachdem einer der beiden 
Insassen sich bei ihm beschwert hatte (vgl. Vorakten pag. 36 Rückseite). 
Angesichts des Konfliktpotentials hätte der Beschwerdeführer diesen Ent-
scheid seinem Stellvertreter überlassen müssen, zumal es sich nicht um 
ein dringend zu beurteilendes Geschäft gehandelt hat (Frage der Installa-
tion eines Box-Sackes, um dem Insassen das Boxen in seiner Freizeit zu 
ermöglichen). Mit seinem für den Insassen positiven Entscheid hat er den 
Eindruck einer bevorzugten Behandlung seiner «Duz-Bekannten» verstärkt. 
Weiter ist unbestritten, dass eine der beiden «Duz-Bekanntschaften» des 
Beschwerdeführers mehrmals versucht hatte, aus der Beziehung zum 

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Direktor Vorteile zu ziehen (vgl. Vorakten pag. 36, 2240). Mit der Vor-
instanz ist demnach einig zu gehen, dass das Duzen einzelner Insassen 
geeignet war, Unruhe unter den Insassen zu schaffen und die Position so-
wie Autorität des Anstaltspersonals zu schwächen. Wohl wäre es wün-
schenswert gewesen, wenn der (damalige) Amtsvorsteher sich der Thema-
tik und der Regelung derselben viel früher angenommen hätte; auch 
scheint der Polizei- und Militärdirektor die Tragweite des Problems Ende 
2013 nicht erkannt zu haben (vgl. vorne E. 2.2; Vorakten pag. 36 Rückseite 
und pag. 39). Es wäre indes Teil der eigenen Führungsverantwortung des 
Beschwerdeführers gewesen, von sich aus – zumindest in Anwesenheit 
Dritter – auf das Duzen zu verzichten und im Rahmen einer auch den 
Spartenleitern kommunizierten Regelung die Zuständigkeit für Insassen, 
die er von früher näher kennt, konsequent an den Stellvertreter abzutreten. 
Die Haltung, die er demgegenüber in dieser Frage eingenommen hat, 
zeugt nicht nur von gewisser Führungsschwäche, sondern auch von einem 
unzulänglich reflektierten Rollenverständnis (vgl. E. 5.1.2 hiervor).

5.2 Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer sodann vor, einem In-
sassen zwei Bilder abgekauft und den entsprechenden Kaufpreis von 
mehreren hundert Franken auf dessen Freikonto überwiesen zu haben 
(angefochtene Verfügung Ziff. 5b). Der Beschwerdeführer macht dies-
bezüglich geltend, der Kauf habe einzig auf der Absicht basiert, den 
schwierigen und gewalttätigen Insassen zum Malen zu motivieren, zumal 
diese Tätigkeit beruhigende Wirkung auf den Insassen gehabt habe. Sein 
Handeln möge allenfalls etwas ungeschickt gewesen sein, sei aber in kei-
ner Weise von einer Tragweite, dass es einen triftigen Grund für eine Ent-
lassung darstellen könnte (Beschwerde Ziff. 3.4.2). – Der Vorinstanz ist 
zuzustimmen, dass der fragliche Insasse durch den Bilderkauf gegenüber 
seinen Mitinsassen finanziell erheblich besser gestellt wurde, zumal der 
Kaufpreis offenbar seinem Freikonto gutgeschrieben wurde und damit zur 
freien Verfügung während des Vollzugs stand (vgl. Art. 61 Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 5. Mai 2004 über den Straf- und Massnahmenvollzug [SMVV; 
BSG 341.11]). Dieser Umstand war geeignet, unter den Insassen Miss-
gunst und Unruhe zu verbreiten, zumal der Beschwerdeführer mit dem 
Bilderkauf auch den Anschein einer gewissen Bevorzugung erweckte. Auch 
dieser Vorfall lässt Defizite des Beschwerdeführers im Umgang mit Nähe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
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und Distanz gegenüber den Insassen erkennen. Soweit er eine rechts-
ungleiche Behandlung rügt, indem er darauf hinweist, dass auch der Direk-
tor der Erwachsenenpsychiatrie in den Universitären Psychiatrischen 
Diensten (UPD) Waldau mehrere Bilder eines Patienten in seinem Büro 
hängen habe, kann er nichts für sich ableiten. Der Beschwerdeführer ver-
kennt damit die grundlegend verschiedenen Aufgaben einer psychiatri-
schen Klinik gegenüber einer Anstalt des Strafvollzugs. Er bringt denn auch 
nicht vor, der UPD-Direktor habe die Bilder ebenfalls käuflich erworben; 
zudem herrscht in einer psychiatrischen Klinik eine andere Dynamik und 
das Verhältnis unter Patienten birgt ein doch deutlich kleineres Konflikt-
potential als das Beziehungsgeflecht in einer geschlossenen Strafanstalt 
für Männer. 

