# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1daed33-c311-5dad-93c6-29fe58fb0447
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.12.2012 D-6596/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6596-2012_2012-12-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6596/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  D e z e m b e r  2 0 1 2   

Besetzung 

 
Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;   

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   Parteien 
 

A.______, geboren am (…) 

B.______, geboren am (…), 

Iran,  

(…), 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 6. Dezember 2012 / N (…). 

 

 

D-6596/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden, die im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum (EVZ) Kreuzlingen am 3. Oktober 2012 um Asyl nachsuchten, den 

Iran gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin Ende September 

2012 zusammen mit ihrem Ehemann bzw. Vater und ihrer volljährigen 

Tochter bzw. Schwester (N (…)) verliessen und sich in die Türkei bega-

ben, 

dass die Beschwerdeführerin bei der Kurzbefragung vom 18. Oktober 

2012, die im EVZ Kreuzlingen durchgeführt wurde, angab, sie, ihr Sohn 

und ihre volljährige Tochter hätten über von der belgischen Botschaft in 

Teheran ausgestellte Visa verfügt und seien am 2. Oktober 2012 von Is-

tanbul aus nach Belgien geflogen, 

dass ihr Ehemann in der Türkei zurückgeblieben sei, 

dass sie in Belgien von ihrem Schlepper Bahnfahrkarten erhalten hätten 

und am 3. Oktober 2012 mit dem Zug in die Schweiz gereist seien,  

dass sie weder in Belgien noch in einem anderen Staat um Asyl nachge-

sucht habe und auch nicht daktyloskopisch erfasst worden sei, 

dass eine bereits am 4. Oktober 2012 vom BFM vorgenommene dakty-

loskopische Abfrage in der EURODAC-Datenbank keine Resultate ergab, 

dass das BFM der Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2012 das rechtli-

che Gehör zu einer Überstellung nach Belgien und Deutschland gewährte, 

dass sie sagte, sie seien nur auf der Durchreise und ihr Ziel sei die 

Schweiz gewesen, 

dass das zuständige belgische Immigration Office, Federal Public Service 

Home Affairs, dem Rückübernahmeersuchen des BFM vom 21. Novem-

ber 2012 am 3. Dezember 2012 zustimmte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 6. Dezember 2012 – eröffnet am 

12. Dezember 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asyl-

gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche 

nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Belgien anordnete 

und die Beschwerdeführenden aufforderte, die Schweiz spätestens am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

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Seite 3 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die 

Beschwerdeführenden verfügte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 19. Dezember 2012 

gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhoben und dabei beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzu-

heben und die Vorinstanz sei anzuweisen, ihr Recht zum Selbsteintritt 

auszuüben und sich für das vorliegende Asylgesuch für zuständig zu er-

achten, es sei im Sinne vorsorglicher Massnahmen der vorliegenden Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehör-

den seien anzuweisen, von einer Überstellung nach Belgien abzusehen, 

bis das Bundesverwaltungsgericht über den Suspensiveffekt der Be-

schwerde entschieden habe und das Beschwerdeverfahren sei mit dem-

jenigen ihrer Tochter bzw. Schwester zu vereinigen, 

dass sie zudem um die Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen 

Rechtspflege und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses ersuchten, 

dass für die Begründung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und 

– soweit entscheidwesentlich – nachfolgend darauf einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. Dezember 2012 beim Bundes-

verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

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Seite 4 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 

2004 (DAA, SR 0.142.392.68) zur Anwendung gelangt und das BFM die 

Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des 

Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren 

zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags 

zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mit-

gliedstaat gestellt hat (Dublin-II-Verordnung), prüfte, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin-II-Verordnung jeder Asylantrag 

von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des 

Kapitels III als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, welcher einem Familienange-

hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling ge-

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währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder 

ein gültiges Visum ausgestellt hat, dessen Land-, See- oder Luftgrenze 

der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal über-

schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 

i.V.m. Art. 6 bis 13 Dublin-II-Verordnung), 

dass derjenige Mitgliedstaat den Asylbewerber, der sich zuvor während 

eines ununterbrochenen Zeitraumes von mindestens fünf Monaten in die-

sem Mitgliedstaat aufgehalten hat, nach Massgabe der Art. 17 bis 19 

Dublin-II-Verordnung aufzunehmen hat (Art. 10 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 1 

Bst. a Dublin-II-Verordnung), wenn der Asylbewerber in einem weiteren 

Mitgliedstaat ein Asylgesuch einreicht, 

dass die Übernahmeverpflichtungen erlöschen, wenn der Drittstaatsan-

gehörige das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten für mindestens drei Mo-

nate verlassen hat, es sei denn, der Drittstaatsangehörige ist im Besitz 

eines vom zuständigen Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltsti-

tels (Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-Verordnung), 

dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenannten 

Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuches 

eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-

Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin-II-Verordnung; 

vgl. auch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über 

Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass den vorinstanzlichen Akten zu entnehmen ist, dass die belgische 

Botschaft in Teheran den Beschwerdeführenden am 4. September 2012 

ein Visum für eine Einreise in den Schengen-Raum mit Gültigkeitsdauer 

vom 17. September 2012 bis 20. Oktober 2012 ausstellte, 

dass die Beschwerdeführenden gemäss den Angaben der Beschwerde-

führerin mit dem belgischen Visum in Belgien eingereist und anschlies-

send über Deutschland am 3. Oktober 2012 in die Schweiz gelangt sind 

(act. A7/12 S. 5 und 7),  

dass die belgischen Behörden der Rückübernahme der Beschwerdefüh-

renden unter Anwendung von Art. 9 Dublin-II-VO ausdrücklich zugestimmt 

haben (act. A20/1), 

dass das BFM deshalb zu Recht Belgien für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens als grundsätzlich zuständig erachtet hat, 

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Seite 6 

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des vom BFM gewährten recht-

lichen Gehörs zur grundsätzlichen Zuständigkeit Belgiens und einer Weg-

weisung nach Belgien lediglich sagte, die Schweiz sei Ziel ihrer Reise 

gewesen (act. A 7/12 S. 10), 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, die Schwester der Be-

schwerdeführerin, der in der Schweiz Asyl gewährt worden sei, lebe zu-

sammen mit ihrem Ehemann und einem Kind in der Schweiz, 

dass die Beschwerdeführerin als Kind bis zur Heirat der Schwester im 

gleichen Haushalt gelebt habe, 

dass die Beschwerdeführerin durch die Trennung von ihrer Schwester ei-

ne wichtige Bezugsperson verlöre und in Belgien auf sich allein gestellt 

wäre, 

dass sich die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung mit diesem As-

pekt auch nicht ansatzweise auseinandergesetzt habe, womit sie die Be-

gründungspflicht verletzt habe, 

dass diese Einwände nicht stichhaltig sind, 

dass die Beschwerdeführerin wünscht, die Schweiz solle aus humanitä-

ren Gründen von ihrem Selbsteintrittsrecht Gebrauch machen, 

dass gemäss Art. 7 der Dublin-II-VO der (andere) Mitgliedstaat für die 

Prüfung des Asylantrags zuständig ist, falls der Asylbewerber einen Fami-

lienangehörigen hat, dem das Recht auf Aufenthalt im Mitgliedstaat in 

seiner Eigenschaft als Flüchtling gewährt wurde, und die betroffenen Per-

sonen dies wünschen, 

dass Art. 2 Bst. i der Dublin-II-VO als "Familienangehörige" den Ehegat-

ten beziehungsweise dauerhaften Partner der asylsuchenden Person und 

die minderjährigen Kinder von solchen Paaren oder des Antragstellers 

definiert, 

dass die Schwester bzw. Tante der Beschwerdeführenden (N 389 859), 

die seit rund 13 Jahren in der Schweiz lebt, indessen keine Familienan-

gehörige im Sinne der Dublin-II-VO ist, weshalb unter diesem Aspekt 

nichts zu Gunsten der Beschwerdeführenden abgeleitet werden kann, 

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dass diese verwandtschaftliche Beziehung keinen Grund für die Anwen-

dung der Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-Verord-

nung: Recht jedes Mitgliedstaates auf freiwillige Übernahme der Zustän-

digkeit) darstellt,  

dass Belgien somit für die Prüfung des Asylgesuchs der Beschwerde-

führerin gemäss der Dublin-II-Verordnung zuständig ist,  

dass das BFM aufgrund der Offenkundigkeit dieses Umstandes nicht auf 

diesen Aspekt eingehen musste, weshalb es seiner Begründungspflicht in 

ausreichender Weise nachkam und der Anspruch der Beschwerdeführen-

den auf rechtliches Gehör nicht verletzt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden geltend machen, Belgien sei in letzter 

Zeit in die Schlagzeilen gelangt, da es mehrere Iraner und Afghanen ins 

Heimatland zurückgeschafft habe, was Art. 3 EMRK verletze, 

dass sie damit einwenden, Belgien werde in ihrem Fall den Grundsatz 

des Non-Refoulement missachten, 

dass es angesichts der Vermutung, der für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens zuständige Staat respektiere seine aus dem 

internationalen Recht fliessenden Verpflichtungen, den Beschwerdefüh-

renden obliegt darzutun, gestützt auf welche ernsthaften Hinweise die 

Annahme naheliegt, dass die belgischen Behörden in ihrem Fall die 

staatsvertraglichen Verpflichtungen nicht respektieren und ihnen den not-

wendigen Schutz nicht gewähren werden (vgl. Europäischer Gerichtshof 

für Menschenrechte [EGMR], M.S.S. gegen Belgien und Griechenland 

[Appl. No. 30696/09], Urteil vom 21. Januar 2011, § 84-85 und 250; Urteil 

des Gerichtshofes der Europäischen Union [EuGH] vom 21. Dezember 

2011 in der Rechtssache C-411/10 und C-493/10), 

dass die Beschwerdeführenden im vorliegenden Fall keine konkreten An-

haltspunkte geltend machen, wonach Belgien, bei welchem es sich um 

einen Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) und des Protokolls über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) handelt, seine staatsvertraglichen 

Verpflichtungen missachten und die Beschwerdeführenden in ihren Hei-

matstaat zurückschaffen würde, dies unter Missachtung des Non-

Refoulement Gebotes oder von Art. 3 EMRK, 

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dass die Beschwerdeführerin im Übrigen anlässlich der Befragung vom 

18. Oktober 2012 keine solchen Befürchtungen vorbrachte, 

dass demzufolge die Vermutung, gemäss welcher Belgien seine völker-

rechtlichen Verpflichtungen einhalte, mangels ausreichender Anhalts-

punkte nicht umgestossen wurde (vgl. vorgenanntes Urteil M.S.S., § 69, 

342 f. m.w.H.; BVGE 2010/45 E. 7.4-7.5, S. 637-639), 

dass die Beschwerdeführenden nach dem Gesagten keine konkrete und 

ernsthafte Gefahr nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermochten, 

dass ihre Überstellung nach Belgien gegen Art. 3 EMRK oder eine andere 

völkerrechtliche Verpflichtung der Schweiz verstosse, 

dass unter diesen Umständen keinerlei Hindernisse, insbesondere auch 

keine humanitären Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine 

Überstellung der Beschwerdeführenden als unzulässig erscheinen las-

sen,  

dass es demnach auch unter diesem Gesichtspunkt keinen Grund für die 

Anwendung der Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-

Verordnung) gibt,  

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu 

Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten 

ist und, da sie nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-

sungsbewilligung sind, ebenfalls zu Recht in Anwendung von Art. 44 

Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Belgien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu prü-

fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits 

Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 

Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10 S. 645),  

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde 

einzugehen, da sie an der Würdigung des vorliegenden Sachverhalts 

nichts zu ändern vermögen, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtser-

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Seite 9 

heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass die Anträge um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, Anordnung 

vorsorglicher Massnahmen und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses durch den vorliegenden Entscheid in der Hauptsache ge-

genstandslos werden, 

dass der Antrag, das vorliegende Beschwerdeverfahren sei mit demjeni-

gen der volljährigen Tochter der Beschwerdeführerin bzw. der Schwester 

des Beschwerdeführers zu vereinigen, gegenstandslos ist, da über die 

von der Tochter bzw. Schwester eingereichte Beschwerde mit Urteil       

E-6472/2012 vom 19. Dezember 2012 bereits rechtskräftig entschieden 

wurde, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ab-

zuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwä-

gungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Vor-

aussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht 

erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Hans Schürch Christoph Basler 

 

 

Versand: