# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d989849-1c48-520d-993b-968429e915c9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 28.03.2025 810 25 4 (810 2025 4)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-25-4_2025-03-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 28. März 2025 (810 25 4) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Errichtung einer Beistandschaft mit Vermögensverwaltung / Abklärung des Schwäche-

zustands 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichterinnen Ana Dettwiler,  

Judith Frey-Napier, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin Julia Kempfert 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Errichtung einer Beistandschaft mit Vermögensverwaltung  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
29. November 2024) 

 
 
 
 

A. Am 8. November 2022 reichte der Legal Counsel der Bank D.____ bei der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend A.____ 
(geb. 1938) ein. Er teilte mit, diese sei kinderlos und mutmasslich ohne Familienangehörige. Sie 
werde von einer Bekannten namens E.____ betreut und begleitet. Vertreten durch E.____ habe 
A.____ einen Zahlungsauftrag über Fr. 350'000.-- bei der Bank D.____ eingereicht. Die Be-

 

Seite 2 

günstigte dieser Zahlung sei E.____ respektive deren Tochter. Anlässlich zweier Gespräche 
habe A.____ einen verwirrten Eindruck hinterlassen und nicht gewusst, worum es gehe. Auf 
den Zahlungsauftrag angesprochen habe sie keine Angaben machen können, wozu die Zah-
lung dienen solle. 
 
B. Mit superprovisorischem Entscheid vom 9. November 2022 entzog die KESB A.____ 
den Zugriff auf ihre Vermögenswerte bei der Bank D.____ und der F.____ AG sowie die Hand-
lungsfähigkeit in der Einkommens- und Vermögensverwaltung inklusive das Eingehen sämtli-
cher Arten von Verpflichtungsgeschäften. Auf die von A.____ gegen diesen Entscheid am 
18. November 2022 erhobene Beschwerde trat das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), am 22. November 2022 nicht ein. 
 
C. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs erliess die KESB am 12. Dezember 2022 
den Entscheid über vorsorgliche Massnahmen. Sie hielt am Entzug der Handlungsfähigkeit in 
der Vermögensverwaltung betreffend sämtliche Arten von Verpflichtungsgeschäften, die man 
aufgrund der Höhe oder ihres Inhalts üblicherweise nicht alleine mit den laufenden Einnahmen 
decken kann, fest. Unabhängig davon entzog sie A.____ die Handlungsfähigkeit für alle 
Rechtsgeschäfte, die den Wert von Fr. 1'000.-- übersteigen, wobei bei wiederkehrenden Ver-
pflichtungen die Dauer von 12 Monaten zähle. Die KESB hielt darüber hinaus auch den Entzug 
des Zugriffs auf Guthaben, Wertschriften, Depots, Safes und allfällige weitere Vermögenswerte 
bei der Bank D.____ aufrecht. Den Entzug des Zugriffs auf das Konto bei der F.____ AG (das 
"Laufkonto") hob sie hingegen auf. Weiter forderte die KESB A.____ auf, sich zur Abklärung 
ihres Schutz- und Unterstützungsbedarfs von ihrem Hausarzt an die Memory Clinic überweisen 
zu lassen. Dem Sozialdienst G.____ erteilte die KESB den Auftrag, allgemein die persönliche 
und soziale Situation von A.____ und deren Alltagsbewältigung abzuklären. Einer allfälligen 
Beschwerde entzog die KESB die aufschiebende Wirkung. Dagegen erhob A.____, nachfol-
gend vertreten durch B.____, mit Schreiben vom 23. Dezember 2022 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, welche mit Urteil vom 13. April 2023 abgewiesen wurde. Mit Urteil vom 
5. September 2024 wies das Bundesgericht die Beschwerde von A.____ vom 11. März 2024 
ab, soweit darauf eingetreten wurde. 
 