5.3 Schliesslich führt die Kündigungsverfügung an, dass der Be-
schwerdeführer mehrfach Entscheide der Spartenleiter, die diese gegen-
über einzelnen Insassen getroffen hatten, aufgehoben und durch eigene 
Entscheide zu Gunsten der jeweiligen Insassen ersetzt habe, nachdem 
Letztere in Umgehung des Dienstwegs an ihn gelangt seien (Ziff. 5c). Dies-
bezüglich hält der Beschwerdeführer fest, er habe nur in absoluten Einzel-
fällen einem Anliegen eines Insassen stattgegeben bzw. eine Anordnung 
getroffen, welche nicht von allen Mitarbeitenden mitgetragen worden sei. 
Es habe sich dabei um Situationen gehandelt, in welchen er den gesunden 
Menschenverstand habe walten lassen bzw. eine Anordnung von Mit-
arbeitenden korrigiert habe, welche schikanös gewesen sei oder gar will-
kürliche Züge aufgewiesen habe (Beschwerde Ziff. 3.4.3). – Dem Be-
schwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, als es grundsätzlich in der 
Zuständigkeit und Verantwortung von Vorgesetzten steht, Entscheide von 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Bedarf zu korrigieren. Wie in der an-
gefochtenen Verfügung zutreffend angeführt wird, ist dem Beschwerdefüh-
rer denn auch nicht die Tatsache vorzuwerfen, dass er Entscheide von 
Spartenleitern abgeändert hat, sondern die Art und Weise, in der er dies 
getan hat. Das Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass der Beschwerde-
führer bemüht war, die von seinen Vorgesetzten gewünschte Organisati-
onsentwicklung Thorberg zu befördern und dabei teilweise auf Widerstand 
beim Personal gestossen ist (vgl. Vorakten pag. 40 und 41 je Rückseite, 
pag. 54 Rückseite); auch ist wohl kaum zu vermeiden, dass ein Anstalts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
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direktor mitunter im Tagesgeschäft Entscheide von Mitarbeitern umstossen 
muss. Indes hat der Leiter einer Strafanstalt den Besonderheiten, die in 
einem solchen Betrieb bestehen, gebührend Rechnung zu tragen. Ein ge-
schlossener Auftritt der Anstaltsleitung und des Führungspersonals gegen-
über den Insassen ist von zentraler Bedeutung; Uneinigkeiten in der Füh-
rung können von Insassen ausgenutzt werden und zu gravierenden Sicher-
heitsproblemen führen. Wichtig ist sodann, dass die Betreuer bzw. deren 
Entscheide von den Insassen respektiert werden; ihre Autorität geht ver-
loren, wenn Entscheide direkt auf Intervention des betroffenen Insassen 
vom Direktor geändert werden. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar aus-
führt, lässt sich dem dadurch begegnen, dass der Anstaltsdirektor allfällige 
Änderungen eines Entscheids mit dem zuständigen Spartenleiter intern 
bespricht und die betreffende Anordnung durch diesen selber revidieren 
lässt. Die Autorität der Spartenleiter gegenüber den Insassen bleibt so ge-
wahrt. Mit seinem (gegenteiligen) Vorgehen hat der Beschwerdeführer ein 
mangelndes Führungsverständnis an den Tag gelegt und den geordneten 
Anstaltsbetrieb erheblich gestört. 

6.

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit seinen 
sexuellen Kontakten zu Drogenprostituierten in der Zeit als Thorberg-Direk-
tor seine Treuepflicht verletzt und dem Ansehen seines Arbeitgebers ge-
schadet hat. Dieses Verhalten im Privatbereich führte ebenso wie das 
Duzen zweier Insassen ohne strikte Zuständigkeitsdelegation, der käufliche 
Erwerb zweier Bilder eines Insassen sowie die Art und Weise des Zurück-
kommens auf Entscheide von Spartenleitern zu einem Autoritätsverlust des 
Beschwerdeführers gegenüber dem Personal und den Insassen, was ein 
nicht hinnehmbares Sicherheitsrisiko schuf. Gleichzeitig zeigte der Be-
schwerdeführer mit diesen Verhaltensweisen, dass ihm das Bewusstsein 
für die Besonderheiten, welche das Führen einer Strafanstalt mit sich 
bringt, sowie die dazu erforderlichen Führungsfähigkeiten und das nötige 
Geschick dazu abgingen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vor-
instanz aufgrund der Begebenheiten das notwendige Vertrauensverhältnis 
für die weitere Zusammenarbeit für zerstört hält. In ihrer Gesamtheit be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
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gründen die dargestellten Umstände triftige Gründe im Sinn von Art. 25 
Abs. 2 PG zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses (vgl. BVR 2009 S. 443 
E. 4.5). Ob dem Kanton, wie der Beschwerdeführer vorbringt, treuwidriges 
Verhalten sowie eine Verletzung seiner Fürsorgepflicht vorzuwerfen sind, 
wird nachfolgend zu prüfen sein (vgl. E. 7 hiernach). Da der rechtserheb-
liche Sachverhalt hinreichend erstellt ist, kann auf weitere Beweismass-
nahmen verzichtet werden. Hiervon sind keine neuen Erkenntnisse zu er-
warten, die für den Ausgang des Verfahrens entscheidend wären (vgl. 
BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, 2009 S. 107 E. 9.3). 

