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**Case Identifier:** f87da955-abef-55c7-8474-162e552dc816
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.04.2025 725 2024 27 (725 24 27)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2024-27_2025-04-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. April 2025 (725 24 27) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beurteilung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Reto Bachmann, Rechtsanwalt, LISCHER 
ZEMP & PARTNER, St. Leodegarstrasse 2, 6006 Luzern 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1982 geborene A.____ war vom 1. September 2014 bis 31. Januar 2020 bei der 
B.____AG in X.____ als Chauffeur angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Be-
rufskrankheiten versichert. Am 4. April 2019 rutschte A.____ mit dem Mofa auf einer Tram-

 

 
 
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schiene aus und stürzte auf die linke Körperhälfte. Dabei zog er sich gemäss Bericht der Klinik 
C.____ vom 4. April 2019 Prellungen am linken Ellenbogen und Handgelenk zu. Die Suva aner-
kannte ihre Leistungspflicht für die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung). Mit Schreiben vom 20. Juli 2022 stellte sie die Heil-
kosten- und Taggeldleistungen per 30. September 2022 ein. Mit Verfügung vom 18. August 
2022 sprach sie A.____ für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 
4. April 2019 eine Invalidenrente von 26 % sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf 
einer Integritätseinbusse von 7 % zu. Die hiergegen erhobene Einsprache hiess sie insofern 
gut, als sie den Rentenanspruch von 26 % auf 30 % erhöhte. Im Übrigen wies sie die Einspra-
che ab (Einsprachentscheid vom 21. Dezember 2023). 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 30. Januar 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023 sei aufzuheben und die Sa-
che sei zur Durchführung eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens zwecks Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit sowie des Integritätsschadens an die Beschwerdegegnerin zu-
rückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewil-
ligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechtsanwalt Daniel Altermatt als Rechtsvertreter. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann, schloss in 
ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Am 1. März 2024 zog der Beschwerdeführer das Gesuch um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren zurück. 
 
E. Am 5. März 2024 zog das Kantonsgericht die Akten der Invalidenversicherung (IV) bei. 
 
F. Mit Eingabe vom 3. Juni 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen Ausführungen in 
der Beschwerde vom 30. Januar 2024 vollumfänglich fest. 
 
G. Mit Verfügung vom 5. Juni 2024 wurde der vorliegende Fall dem urteilenden Dreierge-
richt zur Beurteilung überwiesen. 
 
H. Anlässlich der Urteilsberatung vom 10. Oktober 2024 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass der medizinische Sachverhalt unvollständig abgeklärt und dem Beschwerdefüh-
rer vor der Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und der Rückweisung der An-
gelegenheit an die Beschwerdegegnerin Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde zu geben 
sei. In der Folge ersuchte es den Beschwerdeführer mitzuteilen, ob er seine Beschwerde zu-
rückziehe oder an dieser festhalte. Gleichzeitig wies es darauf hin, dass ein allfälliges Urteil 
gemäss § 1 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 im Zirkularverfahren ergehen würde (vgl. Beschluss 
vom 10. Oktober 2024). 
 

 

 
 
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I. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2024 teilte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht 
mit, dass er an der Beschwerde festhalte. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobe-
ne Beschwerde vom 30. Januar 2024 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versi-
cherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie An-
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauern-
de erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 
Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Inva-
lidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztli-
chen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Für diese Leistungen hat der Unfallversicherer 
grundsätzlich nur unter der Voraussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten 
Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritäts-
schädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. 
 
2.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche – insbesondere bei 
der Feststellung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – 
ist die rechtsanwendende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen 
angewiesen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 132 V 93 E. 4). Das Gericht hat diese Unterlagen nach 
dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 

 

 
 
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sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere 
darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsicht-
lich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutach-
ten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem 
Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin-
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
3. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den Entscheid zentral sind. 
 
4.2 Gemäss Bericht vom 4. April 2019 wurden im Spital D.____ anlässlich der gleichentags 
durchgeführten Sonographie und der Röntgenuntersuchung eine Ellbogen- und eine Handge-
lenksprellung links diagnostiziert. Hinweise auf akute ossäre oder artikuläre Traumafolgen seien 
nicht ersichtlich. 
 
4.3 Am 5. Mai 2019 berichte der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, FMH Chirurgie und 
Handchirurgie, die MRI-Aufnahmen vom 12. April 2019 würden im Bereich des radialen und 
ulnaren distalen Numerus Zeichen eines Bone bruise und im Bereich des Handgelenks Hinwei-
se auf ein Ulnaimpaktionssyndrom bei geringer Ulna-Plus-Variante zeigen. Eine kleine proxima-
le Zyste im Lunatum befände sich eher im nicht typischen Bereich eines Ulnaimpaktionssyn-
droms. Es bestünde eine eher zentrale Läsion des Diskus triangularis. Das Handgelenk sei auf-

 

 
 
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grund deutlicher Beschwerden noch nicht gut klinisch beurteilbar. Aufgrund der Röntgenauf-
nahmen seien höhergradige Läsionen eher unwahrscheinlich. 
 
4.4 Am 18. März 2020 diagnostizierte Dr. E.____ eine Allodynie am linken Handgelenk, 
MRT-graphisch nachgewiesene erhebliche ulnare Knochenprellungen links, einen Status nach 
Arthroskopie und subtotaler Diskusresektion am linken Handgelenk am 4. Juni 2019 bei kom-
plexer zentraler Diskusläsion. Der Versicherte könne mit der linken Hand quasi fast nichts 
durchführen und sei dauerhaft schmerzgeplagt. 
 
4.5 Am 20. April 2020 berichtete Dr. E.____, dass die operative Entlastung des Nervus me-
dianus im Bereich des Karpaltunnels und des beugeseitigen Unterarms (am 31. März 2020) 
nicht die erwünschte Schmerzreduktion gebracht habe. Die Schmerzsituation sei praktisch un-
verändert. Eine zeitnahe Untersuchung durch den Suva-Kreisarzt und eine begleitende 
Schmerztherapie seien zu befürworten. 
 
4.6 Im Bericht vom 13. Juli 2020 führte Dr. E.____ aus, klinisch präsentiere sich ein Bild 
eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) mit ausgeprägter Allodynie auf der 
Beugeseite des Unterarms und der Handfläche. Es sei zu befürworten, dass der Versicherte 
engmaschig schmerztherapeutisch begleitet und unter CRPS-Aspekten therapiert werde. 
 
4.7 Am 22. Januar 2021 hielt der behandelnde Arzt Dr. med. F.____, FMH Anästhesiologie, 
fest, dass eine wiederholt durchgeführte Infusionstherapie ohne Erfolg gewesen sei. Um eine 
höhere Konzentration im schmerzhaften Areal zu erzielen, sei die Injektion in der Folge intraar-
teriell durchgeführt worden. Dieses Vorgehen habe jeweils zu einem kurzzeitigen Unterbruch 
der Schmerzen geführt. Mit dem Versicherten sei die Behandlung des Nervus ulnaris und des 
Nervus radialis mit gepulster Radiofrequenz über perkutane Elektroden besprochen worden. Als 
letzte Behandlungsmöglichkeit bestünde dann noch die Implantation eines rückenmarknahen 
Neurostimulators. Der Versicherte sei mit heftigen Schmerzen ziemlich verzweifelt in die Praxis 
gekommen. Daher sei eine Katheteranalgesie des Plexus brachialis angelegt worden. Der Ka-
theter werde für einige Tage belassen und mit Hilfe einer Elastomerpumpe kontinuierlich befah-
ren. 
 
