# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f4fd6a1-12c6-57f9-902d-e1004a25b45f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2015 C-2340/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2340-2012_2015-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2340/2012 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m   2 3 .  A p r i l  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Karin Wagner. 
 

 
 

Parteien 
 Privatklinik K._______ AG (vormals Klinik K._______ 

AG), 

vertreten durch Thomas Weder, Rechtsanwalt, advoka-

tur.bahnhofplatz 1, Bahnhofplatz 1, 2501 Biel/Bienne, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Regierungsrat des Kantons Bern,  

Postgasse 68, 3000 Bern 8,   

handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des 

Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Aufnahme in die Spitalliste 2012; Verfügung Nr. 519 des Re-

gierungsrates des Kantons Bern vom 4. April 2012. 

 

 

 

C-2340/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Regierungsrat des Kantons Bern (nachfolgend Vorinstanz) mit 

Beschluss Nr. 519 vom 4. April 2012 die Spitalliste 2012 erlassen und der 

Privatklinik K._______ AG (vormals Klinik K._______ AG) mit Verfügung 

vom 4. April 2012 uneingeschränkte und beschränkte Leistungsaufträge 

erteilt, jedoch diverse Einzelanträge abgelehnt hat (act. 2/1), 

dass die Privatklinik K._______ AG (nachfolgend auch Beschwerdeführe-

rin) diese Verfügung mit Beschwerde vom 30. April 2012 und Beschwerde-

ergänzung vom 18. Mai 2012 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten 

(act. 2, 6) und beantragt hat, die Verfügung der Vorinstanz vom 4. April 

2012 sei aufzuheben – unter Kostenfolgen, 

dass der mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2012 (act. 3) einverlangte 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.- am 22. Mai 2012 bei der Ge-

richtskasse eingegangen ist (act. 9), 

dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 257/2014 vom 26. Februar 2014 auf 

ihren Entscheid vom 4. April 2012 zurückgekommen ist und der Privatklinik 

K._______ AG die in der Spitalliste 2012 beschränkten Leistungsaufträge 

uneingeschränkt zugesprochen hat und ihr für die Leistungsgruppen 

RAD1, URO 1.1.6 (in Spitalliste 2012 URO 2.6), BEW10 (beschränkt auf 

zwei Jahre mit Überprüfung der Mindestfallzahlen nach zwei Jahren) ge-

genüber der Spitalliste 2012 zusätzliche Leistungsaufträge erteilt hat (Ver-

fahren C-1745/2014 act. 1/1), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-1745/2014 vom 2. Juni 

2014 auf eine Beschwerde der Privatklinik K._______ AG gegen diese Ver-

fügung nicht eingetreten ist,  

dass der Beschluss der Vorinstanz Nr. 257/2014 vom 26. Februar 2014 

damit in Rechtskraft erwachsen ist, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden ge-

gen Beschlüsse der Kantonsregierungen – wie hier - nach den Art. 39, 45, 

46 Abs. 4, 47, 48 Abs. 1 bis 3, 51, 54, 55 und 55a des Bundesgesetzes 

vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) zu-

ständig ist (Art. 53 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 33 lit. i des Verwaltungsgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR.173.32]), 

C-2340/2012 

Seite 3 

dass sich das Beschwerdeverfahren grundsätzlich nach dem Verwaltungs-

verfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) richtet 

(Art. 53 Abs. 2 KVG), 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen 

Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass der Beschluss Nr. 257/2014 vom 26. Februar 2014 gemäss Disposi-

tivziffer 3 die Verfügung vom 4. April 2012 ersetzen soll, 

dass aus dem Dispositiv dieses Beschlusses nicht klar ersichtlich ist, ob 

die Vorinstanz per 1. Mai 2014 oder rückwirkend per 1. Mai 2012 eine neue 

Spitalliste erlassen wollte, 

dass das Dispositiv so zu deuten ist, wie es vom Adressaten in guten 

Treuen verstanden werden konnte und musste (BGE 114 Ia 332, 

BGE 96 I 282 E. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2969/2010 

vom 28. Februar 2012 E. 1.1.2; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MAR-

KUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 29 

Rz. 16) und bei Auslegung der Verfügungsformel auf die Begründung der 

Verfügung zurückgegriffen werden kann (vgl. BGE 110 V 222),  

dass die Vorinstanz in Erwägung 2.2.2.6 des Beschlusses vom 26. Februar 

2014 bestreffend die Spitalliste 2014 ausführte, die Spitalliste 2014 für den 

Bereich Akutsomatik stelle eine Anpassung der Spitalliste 2012 für Spitäler 

dar, die keine Beschwerde eingelegt hätten, und eine Anpassung an die 

Spitalliste 2005 für beschwerdeführende Spitäler,  

dass die Auslegung des Dispositivs somit hinsichtlich der Beschwerdefüh-

rerin - welche die Spitalliste 2012 angefochten hat - ergibt, dass bis zum 

30. April 2014 die Spitalliste 2005 und ab 1. Mai 2014 die Spitalliste 2014 

Anwendung findet,  

dass damit dem Begehren der Beschwerdeführerin, welche vorliegend 

eine Aufhebung der Verfügung vom 4. April 2012 beantragt hat, entspro-

chen wurde, 

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Seite 4 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist 

(Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun-

desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 

VwVG), 

dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind und der 

Beschwerdeführerin daher der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- 

zurückzuerstatten ist, 

dass bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens unter sinngemässer An-

wendung des Art. 5 VGKE zu prüfen ist, ob eine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 15 VGKE), 

dass die Gegenstandslosigkeit durch die Wiedererwägung der Vorinstanz 

bewirkt worden ist, weshalb der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 

somit eine Parteientschädigung nach Art. 7 ff. VGKE zuzusprechen ist, 

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine Kostennote einge-

reicht hat, womit die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 

ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), 

dass demnach unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 

Aufwandes, so insbesondere dass der Rechtsvertreter erst im Rahmen der 

Schlussbemerkungen beigezogen wurde, eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'500.- (einschliesslich Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) als ange-

messen erscheint,  

dass dieser Entscheid nicht beim Bundesgericht angefochten werden kann 

(vgl. Art. 83 Bst. r BGG, SR 173.110). 

 

 

C-2340/2012 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- rückerstattet.  

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine 

Parteientschädigung von Fr. 2'500.- (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) 

zu bezahlen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-

formular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 0519, Spitalliste 2012; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Karin Wagner 

 

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