7.

Der Beschwerdeführer hält die Kündigung für unverhältnismässig und treu-
widrig.

7.1 Die Voraussetzungen für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses 
sind aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls zu würdigen und die 
Auflösung muss stets angemessen sein (Art. 5 Abs. 2 BV; vgl. BVR 2009 
S. 107 E. 9.1, S. 443 E. 2.3 und 5.4, 2007 S. 538 E. 4.1; s. auch 
BGE 140 II 194 E. 5.8.2). Dies gilt unbesehen des Umstands, dass gewisse 
Aspekte der Verhältnismässigkeit bereits bei der Beurteilung des triftigen 
Grunds bzw. der Missbräuchlichkeit der Kündigung einfliessen (vgl. 
BVR 2010 S. 157 E. 3.2 und 4.5.1, 2009 S. 443 E. 5.4.1). Mitzuberück-
sichtigen sind Aspekte, die aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers flies-
sen. Diese bildet das Gegenstück zur Treuepflicht der Angestellten (Art. 55 
PG) auch im kantonalen öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis (vgl. Art. 4 
Bst. g PG; Art. 328 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]; 
BVR 2009 S. 443 E. 5.1, 2007 S. 538 E. 4.4 je m.w.H.; vgl. auch BVR 2009 
S. 541 E. 3.2, 2007 S. 193 E. 2.4). 

7.2 Der Beschwerdeführer betont wiederholt, dass der Amtsvorsteher 
und der Polizei- und Militärdirektor spätestens seit August 2013 über die-
jenigen Vorgänge, welche ihm später zwecks Rechtfertigung seiner Entlas-
sung vorgeworfen worden seien, orientiert gewesen seien; bis Anfang Feb-
ruar 2014 hätten sie darin jedoch keine Kündigungsgründe erblickt (Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
Seite 22

schwerde Ziff. 2.2b, 3.2, 3.5). Der Kündigungsgrund der Zerrüttung des 
Vertrauensverhältnisses zwischen ihm und zahlreichen Mitarbeitenden der 
Anstalten Thorberg sei vor diesem Hintergrund «gesucht» und eine «regel-
rechte Inszenierung» (Schlussbemerkungen [act. 16] Ziff. 2.2b). Der GPK-
Bericht bestätige, dass abgesehen von vereinzelten organisatorischen 
Änderungen keinerlei Führungsmassnahmen, Anordnungen, Verhaltens-
anweisungen oder Ähnliches getroffen wurden oder unerledigte Pendenzen 
festgestellt worden seien, für welche er verantwortlich gewesen wäre 
(Stellungnahme vom 14.7.2015 [act. 24] Ziff. 2).

