# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7acce49-626e-56d9-a49c-dc40f56820b9
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-19
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 19.01.2015 C1 14 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_C1-14-155_2015-01-19.pdf

## Full Text

C1 14 141/155 

 

 

URTEIL VOM 19. JANUAR 2015 

 

Kantonsgericht Wallis 

I. Zivilrechtliche Abteilung 

 

Hermann Murmann, Präsident; Dr. Rochus Jossen, Gerichtsschreiber 

 

in Sachen 

 

X_________, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt 

A_________ 

 

und 

 

Y_________, Berufungsbeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt 

B_________ 

 

 

(Ehescheidung) 

Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts C_________ vom 25. April 2014 

  

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Verfahren und Erwägungen 

 

1.  Am 19. Mai 2014 reichte Y_________ Berufung gegen das Urteil des Bezirksge-

richts C_________ vom 25. April 2014 ein. Am 28. Mai 2014 tat ihm dies X_________ 

gleich. Anlässlich der Gerichtssitzung vom 19. Januar 2015 schlossen die Parteien 

einen Vergleich folgenden Inhalts: 

1. Die Verfahren C1 14 141 Y_________ <> X_________ und C1 14 155 X_________ <> Y_________ 

werden zusammengelegt. 

2. Nachdem der Bezirksrichter die hälftige Teilung der Freizügigkeitsleistung im Teilurteil vom 6. Dezem-

ber 2012 festgelegt hat, ist die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts zuständig 

für die betragsmässige Teilung der Freizügigkeitsleistungen. Die Parteien haben die diesbezüglichen 

Ausführungen (Schreiben vom 26. November 2014) zur Kenntnis genommen. Frau X_________ wird 

bei der D_________ Bank ein Freizügigkeitskonto eröffnen damit einerseits die Guthaben der 

E_________ und der Stiftung Auffangeinrichtung BVG dort zusammengeführt werden können und an-

dererseits die Pensionskasse von Y_________ den Betrag von Fr. 41‘287.23 (samt Zins) darauf ein-

zahlen kann. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts wird ersucht die hälftige 

Teilung der Freizügigkeitsleistungen in diesem Sinne vorzunehmen. 

3. Güterrechtliche Auseinandersetzung: Der Wert der StWE-Anteile xxx1 Garage Nr. xxx im EG (1/1000) 

und StWE-Anteil xxx2 (49/1000) 4-Zimmer Wohnung Nr. xxx im ersten OG und Keller Nr. xxx im EG 

beträgt Fr. 351‘900.--. Die Hypothekarschulden, die auf diesen beiden Stockwerkeigentumsanteilen 

lasten, betragen Fr. 219‘000.--. Der Übernahmewert der Wohnung beträgt somit Fr. 132‘900.-- 

(Fr. 351‘900.-- - Fr. 219‘000.--)  

 Der Ehegattin steht aus Güterrecht Nachfolgendes zu:  

a) Fr. 132‘900.-- : 2, sind Fr. 66‘450.-- (1/2 Wohnung und Garage);  

b) Fr. 28‘000.-- : 2, sind Fr. 14‘000.-- (Betrag, den der Ehemann in die Wohnung in F_________ inves-

tiert hat);  

c) Konto 3A des Ehemanns Fr. 7‘800.-- : 2 sind Fr. 3‘900.--.  

Somit stehen Frau X_________ Fr. 84‘350.-- aus Güterrecht zu.  

 Frau X_________ übernimmt die Miteigentumsanteile der StWE Nr. xxx2 und xxx1, welche ihrem Ehe-

gatten gehören. Sie wird somit Alleineigentümer dieser beiden StWE-Anteile.  

 Die D_________ Bank erklärt sich hiermit ausdrücklich damit einverstanden, dass Herr Y_________ 

aus der Solidarschuldnerschaft betreffend der auf den StWE-Anteilen lastenden Hypothek entlassen 

wird und Frau X_________ somit Alleinschuldnerin gegenüber der Bank wird. 

 Da die Ehegattin die beiden Miteigentumsanteile der StWE-Anteile Nr. xxx1 und xxx2 übernimmt und 

ihr Fr. 84‘350.-- aus Ehegüterrecht zustehen, schuldet sie ihrem Gatten aus Güterrecht den Betrag von 

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Fr. 48‘550.-- (132‘900.-- - 84‘350.--). Zudem schuldet sie ihrem Gatten Fr. 25‘000.-- aus Güterrecht in 

Bosnien, somit beträgt die Totalschuld aus Güterrecht von Frau X_________ an Herrn Y_________ 

Fr. 73‘550.--.  