4.8 Im Bericht des Zentrums G.____ vom 30. August 2021 wurde festgehalten, dass die 
Ursache der chronischen Schmerzen im Bereich der gesamten linken oberen Extremität mit 
Ausstrahlung in die Nacken-/Schulterregion sowie teilweise links kranial mit zeitweise ein-
schiessenden Schmerzattacken bei Druck im Bereich des Handgelenks in die Unterarmregion 
(Innenseite) nicht eindeutig zuordenbar sei. Differentialdiagnostisch komme ein CRPS Typ I 
zwar in Frage. Aktuell seien die Budapest Kriterien (CRPS-Diagnosekriterien) jedoch nicht er-
füllt. Differentialdiagnostisch müsse an einen chronischen posttraumatischen, alternativ an ei-
nen noziplastischen Schmerz bei Status nach Motorradsturz am 4. April 2019 mit konsekutivem 
Bone Bruise gedacht werden. Die Testung zeige einen Befund, der nicht CRPS-spezifisch, je-
doch mit einem CRPS vereinbar sei. In der aktuellen klinisch-neurologischen Untersuchung sei 
eine Sensibilitätsstörung im Bereich des gesamten linken Arms aufgefallen, die nicht dermato-
mal oder einem einzelnen peripheren Nervenversorgungsgebiet zuordenbar sei. Es zeige sich 

 

 
 
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eine Hypästhesie für alle Qualitäten im Bereich des Ober- und Unterarms und eine Hyperästhe-
sie im Bereich des distalen Unterarms sowie der gesamten Hand, palmar betont. Zudem sei 
eine Druckdolenz im Bereich aller Fingergelenke, im Bereich des Hand- und Ellenbogen- sowie 
Schultergelenks aufgefallen. Auf Aufforderung hätten die Finger nicht bewegt werden können 
und der Faustschluss sei unvollständig gewesen. Darüber hinaus hätten sich keine manifesten 
Paresen (bei Angabe von Schmerzen bei Bewegung im Bereich des gesamten linken Armes) 
nachweisen lassen. Die geplante elektroneurographische Untersuchung im Bereich der oberen 
Extremitäten habe aufgrund der starken vegetativen Reaktion des Versicherten auf Stromreize 
(Schwitzen, schnelle Atmung und muskuläre Anspannung) abgebrochen werden müssen. Eine 
Nervus medianus Läsion sei elektrophysiologisch bereits ausgeschlossen worden. Klinisch las-
se sich keine sichere periphere Nervenläsion diagnostizieren, aber auch nicht ausschliessen. 
Die aktuelle Funktionseinschränkung der linken Hand sei nicht durch eine Mononeuropathie 
erklärbar, sondern gehe darüber hinaus. 
 
4.9 Am 22. Dezember 2021 berichtete Dr. E.____, dass sich klinisch weiterhin massive Zei-
chen eines CRPS mit trophischer Hautverfärbung und vermehrter Schweisssekretion zeigen 
würden. Eine aktive Beweglichkeit der Langfinger sei schmerzbedingt nicht möglich, und auch 
passive Bewegungen würden sofort zu deutlich nachvollziehbaren Schmerzen und Schmerzre-
aktionen führen. Der Versicherte sei sowohl körperlich als auch psychisch am Ende seiner Kräf-
te. Die Problematik bestehe nun seit zweieinhalb Jahren und die Situation verschlechtere sich 
stetig. Funktionell habe der Versicherte einen Verlust des linken Arms zu beklagen, und die 
anhaltenden Schmerzen beeinträchtigten seine Lebensqualität erheblich. 
 
4.10 Am 9. Februar 2022 diagnostizierte Dr. F.____ ein CRPS mit Allodynie im linken Hand-
gelenk, einen Status nach Motorradunfall vom 4. April 2019 sowie nach Implantation einer Rü-
ckenmarkstimulation (SCS) am 27. Januar 2022. Letztere sei nach mehreren erfolglosen The-
rapieversuchen erfolgt. Die Testphase des SCS verlaufe vielversprechend. Der Versicherte be-
richte von einer deutlichen Linderung der nächtlichen Schmerzen in Schulter und Arm, was zu 
einer Verbesserung des Nachtschlafs geführt habe. Zudem sei eine sichtbare Verbesserung der 
aktiven Beweglichkeit in Schulter und Ellenbogen zu verzeichnen. Die Schmerzen in den Fin-
gern und der Hand hätten sich bislang nur geringfügig gebessert. 
 