7.2.1 Es trifft zu, dass der Amtsvorsteher seit längerer Zeit und der 
Polizei- und Militärdirektor zumindest im Anschluss an das Zutragen von 
Vorwürfen durch alt Nationalrat B.________ im Herbst 2013 Kenntnis 
davon hatten, dass der Beschwerdeführer vor Antritt des Amtes als 
Thorberg-Direktor einen Sexualkontakt auf dem Drogenstrich gehabt hatte, 
mit zwei Insassen ohne strikte Zuständigkeitsabtretung per Du ist und von 
einem Insassen zwei Bilder käuflich erworben hatte (vgl. vorne E. 2.2). Ver-
bindliche Anweisungen (soweit hier relevant ausgenommen jene zur Bilder-
rückgabe) oder personalrechtliche Massnahmen wurden diesbezüglich 
indes bis Ende Januar 2014 nicht getroffen (vgl. vorne E. 2.2). Erst nach-
dem die Vorgesetzten am 1. Februar 2014 davon Kenntnis erhalten hatten, 
dass der Beschwerdeführer auch während seiner Amtszeit als Strafan-
staltsdirektor Sexualkontakte zu Drogenprostituierten gepflegt hatte, wurde 
umgehend die vorläufige Einstellung im Amt angeordnet (vgl. vorne 
E. 2.3 f. und 4.6), was zur Einleitung des Kündigungsverfahrens führte (vgl. 
Art. 15 Abs. 1 und 4 PG). Dass für die Beurteilung, ob das Arbeitsverhältnis 
mit dem Beschwerdeführer zu beendigen ist, auch jene Vorkommnisse 
einbezogen wurden, welche bis zu diesem Zeitpunkt keine personalrecht-
lichen Konsequenzen nach sich gezogen hatten, ist nicht zu beanstanden: 
Der Entscheid über die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses hat immer 
aufgrund einer Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls zu erfolgen. 
Entsprechend können Sachumstände, die zu einem früheren Zeitpunkt für 
sich allein nicht zur Kündigung geführt haben, im Verbund mit späteren 
Vorkommnissen die Auflösung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen, 
jedenfalls wenn sie angemahnt worden sind (vgl. VGE 2013/389 vom 
17.7.2014, E. 3.3 mit Hinweisen). Umso mehr ist daher zulässig, wenn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
Seite 23

auch oder wesentlich aus Anlass eines (hier nur kurzzeitig später) neu be-
kannt gewordenen (längst bestehenden) Sachumstands das Kündigungs-
verfahren eingeleitet und die Begründetheit der Beendigung der Anstellung 
auf der Grundlage des gesamten anstellungsrechtlich relevanten Sachver-
halts in einer Gesamtwürdigung beurteilt wird. Der Beschwerdeführer kann 
daher nichts für sich daraus ableiten, dass die Vorgesetzten (oder der Ge-
samtregierungsrat) nicht früher einen hinreichenden Anlass für nähere Ab-
klärungen orteten. 

7.2.2 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers erkannten seine 
Vorgesetzten nach Vorliegen der elf Vorwürfe im August 2013 im Übrigen 
bezüglich seines Führungsverhaltens durchaus einen gewissen Handlungs-
bedarf, auch wenn sich die vier Vorgaben, die ihm an der Besprechung 
vom 12. Dezember 2013 offenbar erteilt worden sind, auf Einzelpunkte be-
ziehen und Vorgabe 4 zudem recht vage blieb. So hielt der Amtsvorsteher 
zu einer Besprechung mit dem Beschwerdeführer am 7. Januar 2014 fest, 
dass seitens der Mitarbeiter ein Vertrauensschwund gegenüber diesem als 
Anstaltsdirektor bestehe und Massnahmen zur Wiederherstellung des Ver-
trauens und der Führungsakzeptanz getroffen werden müssten (Vorakten 
pag. 145). Als solche vom Amtsvorsteher angeregte Massnahme war die 
Information des Anstaltspersonals durch den Beschwerdeführer am 20. Ja-
nuar 2014 gedacht, in welcher dieser über die elf anonym erhobenen 
Vorwürfe orientierte und zu den einzelnen Punkten Stellung nahm (Vorak-
ten pag. 51 Rückseite; vorne E. 2.2). Am 4. Februar 2014 wollte der Amts-
vorsteher in einer Aussprache mit den Verantwortlichen der zweiten Füh-
rungsebene der Anstalten Thorberg und anschliessend mit dem Personal 
sich selbst ein Bild von der Situation machen (vgl. Vorakten pag. 2241). In 
der Sitzung vom 7. Februar 2014 mit den Spartenleitern bestätigten sich 
die alarmierenden Rückmeldungen vom 4. Februar 2014 und die massive 
Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses zwischen den Mitarbeiten-
den und dem Beschwerdeführer (vgl. Aktennotiz vom 12.2.2014, Vorakten 
pag. 2238 ff.; vorne E. 2.4). Dass dieser Umstand in seinem konkreten 
Ausmass erst nach der Amtseinstellung vom 3. Februar 2014 in Erfahrung 
gebracht wurde, hilft dem Beschwerdeführer nicht. Bei der Einstellung im 
Amt handelt es sich um eine vorläufige Massnahme der Aufsichtsbehörde 
(hier: POM); sie kann erfolgen, wenn genügend Hinweise für das Vorliegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.08.2015, Nr. 100.2014.291U, 
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von Gründen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestehen und der 
weiteren Ausübung des Amtes durch die betroffene Person erhebliche 
öffentliche Interessen entgegenstehen (Art. 15 Abs. 1 PG). Ob triftige 
Gründe die Kündigung rechtfertigen, ist erst im Verfahren auf Auflösung der 
Anstellung umfassend und unter Erbringung des vollen Beweises zu prüfen 
(vgl. BVR 2008 S. 433 E. 1.1.3, 1997 S. 116 E. 5a, 1999 S. 145 E. 5c). 
Wenn daher die Anstellungsbehörde im Nachgang zur vorläufigen Amts-
einstellung dem Vorliegen von Kündigungsgründen nachging, liegt darin 
kein widersprüchliches Verhalten des Arbeitgebers.