D. Mit Schreiben vom 17. Januar 2024 informierte die KESB A.____ darüber, dass in Er-
wägung gezogen werde, den vorsorglichen Entzug der Handlungsfähigkeit in der Vermögens-
verwaltung sowie den vorsorglichen Entzug des Zugriffs auf sämtliche bei der Bank D.____ be-
findlichen Vermögenswerte zu bestätigen sowie eine Beistandschaft gemäss Art. 394 i.V.m. 
Art. 395 ZGB zu errichten. Gestützt auf die bisherigen Erkenntnisse sowie die Abklärungen 
werde auf weitergehende Massnahmen verzichtet. Mit Schreiben vom 31. Januar 2024 zeigte 
die KESB A.____ an, wer als Beistandsperson vorgesehen sei. Mit Schreiben vom 23. Septem-
ber 2024 setzte die KESB A.____ eine Frist zur Stellungnahme zum weiteren Vorgehen und 
forderte sie auf, den Bericht der Memory Clinic einzureichen, sofern einer vorliege. Weiter wur-
de mitgeteilt, dass eine persönliche Anhörung von A.____ vorgesehen sei. Mit E-Mail vom 
21. Oktober 2024 reichte A.____ ihre Stellungnahme ein und hielt fest, dass sie die Beistand-
schaft weiterhin ausdrücklich ablehne. Eine erneute Anhörung würde wahrscheinlich gleich ab-
laufen wie jene im November 2022 und sei vermutlich wenig erkenntnisreich. Mit Schreiben 

 

Seite 3 

vom 24. Oktober 2024 wurde A.____ zu einer persönlichen Anhörung am 5. November 2024 
eingeladen. Dieser blieb sie unentschuldigt fern und reichte innert Frist keine Stellungnahme 
ein. 
 
E. Mit Entscheid vom 29. November 2024 errichtete die KESB für A.____ eine Vertre-
tungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB mit den Auf-
gabenbereichen, das Vermögen sorgfältig zu verwalten, wobei als Vermögen sämtliche Vermö-
genswerte bei der Bank D.____ gelten, und die administrativen Angelegenheiten, beschränkt 
auf die Vermögensverwaltung, zu erledigen. Weiter hielt die KESB am Entzug der Handlungs-
fähigkeit von A.____ in der Vermögensverwaltung betreffend sämtliche Arten von Verpflich-
tungsgeschäften, die man aufgrund der Höhe oder ihres Inhalts üblicherweise nicht alleine mit 
den laufenden Einnahmen decken kann, fest. Ferner entzog sie A.____ die Handlungsfähigkeit 
für alle Rechtsgeschäfte, die den Wert von Fr. 1'000.-- übersteigen, wobei bei wiederkehrenden 
Verpflichtungen die Dauer von 12 Monaten zähle. Die KESB hielt darüber hinaus den Entzug 
des Zugriffs auf Guthaben, Wertschriften, Depots, Safes und allfällige weitere Vermögenswerte 
bei der Bank D.____ aufrecht. Vollmachten an Drittpersonen, mit Ausnahme an die Beistands-
person, wurden widerrufen.  
 
F. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____, nach wie vor vertreten durch B.____, 
mit Eingabe vom 30. Dezember 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragt, es sei 
der Entscheid vom 29. November 2024 vollständig aufzuheben und es sei auf weitere Erwach-
senenschutzmassnahmen zu verzichten. Eventualiter sei zur Abklärung und Neubeurteilung der 
sich stellenden Fragen die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz anzuordnen, wo-
bei die vermögensbezogenen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit vollständig aufzuheben 
seien. Es sei demnach die Vorinstanz anzuweisen, den Sachverhalt vollständig zu erkunden, 
die versäumten Beweise abzunehmen, den Vorsorgeauftrag vom 15. März 2015 zu prüfen und 
im Sinne der nachfolgenden Beschwerdebegründung zu würdigen und die Begründetheit der 
ursprünglichen Gefährdungsmeldung zuverlässig und mit milderen, nicht medizinischen Mitteln, 
zu überprüfen. Subeventualiter sei die Sache zurückzuweisen und die Vorinstanz anzuweisen, 
der Beschwerdeführerin das Vorschlagsrecht gemäss Art. 400 ZGB einzuräumen. Alles unter 
o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wird beantragt, der Beschwerde sei die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen.  
 
G. Mit Schreiben vom 27. Januar 2025 beantragt die KESB in ihrer Vernehmlassung die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
 
H. Mit Verfügung vom 20. März 2025 wurde der Verfahrensantrag der Beschwerdeführe-
rin auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und der Fall der Kammer zur Be-
urteilung überwiesen. 
 
I. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 2. April 2025 eine Stellungnahme zur 
Vernehmlassung der Vorinstanz ein und hält an ihren Anträgen fest. 
 
 

 

Seite 4 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim 
zuständigen Gericht erhoben werden. Gestützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 43 
Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 und § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilge-
setzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht des Kantonsgerichts für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit zuständig. Das 
Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des 
kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (vgl. § 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 
Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die 
der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der 
Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdefüh-
rerin als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung 
legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen gemäss Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 
Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz mit Entscheid vom 
29. November 2024 zu Recht für die Beschwerdeführerin eine Vertretungsbeistandschaft mit 
Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB errichtet hat. 