4.11 Am 29. März 2022 ersuchte die Rehaklinik H.____ die Suva um Kostengutsprache für 
eine Verlängerung der stationären Rehabilitation. Der Versicherte zeige sich kooperativ und 
sehr motiviert für das Therapieprogramm. Trotz weiterhin bestehender eingeschränkter Beweg-
lichkeit und Kraft sowie Schmerzen in der linken Hand hätten bereits leichte Verbesserungen, 
insbesondere in der allgemeinen Ausdauer, erzielt werden können. In den Leistungstests de-
monstriere der Versicherte Leistungsbereitschaft und bemühe sich stets, die betroffene Hand 
einzusetzen. Die Schmerzen in der linken Schulter seien jedoch noch erheblich störend. In der 
Ergotherapie zeige er gute Mitarbeit und führe instruierte Übungen korrekt durch, einschliesslich 
Übungen zur Verbesserung der Greiffunktion. Eine vorhandene Schmerzverarbeitungsproble-
matik werde durch begleitende psychiatrisch-psychologische Gespräche mitbehandelt. Auf-
grund des Potenzials für weitere Fortschritte in der Handfunktion sei ein fortgesetztes intensives 

 

 
 
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Trainingsprogramm vorgesehen, mit dem Ziel, die Beweglichkeit weiter zu verbessern, den Ein-
satz der linken Hand zu optimieren und einen weiteren Kraftaufbau zu erreichen. 
 
4.12 Dem Austrittsbericht der Rehaklinik H.____ vom 21. April 2022 ist zu entnehmen, dass 
sich der Versicherte vom 17. März 2022 bis 12. April 2022 in stationärer Behandlung befunden 
habe. Diagnostiziert wurden ein Motorradunfall am 4. April 2019, eine Prellung des Handge-
lenks und des Ellbogen links, eine komplexe zentrale Diskusläsion im linken Handgelenk und 
ein chronisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer komplexen funktionellen neurologischen 
Störung mit Allodynie im linken Handgelenk. Differentialdiagnostisch wurden ein CRPS, eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine 
Anpassungsstörung sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge in Betracht gezogen. Im Vorder-
grund stünden weiterhin eine eingeschränkte Beweglichkeit und Kraft sowie Schmerzen in der 
linken Hand. Klinisch habe sich das stets in einer Handgelenksmanschette getragene linke 
Handgelenk reizlos, ohne Überwärmung, jedoch mit einer Schnürfurche und reaktiver Hyperäm-
ie handgelenksnah gezeigt. Es würden Druckdolenzen über der gesamten linken Hand ange-
geben, im Sinne einer diffusen, ulnarseitig betonten Allodynie. Klinische Hinweise für ein CRPS 
würden sich nicht finden. Die aktuelle Bildgebung zeige am linken Handgelenk seit der letzten 
MRI-Untersuchung vom 16. Dezember 2019 keine Veränderungen. Zusätzliche Röntgenauf-
nahmen der HWS und beider Schultern hätten ebenfalls keine Ursache für die geklagten Be-
schwerden ergeben. Angesichts des während des Aufenthalts gezeigten, stark ausgeprägten 
Schmerzvermeidungs- und Schonverhaltens scheine eine Schmerzverarbeitungsproblematik 
vorhanden zu sein. Da sich der Versicherte gegenüber einer eingehenderen psychiatrisch-
psychologischen Exploration sträube, habe keine psychiatrische Störung festgestellt werden 
können, welche allenfalls zu einem gewissen Anteil Mitursache der Schmerzverarbeitungsstö-
rung hätte sein können. Im Rahmen der stationären Rehabilitation habe keine namhafte Ver-
besserung der Beschwerden erzielt werden können. Weitere physiotherapeutische Massnah-
men seien nicht vorgesehen, lediglich die Fortsetzung des instruierten Heimprogramms werde 
empfohlen. Eine psychotherapeutische Nachbehandlung wurde aufgrund mangelnder Motivati-
on des Patienten als nicht sinnvoll erachtet. Es sei eine erhebliche Symptomausweitung beo-
bachtet worden, wobei davon auszugehen sei, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung 
hätte erbracht werden können. Infolge Selbstlimitierung und ungenügender Kooperation im Be-
handlungsprogramm hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Be-
lastbarkeit nicht erreicht werden können. Die Resultate der physischen Leistungstests wurden 
als nur teilweise verwertbar für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit ein-
gestuft. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den ob-
jektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklä-
rung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Eine weitergehende Einschränkung der 
Belastbarkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begründen. Eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund der Psyche sei derzeit sehr wahrscheinlich nicht gegeben. Um mit Si-
cherheit diese zu beurteilen, müsste der Patient mehrmals psychiatrisch-psychotherapeutisch 
gesehen oder gutachterlich beurteilt werden. Die bisherige berufliche Tätigkeit als LKW-
Chauffeur sei nicht mehr möglich. Eine vorwiegend einhändig auszuübende leichte Tätigkeit mit 
Einsatz der betroffenen Hand bestenfalls als Zudienerhand sei aber ganztags zumutbar. Von 
der Fortsetzung der Behandlung kann keine namhafte Besserung mehr erwartet werden. 

 

 
 
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4.13 Im Bericht vom 16. Mai 2022 schätzte der Suva-Kreisarzt Dr. med. I.____, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, den Integritätsschaden 
auf 7 %. Begründend hielt er fest, die Bildgebung zeige für das linke Handgelenk auf der ulna-
ren Seite posttraumatische Veränderungen, welche im Quervergleich einer mässigen Arthrose 
an der Grenze zur schweren entsprechen würden. Radial seien die Gelenkverhältnisse prak-
tisch altersentsprechend. Für eine mässige bis schwere Arthrose des gesamten Handgelenks 
werde in Tabelle 5 der Suva ein Integritätsschaden von 10 % aufgeführt. Da jedoch beim Versi-
cherten nur der ulnare Teil des Handgelenks betroffen sei, sei die Integritätsentschädigung mit 
7 % zu veranschlagen. Allfällige Schmerzen hätten für die Beurteilung des Integritätsschadens 
nur eine äusserst untergeordnete Bedeutung, da sich Schmerzen nicht objektiv erfassen lies-
sen.  
 
4.14 Am 7. Juni 2022 berichtete Dr. F.____, dass die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand 
praktisch aufgehoben sei und die Reduktion der Schmerzen im Tagesablauf unter Neuromodu-
lation nur 20 % betrage. Die Arbeitsfähigkeit sei daher stark eingeschränkt. Die erlernten Berufe 
(Metzger und LKW-Fahrer) könnten nicht mehr ausgeübt werden. Vorstellbar seien allenfalls 
einfache Tätigkeiten, die einhändig ausgeführt werden könnten. 
 
4.15 Am 7. September 2022 führte Dr. E.____ aus, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten die Schmerzsituation mit einschiessenden Schmerzen nicht berücksichtigt 
habe. Er betonte, dass eine Arbeitstätigkeit, die sich ausschliesslich auf den Einsatz des rech-
ten Arms beschränke, angesichts der vorhandenen Schmerzpumpe unrealistisch sei. 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwer-
deführers im Wesentlichen auf den Austrittsbericht der Rehaklinik H.____ vom 21. April 2022. 
Da diese Klinik ein Unternehmen der Suva ist, ist der Austrittsbericht als versicherungsinterner 
ärztlicher Bericht zu qualifizieren. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen grundsätzlich stets Beweiswert zuerkannt 
(BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee). Wie in Erwägung 2.2 ausgeführt, sind jedoch an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bereits bei geringen Zweifeln 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Beurteilungen sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen. Der Austrittsbericht vom 21. April 2022 weist mehrere Unzu-
länglichkeiten auf, die erhebliche Zweifel an seiner Beweiskraft begründen. 
 