7.2.3 Mit Blick auf die Unzulänglichkeiten in der Amtsführung des Be-
schwerdeführers, namentlich seine Führungsschwäche und ungenügende 
Sensibilität für die Anforderungen, welche das Amt des Thorberg-Direktors 
mit sich bringt, ist sodann nicht erkennbar, inwiefern ein Eingreifen seiner 
Vorgesetzten bereits gegen Ende 2013 die Auflösung des Arbeits-
verhältnisses hätte verhindern können. Der Beschwerdeführer verweist 
insoweit auf die im Bericht zur Administrativuntersuchung festgestellte 
«Eskalation […] in der Zeit ab dem 3. Februar 2014», welche nach Ein-
schätzung des Untersuchungsleiters eine unbefriedigende bis gefährliche 
Situation für die Anstalten Thorberg habe entstehen lassen (Beschwerde 
Ziff. 3.6b). – Allfälliges unzulängliches Verhalten des direkten Vorgesetzten 
im Anschluss an die Amtseinstellung des Beschwerdeführers ist für die hier 
zu beurteilenden Fragen freilich nicht relevant (vgl. E. 7.2.1 f. hiervor). Aus 
dem Ergebnis der GPK-Untersuchung (vgl. vorne E. 2.6) kann der Be-
schwerdeführer ebenfalls nichts für sich ableiten: In sachverhaltlicher Hin-
sicht brachte sie unbestrittenermassen keine neuen Erkenntnisse zu Tage 
(vgl. vorne E. 2.6; Stellungnahme vom 14.7.2015 [act. 24] Ziff. 1). Der Vor-
wurf der GPK, der Polizei- und Militärdirektor habe nach Kenntnisnahme 
der gegen den Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe Ende August 2013 
zu wenig rasch und konsequent reagiert, ändert nichts an der Begründet-
heit der Kündigung; der Beschwerdeführer hat die Konsequenzen eigenen 
anstellungsrechtlich relevanten Fehlverhaltens zu tragen. Aus dem GPK-
Bericht geht nicht hervor und es wird auch vom Beschwerdeführer nicht 
näher dargelegt, dass die politischen Verantwortungsträger, insbesondere 
der Polizei- und Militärdirektor, das dem Beschwerdeführer vorgeworfene 
persönliche Verhalten in einer Weise mitvertreten müssten, welche die 

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Kündigung als Reaktion ausser Betracht fallen liesse. Im Übrigen kommt 
die GPK zum Schluss, dass der Polizei- und Militärdirektor nach Bekannt-
werden des ganzen Ausmasses Anfang Februar 2014 «konsequent» ge-
handelt habe (vgl. vorne E. 2.6). Dass der Beschwerdeführer aus unzu-
reichenden Gründen im Amt eingestellt worden wäre, wird von der GPK 
nicht in Erwägung gezogen. Vielmehr hält sie fest, dass der Polizei- und 
Militärdirektor sowie der Amtsvorsteher dem Beschwerdeführer «zu viel 
Vertrauen» geschenkt hätten. Entgegen der Darstellung des Beschwerde-
führers lässt sich aus den Feststellungen der GPK auch nicht ableiten, 
dass er spätestens nach dem Gespräch vom 12. Dezember 2013 von der 
vollumfänglichen Erledigung bzw. Unbegründetheit der erhobenen Vor-
würfe habe ausgehen dürfen (vgl. Stellungnahme vom 14.7.2015 [act. 24] 
Ziff. 2). Wie dargelegt, erkannten seine Vorgesetzten einerseits hinsichtlich 
seines Führungsverhaltens durchaus einen gewissen Handlungsbedarf 
(vorne E. 7.2.2); andererseits erhielten sie von den Sexualkontakten mit 
Drogenprostituierten während der Amtszeit erst am 1. Februar 2014 Kennt-
nis (vorne E. 4.6).

