# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd253e14-ff79-5446-949f-6c6e1a67b9d3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.02.2014 SB130429
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130429_2014-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130429-O/U/eh 
 
 
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

Ch. von Moos und Oberrichter Dr. D. Schwander sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

 

Urteil vom 27. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
 

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. H.-J. Müller,  

 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 
11. Juli 2013 (DG130136) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  

30. April 2013 (Urk. 21) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Widerhandlung ge-

gen Art. 19 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 1/3 Jahren Freiheitsstrafe (wovon bis 

und mit heute 536 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt  

erstanden sind). 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

15. Februar 2012 beschlagnahmten Fr. 2'500.– (Konto-Nr. …) werden ein-

gezogen. Die EUR 250.– werden beschlagnahmt und zur Verfahrens-

kostendeckung verwendet. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr.     Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 3'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten Untersuchung  

Fr. 3'540.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 16'400.–   amtliche Verteidigung 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 

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6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

7. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 16'400.– (inkl. Mehrwertsteuer) ent-

schädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbe-

halten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

8. (Mitteilungen) 

9. (Rechtsmittel) 

10. (Rechtsmittel des amtlichen Verteidigers) 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 56 S. 2) 

1. Es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das 

BetmG freizusprechen; 

2. Dem Beschuldigten sei für die erlittene Untersuchungshaft eine ange-

messene Genugtuung zuzusprechen; 

3. Die mit Verfügung vom 15. Februar 2012 beschlagnahmten persönli-

chen Gegenstände des Beschuldigten seien dem Beschuldigten aus-

zuhändigen; 

4. Die Gerichtsgebühren seien abzuweisen und die Kosten des Verfah-

rens wie auch der amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich auf die 

Staatskasse zu nehmen; 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-

steuer). 

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 59 S. 1) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils im Schuld- und im Strafpunkt. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 11. Juli 2013 wurde der  

Beschuldigte der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b in Ver-

bindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen und mit einer unbe-

dingten Freiheitsstrafe von 4 1/3 Jahren bestraft, wovon 536 Tage durch Haft 

sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden waren. Weiter wurden die mit Ver-

fügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 15. Februar 2012  

beschlagnahmten Fr. 2'500.– eingezogen. Die mit derselben Verfügung be-

schlagnahmten EUR 250.– wurden zur Verfahrenskostendeckung verwendet. Die 

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen der-

jenigen der amtlichen Verteidigung, wurden dem Beschuldigten auferlegt. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung wurden auf die Gerichtskasse genommen 

(Urk. 42 S. 55 f.). 

1.2. Gegen dieses Urteil, das gleichentags mündlich eröffnet wurde (Prot. I 

S. 11), meldete der Beschuldigte am 12. Juli 2013 (Urk. 35) und sein Verteidiger 

am 18. Juli 2013 (Urk. 35) fristgerecht Berufung an. Das begründete Urteil wurde 

vom Verteidiger am 27. September 2013 entgegengenommen (Urk. 41/2). Mit 

Eingabe vom 10. Oktober 2013 liess der Beschuldigte innert der zwanzigtägigen 

Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO die Berufungserklärung einreichen (Urk. 45). Mit 

Verfügung vom 11. Oktober 2013 übermittelte der Kammerpräsident die Beru-

fungserklärung der Staatsanwaltschaft, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu 

erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 48). Die 

Staatsanwaltschaft teilte mit Eingabe vom 22. Oktober 2013 mit, sie verzichte auf 

die Erhebung einer Anschlussberufung und beantrage die Bestätigung des vor-

instanzlichen Urteils (Urk. 50).  

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1.3. In der Folge wurde auf den 27. Februar 2014 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen (Urk. 52). 

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung wurde vom Beschuldigten nicht beschränkt (Urk. 45 S. 2 f.). Das 

erstinstanzliche Urteil ist deshalb in keinem Punkt in Rechtskraft erwachsen und 

bildet gesamthaft Gegenstand des Berufungsverfahrens. 

3. Sachverhalt 

3.1. Die Vorinstanz hat die vorliegend zu beurteilenden Anklagevorwürfe korrekt 

zusammengefasst (Urk. 42 S. 11 f.). Darauf kann zur Vermeidung von Wieder-

holungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.2. Der Beschuldigte hat die Anklagevorwürfe in der Untersuchung und vor  

Vorinstanz nicht anerkannt. Die eingeklagten Sachverhalte sind deshalb aufgrund 

der Untersuchungsakten zu erstellen. Welchen Grundsätzen dabei zu folgen ist, 

hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich aufgezeigt. Auf die entsprechenden 

Erwägungen ist zu verweisen (Urk. 42 S. 25 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.3. Die relevanten Beweismittel wurden von der Vorinstanz korrekt und voll-

ständig aufgezählt, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 42 S. 5 ff. und 

12; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.3.1. Der Beschuldigte machte nur anlässlich der ersten polizeilichen Einver-

nahme vom 23. Januar 2012 (Urk. 3/1) sowie der gleichentags stattfindenden 

Hafteinvernahme (Urk. 3/2) vereinzelt Aussagen zur Person und zum Sach-

verhalt. In den folgenden Einvernahmen sowie vor Vorinstanz und in der  

Berufungsverhandlung verweigerte er jeweils die Aussage und die Unter-

zeichnung der Einvernahmeprotokolle (Urk. 3/3-5; Urk. 3/9; Urk. 28; Urk. 55) oder 

weigerte sich ganz, an den Einvernahmen teilzunehmen (Urk. 3/6-7).  

Neben den wenigen Depositionen des Beschuldigten liegen die Aussagen der 

Mitbeschuldigten B._____ (Urk. 4/1-11) und C._____ (Urk. 5/1-12) bei den Akten. 

B._____ wurde in der Untersuchung mehrfach einvernommen (Urk. 4/1-10). Am 

6. November 2012 hätte eine Konfrontationseinvernahme mit dem Beschuldigten 

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stattfinden sollen; der Beschuldigte weigerte sich jedoch, daran teilzunehmen 

(Urk. 3/6; Urk. 4/11 S. 1). Die Einvernahme fand in der Folge in Anwesenheit des 

Verteidigers des Beschuldigten statt, dem am Ende der betreffenden Einvernah-

me die Möglichkeit eingeräumt wurde, Ergänzungsfragen an B._____ zu stellen 

(Urk. 4/11 S. 7). Damit wurde dem Beschuldigten in angemessener und ausrei-

chender Weise Gelegenheit geboten, den ihn belastenden Aussagen von 

B._____ entgegenzutreten. Die Vorinstanz hat somit zu Recht festgehalten, dass 

die von B._____ gemachten Aussagen auch zu Lasten des Beschuldigten verwer-

tet werden können (Urk. 42 S. 6). 

Mit dem Mitbeschuldigten C._____ wurde der Beschuldigte in der Untersuchung 

nicht konfrontiert. Im Rahmen des Untersuchungsverfahrens wurde dem Beschul-

digten lediglich ein Auszug aus der polizeilichen Einvernahme von C._____ vom 

20. Juni 2012 zur Stellungnahme übermittelt (vgl. Urk. 3/7). Gemäss Art. 343 

Abs. 2 StPO erhebt das Gericht im Vorverfahren nicht ordnungs-gemäss erhobe-

ne Beweise nochmals. Als solche gelten Beweise, bei deren Erhebung gesetzli-

che Vorschriften, z.B. Teilnahme- und Fragerechte der Parteien, missachtet wur-

den (BSK StPO-Hauri, Art. 343 N 18). Ergeben sich Mängel der Beweiserhebung 

erst anlässlich der Urteilsberatung, kann das Gericht gemäss Art. 349 StPO die 

Beweise auch zu diesem Zeitpunkt noch ergänzen und die Parteiverhandlungen 

wieder aufzunehmen (Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 

2013, Art. 349 N 1). In Anwendung dieser Bestimmung nahm die Vorinstanz nach 

der Urteilsberatung eine Beweisergänzung vor (Prot. I S. 9; Urk. 33). Dem Be-

schuldigten wurde das Wortprotokoll des Gesprächs vom 3. Januar 2012, 12.26 

Uhr, zwischen C._____ und D._____ vorgehalten (Anhang zu Urk. 5/11) und Ge-

legenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen oder Ergänzungsfragen an C._____ 

zu stellen, wovon er keinen Gebrauch machte (Urk. 33 S. 1 f.). Es kann vorlie-

gend offen bleiben, ob die Teilnahmerechte des Beschuldigten damit eingehalten 

wurden, da sich aus den Aussagen von C._____ nichts zu Lasten des Beschul-

digten ergibt. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Drogenmenge der an-

geklagten Einfuhr vom 2. Januar 2012, nachdem die Staatsanwaltschaft und die 

Verteidigung diesbezüglich übereinstimmend von einem Kilogramm Kokain-

gemisch ausgehen (Urk. 30 S. 6 f.; Urk. 59 S. 2). 

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3.3.2. Im Übrigen kann hinsichtlich der Gültigkeit der im vorliegenden Verfahren 

erhobenen Beweise der Vorinstanz gefolgt werden (Urk. 42 S. 6 ff.). In Bezug auf 

die Verwertbarkeit der Erkenntnisse aus den Telefonkontrollen ist festzuhalten, 

dass gegen den Beschuldigten selbst keine Überwachungsmassnahmen ange-

ordnet worden waren. Aus den gegen weitere Beteiligte angeordneten und  

genehmigten Überwachungen des Fernmeldeverkehrs ergab sich indes der  

dringende Verdacht, dass auch der Beschuldigte am Betäubungsmittelhandel  

beteiligt sein könnte. Nach der Verhaftung des Beschuldigten am 22. Januar 2012 

(Urk. 18/1) ersuchte die Staatsanwaltschaft das Zwangsmassnahmengericht des-

halb um Genehmigung, dass die Erkenntnisse aus diesem Zufallsfund gegen den 

Beschuldigten verwendet werden dürfen (Urk. 12/2). Am 24. Januar 2012 erteilte 

das Zwangsmassnahmengericht die Genehmigung zur Verwendung der den  

Beschuldigten belastenden Erkenntnisse (Urk. 12/3). Am 10. April 2012 ordnete 

die Staatsanwaltschaft sodann die rückwirkende Teilnehmeridentifikation der beim 

Beschuldigten beschlagnahmten Mobiltelefone für den Zeitraum 10. Oktober 2011 

bis 23. Januar 2012 an, welche mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts 

vom 10. April 2012 genehmigt wurde (Urk. 13/2-3). Die massgeblichen Erkennt-

nisse aus den Telefonkontrollen sowie der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation 

wurden dem Beschuldigten im Rahmen der polizeilichen Befragungen vorge-

halten (Urk. 3/5 S. 2 ff.) bzw. schriftlich zur Stellungnahme vorgelegt, nachdem 

sich der Beschuldigte geweigert hatte, an der entsprechenden polizeilichen  

Einvernahme teilzunehmen (Urk. 3/7). Mit Schreiben vom 28. November 2012  

teilte der Verteidiger mit, dass der Beschuldigte nicht Stellungnahme nehmen  

wolle und auf das live Vorspielen der Gespräche verzichte, über welche ein TK-

Wortprotokoll erstellt worden sei (Urk. 3/8). Es bleibt damit bei der vorinstanzli-

chen Feststellung, dass sämtliche Telefonkontrollen gegen den Beschuldigten 

verwertet werden können (Urk. 42 S. 9 f.). Dies gilt auch für das Telefongespräch 

vom 3. Januar 2012, 12.26 Uhr, zwischen C._____ und D._____ (Anhang zu 

Urk. 5/11), welches dem Beschuldigten zwar nicht in der Untersuchung, jedoch im 

Rahmen der Hauptverhandlung vorgehalten wurde (Urk. 33 S. 1; Prot. I S. 9). 

3.4. Es rechtfertigt sich vorliegend, gleich wie die Vorinstanz vorzugehen und 

zunächst die Beweise hinsichtlich des zweiten Anklagevorwurfs (Kokaineinfuhr 

vom 22. Januar 2012) zu würdigen (vgl. Urk. 42 S. 27). 

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A. Anklagevorwurf betreffend Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 

3.5. Dem Beschuldigten wird in der Anklage kurz zusammengefasst vorge-

worfen, er habe in Brüssel im Auftrag von C._____ und D._____ zwei Koffer mit 

rund drei Kilogramm Kokain übernommen, welche er am 22. Januar 2012 mit sei-

nem Personenwagen in die Schweiz transportiert und nach Zürich gebracht habe. 

In Zürich habe er die Koffer B._____ übergeben bzw. in die Wohnung der Liegen-

schaft …strasse … in Zürich gebracht, wobei dem Beschuldigten ein Briefum-

schlag mit Fr. 2‘500.– als Kurierlohn oder als Anzahlung dazu übergeben worden 

sei. In den beiden Koffer hätten sich 1995 Gramm reines Kokain befunden 

(Urk. 21 S. 2 f.). 