5.2 Zunächst beschreibt der Austrittsbericht eine erhebliche Symptomausweitung, eine 
Selbstlimitierung und eine ungenügende Kooperation des Beschwerdeführers, ohne diese Fest-
stellungen hinreichend zu konkretisieren oder in Bezug zur differenziert beschriebenen 
Schmerzsituation zu setzen. Zwar wird das Verhalten des Beschwerdeführers bezüglich der 
Rehabilitation als nicht optimal gewertet. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass während 
des stationären Aufenthalts die Frage einer möglicherweise vorliegenden psychischen Erkran-
kung des Versicherten nicht abschliessend untersucht wurde. Folglich bleibt unklar, ob das 
Verhalten des Beschwerdeführers auf psychische Faktoren zurückzuführen ist. Dazu kommt der 

 

 
 
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deutliche Widerspruch zwischen den Feststellungen im Austrittsbericht und dem Kostengut-
sprachegesuch vom 29. März 2022, in welchem der Beschwerdeführer als motiviert, kooperativ 
und leistungsbereit beschrieben wurde. Diese im Austrittsbericht nicht weiter erläuterte Diskre-
panz lässt Zweifel an der Objektivität und Zuverlässigkeit der Beurteilung des Gesundheitszu-
stands und der Einschätzung des Leistungsvermögens aufkommen, zumal Hinweise für eine 
Veränderung der Motivation des Beschwerdeführers während des stationären Aufenthalts nicht 
ersichtlich sind. Zudem ergeben sich aus den umfangreichen medizinischen Vorakten keine 
Anhaltspunkte für eine Selbstlimitierung oder eine ungenügende Kooperation des Beschwerde-
führers. Im Gegenteil beschrieb Dr. E.____ die Mitarbeit des Versicherten als adäquat (vgl. Be-
richt von Dr. E.____ vom 18. März 2020; act. 86). Vor diesem Hintergrund erscheint der Vorhalt 
der Selbstlimitierung und der mangelnden Kooperation nicht überzeugend und begründet erste 
Zweifel an der Zuverlässigkeit des Austrittsberichts vom 21. April 2022. 
 
5.3 Zudem wirft die im Austrittsbericht insgesamt nur kurz und oberflächlich begründete Be-
urteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers Fragen auf. Die nicht weiter begründete 
Einschätzung, wonach dem Beschwerdeführer leichte, vorwiegend einhändig auszuübende 
Tätigkeiten mit Einsatz der betroffenen Hand bestenfalls als Zudienerhand ganztags zumutbar 
seien, steht in einem Widerspruch zur Beurteilung des behandelnden Facharztes Dr. E.____. 
Dieser führte in seinem Bericht vom 7. September 2022 aus, dass im Austrittsbericht die 
Schmerzsituation des Versicherten mit einschiessenden Schmerzen nicht berücksichtigt worden 
sei und eine Arbeitsfähigkeit für einen Einsatz des rechten Arms bei vorhandener Schmerz-
pumpe ohne Realitätsbezug sei. Wenngleich der Bericht von Dr. E.____ kein hinreichendes Bild 
über den Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit des Versicherten vermittelt und seine 
Beurteilung als schmerztherapeutisch tätiger Arzt mit Vorbehalt zu würdigen ist, lässt er den-
noch Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Versicherten aufkommen. Dies gilt umso mehr, als 
im Schlussbericht der Stiftung J.____ (Einsatz vom 12. Januar 2023 bis 11. Februar 2023) vom 
9. Februar 2023 festgehalten wurde, dass der Beschwerdeführer während des Einsatzes auch 
in der rechten Hand Schmerzen aufgrund von Überbelastung entwickelt habe und die Tätigkei-
ten nur eingeschränkt, langsamer und mit häufigen Unterbrechungen haben ausgeführt werden 
können. Es bleibt unklar, ob diese Beschwerden möglicherweise (auch) mit einer früheren Ver-
letzung der rechten Hand in Verbindung stehen (Bericht von Dr. E.____ vom 18. März 2020; 
act. 86), da die vorhandenen medizinischen Unterlagen darüber keine Auskunft geben. Ange-
sichts dieser Umstände ist es fraglich, ob die Ärzte der Rehaklinik die Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers korrekt eingeschätzt haben. Auch insoweit bestehen somit Zweifel an der 
Zuverlässigkeit der Beurteilung durch die Rehaklinik H.____. 
 