7.2.4 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, seine Vorgesetzten hätten 
ihre Fürsorgepflichten als Arbeitgeber, seine Persönlichkeitsrechte sowie 
das Datenschutzrecht und das Amtsgeheimnis verletzt, indem sie Details 
aus seinem Intimleben verwendet hätten, um gegenüber den Medien und in 
der Öffentlichkeit seine Einstellung im Amt zu begründen, ist ihm Folgen-
des entgegenzuhalten: Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer während seiner Amtszeit als Thorberg-Direktor auf dem 
Bieler Drogenstrich verkehrte. Er selbst hatte gegenüber einem 10vor10-
Reporter bereits am 29. Januar 2014, und damit vor der kritisierten Orien-
tierung der Öffentlichkeit durch seine Vorgesetzten am 3. Februar 2014, 
eingeräumt, «vereinzelte Kontakte» zu Drogenprostituierten gehabt zu 
haben (vgl. vorne E. 2.3). Vor diesem Hintergrund sowie mit Blick darauf, 
dass seine Sexualkontakte längerfristig kaum unentdeckt geblieben wären 
(vgl. vorne E. 4.5), kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er 
seinen Vorgesetzten ihre nach seinem Interview mit dem 10vor10-Reporter 
aufgetauchten Fragen zu seinem Intimleben freiwillig und wahrheitsgemäss 
beantwortete, nichts für sich ableiten. Kraft seiner Stellung als Direktor 
einer Strafanstalt bestand sodann ein erhebliches öffentliches Interesse, 

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über die Einstellungs- bzw. mögliche Kündigungsgründe zu orientieren; 
dieses öffentliche Interesse überwog seinen Anspruch auf Privatsphäre, 
soweit er diese nicht bereits selber den Medien preisgegeben hatte (vgl. 
BGer 2A.312/2004 vom 22.4.2005, E. 4.3, 4.7; Streiff/von Kaenel/Rudolph, 
Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, 
Art. 328 N. 8, S. 528 f., N. 21; Rosenthal/Jöhri, Handkommentar zum 
Datenschutzgesetz sowie weiteren, ausgewählten Bestimmungen, 2008, 
Art. 13 N. 22 mit Hinweisen). Unter diesen Umständen erweist sich die 
öffentliche Bekanntgabe (sämtlicher) Einstellungs- und Kündigungsgründe 
als rechtmässig. 

7.3 Mit seinem Verhalten hat der Beschwerdeführer teilweise gegen 
elementare Verhaltensregeln für das Personal einer Strafanstalt verstos-
sen, die Anstaltssicherheit sowie den Ruf und das Ansehen des Arbeit-
gebers gefährdet und ein problematisches Führungsverständnis an den 
Tag gelegt. Im sensiblen Strafvollzugsbereich besteht ein sehr hohes 
öffentliches Interesse an einem guten Betriebsklima und der Aufrechter-
haltung des reibungslosen Funktionierens der Verwaltung (vgl. BVR 2006 
S. 97 E. 4.3; VGE 2014/158 vom 18.11.2014, E. 3.3 f., 2013/389 vom 
17.7.2014, E. 6.2, 2013/28 vom 17.9.2013, E. 5.2; vgl. auch 
BGer 8C_995/2012 vom 27.5.2013, E. 3.1, 8C_260/2010 vom 12.1.2011, 
E. 3.2). Ein Vertrauensverhältnis zwischen der Anstaltsleitung und dem 
Personal ist für die Gewährleistung der betriebsnotwendigen Sicherheit 
ebenso unumgänglich wie die Wahrung von Integrität und Glaubwürdigkeit 
des Anstaltsdirektors gegenüber dem Personal und den Insassen. Von 
einem Anstaltsdirektor muss nicht zuletzt mit Blick auf seine Vorbildfunktion 
erwartet werden können, dass er gegenüber den Eingewiesenen die nötige 
Distanz wahrt und auch ausserdienstlich auf Verhaltensweisen verzichtet, 
die seine Autorität untergraben könnten. Der Verbleib des Beschwerde-
führers in der Direktorenstellung wäre sodann geeignet, das öffentliche 
Ansehen der Anstalt (weiter) zu beeinträchtigen (vgl. auch 
BGer 8C_417/2010 vom 6.9.2010, E. 7.5.4). Im Rahmen seiner Fürsorge-
pflicht als Arbeitgeber war der Kanton Bern zudem ebenfalls verpflichtet, für 
die Sicherheit des Personals der Anstalten Thorberg zu sorgen. Nachdem 
der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten ein Sicherheitsrisiko gesetzt 
hatte, war seine Entlassung geeignet, den Weg zur Aufrechterhaltung oder 