 
4.1 Die KESB errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer 
geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der Person liegen-
den Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder nicht besorgen kann (Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Per-
son bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss 
(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde kann die Handlungsfähigkeit der be-
troffenen Person entsprechend einschränken (Art. 394 Abs. 2 ZGB). Gemäss Art. 395 ZGB 
kann die KESB eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung errichten. Dabei 
sind die Vermögenswerte zu bestimmen, die von der Beistandsperson verwaltet werden sollen. 
Sie kann Teile des Einkommens oder das gesamte Einkommen, Teile des Vermögens oder das 
gesamte Vermögen oder das gesamte Einkommen und Vermögen unter die Verwaltung stellen 
(Art. 395 Abs. 1 ZGB). Ohne die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person einzuschränken, 
kann ihr die Erwachsenenschutzbehörde den Zugriff auf einzelne Vermögenswerte entziehen 
(Abs. 3). 
 
4.2 Zweck der behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes ist nach Art. 388 
Abs. 1 ZGB, das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicherzustellen. In Art. 389 

 

Seite 5 

ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes 
den beiden Maximen der Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) und der Verhältnismässigkeit 
(Art. 389 Abs. 2 ZGB). Es gilt der Grundsatz ‟so viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig 
staatlicher Eingriff wie möglich” (BGE 140 III 49 E. 4.3.1; vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 
28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 S. 7017, Ziff. 1.3.4 in fine). Die KESB hat dabei nicht ge-
setzlich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern ‟Massnahmen nach Mass” zu treffen, 
also solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entsprechen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). 
Unter den verschiedenen geeigneten Varianten ist die zurückhaltendste zu wählen; diese muss 
zudem in einem vernünftigen Verhältnis zur Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts ste-
hen (Urteil des Bundesgerichts 5A_795/2014 vom 14. April 2015 E. 4.2.1). 
 
4.3 Es ist primär Sache der Behörde, über ungeklärte oder umstrittene Tatsachen Beweis 
zu führen (LUCA MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
I, 7. Auflage, Basel 2022, N 9 zu Art. 446 ZGB). Sie zieht die erforderlichen Erkundigungen ein 
und erhebt die notwendigen Beweise. Sie kann eine geeignete Person oder Stelle mit Abklä-
rungen beauftragen. Nötigenfalls ordnet sie das Gutachten einer sachverständigen Person an 
(Art. 446 Abs. 2 ZGB). Eine Begutachtung ist grundsätzlich anzuordnen, wenn die Aufhebung 
oder Einschränkung der Handlungsfähigkeit aufgrund einer psychischen Störung oder geistigen 
Behinderung in Betracht gezogen werden muss und der Spruchkörper nicht über die notwendi-
gen medizinischen Kenntnisse verfügt (BGE 140 III 97 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 
5A_617/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.3). Der in Art. 446 ZGB verankerte Untersuchungs-
grundsatz der Behörde wird durch die Mitwirkungspflicht der am Verfahren beteiligten Personen 
relativiert (vgl. Art. 448 Abs. 1 ZGB). Die Mitwirkungspflicht besteht auch, wenn sie sich zum 
Nachteil des zur Mitwirkung Verpflichteten auswirkt (BGE 132 II 113 E. 3.2; MARANTA, a.a.O., N 
7 zu Art. 448 ZGB).  

 
5.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die Verfahren vor dem Kantonsgericht und 
dem Bundesgericht nur die Tatsachen betreffen würden, welche sich zwischen dem 8. Novem-
ber 2022 und dem 23. Dezember 2022 ereignet hätten. Seither sei nichts Entscheidrelevantes 
vorgefallen. Es bestünden keine neuen Gefährdungsmeldungen, die Rechnungen würden be-
zahlt, die Steuererklärungen eingereicht, die persönliche Sorge funktioniere und die Finanzen 
seien im Lot. Das Schreiben vom 24. Oktober 2024, mit welchem die Vorinstanz die Beschwer-
deführerin zum rechtlichen Gehör eingeladen habe, sei dem Vertreter nicht zugestellt worden, 
weshalb darauf nicht habe reagiert werden können. Die Beschwerdeführerin verbringe ihr be-
schauliches Leben nach wie vor in ihrem vertrauten familiären Umfeld. Die Vorinstanz habe 
jegliche Abklärungsbemühungen eingestellt und es seien keinerlei Berichte und weitere Abklä-
rungen seit März 2023 erfolgt. Der Schwächezustand müsse im Hauptverfahren bewiesen wer-
den, wozu die Vorinstanz bis heute nicht in der Lage sei. Die Vorinstanz habe den vorliegenden 
Entscheid gefällt, ohne Prüfung der Eigenversorgungskapazität der Beschwerdeführerin und 
ohne medizinische Grundlage sowie ohne der Beschwerdeführerin das Vorschlagsrecht einzu-
räumen. Zudem habe die Vorinstanz die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausge-
schlossen, ohne den Vorsorgeauftrag vom 15. März 2015 zu prüfen. Während bei den vorsorg-
lichen Massnahmen dies aufgrund der Dringlichkeit zeitlich nicht möglich gewesen sei, werde 

 

Seite 6 

die Unterlassung dieser Abklärung im Hauptverfahren als Rechtsverletzung gerügt. Das ZGB 
weise eine Reihe von milderen Mitteln auf, welche mangels Prüfung der Verhältnismässigkeit 
nicht in Erwägung gezogen worden seien. Dem Bedürfnis der Vorinstanz, die Konten der Be-
schwerdeführerin regelmässig zu kontrollieren, könne auch mit milderen Mitteln entsprochen 
werden. 
 
5.2 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid dahingehend, dass die Beschwerdeführerin 
bislang keinen Bericht der Memory Clinic eingereicht habe. Stattdessen liege der Vorinstanz der 
Kurzbericht der H.____ GmbH vom 21. März 2024 sowie die Rückmeldung des Vertreters der 
Beschwerdeführerin vom 21. Oktober 2024 vor. Aus diesen beiden Rückmeldungen könne ent-
nommen werden, dass die Beschwerdeführerin ihrem Alter entsprechend in guter physischer 
Verfassung sei und sozial gut eingebettet einen funktionierenden Alltag lebe, wobei sie inzwi-
schen zusätzlich von der Spitex unterstützt werde. Die Beschwerdeführerin erhalte somit die 
nötige Hilfe im Alltag und könne diese annehmen. Hingegen habe sich an der Ausgangslage, 
die dem vorsorglichen Entscheid zugrunde gelegen sei, nichts geändert. Laut der Mitteilung 
ihres Vertreters könne bei der Beschwerdeführerin inzwischen ein leichter mentaler Schwäche-
zustand vorliegen. Mangels anderweitiger fachlich fundierter Erkenntnisse sei in Anbetracht des 
bisherigen Verlaufs davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin zumindest bei der aus-
serordentlichen Finanzverwaltung weiterhin nicht mehr zu einer unabhängigen Meinungsbildung 
sowie zu deren Umsetzung in der Lage und auch nicht fähig sei, die Konsequenzen ihres Han-
delns zu erkennen. Es gelte weiterhin, dass die Ereignisse, welche zur Meldung an die Vo-
rinstanz geführt hätten, belegen würden, dass die Beschwerdeführerin ihre ausserordentliche 
Finanzverwaltung nicht mehr selber wahrnehmen könne und bei ihr ein Schutz- und Unterstüt-
zungsbedarf vorliege. Bezüglich des Umfangs der Finanzverwaltung im Alltag sei hingegen da-
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin noch in der Lage sei, darüber selber zu ent-
scheiden, und nicht von einem Schutzbedarf ausgegangen werde. Da die vorsorglichen Verfü-
gungsbeschränkungen für die Beschwerdeführerin bestehen blieben, müsse eine Beistands-
person eingesetzt werden, die in Vertretung handeln könne. Die Beschwerdeführerin habe 
mehrfach die Gelegenheit zur Stellungnahme und zum Kennenlernen der vorgesehenen Bei-
standsperson gehabt, sie habe sich jedoch nicht vernehmen lassen. 
 
6. Dem angefochtenen Entscheid der Vorinstanz lässt sich nicht entnehmen, welchen 
Schwächezustand die Beschwerdeführerin aufweist und inwiefern sie zum jetzigen Zeitpunkt 
schutzbedürftig ist. Beides sind jedoch unabdingbare Voraussetzungen für die Errichtung einer 
Beistandschaft und für die gerichtliche Beurteilung einer solchen (vgl. E. 4.1 hiervor). Die Vor-
instanz hat keine dahingehenden Abklärungen getroffen und die Beschwerdeführerin vor dem 
Erlass des Entscheids nicht persönlich angehört, obschon dies mit Blick auf die Konsequenzen, 
unabhängig von allfälligen Zustellungsschwierigkeiten, erforderlich gewesen wäre (vgl. Art. 447 
Abs.1 ZGB; MARANTA, a.a.O., N 5 ff. zu Art. 447 ZGB). Der Hausarzt der Beschwerdeführerin 
hat gemäss Aktennotiz vom 7. Dezember 2022 erklärt, er könne als Facharzt für Innere Medizin 
und Rheumatologie nicht bestätigen, dass die Beschwerdeführerin die fragliche Geldübertra-
gung verstehe, und befürworte eine Abklärung durch die Memory Clinic. Eine aktuelle Einschät-
zung des Hausarztes liegt hingegen nicht vor. Seit dem vorsorglichen Entscheid der Vorinstanz 
vom 12. Dezember 2022 bis zum angefochtenen Entscheid sind rund zwei Jahre vergangen. 