3.6. Die Stadtpolizei Zürich führte in Zusammenarbeit mit der Staatsanwalt-

schaft II des Kantons Zürich seit Anfang November 2011 ein Ermittlungsver-

fahren, welches gegen Personen aus dem westafrikanischen Raum gerichtet war, 

die des organisierten Betäubungsmittelhandels verdächtigt wurden (vgl. Urk. 1; 

Urk. 12/1). Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens wurden zahlreiche Telefon-

gespräche aufgezeichnet und ausgewertet, woraus sich für die Ermittlungs 

behörden Hinweise dafür ergaben, dass für den 22. Januar 2012 eine (weitere) 

Kokainübergabe geplant war. Am 22. Januar 2012 fand eine polizeiliche Observa-

tion statt, in deren Anschluss der Beschuldigte sowie B._____ verhaftet wurden. 

Anlässlich der Verhaftung wurden beim Beschuldigten unter anderem ein Bar-

geldbetrag von Fr. 2'500.– und in der Wohnung, in welcher B._____ verhaftet 

wurde, zwei Koffer, ein brauner und ein schwarzer, mit Kokaingemisch sicherge-

stellt (Urk. 1/1). Aus dem braunen Koffer wurden vier Pakete mit Kokain, enthal-

tend 1'424 Gramm Kokaingemisch bzw. 947 Gramm reines Kokain, ausgebaut. 

Der schwarze Koffer enthielt drei Pakete mit 1'572 Gramm Kokaingemisch bzw. 

1'048 Gramm reines Kokain (Urk. 11/1; Urk. 11/3). 

3.7. Wie bereits ausgeführt, fand am 22. Januar 2012 eine polizeiliche Observa-

tion durch den Polizeibeamten E._____ statt. Dessen Wahrnehmungen  

wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergeben, weshalb grundsätzlich auf die 

entsprechenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden kann 

(Urk. 42 S. 14 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Vorinstanz ist weiter darin zu folgen, 

dass es keinen Anlass gibt, an der Richtigkeit der Aussagen von E._____ zu 

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zweifeln (Urk. 42 S. 29 f.). Seine Aussagen sind anschaulich und widerspruchsfrei 

und stimmen insbesondere mit dem übrigen Beweisergebnis überein, wie nach-

folgend darzulegen sein wird. Im Übrigen bestand für den Polizeibeamten auch 

kein nachvollziehbares Interesse daran, in Bezug auf den eingeklagten Vorfall  

falsche Angaben zum Nachteil des Beschuldigten zu machen, zumal er sich als 

Zeuge dadurch dem Risiko eines Strafverfahrens wegen falschen Zeugnisses im 

Sinne von Art. 307 StGB ausgesetzt hätte.  

Gemäss den Wahrnehmungen von E._____ kam es am 22. Januar 2012 im Hin-

terhof der Liegenschaft …strasse … in Zürich zu einem Treffen zwischen B._____ 

und dem Beschuldigten. Der Beschuldigte habe aus dem Kofferraum seines 

Fahrzeugs einen schwarzen Koffer genommen und sei mit diesem in Richtung der 

Liegenschaft an der …strasse … in Zürich gegangen. Dort habe er mit einem 

Schlüssel die Eingangstüre geöffnet. In dem Moment, als die Eingangstüre offen 

gewesen sei, sei B._____, welcher sich zuvor für eine kurze Zeit entfernt gehabt 

habe, zurückgekommen. Er habe den Koffer übernommen und sei damit in die 

Liegenschaft gegangen. Der Beschuldigte sei mit seinem Fahrzeug in Richtung 

…strasse weggefahren (Urk. 7/3 S. 3 ff.). 

3.8. Gestützt auf die Aussagen von E._____ lässt sich damit erstellen, dass der 

Beschuldigte B._____ am 22. Januar 2012 einen schwarzen Koffer übergab, wel-

chen B._____ in die Wohnung an der …strasse … brachte. Weiter steht wie be-

reits erwähnt fest, dass anlässlich der Verhaftung von B._____, welche nur kurze 

Zeit später in derselben Wohnung stattfand, ein schwarzer Koffer sichergestellt 

wurde, welcher Kokaingemisch enthielt. Aufgrund des dargelegten zeitlichen Ab-

laufs liegt die Annahme nahe, dass es sich dabei um denjenigen Koffer handelt, 

welcher der Beschuldigte kurz zuvor B._____ übergab. Die Verteidigung machte 

indes vor Vorinstanz geltend, dass nicht sicher sei, dass der Koffer, in welchem 

Drogen gefunden worden seien, tatsächlich derjenige sei, den der  

Beschuldigte zuvor in der Hand gehabt habe. So gehe aus den Erkenntnissen aus 

der polizeilichen Observation vom 22. Januar 2012, welche im Zwischenbericht 

vom 12. September 2012 festgehalten würden, hervor, dass B._____ am 

22. Januar 2012 mit einem schwarzen Rollkoffer aus dem Zug von Genf ausge-

stiegen sei. Im Bericht werde der Weg von B._____ bis zur Wohnung an der 

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…strasse … beschrieben, wo B._____ den Koffer möglicherweise gelassen habe. 

Es sei deshalb möglich, dass B._____ den schwarzen Koffer mit Kokain mit sich 

aus Belgien über Genf nach Zürich in die Wohnung an der …strasse gebracht 

habe. Es sei zudem fraglich, ob die Polizei B._____ immer unter Kontrolle gehabt 

habe, weshalb nicht ausgeschlossen werden könne, dass dieser oder eine andere 

Person die Drogenkoffer bereits vor dem Treffen mit dem Beschuldigten in die 

Wohnung gebracht habe. Zu berücksichtigen sei sodann, dass vom Polizei-

beamten lediglich die Übergabe eines schwarzen Koffers beobachtet worden sei; 

vom braunen Koffer wisse man nichts. (Urk. 30 S. 9 ff.; Prot. I S. 6). Auf diese 

Ausführungen verwies die Verteidigung in der Berufungsverhandlung (Urk. 56 

S. 2). 

Angesichts der hellen Farbe des beschlagnahmten braunen Koffers (Urk. 10/2) 

erscheint es mit der Verteidigung (Urk. 30 S. 11 f.) als unwahrscheinlich, dass 

E._____ diesen fälschlicherweise für den vom Beschuldigten übergebenen 

schwarzen Koffer hielt. Es ist daher weiterhin davon auszugehen, dass der Be-

schuldigte B._____ vor der Liegenschaft an der ...strasse ... einen schwarzen Kof-

fer übergab. Anlässlich der Verhaftung von B._____ konnte neben einem braunen 

auch ein schwarzer Koffer mit Kokaingemisch in der Wohnung sichergestellt wer-

den, wie bereits erwähnt wurde. Dass sich noch ein zweiter schwarzer Koffer oh-

ne Drogen in dieser Wohnung befand, lässt sich anhand der vorliegenden Akten 

weder bestätigen noch ausschliessen, hätte dies im Polizeirapport doch nicht 

zwingend festgehalten werden müssen. Zu berücksichtigen ist weiter, dass 

B._____ gemäss den Erkenntnissen aus der polizeilichen Überwachung am 

22. Januar 2012, um 22.31 Uhr, bei der Wohnung eintraf (Urk. 1/6 S. 39). Etwas 

mehr als eine halbe Stunde später, um 23.11 Uhr, fand die Übergabe eines weite-

ren schwarzen Koffers durch den Beschuldigen statt. Die von der Vorinstanz an-

geführte zeitliche Nähe zwischen Übergabe des Koffers und späterer Sicherstel-

lung (Urk. 42 S. 35 f.), gilt deshalb grundsätzlich auch für den von B._____ aus 

Genf mitgeführten schwarzen Koffer, zumal sich den Akten nicht entnehmen lässt, 

was mit diesem in der Folge passierte. Es ist deshalb anhand des weiteren Be-

weisergebnisses zu prüfen, ob vorliegend erstellt werden kann, dass der in der 

Wohnung sichergestellte schwarze Koffer mit Kokaingemisch derjenige ist, wel-

cher der Beschuldigte B._____ zuvor übergeben hatte. Sodann ist abzuklären, ob 

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der Beschuldigte neben dem schwarzen Koffern auch einen brauen Koffer über-

gab und er beide Koffer von Brüssel in die Schweiz einführte, wie ihm in der An-

klageschrift vorgeworfen wird. 

Wie bereits ausgeführt, sind die von B._____ im Verlauf der Konfrontationsein-

vernahme vom 6. November 2012 (Urk. 4/11) gemachten Aussagen vollumfäng-

lich gegen den Beschuldigten verwertbar. Zusammengefasst gab B._____ in die-

ser Einvernahme an, dass er D._____ während seines Aufenthalts in Brüssel zwi-

schen dem 17. und dem 22. Januar 2012 getroffen habe und von diesem gebeten 

worden sei, in Zürich Koffer entgegenzunehmen und in dessen Wohnung zu de-

ponieren. Er [B._____] habe bereits in Brüssel gewusst, dass sich in den Koffern 

Kokain befinden würde. Am 22. Januar 2012 sei er nach Zürich gereist, habe sich 

in die Wohnung von D._____ an die ...strasse begeben und habe auf den Kurier 

mit den Koffern gewartet. Am gleichen Abend habe er von einem Taxifahrer na-

mens F._____ einen Umschlag entgegen genommen. D._____ habe ihm gesagt, 

dass das Geld im Umschlag für den Mann bestimmt sei, der das Gepäck bringe, 

und erwähnt, dass sich im Umschlag Fr. 2'500.– befinden würden. D._____ habe 

ihm auch den Kurier und dessen Auto beschrieben. Er [B._____] habe danach 

den Beschuldigten getroffen. Dieser habe zwei Koffer dabei gehabt. Einen habe 

er selbst in die Wohnung gebracht, den anderen habe der Beschuldigte zum Ein-

gang gebracht (Urk. 4/11 S. 3 ff.). In Brüssel habe er zudem ein Treffen zwischen 

dem Beschuldigten und D._____ beobachten können. D._____ sei mit dem Be-

schuldigten in ein Hotel gegangen und ca. 10 Minuten später wieder allein zu-

rückgekommen (Urk. 4/11 S. 4 f.). Den Aussagen von B._____ zufolge wurden 

die in der Wohnung an der ...strasse ... sichergestellten zwei Koffer mit Kokain-

gemisch somit vom Beschuldigten gebracht. 

In Bezug auf die Glaubwürdigkeit von B._____ gilt es festzuhalten, dass in der-

selben Sache ein Strafverfahren gegen ihn durchgeführt wurde, weshalb er in der 

Untersuchung als beschuldigte Person einvernommen wurde (vgl. Urk. 4/1-11). 

Als direkt vom vorliegenden Strafverfahren Betroffener könnte er ein Interesse da-

ran gehabt haben, die Ereignisse anlässlich seiner Einvernahmen in einem für ihn 

günstigen Licht darzustellen, was bei der Würdigung seiner Aussagen zu berück-

sichtigen ist. Die Vorinstanz hat sodann zutreffend auf das von B._____ in der Un-

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tersuchung gezeigte ausweichende und wenig überzeugende Aussageverhalten 

hingewiesen (Urk. 42 S. 28). Es ist ihr weiter darin zu folgen, dass B._____ auch 

einen Grund gehabt könnte, fälschlicherweise auszusagen, der Beschuldigte ha-

be beide Koffer mit Kokaingemisch in die Schweiz gebracht (Urk. 42 S. 29), konn-

te er sich dadurch doch selbst entlasten. Aus den aufgeführten Umständen darf 

demgegenüber auch nicht geschlossen werden, dass die von B._____ anlässlich 

der Konfrontationseinvernahme vom 6. November 2012 gemachten Aussagen 

nicht zutreffen können, zumal sich seine Aussagen betreffend die Übergabe eines 

Koffers mit den Wahrnehmungen aus der polizeilichen Observation deckt. Im Üb-

rigen wird seine Darstellung auch durch die weiteren Beweismittel gestützt, wie 

nachfolgend dargelegt wird. 

3.9. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens …, in dessen Verlauf sich der Verdacht 

ergab, dass auch der Beschuldigte am Betäubungsmittelhandel beteiligt sein 

könnte, wurden diverse Telefongespräche aufgezeichnet und ausgewertet. Die 

vorliegend relevanten Gespräche sind vom Gesprächsinhalt her mehr oder weni-

ger unverdächtig. Aus der Art und Weise, wie die Gesprächsteilnehmer miteinan-

der kommunizieren, kann jedoch ohne Weiteres abgeleitet werden, dass es sich 

um Gespräche konspirativen Inhalts handeln muss. So wird offensichtlich strengs-

tens darauf geachtet, die ausgetauschten Informationen für Aussenstehende 

möglichst unverständlich zu gestalten. Es wird häufig nicht in ganzen Sätzen ge-

sprochen und gewisse Vorgänge werden lediglich ansatzweise angedeutet. 