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Wiederherstellung des ordnungsgemässen Anstaltsbetriebs zu ebnen und 
damit zur Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anstalten 
Thorberg beizutragen. Insgesamt fällt das öffentliche Interesse an der 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses erheblich ins Gewicht. Nicht ersicht-
lich ist, welche anderen milderen Massnahmen hätten ergriffen werden 
können. Eine Verwarnung wäre nicht geeignet gewesen, die Autorität des 
Beschwerdeführers gegenüber dem Personal und den Insassen wieder-
herzustellen und die Anstaltssicherheit zu gewährleisten. Es hätte ganz im 
Gegenteil die Position des Beschwerdeführers weiter geschwächt, wenn 
bekannt geworden wäre, dass auch die Vorgesetzten sein Verhalten als 
Anstaltsdirektor missbilligen. Ebenso wenig ist zu beanstanden, dass im 
Nachgang zur Einstellung im Amt und zur Kündigungsverfügung eine 
Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers in einer anderen Funktion 
unterblieben bzw. der Kanton nicht in vorgeschlagene Verhandlungen ein-
getreten ist; ein Anspruch darauf besteht nicht (vgl. BVR 2007 S. 538 
E. 4.3). Es kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer eine «adäquate Be-
schäftigung» innerhalb der Kantonsverwaltung verlangte (Beschwerde 
Ziff. 4), mithin eine Kaderposition mit ungefähr vergleichbarem Gehalt 
(Direktoren/innen von Anstalten I sind in Gehaltsklasse 27 eingereiht; vgl. 
Anhang I der Personalverordnung vom 18. Mai 2005 [PV; BSG 153.011.1]). 
Im Licht der Gründe seines Scheiterns in der bisherigen Funktion (nament-
lich Führungsschwäche und unzulängliche Sensibilität für die besonderen 
Anforderungen, die die Stelle mit sich bringt) ist nachvollziehbar, dass dazu 
nicht Hand geboten worden ist (vgl. auch hinten E. 7.5).

7.4 Der Beschwerdeführer war bis zur Amtseinstellung während ledig-
lich gut zweier Jahre in der Funktion des Thorberg-Direktors tätig. Seine 
persönlichen Interessen gewichten insofern nicht allzu schwer; allerdings 
ist angemessen zu berücksichtigen, dass er bereits zuvor während 
24 Jahren in verschiedenen Funktionen in der POM tätig war (vgl. vorne 
Bst. A und E. 2). In die Würdigung miteinzubeziehen ist auch das Alter des 
Beschwerdeführers, welches es nicht einfach macht, eine neue Stelle zu 
finden. Dass die Arbeitsleistungen des Beschwerdeführers gemäss den 
Akten ansonsten zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben haben und 
ihm der unmittelbare Vorgesetzte anlässlich der letzten Mitarbeiterbeurtei-
lung im November 2013 attestiert hat, die Zielvorgaben oder Leistungs-

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vorgaben erfüllt zu haben (Gesamtbeurteilung A; vgl. Vorakten pag. 2304), 
ist hingegen nicht von rechtserheblicher Bedeutung, da die Kündigung we-
gen des Verhaltens des Beschwerdeführers und der daraus resultierenden 
Unzumutbarkeit der weiteren Zusammenarbeit anstaltsintern und extern 
erfolgte (vgl. BVR 2010 S. 157 E. 4.5.2, 2009 S. 443 E. 5.4.3). Es ist nicht 
in Abrede zu stellen, dass der Beschwerdeführer durch die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses recht hart getroffen wird, zumal sein weiteres berufli-
ches Fortkommen durch das hervorgerufene grosse Medienecho wohl er-
schwert ist. Dieses gewichtige private Interesse an der Weiterbeschäfti-
gung ist indessen in gewissem Mass zu relativieren, da die Kündigung we-
sentlich auf eigenes Fehlverhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen 
ist (vgl. VGE 2014/330 vom 19.5.2015, E. 5.4 und 6.4, 2013/283 vom 
14.3.2014, E. 6.4 a.E.). Trotz des früheren Hinweises seines Vorgesetzten 
auf die Duz-Problematik und des Umstands, dass ein früherer Kontakt mit 
einer Drogenprostituierten in einer Insassenakte dokumentiert und in einem 
Führungsgespräch thematisiert worden war (vorne E. 2.2), änderte der Be-
schwerdeführer sein Verhalten nicht. Bezüglich der Sexualkontakte muss 
er sich daher vorwerfen lassen, in Kauf genommen zu haben, dass diese 
sowohl anstaltsintern als auch anstaltsextern bekannt werden und sein 
Ansehen sowie dasjenige des Kantons schädigen. Er war sodann offenbar 
nicht gewillt, Ratschläge von Personen mit grösserer Erfahrung im Straf-
vollzugsbereich anzunehmen und umzusetzen (vgl. Vorakten pag. 36 
Rückseite, 2239). Sein Unvermögen, sein Verhalten kritisch zu hinterfragen 
und den betrieblichen Anforderungen anzupassen, hat demnach wesentlich 
zur Zerstörung des Vertrauensverhältnisses beigetragen. Aufgrund der 
Akten drängt sich zwar der Eindruck auf, dass die Führung des 
Beschwerdeführers durch den direkten Vorgesetzten ganz allgemein kaum 
genügend war, und der Untersuchungsbericht stellt zudem fest, dass das 
Rekrutierungsverfahren zur Stellenbesetzung eher unprofessionell ablief. 
Zu Recht bringt der Beschwerdeführer aber selbst nicht vor, die Kündigung 
erweise sich deswegen als unangemessen oder treuwidrig. Zum einen 
musste ihm als langjährigem Stabschef des Amtes FB klar sein, was ihn in 
der Funktion des Anstaltsdirektors erwartet, zumal der medial breit kom-
mentierte Fall eines früheren Thorberg-Direktors in den 1990er-Jahren vor 
Augen führte, wo mögliche Fallstricke liegen. Zum andern muss die Konse-
quenzen tragen, wer ein derart anspruchsvolles Amt annimmt und daran 