5.4 Soweit die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass der behandelnde Arzt Dr. F.____ 
das Zumutbarkeitsprofil im Abschlussbericht der Rehaklinik H.____ bestätigt habe, trifft es zwar 
zu, dass dieser im Bericht vom 7. Juni 2022 einfache Tätigkeiten, die einhändig ausgeführt 
werden könnten, als vorstellbar erachtete. Er äusserte sich aber nicht zum zumutbaren Pen-
sum, weshalb nicht gesagt werden kann, Dr. F.____ habe die Zumutbarkeit einer vollzeitlichen 
beruflichen Tätigkeit bejaht. Auch bei der Auffassung der Beschwerdegegnerin in ihrer Ver-
nehmlassung vom 21. Februar 2024, wonach die geklagten Schmerzen des Beschwerdeführers 
medizinisch nicht objektiviert werden könnten, scheint sie zu übersehen, dass im Austrittsbe-

 

 
 
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richt der Rehaklinik H.____ ein chronisches Schmerzsyndrom im Rahmen einer komplexen 
funktionellen neurologischen Störung und somit eine fassbare neurologische Erkrankung diag-
nostiziert wurde. Damit sind die Schmerzangaben des Beschwerdeführers zumindest teilweise 
zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung zugänglich. 
 
5.5 Angesichts der diagnostisch anspruchsvollen und komplexen medizinischen Sachlage, 
der langjährigen und erheblichen unfallbedingten Einschränkungen sowie der damit verbunde-
nen erschwerten Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet 
gewesen, zur abschliessenden Klärung des Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ein mehrdisziplinäres medizinisches Gutachten einzuholen. Indem sie 
dies unterliess, kam sie ihrer aus dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) resultie-
renden Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
nur unzureichend nach. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte 
keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden, sind die Abklärungsergebnisse aus dem 
Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Der relevante medizinische Sachverhalt 
bedarf deshalb weiterer Abklärung. 
 

6. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Sozialversicherungsgericht nicht 
frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung zurückweist. Die Beschwerdeinstanz 
hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen im Ver-
waltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbe-
dürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht be-
weiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sach-
verhalt im vorliegenden Fall unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des kantona-
len Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer 
Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung 
des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheids vom 21. Dezember 2023 zur weiteren Abklärung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat den Gesundheitszustand, die Leistungsfähigkeit 
und die Höhe des Integritätsschadens von einer unabhängigen Ärzteschaft im Rahmen eines 
externen medizinischen Gutachtens (Art. 44 ATSG) untersuchen zu lassen. Gestützt auf die 
Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch des 
Beschwerdeführers neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzli-
che Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdefüh-
rer deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Da 
der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine Honorarnote einreichte, wird das Honorar 
gestützt auf Ziffer 4 des Dispositivs der Verfügung vom 5. Juni 2024 nach Ermessen festge-

 

 
 
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setzt. Das Gericht setzt das Honorar auf pauschal Fr. 2'500.-- zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer 
und somit auf Fr. 2'702.50 (Fr. 2'500.-- x 8,1 %) fest. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
Seite 12    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2023 aufgehoben und die An-
gelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen wird. 
 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'702.50 (inkl. 8,1 % Mehrwertsteuer) 
zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
       http://www.bl.ch/kantonsgericht