4. Herr Y_________ hat grundsätzlich den Betrag von Fr. 51‘000.-- an seine Pensionskasse zurück zu 

bezahlen, die er seinerzeit in die eheliche Wohnung, das heisst in die beiden obgenannten StWE-

Anteile investiert hat, welche nun von Frau X_________ übernommen werden. 

 Statt, dass die Ehegattin dem Ehegatten den Betrag von Fr. 73‘550.-- überweist, überweist sie den 

Betrag von Fr. 51‘000.-- an die Pensionskasse des Ehegatten, womit sie noch Fr. 22’550.-- ihrem Gat-

ten aus Güterrecht schuldet. Dieser Betrag ist bis zum 28. Februar 2015 an Herrn Y_________ zu be-

zahlen. 

 Dies geschieht wie folgt: 

a) Frau X_________ bezieht von ihrem Freizügigkeitskonto bei der D_________ Bank den Betrag von 

Fr. 41‘287.23. Zu Gunsten der D_________ Bank wird für diesen Betrag ein Veräusserungsverbot auf 

den von Frau X_________ erworbenen Stockwerkeigentumanteilen angemerkt.  

b) Die D_________ Bank gewährt Frau X_________ eine Erhöhung der Hypothek um Fr. 9‘712.77 

(Fr. 51‘000.-- - Fr. 41‘287.23), so dass dieser Betrag zusammen mit dem Betrag aus dem Freizügig-

keitskonto an die Pensionskasse des Ehegatten überwiesen werden kann und so das Veräusserungs-

verbot zu Gunsten der Pensionskasse des Ex-Ehegatten gelöscht werden. 

5. Frau X_________ kann auf einseitiges Begehren, bei Rechtskraft des vorliegenden Urteils, die Über-

tragung der Miteigentumsanteile von Y_________ beim Grundbuchamt G_________ auf sie selber 

verlangen, so dass sie Alleineigentümerin der beiden StWE-Anteile Nr. xxx1 und xxx2 wird. Die Kosten 

für die Übertragungen im Grundbuchamt bezahlen Herr Y_________und Frau X_________ je zur Hälf-

te.  

6. Herr Y_________ bezahlt an seine Ex-Gattin einen monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von 

Fr. 717.-- für die Zeit bis November 2014 und von Fr. 850.-- vom 1. November 2014 bis 1. November 

2020. Bereits getätigte Zahlungen werden angerechnet. 

7. Mit Ausnahme dieser Änderungen, bleibt das erstinstanzliche Urteil vom 25. April 2014 bestehen, ins-

besondere was die Unterhaltsbeiträge an die Kinder, die Gerichtskosten und die Parteientschädigun-

gen betrifft.  

8. Die Gerichtskosten der Berufungsinstanz im Betrage von Fr. 1‘000.-- werden den Parteien je zur Hälfte 

auferlegt. Auf Grund der beidseitig gewährten, unentgeltlichen Rechtspflege werden diese vorab durch 

den Staat Wallis bezahlt. Y_________ und X_________ haben dem Staat Wallis die ihnen auferlegten 

Gerichtskosten von je Fr. 500.-- nach- respektive zurück zu zahlen, sobald sie dazu in der Lage sind. 

9. Jede Partei übernimmt ihre eigenen Kosten für das Berufungsverfahren. Auf Grund der beidseitig ge-

währten, unentgeltlichen Rechtspflege werden diese vorab durch den Staat Wallis bezahlt und zwar 

wird Rechtsanwalt B_________ mit Fr. 4‘000.-- und Rechtsanwalt A_________ ebenfalls mit 

Fr. 4‘000.-- entschädigt. 

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10. Y_________ und X_________ haben dem Staat jeweils den Betrag von Fr. 4‘000.-- nach- respektive 

zurück zu zahlen, sobald sie dazu in der Lage sind. 

11. Die Verfahren C1 14 141 / 155 werden infolge Vergleiches vom Geschäftsverzeichnis des Kantonsge-

richts abgeschrieben.  

Sitten, 19. Januar 2015 

Gelesen und bestätigt: 

sig X_________        sig. Y_________ 

sig. RA A_________        sig. RA B_________ 

 

2.  Nachdem sich die Parteien in sämtlichen Punkten geeinigt haben, können die Ver-

fahren C1 14 141 und 155 als durch Vergleich erledigt vom Geschäftsverzeichnis des 

Kantonsgerichts abgeschrieben werden.  

 

Demnach wird erkannt 

 

Die Verfahren C1 2014 141 / C1 2014 155 werden als durch Vergleich erledigt vom 

Geschäftsverzeichnis des Kantonsgerichts abgeschrieben.  

 

Sitten, 19. Januar 2015