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gegebenenfalls scheitert (vgl. dazu die Anforderungen gemäss Stellenaus-
schreibung, Vorakten pag. 2128). Der Beschwerdeführer war verpflichtet, 
sich sowohl beruflich als auch privat so zu verhalten, wie dies seine an-
spruchsvolle Position erforderte, auch wenn er unzulängliche Führungs-
unterstützung hatte. Eine effektive Führung hätte möglicherweise dazu ge-
führt, dass die fehlende Eignung des Beschwerdeführers zum Anstalts-
direktor früher erkannt worden wäre; an der Unzumutbarkeit seiner Weiter-
beschäftigung ändert sich dadurch indes nichts (vgl. VGE 21173 vom 
4.12.2001, E. 5). Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang festzustellen, 
dass in Folge der Ereignisse auch der direkte Vorgesetzte des Beschwer-
deführers aus dem Amt geschieden ist; damit ist dem Umstand hinreichend 
Rechnung getragen, dass die Verantwortung für die sog. Thorberg-Affäre 
nicht ausschliesslich beim Beschwerdeführer lag (Medienmitteilung der 
POM vom 26.6.2014, abrufbar unter <www.be.ch>, Rubriken «Medien», 
«Medienmitteilungen», zuletzt besucht am 27.7.2015).

7.5 In Würdigung der gesamten Sachlage erweist sich die Kündigung 
als angemessen, wenn auch nicht zu bestreiten ist, dass der Beschwerde-
führer durch die Auflösung des Arbeitsverhältnisses empfindlich getroffen 
wird. Das öffentliche Interesse, die oberste Führungsfunktion in der gröss-
ten Strafanstalt des Kantons Bern mit überkantonaler Bedeutung kompe-
tent zu besetzen und die Anstaltssicherheit zu gewährleisten, überwiegt 
indes die gegenläufigen privaten Interessen.

Nachdem sich ergeben hat, dass die Kündigung gerechtfertigt ist, fällt eine 
Weiterbeschäftigung des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 29 PG aus-
ser Betracht. Soweit im Beschwerdebegehren Ziffer 4 im Verbund mit der 
Begründung (S. 39) ein solcher Antrag für den Fall der Beschwerdeabwei-
sung überhaupt zu sehen ist, erweist er sich daher als unbegründet. Unter 
den konkreten Umständen bestand für das Verwaltungsgericht auch kein 
Anlass, mit Blick auf eine Weiterbeschäftigung oder eine Austrittsverein-
barung eine Instruktionsverhandlung mit Befragungen des Beschwerde-
führers, des Polizei- und Militärdirektors sowie des (damaligen) Amtsvorste-
hers durchzuführen und die Parteien bei Vergleichsverhandlungen zu 
unterstützen (vgl. Beschwerde Ziff. 4 S. 39; Schlussbemerkungen [act. 16] 
Ziff. 2.5 und 2.6). Die entsprechenden Anträge werden daher abgewiesen.

http://www.be.ch

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8.

Die Beschwerde erweist sich nach dem Erwogenen als unbegründet und ist 
abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende 
Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen und sind keine Partei-
kosten zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 sowie Art. 104 Abs. 3 VRPG). 
Die Kosten des Gesuchsverfahrens betreffend Erteilung der aufschieben-
den Wirkung (vgl. vorne Bst. D) sind zufolge Unterliegens ebenfalls dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen; Anspruch auf Parteikostenersatz besteht 
auch in diesem Verfahren nicht.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht, 
bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

b) Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteikosten gespro-
chen. 

3. a) Die Kosten des Gesuchsverfahrens betreffend Erteilung der aufschie-
benden Wirkung, bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 500.--, 
werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

b) Für das Gesuchsverfahren werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG erreicht Fr. 15'000.--.