Dadurch ergeben die Gespräche oftmals keinen eigentlichen Sinn. Zu verweisen 

ist an dieser Stelle etwa auf das Telefongespräche vom 22. Januar 2012, 20.01 

Uhr, in welchem der Beschuldigte D._____ ohne jeden Zusammenhang mitteilt, 

seine Freunde hätten am Wochenende vermutlich zu viel Party gemacht. Sie hät-

ten geschlafen (Anhang zu Urk. 3/5). Auffallend ist weiter, dass Drittpersonen in 

den Gesprächen in der Regel nicht mit Namen genannt werden, sondern immer 

von "er" die Rede ist oder zu Umschreibungen wie "der alte Mann" gegriffen wird. 

Der Beschuldigte wird einmal sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er 

seinen Namen "der Sicherheit" nicht nennen solle (vgl. Gespräch vom 2. Januar 

2012, 23.27 Uhr; Anhang zu Urk. 3/7). Dass Gesprächsteilnehmer lediglich dann 

zu solchen Verschlüsselungen greifen, wenn sie den wahren Inhalt des Ge-

sprächs verbergen wollen und die polizeiliche Abhörung ihrer Gespräche befürch-

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ten, ist naheliegend und braucht nicht weiter erläutert zu werden. Da abgesehen 

von den Strafverfolgungsbehörden kaum jemand ein Interesse an solchen Über-

wachungen haben dürfte, geschweige denn technisch dazu in der Lage wäre, 

liegt der Schluss nahe, dass die Telefonate einen strafbaren Hintergrund haben. 

Ansonsten mutete reichlich seltsam an, dass nicht offen gesprochen wurde.  

3.10. Die für die Erstellung des Sachverhalts massgeblichen Telefongespräche 

wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergegeben, worauf verwiesen werden 

kann (Urk. 42 S. 18 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Nachfolgend wird auf den Inhalt  

dieser Gespräche eingegangen. 

3.10.1. In einem am 16. Januar 2012, 17.11 Uhr, geführten Telefongespräch un-

terhalten sich D._____ und C._____ über eine Person, welche "alter Mann" ge-

nannt wird und am Freitag ankommen soll. D._____ führt weiter aus, er [der alte 

Mann] komme ja am frühen Morgen an und müsse sich dann noch ein wenig aus-

ruhen. Am Schluss des Gesprächs erkundigt sich C._____, ob das, was am Frei-

tag ankomme, viel sei, worauf D._____ antwortet, normalerweise ja (Anhang zu 

Urk. 3/5). 

Aus den Akten ergeben sich diverse Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der im 

Gespräch als "alter Mann" bezeichneten Person um den Beschuldigten handelte 

und dieser am Freitag – dem 20. Januar 2012 – von Gambia nach Brüssel reiste, 

wie in der Anklage umschrieben ist (Urk. 21 S. 2). Wie bereits ausgeführt, befand 

sich D._____ gemäss den Aussagen von B._____ in diesem Zeitpunkt in Brüssel 

(Urk. 4/11 S. 4), woraus geschlossen werden kann, dass "der alte Mann" in Brüs-

sel erwartet wurde. Den Kopien des Reisepasses des Beschuldigten (Anhang zu 

Urk. 3/5) lässt sich entnehmen, dass der Beschuldigte über ein Visum für Gambia 

für den Zeitraum 12. Januar 2012 bis 11. März 2012 verfügte. Sodann zeigen die 

Stempel im Pass des Beschuldigten auf, dass dieser am 12. Januar 2012 in 

Gambia ein- und am 19. Januar 2012 wieder ausreiste. Der 19. Januar 2012 war 

ein Donnerstag, weshalb es angesichts der Flugzeit von Gambia nach Europa 

durchaus möglich ist, dass der Beschuldigte erst am Freitag, 20. Januar 2012, an 

seinem Zielort ankam. Damit korrespondiert die Aussage von D._____, wonach 

der alte Mann am frühen Morgen ankomme. Bei den Akten befinden sich Ausdru-

cke aus dem Internet über eine Flugverbindung zwischen Banjul, wo sich der ein-

- 14 - 

zige internationale Flughafen von Gambia befindet, und Brüssel (Anhang zu 

Urk. 3/5). Dementsprechend gibt es einen Flug, welcher am Abend in Gambia 

startet, und am frühen Morgen in Brüssel ankommt. Die Internetausdrucke bezie-

hen sich auf einen Flug vom 2. auf den 3. August 2012, also nicht auf das Datum 

der dokumentierten Ausreise des Beschuldigten aus Gambia am 19. Januar 2012. 

Sowohl der 19. Januar 2012 als auch der 2. August 2012 waren indes Donnersta-

ge. Es erscheint deshalb wahrscheinlich, dass es auch am 19. Januar 2012 einen 

Flug von Gambia nach Brüssel gab. Aus der rückwirkenden Teilnehmeridentifika-

tion über die Mobiltelefone, welche beim Beschuldigten anlässlich seiner Verhaf-

tung sichergestellt wurden, lässt sich zudem schliessen, dass sich der Beschul-

digte zwischen dem 24. Dezember 2011 und dem 14. Januar 2012 sehr häufig in 

Belgien aufhielt. Die Standortliste des Beschuldigten weist insbesondere aus, 

dass er sich am 12. Januar 2012 (Tag der dokumentierten Einreise in Gambia 

gemäss Reisepass des Beschuldigten) noch in Belgien aufhielt (Anhang zu 

Urk. 3/7). Es muss deshalb davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte 

von Belgien nach Gambia flog. Dass er eine Woche später wieder von Gambia 

nach Belgien zurückflog, erscheint auch aus diesem Grund naheliegend. Dafür 

sprechen im Übrigen auch die Aussagen von B._____, welcher anlässlich der 

Konfrontationseinvernahme vom 6. November 2012 wie erwähnt bestätigte, dass 

er den Beschuldigten während seines letzten Aufenthaltes in Belgien, welcher 

zwischen dem 17. Januar 2012 und dem 22. Januar 2012 stattfand, in Brüssel 

gesehen habe (Urk. 4/11 S. 4). Zu verweisen ist schliesslich auf ein am 

23. Januar 2012, 11.32 Uhr, geführtes Telefongespräch zwischen D._____ und 

C._____, in welchem Letzterer ausführt, er vermute, dass etwas passiert sei. Er 

wisse nicht was, aber irgendetwas sei passiert. In der Folge erkundigt er sich, ob 

"der alte Mann" nicht zurückgerufen habe, was D._____ verneint (Anhang zu 

Urk. 3/5). Wie bereits ausgeführt, war der Beschuldigte am 22. Januar 2012 ver-

haftet worden (Urk. 18/1). 

3.10.2. Am 21. Januar 2012, 11.58 Uhr, fand erneut ein Telefongespräch zwi-

schen D._____ und C._____ statt. D._____ erkundigt sich, ob die Sache dort bei 

ihnen erledigt werden könne. Ansonsten werde es zu viel und dann passe es 

nicht in einen, sondern in zwei. Auf die Frage von C._____, wie viel es seien, gibt 

D._____ an, es seien drei und drei und noch ein bisschen was. C._____ fragt 

- 15 - 

nach, ob D._____ davon ausgehe, dass vier in einen passen würden, was dieser 

verneint (Anhang zu Urk. 3/5). Wie bereits ausgeführt, waren in den beiden si-

chergestellten Koffern drei bzw. vier Pakete mit Kokain eingebaut (Urk. 11/1; 

Urk. 11/3). Dies stimmt mit den von D._____ genannten Zahlen überein. Die Ver-

mutung liegt deshalb nahe, dass sich D._____ und C._____ in diesem Telefonge-

spräch, welches im Übrigen kurz nach der mutmasslichen Ankunft des Beschul-

digten in Belgien stattfand, darüber unterhalten, wie viel Kokain in einen Koffer 

passt (vgl. auch Urk. 1/6 S. 36). 

3.10.3. Am 22. Januar 2012 fanden diverse Telefongespräche zwischen dem Be-

schuldigten und D._____ statt. Aus dem ersten, um 20.01 Uhr geführten, Ge-

spräch, in welchem der Beschuldigte davon spricht, dass seine Freunde am Wo-

chenende vermutlich zu viel Party gemacht und geschlafen hätten (Anhang zu 

Urk. 3/5), schlossen die Ermittlungsbehörden, dass der Beschuldigte D._____ mit-

teilt, dass er soeben die Grenze in die Schweiz überquert habe und nicht kontrol-

liert worden sei bzw. die Zöllner nicht beim Grenzübergang gewesen seien 

(Urk. 3/5 S. 4). Zwei Minuten später, um 20.03 Uhr, findet wiederum ein Telefon-

gespräch statt, in welchem sich der Beschuldigte erkundigt, ob sie sich heute 

noch treffen würden oder er sein Auto in die Garage stellen solle, worauf D._____ 

mitteilt: "Wie letztes Mal". Im nächsten Telefongespräch einigen sich die beiden 

auf 22.00 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5). Mit der Vorinstanz kann dieses Gespräch 

nicht anders interpretiert werden, als dass für 22.00 Uhr ein Treffen geplant war, 

wobei dieses gleich wie das letzte Treffen stattfinden sollte (Urk. 42 S. 31). 

3.10.4. Gleichentags um 21.32 Uhr bzw. 22.44 Uhr fanden zwei Telefon-

gespräche zwischen D._____ und B._____ statt, wobei wiederum von einem Tref-

fen mit einer Drittperson die Rede ist (Anhang zu Urk. 3/5). Wie die Vorinstanz zu 

Recht erkannte, ging es dabei nicht um die Übergabe von Kokain, sondern Geld. 

Es kann an dieser Stelle auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwie-

sen werden (Urk. 42 S: 31 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend ist festzuhalten, 

dass B._____ anlässlich der Einvernahme vom 6. November 2012 diese Interpre-

tation bestätigt hat. Er führte aus, er habe am Abend des 22. Januar 2012 auf 

Anweisung von D._____ einen Taxifahrer namens "F._____" getroffen und von 

ihm einen Umschlag mit Bargeld entgegen genommen. D._____ habe ihm ge-

- 16 - 

sagt, dass er das Geld demjenigen geben soll, der das Gepäck bringen werde. Er 

habe gewusst, dass sich im Couvert Fr. 2'500.– befunden hätten. Dies hätte der 

Kurier erhalten sollen. Die Fr. 60.– seien für den Taxichauffeur gewesen 

(Urk. 4/11 S. 5). Gemäss den polizeilichen Erkenntnissen fand das Treffen zwi-

schen B._____ und F._____ […] um ca. 22.39 Uhr statt (Urk. 1/6 S. 39). 

Um 21.35 Uhr teilte der Beschuldigte D._____ telefonisch mit, dass er ready sei. 

Er sei da und warte (Anhang zu Urk. 3/5). Gemäss den Erkenntnissen der polizei-

lichen Überwachung befand sich der Personenwagen des Beschuldigten zu die-

sem Zeitpunkt auf den obersten Parkdeck des … Parkhauses …. B._____ traf 

gemäss polizeilicher Überwachung um ca. 21.43 Uhr in Zürich ein und traf sich 

um 22.39 Uhr mit F._____ (Urk. 1/6 S. 39). Um 22.44 Uhr, nach der erwähnten 

Übergabe des Kuriergelds, teilt D._____ B._____ mit, dass "er" oben warte (An-

hang zu Urk. 3/5). Mit "er" war zweifellos der Beschuldigte gemeint,  

begab sich B._____ in der Folge doch ebenfalls zum … Parkhaus an der 

…strasse und betrat dieses (Urk. 1/6 S. 39). 

3.10.5. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält (Urk. 42 S. 32 f.), wurde das Treffen 

zwischen dem Beschuldigten und B._____ in der Folge in den Hinterhof der Lie-

genschaft …strasse … verschoben, vermutlich, weil sich auf dem obersten Park-

deck des …-Parkhauses noch weiterer Personen befanden. So teilte der Be-

schuldigte D._____ um 23.05 Uhr mit, dass es ein Problem gegeben habe ("aber 

das Problem ist, da war ein Auto gefolgt"). Er befinde sich nun bei der Garage, 

"hinten da bei Euch". Weiter erkundigt sich der Beschuldigte, wie man es machen 

solle. Er fragt: "Soll ich einen reintragen und er einen?"(Anhang zu Urk. 3/5). Dass 

der Beschuldigte und B._____ bei ihrem ersten Treffen gestört wurden, ergibt sich 

auch aus einem am nächsten Tag geführten Telefongespräch zwischen D._____ 

und C._____. Letzterer erkundigt sich, ob sie sich am selben Ort wie gewöhnlich  

getroffen hätten, worauf D._____ antwortet: "Ja. Er ist nach oben gegangen, aber 

da war jemand. Dann ist er wieder nach unten gegangen. Dort haben sie sich 

dann getroffen." Weiter hält er fest, dass jemand da gewesen sei, der sein Auto 

habe holen wollen. Dann sei er nach unten gegangen (Telefongespräch vom 

23. Januar 2012, 11.32 Uhr, Anhang Urk. 3/5). 

- 17 - 

3.10.6. Um 22.57 Uhr konnte beobachtet werden, wie B._____ das … Parkhaus 

verliess und sich in den besagten Hinterhof begab (Urk. 1/6 S. 39). Der Beschul-

digte fuhr um 22.58 Uhr ebenfalls in diesen Hinterhof (Urk. 7/1; Urk. 7/3 S. 3). In 

der Folge kam es zum bereits erwähnten Treffen zwischen B._____ und dem Be-

schuldigten, bei welchem gemäss der polizeilichen Überwachung um 23.11 Uhr 

ein schwarzer Koffer übergeben wurde. Um 23.13 Uhr teilt B._____ D._____ mit, 

dass er "es" bekommen habe. Er sei angekommen (Anhang zu Urk. 3/5). 

 

3.11. Insgesamt lässt sich damit folgender Sachverhalt erstellen: 

3.11.1. Aufgrund der Reisedokumente des Beschuldigten und der Erkenntnisse 

aus der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation sowie der Aussagen von B._____ 

steht fest, dass der Beschuldigte am 20. Januar 2012 von Gambia nach Brüssel 

reiste, wo er sich mit D._____ traf. Anhand der polizeilichen Überwachung sowie 

der aufgezeichneten Telefongespräche lässt sich weiter erstellen, dass sich der 

Beschuldigte am 22. Januar 2012 nach den Anweisungen von D._____ mit 

B._____ traf und diesem Gepäck übergab. Dass es sich dabei um zwei Koffer ge-

handelt haben muss, ergibt sich einerseits aus den Aussagen von B._____, der 

wie erwähnt ausführte, der Beschuldigte habe zwei Koffer dabei gehabt, einen 

habe er selbst in die Wohnung gebracht, den anderen habe der Beschuldigte zum 

Eingang gebracht (Urk. 4/11 S. 6 f.). Diese Darstellung deckt sich mit den Er-

kenntnissen aus einem Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und 

D._____. So erkundigte sich der Beschuldigte am 22. Januar 2012, 23.05 Uhr, bei 

Letzterem, ob er [der Beschuldigte] einen reintragen sollte und er [gemeint: 

B._____] einen (Anhang zu Urk. 3/5). Diese Äusserung lässt keine andere Inter-

pretation zu, als dass der Beschuldigte zwei Koffer dabei hatte. Dass die Überga-

be des zweiten Koffers von der Polizei nicht beobachtet werden konnte, ist somit 

nicht weiter massgeblich, zumal E._____ den Beschuldigten nicht während der 

ganzen Zeit unter Beobachtung hatte. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 42 S. 34; Art. 82 Abs. 4 

StPO). Die von der Verteidigung vorgenommene Interpretation des zeitlichen Ab-

laufs der Observation (Urk. 56 S. 4 ff. mit Hinweis auf Urk. 7/1) vermag die Be-

gründung der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen. Entscheidend ist vorliegend, 

- 18 - 

dass der Beschuldigte nicht während der gesamten Zeit, in der er sich im Hinter-

hof der Liegenschaft …strasse … aufhielt, observiert werden konnte. Es blieb 

somit ein Zeitfenster, innerhalb dem der Beschuldigte den Koffer hätte unbeo-

bachtet abliefern können.  

Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 30 S. 9 ff.; Urk. 56 S. 4 ff.) lässt 

sich vorliegend auch erstellen, dass die anlässlich der Verhaftung von B._____ in 

der Wohnung an der ...strasse ... sichergestellten zwei Koffer mit Kokain diejeni-

gen sind, welche B._____ vom Beschuldigten übergeben wurden. Dafür spricht 

zunächst der Umstand, dass die beiden Koffer mit Kokain nur kurze Zeit, nach-

dem der Beschuldigte A._____ zwei Koffer übergab, sichergestellt werden konn-

ten. Sodann gab auch B._____ an, dass der Beschuldigte ihm beide Koffer mit 

dem Kokain übergeben habe (Urk. 4/11 S. 4). Dessen Aussagen werden durch 

die Ergebnisse der Telefonüberwachung bestätigt. Aufgrund der Vielzahl von ver-

klausulierten Redewendungen in den überwachten Gesprächen drängt sich wie 

erwähnt zwingend der Schluss auf, dass die entsprechenden Gespräche einen 

deliktischen Hintergrund haben. Hätte das vom Beschuldigten transportierte Ge-

päck keine verbotenen Erzeugnisse enthalten, hätten sich die Beteiligten, darun-

ter auch der Beschuldigte selbst, nicht derart umständlich ausdrücken und darauf 

bedacht sein müssen, nicht zu viel bekannt zu geben. Abgesehen davon hätte es 

für den Transport von legalen Produkten ohnehin nicht eines solchen Organisati-

onsaufwandes bedurft. Gleich zu werten ist auch, dass sich die Übergabe selbst 

ziemlich kompliziert gestaltete und sogar abgebrochen wurde, als sich Dritt-

personen in der Nähe befanden. Weiter für die Täterschaft des Beschuldigten 

spricht sodann Umstand, dass der Beschuldigte für die Übergabe der beiden Kof-

fer mit Fr. 2'500.– entschädigt wurde, was durch die Aussagen von B._____ 

(Urk. 4/11 S. 5 f.) und die aufgezeichneten Telefongespräche (Gespräch vom 

22. Januar 2012, 22.44 Uhr; vgl. Anhang zu Urk. 3/5) belegt ist. Dieses Geld wur-

de denn auch bei der Verhaftung des Beschuldigten sichergestellt (Urk. 1/1 S. 4). 

Es erscheint nicht nachvollziehbar, weshalb jemand für den Transport zweier Kof-

fer einen derart hohen Betrag zahlen sollte, wenn sich darin nur Kleider oder Ähn-

liches befunden hätten. 

- 19 - 

3.11.2. Wenn der Verteidiger geltend macht, es könnte nicht ausgeschlossen 

werden, dass B._____ selbst oder sonst irgendjemand die Drogenkoffer bereits 

vor dem Treffen in die Wohnung gebracht habe (Urk. 30 S. 11; Urk. 56 S. 6), so 

ist dies eine blosse Mutmassung, für welche keinerlei objektiven Anhaltspunkte 

bestehen. Im Übrigen wurde B._____ ab seiner Ankunft in Zürich am 22. Januar 

2012 überwacht, ohne dass eine weitere Kofferübergabe hätte beobachtet wer-

den können (vgl. Urk. 1/6 S. 39). Rein theoretisch ist es zwar möglich, dass es 

sich bei dem einen schwarzen Koffer mit Kokaingemisch um denjenigen handelte, 

welchen B._____ selbst in die Wohnung brachte (Urk. 30 S. 9 ff.); konkrete An-

haltspunkte liegen dafür aber nicht vor. Die Kombination der dargelegten zahlrei-

chen Belastungsmomente lassen vielmehr keinen anderen Schluss zu, als dass 

es der Beschuldigte war, der beide Koffer mit Kokain brachte. Dies ergibt sich 

insbesondere auch daraus, dass B._____ erst dann Kontakt mit D._____ auf-

nahm, nachdem er sich mit dem Beschuldigten getroffen hatte. In diesem Tele-

fongespräch, welches um 23.13 Uhr stattfand, bestätigte er, dass er es bekom-

men habe (Anhang Urk. 3/5), was wenig Sinn machen würde, wenn  

er (B._____) das Kokain bereits zuvor selbst in die Schweiz transportiert hätte. Mit 

der Vorinstanz kann schliesslich aus dem Umstand, dass an den beiden Koffern 

keine DNA-Spuren des Beschuldigten sichergestellt werden konnten (Urk. 11/5), 

nichts zu Gunsten des Beschuldigten abgeleitet werden. Das Fehlen von DNA-

Spuren kann auch eine andere Ursache haben (vgl. Urk. 42 S. 36), weshalb dar-

aus nicht der Schluss gezogen werden kann, der Beschuldigte habe die Koffer 

nicht transportiert. Das Vorliegen von DNA-Spuren hätte den Beschuldigten damit 

höchstens belastet. Im Übrigen wurden vorliegend ausschliesslich DNA-Spuren 

untersucht, welche sich im Innern der beiden Koffer, insbesondere an den Pake-

ten mit Kokain, befanden (Urk. 11/1; Urk. 11/4; Urk. 11/5). Es versteht sich von 

selbst, dass ein Transport allein keine Spuren im Innern des Koffers hinterlässt. 

3.11.3. Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, das Kokaingemisch von Belgien 

in die Schweiz transportiert und nach Zürich gebracht zu haben (Urk. 21 S. 2). 

Dass das Kokain bereits in Brüssel für den Transport verpackt wurde, lässt sich 

dem Telefongespräch vom 21. Januar 2012, 11.58 Uhr, entnehmen, in welchem 

sich D._____ und C._____ wie erwähnt darüber unterhalten, wie viel Kokain in ei-

nen Koffer passt. B._____ gab zudem an, D._____ habe ihm bei ihrem Treffen in 

- 20 - 

Brüssel gesagt, dass er nach Zürich reisen soll, um dort Koffer mit Kokain entge-

gen zu nehmen und in der Wohnung von ihm [D._____] zu deponieren (Urk. 4/11 

S. 4). Auch daraus lässt sich schliessen, dass ein Transport von Brüssel nach Zü-

rich geplant war. Dafür, dass der Beschuldigte die Koffer mit Kokaingemisch be-

reits in Brüssel übernahm, spricht zudem der Umstand, dass er sich im massge-

blichen Zeitraum in Brüssel befand und sich dort gemäss den Aussagen von 

B._____ auch mit D._____ traf (Urk. 4/11 S. 4 f.), welcher wie bereits dargelegt 

mit der Verpackung der Drogen befasst war. Von Bedeutung ist in diesem Zu-

sammenhang schliesslich das Telefongespräch vom 22. Januar 2012, 20.01 Uhr, 

in welchem der Beschuldigte D._____ wie erwähnt mitteilt, bei ihm sei alles gut. 

Seine Freunde hätten am Wochenende vermutlich zu viel Party gemacht. Sie hät-

ten geschlafen (Anhang zu Urk. 3/5). Die Ermittlungsbehörden legten dieses Ge-

spräch dahingehend aus, dass der Beschuldigte mitteilt, dass er soeben die 

Grenze zur Schweiz überquert habe und von den Zöllnern nicht kontrolliert wor-

den sei (Urk. 3/5 S. 4). Berücksichtigt man den bereits dargelegten Kontext, in 

dem das Telefongespräch erfolgte, erscheint diese Interpretation nicht nur plausi-

bel, sondern zwingend. Der Beschuldigte machte zu diesem absurden Gespräch 

keine näheren Angaben (Urk. 3/5 S. 4), obwohl der ins Auge springende konspira-

tive Inhalt geradezu nach einer Erklärung ruft. Schlussendlich spricht auch die be-

reits erwähnte Entschädigung von immerhin Fr. 2'500.– dafür, dass ein längerer 

Transport mit einem gewissen Risiko entlohnt werden sollte. Diesbezüglich ist der 

Vorinstanz im Übrigen darin zu folgen, dass ein solcher Lohn angesichts der vor-

liegenden Umstände entgegen der Verteidigung (Urk. 30 S. 14; Urk. 56 S. 3 f.) 

keinesfalls unüblich ist (Urk. 42 S. 36 f.).  

3.11.4. Der objektive Sachverhält lässt sich auch in den weiteren Punkten erstel-

len. Gemäss Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 2. Februar 2012 

enthielt der braune Koffer 947 Gramm und der schwarze Koffer 1'048 Gramm  

reines Kokain (Urk. 11/3), was insgesamt 1995 reinem Kokain entspricht. Die Vor-

instanz hat zutreffend ausgeführt, dass angesichts des vorliegenden Beweiser-

gebnisses davon ausgegangen werden muss, dass der Beschuldigte das Kokain 

im Auftrag von anderen Personen importierte und nicht selber als Auftraggeber 

fungierte. Aus diesem Grund ist vorliegend nicht weiter massgeblich, ob die jewei-

- 21 - 

ligen Aufträge von D._____, von C._____ oder von beiden erteilt wurden (vgl. Urk. 

42 S. 46). 

3.12. Was den subjektiven Tatbestand angeht, ist der Vorinstanz darin zu folgen, 

dass der Beschuldigte wusste, was er transportiert. Zunächst ist festzuhalten, 

dass die transportierte Menge an reinem Kokain, insgesamt 1'995 Gramm, einen 

bedeutenden wirtschaftlichen Wert aufweist, weshalb es auf der Hand liegt, dass 

die Organisatoren eines solchen Kokaintransportes alles Interesse daran haben, 

dass sie in der Schweiz wieder in den Besitz dieser Drogen gelangen würden. 

Dies ist dann einfach zu bewerkstelligen, wenn der Kurier weiss, was er transpor-

tiert. Er kann dann die Drogen vereinbarungsgemäss am Bestimmungsort ab-

liefern. Falls dagegen jemand die Drogen unwissend transportiert, stellt sich für 

die Organisatoren das nur sehr schwer zu bewältigende Problem, wieder in den 

Besitz der Drogen zu gelangen. Für die Organisatoren eines Drogentransportes 

ist es damit mit deutlich geringeren Risiken verbunden, einen instruierten Kurier 

einzusetzen. Es ist schon alleine deshalb davon auszugehen, dass der Beschul-

digte über die von ihm transportierte Lieferung informiert war. Entscheidend ist 

vorliegend aber, dass die vom Beschuldigten selbst geführten konspirativen  

Gespräche keinen anderen Schluss zulassen, als dass er wusste, dass sich in 

dem von ihm transportierten Koffer Drogen befinden. Diesbezüglich kann vollum-

fänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 42 S. 47 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Dem Beschuldigten lässt sich nicht nach-

weisen, dass ihm die genaue Menge des Kokaingemisches und der genaue 

Reinheitsgehalt bekannt waren. Es muss ihm aber zumindest bewusst gewesen 

sein, dass sich in den von ihm transportierten Koffern eine Menge Kokaingemisch 

befand, welche die Grenze zum leichten Fall deutlich überstieg. Dafür spricht zum 

einen der vereinbarte Kurierlohn von Fr. 2'500.–, welcher sicherlich nicht für 

Kleinstmengen gezahlt worden wäre. Auch aufgrund des Umstandes, dass neben 

dem finanziellen auch ein grosser organisatorischer Aufwand betreffend die  

Einfuhr betrieben wurde, musste der Beschuldigte schliessen, dass es nicht um 

eine unbedeutende Menge Drogen ging. Im Übrigen ist allgemein bekannt, dass 

Betäubungsmittel, welche vom Ausland eingeführt werden, einen eher hohen 

Reinheitsgrad aufweisen, da sie erst in der Folge weiter gestreckt werden.  

- 22 - 

Damit erweist sich der Anklagesachverhalt betreffend die Kokaineinfuhr vom 

22. Januar 2012 auch in subjektiver Hinsicht als erstellt. 

 

 

B. Anklagevorwurf betreffend Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012 

3.13. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vorgeworfen, ein weiteres 

Mal Kokain in die Schweiz eingeführt zu haben. Konkret wird ihm zur Last gelegt, 

um den Jahreswechsel 2011/2012 in Belgien zwei Kilogramm Kokain (Reinheits-

grad nicht bekannt) übernommen zu haben, welches er alsdann am 2. Januar 

2012 in die Schweiz transportiert und nach Zürich gebracht habe, wo er das  

Kokain an B._____ im …-Parkhaus an der …strasse … in Zürich übergeben ha-

be, für welchen Kurierdienst er eine nicht bekannte Bargeldsumme erhalten habe 

(Urk. 21 S. 2). 

3.14. Aus den Telefongesprächen, welche Ende Januar 2012 geführt wurden, 

lässt sich nicht nur auf die eben erstellte Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 

schliessen. Vielmehr ergeben sich daraus auch konkrete Hinweise dafür, dass der 

Beschuldigte vor diesem Kokaintransport bereits einmal Kokain in die Schweiz 

eingeführt hat. Im Telefongespräch vom 22. Januar 2012, 20.03 Uhr, führt 

D._____ auf die Frage des Beschuldigten, ob sie sich noch heute treffen würden, 

aus: "Ja, wie letztes Mal". Auch im nächsten Gespräch zwischen dem Beschuldig-

ten und D._____, welches um 20.04 Uhr stattfindet, wird davon gesprochen, dass 

es "wie letztes Mal" gemacht werden soll (Anhang zu Urk. 3/5). Zu verweisen ist 

sodann auf das Gespräch vom 23. Januar 2012, 11.32 Uhr, in welchem C._____ 

und D._____ darüber diskutieren, ob bei der am 22. Januar 2012 erfolgten Koka-

inübergabe allenfalls etwas passiert sein könnte. Im Verlauf dieser Unterhaltung 

erkundigt sich C._____ bei D._____, ob sie sich am selben Ort, wie gewöhnlich 

getroffen hätten, worauf dieser antwortet, "er" sei nach oben gegangen, aber da 

sei jemand gewesen. Dann sei "er" wieder nach unten gegangen. Dort hätten sie 

sich dann getroffen (Anhang zu Urk. 3/5). Wie bereits erstellt wurde, hätten sich 

der Beschuldigte und B._____ grundsätzlich beim …-Parkhaus in der …strasse 

treffen sollen. Nachdem sie an diesem Ort offenbar gestört wurden, wurde das 

- 23 - 

Treffen an einen anderen Ort verlegt. Die im Zusammenhang mit der Kokainein-

fuhr vom 22. Januar 2012 getätigten Telefongespräche deuten damit darauf hin, 

dass der Beschuldigte bereits zuvor Kokain in die Schweiz eingeführt hatte, wobei 

die Übergabe beim … Parkhaus in der …strasse stattgefunden haben muss. 

3.15. Aus den Akten ergibt sich, dass die an der Kokaineinfuhr vom 22. Januar 

2012 beteiligten Personen schon Anfangs Januar 2012 vermehrt und auf dieselbe 

seltsame Art und Weise miteinander kommuniziert hatten. Bei den Akten befinden 

sich drei Telefongespräche vom 2. bzw. 3. Januar 2012, welche in diesem Zu-

sammenhang von Bedeutung sind: Das erste Gespräch findet am 2. Januar 2012, 

22.28 Uhr, zwischen dem Beschuldigten und D._____ statt. Letzterer fordert den 

Beschuldigten auf, er solle nachher zum …-Parkhaus kommen, was vom Be-

schuldigten bestätigt wird (Anhang zu Urk. 3/7). Um 23.25 Uhr telefonieren der 

Beschuldigte und D._____ erneut. D._____ erklärt, sein Kollege komme gleich, 

worauf der Beschuldigte antwortet, er könne kommen, er sei oben (Anhang zu 

Urk. 3/7). Daraus muss abgeleitet werden, dass sich der Beschuldigte nun beim 

… Parkhaus befindet, wie zuvor vereinbart wurde. Dafür spricht auch die rückwir-

kende Teilnehmeridentifikation. Es kann an dieser Stelle auf die entsprechenden 

Ausführungen der Vor-instanz verwiesen werden (Urk. 42 S. 38; Art. 82 Abs. 4 

StPO). Am 3. Januar 2012, 12.26 Uhr, findet ein Telefongespräch zwischen 

D._____ und C._____ statt. Letzterer gibt an, sie hätten zwei gehabt, was 

D._____ bestätigt. Sodann führt C._____ aus, er habe 5 dazu gelegt und nachher 

habe er alles mit dem Material, was der alte Mann gebracht habe, vermischt. Jetzt 

hätten sie insgesamt 3.5. Er habe alle 2 reingetan plus 3, was er selber nochmals 

reingetan habe (Anhang zu Urk. 5/11). 

Die dargelegten Gespräche wirken über weite Strecken konspirativ, auch da, wo 

der Beschuldigte Gesprächsteilnehmer ist. Zu verweisen ist in diesem Zusam-

menhang auch auf ein Gespräch vom 2. Januar 2012, 23.27 Uhr, worin der  

Beschuldigte ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass er seinen Namen "der 

Sicherheit" nicht nennen solle (vgl. Anhang zu Urk. 3/7). Die Art und Weise, wie 

die Gespräche geführt werden, lässt einen deliktischen Hintergrund als äusserst 

wahrscheinlich erscheinen. So sind die beteiligten Personen offensichtlich darum 

bemüht, den wahren Inhalt der Gespräche zu verbergen. Hätten sie sich tatsäch-

- 24 - 

lich mit legalen Geschäften befasst, wäre dieses Gesprächsverhalten unnötig  

gewesen. Dass in den Gesprächen selbst nicht von einem "Empfang" oder einer 

"Lieferung" die Rede ist, spricht deshalb entgegen der Verteidigung (Urk. 30 S. 5) 

nicht für einen legalen Hintergrund der Gespräche. Unter den dargelegten  

Umständen ist auch der weitere Einwand der Verteidigung, der Beschuldigte sei 

von Beruf aus Transporteur und Taxifahrer und gehe als solcher nicht unbedingt 

davon aus, dass seine Dienstleistungen für illegale Geschäfts missbraucht  

werden, nicht massgeblich (Urk. 30 S. 3), zumal sich auch der Beschuldigte ent-

sprechend ausdrückte. Der Beschuldigte machte auch zu diesem Anklagesach-

verhalt keinerlei Aussagen, was sein Recht ist und ihm nicht zum Nachteil ge-

reichen darf. Dadurch fehlt jedoch auch hier eine andere, ebenso einleuchtende 

Erklärung für diese Art der Konversationen. 

Aus dem Inhalt der Gespräche kann jedenfalls darauf geschlossen werden, dass 

es am 2. Januar 2012 zu einem Treffen zwischen dem Beschuldigten und einem 

Bekannten von D._____ kam, bei welchem es zu einer Übergabe von Material 

kam, welches in der Folge weiterverarbeitet bzw. gemischt wurde (vgl. Telefonge-

spräch vom 3. Januar 2012, 12.26 Uhr, zwischen D._____ und C._____; Anhang 

zu Urk. 5/11). Dabei konnte das Material offenbar mengenmässig auf 3.5 vergrös-

sert werden. 

3.16. Wie bereits ausgeführt, ergibt sich aus den Ende Januar 2012 geführten 

Telefongesprächen, dass der Beschuldigte vor der Kokaineinfuhr vom 22. Januar 

2012 bereits einmal einen Kokaintransport durchgeführt haben muss. Stellt man 

die Ende Januar 2012 geführten Telefongespräche in den Zusammenhang mit 

den Telefongespräche von Anfang Januar 2012 kann kein anderer Schluss ge-

zogen werden, als dass dieser Transport am 2. Januar 2012 stattfand. Dafür 

spricht zunächst der Umstand, dass sich der Beschuldigte an diesem Tag wiede-

rum beim … Parkhaus mit einem "Kollegen" von D._____ traf. Es ist in diesem 

Zusammenhang erneut festzuhalten, dass das am 22. Januar 2012 eingeführte 

Kokain auf Anweisung von D._____ ebenfalls beim …-Parkhaus an B._____ hätte 

übergeben werden sollen. Bei den Telefongesprächen, welche im Zusammen-

hang mit der am 22. Januar 2012 erfolgten Kokaineinfuhr stehen, war zudem 

ebenfalls davon die Rede, dass sich der Beschuldigte "oben" befinde und auf die 

- 25 - 

andere Person warte. So teilt D._____ seinem Komplizen B._____ am .22. Januar 

2012, 22.44 Uhr, mit, dass der Beschuldigte "oben" auf ihn warte .(Anhang zu 

Urk. 3/5). Der Beschuldigte befand sich zu diesem Zeitpunkt im …Parkhaus, zu 

welchem sich B._____ in der Folge begab (Urk. 1/6 S. 39). Auch im Gespräch 

vom 23. Januar 2012, 11.32 Uhr, gibt D._____ an, "er" sei nach oben gegangen, 

aber da sei jemand gewesen. Dann sei "er" wieder nach unten gegangen. Dort 

hätten sie sich dann getroffen (Anhang zu Urk. 3/5). Aufschlussreich ist sodann 

das Telefongespräch vom 3. Januar 2012 zwischen C._____ und D._____, in 

welchem C._____ vom Material spricht, das "der alte Mann" gebracht habe. Es 

wurde bereits im Zusammenhang mit der Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 er-

stellt, dass der Beschuldigte von den übrigen Beteiligten auch alter Mann genannt 

wurde. Dass diese Bezeichnung im Zusammenhang mit einem anderen Drogen-

transport bzw. für weitere Personen verwendet wurde, wie die Verteidigung an-

führt (Urk. 30 S. 7 ff.), vermag damit keine Zweifel daran zu wecken, dass die im 

Telefonat vom 3. Januar 2012 als alter Mann bezeichnete Person mit dem Be-

schuldigte identisch ist, zumal sich dieser wie bereits erwähnt am Tag zuvor auf 

Anweisung von D._____ mit einem Kollegen von diesem traf. Im Übrigen kann 

diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen  

werden (Urk. 42 S. 42 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Auffällig sind schliesslich auch die 

im Telefongespräch vom 3. Januar 2012 zwischen C._____ und D._____ genann-

ten Verarbeitungshandlungen mit dem gelieferten Material sowie der Hinweis da-

rauf, dass das, was herauskomme, pur und sehr gut sei. Sie würden es ohne 

Probleme verkaufen (vgl. Telefongespräch vom 3. Januar 2012, 12.26 Uhr; An-

hang zu Urk. 5/11). 

3.17. In Würdigung der obgenannten Ausführungen ist festzuhalten, dass zwar 

kein direkter Beweis vorliegt, die Kombination der zahlreichen, teilweise schwer 

belastenden Indizien aber keinen anderen Schluss zulässt, als dass es bereits am 

2. Januar 2012 zu einer Kokainlieferung gekommen war, bei welcher der Be-

schuldigte wiederum als Kurier eingesetzt wurde. Aus der rückwirkenden Teil-

nehmeridentifikation lässt sich zudem ableiten, dass sich der Beschuldigte um 

den Jahreswechsel 2011/2012 wiederum in Belgien aufhielt. Sein Aufenthalt dau-

erte lediglich vom 31. Dezember 2011 bis zum 1. Januar 2012, reiste der Be-

schuldigte doch bereits am 2. Januar 2012 über Frankreich in die Schweiz ein 

- 26 - 

(vgl. Anhang zu Urk. 3/7). Vor dem Hintergrund der dargelegten Erkenntnisse aus 

der Telefonkontrolle muss davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte 

diese Reise zum Zwecke des Kokainimports unternahm. 

3.18. Die Vorinstanz hat sich mit den weiteren Einwänden der Verteidigung, wo-

nach C._____ nicht bestätigt habe, dass der Beschuldigte etwas Illegales ge-

macht habe, bzw. G._____, bei welcher es sich immerhin um die Vermieterin des 

Beschuldigten handle, offenbar keine Ahnung von dessen mutmasslichen Be-

schäftigung im Drogenhandel gehabt habe, was für die Unschuld des Beschuldig-

ten spreche (Urk. 30 S. 8 f., Prot. I S. 6), bereits auseinandergesetzt. Es kann an 

dieser Stelle auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden (Urk. 42 

S. 43), welchen vollumfänglich zu folgen ist.  

3.19. Im Zusammenhang mit der Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012 konnten in 

der Untersuchung keine Betäubungsmittel sichergestellt werden. Die vom Be-

schuldigten in die Schweiz eingeführte Kokainmenge ist damit ebenfalls zu erstel-

len. Aufschlussreich sind diesbezüglich wiederum die abgehörten Telefongesprä-

che. Wie bereits ausgeführt, erkundigt sich C._____ im Telefongespräch vom 

3. Januar 2012, 12.26 Uhr, ob sie "2" gehabt hätten, was von D._____ bestätigt 

wird. C._____ führt sodann aus, er habe "5" dazu gelegt und nachher habe er al-

les mit dem Material, was der alte Mann gebracht habe, gemischt. Jetzt hätten sie 

insgesamt "3.5". Er führt erneut aus, er habe alle "2" reingetan plus "5", was er 

selber nochmals reingetan habe (Anhang zu Urk. 5/11). Die Ermittlungsbehörden 

schlossen aus dieser Konversation, dass der Beschuldigte 2 Kilogramm Kokain-

gemisch in die Schweiz eingeführt hat. Dieses sei in der Folge auf 3.5 Kilogramm 

Kokaingemisch gestreckt worden (Urk. 1/6 S. 28). Die Abfolge, in welcher die ein-

zelnen Zahlen genannt werden, spricht indes gegen diese Interpretation. So 

spricht C._____ in diesem Gespräch davon, dass sie "2" gehabt hätten, er "5" da-

zugelegt und nachher alles mit dem vom "alten Mann" gebrachten Material ge-

mischt habe, was zu Gunsten des Beschuldigte dahingehend zu interpretieren ist, 

dass bereits 2 Kilogramm Material, Kokaingemisch oder Streckmittel, vorhanden 

war, welches mit der vom Beschuldigten gelieferten Menge nichts zu tun hat. Dies 

entspricht auch den Aussagen von C._____ anlässlich der polizeilichen Einver-

nahme vom 14. November 2012, welche zu Gunsten des Beschuldigten verwen-

- 27 - 

det werden dürfen. C._____ gab damals an, die Aussage "wir hatten 2 gehabt" 

bedeute, dass es zwei Pakete mit Streckmittel zu 500 Gramm gegeben habe 

(Urk. 5/11 S. 23). Dass das Streckmittel vom Beschuldigten gebracht wurde, kann 

mit der Vorinstanz ausgeschlossen werden, da wie erwähnt aus den Aussagen 

von C._____ darauf geschlossen werden muss, dass dieses Material bereits vor-

handen war. Im Übrigen wäre es bei einem solchen Transport wohl kaum nötig 

gewesen, ein solches konspiratives Verhalten an den Tag zu legen. Es ist somit 

gestützt auf das Telefongespräch vom 3. Januar 2012 und mit der Vorinstanz 

(Urk. 42 S. 40) davon auszugehen, dass die vom Beschuldigten gebrachte Menge 

"1" bzw. 1 Kilogramm Kokaingemisch beträgt (Gesamtmenge von 3.5 minus be-

reits vorhandenes Material von 2 minus die von C._____ hinzugefügte Menge von 

0.5). Im Übrigen ging auch die Staatsanwaltschaft in der Berufungsverhandlung 

von 1 Kilogramm Kokaingemisch aus (Urk. 59 S. 2).  

3.20. Nachdem bei der Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012 keine Betäubungs-

mittel sichergestellt werden konnten, konnte auch der Reinheitsgrad des geliefer-

ten Kokaingemisches in der Untersuchung nicht bestimmt werden. Die Vorinstanz 

nahm einen Reinheitsgrad von 66% an. Sie begründete dies einerseits damit, 

dass sich aus den Akten in keiner Form ergebe, dass es sich bei der Betäu-

bungsmittellieferung vom 2. Januar 2012 um Kokain von unterdurchschnittlicher 

Qualität gehandelt habe. Es lasse sich eher eine überdurchschnittliche Qualität 

vermuten. Die Vorinstanz verweist in diesem Zusammenhang auf das bereits er-

wähnte Telefongespräch zwischen C._____ und D._____ vom 3. Januar 2012, in 

welchem C._____ mitteilt: "Aber ich kann dir sagen, was rauskommt, ist pur und 

sehr gut. Wir werden es ohne Problem verkaufen." Gemäss Vorinstanz habe 

C._____ damit die Menge von 3.5 Kilogramm Kokain oder Kokaingemisch be-

zeichnet, worin unter anderem das vom Beschuldigten am 2. Januar 2012 von 

Belgien in die Schweiz importierte eine Kilogramm Kokain enthalten gewesen sei. 

Andererseits verweist die Vorinstanz darauf, dass die besagte Lieferung nur ge-

rade 20 Tage vor derjenigen vom 22. Januar 2012 erfolgte, welche nachweislich 

Kokain mit einem Reinheitsgrad von 66% beziehungsweise 67% beinhaltet habe, 

was auf eine identische "Quelle" schliessen lasse. Des Weiteren hält die Vo-

rinstanz fest, dass in die Schweiz importiertes Kokain selten einen Reinheitsgrad 

von unter 70% aufweise, weil es sich dabei in der Regel um Ersttransporte ohne 

- 28 - 

vorheriges Strecken mit dem Zwecke der Erhöhung der Transportkapazität hand-

le. Es rechtfertige sich daher, davon auszugehen, dass der Reinheitsgrad des ei-

nen Kilogramms Kokain der Lieferung vom 2. Januar 2012 mindestens demjeni-

gen der rund zwei Kilogramm Kokain entspreche, welche der Beschuldigte am 

22. Januar 2012 importiert habe (Urk. 42 S. 45).  

Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Reinheitsgrad erweisen sich als über-

zeugend. Die Vorinstanz stützt ihre Annahme, der Beschuldigte habe Kokainge-

misch mit einem Reinheitsgrad von 66% eingeführt, nicht bloss auf die Erfahrung, 

wonach in die Schweiz importiertes Kokain einen hohen Reinheitsgrad aufweist, 

sondern zieht diesen Schluss in Verbindung mit zusätzlichen belastenden Indi-

zien, aus welchen auf eine hohe Qualität des eingeführten Kokaingemisches  

geschlossen werden muss. Der von der Vorinstanz angenommene Reinheitsgrad 

erweist sich insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Beschuldigte drei  

Wochen später effektiv Kokain mit diesem Reinheitsgrad in die Schweiz transpor-

tiert hat, als angemessen. Ergänzend ist festzuhalten, dass ein Reinheitsgrad von 

66% nicht in Widerspruch mit der von der Verteidigung angeführten Betäubungs-

mittelstatistik der Gruppe Forensische Chemie der Schweizerischen Gesellschaft 

für Rechtsmedizin (nachfolgend: Statistik der SGRM) steht. Für das – vorliegend 

massgebliche – Jahr 2012 weist diese Statistik bei Konfiskaten zwischen 100 und 

1000 Gramm Kokain-Hydrochlorid einen mittleren Reinheitsgrad von 52 % sowie 

bei Konfiskaten von über 1000 Gramm einen solchen von 65 % aus. Vorliegend 

wäre eher der letztgenannte höhere Wert heranzuziehen, nachdem dem Beschul-

digten wie erwähnt die Einfuhr von 1 Kilogramm Kokaingemisch anzulasten ist 

und sich aus den Aussagen von C._____ konkrete Hinweise dafür ergeben, dass 

das gelieferte Kokaingemisch von sehr guter Qualität war. 

Letztlich kann der Reinheitsgrad und damit auch die genaue Menge des einge-

führten Kokaingemisches jedoch nicht mit absoluter Sicherheit festgelegt werden. 

Jedenfalls steht bei der Annahme eines Reinheitsgrades in der dargelegten  

Grössenordnung fest, dass der Beschuldigte eine Menge eingeführt hat, die um 

mehr als dreissig Mal über der Grenze liegt, welche vom Bundesgericht für das 

Vorliegen eines schweren Falles im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ange-

nommen wird (18 Gramm; BGE 109 IV 143, E. 3a). 

- 29 - 

3.21. In Bezug auf den subjektiven Tatbestand kann auf die obigen Ausführun-

gen verweisen werden (Ziff. 3.13). 

3.22. Insgesamt bestehen damit keine Zweifel daran, dass sich auch der erste 

Anklagesachverhalt so zugetragen hat, wie er in der Anklageschrift umschrieben 

ist. Einschränkungen ergeben sich lediglich in Bezug auf die Menge des ein-

geführten Kokaingemisches, wie bereits dargelegt wurde. Sodann ist der Vor-

instanz darin zu folgen, dass es vorliegend offen bleiben kann, ob es sich beim 

Empfänger des Kokaingemisches um B._____ oder eine andere Person handelte. 

Ebenfalls offen bleiben kann, von wem der Beschuldigte den Auftrag erhielt, das 

Kokaingemisch in die Schweiz einzuführen. Massgebend ist, dass der Beschul-

digte im Auftrag von anderen Personen handelte (vgl. Urk. 42 S. 45 f.).  

4. Rechtliche Würdigung 

Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung erweist sich als  

zutreffend und ist zu bestätigen. Der Beschuldigte ist somit des mehrfachen Ver-

brechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19  

Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. 

5. Strafzumessung 

5.1. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden in schweren 

Fällen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG mit Freiheitsstrafe von einem bis 

zu zwanzig Jahren bestraft. Zusätzlich kann eine Geldstrafe ausgefällt werden. 

Die vorliegend mehrfache Tatbegehung ist innerhalb dieses nach oben hin nicht 

erweiterbaren Rahmens straferhöhend in Betracht zu ziehen (Art. 49 Abs. 1 

StGB). Strafmilderungsgründe liegen keine vor. 

5.2. Die Vorinstanz hat bereits ausgeführt, wie eine Strafe zuzumessen ist. Auf 

ihre zutreffenden Erwägungen kann an dieser Stelle verwiesen werden (Urk. 42 

S. 50 f.).  

5.3. Die Vorinstanz stufte das objektive Tatverschulden des Beschuldigten im 

Rahmen des schweren Falles im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG als keineswegs 

leicht bis erheblich ein (Urk. 42 S. 52), was zu übernehmen ist. Der Beschuldigte 

- 30 - 

beging nicht eine einmalige Verfehlung, sondern betätigte sich zweimal an einem 

Transport von Kokain, einer bekanntermassen sehr gefährlichen Droge mit  

hohem Suchtpotenzial. Seine Widerhandlungen bezogen sich auf eine insgesamt 

grosse Menge in der Grössenordnung von über 2.5 Kilogramm reinem Kokain, 

was einem Vielfachen der Menge entspricht, welche das Bundesgericht als  

Grenze zum schweren Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 festgelegt hat (18 Gramm 

reines Kokain; BGE 109 IV 143, E. 3a). Mit dieser Betäubungsmittelmenge hat 

der Beschuldigte ein erhebliches Gefährdungspotential für die Gesundheit vieler 

Menschen geschaffen. Der Drogenmenge kommt im Rahmen der Strafzu-

messung zwar keine vorrangige Bedeutung zu; sie ist aber eines der Elemente, 

die das Verschulden des Täters ausmachen (Urteil des Bundesgerichts 

6S.465/2004 vom 12. Mai 2005, E. 3.1 mit Hinweisen). 

Wesentlich bei der Strafzumessung ist sodann die Stellung des Täters in der  

Hierarchie des Drogenhandels und die Zahl der Geschäfte, welche ein Indiz für 

die kriminelle Energie und damit für die Gefährlichkeit des Täters ist (vgl. Hans-

jakob, Strafzumessung in Betäubungsmittelfällen, in: ZStrR 1997, S. 243). Hierzu 

ist festzuhalten, dass sich die strafbaren Handlungen des Beschuldigten lediglich 

über einen Zeitraum von rund drei Wochen erstreckten. Die kurze Dauer der  

deliktischen Tätigkeit wird jedoch durch die Menge der umgesetzten Drogen rela-

tiviert. Im Rahmen der beiden Betäubungsmittelgeschäfte übernahm der Beschul-

digte jeweils die risikobehaftete Tätigkeit des Kuriers. Aus den ausgewerteten  

Telefongesprächen ergibt sich, dass der Beschuldigte hauptsächlich Anweisun-

gen ausgeführt und über keine eigene Entscheidungsgewalt verfügt hat. Er wurde 

zu einer bestimmten Aufgabe im gesamten Ablauf der beiden Einfuhren einge-

setzt. Den von ihm vorgenommenen Tathandlungen kam keine besonders her-

ausragende Bedeutung zu. Andererseits ist ein Drogentransport als notwendige 

Aufgabe innerhalb einer Drogenorganisation auch keineswegs zu bagatellisieren. 

Dass es aufgrund des Berufs und des Erscheinungsbildes des Beschuldigten  

sicherlich von Vorteil war, ihn als Drogenkurier einzusetzen, wie die Vorinstanz 

ausführte (Urk. 42 S. 52), trifft zu. Diesem Umstand kommt bei der Strafzu-

messung indes keine Bedeutung zu. Aufgrund der Art und Weise der Ausführung 

des Transports und der Drogenmenge ist davon auszugehen, dass der Beschul-

digte zwar auf einer unteren Hierarchiestufe des Drogenhandels, jedoch nicht auf 

- 31 - 

der untersten tätig war, zumal er das Kokain nicht an Konsumenten, sondern an 

weitere Beteiligte übergab. 

5.4. Der Beschuldigte beteiligte sich direktvorsätzlich an der Einfuhr von  

Kokaingemisch im Kilogrammbereich. Der genaue Reinheitsgehalt bzw. die  

genaue Menge reinen Kokains waren dem Beschuldigten nicht bekannt. Dies-

bezüglich ist deshalb von eventualvorsätzlicher Tatbegehung auszugehen, was 

dem Beschuldigten leicht strafmindernd zu Gute zu halten ist. Nachdem der  

Beschuldigte die Aussagen zum Anklagesachverhalt im Wesentlichen verweigert 

hat, liegen von ihm keine Angaben zu seinen Beweggründen vor. Andere als  

finanzielle Motive (beispielsweise Druck der Organisation auf den Beschuldigten) 

sind jedoch nicht ersichtlich, zumal auch keine Hinweise dafür bestehen, dass der 

Beschuldigte selbst Drogen konsumiert. Es ist zudem erstellt, dass der Beschul-

digte für den zweiten Kokaintransport mit Fr. 2'500.– entschädigt wurde. Dass der 

Beschuldigte aus finanziellen Interessen handelte, fällt in subjektiver Hinsicht  

erschwerend ins Gewicht, wobei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden darf, 

dass er mit der Entschädigung für die Kurierdienste wohl kaum ein luxuriöses  

Leben führen konnte. Insgesamt vermögen die subjektiven Elemente die objektive 

Tatschwere damit nicht massgeblich zu vermindern.  

5.5. Unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien erweist sich die von 

der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 52 Monaten als angemessen. 

5.6. Aus dem Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten 

lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Es kann hierfür 

auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 42 

S. 53). 

Der Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten (Urk. 19/3; Urk. 43) ist mit der Vor-

instanz (Urk. 42 S. 53) keine strafmindernde Wirkung zuzumessen (BGE 136  

IV 1, E. 2.6.4). 

5.7. Der Beschuldigte ist nicht geständig. Aufgrund seines Aussageverhaltens 

kann er weder Einsicht noch Reue für sich reklamieren. Demnach ist das Nach-

tatverhalten des Beschuldigten nicht strafmindernd zu berücksichtigen.  

- 32 - 

5.8. Im Ergebnis wirken sich die Täterkomponenten weder straferhöhend noch 

strafmindernd aus. Der Beschuldigte ist deshalb mit 52 Monaten Freiheitsstrafe zu 

bestrafen. Der Anrechnung der durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und 

mit heute erstandenen 767 Tagen an die Strafe steht nichts entgegen (Art. 51 

StGB). 

5.9. Die Angemessenheit dieser Strafe ergibt sich auch bei einer Vergleichs-

rechnung mit dem schematisierten Berechnungsmodell von Fingerhuth/Tschurr 

(in: Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2. Aufl., Zürich 2007, S. 385 f.). 

Nach dem genannten Berechnungsmodell ist bei 2.6 kg reinem Kokain von einer 

Einsatzstrafe von ca. 71 Monaten auszugehen. Da es sich beim Beschuldigten 

um einen blossen Drogenkurier aus dem Ausland handelt, kann ein Abzug in der 

Grössenordnung von 20 % (14 Monate) gemacht werden. Ein weiterer Abzug im 

Bereich von 10 % (5 Monate) wäre möglich, weil er nur zwei Geschäfte tätigte. 

Damit ergäbe sich auch aus dieser Betrachtungsweise eine Strafe im Bereich von 

52 Monaten. 

6. Strafvollzug 

Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Gewährung des be-

dingten oder teilbedingten Strafvollzuges im Sinne der Art. 42 ff. StGB bereits aus 

objektiven Gründen nicht in Frage kommt (Urk. 42 S. 54). 

7. Einziehung 

7.1. Gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB verfügt das Gericht die Einziehung von Ver-

mögenswerten, die durch eine Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt 

waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Ver-

letzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt  

werden. 

7.2. Es wurde bereits dargelegt, dass es sich bei den Fr. 2'500.–, welche bei 

der Verhaftung des Beschuldigten sichergestellt werden konnten (Urk. 1/1 S. 4), 

um die Entschädigung für den Kurierdienst vom 22. Januar 2012 handelt. Diese 

Barschaft wurde damit durch strafbare Handlungen erlangt, weshalb sie zuguns-

ten der Staatskasse einzuziehen ist. Hingegen kann dem Beschuldigten nicht 

- 33 - 

nachgewiesen werden, dass die zum selben Zeitpunkt sichergestellte Barschaft in 

der Höhe von Euro 250.– (Urk. 1/1 S. 4) einen deliktischen Hintergrund hat.  

Dieser Betrag ist daher zur Vollstreckung des Urteils zu verwenden.  

8. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kosten- und 

Entschädigungsregelung (Dispositivziffern 5-7) zu bestätigen. 

8.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten 

des Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind. Die Kosten für die amtliche Verteidi-

gung im Berufungsverfahren sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens im Sin-
ne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 52 Monaten,  

wovon 767 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis 

und mit heute (27.2.2014) erstanden sind. 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

15. Februar 2012 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 2'500.– wird zugunsten 

der Staatskasse eingezogen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

15. Februar 2012 beschlagnahmte Barschaft von Euro 250.– wird einge-

zogen und zur Vollstreckung des Urteils verwendet. 

- 34 - 

5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 5-7) wird 

bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'300.00   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
− das Bundesamt für Polizei  

 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

- 35 - 

− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich (gemäss Dispositivziffern 3  
und 4). 
 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes 

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. Februar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 27. Februar 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 4 1/3 Jahren Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 536 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt  erstanden sind).
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 15. Februar 2012 beschlagnahmten Fr. 2'500.– (Konto-Nr. …) werden eingezogen. Die EUR 250.– werden beschlagnahmt und zur Verfahrens-kostendeckung verwendet.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 16'400.– (inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	8. (Mitteilungen)
	9. (Rechtsmittel)
	10. (Rechtsmittel des amtlichen Verteidigers)

	Berufungsanträge:
	1. Es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das BetmG freizusprechen;
	2. Dem Beschuldigten sei für die erlittene Untersuchungshaft eine angemessene Genugtuung zuzusprechen;
	3. Die mit Verfügung vom 15. Februar 2012 beschlagnahmten persönlichen Gegenstände des Beschuldigten seien dem Beschuldigten auszuhändigen;
	4. Die Gerichtsgebühren seien abzuweisen und die Kosten des Verfahrens wie auch der amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen;
	5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer).
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils im Schuld- und im Strafpunkt.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 11. Juli 2013 wurde der  Beschuldigte der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig gesprochen und mit einer unbedingten Freiheitsstrafe ...
	1.2. Gegen dieses Urteil, das gleichentags mündlich eröffnet wurde (Prot. I S. 11), meldete der Beschuldigte am 12. Juli 2013 (Urk. 35) und sein Verteidiger am 18. Juli 2013 (Urk. 35) fristgerecht Berufung an. Das begründete Urteil wurde vom Verteidig...
	1.3. In der Folge wurde auf den 27. Februar 2014 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 52).

	2. Umfang der Berufung
	3. Sachverhalt
	3.1. Die Vorinstanz hat die vorliegend zu beurteilenden Anklagevorwürfe korrekt zusammengefasst (Urk. 42 S. 11 f.). Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).
	3.2. Der Beschuldigte hat die Anklagevorwürfe in der Untersuchung und vor  Vorinstanz nicht anerkannt. Die eingeklagten Sachverhalte sind deshalb aufgrund der Untersuchungsakten zu erstellen. Welchen Grundsätzen dabei zu folgen ist, hat die Vorinstanz...
	3.3. Die relevanten Beweismittel wurden von der Vorinstanz korrekt und vollständig aufgezählt, weshalb darauf verwiesen werden kann (Urk. 42 S. 5 ff. und 12; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	3.3.1. Der Beschuldigte machte nur anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme vom 23. Januar 2012 (Urk. 3/1) sowie der gleichentags stattfindenden Hafteinvernahme (Urk. 3/2) vereinzelt Aussagen zur Person und zum Sachverhalt. In den folgenden Ei...
	Neben den wenigen Depositionen des Beschuldigten liegen die Aussagen der Mitbeschuldigten B._____ (Urk. 4/1-11) und C._____ (Urk. 5/1-12) bei den Akten. B._____ wurde in der Untersuchung mehrfach einvernommen (Urk. 4/1-10). Am 6. November 2012 hätte e...
	Mit dem Mitbeschuldigten C._____ wurde der Beschuldigte in der Untersuchung nicht konfrontiert. Im Rahmen des Untersuchungsverfahrens wurde dem Beschuldigten lediglich ein Auszug aus der polizeilichen Einvernahme von C._____ vom 20. Juni 2012 zur Stel...
	3.3.2. Im Übrigen kann hinsichtlich der Gültigkeit der im vorliegenden Verfahren erhobenen Beweise der Vorinstanz gefolgt werden (Urk. 42 S. 6 ff.). In Bezug auf die Verwertbarkeit der Erkenntnisse aus den Telefonkontrollen ist festzuhalten, dass gege...
	3.4. Es rechtfertigt sich vorliegend, gleich wie die Vorinstanz vorzugehen und zunächst die Beweise hinsichtlich des zweiten Anklagevorwurfs (Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012) zu würdigen (vgl. Urk. 42 S. 27).
	A. Anklagevorwurf betreffend Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012
	3.5. Dem Beschuldigten wird in der Anklage kurz zusammengefasst vorgeworfen, er habe in Brüssel im Auftrag von C._____ und D._____ zwei Koffer mit rund drei Kilogramm Kokain übernommen, welche er am 22. Januar 2012 mit seinem Personenwagen in die Sch...
	3.6. Die Stadtpolizei Zürich führte in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich seit Anfang November 2011 ein Ermittlungsverfahren, welches gegen Personen aus dem westafrikanischen Raum gerichtet war, die des organisierten Betä...
	3.7. Wie bereits ausgeführt, fand am 22. Januar 2012 eine polizeiliche Observation durch den Polizeibeamten E._____ statt. Dessen Wahrnehmungen  wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergeben, weshalb grundsätzlich auf die entsprechenden Ausführunge...
	Gemäss den Wahrnehmungen von E._____ kam es am 22. Januar 2012 im Hinterhof der Liegenschaft …strasse … in Zürich zu einem Treffen zwischen B._____ und dem Beschuldigten. Der Beschuldigte habe aus dem Kofferraum seines Fahrzeugs einen schwarzen Koffer...
	3.8. Gestützt auf die Aussagen von E._____ lässt sich damit erstellen, dass der Beschuldigte B._____ am 22. Januar 2012 einen schwarzen Koffer übergab, welchen B._____ in die Wohnung an der …strasse … brachte. Weiter steht wie bereits erwähnt fest, da...
	Angesichts der hellen Farbe des beschlagnahmten braunen Koffers (Urk. 10/2) erscheint es mit der Verteidigung (Urk. 30 S. 11 f.) als unwahrscheinlich, dass E._____ diesen fälschlicherweise für den vom Beschuldigten übergebenen schwarzen Koffer hielt. ...
	Wie bereits ausgeführt, sind die von B._____ im Verlauf der Konfrontationseinvernahme vom 6. November 2012 (Urk. 4/11) gemachten Aussagen vollumfänglich gegen den Beschuldigten verwertbar. Zusammengefasst gab B._____ in dieser Einvernahme an, dass er...
	In Bezug auf die Glaubwürdigkeit von B._____ gilt es festzuhalten, dass in derselben Sache ein Strafverfahren gegen ihn durchgeführt wurde, weshalb er in der Untersuchung als beschuldigte Person einvernommen wurde (vgl. Urk. 4/1-11). Als direkt vom v...
	3.9. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens …, in dessen Verlauf sich der Verdacht ergab, dass auch der Beschuldigte am Betäubungsmittelhandel beteiligt sein könnte, wurden diverse Telefongespräche aufgezeichnet und ausgewertet. Die vorliegend relevanten G...
	3.10. Die für die Erstellung des Sachverhalts massgeblichen Telefongespräche wurden von der Vorinstanz zutreffend wiedergegeben, worauf verwiesen werden kann (Urk. 42 S. 18 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Nachfolgend wird auf den Inhalt  dieser Gespräche e...
	3.10.1. In einem am 16. Januar 2012, 17.11 Uhr, geführten Telefongespräch unterhalten sich D._____ und C._____ über eine Person, welche "alter Mann" genannt wird und am Freitag ankommen soll. D._____ führt weiter aus, er [der alte Mann] komme ja am fr...
	Aus den Akten ergeben sich diverse Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei der im Gespräch als "alter Mann" bezeichneten Person um den Beschuldigten handelte und dieser am Freitag – dem 20. Januar 2012 – von Gambia nach Brüssel reiste, wie in der Anklag...
	3.10.2. Am 21. Januar 2012, 11.58 Uhr, fand erneut ein Telefongespräch zwischen D._____ und C._____ statt. D._____ erkundigt sich, ob die Sache dort bei ihnen erledigt werden könne. Ansonsten werde es zu viel und dann passe es nicht in einen, sondern ...
	3.10.3. Am 22. Januar 2012 fanden diverse Telefongespräche zwischen dem Beschuldigten und D._____ statt. Aus dem ersten, um 20.01 Uhr geführten, Gespräch, in welchem der Beschuldigte davon spricht, dass seine Freunde am Wochenende vermutlich zu viel P...
	3.10.4. Gleichentags um 21.32 Uhr bzw. 22.44 Uhr fanden zwei Telefongespräche zwischen D._____ und B._____ statt, wobei wiederum von einem Treffen mit einer Drittperson die Rede ist (Anhang zu Urk. 3/5). Wie die Vorinstanz zu Recht erkannte, ging es ...
	Um 21.35 Uhr teilte der Beschuldigte D._____ telefonisch mit, dass er ready sei. Er sei da und warte (Anhang zu Urk. 3/5). Gemäss den Erkenntnissen der polizeilichen Überwachung befand sich der Personenwagen des Beschuldigten zu diesem Zeitpunkt auf d...
	3.10.5. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält (Urk. 42 S. 32 f.), wurde das Treffen zwischen dem Beschuldigten und B._____ in der Folge in den Hinterhof der Liegenschaft …strasse … verschoben, vermutlich, weil sich auf dem obersten Parkdeck des …-Par...
	3.10.6. Um 22.57 Uhr konnte beobachtet werden, wie B._____ das … Parkhaus verliess und sich in den besagten Hinterhof begab (Urk. 1/6 S. 39). Der Beschuldigte fuhr um 22.58 Uhr ebenfalls in diesen Hinterhof (Urk. 7/1; Urk. 7/3 S. 3). In der Folge kam ...
	3.11. Insgesamt lässt sich damit folgender Sachverhalt erstellen:
	3.11.1. Aufgrund der Reisedokumente des Beschuldigten und der Erkenntnisse aus der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation sowie der Aussagen von B._____ steht fest, dass der Beschuldigte am 20. Januar 2012 von Gambia nach Brüssel reiste, wo er sich mi...
	Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 30 S. 9 ff.; Urk. 56 S. 4 ff.) lässt sich vorliegend auch erstellen, dass die anlässlich der Verhaftung von B._____ in der Wohnung an der ...strasse ... sichergestellten zwei Koffer mit Kokain diejenigen ...
	3.11.2. Wenn der Verteidiger geltend macht, es könnte nicht ausgeschlossen werden, dass B._____ selbst oder sonst irgendjemand die Drogenkoffer bereits vor dem Treffen in die Wohnung gebracht habe (Urk. 30 S. 11; Urk. 56 S. 6), so ist dies eine blosse...
	3.11.3. Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, das Kokaingemisch von Belgien in die Schweiz transportiert und nach Zürich gebracht zu haben (Urk. 21 S. 2). Dass das Kokain bereits in Brüssel für den Transport verpackt wurde, lässt sich dem Telefonge...
	3.11.4. Der objektive Sachverhält lässt sich auch in den weiteren Punkten erstellen. Gemäss Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 2. Februar 2012 enthielt der braune Koffer 947 Gramm und der schwarze Koffer 1'048 Gramm  reines Kokain (Urk. 1...
	3.12. Was den subjektiven Tatbestand angeht, ist der Vorinstanz darin zu folgen, dass der Beschuldigte wusste, was er transportiert. Zunächst ist festzuhalten, dass die transportierte Menge an reinem Kokain, insgesamt 1'995 Gramm, einen bedeutenden wi...
	Damit erweist sich der Anklagesachverhalt betreffend die Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 auch in subjektiver Hinsicht als erstellt.
	B. Anklagevorwurf betreffend Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012
	3.13. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vorgeworfen, ein weiteres Mal Kokain in die Schweiz eingeführt zu haben. Konkret wird ihm zur Last gelegt, um den Jahreswechsel 2011/2012 in Belgien zwei Kilogramm Kokain (Reinheitsgrad nicht bekannt)...
	3.14. Aus den Telefongesprächen, welche Ende Januar 2012 geführt wurden, lässt sich nicht nur auf die eben erstellte Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 schliessen. Vielmehr ergeben sich daraus auch konkrete Hinweise dafür, dass der Beschuldigte vor die...
	3.15. Aus den Akten ergibt sich, dass die an der Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 beteiligten Personen schon Anfangs Januar 2012 vermehrt und auf dieselbe seltsame Art und Weise miteinander kommuniziert hatten. Bei den Akten befinden sich drei Telefo...
	Die dargelegten Gespräche wirken über weite Strecken konspirativ, auch da, wo der Beschuldigte Gesprächsteilnehmer ist. Zu verweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf ein Gespräch vom 2. Januar 2012, 23.27 Uhr, worin der  Beschuldigte ausdrücklich d...
	Aus dem Inhalt der Gespräche kann jedenfalls darauf geschlossen werden, dass es am 2. Januar 2012 zu einem Treffen zwischen dem Beschuldigten und einem Bekannten von D._____ kam, bei welchem es zu einer Übergabe von Material kam, welches in der Folge ...
	3.16. Wie bereits ausgeführt, ergibt sich aus den Ende Januar 2012 geführten Telefongesprächen, dass der Beschuldigte vor der Kokaineinfuhr vom 22. Januar 2012 bereits einmal einen Kokaintransport durchgeführt haben muss. Stellt man die Ende Januar 20...
	3.17. In Würdigung der obgenannten Ausführungen ist festzuhalten, dass zwar kein direkter Beweis vorliegt, die Kombination der zahlreichen, teilweise schwer belastenden Indizien aber keinen anderen Schluss zulässt, als dass es bereits am 2. Januar 201...
	3.18. Die Vorinstanz hat sich mit den weiteren Einwänden der Verteidigung, wonach C._____ nicht bestätigt habe, dass der Beschuldigte etwas Illegales gemacht habe, bzw. G._____, bei welcher es sich immerhin um die Vermieterin des Beschuldigten handle,...
	3.19. Im Zusammenhang mit der Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012 konnten in der Untersuchung keine Betäubungsmittel sichergestellt werden. Die vom Beschuldigten in die Schweiz eingeführte Kokainmenge ist damit ebenfalls zu erstellen. Aufschlussreich sin...
	3.20. Nachdem bei der Kokaineinfuhr vom 2. Januar 2012 keine Betäubungsmittel sichergestellt werden konnten, konnte auch der Reinheitsgrad des gelieferten Kokaingemisches in der Untersuchung nicht bestimmt werden. Die Vorinstanz nahm einen Reinheitsg...
	Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Reinheitsgrad erweisen sich als überzeugend. Die Vorinstanz stützt ihre Annahme, der Beschuldigte habe Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von 66% eingeführt, nicht bloss auf die Erfahrung, wonach in die Schwe...
	Letztlich kann der Reinheitsgrad und damit auch die genaue Menge des eingeführten Kokaingemisches jedoch nicht mit absoluter Sicherheit festgelegt werden. Jedenfalls steht bei der Annahme eines Reinheitsgrades in der dargelegten  Grössenordnung fest, ...
	3.21. In Bezug auf den subjektiven Tatbestand kann auf die obigen Ausführungen verweisen werden (Ziff. 3.13).
	3.22. Insgesamt bestehen damit keine Zweifel daran, dass sich auch der erste Anklagesachverhalt so zugetragen hat, wie er in der Anklageschrift umschrieben ist. Einschränkungen ergeben sich lediglich in Bezug auf die Menge des eingeführten Kokaingemi...

	4. Rechtliche Würdigung
	Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung erweist sich als  zutreffend und ist zu bestätigen. Der Beschuldigte ist somit des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19  Abs. 2 lit. a BetmG...

	5. Strafzumessung
	5.1. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden in schweren Fällen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zwanzig Jahren bestraft. Zusätzlich kann eine Geldstrafe ausgefällt werden. Die vorliegend me...
	5.2. Die Vorinstanz hat bereits ausgeführt, wie eine Strafe zuzumessen ist. Auf ihre zutreffenden Erwägungen kann an dieser Stelle verwiesen werden (Urk. 42 S. 50 f.).
	5.3. Die Vorinstanz stufte das objektive Tatverschulden des Beschuldigten im Rahmen des schweren Falles im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG als keineswegs leicht bis erheblich ein (Urk. 42 S. 52), was zu übernehmen ist. Der Beschuldigte beging nicht ein...
	Wesentlich bei der Strafzumessung ist sodann die Stellung des Täters in der  Hierarchie des Drogenhandels und die Zahl der Geschäfte, welche ein Indiz für die kriminelle Energie und damit für die Gefährlichkeit des Täters ist (vgl. Hansjakob, Strafzu...
	5.4. Der Beschuldigte beteiligte sich direktvorsätzlich an der Einfuhr von  Kokaingemisch im Kilogrammbereich. Der genaue Reinheitsgehalt bzw. die  genaue Menge reinen Kokains waren dem Beschuldigten nicht bekannt. Diesbezüglich ist deshalb von event...
	5.5. Unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien erweist sich die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 52 Monaten als angemessen.
	5.6. Aus dem Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten lassen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Es kann hierfür auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 42 S. 53).
	Der Vorstrafenlosigkeit des Beschuldigten (Urk. 19/3; Urk. 43) ist mit der Vorinstanz (Urk. 42 S. 53) keine strafmindernde Wirkung zuzumessen (BGE 136  IV 1, E. 2.6.4).
	5.7. Der Beschuldigte ist nicht geständig. Aufgrund seines Aussageverhaltens kann er weder Einsicht noch Reue für sich reklamieren. Demnach ist das Nachtatverhalten des Beschuldigten nicht strafmindernd zu berücksichtigen.
	5.8. Im Ergebnis wirken sich die Täterkomponenten weder straferhöhend noch strafmindernd aus. Der Beschuldigte ist deshalb mit 52 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen. Der Anrechnung der durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erst...
	5.9. Die Angemessenheit dieser Strafe ergibt sich auch bei einer Vergleichsrechnung mit dem schematisierten Berechnungsmodell von Fingerhuth/Tschurr (in: Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 2. Aufl., Zürich 2007, S. 385 f.). Nach dem genannten Berec...

	6. Strafvollzug
	7. Einziehung
	7.1. Gemäss Art. 70 Abs. 1 StGB verfügt das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederhers...
	7.2. Es wurde bereits dargelegt, dass es sich bei den Fr. 2'500.–, welche bei der Verhaftung des Beschuldigten sichergestellt werden konnten (Urk. 1/1 S. 4), um die Entschädigung für den Kurierdienst vom 22. Januar 2012 handelt. Diese Barschaft wurde ...

	8. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositivziffern 5-7) zu bestätigen.
	8.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten des Berufungsverfahre...

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 52 Monaten,  wovon 767 Tage durch Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute (27.2.2014) erstanden sind.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 15. Februar 2012 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 2'500.– wird zugunsten der Staatskasse eingezogen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 15. Februar 2012 beschlagnahmte Barschaft von Euro 250.– wird eingezogen und zur Vollstreckung des Urteils verwendet.
	5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 5-7) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art....
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich (gemäss Dispositivziffern 3  und 4).

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.