 

Seite 7 

Aus den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass sich während dieser Zeit Situationen zugetra-
gen hätten, welche auf einen Schwächezustand der Beschwerdeführerin im Zusammenhang 
mit der Verwaltung ihrer Finanzen hindeuten würden. Zeitnahe Belege oder Beweise welche 
Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zuliessen, lagen der Vor-
instanz zum Zeitpunkt des vorliegenden Entscheids somit nicht vor. Dokumentiert ist lediglich, 
dass der Vertreter von einem leichten mentalen Schwächezustand bei der Beschwerdeführerin 
ausgehe und sie drei Mal pro Woche Unterstützung durch die Spitex erhalte. Die Abklärungen 
der H.____ GmbH haben ergeben, dass in Bezug auf die Lebenssituation der Beschwerdefüh-
rerin keine Massnahmen angezeigt sind. Weitere Auffälligkeiten im Verhalten der Beschwerde-
führerin sind nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund lässt es sich nicht rechtfertigen, bei der 
Annahme eines Schwächezustands auf länger zurückliegende Belege oder Begebenheiten, 
namentlich auf die beabsichtigte Geldübertragung, welche Anlass für den vorsorglichen Ent-
scheid vom 12. Dezember 2022 gegeben hatte, abzustellen. Mit Blick auf die Untersuchungs-
maxime und die einschneidenden Konsequenzen durfte im angefochtenen Entscheid nicht ohne 
weiteres allein gestützt auf diese Ausgangslage von einem Schwächezustand bei der Be-
schwerdeführerin ausgegangen werden. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Be-
schwerdeführerin die Abklärung in der Memory Clinic bislang nicht veranlasst hat. Zwar hat die 
Vorinstanz die Beschwerdeführerin aufgefordert, sich zur Abklärung von ihrem Hausarzt an die 
Memory Clinic überweisen zu lassen, jedoch steht fest, dass die Beschwerdeführerin diese Ab-
klärung nicht hat vornehmen lassen. Die Beschwerdeführerin hat am 2. Dezember 2022 eine 
Entbindungserklärung für den Hausarzt und die Memory Clinic unterschrieben. Die Vorinstanz 
hätte somit direkt eine Abklärung in Auftrag geben können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_175/2024 vom 5. September 2024 E. 8). 
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ein Schwächezustand sowie eine Schutzbe-
dürftigkeit der Beschwerdeführerin nicht genügend erstellt sind und die Angelegenheit zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Im Rahmen ihrer Neubeurteilung hat die Vor-
instanz insbesondere den Schwächezustand der Beschwerdeführerin durch aktuelle, objekti-
vierbare Unterlagen und eine Fachbeurteilung, aus welchen ihr Unvermögen zur Vermögens-
verwaltung hervorgeht, festzustellen. Sollten die Voraussetzungen für die Errichtung einer Bei-
standschaft gegeben sein, so hat die Vorinstanz mit Blick auf den Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit abzuklären, wie die Beistandschaft auszugestalten ist, um einem allfälligen Schutz-
bedürfnis der Beschwerdeführerin zu entsprechen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 21. März 2018 [810 17 262] E. 5.3). Dem-
zufolge wird die Angelegenheit in Gutheissung der Beschwerde zur Neubeurteilung im Sinne 
der vorstehenden Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
 
8. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, auf die weiteren Vorbringen der Be-
schwerdeführerin einzugehen. Insbesondere diejenigen zum Vorsorgeauftrag sowie zum Vor-
schlagsrecht sind von der Vorinstanz in die Beurteilung einzubeziehen.  
 
9. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). 

 

Seite 8 

Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen 
und der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘500.-- ist der Beschwerdeführerin 
zurückzuerstatten. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (VPO § 21 Abs. 1). 
 
  

 

Seite 9 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Vorinstanz vom 

29. November 2024 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur Neubeurtei-
lung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Vor-

instanz auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin